Decision ID: ea698d21-47aa-48ac-a46f-076f4e61bba0
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1962, arbeitete
ab
April 1999 bei
Y._
als angestellter Hilfsgipser (
Urk.
10
/5/1). Am 2
4.
August 1999 löste sich eine über 60 kg schwere Feuerschutzplatte von der Decke und fiel dem Versicherten auf den Kopf (
Urk.
10
/12/1
38). Im Kantonsspital Z._
, wohin der Versicherte nach dem Unfall gebracht worden war, diagnostizierten die Ärzte eine Commotio cerebri, eine
Distorsion der Halswirbelsäule (HWS)
und eine Rissquetschwu
nde am Hinterkopf (
Urk.
10
/12/133).
Am
4.
September 2000 meldete sich der Versi
cherte unter Hinweis auf ein HWS-Distorsionstrauma bei der Invalidenversiche
rung an (
Urk.
10
/2).
Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinischen und erwerblichen Verhältnisse ab und zog die Akten der U
nfallversicherung
bei
(
Urk.
10
/12
und
Urk.
10
/15).
Ausgehend
von einem Status nach axialem HWS-Trauma und einer Commotio cerebri am 24. August 1999 sowie einer Depression mit
Somatisierungstendenz
(Urk. 10/14)
sprach
sie dem Versicherten
ab
dem
1.
August 2000 eine ganze Rente
bei einem Invaliditätsgrad von
100
%
zu (Verfügung vom
7.
August 2001, Urk.
10
/20).
Mit Verfügung vom 2
6.
März 2002 sprach auch
der Unfallversicherer
dem Versicherten ab 1. April 2002
eine Inva
lidenrente als Komplementärrente auf der Basis eines Invaliditäts
grades von 100 % zu
(
Urk.
10
/23).
Nach Durchführung
eines am 2
4.
März 2003 eingeleiteten Revisionsverfahrens (
Urk.
10
/26 ff.) wurde die Rente der Invalidenversicherung mit Verfügung vom
2.
September 2003 (
Urk.
10
/36) bestätigt und am
1.
April 2008 wurde auch die
Komplementärrente
der Unfallversicherung bestätigt (
Urk.
10
/37).
1.
2
A
m 1
9.
August 2008
leitete die IV-Stelle
erneut ein Revisionsverfahren
ein (Urk. 10/39 ff.
)
,
klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse des Ver
sichert
en ab und liess ihn durch das A._
polydisziplinär
(orthopädisch, neurologisch, psychiatrisch und kardiologisch)
begutachten (Gutachten vom
5.
Januar 2010,
Urk.
10
/58).
Gestützt auf das Gut
achten ging die IV-Stelle von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes in psychischer Hinsicht aus und verfügte am
1
0.
Juni 2010
die Einstellung der Rente
bei einem
neu berechneten Invaliditätsgrad von 29
% (Urk.
10/74
/2
).
Die dagegen am 14. Juli 2010 erhobene Beschwerde wiesen sowohl das Sozialversicherungs
gericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 22. März 2012 (Verfahren IV.2010.00681, Urk. 10/103) als auch das Bundesgericht mit Urteil 8C_399/2012 vom 31. August 2012 (Urk. 10/107) ab.
Der Unfallversicherer
hatte die von ih
m
ausgerichtete Invalidenrente mit Verfügung vom 23. Juli 2010 per 1. August 2010 auf 38 % reduziert (Urk. 10/83/1)
, was vom
Bundesgericht mit Urteil 8C_395/2012 vom 3
1.
August 2012
ebenfalls
bestätigt wurde.
1.
3
Am 24. Oktober 2012 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenversi
cherung zum Leistungsbezug an und
machte geltend
, sein psychischer Gesund
heitszustand habe sich drastisch verschlechtert
(Urk. 10/110).
Im Rahmen ihrer Abklärungen liess die IV-Stelle den Versicherten durch Dr.
med. B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten (Gutachten vom 2. April 2013, Urk. 10/123). Mit Verfügung vom 29. Mai 2013 wies die IV-Stelle
das Leistungsbegehren des Versicherten ab, da
aus
medizinisch
er Sicht
ein
unveränderter Zustand vorliege (Urk. 10/129/2).
1.
4
Am
6.
November 2015 meldete sich der Versicherte wiederum bei der Invaliden
versicherung an (Urk. 10/137). Seiner Neuanmeldung legte er einen
Kurzaustritts
bericht
des
Kantonsspitals Z._
,
Departement Medizin
, vom
16
. Oktober 2015
bei, aus welchem unter anderem die Diagnose einer
k
oronaren
Zweigefässerkrankung
bei einem am 16. Oktober 2015 erlittenen
Nicht-ST-Hebungsinfarkt
(NSTEMI) hervorging (Urk. 10/136/1). Nachdem die IV-Stelle eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
vom 18. November 2015
eingeholt
hatte (Urk. 10/140/2), verneinte sie mit Verfügung vom
15. Januar 2016
abermals einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversiche
rung. Dabei wies
sie
darauf hin, dass die koronare Herzkrankheit bekannt
und bei den bisherigen Beurteilungen berücksichtigt worden
sei. Es liege kein neuer medizinischer Sachverhalt vor und somit sei auch keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes gegeben (Urk. 10/143/1).
1.
5
Der Versicherte meldete sich
schliesslich
am 8. Januar
2019
erneut bei der Inva
lidenversicherung an (Urk. 10/146). Die IV-Stelle zog insbesondere Berichte
der Hausärztin, Dr. med. C._
, Fachärztin für Allgemeinmedizin, sowie
die Dokumentation
en
der
kardiologischen und angiologischen
Abklärungen und
Behandlungen im Z._
bei (
vgl. beispielsweise
Urk. 10/153
/11 ff., Urk. 10/156, Urk. 10/163). Nach einer abschliessenden Stellungnahme des RAD vom 11./22. April 2020 (Urk. 10/183/9 f.)
kündigte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 5. Mai 2020 die Abweisung des Leistungsbegehrens an (Urk. 10/184). Dagegen erhob
dieser
am 8. Mai 2020, ergänzt am 26. Mai 2020, Einwand (Urk. 10/185, Urk. 10/190). Am 16. Juni 2020 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne und verneinte einen Rentenanspruch bei einem Invalidi
tätsgrad von 20 % (Urk. 10/193 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 4. August 2020 Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung vom 16. Juni 2020 aufzuheben und die Sache zur erneuten Sachverhaltsabklärung und zum Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, es sei sein Gesuch vom 10. Januar 2019 gutzuheissen und es sei ihm rückwirkend eine Rente auszurichten (Urk. 1 S. 2).
Seiner Beschwerde legte er einen Kurzaustritts
bericht des Z._
, Departement Medizin, vom 15. Juni 2020 über seine Hospitali
sation vom 1
3.
bis 15. Juni 2020 bei (Urk. 3). Mit Verfügung vom 10. August 2020 wurde der Beschwerdeführer zur Leistung einer
Kaution in der Höhe von Fr. 1’
000.-- verpflichtet (Urk. 5). Diese ging am 17. August 2020 beim Gericht ein (Urk. 7). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2020 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Dies wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1. Oktober 2020 zur Kenntnis gebracht (Urk. 11). Am 26. Oktober 2020 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Kurzaustrittsbericht des
Z._
, Departement Medizin, vom 16. Oktober 2020, über
seine Hospitalisation ab dem 15. Oktober 2020 sowie den dazugehörigen Bericht über eine anlässlich d
i
e
se
r Hospitalisation durchgeführte Koronarangiographie
zu den Akten (Urk. 13, Urk. 14/
1-2). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 18. November 2020 auf
eine
Stellungnahme dazu (Urk. 19). Dies wurde dem Beschwerdeführer am 25. November 2020
mitgeteilt
(Urk. 20).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung
über die Invalidenversicherung,
IVV
), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
1.3
Anlass zur Rentenrevision
im Sinne von Art. 17 ATSG
gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszu
standes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesund
heitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachver
halts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hin
weisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruh
t
(Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 3.1.2).
1.5
Die
RAD stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraus
setzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invali
denversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufga
benbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzel
fall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversiche
rung, IVG
). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraus
setzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2;
Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht
gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwal
tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entschei
den haben
-
den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schluss
folgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts
8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxis
gemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versi
cherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, es könne weiterhin von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus
gegangen werden
. Es
sei
eine vorübergehende Verschlechterung des Gesundheits
zustandes
eingetreten
, welche aber keine längerdauernde Relevanz für die Arbeitsfähigkeit habe (Urk. 2 S. 1). Der durchgeführte Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 20 %, weshalb das
Renteng
esuch abzuweisen sei (Urk. 2 S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, die
Beschwerdegegnerin habe
ihre
Begründungspflicht verletzt (Urk. 1 S. 9). Sodann finde die
Stellungnahme des RAD in den Akten keine Stütze (Urk. 1 S. 7 f.). Aus den Verfahrensakten gehe nichts hervor, was der Einschätzung seiner Hausärztin entgegenstehe. Eine lediglich vorübergehende Verschlechterung seines Gesund
heitszustandes stehe damit ausser Frage (Urk. 1 S. 8). Er sei seit dem 23. Oktober 2018 zu mindestens 50 % und
seit
dem 25. Februar 2020 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 1 S. 9). Der Sachverhalt sei
nicht rechtsgenügend erstellt und eine Ent
scheidfindung sei nicht möglich. Daher sei die Sache zur erneuten Sachverhalts
prüfung und Neuentscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventualiter sei ihm rückwirkend eine Rente auszurichten (Urk. 1 S. 10).
2.3
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 8. Januar 2019 (Urk. 10/146) eingetreten. Demnach gilt es zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der letzten rechtskräftigen Ver
fügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechts
konformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht, verändert hat (vgl. E. 1.4 hiervor).
Vorliegend bildet die Verfügung vom
1
0.
Juni 2010, mit welcher die Beschwerdegegnerin die ganze Rente aufgehoben hatte, die massgebende Vergleichsbasis (Urk. 10/74/2).
Denn diese
r
Verfügung
lag
eine
umfassende Abklärung sämtlicher gesundheitli
che
r
Einschränkungen des Beschwerdeführers zugrunde. Demgegenüber basierten die Verfügungen vom 29. Mai 2013 (Urk. 10/129) und vom
15. Januar 2016
(Urk. 10/143) lediglich auf punktuellen Abklärungen der psychischen und kardi
ologischen Beschwerdebilder
(vgl. Urk. 10/123, Urk. 10/125/4, Urk. 10/140/2
)
, weshalb sie nicht als Vergleichsbasis herangezogen werden können.
3
.
3
.1
Hinsichtlich der Aktenlage, die der
rentenaufhebenden
Verfügung vom
10. Juni 2010
(Urk.
10/74
)
zugrunde lag, kann auf
das
Urteil des hiesigen Gerichts vom 22. März 2012 verwiesen werden
(Urk. 10/103)
. Darin wurde dem A._
-Gutachten vom 18. Januar 2010 voller Beweiswert beigemessen.
3
.2
Das
pol
ydisziplinären Gutachten des A._
vom 18. Januar 2010
erging in den Fachdisziplinen Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie und Kardiologie. Es
wurden die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähi
gkeit gestellt (Urk. 10/58/27):
-
Chronisches
zervikozephales
Schmerzsyndrom mit Begleitsymptomatik von Schwindelbeschwerden und beidseitigem Tinnitu
s
-
Status nach Schädel-Hirntrauma 1997
-
Status nach Schädel-Hirntrauma und axialem Halswirbelsäulentrauma im Jahr 1999
-
Koronare 2-Ast-Erkrankung
-
Status nach akutem
Myocardinfarkt
ohne ST-Strecken-Hebung im EKG (NSTEMI), mit subtotaler Koronarangiographie des Ramus
circumflexus
der linken Koronararterie
(
RCX-Stenose), Status nach Ballondilatation und Stentimplantation (PTCA/Stent [DES]) am
5.
Juli 2009
-
50%ige proximale Stenose der rechten Koronararterie (ACD)
-
normale systolische linksventrikuläre Pumpfunktion
-
kardiovaskuläre Risikofaktoren: aktiver Nikotinabusus, metabolisches Syndrom (vgl. Diagnose 1 ohne Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit).
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende Diagnosen gestellt
(Urk. 10/58/27)
:
-
Metabolisches Syndrom
-
Adipositas
mit
Body Mass Index 34,3 kg/m
2
-
Diabetes
mellitus
-
ar
terielle Hypertonie
, derz
eit medikamentös ungenügend ein
gestellt,
hypertensive Herzkrankheit
-
Dyslipidämie
-
Schmerzverarbeitungsstörung und Symptomausweitung (ICD-10 F54).
Im Rahmen des multidisziplinären Konsensus at
testierten die Gutachter des A._
dem Beschwerdeführer seit dem Unfall vom August 1999 bleibend eine volle Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. Für körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten bestehe nach Beendigung des kardialen Rehabilitationsprogramms ab Januar 2010 hingegen eine voll
e
Arbeits
fähigkeit mit einer um 20
%
reduzierten Leistung, entsprechend einer zumutbaren effektiv verwertbaren Arbeitsleistung von 80 % (
Urk. 7/58/
31).
Die 20%ige Einschränkung der Leistungsfähigkeit
in einer adaptierten Tätigkeit
begründeten die Gutachten mit den
neurologischen Beschwerden
.
Der
neurologi
sche Gutachter
hielt
im Wesentlichen fest, aus somatischer Sicht sei der Beschwerdeführer für leicht
e
bis mittelschwer
e
körperlich
e
Tätigkeiten voll arbeitsfähig. Unter Berücksichtigung der subjektiven Angaben
des Kopf
schmerzes
,
der
Nackenschmerzen und
des
Tinnitus sei eine leichte Einschränkung der Leis
tungsfähigkeit im Umfang von 20
% nachvollziehbar (Urk. 10/58/23).
In kardiologischer Hinsicht bestehe
ausserdem
eine hypertensive Herzkrankheit und eine koronare 2-Ast-Erkrankung. Die seit 1990 bekannte arterielle Hyper
tonie werde medikamentös behandelt. Seit Januar 2009 sei die koronare Herz
krankheit symptomatisch und der Versicherte absolviere eine ambulante kardiale
Rehabilitation
(Urk. 10/58/24). Bei der aktuellen klinischen Unter
suchung sei der
Beschwerdeführer übergewichtig und hyperton. Kardiop
ul
mo
nal sei er kompensiert und die Echokardiographie zeige eine normale systo
lische Funktion. Beim Belastungstest sei er vermindert leistungsfähig. Er erreiche maximal 170 Watt, entsprechend 78
%
seiner Soll-Leistung. Nach Abschluss des Rehabilitationsprogramms werde der
Beschwerdeführer
für eine körperlich nicht belastende Tätigkeit wieder uneingeschränkt einsetzbar sein, wobei weitere
regel
mässige
kardiologische Verlaufskontrollen und eine Optimierung des Risiko
faktorenprofils mit
Beendigung
des weiter
hin
aktiven Nikotinabusus angebracht seien (Urk. 7/58
/
26).
Die Berentung ab August 2000 sei vor allem aus psychischen Gründen erfolgt, indem damals von einer schweren Depression ausgegangen worden sei, die eine Arbeitstätigkeit nicht zulasse. Diese Diagnose lasse sich heute nicht mehr stellen, da auf psychischer Ebene keine Einschränkungen der Arbeits- und Leis
tungs
fähigkeit mehr zu finden seien. Insofern habe sich das medizinische Zu
standsbild des Beschwerdeführers seit dem Jahr 2000 trotz des in der Zwischen
zeit erlittenen kardialen Ereignisses objektiv deutlich verbessert (
Urk. 7/58/
31).
3
.3
Das hiesige Gericht gelangte zur A
uffassung, das Gutachten des A._
erweise sich als überzeugend
, weshalb darauf abgestellt werden könne. Demnach sei eine 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgewiesen (Urk. 10/103/25)
, welches Erkenntnis das Bundesgericht mit Urteil vom 3
1.
August 2012 stützte (
Urk.
10/107)
.
4.
4.1
Im Zusammenhang mit der Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 8. Januar 2019 (Urk. 10/146) sind im Wesentlichen folgende medizinische Unterlagen aktenkundig:
4.2
Der Beschwerdeführer wurde am 15. Oktober 2015 aufgrund eines retrosternalen Drucks mit Ausstrahlung in den linken Arm mit der Ambulanz ins
Z._
, Departement Medizin, gebracht
, wo er
anschlie
ss
end
vom
1
5.
bis 16. Oktober 2015
hospitalisiert
war
(Kurzaustrittsbericht vom 16. Oktober 2015
,
Urk.
10/136
)
.
