Decision ID: 16ca7009-9885-45d6-9ce3-b9daabbd233f
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 2
0.
Februar 1951
und verheiratet,
war der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, bis Ende 2014
als
Selbständigerwerbender
angeschlossen und als solcher beitragspflichtig. Nachdem
er
der Ausgleichskasse am
9.
September
2016 mitgeteilt
hatte, dass er den Betrieb per
1.
Januar
2015 eingestellt
habe
(
Urk.
7/27) und seitens der Aus
gleichskasse durchgeführte Abklärungen ergeben hatten, dass
er
– gleich wie seine Ehefrau –
per
1.
Januar 2015
bei der
Y._
eine
unselbständige
Erwerbstät
igkeit aufgenommen hatte (Urk.
7/40),
setzte die Ausgleichskasse
gestützt auf die Angaben von
X._
sowie die Steuererklä
rungen der Eheleute
X._
der Jahre 2015 und 2016
mit Verfügungen vom 1
4.
September 2018 die
von
X._
für die Zeit von
1.
Januar 2015 bis 2
9.
Februar 2016 (Eintritt ins ordentliche Rentenalter)
geschuldete
n
Akontob
eiträge
für Nichterwerbstätige nach
Massgabe des hälftigen ehelichen Vermögens und Renteneinkommens auf
Fr.
19'900.90 (Jahr 2015
;
Urk.
7/58
) bzw.
Fr.
3'788.80 (Januar bis Februar 2016
; vgl.
Urk.
7/59
) fest (einschliesslich Ver
waltungskosten;
vgl. auch Schrei
ben der Ausgleichskasse vom 12.
September 2018
zur Beitragspflicht wie Nichterwerbstätige
;
Urk.
7/54).
Mit Verfügungen vom gleichen Tag forderte die Ausgleichskasse
überdies Verzugszinsen für die Beitragsjahre 2015 und 2016 (Urk.
7/56
-57
)
.
Dagegen erhob
X._
am 1
5.
Oktober 2018
bei der Ausgleichskasse
Einsprache
, mit welcher er im Wesentlichen geltend machte, dass er als unselbständig Erwerbstätiger einzu
stufen und
die AHV-
Beiträge aufgrund des Eink
ommens zu ermitteln seien (Urk.
7/62).
Mit Entscheid vom 24.
März 2020 wies die Ausgleic
hskasse die Ein
sprache ab (Urk. 7/102 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
hierorts mit Eingabe vom 1
5.
Mai 2020 (
Urk.
1) Beschwerde mit dem folgenden Rechtsbegehren:
«
1.
Der
Einspracheentscheid
in der Abrechnungs
- NR.
«...»
v
om 2
4.
März 2020 sei aufzuheben
.
2.
Es sei der Beschwerdeführer für beide Beitragsja
hre 20
15 und 2016 (bis zur Pensi
onierung)
als unselbständig erwerbstätiger Arbeitnehmer einzustufen.
3.
Die Verfügungen vom 1
4.
September 2018 betreffend
Akontobeiträge
für Nichter
werbstätige für die Jahre 2015 und 2016, die Verzugszinsverfügungen für die Zeit vom
1.
Januar 2016 bis 1
4.
September 2018 sowie vom
1.
Januar 2018 bis 1
4.
September 2018, beide vom 14.
September 2018 sowie die Rechnung Nr.
«...»
betreffend persönliche Beiträge für die Nichterwerbstätige seien aufzuheben und
durch die
entsprechenden Erlasse für den Beschwerdeführer als Erwerbstätiger zu ersetzen.
4.
Eventualiter sei die Streitsache zur Neuverfügung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl.
MWst
) zulasten der
Beschwer
degegnerin.»
Mit Vernehmlassung vom 22.
Juni 2020 stellte die Ausgleichskasse Antrag auf
Abweisung der Beschwerde (Urk.
6). Mit Verfügung vom
3.
August 2020 wurde ein zweiter Sc
hriftenwechsel angeordnet (Urk.
8). Mit Replik vom 21.
Oktober 2020 hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen an Anträ
gen und Stand
punkten fest (Urk.
12). Die
Ausgleichskasse erklärte am 7.
Dezember 2020 V
er
zicht auf Stellungnahme (Urk.
1
6
)
,
was
dem Beschwe
rdeführer mit Verfügung vom 10.
Dezember 2020
zur Kenntnis gebracht wurde
(Urk. 17)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
3 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversi
cherung
(AHVG) sind die Versicherten beitragspflichtig, solange sie eine Erwerbs
tätigkeit ausüben. Für Nichterwerbstätige beginnt die Beitragspflicht am
1.
Januar nach Vollendung des 2
0.
Altersjahrs und dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen das 6
4.
und Männer das 6
5.
Altersjahr vollendet haben (
Abs.
1). Bei nichterwerbstätigen Ehegatten von erwerbstätigen Versi
cherten gelten die eigenen Beiträge als bezahlt, sofern der Ehegatte Beiträge von mindestens der doppelten Höhe des Mindestbeitrags bezahlt hat (
Abs.
3
lit
. a).
1.2
Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten werden in Prozenten des Einkom
mens aus unselbständiger und selbständiger Erwerbstätigkeit festgesetzt (
Art.
4
Abs.
1 AHVG).
1.3
Nichterwerbstätige bezahlen einen Beitrag nach ihren sozialen Verhältnissen. Der Mindestbeitrag beträgt 392 Franken (Stand 2015), der Höchstbetrag entspricht dem 50-fachen Minde
stbeitrag. Erwerbstätige, die im
Kalenderjahr, gegebenen
falls mit Einschluss des Arbeitgeberbeitrags, weniger als 392 Franken entrichten, gelten als Nichterwerbstätige. Der Bundesrat kann den Grenzbetrag nach den sozialen Verhältnissen des Versicherten erhöhen, wenn dieser nicht dauernd voll erwerbstätig ist (
Art.
10
Abs.
1 AHVG).
Die Beiträge der Nichterwerbstätigen, für die nicht der jährliche Mindestbeitrag von 392 Franken vorgesehen ist, bemessen sich aufgrund ihres Vermögens und Renteneinkommens (
Art.
28
Abs.
1 der Verordnung über die Alters- und
Hinter
lassenenversicherung
; AHVV). Verfügt ein Nichterwerbstätiger gleichzeitig über Vermögen und Renteneinkommen, so wird der mit 20 multiplizierte jährliche Rentenbetrag zum Vermögen hinzugerechnet (
Art.
28
Abs.
2 AHVV). Ist eine ver
heiratete Person als Nichterwerbstätige beitragspflichtig, so bemessen sich ihre Beiträge aufgrund der Hälfte des ehelichen Vermögens und Renteneinkommens (
Art.
28
Abs.
4 Satz 1 AHVV).
1.4
Personen, die nicht dauernd voll erwerbstätig sind, leisten die Beiträge wie Nicht
erwerbstätige, wenn ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen zusammen mit denen ihres Arbeitgebers in einem Kalenderjahr nicht mindestens der Hälfte des Bei
trages nach
Art.
28 AHVV entsprechen. Ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen müssen auf jeden Fall den Mindestbeitrag nach
Art.
28 erreichen (
Art.
28
bis
Abs.
1 AHVV). Besteht eine Beitragspflicht wie für Nichterwerbstätige, so ist
Art.
30 anwendbar (
Art.
28
bis
Abs.
2 AHVV).
Volle Erwerbstätigkeit im Sinne von
Art.
28
bis
Abs.
1 AHVV liegt in der Regel vor, wenn für die (selbständige oder unselbständige) Tätigkeit ein erheblicher Teil der im betreffenden Erwerbszweig üblichen Arbeitszeit aufgewendet wird. Diese Voraussetzung ist nach der Verwaltungspraxis und Rechtsprechung erfüllt, wenn die beitragspflichtige Person während mindestens der halben üblichen Arbeitszeit tätig ist (BGE 140 V 338 E.
1.2 unter Hinweis auf BGE 115 V 161).
