Decision ID: 4fce72d7-9669-5cc2-97fb-9d6cb4c82a81
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer ist pakistanischer Staatsangehöriger und wurde am 1. März 2008 von Dubai her kommend im Flughafen Zürich-Kloten anlässlich einer vorgelagerten Grenzkontrolle beim Flug der Emirates Airline EK 085 (Ankunft gemäss Flugplan: 20:15 Uhr) zurückgehalten und zur näheren Abklärung zum Fachdienst Grenzkontrolle der  Zürich gebracht.
B. Am darauf folgenden Tag räumte ihm die Kantonspolizei Zürich  Formular "im Auftrag" des Bundesamtes für Migration (BFM) das rechtliche Gehör ein im Hinblick auf eine beabsichtigte Verweigerung der Einreise in die Schweiz wegen der Vorlage eines falschen,  oder gefälschten Reisedokuments. Von dieser Gelegenheit machte der Beschwerdeführer Gebrauch, indem er erklärte, im Besitz eines Original-Reisepasses zu sein, wie er ihn von seinem  Pakistan erhalten habe, mit diesem Pass bereits in andere  gereist zu sein und in den Vereinigten Arabischen Emiraten noch immer über eine Anstellung zu verfügen. Der Beschwerdeführer  die Ausstellung einer anfechtbaren Verfügung.
C. Mit Formular-Verfügung vom 2. März 2008 verweigerte die  Zürich – wiederum "im Auftrag" des BFM – dem  die Einreise und wies ihn aus der Schweiz weg. Als Grund  der Besitz eines falschen, gefälschten oder verfälschten  angegeben.
D. Gegen diese Verfügung reichte der Beschwerdeführer gleichentags bei der Kantonspolizei Zürich eine in englischer Sprache verfasste  ein. In seiner Rechtsmitteleingabe beteuerte er nochmals, es handle sich beim vorgelegten Reisepass um ein echtes Dokument, welches ein Arbeitsvisum für die Vereinigten Arabischen Emirate  und mit welchem er bereits in verschiedene andere Länder  sei. Die Beschwerdeschrift wurde am 3. März 2008 zusammen mit den Akten der Kantonspolizei Zürich an das  übermittelt.
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E. Mit Entscheid vom 6. März 2008 hiess das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde gut, hob die Verfügung auf und wies die Sache zum neuerlichen Entscheid an die Vorinstanz zurück.
F. Mit Formularverfügung vom 7. März 2008, eröffnet um 8:40 Uhr,  die Vorinstanz dem Beschwerdeführer die Einreise und wies ihn aus der Schweiz weg. Als Grund wurde der Besitz eines falschen, gefälschten oder verfälschten Reisedokuments angegeben. Das BFM stützte sich dabei auf das Untersuchungsergebnis der von der  Zürich vorgenommenen Ausweisprüfung vom 2. März 2008.
G. Gegen diese Verfügung reichte der Beschwerdeführer am 7. März 2008, um 8:55 Uhr, bei der Kantonspolizei Zürich eine in englischer Sprache verfasste Beschwerde ein. Darin erklärt er erneut, dass er mit seinem Original-Pass reise, und weist die Anschuldigung der  zurück. Betreffend die Echtheit seines Reisedokumentes sei  die pakistanische Vertretung in der Schweiz beizuziehen. Die Beschwerdeschrift wurde am 7. März 2008 um 10:13 Uhr  mit den Akten per Telefax an das Bundesverwaltungsgericht .
H. Die Vorinstanz verzichtete auf die Einreichung einer Vernehmlassung.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht –  Vorbehalt der Ausnahmen von Art. 32 VGG – Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), die von einer der in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörde erlassen wurden.
1.2 Dazu gehören Verfügungen des BFM nach Art. 65 Abs. 2 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und
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Ausländer (AuG, SR 142.20) betreffend Einreiseverweigerung und Wegweisung am Flughafen.
1.3 Soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, richtet sich das  nach dem VwVG (Art. 37 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
2. Der Beschwerdeführer ist als Adressat der Verfügung vom 7. März 2008 zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Aus  Gründen wird auf die Anordnung einer  der englischsprachigen Beschwerdeschrift in eine Amtssprache verzichtet (Art. 33a Abs. 4 VwVG), zumal aus der Rechtsmitteleingabe ein Beschwerdewille sowie eine Begründung hervorgeht (vgl. Art. 52 Abs. 2 und 3 VwVG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht  Beschwerde ist daher einzutreten (vgl. Art. 52 Abs. 1 VwVG und Art. 65 Abs. 2 AuG).
3. Ausländerinnen und Ausländer, die in die Schweiz einreisen wollen, müssen über ein für den Grenzübertritt anerkanntes, gültiges  und über ein Visum verfügen, sofern ein solches erforderlich ist (Art. 5 Abs. 1 Bst. a AuG sowie Art. 2 Abs. 1 und Art. 3 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über das Einreise- und Visumverfahren [VEV, SR 142.204]) .
3.1 Der Beschwerdeführer wies sich anlässlich der Grenzkontrolle vom 1. März 2008 mit einem pakistanischen Reisepass aus. Die am 2. März 2008 erfolgte Prüfung des Passes durch die Kantonspolizei Zürich, Flughafen-Spezialabteilung, Fachdienst Grenzkontrolle/ hat ergeben, dass es sich um ein gefälschtes Dokument handelt (Inhaltsverfälschung). Der diesbezügliche Bericht trägt  Wortlaut: „Im vorliegenden Dokument ist das bei der Passausstellung auf der Seite 3 angebrachte Bild, zusammen mit der transparenten Sicher-
heitsfolie, ausgeschnitten und entfernt worden. Nach dem Anbringen der aktu-
ellen Fotografie ist die ganze Seite 3 mit einer sekundären, transparenten Fo-
lie ohne fluoreszierende Sicherheitsmerkmale überklebt worden. Das vorlie-
gende Spurenbild belegt zweifelsfrei die vorgenommene Bildauswechslung“.
3.2 Im Rahmen des rechtlichen Gehörs versicherte der , dass er den vorliegenden Reisepass von den pakistanischen
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Behörden erhalten habe. Zudem sei er mit diesem Reisepass schon in andere Länder gereist und arbeite nach wie vor in den Vereinigten  Emiraten.
3.3 Angesichts der Deutlichkeit des Ergebnisses der Untersuchung der Kantonspolizei Zürich bestehen keine Zweifel daran, dass der  anlässlich der versuchten Einreise in die Schweiz am 1. März 2008 im Besitz eines verfälschten pakistanischen Passes war. Die Beteuerungen des Beschwerdeführers, der Reisepass gehöre ihm, entspreche dem von den pakistanischen Behörden abgegebenen  und sei schon von mehreren Ländern akzeptiert worden, sind  und für die Frage, ob das Dokument gemäss den  Bestimmungen anerkannt werden kann, nicht massgeblich. In vorliegendem Zusammenhang ist allein entscheidend, dass  Fälschungsmerkmale festgestellt wurden. Bei dieser Sachlage  sich daher weitere Beweismassnahmen, insbesondere die Einholung von Auskünften bei der pakistanischen Vertretung in der Schweiz.
4. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der  nicht über ein für die Einreise in die Schweiz notwendiges  verfügt (Art. 5 Abs. 1 Bst. a AuG und Art. 2 Abs. 1 VEV). Die Vorinstanz hat ihm demnach zu Recht die Einreise verweigert und die Wegweisung angeordnet. Im Übrigen ist festzustellen, dass auch keine Gründe im Sinne von Art. 83 Abs. 2 bis 4 AuG ersichtlich sind oder geltend gemacht werden, die einem Vollzug der Wegweisung  könnten. Die Verfügung der Vorinstanz ist daher  (Art. 49 VwVG) und die Beschwerde abzuweisen.
5. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 und Art. 3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
(Dispositiv S. 6)
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