Decision ID: d91d4778-38a8-411e-a00d-4ab746fc0645
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SRK
Chamber: ZH_SRK_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
A. Die am 19. März 2010 gegründete, in Urdorf domizilierte A AG (nachfol-
gend die Pflichtige) bezweckt laut Handelsregistereintrag die Beratung, das Consulting,
die Vermittlung und das Portfoliomanagement betreffend Immobilien sowie Kauf und
Verkauf von Immobilien; ferner die Entwicklung, Realisierung und das Management
von Immobilienprojekten. Ihren Ertrag erwirtschaftet sie vorab aus der Zusammenarbeit
mit der B AG, welche ebenfalls im Baubereich tätig und im Kanton Aargau domiziliert
ist. In der Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 1.1. - 31.12.2012 wies die Pflichtige
einen Gewinn von Fr. 84'454.- und ein Kapital von Fr. 356'571.- aus. Im Veranlagungs-
bzw. Einschätzungsverfahren der entsprechenden Steuerperiode untersuchte der
Steuerkommissär diverse Aufwandpositionen und forderte er dabei auch Unterlagen
wie Kontoblätter und Belege ein; schwergewichtig ging es dabei um einen Projekter-
folgsanteil im Betrag von Fr. 720'000.-, welchen die Pflichtige der C AG auf deren
Rechnung hin überwiesen hatte. Die letztere Gesellschaft hat ihren Sitz im Kanton Zug
und hält sämtliche Aktien der Pflichtigen; ihre Aktien werden zu 100% von D gehalten,
der damit indirekt auch die Pflichtige beherrscht.
Gestützt auf das Untersuchungsergebnis hielt der Steuerkommissär dafür, die
geschäftsmässige Begründetheit der vorerwähnten Zahlung der Pflichtigen an ihre
Muttergesellschaft sei nicht nachgewiesen. Mit Veranlagungsverfügung und Einschät-
zungsentscheid vom 26. August 2014 rechnete er den entsprechend verbuchten Ge-
schäftsaufwand in der vollen Höhe von Fr. 720'000.- auf und nahm er zudem noch
kleinere Korrekturen im Zusammenhang mit nicht verbuchten Privatanteilen des
Hauptaktionärs D im Betrag von Fr. 8'200.- vor. Dergestalt ergaben sich die folgenden
Steuerfaktoren:
Steuerperiode 1.1. - 31.12.2012 Direkte Bundessteuer Staats- und Gemeindesteuern
Fr. Fr.
Steuerbarer Reingewinn 812'600.- 812'600.-
Steuersatz 8.5% 8%
Eigenkapital per 31.7.2009 391'000.-
Steuerbares Kapital 391'000.-
Steuersatz 0.75‰ .
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B. Die hiergegen am 24. September 2014 erhobenen Einsprachen, mit wel-
chen die Pflichtige die vollumfängliche Abzugsfähigkeit des aufgerechneten Dritthono-
rars verfechten liess, wies das kantonale Steueramt mit Entscheiden vom 10. Okto-
ber 2014 ab.
C. Mit Beschwerde und Rekurs vom 12. November 2014 liess die Pflichtige
beantragen, sie mit einem steuerbaren Reingewinn von Fr. 92'600.-, eventuell
Fr. 509'300.- und subeventuell Fr. 759'300.- zu veranlagen bzw. einzuschätzen. Mit
ausführlicher Begründung wurde im Hauptantrag verfochten, dass das aufgerechnete
Dritthonorar in der Höhe von Fr. 720'000.- geschäftsmässig begründet sei; andernfalls
sei die Aufrechnung um den Betrag von Fr. 250'000.- zu reduzieren, weil die C AG die
Zahlung in diesem Umfang nicht erfolgswirksam verbucht habe und im Übrigen dürfe in
jedem Fall die im Honorar enthaltene Mehrwertsteuer von Fr. 53'333.35 nicht aufge-
rechnet werden. In formeller Hinsicht wurde zudem die Durchführung einer mündlichen
Hauptverhandlung beantragt.
Das kantonale Steueramt schloss mit Vernehmlassung vom 12. Dezem-
ber 2014 auf Abweisung der Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung
(EStV) liess sich nicht vernehmen.
Im Rahmen eines 2. Schriftenwechsels hielten die Parteien mit Eingaben vom
29. Januar 2015 (Replik) bzw. 10. Februar 2015 (Duplik) an ihren Anträgen fest.
Auf die Ausführungen der Parteien in den verschiedenen Rechtsschriften ist
– soweit erforderlich – in den nachstehenden Erwägungen einzugehen.

Die Kammer zieht in Erwägung:
1. a) Das Verfahren vor dem Steuerrekursgericht ist grundsätzlich schriftlich;
es ergibt sich weder aus der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) noch aus der
Europäischen Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 (EMRK) ein An-
spruch auf eine mündliche Verhandlung bzw. persönliche Anhörung im Rechtsmittel-
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verfahren (VGr, 5. März 2014, SB.2013.105 + SB.2013.106, E. 5.4). So räumt der An-
spruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) keinen grundsätzlichen Anspruch auf
eine mündliche Anhörung ein (BGr, 27. September 2013, 2C_104/2013, E. 2,
www.bger.ch; BGE 134 I 140 E. 5.3). Dasselbe gilt für das Recht auf ein faires Verfah-
ren gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK; diese Garantie findet nach ständiger Rechtsprechung
des Bundesgerichts und der europäischen Organe auf Steuerverfahren ohnehin keine
Anwendung (BGr, 1. Juni 2010, 2C_24/2010, E. 3.2, www.bger.ch).
b) Soweit die Pflichtige ihr formelles Begehren um Durchführung einer mündli-
chen Hauptverhandlung auf Art. 142 Abs. 4 des Bundesgesetzes über die direkte Bun-
dessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 148 Abs. 2 des Steuergesetzes vom
8. Juni 1997 (StG) stützt, geben diese beiden Bestimmungen dem Rekursgericht wohl
die Möglichkeit auf Anordnung einer mündlichen Verhandlung, nicht aber der Pflichti-
gen den Anspruch auf Durchführung einer solchen.
c) Vorliegend besteht für das Rekursgericht kein Anlass für die Durchführung
einer mündlichen Verhandlung, so dass das entsprechende formelle Begehren abzu-
weisen ist.
