Decision ID: f611f7ec-a6a4-5d9d-94a9-c0c7f3ee7366
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer (alias B._, geb. [...]) ersuchte am 26. Juli
2021 in der Schweiz um Asyl. Ein Abgleich mit der europäischen Fingerab-
druck-Datenbank (Zentraleinheit Eurodac) ergab keinen Treffer. Gemäss
einem Dokument («ordonnance de réduction supplémentaire de peine»
vom 1. April 2021), welches der Beschwerdeführer anlässlich der Eintritts-
kontrolle auf sich trug, war er im Zeitraum vom 11. Januar 2021 bis zum
7. Mai 2021 in (...), Frankreich, inhaftiert.
B.
Die Vorinstanz gewährte dem Beschwerdeführer am 4. August 2021 das
rechtliche Gehör zur Frage der Zuständigkeit sowie zu einem allfälligen
Nichteintretensentscheid und der Möglichkeit einer Überstellung nach
Frankreich. Er erklärte, er sei am 24. September 2016 aus seinem Heimat-
staat ausgereist und habe zunächst vier Tage in Spanien verbracht. An-
schliessend sei er nach Frankreich weitergereist, wo er sich – mit Aus-
nahme eines kurzen Aufenthalts in Belgien im Oktober oder November
2019 – seither ununterbrochen aufgehalten habe. Weil er keine Papiere
gehabt habe, sei er 10 oder 15 Mal von der Polizei aufgegriffen worden. Im
Jahr 2018 sei er für drei Monate in (...) im Gefängnis gewesen. Darüber
hinaus sei er vom 11. Januar bis zum 7. Mai 2021 fünf Monate in einem
Gefängnis in (...) inhaftiert gewesen. Nach der Haftentlassung habe er wei-
terhin in (...) gelebt, bis er im Juli 2021 in die Schweiz eingereist sei. Er
habe in keinem anderen Land ein Asylgesuch gestellt. In Bezug auf eine
allfällige Zuständigkeit Frankreichs führte er aus, es gebe keine Gründe
gegen eine Rückkehr nach Frankreich. Man habe ihm dort jedoch kein
Asylrecht gegeben und er habe auf der Strasse leben müssen. In der
Schweiz würden Asylsuchende dahingegen respektiert.
In Bezug auf seinen Gesundheitszustand gab der Beschwerdeführer an,
es gehe ihm gesundheitlich gut. Er habe jedoch Zahnschmerzen und
nehme Medikamente für den Kopf (Lyrica und Rivotril). Psychisch gehe es
ihm ebenfalls gut.
C.
Gestützt auf polizeiliche Abklärungen und die Angaben des Beschwerde-
führers ersuchte die Vorinstanz die französischen Behörden am 6. August
2021 um Übernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 13 Abs. 2
der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des
Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur
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Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-
staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-
trags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO).
D.
Die französischen Behörden gaben innerhalb der festgelegten Frist keine
Stellungnahme zum Übernahmeersuchen ab. Am 7. Oktober 2021 erteilten
sie nachträglich ihre Zustimmung für die Übernahme des Beschwerdefüh-
rers.
E.
Mit Verfügung vom 8. Oktober 2021 (eröffnet am 11. Oktober 2021) trat die
Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete
dessen Wegweisung nach Frankreich an und forderte ihn auf, die Schweiz
am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Gleichzeitig ver-
fügte sie die Aushändigung der editionspflichtigen Akten und stellte fest,
einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid komme keine aufschie-
bende Wirkung zu.
F.
Am 11. Oktober 2021 legte die Rechtsvertreterin ihr Mandat nieder.
G.
Am 13. Oktober 2021 gelangte der Beschwerdeführer an das Bundesver-
waltungsgericht mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung sei aufzu-
heben und die Vorinstanz anzuweisen, ihre Pflicht oder ihr Recht zum
Selbsteintritt auszuüben und sich für vorliegendes Asylverfahren für zu-
ständig zu erklären. Eventualiter sei die Sache zur erneuten Sachverhalts-
feststellung und Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Ferner er-
suchte er um Erteilung der aufschiebenden Wirkung, Anweisung der Voll-
zugsbehörden, von einer Überstellung abzusehen, bis über die vorliegende
Beschwerde entschieden worden sei, sowie um Verzicht auf die Erhebung
eines Kostenvorschusses und Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege.
H.
