Decision ID: 4f9336df-ad9f-4256-8a02-0e6ad7ed472e
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1959, war zuletzt
bis Dezember 2013
als
Bauma
schinen
führer
bei der
Z._
in einem 100%-Pensum tätig. Nach Mel
dung zur Früherfassung (Urk. 7/3) meld
ete sich der Versicherte am 29.
Juni 2012 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürichs, IV
Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/10).
Nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen (Urk. 7/15-22, Urk. 7/24) teilte d
ie IV-Stelle
dem Versicherten
a
m 26. März 2013
den Abschluss
der beruflichen Massnahmen mit
(Urk. 7/23).
Im Rahmen der Rentenprüfung tätigte die IV-Stelle weitere berufliche und medizinische Abklärungen (Urk. 7/25-26, Urk. 7/31, Urk. 7/36
-28, Urk. 7/41).
Mit Schreiben vom 27. März 2014 teilte die
Sozial
beratungsstelle
INAS der IV-Stelle mit, der Versicherte habe sie bevollmäch
tigt, das Verfahren weiterzuführen (Urk. 7/39). M
it Vorbescheid vom 16. September 2014
stellte die IV-Stelle dem Versicherten
die
Zusprache
einer
Viertelsrente
in Aussicht
(Urk. 7/47). Dagegen liess der Versicherte durch die
Sozialberatungsstelle
INAS
am 15. Oktober 2014 Einwand
erheben
(Urk. 7/49) und weitere medizinische Berichte ein
reichen
(Urk. 7/48)
.
Im Januar 2015
veranlasste die IV-Stelle
eine polydisziplinäre Begutachtung
beim
A._
(Gutachten vom
25. August 2015
,
Urk. 7/66)
.
Mit Schreiben vom 17. März 2015 teilte die AXA-ARAG Rechtschutz AG der IV-Stelle unter Beilage der entsprechenden Vollmacht mit, dass der Ver
sicherte bei ihr rechtsschutzversichert sei (Urk. 7/56).
Mit Schreiben vom 16. Oktober 201
5
nahm
die INAS
zum Gut
achten Stellung (Urk. 7/74, Urk. 7/75).
Mit Verfügung
en
vom 1
1.
und 18.
April 2016 sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Januar 2013 eine
Viertelsrente
zu
(Urk.
2/2
, Urk.
2/1
)
.
2.
Dagegen erhob der Versicherte
, vertreten durch die AXA-ARAG
Rechtsschutz
AG (nachfolgend: Rechtsschutzversicherung)
,
am 19. Mai 2016 Beschwerde
und beantragte, es seien die Verfügungen vom 1
1.
und 1
8.
April 2016 aufzu
heben und es seien ihm vom
1.
Januar 2013 bis 3
1.
Oktober 2015 eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 70 % und ab 1. Oktober 2015 eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 50 % zuzusprechen. Eventualiter seien bei den behandelnden Ärzten weitere
Ver
laufsberichte
einzuholen
beziehungsweise
es seien weitere Abklärungen vor
zunehmen. Zudem seien berufliche Massnahmen zu prüfen
.
In prozessualer Hinsicht ersuchte
der Versicherte
um Durchführung eines zweiten
Schriften
wechsels
(Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom
14
.
Juni
201
6
schloss die
Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
6
, unter Beilage ihrer Akten, Urk.
7
/1-
100
)
, was dem
Beschwerdeführer am 17
.
Juni
2016 zur Kenntnis gebracht wurde. Gleichzeitig teilte das Gericht
dem Beschwerde
führer
mit, ein zweiter Schriftenwechsel werde nicht als erforderlich erachtet (Urk. 8).
Mit Eingabe vom
15. September 2016 reichte der Beschwerdeführer
weitere Unterlagen
zu den Akten
(Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die
ein
gereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen
ein
gegan
gen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Der Beschwerdeführer beantragt unter anderem die Prüfung
berufliche
r
Mass
nahmen
(Urk. 1 S. 2 und 8 f.
).
Die Beschwerdegegnerin verfügte am 26. März 2013 (Urk. 7/23) den Abschluss der beruflichen Eingliederungs
massnahmen. Diese Verfügung erwuchs
in der Folge unangefochten in Rechtskraft.
In de
n
angefochtenen Verfügung
en vom
11.
und 1
8.
März 2016
(Urk. 2) wurde
sodann
einzig der
Rentenanspruch
beurteilt.
Damit
fehlt es vorliegend an einem Anfechtungsobjekt
(
vgl.
BGE 131 V 164 E. 2.1)
, womit auf
den
Antrag
auf
Prüfung
berufliche
r
Massnahmen
nicht
einzutreten ist und sich weiterführende Ausführungen diesbezüglich erübrigen.
2
2
.1
Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbe
schwerdeverfahren
ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, indem Ver
wal
tung und Sozialversicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhaltes zu sorgen haben. Dieser Grundsatz gilt indes nicht uneingeschränkt, sondern wird in zweifacher Hinsicht ergänzt: durch die Mitwirkungspflicht der versicherten Person sowie durch die im Anspruch auf rechtliches Gehör enthaltenen Parteirechte auf Teil
nahme am Verfahren und auf Einflussnahme auf den Prozess der
Entscheid
findung
. In diesem Sinne dient das rechtliche Gehör einerseits der
Sachauf
klärung
, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, der in die Rechtsstellung des Einzelnen
eingreift. Dazu gehört auch das Recht, an der Erhebung wesentlicher Beweise mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Im Verwaltungsverfahren gilt dieses Mitwirkungs- oder Äusserungsrecht der betroffenen Person nament
lich im Zusammenhang mit der Durchführung eines Augenscheins, der Befragung von Zeugen sowie bezüglich eines Expertengutachtens. Infol
gedessen darf auf diese Beweismittel bei der Entscheidung nicht abgestellt werden, ohne der betroffenen Person Gelegenheit zu geben, an der
Beweis
abnahme
mitzuwirken oder wenigstens nachträglich zum
Beweiser
gebnis
Stellung zu nehmen (BGE 120 V 357 E. 1a mit zahlreichen Hinweisen = RKUV 1995 Nr.
U 209 S. 27 f. E. 1a).
2.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4 Abs. 1
des Bundes
ge
setzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Pro
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des
Beweiswer
tes
eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizini
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die
rechts
anwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
3.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in de
n
angefochtenen Verfügung
en
,
der Beschwerdeführer sei seit 6. Januar 2012 in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Situation sei ihm nach Ablauf der einjährigen Wartezeit per 6. Januar 2
013 die
ange
stammte Tätigkeit als Baumaschinenführer nicht mehr möglich. Aus ärztli
cher Sicht sei
en
ihm leichte wechselbelastende angepasste Tätigkeiten
voll
umfänglich mit einer 30%igen Leistungseinbusse zumutbar.
Aus psychiatri
scher Sicht hätten bei der Begutachtung keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt werden können.
Es resultiere
damit
beim Vergleich des Validen- mit dem Invaliden
ein
kommen
ein
Invaliditätsgrad von
46
%
(Urk. 2).
3
.2
Der Beschwerdeführer
liess
im Wesentlichen
geltend
machen
,
o
bwohl
seine
Rechtsschutzversicherung
bereits
im März 2015 mitgeteilt habe, dass sie
ihn
vertrete, seien alle Unterlagen weiterhin der
INAS
zugestellt worden.
Damit habe die Beschwerdegegnerin
die angefochtenen Verfügungen nicht korrekt eröffnet.
Auch
hätten
dadurch
seine
Rechte im Abklärungsverfahren nicht genügend gewahrt
werden können
. Weiter habe die Beschwerdegegnerin
der Anordnung der
Begutachtung lediglich das Merkblatt
zu
polydisziplinäre
n
Gutachten beigelegt
und damit
die Mitwirkungsrechte des Beschwerdeführers verletzt
(Urk. 1 S. 5)
. In materieller Hinsicht
wurde angeführt
, das psychia
trische Teilgutachten sei inhaltlich mangelhaft, da die Untersuchung ohne Dolmetscher durchgeführt worden sei, obwohl der psychiatrische Gutachter der Sprache nicht in dem Masse mächtig sei, dass er den Beschwerdeführer ausreichend habe untersuchen und verstehen können
(Urk. 1 S. 6)
.
Weiter habe die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz verletzt, da aus
ser des Berichtes des behandelnden Psychiaters keine weiteren Arztberichte vorlägen.
D
ie gutachterliche Einschätzung, dass auch rückwirkend keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe,
sei
aktenwidrig. Auch
habe
sich der Gutachter nicht mit dem Bericht
des behandelnden Psychiaters
auseinan
der
gesetzt (Urk. 1 S. 7)
.
4
.
In formeller Hinsicht
lässt
der Beschwerdeführer
rügen, die angefochtenen Verfügungen
seien
nur
der
INAS
,
nicht aber
seiner Rechtsschutzversicherung zugestellt und damit
m
angelhaft eröffnet worden
.
Aufgrund dieses
Zustel
lungsmangels
seien seine Rechte im Abklärungsverfahren nicht gewahrt worden
(
E. 3.2
).
Der Einwand des Beschwerdeführers geht fehl. Den Akten kann entnommen werden, dass er am 27. März 2014 die
Sozialberatungs
stelle
INAS mit der Wahrung seiner Interessen gegenüber der
Sozialversi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich beauftragt hat. Er erklärte dabei aus
drücklich, dass die erteilte Vollmacht bis zu ihrem schriftlichen Widerruf gültig sei (Urk. 7/40). Am 3. März 2015 bevollmächtigte der Beschwerde
führer sodann die AXA-ARAG Rechtsschutz AG, ihn im Zusammenhang mit Leistungen der Invalidenversicherung zu vertreten (Urk. 7/57); dass er der Sozialberatungsstelle INAS das Mandat entziehen und die ihr erteilte Voll
macht widerrufen würde, erklärte er indes nicht. Da ein konkludenter Widerruf einer einmal erteilten Vollmacht nicht leichthin angenommen wer
den darf (so
Tenchio
, in:
Spühler
/
Tenchio
/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, N 7 zu Art. 68) und sich eine Mehrheit von Rechtsvertretern im gleichen Verfahren
nicht in Widerspruch zueinander setzen darf (vgl.
Tenchio
, a.a.O., N 5 zu Art. 68), ist es nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin ihre Mitteilungen und Entscheide trotz Mandatierung einer zweiten
Rechtsvertre
terin
weiterhin an die erstmandatierte Vertreterin richtete, zumal diese die Rechte des vertretenen Beschwerdeführers im Verfahren auch aktiv wahrte. So nahm sie beispielsweise mit Eingabe vom 16. Oktober 2015 (Urk. 7/75) Stellung zum Gutachten und reichte gleichzeitig aktuelle Berichte der behan
delnden Ärzte ein (Urk. 7/74). Mit Eingabe vom 15. Dezember 2015 (Urk. 7/79) legte die erstmandatierte Rechtsvertreterin einen weiteren Bericht eines behandelnden Arztes auf (Urk. 7/78). All dies wäre ihr ohne Kenntnis und Einverständnis des Beschwerdeführers nicht möglich gewesen. Entspre
chend war der Beschwerdeführer durch die erstmandatierte Rechtsvertreterin gehörig vertreten und die
Beschwerde
gegnerin
durfte ohne weiteres davon ausgehen, dass diese im Einvernehmen mit der zweitmandatierten
Rechts
vertreterin
handelte. Da die angefochtenen Verfügungen korrekt an die
erst
mandatierte
Rechtsvertreterin zugestellt worden sind, leiden sie an keinem Eröffnungsmangel. Die entsprechenden Rügen gehen daher fehl; eine Ver
letzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör in diesem Zusammenhang liegt
ebensowenig
vor.
5
.
5
.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung in
medi
zinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das Gutachten des
A._
vom 25. August 2015 (Urk. 7/66).
Darin werden die bis zur Begutachtung des Beschwerdeführer
s
aktenkundigen medizinischen Berichte zusammengefasst (Urk. 7/66
/4-6
), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergege
ben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen darauf Bezug genommen.
5
.2
Die Gutac
hter stellten
in der Gesamtbeurteilung
folgende Diagnose
mit Auswir
kung auf
die Arbeitsfähigkeit:
Psoriasis-Arthritis/Spondylarthritis (ICD-10 M07.3), sowohl peripherer als auch axialer Befall, Status nach Basistherapie mit
Sulfasalazin
und
Humira
, aktuelle Basistherapie mit Enbrel, radiologisch ISG-Arthritis Grad III und lumbale
Parasyndesmophyten
(gemäss Aktenlage). Ohne Auswirkungen bestünden unter anderem
eine
Pso
riasis
vulgaris
partim
inversa
(ICD-10 L40.0)
,
ein
Status nach
Anpassungs
störung
,
eine
längere depre
ssive Reaktion (ICD-10 F43.21) sowie
Verhaltens
faktoren
bei Psoriasis (ICD-10 F54
;
Urk. 7/66/19).
