Decision ID: 1bada03d-648d-50f1-aaac-98ee12aaed02
Year: 2005
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
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A./ Am 21. Dezember 1999 heirateten D.H., geboren am 13. März 1977, von Serbien
und Montenegro, und T. M., geboren am 30. September 1977, von Serbien und
Montenegro, in ihrem Herkunftsland.
T. H.-M. verfügt über eine Niederlassungsbewilligung und ist im Kanton St. Gallen
wohnhaft. Am 4. April 2000 reiste D.H. im Rahmen des Familiennachzugs zu seiner
Ehefrau in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung.
Am 3. Juni 2003 kam R. H., die Tochter von T. H.-M. und D.H., zur Welt. R. erhielt wie
ihre Mutter eine Niederlassungsbewilligung.
Am 24. Oktober 2003 trennten sich D.H. und T. H.-M.. Mit Entscheid vom 15. März
2004 regelte der Gerichtspräsident des Kreisgerichts Werdenberg-Sargans das
Getrenntleben der Ehegatten. Die gemeinsame Tochter R. wurde unter die Obhut von
T. H.-M. gestellt. D.H. wurde ein wöchentliches Besuchsrecht von drei Stunden
eingeräumt. Zudem wurde er verpflichtet, monatlich Fr. 500.-- zuzüglich einer allfälligen
Kinderzulage an den Unterhalt von R. zu bezahlen.
Mit Verfügung vom 7. Mai 2004 verweigerte das Ausländeramt D.H. die Verlängerung
der Aufenthaltsbewilligung und wies ihn an, die Schweiz bis zum 30. Juni 2004 zu
verlassen.
B./ Mit Eingaben vom 24. Mai und 15. Juli 2004 erhob D.H. Rekurs beim Justiz- und
Polizeidepartement. Er beantragte, die Verfügung des Ausländeramtes sei aufzuheben
und seine Jahresaufenthaltsbewilligung zu verlängern. Das Justiz- und
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Polizeidepartement wies den Rekurs am 29. September 2004 ab. Der Entscheid wurde
im wesentlichen damit begründet, D.H. habe keinen Anspruch mehr auf die Erteilung
einer Aufenthaltsbewilligung, nachdem sich die Ehegatten getrennt hätten. Seinen
Ansprüchen werde Genüge getan, wenn er sein Besuchsrecht im Rahmen von
Kurzaufenthalten vom Ausland her ausüben könne. Er verfüge zudem nach nur kurzem
Aufenthalt weder in persönlicher noch in wirtschaftlicher Hinsicht über eine starke
Beziehung zur Schweiz. Das öffentliche Interesse an der Nichtverlängerung seiner
Aufenthaltsbewilligung überwiege deshalb sein Interesse am Verbleib in der Schweiz.
C./ Mit Eingaben seines Rechtsvertreters vom 15. Oktober und 22. November 2004
erhob D.H. gegen den Entscheid des Justiz- und Polizeidepartementes Beschwerde
beim Verwaltungsgericht. Er beantragt, der Rekursentscheid sei aufzuheben und die
Jahresaufenthaltsbewilligung zu verlängern, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
Zur Begründung führt er an, die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung verletze
seine Ansprüche aus Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Konvention zum Schutz der
Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, abgekürzt EMRK) und aus Art. 9 und
Art. 10 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes (SR 0.107, abgekürzt
Kinderrechtekonvention). Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung
verunmögliche es ihm, zu seiner Tochter eine Beziehung aufzubauen, und es sei
darüber hinaus stossend, wenn der aufenthaltsberechtigte Ehegatte es in der Hand
habe, darüber zu bestimmen, ob der nachgezogene Ehegatte in der Schweiz bleiben
könne oder diese verlassen müsse. Die Rekursinstanz habe im übrigen nicht
berücksichtigt, dass die Schweiz ein wirtschaftliches Interesse an seinem Verbleib
habe, da er nur so in der Lage sei, die Unterhaltsbeiträge an seine Tochter zu bezahlen.
Auf die weiteren Vorbringen wird, soweit wesentlich, in den folgenden Erwägungen
eingegangen.
Zudem stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung,
das vom Präsidenten des Verwaltungsgerichts mit Verfügung vom 19. Oktober 2004
abgewiesen wurde.
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In seiner Stellungnahme vom 9. Dezember 2004 beantragte das Justiz- und
Polizeidepartement unter Hinweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides
die Abweisung der Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeschrift vom 15. Oktober 2004 und
deren Ergänzung vom 22. November 2004 erfüllen zeitlich, formal und inhaltlich die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten.
2./ Gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) entscheidet die Behörde im Rahmen der
gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland nach freiem Ermessen
über die Bewilligung von Aufenthalt oder Niederlassung.
a) Ein Ausländer hat nach Art. 4 ANAG grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Eine Ausnahme besteht unter anderem dann,
wenn er mit einer Niedergelassenen verheiratet ist. Der Ehegatte einer
niedergelassenen Ausländerin hat nach Art. 17 Abs. 2 ANAG Anspruch auf Erteilung
und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, solange die Ehegatten zusammen
wohnen.
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Nachdem sich die Ehegatten am 24. Oktober 2003 getrennt haben, hat der
Beschwerdeführer keinen auf Art. 17 Abs. 2 ANAG beruhenden Anspruch auf Erteilung
einer Aufenthaltsbewilligung mehr.
b) Der Beschwerdeführer macht geltend, die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung
verletze seine Ansprüche aus Art. 8 Ziff. 1 EMRK.
aa) Gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK hat jedermann Anspruch auf Achtung seines Privat-
und Familienlebens. Der Schutz erstreckt sich auf die Beziehung zum Ehegatten und zu
den minderjährigen Kindern (BGE 120 Ib 8; BGE 122 II 292). Das Konventionsrecht
gewährt zwar kein Recht auf Anwesenheit in einem Staat, doch kann Art. 8 EMRK
durch die Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung verletzt werden, wenn
dadurch eine Familie getrennt wird. Der Schutz des Familienlebens kann indessen nur
dann angerufen werden, wenn die Beziehung auch tatsächlich gelebt wird (BGE 109 Ib
186; Spescha/Streuli, Ausländerrecht, Zürich 2001, S. 285). Da der Beschwerdeführer
von seiner Ehefrau getrennt lebt, kann er aus der Beziehung zu ihr keine Ansprüche aus
Art. 8 Ziff. 1 EMRK herleiten. Im Verhältnis zwischen Vater und leiblichen Kindern
dagegen ist ein eigentliches Zusammenleben für die Begründung eines Anspruches
gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK nicht erforderlich. Vielmehr wird ein Familienleben bereits
dann angenommen, wenn ein regelmässiger Kontakt besteht (BGE 120 Ib 3; 119 Ib 84;
VerwGE vom 16. März 2004 i.S. A.L.).
Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das in Ziff. 1 geschützte Rechtsgut auf
Achtung des Privat- und Familienlebens unter gewissen Voraussetzungen statthaft. Ein
Eingriff ist dann zulässig, wenn er gesetzlich vorgesehen und in einer demokratischen
Gesellschaft notwendig ist für die nationale oder öffentliche Sicherheit, für das
wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung
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von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der
Rechte und Freiheiten anderer. Die EMRK verlangt somit ein Abwägen der sich
gegenüberstehenden privaten Interessen an der Bewilligungserteilung und dem
öffentlichen Interesse an deren Verweigerung, wobei die öffentlichen Interessen an der
Verweigerung in dem Sinn überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig
erweist (BGE 122 II 6 mit Hinweis). Bei der Abwägung der sich gegenüberstehenden
privaten und öffentlichen Interessen sind die gesamten persönlichen Verhältnisse des
Ausländers zu würdigen, namentlich die Dauer des Aufenthalts, die Integration in der
Schweiz, die verbleibende Beziehung zum Heimatstaat sowie strafrechtlich oder
fremdenpolizeilich verpöntes Verhalten (vgl. Haefliger/Schürmann, Die Europäische
Menschenrechtskonvention und die Schweiz, 2. Aufl., Bern 1999, S. 263; VerwGE vom
23. Januar 2004 i.S. A.G. mit Hinweis auf VerwGE vom 22. Januar 2002 i.S. N.O.).
bb) Es besteht ein öffentliches Interesse, dass Ausländer, bei denen nach kurzem
Aufenthalt in der Schweiz die familiären Voraussetzungen für die Erteilung der
Aufenthaltsbewilligung wegfallen, die Schweiz wieder verlassen (VerwGE vom 22.
Januar 2002 i.S. N.O. und vom 16. März 2004 i.S. H.J.). Die Schweiz verfolgt in Bezug
auf Niederlassung und Aufenthalt von Ausländern eine restriktive Politik, dies
namentlich im Interesse eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen schweizerischer
und ausländischer Wohnbevölkerung, der Schaffung günstiger Rahmenbedingungen
für die Eingliederung der in der Schweiz ansässigen Ausländer und der Verbesserung
der Arbeitsmarktstruktur sowie einer möglichst ausgeglichenen Beschäftigung (vgl. Art.
16 ANAG sowie Art. 1 der Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer, SR
823.21). Diese gesetzgeberischen Ziele sind im Lichte von Art. 8 Ziff. 2 EMRK legitim
(vgl. BGE 120 Ib 4; BGE 120 Ib 24 f.).
cc) Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau haben sich am 24. Oktober 2003
getrennt. Die gemeinsame Tochter steht unter der Obhut der Mutter; der
Beschwerdeführer verfügt über ein wöchentliches Besuchsrecht von drei Stunden. Seit
der Trennung leben der Beschwerdeführer und dessen Tochter nicht mehr in einer
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häuslichen Gemeinschaft. Unter diesen Umständen entwickelt sich die Beziehung
zwischen Vater und Tochter nicht gleichermassen intensiv wie bei einem ständigen
Zusammenleben. Das wöchentliche Besuchsrecht wird zudem offenbar nicht
regelmässig ausgeübt. Aus einem Schreiben des Rechtsvertreters des
Beschwerdeführers vom 25. Juni 2004 an den Rechtsvertreter der Mutter geht hervor,
dass sich der Beschwerdeführer und seine Tochter während Monaten nicht gesehen
haben. Wenn, wie der Beschwerdeführer behauptet, die Mutter tatsächlich die
wöchentlichen Besuche zu hintertreiben versucht, so hat der Beschwerdeführer
seinerseits nicht dargelegt, dass er in dieser Zeit irgendwelche Anstrengungen
unternommen hätte, um sein Besuchsrecht durchzusetzen. Unter diesen Umständen
ist jedenfalls nicht von einer aussergewöhnlich intensiven affektiven Bindung zwischen
dem Beschwerdeführer und seiner Tochter auszugehen. Auch aus deren Sicht stellt der
Wegzug des Beschwerdeführers deshalb keine ins Gewicht fallende Gefährdung ihrer
psychischen Entwicklung dar.
dd) Im weiteren ist der Beschwerdeführer seinen finanziellen Verpflichtungen
gegenüber seiner Tochter (Fr. 500.-- monatlich zuzügl. einer allfälligen Kinderzulage)
zwischen November 2003 und März 2004 nur mangelhaft nachgekommen. So bezahlte
er erstmals am 16. Februar 2004 einen Betrag von Fr. 1'000.--, am 22. März 2004 einen
solchen von Fr. 500.-- und schliesslich am 26. März 2004 einen Restbetrag von Fr.
1'550.--. Dies legt den Schluss nahe, dass der Beschwerdeführer erst unter dem Druck
des vorliegenden Verfahrens seine Verpflichtungen erfüllt hat. Unter diesen Umständen
ist nicht von einer besonders engen und zuverlässigen wirtschaftlichen Bindung
zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Tochter auszugehen. Ohnehin fallen
private finanzielle Verpflichtungen bei der Interessenabwägung nicht entscheidend ins
Gewicht.
ee) Zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Tochter besteht damit weder in
affektiver noch in wirtschaftlicher Hinsicht eine besonders enge Beziehung, die im Falle
einer Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung praktisch nicht aufrechterhalten
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werden könnte. Unter den gegebenen Umständen ist es nicht unabdingbar, dass der
Beschwerdeführer im gleichen Land lebt wie seine Tochter und hier über eine
Aufenthaltsbewilligung verfügt. Den Anforderungen von Art. 8 EMRK ist im
vorliegenden Fall bereits Genüge getan, wenn der Beschwerdeführer das Besuchsrecht
im Rahmen von Kurzaufenthalten ausüben kann, wobei allenfalls dessen Modalitäten
entsprechend auszugestalten sind (vgl. BGE 2A.10/2001 vom 11. Mai 2001 E. 2b mit
Hinweisen und BGE 2A.563/2002 vom 23. Mai 2003 mit Hinweisen).
c) Im weiteren beruft sich der Beschwerdeführer auf Art. 9 und 10 der
Kinderrechtekonvention. Aus Art. 9 und 10 des Abkommens vermögen aber weder ein
Kind noch dessen El-tern einen Anspruch auf Familienzu-sammenführung abzuleiten.
Das Recht der Staaten, ihre Einwanderungsgesetze selbst auszugestalten, wird durch
diese Bestimmungen nicht beeinträchtigt (BGE 124 II 367). Die fraglichen Normen sind
lediglich zur Untermauerung des nach Art. 8 EMRK potentiell bestehenden
Aufenthaltsanspruchs heranzuziehen und im Rahmen der Interessenabwägung zu
berücksichtigen (VerwGE vom 16. März 2004 i.S. A.L.), wie dies vorliegend (Erw. 2 b cc
- ee) gemacht wurde.
d) Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer keinen
Rechtsanspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung geltend machen kann.
Die Vorinstanz hatte ihren Entscheid deshalb nach freiem Ermessen zu treffen (Art. 4
ANAG).
Massgebliche Gesichtspunkte für diesen Ermessensentscheid ergeben sich aus den
Weisungen des Bundesamts für Migration vom Februar 2003. Nach Ziff. 654 dieser
Weisungen kann die Aufenthaltsbewilligung des Ehegatten eines Ausländers nach
Auflösung der ehelichen Gemeinschaft verlängert werden, namentlich um Härtefälle zu
vermeiden. Massgebend sind die Dauer der Anwesenheit, die persönlichen
Beziehungen zur Schweiz, insbesondere wenn Kinder vorhanden sind, die berufliche
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Situation, die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage, das persönliche Verhalten und der
Integrationsgrad. Zu berücksichtigen sind sodann die Umstände, die zur Auflösung der
ehelichen Gemeinschaft geführt haben.
aa) Im Rahmen ihres Ermessensentscheides führte die Vorinstanz aus, der
Beschwerdeführer sei erst im Alter von 23 Jahren in die Schweiz gereist. Er befinde
sich noch nicht lange in der Schweiz. Er habe seine Kinder- und Jugendzeit in seinem
Heimatland verbracht, wo er auch noch nahe Verwandte (Eltern/Geschwister) habe. Der
Beschwerdeführer habe eine Arbeitsstelle bei der Rieter AG als Produktionsmitarbeiter.
Er übe damit eine nicht besonders qualifizierte Tätigkeit aus. Deshalb sprächen auch
keine arbeitsmarktlichen Argumente für einen Verbleib in der Schweiz. Im weiteren
erwog die Vorinstanz, die vage Hoffnung des Beschwerdeführers, seine Ehe
weiterführen zu können, begründe keine besondere Nähe zur Schweiz. Auch die
Tatsache, dass der Beschwerdeführer im Falle der Rückkehr in sein Heimatland
möglicherweise nicht mehr in der Lage sein werde, die Unterhaltsbeiträge an seine
Tochter zu bezahlen, führe nicht dazu, dass das private Interesse am Verbleib das
öffentliche Interesse an seiner Ausreise überwiege. Zusammenfassend hielt die
Vorinstanz fest, dass die privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der
Schweiz die fremdenpolizeilichen Interessen an der Nichtverlängerung seiner
Aufenthaltsbewilligung nicht überwiegen.
bb) Die Vorinstanz liess sich in ihrer Ermessensausübung von sachlichen Argumenten
leiten. Sie berücksichtigte dabei alle wesentlichen Elemente. Der Beschwerdeführer
weilt seit knapp fünf Jahren in der Schweiz, seine Ehe wurde nach einer Dauer von
knapp vier Jahren getrennt. Weder in persönlicher noch in arbeitsmarktlicher
Beziehung bestehen besondere Gründe, welche eine Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung rechtfertigen. Im vorliegenden Fall liegt deshalb weder eine
Ermessensüberschreitung noch ein Ermessensmissbrauch durch die Vorinstanz vor.
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cc) Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, seine Ehegattin versuche den Kontakt
zwischen ihm und seiner Tochter mit allen Mitteln zu hintertreiben. Werde seine
Bewilligung nicht verlängert, so sei es ihm erst recht unmöglich, seine Tochter zu
sehen.
Wie es sich damit verhält, kann offen bleiben. Wie vorne erwähnt, hat der
Beschwerdeführer nicht dargetan, Vorkehrungen zur Durchsetzung seines
Besuchsrechts unternommen zu haben. Im übrigen widerspricht die Trennung eines
Vaters von seinem Kind, das unter der ausschliesslichen Obhut der Mutter steht, den
Grundsätzen der EMRK und der Kinderrechtekonvention nicht. Die Beziehung des
Beschwerdeführers zu seiner Tochter ist zwar bei der Interessenabwägung zu
berücksichtigen, sie besitzt jedoch gegenüber den anderen Aspekten kein
ausschlaggebendes Gewicht. Die Vorinstanz hat in diesem Zusammenhang zu Recht
festgestellt, dass die Beziehung eines Vaters zu seinem in der Schweiz wohnhaften
Kind vom Kosovo aus in angemessenem Rahmen aufrechterhalten werden kann.
Reisen zwischen der Schweiz und Kosovo sind heute ohne wesentliche Probleme
möglich. Allfällige Verweigerungen eines Visums sind in den dazu vorgesehenen
Verfahren zu beurteilen und nicht im Zusammenhang mit der Nichtverlängerung einer
Aufenthaltsbewilligung.
Im weiteren weist der Beschwerdeführer darauf hin, dass es stossend sei, wenn es der
aufenthaltsberechtigte Ehegatte in der Hand habe, willkürlich über Verbleib oder
Ausweisung des anderen Ehegatten zu entscheiden.
Gemäss Ziff. 654 der Weisungen des Bundesamtes für Migration sind die Gründe, die
zur Auflösung der ehelichen Gemeinschaft geführt haben, im Entscheid über die
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu berücksichtigen; insbesondere wenn eine
Fortführung der ehelichen Beziehung nicht länger zugemutet werden kann, ist dies
beim Entscheid besonders in Rechnung zu stellen. Härtefälle sind zu vermeiden (Ziff.
654 der Weisungen). Eine solche Härtefall-Situation liegt hier nicht vor, auch wenn der
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Beschwerdeführer behauptet, seine Ehegattin stehe unter dem Einfluss ihres Vaters.
Ob dies zutrifft, ist indes nicht ausschlaggebend.
e) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde als unbegründet abzuweisen
ist.
3./ Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr.
2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Sie ist mit
dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).