Decision ID: e0daf929-9ba9-5d0c-a3ba-0696bd147fd6
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Das vom Kanton Bern getragene Burgerliche Jugendwohnheim Schosshalde in Bern (BJW) ist seit 1998 vom Bundesamt für Justiz (BJ) als beitragsberechtigte Erziehungseinrichtung anerkannt (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 5. Oktober 1984 über die Leistungen des Bundes für den Straf- und Massnahmenvollzug [LSMG, SR 341] i.V.m. Art. 1 Abs. 2 der Verordnung vom 21. November 2007 über die  des Bundes für den Straf- und Massnahmenvollzug [LSMV, SR 341.1]). Es verfügt über fünf Wohngruppen mit durchschnittlich sieben Plätzen. Das Angebot für die ursprünglich anerkannte Wohngruppe Estrella wurde per Ende 2006 eingestellt. Stattdessen wurde – mit anderem Angebot und zunächst als Projekt – die Wohngruppe familink gegründet. Hierfür stellte die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF) am 14. April 2008 ein Gesuch um Anerkennung, welches die kantonale Verbindungsstelle (Art. 26 LSMV), das der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern unterstellte Amt für  und Betreuung, am 21. April 2008 an das BJ weiterleitete.
B. Am 12. August bzw. 6. Oktober 2008 trafen das BJ und der Kanton Bern eine Leistungsvereinbarung für die Jahre 2008 – 2010, die den 16 beitragsberechtigten Erziehungseinrichtungen des Kantons  und pro Jahr Betriebsbeiträge in Höhe von 8'011'292 Franken (für 3 Jahre: 24'033'876 Franken) zusicherte. Dabei sollte auf das BJW mit seinen fünf Wohngruppen eine Jahrespauschale von 652'008 Franken entfallen. Die Zusicherung erfolgte unter dem Vorbehalt von Anpassungen infolge allfälliger Änderungen des , des Leistungsangebots oder der anerkannten Aufenthaltstage (Ziffer 6.4 der Leistungsvereinbarung).
C. Am 25. November 2008 übersandte das BJ der kantonalen  den Entwurf einer Verfügung, welche die Auszahlung von Betriebskostenbeiträgen für 2008 von insgesamt 7'707'697  in Aussicht stellte. Dabei entsprach der für das BJW vorgesehene Beitrag von 652'008 Franken zwar der in der Leistungsvereinbarung genannten Pauschale (vgl. Anhang 15 des Verfügungsentwurfs), das BJ wies aber im Verfügungsentwurf gleichzeitig darauf hin, dass der auf die dortige und bisher noch nicht anerkannte Wohngruppe familink
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entfallende Anteil nur provisorisch berechnet worden sei und eine entsprechende Rückforderung daher vorbehalten bleibe.
D. Die kantonale Verbindungsstelle teilte dem BJ mit Schreiben vom 12. Dezember 2008 mit, dass es mit der im Entwurf vorgelegten Bei - tragsberechnung einverstanden sei und bat um Überweisung an die Zahladresse der GEF.
E. Per E-Mail vom 16. Dezember 2008 wies das BJ die kantonale Verbindungsstelle darauf hin, dass sich der Bundesbeitrag an die  2008 – entgegen der vorherigen Ankündigung – um 126'284 Franken reduzieren werde, dies, weil beim BJW das Angebot für die Wohngruppe Estrella entfallen sei. Ein abgeänderter  wurde dieser Mail beigefügt (vgl. Beilage 4 der ). Gleichzeitig stellte das BJ in Aussicht, dass im Falle einer Anerkennung des Angebots familink nachträglich Beiträge ausgerichtet würden. Am gleichen Tage teilte das der GEF zugehörige – und für die Auszahlung an die einzelnen Erziehungseinrichtungen zuständige – Alters- und Behindertenamt (ALBA) dem BJ per E-Mail mit, es habe gegen die Änderung der angekündigten Verfügung keine Einwände, vorausgesetzt, zu der vom BJ ins Auge gefassten Nichtanerkennung von familink werde vorgängig das rechtliche Gehör gewährt.
F. Entsprechend der am Vortage angekündigten Beitragskürzung erliess das BJ am 17. Dezember 2008 eine Verfügung, in welchem dem  Bern für seine Erziehungseinrichtungen ein Bundesbeitrag von  7'581'413 Franken zugesprochen wurde. In seinen  führte das BJ aus, die Berechnung des Bundesbeitrags stütze sich auf das vom Kanton Bern am 28. April 2008 eingereichte . Die dortigen Angaben hätten zu einer Kürzung des zugesicherten Bundesbeitrags geführt. Die Details seien auf den  für die Erziehungseinrichtungen ersichtlich.
G. Gegen diese Verfügung erhob der Kanton Bern am 30. Januar 2009 Beschwerde. Er beantragt, die Verfügung des BJ sei insoweit , als sie die Kürzung des Bundesbeitrags für das BJW um 126'284 Franken betreffe, und es sei ihm ein Bundesbeitrag von 7'707'697 Franken zuzusprechen.
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G.a Der beschwerdeführende Kanton macht geltend, die  Verfügung sei unter Verletzung des rechtlichen Gehörs erlassen worden, dies, weil sie keine nachvollziehbare Begründung für die  Beitragskürzung enthalte, sondern insoweit lediglich auf das  Datenerhebungsformular und auf die Zahlungsmeldungen für die einzelnen Erziehungseinrichtungen verweise. Aus der  für das BJW könne lediglich indirekt geschlossen , dass die Kürzung vorgenommen worden sei, weil nur noch vier statt fünf Wohngruppen des BJW als beitragsberechtigt betrachtet worden seien. Ein schlüssige Begründung ergebe sich auch nicht aus der per E-Mail erfolgten Orientierung des BJ vom 16. Dezember 2008, die auf den Wegfall des Angebots für die Wohngruppe Estrella und die noch nicht erfolgte Anerkennung für das Angebot familink verwiesen habe.
G.b In materieller Hinsicht stellt sich der Kanton auf den Standpunkt, die in der Leistungsvereinbarung zugesicherte Beitragspauschale für das BJW sei vollumfänglich geschuldet, weil man laut Anhang dieser Vereinbarung von einem dortigen Angebot von fünf Wohngruppen  sei. Dieses Angebot sei unverändert geblieben. Das BJ habe seinerzeit auch Kenntnis davon gehabt, dass das Angebot der Wohngruppe Estrella modifiziert und als Angebot familink  worden sei. Das BJ habe auch nicht erwogen, die  für das BJW anzupassen oder zu widerrufen, obwohl LSMV und Leistungsvereinbarung unter bestimmten Voraussetzungen ein derartiges Vorgehen ermöglichten. Sollte trotz alledem die Kürzung der Bundesbeitrags zulässig sein, so hätte sie jedoch gemäss Art. 10 Abs. 3 LSMV frühestens auf den 1. Januar des darauffolgenden  erfolgen dürfen.
H. In ihrer Vernehmlassung vom 9. März 2009 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde.
H.a Sie räumt ein, dass die Kürzung des auf das BJW entfallenden Betriebsbeitrags nur knapp und schematisch begründet worden sei, was daran liege, dass die angefochtene Verfügung in den Bereich der sogenannten Massenverwaltung falle. Dass – verbunden mit einer Beitragskürzung – nur vier statt bisher fünf Wohngruppen des BJW anerkannt worden seien, ergebe sich im Wesentlichen aus Anhang Nr. 15 der Verfügung. Ausserdem sei dieser Streitpunkt im gesamten
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vorangegangenen Schriftwechsel deutlich geworden, weshalb die knappe Begründung der Verfügung ausreichend und nachvollziehbar sei.
H.b Weiter führt die Vorinstanz aus, die vorgenommene  sei auch gerechtfertigt, da das Leistungsangebot des BJW  worden sei. Dessen Wohngruppe familink habe als neues  das Angebot für die Ende 2006 aufgelöste Wohngruppe Estrella abgelöst. Das BJ habe das neue Angebot zunächst in die  mit aufgenommen, weil es davon ausgegangen sei, dass dieses Angebot ebenfalls den Vorgaben für eine beitragsberechtigte Wohngruppe entsprechen würde. Diese Einschätzung habe sich nach Überprüfung der Konzepte aber nicht mehr bestätigt. Die  des BJ könne nicht beanstandet werden, gehe doch aus Ziffer 6.4 der Leistungsvereinbarung ausdrücklich hervor, dass infolge einer Änderung des Leistungsangebots eine Anpassung des zugesicherten Betrages erfolgen dürfe. Eine solche Anpassung erfolge jährlich im Rahmen der Schlusszahlungsverfügung und erfordere daher nicht zwingend eine Ergänzung bzw. Änderung der Leistungsvereinbarung im Sinne von Art. 10 Abs. 3 LSMV. Im vorliegenden  gehe es allein um einen Leistungsabbau, sprich  von fünf auf lediglich vier beitragsberechtigte Wohngruppen, nicht aber um die Anerkennung des BJW als Erziehungseinrichtung. Ein Verfahren mit dem Ziel, diese Anerkennung zu widerrufen, sei vom BJ niemals in Auge gefasst worden.
I. Mit Verfügung vom 23. März 2009 hat das BJ das von der GEF im April 2008 gestellte Gesuch um Anerkennung der Wohngruppe familink abgelehnt.
J. In seiner auf die Vernehmlassung vom 9. März 2009 folgenden Replik vom 29. April 2009 betont der Beschwerdeführer nochmals, die  Beitragskürzung sei ungenügend begründet worden. Immerhin habe die Vorinstanz am 12. Dezember 2008 mit der Übersendung des  die ungekürzte Ausrichtung des Betriebsbeitrags für das BJW in Aussicht gestellt; der nachträgliche Mailwechsel mit der Ankündigung der Beitragskürzung habe lediglich Verwirrung gestiftet. Was das umstrittene Leistungsangebot des BJW betreffe, so sei  noch davon auszugehen, dass sich dieses Angebot, das fünf
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Wohngruppen umfasst habe, nicht geändert habe. Lediglich das  für eine Wohngruppe – früher Estrella, heute familink – habe . Schliesslich sei auch das BJ von der Beibehaltung des  ausgegangen, hätte es doch andernfalls im Sinne von Art. 7 Abs. 2 LSMV aufgrund einer wesentlichen Änderung der  die Anerkennungsverfügung für das BJW anpassen müssen.
K. Der weitere Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den  Berücksichtigung finden.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden  Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von einer in Art. 33 VGG genannten Behörde erlassen wurden. Darunter fallen u.a. Verfügungen des BJ, welche die Ausrichtung von  gemäss Art. 1 Abs. 1 LSMG betreffen.
1.2 Sofern das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt, richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem VwVG (Art. 37 VGG).
1.3 Der Kanton Bern ist Träger der Erziehungseinrichtungen, die das BJ im Kantonsgebiet als beitragsberechtigt anerkannt hat; er ist daher gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Beschwerde legitimiert. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist – soweit es um die Auszahlung des gekürzten Bundesbeitrages für das BJW in Höhe von 126'284 Franken geht – einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).
2. Art. 5 ff. LSMG regeln die Ausrichtung von Betriebsbeiträgen an  erzieherische Aufwendungen öffentlicher und privater  Einrichtungen durch den Bund. Die beitragsberechtigten Kosten und die Bemessungsgrundsätze für die Beiträge werden durch den Bundesrat bestimmt (Art. 7 Abs. 2 LSMG). Dieser bestimmt auch die Rahmenbedingungen für den Fall, dass zwischen dem BJ und der
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zuständigen kantonalen Behörde im Rahmen einer  eine Pauschalabgeltung zu Gunsten der beitragsberechtigten Erziehungsheime vereinbart wird (Art. 7 Abs. 3 LSMG i.V.m. Art. 9 und Art. 10 LSMV).
3. Eine derartige Leistungsvereinbarung wurde am 12. August bzw. 6. Oktober 2008 zwischen dem Bund und dem Kanton Bern für die Jahre 2008 – 2010 getroffen. Letzterer vertritt in der vorliegenden Beschwerde die Auffassung, die in der Leistungsvereinbarung unter Ziffer 6.4 ausgewiesene Einzelpauschale für das BJW hätte für das Beitragsjahr 2008 keine Kürzung erfahren dürfen. Er hält die angefochtene Verfügung für ungenügend begründet und rügt insoweit eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, zumal die ursprünglich in Aussicht gestellte Verfügung die ungekürzte Ausrichtung des  für das BJW vorgesehen habe. Die Beitragskürzung sei aber auch deshalb nicht zulässig, weil das Angebot von fünf  Wohngruppen des BJW konstant geblieben sei.
4. Der Anspruch auf rechtliches Gehör, wie ihn Lehre und  aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) ableiten und wie er sich für das Bundesverwaltungsverfahren aus den Art. 29 ff. VwVG ergibt, umfasst eine Anzahl verschiedener verfassungsrechtlicher Verfahrensgarantien, worunter u.a. auch das Recht auf vorgängige Äusserung und Anhörung (vgl. Art. 30 Abs. 1 VwVG) fällt, das für die Prozessparteien regelmässig im Vordergrund steht und den  einen Einfluss auf die Ermittlung des wesentlichen  sichert. Ihnen kommt der Anspruch zu, sich hierzu vorgängig zu äussern und von der betreffenden Behörde alle dazu notwendigen Informationen zu erhalten (vgl. BVGE 2009/35 E. 6.4.1 S. 477 f. mit Hinweisen). Zum rechtlichen Gehör zählt auch das Recht auf  des Entscheids, da nur eine angemessene und hinreichende Begründung dem Betroffenen ermöglicht, die Rechtmässigkeit der  zu überprüfen und die Chancen einer Anfechtung zu . Die erforderliche Begründungsdichte richtet sich nach der Komplexität des Sachverhalts und der sich ergebenden Rechtsfragen, u.a. aber auch nach der Intensität des durch die Verfügung  rechtlichen Eingriffs. Handelt es sich um Massenverfügungen, so können die Anforderungen an die Begründung aus Gründen der
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Praktikabilität und Speditivität herabgesetzt werden, beispielsweise durch die Verwendung von Mustertexten oder Textbausteinen. Den Umständen des Einzelfalls muss dabei aber noch genügend Rechnung getragen werden können (vgl. BERNARD WALDMANN/JÜRG BICKEL, in /Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, Zürich 2009, N 103 zu Art. 29).
4.1 Im vorliegenden Fall könnten sich bezüglich des rechtlichen  deshalb Bedenken einstellen, weil die angefochtene Verfügung inhaltlich von derjenigen abweicht, welche die Vorinstanz der  Verbindungsstelle am 25. November 2008 im Entwurf  und welche nur als solche deren Zustimmung fand. Zu der von der Vorinstanz nachträglich durch E-Mail vom 16. Dezember 2008  Beitragsreduzierung – verbunden mit der Übersendung eines abgeänderten Verfügungsentwurfs – äusserte sich die kantonale Verbindungsstelle nicht mehr explizit; wohl aber erklärte sich das für den Zahlungsverkehr mit den Erziehungseinrichtungen zuständige ALBA noch am gleichen Tage mit dieser Änderung grundsätzlich . Hierüber wurde gleichzeitig auch die kantonale , das Amt für Freiheitsentzug und Betreuung, in Kenntnis gesetzt (vgl. Beilage 5 der Vernehmlassung). Welches der beiden Ämter sich zum Erlass der bevorstehenden Verfügung hätte äussern dürfen, betriff jedoch Interna der kantonalen Verwaltung. Festzustellen ist, dass die Vorinstanz dem beschwerdeführenden Kanton – in  Vorgehensweise gemäss Art. 26 LSMV – Gelegenheit gegeben hat, zum abschliessenden Entwurf der Verfügung Stellung zu nehmen und dass der Kanton hiervon Gebrauch gemacht hat. Dass sich dies  kurzer Zeit und auf elektronischem Weg abspielte, stellt die Gewährung rechtlichen Gehörs nicht in Frage, waren doch – wie sich aus dem Akteninhalt ergibt – beide Beteiligten einvernehmlich daran interessiert, das Verfahren und damit die Auszahlung der  zu beschleunigen.
4.2 Vor dem Hintergrund, dass gegen den Verfügungsentwurf keine Einwände erhoben wurden, erstaunt das Vorbringen des  Kantons, welcher der Vorinstanz eine mangelhafte  der Verfügung vorwirft. Das offensichtlich aus  Gründen einvernehmliche Bemühen um baldigen Erlass der Verfügung lässt aber nicht zwangsläufig auf die Akzeptanz des  schliessen. Dennoch kann bei der Beurteilung der Frage nach der hinreichenden Begründung der Verfügung mitberücksichtigt
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werden, ob und inwieweit die am vorinstanzlichen Verfahren beteiligten kantonalen Behörden die Tragweite der in Aussicht stehenden  abzuschätzen vermochten.
4.2.1 Die Verfügung vom 17. Dezember 2008 spricht dem Kanton Bern einen Betriebskostenbeitrag an seine Erziehungseinrichtungen in  von 7'581'413 Franken zu und verweist auf die detaillierten  in den Anhängen 2-16 (Zahlungsmeldungen für die  Erziehungseinrichtungen), die als integrierender Bestandteil der Verfügung bezeichnet werden. Die Erwägungen der Verfügung selbst erläutern nicht, für welche Erziehungseinrichtung und aus welchen Gründen eine Beitragskürzung vorgenommen wurde. Derartige  finden sich auch nicht im Anhang 15, der Zahlungsmeldung für das BJW. Ausgehend von einem Bestand von vier Wohngruppen führt die dortige Berechnung zu einem Betriebsbeitrag von 525'724 , 126'284 Franken weniger, als in der entsprechenden  des ursprünglichen Verfügungsentwurfs – und in der laut Leistungsvereinbarung festgelegten Pauschale – vorgesehen waren.
4.2.2 Dass die angefochtene Verfügung auf die im Anhang  detaillierten Einzelberechnungen verweist, kann nicht  werden, erscheint dies doch als durchaus zweckmässig. Zum einen handelt es sich um eine Verfügung, die in dieser oder ähnlicher Form wohl auch gegenüber anderen Leistungsträgern verwendet wird, zumal Leistungsvereinbarungen generell eine mehrjährige Laufzeit  (vgl. Art. 10 Abs. 2 LSMV). Zum anderen erscheint die benützte Verfügungsform auch übersichtlich, da die einzelnen  einen direkten Vergleich mit den jeweils vereinbarten  ermöglichen.
4.2.3 Fraglich ist jedoch, ob nicht die der Verfügung als Anlage 15  Zahlungsmeldung bzw. Beitragsberechnung für das BJW einer näheren Begründung bedurft hätte. Dass diese Berechnung nicht dem ursprünglichen Anhang 15 des Verfügungsentwurfs vom 25. November 2008 entspricht, ist – wie oben (E. 4.1) dargelegt – nicht mehr relevant, da letztendlich der abgeänderte (und der angefochtenen  entsprechende) Verfügungsentwurf Gegenstand des  Gehörs wurde. Möglicherweise hätte aber erläutert werden , warum der Betriebsbeitrag für das BJW gegenüber der in der Leistungsvereinbarung festgelegten Pauschale gekürzt wurde.
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4.2.3.1 Die Umstände vor Erlass der Verfügung und die vorliegende Beschwerdebegründung deuten jedoch darauf hin, dass es den am Verfahren beteiligten kantonalen Behörden möglich war, die für die Beitragskürzung relevanten Aspekte zu erkennen und die Verfügung im Hinblick darauf auch anzufechten. Wenn dem so ist, so wäre davon auszugehen, dass die angefochtene Verfügung der Begründungspflicht genügt.
4.2.3.2 Bereits der ursprüngliche Verfügungsentwurf vom 25.  2008 wies darauf hin, dass die fehlende Anerkennung der  familink zu einer Rückforderung der entsprechenden  führen könnte. Mit diesem Entwurf und dem dort präzisierten Vorbehalt erklärte sich die kantonale Verbindungsstelle einverstanden. Der nachfolgend abgeänderte Entwurf wurde am 16. Dezember 2008 elektronisch verschickt; im Begleitschreiben hierzu erklärte die  die vorgenommene Beitragsreduzierung für das BJW ebenfalls mit dem noch hängigen Anerkennungsverfahren für die Wohngruppe familink. Auch der neue Entwurf erfuhr die Zustimmung des für den Kanton handelnden ALBA, welches dafür die Bedingung stellte, dass der Nicht-Anerkennung der Gruppe familink ... rechtliches Gehör  wird. Das Bewusstsein für die Problematik des Angebots  und für die damit verbundene Beitragskürzung durchzieht somit den gesamten Schriftverkehr im Vorfeld des Verfügungserlasses. Somit war für die beteiligten kantonalen Behörden auch nachvollziehbar,  in der Bestandesaufnahme der als Anhang 15 der Verfügung  Beitragsberechnung lediglich vier und nicht fünf  genannt wurden. Dies führt zur Schlussfolgerung, dass die  Verfügung der Begründungspflicht genügt und zu keiner  des rechtlichen Gehörs geführt hat.
5. Damit stellt sich die Frage, ob die Vorinstanz berechtigt war,  der in der Leistungsvereinbarung festgelegten Pauschale für das BJW eine Beitragskürzung um 126'284 Franken vorzunehmen.
5.1 Unbestritten ist, dass das BJW bis zum Ende des Jahres 2006 über fünf anerkannte Wohngruppen verfügte, dass eine der  aufgelöst und durch ein neues Angebot, jenes für die Gruppe familink, ersetzt wurde. Der Kanton Bern hat in seiner Beschwerde auch eingeräumt, dass es sich bei familink – welches zunächst als Projekt geführt worden sei – um ein modifiziertes Angebot gehandelt
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habe, also um eins, das nicht dem früheren Angebot für die  Estrella entsprochen habe. Verdeutlicht wird dieser Umstand auch dadurch, dass dem BJ am 21. April 2008 ein Gesuch um  des Angebots familink übermittelt wurde. Die  zwischen Bund und Kanton vom 12. August bzw. 6.  2008 wurde somit ganz bewusst vor dem Hintergrund getroffen, dass seinerzeit nur vier der fünf vorhandenen Wohngruppen des BJW anerkannt und damit beitragsberechtigt waren.
5.2 Die das BJW betreffende Anlage 15 der Leistungsvereinbarung geht von einem Bestand von fünf Wohngruppen aus und berechnet auf dieser Grundlage eine Jahrespauschale von 652'008 Franken, welche auch unter Ziffer 6.4 der Leistungsvereinbarung aufgeführt wird.  leitet der Beschwerdeführer ab, dass dieser Betrag dem BJW für das hier in Frage stehende Beitragsjahr 2008 ungekürzt zur Verfügung stehen müsse. Sein Argument, das Angebot von fünf Wohngruppen sei unverändert geblieben, überzeugt aufgrund der vorherigen  aber nicht. Vielmehr lassen die Umstände bei Abschluss der Leistungsvereinbarung darauf schliessen, dass in Erwartung der  Anerkennung von familink auch für diese Wohngruppe Beiträge in Aussicht gestellt wurden. Dies hat auch die Vorinstanz in ihrer  betont und darauf hingewiesen, dass Ziffer 6.4 der  die Möglichkeit vorsehe, eine Anpassung der  geschuldeten Betriebsbeiträge an die Jahrespauschalen . Eine solche Anpassung, sprich Beitragskürzung, sei im vorliegenden Fall erfolgt.
5.3 Ziffer 11.2 der Leistungsvereinbarung verpflichtet die kantonale Verbindungsstelle, eine Änderung des Konzepts bzw. Angebots,  auch den Abbau von Leistungen, dem BJ unverzüglich mitzuteilen. Letztgenannter Fall führt – so Ziffer 11.2 letzter Satz – zu einer neuen Bemessung der Pauschale und zu einer Rückforderung von bereits subventionierten, jedoch nicht erbrachten Leistungen. Für den Fall, dass noch keine Subventionen ausgezahlt wurden, regelt Ziffer 6.4: Vorbehalten bleiben Anpassungen infolge allfälliger  des Personalkostenindexes, des Leistungsangebots oder der anerkannten Aufenthaltstage.
5.3.1 Die gemäss vorstehenden Erwägungen grundsätzlich  Mitteilung über eine Angebotsänderung war im vorliegenden Fall entbehrlich, da bei Abschluss der Leistungsvereinbarung beide Partei-
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en ohnehin davon ausgegangen waren, dass lediglich vier der fünf Wohngruppen des BJW die Anerkennungsvoraussetzungen erfüllten. Da bis zum Verfügungserlass noch keine Subventionen für das  2008 ausgezahlt worden waren, bot Ziffer 6. 4 der  tatsächlich eine Korrekturmöglichkeit, um – aufgrund der Änderung des Leistungsangebots – den Bundesbeitrag für das BJW an die ausgewiesene Pauschale anzupassen.
5.3.2 Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, die  hätte eine andere Vorgehensweise im Hinblick auf die Kürzung der vereinbarten Pauschale wählen müssen. Das insoweit zitierte  nach Art. 7 Abs. 2 LSMV stand im vorliegenden Fall jedoch gar nicht zur Diskussion, da diese Bestimmung – die auf die unter Art. 1 Abs. 2 LSMV genannten Voraussetzungen abstellt – die Anerkennung der Erziehungseinrichtung als solche betrifft; diese Anerkennung war hier zu keinem Zeitpunkt strittig. Auch die Auffassung, eine Kürzung der Beitragspauschale hätte gemäss Art. 10 Abs. 3 LSMV erst für das darauffolgende Kalenderjahr erfolgen dürfen, ist rechtlich nicht . Art. 10 Abs. 3 LSMV enthält insoweit nämlich keine Regelung für die Anpassung der Subventionsbeiträge, sondern eine Regelung für die Anpassung der Leistungsvereinbarung. Eine gleichlautende  findet sich auch in Ziffer 11.2 der im vorliegenden Fall relevanten Leistungsvereinbarung.
5.3.3 Die vom Beschwerdeführer erhobenen Einwände führen somit nicht zu einer anderen Betrachtungsweise. Die Vorinstanz war  berechtigt, die Anpassung des Betriebsbeitrags für das BJW auf dem Weg über Ziffer 6.4 der Leistungsvereinbarung vorzunehmen.
6. Aus alledem folgt, dass die angefochtene Verfügung rechtmässig ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
7. Die Verfahrenskosten sind in der Regel der unterliegenden Partei , so auch dann, wenn eine kantonale Behörde Beschwerde führt und sich der Streit um vermögensrechtliche Interessen von Körperschaften oder autonomen Anstalten dreht (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). In Anwendung von Art. 4 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 (VGKE, SR 173.320.2) ist die Gerichtsgebühr
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vorliegend auf 2000 Franken festzusetzen. Eine Parteientschädigung ist gemäss Art. 7 Abs. 3 VGKE nicht auszurichten.