Decision ID: a7f1b3f4-861a-4e1a-928c-f31a52e1b2ec
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Fürsprecher Marco Büchel, LL.M., c/o K & B Rechtsanwälte,
Freudenbergstrasse 24, Postfach 213, 9240 Uzwil,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ zog sich am 24. Mai 2005 bei einem Unfall mehrere Hämatome über dem
Beckenkamm und am Gesäss zu (IV-act. 16-78/84). In der Folge entwickelte sich ein
grosses Hämatom im Bereich der linken Glutealregion. Zur Hämatomentlastung
erfolgte eine Inzision (IV-act. 16-75/84). Da sich das Hämatom nachfüllte, musste
schliesslich eine offene Ausräumung vorgenommen werden (IV-act. 16-68/84). Bei der
Schlusskontrolle am 7. Juli 2005 bestand nur noch eine leichte Druckdolenz links
gluteal (IV-act. 16-61/84). Am 12. Oktober 2005 ergab eine kernspintomographische
Untersuchung der LWS verschiedene Beeinträchtigungen (IV-act. 16-58/84). Da der
Hausarzt angegeben hatte, der Versicherte klage nur noch über leichte Beschwerden,
aber optisch sei der Gesässmuskel massiv vergrössert (IV-act. 16-59/84), erfolgte am
11. November 2005 eine Untersuchung durch den Kreisarzt der SUVA. Dieser stellte
folgende Diagnosen: Weichteilkontusion gluteal links mit Hämatom, punktiert und
incidiert, sowie funktionell muskuläre Dysbalance und Verdacht auf
Iliosakralblockierung links und Degenerationen L4/5 (IV-act. 16-57/84). Eine vom
ärztlichen Dienst der SUVA vorgenommene psychiatrische Abklärung ergab gemäss
einem Bericht vom 10. Januar 2006 (IV-act. 16-50/84) einen chronischen Schmerz am
Bewegungsapparat in Verbindung mit verlaufsbestimmenden psychischen Faktoren,
Verhaltensfaktoren und Kontextfaktoren (ICD-10 F 54), namentlich: Anpassungsstörung
mit (vorwiegend existentieller) Angst und Depressivität (ICD-10 F 43.22), Belastung
durch befürchteten Arbeitsplatzverlust. Der abklärende Psychiater empfahl eine
stationäre verhaltensmedizinische Rehabilitation. Die Klinik B._ berichtete am 1. Mai
2006 (IV-act. 16-42 ff./84), folgende Diagnosen seien erhoben worden: Unklare
Weichteilschmerzen links paravertebral tieflumbal und gluteal (mit/bei St. n. Kontusion,
punktiert und offene Hämatomausräumung, fettige Atrophie des M. glutaeus maximus
links und schmale, max. 4,5 x 3 x 0,5 cm grosse, scharf begrenzte
Flüssigkeitsansammlung zwischen subkutanem Fettgewebe und M. glutaeus medius
links, vereinbar mit einem Serom) und Anpassungsstörung mit vorwiegender
Beeinträchtigung anderer Gefühle (Angst, Sorge, Anspannung bei befürchtetem
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Arbeitsplatzverlust). Weiter wurde ausgeführt, der Versicherte sei für die bisherige
Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig, für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit aber mit
Einschränkungen (selten vorgeneigtes Stehen, Lastenheben nur bis 15 kg) arbeitsfähig
(IV-act. 16-39/84).
A.b Am 21. Juni 2006 meldete sich der Versicherte zum Bezug von IV-Leistungen an
(IV-act. 1). Die C._ AG gab am 3. Juli 2006 an (IV-act. 10), sie beschäftige den
Versicherten seit 1998. Der Lohn betrage aktuell Fr. 5'130.-- (x13). Dr. med. D._,
Allgemeinmedizin FMH, berichtete der IV-Stelle am 15. August 2006 (IV-act. 16-1 ff./
84), er habe folgende Diagnosen erhoben: Schwere Weichteilquetschung Gesäss links,
St. n. Hämatomausräumung, posttraumatisches Serom mit massiver
Gesässvergrösserung, St. n. Kontusion der unteren LWS, schwere posttraumatische
depressive Störung mit vor allem Anpassungsstörung und vorwiegender
Beeinträchtigung anderer Gefühle (Angst, Sorge, Anspannung etc.). Der Versicherte sei
seit dem 24. Mai 2005 (mit einem Unterbruch vom 12. Juli bis 10. Oktober 2005) in
seiner angestammten Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig. Arbeitsversuche seien
gescheitert, obwohl die Arbeitgeberin dem Versicherten absolut minimalste, körperlich
nicht belastende Arbeiten angeboten habe. Viele Hilfeleistungen seitens der
Arbeitgeberin seien ohne Wirkung geblieben. Der Gesundheitszustand sei seit Oktober
2005 unverändert. Der Versicherte klage über massive psychische Störungen, massive
Schlafstörungen (trotz der Einnahme entsprechender Medikamente) und dauernde
Schmerzen vor allem im Gesäss links und zum Teil im Lumbalbereich. Bereits ganz
oberflächliche Hautberührungen lösten intensivste Schmerzen aus, was organisch gar
nicht erklärbar sei. Der Versicherte sei normal beweglich und habe ein normales
Gangbild. Das linke Gesäss sei massiv vergrössert. Rein somatisch betrachtet bestehe
für leichte Arbeiten eine Arbeitsfähigkeit von 100%. Die psychische Verfassung bewirke
momentan aber eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. In einem weiteren Bericht vom 15.
August 2006 (IV-act. 17) wies Dr. D._ darauf hin, dass die Arbeitsfähigkeit in einer der
Behinderung angepassten Erwerbstätigkeit noch nicht endgültig beurteilt werden
könne. Dr. med. E._, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, teilte der
IV-Stelle am 31. Januar 2007 mit (IV-act. 26), die bisherigen Abklärungen liessen stark
den Verdacht aufkommen, dass das Krankheitsbild vorwiegend psychisch bedingt sei.
Der Versicherte gebe an, er würde gerne leichte Arbeiten verrichten. Deshalb kämen
Rehabilitationsmassnahmen in einem geschützten Rahmen in Frage. Am 4. April 2007
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berichtete Dr. E._ der IV-Stelle (IV-act. 34), es liege eine andauernde
Persönlichkeitsstörung vor. Der Versicherte sei zu 100% arbeitsunfähig. Der Spalt
zwischen der Lage des Bewusstseins (deklarierter Genesungs- und Arbeitswille) und
dem Unterbewusstsein (Scheitern jedes Arbeitsversuchs) sei eindrücklich. Da die
Depression sekundär sei, hätten Medikamente keine Chance. Auch
psychotherapeutisch könne dem Versicherten nur beigestanden und dafür gesorgt
werden, dass es nicht noch schlimmer komme. Der neue Hausarzt Dr. med. F._,
FMH für Allgemeinmedizin, führte am 23. April 2007 aus (IV-act. 36-1 ff./79), der
Versicherte könnte körperlich leichtere Arbeiten (Büroarbeiten, manuelle Arbeiten an
einem Tisch) an 8,5 Std. täglich ausüben. Gemäss einem früheren Bericht von Dr. F._
an den Kreisarzt vom 26. März 2007 (IV-act. 36-5/79) litt der Versicherte nicht an einer
posttraumatischen depressiven Reaktion oder an einer Schmerzverarbeitungsstörung.
Er war vielmehr ein völlig normaler, psychisch ausgeglichener Arbeiter, der keine
Zeichen einer larvierten Depression zeigte. Nach dem Weglassen der Psychopharmaka
hatte er sich sogar besser gefühlt.
A.c Die IV-Stelle gab am 30. August 2007 eine bidisziplinäre rheumatologische und
psychiatrische Begutachtung in Auftrag (IV-act. 46). Dr. med. G._, Psychiatrie/
Psychotherapie FMH, von der Klinik H._ führte in seinem psychiatrischen
Teilgutachten vom 4. April 2008 (IV-act. 58) aus, der Versicherte leide an einer
depressiven Episode, derzeit leichter mit Zustand nach mittelschwerer Ausprägung seit
Oktober 2005. Nach dem Unfall sei es dem Versicherten schon nach wenigen Wochen
möglich gewesen, wieder zu arbeiten und den Urlaub in Portugal zu verbringen. Erst
Monate später hätten sich derart starke Schmerzen entwickelt, dass der Versicherte
nicht mehr an seinen Arbeitsplatz habe zurückkehren können. Es habe sich eine
schleichende depressive Symptomatik entwickelt, die sich zunächst als
Anpassungsstörung mit leichten depressiven Symptomen und Ängstlichkeit, später
dann in einer wahrscheinlich bis zu mittelschweren depressiven Störung gezeigt habe.
Der Versicherte habe die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung bei Dr. E._
im Juli 2007 wegen der Wirkungslosigkeit gegen die Schmerzen und wegen des
Gefühls psychischer Gesundheit abgebrochen. Die Kriterien einer somatoformen
Schmerzstörung, einer posttraumatischen Belastungsstörung oder einer
Persönlichkeitsstörung seien nicht erfüllt. Der Versicherte sei sowohl für die
angestammte als auch für jede andere Erwerbstätigkeit zu mindestens 80%
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arbeitsfähig. Die depressive Symptomatik führe zu einer leichten Einschränkung der
Motivation und der Ausdauer. Die Willensanstrengung, die nötig sei, um trotz der
Schmerzen und der körperlichen Beschwerden zu arbeiten, sei dem Versicherten
zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit in der Vergangenheit sei nur schwer feststellbar. Die von
Dr. E._ beschriebene Psychodynamik sei durchaus mit einer stärkeren depressiven
Episode vereinbar. Dr. med. I._, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation/
Rheumatologie, vom AEH berichtete in seinem Gutachten vom 28. April 2008 (IV-act.
59), der Versicherte leide an einem chronischen lumbosakralen und glutealen
Schmerzsyndrom links (bei St. n. Kontusion mit verzögerter Hämatomdiagnose und
mehreren Hämatomevakuationen im Bereich des linken Gluteus nach Quetschtrauma
am 25. Mai 2005 und degenerativen Veränderungen im Bereich der LWS). Der
Schwerpunkt dieses Schmerzsyndroms befinde sich im Bereich des linken
Beckenkamms und des linken Gluteus. Obwohl das Schmerzsyndrom und die
strukturellen Grundlagen dazu nicht in Frage gestellt und durch ein konsistentes
Schmerzverhalten gestützt würden, werde es doch durch ein ausgeprägtes
dysfunktionelles Krankheitsverhalten überlagert. Dieses Verhalten werde durch die
psychiatrische Co-Morbidität unterhalten. Die Krankheitskonsequenzen seien weniger
hoch angesiedelt, als sie vom Versicherten empfunden würden. Die Beobachtungen bei
den Tests im Rahmen der EFL wiesen auf eine deutliche Selbstlimitierung hin. Die
Belastbarkeit liege mindestens im Bereich einer leichten Arbeit. Eine solche sei dem
Versicherten ganztags zumutbar. Unter Einbezug des Ergebnisses der psychiatrischen
Abklärung bestehe also eine Arbeitsfähigkeit von 80%. Dr. med. J._ vom RAD hielt
am 6. Juni 2008 fest (IV-act. 64), die Arbeitsfähigkeit von 80% bestehe sicher seit dem
Zeitpunkt der Begutachtung (9/07), wahrscheinlich schon seit Mitte 2007.
A.d Am 6. Juni 2008 eröffnete die IV-Stelle ein Verfahren zur beruflichen Eingliederung
des Versicherten (IV-act. 65). Dr. med. K._, Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie des
Kantonsspitals St. Gallen, berichtete am 20. Mai 2009 (IV-act. 84), es bestehe ein
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei Diskopathien L3 bis S1. Der Versicherte
gebe belastungsabhängige Schmerzen lumbal mit Pseudoausstrahlung in den
posterioren Oberschenkel links an. Dr. E._ berichtete am 27. Mai 2009 (IV-act. 85),
der Versicherte leide an einer andauernden Persönlichkeitsänderung. In den letzten
Monaten habe er eine halbtägige Beschäftigung (initiiert durch das RAV) mit knapper
Not durchgestanden. Es bestehe also ein positiver Trend, aber vermittlungsfähig sei
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der Versicherte deswegen noch nicht. Dr. J._ empfahl am 19. Juni 2009 eine erneute
Begutachtung (IV-act. 86). Dr. med. L._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
Chefarzt der Klinik H._, führte in seinem psychiatrischen Verlaufsgutachten vom
26. August 2009 aus (IV-act. 91), es bestehe eine leichte depressive Episode mit
somatischen Symptomen (ICD-10 F 32.01). Die Kriterien einer andauernden
Persönlichkeitsänderung seien nicht erfüllt. Depressiv bedingt seien die psychische
Belastbarkeit, die Flexibilität und die Ausdauer leicht reduziert. Dadurch sei die
Arbeitsfähigkeit um ca. 20% eingeschränkt. Die Arbeitsunfähigkeit bestehe seit
Oktober 2005. Eine Zeit lang sei der Versicherte aus psychiatrischer Sicht zu 50%
arbeitsunfähig gewesen. Ab September 2007 sei von einer unveränderten 20%igen
Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Weder die von Dr. E._ gestellte Diagnose noch
dessen Arbeitsfähigkeitsschätzung könnten bestätigt werden. Dr. med. M._, Facharzt
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zertifizierter
medizinischer Gutachter SIM, vom AEH führte im Gutachten vom 31. Oktober 2009 aus
(IV-act. 93), er habe folgende Diagnosen erhoben: Chronifiziertes Schmerzsyndrom
lumbosakral und links gluteal, Diskopathien L3 bis S1, Spondylarthrose L4/5 und
Facettarthrose L5/S1. Er führte weiter aus, bei der aktuellen Untersuchung sei eine seit
9/07 unverändert bestehende Beschwerdesituation mit Schmerzen im Bereich des
dorsalen Beckenkamms sowie des linken Gesässmuskels beschrieben worden.
