Decision ID: 9023a864-ecc5-5241-929e-46b47f9e9254
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Y._ ist Eigentümer des Grundstückes Nr. F0000_, Grundbuchkreis M._, in der
Politischen Gemeinde St. Gallen. Gemäss dem geltenden Zonenplan vom 1. November
1980 ist das Grundstück Teil eines von der A._, der C._, der D._- und der B._-
strasse eingegrenzten, in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen liegenden
Gebietes mit einer Fläche von rund 13'000 Quadratmetern. Das Grundstück
Nr. F0000_ mit einer Fläche von 462 Quadratmetern ist mit dem Vierfamilienhaus
A._-strasse 9 überbaut. Das Gebäude ist Teil einer in der südwestlichen Ecke des
Gebiets in geschlossener Bauweise erstellten Zeile von drei Wohn-/Geschäftshäusern
A._-strasse 5-9. Der östlich davon abgesetzte schützenswerte klassizistische
Riegelbau aus dem Jahr 1830 diente ursprünglich als Schulhaus und wird heute als
Wohnhaus genutzt. Daran schliesst sich eine freie Fläche mit Familiengärten an. Die
Gebäude an der C._-strasse 5 und 5a – letzteres im Frühling 2015 totalsaniert –
dienen als Wohnhäuser. Das Gebäude an der C._-strasse 1 wurde früher als
Kinderhort genutzt und steht heute als "X._-haus" einem vom Katholischen
Konfessionsteil und der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
unterstützten Trägerverein mit dem Zweck, Flüchtlingen und Migrantinnen aus der
Region eine Tagesstruktur anzubieten, zur Verfügung (vgl. www. ... .ch). Im Zentrum
des Gebietes liegt das ehemalige Schulhaus Q._, das aktuell für die Tagesbetreuung
genutzt wird, mit einem grossen Sport- und Spielplatz. Die Flächen südlich, östlich und
nördlich des Gebietes liegen in der Wohn-Gewerbezone WG4a, die Fläche westlich in
der Kernzone K und in der Wohn-Gewerbezone WG4a sowie zu einem geringen Teil
ebenfalls in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen.
B.
Y._ ersuchte am 12. Juni 2013 um Umteilung seines Grundstückes in die Wohn-
Gewerbezone WG4a. Der Stadtrat der Politischen Gemeinde St. Gallen wies das
Gesuch am 26. August 2014 ab. Den von Y._ dagegen erhobenen Rekurs hiess das
Baudepartement am 17. August 2015 teilweise gut und wies die Angelegenheit zur
weiteren Prüfung des Umzonungsgesuchs – Einbezug weiterer Grundstücke und
Festlegung der Zone – an den Stadtrat zurück. Die gegen den Rückweisungsentscheid
erhobenen Rechtsmittel (VerwGE B 2015/165 vom 23. Februar 2017, BGer
1C_201/2017 vom 1. September 2017) blieben erfolglos.
C.
Am 1. März 2018 teilte die Direktion Planung und Bau der Politischen Gemeinde St.
Gallen Y._ auf dessen Anfrage vom 23. Februar 2018 zur Verwirklichung seines
gerichtlichen Anspruchs auf Prüfung seines Umzonungsgesuchs mit, bis zum
Abschluss der von den Übergangsbestimmungen zum neuen Planungs- und
Baugesetz vorgeschriebenen Gesamtrevision des Zonenplans und der Bauordnung in
voraussichtlich acht bis zehn Jahren dürften grundsätzlich keine Zonenplanänderungen
mehr vorgenommen werden. In den letzten Planverfahren unter dem früheren
Baugesetz habe die öffentliche Auflage von Mitte August bis Mitte September 2017
stattgefunden. Die Aufnahme seines Umzonungsgesuchs in dieses Paket habe nicht
zur Diskussion gestanden, weil das Rechtsmittelverfahren damals noch vor
Bundesgericht hängig gewesen sei. Y._ ersuchte in der Folge beim Bundesgericht um
Revision des Urteils vom 1. September 2017 (BGer 1C_201/2017), mit welchem auf
seine Beschwerde nicht eingetreten worden war. Das Bundesgericht wies das
Revisionsgesuch am 16. März 2018 ab, soweit es darauf eintrat (BGer 1F_7/2018).
Daraufhin erhob Y._ beim Baudepartement des Kantons St. Gallen am 22. Mai 2018
Rechtsverzögerungsbeschwerde. Das Baudepartement wies die Beschwerde am
3. September 2019 ab. Es ging davon aus, dass es sich beim Schreiben vom 1. März
2018 der Direktion Bau und Planung der Politischen Gemeinde St. Gallen nicht um eine
Verfügung gehandelt hatte und deshalb kein ordentliches Rechtsmittel, jedoch die
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 4/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Rechtsverweigerungsbeschwerde zur Verfügung stand. Die neue, auf dem Planungs-
und Baugesetz beruhende Zonierung müsse aus einer ortsplanerischen
Gesamtbetrachtung heraus erfolgen. Das setze eine vollständige Revision des
Rahmennutzungsplans und in der Regel vorgängig des kommunalen Richtplanes
voraus. Eine isolierte Zonenplanänderung sei deshalb seit 1. Oktober 2017 dann nicht
mehr möglich, wenn eine grössere lokale Umzonung in Frage stehe. Eine vorgezogene
Anpassung wäre nur möglich, wenn dadurch die künftige Gesamtrevision der
Ortsplanung nicht präjudiziert würde und am Erlass ein besonderes öffentliches
Interesse bestünde. Mit der verlangten Umzonung müssten jedoch bereits die
Baumassen der gewünschten Wohn-Gewerbe- oder Kernzone festgelegt werden.
Aufgrund der Grösse und der besonderen Bedeutung der Politischen Gemeinde St.
Gallen für die kantonale Entwicklung sei die Umsetzung des neuen Planungs- und
Baugesetzes, des im Teil Siedlung revidierten kantonalen Richtplanes und des im Jahr
2014 geänderten eidgenössischen Raumplanungsgesetzes ausserordentlich
herausfordernd und komplex. Die vom Stadtrat prognostizierte Umsetzungsfrist von
acht bis zehn Jahren sei somit absolut nötig. Dass die Politische Gemeinde St. Gallen
das Umzonungsgesuch nicht zusammen mit dem letzten Zonenänderungspaket an die
Hand genommen habe, könne ihr nicht vorgeworfen werden, da es sich bei der
Beschwerde an das Bundesgericht um ein ordentliches Rechtsmittel handle, das zwar
nicht aufschiebend wirke, jedoch den Eintritt der formellen und materiellen Rechtskraft
hemme. Im Zeitpunkt der Planauflage sei der Anspruch auf die verlangte Umzonung
noch nicht rechtskräftig bestätigt gewesen. Inwieweit Y._ durch die gesetzliche
Verschiebung des mittlerweile rechtskräftigen Umzonungsanspruchs einen Nachteil
erleiden sollte, sei nicht ersichtlich. Zwischenzeitlich habe er die Liegenschaft saniert
und bewohne sie selbst. Er nutze sie so, wie es die meisten anderen Grundeigentümer
in der vorliegenden Zone für öffentliche Bauten und Anlagen auch täten. Er sei mit Blick
darauf, dass die Wohnliegenschaft Bestandes- und in einem gewissen Mass auch
Erweiterungsgarantie geniesse, in der Ausübung seiner Eigentumsrechte grundsätzlich
nicht eingeschränkt. Y._ wurde eine Entscheidgebühr von CHF 3'000 auferlegt.
D.
Y._ (Beschwerdeführer) erhob gegen den ihm am 5. September 2019 ausgehändigten
Rekursentscheid des Baudepartements (Vorinstanz) mit Eingabe vom 19. September
2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den – sinngemässen – Anträgen, es sei
die Umzonung direkt, eventualiter unter Rückweisung an den Stadtrat und Ansetzung
einer angemessenen Frist vorzunehmen oder aber festzustellen, das
Umzonungsgesuch trotz gerichtlich rechtskräftigem Entscheid auf unbestimmte Zeit
ruhen zu lassen, bedeute eine Rechtsverzögerung. Subeventualiter seien die Kosten
des angefochtenen Entscheides massiv zu reduzieren.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 5/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Die Vorinstanz verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Die Politische
Gemeinde St. Gallen (Beschwerdegegnerin) beantragte mit Vernehmlassung vom
21. November 2019, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen. Der
Beschwerdeführer äusserte sich dazu am 27. November 2019 und hielt an seinen
Anträgen fest.
Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen des
Beschwerdeführers und der Beschwerdegegnerin zur Begründung ihrer Anträge sowie
die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Die Vorinstanz hat die Eingabe des Beschwerdeführers vom 22. Mai 2018 als
Rechtsverweigerungsbeschwerde im Sinn von Art. 88 Abs. 2 Ingress und lit. a –
ungerechtfertigte Verzögerung einer vorgeschriebenen Amtshandlung – und Art. 89
Abs. 1 Ingress und lit. b des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1,
VRP) entgegengenommen und abgewiesen. Das Verwaltungsgericht ist zur
Behandlung der dagegen erhobenen Beschwerde gemäss Art. 89 Abs. 2 Ingress und
lit. b VRP zuständig. Der Beschwerdeführer, der mit seinen Anträgen vor der Vorinstanz
unterlegen ist, ist zur Erhebung der Beschwerde befugt (Art. 92 und Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde gegen den am 5. September 2019
zugestellten Rekursentscheid wurde mit Eingabe vom 19. September 2019 rechtzeitig
erhoben und erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Voraussetzungen (Art. 92 und Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist dementsprechend grundsätzlich einzutreten.
Soweit der Beschwerdeführer indessen im vorliegenden Verfahren die unmittelbare
Umzonung seines Grundstücks durch das Verwaltungsgericht anstrebt, steht der
Geltendmachung dieses Anspruchs die mit dem Nichteintretensentscheid des
Bundesgerichts vom 1. September 2017 und der Abweisung des Revisionsgesuchs
durch das Bundesgericht am 16. März 2018 materiell rechtskräftig gewordene
Feststellung entgegen, der Entscheid, welche Grundstücke nebst jenem des
Beschwerdeführers umzuzonen und welcher Zone sie zuzuteilen sind, falle in die
Zuständigkeit der Planungsbehörde. Da die Grundlagen für den Planungsentscheid
nach wie vor unvollständig sind, liegt diesbezüglich eine abgeurteilte Sache (res
iudicata) vor. Auf das Begehren kann deshalb nicht eingetreten werden (BGE 144 I 11
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 6/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
E. 4.2). Aus dem gleichen Grund könnte auch auf das Begehren nicht eingetreten
werden, die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen mit der
Anordnung, das Grundstück des Beschwerdeführers einer bestimmten Zone
zuzuteilen.
2.
Der Beschwerdeführer erblickt eine Rechtsverzögerung im Umstand, dass die
Beschwerdegegnerin das Begehren um Umzonung seines Grundstücks Nr. F0000_,
Grundbuchkreis M._, nicht in das Paket verschiedener Planänderungen, die noch vor
dem Inkrafttreten des neuen kantonalen Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG)
am 1. Oktober 2017 öffentlich aufgelegt wurden, aufgenommen hat, sondern erst mit
der gemäss Art. 175 Abs. 1 PBG innert zehn Jahren seit Vollzugsbeginn des Erlasses
vorzunehmenden Gesamtrevision der Ortsplanung behandeln will.
Gemäss Art. 88 Abs. 2 Ingress und lit. a VRP kann mit der
Rechtsverweigerungsbeschwerde insbesondere geltend gemacht werden, eine
Behörde verzögere eine vorgeschriebene Amtshandlung ungerechtfertigt. Die
Zonenplanung fällt unter Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (SR 101, BV), der als Minimalanforderung an ein rechtsstaatliches
Verfahren den Erlass eines Entscheides innert angemessener Frist gewährleistet (BGer
1C_307/2017 vom 9. Januar 2018 E. 2). Die Angemessenheit der Dauer bestimmt sich
nicht absolut. Sie ist im Einzelfall unter Berücksichtigung der gesamten Umstände einer
Angelegenheit wie Umfang und Bedeutung des Verfahrens, des Verhaltens der
betroffenen Privaten und der Behörden, der Bedeutung für die Betroffenen sowie der
für die Sache spezifischen Entscheidungsabläufe festzulegen. Für die Rechtsuchenden
ist es unerheblich, auf welche Gründe eine übermässige Verfahrensdauer
zurückzuführen ist; mangelnde Organisation oder Überlastung bewahren nicht vor dem
Vorwurf der Rechtsverzögerung. Entscheidend ist ausschliesslich, dass die Behörde
nicht oder nicht fristgerecht handelt. Bei der Feststellung einer übermässigen
Verfahrensdauer ist daher zu prüfen, ob sich die Umstände, die zur Verlängerung des
Verfahrens geführt haben, objektiv rechtfertigen lassen (BGE 144 II 486 E. 3.2 mit
zahlreichen Hinweisen auf weitere Rechtsprechung).
2.1.
