Decision ID: a6ac46f9-ba73-4270-9a6e-c4cf7f2a04c7
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1973, war
ab 1. Juni 2007
bei der
Y._
AG als
Aussendienstmitarbeiter
angestellt
(Urk. 8/4). Nach
dem die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis am
3. Februar 2015 per Ende Mai 2015
gekündigt hatte, jedoch in der Folge die Gültigkeit
der
Kündigung unklar respektive umstritten war, kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis erneut am
26. Mai 2015 per Ende August 2015 (
Urk.
7/2,
Urk.
8/8-9)
.
Danach
lösten der Versicherte und die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis
mit Aufhebungsvertrag vom
20. Juli 2015 in gegenseitigem Ein
v
ernehmen
rückwirkend
per Ende Juni 2015 auf (
Urk.
8/10).
Am
2.
Juni 2015
meldete sich d
e
r
Versicherte beim Regionalen
Arbeitsvermitt
lungszentrum
(RAV)
Z._
zur Arbeitsvermittlung an (
Urk. 8
/1
)
,
und am
24. Juni 2015
stellte er
Antrag auf Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung
für die Zeit ab 1.
Juni 2015 (Urk. 8/2
).
Mit Verfügung vom
28. September 2015 (Urk. 7/
1)
stellte
ihn
die Arbeitslosenkasse
IAW
wegen
selbstverschuldet
er
Arbeitslosigkeit
für d
ie Dauer von 23
Tagen ab
1.
Juli 2015
in
der Anspru
chsberechtigung ein.
Daran hielt sich nach ergangener Einsprache vom 29. Oktober 2015 (
Urk.
7/2)
mit Entscheid vom
1
2.
November 2015 fest (
Urk.
2).
2.
Dagegen
liess
der
Versicherte am
14. Dezember 2015 Beschwerde erheben (Urk. 1) mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben; eventua
liter sei die Dauer der Einstellung herabzusetzen.
Mit Beschwerdeantwort vom
2
2.
Januar 2016
(
Urk. 6
) schloss die Kasse auf Abweisung der Beschwerde.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Die Einzelrichterin

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2.
Die Beschwerdegegnerin stützt sich in den angefochtenen Entscheiden (Verfü
gung vom 28. September 2015,
Urk.
7/1,
Einsprach
e
entscheid
vom 1
2.
Novem
-
ber
2015,
Urk.
2) zwar auf den in Frage kommenden Einstellungstatbestand der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit (
Art.
30
Abs.
1
lit
.
a AVIG), verbindet
diesen jedoch mit dem konkurrierenden Einstellungstatbestand des Verzichts auf Lohn- und Entschädigungsansprüche (
Art.
30
Abs.
1
lit
.
b AVIG). Aufgrund dieses Mangels in der Begründung wurde der bereits im
Einspracheverfahren
vertretene Beschwerdeführer nicht irregeführt. Das rechtliche Gehör ist somit gewahrt, was unbestritten ist.
3
.
3
.1
Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenver
sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) muss die versicherte Person, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unterstützung des zustän
digen Arbeits
amtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu ver
meiden oder zu verkürzen.
3
.2
Nach Art. 30 Abs. 1
lit
.
a AVIG ist die versicherte Person in der Anspruchs
-
berechtigung
ei
nzustellen, wenn sie durch eige
nes Verschulden arbeitslos ist. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als
sel
bstverschuldet, wenn die versi
cherte Person
das Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst
hat, ohne dass ihr
eine andere Stelle zugesi
chert war, es sei denn, dass ihr
das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet werden konnte
(Art. 44 Abs. 1
lit
.
der Ver
ordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol
venzentschädigung, AVIV).
Wer eine Kündigung
, welche die gesetzliche Frist missachtet, akzeptiert, verzichtet nicht auf Lohnansprüche, sondern auf die Weiterführung des Arbeitsverhältnisses
. Dies fällt unter den Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit (
Art.
30
Abs.
1
lit
.
a AVIG,
Art.
44
Abs.
1
lit
. b A
V
I
V;
Urteil des Bundesgerichts C 135/02 vom 10. Februar 2003, E. 1.3.1)
.
3
.3
Zur Beurtei
lung der Frage der Zumutbarkeit des Verbleibens an der bisherigen Stelle ist Art. 16 AVIG heranzuziehen, wonach
grundsätzlich jede Arbeit zumutbar ist (
Abs.
1), es sei d
enn, einer der in Abs. 2
lit
. a bis
i abschliessend aufgezählten Ausnahmetatbestände ist gegeben (Urteil des Bundesgeri
c
hts C 348/
00 vom 21. Februar 2001 E. 1a und E. 2d
).
Unzumutbar ist unter anderem eine Arbeit, die dem Alter, den persönlichen Verhältnissen oder dem Gesund
heitszustand des Versicherten nicht angemessen ist (Art. 16
Abs.
2
lit
. c AVIG).
Nach der Rechtsprechung ist die Zumutbarkeit zum Verbleiben am bisherigen Arbeitsplatz strenger zu beurteilen als die Zumutbarkeit zur Annahme einer neuen Stelle (BGE 124 V 234 E. 4b/
bb
mit Hinweisen).
Ein schlechtes
Arbeits
klima
oder Spannungen zwischen der versicherten Person und Arbeitskollegen oder Vorgesetzten jedenfalls begründen noch keine Unzumutbarkeit (
vgl. BGE 124 V 234 E. 4 b/
bb
mit Hinweis). Sie können allenfalls im Rahmen der
Ver
schuldensbeurteilung
Berücksichtigung finden (SVR 1997 ALV Nr. 105 S. 324 E. 2a und Urteil des Bundesgerichts C 133/03 vom 29. Oktob
er 2003 E. 3.2
).
Unzumutbarkeit aus
gesundheitlichen Gründen (
Art. 16 Abs. 2
lit
. c AVIG) muss nach der Rechtsprechung durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allen
falls andere geeignete Beweismittel) belegt sein. Aus Gründen der
Rechtssicher
heit darf sich die Arbeitslosenkasse nicht mit
blossen
Behauptungen begnügen, sondern benötigt vielmehr zweckdienliche Beweismittel, welche primär die ver
sicherte Person im Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht bei der Abklärung des Sachverhalts beizubringen hat (BGE 124 V 234 E. 4b/
bb
; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_742/2013 vom 27. November 2013 E. 4.1).
3
.4
Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30
Tage bei mittelschwerem und 31
bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 AVIV).
4
.
4
.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (Urk. 2)
im Wesentlichen
damit, die
Arbeitgeberin habe dem Versicherten
(wahlweise)
die Wieder
auf
nahme der Arbeit für die Zeit ab dem 1. Juni 2015 oder
die
vorzeitige Aufhebung des Arbeitsverhältnisses
angeboten. Der Versicherte, der gemäss den medizinischen Akten in der Zeit ab dem 1. Juni 2015
voll
arbeitsfähig gewesen sei, habe sich für den Aufhebungsvertrag entschieden. Mit
dem
Verzicht auf die Weiterführung des Arbeitsverhältnisses habe er die Arbeitslosigkeit selber ver
schuldet.
4
.2
Der Beschwerdeführer macht
zusammengefasst
geltend,
er sei psychisch krank geworden, weil er am Arbeitsplatz bei der
Y._
AG gemobbt und schikaniert worden sei. Ab dem 2
2.
August 2014 sei er krank geschrieben gewesen.
Nachdem die Gültigkeit der ersten
Kündigung der Arbeitgeberin vom 3. Februar 2015 umstritten
gewesen sei, habe diese
vorsorglich am 26. Mai 2015 nochma
ls die Kündigung ausgesprochen, dies
jedoch nur für den Fall, dass die Kündigung vom 3. Februar 2015 gerichtlich als nichtig qualifiziert
würde
.
Unter dem Druck dieser Unsicherheit habe er
in die Aufhebungsvereinbarung eingewilligt
.
S
ein Hausarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Medizin
, habe im Arztzeugnis vom 1. Juni 2015 seine Arbeitsfähigkeit bezüglich einer Tätigkeit im Innendienst am alten Arbeitsplatz verneint.
5.
5.1
Vorab sind die Umstände, welche der Einstellung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit gemäss dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegen, kurz darzulegen.
Nach der Kündigung des Arbeitsverhältniss
es durch die Arbeitgeberin vom
3
. Februar 2015 per Ende Mai 2015 (
Urk.
8/8)
teilte
der Beschwerdeführer der Arbeitgeberin
am 30. April 2015
mit
, die Kündigung
sei nichtig
(
Urk.
7/2 Bei
lage 5). Im Antwortschreiben vom 20. Mai 2015
(
Urk.
7/2 Beilage 6)
machte
die Arbeitgeberin dem Beschwerdeführer
zur gütliche
n Regelung ein letztes Ange
bot, gemäss welchem er
wahlweise
entweder
den beigelegten
Aufhebungsver
trag
– mit welchem das Arbeitsverhältnis
per Ende Mai 2015
aufgelöst worden wäre – bis am
25. Mai 2015 unterzeichnet zu retournieren
oder aber am Montag
1. Juni 2015
08.00 Uhr
in ihren Räumlichkeiten in
B._
wieder zum Arbeits
dienst
zu erscheinen hatte
.
Weiter führte sie aus, a
ufgrund einer betrieblichen Vakanz könnten s
eine Dienst
e
zurz
eit für gleichwertige und zumutbare Tätig
keiten am Hauptsitz der
Y._
AG mehr denn je gebraucht werden
; a
uch gemäss dem Arbeitsvertrag sei dieses Vorgehen erlaubt, da dem Arbeitnehmer danach
auch andere Aufgaben
(
als eine Aussendiensttätigkeit
)
übertragen wer
den könn
t
en.
Unter dem Titel „
2.
Kündigungsschreiben für den Fall einer recht
lichen Auseinandersetzung“
kündigte die Arbeitgeberin
sodann
am 26. Mai 2015
das Arbeitsverhältnis per Ende August 2015 (
Urk.
8/9).
In der Folge
erschien der Versicherte in der Zeit ab
dem
1. Juni 2015 bei der
Y._
AG
nicht mehr zur Arbeit.
Vielmehr vereinbarte er
mit
ihr
am
20. Juli 2015 die Beendigung des Arbeitsverhältnisses in gegenseitigem Einvernehmen per Ende Juni 2015 (
Urk.
8/10).
5.2
5.2.1
Gemäss dieser unbestrittenen Aktenlage gab die Arbeitgeberin dem Beschwerde
führer die freie Wahl, das Arbeitsverhältnis
entweder
bis Ende August 2015, dem Ende der zweiten Kündigungsfrist, fortzusetzen oder aber vorzeitig mittels eines Aufhebungsvertrag
s
aufzulösen. Die Einwände, die der Versicherte dage
gen vorbringt, sind weder stichhaltig noch substantiiert. Insbesondere war
bei
diesem Ablauf der Ereignisse
die Frage nach der Gülti
gkeit der ersten Kündi
gung vom 3
. Februar 2015 belanglos.
Und
die Kündigung
vom 26. Mai 2015
war entgegen der Auffassung des Versicherten
definitiv und unbedingt,
woran
das Motiv dafür
,
nämlich
dass sie vorsorglich mit Blick auf allfällige (zukünf
tige)
rechtliche
Auseinandersetzung
en
erfolgte, nichts ändert.
Mit seinem Ver
halten, nicht mehr zur Arbeit zu erscheinen, und mit der Einwilligung in
Auf
hebungsvertrag
war
der Tatbestand der
selbstverschul
deten Arbeitslosigkeit
grundsätzlich erfüllt
.
5.2.2
Zu prüfen bleibt die Frage, ob dem Versicherten das Verbleiben am Arbeitsplatz in der Zeit ab dem 1. Juni 2015 zumutbar gewesen wäre (
Art.
44
Abs.
1
lit
. b AVIV).
Bezüglich der
geltend gemachte
n
Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen Grün
den
beruft sich
der Versicherte
auf d
as Arztzeugnis
von
Dr.
A._
vom
1.
Juni 20
15 (
Urk.
11/1), gemäss welchem
er seit dem
2.
September 2014 wegen Erkrankung in seiner Behandlung
stand
und es „aus diesem Grund“ für ihn unzumutbar sei, die Arbeit
bei
der
bisherigen Arbeitgeber
in
im Innendienst wie
der aufzunehmen.
Dieses Arztzeugnis erfüllt
indessen
die
rechtsprechungsge
mäss
en
Erfordernisse
an ein eindeutiges und aussagekräftiges Arztzeugnis nicht, ist doch schon nicht nachvollziehbar, weshalb der Versicherte
die Arbeit bei
der
bisherigen Arbeitgeberin nicht
trotz der ärztlichen Behandlung
aufnehmen
konnte
. Zudem ist
es trotz der konkret
gehaltener
Aussa
ge über die Arbeitsun
fähigkeit
„im Innendienst“ in keiner Weise begründet. Im Übrigen war
Dr.
A._
bezüglich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten aus psychischen Gründen – worum es sich gemäss der Aktenlage unbest
r
ittenermassen handelt
e
(Bericht von
Dr.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom
9.
Mai 2015,
Urk.
11/2;
Urk.
1) – in fachmedizinischer Hinsicht gar nicht zuständig. Unter Berücksichtigung dieser Umstände und der
Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 12
5 V 351 E. 3b/cc mit Hinweisen)
, kommt dies
em Arztzeugnis keinerlei Beweiswert zu (BGE 134 V 231 E. 5.1). Dies gilt umso mehr, als der Versicherte gemäss dem
ausführlichen und
inhaltlich
unbestritten gebliebenen Bericht von
Dr.
C._
vom
9.
Mai 2015 (
Urk.
11
/2)
spätestens
ab
dem
1.
Juni 2015
wieder
uneinge
schränkt
arbeitsfähig
war
, auch im angestammten Beruf
.
Daran ändert
entgegen der Auffassung des Versicherten
der Umstand
nichts
, dass
Dr.
C._
aufgrund von anamnestischen Angaben des
Versicherten
, wonach das bisherige Arbeits
verhältnis
per Ende Mai 2015
zu Ende gehe,
die Formulierung betreffend die Arbeitsfähigkeit
entsprechend angepasst hat. Somit ist der Einwand des Ver
sicherten,
dass
ihm die Fortsetzung des bisherigen Arbeitsverhältnisses in der Zeit ab
1.
Juni 2015 aus gesundheitlichen Gründen unzumutbar gewesen sei, unbegründet.
Von weiteren
Abklärungsmassnahmen
in diesem Zusammenhang sind
keine neuen
entscheidwesentlichen
Aufschlüsse zu erwarten,
weshalb darauf
verzichtet werden
kann
(antizipierte Beweiswürdigun
g; BGE 136 I 229
E. 5.3).
Das Gleiche gilt für
Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich Mob
bings und betrieblicher Spannungen bei der bisherigen Arbeitgeberin.
D
iesbe
züglich belässt er es
bei
bloss
en
allgemeingehaltenen
Behauptungen.
Mangels einer Substantiierung kann er daher auch daraus nichts zu seinen Gunsten
ableiten, umso weniger, als
nach
der Rechtsprechung
e
in schlechtes
Arbeits
klima
oder Spannungen zwischen der versicherten Person und Arbeitskollegen oder Vorgesetzten noch keine Unzumutbarkeit
begründen
. Für die dem Beschwerdeführer für die Zeit ab
1.
Juni 2015 angebotene Arbeit konnte sich die Arbeitgeberin
im Übrigen
auf
Art.
1 des Arbeitsvertrags
vom 2
8.
März 2011 (
Urk.
8/7)
stützen.
Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die Arbeit oder der damit verbu
ndene Arbeitsweg (
Art.
16
Abs.
2
lit
. f AVIG) dem Versicherten nicht zumutbar gewesen wären, sind nicht ersichtlich
. Auch diesbezüglich
wurde die
Unzumutbarkeit
nicht substan
t
iiert.
5.3
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine Gründe vorliegen, welche die dem Beschwerdeführer für die Zeit ab
1.
Juni 2015 angebotene Arbeit ausnahms
weise als unzumutbar erscheinen lassen. Nachdem der Beschwerdeführer somit auf die Weiterführung des Arbeitsverhältnisses bis Ende August 2015 ohne stichhaltige Gründe verzichtet und dadurch die Kündigungsfrist verkürzt hat, ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihn wegen selbstverschul
deter Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat (
Art.
30
Abs.
1
lit
. a
AVIG
).
6
.
Ein schweres Verschulden liegt gemäss Art. 45 Abs. 4 AVIV vor, wenn die ver
sicherte Person ohne entschuldbaren Grund eine zumutbare Arbeit abgelehnt hat (
lit
. b). Die Beschwerdegegnerin hat das Verschulden des Beschwerdeführers als mittelschwer eingestuft und die Einstellungsdauer im hierfür geltenden Rahmen im
mittleren
Bereich auf 23 Tage festges
etzt. Damit hat sie den beson
de
ren Verhältnissen des Beschwerdeführer
s und den übrigen Umständen aus
rei
chend Rechnung getragen und ihr Ermessen korrekt ausgeübt. Dies gilt selbst dann, wenn am Arbeitsplatz gewisse Spannungen vorhanden gewesen wären.
Die
Verfügung vom 1
6.
September 2015, mit welcher der Versicherte
wegen
ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen im Zeitraum vor Eintritt der Arbeitslosigkeit für 10 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde (
Urk.
8/18),
gibt entgegen dessen Auffassung keinen Anlass für eine
noch
wei
tere Reduktion der Einstelldauer, umso weniger als es sich dabei um einen anderen Einstellungstatbestand handelt, welcher vorliegend nicht zur Diskus
sion steht.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.