Decision ID: 8ead5b0e-16d6-5b9c-a1d8-43d1892587b5
Year: 2015
Language: de
Court: AR_OG
Chamber: AR_OG_004
Canton: AR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhalt
A. A_ wurde in Mazedonien geboren und ist diplomierter Zahntechniker. Mit Schreiben vom
14. April 2004 stellten er und sein damaliger Vorgesetzter, med. dent. C_, welcher zu
dieser Zeit in der zahnärztlichen Praxis in D_ tätig war (welche auch "Praxis für vitale
Zahlheilkunde" genannt wurde), das Gesuch, es sei A_ unter der fachtechnischen
Aufsicht von med. dent. C_ die individuelle Abformung und Bisslagenbestimmung an
Patienten und Patientinnen zu bewilligen. Mit Beschluss vom 18. Oktober 2004 erteilte die
Sanitätskommission von Appenzell Ausserrhoden gestützt auf Art. 39 Abs. 2 der (alten)
Gesundheitsverordnung vom 8. Dezember 1986 (fortan aGVO) die nachgesuchte
Ausnahmebewilligung. Die Sanitätskommission entsprach dem Gesuch um Abdrucknahme
ausdrücklich an die Adresse der in Klammer genannten Personen wie folgt: Es handle sich
um eine notwendige Tätigkeit, welche von einer Fachperson (Herrn A_) durchgeführt
werde und unter der Aufsicht der verantwortlichen Person (Herrn C_) stehe.
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B. Am 1. Januar 2008 trat das revidierte neue Gesundheitsgesetz (GG, bGS 811.1) in Kraft.
Die aGVO sowie das (alte) Gesetz über das Gesundheitswesen (vom 25. April 1965, fortan
aGG) wurden damit gestützt auf Art. 69 GG aufgehoben. Am 19. Juni 2014 stellte das Amt
für Gesundheit/Fachstelle Gesundheitsfachpersonen und Heilmittelkontrolle an die Adresse
von A_ fest, es sei ihm jegliche Tätigkeit im Munde von Patienten und Patientinnen und
damit auch die Abdrucknahme verboten. Damit wiederholte diese Amtsstelle lediglich, was
diese mit Verfügung vom 10. Dezember 2009 bereits angeordnet hatte, dass nämlich A_
fortan jegliche zahnärztliche Tätigkeiten untersagt seien. Diese Verfügung war dem
damaligen Rechtsvertreter von A_ (RA E_) eröffnet worden und wurde unangefochten
rechtskräftig. Mit Eingabe vom 14. August 2014 beantragte A_ bei der genannten
Amtsstelle, es sei die Rechtslage nochmals zu überprüfen. Er wolle von seiner 2004
erteilten Spezialbewilligung weiterhin Gebrauch machen und es sei gestützt auf die
Besitzstandsregelung in Art. 67 GG festzustellen, dass er weiterhin gemäss
Zusatzbewilligung vom 18. Oktober 2004 zur Abdrucknahme an Patienten/-innen berechtigt
sei. Mit Verfügung vom 3. Oktober 2014 wies das Amt für Gesundheit dieses Gesuch ab
und untersagte A_, individuelle Abformungen und Bisslagenbestimmungen direkt an
Patienten/-innen vorzunehmen. In seiner Begründung liess das Amt für Gesundheit offen,
welche Rechtswirkung Art. 67 Abs. 2 GG habe, wenn das Begehren im vorliegen Fall
anstatt innert 6 Monaten erst 5 1⁄2 Jahren nach Inkrafttreten des neuen GG und mithin
verspätet gestellt werde; es trat nach Erw. 4 ungeachtet einer allfälligen Verwirkung auf das
Gesuch ein. Dessen Abweisung begründete dieses im Wesentlichen damit, dass die
Abdrucknahme schon nach altem kantonalen Recht als zahnärztliche Arbeit galt und
deshalb anderen Personen nur gestützt auf eine Ausnahmebewilligung und nur unter
Aufsicht eines Zahnarztes gestattet werden konnte. Nach dem neuen (am 1. September
2007 in Kraft getretenen) Bundesgesetz über die universitären Medizinalberufe (SR 811.11;
MedBG) zähle die zahnärztliche Tätigkeit zu den universitären Medizinalberufen. Seither
sei für diese Tätigkeit eine universitäre Ausbildung und eine eidgenössische Prüfung
vorausgesetzt. Das MedBG sehe weder eine zu Art. 39 aGVO analoge
Ausnahmebestimmung vor noch bestehe eine Übergangsbestimmung, welche
abweichende kantonale Bestimmungen erlauben würden. Deshalb sei seither für jede
zahnärztliche Arbeit, einschliesslich der Abnahme von Abdrücken direkt am Patient, ein
universitäres Zahnarztstudium und die eidg. Prüfung vorausgesetzt. Da A_ als
Zahntechniker über keinen universitären Abschluss verfüge, widerspreche die altrechtlich
bewilligte Abdrucknahme dem neuen (Bundes-)Recht und es könne ihm deshalb nach
Art. 67 Abs. 1 (Satz 2) GG keine Bewilligung mehr erteilt werden; die Abdrucknahme an
Patienten und Patientinnen sei ihm seit dem 1. September 2007 bzw. spätestens seit
Inkrafttreten des neuen GG am 1. Januar 2008 verboten.
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C. Gegen diese Verfügung erhob A_ mit Eingabe vom 17. Oktober 2014 beim Departement
Gesundheit (DG) Rekurs sinngemäss mit dem Antrag, die angefochtene Verfügung sei
aufzuheben und es sei ihm die Bewilligung gestützt auf Art. 67 Abs. 1 GG zu erteilen.
Ferner sei die vom Amt für Gesundheit entzogene aufschiebende Wirkung des Rekurses
wiederherzustellen. In der Folge trat das Departement mit Zwischenentscheid vom 23.
