Decision ID: efdbf1c3-d3be-457a-9939-13ba6e3413e7
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war bei der B._, als C._ tätig und dadurch
bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Zürich) gegen die Folgen
von Unfällen versichert, als er am 20. Dezember 2011 beim Kratzen einer Autoscheibe
ausrutschte und auf die linke Schulter fiel (act. Z1, Z7). Dr. med. D._, FMH für
Allgemeine Medizin, hielt bezüglich der Erstbehandlung vom 21. Dezember 2011 fest,
der Versicherte habe Schmerzen in der linken Schulter und könne den Arm nicht über
die Waagerechte halten (act. ZM2). Die Zürich kam für die Kosten der Heilbehandlung
auf (act. Z2).
A.b Am 8. März 2012 führte Dr. med. E._, Fachärztin FMH Radiologie, Zentrum für
medizinische Radiologie, ein MRI der linken Schulter durch. Sie beurteilte, es liege eine
Ruptur der Supraspinatussehne und beinahe vollständig auch der Infraspinatussehne
vor. Möglicherweise liege der Riss schon länger zurück oder es habe vorher eine
ausgeprägte Tendinopathie bestanden. Differentialdiagnostisch bestehe eine
Partialruptur der Subscapularissehne (act. ZM1). Ein am 5. November 2012 erstelltes
MRI der linken Schulter zeigte im Vergleich zur Voruntersuchung einen stationären
Befund (act. ZM3.2).
A.c Dr. med. F._, Leitender Arzt der Chirurgischen Klinik des Spitals Z._,
diagnostizierte am 20. Dezember 2012 eine ausgedehnteste, traumatische
Rotatorenmanschettenruptur links mit vollständiger Ruptur der Supraspinatussehne,
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subtotaler Ruptur der Infraspinatussehne und Partialruptur der kranialen
Subscapularissehne, medialer Subluxation der langen Bicepssehne und moderater AC-
Arthrose. Aufgrund eines paroxysmalen Vorhofflimmerns sei bisher von einer Operation
abgeraten worden, nun sei die Situation diesbezüglich aber wieder unter Kontrolle. Der
Befund sei absolut an der Grenze des Rekonstruierbaren, und nach einem
chirurgischen Eingriff dürfe keine normale Schulter erwartet werden (act. ZM24). Am
31. Januar 2013 berichtete Dr. F._, der Versicherte wünsche infolge zunehmender
Schmerzen eine Operation, arbeite aber immer noch zu 100% als C._ (act. ZM24).
A.d Dr. F._ attestierte dem Versicherten vom 19. Februar bis 31. März 2013 eine
Arbeitsunfähigkeit von 100% (act. ZM3), und die Zürich entrichtete nach erfolgter
Rückfallmeldung (act. Z9) entsprechende Taggelder (act. Z16 f.). Mit Schreiben vom 21.
Februar 2013 wies Dr. F._ den Versicherten zur Beurteilung und allfälligen Opera-
tionsplanung Prof. Dr. med. G._, Chefarzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), zu
(act. ZM4). Dieser hielt mit Bericht vom 6. März 2013 folgende Diagnosen fest:
Irreparable Rotatorenmanschetten-Ruptur Schulter links, komplette Ruptur des
Supraspinatus mit Retraktion und Atrophie sowie komplette Ruptur des Infraspinatus
mit Verfettung. Er könne dem Versicherten therapeutisch keine Option anbieten und
bitte den Hausarzt um Abklärung bezüglich Wechsel der Arbeitstätigkeit (act. ZM5). Dr.
D._ attestierte dem Versicherten vom 1. April bis 15. Mai 2013 sowie vom 21. Mai bis
3. Juni 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Dazwischen machte der Versicherte
einen Arbeitsversuch mit einem 100% Pensum, welcher jedoch scheiterte (act. ZM6
ff.). Ab Sommer 2013 wurde der Versicherte bei seiner Arbeitgeberin als Chauffeur
bzw. in der Auslieferung von X._ eingesetzt (vgl. act. Z24, Z26). Am 17. Juni 2013
berichtete Dr. F._, der Versicherte habe eine physiotherapeutische Behandlung
begonnen und sei zu 50% arbeitsunfähig. Nachdem das KSSG die Läsion als
irreparabel beurteilt habe, empfehle er die Infiltration der Schulter (act. ZM24). Die
Empfehlung wurde in der Folge umgesetzt (vgl. act. ZM17, ZM27, ZM29).
A.e Dr. med. H._, FMH Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 9. September
2013, in den Aufzeichnungen seines Vorgängers finde sich am 1. Juni 2007 ein Eintrag
über seit drei bis vier Wochen bestehende Schulterschmerzen links (act. ZM19, vgl.
auch Abklärung vom 7. Juni 2007; act. ZM17). Auf telefonische Nachfrage der Zürich
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(vgl. act. Z48) gab Dr. D._ am 25. Oktober 2013 an, der Versicherte habe bereits vor
dem Unfall beim Schlafen Schmerzen in der linken Schulter gehabt (vgl. act. ZM25).
A.f Im Auftrag der Zürich (vgl. act. Z32) wurde der Versicherte am 30. Oktober 2013
durch Prof. Dr. med. I._, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates FMH, SMAB AG, begutachtet. In seinem Gutachten vom 11.
November 2013 hielt dieser als unfallrelevante Diagnose eine
Rotatorenmanschettenläsion der linken Schulter und als Vorzustand ein degeneratives
Schulterleiden links fest. Der Endzustand sei erreicht. Er beurteilte, in der C._
bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. Die jetzige Verladetätigkeit sei dem Versicherten
zu 50% zumutbar. In einer angepassten Tätigkeit sei er zu 100% arbeitsfähig. Die
Schmerzhaftigkeit der Schulter würde einen Integritätsschaden von 10% rechtfertigen,
aufgrund des Vorschadens sei dieser jedoch um 50% auf 5% zu reduzieren (act.
ZM26).
A.g Dr. F._ befand am 21. Januar 2014, das Gutachten sei schlüssig und
nachvollziehbar. Allerdings sei er der Meinung, dass der Endzustand der linken
Schulter noch nicht erreicht sei, da durch die geplante Schulterarthroskopie links mit
Tenotomie der langen Bicepssehne, AC-Resektion und Acromioplastik wahrscheinlich
eine Besserung der Situation erreicht werden könne (ZM33). Dr. F._ führte am 5.
Februar 2014 den operativen Eingriff durch. Er attestierte dem Versicherten vom 5.
Februar bis 29. April 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 100%, ab 30. April 2014 eine
solche von 50% (act. ZM42, ZM39, ZM43.3).
A.h Mit Schreiben vom 10. Februar 2014 hielt die Zürich fest, der Versicherte verwerte
seine Restarbeitsfähigkeit mit seinem derzeitigen 50% Pensum nicht genügend, da er
adaptiert zu 100% arbeitsfähig sei. Sie setzte dem Versicherten eine Frist bis Ende Juli
2014 zur Anpassung seiner Tätigkeit an die veränderten Verhältnisse bzw. zur Suche
einer adaptierten Tätigkeit im Sinne der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht
(act. Z59). Auf Antrag der Rechtsschutzversicherung des Versicherten (vgl. act. Z67,
Z70) verlängerte die Zürich die Übergangsfrist vorerst bis Ende September, dann bis
Ende November 2014 (Schreiben vom 12. Mai 2014; act. Z70, vgl. act. Z68).
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A.i Am 8. August 2014 beurteilte Dr. F._, durch das Weiterführen der Physiotherapie
könne nochmals eine Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden, wobei
der Endzustand ca. Ende August erreicht sein sollte. Der aktuelle medizinische Zustand
sei deutlich besser als vor der Operation vom 5. Februar 2014. Die Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit bleibe bestehen, der Versicherte sei in seiner angestammten Tätigkeit
zu 50%, in einer adaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig (act. ZM44).
A.j Mit Schreiben vom 14. Oktober 2014 lehnte die Zürich die von der
Rechtsschutzversicherung beantragte (vgl. act. Z72) weitere Verlängerung der
Übergangsfrist ab. Sie stellte die Leistungen für Heilbehandlungen per 31. August 2014
und die Taggelder per 30. November 2014 ein. Sie verneinte den Anspruch auf eine
Invalidenrente und sprach dem Versicherten eine Integritätsentschädigung basierend
auf einer Integritätseinbusse von 5% zu (act. Z78). Der Versicherte, vertreten durch M.
Milovanovic, Beratungsstelle für Ausländer, Bülach, beantragte am 6. November 2014
sinngemäss eine IV-Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 30% und eine
Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 20% (Z83).
A.k Dr. med. J._, Spezialarzt FMH für orthopädische Chirurgie, beurteilte am 4.
November 2014, langfristig werde bei Verstärkung der Schmerzen durch die zu
erwartende Omarthrose die Implantation einer inversen Schulterprothese notwendig.
Der Endzustand sei somit nur vorübergehend erreicht, eine spätere Behandlung müsse
vorbehalten sein. Der Versicherte sollte seine derzeitige Tätigkeit weiterführen und nicht
gezwungen werden, eine Tätigkeit zu suchen, die er zu 100% ausüben könne. Eine
solche Arbeit zu finden, sei unrealistisch (act. ZM49). Am 13. November 2014
berichtete Dr. F._, der Versicherte arbeite derzeit ohne relevante Probleme zu 50%
und wolle ab Dezember versuchen, eventuell 70-80% oder gar 100% des üblichen
Pensums zu arbeiten. Er attestierte dem Versicherten bis zum 30. November 2014 eine
Arbeitsunfähigkeit von 50% (act. ZM50).
A.l Die IV-Stelle wies am 19. Februar 2015 das Leistungsbegehren um berufliche
Massnahmen ab, da der Versicherte in einer angepassten Tätigkeit seinem
Wunschpensum von 80% nachgehe (act. Z84). Mit Verfügung vom 21. Mai 2015 wies
die IV-Stelle das Rentenbegehren bei einem Invaliditätsgrad von 20% ab (act. Z89).
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A.m Dr. med. K._, beratender Arzt der Zürich, befand am 17. September 2015, der
Endzustand sei am 31. Dezember 2014 erreicht gewesen. Die Integritätseinbusse
bezifferte er mit 8%. Er berücksichtigte dabei den Vorzustand im Gegensatz zu Prof.
I._ nur mit 20% (act. ZM51). Mit Verfügung vom 22. September 2015 stellte die
Zürich die Leistungen für Heilbehandlungen per 31. Dezember 2014 und für Taggelder
per 30. November 2014 ein. Sie verneinte den Anspruch auf eine Invalidenrente und
sprach dem Versicherten eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse
von 8% zu (act. Z101).
B.
Gegen die Verfügung vom 22. September 2015 liess der Versicherte, vertreten durch
M. Milovanovic, am 23. Oktober 2015 Einsprache erheben (act. Z107). Mit Entscheid
vom 26. April 2016 (fälschlicherweise datiert mit 2015; vgl. act. G3) wies die Zürich die
Einsprache ab (act. Z111).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 26. April 2016 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 17. Mai 2016. Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer)
beantragt darin dessen Aufhebung sowie die Zusprache einer IV-Rente bei einem
Invaliditätsgrad von 25% und einer Integritätsentschädigung basierend auf einer
Integritätseinbusse von 20%. Er macht geltend, das Gutachten der SMAB AG sei nicht
beweiskräftig und die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr. F._ zu optimistisch
gewesen (act. G1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 31. Mai 2016 beantragt die Zürich (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus,
die Beurteilungen der SMAB AG und von Dr. F._ seien richtig sowie realistisch (act.
G3).
C.c Der Beschwerdeführer liess die Frist zur Einreichung einer Replik unbenützt
ablaufen (act. G5).

Erwägungen
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1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2011 zur Diskussion steht, grundsätzlich die
bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch des
Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung
gegenüber der Beschwerdegegnerin. Die Einstellung der Taggeldleistungen per 30.
November 2014 und der Heilbehandlung per 31. Dezember 2014 entspricht der
Aktenlage und der Beschwerdeführer machte keine Einwände dagegen geltend. Der
Einspracheentscheid ist diesbezüglich in Teilrechtskraft erwachsen. Soweit der
Beschwerdeführer mit Verweis auf die Beurteilung von Dr. J._ vom 4. November
2014 geltend macht, in Zukunft könnte aufgrund einer zu erwartenden Omarthrose
allenfalls die Implantation einer Schulterprothese notwendig werden (vgl. act. G1,
G1.1), ist zu bemerken, dass Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und
Spätfolgen gewährt werden (vgl. Art. 11 UVV). Die mit dem Fallabschluss
einhergehende Leistungseinstellung (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG) schliesst damit die
Kostenübernahme einer späteren Prothesenversorgung nicht aus.
2.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so
hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte
Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder
geistigen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene
Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige
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Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit
dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19
Abs. 1 UVG). Eine Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 24 Abs. 2 UVG mit der
Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung
der ärztlichen Behandlung gewährt.
2.2 Der Unfallversicherer ist nur für Gesundheitsschäden leistungspflichtig, die
natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen
(vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE
HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.).
2.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 52
ff. zu Art. 43). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind.
Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich
weder dessen Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
gegebenen Stellungahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a).
3.
Vorerst ist der Rentenanspruch und als dessen Grundlage anhand der ärztlichen
Beurteilungen die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu prüfen. Der angefochtene
Einspracheentscheid stützt sich in medizinischer Sicht vorwiegend auf das Gutachten
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der SMAB AG sowie die Einschätzungen von Dr. F._ (vgl. act. Z111). Der
Beschwerdeführer spricht diesen die Beweiskraft ab und hält ihnen insbesondere die
Beurteilung von Dr. J._ vom 4. November 2014 entgegen (vgl. act. G1, G1.1).
3.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Der Begriff des
ausgeglichenen Arbeitsmarktes ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher die
konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt. Er umschliesst einerseits ein
bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von Stellen und der Nachfrage nach
solchen. Andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her
einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür
verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des
körperlichen Einsatzes (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2014,
9C_192/2014, E. 3.1).
3.2 SMAB Gutachter Prof. I._ hielt als unfallrelevante Diagnose die
Rotatorenmanschettenläsion der linken Schulter fest und erachtete den
Beschwerdeführer in seiner damaligen Tätigkeit als Auslieferer von X._ zu 50%, in
einer adaptierten Tätigkeit jedoch zu 100% arbeitsfähig (act. ZM26). Diese
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung stimmt mit derjenigen von Dr. F._ überein, sowohl vor
als auch nach dem operativen Eingriff vom 3. Februar 2014 (act. ZM33, ZM44). Der
Beschwerdeführer bringt dagegen vor, die Einschätzungen seien zu optimistisch
gewesen und hätten sich nicht verwirklicht (act. G1). Dieser Einwand ist jedoch nicht
nachvollziehbar, zumal der Beschwerdeführer gemäss Bericht von Dr. F._ vom 13.
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November 2014 in seiner Tätigkeit (Auslieferung), welche nur bedingt mit seinen
Beeinträchtigungen vereinbart werden kann (vgl. act. ZM26, ZM33, ZM49), ohne
relevante Probleme in einem Pensum von 50% arbeitstätig war und ab Dezember 2014
sogar eine Steigerung des Pensums auf 70 bis 100% plante (act. ZM50). Der Mitteilung
der IV-Stelle vom 19. Februar 2015 und deren Verfügung vom 21. Mai 2015 ist sodann
zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit stetig habe
verbessern können und nun eine Tätigkeit in der Logistik zu seinem Wunschpensum
von 80% ausübe (act. Z84, Z89). Ob es sich dabei um eine ideal adaptierte Tätigkeit
oder um die bereits zuvor ausgeübte Tätigkeit als Auslieferer von X._ handelt, ergibt
sich aus der Mitteilung und der Verfügung nicht. Eine ideal adaptierte Tätigkeit sollte
gemäss Zumutbarkeitsprofil von Prof. I._ nur vereinzelt Tätigkeiten über Schulterhöhe
bzw. über Kopfhöhe beinhalten und kein Heben oder Tragen von mehr als 10kg nötig
machen, wobei letzteres nicht regelmässig vorkommen sollte (act. ZM26, S. 15; vgl.
auch Beurteilung von Dr. F._, act. ZM33). Zudem ist fraglich, ob das tatsächlich
ausgeübte 80%-Pensum auch der maximalen Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers entspricht (“Wunschpensum“, vgl. act. Z84).
3.3 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, er habe bei der Bewegung der Schulter
immer starke Schmerzen (act. Z107, G1), widerspricht dies den aktenkundigen
Arztberichten. Im August 2014 berichtete Dr. F._, der gesundheitliche Zustand sei
deutlich besser als vor der Operation vom 3. Februar 2014. Dem Beschwerdeführer
gehe es erfreulich gut, er berichte über nach wie vor kaum vorhandene Schmerzen in
der linken Schulter, und Schmerzmedikamente nehme er schon seit langer Zeit keine
mehr ein (act. ZM44). Dr. J._ führte am 4. November 2014 zwar aus, auch schnelle
Armbewegungen lösten bei einer Rotatorenmanschettenruptur Schmerzen aus (act.
ZM49). Wie die Beschwerdegegnerin jedoch zu Recht bemerkte (vgl. act. Z111),
handelt es sich dabei wohl um allgemeine, nicht auf den Beschwerdeführer bezogene
Ausführungen. Dementsprechend vermerkte auch Dr. J._ bei der Befunderhebung
nur bei wenigen Übungen ein Auftreten von vorwiegend als leicht bezeichneten
Schulterschmerzen (vgl. act. ZM49). Bereits vor dem operativen Eingriff vom 3. Februar
2014 hatte Prof. I._ festgehalten, aktiv könne praktisch die volle Elevation beider
Schultergelenke erreicht werden, ohne dass dabei wesentliche Schmerzen angegeben
würden. Bei hängendem Arm sei die Aussen-Innenrotation endgradig nicht
schmerzhaft. Es bestehe kein wesentlicher “Painful arc“ (act. ZM26, S. 11). Dr. F._
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hatte am 11. Februar 2014 festgehalten, die Schmerzen seien stark wechselhaft. An
einigen Tagen bestünden relativ wenig Schmerzen, an anderen Tagen seien sie
deutlich verstärkt (act. ZM42). Die medizinischen Akten sprechen damit gegen die nun
geltend gemachten dauernden starken Schulterschmerzen. Ebenso hatte der
Beschwerdeführer bis zur Beschwerdeerhebung nie aktenkundig darüber geklagt, es
würden ihm sehr oft Gegenstände aus der linken Hand fallen (act. G1). Diese
Einschränkung und eine allfällige Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sind somit
medizinisch nicht ausgewiesen.
3.4 Wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht (act. G1), hatte Prof. I._ von
einer weiteren medizinischen Behandlung, insbesondere einer Operation, keine
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet (vgl. act. ZM26, S. 17). Die
Erfolgschancen eines operativen Eingriffs waren auch unter den behandelnden Ärzten
umstritten (vgl. act. ZM26, S. 17, act. ZM4 f., ZM12, ZM33). Die am 5. Februar 2014
schliesslich durchgeführte Operation der linken Schulter (vgl. act. ZM42) brachte zwar
eine Verbesserung der Beschwerden (vgl. act. ZM44), veränderte aber die präoperative
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. F._ und Prof. I._ nicht (act. ZM44). Das positive
Ergebnis der Operation schmälert damit die Beweiskraft des Gutachtens von Prof. I._
nicht.
3.5 Die erstmals von Dr. F._ am 20. Dezember 2012 (vgl. act. ZM24) festgehaltenen
Diagnosen, welche auch in den Berichten von Dr. G._ vom 6. März 2013 (vgl. act.
ZM5) und von Dr. F._ vom 11. Februar 2014 (vgl. act. ZM42) vorkommen und in der
Beschwerdeschrift zitiert werden (act. G1), waren Prof. I._ bekannt und wurden bei
der Begutachtung berücksichtigt (vgl. act. ZM26, S. 5 f.). Inwiefern der
Einspracheentscheid deshalb – wie der Beschwerdeführer geltend macht (act. G1) –
nicht haltbar sein soll, ist nicht nachvollziehbar.
3.6 Der Beschwerdeführer hält den Beurteilungen von Prof. I._ und Dr. F._ die
Einschätzungen von Dr. J._ vom 4. November 2014 entgegen. Dieser führte
bezüglich Arbeitsfähigkeit sinngemäss aus, die Beschwerdegegnerin habe eine
Invalidität verneint, obwohl auch die derzeit ausgeführte Arbeit nicht mehr ganztags
zumutbar sei. Natürlich könne auch er drei Verweistätigkeiten aufzählen, welche besser
geeignet wären als die derzeit ausgeführte Tätigkeit mit Auf- und Abladen von Kisten
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mit einem Gewicht bis 10kg. Kein ökonomisch denkender Arbeitgeber würde jedoch
einen behinderten Sechzigjährigen den sehr zahlreichen gesunden jüngeren Bewerbern
bei der Stellenvergabe vorziehen. Seine derzeitige Tätigkeit werde dem
Beschwerdeführer hingegen von jungen Leuten nicht streitig gemacht. Also solle er
diese sehr nützliche Arbeit weiterführen und nicht gezwungen werden, eine Arbeit in
einem 100% Pensum zu suchen, welche er realistischerweise nicht finden werde (act.
ZM49). Die Beschwerdegegnerin bringt zu Recht vor, dass die Argumentation von Dr.
J._ nicht primär medizinisch und aus juristischer Sicht fehlerhaft sei (act. G3, Z111).
Wie oben ausgeführt (E. 3.1), wird zur Bestimmung des Invaliditätsgrades nicht die
konkrete Arbeitsmarktlage berücksichtigt. Ausschlaggebend ist nicht das tatsächlich
erzielte Einkommen oder dasjenige, welches der Beschwerdeführer auf dem konkreten
Arbeitsmarkt realistischerweise erwirtschaften könnte, sondern der theoretisch auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt erzielbare Lohn. Mit der Beschwerdegegnerin (act. G3) ist
zudem darauf hinzuweisen, dass auch Dr. J._ adaptierte Tätigkeiten aufzählt, welche
dem Beschwerdeführer in einem Pensum von 100% zumutbar wären (act. ZM49).
3.7 Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass das
Gutachten der SMAB AG vom 11. November 2013 (act. ZM26) auf umfassender
Aktenkenntnis sowie eigenen Untersuchungen beruht, das gesamte Leidensbild des
Beschwerdeführers berücksichtigt und die auf dieser Grundlage gezogenen Schlüsse
nachvollziehbar sind. Aus den vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einwänden,
insbesondere den medizinischen Einschätzungen von Dr. J._, ergeben sich keine
objektiven Gesichtspunkte, welche im Gutachten ausser Acht gelassen worden wären.
Eine zwischen dem Gutachten vom 11. November 2013 und dem umstrittenen
Einspracheentscheid vom 26. April 2016 (act. Z111) eingetretene massgebliche
Veränderung des Gesundheitszustandes mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ist
nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen.
4.
Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 100% in einer adaptierten Tätigkeit ist im
Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln.
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4.1 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person im
Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am
zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten
Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige
Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 322 E. 4.1).
Gemäss Angaben der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers hätte dieser im Jahr 2014
ohne Unfall hypothetisch ein Einkommen von Fr. 59‘345.-- (Fr. 4‘565.-- x 13) erzielt
(act. Z95).
4.2 Der Beschwerdeführer hat keinen Beruf erlernt und war vor dem Unfall als C._
tätig. Das Invalideneinkommen ist daher gestützt auf die Schweizerische
Lohnstrukturerhebung (LSE; vgl. BGE 139 V 592 E. 2.3, 129 V 475 E. 4.2.1), Tabelle
TA1, Total sämtlicher Wirtschaftszweige, Kompetenzniveau 1, Männer, zu bestimmen,
das sich im Jahr 2014 auf Fr. 5‘312.-- monatlich bzw. Fr. 63‘744.-- jährlich belief.
Angepasst an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit im Jahr 2014 von 41.7 Stunden
ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 66‘453.--. Das Valideneinkommen von Fr.
59‘345.-- ist damit um 11% unterdurchschnittlich. Folglich ist praxisgemäss eine
Parallelisierung von 6% vorzunehmen und das Invalideneinkommen entsprechend zu
kürzen (zum Erheblichkeitsgrenzwert von 5% vgl. BGE 135 V 297 E. 6.2). Mit dem
Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte
Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu
voll leistungsfähigen und ent¬sprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen
rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere
persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der
Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481
E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Der Beschwerdeführer ist
gesundheitsbedingt selbst bei körperlich leichten Tätigkeiten beeinträchtigt und es sind
dabei weitere qualitative Einschränkungen zu beachten (nur selten Tätigkeiten über
Schulter- bzw. Kopfhöhe, gelegentliches Tragen und Heben von Lasten bis 10kg). Er ist
im Vergleich zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmern damit lohnmässig benachteiligt
und muss mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen (vgl. zum Ganzen
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PHILIPP GEERTSEN, Der Tabellenlohnabzug, in Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.]:
Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff.). Der infolge der
leidensbedingten Einschränkungen von der Beschwerdegegnerin berücksichtigte
Tabellenlohnabzug von 10% (vgl. act. Z105) ist entgegen der Vorbringen des
Beschwerdeführers (act. Z583, Z107) nicht zu beanstanden. Das Invalideneinkommen
beläuft sich damit auf Fr. 56‘219.-- (0.94 x 0.9 x 66‘453.--).
4.3 Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 59‘345.-- und einem
Invalideneinkommen von 56‘219.-- ergibt sich ein nicht rentenbegründender
Invaliditätsgrad von rund 5%.
5.
Weiter beantragt der Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung basierend auf
einer Integritätseinbusse von 20% statt der zugesprochenen 8% (act. G1).
5.1 Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der
Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist
der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär
bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei
unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des
Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls
ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung
der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht
zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die
Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen.
Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte
Skala. Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form
(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die
Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem
Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).
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5.2 Prof. I._ beurteilte aufgrund der erhobenen Befunde überzeugend, die Funktion
der linken Schulter sei erstaunlich gut erhalten, weshalb zur Festlegung der
Integritätsentschädigung nicht ein eventuell vermindertes Bewegungsausmass
massgebend sei. Aufgrund der Schmerzhaftigkeit sei hingegen von einer Periarthrosis
humeroscapularis in mässiger Form auszugehen (act. ZM26, S. 19). Gemäss Tabelle 1
(Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) der Suva
begründet eine solche einen Integritätsschaden von 10%. Diese Beurteilung wurde
auch von Dr. F._ und Dr. K._ geteilt (vgl. act. ZM33, ZM51). Der Beschwerdeführer
macht keine konkreten Einwände dagegen geltend, sondern bringt lediglich vor, er
werde lebenslang Schulterschmerzen haben und seine Schulterfunktion sei
eingeschränkt (act. G1). Er stützt sich dabei auf den Bericht von Dr. J._ vom 4.
November 2014, welcher zwar eine deutlich eingeschränkte Schulterfunktion erwähnte,
jedoch bei den Befunden lediglich bei der Aussenrotation gegen Widerstand und der
kombinierten Innenrotation/Abduktion gegen Widerstand ein vermindertes
Bewegungsausmass im Vergleich zum rechten Arm festhielt (act. ZM49). Dies
rechtfertigt keine weitergehende Integritätsentschädigung als bereits zugesprochen
(vgl. Tabelle 1 der Suva). Soweit der Beschwerdeführer gestützt auf die Beurteilung von
Dr. J._ darauf hinweist, es sei langfristig eine Implantation einer Schulterprothese
notwendig (act. G1), ist erneut zu bemerken, dass das Recht des Beschwerdeführers,
eine in Zukunft allenfalls eintretende Verschlechterung des Gesundheitszustandes der
Beschwerdegegnerin im Sinne eines Rückfall oder Spätfolgen zu melden, gewahrt ist.
5.3 Prof. I._ schlug aufgrund des Vorschadens beim Beschwerdeführer eine 50%ige
Kürzung, mithin eine Integritätseinbusse von 5% vor (act. ZM26, S. 19). Dem
Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er vor dem Unfall nur geringe
Beschwerden an der linken Schulter hatte (vgl. act Z83, act. Z107), trug die
Beschwerdegegnerin bereits Rechnung, indem sie ihm gestützt auf die Beurteilung von
Dr. K._ eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 8%
statt wie ursprünglich angekündigt 5% zusprach (act. Z78, 101, 111). Dr. K._ hatte
ausgeführt, der Vorzustand sei nur mit 20% zu berücksichtigen, da (vor dem Unfall)
klinisch keine relevanten und persistierenden Beschwerden bestanden hätten. Dies ist
aufgrund der Akten, insbesondere der Angaben von Dr. H._, wonach sich in der
Krankengeschichte seines Vorgängers nur am 1. Juni 2007 ein Eintrag bezüglich
Schulterschmerzen links befunden habe (act. ZM18), des Ergebnisses der
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Röntgenuntersuchung der linken Schulter vom 7. Juni 2007 (leichter
Humerushochstand, Präarthose im AC-Gelenk; vgl. act. ZM17) und der von Dr. D._
kurz vor dem Unfall festgehaltenen Schmerzen in der linken Schulter beim Schlafen
(act. ZM25) überzeugend. Dr. J._ hatte zudem beurteilt, aus seiner Sicht sei der
unfallfremde Anteil eher 30% als 50%. Bei der klinischen Untersuchung finde sich
nämlich kein Hinweis, dass die Arthrose im AC-Gelenk für die eingeschränkte
Schulterfunktion eine Rolle spiele (act. ZM49).
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 26. April 2016
nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.
6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).