Decision ID: 9aba16f3-8428-46d1-bb9b-f7009fc77781
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 20. Januar 2010 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Sie hatte bei einem Skiunfall am 18. Februar 1976
ein Distorsionstrauma des linken Kniegelenks erlitten (vgl. Fremdakten 2-173, 2-184 f.).
Nachdem ihr Arbeitgeber im Februar 1977 einen Rückfall gemeldet hatte (Fremdakten
2-182), hatte sich die Versicherte am 16. November 1977 aufgrund eines medialen
Korbhenkelrisses am linken Kniegelenk einer medialen Meniskektomie und einer
lateralen Retinaculaspaltung unterzogen (Fremdakten 2-171, 2-182). Dr. med. B._,
FMH Chirurgie, hatte am 8. März 2001 eine Kniegelenksspiegelung links und eine hohe
tibiale Valgisationsosteotomie durchgeführt (IV-act. 233). Am 27. August 2001 war eine
Materialentfernung, eine vordere Kreuzbandplastik und eine partielle laterale
Synovektomie erfolgt (IV-act. 232). Nach einer Kniedistorsion links am 2. September
2008 (vgl. Fremdakten 2-100 f.) war der Versicherten aufgrund einer posttraumatischen
Gonarthrose links und eines Status nach VKB-Plastik und Tibiavalgisationsosteotomie
am 17. Juni 2009 eine Knie-Totalendoprothese (TEP) implantiert und am 22. Juli 2009
eine geschlossene Kniemobilisation links durchgeführt worden (IV-act. 20-14, 20-12 f.,
222-3 f.). Suva-Kreisarzt Dr. med. C._, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie,
Zürich, hatte am 19. Januar 2010 befunden, unter Berücksichtigung der üblichen
Einschränkungen für eine Knie-TEP sei die Versicherte ganztägig arbeitsfähig (IV-act.
71-5 ff.).
A.b Zuvor, am 12. Januar 2010, hatte sich die Versicherte bei einem Sturz auf die
ausgestreckte rechte Hand eine Luxation im proximalen Interphalangealgelenk (PIP)
digitorum III rechts zugezogen (Fremdakten 2-6, 2-8).
A.c Mit Bericht vom 25. Januar 2010 diagnostizierte PD Dr. med. D._, Chefarzt
Neurochirurgie/Wirbelsäulenchirurgie, Schulthess Klinik Zürich, unter anderem eine
grossvolumige Diskushernie C6/7 rechts mit defizitärer C7-Radikulopathie rechts, eine
arterielle Hypertonie und eine Hemihepatektomie rechts bei Echinococcusbefall (IV-act.
12-9 f.). Am 3. März 2010 listete Dr. med. E._, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH,
Niederurnen, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine zerviko-
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radikuläre Symptomatik C7 rechts mit grossvolumiger Diskushernie C6/C7 rechts, eine
Gonarthrose links bei Status nach wiederholter Arthroskopie und Implantation einer
Knie-TEP links sowie eine Luxation PIP Finger III rechts auf. Das Ergebnis der
geplanten Diskushernienoperation bleibe abzuwarten, ansonsten sei bei einer Restitutio
ad integrum die Arbeitsfähigkeit nur marginal eingeschränkt (IV-act. 20-1 ff., vgl. auch
IV-act. 35-6 f.). Am 9. März 2010 unterzog sich die Versicherte einer zervikalen
ventralen Mikrodiskektomie mit Entfernung der grossen Diskushernie C6/7 rechts und
Cage Spondylodese mit Peek Cage (IV-act. 33-2). Dr. D._ attestierte ihr vom 8. März
bis 31. Mai 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Fremdakten 20-148 f.).
A.d Am 16. April 2010 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, aufgrund ihres
Gesundheitszustandes seien zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen
möglich (IV-act. 29).
A.e Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), zu dieser Zeit
Unfallversicherung der Versicherten, sprach dieser gestützt auf einen Vergleich (vgl.
Fremdakten 5-7 ff.) mit Verfügung vom 30. Juni 2010 für die verbliebene
Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 18. Februar 1976 mit Wirkung ab 1. März 2010
eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 10% und eine
Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 26.5% zu (Fremdakten 5-2
ff.).
A.f Dr. E._ berichtete am 6. Dezember 2010 über zunehmende unklare
polymyalgieforme Ganzkörperschmerzen, welche im Spätsommer 2010 begonnen
hätten. Er befand, momentan könne maximal von einer 25%igen Arbeitsfähigkeit in
einer leichten, körperlich nicht belastenden Arbeit ausgegangen werden (IV-act. 49-2).
Dr. med. F._, Rheumatologie und Innere Medizin FMH, Männedorf, listete mit Bericht
vom 10. Februar 2011 als Diagnosen eine Fingerpolyarthrose Typ Bouchard, einen
mittelschweren Vitamin-D-Mangel und einen absoluten Eisenmangel auf. Aus
rheumatologischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 55).
A.g Am 23. Februar 2011 rutschte die Versicherte beim Aussteigen aus dem Auto auf
einer Eisfläche aus und hielt sich mit der rechten Hand an der Autotür fest um einen
Sturz zu verhindern (Fremdakten 7-9 f., 8-19). Dr. E._ diagnostizierte ein
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Abduktionstrauma bzw. eine Kontusion des Musculus supraspinatus rechts bei Status
nach Supraspinatusnaht 2007 und attestierte ihr eine Arbeitsunfähigkeit von 100% für
vier bis sechs Wochen (Fremdakten 8-8 f.).
A.h Ab 1. Mai 2011 arbeitete die Versicherte bei der Stiftung P._ als Sortiererin von
Waren für Brockenhäuser (IV-act. 64, 71). Am 20. Juni 2011 wies die IV-Stelle das
Begehren um berufliche Massnahmen ab (IV-act. 70). Mit Vorbescheid vom 1.
Dezember 2011 stellte sie der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 0% die
Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (IV-act. 85). Dagegen erhob die
Versicherte am 20. Januar 2012 Einwand (IV-act. 86).
A.i Am 4. Februar 2012 rutschte die Versicherte auf einer Eisfläche aus, stützte sich
dabei mit der rechten Hand ab und verletzte sich am Ringfinger rechts (IV-act. 97,
Fremdakten 11). Dr. med. G._, Innere Medizin FMH, attestierte ihr vom 6. Februar bis
25. März 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 40% (Fremdakten 14-52). Infolge eines
Carpaltunnelsyndroms rechts, eines Morbus Dupuytren der mittleren Hohlhand rechts
und eines Streckdefizits Dig. IV rechts bei Status nach nicht-ossärer Mallet-Läsion vom
4. Februar 2012 führte Dr. med. H._, Spital Q._, am 19. Juni 2012 eine
Dekompression des Nervus medianus rechts, eine Fasziektomie der mittleren
Hohlhand rechts und eine temporäre DIP-Arthrodese mit Kirschnerdraht und Z-
förmiger Sehnenverkürzung der Extensor digitorum communis-Sehne IV rechts durch
(Fremdakten 13-4 f.). Dr. H._ erachtete die Versicherte vom 19. Juni bis 12. August
2012 als zu 100% arbeitsunfähig (Fremdakten 13-7, 14-27). Am 23. August 2012
befand Dr. H._ sodann, die Mallet-Läsion mit Streckdefizit am Ringfinger führe nicht
zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 110, 114).
A.j Am 5. Januar 2013 befand Dr. G._, seines Erachtens sei das erzielbare
Rendement der Versicherten längerfristig nicht über 50% (IV-act. 115). Er attestierte ihr
vom 5. Februar bis 25. April 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 50% (IV-act. 179-1). Dr.
D._ hatte am 29. Januar 2013 einen Status nach zervikaler Diskushernienoperation
C6/7 sowie unklare Schulter-/Armschmerzen rechts diagnostiziert und ausgeführt, die
Arbeitsfähigkeit sei aus seiner Sicht längerfristig nicht beeinflusst, das Heben von
schweren Lasten sollte aber vermieden werden (IV-act. 119). RAD-Arzt Dr. med. I._
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befand am 8. Februar 2013, leidensadaptiert könne wieder von einer Arbeitsfähigkeit
von 100% ausgegangen werden (IV-act. 120).
A.k Am 19. Februar 2013 kündigte die IV-Stelle der Versicherten an, sie werde am
bisherigen ablehnenden Entscheid festhalten, und räumte ihr eine Frist zur
Stellungnahme ein (IV-act. 121). Die Versicherte führte am 15. März 2013 aus, beim
Unfall vom Februar 2012 sei auch ihre rechte Schulter betroffen gewesen, weshalb sie
operiert werden müsse. Sie sei weiterhin zu 50% arbeitsunfähig und bitte um
Arbeitsvermittlung (IV-act. 125). Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 28. März 2013
mit, da keine gesundheitsbedingte Einschränkungen bei der Stellensuche vorlägen, sei
das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig (IV-act. 128).
A.l Dr. med. J._, Radiologe FMH, Radiologie AR, hatte am 4. März 2013 ein MRI der
rechten Schulter durchgeführt und eine Läsion der Subskapularissehne mit komplett
durchgehender Ruptur kranial und mittel- bis höhergradiger interstitiell-bursaseitiger
Partialruptur kaudal festgestellt. Er hatte befunden, es bestehe eine moderate
Insertionstendinopathie der Supraspinatussehne, eine Ruptur der langen Bizepssehne,
ein enger Subakromialraum mit möglichem Impingement, Zeichen einer diskreten
Bursitis subacromialis/subdeltoidea sowie eine Auffransung der Labrumbasis apikal
und kurzstreckig fehlende eindeutige Labrumabgrenzbarkeit superoventral (IV-act.
231).
A.m Am 26. April 2013 versuchte die Versicherte bei der Arbeit eine herunterstürzende
Schüssel mit dem linken Arm aufzufangen, wobei dieser durch das Gewicht der
Schüssel nach unten gezogen wurde. Dr. G._ diagnostizierte eine Periarthropathia
humeroscapularis links mit mehreren Partialrupturen der Schultersehnen. Er attestierte
der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Berichte vom 11. Mai und 1. Juni
2013; Fremdakten 16-4, 17-33 f., 17-43, vgl. Fremdakten 19-129). Ein MRI der Schulter
links vom 6. Mai 2013 brachte unter anderem eine erhebliche Insertionstendinopathie
der Supraspinatussehne mit hochgradiger humeralseitiger Partialruptur sowie leicht-
bis mässiggradiger humeralseitiger Auffransung/Partialruptur der übrigen mittleren bis
ventralen Sehnenportion und eine Läsion der Subskapularissehne mit interstitieller und
humeralseitiger Partialruptur zur Darstellung (IV-act. 227).
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A.n Am 12. Juli 2013 führte Dr. B._ bei der Versicherten eine
Schultergelenksspiegelung rechts, eine Akromioplastik, eine Bicepstenodese am
Oberrand des Pectoralis sowie einen Supraspinatus- und Subscapularis-repair durch
(IV-act. 137, 179-2 f.). Dr. B._ berichtete am 30. Oktober 2013, die Versicherte sei
weiterhin zu 100% arbeitsunfähig. Wegen einer bevorstehenden Operation der linken
Schulter sei die Prognose noch offen. Eine die Arme nicht zu sehr belastende Arbeit
sollte in einigen Monaten wieder voll möglich sein (IV-act. 143). Am 20. November 2013
und im April 2014 befand er, die Versicherte sei bezüglich beider Schultern zu 100%
arbeitsunfähig (IV-act. 146, 153, vgl. auch Fremdakten 19-150). Am 11. März 2014
hatte Dr. B._ eine Schultergelenksspiegelung links, eine Bicepstenodese und eine
PASTA-Refixation durchgeführt (IV-act. 223 ff.). Im September 2014 hielt er fest, die
Rehabilitation der Schulter links sei noch nicht abgeschlossen (IV-act. 160). Dr. B._
attestierte der Versicherten auch vom 11. Dezember 2014 bis 30. Juni 2015 weiterhin
eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (IV-act. 167, 188-1).
A.o Das Arbeitsverhältnis bei der Stiftung P._ war per 31. August 2014 aufgelöst
worden (IV-act. 169).
A.p Suva-Kreisärztin med. pract. K._, Fachärztin für Chirurgie FMH, untersuchte die
Versicherte am 16. Dezember 2014 und hielt am Tag darauf bezüglich des Ring- und
Mittelfingers rechts im Wesentlichen eine Restitutio ad integrum, bezüglich der linken
Schulter eine ordentliche Beweglichkeit mit belastungsabhängigen Restbeschwerden
und gewisser Kraftminderung sowie bezüglich des Knies links einen ordentlichen
postoperativen Zustand mit gelegentlicher Schwellneigung fest. Es bestünden
bezüglich der linken Schulter Einschränkungen der Zumutbarkeit hinsichtlich Arbeiten
über Brusthöhe, Tragen von Lasten sowie Besteigen von Gerüsten und Leitern.
Betreffend des linken Knies verwies sie auf die Abschlussuntersuchung von Suva-
Kreisarzt Dr. C._ vom 19. Januar 2010 (Fremdakten 18-4 ff., vgl. IV-act. 71-5 ff.).
A.q Dr. med. L._, Phoniatrie und Pädaudiologie, Kantonsspital St. Gallen (KSSG)
diagnostizierte am 13. April 2015 eine hochtonbetonte, geringgradige sensorineurale
Innenohrschwerhörigkeit links, einen Tinnitus links seit März 2014 und eine Normakusis
rechts (IV-act. 191).
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A.r Am 16. Juni 2015 befand Dr. B._, in einer leidensadaptierten Tätigkeit sei eine
Arbeitsfähigkeit von 20% oder mehr ab sofort möglich (IV-act. 197-4 f., vgl.
Fremdakten 22-26). Med. pract. K._ beurteilte am 29. Juli 2015, der Versicherten sei
eine leicht bis selten mittelschwere Arbeit ganztägig zumutbar (Fremdakten 22-12 ff.,
vgl. auch Bericht über Abschlussuntersuchung vom 3. Juli 2015; Fremdakten 22-21 ff.).
RAD-Arzt Dr. I._ ging am 7. September 2015 von einer Arbeitsfähigkeit von 50% in
einer adaptierten Tätigkeit, steigerbar auf 100%, aus (IV-act. 201, vgl. bereits IV-act.
174).
A.s Am 7. Juli 2015 hatte die IV-Stelle das Leistungsbegehren auf berufliche
Massnahmen abgewiesen (IV-act. 196).
A.t Die CSS, als Rechtsnachfolgerin der Generali seit 1. Mai 2011 Unfallversicherer der
Versicherten, sprach ihr mit Verfügung vom 30. September 2015 für die verbliebene
Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 26. April 2013 mit Wirkung ab 1. Juli 2015 eine
Rente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 16% sowie betreffend der linken
Schulter eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von
3.25% zu (Fremdakten 24). Die von der Versicherten dagegen erhobene Einsprache
hiess die CSS mit Entscheid vom 3. Mai 2016 insofern teilweise gut, als sie ihr eine
Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 5% zusprach. Im
Übrigen wies sie die Einsprache ab (Fremdakten 25).
A.u Dr. I._ befand am 23. März 2016, es könne von der kreisärztlichen
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung ausgegangen werden, mit dem Zusatz, dass das, was für
die linke Schulter gelte, auch für die rechte Schulter anzuwenden sei. Innerhalb eines
Monats sollte eine Steigerung der adaptierten Arbeitsfähigkeit von 50 auf 80% möglich
sein. Nach den Operationen vom 12. Juli 2013 und 11. März 2014 könne je mit einer
Arbeitsunfähigkeit von 100% für vier Monate gerechnet werden (IV-act. 242 f.).
A.v Mit Schreiben vom 19. April 2016 stellte die IV-Stelle der Versicherten erneut eine
Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (IV-act. 244). Die Versicherte erklärte sich
am 2. Mai 2016 nicht einverstanden damit (IV-act. 247). Die Fortuna Rechtsschutz-
Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Fortuna), Rechtsschutzversicherung der
Versicherten, beantragte am 26. Mai 2016 eine Begutachtung sowie eine Evaluation
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der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) (vgl. IV-act. 250). Im Auftrag der IV-Stelle (vgl.
IV-act. 257) wurde die Versicherte durch Ärzte der PMEDA im Dezember 2016
polydisziplinär (Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie)
abgeklärt. Diese listeten in ihrem Gutachten vom 8. März 2017 als Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Zustand nach zervikaler ventraler
Mikrodiskektomie mit Entfernung einer Diskushernie C6/7 rechts und Cage Anlage mit
Spondylodese am 24. März 2010, ein leichtgradiges spinales Defektsyndrom nach
Spondylodese C6/7, Spondylarthrosen der Lendenwirbelsäule, einen (Status nach)
Knie-TEP links mit leichtgradiger Instabilität, eine mediale und femoropatellare
Gonarthrose rechts, eine leichtgradige Periarthropie beider Schultergelenke sowie
einen Status nach Bizepstenodese, Rotatorenmanschettenrepair und subacromialer
Dekompression rechts auf. Die Versicherte sei spätestens seit 2010 in ihrer bisherigen
Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig. In einer angepassten Tätigkeit bestehe hingegen eine
100%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 275).
A.w Gestützt auf das Gutachten der PMEDA stellte die IV-Stelle der Versicherten mit
Vorbescheid vom 24. März 2017 die Abweisung des Leistungsbegehrens bei einem
Invaliditätsgrad von 0% in Aussicht (IV-act. 279). Dagegen erhob die Versicherte am 8.
Juni 2017 Einwand und brachte vor, das Gutachten der PMEDA sei nicht beweiskräftig
(IV-act. 287). Am 19. Juli 2017 äusserten sich die PMEDA Gutachter zu Fragen der IV-
Stelle (IV-act. 292 f.), worauf diese an ihrem bisherigen Entscheid festhielt (vgl. IV-act.
295).
A.x Dr. D._ berichtete am 5. Oktober 2017, er habe ein chronisches lumbales
Schmerzsyndrom mit pseudoradikulärer Ausstrahlung in beide Beine und einen Status
nach zervikaler Diskushernienoperation diagnostiziert (IV-act. 301-2 f.). RAD-Arzt Dr.
med. M._ befand am 16. November 2017, es sei weiterhin auf das PMEDA
Gutachten abzustellen (IV-act. 303). Am 6. Dezember 2017 verfügte die IV-Stelle
entsprechend dem Vorbescheid (IV-act. 306).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 6. Dezember 2017 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 17. Januar 2018. Die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin)
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beantragte darin deren Aufhebung und die Zusprache einer Rente. Das Verfahren sei
bis zur rechtskräftigen Erledigung des hängigen Verfahrens UV 2016/37 zu sistieren
und ihr anschliessend eine angemessene Frist zur Begründung der Beschwerde
einzuräumen (act. G1).
B.b Mit Schreiben vom 23. Januar 2018 teilte die Verfahrensleitung der
Beschwerdeführerin mit, es seien keine Gründe für die beantragte Verfahrenssistierung
zu erkennen, und forderte sie zur materiellen Begründung der Beschwerde auf (act.
G2).
B.c Die Beschwerdeführerin beantragte mit Eingabe vom 11. Februar 2018 eine neue
medizinische Beurteilung inklusive rheumatologischer Abklärung ihrer Arbeitsfähigkeit.
Sie sei wegen diverser Beschwerden in ärztlicher Behandlung. Am 17. Dezember 2017
sei sie aufgrund einer Blockade ihrer Knieprothese erneut gestürzt und habe sich am
Knie und der rechten Schulter verletzt. Sie sei zu 100% arbeitsunfähig geschrieben. Sie
habe starke Schmerzen und könne ihren rechten Arm und die rechte Hand kaum mehr
benutzen (act. G3). Am 2. März 2018 reichte sie ein Schreiben von Dr. med. N._,
FMH Orthopädische Chirurgie, Traumatologie des Bewegungsapparats, vom 22.
Februar 2018 ein, worin dieser die Notwendigkeit einer rheumatologischen/
orthopädischen Begutachtung bestätigte (act. G6).
B.d Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte mit Eingabe vom 26.
März 2018 unter Verzicht auf eine einlässliche Beschwerdeantwort die Abweisung der
Beschwerde (act. G8).
B.e Am 19. April 2018 hielt die Beschwerdeführerin an ihrem Antrag fest (act. G10). Mit
Eingabe vom 11. Juni 2018 reichte sie weitere medizinische Berichte ein (act. G12)

Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch
der Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin. Gemäss Art. 29 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) entsteht der
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Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der
Geltendmachung des Leistungsanspruchs. Nachdem sich die Beschwerdeführerin am
20. Januar 2010 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung angemeldet hat
(vgl. IV-act. 1), ist vorliegend ein Rentenanspruch ab Juli 2010 zu prüfen.
1.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird unter Invalidität die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine
Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch
massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens
zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine
Viertelsrente.
1.2 Im Sozialversicherungsprozess gelten die Grundsätze der Untersuchungspflicht
und der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Demgemäss hat der
Versicherungsträger bzw. im Beschwerdefall das Gericht den rechtserheblichen
Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien
gebunden zu sein. Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte haben
zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 110 V 53 E. 4a am Schluss).
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1.3 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine
zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen
Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.
Zunächst ist die zwischen den Parteien umstrittene Frage zu beurteilen, ob der
Sachverhalt in medizinischer Hinsicht spruchreif ist. Die Beschwerdegegnerin stützte
die angefochtene Verfügung im Wesentlichen auf das PMEDA Gutachten vom 8. März
2017 (IV-act. 306, vgl. IV-act. 275). Die Beschwerdeführerin spricht diesem die
Beweiskraft ab (IV-act. 287, act. G1).
2.1 Die PMEDA Gutachter listeten als Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit einen Zustand nach zervikaler ventraler Mikrodiskektomie mit
Entfernung einer Diskushernie C6/7 rechts und Cage Anlage mit Spondylodese, ein
leichtgradiges spinales Defektsyndrom nach Spondylodese C6/7, Spondylarthrosen
der Lendenwirbelsäule, (einen Status nach) Knie-TEP links mit leichtgradiger
Instabilität, eine mediale und femoropatellare Gonarthrose rechts, eine leichtgradige
Periarthropatie beider Schultergelenke sowie einen Status nach Bizepstenodese,
Rotatorenmanschettenrepair und subacromialer Dekompression rechts auf.
Wahrscheinlich spätestens seit 2010 sei die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen
Tätigkeit zu 0% arbeitsfähig. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit seit jeher (IV-act. 275-54 ff.).
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2.2 Die Beschwerdeführerin bemängelt, die Beurteilung der Gutachter, wonach die
100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit wahrscheinlich seit jeher gelte,
genüge dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht. Damit sei das
Gutachten bezüglich des rückblickenden Verlaufs der Arbeitsfähigkeit seit der IV-
Anmeldung nicht verwertbar (IV-act. 287).
2.2.1 Die PMEDA Gutachter führten in ihrer Stellungnahme vom 19. Juli 2017 aus, das
Wort “wahrscheinlich“ beziehe sich auf die retrospektive Bewertung. Daran sei nichts
zu verändern oder zu ergänzen, da retrospektive Bewertungen bei fehlenden eigenen
Vorbefunden meist eine weniger hohe Wahrscheinlichkeit hätten als auf eigene
medizinische Beobachtungen gestützte Bewertungen (IV-act. 293). Wie bei einer
Begutachtung üblich beurteilten die PMEDA Gutachter die Arbeitsfähigkeit retrospektiv
aufgrund der Akten und anamnestischer Angaben. Eine solche Einschätzung kann
naturgemäss nicht mit Sicherheit abgegeben werden. Vor dem Hintergrund der
weiteren medizinischen Akten ist jedoch eine seit Anfang 2010 ohne relevante
Unterbrüche (weniger als drei Monate lang, vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV) bestehende volle
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit plausibel. So hatte Dr. C._ am 19.
Januar 2010 befunden, die Beschwerdeführerin sei unter Berücksichtigung der
üblichen Einschränkungen für eine Knie-TEP ganztägig arbeitsfähig (vgl. IV-act. 71-5
ff.). Nach der Diskushernienoperation vom 9. März 2010 erachtete sie Dr. D._ bis zum
31. Mai 2010 als zu 100% arbeitsunfähig, ab 1. Juni 2010 bestehe theoretisch wieder
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Fremdakten 20-148 f., IV-act. 36, 46-4). Dr. E._
erachtete die Beschwerdeführerin am 6. Dezember 2010 aufgrund von
polymyalgieformen Ganzkörperschmerzen als zu maximal 25% arbeitsfähig (IV-act.
49-2), der Rheumatologe Dr. F._ befand jedoch am 10. Februar 2011, aus
fachärztlicher Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 55).
Aufgrund des Unfalls vom 23. Februar 2011 attestierte Dr. E._ der
Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von vier bis sechs Wochen (Fremdakten
8-8 f.). Dr. G._ erachtete die Beschwerdeführerin infolge der Verletzung des rechten
Ringfingers vom 6. Februar bis 25. März 2012 als zu 40% arbeitsunfähig (Fremdakten
14-52). Nach der Operation an der rechten Hand vom 19. Juni 2012 attestierte ihr Dr.
H._ bis zum 12. August 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Fremdakten 13-7,
14-27, vgl. IV-act. 110).
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2.2.2 Dr. G._ befand am 5. Januar 2013, das erzielbare Rendement der
Beschwerdeführerin sei längerfristig nicht über 50% (IV-act. 115). Dr. D._ führte am
29. Januar 2013 hingegen aus, die Arbeitsfähigkeit sei längerfristig nicht eingeschränkt
(IV-act. 119), und auch Dr. I._ ging am 8. Februar 2013 von einer Arbeitsfähigkeit von
100% in einer adaptierten Tätigkeit aus (IV-act. 120). Nachdem Dr. G._ der
Beschwerdeführerin vom 5. Februar bis 25. April 2013 bereits eine Arbeitsunfähigkeit
von 50% attestiert hatte, hielt er sie nach dem Unfall vom 26. April 2013, bei dem sich
die Beschwerdeführerin an der linken Schulter verletzt hatte, bis 11. Mai 2013 als zu
100% arbeitsunfähig (IV-act. 179-1). Dr. B._ operierte die Beschwerdeführerin am 12.
Juli 2013 (vgl. IV-act. 137) an der rechten Schulter und hielt am 30. Oktober 2013 fest,
sie sei weiterhin zu 100% arbeitsunfähig. Eine die Arme nicht zu sehr belastende Arbeit
sollte in einigen Monaten wieder voll möglich sein (IV-act. 143). In der Folge attestierte
ihr Dr. B._ bezüglich beider Schultern bis 30. Juni 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von
100% (IV-act. 146, 153, 160, 167, 188-1). Erst am 16. Juni 2015 befand er, in einer
adaptierten Tätigkeit sei eine Arbeitsfähigkeit von 20% oder mehr ab sofort möglich,
und hielt an dieser Beurteilung bis zum 30. April 2016 fest (IV-act. 197-4 f., 222-6, vgl.
Fremdakten 22-26). Dies ist mit RAD-Arzt Dr. I._ nicht nachvollziehbar, zumal
gemäss Krankengeschichte seit 16. Juni 2015 keine Konsultationen mehr
stattgefunden hatten und weder den Notizen von Dr. B._ über die Konsultation vom
23. März 2015 (vgl. IV-act. 222-15) noch seinen zuvor entstandenen Akten eine
Begründung für die 100%ige Arbeitsunfähigkeit (in einer adaptierten Tätigkeit) zu
entnehmen ist. Dr. I._ beurteilte am 5. Februar und 7. September 2015 zwar, es
bestehe sofort eine leidensadaptierte Arbeitsfähigkeit von 50%, hielt diese jedoch für
steigerbar auf 100% (IV-act. 174, 201). Es ist daher davon auszugehen, dass er die
Arbeitsfähigkeit lediglich anfangs, in der ersten Zeit der Wiedereingliederung in den
Arbeitsmarkt, für eingeschränkt hielt. Am 23. März 2016 befand Dr. I._ sodann, es
könne an den Arbeitsfähigkeiten der Kreisarztuntersuchung vom 3. Juli 2015 “von AF
leidensadaptiert 20%“ festgehalten werden. Dies mit dem Zusatz, dass das, was für
die linke Schulter gelte, auch für die rechte Schulter anzuwenden sei. Eine Steigerung
der Arbeitsfähigkeit von 50% auf 80% sollte innerhalb eines Monats erreicht sein. Nach
den Operationen vom 12. Juli 2013 und 11. März 2014 könne je mit einer
Arbeitsunfähigkeit von 100% für vier Monate gerechnet werden (IV-act. 242). Auf
Nachfrage der IV-Stelle führte Dr. I._ am 18. April 2016 mit Verweis auf den
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kreisärztlichen Bericht vom 28. Juli 2015 aus, der Beschwerdeführerin sei eine
adaptierte Tätigkeit ganztägig, allenfalls mit leicht eingeschränkter Leistung, zumutbar.
Dies entspreche einer Arbeitsfähigkeit von 80% (IV-act. 243). Weshalb die Leistung
allenfalls leicht eingeschränkt sein sollte, begründete Dr. I._ nicht. Diese
Einschränkung ergibt sich zudem auch aus den Einschätzungen von med. pract. K._,
auf welche Dr. I._ verwies, nicht. Die Ärztin ging lediglich von einer qualitativen
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus (vgl. Fremdakten 18-4 ff., 22-12 ff., 22-21 ff.).
Die von Dr. I._ erwähnte 80%ige statt 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit, lediglich begründet mit einer allenfalls leicht eingeschränkten Leistung, ist
damit nicht nachvollziehbar. Nach Eingang des PMEDA Gutachtens hielt RAD-Arzt
M._ sodann eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit fest (IV-act.
276).
2.2.3 Es ist damit überwiegend wahrscheinlich von einer seit Anfang 2010
bestehenden, mehrmals nur kurzzeitig unterbrochenen 100%igen Arbeitsfähigkeit in
einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Auch die Einschätzung von Dr. N._, welcher
am 14. Juni 2016 die Arbeitsunfähigkeit rein aufgrund des Knies auf 15% einschätzte,
ändert daran nichts, zumal er seine Beurteilung nicht weiter begründete. Insbesondere
ist nicht erklärt bzw. plausibel, weshalb bei wechselbelastender Tätigkeit noch eine
quantitative Einschränkung resultieren sollte (vgl. IV-act. 255). Der Beschwerdeführerin
ist insofern beizupflichten, als es nicht nachvollziehbar ist, weshalb sich laut PMEDA
Gutachten die Zeiten stationärer Spitalbehandlungen und nachfolgender
Rehabilitationen anhand der Akten nicht rückblickend abgrenzen lassen sollten (vgl. IV-
act. 287-3, 275-57). Dies ist jedoch insofern unerheblich, als – wie soeben ausgeführt –
keine längeren Zeiträume einer Arbeitsunfähigkeit bestanden, welche zur Erfüllung des
Wartejahres (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) geführt hätten.
2.3 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht (vgl. IV-act. 287-3), es sei nicht
nachvollziehbar, wie es zwischen der kreisärztlichen Untersuchung vom 3. Juli 2015
und der gutachterlichen Untersuchung vom Dezember 2016 zu einer Verbesserung des
Gesundheitszustandes von (bestrittenen) 80% auf 100% Arbeitsfähigkeit gekommen
sei, ist auf vorstehende Ausführungen in E. 2.2.2 zu verweisen. Kreisärztin med. pract.
K._ ging von einer lediglich qualitativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus (vgl.
Fremdakten 18-4 ff., 22-9 ff., 22-21 ff.). Dr. I._ befand, an dieser Einschätzung könne
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festgehalten werden, führte aber ohne weitere Begründung zusätzlich eine allenfalls
leicht eingeschränkte Leistung auf, weshalb die Arbeitsfähigkeit 80% betrage (IV-act.
243). Entgegen dieser nicht nachvollziehbaren Beurteilung von Dr. I._ ist bereits im
Zeitpunkt der Einschätzung von med. pract. K._ von einer Arbeitsfähigkeit von 100%
in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Wie die Beschwerdeführerin zu Recht
ausführt, hatte med. pract. K._ nur die unfallbedingten Beschwerden zu beurteilen
(vgl. IV-act. 287). Dr. I._ beurteilte jedoch, die für die linke Schulter geltenden
Einschränkungen seien auch für die rechte Schulter zu berücksichtigen (IV-act. 242).
Bezüglich der unfallfremden Diskushernie C6/7 hatte Dr. D._ bereits am 29. Januar
2013 beurteilt, die Arbeitsfähigkeit sei längerfristig nicht beeinflusst, das Heben von
schweren Lasten sollte aber vermieden werden (vgl. IV-act. 119). Für eine quantitative
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bedingt durch die operierte Diskushernie bestehen
keine Hinweise. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass die PMEDA Gutachter die
unfallfremden Beschwerden des Rückens und der rechten Schulter detailliert erhoben
und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit berücksichtigten (vgl. IV-act. 275-54).
2.4 Weiter rügt die Beschwerdeführerin, die orthopädische Beurteilung sei
ungenügend begründet. Es sei keine ausführliche Diskussion von Wechselwirkungen
zwischen den verschiedenen erhobenen Diagnosen in Bezug auf die funktionellen
Auswirkungen in allen Lebensbereichen erkennbar und es sei keine Würdigung in der
Konsensbeurteilung erfolgt (IV-act. 287-4). Der orthopädische Gutachter Dr. med.
O._, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH,
erhob die Anamnese und den Befund umfassend (vgl. IV-act. 275-34 ff.). Zusätzlich
wurden MRIs der Hals- und Lendenwirbelsäule sowie des rechten Kniegelenks
veranlasst (vgl. IV-act. 275-41 f.). Dr. O._ schloss aus den erhobenen Befunden und
den gestellten Diagnosen, die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei qualitativ
limitiert. Körperlich schwere Arbeiten, Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten sowie mit
ständigem Stehen oder Gehen und mit Zwangshaltungen der Wirbelsäule seien
ungeeignet (IV-act. 275-43 f.). In ihrer Konsensbeurteilung führten die Gutachter aus,
die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei auf Dauer zu 100%
erloschen. Ursache dafür seien die multiplen spinalen und die Gelenke betreffenden
Defektzustände und degenerativen Alterationen. Adaptiert bestehe jedoch eine
100%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 275-51). Zudem hielten sie fest, die orthopädischen
Diagnosen wirkten hinsichtlich des die Arbeitsfähigkeit qualitativ mindernden Effekts
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additiv (vgl. IV-act. 275-55). Inwiefern eine weitere Diskussion der Wechselwirkungen
notwendig gewesen wäre, ist nicht ersichtlich und führt die Beschwerdeführerin auch
nicht weiter aus.
2.5 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, in der neurologischen
Untersuchung sei keinerlei Diskussion der LWS-Beschwerden erfolgt (IV-act. 287-5).
Dies ist insofern nicht korrekt, als auch eine Untersuchung der Wirbelsäule erfolgte (vgl.
IV-act. 275-30). Die PMEDA Gutachter brachten zudem nachvollziehbar vor, die
Lumbalgien seien im zentralen Fachgebiet der Orthopädie ausführlich diskutiert worden
(IV-act. 293). Wie die Beschwerdeführerin richtig ausführt, wurde bei der internistischen
Untersuchung der Tinnitus nur bei der Anamneseerhebung, jedoch nicht im Rahmen
der gestellten Diagnosen erwähnt (IV-act. 287-5). Dies ist jedoch insofern nicht von
Belang, als der Tinnitus keine erkennbare Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hat (ein
Hinweis darauf lässt sich der Abklärung vom 13. April 2015 nicht entnehmen; vgl. IV-
act. 191). Die muskuloskelettalen Leiden der Beschwerdeführerin können auch von
einem Orthopäden mit fachkundigen Untersuchungen beurteilt werden, eine
rheumatologische Abklärung ist entgegen dem Antrag der Beschwerdeführerin (vgl. IV-
act. 287, act. G3, G6) nicht nötig (IV-act. 297, 306, vgl. Urteil des Bundesgerichts vom
23. Mai 2012, 9C_270/2012, E. 4.2).
2.6 Zu dem Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach eine EFL hätte vorgenommen
werden sollen (vgl. IV-act. 287-7), führten die Gutachter in ihrer Stellungnahme vom 19.
Juli 2017 überzeugend aus, diese Methode sei versicherungsmedizinisch nicht
evaluiert und hochgradig von der Mitarbeitsbereitschaft der untersuchten Person
abhängig. Die Kriterien einer gewillkürten unzureichenden Mitarbeit seien bislang
methodisch nicht genügend abgegrenzt, gegebenenfalls auffällige Befunde könnten
ebenso gut Artefakten einer mangelhaften Mitarbeit entsprechen. Für
versicherungsmedizinische Fragen sei die EFL daher nicht als eigenständiges
diagnostisches Instrument etabliert (IV-act. 293). Mit der Beschwerdegegnerin (vgl. IV-
act. 297, 306) ist darauf hinzuweisen, dass die Arbeitsfähigkeit ausschliesslich
medizinisch-theoretisch zu bestimmen ist. Dass eine EFL zur Vervollständigung der
Beweisführung nötig wäre, ist jedenfalls nicht erstellt. Ohnehin ist zu beachten, dass
die Beschwerdeführerin bei der Begutachtung erhebliche Schmerzen geltend gemacht
(IV-act. 275-19 f., 275-25 f., 275-34) und ihre Arbeitsfähigkeit pessimistischer
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eingeschätzt hat als die Gutachter (vgl. IV-act. 275-35). Die gezeigte Leistung bei einer
EFL müsste daher mit Zurückhaltung gewertet werden.
2.7 Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass das
PMEDA Gutachten vom 8. März 2017 (vgl. IV-act. 275) auf umfassender Aktenkenntnis
sowie polydisziplinären eigenen Untersuchungen beruht, das gesamte Leidensbild der
Beschwerdeführerin berücksichtigt und die auf dieser Grundlage gezogenen Schlüsse
nachvollziehbar sind. Aus den von der Beschwerdeführerin vorgebrachten
medizinischen Einschätzungen ergeben sich zudem keine objektiven Gesichtspunkte,
welche im PMEDA Gutachten ausser Acht gelassen worden wären. Schliesslich weisen
die Akten auch nicht auf zwischen dem PMEDA Gutachten vom 8. März 2017 und der
umstrittenen Verfügung der IV-Stelle vom 6. Dezember 2017 (IV-act. 306) eingetretene
massgebliche Veränderungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hin. Solche
lassen sich insbesondere auch den Berichten von Dr. D._ vom 5. und 26. Oktober
2017 (IV-act. 301) nicht entnehmen. Das von diesem diagnostizierte chronische
lumbale Schmerzsyndrom mit den zugrundeliegenden schweren Spondylarthrosen
L4/5 und L5/S1 sowie der Status nach zervikaler Diskushernienoperation C6/7 waren
den Gutachtern bereits bekannt und wurden entsprechend berücksichtigt (vgl. IV-act.
275-42275-54). Allfällige beim von der Beschwerdeführerin beschriebenen Sturz vom
17. Dezember 2017 (vgl. act. G3) entstandene Verletzungen bzw. eine dadurch
bedingte Verschlechterung des Gesundheitszustandes wären vorliegend nicht zu
berücksichtigen, da rechtsprechungsgemäss das Datum der streitigen Verfügung die
zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (vgl. BGE 129 V 169 E.
1; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 99 zu Art. 61).
Dasselbe gilt für die aufgrund der Knieblockaden links notwendige operative Revision
mit Wechsel des Inlays (vgl. act. G12.1) und den am 28. März 2018 erhobenen Befund
der Leber (act. G12.3). Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich damit.
3.
Weiter stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, die attestierte
Restarbeitsfähigkeit lasse sich aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters und der multiplen
Beschwerden objektiv betrachtet nicht mehr verwerten (vgl. IV-act. 287-6 f.). Dieser
Auffassung kann nicht gefolgt werden. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt existieren
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verschiedene Tätigkeiten, welche körperlich leicht, wechselbelastend oder
überwiegend sitzend sind sowie ohne längere Gehstrecken, ohne Über-Kopf-Arbeiten,
ohne Zwangspositionen des Bewegungsapparates und ohne repetitives Bücken
ausübbar sind (vgl. Zumutbarkeitsprofil in IV-act. 275-51, 276). Insbesondere sind der
Beschwerdeführerin Kontroll- und Prüftätigkeiten zumutbar. Die qualitativen
Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit erweisen sich nicht als derart gravierend, dass
selbst auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, der sich durch einen Fächer
verschiedenartigster Beschäftigungen auszeichnet, keine Tätigkeiten oder
Nischenarbeitsplätze zumutbar wären. Dass die Beschwerdeführerin trotz Bemühungen
keine Arbeitsstelle gefunden hat (vgl. act. G3), ist nicht als Folge einer Invalidität zu
qualifizieren, sondern als Arbeitslosigkeit. Würde ein gewisses Gleichgewicht zwischen
Angebot an und Nachfrage nach Arbeitskräften herrschen (ausgeglichener
Arbeitsmarkt im Sinne der IV-rechtlichen Rechtsprechung), hätte die
Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit trotz ihres fortgeschrittenen
Alters (zum Zeitpunkt der Begutachtung 60-jährig) eine Arbeitsstelle gefunden, welche
die qualitativen Voraussetzungen gemäss PMEDA Gutachten erfüllen würde.
4.
Schliesslich ist basierend auf dem Arbeitsfähigkeitsgrad von 100% in einer adaptierten
Tätigkeit der Invaliditätsgrad zu ermitteln. Das Invalideneinkommen ist gestützt auf die
LSE (vgl. BGE 139 V 592 E. 2.3, 129 V 475 E. 4.2.1), Total sämtlicher
Wirtschaftszweige, Anforderungsniveau 4, Frauen, zu bestimmen, das sich im Jahr
2010 auf Fr. 52‘728.-- belief. Mit Blick auf die vor der Anmeldung bei der
Invalidenversicherung erzielten Einkommen (vgl. IK-Auszug; Fremdakten 22-90)
erübrigen sich die Vornahme eines konkreten Einkommensvergleichs und insbesondere
die Festsetzung eines Tabellenlohnabzugs, da offensichtlich kein rentenbegründender
Mindestinvaliditätsgrad von 40% resultiert.
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 6. Dezember 2017 nicht
zu beanstanden und die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.
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5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist der Beschwerdeführerin anzurechnen.