2. a) Der steuerbare Reingewinn einer juristischen Person setzt sich gemäss
Art. 58 Abs. 1 DBG bzw. § 64 Abs. 1 StG zusammen aus dem Saldo der Erfolgsrech-
nung unter Berücksichtigung des Saldovortrags des Vorjahrs (lit. a bzw. Ziff. 1) sowie
aus allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen
des Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von geschäftsmässig begründetem
Aufwand verwendet werden (lit. b bzw. Ziff. 2). Zu letzterem gehören insbesondere
offene und verdeckte Gewinnausschüttungen und geschäftsmässig nicht begründete
Zuwendungen an Dritte (Art. 58 Abs. 1 lit. b al. 5 DBG, § 64 Abs. 1 Ziff. 2 lit. e StG).
b) Geschäftsmässig unbegründeter Aufwand liegt vor, wenn dieser keine
Grundlage in der geschäftlichen Aktivität findet, d.h. wenn ein sachlicher Zusammen-
hang zwischen Aufwendung und Geschäftsbetrieb fehlt (Richner/Frei/Kaufmann/Meu-
ter, Handkommentar zum DBG, 2. A., 2009, Art. 58 N 74 DBG, und Kommentar zum
harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 64 N 162 StG). Verdeckte Ge-
winnausschüttungen im Besonderen sind in Erfolgsrechnung und Bilanz nicht als Ge-
winn ausgewiesene Leistungen einer Gesellschaft, mit denen sie ihren Aktionären oder
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=01.06.2010&to_date=01.06.2010&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=m%FCndlich&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-140%3Ade&number_of_ranks=0#page140
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diesen nahestehenden Personen bewusst geldwerte Vorteile zuwendet, die sie unbe-
teiligten Dritten nicht einräumen würde (RB 1982 Nr. 72, mit Hinweisen; Markus Reich,
Verdeckte Vorteilszuwendungen zwischen verbundenen Unternehmen, ASA 54,
621 f.). Die Einräumung geldwerter Leistungen kann nicht nur in Form physischer Ver-
mögenszuwendungen an die Aktionäre erfolgen. Vielmehr bildet jede Leistung der Ge-
sellschaft ohne entsprechende Gegenleistung, die nicht im geschäftlichen Interesse,
sondern im Interesse der Aktionäre erbracht wird, eine Gewinnausschüttung (Reich,
ASA, 54, 635 und 639, auch zum Folgenden). Als Empfänger einer verdeckten Ge-
winnausschüttung kommen nicht nur die Anteilsinhaber, sondern auch diesen nahe-
stehende Personen in Betracht (VGr, 27. Januar 1987, SB 51/1986, mit Hinweis auf
BGr, 17. September 1976, ASA 45, 595). Eine Hauptform verdeckter Gewinnausschüt-
tungen besteht darin, dass die Gesellschaft übersetzte Gewinnungs- und Anschaf-
fungskosten aufwendet und so eine überhöhte Belastung eines Erfolgs- oder Be-
standskontos bewirkt (Reich, ASA 54, 613 ff.).
Ob eine Vorteilszuwendung zwischen Gesellschaften, die von denselben Akti-
onären beherrscht werden, geschäftsmässig begründet war, ist ausschliesslich vom
Standpunkt der steuerpflichtigen juristischen Person aus zu beurteilen, nicht vom
Standpunkt des Konzerns aus, dem sie angehört. Massgebend ist nach anerkannter
schweizerischer Auffassung das so genannte "at arm's length"-Prinzip (RB 1985
Nr. 42, mit Verweisungen).
c) Ist streitig, ob einer Leistung der steuerpflichtigen Gesellschaft eine Gegen-
leistung des Aktionärs bzw. der verbundenen Gesellschaft gegenübersteht, trägt die
Gesellschaft die Beweislast für das Vorhandensein einer solchen Gegenleistung
(VGr, 14. Juli 1999 = StE 1999 B 72.14.2 Nr. 23; Martin Zweifel, Die Sachverhaltser-
mittlung im Steuerveranlagungsverfahren, 1989, S. 111 f., auch zum Folgenden). Ist
umstritten, ob zwischen den gegenseitigen Leistungen ein offensichtliches Missver-
hältnis bestehe und ob deshalb auf eine verdeckte Gewinnausschüttung geschlossen
werden dürfe, hat die Steuerbehörde durch ihre Untersuchungen den steuerbegründ-
enden Umstand des offensichtlichen Missverhältnisses zwischen Leistung und Gegen-
leistung aufzuzeigen, mithin darzutun, dass eine Leistung der Gesellschaft ganz oder
teilweise nicht geschäftsmässig begründet sein kann (vgl. StE 1990 B 24.4. Nr. 25).
Darauf obliegt dem Steuerpflichtigen wiederum der Nachweis, dass trotz Missverhältnis
zwischen Leistung und Gegenleistung keine verdeckte Gewinnausschüttung anzu-
nehmen ist (vgl. StRK II, 26. Mai 1999, 2 ST.1999.194).
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Der den Steuerpflichtigen obliegende Beweis einer angemessenen Gegenleis-
tung setzt eine spätestens vor Rekursgericht zu gebende substanziierte Sachdarstel-
lung voraus (RB 1987 Nr. 35, mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Substanziiert ist
die Sachdarstellung dann, wenn aus ihr die vorgetragenen tatsächlichen Behauptun-
gen in der Weise detailliert hervorgehen, dass bereits gestützt auf diese Vorbringen –
aber unter Vorbehalt einer Beweiserhebung – eine zweifelsfreie rechtliche Beurteilung
des behaupteten Sachverhalts möglich ist (vgl. VGr, 15. Dezember 1989, SB 89/0050).
Fehlt es an einer in diesem Sinn genügenden Substanziierung – welche im Beweisver-
fahren nicht nachgeholt werden kann (RB 1980 Nr. 69) –, hat das Rekursgericht keine
Untersuchung zu führen, um sich die erforderlichen Grundlagen zu beschaffen
(RB 1975 Nr. 64), und hat eine Beweisabnahme zu unterbleiben mit der Wirkung, dass
der Nachweis der mangelhaft behaupteten Tatsachen zuungunsten des hierfür be-
weisbelasteten Steuerpflichtigen als gescheitert zu betrachten ist. Für die von ihm ver-
fochtene, hinreichend substanziierte Sachverhaltsschilderung hat er sodann von sich
aus zum Beweis geeignete Unterlagen einzureichen oder diese wenigstens unter ge-
nauer Bezeichnung anzubieten (vgl. RB 1975 Nr. 55).
3. a) Ausgelöst wurde die steueramtliche Untersuchung im Zusammenhang
mit der hier strittigen Gewinnaufrechnung durch den Umstand, dass die Pflichtige in
ihrer Jahresrechnung 2012 über das Ertragskonto "6550 Fremdarbeiten" einen erklä-
rungsbedürftigen Negativbetrag von Fr. 666'772.60 verbucht hatte.
b) Diese Untersuchung förderte Folgendes zu Tage:
aa) Der Pflichtigen wurde am 28. Februar 2012 von der C AG ein Betrag von
Fr. 720'000.- (Fr. 666'666.65 zuzüglich MWST von Fr. 53'333.35) für deren "Anteil am
Projekterfolg gemäss Vertrag" für die Projekte "Zürich Wipkingen, ......strasse" sowie
"Knonau, ........weg" in Rechnung gestellt. Verbucht hat sie den entsprechenden Zah-
lungsausgang im Betrag von Fr. 666'666.65 (ohne MWST) am 8. März 2012 mit nega-
tivem Vorzeichen über das besagte Ertragskonto "6550 Fremdarbeiten". Weiter zeigte
sich, dass die Pflichtige ihrerseits am 28. Februar 2012 der B AG einen "Anteil am Pro-
jekterfolg gemäss Vertrag" für die besagten Projekte in der Höhe von Fr. 800'000.- (Fr.
740'740.75 zuzüglich Mehrwertsteuer von Fr. 59'259.25) in Rechnung gestellt hatte.
Verbucht hat sie den entsprechenden Zahlungseingang ebenfalls per 8. März 2012 auf
dem Ertragskonto "6000 Betriebsertrag".
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Zu diesen beiden gegenläufigen Geldflüssen (Ertrag bzw. Minusertrag) liess
die Pflichtige erklären, sowohl sie wie auch die C AG hätten an Projekten der B AG
einen Gewinnanteil zugute gehabt; gesamthaft habe dieser Fr. 800'000.- betragen. Der
Einfachheit halber habe sie (die Pflichtige) der B AG den Gesamtbetrag in Rechnung
gestellt und danach der C AG den dieser zustehenden Anteil von Fr. 720'000.- vergütet
(vgl. Auflageantwort vom 5. Mail 2014 mit den Kontoauszügen 6000 und 6050 samt
Rechnungsbelegen im Anhang).
bb) Auf telefonisches Nachfragen des Steuerkommissärs hin liess die Pflichti-
ge mit Schreiben vom 17. Juli 2014 einen zwischen ihr und der B AG abgeschlossenen
"Kooperationsvertrag" einreichen; dieser datiert vom 29. März 2010 und ist nicht unter-
zeichnet. Darauf Bezug nehmend liess sie sodann ausführen, dass die in Frage ste-
henden Projekte per 2007 gestartet worden seien. Weil die Pflichtige erst im März 2010
gegründet worden sei, seien also schon zuvor erhebliche Vorleistungen erbracht wor-
den. Im Kooperationsvertrag sei geregelt, dass der Pflichtigen 10% der Leistungen
zustünden, welche von der B AG geleistet würden. Die Differenz zwischen der Belas-
tung der Pflichtigen an die B AG (also Fr. 800'000.-) und der Rechnung der C AG an
die Pflichtige (also Fr. 720'000.-) entspreche genau den vertraglich abgemachten 10%.
cc) Gestützt auf diese wenig transparente Sachlage setzte der Steuerkommis-
sär die Untersuchung mit folgenden Bemerkungen fort (vgl. Mahnung zur Auflageerfül-
lung vom 21. Juli 2014): Der vorgelegte Kooperationsvertrag beziehe sich einzig auf
die Beziehung der Pflichtigen mit der B AG, nicht jedoch auf diejenige mit der C AG,
womit die geschäftsmässige Begründetheit des der Letzteren ausgerichteten Projekter-
folgsanteils von Fr. 720'000.- nicht erstellt sei. Es bleibe folglich anhand von beweis-
kräftigen Belegen aufzuzeigen, dass die C AG pro 2012 tatsächlich Leistungen zu-
gunsten der Pflichtigen erbracht habe, welche im Drittvergleich ein entsprechendes
Honorar rechtfertigten. Im Übrigen sei die behaupte Aufteilung 90% zu 10% gemäss
Kooperationsvertrag wohl eher umgekehrt.
dd) Die Pflichtige liess in der Folge mit Eingabe vom 21. August 2014 auch
einen zwischen ihr und der C AG abgeschlossenen Kooperationsvertrag einreichen;
dieser Vertrag zwischen Mutter- und Tochtergesellschaft datiert vom 2. April 2010 und
ist auf beiden Seiten von D unterzeichnet. In Ziff. 4 dieses Vertrags ist festgehalten,
dass der Pflichtigen bei "gesellschaftsübergreifenden Mandaten" lediglich eine Auf-
wandentschädigung von 10% zustehe; 90% der verrechneten Erfolgsbeteiligung seien
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der C AG abzugeben. Auf diese Regelung Bezug nehmend liess die Pflichtige ausfüh-
ren, dass die Leistungen für das in Frage stehende Projekt "früher, und nicht durch die
Pflichtige" erbracht worden seien. Die Arbeiten der Pflichtigen hätten sich auf wenige
Schlussarbeiten beschränkt, wie Garantieabnahmen, Handwerkerlisten etc.; mit 10%
des Gewinnanteils seien diese mehr als gut abgegolten worden. Die im März 2010
gegründete Pflichtige habe für einen Einmannbetrieb in den ersten drei Geschäftsjah-
ren stolze Zahlen präsentiert; ein noch besseres Ergebnis hätte sie aus Arbeitsleistun-
gen gar nicht erzielen können. Bei der Weiterleitung des 90%igen Projekterfolgs durch
die C AG handle es sich um eine vertragliche Vereinbarung und nicht etwa um eine
Gewinnverschiebung in einen anderen Kanton. Die C AG habe diesen Ertrag denn
auch ordentlich deklariert und versteuert.
ee) Der Steuerkommissär vertrat in der Veranlagungsverfügung bzw. im Ein-
schätzungsentscheid den Standpunkt, dass mit den vorgelegten Kooperationsverträ-
gen und den abgegebenen Behauptungen betreffend die 90%-Erfolgsbeteiligung der C
AG die geschäftsmässige Begründetheit der Zahlung über Fr. 720'000.- in keiner Wei-
se nachgewiesen worden sei. In der gegebenen Konstellation (Leistungsaustausch
zwischen Tochter- und Muttergesellschaft) seien für den Nachweis, dass Leistungen
bzw. Abgeltungsgeldflüsse einem objektiven Drittvergleich standhielten, Detailbelege
erforderlich, welche das genaue Ausmass sowie die Art der erbrachten Tätigkeiten im
Einzelnen erkennen liessen; zu denken sei etwa an Arbeitsrapporte, E-Mails und der-
gleichen. Wieso die C AG gemäss Kooperationsvertrag mit der Pflichtigen 90% des
Projekterfolgs erhalten sollte, sei unerfindlich, zumal in Ziff. 1 des Vertrags angegeben
werde, dass diese an Investments beteiligt sei, welche mit einem geringen Stunden-
aufwand erbracht werden könnten. Der Kooperationsvertrag halte folglich einem Dritt-
vergleich nicht stand. Die C AG sei sodann nur unwesentlich bzw. knapp drei Monate
vor der Pflichtigen gegründet worden, womit wenig glaubhaft sei, dass mit der Weiter-
leitung der Fr. 720'000.- bereits von der C AG erbrachte Leistungen abgegolten wor-
den seien.
ff) Mit der Einsprache liess die Pflichtige (neben einem nunmehr unterzeichne-
ten Kooperationsvertrag mit der B AG) als einziges zusätzliches Beweismittel die Jah-
resrechnung 2012 der C AG einreichen und ansonsten zum Sachverhalt folgende er-
gänzende Ausführungen machen:
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Im Jahr 2006 hätten D und E eine Zusammenarbeit im Baubereich vereinbart.
Der Erstere sei seit 2007 Geschäftsführer der B AG und der Letztere Verwaltungsrat
und Hauptaktionär der F AG, Wallisellen, gewesen. Gemäss Vereinbarung hätte D mit
50% an der B AG beteiligt werden sollen. Vor diesem Hintergrund habe Letzterer ge-
gen Ende 2009 die C AG gegründet, um in diese die zu erwerbenden Teile der B AG
einzubringen und über diese kleinere Vermittlungs- und Sondergeschäfte abzuwickeln.
Ausserdem habe er beabsichtigt, die Mittel der C AG in Liegenschaften und weitere
Beteiligungen zu investieren, die C AG also als Beteiligungs- und Immobiliengesell-
schaft auszugestalten. Kurz nach Gründung der C AG habe E mitgeteilt, dass die Be-
teiligung von D an der B AG nicht mehr erwünscht sei, die laufenden Projekte jedoch
weiterhin geteilt werden sollten und D deshalb eine eigene operative Gesellschaft zur
Abwicklung der gemeinsamen Projekte gründen solle. Das Arbeitsverhältnis zwischen
der B AG und D sei alsdann per Ende März 2010 aufgelöst worden. Im gleichen Monat
habe D in der Folge (als operativ tätige Gesellschaft im Bereich Beratung, Planung,
Realisierung sowie Kauf und Verkauf von Immobilien) die Pflichtige gegründet, an wel-
cher die C AG sämtliche Anteile halte. D habe absichtlich eine Tochtergesellschaft der
C AG zur Abwicklung der gemeinsamen Projekte mit der B AG gegründet, weil eine
gewisse Nähe der beteiligten Gesellschaften im Auftritt gegen Aussen beabsichtigt
gewesen sei; dies zeige sich in der Namensgebung "B". Die C AG sei demgegenüber
für andere Geschäfte, die Risikoübernahme sowie das Halten der Beteiligungen be-
stimmt gewesen.
Die laufenden Arbeiten der B AG (insbesondere im Zusammenhang mit der
Erfüllung von Totalunternehmer-Mandaten) seien per 1. März 2010 auf Mandatsbasis
an die Pflichtige übertragen worden. Im entsprechenden Kooperationsvertrag zwischen
der B AG und der Pflichtigen sei in Ziff. 3.1.2 eine hälftige Abrechnung abgemacht
worden; insbesondere Kostenunterschreitungserfolge bzw. sogenannte "Erfolgsbeteili-
gungen", welche gemäss den Verträgen mit den jeweiligen Investoren der B AG zu-
stünden, hätten also zu 50% an die Pflichtige abgegeben werden müssen. Für Projek-
te, welche in den Jahren 2006 bis 2010 und somit über eine Zeitspanne von 5 Jahren
abgewickelt worden seien, habe sich im Jahr 2012 eine solche Zahlung von der B AG
an die Pflichtige von Fr. 800'000.- ergeben.
Wie erwähnt sei die C AG als Beteiligungs- und Liegenschaftengesellschaft
ausgestaltet, was auch ein Blick in deren Jahresrechnung 2012 bestätige. Inhaltlich
bestehe deren Hauptaufgabe neben dem Halten eines Liegenschaftenportfolios in der
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strategischen Leitung der Gruppengesellschaften und der Risikoübernahme. Nebenbei
übe sie im Rahmen von "Aufträgen mit geringem Zeitaufwand" auch eine untergeord-
nete operative Tätigkeit aus, weshalb sie steuerlich im Kanton Zug nicht als Holdingge-
sellschaft qualifiziere. Die Pflichtige sei demgegenüber als Tochtergesellschaft aus-
schliesslich operativ tätig und treffe keine Projektentscheidungen. Sie übernehme
keine Verantwortung bzw. kein Geschäftsrisiko für Projekte mit Erfolgsbeteiligung; das
Risiko liege immer bei der C AG. Aufgrund dieser gruppeninternen Organisation sei am
2. April 2010 der Kooperationsvertrag zwischen der Pflichtigen und der C AG unter-
zeichnet worden. In diesem werde in Ziff. 1 wohl erwähnt, dass die Geschäfte der C
AG mit geringem Zeitaufwand erbracht werden könnten. Es sei jedoch zu berücksichti-
gen, dass die C AG das "gesamte Unternehmerrisiko (strategischer und finanzieller
Natur)" für diese Projekte mit Erfolgsbeteiligung trage, weswegen nicht nur die hohen
Erträge, sondern auch das Verlustrisiko bezüglich der Abgeltung berücksichtigt werden
müsse. Die Pflichtige erbringe für diese Projekte nur untergeordnete administrative
Tätigkeiten (wie das Erstellen von Projektabrechnungen), weswegen ihr Anteil von
10% an der Erfolgsbeteiligung von Fr. 800'000.- im Sinn der Aufwandentschädigung
nach Ziff. 4 des Kooperationsvertrags gut bemessen sei.
Fragen lasse sich allenfalls, ob es sinnvoller gewesen wäre, wenn der Koope-
rationsvertrag mit der B AG von der Muttergesellschaft C AG statt von der Pflichtigen
abgeschlossen worden wäre. Jedoch sei der gemeinsame Auftritt gegenüber Investo-
ren von der B AG und der Pflichtigen namensbedingt beabsichtigt gewesen, weshalb
man an der gewählten Variante festgehalten habe, wonach die Pflichtige die Erfolgsbe-
teiligung von der B AG vereinnahme und zu 90% an die risikotragende Muttergesell-
schaft weiterleite. Dem Ertrag der C AG stehe damit also nicht grosser stundenmässi-
ger Aufwand gegenüber, sondern hauptsächlich die Übernahme des
Unternehmerrisikos. Die Zahlung der Pflichtigen an die Muttergesellschaft C AG quali-
fiziere demnach nicht als Entschädigung einer bezogenen Leistung in Form einer Ar-
beitsleistung, sondern als Entschädigung für die Übernahme des
finanziellen und strategischen Unternehmerrisikos. Aus diesem Grund spiele die
steuerbehördlich erwähnte kurze Frist zwischen der Gründung der C AG und der
Pflichtigen gar keine Rolle. Insgesamt stelle damit die streitbetroffene Weiterleitung der
Fr. 720'000.- an die Muttergesellschaft C AG geschäftsmässig begründeten Aufwand
dar.
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gg) Die Einsprachebehörde würdigte all diese Vorbringen in der Folge dahin-
gehend, dass sich der faktische Zweck der C AG auf die Abschöpfung von Gewinn der
Pflichtigen beschränke; schleierhaft sei dabei, wieso sie gemäss der vorgelegten Jah-
resrechnung 2012 keine entsprechende Erfolgsbeteiligung verbucht habe. Unbestritte-
nermassen trete gegenüber Dritten stets und ausschliesslich die Pflichtige auf, weshalb
davon auszugehen sei, dass im Rahmen der Mandate bzw. Auftragsverhältnisse pri-
mär diese Verantwortliche und Haftungsverpflichtete sei. Konkrete Vertragsgestaltun-
gen mit Dritten, welche auf eine vollumfängliche Risikoabwälzung an die
Muttergesellschaft C AG schliessen liessen, seien nicht vorgelegt worden. Die Sach-
darstellung betreffend die angebliche Risikoverteilung erscheine insgesamt als reine
Schutzbehauptung. Dies folge auch daraus, dass gemäss Kooperationsvertrag der
Pflichtigen mit der B AG die jeweiligen Verträge im Namen und auf Rechnung der
Pflichtigen abgeschlossen würden und die C AG darin nirgends erwähnt werde. Dem
Kooperationsvertrag der Pflichtigen mit der C AG lasse sich ebenfalls nichts im Hinblick
auf die geltend gemachte Risikoabwälzung bzw. Aufgabenteilung entnehmen. Die Risi-
kotragung entspreche im Übrigen auch nicht dem Zweck der C AG gemäss Handelsre-
gistereintrag. Die Jahresrechnung der C AG lasse sodann erkennen, dass diese (mit
Ausnahme von ausserkantonaler Liegenschaftenbewirtschaftung) keinerlei substantiel-
len Leistungen erbringe. Die verbuchten Raumkosten liessen es dabei als fraglich er-
scheinen, ob sich die tatsächliche Verwaltung und damit der Sitz der Gesellschaft tat-
sächlich im Kanton Zug und nicht vielmehr am Wohnsitz des Alleinaktionärs in Zürich
befinde. Schliesslich sei festzuhalten, dass das von der Pflichtigen verfochtene Ge-
schäftsmodell dazu führte, dass jeglicher Gewinn operativer Gesellschaften rasch und
mühelos in steuergünstige Gefilde im In- und Ausland verschoben werden könnte.
hh) Beschwerde- und rekursweise lässt die Pflichtige im Wesentlichen die
Sachverhaltsschilderung der vorgängigen Einsprachen wiederholen und Folgendes
ergänzen: Die Einsprachebehörde gehe zu Unrecht davon aus, dass die C AG nur den
Gewinn der Pflichtigen abschöpfe, weil sie sich nur auf schriftliche Dokumente abstütze
und die tatsächlichen Verhältnisse basierend auf mündlichen Vereinbarungen unbe-
rücksichtigt lasse bzw. den Sachverhalt insoweit ungenau abgeklärt habe. Dass die C
AG Garantien für die Tochtergesellschaft eingehen und die Risikotragung übernehmen
könne, werde vom statutarischen Zweck gedeckt. Die Pflichtige und die C AG seien
sich von Anfang an darin einig gewesen, dass die Letztere für die Risikotragung ver-
antwortlich sei, auch wenn dies schriftlich nirgends festgehalten werde; zum diesbe-
züglichen Beweis würden D und E als Zeugen angeboten. In Ziff. 1 und 2 des Koopera-
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tionsvertrags sei sodann festgelegt, dass die C AG für die Projekte mit Erfolgsbeteili-
gung verantwortlich sei und die Pflichtige risikoarme Geschäfte abwickle. Eine Erfolgs-
beteiligung impliziere stets auch eine Risikoübernahme. Diese Risikoübernahme könne
sodann ohne weiteres in mündlichen Vereinbarungen geregelt werden. Sie werde zu-
dem auch in der Jahresrechnung der C AG abgebildet: In dieser sei nämlich von den
Fr. 720'000.- ein Anteil von Fr. 250'000.- nicht als Ertrag verbucht worden, was einem
Viertel der latenten Risikopositionen entspreche, welche gemäss interner Auflistung
der C AG den Betrag von Fr. 987'000.- erreichten.
Eine Gewinnverschiebungsabsicht bestehe im Übrigen nicht, weil im folgen-
den Sinn alle Formen der sogenannten funktionsadäquaten Substanz erfüllt seien:
- Lokale formale Substanz bzw. adäquate Büroräumlichkeiten mit Arbeitsplät-
zen und Infrastruktur: Die C AG verfüge bei der F AG zwar nicht über fixe Bü-
roräumlichkeiten, könne jedoch – im Sinn eines "shared office space" – einen
Arbeitsplatz inklusive Infrastruktur nach Bedarf in Anspruch nehmen. D halte
sich rund einmal wöchentlich in diesen Büroräumlichkeiten auf, wie dies aus
einer Aufstellung bezüglich ausgeführter Arbeiten für die C AG hervorgehe.
Angesichts dieser geringen Anwesenheitszeiten und des nicht exklusiven Bü-
roarbeitsplatzes rechtfertige sich der tiefe Mietzins von Fr. 150.- pro Monat.
- Personelle Substanz: D als einziger Verwaltungsrat und geschäftsführendes
Organ beziehe einen aufwandunabhängigen Lohn aus der C AG.
Überschlagsmässig erreichten seine Leistungen für die C AG einen Wert von
Fr. 112'000.-, was seinen Lohn deutlich übersteige.
- Finanzielle Substanz: Die C AG weise per Ende 2012 ein gesundes Eigen-
und Fremdfinanzierungsverhältnis auf; ohne Hypothek betrage der Fremdfi-
nanzierungsgrad rund 30%, was auf eine stabile Eigenfinanzierung hindeute.
Aus alledem ergebe sich, dass keine Gewinnverschiebungsabsichten bestan-
den hätten, sondern die C AG für die Risikotragung verantwortlich gewesen sei.
4. a) Auszugehen ist zunächst davon, dass die Pflichtige mit der B AG im Im-
mobilienbereich zusammenarbeitet. Die beiden Gesellschaften haben unter dem Na-
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men "B Immobilien" denn auch einen gemeinsamen Internetauftritt, in welchem sie ihre
Dienstleistungen (wie: Suche von Grundstücken, Entwicklung und Realisierung von
Immobilienprojekten, Immobilienhandel, Bauherrentreuhand und Bauherrenvertretung,
Portfoliomanagement etc.) präsentieren. In dieser Internetpräsentation werden unter
"Portrait" die beiden Gesellschaften auf gleicher Stufe mit ihren Verwaltungsratspräsi-
denten E und D vorgestellt. Zu diesem gemeinsamen Aussenauftritt passt der Koope-
rationsvertrag zwischen der Pflichtigen und der B AG, datierend vom 29. März 2010.
Die ersten Vertragsziffern regeln die Zusammenarbeit und die Aufgaben der beiden
Gesellschaften, wobei für Details auf (nicht aktenkundige) separate Verträge verwiesen
wird. In Ziff. 3.1 des Kooperationsvertrags ist die Honorierung der Pflichtigen geregelt,
bestehend aus einer (eher komplexen) Grundberechnung (Ziff. 3.1.1) und einer Er-
folgsbeteiligung (Ziff. 3.1.2). Betreffend Erfolgsbeteiligung wird dabei festgehalten,
dass die Realisierung von Bauprojekten mittels separaten Totalunternehmerverträgen
mit Kostendach zwischen der B AG, der Pflichtigen und der G (= Baugenossenschaft)
geregelt werde. Der Kostendachunterschreitungserfolg gehe alsdann im Umfang von
60% an die G und zu 40% an die B AG; die Letztere teile ihren Anteil hälftig mit der
Pflichtigen, welche also mit 20% am Projekterfolg beteiligt sei.
Vor diesem Hintergrund hat also die Pflichtige der B AG am 28. Februar 2012
unter Bezugnahme auf zwei konkrete Projekte (Zürich Wipkingen, ......strasse, und
Knonau, .....weg) Rechnung gestellt über pauschal Fr. 800'000.-
(Fr. 740'740.75 + 8% MWST von Fr. 59'259.25) für ihren Anteil am diesbezüglichen
Projekterfolg. Den Nettoertrag (ohne MWST) hat sie alsdann am 8. März 2012
dem Konto "6000 Betriebsertrag" gutgeschrieben. Insoweit ist der Sachverhalt un-
bestritten und auch ohne weiteres nachvollziehbar: Zwei Gesellschaften arbeiten im
Immobilienbereich zusammen und teilen sich nach Projektende (im Sinn von Ziff. 3.1.2
des Kooperationsvertrags) die vereinbarte Erfolgsbeteiligung.
b) Die Pflichtige hat nun aber von den vereinnahmten Fr. 800'000.- einen An-
teil von Fr. 720'000.- ihrer im Kanton Zug domizilierten Muttergesellschaft C AG wei-
tergeleitet. Wenn eine Gesellschaft eine vertragsgemäss erarbeitete Erfolgsbeteiligung
im Umfang von 90% an eine nahestehende Gesellschaft weiterleitet, ist dies stark er-
klärungsbedürftig. Den steuerlichen Beweislastregeln folgend hat die Pflichtige folglich
nachzuweisen, dass die sich massiv auf ihren Jahresgewinn auswirkende Weiterlei-
tung geschäftsmässig begründet ist. Diesen Nachweis konnte sie nicht erbringen:
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aa) Gemäss Rechnung der C AG vom 28. Februar 2012 umfasst der Betrag
von Fr. 720'000.- den Anteil, welchen diese am Erfolg betreffend die beiden Projekte in
Zürich-Wipkingen und Knonau "gemäss Vertrag" zugute hat. Als einzigen Vertrag ein-
gereicht hat die Pflichtige den mit der C AG per 2. April 2010 abgeschlossenen Koope-
rationsvertrag. Unterzeichnet wurde dieser zwischen Mutter- und Tochtergesellschaft
abgeschlossene Vertrag auf beiden Seiten von D. In diesem Vertrag wird in einer Prä-
ambel (Ziff. 0) festgehalten, dass der Vertrag die Zusammenarbeit und die Kerntätig-
keiten der beiden Gesellschaften regle und festlege, wie im Zusammenhang mit "mög-
licherweise überschneidenden Geschäftsfällen" abgerechnet werde. Was die
Kerntätigkeiten der C AG betrifft, wird alsdann in Ziff. 1 angeführt, dass sich diese an
Investments verschiedenster Art beteiligen könne; zudem würden insbesondere Kom-
missionsgeschäfte resp. Geschäfte mit Erfolgsbeteiligung über die C AG abgewickelt.
Das Merkmal letzterer Geschäfte bestehe darin, dass sie mit einem geringen Stunden-
aufwand erbracht werden könnten. Betreffend Kerntätigkeiten der Pflichtigen wird in
Ziff. 2 festgehalten, dass diese Geschäfte abwickle, welche über verkaufte Stunden
abgerechnet würden; dies seien insbesondere Beratungsmandate und Bauherrenver-
tretungsmandate. In Ziff. 3 ist schliesslich vermerkt, es bestehe die Möglichkeit, dass
Mandate einen gesellschaftsübergreifenden Charakter hätten; dieser Geschäftsfall
liege vor, wenn ergänzend zu einem nach Stunden resp. Aufwand honorierten Mandat
mit dem Auftraggeber eine zusätzliche Erfolgsbeteiligung vereinbart sei. Schliesslich
lautet Ziff. 4 im Wortlaut wie folgt:
"Gesellschaftsübergreifende Mandate werden entsprechend der erbrach-
ten Kerntätigkeit verrechnet. Beispiel: Eine pauschal erbrachte Bauher-
renvertretungsleistung wird aus der A AG (= die Pflichtige) erbracht und
entsprechend von der A AG verrechnet. Eine allenfalls zusätzlich ver-
einbarte Erfolgsbeteiligung – welche letztlich erst ein gesellschaftsüber-
greifendes Mandat ausmacht – wird dieser Kerntätigkeit entsprechend
von der C AG verrechnet. Es ist dabei nicht auszuschliessen, dass aus
praktischen Überlegungen und der Einfachheit halber (einheitlicher Auf-
tritt nach aussen) ein Gesamtmandat von der A AG formuliert wird. Falls
die Erfolgsbeteiligung Wirksamkeit erlangt, wird diese zwar von der A
AG nach aussen verrechnet, im Innenverhältnis steht der A AG jedoch
lediglich eine Aufwandentschädigung von 10% des gesamten Re-
chungsbetrages zu. 90% der verrechneten Erfolgsbeteiligung sind der C
AG abzugeben."
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bb) Vertragliche Abmachungen zwischen verbundenen Gesellschaften, bei
welchen sich eine natürliche Person (hier D) auf beiden Seiten verantwortlich zeichnet,
sind nicht per se unzulässig. Entscheidend ist unter steuerrechtlichen Gesichtspunkten
letztlich, ob ein dergestalt vereinbarter Leistungsaustausch einem Drittvergleich stand-
hält. Davon kann in Bezug auf den vorgelegten Kooperationsvertrag keine Rede sein:
Klar formuliert ist in diesem Vertrag nach dem Gesagten einzig, dass die
Pflichtige bei "gesellschaftsübergreifenden Mandaten, welche mit Erfolgsbeteiligungen
verbunden sind", 90% der jeweiligen Erfolgsbeteiligung der C AG abzugeben hat.
Selbstredend würde im Drittvergleich eine gewinnorientierte Gesellschaft, welche ge-
stützt auf ihren ordentlichen Geschäftsgang (hier = die Zusammenarbeit mit der B AG
im Immobilienbereich) Erfolgsbeteiligungen von mehreren hunderttausend Franken
erzielen kann, niemals auf die Idee kommen, 90% davon einer anderer Gesellschaft
abzugeben; es sei denn, diese andere Gesellschaft würde einer solchen Aufteilung
entsprechende gewichtige Leistungen erbringen. Vorliegend ist indes gestützt auf den
Kooperationsvertrag nicht erwiesen, dass die C AG überhaupt Leistungen zugunsten
der Pflichtigen erbringt. Ist in diesem Vertrag davon die Rede, dass die C AG sich an
Investments beteiligen kann oder dass über die C AG "Geschäfte mit Erfolgsbeteili-
gung" abgewickelt werden können, so folgt daraus nicht, dass die C AG in diesem Zu-
sammenhang Leistungen erbringt, mit welchen sie sich eine 90%ige Erfolgsbeteiligung
verdient. Hinzu kommt, dass gerade zu den "Geschäften mit Erfolgsbeteiligung" noch
bemerkt wird, diese könnten "mit geringem Stundenaufwand" erbracht werden. Welche
Leistungen hinter diesem "geringen Stundenaufwand" stehen und wieso diese gemäss
Vertrag eine 90%-Beteiligung rechtfertigen könnten, bleibt das Geheimnis der Ver-
tragsparteien.
cc) Als Zwischenergebnis steht damit fest, dass sich dem vorgelegten allge-
meinen Kooperationsvertrag nicht entnehmen lässt, welche Leistungen die C AG all-
gemein für die Pflichtige erbringt, geschweige denn, welches ihre Leistungen im Zu-
sammenhang mit den hier betroffenen Projekten in Zürich-Wipkingen und Knonau
waren. Klar ist lediglich, dass allfällige Leistungen der C AG nur geringen Stundenauf-
wand hätten verursachen können. Dies widerspiegelt sich denn auch in deren Jahres-
rechnung:
Der gesamte Geschäftsaufwand der C AG betrug per 2012 Fr. 112'595.75 und
betrifft grossmehrheitlich Steueraufwand. Der Anteil an Personalkosten beläuft sich
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lediglich auf Fr. 20'400.- (= offenbar das Verwaltungsratshonorar von D). Die gesamten
Raumkosten erreichen mit Fr. 1'800.- p.a. (= Fr. 150.- pro Monat) einen Betrag, für
welchen man in der einschlägigen zuger Gemeinde allenfalls einen Autoabstellplatz im
Freien mieten kann; dazu passen die Jahreskosten für Telefon/Porti/Fax von Fr. 37.50.
Von adäquaten Büroräumlichkeiten mit Arbeitsplätzen und Infrastruktur, welche nach
Bedarf in Anspruch genommen werden können, kann bei solchen Verhältnissen nicht
die Rede sein. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die C AG per 2012 im Kanton Zug
gar nicht aktiv war und jedenfalls keine sich in üblichem Geschäftsaufwand (vgl. den
diesbezüglichen Aufwand der Pflichtigen in ihrer Jahresrechnung) niederschlagende
Leistungen erbracht hat, sondern dort lediglich über ein Briefkastendomizil verfügte.
Der von der C AG verbuchte Geschäftsaufwand hält einem Drittvergleich also dann
stand, wenn man ihn mit den Kosten vergleicht, welche einer Gesellschaft üblicherwei-
se für das Führen eines Briefkastendomizils in einer steuergünstigen Gemeinde anfal-
len.
dd) Dass sich die geschäftsmässige Begründetheit der streitigen Zahlung an
die C AG mit dem Kooperationsvertrag nicht nachweisen lässt, hat denn auch die
Pflichtige eingesehen, indem sie im Rechtsmittelverfahren neu geltend machte, die
streitige Zahlung an ihre Muttergesellschaft qualifiziere nicht als Entschädigung für
bezogene Leistungen in Form von Arbeitsleistungen, sondern als Entschädigung für
die Übernahme des finanziellen und strategischen Unternehmerrisikos, wobei Letzte-
res schriftlich nirgends festgehalten, jedoch von der Pflichtigen und der C AG gewollt
gewesen sei.
Auf die in letzterem Zusammenhang angebotene Zeugeneinvernahme ist aus
den folgenden Gründen ohne weiteres zu verzichten: Wenn die Risikotragung die Ge-
genleistung für die schriftlich vereinbarte 90%-Erfolgsbeteiligung sein soll, ist zunächst
nicht nachvollziehbar, wieso dies im Kooperationsvertrag nicht ebenfalls festgehalten
worden ist, sondern von den Vertragsparteien nur mündlich vereinbart worden sein soll
(letztlich also von D mit sich selber); dass in einem schriftlichen Vertrag nur die Geld-
leistung, nicht aber die Gegenleistung festgelegt wird, ist völlig realitätsfremd. Gäbe es
eine solche Vereinbarung, wäre sodann erneut ein Drittvergleich anzustellen. "At arm's
length" betrachtet ist aber wiederum nicht nachvollziehbar, wieso die Pflichtige als ge-
winnorientierte Gesellschaft, welche gestützt auf ihren ordentlichen Geschäftsgang
offenkundig sehr hohe Erfolgsbeteiligungen erzielen kann, 90% dieser Erfolgsbeteili-
gung einer Drittgesellschaft für die Risikotragung überlassen sollte. Dabei hat die
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Pflichtige nicht einmal dargelegt, welches Risiko ihr denn die C AG abgenommen ha-
ben soll. Soweit sie beschwerde- und rekursweise eine Liste mit dem Titel "Zusammen-
fassung der latenten Risikopositionen 2012, anteilsmässig C AG" einreichte, kann ihr
diese nicht weiterhelfen. Aufgelistet werden in dieser Liste zahlreiche Einzelpositionen
(wie z.B. "Allgemeine Mängelrisiken 2-jährige Garantieabnahme Fr. 30'000.-" oder
"Nachträge Entsorgung Altlasten Fr. 8'000.-"), welche verschiedenste Bauprojekte
betreffen und insgesamt knapp 1 Mio. Fr. erreichen, und hinsichtlich welcher gemäss
Angabe der Pflichtigen eine Eintretenswahrscheinlichkeit von 25 - 30% bestehen soll.
Allerdings erreichen die Positionen, welche die hier in Frage stehenden Projekte in
Zürich-Wipkingen und Knonau betreffen, lediglich einen Betrag von 237'000.-, womit
mit dem besagten Risikofaktor ein Risikobetrag von rund Fr. 60'000.- verbleibt. Ob ein
solches Risiko tatsächlich besteht, ist allerdings fraglich, ist doch grundsätzlich davon
auszugehen, dass eine vereinbarte Erfolgsbeteiligung wegen Kostenunterschreitung
erst ausbezahlt wird, wenn die Kosten definitiv feststehen. Selbst wenn dem so wäre,
so wäre im Rahmen eines Drittvergleichs davon auszugehen, dass die Pflichtige von
der vereinnahmten Erfolgsbeteiligung von Fr. 800'000.- ganz einfach den besagten
Risikobetrag von Fr. 60'000.- zurückgestellt hätte (Passivierung einer entsprechenden
Rückstellung, welche bei Nichteintreten des Risikofalls später erfolgswirksam aufgelöst
werden könnte). Niemals würde sie unter solchen Umständen indes auf die Idee kom-
men, dieses weniger als 10% der Einnahmen betragende Risiko einer (nicht naheste-
henden) Drittgesellschaft zu übertragen und dieser dafür 90% der Einnahmen ab-
zugeben.
ee) Die Abgabe von 90% der vereinnahmten Erfolgsbeteiligung an die C AG
erklärt sich nach alledem nur mit dem Nahestehendenverhältnis und der offensichtli-
chen Absicht, Gewinn von der im Kanton Zürich domizilierten Pflichtigen zur im steuer-
günstigeren im Kanton Zug domizilierten Muttergesellschaft zu verschieben. Damit fehlt
der Weiterleitung der Erfolgsbeteiligung an die C AG die geschäftsmässige Begründet-
heit und ist diese folglich von der Steuerbehörde zu Recht aufgerechnet worden.
5. a) Im Eventualantrag macht die Pflichtige unter Bezugnahme auf die vor-
stehend bereits erwähnte Liste mit den Risikopositionen geltend, die C AG habe die
streitbetroffene Zahlung von Fr. 666'666.65 (Fr. 720'000.- exkl. MWST) nicht vollum-
fänglich als Ertrag, sondern im Umfang von Fr. 250'000.- unter "Vorauszahlungen
Kunden" im Sinn einer Rückstellung verbucht. Unter dem Titel von geschäftsmässig
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nicht begründetem Aufwand könne eine verdeckte Gewinnausschüttung nicht höher
sein, als der effektiv verbuchte Ertrag aus dieser Transaktion, ansonsten begründet
werden müsste, inwiefern die verbuchten Erträge zu gering ausgefallen sein sollten.
Mithin könne nur ein Betrag von Fr. 416'666.- aufgerechnet werden.
b) Zu beurteilen ist der von der Pflichtige über das Konto 6550 Fremdarbeiten
erfolgswirksam verbuchte Aufwand in der Höhe von Fr. 666'666.65 (ohne MWST), wel-
cher eine Zahlung an die Muttergesellschaft C AG betrifft und nach dem vorstehend
Gesagten geschäftsmässig nicht begründet ist. Wie immer diese Zahlung ertragsseitig
bei der C AG verbucht worden ist, interessiert in diesem Zusammenhang nicht. Mass-
gebend ist allein, dass das Gewinnergebnis der Pflichtigen zu Unrecht um diesen Be-
trag geschmälert worden ist, was es steuerlich zu korrigieren gilt.
6. a) Ebenfalls eventualiter lässt die Pflichtige dafür halten, dass von der strit-
tigen Zahlung über Fr. 720'000.- an die Muttergesellschaft jedenfalls der darin enthal-
tene Mehrwertsteueranteil von Fr. 53'333.35 nicht aufgerechnet werden könne, denn
dieser sei nicht erfolgswirksam über das Konto "1170 Debitor MWST Dienstleistungen"
verbucht worden. Allgemein könne die an den Rechnungssteller bezahlte MWST, wel-
che wiederum als Vorsteuer zurückgefordert werde, nicht als nicht geschäftsmässig
begründeter Aufwand qualifiziert werden. Die MWST von Fr. 53'333.35 sei an die C AG
bezahlt worden, welche diesen Betrag gemäss MWST-Abrechnung Q2/2012 an die
ESTV abgeliefert habe; die Pflichtige habe diesen Betrag in ihrer MWST-Abrechnung
Q2/2012 als Vorsteuer zurückgefordert. Wenn die Steuerbehörde von einer Gewinn-
ausschüttung an die Muttergesellschaft inklusive Mehrwertsteuer ausgehe, widerspre-
che dies der Tatsache, dass Gewinnausschüttungen im Sinn der MWST als Nicht-
Entgelte gemäss Art. 18 Abs. 2 lit. f des Bundesgesetzes über die Mehrwertsteuer vom
12. Juni 2009 (Mehrwertsteuergesetz, MWSTG) qualifizierten.
b) Die Vorinstanz hält dem in der Beschwerde- und Rekursantwort entgegen,
dass aus steuerlicher Sicht von der C AG keine Leistungen erbracht worden seien,
weshalb von einer ungerechtfertigten und damit gegenstandslosen Vorsteuerforderung
auszugehen sei, welche die EStV nicht rückerstatten würde und damit kein werthalti-
ges Guthaben darstelle.
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c) Erwiesen ist zunächst, dass die C AG der Pflichtigen am 28. Februar 2012
Rechnung über Fr. 720'000.- gestellt hat (Fr. 666'666.65 zuzüglich Fr. 53'333.45
MWST) und die Pflichtige ihrer Muttergesellschaft diesen Gesamtbetrag am 8.
März 2012 gemäss Hinweis auf der Rechnung in der Folge auch überwiesen
hat. Den Nettobetrag hat sie, wie vorstehend erwähnt, am 8. März 2012 erfolgswirksam
über das Konto "6550 Fremdarbeiten" verbucht, womit noch der Frage nachzugehen
ist, wie sich der bezahlte Mehrwertsteueranteil auf ihre Jahresrechnung 2012 ausge-
wirkt hat. Wiederum interessiert in diesem Zusammenhang grundsätzlich nicht, wie die
C AG diesen Geschäftsvorfall verbucht hat bzw. ob sie die Fr. 53'333.45 zu Unrecht
der EStV abgeliefert hat (vgl. die diesbezügliche Abrechnung), weil sie in Tat und
Wahrheit gar keine mehrwertsteuerpflichtige Leistungen erbracht hat. Massgebend ist
wiederum die buchhalterische Behandlung des Geschäftsvorfalls bei der Pflichtigen:
Gemäss Buchhaltung hat die Pflichtige den Mehrwertsteueranteil der Rech-
nung ihrer Muttergesellschaft (= Fr. 53'333.35) im Konto "1170 Debitor MWST Dienst-
leistungen" mit dem Betreff "8% von Fr. 666'666.65" eingebucht; Gegenkonto der Bu-
chung ist das Konto "1020" (gemäss Jahresrechnung = Guthaben auf einem
Bankkonto bei der Aargauer Kantonalbank). Tatsächlich erfolgte damit keine erfolgs-
wirksame Aufwandbuchung, sondern ein Aktiventausch, indem der Abgang der
Fr. 53'333.35 auf dem Bankkonto (zur Zahlung an die C AG) durch eine (Vorsteuer-)
Forderung gegenüber der EStV ersetzt worden ist. Wenn nun – wie die Vorinstanz da-
für hält – diese aktivierte Forderung nicht werthaltig war, so hätte sich dies erst er-
folgswirksam ausgewirkt, wenn sie abgeschrieben worden wäre. Dies hat die Pflichtige
indes nicht getan; vielmehr hat sie nach eigenen Angaben die Forderung im Rahmen
der Mehrwertsteuerabrechnung für das Quartal II (1.4. - 30.6.2010) mit entsprechen-
den Mehrwertsteuerschulden verrechnet und damit die Forderung realisiert (vgl. diese
Abrechnung, in welcher allerdings ein Vorsteuerabzug von Fr. 52'124.85 aufgeführt
ist). Unter dem Strich bedeutet dies, dass der fragliche Mehrwertsteueranteil aus der
Rechnung der C AG letztlich zulasten der ESTV ging, welche von der C AG jedoch
ebendiesen Anteil wiederum überwiesen erhalten hat; für die ESTV resultiert dergestalt
ein Nullsummenspiel ohne Korrekturbedarf. Bei der Pflichtigen wirkten sich diese Bu-
chungen demzufolge nicht auf den Gewinn aus; letztlich hat sie einfach ihre Mehr-
wertsteuerschulden mit einem Umweg über die Muttergesellschaft beglichen. Damit
kann aber insoweit auch keine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegen und ist damit
der entsprechenden steuerbehördlichen Aufrechnung der Boden entzogen.
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d) Mit ihren Eventualanträgen dringt die Pflichtige mithin insoweit durch, als
sich von der streitbetroffenen Zahlung von Fr. 720'000.- an die C AG allein das Netto-
betreffnis von Fr. 666'666.35 (ohne Mehrwertsteueranteil von Fr. 53'333.35) als ge-
schäftsmässig nicht begründet erweist (verdeckte Gewinnausschüttung). Die steuerba-
ren Gewinne sind entsprechend zu reduzieren bzw. neu gemäss Subeventualantrag
auf Fr. 759'300.- festzulegen.
7. Nach alledem sind die Beschwerde und der Rekurs teilweise gutzuheissen.
Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens den Parteien anteilsmässig
aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 und Abs. 5 DBG; §§ 150b und 151 Abs. 1 StG). Partei-
entschädigungen sind nicht zuzusprechen.