Decision ID: 450834fd-6c04-5a75-a39a-d1f6a3a9502b
Year: 2015
Language: de
Court: BE_VB
Chamber: BE_VB_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt
1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 9. April 2015 ein Baugesuch ein für die
Umlegung der bestehenden Kanalisationsleitung. Das Bauvorhaben betrifft zwei Parzellen.
Der grosse Teil der neuen Leitung befindet sich auf der Parzelle Interlaken Grundbuchblatt
Nr. Z._, welche sich in der Zone mit Planungspflicht E._ (ZPP
E._) befindet. Diese ZPP soll gestützt auf eine Überbauungsordnung (ÜO Nr. 19
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E._) überbaut werden; die ÜO ist noch nicht rechtskräftig. Nur in diesem Bereich
ist für die Kanalisationsleitung eine neue Linienführung geplant. Ein kleineres Teilstück der
neuen Leitung befindet sich auf der Parzelle Unterseen Grundbuchblatt Nr. A._,
welche der Landwirtschaftszone zugeteilt ist. In diesem Bereich bleibt die Linienführung der
neuen Leitung im Vergleich zu vorhandenen Kanalisationsleitung unverändert. Ein
Teilstück des umstrittenen Vorhabens liegt in der Uferschutzzone und im Gewässerraum
der Aare. Das Vorhaben liegt zudem teilweise in der Gewässerschutzzone A sowie im
blauen bzw. gelben Gefahrengebiet. Gegen das Bauvorhaben erhob der Beschwerdeführer
Einsprache. Mit Gesamtentscheid vom 17. Juni 2015 erteilte das Regierungsstatthalteramt
Interlaken-Oberhasli die Baubewilligung.
2. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 16. Juli 2015 Beschwerde bei der Bau-,
Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Er beantragt die Aufhebung
des Gesamtentscheides vom 17. Juni 2015 und die Erteilung des Bauabschlags. Dabei
macht er geltend, die Beschwerdegegnerin sowie die Vorinstanz seien ihrer
Begründungspflicht für die Beanspruchung von Ausnahmen bezüglich Bauten und Anlagen
am Gewässer und in der Uferschutzzone nicht nachgekommen. Ohne vorgängige
Genehmigung der ÜO Nr. 19 E._ könne keine Baubewilligung für die Umlegung
der Kanalisation erteilt werden.
3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, führte einen
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Mit Stellungnahme vom 22. Juli 2015
beantragt die Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei abzuweisen und die
Baubewilligung sei zu bestätigen. Das Regierungsstatthalteramt beantragt mit
Stellungnahme vom 7. August 2015 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde. Schliesslich
stellt auch das AGR mit Schreiben vom 19. August 2015 den Antrag, die Beschwerde sei
abzuweisen.
4. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
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II. Erwägungen
1. Eintretensvoraussetzungen
a) Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2 mit gleichzeitig eröffneter
Ausnahmebewilligung des AGR. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann dieser Entscheid –
unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel
angefochten werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im
vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide
können nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei
der BVE angefochten werden. Die mit dem Gesamtentscheid eröffnete Verfügung
betreffend Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG4 kann zusammen mit dem
Bauentscheid angefochten werden (Art. 84 Abs. 1 und Abs. 4 BauG). Die BVE ist somit zur
Beurteilung der form- und fristgerecht eingereichten Beschwerde gegen den
Gesamtentscheid zuständig.
b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die Einsprecher im Rahmen ihrer
Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG in Verbindung mit
Art. 40 Abs. 2 BauG). Der Beschwerdeführer, der sich als Einsprecher am vorinstanzlichen
Verfahren beteiligt hat, ist formell zur Beschwerdeführung legitimiert.
Neben der formellen Beschwer bedarf es auch der materiellen Beschwer:
Einspracheberechtigt sind gemäss Art. 35 Abs. 2 Bst. a BauG Personen, die durch ein
Bauvorhaben unmittelbar in eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen sind. Nach Lehre
und Rechtsprechung ist eine Person in schutzwürdigen Interessen berührt, wenn sie durch
ein Bauvorhaben in höherem Mass als die Allgemeinheit betroffen ist und zum
Streitgegenstand eine besondere Beziehungsnähe hat. Die Betroffenheit kann rechtlicher
oder auch nur tatsächlicher Natur sein. Sie muss aber hinreichend sein, d.h. eine
bestimmte Intensität erreichen, so dass von der Abwendung eines materiellen oder ideellen
2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1) 3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721) 4 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).