Zwischen den Verfahrensbeteiligten ist der verfassungsmässige Anspruch des
Beschwerdeführers auf "Entlassung" seines Grundstücks Nr. F0000_, Grundbuchkreis
M._, aus der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen unbestritten. Diesen Anspruch
hat erstmals das kantonale Baudepartement im Rekursentscheid vom 17. August 2015
2.2.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 7/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
festgestellt und das Verwaltungsgericht im Beschwerdeentscheid vom 23. Februar
2017 bestätigt. Zu prüfen ist zunächst, ob es objektiv gerechtfertigt war, die Umzonung
des Grundstücks des Beschwerdeführers nicht mehr unter dem bis 30. September
2017 gültig gewesenen Gesetz über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht
(Baugesetz, nGS 32-47) umzusetzen (dazu nachfolgend Erwägung 2.3). Sodann stellt
sich die Frage, ob es objektiv gerechtfertigt ist, die Umzonung unter dem seit
1. Oktober 2017 gültigen neuen Planungs- und Baugesetz nicht vorzuziehen (dazu
nachfolgend Erwägung 2.4).
Bei der Prüfung der Frage, ob das Umzonungsgesuch des Beschwerdeführers noch
unter dem früheren Baugesetz zu prüfen war, ist zu klären, ob einerseits eine
Behandlung nach der Übergangsregelung von Art. 174 PBG objektiv geboten gewesen
wäre (dazu nachfolgend Erwägung 2.3.1) und ob anderseits diese Übergangsregelung
abschliessend ist und Zonenplanänderungen, deren öffentliche Auflage nicht bis
1. Oktober 2017 erfolgte, unter dem früheren Baurecht nicht mehr zulässig sind (dazu
nachfolgend Erwägung 2.3.2).
2.3.
Die Beschwerdegegnerin hat gegen die Rückweisung der Angelegenheit an sie zur
weiteren Prüfung der Umzonung – Umfang und Zone – keine Beschwerde erhoben. In
der Vernehmlassung zur Beschwerde, welche der Beschwerdeführer am 6. April 2017
beim Bundesgericht erhoben hatte, beantragte sie unter dem Vorbehalt des Eintretens
die Abweisung des Rechtsmittels. Ein Begehren, es sei der Beschwerde die – ihr nicht
von Gesetzes wegen zukommende – aufschiebende Wirkung zu gewähren, stellte sie
nicht. Damit hat sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf Umzonung seines
Grundstücks im Rahmen einer weitere Grundstücke in der fraglichen Zone für
öffentliche Bauten und Anlagen umfassenden Planänderung jedenfalls im Ergebnis
anerkannt. Zwar kam der Beschwerde an das Bundesgericht entsprechend der Regel
von Art. 103 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht
(Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, BGG) keine aufschiebende Wirkung zu. Der vom
Verwaltungsgericht am 23. Februar 2017 bestätigte Rückweisungsentscheid der
Vorinstanz vom 17. August 2015 war damit wenn auch nicht rechtskräftig, so doch
vollstreckbar (vgl. BGE 138 II 169 E. 3.3). Unter diesen Umständen wäre es der
Beschwerdegegnerin nicht verwehrt gewesen, die Grundlagen für den
Planungsentscheid zu vervollständigen und das Planverfahren für die Mitte August
2017 geplante öffentliche Auflage vorzubereiten.
2.3.1.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 8/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Dass sie das mit Blick auf die vom Beschwerdeführer beim Bundesgericht erhobene
und noch hängige Beschwerde nicht gemacht hat, ist objektiv vor allem deshalb
nachvollziehbar, weil eine öffentliche Auflage der Zonenplanänderung vor dem
bundesgerichtlichen Entscheid angesichts der fehlenden Rechtskraft des
Rückweisungsentscheides nicht geboten war. Das ergibt sich vor allem aus dem
abschlägigen Urteil des Bundesgerichts vom 16. März 2018 zum Gesuch des
Beschwerdeführers, den Nichteintretensentscheid vom 1. September 2017 wegen der
absehbar langen Dauer des Planungsverfahrens zu revidieren: Bereits in der
Beschwerde an das Bundesgericht hatte der Beschwerdeführer geltend gemacht, die
Rückweisung der Umzonung an die Planungsbehörde zur Vervollständigung der
Grundlagen für die Planänderung führe zu einer Rechtsverzögerung. Dazu führte das
Bundesgericht im Wesentlichen aus, ein – wie hier – vertretbarer
Rückweisungsentscheid vermöge keine massgebliche Rechtsverzögerung zu
begründen. Mit dem Revisionsgesuch machte der Beschwerdeführer erneut eine
Rechtsverzögerung geltend, die er damit begründete, die Beschwerdegegnerin habe
ihm am 1. März 2018 bestätigt, bereits im August 2017 beschlossen zu haben, sein
Umzonungsgesuch wegen des am Bundesgericht hängigen Beschwerdeverfahrens
nicht in ein Zonenplanänderungspaket aufzunehmen. Das Bundesgericht führt im Urteil
vom 16. März 2018 dazu aus, auch dieser Umstand könne nichts daran ändern, dass
der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf einen sofortigen, auf unvollständigen
Grundlagen getroffenen Planungsentscheid im Sinn der Beschwerde habe. Das
Bundesgericht liess einzig offen, ob das Umzonungsgesuch des Beschwerdeführers in
das fragliche Zonenplanänderungspaket hätte integriert werden müssen, nachdem das
Bundesgericht sein Urteil gefällt hatte (E. 3.3).
Der Entscheid des Bundesgerichts vom 1. September 2017 wurde am 13. September
2017 versandt. Die Planungsbehörde erlangte also Mitte September 2017 und damit in
einem Zeitpunkt Kenntnis von der zutreffenden Beurteilung durch die Vorinstanz und
das Verwaltungsgericht, in welchem die öffentliche Auflage der Planänderung, selbst
wenn der entsprechende Teilzonenplan von der Planungsbehörde bereits erlassen
gewesen wäre, während der Dauer von dreissig Tagen entsprechend Art. 174 PBG
nicht mehr vor dem Inkrafttreten des neuen Planungs- und Baugesetzes am 1. Oktober
2017 möglich gewesen wäre.
Zu prüfen ist sodann, ob das Übergangsrecht zum neuen Planungs- und Baugesetz
eine Zonenplanänderung nach dem bisherigen Recht ermöglicht, auch wenn die
2.3.2.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 9/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
erstmalige öffentliche Auflage nach dem Vollzugsbeginn des neuen Gesetzes erfolgt.
Davon geht der Beschwerdeführer aus mit der Begründung, das Verwaltungsgericht
habe für sein Grundstück "vor dem Inkrafttreten des neuen PBG rechtskräftig die
Umzonung beschlossen".
Das bisherige Recht ist entsprechend Art. 174 PBG auf Nutzungspläne anwendbar, die
bei Vollzugsbeginn des neuen Gesetzes, das heisst am 1. Oktober 2017, öffentlich
aufgelegen sind. Die Vorinstanz geht davon aus, dass das bisherige Recht auch auf die
Änderung von Nutzungsplänen angewendet wird, wenn diese erst nach Vollzugsbeginn
des neuen Gesetzes öffentlich aufgelegt werden sollten, weil sich das aufgrund des
Einsprache-, Rechtsmittel- oder Genehmigungsverfahrens als erforderlich erweist, dass
jedoch der Erlass von Teilzonenplänen nach dem früheren Baugesetz nach dem
1. Oktober 2017 nicht mehr möglich ist (vgl. Kreisschreiben Übergangsrechtliche
Bestimmungen im Planungs- und Baugesetz [PBG] vom 8. März 2017, www.sg.ch,
Recht/Planungs-, Bau- und Umweltrecht/Planungs- und Baugesetz/Kreisschreiben/
Kreisschreiben Übergangsrecht PBG; act. 8/4-8).
Diese Auslegung steht im Einklang mit dem Wortlaut von Art. 174 PBG, der die
Anwendung des alten Rechts nicht ausschliesst, wenn der Nutzungsplan im Rahmen
des Planerlassverfahrens nach dem 1. Oktober 2017 erneut öffentlich aufgelegt werden
muss. Hingegen sieht das Übergangsrecht zum neuen Planungs- und Baugesetz nicht
vor, dass die kommunale Planungsbehörde Teilzonenpläne auch noch nach dem
1. Oktober 2017 gestützt auf das alte Recht erlassen kann. Damit ist vom Grundsatz
gemäss Art. 172 Ingress und lit. a PBG auszugehen, wonach das alte Baugesetz mit
dem Inkrafttreten des neuen Planungs- und Baugesetzes aufgehoben wurde und der
Erlass eines Teilzonenplanes nach dem bisherigen Baugesetz nicht mehr möglich ist.
Insoweit wirkt das neue Planungs- und Baugesetz ab seinem Inkrafttreten am
1. Oktober 2017 sinngemäss wie eine allgemeine Planungszone. Es soll
ausgeschlossen werden, dass Zonenplanänderungen unternommen werden, welche
die Erreichung des Planungszweckes, vorliegend die künftige umfassende Revision der
Ortsplanung erschweren oder präjudizieren würden. Da rechtskräftig lediglich feststeht,
dass die weitere Zuordnung des Grundstücks des Beschwerdeführers zur Zone für
öffentliche Bauten und Anlagen nicht gerechtfertigt ist, jedoch offen ist, welche
weiteren Grundstücke zusammen mit dem Grundstück des Beschwerdeführers in
welche Zone überführt werden sollen, wäre eine Planänderung durchaus geeignet, die
umfassende Revision der Ortsplanung insbesondere im fraglichen Quartier zu
erschweren oder zu präjudizieren.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 10/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Die gesetzgeberische Lösung führt zwar dazu, dass die Umzonung des Grundstückes
des Beschwerdeführers erst in einigen Jahren umgesetzt werden wird. Eine Revision
der Zonenordnung im fraglichen Gebiet im Rahmen der Gesamtrevision der Zonen-
und Bauordnung dient jedoch der Verwirklichung des erheblichen öffentlichen
Interesses an einer die Änderungen im Raumplanungsgesetz und im kantonalen
Richtplan umsetzenden Ortsplanung. Anders als der Beschwerdeführer annimmt, steht
die isolierte Umzonung einzig seines Grundstücks nicht mehr in Frage. Vielmehr ist das
Verwaltungsgericht im Entscheid vom 23. Februar 2017 zum Schluss gekommen, eine
Umzonung des Grundstücks des Beschwerdeführers für sich allein beziehungsweise
die Schaffung einer Kleinbauzone falle wegen Unzweckmässigkeit ausser Betracht (E.
4.3.2). Dieser Umstand spricht – abgesehen von der klaren gesetzlichen Ausgangslage
– dafür, die Umzonung weiterer im gleichen Gebiet liegender Grundstücke auch in
einem quartierbezogenen Zusammenhang und damit im Rahmen der Gesamtrevision
der Ortsplanung zu beurteilen. Diesem erheblichen öffentlichen Interesse stehen keine
offenkundigen überwiegenden privaten Interessen gegenüber. Selbst wenn das
Planerlassverfahren nach dem bisherigen Recht in die Wege geleitet würde, wäre
dessen Dauer offen, zumal auch in diesem Fall zunächst die vollständigen Grundlagen
für den Planungsentscheid zu erarbeiten wären und nicht absehbar wäre, inwieweit
angesichts des Einbezugs weiterer Beteiligter mit Verfahrensverlängerungen
insbesondere durch Einsprachen und Rechtsmittelverfahren zu rechnen wäre. Auch die
so erreichte Umzonung müsste sodann ihrerseits wieder auf den Grundlagen des
neuen Planungs- und Baugesetzes und dessen kommunaler Umsetzung im Zug der
erforderlichen Gesamtrevision der Ortsplanung überprüft werden. Unter diesen
Umständen steht nicht fest, ob und in welchem Ausmass das Verfahren bei einer
Zonenplanänderung nach dem früheren Baurecht beschleunigt würde. Schliesslich ist
unbestritten, dass der Beschwerdeführer seiner Absicht entsprechend das Wohnhaus
sanieren konnte und mittlerweile selbst bewohnen kann, obwohl das Grundstück nach
wie vor in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen liegt. Inwieweit ihm ein Nachteil
entsteht, legt er nicht substantiiert dar. Insbesondere belegt er nicht, dass Pläne wie
die Aufstockung, der Bau eines Lifts und von Balkonen nicht realisiert werden konnten,
weil die Baubewilligungsbehörde die dafür erforderlichen Bewilligungen mit der
Begründung verweigerte, das Grundstück liege in der Zone für öffentliche Bauten und
Anlagen und in welche Zone es dereinst zu liegen komme, stehe nicht fest. Warum die
Werterhaltung solcher Investitionen gefährdet sein sollte, obwohl der Anspruch auf
Entlassung des Grundstücks aus der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen auch
von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten ist, begründet der Beschwerdeführer
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 11/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
nicht weiter.
Unter den dargelegten Umständen ist die Auffassung der Vorinstanz, das Grundstück
des Beschwerdeführers könne nicht mehr in Anwendung des früheren Baugesetzes
umgezont werden, nicht zu beanstanden. Sie stützt sich auf eine klare gesetzliche
Grundlage und dient der Verwirklichung eines öffentlichen Interesses, dem keine
überwiegenden privaten Interessen des Beschwerdeführers entgegenstehen. Die
rechtmässige Anwendung des neuen Planungs- und Baugesetzes auf die Umzonung
schliesst deshalb eine unzulässige Rechtsverzögerung von vornherein aus.
