Decision ID: 4ec7ec27-9d8e-570d-8443-5c8e65959952
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
F._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge, Quaderstrasse 5, Postfach
26, 7002 Chur,
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse des Kantons St.
Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rückerstattung von Ergänzungsleistung zur IV
Sachverhalt:
A.
F._ wurde von ihrem Ehemann am 31. März 2004 zum Bezug einer
Ergänzungsleistung zur Invalidenrente angemeldet. Das Ehepaar F._ hatte drei 1990,
1992 und 1996 geborene Kinder, die im elterlichen Haushalt lebten. Der Ehemann der
Versicherten gab im Anmeldeformular an, das Sparvermögen belaufe sich auf Fr.
46'756.75. Dazu komme ein Auto im Wert von Fr. 1000.-. Weder er noch die
Versicherte seien an einer unverteilten Erbschaft beteiligt. Die Versicherte erhalte eine
Invalidenrente mit drei Kinderrenten und eine Rente der A._. Die Invalidenrente
belaufe sich auf Fr. 11'244.- und für jedes Kind auf Fr. 4500.-, diejenige der A._ auf
Fr. 5390.40 und für jedes Kind auf Fr. 1078.20. Der Anspruch auf Taggelder der B._
habe am 15. Februar 2004 geendet. Die Rentennachzahlung sei im Betrag von
Fr. 100'000.- für den Hausbau in Serbien und im Betrag von Fr. 60'000.- zur
Schuldentilgung bei Verwandten verwendet worden. Zum Wert des Grundeigentums in
Serbien machte der Ehemann der Versicherten keine Angaben. Er verneinte auch im
Zusatzformular für Grundeigentum die Frage, ob eine Erbengemeinschaft bestehe.
Abschliessend führte er aus, das Haus werde von der Familie in den Ferien bewohnt.
Gemäss einem Schreiben der A._ vom 10. März 2004 hatte die C._ AG einen
Anschlussvertrag mit der D._ Versicherung im Jahr 1996 gekündigt, worauf die D._
Versicherung die Schadenreserve an die Sammelstiftung C._ AG überwiesen hatte.
Diese Sammelstiftung wurde durch die A._ verwaltet. Ab 1. April 2004 richtete
letztere die Invaliditätsleistungen aus. Für die Invaliditätsleistungen der D._
Versicherung zwischen Januar 1998 und Dezember 2003 hatte die Versicherte am 3.
Dezember 2003 eine Abrechnung erhalten. Laut dieser Abrechnung richtete die D._
Versicherung seit Januar 2004 eine Leistung von Fr. 8624.- pro Jahr aus. Dr. med.
E._ gab am 16. Mai 2004 an, der Ehemann der Versicherten sei vollständig
arbeitsunfähig. Trotzdem ging die EL-Durchführungsstelle davon aus, dass der
Ehemann der Versicherten auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens verzichte. Die
Ortskanzlei G._hatte am 20. April 2004 angegeben, dass zwar Fr. 160'000.- in die
Liegenschaft in Serbien investiert worden seien, der effektive Marktwert aber nur
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Fr. 80'000.- betrage. Es würden keine Mietzinseinnahmen erzielt und als offizielle
Inhaberin des Grundstücks sei die verstorbene X._ eingetragen. Die EL-
Durchführungsstelle ging davon aus, dass der Ehemann der Versicherten
Alleineigentümer der Liegenschaft in Serbien sei und dass diese Liegenschaft einen
Marktwert von Fr. 160'000.- aufweise. Bei der Anspruchsberechnung ab 1. März 2004
berücksichtigte die EL-Durchführungsstelle auf der Ausgabenseite
Krankenkassenbeiträge für ein Ehepaar und drei Kinder von Fr. 7380.-, einen AHV-
Mindestbeitrag von Fr. 365.-, laufende Kosten der Liegenschaft (irrtümlicherweise als
familienrechtliche Unterhaltsleistungen bezeichnet) von Fr. 1600.-, das
Mietzinsmaximum von Fr. 15'000.- und den Lebensbedarf eines Ehepaares mit drei
Kindern von Fr. 50'110.-. Auf der Einnahmenseite fanden ein Sparvermögen von Fr.
46'756.-, ein Fahrzeug im Wert von Fr. 1000.- und ein Wert der Liegenschaft von Fr.
160'000.-, abzüglich Schulden von Fr. 60'000.- Berücksichtigung. Das anrechenbare
Vermögen von Fr. 62'756.- ergab einen Vermögensverzehr von Fr. 4183.-. Dazu kamen
das hypothetische Erwerbseinkommen des Ehemannes der Versicherten von Fr.
23'810.-, die Invalidenrente von Fr. 24'744.-, die Leistungen der A._von Fr. 8625.-
und ein Ertrag des Sparvermögens von Fr. 122.-. Mit einer Verfügung vom 22. Juli 2004
sprach die EL-Durchführungsstelle der Versicherten rückwirkend ab März 2004 die
entsprechende Ergänzungsleistung zu. Das RAV Sargans gab am 27. August 2004
bekannt, dass der Ehemann der Versicherten wegen der vollständigen
Arbeitsunfähigkeit nicht vermittelbar sei. Die EL-Durchführungsstelle teilte der
Versicherte am 13. Oktober 2004 mit, dass sie das hypothetische Erwerbseinkommen
des Ehemannes bis zum definitiven Entscheid über dessen IV-Rentenbegehren in der
Anspruchsberechnung belasse. Eine allfällige Neuprüfung werde nach dem definitiven
IV-Entscheid erfolgen.
B.
Die Versicherte meldete am 13. Januar 2005 eine Reduktion des Sparvermögens. Die
entsprechende Revisionsverfügung mit Wirkung ab Januar 2005 erging am 10. Februar
2005. Sie beinhaltete auch eine Erhöhung der Leistung der A._ von Fr. 8625.- auf Fr.
9703.-. Ab 1. April 2005 fehlte diese Einnahme dann aber in der Anspruchsberechnung,
wodurch die Ergänzungsleistung deutlich anstieg. Die entsprechende Verfügung vom
4. Mai 2005 enthielt keinen Hinweis auf die Ursache dieser Veränderung. Per 1.
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September 2005 stieg die Ergänzungsleistung nochmals an, da die Versicherte nun nur
noch eine Viertels- statt der bisherigen halben Invalidenrente erhielt. Auch in dieser wie
in allen folgenden Anspruchsberechnungen fehlte die Leistung der A._. Am 17.
Januar 2006 machte die Versicherte geltend, das Haus sei nicht einmal mehr die Hälfte
der investierten Fr. 160'000.- wert, denn in Serbien verlören die Häuser viel schneller
den Wert als in der Schweiz. Die Schulden beliefen sich nur noch auf Fr. 5635.20. Die
EL-Durchführungsstelle trug einzig der Verminderung der Schulden Rechnung. Am 9.
Februar 2006 verfügte sie die entsprechende Verminderung der Ergänzungsleistung
per 1. März 2006. Aufgrund eines Hinweises der AHV-Zweigstelle erkannte die EL-
Durchführungsstelle, dass sie bisher die Kosten des Gebäudeunterhalts
irrtümlicherweise als familienrechtliche Unterhaltsbeiträge angerechnet hatte. Neu
rechnete sie zudem einen hypothetischen Liegenschaftsertrag von Fr. 8000.- an. Die
entsprechende Verfügung vom 3. März 2006 ersetzte die Revisionsverfügung vom 9.
Februar 2006. Die Versicherte liess gegen diese Korrekturverfügung Einsprache
erheben und geltend machen, der neuen Einnahmenposition 'Liegenschaftsertrag' liege
keine Sachverhaltsveränderung zugrunde, weshalb es nicht zulässig sei, revisionsweise
erstmals einen solchen Ertrag anzurechnen. Im übrigen sei die Liegenschaft gar nicht
vermietbar. In der Nachbarschaft stünden bereits etwa zwanzig Häuser leer. Die EL-
Durchführungsstelle hiess die Einsprache teilweise gut, indem sie rückwirkend ab März
2006 den hypothetischen Liegenschaftsertrag auf 1680.- und den pauschalen
Liegenschaftsunterhalt auf Fr. 336.- reduzierte. Gleichzeitig berücksichtigte sie
erstmals für beide Ehegatten den AHV-Mindestbeitrag. Der Einspracheentscheid vom
3. November 2006 erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
C.
Die Versicherte füllte am 4. Juli 2007 den Fragebogen zur periodischen Überprüfung
der laufenden Ergänzungsleistung aus. Sie gab dabei u.a. an, sie erhalte wegen
Überversicherung keine Leistungen der A._ mehr. Aber die D._ Versicherung richte
ihr jährliche Leistungen von Fr. 3600.- aus. Die AHV-Zweigstelle bemerkte dazu, sie
habe festgestellt, dass die Zahlungen der D._ Versicherung von der Versicherten
nicht gemeldet worden seien. Diese Zahlungen würden mit Wirkung ab 1. Dezember
2003 ausgerichtet. Die Versicherte legte ein Schreiben der A._ vom 10. Juni 2007 bei,
laut dem sie vorerst wegen Überversicherung keinen Anspruch auf Leistungen aus der
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Pensionskasse der C._ AG mehr hatte. Gemäss den Bestätigungen der D._
Versicherung vom 2. Juli 2007 richtete diese jährliche Leistungen von Fr. 3600.- aus.
Am 14. Januar 2008 teilte die EL-Durchführungsstelle der Versicherten mit, dass es zu
einer Rückforderung kommen werde, da sämtliche Pensionskassen- und anderen
Rentenleistungen per April 2005 aus der Berechnung genommen worden seien, obwohl
die D._ Versicherung Leistungen ausgerichtet habe. Am 18. Januar 2008 reichte die
Versicherte den Lehrvertrag für die Tochter Z._. ein. Die EL-Durchführungsstelle
nahm rückwirkend ab April 2005 eine Neuberechnung der Ergänzungsleistung vor. Die
einzige Veränderung bestand für die Zeit bis Februar 2006 in der Anrechnung der
Leistung der D._ Versicherung. Für die Zeit ab März 2006 berücksichtigte die EL-
Durchführungsstelle zusätzlich einen hypothetischen Liegenschaftsertrag von Fr.
8000.-. Ab August 2006 nahm die EL-Durchführungsstelle eine Vergleichsrechnung vor.
Die Variante mit der Tochter Z._ erwies sich als die für die Versicherte günstigere.
Das bedeutete, dass zusätzlich zum hypothetischen Erwerbseinkommen des
Ehemannes der Lehrlingslohn der Tochter Z._. anzurechnen war. Ab Januar 2007
rechnete die EL-Durchführungsstelle nur noch einen Liegenschaftsertrag von Fr. 1680.-
(statt Fr. 8000.-) und einen Liegenschaftsunterhalt von Fr. 336.- (statt Fr. 1600.-) an. Ab
Juli 2007 fehlten die Kosten des Liegenschaftsunterhalts ganz, während der
Liegenschaftsertrag von Fr. 1680.- weiterhin Berücksichtigung fand. Ab Januar 2008
erschien auch der Liegenschaftsunterhalt von Fr. 336.- wieder in der Berechnung. Es
resultierte eine Rückforderung von Fr. 17'952.-. Die entsprechende Verfügung erging
am 23. Januar 2008.
D.
Die Versicherte liess Einsprache gegen diese Verfügung erheben und geltend machen,
der Rückforderungsanspruch sei verjährt. Die EL-Durchführungsstelle hätte nämlich
schon im Jahr 2005 erkennen müssen, dass die D._ Versicherung Leistungen
ausgerichtet habe. Der Wert der Liegenschaft betrage lediglich Fr. 80'000.-. Die
investierten Fr. 160'000.- seien durch die Altersentwertung amortisiert worden. Im
Übrigen sei die Liegenschaft Eigentum einer Erbengemeinschaft, so dass nicht der
gesamte Wert als Vermögen angerechnet werden dürfe. Die Anrechnung eines
Liegenschaftsertrages sei nicht korrekt. Am 19. März 2008 liess die Versicherte darauf
hinweisen, dass die verstorbene Mutter ihres Ehemannes als Eigentümerin des
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Grundstücks eingetragen sei. Erben seien ihr Ehemann und dessen beiden
Schwestern. Ihr Ehemann habe im Vertrauen darauf gebaut, dass er das Grundstück
würde übernehmen können. Nun machten die beiden Schwestern aber je einen
Erbanteil von einem Drittel geltend. Unter diesen Umständen könne kein Vermögen
angerechnet werden. Am 5. Februar 2008 hatte die EL-Durchführungsstelle gestützt
auf die Neuberechnung auch über den EL-Anspruch ab Februar 2008 verfügt. Dagegen
hatte die Versicherte am 29. Februar 2008 Einsprache erheben lassen. Die Begründung
entsprach derjenigen der ersten Einsprache. Gemäss den Bestätigungen des
zuständigen Grundbuchamtes war der Ehemann der Versicherten nicht Eigentümer des
Grundstücks. Als Eigentümerin war nach wie vor dessen verstorbene Mutter
eingetragen. Diese war zudem Miteigentümerin zweier weiterer Grundstücke gewesen.
