Decision ID: 93039b93-072c-47a3-9913-2d8d4eff7a74
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
Z._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Kehl, Poststrasse 22, Postfach 118,
9410 Heiden,
gegen
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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Wartezeittaggeld
Sachverhalt:
A.
A.a Z._ erlitt am 17. Oktober 2005 mit seinem Motorrad einen Verkehrsunfall (vgl.
Unfallprotokoll der Kantonspolizei vom 25. Oktober 2005, act. G 4.2) und zog sich
dabei namentlich an der rechten Hand eine distale intraarticuläre
Radiusmehrfragmentfraktur mit Medianussymptomatik sowie am rechten Knie eine
HKB-Ruptur mit Aussenmeniskusläsion zu (vgl. Austrittsbericht der Klinik für
Orthopädische Chirurgie des KSSG vom 25. Oktober 2005, act. G 4.2). Am 10. Juli
2006 meldete sich der Versicherte, wohnhaft in Österreich mit Arbeitsplatz im Kanton
B._, zum Bezug von IV-Leistungen (Berufsberatung, Umschulung und Rente) an (act.
G 4.1.1).
A.b Im Auftrag des zuständigen Unfallversicherers wurde der Versicherte in der AEH
Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene AG begutachtet. Im Gutachten
vom 8. Februar 2007 bescheinigten die Experten dem Versicherten für die
angestammte - als mittelschwer bis zum Teil schwer qualifizierte - Tätigkeit als
Pflegefachmann (vgl. hierzu act. G 4.1.10) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Für eine
leidensangepasste Tätigkeit attestierten sie ihm eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (act.
G 4.2).
A.c Die IV-Stelle übernahm im Zusammenhang mit einer allfälligen Umschulung des
Versicherten zum Sozialpädagogen die Kosten für eine berufliche Abklärung für die
Dauer vom 15. Oktober bis 31. Dezember 2007 (Mitteilung vom 31. Oktober 2007, act.
G 4.1.52). In der Folge gewährte die IV-Stelle eine Kostengutsprache für ein
Arbeitstraining/Praktikum, das am 31. März 2009 endete. Die Zentrale Ausgleichskasse
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C._ erbrachte bis zum 31. März 2009 Taggeldleistungen (vgl. Zusammenstellung der
Leistungen in act. G 4.1.114 sowie G 4.1.100). Im März 2009 wurde dem Versicherten
von der FHS, Fachbereich Soziale Arbeit, die Zulassung zur Schulaufnahme mit
Ausbildungsbeginn 14. September 2009 bestätigt (act. G 4.1.98).
A.d Am 15. April 2009 teilte die Berufsberaterin dem Versicherten mit, dass die IV-
Stelle kein Wartezeittaggeld ausrichten werde. Sie ersuchte ihn um umgehende
Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung (act. G 4.1.102).
A.e Mit Vorbescheid vom 27. April 2009 stellte die IV-Stelle in Aussicht, einen Anspruch
auf Wartezeittaggeld zu verneinen. Es bestehe kein Anspruch auf das Taggeld der
Invalidenversicherung, da der Versicherte einen Anspruch auf ein Taggeld der
Arbeitslosenversicherung habe (act. G 4.1.110).
A.f Der Versicherte orientierte die IV-Stelle am 15. Mai 2009 darüber, dass er gemäss
Entscheid vom Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) vom 13. Mai 2009 wegen
fehlender Beitragszeiten keinen Anspruch auf Arbeitslosentaggelder habe. Daher seien
ihm Wartezeittaggelder auszurichten (act. G 4.1.113).
A.g Die IV-Stelle verfügte am 4. Juni 2009 entsprechend dem Vorbescheid und lehnte
einen Anspruch auf Wartezeittaggelder ab (act. G 4.1.115).
A.h Der Versicherte ersuchte die IV-Stelle mit Schreiben vom 22. Juni 2009, die
Verfügung vom 4. Juni 2009 in Wiedererwägung zu ziehen. Zur Begründung führte er
aus, dass ihm das AMS inzwischen mit Wirkung ab 15. April 2009 ein
Arbeitslosentaggeld von EUR 25.75 zugesprochen habe. Damit habe kein Anspruch auf
ein Taggeld der Arbeitslosenversicherung während der Dauer vom 1. bis 14. April 2009
bestanden. Da die übrigen Anspruchsvoraussetzungen gegeben seien, würde er um
Ausrichtung eines ganzen Taggeldes für diesen Zeitraum ersuchen. Ferner bestehe mit
Blick auf die Besitzstandsgarantie für den Zeitraum ab 14. April 2009 ein
Taggeldanspruch gegenüber der Invalidenversicherung, wobei jedoch das
Wartezeittaggeld um den Betrag des Arbeitslosenversicherungstaggeldes zu kürzen sei
(act. G 4.1.116).
B.
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B.a Gegen die Verfügung vom 4. Juni 2009 richtet sich die vorliegende Beschwerde
vom 6. Juli 2009. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und
Entschädigungsfolge deren Aufhebung und die Ausrichtung eines vollen
Wartezeittaggeldes für die Dauer vom 1. April bis 13. September 2009 - ab dem
15. April 2009 vermindert um die Taggeldleistungen der österreichischen
Arbeitslosenversicherung. Der Beschwerdeführer führt im Wesentlichen aus, dass er
vom 1. bis 14. April 2009 keinen Anspruch auf ein Taggeld der
Arbeitslosenversicherung gehabt habe. Aus diesem Grund bestehe für diesen Zeitraum
ein Anspruch auf Ausrichtung eines ganzen Wartezeittaggeldes. Ferner rügt er, dass
die Beschwerdegegnerin ohne Gewährung einer Anpassungsfrist nicht mehr auf die
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten, sondern in einer leidensadaptierten Tätigkeit
abgestellt habe. Im Weitern habe sie mit ihrem Vorgehen die Aufklärungs- und
Beratungspflicht sowie die Besitzstandsgarantie verletzt (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 17. September
2009 die Beschwerdeabweisung. Zur Begründung führt sie aus, dass ein Versicherter
keine Wartezeittaggelder beanspruchen könne, soweit ein Anspruch auf Taggelder der
Arbeitslosenversicherung bestehe. Ferner sei unstrittig, dass der Beschwerdeführer in
einer leidensadaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei und schon deshalb ein Anspruch
auf Wartezeittaggelder zu verneinen sei. Es treffe nicht zu, dass erst seit April 2009
davon ausgegangen werde, der Beschwerdeführer sei in einer leidensangepassten
Tätigkeit voll arbeitsfähig. Mangels Vorhersehbarkeit des Beginns der genannten
Ausbildung erst ab 18. September 2009 (richtig: 14. September 2009) hätte der
Beschwerdeführer somit nicht vor April 2009 darüber aufgeklärt werden können, dass
er keinen Anspruch auf Wartezeittaggelder habe bzw. sich bei der
Arbeitslosenversicherung melden müsse. Eine Verletzung der Aufklärungs- und
Beratungspflicht liege somit nicht vor (act. G 4).
B.c In der Replik vom 6. November 2009 hält der Beschwerdeführer an den gestellten
Anträgen unverändert fest. Er bringt vor, dass bei der Beurteilung eines Anspruchs auf
Wartezeittaggelder von der in der angestammten Tätigkeit bestehenden
Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. Es treffe im Übrigen nicht zu, dass das AMS die
Taggelder nach schweizerischem Recht festgelegt habe. Die Leistungen der
österreichischen Arbeitslosenversicherung dürften nicht zu einem Ausschluss von
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Wartezeittaggeldern, sondern lediglich zu einer Kürzung von Wartezeittaggeldern
führen (act. G 7).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 9).

Erwägungen:
1. Es stellt sich zunächst die Frage nach der Zuständigkeit der Beschwerdegegnerin
zur Verfügung über den strittigen Leistungsanspruch.
2.