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Nachteils gesprochen werden kann.5 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss
die besondere Beziehungsnähe zum Streitgegenstand bei Bauprojekten insbesondere in
räumlicher Hinsicht gegeben sein. Naturgemäss stehen die Nachbarn des Baugrundstücks
in einer besonders nahen Beziehung zur Streitsache des Baugrundstücks. Die
Einsprachebefugnis des Nachbarn ist in der Regel zu bejahen, wenn dessen Liegenschaft
unmittelbar an das Baugrundstück angrenzt oder allenfalls nur durch einen Verkehrsträger
davon getrennt wird.6 Es wird also zwar darauf verzichtet, auf bestimmte feste Werte
abzustellen. Nach der bundesgerichtlichen Praxis sind Nachbarn aber bis im Abstand von
etwa 100 m in der Regel zu Beschwerden gegen Bauvorhaben legitimiert. Allerdings ergibt
sich die Legitimation nicht schon allein aus der räumlichen Nähe, sondern erst aus einer
daraus herrührenden besonderen Betroffenheit. Ein schutzwürdiges Interesse liegt vor,
wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation des Nachbarn durch den Ausgang des
Verfahrens beeinflusst werden kann.7
c) Die Vorinstanz hat die Einsprachelegitimation des Beschwerdeführers bejaht. Er
stehe als Nachbar bzw. als Eigentümer einer Parzelle, die in unmittelbarer Nachbarschaft
des Bauvorhabens liege, in einer unmittelbaren Beziehung zur Streitsache.
Der Beschwerdeführer ist Stockwerkeigentümer im Wohnhaus auf der Parzelle Interlaken
Grundbuchblatt Nr. B._. Diese Parzelle grenzt zwar nordwestlich unmittelbar an
die Bauparzelle Interlaken Grundbuchblatt Nr. Z._ an. Das Bauprojekt befindet
sich jedoch nicht in unmittelbarer Nähe des Beschwerdeführers. Die kürzeste Distanz der
geplanten Kanalisation (an der Kanalpromenade in der südlichen Ecke der Parzelle
Interlaken Grundbuchblatt Nr. C._) zur Wohnung des Beschwerdeführers beträgt
rund 70 m; dazwischen befinden sich zudem zwei Parzellen mit Wohnhäusern (Parzellen
Interlaken Grundbuchblatt Nrn. D._ und C._). Es ist fraglich, ob der
Beschwerdeführer bei dieser Ausgangslage eine besondere Beziehungsnähe zum
umstrittenen Tiefbauvorhaben aufweist. Da sich die Beschwerde aber ohnehin als materiell
unbegründet erweist (vgl. E. 2-7), kann die Frage offen bleiben bzw. ist zugunsten des
Beschwerdeführers von dessen Einsprache- und Beschwerdelegitimation auszugehen. Auf
die Beschwerde ist somit einzutreten.
5 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art.  N. 16. 6 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art.  N. 17. 7 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 65 N. 4, mit weiteren Hinweisen.
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2. Vorbringen Beschwerdeführer
a) Der Beschwerdeführer rügt, sowohl die Beschwerdegegnerin als auch die Vorinstanz
seien im Zusammenhang mit dem Ausnahmegesuch vom 10. Oktober 2014 und dessen
Bewilligung ihrer Begründungspflicht nicht nachgekommen. Auch die nachträgliche
Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 11. Mai 2015 genüge der
Begründungspflicht nicht. Darin werde einzig ausgeführt, dass der Hauptwasserkanal jeder
Überbauung in die Quere komme und die Leitungsumlegung bewusst entlang der
Schnittstelle von der W2 zur W3 geplant sei. Eine genügende Begründung müsse jedoch
erklären, weshalb jede zukünftige Überbauung von gerade dem geplanten Projekt
profitieren könne und aus welchen Gründen die Leitungslegung auf der Zonengrenze
W2/W3 erfolge.
