Decision ID: f45b0168-065c-5005-b442-f433e8eeb719
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer, eigenen Angaben zufolge ein  Staatsangehöriger der Ethnie Igbo aus Z. im Anambra State, am 10. August 2008 in der Schweiz um Asyl nachsuchte,
dass das BFM am 21. August 2008 im Empfangs- und  (EVZ) Chiasso die Personalien des Beschwerdeführers erhob und ihn summarisch zum Reiseweg sowie zu den Gründen für das  des Heimatlandes befragte und ihn am 15. April 2009 einlässlich zu den Asylgründen anhörte,
dass das BFM mit Verfügung vom 23. April 2009 – eröffnet am 28.  2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des  nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz  und den Beschwerdeführer – unter Androhung von  im Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz bis zum 25. Mai 2009 zu verlassen,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 4. Mai 2009 gegen diese Verfügung Beschwerde erhob und beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und sein Asylgesuch sei gutzuheissen, eventuell sei die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,
dass er ferner beantragte, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu ,

und zieht in Erwägung,
dass nach Einsicht in die Akten auf die Beschwerde – mit Ausnahme des Antrags auf Gutheissung des Asylgesuchs (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.) – einzutreten und diese in Anwendung des AsylG, der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über  (AsylV 1, SR 142.311), des VwVG, des Bundesgesetzes
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vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das  (BGG, SR 173.110), des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu  ist,
dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung des Asylgesuches im EVZ Chiasso bzw. in den 48 Stunden nach der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben, weshalb die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraussetzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend erfüllt ist,
dass der Beschwerdeführer als Ursache der Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren erklärte, er habe nie einen Pass gehabt, weil er dafür kein Geld gehabt habe, die Identitätskarte habe er zwar , aber sie nie erhalten (vgl. act. A1/9 S. 4),
dass er das Zeugnis seiner Mechanikerausbildung verloren und sonst keine anderen Papiere habe, das heisst weder einen Taufschein noch eine Geburtsurkunde (vgl. act. A19/13 S. 3),
dass er die Reise von Nigeria über Kamerun, Frankreich und Italien bis in die Schweiz ohne Reisedokumente und ohne Kontrolle zurück  habe (vgl. act. A1/9 S. 6),
dass sein Onkel in Kamerun 1'000 Dollar für die Schiffsreise von  bis nach Frankreich bezahlt habe,
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zutreffend feststellte, die angeblich interkontinentale Reise ohne Reisepapiere und Kontrolle könne ihm aufgrund von widersprüchlichen und stereotypen  nicht geglaubt werden und zu Recht davon ausging, er habe ein gültiges Reisepapier mit sich geführt, das er den Asylbehörden  vorenthalte und demnach für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren innerhalb der Frist von 48 Stunden nach  des Asylgesuchs keine entschuldbaren Gründe vorliegen ,
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dass der Beschwerdeführer zur Begründung des Asylgesuchs im  geltend machte, er sei Buschauffeur und habe aufgrund  plötzlich vor ihm anhaltenden Autos ausweichen müssen und  einen Polizisten überfahren,
dass sein Bruder ihm im Spital mitgeteilt habe, dass der Polizist  sei und er flüchten solle, weil er ohne Führerschein gefahren sei und man dafür in Nigeria inhaftiert werde,
dass er danach ein Jahr bei seinem Onkel in Kamerun gewesen sei, dort keine Arbeit gefunden habe, weshalb er zu einem Freund nach Frankreich gereist, aber auch dort arbeitslos gewesen sei und nicht englisch gesprochen werde, weshalb er in die Schweiz gekommen sei (vgl. act. A1/9 S. 5 f.),
dass für die weiteren Einzelheiten betreffend den zur Begründung des Asylgesuchs geltend gemachten Sachverhalt auf die Protokolle der Befragung vom 21. August 2008 und der Anhörung vom 15. April 2009 sowie auf die Verfügung vom 23. April 2009 zu verweisen ist,
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung mit zutreffender  darlegte, dass der Beschwerdeführer widersprüchliche und realitätsfremde Angaben zum Unfallhergang, Unfalldatum und der durchreisten Ländern gemacht habe, nicht nachvollziehbar sei, warum er nur anlässlich der Anhörung Erinnerungslücken habe, aber weder bei der Befragung im EVZ noch den polizeilichen Einvernahmen,  die Ausführungen des Beschwerdeführers zur Begründung seines Asylgesuches nicht glaubhaft seien,
dass in der Beschwerde nicht substanziiert dargelegt wird, inwiefern das BFM die Asylvorbringen des Beschwerdeführers zu Unrecht als unglaubhaft beurteilt haben soll, sondern nur rudimentär der zur  des Asylgesuches geltend gemachte Sachverhalt wiederholt und anfügt, gemäss dem Wortlaut von Art. 1 A Abs. 2 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sei er als Flüchtling anzusehen,
dass selbst, wenn man davon ausginge, der vom Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuchs geltend gemachte Sachverhalt habe sich tatsächlich zugetragen, festzuhalten ist, dass seine  nicht asylrelevant sind, zumal angesichts des Verkehrsunfalls die nigerianischen Behörden nach seiner Person aus rechtsstaatlich legiti-
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men Gründen, nämlich zur strafrechtlichen Untersuchung des , erfolgen würde,
dass vor diesem Hintergrund ohne weitere Erörterungen festgestellt werden kann, dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des  offensichtlich ausgeschlossen werden kann und auch zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG  nicht notwendig sind,
dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den  Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der  völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich  Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen  im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung  sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,
dass im Falle einer Rückkehr weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung des jungen und den Akten zufolge gesunden Beschwerdeführers, welcher in  eine Lehre als Automechaniker abgeschlossen, als Buschauffeur gearbeitet hat und dort über ein Beziehungsnetz verfügt (act. A1/9 S. 2 und 3), schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung nicht unzumutbar im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den  auch möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist, soweit auf diese einzutreten ist,
dass die offensichtlich unbegründete Beschwerde deshalb mit  Begründung im einzelrichterlichen Verfahren mit Zustimmung eines zweiten Richters abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege  Aussichtslosigkeit abzuweisen ist und die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.– dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind.
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