Decision ID: 52db82c0-b6c6-4f6a-9bd8-79b70d336d49
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ B.S. jun., geboren 1972, B., R., ist seit dem Jahr 2004 Eigentümer der Parzelle
Grundbuch R. Nr. 636, die mit einem landwirtschaftlichen Wohnhaus, einer Scheune
und weiteren Bauten, darunter der Remise Assek.-Nr. 597, überbaut ist. Nach dem
Zonenplan der Politischen Gemeinde W. vom 9. März 1994 liegt das Grundstück in der
Landwirtschaftszone. B.S. jun. führt den von seinem Vater, B.S. sen., geboren 1950,
übernommenen Landwirtschaftsbetrieb mit einer Nutzfläche von 13,78 Hektaren und
einem Tierbestand von 32,1 Grossvieheinheiten. Für den frühen Generationenwechsel
werden gesundheitliche Probleme von B.S. sen. angeführt.
B./ Am 31. Dezember 1997 reichte B.S. sen. beim Gemeinderat R. ein Baugesuch für
die Erweiterung der Remise Assek.-Nr. 597 ein. Am 18. März 1998 stellte das
Planungsamt (anschliessend: Amt für Raumentwicklung ARE, heute: Amt für
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Raumentwicklung und Geoinformation AREG) die Zonenkonformität des Bauvorhabens
fest. Es führte aus, die Erweiterung der Remise sei betriebsnotwendig und angemessen
dimensioniert. Der zusätzliche Raum diene dazu, landwirtschaftliche Fahrzeuge,
Maschinen und Geräte unterzubringen, welche bisher im Freien abgestellt würden. In
der Folge, am 7. April 1998, erteilte der Gemeinderat R. die Baubewilligung.
Am 23. Juni 1998 reichte B.S. sen. dem Gemeinderat W. ein Gesuch um
Projektänderung ein, das vorsah, die Remise abzubrechen und an deren Stelle, mit
geringfügiger Standortverschiebung, einen Neubau mit den Aussenmassen der
bestehenden Remise und der bewilligten Erweiterung zu erstellen. Am 10. Juli 1998
bewilligte der Gemeinderat R. das Projekt, ohne das Planungsamt vorgängig angehört
zu haben. Am 21. April 2004 stimmte das ARE dem Korrekturgesuch nachträglich zu.
C./ Nachdem der Neubau verwirklicht worden war, wurde festgestellt, dass in der
Remise Assek.-Nr. 597 eine Werkstatt mit Fahrzeuglift, Werkbänken und diversem
Werkzeug sowie ein Pneulager eingerichtet worden waren. B.S. sen. wurde
aufgefordert, ein nachträgliches Baugesuch einzureichen.
Am 5. Dezember 2000 reichte B.S. jun., der eine Lehre als Landmaschinen-Mechaniker
absolviert hat und seit dem Jahr 1998 Inhaber der "Steiner Service und Reparaturen
GmbH" ist, ein Baugesuch ein. Am 21. Mai 2002 verfügte der Gemeinderat R.
folgendes: Die Zustimmung für die teilweise Zweckänderung der Remise Assek.-Nr.
597 wird verweigert. Die Begründung kann aus der beiliegenden Verfügung des
Planungsamtes vom 22. April 2002 entnommen werden. Sie bildet Bestandteil dieses
Entscheids (Ziff. 1). Die nichtlandwirtschaftliche Gewerbenutzung (Service- und
Reparaturarbeiten) ist einzustellen. Für die Wiederherstellung des rechtmässigen
Zustandes wird eine Frist bis 31. August 2002 gesetzt (Ziff. 2).
Am 23. April 2003 wies die Regierung einen von B.S. jun. gegen den Entscheid des
Gemeinderats R. vom 21. Mai 2002 erhobenen Rekurs ab, soweit sie darauf eintrat. Für
die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands wurde eine neue Frist von drei
Monaten ab Rechtskraft des Entscheids angesetzt. Der Entscheid wird im
Wesentlichen damit begründet, die Landmaschinen-Werkstatt entspreche weder dem
Zweck der Landwirtschaftszone noch sei sie standortgebunden. Sodann seien die
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Voraussetzungen nach Art. 24a und Art. 24b Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes
(SR 700, abgekürzt RPG) nicht erfüllt.
Am 2. Dezember 2003 wies das Verwaltungsgericht eine von B.S. jun. gegen den
Entscheid der Regierung vom 23. April 2003 erhobene Beschwerde ab, soweit darauf
eingetreten werden konnte (GVP 2003 Nr. 17). Das Verwaltungsgericht erwog, es sei
unbestritten, dass die Landmaschinen-Werkstatt weder dem Zweck der
Landwirtschaftszone entspreche noch standortgebunden sei. Sodann falle eine
Bewilligung nach Art. 24a und Art. 24b RPG ausser Betracht. Dieser Entscheid ist
unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
D./ a) Am 11. Juni 2004 ersuchte B.S. jun. den Gemeinderat R. darum, es sei ihm zur
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands Frist bis 31. Dezember 2004 zu
gewähren. Am 29. Juni 2004 verfügte der Gemeinderat R. die nichtlandwirtschaftliche
Nutzung der Remise sei bis 30. September 2004 einzustellen.
b) Am 30. September 2004 reichte B.S. jun. dem Gemeinderat R. ein Baugesuch für die
teilweise Umnutzung der Remise Assek.-Nr. 597 in eine Landmaschinen-Werkstatt ein.
Das Baugesuch wird damit begründet, der Gesuchsteller sei mittlerweile Eigentümer
und Bewirtschafter des landwirtschaftlichen Betriebs und er sei auf ein
Zusatzeinkommen aus einem Nebenerwerb angewiesen. Das Baugesuch lag vom 26.
November bis 13. Dezember 2004 öffentlich auf. Es wurden keine Einsprachen
erhoben.
c) Am 15. Dezember 2004 verfügte der Gemeinderat R., die nichtlandwirtschaftliche
Gewerbenutzung und damit die Ausführung sämtlicher Arbeiten an landwirtschaftlichen
Fahrzeugen von Drittpersonen, wie z.B. Servicearbeiten, Spritzen, Reparieren etc. sei
ab sofort in der Remise und auf dem gesamten landwirtschaftlichen Hof einzustellen.
Auf Kosten des Pflichtigen werde das Zugangstor zur nichtlandwirtschaftlichen
Werkstätte auf der Westseite der Remise mit einem separaten Schloss versehen und
versiegelt. Diese Verfügung ist in Rechtkraft erwachsen.
d) Nachdem Vertreter des Landwirtschaftlichen Zentrums Rheinhof Salez im Beisein
von B.S. jun. am 5. August 2005 einen Augenschein durchgeführt hatten, verweigerte
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das ARE am 21. September 2005 die nachträgliche Zustimmung zur Baubewilligung im

Sinn der Erwägungen. Der Entscheid beruht auch auf einem Gutachten des
Landwirtschaftlichen Zentrums Rheinhof Salez vom 19. September 2005 (in der Folge:
Gutachten). Das ARE hält fest, trotz Eigentums- und Betriebsübertragung seien die
Voraussetzungen für die Bewilligung eines Nebenbetriebs nicht erfüllt. Die Remise sei
B.S. sen. nicht zuletzt in der vorliegenden Grösse bewilligt worden, damit er seinen
grossen Maschinenpark unterbringen könne. Es gehe nicht an, diese Gerätschaften
weiterhin im Freien abzustellen und die Remise zum Betrieb eines
nichtlandwirtschaftlichen Gewerbes zu verwenden. Das ARE hielt die zuständige
Gemeindebehörde an, die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands anzuordnen
und den entsprechenden Entscheid dem ARE zuzustellen.
e) Am 11. November 2005 entschied der Gemeinderat R. was folgt: Die nachträgliche
Zustimmung zum Bauvorhaben wird im Sinn der Erwägungen verweigert (Ziff. 1); es
wird eine letzte Frist zur Wiederherstellung innerhalb von drei Monaten nach
Rechtskraft dieses Entscheides angesetzt (Ziff. 2); gleichzeitig wird die Ersatzvornahme
angedroht, sollte die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes nicht innert der
Frist gemäss Ziff. 2 dieses Entscheides erfolgen. Die noch erforderlichen Massnahmen
werden auf Kosten von B.S. jun., B., R., ergriffen und durch einen Dritten ausgeführt
(Ziff 3).
f) Am 25. November 2005 erhob B.S. jun. Rekurs bei der Regierung und stellte die
Rechtsbegehren, in Gutheissung des Baugesuchs vom 30. September 2004 seien der
Entscheid des Gemeinderats vom 11. November 2005 und die Verfügung des ARE vom
21. September 2005 aufzuheben und die Angelegenheit sei zum neuen Entscheid im
Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Regierung wies den
Rekurs am 11. September 2007 ab. Sie gelangte zum Ergebnis, die Bewilligung für die
Einrichtung einer Landmaschinen-Werkstatt als nichtlandwirtschaftlicher Nebenbetrieb
in einem Teil der Remise sei zu Recht verweigert worden.
g) Am 28. September 2007 erhob B.S. jun. gegen den Entscheid der Regierung vom
11. September 2007 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er stellt die
Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Streitsache sei
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zur Neubeurteilung und zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz, eventuell an die
Erstinstanz, zurückzuweisen.
Die Regierung nahm am 21. November 2007 Stellung und beantragte, die Beschwerde
sei abzuweisen. Am 3. Januar 2008 schloss sich der Gemeinderat W. den
Ausführungen der Regierung an und hielt ebenfalls dafür, der Beschwerde sei keine
Folge zu geben, soweit darauf eingetreten werden könne.
Am 12. Februar 2008 machte B.S. jun. von der Möglichkeit Gebrauch, sich zu neuen
tatsächlichen und rechtlichen Argumenten zu äussern.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache befugt (Art. 59bis Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP), und B.S. jun.
ist zur Beschwerde berechtigt (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP).
Sodann entsprechen die Beschwerdeeingabe vom 28. September 2007 und ihre
Ergänzung vom 5. November 2007 zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP).
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer macht geltend, der angefochtene Entscheid beruhe insofern
auf einer unrichtigen Grundlage, als die Vorinstanz zu Unrecht davon ausgegangen sei,
er habe die Feststellung des Gutachtens, wonach sich der objektivierte Bedarf des
Landwirtschaftsbetriebs an Remisenraum seit dem Jahr 1998 nicht wesentlich
verändert habe, im Rahmen des Rekursverfahrens nicht in Frage gestellt.
Tatsache ist, dass der Beschwerdeführer in der Rekursschrift vom 25. November 2005
als erstes auf das Gutachten Bezug nimmt und festhält, der Gutachter komme zum
Ergebnis, dass sich der objektivierte Bedarf des Landwirtschaftsbetriebs an
Remisenraum seit der Baueingabe im Jahr 1998 nicht wesentlich verändert habe, was
grundsätzlich den Tatsachen entspreche. Somit durfte die Vorinstanz davon ausgehen,
der Beschwerdeführer teile die Auffassung des Gutachters in dieser Hinsicht. Hinzu
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kommt, dass in den Erwägungen zum angefochtenen Entscheid auf die Ausführungen
des Beschwerdeführers zum Fahrzeug- und Maschinenbestand Bezug genommen
wird. Die Vorinstanz hat sich damit auseinandergesetzt und ist zum Ergebnis gelangt,
dass sich die Strukturen des Landwirtschaftsbetriebs seit der Betriebsübernahme
durch den Beschwerdeführer nicht geändert haben (vgl. E. 4. b cc).
Soweit der Beschwerdeführer rügen will, die Vorinstanz habe willkürlich gehandelt, weil
sie ohne weitere Prüfung davon ausgegangen sei, der landwirtschaftlich begründete
Bedarf an Remisenraum sei unverändert, erweist sich die Beschwerde somit als
unbegründet.
3. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Vorinstanz habe eine Rechtsverweigerung
begangen. Er begründet dies damit, mit dem Entscheid der Beschwerdegegnerin vom
11. November 2005 und der Verfügung des ARE vom 21. September 2005 sei das
Baugesuch vom 30. September 2004 vollumfänglich abgewiesen und es sei die
vollständige Wiederherstellung des ursprünglich bewilligten Zustands der Remise
angeordnet worden. Es könne ihm indessen nicht verwehrt werden, einen Teil der
Remise als Werkstatt für den Eigenbedarf zu verwenden. Dennoch hätten es sowohl
die Vorinstanz als auch die Beschwerdegegnerin unterlassen, zu prüfen, ob die
"baulichen Massnahmen" zum Betrieb einer Werkstätte zum Eigenbedarf unter dem
Gesichtspunkt von Art. 22 RPG zulässig seien. Der angefochtene Entscheid sei
deshalb jedenfalls insoweit aufzuheben, als diese Frage zur Diskussion stehe, und die
Streitsache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Diese werde
gegebenenfalls auch darüber zu entscheiden haben, in welchem Umfang die Pflicht zur
Wiederherstellung bestehe.
3.1. Nach Art. 87 Abs. 1 des Baugesetzes (sGS 731.1, abgekürzt BauG) ist die
Baubewilligung zu erteilen, wenn keine im öffentlichen Recht begründeten Hindernisse
vorliegen. Für baubewilligungspflichtige Bauten und Anlagen ist vor Baubeginn beim
Gemeinderat ein Baugesuch einzureichen (Art. 80 Abs. 1 BauG). Es muss die für die
baupolizeiliche Beurteilung notwendigen Unterlagen, wie Situationsplan, Grundriss,
Ansichten, Schnitte und Kanalisationspläne, enthalten (Art. 80 Abs. 2 BauG).
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Der Entscheid der Baubewilligungsbehörde darf nur nach einer Gesamtbeurteilung des
Bauvorhabens aufgrund des Baugesuchs und der dazugehörenden Unterlagen
ergehen. Die Aufteilung in "Teilbaubewilligungen" widerspricht diesem Grundsatz. Die
Baubewilligungsbehörde hat lediglich die Wahl, das Baugesuch als Ganzes entweder
gutzuheissen, sei es unverändert oder mit Nebenbestimmungen, oder abzuweisen (vgl.
B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 852 mit Hinweis auf
E. Zimmerlin, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, 2. Aufl., Aarau 1985,
S. 373 und GVP 2000 Nr. 79; vgl. auch Chr. Mäder, Das Baubewilligungsverfahren,
Diss. Zürich 1991, S. 225 f.).
3.2. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist das Baugesuch vom 30. September
2004, mit welchem der Beschwerdeführer darum ersucht, die teilweise Umnutzung der
Remise Assek.-Nr. 597 in eine Landmaschinen-Werkstatt sei zwecks Erwirtschaftung
eines Nebenerwerbs als zonenkonform zu bewilligen. Die Nutzung des Gebäudes
zwecks Reparatur und Wartung eigener Landmaschinen stand somit nicht zur
Diskussion. Daran ändert entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nichts,
dass auf dem Formular "Baugesuch" unter Bauprojekt "Remise - Teilumnutzung in
Werkstatt" vermerkt ist, zumal sich aus der Vorgeschichte und aus der Begründung
des Gesuchs auf dem Beiblatt vom 30. September 2004 ohne weiteres ergibt, dass die
(Weiter)führung eines nichtlandwirtschaftlichen Gewerbes in der Remise zur Diskussion
steht.
Hinzu kommt, dass die bereits verwirklichten "baulichen Massnahmen" (Galerien samt
Treppe, Warenlift, Büro; vgl. GVP 2003 Nr. 17 E. 4 b aa S. 58 und Gutachten), die nach
Ansicht des Beschwerdeführers unter dem Gesichtspunkt des Eigenbedarfs
bewilligungsfähig sein könnten, auf den Plänen, die er am 30. September 2004
eingereicht hat, unbestrittenermassen nicht verzeichnet sind. Auch in den Plänen zum
Korrekturgesuch, dem das ARE am 21. April 2004 nachträglich entsprochen hat, sind
sie nicht zu finden. Dies erstaunt umso mehr, als das Verwaltungsgericht in den
Erwägungen zum Urteil vom 2. Dezember 2003 festgestellt hat, diese Vorkehrungen
seien ohne Zweifel im Sinn von Art. 22 Abs. 1 RPG und Art. 78 BauG
baubewilligungspflichtig (vgl. GVP 2003 Nr. 17 E. 4 b aa S. 58). Der Beschwerdeführer
stellt sich zwar auf den Standpunkt, weil den zuständigen Stellen die baulichen und
betrieblichen Einrichtungen im Gebäudeteil mit der Werkstatt bekannt gewesen seien,
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hätten sie davon ausgehen müssen, sie seien ebenfalls Gegenstand des Baugesuches
vom 30. September 2004. Der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin kann indessen
nicht vorgeworfen werden, sie hätten eine Rechtsverweigerung begangen bzw. sie
hätten prüfen müssen, inwieweit die bauliche Ausstattung des Gebäudes samt
Galerien, Treppe und Warenlift, die in den Plänen nicht verzeichnet sind, unter dem
Gesichtspunkt des Eigenbedarfs bewilligungsfähig sein könnte.
3.3. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist die Wiederherstellung des
ursprünglich bewilligten Zustands sodann nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Diese
wurde mit Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 21. Mai 2002 (Ziff. 2) angeordnet
und ist in Rechtskraft erwachsen. Am 11. November 2005 hat die Beschwerdegegnerin
lediglich eine
letzte Frist zur Wiederherstellung des ursprünglich bewilligten Zustands gesetzt und die
Ersatzvornahme angedroht. Zutreffend ist einzig, dass grundsätzlich kein
rechtswidriger Zustand besteht, der innert einer bestimmten Frist wiederherzustellen
ist, wenn sich ergeben sollte, dass die teilweise Umnutzung der Remise als
Landmaschinen-Werkstatt zwecks Erwirtschaftung eines Zusatzeinkommens bewilligt
werden kann.
4. Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Bewilligung zur teilweisen
Umnutzung der Remise als Werkstatt zum Zweck eines Nebenerwerbs hat.
4.1. Nach Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG setzt die Erteilung einer Bewilligung voraus, dass die
Bauten und Anlagen dem Zweck der jeweiligen Nutzungszone entsprechen.
Abweichend davon können nach Art. 24 RPG Bewilligungen zur Errichtung oder
Zweckänderung von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen erteilt werden,
wenn der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der Bauzonen
erfordert (lit. a) und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b). Weitere
Ausnahmen für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen sehen Art. 24a bis Art.
24d und Art. 37a RPG vor.
Unbestritten ist, dass der Betrieb der Landmaschinen-Werkstatt weder dem Zweck der
Landwirtschaftszone entspricht (Art. 16a RPG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 2 BauG)
noch standortgebunden ist (Art. 24 RPG). Sodann wird nicht geltend gemacht, es sei
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möglich, eine Bewilligung zu erteilen, weil die Voraussetzungen nach Art. 24a, 24c, 24d
und Art. 37a RPG erfüllt seien.
4.2. Mit der Revision des RPG vom 23. März 2007, in Vollzug seit 1. September 2007
(AS 2007 3637, 3639, BBl 2005 7097) sind verschiedene Erleichterungen bezüglich der
nichtlandwirtschaftlichen Nebenbetriebe ausserhalb der Bauzonen möglich geworden.
Unterschieden wird zwischen Nebenbetrieben, die einen engen sachlichen Bezug zu
einem landwirtschaftlichen Gewerbe aufweisen (Art. 24b Abs. 1 RPG), und solchen,
bei denen ein solcher Zusammenhang fehlt. Die erstgenannte Kategorie von
Nebenbetrieben wird gegenüber der zweitgenannten in mehrfacher Hinsicht privilegiert.
Für alle anderen Betriebe wird grundsätzlich am bisherigen Recht festgehalten (vgl.
Erläuterungen des Bundesamtes für Raumentwicklung zur Revision der
Raumplanungsverordnung [SR 700.1, abgekürzt RPV] vom 4. Juli 2007 S. 4
[Erläuterungen] mit Hinweis auf die Botschaft des Bundesrates vom 2. Dezember 2005
zu einer Teilrevision des Raumplanungsgesetzes [Botschaft; BBl 2005 VI 7097 ff. Ziff.
2.2 Abs. 1]).
4.3. Der Beschwerdeführer behauptet nicht, der Betrieb einer Landmaschinen-
Werkstatt weise im Sinn von Art. 24b Abs. 1 RPG einen engen sachlichen Bezug zum
landwirtschaftlichen Gewerbe auf. Im Gegensatz zu Angeboten des Agrotourismus und
zu sozialtherapeutischen und pädagogischen Angeboten, bei denen das Leben und die
Arbeit auf dem Bauernhof einen wesentlichen Bestandteil der Betreuung ausmachen
(vgl. Art. 40 Abs. 3 RPV) sind solche Aktivitäten nicht notwendigerweise an die Existenz
eines landwirtschaftlichen Gewerbes gebunden (vgl. Erläuterungen S. 5 mit Hinweis auf
die Botschaft Ziff. 2.2 Abs. 4). Zu prüfen ist einzig, ob die Vorinstanz mit Recht davon
ausgegangen ist, die Landmaschinen-Werkstatt sei gestützt auf Art. 24b Abs. 1 RPG
(Nichtlandwirtschaftliche Nebenbetriebe ausserhalb der Bauzonen) nicht
bewilligungsfähig.
4.3. Nach 24b Abs. 1 RPG können bauliche Massnahmen zur Einrichtung eines
betriebsnahen nichtlandwirtschaftlichen Nebenbetriebs in bestehenden Bauten und
Anlagen bewilligt werden, wenn landwirtschaftliche Gewerbe im Sinn des
Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (SR
211.412.11, abgekürzt BGBB) ohne ein Zusatzeinkommen nicht weiter bestehen
bis
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können. Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, müssen nichtlandwirtschaftliche
Nebenbetriebe den gleichen gesetzlichen Anforderungen und Rahmenbedingungen
genügen wie Gewerbebetriebe in vergleichbaren Situationen in den Bauzonen (Art. 24b
Abs. 1 RPG). Nach Art. 24b Abs. 2 RPG darf der Nebenbetrieb nur vom
Bewirtschafter oder von der Bewirtschafterin des landwirtschaftlichen Gewerbes
beziehungsweise von der Lebenspartnerin oder dem Lebenspartner geführt werden. In
jedem Fall muss die in diesem Betriebsteil anfallende Arbeit zum überwiegenden Teil
durch die Bewirtschafterfamilie geleistet werden. Nichtlandwirtschaftliche
Nebenbetriebe bilden nach Art. 24b Abs. 4 RPG sodann Bestandteile des
landwirtschaftlichen Gewerbes und unterstehen dem Realteilungs- und
Zerstückelungsverbot nach den Artikeln 58-60 BGBB. Nach Art. 40 Abs. 1 RPV setzt
die Bewilligung eines nichtlandwirtschaftlichen Nebenbetriebs voraus, dass: dieser
innerhalb des Hofbereichs des landwirtschaftlichen Gewerbes liegt (lit. a); dieser so
beschaffen ist, dass die Bewirtschaftung des landwirtschaftlichen Gewerbes
gewährleistet bleibt (lit. b); der Hofcharakter im Wesentlichen unverändert bleibt (lit. c);
es sich um ein Gewerbe im Sinn von Art. 5 oder 7 BGBB handelt (lit. d). Der Nachweis,
dass ein Betrieb auf ein Zusatzeinkommen angewiesen ist (Art. 24b Abs. 1 RPG) ist mit
einem Betriebskonzept zu erbringen (Art. 40 Abs. 2 RPV).
4.4. Die Vorinstanz hat den Rekurs des Beschwerdeführers mit der Begründung
abgewiesen, das ARE habe die Zustimmung zur teilweisen Umnutzung der Remise in
eine Landmaschinen-Werkstatt am 21. September 2005 unter anderem mit der
Begründung verweigert, es könne nicht davon ausgegangen werden, dass die im Jahr
1998 errichtete Remise für die Unterbringung landwirtschaftlicher Maschinen nicht
mehr benötigt werde. Es gehe nicht an, die Gerätschaften weiterhin im Freien
abzustellen und die Remise für den Betrieb eines nichtlandwirtschaftlichen Gewerbes
zu verwenden. Sodann beruft sie sich auf Erwägungen des Verwaltungsgerichts zum
Urteil vom 2. Dezember 2003 in derselben Angelegenheit. Danach ist es mit Sinn und
Zweck von Art. 24a RPG unvereinbar und rechtsmissbräuchlich, vorerst in einem
bestimmten Umfang landwirtschaftlichen Bedarf für die Vergrösserung einer Remise
geltend zu machen und kurze Zeit später, nachdem die zuständige Fachstelle diesen
Bedarf als ausgewiesen bezeichnet hat und die Baubewilligung erteilt worden ist,
diesen zusätzlichen Bedarf zu bestreiten und zu behaupten, es sei möglich, diesen zu
Gunsten einer nichtlandwirtschaftlichen Nutzung zurückzustellen bzw. auf andere
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Weise zu kompensieren. Dies gilt zumal dann, wenn nicht geltend gemacht wird, der
landwirtschaftliche Bedarf für eine Remise in der bewilligten Grössenordnung sei
zufolge veränderter Strukturen des landwirtschaftlichen Betriebs kleiner geworden oder
habe sich verändert. Ohne Belang ist, ob eine gewisse Reservekapazität als
zonenkonform beurteilt worden ist. Die Vorinstanz hält fest, im Zusammenhang mit der
Frage, ob die Landmaschinen-Werkstatt als nichtlandwirtschaftlicher Nebenbetrieb
nach Art. 24b Abs. 1 RPG bewilligt werden könne, werde im Urteil festgehalten, dass
der Beschwerdeführer das nichtlandwirtschaftliche Gewerbe nicht in einem Gebäude
untergebracht habe, das als funktionslos bezeichnet werden könne. An der
Beurteilung, wie sie das Verwaltungsgericht vorgenommen habe, habe sich seit der
Übernahme des landwirtschaftlichen Betriebs durch den Beschwerdeführer nichts
geändert. Gemäss Gutachten seien die Strukturen des Betriebs im Wesentlichen
unverändert geblieben. Demzufolge erweise es sich als rechtsmissbräuchlich, wenn
nun wiederum geltend gemacht werde, der landwirtschaftliche Bedarf für die Remise in
der bewilligten Grösse sei nicht mehr gegeben bzw. das Gebäude sei teilweise
funktionslos geworden. Unerheblich sei in diesem Zusammenhang, dass der Umfang
des Maschinenparks auf dem Hof über dem objektiven Bedarf eines Betriebs dieser
Grössenordnung liege und dass es sich bei den vorhandenen
Maschinen teilweise um "Doppelbesetzungen" handeln solle, die der
Beschwerdeführer teilweise bereits abgebaut haben wolle bzw. noch abzubauen
gedenke.
4.5. Der Beschwerdeführer rügt, die Feststellung der Vorinstanz, die Strukturen des
landwirtschaftlichen Betriebs hätten sich seit dem 2. Dezember 2003, als das
Verwaltungsgericht ein erstes Urteil in dieser Angelegenheit gefällt hat, nicht verändert,
sei tatsachenwidrig und willkürlich.
4.5.1. Der Beschwerdeführer macht vorab geltend, die Baubewilligung vom 7. April
1998 für die Erweiterung der vormaligen Remise Assek.-Nr. 597 sei seinem Vater erteilt
worden, der damals Eigentümer und Bewirtschafter des Landwirtschaftsbetriebs
gewesen sei. Weil es an einer Identität sowohl in Bezug auf die Person als auch in
Bezug auf den Remisenbedarf fehle, könne ihm nicht vorgeworfen werden, er verhalte
sich rechtsmissbräuchlich.
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Aktenkundig ist, dass B.S. sen. im vorhergehenden Verfahren betreffend teilweise
Umnutzung der Remise, das mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 2. Dezember
2003 abgeschlossen worden ist, nicht in Erscheinung getreten ist. Es war B.S. jun., der
am 5. Dezember 2000 ein Baugesuch für die teilweise Umnutzung der Remise
eingereicht hat, nachdem festgestellt worden war, dass dort eine Werkstatt mit
Fahrzeuglift, Werkbänken und diversem Werkzeug sowie ein Pneulager eingerichtet
worden waren. Sodann hat B.S. jun. gegen den ablehnenden Entscheid des
Gemeinderats R. vom 21. Mai 2002 Rekurs bei der Regierung und in der Folge
Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhoben. Dieses hat die Beschwerde unter
anderem mit der Begründung abgewiesen, die dem angefochtenen Entscheid zu
Grunde liegt. Unbestritten geblieben ist schliesslich die Feststellung der Vorinstanz,
wonach B.S. jun. das Baugesuch und die Korrekturpläne vom 12. März 1998 als
Bauherr und Planverfasser unterzeichnet hat. Es ergibt sich somit, dass der
Beschwerdeführer und heutige landwirtschaftliche Betriebsleiter über die rechtlichen
Verfahren betreffend die Remise Assek.-Nr. 597 von Beginn weg im Bild war und dass
er im eigenen Namen Verfahren eingeleitet und geführt hat. Demzufolge erweist es sich
als zulässig, ihm mit der Begründung rechtsmissbräuchliches Verhalten vorzuwerfen, er
ersuche erneut um Bewilligung einer nichtlandwirtschaftlichen Nutzung eines Teils der
Remise, obschon die Struktur des landwirtschaftlichen Betriebs im Wesentlichen
unverändert geblieben sei.
4.5.2. Der Beschwerdeführer beruft sich zudem darauf, die Rechtsgrundlagen hätten
geändert. Art. 24b Abs. 1 RPG verlange nicht, dass nichtlandwirtschaftliche
Nebenbetriebe nur in landwirtschaftlich nicht mehr benötigten Bauten und Anlagen
eingerichtet werden dürften. Diese Voraussetzung habe sich aus der Fassung von Art.
40 Abs. 1 RPV ergeben, wie er bis Ende August 2007 in Vollzug gewesen sei. Neu sei
die Möglichkeit, einen nichtlandwirtschaftlichen Nebenbetrieb einzurichten, nicht mehr
auf "landwirtschaftlich nicht mehr benötige Bauten und Anlagen" beschränkt. Art. 40
Abs. 1 RPV sehe lediglich vor, dass der Nebenbetrieb so beschaffen sein müsse, dass
die Bewirtschaftung des landwirtschaftlichen Gewerbes gewährleistet bleibe. Somit sei
es möglich, einen Nebenbetrieb in Bauten und Anlagen einzurichten, die ganz oder
teilweise landwirtschaftlich benötigt würden, in denen sich aber auch ein Nebenbetrieb
einrichten lasse. Nach neuem Recht sei deshalb konkret zu prüfen, ob die zur
Diskussion stehende Remise sowohl landwirtschaftlich als auch anderweitig gewerblich
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genutzt werden könne, ohne dass dadurch die Bewirtschaftung des
landwirtschaftlichen Gewerbes des Beschwerdeführers nicht mehr gewährleistet sei.
Zutreffend ist, dass Art. 40 Abs. 1 RPV, in der seit 1. September 2007 geltenden
Fassung, nicht mehr ausdrücklich vorsieht, dass nichtlandwirtschaftliche
Nebenbetriebe grundsätzlich nur in "landwirtschaftlich nicht mehr benötigten Bauten
und Anlagen" eingerichtet werden dürfen. Es entspricht indessen Sinn und Zweck von
Art. 24b Abs. 1 RPG und Art. 40 Abs. 1 RPV, dass die ganze oder teilweise Umnutzung
einer bestehenden Baute oder Anlage zwecks Ausübung eines
nichtlandwirtschaftlichen Gewerbes ohne engen sachlichen Bezug zum
landwirtschaftlichen Gewerbe nur in Frage kommen kann, wenn Flächen in
bestehenden Bauten und Anlagen für das landwirtschaftliche Gewerbe nicht mehr
benötigt werden. Im Zusammenhang mit Nebenbetrieben mit einem engen sachlichen
Bezug zum landwirtschaftlichen Gewerbe (Art. 24b Abs. 1 RPG), wird in der
Botschaft denn auch ausgeführt, dass für eine entsprechende Umnutzung auch künftig
nur Bauten und Anlagen in Frage kommen sollen, die für die Landwirtschaft nicht mehr
benötigt werden und dass massvolle Erweiterungen nur zugelassen werden können,
sofern kein oder zu wenig Raum zur Verfügung steht (BBl 2005 VI 7113). Umso mehr
muss das Erfordernis, wonach für die Landwirtschaft nicht mehr benötigter Raum zur
Verfügung stehen muss, für eine Landmaschinen-Werkstatt gelten, die keinen engen
sachlichen Zusammenhang zum landwirtschaftlichen Gewerbe aufweist und für die
grundsätzlich das bisherige Recht gilt.
4.5.3. Der Beschwerdeführer stellt sich weiter auf den Standpunkt, es lägen insofern
veränderte Verhältnisse vor, als die bestehende Remise heute tatsächlich nicht mehr in
vollem Ausmass für landwirtschaftliche Zwecke benötigt werde.
4.5.3.1. Unbestritten geblieben ist die Feststellung der Vorinstanz, wonach sich aus
dem Gutachten ergebe, dass die Strukturen des landwirtschaftlichen Betriebs des
Beschwerdeführers (Nutzfläche, Art der Tierhaltung, Tierbestand u.a.) seit der ersten
Baueingabe im Jahr 1998 im Wesentlichen unverändert geblieben seien. Der
Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass keine Reduktion der landwirtschaftlichen
Nutzfläche erfolgt ist, dass die Landbewirtschaftung nach wie vor ausschliesslich
futterbaulich (reine Graswirtschaft) ist, dass der Betrieb immer noch silofreie
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Käsereimilch produziert, dass die Düngerwirtschaft wie bisher zur Hauptsache auf die
Herstellung von Vollgülle ausgerichtet ist, dass die Futterkonservierung immer noch auf
der Dürrfutterbereitung (Heu und Emd) basiert und dass die Vergabe von Arbeiten an
Dritte unter Reduktion des eigenen Maschinenparks nach wie vor nur in sehr
beschränktem Umfang erfolgt. Der Beschwerdeführer beruft sich indessen darauf,
nach dem Gutachten, das im Rahmen des am 30. September 2004 eingeleiteten
Baubewilligungsverfahrens erstellt worden sei, benötige ein "silofreier Grünlandbetrieb
von 14 ha und mit 31 Grossvieheinheiten für die Standard-Eigenmechanisierung
(Zugfahrzeuge; Futterbau: Motormäher mit Eingraser, Ladewagen, Seitenmähwerk,
Kreiselheuer, Kreiselschwader, Güllefass, Mistzetter, Mistlader, Düngersteuer;
Innenwirtschaft: Heugebläse, Dosieranlage; Werkstatt/Lagerräume: Reparaturwerkstatt,
Sacklager, Schmier- und Brennstofflager) eine Fläche von 255 m und für den
Lohnunternehmerbereich in Form von "Rundballenpressen" (Rundballenpresse,
Traktor) eine zusätzliche Fläche von 43 m . Der aus landwirtschaftlicher Sicht
erforderliche Raumbedarf belaufe sich somit auf 298 m , wobei eine normale Reserve
eingerechnet sei. Sodann könne dem Gutachten entnommen werden, dass die neu
erstellte Remise eine Fläche von insgesamt 504 m aufweise. Daraus ergebe sich, dass
die Fläche der Remise den objektiv für die Bewirtschaftung des
Landwirtschaftsbetriebs erforderlichen Platzbedarf für Maschinen und Fahrzeuge um
206 m übersteige. Diese landwirtschaftlich nicht benötigte Fläche der Remise stehe
für die Landmaschinen-Werkstatt zur Verfügung.
4.5.3.2. Zutreffend ist, dass im Gutachten (Beilage 3) für die Standard-
Eigenmechanisierung inklusive den Lohnunternehmerbereich "Rundballenpressen" ein
Raumbedarf von 298 m errechnet worden ist. Daraus darf geschlossen werden, diese
Fläche sei in der Landwirtschaftszone zonenkonform. Unbestritten ist indessen, dass
die zur Diskussion stehende Remise eine wesentlich grössere Fläche aufweist, auch
wenn die Erweiterung der nutzbaren Geschossflächen durch Galerien nicht
mitberücksichtigt wird. Aktenkundig ist, dass der Gutachter festgestellt hat, die Fläche
der Remise betrage insgesamt 504 m (2 x 252 m ). Dennoch hat das ARE dem
Korrekturgesuch am 21. April 2004 nachträglich zugestimmt und festgestellt, der
Neubau der Remise, die anstelle eines abzubrechenden Bauwerks trete, diene
landwirtschaftlichen Zwecken und sei folglich zonenkonform. Der Entscheid wird damit
begründet, das Verwaltungsgericht habe am 2. Dezember 2003 entschieden, die
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teilweise Zweckänderung der Remise zu einer Landmaschinen-Werkstatt sei nicht
bewilligungsfähig. In seiner Stellungnahme im Rahmen des Rekursverfahrens hat das
ARE am 9. März 2006 zudem ausgeführt, der Baubewilligung für die Remise sei
zugestimmt worden, weil "ein Betrieb dieser Grösse auch objektiv auf eine Remise
dieser Dimension angewiesen sei".
4.5.3.3. Aufgrund des Gutachtens ist somit nicht ausgeschlossen, dass das ARE eine
Remisenfläche als zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung nötig und damit als
zonenkonform anerkannt hat, obschon sie erheblich über den objektiven Bedarf des
Landwirtschaftsbetriebs hinausgeht. Im Gegensatz zum Gutachten liegen dem
Entscheid des ARE vom 21. April 2004 keine Bedarfsberechnungen zugrunde.
Konkrete Angaben betreffend Raumbedarf für die notwendige Mechanisierung des
Landwirtschaftsbetriebs fehlen. Der Entscheid wird einzig damit begründet, das
Verwaltungsgericht habe am 2. Dezember 2003 entschieden, dass die teilweise
Zweckänderung der Remise zu einer Landmaschinen-Werkstatt unter verschiedenen
Titeln nicht bewilligt werden könne. Dies trifft zu, schliesst indessen nicht aus, dass
dem Entscheid des ARE vom 21. April 2004 eine falsche Einschätzung des aus
landwirtschaftlicher Sicht notwendigen Raumbedarfs für Landmaschinen und
Gerätschaften zu Grunde liegt. Hinzu kommt, dass das ARE im Zusammenhang mit der
Teilverfügung vom 21. September 2005 und in der Vernehmlassung an die Vorinstanz
vom 9. März 2006 ausgeführt hat, die Remise sei in der vorliegenden Grösse nur
bewilligt worden, um dem Vater des Beschwerdeführers die Unterbringung seines
grossen Maschinenparks zu ermöglichen.
Die Annahme, dass die zur Diskussion stehende Remise über den landwirtschaftlichen
Bedarf hinausgehende Kapazitäten aufweisen könnte, wird dadurch erhärtet, dass die
Vorinstanz ausführt, der tatsächliche Umfang des Maschinenparks auf dem Hof liege
über dem objektiven Bedarf des landwirtschaftlichen Betriebs. Im Gutachten wird in
diesem Zusammenhang festgehalten, auf dem Betrieb des Beschwerdeführers sei in
alten Remisen, auf unbefestigtem
Boden im Freien sowie im Unterstand beim Schweinestall eine unüblich grosse Zahl
von älteren Maschinen und Zugkräften (z.B. diverse Traktoren und Ladewagen)
vorhanden, deren
Unterbringung eine Fläche von 350 bis 450 m erfordere bzw. die gesamte Fläche der 2
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Remise sei notwendig, "um alle im Betrieb Steiner aktuell vorhandenen Maschinen und
Zugkräfte sachgerecht unterzubringen". Der Gutachter stellt fest, es handle sich
vielfach um "Doppelbesetzungen" bzw. die überwiegende Zahl dieser Maschinen und
Zugkräfte sei für die regelmässige Bewirtschaftung des Betriebs nicht nötig und diene
(zumindest teilweise) als "Ersatzteillager" und werde für sporadische Einsätze
eingesetzt. Der Beschwerdeführer bestreitet diese Ausführungen nicht. Entgegen
seiner Auffassung kann daraus indessen nicht geschlossen werden, der Gutachter
vertrete die Auffassung, alle auf dem Hof vorhandenen Gerätschaften seien für den
Landwirtschaftsbetrieb notwendig und müssten aus diesem Grund in der Remise
eingestellt werden können bzw. unter dieser Voraussetzung würde diese vollumfänglich
für landwirtschaftliche Zwecke und damit zonenkonform genutzt. Dies gilt umso mehr,
als der Gutachter für die Standard-Eigenmechanisierung inkl. Lohnunternehmerbereich
"Rundballenpressen" in der Remise einen Raumbedarf von 298 m errechnet hat.