Die Begründung, wonach die bestehende Kanalisation in Folge der geplanten Überbauung
E._ umgelegt werden müsse und das vorliegende Bauprojekt dazu die
Voraussetzungen schaffe, reiche nicht aus. Diese Überbauung könne nur erfolgen, wenn
das Verfahren für den Erlass der Überbauungsordnung mit Baureglementsänderung
rechtskräftig abgeschlossen werde. Ein Bedarf für die Umlegung der Kanalisation gemäss
Bewilligung ergebe sich nur dann, wenn das angedachte Projekt der Überbauung
E._ auch tatsächlich realisiert werden könne. Dies sei noch völlig offen, solang die
Überbauungsordnung nicht rechtskräftig sei. Weiter bestehe das Risiko, dass bei
Ablehnung der Überbauungsordnung die Umlegung der Kanalisation vorderhand nutzlos
werde oder sogar einem anderen Projekt im Wege stehen könnte. Ohne rechtskräftige
Bewilligung der Überbauungsordnung könne keine Baubewilligung für die Umlegung der
Kanalisation erteilt werden.
Die Beschwerdegegnerin habe es auch unterlassen aufzuzeigen, weshalb die Leitung an
die vorgesehene Stelle verlegt werden müsse und weshalb diese Verlegung nicht an einen
anderen Standort möglich wäre. Die Begründung im Ausnahmegesuch, wonach das
Terrain im Uferschutzbereich nicht verändert werde, sei ungenügend. Es könne nicht
entscheidend sein, wie das Terrain nach Verlegung der Kanalisation aussehen werde.
Vielmehr sei ausschlaggebend, welche Veränderungen durch die Bauarbeiten im
Uferschutzbereich zu erwarten seien und ob diese eine Trageweite erreichen würden, die
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im Uferschutzbereich noch tolerierbar sei. Ohne klare Begründung könne nicht beurteilt
werden, ob die anbegehrten Ausnahmen bewilligt werden können oder nicht. Unter diesen
Umständen könne keine Ausnahmebewilligung erteilt werden.
b) Mit seinen Rügen kritisiert der Beschwerdeführer zum einen die neue Linienführung
der Leitung im Bereich der Bauzone (ZPP E._) und bringt vor, diese könne erst
nach Rechtskraft der Überbauungsordnung bewilligt werden. Zum anderen rügt er, die
Voraussetzungen für die erforderlichen Ausnahmebewilligungen seien nicht erfüllt, weshalb
die Vorinstanz das Bauvorhaben zu Unrecht bewilligt habe. Schliesslich macht er geltend,
sowohl die Beschwerdegegnerin in ihrem Ausnahmegesuch als auch die Vorinstanz in
ihrem Entscheid habe die Anforderungen an die Begründungspflicht verletzt. Es ist daher
zunächst auf das Teilstück der neuen Kanalisationsleitung im Bereich der ZPP E._
einzugehen (E. 3). Sodann ist zu prüfen, ob die notwendigen Ausnahmebewilligungen für
das zweite Teilstück zu Recht erteilt wurden (E. 4 - 7), um schliesslich der Frage
nachzugehen, ob eine Verletzung der Begründungspflicht vorliegt (E. 8).
3. Teilstück der Kanalisationsleitung innerhalb der Bauzone
a) Das Teilstück der neuen Kanalisationsleitung, welches im Hinblick auf eine spätere
Überbauung umgelegt werden soll, befindet sich gänzlich auf der Parzelle Interlaken
Grundbuchblatt Nr. Z._ und damit in der ZPP E._ Die bisherige Leitung
mit einer Länge von rund 275 m, welche von Nordosten nach Südwesten quer über diese
Parzelle verläuft, soll neu in einem Abstand von rund 30 m parallel zur östlichen
Parzellengrenze bis zur südlichen Parzellengrenze und anschliessend entlang dieser
Parzellengrenze wieder zum bisherigen Anschlusspunkt in der westlichen Ecke der
Parzelle geführt werden (neue Länge ca. 325 m).
