Decision ID: 57f9a43e-3ab5-44fa-94a9-eebab1251f36
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1954, arbeitete seit 1988 als
selbständigerwerbender
Maler (
Urk.
7/63 S. 5). S
eit der Eintragung der
Y._
GmbH im Handels
re
gister
am 19. Februar 2002
war er
deren Gesellschafter und Geschäfts
führer (Internet-Handelsregister-Auszug) und für diese Gesell
schaft als Maler tätig (
Urk.
7/1 S. 84
). In dieser Eigenschaft war er bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Un
fällen versichert
(
Urk.
7/1 S. 84)
. Am 1
2.
Oktober 2002
rutschte
er
bei
der Arbeit
in einem Treppenhaus aus (
Urk.
7/1 S. 65, Urk. 7/1 S. 84)
,
wobei er einen Bruch am
rechten
Ellbogen
sowie eine
Kontusion der rechten Schulter
erlitt
(
Urk.
7/1 S.
57,
Urk.
7/1 S.
64). Der Versicherte wurde gleichentags
im
Z._
am rechten Ellbogen operiert
(Urk. 7/1 S. 63)
und d
ie SUVA erbrach
te Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen.
Der Versicherte begab
sich
sodann
am 13.
Januar 2003 in die Uniklinik
A._
, wo eine traumatische
Rotatoren
man
schetten
-(Partial)-Ruptur und eine posttraumatische
Frozen
shoul
der
rechts diagnostiziert wurde
n
(
Urk.
7/1 S. 57).
In derselben Klinik wurde er in der Folge
a
m 1
3.
Mai 2003
an de
r rechten Schulter operiert (
Urk.
7/1 S.
45).
Her
nach wurde dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. Urk. 7/1 S. 35, 37, 39, 41). Bei
anhaltenden Beschwerden erfol
gte schliesslich ein erneuter operativer
Eingriff
in der
B._
Klinik
vom 2
4.
März 2004
mit
Schulterarthroskopie mit
Rotatoren
man
schet
ten-Rekonstruk
tion
sowie
Osteosyn
thesematerial
ent
fernung
am rechten Ell
bogen
(
Urk.
7/23). In der Folge konnte die Arbeitsfähigkeit des Versicherten ab 3
1.
August 2004 auf 50
%
und ab 1
5.
November 2004 auf 100 % gesteigert werden
(Urk. 7/1 S.
4,
9
) und die SUVA schloss den Fall form
los ab (
Urk.
7/1 S. 6).
1.2
Am 2
5.
November 2008 stürzte
X._
von
einer
Leiter und fiel auf den Rücken
.
Die Erstbehandlung erfolgte im Stadtspital
C._
, wo eine
commotio
cerebri, eine Fraktur
Proccessi
transversi
Lendenwirbelkörper
(LWK) 1 bis 4 links sowie Brustwirbelsäulen (BWS)
-
Kontusionen diagnostiziert wurden (
Urk.
8/5
S. 3
).
Die SUVA erbrachte
erneut
Heilbehandlungs- sowie, aufgrund der attestierten Arbeit
sunfähigkeit, Taggeldleistungen
.
Sodann
untersuchte der SUVA-Kreisarzt
den Versicherten
am 14. September 2009
(Urk. 7/9
,
Urk.
8/32
).
Auf Empfehlung des SUVA-Kreisarztes
hielt
sich der Versicherte vom 2
9.
Oktober bis 2. De
zem
ber 2009 zur stationären Rehabilitation in de
r
Reha
klinik
D._
auf
(Urk. 7/10
,
Urk.
8/45 S. 1
).
Deren Ärzte veranlassten die
neu
rootologische
Untersuchung des Versicherten in der Abteilung Arbeits
medizin der SUVA vom
17. No
vember 2009 (
Urk.
8/40).
Nachdem die Ärzte der Rehakli
nik
D._
dem Versicherten ab
1.
Februar 2010 keine
Arbeitsun
fähigkeit mehr attestierten
(
Urk.
8/45 S. 2)
, stellte die SUVA ihre
Taggeld
leistungen
per diesem Datum ein (
Urk.
8/42).
