Decision ID: 1e16b4f8-b9bb-5edc-898e-28ef28be6404
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Das Grundstück Nr. 000, Grundbuch Q., liegt in der Wohnzone W3 (Zonenplan vom
9. März 2011) und ist mit einem zweigeschossigen Mehrfamilienhaus mit ausgebautem
Dachgeschoss überbaut. Südlich des Grundstücks befindet sich ein Kinderspielplatz
(Grundstück Nr. 001; Zone W3). Am 29. April 2010 reichte die Sunrise Communications
AG, Zürich, vertreten durch die Alcatel-Lucent Schweiz AG, Zürich, bei der Bau- und
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Umweltkommission Q. (BUK) ein Gesuch für den Neubau einer Mobilfunkantenne mit
einer Höhe von rund 3.8 m und drei Multi-Band-Antennen mit einer Sendeleistung von
je 920 W (3 Sendeantennen mit 400 W GSM und 3 Sendeantennen mit 520 W UMTS)
auf dem Flachdach des Mehrfamilienhauses auf Grundstück Nr. 000 ein (act. G 7 I/
10/2). Nach Sistierung und Wiederaufnahme des Baubewilligungsverfahrens erstattete
das Amt für Umwelt und Energie (AFU) eine Stellungnahme vom 23. August 2011,
worin es unter anderem die Einhaltung der Strahlengrenzwerte gemäss Verordnung
über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (SR 814.710; NISV) bestätigte (act. G
7 I/10/3). Das Baugesuch wurde in der Folge vom 9. bis 23. Dezember 2011 öffentlich
aufgelegt. Während der Auflagefrist erhoben 313 Personen, darunter X.Y., (Grundstück
Nr. 001), Einsprache (act. G 7 I/10/4). Mit Beschluss (Nr. 2013/87) vom 25. Februar
2013 wies die BUK die Einsprachen ab und erteilte die Baubewilligung für den Neubau
der Mobilfunkanlage mit verschiedenen Auflagen (act. G 7 I/10/1).
b. Gegen diesen Beschluss liess X.Y. durch Rechtsanwalt Dr. K. Gehler, LL.M,
Rapperswil, mit Eingabe vom 15. März 2013 Rekurs erheben (act. G 7 I/1, 7 I/3; Rekurs
I). Im Nachgang zu einem Bericht des AFU vom 1. Juli 2013 (act. G 7 I/12) liess die
Sunrise Communications AG am 24. Juli 2013 mitteilen, sie sei bereit, bei der 2100
MHz-Frequenz der Antenne AU die Leistung von 520 auf 400 W zu reduzieren. Dadurch
verringere sich der Anlagegrenzwert bei OMEN Nr. 09b auf noch zulässige 5.95 V/m
(act. G 7 I/14). Das Baudepartement führte hierauf am 15. August 2013 einen
Augenschein durch und gewährte den Beteiligten zum entsprechenden Protokoll das
rechtliche Gehör (act. G 7 I/16 bis 7 I/19). Gegen das von der Baugesuchstellerin
zwischenzeitlich am 10. September 2013 eingereichte Korrekturgesuch mit
Abschirmkonzept und geändertem Standortdatenblatt (act. G 7 I/22), zu welchem sich
das AFU in der Stellungnahme vom 24. September 2013 äusserte (act. G 7 I/31
Beilage), liess X.Y. am 11. November 2013 Einsprache einreichen (act. G 7 I/30
Beilage). Am 26. November 2013 bestätigte das AFU seinen Standpunkt (act. G 7 I/31).
Hierauf wies die BUK die Einsprache mit Beschluss (Nr. 2014/14) vom 27. Januar 2014
ab und erteilte die Baubewilligung für die mit dem Korrekturgesuch beantragten
Massnahmen. Ergänzend zu den bereits mit Beschluss Nr. 2013/87 vom 25. Februar
2013 verfügten Auflagen und Bedingungen erliess sie die Auflagen, das bestehende
Oblicht auf dem Standortgebäude gemäss dem eingereichten Abschirmkonzept zu
erstellen und nach Inbetriebnahme der Mobilfunkanlage auch beim (neuen) OMEN Nr. 9
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(statt der vormaligen OMEN Nr. 9a und 9b) eine Abnahmemessung vorzunehmen (act.
G 7 I/40).
c. Gegen diesen Beschluss liess X.Y. durch Rechtsanwalt Gehler am 20. Februar 2014
Rekurs erheben (act. G 7 II/2; Rekurs II). Nachdem das AFU einen weiteren Bericht vom
24. April 2014 erstattet hatte (act. G 7 II/8), wies das Baudepartement die Rekurse I
und II mit Entscheid vom 10. Juni 2014 im Sinn der Erwägungen in öffentlichrechtlicher
Hinsicht ab. Der Rekurs I wurde, soweit übermässige ideelle Immissionen nach Art. 684
ZGB gerügt wurden, im Sinn der Erwägungen auch in privatrechtlicher Hinsicht
abgewiesen (act. G 2/2).
B.
a. Gegen den Rekursentscheid vom 10. Juni 2014 erhob Rechtsanwalt Gehler für X.Y.
(Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 25. Juni 2014 Beschwerde mit den
Rechtsbegehren, die Dispositiv-Ziffern 1a, 1b, 2a und 2b sowie 3b, 3c, 3d und 3e des
Entscheids seien aufzuheben (Ziff. 1), der Entscheid der BUK vom 25. Februar 2013
betreffend Baubewilligung sei aufzuheben (Ziff. 2) und die Baubewilligung für die
Mobilfunkantennenanlage sei zu verweigern (Ziff. 3), unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin (Ziff. 4).
b. In der Vernehmlassung vom 14. Juli 2014 beantragte die Vorinstanz Abweisung der
Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf den angefochtenen Entscheid (act. G 6).
Die Beschwerdegegnerin liess durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenzo Marazzotta, Zürich,
mit Eingabe vom 1. September 2014 beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen,
soweit darauf einzutreten sei, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten
des Beschwerdeführers (act. G 10).
c. Mit Replik vom 20. Oktober 2014 bestätigte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers seine Rechtsbegehren und Ausführungen (act. G 14). In der Duplik
vom 24. November 2014 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin an seinem
Standpunkt fest (act. G 18).
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d. Auf die Ausführungen der Parteien in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens
wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der
Beschwerdeführer ist Eigentümer einer Liegenschaft in der Nachbarschaft der
geplanten Anlage; er nahm auch am vorinstanzlichen Verfahren teil. Er ist zur
Ergreifung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die
Eingabe seines Rechtsvertreters vom 25. Juni 2014 (act. G 1) erfolgte rechtzeitig und
erfüllt die formellen Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten
ist auf das Begehren, der Entscheid der BUK vom 25. Februar 2013 betreffend
Baubewilligung sei aufzuheben, da der angefochtene Rekursentscheid an dessen Stelle
getreten ist (Devolutiveffekt; vgl. BGE 129 II 438 E. 1, 134 II 142 E. 1.4).
In inhaltlicher Hinsicht wiederholt der Beschwerdeführer in der Beschwerde teilweise
seine Argumentation im Rekurs (vgl. act G 1 S. 21-24 [Öffentlich-rechtliche Mängel]).
Soweit er sich dabei mit den Feststellungen der Vorinstanz im angefochtenen
Entscheid nicht konkret auseinandersetzt bzw. diese pauschal bestreiten lässt, stellt
sich - wie die Beschwerdegegnerin grundsätzlich zu Recht vorbringt (act. G 10 S. 14
unten) - die Frage der genügenden Begründung der Beschwerde (vgl. VerwGE B
2012/1 vom 12. Juni 2013, E. 1.3 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Nachdem es der
Beschwerdeführer jedoch nicht bei der Wiederholung seiner Vorbringen vor den
Vorinstanzen bewenden lässt, sondern sich daneben auch mit den Feststellungen im
angefochtenen Entscheid im Einzelnen befasst, lässt sich seine Begründung insgesamt
nicht als unzureichend beanstanden. Inwiefern die von ihm gestellten
Beschwerdeanträge auch als materiell begründet gelten können, ist nachstehend zu
prüfen.
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Nicht einzutreten ist auf das Rechtsbegehren Ziff. 1, soweit darin die Aufhebung von
Dispositv-Ziffer 3e des Rekursentscheids beantragt wird, zumal hierfür ein
Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers nicht gegeben ist und er den Antrag
auch mit keinem Wort begründet.
2.
2.1. Der Beschwerdeführer lässt darlegen, seine jüngste Tochter sei im
Kindergarten, die mittlere Tochter in der ersten Primarklasse und der Sohn in der
dritten Klasse der heilpädagogischen Schule. Seine Familie werde besonders getroffen
durch die streitige Mobilfunkantennenanlage. Diese sei - weniger als 20 m von seiner
Eigentumswohnung entfernt - inmitten eines besonders sensiblen Quartiers geplant, da
dieses von einer bevorzugten Wohnlage, einem Ortsbildschutzgebiet und einer grossen
Schulanlage (Distanz zur geplanten Antenne: 150 m) umgeben sei. Bei der A.-strasse
handle es sich um eine verkehrsberuhigte, mit einem Fahrverbot belegte Strasse (act. 1
S. 4 f.). Der Beschwerdeführer lässt in diesem Zusammenhang einen Augenschein
beantragen (act. G 1 S. 4, 8 und 27). Sodann lässt er anmerken, die
Beschwerdegegnerin habe weder behauptet noch nachgewiesen, dass die geplante
Anlage unverzichtbar sei, um den Service gemäss Konzession in diesem Quartier
sicherzustellen. Dies könne sie auch nicht, denn die Anlage sei dafür nicht notwendig.
Eine Begründung, weshalb die Mobilfunkantennenanlage ausgerechnet an diesem Ort
stehen müsse, um einen (bestrittenen) öffentlichen Auftrag zu erbringen, habe die
Beschwerdegegnerin nie vorgebracht. Es sei ihr zumutbar, die kommerziellen
Interessen dienende Anlage an einem anderen Ort aufzustellen (act. G 14 S. 16 und
17).
2.2. Der Augenschein ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen
durch die entscheidende Instanz. Er dient dem besseren Verständnis des Sachverhalts.
Ob ein Augenschein durchzuführen ist, liegt im pflichtgemässen Ermessen der
urteilenden Instanz. Unbestrittene Tatsachen brauchen nicht durch einen Augenschein
überprüft zu werden, sofern eine Nachprüfung nicht durch öffentliche Interessen
geboten ist (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl.
2003, Rz. 966). Die tatsächlichen (örtlichen) Verhältnisse ergeben sich im vorliegenden
Fall hinreichend aus den Plänen, den Fotografien, dem Geoportal (www.geoportal.ch)
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und aus den übrigen Verfahrensakten; sie sind im Wesentlichen auch nicht umstritten.
Auf einen Augenschein ist daher zu verzichten.
In materieller Hinsicht ist festzuhalten, dass Mobilfunkantennen innerhalb der
Bauzonen grundsätzlich zonenkonform sind, soweit sie hinsichtlich Standort und
Ausgestaltung in einer unmittelbaren funktionellen Beziehung zum Ort stehen, an dem
sie errichtet werden sollen, und im Wesentlichen Bauzonenland abdecken (vgl. Art. 22
Abs. 2 lit. a Bundesgesetz über die Raumplanung; SR 700, RPG). Erforderlich ist der
Nachweis, dass die Anlage der lokalen Versorgung dient, d.h. einen funktionellen
Bezug zur Wohnzone aufweist (BGer 1C_449/2011 vom 19. März 2012, E. 5.4, sowie
1C_468/2011 vom 18. Juni 2012, E 2.3), wobei eine Mobilfunkanlage innerhalb der
Bauzone auch dann nicht gegen den Grundsatz der Trennung von Bau- und
Nichtbaugebiet verstösst, wenn sie erheblich grössere Gebiete in der Nichtbauzone als
in der Bauzone mit Mobilfunkleistungen versorgt (BGE 141 II 245 E. 2.1 und 2.4; BGer
1C_7/2015 vom 6. November 2015, E. 3). In Art. 10 des Baugesetzes (sGS 731.1;
BauG) sind die Zonen, welche mit einem Zonenplan ausgeschieden werden können,
abschliessend aufgezählt (B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003,
S. 43). Nicht vorgesehen ist im st. gallischen Baurecht ein Kaskadenmodell, gemäss
welchem Mobilfunkantennen in erster Linie in den Industrie- oder Gewerbezonen (1.
Priorität) und in Zonen für öffentliche Bauten, in denen stark und mässig störende
Betriebe zulässig sind (2. Priorität), erstellt werden sollen (vgl. BGer 1C_51/2012 vom
21. Mai 2012, E. 5; BGE 138 II 173).
Bei der Beurteilung der Zonenkonformität von Bauten und Anlagen sind neben den
materiellen grundsätzlich auch immaterielle (ideelle) Immissionen zu berücksichtigen.
Ideelle Immissionen sind Einwirkungen, die das seelische Empfinden verletzen
beziehungsweise unangenehme psychische Eindrücke erwecken können. Dabei wird
nicht vorausgesetzt, dass die Störungen des Wohlbefindens an nach aussen in
Erscheinung tretende Vorgänge (vgl. dazu etwa BGer 1C_83/2012 vom 18. Juli 2012 E.
2.6 mit Hinweisen auf weitere Rechtsprechung) anknüpfen. Die abstrakte Beurteilung
der ideellen Immissionen erfolgt dabei unabhängig von Überlegungen zur öffentlichen
Sittlichkeit, so dass auch die Tatsache, dass sich in solchen Dingen die Anschauungen
in den letzten Jahren stark geändert haben, unbeachtlich bleiben muss (vgl. VerwGE B
2013/135 vom 19 August 2014, E. 2.2.3 mit Hinweis). Bei der Anwendung von Normen
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mit Bezug auf ideelle Immissionen ist der Charakter der fraglichen Umgebung zu
berücksichtigen. Die Qualifizierung ideeller Immissionen als "stark störend" bedingt
nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ein erhebliches Konfliktpotenzial
zwischen den sich entgegenstehenden Nutzungen, insbesondere zu Wohnnutzungen.
Umgekehrt lässt sich nicht sagen, dass eine Einstufung als "nicht störend" das Fehlen
jeglichen Konfliktpotenzials voraussetzt. Vielmehr ist eine Gesamtschau unter Einbezug
des geplanten Vorhabens und der bestehenden Umgebung anzustellen (vgl. BGE 136 I
395 E. 4.3.2 mit Hinweis; BGer 1C_83/2012 vom 18. Juli 2012 E. 2.6). Das
Bundesgericht hat es im Entscheid BGE 133 II 321 E. 4.3.4 S. 328 für grundsätzlich
möglich erachtet, ideelle Immissionen durch (kantonale und kommunale) planungs- und
baurechtliche Vorschriften einzuschränken; ob dies geschieht, liegt aber im Ermessen
der Planungsbehörde bzw. des Gesetzgebers. Konkret existieren keine Normen des
kantonalen und kommunalen Bau- und Planungsrechts, welche die Zulässigkeit ideeller
Einwirkungen von Mobilfunkantennen regeln. In dieser Konstellation bestätigte das
Bundesgericht die Praxis eines kantonalen Verwaltungsgerichts, wonach bei der
Interessenabwägung im Rahmen der Bewilligung einer Mobilfunkanlage subjektive
Gründe, wie namentlich die Angst der Anwohner vor elektromagnetischer Strahlung
und eine damit allfällig einhergehende Wertminderung der Grundstücke, nicht zu
berücksichtigen sind, als nicht willkürlich (BGer 1C_458/2009 vom 10. Mai 2010, E.
4.4).
2.3. Der Schutz vor nichtionisierender Strahlung durch das Bundesrecht ist auch
im Bereich des vorsorglichen Immissionsschutzes abschliessend geregelt (vgl. dazu
auch nachstehende E. 3.1). Die Kantone und Gemeinden können demgemäss nicht
darüber hinausgehende Auflagen und Bedingungen anordnen (BGE 133 II 321 E. 4.3.4).
Soweit die gesetzlichen Vorschriften (insbesondere die Strahlengrenzwerte) eingehalten
sind, kann die Baubewilligung für eine Mobilfunkanlage nicht mit der Begründung
verweigert werden, das allgemeine, im Bereich des Immissionsschutzes durch Art 11
Umweltschutzgesetz (SR 814.01; USG) konkretisierte Vorsorgeprinzip sei verletzt (B.
Wittwer, Bewilligungen von Mobilfunkanlagen, 2. Aufl. 2008, S. 9 f. und 96 f.). Für seine
Behauptung, das in Frage stehende Gebiet sei bereits heute (ohne die geplante Anlage)
mit Mobilfunkantennenanlagen genügend versorgt und es sei nicht nachgewiesen,
dass nur dieser Standort in Frage komme (fehlendes öffentliches Interesse an der
Anlage; act. G 1 S. 8 und 17 sowie G 14 S. 2), macht der Beschwerdeführer keine
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näheren, begründenden Ausführungen. Fest steht in diesem Zusammenhang, dass
nach Art. 1 Fernmeldegesetz (FMG; SR 784.10) der Bevölkerung und der Wirtschaft
vielfältige, preiswerte, qualitativ hoch stehende sowie national und international
konkurrenzfähige Fernmeldedienste angeboten werden sollen. Die konzessionierten
Unternehmungen müssen diesen Standard gewährleisten (vgl. Art. 14-16 FMG). Dabei
darf die Beschwerdegegnerin als Konzessionsinhaberin mit der geplanten Anlage
selbstredend auch kommerzielle Interessen verfolgen (vgl. act. G 14 S. 3). Die Frage
des Interesses am Netzausbau braucht jedoch insofern nicht weiter geklärt zu werden,
als für den Bau einer Mobilfunkantenne - innerhalb der Bauzone - grundsätzlich kein
Bedürfnisnachweis erforderlich ist. Der in diesem Zusammenhang vom
Beschwerdeführer gestellte Antrag auf Einholung von Amtsberichten (act. G 14 S. 3) ist
daher abzulehnen. Ohne entsprechende planungsrechtliche Vorschriften des Kantons
oder der Gemeinden ist auch nicht zu prüfen, ob bessere Alternativstandorte
vorhanden sind (B. Wittwer, a.a.O., S. 96-98). Die zwischen den Mobilfunkbetreibern
und der Vereinigung der st. gallischen Gemeindepräsidentinnen und -präsidenten
(VSGP) abgeschlossene "Vereinbarung über die Standortevaluation und -koordination"
von 2011, stellt keine planungsrechtliche Vorschrift dar, aus welcher sich ein klagbarer
Anspruch auf einen Alternativstandort ableiten liesse (VerwGE B 2013/134 vom 11.
November 2014, E. 2.3.1). Ein Anspruch des Beschwerdeführers auf einen
Alternativstandort ergibt sich auch nicht aus dem Umstand, dass der Anblick von
Mobilfunkanlagen - zu Recht oder zu Unrecht - als Bedrohung bzw. als
Beeinträchtigung der Wohnqualität und des Wohlbefindens empfunden wird.
Subjektive Ängste und Gefühle des Unbehagens bilden keine tragfähige Grundlage für
weitgehende Einschränkungen von Infrastrukturanlagen, soweit diese im allgemeinen
Interesse liegen (vgl. BGE 138 II 173 E. 7.4.3).
2.4. Die vorliegend geplante Anlage liegt inmitten eines Baugebiets und versorgt
dementsprechend die umliegende Bauzone. Aus dem Standortdatenblatt vom 19. Juli
2013 (act. G 7 II/I/ 2.1) ergibt sich eine Azimut-Ausrichtung der einzelnen Antennen in
der Weise, dass in erster Linie die umliegenden Bauzonen mit der
Mobilfunkdienstleistung beliefert werden. Deshalb ist insgesamt davon auszugehen,
dass die Antenne hinsichtlich Standort und Ausgestaltung in einer unmittelbaren
funktionellen Beziehung zum Ort steht, an dem sie errichtet werden soll (vgl. BGE 138 II
173 E. 7.4.3). Das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass die Terrasse bzw. seine
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Wohnung seitlich ungeschützt im direkten Strahlungsfeld der Mobilfunkanlage liege
(act. G 1 S. 4), trifft insofern nicht zu, als sich das entsprechende Grundstück zwischen
zwei Hauptstrahlungsrichtungen der geplanten Anlage befindet (vgl. Standortdatenblatt
a.a.O., S. 29; act. 10 S. 4). In der Replik lässt der Beschwerdeführer dies auch nicht
mehr geltend machen (act. G 14 S. 4). Soweit die Anlage die gesetzlichen
Anforderungen des vorsorglichen Immissionsschutzes (insbesondere die
Immissionsgrenzwerte) einzuhalten vermag (dazu nachstehende E. 3), sind die aus dem
Betrieb der Anlage resultierenden ideellen Immissionen nicht zu berücksichtigen (bzw.
als „nicht störend“ einzustufen). Hierbei fällt - auch wenn beim Beschwerdeführer
bestehende Ängste und Bedenken nicht in Abrede gestellt werden sollen - vor allem
auch in Betracht, dass gesundheitliche Effekte von hochfrequenten
elektromagnetischen Feldern unterhalb der geltenden Immissionsgrenzwerte nach wie
vor nicht belegt sind (dazu nachstehende E. 4.3.2). Wenn der Beschwerdeführer im
Weiteren die fehlende Voraussehbarkeit der Errichtung einer Mobilfunkanlage in seiner
Wohn-umgebung beanstanden lässt (act. G 1 S. 8), ist - mit der Beschwerdegegnerin
(act. G 10 S. 7) - festzuhalten, dass aufgrund der allgemein erwarteten bzw. von den
Konsumenten geforderten Netzabdeckung grundsätzlich mit der Errichtung von
solchen Anlagen in Wohnzonen zu rechnen ist, soweit die entsprechenden rechtlichen
Rahmenbedingungen erfüllt sind. Die Voraussehbarkeit von neuen Mobilfunkanlagen
als solche stellt im Übrigen jedoch kein zusätzliches Bewilligungskriterium dar.
3.
3.1.
3.1.1. Immissionsgrenzwerte sollen für die Hochfrequenzstrahlung insgesamt und
Anlagegrenzwerte für die einzelnen Anlagen Menschen vor übermässiger
elektromagnetischer Strahlung schützen. Der Immissionsgrenzwert ist an allen Orten,
und somit auch an jenen des kurzfristigen Aufenthalts (OKA), einzuhalten (Art. 13 Abs. 1
NISV). Der Anlagegrenzwert ist demgegenüber nur an Orten mit empfindlicher Nutzung
(OMEN) - sprich in Gebäuden und an Orten, wo sich Menschen regelmässig während
längerer Zeit aufhalten oder im Bereich von Kinderspielplätzen (Art. 3 Abs. 3 NISV) -
einzuhalten (Art. 4 Abs. 1 NISV i.V.m. Ziff. 65 Anhang 1 NISV). Die
Strahlungsgrenzwerte berücksichtigen somit die konkreten Gegebenheiten (z.B. die
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Nähe zu einem Schulgelände) am Ort der geplanten Anlage. Der Anlagegrenzwert gilt
grundsätzlich nur jeweils für eine einzige Anlage (Art. 3 Abs. 6 NISV). Im
Zusammenhang mit dem Anlagegrenzwert sind weitere Anlagen nur dann beachtlich,
wenn sie sich innerhalb desselben Perimeters befinden (Ziff. 62 Anhang 1 NISV).
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung regelt das Verordnungsrecht die
vorsorgliche Emissionsbegrenzung grundsätzlich abschliessend, so dass die
rechtsanwendende Behörde nicht im Einzelfall gestützt auf den in Art. 11 Abs. 2 und
Art. 12 Abs. 2 USG verankerten Vorsorgegrundsatz eine noch weitergehende
Begrenzung verlangen kann. Der Erlass der Anlagegrenzwerte erfolgte gerade in der
Absicht, im Interesse der Rechtssicherheit festzulegen, was zur vorsorglichen
Emissionsbegrenzung erforderlich ist. Hält die umstrittene Anlage die
Anlagegrenzwerte ein, darf auf die Prüfung weiterer Vorsorgemassnahmen
grundsätzlich verzichtet werden (vgl. BGer 1A.62/2001 vom 24. Oktober 2001). Das
vom Beschwerdeführer zitierte nationale Forschungsprogramm NFP 57 (act. G 1 S. 13
f.) ändert nichts daran, dass sich die aktuell anwendbaren Strahlungsgrenzwerte an
gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren müssen. Den vom
Beschwerdeführer angeführten Medienmitteilungen des Schweizerischen
Nationalfonds und des BAFU vom 12. Mai 2011 (act. G 2/6 bis 2/8) lassen sich
Anhaltspunkte für eine Unrichtigkeit dieser Strahlungsgrenzwerte nicht entnehmen.
3.1.2. Der Inhaber einer Mobilfunkanlage muss der Behörde im Bewilligungsverfahren
ein Standortdatenblatt einreichen, das die aktuellen und geplanten technischen und
betrieblichen Daten der Anlage sowie Angaben über die von der Anlage erzeugte
Strahlung enthält (Art. 11 Abs. 2 lit. a und c NISV; vgl. dazu BGer 1C_661/2012 vom 5.
September 2013 E. 2.3). Wird bei den technischen Daten der Anlage ein Winkelbereich
anstatt eines fixen Winkels für die vertikale Senderichtung eingetragen, muss die NIS-
Berechnung unter Zugrundelegung der bezüglich der NIS-Belastung ungünstigsten
Senderichtung innerhalb des gewählten Winkelbereichs erfolgen, d.h. in der Regel mit
dem steilsten Winkel. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Anlagegrenzwert in
allen bewilligten Einstellungen der Anlage eingehalten wird (vgl. BGer 1A.57/2006 vom
6. September 2006 E. 3.1). Auf überbauten Grundstücken genügt es, wenn die
Anlagegrenzwerte an aktuell bestehenden OMEN eingehalten werden (vgl. BGer
1C_148/2007 vom 15. Januar 2008, E. 2.2 mit Hinweisen). Anhang 2 der NISV definiert
Grenzwerte für Immissionen mit einer einzigen Frequenz bzw. einem engen
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Frequenzband (Ziff. 11). Für Immissionen mit mehreren Frequenzen bestimmt Ziff. 21
Anhang 2 NISV, dass die Immissionen zunächst für jede Frequenz einzeln ermittelt
werden; die so ermittelten Immissionen werden sodann nach Ziff. 22 mit einem
frequenzabhängigen Faktor gewichtet und summiert (vgl. auch BGer 1A.140/2003 vom
18. März 2003, E. 4.1).
3.2.
3.2.1. Die Beschwerdegegnerin wies im Standortdatenblatt vom 19. April 2010 (act. G
7 I/10/2 Beilage) für die geplante Mobilfunkantenne mit einer Höhe von rund 3.8 m und
drei Multi-Band-Antennen bzw. 6 Sendeantennen 18 OMEN (Nr. 01b bis 18) und 1 OKA
(Nr. 01a) aus und berechnete die Strahlenbelastung an diesen Orten. Im Prüfbericht
vom 23. August 2011 bestätigte das AFU, dass die im Standortdatenblatt ausgeführten
Berechnungen vollständig und korrekt seien und die geplante Anlage die Immissions-
und Anlagegrenzwerte grundsätzlich einhalte. Die Anlagegrenzwerte für die Orte mit
empfindlicher Nutzung (OMEN) Nr. 01b und 09b seien allerdings nur für den Fall
eingehalten, dass das Oblicht des Standortgebäudes abgeschirmt werde und die
angenommene Backsteinmauer an der Fassade des Gebäudes Nr. 0002 (B.-strasse 00)
tatsächlich vorhanden sei. Um dies zu überprüfen, werde empfohlen, an beiden OMEN
eine Abnahmemessung durchzuführen. Für die OMEN Nr. 03, 07 und 09a werde der
Anlagegrenzwert zu über 80% ausgeschöpft, so dass eine NIS-Abnahmemessung
verlangt werden könne (Vollzugsempfehlung zur NISV, Ziff. 2.1.8). Sofern im Umkreis
von 53 m keine weitere Mobilfunkanlage aus einem engen räumlichen Zusammenhang
sende, die erwähnte Abschirmung und die Backsteinmauer tatsächlich vorhanden
seien und der Situationsplan innerhalb dieses Kreises den aktuellen Stand der
Überbauung wiedergebe, seien die Bestimmungen der NISV erfüllt (act. G 7 I/10/3).
3.2.2. Im Bericht vom 1. Juli 2013 führte das AFU zum Einwand der unvollständigen
Erfassung der OMEN aus, nach Art. 11 Abs. 2 lit. c Ziff. 2 NISV seien im
Standortdatenblatt der geplanten Anlage die drei Orte zu berücksichtigen, an denen die
Strahlung am stärksten sei. Der Kinderspielplatz (Grundstück Nr. 001) zähle gemäss
Berechnung des AFU mit 2.9 V/m nicht zu den drei höchstbelasteten OMEN und habe
daher nicht zwingend berücksichtigt werden müssen. Balkone seien keine OMEN im
Sinn von Art. 3 Abs. 3 lit. a NISV (d.h. keine Orte, an denen sich Personen regelmässig
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während längerer Zeit aufhalten). Selbst wenn dies der Fall wäre, würde dort mit 5.4 V/
m der Anlagegrenzwert eingehalten. In Beilage 19 zu Feldstärkenberechnung habe sich
ein Fehler eingeschlichen, indem für die kritischen vertikalen Senderichtungen jeweils
-9 Grad angenommen worden seien. Richtigerweise hätten dort je nach Antenne nur
Werte zwischen -1 und -5 Grad eingesetzt werden dürfen. Das seien die Werte, welche
im Zusatzblatt 2 des Standortdatenblattes als maximale Werte ausgewiesen worden
seien. Zur Antennenzahl hielt das AFU fest, im Zusatzblatt 2 des Standortdatenblattes
seien 6 Antennen aufgeführt; die Berechnungen seien richtigerweise mit diesen
Antennen durchgeführt worden. Für eine Anlage mit 12 Antennen wäre ein neues
Standortdatenblatt einzureichen. Aufgrund eines Augenscheins habe sich sodann
herausgestellt, dass bei OMEN Nr. 09b tatsächlich keine durchgehende
Backsteinmauer, sondern in 8.1 m über Terrain ein Glasfenster vorhanden sei. Die
angenommene Gebäudedämpfung von 5 dB im Standortdatenblatt sei somit nicht
korrekt. Für OMEN Nr. 09b resultiere ohne Gebäudedämpfung rechnerisch eine
elektrische Feldstärke von 6.4 V/m, wodurch der Anlagegrenzwert überschritten sei.
Das Standortdatenblatt müsse entsprechend korrigiert werden (act. G 7 I/12).
3.2.3. Zu dem in der Folge korrigierten Standortdatenblatt (vom 19. Juli 2013; act. G
7 I/22, 7 II/I/2.1) äusserte sich das AFU in der Stellungnahme vom 24. September 2013
dahingehend, dass die im Standortdatenblatt ausgewiesenen Berechnungen korrekt
und vollständig ausgeführt worden seien. Sowohl der Immissionsgrenzwert als auch
der Anlagegrenzwert sei an allen massgebenden Orten eingehalten. Für die Einhaltung
des Anlagegrenzwerts bei OMEN Nr. 1b sei allerdings die Abschirmung des Oblichts
des Standortgebäudes gemäss Abschirmkonzept erforderlich. Für die OMEN Nr. 03,
05, 07 und 09 werde der Anlagegrenzwert zu über 80% ausgeschöpft, so dass eine
NIS-Abnahmemessung verlangt werden könne (Vollzugsempfehlung zur NISV, Ziff.
2.1.8). Der Entscheid hierüber liege jedoch bei der Beschwerdebeteiligten. Sofern im
Umkreis von 53m keine weitere Mobilfunkanlage aus einem engen räumlichen
Zusammenhang sende, die erwähnte Abschirmung vorhanden sei und der
Situationsplan den aktuellen Stand der Überbauung wiedergebe, seien die
Bestimmungen der NISV erfüllt (act. G 7 II/I/3.1). Am 26. November 2013 bestätigte das
AFU seine Feststellungen (act. G 7 I/31). Im Weiteren legte das AFU in der
Stellungnahme vom 24. April 2014 unter anderem dar, für beide Frequenzbänder der
Kathrein Antenne Typ 742 von 1800 bzw. 2100 MHz liege dem Standortdatenblatt je
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ein Worst-Case-Pattern bei. Das horizontale und vertikale Antennendiagramm befinde
sich dabei auf demselben Blatt, was die Lesbarkeit aber nicht erschwere. Die Vorgaben
der Vollzugsempfehlung der NISV seien aus der Sicht des AFU vollumfänglich erfüllt.
Der vom Beschwerdeführer erwähnte BGer 1C_661/2012 vom 5. September 2013
beziehe sich auf Hüllkurven um mehrere Antennentypen. Vorliegend handle es sich
hingegen um Hüllkurven um einen Antennentyp. Der vom Bundesgericht beurteilte
Sachverhalt sei somit mit den vorliegenden Gegebenheiten nicht vergleichbar. Das
Standortdatenblatt genüge auch unter Berücksichtigung des erwähnten
Bundesgerichtsurteils den Anforderungen. Bei Abnahmemessungen werde der
abgelesene Messwert für die Hochrechnung auf den Beurteilungswert herangezogen,
ohne Einbezug der Messunsicherheit, da es sich beim Anlagegrenzwert um einen
Vorsorgewert handle. Genauere Messmethoden seien nicht bekannt. Hinsichtlich der
Einwände betreffend Qualitätssicherungssystem werde auf die Rechtsprechung
verwiesen. Im Weiteren seien Abschirmungen von Oblichtern oder ganzen Dachflächen
schon mehrfach realisiert worden. Abnahmemessungen hätten gezeigt, dass der
gewünschte Abschirmeffekt eintrete. Das vorliegende Abschirmkonzept entspreche
dem Stand der Technik und sei geeignet, das darunterliegende Treppenhaus (welches
nicht als OMEN gelte und nur den Immissionsgrenzwert einzuhalten hätte)
abzuschirmen. Laut Herstellerangaben werde mit der Abschirmung eine Dämpfung von
mindestens 30 dB erreicht, was nach Erfahrung des AFU realistisch sei. Rechnerisch
sei eine Dämpfung von rund 11 dB notwendig, um unter den Anlagegrenzwert von 6 V/
m zu gelangen. Abnahmemessungen würden an Orten mit Abschirmung empfohlen,
um die abschirmende Wirkung zu überprüfen (act. G 7 II/8).
3.3.
3.3.1. Der Beschwerdeführer bestätigt im vorliegenden Verfahren seine Einwände
betreffend Antennenanzahl (zwölf statt sechs Antennen), überspringende Energie und
Antennendiagramme bzw. die OMEN Nr. 01b und 09. Die Baueingabe sei in
öffentlichrechtlicher Hinsicht unvollständig bzw. mangelhaft (act. G 1 S. 21-23). - Im
Verwaltungsverfahren kommt der Untersuchungsgrundsatz (Ermittlung des
Sachverhalts und Erhebung der Beweise von Amtes wegen) zur Anwendung. Sind zur
Wahrung des öffentlichen Interesses keine besonderen Erhebungen nötig, so sind die
von den Beteiligten angebotenen und die leicht zugänglichen Beweise über erhebliche
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Tatsachen aufzunehmen (Art. 12 Abs. 1 und 2 VRP). Dieser Grundsatz gilt (mit
Einschränkungen hinsichtlich Behauptungs- und Beweisführungslast) auch im
Rechtsmittelverfahren (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 610). Amtsbericht und Gutachten (als
Beweismittel) greifen inhaltlich ineinander. Unterschiedlich ist im Wesentlichen der
Aussteller des Sachverständigenbefunds (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 974 mit
Hinweisen). Im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes liegt es im pflichtgemässen
Ermessen der Behörde, den Sachverhalt durch den Beizug von Amtsberichten und
Sachverständigen zu ermitteln (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 976). Vorliegend ist
festzuhalten, dass das AFU zur Beurteilung der Immissionen einer Mobilfunkanlage als
Fachbehörde des Kantons als zureichend qualifiziert zu erachten ist. Weil
hauptsächlich technische Fragen zu beantworten sind, welche sich im Zusammenhang
mit Mobilfunkanlagen immer wieder stellen, ist das AFU in der Lage, diese Fragen
sachgerecht zu beantworten. Ein Grund, welcher auf eine (vom Beschwerdeführer
geltend gemachte; act. G 1 S. 22) Voreingenommenheit des AFU im vorliegenden
Verfahren schliessen liesse, ist insofern nicht ersichtlich, als das AFU seine
Stellungnahmen, wie nachstehend darzulegen sein wird, nachvollziehbar begründete.
3.3.2. Aufgrund der geschilderten Aktenlage ist - mit der Vorinstanz - davon
auszugehen, dass mit der im korrigierten Standortdatenblatt vorgesehenen Reduktion
der Antennenleistung von 520 auf 400 W die Einhaltung des Anlagegrenzwerts bei
OMEN Nr. 09 sichergestellt wird. Bei OMEN Nr. 01b wird gemäss den einlässlich
begründeten Ausführungen des AFU mit dem im Korrekturgesuch umschriebenen
Abschirmkonzept nunmehr die Einhaltung des Anlagegrenzwerts gewährleistet; die
Abnahmemessung vor Inbetriebnahme der Anlage wurde für diesen OMEN bereits in
der Baubewilligung vom 25. Februar 2013 verfügt. Sodann hatte das AFU mit E-Mail
vom 20. September 2013 bestätigt, dass im Standortdatenblatt bei der in Frage
stehenden 2-Multi-Band Antenne richtigerweise pro Band eine Antenne ausgewiesen
werde, also zwei Antennen pro Richtung (1x für 1800 MHz und 1x für 2100 MHz) oder
insgesamt sechs Antennen über alle Richtungen (act. G 7 I/24). Der Betrieb einer
Anlage mit mehr als sechs Antennen steht somit entgegen der Auffassung des
Beschwerdeführers (act. G 1 S. 22, G 14 S. 18) nicht zur Diskussion. Entscheidend
bleibt in diesem Zusammenhang, dass das Projekt dem bewilligten Baugesuch
entsprechend auszuführen ist und eine Antennenerweiterung ausserhalb der
Bewilligung somit zum vornherein unzulässig wäre. Das AFU vermerkte im Weiteren,
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dass „überspringende Energie“ insgesamt nicht zu einer stärkeren Sendeleistung führe,
da diese am anderen Ort wieder fehlen würde (Energieerhaltungsgesetz; act. G 7 I/24).
Indem jede Antennen-Anschlussmöglichkeit bei der Berechnung der Grenzwerte
berücksichtigt wurde, kann „überspringende Energie“ insgesamt nicht zu einer
stärkeren Sendeleistung führen. Die aufsummierte Sendeleistung wird m.a.W. durch
den vom Beschwerdeführer angeführten Umstand nicht verändert, dass einzelne
Anschlüsse mit höherer Energie, andere Anschlüsse dafür schwächer senden (act. G 1
S. 23). In der Stellungnahme vom 1. Juli 2013 bezeichnete das AFU es sodann als
richtig, dass die UMTS-Dienste sowohl im 1800 MHz-Band als auch im 2100 MHz-
Band und umgekehrt genutzt werden können. Die NISV unterscheide bezüglich
Anlagegrenzwert nicht nach Funkdiensten, sondern lediglich nach Frequenzbändern.
Für die Berechnung der elektrischen Feldstärke sei es irrelevant, welche Funkdienste in
einem Frequenzband betrieben würden (beiliegendes Rundschreiben
„Technologieneutrales Standortdatenblatt“; act. G 7 I/12). Im Weiteren begründete das
AFU seine Schlussfolgerung, dass die Antennendiagramme vollständig und korrekt im
Standortdatenblatt vom 19. Juli 2013 aufgeführt seien, im Bericht vom 26. April 2014
einlässlich und nachvollziehbar (act. G 7 II/8). Diesbezüglich werden konkrete Mängel
oder Widersprüche weder geltend gemacht noch sind solche aus den Berichten selbst
ersichtlich. Der Verweis des Beschwerdeführers auf seine Eingabe vom 6. November
2013 (act. G 2/21) bzw. deren inhaltliche Bestätigung (act. G 1 S. 23 unten) ist nicht
geeignet, die Schlussfolgerungen des AFU in Frage zu stellen. Die nicht näher
begründeten, generellen Bedenken bilden angesichts der geschilderten Aktenlage
keinen Anlass für die Anordnung einer Begutachtung. Ein Grund für eine Beanstandung
des Schlusses im vorinstanzlichen Entscheid, wonach das Korrekturgesuch vom
10. September 2013 die umweltrechtlichen Vorgaben der NISV vollumfänglich erfülle
(act. G 2/2 S. 17), kann nicht als dargetan gelten.
3.3.3. Im Übrigen ist festzuhalten, dass das vom Bundesamt für Umwelt empfohlene
Qualitätssicherungssystem (QS) den Anforderungen der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung an eine wirksame Kontrolle der Emissionsbegrenzungen genügt (vgl.
BGer 1A.129/2006 E. 3.3 mit vielen Hinweisen; bestätigt durch BGer 1C_118/2010 vom
20. Oktober 2010, E. 5.2; BGer 1C_169/2013 vom 20. Juli 2013). Das AFU verwies in
den Stellungnahmen vom 24. September 2013 in Bezug auf das QS-System auf die
Bemerkungen nach Ziff. 7 des Standortdatenblattes (act. G 7 I/31). Nach letzteren
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erfüllt die vorliegend projektierte Anlage die Anforderungen an die Qualitätssicherung
gemäss Rundschreiben des Bundesamtes für Umwelt vom 16. Januar 2006 (publiziert
in: www.bafu.ch/elektrosmog). Das Standortdatenblatt sei konform mit der NISV 2009
(act. G 7 II/2.1). Beim QS-System (vgl. dazu BGer 1C_329/2013 vom 23. Oktober 2013,
E. 6.1.) geht es vorab um die Einhaltung der bewilligten (und nicht um eine vorsorgliche
Verhinderung der maximal möglichen) Sendeleistung und anderer NIS-relevanter
Einstellungen. Eine Überschreitung der bewilligten Sendeparameter zu verhindern, ist
Aufgabe des Qualitätssicherungssystems. Verlangt sind dabei die aktuellen und
geplanten technischen und betrieblichen Daten der Anlage, soweit sie für die
Erzeugung von Strahlung massgebend sind (vgl. dazu BGer 1C_661/2012 vom
5. September 2013, E. 2.3). Für eine Mangelhaftigkeit des Standortdatenblattes fehlt es
auch unter dem Gesichtswinkel der Qualitätssicherung an begründeten
Anhaltspunkten.
4.
4.1. Nach Art. 684 Abs. 1 ZGB ist jedermann verpflichtet, bei der Ausübung seines
Eigentums, wie namentlich bei dem Betrieb eines Gewerbes auf seinem Grundstück,
sich aller übermässigen Einwirkungen auf das Eigentum der Nachbarn zu enthalten.
Verboten sind insbesondere alle schädlichen und nach Lage und Beschaffenheit der
Grundstücke oder nach Ortsgebrauch nicht gerechtfertigten Einwirkungen, unter
anderem durch Strahlung (Art. 684 Abs. 2 ZGB). Nach Art. 86 Abs. 1 BauG sind
privatrechtliche Einsprachen gegen die Erstellung von Bauten und Anlagen, soweit der
Tatbestand einer übermässigen Einwirkung auf fremdes Eigentum gemäss Art. 684
ZGB streitig ist, im öffentlich-rechtlichen Verfahren zu entscheiden. Gleichzeitig mit
dem Entscheid über die Baubewilligung ist gemäss Art. 86 Abs. 2 BauG in einer
gesonderten Verfügung über die privatrechtliche Einsprache gemäss Art. 684 ZGB zu
entscheiden. Diese Bestimmungen regeln die verfahrensmässige Besonderheit, dass
die privatrechtliche Immissionseinsprache gemäss Art. 684 ZGB im öffentlich-
rechtlichen Verfahren entschieden wird, somit nicht durch den Zivilrichter. Nicht nur die
zuständige Gemeindebehörde hat gleichzeitig mit dem Entscheid über die
Baubewilligung in einer gesonderten Verfügung über die privatrechtlichen
Immissionseinsprache zu entscheiden, sondern auch die kantonalen
Rechtsmittelinstanzen; privatrechtliche Rügen nach Art. 684 ZGB unterliegen der
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Zivilrechtspflege, öffentlich-rechtliche der Verwaltungsrechtspflege des Bundesgerichts
(Art. 86 Abs. 4 BauG; B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003,
Rz. 961).
4.2.
4.2.1. Sowohl die Beschwerdebeteiligte - wenn auch im Einspracheentscheid
lediglich mit Verweisung auf die entsprechenden Erwägungen im Beschluss vom 25.
Februar 2013 (vgl. act. G 7 I/40 S. 4 f. mit Hinweis auf 7 I/10/1 Beilage S. 11 f.) - als
auch die Vorinstanz (act. G 2/2 S. 18-21) prüften, ob Art. 684 ZGB bzw. der
privatrechtliche Immissionsschutz der Erteilung der Baubewilligung unter dem
Gesichtspunkt von übermässigen ideellen Immissionen (befürchtete gesundheitliche
Beeinträchtigungen, Wertverminderung der Eigentumswohnung des
Beschwerdeführers) entgegensteht. Die Vorinstanz legte im angefochtenen Entscheid
unter anderem dar, nach der Rechtsprechung könnten selbst umweltrechtskonforme
Mobilfunkanlagen ideelle Immissionen auslösen, obwohl von ihnen keine erwiesene
gesundheitliche Gefährdung ausgehe. Solchem Unbehagen könne mit planungs- und
baurechtlichen Vorschriften begegnet werden. Die geplante Mobilfunkanlage sei in der
Wohnzone unbestritten zonenkonform und daher als ortsübliche Nutzung in Kauf zu
nehmen. Von einer unzulässigen, weil übermässigen, ideellen Immission könne somit
nicht gesprochen werden. Daran ändere auch der Umstand nichts, dass der
Beschwerdeführer direkten Sichtkontakt auf die Antenne habe (act. G 2/2 S. 20).
Nachdem feststehe, dass die Anlage die bau- und umweltrechtlichen Vorschriften
erfülle und das allgemein hinzunehmende Mass an Unbehagen nicht überschreite, sei
der Vorwurf der übermässigen Immissionen unbegründet. Die Beschwerdebeteiligte
habe deshalb die privatrechtlichen Einsprachen nach Art. 684 ZGB zu Recht
abgewiesen (act. G 2/2 S. 21).
4.2.2. Der Beschwerdeführer lässt ausführen, unzutreffend sei die Ansicht der
Vorinstanz, dass im Fall der Einhaltung der öffentlich-rechtlichen Bau- und
Umweltschutzvorschriften kein Platz für die Anwendung von Art. 684 ZGB bleibe. Aus
BGE 133 II 321 ergebe sich vielmehr, dass Art. 684 ZGB neben den öffentlich-
rechtlichen Bestimmungen anzuwenden sei. Die geplante Anlage, nicht einmal 20 m
neben dem Schlafzimmer, löse unerträgliche ideelle Immissionen (begründete
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existenzielle Angst vor Gesundheitsschäden, berechtigte Ängste bezüglich
Wertverminderung der Eigentumswohnung) aus; dies in einer privilegierten Umgebung,
in der mit einer solchen Anlage nicht habe gerechnet werden müssen (act. G 1 S. 6-10).
Die Beschwerdegegnerin lässt hierzu insbesondere festhalten, dass selbst begründete
Ängste und Befürchtungen einer Wertverminderung des Stockwerkeigentums nicht per
se übermässige Immissionen (Art. 684 ZGB) darstellen würden. Aus den Ausführungen
des Beschwerdeführers ergebe sich nicht, woraus die Übermässigkeit begründet
werden sollte, wenn das Projekt den öffentlich-rechtlichen Vorschriften über den
Immissionsschutz ohne Weiteres genüge (act. G 10 S. 14).
4.2.3. Mobilfunkantennen können nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts
bewirken, dass Liegenschaften und Wohnungen schwerer verkäuflich oder vermietbar
werden und Druck auf den Kaufpreis oder den Mietzins entsteht.
Umweltrechtskonforme Mobilfunkanlagen könnten unerwünschte Auswirkungen dieser
Art auslösen, obwohl von ihnen zurzeit keine erwiesene gesundheitliche Gefährdung
ausgehe. Solche psychologische Auswirkungen werden als ideelle Immissionen
bezeichnet, welche grundsätzlich neben dem zivilrechtlichen Schutz (Art. 684 ZGB)
durch planungs- und baurechtliche Vorschriften eingeschränkt werden können (BGE
133 II 321 E. 4.3.4). Bei der Abgrenzung zwischen zulässiger und unzulässiger (d.h.
übermässiger) Immission ist die Intensität der Einwirkungen massgebend. Diese
beurteilt sich nach objektiven Kriterien. Die beurteilende Instanz hat eine sachlich
begründete Abwägung der Interessen vorzunehmen, wobei sie den Massstab des
Empfindens eines Durchschnittsmenschen in der gleichen Situation zugrunde zu legen
hat. Bei dem nach Recht und Billigkeit zu treffenden Entscheid sind nicht bloss Lage
und Beschaffenheit der Grundstücke sowie der Ortsgebrauch zu berücksichtigen; es ist
die individuell konkrete Interessenlage umfassend zu würdigen: Alle in der einzelnen
Streitsache ins Gewicht fallenden Umstände sind auf ihre Erheblichkeit hin zu prüfen,
wobei stets zu beachten bleibt, dass Art. 684 ZGB als nachbarrechtliche Norm in erster
Linie der Herstellung eines nachbarlichen Interessenausgleichs dienen soll. Verboten
sind nicht nur schadenverursachende, sondern auch bloss lästige (übermässige)
Einwirkungen (BGE 127 III 223 E. 4a).
Wenn das nach Lage, Beschaffenheit und Ortsgebrauch gerechtfertigte und zu
duldende Mass von Einschränkungen zu ermitteln ist (Art. 684 Abs. 2 ZGB), können
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beim privatrechtlichen Immissionsschutz öffentlich-rechtliche Vorschriften eine Rolle
spielen (Bau- und Zonenvorschriften, Normen betreffend Lärmschutz, Luftreinhaltung,
Strahlung und Erschütterung). Die allgemeinen Gebote der widerspruchsfreien und
koordinierten Anwendung der Rechtsordnung verlangen den sachgerechten Einbezug
von und die möglichst weitgehende Rücksichtnahme auf Normen anderer
Rechtsgebiete zum gleichen Gegenstand. In diesem Sinn haben die
rechtsanwendenden Behörden auf eine Harmonisierung des Immissionsschutzes
hinzuwirken (VerwGE B 2011/137 vom 20. März 2012 E. 5. mit Hinweis;
www.gerichte.sg.ch). Wird das Vorliegen einer übermässigen Einwirkung im Sinne von
Art. 684 ZGB mit dem Argument verneint, das Bauvorhaben entspreche den
massgebenden öffentlich-rechtlichen Normen, und handelt es sich dabei um
Vorschriften, die im Rahmen einer detaillierten, den Zielen und Planungsgrundsätzen
des Raumplanungsrechts entsprechenden Bau- und Zonenordnung erlassen worden
sind, bedeutet dies in aller Regel keine Vereitelung von (zivilem) Bundesrecht (BGE 138
III 49 E. 4.4.2. mit Hinweis auf BGE 132 III 49 E. 2.2 und 129 III 161 [Die Praxis 7/2012
S. 515 f. E. 4.4.2.]).
4.2.4. Wie dargelegt (vorstehende E. 2) ist die Zonenkonformität der geplanten
Anlage gegeben. Die Anlage vermag auch die gesetzlichen Strahlungsgrenzwerte
einzuhalten (E. 3), so dass es an einem objektivierbaren Grund für die gesundheitlichen
Bedenken des Beschwerdeführers fehlt. In diesem Zusammenhang kam ein Bericht im
Auftrag der englischen Gesundheitsbehörde vom April 2012 "Health Effects from
Radiofrequency Electromagnetic Fields, Report of the Independent Advisory Group on
Non-Ionizing Radiation" zum Ergebnis, dass es trotz der erheblichen
Forschungsanstrengungen weiterhin keine überzeugenden Belege für gesundheitliche
Effekte von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern unterhalb der geltenden
Immissionsgrenzwerte gibt. Auch der im Auftrag des BAFU vom Schweizerischen
Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) erstellte Synthesebericht
"Elektromagnetische Hypersensibilität" vom Mai 2012 hält zusammenfassend fest,
dass es gegenwärtig keinen wissenschaftlichen Beleg dafür gibt, dass Personen, die
sich als elektromagnetisch hypersensibel wahrnehmen, empfindlicher auf
elektromagnetische Felder reagieren als die restliche Bevölkerung (vgl. BGer
1C_31/2012 vom 6. Juni 2012, E. 4.1). Nichts anderes zu belegen vermögen auch die
vom Beschwerdeführer ins Recht gelegten Medienmitteilungen des Schweizerischen
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Nationalfonds und des Bundesamtes für Gesundheit vom 21. Mai 2011 (act. G 2/6 bis
2/9) sowie die (kontroversen) Stellungnahmen von Wissenschaftlern (act. G 2/10 bis
2/13) und weitere Medienmitteilungen, unter anderem der Weltgesundheitsorganisation
(act. G 2/14 bis 2/16). Eine objektiv begründete Angst vor Gesundheitsschäden und
damit eine objektivierte Wohnbeeinträchtigung in der Umgebung der geplanten Anlage
kann somit nicht als dargetan gelten. Die fehlende objektivierbare (übermässige)
Beeinträchtigung zeigt sich mittelbar auch darin, dass die Platzierung von
Sendeanlagen in der Schweiz insbesondere auch in Wohngebieten stark verbreitet ist
(vgl. Übersichtskarte „Standorte von Sendeanlagen“, in: www.bakom.admin.ch). Der
vom Beschwerdeführer mit Hinweis auf den „NZZ-Immo-Barometer 2012“ (act. G 2/5)
angeführte Umstand, dass angeblich 60% der Bevölkerung keine Belastung durch
Mobilfunkantennen in der Nähe ihres Wohnortes wünscht (act. G 1 S. 12), vermag das
Bestehen von übermässigen Immissionen im Sinn von Art. 684 ZGB offensichtlich nicht
zu belegen, zumal wohl auch nicht 60% der Bevölkerung bereit wären, auf
Mobilfunkleistungen zu verzichten. Übermässige Immissionen lassen sich auch aus der
Anzahl der Einsprecher gegen das Projekt, aus der Stimmung bzw. dem Empfinden der
Bevölkerung (act. G 1 S. 11 f.) oder aus der Feststellung einer Einzelperson, dass sie im
Fall der Erstellung der geplanten Anlage wegziehen werde (act. G 14 S. 10), nicht
ableiten. Die in diesem Zusammenhang in der Replik - und damit verspätet (vgl.
Cavelti/Vögeli a.a.O., Rz. 610) - beantragte Zeugenbefragung wäre daher - soweit
darauf einzutreten wäre - abzulehnen. Ebenfalls unterbleiben kann eine Befragung des
Stadtrates Q. zur Anzahl der Einsprachen (vgl. act. G 1 S. 12, G 14 S. 22).
4.2.5. Für eine besonders sensible oder krankheitsbedingt vorbelastete
Bevölkerungsschicht, von welcher im Rahmen von Art. 684 ZGB wie dargelegt nicht
auszugehen ist, dürfte der Erwerb oder die Miete einer Liegenschaft in der Nähe einer
Mobilfunkanlage in aller Regel von vornherein ausser Betracht fallen; die Frage der
Wertminderung dürfte sich hier somit überhaupt nicht stellen. Für diese
Personengruppe dürfte eine Kauf- oder Mietpreisminderung in aller Regel untauglich
sein, eine befürchtete Gesundheitsschädigung „abzugelten“. Anderseits kann,
ausgehend vom Empfinden eines Durchschnittsmenschen in derselben Situation, nicht
als dargetan gelten, dass diese Person einer Liegenschaft aufgrund der Nachbarschaft
einer Mobilfunkanlage effektiv eine Wertminderung zumisst. Obwohl der Umstand,
dass der Anblick von Mobilfunkanlagen - zu Recht oder zu Unrecht - bei Anwohnern
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als Bedrohung bzw. als Beeinträchtigung der Wohnqualität empfunden wird, gemäss
Bundesgericht als gerichtsnotorisch betrachtet werden darf (BGE 138 II 173 E. 7.4.3),
erlaubt er für sich allein keine generalisierte Aussage zum Empfinden eines
Durchschnittsmenschen in derselben Situation. Aus den vom Beschwerdeführer ins
Recht gelegten Schätzungen und Wertgutachten (act. G 1 S. 19 f. mit Hinweis auf act.
G 2/17 bis 2/19) ist denn auch nicht ersichtlich, inwiefern die dort veranschlagte
Werteinbusse effektiv in objektiv berechtigten Ängsten einer - hier relevanten -
Durchschnittsbevölkerung begründet sein soll. Ein kausaler Zusammenhang zwischen
Ursache (Mobilfunkantenne in der Nachbarschaft) und behaupteter Wirkung
(Preisminderung) kann vor diesem Hintergrund angesichts der Vielschichtigkeit der
Faktoren für das Zustandekommen von Liegenschaftspreisen nicht als bewiesen gelten
bzw. erschöpft sich in Mutmassungen und nicht näher begründeten Hypothesen
(„schlechtere Mikrolage aufgrund Bewertung mit Mobilfunkanlage“; act. G 2/18). Mit
Blick auf das Fehlen von ausreichend zuverlässigen Parametern als Grundlage für
Minderwertsschätzungen besteht auch kein sachlich begründeter Anlass für die
Anordnung eines vom Beschwerdeführer beantragten unabhängigen Wertgutachtens
(act. G 1 S. 20).
4.3. Unter diesen Umständen lässt sich der Schluss der Vorinstanz, wonach keine
übermässigen Immissionen im Sinn von Art. 684 ZGB vorliegen würden, indem die
Anlage die bau- und umweltrechtlichen Vorschriften erfülle und das allgemein
hinzunehmende Mass an Unbehagen nicht überschreite, nicht beanstanden. Das
Verwaltungsgericht hat sich als Rechtsmittelinstanz darauf zu beschränken, über die
Einhaltung des Ermessensspielraums zu wachen, und schreitet nur ein, wenn die
Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen überschritten oder missbraucht hat (Cavelti/
Vögeli, a.a.O., Rz. 740). Dies bedeutet, dass es in einen Verwaltungsentscheid nur
eingreifen darf, wenn Rechtsnormen und -grundsätze verletzt werden. Soweit die
Behörden ihr Ermessen - wie vorliegend - pflichtgemäss ausgeübt haben, ist dem
Verwaltungsgericht eine Kontrolle verwehrt.
5.
5.1. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhalten,
dass die Baubewilligung gestützt auf das Korrekturgesuch zu Recht erteilt und damit
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der gegen den Einspracheentscheid (Beschluss) vom 27. Januar 2014 (act. G 7 I/40)
erhobene Rekurs II von der Vorinstanz zu Recht abgewiesen wurde. Hingegen wurde
der gegen den Einspracheentscheid (Beschluss) vom 25. Februar 2013 (act. G 7 I/10/1)
erhobene Rekurs I insofern teilweise gegenstandslos, als die Beschwerdegegnerin
während des Rekursverfahrens das Korrekturgesuch einreichte, in welchem sie die
Rügen des Rekurrenten (Berücksichtigung der fehlenden durchgehenden
Backsteinmauer bei OMEN Nr. 09b mit einer Reduktion der Antennenleistung und
Abschirmung bei OMEN Nr. 01b) teilweise berücksichtigte bzw. anerkannte (act. G 7 II/
I/2.1). In dieser Situation hätte der Rekurs I nur insoweit abgewiesen werden dürfen, als
er (durch die Anerkennung von Seiten der Beschwerdegegnerin) nicht gegenstandslos
geworden war. Würde der Rekurs I, wie dies die Vorinstanz gemacht hat, ohne Hinweis
auf die teilweise Gegenstandslosigkeit abgewiesen (act. G 2/2 S. 22 unten), würde im
Ergebnis das (mangelhafte) ursprüngliche Baugesuch bestätigt. Eine vollumfängliche
Abweisung des Rekurses I lässt sich nicht allein mit dem Hinweis begründen, die
Rekursgegnerin habe den festgestellten Mangel der Baubewilligung zwischenzeitlich
durch Einreichung eines Korrekturgesuchs behoben (act. G 2/2 S. 14), zumal die
Rekurserhebung sich gerade durch die Einreichung des Korrekturbaugesuchs als
angebracht erwiesen hatte. Richtigerweise berücksichtigte die Vorinstanz denn auch
die Tatsache des berechtigterweise erhobenen Rekurses I bei der Verlegung der
ausseramtlichen Kosten (act. G 2/2 S. 23 Ziff. 3a). Die amtlichen Kosten auferlegte sie
dem Beschwerdeführer jedoch vollständig. Letzteres mit der Begründung, dass der
Beschwerdeführer trotz Beseitigung der von ihm gerügten Mängel durch das
Korrekturgesuch am Rekurs I festgehalten und zudem den Rekurs II gegen die
Korrekturbaubewilligung eingereicht habe. Von der Möglichkeit, die Rekurse
zurückzuziehen, habe er keinen Gebrauch gemacht, weshalb über beide Rekurse zu
entscheiden gewesen sei. Die Entscheidgebühr betrage insgesamt Fr. 4‘500.-- (act. G
2/2 S. 21 und S. 23 Ziff. 2a). Dazu ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die
amtlichen Kosten für den Rekurs I nicht zu vertreten hat. Die Entscheidgebühr von Fr.
4‘500.-- ergab sich jedoch aus der Beurteilung beider Rekurse. In dieser Situation
erscheint es gerechtfertigt, dem Beschwerdeführer eine reduzierte Gebühr von
pauschal Fr. 3‘000.-- und den verbleibenden Betrag von Fr. 1‘500.-- der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
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5.2. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, sind
die Ziffern 1a und 2a des angefochtenen Rekursentscheids aufzuheben und wie folgt
neu zu fassen: „Der Rekurs I wird, soweit nicht gegenstandslos geworden, in öffentlich-
rechtlicher Hinsicht abgewiesen; der Rekurs II wird in öffentlich-rechtlicher Hinsicht
abgewiesen“ (Ziffer 1a). „Von der Entscheidgebühr von insgesamt Fr. 4‘500.-- bezahlt
X.Y. Fr. 3‘000.--; die Rekursgegnerin bezahlt Fr. 1‘500.--“ (Ziffer 2a). Im Übrigen wird
die Beschwerde abgewiesen. Ein nur geringfügiges Obsiegen bzw. Unterliegen, wie es
hier vorliegt, wird bei der Kostenverlegung gar nicht berücksichtigt (R. Hirt, Die
Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen/St.
Gallen 2004, S. 94). Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen
Kosten des Beschwerdeverfahrens vollständig zulasten des Beschwerdeführers (Art. 95
Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 3'500.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der vom Beschwerdeführer geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 3'500.-- wird verrechnet.
5.3. Bei diesem Verfahrensausgang (kein mehrheitliches Obsiegen) besteht kein
Anspruch des Beschwerdeführers auf die Entschädigung ausseramtlicher Kosten
(Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP; vgl. R. Hirt, a.a.O., S. 182 ff.). Die
(mehrheitlich obsiegende) Beschwerdegegnerin hat Anspruch auf ausseramtliche
Entschädigung (Art. 98bis VRP). Ihr Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht.
Folglich ist die Entschädigung nach Ermessen festzusetzen. Eine Entschädigung von
pauschal Fr. 4'000.-- (zuzüglich 4% Barauslagen = Fr. 160.--) für das
Beschwerdeverfahren erscheint angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung
für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75). Weil die zu entschädigende
Beschwerdegegnerin selber mehrwertsteuerpflichtig ist, kann sie die der
Honorarrechnung ihres Anwalts belastete Mehrwertsteuer von ihrer eigenen
Steuerschuld abziehen, ohne dass ihr dadurch eine Mehrbelastung entsteht. Die
Mehrwertsteuer muss bei der Bemessung der ausseramtlichen Entschädigung daher
nicht zusätzlich berücksichtigt werden (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st.
gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen/St. Gallen 2004, S. 194).