Decision ID: c46b7058-50df-5f11-af77-9e32658e72fe
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1962 geborene
X._
war
beim Gartenbauunternehmen
Y._
GmbH zu einem Pensum von 60
%
angestellt und damit bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nich
tberufsunfällen versichert. Dar
über hinaus arbeitete sie zu einem Pensum von 40
%
als Raumpflegerin. Am 1
0.
Juni 2014 erlitt sie einen Verkehrsunfal
l und zog sich dabei unter ande
rem eine distale Radiusfraktur links sowie eine Distorsion des oberen Sprung
gelenks links mit Bandläsion zu (
Urk.
10/1, 10/25). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder).
Unter Hinweis auf die Erreichung des Status quo sine teilte die Suva mit Schreiben vom
4.
März 2015 der Versicherten die Einstellung der Leistungen mit Bezug auf den linken Fuss per 1
8.
März 2015 mi
t (
Urk.
10
/112). In der Folge wurden wegen persistierender Schmerzen in Schulter und Fuss links weitere A
bklärungen durchgeführt (
Urk.
10/132,
Urk.
10
/135
, 10/146, 10/172
).
M
it Verfügung vom 2
2.
September 2015
stellte die Suva ihre Leistun
gen betreffend die Schulterbe
schwerden infolge Erreichung des Status quo sin
e per 2
5.
März 2014 ein (
Urk.
10
/195) und mit
Verfügung vom 1
3.
November 2015 sah die Suva sodann unter Hinweis auf die volle Zumutbarkeit de
r an
gestammten Tätigkeiten von einer Prü
fung der Rentenfrage ab (
Urk.
10/
209). Mit
Einspracheentscheid
vom 1
8.
Januar
2016 wies sie die von der Versic
herten gegen die beiden Verfügungen erhobenen und auf die Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen zi
elenden Einsprachen ab (
Urk.
10/197, 10
/212
, 10/216
).
Die hiergegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 2
1.
Februar 2017 in dem Sinne gut, als es die Sache zu weiteren Abklärun
gen an die Suva zurückwies (
Urk.
10/253).
In Na
chachtung dieses Urteils liess die
Suva die Versicherte durch
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie, und
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Chirurgie, begutachten (Gutachten vom
9.
Oktober 2017,
Urk.
10/281).
Danach stellte sie
ihre Leistungen per 3
1.
Mai
2018 ein (Schreiben vom
4.
Mai 2018,
Urk.
10/305). Mit Verfügung vom 1
8.
September 2018 verneinte sie einen An
spruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung (
Urk.
10/348). D
aran hielt sie mit
Einspracheentscheid
vom 3
0.
April 2019 fest (
Urk.
2, vgl. auch
Urk.
10/352).
2.
Dagegen liess die Versicherte mit Eingabe vom
3.
Juni 2019 Beschwerde erheben und beantragen, es seien ihr über den 3
1.
Mai 2018 hinaus und bis auf W
eiteres Taggelder und Heilungskosten zu bezahlen, eventualiter sei ihr ab
1.
Juni 2018 eine
Unfallrente von 41
%
und eine Integritätsentschädigung von 20
%
auszu
richten,
subeventual
it
er
sei ein Gerichtsgutachten einzuholen (
Urk.
1 S. 2). Die Suva schloss in der Beschwerdeantwort vom
1
1.
Oktober 2019 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9). Dazu liess sich die Versicherte mit Eingabe vom 2
8.
Oktober 2019 vernehmen (
Urk.
12), was der Suva zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
13).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
set
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versi
cherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 1
0.
Juni 2014 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wen
dung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Beru
fs
krankheiten gewährt (Abs. 1).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann.
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76). Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kos
tenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Nach Art
. 10 Abs. 1 UVG
hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Un
fallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG), so hat sie An
spruch auf eine Invali
denrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Ferner hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dau
erhafte erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet (Art. 24 Abs. 1 UVG).
1.5
1.5
.1
Gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicher
ten mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der In
validenversicherung abgeschlossen sind, der Rentenanspruch (Abs. 1 erster Satz). Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleis
tun
gen dahin (Abs. 1 zweiter Satz; vgl. auch Art. 16 Abs. 2 zweiter Satz UVG, wo dies für den Taggeldanspruch nochmals statuiert wird).
1.5
.2
08.2018
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine In
tegritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicher
ten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [
UVG
];
Bundesgerichts
urteil
8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1
).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes
serung
ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In die
sem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prog
nostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellung
en beurteilt werden (
Bundesgerichts
urteil
8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, ins
besondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3
).
1.5
.3
Nahtlos an diese Regelung schliesst sich
Art.
21
Abs.
1 UVG an. Danach soll Heil
behandlung - wie die übrigen Pflegeleistungen und die Kostenvergütungen - nach Festsetzung der Rente durch den Unfallversicherer nur unter besonderen Voraussetzungen gewährt werden, so bei Berufskrankheit (
lit
. a), bei Rückfall oder Spätfolgen zur wesentlichen Besserung oder Bewahrung vor wesentlicher Beein
trächtigung der Erwerbsfähigkeit (
lit
. b), zur Erhaltung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit (
lit
. c) und zur wesentlichen Verbesserung oder zur Bewahrung vor wesentlicher Beeinträchtigung des Gesun
dheitszustandes im Falle der Er
werbsunfähigkeit (
lit
. d).
1.6
1.6.1
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebli
che Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens ab
gestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
1.6.2
Gemäss
Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang be
steht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird.
Gemäss
Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt (Abs. 3).
1.6.3
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundesrätli
chen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinras
ter)
erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewähr
leistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
1.7
08.2018
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet si
nd (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V
351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Suva führte im angefochtenen
Einspracheentscheid
unter Bezugnahme auf das orthopädische Gutachten der
Dres
.
Z._
und
A._
vom
9.
Oktober 2017 aus, dass die geklagten Nacken- und Rückenbeschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal seien. Hinsichtlich der Schulterbeschwerden sei der
status
quo sine eingetreten. Noch unfallkausal und damit zu berücksichtigen seien einzig die Hand- und Fussbeschwerden (
Urk.
2 S. 6). Weiter ging die Suva von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer leide
n
sangepassten Tätigkeit aus. Im Rahmen des Einkommensvergleichs ermittelte sie einen
Validenlohn
von
Fr.
56'292.--. Dem stellte sie einen in Anwendung von DAP-Löhnen errechneten
Invaliden
lohn von
Fr.
59'064.-- gegenüber. Dementsprechend verneinte sie einen An
spruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
2 S. 6 f.). Ebenso hielt sie die Voraus
setzun
gen für eine Integritätsentschädigung mangels relevanten Integritätsschadens nicht für gegeben (
Urk.
2 S. 8). In der Beschwerdeantwort ergänzte sie, dass sie berechtigt gewesen sei, den Fall abzuschliessen, da der medizinische Endzu
stand zwischenzeitlich eingetreten sei (
Urk.
9 S. 5 f.).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte in der Beschwerde unter Hinweis auf den Bericht ihrer
behandelnden Ärztin
Dr.
med.
B._
, praktische Ärztin, vom 2
3.
Mai 2019 geltend, der medizinische Endzustand sei im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 3
1.
Mai 2018 noch nicht erreicht gewesen. Selbst die Gutachter
Dres
.
Z._
und
A._
würden die Ansicht vertreten, dass bezüglich der Nacken- und Rückenschmerzen noch eine deutliche Verbesserung erzielt werden könne. Diese
Beschwerden seien sodann als unfallkausal zu werten. Demzufolge seien Heilungskosten und Taggelder nach wie vor geschuldet (
Urk.
1 S. 5 ff.).
Im Even
tualantrag stellte sich die Beschwerdeführer
in auf den Standpunkt
, dass im Falle eines Fallabschlusses ein Anspruch auf eine Invalidenrente von 41
%
bestehe.
Dabei ging sie gestützt auf die Einschätzung von
Dr.
B._
davon aus, dass ihre Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit noch 60
%
betrage (
Urk.
1 S. 7 f.). Weiter hielt sie dafür, dass aus dem Gutachten der
Dres
.
Z._
und
A._
eine Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit von höchstens 80 bis 90
%
hervorgehe. Selbst wenn auf dieses Gutachten abgestellt werde, resultiere ein Rentenanspruch von 17
%
(
Urk.
1 S. 8).
Aufgrund der erheblichen Einschränkung der Beweglichkeit im Sprunggelenk, aber auch aufgrund der Schmerzen im Handgelenk bei axialer Belastung sei eine Integritätsentschädi
gung von 20
%
geschuldet (
Urk.
1 S. 9 f.). In der Stellungnahme vom 2
8.
Oktober 2019 hob die Beschwerdeführerin hervor, dass das Gutachten der
Dres
.
Z._
und
A._
unvollständig sei, da darin insbesondere die unfallkausalen Nacken- und Rückenbeschwerden nicht berücksichtigt würden (
Urk.
12 S. 4).
3.
Im orthopädischen Gutachten vom
9.
Oktober 2017 führten
Dres
.
Z._
und
A._
aus, die Beschwerdeführerin habe beim Verkehrsunfall mit
Hochrasanz
trauma
vom 1
0.
Juni 2014 eine HWS-Distorsion, eine
erstgradig
offene distale extraartikuläre Radiusfraktur links mit
prä- und postoperativer Medianus-Symptomatik, ein axiales Stauchungstrauma
des linken Arms mit Kontusion der Schulter links, eine
Thoraxkontusion
rechts basal mit Verdacht auf Leberkontu
sion sowie eine OSG-Distorsion links erlitten (
Urk.
10/281
S. 10
). Dazu hielten sie fest, erfreulicherweise habe sich die Problematik im Bereich der linken Schulter dank der Physiotherapie deutlich zurückgebildet und diese stehe aktuell nicht mehr im Vordergrund. Gemäss Aussagen der Beschwerdeführer
in bildeten
die vom Nacken paravertebral den Rücken entlang ziehenden Schmerzen
das Haupt
problem
. Die nun zurückgebildeten Beschwerden der
Frozen
Shoulder
bezie
hungsweise die
Periarthropathia
humeroscapularis
links sei
en
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine sekundäre Folge nach dem Sturz mit
Hoch
r
asa
n
ztrauma
der linken oberen Extremität und damit posttraumatischer Genese. Die aktuellen Beschwerden im Nacken- und Rü
ckenbereich seien als
Folgeerscheinungen auf
grund der Fehlhaltung durch die
Frozen
Shoulder
oder als degenerativ bedingt nach jahrelang schwerer körperlicher Arbeit zu beurteilen. Diesbezüglich sei der Endzustand noch nicht erreicht. Mit einer intensiven Physiotherapie könne eine deutliche Besserung der Beschwerden erreicht werden (
Urk.
10/281 S. 10).
Weiter erklärten
die Gutachter
zur Frage, ob von einem Status quo auszugehen sei, dass sich in Bezug auf die Fussbeschwerden ein stabiler Zustand ohne Schmerzen zeige, jedoch mit Bewegungseinschränkung im Sinne einer limitierten
Dorsalextorsion
(
Urk.
10/281 S. 10). In Bezug auf die H
andgelenksbeschwerden bestehe
klinisch ein stabiler Befund. Im Ruhezustand habe die Beschwerdeführe
rin keine Schmerzen und die Beweglichkeit im Handgelenk sei sehr gut. Schmer
zen träten bei axialer Belastung auf die dorsal extendierte Hand, wie beispiels
weise beim Aufstützen, auf. Dies sei durch die radiologisch diagnostizierte posttraumat
ische Arthrose im
Radiou
lnar
- und Radiocarpal
gelenk
gut erklärbar. Auch hier sei von einem stabilen Endzustand auszugehen. In Bezug auf die Schulter
beschwerden zeige sich mittlerweile eine sehr gute Beweglichkeit. Diesbezüglich dürfte der Status quo sine erreicht sein (
Urk.
10/281 S. 10 f.).
Auf weit
ere Fragen hielten die Gutachter
fest, die Restbeschwerden im Bereich des linken Handgelenks (kein axiales Aufstützen) sowie die Bewegungseinschrän
kung im linken OSG seien bleibe
nde Einschränkungen, die auf den
Unfall zurückzuführen seien. Die Rückenschmerzen bei radiologisch nachgewiesenen degenerativen Ver
änderungen der Hals- und Lendenwirbelsäule
(leichte Seg
mentdegeneration C5/6 mit leichter Einengung des linken
Neuroforamens
und möglicher Reizung der Nervenwurzel C6 links unter Belastung,
breitbasige
Diskusprotrusion
L4/5 mit leichter Kompression der
rezessalen
Nervenwurzeln L5 beidseits
, leicht aktivierte geringgradige
Osteochondrose
L5/S1
;
Urk.
10/281 S.
11
i.V.m
.
Urk.
10
/282),
könnten teilweise durch eine von den
läng
erandauernden
, nun
regredienten
Schulterbeschwerden verursacht
e Fehlhaltung entstanden sein (
Urk.
10/281 S. 11). Hinsichtlich
der Fuss-, Handgelenk- und Schulterbeschwer
den sei ein stabiler medizinischer Endzustand erreicht. Bezüglich der Rückenbe
schwerden sei mit Physiotherapie eine weitere Verbesserung zu erwarten (
Urk.
10/281 S. 11).
Zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit hielten die Gutachter fest, aufgrund der erhobenen Befunde sei der Beschwerdeführerin ein 60
%
-Pensum im Gartenbau wieder zumutbar. Dies gelte jedoch mit der Einschränkung, dass damit keine starke axiale Belastung des linken Handgelenks (abstützen, anschie
ben) verbunden sei. Ebenso seien Arbeiten in unebenem Gelände und in kauern
der/kniender Position oder Arbeiten mit vermehrt gebückter oder k
rummer Hal
tung zu vermeiden. Ein zusätzliches 40
%
-Pensum in der Raumpflege erscheine aufgrund der noch ausgeprägten Rückenschmerzen zu hoch. Insgesamt sei der Beschwerdeführerin ein Pensum von total 80 bis 90
%
mit den genannten Ein
schränkungen zuzumuten (
Urk.
10/281 S. 11). Auf die Frage nach dem Zu
mut
barkeitsprof
il einer angepassten Tätigkeit
antworteten die Gutachter, dass diese keine axiale Belastung mit dem linken Arm, keine Arbeit in unebenem Gelände und
keine
Arbeit in vermehrt gebückter oder krummer Haltung beinhal
ten dürfe (
Urk.
10/281 S. 12).
4.
4.1
Das Gutachten der
Dres
.
Z._
und
A._
vom
9.
Oktober 2017
erfüllt die von der Rechtsprechung verlangten Anforderungen an eine beweis
kräftige Entschei
dungsgrundlage. Es beruht
auf a
llseitigen Untersuchungen, berücksichtigt
die gekl
agten Beschwerden
,
wurde
in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben und leuchtet
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinisc
hen Situation ein
(BGE 13
4 V 231 E. 5.1; E. 1.4
hier
vor). Insbesondere setzte
n
sich die Gutachter mit den nun dominierenden Nacken- und Rückenbeschwerden auseinander.
Der Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden, soweit sie geltend
macht
, das Gutachten sei unvollständig, weil diese Beschwerden nicht berücksichtigt worden seien (
Urk.
12 S.
4
).
4.2
Aus dem Gutachten ergibt sich, dass hinsichtlich der Handgelenksbeschwerden und de
r
Fussbeschwerden von einem stabilen Endzustand auszugehen ist. Hin
sichtlich der Schulterbeschwerden ist inzwischen der
status
quo sine eingetreten. Zu dieser Einschätzung gelangt auch die behandelnd
e Ärztin
Dr.
B._
(
Urk.
3/10 S. 2,
Urk.
3/11
S. 1
). Die Genese der Nacken- und Rückenbeschwerden vermochten die Gutachter nicht abschliessend zu beurteilen. Als
mögliche Erklä
rung gaben
sie
an, es handle sich um
eine Folgeerscheinung aufgrund der Fehl
haltung durch die
Frozen
Shoulder
und/
oder
um ein degeneratives Geschehen
(
Urk.
12/281 S. 10).
Angaben dazu,
was die wahrscheinlichere Ursache ist,
mach
ten sie nicht
.
Damit qualifizierten sie die Nacken- und Rückenbeschwerden als mittelbare
Unfallfolge, ohne jedoch ihren Anteil am Beschwerdebild zu quantifi
zieren.
Vor diesem Hintergrund kann der Suva nicht gefolgt werden, soweit sie aus dem Gutachten schliesst, die Nacken- und Rückenbeschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallfremd (
Urk.
2 S. 6,
Urk.
9 S. 6). Nachdem
sie für die Folgen des Unfalls vom 1
0.
Juni 2014 Versicherungsleistungen erbracht hat, einschliesslich für Kosten von Physiotherapien wegen der Rücken
be
schwerden (vgl.
Urk.
10/382), ist sie beweispflichtig für das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingte
n
Ursachen des Gesundheitsschadens
(E.
1.3
hiervor), welcher Beweis ihr nach dem Gesagten nicht gelingt.
4.3
Für die
beiden
angestammte
n
Tätigkeiten im Gartenbau und in der Raumpflege attestierten die Gutachter eine Arbeitsfähigkeit von 80 bis 90
%
, solange damit keine axiale Belastung des linken Handgelenks, keine Arbeiten in unebenem Ge
lände, in kauernder/kniender Position oder mit gebückter Haltung verbunden sind
(
Urk.
12/281 S. 11).
In Bezug auf das Zumutbarkeitsprofil einer angepassten Tätigkeit gaben die Gutachter die gleichen qualitativen Einschränkungen an, ohne jedoch eine Leistungseinschränkung in zeitlicher Hinsicht zu erwähnen (
Urk.
10/281 S. 12).
Der Suva ist beizupflichten, dass daraus zu schliessen ist, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit zeitlich uneingeschränkt leistungsfähig ist (
Urk.
9 S. 6). Davon ging
auch
die Invalidenversicherung bei der Abklärung
des Renten
an
s
pruchs im invalidenversicherungsrecht
lichen Ver
fahren aus (
Urk.
10/342
)
. Dabei stellte sie auf die Beurteilung ihres
RAD-Arzt
es
Dr.
med.
C._
, Facharzt
für Chirurgie,
vom
7.
Mai 2018
ab, der sich seinerseits
im Wesentlichen
auf das Gutachten der
Dres
.
Z._
und
A._
stützte (
Urk.
10/328 S. 27). Da bereits in den rückenbelastenden, schweren Tätig
keiten im Garten- und Raumpflegebereich eine Arbeitsfähigkeit von 80 bis 90
%
vorliegt, erscheint eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten, rückenschonenden Tätigkeit denn auch einleuchtend.
Soweit davon abweichend die behandelnde Ärztin
Dr.
B._
eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
postuliert, ist ihr nicht zu folgen
(
Urk.
3/10)
. Sie ist anders als die
Dres
.
Z._
,
A._
und
C._
keine orthopädische
respektive chirurgische Fachärztin. Ihre Ein
schätzung
ist bereits deshalb nicht geeignet,
deren Bemessung der Arbeitsfähig
keit
in Zweifel zu ziehen.
Abgesehen
davon
geht sie fälschlicherweise davon aus, dass die Beschwerdeführerin
bei Ausübung der
leidensangepassten Tätigkeiten monotone Arbeiten oder solche mit Zwa
ngshaltungen zu verrichten hat
und dass
im vorliegenden Kontext
auch
(unfallfremde)
psychische Komponenten zu be
rücksichtigen seien (
Urk.
3/10).
5.
5.1
Zu prüfen ist weiter, ob der
Fallabschlus
s per
3
1.
Mai 2018
zu Recht erfolgt ist.
5.2
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung standen im Zeitpunkt des Fallabschlusses nicht zur Diskussion. Die Rechtmässigkeit des Fallabschlusses beurteilt sich somit danach, ob von einer Fortsetzung der ärztlichen Be
handlung über den 3
1.
Mai 2018
hinaus noch eine namhafte Besserung des Gesundheits
z
ustandes erwartet werden konnte.
Zwar ist
eine weitere Verbesserung der Nacken- und Rückenbeschwerden
durch die Physiotherapie
zu e
rwarten (
Urk.
10/281 S. 10 f.), jedoch
kann
daraus
nicht auf eine namhafte Besserung im Sinne von
Art.
19
Abs.
1
UVG geschlossen werden, weil
in leidensangepasster Tätigkeit bereits von einer vollen Arbe
itsfähigkeit auszugehen ist. Da sich
somit
die
durch die Physiotherapie zu erwartende Verbesserung
nicht in einer höheren Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepasst
en Tätigkeit
niederschlägt,
ist der Fall
abschluss nicht zu
beanstanden
(Bundesgerichtsurteile 8C_142/2017
vom
7.
Sep
tember 2017 E. 5.2.1, 8C_639/2014 vom
2.
Dezember 2014 E. 4.2).
5.3
Nach Festsetzung der Rente werden dem Bezüger gemäss
Art.
21
Abs.
1
lit
. c UVG die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen (
Art.
10-13 UVG) gewährt, wenn er zur Erhaltung seiner verbleibenden Erwerbsfähigkeit dauernd der Behandlung u
nd Pflege bedarf. Im dazwischen
liegenden Bereich, nämlich wenn einerseits von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG mehr erwartet werden kann und anderseits die Voraussetzungen von
Art.
21
Abs.
1 UVG
(vgl. E. 1.5.3 hiervor)
nicht erfüllt sind, hat der Unfallversicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen; an seine Stelle tritt der obligatorische Krankenpflegeversicherer (BGE
140 V 130 E. 2.2,
134 V 109 E. 4.2 S. 115).
So verhält es sich auch hier.
5.4
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Fallabschluss per 3
1.
Mai 2018 rech
tens ist. Auszugehen ist von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer leidensange
passten Tätigkeit.
Von einem Gerichtsgutachten sind keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist
(
BGE 122 V 157 E.
1d
).
6.
6.1
Zu prüfen
bleibt
, wie sich die eingeschränkte Leistung
sfähigkeit der Beschwerde
führerin
erwerblich auswirkt.
6.2
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird
gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eint
ritt der (unfallbedingten) Inva
li
dität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung ge
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
6.3
Die Suva
übernahm
im Rahmen des per 2018 vorzunehmenden Einkommensver
gleichs
das von der Invalidenversicherung im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren ermittelte
Valideneinkommen
von
Fr.
56'292.-- (
Urk.
2 S. 6, 10/328/9-16,
10/342,
10/347
, vgl. auch
Urk.
10/293
).
Dieses blieb von der
Beschwerde
füh
rer
in
unbestritten (
Urk.
1 S. 7
). Für eine nähere Überprüfung von Amtes wegen besteht kein Anlass (BGE 125 V 413
E. 1b und E. 2c).
6.4
6.4.1
Übt eine versicherte Person nach Eintritt eines unfallbedingten Gesundheitsscha
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aus, so dass bei der Bestimmung des Invalideneinkommens nicht von dem mit der aktuellen erwerblichen Betätigung erzielten Verdienst ausgegangen werden kann, sind nach der Rechtsprechung bei der Invaliditätsbemessung entweder Tabellen
löhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die Zahlen der SUVA-internen DAP heran
zuziehen (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis).
6.4.2
Die Suva
hat sich für die zweite Variante entschieden
und ermittelte
ges
tützt auf den DAP-Lohnvergleich
ein Invalideneinkomme
n in der Höhe von
Fr.
59'
064.-- (
Urk.
2 S. 6,
Urk.
10/346
-347). Dagegen ist nichts einzuwenden. Die Verwendung der DAP-Löhne wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht beanstandet. Sie macht im Zusammenhangt mit dem Invalideneinkommen einzig geltend, dass ihre Restarbeitsfähigkeit 60
%
beziehungsweise 80 bis 90
%
betrage (
Urk.
1 S.
7
ff.). Davon kann aber, wie ausgeführt, nicht ausgegangen werden
. Massgebend ist vielmehr eine Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit von 100
%
(E. 4.3).
6.4.3
Da das anzurechnende Invalideneinkommen (
Fr.
59'064.--
) höher ausfällt als das
Valideneinkommen
(
Fr.
56'292.--
) entfällt ein Rentenanspruch. Nicht anders ver
hielte es sich, wenn für die Bemessung des Invalideneinkommens (gänzlich) auf die Tabellenlöhne abgestellt wurde. Diesfalls be
trüge das Invalideneinkommen
Fr.
54'930.--, was in Gegenüberstellung mit dem
Valideneink
ommen
ein
en
ren
tenausschliessende
n
Invaliditä
tsgrad von 2
%
ergäbe (
Urk.
10/342
, vgl. auch
Urk.
10/328/9-10
).
7.
7.1
Zu beurteilen ist schliesslich, ob ein Anspruch auf eine
I
ntegritätsentschädigung besteht.
7.2
Die Beschwerdeführerin fordert wegen der eingeschränkten Beweglichkeit des Sprunggelenks und der Schmerzen im Handgelenk bei axialer Belastung eine In
tegritätsentschädigung (
Urk.
1 S. 9 f.). In Bezug auf diese beiden gesundheitli
chen Einschränkungen verneinen nicht nur die beiden Gutachter
Dres
.
Z._
und
A._
einen Integritätsschaden
, sondern auch
Dr.
B._
(Urk.
3/10 S. 2 f.). Bereits ein Blick auf die einschlägigen Tabellen der Suva (
Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten
, Tabelle 1;
Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten
, Tabelle 2) zeigt, dass diese Einschränkungen bei
Weitem keinen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung auslösen können, wird hierfür
doch
etwa eine
Versteifung des
Hand- oder Sprunggelenks verlangt.
Dr.
B._
behauptet einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung wegen einer Diskushernie im Halswirbelsäulenbereich (
Urk.
3/10 S. 2).
Dabei verkennt sie, dass diese von den Gutachtern
Dres
.
Z._
und
A._
als degenerativ bedingt beurteilt werden (
Urk.
10/281 S. 1
1
i.V.m
.
Art.
10/282). Davon abgesehen
liegt gemäss radiologischen Abklärungen nicht eine Diskushernie, sondern eine
Diskusprotrusion
, also eine Vorstufe zur
Diskuhernie
, vor, was laut
der einschlä
gigen Tabelle (
Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen
, Tabelle 7) keinen massgebenden Integritätsschaden bedeutet.
7.3
Mithin besteht kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.