Oktober 2014 auf das Wiederherstellungsbegehren mangels eines Rechtsschutzinteresses
nicht ein und wies den Rekurs mit Entscheid vom 16. Januar 2015 ab. Zur Begründung hielt
das Departement im Wesentlichen dafür, die Ausnahmebewilligung vom 18. Oktober 2004
habe ausdrücklich vorgesehen, dass die Abdrucknahme dem Gesuchsteller nur gestattet
sei, sofern sie unter der fachtechnischen Aufsicht und Verantwortung von med. dent. C_,
dipl. Zahnarzt, durchgeführt werde. Die Bewilligung sei somit an dessen Person geknüpft
gewesen. Dabei handle es sich um eine sog. Resolutivbedingung, deren Nichterfüllung zum
Erlöschen der Rechtswirksamkeit der Ausnahmebewilligung führe. Ein Arbeitgeberwechsel
habe deshalb nach altem Recht vorausgesetzt, dass der (neue) Arbeitgeber eine neue
Ausnahmebewilligung einholt. Aufgrund eines Gesuches vom 28. Oktober 2009, mit dem
A_ um Bewilligung einer Assistententätigkeit in der Zahnarztpraxis von B_ nachsuchen
liess, und seiner Angabe, dass er bereits viereinhalb Jahre vollzeitlich in dessen Praxis tätig
sei, kam das Departement zum Schluss, dass A_ spätestens seit diesem Gesuch nicht
mehr unter der Aufsicht von med. dent. C_ arbeite. Damit stehe fest, dass die altrechtlich
bedingt erteilte Ausnahmebewilligung erloschen sei, womit sich die Frage nach einem
Besitzstand erübrige. In einer Eventualerwägung lässt die Rekursinstanz offen, ob die
altrechtlich erteilte Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 67 Abs. 1 Satz 2 GG im
Widerspruch zum Bundesrecht (MedBG) stehe, bejaht aber einen Widerspruch zum
geltenden kantonalen Recht. Eine solche Ausnahmebewilligung, welche nicht als Zusatz zu
einer eigenen Berufsausübungbewilligung erteilt worden sei, hätte nach Auffassung der
Rekursinstanz im Rahmen der Totalrevision des GG in dieses Eingang finden müssen.
Dies sei jedoch unterblieben, weshalb von einem sog. qualifizierten Schweigen des
Gesetzgebers auszugehen sei. Für eine Abdrucknahme durch Nicht-Zahnärzte fehle es -
auch als Ausnahme - im neuen Recht an der kantonal erforderlichen gesetzlichen
Grundlage. Die Zulassung einer solchen Tätigkeit stehe deshalb im Sinne von Art. 67
Abs. 1 Satz 2 GG im Widerspruch zum neuen Recht und sei deshalb ausgeschlossen. Auf
die weiteren Ausführungen, namentlich zum Verzicht auf die Zulassung von nicht-
universitären Medizinalberufen wie Zahnprotetiker oder Zahntechnikerinnen im revidierten
GG wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingetreten.
Im Dezember 2004 hatte A_ auch ein Ausbildungsgesuch gestellt, das vorsah, dass er
als dipl. Zahntechniker zum kant. appr. Zahnarzt ausgebildet werden sollte, wobei C_
auch insofern als verantwortlicher Zahnarzt zeichnen sollte. Dieser liess jedoch am 20.
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Dezember 2004 mitteilen, dass er auf Ende Februar 2005 seine Praxistätigkeit im Kanton
Appenzell Ausserrhoden aufgebe. In der Folge wurde das Gesuch bei der
Heilmittelkontrolle AR abgeschrieben und A_ teilte dort am 22. Dezember 2004 per Mail
mit (act. 58), dass er einen anderen Ausbildner suchen werde. Später reichte er ein neues
Ausbildungsgesuch mit B_ als Ausbildner ein. Mit Verfügung vom 14. November 2005
wurde B_ als kantonal approbierter Zahnarzt gestützt auf Art. 36 aGVO die Bewilligung
erteilt, in seiner Praxis in D_ A_ zur operativen Ausbildung an seinen Patienten
arbeiten zu lassen. Damit konnte A_ seine Ausbildung zum altrechtlich (noch) zulässigen
kantonal approbierten Zahnarzt beginnen. Da A_ aber bis Ende 2007 (d.h. bis zur
Ablösung des alten durch das neue GG) nur einen Teil der altrechtlich dazu erforderlichen
Prüfungen bestanden hatte, wurde ihm durch das Departement Gesundheit mit Schreiben
vom 6. Mai 2009 mitgeteilt, dass er diese Ausbildung nach neuem Recht nicht mehr
abschliessen könne. Für diese nicht-akademische Ausbildung zum Zahnarzt fehle es nun
an einer gesetzlichen Grundlage. In der Folge wurde A_ durch das Departement
Gesundheit mit der oben erwähnten, unangefochten in Rechtskraft getretenen Verfügung
vom 10. Dezember 2009 jegliche zahnärztliche Tätigkeit untersagt, und damit insbesondere
auch die zu Ausbildungszwecken bewilligte Tätigkeit als Assistent in der Praxis von B_.
Soweit A_ mit Schreiben vom 3. Juni 2013 an das Amt für Gesundheit darauf bestand,
dass ihm noch nach altem Recht eine Berufsausübungsbewilligung als kantonal
approbierter Zahnarzt zu erteilen sei, wurde dieses Begehren in der Folge von allen
Instanzen abgewiesen und zwar auf Anfechtung hin auch vom Obergericht (Urteil vom
27. Mai 2015 im Verfahren Nr. O4V 14 2). Inzwischen wurde dieses Urteil auch vom
Bundesgericht bestätigt (vgl. Urteil 2C_83/2016 vom 23. Mai 2016).
D. Gegen den Rekursentscheid vom 16. Januar 2015, mit dem die Abweisung des Gesuches
betreffend Abdrucknahme durch das Departements Gesundheit bestätigt wurde, erhob
A_ mit Eingabe vom 6. Februar 2015 Beschwerde beim Obergericht
(verwaltungsrechtliche Abteilung). Zur Begründung der eingangs erwähnten Begehren trug
er im Wesentlichen vor, die ihm mit Verfügung vom 18. Oktober 2004 erteilte Bewilligung
zur individuellen Abformung und Bisslagenbestimmung (fortan als Abdrucknahme
bezeichnet), sei ihm mit der Auflage erteilt worden, dass er diese unter Aufsicht und
Verantwortung von med. dent. C_ auszuführen habe, der damals als dipl. Zahnarzt in der
"Praxis für vitale Zahnheilkunde" in D_ tätig gewesen sei. Der Beschwerdeführer ist
jedoch der Auffassung, dass die Oberaufsicht und Hauptverantwortung damals dem
Praxisinhaber kant. appr. Zahnarzt B_ übertragen worden sei. Die damals gestützt auf
Art. 39 Abs. 2 aGVO erteilte Bewilligung müsse in Zusammenhang mit Art. 22 aGVO
gelesen werden, sei doch dort von den Praxisinhabern die Rede. Ferner sei die
Bestimmung über den Besitzstand von altrechtlichen Bewilligungen (Art. 67 GG) in
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Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 der Verordnung über die Gesundheitsfachpersonen (VO
GFP, bGS 811.13) auszulegen; dort werde auf Art. 8 Satz 2 VO GFP verwiesen und in
Art. 35 Abs. 2 GG sei auch die unselbständige Tätigkeit explizit erwähnt. Hinsichtlich der in
Art 67 Abs. 2 GG vorgesehen Frist von 6 Monaten sei zu beachten, dass während der vom
Beschwerdeführer noch im Jahre 2008 absolvierten Prüfung im Fach Pharmakologie und
seiner bis dato fortgesetzten operativen Ausbildung die Abdrucknahme zu seinem
Tagesgeschäft gehört habe. Auch mit seiner Anmeldung zur mündlichen Schlussprüfung
habe er bis am 30. Juni 2009 konkludent ein Interesse an der Abdrucknahme bekundet.
