Decision ID: ce9c7526-880a-40b4-8b98-740b9d0fb753
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1974,
ist gelernter Elektr
omonteur
(
Urk.
6/8
Ziff.
5.2
,
Urk.
6/25
) und arbeitete vom
1.
Mai 2008 bis 3
1.
März 2009 als
Kaf
fe
e
ma
schinen
techniker
bei der
Firma Y._
(
Urk.
6/22
Ziff.
2.1,
Ziff.
2.7)
.
Am 2
7.
April 2009 meldete sich der Versicherte bei der
Sozialver
sicherungs
an
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, wegen Rückenbeschwerden zum
Leistungs
bezug
an (
Urk.
6/8).
Die IV-Stelle holte
Arztberichte (
Urk.
6/18
Urk.
6/
2
1
,
Urk.
6/42,
Urk.
6/60,
Urk.
6/62
-
63
)
,
Arbeitgeberbericht
e
(
Urk.
6/20,
Urk.
6/22) sowie
Auszüge aus dem
individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug;
Urk.
6/5-6
,
Urk.
6/15
) ein und zog Akten des Krankversicherers (
Urk.
6/49,
Urk.
6/56) bei
.
Die IV-Stelle holte ein polydisziplinäres Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) ein, welches am 1
9.
Januar 2012 erstattet wurde (
Urk.
6/68).
Die IV-Stelle führte zudem eine berufliche Abklärung durch (
Urk.
6/
32,
Urk.
6/76
)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/85 =
Urk.
6/87,
Urk.
6/88,
Urk.
6/95) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
3.
Oktober 2012 (
Urk.
6/101
=
Urk.
2) einen Rentenanspruch.
2.
Gegen die Verfügung vom
3.
Oktober 2012 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am
5.
November 2012 (
Urk.
1) Beschwerde und beantragte die Aufhebung der an
ge
fochtenen Verfügung (S.
1
Ziff.
1)
sowie
die Ausrichtung einer ganzen Invali
denrente für die Zeit vom
1.
Januar 2010 (Ablauf Wartefrist) bis 3
1.
März 2012 und ab
1.
April 2012
mindestens
eine halbe Invalidenrente (S.
1
Ziff.
2). Mit Be
schwerdeantwort vom
6.
Dezember 2012 (
Urk.
5) beantragte die
Beschwerde
gegnerin
die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit
Verfü
gung vom 2
4.
September 2013 (
Urk.
23) zur Kenntnis gebracht
wurde
;
gleich
zeitig wurde antragsgemäss (
Urk.
1 S. 2 oben) die unentgeltliche
Rechts
ver
tretung
gewährt.
Weiter holte das Gericht die Unterlagen der
Klinik
Z._
betreffend den Beschwerdeführer ein (Urk. 13, 16). Der Beschwerdeführer nahm
mit Eingabe vom 21. Oktober 2013
(
U
rk. 26) zu den
neu
eingereichten Unter
lagen
Stellung
, die Beschwerdegegnerin verzichtete am 29. Oktober 2013 auf eine Stellungnahme (Urk. 28).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
Bundesgesetz über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
Bundesgesetz über die
Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
träch
ti
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sach
te und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil
weise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den aus
geglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2
ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG
) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf
eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine
halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Eine fachärztlich (psychiat
risch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerz
störung
be
gründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den
Wiederein
stieg
in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Res
sourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Ein
zelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung
einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer.
Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperli
che
Be
gleiterkrankungen
; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unver
änderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rück
bildung; ein
sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn;
"Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambu
lanten oder stationären Behandlung (auch mit unter
schiedlichem therapeu
ti
schen
Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicher
ten Person. Je mehr dieser Kri
terien zutreffen und je ausgeprägter sich die ent
sprechenden Befunde darstellen,
desto eher sind - ausnahmsweise - die Vo
raussetzungen für eine zumutbare Willen
sanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, der Beschwerdeführer sei seit
5.
Januar 2009 (Beginn der einjährigen War
tezeit) in seiner Arbeits- beziehungsweise Leistungsfähigkeit erheblich einge
schränkt (S.
1 unten).
Es
sei
ihm
aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr mög
lich, in der bisherigen Tätigkeit als
Kaffeemaschinen
mechaniker
in einem Pen
sum
von 100
%
zu arbeiten. Eine angepasste Tätigkeit wie zum Beispiel Call-Center Mitarbeiter, Allrounder oder Nachtportier sei
jedoch
zu 100
%
zumutbar.
Der Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 12
%
und es be
stehe kein Rentenanspruch (S. 2 oben).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt
(
Urk.
1)
, das MEDAS-Gutachten sei
aus
rheumatologischer Hinsicht
dahingehend zu kri
tisieren, als es von einem chronischen
lumbo-spondylogenen
Syndrom ausgeh
e
, eine Reiz- oder sensomotorische Ausfallsymptomatik aber ausschliesse. Den rheumatologischen Gutac
htern hätten
nur veraltete Röntgenbilder aus dem Jahr 2009 vor
gelegen
, neue
seien
keine erstellt
worden
. Das rheumatologische
Teil
gutachten
sei ungenügend, weil keine vertiefte neurologische Abklärung durch
geführt worden sei, was in Anbetracht der Tatsache,
dass
zumindest vorüberge
hend, wenn nicht auch weiterhin eine Nervenwurzelkompression bestanden habe
und bereits vorhandene Nervenschädigung aktenkundig sei, aufgedrängt hätte
(S.
3
Ziff.
3a).
Die Beurteilung der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit stehe zu
dem im Widerspruch zur übrigen Aktenlage.
Es sei offensichtlich unzutref
fend, dass
zu keinem Zeitpunkt eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor
ge
legen haben soll
. Vom MEDAS-Gutachter sei es unseriös, eine rückwirkende (Akten-)
Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit vorzunehmen, ohne auf die stark wider
sprechenden, anders lautenden Einschätzungen der Fachkollegen einzuge
hen. Damit werde die nach der bundesgerichtlichen Praxis gestellten Anforde
rungen an ein Gutachten nicht erfüllt (S. 4
Ziff.
3b).
Bei der Beurteilung der verblei
ben
den Restarbeitsfähigkeit
habe man
zu Unrecht
nicht oder zu wenig
die Aus
wirkungen der diagnostizierten
Nearthrose
gewichtet
, welche sich aufgrund der daraus erwachsenen Schmerzen stark einschränkend auf die Leistungsfähig
keit auswirke. Die Restarbeitsfähigkeit dürfe nur unter Einbezug der schmerz
haf
ten
Nearthrose
beurteilt werden (S. 4
Ziff.
3c). Aus all diesen Gründen sei aus rheu
matologischer Hinsicht nicht auf das
MEDAS-Gutachten
abzustellen. Allein auf
grund der rheumatologischen Probleme sei die Leis
tungsfähigkeit auch in ange
passter Tätigkeit zeitlich massgeblich eingeschränkt. Eine Vollzeitstelle sei
dem Beschwerdeführer
aufgrund der somatisch erklärbaren Schmerzsituation nicht zumutbar (S. 5
Ziff.
3d).
Die Schmerzproblematik lasse sich zu einem überwiegenden Teil mit der nach
gewiesenen Nervenläsion erklären. Gegen die Symptomausweitung und für so
matisch bedingte Schmerzen spreche nämlich auch, dass sich die Schmerzen mittel
s
Therapie positiv beeinflussen l
ie
ssen (S. 5
Ziff.
4b).
Es sei keine psychiat
rische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden. Dies
stehe im offenen Widerspruch zur
Psychiatrie A._
und der MEDAS-Gutachter
sei
in seiner Beurteilung nicht darauf eingegangen, was ein schwerer Mangel seines Gutachtens darstelle (S. 5
Ziff.
4c). Selbst wenn also von einer gewissen Symp
tomausweitung und von einer
somatoformen
Schmerzstörung
auszugehen sein
sollte,
so müsse die Beurteilung des MEDAS-Gut
achters betreffend d
ie
Über
wind
barkeit
als nicht nachvollziehbar bezeichnet werden. Denn aufgrund der Akten sei eine schwere psychische Komorbidität sehr wohl ausgewiesen. Aufgrund der weiteren Tatsache, dass für die beklagten Schmerzen ein somatisches Korrelat in
Form
einer ehemals
nervenkomprim
ie
renden
Diskushernie mit beschädigten Ner
ven bestehe, müsse der Folgerun
g
des MEDAS-Gutachters, wonach kein re
levanter mehrjähriger Krankheitsverlauf bestanden habe, da schon früh eine Symptomausweitung stattgefunden habe, als unzutreffend bezeichnet werden. Soweit sich also die Schmerzsituation nicht ohnehin organisch begründen lasse, müsse sie jedenfalls als unüberwindbar be
zeichnet werden, da
der Beschwer
de
führer
über keine respektive nur ungenügende Ressourcen zur Überwindung der Schmerzen verfüge (S. 6
Ziff.
4e).
Beanstandet wird seitens des Beschwerde
führers sodann die Höhe des Invalideneinkommens, auf welchem die
Be
schwer
degegnerin
ihren Einkommensvergleich basier
t
e (S. 7 Ziff. 5).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit des Be
schwerdeführers verhält
s
owie die Berechnung des Invaliditätsgrades.
3.
3.
1
In seinem Bericht vom
9.
April 2009 (
Urk.
6/44/2-3) nannte
Dr.
med.
B._
, Psyc
hiatrie und Psychotherapie FMH,
Psychiatrie A._
, folgende Diagnose:
psychische Belastung und Schlafstörung im Rahmen des
lumboradikulä
ren
Schmerzsyndroms bei Diskushernie L4/L5
Zum Untersuchungszeitpunkt habe beim Beschwerdeführer kein Hinweis auf
eine nennenswerte Psychopathologie bestanden. D
as
anamnestisch angegebe
nen
Stimmungstief
und
die
Nervosität seien im Zusammenhang mit dem be
steh
enden Schmerzsyndrom und dem Verlust des Arbeitsplatzes nachvollziehbar und allenfalls im Sinne
einer Anpassungsstörung zu werten
. Auf
Symptom
ebene
imponiere zum Untersuchungszeitpunkt eine ausgeprägte Schlafstörung.
Zu
m
jetzigen Zeitpunkt sei
en
beim Beschwerdeführer keine spezifisch psychi
a
tri
schen Massnahmen indiziert.
Es
sei eine allgemeine Psychoedukation zum Umgang mit Schmerzen im Rahmen der
Re
mobilisierung
erfolgt (S. 2 Mitte).
3.
2
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Innere Medizin FMH, nannte in seinem Be
richt vom 2
9.
Mai 2009 (
Urk.
6/18/2-6) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
subakutes
lumboradikuläres
Schmerz- und sensibles Ausfallsyndrom L
5 links mit und
bei
breitbasiger
,
recessaler
Diskushernie beidseits
Status nach CT gesteuerter PRT L5 links, 2
3.
Januar 2009
psychische Belastung und Schlafstörung (psychiatrisches
Konsil
vom
9.
April 2009) im Rahmen der Diagnose 1
Seit
5.
Januar 2009 bestehe eine akute
Lumbo
i
schialgie
links und seither sei keine Besserung ersichtlich. Der Beschwerdeführer habe trotz Medikamenten, Physiotherapie mit Rheumaklinik kaum aushaltbare Schmerzen im linken Bein. Es bestehe die Gefahr der
Chronifizierung
(
Ziff.
1.4).
Der Beschwerdeführer sei für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Hilfsarbeiter
seit
5.
Januar 2009 bis auf weiteres zu 100
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
1.6). Die bisherige Tätigkeit sei aus me
dizinischer Sicht nicht mehr zumutbar und es bestehe eine verminderte Leis
tungsfähigkeit (
Ziff.
1.7).
3.3
Die behandelnden Ärzte des
Spitals D._
stellten in ihrem Bericht vom 2
2.
Juni 2009 (
Urk.
6/21/6-9) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
subakutes
lumboradikuläres
Schmerz- und sensibles Ausfallsyndrom L5 links mit und bei
breitbasiger
,
recessaler
Diskushernie beidseits
Status nach CT gesteuerter PRT L5 links, 2
3.
Januar 2009
Ferner nannten sie als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
psychische Belastung und Schlafstörung (psychiatrisches
Konsil
vom
9.
April 2009) im Rahmen Diagnose 1
Der Beschwerdeführer sei vom 2
7.
März bis 2
5.
April 2009 stationär behandelt worden (
Ziff.
1.3). Der Beschwerdeführer habe anfangs Januar 2009 beim Heben eines 5 kg schweren Gegenstandes plötzlich einschiessende Schmerzen im
Len
denwirbelsäulen
(LWS)
-
Bereich verspürt.
Dies sei ein erstmaliges Ereignis ge
wesen, vorher
hätten
keine lumbale
n
Beschwerden
bestanden
. Seitdem beklage sich der Beschwerdeführer über persistierende Schmerzen lumbal mit Aus
strah
lung
dorsolateral
bis zum linken Sprunggelenk.
Desweiteren
berichte der Be
schwer
deführer über
Kribbelparästhesien
und zum Teil Hypästhesie im
ganzen
linken Bein. Seit einem Monat habe er zusätzlich noch linkssei
tige
cerviko
brachiale
Schmerzen. Beim Austritt
habe
der Beschwerdeführer an persis
tierten Beschwerden
gelitten
. Durch eine Operation der Diskushernie könne eventuell
eine Beschwerdebesserung erreicht werden (
Ziff.
1.4). Sie würden dem Be
schwer
deführer eine Physiotherapie und Wassertherapie empfehlen
, b
ei persis
tierenden oder progredienten Beschwerden
sei
nochmals eine neurochirurgische Unter
suchung
angezeigt
(
Ziff.
1.5). Der Beschwerdeführer sei für die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit als Kaffeemaschinentechniker vom 2
7.
März bis 1
0.
Mai 2009 zu 100
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
1.6). Die körperlichen Einschränkungen würden sich bei der Arbeit in gebückter Haltung, Tragen von schweren Lasten und Arbeiten in sta
tischer Zwangshaltung auswirken und seien aktuell nicht möglich (
Ziff.
1.7).
3.4
Im Bericht vom 3
0.
November 2009 (
Urk.
6/33/2-3
=
Urk.
6/39/4-5
) nannten die behandelnden Ärzte des
Spitals D._
folgende Diagnosen (S. 1):
chronifizierendes
lumbospondylogenes
bis
radukuläres
Schmerzsyndrom mit und bei
breitbasiger
,
rezessaler
Diskushernie beidseits L4/L5
CT-gesteuertes EDA L4/L5 am 2
5.
November 2009
Status nach CT-gesteuerte PRT L5 links, 2
3.
Januar 2009
beginnendes
chronifiziertes
Schmerzsyndrom mit funktioneller Über
lagerung
Status nach
Hospitalisationen
E._
, Februar 2009;
D._
,
Ap
ril 2
009;
Rehabilitation
F._
,
September 2009
rezidivierende Schwindelattacken
Die erneute
Hospitalisation
des Beschwerdeführers vom 1
6.
November bis 3
0.
No
vember 2009 sei aufgrund eines
chronifizierenden
lumbospondylogenen
bis –
radikulären
Schmerzsyndroms links bei
breitbasiger
,
rezessaler
Diskusher
nie
erfolgt.
Durch d
e
n
Rehabilitationsaufenthalt in der
Klinik F._
vom 2
6.
August bis 1
2.
September 2012 habe keine relevante
Schmerzmin
derung
und Verbesserung von Kraft und Ausdauer erzielt werden können. Die Schmerzen seien seit der
Hospitalisation
im März 2009 unverändert und führ
t
en
zunehmend zu Immobilisierung. Klinisch zeige sich eine eingeschränkte Wir
bel
säulen-Beweglichkeit sowie ein beidseitig positiver Quadrantentest (S.
1 un
ten).
S
ie attestierten dem Beschwerdeführer vom 1
6.
November bis 2
0.
Dezember 200
9 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(S. 2 unten).
3.5
In seinem Bericht vom
1.
Februar 2010 (
Urk.
6/42/2-6) nannte
Dr.
C._
fol
gen
de Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
chronifizierendes
lumbospondylogenes
bis –
radikuläres
Schmerzsyn
drom
breitbasiger
,
rezessaler
Diskushernie beidseits L4/L5
CT-gesteuerte EDA L4/L5 am 2
5.
November 2009
Status nach CT-gesteuerter PRT L5 links
am
2
3.
Januar 2009 und CT-EDA L4/L5
am
3.
April 2009
beginnend
chronifizierendem
Schmerzsyndrom mit funktioneller Überlagerung
Status nach
Hospi
talisation
E._
, Februar 2009;
D._
, April 2009;
Rehabilitation
F._
,
September 2009
Es bestehe eine therapieresistente
Lumboischialgie
links seit Januar 2009 und
er prognostiziere
eine Schmerzverarbeitungsstörung und eine Gefahr der
Chronifi
zierung
(
Ziff.
1.4). Es sei bei fehlenden
radikulären
Ausfällen und
Schmerzver
arbeitungsstörung
ei
ne neurochirurgische Dekompress
ion abgelehnt worden (
Ziff.
1.5). Der Beschwerdeführer sei für seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
Kaffeemaschinentechniker seit
1.
Mai 2009 zu 100
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
1.6). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar (
Ziff.
1.7).
3.6
Die behandelnden Ärzte der
Psychiatrie A._
stellten in ihrem Bericht vom 1
9.
März 2010 (
Urk.
6/48) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
schwere
depressive Episode ohne psychotische Symptome (F32.2) beste
hend seit mindestens Januar 2009
Verdacht auf
somatoforme
Schmerzstörung (F45.4)
Sie führten aus, der Beschwerdeführer sei seit 2
9.
Dezember 2002
(richtig: 2
9.
Dezember 2009)
bei ihnen in
ambulanter
Behandlung (
Ziff.
1.2). Was den
Umgang mit der Schmerzsymptomatik betreffe, zeichne sich deutlich ab, dass der
Beschwerdeführer nur sehr wenig in
der Lage
sei
,
neue
Copingstrategien
um
zu
setzen. Im Gegenteil verharre
er
bis anhin stark in seiner depressiven Hilflosig
keit beziehungsweise steigere
er
sich im Zuge der momentan konsilia
risch lau
fenden somatischen und psychischen Abklärungen durch den
Kranken
versiche
rer
noch in eine
teilweise überwertig wirkenden Kränkung hinein. Der Beschwerde
führer habe immer wieder betont, hier in der Schweiz nicht respekt
voll und ge
recht behandelt zu werden.
Aufgrund des bisherigen
Krankheitsver
laufs
, der doch
schon mehr als ein Jahr andauere, sei nicht mit einer kurzfristi
gen Besserung zu
rechnen. Wenn der somatische Zustand durch eine positiv verlaufende Opera
tion
verbessert werden könne, würde möglicherweise die psy
chische Symptomatik auch einen besseren Verlauf nehmen (
Ziff.
1.4). Für die Beurteilung der medi
zi
nisch begründeten Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt aus
geübte Tätigkeit als Elek
tromechaniker verwiesen die behandelnden Ärzte auf den Hausarzt,
Dr.
C._
(
Ziff.
1.6). Die bisherige Tätigkeit sei medizinisch aber nicht mehr zumutbar (
Ziff.
1.7).
3.
7
Dr.
med.
G._
, Neurochirurgie FMH,
Klinik
Z._
, nannte in seine
m
Bericht vom
9.
April 2010 (
Urk.
16/7) folgende Diagnose:
chronisches Lumbalsyndrom mit
ischialgieformer
Ausstrahlung links
Zervikalsyndrom
links
Beim Beschwerdeführer stünden linksseitige Kreuzschmerzen im Vordergrund. Letztendlich könne man ni
cht sagen, ob sie durch die Disk
usdegeneration L4/5 zu erklären seien. Es bestehe weiterhin die Möglichkeit
,
durch die konservative Therapie eine
Schmerzredigrenz
zu erzielen. Das grösste Risiko einer
Spondylo
dese
sei, dass sich an den Kreuzschmerzen nichts ändern würde. Für den Be
schwerdeführer komme keine Operation in Frage und er wolle weiter den kon
servativen Weg beschreiten. Aus diesem Grund sei eine Dis
k
ographie im Mo
ment nicht erforderlich.
3.
8
In ihrem Bericht vom 2
4.
September 2010 (
Urk.
6/60) stellten die behandelnden Ärzte de
r
Psychiatrie A._
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (F45.4)
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (F43.21)
Es habe eine teilstationäre Behandlung vom
7.
Juni bis 2
8.
Juni 2010 statt
ge
funden (
Ziff.
1.2). Während der Therapie habe man mit einer Reduktion der
Schmerzmittel begonnen. Insgesamt habe beim Beschwerdeführer
,
abgesehen von
der gelungenen Aktivierung
,
keine deutliche Besserung des psychopatholo
gi
schen Zustand
sbilds
erreicht werden können. Im Verlauf der Behandlung
zeigte
sich beim Beschwerdeführer insgesamt ein dys
funktionales
Bewälti
gungsmuster
. Aufgrund dessen sei von einer schlechten Prognose auszugehen (
Ziff.
1.4).
Der Be
schwerdeführer habe das Therapieprogramm mit einem 80%igen Pensum
besucht
, was
au
s nonverbalen Gruppentherapien be
standen
habe
. Therapeu
tische
Einzelgespräche hätten einmal wöchentlich stattgefunden (
Ziff.
1.5).
Der Be
schwer
deführer sei für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Elektromechaniker vom
7.
Juni bis 2
8.
Juli 2010 100
%
und ab 2
9.
Juli 2010 50
%
arbeitsunfähig
(
Ziff.
1.6). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch zumutbar und
aus psychiatrischer Sicht bestehe eine mittelgradige verminderte Leistungs
fähig
keit von 50
%
(
Ziff.
1.7). Die Einschränkungen kön
n
t
en mit medizinischen Mass
nahmen vermindert werden durch die Weiterfüh
rung der ambulanten Psycho
therapie
(
Ziff.
1.8).
3.
9
Dr.
C._
nannte in seinem Bericht vom
3.
Dezember 2010 (
Urk.
6/62/2-6) fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
chronisches
lumbospondylogenes
bis
lumboradikuläres
Syndrom L5 links bei Diskushernie L4/L5 mit
rezessaler
Affektion der Nervenwurzel L5 links
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
Es bestehe eine therapieresistente
Lumboischalgie
links seit Januar 200
9.
Trotz viermaliger stationärer Behandlung mit zweimaliger Nervenwurzelinfiltration L5 links und einmaliger
Epiduralanä
sthe
sie
sei keine signifikante
Schmerzre
duktion
erreicht worden. Trotz intensiver Therapie habe keine Besserung er
reicht
werden können. Der Beschwerdeführer sei ausgesprochen depressiv und
schmerz
fixiert
(
Ziff.
1.4).
Der Beschwerdeführer sei für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Kaffeemaschinenmonteur seit
5.
Januar 2009 zu 100
%
arbeitsun
fähig (
Ziff.
1.6). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zu
mut
bar (
Ziff.
1.7). Es falle ihm schwer, sinnvolle Vorschläge zu machen. In abseh
barer Zeit sei es nicht möglich, den Beschwerdeführer beruflich zu rehabi
li
tie
ren. Deshalb schlage er vor, den Beschwerdeführer zu berenten und die Si
tua
tion in einem Jahr erneut zu analysieren (
Ziff.
1.11).
3.10
Im Bericht vom
5.
Januar 2011 (
Urk.
6/63) nannten die behandelnden Ärzte de
r
Psychiatrie A._
folgende Diagnosen (
Ziff.
1.1):
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (F45.4)
mittelgradige depressive Episode (F32.1)
akzentuierte Persönlichkeitszüge der narzisstischen Art (Z73.1)
Der Beschwerdeführer sei vom
9.
September 2010 bis 1
0.
Januar 2011 ambulant behandelt worden (
Ziff.
1.2).
Beim Beschwerdeführer komme immer wieder die Angst auf, er müsse sich einer Operation unterziehen. Es zeige sich weiterhin – wegen der eingeschränkten psy
chischen Ressourcen – eine starke
Selbstlimitie
rung
, die noch durch die Persönlichkeitsakzentuierung verstärkt werde.
Psycho
edukativ
sei beim Beschwerdeführer nach wie vor kaum etwas auszurichten. Es gelinge ihm nicht im
geringsten
,
Eigeninitiative aufzubauen – geschweige sich mit einer Vorbereitung auf eine Arbeitstätigkeit auseinanderzusetzen (
Ziff.
1.5).
Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar (
Ziff.
1.7).
Aus psychischer Sicht sei davon auszugehen, dass eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit nur sehr langsam – wenn überhaupt
-
wieder erreicht wer
den könne. Wenn der Beginn der Wiedereingliederung gelingen würde, dann müsste dies über ein Arbeitstraining mit einem anfänglich sehr
niedrigen Pen
sum (höchs
tens 10
-20
%) m
it
sukzessivem
Aufbau erfolgen (S. 1).
3.
11
Im Bericht vom
3.
Oktober 2011 (
Urk.
16/6) nannte
Dr.
med.
H._
, Assistenzarzt,
Klinik
Z._
, folgende Diagnose:
chronisches Lumbalsyndrom mit
ischialgieformer
Ausstrahlung links
Zervikalsyndrom
links
Dem Beschwerdeführer werde empfohlen, die bereits veranlasste Diagnostik
mittels MRI und konventionellem Röntgen am 1
1.
Oktober 2011 abzuwarten, um
eine genaue Beurteilung durchführen zu können.
3.12
Dr.
G._
,
Klinik
Z._
, nannte in seinem Bericht vom 1
0.
Oktober 2011
(
Urk.
16/4) folgende Diagnose:
chronisches Lumbalsyndrom mit
ischialgieformer
Ausstrahlung links
Zervikalsyndrom
links
Aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht könne dem Beschwerdeführer keine
Thera
pieoption
angeboten werden.
Dem
Beschwerdeführer verbleibe nur die Fortset
zung der Physio- und Schmerztherapie, um eine Linderung zu erhalten.
3.13
Dr.
med.
I._
, Innere Medizin und Endokrinologie /
Diabetologie
FMH,
Dr.
med.
J._
, Rheumatologie FMH,
Dr.
med.
K._
, Facharzt FMH Rheumatologie,
und
Dr.
med.
L._
, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
Medizinisches Begutachtungsinstitut (MEDAS),
erstatteten am 1
9.
Januar 2012 (
Urk.
6/68
/1-28
) ihr polydisziplinäres Gutachten
gestützt auf die
Vorakten
und fachärztliche Untersuchungen
(vgl. S.
2
Ziff.
1.1.2
, S.
20
Ziff.
2.4)
. Sie nannten als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit (S. 22
Ziff.
4.1):
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom bei
Fehlstatik und leichter lumbaler Hyperlordose, diskreter
rechtskonve
xer
Skoliose und muskulärer
Dysbalance
Assimilationswirbel mit partieller
Sakralisation
L5, hyperplastischen Querfortsätzen und beidseitigem
Nearthros
mit dem
Sakrum
medio-links-lateraler Diskushernie L4/L5 ohne klinisch manifester Rückenmarksbeeinträchtigung
Impingementsymptomatik
im Bereich der linken Schulter
Ferner nannten sie als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
22
Ziff.
4.2):
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (F45.41) mit
unübersehbarer Verdeutlichungstendenz und Selbstlimitierung
Nikotinabhängigkeit (F17.25)
Bezüglich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Kaffeemaschinentechniker könne mangels objektiven Arbeitsprofils keine gültige Stellung bezogen werden (S.
23
Ziff.
5.1). Für eine körperlich leichte, gelegentlich mittelschwere
Arbeit
in Wechselposition attestierten sie dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähig
keit, wobei für
erstere
die rheumatologischen Befunde
limitierend wirkten (S. 23
Ziff.
5.2).
Dr.
K._
führte in seinem rheumatologischen Teilgutachten (
Urk.
6/68/29-42) aus, der Beschwerdeführer habe seine Beschwerden diffus geschildert und sei durch auffallendes Schmerzverhalten mit ständigem Stöh
nen, Grimassieren und langsamen Bewegungsabläufen sowie einem
Abwehr
spannen
bei der passiven Beweglichkeitsprüfung aufgefallen (S. 2
Ziff.
3.1.1).
An
lässlich der eingehenden, rheumatologischen Untersuchung habe
der Be
schwer
deführer
ein chro
nisches
lumbo-spondyl
o
genes
Syndrom links ohne
radikuläres
Reiz- oder
sen
somtorische
Ausfallsymptomatik
,
hingegen mit deutlichen Zeichen
eines auffäl
ligen Schmerzverhaltens mit schmerzbedingter Selbstlimitierung hin
sichtlich der Beweglichkeit von Wirbelsäule, linker Schulter und Hüftgelenke und mit
pseudoradikulärer
Symptomatik im Sinne einer diffusen
Sensibili
täts
verminde
rung
des ganzen linken Beines und linken Unterarmes beziehungs
weise der lin
ken Hand verb
u
nden mit
Dysästhesien
im Sin
n
e von
Kribbelparäs
thesien
am linken Fuss und linken Unterarm beziehungsweise linken Hand
prä
sentiert
(S. 9 f.
Ziff.
5). Es bestehe eine Minderbelastbarkeit des Achsenorgans im lumbalen Abschnitt hinsichtlich kraftaufwändigen Verrichtungen insbeson
de
re ausserhalb der
Kör
perachse
. Nicht geeignet für den Beschwerdeführer seien körperlich schwere und ständig mittelschwere Arbeiten wie auch
Arbeitspo
si
tio
nen
mit häufig vor
geneigtem oder abgedrehtem Oberkörper
sowie
Arbeiten mit Kälteexposition. Ebenfalls nicht günstig seien Arbeitspositionen in einer ständig sitzenden oder stehenden Zwangshaltung. Hinsichtlich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Kaffeemaschinentechniker könne er zur Arbeitsfähigkeit keine ge
nauen Anga
ben machen, da in den Akten
e
in detailliertes Arbeitsprofil fehle (S.
1
1
Ziff.
6.1). De
m
Beschwerdeführer könn
t
e
n
jegliche körperlich leichten, ge
legentlich mittelschweren Tätigkeiten
,
vorzugsweise
in
wechselnden
Körperposi
tionen
,
ganz
tags ohne leistungsmässige Einschränkung zugemutet werden. Aus
rheumatolo
gischer Sicht schätze er die Arbeitsfähigkeit auf 100
%
(S.
11
Ziff.
6.2).
Der Be
schwerdeführer sollte zudem sein Gewicht normalisieren und ein intensives, aufbauendes Kräftigungsprogramm für die Rumpfmuskulatur be
folgen. Auf
grund des erheblichen, organisch nicht begründbaren
Schmerzver
haltens
sei ein multimodales Schmerzprogramm zu prüfen (S. 12
Ziff.
7).
Im psychiatrischen Teilgutachten (
Urk.
6/68/43-49) führte
Dr.
L._
aus
, er habe
eine Diskrepanz zwischen der Selbsteinschätzung des
Handlungsvermö
gens
des
Beschwerdeführers und den konkreten Abläufen
feststellen können
(S.
4
Ziff.
3.1).
Die Berufslaufbahn des Beschwerdeführers könne man auch so ver
stehen, dass es ihm bereits vor dem Unfall nicht gelungen sei, sich arbeitsmäs
sig stabil und auf einem gewi
ss
en Niveau zu integrieren, da er ja zwar eine Lehre als
Elek
tro
monteur absolviert
, aber anschliessend im Bauunterneh
men seines Vaters
ge
arbeitet
habe
. Die Arbeitslosigkeit habe der Beschwerdeführer anfangs bestritten
und das negative Arbeitszeugnis in Abrede gestellt.
Die Ehe
frau gewichte die Leiden des Beschwerdeführers anders als er selber und es würden sich daraus auch Spannungen ergeben, denen er nichts entgegen zu setzen habe. Die ganze
Problematik laufe dann auf die Kernfrage hinaus, ob der Beschwerdeführer nicht
könne oder nicht wolle
. Gemäss den Akten liegen ob
jektivierte körperliche Be
funde vor und die Auswirkungen der Befunde auf der psychischen Ebene, das Ausmass der Folgen, k
ö
nn
e
dennoch nur mit seinen Haltungen und Einstellung
en und nicht mit einem psychiatrischen Leiden im engeren, in einem restrik
tiven Sinne begründet werden. Die psychisch ausge
wiesene Komorbidität von
erheblicher Schwere, Intensität und Ausprägung liege nicht vor. Der mehrjäh
rige
Krankheitsverlauf werde bereits durch die Aktenlage nahegelegt, werde
aber
durch die chronische Schmerzstörung überlagert,
die
die
Rehabi
litationsmass
nah
men
limi
tiere
, so dass diesem Aspekt kein grösseres Gewicht zugemessen werden d
ü
rf
e
. Der soziale Rückzug, der oh
ne
Zweifel stattgefunden habe, lasse sich aber situa
tiv durchaus überwinden und habe die Wurzel im Phänomen der
Symptom
ausweitung
, so dass sich auch hier kein geeignetes Kriterium zur Begründung
der Invalidität ableiten lasse
. Der innerseelische Verlauf
sei tatsächlich ungüns
tig, in den Folgen aber nicht einfach zu quantifi
zieren. Das
Behandlungs
er
geb
nis
sei insgesamt wohl unbefriedigend, in Bezug auf die
Behandlungs
mass
nah
men
erg
ä
be
n
sich Inkonsistenzen, so dass sich dar
aus keine Arbeitsunfähigkeit aus dem Fachgebiet der Psychiatrie und in einem restriktiven Sinne ableiten lasse
(S. 5 f.
Ziff.
5). Es liege damit keine psychiatri
sche Diagnose, von welcher sich eine Arbeitsunfähigkeit ableiten lasse,
vor
.
De
r
Beschwerdeführer
sei als Kaffeemaschinentechniker tätig gewesen und seine psychische Befind
lichkeit verhindere eine solche Tätigkeit nicht, die Überwindung sei zumutbar (S.
7
Ziff.
6.1).
3
.14
Dr.
med.
M._
, Facharzt Allgemeinmedizin FMH, Regionalärztlicher Dienst
(RAD)
,
führte in seiner Stellungnahme vom 3
0.
Januar 2012 (
Urk.
6/83) aus, das aktuelle MEDAS-Gutachten sei umfassend und schlüssig. Es seien rele
vante
Ge
sundheitsschäden
ausgewiesen in Form von schmerzhaften Einschrän
kungen an de
r Lendenwirbelsäule und an der linken Schulter, vor dem Hinter
grund einer
chronischen Schmerzstörung. Damit sei die Arbeitsfähigkeit in der ange
stamm
ten
,
aber verlorenen Tätigkeit als Kaffeemaschinen-Servicetechniker zumindest gefährdet, könne aber rückblickend prozentual nicht mehr genau bestimmt werden. In leidensangepasster leichter w
echselbelastender Tätigkeit sei
stets eine Restarbeitsfähigkeit von 100
%
ausgewiesen
gewesen
(S. 9 oben).
3.15
Im Bericht vom 1
2.
Oktober 2012 (
Urk.
3/3) nannte
Dr.
med.
N._
, Facharzt FMH für Neurologie, folgende Diagnose (S. 1):
chronische Lumbalgie mit Reizsymptomen links, mit Zeichen einer leich
ten Schädigung der Wurzel L5 links; ohne Hinweise für eine frische Lä
sion
Die neurologische Untersuchung habe einen unveränderten Befund ergeben. Die angegebenen Sensibilitätsstörungen liessen sich dagegen keinem Segment zu
ordnen, es werde eine diffuse Hypästhesie am ganzen linken Bein angegeben, ohn
e
erkennbares Muster (S. 2).
4
.
4
.1
Strittig und zu prüfen ist die Verwertbarkeit des MEDAS-Gutachtens zur Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers.
4
.2
Das
MEDAS-
Gutachten beruht
auf den erforderlichen
rheumatologischen und psychiatrischen
Untersu
chu
ngen, berücksichtigt die vom
Beschwerdeführer ge
klagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten de
s
Be
schwerdeführer
s umfas
send auseinander. Es wurde sodann in Kenntnis der we
sent
lichen
Vorakten
abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen
Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nachvollziehbarer Weise begrün
det.
Das
MEDAS-Gutachten
erfüllt
damit
die Anforderungen an den Beweiswert ei
nes medizinischen Gutachtens (vgl. vorstehend E. 1
.5
) vollumfänglich, so dass
– wie nachfolgend im Detail aufzuzeigen ist -
für die
Entscheidfindung
darauf ab
gestellt werden kann.
4
.3
Dr.
C._
, behandelnder Hausarzt, und die Ärzte des
Spitals D._
vermögen
das
MEDAS-
Gutachten
nicht in Frage zu stellen
. Die behandelnden Ärzte des
Spitals D._
(vgl. E.
3.3)
haben Befunde erhoben und Diagnosen
gestellt
,
dies
e
aber nicht weiter ausgeführt. Sie att
estierten dem Beschwerdeführer
für die zuletzt ausge
übte Tätigkeit als Kaffeemaschinentechniker vom 2
7.
März bis 1
0.
Mai 2009 eine
Arbeitsunfähigkeit von 100
%
. Dieser Zeitraum fällt offensichtlich mit der sta
tio
nären Behandlung vom 2
7.
März bis 2
5.
April 2009 zusammen
und erklärt da
mit
die attestierte Arbeitsunfähigkeit
von 100
%
.
Im Bericht vom 3
0.
November 2009 (vgl. E. 3.4)
attestierten sie dem Beschwerdeführer wiede
r
um
eine Arbeits
unfähigkeit von 100
%
vom 1
6.
November bis 2
0.
Dezember 200
9.
Dieser Zeit
raum fällt wieder mit der stationären Behandlung vom 1
6.
November bis 3
0.
November 2009 zusammen und erklärt
somit
die attes
tierte Arbeitsun
fähig
keit.
Auf die Beurteilung des
behandelnden Hausarztes
Dr.
C._
kann
ebenfalls
nicht abgestellt werden, da er
seine Befunde nicht weiter ausführt
. Grösstenteils
übernimmt
er
wortwörtlich
die Diagnosen der Ärzte des
Spital
s D._
(vgl. E. 3.2,
E.
3.5). M
it der Bewertung
der
rheumatologischen und
psychiatrische
n
Diagno
sen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
verlässt
Dr.
C._
sein
Fachgebiet der Inneren Medizin.
Abgesehen davon rechtfertigt nicht zuletzt sein
e auftragsrechtliche Vertrauensstellung eine gewisse Zurück
haltung bei der Wür
digung seiner Beurteilung (BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
4
.4
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat
der rheumatologische MEDAS-Gutachter,
Dr.
K._
,
eine vertiefte neurologische Abklärung
durchge
führt
. Er hat sich eingehend mit den
Vorakten
auseinandergesetzt, eine
am 16. November 2011
fach
ärztliche
Untersuchung
vorgenommen
und klinische Befunde erhoben
(vgl.
Urk. Urk.
6/68/29-42
Ziff.
1,
Ziff.
3)
. In seiner Beurtei
lung (vgl.
Urk.
6/68/29-42 S. 8
f.
Ziff.
5)
begründete er seine Befunde
ausführ
lich
und führte aus, der Beschwerdeführer habe trotz in Rückenlage positiver
Lasègue
-Testung links den
Langsitz
vollständig und beschwerdefrei einnehmen können. Aufgrund der schmerzbedingten Selbstlimitierung seien die Untersu
chungsergebnisse der Prüfung der rohen Kraft nicht schlüssig zu beurteilen, hin
gegen habe trotz dreijähriger
Leidenszeit des Beschwerdeführers keinerlei muskuläre
Atrophobie
im Bereich der unteren Extremitäten
festgestellt werden können
.
Der Beschwerdeführer sei durch ausgesprochen demonstratives Ver
halten aufgefallen.
Auf dem Boden eines somatischen Befundes bestehe ein er
heblicher funktioneller Überbau, der durch die objektivierbaren Befunde nicht erklärt werden könne. Ein weiteres Argument bezüglich einer zumindest teil
weisen nicht-
nozizeptiven
Schmerzursache sei der vollständig
therapiefraktäre
Verlauf auf eine Vielzahl adäquater und genügend lang aus
geführter
Behand
lungsmassnahmen
(S. 10 oben).
Es ist richtig,
dass
Dr.
K._
keine eigenen Röntgenbilder hat anfertigen lassen. In der Gesamtbeurteilung begründeten die MEDAS-Gutachter dies damit, dass sie eine erneute Abklärung mittels
b
ildgebender Verfahren als nicht indi
ziert erachtet haben (vgl.
Urk.
6/68/1-28 S. 20
Ziff.
2.4).
Dr.
K._
lis
tete
aber alle ihm vorliegenden
bildgebenden Untersuchungen in seinem rheu
matologischen Teilgutachten auf (vgl.
Urk.
6/68/29-42 S.
6
Ziff.
3.2.1).
Der Vor
wurf des Beschwerdeführers, dass dem Gutachter
nur Röntgenbilder aus dem
Jahre 2009 vor
gelegen hätten, ist somit nicht zutreffend
. Vorhanden waren auch
Röntgenbilder aus den Jahren 2010 und 201
1.
Der Be
schwerdeführer wurde vor
der
ausführlichen
MEDAS-Begutachtung durch
die Ärzte der
der
Klinik
Z._
untersucht
. Dabei konnten die behandelnden Ärzte aufgrund des MRI
der Lendenwirbelsäule
vom
6.
Oktober 2010 eine
medi
ane
Diskusherniation
ohne
wesentliche Kompression der
nervalen
Strukturen
feststellen
. Die Ärzte führten aus, dieser Befund sei im Vergleich zur
Vorauf
nahme
vom Januar 2010 rück
läufig
,
insbesondere die links
mediolaterale
Kom
ponente (vgl.
Urk.
16/7).
An
hand des erstellten
MRI vom 1
1.
Oktober 2011 konnten die behandelnden Ärzte
der
Klinik
Z._
wiederum keine Kom
pression der
nervalen
Strukturen fest
stellen. Median und leicht
mediolateral
links konnte eine kleine Hernie, allen
falls mit Kontakt zur L5-Wurzel links fest
gestellt werden (vgl.
Urk.
16/4).
Den Berichten der Ärzte der
Klinik
Z._
ist jedoch nichts zur Arbeitsfähigkeit zu entnehmen.
Der Einwand des Beschwerdeführers, Dr.
K._
habe auf
eine bildgebende Verlaufsuntersuchung der
Klinik
Z._
vom 11. Oktober 2011
abgestellt, während sich kein entsprechender Bericht in den Akten der
Be
schwerdegegnerin
(Urk. 6) finde (Urk. 1 S. 3), ist gegenstandlos: Im vorliegen
den Verfahren wurden die Akten der
Klinik
Z._
(Urk. 16) beigezogen, worin sich auch der Bericht zur Verlaufskontrolle
m
it Bildbesprechung vom 11.
Oktober 2011 (Urk. 16/4) befindet
,
und dem Beschwerdeführer hierzu das rechtliche Gehör
gewährt (Urk. 24, 26).
Der Einschätzung von
Dr.
K._
bezüglich des
radikulären
Reiz- oder sensomotorische Ausfallsymptomatik
kann
– entgegen der Ansicht des Be
schwerdeführers -
damit gefolgt werden.
An dieser
Einschätzung vermag auch der Bericht von
Dr.
N._
(vgl
.
E. 3.15)
nichts
zu
ändern, da er keine neuen medizinischen Erkenntnis
se
hervorbringt
. E
r
stellte
sel
ber
eine
leichte Schädi
gung der Wurzel L5 links
ohne Hinweise auf eine frische Läsion
fest und
g
ing
zudem von unveränderten Befunden einer früher durchgemachten Läsion der Wurzel 5 links aus. Die angegebene
Sensibili
täts
störung
liesse sich dagegen keinem Segment zuordnen (
Urk.
3/3 S. 2 unten).
4
.5
Auch das psychiatrische Teilgutachten gibt zu keinen Beanstandungen Anlass.
Dr.
L._
konnte beim Beschwerdeführer keine psychiatrischen
Diagnosen
mit Auswi
rkung auf die Arbeitsfähigkeit
stellen.
Dr.
L._
führte
aus, dass
die Aus
wirkungen
der Befunde auf der psychischen Ebene nicht mit einem psychi
schen Leiden im engeren Sinne begründet werden könn
t
e
n
(vgl. E.
3.13). Der
Be
schwerdeführer
mache
ohne Zweifel depressive Phasen durch und Ver
stimmun
gen
könn
t
en auftreten
, aber
es liege
kein durchgängiges
Krank
heitsge
schehen
vor (vgl.
Urk.
6/68/43-49 S. 6 oben).
Dr.
L._
hat damit in seiner Be
urteilung nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, warum
beim Beschwerde
führer
keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
vorliegt
.
Dies stellt kein
en
Widerspruch zu den B
erichten der
Psychiatrie A._
dar.
Der Be
schwerdeführer liess sich seit 2
9.
Dezember 2009
in
der
Psychiatrie A._
behandeln
,
unter anderem auch
teilstationär (vgl. E. 3.8)
. Die behandelnden Ärzte
der
Psychiatrie A._
diag
nos
tizierten beim Beschwerdeführer im März 2010 erstmals eine schwere de
pressive Episode (vgl. E. 3.6). Bereits ein halbes
Jahr später wurde im Bericht der
Psychiatrie A._
vom 2
4.
September 2010 (vgl. E. 3.8) keine
depressive Störung
mehr
diag
nos
tiziert, während gemäss
Bericht vom
5.
Januar 2011 (vgl. E. 3.10) wiederum eine
mittelgradige depressive Episode
vorlag
. Dies
zeigt den wechselhaften Ver
lauf einer depressiven Störung und ist grundsätzlich nichts Aussergewöhnliches.
Das Bundesgericht hat wiederholt festgehalten, dass
l
eichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen
grundsätz
lich als thera
peutisch
angehbar
gelten
(vgl. hie
r
zu etwa Urteile des Bundesge
richts 9C_176/2011 vom 2
9.
Juni
2011 E. 4.3 und 9C_736/2011 vom
7.
Februar 2012 E. 4.2.2.1, je mit Hinwei
sen).
Sodann ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei der durc
h die behandelnden Ärzte der
Psychiatrie A._
diagnostizierten
mittelgradig
en
de
pressiven Episode (F32.1)
de
finitionsgemäss
um ein vorübergehendes Leiden handelt, das in der Regel nicht invalidisierend ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 2
6.
Januar 2007, I 510/06 E. 6.3).
Dies zeigt sich darin, dass d
ie Ärzte der
Psychiatrie A._
selber
davon aus
gingen
,
dass die mittelgradig
verminderte Leistungsfä
higkeit von 50
%
mit medizinischen
Massnahmen vermindert und
dass eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit erreicht werden könne
(vgl.
E. 3.8,
E. 3.10)
.
Diese Einschätzung deckt sich mit d
em psy
chiatrischen Gutachten der Klinik
O._
zuhanden des Krankenversicherers
(vgl.
Urk.
6/49)
,
worin davon ausgegangen wurde
, dass d
urch fokussierte Psy
cho
thera
pie und
Verhaltenstherapie innerhalb von
drei
Monaten eine volle Arbeits
fähig
keit zu erwarten
sei
(S. 12
Ziff.
2a).
Zu beachten ist weiter, die in s
tändiger Rechtsprechung anerkannte Ver
schie
den
heit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag (vgl. BGE 137 V 210 E.
1.2.4 mit
Hinweisen).
So beruht das
psychiatrische Teilgutachten
von
Dr.
L._
auf einer Moment
aufnahme, während die Ärzte de
r
Psychiatrie A._
den Be
schwerdeführer
seit Jahren be
handeln. Es
ist
ein
Wesensmerkmal einer jeden Begutachtung, dass sie nicht auf einem derart langen Beobachtungszeitraum beruhen kann wie die Be
richte behandelnder Ärzte, ohne dass dies allein ihrem Beweiswert abträglich wäre
(Bundesgerichtsurteil 9C_866/2012 vom 21. November 2012 E. 3.2.1). Ausserdem verfolgen
die Berichte der behandeln
d
en Ärzte
r
echtsprechungs
ge
mäs
s
nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versiche
rungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die von der Rechtspre
chung aufgestellten mate
riellen Anforderungen an ein Gutachten. Sodann ist
auch
der Erfahrungs
tat
sache Rechnung zu tragen, dass die behandelnden Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zwei
felsfall eher zu Gunsten
ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5).
In antizip
ierter
Beweiswürdi
gung
kann
auch
darauf verzichtet werden,
bei der
Psychiatrie A._
wie beantragt (Urk. 1 S. 6)
einen
aktuellen Behandlungsbericht einzuholen,
da
daraus keine neuen rich
tungs
weisende Erkenntnisse zu erwarten
sind
.
4
.6
Hinsichtlich der anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung ist die eine Frage, ob die entsprechende Diagnose als begründet und gesichert zu erachten ist; die andere Frage ist, ob eine daraus folgende Arbeitsunfähigkeit bei der IV
recht
li
chen Leistungsprüfung relevant und deshalb zu berücksichtigen ist. Die erste Frage ist fachmedizinisch zu beantworten, die zweite im Rahmen der Rechts
an
wendung (durch die Beschwerdegegnerin und vorliegend durch das Gericht) als
Rechtsfrage gemäss den von der Gerichtspraxis entwickelten Kriterien (vgl. E. 1.4
) zu entscheiden. Im Regelfall gilt die Willensanstrengung, die
schmerzbe
dingte
Be
einträchtigung der Arbeitsfähigkeit zu überwinden, als zumutbar. Eine aus
nahms
weise Unzumutbarkeit ist anzunehmen, wenn ent
weder eine psychi
sche Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer, oder - al
ter
na
tiv - bestimmte weitere Kriterien darauf schliessen lassen.
Dr.
L._
diagnostizierte beim Beschwerdeführer eine chroni
sche
Schmerz
stö
rung
mit somati
schen und psychischen Faktoren
. Aufgrund einer fehlenden psy
chiatrischen Diagnose liegt keine
Komorbidität von erheblicher Schwere, Aus
prägung und Dauer
vor.
Zu den alternativen Kriterien ist aus den vom Gut
ach
ter gemachten Angaben im Rahmen der Rechtsanwendung zu schliessen, dass
der Beschwer
deführer über die notwendigen Ressourcen für den Umgang mit den Schmerzen verfügt, sodass diese mit einer zumutbaren Willensanstrengung aus
reichend überwindbar sind
(vgl. E. 3.13).
Das psychiatrische Gutachten der Klinik
O._
(
Urk.
6/49) vermag daran nichts zu ändern. Die behandelnden Fach
ärzte
diagnostizierten beim Beschwerdeführer
eine mittelgradige depressive
Episode (F32.10) in Kombination mit einer
somatoformen
Schmerzstörung (F45.4).
Wie bereits ausgeführt (vgl. E. 5.5)
handelt es sich bei einer mittelgradi
gen depressi
ven Episode
um keinen invalidisierenden Gesundheits
schaden
und damit fehlt die Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer
.
Dem MEDAS-Gutachter kann damit gefolgt werden, dass zu keinem Zeitpunkt aus psychiatrischer Sicht eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vorgelegen hat und damit auch kein Raum für eine befristete Rente
be
steht.
4
.7
Zusammenfassend kann
damit
auf das
MEDAS-Gutachten
vom 1
9.
Januar 2012
abgestellt werden und der medizinische Sachverhalt ist dahingehend erstellt,
das
s
der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit
(leichte, gelegentlich mittel
schwere Arbeiten in Wechselposition, vgl. E. 3.13)
zu 100
%
arbeitsfähig ist
.
5
.
5
.
1
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypo
the
tischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und
In
vali
deneinkommen
auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige
ren
ten
wirksame
Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass
res
pektive bis zum Einspracheent
scheid zu berücksichtigen sind
(BGE 129 V 222 f.
E. 4.2 in
fine
, 128 V 174, Urteil des Bundesgerichts I 156/02 vom 26. Mai 2003).
Die angefochtene
Verfügung der Beschwerdegegnerin
wurde
am
3.
Oktober 2012
(vgl.
Urk.
2) erlassen. Der Einkommensvergleich und damit die Berechnung des Validen- und Invalideneinkommens sind
bis und mit 2012
aufzurechnen
.
5
.
2
Die Beschwerdegegnerin stellte
in der angefochtenen
Verfügung für das
Va
lideneinkommen
auf die Angaben des Arbeitgebers ab: der Beschwerdeführer verdiente 20
08
total
Fr.
61‘1
00.-- (vgl.
Urk.
6/22
Ziff.
2.10,
Urk.
6/83 S. 2).
Un
ter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis 2012
von
2.2
%
, 0.7
%
,
0.9
%
und 0.7
%
(Die Volkswirtschaft
6-2012, S. 95
, Tabelle B10.2,
Lit
. G, H
; Die Volkswirtschaft 12-2013, S. 91, Tabelle B10.2,
Ziff.
10-33
)
resulti
ert ein
Va
li
deneinkommen
von
Fr.
63‘891.--,
wovon vorliegend unbestrittenermassen aus
zugehen ist
.
5
.3
Strittig und zu prüfen ist die Berechnung des Invalideneinkommens.
Die Beschwerdegegnerin führte aus, nach Erhebung des Bundesamt für Statistik (LSE TA 1
Ziff.
1-96) betrage der Lohn für Hilfsmitarbeiter (Zentralwert) für das Jahr 2011
Fr.
62‘394.-- im 100
%
Pensum. Das Anforderungsprofil sei als
lohn
min
dernder
Faktor zu berücksichtigen. Das Einkommen mit Behinderung ver
ringere sich daher um 10
%
und betrage somit
Fr.
56‘155.--. Der
Einkom
mens
vergleich
ergebe einen Invaliditätsgrad von 12
%
und es bestehe kein Renten
an
spruch (vgl.
Urk.
2 S. 2 oben).
Der Beschwerdeführer stellte sich auf den Standpunkt, dass
es ihm nicht mög
lich
sei
, in einer angepassten Tätigkeit ein Einkommen von
Fr.
56‘155.-- zu ver
dienen. Zudem sei der Einkommensvergleich der Beschwerdegegnerin falsch und
ihm sei ein weit höherer Leidensabzug zu gewähren als nur 10
%
. Auf
grund der
zahl
reichen und multiplen Einschränkungen, der fehlenden Sprach
kenntnisse re
du
ziere sich das Einkommen um mindestens 20
%
. Unter Berück
sichtigung einer maximal 50%igen Restarbeitsfähigkeit ergebe sich ein
Invali
denein
kommen
von höchstens
Fr.
24‘710.--. Die Gegenüberstellung zum
Vali
deneinkommen
ergebe
eine Lohneinbusse von 60
%
. Damit habe er einen Anspruch auf mindestens eine
Dreiviertelsrente
, jedenfalls aber sei der An
spruch
auf
eine
halbe
Rente aus
ge
wie
sen (S. 7
Ziff.
5).
5
.
4
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
ment
lich wei
l
die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder
jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so
können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für
Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) heran
ge
zo
gen
werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1).
Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardi
sier
ten Brutto
löhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E.
4.2.1 mit Hin
weis), wo
bei
jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwen
dung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr gene
rell
eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt
BGE
129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E.
3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E.
2a).
5
.5
Der Be
schwerdeführer arbeitet nicht, weshalb für das Invalideneinkommen auf die Tabellenlöhne abzustellen ist.
In einer angepassten Tätigkeit mit leichten, ge
le
gentlich mittelschwere Arbeiten in Wechselposition ist der Beschwerde
füh
rer 100
%
arbeitsfähig.
Der Zentralwert der im Jahr 2010
in allen Wirt
schafts
zwei
gen mit Anforderungsniveau 4
von Männern erzielbaren Einkommen be
trug
Fr.
4‘
901.
--
pro Monat.
Auf ein Jahr umgerechnet
,
angepasst an die durch
schnitt
liche wöchentliche Arbeitszeit von 41.6 Stunden (Die Volkswirtschaft 12-2013, S.
90, Tabelle B9.2,
lit
.
A-S)
und unter Berücksichtigung der
Nominalloh
nent
wicklung
bis 2012 von 1.0
%
und 0.8
%
(Die Volkswirtschaft 12-2013, S. 91,
Tabelle B10.2, Nominal Total)
ergibt
dies ein hypothetisches
Invalidenein
kommen
von rund
Fr.
62‘270.-- (
Fr.
4‘901.--
x
12 :
40 x 41.6 x 1.01 x 1.008)
in einem Pen
sum von 100
%
.
5
.6
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen
.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit ver
r
ichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbei
ten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durch
schnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem
allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung
dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merk
male der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Na
tio
nalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf
die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, son
dern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass
die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre ge
sund
heit
lich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
nur
mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimm
ung der
Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall ge
samt
haft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu be
gren
zen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
5
.7
Ob und in welchem Umfang ein Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren ist, liegt im Ermessen der Verwaltung
. Bei der Unangemessenheit geht es um die Frage, ob
der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Er
messen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkre
ten
Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte aus
fallen sollen. Aller
dings darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne trifti
gen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Ge
gebenheiten abstützen können, welche seine abweichende
Ermessensaus
übung
als nahe liegender erscheinen lassen. Auch ist den Bestrebungen der
Verwaltung be
ziehungsweise der Versicherer Rechnung zu tragen, die darauf ab
zielen, durch
interne Weisungen, Richtlinien, Tabellen, Skalen usw. eine
rechts
gleiche
Behand
lung der Versicherten zu gewährleisten.
Ermessensmiss
brauch
ist gegeben, wenn die Behörde zwar im Rahmen des ihr eingeräumten Ermessens bleibt, sich aber von unsachlichen, dem Zweck der massge
benden Vorschriften fremden Erwä
gung
en leiten lässt oder allgemeine Rechtsprinzipien, wie das Ver
bot von Will
kür und von rechtsungleicher Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben sowie den Grundsatz der Verhältnismässigkeit ver
letzt (BGE 123 V 150 E. 2 mit Hin
weisen).
5
.8
Der Abzug vom Tab
ellenlohn soll, wie dargelegt (
vorstehend
E.
6.
6
)
,
im kon
kreten Fall anzunehmenden lohnmindernden Umständen Rechnung tragen.
Der
von der Beschwerdegegnerin gewährte leidensbedingte Abzug von 10
%
trägt den
gesundheitlichen Einschränkungen angemessen Rechnung und ist nicht zu be
anstanden.
Unter Berücksichtigung eines Abzuges von 10
%
ergibt sich ein
Invaliden
ein
kommen
in der Höhe von
Fr.
56‘044.--
(
Fr.
62‘27
0
.-- x 0.9)
. Der Vergleich des
Valideneinkommens
von
Fr.
63‘891.--
(vorstehend E. 6.
2
) mit dem hypothe
ti
schen Invalideneinkommen von
Fr.
56‘044.--
ergibt eine Einkommensbusse von
Fr.
7‘847.--
und damit ein
en
Invaliditätsgrad von
12
%
. D
ie
Anspruchsvo
raus
setzungen
für eine Invalidenrente (vgl. E.
1.2)
sind vorliegend
nicht erfüllt und die angefochtene Verfügung erweist sich auch in diesem Punkt als richtig.
5
.
9
Aufgrund der vorstehenden Ausführungen ist der Einschätzung im MEDAS-Gut
achten zu folgen und der Beschwerdeführer ist in einer angepassten Tätig
keit zu
100
%
arbeitsfähig. Der Beschwerdeführer
erfüllt
zudem
bei einem
Inva
lidi
tätsgrad
von 12
%
die
Anspruch
svoraussetzungen für eine Invalidenrente nicht.
Die angefochtene Verfügung erweist sich als rechtens und die dagegen erho
be
ne
Beschwerde ist abzuweisen.
6.
Der Beschwerdeführer ersuchte mit der Beschwerde vom 5. November 2012 (Urk. 1) um unentgeltliche Prozessführung und unentgeltlichen Rechtsbeistand
für das vorliegende Verfahren. Mit Verfügung vom 24. September 2013 (Urk. 23)
wurde dem Beschwerdeführer Rechtsanwältin Ursula
Sintzel
als un
entgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt.
In Bewilligung des Gesuchs vom 5. November 2012 wird dem Beschwerdeführer auch die unentgeltliche Prozessführung für das vorliegende Verfahren gewährt.
7.
7.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr. 8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
m
unterliegende
n Beschwerdeführer aufzuerlegen, infolge bewilligter unent
geltlicher Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen
.
7.2
Mit Honorarnote vom
2
5.
Februar 2014
(
Urk.
30/1-2
) machte die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers einen Aufwand von
10
Stunden und
51
Minute
n sowie Barauslagen von
Fr.
102.70
geltend. Beim praxisgemässen Stundenansatz von
Fr.
200.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ist
Sie
somit
Mit
Fr.
2‘454.50
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
Das Gericht
beschliesst
:
In Bewilligung des Gesuches vom
5. November 2012 wird dem
Beschwerdefü
hrer
die unentgeltliche Prozessführung gewährt
.
und
erkennt:
1
.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2
.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt
, zufolge Ge
währung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen. Der Beschwerdeführer wird auf §
16
Abs.
4
GSVGer
hingewiesen
.
3
.
Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers
, Rechtsanwältin Ursula
Sintzel
, Zürich,
wird mit
Fr.
2‘454.50
(inklusive Barauslagen und
MWSt
) aus der Ge
richts
kasse entschädigt. Der Beschwer
deführer wird auf §16
Abs.
4
GSVGer
hinge
wiesen.
4
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwältin Ursula
Sintzel
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse
5
.