b) Die umstrittene Leitung befindet sich damit, soweit sie umgelegt werden soll,
vollumfänglich in der Bauzone. Weiter liegt dieses Teilstück auch nicht im Bereich der
Uferschutzzone oder des geschützten Gewässerraums. Es bedarf daher keiner
Ausnahmebewilligungen und ist zu bewilligen, soweit die bau- und planungsrechtlichen
Vorschriften der ZPP E._ eingehalten sind (vgl. Art. 312 GBR8). Dass dies nicht
8 Baureglement der Gemeinde Interlaken vom 9.12.2008, genehmigt durch das AGR am 9.7.2009.
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der Fall wäre, ist nicht erkennbar und wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend
gemacht. Solange diese Vorschriften eingehalten sind, ist die Beschwerdegegnerin –
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – bei der Wahl der Linienführung der
umstrittenen Leitung innerhalb der Bauzone frei und muss die getroffene Wahl nicht näher
begründen. Auch muss sie mit der Leitungsverlegung nicht eine rechtskräftige
Überbauungsordnung in der ZPP E._ abwarten. Die diesbezüglichen Rügen des
Beschwerdeführers stossen ins Leere. Dieses Teilstück der neuen Kanalisationsleitung
innerhalb der Bauzone wurde zu Recht bewilligt.
4. Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG, Bewilligung nach Art. 5 SFG
a) Das zweite Teilstück der neuen Kanalisationsleitung am südwestlichen Ende mit
einer Länge von rund 50 m weist im Vergleich zur bestehenden Leitung eine unveränderte
Linienführung auf9; die Leitung wird damit an derselben Stelle durch eine neue Leitung
ersetzt. Das Bauvorhaben befindet sich in diesem Bereich ausserhalb der Bauzone
(Parzelle Unterseen Grundbuchblatt Nr. A._) sowie in einer Uferschutzzone nach
SFG10 (Uferschutzpläne der Gemeinden Unterseen und Interlaken11).
b) Das betreffende Teilstück der Leitung bedarf daher einer Ausnahmebewilligung nach
Art. 24 RPG. Diese setzt voraus, dass der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort
ausserhalb der Bauzonen erfordert (Standortgebundenheit, Art. 24 lit. a RPG) und keine
überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 24 lit. b RPG).
Weiter darf die Kanalisation in der Uferschutzzone nur errichtet werden, wenn sie nach
ihrem Zweck einen Standort in der Uferschutzzone erfordert, im öffentlichen Interesse liegt
und die Uferlandschaft nicht beeinträchtigt (Art. 4 Abs. 1 SFG). Sie bedarf hierzu der
Zustimmung des AGR als zuständige Stelle der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion
(Art. 5 Abs. 3 SFG). Die Formulierung von Art. 4 Abs 1 SFG findet sich auch in Art. 28
Abs. 1 der Vorschriften zum Teilzonen- und Uferschutzplan Gemeinde Interlaken. Dort wird
9 vgl. Situationsplan 1:500 "Umlegung Kanalisation E._" vom 6.10.2014, mit Stempel Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli vom 3. Dezember 2014. 10 Gesetz vom 6. Juni 1982 über See- und Flussufer (See- und Flussufergesetz, SFG; BSG 704.1). 11 Vgl. Teilzonen- und Uferschutzplan Gemeinde Interlaken, Teilplan F._ sowie Uferschutzplan G._ der Gemeinde Unterseen.
https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReference=CH%2F700%2F24%2Fa https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReference=CH%2F700%2F24%2Fb
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zudem ausgeführt, dass bestehende Bauten im Rahmen ihres Volumens erneuert werden
dürfen.
c) Mit Verfügung vom 7. Januar 2015 hat das AGR die Ausnahmebewilligung nach
Art. 24 RPG erteilt. Es handle sich um ein Bauvorhaben, das aus objektiven Gründen an
den vorgesehenen Standort gebunden sei. Weiter führte das AGR aus, nach Art. 5 Abs 3
SFG würden Bauten und Anlagen in der Uferschutzzone seiner Zustimmung bedürfen.
Liege das Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone, so sei es – was die Ausnahme von der
Zonenkonformität betreffe – jedoch einzig nach Art. 24 ff. RPG zu beurteilen. Die
Interessen des SFG seien im Rahmen der Interessenabwägung zu berücksichtigen. Nach
Rücksprache habe die zuständige Abteilung Orts- und Regionalplanung des AGR
festgestellt, dass das Bauvorhaben den Zielen und Festlegungen des SFG und des
Uferschutzplanes nicht widerspreche. Dem Vorhaben stünden zudem keine wesentlichen
Interessen entgegen. In der Stellungnahme vom 19. August 2015 ergänzte das AGR, im
vorliegenden Fall werde die Kanalisationsleitung im Bereich der Uferschutzplanung an der
gleichen Stelle ersetzt. Diese Erneuerung stehe nicht im Widerspruch zu Art. 28 der
Vorschriften zur Uferschutzplanung. Deshalb habe es dem Bauvorhaben zugestimmt.
d) Die Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 lit. a RPG ist nach ständiger
bundesgerichtlicher Praxis zu bejahen, wenn eine Anlage aus technischen oder
betriebswirtschaftlichen Gründen oder wegen der Bodenbeschaffenheit auf einen Standort
ausserhalb der Bauzone angewiesen ist, oder wenn ein Werk aus bestimmten Gründen in
einer Bauzone ausgeschlossen ist. Dabei genügt eine relative Standortgebundenheit: Es
ist nicht erforderlich, dass überhaupt kein anderer Standort in Betracht fällt; es müssen
jedoch besonders wichtige und objektive Gründe vorliegen, die den vorgesehenen Standort
gegenüber anderen Standorten innerhalb der Bauzone als viel vorteilhafter erscheinen
lassen.12 Diese Ausführungen lassen sich analog auch auf die Standortgebundenheit in der
Uferschutzzone gemäss Art. 4 Abs. 1 SFG anwenden.
Das Teilstück der neuen Kanalisationsleitung im Gebiet ausserhalb der Bauzone sowie im
Bereich der Uferschutzzone ist – wie erwähnt (E. 4a) – an derselben Stelle vorgesehen wie
die bestehende Leitung. Es erschliesst bereits überbaute Grundstücke in der Bauzone und
dient auch der Erschliessung einer allfälligen künftigen Überbauung der ZPP E._
12 Urteil BGer. 1C_551/2010 vom 7. Dezember 2011, E. 4.3.
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Grundsätzlich hat die Gemeinde aufgrund ihrer Erschliessungspflicht (Art. 19 RPG) die
Bauzone genügend zu erschliessen. Die Erschliessung ist dabei Voraussetzung für die
Baubewilligung eines Bauvorhabens. Umgekehrt können aber Erschliessungsanlagen für
die Bauzone auch ohne Vorliegen einer Baubewilligung für ein Bauvorhaben erstellt bzw.
bewilligt werden. Die Erneuerung der Leitung ist daher unabhängig von der Genehmigung
der Überbauung im Gebiet der ZPP E._ zu beurteilen. Die neue Abwasserleitung
soll an deren südwestlichen Ende an die bereits bestehende Leitung am westlichen
Parzellenrand der Parzelle Unterseen Grundbuchblatt Nr. A._ (angrenzend an die
Aare) angeschlossen werden. Damit ist dieses Teilstück der neuen Kanalisation aufgrund
des bereits vorhandenen Anschlusses auf diesen Standort ausserhalb der Bauzone und in
der Uferschutzzone angewiesen bzw. es liegt damit ein besonders wichtiger und objektiver
Grund vor, dass dieser Standort gegenüber anderen Standorten in der Bauzone bzw.
ausserhalb der Uferschutzzone viel vorteilhafter ist. Damit ist die Standortgebundenheit
nach Art. 24 RPG und nach Art. 4 Abs. 1 SFG zu bejahen.
e) Im Rahmen der Interessenabwägung nach Art. 24 lit. b RPG ist vorab zu prüfen, ob
dem Vorhaben überwiegende Interessen des Naturschutzes entgegenstehen. In diesem
Zusammenhang sind – wie das AGR richtig ausführte – auch die Interessen des SFG zu
berücksichtigen, welche u.a. im Schutz der Uferlandschaft bestehen (vgl. Art. 2 SFG). Wie
bereits ausgeführt ist das Teilstück der neuen Kanalisation im Bereich ausserhalb der
Bauzone bzw. im Bereich der Uferschutzzone/des Gewässerraums am selben Ort geplant
wie die bestehende Kanalisation. Das umstrittene Bauvorhaben befindet sich zudem
unterhalb des Bodens. Von einem zusätzlichen Eingriff in die Uferlandschaft ist damit
höchstens während der Bauphase auszugehen. Mittels Auflagen wird jedoch sichergestellt,
dass die Uferlandschaft nicht beeinträchtigt wird: So darf die bestehende gewachsene
Uferböschung weder beansprucht noch tangiert oder überschüttet werden und der
natürliche Uferbewuchs ist zu erhalten (Auflage TBA OIK I, Amtsbericht vom 26. Mai 2015).
Weiter sind bauliche Eingriffe in Uferbereiche und Ufervegetation auf ein absolutes
Minimum zu beschränken, die zu entfernende Ufervegetation ist wenn immer möglich mit
den Wurzelballen abzutragen und wieder einzupflanzen und nach Abschluss der
Bauarbeiten sind die Ufer wieder naturnah herzustellen (Auflage Fischereiinspektorat,
Amtsbericht Fischerei und Naturschutz vom 6. Januar 2015). Weiter ist zu beachten, dass
das Vorhaben auch den Vorgaben des Teilzonen- und Uferschutzplans der Gemeinde
Interlaken nicht widerspricht; die Erneuerung bestehender Bauten im Rahmen ihres
Volumens ist nach dessen Vorschriften vielmehr ausdrücklich zugelassen. Insgesamt
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werden weder die Uferlandschaft/Ufervegetation noch der geschützte Gewässerraum
durch das an derselben Stelle wie die bestehende Leitung geplante Teilstück
beeinträchtigt. Das Vorhaben steht damit – entgegen den Andeutungen des
Beschwerdeführers – nicht im Widerspruch zu den Zielen und Festlegungen des SFG und
des Uferschutzplans. Weitere Interessen, welche gegen das Bauvorhaben sprechen
könnten, sind nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht. Die
Voraussetzungen von Art. 24 lit. b RPG und Art. 4 Abs. 1 SFG sind daher erfüllt, zumal die
Erneuerung der Kanalisationsleitung und damit ein intaktes Abwassersystem auch im
öffentlichen Interesse ist.
f) Insgesamt hat damit das AGR die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG und die
Zustimmung zum Vorhaben im Sinne von Art. 5 Abs. 3 SFG zu Recht erteilt.
5. Bewilligung nach Art. 41c GschV13
a) Zu beachten sind weiter die Vorschriften zum Gewässerraum (Art. 36a GSchG14 und
Art. 41a ff. GSchV). Nach den unbestrittenen Ausführungen des TBA OIK I im Amtsbericht
Wasserbaupolizei vom 26. Mai 2015 bemisst sich der Gewässerraum gestützt auf Absatz 2
der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 4. Mai 2011 der GSchV und beträgt auf
beiden Seiten der Aare je 20 m. Das Teilstück der neuen Abwasserleitung mit
unveränderter Linienführung (gemäss E. 4a) befindet sich damit innerhalb des nach
Bundesrecht geschützten Gewässerraums von 20 m.
b) Nach Art. 41c Abs 1 GschV dürfen im Gewässerraum nur standortgebundene, im
öffentlichen Interesse liegende Anlagen wie Fuss- und Wanderwege, Flusskraftwerke oder
Brücken erstellt werden. Absatz 2 von Art 41c GschV hält zudem fest, dass rechtmässig
erstellte und bestimmungsgemäss nutzbare Anlagen im Gewässerraum in ihrem Bestand
grundsätzlich geschützt sind.
c) Die Bewilligung nach Art. 41c GschV wurde zu Recht erteilt. Was die
Standortgebundenheit betrifft, so kann auf die Ausführungen zu Art. 24 RPG und Art. 5
13 Gewässerschutzverordnung des Bundesrates vom 28. Oktober 1998 (GSchV; SR 814.201). 14 Bundesgesetz vom 24. Januar 1991 über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz, GSchG; SR 814.20).
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SFG (E. 4d) verwiesen werden, welche auch hier gelten. Aufgrund des Anschlusses an die
vorbestehende Leitung, die sich bereits im Gewässerraum befindet, ist der zu ersetzende
Teil der Kanalisation auf diesen Standort angewiesen. Ebenso steht die Erneuerung einer
Kanalisation – wie schon ausgeführt (E. 4e) im öffentlichen Interesse. Damit sind die
Voraussetzungen von Art. 41c Abs. 1 GschV erfüllt.
6. Ausnahmebewilligung nach Art. 48 WBG
a) Gemäss Art. 48 Abs. 1 WBG bedürfen Bauten und Anlagen im Gewässerraum einer
Wasserbaupolizeibewilligung. Gemäss Absatz 3 dieser Bestimmung erteilt die zuständige
Stelle der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion die Bewilligung, wenn das Vorhaben das
Gewässer, den Gewässerunterhalt und den Wasserbau nicht beeinträchtigt. Liegt eine
Beeinträchtigung vor, so ist eine Ausnahme nur möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt
und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 48 Abs. 4 WBG). Nach den
Ausführungen des TBA OIK I im Amtsbericht Wasserbaupolizei vom 26. Mai 2015 ist im
vorliegenden Fall von einer Beeinträchtigung des Gewässerunterhalts und des
Wasserbaus auszugehen, da der Tatbestand von Art. 39a Bst. h WBV erfüllt ist. Danach
liegt eine Beeinträchtigung vor, wenn infolge des Vorhabens künftig zusätzliche
Aufwendungen bei Wasserbau oder Gewässerunterhalt zu erwarten sind.
b) Die notwendige wasserbaupolizeiliche Ausnahmebewilligung hat die Vorinstanz mit
Verweis auf den Amtsbericht Wasserbaupolizei vom 26. Mai 2015 erteilt. Das TBA OIK I
hielt darin fest, diese Ausnahmebewilligung könne erteilt werden, weil auf die bereits
bestehende Leitung angeschlossen werde und daher ein wichtiger Grund vorliege und
keine überwiegenden Interessen entgegenstünden.
c) Der Einschätzung der Fachstelle kann gefolgt werden. Das Teilstück der neuen
Leitung, welches sich im Gewässerraum befindet, ist aufgrund des Anschlusses an
bestehende Leitungen auf diesen Standort angewiesen (vgl. E. 4d). Damit ist auch der
wichtige Grund im Sinne von Art. 48 Abs. 4 WBG als erfüllt zu betrachten. Der
Ausnahmebewilligung stehen auch keine überwiegenden Interessen entgegen; hierzu kann
auf die Ausführungen im Zusammenhang mit Art. 24 RPG und Art. 5 SFG (E. 4e)
verwiesen werden. Die Voraussetzungen der Ausnahmebewilligung nach Art. 48 Abs. 4
WBG sind erfüllt. Das Vorhaben wurde auch diesbezüglich zu Recht bewilligt.
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7. Ausnahmebewilligung nach Art. 22 Abs. 2 NHG (Eingriff in die Ufervegetation)
Der Neubau des Teilstücks der Leitung (gemäss E. 4a) im Uferbereich der Aare hat einen
(temporären) Eingriff in die Ufervegetation zur Folge. Die zuständige kantonale Behörde
kann gemäss Art. 22 Abs. 2 NHG die dazu notwendige Ausnahmebewilligung in den durch
die Wasserbaupolizei- oder Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fällen für
standortgebundene Vorhaben bewilligen. Diese Voraussetzungen sind nach dem
Gesagten erfüllt. Die Vorinstanz hat daher diese Ausnahmebewilligung gestützt auf den
Amtsbericht Fischerei und Naturschutz des Amts für Landwirtschaft vom 6. Januar 2015 zu
Recht erteilt. Mittels Auflage wird darin verlangt, dass die zu entfernende Ufervegetation
wenn immer möglich an den neu erstellten Ufern wieder einzupflanzen ist und nach
Abschluss der Bauarbeiten die Ufer wieder naturnah herzustellen sind.
8. Begründungspflicht
a) Der Beschwerdeführer bringt vor, sowohl die Beschwerdegegnerin in ihrem
Ausnahmegesuch als auch die Vorinstanz in ihrem Entscheid habe die Anforderungen an
die Begründungspflicht verletzt (vgl. E. 2).
b) Ein Ausnahmegesuch ist grundsätzlich mit dem Baugesuch einzureichen und ist in
jedem Fall zu begründen. Die Beschwerdegegnerin hat am 10. Oktober 2015 ein
Ausnahmegesuch für eine Baute im Gewässerraum eingereicht. Darin führt sie u.a. aus,
durch die bestehende Situation sei die Standortgebundenheit im Uferschutzbereich
begründet; das Terrain im Uferschutzbereich werde nicht verändert. Damit hat die
Beschwerdegegnerin ihr Ausnahmegesuch kurz begründet. Dass sie dabei nur von der
Ausnahme nach Art. 48 WBG und Art. 5 SFG sprach, ist zwar unvollständig. Da aber die
zu prüfenden Voraussetzungen für die weiteren Ausnahmebewilligungen (Art. 24 RPG, Art.
41c GschV, Art. 22 Abs. 2 NHG) mehr oder weniger dieselben sind (Standortgebundenheit,
Interessenabwägung), kann es der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, wenn sie diese
Ausnahmen ebenfalls anhand des vorliegenden Ausnahmegesuchs prüfte.
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c) Hinsichtlich der Begründung des vorinstanzlichen Entscheids gilt Folgendes: Eine
Verfügung muss die Tatsachen, Rechtssätze und Gründe enthalten, auf die sie sich stützt
(Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung muss so abgefasst sein, dass die
Betroffenen den Entscheid sachgerecht anfechten können. Deshalb muss die Behörde
mindestens kurz die Überlegungen nennen, von denen sie sich hat leiten lassen und auf
die sie ihren Entscheid stützt. Sie muss sich dabei nicht ausdrücklich mit jeder Behauptung
zum Sachverhalt und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen. Vielmehr kann sie
sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken.15
Die Vorinstanz hat sich im Entscheid zu den beanspruchten Ausnahmen geäussert (Ziffer
2.6) und jeweils kurz aufgeführt, wieso die Ausnahmebewilligung erteilt werden kann.
Dabei hat sie auf die eingeholten Amtsberichte und Verfügungen der Fachbehörden
verwiesen, ohne deren Inhalte zu wiederholen. Unter Ziffer 2.8 setzte sich die Vorinstanz
zudem mit den Rügen der Einsprache auseinander.
Aus diesen Ausführungen ergeben sich die wesentlichen Überlegungen, von denen sich
die Vorinstanz hat leiten lassen. Dass sie sich dabei auf die Amtsberichte stützte, ohne
deren Inhalt zu wiederholen, ist durchaus üblich und legitim. Auch war der
Beschwerdeführer gestützt auf die Begründung im Gesamtbauentscheid in der Lage, die
Baubewilligung sachgerecht anzufechten. So war dem Beschwerdeführer aufgrund der
Ausführungen im Entscheid klar, aus welchen Gründen die Vorinstanz die notwendigen
Ausnahmebewilligungen erteilte. Die Vorinstanz ist deshalb ihrer Begründungspflicht
nachgekommen und es liegt keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor.
9. Zusammenfassung und Kosten
a) Zusammenfassend kann die neue Abwasserleitung bewilligt werden. Das grössere
Teilstück der neuen Kanalisationsleitung, welches im Hinblick auf eine spätere Überbauung
umgelegt werden soll und sich vollumfänglich in der Bauzone (ZPP E._) befindet,
entspricht den Vorschriften. Nur das kleinere Teilstück mit unveränderter Leitungsführung
befindet sich in der Landwirtschaftszone sowie in der Uferschutzzone und im
Gewässerraum der Aare. Die dafür notwendigen Bewilligungen für das Bauen ausserhalb
15 BGE 126 I 97 E. 2b; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 52 N. 6 ff.
RA Nr. «D_DNI»/«D_DNJ»/«D_DNN» 14
der Bauzone und im Uferschutzbereich/geschützten Gewässerraum wurden ebenfalls zu
Recht erteilt. Der vorinstanzliche Entscheid sowie die Verfügung des AGR sind damit in
Abweisung der Beschwerde zu bestätigen.
b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine
Pauschalgebühr von Fr. 1'600.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1
GebV16). Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG).