Decision ID: 8c192d5a-dcde-4771-bd10-f15e56591f44
Year: 2021
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_004
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt:
1. Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 27. November 2019 wurde im
Rahmen des Budgets ein Kredit für die Sanierung des C._ in der
Gemeinde B._ (nachfolgend Gemeinde) genehmigt. Gegenstand
dieser Sanierung bildet im Wesentlichen die talseitige Sanierung der
Stützmauern des C._. Dabei sollten die Stützmauern unterfangen
(Pfahlbankett), auf Pfähle abgestellt und verankert werden. Deshalb
beschloss der Gemeindevorstand am 11. August 2020 die Einleitung des
Beitragsverfahrens für die Sanierung des C._ und die Abgrenzung
des Beitragsperimeters. Der Kostenanteil für die öffentliche und private
Interessenz wurde auf 15% bzw. 85% festgelegt.
2. Am 14. August 2020 gab der Gemeindevorstand die Absicht zur Einleitung
des Beitragsverfahrens unter Angabe des vorgesehenen Kostenanteils
der öffentlichen und privaten Interessenz von 15% bzw. 85% im
Bezirksamtsblatt bekannt. Gleichzeitig wurde der Plan mit der Abgrenzung
des Beitragsperimeters während 30 Tagen öffentlich aufgelegt. Während
der öffentlichen Auflage gingen insgesamt sieben (separate) Einsprachen
ein. Zu den Einsprechern gehörte unter anderem auch A._,
Grundeigentümer von Parzelle-Nr. D._. Seine Einsprache vom 14.
September 2020 richtete sich gegen die Absicht zur Einleitungen des
Beitragsverfahren; eventualiter gegen den festgelegten Kostenanteil der
öffentlichen und privaten Interessenz sowie die Abgrenzung des
Beitragsperimeters.
3. Mit Einspracheentscheid vom 2. November 2020 wies die Gemeinde
sämtliche Einsprachen vollumfänglich ab. Begründend wurde angebracht,
beim vorgesehenen Bauprojekt gehe es darum, die vor rund 40 Jahren
erstellten Stützmauern zu sanieren und zu erneuern. Entgegen der
Auffassung der Einsprecher könne deshalb nicht von "normalen
Unterhaltsarbeiten" gesprochen werden, für welches ein
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Beitragsverfahren ausgeschlossen sei. Die vom Gemeindevorstand
beschlossene Absicht zur Einleitung des Beitragsverfahrens sei somit
nicht zu beanstanden. Dasselbe habe auch für die Abgrenzung des
Beitragsperimeters zu gelten. Die Stützmauern würden nämlich nicht
primär der Hangsicherung dienen, sondern ermöglichten den Bestand des
C._. Die Hangsicherung für die einzelnen Gebäude erfolge im
Rahmen des jeweiligen Bauvorhabens. Aus diesem Grund sei der
Beitragsperimeter sowohl bei der Erstellung (in den 1980-er Jahren) als
auch bei der Fertigstellung (Jahr 2008) des C._ ausschliesslich auf
die Grundeigentümer, die daraus einen wirtschaftlichen Sondervorteil
erfahren hätten, beschränkt worden. Entsprechend sei der
Beitragsperimeter zu Recht nicht auf die Liegenschaften über (E._
und F._) und unter (G._) dem C._ ausgedehnt worden.
Auch die Rüge der Einsprecher, wonach der C._ eine Anlage der
Groberschliessung darstelle – wodurch die öffentliche Interessenz von
15% auf 70% zu erhöhen sei – sei nicht zu hören. Der C._ stelle
nämlich ein kleiner, als Sackgasse ausgestalteter Quartierzubringer dar.
Zudem würden die Sanierungsarbeiten ausschliesslich dem Erhalt des
C._ dienen. Entgegen der Auffassung der Einsprecher komme den
Stützmauern überdies keine generelle Hangsicherungsfunktion zu; dies
ergebe sich daraus, dass das fragliche Gebiet damals (in den 1980-er
Jahren) bereits weitgehend überbaut gewesen sei. Vor diesem
Hintergrund sei der C._ nicht als Anlage der Grob-, sondern der
Feinerschliessung zu qualifizieren. Unter Berücksichtigung von in der
Gemeinde realisierten Vergleichsprojekten, welche – wie der C._ –
keinen Durchgangsverkehr aufweisen würden, werde am Kostenanteil für
die öffentliche Interessenz von 15% festgehalten.
4. Dagegen erhob A._ (nachfolgend Beschwerdeführer) mit Eingabe
vom 7. Dezember 2020 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und
beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 2. November
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2020 dahingehend, als von der Einleitung eines Beitragsverfahrens
abzusehen sei; eventualiter sei die öffentliche Interessenz auf 70%
festzulegen und der Beitragsperimeter auf die Grundstücke über (E._
und F._) sowie unter (G._) dem C._ auszudehnen;
subeventuell sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz
zurückzuweisen. Begründend machte der Beschwerdeführer im
Wesentlichen geltend, dass die Stützmauern ober- und unterhalb des
C._ als Hangsicherungswerk dem gesamten Gebiet dienen würden
und nicht nur dem Bestand des C._ selber. Soweit die Stützmauern
der Hangsicherung dienten, hätten sie gemäss übergeordnetem Recht als
Infrastrukturanlage der Gemeinde zu gelten, welche somit auch für den
Unterhalt der Stützmauern aufzukommen habe. Die am C._ zu
sanierenden Schäden seien zudem nicht auf die zweckmässige
Benützung der Anwohner zurückzuführen, sondern vielmehr auf
Terrainabsetzungen, Hangrutschungen, Wasserschäden etc. Die von der
Gemeinde geplanten Sanierungsarbeiten würden zudem nicht unter die
Erstellung, Änderung oder Erneuerung von Erschliessungsanlagen
gemäss Art. 63 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton
Graubünden (KRG; BR 801.100) fallen. Aus diesen Gründen sei die
beschlossene Absicht zur Einleitung des Beitragsverfahrens nicht
zulässig. Für den Fall, dass ein Beitragsverfahren durchgeführt werde, sei
der Beitragsperimeter auf die Grundstücke über und unter dem C._
auszudehnen. Diese Grundstücke würden durch den baulichen Unterhalt
am C._ ebenfalls einen wirtschaftlichen Sondervorteil erfahren;
schliesslich handle es sich beim C._ um ein öffentliches Bauwerk,
welches der Sicherung des gesamten Geländes diene. Damit erweise sich
auch der festgelegte Kostenanteil für die öffentliche Interessenz von 15%
als unzutreffend. Die öffentliche Interessenz sei eine Vollständige;
eventualiter müsste sie mindestens im Bereich der Groberschliessung (70
– 40%) angesiedelt werden. Daran würden auch die von der Gemeinde
genannten Vergleichsprojekte nichts ändern. Die Gemeinde verkenne
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nämlich, dass der C._ – wie auch die Alt Strass – rege von
Spaziergängern benützt werde. Demgegenüber erfülle der H._ im
Gegensatz zum C._ nicht vornehmlich einen öffentlichen Zweck.
5. In ihrer Vernehmlassung vom 7. Januar 2021 beantragte die Gemeinde
(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung der
Beschwerde. Darin wird geltend gemacht, beim C._ handle es sich
um eine Quartiererschliessungsstrasse mit einer Länge von 250 Metern.
Eine Besonderheit bestehe darin, dass – aufgrund der Steilheit des
Geländes – nur die Gebäude bergseits des C._ über diesen
erschlossen würden. Der C._ weise mit Ausnahme einzelner
Spaziergänger zudem keinen quartierfremden Drittverkehr auf, namentlich
existiere keinerlei Durchgangsverkehr und zwar auch nicht für
landwirtschaftliche Fahrzeuge. Aufgrund dieser Umstände erweise sich
die festgelegte "mittlere" öffentliche Interessenz von 15% als richtig. Das
Sanierungsprojekt weise entgegen der Auffassung des
Beschwerdeführers überdies weder offenkundige Mängel auf noch
erscheine es als untauglich; dies ergebe sich aus dem von der Gemeinde
eingeholten notwendigen geologischen Untersuchungen. Soweit der
Beschwerdeführer vorbringe, das in den 1980-er Jahren realisierte
Bauwerk sei dazumal mangelhaft ausgeführt worden, sei dieses
Vorbringen unbehelflich. Entgegen den Ausführungen des
Beschwerdeführers sei der C._ damals nämlich nicht einer
Vollsanierung unterzogen – insbesondere seien die Stützmauern nicht
erneuert worden – sondern bloss im Hinblick auf den Einbau des
Deckbelags angepasst worden. Mit dem vorliegenden Sanierungsprojekt
würden die rund 40-jährigen Stützmauern nach einer üblichen Zeitspanne
erneuert werden. Im Übrigen sei die Behauptung des Beschwerdeführers,
wonach die Stützmauern eine Doppelfunktion aufweisen würden, falsch.
Das natürliche Gelände im Bereich des C._ sei steil, aber stabil und
bedürfe keinerlei Hangsicherung. Die Stützmauern seien somit
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ausschliesslich strassenbedingt. Entsprechend werde in der geologischen
Baugrundabklärung nicht von einer allgemeinen Hangsicherung
gesprochen, sondern es werde zusammenfassend festgehalten, dass die
zu sanierenden Stützmauern im stabilen Fels zu fundieren seien. Dass die
Stützmauern zu 100% strassenbedingt seien, ergebe sich auch daraus,
dass im Ausführungsplan keine allgemeinen
Hangsicherungsmassnahmen vorgesehen gewesen seien. Damit sei der
festgelegte Beitragsperimeter sowie der festgelegte Kostenanteil der
öffentlichen Interessenz von 15% nicht zu beanstanden. Was der
Beschwerdeführer aus der Unterscheidung zwischen baulichem und
betrieblichem Unterhalt ableiten wolle, sei im Übrigen nicht
nachvollziehbar. Die hier zur Diskussion stehenden Sanierungsarbeiten
an den talseitigen Stützmauern gingen nämlich weit über den allgemeinen
Strassenunterhalt hinaus. Damit seien die besagten Arbeiten zu Recht als
Erneuerungen im Sinne von Art. 63 Abs. 1 KRG qualifiziert worden.
6. Ihr seiner Replik vom 11. Februar 2021 hielt der Beschwerdeführer an
seinen Anträgen fest, wobei er seine bisherige Argumentation vertiefte und
ergänzte.
7. Mit Duplik vom 22. Februar 2021 hielt die Beschwerdegegnerin ebenfalls
an ihren Anträgen in der Vernehmlassung fest. Neu gab sie eine
Stellungnahme der I._ AG vom 17. Februar 2021 zu den Akten.
Daraus ergebe sich, dass einzig der C._ saniert werde und keine
allgemeinen (strassenunabhängigen) Hangsicherungsmassnahmen
realisiert würden.
8. Am 1. November 2021 führte das Verwaltungsgericht einen Augenschein
vor Ort durch, an welchem der Beschwerdeführer persönlich und sein
Rechtsvertreter sowie von Seiten der Beschwerdegegnerin deren
Rechtsvertreter und die Gemeindeschreiberin anwesend waren. Allen
Anwesenden wurde dabei an insgesamt acht verschiedenen Standorten
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Gelegenheit geboten, sich anhand der Örtlichkeiten auch noch mündlich
zu den aufgeworfenen Fragen zu äussern, wovon allseits Gebrauch
gemacht wurde.
Auf die Ausführungen der Parteien am Augenschein, in ihren
Rechtsschriften sowie im angefochtenen Entscheid wird, soweit
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt der vorliegenden Beschwerde bildet der
Einspracheentscheid vom 2. November 2020, mit welchem die
Beschwerdegegnerin die vom heutigen Beschwerdeführer
einspracheweise beanstandete Absicht zur Einleitungen des
Beitragsverfahren, eventualiter den festgelegten Kostenanteil der
öffentlichen (15%) und privaten Interessenz (85%) sowie die Abgrenzung
des Beitragsperimeters bestätigte. Dabei handelt es sich insofern um
einen verbindlichen kommunalen Entscheid aus dem Gebiet des
öffentlichen (Bau- und Planungs-)Rechts, welcher von der zuständigen
Planungsbehörde getroffen wurde (vgl. Art. 58 ff. des
Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden [KRG; BR 801.100],
Art. 22 ff. der Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden
[KRVO; BR 801.110]). Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) unterliegen solche
Entscheide der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde an das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, wenn sie wie vorliegend
weder bei einer anderen Instanz angefochten werden können noch nach
kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Die Beschwerde
vom 7. Dezember 2020 wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht
(vgl. Art. 38, Art. 39 Abs. 1 lit. a und Art. 52 Abs. 1 VRG), weshalb darauf
einzutreten ist.
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2.1. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt der Beschwerdeführer die
Edition der von der Beschwerdegegnerin eingeholten geologischen
Gutachten "o. dgl. über die Bodenbeschaffenheit im Bereich C._
B._, mit Aufschluss über Bodenkennwerte (Terrainneigung,
Auflasten, Erddruck, Setzungen, Frosttiefe, etc. und Zusammenhang mit
Hangsicherungssystematik)". Dieser Editionsantrag wird abgewiesen.
2.2. Im Rahmen ihrer Vernehmlassung vom 7. Januar 2021 reichte die
Beschwerdegegnerin sowohl den Untersuchungsbericht als auch die
geologischen Baugrundabklärungen der K._ und J._ AG vom
10. Dezember 2018 bzw. vom 11. Dezember 2018 ein (vgl.
beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 5 und 6). In den baugeologischen
Baugrundabklärungen wurde empfohlen, die zu sanierenden Stützmauern
vollständig im kompakten und stabilen Fels zu fundieren. Zusätzlich legte
die Beschwerdegegnerin mit ihrer Duplik vom 22. Februar 2021 eine
Stellungnahme der I._ AG vom 17. Februar 2021 ins Recht (vgl. Bg-
act. 9). Darin wurde bestätigt, dass die zu sanierenden Stützmauern
ausschliesslich strassenbedingt sind und keine allgemeine
Hangsicherungsfunktion aufweisen. Mit diesen eingereichten
geologischen Abklärungen ist die Beschwerdegegnerin dem
Beweisantrag des Beschwerdeführers nachgekommen, womit sich dieser
als gegenstandslos erweist; dies umso mehr, als der Beschwerdeführer zu
keinem Zeitpunkt beanstandete – so insbesondere nicht in der Replik vom
11. Februar 2021 – dass die Beschwerdegegnerin seinem Editionsantrag
mit der Einreichung der geologischen Baugrundabklärungen sowie dem
Untersuchungsbericht der K._ und J._ AG vom 11. Dezember
2018 sowie 10. Dezember 2018 nicht bzw. nicht vollumfänglich
nachgekommen sei. Aus diesen Gründen ist der Editionsantrag des
Beschwerdeführers infolge Gegenstandslosigkeit abzuweisen.
3.1. Überdies beantragt der Beschwerdeführer von der Beschwerdegegnerin
die Edition sämtlicher Akten betreffend die in den Jahren 2016 und 2019
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erfolgten Wasserschäden. Hintergrund dieses Editionsantrages bildet die
Behauptung des Beschwerdeführers, dass sowohl die Risse in den
Stützmauern und im Bodenbelag als auch die Absenkungen des
Strassenniveaus sowie der Strassenoberfläche auf erhebliche
Terrainveränderungen hindeuteten, die mitunter durch diese
Wasserschäden (infolge mangelhafter Wasserleitungen) begünstigt bzw.
sogar verursacht worden seien. Dieser Beweisantrag wird aus
nachstehenden Gründen ebenfalls abgewiesen.
3.2. Nach Art. 11 Abs. 1 VRG ist der Sachverhalt von Amtes wegen zu
ermitteln. Die Behörde erhebt die notwendigen Beweise, wobei sie an
Begehren zur Ermittlung des Sachverhalts nicht gebunden ist (Art. 11 Abs.
3 VRG). Sie kann und muss selber die sachdienlichen Beweismittel
beiziehen, wobei ihr bei der Erhebung und Abnahme von Beweisen ein
weiter Ermessensspielraum zusteht (MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG,
Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton
Bern, Bern 1997, Art. 18 Rz 8). Dabei ist zu beachten, dass der Anspruch
auf rechtliches Gehör das Recht umfasst, Beweisanträge zu stellen und
die Behörde zur Beweisabnahme verpflichtet. Beweise sind im Rahmen
dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene
Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache
erheblich sind. Auf weitere Beweisvorkehren kann dann verzichtet werden,
wenn der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, nicht rechtserheblich
ist, wenn bereits Feststehendes bewiesen werden soll, wenn von
vornherein gewiss ist, dass der angebotene Beweis keine Abklärungen
herbeizuführen vermag, oder wenn die Behörde den Sachverhalt gestützt
auf ihre eigene Sachkenntnis beziehungsweise jene ihrer fachkundigen
Beamten zu würdigen vermag. Gelangt die Verwaltung oder der Richter
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, der Sachverhalt,
den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der
angebotene Beweis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen, kann auf
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ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. In der damit verbundenen
antizipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtliche
Gehör erblickt werden (BGE 122 V 157 E.1d).
3.3. In den geologischen Baugrundabklärungen der K._ und J._ AG
vom 11. Dezember 2018 (vgl. Bg-act. 5) wurde festgestellt, dass das
Hangwasser entlang von besser durchlässigen Partien sowie
insbesondere auf der Felsoberfläche schicht- oder aderförmig talwärts
sickere. Abhängig von der Jahreszeit und der Witterung könne auf dem
gesamten Streckenabschnitt lokal Hangwasser auftreten. Durch Nässe
sowie oberflächliche Auflockerungen (z.B. durch Meteorwasser und Frost-
Tauzyklen) werde die Tragfähigkeit insbesondere im Lockergestein stark
reduziert. Aus diesen Feststellungen ergibt sich, dass mit Hangwasser
einerseits vornehmlich Meteorwasser gemeint ist und andererseits dieses
Meteorwasser eine (Mit-)Ursache für die notwendigen Sanierungsarbeiten
an den Stützmauern ist, was von der Beschwerdegegnerin auch anerkannt
wird (vgl. Vernehmlassung vom 7. Januar 2021, Rz 26 f.). Aus den
geologischen Baugrundabklärungen vom 11. Dezember 2018 kann indes
nicht entnommen werden, dass Wasser, welches aus geborstenen bzw.
leckenden Wasserleitungen trat, (Mit-)Ursache für diese
Sanierungsarbeiten gewesen sein sollen. Auch aus den übrigen Akten
ergeben sich diesbezüglich keinerlei Anhaltspunkte. Damit ist für das
Verwaltungsgericht klar, dass die Erneuerungsarbeiten an den
Stützmauern nicht auf Wasserschäden infolge geborstener bzw. leckender
Wasserleitungen, sondern – wenn überhaupt – auf Meteorwasser
zurückzuführen sind; dies wird insbesondere durch die geologischen
Baugrundabklärungen vom 11. Dezember 2018 bestätigt. Die
entscheidrelevanten Tatsachen sind somit aktenkundig. Vor diesem
Hintergrund sind vom gestellten Editionsantrag auch keine neuen
entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb in antizipierter
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Beweiswürdigung auf die Edition der beantragten Unterlagen verzichtet
werden kann.
4.1. Mit seinem Hauptantrages rügt der Beschwerdeführer, dass von der
Einleitung eines Beitragsverfahren abzusehen sei. Begründet wird dieser
Antrag im Wesentlich damit, dass der C._ erst im Jahre 2008
fertiggestellt worden sei. Dennoch sei der Strassenbelag nach nur zwölf
Jahren in einem desolaten Zustand. Die Grundeigentümer hätten erwarten
dürfen, dass ihnen die Notwendigkeit der geplanten Sanierung,
einschliesslich deren Ursachen und der gewählten bautechnischen
Systeme vorgängig aufgezeigt werden würden.
4.2. Soweit der Beschwerdeführer mit dieser Begründung die
Sanierungsbedürftigkeit der talseitigen Stützmauern des C._ in Frage
stellt, erweist sich seine Argumentation als offensichtlich unzutreffend. Der
vor rund 40 Jahren erstellte C._ dient ausschliesslich den hangseitig
anstossenden Grundstücken als Erschliessungsstrasse. Der
Strassenbelag des C._ weist – wie sich bereits den bei den Akten
liegenden Fotodokumentation und den geologischen
Baugrundabklärungen der K._ und J._ AG vom 11. Dezember
2018 entnehmen lässt und sich am Augenschein bestätigt hat – Risse und
Absenkungen auf. Entsprechend wurde in den geologischen
Baugrundabklärungen der K._ und J._ vom 11. Dezember 2018
(vgl. Bg-act. 5) festgestellt, dass die talseitigen Stützmauern des C._
in den letzten Jahren zunehmend "verkippten". Als Folge davon, hätten
sich im Strassenbelag des C._ sowohl Risse als auch Absenkungen
gebildet. Aus diesem Grund sei beabsichtigt, die Stützmauern zu sanieren.
Dabei sei vorgesehen, die Stützmauern zu unterfangen (Pfahlbankett), auf
Pfähle abzustellen und zu verankern. Aus diesen Feststellungen ergibt
sich, dass die Sanierung der talseitigen Stützmauern notwendig ist, um
weitere Risse und Absenkungen zu verhindern bzw. den C._ als
Quartiererschliessungsstrasse für die (hangseitig) anstossenden
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Grundstücke zu erhalten. Die Sanierung der talseitigen Stützmauern des
C._ erweist sich damit als richtig und geboten; dies umso mehr, als
die genannten Schäden nicht Folge eines unzureichenden Unterhalts sind,
sondern ausschliesslich auf das "Verkippen" der vor rund 40 Jahren
erstellten talseitigen Stützmauer zurückzuführen sind. Dabei ist zu
berücksichtigen, dass die Stützmauern im Jahr 2008 nicht einer
Vollsanierung unterzogen bzw. erneuert wurden. Die gegenteilige
Behauptung des Beschwerdeführers findet in den Akten im Übrigen auch
keine Stütze. So ist dem Protokollauszug der Gemeindevorstandssitzung
vom 15. Januar 2009 (vgl. Bf-act. 7) zu entnehmen, dass Gegenstand des
damals durchgeführten Beitragsverfahrens ausschliesslich der Einbau des
Deckbelags bildete. Von einer Vollsanierung bzw. Erneuerung der
talseitigen Stützmauern ist in diesem Protokollauszug indes keine Rede.
5.1. Der Beschwerdeführer macht im materieller Hinsicht weiter geltend, dass
von der Einleitung eines Beitragsverfahrens auch deshalb abzusehen sei,
weil die vorgesehenen Sanierungsarbeiten reine bauliche
Unterhaltsarbeiten im Sinne von Instandsetzungsarbeiten zu qualifizieren
seien. Es sei unzulässig, die Kosten für solche Instandsetzungsarbeiten
über ein Beitragsverfahren von den Grundeigentümern zu erheben.
5.2. Um ein weiteres "Verkippen" der talseitigen Stützmauern des C._ zu
verhindern, wird in den geologischen Baugrundabklärungen der K._
und J._ AG vom 11. Dezember 2018 (vgl. Bg-act. 5) empfohlen, die
Stützmauern vollständig im kompakten und stabilen Feld zu fundieren.
Dabei sollen die Stützmauer unterfangen (Pfahlbankett), auf Pfähle
abgestellt und verankert werden. Gemäss konstanter Rechtsprechung
werden unter Unterhalt nun lediglich die Reinigung der Strasse oder die
Ausbesserung kleiner Risse und Schlaglöcher im Belag und dergleichen
verstanden (vgl. VGE 572/89 E.3 f.; VGE 85/97; Urteil des
Verwaltungsgerichts [VGU] A 99 47 E.2). Nicht unter den Begriff Unterhalt
gehören demgegenüber Arbeiten, die diesen Rahmen übersteigen. In
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diesem Lichte erhellt, dass die am C._ gebotenen
Sanierungsarbeiten – Fundierung der talseitigen Stützmauern im
kompakten Fels zwecks weiterer "Verkippung" – den Rahmen blosser
Unterhaltsarbeiten im oben dargelegten Sinne bei weitem sprengen. Der
Auffassung des Beschwerdeführers, wonach es sich bei den
Sanierungsarbeiten um bauliche Unterhaltsarbeiten handelt, kann somit
nicht gefolgt werden. Auch vor diesem Hintergrund erweist sich die von
der Beschwerdegegnerin beschlossene Absicht zur Einleitung des
Beitragsverfahrens somit als richtig und geboten. Damit erweist sich der
Hauptantrag als unbegründet, womit die Beschwerde in diesem Punkt
abzuweisen ist.
6.1. Eventualiter macht der Beschwerdeführer geltend, dass der
Beitragsperimeter falsch festgelegt worden sei. Der C._ stelle ein
öffentliches Bauwerk dar, welches der Sicherung des gesamten Geländes
sowohl über- als auch unterhalb des C._ diene. Die Allgemeinheit
habe somit ein erhebliches Interesse am C._, so insbesondere die
Grundeigentümer in den Gebieten oberhalb (E._ und F._) als
auch unterhalb (G._) des C._.
6.2. Gemäss Art. 62 Abs. 3 KRG sind die Erschliessungsabgaben
grundsätzlich von denjenigen Personen zu bezahlen, die aus den
öffentlichen Anlagen einen wirtschaftlichen Sondervorteil ziehen oder die
Anlagen nutzen oder nutzen könnten. Was für die Beitragserhebung
verlangt wird, hat selbstverständlich auch bereits für die diesem zeitlich
vorangestellte Einleitungsphase zu gelten; mithin muss bereits von daher
für den Einbezug einer Liegenschaft in der ersten Phase des zweistufigen
Beitragsverfahrens ein gewisser wirtschaftlicher Sondervorteil zugunsten
des jeweils betroffenen Grundeigentümers erkennbar sein. Schweigen
sich das KRG sowie die KRVO selbst zwar darüber aus, nach welchen
Kriterien der Einbezug einer Parzelle ins Beitragsgebiet zu erfolgen hat,
darf nach dem Gesagten und im Einklang mit der gefestigten
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Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtes dennoch gesagt werden, dass
sich der Einbezug einer Parzelle ins Beitragsgebiet erst rechtfertigt, wenn
das Kriterium eines wirtschaftlichen Sondervorteils zugunsten der
betroffenen Parzelleneigentümer bejaht werden kann (so bereits VGE
145/82). In Präzisierung dieser Rechtsprechung wurde von der Praxis
alsdann gefordert, dass ein solcher − wenn auch nur geringer −
wirtschaftlicher Sondervorteil schon beim Einleitungsbeschluss durch die
Behörde konkretisiert und begründet werden müsse; damit sollte
verhindert werden, dass ein Grundstück nur rein vorsorglich ins
Beizugsgebiet eines Beitragsverfahrens mit einbezogen wird. E contrario
gilt, dass es für die Festlegung des Beitragsgebietes nicht darauf
ankommen kann, welche Parzelle den hauptsächlichen Sondernutzen an
einem neuen Erschliessungswerk hat. Entscheidend ist vielmehr, welche
Parzellen im Sinne des eben Dargelegten einen wirtschaftlichen
Sondervorteil aus dem Werk erfahren. Praxisgemäss ist ein
wirtschaftlicher Sondervorteil, der den Einbezug ins Beitragsgebiet
rechtfertigt, hinsichtlich all jener Parzellen zu erblicken, welche über das
sanierte Erschliessungswerk erschlossen werden und durch die
Sanierung desselben eine Verbesserung der bestehenden Zufahrt
erhalten. Daneben ist ein Sondervorteil auch bereits dann zu bejahen,
wenn durch die Sanierung eine zusätzliche bzw. verbesserte
Erschliessungsmöglichkeit geschaffen wird (PVG 2004 Nr. 28, 1993
Nr. 50, 1985 Nr. 59, 1984 Nr. 63; VGU A 07 49 vom 22. Januar 2008
E.3c).
6.3. Nach konstanter Rechtsprechung wird einer Gemeinde bei der Festlegung
des Beitragsgebietes regelmässig ein relativ erheblicher Beurteilungs- und
Ermessensspielraum eingeräumt (VGU A 20 30 vom 16. Juni 2021 E.3.5;
VGU A 13 46 vom 13. Juni 2014 E.4c; VGU A 13 39 vom 3. Juni 2014
E.5.c). Dieser findet seine Grenzen jedoch in den Grundsätzen des
Willkürverbots von Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen
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Eidgenossenschaft (BV; SR 101) sowie des Gleichbehandlungsgebotes
von Art. 8 BV. Ein Verstoss gegen das verfassungsrechtliche
Gleichheitsgebot liegt dann vor, wenn rechtliche Unterscheidungen
getroffen werden, für die kein vernünftiger Grund ersichtlich ist, oder wenn
Unterscheidungen unterlassen werden, die sich aufgrund der Verhältnisse
geradezu aufdrängen würden, d.h., wenn Gleiches nicht nach Massgabe
seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nicht nach Massgabe seiner
Ungleichheit ungleich behandelt wird. Vorausgesetzt wird, dass sich die
ungerechtfertigte Gleich- bzw. Ungleichbehandlung auf eine wesentliche
Tatsache bezieht (vgl. BGE 131 I 1 E.4.2 mit weiteren Hinweisen). Bei der
Prüfung einer gewählten Lösung wird Willkür nicht schon dann bejaht,
wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar
vorzuziehen wäre, sondern nur dann, wenn ein Entscheid offensichtlich
unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine
Norm oder einen unumstrittenen Rechtssatz krass verletzt oder in
stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft; Willkür liegt
dabei nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheids, sondern
das Ergebnis unhaltbar ist (Urteil des Bundesgerichtes 2C_88/2014 vom
29. Januar 2014 E.2.3 mit weiteren Hinweisen).
6.4. Ein wirtschaftlicher Sondervorteil im Sinne der vorstehenden Erwägungen,
der den Einbezug ins Beitragsgebiet rechtfertigt, ist vorliegend
unzweifelhaft hinsichtlich der an den C._ (hangseitig) anstossenden
und in den Beitragsperimeter aufgenommenen Grundstücke zu erblicken.
Wie sich den bei den Akten liegenden Plänen unschwer entnehmen lässt,
werden diese Grundstücke – und ausschliesslich diese Grundstücke –
allesamt über den C._ erschlossen und er nützt ihren Eigentümern
als Zufahrt bzw. Zugang. Folglich erfahren sämtliche hier zur Diskussion
stehenden Grundstücke aus der Sanierung der Stützmauer eine
Verbesserung der Erschliessungssituation, indem dadurch der Erhalt des
C._ als Erschliessungstrasse gewährleistet wird. Die (hangseitig)
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anstossenden Grundstücke erfahren somit einen wirtschaftlichen
Sondervorteil, der ihren Beizug ins Beitragsgebiet ohne Weiteres zu
rechtfertigten vermag. Gegenteiliges wird vom Beschwerdeführer denn
auch nicht geltend gemacht.
6.5. Soweit der Beschwerdeführer eine Ausdehnung des Beitragsperimeters
des C._ auf die Grundstücke über- (E._ und F._) und
unterhalb (G._) des C._ beantragt, kann ihm nicht gefolgt
werden. Gemäss Bestätigung der zuständigen Ingenieurin, namentlich der
I._ AG, vom 17. Februar 2021 (vgl. Bg-act. 9) haben die zu
sanierenden Stützmauern ausschliesslich die Funktion, den C._ zu
stützen. Die Stützmauern seien ein grundlegendes Objekt des C._.
Ohne sie hätte der C._ aufgrund des steil abfallenden Geländes nicht
realisiert werden können. Die Stützmauern hätten keine
hangstabilisierende Funktion – so in der genannten Bestätigung weiter.
Damit einhergehend wird in den geologischen Baugrundabklärungen der
K._ und J._ vom 11. Dezember 2018 (vgl. Bg-act. 5) empfohlen,
die Stützmauer "im kompakten und stabilen Fels" zu fundieren. Auch
daraus ergibt sich, dass den zu sanierenden Stützmauern keine
allgemeine Hangsicherungsfunktion zukommt, sondern sie
ausschliesslich strassenbedingt sind, was auch den Schnitten in den
geologischen Baugrundabklärungen vom 11. Dezember 2018 entnommen
werden kann. Für die strassenbedingte Funktion der Stützmauern spricht
auch, dass weder vor dem Bau des C._ in den 1980-er Jahren noch
danach allgemeine Hangsicherungsmassnahmen realisiert worden sind.
Gegenteiliges wird vom Beschwerdeführer nicht behauptet und ist auch
nicht aktenkundig. Aus diesen Gründen kommt das Verwaltungsgericht
zum Schluss, dass die zu sanierende (talseitigen) Stützmauern nicht der
Sicherung des gesamten Geländes über- und unterhalb des C._
dienen, sondern ausschliesslich die Funktion haben, den C._ –
aufgrund der Steilheit des Geländes – zu stützen. Daran ändert im Übrigen
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auch die in den Jahren 2019 und 2021 erfolgten Hangrutsche nichts. Diese
Hangrutsche waren nämlich nicht geologisch bedingt, sondern
ausschliesslich auf veraltete und undichte Wasserleitungen
zurückzuführen. Dadurch weichte sich der Hang auf, wodurch er in der
Folge ins Rutschen geriet. Hinzu kommt, dass die Hangrutsche örtlich
beschränkt waren – mithin nicht der gesamte Hang ins Rutschen geriet.
Aufgrund dieser Aktenlage erwartet das Verwaltungsgericht durch die
Einholung des beantragten gerichtlichen Gutachtens über die
Bodenbeschaffenheit im Bereich C._ auch keine neuen
entscheidrelevanten Erkenntnisse, weshalb der entsprechende
Beweisantrag in antizipierter Beweiswürdigung abgewiesen wird. Steht
fest, dass die Sanierung der talseitigen Stützmauern des C._
ausschliesslich strassenbedingt ist und somit keine dem gesamten Gebiet
dienende allgemeine Hangsicherung realisiert wurde, besteht auch keine
Veranlassung, den Beitragsperimeter auf die Grundstücke über- (E._
und F._) und unterhalb (G._) des C._ auszudehnen;
schliesslich profitieren ausschliesslich die an den C._ anstossenden
(hangseitigen) Grundstücke von einer verbesserten Erschliessung. Vor
diesem Hintergrund ist der von der Beschwerdegegnerin – im Rahmen des
ihr zustehenden Beurteilungs- und Ermessensspielraum – festgelegte
Beitragsperimeter nicht offensichtlich unhaltbar und damit nicht zu
beanstanden.
7.1. Überdies macht der Beschwerdeführer im Rahmen seines
Eventualantrags geltend, dass der Kostenanteil für die öffentliche
Interessenz von 15% auf 70% zu erhöhen sei, zumal es sich beim C._
(mitsamt Stützmauern) um ein öffentliches Bauwerk mit allgemeiner
Hangsicherungsfunktion handle. Solche Bauwerke könnten nicht unter die
Erschliessungsanlagen gemäss Art. 58 KRG subsumiert werden.
7.2. Die Sanierung des C._ ist – wie bereits dargelegt –ausschliesslich
strassenbedingt. Dadurch wird ausschliesslich die Erschliessungssituation
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der daran anstossenden (hangseitigen) Grundstücke verbessert. Eine
dem gesamten Gebiet dienende Hangsicherung wurde mit der Sanierung
indes nicht realisiert (vgl. vorstehende Erw. 6.5.). Entgegen den
Ausführungen des Beschwerdeführers handelt es sich beim C._
(mitsamt Stützmauern) somit nicht um ein öffentliches Bauwerk mit
allgemeiner Hangsicherungsfunktion. Mithin ist sein Vorbringen, wonach
sich die Kosten für die Sanierung der talseitigen Stützmauern – infolge
allgemeiner Hangsicherungsfunktion des C._ – nicht nach Art. 58 ff.
KRG richte, offensichtlich nicht zu hören.
7.3. Gemäss Art. 62 Abs. 3 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton
Graubünden (KRG; BR 801.100) sind die Erschliessungsanlagen
grundsätzlich von den Personen zu bezahlen, die aus den öffentlichen
Anlagen einen wirtschaftlichen Sondervorteil ziehen oder die Anlage
nutzen oder nutzen könnten. Dabei erfolgt die Aufteilung der Kosten
zwischen dem Gemeinwesen (öffentliche Interessenz/Gemeindeanteil) und
den Grundeigentümern (private Interessenz/Privatanteil) nach Massgabe
des Interesses an einem öffentlichen Werk. Unter Heranziehung der jeweils
von einer Strasse zu erfüllenden Funktion wird der von den
Grundeigentümern zu entrichtende Anteil in einem Prozentrahmen
festgelegt, wobei der zuständigen Behörde innerhalb der gesetzlichen
Richtwerte ein erheblicher Entscheidungsspielraum zusteht (vgl. PVG 2007
Nr. 20 E. 5). Dabei gelten gemäss Art. 63 Abs. 2 KRG folgende Richtwerte:
Gemeindeanteil Privatanteil
Groberschliessung 70 – 40% 30 – 60%
Feinerschliessung 30 – 0 % 70 – 100%
7.4. In einem ersten Schritt ist mithin die Frage zu beantworten, ob der C._
in erster Linie und überwiegend der Feinerschliessung oder der
Groberschliessung dient. Das KRG unterscheidet in Art. 58 zwischen
Grund-, Grob- und Feinerschliessung. Die Grunderschliessung umfasst
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dabei die Versorgung eines grösseren zusammenhängenden Gebietes mit
den übergeordneten Anlagen wie Hauptstrassen, Eisenbahnlinien,
Wasser- und Elektrizitätswerken, Abwasserreinigungs- und Abfallanlagen
(Art. 58 Abs. 2 KRG). Unter Groberschliessung wird die Versorgung eines
zu überbauenden Gebietes mit den Hauptsträngen der
Erschliessungsanlagen verstanden, namentlich Wasser-,
Energieversorgungs- und Abwasserleitungen sowie Strassen und Wege,
die unmittelbar dem zu erschliessenden Gebiet dienen. Sie verbinden die
Anlagen der Grunderschliessung mit denjenigen der Feinerschliessung
(Art. 58 Abs. 3 KRG). Die Feinerschliessung umfasst schliesslich den
Anschluss der einzelnen Grundstücke an die Hauptstränge der
Erschliessungsanlagen mit Einschluss von öffentlich zugänglichen
Strassen und öffentlichen Leitungen (Art. 58 Abs. 4 KRG). Eine der
Groberschliessung zuzuordnende Erschliessungsanlage dient somit einem
relativ grossen Baugebiet, wobei dazu Strassen und Wege gehören. Der
Bezeichnung im kommunalen Strassenplan kommt im Zusammenhang mit
der Beitragserhebung für sich allein betrachtet keine entscheidende
Bedeutung zu (PVG 2007 Nr. 20). Massgebend ist vielmehr die
Unterscheidung, ob es sich faktisch um eine Erschliessungsanlage der
Fein- oder der Groberschliessung handelt. Abzustellen ist dabei letztlich
auf die Funktion der Anlage (vgl. zum Ganzen Urteil des
Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden A 10 12 und 13 vom 8. Juli
2010 E. 4).
7.5. Die Beschwerdegegnerin hat den C._ als Anlage der
Feinerschliessung klassifiziert. Diese Klassifizierung ist unter
Berücksichtigung des der Beschwerdegegnerin zustehenden Beurteilungs-
und Ermessensspielraums nicht zu beanstanden. Der C._ ist
unbestrittenermassen 250 Meter lang und als Sackgasse ausgestaltet. An
seinem Ende befindet sich ein Kehrplatz. Auch verfügt der C._ über
keinen Gehsteig. Hinzu kommt, dass der C._ – wie sowohl der
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Augenschein als auch die im Recht liegenden Fotos sowie der Beizug von
"Google-Street-View" gezeigt haben – eine geringe Breite aufweist,
wodurch ein nennenswerter quartierfremder und motorisierter Drittverkehr
ausgeschlossen werden kann; schliesslich ist aufgrund dieser
Gegebenheiten das Kreuzen von Motorfahrzeuges untereinander, aber
auch von Motorfahrzeugen mit Fahrradfahrern oder Fussgänger, nicht
ohne Weiteres möglich. Das Kreuzen von Motorfahrzeugen untereinander
ist aufgrund der engen Strassenverhältnisse streckenweise sogar
ausgeschlossen. Aufgrund des Dargelegten ist festzuhalten, dass der
C._ keinen ins Gewicht fallenden Drittverkehr aufweist. Daran ändert
auch die Tatsache nichts, dass der C._ von Spaziergängern und
Hundehaltern benützt wird. Bezüglich dieses Langsamverkehrs ist nämlich
zu beachten, dass dieser unter dem Titel der öffentlichen Interessenz kaum
ins Gewicht fällt, zumal der C._ primär auf den (quartiereigenen)
Fahrverkehr ausgerichtet ist und der Sanierungsaufwand nicht von den
Spaziergängern und Hundehaltern verursacht wird. Dem C._ kommt
aufgrund des Dargelegten somit keine übergeordnete,
quartierübergreifende Funktion zu, womit er der Öffentlichkeit auch nicht
als wichtige Strassenverbindung dient. Hat die Beschwerdegegnerin den
C._ vor diesem Hintergrund als Anlage der Feinerschliessung
qualifiziert und keine Erhöhung des Gemeindeanteils vorgenommen, ist
dies somit nicht zu beanstanden. Für die Erhöhung des Gemeindeanteils
kann auch nicht erfolgreich vorgebracht werden, dass neben der Sanierung
des C._ auch die verwalteten Wasserleitungen erneuert werden
müssen. Gemäss den Ausführungen der Beschwerdegegnerin wurde die
Sanierung der Wasserleitungen (im Bereich des C._) gleichzeitig mit
der Sanierung des C._ durchgeführt. Dabei werden die
entsprechenden Sanierungskosten separat abgerechnet. Während die
Sanierung des C._ über das hier zur Diskussion stehende
Beitragsverfahren erfolgt, wird die Erneuerung der Wasserleitungen über
eine Spezialfinanzierung zulasten der L._ Industriellen Betriebe
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abgerechnet. Aufgrund dieser separaten Abrechnungen ist nicht zu
beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin die Tatsache, dass die
veralteten Wasserleitungen erneuert werden müssen, bei der Festlegung
des Kostenanteils der öffentlichen und privaten Interessenz von 15% bzw.
85% nicht berücksichtigt hat. Was die Festlegung des Kostenanteils
anbelangt, ist ferner zu beachten, dass es vorliegend einzig um die
Beurteilung der faktischen Gegebenheiten am C._ geht. Ob diese mit
denjenigen an der Alt Strass und dem H._ vergleichbar sind oder nicht,
muss das Verwaltungsgericht im Übrigen nicht beantworten (vgl. VGU A 14
3 vom 1. Juli 2014 E.5.d).
8.1. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Beschwerde in
sämtlichen Punkten als unbegründet erweist und abzuweisen ist.
Entsprechend diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten
zulasten des Beschwerdeführers (Art. 72 Abs. 1 und 2 VRG).
8.2. Bund, Kanton und Gemeinde sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben
betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel
keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen
Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen, besteht vorliegend kein
Anlass, weshalb der anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerin denn
auch keine aussergerichtliche Entschädigung zuzusprechen ist.