Decision ID: 6fa2bf8f-afcf-488e-9db8-efadb5c25287
Year: 2020
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherter) bezog wegen der Folgen zweier Unfälle vom
19. August 1997 (Status nach Contusio capitis occipitalis mit Halswirbelsäulen [HWS]-
Distorsion und persistierenden Zervikozephalgien, vegetativen und
neuropsychologischen Funktionsstörungen) und vom 20. April 1999 (Status nach
Heckkollision mit HWS-Distorsion und Exazerbation der vorbestehenden Beschwerden
[vgl. zur medizinischen Beurteilung das neurologische Gutachten von Prof. Dr. med.
B._, Facharzt FMH für Neurologie sowie für Physikalische Medizin und Rehabilitation,
Rehaklinik C._, vom 3. Februar 2005 in Suva-act. I/140]) ab 1. März 2005 eine
Invalidenrente der Unfallversicherung. Die Rentenverfügung vom 15. September 2005
(Suva-act. I/178) beruhte auf einem zwischen der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (Suva) und dem damaligen Rechtsvertreter des Versicherten
abgeschlossenen Vergleich vom 28. Juni/16. August 2005, womit unter anderem der
Invaliditätsgrad auf 33 % und der versicherte Verdienst auf Fr. 103'721.-- festgelegt
worden waren (Suva-act. I/172.2). In den Jahren 2008 und 2013 überprüfte die Suva im
Rahmen von Rentenrevisionen die Arbeits- und Verdienstverhältnisse des Versicherten.
Mit Schreiben vom 25. Juli 2008 (Suva-act. II/50) und 8. Oktober 2013 (Suva-act. II/58)
teilte sie ihm jeweils mit, dass gestützt auf ihre Abklärungen die Rente nicht geändert
werde. Am 1. November 2017 leitete die Suva ein neues Rentenrevisionsverfahren ein
(Suva-act. II/63). Sie stellte fest, dass der Versicherte in mehreren Gesellschaften
Mandate bekleidete (vgl. dazu den Auszug aus der Internetplattform "moneyhouse.ch"
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in Suva-act. II/64). Der bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen
eingeholte Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten zeigte, dass dieser
seit 2012 neben der bekannten Erwerbstätigkeit für die D._ GmbH auch ein
Einkommen bei der E._ GmbH erzielte (Suva-act. II/67 S. 3). Im 2013 durchgeführten
Rentenrevisionsverfahren hatte der Versicherte dieses zusätzlich neu generierte
Einkommen nicht erwähnt (vgl. den ausgefüllten Fragebogen in Suva-act. II/53 sowie
die Lohnmeldung der D._ GmbH in Suva-act. II/57). Am 6. Dezember 2017 teilte ihm
ein Mitarbeiter der Suva telefonisch mit, dass spätestens ab 2014 kein Rentenanspruch
mehr bestehe und die ausgerichtete Rente deshalb rückwirkend auf den 1. Januar
2014 eingestellt werden müsse (Suva-act. II/69). Mit Verfügung vom 12. Dezember
2017 hob die Suva die Rente auf besagten Zeitpunkt hin auf. Zur Begründung führte sie
aus, eine erhebliche Veränderung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen
Beeinträchtigung sei ausgewiesen, da der Versicherte 2014 bei der D._ GmbH und
bei der E._ GmbH zusammen Fr. 202'721.-- verdient habe. Verglichen mit dem
Einkommen von Fr. 203'000.--, das er 2014 ohne Unfallfolgen hätte erzielen können,
resultiere noch eine - nicht mehr rentenbegründende - Erwerbseinbusse von 0.14 %.
Sie fügte an, dass die in der Zeit vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2017 zu
Unrecht ausgerichteten Leistungen von Fr. 116'107.20 zurückzuerstatten seien (Suva-
act. II/72).
B.
Gegen diese Verfügung liess der Versicherte vertreten durch Fürsprecher Marco
Büchel, LL.M., Oberuzwil, am 25. Januar 2018 Einsprache erheben (Suva-act. II/84).
Nach Einblick in die vollständigen Akten begründete er diese mit Eingabe vom 9. März
2018. Im Wesentlichen hielt er fest, dass im Bereich der Unfallversicherung eine
rückwirkende Rentenrevision rechtlich nicht möglich sei. Bei einer von Amtes wegen
erfolgten Anpassung wäre auf den Zeitpunkt des Entscheides abzustellen. Sodann
verglich er die Einkommen, die der Geschäftspartner des Versicherten, F._, in den
Jahren 2014 bis 2017 bei der D._ GmbH und bei der E._ GmbH erzielt hatte, mit
denjenigen des Versicherten im gleichen Zeitraum und kam so zum Schluss, dass bei
letzterem durchgehend ein Minderverdienst zwischen 10 und 14 % resultiere. Deshalb
beantragte er die Aufhebung der angefochtenen Verfügung (Suva-act. II/89). Mit
Entscheid vom 10. April 2019 wies die Suva die Einsprache ab. Zur Begründung führte
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sie aus, dass sie erneut einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten
beigezogen habe. Daraus ergebe sich für die Jahre 2013 bis 2017 ein
durchschnittlicher Invalidenlohn von Fr. 194'722.--. Verglichen mit dem Validenlohn von
Fr. 203'000.-- resultiere ein Invaliditätsgrad von 4.08 %. Massgeblich sei das
Einkommen des Versicherten und nicht jenes von F._. Im Übrigen sei nach
bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei einer Meldepflichtverletzung eine
rückwirkende Leistungsanpassung ab dem Zeitpunkt der Verwirklichung des
pflichtwidrig nicht gemeldeten Revisionstatbestandes vorzunehmen (Suva-act. II/93).
C.
Gegen den Einspracheentscheid vom 10. April 2019 liess der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) am 21. Mai 2019 Beschwerde erheben mit den Rechtsbegehren,
dieser sei (samt der ihm zugrundeliegenden Verfügung) aufzuheben und dem
Beschwerdeführer sei weiterhin eine Rente der Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) auszurichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur
Begründung führte der Rechtsvertreter aus, das Vorgehen der Beschwerdegegnerin sei
nicht korrekt. Bezüglich des Validenlohns könne nicht einfach auf die nicht mehr
repräsentative Angabe der D._ GmbH aus dem Jahr 2013 (Fr. 203'000.--) abgestellt
werden. Seit 2012 habe eine Verschiebung der Lohnbezüge hin zur E._ GmbH
stattgefunden. Diese habe die Beschwerdegegnerin nicht geklärt und damit den
Untersuchungsgrundsatz verletzt. Zudem seien die hohen Invalidenlöhne massgeblich
wegen der hohen Bonuszahlungen zustande gekommen. Dabei habe der
gesundheitlich angeschlagene und nicht voll leistungsfähige Beschwerdeführer jeweils
die gleichen Boni bezogen wie sein Geschäftspartner. Deshalb handle es sich zu einem
grossen Teil um Soziallohn. Sodann hielt er fest, dass - sollte das Gericht einen
Lohnvergleich mit dem Geschäftspartner als nicht geeignet für die
Invaliditätsgradbemessung halten - der ortsübliche Lohn als Verdienst gelte, den die
versicherte Person in einem anderen Betrieb bei entsprechender Funktion, Leistung
und Arbeitszeit erzielen könnte. Das habe die Beschwerdegegnerin auch nicht geprüft
und damit wiederum den Untersuchungsgrundsatz verletzt (Suva-act. II/95 = act. G 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 5. August 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Sie führte aus, dass für die Beurteilung der Frage, ob sich
der Invaliditätsgrad erheblich verändert habe, der Sachverhalt, wie er im Zeitpunkt der
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Berentung im Jahr 2005 bestanden habe, zu vergleichen sei mit demjenigen im
Zeitpunkt des pflichtwidrig nicht gemeldeten Revisionstatbestandes im Jahr 2014. Ihre
Invaliditätsgradbemessung sei als korrekt und eher grosszügig zu qualifizieren. Weiter
bezweifelte sie die Verlässlichkeit der seitens des Beschwerdeführers aufgelegten
Lohnausweise 2013 bis 2017. Dessen Argumentation bei der
Invaliditätsgradbemessung bezeichnete sie als ins Leere stossend (act. G 5). Mit Replik
vom 4. Oktober 2019 (act. G 9) und Duplik vom 6. November 2019 (act. G 11) hielten
die Parteien an ihren Rechtsbegehren fest. Auf die näheren Begründungen in den

einzelnen Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
Erwägungen
1.
Streitig und zu prüfen ist im vorliegenden Fall, ob die Beschwerdegegnerin berechtigt
war, die dem Beschwerdeführer gestützt auf den Vergleich vom 28. Juni/16. August
2005 bei einem Invaliditätsgrad von 33 % und einem versicherten Verdienst von
Fr. 103'721.-- ausgerichtete Invalidenrente in Revision zu ziehen und rückwirkend auf
den 1. Januar 2014 aufzuheben. Weiter ist darüber zu befinden, ob sie die seither
ausgerichteten Rentenzahlungen zurückfordern durfte.
2.
Gemäss Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird, wenn sich der Invaliditätsgrad einer
Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich ändert, die Rente von Amtes
wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder
aufgehoben. Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinn von Art. 17 Abs. 1 ATSG
gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist,
den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Zeitlicher
Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des
Invaliditätsgrades ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen
Prüfung des Rentenanspruchs beruht (BGE 134 V 132 E. 3 mit Hinweisen). Änderungen
des Gesundheitszustands bilden den Regelfall der Rentenanpassung (Ueli Kieser,
ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 33 zu Art. 17). Eine Anpassung kann aber auch
erfolgen, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen
2.1.
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3.
Gesundheitszustands erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). Im Bereich
der obligatorischen Unfallversicherung ist die erforderliche Erheblichkeit der
Sachverhaltsänderung gegeben, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5 % verändert (BGE
140 V 87 E. 4.3).
In den Jahren 2008 und 2013 prüfte die Beschwerdegegnerin ausschliesslich die
Arbeits- und Verdienstverhältnisse und teilte dem Beschwerdeführer jeweils schriftlich
mit, dass sich an seiner Anspruchsberechtigung nichts ändere. Damit existiert im
vorliegenden Fall keine letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen
Prüfung des Rentenanspruchs beruht. Vielmehr liegt der rentenzusprechenden
Verfügung vom 15. September 2005 ein Vergleich zugrunde. Ein solcher ist zulässig,
soweit der Verwaltung ein Ermessensspielraum zukommt sowie zur Beseitigung
rechtlicher und/oder tatsächlicher Unklarheiten (BGE 140 V 80 E. 3.2.1 mit Hinweisen).
Praxisgemäss sind auch rentenzusprechende Verfügungen, welche auf einem Vergleich
beruhen, ohne Weiteres in Anwendung von Art. 17 Abs. 1 ATSG revidierbar (Urteil des
Bundesgerichts vom 20. August 2012, 8C_739/2011, E. 4.1 mit weiterem Hinweis, vgl.
auch Urteil des Bundesgerichts vom 5. September 2014, 8C_457/2014, E. 2.4). Das
Bundesgericht hielt in diesem in Dreierbesetzung ergangenen Urteil fest, dass kein
hinreichender Anlass bestehe, auf diese Rechtsprechung zurückzukommen.
Insbesondere könne die Praxis, wonach Verfügungen, welche einen Vergleich
bestätigen, nur zurückhaltend und unter Berücksichtigung des Vergleichscharakters in
Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) gezogen werden dürfen (vgl. BGE 138 V 147
mit weiteren Hinweisen), nicht auf die Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG übertragen
werden. Anders als die Wiedererwägung knüpft die Revision nämlich nicht an eine
Fehlerhaftigkeit der ursprünglichen Rentenzusprache an, sondern dient der Anpassung
einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an einen in der Zeit seit der Rentenzusprache
veränderten Sachverhalt (vgl. BGE 140 V 514 E. 3.2 S. 516). Es besteht somit kein
Grund, bezüglich der Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG Rentenzusprachen, welche
auf einem Vergleich beruhen, anders zu behandeln als andere Rentenzusprachen.
2.2.
Im Zeitpunkt der Rentenzusprache gingen die Parteien davon aus, dass der
Beschwerdeführer zusammen mit zwei weiteren Gesellschaftern als Geschäftsführer
die D._ GmbH in G._ mit damals rund 70 Mitarbeitenden betrieb. In dieser Tätigkeit
wurde er als in erwerblicher Hinsicht optimal eingegliedert betrachtet. Entsprechend
wurde der Invaliditätsgrad unter Berücksichtigung der konkreten Tätigkeit
vergleichsweise auf 33 % festgelegt. Der versicherte Verdienst als weiterer Faktor der
Invaliditätsbemessung wurde nach Rückfrage bei anderen grössenmässig
3.1.
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/c4deb209-705e-435e-b41d-9ca2aa29635e?citationId=12329e78-8853-4edb-ab86-9ac540659092&source=document-link&SP=5|inysh0 https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/13f2b03d-ddd1-491f-8bb5-78f8119abd91?citationId=68f51938-ce36-493a-85d0-81922f79de46&source=document-link&SP=5|2zkqfs https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/13f2b03d-ddd1-491f-8bb5-78f8119abd91?citationId=68f51938-ce36-493a-85d0-81922f79de46&source=document-link&SP=5|2zkqfs
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vergleichbaren Betrieben in H._ betreffend den mutmasslichen Lohn eines
Geschäftsführers und Konsultation des Auszugs aus dem individuellen Beitragskonto
(vgl. Suva-act. I/154 bis I/167) mit Fr. 103'721.-- festgelegt (Suva-act. I/168.2; vgl. auch
Suva-act. I/175). Wie der Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift selber ausführt,
begann er ab dem Jahr 2012 Lohn bei der E._ GmbH zu generieren. Ab dem Jahr
2014 habe der Lohn, den er bei der E._ GmbH bezogen habe, denjenigen, den er bei
der D._ GmbH erzielt habe, bei Weitem überstiegen (act. G 1 S. 4). Damit hat in
erwerblicher Hinsicht eine wesentliche Sachverhaltsänderung stattgefunden, denn die
Rente war dem Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf seine Tätigkeit bei der D._
GmbH zugesprochen worden. Da er nun seit 2014 zur Hauptsache für die E._ GmbH
arbeitet, stellt dies eine erhebliche Änderung der erwerblichen Folgen des
Gesundheitsschadens dar (vgl. Urteil 8C_581/2017 vom 25. April 2018, E. 6.1). Somit
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf diesen Zeitpunkt hin vom
Vorliegen eines Revisionsgrundes ausgegangen ist.
Die Beschwerdegegnerin hat deshalb die Vergleichseinkommen, aufgrund welcher
sich der Invaliditätsgrad ermittelt, neu festgelegt. Es trifft zu, dass hierfür die
tatsächlichen Verhältnisse des Jahres 2014 massgeblich sind. Beim Valideneinkommen
hat sie den Lohn berücksichtigt, welchen die D._ GmbH als hypothetischen Lohn
ohne Unfallfolgen für das Jahr 2013 gemeldet hatte, nämlich Fr. 203'000.-- (vgl. Suva-
act. II/57). Sie bezeichnete dies als grosszügig, weil sich der Nominallohnindex von
2013 auf 2014 rückläufig entwickelt habe. Das ist allerdings falsch. Der
Nominallohnindex betrug 2013 für Männer 2204 Punkte und 2014 2220 Punkte (vgl.
Anhang 2 "Lohnentwicklung" zur von der Informationsstelle AHV/IV herausgegebenen
Sammlung der Gesetze und Verordnungen zur Invalidenversicherung und zum ATSG,
S. 228). Folglich wäre von einem Valideneinkommen von Fr. 204'474.-- für das Jahr
2014 auszugehen gewesen. Das tatsächlich bei der D._ GmbH und der E._ GmbH
im Jahr 2014 erzielte Einkommen des Beschwerdeführers betrug gemäss Auszug aus
seinem individuellen Beitragskonto Fr. 202'721.--. Aus der Gegenüberstellung dieser
Einkommen resultiert ein Minderverdienst von Fr. 1'753.--, was einem Invaliditätsgrad
von weniger als 1 % entspricht. Ein solcher ergibt keinen Anspruch auf eine Rente (vgl.
Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]).
3.2.
Gegen die Neuermittlung des Invaliditätsgrades lässt sich nichts einwenden. Dem
ursprünglichen Vergleich lag eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % zugrunde (vgl. das
eingangs erwähnte neurologische Gutachten von Prof. B._ vom 3. Februar 2005,
Suva-act. I/140, S. 46 f.; vgl. auch das Schreiben des damaligen Rechtsvertreters an
die Beschwerdegegnerin vom 24. Juni 2005, Suva-act. I/170, S. 2). Man ging davon
3.3.
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aus, dass der Beschwerdeführer während 35 Stunden in der Woche seiner
angestammten Tätigkeit als Geschäftsführer würde nachgehen können. Da ein solcher
erfahrungsgemäss länger arbeitet als die für angestellte Mitarbeitende üblichen
42 Stunden in der Woche, wurden die erwerblichen Auswirkungen im Vergleich
ermessensweise auf 33 % festgelegt (Suva-act. I/175 S. 2). Die Tatsache, dass sich die
Bezüge, die der Beschwerdeführer als Co-Geschäftsführer von nunmehr zwei
Unternehmen tätigt, in den Jahren von 2005 bis 2014 nahezu verdoppelt haben, ist als
Indiz für eine in dieser Zeitspanne eingetretene verbesserte Leistungsfähigkeit zu
werten. Darauf deuten im Übrigen auch die seit der Rentenzusprache übernommenen
zahlreichen Engagements in verschiedenen Mandaten hin (vgl. Suva-act. II/64). Beim
Argument, wonach den Bezügen zu einem erheblichen Teil eine Soziallohnkomponente
innewohne, weil der Beschwerdeführer die gleichen (hohen) Bonuszahlungen beziehe
wie sein leistungsmässig nicht beeinträchtigter Kompagnon, handelt es sich um eine
unbelegte Behauptung. Überhaupt erscheint ein Vergleich der Bezüge des
Beschwerdeführers mit denjenigen von F._ nicht aussagekräftig. Dass diesbezüglich
Unterschiede bestehen sollen, kann mannigfaltige unternehmerische und
personenbezogene Gründe haben. Es mag sein, dass sie auch Differenzen in der
Leistungsfähigkeit oder -bereitschaft der beiden Geschäftsführer abbilden oder dass
der Einsatz der persönlichen Ressourcen in Mandaten ausserhalb der D._ GmbH und
der E._ GmbH verschieden war und ist. Ein Beleg dafür, dass sich die erwerblichen
Auswirkungen der unfallbedingten Beeinträchtigungen beim Beschwerdeführer nicht in
revisionsrelevantem Ausmass verbessert hätten, kann darin jedoch nicht gesehen
werden. Auch liegt keine Verletzung der Untersuchungspflicht vor, wenn die
Beschwerdeführerin die diesbezüglichen tatsächlichen Verhältnisse nicht näher geprüft
hat, denn aus dem Beizug allfälliger buchhalterischer Unterlagen oder von Protokollen
von Geschäftsleitungssitzungen oder dergleichen lassen sich keine zuverlässigen
Schlüsse, die gegen eine Veränderung der erwerblichen Auswirkungen der
unfallbedingt beeinträchtigten Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers oder gegen
eine Verbesserung derselben sprechen würden, ziehen. Vor dem Hintergrund, dass
dieser der Beschwerdegegnerin schon offenkundige arbeitsmässige Veränderungen
wie die Verlagerung seines erwerblichen Engagements von der D._ GmbH hin zur
E._ GmbH vorenthielt, durfte sie auf weitere Abklärungen verzichten.
Zusammengefasst lässt sich der angefochtene Einspracheentscheid im Ergebnis
nicht beanstanden. Die Beschwerdegegnerin hat die dem Beschwerdeführer
ausgerichtete Rente zu Recht in Revision gezogen und rückwirkend (vgl. dazu BGE 145
V 148 ff. E. 7.3 mit zahlreichen Hinweisen) auf den 1. Januar 2014 aufgehoben. Nichts
anderes gilt hinsichtlich der angeordneten Rückforderung (siehe hierzu Art. 25 Abs. 2
3.4.
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4.
Nach dem Gesagten ist die gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde
abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Bei diesem
Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).