Decision ID: 53a64761-767a-4150-9583-333682cbda08
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
hat sich ergeben:
I. Der 1964 geborene ägyptische Staatsangehörige A reiste am 17. August 1994 in die Schweiz ein und heiratete hier am 25. August 1994 die in D wohnhafte türkische Staatsangehörige E. Hierauf wurde ihm am 11. Oktober 1994 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau erteilt.
Nachdem sich A am 12. Juni 1995 von seiner türkischen Ehefrau hatte scheiden lassen, heiratete er am 6. Juni 1996 die Schweizerin F, worauf ihm seine Aufenthaltsbewilligung weiter verlängert wurde. Am ... 1997 kam die gemeinsame Tochter G zur Welt, welche das Schweizer Bürgerrecht besitzt.
Mit Strafurteil des Bezirksgerichts D vom 8. März 2000 wurde A wegen Schändung, einfacher Körperverletzung und Vergehen gegen das Waffengesetz zu einer 14-monatigen Gefängnisstrafe verurteilt.
Am 21. Juli 2001 wurde A die Niederlassungsbewilligung erteilt.
Nachdem sich A am 4. März 2004 von seiner Schweizer Ehefrau hatte scheiden lassen, heiratete er am 5. Mai 2006 die slowakische Staatsangehörige H. Aus dieser Ehe ging die am ... 2006 geborene Tochter I hervor, welche mit Scheidungsurteil des Bezirksgerichts Bülach vom 27. Oktober 2008 unter die elterliche Sorge ihrer bereits wieder im Ausland lebenden Mutter gestellt wurde.
Aus einer Beziehung zwischen A und der Schweizerin J ging am ... 2010 das Schweizer Kind K hervor.
Am 27. August 2013 heiratete A die weissrussische Staatsangehörige L. Am 23. April 2015 meldete er sich bei der Einwohnerkontrolle per 2. Juni 2015 nach Ägypten ab. Kurz darauf, am 28. April 2015, ersuchte er um die Aufrechterhaltung seiner Niederlassungsbewilligung, was vom Migrationsamt tags darauf abgelehnt wurde. Am 13. Mai 2015 ersuchte er die Sozialbehörde der Stadt M um die vorschüssige Übernahme der Flugkosten für seine Heimreise nach Ägypten und bestätigte hierbei, die Schweiz per 21. Mai 2015 definitiv verlassen zu wollen und die Aufrechterhaltung seiner Niederlassungsbewilligung nicht beantragt zu haben. Hierauf verliess er am 21. Mai 2015 die Schweiz in Richtung Kairo.
In den Jahren vor seiner Ausreise war A nur zeitweise und meist in geringen Beschäftigungsgraden erwerbstätig. Er und seine Familienangehörigen mussten zu einem grossen Teil von der Sozialhilfe unterstützt werden und seine Alimentenschulden gegenüber Sohn K mussten bevorschusst werden. Zudem wurden zahlreiche Betreibungen gegen ihn eingeleitet. Am 3. Juni 2015 wurde seine Ehe mit seiner weissrussischen Ehefrau geschieden.
Am 18. Januar 2017 reiste A wieder in die Schweiz ein und ersuchte am 30. Januar 2017 um die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Das Migrationsamt verweigerte am 13. Juli 2017 eine Bewilligungserteilung, da die Niederlassungsbewilligung infolge Abmeldung ins Ausland erloschen und die Voraussetzungen für eine Wiedererteilung der Niedererlassungsbewilligung oder die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nicht erfüllt seien. Sodann setzte es A eine Ausreisefrist bis zum 13. August 2017 an.
II.
Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 15. Januar 2018 wurde A wegen rechtswidrigen Aufenthalts mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je Fr. 30.- bestraft, nachdem er die Schweiz nicht innert der ihm angesetzten Ausreisefrist verlassen hatte. Zudem wurde rechtshilfeweise ein Strafverfahren wegen Vernachlässigung von Unterhaltspflichten gegenüber seiner in der Slowakei wohnhaften Tochter I eingeleitet und ihm hierzu am 18. Juni 2018 durch die Kantonspolizei D das rechtliche Gehör gewährt. Am 31. Juli 2018 kündigte A an, die Schweizerin N heiraten zu wollen, bei welcher er als Untermieter Wohnsitz nahm.
Den gegen die migrationsamtliche Bewilligungsverweigerung vom 13. Juli 2017 erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion am 31. August 2018 ab, soweit es diesen nicht als gegenstandslos erachtete. Zugleich setzte es A eine neue Ausreisefrist bis zum 3. Oktober 2018 an.
III.
Mit Beschwerde vom 1. Oktober 2018 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei festzustellen, dass seine Niederlassungsbewilligung nicht erloschen sei, eventualiter sei das Migrationsamt anzuweisen, diese wiederzuerteilen. Subeventualiter sei das Migrationsamt anzuweisen, ihm die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Von seiner Wegweisung sei abzusehen und der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Weiter wurde um unentgeltliche Rechtspflege und die Zusprechung einer Parteientschädigung ersucht.
Mit Eingabe vom 4. Oktober 2018 liess A ein Schreiben der Jugendpsychiaterin seines Sohnes vom 28. September 2018 nachreichen. Zugleich wurde die Mandatsführung an RA C substituiert und eine entsprechende Substitutionsvollmacht nachgereicht.
Während sich das Migrationsamt nicht vernehmen liess, verzichtete die Sicherheitsdirektion auf Vernehmlassung.

Die Kammer erwägt:
Die Kammer erwägt:
1. 1.1 Mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht können Rechtsverletzungen und die unrichtige oder ungenügende Feststellung des Sachverhalts gerügt werden, nicht aber die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (§ 20 in Verbindung mit § 50 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).
1.2 Da der Beschwerdeführer im Sinn nachfolgender Erwägungen über kein vorbestehendes Aufenthaltsrecht in der Schweiz verfügt, vermochte ihm die aufschiebende Wirkung der vorliegenden Beschwerde kein prozedurales Aufenthaltsrecht zu verschaffen. Gleichwohl wurde mit Präsidialverfügung vom 2. Oktober 2018 antragsgemäss angeordnet, dass während des Verfahrens alle Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben hätten.
1.3 Obwohl der Beschwerdeführer nach seiner Wiedereinreise in die Schweiz zunächst nur um die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ersuchte, ist im vorliegenden Verfahren auch der darüber hinausgehende Anspruch auf (Wieder-)Erteilung der Niederlassungsbewilligung zu prüfen (vgl. BGE 128 II 145 E. 1.1.4; Staatssekretariat für Migration [SEM], Weisungen und Erläuterungen Ausländerbereich [Weisungen AuG], Bern Oktober 2013 [aktualisiert am 1. Juli 2018, www.sem.admin.ch], E. 3.4.1).
1.4 Die Beschwerdeschrift vom 1. Oktober 2018 entspricht grösstenteils wortwörtlich der Rekurseingabe vom 14. August 2017, wenngleich die Parteibezeichnungen dem Verfahrensstand angepasst bzw. einfach ersetzt wurden und den materiellen Erwägungen neu eine zweiseitige Prozessgeschichte vorangestellt wurde. Lediglich auf S. 7, 9 und 10 der Beschwerdeschrift wird auf den vorinstanzlichen Entscheid Bezug genommen, wobei entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen behauptet wird, die Sicherheitsdirektion habe festgestellt, dass der Beschwerdeführer materiell Recht gehabt und seinem Gesuch vom 28. April 2015 betreffend Aufrechterhaltung der Niederlassungsbewilligung deshalb hätte entsprochen werden müssen.
Die anwaltlich verfasste Beschwerde lässt damit über weite Teile hinweg eine substanziierte Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen vermissen und genügt nur bedingt dem Begründungserfordernis von § 54 Abs. 1 VRG. Da das Verwaltungsgericht als eines der obersten kantonalen Gerichte nicht gehalten ist, gleich einer erstinstanzlichen Behörde den angefochtenen Entscheid von Amtes wegen nach allen Seiten hin zu überprüfen, ist auf die Beschwerde nur insoweit einzugehen, als dass sie sich auch hinreichend mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinandersetzt (vgl. BGr, 12. Januar 2018, 2C_140/2017, E. 3; vgl. auch VGr, 1. Februar 2017, VB.2016.00727, E. 2; VGr, 27. Januar 2016, VB.2015.00662, E. 1.1 [bestätigt mit BGr, 21. März 2016, 2C_221/2016, E. 2.2]).
Die anwaltlich verfasste Beschwerde lässt damit über weite Teile hinweg eine substanziierte Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen vermissen und genügt nur bedingt dem Begründungserfordernis von § 54 Abs. 1 VRG. Da das Verwaltungsgericht als eines der obersten kantonalen Gerichte nicht gehalten ist, gleich einer erstinstanzlichen Behörde den angefochtenen Entscheid von Amtes wegen nach allen Seiten hin zu überprüfen, ist auf die Beschwerde nur insoweit einzugehen, als dass sie sich auch hinreichend mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinandersetzt (vgl. BGr, 12. Januar 2018, 2C_140/2017, E. 3; vgl. auch VGr, 1. Februar 2017, VB.2016.00727, E. 2; VGr, 27. Januar 2016, VB.2015.00662, E. 1.1 [bestätigt mit BGr, 21. März 2016, 2C_221/2016, E. 2.2]).