Am 14. Oktober 2021 ordnete der Instruktionsrichter einen superprovisori-
schen Vollzugsstopp an.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.2. Gemäss Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungs-
gericht zur Beurteilung von Beschwerden auf dem Gebiet des Asyls zu-
ständig und entscheidet über diese in der Regel – wie auch vorliegend –
endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Der Beschwerdeführer ist zur Be-
schwerdeführung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und form-
gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG
und Art. 52 Abs. 1 VwVG).
2.
2.1. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2.2. Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb
sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines
zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e
AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-
scher Begründung, zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG).
3.
Der Beschwerdeführer beantragt, die Sache sei zur erneuten Sachver-
haltsfeststellung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Das Begehren wird nicht weiter begründet, weshalb nicht darauf einzutre-
ten ist.
4.
4.1. Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-
weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG).
4.2. Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem
einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III
(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch
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Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung des zuständi-
gen Mitgliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals
ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Rahmen des
Wiederaufnahmeverfahrens (Art. 23–25 Dublin-III-VO) findet grundsätzlich
keine (neue) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III Dublin-III-VO mehr
statt (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1).
Die französischen Behörden liessen das Übernahmeersuchen der Vor-
instanz innert der Frist von zwei Monaten unbeantwortet, womit sie die Zu-
ständigkeit Frankreichs implizit anerkannten (Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO).
Nachträglich erteilten sie explizit ihre Zustimmung für die Übernahme des
Beschwerdeführers. Die Zuständigkeit Frankreichs ist somit grundsätzlich
gegeben, was vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten wird.
4.3. Erweist es sich als unmöglich, einen Antragsteller an den zunächst als
zuständig bestimmten Mitgliedstaat zu überstellen, da es wesentliche
Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-
bedingungen für Antragsteller in diesem Mitgliedstaat systemische
Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder
entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU–Grundrechte-
charta mit sich bringen, so setzt der die Zuständigkeit prüfende Mitglied-
staat die Prüfung der in Kapitel III vorgesehenen Kriterien fort, um festzu-
stellen, ob ein anderer Mitgliedstaat als zuständig bestimmt werden kann.
Kann keine Überstellung gemäss diesem Absatz an einen aufgrund der
Kriterien des Kapitels III bestimmten Mitgliedstaat oder an den ersten Mit-
gliedstaat, in dem der Antrag gestellt wurde, vorgenommen werden, so wird
der die Zuständigkeit prüfende Mitgliedstaat der zuständige Mitgliedstaat
(Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO).
4.4. Abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO kann jeder Mitgliedstaat
beschliessen, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staa-
tenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn
er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prü-
fung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dublin-III-VO). Dieses soge-
nannte Selbsteintrittsrecht wird im Landesrecht durch Art. 29a Abs. 3 der
Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) konkreti-
siert. Gemäss dieser Bestimmung kann das SEM das Asylgesuch «aus hu-
manitären Gründen» auch dann behandeln, wenn dafür gemäss Dublin-III-
VO ein anderer Staat zuständig wäre. Liegen individuelle völkerrechtliche
Überstellungshindernisse vor, ist der Selbsteintritt zwingend (vgl. BVGE
2015/9 E. 8.2.1).
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5.
5.1. Der Beschwerdeführer führt aus, bei einer Rückschaffung nach Frank-
reich drohe eine Verletzung von Art. 3 EMRK. Gemäss neuestem AIDA-
Bericht hätten Asylsuchende, die im Rahmen des Dublin-Verfahrens nach
Frankreich rücküberstellt würden, meist keinen Zugang zu einer Unter-
kunft. Auch die EU-Agentur für Grundrechte habe bereits in einem Bericht
vom Januar 2019 geschrieben, dass die Kapazität von Unterbringungsplät-
zen in Frankreich nicht ausreichen würde, um alle Asylsuchenden unterzu-
bringen. NGOs vor Ort würden zudem schätzen, dass lediglich die Hälfte
aller Asylsuchenden in Frankreich einen Unterkunftsplatz erhalten würden.
Insbesondere «Dublin-Fällen» würde oft nur ein Leben auf der Strasse üb-
rigbleiben. Da Asylsuchende erst ab dem Moment der offiziellen Registrie-
rung ihres Asylgesuchs einen Anspruch auf Unterbringung hätten und die
Termine für die Registrierung schwierig zu bekommen seien, hätten viele
Asylsuchende keinen Zugang zu einer Unterkunft. Er selbst sei bereits vor-
her auf der Strasse gewesen. In Bezug auf seinen Gesundheitszustand
gehe die Vorinstanz davon aus, der medizinische Sachverhalt sei ausrei-
chend erstellt. Er leide aber weiterhin an schlimmen Zahnschmerzen. Die
Vorinstanz warte nicht ab, bis seine Schmerzen und Beschwerden behan-
delt seien, sondern habe ihren Entscheid trotz unvollständiger medizini-
scher Sachlage gefällt. Im Falle einer Rückkehr nach Frankreich würde
sich sein Gesundheitszustand stark verschlechtern.
5.2. Frankreich ist Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967
(SR 0.142.301) und kommt seinen entsprechenden völkerrechtlichen Ver-
pflichtungen nach. Es darf davon ausgegangen werden, dieser Staat aner-
kenne und schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richt-
linien des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom
26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aber-
kennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie, ABl.
L 180/96 vom 29. Juni 2013) sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur
Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, die internationa-
len Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie, ABl. L 180/96 vom
29. Juni 2013) ergeben. An dieser Einschätzung vermögen die Hinweise in
der Beschwerde auf Berichte über die allgemeine Situation für Asylsu-
chende in Frankreich nichts zu ändern. Darüber hinaus ist darauf hinzu-
weisen, dass in der vom Beschwerdeführer zitierten Passage des AIDA-
Berichts nicht erwähnt ist, dass Asylsuchende in Frankreich keinen Zugang
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zu einer Unterkunft erhalten. Vielmehr wird beschrieben, dass Rückkehrer
aus Dublin-Staaten bei ihrer Ankunft am Flughafen von der Polizei oder
den Flughafenbehörden an das Notaufnahmezentrum des Roten Kreuzes
verwiesen werden. Als problematisch wird beschrieben, dass Asylbewer-
ber selbstständig in die für sie zuständigen Präfekturen gelangen müssen.
Der Bericht zeigt folglich auf, dass es in Frankreich zuständige Stellen gibt,
an die sich asylsuchende Rückkehrer wenden können. Dass eine Regist-
rierung praktisch nicht möglich ist und Asylbewerber keinen Zugang zu ei-
ner Unterkunft erhalten, wird gerade nicht thematisiert. Gemäss bundes-
verwaltungsgerichtlicher Praxis weisen das Asylverfahren und das Aufnah-
mesystem in Frankreich keine systematischen Mängel auf, welche eine An-
wendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO rechtfertigen würden (Urteile des
BVGer E-2905/2021 vom 29. Juni 2021 E. 5.1; F-3467/2021 vom 10. Au-
gust 2021 E. 5.2).
5.3. Die Vorinstanz hat sodann das Selbsteintrittsrecht im Sinne von Art. 17
Abs. 1 Dublin-III-VO sowie Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 zu Recht nicht ausgeübt:
Gemäss Konsultationsbericht vom 12. August 2021 hat der Beschwerde-
führer schlechte Zähne und ist von Pregabalin und Clonazepam abhängig.
Darüber hinaus wurde eine Drogenabhängigkeit festgestellt. Entgegen der
Ausführungen in der Beschwerdeschrift hat die Vorinstanz die entspre-
chende medizinische Diagnose in ihrem Entscheid berücksichtigt. Sie hat
sodann zu Recht festgestellt, dass keine Anhaltspunkte dafür vorliegen,
dass dem Beschwerdeführer in Frankreich eine adäquate medizinische
Behandlung verweigert werden würde. Sollte der Beschwerdeführer auf
eine Behandlung angewiesen sein, so ist darauf hinzuweisen, dass Frank-
reich über eine ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt und ge-
mäss Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie verpflichtet ist, den Antragstellern
die erforderliche medizinische Versorgung, die zumindest die Notversor-
gung und die unbedingt erforderliche Behandlung von Krankheiten und
schweren psychischen Störungen umfasst, zugänglich zu machen. Bei ei-
ner Rückweisung nach Frankreich droht somit keine Verletzung von Art. 3
EMRK.
Weder ist die Schweiz völkerrechtlich verpflichtet, auf das Asylgesuch ein-
zutreten, noch liegen humanitäre Gründe vor, welche einen Selbsteintritt
nahelegen würden.
5.4. Die Vorinstanz ist demnach zu Recht gestützt auf Art. 31a Abs. 1
Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten
und hat die Wegweisung nach Frankreich angeordnet.
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6.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Mit dem vorliegen-
den Urteil fällt der am 14. Oktober 2021 angeordnete Vollzugsstopp dahin.
Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ist gegenstandslos
geworden.
7.
7.1. Die Begehren erweisen sich als aussichtslos, weshalb das Gesuch um
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ungeachtet einer allfälli-
gen prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen ist (Art. 65 Abs. 1 VwVG).
7.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.–
festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]).
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