Die Regierung schlägt mit Art. 175a PBG eine neue Übergangsbestimmung vor, welche
Änderungen der kommunalen Rahmennutzungspläne vor der gesamthaften Anpassung
an das Planungs- und Baugesetz für alle Zonenarten auf der Grundlage des alten
Baugesetzes erlauben soll. Diese Bestimmung bedarf allerdings noch der Behandlung
in der vorberatenden Kommission und im Plenum des Kantonsrates und ist noch nicht
geltendes Recht (vgl. Nachtrag zum Planungs- und Baugesetz, Botschaft und Entwurf
der Regierung vom 10. Dezember 2019, Geschäft des Kantonsrats 22.19.11, https://
www.ratsinfo.sg.ch/geschaefte).
2.3.3.
Zu prüfen bleibt, ob die Behandlung des Gesuchs im Rahmen der Gesamtrevision der
Ortsplanung vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer über einen
unbestrittenen verfassungsmässigen Rechtsanspruch auf Änderung der
Zonenzuteilung seines Grundstücks verfügt, eine Rechtsverzögerung nach sich zieht.
Die Interessenlage, wie sie bei der Beurteilung des Anspruchs auf Anwendung des
früheren Baugesetzes auf die Umzonung dargelegt wurde (oben Erwägung 2.3.2), gilt
unverändert auch bei der Anwendung des neuen Planungs- und Baugesetzes. Dass
dem Beschwerdeführer kein Anspruch auf eine Vorabbehandlung seines Gesuchs nach
neuem Recht zukommt, hat die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (E. 2.1) im
Übrigen eingehend dargelegt. Auf diese Ausführungen kann verwiesen werden (vgl.
Publikationsplattform Kanton St. Gallen und St. Galler Gemeinden, Rechtsprechung
Departemente, Baudepartement, BDE 2019 Nr. 49).
2.4.
Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde in der Sache als unbegründet.
Behandelt die Beschwerdegegnerin die Umzonung des Grundstücks des
Beschwerdeführers im Rahmen der Gesamtrevision der Ortsplanung unter Beachtung
des gerichtlich festgestellten Anspruchs auf Entlassung aus der Zone für öffentliche
2.5.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 12/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
3.
Der Beschwerdeführer beanstandet den vorinstanzlichen Kostenentscheid.
Unbestritten ist, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer entsprechend dem
Ausgang des Verfahrens gestützt auf Art. 95 Abs. 1 VRP die amtlichen Kosten des
Rekursverfahrens auferlegen durfte. Umstritten ist hingegen die Höhe der
Entscheidgebühr von CHF 3'000. Die Vorinstanz stützt sich dabei auf Nr. 10.01 des
Gebührentarifs für die Kantons- und Gemeindeverwaltung, sGS 821.5, GebT).
Die Regierung hat gestützt auf Art. 100 VRP die Verordnung über Kosten und
Entschädigungen im Verwaltungsverfahren (Verwaltungsgebührenverordnung; sGS
821.1, VGV) und den Gebührentarif für die Kantons- und Gemeindeverwaltung
erlassen. Gemäss Art. 3 VGV richten sich die Gebührensätze nach dem Gebührentarif
für die Staats- und Gemeindeverwaltung und nach besonderen Gebührentarifen, die
von der Regierung erlassen werden (Abs. 1); die allgemeinen Gebühren des
Gebührentarifes für die Staats- und Gemeindeverwaltung können erhoben werden,
wenn weder besondere Gebührenansätze festgesetzt sind noch Unentgeltlichkeit
vorgeschrieben ist (Abs. 2). Besteht ein Mindest- und ein Höchstansatz, können bei der
Gebührenbemessung im Rekursverfahren vor den Departementen entsprechend Art. 4
der Verordnung über die Bearbeitung von Rekursverfahren vor den Departementen
(sGS 951.11, RekV) insbesondere die Art des Falls, die finanziellen Interessen der
Beteiligten, die Umtriebe, die finanziellen Verhältnisse des oder der Kostenpflichtigen
und die Art der Prozessführung der Beteiligten berücksichtigt werden. Der Vorinstanz
kommt bei der Bemessung der Gebühr ein weites Ermessen zu (vgl. BGE 135 II 172 E.
3.2).
