Decision ID: abfbbbb5-cfd9-5a4b-a235-8c4d3f9d638b
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der 1984 geborene ägyptische Staatsangehörige B._ (im : Gesuchsteller) beantragte am 26. März 2008 bei der  Botschaft in Kairo ein Visum für einen zweimonatigen  bei N._ (im Folgenden: Gastgeberin bzw. ) in X._ (ZH). Die Schweizer Vertretung lehnte es ab, ein Visum in eigener Kompetenz zu erteilen und leitete das  zur Prüfung und zum Entscheid an die Vorinstanz weiter.
B. Zum Antrag begrüsst, holte das Migrationsamt des Kantons Zürich bei der Gastgeberin ergänzende Auskünfte ein und leitete sie an die  weiter. Letztere lehnte es in einer Verfügung vom 28. Mai 2008 ab, das beantragte Besuchsvisum zu erteilen. Dies im Wesentlichen mit der Begründung, der Gesuchsteller lebe in einer Region, aus der als Folge der dort herrschenden wirtschaftlichen und soziokulturellen Verhältnisse ein anhaltend starker Zuwanderungsdruck festzustellen sei. Die anstandslose und fristgerechte Wiederausreise könne deshalb vorliegend nicht als gesichert betrachtet werden. Es lägen keine  vor, welche eine Einreise trotzdem als zwingend erscheinen .
C. Mit Beschwerdeeingaben vom 23. Juni und 14. Juli 2008 beantragt die Gastgeberin beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der  Verfügung und die Erteilung des Besuchsvisums. Zur  macht sie im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz habe mit der angefochtenen Verfügung in unzulässiger Weise einzig auf die im Ursprungsland herrschende sozioökonomische Situation abgestellt, ohne auch nur im Ansatz eine einzelfallbezogene Beurteilung  zu haben. Schon deshalb wäre die angefochtene Verfügung aufzuheben. Tatsächlich seien in den persönlichen Verhältnissen des Gesuchstellers genügend Elemente für eine Verwurzelung im  Umfeld zu erkennen. Der Gesuchsteller sei seit langem ; er arbeite bereits seit sechs Jahren im Verkauf und erziele dabei ein für ägyptische Verhältnisse überdurchschnittliches . Mit diesem sorge er auch für den Unterhalt seiner Eltern und dreier Schwestern.
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Komme hinzu, dass der beabsichtigte Aufenthalt einem besonderen Zweck diene, nämlich der Prüfung, ob die zwischen ihr und dem  bestehende Freundschaft eine genügende Basis für eine spätere gemeinsame Zukunft in der Schweiz abgeben könnte. Sie (die Beschwerdeführerin) garantiere für die fristgerechte Wiederausreise des Gesuchstellers nach dessen Besuchsaufenthalt.
D. Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung vom 4. September 2008 an der angefochtenen Verfügung fest und schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Sie habe ihren Entscheid in Berücksichtigung aller  Umstände getroffen. Der Gesuchsteller sei erst 24 Jahre alt und ledig. Der Umstand allein, dass er erwerbstätig sei, lasse keine andere Risikoeinschätzung zu. Auch die Zusicherungen der  könnten zu keinem anderen Entscheid führen. Sie kenne  Gast noch nicht lange und habe ihn erst zwei- oder dreimal  von Ferienaufenthalten getroffen.
E. In einer Replik vom 13. Oktober 2008 hält die Beschwerdeführerin an ihrem Antrag und an dessen Begründung fest. Zwar gehe die  in der Vernehmlassung zumindest ansatzweise auf die  Situation des Gesuchstellers ein. Eine Heilung des ursprünglich gesetzten Mangels im Rechtsmittelverfahren komme jedoch nicht in Frage. Im Übrigen sei die Einlassung der Vorinstanz lückenhaft. Sie habe insbesondere nicht beachtet, dass der Gesuchsteller bereits seit sechs Jahren im Verkauf arbeite und dabei ein überdurchschnittliches Einkommen erziele. Ebenfalls unberücksichtigt sei geblieben, dass der Gesuchsteller nicht nur für seinen eigenen Unterhalt, sondern auch für denjenigen seiner Eltern und dreier Schwestern aufkomme. Gerade diese Aspekte deuteten auf eine tiefe Verwurzelung im Heimatland hin. Weiter teilt die Beschwerdeführerin mit, dass sie im vergangenen  erneut zwei Wochen beim Gesuchsteller in Ägypten verbracht habe.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden ge-
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gen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde erlassen wurden. Darunter fallen u.a. Verfügungen des BFM, mit denen die Ausstellung eines  verweigert wird. In dieser rechtlichen Materie entscheidet das Bundesverwaltungsgericht endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Sofern das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt, richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem VwVG (Art. 37 VGG).
