Decision ID: dd051989-e3ff-48a3-a543-cb2ec851bf86
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1959 geborene
X._
,
Vater zweier 1986 und 1988 geborener Kinder
,
Schweizer Boxmeister
und
von der Invalidenversicherung
von
198
7 bis 1990
zum kaufmännisch Angestellten umgeschult (
Urk.
8/11,
Urk.
8/18/1
)
, war
nach Lage der vorliegenden Akten
als Sicherheitsbeauftragter tätig (Urk. 8/72/2),
zuletzt als
Sicherheitskraft
bei der
Y._
GmbH
(Urk. 8/
320
).
I
m
Januar
20
05
mel
dete
er sich
unter Hinweis auf eine Unter
kieferfraktur
erneut
bei der Sozialversi
cherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle, zum
Leistungsbezug
(Berufsbe
ratung, Umschulung, Wiederein
schu
lung
, Arbeitsvermittlung) an (Urk. 8/69).
Nach
ersten
Abklärungen
erteilte
ihm
die IV-Stelle anfangs Januar 2008 Kos
tengutsprache für
ein
e berufliche Abklärung
bei
der
Z._
(
Z._
,
Mitteilung vom 2
8.
Januar 2008,
Urk. 8/
125
; vgl. auch Mitteilung vom
4.
Juni
2008,
Urk.
8/140
)
, welche
aufgrund
eines sich
im
Mai 2008 zugetra
genen Fahrradstur
zes
vorzeitig abgebrochen wurde
(
vgl.
Urk. 8/151
; Verfügung vom 8.
September
2008,
Urk.
8/156
)
.
N
ach einer anfangs
2009 an der Reha
klinik
A._
durch
geführten Abklärung
mit dem Ergebnis, dass
ihm
leichte bis mittelschwere Arbeiten ganz
tägig zumutbar seien (Urk. 8/176/7
),
zeigte der Versicherte
der IV-Stelle
im
Mai 2009 seine Bereitschaft zur Wiederaufnahme
der beruflichen
Abklärung
an (Urk.
8/177
). Deren
Weiterführung scheiterte
indes an
exazerbierten
Rücken
s
chmerzen (Urk. 8/183/3, Urk. 8/192). Nachdem sic
h
der Versicherte
nach eige
nen
Angaben einer
erfolgreichen
Bandscheiben
operation
unterzogen hatte
und er die IV-Stelle
im
September
2009 (Urk. 8/198) abermals um (Wieder-)A
uf
nahme der beruflichen Massnahmen ersucht hatte,
erteilte
ihm diese
Kosten
gutsprache
für ein Arbeitstraining bei
Z._
(
Verfügung vom 28
. Oktober
2009,
Urk. 8/203
, vgl. auch
Verfügung vom 20. Janu
ar
2010, Urk. 8/216
) sowie für einen
Schreibkurs (
Verfügung vom 19. Februar 2010
Urk.
8/225)
.
Im
April 2010 machte
der Versicherte
einen Sturz vom Bürostuhl mit nachfolgenden Kopf- und Rückenschmerzen aktenkundig (
Urk.
8/228,
vgl.
auch
Unfallmeldung, Urk. 8/229), was
erneut
den Abbruch der
beruflichen Massnahmen nach sich zog (Verfügung vom 8. Juli
2010, Urk. 8/239).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 8/252-261) spr
ach die IV
-
Stelle dem Versicherten mit Verfügungen vom 19. Mai 2011 (Urk. 8
/263, Urk. 8/275/1-6
)
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100
%
eine vom 1. Novem
ber 2004 bis 31. Dezember 2005 befristete ganze Rente
sowie
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50
%
eine vom 1. Januar 2006 bis 31. August 2009 befristete halbe Rente
zu
, zuzüglich zweier akzessorische
r
Kinderrenten
.
Die
gegen die
Befristung der ganzen Rente per 31. Dezember 2005
erhobene
Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil
IV.2011.00586
vom 2
0.
März 2013 ab (
Urk.
8/288/1-19
)
.
1.2
Mit Schreiben
vom
2
2.
Oktober
2012
hatte
sich
der
Versicherte erneut zum Leis
tungsbezug bei der IV-Stelle an
gemeldet
(
Rente/
Arbeitsabklärung,
Urk.
8/283). Mit
Mitteilung vom
4.
Dezember
2012
hatte
ihn
die IV-Stelle
betreffend sein Rentenbegehren
auf das anhängige G
erichtsverfahren
verwiesen
(vgl. Sachver
halt
Ziff.
1.1)
.
Betreffend den
Antrag auf eine Arbeitsabklärung
hatte
sie dem Versicherten
selbentags
sodann
mit
geteilt
, in Anbetracht der der angefochtenen Rentenverfügung zugrundliegenden Annahme einer
100%igen
Erwerbsfähigkeit
seit anfangs Mai 2009 seien
keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen an
gezeigt (
Urk.
8/284).
1.3
Mit Schreiben vom
2
5.
November 2013
bekundete
der Versicherte
bei der IV-Stelle
abermals
sein Interesse
an
der Wiederaufnahme einer Arbeitsabklärung
(
Urk.
8/297).
Mit Vorbescheid vom 2
6.
Februar 2014 stellte die IV-Stelle dem Ver
sicherten
unter Hinweis auf die Mitteilung vom
4.
Dezember 2012
(vgl. Sa
ch
verhalt
Ziff.
1.2)
, welche nach wie vor Gültigkeit habe
,
die Abweisung sei
nes Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
8/310). Da
gegen
erhob
der Versichert
e am
4.
März 2014 Einwand
(
Urk.
8/312). Nach weiteren Abklärungen
(
Urk.
8/
315 ff.),
im Rahmen welcher der Versicherte sein Leistungsbegehren mittels
formel
lem
Anmeldeformular
datierend
vom 2
0.
Juni
2014 wiederholte und um ein Renten
begehren erweiterte (
Urk.
8/325)
,
erteilte ihm die IV-Stelle Kostengut
sprache für eine Arbeitsvermittlung direkt bei der
B._
AG (Mitteilung v
om 1
4.
August 2014,
Urk.
8/333). Diese wurde
anfangs März 2015
zufolge
krank
heitsbedingten Ab
senzen
abgebrochen (Mitteilung vom
4.
März
2015,
Urk.
8/346, vgl. auch
Urk.
8/347)
. Mit neuem Vorbescheid vom 15.
September 2015, welche
den
V
or
bescheid vom 2
6.