2.1 In der Regel ist diejenige IV-Stelle zuständig, in deren Kantonsgebiet die
versicherte Person im Zeitpunkt der Anmeldung ihren Wohnsitz hat. Der Bundesrat
ordnet die Zuständigkeit in Sonderfällen (Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Art. 40 Abs. 2 der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) bestimmt für Grenzgänger, dass diejenige IV-
Stelle zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen zuständig ist, in deren
Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausübt bzw. ausgeübt hat und
noch in der benachbarten Grenzregion Wohnsitz hat (Satz 1 und 2). Die Verfügungen
werden jedoch von der IV-Stelle für Versicherte im Ausland erlassen (Satz 3).
2.2 Aus den Akten ergibt sich (vgl. act. G 4.1.1-3), dass der Beschwerdeführer als
Grenzgänger zu qualifizieren ist. Dies ist von den Parteien unbestritten. Er hatte seit
seiner Geburt - namentlich auch im Zeitpunkt der IV-Anmeldung vom 10. Juli 2006 -
stets Wohnsitz in Österreich und wohnte damals in der benachbarten Grenzzone in
A._ (act. G 4.1.1). Zum Erlass einer Verfügung über den vom Beschwerdeführer
geltend gemachten Anspruch auf Wartezeittaggelder ist daher die IV-Stelle für
Versicherte im Ausland zuständig. Diese IV-Stelle hatte denn auch die bisherigen
Taggeldverfügungen erlassen (vgl. dazu act. G 4.1.64). Bezüglich des Anspruchs auf
Wartezeittageld verfügte indessen die nicht zuständige kantonale IV-Stelle (Verfügung
vom 4. Juni 2009; act. G 4.1.115).
2.3 Rechtsprechungsgemäss kann aus prozessökonomischen Gründen von der
Aufhebung der Verfügung einer unzuständigen kantonalen IV-Stelle und von der
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Überweisung der Sache an die zuständige IV-Stelle für Versicherte im Ausland
abgesehen werden. Voraussetzung ist, dass die fehlende Zuständigkeit nicht gerügt
wird und dass aufgrund der gegebenen Aktenlage in der Sache entschieden werden
kann (Urteil des EVG vom 22. Januar 2004, I 232/03, E. 4.2.1 mit Hinweis). Ein
Anspruch auf "Heilung" der Unzuständigkeit besteht allerdings nicht.
2.4 Vorliegend wurde die fehlende Zuständigkeit der Beschwerdegegnerin zwar nicht
gerügt. Indessen fällt ins Gewicht, dass keine prozessökonomischen Interessen einer
Aufhebung der Verfügung wegen Unzuständigkeit der Beschwerdegegnerin zum
Verfügungserlass entgegenstehen. Denn eine summarische Prüfung der Rechts- und
Sachlage ergibt, dass die Verfügung auch aus materiellen Gründen aufzuheben und an
die IV-Stelle für Versicherte im Ausland zur Festsetzung von Wartezeittaggeldern zu
überweisen wäre, wie nachfolgend dargestellt wird. Der Beschwerdeführer erfüllt
grundsätzlich die Voraussetzungen für einen Wartezeittaggeldanspruch gemäss Art. 18
Abs. 1 IVV. Hinzuweisen ist dabei darauf, dass sich auch im Rahmen von Art. 18 Abs. 1
IVV das Erfordernis der Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50% auf die von der
versicherten Person bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübte Tätigkeit
bezieht (vgl. BGE 117 V 277 E. 2a). Näher abzuklären ist der Beginn und das Ende
dieses Anspruchs. Aus den Akten geht nicht eindeutig hervor, wann und aus welchen
Gründen das Praktikum im Kinderdorf in A._ per 31. März 2009 beendet worden war.
Gemäss den Angaben der Eingliederungsverantwortlichen vom 23. Februar 2009 war
für den Fall der Aufnahme in eine Ausbildung zum Sozialpädagogen eine Anstellung mit
Lohn zugesichert (act. G 4.1.86). Am 16. März 2009 erhielt der Beschwerdeführer die
Mitteilung, dass er definitiv zum Studienbeginn im September 2009 zugelassen worden
sei (act. G 4.1.98). Offenbar fand erst am 14. April 2009 eine Besprechung zwischen
der Beschwerdegegnerin, dem Beschwerdeführer und der Unfallversicherung statt. Ein
Protokoll dieser Besprechung fehlt in den Akten. Wer schliesslich die Verantwortung für
die offenbar verzögerte Anmeldung zum Bezug von
Arbeitslosenversicherungsleistungen in A._ (vgl. act. G 4.1.104) schliesslich trägt,
lässt sich anhand der vorhandenen Akten nicht beurteilen. Ebenfalls offen ist, ob die
Umschulung effektiv am 14. September 2009 oder bereits eine Woche früher begonnen
hat (vgl. act. G 4.1.104).
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2.5 Bei der materiellen Beurteilung wird schliesslich zu beachten sein, dass ein
internationaler Sachverhalt vorliegt. Da es vorliegend um die Koordination mit
österreichischen Arbeitslosenentschädigungen geht, ist das Abkommen zwischen der
Europäischen Gemeinschaft sowie ihren Mitgliedstaaten einerseits und der
Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit (APF;
SR 0.142.112.681) zu beachten. Darin wird die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 vom
14. Juni 1971 (SR 0.831.109.268.1) für anwendbar erklärt (Art. 1 des Anhangs II). Mit
diesen Regelungen sollen die unterschiedlichen Systeme der sozialen Sicherheit
koordiniert werden. Ein Leitgedanke ist, dass ein gleichzeitiger Bezug von Leistungen
verschiedener Mitgliedstaaten zu keiner Besserstellung, aber auch zu keiner
Benachteiligung dieser Personen gegenüber Personen mit Leistungsansprüchen aus
nur einem Mitgliedstaat führen soll (vgl. Maximilian Fuchs [Hrsg.], Kommentar zum
Europäischen Sozialrecht, 3. Aufl., Baden-Baden 2002, Art. 12, Rz 1 ff.). Bezüglich der
Leistungskoordination im hier interessierenden Zusammenhang bestimmt Art. 46a
Abs. 3 lit. d der Verordnung (EWG) 1408/71: Sind Kürzungs-, Ruhens- bzw.
Entziehungsbestimmungen nach den Rechtsvorschriften eines einzigen Mitgliedstaats
anwendbar (vorliegend Art. 18 Abs. 4 IVV), weil die versicherte Person aufgrund der
Rechtsvorschriften anderer Mitgliedstaaten geschuldete Leistungen gleicher oder
unterschiedlicher Art oder andere im Hoheitsgebiet anderer Mitgliedstaaten erzielte
Einkünfte bezieht, so kann die nach den Rechtsvorschriften des ersten Mitgliedstaats
geschuldete Leistung nur um den Betrag der nach den Rechtsvorschriften der anderen
Mitgliedstaaten geschuldeten Leistungen oder der im Hoheitsgebiet der anderen
Mitgliedstaaten erzielten Einkünfte gekürzt werden. Aus diesem Grund erfolgte die
verfügte Leistungsablehnung bei summarischer Prüfung auch aus materieller Sicht zu
Unrecht, da die österreichischen Arbeitslosenleistungen nicht zu einem
Leistungsausschluss, sondern lediglich zu einer Leistungskürzung führen können
(Maximilian Fuchs, a.a.O., Art. 46a, Rz 12).
3.
3.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise gutzuheissen, dass
die Verfügung vom 4. Juni 2009 wegen Unzuständigkeit der Beschwerdegegnerin
aufzuheben ist. Die Beschwerdegegnerin ist anzuweisen, die Akten an die zuständige
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IV-Stelle für Versicherte im Ausland zu überweisen, damit diese über den Anspruch auf
Wartezeittaggelder neu entscheide.
3.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte
Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
3.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist (Art. 61 lit. g des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1).
Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat auf die Einreichung einer Honorarnote
verzichtet. Der Bedeutung und Komplexität der Streitsache angemessen erscheint eine
Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG