Decision ID: 99075931-461b-5211-aad8-55d319abc993
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
SB._ und FB._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch FB._
gegen
La Caisse Vaudoise (Groupe Mutuel), Rue du Nord 5, 1920 Martigny,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Forderungen
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Sachverhalt:
A.
A.a Die aus Deutschland zugezogenen Eheleute SB._ und FB._ unterzeichneten
am 21. bzw. 18. Mai 2007 bei der La Caisse Vaudoise (Groupe Mutuel; nachfolgend:
Vaudoise), Martigny, eine Beitrittserklärung für die obligatorische
Krankenpflegeversicherung per 1. Mai 2007. Die monatliche Prämienrechnung belief
sich auf Fr. 257.80 pro Person (act. G 5.1/3). Mit Schreiben vom 4. Juni 2008
informierte das Einwohneramt C._, dass SB._ die Schweiz per 3. Juni 2008
verlassen habe und nach Deutschland zurückgekehrt sei (act. G 5.1/10). Am 6. Juni
2008 teilte die Vaudoise der Versicherten die Kündigung ihrer Versicherungsdeckung
per 30. Juni 2008 mit (act. G 5.1/11).
A.b Nachdem FB._ die Prämien für den Monat September 2007 auch nach
zweimaliger Mahnung (act. G 5.1/19 und G 5.1/20) nicht vollständig bezahlt hatte,
stellte die Vaudoise am 21. Juli 2008 beim Betreibungsamt D._ ein
Betreibungsbegehren für die ausstehende Forderung von Fr. 142.--, nebst Zins zu 5 %
ab 20. Mai 2008, sowie Umtriebs- und Mahnkosten von Fr. 128.-- (act. G 5.1/21).
Gegen den am 23. September 2008 zugestellten Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr.
5._ erhob der Versicherte am 2. Oktober 2008 Rechtsvorschlag (act. G 5.1/22). Mit
Verfügung vom 13. Oktober 2008 hob die Vaudoise den Rechtsvorschlag auf (act.
G 5.1/23). Die gegen diese Verfügung am 12. November 2008 erhobene Einsprache
wies die Vaudoise mit Einspracheentscheid vom 23. März 2009 ab (act. G 5.1/24).
A.c Ebenfalls am 21. Juli 2008 stellte die Vaudoise für die nicht vollständig bezahlten
Prämien von SB._ für die Monate Mai, Juni, Juli, August und September 2007 beim
Betreibungsamt D._ ein Betreibungsbegehren über Fr. 839.30, nebst Zins zu 5 % ab
20. Mai 2008, sowie Umtriebs- und Mahnkosten von Fr. 188.-- (act. G 5.1/41). FB._
erhob gegen den am 23. September 2008 zugestellten Zahlungsbefehl in der
Betreibung Nr. 1._ in Vertretung seiner Ehefrau am 2. Oktober 2008 Rechtsvorschlag
(act. G 5.1/42). Mit Verfügung vom 13. Oktober 2008 hob die Vaudoise den
Rechtsvorschlag auf (act. G 5.1/43) und wies die gegen diese Verfügung erhobene
Einsprache mit Einspracheentscheid vom 23. März 2009 ab (act. G 5.1/44).
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A.d Für die Prämien der beiden Versicherten für die Monate Januar, Februar und März
2008 stellte die Vaudoise wiederum am 21. Juli 2008 beim Betreibungsamt D._ ein
Betreibungsbegehren über Fr. 1'508.40, nebst Zins zu 5 % ab 20. Mai 2008, sowie
Umtriebs- und Mahnkosten von Fr. 188.-- (act. G 5.1/32). Gegen den am
23. September 2008 zugestellten Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. 2._ erhob
FB._ am 2. Oktober 2008 Rechtsvorschlag (act. G 5.1/33). Die Vaudoise hob den
Rechtsvorschlag mit Verfügung vom 13. Oktober 2008 auf (act. G 5.1/34). Die gegen
diese Verfügung am 12. November 2008 durch den Versicherten für sich selbst sowie
seine Ehefrau erhobene Einsprache wies die Vaudoise mit Einspracheentscheid vom
23. März 2009 ab (act. G 5.1/35).
A.e Am 20. August 2008 stellte die Vaudoise für die Prämien der beiden Versicherten
für die Monate April, Mai und Juni 2008 beim Betreibungsamt D._ ein
Betreibungsbegehren über ebenfalls Fr. 1'508.40, nebst Zins zu 5 % ab 19. August
2008, sowie Umtriebs- und Mahnkosten von Fr. 170.-- (act. G 5.1/52). Gegen den am
23. September 2008 zugestellten Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. 4._ erhob
FB._ am 2. Oktober 2008 Rechtsvorschlag (act. G 5.1/53). Mit Verfügung vom
10. Oktober 2008 hob die Vaudoise den Rechtsvorschlag auf (act. G 5.1/54) und wies
die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache mit Einspracheentscheid vom
