Decision ID: 06226108-6887-47a3-a5df-2216c36e335c
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1974
,
meldete sich
am 1
.
April
201
9
beim Regio
nalen Arbeits
vermittlungszentrum (RAV)
Y._
zur Arbeits
ver
mittlung
(Urk. 8
/
146
).
Sie
beantragte
die Ausrichtung von
Arbeitslosenentschädigung ab
d
emselben Tag
(Urk.
8
/
144
).
Am 2
7.
März 2020 verfügte
die
Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich, dass der versicherte Verdienst der Versicherten ab
1.
April 2019 Fr. 603.-- betrage und sie während der Rahmenfrist vom
1.
April 2019 bis 3
1.
März 2021 Anspruch auf höchsten 260 Taggelder habe (
Urk.
8/
2
3
).
Dagegen erhob die Versicherte am 1
9.
Mai 2020 Einsprache. Sie beantragte, es seien ihr die gesetz
lichen Leistungen zuzusprechen, i
nsbesondere sei der versicherte Verdienst korrekt festzusetzen (
Urk.
8/
5
).
Die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich wies d
iese Einsprache
mit
Einsprache
entscheid
vom
2. September
2020
ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 5
.
Oktober
2020 Beschwerde und bean
tragte, in
Aufhebung des angefochtenen
Einsprachee
ntscheids
vom 2. September 2020
seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, insbesondere Taggelder ge
stützt auf den korrekt berechneten versicherten Verdienst.
In verfahrensrecht
licher Hinsicht beantragte
sie
die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels
(Urk. 1 S. 2).
D
ie
Beschwerdegegner
in
beantragte
m
it Beschwerdeantwort vom
12
.
Oktober
2020
Ab
weisung der Beschwer
de (Urk. 7, unter Beilage ihrer
Akten, Urk. 8/1-
146
).
Mit Verfügun
g vom 1
9.
Oktober 2020 wurde den Parteien mitgeteilt, dass das Gericht die Anordnung eines weiteren Schriftenwechsels
nicht als erforderlich erachte
. Es bleibe ihnen jedoch unbenommen, sich nochmals zur Sache zu äussern und weitere sachbezogene Unterlagen einzureichen. Mit derselben Ver
fü
gung erhielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eine Kopie
Beschwerde
antwort vom
12
.
Oktober
202
0.
Zudem wurden ihm die Akten der Beschwerde
gegnerin (
Urk.
8/1-146) für 20 Tage zur Einsicht zugestellt. Er retour
nierte diese Akten am 2
8.
Oktober 2020 (
Urk.
12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erfor
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
4.
Zu ergänzen ist, dass das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich (AWA) die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 7. Oktober 2019
wegen ungenügender persönlicher Arbeitsbe
mühun
gen
in der Kontrollperiode Septem
ber 2019 per
1.
Oktober 2019
für
1
6 Tage in der A
nspruchsberechtigung einge
stellt hat
.
Mit
Einspracheentscheid
vom 1
8.
Februar 2020 bestätigte das AWA seine Verfügung. Die von der Beschwerdeführerin gegen diesen
Ein
sprache
ent
scheid
am
20. April 2020
beim Sozialversicherungsgericht erho
bene Beschwerde ist Gegenstand des Verfahrens AL.2020.00116 und wurde mit Urteil heutigen Datums abgewiesen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Nach Art. 9 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenver
sicherung und die Insolvenzentschädigung (
AVIG
)
gelten - soweit das Gesetz nichts
anderes
vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit zwei
jährige Rahmenfristen. Die Rah
menfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraus
setzungen erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG).
Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent
schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat (Art. 8 Abs. 1
lit
. e AVIG). Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte Person sämtliche Anspruchsvoraus
set
zungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 AVIG).
1.1.2
Als Beitragszeiten angerechnet werden gemäss Art. 13 Abs. 2
lit
. c AVIG auch Zeiten, in denen der Versicherte zwar in einem Arbeitsverhältnis steht, aber wegen Krankheit (Art. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts, ATSG) oder Unfall (Art. 4 ATSG) keinen Lohn erhält un
d daher keine Beiträge bezahlt.
Mit Urteil
AL.2015.00253
vom 20. September 2016 führte das Sozialver
siche
rungsgericht des Kantons Zürich aus, dass dieser An
rechnungstatbestand unter
anderem dann in Betracht
komme, wenn an Stelle der Lohnfortzahlungs
pflicht des Arbeitgebers Taggelder der Krankenversiche
rung fliessen. Er habe Koordina
tionsfunktion, weil Taggeldleistung
en
dieses Sozial
versicherungszweigs nicht bei
trags
pflichtig seien (vgl. E. 6.6 jenes Urteils)
.