Februar 2014 ersetzte,
stellte die IV-Stelle dem Versicherten unter Hinweis auf
das
unangefochten i
n Rechtskraft erwachsene
Urteil des
hiesigen Sozi
alversicherungsgerichts vom 20.
März 2013
(
Urk.
8/288/1-19)
sowie
die seit anfangs Mai 2009 bestehende
100%ige Er
werbsfähigkeit
erneut
die Abweisung seines Leistungsbegehrens i
n Aussicht (
Urk.
8/356). Dagegen erhob
dieser
am 15.
Oktober 2015 Einwand (
Urk.
8/359 ff.).
Im April 2016 machte der
Versicherte
ein
en weiteren Sturz mit Verletzun
gen der rechten Schulter
sowie
einen Bruch am Fuss aktenkundig (
vgl.
Urk.
8/369/1,
Urk.
8/370).
N
ach zusätz
lichen Abklärungen
(
Urk.
8/369 ff.)
hielt die IV-Stelle an ihrem Standpunkt fest und
wies das Leistungsbegehren
mit Verfügung vo
m 21.
Juni 2016
wie vorbe
schieden
ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
5.
August 2016 Beschwerde und bean
tragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die IV-Stelle
zurückzuweisen, damit diese den Leistungsanspruch, insbesondere be
treffend berufliche Massnahmen, gehörig prüfe. In prozessualer Hinsicht er
suchte der Beschwerdeführer um Durchführung einer öffentlichen Verhandlung (
Urk.
1 S. 2). Ausserdem legte er
diverse Beilagen auf (
Urk.
3/1,
Urk.
3/
4-7). Mit Beschwerdeantwort vom
7.
November 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am 1
0.
Novem
ber 20
16 zur Kenntnis gebracht wurde
(
Urk.
9).
Mit Nachtrag vom
5.
Januar 2017 gab der Beschwerdeführer weitere medizinische Unterlagen zu den Akten (
Urk.
10,
Urk.
11/1-9).
Am
15. Februar
2017
wurden die Parteien zur Hauptver
handlung vorgeladen (Urk. 1
3
), welche am
16. März
201
7 im Beisein des Beschwer
deführers
sowie dessen
Rechtsvertre
ters
stattfand (Prot. S. 3 f.); die Beschwerdegegnerin hatte mit Schreiben vom
22. Februar 2017
ihren Verzicht an der Teilnahme angezeigt (Urk. 1
5
). D
er Beschwerdeführer
hielt in der Haupt
verhandlung vom
16. März 2017 an seinen
Anträgen fest (Urk. 1
6
) und reichte
weitere Unterlagen (Urk. 17-23
) zu den Akten.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
(Art. 8 Abs. 1 d
es Allgemeinen Teils des
Sozia
l
versicherungsrechts, ATSG). Sie kann Fo
lge von Geburtsgebrechen, K
rank
heit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgese
tzes über die Invalidenver
siche
rung, IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbs
unfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti
gung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Invalide o
der von einer Invalidität (Art.
8 ATSG) bedroht
e Versicherte haben gemäss Art.
8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit
(Abs. 1)
:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelne
n Massnahmen erfüllt sind
.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs
lebens zu berücksichtigen (Abs.
1
bis
). Nach Massgabe der Art.
13 und 21
IVG
besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliede
rung ins Erwerbsleben oder in den Aufg
abenbereich (Abs.
2). Nach Massgabe von Art
.
16 Abs
.
2
lit
.
c
IVG
besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er
halten oder zu verbessern (Abs.
2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
gemäss Abs. 3 in
me
dizinischen Mass
nahmen (
lit
. a),
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die
berufliche Eingliederung (
lit
.
a
bis
),
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm
ittlung
, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
.
d).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung, [
IVV
]
), so ist im Beschwerdeverfah
ren zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch re
levante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Die Frage, o
b eine solche Änderung eingetre
ten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalte
s im Zeitpunkt der letzten mate
riellen renten
verweigernden rechtskräftigen Verfügung mit demjenigen zur Zeit des auf die Neuanmeldung hin ergangenen Entscheids (BGE 130 V 64 E. 2 mit Hinweis, 130 V 71 E. 3.1 mit Hinweisen). Dabei ist zu beachten, dass Anlass zur Rentenre
vision jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Ver
hältnissen gibt, die ge
eignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beein
flussen (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen).
Gesetz und Verordnung enthalten keine Vorschriften über die
materiellrechtli
che
Revision von Eingliederungsleistungen wegen einer seit ihrer Zusprechung eingetretenen Veränderung der Verhältnisse. Ebenso wenig ist geregelt, unter welchen Voraussetzungen im Falle einer vorangegangenen Verweigerung von Eingliederungsleistungen ein neues Gesuch entgegenzunehmen und zu prüfen ist. In BGE 105 V 173 hat das Bundesgericht entschieden, dass Eingliederungs
leistungen gleich wie Renten und
Hilflosenentschädigungen
zu behandeln sind und dass demzufolge
Art.
17 ATSG sowie die dazugehörigen Verordnungsbe
stimmungen in analoger Weise auch auf die Revision von Eingliederungsleis
tungen angewendet werden müssen.
1.
5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin im Wesentli
chen, es sei aufgrund der medizinischen Abklärungen keine wesentliche Verän
derung des Sachverhaltes eingetreten
. Eine Abklärung des
im April 2016 akten
kundig gemachten
Unfallereignisses
sei nicht möglich gewesen.
Einerseits
habe
der
behandelnde
Hausarzt die Ausstellung weiterer Bericht
e
zuhanden der Inva
li
denversicherung
verweigert. Ander
erseits habe der Beschwerdeführer
unge
achtet
entsprechender
Aufforderungen
bis auf den Bericht des
C._
vom 1
9.
April 2015
inkl. Arbeitsunfähigkeitszeugnis
diesbe
züglich
keine
weitere
n
Unterlagen
eingereicht. Schliesslich hätten Abklärungen bei der Unfallversicherung ergeben
, dass betreffend die vom Beschwerdeführer
angegebene
Refer
e
nznummer
(
über
das
Unfallereignis vom November 2003)
kein Dossier bestehe. Weiterführende Abklärungen
im Zusammenhang mit dem neuen Unfall
seien daher nicht möglich gewesen. Es werde
davon ausgegangen, dass sich
der Beschwerdeführer davon
erholt habe. Vor diesem Hintergrund werde das Leistungsbegehren wie vorbeschieden abgewiesen (
Urk.