23. März 2009 ab (act. G 5.1/55).
A.f Mit Schreiben vom 19. November 2008 reichte die Vaudoise schliesslich für die
Prämien von FB._ für die Monate Juli, August und September 2008 beim
Betreibungsamt D._ ein Betreibungsbegehren über Fr. 754.20, nebst Zins zu 5 % ab
18. November 2008, sowie Umtriebs- und Mahnkosten von Fr. 170.-- ein (act.
G 5.1/61). Dieser erhob auch gegen den am 11. Dezember 2008 zugestellten
Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. 6._ am 21. Dezember 2008 Rechtsvorschlag
(act. G 5.1/62). Die Vaudoise hob den Rechtsvorschlag mit Verfügung vom 6. Januar
2009 auf (act. G 5.1/63). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies sie mit
Einspracheentscheid vom 23. März 2009 ab (act. G 5.1/64).
A.g Am 28. April 2009 reichten die Versicherten beim Kreisgericht E._ als Unterer
Aufsichtsbehörde für das Betreibungsamt D._ eine betreibungsrechtliche
Beschwerde gegen die Pfändungsankündigung vom 1. April 2009 in der Betreibung
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Nr. 3._ ein. Zudem erhoben sie Rechtsverweigerungsbeschwerde in den
Betreibungen Nr. 4._, 5._ und 2._ (act. G 5.1/15 und G 5.1/16). Mit Entscheid
vom 6. Mai 2009 schrieb die Untere Aufsichtsbehörde für das Betreibungswesen die
Beschwerde bezüglich der Betreibung Nr. 3._ wegen Bezahlung als gegenstandslos
ab. Die Beschwerde betreffend die anderen Betreibungen wies sie ab (act. G 5.1/16).
B.
B.a Gegen die fünf Einspracheentscheide vom 23. März 2009 betreffend die
Betreibungen Nr. 5._, 2._, 1._, 4._ und 6._ richtet sich die von FB._ für
sich und seine Ehefrau eingereichte Beschwerde vom 7. Mai 2009 sowie die Ergänzung
vom 17. Mai 2009. Er begründet sie im Wesentlichen damit, dass er und seine Gattin
als Kurzaufenthalter mit einer L-Bewilligung nicht verpflichtet gewesen wären, eine
Krankenpflegeversicherung in der Schweiz abzuschliessen. Da die Vaudoise sie jedoch
nicht korrekt über die Möglichkeit einer Ausnahme von der Versicherungspflicht
aufgeklärt habe, hätten sie viel höhere Prämien als bei ihrer Krankenversicherung in
Deutschland bezahlt und dafür auch noch weniger Leistungen erhalten. Ausserdem
habe SB._ die Schweiz per 10. Juni 2008 verlassen und sei wieder zurück nach
Deutschland gezogen. Damit habe die Versicherung per 10. Juni 2008 geendet. Für die
Zeit vom 10. bis 30. Juni 2008 seien deshalb keine Prämien mehr geschuldet gewesen.
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 25. Juni 2009 beantragt die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der fünf Einspracheentscheide vom
23. März 2009. Im Weiteren sei ihr in den Betreibungen Nr. 5._, 2._, 1._, 4._
und 6._ des Betreibungskreises D._ vollumfänglich Rechtsöffnung zu erteilen.
B.c Am 10. September 2009 machten die Beschwerdeführer geltend, die von der
Vaudoise eingereichten Unterlagen seien nicht vollständig und im Gegensatz zu
anderen seien gewisse Schreiben in den Beilagen nicht unterzeichnet oder sogar
anonym. Zudem dürften Verfügungen der Mutuel fehlen, weshalb der Beizug der
vollständigen Akten im Original beantragt werde (act. G 10).
B.d Mit Schreiben vom 15. September 2009 wies die Gerichtsleitung des
Versicherungsgerichts die Beschwerdeführer darauf hin, dass allein gestützt auf eine
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unbegründete Vermutung der Unvollständigkeit der Akten ohne Anhaltspunkte noch
kein Anlass zur Aufforderung zur Einreichung der Originalakten durch die
Beschwerdegegnerin bestehe und im Weiteren keine Anhaltspunkte bestünden,
weshalb die eingereichten Kopien nicht mit den jeweiligen Originalakten
übereinstimmen sollten (act. G 11). Im Schreiben vom 29. September 2009 hielten die
Beschwerdeführer an ihren Anträgen zum Beizug der vollständigen Originalakten durch
die Beschwerdegegnerin fest. Im Übrigen verzichteten sie auf die Einreichung einer
Replik (act. G 12).

Erwägungen:
1.
Die Beschwerdeführer beantragten sinngemäss die Vereinigung der Verfahren
betreffend die fünf Einspracheentscheide der Beschwerdegegnerin vom 23. März 2009.
Da allen fünf Verfahren im Wesentlichen derselbe Sachverhalt zu Grunde liegt, sich die
gleichen Rechtsfragen stellen und sich in allen Verfahren die gleichen Parteien gegen
überstehen, rechtfertigt es sich, sie zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu
erledigen (vgl. BGE 128 V 124 E. 1 und 128 V 192 E. 1, je mit Hinweisen).
2.
2.1 Als Anfechtungsgegenstand gilt das Objekt des angefochtenen
Einspracheentscheids. Dieses ist abzugrenzen gegenüber Gegenständen, über welche
im strittigen Entscheid nicht entschieden wurde. Die fünf angefochtenen
Einspracheentscheide vom 23. März 2009 bestätigen die am 10. Oktober 2008
(Betreibung Nr. 4._), 13. Oktober 2008 (Betreibung Nr. 5._, 2._, 1._) und
6. Januar 2009 (Betreibung Nr. 6._) verfügten Aufhebungen der Rechtsvorschläge
bezüglich Prämienausständen der obligatorischen Krankenversicherung. Somit bilden
diese den Anfechtungsgegenstand im vorliegenden Verfahren. Die Beschwerdeführer
machen in der Beschwerde sinngemäss geltend, die Forderungen der
Beschwerdegegnerin seien nicht gerechtfertigt, da sie von der Pflicht zur
Krankenversicherung in der Schweiz hätten ausgenommen werden können. Strittig und
zu prüfen ist, ob die Forderungen der Beschwerdegegnerin zu Recht bestehen und auf
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dem Betreibungsweg eingefordert werden können (vgl. sinngemäss
Beschwerdeanträge Ziff. 2, 3, 5, 6 und 8). Soweit die Beschwerdeführer jedoch eine
Feststellung zur Frage ihrer Unterstellungspflicht unter das schweizerische
Krankenversicherungssystem (vgl. Anträge Ziff. 1 und 4), die Zusprechung von
Schadenersatz (vgl. Anträge Ziff. 7 und 9), eine Feststellung zu Fragen von
Pfändungshandlungen bezüglich der vorliegend nicht prozessrelevanten Betreibung Nr.
3._ (vgl. Antrag Ziff. 10 und 11, act. G 5.1/16) sowie die Feststellung der
Rechtswidrigkeit einer Leistungsverweigerung durch die Beschwerdegegnerin (vgl.
Antrag Ziff. 12) geltend machen, ist auf diese Rechtsbegehren nicht einzutreten.
2.2 Die Beschwerdeführer machen schliesslich geltend, dass die Akten der
Beschwerdegegnerin unvollständig seien und auf Grund teilweise fehlender
Unterschriften nicht darauf abgestellt werden könne. Da sich aus den von der
Beschwerdegegnerin eingereichten Unterlagen jedoch keinerlei Hinweise ergeben,
welche Zweifel an deren Vollständigkeit und Echtheit aufkommen lassen würden,
entbehrt diese Behauptung einer nachvollziehbaren Grundlage. Es besteht somit kein
Anlass, die Beschwerdegegnerin zur Einreichung der Originalakten aufzufordern.
3.
3.1 Das Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) schreibt
grundsätzlich ein allgemeines Versicherungsobligatorium für die gesamte
schweizerische Wohnbevölkerung vor (Art. 3 Abs. 1 KVG; Gebhard Eugster,
Krankenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit,
2. Aufl. 2007, Rz. 23). Die Abgrenzung der Versicherungspflicht von Personen mit
Bezug zu einem EU- oder EFTA-Staat wird durch die Koordinationsbestimmungen im
Freizügigkeitsabkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft sowie ihren
Mitgliedern (FZA; SR 0.142.112.681) bzw. im Abkommen mit der Europäischen
Freihandelsassoziation (EFTA-Abkommen; SR 0.632.31) geregelt. Gestützt darauf
unterliegen Staatsangehörige der EU bzw. der Schweiz bezüglich der
Versicherungspflicht grundsätzlich den Rechtsvorschriften nur eines Staates, auch
wenn sie zugleich in mehreren Staaten arbeiten (Art. 13 Abs. 1 VO 1408/71 i.V.m. Art.
95a KVG). Gemäss Art. 3 Abs. 1 KVG muss sich jede Person mit Wohnsitz in der
Schweiz innert drei Monaten nach der Wohnsitznahme oder der Geburt in der Schweiz
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für Krankenpflege versichern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter beziehungsweise
ihrer gesetzlichen Vertreterin versichern lassen. Der Bundesrat kann Ausnahmen von
der Versicherungspflicht vorsehen, namentlich für Personen, die im Sinn von Art. 2
Abs. 2 des Bundesgesetzes über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten
Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge (GSG; SR
192.12) mit Vorrechten, Immunitäten und Erleichterungen begünstigt sind (Art. 3 Abs. 2
KVG). Nach Art. 6 Abs. 2 KVG weist die vom Kanton bezeichnete Behörde Personen,
welche der Versicherungspflicht nicht nachkommen, einem Versicherer zu. Für die in
der Schweiz wohnhaften Personen gilt somit der Grundsatz der Versicherungspflicht
auf Grund von Art 3 KVG, soweit nicht ausdrücklich Ausnahmen gestützt auf Art. 3
Abs. 2 bzw. Art. 2 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV; SR 832.102)
oder auf Grund des FZA bzw. EFTA-Abkommens vorgesehen sind (Gebhard Eugster,
a.a.O., Rz. 43).
3.2 Gemäss Art. 10 KVV informieren die Kantone die Bevölkerung periodisch über die
Versicherungspflicht. Sie achten insbesondere darauf, dass Personen, die aus dem
Ausland zuziehen, sowie Eltern von Neugeborenen rechtzeitig informiert werden. Mit
der Information über die Versicherungspflicht von Kurzaufenthaltern und -
aufenthalterinnen, von Aufenthaltern und Aufenthalterinnen sowie von
Niedergelassenen gelten auch deren Familienangehörige als informiert, die in einem
Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft, in Island oder Norwegen wohnen. Das
Gesuch zur Ausnahme von der Versicherungspflicht ist im Kanton St. Gallen gemäss
Art. 7 der Verordnung zum Einführungsgesetz zur Bundesgesetzgebung über die
Krankenversicherung (Vo-EG; sGS 331.111) der Kontrollstelle für Krankenversicherung
einzureichen, d.h. jener politischen Gemeinde, in der die versicherungspflichtige
Person ihren zivilrechtlichen Wohnsitz hat (Art. 4 Abs. 1 Vo-EG).
3.3 Die Beschwerdeführer machten erstmals in ihrer Einsprache vom 12. November
2008 geltend, dass sie gemäss einem Sozialversicherungsabkommen zwischen der
Schweiz und Deutschland in der für sie wesentlich günstigeren freiwilligen deutschen
Familienversicherung bei der DAK hätten versichert bleiben können und diese auch für
die Versorgung im Krankheitsfall in der Schweiz aufgekommen wäre. Ob die
Beschwerdeführer dem schweizerischen Krankenversicherungsobligatorium von
Beginn ihres Zuzugs an zu unterstellen waren bzw. noch sind, ist allerdings nicht
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Gegenstand dieses Verfahrens. Tatsache ist, dass jede Person mit schweizerischem
Wohnsitz entweder ab Wohnsitznahme oder Geburt in der Schweiz dem
Versicherungsobligatorium untersteht, sie auf Grund des FZA oder EFTA-Abkommens
ausschliesslich der Versicherungspflicht eines EU- oder EFTA-Mitgliedstaats untersteht
oder sie ein Gesuch um Befreiung von der schweizerischen Versicherungspflicht
gemäss Art. 2 Abs. 2 - 8 oder Art. 6 Abs. 3 KVV zu stellen hat. Obgleich Gesetz und
Verordnung keine Frist vorsehen, innert welcher ein Gesuch um Befreiung vom
Krankenversicherungsobligatorium einzureichen ist, kann die Dreimonatsfrist ab
Wohnsitznahme in der Schweiz nach Art. 3 Abs. 1 KVG als Ordnungsfrist betrachtet
werden, da eine neu zugezogene Person, wenn sie kein Gesuch stellt, innerhalb dieser
Zeit ansonsten einer schweizerischen Versicherung beitreten müsste. Im zu
beurteilenden Fall waren die Beschwerdeführer vor ihrem Zuzug in die Schweiz nach
eigenen Aussagen freiwillig in Deutschland krankenversichert. Wie aus der Einsprache
vom 12. November 2008 hervorgeht, haben sie diese Versicherung jedoch mit
Versicherungsbeginn in der Schweiz gekündigt. Damit waren sie nicht mehr in einer
anderen, dem schweizerischen Krankenversicherungsobligatorium gleichwertigen
Versicherung für die Leistungen nach KVG gedeckt. Folglich wäre der Tatbestand einer
Doppelbelastung nach Art. 2 Abs. 2 KVV ohnehin bereits weggefallen. Im Übrigen kann
offen bleiben, ob für den die Prämienausstände betreffenden Zeitraum ein anderer
Befreiungstatbestand in Frage käme - auf Grund der geltend gemachten schlechteren
Versicherungsbedingungen in der Schweiz sowie der vorbestehenden gesundheitlichen
Leiden von FB._, welche den Abschluss einer Zusatzversicherung verunmöglicht
hätten, am ehesten wohl derjenige nach Art. 2 Abs. 8 KVV -, da die Beschwerdeführer
von Mai 2007 bis und mit Juni 2008 (SB._) bzw. mindestens September 2008
(FB._) in keiner anderen Krankenversicherung versichert waren, eine rückwirkende
Versicherung in Deutschland heute kaum mehr möglich wäre und auch nie geltend
gemacht wurde. Vielmehr hielt der Beschwerdeführer in der Einsprache fest, dass er
sich nach seinem Austritt aus der Krankenversicherung in Deutschland erst wieder
nach 18 Monaten, d.h. ab November 2008 bei derselben hätte versichern lassen
können. Damit wäre eine Befreiung vom schweizerischen
Krankenversicherungsobligatorium zumindest für die betreffende Versicherungszeit
nicht möglich gewesen. In der Folge ist der Antrag der Beschwerdeführer auf eine
Rückerstattung der bereits bezahlten Versicherungsprämien denn auch nicht als
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Gesuch um (nachträgliche) Befreiung von der Versicherungspflicht zu verstehen.
Zudem war die Beschwerdegegnerin nicht verpflichtet, die Frage, ob eine Befreiung
vom Krankenversicherungsobligatorium in der Schweiz für die Beschwerdeführer
möglich war, gestützt auf Art. 30 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) an die zuständige Wohnsitzgemeinde
weiterzuleiten. Ein Antrag zur Befreiung von jeglicher Versicherungs- und damit für die
Beschwerdeführer vorliegend wohl wichtigeren Prämienzahlungspflicht würde denn
schon fast an Rechtsmissbrauch grenzen, wenn man bedenkt, dass sowohl das
Krankenversicherungssystem in der Schweiz als auch jene der EU-/EFTA-Staaten
vornehmlich vom Solidaritätsgrundsatz getragen sind. Da eine rückwirkende Befreiung
von der schweizerischen Versicherungspflicht somit nicht in Frage kommt und andere
Gründe gegen das Zustandekommen eines Versicherungsverhältnisses zwischen der
Beschwerdegegnerin und den Beschwerdeführern als Grundlage der vorliegenden
Prämienforderungen ebenfalls nicht ersichtlich sind, ist auf die beiden
Versicherungsverträge vom 21. und 18. Mai 2007 abzustellen.
3.4 Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass der Vorwurf einer Diskriminierung der
Beschwerdeführer auf Grund ihrer Nationalität am vorliegenden Verfahrensgegenstand
vorbeizielt. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass darin kein Verstoss gegen ein
gemeinschafts- bzw. abkommensrechtliches Diskriminierungsverbot (Art. 3 Abs. 1 der
Verordnung Nr. 1408/71; Art. 2 FZA) erblickt werden kann, dass eine Person ähnlich
den Beschwerdeführern, die keiner obligatorischen Krankenversicherung eines anderen
Staates untersteht, ohne die Erfüllung eines gesetzlichen Ausnahmetatbestands nicht
von der schweizerischen Krankenversicherungspflicht ausgenommen werden kann und
dadurch gegebenenfalls einen Nachteil erleidet, weil sie sich unter dem
schweizerischen System, dem sie neu untersteht, nicht so gut versichern kann wie vor
der Unterstellung unter die schweizerischen Rechtsvorschriften nach einem
ausländischen System. Denn ein solcher Nachteil ist eine Folge der mangels einer
Harmonisierung fortbestehenden Unterschiede zwischen den nationalen Systemen der
sozialen Sicherheit, gegen welche sich das Diskriminierungsverbot nicht richtet (vgl.
BGE 132 V 39 E. 9.1).
4.
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4.1 Laut der Bestätigung der Gemeindeverwaltung C._ vom 4. Juni 2008 hatte sich
die Beschwerdeführerin per 3. Juni 2008 in der Schweiz abgemeldet. Gestützt auf
diese Mitteilung löste die Beschwerdegegnerin den Versicherungsvertrag mit ihr per
30. Juni 2008 auf und forderte die Prämien entsprechend bis Ende Juni 2008 ein.
Dagegen opponieren die Beschwerdeführer mit Bezug auf Art. 7 Abs. 3 KVV, wonach
die Versicherung von Ausländern und Ausländerinnen mit einer
Niederlassungsbewilligung oder einer Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung am
Tag des bei der für die Einwohnerkontrolle zuständigen Stelle gemeldeten Wegzugs
aus der Schweiz ende, in jedem Fall aber am Tag der tatsächlichen Ausreise aus der
Schweiz. Mit dem Ende des Versicherungsverhältnisses seien auch keine Prämien
mehr geschuldet. Das Eidgenössische Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar
2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) hielt mit Urteil vom 14. August
2006 i/S S. (K72/05) E. 4.3.1 und 4.4 zur Teilbarkeit der Krankenkassenprämie fest,
dass die Prämien nach Art. 90 KVV (gültig ab 1. August 2007; entspricht in der früheren
Fassung Art. 90 Abs. 1 KVV) im Voraus und in der Regel monatlich zu bezahlen seien
und der KVG-Grundversicherer die Zahlungsmodalitäten grundsätzlich frei regeln
könne. Die gestützt auf Art. 90 KVV herausgebildete Praxis, die Beitragszahlung
grundsätzlich für die ganze laufende, monatsweise festgesetzte Versicherungsperiode
zu fordern, selbst wenn der Versicherungsschutz nur für einen Bruchteil dieser Zeit in
Anspruch genommen werde, erweise sich - jedenfalls hinsichtlich des Beitritts in das
Versicherungsverhältnis und wenn die Allgemeinen und Besonderen
Versicherungsbedingungen keine Hinweise auf eine anders geartete Regelung
enthalten würden - als rechtens. Nichts anderes kann somit gelten, wenn die
Versicherungspflicht vor Ende des angefangenen Monats endet und die
Krankenversicherung - wie vorliegend in Art. 3 Abs. 3 der Ergänzenden
Ausführungsbestimmungen zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung gemäss
KVG (AVB; act. G 5.1/1) eine diese Thematik konkretisierende Regelung erlassen hat.
Gemäss Art. 3 Abs. 3 AVB sind die Prämien für den ganzen Kalendermonat geschuldet,
wenn die Mitgliedschaft im Verlaufe eines Kalendermonats beginnt oder endet. Folglich
ist die Prämienforderung der Beschwerdegegnerin für den ganzen Monat Juni 2008
gestützt auf Art. 3 Abs. 3 AVB nicht zu beanstanden.
4.2 Die Beschwerdeführer bestritten vor und während den Einspracheverfahren
weder Höhe noch Bestand der Forderungen als solche. Erst in der Beschwerdeeingabe
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vom 7. Mai 2009 (vgl. Ziff. j) machen sie nun geltend, alle Beiträge für das Jahr 2007
"nach eigener Erinnerung" bereits bezahlt zu haben. Einen Beleg oder sonstigen
Nachweis zur Bekräftigung dieser Behauptung vermögen sie jedoch nicht vorzulegen.
Auch in den Akten befinden sich keine Anhaltspunkte, welche auf eine Abgeltung der
Prämien für das Jahr 2007 oder andere Unrichtigkeiten und Unstimmigkeiten in der
Rechnungsstellung bzw. der Berechnung der Prämienausstände hindeuten würden.
Damit ist darauf abzustellen, dass die Beschwerdegegnerin die in Betreibung gesetzten
Prämienausstände zu Recht auf Grund ihrer vertraglichen Vereinbarungen eingefordert
hat.
4.3 Wie bereits ausgeführt sind die Prämien nach Art. 90 KVV (bzw. Art. 90 Abs. 1
KVV der Fassung bis 31. Juli 2007) im Voraus und in der Regel monatlich zu bezahlen.
Bezahlt die versicherte Person fällige Prämien nicht, so hat der Versicherer sie
schriftlich zu mahnen, ihr eine Nachfrist von dreissig Tagen einzuräumen und sie auf
die Folgen des Zahlungsverzuges hinzuweisen (Art. 64a Abs. 1 KVG; in Kraft seit 1.
Januar 2006). Der Versicherer muss unbezahlte fällige Prämien und
Kostenbeteiligungen im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung,
nachdem er mindestens einmal an diese Ausstände erinnert hatte, getrennt von
allfälligen anderen Zahlungsausständen spätestens drei Monate ab Fälligkeit schriftlich
mahnen. Mit der Mahnung muss er der versicherten Person eine Frist von 30 Tagen zur
nachträglichen Erfüllung ansetzen und sie auf die Folgen der Nichtbezahlung hinweisen
(Art. 105b Abs. 1 KVV; in Kraft seit 1. August 2007 und gemäss SchlussB der Änderung
vom 27. Juni 2007 auf vor dem 1. August 2007 fällig gewordene Prämien nicht
anwendbar). Bezahlt die versicherte Person innerhalb der angesetzten Frist nicht, so
muss der Versicherer die Forderung innerhalb von weiteren vier Monaten getrennt von
allfälligen anderen Zahlungsausständen in Betreibung setzen (Art. 105b Abs. 2 KVV; in
Kraft seit 1. August 2007 und gemäss SchlussB der Änderung vom 27. Juni 2007 auf
vor dem 1. August 2007 fällig gewordene Prämien nicht anwendbar). Gemäss Urteil
des Bundesgerichts vom 31. Oktober 2008 i/S P. (9C_786/2008) E. 3.2 handelt es sich
bei Art. 105b KVV um eine reine Ordnungsvorschrift, deren Nichteinhaltung weder den
Anspruch auf die Ausstände noch auf den der betreibungsrechtlichen Durchsetzung
verwirkt. Die einzige Konsequenz ist, dass die Sanktionsfolgen nach Art. 64a Abs. 2
KVG - ein Leistungsaufschub - nicht eintreten können. Verschuldet die versicherte
Person Aufwendungen, die bei rechtzeitiger Zahlung nicht entstanden wären, so kann
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der Versicherer angemessene Bearbeitungsgebühren erheben, sofern er in seinen
allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten der Versicherten eine
entsprechende Regelung vorsieht (Art. 105b Abs. 3 KVV; in Kraft seit 1. August 2007
und gemäss SchlussB der Änderung vom 27. Juni 2007 auf vor dem 1. August 2007
fällig gewordene Prämien nicht anwendbar). Für fällige Beitragsforderungen sind
gemäss Art. 26 Abs. 1 ATSG Verzugszinsen zu leisten. Der Satz für den Verzugszins
auf fälligen Prämien nach Artikel 26 Abs. 1 ATSG beträgt 5 Prozent im Jahr (Art. 105a
KVV; in Kraft seit 1. August 2007). Die Krankenversicherer können in den
Versicherungsbedingungen die Fälligkeit der Prämien autonom regeln (Gerhard
Eugster, a.a.O., Rz. 1024). Sie haben die Befugnis, mit Verfügung über den Bestand
ihrer Forderungen gegenüber versicherten Personen zu entscheiden und einen im
Betreibungsverfahren erhobenen Rechtsvorschlag analog zu Art. 79 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) zu beseitigen
(vgl. BGE 121 V 109; Art. 54 Abs. 2 ATSG).
4.4 Jeweils im Nachgang zu zwei erfolglos gebliebenen Mahnungen setzte die
Beschwerdegegnerin die Prämienbeträge betreffend den Monat September 2007 von
Fr. 142.--, nebst Zins zu 5 % ab 20. Mai 2008, zuzüglich Fr. 30.-- Mahnkosten, Fr. 80.--
Dossiereröffnungskosten und Fr. 18.-- Zustellkosten, betreffend die Monate Mai bis
und mit September 2007 von insgesamt Fr. 839.30, nebst Zins zu 5 % ab 20. Mai
2008, zuzüglich Fr. 90.-- Mahnkosten, Fr. 80.-- Dossiereröffnungskosten und Fr. 18.--
Zustellkosten, betreffend die Monate Januar bis und mit März 2008 von Fr. 1'508.40,
nebst Zins zu 5 % ab 20. Mai 2008, zuzüglich Fr. 90.-- Mahnkosten, Fr. 80.--
Dossiereröffnungskosten und Fr. 18.-- Zustellkosten, betreffend die Monate April bis
und mit Juni 2008 von Fr. 1'508.40, nebst Zins zu 5 % ab 19. August 2008, zuzüglich
Fr. 90.-- Mahnkosten und Fr. 80.-- Dossiereröffnungskosten, betreffend die Monate Juli
bis und mit September 2008 von Fr. 754.20, nebst Zins zu 5 % ab 18. November 2008,
zuzüglich Fr. 90.-- Mahnkosten und Fr. 80.-- Dossiereröffnungskosten in Betreibung.
Anhaltspunkte für eine Unrichtigkeit dieser Prämienbeträge sind aus den Akten nicht
ersichtlich. Die Erhebung angemessener Mahngebühren und Umtriebsspesen beim
Verzug in der Zahlung von Prämien und Kostenbeteiligungen ist - wie erwähnt - unter
der Voraussetzung der schuldhaften Verursachung der (bei rechtzeitiger Zahlung
unnötigen) Aufwendungen durch die versicherte Person im Bereich des KVG zulässig,
sofern der Krankenversicherer in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte
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und Pflichten der Versicherten eine entsprechende Regelung vorsieht (BGE 125 V 276).
Eine Regelung zur Erhebung von Verzugszinsen sowie Verwaltungskosten,
insbesondere für Mahnungen, Zahlungsaufforderungen und Betreibungen nach Ablauf
der angesetzten Zahlungsfrist findet sich in Art. 3 Abs. 1 AVB. Die Höhe der in diesem
Zusammenhang von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Mahnspesen -
jeweils Fr. 10.-- für den ersten und Fr. 20.-- für den zweiten Mahnbrief pro Ausstand
(act. G 5.1/19-20, G 5.1/26-31, G 5.1/37-40, G 5.1/46-51 und G 5.1/57-60), d.h.
insgesamt Fr. 390.-- - lässt sich nicht beanstanden. Die Mahnspesen sind demgemäss
zu Recht verfügt worden. Auch die in den Betreibungen Nr. 5._, 2._ und 1._
aufgeführten Zustellkosten von jeweils Fr. 18.-- können als Portokosten unter den
Begriff der Mahnkosten eingereiht werden. Dagegen lassen sich die in Betreibung
gesetzten "Dossiereröffnungskosten" von jeweils Fr. 80.--, d.h. insgesamt Fr. 400.--,
nicht ohne Weiteres unter die Verwaltungskosten im Sinn von Art. 3 Abs. 1 AVB
subsumieren. Inwiefern sie mit den durch die Zahlungsausstände bedingten Umtrieben
und Korrespondenzen (vgl. act. G 5.1/6, G 5.1/9 und G 5.1/13) begründet sind und ob
sich ihr sachlicher Anwendungsbereich nicht mit den erwähnten Mahngebühren deckt,
lässt sich den Akten nicht entnehmen. Mangels ausreichend bestimmter
reglementarischer Grundlage kann der erwähnte Betrag von Fr. 400.-- nicht in die
Rechtsöffnung mit einbezogen werden.
4.5 Die Beschwerdegegnerin machte gestützt auf Art. 3 Abs. 1 AVB Verzugszinsen
von 5 % geltend. In Bezug auf fällige KVG-Prämienforderungen ist ein Verzugszins (Art.
26 Abs. 1 ATSG) auch für geringe Beträge und kurzfristige Ausstände geschuldet
(RKUV 2004 KV 306, 463 E. 5.3.4). Die Beschwerdeführer haben daher im Sinn der
Anträge der Beschwerdegegnerin ab den jeweiligen nach Fälligkeit der Prämienbeträge
angesetzten Daten, d.h. in den Betreibungen Nr. 5._, 2._, 1._ ab 20. Mai 2008
auf den ausstehenden Prämien von Fr. 2'489.70 (= Fr. 142.-- + Fr. 839.30 +
Fr. 1'508.40), in der Betreibung Nr. 4._ ab 19. August 2008 auf Fr. 1'508.40 und in
der Betreibung Nr. 6._ ab 18. November 2008 auf dem Betrag von Fr. 754.20
Verzugszinsen von 5 % zu bezahlen.
5.
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Die Beschwerde ist dementsprechend in dem Sinn abzuweisen, dass die
Beschwerdeführer verpflichtet werden, der Beschwerdegegnerin die Beträge von Fr.
2'753.70 (Prämien von Fr. 2'489.70, Mahngebühren von Fr. 210.-- und Zustellkosten
von Fr. 54.--) zuzüglich Zins zu 5 % seit 20. Mai 2008 auf den ausstehenden Prämien,
Fr. 1'598.40 (Prämien von Fr. 1'508.40 und Mahngebühren von Fr. 90.--) zuzüglich Zins
zu 5 % seit 19. August 2008 auf den ausstehenden Prämien sowie Fr. 844.20 (Prämien
von Fr. 754.20 und Mahngebühren von Fr. 90.--) zuzüglich Zins zu 5 % seit
18. November 2008 auf den ausstehenden Prämien zu zahlen. In diesem Umfang sind
die in den Betreibungen Nr. 5._, 2._, 1._, 4._ und 6._ des Betreibungsamts
D._ erhobenen Rechtsvorschläge zu beseitigen.
6.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf
einzutreten ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG