Decision ID: a8d12c3e-a379-4f7e-b4e8-d92eb986207c
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend «ESBK») gegen
A. wegen des Verdachts der Widerhandlung gegen Art. 130 Abs. 1 lit. a des
Bundesgesetzes vom 29. September 2017 über Geldspiele (Geldspielge-
setz, BGS; SR 935.51) ein Strafverfahren führt (vgl. act. 2.2);
- die ESBK am 26. Januar 2022 Bargeld in der Höhe von mindestens
CHF 5'000.-- sowie zwei Mobiltelefone beschlagnahmte, die sie anlässlich
der gleichentags durchgeführten Durchsuchung der Wohnung von A. in Z.
sichergestellt hatte (act. 2.3);
- sich A. mit Schreiben vom 29. Januar 2022 an das Sekretariat der ESBK
wandte und darin festhielt, dass in ihrer Wohnung keine Spielbankenspiele
organisiert würden (act. 1);
- der Stv. Direktor des Sekretariates der ESBK die Eingabe von A. samt seiner
Stellungnahme vom 4. Februar 2022 an die Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts weiterleitete (act. 2); diese zusammen mit dem heutigen Be-
schluss A. zur Kenntnis zugestellt wird.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- bei Verfolgung von Widerhandlungen gegen Art. 130 Abs. 1 lit. a BGS das
Bundesgesetz vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR;
SR 313.0) zur Anwendung gelangt (Art. 134 Abs. 1 BGS);
- gegen Zwangsmassnahmen im Sinne der Art. 45 ff. VStrR und damit zusam-
menhängende Amtshandlungen bei der Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts Beschwerde geführt werden kann (Art. 26 Abs. 1 VStrR
i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. b StBOG); die Beschwerde innert drei Tagen, nach-
dem der Beschwerdeführer von der Amtshandlung Kenntnis erhalten hat, bei
der zuständigen Behörde schriftlich mit Antrag und kurzer Begründung ein-
zureichen ist (Art. 28 Abs. 3 VStrR);
- die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 29. Januar 2022 lediglich aus-
führt, dass sie nicht mit B. zusammenarbeite, keine Spiele organisiere und
in ihrer Wohnung keine Spielbankenspiele organisiert würden; B. lediglich
ein guter Freund sei, mit dem sie auf der Plattform Online Casino spiele
(act. 1);
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- die Eingabe vom 29. Januar 2022 weder eine eigentliche Begründung noch
Rechtsbegehren i.S.v. Art. 28 Abs. 3 VStrR enthält und damit die Beschwer-
deführerin auch nicht zum Ausdruck bringt, in welchem Sinne sie eine Amts-
handlung geändert haben möchte;
- das VStrR für Beschwerden gegen Untersuchungshandlungen (Art. 26 ff.
VStrR) keine Möglichkeit der Nachfristansetzung zur Verbesserung der Be-
schwerde – anders als zum Beispiel bei der Einsprache gegen den Strafbe-
scheid (Art. 64 ff. VStrR; v.a. Art. 68 Abs. 3 VStrR) – vorsieht (vgl. Beschlüsse
des Bundesstrafgerichts BV.2017.45 vom 7. November 2017 und
BV.2017.43 vom 26. Oktober 2017, je mit weiteren Hinweisen);
- auf die vorliegende Beschwerde daher nicht einzutreten ist;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin die Gerichts-
kosten zu tragen hat (Art. 25 Abs. 1 VStrR i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG analog;
TPF 2011 25 E. 3);
- die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 200.-- festzusetzen ist (Art. 25 Abs. 4
VStrR i.V.m. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des
Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und
Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]).
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