Aus dem Verhalten des Gesundheitsdepartements sei zu schliessen, dass keiner der
kantonal approbierten Zahnärzte innert der in Art. 67 Abs. 2 GG vorgesehenen 6 Monaten
ein solches Gesuch gestellt habe, denn andernfalls wäre er nicht weiterhin zur Prüfung
eingeladen worden oder das Departement hätte ihn über die aktuelle Rechtslage korrekt
informieren müssen. Die ihm 2004 erteilte Bewilligung widerspreche weder dem kantonalen
noch Bundesrecht, denn weder das eine noch das andere schliesse die Abdrucknahme
durch Nicht-Zahnärzte explizit aus. Andernfalls müsste auch die im Kanton Zürich
angebotene Zahnprothetikerausbildung als nicht bundesrechtskonform bezeichnet werden.
Dass die Ergänzung in Art. 67 Abs. 1 GG um eine Regelung für Zusatz- und
Sonderbewilligungen im Kantonsrat in erster Linie mit Blick auf die Naturheilpraktiker
vorgenommen wurde, möge zwar zutreffen; aber durch den offen gelassenen
Geltungsbereich sei diese Bestimmung nun auch auf seine Sonderbewilligung anwendbar.
Art. 39 Abs. 2 aGVO habe als Kann-Bestimmung der Sanitätskommission erlaubt, nach
Schwierigkeitsgrad differenziert gerade auch triviale Arbeiten wie die Abdrucknahme von
Nicht-Ärzten vornehmen zu lassen. Deshalb seien diese Bewilligungen in die
Besitzstandsregelung gemäss Art. 67 GG eingeschlossen. Obschon in der Bewilligung vom
18. Oktober 2004 med. dent. C_ mit der fachtechnischen Aufsicht und Verantwortung
betraut worden sei, sei dort auf S. 2 festgehalten, dass die Überwachung der Tätigkeiten
durch den verantwortlichen Praxisinhaber zu erfolgen habe. Auch der Wortlaut von Art. 39
Abs. 2 GVO impliziere, dass nur der Praxisinhaber zur Verantwortung gezogen werden
könne. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass es sich bei der Aufsicht durch med. dent.
C_ um eine Resolutivbedingung handle und dass bezüglich der Abdrucknahme von
einem qualifizierten Schweigen gesprochen werden könne. Darauf wird in den Erwägungen
näher einzutreten sein. Durch den Beschwerdeführer wird ferner erstmals geltend gemacht,
er habe die Abdrucknahmen in der Periode vom 18. Oktober 2004 bis zum 19. Juni 2014
klaglos und somit während fast 10 Jahren vorgenommen; deshalb sei ihm die Bewilligung
allenfalls gestützt auf Art. 22 Abs. 2 VO GFP zu erteilen.
E. Das Departement Gesundheit hielt dem Beschwerdeführer im Wesentlichen entgegen, die
Ausnahmebewilligung zur Abdrucknahme (vom 18. Oktober 2004) sei erloschen, bevor das
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neue Gesundheitsgesetz 2008 in Kraft getreten sei: Diese Bewilligung sei an die Person
von med. dent. C_ geknüpft gewesen. Nur unter seiner Aufsicht und Verantwortung sei
die Abdrucknahme ausnahmsweise erlaubt worden. Dieser habe seine Praxistätigkeit im
Kanton Appenzell Ausserrhoden jedoch schon per Ende März 2005 aufgegeben. Dass
zusätzlich zur fachtechnischen Aufsicht durch med. dent. C_ eine Oberaufsicht durch
kant. approb. B_ bestanden habe, entbehre jeglicher Grundlage. Denn B_ sei in der
besagten Bewilligung mit keinem Wort erwähnt worden und aus dem massgeblichen
Dispositiv gehe klar hervor, dass einzig med. dent. C_ als verantwortliche Person
verpflichtet worden sei. Der vom Beschwerdeführer zitierte Satz auf S. 2 der Bewilligung
habe sich deshalb einzig auf C_ bezogen. Auf die weiteren Gegenbemerkungen - zur
Resolutivbedingung, zu Art. 39 Abs. 2 aGVO und zu Art. 22 Abs. 2 VO GFP - wird, soweit
erforderlich, in den Erwägungen eingetreten.
F. Der Beschwerdeführer nahm am 4. April 2015 Einsicht in die Akten und verzichtete
stillschweigend auf eine mündliche Verhandlung. Auf die stattdessen eingereichte Replik
wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingetreten. Die Vorinstanz verzichtete auf
eine Duplik dazu.
G. Auf die Eröffnung des Urteilsdispositivs hin bestand der Beschwerdeführer ausdrücklich auf
einer Begründung. Damit sind die Voraussetzungen für die in Ziff. 3 des Dispositivs in
Aussicht gestellte Reduktion der Entscheidgebühr nicht gegeben.

Erwägungen
1. Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der prozessualen Voraussetzungen ergibt,
dass das Obergericht nach Art. 54 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
(VRPG, bGS 143.1, in der Fassung gemäss Art. 100 Abs. 1 Justizgesetz, JG, bGS 145.31)
in Verbindung mit Art. 66b Abs. 1 GG und Art. 31 lit. a VRPG zur Behandlung der gegen
den verwaltungsintern letztinstanzlichen Rekursentscheid des Departements Gesundheit
gerichteten Beschwerde zuständig ist. Da die Beschwerde auch form- und fristgerecht
erhoben wurde, ist darauf einzutreten. Die Vorinstanz hält der Ziff. 2 der eingangs
erwähnten Anträge zutreffend entgegen, darauf sei nicht einzutreten, weil der angefochtene
Rekursentscheid an die Stelle der Verfügung des Amtes für Gesundheit (vom 16. Januar
2015) getreten sei (sog. Devolutiveffekt). Weil das Gericht das Recht von Amtes wegen
anzuwenden hat und im Beschwerdeverfahren nicht an die Anträge der Parteien gebunden
ist (Art. 58 VRPG e contrario), hindert dies das Gericht aber nicht daran, sich nötigenfalls
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mit abweichend zur zweiten Instanz vorgetragenen Begründungselementen der ersten
Instanz zu befassen.
