Decision ID: 7d363910-1e83-5761-9063-f7b67a91da77
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VWEK
Chamber: SG_VWEK_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- X fuhr am Montag, 30. November 2009, um 11.10 Uhr, mit dem Personenwagen
"Daihatsu Sirion 4x4" ausserorts auf der Schlagstrasse von Rothenthurm/SZ in
Richtung Sattel/SZ. Es fiel Schneeregen bei ca. 0° Celsius und die Strassen waren mit
Schneematsch bedeckt. Auf dem Strassenviadukt Rohr-Brücke rutschte das Fahrzeug,
geriet auf die Gegenfahrbahn, prallte dort gegen die linksseitige Leitplanke, schleuderte
zurück auf die Fahrbahn, kollidierte ca. 30 Meter weiter vorne mit der rechtsseitigen
Leitplanke, drehte sich um die eigene Achse und kam anschliessend wieder in
Fahrtrichtung Sattel zum Stillstand. Die Fahrzeugfront wurde massiv und die
Fahrzeugseite hinten links leicht beschädigt. Personen wurden keine verletzt.
B.- Mit Strafverfügung des Bezirksamts Schwyz vom 20. Januar 2010 wurde X wegen
Nichtanpassens der Geschwindigkeit an die Strassenverhältnisse schuldig gesprochen
und zu einer Busse von Fr. 350.-- verurteilt. Die Strafverfügung erwuchs unangefochten
in Rechtskraft.
C.- Das Strassenverkehrsamt entzog X mit Verfügung vom 11. Juni 2010 den
Führerausweis wegen Lenkens eines Motorfahrzeugs mit nicht angepasster
Geschwindigkeit und Verursachens eines Selbstunfalls für die Dauer eines Monats.
D.- Gegen diese Verfügung erhob X durch ihren Vertreter mit Eingabe vom 28. Juni
2010 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission. Sie beantragte, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die
Angelegenheit zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei
von einer Massnahme abzusehen oder eine Verwarnung auszusprechen. Die
Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung die Abweisung des Rekurses. Auf die
Ausführungen zur Begründung der Rechtsbegehren wird, soweit erforderlich, in den
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 28. Juni 2010 ist rechtzeitig eingereicht
worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen
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(Art. 41 , 45, 47 und 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1,
abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.
2.- Gemäss Art. 16 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt: SVG)
wird nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das
Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz vom 24. Juni 1970 ausgeschlossen ist,
der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung ausgesprochen. Das
Gesetz unterscheidet zwischen leichten (Art. 16a SVG), mittelschweren (Art. 16b SVG)
und schweren Widerhandlungen (Art. 16c SVG). Eine leichte Widerhandlung begeht,
wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer
hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG).
Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln
eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt (Art. 16b Abs. 1 lit.
a SVG). Ist die Verletzung von Verkehrsregeln grob und wird dadurch eine ernstliche
Gefahr für die Sicherheit anderer hervorgerufen oder in Kauf genommen, ist die
Widerhandlung schwer (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG).
a) Nach Art. 32 Abs. 1 SVG ist die Geschwindigkeit stets den Umständen anzupassen,
namentlich den Besonderheiten von Fahrzeug und Ladung sowie den Strassen-,
Verkehrs- und Sichtverhältnissen. Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, dass
er innerhalb der überblickbaren Strecke halten kann; wo das Kreuzen schwierig ist,
muss er auf halbe Sichtweite halten können (Art. 4 Abs. 1 der
Verkehrsregelnverordnung, SR 741.11, abgekürzt: VRV). Der Fahrzeugführer hat
langsam zu fahren, wo die Strasse verschneit, vereist, mit nassem Laub oder mit Splitt
bedeckt ist (Art. 4 Abs. 2 VRV).
aa) Die Rekurrentin macht geltend, sie habe eine Geschwindigkeit von ca. 40 km/h
eingehalten und das Tempo den Strassenverhältnissen angepasst. Weshalb es zum
Unfall gekommen sei, könne sie sich nicht erklären. Möglicherweise stehe das Ereignis
im Zusammenhang mit einer Sicherheitsproblematik des Lenkrades resp. der
Lenksäule. Dies sei von der Vorinstanz nicht abgeklärt worden, obwohl die geltend
gemachten möglichen technischen Probleme rechtlich als neue Tatsache zu behandeln
seien. Erst im April 2010 - also nach Erlass der Strafverfügung - sei sie durch die
Generalimporteurin über mögliche technische Probleme des Lenkrads und der
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Lenksäule orientiert worden. Die Vorinstanz wäre verpflichtet gewesen, diesen neuen
Einwand näher zu prüfen und Abklärungen zu treffen.
bb) Zu eigenen Sachverhaltserhebungen sind die Entzugsbehörden nur verpflichtet,
wenn klare Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Sachverhaltsfeststellungen im
Strafurteil unrichtig sind (vgl. BGE vom 1. September 2004, 6A.35/2004, E. 3.3 und
BGE vom 26. Mai 2003, 6A.68/2002, E. 2.1 mit Hinweisen auf BGE 119 Ib 158 E. 3c/aa
und 103 Ib 101 E. 2b). Solche Anhaltspunkte liegen nicht vor. Im Schreiben der
Generalimporteurin vom April 2010 wird auf allfällige Probleme mit dem Lenkrad
hingewiesen. Dabei handelt es sich aber um einen möglichen Ermüdungsbruch der
Lenkradspeiche infolge falscher Belastung. Weltweit seien weniger als zehn Fälle
bekannt und bei allen sei eine Zweckentfremdung des Lenkrads als Ein- und
Ausstiegshilfe der Grund gewesen. Einen Bruch der Lenkradspeiche - also eines Teils
des Lenkrads, welchen man bei jeder Fahrt in den Händen hält - hätte sowohl die
Rekurrentin als auch die Polizei bemerken müssen. Im Polizeirapport wird ausgeführt,
der Zustand des Fahrzeugs sei, soweit ersichtlich, in Ordnung gewesen. Die
Rekurrentin machte anlässlich der polizeilichen Befragung im Anschluss an den Unfall
ebenfalls keinen technischen Defekt geltend, vielmehr schrieb sie den Unfall
"rutschigen" Verhältnissen zu (act. 8/1). Es gibt keine konkreten Hinweise für einen
technischen Mangel, weshalb die Vorinstanz diesbezüglich von Abklärungen absehen
durfte. Auch im Rekursverfahren bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die
Sachverhaltsfeststellungen der Strafbehörden offensichtlich falsch sind, weshalb auf
eigene Sachverhaltserhebungen verzichtet werden kann.
cc) Dementsprechend steht in Übereinstimmung mit der strafrechtlichen Verurteilung
fest, dass die Rekurrentin infolge Nichtanpassens der Geschwindigkeit einen Unfall
verursacht hat.
b) Umstritten ist, ob die Vorinstanz die Verletzung von Art. 32 Abs. 1 SVG zu Recht als
mittelschwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften im Sinn von Art.
16b Abs. 1 lit. a SVG qualifiziert hat. Sie hält in der angefochtenen Verfügung fest,
durch das Fehlverhalten habe die Rekurrentin schuldhaft einen Selbstunfall verursacht
und dabei den Verkehr in erhöht abstrakter Weise gefährdet. Es sei nur glücklichen
Umständen zu verdanken, dass ihr kein Fahrzeug entgegengekommen sei, als sie mit
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dem Personenwagen auf die Gegenfahrbahn geraten sei. Daher liege unabhängig vom
Grad des Verschuldens zumindest ein mittelschwerer Fall vor.
aa) Die Rekurrentin erachtet die Widerhandlung demgegenüber als besonders leicht
oder zumindest leicht. Im Rekurs wird unter Hinweis auf BGE 125 II 561 vorgebracht,
anhand der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 16 Abs. 2 aSVG und Art. 31 Abs. 2 VZV
lasse sich festhalten, dass für die Annahme eines leichten Falls das Verschulden des
Fahrzeuglenkers und dessen automobilistischer Leumund massgeblich seien. Die
Schwere der Verkehrsgefährdung sei nur zu berücksichtigen, wenn sie
verschuldensmässig von Belang sei. Die Anordnung einer blossen Verwarnung sei also
selbst bei einer fahrlässigen Tötung nicht ausgeschlossen. Das Verschulden der
Rekurrentin sei nicht gross. Es liege kein Geschwindigkeitsexzess vor und mit der
Vereisung der Fahrbahn habe sie nicht rechnen müssen.
bb) Eine leichte Widerhandlung im Sinn von Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG setzt voraus,
dass die vom Lenker durch die Verkehrsregelverletzung bewirkte Gefahr für die
Sicherheit anderer gering und das Verschulden leicht ist.
Die leicht erhöhte abstrakte Gefährdung wird als "geringe Gefahr für die Sicherheit
anderer" umschrieben. Wenn im Strassenverkehr von der "Sicherheit anderer" die
Rede ist, ist damit das Schutzgut der körperlichen Integrität ("Leib und Leben") und
Gesundheit anderer Personen, seien dies Verkehrsteilnehmer oder sonst wie mögliche
Gefährdete, gemeint. Die Verkehrsregeln sind als abstrakte Gefährdungsdelikte
ausgestaltet, so dass deren Verletzung den Tatbestand der Gefahr selbst nicht als
Deliktsmerkmal enthält. Der Gesetzgeber knüpft vielmehr Sanktionen oder
Massnahmen an ein Verhalten, das generell geeignet ist, das geschützte Rechtsgut zu
gefährden oder zu verletzen. Abstrakte Gefährdungstatbestände bedrohen mithin ein
Verhalten wegen seiner typischen Gefährlichkeit allgemein mit Strafe oder Massnahme.
Es ist nicht relevant, ob im Einzelfall tatsächlich ein Rechtsgut gefährdet wurde (vgl. R.
Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band III: Die
Administrativmassnahmen, Bern 1995, Rz. 2255-2257; Trechsel/Noll, Schweizerisches
Strafrecht allgemeiner Teil I: Allgemeine Voraussetzungen der Strafbarkeit, 5. Aufl.
1998, S. 77).
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Für die Annahme eines leichten Falles setzt das Gesetz somit ausdrücklich ein geringes
Ausmass der Gefährdung voraus. Im Gegensatz zur bundesgerichtlichen
Rechtsprechung zum alten, bis am 31. Dezember 2004 geltenden Recht (vgl. BGE 125
II 561, welcher im Rekurs angeführt wird) räumt Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG der Schwere
der Verkehrsgefährdung wieder eine eigenständige Stellung ein. Für die Annahme einer
leichten Widerhandlung müssen eine geringe Gefahr und ein leichtes Verschulden
kumulativ gegeben sein (BGE 135 II 138, E. 2.2.3). Diese Änderung der Rechtslage ist
dem Rechtsvertreter offensichtlich entgangen. Der im Rekurs erwähnte
Bundesgerichtsentscheid 125 II 561 ist überholt; nicht mehr in Kraft ist auch Art. 31
aVZV. Dieser Artikel wurde mit der am 1. Januar 2005 in Kraft getretenen Revision des
Strassenverkehrsrechts geändert und betrifft heute die Informationspflicht, welche im
vorliegenden Zusammenhang nicht von Bedeutung ist. Die Voraussetzungen einer
leichten Widerhandlung umschreibt nunmehr im Einzelnen Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG.
Danach stellt die Gefährdung der Sicherheit anderer einen wesentlichen und
eigenständigen Gesichtspunkt dar. Es handelt sich dabei nicht um ein
gesetzgeberisches Versehen. Wie in der Botschaft zur Änderung des
Strassenverkehrsgesetzes vom 31. März 1999 (BBl 1999 4489) ausgeführt wird, ist eine
mittelschwere Widerhandlung nach Art. 16b SVG gegeben, wenn das Verschulden
gross, die Gefährdung aber gering oder umgekehrt das Verschulden gering und die
Gefährdung gross ist. Der Gesetzgeber hat somit bewusst dem Gesichtspunkt der
Verkehrsgefährdung ein höheres Gewicht beigemessen. Er hat bei der Revision das
Recht des Warnungsentzugs von strafrechtlichen Erwägungen stärker verselbständigt
und im Hinblick auf die Erhöhung der Verkehrssicherheit und damit die weitere
Senkung der Zahl der Toten und Verletzten im Strassenverkehr - teilweise massiv -
verschärft (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_271/2008 vom 8. Januar 2009, E. 2.2.3
mit Hinweisen).
Im Recht der Administrativmassnahmen liegen der gesetzlichen Kategorisierung der
Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften verschiedene
Gefährdungsstufen zugrunde. Von der konkreten Gefährdung der körperlichen
Integrität anderer Personen ist die abstrakte Gefährdung zu unterscheiden, die
"einfach" oder "erhöht" sein kann. Die einfache abstrakte Gefährdung zieht kein
Administrativmassnahmeverfahren nach sich (vgl. Art. 16 Abs. 2 SVG). Eine solche
Gefährdung ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aber nur dann
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anzunehmen, wenn keine anderen Verkehrsteilnehmer vom Fehlverhalten der
Rekurrentin hätten betroffen werden können. Führt hingegen die Missachtung einer
Verkehrsregel zu einer Verletzung eines Rechtsguts, einer konkreten Gefährdung der
körperlichen Integrität oder zu einer erhöhten abstrakten Gefährdung dieses
Rechtsguts, hat dies eine Administrativmassnahme zur Folge (R. Schaffhauser, Die
neuen Administrativmassnahmen des Strassenverkehrsgesetzes, in: Jahrbuch zum
Strassenverkehrsrecht 2003, St. Gallen 2003, S. 181, Rz. 43ff.).
Für die Abstufung innerhalb der erhöhten abstrakten Gefährdung ist auf die Nähe der
Verwirklichung der Gefahr abzustellen. Je näher die Möglichkeit einer konkreten
Gefährdung oder Verletzung liegt, umso schwerer wiegt die erhöhte abstrakte
Gefährdung (vgl. BGE 118 IV 285 E. 3a). Eine konkrete Gefahr liegt vor, wenn für einen
bestimmten Verkehrsteilnehmer oder einen Mitfahrer die Gefahr einer Körperverletzung
oder gar Tötung bestand. Erst recht ist eine konkrete Gefahr zu bejahen, wenn es zu
einem Unfall gekommen ist und sich die hervorgerufene Gefahr realisiert hat (J. Boll,
Grobe Verkehrsregelverletzung, Davos 1999, S. 12). Zudem ist das Ausmass der
üblicherweise entstandenen Schädigung bei Eintritt der Rechtsgutverletzung zu
berücksichtigen (vgl. VRKE IV vom 6. Juli 2005 in Sachen H. L., E. 4 b/bb).
cc) Die Rekurrentin hat auf einer Strecke ausserorts in einer Rechtskurve die Herrschaft
über den von ihr gelenkten Personenwagen verloren. Das Fahrzeug rutschte auf dem
Schneematsch über die Gegenfahrbahn, kollidierte dort zuerst mit der linksseitigen
Leitplanke, schleuderte über beide Spuren zurück und traf dort auf die rechtsseitige
Leitplanke, worauf es sich um die eigene Achse drehte und wieder in Fahrtrichtung
stehen blieb. Auch wenn das Verkehrsaufkommen nach Angaben der Rekurrentin
schwach war, war sie jedenfalls nicht als einzige Lenkerin unterwegs. Auf jeden Fall ist
bei einer zu schnellen Fahrt auf glitschiger Strasse durchaus mit Unfällen zu rechnen,
die geeignet sind, nebst erheblichem Sach- auch Personenschaden nach sich zu
ziehen. Aus den äusserlich erkennbaren Folgen der Kollision am Fahrzeug der
Rekurrentin ergibt sich, dass diese hinsichtlich der Gefährdung keine Bagatelle
darstellte. Dass sich kein schwerer Unfall ereignet hat, ist glücklichen Umständen zu
verdanken. Somit kann die abstrakte Gefährdung - entgegen der Ansicht der
Rekurrentin - nicht mehr als gering eingestuft werden. Dies bedeutet, dass die
Annahme einer leichten Widerhandlung ausscheidet, und zwar unabhängig vom
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Verschuldensmass. Entsprechend ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz von einer
mittelschweren Widerhandlung im Sinn von Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG auszugehen.
3.- Zu prüfen bleibt die von der Vorinstanz verfügte Entzugsdauer von einem Monat.
a) Bei der Festsetzung der Dauer des Lernfahr- oder Führerausweisentzugs sind
gemäss Art. 16 Abs. 3 SVG die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen,
namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als
Motorfahrzeugführer sowie die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen.
Die Mindestentzugsdauer darf jedoch nicht unterschritten werden. Gemäss Art. 16b
Abs. 2 lit. a SVG wird der Lernfahr- oder Führerausweis nach einer mittelschweren
Widerhandlung mindestens für einen Monat entzogen.
b) Die Vorinstanz hat der Rekurrentin in der angefochtenen Verfügung den
Führerausweis für die gesetzlich vorgeschriebene minimale Entzugsdauer von einem
Monat entzogen. Da das Gesetz eine Unterschreitung dieser Mindestentzugsdauer
ausschliesst (Art. 16 Abs. 3 SVG), erübrigt es sich, massnahmemindernde Umstände
wie eine berufliche Angewiesenheit der Rekurrentin auf das Führen eines
Motorfahrzeugs oder den automobilistischen Leumund zu prüfen. Die verfügte
Entzugsdauer von einem Monat ist damit nicht zu beanstanden.
4.- Zusammenfassend ergibt sich, dass der Rekurs abzuweisen ist. Dem
Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der Rekurrentin
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'200.-- erscheint
angemessen (vgl. Art. 13 Ziff. 522 des Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Der
Kostenvorschuss von Fr. 1'200.-- ist zu verrechnen.