1.3 Die Beschwerdeführerin ist gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur  berechtigt. Auf die frist- und formgerechte Beschwerde ist einzutreten (Art. 50–52 VwVG).
2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des  Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im  das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist  Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht  und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Rechts- und Sachlage zum Zeitpunkt seines  (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten  2A.451/2002 vom 28. März 2003).
3. 3.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet, die Vorinstanz habe das Gesuch allein gestützt auf die allgemeinen Verhältnisse im Heimatland des  abgelehnt, ohne die konkreten Umstände des Einzelfalles einzubeziehen. Auf eine rechtliche Qualifizierung der Rüge verzichtet die Beschwerdeführerin. In Anbetracht der gesamten Umstände kann jedoch davon ausgegangen werden, dass sie im Vorgehen der  eine Verletzung der sich aus dem Anspruch auf rechtliches  ergebenden Begründungspflicht erblickt (Art. 29 i.V.m. Art. 35 Abs. 1 VwVG).
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3.2 Die Begründungspflicht verlangt von der Behörde unter anderem, dass sie die Gründe offenlegt, weshalb sie so und nicht anders . Dieser Verpflichtung kam die Vorinstanz nicht nach, denn die persönliche Situation des Gesuchstellers, deren zentrale Bedeutung für die Risikoeinschätzung sie anerkennt und die gewürdigt zu haben sie in der Vernehmlassung behauptet, findet keinen Niederschlag in der Begründung der angefochtenen Verfügung. Eine sachgerechte  durch den Betroffenen und eine Kontrolle durch die  ist in einer solchen Situation in Frage gestellt.
3.3 Trotz grundsätzlich formeller Natur des rechtlichen Gehörs ist in casu das Fehlen der Begründung als geheilt zu betrachten, da diese in der Vernehmlassung der Vorinstanz enthalten war, die  dazu Stellung nehmen konnte und das Bundesverwaltungsgericht über volle Kognition verfügt (vgl. BGE 129 I 129 E. 2.2.3 S. 135). Die Heilung der Gehörsverletzung rechtfertigt sich umso mehr, als die rechtskundig vertretene Beschwerdeführerin nicht etwa Wiederholung des Verfahrens vor der Vorinstanz verlangt, sondern direkt eine  Gutheissung beantragt.
4. Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines Recht auf Einreise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Erteilung eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie andere Staaten auch – grundsätzlich nicht gehalten, Ausländerinnen und Ausländern die Einreise zu gestatten. Vorbehältlich völkerrechtlicher  handelt es sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl.  zum Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3774; BGE 133 I 185 E. 2.3 S. 189).
5. Der Bundesbeschluss vom 17. Dezember 2004 über die Genehmigung und die Umsetzung der bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU über die Assoziierung an Schengen und an Dublin (SR 362) wurde in der Volksabstimmung vom 5. Juni 2005 angenommen. Die entsprechenden Assoziierungsabkommen (darunter das  vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen , der Europäischen Union und der Europäischen  über die Assoziierung dieses Staates bei der Umsetzung,  und Entwicklung des Schengen-Besitzstands [SAA, SR 0.360.268.1]) sind sodann für die Schweiz am 12. Dezember 2008 de-
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finitiv in Kraft getreten. Durch die Übernahme des Schengen- wurden im Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) entsprechende  notwendig (vgl. u.a. Art. 2 Abs. 4 AuG, wonach die  über das Visumverfahren und über die Ein- und Ausreise nur gelten, sofern das Schengen-Recht keine abweichenden  enthält). Im Weiteren ist die Verordnung vom 24. Oktober 2007 über das Einreise- und Visumverfahren (VEV, AS 2007 5537) total  worden (vgl. Verordnung vom 22. Oktober 2008 über die Einreise und die Visumerteilung [VEV, SR 142.204]). Art. 57 VEV sieht vor, dass hängige Verfahren nach dem neuen, übergeordneten (-)Recht fortgeführt werden.
6. 6.1 Bezüglich der Einreisevoraussetzungen für einen Aufenthalt von höchstens drei Monaten verweist Art. 2 Abs. 1 VEV auf die Verordnung (EG) Nr. 562/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen (Schengener Grenzkodex [SGK, ABl. L 105 vom 13.04.2006, S. 1–32]). Art. 5 Abs. 1 SGK präzisiert die  für Drittstaatsangehörige. Diese benötigen zur Einreise ein oder mehrere gültige Reisedokumente und – sofern sie der Visumspflicht unterliegen – ein gültiges Visum (Bst. a und b). Sie müssen den Zweck und die Umstände ihres beabsichtigten Aufenthalts belegen und hierfür über ausreichende finanzielle Mittel verfügen (Bst. c). Im Weiteren dürfen sie nicht im Schengener  (SIS) zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben sein und keine Gefahr für die öffentliche Ordnung, die innere Sicherheit, die  Gesundheit oder die internationalen Beziehungen eines  darstellen (Bst. d und e).
6.2 Die Einreisevoraussetzungen gemäss Schengener Grenzkodex entsprechen im Wesentlichen Art. 5 Abs. 1 Bst. a–d AuG. Das in Art. 5 Abs. 1 Bst. c SGK genannte Erfordernis, Zweck und Umstände des  Aufenthalts zu belegen, wird in Art. 5 Abs. 1 AuG nicht explizit erwähnt. Demgegenüber verlangt Art. 5 Abs. 2 AuG, dass im Falle  nur vorübergehenden Aufenthalts für die gesicherte  Gewähr zu bieten ist. Dies stellt jedoch kein zusätzliches im  Recht verankertes Erfordernis dar und steht daher nicht im  zum Schengener Grenzkodex. Die Angabe des  Aufenthaltszwecks stellt nämlich zugleich eine Absichtserklä-
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rung dar, nach Erfüllung dieses Zwecks wieder ausreisen zu wollen. Erfolgen widersprüchliche oder unglaubwürdige Angaben zum , so kann daraus der Schluss gezogen werden, dass der  Gesuchsteller nicht willens ist, nach Ablauf des geplanten  den Schengenraum fristgerecht zu verlassen. In diesem Sinne äussert sich auch die Gemeinsame Konsularische Instruktion an die diplomatischen Missionen und die konsularischen Vertretungen, die von Berufskonsularbeamten geleitet werden (GKI, ABl. C 326 vom 22.12.2005, S. 1–149), die eine analoge Auslegung vornimmt. Die GKI verlangt hinsichtlich des Entscheids über den Visumsantrag die  des Migrationsrisikos; es muss geprüft werden, "ob der  die Absicht hat, in das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten mit Hilfe eines zu Touristik-, Studien-, Geschäfts- bzw. zu  ausgestellten Visums einzuwandern und sich dort “ (vgl. ABl. C 326, S. 10). Die laut Art. 5 Abs. 2 SGK zur Glaubhaftmachung des Aufenthaltszwecks in Frage kommenden  werden beispielhaft in Anhang I des Schengener Grenzkodex .
6.3 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist somit festzuhalten, dass die nach Art. 5 Abs. 1 Bst. c SGK erforderliche Überprüfung des Aufenthaltszwecks dieselbe Fragestellung aufwirft wie die Überprüfung des in Art. 5 Abs. 2 AuG genannten Merkmals der gesicherten . Es kann daher an die bisherige Praxis und Rechtsprechung bezüglich des letztgenannten Merkmals angeknüpft werden.
7. Das Schengen-Recht nimmt eine Differenzierung in Bezug auf die  von Drittstaatsangehörigen vor. Die Verordnung (EG) Nr. 539/2001 des Rates vom 15. März 2001 (ABl. L 81 vom 21.03.2001, S. 1–7) verweist in Art. 1 Abs. 1 und 2 auf die Anhänge I und II, welche jeweils eine Liste von Drittländern enthalten. In  I sind diejenigen Drittstaaten aufgelistet, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der Aussengrenzen der Schengen-Mitgliedstaaten im Besitz eines Visums sein müssen; Anhang II dagegen führt  Drittländer auf, deren Staatsangehörige von der Visumspflicht  sind. Als ägyptischer Staatsangehöriger unterliegt der  damit der Visumspflicht.
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8. 8.1 Zur Prüfung des Kriteriums der gesicherten Wiederausreise muss ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden. Dazu lassen sich in der  keine gesicherten Feststellungen, sondern lediglich Prognosen treffen. Dabei sind sämtliche Umstände des konkreten Einzelfalles zu würdigen.
8.2 Anhaltspunkte zur Beurteilung der Gewähr für eine fristgerechte Wiederausreise können sich aus der allgemeinen Situation im  der Besucherin oder des Besuchers ergeben.  von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten bzw. Regionen mit  oder wirtschaftlich vergleichsweise ungünstigen Verhältnissen können darauf hindeuten, dass die persönliche Interessenlage in  Fällen nicht mit dem Ziel und Zweck einer zeitlich befristeten  in Einklang steht.
8.3 Ägypten hat den Übergang von einer staatlich gelenkten oder  staatlich dominierten Wirtschaftsordnung zu einer  noch nicht abgeschlossen. Trotz mehrheitlich guter  Makrodaten des Haushaltjahres 2007/08 (über 7 Prozent Wachstum und eine Vervielfachung der ausländischen  in nur vier Jahren) steckt die reformorientierte Regierung  derzeit in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Die  ist im August 2008 auf 25,6 Prozent angestiegen, der  Rate seit über 50 Jahren. Bereits seit Ende 2007 waren infolge der Entwicklung auf dem Weltmarkt in Ägypten die Preise für  stark angestiegen. Dies hat grosse Teile der Bevölkerung, die über die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für Lebensmittel ausgeben, an den Rand des Existenzminimums gebracht. Zudem hat die Weltwirtschaftskrise Ägypten zum Jahreswechsel 2008/09 voll . Das Wirtschaftswachstum ging im 3. und 4. Quartal 2008  als erwartet auf 5,8 bzw. 4,1 Prozent zurück. Die ägyptische  wird in den kommenden Jahren – nebst der Bekämpfung der  – auch mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze vor grosse  gestellt werden. Bei einem Bevölkerungswachstum von immer noch fast 2 Prozent kommen jedes Jahr rund 800'000 Schulabgänger neu auf den Arbeitsmarkt, von denen aber nur etwa 250'000 den Weg in geregelte Beschäftigungsverhältnisse finden (Quelle: Website des Auswärtigen Amtes, Länder- und Reiseinformationen > Ägypten > Wirtschaft, <http://www..de>; Stand: April 2009, besucht im Juni 2009).
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Aufgrund der geschilderten Rahmenbedingungen sind breite  unzweifelhaft von vergleichsweise schwierigen  und sozialen Lebensbedingungen betroffen. Entsprechend hoch ist daher auch der Anteil jener, die versuchen, ins Ausland zu , um sich unter günstigeren Lebensbedingungen eine bessere Existenz aufbauen zu können. Der Trend zeigt sich erfahrungsgemäss besonders stark bei jüngeren und ungebundenen Personen, die durch die Anwesenheit von Verwandten oder Bekannten bereits über ein  soziales Beziehungsnetz im Ausland verfügen. Im Falle der Schweiz führt dies angesichts der restriktiven Zulassungsregelung nicht selten zur Umgehung ausländerrechtlicher Bestimmungen.
8.4 Bei der Risikoanalyse sind allerdings – wie bereits erläutert – nicht nur solch allgemeine Umstände und Erfahrungen, sondern auch  Gesichtspunkte des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. Obliegt einer gesuchstellenden Person im Heimatland beispielsweise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder familiäre , kann dieser Umstand durchaus die Prognose für eine  Wiederausreise begünstigen. Umgekehrt muss bei Personen, die in ihrer Heimat keine besonderen Verpflichtungen haben, das Risiko für ein fremdenpolizeilich nicht regelkonformes Verhalten (nach  Einreise zu einem Besuchsaufenthalt) hoch eingeschätzt .
9. 9.1 Beim Gesuchsteller handelt es sich um einen 25-jährigen, ledigen und kinderlosen Mann. Über seine persönlichen und familiären  ist nur bekannt, dass in Ägypten noch seine Eltern und  leben. Damit verfügt der Gesuchsteller zwar über ein  Netz vor Ort, das – wie von der Beschwerdeführerin geltend  – durchaus wichtig sein kann. Eigentliche Verpflichtungen,  den Gesuchsteller von einer Emigration abhalten könnten, sind daraus aber nicht abzuleiten und auch sonst nicht ersichtlich. Sie  sich insbesondere auch nicht aus dem wiederholten Hinweis der Beschwerdeführerin, wonach der Gesuchsteller seine Eltern und drei Schwestern finanziell unterstütze. Eine solche Unterstützung setzt  persönliche Anwesenheit vor Ort voraus. Im Gegenteil: Der Wunsch nach einer Emigration ist häufig gerade auch mit der Hoffnung , nahe Angehörige aus dem Ausland effizienter unterstützen zu können.
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9.2 Im Zeitpunkt des persönlichen Visumsantrags arbeitete der  als Verkäufer im 'old market' in Sharm El Sheik. Gemäss Darstellung der Beschwerdeführerin soll er damals bereits seit sechs Jahren im Verkauf tätig gewesen sein. Die Beschwerdeführerin betont zudem, dass er mit seiner Erwerbstätigkeit ein für ägyptische  überdurchschnittliches Einkommen erziele (monatlich  zwischen CHF 250 und 330). In einer im Gesuchsverfahren , undatierten Erklärung bestätigt der Arbeitgeber, dass der  die Erlaubnis für einen zweimonatigen Ferienbezug habe und das Arbeitsverhältnis nach der Rückkehr aus den Ferien weiter bestehe. Die Bestätigung dürfte eher Gefälligkeitscharakter haben, äussert sie sich doch weder zur bisherigen Dauer des  noch zur Höhe des Lohnes, noch zu den (finanziellen und ) Modalitäten eines zweimonatigen Urlaubs. Letzterer dürfte weit über dem landesüblichen jährlichen Ferienanspruch liegen.
9.3 Dass der Gesuchsteller einer Emigration nicht gänzlich abgeneigt ist, ergibt sich schlussendlich auch aus dem deklarierten Zweck des Aufenthalts in der Schweiz, nämlich der Prüfung der Beteiligten, ob ein gemeinsames Leben hier in Betracht gezogen werden kann oder nicht.
9.4 Vor dem allgemeinen und persönlichen Hintergrund durfte die  demnach davon ausgehen, dass keine hinreichende Gewähr für eine fristgerechte und anstandslose Wiederausreise des  nach einem Besuchsaufenthalt besteht. An dieser Beurteilung vermögen die Zusicherungen der Beschwerdeführerin nichts zu . Diese sind rechtlich nicht verbindlich und faktisch auch nicht durchsetzbar. Als Gastgeberin kann die Beschwerdeführerin zwar für gewisse finanzielle Risiken im Zusammenhang mit dem , aus nahe liegenden Gründen aber nicht für ein bestimmtes Verhalten ihres Gastes garantieren (anstelle vieler vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-204/2008 vom 5. März 2009 E. 8.4 und C-3243/2007 vom 10. Juni 2008 E. 5.5). Vorliegend tritt hinzu, dass die Beschwerdeführerin ihren Gast eingestandenermassen noch nicht sehr gut kennt. Sie ist ihm anlässlich eines Ferienaufenthalts in  Ende 2007 erstmals begegnet. Aktenkundig sind zwei weitere  der Beschwerdeführerin dorthin. Ansonsten verkehre man  telefonisch und elektronisch miteinander. Der geplante  in der Schweiz sollte unter anderem dazu dienen, sich besser  zu lernen. Unter diesen Umständen und angesichts eines nicht unwesentlichen Altersunterschieds (der Gesuchsteller ist rund 17 Jah-
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re jünger als die Gastgeberin) wird selbst die Beschwerdeführerin  Vorbehalte anbringen müssen, wenn es darum geht, mögliche Wünsche und Vorstellungen des Gesuchstellers über dessen kurz- und mittelfristige Lebensgestaltung einschätzen zu können.
10. Aus vorstehenden Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
11. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die  sind auf Fr. 700.- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).
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