Am 1. September 2008 wies die EL-Durchführungsstelle die Einsprache gegen die
Rückforderungsverfügung vom 23. Januar 2008 ab. Sie führte aus, sie habe erst
anlässlich der Revision vom Juli 2007 von den Leistungen der D._ Versicherung
erfahren. Vorher habe sie nicht ahnen können, dass die Versicherte diese Leistungen
erhalte. Die Rückforderung sei somit rechtzeitig verfügt worden. Die Leistungen der
D._ Versicherung hätten eigentlich bereits ab Anspruchsbeginn (März 2004)
angerechnet werden müssen, aber dies könne zufolge Verwirkung nicht mehr
nachgeholt werden. Da die Versicherte nicht gemeldet habe, dass die Liegenschaft
einer Erbengemeinschaft gehöre, könne den effektiven Eigentumsverhältnissen erst ab
Februar 2008 Rechnung getragen werden.
E.
Am 6. August 2008 hatte die EL-Durchführungsstelle die laufende Ergänzungsleistung
per 1. August 2008 revisionsweise neu festgesetzt. Dabei hatte sie die beiden ältesten
Kinder nicht mehr berücksichtigt. Sie hatte aber eine Neuberechnung zugesichert,
sobald ihr die Ausbildungsbestätigung für den Sohn Y._ vorliege. Dagegen hatte die
Versicherte am 12. September 2008 Einsprache erheben und geltend machen lassen,
in bezug auf die Liegenschaft gelte das bereits in früheren Einsprachen Ausgeführte.
Die Reduktion des Mietzinses sei nicht gerechtfertigt, weil noch alle Kinder in
Ausbildung seien und im elterlichen Haushalt lebten. Ebensowenig zulässig sei die
Reduktion der Prämienverbilligung und des Lebensbedarfs. Die EL-Durchführungsstelle
kündigte der Versicherten am 22. September 2008 an, dass sie die drei Einsprachen
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vereinigen werde. Am 13. Oktober 2008 hob sie ihren - bereits angefochtenen -
Einspracheentscheid vom 1. September 2008 auf, worauf das Gericht die Beschwerde
als gegenstandslos abschrieb.
F.
Die A._ teilte der Versicherten am 10. Oktober 2008 mit, sie werde rückwirkend für
April 2004 bis März 2005 und ab September 2005 eine Leistung ausrichten. Am
19. November 2008 führte die EL-Durchführungsstelle gegenüber der Versicherten aus,
die A._ habe die Leistungen per Ende März 2005 wegen Überversicherung
eingestellt. Deshalb seien diese Leistungen per 1. April 2005 aus der Berechnung
genommen worden. Von den Leistungen der D._ Versicherung habe sie erst
anlässlich der Revision vom Juli 2007 erfahren. Mangels entsprechender Angaben und
Hinweise habe sie nicht wissen können, dass bei der D._ Versicherung eine
Lebensversicherung existiere, aus der Leistungen flössen. Die Rückforderung sei somit
im Januar 2008 rechtzeitig verfügt worden. Eigentlich hätte die Rückforderung auch die
Periode März 2004 bis März 2005 umfassen müssen. Da diesbezüglich nicht verfügt
worden sei, sei die entsprechende Rückforderung verwirkt. Die rückwirkende
Auszahlung einer Rente der A._ sei noch in die rückwirkende EL-
Anspruchsberechnung einzubeziehen. Betreffend die Liegenschaft sei im
Einspracheentscheid vom 3. November 2006 rechtskräftig entschieden worden. Im
übrigen sei dieser Einspracheentscheid inhaltlich korrekt. Die Tatsache, dass der
Ehemann der Versicherten Mitglied einer Erbengemeinschaft sei, rechtfertige wegen
verspäteter Meldung erst ab Februar 2008 eine entsprechende Korrektur. Anzurechnen
seien ab diesem Zeitpunkt ein Liegenschaftsvermögen von Fr. 53'333.- und ein Ertrag
aus der Liegenschaft von Fr. 560.-. Ab August 2008 sei nur noch mit den Eltern und
den beiden Kindern gerechnet worden, da diese Variante der Vergleichsrechnung die
für die Versicherte günstigere gewesen sei. Ab Oktober 2008 sei der Lehrlingslohn von
F. zusätzlich zu berücksichtigen, weshalb wieder die Eltern und die drei jüngeren
Kinder in die Berechnung einzubeziehen seien. All diese Korrekturen hätten eine
Rückforderung von Fr. 44'935.- zur Folge. Zur Erledigung der drei Einsprachen wäre es
möglich, alle angefochtenen Verfügungen durch eine kombinierte Neuberechnungs-
und Rückforderungsverfügung zu ersetzen. Diese Verfügung wäre beschwerdefähig.
Falls sie mit diesem Vorgehen nicht einverstanden sei, müsse ein Einspracheentscheid
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erlassen werden. Die Versicherte war mit dem Erlass einer Verfügung einverstanden.
Daraufhin erliess die EL-Durchführungsstelle am 17. Dezember 2008 die
vorgeschlagene "kombinierte Neuberechnungs- und Rückforderungsverfügung".
G.
Die Versicherte liess am 2. Februar 2009 Einsprache gegen diese Verfügung erheben.
Sie machte geltend, es müsse rückwirkend eine korrigierte Liegenschaftsberechnung
Berücksichtigung finden. Sie habe nämlich keine Meldepflichtverletzung begangen,
denn nicht sie, sondern ihr Ehemann sei Mitglied der Erbengemeinschaft. Deshalb
dürfe die Neuberechnung nicht erst ab Februar 2008 erfolgen. Auch die Anrechnung
eines Ertrags aus der Liegenschaft sei nicht rechtmässig. Die Reduktion des
Mietzinsabzuges und der Krankenkassenprämien sei nicht gerechtfertigt und ihrem
Ehemann dürfe kein hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet werden. Die EL-
Durchführungsstelle wies die Einsprache am 16. Februar 2009 ab. Sie beurteilte damit
auch eine gegen die Revisionsverfügung vom 23. Dezember 2008 erhobene
Einsprache, mit der die Versicherte sich erneut gegen eine Anspruchsberechnung ohne
die älteren beiden Kinder gewehrt hatte. Die EL-Durchführungsstelle führte zur
Begründung aus, die angefochtene Verfügung berücksichtige die
Sachverhaltsentwicklung bis Ende 2008. Die Rückforderung sei rechtzeitig geltend
gemacht worden. Die Leistungen der D._ Versicherung hätten eigentlich rückwirkend
ab Anspruchsbeginn angerechnet werden müssen, aber die daraus resultierende
Rückforderung wäre verwirkt gewesen. Die Nachzahlung einer Leistung der A._
müsse rückwirkend Berücksichtigung finden. Über die Höhe der aus der Liegenschaft
resultierenden Einnahmen und Ausgaben sei korrekt verfügt worden. Die Tatsache,
dass nur ein Erbanteil von einem Drittel bestehe, könne wegen einer
Meldepflichtverletzung erst ab Februar 2008 Berücksichtigung finden. Die
angerechneten Erwerbseinkommen seien korrekt. Auch die Vergleichsrechnungen mit
den beiden/ohne die beiden älteren Kinder seien korrekt. Mit der Revisionsverfügung
vom 23. Dezember 2008 seien lediglich gesetzliche Pauschalbeträge angepasst
worden.
H.
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Die Versicherte liess am 18. März 2009 Beschwerde gegen den Einspracheentscheid
vom 16. Februar 2009 erheben. Sie stellte den Antrag, der Einspracheentscheid sei
aufzuheben und es sei von einer Rückforderung abzusehen. Sie ersuchte ausserdem
darum, ihrer Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Zur Begründung des
Hauptantrages liess die Versicherte ausführen, der EL-Durchführungsstelle seien
bereits im Jahr 2005 alle erheblichen Umstände zugänglich gewesen, aus deren
Kenntnis sich der Rückforderungsanspruch dem Grundsatz nach und in seinem
Ausmass ergeben hätte. Das lange Zuwarten der EL-Durchführungsstelle habe bewirkt,
dass sie sich nun einer riesigen Rückforderung gegenüber sehe. Sie bestreite, sich
einer Meldepflichtverletzung schuldig gemacht zu haben. Deshalb sei die
Rückforderung verwirkt. Es sei nicht einzusehen, weshalb die EL-Durchführungsstelle
in Kenntnis des Sachverhalts in Bezug auf die Liegenschaft immer noch gleich
entscheiden würde. Da der Ehemann Mitglied der Erbengemeinschaft sei, könne ihr
diesbezüglich keine Meldepflichtverletzung vorgeworfen werden. Ihr sei zu Unrecht ein
Vermögensverzehr von Fr. 21'842.- und ein Einkommen aus einer nicht selbst
bewohnten Liegenschaft von Fr. 21'131.- angerechnet worden. Sie mache deshalb
verrechnungsweise einen Anspruch von Fr. 42'973.- geltend. Der Liegenschaftsertrag
von Fr. 8000.- pro Jahr sei viel zu hoch. Die Reduktion des Mietzinses sei nach wie vor
nicht begründet worden. Dem Ehemann hätte kein hypothetisches Erwerbseinkommen
angerechnet werden dürfen, da noch kein rechtskräftiger Entscheid über das IV-
Rentenbegehren vorliege.
I.
Die EL-Durchführungsstelle beantragte am 15. April 2009 die Abweisung der
Beschwerde.

Erwägungen:
1.
Das Verwaltungsverfahren, das schliesslich mit dem angefochtenen
Einspracheentscheid vom 16. Februar 2009 seinen Abschluss gefunden hat, ist mit
dem Versand des Fragebogens zur periodischen Überprüfung der laufenden
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Ergänzungsleistung und damit von Amtes wegen eröffnet worden. Es hat sich also um
ein Revisionsverfahren nach Art. 17 Abs. 2 ATSG gehandelt. Im Rahmen dieses
Revisionsverfahrens hat die Beschwerdegegnerin dann erfahren, dass die
Beschwerdeführerin bereits bei EL-Anspruchsbeginn einen Anspruch auf Zahlungen
der D._ Versicherung gehabt hat. Gemäss der Bestätigung der D._ Versicherung
vom 2. Juli 2007 ist dieser Anspruch nämlich bereits im Dezember 2003 entstanden,
während die – ohne diese Zahlungen berechnete - Ergänzungsleistung erst ab dem 1.
März 2004 ausgerichtet worden ist. Die Zahlungen der D._ Versicherung hätten also
ab 1. März 2004 als Einnahmen in der EL-Anspruchsberechtigung figurieren müssen,
so dass bereits die ursprüngliche EL-Zusprache vom 22. Juli 2004 falsch gewesen ist.
Mangels einer nachträglichen Sachverhaltsveränderung hat also gar kein
Anwendungsfall der Revision nach Art. 17 Abs. 2 ATSG vorgelegen. Vielmehr ist von
einer von Anfang an unrichtigen EL-Zusprache und damit von einem Anwendungsfall
der Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auszugehen. Das laufende
Revisionsverfahren nach Art. 17 Abs. 2 ATSG hätte also abgeschrieben und durch ein
Wiedererwägungsverfahren nach Art. 53 Abs. 2 ATSG abgelöst werden müssen. Die
Beschwerdegegnerin hat am 23. Januar 2008 eine Rückforderungsverfügung erlassen,
mit der sie - offenbar unter dem Eindruck der per 31. März 2005 erfolgten Einstellung
der Leistungen der A._ - nur die ab April 2005 zu Unrecht ausgerichteten
Ergänzungsleistungen zurückgefordert hat. Diese Verfügung enthält keinen Hinweis auf
das zur Anwendung gebrachte Instrument zur Korrektur der Verfügung vom 22. Juli
2004, obwohl eine Rückforderung ohne eine solche Korrektur gar nicht zulässig ist (vgl.
etwa U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2.A., N. 14 zu Art. 25 ATSG). Im - später
widerrufenen - Einspracheentscheid vom 1. September 2008 hat die
Beschwerdegegnerin ausgeführt, sie sei bei der Ermittlung des
Rückforderungsbetrages irrtümlicherweise zu wenig weit, d.h. nicht bis zum
Anspruchsbeginn am 1. März 2004 zurückgegangen. Dies wäre eigentlich zu
korrigieren, womit sich der Rückforderungsbetrag erhöhen würde. Jedoch sei die
Rückforderung für März 2004 bis März 2005 inzwischen verwirkt, so dass der verfügte
Rückforderungsbetrag im Ergebnis korrekt sei. Die Beschwerdegegnerin hat also am 1.
September 2008 erkannt, dass nur eine Wiedererwägung der ursprünglichen EL-
Zusprache vom 22. Juli 2004 die verfahrensrechtlich korrekte Lösung sein konnte, auch
wenn die Verwirkung gemäss Art. 25 Abs. 2 ATSG eine Rückforderung der nach
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erfolgter Wiedererwägung von März 2004 bis März 2005 ebenfalls zu Unrecht
ausgerichteten Ergänzungsleistungen ausschloss. Bei der Interpretation der neuen
Rückforderungsverfügung vom 17. Dezember 2008 ist deshalb - trotz des Hinweises
auf geänderte Grundlagen als Ursache der Rückforderung - davon auszugehen, dass
die Beschwerdegegnerin den am 1. September 2008 erkannten Verfahrensfehler nicht
wiederholt hat, dass sie also keine rückwirkende Revision nach Art. 17 Abs. 2 ATSG
i.V.m. Art. 25 Abs. 2 lit. d ELV, sondern eine Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2
ATSG der Verfügung vom 22. Juli 2004 vorgenommen hat. Gegenstand des
angefochtenen Einspracheentscheides vom 16. Februar 2009 und damit auch des
Beschwerdeverfahrens ist deshalb eine Wiedererwägung der ursprünglichen EL-
Zusprache und die daraus allenfalls resultierende Rückforderung zu Unrecht
ausgerichteter Ergänzungsleistungen. Dabei beschränkt sich die Wiedererwägung nicht
auf den Ersatz der Verfügung vom 22. Juli 2004 durch eine rechtmässige EL-Zusprache
ab März 2004, denn mit der Wiedererwägung fallen auch alle nach dem 22. Juli 2004
ergangenen Revisionsverfügungen bzw. –entscheide (mit Ausnahme des
angefochtenen, wiedererwägenden Einspracheentscheides) weg, so dass die
Wiedererwägung im Ergebnis einer rückwirkenden, abgestuften EL-Zusprache für die
Zeit ab März 2004 bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen
Einspracheentscheides entspricht.
2.
2.1 Gemäss den Bestätigungen der D._ Versicherung hat die Beschwerdeführerin
in den Jahren 2004 bis 2007 einen Anspruch auf Leistungen von Fr. 3600.- pro Jahr
gehabt. Die Beschwerdegegnerin wird noch abklären, ob dies auch für die Zeit ab 2008
gilt. Der Betrag von Fr. 3600.- ist gestützt auf Art. 3c Abs. 1 lit. d bzw. seit dem 1.
Januar 2008 Art. 11 Abs. 1 lit. d ELG in die rückwirkend ab März 2004 vorzunehmende
Anspruchsberechnung einzusetzen. Dasselbe gilt für die Leistungen der A._ gemäss
deren Schreiben vom 10. Oktober 2008, die für die Zeit ab September 2005
nachbezahlt worden sind. Diese Leistungen belaufen sich für 2005/6 auf Fr. 8396.40
pro Jahr und für die Zeit ab Januar 2007 auf Fr. 7953.- pro Jahr. Diese Leistungen sind
zwar im August 2008 als Nachzahlung überwiesen worden, aber es muss zur
Vermeidung einer Überentschädigung der Beschwerdeführerin eine periodische
Auszahlung in der Vergangenheit fingiert werden. Die Überentschädigung entstünde,
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wenn die Beschwerdeführerin die um den Betrag dieser Leistungen zu hohe
Ergänzungsleistung ab September 2005 mit der gesamten Nachzahlung der A._
weitgehend kumulieren könnte, denn die Nachzahlung käme ja nur als
Vermögenszufluss ab dem August 2008 zur Anrechnung.
2.2 Der Ehemann der Beschwerdeführerin ist von Dr. med. E._ zu 100%
arbeitsunfähig geschrieben worden. Ob sich diese Arbeitsfähigkeitsschätzung auf eine
behinderungsbedingt ungeeignete oder auf eine behinderungsadaptierte Tätigkeit
bezogen hat, lässt sich dem Arztzeugnis vom 26. Mai 2004 nicht entnehmen.
Grundsätzlich hätte die Beschwerdegegnerin diesbezüglich weitere Abklärungen
vornehmen müssen, um zunächst die Arbeitsfähigkeit des Ehemannes der
Beschwerdeführerin in einer behinderungsadaptierten Erwerbstätigkeit und dann die
Aussichten, in einer solchen Tätigkeit mittels zumutbarer Arbeitsbemühungen eine
Stelle zu finden, zu ermitteln. Die Beschwerdegegnerin hat dies aus
verfahrensökonomischen Gründen unterlassen, denn der Ehemann der
Beschwerdeführerin hatte ein IV-Rentengesuch gestellt, so dass die IV-Stelle ebenfalls
die Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsadaptierten Erwerbstätigkeit abzuklären hatte.
In dieser Situation machte es für die Beschwerdegegnerin keinen Sinn, parallel
dieselben Abklärungen wie die IV-Stelle vorzunehmen, zumal sich der Ehemann der
Beschwerdeführerin so möglicherweise zweimal einer medizinischen Begutachtung
hätte unterziehen müssen. Dies hatte für das EL-Verfahren allerdings den Nachteil,
dass die Einnahmenposition 'Erwerbseinkommen' nicht bemessen werden konnte,
denn es stand ja noch nicht fest, ob der Ehemann der Beschwerdegegnerin dadurch,
dass er keiner Erwerbstätigkeit nachging, im Sinne von Art. 3c Abs. 1 lit. a bzw. Art. 11
Abs. 1 lit. a ELG auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens verzichtete, so dass ein
hypothetisches Erwerbseinkommen anzurechnen gewesen wäre. In dieser Situation
hatte die Beschwerdegegnerin zwei Möglichkeiten, nämlich entweder das
Verwaltungsverfahren bis zum Abschluss der Sachverhaltsabklärungen der IV-Stelle zu
sistieren oder bei der Anspruchsberechnung ein hypothetisches Erwerbseinkommen
des Ehemannes der Beschwerdeführerin in einer solchen Höhe anzurechnen, dass die
Anspruchsberechnung für den Fall einer Abweisung des IV-Rentengesuchs wegen
fehlender Invalidität korrekt war. Diese zweite Variante musste aber die Möglichkeit
offen halten, bei einem teilweisen oder vollständigen Schutz des IV-Rentengesuchs auf
die EL-Zusprache zurückzukommen, ein tieferes oder gar kein hypothetisches
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Erwerbseinkommen mehr anzurechnen und dementsprechend rückwirkend eine
höhere Ergänzungsleistung zuzusprechen. Die Beschwerdegegnerin hat die zweite
Variante gewählt. Sie hat sich die Möglichkeit einer rückwirkenden Korrektur anhand
des Resultats des IV-Verfahren gewahrt, indem sie der Beschwerdeführerin am 13.
Oktober 2004 die Durchführung eines gegen die Verfügung vom 22. Juli 2004 (und
gegen allfällige spätere Revisionsverfügungen) gerichteten Wiedererwägungsverfahrens
zugesichert hat, falls das IV-Verfahren einen Invaliditätsgrad ergeben sollte, der zu
einer Reduktion des hypothetischen Erwerbseinkommens führen müsste. Da das IV-
Verfahren im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheides nach
den Angaben der Beschwerdegegnerin noch nicht abgeschlossen gewesen ist, kann
die Frage nach der definitiven Höhe des anrechenbaren Erwerbseinkommens des
Ehemannes der Beschwerdeführerin noch nicht beantwortet werden. Auch die strittige
Wiedererwägung - und damit das vorliegenden Urteil - muss also wieder mit der
Zusicherung einer Korrektur für den Fall einer relevanten Invalidität verbunden sein,
damit die Beschwerdeführerin aus der EL-Zusprache trotz unvollständig abgeklärtem
Sachverhalt keinen Nachteil erleidet. Entgegen der Auffassung der
Beschwerdegegnerin kann die Tatsache allein, dass das IV-Verfahren noch nicht
abgeschlossen gewesen ist, nicht dazu führen, dass endgültig kein hypothetisches
Erwerbseinkommen anzurechnen wäre, denn solange nicht feststeht, ob der Ehemann
der Beschwerdeführerin auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens verzichtet hat, ist
auch kein endgültiger Entscheid über die Anrechnung eines hypothetischen
Erwerbseinkommens zulässig. Es ist auch nicht so, dass die Anrechnung eines
hypothetischen Erwerbseinkommens erst ab dem Zeitpunkt erfolgen dürfte, ab dem
der relevante Sachverhalt geklärt ist. Die Beschwerdegegnerin hat also auch in dem zu
beurteilenden Wiedererwägungsverfahren zu Recht wieder das bereits früher
berücksichtigte hypothetische Erwerbseinkommen angerechnet. Auch diese
Berechnung muss unter der Bedingung stehen, dass eine Korrektur erfolgen wird, falls
das Ergebnis des IV-Verfahrens die Anrechnung eines tieferen hypothetischen
Erwerbseinkommens oder gar den Verzicht auf die Anrechnung eines hypothetischen
Erwerbseinkommens erfordern sollte. Nach Abschluss des IV-Verfahrens wird die
Beschwerdegegnerin ausgehend von der verbliebenen Arbeitsfähigkeit und der Art der
behinderungsbedingt noch zumutbaren Erwerbstätigkeit prüfen, ob der Ehemann der
Beschwerdeführerin eine Stelle hätte finden können, wenn er sich entsprechend
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bemüht hätte. In bezug auf die Höhe des hypothetischen Nettoerwerbseinkommens
erweist sich der angerechnete Betrag für eine fiktive zu 100% ausgeübte Hilfstätigkeit
als tendenziell zu tief. Auch diesbezüglich wird die Beschwerdegegnerin weitere
Abklärungen vorzunehmen haben.
2.3 Die Beschwerdegegnerin hat einen Marktwert der nicht selbst bewohnten
Liegenschaft im Herkunftsland der Beschwerdeführerin von Fr. 160'000.- in die
Anspruchsberechnung eingesetzt. Der Ehemann der Beschwerdeführerin hatte am 1.
April 2004 angegeben, in das Haus seien Fr. 100'000.- investiert worden. Gemäss der
amtlichen Bestätigung vom 20. April 2004 beträgt die Investition allerdings insgesamt
Fr. 160'000.-. Der tatsächliche Wert des Hauses soll sich auf lediglich Fr. 80'000.-
belaufen. Bereits in dieser amtlichen Bestätigung ist darauf hingewiesen worden, dass
das Grundstück, auf dem das Haus errichtet worden sei, ungeteiltes Vermögen der
Familie F._ sei und dass als Eigentümerin immer noch die verstorbene Mutter des
Ehemannes der Beschwerdeführerin eingetragen sei. Die Beschwerdegegnerin hat es
irrtümlicherweise unterlassen, der Frage nachzugehen, ob der Ehemann der
Beschwerdeführerin an der unverteilten Erbschaft seiner Mutter beteiligt sei,
gegebenenfalls welchen Wert der rechnerische Anteil des Ehemannes an die Erbschaft
habe und wie sich die Tatsache, dass das Haus auf einem der Erbengemeinschaft
gehörenden Grundstück errichtet worden sei, auf die Eigentumsverhältnisse am Haus
und auf dessen Wert auswirke. Stattdessen hat die Beschwerdegegnerin die
amtlicherseits als Investitionssumme angegebenen Fr. 160'000.- dem Marktwert der
Liegenschaft gleichgesetzt und auch in der angefochtenen wiedererwägungsweisen
Neuberechnung wieder in die Anspruchsberechnung eingesetzt. Dieser Betrag steht
nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest.
Die Beschwerdegegnerin wird deshalb weitere Abklärungen vorzunehmen haben.
Diese werden sich nicht nur auf den Marktwert des Hauses beschränken, denn ohne
die Kenntnis der Eigentumsverhältnisse am Grundstück und allenfalls am Haus selbst
steht nicht fest, wie hoch der Wert des Liegenschaftsvermögens ist. Die
Beschwerdegegnerin wird weiter zu klären haben, ob der Ehemann der
Beschwerdeführerin auch an anderen Teilen des Nachlasses seiner Mutter beteiligt ist,
denn dazu dürften auch noch andere Grundstücke gehören. Sollte sich herausstellen,
dass der Wert des Hauses von Anfang an weit unter dem investierten Betrag gelegen
hat, wird die Beschwerdegegnerin zu untersuchen haben, ob die Verwendung des
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flüssigen Vermögens zum Bau eines Hauses mit geringem Wert, das zudem nur als
Ferienhaus genutzt werden kann, nicht als Vermögensverzicht im Sinne von Art. 3c
Abs. 1 lit. g i.V.m. Art. 3c Abs. 1 lit. b bzw. Art. 11 Abs. 1 lit. g i.V.m. Art. 11 Abs. 1 lit. b
ELG zu werten ist, soweit der investierte Betrag den effektiven Marktwert des Hauses
überschreitet.
2.4 Die wiedererwägungsweise Neuberechnung ab April 2005 weist in bezug auf den
hypothetischen Ertrag aus dem Haus eine nicht nachvollziehbare Abstufung auf. Für
April 2005 bis Februar 2006 fehlt dieser hypothetische Ertrag völlig. Ab März 2006
werden Fr. 1680.- pro Jahr berücksichtigt und ab Februar 2008 noch Fr. 560.- pro Jahr.
Weder am 1. März 2006 noch am 1. Februar 2008 ist eine Veränderung in bezug auf die
Möglichkeit, mit dem Haus einen Ertrag zu erzielen eingetreten. Die Abstufung dürfte
damit zu erklären sein, dass die Beschwerdegegnerin bei der ursprünglichen
Anspruchsberechnung schrittweise den hypothetischen Ertrag jeweils aufgrund
besserer Erkenntnis ex nunc neu festgesetzt hat. Weshalb dies bei der
wiedererwägungsweisen rückwirkenden Neuberechnung nicht korrigiert worden ist,
lässt sich nicht nachvollziehen. Auch die Anrechnung eines hypothetischen
Liegenschaftsertrages beruht auf einem nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehenden Sachverhalt. Weder steht fest, dass
im massgebenden Zeitraum eine Vermietungsmöglichkeit bestanden hat, noch ist
abgeklärt worden, welcher Ertrag aufgrund der lokalen Verhältnisse erzielt werden
könnte. Hinzu kommt, dass nicht bekannt ist, ob den übrigen Erben ein Teil der
Mieteinnahmen zustünde. Die Beschwerdeführerin hat sinngemäss geltend gemacht,
es sei unmöglich, einen Liegenschaftsertrag zu erzielen, weil keine Nachfrage nach
Häusern bestehe. Auch dies ist nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit erstellt. Demnach ist die Sache auch in bezug auf den von der
Beschwerdegegnerin behaupteten Verzicht auf einen Liegenschaftsertrag zur weiteren
Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin wird
die Möglichkeit der Erzielung derartiger Einnahmen mit Wirkung ab März 2004 prüfen
und gegebenenfalls entsprechende hypothetische Einnahmen anrechnen.
2.5 Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen wiedererwägungsweisen
Neuberechnung auf der Grundlage des von ihr unterstellten Marktwertes der
Liegenschaft von Fr. 160'000.- eine Unterhaltskostenpauschale (Art. 3b Abs. 3 lit. b
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bzw. Art. 10 Abs. 3 lit. b ELG i.V.m. Art. 16 Abs. 1 ELV) von zunächst Fr. 1600.- pro
Jahr berücksichtigt. Ab März 2006 hat sie noch eine Pauschale von Fr. 336.- und ab
Februar 2008 eine solche von Fr. 112.- berücksichtigt. Diese zweimalige Reduktion
lässt sich nicht nachvollziehen. Da die Höhe des pauschalen Liegenschaftsunterhalts
direkt vom Marktwert des Grundstücks abhängt, wird diese Ausgabenposition erst
nach den zusätzlichen Abklärungen zur Höhe des anrechenbaren
Liegenschaftsvermögens bestimmt werden können. Die Beschwerdegegnerin hat also
auch diesbezüglich weitere Abklärungen vorzunehmen.
2.6 Obwohl die Beschwerdegegnerin durchgehend ein hypothetisches
Erwerbseinkommen des Ehemannes der Beschwerdeführerin angerechnet hat, weist
die rückwirkende Neuberechnung bis Ende 2006 einen AHV-Mindestbeitrag für die
Beschwerdeführerin und ab Januar 2007 AHV-Mindestbeiträge für die
Beschwerdeführerin und für ihren Ehemann als Ausgaben aus. Diese Vorgehensweise
deckt sich nicht mit der Fiktion, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin ein
Erwerbseinkommen erziele. Angerechnet wird nämlich ein hypothetisches
Nettoerwerbseinkommen, d.h. es wird fingiert, dass der Ehemann der
Beschwerdeführerin als Arbeitnehmer AHV-Beiträge entrichte. Entsprechend der Höhe
des angerechneten hypothetischen Nettoerwerbseinkommens ist zu unterstellen, dass
der Ehemann mehr als den doppelten Mindestbeitrag entrichte. Demnach ist - fiktiv -
Art. 3 Abs. 3 lit. a AHVG anwendbar, d.h. der von der Beschwerdeführerin zu
entrichtende AHV-Mindestbeitrag gilt als bezahlt. Sollte es also bei der Anrechnung
eines hypothetischen Erwerbseinkommens des Ehemannes bleiben, bestünde -
hypothetisch - keine AHV-Mindestbeitragspflicht der Beschwerdeführerin und ihres
Ehegatten, so dass keine entsprechenden Ausgaben berücksichtigt werden dürften.
2.7 Da die verschiedenen Ausgaben- und Einnahmenpositionen als Folge der noch
vorzunehmenden Sachverhaltsabklärungen wohl Veränderungen erfahren werden,
kann nicht auf die bestehenden rückwirkenden Vergleichsrechnungen abgestellt
werden, welche die Beschwerdegegnerin aufgrund der von den beiden älteren Kindern
erzielten Lehrlingslöhne gestützt auf Art. 3a Abs. 6 bzw. Art. 9 Abs. 4 je i.V.m. Art. 8
Abs. 2 ELV vorgenommen hat. Die Beschwerdegegnerin wird nach der Vornahme aller
erforderlichen Sachverhaltsabklärungen gestützt auf die definitive rückwirkende
Bezifferung aller Einnahmen- und Ausgabenpositionen neue Vergleichsrechnungen
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vorzunehmen haben. Die Beschwerdeführerin hat bei ihrer Rüge betreffend die
Reduktion der pauschalen Krankenkassenprämien, des Mietzinses und des
Gesamtlebensbedarfs übersehen, dass auch auf der Einnahmenseite die Erwerbs- und
Renteneinnahmen für die beiden älteren Kinder weggefallen sind. Die
Vergleichsrechnungen dienen nämlich dazu, die für die EL-Bezüger günstigste Variante
betreffend die Möglichkeit des Einbezugs der Kinder in die Anspruchsberechnung zu
finden. Dies wird auch in den noch vorzunehmenden neuen Vergleichsrechnungen der
Fall sein.
3.
3.1 Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die
Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens mit dem Ablauf von
fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG).
Im Normalfall ist ein EL-Rückforderungsanspruch darauf zurückzuführen, dass eine
einzige Einnahmen- oder Ausgabenposition falsch gewesen und nun rückwirkend
korrigiert worden ist. In einem solchen Fall beginnt die relative einjährige
Verwirkungsfrist zu laufen, wenn die EL-Durchführungsstelle Kenntnis von der
fehlerhaften Einnahmen- oder Ausgabenposition und dem aus der Korrektur
resultierenden Rückforderungsanspruch erhalten hat oder bei gebührender Sorgfalt
hätte erhalten können. Die vorliegend in bezug auf eine allfällige Verwirkung zu
beurteilende Rückforderung beruht demgegenüber auf der Korrektur verschiedener
Positionen. Die Einhaltung der relativen einjährigen Verwirkungsfrist ist deshalb
grundsätzlich für jeden durch die Korrektur einer Position bewirkten Teil der
Rückforderung getrennt zu prüfen. Für diejenigen Fehler, welche die
Beschwerdegegnerin vor dem Erlass der ersten Rückforderungsverfügung vom 23.
Januar 2008 erkannt hat oder bei gebührender Sorgfalt hätte erkennen können, ist der
Zeitpunkt der Eröffnung massgebend, auch wenn diese Verfügung später wieder
aufgehoben und durch eine abgeänderte Rückforderung ersetzt worden ist, denn die
Fristwahrung setzt nicht voraus, dass die Rückforderungsverfügung in formelle
Rechtskraft erwächst. Nur für den später erkennbaren Korrekturbedarf und den daraus
resultierenden Teil der Rückforderung vom 17. Dezember 2008 ist zu fragen, ob der
entsprechende Teil dieser Verfügung innerhalb der relativen einjährigen
Verwirkungsfrist ergangen ist.
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3.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Beschwerdegegnerin wäre bei
gebührender Sorgfalt bereits bei der erstmaligen Zusprache der Ergänzungsleistung im
Jahr 2004 in der Lage und verpflichtet gewesen zu erkennen, dass die D._
Versicherung Leistungen von Fr. 3600.- pro Jahr ausrichtete. In dem am 31. März 2004
ausgefüllten Anmeldeformular hat die Beschwerdeführerin diese Einnahme nicht
angegeben. Auch die Beilagen zur Anmeldung haben keinen Hinweis auf die
Leistungen der D._ Versicherung enthalten. Den damals vorliegenden
Steuerveranlagungen hat sich ebenfalls nichts entnehmen lassen. Die
Beschwerdegegnerin hat deshalb nichts von den Leistungen der D._ Versicherung
wissen können. Erst mit dem am 4. Juli 2007 ausgefüllten Revisionsformular bzw. den
diesem Formular beigelegten Schreiben der D._ Versicherung hat die
Beschwerdegegnerin Kenntnis von den fraglichen Leistungen erhalten. Bis dahin gab
es, nach den Akten zu urteilen, keinen Hinweis darauf, dass aus einer bei der
Anmeldung am 31. März 2004 nicht genannten Quelle weitere Leistungen an die
Beschwerdeführerin fliessen könnten. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb vor dem
Eingang des Revisionsformulars bei der AHV-Zweigstelle im Juli 2007 keine
Veranlassung gehabt, nach solchen Leistungen zu forschen. Das bedeutet, dass die
relative einjährige Verwirkungsfrist in bezug auf den Teil der Rückforderung, der aus der
rückwirkenden Anrechnung der Leistungen der D._ Versicherung resultiert hat, mit
der Rückforderungsverfügung vom 21. Januar 2008 gewahrt worden ist.
3.3 Im Anmeldeformular hat die Beschwerdeführerin am 31. März 2004 angegeben,
ihre älteste Tochter sei am 9. September 1990 geboren. Im Sommer 2006 bestand
somit die Möglichkeit, dass die älteste Tochter eine Lehre beginnen und damit ein -
möglicherweise anrechenbares - Erwerbseinkommen erzielen würde. Die
Beschwerdeführerin hat aber keine entsprechende Meldung gemacht. Die
Beschwerdegegnerin hat erst am 14. Januar 2008 nach einem allfälligen Lehrvertrag
oder nach einer Schulbestätigung für die älteste Tochter gefragt. Damit ist zu prüfen,
ob die Beschwerdeführerin bei Aufwendung gebührender Sorgfalt bereits im Sommer
2006 hätte herausfinden müssen, dass die älteste Tochter der Beschwerdeführerin ein
Erwerbseinkommen erzielte. Dies ist zu verneinen, denn im EL-Bereich kommt der
Mitwirkungspflicht der EL-Bezüger bei der Sachverhaltsermittlung besonders grosse
Bedeutung zu. Die Meldepflicht gemäss Art. 24 ELV, die in ihren Anforderungen an die
Mitwirkung der EL-Bezüger erheblich weiter geht als die Grundregel in Art. 28 Abs. 2
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ATSG, befreit die EL-Durchführungsstellen von der Notwendigkeit, die EL-Bezüger
immer wieder (eigentlich monatlich) nach allfälligen Veränderungen in den anerkannten
Ausgaben oder den anrechenbaren Einnahmen zu fragen. Die EL-Durchführungsstellen
können sich aufgrund der Meldepflicht der EL-Bezüger darauf beschränken, in
grösseren zeitlichen Abständen sogenannte Revisionen durchzuführen, bei denen alle
Einnahmen- und Ausgabenpositionen geprüft werden. Dass die Beschwerdegegnerin
die Beschwerdeführerin nicht schon im Sommer 2006 nach einem allfälligen
Lehrlingslohn der ältesten Tochter gefragt hat, stellt deshalb keine unsorgfältige
Erfüllung der Untersuchungspflicht dar, aus der ein "Kennenmüssen" des
entsprechenden Teils der Rückforderung abzuleiten wäre. Vielmehr hat die
Beschwerdeführerin ihre Meldepflicht verletzt. Noch in dem am 4. Juli 2007
ausgefüllten Revisionsformular hat die Beschwerdeführerin zudem die Frage nach
einem allfälligen Erwerbseinkommen ihrer Kinder wahrheitswidrig verneint. Erst als die
Beschwerdegegnerin nachgehakt und einen Lehrvertrag oder eine Schulbestätigung für
die älteste Tochter verlangt hat, ist der Lehrvertrag eingereicht worden, aus dem sich
dann die neue Einnahmenposition 'Lehrlingslohn' ergeben hat. Auch für diesen Teil der
Rückforderung ist die relative einjährige Verwirkungsfrist also gewahrt.
3.4 Aus der Anrechnung eines hypothetischen Liegenschaftsertrages hat keine
Rückforderung resultiert, da die rückwirkende Neuberechnung sowohl die Beträge
dieser Einnahmenposition als auch die Zeitpunkte, an denen diese Position während
des laufenden EL-Bezuges angepasst wurden, unverändert übernommen hat. Sollte
sich hier aufgrund der noch vorzunehmenden zusätzlichen Sachverhaltsabklärungen
eine Veränderung ergeben, die einen unrechtmässigen EL-Bezug aufzeigt, wird eine
daraus resultierende Rückforderung möglicherweise verwirkt sein, falls damit der
Gesamtbetrag der am 21. Januar 2008 verfügten Rückforderung überschritten werden
sollte. Sowohl die Berücksichtigung des Erwerbseinkommens des zweitältesten Kindes
als auch die rückwirkende (Wieder-) Ausrichtung der Leistungen der A._ hat zu einer
weiteren Rückforderung geführt, über die am 11. September 2008, zusätzlich zur
Korrektur der Rückforderung vom 21. Januar 2008, verfügt worden ist. Da diese
Veränderungen erst im Jahr 2008 eingetreten sind, ist die relative einjährige
Verwirkungsfrist gewahrt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin ist nach
dem oben Ausgeführten auch die am 11. September 2008 verfügte korrigierte
Rückforderung nicht verjährt.
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4.
Im Sinne der vorstehenden Ausführungen ist der angefochtene Einspracheentscheid
vom 16. Februar 2009 aufzuheben und die Sache ist zur weiteren Abklärung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dieser Ausgang des Beschwerdeverfahrens ist
in bezug auf das Begehren um die Zusprache einer Parteientschädigung als
vollständiges Obsiegen zu werten, so dass die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf
den vollständigen Ersatz ihrer Verfahrenskosten durch die Beschwerdegegnerin hat.
Die Parteientschädigung bemisst sich gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung
der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses. Insbesondere in bezug auf
das zweite Kriterium ist das vorliegende Beschwerdeverfahren als überdurchschnittlich
zu werten, da sowohl der massgebliche Sachverhalt als auch die verfahrensrechtliche
Umsetzung der materiellen Rechtslage in eine rechtskraftfähige
Verwaltungsentscheidung sehr komplex gewesen sind. Dies rechtfertigt es, der
Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 3500.- (inklusive Barauslagen
und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG