Decision ID: 4897d4fe-517c-46ab-9773-d1d2d1c21dcf
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956, arbeitete zuletzt vom 12. April bis zum 27. Juli 1999 als Maler bei der
Y._
(Urk. 8/12). Am 8. Februar
2000 (Eingangsdatum) meldete
sich
der Versicherte
wegen eines degenerativen Rückenleidens
, einer Diskushernie und eines
Zervik
alsyndroms
bei der
Sozial
versicherungsan
stalt
des Kantons St. Gallen, IV-Stelle, zum
Leis
tungsbezug
an (Urk. 8/1). Die IV-Stelle
des Kantons St. Gallen
veranlasste bei der Klinik
Z._
eine multidisziplinäre Begutachtung
(Expertise vom 19. April 2001 [
Urk. 8/24
]
) und sprach dem Versi
cherten mit Verfügungen vom 21. März 2002 mit Wirkung ab dem 1. August 2000 ausgehend von einem
Invaliditäts
grad
von 61 % eine halbe Invalidenrente zu (Urk. 8/35). Daraufhin gab die
IV-Stelle
des Kantons St. Gallen
im Rahmen eines auf Ersuchen des Versicherten
(
Urk.
8/38)
eingeleiteten Revisionsverfahrens bei der
A._
ein Gutachten in Auftrag, das am 3. März 2003 erstattet wurde (Urk. 8/45). Mit Verfügung vom 10. Juli 2003 er
höhte sie die bisherige halbe Rente per 1. November 2002 gestützt auf einen
In
validitäts
grad
von 100 % auf eine ganze Rente (Urk. 8/51). Anlässlich zweier von Amtes wegen durchgeführter
Revi
sionsverfahren
wurde der Rentenan
spruch des Versi
cherten am 17. August 2005 von der IV-S
telle des Kantons St.
Gallen (Urk. 8/58) und – nach dessen Umzug in die Stadt
B._
– am 14. März 2011 von der IV-Stelle des Kantons Zürich bestätigt (Urk. 8/72).
1.2
Im Hinblick auf die am 1. Januar 2012 in Kraft tretende Revision des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung (IVG,
lit
. a der
Schlussbestim
mungen
der Änderung vom 18. März 2011) leitete die IV-Stelle
des Kantons Zürich
am 11. November 2011 ein weiteres Revisionsverfahren ein (Urk. 8/79). Sie liess ei
nen Auszug aus dem individuellen Konto
erstellen
(IK-Auszug vom 16. Nov
ember 2011 [Urk. 8/80])
, holte den Bericht von Dr. med.
C._
, FMH Allge
meine Medizin, vom 2. März 2012 (Urk. 8/85) ein und gab beim
D._
ein polydisziplinäres Gut
achten in Auftrag (
Expertise vom 25. Februar 2013 [
Urk. 8/94
]
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 1
2.
April 2013 [
Urk.
8/98] und Ein
wand vom
8.
und 1
3.
Mai 2013 sowie 2
6.
Juni 2013 [
Urk.
8/100,
Urk.
8/101 und
Urk.
8/104])
hob die IV-Stelle die Rente des Versicherten m
it Verfügung vom 9. Juli 2013
bei
ei
nem
Invalidi
tätsgrad
von 24
%
per Ende August 2013 auf (Urk. 8/106). Die dagegen vom Versicherten am 5. September 2013 erho
bene Beschwerde
(
Urk.
8/108)
wurde vom Sozial
versicherungsgericht mit Urteil vom 21. November 2013 gutgeheissen und es wurde festgestellt, dass er einst
weilen weiterhin Anspruch
auf eine ganze Rente hat. Das Gericht begründete dies damit, dass dem Versicherten, der das 57. Altersjahr bereits zurückgelegt habe, eine Selbsteingliederung nicht mehr zumutbar sei und dass die IV-Stelle daher zunächst Eingliederungsmassnahmen durchzuführen habe, ehe über eine allfällige Rentenaufhebung/-herabsetzung verfügt werden dürfe (Urk. 8/110; Prozess Nr. IV.2013.00755).
1.3
In der Folge erteilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Mitteilung vom 14. Mai 2014 Kostengutsprache für eine Potenzialabklärung bei der
E._
(Urk. 8/120), welche
dieser
am 1
1.
Juni 201
4
vorzeitig abbrach
(vgl. Absc
hlussbericht vom 24. Juni 2014 [
Urk. 8/126
]
). Mit Mitteilung vom 4. Juli 2014 schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab, da eine solche ge
mäss den Aussagen des Versicherten und dem Bericht der
E._
nicht möglich sei (Urk. 8/127). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(V
orbe
scheid vom 25. August 2014 [Urk. 8/136]
und
Einwand vom 23. September 2014 [
Urk. 8/139
]
) hob die IV-Stelle die Rente des Versicherten mit Verfügung vom 6. November 2014 ge
stützt auf einen Invaliditätsgrad von 24
%
per
Ende Dezember 2014 erneut auf
(Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 5. Dezember 2014 Beschwerde mit folgen
dem Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2):
„1.
Absatz 1 des Dispositivs der Verfügung vom 06. November 2014 sei
aufzuheben
und
X._
sei weiterhin eine ganze IV-Rente auszurichten.
2.
Absatz 2 des Dispositivs der Verfügung vom 06. November 2014 sei aufzuheben
und der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die
Vorinstanz/Beschwerdegegnerin sei anzuweisen,
X._
für die Dauer
des
Beschwerdeverfahrens die bisherige Rente auszurichten.
3.
Eventuell sei die Streitsache zur weiteren Abklärung und zu anschliessender
neuer Beurteilung bzw. Verfügung an die Vorinstanz/Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen;
unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“
Mit Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7) und legte die Verfahrensakten auf (Urk. 8/1-143). Mit Verfügung vom 2
6.
Februar 2015 wies das Gericht das Gesuch des Beschwerdeführers um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir
kung der Beschwerde ab (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Invalidenrente des Beschwerdeführers zu Recht aufgehoben wurde.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung [
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.4
Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes ist ein theoretischer und abstrak
ter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversi
cherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Er umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraus
setzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Mög
lichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob sie ein
renten
ausschliessendes
Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273
E.
4b; ZAK 1991 S. 321 E. 3b und 1985 S. 462 E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.2). An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienst
-
aussichten
sind praxisgemäss nicht übermässige Anforderungen zu stellen; diese hat viel
mehr nur so weit zu gehen, als im Einzelfall eine zuverlässige Ermittlung des Invaliditätsgrades gewährleistet ist. Für die Invaliditäts
-
bemessung ist nicht darauf abzustellen, ob eine invalide Person unter den konkreten
Arbeitsmarkt
verhältnissen
vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr ver
bliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nützen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 290 f. E. 3b; Urteile des Bundesgerichts
I
273/04 vom 29. März 2005, I 591/02 vom 5. Mai 2004, I 285/99 vom 1
3.
März 2000 und U 176/98 vom 1
7.
April 2000). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte
Nischenar
beitsplätze
, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen vonseiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteile des Bundesgerichts 9C_95/2007 vom 2
9.
August 2007 E. 4.3 und 9C_98/2014 vom 2
2.
April 2014 E. 3.1, je mit Hinweisen).
Für den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest
-
)A
rbeitsfähigkeit bei vorgerücktem
Alter zu beantworten ist, ist auf das Festste
hen der medizinischen Zumutbarkeit eine
r
(Teil-)Erwerbsfähigkeit abzustellen (BGE 138 V 457).
1.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad
gemäss
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Die seit dem 1. Januar 2004
massgeblichen
Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.6
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.7
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
2.1.1
Der Rentenanspruch des Beschwerdeführers wurde im Rahmen des im Novem
ber 2002 eingeleiteten Revisionsverfahrens, das
mit Verfügung vom 10. Juli 2003 (Urk. 8/51) abgeschlossen wurde,
einer umfassenden materiellen Prüfung unterzogen.
Der Mitteilung vom 1
4.
März 2011 (
Urk.
8/72) lag demgegenüber keine rechtskonforme Sachverhaltsabklärung im eingangs erwähnten Sinne (vgl. E. 1.6) zugrunde, weshalb sie – entgegen der vom Beschwerdeführer ver
tretenen Auffassung (
Urk.
1 S. 8) - als zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Veränderung des Invaliditätsgrades nicht in Frage kommt (vgl. E. 1.6). Gleiches gilt für die Mitteilung vom 17. August 2005 (Urk. 8/58).
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer
anspruchserhebli
chen
Veränderung bildet somit die Revisionsverfügung vom 10. Juli 2003 (
Urk.
8/51). Demgemäss ist zu prüfen, ob sich seit dieser Verfügung bis zur - rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen
Über
prüfungsbe
fugnis
bildenden (BGE 130 V 446 E. 1.2 mit Hinweisen) - Verfügung vom
6.
November 2014 (Urk. 2) der massgebliche medizinische und/oder wirtschaft
liche Sachverhalt in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. E. 1.2).
2.1.2
Bei Erlass der Verfügung vom 1
0.
Juli 2003 stützte sich
die IV-Stelle des Kan
tons St. Gallen
in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das Gutachten von
Dr.
med.
F._
, Oberarzt der
A._
, vom
3.
März 2003 (
Urk.
8/45).
Dr.
F._
stellte
darin
folgende Diagnosen (
Urk.
8/45/4):
(1)
eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) mit/bei
-
Fehlform
der Wirbelsäule
-
leichtgradige
n
degenerative
n
Veränderungen im Bereich der mittleren
Halswirbe
lsäule (HWS) und der unteren Lendenwirbelsäule (LWS)
-
leichte
r
Hypermobilität C3/4
-
muskuläre
r
Dysbalance
(2)
eine anhaltende ängstliche Depression, mittelgradig (ICD-10 F34.1)
Dr.
F._
gab an, dass der Beschwerdeführer aufgrund der anhaltenden
somato
formen
Schmerzstörung und der anhaltenden ängstlichen Depression zu 100
%
arbeitsunfähig sei (
Urk.
8/45/5).
2.2
Anlässlich
des im Mai 2005 eingeleiteten Revisionsverfahrens holte die
IV-Stelle des Kantons St. Gallen den Bericht von
Dr.
med. G._
, FMH Allgemeinmedizin, vom
3.
Juni 2005 (
Urk.
8/55) ein.
Dr.
G._
führte aus, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers stationär geblieben sei. Die Diagnosen hätten sich nicht geändert. Die psychische Symptomatik habe sich hingegen gebessert. Dem Beschwerdeführer gehe es jetzt zwar ordentli
ch, mit einer Wiederaufnahme einer
Arbeitstätigkeit
sei aber nicht zu rechnen
(Urk.
8/55/3).
2.3
Im Rahmen des im September 2010 eingeleitet
en Revisionsverfahrens holte
die Beschwerdegegnerin
insbesondere den
Bericht von
Dr.
C._
vom 22.
Januar 2011
ein.
Dr.
C._
erklärte, dass der Beschwerdeführer in der zuletzt ausge
übten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Eine behinderungsangepasste, geschützte
Arbeit
könnte
während
einer Stunde
,
steigerbar
auf zw
ei Stunden pro Tag stattfinden
(
Urk.
8/70/2-3).
2.4
Anlässlich des vorliegenden Revisionsverfahrens
äusserten
sich die beteiligten Ärzte wie folgt:
2.4.1
Dr.
C._
gab im Bericht vom
2.
März 2012 an, dass beim Beschwerdeführer eine 100%ige Inva
lidität bestehe, wobei bei ihm
keine Aktenunterlagen
verfüg
bar
seien. Der Beschwerdeführer leide unter Nacken-
und LWS-B
eschwerden, gemäs
s dessen Angaben seit 199
9.
In
der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Maler
sei er
zu 100
%
arbeitsunfähig. Möglich sei ihm noch eine unregelmässige Tätigkeit im Haushalt (
Urk.
8/85/1-3).
2.4.2
Die Ärzte des
D._
stellten im polydisziplinären Gutachten vom 2
5.
Februar 2013 folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/94/23-24):
(1)
ein chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.1)
-
Dysbalancen
der Schultergürtelmuskulatur
-
klinisch keine Hinweise für
radikuläre
Symptomatik
-
radiologisch beginnende
Osteochondrose
, ventrale Spondylose und
Retrospondylose C4-C6
(2)
ein chronisches
thorakolumbospondylogenes
Schmerzsyndrom linksbetont (ICD-
10 M54.5)
-
myostatische
Insuffizienz mit entsprechenden
muskuloligamentären
Überlastungsreaktionen
-
klinisch keine Hinweise für
radikuläre
Symptomatik
-
radiologisch beginnende
Osteochondrose
L5/S1
-
Spondylosis
hyperosto
tika
(3)
eine Hochtonschallempfindungsschwerhörigkeit beidseits (ICD-10 H90.3)
-
links akzentuiert
(4)
ein
en
Tinnitus links (ICD-10 H93.1)
-
aktuell kompensiert
(5)
ein
en
Verdacht auf Höhenschwindel (ICD-10 H82)
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte des
D._
(
Urk.
8/94/24):
(1)
einen Verdacht auf Schmerzverarbeitungsstörung
(ICD-10 F54)
(2)
ein generalisiertes
multilokuläres
Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9)
-
klinisch, labortechnisch und radiologisch keine Hinweise für
entzündlich
rheumatisches
Geschehen
(3)
ein metabolisches Syndrom
-
Adipositas (30 kg/m2; ICD-10 E66.0)
-
arterielle Hypertonie (ICD-10 I10)
medikamentös behandelt
Diabetes mellitus Typ II (ICD-10 E11.9)
unter medikamentöser Behandlung kompensiert
(4)
ein fortgesetzter Nikotinkonsum, schädlicher Gebrauch (ca. 35
py
; ICD-10 F17.1)
Die Ärzte des
D._
erklärten, dass der
56-jährige
Beschwerdeführer für eine kör
perlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit zu 100
%
arbeits- und leistungsfä
hig sei. Vermieden werden sollten eine Lärmbelastung, höhere Anforderungen ans Gehör sowie eine Absturzgefährdung. Die früher ausgeübte Tätigkeit als Hilfsmaler wie auch andere körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten seien nicht
mehr zumutbar (
Urk.
8/94/27).
2.4.3
Dr.
med.
H._
,
FMH Rheumatologie und FMH Innere Medizin
, stellte im an
Dr.
C._
gerichteten Bericht vom
7.
Oktober 2013 folgende Diagnosen (
Urk.
3/2
S. 1
):
(1)
ein
zervikoradikuläres
Reizsyndrom C4/5 und C5/6 beidseits bei
-
paramedian linksbetonter Diskushernie C4/5 und Spinalkanaleinengung C4/5
und C5/6 mit
Foraminalstenosen
C5/6 beidseits
(2)
ein chronisches
Lumbovertebralsyndrom
beidseits bei/mit
- mehrsegmentalen degenerativen Veränderungen mit
rezessaler
Stenose und
Kompression der Nervenwurzeln L4 und 5 beidseits
(3)
eine arterielle Hypertonie
(4)
ein Diabetes mellitus
(5)
eine
Refluxösophagitis
Dr.
H._
erklärte, dass beim Beschwerdeführer chronische Schmerzen zervi
kal und lumbal bei aktuell im MRI nachgewiesenen
Spinalkanalstenosie
rungen
und auch möglichen Nervenwurzelirritationen vor allem C6 beidseits bestehen würden. Dies passe auch gut zu den
Kribbelparästhesien
, welche der Beschwerdeführer beklage. Aufgrund dieser Beschwerden sei ihres Erachtens eine Tätigkeit als Maler, welche der Beschwerdeführer früher ausgeübt habe, nicht möglich. Dies insbesondere nicht, da er dabei den Kopf meist
in exten
dierter Position
sowie die Arme auch über Kopf halten müsste. Auch die lum
balen Schmerzen würden hier zu einer Belastungsverminderung führen (
Urk.
3/2
S. 2
).
2.4.4
Dr.
C._
gab im an den Beschwerdefüh
rer gerichteten Bericht vom 13.
November 2013 an, dass aus seiner Sicht eine systemische, das heisse eine generalisierte Störung der
ganzen
Wirbelsäule mit
Einschränkung der
Arbeits
kapazität
beider Arme und Beine bestehe (
Urk.
3/3).
2.4.5
Laut dem Schlussbericht der
E._
vom 2
4.
Juni 2014 war der Beschwer
deführer während der Abklärung sehr selbstlimitierend. Er könne erst dann wieder arbeiten, wenn seine Gesundheit wieder hergestellt wäre. Deshalb sehe er im Moment keine Möglichkeit, eine zielführende Massnahme zur Wie
dereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt durchführen zu können. Er mache,
was die IV sage, er komme auch in die
E._
, wisse aber nicht, was das solle. Als 58-jähriger Mann sehe er keinen Sinn darin, noch einmal umzuschulen. Wenn er gesund wäre, könne er jederzeit wieder eine Arbeit finden. Subjektiv sehe der Beschwerdeführer keine Motivation, sich für eine
Integrationsmass
nahme
zu entscheiden. Er habe die Potentialabklärung am 11. Juni 2013 wäh
rend der Standortsitzung vorzeitig abgebrochen (Urk. 8/126/3; vgl. auch
Ver
laufsprotokoll
Eingliederungsberatung vom
7.
Juli 2014, Urk. 8/128). Bezogen auf den ersten Arbeitsmarkt liege die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers bei höchstens 20
%
. Die Vermittelbarkeit sei aktuell jedoch nicht gegeben (
Urk.
8/126/2).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ging
bei
der Rentenaufhebung davon aus, dass dem Beschwerdeführer eine behinderungsangepasste Tätigkeit ab Oktober 2012
wie
der
zu 100
%
zumutbar sei (Urk. 2
S. 2
). Sie stützte sich dabei im Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gutachten des
D._
vom 2
5.
Februar 2013 (Urk. 8/94).
3.2
3.2.1
Der psychiatrische Gutachter des
D._
legte
in der Expertise vom 2
5.
Februar 2013
dar
, dass der Beschwerdeführer offenbar bislang nie einer psychiatrischen Behandlung nachgekommen sei. Aktuell könnten bei ihm keine psychopatholo
gischen Symptome von Krankheitswert nachgewiesen werden. Im Psychostatus präsentiere er sich relativ unauffällig. In der Untersuchung zeige er sich gesprä
chig, mitschwingend und jovial lächelnd. Merkmale einer depressiven Störung würden fehlen. Es bestünden weder ein Antriebsmangel noch eine vitale Tr
au
rigkeit noch eine angedeutete
Suizidalität und auch kein zirkadianer Rhyth
mus. Eine Affektinkontinenz und ein
depressiv-
stuporöser
Zustand
seien ebenfalls
zu verneinen. Somit könne aus psychiatrischer Sicht keine Diagnose im engeren Sinne gestellt we
rden. Der Beschwerdeführer selbst
verneine, unter psychischen Beschwerden zu leiden. Die Klage
n
bezüglich der Schmerzen im Rücken-Nackenbereich würden sich organisch nicht hinreichend begründen lassen. Bei fehlenden emotionalen Konflikten und fehlenden frühen Stressfaktoren in der Kindheit sei daher die Verdacht
s
diagnose einer Schmerzfehlverarbeitung
zu stellen (
Urk.
8/9
4/13).
3.2.2
In
der interdiszip
linären Gesamtbeurteilung führten
d
ie Ärzte des
D._
sodann aus
, dass bei ihren Untersuchungen sowohl subjektiv wie auch objektiv die seit Jahren bestehenden chronischen Rücken- und Nackenschmerze
n im Vorder
grund gestanden hätten. Bei d
er rheumatologischen Untersuchung sei
en
ein
zervikos
pondylogenes
und
thorakolumbospondylogenes
Schmerzsyndrom diag
nostiziert worden. Radiologisch bestünden degenerative Veränderungen. Hin
weise für eine
radikuläre
Symptomatik seien nicht festgestellt worden. Die kli
nischen und die radiologischen Befunde würden aber das Beschwerdeausmass und die subjektive Leistungseinschränkung nicht vollständig erklären. Als Zei
chen einer psychischen Überlagerung seien die
Waddell
-Zeichen positiv
gewe
sen
. Aus rheumatologischer Sicht sei die Belastbarkeit der Wirbelsäule vermin
dert. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Hilfsmaler und auch andere körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten sowie solche mit Zwangshaltungen und Überkopfarbeiten seien dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. In einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit bestehe aus rheumatologi
scher Sicht eine 100%ige Arbeits-
und Leistungsfähigkeit. Bei d
er
otorhinola
ry
n
gologischen
Untersuchung sei eine
Hochtonschallempfindungsschwerhörig
keit
beidseits mit einem Tinnitus links diagnostiziert worden. Die vom Beschwerdeführer angegebenen Schwindelerscheinungen seien vermutlich einem Höhenschwindel zuzuordnen. Aus
otorhinolary
n
gologischer
Sicht wür
den sich aus diesen Befunden qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit ergeben, indem Tätigkeit
en mit hohen Anforderungen an
s Gehör, starker
Lärm
exposition
und Absturzgefährdung nicht geeignet seien. Für alle übrigen Tätig
keiten bestehe aus
otorhinolary
n
gologischer
Sicht keine leistungsmässige oder zeitliche Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit
. Bei der allgemeininternistischen Untersuchung sei ein metabolisches Syndrom diagn
ostiziert worden, das mit
der medikamentösen Behandlung kompensiert
sei
. Für eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Bei der psychiatrischen Untersuchung sei eine Schmerzverarbeitungsstörung
(richtig: ein Verdacht auf eine Schmerzverarbeitungsstörung)
diagnostiziert worden. Dies ergebe sich aus den subjektiven Beschwerden, welche somatisch nicht ausreichend erklärt werden könnten. Eine frühere psychische Belastung, welche eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung auslösen könnte, sei nicht festgestellt worden. Aus psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht eingeschränkt. Zusammenfassend resultiere aus inter
disziplinärer Sicht, dass beim Beschwerdeführer in der früher angestammten Tätigkeit, allgemein in anhaltend mittelschweren, schweren und nicht adap
tierten Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigkeit bestehe. In leichten adaptierten Tätigkeiten sei eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100
%
gegeben (
Urk.
8/94/24-25).
3.2.3
Weiter erklärten die Ärzte des
D._
im Rahmen der interdisziplinären
Gesamtbeur
teilung
, dass sie aufgrund der anamnestischen Angaben, der Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attes
tierten Arbeitsunfähigkeiten davon ausgehen würden, dass die Arbeitsunfähig
keit für die angestammte Tätigkeit als Maler seit dem Jahr 2001 bestehe. Damals sei diese Arbeitsunfähigkeit im Gutachten der Klinik
Z._
aufgrund der rheumatologischen Befunde festgestellt worden. Der Verlauf der Arbeitsun
fähigkeit für körperlich angepasste Tätigkeiten sei schwierig anzugeben. Bei der
Rentenzusprache
sei die Arbeitsunfähigkeit vorwiegend aus psychischen Grün
den festgelegt worden. Damals habe eine als gravierend beschriebene mittelgra
dige Depression im Vordergrund gestanden. Diese sei nicht mehr nachweisbar. Seit wann
,
sei unklar. Die von ihnen festgestellte Arbeitsfähigkeit gelte aber sicher ab ihrem Untersuchungsdatum im Oktober 2012 (
Urk.
8/94/25).
3.3
3.3.1
Diese Einschätzungen
der Ärzte des
D._
,
die auf den erforderlichen alls
eitigen Untersuchungen beruhen und
die sie in Kenntnis
der
und
Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgaben,
stehen mit den von ihnen erhobenen Befunden sowie ihren weiteren Feststellungen in Einklang und wurden schlüssig begründet. Sie erscheinen deshalb überzeugend (vgl. E. 1.7). Dies gilt insbesondere auch für die Beurteilung, wonach
im Zeitpunkt der Unter
-
suchungen im
D._
(Okto
ber/November 2012,
Urk.
8/94/2) keine die Arbeits
-
fähigkeit beeinträchtigende psychische Symptomatik, namentlich auch keine depressive, mehr habe festge
stellt werden können (Urk. 8/94/12 ff. und
Urk.
8/94/25). Auf eine Verbesse
rung des psychischen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers hatte im Übrigen bereits
Dr.
G._
in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom
3.
Juni 2005 hingewiesen (vgl. E. 2.2)
.
3.3.2
Die Berichte von
Dr.
C._
vom
2.
März 2012 (
Urk.
8/85/1-4
) und
vom 13.
November 2013 (
Urk.
3/3
; vgl. auch dessen Berichte vom 1
6.
und 2
2.
Juli 2013,
Urk.
8/108/17-18
) vermögen die
gutachterlichen
Beurteilungen
nicht in Zweifel zu ziehen, zumal
Dr.
C._
nicht begründet
dargetan
hat,
inwiefern
der Beschwerdeführer in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
massgeblich
eingeschränkt sein soll.
Zudem darf und soll das Gericht in Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten auch der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten
und Patientinnen aussagen (vgl.
BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
3.3.3
Im Weiteren
kann der Beschwerdeführer auch aus den Berichten des
I._
vom 1
8.
Juli 2013 betreffend das gleichentags durchgeführte MRI der Wirbelsäule
(Th10 bis S3) sowie des
J._
vom 3
0.
September 2013 betreffend das gleichentags durchgeführte MRI der HWS (
Urk.
8/108/19-20 und
Urk.
3/1) nichts zu seinen Gunsten ableiten. Radiologisch erhobene Veränderungen im Wirbelsäulenbefund alleine schlagen sich nämlich nicht notwendigerweise im Ausmass der funktionellen Einschränkung nieder; vielmehr sind derartige Befunde jeweils anhand der Klinik zu überprüfen (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_68/2014 vom
2.
Juni 2014 E. 3.3 mit Hin
weis).
Gemäss den Angaben von
Dr.
H._
in ihrem – vom Beschwerdeführer
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten - Bericht an
Dr.
C._
vom 7. Oktober 2013 (
Urk.
3/2) hat sie den Beschwerdeführer a
m
2
4.
September und 4. Oktober 2013 – in Kenntnis der Ergebnisse der genannten bildgeben
-
den Abklärungen sowie der sich daraus ergebenden „möglichen“
Nerven
-
wurzelirri
tationen
C6 beidseits (
Urk.
3/1) – klinisch untersucht. Dabei stellte sie aber - wie zuvor auch die Ärzte des
D._
- insbesondere symmetrisch auslösbare Reflexe fest. Auch
Dr.
H._
hat denn dem Beschwerdeführer - unter Hin
weis auf die damit verbundenen Belastungen der Wirbelsäule – auch lediglich für die angestammte Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit attestiert.
3.3.
4
Der
Einwand des Beschwerdeführers, dass die
Rentenzusprache
nicht vorwie
gend aus psychischen Gründen erfolgt sei (
Urk.
1 S. 6), vermag
nicht zu über
zeugen.
Psychische
Faktoren waren zunächst bereits im Rahmen der Beurte
i
lung der Arbeitsfähigkeit der Ärzte
der Klinik
Z._
im Gutachten vom 1
9.
April 2001
, wonach der Beschwerdeführer in einer körperlich leichten Ver
weistätigkeit noch
zu
50
%
arbeitsfähig sei
(
Urk.
8/24/18)
, von massgeblicher Bedeutung. So diagnostizierten die
Ärzte
der Klinik
Z._
, deren
Expertise
der ursprünglichen
Zusprache
einer halben Rente mit Wirkung ab dem
1.
August 2000
zugrunde lag (
Urk.
8/35)
,
nebst einem chronischen
Panvertebralsyndrom
auch
eine Anpassungsstörun
g mit mittelschwerer ängstlich depressiver Reak
tion
, wobei
sie
im Rahmen
der psychiatrischen Befunderhebung
psychovegeta
tive
Symptome, Herzklopfen,
eine Verla
ngsamung, Schwerbesinnlichkeit und eine
Verminderung der Merkfähigkeit und Konzentration
festgestellt
hatten
(
Urk.
8/24/12
-15
). Im Weiteren wiesen die
Ärzte
der Klinik
Z._
bei
der
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ausdrücklich darauf hin, dass die festgestellten (somatischen) Defizite im Rahmen eines leistungs- und funktionsorientierten
Ergonomietrainings
zu verbessern wären. Da der Beschwerdeführer während ihrer Abklärung aber so sehr auf seine Schmerzen und Beschwerden fokussiert und dadurch behindert gewesen sei, würde eine solche Therapie mit Sicherheit scheitern (
Urk.
8/24/19).
Sodann erfolgte die Erhöhung
der halben auf eine g
anze Rente mit Wirkung per 1. November 2002
(
Urk.
8/51
)
a
ufgrund einer Verschlechterung des
psychischen Gesundheitszustands
des Beschwerdeführers
.
Dies gestützt auf das Gutachten
von
Dr.
F._
von
der
A._
vom
3.
März 2003, der dem Beschwer
deführer
damals
wegen
einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung und einer anhaltenden
mittelgradigen
ängstlichen Depression
eine 100%ige Arbeit
s
unfähigkeit attestiert hatte
(
Urk.
8/45/
4-
5
).
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers waren somit die psychiatrischen Diagnosen für die
Renten
zusprachen
durchaus kausal. Da gemäss den überzeugenden gutachterlichen Feststellungen im Zeitpunkt der Untersuchungen im
D._
keine relevante psy
chische Problematik mehr bestand (vgl. E. 3.3.1), durfte die Beschwerdegegnerin eine anspruchsrelevante Sachverhaltsänderung im Sinne ihrer Eignung, zu einer abweichenden Beurteilung des Rentenanspruches zu führen, ohne Weiteres bejahen und den Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend („allseitig“) und ohne Bindung an frühere Beurteilungen prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
3.3.
5
Was die vom Beschwerdeführer beanstandete angebliche finanzielle
Abhängig
keit des
D._
von der Beschwerdegegnerin anbelangt
(
Urk.
1 S. 6
)
,
hielt das Bundesgericht
in
Bestätigung se
iner bisherigen Rechtsprechung
fest, dass die Anzahl der beim selben Arzt in Auftrag gegebenen Gutachten sowie das daraus resultierende Honorarvolumen für sich allein g
enommen nicht zum Ausstand führt. Zudem gilt
hinsichtlich der MEDAS als Institution ohnehin, dass sich ein
Ausstandsbegehren
stets nur gegen Personen und n
icht gegen Behörden richten kann
; nur die für eine Behörde tätigen Personen, nic
ht die Behörde als solche, könn
en befangen sein
(
BGE 137 V 210 E. 1.3.3
).
Auch dieses Vorbringen
des Beschwerdeführers ist deshalb nicht stichhaltig.
3.3.
6
Die von der
E._
im Mai/Juni 2014
durchgeführte Potenz
ialabklärung
hat der Beschwerdeführer im Übrigen
vorzeitig abgebrochen. Im
Abschlussbe
richt
vom 2
4.
Juni 2014
erklärten
die
zuständigen Abklärungspersonen
dabei
, dass
er
im Rahmen der Potenz
ialabklärung
sehr selbstlimitierend
und nicht motiviert
gewesen sei.
Dies
war der
Hauptg
rund dafür
, dass die
Abklärungs
personen
zum Schluss kamen, dass
er
im ersten Arbeitsmarkt höchste
ns zu 20
%
leistungsfähig
s
ei (
Urk.
8/126).
Eine objektive Verminderung des Leis
tungsvermögens in einer angepassten Tätigkeit lässt sich daraus – bei medizi
nisch attestierter 100%iger Arbeitsfähigkeit – aber nicht ableiten, zumal der Beschwerdeführer selbst nicht geltend machte, sein Gesundheitszustand habe sich seit der Begutachtung Ende 2012 bis zur Abklärung in der
E._
im Mai/Juni 2014 verschlechtert. Vielmehr bezeichnete er ihn ausdrücklich als unverändert (
Urk.
1 S. 8 und 9).
3.4
Zusammenfassend ergibt sich, dass das Gutachten des
D._
vom 2
5.
Februar 2013 durch
die
Vorbringen des Beschwerdeführers nicht in Frage gestellt wird. Objektive Anhaltspunkte dafür, dass sich bezüglich seines (somatischen und/oder psychischen) Gesundheitszustandes seit diesem Gutachten bis zur angefochtenen Verfügung vom
6.
November 2014 eine gegebenenfalls rele
vante Verschlechterung ergeben hat, bestehen nicht (vgl. E. 3.3.2 und E. 3.3.3 sowie die Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes vom 21. August 2014, Urk. 8/133/2). Solches wurde denn vom Beschwerdeführer auch nicht behauptet. Es kann deshalb ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer
seit
Oktober 2012
in einer be
hinderungsangepassten Tätigkeit
wieder
zu
100
%
arbeitsfähig
ist.
4.
4.1
Im Weiteren ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit durch eine ihm zumutbare Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
wirtschaftlich verwerten
könnte, wenn bei ihm die erforderliche Bereitschaft und Motivation vorhanden wären.
Dies, nachdem die Beschwerdegegnerin die erforderlichen
Eingliederungsmassnah
men
nun in die Wege geleitet
,
mit Mit
teilung vom
4.
Juli 2014 jedoch abgeschlossen hatte (vgl. Sachverhalt Ziffer 1.3). Der Abschluss erfolgte dabei zu Recht, lassen die Angaben im
Abschluss
bericht
der
E._
vom 24. Juni 2014 doch auf eine – rein - subjektive Eingliederungsunfähigkeit des Beschwerdeführers schliessen (vgl. E. 2.4.5 und E. 3.3.6)
. Dieser hat denn den Abschluss der Arbeitsvermittlung auch nicht in Frage gestellt.
4.2
4.2.1
Im Zusammenhang mit der Frage, ob
eine
Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgegli
chenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist, hat
d
as
Bundesgericht
etwa einen 60-jährigen Versicherten, welcher mehrheitlich als Wirker in der Textil
industrie tätig gewesen war, als zwar nicht leicht vermittelbar erachtet. Es sah aber mit Bezug auf den hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt gleich
wohl Möglichkeiten, eine Stelle zu finden, zumal Hilfsarbeiten auf dem hypo
thetischen, ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nach
gefragt werden, und der Versicherte zwar eingeschränkt (weiterhin zumutbar waren leichte und mittelschwere Arbeiten im Gehen, Stehen und Sitzen in geschlossenen Räumen), aber immer noch im Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig war (Urteil I 376/05 vom
5.
August 2005 insbesondere E. 4.2). Bejaht hat das
Bundesgericht
auch die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit eines (ebenfalls) 60-jährigen Versicherten mit einer aufgrund verschiedener
psychischer und physischer Limitierungen (es bestanden u.a. rheumatologische und kardiale Probleme) um 30
%
eingeschränkten Leistungsfähigkeit (Urteil
I
304/06 vom 2
2.
Januar 2007 E. 4.1 und 4.2).
Schliesslich
erachtete das Bundes
gericht die Chancen eines 60 Jahre alten Versicherten, der für körperlich leichte Arbeiten, die abwechslungsweise sitzend oder stehend ausgeführt werden kön
nen, ohne
regelmässiges
Heben oder Tragen von Gewichten über
10
kg, ohne häufige Arbeiten über der Horizontalen und ohne
regelmässige
Kraftanwen
dung
des linken Arms bei voller Stundenpräsenz im Umfang von 80
%
arbeits
fähig, auf eine Anstellung für intakt (Urteil 9C_918/2008 vom 2
8.
Mai 2009 E. 4.3).
Verneint wurde die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit eines über 61-jähri
gen Versicherten, der über keine Berufsausbildung verfügte, bezüglich der aus medizinischer Sicht im Umfang von 50
%
zumutbaren feinmotorischen Tätig
keiten keinerlei Vorkenntnisse
besass
, dessen Teilarbeitsfähigkeit weiteren krankheitsbedingten Einschränkungen unterlag und dem von den Fachleuten der Berufsberatung die für einen Berufswechsel erforderliche Anpassungsfähig
keit abgesprochen wurde (Urteil I 392/02 vom 2
3.
Oktober 2003 E. 3.2 und 3.3). Als unverwer
tbar erachtet wurde auch die 50
%ige, durch verschiedene Aufla
gen zusätzlich limitierte Arbeitsfähigkeit eines knapp 64-jährigen Versicherten mit multiplen, die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Beschwerden (Urteil
I
401/01 vom
4.
April 20
02 E. 4c und d), ebenso eine 50
%ige Arbeitsfähigkeit einer 61 Jahre und einen Monat alten Versicherten, die bezüglich der für sie in Frage kommenden Tätigkeiten einer Umschulung bedurft hätte (Urteil 9C_437/2008 vom 1
9.
März 2009 E. 4 mit weiteren Hinweisen).
Auch
hat das Bundesgericht bei einem 60 Jahre alten Versicherten, welcher in seiner über
20
Jahre dauernden Tätigkeit als Hotelportier meist mittelschwere bis schwere Arbeiten ausgeführt hatte und behinderungsbedingt nur noch teils stehend, teils sitzend tätig sein kann, wobei nur noch Gewichte bis 5 kg zumutbar und ihm wegen seiner Krankheit sowohl Schichtdienste als auch das Führen von Fahr
zeugen und Maschinen nicht mehr möglich sind, erkannt, er würde mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt keinen Arbeitgeber mehr finden (Urteil 9C_918/2012 vom
1
0.
Mai 2013
E. 3.2
; vgl.
auch Urteil 8C_345/2013 vom 10.
September 2013 E. 4.3.2
).
4.2.2
Männliche Hilfsarbeiter und gelernte Arbeiter, die wegen der Behinderung ihre angestammte manuelle Tätigkeit nicht mehr ausüben können, werden in der Regel für Handlanger- und andere körperliche Tätigkeit eingestellt. Der diesen Versicherten offenstehende Arbeitsmarkt ist allerdings nicht
ausschliesslich
auf solche Tätigkeiten beschränkt. In Industrie und Gewerbe werden Arbeiten, wel
che physische Kraft erfordern, in zunehmendem Masse durch Maschinen ver
richtet, während de
n
körperlich weniger belastenden Bedienungs- und
Überwa
chungsfunktionen
eine stetig wachsende Bedeutung zukommt; auch in diesen Bereichen stehen somit männlichen Hilfsarbeitern Stellen offen, ebenso im Dienstleistungssektor (ZAK 1991 318 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts
I
251/95 vom
3.
Mai 1996; Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
3.
Auflage, Zürich
/Basel/Genf 2014, N 142 zu Art.
28a).
4.3
Der Beschwerdeführer hat in
K._
während
acht Jahren
die Grundschule besucht und daraufhin in
K._
und
ab 1979 in der Schweiz
als Hilfsar
beiter
auf dem Bau
und
als
Maler gearbeitet
.
Über eine in der Schweiz aner
kannte Berufslehre verfügt er nicht (
Urk.
8/8/1
und
Urk.
8/94/24).
Im
massge
benden
Zeitpunkt, in welchem über die Verwertbarkeit seiner verbliebenen Arbeitsfähigkeit entschieden werden konnte, das
heisst
am 2
5.
Februar 2013 (Gutachten des
D._
,
Urk.
8
/94; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3 und E. 3.4; vgl.
E.
1.4) war der im April 1956 geborene Beschwerdeführer knapp 57 Jahre alt. Seither (resp. bereits seit Oktober 2012)
sind ihm
sämtliche leichten, wechsel
belastenden körperlichen Tätigkeiten
wieder
in einem 100%-Pensum zumutbar
(
Urk.
8/84/27). Seine Deutschkenntnisse sind
allerdings
gering
,
und er
verfügt über keine PC-Kenntnisse (
Urk.
8/126/2). Hinzu kommt eine langjährige Arbeitsabstinenz.
Insbesondere k
örperlich leichte Tätigkeiten im Bereich von Bedienungs- und
Überwachungsarbeiten stehen ihm
jedoch
grundsätzlich
noch
offen. Dasselbe gilt
auch
für Kontrollarbei
ten.
Angesichts der dargelegten Grundsätze und der relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat (vgl. E. 4.2.1-2), ist die wirtschaftliche Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers – bei objektiver Betrachtung - zu bejahen.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerde
führers in wirts
chaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Aufseiten des
Valideneinkommens
ging die Beschwerdegegnerin
in der angefoch
tenen Verfügung
davon aus, dass der Beschwerdeführer als Maler (bzw. Malergehilfe) im Jahr 2014 unter Berücksichtigung der
Nominallohnent
wicklung
ein Jahreseinkommen von
Fr.
66‘182.30 erzielen könnte (
Urk.
2
S. 2
). Dies wurde vom Beschwerdeführer nicht beanstandet und gibt auch nicht Anlass zu Weiterungen.
5.3
5.3.1
Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der von ihr erzielte Verdienst als
Invali
denlohn
. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne beigezogen werden (BGE 126 V 76 E. 3b).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in
Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchs
tens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Ver
gleichseinkommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
5.3.2
Da der Beschwerdeführer nach Eintritt
des Gesundheitsschadens
keine Erwerbstä
tigkeit
mehr
aufgenommen hat, ist zur Bestimmung des
Invalidenein
kommens
von den
LSE-
Tabellenlöhnen auszugehen. Der monatliche Bruttolohn von Männern des Anforderungsniveaus 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) in allen Branchen betrug
im Jahr 2010
im privaten Sektor
Fr.
4‘
901
.-- bei 40 Ar
beitsstunden pro Woche (LSE 2010
, TA1 S. 26). Bei einer durchschnittl
ichen Wochenarbeitszeit von 41,7
Stunden für alle Branchen
im Jahr 2014
(
Bundes
amt für Statistik, Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit, Total
) und in Anpassung an die Nominallohnentwicklung (
Bundesamt für Statistik, Schwei
zerischer Lohnindex, Entwicklung der Nominallöhne,
Männer, Total
)
führt dies zu e
inem
hypothetischen
Jahresverdienst
2014
von Fr.
63‘359
.80
(
Fr.
4‘901.-- : 40 x 41,7
x
12 x 1,01 x 1,008 x 1,008 x 1,007)
.
5.4
Ob
mit der Beschwerdegegnerin
ein 20%iger
Leidensabzug
zu gewähren
(
Urk.
2 S. 2
)
oder
allenfalls
der maximal zulässige Abzug von 25 % zu berücksichtigen ist, kann
unter diesen Umständen
offen bleiben.
Denn selbst
bei Berücksichti
gung eines Leidensabzugs von 25 %
würde
ein Invalideneinkommen von Fr.
47‘519.85 (Fr. 63‘359.80
x 0,75), eine
Erwerbseinbusse
von
Fr.
18‘662.45
(
Fr.
66‘182.30 –
Fr.
47‘519.85
) und somit
schliesslich
ein
nicht mehr
rentenbe
gründender
Invaliditätsgrad
von
gerundet
28
%
(Fr.
18‘662.45 :
Fr.
66‘182.30)
resultieren (vgl. E. 1.5).
6.
Die angefochtene Verfügung
vom
6.
November 2014
, mit der die
Rente des
Beschwerdeführers
per Ende Dezember 2014
aufgehoben wurde
(
Urk.
2)
, erweist
sich damit als rechtens.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.