Decision ID: a29e1b60-74fa-424c-a1e3-f3b9f2f6d4f2
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958 und ohne Berufsabschluss, war zuletzt ab August 1993 als Werkstattmitarbeiter bei der
Y._
AG angestellt, wobei er ab 20.
Februar 1995 in unterschiedlichem Umfang, zunächst im Wechsel 100
%
und 50
%
sowie ab
4.
November 1996 zu 100
%
, arbei
tsunfähig geschrieben war (Urk. 7/3/2
, Urk.
7
/9
/3-10
,
Urk.
7/15/5,
Urk.
7
/16
/5-18
). Am 1
5.
März 1996 mel
dete er sich unter Hinweis auf seit März 1995 bestehende Rückenbeschwerden (Diskushernie) bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an (
Urk.
7
/1).
Mit Verfügungen vom 10. September 1997
sprach ihm die
Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
für die Dauer vom
1.
Juni 1996 bis 3
1.
Januar 1997 eine befristete halbe Rente (Invaliditätsgrad von 50
%
) und ab
1.
Februar 1997 eine unbefristete ganze Rente (Invaliditätsgrad von 100
%
) zu
(
Urk.
7/22/2-3 und Urk.
7/23).
1.2
In der Folge wurde der Anspruch auf eine ganze Rente im Zuge von amtlichen Revisionsverfahren
wiederholt
bestätigt (Verf
ügung vom
6.
Januar 1998 [Urk.
7
/29], Mitteilungen vom 2
9.
März und 2
4.
November 1999 [
Urk.
7/37, Urk. 7
/42],
7.
Dezember 2000 [
Urk.
7/46],
4.
Februar 2004 [
Urk.
7/54] und 15.
Mai
2007 [
Urk.
7
/64]).
1.3
Im Sommer 2011 leitete die IV-Stelle ein weiteres Rentenrevisionsverfahren ein (
Urk.
7
/71), in dessen Verlauf sie den Versicherten –
dieser hatte am 14.
Septem
ber 2011 bei einem Velounfall eine linksseitige Schulter-Oberarm-Verletzung (subkapitale
Humerusfraktur
mit Abriss des
Tuberculum
majus
, Urk.
7/74/1,
Urk.
7
/74/9 und
Urk.
7
/95) erlitten – am
Z._
allgemein-internistisch und rheumatologisch begutachten liess (Gutachten vom 1
1.
Oktober 2012,
Urk.
7/98).
Nachdem die IV-Stelle die im September 2013 aufgenommenen Eingliederungs
bemühungen am
4.
Februar 2014 wegen eines erwarteten operativen Eingriffes an der linken Schulter einstwei
len abgeschlossen hatte (Urk.
7
/115-118,
Urk.
7
/120-121,
Urk.
7
/126-127,
Urk.
7
/129-130), veranlasste sie am 2
3.
Oktober 2014 eine vom 1
7.
November bis 1
2.
Dezember 2014 dauernde Potenzialabklä
rung (Kompass) in der
A._
(
Urk.
7
/146)
, welc
he
nach einem Zusammenbruch
des Versicherten
in der Werkstatt
vorzeitig per 1
9.
No
vember 2014
abgebrochen wurde
(
Urk. 7/156/1, Urk. 7/157/1,
Urk.
7/158).
Auf
dessen
Verlangen (Urk. 7/164-166)
erliess
die IV-Stelle
am 1
7.
Dezember 2014 (
Urk.
11/167) betreffend Abschluss der beruflichen Eingliederungsmassnahmen eine anfechtbare Verfügung, welche unangefochten in Rechtskraft erwuchs.
Mit Verfügung vom 8. Dezember 2014 stellte
die IV-Stelle
zudem
-
wie am 3.
Ok
tober 2014 (Urk. 7/143) vorbeschieden -
die laufende g
anze Rente infolge einer Verbesserung des Gesundheitszustandes (Urk. 7/161
)
ein
, welchen Entscheid das hiesige Gericht mit Urteil vom
8.
September 2016 schützte (
Urk.
7/174; Prozess IV.2015.00102)
.
Die dagegen erhobene Beschwerde (
Urk.
7/175/3-13) hiess das Bundesgericht mit Urteil vom 1
3.
März 2017
teilweise gut und wies die Sache an die IV-Stelle zurück
, damit sie im Sinne der Erwägungen über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversicherung neu verfüge; im Üb
rigen wurde die Beschwerde abgewiesen
(
Urk.
7/179
Dispositiv-Ziffer 1
; Prozess 9C_699/2016).
1.4
In der Folge zog die IV-Stelle Arztberichte bei (
Urk.
7/194
,
Urk.
7/202) und liess den Versicherten durch med.
pract
.
B._
, Fachärztin für Orthopädische Chi
rurgie und Traumatologie, vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) am 16. No
vember 2017 untersuchen (Bericht vom 2
0.
Dezember 2017,
Urk.
7/210).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/213-214,
Urk.
7/217) bestä
tigte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
3.
Februar 2018 die am
8.
Dezember 2014 verfügte Rentenaufhebung
und verneinte einen seitherigen, erneuten Rentenan
spruch
(
Urk.
7/220 =
Urk.
2).
2.
Hiege
gen
erhob
X._
mit Eingabe vom 1
4.
März 2018
Beschwerde (
Urk.
1) und
ersuchte um
A
ufhebung
des angefochtenen Entscheids sowie
um
Ver
pflich
tung der IV-Stelle, weiterhin die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze Rente, auszurichten. In prozessualer Hinsicht
beantragte
er
,
der Verfügung die aufschiebende Wirkung zu entziehen (S. 2).
Die IV
Stelle schloss in ihrer Be
schwerdeantwort vom
2.
Mai 2018
auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
6)
, was dem Beschwerdeführer am
1
6.
Mai 2018
zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8
).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG)
.
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
,
IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer revisionsrechtlich relevanten Änderung des Invaliditätsgrades bildet die letzt
e rechtskräftige Verfügung, wel
che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3).
1.4
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und
keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2)
davon aus,
dass der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als Lage
rist/Werkstattmitarbeiter nicht mehr arbeitsfähig sei, ihm jedoch seit der
Z._
-Begutachtung im Jahr 2012 eine Verweistätigkeit zu 100
%
zuzumuten sei. L
aut Untersuchungsbericht
des RAD hätten sich
die Hüftbeschwerden nicht verändert. Gemäss Bundesgericht habe sie
, die Beschwerdegegnerin,
den gesamten medizi
nischen Sachverhalt respektive die Veränderung neu abklären müssen.
Obwohl
der Beschwerdeführer an weiteren Diagnosen leide, könne trotzdem eine gesund
heitliche Verbesserung eingetreten sein. Vom Invalideneinkommen sei ein Abzug von 10
%
zu gewähren, so dass ein Invaliditätsgrad von 23
%
und seit der Ren
tenaufhebung im Jahr 2014 kein erneuter Rentenanspruch resultiere (S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte da
gegen vor
(
Urk.
1)
,
der RAD
Untersuchungsbericht sei nicht nachvollziehbar (S. 8). Es hätte
- aus näher dargelegten Gründen -
eine externe, unabhängige medizinische Abklärungsstelle beauftragt werden müssen, um die vom Bundesgericht gerügten ungenügenden Abklärungen zu vervollständigen
. Die Beschwerdegegnerin habe den Nachweis zu erbringen, dass von einer gesundheitlichen Verbesserung auszugehen sei; ein
zig der Hinweis auf eine Möglichkeit reiche dazu nicht aus
(S. 9).
Der leidensbe
dingte Abzug von 10
%
sei ungenügend begründet (S. 9-10).
3.
Neben den vorstehend dargestellten
materiellen
Rügen (E. 2.2) monierte
der Be
schwerdeführer
in formeller Hinsicht
, seine Einwände seien gar nicht geprüft
und im Besonderen sei die Angemessenheit des Leidensabzuges von 10
%
nicht be
gründet
worden (
Urk.
1 S. 6
und S. 9 f.
)
. Damit machte er wenigstens sinngemäss
eine Verletzung se
ines rechtlichen Gehörs geltend, was vorweg zu prüfen ist.
Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par
teien nicht voll entsprechen, eine Begründung
enthalten, das heisst eine Darstel
lung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und Er
wägungen
(
Art.
49
Abs.
3 Satz 2 ATSG).
Die Begründung eines Entscheides
muss so abgefasst sein, dass die betroffene Person ihn gegebenenfalls anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müs
sen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Ver
sicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies be
deutet indessen nicht, dass sich die Verwaltung ausdrücklich mit jeder
tatbeständ
lichen
Behauptung und jedem rechtlichen Einwand
auseinander setzen
muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E. 5b/
dd
mit Hinweis, 118 V 56 E. 5b).
Der Mangel eines nicht oder nur ungenügend begründeten Entscheides kann ge
mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rechtsmittelverfahren geheilt wer
den, sofern die fehlende Begründung in der Vernehmlassung der entscheidenden Behörde zum Rechtsmittel enthalten ist oder den
beschwerdeführenden
Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird, diese dazu Stellung nehmen kön
nen und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt (
BGE
107
Ia
1).
Von der Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann abzusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhörung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst
beförderli
chen
Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (
BGE
120 V 357
E.
2b, 116 V 182 E. 3c und d).
Es ist nicht von der Hand zu weisen
, dass die Beschwerdegegnerin in der ange
fochtenen Verfügung
zur im Einwand hauptsächlich aufgeworfenen Frage der gesundheitlichen Veränderung (
Urk.
7/214)
sehr konzise
Stellung genommen hat.
Aus der Verfügung gehen indes die Überlegungen
knapp
hervor, von denen sich die Beschwerdegegnerin leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt.
Der Beschwerdeführer war denn auch in der Lage, den Entscheid sachgerecht anzu
fechten.
Soweit im Übrigen der Anspruch auf rechtliches Gehör durch das
Verwaltungs
v
erfahren tangiert worden wäre,
ist
es aus prozessökonomischer Sicht gerecht
fertigt, den Mangel
im Rahmen des vorliegenden Prozesses
als
geheilt
zu betrach
ten
, da das hiesige Gericht als Beschwerdeinstanz den Sachverhalt wie auch die
Rechtslage frei überprüfen kann.
D
a d
er Beschwerdeführer keinen Antrag auf Rückweisung der Sache zur Heilung eines allfälligen Formmangels gestellt hat, ist zudem anzunehmen, dass er selbst kein Interesse an einer entsprechenden Ver
fahrensverzögerung hat.
4.
4.1
Das Bundesgericht
erwog im Urteil vom 1
3.
März 2017
(
Urk.
7/179)
,
das hiesige Gericht habe festgestellt, dass es gemäss dem
Rheumatologen des
Z._
(Gut
achten vom 1
1.
Oktober 2012,
Urk. 7/
98
)
zu einer Besserung der Befunde gekom
men
sei. Der
Experte habe zwar die früheren Diagnosen im Wesentlichen auf
rechterhalten, er stufe jedoch das Leiden mit Bezug auf die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit als weniger einschneidend ein. Es liege somit nicht bloss eine andere Beurteilung eines identischen Sachverhalts vor. Ebenfalls stellten die linksseitigen Schulterbeschwerden als Folge des Sturzes mit dem Velo im Sep
tember 2011 eine revisionsrechtlich erhebliche Tatsachenänderung dar
(E.
4.2)
.
Was der
Beschwerdeführer
vor Bundesgericht
dagegen vorbrachte
, erachtete d
ie
ses
mit näherer Begründung
nicht
als
stichhaltig
(E. 4.3)
.
4.2
Im Weiteren führte das Bundesgericht aus, dass das hiesige Gericht z
ur gesund
heitlichen Situation nach der Begutachtung im Jahre 2012 bis zum Erlass der
Verfügung vom
8.
Dezember 2014
festgestellt
habe
, es lägen keine Anhaltspunkte für eine Verschlechterung vor. Aufgrund der Akten (Berichte
C._
Klinik
, Orthopädie, vom 1
4.
Mai 2014
[
Urk.
7/
133/16-17
] und Dr.
med.
D._
, Allge
meine Medizin FMH, vom
7.
November 2014
[Urk.
7/
154/1
]
) sei nicht
rechts
genüglich
belegt, dass der Beschwerdeführer aufgrund des wieder manifest ge
wordenen Hüftleidens in einer entsprechenden Verweistätigkeit zeitlich oder leis
tungsmässig nicht voll einsatzfähig wäre
(E.
5.1)
.
Die Ärzte der
C._
Klinik
hätten
in ihrem Bericht vom
1
4.
Mai 2014
(Urk. 7/
133/16-17
)
die Diagnose einer
Coxarthrose
rechts mit
Femurkopfnekrose
Ficat
Stadium I und
Coxarthrose
links
gestellt
. Das MRI vom 2
4.
März 2014
(Urk. 7/133/15
)
habe
ein ausgeprägtes Knochenmarksödem des rechten
Femur
kopfes
und Schenkelhals
es
mit
subchondraler
Hypointenserlinie
ohne
Kortikalis
einbruch
sichtbar gemacht. Es
sei
ein
endoprothetischer
Ersatz empfohlen
wor
den
. Zur Arbeitsfähigkeit
hätten sie sich
nicht
geäussert
. Verglichen mit den im rheumatologischen Teilgutachten de
s
Z._
erwähnten Röntgenaufnahmen (Be
ckenübersicht) vom 3
1.
August 2012
(
Urk.
7/92)
und dem als gering bezei
chneten radiologischen Befund
lasse
sich eine wesentliche Änderung des Gesundheitszu
standes ohne dauerhafte Verbesserung auch bei geeigneter (medikamentöser)
Therapie nicht ohne Weiteres ausschliessen. Dabei hand
le
es sich um eine medi
zinische Frage, welche in erster Linie vom Facharzt zu beantworten
sei
. Das g
elte
auch in Bezug auf die allenfalls weitere Frage nach den Auswirkungen des Ge
sundheitsschadens auf die Arbeitsfähigkeit. Diesbezüglich
könne
es nicht genü
gen, die im Bericht der
C._
Klinik vom 1
4.
Mai 2014 wiedergegebenen subjektiven Angaben des Beschwerdeführers als Massstab zu nehmen und das Belastungsprof
il gemäss dem Gutachten vom 11.
Oktober 2012 entsprechend an
zupassen
.
Laut Bundesgericht beruhte d
er daraus
vom hiesigen Gericht
gezogene Schluss, es sei nicht
rechtsgenüglich
belegt, dass der Beschwerdeführer (auch) im Zeitraum nach der Begutachtung bis Verfügungserlass in einer Verweistätigkeit nicht zeitlich und leistungsmässig voll einsatzfähig
sei
, auf unvollständiger Be
weisgrundlage
(E. 5.2).
Es wies die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück, da
mit diese i
m vorstehenden Sinne Abklärungen vornehme und danach über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge
; i
nsoweit
sei die Beschwerde begründet (E. 5.3).
Dementsprechend hiess das Bundesgericht die
Beschwerde teilweise gut und wies die Sache an die IV-Stelle zurück, damit sie im Sinne der Erwägungen über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversicherung neu verfüge; im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen (
Urk.
7/179 Dispositiv-Ziffer 1).
4.3
Das Bundesgericht hat demnach abschliessend und verbindlich entschieden, dass gestützt auf das
Z._
vom 1
1.
Oktober 2102 (
Urk.
7/98) in Bezug auf die ge
sundheitliche Situation im Vergleichszeitpunkt mit Rücken- und Hüftleiden (vgl. dazu
Urk.
7/174/8 E. 5.2) eine gesundheitliche Verbesserung
erstellt sei
.
Die Schlussfolgerung des hiesigen Gerichts, im Zeitpunkt der
Z._
-Begutachtung im Oktober 2012 sei
trotz Schulter-, Hüft- und Rückenproblematik eine Ver
weistätigkeit ohne besondere Arm-Schulter-Belastungen (Gewichtheben bis 15 Kilogramm)
und
ohne zeitliche und leistungsmässige Einschränkungen zumutbar (
Urk.
7/174/10 E.
5.4)
,
wurde vom Bundesgericht nicht beanstandet.
Davon ist daher auszugehen.
Aufgrund der damaligen medizinischen Aktenlage war hingegen nicht
rechts
genüglich
belegt,
wie es sich mit der Leistungsfähigkeit in einer Verweistätigkeit im Zeitraum nach der Begutachtung bis
zu
r
am
8. Dezember 2014
verfügten Ren
teneinstellung
verhielt.
Mithin
ist
nunmehr
der
in jene
m
Zeit
raum
ausgewiesene
gesundheitliche Verlauf
zu
beleuchten
.
5.
5.1
Das hiesige Gericht referierte das
Z._
-Gutachten (
Urk.
7/98) folgendermassen
(
Urk.
7/174/7):
-
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit):
-
Status nach subkapitaler
Humerusfraktur
und
Tuberkulumausriss
links am 1
4.
September 2011
-
Degenerative Veränderungen der
Lendenwirbelsäule (
LWS
;
Diskopa
thie
,
Spondylarthrose
) mit spinalen
Stenosierungen
-
Beginnende
Coxarthrose
beidseits
-
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit):
-
Verdacht auf psychogene Hyperventilationsanfälle nachts
-
Arterielle Hypertonie, medikamentös gut eingestellt
In ihrer Beurteilung (S. 17 f.)
hätten
die Sachverständigen fest
gehalten
, aus rheu
matologischer Sicht best
ehe
ein langjähriges Schmerzbild vorwiegend der lum
balen Rücken- und der rechten Hüftregion mit geringen radiologischen Verände
rungen im Hüftbereich, deutlicher an der LWS, aber mit erheblichen Zweifeln an der Intensität der geäusserten Beschwerden aufgrund verschiedener anamnesti
scher Fakten (unter anderem unklare und wechselnde Spezialiste
n-Diag
nosen, wenig konkrete Behandlungen in den letzten Jahren) und Verhaltensauffälligkei
ten bei der aktuellen Untersuchung. Zu diesem Bild hinzu komme eine erst im Herbst 2011 erlittene Verletzung der linken Schulter, deren Rehabilitation noch nicht zum Vorzustand geführt habe. Tätigkeiten ohne nennenswerte manuelle, vor allem Arm-Schulter-Belastung und ohne schwere Hebe-Anforderungen (Ein
zelgewichte bis 15 Kilogramm möglich) seien ab sofort in vollem zeitlichem und leistungsmässigem Ausmass zumutbar, beispielsweise Beratung und Verkauf im Maschinensektor.
[...]
Von den internistischen Problemen der psychogenen nächt
lichen Hyperventilationsanfälle und der medikamentös gut eingestellten Hyper
tonie gehe keine Arbeitsunfähigkeit aus.
5.2
5.2.1
Das Bundesgericht stützte sich betreffend die Verhältnisse im
Zeitpunkt der Ren
teneinstellung Anfang 2015 sodann
auf den Bericht der
C._
Klinik vom 1
4.
Mai 201
4
(vorstehend E. 4.2). Darin
wurden beidseitige
Coxarthrosen
mit
seit 1998 bestehender (vgl.
Urk.
7/135/6)
Femurkopfnekrose
rechts
diagnostiziert
; i
m MRI vom 2
4.
März 2014
(Urk. 7/133/15) hat sich
zudem
ein ausgeprägtes Kno
chenmarksödem gezeigt.
Gemäss den zuständigen Ärzten
klage
der Beschwerde
führer
seit drei Monaten
-
nach zwischenzeitlicher Beschwerdefreiheit
-
über er
neut aufgetretene immobilisierende Hüftschmerzen rechts. Diese wurde
n
mit
tels
Analgetika
und Infiltrationen behandelt (
Urk.
7/1
3
3/16-19
)
, wobei die Ärzte der
C._
Klinik einen prothetischen Ersatz empfahlen (
Urk.
7/133/19,
Urk.
7/135/7).
Anlässlich der Konsultation vom 1
0.
September 2014 berichtete der
Beschwerdeführer
zwar nicht von Beschwerdefreiheit, aber
von einer Besse
rung der Schmerzen nach der Infiltration vom 1
0.
September 201
4.
Langes Ge
hen,
Treppensteigen und langes Sitzen bereiteten ihm Schmerzen. Trotz zuneh
mender Einschränkung wolle er mit der Operation zuwarten (
Urk.
7/154/2). Daran änderte sich auch am 1
9.
Dezember 2014
nichts
, als der Beschwerdeführer trotz «weiterhin Beschwerden» eine weitere Infiltration wünschte (
Urk.
7/168).
Zur Arbeitsfähigkeit
wurde im Bericht der
C._
Klinik vom
2
8.
Mai 2014
-
nur mit Blick auf die Hüfte
-
aus
geführt
, die bisherige Tätigkeit sei nicht zumut
bar; die Leistungsfähigkeit betrage 50
%
. Im Weiteren verwiesen sie auf die Wir
be
l
säulenchirurgen beziehungsweise den Hausarzt
(
Urk.
7/135/
7
)
.
5.2.2
Dr.
D._
hielt
am
7.
November 2014 in Bezug
auf die
rechte Hüfte
F
olgendes fest: «keine repetierenden Belastungen, kann nichts tragen und
herumlaufen.»
Wenn Schmerzen auftreten, solle die Tätigkeit unterbrochen werden, bis die Schmerzen
verebnen
. Auch bei Schmerzen in der rechten Schulter und im Rücken sollten alle Tätigkeiten vermieden werden, die subjektiv mehr Schmerzen berei
tete
n (
Urk.
7/154/1).
5.2.3
Am
2
9.
Dezember
2014
berichteten die
Orthopäden der
Universitätsklinik
E._
, Schulter-Sprechstunde,
betreffend
ihren
Fachbereich
von
eine
r
Rotato
renmanschettenläsion
, eine
r
Bizeps
-
Tendinopathie
und eine
r
AC
Arthropathie
bei Status nach Fraktur vom September 2012
(richtig: 2011)
. Eine Infiltration, aber auch eine operative Sanierung wurden in Aussicht genommen (
Urk.
7/169/26-27).
5.3
Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichts (
Urk.
7/179) ergingen die folgenden medizinischen Unterlagen
:
5.3.1
Nach Eröffnung des Urteils des hiesigen Gerichts vom
8.
September 2016 (Urk. 7/174)
hatte
der Beschwerdeführer am 1
6.
November 2016 die Behandlung bei
Dr.
med. univ.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
auf
ge
nommen
. Dieser
diagnostizierte im am 1
2.
Juli 2017 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Bericht (
Urk.
7/194) in psychiatrischer Hinsicht eine rezidivie
rende mittelgradig depressive Störung (ICD-10 F33.1) seit 2
5.
Oktober 2016 und anamnestisch eine Panikattacke 2014 (S. 1).
Er beschrieb einen leicht verschlech
terten Verlauf und wies in diesem Zusammenhang auf den ständigen Druck der Behörden (vgl. auch Urteil vom
8.
September 2016, Urk. 7/174) hin.
Der Psy
chiater
schilderte eine sehr belastende Lebenssituation des Beschwerdeführers nach Einstellung der Rente
, dies
im Zusammenhang mit dem kaum
ausreichend
en
Geld
und der langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt
,
sowie wegen seine
s
a
n einem
Downsyndrom
leidenden Kind
es
(S. 2). Die aktuelle Situation sei schwer
aushaltbar. Die rezidivierende Störung sei am ehesten durch die
aktuelle soziale Belastung
re
aktiviert
. Aufgrund der scheinbar unlösbaren Situation sei mit keiner Verbesserung des aktuellen de
pressiven Zustand
sbildes zu rechnen
(S. 3).
In des
sen Rahmen bescheinigte
Dr.
F._
seit 25.
Oktober 2016
eine 100%ige Ar
beitsunfähigkeit (S. 4).
5.3.2
Hausarzt
Dr.
D._
stell
t
e am 2
5.
August 2017 folgende Diagnosen (Urk.
7/202/1):
-
Coxarthrose
beidseits
-
Rotatorenmanschettenläsion
links
-
Asthma bronchiale
-
Chronisches LWS
Die Beschwerden seien konstant vorhanden und fixiert.
Betreffend die depressive Symptomatik verwies
Dr.
D._
auf
Dr.
F._
. Er sah keine Möglichkeiten, dass der Beschwerdeführer eine Arbeitstätigkeit ausübe (
Urk.
7/202/1).
5.3.3
Am 1
6.
November 2017 untersuchte die
Orthopädin
B._
vom
RAD
den Beschwerdeführer
(Bericht vom 2
0.
Dezember 2017,
Urk.
7/210). Sie stellte fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 9):
-
Schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der LWS bei Dege
nerationen der
LWS
mit
Discopathie
und
Spondylarthrose
-
Funktionseinschränkung der rechten Hüfte bei
Coxarthrose
und radiologisch nachgewiesenem Knochenmarksödem, entsprechend einer Hüftkopfnekrose
Ficat
I, mit Status nach anamnestischer Hüftkopfnekrose 1996
-
Funktionsminderung der linken Schulter bei St
atus nach
subkapitaler
Hume
rusfraktur
und
Tuberculum
majus
-
Ausriss 09/11
Obwohl die RAD-Ärztin eingangs erläutert hatte
,
die Frage der Verschlechterung im Bereich des Hüftgelenks seit der Begutachtung im Jahr 2012
bilde
den Zweck der Untersuchung
, verneinte der Beschwerdeführer zunächst eine entsprechende Veränderung. Später
fügte
er
an
, der Rücken, die Schulter und die Hüfte seien schlimmer geworden (S. 1). Weiter gab er an,
d
er Hausarzt habe eine Neuvorstel
lung
in der
C._
Klinik und in der Universitätsklinik
E._
verweigert
(S. 2).
Die RAD-Ärztin
legte dar, dass g
egenüber dem
Z._
-
Gutachten keine wesentli
che Veränderung der
Hüftgelenksfunktion festzustellen
sei.
Wie schon im Rah
men der
Z._
-
Untersuchung
sei
auch heute eine erhebliche
Verdeutlichungs
tendenz mit inkonsistenten Befunden bei
Untersuchung und Ablenkung aufge
fallen
, wobei sie auf fünf positive
Waddellzeichen
hinwies (S.
9)
.
Dem
Z._
-
Gutachten zufolge
sei
bereits 1997 diskutiert
worden
, dass eine Nekrose im
Be
reich der rechten Hüfte vorliegen könnte
.
Bei
ihrer Untersuchung hätten
sich
keine objektiven Hinweise auf eine Schonung des
rechten Beins
gefunden
. Das Gangbild
sei
unauffällig, die Hüftfunktion bei Ablenkung und im
Spontanverhal
ten frei, die Muskulatur an beiden Beinen kräftig. Beide Füsse
hätten
eine
seiten
gleiche
Beschwielung
gezeigt
; allerdings bestehe
eine globale, geringe Umfangs
minderung des
rechten Beines gegenüber links sowohl im Ober- als auch im Un
terschenkel
;
die
se betreffe
nicht nur die
Hüft-führende Muskulatur und
sei
am Unterschenkel stärker
ausgeprägt
als am Oberschenkel
.
In der Gesamtschau der Befunde
lasse
sich keine dauerhafte Verschlechterung der
Hüftgelenksfunktion gegenüber dem
Gutachten
s
zeitpunkt feststellen (S. 10), mithin habe sich der Ge
sundheitszustand hinsichtlich der Befunde des rechten Hüftgelenks seit dem Gut
achten nicht wesentlich oder dauerhaft verändert (S. 11).
Aus Sicht de
r RAD-Ärztin
sollte das Belastungsprofil angesichts der dokumen
tierten,
wiederkehrenden Beschwerden des Hüftgelenks insofern angepasst wer
den,
als
ausschliesslich stehende und gehende Tätigkeiten sowie Tätigkeiten mit Zwangshaltungen
wie Hocken, Kriechen usw. nicht mehr zugemutet werden soll
ten.
In Bezug auf die Wirbelsäule könne
anhand der vorhandenen Bilddokumente von einer etwas
verminderten Belastbarkeit ausgegangen werden, die jedoch durch die aufgrund der Schulter
bestehenden Einschränkungen nicht weiter ver
stärkt
werde.
In
der
bisherigen T
ätigkeit als Mechaniker bestehe eine vollständige
Arbeits
un
fähigkeit seit
der
Rentenzusprache
199
7.
In angepasster Tätigkeit mit körperlich leichter wechselbelastender Tätigkeit, ohne
regelmässige Hebe- und Tragebelas
tungen über 15 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und
Gerüsten, ohne häufiges Trep
pensteigen
und
ohne häufige hüftgelenksbelastende Arbeiten
sei seit der Begut
achtung im Oktober 2012 eine
100%
ige
Arbeitsfähigkeit gegeben
(S. 11
; vgl. dazu auch
Urk.
7/212/3
).
6.
6.1
Der Bericht über die RAD-Untersuchung vom 1
6.
November 2017 (Urk. 7/210) beantwortet die vom Bundesgericht aufgeworfenen Fragen (E. 4.2-3) umfassend, erging in Kenntnis der
Vorakten
(S. 1, vgl. auch Urk. 7/212/1
2) und in ausführ
licher Auseinandersetzung mit diesen (S. 9 f.), er beruht auf eingehenden klini
schen Untersuchungen (S. 5-9) und berücksichtigt die geklagten Beschwerden (S.
1-2). Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und die Beurteilung der medizinischen Situation ist nachvollziehbar. Die gezogenen Schlüsse werden hin
reichend begründet
, so dass d
er RAD-Untersuchungsbericht die Anforderungen
an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens
erfüllt
.
Die RAD-Ärztin legte dar, dass trotz de
s
erhobenen Knochenmarksödem
s
und der Hüft
kopf
nekrose im Vergleich zum
Z._
-Gutachten
keine
weitergehenden funktionalen Einschränkungen bestehen. Sie untermauerte dies mit de
m unauf
fälligen Gangbild,
der - vor allem bei Able
nk
ung - weitgehend frei
beweglichen Hüftfunktion (S. 7) und
den fehlenden
Anzeichen von Scho
nung des rechten Bei
nes (S. 10), was zu überzeugen vermag.
Weiter wies sie darauf hin, dass die Hüft
kopfnekrose bereits
1997
diskutierte worden war (vgl. dazu etwa
Urk.
7/14/2-3)
und diese nach übereinstimmender fachärztlicher Einschätzung aktuell im Sta
dium
Ficat
1
(bei Stadium 0-4
; Stadium 1 ist definiert mit Leistenschmerz, geringe Bewegungseinschränkung; vgl.
Urk.
7/210/10)
auftritt.
Selbst w
enn die diesbe
züglichen Beschwerden fortschreiten, erscheint doch nicht überwiegend wahr
scheinlich, dass - nachdem nach einem 15-jährigen Verlauf das zweite Stadium erreicht wurde - seit der Begutachtung
diesbezüglich
eine massgebliche Ver
schlechterung eingetreten ist
, was sich auch aus dem aus Sicht der
RAD-Ärztin unveränderte
n
Ficat
-Stadium
1 er
gibt.
Etwas
anderes
ist den Berichten der be
handelnden Ärzte nicht zu entnehmen.
Die Zumut
barkeitsbeurteilung
der RAD-Ärztin
trägt sodann auch
den
bereits
im
Z._
-Gutachten
beschriebenen Inkonsistenzen Rechnung,
welche d
ie behan
delnden Ärzte
gänzlich ausser Acht liessen.
Immerhin sieht der behandelnde Hausarzt trotz der geklagten Schmerzen von einer neuerlichen Überweisung in die
C._
Klinik oder in die
Universitätsklinik
E._
ab (
Urk.
7/210/2 Mitte), was
auf
eine
auch
von seiner Seite angenommene Beschwerdeverdeutli
chung hinweist.
Vor diesem Hintergrund vermag die von Dr.
D._
postulierte vollständige Arbeitsunfähigkeit (E. 5.4) nicht zu überzeugen.
Im Weiteren fällt auf, dass der Beschwerdeführer zwar
an
gab
, dass er praktisch nur noch zu Hause herumsitz
e
(
Urk.
7/210/4 oben), es ihm aber trotzdem möglich ist, auch mehrmals jährlich in seine Heimat zu fliegen und dort an Familienfeiern teilzunehmen (
Urk.
7/210/4 Mitte). Diese Angaben lassen an der von ihm behaup
teten nur geringen Beweglichkeit
beträchtliche
Zweifel aufkommen.
6.2
Der Beschwerdeführer beanstandete den Untersuchungsbericht in verschiedener Hinsicht (
Urk.
1 S. 7 f.).
Es mag zwar zutreffen, dass die Hüftbeschwerden vorübergehend zunahmen und
mehrere Infiltrationen durchgeführt wurden,
welche
laut Bericht der
C._
Klinik
zu einer (auch subjektiven)
Verbesserung
führten
(E. 5.2.1).
Allein auf
grund der Schmerzklagen kann indes wegen der Verdeutlichungstendenz des
Be
schwerdeführer
s
nicht unbesehen auf eine wesentliche Verschlechterung ge
schlossen werden. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer
laut den Ärzten
der
C._
Klinik
ein
operative
s
Vorgehen
stets verweigerte
,
w
as an einem erheblichen Leidensdruck zweifeln lässt.
Ent
gegen der Darstellung des Beschwer
deführers (
Urk.
1 S
. 8
)
kann
in der empfohlenen
endoprothetischen
Versorgung (E. 5.2.1) keine wesentliche Verschlechterung erblickt werden, zumal bereits im Jahr 1997 von einer entsprechenden
- nie stattgehabten -
operativen Behandlung die Rede war (
Urk.
7/14/3).
Auch die widersprüchlichen Aussagen des Beschwer
deführers zum gesundheitlichen Verlauf (E. 5.3.3) lassen eine Verschlechterung nicht als überwiegend wahrscheinlich erscheinen.
Festzuhalten ist zudem, dass die behandelnden Ärzte
zwar von zunehmenden Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit (E. 5
.3.1-2
), aber nicht von einer
gesundheitliche
n
Verschlechterung
im Vergleich zu den Verhältnissen im Jahr 2012
s
prachen, weil i
hnen das
Z._
-Gutachten als Vergleichsgrundlage auch nicht bekannt war.
Zudem vermögen w
eder die Hüftkopfnekrose noch das Kno
chenmarksödem
für sich allein eine Verschlechterung zu begründen, ansonsten das Bundesgericht nicht weitere medizinische Abklärungen angeordnet hätte. Diese hatten zum Zweck, die
massgebenden
funktionellen Auswirkungen der er
hobenen Befunde einzuschätzen, w
ie
es
die RAD-Ärztin getan hat.
Der Beweis
wert ihres
Untersuchungsbericht
s
wird daher auch nicht dadurch geschmälert, dass sie allenfalls nicht Einsicht in die Bildgebungen genommen hat (
Urk.
1 S. 8 f.), zumal sie die darin erhobenen Befunde nicht in Abrede gestellt, sondern diese vielmehr in ihre Beurteilung einbezogen hat.
Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Bericht über die Potentialabklärung (
Urk.
7/157/1-4) berief, ist ihm entgegen zu halten, dass die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv fest
stellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjek
tiven Arbeitsleistung zu beantworten ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_646/2015 vom 1
9.
Mai 2016 E. 4.4).
Der Beschwerdeführer hat im Weiteren sein Vorbringen betreffend die von ihm in Frage gestellte Unabhängigkeit der RAD-Ärztin (
Urk.
1 S. 9) nicht substantiiert, weshalb sich Weiterungen dazu unter Hinweis auf die grundsätzliche Beweistaug
lichkeit auch von versicherungsinternen Berichten (E. 1.4) erübrigen.
6.3
Nach dem Gesagten ist auf den RAD-Untersuchungsbericht abzustellen und ge
stützt darauf von im Zeitpunkt der Renteneinstellung im Januar 2015 - im Ver
gleich zur
Z._
-Begutachtung - im Wesentlichen unveränderten gesundheitli
chen Verhältnissen und som
i
t weiterhin von einer uneingeschränkten Arbeitsfä
higkeit in einer Verweistätigkeit auszugehen.
7.
7.1
Die
Beschwerdegegnerin bemass mittels eines Einkommensvergleiches die
er
werblichen Auswirkungen dieser Restarbeitsfähigkeit
. Die von ihr auf Fr. 73'448.
45
(
Valideneinkommen
) und
Fr.
56'812.05 (Invalideneinkommen; Urk. 2 S. 2) festgelegten Einkommen blieben unbeanstandet (
Urk.
1 S. 8 f.) und geben zu keiner Kritik Anlass.
Der von der Beschwerdegegnerin gewährte Abzug von 10
%
vom Tabellenlohn (
Urk.
2 S. 2) erachtete der Beschwerdeführer als zu tief (
Urk.
1 S. 9). Da
selbst
unter
Anrechnung
des höchstmöglichen
-
hier
nicht gerechtfertigten -
Tabellen
lohnabzuges von 25
%
ein Invalidenkommen von
Fr.
47'343
.--
(Fr.
56
'812.
05 :
9 x 7.5)
und somit
eine Erwerbseinbusse von
Fr.
26'105.
45
(Fr.
73'448.45 ./.
Fr.
47'343.--)
, mithin
ein
rentenausschliessender
Invaliditätsgrad von
gerundet 36
%
resultiert, kann
diese Frage
offen bleiben
.
So oder anders steht dem Beschwerdeführer keine Invalidenrente mehr zu.
7.2
Im massgebenden Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung (vgl.
BGE
141 V
5 E. 4.2.1) vom
8.
Dezember 2014 (
Urk.
7/161) hatte der Beschwerdeführer das 5
5.
Altersjahr bereits zurückgelegt. Damit fällt er unter den vom Bundesgericht besonders geschützten Personenkreis, bei welchem die Beschwerdegegnerin vor der Rentenanpassung die Frage der Zumutbarkeit der Selbsteingliederung zu prü
fen respektive diesbezüglich Hilfeleistungen anzubieten hat (vgl. Urteil des Bun
desgerichts 9C_228/2010 E. 3.3 vom 2
6.
April 2011).
Dieser Pflicht ist die Beschwerdegegnerin hinreichend nachgekommen, wie das hiesige Gericht bereits im Urteil vom
8.
September 2016 erwogen hat (E. 7.2). Dies blieb seitens des Beschwerdeführer
s
beschwerdeweise unwidersprochen, weshalb
es mit der per 3
0.
Januar 2015 angeordneten Renteneinstellung sein Bewenden hat.
8.
8.1
Zu prüfen bleibt der gesundheitliche Verlauf von Januar 2015 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung am 1
3.
Februar 2018
.
Der behandelnde
Dr.
F._
bescheinigte bei einer
diagnostizierten
rezidivie
renden mittelgradigen depressiven Störung eine Arbeitsunfähigkeit seit 2
5.
Oktober 2016 (E. 5.3
.1
).
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Er
krankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale Fakto
ren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein dro
hender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festge
stellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychi
schen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu un
terscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Per
son dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden ge
geben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
8.2
Die anamnestisch erwähnte Panikattacke im Jahr 2014 (vgl. dazu
auch Bericht über die Potentialabklärung,
Urk.
7/157/1
) wurde von
Dr.
F._
nicht näher umschrieben und blieb in Anbetracht der von ihm erst nach dem 2
5.
Oktober 2016 bescheinigten Arbeitsunfähigkeit offenbar für diese folgenlos.
In seinem Bericht w
ies er
mehrmals
auf die erheblichen
psychosozialen Belas
tungsfaktoren
hin
und führte die diagnostizierte depressive Störung
darauf
zu
rück.
Ein davon
unabhängiger psychischer Gesundheitsschaden
ist dem Bericht jedoch
nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit
zu entnehmen. Mangels eines
erhebliche
n
krankheitsmässige
n
Geschehen
s sowie unter Berücksicht
ig
ung der verschiedentlich berichteten Inkonsistenzen rechtfertigt
es
sich
i
m
Sinne der Ver
hältnismässigkeit
,
von einer Überprüfung der vo
n
Dr.
F._
a
ttestierten
Ar
beits
un
fähigkeit
mittel
s
des
strukturierten Beweisverfahren
s
(
BGE
143 V 418
)
Umgang
zu
nehmen.
Damit ist eine im Zeitraum von der Renteneinstellung bis zum Erlass der ange
fochtenen Verfügung eingetretene gesundheitliche Verschlechterung nicht er
sichtlich, so dass sich die Renteneinstellung auch unter diesem B
lickwinkel als rechtens erweist. Dies führt
zur Abweisung der Beschwerde.
8.3
Eine Prüfung des Antrags
des Beschwerdeführers
, es «sei die aufschiebende Wir
kung der Verfügung» zu entziehen, erübrigt sich mit dem Abschluss dieses Ver
fahrens.
9
.
Die Kosten des Verfahrens gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
8
00.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens de
m
un
terliegenden Beschwerde
führer
aufzuerlegen.