2 S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer wandte dagegen im Wesentlichen ein,
die Beschwerde
geg
nerin habe ihre Untersuchungspflicht verletzt und sich gewei
gert, die not
wendigen Unterlagen einzuholen. Ausserdem bestehe entgegen der Beschwerde
gegnerin keine 100%ige Arbeitsfähigkeit. So
lägen ärztliche Zeug
nisse vor, welche
eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit vom 2
7.
Mai 2016 bis
8.
Juli 2016
und
vom 1
8.
April 2016 bis 3
0.
September 2016
aus
wiesen
. Ausserdem
sei ärzt
lic
her
seits bescheinigt
,
dass
er (
der Beschwerdeführer
)
zufolge seiner chro
nischen Fussbeschwerden rechts Spezialschuhe
benötige
. Dies sei ein deutlicher Finger
zeig dafür, dass
seine
Arbeits- und Erwe
rbsfähigkeit eingeschränkt sei
(
Urk.
1 S.
4)
.
2.3
Anlässlich der Hauptverhandlung vom
16. März 2016
monierte
der
Beschwerde
führer
im Wesentlichen
die Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes sowie ungenügende Würdigung der vorhandenen medizinischen Unterlagen.
Insbe
sondere sei
die Aktenbeurteilung des RAD-Arztes
Dr.
D._
nicht überzeu
gend
, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne. Ausserdem habe es die Beschwerdegegnerin trotz Kenntnis des Sturzes vom 1
8.
April 2016 pflicht
widrig unterlassen,
diesbezüglich
weitere Berichte beim Hausarzt einzuholen. Die medizinische Situation sei auch unter Hinweis auf die
heute (
anlässlich der
Hauptverhandlung
)
neu eingereichten Unterlagen nach wie vor schlecht (
Urk.
16
und Proto
koll S.
3 ff.
)
.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom
2
5.
November
2013
eingetreten.
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer allfälligen an
spruchs
erheblichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse
im Sinne von
Art.
17 ATSG
(vgl. E. 1.
4
) bild
en vorliegend die gerichtlich bestätigten Renten
v
erfügung
en
vom
1
9.
Mai 2011,
welche gestützt auf die nachfolgend zitierte Aktenlage erging
en
.
3.2
Im
polydiszi
plinären
Gutachten d
er
E._
zuhanden der Unfallversicherung
vom
7. November 2005 (Urk. 8/80
/
4
-60
)
hielten die Gut
achter folgende Diagnosen fest (
Urk.
8/80/36):
-
Chronisches
l
umbospond
ylogenes
Syndrom beidseits (ICD-10,
M
45.5,
M51.1) mit richtungsweisender
Traumatisierung im Rahmen des Ereig
nisses vom 7.11.03
-
ISG-Problemati
k rechts
-
Verdacht auf
intermittierendes Reizsyndrom L4/5 rechts bei linksbe
tont beidseitiger
Foraminalstenose
L4/L5 mit m
öglicher Wurzelaffek
tion L4 beidseits
foraminal
,
Diskusprotrusion
und
Spondylarthrose
L4/5 und L5/S1
beidseits
(MRI vom 22.6.04)
-
Status nach
lumboradikulärem
Syndrom bei lateraler und
intrafor
minaler
Diskushernie L4/L5 links mit Kompression der Nervenwurzel L4 links 1994
-
Status nach
Morb
us Scheuermann (ICD-10,
M42.0)
-
Schlag auf den Nacken-Hinterkopf mit Schädelkontusion, Schädelhirn
trauma, Commotio cerebri und Unterkieferfraktur links am 7.11.2
003 (ICD-10, S02.6,
S06.0)
-
St
atus nach
Reposition und Osteosynthese des Unterkiefers am 11.11.03
-
Posttraumatischer Kopfsch
merz, Spannungskopfschmerz (ICD-10,
G44.
3)
-
leichte bis mittelschwere neuropsychologische Funktionsstörung:
-
vereinbar mit milder traumatischer Hirnverletzung bei erhaltenem intellektuellem Leistungsvermögen
-
Chronisches
z
ervik
overtebrales
Syndrom (ICD-10,
M
42.9)
-
M
yofasziales
Schmerzsyndrom paraz
ervikal
-
Osteochondrose
C4-C7
-
Migräne mit visueller Aura (ICD
-10,
G 43.1)
-
Häufung der Migräneattacken seit Sc
hädelhirntrauma vom 7.11.2003
-
Positive Familienanamnese für Migräne
-
Anpassungsstörung (ICD
-
10,
F43.23)
-
Status nach
Kniebinnentrauma links mit vor
derer Kreuzbandruptur 1985 (ICD-
10
,
S83.5) mit resultierender Arbeitsunfähigkeit als Maler (IV-Um
schulung für KV-Abschluss 1986 - 90)
-
Status nach
Meniskusoperation links 1977, rechts 1978
Aus
orthopädische
r Sicht
sei es
anlässlich der Schläge vom 7. November 2003 zu einem massiven sackmesser
artigen Flexions
trauma im Bereich der LWS und des ISG gekommen. Seither bestünden vor allem im ISG rechts Schmerzen mit tendenzieller Ausstrahlung ins rechte Bein.
Eine
Verbesserung
sei
mit operati
ven Massnahmen kaum möglich. Mit Hilfe konservativer Massnahmen sollte eine Arbeits
fähigkeit zumindest im Teilzeit
bereich für leichtere, wechselbelas
tende Arbeit
en im Bereich des Möglichen lie
gen
(Urk. 8/80/31-32)
.
Der psychiatrische Gutachter
hielt fest
, eine schwere depressive Grundstimmung scheine nicht vorhanden zu sein, wenngleich der Beschwerdeführer in einer schwierigen Situation stecke.
Demgegenüber
könne
das Vorliegen einer
Anpassungsstörung, welche den Beschwerdeführer für die angestammte Tätig
keit
im Sicherhe
itsbereich un
geeignet erscheinen lasse
, bestätigt werden
(Urk. 8/80/32-
34)
.
Aus neurologischer Sicht habe sich in
Folge des am 7. November 2003 erlitte
nen Schädelhirntraumas mit Commotio cerebri
ein chro
nischer posttraumati
scher Kopfschmerz im Sinne eines chronischen Spannungs
kopfschmerzes ent
wickelt und hätten sich die bereits zuvor bestehenden Atta
cken einer Migräne mit Aura gehäuft (Urk. 8/80/51). In Bezug auf die bis
herige Tätigkeit des Beschwerdeführers als
Sicherheitsangestellter
ergebe sich
aus dem posttrauma
tischen Kopfschmerz keine wesentliche Ein
schränkung. Relevante Hinweise auf Störungen der Kognition, Konzentration, Gedächtnis und Aufmerksamkeit hätten sich
ebenfalls
nicht ergeben (Urk. 8/80/55).
Die neuropsychologische Untersuchung ergab eine leichte bis mittlere neuropsy
chologische Fu
nktionsstörung nach Schädelhirn
trauma mit Commotio cerebri. Da die neuropsychologische Störung von schmerzbedingter und psychischer (ev. medi
kamentöser?) Leistungseinschrän
kung überlagert sei, könne deren Schwe
re
grad derzeit nicht exakt festgelegt werden. Andere Ursachen als das fragliche Unfallereignis seien nicht
eruierbar
(Urk. 8/59).
Zusammenfassend erachteten die Gutachter die bisherige Tätigkeit des Be
schwer
deführers
als
Sicherheitsangestellter
seit dem Trauma vom
7.
November 2003
als nicht mehr zumutbar.
I
n einer
körperlich leichten, wechselbelastenden
Tätigkeit
unter Vermeidung monotoner Körperhaltung und Überkopfarbeiten sei
er
ab
dem Zeitpunkt der aktuellen Begutachtung, sprich ab
Oktober 2005
, indes zu
50 %
arbeitsfähig. Dabei qualifizierten die Gutachter den aktuellen Zustand nicht als Endzustand. Vielmehr bestünden – jedenfalls betreffend die chronische Schmerzsituation - bei dem bisher noch nie stationär
rehabilitiv
behandelten Beschwerdeführer reale Erfolgsaussichten einer Rehabilitation. Hierzu empfah
len sie eine vierwöchige stationäre Rehabilitation mit Integration eines psy
chosomatischen Behandlungskonzepts
und
anschliessender
Neubeurteilung in ca. 12-18 Monaten
(Urk. 8/80/39 ff.)
.
3.3
A
m 13. Juli 2006
erfolgte
im
C._
eine mikrochirurgische Dekompression der Wurzeln L4 und L5 rechts. Nach unauffälligem postoperativem Verlauf konnte der Beschwerdeführer am 19. Juli 2006 nach Hause entlassen werden
(
vgl.
Be
richt vom 18. Juli 2006, Urk. 8/88).
3.4
Am
17. Mai 2008
stürzte
d
er
Beschwerdeführer
mit dem Fahrrad
und verdrehte sich das rechte Knie
(Urk.
8/172/19).
Gemäss
Bericht
de
s
behandelnden
Haus
arztes
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin,
vom
15. September 2008
(
Urk. 8/157/9-10),
habe der
Sturz sicherlich zu einer
Aktivierung der Gonarth
rose geführt.
Gleichzeitig sei es
zu einer Symptomaus
dehnung und Aggravation sowie zu Überlagerungen
mit anderen Leiden ge
kommen
.
J
edenfalls
komme
d
er Sturz für
die vom Beschwerdeführer subjektiv beklagten
,
lange anhaltende
n
Beschwerden als Ursache kaum in Frage.
3.5
Vom
26. März bis
7. Mai 2009
hielt sich der Beschwerdeführer
zur Vorbereitung auf eine berufliche oder schulische Reintegration in der Rehaklinik
A._
auf (Bericht vom 8. Mai 2009, Urk. 8/175). Deren Ärzte diagnostizierten
(1)
ei
nen
Status nach medialer
Teilmeniskektomie
beidseits
,
(2)
eine Gonarthrose beid
seits,
(3)
ein chronisches
Lum
bovertebralsyndrom
sowie
(4)
chroni
sche Kopf
schmerzen (Urk. 8/175/1) und erklärten, aufgrund mässiger Symptomaus
wei
tung seien die Resultate der physischen Leistungstests nur teilweise verwertbar und es sei da
her für die Beurteilung der Zumutbarkeit im Wesentlichen auf medizinisch-the
oretische Überlegungen unter Berücksichtigung der Beobacht
ungen bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm abzustellen. Ange
sichts dessen bestehe für eine wechselbelastende, leichte bis mittelschwere Arbeit
, ohne
Ar
beiten auf den Knien oder in der Hocke, ohne Zwangspositione
n für die Knie und mit einer Re
duktion des Treppen- und Leitersteigens auf das erforderliche Minimum
ab dem 8. Mai 2009
eine ganztägige Arbeitsfähigkeit. Eine psychische Störung mit Krankheitswert liege nicht vor (Urk. 8/175/2).
3.6
Mit Schreiben vom 23. Juni 2009 (Urk. 8/186/3) erklärte Dr.
F._
erneut, die mittels MRI visualisierte aktivierte Arthrose in den Kniegelenken könne die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden eigentlich nicht erklären.
Im
September 2009
teilte der Beschwerdeführer der IV-Stelle mit, nach erfolgrei
cher
Bandscheibenoperat
ion sei er nun fast schmerzfrei
(Urk. 8/192/2
,
Urk. 8/198)
. Im Oktober
2009
gab
er
an,
mit seinem Rücken sei
nunmehr
wieder alles in Ordnung
(Urk. 8/202/3)
.
3.7
A
m 6. April 2010
kippte der Beschwerdeführer
vom Bürostuhl nach hinten auf
den
Kopf und Rücken
(vgl. Unfallmeldung,
Urk. 8/229)
, welche
s Ereignis den medizinischen Abklärungen zufolge
keine
rlei
fassbare
r
Residuen
zeitigte und
insbesondere
ohne Nachweis einer akuten traumatischen Veränderung
,
nament
lich
Wirbelgleiten oder anderweitige pathologische Beweglichkeit
der HWS
ver
blieb
(
vgl.
Urk. 8/242/19
,
Urk. 8/242/7
,
Urk. 8/248/6-8
).
Dr.
F._
hielt am 11. August 2010 fest, kurzfristig könne die vom Beschwerdeführer geltend ge
machte
Beschwerdeexazerbation
tatsächlich auf das im April 2010 stattgefun
dene Unfallereignis zurückgeführt werden. Die anhaltende Arbeitsunfähigkeit im
Z._
-Programm sei aber nach wie vor nicht nachvollziehbar.
Jedenfalls
seien
die im Rahmen seiner Untersuchungen
visualisierten Veränderungen an der HWS seit Jahren radiologisch
vorbestehend
.
Er,
Dr.
F._
,
habe dem
Beschwerdeführer
auch
mitgeteilt, er solle ihn erst dann wieder aufsuchen, wenn er tatsächlich gewillt sei, ein Eingliederungsprogramm durchzuführen. Langsam komme er jedoch zur Erkenntnis, dass dies Zeit- und Geldverschleu
derung sei. Bevor sich diesbezüglich nichts geändert habe, sei er nicht mehr bereit, zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers Stel
lung zu beziehen
(Urk. 8/245/7-8)
.
3.8
Bei dieser
medizinische
n Akten
lage sprach
die
IV-Stelle
dem Beschwerdeführer
mit
gerichtlich bestätigten Rentenverfügungen
vom 19. Mai 2011 (Urk. 8/263, Urk. 8/275/1-6
,
Urk.
8/288/1-19
)
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100
%
eine vom 1. November 2004 bis 31. Dezember 2005 befristete ganze Rente
so
wie
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50
%
eine vom 1. Januar 2006 bis 31. August 2009 befristete halbe Rente zu
.
4.
4
.
1
Im Rahmen
der Neuanmeldung
stellt sich
die Aktenlage
im Wesentlichen wie folgt dar
:
4.2
Ein
a
m
6.
Januar 2015
im
C._
durchgeführte
s
Wirbelsäulen-
CT
der LWS
ergab im Vergleich
zur CT-Voruntersuchung vom 2
6.
Juni
2009
die
nachfolgende
Be
urteilung
(
vgl. Konsili
arbericht zuhanden
Dr.
F._
vom
6.
Januar 2015,
Urk.
8/352/
11-
13)
:
-
Status nach M.
Scheuermann
-
Unverändert kongenital eng angelegter Spinalka
nal mit eng angelegten
Foramina
intervertebralia
lumbal
-
Status
nach Operation L1-L2 links (
Hemilam
inektomie
); keine
Rezidiv
hern
ie
-
Status
nach PLIF L4-L5, Bandscheibenfach weiterhin nur partiell
ossär
durchbaut, keine Schraubenlockerung,
kein
Osteosynthesematerialbruch
-
Narbige
Umscheidung
der Wurzel L5
recessal
rechts und der Wurzel L4
fo
rami
nal
rechts auf Niveau L4-L5,
-
Spondylarthrose
L5-S1 beidseits
-
Aktuell keine Diskushern
ie
4.3
Im Konsiliarbericht
vom 2
4.
März 2015
betreffend Beurteilung und Evaluation einer allfälligen Operationsindikation der festgestellten narbigen
Umscheidung
der Wurzel L5
(vgl. E. 4.2)
hielten die beurteilenden Fachärzte
des
C._
fest,
die
Ende
Januar 2015
durchgeführt
e
Infiltration
(vgl.
Urk.
8/352/18) habe zu einer
diskreten, allerdings vorübergehenden, Besserung der Schmerzsymptomatik ge
führt
. Klinisch neurologisch zeige
sich eine sehr diskrete Schonhaltung. Sen
so
motorische Ausfälle
lägen
nicht
vor.
Das
Lasègue
-Zeichen
sei
rechts bei 30° positiv. Die Schmerzen
seien
nur im Liegen nicht vorhanden, ansonsten immer präsent und nach Belastung deutlich zunehmend. Längeres Sitzen, Gehen oder Stehen
sei
derzeit nicht möglich. Auf Grund der anamnesti
s
chen, klinischen und neuroradiologischen Befunde
sei
derzeit eine konservative Therapie
sowie
ge
wichtsreduzierende Massnahmen indiziert (
Urk.
8/352/15 f.).
4.4
Mit Verlaufsbericht
zuhanden der Beschwerdegegnerin
vom 2
7.
Mai 2015 hielt
Dr.
F._
keine neuen Diagnosen fest und
notierte er
im Rahmen der Krank
heitsanamnese
„nichts
neue
s“. Persönlich glaube er nicht mehr daran, dass der Beschwerdeführer an einer Reintegration ins Berufsleben interessiert sei. Die Prognose sei schlecht. Wo kein Wille sei, sei auch kein Weg. Aus der Kranken
geschichte zitierte
Dr.
F._
un
ter anderem den Eintrag vom 25.
November 2014, wonach er den Beschwerdeführer ausserhalb der Praxis gesehen und sich
dieser ausserhalb der Praxis deutlich
schneller bewegt habe
. Schliesslich wünschte
er,
Dr.
F._
, von weiteren Anfragen der IV verschont zu bleiben. Er kündigte an, nie mehr bereit zu sein, den Beschwerdeführer be
treffend seine theoretische A
rbeitsunfähigkeit zu beurteilen. Letzteres
ganz ein
fach deshalb, weil es zwecklos sei (
Urk.
8/352/5 ff.).
4.5
Auf Zuweisung
des
C._
hielt sich der Beschwerdeführer v
om 1
2.
Oktober 2015 bis
4.
November 2015 zur stationären Rehabilitation der beklagten
chronischen
lumbospondylogenen
bis intermittierend
lumboradikulären
Schmerzen
in der Rehabilitationsklinik
G._
auf
.
Deren Assistenzärztin hielt im
Aus
trittsbericht
vom 4.
November 2015
- nebst den bereits vorbestehenden und aktenbe
k
annten
Diagnosen
-
(1) eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0), (2) ein Schlafapnoesyndrom (nächtliche ASV Beatmung) sowie (3) eine chroni
sche Bronchitis fest
(
Urk.
8/364/2
f.
)
. Die Schmerzen
hätten
im gesamten Reha
bi
li
tationsverlauf
nur geringfügig beeinfl
usst werden
können. Zur Beurteilung der aktuellen Leistungsfähigkeit sei ein abgewandelter
Heb
etest
durchgeführt
worden
. Da
jedoch längeres Sitzen dem Beschwerdeführer Probleme im Rücken
bereitet
hätten und die Beschwerden in beiden Kniegelenken
bei längerem Stehen
limitierend gewesen seien
, sei ein Arbeitsbeginn nur in
einer
wechselbe
las
tenden
Tätigk
eit
realistisch. Aufgrund der langjährigen Abwesenheit in einer kaufmännischen Tätigkeit sei
ein
stu
n
denweiser Einstieg empfehlenswert. Die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit betrage 60
%
, wobei mit einem Pen
sum von
30
%
verteilt auf fünf
Tag
e/Woche einzusteigen sei. Nach sechs Wochen sei eine Steigerung auf
40-50% möglich, gleichmässig verteilt. Bei gutem Verlauf sei
schliesslich eine
Steigerung auf 60
%
möglich. Für eine weitere Stei
gerung müsse die Situation nochmals beurteil
t werden. Zur
weitere
n
Behand
lung
sei eine zwei Mal wöchentlich durchzuführende ambulante Physio
therapie indiziert
(
Urk.
8/363/
3 f.
).
4.6
Nach der erfolglosen konservativen, multimodalen Therapie
begab sich der Be
schwerdeführer
a
nfangs Januar 2016
abermals
zur klinischen Evaluation der beklagten Rücken- und Knieschmerzen ins
C._
.
Im Konsiliarbericht vom 6. Januar 2016
diagnostizierte
der beurteilende Oberarzt
im Wesentlichen chro
nische
Lumboischialgien
. D
er
Beschwerdeführer
leide an
eine
r
seit Jahren bestehende
n
Schmerzsymptomatik im Rücken
gluteal
rechts mit Ausstrahlung ins rechte Bein, eher
Dermatom
L5 entsprechend
(
Urk.
8/366/10
, vgl. auch
Urk.
8/366/1
ff.
)
.
Zur Prüfung ei
ner chirurgischen Indikation wurde
am 14.
Januar
2016
ein
MR
I
der
LWS
erstellt. Ein
Vergleich zur MRI-
Vorkontrolle vom
5.
März 2007
ergab
die
nachfolgende Beurteilung
(
Bericht vom 1
4.
Januar 2016,
Urk.
8/366/
12-
13
)
:
-
Status nach
Spondyl
od
ese
und Cage-
lmplantation
L4/L5
-
Unve
rändert
narbig bedingt
Umscheidung
der Wurzel L4
foraminal
rechts und der Wurzel L5
rezessal
rechts. Die Wurzel L4
foraminal
rechts
ist im Seitenve
rgleich gering aufgetrieben; dies als morphologisches K
orrelat für eine Ne
uropathie
-
Eine Kompression dieser Nerve
nwurzeln L4 und LS
rechts liegt
weiterhin nicht vor
-
Progrediente
Osteochondrose
Typ
Modic
l und
II auf Niveaus L1-L2 und L2-L3
4.7
Die Beschwerdeführerin unterbreitete die
medizinische
n
Unterlagen
ihr
e
m Regio
nalen Ä
rztlichen Dienst (RAD) zur internen Stellungnahme. Am 2
4.
März 201
6
kam
Dr.
med.
D._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie, zum Schluss, dem Bericht
des
C._
vom 2
4.
März
2015
(vgl. E.
4.3
) seien
im
Wesentlichen
blande
Unt
ersuchungsergebnisse zu entnehmen
.
Am
6.
Januar
201
6
(
vgl.
E. 4.
6
) sei
in Ermangelung fassb
arer klinischer Befunde eine MR
I
-Untersuc
hung
angeordne
t worden, anlässlich welcher
eine
foraminal
gering aufgetriebene Nervenwurzel L4 rechts
festgestellt
worden sei.
Die
Schluss
folgerung
d
er
beurteilende
n
Radiologin
, wonach
aufgrund dieses Befun
des
ein Korrelat ei
ner Neuropathie vorliege
,
sei
unzulässig, da sie lediglich die Bilder
befund
e
, ohne eine klinische Untersuchung durchgeführt zu haben. Die
im B
ericht vom
6.
Januar 201
6
dargelegten Untersuchungsbefunde
liessen
die Diagnose einer Neuropathie
allerdings
nicht zu.
Ausserdem
würde
eine Neuro
pathie
ggf
.
das
Dermatom
L4
betreffen und
daher
nicht, wie im
Arztbericht vom
1.
Juni (recte:
6.
Januar)
2016 notiert
, im
Dermatom
L5 Beschwerden auslösen.
Im Übrigen
komme der an sich
plausiblen Feststellung
, wonach
die
Osteo
chondrose
der Segmente L1/2 und L2/3 im Vergleich zu 2007 progredient sei
,
ke
in
Krankheitswert zu
.
Vielmehr sei
es
nicht erstaunlich, dass
Verschleisszei
chen am menschlichen Skelett innerhalb von fast zehn Jahren zunehmen
wür
den
.
Die im Arztbericht vom
1.
Juni (recte: Januar)
2016 angeführten Untersu
chungsbefunde
deuteten
nicht auf klinisch relevante Einschränkungen dieses Bereichs hin.
Insgesamt sei
aufgrund der vorliegenden medizinischen Aktenlage
keine
wesentliche Änderung des
medizinischen Sachverhaltes ausgewiesen (
Urk.
8/378/3).
4
.
8
Im April 2016
teilte
der Beschwer
deführer der
IV-Stelle
mit, er sei ausge
rutscht
und habe sich dabei
Verletzungen an der rechten Schulter sowie einen
Bruch am Fuss
zu
ge
zog
en. Die Schulter sei im
C._
operiert worden. Betreffend den verletzten Fuss sei er bei
Dr.
F._
in Behandlung
(vgl.
Urk.
8/369/1,
Urk.
8/370).
4.9
Mit Schreiben vom 2
1.
April 2016 ersuchte die
IV-Stelle den Beschwerdeführer
unter Hinweis auf den Arztbericht von
Dr.
F._
vom 2
7.
Mai 2015, worin dieser kundtat, er werde zuhanden der IV keine Arztberichte mehr ausstellen,
weitere
medizinischer Unterlagen
betreffend das
neuerliche
Unfallereignis
ein
zureichen, namentlich einen Hausarztbericht sowie
einen
Bericht des
C._
. Ausserdem forderte die IV-Stelle den Beschwerdeführer auf, die
einschlägige
Referenz
nummer
der Unfallversicherung
bekanntzugeben
(
Urk.
8/369/1).
Darau
f
hin
reichte der Beschwerdeführer den A
ustrittsbericht des
C._
vom 19.
April 2016
betreffend die
Hospitalisation
vom 1
8.
bis 2
1.
April
2016,
inkl. Arbeitsun
fähig
keitszeugnis für den Zeitraum vom 1
8.
April bis 2
7.
Mai 2016 zu den Akten (
Urk.
8/372/1-3)
.
Daraus erhellt im Wesentlichen, der Beschwerdeführer habe sich anlässlich eines Sturzes am 2
9.
Dezember 2015 eine Sehnenruptur der rechten Schulter zugezogen. Diese sei am 1
8.
April 2016
arthroskopisch
saniert worden. Als Nebendiagnosen werden chronische
Lumboisch
i
algien
rechtsbetont mit Status nach Dekompression L4/L5 und Fusion 2006 sowie Status nach De
kompression TH12/L1 und L1/L2 2009 genannt (
Urk.
8/372/2).
4.10
Am
3
1.
Mai 2016
(
Urk.
8/373)
wiederholte die
Beschwerdegegnerin ihr
e
Auffor
derung
gemäss Schreiben vom 2
1.
April 2016
(
vgl. E. 4.9,
Urk.
8/369/1)
, wo
raufhin der Beschwerdeführer m
it E-M
ail vom 9.
Juni
2016 die Referenz- und
Policen-
Nummer
seiner U
nfallversicherung betreffend das
Unfallereignis
v
om
7.
November 2003 zu den Akten gab
(Urk.
8/374).
4.11
Unter Hinweis darauf, dass die
Unfallkoordinaten de
r
aktuelle
n
resp. im April
2016
aktenkundig gemachte
n
Unfallereignis
se
benötigt w
ü
rden
und
der
ange
for
derte Hausa
rztber
icht
immer
noch
ausstehend sei,
sowie
unter
zusätzlichem
Hinweis auf die gesetzliche Auskunfts- und Mitwirkungspflichten resp. deren
Säumnisfolgen (
Art.
43 ATSG),
forderte
die IV-Stelle den Beschwerdeführer unter Fristansetzung
letztmalig auf, die
verlangten
Unterlagen
und Informatio
nen
einzureichen
(
Urk.
8/375
).
Mit E-Mail vom 15.
Juni 2016 wiederholte der Be
schwerdeführer seine Angaben gemäss E-Mail vom
9.
Juni 201
6.
Ausserdem tat er unter Hinweis auf die Untersuchungspflicht gemäss
Art.
43
Abs.
1 ATSG kund, Arztberichte würden bekanntlich nicht von den Versicherten verfasst. Weshalb
Dr.
F._
eine Zusammenarbeit mit der IV verweigere
,
entziehe sich seinen Kenntnissen. Jedenfalls könne dieser Umstand ihm, dem Beschwer
de
führer, nicht angelastet werden (
Urk.
8/377/1).
5.
5.1
Gemäss Feststellungsblatt zum Beschluss stützte
die
IV-Stelle
ihren ablehnen
den Entscheid vom
2
1.
Juni 2016
(Urk.
2)
zunächst
auf die Stellungnahme von
RAD-Arzt Dr.
D._
vom 24. März 2016
ab
(
Urk.
8/378/3)
.
5.2
Die
RAD
stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetz
un
gen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invaliden
versicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfä
higkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgaben
bereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigne
ten Prüf
me
tho
den können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere An
sicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
5.3
Bei
Dr.
D._
handelt es sich um einen
Facharzt
für
orthopädische Chirurgie und Traumatologie
, womit er
über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
vgl.
BGE 137 V 210
E. 1.2.1)
.
Seine
Beurteilung i
st schlüssig und
nach
vollziehbar begründet sowie in sich
widerspruchsfrei. Indizien gegen
die
Zu
verlässigkeit
sein
er Einschätzung liegen keine
vor, womit
seine
r
Stellung
nahme
Beweiswert zukommt
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_197/20
14 vom 3. Okto
ber 2014 E. 4.2 mi
t Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7). Insbesondere hat
Dr.
D._
entgegen der Darstellung des Beschwerde
führers anlässlich der Hauptverhandlung (
Urk.
16 S. 2) keine neue Beurteilung der MRI-Befunde vom 1
4.
Januar 2016 vorgenommen.
Vielmehr
wies er einzig darauf hin
, die hinreichende Diagnose einer Neuropathie der Ner
venwurzel L4 rechts bedürfe – nebst der bildgebenden – auch einer klinischen Untersuchung
(
Urk.
8/378/3)
.
5.
4
.
Im April 2016 machte der Beschwerdeführer
eine Verletzung
an der rechten Schulter sowie einen Bruch am Fuss
aktenkundig
(vgl. E. 4.
8
,
Urk.
8/369/1,
Urk.
8/370
)
.
5.4.1
Im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung lagen der Beschwerdegegnerin diesbe
züglich einzig die Berichte des
C._
vom
6.
Januar 2016 und 1
9.
April 2016
vor.
Im Bericht
des
C._
vom
6.
Januar 2016 bet
reffend die Sprechstunde vom 5.
Januar 2016
wurde neu ein Status nach Sturz vor einigen Tagen mit Prel
lung der rechten Schulter festgehalten. Gleichzeitig wurden diesbezüglich weder in der Anamnese noch in der Beurteilung
Befunde und/oder Beschw
er
den doku
men
tiert
(vgl.
Urk.
8/366/10).
Weiter
erg
ab
sich aus dem Austrittsbe
richt vom 1
9.
April 2016 ein komplikationsloser postoperativer Verlauf (
Urk.
6/372/2)
und
ist die
postoperativ bedingte Rekonvaleszenz
(vgl. Arbeits
unfähigkeitszeugnis
,
Urk.
6/372/1
)
mangels Dauerhaftigkeit nicht geeignet, die
aus ander
n Gründen
befristet zugesprochene Rente wieder aufleben zu lassen.
Mithin ergaben sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen keinerlei Anhaltspunkte für das Vorlie
gen einer wesentlichen, anhaltenden Veränderung in den Verhältnissen des Beschwerdeführers.
5.4.2
Freilich ist das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsge
richtsbeschwerdeverfahren vom Unte
rsuchungsgrundsatz beherrscht und hatte die
Verwaltung
,
nachdem sie auf die Neuanmeldung eingetreten
war
,
von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung d
es Sachverhaltes zu sorgen
.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, vgl. BGE 130 I 180 E.
3.2).
Mithin tragen die Parteien im
Sozialversi
che
rungs
prozess
insofern eine Beweislast, als
dass
im Falle der Beweislosigkeit der Ent
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte.
Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungs
grundsatzes
aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entspre
chen (BGE 117 V 261 E. 3b).
Vorliegend hat
der Beschwerdeführer
der Beschwerdegegnerin
im Zusammen
hang mit den
zuletzt
aktenkundig gemachten
Verletzungen an der rechten Schulter sowie am Fuss als behandelnde Ärzte/Institutionen einz
ig das
C._
sowie
Dr.
F._
bekannt gegeben
(
Urk.
8/370).
Daraufhin
hat
ihn
die
IV-Stelle
unter Hinweis auf den
Bericht
von
Dr.
F._
vom 2
7.
Mai 2015, worin dieser kundtat, keine weiteren Arztberichte zuhanden der IV
mehr
auszustellen
(
Urk.
8/352/5,
Urk.
8/352/9),
dreifach
(vgl.
Urk.
8/369/1,
Urk.
8/373/1,
Urk.
8/375
)
– zuletzt
mittels Einschreiben
und unter Rechtsbelehrung sowie
An
drohung von
Säumnisfolgen
(vgl.
Urk.
8/375)
–
angehalten
,
an d
er Erhebung
der
im Zu
sammenhang mit dem im April 2016 gemeldeten Unfallereignis
wesentlichen
Beweismittel
mitzuwirken
. Diese Vorgehensweise ist
unter den ge
gebenen Um
ständen
nicht zu beanstanden und war
dem
– anwaltlich vertrete
nen
–
Be
schwer
deführer
denn
auch
durchaus
zuzumuten
. Weshalb
letzterer
mit Ausnah
me des
Austrittsbericht
s
des
C._
vom 19.
April 201
6
(
Urk.
8/372
/2 f.
)
davon absah
, weitere
Unterlagen aktenkundig zu machen
,
liess der Beschwer
deführer unbegründet
.
Indem
er es
ausserdem unterliess, die
Besch
werdegegne
rin
über die weiteren behandelnden Ärzte (so etwa
Dr
es
. med.
H._
, Fachärztin FMH für Sportmedizin,
und
I._
, Facharzt FMH für Radio
logie, vgl.
Urk.
11/2) in Kenntnis zu setzen,
war es
letzterer
auch nicht möglich,
bei
diesen
zusätzliche
Unterlagen
einzufordern.
Schliesslich
lieferte der Be
schwerdeführer
trotz wiederholter Aufforderung
keine gültigen Angaben zu den
K
oordinaten
des Leistungserbringers
(vgl.
Urk.
8/374,
Urk.
8/377)
und gin
gen entsprechende
Abklärungsbemühungen
der Beschwerdegegnerin
in
folgedes
sen ins Leere
(vgl.
Urk.
8/374).
5.5
Vor diesem Hintergrund
ist unter Hinweis auf die beweiskräftige Einschätzung von Dr.
D._
vom 2
4.
März 2015 (vgl. E. 4.7,
Urk.
8/378/3) und die vorhan
denen Arztberichte (vgl. E. 5.4.1) sowie auf die unter E. 5.4.2 erläuterte Beweis
regel festzuhalten, dass eine wesentliche, anspruchsrelevante Veränderung in den Verhältnissen des Beschwerdeführers seit den Verfügungen vom 1
9.
Mai 2011, mittels welchen ihm vom 1. November 2004 bis zum 31. Dezember 2005 eine befristete ganze Rente und vom 1. Januar 2006 bis zum 31. August 2009 eine befristete halbe Rente zu zugesprochen wurde, bis zum Erlass der vorlie
gend angefochtenen Verfügung vom 21. Juni 2016 (Urk. 2) nicht mit der im Sozialversicherungsrecht massgeblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit ausgewiesen ist.
5.6
Daran vermö
g
en
auch die
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens
neu
zu den Akten gegebenen Unterlagen
nichts zu ändern.
5.
6
.1
Selbstredend
qualifizier
t
weder die Indikation für orthopädische Spezialschuhe (vgl.
Urk.
3/5) noch eine ärztlich verordnete Physiotherapie (vgl.
Urk.
3/7) als wesentliche Änderung
, die geeignet ist
, den Invaliditätsgrad und damit den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers zu beeinflussen.
5.
6
.2
Sodann ergibt sich aus dem
(offensichtlich unvollständig eingereichten) Konsi
liar
bericht unbekannter Urheberschaft vom
2.
Juni 2016, d
ass es
sich bei der aktenkundig gemachten Verletzung des Fusses um ein sich
im Februar 2016
zugetragenes
Bagatelltrauma
in Form
eine
r
isolierte
n
Fraktur des III.
rechten
Mittelfussknochens handelte
. Dank konsequenter Anwendung einer
Carbon Sohle
sowie Physiotherapie
habe sich ein
guter Verlauf
mit radiologisch doku
men
tier
ter Frakturheilung
abgezeichnet
.
Die
beklagten
Vorfuss
schmer
ze
n/Belas
tungs
schmerzen
(bei gleichzeitig anhaltendem Übergewicht)
wurde
n
mit
Panadol
behandelt
(
vgl.
Urk.
11/1)
.
5.6.3
Soweit
der
Beschwerdeführer geltend machte
, er leide
nach zweistündige
r Arbeit
im Sitzen an
Kopfschmerzen resp. Migräne
(Prot.
S.
5 f.
), so ist nicht ersichtlich inwiefern dieser Umstand
das seit Mai 2009 geltende medizinische Belastungs
profil (vgl. E.
3.5, Urk. 8/175/2)
zusätzlich einzuschränken vermöch
te
. So wurden
dem Beschwerdeführer in medizinischer Sicht
lediglich wechselbelastende Tätigkeiten zugemutet
und
nicht etwa
über mehrere Stunden ausschliesslich sitzende Tätigkeit
en
(vgl. E. 3.5, Urk. 8/175/2)
.
Mit entsprechender
Einrichtung am
A
rbeitsplatz (Stehpult) könne
n
wechselbelastende Tätigkeit
en gemäss medi
zi
ni
schem Belastungsprofil
denn auch ohne w
eiteres
im Rahmen kaufmänni
sch-administrativer Tätigkeiten
ausgeübt werden.
5.
6
.4
Die übrigen medizinischen Eingaben (Urk. 3/4, Urk. 3/6,
Urk.
11/4-8,
Urk.
19-23
) beziehen sich
auf
Sachverhalt
e, die
sich nach Erlass der angefochtenen Ver
fügung ereigneten. Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversi
che
rungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids demgegen
über in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Ver
wal
tungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither ver
än
dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfü
gun
g sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E.
1b). Ganz abgesehen davon, dass
die eingereichten Arbeitsunfähigkeitszeugnisse sowie Einladungen zu ärzt
lichen Sprechstunden
resp.
radio
logischen Untersuchungen auch nicht
dazu
ge
eignet wären
, für sich allein
genommen
eine wesentliche Veränderung auszu
weisen.
6
.
Da es nach dem Gesagten
an einem Revisionsgrund fehlt, bleibt kein Raum für eine in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassende Prüfung eines wie auch immer gearteten Leistungsanspruchs.
Die angefochtene Verfügung erweist sich
als rechtens und die Be
schwerde ist ent
sprechend abzuweisen.
7
.
Die Kost
en des Verfahrens sind auf Fr. 1’0
00.-- festzu
legen und ausgangs
ge
mäss vom Beschwerdeführer
zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).