2. Während das Amt für Gesundheit in seiner erstinstanzlichen Verfügung noch zum Schluss
kam, die Besitzstandsregelung in Art. 67 Abs. 1 Satz 2 GG komme deshalb nicht zur
Anwendung, weil die altrechtlich am 18. Oktober 2004 zur Abdrucknahme erteilte
Bewilligung dem übergeordneten Bundesrecht materiell wiederspreche und der
Beschwerdeführer deshalb seine Tätigkeit nicht weiter ausüben dürfe, kam die Vorinstanz
zum gleichen Ergebnis, bejahte einen Widerspruch jedoch nur zum kantonalen Recht und
kam in der Hauptsache gestützt auf folgenden Sachverhalt zum Schluss, der
Beschwerdeführer könne aus Art. 67 Abs. 1 GG von vornherein keine Ansprüche ableiten
(Erw. 6.b): Der Beschwerdeführer sei seit dem 1. Januar 2008, aber spätestens seit seinem
Gesuch vom 28. Oktober 2009 nicht mehr unter der Aufsicht von med. dent. C_ tätig
gewesen. Diesen Sachverhalt präzisierte die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme vom
27. März 2015 dahingehend, dass med. dent. C_ seine Praxistätigkeit im Kanton sogar
schon per Ende März 2005 aufgegeben habe. Deshalb sei der Beschwerdeführer seither
jedenfalls ohne dessen Aufsicht tätig gewesen. Dass C_ seine Tätigkeit im Kanton auf
diesen Zeitpunkt hin oder ev. schon einen Monat früher aufgegeben hat, ist durch den im
Recht liegenden Mailverkehr unter Beteiligung auch des Beschwerdeführers erstellt (vgl.
act. 7.58, Mail des Beschwerdeführers vom 22. Dezember 2004). Umstritten und vorab zu
prüfen ist, welche Rechtsfolgen sich aus diesem Sachverhalt in Bezug auf die vom
Beschwerdeführer primär geltend gemachte Anspruchsgrundlage (Art. 67 GG) ergeben.
2.1 Nach Art. 39 Abs. 1 aGVO war altrechtlich Personen ohne Bewilligung zur selbständigen
Zahnbehandlung - vorbehältlich einer Bewilligung nach Art. 36 zur operativen Ausbildung
als kant. Approbierter Zahnarzt - jede zahnärztliche Tätigkeit verboten, und zwar
ausdrücklich auch die Abdrucknahme zur Reparatur, Umänderung oder Neuanfertigung
von Zahnersatz. Dieses grundsätzliche Verbot von Zahnbehandlungen (mit
Bewilligungsvorbehalt) galt nach Art. 38 aGVO auch für eidg. diplomierte Zahntechniker:
Die Tätigkeit als eidg. diplomierter Zahntechniker bedurfte demnach keiner besonderen
(kantonalen) Bewilligung, sofern keine zahnärztliche Tätigkeit ausgeübt wurde (Art. 38
Satz 2 aGVO). Vom generellen Verbot zahnärztlicher Tätigkeit konnte die
Sänitätskommission nach Art. 39 Abs. 2 aGVO für bestimmte Arbeiten Ausnahmen
zulassen, wenn diese Arbeiten in der Praxis eines eidgenössisch diplomierten, eines
gleichgestellten oder eines kantonal approbierten Zahnarztes unter dessen Aufsicht
ausgeführt wurden. Die zur Aufsicht verpflichteten Zahnärzte mussten jedoch ihrerseits
eine Berufsausübungs- bzw. Praxisbewilligung einholen, bevor sie eine Praxistätigkeit im
Kanton ausüben durften (Art. 15 aGG).
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Bewilligungsvoraussetzung für die Abdrucknahme durch unselbständige Personen war
nach Art. 39 Abs. 2 aGVO in Verbindung mit Art. 15 aGG somit, dass die betreffenden
Arbeiten unter der Aufsicht eines Zahnarztes der genannten drei Kategorien vorgenommen
wurden und dass der beaufsichtigende Zahnarzt seinerseits Inhaber einer kantonalen
Berufs- bzw. Praxisbewilligung war. Ob es sich bei der offenkundig auf Dauer
vorausgesetzten Aufsicht durch einen Zahnarzt um eine Resolutivbedingung dieser
Ausnahmebewilligung (Vorinstanz) oder aber um eine Bewilligungsvoraussetzung
(Beschwerdeführer) handelt, braucht nicht abschliessend geklärt zu werden, genügt doch
für alles Folgende, dass es sich bei der Aufsicht zumindest um eine wesentliche
Bewilligungsvoraussetzung gehandelt hat. Für den strittigen Fall ist sodann entscheidend,
dass die am 18. Oktober 2004 erteilte Ausnahmebewilligung nicht nur bezüglich des damit
begünstigten Beschwerdeführers, sondern insbesondere auch bezüglich der Aufsicht durch
einen Zahnarzt der genannten drei Kategorien ad personam erteilt wurde: Die
Ausnahmebewilligung wurde auf gemeinsames Gesuch von A_ als Zahntechniker
einerseits und von med. dent. C_ anderseits erteilt (Gesuch vom 14. April 2004). B_
trat dabei weder ausdrücklich noch sinngemäss als Gesuchsteller, als Inhaber einer Berufs-
bzw. Praxisbewilligung oder sonst als Adressat der nachgesuchten Ausnahmebewilligung
in Erscheinung. Entsprechend beschränkte sich damals die Prüfung der persönlichen
Bewilligungsvoraussetzungen auch auf die beiden Gesuchsteller, nämlich auf den eidg.
dipl. Zahntechniker A_ einerseits und auf den dipl. Zahnarzt mit kantonaler
Praxisausübungsbewilligung C_ anderseits. In der Folge wurde die
Ausnahmebewilligung vom 18. Oktober 2004 auch ausschliesslich an die Adresse der
beiden Gesuchsteller eröffnet. Deshalb konnte die Bewilligung für den nicht am Verfahren
beteiligten B_ keinerlei Wirkung entfalten - weder begünstigende noch verpflichtende. In
ihrem Beschlussdispositiv hielt die Sanitätsdirektion denn auch ausdrücklich fest, dass sie
dem Gesuch entspreche und A_ in Anwendung von Art. 39 Abs. 2 GVO die Bewilligung
erteile, in der Zahnarztpraxis "Praxis für vitale Zahnheilkunde" unter der fachtechnischen
Aufsicht und Verantwortung von med. dent. C_, dipl. Zahnarzt mit
Praxisausübungsbewilligung, die individuelle Abformung und Bisslagenbestimmung
auszuführen. Aus dem Nachsatz, dass die Sanitätskommission davon ausgehe, dass die
Überwachung der Tätigkeiten durch den verantwortlichen Praxisinhaber erfolge, leitet der
Beschwerdeführer in seiner Replik deshalb unzutreffend ab, dass "keine Zweifel"
bestünden, dass damit B_ in dieser Verfügung ebenfalls erwähnt worden sei. Weder das
eine noch das andere trifft zu. Die Sanitätskommission hielt in ihrer Begründung
ausdrücklich fest, dass sie dem Gesuch entspreche, weil es sich um eine notwendige
Tätigkeit handle, die von einer Fachperson ("Herrn A_") durchgeführt und unter der
Aufsicht der verantwortlichen Person ("Herrn C_") stehe. Mit dem Begriff
"verantwortlicher Praxisinhaber" kann unter diesen Umständen einzig C_ als Inhaber
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einer eigenen Praxisausübungsbewilligung gemeint sein. Nur dieser wurde durch die
Sanitätskommission als dipl. Zahnarzt mit Praxisausübungsbewilligung zur Aufsicht im
Sinne von Art. 39 Abs. 2 aGVO als geeignet bezeichnet und zur persönlichen Aufsicht über
den Beschwerdeführer verpflichtet. Dass einzig C_ zur Aufsicht verpflichtet wurde,
geschah damals auch durchaus zu Recht. Dem öffentlich zugänglichen
Medizinalberufsregister des BAG lässt sich entnehmen (www.medregom.admin.ch), dass
C_ das Staatsexamen als Zahnarzt in Deutschland bestanden hat und bereits am
3.2.2003 in Anwendung von Art. 2 Abs. 2 aGG die Anerkennung als dem eidgenössischen
Diplom gleichgestellte Medizinalperson erhielt. Er erfüllte damit die Voraussetzungen, um
als verantwortlicher Praxisinhaber im Sinne von Art. 22 und 39 Abs. 2 aGVO in Verbindung
mit Art. 15 aGG eingesetzt zu werden. Einer Oberaufsicht durch den (bloss) kantonal
approbierten B_ bedurfte es deshalb nicht und eine solche ist nach dem Gesagten
mangels seiner Mitwirkung am Bewilligungsverfahren auch ausgeschlossen. Der
Beschwerdeführer geht unter diesen Umständen durchwegs fehl in der Annahme, die ihm
seinerzeit unter der Aufsicht von C_ bewilligte Abdrucknahme habe ihn nach dessen
Wegzug (und Praxisaufgabe in AR) ohne weiteres dazu ermächtigt, diese Tätigkeit unter
der Aufsicht von B_ fortzusetzen. Dass der Beschwerdeführer die Abdrucknahme rein
faktisch unter dessen Aufsicht weitergeführt haben will, lässt dieses eigenmächtige
Handeln selbstredend nicht als altrechtlich rechtmässig erscheinen.
2.2 Zwar ist denkbar, dass die Sanitätskommission ein die Abdrucknahme unter der Aufsicht
von B_ vorsehendes Gesuch seinerzeit nach altem Recht noch hätte bewilligen können.
Übergangsrechtlich ist aber einzig entscheidend, dass die Existenz einer auf den Namen
B_s als Aufsicht ausgestellten Bewilligung zur Abdrucknahme vom dafür
beweisbelasteten Beschwerdeführer nicht behauptet wird und dass eine solche Bewilligung
auch nicht aktenkundig ist. Wer sich auf einen Besitzstand nach Art. 67 Abs. 1 GG berufen
will, müsste eine nach altem Recht erlangte und Ende 2007 noch gültige Bewilligung zur
betreffenden Tätigkeit vorlegen können. Nachdem in Bezug auf B_ nichts dergleichen
vorliegt, steht fest, dass der Beschwerdeführer im nach Art. 67 Abs. 2 GG massgebenden
Zeitpunkt (am 1.1.2008) aus der Tätigkeit in dessen Praxis nichts zu seinen Gunsten
ableiten kann.
2.3 Einen Besitzstand lässt sich im massgebenden Zeitpunkt auch nicht mehr aus der 2004
erteilten, ausdrücklich und ausschliesslich an die Aufsicht durch med. dent. C_ geknüpfte
Ausnahmebewilligung ableiten: Mit seiner Mail vom 20. Dezember 2004 hat C_
unmissverständlich zu erkennen gegeben, dass er die ihm persönlich übertragene
Aufsichtspflicht und -verantwortung ab Ende Februar 2005 nicht mehr erfüllen will und
kann, da er den Kanton unter Aufgabe seiner hiesigen Praxistätigkeit auf diesen Zeitpunkt
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hin verlassen hat. Dass seine Mail nur auf das in jenem Zeitpunkt hängige Gesuch zur
operativen Ausbildung des Beschwerdeführers Bezug nimmt, ändert nichts daran, dass er
damit sinngemäss und faktisch auch seine Aufsicht über den Beschwerdeführer bei der
zuvor bewilligten Abdrucknahme niedergelegt hat. Diese Aufsicht über A_ war nach
Art. 39 Abs. 2 aGVO zwingend an die hiesige Praxistätigkeit des den eidgenössisch
diplomierten Zahnärzten gleichgestellten C_ geknüpft. Die am 18. Oktober 2004 erteilte
Ausnahmebewilligung ist bezüglich C_ als mitwirkungspflichtige Verfügung zu
qualifizieren, musste dieser doch seiner Inanspruchnahme als Aufsicht über A_
zustimmen und hätte dieser ohne sein Einverständnis nicht dazu verpflichtet werden
können (vgl. Tschannen/Zimmerli/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Bern
2014, N 72ff. zu §28). Diese Zustimmung konnte C_ entweder durch sein Auftreten als
(Mit-)Gesuchsteller oder aber durch die Annahme oder Ablehnung der A_ unter seiner
Aufsicht bewilligten Abdrucknahme kundtun. C_ ist als Mitgesuchsteller aufgetreten und
hat damit seine Zustimmung zur Ausnahmebewilligung im Voraus erteilt. Er hat seine
Zustimmung zur Aufsicht dann aber spätestens mit der Aufgabe seiner Praxistätigkeit im
Kanton und seinem Wegzug per Ende Februar 2005 widerrufen. Die Vorinstanz hat die
unter der Aufsicht von C_ erteilte Ausnahmebewilligung als resolutiv bedingt qualifiziert;
der Beschwerdeführer bestreitet, dass die Aufsicht als Resolutivbedingung einzustufen sei
und hält dafür, es handle sich bloss um eine Bewilligungsvoraussetzung. Dazu ist
folgendes festzustellen: Bei Berufsausübungsbewilligungen und der damit verwandten
Ausnahmebewilligung zur Abdrucknahme handelt es sich um Dauerverfügungen (vgl.
Tschannen/Zimmerli/Müller, a.a.O., N 78 zu §28). Bei solchen Dauerverfügungen kann sich
ergeben, dass diese nachträglich fehlerhaft werden, namentlich wenn sich der ihnen
anfänglich zugrunde gelegte Sachverhalt nachträglich ändert. Diesfalls stellt sich die Frage,
ob die formell in Rechtskraft erwachsene Verfügung durch einen ausreichend gewichtigen
Rückkommensgrund in Frage steht; gegebenenfalls kann die Verfügung in der Sache auch
von Amtes angepasst werden (vgl. Tschannen/Zimmerli/Müller, a.a.O., N 32ff. zu §31 und
N 42/43 zu §31 zum Folgenden). Als nachträgliche Änderung eines Sachverhalts gilt dabei
in einem weiteren Sinne auch der Wegfall einer wesentlichen Bewilligungsvoraussetzung,
wie beispielsweise die nachträgliche Beschädigung des Leumunds bei Anwälten. Das
Bundesgericht hat in einem solchen Fall folgendes festgehalten: "Ist eine Berufstätigkeit
bewilligungspflichtig und einer speziellen Aufsicht unterstellt, so muss die zuständige
Behörde stets auch die Möglichkeit haben, die Bewilligung ohne zeitliche Beschränkung,
d.h. dauernd, zu entziehen, wenn eine Voraussetzung der Bewilligungserteilung
nachträglich wegfällt. Einer besonderen gesetzlichen Grundlage bedarf der Entzug der
Bewilligung wegen nachträglichen Wegfalls einer wesentlichen Voraussetzung nicht." (BGE
98 Ia 596, zit. aus Tschannen/Zimmerli/Müller, a.a.O.). Im vorliegenden Fall ist die
persönliche Aufsicht durch C_ als sog. gleichgestellter Zahnarzt als wesentliche
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Bewilligungsvoraussetzung der am 18. Oktober 2004 gestützt auf Art. 39 Abs. 2 aGVO
erteilten Bewilligung zur Abdrucknahme zu qualifizieren. Daraus ergibt sich Folgendes:
Mit dem Ende 2004 hängigen Gesuch um Erteilung einer Bewilligung zur operativen
Ausbildung hatte C_ als Mitgesuchsteller zunächst seine Zustimmung gegeben, dass er
in diesem Zusammenhang (Bewilligung nach Art. 36 aGVO) zur ständigen Aufsicht und
Verantwortung über A_ verpflichtet werden soll. Mit seiner Mail vom 20. Dezember 2004
wiederrief C_ diese Zustimmung und trat als Mitgesuchsteller zurück, noch bevor die
Bewilligung zur operativen Ausbildung unter seiner Aufsicht erteilt war. Mit seiner Mail trat
er sinngemäss und faktisch aber zugleich auch von seiner zuvor analog auch mit der
Bewilligung zur Abdrucknahme übernommenen Aufsichtsfunktion und -verantwortung über
A_ zurück. Gemäss Mail der Heilmittelkontrolle (ebenfalls vom 20. Dezember 2004, act.
7.58) hat diese daraufhin das hängige Gesuch um Bewilligung der operativen Ausbildung
durch C_ von der Pendenzenliste der Sanitätskommission abgeschrieben. Es blieb aber
offen, was mit der kurz zuvor, am 18. Oktober 2004 ebenfalls unter der Aufsicht von C_
erteilten Ausnahmebewilligung zur Abdrucknahme angesichts der nicht mehr durch diesen
gewährleisteten Aufsicht geschehen soll.
2.4 Dies klärte sich für den Beschwerdeführer spätestens mit der unangefochten in Rechtskraft
erwachsenen Verfügung vom 10. Dezember 2009: Mit dieser Verfügung des Amtes für
Gesundheit wurde dem damals noch anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer - gestützt
auf Art. 35 GG und Art. 36 MedBG (vgl. Erw. II Abs. 1) - eröffnet, dass eine Tätigkeit als
Zahnarzt ohne Abschluss einer universitären Ausbildung nicht mehr möglich sei. Deshalb
wurde ihm per sofort und unter Strafandrohung "jegliche zahnärztliche Tätigkeit" untersagt.
Damit wurde ihm - schon dem Wortlaut nach - nicht bloss die operative Tätigkeit an
Patienten als Assistent untersagt, sondern auch die am 18. Oktober 2004 altrechtlich
bewilligte Abdrucknahme an Patienten. Dies ergibt sich in Verbindung mit der oben
erwähnten altrechtlichen Bewilligungsgrundlage in Art. 39 aGVO: Demnach (Abs. 1) galten
schon altrechtlich namentlich auch jegliche Abdrucknahmen als zahnärztliche Tätigkeiten;
wenn nun dem Beschwerdeführer jegliche zahnärztliche Tätigkeit untersagt wurde, so kann
nicht zweifelhaft sein, dass dieses Verbot jedenfalls auch für die ihm altrechtlich (nur unter
zahnärztlicher Aufsicht) bewilligte Abdrucknahme gilt. Dieses Verbot jeglicher
zahnärztlicher Tätigkeiten kommt einem Widerruf der Abdruckbewilligung gleich. Weil der
damals anwaltlich vertretene Beschwerdeführer diese Verfügung vom 10. Dezember 2009
unangefochten in Rechtskraft erwachsen liess, steht fest, dass die Bewilligung zur
Abdrucknahme dem Beschwerdeführer seither ohnehin als rechtskräftig entzogen zu
betrachten ist. Weil dieser Wiederruf der altrechtlichen Abdruckbewilligung bereits unter
Geltung des neuen GG eröffnet wurde (in Kraft seit 1.1. 2008), geht unter diesen
Umständen seine aktuelle Berufung auf einen Besitzstand nach Art. 67 GG erst recht fehl,
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denn einen solchen Besitzstand hätte er allerspätestens durch ordentliche Anfechtung
dieser Verfügung vom 10. Dezember 2009 geltend machen können und bei
pflichtgemässer Aufmerksamkeit auch geltend machen müssen; denn der
Beschwerdeführer muss sich das Wissen bzw. Wissenmüssen seines damaligen
Rechtsvertreters um diese Anfechtungsmöglichkeit anrechnen lassen. Dass er nach Art. 67
Abs. 2 GG sogar nur bis Ende Juni 2008 (nämlich innert 6 Monaten seit Inkrafttreten des
GG) schriftlich beim Departement um Aufrechterhaltung der altrechtlich erteilten
Bewilligung zur Abdrucknahme hätte nachsuchen können, belegt, dass er im vorliegenden
Verfahren den übergangsrechtlichen Besitzstand sogar in zweifacher Hinsicht verspätet
geltend macht. Insofern erweist sich seine Beschwerde durchwegs als unbegründet.
2.5 Ergänzend bleibt festzuhalten, dass die vom generellen Verbot zahnärztlicher Tätigkeiten
auch erfasste Abdrucknahme (Verfügung vom 10.12.2009) als Untersuchungshandlung an
Patienten und Patientinnen grundsätzlich auch neurechtlich unter die Bewilligungspflicht in
Art. 35 Abs. 1 lit. a GG fällt, wenn er diese selbständig und berufsmässig oder sonst wie
gegen Entgelt ausüben möchte. Ein Begehren um selbständige (bzw. unbeaufsichtigte)
Abdrucknahme ist indessen weder beantragt noch Gegenstand des Verfahrens; in der
rechtskräftigen Verfügung vom 10. Dezember 2009 wurde denn auch ausdrücklich
festgehalten, dass eine solche selbständige zahnärztliche Tätigkeit dem Beschwerdeführer
mangels Abschluss einer universitären Ausbildung nicht möglich ist (Erw. II). Beantragt war
und ist hingegen, dass der Beschwerdeführer die Abdrucknahme weiterhin unselbständig
ausüben möchte. Wer eine solche Tätigkeit unselbständig ausüben will, darf dies nach
Art. 35 Abs. 2 GG zwar grundsätzlich bewilligungsfrei tun, allerdings auch neurechtlich
ausdrücklich nur unter der Verantwortung und direkten Aufsicht einer zur Berufsausübung
berechtigten Gesundheitsperson; zudem muss er dabei auch alle übrigen Erfordernisse des
Gesetzes erfüllen. Die Aufnahme einer unselbständigen Tätigkeit setzt neurechtlich zwar
kein vorgängiges Gesuch, aber immerhin eine vorgängige Meldung der verantwortlichen
Person an das Departement Gesundheit voraus (Art. 35 Abs. 2 Satz 2 GG). Da C_ die
ihm 2004 für die Abdrucknahme auferlegte Aufsichtspflicht und -verantwortung durch die
von ihm gemeldete Praxisaufgabe und seinen Wegzug seit Ende Februar 2005 nicht mehr
gewährleisten kann und will, steht fest, dass die unselbständige Abdrucknahme durch den
Beschwerdeführer auch neurechtlich an der fehlenden Aufsicht durch C_ scheitert.
2.6 Auf Seiten des 2004 mit der Aufsicht des Beschwerdeführers betrauten med. dent. C_
kommt übergangsrechtlich hinzu, dass dieser als Inhaber einer seinerzeit altrechtlich
erlangten kantonalen Berufsausübungsbewilligung sich selber nie und schon gar nicht
rechtzeitig auf einen ihm allenfalls zustehenden Anspruch auf Besitzstand im Sinne von
Art. 67 Abs. 2 GG berufen hat. Eine Erklärung im Sinne dieser Bestimmung hätte aber auch
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C_ als (ehemaliger) Betreiber einer Institution des Gesundheitswesens längstens bis
Mitte 2008 abgeben können und auch müssen, wenn er den Beschwerdeführer weiterhin
unter seiner Aufsicht Abdrucknahmen hätte vornehmen lassen wollen. Nachdem eine
fristgerechte Erklärung in Schriftform auch seitens med. dent. C_ weder behauptet noch
aktenkundig ist, steht fest, dass das am 10. Dezember 2009 dem Beschwerdeführer
rechtskräftig auferlegte Verbot jeglicher zahnärztlicher Tätigkeit auch nicht durch einen
Anspruch auf Besitzstand von dessen Seite in Frage steht.
Dass kant. appr. B_ schon mangels Mitwirkung am Gesuch um Abdrucknahme vom
14. April 2004 nicht auf einen altrechtlichen Besitzstand berufen kann, wurde bereits
ausgeführt.
2.7 Damit steht zusammenfassend fest, dass das mit Verfügung vom 10. Dezember 2009
rechtskräftig angeordnete Verbot jeglicher zahnärztlicher Tätigkeiten nach wie vor Bestand
hat und dass damit im Ergebnis die Bewilligung zur Abdrucknahme widerrufen wurde. Der
Widerruf einer Berufsausübungsbewilligung kann nach der Rechtsprechung des
Bundesgerichts selbst dann erfolgen, wenn es dafür keine gesetzliche Grundlage gibt (vgl.
den oben erwähnten BGE 98 Ia 596). Eine gesetzliche Grundlage für diesen Widerruf der
Abdruckbewilligung bestand indessen in Art. 18 aGG ohnehin und besteht neurechtlich
auch in Art. 38 GG. Zudem sieht Art. 37 Abs. 2 GG unter gewissen Voraussetzungen das
Erlöschen von Bewilligungen von Gesetzes wegen vor: Demnach erlöschen
Berufsausübungsbewilligungen, wenn die betreffende Person ihre Tätigkeit (definitiv)
aufgibt; bei (bloss) vorübergehender Einstellung erlischt sie nach zwei Jahren. Nachdem
C_ seine Praxistätigkeit im Kanton eigener Darstellung nach (vgl. act. 7.58) und
unbestritten per Ende Februar 2005 definitiv aufgegeben hat, ist seine für den Kanton
Appenzell Ausserrhoden erlangte Praxisbewilligung (mit Inkrafttreten des GG am 1.1.2008)
von Gesetzes wegen erloschen. Da C_ sich auch insofern nicht bis Mitte 2008 schriftlich
auf einen Besitzstand im Sinne von Art. 67 Abs. 2 GG berufen hat, steht fest, dass dieser
seit dem 1.1.2008 auch selber nicht mehr zur Berufsausübung im hiesigen Kanton befugt
ist, wie der Beschwerdeführer zu Recht anerkennt. Mit anderen Worten, die zwingend
durch med. dent. C_ gebotene Aufsicht ist nicht nur faktisch, sondern seit dem 1.1.2008
auch rechtlich ausgeschlossen, denn die Abdrucknahme setzte altrechtlich (Art. 39 Abs. 2
aGVO) und setzt neurechtlich unverändert voraus (Art. 35 Abs. 2 GG), dass der zur
Aufsicht verpflichtete Zahnarzt selber zur selbständigen Berufsausübung im Kanton
berechtigt sein muss. Nachdem C_ diese Voraussetzung nicht mehr erfüllt, steht fest,
dass dem Beschwerdeführer die Abdrucknahme auch aus diesem Grund verwehrt ist.
3. Ist die Bewilligung zur Abdrucknahme sowohl durch rechtskräftigen Widerruf als auch durch
das Erlöschen der zur Aufsicht zwingend vorausgesetzten Berufsausübungsbewilligung in
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Frage gestellt, stellt sich abschliessend auch noch die Frage, ob die Vorinstanzen auf das
Begehren vom 14. August 2014 (es sei die Rechtslage nochmals zu überprüfen), überhaupt
noch hätten eintreten dürfen.
3.1 Der Beschwerdeführer hat mit seiner Eingabe vom 14. August 2014 sinngemäss beantragt,
es sei das mit Verfügung vom 10. Dezember 2009 rechtskräftig ausgesprochene Verbot
jeglicher zahnärztlicher Tätigkeiten in Wiedererwägung zu ziehen und es sei ihm die
Abdrucknahme wieder zu gestatten (vgl. act. 7.36-41). Nach Art. 26 VRPG ist ein
rechtskräftig erledigtes Verfahren durch die Behörde nur dann wieder aufzunehmen, wenn
einer der dort in Abs. 1 lit. a-d abschliessend aufgeführten Tatbestände gegeben ist. Ein
solches Begehren ist innert 60 Tagen seit Entdeckung des Wiederaufnahmegrundes bei
der verfügenden Behörde einzureichen. Mit dem Begehren vom 14. August 2014 ist diese
Frist nur eingehalten, wenn man zugunsten des Beschwerdeführers unterstellt, dass er erst
durch die Besprechung vom 19. Juni 2014 von einem Wiederaufnahmegrund Kenntnis
erhalten hat. Der Beschwerdeführer hat indessen weder bei den Vorinstanzen noch vor
Obergericht je das Vorliegen eines der vier gesetzlich vorgesehenen Revisionsgründe
behauptet oder gar substantiiert dargetan. Dass auf die Verfügung vom 10. Dezember 2009
in strafrechtlich relevanter Weise eingewirkt worden wäre, ist weder aktenkundig noch
sonst ersichtlich. Weil der Beschwerdeführer die ihm am 18. Oktober 2004 erteilte
Bewilligung zur Abdrucknahme spätestens dem am 10. Dezember 2009 erfolgten Widerruf
als Besitzstand im Sinne von Art. 67 GG hätte entgegenhalten können, ist auch kein Grund
im Sinne von lit. b gegeben: Dem damals anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer war am
30. November 2009 anlässlich einer Besprechung das rechtliche Gehör gewährt worden,
so dass er schon damals auf die ihm 2004 erteilte Bewilligung zur Abdrucknahme als
Besitzstand hätte hinweisen können, und auch müssen, muss er sich doch das Wissen
seines damaligen Anwaltes um diese Möglichkeit anrechnen lassen. Dass sich die Behörde
2009 in einem offenkundigen Irrtum über entscheidende Tatsachen befunden haben könnte
(lit. c), ist zu verneinen, da die Behörde sich nur über bis dato aktenkundig gemachte
Tatbestände hätte irren können. Nachdem weder behauptet noch nachgewiesen ist, dass
der Beschwerdeführer bereits anlässlich der erwähnten Besprechung auf die ihm 2004
erteilte Bewilligung als Besitzstand hingewiesen hat, kann weder überhaupt noch
offenkundig ein Widerrufsgrund im Sinne von lit. c festgestellt werden. Dass zwingende
öffentliche Interessen eine Wiederaufnahme gebieten würden (lit. d), ist weder dargetan
noch ersichtlich. Der Beschwerdeführer hat zwar ein privates Interesse an einer
Wiederaufnahme, aber dies allein genügt nicht, um eine Wiederaufnahme des mit
Verfügung vom 10. Dezember 2009 rechtskräftig abgeschlossenen Verfahrens zu
begründen. Die Vorinstanzen, welche sich beide ohne weiteres auf eine materielle Prüfung
des Gesuches vom 14. August 2014 eingelassen haben und dieses (im Ergebnis zu Recht)
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abgewiesen haben, hätten sich deshalb mit dem gleichen Ergebnis auch darauf
beschränken können, das Fehlen eines der in Art. 26 VRPG abschliessend aufgezählten
gesetzlichen Wiederaufnahmegründe festzustellen. Die Beschwerde ist somit aus formellen
wie auch materiellen Gründen abzuweisen.
3.2 Zusammenfassend steht damit fest, dass die 2004 erteilte Bewilligung zur Abdrucknahme
weder vom Beschwerdeführer noch von C_ rechtzeitig im Sinne von Art. 67 Abs. 2 GG
als Besitzstand geltend gemacht wurde. Dazu kommt, dass C_ die seinerzeit
ausschliesslich unter seiner Aufsicht bewilligte Abdrucknahme seit dessen Praxisaufgabe
nicht mehr pflichtgemäss beaufsichtigen konnte und seit dem Erlöschen seiner für den
hiesigen Kanton erlangten Berufs- und Praxisbewilligung (Art. 37 Abs. 2 GG) auch de jure
nicht mehr zur Aufsicht über den Beschwerdeführer befugt war. Weil der Beschwerdeführer
mangels Aufsicht durch med. dent. C_ somit schon altrechtlich nicht mehr zur
Abdrucknahme befugt war, kann von vornherein auch nicht von einem Besitzstand im
Sinne von Art. 67 Abs. 1 GG gesprochen werden. Da das 2009 rechtskräftig verfügte
Verbot jeglicher zahnärztlicher Tätigkeit überdies einem Widerruf der dem
Beschwerdeführer erteilten Abdruckbewilligung gleichkam, kann darauf auch mangels
eines Wiederaufnahmegrundes nicht mehr zurückgekommen werden. Damit steht fest,
dass der Beschwerdeführer aus der Bewilligung vom 18. Oktober 2004 sowohl aus
formellen als auch materiellen Gründen keine Berechtigung mehr zur Abdrucknahme
ableiten kann; aus diesen Gründen ist die Beschwerde abzuweisen.
4. Soweit der Beschwerdeführer erstmals vor Obergericht geltend macht, ihm sei eine
Bewilligung gestützt auf Art. 22 VO GFP zu erteilen, bleibt mit der Vorinstanz folgendes
festzustellen: Diese Bestimmung bezieht sich gemäss Randtitel auf "Neu der
Bewilligungspflicht unterstellte Berufe". Bei der Abdrucknahme handelt es sich allerdings
gerade nicht um einen Beruf, der früher ohne Bewilligung zulässig gewesen wäre und neu
einer Bewilligungspflicht unterstellt wurde. Vielmehr handelte es sich altrechtlich um eine
isolierte, jeweils nur unter Aufsicht eines Zahnarztes bewilligte Tätigkeit, weshalb die
Bewilligung dazu den Beschwerdeführer auch nicht zu einer selbständigen Berufsausübung
berechtigte. Fällt der Beschwerdeführer somit gar nicht in den Anwendungsbereich des
Art. 22 VO GFP, so kann auch durchaus offen bleiben, ob er die seinerzeit unter der
Aufsicht von C_ vorgenommenen Abdrucknahmen im Sinne dieser Bestimmung klaglos
ausgeführt hat. Dasselbe gilt auch für die allenfalls im Rahmen der Ausbildung zum
kantonal approbierten Zahnarzt vorgenommenen Abdrucknahmen. Diesbezüglich steht ja
nun ohnehin höchstrichterlich fest, dass der Beschwerdeführer diese Ausbildung nach
Aufhebung des massgebenden Prüfungsreglements nicht (mehr) erfolgreich hat
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abschliessen können; aus seiner abgebrochenen Ausbildung kann er deshalb erst recht
nichts zu seinen Gunsten ableiten.
5. Da die Begehren des Beschwerdeführers abzuweisen sind und er somit unterliegt, ist ihm
in Anwendung von Art. 53 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 19 Abs. 3 VRPG sowie Art. 4a des
Gesetzes über die Gebühren in Verwaltungssachen (bGS 233.2) für dieses Verfahren eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- aufzuerlegen. Der Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- ist
anzurechnen.