Decision ID: afdb119d-00d6-4c8c-af26-99152cbe2872
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
K._,
Beschwerdeführer,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
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Sachverhalt:
A.
A.a K._, geboren 1960, war seit dem 23. Oktober 2000 als Mitarbeiter in der
Polyurethan-Produktion bei der A._ angestellt und dadurch bei der Suva versichert.
Am 6. Juni 2001 liess er durch seine Arbeitgeberin das Auftreten eines Juckreizes
melden (act. G 3.1/1). Durch Dr. med. B._, Dermatologie und Venerologie FMH,
wurde eine im Februar 2001 in Erscheinung getretene Dermatitis an den Händen sowie
teilweise dem Rumpf und den Füssen bestätigt (act. G 3.1/2 und 3). Am 25. Juli 2001
erliess die Suva eine Nichteignungsverfügung für Arbeiten mit Kontakt zu Flammruss
(act. G 3.1/13). Sie anerkannte das Kontaktekzem als Berufskrankheit und erbrachte
die gesetzlichen Leistungen. Die Suva stütze sich dabei auf eine Beurteilung von Dr.
med. C._, Facharzt FMH für Arbeitsmedizin und Dermatologie, Abteilung
Arbeitsmedizin Suva Luzern. Dieser stellte anlässlich eines Besuchs am Arbeitsplatz
des Beschwerdeführers am 13. Juli 2001 fest, dass dieser dort starken
Hautverschmutzungen durch Flammruss ausgesetzt war und deshalb zweimal täglich
duschen musste. Es entspreche seiner Erfahrung, dass Personen mit einer
Hautempfindlichkeit gerade im Winterhalbjahr einen ausgeprägten Juckreiz am Rumpf
entwickelten, wenn sie intensiv duschten. Die berufliche Verschmutzung und die Irrita
tion (auch mit der "Sandseife" in der Garderobe) dürfte somit mit hoher
Wahrscheinlichkeit der Hauptfaktor für die Dermatitis gewesen sein (act. G 3.1/12). Per
31. Oktober 2001 löste die A._ das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten auf (act.
G 3.1/20).
A.b Nachdem die ärztliche Behandlung des Hautleidens abgeschlossen wurde (vgl.
act. G 3.1/33), meldete der Versicherte am 2. Juni 2002 das erneute Auftreten des
Ekzems (act. G 3.1/35). In einem Gutachten der Dermatologischen Klinik des
Universitätsspitals Zürich vom 5. Dezember 2002 (act. G 3.1/55) wurde eine
physikalische Urtikaria (Urticaria factitia; Wärmeurticaria) diagnostiziert. Nach
Auffassung der Gutachter bestand jedoch kein Zusammenhang zwischen der
physikalischen Urtikaria und der im vorangehenden Jahr diagnostizierten
Kontaktdermatitis. Gestützt auf dieses Gutachten eröffnete die Suva dem Versicherten
mit Verfügung vom 4. Juli 2003 (act. G 3.1/73), die mit Einspracheentscheid vom 16.
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Dezember 2003 (act. G 3.1/88) bestätigt wurde, dass ein Zusammenhang zwischen der
aktuellen Hautproblematik (Juckreiz) und der anerkannten Berufskrankheit
(Kontaktdermatitis) nicht mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sei.
Ebenso liege keine eigenständige Berufskrankheit vor. Für die jetzige Hautproblematik
könnten deshalb keine Versicherungsleistungen erbracht werden. Mit Entscheid vom
26. Oktober 2004 bestätigte das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, dass
keine eigenständige Berufskrankheit vorliege. Die Sache wurde jedoch zur Abklärung
der Frage, ob es sich bei der aktuellen Problematik um Folgen der Berufskrankheit
handle, an die Suva zurückgewiesen (Urteil UV 2004/17 vom 26. Oktober 2004; act.
G 3.1/89). Dafür wurde er am Inselspital Bern abgeklärt. Zum Zeitpunkt der
Untersuchung am 3. Mai 2005 konnte keine physikalische Urtikaria diagnostiziert
werden. Aus Sicht der Gutachter könne kein kausaler Zusammenhang zwischen einer
physikalischen Urtikaria und einer allergischen Kontaktdermatitis postuliert werden, da
eine allergische Kontaktdermatitis einem ganz anderen Pathomechanismus (T-Zell-
vermitteltes immunologisches Geschehen) unterliege als eine physikalische Urtikaria
(Mediator-mediiertes Geschehen) (act. G 3.1/97). Gestützt auf den Abklärungsbericht
des Inselspitals erliess die Suva am 18. August 2005 eine neue Verfügung (act.
G 3.1/101). Da kein kausaler Zusammenhang zwischen der Kontaktdermatitis und der
Urtikaria vorliege, könnten keine Versicherungsleistungen erbracht werden. Diese
Verfügung wurde nicht angefochten.
A.c Mit Schreiben vom 12. Juni 2007 an die Suva machte der Versicherte sinngemäss
einen Rückfall bezüglich der 2001 anerkannten Berufskrankheit geltend (act.
G 3.1/110). Er behauptete, er befinde sich in Behandlung bei seinem Hausarzt Dr. med.
D._, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, . Mit Schreiben vom 14. August 2007
(act. G 3.1/114) teilte Dr. D._ der Suva mit, der Beschwerdeführer habe ihm
anlässlich einer Konsultation am 13. August 2007 ein selbstangefertigtes Foto vom Mai
2007 vorgelegt, welches eine Ekzemeffloreszenz am Handrücken zeige. Aktuell
bestehe jedoch eine unauffällige Haut. Am 30. Januar 2008 reichte Dr. med. E._,
Allergologie und Dermatologie, einen einfachen Bericht an die Suva ein. Darin
diagnostizierte er eine diskrete ekzematöse Dermatitis, stellenweise am Rumpf, sowie
im Bereich der Hände bei Xerosis cutis (act. G 3.1/120). In einer ärztlichen Beurteilung
vom 15. Februar 2008 kam Dr. C._ zum Schluss, dass die von Dr. E._ neu
beschriebene diskrete ekzematöse Dermatitis bei Xerosis cutis (Hauttrockenheit)
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aufgrund des langen ekzemfreien Intervalls nicht mit Wahrscheinlichkeit eine Folge der
früheren Berufsdermatose darstelle. Die Befunde sprächen aufgrund der
Hauttrockenheit viel eher für eine endogen verursachte Ekzemproblematik, zumal der
Versicherte seit Jahren nicht mehr gearbeitet habe (act. G 3.1/123). Gestützt auf diese
Beurteilung erliess die Suva am 2. April 2008 eine Verfügung, mit der sie dem
Beschwerdeführer mitteilte, dass die neu beschriebene diskrete ekzematöse Dermatitis
nicht mit Wahrscheinlichkeit eine Folge der früheren Berufsdermatose sei. Deshalb
bestehe kein Anspruch auf Versicherungsleistungen (act. G 3.1/130).
B.
Am 7. April 2008 erhob der Versicherte gegen diese Verfügung Einsprache (act.
G 3.1/131). Er machte geltend, er sei 100 % sicher, dass die jetzigen Beschwerden im
Zusammenhang mit seiner früheren Berufskrankheit stehen. Zudem erklärte er, er
möchte noch einmal von Dr. C._ untersucht werden. Am 24. April 2008 fand bei der
Suva Luzern ein Gespräch mit Dr. med. F._, Fachärztin für Arbeitsmedizin und
Umweltmedizin, statt. Am Untersuchungstag war die sichtbare Haut intakt, reizlos und
ohne ekzematöse Herde. Dr. F._ schloss sich der ärztlichen Beurteilung von Dr.
C._ vom 15. Februar 2008 an (act. G 3.1/135). Gestützt auf die ärztlichen
Beurteilungen durch Dr. C._ und Dr. F._ wies die Suva die Einsprache mit
Entscheid vom 5. November 2008 ab (act. G 3.1/136).
C.
Mit Eingabe vom 7. November 2008 (act. G 1) erhebt der Versicherte gegen den
Einspracheentscheid vom 5. November 2008 Beschwerde an das Versicherungsgericht
des Kantons St. Gallen. Er beantragt, der Entscheid sei aufzuheben und es sei
festzustellen, dass seine Hautbeschwerden als Berufskrankheit im Sinn des UVG
gälten und deshalb ein Anspruch auf Versicherungsleistungen der Beschwerdegegnerin
bestehe. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung des Sachverhalts an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Mit Beschwerdeantwort vom 9. Dezember 2008 (act. G 3) beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.
Am 13. Dezember 2008 wurde vom Beschwerdeführer eine Replik eingereicht, in der er
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sinngemäss dasselbe ausführe wie in der Beschwerde (act. G 5). Die
Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 7).

Erwägungen:
1.
Streitgegenstand bildet einzig die Frage, ob die im Januar 2008 von Dr. E._
diagnostizierte diskrete ekzematöse Dermatitis einen Rückfall bzw. eine Spätfolge der
im Jahre 2001 als Berufskrankheit im Sinn von Art. 9 Abs. 2 des Bundesgesetzes über
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) anerkannten Kontaktdermatitis darstellt.
Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde Ausführungen betreffend die
physikalische Urtikaria macht, ist darauf nicht einzutreten, weil diesbezüglich mit
rechtskräftigem Urteil des Versicherungsgerichts St. Gallen vom 26. Oktober 2004 (act.
G 3.1/89) festgestellt wurde, dass die physikalische Urtikaria nicht als eigenständige
Berufskrankheit qualifiziert werden könne. Die vom Gericht zur Abklärung
zurückgewiesene Frage, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen der als
Berufskrankheit anerkannten Kontaktdermatitis und der physikalischen Urtikaria
bestehe, wurde mit rechtskräftiger Verfügung vom 18. August 2005 (act. G 3.1/101)
verneint.
2.
2.1 Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202)
werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt.
Praxisgemäss handelt es sich bei einem Rückfall um das Wiederaufflackern einer
vermeintlich geheilten Krankheit, sodass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise
sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt, während von Spätfolgen dann
gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Laufe längerer Zeit
organische oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem andersgearteten
Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen können eine Leistungspflicht
des (damals haftbaren Unfallversicherers) nur dann auslösen, wenn zwischen den
erneut vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit durch die berufliche Tätigkeit
erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und ein adäquater
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Kausalzusammenhang besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 11. September 2007,
8C_44/2007; BGE 118 V 293 E. 2c; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 f. E. 2). Festzuhalten
ist in diesem Zusammenhang, dass die für den Grundfall an sich massgebenden
kausalen Faktoren mit der Zeit wegfallen können, weshalb der Unfallversicherer bei
einem Rückfall nicht automatisch an seiner damaligen Leistungszusage behaftet
werden kann. Eine allfällige Beweislosigkeit hinsichtlich des natürlichen
Kausalzusammenhangs wirkt sich zum Nachteil des Versicherten aus, da dieser aus
dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328
E. 3b; Urteil des Bundesgerichts vom 11. September 2007, 8C_44/2007, E. 1.2). Ferner
ist zu beachten, dass umso strengere Anforderungen an den
Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen sind, je
grösser der zeitliche Abstand zwischen Unfall bzw. beruflicher Tätigkeit und Eintritt
gesundheitlicher Störungen ist (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c).
2.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 157 E. 1a und 121 V 204 E. 6c, je mit
Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der
Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die erwähnte Beweislastregel, wonach im
Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem
unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte, greift deshalb erst Platz,
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf
Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b
mit Hinweisen).
2.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das
Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und
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danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei
einander widersprechenden Arztberichten den Prozess nicht erledigen, ohne das
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die
eine und nicht die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts
eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist
grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten
(BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Auch eine ärztliche Beurteilung auf Grund der
Akten, wie sie vorliegend von Dr. C._ am 15. Februar 2008 (act. G 3.1/123) erstellt
wurde, ist nicht an sich unzuverlässig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist,
dass genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988
Nr. U 56 S. 371). Auch Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte, wie
vorliegend den Berichten von Dr. C._ vom 15. Februar 2008 (act. G 3.1/123) und von
Dr. F._ vom 29. April 2008 (act. G 3.1/135), kann Beweiswert zugemessen werden,
sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich
widerspruchfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV
1997 Nr. U 281 S. 281 E. 1a).
3.
3.1 Bezüglich der am 30. Januar 2008 von Dr. E._ diagnostizierten diskreten
ekzematösen Dermatitis kommt Dr. C._ in einer auf die Akten gestützten Beurteilung
zum Schluss, dass diesbezüglich aufgrund des langen ekzemfreien Intervalls nicht mit
Wahrscheinlichkeit eine Folge der früheren Berufsdermatose vorliegen dürfte. Die
Befunde sprächen aufgrund der von Dr. E._ ebenfalls festgestellten Hauttrockenheit
(Xerosis cutis) viel eher für eine endogen verursachte Ekzemproblematik (act.
G 3.1/123). Dieser Beurteilung schloss sich Dr. F._ an. Auffallend ist, dass Dr. F._
am Untersuchungstag eine intakte, reizlose und ekzemfreie Haut feststellte (act.
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G 3.1/135). Nach Auffassung der Beschwerdegegnerin ist die Beurteilung von Dr. C._
schlüssig, nachvollziehbar und überzeugend. Auch der Bericht von Dr. F._ sei in
jeder Hinsicht korrekt, basiere auf der Kenntnis der gesamten Aktenlage und geniesse
ebenfalls volle Beweiskraft. Die Tatsache, dass Dr. F._ den Beschwerdeführer nur
beschränkt untersucht habe, ändere daran nichts.
3.2 Dr. C._ hat den Beschwerdeführer am 15. Februar 2008 zwar nicht persönlich
untersucht. Er hat den Fall jedoch von Anfang an begleitet und kennt den Patienten
und dessen Hautprobleme. Er konnte sich zudem auf eine Untersuchung durch Dr.
E._ abstützen. Anlässlich der Untersuchung durch Dr. F._ konnte gar keine
Hautproblematik mehr festgestellt werden. Es bestehen keine Indizien, welche die
Beurteilung der beiden versicherungsinternen Ärzte erschüttern würden. Der lange
zeitliche Abstand zwischen der beruflichen Tätigkeit, welche zum Auftreten der als
Berufskrankheit anerkannten Kontaktdermatitis führte und den erneuten
Hautproblemen führt zudem dazu, dass umso strengere Anforderungen an den
Wahrscheinlichkeitsbeweis der natürlichen Kausalität zu stellen sind. Es ist somit nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, dass die von Dr. E._
diagnostizierten Hautprobleme in einem natürlichen Kausalzusammenhang zur als
Berufskrankheit anerkannten Kontaktdermatose stehen. Folglich liegt kein Rückfall
oder eine Spätfolge im Sinne von Art. 11 UVV vor und es besteht keine Leistungspflicht
der Beschwerdegegnerin.
4.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf
einzutreten ist. Gerichtskosten werden keine erhoben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG