Decision ID: 80b85723-b5c6-57a5-88f3-05c01d6918c7
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer – ein afghanischer Staatsangehöriger tadschiki-
scher Ethnie – suchte am 30. Oktober 2019 in der Schweiz um Asyl nach.
Am 5. November 2019 fand die Personalienaufnahme (PA) im Bundes-
asylzentrum (BAZ) Region B._ und am 5. Dezember 2019 seine
Anhörung (nach Art. 29 AsylG [SR 142.31]) statt.
B.
Der Beschwerdeführer brachte zur Begründung seines Asylgesuchs im
Wesentlichen vor, dass er in C._ (Provinz D._) geboren sei,
wo er sich bis zu seinem achten Lebensjahr aufgehalten habe. Anschlies-
send habe er während 14 Jahren in Pakistan in E._ gelebt. Die letz-
ten rund zwanzig Jahre habe er in Afghanistan in der Stadt Kabul verbracht.
Dort habe er eine Autowerkstatt besessen. Er habe zweimal geheiratet. Mit
seiner ersten Frau habe er keine Kinder, mit seiner zweiten Frau habe er
zwei Töchter im Alter von (...) und (...) Jahren. Von seiner zweiten Frau sei
er inzwischen geschieden. Sie sei weggegangen und habe die Kinder zu-
rückgelassen. Zuletzt habe er in Kabul gemeinsam mit seiner ersten Frau,
den beiden Kindern, seinem Schwager und seiner Schwiegermutter gelebt.
Sein Bruder sei von lokalen Banditen in F._ angeschossen worden,
nachdem er mit dem Auto eine Staubwolke verursacht habe. Diese Bandi-
ten hätten eine Verbindung zu den Taliban. In seiner Autowerkstatt habe er
die Autos von verschiedenen Generälen und Behörden repariert. Die Ban-
diten hätten dies den Taliban mitgeteilt, worauf die Taliban von ihm verlangt
hätten, dass er eine Person bei sich einstelle, die an diesen Fahrzeugen
Bomben anbringen würde. Die Taliban hätten ihm pro umgerüsteten Fahr-
zeug 5'000 bis 10'000 Dollar in Aussicht gestellt. Er habe dies abgelehnt
und sei daraufhin über ein, zwei Jahre telefonisch bedroht worden. Bei der
Hochzeitsfeier seines (...) in G._ sei er vor sechs oder sechseinhalb
Jahren von fünf Taliban entführt worden. Diese hätten ihn zu einem Weiler
gebracht, wo sich bereits zwei weitere Personen befunden hätten. Eine
dieser Personen sei von den Taliban enthauptet worden. Per Funk sei dann
jedoch die Meldung gekommen, dass der Daesh in der Nähe sei, worauf
seine Entführer ihn sich selbst überlassen hätten. Er habe sich und die
andere Person befreien können und sei nach Kabul zurückgekehrt. In Ka-
bul sei er weiterhin telefonisch von den Taliban bedroht worden. Man habe
ihm gedroht, ihm ebenfalls die Kehle durchzuschneiden. Vor ungefähr fünf
Jahren sei von einem Motorrad aus auf ihn geschossen worden, als er in
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seiner Werkstatt ein Fahrzeug repariert habe. Er sei in Kabul ins Kranken-
haus gebracht und dort operiert worden. Die Kugel stecke noch heute in
seinem Hals und er leide seither an starken Schmerzen. Die Taliban hätten
ihm nach diesem Vorfall weiterhin telefonisch gedroht, zuletzt zwei Monate
vor seiner Ausreise. Zudem habe er insgesamt ungefähr 20 Drohbriefe von
den Taliban erhalten, zu weiteren Begegnungen sei es jedoch nicht gekom-
men.
Als Beweismittel reichte der Beschwerdeführer seine afghanische Tazkara
im Original inklusive englischer Übersetzung sowie ein Foto seines Reise-
passes zu den Akten. Zudem reichte er zahlreiche Fotos in Kopie und fer-
ner Bilder eines Spitalberichts sowie eines Drohbriefs der Taliban inklusive
englischer Übersetzung ein.
C.
Mit Verfügung vom 12. Dezember 2019 wurde der Beschwerdeführer –
aufgrund von weiterem Abklärungsbedarf – dem erweiterten Verfahren zu
gewiesen.
D.
Mit Verfügung vom 22. Januar 2020 – eröffnet am 25. Januar 2020 – stellte
das SEM fest, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft
nicht, lehnte sein Asylgesuch ab, wies ihn aus der Schweiz weg und ord-
nete den Vollzug an. Gleichzeitig händigte es dem Beschwerdeführer die
editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus.
E.
Mit Eingabe vom 21. Februar 2020 erhob der Beschwerdeführer beim Bun-
desverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung der Vorinstanz
und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, es sei seine
Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren. Eventuali-
ter sei wegen der Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzuges die vorläufige
Aufnahme anzuordnen. In prozessualer Hinsicht beantragte der Beschwer-
deführer die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie die Be-
freiung von der Kostenvorschusspflicht.
Als Beweismittel reichte der Beschwerdeführer drei Seiten eines Lagebe-
richts der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) zur Situation in Afghanis-
tan (Afghanistan: les conditions de sécurité actuelles) vom 12. Septem-
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ber 2019 sowie verschiedene Arztberichte und die Kopie eines Dokumen-
tes, gemäss welchem ihm die Polizei erlaubt habe, eine Waffe zu tragen,
zu den Akten.
F.
Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am
24. Februar 2020 in elektronischer Form vor (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG).
G.
Mit Zwischenverfügung vom 20. März 2002 hielt der Instruktionsrichter
fest, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens in der
Schweiz abwarten und hiess das Gesuch um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege (inklusive Verzicht auf Erhebung eines Kostenvor-
schusses) unter Vorbehalt der fristgemässen Nachreichung einer Fürsor-
gebestätigung gut und forderte den Beschwerdeführer dementsprechend
auf, entweder einen entsprechenden Bedürftigkeitsbeleg nachzureichen
oder einen Kostenvorschuss zu bezahlen.
H.
Mit Eingabe vom 30. März 2020 (Poststempel, Eingabe datiert vom
27. März 2020) reichte der Beschwerdeführer eine Fürsorgebestätigung
der (...) vom 26. März 2020 ein.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher
zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-
det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-
ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-
son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche
Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb
das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet.
1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist
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durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist
daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108
Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-
schwerde ist einzutreten.
1.3 Im Beschwerdeverfahren ist die Sprache des angefochtenen Ent-
scheids massgebend (vgl. Art. 33a Abs. 2 VwVG), weshalb das Verfahren
vorliegend in deutscher Sprache geführt wird.
2.
2.1 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-
gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des
Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
2.2 Gestützt auf Art. 111a Abs.2 AsylG wurde auf einen Schriftenwechsel
verzichtet.
3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-
sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3
Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung
des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen
unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen
oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die
Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen
Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-
chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte
Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4.
4.1 Zur Begründung ihrer abweisenden Verfügung führte die Vorinstanz
aus, dass die Vorbringen den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft
gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten würden. Übergriffe durch Dritte oder
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Befürchtungen, künftig solchen ausgesetzt zu sein, seien nur dann asylre-
levant, wenn der Staat seiner Schutzpflicht nicht nachkomme oder nicht in
der Lage sei, Schutz zu gewähren. Generell sei Schutz gewährleistet,
wenn der Staat geeignete Massnahmen treffe, um die Verfolgung zu ver-
hindern, beispielsweise durch wirksame Polizei- und Justizorgane zur Er-
mittlung, Strafverfolgung und Ahndung von Verfolgungshandlungen und
wenn Antragsteller Zugang zu diesem Schutz hätten. Des Weiteren seien
Befürchtungen, künftig Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt zu sein, nur
dann asylrelevant, wenn begründeter Anlass zur Annahme bestehe, dass
sich die Verfolgung mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer
Zukunft verwirklichen würden. Schliesslich läge es ausserhalb der Möglich-
keiten eines Staates, jeden Übergriff präventiv zu verhindern. Aus dieser
Tatsache könne jedoch nicht geschlossen werden, dass das Ersuchen um
staatlichen Schutz von vornherein ein nutzloses Unterfangen sei bezie-
hungsweise die Sicherheitsbehörden in Kabul ihrer Schutzpflicht prinzipiell
nicht nachkommen würden. Er habe angegeben, er habe sich nicht an die
Behörden gewandt, da diese nichts unternehmen könnten respektive auf
die Regierung selbst täglich Angriffe stattfinden würden. Weiter habe er
ausgeführt, den Generälen und Behörden, die zu seiner Kundschaft gehört
hätten, habe er ebenfalls nichts gesagt, da diese sonst ihre Fahrzeuge
nicht mehr zu ihm gebracht hätten. Im Hinblick auf künftige Verfolgungs-
massnahmen sei anzumerken, dass basierend auf seinen Angaben kein
begründeter Anlass zur Annahme bestehe, dass sich eine Verfolgung mit
beachtlicher Wahrscheinlichkeit oder in absehbarer Zukunft verwirklichen
werde. So habe er zwar angegeben, zuletzt zwei Monate vor seiner Aus-
reise telefonisch bedroht worden zu sein. Den letzten Drohbrief habe er
jedoch bereits ein Jahr nachdem er angeschossen worden sei, mithin vor
ungefähr vier Jahren, erhalten und zu direkten Begegnungen sei es nach
dem genannten Vorfall nicht mehr gekommen. Entsprechend habe er auch
die Fragen verneint, ob er sich angesichts der Gefahr speziell verhalten
habe beziehungsweise ob er etwas unternommen habe, um zu verhindern,
dass er von den Taliban weiterhin angerufen oder aufgesucht werde. Erst
als seine Rechtsvertretung ihn darauf angesprochen habe, dass er beim
Vorgespräch erwähnt habe, gewisse Massnahmen getroffen zu haben, um
weitere Telefonanrufe zu verhindern, habe er ausgesagt, er habe die Num-
mer gewechselt. Dazu befragt, weshalb er Afghanistan gerade vor rund
vier Monaten verlassen habe, habe er zu Protokoll gegeben, er habe
nachts aufgrund von Albträumen nicht schlafen können und die Bedrohun-
gen hätten nicht aufgehört. Weitere Ereignisse, die zur Ausreise geführt
hätten, habe er verneint und ferner dargelegt, die Lage in Kabul sei immer
schlecht, deswegen sei er aber nicht ausgereist. Seinen Angaben seien
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somit keinerlei Hinweise zu entnehmen, dass sich die geltend gemachte
Verfolgungssituation im Vorfeld seiner Ausreise verschärft hätte. Vielmehr
sei er nicht in der Lage gewesen, nachvollziehbar darzulegen, weshalb er
nach so vielen Jahren ohne direkte Begegnungen mit den Taliban be-
fürchte, dass ihm diese in absehbarer Zukunft etwas antun könnten. Den
von ihm eingereichten Beweismitteln sowie seinen Verletzungen respek-
tive Narben komme hinsichtlich seiner Vorbringen geringer Beweiswert zu,
da unklar sei, wie diese zustande gekommen seien. Bezüglich des Droh-
briefes sei anzumerken, dass Dokumente dieser Art auch käuflich leicht zu
erhalten seien. Folglich komme seinen Vorbringen keine Asylrelevanz im
Sinne von Art. 3 AsylG zu.
Angesichts der offensichtlich fehlenden Asylrelevanz könne darauf verzich-
tet werden, auf die vorhandenen Unglaubhaftigkeitselemente in seinen
Vorbringen einzugehen. Es sei an dieser Stelle jedoch angemerkt, dass
seine Darstellung des Sachverhalts in wesentlichen Teilen den Anforderun-
gen an das Glaubhaftmachen nicht genüge. So habe er sich beispielsweise
widersprüchlich geäussert indem er einerseits angegeben habe, er habe
gewusst, dass es die Taliban seien, die ihn angerufen hätten, da diese ihm
auch Drohbriefe geschickt hätten. Die Anrufer hätten ihren Namen nicht
genannt. Andererseits habe er ausgeführt, er wisse, dass die Stempel auf
den Briefen diejenigen der Taliban seien, da diese ihn angerufen und ihm
gesagt hätten, dass es sich um ihre Briefe handle. Somit bestünden Zweifel
hinsichtlich der Glaubhaftigkeit der Vorbringen.
4.2 In seiner Rechtsmitteleingabe bringt der Beschwerdeführer unter Wie-
derholung seiner Vorbringen dagegen vor, dass seine Entführung, die
Schussabgabe und alle Drohungen, welche er anschliessend erhalten
habe, als relevant im Sinne von Art. 3 AsylG zu qualifizieren seien und zu
einer begründeten Furcht vor Verfolgung führen würden. Die zunehmende
Intensität und der Umstand, dass er ständig eingeschüchtert worden sei,
hätten zu seiner Entscheidung geführt, sein Herkunftsland zu verlassen.
Letztlich seien auch diejenigen, welche unerträglichem psychischen Druck
ausgesetzt seien, als Flüchtlinge zu betrachten. Auch bei ihm hätten die
Ereignisse in seinem Heimatland zu psychischen Problemen geführt, wie
aus dem beiliegenden ärztlichen Attest hervorgehe. Ganz zu schweigen
von den offensichtlichen Problemen mit dem Projektil, welches sich nach
wie vor in seinem Nacken befinde und ihm unerträgliche Schmerzen be-
reite. Er habe zu sparen begonnen, damit er sich die Reise ins Ausland
habe leisten können. Er sei auch zur Polizei gegangen, aber das Einzige,
was ihm erlaubt worden sei, sei eine Waffe zu tragen. Insgesamt beruhe
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die Entscheidung der Vorinstanz auf einer ungenauen und unvollständigen
Bewertung seiner Behauptungen, die sie nicht in ihrer Gesamtheit und in
Bezug auf die politische Situation in seinem Heimatland analysiert habe,
insbesondere im Hinblick auf die begründete Furcht vor Verfolgung.
5.
5.1 Nach Durchsicht der Akten kommt das Bundesverwaltungsgericht zum
Schluss, dass die Vorinstanz das Asylgesuch des Beschwerdeführers zu
Recht abgelehnt hat. Ihre Schlussfolgerungen sind weder in tatsächlicher
noch in rechtlicher Hinsicht zu beanstanden.
5.2 Der Beschwerdeführer macht als Vorfluchtgrund Bedrohungen seitens
der Taliban geltend. Es handelt sich somit nicht um eine staatliche, sondern
um eine private Verfolgung.
Die Schweizerische Asylrekurskommission setzte sich in einem Grundsatz-
entscheid (EMARK [Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizeri-
schen Asylrekurskommission] 2006 Nr. 18) mit der nichtstaatlichen Verfol-
gung auseinander und prüfte die Anerkennung von nichtstaatlicher Verfol-
gung unter dem Blickwinkel des Wechsels von der Zurechenbarkeits- zur
Schutztheorie eingehend und kam dabei zum Schluss, dass nichtstaatliche
Verfolgung grundsätzlich flüchtlingsrechtlich relevant sei, wenn der davon
betroffenen Person im Heimatland kein Schutz gewährt werden könne.
Sodann ist gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts in Kabul grund-
sätzlich sowohl die Schutzwilligkeit als auch die Schutzfähigkeit der Behör-
den vor allfälligen Behelligungen seitens der Taliban zu bejahen (vgl. Urteil
des BVGer E-7039/2015 vom 17. August 2016 E. 4.4.2 m.w.H.). Gründe
für eine gegenteilige Annahme im konkreten Fall sind den Akten nicht zu
entnehmen.
Der Beschwerdeführer hat im vorinstanzlichen Verfahren angegeben, er
habe sich wegen seiner Probleme mit den Taliban nie an die afghanischen
Behörden gewandt, da Letztere gegen die Taliban nichts würden unterneh-
men können ([...]). Angesichts dessen ist es nun als nachgeschoben be-
ziehungsweise unglaubhaft zu qualifizieren, wenn der Beschwerdeführer
in seiner Rechtsmitteleingabe vorbringt, er sei zur Polizei gegangen, diese
habe ihm jedoch lediglich erlaubt, eine Waffe zu tragen, zumal der Be-
schwerdeführer auch das Tragen einer Waffe implizit verneint hat ([...]).
Schliesslich ist im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme behördlichen
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Schutzes auch darauf hinzuweisen, dass in der Werkstatt des Beschwer-
deführers Generäle und andere Regierungsmitglieder ihre Fahrzeuge re-
parieren liessen ([...]). Mithin ist davon auszugehen, dass er auch leichter
Zugang zu einer allfälligen Schutzgewährung gehabt hätte, als der Durch-
schnittsbürger. Die Erklärung, er habe seinen Kunden nichts gesagt, weil
diese sonst ihre Fahrzeuge nicht mehr zu ihm gebracht hätten ([...]), ver-
mag nicht wirklich zu überzeugen, zumal die Generäle ihre Fahrzeuge im-
mer wieder zu ihm gebracht hätten, weil sie ihn gekannt und ihm vertraut
hätten ([...]). Der einzig mit der Annahme, dass die Behörden gar nichts
würden ausrichten können, begründete Verzicht des Beschwerdeführers
auf eine persönliche Kontaktierung der Sicherheitsbehörden vermag nicht
eine effektiv fehlende Schutzfähigkeit oder einen mangelnden Schutzwillen
der Behörden in Kabul auszuweisen. Dem Beschwerdeführer gelingt es mit
seinen Ausführungen nicht darzulegen, die Behörden in Kabul hätten ihm
den erforderlichen Schutz verweigert oder würden dies in Zukunft tun.
Schliesslich hat die Vorinstanz im Hinblick auf allfällige künftige Verfol-
gungsmassnahmen zu Recht darauf hingewiesen, dass aufgrund der An-
gaben des Beschwerdeführers kein begründeter Anlass zur Annahme be-
stehe, diese würden sich mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in abseh-
barer Zukunft verwirklichen. In diesem Zusammenhang ist vor allem darauf
hinzuweisen, dass der zuletzt erlittene Übergriff mehrere Jahre zurückliegt.
Es kann zwecks Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Ar-
gumente der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. E. 4.1).
5.3 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die durch den Be-
schwerdeführer angeführten Gründe für das Verlassen seines Heimatstaa-
tes keine Asylrelevanz zu entfalten vermögen. Die Vorinstanz hat das Asyl-
gesuch zu Recht abgelehnt.
6.
6.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so
verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den
Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie
(Art. 44 AsylG).
6.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-
derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-
lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht
angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.).
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7.
7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den
gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG;
Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]).
Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss
Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei
der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen,
wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft
zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).
7.2
7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen
der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den
Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3
AIG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land
gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1
AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über
die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25
Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen
Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-
lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf nie-
mand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Be-
handlung unterworfen werden.
7.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-
rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur
Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem
Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-
dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG
verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren
keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den
Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers
noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-
schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-
ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung
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ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für
Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses
müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real risk") nachwei-
sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter
oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR
Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–
127 m.w.H.). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Afghanistan
lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig
erscheinen.
7.2.3 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im
Sinne der landes- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
7.3
7.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-
grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-
dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung
festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige
Aufnahme zu gewähren.
7.3.2 Gemäss dem als Referenzurteil publizierten Entscheids des Bundes-
verwaltungsgerichts D-5800/2016 vom 13. Oktober 2017 ist der Vollzug
nach Kabul zumutbar, falls besonders begünstigende Faktoren vorliegen
und die betroffene Person ausnahmsweise nicht in eine existenzbedro-
hende Lage geraten würde (E. 8.4.1). Solche begünstigenden Vorausset-
zungen könnten grundsätzlich namentlich dann gegeben sein, wenn es
sich bei der rückkehrenden Person um einen jungen, gesunden Mann
handle, welcher im Heimatland über ein soziales Netz verfüge, das ihn wie-
der aufnehmen könne und tragfähig sei, so dass er sich dort wieder ein-
gliedern könne. Mithin müsse das soziale Netz in der Lage sein, ihm eine
angemessene Unterkunft, die Grundversorgung und Hilfe zur sozialen und
wirtschaftlichen Reintegration bieten zu können. Allein lose Kontakte zu
Verwandten, Bekannten oder Mitgliedern der Kernfamilie würden insbe-
sondere dann kein tragfähiges Netz darstellen, wenn das wirtschaftliche
Fortkommen und die Unterbringung ungeklärt seien. Zurückhaltung bei der
Bejahung eines tragfähigen sozialen Beziehungsnetzes sei auch geboten,
wenn die betroffene Person lediglich im Sinne einer Aufenthaltsalternative
nach Kabul zurückkehre und dort kaum oder nie gelebt habe. Entscheidre-
levant sei ferner die Berufserfahrung der zurückkehrenden Person respek-
tive die Frage, inwiefern eine wirtschaftliche Wiedereingliederung mit einer
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bezahlten Arbeit im Zusammenspiel mit dem Beziehungsnetz begünstigt
werden könne.
Der Beschwerdeführer hat vor seiner Ausreise rund zwanzig Jahre in Kabul
gelebt ([...]) und bis zum Tag seiner Ausreise in seiner eigenen Autowerk-
statt gearbeitet ([...]). Zwar hat er gemäss eigenen Angaben nie die Schule
besucht und ist Analphabet ([...]) jedoch hat er mit seiner Autowerkstatt
täglich (...) Dollar generiert ([...]). Von diesem Einkommen blieben ihm
nach Abzug von Löhnen sowie Miete und anderen Ausgaben pro Tag un-
gefähr (...) Dollar übrig ([...]). Dies ist im afghanischen Kontext als über-
durchschnittlich zu werten und auch der Beschwerdeführer selber bezeich-
nete diesen Lohn als gut im Vergleich zu anderen. Auch verfügt der Be-
schwerdeführer in Kabul nach wie vor über ein Beziehungsnetz: So leben
dort seine Ehefrau, die (...) gelernt hat, sein Schwager, der als (...) arbeitet
und gegenwärtig die Ehefrau und die Kinder finanziell unterstützt, sowie
eine Schwester und deren berufstätiger Ehemann ([...]).
Sodann hat der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren und auf
Beschwerdeebene diverse Arztberichte zu den Akten gereicht, aus wel-
chen sich im Wesentlichen die folgenden Diagnosen ergeben: Posttrauma-
tische Belastungsstörung sowie der Verdacht auf eine mittelgradige de-
pressive Episode ([...]) sowie Beschwerden aufgrund eines verbliebenen
Projektils (...). Der Beschwerdeführer gab in diesem Zusammenhang ge-
genüber dem untersuchenden Arzt an, dass er seit der Schussverletzung
vor allem nachts an (...)schmerzen leide und eine (...) sowie eine (...)
ebenfalls (...) bestehe und die Schmerzen bei Angst und Kälte zunehmen
würden ([...]). Auch unter Berücksichtigung der vorgängig genannten Be-
schwerden gelangt das Gericht zum Schluss, dass eine Überstellung des
Beschwerdeführers nach Afghanistan der Zumutbarkeit des Wegweisungs-
vollzugs nicht entgegensteht. Aus den vorhandenen medizinischen Berich-
ten geht nämlich nicht das Bild hervor, dass der Beschwerdeführer auf eine
engmaschige medizinische und psychiatrische Betreuung angewiesen
wäre. Die bisherige Behandlung erfolgte – soweit ersichtlich – rein medika-
mentös. Insofern der Arztbericht vom (...) den Beginn einer Psychotherapie
empfiehlt, ist darauf zu verweisen, dass eine Behandlung psychischer Er-
krankungen auch in Kabul möglich ist (vgl. Urteil des Bundesverwaltungs-
gerichts D-1247/2019 vom 13. Mai 2019 E. 5.2.2). Zudem ist den Arztbe-
richten zu entnehmen, dass die geltend gemachten gesundheitlichen Be-
einträchtigungen im Wesentlichen bereits bestanden, als der Beschwerde-
führer noch in seinem Heimatstaat lebte und es sich um Folgen eines weit
zurückliegenden Ereignisses handelt, was auch die Vorinstanz zutreffend
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erkannt hat. Es ist mithin nicht einzusehen, weshalb die gesundheitlichen
Schwierigkeiten, mit denen der Beschwerdeführer über mehrere Jahre hin-
weg in Kabul gelebt hat, auf einmal eine Rückkehr dorthin verunmöglichen
sollten. Insbesondere haben die geltend gemachten gesundheitlichen
Schwierigkeiten der Berufsausübung in der Autowerkstatt offenbar nicht
entgegengestanden. Insgesamt darf somit betreffend den Gesundheitszu-
stand – entgegen den anderslautenden Beschwerdevorbringen – von einer
günstigen Prognose ausgegangen werden, zumal der Beschwerdeführer
die Möglichkeit hat, einen Medikamentenstock aus der Schweiz mitzuneh-
men, welcher zur Überbrückung in der Anfangszeit ausreichen sollte. Er-
gänzend kann sodann auf die Möglichkeit der medizinischen Rückkehrhilfe
verwiesen werden (Art. 93 Abs. 1 Bst. c AsylG und Art. 73 ff., insbesondere
Art. 75 der Asylverordnung 2 über Finanzierungsfragen vom 11. Au-
gust 1999 [SR 142.312]). Angesichts der vorstehenden Erwägungen geht
das Gericht auch davon aus, dass es dem Beschwerdeführer möglich sein
wird, für die allenfalls anfallenden finanziellen Kosten einer medizinischen
Behandlung aufzukommen.
Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als
zumutbar.
7.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-
gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-
sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE
2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu
bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG).
7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu
Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Die Anordnung der
vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).
8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-
wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich
überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.
9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reg-
lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor
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dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Mit Zwischenver-
fügung vom 20. März 2020 wurde indessen sein Gesuch um Gewährung
der unentgeltlichen Rechtspflege vorbehältlich des fristgemässen Nach-
reichens einer Fürsorgebestätigung gutgeheissen. Mit Eingabe vom
30. März 2020 (Poststempel) hat der Beschwerdeführer fristgerecht eine
solche Bestätigung nachgereicht. Dementsprechend ist auf die Auferle-
gung von Verfahrenskosten zu verzichten.
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