Naheliegend ist, dass die zur Diskussion stehenden Maschinen und Zugkräfte im
Zusammenhang mit der geschäftlichen Tätigkeit des Beschwerdeführers im Bereich
Landmaschinen stehen, die er unzulässigerweise in der Remise ausübt. Dafür spricht
auch, dass er seinen Kunden im Januar 2001 per Flugblatt mitgeteilt hat, er vertrete die
Traktorenmarke Valtra Valmet und führe ein interessantes Angebot von
Markenmaschinen für den täglichen Gebrauch (VerwGE vom 2. Dezember 2003 Bst. B).
4.5.3.4. Der Beschwerdeführer beruft sich im Zusammenhang mit Raumbedarf für
vorhandene landwirtschaftliche Gerätschaften auf eine Zusammenstellung des
Flächenbedarfs vom 24. November 2005, die er bereits im Rahmen des
Rekursverfahrens eingereicht hatte. Damit vermag er die Vermutung indessen nicht zu
entkräften, dass die Remise, wie sie bewilligt worden ist, der Nutzungszone nicht
vollumfänglich entspricht. Nach dieser Zusammenstellung veranschlagt der
Beschwerdeführer für die Unterbringung der damals vorhandenen Maschinen und
Gerätschaften zwar einen Flächenbedarf von 535.93 m und beantragt, es sei ein
Gutachten der Forschungsanstalt Tänikon zu erstellen, falls die Zusammenstellung und
die Flächenberechnung in Frage gestellt werde. Nach den Ausführungen in der
Beschwerdeschrift ist der vom Beschwerdeführer angegebene Flächenbedarf indessen
"unter Berücksichtigung des tatsächlich auf dem Betrieb des Beschwerdeführers
vorhandenen und den objektiven Bedarf übersteigenden Bestandes an
landwirtschaftlichen Maschinen, Fahrzeugen und Gerätschaften" errechnet worden.
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Damit bestätigt der Beschwerdeführer, dass der Raumbedarf des
Landwirtschaftsbetriebs für Landmaschinen kleiner als 535.93 m2 ist.
Dem Beschwerdeführer kann zudem nicht gefolgt werden, wenn er in diesem
Zusammenhang geltend macht, in allen verfügbaren Gebäuden des
Landwirtschaftsbetriebs, in der Remise Assek.-Nr. 597 mit drei Galerien, in der Remise
Assek.-Nr. 1637 und im Schweinestall Assek.-Nr. 1647, sei eine Abstellfläche von über
821.47 m vorhanden, weshalb die Remise Assek.-Nr. 597 für landwirtschaftliche
Zwecke nicht mehr vollumfänglich benötigt werde und dort ein nichtlandwirtschaftlicher
Nebenbetrieb in Form einer Landmaschinen-Werkstatt geführt werden könne. Der
Beschwerdeführer behauptet nicht, diese Bauten seien nach der Remise Assek.-
Nr. 597 erstellt und bewilligt worden oder es habe in der Zwischenzeit eine Umnutzung
dieser Gebäude stattgefunden. Somit liegen bezüglich der Unterbringung der für den
Landwirtschaftsbetrieb benötigten Maschinen und Gerätschaften keine veränderten
Verhältnisse vor.
5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Die Vorinstanz
ist zu Recht davon ausgegangen, dass sich die Strukturen des landwirtschaftlichen
Betriebs des Beschwerdeführers seit dem 2. Dezember 2003, als das
Verwaltungsgericht das erste Urteil in dieser Angelegenheit gefällt hat, nur
unwesentlich verändert haben und sie hat zu Recht gefolgert, es sei nach wie vor
rechtsmissbräuchlich, zu behaupten, die Remise werde in der bewilligten Grösse für
die ursprünglich geltend gemachten landwirtschaftlichen Zwecke nicht mehr benötigt.
An dieser Beurteilung ändert nichts, dass in der Zwischenzeit ein Generationenwechsel
stattgefunden hat. Es bestehen insbesondere keine Anhaltspunkte, wonach der
Beschwerdeführer nach der Übernahme des Landwirtschaftsbetriebs den
überdimensionierten Bestand an Maschinen, Fahrzeugen und Geräten sukzessive
erneuert und verkleinert haben könnte, wie er behauptet. Neu ist indessen, dass
aufgrund des Gutachtens konkrete Anhaltspunkte bestehen, wonach das ARE einen zu
grossen Bedarf an Remisefläche als für landwirtschaftliche Zwecke notwendig beurteilt
hat. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers bedeutet dies indessen nicht,
dass sich die tatsächlichen Verhältnisse verändert haben bzw. dass das Gebäude
ursprünglich vollumfänglich als Remise genutzt wurde - was tatsächlich nie der Fall war
- und dass es nun nicht mehr vollumfänglich für landwirtschaftliche Zwecke benötigt
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wird. Ebenso wenig gibt eine allfällige Fehleinschätzung der tatsächlichen Verhältnisse
durch das ARE dem Beschwerdeführer das Recht, die für die landwirtschaftliche
Bewirtschaftung nie benötigte, aber zu diesem Zweck bewilligte Fläche zur Einrichtung
eines nichtlandwirtschaftlichen Nebenbetriebs umzunutzen.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Sie wird mit dem Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht