Decision ID: ec889cf2-bf3e-4302-a0c8-459be5cee5cf
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch B._,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ (Jahrgang [...]) meldete sich am 26. Februar 2007 zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Mit Bericht vom 28. März 2007 gab
Dr.med. C._, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, an, der Versicherte leide an einer
Depression reaktiv nach Verlust der bisherigen Arbeitsstelle. Seit 9. August 2004
bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. In einer angepassten Tätigkeit bestehe wohl
eine 50 bis 80%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 17). Dr.med. D._, behandelnder Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, nannte am 18. April 2007 als Diagnose eine
rezidivierende depressive Störung seit 2003, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4). Die
Arbeitsunfähigkeit habe von August 2004 bis Juni 2005 50% betragen. Seit September
2006 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 20%. Beim arbeitswilligen Versicherten sei
eine berufliche Eingliederung angezeigt (IV-act. 19).
A.b Die Arbeitgeberin, die E._, berichtete der IV-Stelle am 15. Mai 2007, der
Versicherte habe bei ihr vom 16. Mai 1994 bis 30. Juni 2005 als Sachbearbeiter
Spedition (bis Oktober 2003) und anschliessend als Betriebsmitarbeiter L._revision
gearbeitet. Da der Standort F._ im Jahr 2003 aufgehoben worden sei, habe ihm eine
neue Arbeit zugewiesen werden müssen. Aufgrund der Besitzstandwahrung habe er
gleich viel verdient wie am alten Arbeitsplatz. Das Arbeitsverhältnis sei dann per
30. Juni 2005 arbeitgeberseitig aufgelöst worden, da dem Versicherten keine seinen
Wünschen und Fähigkeiten entsprechende Stelle innerhalb des Unternehmens habe
angeboten werden können. Das Jahreseinkommen habe im Jahr 2004 Fr. 70'945.80
und ab 1. Januar 2005 Fr. 71'378.-- betragen (IV-act. 22-1/12 f.).
A.c Am 18. Mai 2007 erstellte Dr.med. G._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie FMH, ein von der IV-Stelle in Auftrag gegebenes Gutachten über den
Versicherten. Als Diagnosen gab er eine rezidivierende depressive Störung gegenwärtig
remittiert (ICD-10: F33.4), einen episodisch schädlichen Alkoholgebrauch (ICD-10:
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F10.1) sowie einen Verdacht auf eine weiche sensible asthenische Persönlichkeit
(ICD-10: F60.7) an. Die aktuellen psychischen Störungen seien im Rahmen der
Persönlichkeitsstruktur zu sehen. Diesen zufolge sei dem Versicherten eine verminderte
Leistungsfähigkeit von 20% zuzuerkennen, sowohl in der angestammten Tätigkeit als
auch in Alternativtätigkeiten. Was die Alternativtätigkeiten betreffe, kämen solche in
Frage, die keinen Akkord voraussetzten, wo kein enormer Leistungsdruck bestehe,
keine monotone Arbeit zu leisten sei sowie eine gewisse Betreuung (als
Schutzmassnahme) möglich sei (IV-act. 23).
A.d Am 26. September 2007 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, die
Arbeitsvermittlung werde abgeschlossen. Die Rahmenfrist beim Regionalen
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) sei neu eröffnet worden und er könne zudem als
Speditionsmitarbeiter im Zwischenverdienst arbeiten. Durch die Betreuung des RAV
werde er optimal in der Stellensuche unterstützt (IV-act. 31). Dagegen liess der
Versicherte am 19. Oktober 2007 einwenden, ihm seien Eingliederungsmassnahmen zu
den laufenden Bemühungen des RAV zu gewähren und es sei die Rentenfrage zu
bearbeiten (IV-act. 32). Nach einem erneuten Eingliederungsgespräch stellte die IV-
Stelle mit Vorbescheid vom 13. Februar 2008 in Aussicht, die wiederaufgenommene
Arbeitsvermittlung abzuschliessen, da eine solche zur Zeit nicht möglich sei. Der
Versicherte befinde sich im RAV-Einsatzprogramm "H._". Durch den Rechtsvertreter
sei mitgeteilt worden, dass er sich nicht arbeitsfähig fühle. Damit fehle die Grundlage
für eine erfolgreiche Arbeitsvermittlung. Die beruflichen Massnahmen würden somit
abgeschlossen (IV-act. 49).
A.e Mit Vorbescheid vom 13. Februar 2008 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit,
sie gedenke, das Rentengesuch abzuweisen. In der bisherigen und einer angepassten
Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80%. Das erzielbare Einkommen ohne
Behinderung betrage Fr. 72'957.-- und mit Behinderung Fr. 58'366.-- im Jahr. Die
Erwerbseinbusse von Fr. 14'591.-- entspreche einem Invaliditätsgrad von 20%. Da
dieser unter 40% liege, bestehe kein Rentenanspruch (IV-act. 48).
