Decision ID: ddc96192-cc3b-581e-b765-e5448104f691
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich erstmals am 30. Mai 2012 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an. Im Anmeldeformular gab er an, eine Lehre als
kaufmännischer Angestellter (vgl. auch act. G 5.2/45-5) sowie eine Ausbildung als
Verkaufskoordinator bzw. Verkaufsleiter absolviert zu haben. Aktuell sei er in einem
Vollzeitpensum als Business Unit Manager bei der B._ AG tätig und verdiene
monatlich Fr. 14'400.-- (act. G 5.2/1). Gemäss dem IK-Ausweis hatte der Versicherte im
Jahr 2008 Fr. 215'332.--, im Jahr 2009 Fr. 223'677.--, im Jahr 2010 Fr. 225'577.-- und
im Jahr 2011 Fr. 236'500.-- verdient (act. G 5.2/10). Sein Arbeitgeber, die B._ AG,
gab am 20. Juni 2012 an, das Arbeitsverhältnis habe am 1. August 2001 begonnen. Der
Versicherte verdiene seit dem 1. Januar 2009 fix Fr. 13'600.-- monatlich und erhalte
eine Erfolgsbeteiligung von max. 12% des Jahreslohnes (act. G 5.2/13). Seit dem 12.
Dezember 2011 war der Versicherte durch Dr. med. C._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, zu 100%, ab dem 1. Februar 2012 zu 50% krankgeschrieben (vgl.
Fremdakten 1-4 f.). Dem Bericht des Care Managements der SWICA vom 2. März 2012
war zu entnehmen, dass der Versicherte am 12. Dezember 2011 in der Firma
zusammengebrochen sei, nachdem er sich von seiner Ehefrau und später dann von
einer nachfolgenden Partnerin getrennt hatte. Im Februar 2012 habe er wieder
begonnen, zu einem Pensum von 50% bei der B._ AG zu arbeiten. Allerdings führe er
nicht seine ursprüngliche Tätigkeit als Business Unit Manager Bau aus, sondern
erledige kleinere Arbeiten für den Vorgesetzten. In Gesprächen mit Dr. C._ habe der
Versicherte beschlossen, in die Klinik D._ einzutreten (Fremdakten 1-22 f.). In der
Klinik D._, Fachklinik für kardiale und psychosomatische Rehabilitation, war der
Versicherte vom 20. März bis 16. April 2012 in stationärer, psychosomatischer
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Rehabilitation (Fremdakten 1-6 f.). Vom 23. April bis 27. Juli 2012 wurde der
Versicherte in der Psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene E._ wegen einer
Anpassungsstörung, einer längeren depressiven Reaktion (ICD-10 F43.21) und einer
kombinierten Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen, histrionischen Zügen (ICD-10
F61.0) behandelt. Dr. F._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, hielt fest, dass der
Versicherte in der Lage sei, im beruflichen Bereich schwierige Entscheidungen zu
übernehmen, und dass er sich schäme, weil ihm dies im privaten Bereich nur
ansatzweise gelinge. Sein Arbeitgeber wolle ihn unbedingt wieder am bisherigen
Arbeitsplatz in entsprechender Führungsposition einsetzen (act. G 5.2/24). Dem
Eingliederungs-Verlaufsprotokoll des Versicherten war zu entnehmen, dass dieser im
Gespräch mit der Eingliederungsverantwortlichen vom 4. Juli 2012 angegeben hatte,
dass sein direkter Vorgesetzter ein Workaholic sei und immer sehr viel Druck gemacht
habe. Er habe in der Vergangenheit viel gearbeitet und dabei auch viel Verantwortung
getragen. So seien ihm 26 Mitarbeiter unterstellt gewesen; sechs davon habe er direkt
geführt. Sein Chef wolle, dass er einen Sprachaufenthalt in G._ sowie einen
Managerlehrgang absolviere. Er fühle sich jedoch nicht dazu in der Lage. Im
Verlaufsprotokoll notierte die Eingliederungsverantwortliche, dass der Versicherte seine
Arbeit am 13. August 2012 wieder aufgenommen habe und flexibel ca. 50% arbeite.
Dabei nehme er, ohne direkt eine Aufgabe oder gar eine Führungsaufgabe zu
übernehmen, an Sitzungen teil und gehe mit in den Aussendienst. Es sei geplant, dass
er ab Januar 2013 wieder seine Abteilung übernehme. Er absolviere einen Englisch-
Intensivkurs; ein Sprachaufenthalt von drei bis vier Wochen könne noch ein Thema
werden. Im November werde er eine sechsmonatige Ausbildung im
Managementbereich starten (8x3 Tage). Noch im August 2012 hatte die
Eingliederungsverantwortliche Befürchtungen geäussert, dass der Versicherte
möglicherweise wieder in eine Überforderung geraten könnte. Im Oktober und
November 2012 berichtete der Versicherte, er arbeite offiziell 50%, sei effektiv jedoch
8-8,5 Stunden am Tag tätig. Der Vorgesetzte des Versicherten gab an, dass das
Pensum des Versicherten ab Dezember 2012 wieder 80% betragen habe. Ab Januar
2013 habe er wieder seine alte Abteilung übernommen und zu 100% gearbeitet.
Allerdings arbeite er nun – anders als früher – nicht mehr operativ, sondern vielmehr
strategisch. Der Vorgesetzte des Versicherten informierte die
Eingliederungsverantwortliche unter vier Augen, dass der Versicherte leistungsmässig
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noch nicht wieder "der Alte" sei und dass deshalb noch aufgabenmässige
Anpassungen erfolgen müssten. Weil er die Gefahr, dass der Versicherte bei Stress in
alte Muster zurückfalle, als gross einschätze, wolle er dem Versicherten Zeit geben,
sich in der neuen Arbeitssituation zurechtzufinden (act. G 5.2/28, vgl. auch Fremdakten
2-2).
A.b Am 17. Mai 2013 setzte die B._ AG die IV-Stelle darüber in Kenntnis, dass der
Versicherte den Führungsanforderungen als Business Unit Manager zu wenig
gewachsen gewesen sei und sich teilweise den Vorgaben der Vorgesetzten widersetzt
habe. Die ihm daraufhin angebotene Stelle im Verkauf habe der Versicherte abgelehnt,
weshalb er die B._ AG verlassen werde (EL-act. 5.2/34). Ergänzend teilte der
Vorgesetzte des Versicherten der Eingliederungsverantwortlichen mit, der Versicherte
habe nicht die notwendige Management-Fähigkeit für die weitere Führung des stark
gewachsenen Geschäftsbereichs aufgewiesen. Es hätte die Gefahr einer erneuten
Überforderung bestanden. Man habe dem Versicherten eine ihm aus früheren Zeiten
bekannte Aufgabe angeboten. Der Versicherte habe sich darauf jedoch nicht einlassen
können, weil sein Stolz dies nicht zugelassen habe. Sein Status sei ihm sehr wichtig. In
der Vergangenheit habe er sich mit Fleiss hochgearbeitet. Seine Grenzen seien dabei
weder von ihm noch vom Arbeitgeber wahrgenommen worden. Auf Wunsch des
Versicherten sei die Kündigung arbeitgeberseitig per 31. August 2013 ausgesprochen
worden. Der Versicherte teilte telefonisch mit, er sei hinsichtlich seiner psychischen
Befindlichkeit "über den Berg", habe sich beim RAV gemeldet und derzeit zwei
Stellenangebote vorliegen. Die Eingliederungsverantwortliche gab zu bedenken, dass
sie den Eindruck habe, der Versicherte stelle sich seinen Problemen nicht, sondern
weiche ihnen aus. Seine Fähigkeit zur Eigenreflektion erscheine als eingeschränkt. Sie
habe den Eindruck, der Versicherte habe sich – auch wenn er es selbst nicht
zugegeben habe – von der B._ AG unter Druck gesetzt gefühlt, indem während der
Rekonvaleszenz ein Intensiv-Englischkurs sowie eine Management-Weiterbildung
gefordert worden seien (act. G 5.2/35).
A.c Mit einem Vorbescheid vom 4. Juli 2013 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit,
dass keine rentenbegründende Erwerbsunfähigkeit bestehe. Zwar sei er ab Dezember
2011 vorübergehend in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen, doch bestehe
seit Anfang 2013 wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Als Validen- und auch als
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Invalideneinkommen berücksichtigte sie einen Jahreslohn von jeweils Fr. 219'359.--,
sodass sich ein IV-Grad von 0% ergab (act. G 5.2/41). Per 1. September 2013 trat der
Versicherte eine Stelle als Leiter Marketing und Verkauf bei der H._ AG für einen
Jahreslohn von Fr. 120'000.-- (inkl. 13. Monatslohn zuzüglich einem flexiblem
Lohnanteil) an. Am 9. September 2013 kündigte ihm sein neuer Arbeitgeber jedoch
fristlos aufgrund von Vorkommnissen auf einer Messe und weil die Persönlichkeit und
Fähigkeiten des Versicherten für die Stelle als Marketingleiter nicht ausreichten (act. G
9.3/193, 198, 204 f.) Am 30. September 2013 verfügte die IV-Stelle gemäss ihrem
Vorbescheid (act. G 5.2/42). Die Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
A.d Aus den Akten der Arbeitslosenkasse ergibt sich, dass der Versicherte ab
September 2013 auf der Suche nach einer Tätigkeit als Abteilungschef bzw. in einer
Kaderfunktion war (act. G 9.3/215). Von November 2013 bis Juni 2014 arbeitete er bei
der I._ AG als Hilfsarbeiter im Stundenlohn, von September bis Dezember 2014 bei
der J._ AG für Fr. 1'500.-- im Monat und von Januar bis Mai 2015 bei der K._ AG
für maximal Fr. 1'000.-- monatlich (vgl. act. G 9.3/10, 54, 65, 92, 177, 186 f.). Ab Juni
2015 war er bei der K._ AG als Aussendienstmitarbeiter Bauprodukte für Fr. 4'500.--
im Monat angestellt (act. G 9.3/34). Daraufhin erhielt der Versicherte keine
Arbeitslosentaggelder mehr (act. G 9.3/11). Gemäss einem Arbeitsvertrag vom 16.
Dezember 2015 wechselte der Versicherte per 1. Januar 2016 zu der L._ AG und war
dort als Chief Financial Officer (CFO), Verantwortlicher für das Business Development
und Mitglied der Geschäftsleitung tätig. Das monatliche Nettogehalt betrug bei 13
Monatslöhnen Fr. 9'000.-- (act. G 9.2/220 f., 239 f.). Gemäss einem neuen
Arbeitsvertrag mit der L._ AG arbeitete der Versicherte ab dem 9. März 2016 als
Verkäufer. Während der ersten drei Monate war ein Fixlohn ohne Provision von Fr.
5'000.-- netto monatlich und ab dem vierten Monat ein Grundlohn von Fr. 1'100.--
monatlich zuzüglich einer Provision von 21% des monatlichen Bruttogewinns vor
Steuern sowie eines von der Höhe des monatlichen Bruttogewinns abhängigen Bonus
vorgesehen (act. G 9.2/230). Am 14. März 2016 attestierte Dr. med. M._,
Allgemeinmedizin FMH, dem Versicherten bis zum 20. März 2016 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit (act. G 9.2/217). Am 15. März 2016 sprach die L._ AG die
ordentliche Kündigung auf den 25. März 2016 aus (act. G 9.2/218). Gemäss einer
Lohnabrechnung vom 1. April 2016 hatte der Versicherte im März 2016 einen
Bruttolohn von Fr. 8'149.95 gehabt (act. G 9.2/238).
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A.e In einer erneuten Anmeldung bei der Arbeitslosenkasse vom 30. März 2016 gab
der Versicherte an, die Kündigung durch die L._ AG sei aufgrund einer falschen
Erwartungshaltung und Kommunikation seitens des Arbeitgebers erfolgt. Man habe ihn
mit dem Hintergedanken, ihn als Verkaufsberater zu gewinnen, zunächst als CFO
eingestellt (act. G 9.2/242, vgl. auch act. G 9.3/216 f.). Die L._ AG bestätigte auf
Nachfrage der Arbeitslosenkasse die vom Versicherten angegebenen
Kündigungsgründe (act. G 9.2/163). Ab April 2016 war der Versicherte auf der Suche
nach einer Arbeitsstelle als Geschäftsführer, Abteilungschef oder Verkaufsleiter (act. G
9.2/212 f.). Ab April 2016 war er bei der N._ AG als Hilfsarbeiter im Stundenlohn tätig
(act. G 9.2/161). Dr. med. O._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
Psychiatrisches Zentrum E._, erklärte den Versicherten ab dem 13. Juni 2016 als zu
100% arbeitsunfähig (act. G 9.2/142 f., 146). Ab dem 28. Juni 2016 befand sich der
Versicherte zur stationären Behandlung in der Psychiatrischen Klinik P._ und ab dem
2. November teilstationär in der Tagesklinik E._ (act. G 9.2/114, 117 f., 131). Gemäss
Dr. O._ bestand im Dezember 2016 weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G
9.2/108 f.). Mit einer Verfügung vom 7. Dezember 2016 stellte das RAV fest, dass der
Versicherte seit dem 13. Juni 2016 (vorübergehend) nicht vermittlungsfähig sei (act. G
9.2/102).
B.
B.a Der Versicherte meldete sich am 8. Dezember 2016 erneut für Leistungen der
Invalidenversicherung an. Er gab an, an einer psychischen Erkrankung bzw. einer
Depression zu leiden. Er erklärte, dass die gesundheitliche Beeinträchtigung seit März/
April 2016 bestehe und führte dazu die Klinikaufenthalte im Jahr 2012 auf (act. G
5.2/45).
B.b Am 6. Dezember 2016 hatte die AXA Winterthur der IV-Stelle Arztberichte, die
Krankmeldung sowie eine Taggeldübersicht/-abrechnung eingereicht (Fremdakten 3-1).
Demgemäss hatte med. pract. Q._, Oberarzt Psychiatrische Klinik P._, am 29.
August 2016 erklärt, der Versicherte sei am 28. Juni 2016 auf Zuweisung durch das
Ambulatorium E._ mit Verdacht auf eine narzisstische Persönlichkeitsstörung/-
akzentuierung vor dem Hintergrund einer schwierigen sozialen Situation mit hohen
Schulden und Arbeitsplatzverlust in die Psychiatrische Klinik P._ eingetreten. Er habe
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in der Vergangenheit immer wieder – beruflich wie privat – Kränkungserlebnisse wie
Scheidung, Konflikte mit Vorgesetzten und Degradierung durch Positionsverlust im
Beruf erlebt. Seine letzte Anstellung habe er verloren, obwohl ihm eine gute Position als
Finanzleiter der Firma angeboten worden sei, da er sich gegen die Verkaufsstrategie
des Vorgesetzten gewehrt habe (Fremdakten 3-3 f.). Gemäss einem Bericht von Dr.
O._ vom 22. September 2016 litt der Versicherte an einer rezidivierenden
depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome
(Fremdakten 3-6). Aus der Krankmeldung bei der AXA Winterthur ging u.a. hervor, dass
die Arbeitsunfähigkeit infolge einer psychischen Erkrankung (ohne Burnout) am 14.
März 2016 begonnen hatte und dass das Arbeitsverhältnis per 25. März 2016 beendet
worden war (Fremdakten 3-2). Der Berechnung des Krankentaggeldes wurde ein Lohn
von Fr. 60'000.-- zugrunde gelegt (Fremdakten 3-9). Dr. med. R._, Fachärztin für
Psychotherapie und Psychiatrie, vom RAD hielt am 9. Januar 2017 fest, die
Arbeitsfähigkeit des Versicherten habe sich seit der Referenzsituation, der Verfügung
vom 30. September 2016 (recte: 30. September 2013, act. G5.2/42) verändert. Die
medizinisch begründete Veränderung bestehe mindestens seit dem 10. Juni 2016.
Aktuell bestehe kein Eingliederungspotenzial (act. G 5.2/53). Am 2. Februar 2017 teilte
das RAV dem Versicherten mit, dass es ihn aufgrund seiner fehlenden
Vermittlungsfähigkeit per 31. Januar 2017 von der Arbeitsvermittlung abgemeldet habe
(act. G 9.2/100).
B.c Die L._ AG, bei der der Versicherte vom 1. Januar 2016 bis zum 25. März 2016
tätig gewesen war, gab im Fragebogen für Arbeitgeber am 12. Juni 2017 an, der
Versicherte habe vor und nach Eintritt des Gesundheitsschadens als CFO/Verkäufer
8,5 Stunden pro Woche gearbeitet. Seine Hauptaufgabe habe im Telefonieren
bestanden. Sein Jahreslohn habe – entsprechend seiner Arbeitsleistung – Fr.
108'000.-- betragen. Im Januar und Februar 2016 habe er Fr. 9'000.-- und im März Fr.
7'396.-- verdient. Ohne Gesundheitsschaden würde er heute in seiner ursprünglichen
Tätigkeit monatlich Fr. 5'000.-- verdienen (act. G 5.2/59). Med. pract. S._, Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt am 7. Juli 2017 fest, der Versicherte sei vom
20. Oktober 2016 bis 19. Mai 2017 in der Psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene
E._ behandelt worden. Trotz weiterhin bestehender Stimmungsschwankungen habe
sich die Handlungsfähigkeit des Versicherten verbessert. Die Blockaden, die
Ambivalenz bzgl. Entscheidungen und die Schwierigkeiten auf der Handlungsebene
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hätten im Wesentlichen überwunden werden können. Der Versicherte sei aktiv auf der
Suche nach einer Arbeit. Eine Nachbehandlung erfolge durch Dr. med. O._ (act. G
5.2/61). Am 16. Juni 2017 hatte der Versicherte Ausbildungsnachweise sowie
Arbeitszeugnisse einreichen lassen. Demnach hatte er sich u.a. von 1986 bis 1996 bei
der T._ als tüchtiger, zuverlässiger "kaufmännischer Allrounder mit
Führungsqualitäten" gezeigt. Die U._ AG, bei der er von Mai 1996 bis Juli 2001
gearbeitet hatte, bezeichnete ihn als aufgeschlossenen, pflichtbewussten und
teamfähigen Mitarbeiter, der sich gegenüber jedermann stets sehr korrekt und
angenehm verhalten habe und die B._ AG hob seine Führungsqualitäten und seine
Einsatzbereitschaft hervor (act. G 5.2/60). Dr. R._ vom RAD erklärte in einer
Stellungnahme vom 19. Juli 2017, dass anhand des positiven Verlaufs und der
deutlichen Stabilisierung davon ausgegangen werden könne, dass aktuell maximal eine
leicht- bis mittelgradige depressive Symptomatik vorliege, welche
versicherungsmedizinisch eine berufliche Eingliederungs- bzw. Arbeitsfähigkeit von ca.
50% beinhalte. Tätigkeiten, die eine hohe Kommunikations- und Sozialkompetenz
sowie eine hohe Frustrationstoleranz und emotionale Belastbarkeit erforderten und/
oder eine geringe Strukturierung des Arbeitsumfelds aufwiesen, seien nicht geeignet
(act. G 5.2/63).
B.d Im Strategie-Protokoll hielt ein Mitarbeiter der IV-Stelle am 19. September 2017
fest, der Versicherte habe ein grosses Taggeld auf einer Basis von Fr. 108'000.--
zugute (act. G 5.2/67). Im Assessmentgespräch vom 16. August 2017 berichtete der
Versicherte, er sei nach seiner Freistellung durch die Firma B._ AG bis Juni 2014
arbeitslos gewesen. Im Juli 2014 habe er bei der Firma K._ eine Anstellung als
Projektleiter erhalten und sei bis Dezember 2015 für den gesamten Geschäftsaufbau in
der Schweiz zuständig gewesen. Danach habe er per 1. Januar 2016 bei der Firma
L._ AG eine neue Stelle als Financer angetreten. Mit der Zeit habe sich allerdings
herausgestellt, dass die L._ AG gar keinen Financer gebraucht habe, sondern mit
seiner Hilfe an die Kundendaten der B._ AG habe kommen wollen. Ausserdem habe
seine neue Arbeitgeberin – entgegen der Absprache – vermehrt Aussendiensteinsätze
und Verkaufszahlen von ihm gefordert und es sei zu einem kriminellen Vorfall seitens
der Arbeitgeberin gekommen. All dies habe ihn sehr belastet, sodass er die Streichung
aus dem Handelsregister sowie eine Umplatzierung verlangt habe. Deshalb sei er per 9.
März 2017 vom CFO zum Verkäufer herabgesetzt worden. Der auf ihm lastende
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Verkaufsdruck sei dadurch immer mehr angestiegen, bis er völlig überlastet gewesen
sei. Sein Hausarzt habe ihn daraufhin für eine Woche krankgeschrieben, woraufhin die
L._ AG ihm gekündigt habe. Aktuell sei er zwar seit Juni 2016 zu 100%
arbeitsunfähig, doch gehe es ihm wieder deutlich besser. Ein Freund, der über seine
gesamte Situation im Bilde sei, habe ihm per 1. September 2017 eine Stelle angeboten.
Es gehe um die Mitwirkung in der Geschäftsleitung in einer neu zu gründenden Firma
(act. G 5.2/69).
B.e Am 14. November 2017 unterzeichnete der Versicherte den Eingliederungsplan
Frühinterventionsmassnahme Coaching mit dem Ziel der Wiedereingliederung in den
ersten Arbeitsmarkt (act. G 5.2/73). Am 23. November 2017 hielt ein Mitarbeiter der IV-
Stelle fest, der Versicherte benötige Unterstützung bei der Stellensuche, da er sich oft
selbst überschätze bzw. ein Bild von sich zeichne, das nicht mit dem, was er
tatsächlich könne, kompatibel sei (act. G 5.2/78). Aus dem Beratungsbericht vom 1.
Februar 2018 ging hervor, dass bei der Firma V._ (W._ AG) eine Einsatzmöglichkeit
als Verkäufer bestehe. Dabei halte die behandelnde Psychiaterin Dr. O._ eine
Unterstützung durch die IV im Sinne eines Taggeldes für sinnvoll, damit der Versicherte
nicht gezwungen sei, direkt wieder Vollzeit zu arbeiten (act. G 5.2/80). Gemäss dem
Eingliederungsplan für den Arbeitsversuch wurde als Ziel des Arbeitsversuchs die
stabile Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt/in eine neue Tätigkeit festgelegt.
Ausserdem sei es das Ziel, dass der Versicherte wieder ein 100% Pensum erreiche
(act. G 5.2/81). Mit einer Verfügung vom 29. März 2018 setzte die IV-Stelle den
Arbeitsversuch als Verkaufsberater im Innen- und Aussendienst bei der W._ AG vom
20. Februar 2018 bis 17. August 2018 an (act. G 5.2/82, 88).
B.f Gemäss einer Telefonnotiz der IV-Stelle vom 29. März 2018 hatte eine Mitarbeiterin
in Bezug auf die Diskrepanz zwischen den Lohnangaben im Arbeitgeberfragebogen
und der Berechnungsgrundlage der AXA Versicherung angegeben, der Versicherte
habe als Verkäufer gearbeitet und in den ersten drei Monaten Fr. 5'000.-- monatlich
verdient. Nach drei Monaten Probezeit wäre eine Provision hinzugekommen (act. G
5.2/85). Daraufhin ging die IV-Stelle davon aus, dass der Versicherte einen Anspruch
auf das grosse Taggeld mit einer Taggeldbasis Fr. 60'000.-- habe (act. G 5.2/86).
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B.g Am 29. März 2018 erfolgte die Zusprache eines Arbeitsversuchs bei der W._ AG
(act. G 5.2/88). Die Taggeldverfügung erging am 24. April 2018. Basierend auf einem
durchschnittlichen Jahreseinkommen von Fr. 60'000.-- ergab sich eine
Grundentschädigung von Fr. 132.-- bzw. durch die Erhöhung aufgrund der
Besitzstandsgarantie von Fr. 167.20 pro Tag (act. G 5.2/92).
B.h Der Versicherte wandte sich am 25. April 2018 an die Ausgleichskasse Zug und
zeigte sich über die Höhe des versicherten Nettoverdienstes erstaunt. Vom 1. Januar
bis 25. März 2016 habe er insgesamt Fr. 25'396.55 erhalten. Dazu reichte er die
Lohnabrechnungen der L._ AG von Januar bis März 2016 ein. Die Ausgleichskasse
Zug erklärte, dass das Valideneinkommen verwendet worden sei, das die IV-Stelle
gemeldet habe (act. G 5.2/93, 95 f.).
B.i Die berufliche Massnahme in Form eines Arbeitsversuchs bei der W._ AG wurde
mit einer Verfügung vom 1. Juni 2018 per 31. Mai 2018 abgebrochen, da der
Versicherte schlecht mit Freiheiten umgehen könne, Geschäftliches nicht von Privatem
trenne, unpünktlich sei, sich seinen Vorgesetzten widersetze und ausserdem der
Verdacht bestehe, dass eine Suchtproblematik vorliege (act. G 5.2/103, 106, 108).
C.
C.a Am 24. Mai 2018 liess der Versicherte (nachfolgend Beschwerdeführer) gegen die
Verfügung vom 24. April 2018 Beschwerde erheben. Darin liess er sinngemäss
beantragen, dass das IV-Taggeld auf das gesetzliche Maximum festzusetzen sei.
Eventualiter sei die Sache zur Durchführung weiterer Sachverhaltsabklärungen und zur
Neufestsetzung des Taggelds an die IV-Stelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin)
zurückzuweisen. Zur Begründung liess er ausführen, dass die aktuelle Krankheit bereits
in den Jahren 2011 und 2012 begonnen habe, so dass deshalb auf das Einkommen
abzustellen sei, das er bei der B._ AG erzielt habe. Es sei irrelevant, dass er
zwischenzeitlich seitens der Arbeitslosenkasse als vermittlungsfähig betrachtet worden
sei, und auch der Zeitraum, in dem er erwerbstätig gewesen sei, sei nicht zu
berücksichtigen. Sollte stattdessen tatsächlich vom letzten Lohn als Verkäufer bei der
L._ AG ausgegangen werden, so müsse die langfristige Einkommensentwicklung
inkl. Provision als Berechnungsgrundlage dienen. Es sei davon auszugehen, dass ein
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Verkäufer bei der L._ AG ohne Weiteres einen Bruttogewinn von Fr. 20'000.-- erzielen
könne. Andere Verkäufer der Firma würden in den ersten sechs Monaten je einen
Umsatz von Fr. 50'000.-- machen, was einen Monatslohn von Fr. 13'500.--, bestehend
aus einem Grundlohn von Fr. 1'100.--, einer Provision von Fr. 10'500.-- und einem
Bonus von Fr. 1'500.--, zur Folge hätte. Dieser Lohn wäre mit der Zeit noch weiter
angestiegen. Von einem regelmässigen Einkommen dürfte jedoch eigentlich gar nicht
ausgegangen werden, da beide Arbeitsverhältnisse bei der L._ AG zwar auf
unbefristete Zeit abgeschlossen gewesen seien, jedoch nur 69 bzw. 17 Tage gedauert
und ein stark schwankendes Einkommen zur Folge gehabt hätten. Zunächst habe er
nämlich Fr. 9'000.--, anschliessend Fr. 5'000.-- verdient und ab dem vierten Monat
seiner Anstellung hätte sein Gehalt zum grössten Teil aus Provisionen bestanden.
Deshalb müsste für die Ermittlung des massgebenden Einkommens auf das während
der letzten drei Monate ohne gesundheitliche Einschränkung erzielte
Erwerbseinkommen in Höhe von Fr. 30'946.- abgestellt werden (act. G 1). Dazu liess er
u.a. Lohnabrechnungen der K._ AG (act. G 1.1.10), den Arbeitsvertrag betreffend
seine Anstellung als CFO sowie Verantwortlicher für das Business Development im
Rang eines Direktors bei der L._ AG (act. G 1.1.11) und den Arbeitsvertrag betreffend
seine Anstellung als Verkäufer bei der L._ AG (act. G 1.1.13) einreichen. Letzterem
war zu entnehmen, dass er während der ersten drei Monate einen Fixlohn ohne
Provision in Höhe von Fr. 5'000.-- netto monatlich und ab dem vierten Monat einen
monatlichen Grundlohn von Fr. 1'100.-- erhalte. Zudem sollte ab dem vierten Monat
eine Provision von 21% des monatlichen Deckungsbetrags 1 (= Bruttogewinn vor
Steuern) auf alle Geschäfte, die mit Kunden des zugewiesenen Verkaufsgebietes oder
Kundenkreises abgeschlossen würden, entrichtet werden. Nebst dem Salär sei je nach
dem erreichten monatlichen Deckungsbetrag ein monatlicher Brutto-Bonus zwischen
Fr. 300.-- (Deckungsbetrag von Fr. 20'000.--) bis Fr. 16'000.-- (Deckungsbetrag von Fr.
200'000.--) geschuldet.
C.b Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 19.
September 2018 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die
der Beschwerde beigelegten Stellungnahme der Ausgleichskasse Zug und führte
ergänzend aus, dass der Versicherte gemäss der rechtskräftigen Verfügung vom 30.
September 2013 in seiner angestammten Tätigkeit voll arbeitsfähig gewesen sei,
weshalb der letzte Lohn bei der B._ AG aus dem Jahr 2012 nicht berücksichtigt
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werden könne. Die für die Taggeldberechnung massgebliche Arbeitsunfähigkeit sei am
14. März 2016 eingetreten. Weil der Lohn des Versicherten bei der L._ AG vom
Umsatz abhängig gewesen sei, zähle er als Versicherter mit Provisionseinkommen. Drei
Monate vor der gesundheitlichen Einschränkung (Mitte Dezember 2015 bis Mitte März
2016) habe er durchschnittlich Fr. 8'679.-- monatlich (Fr. 4'500.-- : 31 Tage x 17 Tage +
Fr. 9'673.40 + Fr. 9'673.40 + Fr. 9'349.95 : 31 Tage x 14 Tage) verdient. Verglichen mit
seinem Einkommen vom 9. März 2016 bis 14. März 2016 als Verkäufer von Fr. 5'000.--
monatlich und seinem Einkommen bei der K._ AG von Januar bis Dezember 2015 in
Höhe von insgesamt Fr. 35'800.-- (monatlich Fr. 2'983.--) handle es sich dabei jedoch
nicht um einen angemessenen Durchschnittslohn. Deshalb wäre der Durchschnittslohn
der letzten 12 Monate vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, also vom 15. März 2015 bis
14. März 2016 in Höhe von Fr. 4'801.50 zu berücksichtigen gewesen. Unter diesem
Gesichtspunkt sei das im Rahmen der Taggeldverfügung berücksichtigte monatliche
Einkommen von Fr. 5'000.-- grosszügig berechnet worden (act. G 5). In der erwähnten
Vernehmlassung der Ausgleichskasse Zug vom 11. September 2018 beantragte diese
ebenfalls die Abweisung der Beschwerde und erklärte, der Beschwerdeführer sei nicht
von Dezember 2011 bis heute durchgehend krankheitsbedingt arbeitsunfähig gewesen,
da zumindest von Januar 2013 bis Juni 2016 eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden
habe. So weise der IK-Auszug für das Jahr 2015 ein Einkommen von Fr. 35'800.--
sowie eine Arbeitslosenentschädigung von Fr. 37'935.-- auf. Dem IK-Auszug für das
Jahr 2016 sei das von Januar bis zum 9. März 2016 als CFO erzielte Einkommen bei
der L._ AG zu entnehmen. In der IV-Anmeldung habe der Versicherten
demgegenüber seinen ab dem 10. März 2016 geltenden Verkäuferlohn von Fr. 5'000.--
monatlich angegeben. Auf den Lohn als CFO könne nicht abgestellt werden, da es sich
dabei um einen Lohn gehandelt habe, der während zweier Monate in der Probezeit
bezahlt worden sei. Ausserdem habe der Versicherte seit Januar 2013 trotz seiner
wiedererlangten vollen Arbeitsfähigkeit nie mehr über einen längeren Zeitraum mehr als
Fr. 60'000.-- verdient. Der künftige Lohn des Beschwerdeführers als Verkäufer bei der
L._ AG könne ebenfalls nicht als Grundlage für die Taggeldberechnung dienen, da
dieser Lohn rein spekulativ sei. Ebenso wenig könne der Lohn der letzten drei Monate
herangezogen werden, weil der Arbeitsvertrag betreffend den CFO-Posten nicht einmal
drei Monate Bestand gehabt habe. Stattdessen müsste wohl eher auf das Einkommen
bei der K._ AG von monatlich Fr. 4'500.--, welches der Beschwerdeführer während
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immerhin 7 Monaten verdient habe, abgestellt werden, womit er jedoch schlechter
gestellt wäre (act. G 5.1).

Erwägungen
1.
1.1 Gemäss Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) haben die Parteien eines
Sozialversicherungsverfahrens Anspruch auf rechtliches Gehör. Vor dem Erlass von
Verfügungen, die mit einer Einsprache anfechtbar sind, müssen sie nicht angehört
werden. Verfügungen der IV-Stellen unterliegen nicht dem Einspracheverfahren,
sondern sind direkt vor dem Versicherungsgericht anfechtbar (Art. 69 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20] i.V.m. Art. 52 ATSG).
Die Parteien müssen daher vor dem Erlass einer IV-Verfügung angehört werden.
Gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG teilt die IV-Stelle der versicherten Person den
vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die
Herabsetzung einer bisher gewährten Leistung mittels Vorbescheid mit. Die
Vorbescheidspflicht gilt also ausnahmslos. Der Verordnungsgeber hat sie
ungeachtetdessen in Art. 73 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung
(IVV, SR 831.201) auf die Fragen, die in den Aufgabenbereich der IV-Stellen (Art. 57
Abs. 1 lit. c-f IVG) fallen, beschränkt. In diesen Aufgabenbereich fallen weder die
betragsmässige Festsetzung der Invalidenrenten noch die Festlegung von Taggeldern;
diese Aufgaben übernehmen die Ausgleichskassen. Das Bundesgericht hat Art. 73
Abs. 1 IVV trotzdem für gesetzmässig erklärt (BGE 134 V 97 E. 2). Der Anspruch auf
das rechtliche Gehör ist aber auch dann zu gewähren, wenn kein Vorbescheidverfahren
durchgeführt werden muss (BGE 134 V 97 E. 2.8.2; siehe auch Entscheid des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. September 2014, IV 2013/271
E. 1.1 f.). Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer vor dem Erlass der
angefochtenen Taggeldverfügungen keine Möglichkeit gegeben, sich zum Inhalt der
Verfügungen, namentlich zur Höhe des Taggeldes, zu äussern. Dadurch hat sie das
rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt.
bis
bis
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1.2 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des Anspruchs
auf das rechtliche Gehör führt grundsätzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der
Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung (vgl.
BGE 124 V 389 E. 1; vgl. BGE 126 V 130 E. 2b). Gemäss der Rechtsprechung des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen ist das Ignorieren ("Heilen") dieses
Verfahrensmangels allerdings möglich, wenn die beschwerdeführende versicherte
Person nicht ausdrücklich erklärt, sie verlange nur die rein verfahrensrechtliche
Beurteilung und damit die Aufhebung der Verfügung und die Rückweisung zum Erlass
einer neuen Verfügung (vgl. Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen vom 12. Dezember 2007, IV 2007/94 und IV 2007/217 E. 2.1 sowie Entscheid
vom 13. Juli 2017, IV 2014/196 E. 1). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat
am 24. Mai 2018 ausschliesslich die materielle Behandlung der Angelegenheit
beantragt. Im vorliegenden Fall ist daher nicht davon auszugehen, dass es im Interesse
des Beschwerdeführers liegen würde, zunächst die Gewährung des rechtlichen Gehörs
nachzuholen und damit die materielle Behandlung der Angelegenheit aufzuschieben,
weshalb die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör nach dem Willen des
Beschwerdeführers bei der Beurteilung der Rechtmässigkeit der angefochtenen
Verfügung ignoriert werden muss. Die angefochtene Verfügung ist somit rein
materiellrechtlich zu beurteilen.
2.
2.1 Mit der angefochtenen Verfügung vom 24. April 2018 hat die Beschwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer für die Dauer der beruflichen Abklärungen vom 20. Februar
2018 bis 17. August 2018 ein Taggeld (Grundentschädigung) von Fr. 132.-- pro Tag
zugesprochen. Strittig und zu prüfen ist die Höhe des Taggeldanspruchs.
2.2 Eine versicherte Person hat gemäss dem Art. 22 Abs. 1 IVG während der
Durchführung einer Eingliederungsmassnahme im Sinne des Art. 8 Abs. 3 IVG einen
Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie an wenigstens drei aufeinanderfolgenden Tagen
wegen dieser Massnahme verhindert ist, einer Arbeit nachzugehen, oder wenn sie in
ihrer gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50% arbeitsunfähig ist. Die
Grundentschädigung des Taggeldes beträgt 80% des letzten ohne eine
gesundheitliche Einschränkung erzielten Erwerbseinkommens (Art. 23 Abs. 1 IVG). Bei
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der vom 20. Februar bis 17. August 2018 geplanten Massnahme hat es sich um eine
berufliche Eingliederungsmassnahme gehandelt, die aufgrund ihrer Dauer gemäss Art.
17 IVV zu einem Taggeldanspruch geführt hat. Die Beschwerdegegnerin hat demnach
den grundsätzlichen Anspruch des Beschwerdeführers auf Taggelder für die Zeit der
Durchführung der beruflichen Massnahme zu Recht bejaht (vgl. act. G 5.2/92). Das
Bestehen des Taggeldanspruches an sich ist denn auch nicht umstritten. Vielmehr hat
der Beschwerdeführer die Höhe des Taggeldes beanstandet und primär geltend
gemacht, es sei auf sein letztes Einkommen als Business Unit Manager bei der B._
AG im Jahr 2011 abzustellen, da er zu diesem Zeitpunkt zuletzt ohne gesundheitliche
Einschränkung gearbeitet habe (act. G 1). Die Beschwerdegegnerin ist demgegenüber
der Ansicht gewesen, dass der Beschwerdeführer von Januar 2013 bis Juni 2016 voll
arbeitsfähig gewesen sei und hat diesbezüglich auf die rechtskräftige IV-
Rentenverfügung vom 30. September 2013 verwiesen. Der für die Taggeldberechnung
massgebende Eintritt der Arbeitsunfähigkeit sei deshalb der 14. März 2016 (act. G 5).
Bevor die Höhe eines Taggeldes bestimmt werden kann, ist darauf hinzuweisen, dass
einem IV-Taggeld genau wie beispielsweise einer IV-Rente ein spezifisches
Versicherungsverhältnis zugrunde liegt, welchem eine eigene Definition des
versicherten Gutes innewohnt. Im Falle des IV-Taggeldes ist das versicherte Gut
gemäss Art. 23 Abs. 1 IVG nicht wie etwa bei der Invalidenrente (Art. 28 IVG) die
Erwerbsfähigkeit der versicherten Person, sondern das Erwerbseinkommen, welches
die versicherte Person ohne die gesundheitliche Einschränkung (bzw. ohne die
Verhinderung durch die berufliche Eingliederungsmassnahme) erzielen könnte. Der
versicherungsspezifische Schaden ist dabei der aus der beruflichen Abklärung selbst
oder der aus der Arbeitsunfähigkeit während der Abklärung resultierende
Einkommensverlust in Bezug auf die letzte ohne gesundheitliche Einschränkung
ausgeübte Tätigkeit, also die angestammte Tätigkeit der versicherten Person. Erst
wenn dieser Schaden eintritt, ist die vorgesehene Versicherungsleistung - nämlich das
IV-Taggeld - geschuldet.
2.3 In einem ersten Schritt ist zu prüfen, welche vom Beschwerdeführer ausgeübte
Tätigkeit als angestammte Tätigkeit zu betrachten ist, anhand derer seine
Arbeitsfähigkeit zu beurteilen ist. Erst anschliessend kann nämlich bestimmt werden,
wann der Beschwerdeführer zuletzt ohne gesundheitliche Einschränkungen (also mit
voller Arbeitsfähigkeit) erwerbstätig gewesen ist und welches der verschiedenen
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bekannten Erwerbseinkommen als versichertes Gut gemäss Art. 23 Abs. 1 IVG zu
qualifizieren ist.
2.3.1 Mit Blick auf den IK-Auszug wird deutlich, dass der Beschwerdeführer seit dem
Jahr 1985 durchgehend erwerbstätig gewesen ist. Ab 2008 hat er jährlich über Fr.
200'000.-- verdient und somit ein überdurchschnittlich hohes Erwerbseinkommen
erzielt (act. G 5.2/10). Weiter ergibt sich aus den Akten, dass der Beschwerdeführer
bereits in den 90er Jahren Führungsaufgaben übernommen hatte (vgl. act. G 5.2/60-5).
Ab August 2001 hat er bei der B._ AG als Business Unit Manager Bau eine Tätigkeit
ausgeführt, die sehr hohe Anforderungen an ihn gestellt hat. Gemäss den Aussagen
des Beschwerdeführers hat seine Arbeit "unter der Woche (...) an erster Stelle"
gestanden. Er habe sie als "Herausforderung/Challenge" betrachtet (act. G 5.2/28-2).
Den vorliegenden Arbeitszeugnissen ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer von
seinen Arbeitgebern stets als sehr engagiert, selbstständig, pflichtbewusst und
zuverlässig wahrgenommen worden ist (vgl. act. G 5.2/60). Insbesondere hat der
Beschwerdeführer in der Vergangenheit auch die hohen Anforderungen für eine Stelle
als Marketingleiter bei der B._ AG erfüllt, was durch die Bemühungen der B._ AG in
Bezug auf die Wiedereingliederung des Beschwerdeführers am ursprünglichen
Arbeitsplatz bestätigt wird. Es ist nämlich nicht davon auszugehen, dass die B._ AG
als offensichtlich rein wirtschaftlich denkende Arbeitgeberin diesen finanziellen sowie
personellen Aufwand betrieben hätte, wenn sie nicht der Überzeugung gewesen wäre,
dadurch einen wertvollen Mitarbeiter behalten zu können. In der Vergangenheit hat der
Beschwerdeführer trotz der vorhandenen kombinierten Persönlichkeitsstörung mit
narzisstischen und histrionischen Zügen also sowohl die erforderliche Persönlichkeit
als auch die notwendigen Fähigkeiten für eine anspruchsvolle Führungstätigkeit
gehabt. Aufgrund des Gesagten ist also mit dem erforderlichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es sich bei der Tätigkeit
als Business Unit Manager Bau bei der B._ AG um die "angestammte Tätigkeit" und
damit die Referenztätigkeit des Beschwerdeführers zur Bestimmung dessen
Arbeitsfähigkeit handelt.
2.3.2 Somit stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer nach seinem
Zusammenbruch im Dezember 2011 in seiner angestammten Tätigkeit als
Führungskraft wieder voll arbeitsfähig gewesen ist. Nach den durch die B._ AG
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durchgeführten Wiedereingliederungsversuchen ist die B._ AG im Mai 2013 zu dem
Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführer nicht (wohl eher: nicht mehr) die
notwendigen Management-Fähigkeiten für die Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit als
Business Unit Manager Bau aufweise und dass in dieser Tätigkeit die Gefahr einer
erneuten Überforderung bestehe (act. G 5.2/35). Eine per 1. September 2013
angetretene Anstellung als Leiter Marketing und Verkauf bei der H._ AG ist
arbeitgeberseitig bereits am 8. September 2013 gekündigt worden (vgl. act. G 9.3/193,
197 f., 204 f.). Die von Oktober 2013 bis Mai 2015 andauernde Suche des
Beschwerdeführers nach einer Tätigkeit mit einer Kaderfunktion (vgl. act. G 9.3/215) ist
erfolglos geblieben. In diesem Zeitraum ist der Beschwerdeführer nämlich
ausschliesslich als Hilfsarbeiter für monatlich maximal Fr. 1'500.-- und somit weit
ausserhalb seines ursprünglichen Stellenprofils tätig gewesen (vgl. act. G 9.3/54, 92,
97, 177, 186 f.). Auch die Stelle bei der K._ AG ab Juni 2015 als
Aussendienstmitarbeiter für Bauprodukte mit einem Jahreslohn von Fr. 54'000.-- ist
weder bezogen auf den Lohn noch bezogen auf die Anforderungen mit der
angestammten Tätigkeit des Beschwerdeführers als Marketingleiter vergleichbar
gewesen (act. G 9.3/34). Im Januar 2016 hat der Beschwerdeführer jedoch eine Stelle
als CFO bei der L._ AG antreten können, die ähnliche Anforderungen mit sich
gebracht hat wie die zuletzt bei der B._ AG ausgeübte Tätigkeit als Business Unit
Manager Bau. Allerdings hat auch bei der L._ AG nach kurzer Zeit eine
Umplatzierung stattgefunden (vgl. act. G 9.2/230 f.). Als Verkaufsleiter hat der
Beschwerdeführer unter dem grossen Verkaufsdruck gelitten und sich schliesslich von
seinem Hausarzt krankschreiben lassen (act. G 9.2/67). Gesamthaft kann somit nicht
von einer gänzlich wiedererlangten Arbeitsfähigkeit die Rede sein. So ist beispielsweise
ein erfolgreicher Balletttänzer, der regelmässig Soloparts übernommen hat, nach einem
Beinbruch auch nicht wieder zu 100% in seiner angestammten Tätigkeit als
arbeitsfähig zu betrachten, wenn er wegen der Spätfolgen des Beinbruchs seine
Tanzkarriere beenden muss und stattdessen nur noch Ballettunterricht geben oder gar
nur noch den Bühnenboden putzen kann. Wird dem ehemaligen Star-Balletttänzer
irgendwann trotzdem nochmals die Möglichkeit geboten, als Solist aufzutreten und
muss er die Vorstellung aufgrund der Spätfolgen des Beinbruchs vorzeitig abbrechen,
so ist er ganz offensichtlich nach wie vor nicht dazu in der Lage, seine ehemalige
Tätigkeit wieder wie früher auszuüben. Ebenso wenig ist der Beschwerdeführer, der vor
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seinem Zusammenbruch im Jahr 2011 jahrelang bei der B._ AG im operativen
Geschäft tätig gewesen ist, wieder voll arbeitsfähig gewesen, als er mit einem 100%
Pensum bei der B._ AG nur noch strategisch hat tätig sein dürfen, als ihm
anschliessend durch die B._ AG und die H._ AG gar die für die jahrelang
ausgeübte Führungsfunktion erforderlichen Fähigkeiten abgesprochen worden sind, als
er nur noch Hilfsarbeiten ausgeführt hat und als er bei der L._ AG bei seiner
Rückkehr in eine anspruchsvolle Tätigkeit gescheitert ist. Der Beschwerdeführer hat
kurz nach seinem Austritt aus der psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene E._ im
Jahr 2012 neben seiner 50%igen Erwerbstätigkeit trotz einer nur 50%igen
Arbeitsfähigkeit und obwohl er noch kurz zuvor angegeben hatte, sich dazu nicht
imstande zu sehen, ab August 2013 einen Intensiv-Englischkurs sowie im November
2013 eine Managementausbildung absolviert und ist somit recht bald weit intensiver
gefordert gewesen, als dies seitens der Eingliederungsverantwortlichen und der Ärztin
des Psychiatrischen Zentrums E._ vorgesehen gewesen ist (vgl. act. G 5.2/28-6 f.).
Ausserdem hat sich gemäss dem Bericht von S._ zu Beginn der Behandlung des
Beschwerdeführers in der Psychiatrischen Tagesklinik E._ im Oktober 2016 gezeigt,
dass der Beschwerdeführer beruflich wie privat immer wieder Kränkungserlebnisse
gehabt hat. Er hat die alltäglichen Anforderungen nicht erfüllen können und er ist
seinen administrativen persönlichen Angelegenheiten nicht gewachsen gewesen (act.
G 5.2/61-3). Aufgrund der medizinischen Einschätzung und des gesamten
Sachverhaltsverlaufs erscheint es als überwiegend wahrscheinlich, dass der
Beschwerdeführer sich von den ihn sehr stark belastenden, durch den
Zusammenbruch seines persönlichen Lebensbereichs erfahrenen Verlusten nicht
genügend hat erholen können, so dass er ab seinem Zusammenbruch Ende 2011 bis
Anfang 2016 in Bezug auf seine angestammte Tätigkeit stets (teil-)arbeitsunfähig
gewesen ist. Die Rentenverfügung vom 30. September 2013 kann somit nicht korrekt
gewesen sein; sie darf deshalb für die Beantwortung der Frage, wann der
Beschwerdeführer zuletzt ohne gesundheitliche Einschränkungen tätig gewesen ist,
nicht herangezogen werden.
2.3.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer – unabhängig
von dem der Verfügung vom 30. September 2013 zugrunde gelegten IV-Grad – zuletzt
im Jahr 2011 eine Erwerbstätigkeit ohne gesundheitliche Einschränkungen ausgeübt
hat. Deshalb ist gemäss Art. 21 Abs. 3 IVV auf das Erwerbseinkommen abzustellen,
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welches er im massgebenden Zeitraum bis zum Abbruch der beruflichen Massnahme
in einer Tätigkeit wie jener als Business Unit Manager Bau bei der B._ AG erzielt
hätte. Als Grundlage für die Bemessung des Taggeldanspruchs des
Beschwerdeführers muss also sein Lohn als Business Unit Manager in Höhe von
jährlich Fr. 236'500.-- herangezogen werden. Weil dieser Lohn den seit dem 1. Januar
2016 geltenden Höchstbetrag des versicherten Verdienstes von Fr. 148'200.--
übersteigt und somit maximal ein Taggeld von Fr. 407.-- ausgerichtet werden kann, ist
auf eine Anpassung an die Nominallohnentwicklung bis 2018 zu verzichten. Die
Verfügung vom 24. April 2018 ist somit aufzuheben und dem Beschwerdeführer ist
gestützt auf Art. 23 Abs. 1 IVG für die Zeit vom 20. Februar 2018 bis 31. Mai 2018 ein
Taggeld von Fr. 407.-- pro Tag zuzusprechen.
3.
3.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer
zurückzuerstatten.
3.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei einen
Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das
Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'500.--
bis Fr. 15'000.--. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat keine Kostennote
eingereicht. Der Vertretungsaufwand ist angesichts des einfachen Schriftenwechsels,
des schlanken IV-Aktendossiers (eine Einsicht in die Akten der Arbeitslosenkasse ist
nicht erfolgt) sowie der Tatsache, dass sich das Verfahren auf eine einzige Rechtsfrage
beschränkt hat, als unterdurchschnittlich zu qualifizieren. Unter diesen Umständen hat
die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer praxisgemäss mit Fr. 2'500.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
3.3 Da die Gerichtsschreiberin verhindert ist, ist dieses Urteil von einer mitwirkenden
Versicherungsrichterin mitunterzeichnet (Art. 39 Abs. 2 VRP, sGS 951.1)
bis
ter
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