Decision ID: 5bcd207a-c6c9-4f0e-8244-dda993fd8842
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1972, arbeitete seit
April
2006
zu 100
%
als
Mitarbeiterin Hausdienst
bei der
Y._
AG
.
Das Arbeitsverhältnis war
s
eitens der Arbeitgeberin gekündigt (
Urk.
8/8/2
Ziff.
2.2,
Urk.
8/8/9)
, als
die Ver
sicherte
am
1.
Februar 2008 in
Z._
auf einer Treppe stürzte und sich an der linken Schulter
v
erletz
te
(Urk.
8/7/15
). Am 17.
September 2008 meldete sie sich
unter Hinweis auf Beschwerden in der Schulter und im linken Knie
zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
8/2).
D
ie Sozialversi
cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
klärte
die medizinischen und er
werblich-beruflichen Verhältnisse ab und zog die Akten des Unfallversicherers, unter anderem
die
von diesem veranlasste
n
Gutachten
vom
2
9.
März 2010
(
Urk.
8/21/21-38
) und
vom 2
8.
Januar 2011
(
Urk.
8/27/2-29
) bei.
In der Folge gaben d
er Unfallversicherer und die IV-Stelle eine interdisziplinäre Begutachtung in Auftrag (
Urk.
8/31-32). Am 2
9.
Juni 2011 erstattete das
A._
(
A._
)
die Expertise (Urk. 8/33-34). Der Unfallversicherer sprach
daraufhin
mit Verfügung vom 2
6.
Oktober 2012 und diese bestätigendem Einspracheentscheid vom 1
0.
September 2013 eine Invali
denrente bei einen Invaliditätsgrad von 18
%
und eine Integritätsentschädigung von 20
%
zu (
Urk.
8/38,
Urk.
8/
39/5-15
).
1.
2
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (
Urk.
8/43,
Urk.
8/52) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom
3.
April 2014 eine vom
1.
März 2009 bis 3
0.
April 2010
befristete
ganze
Invalidenrente zu (
Urk.
8/56,
Urk.
8/67 = Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
mit Eingabe vom 1
9.
Mai 2014
Be
schwerde und beantragte
die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur medizinischen Be
gut
achtung und zu neuem Entscheid über den Re
n
tenanspruch ab
1.
Februar 2010
(
Urk.
1 S.
2).
Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 1
7. Juni 2014
auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
7)
, was de
r
Beschwerdefüh
rer
in
am 1
8.
Septem
b
er 201
4
zur Kenntnis gebracht wurde
(Urk. 9)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin hat die massgebenden Gesetzesbestimmungen über die
Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (
Art.
28
Abs.
1 und 2 de
s
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG) sowie dessen Beginn (
Art.
29
Abs.
1 und 2 IVG), die Invaliditätsbemessung nach der Einkommens
vergleichsmethode (
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
16 des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) und
den
massgebenden Zeitpunkt der
Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente (
Art.
88a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV) zutreffend dar
ge
legt. Da
rauf kann – mit den nachfolgenden Ergänzungen – verwiesen werden.
1.2
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt vor
aus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E.
6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wo
bei
der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a IVV fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Ob eine für den Ren
tenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die
Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzuspre
chung oder
des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bezie
hungsweise
Her
absetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a,
109 V 262 E.
4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E.
3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird be
schwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E.
2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfü
gungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid davon aus, dass
der
Beschwerdeführerin
nach
dem Unfall vom
1.
Februar 2008
keine Tätigkeit zu
mut
bar war,
weshalb
bei Ablauf des Wartejahres ein Invaliditätsgrad von 100
%
resultier
t
e. Im Februar 2010 sei es zu einer Verbesserung des Gesundheitszu
stan
des gekommen. Ab diesem Zeitpunkt sei eine angepasste Tätigkeit zu 70
%
zu
mutbar,
so dass sich
bei e
inem Leidensabzug von 1
5
%
ein
–
rentenaus
schliessen
de
r
-
Invaliditätsgrad von 36
%
ergebe (
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin vertra
t
demgegenüber den Standpunkt
(
Urk.
1)
, die Be
schwerdegegnerin stütze sich zu Unrecht auf das Gutachten
des
A._
vom 13.
Dezember 201
1.
Dieses berücksichtige nur die Unfallfolgen
und lasse
sowohl
die wegen eine
s
Geburtsgebrechens eingeschränkte Belastung des rechten Ar
mes
als auch den als unfallfremd qualifizierten Meniskusriss (S. 6)
ausser Acht
. D
as
orthopädische
G
utacht
en
sei
weder
umfassend
noch
sorgfältig
;
insbeson
dere
sei die Begutachtung
entgegen der Behauptung des
zwischen siebzig- und achtzig
jährigen
Orthopäden
ohne Dolmetscher
erfolgt
,
weshalb sich Zweifel an der Richtigkeit und Schlüssigkeit der orthopädischen Befunde/Diagnosen und der funktionellen Leistungsfähigkeit erg
ä
ben (S.
3). Selbst wen
n
auf das Gut
achten des
A._
abzustellen wäre, sei festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin von ihrer teilweise als schwer zu bezeichnenden Tätigkeit als Pflege
rin/Hauswirt
schaf
terin bei pflegebedürftigen Menschen zu einer leichten Tätig
keit ohne grobmanuelle Funktionsanforderungen der linken Hand wechseln müsse (S. 6). Hinsichtlich der Vergleichseinkommen bemängelte sie, dass die tatsächlichen (medizinisch-theoretischen
)
Grundlagen in Bezug auf die Arbeits
fähigkeit
und deren Verwertbarkeit
nicht in rechtsgenügender Weise vorliegen würden. Die Beschwerdegegnerin sei gehalten, ergänzende Abklärungen zu täti
gen und her
nach über den Leistungsanspruch nochmals zu entscheiden (S.
7 f.
).
2.3
D
as Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin
richtet sich einzig gegen die Befris
tung der vom
1.
März 2009 bis
am
3
0.
April 2010 (drei Monate nach der
im
Febru
ar 2010 eingetretenen
Verbesserung)
zugesprochenen
ganzen
Invaliden
rente.
Nach der Rechtsprechung liegt bei der rückwirkenden Zusprechung einer befris
te
ten Rente – wenn also gleichzeitig eine Rente zugesprochen und diese revi
sions
weise aufgehoben wird – bloss ein Rechtsverhältnis vor. Der Umstand allein,
dass Umfang und allenfalls Dauer des Rentenanspruchs über den verfügungs
weise geregelten Zeitraum hinweg variieren, ist unter anfechtungs- und streit
gegenständlichem Gesichtswinkel belanglos. Wird insbesondere nur die Abstu
fung oder die Befristung der Leistungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten ge
bliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Den Streit
gegenstand bestimmende, aber nicht beanstandete Elemente darf die Beschwer
deinstanz prüfen, wenn hiezu auf Grund der Vorbringen der Parteien oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass
besteht. Davon abgesehen müsste die richterliche Überprüfungsbefugnis in Bezug
auf die nicht beanstandeten Rentenperioden auch kraft engen Sachzusammen
hangs bejaht werden. Weil einer rückwirkend verfügten befristeten Rente pra
xis
gemäss Revisionsgründe unterlegt sein müssen, könnte die Frage nach der Recht
mässigkeit der Befristung gar nicht sachgerecht beurteilt werden, wenn un
bestritten gebliebene Rentenbezugszeiten von der richterlichen Prüfung aus
ge
nommen blieben (BGE 125 V 413 E. 2c
-
d mit Hinweisen).
Dies
führt dazu, dass
der Rentenanspruch
nicht bloss
für die Zeit ab
1.
Mai 2010,
sondern auch für die
Periode
vom
1.
März 2009 bis
am 30.
April 2010 zu prüfen
ist.
3.
3.1
Am 2
0.
März 2008 berichtete Hausarzt
Dr.
med.
B._
dem Unfallversicherer, die Beschwerdeführerin sei
am
1.
Februar 2008 während den Ferien i
n
Z._
auf der Treppe gestürzt und
habe
sich dabei die linke Schulter, den linken Ell
bogen und die Bauchregion angeschlagen. Einige Tage nach dem Unfall seien zusätzlich Knieschmerzen links aufgetreten.
Dr.
B._
diagnostizierte eine traumatische Rotatorenmanschettenruptur und eine AC-Luxation links sowie eine Überlastung/Dysbalance des linken Knie
s
.
Er verneinte das Vorliegen von
Vorkrankheiten oder Vorzustände
n und
attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100
% für mindes
tens vier bis fünf Monate (Urk.
8/7/15
16).
Der vom Hausarzt beigezogene
Dr.
med.
C._
, Orthopädische Chirurgie FMH,
berichtete am 2
2.
August 2008 nach Einsicht in das von ihm veranlasste Arthro-
MRI der linken Schulter (
Urk.
8/10/9), die Beschwerdeführerin zeige haupt
säch
lich diffuse Myogelosen der Schulterhilfsmuskulatur und im Bereich des ganzen Rückens. Aus seiner Sicht seien die Unfallleistungen zu terminieren, da keine sichere Kausalität für die geklagten multiplen Beschwerden vorhanden
zu sein
scheine (
Urk.
8/10/8).
Bei anhaltender Arbeitsunfähigkeit als Reinigungsangestellte mit Heben von Las
ten (Putzkübel
n
) und Überkopfarbeiten führte
Dr.
B._
am 1
8.
November
2008 aus, die bisherigen Massnahmen -
unter anderem
eine Schulterarthrosko
pie
in
Z._
am
6.
Februar 2008 (vgl.
Urk.
8/9/11),
Physiotherapie
und spe
zial
ärztliche Abklärungen samt MRI (
Urk.
8/9/12-13,
Urk.
8/9/15)
- hätten nicht zur Schmerzlinderung und Funktionsverbesserung geführt. Es sei zu einer Aus
wei
tung des Schmerzsyndroms in den Rücken und den linken Arm gekommen. Er diagnostizierte nunmehr ein zervikothorakales und zervikobrachiales Syn
drom bei Status nach traumatischer Rotatorenmanschettenruptur. Die Peri
arthropathie des linken Kniegelenks bleibe ohne Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit. Arbeiten in wechselnden Körperpositionen seien bald möglich (
Urk.
8/9/7
-10
).
3.2
Dr.
med.
D._
, Spezialarzt FMH für Chirurgie, diagnostizierte i
m
vom Unfall
versicherer
eingeholte
n
Bericht vom 1
5.
Dezember 2008 einen Status nach Naht der Supraspinatussehne und nach lateraler Claviculafraktur links, diffuse Myo
gelosen der Schulter- und Rückenmuskulatur und unklare Knieschmerzen links,
die
bisher keinen Einfluss auf die Arbeitsunfähigkeit
gehabt
h
ä
tten.
Dr.
D._
legte
nahe,
mit Beginn des neuen Jahres mindestens einen Arbeitsversuch mit
einer Arbeitsfähigkeit von 25
%
machen
. In einer - näher beschriebenen - lei
dens
angepassten Tätigkeit erachtete er die Beschwerdeführerin für voll arbeits
fähig (
Urk.
8/10/5-6).
3.3
Nach einer in
Z._
im Februar 2009 durchgeführten Endoskopie (Urk.
8/11/17-18
,
Urk.
8/16/3
Ziff.
1.3
)
ohne Nachfolgebehandlung in der Schwei
z
wurde hier
eine vertebrospinale Kernspintomographie
(C0-Th4)
und ein
MRI
des linken Kniegelenks
durchgeführt. D
er Radiologe des Stadtspitals
E._
nannte
am 1
9.
März 2009 folgende Diagnosen: leichtgradige zervikale Chond
rose
und angedeutete Diskusprotrusion Segment Halswirbelkörper (HWK) 4/5 und 5/6 ohne Nachweis einer Wurzelkompression oder Spinalkanalstenose
,
Riss des
medialen Meniskushinterhorns, diskrete myxoide Degeneration des lateralen Menis
kus
,
k
leinvolumige subchondrale zystische Läsion des lateralen Anteils des
Tibiaplateaus; im Übrigen normales
MRI
des linken Kniegelenks (
Urk.
8/11/3-4).
Am 2
7.
Mai 2009
empfahl der neu behandelnd
e
Dr. med.
F._
, Orthopädische Chirurgie FMH
,
ein Auftrainieren der knienahen Muskulatur (
Urk.
8/12/3
)
.
Am 3
0.
Juli 2009 berichtete er einerseits von einer Abnahme der Schmerzsituation im linken Kniegelenk und andererseits von stärkeren Verspannungen des Schul
tergürtels; er bescheinigte eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/14/6-7).
Dies
er Einschätzung stimmte
Hausärztin
Dr.
med.
G._
, Ärztin für Allgemeine Medizin FMH,
welche
die Beschwerdef
ührer
in
seit März 2009 behandelt, im Be
richt vom 2
2.
September 2009 im Wesentlichen
bei (Urk.
8/16/3
4).
3.4
Im
Auftrag des
Unfallversicherer
s (
Urk.
8/19) erstatteten
Dr.
med.
H._
, FMH
Orthopädie/Sportmedizin, und Dr. med.
I._
, FMH Wirbelsäulenchirurgie, beid
e vom Zentrum am
J._
, am 25./2
9.
März 2010 eine Ex
per
tise (
Urk.
8/21/17-38)
, in deren
Rahmen auch die Beschwerdegegnerin Fra
ge
n formu
lierte (
Urk.
8/21/36 f.).
Dr.
H._
nannte
folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(S.
29
und S. 36
):
erhebliche muskuläre Dysbalance beziehungsweise Insuffizienz mit schmerz
hafter Funktionseinschränkung Schulter links bei Status nach arthroskopi
scher Rotatorenmanschettennaht (Seitzuseitnaht Supraspinatussehne) sowie offensichtlich Naht der coracoclaviculären Bandstrukturen bei AC-Luxation links
,
erlitten anlässlich
des
Sturzereignis
ses
am
2.
(richtig
hier und im Fol
genden
: 1.)
Februar 2008
Oligosymptomatische mediale Meniskusläsion links bei Status nach offen
sichtlich Kontusion Knie links anlässlich
des
Ereignisses am 2.
Februar 2008 mit jetzt konsekutiver erheblicher muskulärer Dysbalance beziehungsweise Insuffizienz und frontalem Knieschmerz
Als Diagnosen o
hne Ausw
irkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
er (S. 29 und S. 36)
:
die in der Akten erwähnte minime nicht erosive Antrumgastritis
die von
Dr.
I._
(
vgl.
Urk.
8/21/19)
erwähnte thorakolumbale Skoliose
Zur Arbeitsfähigkeit legte der Gutachter dar,
dass verschiedene -
im Detail be
schriebene
- Tätigkeiten eingeschränkt oder praktisch nicht möglich seien (S. 31
32).
Im Reinigungs- beziehungsweise Hausdienst bestehe eine volle Ar
beit
s
unfähigkeit in Folge der linken Schulter
-
und der Knieproblematik
. In einer
adaptierten, das heisst
mehrheitlich sitzende
n
Tätigkeit, welche vorwiegend mit der rechten Hand durch
zuführen ist
, hielt er
seit August 2008 (S. 36)
eine 50%ig
e Arbeitsfähigkeit für zumutbar.
Er ging davon aus, dass
wohl längere Pausen e
rfolgen
müssten
und die Leistung pro Zeiteinheit nicht 100 %
entspre
che
(S. 33)
. Der Gutachter empfahl eine stationäre Rehabilitation mit intensiver aktiver The
rapie
, wovon er sich
eine
Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Arbeits
fähigkeit
erhoffte
(S
.
34
35).
Den Zustand im linken Schulterbereich beziehungsweise Schulter
/Armbereich wie auch im Kniebereich
hielt er
für desolat.
Er
sprach er von
eine
r
erhebliche
n
Überlagerung der Symptomatik und
verneinte das Vorliegen von invaliditäts
fremden Faktoren
unter dem Hinweis, dass die die
Leistungsfähigkeit bzw. Ar
beitsfähigkeit beeinflussen
den Faktoren
auf das Ereignis vom
2.
Februar
2008
zurückzuführen
seien
und die linke Schulter sowie das linke Kniegelenk betr
ä
f
e
n (S. 38).
3.5
Der Empfehlung
von
Dr.
H._
folgend
hielt sich
die Beschwerdeführerin
vom
3.
bis 2
7.
Mai 2010
zur Rehabilitation in der Klinik
K._
auf
. Im Austrittsbe
richt vom 1
4.
Juni 2010 (
Urk.
8/21/7-12) wurden
im Wesentlichen
folgende Di
ag
nosen genannt:
Chronisches Halbseitenschmerzsyndrom
mit/bei
St
atus nach Sturz am
2.
Februar
2008
St
atus nach
arthroskopischer Rotatorenmanschettennaht
s
owie
Naht der coracoclaviculären Bandstrukturen bei AC-Luxation links
am 6. Februar 2008
St
atus nach
Arthro-MRI der
linken
Schulter am 1
5.
August 2008
muskuläre
r
Dysbalance, Schonhaltung
St
atus nach
MRI CO-T4: leichtgradige zervikale Osteochondrose, an
gedeutete Diskusprotrusion HWK
4/5 und 5/6
Hyperlaxiz
i
tät
Periarthropathia genu links
Status nach
offensichtlich Kon
t
usion Knie links am
2.
Februar
2008
St
atus nach MRI
Kniegelenk links am 1
9.
März 2
009
Läsion im lat
eralen
Anteil des Tibiaplateaus
Hyper
l
axizität
Schonhaltung
Panendoskopie: minime nicht erosive Antrumgastritis
Der Ärzte der Klinik
K._
machten Inkohärenzen zwischen der aktiv demons
trierten Beweglichkeitseinschränkung und in unbeobachteten Situationen und
auch
während des funktionellen spielerischen Therapieprogrammes aus.
Die Be
s
chwerdeführerin habe über massive Schmerzen im Nacken- und Schulterbe
reic
h geklagt, so dass eine Belastung auf muskulärer Ebene kaum durchführbar ge
wesen sei. Ein forcierter aktiv-therapeutischer Behandlungsansatz sei auf er
heb
lichen Widerstand der Beschwerdeführerin gestossen, wobei es nicht mög
lich gewesen sei, von der Schonhaltung abzuweichen.
Zur
Arbeitsfähigkeit
ver
moch
ten sie
keine Angaben zu machen, da die
Einschränkungen
aus medizini
scher Sicht nicht genügend erk
l
ärbar
seien
und eine Belastung
der Beschwer
deführerin
nur auf äusserst geringem Niveau durchführbar
gewesen sei (
Urk.
8/21/8).
Dementsprechend
berichtete
die Physiotherapeutin
von einer un
genügenden
Belastungsbereitschaft
(
Urk.
8/21/11).
3.6
Nach der Untersuchung vom 2
0.
September 20
10
diagnostizierte
der Vertrau
ens
arzt des Unfallversicherers,
Dr.
med.
L._
, Facharzt für Innere Medizin,
neben
der bekannten Schulterverletzung
eine
muskuläre Dysbalance
bei
Schon
haltung. Er äusserte einen Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung, Diffe
rentialdiag
nose Verdeutlichungstendenz/Aggravation mit Selbstlimitierung, auf Periarthro
pathia genu links und
wahrscheinlich auf
eine congenitale Prona
tions-Ein
schrän
kung des rechten Vorderarms. Auffallend sei eine massive Dis
krepanz zwischen
dem subjektiven Empfinden und den erhobenen Befunden
. Neben den wahr
schein
lich zwischenzeitlich in den Hintergrund getretenen so
matisch organi
schen
Ursachen liege eine massive Somatisierung vor. Im freien Markt bestehe keine relevante Arbeitsfähigkeit, in einer geschützten Umgebung sei eine Arbeits
fähig
keit von 50
%
umsetzbar
. Der Vertrauensarzt regte ergän
zende medizini
sche Erhebungen an
(
Urk.
8/25/5
-6
)
, worauf der Unfallversiche
rer eine psychia
tri
sche Begutachtung
durch Facharzt
M._
, FMH für Psychi
atrie und Psy
cho
therapie,
anordnete (
Urk.
8/27/2)
.
3.7
Facharzt
M._
hielt in der Expertise v
om 2
8.
Januar 2011 (Urk. 8/27/2
19) die Kriterien für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung bzw. eine So
ma
tisierungsstörung nicht für hinreichend erfüllt. Er wies auf eine Diskrepanz in der
Bewertung der somatischen Situation im Hinblick auf das Schmerzge
schehen
hin, welche Auflösung jedoch nicht Sache des psychiatrischen Gutach
ters sei (S.
17).
Facharzt
M._
nannte folgende Diagnosen (S. 16 f.):
Erschwerte Schmerz- und Beschwerdeverarbeitung mit chronifizierender Fehlkonditionierung (ICD-10 F54) bei:
c
hronischem Schmerzsyndrom bei Status nach arthroskopischer
Rota
torenmanschettennaht sowie offensichtlich Naht der coracoclaviculä
ren
Bandstrukturen bei AC-Luxation links
im Februar
2008
o
rthopädisch festgestellter muskulärer Dysbalance, Schonhaltung
o
ligosymptomatischer medialer Meniskusläsion links
Periarthropathia genu links mit Status nach offensichtlich Kontusion Knie links im Februar 2008 bei Sturzereignis
Er legte nahe, die Arbeitsfähigkeit integrativ interdisziplinär zu bewerten. Allein aus der psychiatrisch gestellten Diagnose einer erschwerten Schmerz- und Be
schwerdeverarbeitung könne keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit abgelei
te
t werden (S. 15).
3.8
Am 2
1.
April 2011 veranlasste die Beschwerdegegnerin zusammen mit dem Un
fallversicherer eine interdisziplinäre Begutachtung
im
A._
(Urk. 8/
31-
32).
Ge
stützt auf die Vorakten
,
die
fachärztlichen Untersuchungen in den Bereichen Innere
Medizin, Orthopädie und Psychiatrie
und
die Konsenskonferenz
nannten
die Gutachter in der Expert
ise vom 13.
Dezember 2011 (Urk.
8/34/7
67) fol
gende
Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 43
und S. 50
):
Chronisches Schmerzsyndrom linke Schulter
Status noch Treppensturz (
1.
Februar
2008)
Status nach partieller Ruptur der Supr
aspinatussehne und AC
Gelenk
s
luxation bei Ruptur der
Ligamente des AC-Ge
l
enks
Status nach arthroskopischer
Supraspina
t
ussehnennaht und Status nach
stabilisierende
r
Naht
des AC-Gelenks (
6.
Februar
2008)
bildgebend zufriedenstellendes Oper
a
tionsergebnis (MRT
1
5.
August
2008)
persistierende Schultersteife, nahezu Frozen shoulder bei retra
k
tiler Kapsu
l
itis
Die Gutachter
massen folgenden
Diagnosen
keine
Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
bei
(S. 43 und S. 49):
Status nach Kon
t
usion linkes Kniegelenk bei oben genannte
m
Treppensturz (
1.
Februar 2
008)
klinisch regrediente, residuelle Patellachondropathie
d
ege
nerative Veränderungen am medial
en Meniskushinterhorn mit Rissbildung (MRT
1
9.
März 2009)
Cervicovertebrales Schmerzsyndrom
sekundäre myofasziale Schul
t
ergürtelschmerzen links mehr als rechts
Leichte
Brustwirbelsäulen
(
BWS
)
-
Skoliose (Rön
t
gen 1
2.
Mai
2009)
Klinisch Verdacht auf Synostose zwischen Elle und Speiche am rechten Ell
bogen
Anamnestisch initiale Carpal
t
unnelsymptomatik links
Psychologische Faktoren und Verhalten
sfaktoren bei andern
orts klassifizier
ten Krankheiten im
Sinne einer erschwerten Schmerz- und Beschwerdever
arbeitung (ICD
-
10 F54
)
Lactoseintoleranz
Anamnestisch: Minime nicht erosive Antrumgastritis
Status nach Lungentuberkulose mit 16 Jahren
Varikosis mit Sklerotherapie vor circa 10 Jahren
Allergie auf Chlor, Staub und Rauch
Die Gutachter führten aus,
dass aus psychiatrischer Sicht das Ereignis vom
1. Februar 2008 und die sich daran anschliessenden Folgen, insbesondere im Sinn
e der Schonung der Schulter links
,
geeignet seien, ein erhebliches Schmerz
syndrom zu begründen. Nicht begründbar
sei
die gezeigte absolute Schonung der
Schulter links. Durch die mangelnde Mobilisation habe sich eine retraktile
Kapsulitis mit Muskelatrophien entwickelt. Die Schonhaltung sei aber auch durch
ängstlich-dysfunktionales Verhalten entstanden. Komplexe somati
sche und psy
chiatrische Faktoren hätten zur gegenwärtigen Situation geführt
(S. 46).
Die Beschwerden der linken Schulter und die damit einhergehend
e
Schulterstei
figkeit hielten sie für unfallbedingt und objektiv erklärbar (S.
43).
Die degene
ra
tiven Veränderungen am medialen Meniskushinterhorn links betrachteten sie als
Vorzustand und die Meniskusläsion wie auch die Diskusprotrusionen im HWS-Bereich und die Synostose am rechten Ellbogen
als
unfallfremd (S. 50).
Auf die Frage betreffend die
unfallbedingte
Arbeitsfähigkeit hielten die Gutach
ter
fest, der
angestammte Beruf als Reinigerin
sei
nicht mehr zumutbar, dies wegen der Schwere der Tätigkeit und der Überkopfarbeiten. In einer
den Un
fall
folgen
angepassten zumutbaren Tätigkeit erachte
te
n sie die Beschwerdefüh
rerin als zu 70
%
einsetzbar, wobei sich die Redukti
on der Arbeitsfähigkeit etwa zu
zwei Dritteln somatisch und zu einem Drittel psychiatrisch begründe (S. 47).
Un
fallbedingt seien leichte feinmotorische Arbeiten auf Tischhöhe ohne Zwangs
haltung und ohne Überkopfarbeiten und ohne das Heben von schweren Lasten zumutbar (S. 52).
Mit Blick auf
ihre
von den Vorakten
abweichende
Einschätzung
legten die Gut
achter dar, dass sie in psychiatrischer Hinsicht zum
selben Schluss
gelangen; allerdings würden sie
der psychogenen Komponente des Schmerzer
l
ebens einen
gewissen zusätzlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu
schreiben.
Aus ortho
pädischer Sicht best
ünden
Diskrepanzen in Bezug auf den Zeitpunkt der
vorge
schlagenen Leistungsterminierungen.
Anders als
Dr.
C._
, der für den Fall
ab
schluss a
m 2
2.
August
2008
eintrat
(vgl. E. 3.1 hievor)
, und Dr.
D._
, der
eine
Terminierung am 1
5.
Dezember
2008
postulierte
(vgl. E.
3.2 hievor)
, er
achteten
die Gutachter wegen der verspätet stattgefundenen
physiotherapeuti
sche
n
Nach
behandlung
mit
wechselnden Therapeuten
und
mit einer
nicht
opti
malen Reha
bilitation
sowie
der p
sychogenen Komponente
eine Leistungst
ermi
nierung
im Februar 2010 für angezeigt (S. 66).
3.9
Der Vertrauensarzt des Unfallversicherers,
Dr.
med.
N._
, Spezialarzt FMH für Chirurgie, empfahl am
3.
September 2013, auf das
A._
-Gutachten abzustellen.
Die gutachterliche Einschätzung der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit sei nach
vollziehbar. Aufgrund der Situation an der linken Schulter sei von einer vollen Arbeitsunfähigkeit bezogen auf die angestammte Tätigkeit als Raumpfle
gerin auszugehen. In einer angepassten Tätigkeit auf Tischhöhe schätzte er die rein so
matisch bedingte Arbeitsunfähigkeit auf etwa 20
%
ein. Die im Gutach
ten vor
geschlagene 30%ige Arbeitsunfähigkeit beinhalte auch die unfallkausal nicht ausgewiesene psychische Komponente (
Urk.
8/3
9
/4).
Dr.
med.
O._
,
Arzt für Allgemeine Medizin FMH,
vom
Regionalen Ärztli
chen Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin
,
nahm
g
estützt auf die Akten und den Verlauf am 1
3.
September 2013
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit und
ei
ne Arbeitsfähigkeit von 70
% in einer leidensan
gepassten Tätigkeit
an, dies
seit Februar 2010 (Urk. 8/41/9), welche Beurteilung
die
Beschwerdegegnerin
der Invaliditätsbemessung in der angefochtenen Verfü
gung zu Grunde legte (Urk.
2).
4.
4.1
Vorwegzuschicken ist, dass das
A._
-Gutachten den praxisgemässen Anforde
rungen an den Beweiswert einer Expertise
(E. 1.3 hievor)
entspricht.
Es
ist für die
streitigen Belange umfassend, beantwortet es doch die Frage nach den ge
sund
heitlichen Beeinträchtigungen und den Auswirkungen auf die Arbeitsfä
higkeit. Sodann beruht es auf den angezeigten Untersuchungen
in internisti
scher, ortho
pädisch
er und psychiatrischer Hinsicht
. Die Expertise berücksichtigt die geklag
ten Beschwerden und würdigt diese in überzeugender Weise.
Es
wurde sodann in Kenntnis der
ausführlich dargestellten
Vorakten abgegeben und setzt sich mit diesen in nachvollziehbarer Weise auseinander. Es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Schliesslich sind die Schlussfolgerungen in der Ex
pertise
– soweit die organische Seite in Frage steht -
begründet.
4.2
Gestützt auf das
A._
-Gutachten gingen die Parteien übereinstimmend von ei
ner
vollständigen Arbeits
un
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit
als Mitar
beite
rin im Reinigungsdienst
aus
, was
im Einklang steht mit
der dargelegten mediz
i
ni
schen Aktenlage
.
Unstreitig ist sodann, dass
die Beschwerdeführerin bei
Ablauf des Wartejahres (Art. 28
Abs.
1 lit. b IVG) und der Sechsmonatsfrist nach der Anmeldung am 17. September 2008 (vgl.
Urk.
8/2/9; Art. 29
Abs.
1 IVG), mithin im März 2009
,
auch in einer
Verweist
ätigkeit nicht arbeitsfähig war. Während
Dr.
B._
am 18. November 2008 ein baldiges Arbeiten in einer leidensangepassten Tätigkeit
annahm
, ohne
sich zum zumutbaren Arbeitspensum zu äussern
(E.
3.1), sprach
de
r Konsiliararzt des Unfallversicherers
,
Dr.
D._
, am 1
5.
Dezember 2008
zwar von einer Arbeitsfähigkeit von 25 %, dies jedoch lediglich in einem
Arbeits
ver
such (E.
3.2)
. D
r.
H._
hielt hingegen
im März 2010
bereits
ab August 2008
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
in einer Verweistätigkeit für zumutbar (E. 3.4)
,
ohne diese
von den Vorakten
divergierende Einschätzung zu erläutern.
Die
A._
-
Gutachter
legten
schliesslich nachvollziehbar
dar
,
dass
wegen der
bereits von Dr.
H._
erwähnte
n
, nicht optimal verlaufene
n
Behandlung erst ab Feb
ruar
2010 von einer Einstellung der (vorübergehe
nd
en) Unfallleistung
en, das heisst
vom
Wiedererlagen der (Teil)Arbeitsfähigkeit
in einer Verweistätigkeit
auszu
gehen ist.
Wenn die Beschwerdegegnerin somit von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit bis im Februar 20
10
ausging und zunächst bei einem Invali
di
tätsgrad von 100
%
eine ganze Invalidenrente zusprach, ist dies nicht zu be
an
standen.
Strittig ist hingegen, inwieweit die Beschwerdeführerin
ab diesem Zeitpunkt
in einer leidensangepassten Tätigkeit arbeitsfähig ist.
4.3
Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass die
A._
Gutachter
ihrer Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit
in somatischer Hinsicht lediglich die (unfallbe
dingten)
Beschwerden der linken Schulter und die Schultersteifigkeit
zu Grunde legten. Die Knie- wie auch die HWS-Beschwerden und die Beeinträchtigung am rechten Arm qualifizierten
die Experten
als unfallfremd, weshalb sie
diese ge
sund
heitlichen Störungen
bei der Zumutbarkeitsbeurteilung ausser Acht
liessen
.
Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin
schadet
dies
jedoch
auch mit Blick auf den
von der finalen Invalidenversicherung zu übernehmenden ge
samten Gesundheitsschaden nicht, da
die Gutachter die
diesbezüglichen
Diag
nose
n
ausdrücklich
jenen zuordneten, denen
sie gar keine
Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit beimassen
(E. 3.8 hievor)
.
Diese
Einschätzung
findet ihre Stütze
zur Hauptsache
in den
Beurt
eilungen der vorbefassten Ärzte
. So führten
bereits Dr.
B._
und
Dr.
D._
aus, dass die Kniebeschwerden die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtige
n,
und Dr.
L._
wies
(auch) im Zusammenhang mit den Kniebeschwerden
auf die massive Dis
kre
panz zwischen dem subjektiven Empfinden und den
erhobenen Befunden
, diffe
rentialdiagnostisch auf
eine
Verdeutlichungstendenz und gar Aggravation
hin.
Dr.
H._
beschrieb die Kniebeschwerden
zwar
unter den Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit und
sprach von einer desolaten Situation
. Er
er
wähnte
aber auch
eine
erh
ebliche
n
Überlagerung beziehungsweise, dass die Menis
kuspathologie die angegebene Beschwerdesymptomatik ni
cht erkläre (Urk.
8/21/29 oben)
.
Wenn er die Kniebeschwerden gleichwohl
als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bezeichnete, erweist sich die Beurteilung nicht
als schlüssig, da
Dr.
H._
im Zusammenhang mit dem Knie von diffusen Schmerz
angaben, aber nicht von objektivierbare
n
Befunde
n
berichtete (Urk.
8/21/27)
. Dies fällt umso mehr ins Gewicht, als auch die
Ärzte der Klinik
K._
auf Inkonsistenzen
(
Urk.
8/21/11 unten)
respektive
Facharzt
M._
auf
e
in auf körperliche Schonung und Schmerzvermeidung ausgerichtetes Ver
halten als selbstlimitierenden Faktor (
Urk.
8/27/16)
hingewiesen hatten
. Es ob
liegt den Gutachtern, das
-
hier ausgeprägte
-
subjektive Krankheits
geschehen
von den
objektiven Befunde
n
zu unterscheiden
,
und lediglich letztere bei der
Zumutbarkeitsbeurteilung zu berücksichtigen
, was die
A._
-Gutachter - a
nders als
Dr.
H._
- in nachvollziehbarerer Weise getan haben.
Das Gleiche gilt für die (nicht unfallkausalen) Rückenbeschwerden im Bereich der Hals- und der Brustwirbelsäule.
Auch diese
n
schrieben d
ie
A._
-Gutachter
keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu, was in Bezug auf die Skoliose
mit der Beurteilung durch
Dr.
H._
übereinstimmt
. Dieser führte
im März 2010
trotz des ihm bekannten, im März 2009 angefertigten MRI (
Urk.
8/21/23 Mitte)
die geklagten HWS-Beschwerden nicht einmal in d
er
Diagnoseliste
auf.
Die Einschätzung der
A._
-Gutachter wird im Weiteren gestützt durch bildge
benden Untersuchungsresultate, welche sowohl hinsichtlich der HWS als auch der BWS diskrete oder blande Befunde zeigten (vgl.
Urk.
8/34/30-31).
Ebenso wenig kann
den Vorbringen
der Beschwerdeführerin, die Beschwerden am
rechten Arm seien zu Unrecht unberücksichtigt geblieben, gefolgt werden. Die
A._
-Gutachter führten die Synostose zwischen Elle und Speiche rechts le
dig
lich als Verdachtsdiagnose auf
und
Dr.
L._
sprach „wahrscheinlich“ von einer congenitalen Pronations-Einschränkung, ohne eine entsprechende Di
ag
no
se zu
stellen. Es erscheint daher überzeugend
, dass
die Armbeschwerden
sei
tens der
A._
-Gutachter
als ohne Einfluss auf die Arb
eitsfähigkeit bezeichnet wurde
n
, zumal
es sich hiebei um eine seit der Geburt bestehende Beeinträchti
gung
handelt
, welche
die Beschwerdeführerin
während Jahren
nicht
an der Ausübung von Reinigungstätigkeiten gehindert hat (
Urk.
8/6). Es ist nicht
ein
zusehen
, weshalb sich allein mit der entsprechenden Diagnosestellung hieran etwas geändert haben sollte
.
Bei dieser Sachlage leuchtet
die Schlussfolgerung
der
A._
-Gutachter,
die Be
schwerdeführerin
sei
seitens des Rücken, des linken Knies und der rechten Ext
remität
in ihrer Leistungsfähigkeit
nicht
eingeschränkt
, ohne
W
eiteres ein
.
Das
von den
A._
-Gutachtern angesprochene beginnende Karpaltunnelsyndrom führt
anhand der Auflistung unter den Diagnosen ohne Auswirkung auf die Ar
beits
fähigkeit auch (noch) zu keiner
Leistungse
inschränkung.
4.4
Die
A._
-Gutachter legte
n
eine Arbeitsfähigkeit von
7
0
%
in einer leidensange
passten Tätigkeit fest.
Die behandelnden
Ärzte
attestierten zwar im Mai und Juli
2009 noch eine Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit (E.
3.3 hievor)
, doch schloss
auch
Dr.
F._
am 3
0.
Juli 2009
eine Wiederaufnahme der beruflichen Tätig
keit nach Ansprechen auf die Behand
lungsmassnahmen nicht aus (Urk.
8/14/7)
.
Dr.
G._
schliesslich
äusserte sich nicht klar in Bezug auf die Einschränkung in einer Verweistätigkeit, erschöpft sich ihre Feststellung
doch
im Hinweis auf eine verminderte Leistungsfähigkeit
,
ohne
dass diese
genaue
r bestimmt
worden wäre
(Urk. 8/16/4).
Abweichend zu den
A._
-Gutachter
n
bescheinigte
Dr.
H._
eine Arbeits
fähig
keit
in einer Verweistätigkeit
von lediglich 50
%
(E. 3.4 hievor)
, dies al
lerdings
abgeschwächt durch den Hinweis
„
glaublich
“
(Urk.
8/21/36
Ziff.
3), weshalb
d
iese
mit
Unsicherheit behaftete
Beurteilung
nicht geeignet ist, die gut
achterliche Fest
stellung in Zweifel zu ziehen.
Zudem ist nicht z
u erkennen,
ob beziehungs
weise
inwieweit er dabei die nicht objektivierbaren, von ihm als er
hebliche Überlage
rung der Symptomatik beschriebenen Befunde
,
ausgeklammert hat.
4.5
Im psychiatrischen Teilgutachten des
A._
-Gutachtens wurde
n als Diagnose psy
c
hologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten
Krankheiten
(ICD-10 F54)
sowie Entwicklung körperlicher Symptome aus psy
chi
schen Gründen (
I
CD-10 F68)
genannt (
Urk.
8/34/38 f.
).
Währenddem letzte
re Diagnose keinen Eingang in die konsensuale Diagnoseliste fand
wurde
erstere
als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bezeichnet (E. 3.8).
Facharzt
M._
wählte den nämlichen Diagnosecode (ICD-10 F54), umschrieb ihn jedoch nicht entspre
chend der massgeblichen Codierung, sondern als erschwerte Schmerz- und Be
schwerdeverarbeitung (E. 3.7
)
.
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
so
n bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver
werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objek
tiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung e
iner Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen
Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten
Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hin
weisen).
Die
unter ICD-10 F54 erfassten Störungen (wie Sorgen, emotionale Konflikte, Erwartungsangst) sind
zwar oft lang anhaltend, aber m
eist leicht
(Dil
ling/
Mom
bour/Schmidt [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Stö
rungen, ICD-10
Kapitel V [F],
9.
Auflage, Bern 2014, S.
208).
Gleich wie
die Rechtsprechung
eine
r
leichten Depression
regelmässig keine invalidisierende Wirkung
zuschreibt
(etwa
Urteil des Bundesgerichts 9C_506/2014 vom 10.
November 2014 E.
4.2), erscheint
auch
das vorliegende psychiatrische
Krankheitsbild nicht geeignet, die Arbeits
fähig
keit
massgeblich
einzuschränken und
eine leistungsspezifische Invalidität
zu begründen
, wovon denn auch Gut
achter
M._
ausging (E.
3.7 hievor)
.
Dem
A._
-Gutachten ist nichts zu ent
nehmen, was zu einem gegenteiligen Schluss
zu
führen
hätte
. Vielmehr wurde als Befund ein psychopathologisch insgesamt unauffälliger Psychostatus be
schrieben (
Urk.
8/36/38),
weshalb
der
aus psychia
trischer Sicht postulierte
n
Ar
beitsunfähigkeit von 10
%
keine invalidisierende Wirkung
zuerkannt werden kann
und bei der Invaliditätsbemessung ausser Acht zu bleiben hat.
Damit ist von einer Arbeitsfähigkeit von 80 % auszugehen.
4.6
In Bezug auf das vom Orthopäden
Dr.
P._
verfasste Teilgutachten rügte die Beschwerdeführerin, die von ihr geschilderten Klagen hätten
darin
nicht Ein
gang gefunden. Anders als bei der Exploration durch den Psychiater sei keine
Übersetzung zugegen gewesen.
Die Beschwerdeführerin bestritt
den Vermerk von
Dr.
P._
im Gutachten, dass
sie
von einer Dolmetscherin begleitet wor
den sei, und verlang
t
e die Edition der Dolmetscherquittung unter dem Hinweis, der Termin sei kurzfristig von 10.30 Uhr auf 10.00 Uhr vorverschoben worden.
Sie machte geltend,
Dr.
P._
habe sie nicht verstanden, seine Exploration sei oberflächlich gewesen und die Anamnese habe er nicht detailliert erfragt
, son
dern die verschiedenen Voranamnesen wiedergegeben. Zude
m sei der Gutachter zwischen 70 bis
80 Jahre alt gewesen (
Urk.
1 S. 4 f.).
De
m
A._
-Gutachten
ist
z
u entnehmen, dass die Anamneseerhebung im Beisein einer Dolmetscherin erfolgte (
Urk.
8/34/22 oben),
und
gemäss Vermerk im Gut
achten
fand
die Untersuchung durch den Orthopäden
ebenso unter Begleitung einer Dolmetscherin statt (
Urk.
8/34/29 Mitte). Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass diese Feststellung des Gutachters
nicht zutreffend sein könnte
. I
ns
besondere
ist
zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin im Vorfeld zwar
angeblich einen Dolmetscher verlangt, aber das
nunmehr
behauptete Fehlen ei
ne
s solchen nicht umgehend gerügt hat.
Weder ist
dem Einspracheentscheid des Unfallversicherers zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin einen entspre
chen
den E
inwand erhoben hätte (vgl.
Urk.
8/37/6)
, noch enth
a
lt
en
d
i
e
durch die Rechts
vertreterin verfasste
n Einwände auf den
Vorbescheid
entsprechende
Aus
füh
rungen
(
Urk.
8/52). Die erstmals im Beschwerdeverfahren vorgetragen
en
Rügen
sind demnach als
reine
Schutzbehauptung
zu betrachten, welche den
Beweiswert des
A._
Gutachtens nicht zu sch
mäl
e
r
n
vermögen
.
Daran ändert auch nichts,
wenn
die
Untersuchung
durch
Dr.
P._
um eine halbe Stunde vor
verschoben wor
den ist, waren doch
für die gesamte Begutachtung
mehrere Stunden respektive Tage vorge
se
hen, wie dem aufgelegten Zeitplan zu entneh
men ist (vgl.
Urk.
3)
,
und fand die Begutachtung im Rahmen eines stationären Aufenthalts statt (
Urk.
8/34/7).
Inwiefern
unter diesen Umständen
eine gering
fügige Zeitverschie
bung die Teilnahme eines Dolmetschers
hätte verhindern
soll
en
,
legte selbst die Beschwerdeführerin nicht dar.
Unter diesen Umständen ist
vom beantragten
Beizug von Quittungen
abzusehen
; ebenso gehen die
Vor
bringen der Beschwer
deführerin, die von ihr vorgetragenen Klagen seien nicht verstanden worden
, ins Leere.
Dies gilt umso mehr,
als
die Beschwerdeführerin die deutsche Sprache so gut versteht,
dass
sie wenigstens einfache Sachverhalte beantworten kann, wie
Dr.
L._
festhielt (Urk. 8/27/25 oben).
Genauso
wenig vermögen die Ausführungen der Beschwerde
führe
rin betreffend
das Zittern des Gutachters und sein Alter
den
Beweiswert der Expertise
in Zweifel
zu ziehen. Das Gutachten von
Dr.
P._
ist
- auch in Bezug auf die im Rahmen
der Begutachtung durchgeführte allgemeine Anamneseerhebung (
Urk.
8/34/22-
25), aber auch die eigene Exploration (
Urk.
8/34/28-29) -
hinrei
chend ausführ
lich,
gut aufgebaut und
die
Gedankengänge
des Gutachters
sind leicht nachvoll
ziehbar.
Allein das
Alter
ist nicht geeignet,
Zweifel
an seiner fachlichen Qualifi
kation aufkommen
zu
lassen
, und es deutet nichts darauf hin, dass
d
er
Gutach
ter
nicht fähig
gewesen
sein sollte, ein
e
regelkonforme
Expertise
zu er
stellen.
4.7
Es
ist daher festzuhalten, dass sich die Vorwürfe de
r
Beschwerdeführer
in
gegen
das orthopädische
A._
-Gutachten
nicht erhärten lassen
, weshalb sich dieses wie
auch das gesamte Gutachten als beweistauglich erweis
en
.
Von weiteren me
di
zinischen Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, wes
halb da
rauf zu verzichten ist (an
tizipierte Beweiswürdigung, BGE
124 V 94 E. 4b; 122 V 162 E. 1d).
Zusammenfassend ist daher von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
in einer
leich
te
n
Tätigkeit mit
feinmotorische
n
Arbeiten auf Tischhöhe ohne Zwangshaltung und ohne Überkopfarbeiten und ohne das Heb
en von schweren Lasten auszuge
hen.
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin errechnete
- ausgehend von den A
ngaben der
ehema
ligen
Arbeitgeber
in vom 30. September 2008 (Urk. 8/8) - ein für die Zeit ab Febru
ar 2010 massgebendes
Valideneinkommen von Fr.
48‘979.36
(Urk. 2 und Urk. 8/
54
)
. Dabei ging sie von einem Monatslohn von Fr. 3‘650.--, zuzüglich
13.
Monatslohn, im Jahr 2007 aus und passte dieses Einkommen der Nominal
loh
n
ent
wicklung der Frauenlöhne an. Die der Beschwerdeführerin darüber hinaus ausgerichtete (Schicht-/Feiertags-) Zulage von jährlich durchschnittlich Fr.
1‘260.-- übersah sie (Urk. 8/8/3).
Diese Einkommensbestimmung ist indes von vornherein unzutreffend. Der Beschwer
deführerin wurde die Stelle noch vor dem Unfall - und damit nicht aus
ge
sundheitsbedingten Gründen - gekündigt (Kündigungsschreiben vom 28.
Dezem
ber 2007, Urk. 8/8/9)
,
und dies wurde mit mangelnder Qualität in der
Arbeitsausführung sowie mit Nichteinhalten von Weisungen und Arbeitszeiten begründet (Urk. 8/8/2).
Damit ist erstellt, dass die Beschwerdeführerin auch bei intakter Gesundheit nicht
mehr an der erwähnten Stelle gearbeitet und auch nicht mehr dieses Ein
kommen erzielt hätte.
5.2
Demzufolge ist vorliegend ein Prozentvergleich vorzunehmen, steht doch der
Be
schwerdeführerin das
selbe Segment von Tätigkeiten offen (einfache und repe
titive Tätigkeiten), in welchem sie sich nach dem Stellenverlust auch ohne gesundheitliche Einschränkungen hätte orientieren müssen. Demgemäss ergibt sich der Invaliditätsgrad aus der Arbeitsunfähigkeit (20 %) sowie einem allfälli
gen Abzug vom Tabellenlohn gemäss der Schweizerischen Lohnstruktur
er
heb
ung
(LSE).
Hierzu ist festzuhalten, dass der von der Beschwerdegegnerin gewährte Abzug
von 15 % unhaltbar ist und einem offensichtlichen Irrtum entspricht. So verwies
sie auf den Abzug des Unfallversicherers von 5 % (vgl. Urk. 8/38/6) und ge
währte einen (zusätzlichen) Abzug von 10 % wegen dem verminderten Belas
tungs
profil (Urk. 8/54/2). Der Unfallversicherer gewährte seinen Abzug von 5 % aber wegen des genau gleichen verminderten Belastungsprofils, weshalb die Be
rechnung der Beschwerdegegnerin einer doppelten Berücksichtigung desselben Faktors entspricht, was rechtswidrig ist. Keine Erwähnung fand sodann der sta
tis
tisch höhere Lohn von teilzeitangestellten Frauen im Niveau 4 (75 % bis 89 %,
LSE 2006, S. 16). Angesichts der noch breiten Einsetzbarkeit der Beschwerde
führerin rechtfertigt sich ein Abzug von höchstens 10 %.
5.3
Damit erschöpft sich die lohnmässige Beeinträchtigung in der Arbeitsun
fähig
keit von 20 % sowie in einem Abzug vom Tabellenlohn von 10 % was zu einem Invaliditätsgrad von 28 % führt. Bei diesem Ergebnis hat die Beschwerde
füh
rer
in kein Anrecht mehr auf eine Rente der Invalidenversicherung, weshalb die Be
schwerde abzuweisen ist.
6.
Die Gerichtskosten nach
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.
festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der Be
schwerde
füh
rerin aufzuerlegen