1.3
Im Jahr 2010 stürzte der Versicherte
seinen Angaben zufolge erneut
von der Leiter und verletzte sich am Knie und Oberschenkel (vgl. Urk. 7/93 S. 2).
Sodann stürzte
er
am 1
7.
Juni 2012 mit dem Fahrrad
und zog sich eine Quetschwunde am Unterarm links, eine
Handge
lenkskontusion
links, eine Schürfwunde am Knie rechts, eine Schürfwunde am Ellbogen rechts sowie eine Schürfwunde am
5.
Finger der rechten Hand zu.
In der Folge
wurde an der lin
ken Hand eine kleine Knochenabsprengung festge
stellt (vgl.
Urk.
7/17 S. 1,
Urk.
7/87 S. 1,
Urk.
7/100 S. 3).
1.
4
Schliesslich begab sich d
er Versicherte im Jahr 2012 wieder wegen
Schul
ter
be
schwerden
rechts zu den Ärzten der
B._
Klinik in
Behandlung
(
Urk.
7/1
1
,
Urk.
7/1
2
) und
meldete der SUVA sodann am
5.
November 2012 einen Rück
fall zum Unfall vom 1
2.
Oktober 2002 (
Urk.
7/16). Die SUVA erbrachte wieder
um
Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen.
Der Versicherte wurde am 2
9.
Mai 2013 erneut an der rechten Schulter operiert (
Urk.
7/27)
und war in der Folge zu 100
% arbeitsunfähig (vgl.
Urk.
7/30
,
Urk.
7/39,
Urk.
7/41).
Dr.
med.
E._
, Chefarzt Orthopädie,
B._
Klinik, hielt am 6. Januar 2014 fest, dass durch eine weitere Operation kein
e Verbesserung der Schulter
funktion mehr
möglich
sei
(
Urk.
7/48
S. 1
).
Daraufhin
untersuchte der SUVA-Kreisarzt den Versicherten
am 1
9.
Februar 2014 (
Urk.
7/54).
Gleichentags schätzte
er
den Integritätsschaden aufgrund der Folgen des Unfalls vom 1
2.
Oktober 2002 auf 5
%
(
Urk.
7/55).
Hernach teilte die SUVA dem Versicher
ten
am 2
6.
Februar 2014
mit, dass sie – mit Ausnahme der Kostenübernahme für ein Schmerzmittel – die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen per
1.
Juli 2014 einstellen werde (
Urk.
7/56).
Mit Ver
fügung vom 12. Mai 2014
sprach sie ihm
sodann
mit Wirkung ab
1.
Juli 2014 eine Invalidenrente bei einem
Invali
ditätsgrad
von 13
%
und eine
Integri
tätsentschädigung
von
Fr.
5‘340.-- bei einer
Integri
tätseinbusse
von 5
%
zu (
Urk.
7/85).
Die dagegen von
X._
am 1
0.
Juni 2014 erhobene Ein
sprache
(
Urk.
7
/93 S. 1-4, mit ergän
zender
Ein
sprachebegründung
vom 1
4.
August 2014 [
Urk.
7/99
-100
]
)
wies die SUVA mit Entscheid vom
7.
August 2015 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
3.
September 2015 Beschwerde und be
ant
ragte sinngemäss, in Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheids
vom
7.
August 2015 sei ihm
eine höhere Invalidenrente
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
9.
Oktober 2015 beantragte die
Beschwerde
gegne
rin
Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
6 S. 2, unter Beilage ihrer Akten [
Urk.
7/1-121,
Urk.
8/1-52]), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
3.
Oktober 2015 zur
Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9). Mit Eingabe vom
9.
November 2015 nahm der Be
schwerdeführer zur Beschwerdeantwort vom
9.
Oktober 2015 Stel
lung (
Urk.
10)
.
Die
Beschwerdegegnerin
erhielt eine Kopie dieser Eingabe
(
Urk.
12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
4.
Zu ergänzen ist, dass
der Beschwerdeführer gegen die Verfügung der
So
zial
ver
sicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 23. Oktober 2015, mit welcher diese sein Rentenbegehren abgewiesen hat
te,
am 20. November 2015 beim hiesigen Gericht Beschwerde erhoben hat.
Diese Beschwerde
ist
Gegen
stand des Prozesses Nr.
IV.2015.01
2
0
2
und wurde mit
Urteil heutigen Datums
abgewiesen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Für die Umschreibung des Prozessthemas ist nach den Regeln über den
Anfech
tungs
- und Streitgegenstand zu verfahren. Streitgegen
stand im System der nachträglichen
Verwal
tungsrechtspflege
ist das Rechts
ver
hältnis, welches
–
im Rahmen des durch die Verfügung besti
m
mten
Anfech
tungsgegen
standes
–
den aufgrund der Beschwerdebegehren effektiv ange
foch
tenen
Verfügungsgegen
stand
bildet. Anfechtungsgegenstand und Streit
gegen
stand sind identisch, wenn die Verfügung ins
gesamt angefochten wird. Bezieht sich demgegenüber die Beschwerde nur auf einzelne der durch die Verfügung be
stimmten Rechtsver
hältnisse, gehören die nicht beanstan
deten Rechts
verhältnisse zwar wohl zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streitgegenstand.
Die begriffliche Unterscheidung von Streit- und Anfechtungsgegenstand erfolgt demnach auf der Ebene von Rechtsverhältnissen (BGE 130 V 501 E. 1.1 S. 502; 125 V 413 E. 2 S. 415 mit Hinweisen).
1.2
Die
Beschwerde vom
3.
September 2015
bezieht sich ausschliesslich auf die Frage des Rentenanspruchs und enthält denn auch weder
einen Antrag be
tref
fend
Integritätsentschädigung
noch weitere
Ausführungen
dazu
. Der
Anspruch des Beschwerdeführers auf
Integrität
sentschädigung
gehört mithin nicht zum Streitgegenstand des vorliegen
den Verfahrens
, weshalb der
Einspracheentscheid
vom
7.
August 2015 be
züglich
Inte
gritätsentschädigung
in R
echtskraft
erwach
sen
ist
.
Strittig und zu prüfen ist
indes
, ob der Beschwerdeführer ab dem
1.
Juli 2014
Anspruch auf
eine höhere Invalidenrente als eine solche bei einem
Invaliditäts
grad
von 13
%
hat.
2.
2
.1
Nach Art. 10 Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die ver
sicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8 des Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des
Sozialversiche
rungsrechts
[ATSG]) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art.
18
Abs.
1
UVG
). Der Rentenan
spruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfäl
lige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
2
.2
2
.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedin
gungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2
.2.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt er
scheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
2
.3
2
.3.1
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all
fälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeits
marktlage
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
2
.3.2
Nimmt ein Versicherter nach dem Unfall die Erwerbstätigkeit altershalber nicht mehr auf oder wirkt sich das vorgerückte Alter erheblich als Ursache der Beein
trächtigung der Erwerbsfähigkeit aus, so sind für die Bestimmung des
Invalidi
tätsgrades
die Erwerbseinkommen massgebend, die ein Versicherter im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte (Art. 28
Abs.
4 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV]).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts
hat die Unfallversicherung nicht dafür einzustehen, wenn der Versicherte aus invaliditätsfremden Gründen, zu denen unter anderem auch das Alter gehört
,
und durch die vor allem die Ver
mittelbarkeit auf dem realen Arbeitsmarkt beeinträchtigt wird, keine ent
spre
chende Arbeit findet
(BGE 122 V 418
E. 4a). Dem Umstand, dass
–
nebst der grundsätzlich allein versicherten unfallbedingten Invalidität
–
auch das vor
ge
rückte Alter eine Ursache der Erwerbslosigkeit oder -unfähigkeit bildet, wird im Bereich der Unfallversicherung bei der Invaliditätsbemessung mit der Be
stim
mung von
Art.
28
Abs.
4 UVV Rechnung
getragen. Wenn ein Ver
sicherter nach dem Unfall die Erwerbstätigkeit altershalber nicht mehr aufnimmt (Variante I) oder sich das vorgerückte Alter erheblich als Ursache der Beeint
rächtigung der Erwerbsfähigkeit auswirkt (Variante II), sind gemäss
Art.
28
Abs.
4 UVV für die Bestimmung des Invaliditätsgrades die
Erwerbsein
kommen
massgebend, die ein Versicherter im mittleren Alter bei einer ent
spre
chenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte. Damit wird auch berück
sich
tigt, dass die Invalidenrenten der Unfallversicherung bis zum Tod der Versicher
ten zur Ausrichtung gelangen (
Art.
19
Abs.
2 UVG), wobei sie
–
in Abweichung von
Art.
17
Abs.
1 ATSG
–
ab dem Monat, in dem die berechtigte Person eine Altersrente der AHV bezieht, spätestens jedoch ab Erreichen des Rentenalters nach
Art.
21 AHVG, nicht mehr revidiert werden können (
Art.
22 UVG). Mit
Art.
28
Abs.
4 UVV soll demnach verhindert werden, dass bei älteren Ver
sicherten zu hohe Invaliditätsgrade resultieren und Dauerrenten zuge
sprochen werden, wo sie mit Blick auf die unfallbedingte Invalidität eher die Funktion von Altersrenten aufweisen
(BGE 122 V 418 E. 3a
mit Hinweisen; Urteil
des Bundesgerichts
U 313/06 vom 1
4.
August 2007 E. 3.3). Das vorge
rückte Alter (im Bereich von "rund 60 Jah
ren",
BGE 122 V 418
E. 1b
)
ist in der Unfallversicherung nur im Rahmen von
Art.
28
Abs.
4 UVV zu berücksichtigen (Urteil
des Bundesgerichts
U 313/06 vom 1
4.
August 2007 E. 3.4). Die Anwen
dung von
Art.
28
Abs.
4 UVV setzt hin
sicht
lich seiner (hier allein in Frage kom
menden) Variante II eine physiologische
Alters
gebrechlichkeit
voraus, welcher im gesamten Ursachenspektrum der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit eine im Vergleich zur unfallbedingten Körperschädigung wesentliche Bedeutung zu
kommt
(BGE 122 V 418 E. 3b
i.f
.; Urteil des Bundesgerichts 8C_594/2013 vom 1
1.
November 2013
E. 4.2
).
Des Weiteren findet
Art.
28
Abs.
4 (Variante II) UVV dann Anwendung, wenn das vorgerückte Alter einer versicherten Person das Zumutbarkeitsprofil zwar nicht zusätzlich beeinflusst, mithin keine zusätzlichen Einschränkungen des funktio
nellen Leistungsvermögens mit sich bringt, aber einer Verwertung der Restarbeitsfähigkeit (auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt) trotzdem ent
gegen
steht, weil kein Arbeitgeber einen Angestellten im oder kurz vor dem AHV
Alter mit gesundheitlichen Einschränkungen ein
stellen würde (Urteil des Bundesgerichts 8C_346/2013 vom 1
0.
September 2013 E. 4.2 mit Hinweis auf das Urteil
8C_209/2012 vom 1
2.
Juli 2012 E. 5.3).
2
.4
2
.4
.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be
rück
sich
tigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar
legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi
nischen Situation einleuch
tet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2
.
4
.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der be
fragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den
Arzt
berichten
im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
3
.
S
UVA-Kreisarzt
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH,
führte im Bericht zur kreisärztlichen Unter
suchung vom 1
9.
Februar 2014 aus, bei zwar sehr gut erhaltener Beweglichkeit der rech
ten Schulter sei dennoch von einer Belastungsintoleranz des rechten Schulter
gelenks oberhalb der Schulterhöhe auszugehen. Eine typische Tätigkeit als Maler/Gipser könne dem Beschwerdeführer
somit nicht zugemutet werden, da hier im Regelfall repetitive und kraftvolle Überkopfarbeiten erforderlich seien. Effektiv berichte der Beschwerdeführer nicht über Folgen der
mehrfrag
mentären
Olekranonfraktur
rechts. Diesbezüglich sei ein leichtes
Extensionsde
fizit
des rechten Ellbogens vorhanden. Die Muskulatur des rechtshändigen Ver
sicherten habe im Laufe der Zeit zumindest beim Ausmessen einen
Seitenunter
schied
zur linken
adominanten
Seite bewirkt, was belege, dass der rechte Arm weniger eingesetzt werde und auch weiterhin (weniger) eingesetzt werden könne. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt seien dem Beschwerdeführer bis auf Schulter
höhe mittelschwere Tätigkeiten ohne repetitive und kraftvolle Tätig
kei
ten über Schulterhöhe und Tätigkeiten, welche Vibrationen und Schläge auf das rechte Schultergelenk übertragen, ganztags zumutbar (
Urk.
7/54,
Urk.
7/130 S.
5).
4
.
In medizinischer Hinsicht verweist d
er Beschwerdeführer auf den Bericht zur
neurootologische
n
Untersuchung in der Abteilung Arbeitsmedizin der SUVA vom 17. No
vember 2009 (Urk. 8/40;
Urk.
1 S. 2;
Urk.
3/7).
Anlass für diese Unter
suchung waren die vom Beschwerdeführer
nach dem Sturz von der Leiter vom 25. November
2008
geklagten Schwindelbeschwerden
(Urk. 8/40 S. 1).
Bei der
neuro
o
tol
o
gischen
Untersuchung
wurde eine peripher
ve
stibuläre
Unter
funktion links im Erholungsstadium diagnostiziert (
Urk.
8/40 S. 4). Es konnte nicht sicher gesagt werden, ob diese periphere
vestibuläre
Unterfunktion Aus
löser des Unfalls war, oder ob durch den Unfall respektive durch einen
Kopfan
prall
eine Commotio
labyrinthi
und damit die Verursachun
g dieser Unterfunk
tion erfolgt war
(
Urk.
8/40 S. 3).
Differentialdiagnostisch
wurde
bei doch zumindest zu ver
mutender spontan einsetzender peripherer Funktionsabnahme des links
sei
tigen
Vestibularisorgans
eine Verursachung durch eine Pathologie im
Klein
hirn
brücken
winkelrau
erwogen und auf
die dringende Indikation für einen bildgebenden Ausschluss einer allfälligen Pathologie im linksseitigen
Kleinhirn
brückenwinkelbereich
hingewiesen
. Wegen der Zeichen einer zentralen
vestibulären
Funktionsstörung
wurde sodann festgehalten, dass
aber auch eine generelle Beur
teilung, nicht zuletzt auch zum Ausschluss einer eher dissemi
nierten neuro
logischen Erkrankung, erfolgen
müsse und der Beschwerdeführer
Tätigkeiten auf höheren Leitern oder Gerüsten ohne Siche
rung
zu
meiden
habe
(
Urk.
8/40 S. 4). In der Folge wurde der Be
schwerdeführer am
2.
Dezember 2009 durch
Dr.
med.
G._
, Spezialarzt FMH für Neurologie, untersucht, welcher i
m Neurostatus keine objektivierbare Beein
trächtigung feststell
en konnte
(Urk.
8
/43 S. 2).
Bei der MR-Untersuchung des Gehirns des Beschwer
deführers in der Klinik
H._
vom
2
1.
Dezember 2009 zeigte sich ein
nor
males MR des Gehirns und es waren insbesondere keine posttraumatischen Läsionen objektivbar (
Urk.
8/46).
Es ist d
emnach
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin für die
vom Beschwerdeführer
geklagten
Schwindelbe
schwerden
keine Leistungen erbringt
. Bezüglich des Unfalls vom 2
5.
November 2008 und
den hernach festgestellten Verletzungen an der Wirbelsäule des Beschwer
deführers ist ferner
festzuhalten
, dass die Ärzte der Rehaklinik
D._
dem Beschwerdeführer
für seine Tätigkeit als Maler
ab
1. Februar 2010
wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestierten
(
Urk.
8/45 S.
2)
. Beschwerden
und Einschränkungen
im Bereich der Wirbelsäule
– oder bezüglich des beim Unfall vom 1
2.
Oktober 2002 verletzen Ellbogens beziehungsweise der beim Unfall vom 1
7.
Juni 2012 verletzten linken Hand –
machte der Beschwerde
führer weder bei der kreisärztlichen Untersuchung vom 19. Februar 2014 noch im vor
liegenden Verfahren geltend.
Unbestritte
ner
massen
be
stehen allerdings
unfall
bedingte
Schulterbeschwerden.
Gestützt auf die Beur
teilung von
Dr.
F._
ist davon auszugehen, dass der Beschwerde
führer
we
gen der
unfallbedingte
n
Schulterbeschwerden als Maler und Gipser nicht mehr arbeitsfähig ist.
I
n
der
von
Dr.
F._
um
schrie
benen Ver
weisungstätigkeit
besteht jedoch
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
des Beschwerde
führers
.
5
.
5
.1
Zu prüfen b
leibt, wie sich die
s
in erwerb
licher Hinsicht
auswirkt.
5
.2
Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, dass der
Beschwerde
führer
viele Jahre als selbständiger Maler/Tapezierer tätig gewesen
sei
, wes
halb der Invaliditätsgrad mittels der ausserordentlichen Bemessungsmethode eines Betätigungsvergleichs
(vgl. hierzu BGE 128 V 29 E. 1)
zu bestimmen sei (
Urk.
7/85 S. 3).
Mit
Betätigungsvergleich vom 2
2.
April 2014
sei eine
unfallbe
dingte
Minderleistung von 13,
45 % ermittelt worden, was dem Invaliditätsgrad entspreche (
Urk.
2 S. 5-6).
Der Beschwerdegegnerin
kann hierbei nicht gefolgt werden, denn der Be
schwer
deführer hat
– laut Eintrag im Handelsregister des Kantons Zürich –
im J
ahr 2011 seine Stammanteile der
Y._
GmbH an seine Schwieger
tochter
übertragen und die Gesell
schaft ist
überdies
mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 2
7.
Juni 2014 –
mithin noch vor
Beginn des Rentenanspruchs
ab 1. Juli 2014 (
Urk. 7/85)
–
aufgelöst worden (Internet-Han
delsregister-Auszug
; vgl.
Urk.
7/66
).
Damit sind die Voraussetzungen für die Ermittlung des erwerbsbezogenen
Invaliditäts
grades
mit der aus
serordentlichen
Bemessungsmethode dahingefallen und die Invaliditätsbemessung hätte nach der allgemeinen Methode des
Einkom
mens
vergleichs
(vgl. E. 1.3.1)
zu
erfolgen (vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_424/2012 vom 7. November 2012 E. 5.3
mit Hinweisen
). Wie die nach
folgenden Er
wägun
gen zeigen, ist d
er von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invaliditätsgrad von 13
%
im Ergebnis jedoch nicht zu beanstanden
.
5
.3
Vorab ist zu prüfen, ob Art. 28
Abs.
4 UVV vorliegend zur Anwendung kommt.
D
as „vorgerückte Alter“
im Sinne dieser Bestimmung
liegt nach der Recht
spre
chung des Bundesgerichts – unter Berücksichtigung berufsspezifischer Ge
wohn
heiten und allfälliger Besonderheiten des Einzelfalls – im
Be
reich von „rund 60 Jahren“
, wobei hierbei
der Zeitpunkt des Rentenbeginns massgebend ist (BGE 122 V 418 E. 1b
, 4c; Urteil des Bundesgerichts 8C_209/2012 vom 12. Juli 2012 E. 5.1, je mit Hinweisen
).
Der am
2.
Dezember 1954 geborene Beschwerdeführer war im Zeitpunkt des Rentenbeginns am 1. Juli 2014 rund 59 1/2 Jahre alt (
Urk.
7/16, Urk. 7/85), womit die altersmässige Voraussetzung für die Anwen
dung von
Art.
28
Abs.
4 UVV erfüllt ist. Nachdem der Beschwerde
führer seine Erwerbstätigkeit nicht altershalber aufgeben hat, ist zu prüfen, ob sich
das vor
gerückte Alter erheblich als Ursache der Beeint
räch
tigung der Er
werbsfähigkeit auswirkt
.
Hiebei
fällt ins Gewicht, dass sich der Beschwer
deführer b
ei der kreisärztlichen Untersuchung vom 19. Februar 2014
in
gutem Allgemeinzustand
präsentierte
(Urk. 7/54,
Urk.
7/130 S. 4) und sich
f
ür eine physiologische
Alters
gebrechlichkeit
, welcher verglichen mit den Unfallfolgen eine wesentliche Bedeutung zukäme, in den
übrigen
Akten keine
Anhaltspunkte
finden. Da
mit
ist
diese Voraussetzung für die Anwendung von
Art.
