Decision ID: b6ba1efb-f234-45b4-99ea-ee623e2a0ce8
Year: 2011
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_003
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

medizinische Sachverhalt (Kniebeschwerden mit Implantation) bisher weder
umfassend abgeklärt noch gebührend berücksichtigt worden sei. Im Zuge der
Umschulung müsste ohnehin noch geklärt werden, ob sie wegen der
Knieprobleme noch zusätzliche Einschränkungen ihrer Leistungsfähigkeit zu
erwarten hätte. Falls das Gericht die Meinung der Beschwerdeführerin teile,
wäre dem Rentenbeschluss die materielle Grundlage entzogen und damit
sowieso eine neue Verfügung zu erlassen. Die befristete Rentenzusprechung
enthalte sowohl vom Wortlaut als auch vom Inhalt her eindeutige
Wesensmerkmale einer Verfügung. Der Verweis auf Art. 88a Abs. 2 IVV sei
nicht stichhaltig, weil hier kein Rentenrevisionsverfahren vorliege. Eine
Verschlechterung des Gesundheitszustands für mindestens 3 Monate sei
somit nicht notwendig. Ferner bestehe keine gesetzliche Grundlage, wonach
der Beweis dafür von der Beschwerdeführerin zu erbringen wäre.
5. In der Duplik präzisierte die Vorinstanz, dass Art. 88a Abs. 2 IVV im konkreten
Fall nicht anwendbar sei. Die für eine berufliche Umschulung erforderliche
Erwerbseinbusse von 20% müsse nicht nur aktuell im Sinne einer
Momentaufnahme, sondern voraussichtlich auf Dauer oder längerfristig
bestehen bleiben (Bundesgerichtsurteil 9C_125/2009). Sollte sich der
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit Oktober 2010 tatsächlich
verschlechtert haben und voraussichtlich dauerhaft eine Erwerbseinbusse
von 20% eintreten, so könnte sich die Beschwerdeführerin selbstverständlich
erneut für Umschulungsmassnahmen bei der IV-Stelle anmelden.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Zuerst gilt es in formeller Hinsicht festzuhalten, dass auf die Beschwerde
gegen die der Beschwerdeführerin bzw. ihrem Rechtsanwalt in Kopie
zugestellten Mitteilung des Beschlusses betreffend Invalidenrente [IV-Rente]
vom 14.10.2010 nicht eingetreten werden kann. Diese Mitteilung stellt noch
keine anfechtbare Verfügung dar, sondern sie beinhaltet lediglich erst die
Aufforderung an die AHV-Ausgleichskasse Graubünden, die Rentenleistung
zu berechnen. Die in der Mitteilung enthaltenen Teilfaktoren (Festlegung IV-
Grad; Rentenbeginn) reichen mit anderen Worten nicht aus, um als
anfechtbare Verfügung zu gelten, da weitere wichtige Teilfaktoren (wie
konkrete Rentenberechnung; Prüfung versicherungsmässiger
Voraussetzungen) noch fehlen, um schon einen gerichtlich überprüfbaren
Anfechtungsgegenstand darstellen zu können. Auf die Beschwerde
betreffend Rente kann daher mangels Anfechtungsobjekts nicht eingetreten
werden (vgl. BGE 119 Ib 36 E. 1b). Anders verhält es sich bezüglich der
angefochtenen Verfügung vom 14.10.2010 betreffend „Keine
Kostengutsprache für Umschulung“, weil die Vorinstanz diesbezüglich das
gestellte Leistungsbegehren abschliessend behandelt und abgewiesen hat.
Insofern ist auf die Beschwerde einzutreten.
2. a) Nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
haben Invalide oder von einer Invalidität (laut Art. 8 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) bedrohte
Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit (lit. a) diese
notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im
Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu
verbessern; und (lit. b) die Voraussetzungen für den Anspruch auf die
einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Laut Art. 17 Abs. 1 IVG hat der
Versicherte Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn
die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die
Erwerbsfähigkeit voraussichtlich (dauerhaft) erhalten oder verbessert werden
kann. Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung muss der
Umschulungsbedarf sodann durch die leistungsspezifische Invalidität bedingt
sein, wobei ein Anspruch auf Umschulung eine Invalidität von etwa 20%
voraussetzt (BGE 124 V 108 E. 2b S. 110; SVR 2006 IV Nr. 15 S. 53 E. 2, I
18/05; vgl. auch BGE 130 V 488). Dabei wird für die Beurteilung der
Erwerbsunfähigkeit auf die gesundheitlich bedingte Einschränkung nicht nur
in der bisherigen Tätigkeit, sondern auf dem gesamten in Betracht
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt abgestellt; die versicherte Person
ist aufgrund der Schadenminderungspflicht gehalten, im Rahmen des
Zumutbaren eine andere als die angestammte Tätigkeit auszuüben, sofern
sich dadurch die verbleibende Arbeitsfähigkeit finanziell besser verwerten
lässt (Art. 7 ATSG; Urteil I 210/05 vom 10.11.2005 E. 3.3.1). Als Umschulung
gelten dabei Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer
erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer
Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer
Invalidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen
(Art. 6 Abs. 1 der Verordnung zum IVG [IVV]).
b) Der Umschulungsanspruch umfasst folglich Massnahmen berufsbildender
Art, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits
erwerbstätig gewesenen Versicherten eine ihrer früheren annähernd
gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff
der „annähernden Gleichwertigkeit“ nicht in erster Linie auf das
Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung
zu erwartende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch
auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen
Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen
bestmöglichen Vorkehren (BGE 124 V 108 E. 2a S. 110). Unter diesem
Gesichtspunkt verbleibt jeder erlernte Beruf auch nach dessen allfälliger
Aufgabe Bestandteil der Ausbildung, über welche die versicherte Person
verfügt, und ist daher in den prognostischen Vergleich mit der beruflichen
Situation nach Durchführung der Eingliederungsmassnahmen
miteinzubeziehen (Urteil I 144/05 vom 13.05.2005 E. 2.2.1). Es besteht aber
kein Anspruch auf eine Weiterausbildung, die zu einem Einkommen führt,
welches erheblich besser ist als das vor Eintritt der Invalidität erzielte,
jedenfalls solange nicht gesagt werden kann, dass einzig eine
anspruchsvollere Ausbildung zu einer höheren Berufsstufe eine optimale
Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit erlauben würde (vgl. Urteil I
123/91 vom 18.12.1992 E. 3b). Wählt eine versicherte Person ohne
invaliditätsbedingte Notwendigkeit eine Ausbildung, die den Rahmen der
Gleichwertigkeit sprengt, kann die Invalidenversicherung daran Beiträge
gewähren im Ausmass des Leistungsanspruches auf eine gleichwertige
Umschulungsmassnahme (sog. Austauschbefugnis; zuletzt nochmals explizit
bestätigt in: Bundesgerichtsurteile 9C_169/2010 vom 19.04.2010 E. 2.1-2.2
sowie 9C_125/2009 vom 19.03.2010 E. 2; vgl. zum Ganzen auch: Ulrich
Meyer, Kommentar zum IVG, 2. Auflage, Zürich 2010, S. 190 ff.).
c) Für die Festsetzung des Invaliditätsgrades (IV-Grad; mindestens 20% für
Anspruch auf Umschulung; siehe vorne Ziff. 2a) kommt es primär auf die
wirtschaftliche Erwerbsunfähigkeit und nicht auf die medizinische
Arbeitsunfähigkeit an (PVG 2005 Nr. 11, 1982 Nr. 80; BGE 132 V 395 E. 2.1).
Ohne zuverlässige und beweistaugliche Bestimmung der graduellen
Arbeitsfähigkeit durch die Ärzte als Beurteilungsgrundlage ist eine seriöse
Ermittlung der Erwerbsunfähigkeit indessen zum vornherein nicht möglich
(BGE 125 V 261 E. 4, 122 V 160 f. E. 1c). Folgende ärztlichen Befunde und
weiteren Abklärungen sind im konkreten Fall aktenkundig und für die
Entscheidfindung von Bedeutung:
 Im Bericht vom 29.04.2009 stellte Dr. med. ..., Innere Medizin FMH, der Versicherten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: Eine Supraspinatussehnenruptur rechts seit dem Treppensturz am 03.10.2007 sowie eine degenerative Veränderung mit Teilruptur der Bicepssehne rechts. Ohne Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit wurden eine depressive Entwicklung und eine Gonarthrose links genannt. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Maschinenführerin wurde die Versicherte als zu 100% arbeitsunfähig taxiert (Ziff. 1.6). Arbeiten mit der rechten Schulter, daraus schliessend mit dem rechten Arm seien eingeschränkt möglich (Ziff. 1.7).
 Im MRI-Untersuchungsbericht vom 27.05.2009 (nach Abklärung in der Radiologie vom 26.05.2009 „Diagnose Zentrum ...“ betreffend linkes Kniegelenk) wurde ein Status nach Unterschenkelfraktur vor 30 Jahren indiziert. Klinisch bestehe der Verdacht auf eine beginnende Pangonarthrose. Das VKB sei leicht signalerhöht degenerativ bedingt, jedoch ohne Zeichen einer Ruptur. Das hintere Kreuzband stelle sich regelrecht dar bei normaler Darstellung des medialen Meniskus. Der laterale Meniskus zeige degenerative Veränderungen am Hinterhorn und der Pars intermedia mit Signalanhebung und dort auch leichter Abrundung im Sinne von kleinen degenerativ radiären Einrisschen. In der Belastungszone am medialen Femurkondylus seien Knorpelschäden entdeckt worden. Die Kniescheibe sei indes normal zentriert. Oberflächlich seien Läsionen II. Grades retropatellär und femoral ventral zu verzeichnen. Es sei aber kein wesentlicher Gelenkserguss (am Knie links) nachweisbar.
 Im interdisziplinären Gutachten vom 22.03.2010 des ärztlichen Begutachtungsinstituts Basel (ABI) wurden als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit genannt: 1. Chronische Schulterbeschwerden der dominanten rechten Seite (ICD-10 M75.0) sowie 2. eine mediale Gonarthrose links (ICD-10 M17.1; vgl. Ziff. 5.1 S. 46). Zur Arbeitsfähigkeit wurde im Sinne einer Gesamtbeurteilung (Ziff. 6.9 S. 27) zusammenfassend was folgt festgehalten: Für körperlich schwere und mittelschwere sowie anhaltend stehende Tätigkeiten bestehe seit dem Sturzunfall (03.10.2007) bleibend eine volle Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich leichte, wechselbelastende, adaptierte Tätigkeiten bestehe hingegen eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100%. Es seien weder medizinische noch berufliche Massnahmen vorzuschlagen. Die Prognose bezüglich Reintegration in den Arbeitsprozess sei aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung der Explorandin als sehr ungünstig zu bezeichnen. Im Übrigen wurde im ABI-Gutachten noch zu früheren ärztlichen Einschätzungen des Prof. Dr. ... sowie der Dres. ... und ... Stellung genommen (Ziff. 4.2.6 S. 23-24).
o In seinem Bericht vom 27.03.2009 habe Prof. Dr. ..., Uniklinik Balgrist, geschrieben, dass seitens der rechten Schulter keine  der Rotatorenmanschette, keine eindeutigen Adhäsionen oder andere Ursachen für die Schmerzen bestanden hätten. Es lägen keine zusätzlichen Aspekte vor, die neben einer Frozen shoulder in Frage kämen. Es sei empfohlen worden, unter radiologischer Kontrolle eine Steroidinfiltration in das Glenohumeralgelenk vorzunehmen, falls diese Massnahme die Schmerzen nicht bessern sollte, wäre genau das gleiche Vorgehen subakromial zu planen. Sollte im einen oder anderen Fall eine Besserung eintreten, wäre eine Re-Arthroskopie zu erwägen. Auch bei der jetzigen ABI-Untersuchung habe sich eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit des Schultergelenkes gezeigt, allerdings
bei erheblicher Gegenspannung durch die Explorandin. Bei massivem Verdacht auf Schmerzausweitung sollten sämtliche invasiven bzw. operativen Massnahmen nur mit grösster Zurückhaltung indiziert werden.
o In seinem Bericht über die SUVA-Abschlussuntersuchung vom 16.07.2009 habe der Kreisarzt Dr. ... geschrieben, dass ein chronifiziertes Beschwerdemuster mit hochgradigen funktionellen Defiziten im Bereich der rechten Schulter samt mangelnder  des rechten Armes bestanden habe und eine volle Arbeitsunfähigkeit für die bisherige Tätigkeit als Maschinenbedienerin vorgelegen sei. Eine leidensadaptierte, leichte Tätigkeit mit Zudienmöglichkeiten sowie leichten repetitiven Arm- und Handeinsätzen rechts sei aber ganztags (immer noch) zumutbar. Dieser Einschätzung könne aufgrund der heutigen ABI-Abklärung klar zugestimmt werden.
o In seinem Bericht vom 17.09.2009 habe Dr. ..., Klinik für Chirurgie und Orthopädie am Spital ..., geschrieben, dass Restbeschwerden nach arthroskopischer lateraler Teilmeniskektomie links bestanden hätten, welche wahrscheinlich vom Patellafemoralgelenk herrührten. Bezogen auf das Knieleiden sei eine Arbeitsunfähigkeit von 100% bis zum 16.09.2009 attestiert worden, bezüglich der Schulterschmerzen sei auf die Beurteilung des SUVA-Kreisarztes verwiesen worden. Die bisherige Behandlung sei vorläufig abgeschlossen worden. Die bei der gegenwärtigen ABI-Untersuchung völlig diffus angegebenen Kniegelenksbeschwerden könnten keinesfalls auf ein morphologisches Korrelat zurückgeführt werden. Vielmehr liege ein hochgradiger Verdacht auf eine Schmerzausweitung vor, wobei insbesondere auf den von Dr. ... stammenden Bericht über die am 11.08.2009 durchgeführte Kniearthroskopie verwiesen werden müsse, in dem dieser bezüglich Patellafemoralgelenk festgehalten habe: „Retropatelläer regelrechte Knorpelverhältnisse, die Kniescheibe verläuft regelrecht im Gleitlager.“
o Zu Massnahmen aus orthopädischer Sicht (Ziff. 4.2.7 S. 24) wurde vermerkt: Da wiederholte konservative und invasive Behandlungsmassnahmen bereits erfolglos durchgeführt worden seien, keine klaren operativen Optionen bestünden und der Verdacht auf eine erhebliche nicht-organische Komponente der angegebenen Schmerzen vorläge, würden sich auf somatischer Ebene keine Therapievorschläge anbieten. Insbesondere sollten sämtliche operativen Massnahmen in Zukunft nur noch mit allergrösster Zurückhaltung indiziert werden, da dadurch auch weiterhin keinesfalls eine anhaltende Beschwerdebesserung erwartet werden dürfe, hingegen das subjektive Schmerzempfinden weiter verstärkt werden könnte. Vor diesem Hintergrund sollte auch der gemäss Explorandin geplante endoprothetische Ersatz des linken Kniegelenkes überdacht werden. Auf beruflicher Ebene wäre sodann die Reintegration in den Arbeitsprozess dringend anzustreben. Die Explorandin sei aufgrund der somatischen Befunde durchaus in der Lage, einer körperlich angepassten Tätigkeit unter Wechselbelastung nachzugehen, scheine dafür aber keinerlei Motivation aufzubringen, sodass hier keine Massnahmen angezeigt seien.
 Im RAD-Schlussbericht vom 07.04.2010 (Dr. ... vom Regionalen ärztlichen Dienst Ostschweiz) wurde festgehalten, dass auf das umfassende, die Vorakten berücksichtigende und angemessen kommentierende ABI-Gutachten abgestellt werden dürfe. Die dort enthaltende arbeitsmedizinische Beurteilung stehe in weit gehender Übereinstimmung mit der kreisärztlichen Beurteilung der SUVA (Dr. ...) wie auch des Hausarztes (Dr. ...), der im Verlaufsbericht vom 25.08.2009 noch ausdrücklich erwähnt habe, dass „eine leidensadaptierte, behinderungsgerechte, teilbelastete leichte Tätigkeit denkbar“ wäre. Einzig der Beginn der Arbeitsunfähigkeit sei nicht das Unfalldatum (03.10.2007), sondern erst der 11.12.2007. Die Beanstandungen des Hausarztes (Dr. ...) bezüglich ABI-Gutachten im Schreiben vom 29.01.2010 vermöchten die Aussagekraft desselben nicht einzuschränken, da die ABI-Abklärungen durchaus mit der nötigen Sorgfalt und Umsicht erfolgt und verfasst worden seien. Laut RAD kann der Versicherten in der früheren Tätigkeit (als Maschinenbedienerin) keine zumutbare Arbeitsfähigkeit mehr attestiert werden. In einer leidensangepassten Tätigkeit könne sie jedoch noch in einem Vollpensum erwerbstätig sein, somit also noch zu 100% arbeitsfähig sein.
 Aus dem Vorbescheid vom 12.04.2010 (IV-Stelle) geht hervor, dass die Vorinstanz von einem Valideneinkommen für 2010 (mutmassliches Jahreseinkommen ohne Behinderung bzw. als Gesunde) von Fr. 51'550.40 und einem Invalideneinkommen für 2010 (erzielbares Jahreseinkommen trotz Behinderung) von Fr. 49'780.20 ausging, woraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 1'770.-- bzw. ein IV-Grad von 3% resultierte. Beim Valideneinkommen ging die Vorinstanz von einem Monatslohn als Maschinenbedienerin von Fr. 3'960.-- (x 12 = Fr. 47'520.- -), plus Fr. 3'520.-- (13. Monatslohn) aus, ergibt für 2009: Fr. 51'040.--; teuerungsindexiert bis 2010: Fr. 51'550.40. Beim Invalideneinkommen stellte die Vorinstanz auf die Lohnstrukturerhebungen (LSE) 2008, Anforderungsniveau 4, weiblich, Leistungsfähigkeit 100%, Leidensabzug 5% aufgrund „relativ vieler Einschränkungen“ ab, woraus Fr. 49'780.20 ermittelt wurden. Besonders mit dem laut LSE ermittelten Invalideneinkommen konnte sich die Versicherte nicht einverstanden erklären, da sie höchstens noch einen Verdienst trotz Behinderungen von Fr. 41'094.-- erzielen könnte, was bei einem Valideneinkommen von Fr. 53'647.-- zu einer Einbusse von Fr. 12'553.-- bzw. einem IV-Grad von 23% geführt und so einen Anspruch auf Umschulungsmassnahmen begründet hätte (vgl. Beschwerde S. 11).
 Aus den Berichten vom 11.02., 13./23.04.2010 von Dr. ..., Leitender Arzt Chirurgie/Orthopädie im Spital Oberengadin, geht hervor, dass der Patientin folgende Diagnosen gestellt wurden: Chronische Knieschmerzen links bei/mit dorsolateraler Meniskusläsion und beginnender Gonarthrose; Status nach diagnostischer Kniearthroskopie, Débridement und Teilmeniskektomie lateral 11.08.2009; Zervikale und thorakale Schmerzen; St.n. Unterschenkelfraktur und Tibiakopffraktur links 1993; Chronische Schulterschmerzen rechts bei/mit AC-Gelenk Arthrose, Ruptur der Supraspinatussehne und subakromialem Impingement; St.n. Rotatorenmanschettennaht und
Bicepssehnentenodese rechts am 13.06.2008; Psychiatrische Problematik mit Depressivität. Im Attest vom 13.04.2010 zuhanden des Anwalts der Beschwerdeführerin wurde überdies noch erwähnt, dass die Subacromiale Infiltration rechts mit Xylocain 1% und Kenacort 40 mg (am 09.04.2010) zu einer 20%-igen Besserung der Beschwerden geführt habe. Die Infiltration des Glenohumeralgelenkes rechts mit Xylocain 1% (09.04.2010) habe zu einer 30%-igen Besserung der Beschwerden geführt. Die MRI-Untersuchung der Lendenwirbelsäule (LWS; 09.04.2010) habe eine Diskopathie LWK5/SWK1 mit medialer Bandscheibenprotrusion und leichter Verschmälerung des Spinalkanals in dieser Höhe geführt. Ferner habe sich eine Spondylarthrose der kleinen Wirbelgelenke vor allem der unteren LWS sowie (radiologisch) eine leichte knöcherne Verschlämerung der Neuroforamina L4 links mehr als rechts ergeben (S. 2). Im Bericht vom 13.04.2010 an den (neuen) Hausarzt Dr. ... hielt der Spitalarzt Dr. ... auf entsprechende Anfrage fest, dass es sehr fraglich sei, ob die Durchführung einer Rearthroskopie am rechten Schultergelenk eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands brächte (Ziff. 8; S. 2). Die Versicherte sei in ihrer funktionellen Leistungsfähigkeit momentan deutlich eingeschränkt. Sie könne keine Tätigkeiten auf Schulterhöhe oder über Schulterhöhe ausüben. Dies sei auf die eingeschränkte Beweglichkeit des Schultergelenks auf der rechten Seite und auf die Schmerzen zurückzuführen (Ziff. 9A S. 2). Zur Arbeitsfähigkeit hielt Dr. ... fest, dass die Versicherte derzeit aufgrund der Gesamtsituation für jegliche Tätigkeiten, wo die rechte Schulter gebraucht werde, nicht einsetzbar sei. Primär werde die Durchführung einer erneuten diagnostischen Schulterarthroskopie mit AC-Gelenkresektion mit Beurteilung des glenhumeralen Subacromiales empfohlen (Ziff. 13 S. 3).
 Am 14.10.2010 erfolgte die Verfügung betreffend Ablehnung beruflicher Massnahmen sowie separat die Mitteilung betreffend Rente an die AHV.
d) In Anbetracht und Würdigung der soeben aufgezählten Fakten ist das Gericht
zur Überzeugung gelangt, dass hier aus medizinischer Sicht uneingeschränkt
auf das schlüssige, aussagekräftige und umfassende ABI-Gutachten vom
22.03.2010 und die dort enthaltene Schlussfolgerung abgestellt werden kann,
wonach die Beschwerdeführerin für körperlich leichte, wechselbelastende,
adaptierte Tätigkeiten noch zu 100% arbeits- und leistungsfähig sei. Diese
Einschätzung stimmt auch mit den früheren ärztlichen Abklärungsberichten
von Prof. Dr. ... (März 2009), des SUVA-Kreisarztes Dr. ... (Juli 2009), des
Chirurgen/Orthopäden Dr. ... (September 2009) sowie den getroffenen
Reintegrationsmassnahmen (vgl. ABI-Gutachten Ziffern 4.2.6 und 4.2.7, S.
23-24; speziell zur „Schulterproblematik“) überein. Nichts Gegenteiliges ist
auch der angefochtenen Verfügung selbst zu entnehmen (vgl. Verfügungsteil
2; Abschnitt: Zum Invalideneinkommen, Erwägung d, S. 4-5). Auch der
untersuchende ABI-Orthopäde erkannte zwar auf eine deutlich
eingeschränkte Beweglichkeit des Schultergelenks, allerdings bei erheblicher
Gegenspannung durch die Explorandin. Hinsichtlich weiterer medizinischen
Massnahmen, inklusive operativer Eingriffe, übten die involvierten Ärzte
(Dres. Zdravkovic/Rehli und ABI-Gutachter) grösste Zurückhaltung aus. Auch
Dr. ... hielt mit Bericht vom 13.04.2010 zuhanden des Hausarztes Dr. ... fest,
dass es sehr fraglich sei, ob eine medizinische Massnahme (Rearthroskopie)
zu einer Besserung des Gesundheitszustandes führen könnte, was er im
Schreiben vom 13.04.2010 gegenüber dem Rechtsanwalt der
Beschwerdeführerin noch bestätigte. Derselbe (Dr. ...) hielt aber andererseits
– im Widerspruch zu dieser Aussage/Bestätigung – ebenfalls fest, dass die
Indikation einer Rearthoskopie dann gegeben sei, falls mit der Infiltration der
Schulter keine Besserung erzielt werden könne. Dieser „Schönheitsfehler“ in
der Beurteilung durch Dr. ... vermag an der Zuverlässigkeit und Aussagekraft
der übrigen, mehrheitlich übereinstimmenden ärztlichen Beurteilungen aber
nichts zu ändern. Im Besonderen gibt es nichts an der Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin durch das ABI auszusetzen, zumal
sie vom SUVA-Kreisarzt Dr. ... geteilt wurde. Soweit Dr. ... bezüglich
Arbeitsfähigkeit zur Ansicht gelangte, dass der Beschwerdeführerin jede
Tätigkeit bei Einsatz des rechten Schultergelenkes unzumutbar sei, kann ihm
nicht gefolgt werden, da diese Behauptung zu pauschal gemacht und nicht
näher begründet wurde, womit an der Einschätzung des ABI (100%
arbeitsfähig in einer leidensangepasster Tätigkeit) unverändert festgehalten
werden durfte. Entgegen der Darstellung ist darin auch kein Widerspruch
bezüglich Einschränkung im Haushalt und in einer adaptierten leichten
Tätigkeit zu erblicken, da im Haushalt – wie die Vorinstanz schon richtig
erkannte – nicht immer nur leichte und adaptierte Tätigkeiten anfallen
(Verfügungsteil 2, S. 5 unten). Hinzu kommt, dass im ABI-Gutachten (S. 22)
auch die weiter geklagte „Knieproblematik“ bereits in der
Zumutbarkeitsbeurteilung betreffend Arbeitsfähigkeit mitberücksichtigt wurde,
indem dort klar festgehalten wurde, dass anhaltend stehende Tätigkeiten für
unzumutbar beurteilt würden und im Belastungsprofil „kein Gehen auf
unebener Unterlage“ möglich sei. Daraus folgt zusammengefasst, dass aus
medizinisch-theoretischer Perspektive keine weiteren Abklärungen (mittels
BEFAS bzw. EFL) mehr notwendig oder angezeigt sind (antizipierte
Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes
[heute Bundesgericht] I 59/01 vom 06.05.2002 E.3c mit Hinweisen).
e) Was die ökonomische Seite, also die Ermittlung des Invaliditätsgrads (IV-
Grad) angeht, so gibt es an einem mutmasslichen Valideneinkommen für
2010 von Fr. 53'647.05 nichts auszusetzen. Wie aus dem Arbeitgeberbericht
vom 20.04.2009 hervorgeht, hätte die Beschwerdeführerin im Jahre 2008 als
gesunde Arbeitnehmerin einen Jahresverdienst von Fr. 52'590.-- erzielt, was
unter Berücksichtigung der Lohnentwicklungen im 2009 und 2010 das
angeführte Valideneinkommen von Fr. 53'647.05 realistisch erscheinen lässt.
Im Weiteren gibt es aber auch am noch erzielbaren Invalideneinkommen für
2010 von Fr. 49'780.20 – gestützt auf die LSE 2008, Anforderungsniveau 4,
weiblich, Leistungsfähigkeit 100%, Leidensabzug 5% - nichts zu korrigieren.
Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin (Beschwerde Ziff. 25, 2.
Absatz, S. 11) liesse sich ein höherer Leidensabzug von 20% nicht
rechtfertigen, weil die Beschwerdeführerin eine leichte und adaptierte
Tätigkeit in vollem Umfange ihrer Restarbeitsfähigkeit ausüben könnte und
ein Arbeitgeber daher auch keine zusätzlichen gesundheitlich bedingten
Einschränkungen hinzunehmen hätte. Man könnte sich sogar die Frage
stellen, ob überhaupt ein Leidensabzug zulässig gewesen wäre. Diese Frage
kann hier letztlich aber offen gelassen werden, da schon die
Gegenüberstellung des ermittelten Valideneinkommens von Fr. 53'647.05 mit
dem bezifferten Invalideneinkommen von Fr. 49'780.20 bloss eine
Erwerbseinbusse von Fr. 3'866.85 bzw. umgerechnet nur einen IV-Grad von
rund 7% ergeben hätte, womit die massgebliche Schwelle von 20% für einen
Anspruch auf berufliche Umschulungsmassnahmen nach Art. 17 IVG (vgl.
dazu vorne Erwägung 2.a) bei weitem noch nicht erreicht worden wäre. Die
Vorinstanz verneinte damit aber auch zu Recht einen entsprechenden
Anspruch auf IV-Leistungen (Umschulung) zugunsten der
Beschwerdeführerin.
f) Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die von der
Beschwerdeführerin zusätzlich für ihren Standpunkt geltend gemachte
Knieoperation vom 23.09.2010 (Implantation Knieprothese) nichts an diesem
Ergebnis ändert. In den drei Wochen von dieser Operation bis zum
Verfügungszeitpunkt am 14.10.2010 konnte nämlich noch keine
voraussichtlich auf Dauer verbleibende Verschlechterung der
Erwerbseinbusse eingetreten sein. Vielmehr wurde diese Operation gerade
vorgenommen, um längerfristig eine Verbesserung des Gesundheitszustands
bei der Beschwerdeführerin herbeizuführen. Nach ständiger Rechtsprechung
muss aber eine Verschlechterung des Gesundheitszustands eine gewisse
Zeit angedauert haben, bevor sie leistungsmässig berücksichtigt werden
kann. Der Anspruch auf Umschulung setzt mit anderen Worten voraus, dass
die erforderliche Erwerbseinbusse von rund 20% nicht nur aktuell im Sinne
einer Momentaufnahme, sondern absehbar auf Dauer oder zumindest
längerfristig bestehen bleibt (vgl. BG-Urteil 9 C_125/2009 E. 5). Die
angefochtene Verfügung der Vorinstanz erweist sich deshalb auch unter
diesem Aspekt als korrekt (vgl. VGU S 08 28 E. 5d, S 08 126 E. 1d). Sollte
sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin aber in Zukunft
tatsächlich markant verschlechtern und voraussichtlich dauernd zu einer
Erwerbseinbusse von 20% führen, so wäre die Beschwerdeführerin
berechtigt, sich erneut bei der Vorinstanz für Umschulungsmassnahmen
anzumelden.
3. a) Die angefochtene Verfügung vom 14.10.2010 erweist sich damit in jeder
Beziehung als rechtmässig, was zu ihrer Bestätigung und zur Abweisung der
dagegen erhobenen Beschwerde vom 19.11.2010 führt, soweit darauf
überhaupt eingetreten werden kann (vgl. dazu vorne Erwägung 1).
b) Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren, in Abweichung von
Art. 61 lit. a ATSG, bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung
(inkl. Einstellungen) von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Diese Kosten werden jeweils nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert der Sache im Umfang von
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs dieses
Verfahrens rechtfertigt es sich vorliegend, der Beschwerdeführerin Kosten
von Fr. 700.-- aufzuerlegen.
c) Dem Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege (inkl. Verbeiständung) in der
Beschwerde wird nicht entsprochen, da die Voraussetzungen nach Art. 61 lit.
f ATSG (vgl. dazu auch Art. 76 des Gesetzes über die kantonale
Verwaltungsrechtspflege [VRG]) nicht als erfüllt angesehen werden können.
Wie sowohl den eingereichten Akten zum Gesuch um unentgeltliche
Prozessführung vom 07.02.2011 als auch den nachreichten Gesuchsbelegen
vom 10.03.2011 (monatliches Erwerbseinkommen Ehegatte Fr. 2'950.--;
Ersatzeinkommen Gesuchstellerin Fr. 359.--; 33-jähriger Sohn Nettolohn Fr.
4'800.--, wohnhaft in gemeinsamem Haushalt; Vermögen Ehegatte Fr. 1'674.-
- [Sparkonto eff. Fr. 7'960.--]; Vermögen Gesuchstellerin Fr. 436.--;
Zinsausweis 2010: Grundschuld für Eigentumswohnung Fr. 425'000.--;
jährlicher Hypothekarzins: Fr. 15'500.-- [pro Monat Fr. 1'300.--]; Ehemann
Lebensversicherungspolice mit Rückkaufswert von Fr. 21'506.60 per 01.
03.2011 bzw. Fr. 25'666.-- [Ziff. 32.7] laut definitiver
Steuerveranlagungsverfügung 2009 vom 10.05.2010; Vermögensausweis
GKB Gesuchstellerin Privatkonto Fr. 548.--; Vermögensausweis GKB
Ehegatte zwei Sparkonto [Fr. 1'295.70 + Fr. 20'141.55] und ein Privatkonto
[Fr. 1'152.--] zu entnehmen ist, muss die Frage der Bedürftigkeit geprüft
werden. Anhand der zitierten Akten und Belege ist das Gericht dabei zur
Ansicht gelangt, dass die gesetzliche Leistungsvoraussetzung der finanziellen
Bedürftigkeit (Gesamtrechnung für die Gesuchstellerin und deren Ehemann,
vgl. dazu Alfred Bühler, „Die Prozessarmut“ in: Gerichtskosten, Parteikosten,
unentgeltliche Prozessführung, Bern 2001, S. 143f. Ziff. IV/1/A.) für die
Gewährung der beantragten Rechtswohltat nicht als erfüllt betrachtet werden
kann. Auf der Einnahmenseite sind die Einkommen der Gesuchstellerin (Fr.
359.--), des Ehegatten (Fr. 2'950.--) und anteilsmässig des im gleichen
Haushalt wohnenden mündigen Sohnes (Beteiligung von ca. Fr. 1'500.-- für
Wohnen und Verpflegung bei Nettoeinkommen Fr. 4'800.--; vgl. Alfred Bühler,
a.a.O., S. 143 Ziff. 2 und S. 164 oben) von total Fr. 4'809.-- und auf der
Ausgabenseite von Fr. 4'180.-- (bestehend aus: Hypothekarzins Fr. 1'300.--;
Grundbedarf Fr. 1'700.-- [plus 20%: Fr. 340.--]; Grundversicherung KVG
Ehemann Fr. 352.--; Grundversicherung KVG Gesuchstellerin Fr. 288.--;
Steuern Fr. 100.-- und Haftpflicht- / Hausratversicherung ca. Fr. 100.--) zu
berücksichtigen, woraus kein finanzielles Manko, sondern ein Überschuss von
Fr. 629.-- pro Monat resultieren. Hinzu kommt das eheliche Gesamtvermögen,
dass nach der definitiven Veranlagungsverfügung betreffend Kantons- und
Gemeindesteuer 2009 auf Fr. 57'200.-- [Ziff. 37.0] festgelegt wurde.
Angesichts dieser Einkommens- und Vermögensverhältnisse ist die
Bedürftigkeit der Gesuchstellerin und damit auch die Notwendigkeit einer
staatlichen Unterstützungshilfe zu verneinen. Auf die Prüfung der übrigen
Leistungsvoraussetzungen (fehlende Aussichtslosigkeit der Beschwerde und
Notwendigkeit der Verbeiständung) kann demnach zum voraus verzichtet
werden (vgl. zum Ganzen: Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, S. 788 ff. zu Art.
61).