Decision ID: 55bc7bff-aac3-5fd4-9794-8e11a20bb232
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. und Z.Y.-A. sind Eigentümer des von ihnen bewohnten Einfamilienhauses in E.
sowie eines
Einfamilienhauses in St. Gallen. Bis Ende 2011 waren sie zusammen mit ihrer Tochter
Miteigentümer eines Einfamilienhauses in Urnäsch. X.Y. war im Jahr 2008 bei der Q. in
St. Gallen angestellt und erzielte ein Nettoeinkommen von Fr. 91'776.--. Seine Ehefrau
erzielte als Kindergärtnerin einen Nettolohn von Fr. 75'638.--. In der Steuererklärung
2008 deklarierten sie ein steuerbares Einkommen von Fr. 147'128.-- und ein
steuerbares Vermögen von Fr. 979'518.--. Auf Anfrage der Veranlagungsbehörde nach
dem Bestand eines in der Steuerklärung 2007 aufgeführten Darlehens von Fr. 95'000.
— (act. G 15/10, 2.13 [B 2012/205]) zugunsten ihrer Tochter B.Y. bestätigte X.Y. am 12.
Dezember 2009, dass das Darlehen im Betrag von Fr. 135'000.-- noch bestehe, er
dieses jedoch anzugeben vergessen habe (act. G 2 Beilage 2). Hierauf forderte ihn die
Veranlagungsbehörde am 4. März 2010 auf, Angaben zu den Lebensaufwandkosten zu
machen, da die Vermögensveränderungen der Deklaration 2008 nicht nachvollziehbar
seien. Nachdem sich X.Y. am 2. April 2010 an das Kantonale Steueramt gewandt hatte,
forderte diese das Ehepaar Y. am 7. Juli 2010 auf, das Formular
"Lebensaufwandkosten 2008" auszufüllen und einzureichen. Mit Schreiben vom 28.
Juli 2010 reichte X.Y. das ausgefüllte Formular ein und erklärte, dass das Darlehen an
die Tochter per Ende 2008 lediglich Fr. 115'000.-- betragen habe (act. G 2 Beilage 9).
Am 10. Februar 2011 wurde er aufgefordert, Unterlagen zum Darlehen, zum Mietertrag
und zu den Lebensaufwandkosten sowie detaillierte Kontoauszüge einzureichen (act. G
2 Beilage 10). Dieser Aufforderung kam er nicht nach. Am 19. Mai 2011 wurde das
Ehepaar Y. unter Androhung der Ermessensveranlagung im Säumnisfall aufgefordert,
die vollständigen Unterlagen einzureichen (act. G 2 Beilage 12). Das kantonale
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Steueramt rechnete hierauf wegen nicht nachvollziehbarer Vermögenszunahme
ermessensweise übrige Einkünfte von Fr. 56'000.-- zu den deklarierten Einkünften
hinzu und veranlagte das Ehepaar am 16. August 2011 für die Kantons- und
Gemeindesteuern 2008 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 208'100.-- (act. G
15/10, 3.02 [B 2012/205]).
B./ Die von den Steuerpflichtigen gegen diese Veranlagung am 22. August 2011
erhobene Einsprache (act. G 2 Beilage 13) hiess das kantonale Steueramt mit
Entscheid vom 8. März 2012 teilweise gut. Das steuerbare Einkommen wurde mit Fr.
207'800.-- veranlagt, nachdem der Zinsertrag aus dem Darlehen an die Tochter auf Fr.
2'700.-- festgesetzt worden war. Der Entscheid bestätigte das ermessensweise mit Fr.
56'000.-- festgelegte übrige Einkommen. Die beantragte Reduzierung des
Eigenmietwerts im Sinne einer Aufwandentschädigung wurde nicht gewährt (act. G 2
Beilage 15 und G 7 Beilage 2). Den gegen diesen Einspracheentscheid erhobenen
Rekurs (act. G 7 Beilage 1) wies die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St.
Gallen mit Entscheid vom 30. August 2012 ab (act. G 7 Beilage 15). Die
Beschwerdeführer verlangten hierauf am 20. September 2012 (Poststempel: 21.
September 2012) bei der Vorinstanz einen ausführlich begründeten Entscheid, wobei
sie darauf hinwiesen, dass der Rekursentscheid am 12. September 2012 bei ihnen
eingegangen sei (act. G 7 Beilage 16). Der begründete Rekursentscheid wurde in der
Folge am 26. September 2012 versandt (act. G 2 Beilage 19 S. 10).
C./ Gegen den Rekursentscheid erhoben X.Y. und Z.Y. mit Eingabe vom
30. September 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit folgenden Anträgen:
1. "Die Steuerveranlagung für X.Y. + Z.Y. ist nach dem effektiv erzielten Einkommen zu
bemessen (steuerbares Einkommen wie deklariert Fr. 147'128.00 + Fr. 3'038.00 für
Miete und Zins Darlehen B.Y., statt Fr. 207'800.00, nach Fantasie von C.D.
2. Das, durch C.D. willkürlich und nicht nachweisbare eingesetzte Einkommen von Fr.
56'000.00 ist zu streichen.
3. Das deklarierte Reinvermögen 2008 von X.Y. von Fr. 1'129'518.00 ist um die Hälfte
des VW Unterdorf von Fr. 135'500.00 zu reduzieren und um das, in der Steuererklärung
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2008 nicht aufgeführte Darlehen an B.Y., von Fr. 95'000.00 zu erhöhen (somit neu total
Fr. 1'089'018.00). Wir sind auch bereit aufgrund unseres Fehlers ein höheres Vermögen
zu versteuern.
4. X.Y. ist für den übermässigen Arbeitsaufwand für die Verwaltung der drei
Liegenschaften jährlich ein Abzug in der Steuerveranlagung für Büro, Büromaterial,
Auto, Telefon usw. für Fr. 6'000.-- gewähren und der Aufwand für die Richtigstellung
der Steuerveranlagung 2008 ist mit Fr. 5'000.-- zu entschädigen.
5. Die Steuerverwaltung des Kantons St. Gallen ist anzuweisen, dass zukünftige
Steuerveranlagungen von X.Y. + Z.Y. nicht mehr durch C.D. bearbeitet werden dürfen."
Die Verwaltungsrekurskommission beantragte in der Vernehmlassung vom 12. Oktober
2012 Abweisung der Beschwerde und verwies zur Begründung auf die Erwägungen
des angefochtenen Entscheids (act. G 6f). Das kantonale Steueramt beantragte in der
Vernehmlassung vom 5. November 2012 Abweisung der Beschwerde, soweit darauf
einzutreten sei; unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer (act. G 9).
In der Stellungnahme (Replik) vom 13. November 2012 bestätigten die
Beschwerdeführer ihren Standpunkt (act. G 11).
Auf die Begründungen der Parteien sowie auf die Ausführungen im angefochtenen
Entscheid wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP; Art. 196
Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG). Die Beschwerdeführer sind zur
Beschwerde legitimiert, und ihre Eingabe vom 30. September 2012 entspricht zeitlich,
formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 Abs. 1 und Art. 161 StG
in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Die Vorinstanz hatte den
Rekursentscheid vom 30. August 2012 (mit Kurzbegründung) am 7. September 2012
(act. G 7 Beilage 15) versandt. Die Beschwerdeführer verlangten am 20. September
2012 (Poststempel: 21. September 2012) bei der Vorinstanz einen ausführlich
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begründeten Entscheid, wobei sie darauf hinwiesen, dass der Rekursentscheid am 12.
September 2012 bei ihnen eingegangen sei (act. G 7 Beilage 16). Ausgehend von
diesen allseits unbestritten gebliebenen Angaben hat die Frist von 10 Tagen für die
Anforderung eines begründeten Rekursentscheids (Art. 195 StG) als eingehalten zu
gelten. Der begründete Entscheid wurde in der Folge am 26. September 2012 versandt
(act. G 2 Beilage 19 S. 10). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten, soweit die
Aufhebung des Entscheids der Verwaltungsrekurskommission vom 30. August 2012
beantragt wird. Soweit die Beschwerdeführer sinngemäss auch die Aufhebung der
Steuerveranlagungsverfügung 2008 verlangen (vgl. act. G 1 S. 4, Antrag 1), ist
festzuhalten, dass durch den Devolutiveffekt eine dem Beschwerdeentscheid zugrunde
liegende Veranlagung als mitangefochten gilt (BGer 2C_145/2010 vom 14. Juni 2010,
E. 1).
2. Art. 177 StG bestimmt, dass eine Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen
vorgenommen wird, wenn Steuerfaktoren oder Steuersubstrat mangels zuverlässiger
Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden können oder der Steuerpflichtige seine
Verfahrenspflichten trotz Mahnung nicht erfüllt. Aufgrund von Art. 180 Abs. 2 StG kann
eine Ermessensveranlagung nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit angefochten
werden (Satz 1); die Einsprache ist zu begründen und muss allfällige Beweismittel
nennen (Satz 2). Die Voraussetzungen einer Ermessensveranlagung werden in Art. 46
Abs. 3 und Art. 48 Abs. 2 des Steuerharmonisierungsgesetzes (SR 642.14, abgekürzt
StHG) sowie Art. 130 Abs. 2 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer (SR 642.11,
abgekürzt DBG) gleich umschrieben. Die Verfahrenspflichtverletzung kann darin
bestehen, dass eine steuerpflichtige Person die Steuererklärung nicht einreicht, einem
Auskunftsbegehren der Veranlagungsbehörde nicht nachkommt oder die
eingeforderten Unterlagen nicht einreicht (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N 32 zu Art. 130 DBG). Für den Fall des
Fehlens zuverlässiger Unterlagen ist entscheidend, dass der Sachverhalt nicht
abklärbar und daher ungewiss ist. Folglich darf der Steuerpflichtige nicht ohne
vorgängige Untersuchung durch die Steuerbehörden ermessensweise veranlagt
werden. Auch bei einer Ermessensveranlagung müssen alle Abklärungen getroffen
werden, die sich aufgrund der Aktenlage aufdrängen und ohne grossen Aufwand
durchführbar sind. Erst wenn sich die Ungewissheit im Sachverhalt trotz dieser
Untersuchungen nicht beseitigen lässt, ist eine Ermessensveranlagung vorzunehmen
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(Zweifel/Athanas, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bd. I/2b, 2. Aufl.
2008, N 43 zu Art. 130 DBG). Eine Androhung der Veranlagung nach Art. 177 StG bzw.
Art. 130 Abs. 2 DBG sowie ein Hinweis auf die Rechtsnachteile derselben (Nachweis
der offensichtlichen Unrichtigkeit im Einspracheverfahren, „Umkehr der Beweislast“)
müssen sowohl in der ersten Aufforderung als auch in der Mahnung enthalten sein (vgl.
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 48 zu Art. 130 DBG).
2.1. Zu prüfen ist vorweg, ob die Ermessensveranlagung zu Recht vorgenommen
wurde bzw. ob eine ziffernmässig genaue Ermittlung des Einkommens und Vermögens
2008 trotz vorgängiger Untersuchung nicht möglich war. Die Beschwerdeführer
deklarierten in der Steuererklärung 2008 ein steuerbares Vermögen von Fr. 979'518.--.
In diesem Betrag war das für 2007 mit Fr. 95'000.-- deklarierte Darlehen an die Tochter
nicht enthalten. Auf Anfrage der Veranlagungsbehörde (act. G 2 Beilage 1) bestätigte
der Beschwerdeführer das Bestehen eines Darlehens im Betrag von Fr. 135'000.-- (act.
G 2 Beilage 2). Im Schreiben vom 7. Juli 2010 errechnete die Steuerbehörde eine
Vermögenszunahme 2008 im Vergleich zum Vorjahr im Betrag von Fr. 115'695.-- und
forderte die Beschwerdeführer wegen nicht nachvollziehbarer Vermögensvermehrung
auf, das Formular "Lebensaufwandkosten" auszufüllen (act. G 2 Beilage 8). In der Folge
führte der Beschwerdeführer Lebensaufwandkosten für das ganze Jahr 2008 von Fr.
13'800.-- an und erklärte, das Darlehen an die Tochter per Ende 2008 habe lediglich
Fr. 115'000.-- betragen (act. G 2 Beilage 9; act. G 15/10, 3.27 [B 2012/205]). Der
Aufforderung der Steuerbehörde vom 10. Februar 2011, aufgrund der weiterhin nicht
nachvollziehbaren Vermögensvermehrung und nicht glaubwürdiger
Lebensaufwandkosten Belege über den Lebensaufwand, Kontoauszüge sowie
Zahlungsbelege über Hypothekamortisationen im Jahr 2008 einzureichen (act. G 2
Beilage 10), kam der Beschwerdeführer nicht nach. Im angefochtenen Entscheid kam
die Vorinstanz zum Schluss, dass die von der Steuerbehörde ermittelte
Vermögenszunahme von Fr. 115'695.-- nicht zu beanstanden sei, lege sie doch die
gleichen Werte der Liegenschaften wie in der Steuerveranlagung 2007 zu Grunde. Der
Einwand des Beschwerdeführers, dass die Vermögenszunahme aus der Differenz der
Liegenschaftsbewertung herrühre, sei damit offensichtlich unbegründet. Auch sein
weiteres Vorbringen, wonach die Vermögenswerte in den vorherigen Jahren zu hoch
veranlagt worden seien, sei unerheblich, zumal er selbst widersprüchliche Angaben
zum Darlehen an seine Tochter mache (Verweis auf Erwägungen in Ziff. 2 lit. h des
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Einsprache-Entscheids; act. G 2 Beilage 15 und G 7 Beilage 2). Ebenfalls sei die Rüge
betreffend des zu hoch ermittelten Mittelzuflusses unbegründet. Lebenshaltungskosten
für einen Zweipersonenhaushalt von jährlich lediglich Fr. 13'800.-- würden deutlich
unter dem üblichen Verbrauch liegen, weshalb sich damit ohne hinreichende
Beweismittel die Vermögensvermehrung nicht erklären lasse. Der Beschwerdeführer sei
mit Schreiben vom 28. April 2010 sowie 10. Februar und 19. Mai 2011 mehrmals mit
den Differenzen konfrontiert und unter Androhung der Ermessensveranlagung
aufgefordert worden, Auskunft über die Einkommensverhältnisse, insbesondere die
Geldzuflüsse zu geben. Der Auskunftspflicht zur Klärung der Unstimmigkeiten
bezüglich Vermögenszunahme sei er nicht nachgekommen und habe damit seine
Verfahrenspflichten verletzt. Dies gelte auch für die Beweismittel zur Darlegung des
deutlich unter dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum liegenden
Lebensaufwandes, da der Beschwerdeführer diesbezüglich die Beweislast trage. Eine
ziffernmässig genaue Ermittlung von Einkommen und Vermögen sei somit trotz
vorgängiger Untersuchung nicht möglich gewesen. Der Beschwerdeführer sei daher zu
Recht nach Ermessen veranlagt worden (act. G 2 Beilage 19 S. 7f). Der
Beschwerdeführer hält dem entgegen, er habe schriftlich mitgeteilt, dass er dem
Steuerkommissär C.D. keine Unterlagen mehr zustelle. Im Verfahren vor der Vorinstanz
sei eine Bestätigung von X.Y. + Z.Y. und B.Y. über das effektive Darlehen beigelegt und
angeboten worden, weitere Unterlagen zuzustellen. Die Vorinstanz anerkenne die
Bestätigung von B.Y. nicht; andere Belege habe sie nicht verlangt. Sie stütze sich nur
auf Angaben des Steuerkommissärs ab. Der wahre Sachverhalt habe die Vorinstanz
nicht interessiert. Somit hoffe er (der Beschwerdeführer), dass dieser vom
Verwaltungsgericht geklärt werde (act. G 1 S. 2).
2.2. Die Darlegungen des Beschwerdeführers in den vorinstanzlichen Verfahren führten
trotz mehrmaliger Abklärungsversuche über einen langen Zeitraum offensichtlich nicht
zu einer Klärung der Situation in dem Sinn, dass eine ziffernmässig genaue Ermittlung
des Einkommens und Vermögens 2008 möglich geworden wäre. Letzteres gilt auch
unter Einbezug der (nachstehend noch zu prüfenden) Vorbringen in diesem Verfahren
(vgl. act. G 1 und 11 sowie nachstehende E. 2.4). Die vorinstanzliche Feststellung, dass
zu Recht eine Ermessensveranlagung erfolgt sei, lässt sich daher nicht beanstanden.
Zur Diskussion stehen kann damit ausschliesslich die Korrektheit der Veranlagung in
masslicher Hinsicht. Eine Ermessensveranlagung kann vom Steuerpflichtigen nur
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wegen offensichtlicher Unrichtigkeit angefochten werden (Art. 180 Abs. 2 Satz 1 StG).
Erfolgte zu Recht eine Ermessensveranlagung, so hat der Einsprecher die Unrichtigkeit
der Veranlagung nachzuweisen; es kommt zu einer Umkehr der Beweisführungspflicht
zu Lasten des Steuerpflichtigen. Die offensichtliche Unrichtigkeit der
Ermessensveranlagung kann vom Steuerpflichtigen auf zwei Arten nachgewiesen
werden. Zum einen kann er den wirklichen Sachverhalt dartun und beweisen. Damit
entfallen die Voraussetzungen einer Ermessensveranlagung, weil die Steuerfaktoren im
Rahmen einer ordentlichen Veranlagung einwandfrei ermittelt werden können. Als
zweite Art des Unrichtigkeitsnachweises steht es dem Steuerpflichtigen auch offen zu
beweisen, dass die Schätzung an sich offensichtlich unrichtig ist. Die
Veranlagungsbehörde ist im Rahmen der Einsprache verpflichtet, die Höhe der
Schätzung zu überprüfen (Zweifel/Athanas, a.a.O., N 39 und 51 zu Art. 132 DBG).
Offensichtlich unrichtig ist eine Schätzung dann, wenn sie willkürlich ist (vgl. StE 2004
B 92.3 Nr. 13, E. 4c). Offensichtlich unrichtig sind jene Schätzungen, die sachlich nicht
begründbar sind, insbesondere erkennbar pönal oder fiskalisch motiviert sind, sich auf
sachwidrige Schätzungsgrundlagen, -methoden oder -hilfsmittel stützen oder sonst mit
den aktenkundigen Verhältnissen des Einzelfalls aufgrund der Lebenserfahrung
vernünftigerweise nicht vereinbart werden können (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
a.a.O., N 68 zu Art. 132 DBG; Zweifel/Athanas, a.a.O., N 52 zu Art. 132 DBG). Dabei
sind auch die Unterlagen, welche im Beschwerdeverfahren beigebracht werden, zu
berücksichtigen. Die Veranlagungsbehörde nimmt die Ermessensveranlagung nach
pflichtgemässem Ermessen vor. Sie kann dabei Erfahrungszahlen,
Vermögensentwicklung und Lebensaufwand des Steuerpflichtigen berücksichtigen (Art.
130 Abs. 2 DBG). Ziel der Ermessensveranlagung ist die bestmögliche Annäherung an
den wirklichen Sachverhalt. Bei der Ermessensveranlagung hat die Behörde alle
Unterlagen zu berücksichtigen, die ihr zur Verfügung stehen. Der Steuerpflichtige soll
möglichst seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit entsprechend veranlagt werden. In
aller Regel darf sich die Schätzung nur auf die Höhe der Steuerfaktoren beziehen. Nicht
geschätzt werden darf im Allgemeinen dagegen der Grundsachverhalt, d.h. die
steuerauslösenden Tatsachen (das Steuerobjekt) selbst. Erst wenn fest steht, dass
Einkünfte vorhanden sind, von denen bloss die Höhe unbekannt ist, darf geschätzt
werden. Eine Ausnahme davon ist jedoch zu machen, wenn nicht nur ein spezifisches
Tatbestandsmerkmal, sondern das Steuerobjekt an sich ungewiss ist. In diesem Fall
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dürfen das gesamte Einkommen bzw. der gesamte Gewinn oder auch Teile davon
geschätzt werden (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 67 ff. zu Art. 130 DBG; vgl.
auch GVP 1973 Nr. 5, 1987 Nr. 22). Die Veranlagungsbehörde ist gehalten, das vom
Pflichtigen deklarierte Einkommen mit dessen Lebensaufwand zu vergleichen. Ein
solcher Vergleich lässt Schlüsse auf die Richtigkeit der Deklaration zu. Ein vom
Steuerpflichtigen nicht erklärter Widerspruch zwischen dem deklarierten Einkommen
und dem Privatverbrauch erlaubt es, die Einschätzung des Einkommens nach dem
Aufwand vorzunehmen. Im Fall einer Schätzung nach Lebensaufwand ist dieser nach
dem beruflichen und gesellschaftlichen Stand des Steuerpflichtigen zu bestimmen.
Soweit nicht auf Unterlagen abgestellt werden kann, ist der Aufwand zu schätzen,
wobei vorerst im Auflageverfahren die Lebenshaltungskosten des Steuerpflichtigen
festzustellen sind. Dabei braucht nicht untersucht zu werden, aus welchen Quellen die
für den persönlichen Aufwand benötigten Einkünfte stammen. Dem Steuerpflichtigen
bleibt aber der Nachweis vorbehalten, dass der Aufwand aus steuerfreien Einkünften
oder aus Vermögensverzehr bestritten wurde (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N
71 zu Art. 130 DBG m.w.H.).
2.3. Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid aus, die Beschwerdeführer
hätten keine weiteren Akten zur Darlegung des Vermögenszuwachses und des
Mittelzuflusses ins Recht gelegt. Ein Nachweis zur Herkunft der Vermögenswerte in
Form von Kontoauszügen per Ende 2008 fehle nach wie vor. Der Beschwerdeführer
habe sich darauf beschränkt, Behauptungen zu den Lebensaufwandkosten zu machen,
überwiegend Selbstversorger zu sein, durch einen Spitalaufenthalt wesentliche
Verpflegungskosten eingespart zu haben sowie ohne Hypotheken keine Miete bezahlen
zu müssen. Nicht nur würden Nachweise zu den tiefen Lebensaufwandkosten gänzlich
fehlen; auch lege der Beschwerdeführer nicht substantiiert dar, aus welchen Mitteln die
Hypothek von Fr. 112'000.-- per Ende 2007 auf Fr. 10'000.-- per Ende 2008 reduziert
worden sei. Diesbezüglich ergebe sich eine geringe Abweichung gegenüber dem
anfänglichen Vermögensvergleich der Steuerverwaltung, in welchem von einer
Hypothek von Fr. 108'000.-- ausgegangen worden sei (act. G 2 Beilage 19 S. 8f). In
diesem Verfahren machen die Beschwerdeführer geltend, Ende Juli 2005 sei die
Hypothek von Fr. 80'000.-- bei der Migrosbank für das EFH in Urnäsch abgelöst
worden. Ab dem Steuerjahr 2008 hätten sie fälschlicherweise angenommen, dass die
auf ihren eigenen Miteigentumsanteil entfallende Hälfte der abgelösten Hypothek (Fr.
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40'000.--) ein Darlehen an die Tochter darstelle. Stattdessen habe diesbezüglich
lediglich eine Verschiebung in ihrem eigenen Vermögen vorgelegen. Mit den bereits
bestehenden Darlehen von Fr. 10'000.-- und Fr. 45'000.-- sowie dem von ihnen (den
Beschwerdeführern) abgelösten Hypothekenanteil der Tochter (Fr. 40'000.--) seien
sowohl sie als auch die Tochter auf ein Darlehen von Fr. 135'000.-- gekommen. Sie
hätten diesen Deklarationsfehler erst beim Verkauf der Liegenschaft erkannt (act. G 1
S. 1). Diesen Hergang bestätigte die Tochter der Beschwerdeführer unterschriftlich am
4. Juni 2012 während des vorinstanzlichen Verfahrens (act. G 2 Beilage 18 Anhang),
nachdem sie in ihren eigenen Steuererklärungen 2007 und 2008 laut den diesbezüglich
unbestritten gebliebenen Darlegungen im angefochtenen Entscheid (act. G 2 S. 9) noch
einen Darlehensbetrag von Fr. 135'000.-- vermerkt hatte (vgl. act. G 15/10, 3.17 und
3.29 [B 2012/205]. Der Vertreter des Steueramtes hält dazu in der Vernehmlassung
fest, die Beschwerdeführer würden einmal mehr widersprüchliche Angaben zum
Darlehen gegenüber ihrer Tochter machen. Während sie schon in den
vorangegangenen Verfahren immer wieder eine andere Höhe des Darlehens sowie
unterschiedliche Begründungen für die (angeblichen) Falschangaben vorgebracht
hätten, würden sie nun nochmals eine neue Version darlegen (act. G 9 S. 2)
2.4. Nach den Darlegungen des Steueramtes verkauften die Beschwerdeführer den
hälftigen Miteigentumsanteil der Liegenschaft in Urnäsch Ende 2011 an die Tochter
(act. G 9 S. 3). Was ihr Vorbringen betrifft, wonach sie erst bei diesem Verkauf realisiert
hätten, dass die schon im Jahr 2005 von der Hypothek abgelösten Fr. 40'000.-- als
Darlehen qualifiziert worden seien, so bleibt unerklärt, aus welchem Grund das
Darlehen in der Steuererklärung 2007 - aus der geschilderten Sicht folgerichtig - mit Fr.
95'000.-- angeführt worden war, später jedoch ohne ersichtliche Änderung des
zugrunde liegenden Sachverhalts vorerst überhaupt nicht (Steuererklärung 2008; act. G
15/10, 3 [B 2012/205]), dann mit Fr. 135'000.-- (act. G 2 Beilage 2) und schliesslich mit
Fr. 115'000.--(act. G 2 Beilage 9) angegeben wurde. Der nunmehr angeführte
Darlehensbetrag von Fr. 95'000.-- (vgl. act. 2 Beilage 18 Anhang) erscheint bei diesem
Sachverhalt lediglich als eine von mehreren möglichen Varianten und damit nicht
nachgewiesen. Dies umso weniger, als der Beschwerdeführer in der Einsprache gegen
die Veranlagung vom 16. August 2011 geltend machte, in den Jahren 2002 bis 2008
seien bei der Liegenschaft in Urnäsch wertvermehrende Investitionen zugunsten der
Tochter vorgenommen worden. Das Darlehen sei unter anderem durch die
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wertvermehrenden Investitionen in der erwähnten Liegenschaft entstanden. Das
Darlehen sei in der Steuererklärung 2008 vergessen gegangen, weil die Auszahlung mit
baulichen Investitionen zusammenhänge (act. G 2 Beilage 13). Diese Schilderung und
der erwähnte Hergang sprechen dafür, dass die Beschwerdeführer im Jahr 2008 bei
der Liegenschaft Urnäsch bauliche Investitionen finanzierten und dementsprechend bei
ihnen in diesem Jahr auch Mittel abflossen. Zu berücksichtigen ist sodann, dass bei
sich widersprechenden Aussagen die Darlegungen in einem frühen Verfahrensstadium
(vgl. act. G 2 Beilage 2: Darlehen von Fr. 135'000.--, wie es unbestritten auch von der
Tochter in den Steuererklärungen 2007 und 2008 angeführt worden war; vgl. act. G
15/10, 3.17 und 3.29 [B 2012/205]) in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind
als spätere Darstellungen, die (in Rechtsmittelverfahren) bewusst oder unbewusst von
nachträglichen Überlegungen beeinflusst sein können (vgl. in anderem Zusammenhang
BGE 121 V 47 E. 2a mit Hinweisen). Die unterschriftliche Bestätigung durch die Tochter
der Beschwerdeführer vom 4. Juni 2012 (act. G 2 Beilage 18 Anhang) erscheint unter
den geschilderten Umständen nicht geeignet, die dort angegebene Darlehenshöhe zu
beweisen. Dass der Mittelabfluss in diesem Zusammenhang Fr. 40'000.-- betrug und
die Steuerbehörde dementsprechend beim Vermögensvergleich 2007/2008 (act. G
15/10, 3.37 Anhang [B 2012/205]) für 2008 ein Darlehen von Fr. 135'000.-- unterstellte,
lässt sich beim geschilderten Sachverhalt nicht beanstanden bzw. erweist sich
jedenfalls nicht als offensichtlich unrichtig (vgl. Art. 180 Abs. 2 StG). Angesichts dieser
Umstände und der Beweislastverteilung (vorstehende E. 2.2) war es entgegen der
Auffassung der Beschwerdeführer (act. G 1 S. 2 oben) nicht Sache der Vorinstanz,
weitere Belege zu verlangen bzw. nach Beweismitteln zu forschen, welche den
Standpunkt der Beschwerdeführer allenfalls stützen könnten.
2.5. Die Beschwerdeführer machen im Weiteren geltend, dass in dem der
Ermessensveranlagung zugrunde gelegten Vermögensvergleich (act. G 15/10, 3.37
Anhang [B 2012/205]) per 31. Dezember 2008 offene Rechnungen im Betrag von Fr.
7'048.-- nicht berücksichtigt worden seien (act. G 1 S. 2 Mitte). Dazu ist festzuhalten,
dass offene Rechnungspositionen im Schuldenverzeichnis zur Steuerklärung 2008
nicht aufgeführt (act. G 15/10, 3.10 (B 2012/205]) und auch im Verlauf des weiteren
Veranlagungs- und Rechtsmittelverfahrens nicht belegt wurden. Eine nachträgliche
Berücksichtigung fällt damit mangels Nachweises ausser Betracht. Hinsichtlich des
Vorbringens, dass im Zinsertrag aus dem Darlehen an die Tochter von Fr. 3'038.--
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Mietzinseinnahmen von Fr. 1'200.-enthalten seien (act. G 1 S. 2 [B 2012/205), ist
festzuhalten, dass im Einspracheentscheid vom 8. März 2012 der Zinsertrag
entsprechend dem Antrag der Beschwerdeführer von Fr. 3'038.-- auf Fr. 2'700.--
reduziert worden war (act. G 15/10, 1.06 [B 2012/205]); bezüglich der nunmehr
zusätzlich geltend gemachten Mietzinseinnahmen von Fr. 1'200.-- fehlt es an einer
nachvollziehbaren Begründung. Die Beschwerdeführer führten sodann in der
Steuererklärung 2008 mit Bezug auf die Liegenschaft in St. Gallen pauschale
Unterhaltskosten von Fr. 4'788.-- an (act. G 15/10, 3.23 [B 2012/205]), wohingegen sie
in diesem Verfahren geltend machen, diese hätten effektiv lediglich Fr. 2'195.--
betragen (act. G 1 S. 2). In der Ermessensveranlagung 2008 wurde von effektiven
Unterhaltskosten von Fr. 4'000.-- ausgegangen (act. G 15/10, 3.37 Anhang [B
2012/205]). Während mit der Angabe von tieferen Unterhaltskosten im vorliegenden
Verfahren der angenommene Geldabfluss verkleinert werden soll, war die Zielsetzung
in der Steuerklärung insofern umgekehrt, als dort höhere Unterhaltskosten zu einem
erhöhten Abzug führten. Die Beschwerdeführer vermögen jedoch auch hier keine
offensichtlich unrichtige Festlegung zu belegen in dem Sinn, dass von effektiven
Unterhaltskosten von Fr. 2'195.-- statt der ermessensweise angenommenen Fr.
4'000.-- auszugehen wäre. - Auch hinsichtlich des erstmals geltend gemachten
übermässigen Arbeitsaufwands für die Verwaltung der drei Liegenschaften von Fr.
6'000.-- (Büroaufwand, Auto, Telefon usw.; act. G 1 S. 3 unten und S. 4 Antrag 4) fehlt
es an einem konkreten Nachweis. Aufgrund von Art. 44 Abs. 2 StG in Verbindung mit
Art. 28 Abs. 3 StV sind für Privatliegenschaften als Verwaltungskosten die notwendigen
tatsächlichen Auslagen zwar abziehbar, soweit sie nicht Entschädigung für eigene
Arbeit darstellen. Jedoch wurden solche Verwaltungskosten von den
Beschwerdeführern in der Steuerklärung 2008 nicht geltend gemacht und auch im
vorliegenden Verfahren nicht belegt. Das weitere Begehren, das deklarierte
Reinvermögen 2008 sei um die Hälfte des Verkehrswertes der Liegenschaft Unterdorf
zu reduzieren (Anträge, Ziff. 3), blieb ohne nähere Begründung, weshalb darauf nicht
eingegangen werden kann. Was schliesslich die beantragte Entschädigung von Fr.
5'000.-- für den Aufwand der Richtigstellung der Steuerveranlagung 2008 betrifft (act.
G 1 S. 4 Antrag 4), ist festzuhalten, dass die in Art. 170 StG gesetzlich geregelte
Mitwirkungspflicht, welche die Erteilung von mündlichen und schriftlichen Auskünften
und die Einreichung von Bescheinigungen und Belegen umfasst, entschädigungslos
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geschuldet ist. Der entstandene Aufwand war zudem insbesondere auch in den im
Zeitverlauf wechselnden Angaben der Beschwerdeführer begründet.
2.6. Gemäss Kreisschreiben über die Berechnung des betreibungsrechtlichen
Existenzminimums
(Notbedarf), Kanton St. Gallen, beläuft sich der monatliche Grundbetrag für Ehepaare
auf Fr. 1'600.-- pro Monat/Fr. 19'200.-- pro Jahr (Ausgabe November 2000) bzw. auf
Fr. 1'780.-- pro Monat/Fr. 21'360.-- pro Jahr (Ausgabe Dezember 2008, gültig ab
Januar 2009). Im monatlichen Grundbetrag sind Aufwendungen enthalten für Nahrung,
Kleidung und Wäsche (einschliesslich deren Instandhaltung), Körper- und
Gesundheitspflege, Unterhalt der Wohnungseinrichtung, Auslagen für Beleuchtung,
Kochenergie, Radio-, TV- und Telefongebühren sowie für kulturelle Bedürfnisse und
Freizeitgestaltung (Ziff. 3.1 Kreisschreiben Dezember 2008). Wenn die
Beschwerdeführer ihre Ausgaben im Formular "Lebensaufwandkosten 2008" für die
vorerwähnten Kostenpositionen auf Fr. 7'500.-- (Fr. 6'000.-- + Fr. 1'500.--; vgl. act. G
15/10, 3.27 Anhang [B 2012/205]) jährlich bezifferten, so erscheint dies in Anbetracht
des Umstandes, dass die Ansätze gemäss den erwähnten Kreisschreiben sehr tief
angesetzt sind, nicht plausibel, selbst wenn sie in diesem Jahr keine Ferien machten,
sie kein Heizöl beschaffen mussten, viele Lebensmittel aus dem eigenen Garten
stammten, der Beschwerdeführer zu seinem 60igsten Geburtstag eingeladen und
beschenkt wurde und bei ihm während eines zweiwöchigen Spitalaufenthalts keine
Verpflegungskosten anfielen (vgl. act. G 1 S. 2f). Nicht nachvollziehbar erscheint dabei
auch, dass keinerlei Ausgaben für Freizeitgestaltung (Hobbies), Kleider sowie Strom
und Wasser angefallen sein sollen (act. G 15/10, 3.27 Anhang [B 2012/205]). Die
niedrigen Ansätze des Kreisschreibens über das betreibungsrechtliche
Existenzminimum dürften unter diesen Umständen der Realität näher kommen als die
erwähnten Angaben. Eine Aufrechnung von zusätzlichen Fr. 1'800.-- pro Jahr für
private Autokosten und Hausratversicherung erscheint ebenfalls angemessen (act. G
15/10, 3.37 Anhang S. 2 Position "Lebenshaltungskosten" [B 2012/205]). Eine
offensichtliche Fehlerhaftigkeit der Ermessensveranlagung kann jedenfalls auch in
diesem Zusammenhang nicht als dargetan gelten.
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2.7. Die Beschwerdeführer führen im Weiteren aus, dass sie "infolge der willkürlichen
Veranlagung ... und des unverhältnismässigen Aufwandes mit den Behörden..." das
Haus in Urnäsch, welches Teil ihrer Altersvorsorge dargestellt habe, mit Verlust an die
Tochter verkauft hätten. Sie beantragen, im Sinn einer rechtsgleichen Behandlung sei
für diesen Vermögensverlust ein entsprechendes negatives Einkommen anzurechnen
(act. G 1 S. 4 oben). Wie dargelegt bestehen keine Anhaltspunkte für eine willkürliche
Bemessung bei der Ermessensveranlagung, so dass das erwähnte Begehren schon
aus diesem Grund nicht näher zu prüfen ist. Hinsichtlich des Antrags der
Beschwerdeführer, das Steueramt sei anzuweisen, künftige Steuerveranlagungen nicht
mehr durch C.D. bearbeiten zu lassen (act. G 1 S. 4), ist mit dem Beschwerdegegner
(act. G 9 S. 6 Ziff. 7) festzuhalten, dass es sich dabei sinngemäss um ein
Ausstandsbegehren handelt, welches gemäss Art. 7bis Abs. 1 lit. e VRP durch die
Aufsichtsinstanz zu beurteilen ist. Aufsichtsinstanz des Steuerkommissärs ist nicht das
Verwaltungsgericht, weshalb im vorliegenden Verfahren auf den erwähnten Antrag
nicht einzutreten ist.
3. (...).