Die Ärzte
des
Z._
stellten
die folgenden Diagnosen (Urk. 10/136/1):
-
Koronare 2-Gefässerkrankung
und hypertensive Herzkrankheit, aktuell NSTEMI
-
Arterielle Hypertonie
-
Diabetes mellitus Typ 2
-
Dyslipidämie
-
Verdacht auf COPD bei persistierendem Nikotinabusus
-
Status nach laparoskopischer
Cholezystektomie
am 4. Juli 2015
-
Status nach Thyreoidektomie am 19. März 2014 bei symptomatischer retrosternaler Struma diffusa und histologisch drei
papilären
Mikro
karzinomen
Der Beschwerdeführer habe sich kardiopulmonal stabil, afebril und asymptoma
tisch präsentiert, nachdem er von den Rettungssanitätern Nitroglycerin und
Fentanyl
bekommen habe (Urk. 10/136/1 f.). Das initiale EKG sei unverändert gegenüber dem Vor-EKG vom 3. Juli 201
5.
Auch im Verlauf habe sich keine Dynamik gezeigt. Zudem habe man die bekannte Dyslipidämie feststellen können. Die konventionell-radiologische Kontrolle habe
ausser
einer vorbestehenden Kardiomegalie (Voraufnahme vom 23. März 2014) keine Dekompensation gezeigt. Nach der Abgabe von Analgesie sei der Beschwerdeführer nachhaltig beschwerdefrei gewesen. Sodann sei eine Koronarangiographie erfolgt, in welcher sich die
Culprit-Lesion
im Bereich des Ausgangs des Stents gezeigt habe. Diese
L
e
sion
sei mit einem Stent versorgt worden. Zusätzlich hätten sich zwei weitere hämodynamisch relevante Stenosen im Bereich der rechten Koronararterie gezeigt, die ebenso mit je einem beschichteten Stent versorgt worden seien
(Urk. 10/136/2)
.
Nach der Intervention sei der Beschwerdeführer auf Zeit beschwerdefrei
gewesen
. Er habe sich jedoch rasch ungeduldig und unkooperativ gezeigt, sodass er nach der abgeschlossenen Abklärung nach Hause entlassen worden
sei
.
Es habe eine Anmeldung zur ambulanten Herzrehabilitation stattgefunden (Urk. 10/136/2). Zudem würden
regelmässige
kardiologische Verlaufskontrollen empfohlen und bei fraglicher Compliance sei die Durchführung eines 24h-Blutdruck-Holter
s
nach Einnahme der antihypertensiven Therapie in Supervision zu empfehlen. Bei weiterhin erhöhten Blutdruckwerten trotz richtig durchgeführter antihyper
tensiver Therapie sei eine Abklärung zum Ausschluss
der
Ursache für eine sekun
däre arterielle Hypertonie in Erwägung zu ziehen (Urk. 10/136/5).
4.
3
Mit Austrittsbericht vom 5. Februar 2018 stellten die Ärzte des
Z._
, Departement Medizin, folgende Diagnosen
(Urk. 10/153/16)
:
-
Periphere arterielle Verschlusskrankheit
(PAVK)
im Stadium
llb
links, aktuell Verschluss der distalen A.
femoralis
superficialis
links
-
Koronare
Zweigefässerkrankung
und hypertensive Herzkrankheit
-
Status nach NSTEMI im Oktober 2015
-
Status nach beschichtetem
S
te
nting
der RCX sowie
der
RCA am 15. Oktober 2015
-
Status nach PCI mit beschichtetem Stent
der
RCX am 4. Juli 2009 bei NSTEMI und beschichtetem Stent
der
RCX am 31. Mai 2010
-
Diabetes mellitus Typ II, orale Antidiabetika
-
Chronische Niereninsuffizienz
-
Dyslipidämie
-
Arterielle Hypertonie
-
Status nach sekundärer
uretero
r
enoskopischer
Steinextraktion links mit
Pigtailkathetherwechsel
am 6. September 2017 bei
Ureterolithiasis
links
-
Substituierte Hyperthyreose
-
Adipositas Grad I nach WHO
Der Beschwerdeführer leide seit mehreren Monaten unter zunehmenden, belastungsabhängigen Wadenschmerzen links. Seit etwa drei Monaten gebe er eine Verschlechterung seiner Gehfähigkeit an. Er könne weniger als 100 Meter schmerzfrei gehen, wobei die Schmerzen in Ruhe vergehen würden. Er gebe auch im Oberschenkel auf dem
Trochanter
major
Schmerzen an
(Urk. 10/153/18).
Am 31. Januar 2018 sei er
zur geplanten
perkutane
n
transluminale
n
Angioplastie (PTA) der A.
femoralis
superficialis
links
eingetreten, welche komplikationslos habe durchgeführt werden können
. Er habe
am 2. Februar 2018 nach Hause ent
lassen werden können
(Urk. 10/153/17
).
4.
4
Am 29. Juni 2018 hatte der Beschwerdeführer eine traumatische, distale
Bizepssehnenruptur
am linken Arm erlitten (Urk. 10/153/8). Im Bericht vom 29. Oktober 2018 gaben die Behandler des
Z._
an, nur mittels operativer Therapie werde die Funktion der linken
adominanten
oberen Extremität wieder so hergestellt, dass schwere Lasten gehoben werden könnten. Eine operative Ver
so
rgung sei jedoch mit einem gewi
ssen Risiko verbunden. Der Beschwerdeführer lehne eine operative Therapie ab. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bei körperlich
nicht
anstrengenden Tätigkeiten, insbesondere in Bezug auf die linke obere Extremität. Weitere Verlaufskontrollen würden nicht durchgeführt (Urk. 10/153/9).
4.
5
Im Verlaufsbericht vom 25. Oktober 2018 führten die Ärzte des
Z._
zusätzlich zu den am 5. Februar 2018 gestellten Diagnosen (Urk. 10/153/16)
eine
PAVK
im Stadium
lla
/b rechts und
die
distale
Bizepssehnenruptur
am linken Arm vom 29. Juni 2018 auf (Urk. 10/153/21).
Der Beschwerdeführer beklage eine Verschlechterung seiner Gehfähigkeit. Im rechten Bein verspüre er eine stark variable schmerzfreie Gehstrecke. Teilweise fühle er bereits nach 30 Metern,
teilweise
erst nach etwa 200 Metern ziehende Wadenschmerzen rechts. Auch im linken Bein beginne er, Wadenschmerzen zu verspüren. Es bestehe eine
PAVK
im Stadium
lla
bis b beidseits infolge
der
femorocrural
betonten Veränderungen. Im rechten Bein sei die Durchblutung
leichtgradig beeinträchtigt. Im linken Bein zeige sich eine Verschlechterung der Perfusion, welche leichtgradig eingeschränkt sei. Duplexsonographisch sei eine signifikante
Instentstenose
in der A.
femoralis
superficialis
erkennbar. Der Beschwerdeführer sei gebeten worden, über seine Beschwerden Tagebuch zu führen. Sofern die
Wadenclaudicatio
nach einer konstanten Gehstrecke auftrete, könne eine
Katheterintervention
durchgeführt werden. Betreffend die
Instent
stenose
in der A.
femoralis
superficialis
links werde eine
kathetertechnische
Dilatation empfohlen (Urk. 10/153/22).
4.
6
Am 11. Februar 2019 berichtete die Hausärztin,
d
er Beschwerdeführer sei in seinen alltäglichen Arbeiten und Tätigkeiten massiv eingeschränkt. Eigentlich soll
t
e er wegen de
s
Diabetes, der Hypertonie sowie der PAVK vermehrt laufen. Andererseits leide er dann unter
den Beschwerden der
Angina
pectoris
sowie auch
unter
Schmerzen in den Beinen.
Seit Februar 2018 sei mit Bezug auf
de
n
Diabetes mellitus Typ II eine Insulin-Therapie notwendig.
Die medikamentöse Therapie sei bereits stark ausgebaut. Eine mehr als 50%ige Arbeitsfähigkeit für leichte körper
liche Tätigkeiten sei nicht realistisch (Urk. 10/156/1).
4.
7
Mit Zwischenbericht vom 24. April 2019
bestätigten
die Ärzte des
Z._
ihre Diagnosen und hielten präzisierend
eine
PAVK
rechts und links
in den Stadien
llb
fest
(Urk. 10/164/1). Der Beschwerdeführer beklage weiterhin Schmerzen im linken Arm aufgrund der Bizepssehnen-Ruptur. Diese sei konservativ behandelt worden. Des Weiteren verspüre er nach einer Gehstrecke von 50 Metern belastungsabhängige Wadenschmerzen beidseits, rechts stärker als links.
Die Durchblutung sei rechts schwer und links mittelschwer beeinträchtigt. Duplexsonographisch zeige sich im rechten Bein eine signifikante Stenose in der mittleren A.
femoralis
superficialis
, gefolgt von eine
m
kurz
streckigen Verschluss. Das linke Bein weise eine hochgradige
Instentstenose
auf. Ferner seien relevante Stenosen am Abgang der A.
femoralis
profunda
zu vermu
ten. Aufgrund der progredienten Verschlechterung der schmerzfreien Gehstrecke trotz Gehtraining sei eine
beidseitige
Katheterintervention
zu empfehlen
. Diese w
e
rde am
6.
und
7.
Mai 2019 durchgeführt
(Urk. 10/164/2).
4.
8
Nach
de
r
erfolgten
Katheterintervention
am 6. Mai 2019 (Urk. 10/166/1)
berichteten die Ärzte des
Z._
am 10. September 2019, es bestehe noch eine PAVK Stadium I beidseits. Der Beschwerdeführer beklage aktuell keine belastungsabhängigen Beinschmerzen
mehr
. Angiologisch nichtinvasiv zeige sich eine kompensierte Ruhedurchblutung der beiden unteren Extremitäten und duplexsonographisch fänden sich keine Hinweise auf hämo
dynamisch signifikante
Rezidivstenosen
f
e
moropopliteal
beidseits. Es werde eine konsequente Einstellung
der kardiovasku
lären Risikofaktoren empfohlen, insbe
sondere eine Anpassung der antihypertensiven Therapie. Eine angiologische Verlaufskontrolle werde in sechs Monaten durchgeführt (Urk. 10/166/2).
4.
9
Vom 2
2.
bis 23. Oktober
2019
war der Beschwerdeführer zur Durchführung einer Koronarangiographie im
Z._
, Departement Medizin, hospitalisiert
(Austritts
be
richt vom 23. Oktober 2019)
.
Er
habe sich bei Eintritt kardiopulmonal stabil, in gutem Allgemeinzustand und in Ruhe beschwerdefrei präsentiert. Koronarangio
graphisch habe sich als Ursache für die pektanginösen Beschwerden eine hoch
gradige Reststenose je im distalen RCA Stent und proximalen RCX Stent gezeigt, die beide mit einem neuen beschichteten Stent saniert worden seien. Der Beschwerdeführer habe nach unauffälliger Überwachung und problemloser Mobilisation in stabilem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden können. Eine ambulante Rehabilitation sei sinnvoll
und er werde dafür aufgeboten
(Urk. 10/179/8).
Dem Austrittsbericht vom 8. November 2019 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am
4. November 2019 erneut
einen
NSTEMI
inferolateral
erlitten hatte und vom
4.
bis 7. November 2019 im
Z._
, Departement Medizin, hospitalisiert war
(Urk. 10/174/1). D
ie Behandler
hielten
fes
t, bei bekannter koronarer
Zweig
efässerkrankung
und erneuter Klinik mit erhöhten kardialen Biomarken ohne passendes elektrokardiographisches Korrelat sei unter postulier
tem NSTEMI am 4. November 2019 eine Koronarangiographie erfolgt.
Dabei sei eine
Ins
tent
-Thrombose der proximalen RCX
gefunden worden
, welche mittels Drug
Eluting
Ballon behandelt worden sei. Die postinterventionelle Überwachung sei problemlos verlaufen. Im Labor habe sich bei vorbestehender chronischer Niereninsuffizienz eine akute Nierenschädigung gezeigt. Es sei am ehesten von einer diabetischen Nephropat
h
ie als Ursache der chronischen Niereninsuffizienz auszugehen. Der Beschwerdeführer sei am 7. November 2019 in die ambulante kardi
ale
Rehabilitation entlassen worden (Urk. 10/174/2).
4.
10
Mit Bericht vom 14. Februar 2020 erklärte
Dr. D._
, der Beschwerdeführer leide an einer
PAVK
im Stadium
llb
linksbetont bei Obstruktionen
femor
o
popliteal
. In der Woche vom 17. Februar
2020
sei eine
beidseitige
kathetertechnische
Intervention geplant.
Falls diese gelinge, sollte
keine Ein
schränkung mehr beim Laufen bestehen. Die kardiale Rehabilitation könne dann wieder fortgesetzt werden
. Aktuell sei die Gehstrecke auf etwa 50 Meter limitiert. Aus angiologischer Sicht bestehe
nach
erfolgreicher Intervention
keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 10/178/1).
Aus dem provisorischen Austrittsbericht des
Z._
, Departement Chirurgie, vom 20. Februar 2020 geht hervor, dass
die
kathetertechnischen
Interventionen am rechten und linken Bein am 20
.
Februar 2020 vorgenommen wurden. In der nichtinvasiven angiologischen Kontrolle vom 21. Februar 2020 habe sich eine verbesserte Ruhedurchblutung gezeigt. Der Beschwerdeführer habe gleichentags in gebessertem Allgemeinbefinden nach Hause entlassen werden können (Urk. 10/179/4).
4.
11
Am 25. Februar 2020 gab die Hausärztin an, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich seit Juli 2019 massiv verschlechtert. Heute stelle sich der Beschwerdeführer aufgrund von
massivsten Schmerzen
im linken Bein bei ihr vor. Sie habe ihn aufgrund dieser Beschwerden
notfallmässig
ins Spital überweisen müssen. Bei bekannter
Nephrolithiasis
komme es immer wieder zu Nierenkoliken. Die letzte Schmerzperiode
sei
im Januar 2020
gewesen
. Aktuell sei der Beschwerdeführer aufgrund seiner
Polymorbidität
in einer sehr schlechten Verfassung. Die Arbeitsfähigkeit sei nun nicht mehr gegeben (Urk. 10/179/1).
4.
12
Dr. med. E._
, leitende Ärztin
der
Kardiologie
im
Z._
, führte mit Bericht vom 1. April 2020 aus,
beim Beschwerdeführer lägen eine koronare Herzer
krankung und eine PAVK Stadium
llb
links mit einem 20
cm
langen Verschluss der A.
femoralis
superficialis
vor. Aus kardialer Sicht sei der Beschwerdeführer voll
revaskularisiert
und die linksventrikuläre systolische Funktion sei normal. Da der Beschwerdeführer die ambulante Rehabilitation a
b
gebrochen habe, könnten
keine Angaben über den Verlauf und die aktuellen Funktionsein
schränkungen
gemacht werden (Urk. 10/181).
4.
13
Am 11. /22. April 2020 erklärte der R
AD-Arzt Dr. med. F._
, Facharzt für Chirurgie, sei
t
der letzten Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (
80%ige Arbeitsfä
higkeit in angepasster Tätigkeit) sei es sowohl von kardiologischer als auch von angiologischer Seite
her
zu einer vorübergehenden Verschlechterung des Gesund
heitszustandes gekommen. Entsprechende angiologische Interventionen zur Ver
besserung des Gesundheitszustandes seien erfolgreich durchgeführt worden. Derartige Eingriffe
führten
bei komplikationslosem
Verlauf
wie
im vorliegenden
Fall jeweils
zu
einer postinterventionellen Arbeitsunfähigkeit von maximal 14
Tagen (Urk. 10/183/9).
Sowohl
aus
kardiologischer
als auch aus angiologischer Sicht
werde bestätigt, dass keine negativen Einflüsse
mehr
auf die Arbeitsfähigkeit bestünden. Die vorübergehende Verschlechterung sei dabei ohne längerdauernde Relevanz für die Arbeitsfähigkeit gewesen. Auch die
Bizepssehnenruptur
vom 29. Juni 2018 habe bei konservativer Behandlung zu keiner invalidenversicherungsrechtlich relevanten Veränderung der bisher veranschlagten Arbeitsfähigkeit in angepass
ter Tätigkeit
geführt (Urk. 10/183/10).
Aus versicherungsmedizinischer Sicht sei daher weiter von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten
Tätigkeit auszugehen, dies entgegen der Ansicht der Hausärztin (Urk. 10/183/10).
4.
14
Den Kurzaustrittsberichten des
Z._
vom 15. Juni respektive 16. Oktober 2020 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am
13. Juni sowie am 15. Oktober 2020 jeweils erneut einen NSTEMI
inferolateral
und inferior erlitt (Urk. 3 S. 1, Urk. 14/1 S. 1).
5.
5.1
Bei der Anmeldung des Beschwerdeführers
vom 8. Januar 2019 (Urk. 10/146)
handelt es sich um eine neue Anmeldung, nachdem die Beschwerdegegnerin seine Rente mit Verfügung vom
10. Juni 2010 aufgehoben hatte, mittels Zugrunde
legung einer medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von 80 % in einer ange
passten Tätigkeit (Urk. 10/74/2).
In der angefochtenen Verfügung vom 16. Juni 2020 verneinte sie
– der Aktenbeurteilung des RAD
-Arztes Dr. F._
vom 1
1.
respektive
22. April 2020
folgend –
einen Rentenanspruch des Beschwerde
führers
. Sie ging davon aus, dass sich
sein
Gesundheitszustand
zwar vorübergehend verschlechtert habe, diese Verschlechterung jedoch
ohne längerdauernde Relevanz für die Arbeitsfähigkeit
gewesen
sei. Daher sei
weiterhin von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in
behinderungsgerechten
Tätigkeiten auszugehen (Urk.
2 S. 1
).
Seit der letzten
umfassenden Anspruchsprüfung im Jahr 2010 (Urk. 10/74) wurde beim Beschwerdeführer insbesondere im Februar 2018
neu
eine PAVK beidseits diagnostiziert (Urk. 10/153/16), welche in der Folge zu einer erheblichen Ein
sc
hränkung der Gehfähigkeit (Urk. 10/153/1
8
, Urk. 10/153/22, Urk. 10/164/
2
) und zu
Katheterinterventionen
am 2. Februar 2018,
6.
Mai 2019 und 20. Februar 2020
im
Z._
führte
(Urk.
10/153/17, Urk.
10/166/
1
, Urk. 10/179/4).
Damit liegt eine seit der erstmaligen Rentenabweisung wesentliche Änderung vor, die geeig
net ist, den Invaliditätsgrad zu beeinflussen. Der Rentenanspruch ist daher in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen (vgl.
E. 1.
3
).
5.2
Was die Aktenbeurte
ilung des RAD-Arztes angeht, so
stützte sich dieser im Wesentlichen auf
den kardiologischen
Bericht
von Dr. E._
vom 1. April 2020
und den angiolo
gischen Bericht von Dr. D._
vom 14. Februar 2020
(Urk. 10/183/10).
Dr. D._
wies zwar darauf hin, dass nach der geplanten
kathetertechnischen
Intervention keine Einschränku
ng mehr beim Laufen best
ehe
, weshalb ab dann aus
angiologischer Sicht keine Minderung der Arbeits
fähigkeit mehr gegeben sei (Urk. 10/178/1). Auch wenn diese Intervention am 20. Februar 2020 erfolgreich
durchgeführt werden konnte (Urk. 10/179/4),
erscheint ein Abstellen auf die
prognostische
Einschätzung von Dr.
D._
problematisch. Denn im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 16. Juni 2020 war ihr Bericht schon vier Monate alt.
B
ereits am
25. Februar 2020
hatte
sich der Beschwerdeführer
jedoch
wieder mit massivsten Schmerzen im linken Bein bei seiner Hausärztin vor
gestellt
, die ihn
notfallmässig
ins Spital überwies
en
und die Arbeitsfähigkeit als nicht mehr gegeben beurteilt
hatte
(Urk. 10/179/1).
Diese Umstände konnte Dr.
D._
in ihrer Berichterstattung nicht berücksich
tigen.
Zudem knüpfte
sie
ihre Beurteilung offenbar an jene der Kardiologin, indem sie ausführte, nach der erfolgreichen
Katheterintervention
könne der Beschwerdeführer seine kardi
ale
Rehabilitation weiterführen (Urk. 10/178/1).
Diese hatte der Beschwerdeführer jedoch
nach vier Wochen
abgebrochen (Urk. 10/181).
Unterlagen über die kardiale R
ehabilitation finden sich in den Akten nicht, sodass letztlich auch nicht beurteilt werden kann, aus welchen Gründen er diese vorzeitig beendete.
Dr. E._
gab
dann
zwar im April 2020 an, der Beschwerdeführer sei aus kardialer Sicht voll
revaskul
aris
iert
und seine linksventrikuläre systolische Funktion sei normal. Allerdings konnte auch sie aufgrund der abgebrochenen kardialen Reha
bilitation keine Angaben über den Verlauf und die aktuellen Funktionsein
sch
ränkungen machen (Urk. 10/181)
, womit
unklar ist, wie sich
die kardiale Situation im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung
darstellt. Die Annahme des RAD-Arztes, wonach aus kardialer Sicht kein negativer Einfluss mehr auf die Arbeitsfähigkeit bestehe (Urk. 10/183/10)
,
wird insbesondere
durch den Umstand
in Frage gestellt, dass
der Beschwerdeführer bereits am 13. Juni und
– nach dem Verfügungsdatum – am
15. Oktober 2020 einen
erneuten
NSTEMI
inferolateral
und inferior erlitt (Urk. 10/3 S. 1, Urk. 14/1 S. 1).
Schliesslich
konnte der
zuvor
von der Beschwerdegegnerin
beigezogene
RAD-Arzt Dr.
Dr. med. G._
, Facharzt für Innere Medizin,
in seinen Stellungnahmen vom 27. Februar und 14. November 2019
ebenfalls
keine definitive Leistungseinschätzung abgeben (Urk. 10/183/4, Urk. 10/183/7).
Am
10. Februar 2020
befand
er
sodann
,
eine
abschliessende
Beurteilung des medizinischen Zustandes
sei
angesichts der kardialen Rehabilitation sowie der geplanten
Gefässintervention
immer noch
nicht möglich (Urk. 10/183/8). Dass der Beschwerde
führer – wie in der versicherungsmedizinischen Beurteilung von Dr.
F._
angeführt (Urk. 10/183/10) –
trotz
abgebrochene
r
kardiale
r
Rehabilitation
in einer adaptierten Tätigkeit
durchgängig zu 80 %
arbeitsfähig
gewesen sein soll, erscheint vor diesem Hintergrund
zweifelhaft
.
Nicht zuletzt
wies die Hausärztin
mit Bezug auf
den
bekannte
n
Diabetes mellitus Typ II
darauf hin, dass
der Blutzucker
des Beschwerdeführers
nicht mehr gut habe
eingestellt werden können, sodass seit Februar 2018 eine
Insulintherapie
not
wendig sei
. Er müsse eigentlich wegen
des
Diabetes, der Hypertonie und der PAVK vermehrt laufen, leide dann aber unter den Beschwerden der Angina
pectoris
(Urk. 10/156/1). Ferner
bestehe eine
Nephrolithiasis
mit
wiederkehrenden Nierenkoliken.
Der Beschwerdeführer
sei wegen seiner Polymorbidität in einer sehr schlechten Verfassung (Urk. 10/179/1). Auf diese Polymorbidit
ät ging
der RAD-Arzt Dr.
F._
bei seiner
Einschätzung
vom April 2020
jedoch nicht ein
, was angesichts der
zahlreichen
im Krankheitsverlauf erhobenen Diagnosen des Beschwerdeführers nicht überzeugt
.
Es bestehen daher Zweifel an
seiner
Schluss
folgerung, wonach die vorübergehende Verschlimmerung des Gesundheitszu
standes keine Relevanz
für
die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers hatte (Urk. 10/183/10).
A
uf die Beurteilung der Hausärztin vom 11. Februar 2019 und
25. Februar 2020, wonach der Beschwerdeführer zu 50 % respektive zu 100 % arbeitsunfähig sei (Urk. 10/156/1, Urk. 10/179/1)
,
kann
ebenfalls
nicht abgestellt werden, da
es
sich
dabei nicht um eine fachärztliche Beurteilung handelt und sie sich auch
nicht mit den divergierenden Einschätzungen der Kardiologin und der
Angiologin
auseinandersetzte.
5.3
Insgesamt
erweisen sich die vorhandenen medizinischen Unterlagen für eine
abschliessende
Beurteilung
des Verlaufs des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
und damit des vorliegend strittigen Leistungsanspruchs als nicht genügend.
Die Beschwerdegegnerin hat daher ergänzende medizinische Abklärungen vorzunehmen, die sämtliche Beschwerden des Beschwerdeführers umfassen und eine hinreichende fachärztliche Grundlage darstellen, welche die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaub
en
. Hierzu empfiehlt sich eine polydisziplinäre Begutachtung
.
Hernach wird die Beschwerdegegnerin neu über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu entscheiden haben.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde
gutz
uheissen
,
und
die Sache
ist
an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden medizinischen Abklärung im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid über den Rentenanspruch de
s Beschwerde
führers
zurück
zuweisen
.
5.4
B
ei diesem Verfahrensausgang erübrigt es sich, auf die Rügen des Beschwerde
führers betreffend die Verletzung der Begründungspflicht respektive des rechtli
chen Gehörs einzugehen (Urk. 1 S. 9).
6.
6.1
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen
ist
, ist
gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG in der hier anwend
baren, bis am 31. Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung (Art. 83 ATSG) kostenpflichtig, wobei die Gerichtskosten nach dem Verfahrensaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen und auf Fr.
8
00.-- anzusetzen sind.
Da die Beschwerde
antragsgemäss
gutzuheissen
ist, sind
die Gerichtskosten der unterliegenden
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen
. D
ie vom Beschwerdeführer geleistete
Kaution
von Fr. 1‘000.
--
(Urk. 5, Urk. 7)
ist diesem nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides zurückzuerstatten.
6.2
Nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit
sache, der Schwierigkeit des Prozesses sowie dem
Mass
des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
Mit Honorarnote vom 12. November 2020 machte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Fabian Füllemann, für den Zeitraum vom 11. Mai bis 1
2.
November 2020 einen Aufwand von 20.45 Stunden
bei einem Stundenansatz von Fr. 275.--
sowie Barauslagen von Fr.
168.--
geltend (Urk. 17)
.
D
ieser
Zeitaufwand ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen.
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass lediglich Auf
wendungen im Zusammenhang mit dem Beschwerde
verfahren,
nicht jedoch dem invalidenversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren zu
vergüten
sind. Die d
iesbezüglichen Aufwendungen vom 11. Mai bis zum 26. Mai 2020 (total 8.
9
Stunden) sind damit nicht zu entschädigen.
Sodann erscheint der A
ufwand von insgesamt 8.7 Stunden für das Verfassen der Beschwerdeschrift
und die interne Besprechung mit dem kanzleiinternen Partner
(
Posten
vom 28. Juli bis 4. August 2020)
als
überhöht
bzw. als nicht notwendig
, zumal sich die Beschwerdeschrift in weiten Teilen an den Einwand vom 26. Mai 2020 anlehnt respektive Teile davon zitiert (vgl. Urk. 10/190/4 f., Urk. 1 S. 7-9). Die Sach- und Rechtslage wie auch die Akten waren de
m
Rechtsvertreter sodann aus dem Ver
waltungsverfahren bekannt.
Im vorliegenden Fall können für das Abfassen der 11-seitigen Beschwerdeschrift (inklusive Rubrum und Unterschriftenseite, Urk. 1) – selbst bei
grosszügiger
Betrachtung – maximal
7
Stunden als gerechtfertigt betrachtet werden. Darin eingerechnet ist auch der Aufwand für das Studium und die Besprechung des Urteils mit dem Beschwerdeführer
.
Zu entschädigen ist somit ein Zeitaufwand
für den Zeitraum vom 1
7.
Juni bis 9.
November 2020 (0.4 + 0.3 +7 +1.65 Stunden)
von insgesamt 9.
3
5 Stunden, was beim gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr. 220.-- ein Honorar von Fr.
2'057
.
- ergibt. Die Barauslagen von 3 % sind entsprechend zu kürzen, was einen Betrag von
gerundet
Fr.
6
2
.-- ergibt. Nach dem Gesagten resultiert eine Entschädigung von
insgesamt
Fr.
2‘
283
.-- (Honorar von Fr.
2‘
057
.-- plus Barauslagen von Fr.
6
2
.--, zuzüglich Mehrwertsteuer von 7.7 %
).