Der Gebührentarif für die Staats- und Gemeindeverwaltung legt detailliert die zu
beachtenden Gebührenrahmen fest. Nr. 10.01 GebT steht unter dem Titel "Allgemeine
Gebühren" und sieht für Verfügungen oder Entscheide (Einsprache, Rekurs,
Beschwerde usw.) einen Rahmen zwischen CHF 150 und CHF 10'000 vor. Nr. 20.13.01
GebT, der mit dem XVI. Nachtrag vom 9. Oktober 2018 eingefügt wurde und seit 1.
Januar 2019 vollzogen wird (nGS 2018-075), sieht demgegenüber unter dem Titel
"Besondere Gebühren/Kantonsverwaltung/Regierung/Gesetz über die
Verwaltungsrechtspflege" für Rekursentscheide eines Departements einen Rahmen
zwischen CHF 200 und CHF 5'000 vor. Zwar steht Nr. 20.13.01 GebT unter dem Titel
"Regierung". Indessen ergibt sich aus der weiteren Gliederung des zweiten, mit
"Besondere Gebühren" überschriebenen Abschnittes – I. Kantonsverwaltung, A.
Bauten und Anlagen, ist ihr weder eine Rechtsverzögerung noch eine
Rechtsverweigerung vorzuwerfen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 13/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Regierung und anschliessend B.-G. die einzelnen Departemente, H. Amtsnotariate, I.
Kommissionen und Experten; II. Gemeindeverwaltung; III. Beurkundungen und
Beglaubigungen – ohne weiteres, dass sich die Gebühren für Rekursentscheide eines
Departements, die entsprechend dem Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege
ergehen, vorbehältlich einer besonderen Regelung am Rahmen von Nr. 20.13.01 GebT
auszurichten haben. Dies gilt auch für Rekursentscheide des Baudepartements, zumal
einerseits das Planungs- und Baugesetz keine besonderen Regeln zum Rekurs enthält
– mithin gemäss Art. 1 Abs. 1 Ingress und lit. b in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 VRP das
Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege gilt – und auch der Gebührentarif im
besonderen Abschnitt über das Baudepartement keinen abweichenden Rahmen
festlegt. Als besondere Regelung geht Nr. 20.13.01 GebT der allgemeinen von
Nr. 10.01 vor.
Mit Blick darauf, dass der Höchstansatz nicht CHF 10'000, sondern seit 1. Januar 2019
noch die Hälfte, nämlich CHF 5'000 beträgt und die Vorinstanz die Höhe der Gebühr
nicht weiter begründet hat, fragt sich, ob die von der Vorinstanz festgelegte
Gebührenhöhe noch innerhalb des vorinstanzlichen Ermessensspielraums liegt.
Jedenfalls aber ist die Vorinstanz bei der Bemessung von einem unzutreffenden
Gebührenrahmen ausgegangen. Angesichts der Anwendung einer nicht einschlägigen
Rechtsgrundlage mit einem erheblich abweichenden Gebührenrahmen ist die
vorinstanzliche Ermessensausübung mit einem Rechtsfehler behaftet.
Dementsprechend ist der Kostenspruch des angefochtenen Entscheides, soweit er die
Höhe der Entscheidgebühr betrifft, aufzuheben und die Angelegenheit zu deren
Neubemessung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Neben dem geltenden
Gebührenrahmen dürfte bei der Bemessung wohl auch zu berücksichtigen sein, dass
materiell eine Rechtsverzögerungsbeschwerde und nicht eine Beschwerde in einem
planungs- oder baurechtlichen Verfahren zu beurteilen war.
4.
Dem Erfolgsprinzip – die Beschwerde ist, soweit darauf einzutreten ist, teilweise
gutzuheissen – und dem Verursacherprinzip – die Rückweisung zur Neubemessung der
Entscheidgebühr ihm Rekursverfahren kann nicht der Beschwerdegegnerin angelastet
werden – entsprechend sind die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens zu drei
Viertel vom Beschwerdeführer und zu einem Viertel vom Staat zu tragen (Art. 95 Abs. 1
und 2 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 2'000 erscheint angemessen (Art. 7
Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Anteil des
Beschwerdeführers ist mit dem von ihm in der Höhe von CHF 2'000 geleisteten
Kostenvorschuss zu verrechnen. CHF 500 sind ihm zurückzuerstatten. Auf die
Erhebung der dem Staat überbundenen Kosten ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). –
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Ausseramtliche Kosten sind mangels Anträgen und Ansprüchen nicht zu entschädigen
(Art. 98 Abs. 1 und Art. 98 VRP).