1.1.3
Von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind
namentlich Personen, die inner
halb der Rah
menfrist (Art. 9 Abs. 3
AVIG
) während insgesamt mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis standen und die Beitragszeit
wegen Krank
heit (
Art.
3 ATSG)
nicht erfüllen konnten
(
Art.
14
Abs.
1
lit
. b AVIG)
.
1.2
1.2.1
Nach Art. 23 Abs. 1 AVIG gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungs
zeitraums aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde. Art. 37
der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol
venzentschädigung
(
AVIV
)
regelt den Bemessungszeitraum. Nach
Art. 37
Abs. 1
AVIV
bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem Durchschnittslohn der letz
ten sechs Beitragsmonate (nach Art. 11 AVIV) vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug. Nach
Art. 37
Abs. 2
AVIV
bemisst er sich dann nach dem Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmo
nate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug, wenn dieser Durch
schnittslohn höher ist als derjenige nach
Art. 37
Abs.
1
AVIV
.
Der Bemessungszeitraum beginnt nach
Art. 37
Abs. 3
AVIV
, unabhängig vom Zeitpunkt der Anmeldung zum Taggeldbezug, am Tag vor dem Eintritt eines anre
chenbaren Verdienstausfalls. Voraussetzung ist, dass vor diesem Tag min
destens zwölf Bei
tragsmonate innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit lie
gen.
1.2.
2
Für Zeiten, die nach Art. 13 Abs. 2
lit
. b-d AVIG als Beitragszeiten
ange
rechnet werden, ist de
rjenige Lohn massgebend, den die v
ersicherte
Person
norm
aler
weise erzielt hätte (Art. 39 AVIV).
1.2.3
Für den versicherten Verdienst von Personen, die von der Erfüllung der Beitrags
zeit befreit sind oder die im Anschluss an eine berufliche Grundbildung Arbeits
losenentschädigung beziehen, gelten die in
Art.
41 AVIV geregelten Pauscha
l
ansätze
.
1.2.4
Haben Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind, innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit während mindestens zwölf Monaten eine bei
trags
pflichtige Beschäftigung ausgeübt, so bestimmt sich der versicherte Ver
dienst auf Grund des erzielten Lohnes und des um den Beschäftigungsgrad gekürz
ten Pauschalansatzes
(Art. 23 Abs. 2
bis
AVIG)
.
Weist sich eine versicherte Person über eine genügende Beitragszeit aus und erfüllt sie gleichzeitig die Voraussetzung für eine Beitragsb
efreiung nach Art. 14 Abs
.
1 AVIG, so berechnet sich der versicherte Verdienst aus dem erzielten Lohn und dem auf den Verhinderungsgrad umgerechneten massgebenden Pauschal
ansatz; Voraussetzung ist, dass der bisherige Beschäftigungsgrad und der Ver
hin
de
rungs
grad zusammen einer Vollzeitbeschäftigung entsprechen
(Art. 40c AVIV)
.
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den versicherten Verdienst der Beschwerdeführerin zu Recht auf
Fr.
603.-- pro Monat fest
ge
setzt
hat
.
Die Anzahl der Taggelder, welche die Beschwerdegegnerin mit 260 bemass
(
Urk.
2 S.
1)
, blieb unange
fochten.
2.2
Die
Beschwerdegegnerin vertritt den Standpunkt, dass sich der versicherte Ver
dienst vorliegend gestützt auf
Art.
37
Abs.
3 AVIV
berechne (
Urk.
2 S. 5)
.
Gemäss der von der Beschwer
de
führerin eingereichten Arbeitgeberbescheinigung und den Lohnab
rechnungen sei ein Stundenlohn von
Fr.
18.55 zuzüglich 1
3.
Monatslohn vereinbart worden, was eine
n
Bruttolohn von
Fr.
20.10 ergebe. Sie habe in einem Zeit
raum von 12 Monaten total
Fr.
7'240.7
0
verdient
.
Dies ergebe einen durch
schnittlichen Monats
ver
dienst von
Fr.
603.--
(Urk. 8/23 S. 4)
.
Dies ent
spreche vorliegend dem von der Beschwerdeführerin bezogenen Krankentag
geld, wenn dieses auf 100
%
aufgerechnet werde (
Urk.
2 S. 5).
Da keine weiteren Einkom
men
der Beschwerdeführerin
als Arbeit
nehmer
in
nachge
wiesen seien, müsse dieser Betrag als versicherter Ver
dienst bei einem Beschäftigungsgrad von 16.43
%
fest
gelegt werden. Der ver
sicherte Verdienst sei ab
1.
April 2019 auf
Fr.
603.-- fest
zu
setzen
(
Urk. 8/23 S. 4
).
Art.
23
Abs.
2
bis
AVIG sei hier nicht an
wendbar
(Urk. 2 S. 5)
.
2.3
Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass die Beschwerdegegnerin
Art.
23
Abs.
2
bis
AVIG offensichtlich nicht richtig verstehe. Zwar sei es zutreffend, dass sie eine Betragszeit von 13 Monaten aufweise, weshalb
sie
nach dem Wortlaut von
Art.
14
Abs.
1 AVIG
nicht von der Beitragszeit befreit wäre, da sie die Beitragszeit auf
grund ihres Teilzeitpensums bereits erfüllt habe.
Art.
23
Abs.
2
bis
AVIG
sei
aber
exakt für Konstellationen der vorliegenden Art ins Gesetz aufgenommen worden. Gemäss der Botschaft soll mit der neuen Regelung verhindert werden, dass Per
sonen, welche trotz Ausbildung, Kindererziehung, Krankheit usw. einer Teil
zeit
beschäftigung nachgehen würden, eine geringere Arbeitslosenentschä
di
gung erhal
ten, als Personen, die auf Grund der genannten Ereignisse vollum
fäng
lich
ver
hin
dert gewesen seien, eine beitragspflichtige Beschäftigung ausüben. Sie sei
bereits zu Beginn der zweijährigen Betragsrahmenfrist am 1. April 2017 arbeits
unfähig gewesen.
Sie habe aber eine Teilzeitbeschäftigung ausgeübt (Urk.
1 S. 4).
Ihr versicherter Verdienst sei daher gestützt auf
Art.
23
Abs.
2
bis
AVIG
aufgrund ihres Lohnes und des um den Beschäftigungsgrad gekürzten Pauschalansatz
es (für den versicherten Verdienst von Personen, die von der Erfüllung der Beitrags
zeit befreit sind
)
festzusetzen (
Urk.
1 S. 5).
3.
3.1
Weil sich die Beschwerdeführer
in
am 1. April 20
19
beim RAV zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung angemeldet hat (Urk. 8
/
146), konnten die Anspruchs
voraussetzungen zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung (Art. 8 Abs. 1 AVIG) frühestens an jenem Tag erfüllt sein (Art. 10 Abs. 3 AVIG). Dies führt zu einer vorliegend massgebenden Rahmenfrist fü
r die Beitragszeit vom 1
.
April 2017
bis 3
1
. März 20
19
(Art. 9 Abs. 3 AVIG).
3.2
Die Beschwerdegegnerin
hielt
im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 2. Sep
tember 2020
fest
,
es sei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin in der Beitragsrahmenfrist eine Beitragszeit von 13 Monaten nachweisen könne (
Urk.
2 S. 4).
Gemäss der Arbeitgeberbescheinigung
der Putzfrauenagentur
Z._
vom
2.
Mai 2019 war die Beschwerdeführerin vom 1
3.
Juni
2016 bis 30.
April 2018
bei diesem Unternehmen angestellt (
Urk.
8/111 S. 1)
.
Demnach stand die Beschwerdeführerin innerhalb der vorliegend massgebenden Beitrags
rahmenfrist
zwar
während 13 Monaten (
1.
April 2017 bis 3
0.
April 201
8
) in einem Arbeitsverhältnis. Aus den Angaben der Putzfrauenagentur
Z._
ergibt
sich
jedoch auch
, dass die Beschwerdeführerin bereits a
b dem
6.
März 2017 wegen Krankheit an der Arbeitsleistung verhindert
war und bis zum Ende de
s
Arbeits
verhältnisses am 3
0.
April 2018 aus demselben Grund nicht mehr für
ihre ehemalige
Arbeitgeberin gearbeitet hat
(
Urk.
8/111 S. 1).
An der Leistung von Krankentag
gelder
n
durch die AXA Versicherun
gen AG ab 1
2.
April 2017 wegen einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit bestehen
aufgrund deren Leistungsübersicht
sodann ebenfalls
keine Zweifel (
Urk.
8/131)
.
Nach dem Ende des Arbeitsver
hält
nisses mit der Putzfrauenagentur
Z._
per
3
0.
April 2018
richtete die
AXA Versicherungen der Beschwerde
führerin die Krankentaggelder bis am 1
2.
März 2019 direkt aus (Urk. 8/102-103
,
Urk.
8/132,
Urk.
8/134
).
Gemäss diesen Angaben kann somit nicht gesagt werden, dass die Beschwerde
führerin vom
1.
April 2017
bis 30. April
2018
infolge Krankheit
teilzeitlich gear
beitet
hätte
. Es war vielmehr so, dass dies Beschwerdeführerin in jene
r
Zeit
periode
zwar noch
in einem
Arbeitsverhältnis
zur
Putzfrauenagentur
Z._
stand,
damals aber
100 % arbeitsunfähig war
(vgl.
die Angaben der Putzfrauen
agen
tur
Z._
,
Urk.
8/111 S. 1
,
und diejenigen der AXA Versiche
rungen AG
,
Urk.
8/
131
)
und
von ihrer ehemaligen Arbeitgeberin
Krankentag
gelder
statt Lohn
ausbezahlt
er
hielt
(vgl.
Urk.
8/89-90,
Urk.
8/113)
.
Damit hat die Beschwerdeführerin in jener Zeit zwar keine beitragspflichtige Tätig
keit ausgeübt.
In Anwendung von Art. 13 Abs. 2
lit
. c AVIG ist
aber
die gesamte Zeitperiode vom
1.
April 2017 bis 30. April 2018
(13 Monate)
als Bei
tragszeit anzurechnen.
4.
4.1
Weil der Beschwerdeführerin die Zeitperiode vom
1.
April 2017 bis 30. April 2018 in Anwendung von Art. 13 Abs. 2
lit
. c AVIG als Beitragszeit anzurechnen
ist, bestimmt sich der versicherte Verdienst hier somit nach
Art.
39
AVIV
beziehungs
weise nach dem Lohn
,
den die Beschwerdeführerin
norm
alerweise er
zielt hätte.
Mit
Urteil AL.2015.00253
vom 20. September 2016 stellte das Sozialver
sicherungs
gericht für die Zeit des Bezugs der Krankentag
gel
der auf den normalerweise ver
sicherten Verdienst ab (E. 6.6 jenes Urteils). Vor
liegend ist dies der versicherte Verdienst der Beschwerdeführerin
gemäss ihren Einkünften
bei der Putzfrau
en
agentur
Z._
. Die Beschwerdegegnerin ermittelte einen Beschäfti
gungs
grad von 16.43 % und ein von der Beschwerdeführerin bei diesem Unter
nehmen innerhalb von 12 Monaten erzielten Verdienst von total Fr. 7'240.70
(vgl. die Berechnungstabelle versicherter Verdienst der Beschwerde
gegnerin,
Urk.
8/88 [letzte Seite])
.
Die
Beschwerdeführerin
hat dies nicht bestritten
.
Der von der Beschwer
degegnerin ermittelte Jahresverdienst entspricht
zudem
in etwa dem Jahreslohn, welcher bei der AXA Versicherungen AG versichert war (
Fr.
7'242.
,
Urk. 8/102-103). Auf die Berechnungen der Beschwerdegegnerin abstellend
ergibt
dies
ein durchschnittliches Einkommen von
Fr.
603.--, was mit dem von der Beschwerdeführerin normalerweise erzielten Lohn gleich
zu
setzen ist. In Anwen
dung von
Art.
39 AVIV resultiert
somit
ein versicherter Verdienst in der
selben Höhe.
4.2
Den Akten sind keine Anhaltspunkte zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin am 13. Juni 2016 bereits krank gewesen wäre und aus diesem Grunde ein Pensum von lediglich 16.43 % aufgenommen hätte. Eine Krankschreibung erfolgte erst ab dem 6. März 2017. Daher verhält es sich auch nicht so, dass die Beschwerde
führerin aufgrund von Krankheit nicht in der Lage gewesen ist, über das Pensum von 16.43 % hinaus zu arbeiten. Vielmehr begnügte sie sich ausweislich der
Akten freiwillig mit diesem Pensum. Daher liegt auch unter Berücksichtigung von Art. 23 Abs. 2
bis
AVIG der Befreiungstatbestand Krankheit im Sinne von Art. 14 Abs. 1
lit
. b AVIG nicht vor.
5.
Es ist demnach nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den ver
si
cherten Verdienst ab
1.
April 2019 vorliegend auf
Fr.
603.-- festgesetzt hat.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.