Der Beschwerdeführer sei
aus polydisziplinärer
Sicht für eine körperlich leichte, we
chselbelastende Tätigkeit zu 70
% arbeits- und
leistungsfähig. Das Pensum könn
e
vollschich
tig
umgesetzt werden mit erhöhtem Pausenbedarf von 10
15
Minuten pro Stunde und gelegentlichen Ausfällen. Körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten
seien
ihm nicht mehr zumutbar.
Aufgrund der anamnestischen Angaben,
der
Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten
sei davon auszugehen
, dass die Arbeitsfähigkeit seit
Anfang
2012 beeinträchtigt
sei.
5.
3
Der psychiatrische Gutachter
stellte
fest,
dass
aus
psychiatrischer Sicht
keine Arbeitsunfähigkeit bestehe
. Die depressive Anpassungsstörung
sei remittiert und d
ie psychische Überlagerung der geklagten körperlichen Beschwerden
sei
geringgradig
ausgeprägt und begründe keine
Einschränkung der Arbeits
fä
higkeit. Der
Beschwerdeführer sei im Alltag durch psycho
pathol
ogische S
ymptome nicht eingeschränkt.
Es
seien
keine Hinweise für mittelgradige oder
schwergradige
depressive Verstim
mungen vorhanden
.
D
er
Beschwerde
führer leide
unter leichten Schlafstörungen, die aber auch damit zusammen
häng
t
en, da
ss
er sich zum Teil tagsüber hinleg
e und
am Abend auch vor dem Fernseher einschl
afe
. Er
habe
am Morgen keine Mühe auf
z
ustehen. Tagsüber
unternehme
er Spaziergänge, erledig
e kleinere Einkäufe und t
r
effe
dabei auch Kollegen. Im Haush
a
lt
seien kleinere Arbeiten möglich.
Bei der psych
iatrischen Untersuchung
habe
er einen sehr aktiven, energischen Eindruck
gemacht
, schnell und viel
gesprochen und
eine lebhafte Mimik und Gestik
gezeigt
. K
lage
n
über seine gesundheitlichen Beschwerden, die
u
ngewisse Zukunft
und
die finanziellen Schwierigkeiten
hätten
im Vordergrund
gestan
den
. Es
sei
aber auch gut möglich
gewesen
, sich mit ihm über andere Lebensinhalte zu unterhalten. Der
Beschwerdeführer
fühl
e
sich durch seine körperlichen Beschwerden etwas mehr eingeschränkt, als dass es den objekti
vierbaren Befunden entspr
eche
. Es hand
le
sich um Verhaltensfaktoren bei Psoriasis. Der
Beschwerdeführer
ha
be
Mühe zu akzeptieren, dass er an ein
er chronischen Krankheit leide
(Urk. 7/66/12-13)
.
D
ie geklagten
Schlafstörun
gen
seien
durch die mangelnde Schlafhygiene verursacht. Der
Beschwerde
führer leide
nicht unter Antriebsstörungen, ausgeprägten depressiven Ver
stim
mungen, einem sozialen Rückzug oder
einem
Lebensver
l
eider
.
Er sei belastet
durch die finanziellen
Schwierigkeiten und
schäm
e
sich auch etwas wegen seiner Hautveränderungen. Diese Beschwerden
genügten
aber nicht, um eine depressive Störung diagnostizieren zu können. Der
Beschwerde
führer sei
im März 2014
vorübergehend depressiv
gewesen, nachdem die Taggeldle
istungen eingestellt
worden
seien
. Unter Therapie
seien
die Schlaf
störungen weitgehend
verschwunden
und
depressive Verstimmungen
seien
nicht mehr nachweisbar
. Dass der
Beschwerdeführer
Mühe haben
werde
, eine entsprechende Arbeitsstelle zu finden, häng
e mit mangelnden
beruflichen und sprachlichen
Qualifikationen zusammen. Dies
begründe
aber weder eine
psychiatrische Diagnose noch eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht
(Urk. 7/66/13)
.
5.
4
Der rheumatologische Gutachter hielt fest, g
emäss Aktenlage
sei
seit Jahren eine Psoriasis
vulgaris
bekannt und
im Jahr
2011 eine Psoriasis-Arthri
tis/Spondylarthritis diagnostiziert
worden
.
Klinisch habe
die
Wirbel
säulen
beweglichkeit
nicht konklusiv geprüft werden
können. Es sei
in allen Abschnitten rasch zu starken
Gegeninnervationen
mit formal hochgradigen Ein
schränkungen
gekommen. I
m Rahmen von Spontanbewegungen
sei
ein
deutig
ein
grösseres Bewegungsausmass in allen Wir
belsäulenbereichen fest
stellbar gewesen.
Es
hätten sich
polytope
Bewegungsschmerzen in f
ast allen Gelenksbereichen
gefunden
.
E
indeutige
Artikulosynovitiden
und
Tenosyno
vitiden
sowie eine
Daktylitis
seien nicht nachweisbar gewesen
,
jedoch
Ent
hesopathien
im Bereich der Ellbogen und der Hüftgelenke. Aktuelle Röntgen
bilder beider Hände und Füsse
hätten
keine sicheren Ver
ände
rungen einer Psoriasis-Arthritis, keine destruktiven und keine
osteo
proliferativen
Verän
derungen
,
aber
etwas verdickte Grundphalangen d
er Lang
finger an beiden Händen gezeigt
. Zusammenfassend lieg
e
aus rheumatologischer Sicht eine Psoriasis-assoziierte
Arthropathie
mit peripherem und axiale
m Befall vor. Gemäss Aktenlage hätten seit
2011 immer wieder Phasen von relativ hoher Entzündungsaktivi
t
ät
bestanden. A
ktuell
würden
zwar recht eindrückliche subjektive Beschwerden geschildert bei aber nur geringen objektivierbaren
klinisch
en, labormä
ssig
en
und radiologisch
en
Befunden. Zusätzlich
fänden
sich klinische Hinweise für ein gesteigertes Krankheitsverhalten. Insgesamt lieg
e
aber eindeutig ein somatischer Kern des Beschwerdebildes im Sinne einer entzündlichen Gelenkserkrankung
vor
. Funktione
ll
besteh
e
eine deutli
che Einschränkung
der körperlichen Belastbarkeit (Urk. 7/66/16-17).
Der rheuma
tologische Gutachter erklärte, dass k
örperlich schwere und mittel
schwere Tätigkeiten bleibend nicht mehr zumutbar
seien
. Für eine geeignete Tätigkeit
bestünden
recht umfangrei
che qualitative Einschränkungen. Es sei nur eine
leichte körperliche Belastung
mit Möglichkeit zu Wechselpositionen und
leichte
r
Rückenbelastung
ohne
langes Stehen oder Gehen,
ohne
mono
ton-repetitiv
e
Haltungen
oder Bewegungen und
ohne
Überkopftätigkeiten
zumutbar
. Angesichts des entzündlichen Charakters der Grunderkrankung
werde
von rheumatologischer Seite für eine geeignete Tätigkeit ei
ne
Leis
tungseinschränkung
um 30
%
attestiert (Urk. 7/66/17).
5.
5
Die dermatologische Gutachterin
führte aus,
beim Beschwerdeführer
besteh
e
seit Jahren eine schwere Psoriasis
vulgaris
mit Gelenkbeteiligung im Sinne einer Psoriasis
-A
rthritis. Es
seien
multiple lokale und systemische Therapie
versuche
erfolgt.
Aktuell
erhalte
der
Beschwerdeführer
eine systemische Therapie mit Enbrel, worunter der Befund nur bedingt stabil bleib
e
. Es zeig
t
en sich weiterhin ausgeprägte
psoriatische
Läsionen am gesamten
Integu
ment
und die Nägel seien
ebenfalls
stark befallen. Aus rein dermatologischer Sicht,
ohne Berücksichtigung der Gelenkskomponente, besteh
e eine 100
%
ige
Arbeitsunfähigkeit bei schweren
und mittelschweren Tätigkeiten und eine 100
%
ige
Arbeitsfähigkeit
bei leichten Tätigkeiten ohne mechanischer Belas
tung der Haut
(Urk. 7/66/18-19).
5.
6
I
m Rahmen
der
Beurteilung früherer Arztberichte führten die Gutachter aus, die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stimme aus rheumatologischer Sicht mit derjenigen der Rheumaklinik am
B._
überein und aus dermatologischer Sicht bestünden ebenfalls keine Diskrepanzen
zu den Aus
führungen der
dermatologischen
B._
. Der Hausarzt des Beschwerdeführers sehe eine Beeinträchtigung
der Arbeitsfähi
gkeit durch die Psoriasis, was
anlässlich der aktuellen Begutachtung
spezialärztlich beur
teilt
worden sei
. Aus psychiatrischer Sicht
sei
2013 vom behandelnden Psychiater eine mittelgradige depressive Episode mit Angst und Schamgefühl diagnosti
ziert
worden, während aktuell
keine eigenständige Depression mehr nach
weisbar
gewesen sei.
Eine vorübergehende depressive
Anpassungs
störung
sei
möglich,
habe
aber keinen länger andauernden Ein
fl
uss auf die Arbeits
fähig
keit
(Urk. 7/66/21)
.
5.
7
Die Gutachter hielten
zusammenfassend
fest,
der Beschwerdeführer fühl
e
sich praktisch nicht mehr arbeitsfähig. Ein wesentlicher negativer Faktor auf die subjektive Einschätzung
sei
die psychosoziale Situation mit Arbeitsunfähig
keit für die bisherige Tätigkeit, fehlender Ausbildung und mangelnde
n
Deutschkenntnisse
n
. Im Alltag
sei
er aber nicht wesentlich eingeschränkt und eine eigentliche depressive Symptomatik
sei nicht festgestellt worden
. Die Beschwerden würden aus somatischer Sicht bei einer angepassten Tätigkeit gegenüber den Alltagsaktivi
täten nicht wesentlich zunehmen, weshalb
ihm die Ausübung einer angepassten Tätigkeit aus medizinischer Sicht zumutbar
sei (Urk. 7/66/21).
6.
6.
1
Das polydisziplinäre Gutachten
des
A._
vom 25. August 2015 (Urk. 7/66) erfüllt sämtliche rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweis
kräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. E.
2.4
). Es beruht auf fach
ärztlichen allgemeinmedizinischen,
rheumatologischen
,
dermatologischen
und psychiatrischen Untersuchungen und wurde in Kenntnis der relevanten
Vorakten
(Urk.
7/66/4-6
) abgegeben. Sowohl
die
einzelnen Teilgutachten als auch
die
interdisziplinäre
Gesamt
beurteilung sind schlüssig.
Die
Gutachter
befassten
sich ausführlich mit der persönlichen, beruflichen und gesundheit
lichen Entwicklung
des
Beschwerdeführers und nahmen zu früheren medizi
nischen Beurteilungen Stellung (Urk.
7/66
/9, Urk. 7/66/13, Urk. 7/66/1
7, Urk. 7/66/19
).
Entgegen der Darstell
ung
des Beschwerdeführers (Urk. 1 S.
7
)
setzte sich
der psychiatrische Gutachter
auch mit der Einschätzung des behandelnden Psychiaters auseinander
(Urk. 7/
66
/
13
, E.
5.3
, E.
5.6
)
.
Die
vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden wurden
berücksichtigt und die Gutachter setzten sich mit diesen hinreichend auseinander. Die medizini
schen Zusammenhänge und die medizinische Situation wurden einleuchtend dargelegt und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet.
Dem
Gut
achten
kommt somit grundsätzlich volle Beweiskraft zu.
6.
2
D
er
gegen die Beweiskraft des Gutachtens beschwerdeweise
vorgebrachte
for
melle
Einw
and
, die Beschwerdegegnerin habe
die
Mitwirkungsrecht
e
des Beschwerdeführers
verletzt, da sie
ihn nicht über die konkret zu klärenden Fragen informiert, sondern
ihm
lediglich
das Merkblatt zu polydisziplinären Gutachten
zugestellt habe (E. 3.2)
,
ist
nicht stichhaltig.
Aus der Mitteilung vom 20. Januar 2015 (Urk. 7/54) sowie dem
entsprechenden
Merkblatt
geht unmissverständlich hervor, dass zur Klärung der Leistungsansprüche eine Begutachtung notwendig sei und in deren Rahmen
der Gesundheitszustand sowie d
essen
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
abgeklärt würden.
Sodann
wurde dem Beschwerdeführer ausdrücklich die Möglichkeit eingeräumt, sich zur veranlassten Begutachtung zu äussern und Zusatzfragen zu stellen (Urk. 7/53, Urk. 7/54).
6.3
Die nicht weiter substantiierte Rüge, der psychiatrische Gutachter habe über zu wenig Italienischkenntnisse verfügt und den Beschwerdeführer nicht rich
tig verstanden, weil er dessen nächtliche Ängste als Probleme der
Schlaf
hygiene
bezeichnet habe, zielt auf eine Kritik an der gutachterlichen Beur
teilung ab. Entgegen der insbesondere vom behandelnden Psychiater vertre
tenen Auffassung (vgl. Urk. 7/74/1) hat der Gutachter die vom Beschwer
deführer geklagten, mit Atemnot verbundenen Schlafstörungen zur Kenntnis genommen und im Gutachten erwähnt (Urk. 7/66/9). Wenn er auf
grund des vom Beschwerdeführer geschilderten Tagesablaufs zum Schluss kommt, dass die geklagten Schlafstörungen durch eine mangelnde
Schlaf
hygiene
ver
ursacht werden, ist dies nicht zu beanstanden. Soweit in der Beschwerde gerügt wird, der Gutachter habe sich nicht zur Notwendigkeit des
Beizugs
eines Dolmetschers geäussert, wird übersehen, dass im Gutachten explizit darauf hingewiesen wurde, dass die Untersuchung in italienischer Sprache durchgeführt worden sei (Urk. 7/66/11), womit sich der
Beizug
eines Dol
metschers selbstverständlich erübrigt. Anhaltspunkte, dass der Gutachter der italienischen Sprache - bei welcher es sich immerhin um eine Landes
sprache der Schweiz handelt - nicht hinreichend mächtig gewesen wäre, lassen sich keine finden, auch nicht im Zusammenhang mit dem Todesalter der Ehe
gattin des Beschwerdeführers. Im Rahmen der psychiatri
schen Beur
teilung wurde zwar fälschlicherweise erwähnt, die Ehegattin sei im Jahr 2002 im Alter von 28 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben (Urk. 7/66/12). Dabei handelt es sich nicht um ein Missverständnis, sondern um einen blossen Verschrieb; in der Anamnese wurde diesbezüglich zutreffend ausgeführt, dass die 1963 geborene Gattin im Jahr 2002 unerwartet an einem Herzinfarkt verstorben sei (Urk. 7/66/10). Der Schluss, dass der Gutachter den Beschwer
deführer aus sprachlichen Gründen nicht ver
standen haben sollte, ist vor diesem Hintergrund aber unzulässig. Vor dem Hintergrund, dass der behan
delnde Psychiater den meisten Aussagen im Gutachten zustimmen konnte (Urk. 7/74/1), ist der Einwand des Beschwerde
führers, die sprachlichen Kenntnisse des Gutachters hätten für eine Explo
ration nicht ausgereicht, nicht stichhaltig.
6.
4
Mit Blick auf die vorliegenden Akten
ist es im Weiteren nicht
ausgewiesen, dass aus psychiatrischer Sicht
in einem früheren Zeitpunkt
eine massgebliche Arbeitsunf
ähigkeit vorgelegen hätte. Hinsichtlich der vom behandelnden Psychiater im Bericht vom 13. Oktober 2014 (Urk. 7/48/3-4) diagnostizierten depressiven Symptomatik ist festzuhalten, dass
nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes
leichte bis mittelgradige depressive Störungen rezidi
vieren
der oder episodischer Natur einzig dann als invalidisierende Krank
heiten in Betracht
fallen, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent sind (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_399/2016 vom 24. August 2016 E. 4.2 mit Hinwei
sen).
Vorliegend erachtete der behandelnde Psychiater die medizinischen Massnahmen echtzeitlich als noch nicht
ausges
chöpft und sprach sich für die
Pflicht zur
Auferlegung einer psychiatrisch psycho
therapeutischen Behand
lung aus (Urk. 7/48/4). Diese
Behandlung
hat erwiesenermassen
Wirkung gezeigt:
Der
behandelnde Psychiater
berichtete am 28. September 2015 (Urk. 7/74/1)
, dass die Therapien in den letzten beiden Jahren
schon sehr viel gebracht hätten, und
auch
der psychiatrische Gutachter führte aus, dass
die Schlafstörungen unter Therapie weitgehend verschwunden und anlässlich der Begutachtung keine depressiven Verstimmungen mehr nachweisbar
gewesen seien
(E.
5.3
).
Nach dem Gesagten ist es damit nicht überwiegend wahr
scheinlich,
dass
s
ich der geklagte
psychische
Gesundheit
szustand
in einem früheren Zeitpunkt
invalidisierend
ausgewirkt hat
.
6.5
Darüber hinaus dringt der Beschwerdeführer auch mit dem Einwand, die Beschwerdegegnerin habe den Untersuchungsgrundsatz verletzt, da ausser des Berichtes des behandelnden Psychiaters keine weiteren Arztberichte vor
lägen, nicht durch, zumal die Beschwerdegegnerin eine polydisziplinäre Begutachtung veranlasste (vgl.
Urk.
7/80/3) und damit für eine umfassende Abklärung des medizinischen Sachverhaltes sorgte (vgl. E.
2.1).
6.
6
Nach dem Gesagten ist gestützt auf das Gutachten
des
A._
-
und in Überein
stimmung mit den behandelnden Rheumatologen des
B._
(Urk. 7/41/8) -
mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer seit
Anfang
2012 in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Baumaschinenführer zu 100 %
arbeitsunfähig ist
und in einer angepassten körperlich leichten, wechselbe
lastenden Tätigkeit
eine 7
0
%ige Arbeits
fähigkeit besteht. Aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage besteht entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte
Beweis
würdigung
; vgl. Urteil
des
Bun
des
gerichtes 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
7
.
7
.1
Ausgehend von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit
in leichten
Verweistätigkeiten
bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen.
7.2
Die ehemalige Arbeitgeberin teilte der Beschwerdegegnerin am 21. März
2014 mit, der Beschwerdeführer würde
heute
ein Einkommen von Fr. 6‘257.--
bei 13 Monatslöhnen
erzielen (Urk. 7/37).
Gestützt darauf ging die
Beschwer
de
gegnerin
von einem
Valideneinkommen
von Fr.
81‘341.-- aus (Urk. 2).
D
ieses
Vorgehen
ist
nicht zu beanstanden.
E
ntgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers (vgl. Urk. 1 S. 7)
kann
nicht auf den
Lohnausweis aus dem Jahr 2011 (Urk.
7/8/9
)
abgestellt
werden.
Für die Invaliditätsbemessung dürfen grundsätzlich nur Einkünfte in Anschlag gebracht werden, welche die versicherte Person aus einer auf die Erzielung von Erwerbseinkommen gerichteten Tätigkeit gewinnen und die dergestalt der AHV-rechtlichen
Bei
tragspflicht
unterliegen würde. Folglich sind beim Arbeitgeber anfallende nicht AHV-beitragspflichtige Lohnnebenkosten beim Einkommensvergleich zur Feststellung des Invaliditätsgrades
nicht zu berücksichtigen (vgl.
Me
yer/
Reich
muth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auf
lage, Zürich/Basel/Genf 2014,
Rz
. 14 f. zu Art. 28a IVG).
Der im
Lohn
aus
weis
angegebene
Bruttolohn
ist
für die Bemessung des
Validenein
kommens
somit insofern
nicht massgebend,
als
darin
offensichtlich
Bestandteile
enthalten sind, welche der AHV
Beitragspflicht nicht unterste
hen (
vgl.
IK-Auszug,
Urk.
7/26/8 sowie etwa
Art. 6 Abs. 2
lit
. f der Verord
nung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
[AHVV]
zur Frage der Anrechenbarkeit von Familienzulagen)
.
7
.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtspre
chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1).
Vorliegend ist deshalb – entgegen der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 2) – die LSE des Jahres 2012 heranzuziehen. Danach betrug der
monatliche Bruttolohn (Zentralwert)
für
einfache Tätig
keiten körperlicher oder handwerklicher Art
Fr.
5
‘
210
.-- pro Monat (LSE 201
2
, Tabelle TA1,
Männer, Kompetenzniveau 1). A
n die
No
minallohnent
wicklung
angepasst
,
ergibt sich ein
Invalideneinkommen von Fr.
66
‘
130.3
5
respektive von
Fr.
46‘291.25
i
n eine
m 70%-Pensum.
Wie von der
Beschwer
de
gegnerin
ausgeführt, ist ein zusätzlicher Abzug (vgl. BGE 126 V 75) vorliegend nicht angezeigt.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers
(Urk. 1 S. 8)
rechtfertigt sich insbesondere kein Abzug für
Teilzeiterwerbstä
tigkeit
, ist dem Beschwerdeführer doch die Umsetzung des Pensums
voll
schichtig
unter Berücksichtigung eines erhöhten Pausenbedarfs möglich (Urk. 7/66/20, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_366/2013 vom 1
8.
Juni
2013 E. 4.3). Andere Aspekte, die einen Abzug begründeten, sind nicht ersicht
lich.
7.
4
Die Gegenüberstellung
von
Validen- und Invalideneinkommen
ergibt einen
Invaliditätsgrad von
rund
43
%, womit der Beschwerdeführer
ab 1. Januar 2013 (vgl.
Art.
2
8
Abs.
1 IVG)
Anspruch auf eine
Viertels
rente
hat.
Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen
, soweit darauf einzutreten ist
.
8
.
Die
Kosten
des
Verfahrens sind auf Fr.
6
00.-- festzusetzen und
ausgangsge
mäss
vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).