Decision ID: ed4aaaa8-a9d9-5e80-acc2-8c7bb277157d
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Heer, Degersheimerstrasse 6, Postfach
354, 9230 Flawil,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a Am 9. März 2004 (Eingang bei der IV-Stelle am 12. März 2004) hatte sich A._
(nachfolgend: der Versicherte) aufgrund der Folgen eines Auffahrunfalls vom 6. Juni
2002 bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung angemeldet (IV-act. 1, 5, 6). Im Unfallzeitpunkt hatte er zwei
Arbeitsstellen bekleidet, nämlich die vom 22. September 1986 bis 30. Juni 2004
dauernde bei der Firma B._ als Facharbeiter zu 100% (IV-act. 10, 20) und zusätzlich
die vom 1. Juni 2000 bis 30. November 2003 dauernde bei der Firma C._ als
Lagerangestellter zu 6-10 Stunden pro Woche (IV-act. 21). Mit Arztbericht vom
29. März 2004 (IV-act. 13) hatte Dr. med. D._ ein chronisches cervicozephales
Schmerzsyndrom beidseits diagnostiziert und darauf hingewiesen, dem Versicherten
eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit vom 20. Oktober 2003 bis 5. November 2003
attestiert zu haben. Seit 6. November 2003 habe eine Arbeitsfähigkeit von 50%
bestanden.
A.b Im ABI-Gutachten vom 31. August 2006 (IV-act. 62) waren keine Diagnosen mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
waren eine Schmerzverarbeitungsstörung und ein chronisches cervicalbetontes
panvertebrales Schmerzsyndrom mit pseudoradikulärer Ausstrahlung in die oberen
sowie unteren Extremitäten links geblieben. Aus interdisziplinärer Sicht habe eine
uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Bauarbeiter
bestanden. Dies habe für sämtliche weiteren in der freien Wirtschaft verwertbaren
Arbeiten gegolten.
A.c Mit Vorbescheid vom 14. September 2006 hatte die IV-Stelle die Abweisung des
Leistungsbegehrens gestützt auf das ABI-Gutachten vom 31. August 2006 in Aussicht
gestellt (IV-act. 66). Am 23. Oktober 2006 hatte der Versicherte Einwand erheben
lassen (IV-act. 72). Nach einer Rückfrage beim ABI Basel und Kenntnisnahme der
Antwort vom 19. November 2006 (IV-act. 75) hatte die IV-Stelle mit Verfügung vom
21. November 2006 an der Abweisung des Rentenbegehrens festgehalten (IV-act. 77).
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A.d Die dagegen erhobene Beschwerde vom 8. Dezember 2007 (IV-act. 81) war mit in
Rechtskraft erwachsenem Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
vom 23. Mai 2008, IV 2007/18, abgewiesen worden.
B.
B.a Am 23. März 2009 (Eingang bei der IV-Stelle: 25. März 2009) stellte der Versicherte
erneut ein Gesuch um Bezug von Invalidenversicherungsleistungen (IV-act. 108). Von
Mai bis August 2007 war er bei der E._ AG angestellt gewesen; von September 2007
bis März 2008 bei der F._ AG (IV-act. 94, 108-5f.). Von April bis Juni 2008 hatte er bei
der G._ AG gearbeitet (IV-act. 108-6).
B.b Mit vorläufigem Austrittsbericht vom 1. Dezember 2008 war über den stationären
Aufenthalt des Versicherten vom 24. November bis 2. Dezember 2008 in der Neuro
chirurgie, Kantonsspital St. Gallen (KSSG), berichtet worden (IV-act. 114-6/10ff.). Es
war die Diagnose einer grossen lumbalen, nach kaudal sequestrierten Diskushernie
L3/4 links gestellt worden. Vom 23. Dezember 2008 bis 24. März 2009 hatte sich der
Versicherte in der Psychiatrischen Klinik H._ zur stationären Behandlung aufgehalten,
wo eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert worden war (IV-
act. 112, 114-3/10ff.).
B.c Mit ABI-Gutachten vom 7. Dezember 2009 (IV-act. 131) wurde als Diagnose mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom
ohne akute radikuläre Symptomatik mit/bei möglichem residuellem sensiblem
Ausfallsyndrom sowie medio-linkslateraler Diskushernie L4/5 mit Luxation nach kaudal,
Eindellung des Duralschlauchs und Kontakt zur Nervenwurzel L5 links, MR-
tomographisch ohne eindeutige Kompression neuraler Strukturen, erhoben. Ohne
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bleibe eine Schmerzverarbeitungsstörung und
Symptomausweitung mit algogener Verstimmung. In der angestammten Tätigkeit im
Baugewerbe bestehe seit September 2008 bleibend eine volle Arbeitsunfähigkeit. Für
körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten in wechselnder Position, in denen eine
Hebe- und Traglimite von 10kg nur ausnahmsweise und von 15kg gar nicht
überschritten werde, bestehe aus orthopädischer Sicht eine zeitlich und
leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit seit April 2009, spätestens jedoch
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seit dem Zeitpunkt der Begutachtung. Aus psychiatrischer und internistischer Sicht
beständen keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Von Seiten der Gutachter
werde beispielsweise an Kontroll- und Überwachungstätigkeiten gedacht, doch kämen
auch manuelle Arbeiten auf Tischhöhe in Frage, sofern die übrigen formulierten
Einschränkungen berücksichtigt würden.
B.d Mit Vorbescheid vom 16. Juni 2010 stellte die IV-Stelle bei einem Invaliditätsgrad
von 13% die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 149).
B.e Mit Schreiben vom 23. August 2010 (IV-act. 150) teilte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers, Rechtsanwalt lic. iur. M. Heer, Wil, mit, dass dieser inzwischen bei
Dr. med. I._, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in Behandlung sei.
Zudem sei eine ergänzende Untersuchung bei Dr. med. J._, Facharzt für
Neurochirurgie, durchgeführt worden. Da der Sachverhalt medizinisch offensichtlich
nicht ausreichend abgeklärt worden sei, beantrage er die Sistierung des Vorbescheids,
eventualiter eine Nachfristgewährung zur Einreichung ergänzender Einwendungen und
medizinischer Berichte.
B.f Mit Stellungnahme vom 22. September 2010 reichte der Rechtsvertreter
Arztberichte von Dr. I._ vom 6. September 2010 und von Dr. J._ vom 19. August
2010 ein (IV-act. 152ff.). Daraufhin empfahl der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) am
27. Oktober 2010 die Einholung weiterer Berichte und anschliessend eine
Vergleichsbegutachtung am ABI Basel (IV-act. 160).
B.g Unter Berücksichtigung des Gutachtens von K._, Facharzt für Rheumatologie
und Innere Medizin, Manuelle Medizin, SAMM, vom 7. November 2009 mit Hinweis auf
eine Konsensbesprechung mit Dr. med. L._, Facharzt FMH für Psychiatrie und
Psychotherapie, (IV-act. 171-33/70ff.) sowie der nachträglich eingegangenen Berichte
des Psychiatrischen Zentrums M._ vom 16. November 2009 (IV-act. 167), des KSSG
vom 22. Juli (IV-act. 171-57/70ff) und 28. September 2010 (IV-act. 171-48/70ff.) wurde
das ABI-Gutachten vom 7. Februar 2011 erstellt (IV-act. 171-1/70ff.). Darin wurde als
Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne akute radikuläre Symptomatik mit/bei breitbasigen
Diskusprotrusionen L5/S1 und L4/5 mit jeweils zentraler kleiner Anuluspathologie,
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klinisch und bildgebend ohne Kompression neuraler Strukturen, und bei Status nach
weitgehend resorbierter medio-linkslateraler, nach kaudal luxierter Diskushernie L4/5
festgehalten. Aus polydisziplinärer Sicht resultiere für leichte bis mittelschwere,
adaptierte Tätigkeiten eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Für Tätigkeiten im
Baugewerbe wie auch für jede anderweitige körperlich schwere Tätigkeit bestehe
dagegen eine volle Arbeitsunfähigkeit.
B.h Dem Versicherten wurde mit Schreiben vom 3. März 2011 Gelegenheit zur
Stellungnahme hinsichtlich der Abklärungsergebnisse geboten (IV-act. 173). Mit
Eingabe vom 12. April 2011 machte der Rechtsvertreter von dieser Gelegenheit
Gebrauch (IV-act. 178) und reichte am 15. April 2011 eine Stellungnahme von Dr. I._
vom 14. April 2011 ein (IV-act. 179), welche den Gutachtern des ABI zur Beurteilung
unterbreitet wurde (IV-act. 180). Die ABI-Gutachter hielten an ihrer Einschätzung im
polydisziplinären Gutachten fest (IV-act. 182).
B.i Am 30. Juni 2011 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten erneut Gelegenheit zur
Stellungnahme, wovon dieser am 15. August 2011 Gebrauch machte (IV-act. 184, 189).
B.j Mit Verfügung vom 17. August 2011 beschloss die IV-Stelle die mit Vorbescheid
vom 16. Juni 2010 in Aussicht gestellte Rentenabweisung (act. G 1.1).
C.
C.a Mit Beschwerde vom 15. September 2011 (act. G 1) liess der Versicherte durch
seinen Rechtsvertreter beantragen, ihm sei ab 1. September 2008 mindestens eine
halbe IV-Rente auszurichten, eventualiter sei er erweitert medizinisch abzuklären und
der Invaliditätsgrad neu zu berechnen. Zudem sei ihm die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung zu gewähren und Rechtsanwalt Heer als Rechtsvertreter zu
bestimmen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung liess der
Beschwerdeführer im Wesentlichen vorbringen, das ABI-Gutachten sei unvollständig
und nicht geeignet, einen endgültigen Invaliditätsgrad festzulegen, da weder die ABI-
Gutachter noch der RAD sich eingehend mit den Diagnosen von Dr. I._ befasst und
sich nicht fundiert zu den im Nachgang zur ABI-Untersuchung festgestellten
Symptomen und Diagnosen geäussert hätten. Das Gericht habe die unvollständige
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medizinische Abklärung zu ergänzen. Zudem sei ihm unter Berücksichtigung der
Gesamtumstände ein Leidensabzug von mindestens 20% zu gewähren.
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 27. Oktober 2011 schloss die Beschwerdegegnerin
auf Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung brachte sie insbesondere
vor, die vom Beschwerdeführer am ABI-Gutachten vom 7. Februar 2011 geäusserte
Kritik sei nicht stichhaltig. Dem bei der Begutachtung mitwirkenden psychiatrischen
Experten sei kein Aspekt des psychischen Zustandsbilds des Beschwerdeführers
verborgen geblieben. Auch habe er sich in seiner Expertise mit der divergierenden
Beurteilung des behandelnden Psychiaters Dr. I._ einlässlich auseinandergesetzt.
Hinsichtlich des beantragten Tabellenlohnabzugs in Höhe von mindestens 20% seien
beim Beschwerdeführer keine direkt mit der Art der gesundheitlichen Beeinträchtigung
in Zusammenhang stehende lohnwirksamen oder anderen abzugsrelevanten Umstände
ersichtlich, noch würden solche geltend gemacht.
C.c Mit Schreiben vom 4. November 2011 teilte das Versicherungsgericht dem
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit, dass die Frist zur Einreichung des
Formulars "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" unbenutzt abgelaufen sei und
verlangte einen Kostenvorschuss ein, der am 16. November 2011 bezahlt wurde
(act. G 5).
C.d Mit Replik vom 31. Januar 2012 (act. G 11) bzw. korrigierter Replik vom 1. Februar
2012 (act. G 12) hielt der Beschwerdeführer an seinem Standpunkt fest und legte die
Stellungnahme vom 30. Januar 2012 des Medizinischen Zentrums N._, (act. G 11.1),
ins Recht.
C.e Mit Duplik vom 14. Februar 2012 hielt die Beschwerdegegnerin vollumfänglich an
den Ausführungen in der Beschwerdeantwort fest (act. G 14).
C.f Mit Eingabe vom 17. Dezember 2012 reichte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers zwei Berichte des Medizinischen Zentrums O._ vom 15. und
21. August 2012 sowie das ärztliche Zeugnis von Dr. med. P._ vom 12. September
2012 ein (act. G 16, 16.1, 16.2 und 16.3).
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C.g Mit Schreiben vom 7. Mai 2013 legte das Versicherungsgericht die vorgenannten
Berichte dem ABI Basel zur Stellungnahme vor (act. G 18). Am 22. Mai 2013 reichte
das ABI Basel eine Stellungnahme ein (act. G 19).
C.h Mit Eingabe vom 19. Juni 2013 beantragte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers eine Fristverlängerung für die Stellungnahme zum Schreiben des
ABI vom 22. Mai 2013 und liess zwei ärztliche Zeugnisse von Dr. I._ vom 30. Mai
2013, und von Dr. P._ vom 19. Juni 2013, zukommen (act. G 21).
C.i Mit Stellungnahme vom 16. August 2013 reichte der Rechtsvertreter einen Bericht
des Medizinischen Zentrums O._ vom 13. August 2013 ein (act. G 23).
C.j Am 11. Oktober 2013 ging das vom Versicherungsgericht bei der kmu Kranken
versicherung, Winterthur, angeforderte Gutachten von Dr. L._ vom 19. September
2009 ein und wurde den Parteien am 14. Oktober 2013 zur Kenntnisnahme zugestellt
(act. G 26, 27).

Erwägungen:
1.
Eingliederungsmassnahmen wurden in der Frühinterventionsphase zunächst geprüft
und am 10. Juni 2009 verneint (IV-act. 119ff., 125). Der RAD ging davon aus, dass –
wenn überhaupt – lediglich ein tiefes Eingliederungspotential vorhanden sei und der
Beschwerdeführer sich subjektiv nicht für arbeitsfähig halte (IV-act. 121). Im ABI-
Gutachten vom 7. Dezember 2009 wurden berufliche Massnahmen empfohlen,
weshalb die Eingliederungsmassnahmen neu geprüft wurden (IV-act. 134). Der
Beschwerdeführer bekräftigte beim Gespräch vom 9. Februar 2010, sich subjektiv nicht
arbeitsfähig zu fühlen, berief sich dabei auf seine Schmerzen und wünschte den
Rentenentscheid (IV-act. 139). Aus Sicht der Eingliederungsberatung waren neben der
subjektiven Einschätzung der fehlenden Arbeitsfähigkeit auch die bestehenden IV-
fremden Faktoren wie fehlende Bildung, ungenügende Deutschkenntnisse und die
fehlende Motivation ausschlaggebend für die Ablehnung von
Eingliederungsmassnahmen. Aus diesem Grund wurden die
Eingliederungsmassnahmen mit Mitteilung vom 20. Mai 2010 eingestellt (IV-act. 146).
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Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet somit der Anspruch des
Beschwerdeführers auf Rentenleistungen.
2.
2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Sie kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht fallenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf
eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
2.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrads verweigert, so wird
gemäss Art. 87 Abs. 4 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV;
SR 831.201; in der bis 31. Dezember 2011 gültigen gewesenen Fassung) eine neue
Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 erfüllt sind. Nach
jener Bestimmung muss in einem Revisionsgesuch glaubhaft gemacht werden, dass
sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Durch diese Eintretensvoraussetzung soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung
immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten Rentengesuchen
befassen muss (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 2. November 2011, 8C_624/2011,
E. 4.3.1, mit Hinweis).
2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung gestellt haben. Nach dem
Grundsatz der freien Beweiswürdigung haben Versicherungsträger und
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Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des
Beweiswerts eines ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung
der gestellten Fragen umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die
geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der
untersuchten Person auseinandersetzt, was vor allem bei psychischen
Fehlentwicklungen nötig ist, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung
mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der
medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen des medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass
die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann (vgl. BGE 125 V 351
E. 3a, 122 V 157 E. 1c, je mit Hinweisen).
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die bei ihr am 25. März 2009 eingegangene
Neuanmeldung, nachdem der Beschwerdeführer eine neuerliche Verschlechterung des
Gesundheitszustands glaubhaft gemacht hatte, zu Recht eingetreten. In der Folge hat
sie den Rentenanspruch des Beschwerdeführers nach materieller Prüfung mit
Verfügung vom 17. August 2011 jedoch verneint. Es stellt sich damit die Frage, ob die
Beschwerdegegnerin aufgrund der medizinischen Aktenlage davon ausgehen durfte,
dass bei voller Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit kein
Rentenanspruch bestehe. Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Schlussfolgerung in
medizinischer Hinsicht insbesondere auf das ABI-Gutachten vom 7. Februar 2011,
wonach aus polydisziplinärer Sicht eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit für leichte
bis mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten vorhanden sei.
3.2 Im ABI-Gutachten vom 7. Februar 2011 wurde als Diagnose mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit einzig ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne akute
radikuläre Symptomatik erhoben. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei eine leichte
depressive Episode, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, eine arterielle
Hypertonie und ein chronischer Nikotinabusus. Bereits Dr. K._ und Dr. L._ gingen
im von der Krankentaggeldversicherung in Auftrag gegebenen Gutachten vom
19. September 2009 und vom 7. November 2009 (act. G 26; IV-act. 171-33/70ff.) bei
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Diagnose eines generalisierten Schmerzsyndroms (als einzige mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit) davon aus, dass zwar die zuletzt ausgeübte Tätigkeit im Strassenbau
für Reintegrationsbemühungen ungünstig erscheine und bestenfalls noch ein 50%-iges
Pensum zumutbar sei. Hingegen sei eine den Beschwerden angepasste Tätigkeit mit
einem wirbelsäulenadaptierten Belastungsprofil aus rein rheumatologischer Sicht ohne
Einschränkungen zumutbar. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine
Erwerbsunfähigkeit.
3.3
3.3.1 Dass dem Beschwerdeführer aus somatischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit in
einer adaptierten Tätigkeit zuzumuten ist, wird weder von ihm selbst bestritten noch
geht Gegenteiliges aus der diesbezüglich einhelligen medizinischen Aktenlage hervor,
weshalb sich Weiterungen hierzu erübrigen. Der Beschwerdeführer äusserte mit
Verweis auf die Berichte von Dr. I._ vom 6. September 2010 (IV-act. 153) und vom
14. April 2011 (IV-act. 179-2f.) allerdings die Ansicht, dass das ABI-Gutachten vom
7. Februar 2011 hinsichtlich seiner psychiatrischen Gesundheitsschäden unvollständig
sei.
3.3.2 Für die von Dr. I._ in seinen Berichten vom 6. September 2010 und vom
14. April 2011 (IV-act. 153, 179) diagnostizierte Panikstörung und Depression bzw.
mittelgradige depressive Störung fanden sich in den gesamten medizinischen Akten bis
zur Einholung des ABI-Gutachtens vom 7. Februar 2011 unbestrittenermassen keine
Hinweise, insbesondere auch nicht im Bericht des Psychiatrischen Zentrums M._
vom 16. November 2009 (IV-act. 167), wo von einer regressiven Haltung, einer
fehlenden Behandlungsmotivation und von mangelnden intrapsychischen
Kompetenzen die Rede war, oder während des stationären Aufenthalts in der
psychiatrischen Klinik H._ vom 23. Dezember 2008 bis 24. März 2009, wo – obwohl
der Beschwerdeführer gemäss Austrittsbericht vom 23. März 2009 über schlechten
Schlaf, Nervosität, Angespanntheit, Ängstlichkeit, Schreckhaftigkeit, starkes
nächtliches Schwitzen und reduzierte Konzentration berichtete – lediglich eine
anhaltende somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert worden war (IV-act. 114).
Nach Meinung von Dr. I._ bestand im September 2010
eine 60%-ige Arbeitsfähigkeit, wobei er sich nicht dazu äussert, ob diese Einschätzung
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auch für eine den Beeinträchtigungen optimal angepasste Tätigkeit gilt (IV-act. 153). Im
ABI-Gutachten vom 7. Dezember 2009 wurden keine Diagnosen mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit gestellt und davon ausgegangen, dass in der angestammten Tätigkeit
seit August 2008 bleibend eine volle Arbeitsunfähigkeit bestehe, für körperlich leichte,
adaptierte Tätigkeiten jedoch eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100% gegeben
sei (IV-act. 131). Eine Schmerzverarbeitungsstörung und Symptomausweitung mit
algogener Verstimmung bleibe ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.
3.3.3 Gemäss ABI-Gutachten vom 7. Februar 2011 klagte der Beschwerdeführer bei
der psychiatrischen Anamnese über Schlafprobleme, häufiges Schwitzen, Druck- und
Engegefühl im Brustbereich, innerliche Unruhe, Nervosität, Angst und Albträume. Dies
komme mehrmals am Tag und in der Nacht vor und er müsse sich auch in der Nacht
umziehen, da er stark schwitze. Manchmal müsse er auch erbrechen. Der
psychiatrische Gutachter, Dr. med. Q._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in
Bezug auf die Diagnose einer Panikstörung fest, dass zwar Ängste mit vegetativen
Symptomen beständen. Während des ganzen Untersuchungstags hätten aber keine
Panikattacken festgestellt werden können, obschon der Beschwerdeführer angegeben
habe, dass diese mehrmals am Tag auftreten würden. Seine Angaben seien "etwas
wenig glaubwürdig". Auch seine Angabe, dass er die Medikamente regelmässig
einnehme, entspreche nicht der Wahrheit, wie aufgrund der nicht nachweisbaren
Medikamentenspiegel geschlossen werden müsse. Es sei deshalb gut möglich, dass
auch weitere seiner Angaben nicht ganz der Wahrheit entsprächen. Die
Angstsymptomatik sei zu wenig ausgeprägt, um die Diagnose einer Panikstörung zu
begründen. Die ICD-10-Klassifikation fordere für diese Diagnose ein innerhalb eines
Monats wiederholtes und situationsunabhängiges Auftreten von schweren
anfallsartigen Ängsten mit vegetativen Symptomen. Oft werde dann auch eine
Bedarfsmedikation mit einem Benzodiazepin notwendig, was beim Beschwerdeführer
ebenfalls nicht der Fall sei. In der Psychiatrischen Klinik H._, wo der
Beschwerdeführer in stationärer Behandlung gewesen sei, und im Psychiatrischen
Zentrum M._, wo vom 9. Juni bis 29. September 2009 eine ambulante psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung erfolgt sei, seien keine depressive Episode und
auch keine Panikstörung diagnostiziert worden. Eine versicherungsmedizinisch
hinreichende Begründung, warum nun plötzlich eine starke Verschlechterung des
psychischen Gesundheitszustands mit höhergradiger Arbeitsunfähigkeit vorliegen solle,
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habe Dr. I._ nicht angeben können. Ausserdem seien die therapeutischen
Möglichkeiten nicht ausgeschöpft. Die von Dr. I._ aufgeführten
psychopathologischen Befunde reichten nicht aus für die Diagnose einer
mittelgradigen depressiven Episode. Gemäss Stellungnahme des ABI vom 16. Juni
2011 (IV-act. 182-11ff.) wurde die vom ABI festgestellte leichte depressive Episode als
eigenständige Diagnose aufgeführt. Es sei anhand der täglichen Aktivitäten des
Beschwerdeführers begründet worden, weshalb keine Arbeitsunfähigkeit attestiert
werden könne. Von den sogenannten Foerster-Kriterien seien die Kriterien des
chronischen Verlaufs und der komorbiden psychischen Störung erfüllt, aber nicht
deutlich.
3.3.4 Die Beurteilung von ABI-Gutachter Dr. Q._ ist beweiskräftig. Im Gutachten hat
er sich eingehend mit der abweichenden Beurteilung des behandelnden Arztes Dr. I._
auseinandergesetzt. Aus den Berichten von Dr. I._ geht nicht hervor, in welchen
Situationen sich Panikattacken einstellten und auf welche Art und mit welcher Intensität
sich diese äusserten. Die von Dr. I._ festgehaltenen subjektiven Leiden des
Beschwerdeführers wurden von diesem auch gegenüber Dr. Q._, und davor teilweise
bereits anlässlich des stationären Aufenthalts in der psychiatrischen Klinik H._ sowie
gegenüber Dr. L._, geäussert, ohne dass sich daraus Grundlagen für die Diagnose
einer mittelgradigen depressiven Episode oder eine Panikstörung ergaben. Zur
Arbeitsfähigkeit im April 2011 äusserte sich Dr. I._ lediglich dahingehend, dass der
Beschwerdeführer schon jahrelang in seiner bisherigen Tätigkeit voll arbeitsunfähig sei.
Eine behinderungsangepasste Tätigkeit wäre jedoch seiner Ansicht nach mit
Unterstützung von Seiten der Invalidenversicherung möglich (IV-act. 179, 2/4f.). Über
das Ausmass der von ihm als grundsätzlich zumutbar bezeichneten Arbeitsfähigkeit in
adaptierten Tätigkeiten machte er allerdings keine Angaben. Hinsichtlich der von ihm
diagnostizierten Depression ist im Bericht vom 14. April 2011 zudem nicht klar, von
welchem Schweregrad er ausgeht.
3.4
3.4.1 Zu prüfen bleibt, ob die im Beschwerdeverfahren neu eingereichten
medizinischen Berichte die Beweiskraft der Beurteilung von Dr. Q._ in Frage stellen.
Rechtsprechungsgemäss bildet das Datum des Verfügungserlasses – in diesem Fall
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der 17. August 2011 – die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl.
BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N 61
zu Art. 61). Soweit jedoch auf einen späteren Zeitpunkt datierende ärztliche Berichte
Rückschlüsse auf die Zeit vor Verfügungserlass zulassen, können sie unter Umständen
dennoch Berücksichtigung finden.
3.4.2 Die Stellungnahmen des Medizinischen Zentrums N._ vom 30. Januar 2012
(act. G 11.1) und des Medizinischen Zentrums O._ vom 15. August 2012 (act. G 16.1)
sowie vom 21. August 2012 (act. G 16.2) kritisieren in erster Linie die
Symptomaufnahme und die fehlende Fremdanamnese im psychiatrischen Teil des ABI-
Gutachtens vom 7. Februar 2011 und machen hierzu eigene Erhebungen. Zwar geht
aus den Stellungnahmen vom 30. Januar und 15. August 2012 nicht hervor, wann die
"ausführlichere" Symptomaufnahme und Fremdanamnese durch ihre Verfasser vor
genommen wurde; allerdings ist aufgrund der Auftragserteilung am 25. Oktober 2011
davon auszugehen, dass dies wohl erst nach Verfügungserlass erfolgte. Die
Feststellung einer allfälligen Verschlechterung des Gesundheitszustands und damit der
Arbeitsfähigkeit zu diesem Zeitpunkt ist jedoch für das vorliegende Verfahren nicht
relevant. Eine Oberflächlichkeit in der Symptomerhebung ist in der fast zweiseitigen
psychiatrischen Anamnese des ABI-Gutachtens nicht zu erblicken. Diesbezüglich
besteht zudem im Wesentlichen eine Übereinstimmung mit dem Gutachten von
Dr. L._. Inwieweit die fremanamnestische Angabe der Ehefrau, der Beschwerdeführer
sei sehr depressiv, von objektiv-medizinischer Relevanz sein soll, ist ebenfalls nicht
ersichtlich. Anzumerken ist zu diesen Stellungnahmen lediglich, dass auch die Ärzte
des Medizinischen Zentrums N._ wie auch des Medizinischen Zentrums O._ trotz
der ihrer Ansicht nach umfangreichen psychopathologischen Befunderhebung keine
Panikstörung diagnostizierten. Auch in Bezug auf die
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vom 30. Mai 2013 von Dr. I._ und vom
12. September 2012 von Dr. P._ gilt, dass diese für das vorliegende Verfahren
unbeachtlich sind; Dr. P._ konnte zudem aufgrund des Behandlungsbeginns im März
2012 (vgl. act. G 21) erst eine Arbeitsunfähigkeit nach Verfügungserlass echtzeitlich
bescheinigen.
3.4.3 In der am 7. Mai 2013 vom Versicherungsgericht eingeholten Stellungnahme vom
22. Mai 2013 (act. G 19) bemängeln die ABI-Gutachter zum Bericht des Medizinischen
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Zentrums N._ vom 30. Januar 2012 zudem, dass nicht dargelegt worden sei, wie sich
die Konzentrations-, Merkfähigkeits- und Gedächtnisstörungen bei der klinischen
Befunderhebung gezeigt hätten. Eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit sei aus
psychiatrischer Sicht rein aufgrund der Diagnosen einer mittelgradigen depressiven
Episode und einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nicht nachvollziehbar.
Zumindest eine Teilarbeitsfähigkeit sei zu erwarten. Zum Bericht des Medizinischen
Zentrums O._ vom 15. August 2012 äusserten die ABI-Gutachter, dass Menschen
mit einer schweren Konzentrationsstörung gar nicht mehr Auto fahren könnten, wozu
der Beschwerdeführer jedoch gemäss seinen Angaben im Bericht des Medizinischen
Zentrums O._ in der Lage sei. Auch im Bericht des Medizinischen Zentrums O._
vom 21. August 2012 seien subjektive Momente viel stärker gewertet worden und in die
objektive Befunderhebung eingeflossen. Für die Diagnose einer leichten depressiven
Episode müssten vor allem mindestens zwei Kriterien "depressive Verstimmung,
Verlust von Interesse und Freude, erhöhte Ermüdbarkeit" und zwei der übrigen Kriterien
"verminderte Konzentration, verminderter Selbstwert, Schuldgefühle, negative
Zukunftsperspektiven, Suizidgedanken, Schlafstörungen, verminderter Appetit" erfüllt
sein. Das Medizinische Zentrum N._ sei von anderen, mehr therapeutisch orientierten
Voraussetzungen ausgegangen, weshalb es zu einer anderen Beurteilung gekommen
sei. Es würden weder neue Gesichtspunkte vorgebracht, noch begründeten diese
Berichte eine Zustandsverschlechterung seit der Begutachtung im ABI. Auch mit Blick
auf die Stellungnahme vom 13. August 2013 des Medizinischen Zentrums O._
(act. G 23) ist diese Einschätzung plausibel und nachvollziehbar. Die Beweiskraft der
Beurteilung von Dr. Q._ wird durch alle späteren psychiatrischen Stellungnahmen
nicht erschüttert.
3.5 Damit ist gestützt auf das ABI-Gutachten vom 7. Februar 2011 davon auszugehen,
dass beim Beschwerdeführer eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit für leichte bis
mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten besteht. Von weiteren Abklärungen sind keine für
die Beurteilung des vorliegend relevanten Sachverhalts aufschlussreichen neuen
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte
Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 90, E. 4b; 136 I 229, E. 5.3).
4.
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Hinsichtlich des Einkommensvergleichs bleibt lediglich zu erwähnen, dass die dem
Beschwerdeführer zugrundegelegten Vergleichseinkommen (Fr. 68'900.--
Valideneinkommen; Fr. 59'979.--Invalideneinkommen) aufgrund der Aktenlage weder
zu beanstanden sind noch von ihm selbst bemängelt wurden und dass selbst bei
Gewährung des diesbezüglich einzig von ihm beantragten Tabellenlohnabzugs von
20% kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren würde.
5.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Das
Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind sie
vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, wobei der von ihm geleistete
Kostenvorschuss daran anzurechnen ist. Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Der Vollständigkeit halber bleibt noch
zu erwähnen, dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege durch das
unterbliebene Einreichen des vom Gericht zugestellten Formulars und durch die
Bezahlung des Kostenvorschusses als zurückgezogen zu betrachten ist.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
VRP entschieden:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
2. Der Beschwerdeführer hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der von
ihm geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird angerechnet.
bis
Publikationsplattform St.Galler Gerichte Entscheid Versicherungsgericht, 19.11.2013 Art. 28 IVG. Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV. Beweiskraft des ABI-Gutachtens. Abweisung des Rentengesuchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. November 2013, IV 2011/293) Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_59/2014.
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