A.f Gegen diese Vorbescheide liess der Versicherte am 15. Februar 2008 und
17. März 2008 Einwand erheben und eine neue Beurteilung der Sache beantragen (IV-
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act. 50 und 52). Der behandelnde Psychiater bat am 15. Mai 2008 um eine
Neubeurteilung des Versicherten (IV-act. 54).
A.g Am 4. Juli 2008 beauftragte die IV-Stelle Dr. G._ mit einer Verlaufsbegutachtung
(IV-act. 60). Im Gutachten vom 21. August 2008 präzisierte der begutachtende
Psychiater die Diagnosen. Es lägen eine längere depressive Reaktion im Rahmen einer
Anpassungsstörung nach dem Verlust der Arbeitsstelle und Arbeitslosigkeit (ICD-10:
F43.21), ein episodischer schädlicher Alkoholgebrauch (ICD-10: F10.1) sowie eine
asthenische Persönlichkeit mit infantilen Zügen (ICD-10: F60.7) vor. Die
Arbeitsunfähigkeit betrage aktuell 25%, begründet durch eine Veränderung -
Verschlechterung des Gesundheitszustands / Persönlichkeitsstörung (IV-act. 65). Der
RAD erachtete in seiner Stellungnahme vom 23. September 2008 das Gutachten als
nachvollziehbar. Bei einer leidensangepassten Tätigkeit sollte es sich aufgrund der
vulnerablen Persönlichkeit und der Vorgeschichte (Depression) um eine Tätigkeit
handeln, die bei einem verständnisvollen Arbeitgeber ausgeübt werden könne.
Kundenkontakte sollten eher nur beschränkt vorkommen, und der Versicherte sollte
ohne grosse Hektik möglichst selbständig arbeiten können. Die Eingliederungsfähigkeit
sei ab sofort gegeben (IV-act. 66).
A.h Der Versicherte liess am 6. Januar 2009 eine Begutachtung durch den
behandelnden Psychiater beantragen, da dieser über fallrelevante Fakten und
Sachkenntnisse verfüge, die nur über längere Betreuungsarbeit gewonnen werden
könnten (IV-act. 69).
A.i In ihrem Schlussbericht vom 9. Januar 2009 hielt die Eingliederungsberaterin fest,
der Versicherte arbeite nach wie vor im H._ mit den Bedingungen eines geschützten
Arbeitsplatzes. Der Arbeitseinsatz werde von allen Beteiligten als notwendig betrachtet.
Aufgrund des bisherigen Verlaufs und des dabei gewonnenen Erfahrungswerts
erscheine eine Eingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt aussichtslos. Der Auftrag der
Arbeitsvermittlung könne vor diesem Hintergrund nicht durchgeführt werden, weshalb
die Eingliederung abgeschlossen werde (IV-act. 70).
A.j Dr. D._ erstellte aufgrund der Anfrage der IV-Stelle am 27. April 2009 einen
Verlaufsbericht. Darin gab er an, der Gesundheitszustand des Versicherten sei stationär
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und die Diagnosen hätten sich nicht geändert. Möglicherweise in Anschluss an die
Depression bestünde eine reduzierte Belastungsfähigkeit. Die bisherige Tätigkeit sei
vermutlich um 50% eingeschränkt. Einfache Tätigkeiten (H._) seien 2 x 3 Stunden am
Tag unter Anleitung mit reduzierter Leistungsfähigkeit (25%) zumutbar (IV-act. 71). In
der Stellungnahme vom 4. Mai 2009 gab der RAD dazu an, der behandelnde
Psychiater gehe von einer Arbeitsfähigkeit von 2 x 3 Stunden pro Tag aus, ohne die
effektive Leistungsfähigkeit des Versicherten zu beurteilen. Die von Dr. G._ attestierte
75%ige Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft gelte sowohl in einer adaptierten und in
der angestammten Tätigkeit. Der Hauptgrund für die Diskrepanz zwischen der aktuell
gezeigten Leistung an einem geschützten Arbeitsplatz und der gutachterlichen
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit liege nicht darin, dass die behandelnden Instanzen den
Versicherten besser kennen würden, sondern in IV-fremden Faktoren, wie der
Entwöhnung vom normalen Arbeitsprozess. Dieser Faktor entspreche keinem
Gesundheitsschaden. Neue medizinische Abklärungen würden keine neuen
Erkenntnisse ergeben und entfielen deshalb (IV-act. 72). Dazu ergänzte der RAD am
5. Mai 2009, von 1994 bis 2003 habe der Versicherte eine geeignete Tätigkeit
ausgeübt. Nach Schliessung des Standorts habe er eine einfache und repetitive
Tätigkeit am neuen Standort aufgenommen. Aufgrund der gesundheitlichen
Einschränkungen könne nicht die Aussage gemacht werden, dass die neue
Arbeitsstelle aus medizinischen Gründen nicht geeignet gewesen wäre. Das
Tätigkeitsprofil am neuen Standort sei ebenfalls als adaptiert anzusehen. Der Grund,
dass der Versicherte die Tätigkeit am neuen Standort als subjektiv belastend
empfunden habe, hänge mit der Eignung und den Neigungen des Versicherten
zusammen und sei medizinisch nicht begründbar (IV-act. 73).
A.k Mit Verfügung vom 7. Mai 2009 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab. Aufgrund
der vorliegenden Unterlagen bestehe in der bisherigen Tätigkeit wie auch für eine
leidensangepasste Tätigkeit eine 75%ige Arbeitsfähigkeit. Ohne Behinderung sei ein
Einkommen von Fr. 72'957.-- pro Jahr erzielbar, mit Behinderung ein solches von
Fr. 54'718.--. Die Erwerbseinbusse von Fr. 18'239.-- entspreche einem Invaliditätsgrad
von 25%. Da dieser unter 40% liege, bestehe kein Rentenanspruch. Auf Einwand des
Versicherten hin habe eine psychiatrische Verlaufsbegutachtung stattgefunden. Dr.
G._ habe nachvollziehbar dargelegt, dass die depressive Störung sich in Remission
befinde und die Anpassungsstörung deutlich verblasst sei. Der Einwand gegenüber
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dem aktuellen Gutachten von Dr. G._ sei nicht stichhaltig (IV-act. 74). Gleichentags
teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, eine Arbeitsvermittlung sei zur Zeit nicht
möglich (IV-act. 75).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde des Versicherten vom 2. Juni
2009. Er beantragt sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 7. Mai 2009 und die
Ausrichtung einer halben Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 54%. Dem
Beschwerdeführer sei für dieses Verfahren eine angemessene Prozessentschädigung
zuzusprechen, sofern die Beschwerdegegnerin eine solche für sich beanspruche. Die
Komorbidität der Beschwerden sei bei der Zumutbarkeitsbeurteilung einer
leidensangepassten Tätigkeit zu berücksichtigen, weshalb die Arbeitsunfähigkeit
mindestens 50% betrage. Dies habe Dr. D._ in seinem Bericht vom 27. April 2009
überzeugend dargelegt. Dieser Bericht sei nicht berücksichtigt worden. Der
Beschwerdeführer habe in der Funktion als Sachbearbeiter Spedition der E._ mit
guten Fachqualifikationen und über viele Jahre zufriedenstellend gearbeitet. Eine
entsprechende Tätigkeit könne nach Eintritt des Gesundheitsschadens nicht mehr
ausgeübt werden. Das Invalideneinkommen könne daher höchstens Fr. 30'000.-- bis
Fr. 35'000.-- betragen, entsprechend der Entlöhnung für einen Magaziner von
Fr. 52'000.-- bei einer 100%igen Arbeitstätigkeit. Selbst bei Annahme einer
Arbeitsfähigkeit von 75% und bei Gewährung eines zusätzlichen Abzugs von 10%
resultiere ein Invalideneinkommen von Fr. 33'150.--, beziehungsweise ein
Invaliditätsgrad von 54.56%. Die aktuell ausgeübte Tätigkeit im H._ K._ sei den
vorhandenen Beschwerden wie der reduzierten physischen Belastbarkeit und den
Konzentrationsschwierigkeiten angepasst, stelle jedoch einen geschützten Arbeitsplatz
dar. Diese Tätigkeit übe der Beschwerdeführer seit 19 Monaten ohne
Krankheitsabsenzen und mit vorbehaltlosem Einsatz im Rahmen seines
Restarbeitsvermögens aus. Sein Arbeitswille sei damit kundgetan. Die Beurteilung der
Leistungsfähigkeit durch die Beschwerdegegnerin sei bezüglich Rente und
Eingliederung widersprüchlich. Die Beschlüsse der Beschwerdegegnerin seien daher
nicht nachvollziehbar (act. G 1).
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B.b In der Beschwerdeantwort vom 21. August 2009 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Der Bericht von Dr. D._ vom
27. April 2009 sei berücksichtigt worden. Da jedoch ein stationärer
Gesundheitszustand angegeben worden sei, könne nach wie vor auf die
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. G._ abgestellt werden. Beim Beschwerdeführer
bestehe keine mehrdimensionale Beeinträchtigung der Gesundheit. Die leichte
Einschränkung sei rein psychiatrischer Natur. Allfällige eingeschränkte intellektuelle
Fähigkeiten und die Persönlichkeitsstruktur seien IV-rechtlich nicht massgebend. Der
Beschwerdeführer sei bisher als Hilfsarbeiter tätig gewesen. Da ihm die bisherige
Hilfsarbeit weiterhin zumutbar sei, sei der ermittelte IV-Grad von 25% korrekt (act. G 4).
B.c In der Replik vom 31. August 2009 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen
und der Begründung fest (act. G 9).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 7. September 2009 auf eine Duplik (act.
G 11).
B.e Auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit entscheidwesentlich, in

den Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.
Angefochten ist eine Verfügung, die nach Inkrafttreten der 5. IV-Revision am 1. Januar
2008 ergangen ist. Grundsätzlich sind für die Zeit bis 31. Dezember 2007 die damals
geltenden Bestimmungen und ab 1. Januar 2008 die neuen Normen der 5. IV-Revision
anzuwenden (BGE 132 V 215 E. 3.1.1; vgl. auch Urteil 8C_520/2010 vom 9. Juli 2010,
E. 2). Die 5. IV-Revision hat hinsichtlich des Begriffs und der Bemessung der Invalidität
keine substantiellen Änderungen gegenüber der bis Ende 2007 gültig gewesenen
Rechtslage gebracht. Neu normiert wurde demgegenüber der Zeitpunkt des
Rentenbeginns, der, sofern die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen gegeben
sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG;
SR 831.20]), gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 6 Monate nach Geltendmachung
des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=01.01.2009&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=soz&query_words=%22124+V+94%22+antizipierte+Beweisw%FCrdigung&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F132-V-215%3Ade&number_of_ranks=0#page215
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Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) entsteht. Da ein
allfälliger Rentenanspruch im vorliegenden Fall auf einen Zeitpunkt vor dem 1. Januar
2008 festzusetzen wäre (der Versicherungsfall trat im Oktober 2004 ein und die IV-
Anmeldung erfolgte im Oktober 2005), wirkt sich diese Neuerung auf den hier zu
prüfenden Fall jedoch nicht aus (vgl. Urteil 8C_373/08 des Bundesgerichts vom
28. August 2008, E. 2.1 mit Hinweis).
2.
2.1 Unter Invalidität wird bei als Gesunden voll erwerbstätigen Personen die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist dabei der
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch
massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn der Versicherte mindestens zu 70%, derjenige auf eine
Dreiviertelsrente, wenn er wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
2.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von
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Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel
eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich
des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.3 Der Beschwerdeführer ist zweimal psychiatrisch von Dr. G._ begutachtet
worden. Dieser hat im Verlaufsgutachten vom 21. August 2008 die Diagnosen einer
längeren depressiven Reaktion im Rahmen einer Anpassungsstörung nach dem Verlust
der Arbeitsstelle und Arbeitslosigkeit (ICD-10: F43.21), einen episodischen schädlichen
Alkoholgebrauch (ICD-10: F10.1) sowie eine asthenische Persönlichkeit mit infantilen
Zügen (ICD-10: F60.7) angegeben. Es handle sich um eine längere depressive Reaktion
im Rahmen einer Anpassungsstörung nach Verlust der Arbeitsstelle. Diese
Anpassungsstörung scheine deutlich verblasst zu sein. Der Beschwerdeführer habe
von einem guten psychischen Zustand berichtet, den er in Verbindung mit seiner
jetzigen Tätigkeit im H._ gebracht habe. Wie schon bei der ersten Begutachtung
seien einige Persönlichkeitseigenschaften aufgefallen, die Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit hätten. Der Beschwerdeführer scheine sehr sensibel, weich,
selbstunsicher, unentschlossen, nachgiebig, gefügig, vermindert belastungsfähig,
unfähig, seine Bedürfnisse klar zu definieren und für sie zu kämpfen. Er habe eine
Vermeidungsstrategie eingenommen, Konfrontationen würden gemieden und
Verantwortungen nicht übernommen. Er habe über Jahre gearbeitet, sich durch seine
Leistungen profiliert und sei sehr geschätzt worden. Er habe im Betrieb eine bessere
Position bekommen, für die er sich sehr eingesetzt und sich stark mit ihr identifizierte
habe. Die Entlassung aus betrieblichen Gründen sei für ihn ein Schock gewesen. Es sei
zu einer depressiven Reaktion und Veränderungen in seiner Befindlichkeit gekommen,
die seine Leistungsfähigkeit herabgesetzt hätten. Der Beschwerdeführer sei nach wie
vor an einer Arbeitsaufnahme interessiert. Er traue sich aber zwecks Suche nach einer
Arbeit nicht aufzutreten, sich in Szene zu setzen und zu kämpfen. Stattdessen weise er
ein regressives Verhalten auf, stütze sich wie ein Kind auf andere, weil es ihm an
Selbstvertrauen fehle. Zu einer Verminderung der Arbeitsfähigkeit führe eindeutig eine
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Akzentuierung der Persönlichkeitsveränderung, erfolgt durch die psychosoziale
Konstellation sowie Belastungen, denen er nicht mehr gewachsen gewesen sei. Die
vorliegende Persönlichkeitsstruktur vermindere die Abwehrmechanismen, in
Belastungssituationen könne dies zu einer raschen Dekompensation führen und somit
einen Teufelskreis entstehen lassen. Die Arbeitsunfähigkeit betrage aktuell 25% (IV-act.
65).
2.4 Der Beschwerdeführer verlangt die Berücksichtigung des Berichts von Dr. D._
vom 27. April 2009, wonach er zu 50% arbeitsunfähig sei. Aufgrund des Einwands des
Beschwerdeführers vom 6. Januar 2009 hat die Beschwerdegegnerin beim
behandelnden Psychiater einen Verlaufsbericht eingeholt. Dieser hat in seinem Bericht
vom 27. April 2009 einen stationären Gesundheitszustand und keine Veränderung der
Diagnose angegeben. Daher ist weiterhin von der im Bericht vom 18. April 2007
erwähnten rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig remittiert, auszugehen.
Damals hat Dr. D._ die Arbeitsfähigkeit mit 80% beziffert (IV-act. 19). Im Bericht vom
27. April 2009 hat Dr. D._ ausgeführt, möglicherweise bestehe im Anschluss an die
Depression eine reduzierte Belastungsfähigkeit (sowohl zeitlich als auch bezüglich des
Funktionsniveaus). Die bisherige Tätigkeit als Magaziner sei vermutlich zu 50%
eingeschränkt. Eine einfache Tätigkeit sei aktuell 2 x 3 Stunden am Tag (H._) unter
Anleitung zumutbar. Die dabei bestehende Leistungsfähigkeit sei schwer bezifferbar,
etwa 75% (IV-act. 71). Der RAD hat in seiner Stellungnahme vom 4. Mai 2009 zum
Bericht von Dr. D._ Stellung genommen und ausgeführt, der behandelnde Psychiater
gehe von einer Arbeitsfähigkeit von 2 x 3 Stunden pro Tag aus, ohne die effektive
Leistungsfähigkeit zu beurteilen. Der RAD-Arzt hat die Diskrepanz zwischen der von Dr.
G._ attestierten Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft von 75% und der gezeigten
Arbeitsleistung mit dem langen Fernbleiben von der freien Wirtschaft begründet (IV-act.
72). Zu beachten ist auch, dass Dr. D._ Unsicherheit in der Beurteilung der
Leistungsfähigkeit geäussert hat. Eine Erklärung, warum die von ihm am 18. April 2007
attestierte Arbeitsfähigkeit von 80% sich reduziert haben sollte, hat er vermissen
lassen. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes hat er jedenfalls nicht
begründet. Noch am 15. Mai 2008 (IV-act. 54) hat er eine erneute Beurteilung durch die
IV für angezeigt gehalten, was darauf hinweist, dass er selbst keine zuverlässige
Arbeitsfähigkeitsschätzung hat abgeben können. Seine kaum begründete
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Arbeitsfähigkeitsschätzung vom 27. April 2009 ist vor diesem Hintergrund nicht
geeignet, die plausiblen Schlussfolgerungen von Dr. G._ in Zweifel zu ziehen.
2.5 Das psychiatrische Gutachten vom 21. August 2008 ist umfassend, beruht auf
einer sorgfältigen Untersuchung und Befragung des Beschwerdeführers und
berücksichtigt die geklagten Beschwerden. Es ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben
worden und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein. Die
Schlussfolgerung des Experten sind begründet (BGE 125 V 352 E. 3a). Das Gutachten
erfüllt damit die bundesrechtlichen Vorgaben an ein beweiskräftiges Gutachten,
weshalb vollumfänglich darauf abgestellt werden kann. Im Ausmass von 75% sind alle
Tätigkeiten zumutbar, die nicht im Akkord geleistet werden müssen und wo kein
enormer Leistungsdruck besteht, keine monotone Arbeit in Frage kommt und eine
gewisse Betreuung möglich ist (IV-act. 23). Sodann sollte es sich aufgrund der
vulnerablen Persönlichkeit und der Vorgeschichte (Depression) um Tätigkeiten handeln,
die bei einem verständnisvollen Arbeitgeber ausgeübt werden können. Kundenkontakte
sollten eher nur beschränkt vorkommen, und der Beschwerdeführer sollte ohne grosse
Hektik möglichst selbständig arbeiten können (IV-act. 66).
2.6 Dr. G._ hat im ersten Gutachten vom 18. Mai 2007 eine Arbeitsunfähigkeit von
20% attestiert und hat im zweiten Gutachten vom 21. August 2008 von einer
Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands berichtet, die seit Oktober
2007 eine Arbeitsunfähigkeit von 25% begründe. Worin die
arbeitsunfähigkeitserhöhende Verschlechterung genau zu erblicken ist, lässt sich dem
Gutachten nicht zweifelsfrei entnehmen. Weitere Abklärungen dazu erübrigen sich
jedoch. Selbst wenn man nämlich zugunsten des Beschwerdeführers von einer bereits
im September 2006 bestandenen Arbeitsunfähigkeit von 25% ausgehen würde, führt
dies nicht zu einer höheren Rente als eine Arbeitsunfähigkeit von lediglich 20%, wie
nachfolgend zu zeigen ist.
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Verfügung vom 7. Mai 2009 darauf
abgestellt, dass der Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit auch nach Eintritt der
gesundheitlichen Beschwerden hätte ausüben können. Sie hat deshalb das zuletzt
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erzielte Einkommen bei der E._ sowohl als Basis für die Ermittlung des Validen- wie
des Invalideneinkommens verwendet, sodass der Arbeitsunfähigkeitsgrad von 25%
dem Invaliditätsgrad entspricht. Dieses Vorgehen rechtfertigt sich vorliegend nicht.
3.2 Der Beschwerdeführer hat gemäss Bericht seiner Arbeitgeberin vom 10. Mai 2007
von 1994 bis 2003 als Sachbearbeiter Spedition gearbeitet. Er hat die Post des
Unternehmens und die der Abteilung zugeteilten KV-Lehrlinge betreut sowie diverse
weitere Aufgaben erledigt. Der Lohn hat dabei der Leistung entsprochen und 2003
Fr. 69'037.-- betragen. Nachdem das ursprüngliche Unternehmen von E._
übernommen und der Standort in F._ geschlossen worden war, wurde dem
Beschwerdeführer eine andere Tätigkeit an einem neuen Standort in I._ angeboten.
Diese Tätigkeit war im Gegensatz zur vorherigen Tätigkeit geprägt durch einfache und
repetitive Arbeiten. So hat der Beschwerdeführer M._ aufwärmen, Etiketten entfernen
und neu aufkleben oder L._ demontieren müssen. Die Arbeitgeberin hat ausgeführt,
gemäss der Checkliste nach der Einarbeitungszeit vom 11. Februar 2004 scheine die
Einarbeitung gelungen zu sein und der Beschwerdeführer interessiere sich für eine
Weiterbildung. Am 4. August 2004 habe der Beschwerdeführer jedoch gemeldet, dass
ihn der Stellenwechsel stark belaste und er in den Sommerferien einen
Zusammenbruch erlitten habe. Er habe um Zuweisung eines gehaltvolleren
Arbeitsplatzes gebeten, ähnlich der Funktion in der vorangegangenen Tätigkeit. Ab
3. August 2004 sei dem Beschwerdeführer eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert
worden. Der Führungskraft sei aufgefallen, dass sich der Beschwerdeführer wenig für
die Arbeit interessiere und er wenig Interesse für anspruchsvollere Arbeit gehabt habe,
für die er sich hätte weiterbilden müssen. Er scheine sich auf der Abteilung
L._revision nicht wohlzufühlen. Aufgrund der Besitzstandswahrung habe der
Beschwerdeführer gleichviel verdient wie am vorangehenden Arbeitsplatz. Er sei
dadurch der teuerste Mitarbeiter der Abteilung gewesen. Seine Leistung hätte einem
effektiven Lohn von Fr. 40'000.-- entsprochen. Die Arbeitgeberin hat das
Arbeitsverhältnis schliesslich auf Ende Juni 2005 aufgelöst und als Begründung
angegeben, dass die Aufgaben und die Rahmenbedingungen im Bereich der
L._revision nicht mit den Bedürfnissen des Beschwerdeführers übereinstimmten und
ihm keine seinen Wünschen und Fähigkeiten entsprechende Stelle innerhalb des
Unternehmens hätte angeboten werden können (IV-act. 22-9/12 f.).
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3.3 Bis ins Jahr 2003 hat der Lohn der Leistung des Beschwerdeführers entsprochen.
Nach der Versetzung hat er sich auch um eine neue interne Arbeitsstelle sowie
Weiterbildungsmöglichkeiten bemüht. Im weiteren Verlauf hat er hingegen das
Interesse daran verloren und ist auch leistungsmässig negativ aufgefallen. Damals ist er
auch aufgrund der depressiven Reaktion zu 50% arbeitsunfähig erklärt worden. Wie Dr.
G._ in seinem Verlaufsgutachten vom 21. August 2008 ausgeführt hat, habe der
Beschwerdeführer - vorher - über Jahre gearbeitet, habe sich durch seine Leistungen
profiliert und sei geschätzt worden. Er habe sich langsam hervorgehoben und eine
bessere Position im Betrieb erhalten, für den er sich eingesetzt und sich stark mit ihm
identifiziert habe. Die Entlassung aus betrieblichen Gründen sei für ihn ein Schock
gewesen. Es sei zu einer depressiven Reaktion und Veränderungen in seiner
Befindlichkeit gekommen, die seine Leistungsfähigkeit herabgesetzt hätten (IV-act.
65-4/5). Die depressive Entwicklung hat somit nach der Versetzung innerhalb des
Betriebs an die neue Arbeitsstelle begonnen. Das Valideneinkommen ist bei dieser
Sachlage auf der Basis des vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten
Einkommens, also des der Leistung vor der Umplatzierung entsprechenden Lohnes, zu
bemessen. Im Jahr 2003 hat der Beschwerdeführer Fr. 69'037.-- verdient (Auszug aus
dem individuellen Konto; IV-act. 10). Angepasst an die Nominallohnentwicklung bis ins
Jahr 2008 (Index 2003: 1958; 2009: 2092) ergibt dies ein Valideneinkommen von
Fr. 73'762.--.
3.4 Im Vergleich mit dem durchschnittlichen statistischen Jahreseinkommen eines
Hilfsarbeiters im Jahr 2003 von Fr. 57'745.-- hat der Beschwerdeführer mit Fr.
69'037.-- überdurchschnittlich verdient. Heute erzielt der Beschwerdeführer nicht mehr
den Lohn, den er als Hilfsarbeiter mit einem zumutbaren Pensum von 75% erzielen
könnte. Das Invalideneinkommen ist daher unter Beizug der Tabellenlöhne, Niveau 4,
einfache und repetitive Tätigkeit, der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu
bemessen. Denn auch wenn der Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt wieder eine Stelle finden würde, würde ihm mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nicht mehr eine überdurchschnittliche Bezahlung angeboten.
3.5 Gemäss Tabelle TA1 der LSE belief sich das Durchschnittseinkommen der
Hilfsarbeiter aller Branchen im Jahr 2008 bei der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.6
Stunden wöchentlich auf Fr. 59'979.-- ([Fr. 4'806.-- ./. 40 x 41.6 = Fr. 4'998.-- x 12]
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angepasst an die 2008 durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41.6 Stunden). Bei
einer 75%igen Leistungsfähigkeit beträgt das Einkommen noch Fr. 44'984.--. Die
Beschwerdegegnerin hat keinen zusätzlichen Abzug gewährt. Bei Männern im tiefsten
Anforderungsniveau wird Teilzeitarbeit hochgerechnet auf ein Vollpensum statistisch
gesehen schlechter entlöhnt als Vollzeitarbeit. Gemäss der Tabelle "Monatlicher
Bruttolohn (Zentralwert) nach Beschäftigungsgrad, Anforderungsniveau des
Arbeitsplatzes und Geschlecht, privater Sektor und öffentlicher Sektor (Bund)
zusammen" der LSE 2008 verdient ein Mann im Niveau 4 mit einem Pensum von 75%
bis 89% 5.04% weniger, als wenn er 100% arbeiten würde. Zu berücksichtigen ist
zudem, dass der Beschwerdeführer die Arbeit möglichst selbständig und ohne grosse
Hektik erledigen können sollte. Kundenkontakte sollten eher nur beschränkt
vorkommen (IV-act. 66). Der Beschwerdeführer wird unter diesen Bedingungen wohl
nur dann eine entsprechende Tätigkeit finden, wenn er seine Arbeit zu einem
unterdurchschnittlichen Lohn anbietet. Jedenfalls wird er auf einen sehr
verständnisvollen Arbeitgeber angewiesen sein. Die Restarbeitsfähigkeit auf dem
allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt ist also nur mit unterdurchschnittlichem
erwerblichem Erfolg verwertbar (vgl. die Urteile des Bundesgerichts vom 8. April 2009,
9C_813/2008, E. 4.3, sowie vom 30. August 2010, 8C_602/2010). Für die Bemessung
des Invalideneinkommens erscheint daher ein zusätzlicher Abzug von 10%
angemessen. Das Invalideneinkommen beläuft sich demnach auf Fr. 40'486.--.
3.6 Wird das Valideneinkommen von Fr. 73'762.-- dem Invalideneinkommen von
Fr. 40'486.-- gegenübergestellt, resultiert ein Invaliditätsgrad von 45%. Der
Beschwerdeführer hat somit Anspruch auf eine Viertelsrente. Bei einer Arbeitsfähigkeit
von 80% resultiert ein Invaliditätsgrad von 41%, also wiederum ein Anspruch auf eine
Viertelsrente.
4.
4.1 Art. 16 ATSG schreibt vor, dass der Einkommensvergleich zur Bemessung des
Invaliditätsgrades erst nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen ist (Grundsatz der Eingliederung vor Rente).
Da sich ohne Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch ergibt, muss beurteilt
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werden, ob vor der Rentenzusprache zumutbare Eingliederungsmassnahmen in Frage
kommen.
4.2 Was die beruflichen Massnahmen im engeren Sinn betrifft (Art. 15 bis 17 IVG), so
ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin ihre Eingliederungspflicht nicht verletzt
hat, indem sie keine Massnahmen zugesprochen hat. Aufgrund des Alters, der
mangelnden Eigeninitiative, der tiefen Belastbarkeit und des tiefen beruflichen
Selbstvertrauens ist eine Umschulung nach Art. 17 IVG klarerweise nicht zielführend.
Weitere Eingliederungsmassnahmen kommen zur Zeit nicht in Betracht.
4.3 Ein Anspruch auf Arbeitsvermittlung ist mit Mitteilung vom 7. Mai 2009
abgewiesen worden (IV-act. 75). Der Beschwerdeführer hat darüber am 10. Mai 2009
eine anfechtbare Verfügung verlangt (IV-act. 77-1). Ob diese erlassen wurde, ist nicht
aktenkundig. Der Anspruch auf Arbeitsvermittlung zählt im vorliegenden Verfahren
jedenfalls nicht zum Anfechtungsgegenstand, weshalb darauf nicht näher einzugehen
ist.
5.
5.1 Der Eintritt des Rentenfalls wird durch aArt. 29 Abs. 1 IVG geregelt. Der
Rentenanspruch entsteht frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person
mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist (lit. a) oder
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu
40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (lit. b). Ein wesentlicher Unterbruch
liegt vor, wenn der Versicherten an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll
arbeitsfähig war (Art. 29 IVV).
5.2 Der Beschwerdeführer war von August 2004 bis Juni 2005 zu 50% in der
bisherigen Tätigkeit, die als leidensadaptiert angesehen werden muss, arbeitsunfähig
geschrieben. Ob diese Arbeitsunfähigkeit genügend wahrscheinlich ausgewiesen ist,
kann offen bleiben. Denn damit kann das Wartejahr ohnehin nicht erfüllt werden, da
nach elf Monaten wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestand. Dies attestierte der
behandelnde Psychiater für den Zeitraum Juli 2005 bis August 2006. Für die Annahme
einer weiterbestehenden Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit nach
ter
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Juni 2005 fehlen entsprechende Nachweise. Von weiteren Abklärungen betreffend
diesen vergangenen Zeitraum sind keine aussagekräftigen Ergebnisse zu erwarten,
weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden kann. Es ist folglich
auf die Beurteilung des behandelnden Psychiaters abzustellen, der erst ab September
2006 erneut eine 20%ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit attestiert hat (IV-act.
19).
5.3 Für die Bestimmung des Rentenbeginns kann jedoch nicht allein auf die
Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit von 20 beziehungsweise 25%
abgestellt werden, denn dies würde die Erfüllung des Wartejahrs ausschliessen, sodass
eigentlich nie ein Rentenanspruch entstehen könnte. Da der Einkommensvergleich eine
Erwerbseinbusse von über 40% aufweist, ist vorliegend mit dem
Arbeitsunfähigkeitsbegriff nicht nur eine rein medizinische, funktionale Einschränkung,
sondern auch ein erwerblicher Nachteil zu berücksichtigen (vgl. Urteil des
Versicherungsgerichts vom 11. Mai 2006, IV 2005/77 E. 3). Denn der Verlust der
bisherigen Arbeitsstelle mit einem überdurchschnittlichen Lohn wirkt sich bereits bei
einer geringen Arbeitsunfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit rentenrelevant
aus. Würde kein erwerblicher Nachteil berücksichtigt, könnte nicht verhindert werden,
dass trotz eines Invaliditätsgrads von 40% oder mehr das Wartejahr gar nie zu
absolvieren wäre. Dies zwingt zum Schluss, dass die den Lauf des Wartejahres
bewirkende Arbeitsunfähigkeit eine erwerbliche und nicht nur eine medizinisch-
funktionale sein muss. Wie der Einkommensvergleich gezeigt hat, resultiert bei einer
Arbeitsunfähigkeit von 20% ab September 2006 ein Invaliditätsgrad von 41%. Das
Wartejahr ist daher im September 2007 erfüllt worden. Somit besteht ab 1. September
2007 Anspruch auf eine Viertelsrente.
6.
6.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom
7. Mai 2009 aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab 1. September 2007 eine
Viertelsrente zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung und Ausrichtung der
geschuldeten Leistung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
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6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
angemessen. Der Beschwerdeführer ist mit seinem Antrag zwar nicht vollumfänglich
durchgedrungen, hat er doch eine halbe Rente beantragt. Dennoch rechtfertigt sich
eine anteilige Kostenverlegung nicht. Da sich die angefochtene Verfügung als
rechtswidrig erwiesen hat, war der Beschwerdeführer auf jeden Fall gezwungen,
Beschwerde zu führen, um nicht rechtswidrig behandelt zu werden. Daher muss in
Bezug auf die Kostentragungspflicht unabhängig vom konkreten Beschwerdebegehren
(in Analogie zur entsprechenden Regelung bei einer Rückweisung zur weiteren
Abklärung, vgl. ZAK 1987 S. 266 Erw. 5a) von einem vollumfänglichen Obsiegen des
Beschwerdeführers ausgegangen werden. Die Beschwerdegegnerin als nicht von der
Pflicht zur Übernahme amtlicher Kosten befreite selbstständige öffentlich-rechtliche
Anstalt trägt deshalb die gesamten Gerichtskosten von Fr. 600.-. Dem
Beschwerdeführer wird der Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückerstattet.
6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die berufsmässige und damit
entschädigungspflichtige Vertretung ist im Kanton St. Gallen grundsätzlich dem im
kantonalen Anwaltsregister eingetragenen Rechtsanwalt vorbehalten (Art. 10 Abs. 1
des Anwaltsgesetzes [sGS 963.70]). Beim Vertreter des Beschwerdeführers handelt es
sich nicht um einen Rechtsanwalt. Die Zusprache einer Parteientschädigung fällt daher
nicht in Betracht. Dass dem Beschwerdeführer allenfalls entschädigungsberechtigte
besondere Auslagen angefallen wären, wird nicht geltend gemacht und ist auch nicht
ersichtlich. Ausseramtliche Kosten sind daher trotz des teilweisen Obsiegens des
Beschwerdeführers keine zuzusprechen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP