Decision ID: 9a2066f1-1fb9-4cc8-a7c8-43c2fd4a554e
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Reinhard Pitschmann Advokaturbüro Pitschmann &
Santner, Schillerstrasse 4, AT-6800 Feldkirch,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach
4358, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Integritätsentschädigung
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ war als Monteur bei der B._ AG, tätig und dadurch bei der Suva
unfallversichert, als er am 11. März 2009 beim Anheben eines Fensters eine ruckartige
Drehbewegung machte und einen "Zwick" im rechten Ellbogen verspürte (UV-act. 1, 2).
Am 19. März 2009 wurde im Landeskrankenhaus Hohenems bei diagnostizierter
Bizepssehnenruptur rechts eine distale Refixation der Bizepssehne durchgeführt (UV-
act. 3). Die Suva ging von einer unfallähnlichen Körperschädigung aus und anerkannte
ihre Leistungspflicht (UV-act. 5). Dr. med. C._, Facharzt für Neurologie und
Psychiatrie, diagnostizierte im Bericht vom 10. August 2009 eine sensible Radialläsion
rechts (UV-act. 12). Dr. med. D._, Arzt für Chirurgie und Sportmedizin, führte am 24.
September 2009 eine offene Neurolyse des Nervus radialis sowie eine Revision, eine
Tendolyse und Schraubenentfernung am rechten Ellbogen durch (UV-act. 18, 19, 21).
Die Behandlung bei diesem Arzt wurde im April 2010 abgeschlossen (UV-act. 41, 51).
Die Arbeitgeberin kündigte das Arbeitsverhältnis auf den 31. Mai 2010 (UV-act. 35). Die
Invalidenversicherung übernahm eine Umschulung des Versicherten vom 19. April 2010
bis 8. Oktober 2011 zum technischen Kaufmann (UV-act. 40, 47), welche er mit dem
internen Diplom erfolgreich abschloss (UV-act. 76).
A.b Mit Verfügung vom 6. März 2012 gewährte die Suva dem Versicherten gestützt auf
eine Beurteilung von Kreisarzt Dr. med. E._, Facharzt für Chirurgie FMH (UV-act. 84f),
für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Ereignis vom 11. März 2009 eine
Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 7% und verneinte
einen Rentenanspruch (IV-act. 90). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache
(UV-act. 91), mit welcher mit Hinweis auf ein unfallchirurgisches Gutachten von Dr.
F._, Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie, die Festsetzung der
Integritätseinbusse beanstandet bzw. deren Neufestsetzung beantragt wurde, wies die
Suva mit Einspracheentscheid vom 24. April 2012 ab (UV-act. 95).
B.
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B.a Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt Dr. R. Pitschmann, Feldkirch, für den
Versicherten am 29. Mai 2012 Beschwerde mit den Anträgen, es sei ein weiteres
Sachverständigengutachten einzuholen bzw. es seien die vorliegenden Gutachten nach
neuerlicher Untersuchung zu ergänzen; die Integritätseinbusse sei neu festzusetzen.
Zur Begründung legte der Rechtsvertreter dar, dass das Gutachten von Dr. E._ auf
unrichtigen Angaben bzw. Missverständnissen gründen müsse. Der Beschwerdeführer
leide nach wie vor an Dauerschmerzen. Es könne weder von einem gleichbleibenden
Zustand noch von einer Verbesserung die Rede sein. Vielmehr sei eine
Verschlechterung eingetreten. Aufgrund der Beeinträchtigung sei der
Beschwerdeführer nahezu berufsunfähig, zumal ihm jegliche Tätigkeit, zu der er seine
Hände einsetzen müsse, schwer falle. Er habe beispielsweise extreme Schmerzen beim
Schreiben von Hand oder mit dem PC. Er habe ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe
anschaffen müssen, zumal ihm ruckartig auszuführende Bewegungen beim Schalten
eines Getriebes unmöglich geworden seien. Er habe sogar sein Hobby als
Sportschütze aufgeben müssen, zumal ihm das Halten und Abfeuern eines Gewehrs
nicht mehr möglich seien. Er habe ständig stechende Schmerzen im Arm. Von Dr.
D._ sei er dahingehend aufgeklärt worden, dass die Sehne rund um den Knochen
gewachsen sei und sich nicht sämtliche Nervenfunktionen wieder zurückgebildet
hätten. Die Nerven würden allerdings teilweise frei liegen, was zu einer erheblichen
Verschlechterung bzw. stechenden Schmerzen führe. Entgegen den Feststellungen im
angefochtenen Entscheid würden gerade repetitive Manöver zu Beschwerden führen.
Damit sei auch zu erklären, weshalb sein Griff beim Heben des 5 kg schweren
Backsteines gut gewesen sei, zumal es sich um einen einmaligen Zugriff gehandelt
habe. Zudem seien seit der Untersuchung durch Dr. med. G._, Facharzt FMH für
Neurologie und Psychiatrie/Psychotherapie, Altstätten, vom 6. Dezember 2011 massive
Verschlechterungen aufgetreten. Zur endgültigen Beurteilung sei zumindest die
Ergänzung des Gutachtens von Dr. G._ erforderlich bzw. wäre der Sachverständige
Dr. E._ zur Ergänzung seines Gutachtens aufzufordern (act. G 1).
B.b Auf ein Schreiben des zuständigen Abteilungspräsidenten des
Versicherungsgerichts vom 6. Juni 2012 (act. G 2) äusserte sich der Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers am 11. Juni 2012 zur Rechtzeitigkeit der Beschwerde (act. G
3). Diese wurde ihm in der Folge schriftlich bestätigt (act. G 4).
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B.c In der Beschwerdeantwort vom 30. August 2012 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Sie
führte unter anderem aus, die Beschwerdeschrift vom 29. Mai 2012 weise keine
handschriftliche Unterzeichnung auf, und dem Gericht sei keine Vertretungsvollmacht
des Beschwerdeführers eingereicht worden. Auf die Beschwerde könne daher nicht
eingetreten werden. Zur materiellen Begründung verwies sie auf die Darlegungen im
angefochtenen Entscheid und hielt unter anderem fest, dass die kreisärztliche
Beurteilung vom 20. Januar 2012 volle Beweiskraft geniesse. Indizien, welche gegen
ihre Zuverlässigkeit sprechen würden, lägen nicht vor. Massgebend sei allein der
kreisärztlich festgestellte, objektive medizinische Endzustand vom Januar 2012. Die
subjektiven Beschwerdeangaben in der Beschwerdeschrift seien irrelevant.
B.d Am 4. September 2012 wies der Abteilungspräsident darauf hin, dass die
Beschwerdeschrift eine Unterschrift aufweise und den gesetzlichen Anforderungen
genüge. Auch eine Vertretungsvollmacht liege vor (act. G 8).
B.e Mit Replik vom 24. September 2012 bestätigte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers seine Anträge und Ausführungen. Der ursächliche Arbeitsunfall und
der daraus resultierende Körperschaden seien dazu geeignet, eine Berufsunfähigkeit
des Beschwerdeführers herbeizuführen. Nach Ansicht des Beschwerdeführers hätten
die schweren Dauerfolgen nicht entsprechend Niederschlag in die Einstufung/
Bewertung gefunden. Es sei für ihn nicht nachvollziehbar, wie eine solch schwere
Verletzung mit weitreichenden Folgen mit 7% eingestuft werden könne.
B.f Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 11).

Erwägungen:
1.
Streitig ist, ob dem Beschwerdeführer als Folge des Ereignisses vom 11. März 2009
eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von mehr als 7%
auszurichten ist. Hinsichtlich der Verneinung des Rentenanspruchs erwuchs die
Verfügung vom 6. März 2012 unangefochten in Rechtskraft. Soweit der
Beschwerdeführer in diesem Verfahren eine Berufsunfähigkeit (vgl. act. G 1 und 10)
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geltend machen lässt und damit implizit eine Berentung anspricht, kann darauf nicht
eingetreten werden. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen
Einspracheentscheid (E. 2) die rechtlichen Voraussetzungen des Vorliegens eines
natürlichen und adäquaten Unfallkausalzusammenhangs und der Bemessung von
Integritätsentschädigungen zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.
2.
2.1 Am 9. September 2009 erklärte der Beschwerdeführer dem Suva-Mitarbeiter unter
anderem, er sei Präsident eines Schützenvereins. In der Woche komme es zweimal vor,
dass er verschiedene Arbeiten von zu Hause aus erledigen müsse. Er schiesse
natürlich auch. Dies sei seit dem Unfall nicht möglich (UV-act. 15 S. 2). Im
unfallchirurgischen Gutachten vom 25. Juni 2010 kam Dr. F._ zum Schluss, für einen
nicht versorgten peripheren Bizepssehnenriss sowie für Streckdefizite bis 0/30 Grad
seien 10% Armwertminderung vorgesehen (Hinweis auf einschlägige medizinische
Literatur). Die Bizepssehne sei genäht worden und funktioniere nicht ideal, aber sie
funktioniere. Am Ellbogen bestehe ein Streckdefizit von 0/10 Grad. Er schätze deshalb
die Armwertminderung auf 12%. Für den Ausfall des Hautastes des Speichennervs
seien "eventuell 5% Armwertminderung" vorgesehen (Hinweis auf medizinische
Literatur). Er schätze die Armwertminderung mit 3% ein, da der Nerv nicht komplett
ausgefallen sei. Aufgrund der Befunde bestehe unter Berücksichtigung der Gliedertaxe
der AUVB eine Minderung der Gebrauchsfähigkeit des rechten Ellbogens von 15% vom
Wert eines Armes. Dies ergebe eine Invalidität von 10.5% (UV-act. 91 Beilage).
2.2 Dr. G._, Facharzt FMH für Neurologie und für Psychiatrie/Psychotherapie,
diagnostizierte im Untersuchungsbericht vom 6. Dezember 2011 eine traumatische
Läsion des N. radialis rechts. Es bestünden weiterhin neuralgieforme Schmerzen im
Versorgungsbereich des N. radialis rechts. Es lägen keine sicheren Paresen und eine
leichte Besserung des elektrophysiologischen Befundes vor. Leichte Tätigkeiten ohne
Krafteinsatz der rechten Hand und des Armes seien vollschichtig möglich, z.B. eine
Bürotätigkeit. Aufgrund der Unfallfolgen sei der Beschwerdeführer bei Tätigkeiten mit
Krafteinsatz der rechten Hand aufgrund induzierbarer, bewegungsabhängiger
Schmerzen deutlich eingeschränkt (UV-act. 75). Die IV bestätigte am 7. Dezember
2011, dass es dem Beschwerdeführer bei Verwertung der erworbenen beruflichen
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Kenntnisse (technischer Kaufmann) zumutbar sei, ein rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (IV-act. 76). Die ärztliche Abschlussuntersuchung durch
Suva-Arzt Dr. E._ ergab gemäss Bericht vom 20. Januar 2012 die Diagnose eines
distalen Bizepssehnenabrisses rechts mit verbliebener Belastungs- und diskreter
Bewegungseinschränkung sowie Nervus radialis Hyposensibilität peripher ohne
motorische Einschränkung neurologisch. Die subjektiven Angaben würden mit den
objektiven Befunden korrelieren, wobei die Kraftentfaltung sowohl bei gezielter
Faustschlusskraftmessung als auch beim Griff zum Heben des 5 kg schweren
Backsteins gut gelinge und vor allem ab 20 Grad die endphasische, relativ elastische
Streckhemmung Beschwerden verursache. Es seien keine weiteren medizinischen
Massnahmen vorhanden, die zu einer wesentlichen Verbesserung des Zustands führen
würden. Das Rückfallmelderecht bleibe gewahrt. Die Zumutbarkeit sei eingeschränkt
für repetitive, vor allem belastende Umwendbewegungen, aber auch für Aussetzen an
Vibrationen und hämmernde Einflüsse. Vollschichtige Tätigkeiten bis mittelschwer
seien zumutbar (UV-act. 84). Den unfallbedingten Integritätsschaden schätzte der Arzt
gleichentags auf 7% (UV-act. 85).
3.
3.1 Zum unfallchirurgischen Gutachten von Dr. F._ vom 25. Juni 2010 ist vorab
festzuhalten, dass es sich nicht mit der Frage des Integritätsschadens nach
schweizerischen Recht befasst, sondern gestützt auf eine Gliedertaxe eine Invalidität
von 10.5% festlegt. Letzteres bildet wie erwähnt (E. 1) nicht Thema des vorliegenden
Verfahrens. Im Weiteren erscheint das Gutachten Dr. F._ insofern nicht mehr aktuell,
als konkret der objektive medizinische Endzustand im Zeitpunkt der Prüfung des
Integritätsschadens (Januar 2012; UV-act. 84f) zu klären ist. Die Schwere des
Integritätsschadens wird nach dem medizinischen Befund beurteilt. Bei gleichem
medizinischem Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird
abstrakt und egalitär bemessen. Die Integritätsentschädigung der Unfallversicherung
unterscheidet sich daher von der privatrechtlichen Genugtuung, mit welcher der
immaterielle Nachteil individuell unter Würdigung der besonderen Umstände bemessen
wird. Im Gegensatz zur Bemessung der Genugtuungssumme im Zivilrecht lassen sich
ähnliche Unfallfolgen miteinander vergleichen und auf medizinischer Grundlage
allgemein gültige Regeln zur Bemessung des Integritätsschadens aufstellen. Spezielle
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Behinderungen der Betroffenen durch den Integritätsschaden bleiben dabei
unberücksichtigt. Die Bemessung des Integritätsschadens hängt somit nicht von den
besonderen Umständen des Einzelfalles ab. Auch geht es bei ihr nicht um die
Schätzung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-theoretische Ermittlung der
Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren
ausser Acht zu lassen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Mai 2011, 8C_812/2010,
E. 6.2 mit Hinweis auf BGE 133 V 224 E. 5.1 und 115 V 147 E. 1).
3.2 Ausgehend von Suva-Tabelle 1 berücksichtigte Dr. E._ analogieweise, dass eine
Ellbogenbeweglichkeit von 0-90-135 Grad 10% Integritätsschaden ergäbe. Beim
Beschwerdeführer sei die Beweglichkeit 0-20-135 Grad. Bei freier Supination und
Pronation, welche jedoch bei repetitiven Manövern beschwerdehaft sei, und bei
eingeschränkter Kraft, welche trotzdem M5 sei, seien 5% geschuldet und
gerechtfertigt. Hinzu komme die Gefühlsstörung, welche isoliert keine
Integritätsentschädigung begründen würde, aber mit einem Zuschlag von 2%
berücksichtigt werde (UV-act. 85). Anhaltspunkte für eine Unrichtigkeit dieser
Einschätzung bzw. eine auf falschen Grundlagen beruhende Ermessensausübung
lassen sich den Akten nicht entnehmen. Die von Dr. F._ im Juni 2010 mit 0/10/135°
festgestellte Ellbogenbeweglichkeit rechts (UV-act. 91 Beilage S. 8) gibt nicht den
Zustand im Januar 2012 wieder und weicht im Übrigen nur geringfügig von den von Dr.
E._ mit 0/20/135° angegebenen Werten ab. Für den von ihm geäusserten Verdacht,
dass die Diagnose der Sachverständigen unrichtig bzw. unvollständig sei und objektive
Tatsachen ausser Acht gelassen worden seien (act. G 10 S. 2), vermag der
Beschwerdeführer keine konkreten Indizien bzw. ärztliche Berichte, welche solche
Tatsachen bestätigen würden, zu liefern. Wenn er einwenden lässt, dass gerade
repetitive Manöver zu Beschwerden führen würden (act. G 1), so ist darauf
hinzuweisen, dass dies explizit auch von Dr. E._ so berücksichtigt worden war (UV-
act. 85). Gegenüber diesem Arzt hatte der Beschwerdeführer anlässlich der
Untersuchung vom 20. Januar 2012 angegeben, die Gefühlsstörungen im Vorderarm
seien leicht besser geworden. Im Weiteren gab er eine gewisse Krafteinschränkung
und Schmerzen im Bereich des Ellbogens an und bestätigte, dass er seine
Freizeittätigkeit als Schütze habe umstellen müsse und jetzt eine Pistole mit links
hantiere. Sodann erwähnte er, dass er ein Auto mit automatischem Getriebe
angeschafft habe, da ihm die Schaltvorgänge Mühe bereiten würden (UV-act. 84 S. 2).
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Diese bereits anlässlich der Untersuchung durch Dr. E._ vorgebrachten Umstände
lässt der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren wiederholen und neu geltend
machen, dass sich der Zustand seit der Untersuchung durch Dr. G._ im Dezember
2011 - dieser vermerkte unter anderem eine leichte Besserung des
elektrophysiologischen Befundes und des Taubheitsgefühls (UV-act. 75 S. 2 und 3) -
massiv verschlechtert habe (act. G 1). Dies, nachdem noch in der Einsprache vom
5. April 2012 von einer Verschlechterung nicht die Rede war (UV-act. 91). Hierzu ist
festzuhalten, dass vorliegend die tatsächlichen Verhältnisse bis zum Datum des
angefochtenen Entscheids (24. April 2012) zu prüfen sind. Konkrete Anhaltspunkte
dafür, dass sich die medizinischen Verhältnisse im rechten Ellbogen in der Zeit von
Januar bis April 2012 verschlechtert hätten, lassen sich den Akten nicht entnehmen.
Jedenfalls fehlt es an ärztlichen Berichten, die solches bestätigen würden. Im Übrigen
ist festzuhalten, dass die Integritätsentschädigung bei nicht voraussehbarer
nachträglicher Verschlimmerung einer Revision bzw. einer nachträglichen Erhöhung
zugänglich ist (SZS 1988, 274).
4.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 24. April 2012 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
VRP entschieden:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
Publikationsplattform St.Galler Gerichte Entscheid Versicherungsgericht, 06.05.2013 Art. 24 UVG. Festlegung der Integritätseinbusse für eine Schädigung des Ellbogens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Mai 2013, UV 2012/54).
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