28
Abs.
4 UVV nicht
gegeben (vgl.
BGE 122 V 418 E. 4 d/
aa
).
Es kann
sodann
ebenfalls nicht davon ausgegangen werden, dass
der Beschwer
deführer seine
Restarbeitsfähig
keit
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr verwerten könnte, weil ihn aufgrund seines fortgeschrittenen Alters kein Arbeit
geber mehr einstellen würde (vgl. demgegenüber
etwa die den
Urteile
n
des Bundesgerichts 8C_209/2012 vom 1
2.
Juli 2012 [im Zeitpunkt des
Renten
be
ginns
bereits 65
-
jährig] und 8C_346/2013 vom 1
0.
September 2013 [verbliebene Aktivitätsdauer von ca. zwei Jahren]
zugrunde liegenden Sachverhalte
)
.
Art.
28
Abs.
4 UVV kommt vorliegend mithin nicht zur Anwendung.
5.4
5.4
.
1
Nachdem der Beschwerdeführer s
ein Malergeschäft aufge
ge
ben
(E. 5.2)
und in den Jahren 2002 bis 2010 mehre
re Unfälle mit nachfolgender Arbeitsunfähig
keit
erlitten hat
, rechtfertigt es sich
,
bezüglich des
Valideneinkommens
nicht auf den I
K-
Auszug
,
sondern
auf lohnstatistische An
gaben
gemäss der Schweizerischen
Lohnstruk
turerhebung
(LSE) des Bundesam
tes für Statistik (BFS) abzustel
len
.
Auszugehen
ist
dabei
von dem in der LSE 2012 (S. 3
4
-3
5
, Tabelle TA1) für das Baugewerbe angegebenen
Bruttomonats
lohn
(Zentralwert)
.
Sodann ist
das Kompetenzniveau 2 (Praktische Tätigkeiten wie Ver
kauf/Pflege/Datenverar
beitung und Adminis
t
ration/Bedienen von Maschinen und elektronischen Ge
räten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst) und nicht das
Kom
petenzniveau
3 (Komp
lexe praktische Tätigkeiten, welche ein
grosses
Wissen in einem Spezialgebiet voraussetzen)
abzustellen
.
Dies
,
weil
die
im Einzelfall rele
vante
n
persön
liche
n
und berufliche
n
Faktoren
mitzuberücksichtigen
sind (Urteil des Bundes
gerichts 9C_868/2013 vom 2
4.
März 20
14 E. 4.2.2) und der Beschwerde
führer in
den
ab
1988 aus
geübten Tätigkeiten als selbstän
digerwerbender Maler respe
ktive als Maler bei der von ihm beherrschte
n
Y._
GmbH nie
ein
Einkommen
in der
Grössenordnung
, welches bei der Anwendung des Kompetenzniveaus 3 resultieren würde, erzielt
h
at.
Würde
auf
den
Brutto
monatslohn
gemäss
LSE 2012
TA1
Ziff.
41-43 (Bauge
werbe)
des
Kompetenz
niveaus
3/Männer von Fr.
7‘204.
--
abgestellt
,
würde
sich
– unter Berücksich
tigung der betriebsüblichen Arbeitszeit im Bau
gewerbe
201
4
von 41.5 Stunden
sowie bereinigt um die
No
minallohnentwick
lung
im Baugewerbe (Basis 2010 = 100; 2012 = 101.7; 2014 = 102.8
[Tabellen Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen (T
03.02.03.01.04.01) sowie T
1.10
Nominall
ohnindex
,
2011-2014
des BFS
]
)
–
ein hypo
thetisches
Valideneinkom
men
2014
von
Fr.
9
0
‘
660
.--
ergeben
.
Demge
genüber beträgt d
as höchste im Indi
viduellen Konto
(IK)
des Beschwerde
führers einge
tragene Ein
kommen in der Zeit von 1988 bis
2012
Fr.
73‘6
2
4.--
(IK-Auszug vom 14.
April 2014,
Urk.
7/63 S. 2)
und wurde im Jahr 2010 erzielt, mithin
vor
der
Rückfall
meldung
hinsichtlich Schulterbeschwerden vom
5. November 2012
(Sachverhalt E.
1.4
)
. Unter Berück
sichtigung der Nominalloh
n
entwicklung
(
vgl. oben
) ent
spräche dies
einem
hypothetischen
Ein
kommen 2014 von
Fr.
7
5
‘
685
.--. Es ist daher der Bruttomonatslohn gemäss
LSE 2012
TA1
Ziff.
41-43 (Bauge
werbe)
des Kompetenzniveaus 2/Männer von
Fr.
5
‘
874
.
--
heranzu
ziehen. Bei der betriebsübliche
n Arbeitszeit im Baugewerbe 2014
von 41.5 Stunden und unter Berücksichtigung der
Nominallohnent
wicklung
(
vgl. oben
) resultiert ein hypo
thetisches
Valideneinkommen
2014 von
Fr.
7
3
‘
92
2.--.
5.
4
.2
Da dem Beschwerdeführer gemäss
Dr.
F._
die Tätigkeit als Maler/Gipser nicht mehr zumutbar ist, er eine Verweisungstätigkeit aber noch ganztags aus
führen kann (E. 3), ist hinsichtlich Invalideneinkommen auf den Tabellenlohn LSE 2012 TA1 „Total“ des Kompetenzniveaus 1/Männer von
Fr.
5‘210.-- abzu
stellen. Unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit 201
4
von 41.7 Stunden sowie bereinigt um die Nominallohnentwicklung (für Männer; 2012: 2188, 2014: 2220
[Tabellen Betriebsübliche Arbeitszeit nach
Wirt
schaftsab
tei
lungen
(T 03.02.03.01.04.01) sowie T 39 Ent
wicklung der Nominal
löhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2014 des BFS]
)
ergibt dies ein hypothetisches Invalideneinkommen 2014 von
Fr.
66‘130.--.
Ein Abzug vom Tabellenlohn (vgl. hierzu BGE 126 V 75) wegen des Alters des Beschwerde
füh
rers ist nicht vorzunehmen (vgl. E. 5.3 vorstehend). Ebenso wenig recht
fertigt sich ein sog
enannter
leidensbedingter Abzug beziehungsweise ein Abzug vom Tabellenlohn, weil der Beschwerdeführer seit ca. 1988 als
Selbstän
diger
werben
der
respektive für die von ihm beherrschte GmbH tätig war, da davon auszuge
hen ist, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt ein breites Spektrum an zumutba
ren Beschäftigung
en
anbietet, welche
das von Dr.
F._
um
schrie
bene Tätigkeitsprofil
(E. 3)
erfüllen, und dem Beschwerdeführer ein Wechsel in eine unselbständige Tätigkeit ohne weiteres zumutbar ist (vgl.
Urteil des Bun
des
ge
richts 9C_386/2012 vom 1
8.
September 2012 E. 5.2 mit Hinweis
; ZAK 1970 S.
343
).
5.4.3
Beim Einkommensvergleich (
Valideneinkommen
2014:
Fr.
73
‘
92
2.--;
Invaliden
kommen
2014:
Fr.
66‘130.--) resultiert eine
Erwerbseinbusse
von Fr.
7
‘7
92
.-- beziehungsweise ein Invaliditätsgrad von gerundet 11
%
(10,
54
%
). Auf eine Anpassung
der Invalidenrente
zu Ungunsten des Beschwerdeführers ist aber zu verzichten, zumal
das
Valideneinkommen
vorliegend anhand von
Tabellen
löh
nen
bestimmt wer
den musste und
sich
unter Berücksichtigung des vom
Beschwerde
füh
rer
im Jahr 2010 erzielten Einkommens von Fr.
73‘6
2
4.
--
bezie
hungsweise eines hypo
thetischen Einkommens 2014 von
Fr.
75‘6
85
.-- beim Einkommensvergleich (
Valideneinkommen
2014:
Fr.
75‘6
85
.--;
Invaliden
kom
men
2014:
Fr.
66‘130.--) ein
Invaliditätsgrad von 13
%
(12,
62
%
) ergä
b
e
, von welchem
denn
auch die Beschwerdegegnerin ausgeht
.
6.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.