Decision ID: fcf67fae-e5ab-4919-85c5-6fa9fb518266
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 20. April 2020 (FK190044-L)
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Rechtsbegehren:
A. Klägerin (Urk. 17 S. 1 ff.) "1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin rückwirkend ab
1. Mai 2018 für die Erziehung und den Unterhalt inklusive  der Tochter C._ folgende monatliche  zuzüglich allfälliger vertraglicher oder gesetzlicher Kinder- bzw. Familienzulagen zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den 1. eines jeden Monats:
Fr. 1'565.- ab 1. Mai 2018 bis 31. Juli 2019 (inkl. Fr. 425.- Betreuungsunterhalt)
Fr. 1'910.- ab 1. August 2019 bis 30. Juni 2023 (inkl. Fr. 805.- Betreuungsunterhalt)
Fr. 2'080.- ab 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2025 (inkl. Fr. 805.- Betreuungsunterhalt)
Fr. 2'035.- ab 1. Juli 2025 bis 30. Juli 2026 (inkl. Fr. 805.- Betreuungsunterhalt)
Fr. 1'350.- ab 1. August 2026 bis zur Mündigkeit von C._ und darüber hinaus bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung.
Die Unterhaltsbeiträge seien auch über die Mündigkeit des  hinaus an die Klägerin zu bezahlen, solange C._ in  Haushalt lebt und keine selbständigen Ansprüche gestützt auf Art. 277 Abs. 2 ZGB gegen den Beklagten stellt bzw. keine  Zahlstelle bezeichnet.
2. Der Beklagte sei zudem zu verpflichten, sich an  Kosten der Tochter C._ (z.B. Zahnkorrekturen,  Förderungsmassnahmen etc.) je hälftig zu beteiligen, sofern diese Kosten nicht durch Dritte, insbesondere Versicherungen, gedeckt sind. Der Beklagte sei zu verpflichten, die  innert 30 Tagen nach Vorlage der Rechnungen an die  zu bezahlen.
3. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 1 hiervor seien  zu indexieren.
4. Der Beklagte sei berechtigt zu erklären, C._ wie folgt auf  Kosten mit sich oder zu sich auf Besuch zu nehmen:
- in Wochen mit ungerader Wochenzahl von Samstagabend, 18.15 Uhr bis Dienstag Schulbeginn;
- in Wochen mit gerader Wochenzahl von Montagnachmittag, 14.00 Uhr bis Dienstag Schulbeginn;
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- jedes Jahr von 26. Dezember 10.00 Uhr bis 28. Dezember 10.00 Uhr;
- in Jahren mit ungerader Jahreszahl an Ostern, von Karfreitag, 10.00 Uhr bis Ostermontag, 18.00 Uhr, und über den  ungerades Jahr/gerades Jahr vom 31. Dezember, 10.00 Uhr bis 1. Januar, 14.00 Uhr;
- in Jahren mit gerader Jahreszahl an Pfingsten von Freitag vor Pfingsten, 18.00 Uhr bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr und über den Jahreswechsel gerades Jahr/ungerades Jahr vom 1. , 14.00 Uhr bis 2. Januar, 18.00 Uhr;
- in Jahren mit gerader Jahreszahl einen halben Tag den  für C._ zu organisieren.
An den Feiertagen, an denen C._ nicht vom Beklagten  wird, wird C._ von der Klägerin betreut. In Jahren mit ungerader Jahreszahl wird der Kindergeburtstag von der Klägerin organisiert. Die Feiertagsregelung geht der Ferien- und der  vor.
Zudem sei der Beklagte berechtigt zu erklären, C._ während fünf Wochen pro Jahr während der Schulferien auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. In den restlichen Schulferien wird C._ von der Mutter betreut. Das  sei jeweils spätestens 3 Monate im Voraus mit der Klägerin abzusprechen. Können sich die Eltern nicht über die  einigen, so hat der Beklagte in Jahren mit ungerader  und die Klägerin in Jahren mit gerader Jahreszahl bei der Bestimmung der Ferien Vorrang. Die Ferien der Eltern gehen der Betreuungsregelung vor.
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.)  des Beklagten."
B. Beklagter (Urk. 19 S. 1 ff. und Urk. 46 S. 1 f.) "1. Es sei die Tochter der Parteien, C._, geboren tt.mm.2013,
unter die gemeinsame elterliche Sorge der Eltern zu stellen; 1.1. Eventualiter sei die Tochter der Parteien, C._, geboren
tt.mm.2013, unter die alleinige elterliche Sorge des Vaters zu ;
2. Es sei die Tochter C._ ab dem 19. August 2019 unter die wechselnde bzw. alternierende Obhut der Eltern zu stellen; der zivilrechtliche Wohnsitz der Tochter sei bei der Mutter zu ;
2.1. Eventualiter sei die Tochter C._ unter die alleinige Obhut des Vaters zu stellen;
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3. Es sei die Betreuung von C._ ab dem Zeitpunkt der  Obhut je zur Hälfte festzulegen, und es seien die  der Eltern gemäss Betreuungsplan in Anhang/Beilage 28 sowie derart zu regeln,
a) dass die Tochter C._ in den geraden Kalenderwochen von Montag bis Dienstag sowie von Freitag bis Sonntag vom Vater und von Mittwoch bis Donnerstag von der Mutter betreut wird, sowie
in den ungeraden Kalenderwochen von Montag bis Dienstag vom Vater und von Mittwoch bis Sonntag von der Mutter betreut wird,
wobei der Wechsel von einem Elternteil zum anderen Elternteil bzw. in die Tagesverantwortung des anderen Elternteils jeweils mit dem Kindergartenbeginn (08.15 Uhr) des betreffenden Tages stattfindet;
b) dass C._ auch in den Ferien und an den Feiertagen je zur Hälfte durch die Mutter bzw. durch den Vater betreut wird,
wobei sich die Eltern über die übrigen Modalitäten der hälftigen Betreuung sowie die Ferien- und Feiertagsplanung sowie die  der Geburtstage von C._ jeweils frühzeitig und  3 Monate im Voraus abzusprechen haben,
wobei die Eltern über die Gestaltung des Geburtstages von C._ [die Eltern] gemeinsam entscheiden sollen, und
wobei für den Fall, dass sich die Eltern über die Ferien- und/oder Feiertagsplanung und/oder die Geburtstage von C._ nicht einigen können, dem Vater in Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien und  und bezüglich des Geburtstages von C._ zukommt und in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Mutter;
3.1. Eventualiter sei das Besuchsrecht der Mutter gerichtlich zu ;
4. Es sei der Vater zu verpflichten, an den Unterhalt von C._ Beiträge wie folgt zu bezahlen,
- Fr. 856.- pro Monat, zuzüglich allfälliger bezogener , für die Zeitdauer vom 15.05.2018 bis 31.12.2018,
- Fr. 872.- pro Monat, zuzüglich allfälliger bezogener , für die Zeitdauer vom 01.01.2019 bis 31.07.2019,
- Fr. 506.-, zuzüglich allfälliger bezogener Familienzulagen, für die Zeitdauer vom 01.08.2019 bis 18.08.2019,
und es seien die bisherigen Leistungen des Vaters an den  von C._ anzurechnen (Akontozahlungen und Bezahlung Krankenkasse, Krippe sowie Schwimmkurs im Betrag von Fr. 943.- bzw. Aktontozahlungen und Bezahlung Schwimmkurs im Betrag von Fr. 920.- pro Monat),
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und es sei festzustellen, dass der Vater seiner Unterhaltspflicht für die oben genannten Zeiträume (und davor) bereits  nachgekommen ist;
5. Für die Zeit ab dem 19. August 2019 sei durch das Gericht ,
a) dass die Parteien verpflichtet werden, diejenigen Kosten für die Tochter C._, die während der Zeit anfallen, die sie beim  Elternteil verbringt (insbes. Verpflegung) jeweils selber [recte: zu] übernehmen;
b) dass der Vater verpflichtet wird, an den Unterhalt von C._ Beiträge wie folgt zu bezahlen,
- Fr. 280.-, zuzüglich allfälliger bezogener Familienzulagen, für den Zeitraum 19.08.2019 bis 31.08.2019,
- Fr. 666.- pro Monat, zuzüglich allfälliger bezogener , für den Zeitraum 01.09.2019 bis 31.12.2019,
- Fr. 100.- pro Monat, zuzüglich allfälliger bezogener , für den Zeitraum 01.01.2020 bis 30.06.2023,
- Fr. 250.- pro Monat, zuzüglich allfälliger bezogener , ab dem 1. Juli 2023 und bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung;
c) dass die Mutter verpflichtet wird, die regelmässig anfallenden Kinderkosten von C._ (wie Alltagsbekleidung, Krankenkasse, Gesundheitskosten, Kosten für die Fremdbetreuung/Hort [exkl. Ferienhort], Sport- und Musikkosten, Freizeitkurse,  und -ausrüstung, Schulkosten, Kosten für den öffentlichen Verkehr etc.) zu bezahlen;
d) dass die Eltern verpflichtet werden, ausserordentliche  (mehr als Fr. 300.- pro Ausgabeposition, z.B. Zahnarztkosten, ungedeckte Gesundheitskosten, Kosten für schulische ) je zur Hälfte zu übernehmen, wobei  für die hälftige Kostentragung ist, dass sich die Eltern vorgängig über die ausserordentliche Ausgabe geeinigt haben und wobei, falls keine Einigung zustande kommt, der  Elternteil die entsprechende Ausgabe einstweilen alleine trägt, unter Vorbehalt der gerichtlichen Geltendmachung der ;
e) dass die Eltern bzw. jeder Elternteil verpflichtet werden, die  für die Tochter, die während den Ferien bei ihm/ihr anfallen, seien es Kosten für den Ferienhort oder Ferienaufenthalte bzw. Ausflüge, selber zu übernehmen;
f) dass davon Vormerk zu nehmen ist, dass diese  auf der gemäss Ziff. 3 festgelegten Betreuungsregelung  und neu festgesetzt werden muss, wenn sich diese wesent-
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lich ändert, wobei die Eltern für diesen Fall eine einvernehmliche Lösung anstreben;
4.1. [recte: 5.1.] Eventualiter sei die Mutter zu verpflichten, an den Unterhalt von C._ angemessene Beiträge im Umfang von mindestens Fr. 838.- zu bezahlen, zuzüglich allfälliger bezogener Familienzulagen;
6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der ."
Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 20. April 2020, berichtigt mit
Verfügung vom 12. Mai 2020: (Urk. 61A und Urk. 61B)
1. Der Antrag des Beklagten auf Anordnung einer Vertretung für die Tochter
C._, geboren tt.mm.2013, wird abgewiesen.
2. Die elterliche Sorge für die Tochter C._, geboren tt.mm.2013, wird bei-
den Parteien gemeinsam übertragen.
Der zivilrechtliche Wohnsitz der Tochter bleibt bei der Klägerin.
3. Die Obhut für die Tochter C._, geboren tt.mm.2013, wird mit Wirkung
ab 1. August 2020 den Parteien alternierend zugeteilt.
4. Die Betreuungsregelung für die Tochter C._, geboren tt.mm.2013, wird
mit Wirkung ab 1. August 2020 wie folgt festgelegt:
a) In Wochen mit ungerader Wochenzahl ist der Beklagte jeweils am Montag nach Schulschluss von C._ bis Mittwochmorgen, , für die Betreuung von C._ verantwortlich.
In Wochen mit ungerader Zahl ist der Beklagte ab Freitagabend nach Schulschluss bis Mittwochmorgen der Folgewoche, Schulbeginn, für die Betreuung von C._ verantwortlich.
b) In Wochen mit gerader Wochenzahl ist die Klägerin ab , Schulbeginn, bis und mit Montag der Folgewoche, Schulschluss, für die Betreuung der Tochter verantwortlich.
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In Wochen mit ungerader Wochenzahl ist die Klägerin ab , Schulbeginn, bis Freitag, Schulschluss, für die Betreuung der Tochter verantwortlich.
c) Während der Schulferien ist die Klägerin im Umfang von jährlich sieben Wochen für die Betreuung von C._ verantwortlich, der Vater im Umfang von sechs Wochen. Können sich die Parteien über die  der Ferienwochen nicht einigen, so kommt der Klägerin in Jahren mit gerader Jahreszahl das Wahlrecht zu, in Jahren mit ungerader  dem Beklagten, wobei im Streitfall jeder Elternteil in den  Anspruch auf mind. zwei Wochen am Stück hat. Beide  haben bei ihrer Ferienplanung Rücksicht auf allfällige Ferienlager der Tochter zu nehmen. Eine Woche Ferienlager geht alternierend  der Ferienbetreuung beider Parteien (beginnend mit der , d.h. das erste Ferienlager geht zulasten der Ferienbetreuung der Klägerin, das zweite zulasten der Ferienbetreuung des Beklagten, usw.).
d) Können sich die Parteien über die Aufteilung der Ferien bzw. Feiertage über Weihnachten/Neujahr nicht einigen, so gilt die folgende Regelung: In Jahren mit gerader Jahreszahl ist die Klägerin während der ersten Ferienwoche (inkl. der entsprechenden Feiertage) für die Betreuung der Tochter zuständig und der Beklagte während der zweiten (inkl. der entsprechenden Feiertage). In Jahren mit ungerader Jahreszahl ist der Beklagte während der ersten Ferienwoche (inkl. der entsprechenden Feiertage) für die Betreuung der Tochter zuständig und die Klägerin während der zweiten (inkl. der entsprechenden Feiertage).
e) Allgemein gilt, dass die Ferienregelung der Betreuungsregelung .
f) Fällt das Betreuungswochenende des Vaters auf Ostern, so beginnt seine Betreuungsverantwortung ab Gründonnerstag, 12.00 Uhr, bis und mit Mittwoch nach Ostern, Schulbeginn. Fällt das  der Mutter auf Ostern, so verlängert sich ihre Betreuungszeit bis Freitag nach Ostern, Schulschluss. Fallen die Ostern in die , so geht die Ferienregelung dieser Regelung vor.
g) Fällt das Betreuungswochenende der Mutter auf Pfingsten, so  sich ihre Betreuungsverantwortung bis und mit Freitag, , nach Pfingsten.
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h) Können sich die Parteien über den Tag und/oder die Gestaltung des Kindergeburtstagsfestes von C._ nicht einigen, so entscheidet in Jahren mit gerader Jahreszahl der Beklagte den Zeitpunkt und ist für Organisation und Gestaltung des Kindergeburtstagfestes zuständig, in Jahren mit ungerader Jahreszahl die Klägerin.
Es bleibt den Parteien unbenommen, diese Betreuungs- und Ferienregelung im gegenseitigen Einverständnis abzuändern.
5. Der Antrag auf Errichtung einer Beistandschaft für C._ wird abgewie-
sen.
6. Der Beklagte wird verpflichten, für die Tochter C._ monatliche Unter-
haltsbeiträge (zuzüglich Familienzulagen) wie folgt zu bezahlen:
- Fr. 1'080.- rückwirkend ab 1. Mai 2018 bis und mit Juli 2020 (davon Fr. 195.- als Betreuungsunterhalt);
- Fr. 800.- ab August 2020 bis und mit Juli 2023; - Fr. 950.- ab August 2023 bis und mit Juli 2025: - Fr. 900.- ab August 2025 bis und mit Juli 2026; - Fr. 410.- ab August 2026 bis und mit Juli 2029: - Fr. 325.- ab August 2029 bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss
einer angemessen Ausbildung auch über die Volljährigkeit hinaus.
Die Unterhaltsbeiträge (zuzüglich Familienzulagen) sind an die Klägerin
zahlbar, jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats und zwar bis
zur Volljährigkeit von C._ bzw. bis zum Abschluss einer angemessenen
Ausbildung auch über die Volljährigkeit hinaus, solange C._ ihren zivil-
rechtlichen Wohnsitz bei der Klägerin hat und keine eigenen Ansprüche ge-
genüber dem Beklagten stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger be-
zeichnet.
Die Klägerin wird verpflichtet, mit den Unterhaltsbeiträgen die regelmässig
anfallenden Kinderkosten von C._ (wie Alltagskleidung, Krankenkasse,
Gesundheitskosten, Kosten für die gebundene und ungebundene Betreuung
vor und nach dem Schulunterricht [exkl. Betreuung während den Schulferi-
en, für diese hat jede der Parteien selber aufzukommen], regelmässige Frei-
zeitkurse [Musik, Sport, etc.], soweit sie den Betrag von jährlich
Fr. 1'200.- nicht übersteigen, inkl. dafür notwendige Ausrüstung, soweit die
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Anschaffung einer solchen Ausrüstung den Betrag von Fr. 200.- nicht über-
steigt, Schulkosten, regelmässig anfallende Kosten für den öffentlichen Ver-
kehr, Taschengeld, Handy, etc.) zu bezahlen.
Die Parteien werden verpflichtet, ausserordentlich anfallende Kinderkosten
von mehr als Fr. 200.- pro Ausgabeposition (wie z.B. ungedeckte Zahnarzt-
und Gesundheitskosten, Kosten für schulische Förderungsmassnahmen,
notwendige Ausrüstung für die Ausübung eines Hobbies, deren Anschaf-
fungswert den Betrag von Fr. 200.- übersteigt, etc.) sowie einen
Fr. 1'200.- jährlich übersteigenden Mehrbetrag für Freizeitkurse von C._
je zur Hälfte zu bezahlen. Voraussetzung für die hälftige Kostentragung ist,
dass sich die Parteien vorgängig über die ausserordentliche Ausgabe geei-
nigt haben. Kommt keine Einigung zustande, so trägt der veranlassende El-
ternteil die entsprechende Ausgabe einstweilen allein; die gerichtliche Gel-
tendmachung der Kostenbeteiligung bleibt vorbehalten.
7. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziffer 6 basieren auf dem Landes-
index der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende
März 2020 von 101.7 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie
sind jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Janu-
ar 2021, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzu-
passen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel:
Neuer Unterhaltsbeitrag = alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index
101.7
Fällt der Index unter den Stand von Ende März 2020, berechtigt dies nicht
zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.
8. Es wird festgestellt, dass der Beklagte für die Zeit ab Mai 2018 bis Dezem-
ber 2019 seiner unter Dispositiv-Ziffer 6 festgesetzten Unterhaltspflicht ge-
genüber C._ im Umfang von insgesamt Fr. 18'100.- bereits nachge-
kommen ist. Für diese Zeit schuldet der Beklagte der Klägerin für den Un-
terhalt von C._ noch den Betrag von Fr. 3'500.-.
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9. Der Beklagte wird für berechtig [recte: berechtigt] erklärt, die von ihm für die
Monate Januar 2020 bis zur Rechtskraft dieses Entscheids an die Klägerin
geleisteten Akontozahlungen von der unter Dispositiv-Ziffer 6 festgesetzten
Unterhaltspflicht in Abzug zu bringen, vorausgesetzt ist, dass der Beklagte
den Nachweis der Bezahlung der von ihm geltend gemachten Akontozah-
lung erbringt. Direktzahlungen an Drittgläubiger sind nicht abzugsberechtigt,
es sei denn, die Klägerin erteile dazu ausdrücklich ihre Zustimmung.
10. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 6'750.- festgesetzt und den Parteien je zur
Hälfte auferlegt, jedoch zufolge gewährter unentgeltlicher Rechtspflege
einstweilen auf die Staatskasse genommen.
Die Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hin-
gewiesen.
11. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
12. (Schriftliche Mitteilung.)
13. (Rechtsmittel.)
Berufungsanträge:
A. Klägerin und Berufungsklägerin (Urk. 60 S. 2 ff.)
"1. Dispositiv Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom
20. April 2020 sei aufzuheben und der Antrag des Beklagten auf gemeinsame elterliche Sorge sei abzuweisen.
2. Dispositiv Ziff. 3 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 20. April 2020 sei aufzuheben und die Obhut für die Tochter C._, geb. tt.mm.2013 sei der Klägerin alleine zuzuteilen.
3. Dispositiv Ziff. 4 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 20. April 2020 inkl. Berichtigung mit Verfügung vom 12. Mai 2020 sei aufzuheben und es sei folgende Betreuungsregelung :
Der Beklagte sei berechtigt zu erklären, C._ wie folgt auf  Kosten mit sich oder zu sich auf Besuch zu nehmen:
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- in Wochen mit ungerader Wochenzahl von Samstag, 14.00 Uhr bis Dienstag Schulbeginn;
in Wochen mit gerader Wochenzahl von Montag nach  bis Dienstag Schulbeginn;
- jedes Jahr von 26. Dezember 10.00 Uhr bis 28. Dezember 10.00 Uhr;
- in Jahren mit ungerader Jahreszahl an Ostern, von Karfreitag, 10.00 Uhr bis Ostermontag, 18.00 Uhr, und über den  ungerades Jahr/ gerades Jahr vom 31. Dezember, 10.00 Uhr bis 1. Januar, 14.00 Uhr;
- in Jahren mit gerader Jahreszahl an Pfingsten von Freitag vor Pfingsten, 18.00 Uhr bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr und über den Jahreswechsel gerades Jahr/ungerades Jahr vom 1. Januar, 14.00 Uhr bis 2. Januar, 18.00 Uhr;
- in Jahren mit gerader Jahreszahl einen halben Tag den  in der eigenen Betreuungszeit für C._ zu .
An den Feiertagen, an denen C._ nicht vom Beklagten  wird, wird C._ von der Klägerin betreut. In Jahren mit ungerader Jahreszahl wird der Kindergeburtstag von der Klägerin in der eigenen Betreuungszeit organisiert. Die Feiertagsregelung geht der Ferien- und der Betreuungsregelung vor.
Zudem sei der Beklagte berechtigt zu erklären, C._ während fünf Wochen pro Jahr während der Schulferien auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. In den restlichen Schulferien (6 Wochen) wird C._ von der Mutter betreut. Ist C._ in der letzten Woche der Schulferien beim Beklagten bringt er C._ jeweils spätestens am Samstagabend 18.00 Uhr zur Klägerin zurück und C._ bleibt bis Schulbeginn dort. Ist C._ in der letzten Woche der Schulferien bei der Klägerin, so findet ein Betreuungswechsel erst am Montag statt.
Das Ferienbesuchsrecht ist jeweils spätestens 3 Monate im  mit der Klägerin abzusprechen. Können sich die Eltern nicht über die Ferien einigen, so hat der Beklagte in Jahren mit  Jahreszahl und die Klägerin in Jahren mit gerader  bei der Bestimmung der Ferien Vorrang. Die Ferien der  gehen der Betreuungsregelung vor mit Ausnahme der Zeit über Weihnachten/Neujahr, in welcher die Feiertags- und  gilt.
Ferienlager von C._, in welchen kein Elternteil anwesend ist, gehen alternierend zulasten der Ferienbetreuung beider Parteien (Beginnend mit der Klägerin, d.h. das erste Ferienlager geht  der Ferienbetreuung der Klägerin, das zweite zulasten der Ferienbetreuung des Beklagten, usw.).
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4. Dispositiv Ziff. 5 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 20. April 2020 sei aufzuheben und es sei eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB zu errichten.
5. Dispositiv Ziff. 6 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 20. April 2020 sei abzuändern und es sei folgende  festzusetzen:
«Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin rückwirkend ab 1. Mai 2018 für die Erziehung und den Unterhalt inklusive  der Tochter C._ folgende monatliche  zuzüglich allfälliger vertraglicher oder gesetzlicher Kinder- bzw. Familienzulagen zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den 1. eines jeden Monats:
Fr. 1'555.- ab 1. Mai 2018 bis 31. Dezember 2019 [recte: 2018]
(inkl. Fr. 360.- Betreuungsunterhalt)
Fr. 1'600.- ab 1. Januar 2019 bis 31. Juli 2019 (inkl. Fr. 360.- Betreuungsunterhalt)
Fr. 1'905.- ab 1. August 2019 bis 31. Dezember 2020 (inkl. Fr. 735.- Betreuungsunterhalt)
Fr. 2'065.- ab 1. Januar 2021 bis 31. Juli 2021 (inkl. Fr. 875.- Betreuungsunterhalt)
Fr. 1'800.- ab 1. August 2021 bis 31. Juli 2023 (inkl. Fr. 540.- Betreuungsunterhalt)
Fr. 1'955.- ab 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2025 (inkl. Fr. 540.- Betreuungsunterhalt)
Fr. 1'915.- ab 1. Juli 2025 bis 30. Juli 2026 (inkl. Fr. 540.- Betreuungsunterhalt)
Fr. 1'525.- ab 1. August 2026 bis 31. Juli 2029
Fr. 1'240.- ab 1. August 2029 bis zur Mündigkeit von C._ und darüber hinaus bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung.
Die Unterhaltsbeiträge sind auch über die Mündigkeit von C._ hinaus an die Klägerin zu bezahlen, solange C._ in deren Haushalt lebt und keine selbstständigen Ansprüche  auf Art. 277 Abs. 2 ZGB gegen den Beklagten stellt bzw. keine andere Zahlstelle bezeichnet.
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Die Parteien werden verpflichtet, ausserordentlich anfallende  von mehr als Fr. 200.- pro Ausgabenposition (wie z.B. ungedeckte Zahnarzt- und Gesundheitskosten, Kosten für  Förderungsmassnahmen, notwendige Ausrüstung für die Ausübung eines Hobbies, deren Anschaffungswert den Betrag von Fr. 200.- übersteigt etc.) sowie einen Fr. 1 '200.- jährlich übersteigenden Mehrbetrag für Freizeitkurse von C._ je zur Hälfte zu bezahlen. Voraussetzung für die hälftige Kostentragung ist, dass sich die Parteien vorgängig über die ausserordentliche Ausgabe geeinigt haben. Kommt keine Einigung zustande, so trägt der veranlassende Elternteil die entsprechende Ausgabe einstweilen allein, die gerichtliche Geltendmachung der  bleibt vorbehalten.«
6. Dispositiv Ziff. 8 des Urteils des Bezirksgerichtes Zürich vom 20. April 2020 sei insofern abzuändern, als der zweite Satz  Höhe der Schuld zu streichen sei.
7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.)  des Berufungsbeklagten."
B. Beklagter und Berufungsbeklagter (Urk. 67 S. 2):
"Es sei die Berufung abzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 7.7 % MWST zu Lasten der
Berufungsklägerin."

Erwägungen:
I.
1. Die Parteien sind die unverheirateten Eltern von C._ (nachfolgend:
C._), geboren am tt.mm.2013. Sie lebten ab der Geburt ihrer Tochter bis zu
ihrer Trennung im Februar bzw. März 2018 gemeinsam in einem Haushalt
(Urk. 17 S. 3; Urk. 19 S. 5). C._ steht seit ihrer Geburt unter der alleinigen el-
terlichen Sorge der Klägerin und Berufungsklägerin (nachfolgend: Klägerin;
Urk. 61A S. 9). Die Vorinstanz eröffnete das vorliegende Verfahren, nachdem die
Klägerin mit ihrer Eingabe vom 15. Mai 2019 um unentgeltliche Rechtspflege für
das Schlichtungsverfahren ersucht hatte (Urk. 1 und Urk. 2/1). Eine Klagebewilli-
gung wurde in der Folge eingereicht (Urk. 16) und die eingangs wiedergegebenen
Rechtsbegehren wurden von den Parteien anlässlich der Hauptverhandlung vom
10. Juli 2019 gestellt (Prot. VI S. 4 und S. 6; Urk. 17 S. 1 ff.; Urk. 19 S. 1 ff.). Der
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weitere Prozessverlauf vor erster Instanz kann den Erwägungen des am 20. April
2020 ergangenen und mit Verfügung vom 12. Mai 2020 (Urk. 61B) berichtigten
vorinstanzlichen Urteils entnommen werden (Urk. 61A S. 7 f.).
2. Mit Eingabe vom 22. Mai 2020 erhob die Klägerin fristgerecht (vgl. Urk. 56/1
und Urk. 59/1) Berufung mit den obgenannten Berufungsanträgen (Urk. 60). Dem
Beklagten und Berufungsbeklagten (nachfolgend: Beklagter) wurde mit Verfügung
vom 7. Juli 2020 Frist zur Beantwortung der Berufung angesetzt (Urk. 66), was
dieser mit Eingabe vom 9. September 2020 fristgerecht tat (Urk. 67). Die Beru-
fungsantwort wurde der Gegenpartei mit Verfügung vom 16. September 2020 zur
Kenntnis gebracht (Urk. 70). Auch wurden die in der Folge eingegangenen Stel-
lungnahmen der Klägerin (Urk. 71 und Urk. 80) und des Beklagten (Urk. 75 und
Urk. 84) der Gegenpartei zugestellt. Nachdem die Parteien mit Vorladung vom
14. April 2021 auf den 25. Mai 2021 zur Vergleichsverhandlung vorgeladen wor-
den waren, wurden die Eingaben der Klägerin vom 22. März 2021 und vom
13. April 2021 samt Beilagenverzeichnis und Beilagen (Urk. 86 bis Urk. 90/1-4)
dem Beklagten mit Verfügung vom 16. April 2021 zugestellt (Urk. 91). Die Einga-
be der Klägerin vom 17. Mai 2021 (Urk. 93) wurde dem Beklagten samt Beilagen-
verzeichnis und Beilagen (Urk. 94 bis Urk. 95/1-2) an der Vergleichsverhandlung
übergeben (Prot. S. 14).
3. Unter Mitwirkung des Gerichtsschreibers (§ 133 Abs. 2 GOG) schlossen die
Parteien anlässlich der Vergleichsverhandlung vom 25. Mai 2021 eine Vereinba-
rung mit folgendem Inhalt (Urk. 96):
"1. Elterliche Sorge, Obhut und Betreuung
a) Elterliche Sorge
Die Parteien beantragen dem Gericht, die elterliche Sorge für C._, geboren tt.mm.2013, beiden Eltern gemeinsam zu übertragen.
b) Obhut
Die Parteien beantragen, es sei ihnen die Obhut für C._ gemeinsam zuzuteilen.
Die Parteien vereinbaren, dass der zivilrechtliche Wohnsitz von C._ bei der Klägerin ist.
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c) Betreuungsanteile
Die Parteien einigen sich über die Aufteilung der Betreuung von C._ wie folgt:
- Die Klägerin ist in Wochen mit gerader Wochenzahl von Dienstag ab Beginn der  bis zum Schulschluss am Montag der folgenden Woche mit ungerader Wochenzahl sowie in Wochen mit ungerader Wochenzahl zusätzlich von Dienstag ab Beginn der Schule bis Freitag, Schulschluss, für die Betreuung von C._ verantwortlich.
- Der Beklagte ist in Wochen mit ungerader Wochenzahl von Montag nach Schulschluss bis zum Schulbeginn am Dienstag sowie von Freitag nach Schulschluss bis zum Schulbeginn am Dienstag der folgenden geraden Kalenderwoche für die Betreuung von C._ verantwortlich.
- In Jahren mit gerader Jahreszahl verbringt C._ den 25. Dezember, 12.00 Uhr (), bis 1. Januar, 12.00 Uhr (unverpflegt), bei der Klägerin. Die übrigen Tage der Weihnachtsferien (Schulschluss bis Schulbeginn) verbringt C._ beim . In den Jahren mit ungerader Jahreszahl verbringt C._ den 25. Dezember, 12.00 Uhr (unverpflegt), bis 1. Januar, 12.00 Uhr (unverpflegt), beim Beklagten. Die übrigen Tage der Weihnachtsferien (Schulschluss bis Schulbeginn) verbringt C._ bei der Klägerin.
- In den Jahren mit ungerader Jahreszahl verbringt C._ den Karfreitag, 10:00 Uhr, bis Ostermontag, 18:00 Uhr (unverpflegt), mit dem Beklagten, in Jahren mit gerader Jahreszahl den Samstag vor Pfingsten, 10:00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18:00 Uhr (). In den Jahren mit gerader Jahreszahl verbringt C._ den Karfreitag, 10:00 Uhr, bis Ostermontag, 18:00 Uhr (unverpflegt), mit der Klägerin, in Jahren mit ungerader Jahreszahl den Samstag vor Pfingsten, 10:00 Uhr, bis Pfingstmontag, 18:00 Uhr (unverpflegt).
- Im Jahr 2021 verbringt C._ drei Wochen der Sommerferien mit der Klägerin und zwei Wochen mit dem Beklagten sowie jeweils eine Woche der Herbstferien mit jeder Partei.
- 16 -
- Ab dem Jahr 2022 verbringt C._ sechs Wochen der Schulferien (Weihnachtsferien ausgenommen) mit der Klägerin und fünf Wochen mit dem Beklagten.
Die Parteien sprechen sich über die Aufteilung der Ferien mindestens drei Monate im Voraus ab. Können sie sich über die Aufteilung der Ferienwochen nicht einigen, so kommt der  in Jahren mit gerader Jahreszahl das Wahlrecht zu, in Jahren mit ungerader Jahreszahl dem Beklagten, wobei im Streitfall jeder Elternteil in den Sommerferien Anspruch auf  zwei Wochen am Stück hat. Das Wahlrecht ist jeweils spätestens drei Monate im Voraus auszuüben. Beide Parteien haben bei ihrer Ferienplanung Rücksicht auf allfällige Ferienlager von C._ zu nehmen. Soweit keiner der Parteien im Ferienlager anwesend ist, geht eine Woche Ferienlager alternierend zulasten der Ferienbetreuung beider Parteien (beginnend mit der Klägerin, d. h. das erste Ferienlager geht zulasten der Ferienbetreuung der Klägerin, das zweite zulasten der Ferienbetreuung des Beklagten, usw.).
Können sich die Parteien über den Tag und/oder die Gestaltung des Kindergeburtstagsfestes von C._ nicht einigen, so entscheidet in Jahren mit gerader Jahreszahl der Beklagte den Zeitpunkt und ist für Organisation und Gestaltung des Kindergeburtstagsfestes zuständig, in Jahren mit ungerader Jahreszahl die Klägerin. Das Kindergeburtstagsfest hat während der Betreuungszeit der jeweils zuständigen Partei stattzufinden.
Der jeweils persönlich betreuende Elternteil verpflichtet sich, C._ nach dem Ende seiner Betreuungszeit zum anderen Elternteil oder in die Schule zu bringen. Der jeweils persönlich betreuende Elternteil holt C._ von der Schule ab.
d) COVID-19-Impfung
Die Parteien vereinbaren, dass die Entscheidung, ob C._ die COVID-19-Impfung erhält, allein der Klägerin obliegt.
2. Kinderunterhalt
Der Beklagte verpflichtet sich, an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung von C._ monatlich folgende Unterhaltsbeiträge (zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher ) zu bezahlen:
- Fr. 1'089.– vom 1. Mai 2018 bis zum 31. Dezember 2018 (davon Fr. 183.- als Betreuungsunterhalt);
- 17 -
- Fr. 1'103.– vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 (davon Fr. 183.– als Betreuungsunterhalt);
- Fr. 1'119.– vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 (davon Fr. 203.– als Betreuungsunterhalt);
- Fr. 1'135.– vom 1. Januar 2021 bis 31. Juli 2021 (davon Fr. 223.– als Betreuungsunterhalt);
- Fr. 1'050.– vom 1. August 2021 bis 30. Juni 2023 (davon Fr. 203.– als Betreuungsunterhalt);
- Fr. 1'050.– vom 1. Juli 2023 bis 30. [recte: 31.] Juli 2026;
- Fr. 900.– ab 1. August 2026 bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss  angemessen [recte: angemessenen] Ausbildung auch über die Volljährigkeit hinaus.
Die Kinderunterhaltsbeiträge sind im Voraus zahlbar, und zwar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
Die Klägerin verpflichtet sich, mit den Unterhaltsbeiträgen die regelmässig anfallenden  von C._ (wie Alltagskleidung, Krankenkasse, Gesundheitskosten, Kosten für die gebundene und ungebundene Betreuung vor und nach dem Schulunterricht [exkl.  während den Schulferien, für diese hat jede der Parteien selber aufzukommen], Schulkosten, regelmässig anfallende Kosten für den öffentlichen Verkehr, Taschengeld, , beim Beklagten anfallende Hobbykosten von jährlich Fr. 200.– etc.) zu bezahlen.
Die Parteien verpflichten sich, ausserordentlich anfallende Kinderkosten von mehr als Fr. 200.- pro Ausgabeposition (wie z.B. ungedeckte Zahnarzt- und Gesundheitskosten,  für schulische Förderungsmassnahmen, Hobbykosten etc.) je zur Hälfte zu bezahlen.  für die hälftige Kostentragung ist, dass sich die Parteien vorgängig über die  Ausgabe geeinigt haben. Kommt keine Einigung zustande, so trägt der  Elternteil die entsprechende Ausgabe einstweilen allein; die gerichtliche  der Kostenbeteiligung bleibt vorbehalten.
- 18 -
Die Parteien halten übereinstimmend fest, dass der Beklagte für die Zeit ab Mai 2018 bis Mai 2021 seiner Unterhaltspflicht gegenüber C._ im Umfang von insgesamt Fr. 32'550.– bereits nachgekommen ist.
3. Grundlagen der Unterhaltsberechnung Dieser Vereinbarung liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse zugrunde: − Einkommen
• Klägerin: Fr. 2'880.– (01. 05. 2018 – 31. 07. 2019) Fr. 2'505.– (01. 08. 2019 – 30. 09. 2020) Fr. 2'750.– (01. 10. 2020 – 31. 01. 2021) Fr. 2'700.– (01. 02. 2021 – 31. 07. 2021) Fr. 3'100.– (01. 08. 2021 – 31. 07. 2023) Fr. 3'400.– (01. 08. 2023 – 31. 07. 2026) Fr. 4'600.– (01. 08. 2026 – 31. 07. 2029) Fr. 5'760.– (ab 01. 08. 2029) • Beklagter: Fr. 5'080.– (01. 05. 2018 – 31. 12. 2018) Fr. 5'000.– (01. 01. 2019 – 31. 07. 2026) Fr. 5'180.– (01. 08. 2026 – 31. 07. 2029) Fr. 5'780.– (ab 01. 08. 2029) • C._: Fr. 200.– (01. 05. 2018 – 30. 06. 2025) Fr. 250.– (ab 01. 07. 2025)
− Bedarf • Klägerin: Fr. 3'105.– (01. 05. 2018 – 31. 12. 2019)
Fr. 3'139.– (01. 01. 2020 – 31. 12. 2020) Fr. 3'169.– (01. 01. 2021 – 31. 07. 2021) Fr. 3'439.– (01. 08. 2021 – 31. 07. 2026) Fr. 3'609.– (01. 08. 2026 – 31. 07. 2029) Fr. 3'699.– (ab 01. 08. 2029) • Beklagter: Fr. 3'495.– (01. 05. 2018 – 31. 12. 2018) Fr. 3'343.– (01. 01. 2019 – 31. 07. 2026) Fr. 3'493.– (01. 08. 2026 – 31. 07. 2029) Fr. 3'543.– (ab 01. 08. 2029)
- 19 -
• C._: Fr. 982.– (01. 05. 2018 – 30. 06. 2023) Fr. 1'182.– (01. 07. 2023 – 31. 07. 2026) Fr. 1'355.– (ab 01. 08. 2026)
− Vermögen • Klägerin: Fr. 0.– • Beklagter: Fr. 0.– • C._: Fr. 0.–
4. Teuerungsausgleich
Die Unterhaltsbeiträge gemäss vorstehender Ziffer 2 basieren auf dem Landesindex der  des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende April 2021, von 100.8 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie sind jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2022, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzupassen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel:
Neuer Unterhaltsbeitrag = alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index
100.8
Fällt der Index unter den Stand von Ende April 2021, berechtigt dies nicht zu einer  der Unterhaltsbeiträge.
5. Kosten- und Entschädigungsfolgen
Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf  Parteientschädigung."
4. Die Berufung hemmt die Rechtskraft des angefochtenen Entscheids im Um-
fang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Vorweg ist daher festzustellen, dass das
vorinstanzliche Urteil in den nicht angefochtenen Dispositiv-Ziffern 1 und 9 nach
Ablauf der Anschlussberufungsfrist (vgl. Urk. 66) in Rechtskraft erwachsen ist.
Anders verhält es sich bezüglich der Dispositiv-Ziffer 7 (Bindung der Unterhalts-
beiträge an den Landesindex für Konsumentenpreise), die zwar ebenfalls unange-
fochten blieb, mit der Unterhaltspflicht jedoch eng verbunden ist. Gestützt auf Art.
318 Abs. 3 ZPO ist auch die erstinstanzliche Verteilung der Prozesskosten (Dis-
positiv-Ziffern 10-11) von der Rechtskraft ausgenommen.
- 20 -
II.
1. Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens sind die Zuteilung der
elterlichen Sorge und der Obhut sowie die Betreuungsregelung und der Unterhalt
für die gemeinsame Tochter C._. Für alle Kinderbelange in familienrechtli-
chen Angelegenheiten gilt uneingeschränkt die Untersuchungs- und Offizialmaxi-
me (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Der von den Eltern getroffenen Vereinbarung kommt
deshalb nur der Charakter eines übereinstimmenden Parteiantrags zu (vgl. BGer
5A_1031/2019 vom 26. Juni 2020, E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Weil von den
Parteien getragene Lösungen regelmässig besser reüssieren als autoritative An-
ordnungen, soll das Gericht sich nicht ohne ernsthaften Grund über eine Rege-
lung hinwegsetzen, welche die Zustimmung beider Eltern geniesst, wobei stets zu
prüfen ist, ob mit der Vereinbarung das Kindeswohl gewahrt wird (BGE 143 III 361
E. 7.3.1).
2. Gemäss Ziffer 1/a der vorstehend wiedergegebenen Vereinbarung beantra-
gen die Eltern, es sei ihnen die elterliche Sorge für C._ gemeinsam zu über-
tragen (Urk. 96 Ziffer 1/a).
2.1 Unbesehen der Regelung von Art. 298d Abs. 1 ZGB, gemäss welcher auf
Begehren eines Elternteils, des Kindes oder von Amtes wegen die Zuteilung der
elterlichen Sorge neu geregelt wird, wenn dies wegen wesentlicher Änderungen
der Verhältnisse und zur Wahrung des Kindeswohls nötig ist, ist eine Erklärung
der gemeinsamen elterliche Sorge im gegenseitigen Einverständnis jederzeit
möglich (BK-Affolter-Fringeli/Vogel, Art. 298b ZGB N 52; BSK ZGB I-
Schwenzer/Cottier, Art. 298b N 19).
2.2 Wenngleich aus den Akten hervorgeht, dass es zwischen den Parteien ver-
schiedentlich zu Konflikten gekommen ist (vgl. Urk. 60 S. 8 ff.), ist vorliegend nicht
von einem schwerwiegenden Dauerkonflikt auszugehen, welcher sich auf die Kin-
derbelange als Ganzes bezieht und der einer gemeinsamen elterlichen Sorge
entgegensteht. Ebenso kann trotz den aus den Akten ersichtlich werdenden
Kommunikationsschwierigkeiten nicht auf eine anhaltende Kommunikationsunfä-
higkeit mit konkreten Auswirkungen auf das Wohl des Kindes geschlossen wer-
- 21 -
den (zu den Voraussetzungen einer alleinigen elterlichen Sorge vgl. BGE 141 III
472 E. 4.6 und BGer 5A_886/2018 vom 9. April 2019, E. 4.1). Vielmehr handelt es
sich bei den dokumentierten Konflikten vorwiegend um nicht alltägliche Einzelfälle
(Unfall im Hallenbad) und um Streitigkeiten, die durch das vorliegende Verfahren
zumindest begünstigt wurden (Änderung der Ferienbetreuung, Berichtigungsbe-
gehren, E-Mail betreffend Betreuungsregelung) oder auf einer mangelhaften
Kommunikation hinsichtlich vereinzelter Situationen gründen (Kommunikation zu
laktosefreier Ernährung, Informationsaustausch betreffend Elterngespräche und
Ferien; zum Konflikt der Parteien vgl. auch nachfolgend unter E. II/3.3). Es ist
folglich davon auszugehen, dass die Parteien in der Lage und gewillt sind, wichti-
ge Entscheidungen im Leben von C._ gemeinsam zu fällen. Da das Kindes-
wohl durch eine gemeinsame elterliche Sorge nicht beeinträchtigt wird bzw. eine
solche sich vermutungsweise sogar positiv auf das Wohl von C._ auswirkt
(vgl. BGer 5A_886/2018 vom 9. April 2019, E. 4.1), ist dem gemeinsamen Antrag
der Parteien zu entsprechen.
3. Die Parteien beantragen weiter, es sei ihnen die Obhut für C._ gemein-
sam zuzuteilen und C._s Wohnsitz bei der Klägerin festzulegen (Urk. 96 Zif-
fer 1/b).
3.1 Ob die alternierende Obhut überhaupt in Frage kommt und ob sie sich mit
dem Kindeswohl verträgt, hängt von den konkreten Umständen ab. Unter den Kri-
terien, auf die es bei dieser Beurteilung ankommt, ist zunächst die Erziehungsfä-
higkeit der Eltern hervorzuheben, und zwar in dem Sinne, dass die alternierende
Obhut grundsätzlich nur dann in Frage kommt, wenn beide Eltern erziehungsfähig
sind. Weiter erfordert die alternierende Obhut organisatorische Massnahmen und
gegenseitige Informationen. Insofern setzt die praktische Umsetzung einer alter-
nierenden Betreuung voraus, dass die Eltern fähig und bereit sind, in den Kinder-
belangen miteinander zu kommunizieren und zu kooperieren, und dass das Kind
durch eine derartige Lösung nicht einem gravierenden Elternkonflikt in einer Wei-
se ausgesetzt würde, die seinen Interessen offensichtlich zuwiderliefe. Zu berück-
sichtigen ist ferner die geographische Situation, namentlich die Distanz zwischen
den Wohnungen der beiden Eltern, und die Stabilität, welche die Weiterführung
- 22 -
der bisherigen Regelung für das Kind gegebenenfalls mit sich bringt. Weitere Ge-
sichtspunkte sind die Möglichkeit der Eltern, das Kind persönlich zu betreuen, das
Alter des Kindes, seine Beziehungen zu (Halb-)Geschwistern und seine Einbet-
tung in ein weiteres soziales Umfeld (BGE 142 III 612 E. 4.2-4.3).
3.2 Vorliegend sind keine Hinweise auszumachen, aufgrund derer an der Erzie-
hungsfähigkeit der Parteien zu zweifeln wäre. Mit der Vorinstanz (Urk. 61A S. 22
f.) sind die Parteien daher beide als erziehungsfähig zu erachten.
3.3 Trotz des Umstands, dass aus den Akten mehrfach Konflikte zwischen den
Parteien ersichtlich werden, sind sie in genügender Weise als kommunikations-
und kooperationsfähig zu erachten, sodass diese Kriterien einer alternierenden
Obhut nicht entgegenstehen. Während ein Grossteil der Konflikte einzig die Be-
treuungssituation beschlägt (u. a. Urk. 21/4-6; Urk. 21/10; Urk. 21/18-19;
Urk. 31/7-10; Urk. 45/8-9; Urk. 63/7; Urk. 63/9-10; Urk. 73/2-3), sind die Bemü-
hungen der Parteien zur gemeinsamen Bewältigung der Kinderbelange zahlreich
dokumentiert, wobei sich die Kommunikation betreffend die alltäglichen Bedürf-
nisse von C._ durchwegs effizient und problemlos gestaltete (u. a. Urk. 18/2;
Urk. 18/3; Urk. 21/3; Urk. 21/5-6; Urk. 31/1). Trotz bislang fehlender rechtskräfti-
ger Regelung konnten sich die Parteien bilateral über Betreuungszeiten und wei-
tere Kinderbelange einigen (Urk. 60 S. 19 und Urk. 61A S. 16). Dies wird nament-
lich auch durch die vom Beklagten erstellte (Urk. 21/7) und von der Klägerin expli-
zit anerkannte (Urk. 29 S. 5 f.) Betreuungsübersicht ersichtlich. Die gütlich verein-
barten Betreuungszeiten des Beklagten von Montagnachmittag bis Dienstagmor-
gen sowie jede zweite Woche von Samstagabend bis Dienstagmorgen
(vgl. Urk. 17 S. 8) wurden demgemäss durchaus flexibel gelebt und ver-
schiedentlich waren zudem auch Ferien beider Parteien zusammen mit C._
möglich (exemplarisch: Urk. 21/4-7). Zudem ist mit der Vorinstanz (Urk. 61A S. 16
f. und S. 29) davon auszugehen, dass mit Abschluss des vorliegenden Verfahrens
die Betreuungssituation nicht mehr im Zentrum des Konflikts stehen dürfte und
sich der Elternkonflikt dadurch merklich entspannen wird. Den Parteien ist demzu-
folge zuzumuten, dass sie die für eine alternierende Obhut erforderlichen organi-
- 23 -
satorischen Massnahmen zusammen treffen und den nötigen Informationsaus-
tausch stets gewährleisten können.
3.4 Weiter ist mit der Vorinstanz (Urk. 61A S. 22) einig zu gehen, dass den Krite-
rien der Kontinuität und Stabilität vorliegend nur beschränkte Tragweite zukommt.
Dies rechtfertigt namentlich der Umstand, dass nach einer Trennung der eine El-
ternteil während den Betreuungszeiten des anderen Elternteils auch in Randzei-
ten nicht mehr zur Verfügung steht. Diese Zäsur bedeutet eine grundlegende
Veränderung der bisherigen Verhältnisse, was die Bedeutung des Kontinuitäts-
prinzips entscheidend relativiert. Insoweit steht auch der Umstand, dass der Be-
klagte C._ vor der Trennung nicht ausgedehnt betreut hat, der Anordnung
einer alternierenden Obhut nicht entgegen.
3.5 Die geographischen Verhältnisse begünstigen vorliegend eine alternierende
Obhut, zumal die Wohnorte der Parteien sich im gleichen Quartier der Stadt Zü-
rich befinden und gegenseitig ohne weiteres zu Fuss erreichbar sind. Dies bringt
es mit sich, dass das örtliche und soziale Umfeld von C._ auch bei einer Be-
treuung durch den Beklagten erhalten bleibt.
3.6 Im Lichte der vorstehenden Erwägungen entspricht die Anordnung einer al-
ternierenden Obhut und die Festlegung des Wohnsitzes von C._ bei der bis-
her überwiegend betreuenden Klägerin dem Kindeswohl, weshalb diesen ge-
meinsamen Anträgen gefolgt werden kann.
4. Betreuungsregelung
4.1 Die von den Parteien beantragte Betreuungsregelung (Urk. 96 Ziffer 1/c)
wird den Interessen von C._ gerecht und ermöglicht es ihr, eine enge Bezie-
hung zu beiden Elternteilen zu pflegen. Aufgrund der massgeblichen Betreuungs-
anteile beider Parteien wird C._ sowohl ihren Schulalltag als auch die Wo-
chenenden regelmässig mit beiden Eltern erleben können. Dadurch wird sie von
den Ressourcen beider Eltern profitieren, was ihrer gesunden Entwicklung förder-
lich ist. Zudem bietet die vorgesehene Regelung eine verlässliche Regelmässig-
keit und gewährleistet die nötige Stabilität.
- 24 -
4.2 Auch die in der Vereinbarung vorgesehenen detaillierten Ferien- und Feier-
tagsregelungen werden den Bedürfnissen von C._ gerecht, genauso die wei-
ter vorgesehenen übrigen Modalitäten. Die von den Parteien vereinbarte Betreu-
ungsregelung ist demnach anzuordnen.
5. Wie aus den nachfolgenden Erwägungen ersichtlich wird, entsprechen die in
der Vereinbarung vorgesehenen Kinderunterhaltsbeiträge den von den Parteien
ausgewiesenen und aus den Akten ersichtlichen finanziellen Verhältnissen und
den Bedürfnissen von C._. Auch die von den Parteien vereinbarte Unter-
haltsregelung kann folglich angeordnet werden.
5.1 Abweichend vom angefochtenen Entscheid ist der Bedarf der Klägerin ab
dem Jahr 2018 um Fr. 30.– (höhere Kommunikationskosten) auf Fr. 3'105.– (vgl.
Urk. 61A S. 42), ab dem Jahr 2020 um gerundet Fr. 34.– (Fr. 585.65 [Kranken-
kassenprämien für das Jahr 2020; Urk. 63/13] - Fr. 552.– [im Urteil berücksichtigte
Krankenkassenprämien]) auf Fr. 3'139.– und ab dem 1. Januar 2021 bis 31. Juli
2021 aufgrund der tieferen individuellen Prämienverbilligung um Fr. 30.– auf
Fr. 3'169.– zu erhöhen. Folgerichtig erhöht sich auch der ab der Ausdehnung der
Erwerbstätigkeit zu berücksichtigende Bedarf der Klägerin auf Fr. 3'439.–
(Fr. 3'345.– [Urk. 61A S. 52] + Fr. 94.–). Ihre Lebenshaltungskosten sind dagegen
ohne die Kosten für die Krankenzusatzversicherung von monatlich Fr. 42.– im
Jahr 2018 und 2019 und von monatlich Fr. 56.– ab dem Jahr 2020 zu ermitteln,
sodass Lebenshaltungskosten von monatlich Fr. 3'063.– (Fr. 3'105.– - Fr. 42.–) in
der Phase vom 1. Mai 2018 bis 31. Dezember 2019 und von monatlich Fr. 3'083.–
(Fr. 3'139.– - Fr. 56.–) im Jahr 2020 resultieren. Vom 1. Januar 2021 bis 31. Juli
2021 erhöhen sich die Lebenshaltungskosten auf monatlich Fr. 3'113.–
(Fr. 3'169.– - Fr. 56.–) und mit Ausdehnung der Erwerbstätigkeit der Klägerin per
1. August 2021 auf monatlich Fr. 3'303.– (Fr. 3'439.– - Fr. 56.– - Fr. 80.–). Nebst
dem Abzug für die Krankenzusatzversicherung ist in der zuletzt genannten Phase
für die in Zusammenhang mit den Lebenshaltungskosten anfallenden Steuern ein
Pauschalbetrag von Fr. 100.– zu berücksichtigen, was einen weiteren Abzug von
Fr. 80.– (vgl. Urk. 61A S. 52) erforderlich macht. Von den Erwägungen der Vo-
rinstanz zum Einkommen der Klägerin ist nur insoweit abzuweichen, als dass der
- 25 -
Klägerin erst ab 1. August 2021 ein hypothetisches Einkommen von monatlich
netto Fr. 3'100.– bei einem Arbeitspensum von 60 % anzurechnen ist. Ab 1. Au-
gust 2023 ist sodann von den vorinstanzlich vorgesehenen hypothetischen Ein-
kommen auszugehen. Die Erwägungen der Vorinstanz zum für den Betreuungs-
unterhalt massgeblichen Einkommen der Klägerin von Fr. 2'880.– (Urk. 61A S.
48) sind nicht zu beanstanden. Dem Gesagten zufolge resultiert zwischen dem 1.
Mai 2018 und dem 31. Dezember 2019 ein Betreuungsunterhalt von monatlich
Fr. 183.– (Fr. 3'063.– -
Fr. 2'880.–), im Jahr 2020 von monatlich Fr. 203.– (Fr. 3'083.– - Fr. 2'880.–), vom
1. Januar 2021 bis 31. Juli 2021 ein solcher von monatlich Fr. 223.– (Fr. 3'113.– -
Fr. 2'880.–) und vom 1. August 2021 bis 30. Juni 2023 von monatlich Fr. 203.–
(Fr. 3'303.– - Fr. 3'100.–).
5.2 Abweichend von der vorinstanzlichen Berechnungsweise ist der Bedarf von
C._ ohne den Pauschalbetrag für 'Freizeit/Kurse/Sport etc.' zu errechnen
(vgl. Urk. 61A S. 42 ff.). Auch die nicht konkret begründete pauschale Erhöhung
des Barbedarfs ab August 2029 um Fr. 100.– (vgl. Urk. 61A S. 57) hat unberück-
sichtigt zu bleiben (vgl. BGer 5A_311/2019 vom 11. November 2020, E. 7.2). Zu-
dem drängt es sich aufgrund der Betreuungsverhältnisse auf, einzig bei der Klä-
gerin einen Wohnkostenanteil für C._ auszuscheiden und C._s Grund-
betrag nicht aufzuteilen. Auf dieser Grundlage ergeben sich die in der Vereinba-
rung der Parteien korrekt wiedergegebenen Bedarfszahlen von C._ (Urk. 96
Ziffer 3).
5.3 Abweichend vom angefochtenen Urteil (Urk. 61A S. 40 f.) ist das vom Be-
klagten mit seiner selbständigen Erwerbstätigkeit erzielte Einkommen unter Be-
rücksichtigung des aus der Buchhaltung des Jahres 2018 (Urk. 23/3) ersichtlichen
Fahrzeugaufwands zu ermitteln, wobei darüber hinaus nur Auslagen von Fr.
3'831.60 berücksichtigt werden können. Dagegen sind die Kosten für das Auto
aus dem Bedarf des Beklagten zu streichen und anstelle dieser Fr. 85.– für ein
ZVV-Abonnement zu berücksichtigen. Ebenso sind Kommunikationskosten in der
gerichtsüblichen Höhe von Fr. 120.– anzurechnen. Weiter ist abweichend von der
Vorinstanz ein Grundbetrag von Fr. 1'200.– einzusetzen. Daraus resultieren die in
- 26 -
der Vereinbarung festgehaltenen Einkommens- und Bedarfszahlen des Beklag-
ten.
5.4 Die von den Parteien vereinbarten Unterhaltsbeiträge ermöglichen die De-
ckung des Barbedarfs von C._ in den verschiedenen Phasen. Ebenso wird
der errechnete Betreuungsunterhalt damit stets vollständig abgegolten. Entspre-
chend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGer 5A_311/2019 vom
11. November 2020, E. 7.3) wird C._ zudem in angemessener Weise am ge-
nerierten Überschuss beteiligt. Zudem wird den Betreuungsverhältnissen gebüh-
rend Rechnung getragen indem bis zum 31. Juli 2026 C._s Überschussanteil
angemessen reduziert und danach ihr Barbedarf entsprechend den Betreuungs-
anteilen zwischen den Parteien aufgeteilt wird. Auch die ausserordentlichen Kin-
derkosten wurden im Interesse von C._ geregelt und die bereits geleisteten
Unterhaltsbeiträge korrekt festgehalten. Das vom Beklagten ausgewiesene Exis-
tenzminimum wird durch die Bezahlung der vereinbarten Unterhaltsbeiträge zu-
dem nicht tangiert. Durch die vorgesehene Indexklausel werden die Unterhaltsbei-
träge zudem im Sinne von Art. 286 Abs. 1 ZGB an die Entwicklung der Lebens-
kosten angepasst, was den Interessen von C._ entspricht. Die getroffene Un-
terhaltsregelung erweist sich deshalb als den finanziellen Verhältnissen der Par-
teien angemessen und entspricht dem Kindeswohl. Präzisierend ist einzig hinzu-
zufügen, dass die Unterhaltsbeiträge an die Klägerin zu zahlen sind, solange
C._ ihren zivilrechtlichen Wohnsitz bei ihr hat und keinen anderen Zahlungs-
empfänger bezeichnet. Es sind daher entsprechende Anordnungen zu treffen.
6. Nach dem Gesagten erfordert das Kindeswohl sowohl in Bezug auf die ge-
meinsame elterliche Sorge, die alternierende Obhut und die Betreuungsregelung
als auch in finanzieller Hinsicht keine von der Vereinbarung der Parteien abwei-
chende Regelung und diese Vereinbarung kann genehmigt bzw. können die ent-
sprechenden autoritativen Anordnungen getroffen werden. Die Errichtung einer
Beistandschaft erscheint unter den vorliegenden Verhältnissen nicht als ange-
zeigt, weshalb Dispositiv-Ziffer 5 des angefochtenen Entscheids zu bestätigen ist.
- 27 -
III.
1. Das erstinstanzliche Kostendispositiv blieb unangefochten (vgl. Urk. 60
S. 2 ff.). Die von der Vorinstanz vorgesehene hälftige Kostenauflage und das Ab-
sehen von einer Parteientschädigung erweist sich auch in Anbetracht der vorste-
henden Erwägungen als angemessen, weshalb die Dispositiv-Ziffern 10 und 11
des angefochtenen Urteils zu bestätigen sind.
2. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist unter Berücksichtigung
der vergleichsweisen Erledigung des Verfahrens in Anwendung von § 5 Abs. 1,
§ 10 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 4'000.– festzusetzen und
vereinbarungsgemäss den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen. Infolge gegensei-
tigen Verzichts sind für das Berufungsverfahren zudem keine Parteientschädi-
gungen zuzusprechen (Urk. 96 Ziffer 5).
3.1. Beide Parteien stellen für das Berufungsverfahren ein Gesuch um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeiständung (Urk. 60 S. 5
und S. 47 f.; Urk. 67 S. 2 und S. 35). Nach Art. 117 ZPO hat eine Person An-
spruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mit-
tel verfügt (lit. a) und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Wer
diese Bedingungen erfüllt, hat ausserdem Anspruch auf einen unentgeltlichen
Rechtsbeistand, soweit dies zur Wahrung der Rechte notwendig ist (Art. 118 Abs.
1 lit. c ZPO).
3.2 Dem Gesuch beider Parteien um unentgeltliche Rechtspflege ist unter Ver-
weis auf ihre verfügbaren finanziellen Mittel und ihre liquiden Vermögenswerte
(Urk. 21/47 und Urk. 45/4) zu entsprechen. Die Klägerin weist in der für die Prü-
fung ihres Gesuchs relevanten Zeit ein Manko aus (Fr. 2'505.– [Einkommen bis
September 2020] + Fr. 203.– [Betreuungsunterhalt im Jahr 2020] - Fr. 3'139.–
[monatlicher Bedarf im Jahr 2020] = - Fr. 431.–), sodass ihre Mittellosigkeit offen-
sichtlich zu Tage tritt. Nach Abzug eines Zuschlags auf den Grundbetrag von 25
% (vgl. BGer 4D_30/2015 vom 26. Mai 2015, E. 3.1; BGer 4A_432/2016 vom 21.
Dezember 2016, E. 6) und unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich aufgelau-
fenen Unterhaltsschuld von über Fr. 8'000.– erweisen sich auch die dem Beklag-
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ten im relevanten Zeitraum zur Verfügung stehenden Mittel als derart gering (Fr.
5'000.– [Einkommen im Jahr 2020] - Fr. 3'343.– [Bedarf im Jahr 2020] - Fr.
1'119.– [geschuldeter Unterhaltsbeitrag im Jahr 2020] - Fr. 300.– [Zuschlag von
25 % auf den Grundbetrag von Fr. 1'200.–] = Fr. 238.–), dass auch er als mittellos
zu betrachten ist.
3.3 Da das vorliegende Berufungsverfahren nicht aussichtslos ist und beide
Parteien zur Bewältigung des Prozesses auf die Unterstützung durch eine
Rechtsvertreterin oder einen Rechtsvertreter angewiesen waren, ist ihnen die un-
entgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 117 ZPO zu gewähren. Der Klägerin
ist in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._ eine unentgeltliche Rechts-
beiständin und dem Beklagten in der Person von Rechtsanwalt lic. iur. Y._
ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellt. Weiter sind die den Parteien aufer-
legten Gerichtskosten einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen und sie sind
auf das Nachforderungsrecht des Staats gemäss Art. 123 ZPO hinzuweisen.