1.5
Der Begriff der Erwerbstätigkeit im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 AHVG setzt die Aus
übung einer auf die Erzielung von Einkommen gerichteten bestimmten (persön
lichen) Tätigkeit voraus, mit welcher die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhöht werden soll. Für die Beantwortung der Frage, ob Erwerbstätigkeit vorliegt, kommt es nicht darauf an, wie eine Beitragspflichtige sich selber – subjektiv - qualifiziert. Entscheidend sind vielmehr die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse und Gegebenheiten, die durch eine Tätigkeit begründet werden oder in deren Rahmen eine solche ausgeübt wird. Es genügt somit nicht, dass der Beitragspflichtige subjektiv eine Erwerbsabsicht für sich in Anspruch nimmt. Die behauptete Absicht muss aufgrund der konkreten wirtschaftlichen Tatsachen nachgewiesen sein (vgl.
Kieser
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zur AHV,
3.
Auflage,
Art.
4
Rz
1, sowie ZAK 1991 S. 312 E. 5a).
1.6
Damit bei Betätigungen, denen sowohl ehrenamtliche wie auch erwerbliche Motivation zugrunde liegen, von voller Erwerbstätigkeit im Sinne von
Art.
28
bis
Abs.
1 AHVV ausgegangen werden kann, muss für einen Teil, der mindestens der
halben üblichen Arbeitszeit entspricht, Erwerbsabsicht zum Ausdruck kommen. Dies geschieht in Form eines angemessenen Verhältnisses zwischen Leistung und Entgelt (BGE 140 V 338
E. 2.
2.3
)
.
2.
2.1
Die Ausgleichskasse begründete den angefochtenen Entsc
heid zur Hauptsache damit, sie gehe davon aus, dass sich die Tätigkeit auf das Verwaltungsrats
mandat
so
wie die Geschäftsführung beschränke. Bei dem geringen Lohn von
Fr.
21'150
.
für die Tätigkeiten im Verwaltungsrat und als Geschäftsfüh
rer könne
keine 51
%
ige
Erwerbstäti
gke
i
t
angenommen werden. Zwischen der Arbe
its
leistung und dem Entgelt best
ehe kein angemessenes Verhältnis.
Auch könne in
Fällen, in denen eine beitragspflichtige Person praktisch von ihrem Vermögen oder Renteneinkommen lebe, nicht leichthin auf Erwerbstätigkeit geschlossen werden, wenn diese eine Tätigkeit ohne klaren
erwerbstätigen
(wohl:
erwerblichen
)
Charakter von relativ geringer wirtschaftlicher Bedeutung ausübe. Die bereits bezahlten AHV-Beiträge aus
der
Erwerbstätigkeit des Jahres 2015 seien ange
rechnet worden (
Urk.
2).
In der Vernehmlassung ergänzte sie, dass bei dem
– im Vergleich zu Durchschnitt
s
löhnen gemäss LSE -
geringen Lohn auch die Erwerbs
absicht
an sich
fraglich sei
, zumal der Beschwerd
e
führer über ein hohes Vermö
gen verfüge
. Schliesslich könnten die Beiträge auch nicht als von seiner Ehegattin bezahlt gelten (
Urk.
6)
.
2.2
Der Beschwerdeführer lässt dagegen im Wesentlichen vorbringen, er habe das
Mandat als
Verwaltungsratspräsident
unent
g
eltlich au
s
geübt.
Da er d
arüber
hinaus die Geschäftsführung
der
Y._
zu
einem Pensum
von über 50
% und in Erwerbsabsicht ausgeübt
und
die Mindestbeit
räge gemäss
Art.
28 AHVV mit den
entrichte
ten AHV-
Beiträge
n
in Höhe
von Fr.
1'600.--
deutlich über
schritten habe, sei er ganz grundsätzlich als Erwerbstätiger zu qualifizieren
.
Es gehe nicht an, dass die Ausgleichskasse den Lohn als zu gering taxiere.
Soweit die Beschwerdegegnerin die ordentlichen AHV-Beiträge mit den Nichterwerbs
tätigenbeiträgen vergleiche
,
sei diese Vorgehensweise, für welche eine gesetzliche Grundlage vollkommen fehle
,
rechtswidrig
(
Urk.
1)
.
In der Replik ergänzte er, dass die Bezugnahme auf die LSE
unzulässig sei
und a
uch
bestritten
werde, dass das Vermögen eine Rolle spiele
, ansonsten alle Teilzeiterwerbstätigen
mit grossem Vermögen
Beiträge als Nichterwerbstätige bezahlen müssten (
Urk.
12).
3.
3.1
Der Beschwerdeführer
war im streitbetroffenen Zeitraum
nicht nur Geschäfts
führer der
Y._
,
sondern
auch
deren
Verwaltungsratsp
räsident
(vgl. Aus
zug aus dem Handelsregister des Kantons Zürich,
Urk.
3/15)
, welche Funktion er nach eigenen Angaben unentgeltlich ausgeübt hat
(
Urk.
1 S. 4
)
.
Da
aufgrund der Unentgeltlichkeit bezüglich der
Tätigkeit
als Verwaltungsratspräsident
mithin keine Erwerbstätigkeit
im Rechtssinne
zur Frage steht
,
ist
zu prüfen
, ob bzw.
in welchem Umfang bezüglich der darüber hinaus ausgeübten (und entschädigten) Tätigkeit als Geschäftsführer der
Y._
eine Erwerbstätigkeit im Sinne von
Art.
4 AHVG
gegeben ist
.
3.2
Zur Tätigkeit als Geschäftsführer
bei der
Y._
– eine Familien-AG -
exis
tiert kein schriftlicher Arbeitsvertrag (
Urk.
1
2
S.
7
). Gemäss Angaben des Beschwerdeführers übt er diese Tätigkeit
bzw. die damit verbundenen Arbeiten (Vertrags
ver
handlungen, Vertragsabschlüsse, Besprechungen, Telefonate,
Besu
che von Ausstellungen und Messen, Zusammenarbeit mit der Buchhaltung
etc
; vgl.
Urk.
1 S. 5)
im Umfang von (mindestens) 51
%
eines Vollzeitpensums aus, wofür er - so die unbestrittenen Ausführungen im angef
ochtenen Ent
scheid
mit einem
(Brutto-)
Jahresl
ohn von
Fr.
21'150.-- entschädigt wird. Jedoch entspricht das Gehalt von jährlich
Fr.
21'
150
.-- einem monatlichen Lohn von
Fr.
1'762.50
(bzw.
Fr. 3’455
.
90
bei einem Vollzeitpensum)
,
womit ein Stunden
lohn von
rund
Fr.
19.
--
resultiert
(
Fr.
1'762.50: [
21.42 x 4.33 Wochen/Monat = 92.106 Stunden
/Monat]
)
.
Wie die Verwaltung im angefochtenen
Einspracheent
scheid
zu Recht festgehalten hat,
ist offensichtlich, dass damit zwischen der Tätigkeit als
Geschäftsführer und dem bezogenen Entgelt kein angemessenes Ver
hältnis besteht,
liegt
das Gehalt doch
er
he
blich unter
den (statistischen) Durch
schnittslöhnen,
wie sie in der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung
für solch
qualifizierte
Tätigkeiten
ausgewiesen sind
(
vgl. etwa LSE 2016; Tabelle T 17 monatlicher Bruttolohn
[
Zentralwert
]
nach Berufsgruppen, Lebensalter und Geschlecht, Privater und öffentlicher
Sektor,
Ziff.
1 Führungskräfte
; vgl. zum
Beizug
von Tabellenlöhnen gemäss LSE als Plausibilisierungs- bzw. Vergleichs
grösse etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_699/2018
vom 2
5.
März 2019 E.5.1
). M
it Blick auf diese konkreten wirtschaftlichen Begebenheiten hat die Verwaltung aber
auch
zu Recht fest
gestellt
, dass
angesichts der
behaupteten E
rwerbsabsicht
jedenfalls
nicht überwiegend wahrscheinlich
ist
, dass
d
er
Beschwerdeführer
für einen monatlichen Lohn
von
Fr.
1'762.50 eine Geschäftsführert
ätigkeit im Umfang von 51
% ausgeübt hat. Vielmehr ist von einem deutlich niedrigeren Pensum auszugehen und damit davon, dass
er nicht
während mindestens der halben üblichen Arbeitszeit tätig
war.
Aber selbst wenn man entsprechend den Angaben des Beschwerdeführers von einem 51%igen
Tätigsein
für die
Y._
ausgehen würde, ergäbe die
s nichts zu seinen Gunsten.
So ist
bei der
Beurteilung der Frage, ob
dauernd
volle Erwerbstätigkeit gegeben ist,
die
tatsächlich geleistete Arbeit einzig im Umfang
der Erwerbsorientierung
als Erwerbstätigkeit anzurechnen
, welche
Erwerbs
absicht
nach der Rechtsprechung in Form eines angemessenen Verhältnisses zwischen Leistung und Entgelt zum Ausdruck gelangt (BGE 140 V 338 E. 2.2.3
; vgl
.
auch etwa Urteil des Bundesgerichts
9C_699/2019 vom 2
5.
März 2019, E.
5.1
).
Da es vorliegend
vor dem Hintergrund
der wirtschaftlichen Gegebenheiten
-
verglichen mit den
entsprechenden
Löhnen der LSE -
an einem angemessenen Verhä
l
tnis zwischen Entgelt und Erwerbstätigkeit fehlt, wäre
nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass im Umfang
des ausgeübten
Pensums
auch
eine volle Erwerbsabsicht
bzw.
eine
plausible
Erwerbs
orientierung
(und somit
eine
Erwerbstätigkeit im Sinn von
Art.
4
Abs.
1 AHVG; E. 1.5
hievor
) besteht. Daher und da es (wo die Erwerbsabsicht in ihrem
Ausmass
fraglich ist) nach der Rechtsprechung auf das (objektiv) angemessene Verhältnis zwischen Leistung und Lohn ankommt und eine
(
subjektiv
)
für sich in Anspruch genommene bzw.
behauptete Erwerbsabsicht allein nicht genügt,
könnte
der Beschwerdeführer
selbst bei einer effektiv im Umfang von mindestens der halben üblichen Arbeitszeit ausgeübten Tätigkeit
nicht als voll erwerbstätig im Sinne des AHV-Rechts gelten.
Ist jedoch
nicht
mit dem im Sozialversicherungsrecht
massgebenden
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass
der Beschwer
deführer
im vorliegend streitigen Zeitraum
dauernd voll
erwerbstätig
war
,
ist
gemäss
Art.
28
bis
Abs.
1
AHVV
eine
Vergleichsrechnung
vorzunehmen.
Der
Beschwerdeführer
hat
gemäss
seinen Ausführungen
auf seinem G
ehalt Lohnbeiträge von rund Fr.
1‘600.
-- pro Jahr
geleistet (
einschliesslich
Arbeitgeberbeitrag; vgl.
Urk.
1 S. 7 sowie
Urk.
13 S. 3)
. Damit ist
jedoch
offensichtlich, dass
er die Hälf
t
e der
Nichter
werbstätigenbeiträge von
rund
Fr.
20‘000.--
pro Jahr (im Jahr 2016 pro
rata
)
bei weitem
nicht
erreicht, weshalb er Beiträge wie Nichterwerbstätige zu bezahlen hat.
3.3
Soweit der Beschwerdeführer
in der Beschwerde
einwendet, dass er – da er zu einem Pensum von 51
% arbeitstätig sei und mehr als den Mindestbeitrag nach
Art.
28 AHVV bezahlt habe –
ganz grundsätzlich als Erwerbstät
iger zu qualifi
zieren sei (Urk.
1
S.
7
), geht er fehl. Er verkennt, dass es für die Beitragspflicht als Erwerbstätiger nicht genügt, dass während mindestens der halben üblichen Arbeitszeit einer Beschäftigung nachgegangen wird; vorausgesetzt wird vielmehr
auch, dass die Tätigkeit in mindestens diesem Umfang
auch
in Erwerbsabsicht
erfolgt, welche Absicht
aufgrund der konkreten wirtschaftlichen Tatsachen
nach
gewiesen sein muss (E.
1.4)
.
Der Beschwerdeführer
übersieht aber auch, dass auch die Bezahlung des Mindestbeitrags nach
Art.
28 AHVV
allein
für die Beitrags
pflicht als Erwerbstätiger nicht in jedem Fall
genügt, kann der
Bundesrat
d
en Grenzbetrag
doch
nach den sozialen Verhältnissen des Versicherten erhöhen, wenn dieser
– wie vorliegend der Beschwerdeführer -
nicht dauernd voll erwerbs
tätig ist (
Art.
10
Abs.
1 Satz 3 AHVG in Verbindung mit
Art.
28
bis
AHVV; vgl. E.
1.3
hievor
). Aber auch der Einwand, wonach das Vorgehen der Beschwerde
gegnerin, welche die (aufgrund des erzielten Lohnes) geleisteten AHV-Beiträge mit dem Nichterwerbstätigenbeitrag verglichen
hat
, keine rechtliche Stütze finde, trifft
offensichtlich
nicht zu. So hat der Verordnungsgeber mit
Art.
28
bis
Abs.
1 AHVV die rechtliche Grundlage für die Vornahme dieser Vergleichsrechnung geschaffen bezüglich Personen, die nicht
dauernd voll erwerbstätig sind, und mit
welcher
Regelung verhindert werden
soll
, dass die Beitragspflicht als nicht erwerbstätige Person durch Ausübung einer geringfügigen oder bloss spora
dischen Tätigkeit umgangen werden kann (vgl.
Kieser
, Rechtsprechung zur AHV,
3.
Auflage,
Art.
9
Ziff.
6, mit Hinweis auf Urteil des Bun
desgerichts 9C_105/2012 vom 14.
März 2012).
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers führt diese Regelung
denn
auch nicht dazu, dass sämtliche Teilzeiterwerbstätigen mit grossem Vermögen als Nichterwerbstätige beitragspflic
htig sind
. So
kommt
Art.
28
bis
Abs.
1 AHVV nicht zur Anwendung, wo eine beitragspflichtige Person während mindestens der halben üblichen Arbeitszeit in plausibler Erwerbsabsicht
(nachgewiesen aufgrund der konkreten wirtschaftlichen Tatsachen)
erwerbstätig ist.
4.
Die Berechnung der (
Akonto
-)Beiträge für die Jahre 2015 und 2016
(Januar und Februar)
ausgehend vom hälftigen ehelichen Vermögen und Renteneinkommen gemäss den Steuererklärungen 2015 und 2016 hat der Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt
. Auf
das
Massliche
der Beiträge – bei welchen es sich erst um auf provisorischer Grundlage festgesetzte (
Akonto
-)Beiträge handelt (
Art.
2
4
Abs.
1 AHVV; zur Rechtsnatur von
Akonto
-
Verfügungen
vgl.
BGE 109 V 70; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_719/2013 vom
9.
April 20
1
4 E. 1)
– ist daher
nicht näher einzugehe
n
.
Wie die Beschwerdegegnerin in
ihrer
Vernehmlassung (
Urk.
6 S. 3) zu Recht ausgeführt hat – kann
schliesslich
auch
Art. 3 Abs. 3
lit
. a AHVG
(vgl. E. 1.
1.
hiervor)
nicht
Platz greifen. Denn
diese Bestimmung
setzt
voraus, dass der jeweils andere Ehegatte
als erwerbstätig gilt bzw.
die erforderlichen Beiträge als Erwerbstätiger
(
im Sinne der AHV
)
bezahlt hat
(vgl. auch Wegleitung des BSV über die Beiträge der
Selbständigerwerbenden
und Nichterwerbstätigen
in der AHV, IV und EO,
Rz
. 2071)
. Dies ist vorliegend nicht der Fall, gilt doch
die Ehefrau des Beschwerdeführers
in der vorliegend
streitbetroffenen
Zeit ebenfalls
als
Nicht
erwerbstätige (vgl. Urteil des hiesigen Gerichts vom
5.
Februar 2021
in Sachen
Z._
, Prozess-Nr. AB.2019.00071
).
5.
Zusammenfassend ist der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 2
4.
März 2020
nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.