Klinisch habe eine konstante Entlastungshaltung des linken Gesässes sowohl im Sitzen
als auch im Stehen/Gehen imponiert. Eine wesentliche neurologische
Ausfallsymptomatik insbesondere im Sinn von Kraftminderung oder Paresen der
unteren Extremitäten habe nicht festgestellt werden können. Die Ende 2008
durchgeführten Bildgebungsverfahren der LWS (MRI, CT) hätten keine frischen
Frakturzeichen ergeben. Hingegen hätten sie eine ausgeprägte Spondylarthrose L4/5,
eine rechtsbetonte Facettengelenksarthrose L5/S1 und Diskopathien in den Etagen L3
bis S1 gezeigt. Trotz intensiver differentialdiagnostischer Abklärungen hätten die
geklagten Beschwerden den pathomorphologischen Befundkonstellationen nicht
zugeordnet werden können. Arbeitsrelevant leistungslimitierend seien die links
lumbalen und glutealen Schmerzangaben und die Schon- und Entlastungshaltung des
linken Beins. Zusammenfassend habe sich aber kein wesentlich neuer
Gesundheitszustand seit der Begutachtung vom November 2007 ergeben. Aus rein
somatischer Sicht seien körperlich leichte bis mittelschwere Arbeiten in
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Wechselposition mit der Möglichkeit des Stehens, Gehens und Sitzens ganztags
zumutbar. Unter Einbezug der psychiatrischen Beurteilung bestehe in einer solcherart
adaptierten Erwerbstätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80%.
A.e Die IV-Stelle schloss die Arbeitsvermittlung mit einer Mitteilung vom 23.
November 2009 ab (IV-act. 98). Sie verglich einen der Nominallohnentwicklung bis
2009 angepassten Lohn "im Steinbruch" von Fr. 69'193.-- mit einem anhand
statistischer Lohnangaben und einer Arbeitsfähigkeit von 80% ermittelten
durchschnittlichen Hilfsarbeiterlohn von Fr. 46'138.--. Die Erwerbseinbusse von Fr.
23'055.-- entsprach einem Invaliditätsgrad von 33% (IV-act. 99). Mit einem
Vorbescheid vom 12. Januar 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie
beabsichtige, sein Rentengesuch abzuweisen (IV-act. 102). Der Versicherte liess am
23. Februar 2010 einwenden, er habe einen Anspruch auf eine Viertelsrente (IV-act.
107). Es müssten nämlich ein Teilzeitabzug von 8% und ein weiterer Abzug von 5%
erfolgen. Letzterer sei darin begründet, dass die Arbeit nur unter ständigen Schmerzen
verrichtet werden könnte. Mit einer Verfügung vom 9. März 2010 wies die IV-Stelle das
Rentengesuch ab (IV-act. 108). Sie führte zur Begründung aus, der Versicherte könnte
ganztags mit reduzierter Leistung tätig sein, was die Berücksichtigung eines
Teilzeitabzugs ausschliesse. Da er auch mittelschwere Arbeiten ausführen könnte, sei
auch kein weiterer Abzug gerechtfertigt.
B.
B.a Der Versicherte liess am 22. Juni 2010 Beschwerde erheben und die Zusprache
einer halben Invalidenrente beantragen (act. G 1). Begründet wurde dieser Antrag
damit, dass ein Abzug von 25% vom Tabellenlohn zu machen sei, da der
Beschwerdeführer ständig Schmerzen habe, praktisch kein Deutsch könne, nur noch
Tätigkeiten in Wechselposition und ohne Anforderung an die psychische Belastbarkeit,
Flexibilität und Ausdauer ausüben könne, gegenüber gesunden Konkurrenten für einen
Arbeitsplatz ein deutlich höheres Krankheitsrisiko aufweise und nur noch zu 80%
arbeiten könne. Gemäss einem Bundesgerichtsurteil vom 8. Januar 2008 rechtfertige
auch ein ganztägiger Einsatz mit reduzierter Leistung einen Teilzeitabzug. Bei einem
Abzug vom Tabellenlohn von 25% resultiere ein Invaliditätsgrad von 50%.
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B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 8. Juni 2010 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 4). Sie machte geltend, den beiden Gutachten sei in bezug auf die
medizinischen Tatsachenfeststellungen der volle Beweiswert beizumessen. In bezug
auf die Arbeitsfähigkeit sei jedoch aus rechtlichen Gründen von den Gutachten
abzuweichen und von einer Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 100%
auszugehen, weil die leichte depressive Episode rechtsprechungsgemäss nicht
invalidisierend sei. Ein zusätzlicher Abzug vom Tabellenlohn sei nicht gerechtfertigt.
B.c Der Beschwerdeführer liess am 12. Juli 2010 einwenden (act. G 6), er könne trotz
Aufbietung allen guten Willens nicht zu 100% einer Erwerbstätigkeit nachgehen, denn
trotz aller Therapien seien die Schmerzen in der linken Gesässmuskulatur immer noch
vorhanden. Es liege ein mehrjähriger, chronifizierter Verlauf vor. Ausserdem habe sich
seine langjährige Lebenspartnerin von ihm getrennt, so dass ein sozialer Rückzug in
allen Belangen des Lebens eingetreten sei.

Erwägungen:
1.
Gemäss Art. 16 ATSG ist das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt
der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen).
1.1 Zum Unfallzeitpunkt war der Beschwerdeführer bereits seit über vierzehn Jahren
für die C._ AG tätig. Er erzielte einen guten Lohn und war offenbar ein geschätzter
Mitarbeiter, wie sich dem Umstand entnehmen lässt, dass die C._ AG ihm über
längere Zeit immer wieder ermöglicht hat, Arbeitsversuche zu unternehmen, wobei sie
ihm jeweils auch eine adaptierte Tätigkeit angeboten hat. Die wahrscheinlichste
Variante der Entwicklung der hypothetischen Validenkarriere ist deshalb, dass der
Beschwerdeführer den Arbeitsplatz bei der C._ AG behalten hätte. Das
Valideneinkommen bemisst sich somit nach dem Lohn, den der Beschwerdeführer an
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diesem Arbeitsplatz erzielt hätte. Das Wartejahr wäre im Jahr 2006 erfüllt gewesen.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin hat der Einkommensvergleich
deshalb anhand der Einkommenszahlen für das Jahr 2006 zu erfolgen. Die C._ AG
hat am 3. Juli 2006 einen Lohn von Fr. 5'136.-- bzw. Fr. 66'768.-- angegeben (vgl. IV-
act. 10). Dieser Betrag ist als Valideneinkommen in den Einkommensvergleich
einzusetzen.
1.2 Der Beschwerdeführer ist zur bestmöglichen Verwertung der verbliebenen
Arbeitsfähigkeit auf eine körperlich leichte, wechselbelastende Erwerbstätigkeit
angewiesen, denn in einer körperlich belastenden Tätigkeit ist er nur noch zu 50%
arbeitsfähig. Ob die C._ AG ihm im Rahmen der Arbeitsversuche eine solche Arbeit
angeboten hat und welchen Lohn er dabei hätte erzielen können, ist nicht bekannt.
Deshalb steht auch nicht fest, ob der Beschwerdeführer seine verbliebene
Arbeitsfähigkeit bei einer (adaptierten) Weiterbeschäftigung durch die C._ AG besser
als mit einer durchschnittlichen Hilfsarbeit in irgendeiner Branche hätte verwerten
können. Das lässt sich nicht mehr klären, weil die Wiedereingliederung beim bisherigen
Arbeitgeber damals nicht zu Ende geführt worden ist und nun nicht mehr mit der
notwendigen Plausibilität hypothetisch nachvollzogen werden kann. Aus diesem Grund
bleibt nur die Möglichkeit, das zumutbare Invalideneinkommen anhand eines
Tabellenlohns zu bestimmen. Da adaptierte Arbeitsplätze in praktisch allen Branchen
zu finden sind, da der Beschwerdeführer seine Arbeitserfahrung an einem adaptierten
Arbeitsplatz in einem Steinbruch oder in einem steinverarbeitenden Betrieb wohl kaum
in einem relevanten Ausmass lohnsteigernd einsetzen könnte und da nicht bekannt ist,
ob das - hohe – Durchschnittseinkommen in der Branche "Gewinnung von Steinen/
Erden" auch an einem adaptierten Arbeitsplatz erzielt werden könnte, bleibt nichts
anderes übrig, als das Invalideneinkommen ausgehend vom Durchschnitt der
Hilfsarbeiterlöhne (Median) aller Branchen zu ermitteln. Gemäss der vom Bundesamt
für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung 2006, Anhang Tabelle TA1, belief
sich dieser Durchschnittslohn auf Fr. 4'732.--, umgerechnet von 40 auf den
schweizerischen Durchschnitt von 41,7 Wochenarbeitsstunden auf Fr. 4'933.11 bzw.
Fr. 59'197.--.
1.3 In beiden Gutachten (vgl. IV- act. 59 und 93) ist davon ausgegangen worden,
dass die körperliche Beeinträchtigung allein keine Arbeitsunfähigkeit des
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Beschwerdeführers zur Folge habe, falls dieser einer adaptierten Tätigkeit nachgehe.
Diese Arbeitsfähigkeitsschätzung ist vom Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage
gestellt worden, denn sie ist überwiegend wahrscheinlich richtig. Allerdings fehlt in
beiden Gutachten eine Arbeitsfähigkeitsschätzung bezogen auf die körperliche
Gesundheit für die Zeit zwischen der Erfüllung des Wartejahres (1. Oktober 2006) und
der ersten Begutachtung (30. August 2007). Der Hausarzt hat bereits am 21. April 2007
(vgl. IV-act. 36) eine vollständig erhaltene Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
angegeben. Die Klinik B._ ist gestützt auf ihre Erkenntnisse anlässlich des
stationären Aufenthalts des Beschwerdeführers im Februar/März 2006 ebenfalls von
einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen
(vgl. IV-act. 36-57/79). Damit steht auch für die Zeit vor der ersten Begutachtung mit
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass der
Beschwerdeführer bezogen nur auf seine körperlichen Beeinträchtigungen in einer
adaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig gewesen ist. In psychiatrischer Hinsicht ist
in beiden Gutachten (vgl. IV-act. 58 und 91) die Diagnose einer leichten depressiven
Episode angegeben worden. Der behandelnde Psychiater Dr. E._ hingegen ist in
seinen Berichten konsequent von einer schwerwiegenden psychischen Störung (und
damit von einem hohen Arbeitsunfähigkeitsgrad) ausgegangen (vgl. etwa IV-act. 34).
Demgegenüber haben bereits Dr. N._ (vgl. IV-act. 17-19/27) und der Hausarzt (vgl.
IV-act. 36-1 bis 4/79) die spätere Auffassung der psychiatrischen Sachverständigen
vorweggenommen. In bezug auf die abweichende Einschätzung von Dr. E._ ist
festzuhalten, dass behandelnde Ärzte erfahrungsgemäss dazu neigen, die von ihrem
Patienten über längere Zeit konsequent geäusserte und demonstrierte Krankheits- und
Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung zu übernehmen, insbesondere wenn langjährige
therapeutische Bemühungen erfolglos geblieben sind. Das dürfte auch auf die
Einschätzung von Dr. E._ zutreffen, selbst wenn der Beschwerdeführer immer seine
psychische Gesundheit betont und die geklagten Beschwerden (und damit die
demonstrierte Arbeitsunfähigkeit) immer mit einer körperlichen Beeinträchtigung erklärt
hat. Die von den beiden psychiatrischen Sachverständigen gestellte Diagnose erweist
sich deshalb als überwiegend wahrscheinlich als richtig. Die Arbeitsunfähigkeit des
Beschwerdeführers ist aus psychiatrischer Sicht übereinstimmend auf 20% geschätzt
worden. Als Ursache dieser Arbeitsunfähigkeit haben die Sachverständigen eine
Reduktion der psychischen Belastbarkeit, der Flexibilität und der Ausdauer angegeben.
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Diese Nachteile dürften sich konkret in einem erheblichen zusätzlichen Pausenbedarf
niederschlagen. Ob sie tatsächlich durch eine zumutbare Willensanstrengung
überwunden werden können, wie die Beschwerdegegnerin nachträglich behauptet hat,
ist zu bezweifeln, denn anders als die im Rahmen einer somatoformen Schmerzstörung
subjektiv empfundenen Schmerzen können Einschränkungen wie etwa die Reduktion
der Ausdauer nicht einfach stoisch ignoriert und damit aus der Welt geschafft werden.
Dies würde nämlich im Ergebnis auf eine teilweise Selbstheilung durch
Willensanstrengung hinauslaufen. Die beiden psychiatrischen Sachverständigen haben
deshalb durchaus im Wissen um die zur Arbeitsfähigkeitsdefinition gehörende
Komponente der zumutbaren Willensanstrengung eine Arbeitsunfähigkeit von 20%
angenommen. Im übrigen hat das Bundesgericht unter vergleichbaren Umständen eine
aus einer leichten Depression resultierende Arbeitsunfähigkeit von 20% bestätigt (vgl.
das Bundesgerichtsurteil vom 8. Juli 2011, 8C_126/11). Bei einem Arbeits- bzw.
Beschäftigungsgrad von 80% könnte mit einer durchschnittlichen Hilfsarbeit ein Lohn
von Fr. 47'358.-- erzielt werden. Der Beschwerdeführer hat zu Recht unter Verweis auf
das Bundesgerichtsurteil vom 8. Januar 2008 (9C_603/07) festgehalten, dass auch eine
ganztägige Arbeit mit reduzierter Leistung einen Teilzeitnachteil bewirke. Das lässt sich
zwar, wie im übrigen der Abzug von maximal 25% vom Tabellenlohn generell, nicht
gestützt auf die Lohnstrukturerhebung belegen. Aus ökonomischer/
betriebswirtschaftlicher Sicht ist aber ohne weiteres zu erkennen, dass jene Faktoren,
die bei "echter" Teilzeitarbeit zu einer unterdurchschnittlichen Entlöhnung führen, auch
bei der "unechten" Teilzeitarbeit (Vollzeit mit reduziertem Rendement) am Werk sind, ja
sich teilweise sogar noch stärker bemerkbar machen. Deshalb ist ein entsprechender
Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt. Der Beschwerdeführer verfügt, wie die
psychiatrische Abklärung vom 21. August 2009 (vgl. IV-act. 91-4/8) gezeigt hat, über
für den Arbeitsalltag ausreichende Deutschkenntnisse. Den Dienstaltersverlust durch
den Wechsel an einen neuen Arbeitsplatz könnte er durch seine bereits früher gezeigte
gute Arbeitsleistung bald kompensieren. Als Nachteile kommen deshalb nur die
fehlende Flexibilität in bezug auf die tägliche Arbeitszeit (zusätzlicher Pausenbedarf,
keine Überstunden) und in bezug auf den Arbeitsplatz (Einsatz nur am adaptierten
Arbeitsplatz), die Gefahr überdurchschnittlicher Krankheitsabsenzen und ein Bedarf
nach Rücksichtnahme seitens der Arbeitskollegen und der Vorgesetzten in Frage.
Diesen Nachteilen zusammen mit dem "Teilzeitnachteil" ist praxisgemäss durch einen
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zusätzlichen Abzug von 15% ausreichend Rechnung getragen. Damit ergibt sich ein
zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 40'254.--. Bei einem Valideneinkommen von
Fr. 66'768.-- resultiert also eine behinderungsbedingte Erwerbseinbusse von Fr.
26'514.--. Diese entspricht einem Invaliditätsgrad von 39,71% bzw. aufgerundet von
40%. Der Beschwerdeführer hat deshalb einen Anspruch auf eine Viertelsrente.
Gemäss der anwendbaren intertemporalrechtlichen Regelung (vgl. die IV-
Rundschreiben Nr. 253 und Nr. 300 des Bundesamtes für Sozialversicherungen sowie
die dort genannten Bundesgerichtsurteile) bleibt auf Sachverhalte wie den vorliegenden
die an sich ausser Kraft gesetzte Bestimmung der Art. 29 Abs. 1 lit. b und 48 Abs. 2
IVG weiter anwendbar. Der Beschwerdeführer ist am 24. Mai 2005 verunfallt. Das
sogenannte Wartejahr ist also am 24. Mai 2006 erfüllt gewesen. Der Anspruch auf eine
Viertelsrente ist demnach am 1. Mai 2006 entstanden. Da die Anmeldung zum
Leistungsbezug bereits am 21. Juni 2006 erfolgt ist, besteht ein
Nachzahlungsanspruch ab Anspruchsentstehung, d.h. ab 1. Mai 2006.
1.4 Dr. G._ hat in seinem psychiatrischen Gutachten (vgl. IV-act. 58) ausgeführt, in
der Zeit nach dem Unfall hätten sich so starke Schmerzen entwickelt, dass der
Beschwerdeführer nicht mehr an seinen Arbeitsplatz im Steinbruch habe zurückkehren
können. Es sei zu einer schleichenden depressiven Symptomatik gekommen, die sich
zunächst in einer Anpassungsstörung mit leichten depressiven Symptomen und
Ängstlichkeit und später dann in der Symptomatik einer wahrscheinlich bis zu
mittelschweren depressiven Störung gezeigt habe. Zunächst sei eine Behandlung mit
verschiedenen Antidepressiva erfolgt. Erst ab November 2006 habe Dr. E._ den
Beschwerdeführer für eine kurze Zeit psychotherapeutisch-psychiatrisch behandelt.
Diese Einschätzung der Krankheitsentwicklung und damit der Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers in der Zeit vor der ersten psychiatrischen Begutachtung beruht
ausschliesslich auf einer Interpretation der von der Beschwerdegegnerin zur Verfügung
gestellten medizinischen Akten. Dazu gehören der Bericht des damaligen Hausarztes
Dr. D._ an die Beschwerdegegnerin vom 15. August 2006 (vgl. IV-act. 16-1 ff./84), in
dem u.a. die Diagnose einer schweren posttraumatischen Störung gestellt und gestützt
darauf eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für jedwelche Tätigkeit angegeben worden
ist, der Bericht von Dr. E._ vom 31. Januar 2007 (vgl. IV-act. 26), in dem sinngemäss
von einer psychisch bedingten vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen worden
ist, die Berichte des neuen Hausarztes Dr. F._ an den Kreisarzt vom 26. März 2007
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(vgl. IV-act. 36-5/79) und an die Beschwerdegegnerin vom 21. April 2007 (vgl. IV-act.
36-1 ff./79), in denen sinngemäss festgehalten worden ist, dass der Beschwerdeführer
in seiner psychischen Gesundheit nicht beeinträchtigt sei, und schliesslich der Bericht
von Dr. E._ vom 4. April 2007 (vgl. IV-act. 34), in dem wieder eine psychisch
bedingte, vollständige Arbeitsunfähigkeit für jedwelche Tätigkeit bestätigt worden ist.
Die aufgelisteten Angaben zu den psychiatrischen Diagnosen und zu deren
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind widersprüchlich,
was sich besonders deutlich bei einem Vergleich zwischen den praktisch gleichzeitig
abgegebenen Einschätzungen von Dr. F._ und Dr. E._ zeigt. Bei dieser Aktenlage
ist es entgegen der Auffassung von Dr. G._ nicht wahrscheinlich, sondern nur
möglich, dass der Beschwerdeführer vor der ersten psychiatrischen Begutachtung
stark in seiner psychischen Gesundheit beeinträchtigt und deshalb zu deutlich mehr als
20% arbeitsunfähig gewesen sein könnte. Demnach kann auch die Auffassung von Dr.
L._, es sei für die Zeit vor der ersten psychiatrischen Begutachtung von einer
Arbeitsunfähigkeit von 50% auszugehen (vgl. IV-act. 91), nicht überwiegend
wahrscheinlich richtig sein. Von weiteren Abklärungen ist kein näherer Aufschluss über
die Entwicklung der psychischen Gesundheit und damit der Arbeitsfähigkeit in der Zeit
zwischen dem Ablauf des Wartejahrs und der Begutachtung durch Dr. G._ zu
erwarten, da es sich dabei notwendigerweise um eine aktenmässige Beurteilung
handeln müsste und da nicht damit zu rechnen wäre, dass weitere relevante
Arztberichte auftauchen würden. Der Beschwerdeführer ist nämlich nur von jenen
Ärzten behandelt worden, die in den in den Akten liegenden Berichten bereits ihre
Auffassung dargelegt haben. Insbesondere hat sich der Beschwerdeführer nie bei
einem anderen Psychiater/Psychotherapeuten als Dr. E._ behandeln lassen. Steht
der massgebende Sachverhalt gestützt auf die Aktenlage nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit fest und ist von weiteren Abklärungen kein näherer Aufschluss mehr
zu erwarten, so kommt die materielle Beweislastverteilung zum Zug, die der eine
Leistung beanspruchenden versicherten Person den Nachteil der Beweislosigkeit
zuweist. Da der Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers in der Zeit bis zur ersten
psychiatrischen Begutachtung nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit ermittelt werden kann, ist auch für diesen Zeitraum
von einem Invaliditätsgrad von lediglich 40% auszugehen.
2.
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Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer ab Mai 2006 einen
Anspruch auf eine Viertelsrente hat. Die Beschwerde ist dementsprechend
gutzuheissen. Die Sache ist zur Ermittlung des Rentenbetrages an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Der obsiegende Beschwerdeführer hat einen
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG). Diese bemisst sich
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 61
lit. g Satz 2 ATSG). Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erscheint eine
Parteientschädigung von Fr. 3500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen. Das Beschwerdeverfahren in IV-Sachen ist kostenpflichtig. Die Höhe der
Gerichtsgebühr richtet sich nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1 IVG). Da der
Aufwand als durchschnittlich zu werten ist, erweist sich eine Gerichtsgebühr von Fr.
600.-- als angemessen. Diese Gebühr ist durch die unterliegende Beschwerdegegnerin
zu bezahlen. Der vom Beschwerdeführer in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss
ist zurückzuerstatten.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP