Decision ID: 1694cf13-2894-48d6-9525-2b172c7bb894
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1953, schloss 1976 ein Musikstudium mit Haupt
fach Fagott und 1990 ein Jurastudium ab (Urk. 6/2/2-3). 1993 erlangte er das Anwaltspatent (Urk. 6/2/4) und war zuletzt von 1996 bis 2009 als selbständi
ger Anwalt tätig (Urk. 6/39/3 unten)
.
Seit November 2010 bezieht er Sozial
hilfe (Urk. 6/3 Ziff. 5.5).
Unter Hinweis auf einen Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung sowie ein Sedativa- und Alkoholabhängigkeitssyndrom meldete sich der Versicherte am 23. September 2013 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab. Nachdem der Versi
cherte am 15. Juni 2014 (Urk. 6/18) Einwände gegen einen ersten abschlägi
gen Vorbescheid der IV-Stelle vom 14. Mai 2014 (Urk. 6/13) erhoben hatte, hob diese ihren Entscheid auf (vgl. Urk. 6/24) und hielt den Versicherten mit Schreiben vom 26. Juni 2014 (Urk. 6/20) zu einer sechsmonatigen kontrol
lierten Alkohol- und Benzodiazepinabstinenz an. Mit Schreiben vom 14. April 2015 (Urk. 6/33) informierte sie ihn sodann über die Notwendigkeit einer psychiatrischen Untersuchung. Mit Eingabe vom 27. April 2015 (Urk. 6/34) wandte sich der Versicherte gegen den von der IV
Stelle in Aus
sicht genommenen Gutachter, woraufhin diese mit Schreiben vom 5. Mai 2015 (Urk. 6/36) am Gutachter festhielt. Das Gutachten wurde am 31. August 2015 erstattet (Urk. 6/39).
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/45, Urk. 6/53) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 17. Februar 2016 einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 6/56 = Urk. 2).
2.
Der
Versicherte erhob am
4. April 2016
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 17. Februar 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und die Sache sei zur Berechnung des Invaliditätsgrades an die IV-Stelle zurückzu
weisen. Eventuell sei ihm vom Gericht mindestens eine Viertelsrente zuzu
sprechen (Urk. 1 S. 1).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 9. Mai 2016 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom 27. Mai 2016 wurden antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 1) die unentgeltliche Prozessführung bewilligt und dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 7).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
2.2
Die Beschwerdegegnerin verneinte einen Rentenanspruch in der ange
fochte
nen Verfügung (Urk. 2) mit der Begründung, dass beim Beschwerdeführer kein invalidenversicherungsrechtlich rel
evanter Gesundheitsschaden vor
liege. Gemäss den medizinischen Abklärungen bestünden psychiatrische
Di
agno
sen
, doch seien die entsprechenden Symptome nicht ausgeprägt und aus Rechtsanwendersicht nicht von der erforderlichen Schwere und Dauer, um die A
rbeitsfähigkeit
längerfristig oder
dauerhaft einzuschränken (S. 1 f.). Dem Beschwerdeführer sei es zwar gelungen, den
Benzodiazepi
nkonsum
zu
senken
;
trotz S
chadenminderungspflicht
konsumiere er aber weiterhin Alko
hol in relativ hohem Ausmass
, auch ohne beruflich tätig zu sein, was auf ein primäres Suchtgeschehen hinweise. Gegenüber psyc
hothera
peut
i
schen
Mass
nah
men sei der Beschwerdeführer negativ eingestellt und
seit
Oktober 2011 in keiner psychiatrischen Behandlung, obschon das psychische
Leiden psychotherapeutisch angehbar wäre
(S. 2 Mitte)
. Er sei seiner Mitwirkungs
pflicht vom 2
6.
Juni 2014 nicht nachgekom
men (S. 2 unten).
In der Vernehmlassung (Urk. 5) betonte die Beschwerdegegnerin, dass kein schweres, therapeutisch nicht mehr angehbares psychisches Leiden und daher auch kein invalidisierender Gesundheitsschaden im sozialversicherungs
recht
lichen Sinn vorliege (S. 1 Mitte). Selbst wenn der Gesundheitsschaden als invalidisierend anerkannt würde, resultiere - aus näher dargelegten Gründen - kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (S. 1 f.).
2.3
Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerde (Urk. 1) demgegenüber geltend, g
emäss Gutachten sei sein Alkoholkonsum ohne Auswirkung auf
Arbeitsfähigkeit
. Zudem hätten sich seine Werte (ASAT GOT und ALAT GPT) rapide verbessert
(S. 2 Ziff. 3)
.
Mit anhaltender Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit diagnostiziere der
Gutachter
eine Persönlichkeitsstörung mit
ängst
lichen und vermeidenden Anteilen
, davon sei nicht abzuweichen
(S. 2 Ziff. 4). Laut Gutachten seien Stress und
spezifische Belastun
gen wie die
Exposition vor vielen Leuten zu vermeiden. Daher könne er den Anwalts
be
ruf nicht mehr ausüben, auch nicht wie vom Gutachter vorgesehen zu 80
%
, da er nicht mehr in der La
ge sei, vor Gericht aufzutreten.
Für eine anwaltli
che
Tätigkeit im Anstellungsverhältnis
, wie sie der Gutachter als geboten er
achte, würde er nicht genommen, wenn
er nicht vor Gericht auftreten könne
, und von
ander
e
n Rechtsgebieten als Straf- und Familien
recht
, in welchen man rein beraterisch tätig sein könnte, habe er keine grosse Ahnung
. Bleiben würden allenfalls Stel
len als Verwaltungsjurist, bei welchen
er aber
wegen fehlender Erfahrung und aufgrund der Tatsache, dass er Stress meiden sollte,
nicht so viel verdienen könnte.
Bei der Invaliditätsbemessung resultiere - aus näher dargelegten Gründen - mindestens eine Viertelsrente (S. 3 oben, S. 4 oben).
3.
3.1
Am 2. Oktober 2009 berichtete Dr. med. Y._, Chefarzt, Z._
,
über das Erstgespräch mit dem Beschwerdeführer vom Vortag (Urk. 6/17/1-2). Er führte aus, ausgelöst durch soziale Ängste habe der Beschwerdeführer in jungen Jahren einen Benzodiazepin- und Alkohol
abusus begonnen, den er 14 Jahre lang habe unterbrechen können. Seit 12 Jahren sei der Benzodiazepinabusus wieder aktiv. Berufliche, finanzielle und familiäre Probleme erhöhten den Druck auf eine Veränderung. Ängstliche vermeidende beziehungsweise schizoide Persönlichkeitszüge liessen sich erahnen. Zurzeit bestehe der Verdacht auf eine depressive Ver
stimmung (S. 2 oben). Sowohl der dauernde Anxiolytikagebrauch wie auch das dauernde Vermeiden von sozialen Interaktionen hielten die sozialen Ängste und die Selbstunsicherheit aufrecht und sollten deshalb beide therapeutisch angegan
gen werden. Der Beschwerdeführer traue sich im Moment das Leben ohne den Schutz von Anxiolytika nicht zu und sei deshalb nicht zu einer initialen Entzugsbehandlung bereit. Er sehe jedoch den Nutzen und die Notwendigkeit einer psychotherapeutischen Behandlung und einer parallel dazu geführten Reduktion des Anxiolytikakonsums (S. 2 Mitte).
3.2
Am 21. Oktober 2011 berichteten die Ärzte der A._ über das Abklä
rungs
gespräch vom 17. Oktober 2011 (Urk. 6/2/5-9 = Urk. 6/10/7-11). Sie stellten folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):
-
Alkoholabhängigkeitssyndrom, am ehesten vom
Pegeltyp,
gegen
wär
ti
ger Substanzgebrauch (ICD-10 F10.24)
-
Sedativa-Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtiger Substanzgebrauch (ICD-10 F13.24)
-
Verdacht
auf leichte depressive Episode (ICD-10 F32.1)
-
Verdacht auf Persönlichkeitsstörung mit ängstlich-vermei
denden und schizoiden Anteilen.
Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer strebe keine Abstinenz von Alko
hol und suchtbildenden Medikamenten (S. 1 unten), aber eine Reduktion seiner täglichen Alkoholkonsummenge an und wünsche eine Medikamenten
umstellung (S. 5 oben). Er habe von zwei Therapieversuchen in der B._ ab Juli 2010 berichtet, welche er
aufgrund von Konflikten
mit den Therapeuten abgebrochen habe (S. 3 unten). Da er sich eine stationäre
Alkohol- und Medikamenten
e
ntzug
s- und Entwöhnungsbehandlung
zum jetzigen Zeit
punkt nicht
vorstellen
könne
, obschon
sie ihm eine solche dringend empfohlen hätten, sei eine ambulante Behandlung indiziert (S. 5 unten).
3.3
Am 15. Juni 2012 (Urk. 6/2/10-11) berichteten die Ärzte der A._, der Beschwerdeführer habe im Verlauf der ambulanten Behandlung vom 1. De
zember 2011 bis 30. Mai 2012 keine
Bereitschaft erkennen lassen, glaubhaft am Ziel der Abstinenz zu arbeiten,
weshalb die
Behandlung
im gegenseitigen Einvernehmen beendet worden sei (S. 2)
.
3.4
Dr. med. C._, Facharzt für Innere Medizin, berichtete am 25. Oktober 201
3
(Urk. 6/10/1-4), den Beschwerdeführer seit 11. April 2011 zu behandeln (Ziff. 1.2). Er nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
-
chronische Angsterkrankung
-
seit Pubertät
-
rezidivierende Panikattacken
-
Verdacht auf Soziophobie
-
chronischer Aethylismus
-
Pegeltrinker
-
narzisstische Persönlichkeitsstörung
-
aethylische Hepatopathie
-
Substanz
enmissbrauch
-
Benzodiazepine und Alkohol
-
Verdacht auf aethylische Hepatopathie
Dr. C._ führte aus, infolge seiner Soziophobie mit Angstattacken und der fehlenden Belastbarkeit sei der Beschwerdeführer in seinem Beruf als Jurist/Anwalt nicht mehr zur Berufsausübung fähig (Ziff. 1.6).
3.5
Am 3
1.
August 2015 erstattete
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychi
atrie und Psychotherapie, ein Gutachten im Auftrag der Beschwerde
gegnerin (
Urk.
6/39). Er stützte sich auf die ihm überlassenen Akten (S. 2 f.), die Angaben des Beschwerdeführers (S. 3 f.) sowie
die
anlässlich der Unter
suchung vom
1
0.
August 2014 (richtig wohl: 2015) erhobenen Befunde (S. 5 ff.; vgl. S. 1 unten)
.
Als Diagnose mit anhaltender Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr. D._
eine Persönlichkeitsstörung mit ängstlichen und vermeidenden Anteilen (ICD-10 F60.6
; S. 7
).
Sodann nannte er folgende Diagnosen ohne anhaltende Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
; S. 7
:
-
schädlicher Alkoholgebrauch
-
Benzodiazepinkonsum
-
berufliche Schwierigkeiten
Dr. D._ führte
aus, der Beschwerdeführer habe mitgeteilt, dass er den Alkohol- und Benzodiazepinkonsum benötigt habe, um beruflich vollum
fänglich zu funktionieren. Bei besonders belastenden Tätigkeiten wie zum Beispiel Soloauftritten als Musiker oder als Anwalt vor Gericht habe er sich mit Alkohol und Temesta beruhigt. Dieses Verhalten sei angesichts der Hin
weise auf eine ängstliche und vermeidende Persönlichkeitsstörung nachvoll
ziehbar. In der Anamnese falle auf, dass der Beschwerdeführer das Gymna
sium verlassen und die Matura im Heimstudium gemacht habe. Im Gymnasium hätten
die heute noch feststellbaren
Verhaltensauffälligkeiten zu Schwierig
keiten mit den Mitschülern geführt. Der Beschwerdeführer sei aber doch fähig gewesen, in Orchestern zu spi
e
len und als Untersuchungsrichter zu arbeiten. Dies weise darauf hin, dass bei ihm ein Grossteil der Funktionen noch vorhanden gewesen sei. Die Persönlichkeitsstörung sei eher milde aus
geprägt. Es könne davon ausgegangen werden, dass zumindest ein Teil des Alkohol- beziehungsweise Benzodiazepinkonsums durch die Verhaltensauf
fälligkeiten verursacht worden seien. Den beruflichen Anforde
rungen habe der Beschwerdeführer einigermassen genügen können
, er
sei dabei kaum durch affektive Probleme gehindert worden. Auch habe sich trotz mitge
machter Lebensprobleme (unvorhergesehener Tod der Schwester, gescheiterte Ehe und Trennung) keine
anhaltende
affektive Störung einge
stellt. Dem Beschwerdeführer sei es seit einigen Jahren gelungen, den Konsum von Ben
zodiazepinen deutlich zu senken. Dass er aber den relativ hohen Alkohol
konsum (etwa drei Liter Bier pro Tag, vgl. S. 4 unten) unbeirrt weiter führe, obschon er nicht beruflich arbeite, lasse zumindest dies
bezüglich ein primä
res Geschehen vermuten (S. 7 f.).
Das Alltags-A
ktivitätsniveau
des Beschwerdeführers
sei relativ hoch. Die Dys
funktionalität sei im Alltagsleben beziehungsweise bei mässigen Belas
tungen nicht ausgeprägt (S. 12
Ziff.
1).
Aufgrund der ängstlich-vermeiden
den Verhaltensauffälligkeiten habe der Beschwerdeführer phasenweise Mühe, sich zu exponieren. Bei Routinearbeiten sei er jedoch kaum beeinträchtigt
(S. 9 Ziff. 2)
. Die Funktionen seien teilweise eingeschränkt, die Belastbarkeit eher herabgesetzt. Der Beschwerdeführer könne insbesondere bei hohem Stress nicht optimal funktionieren
(S. 10 Ziff. 3)
. Die Tätigkeit als selbständi
ger Anwalt habe der Beschwerdeführer vor allem aus externen Gründen (Verlustscheine) aufgegeben. Rein krankheitsbedingt
sei er
als Anwalt zu etwa 20
%
in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, dies seit etwa dem Jahr 2010 (S. 9 Mitte, S. 10
Ziff.
4 und
Ziff. 6-
7)
.
Er könne als Anwalt arbeiten, allerdings eher nicht in einer eigenen Kanzlei (S. 11
Ziff.
12). Tätigkeiten als Untersuchungsrichter
,
als Jurist in der Verwaltung
oder ähnliche juristische Tätigkeiten
seien
ihm
zu 85
%
zumutbar (S. 10
Ziff.
7, S. 11
Ziff.
13
, S. 14 Mitte
).
3.6
Dr. med. E._, Facharzt für Anästhesiologie, Regionaler Ärztlicher Dienst, sprach sich in seiner Stellungnahme vom 14. September 2015 (Urk. 6/43/4-5) für ein Abstellen auf das Gutachten von Dr. D._ aus.
4.
4.1
Die Begutachtung des Beschwerdeführers durch Dr. D._ (vorstehend E. 3.5) ergab eine sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende Persönlich
keits
stö
rung mit ängstlichen und vermeidenden Anteilen. Der ebenfalls diagno
sti
zierte schädliche Alkoholgebrauch und der Benzodiazepin
konsum wirken sich gemäss Dr. D._ demgegenüber nicht auf die Arbeits
fähigkeit des Beschwer
deführers aus, was dieser denn auch nicht geltend machte; davon ist auszugehen.
4.2
Das Gutachten von Dr. D._ erweist sich als für die streitigen Belange umfassend. Es beruht auf allseitigen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der Vorakten abgegeben und die Angaben des Beschwerdeführers fanden in der Beurteilung Berücksichtigung. Der Gutachter legte in nachvollziehbar begrün
deter Weise dar, dass beim Beschwerdeführer trotz den anamnestisch
erho
benen
Verhaltensauffälligkeiten
in der Vergangenheit ein Grossteil der Funktionen vorhanden war, er den beruflichen
Anforderungen einigermassen genügen konnte und dabei kaum durch affektive Probleme gehindert wurde. Zwar konnte der Gutachter auch anlässlich der Untersuchung Verhaltens
auffälligkeiten feststellen. Vor dem Hintergrund des
relativ hohe
n
Alltags
-A
ktivitätsniveau
s
des Beschwerdeführers (
vgl. Urk.
6/39 S. 9 Mitte) bezeich
nete er die Dysfunktionalität im Alltagsleben beziehungsweise bei mässigen Belastungen jedoch als nicht ausgeprägt. Insgesamt gelangte
er
zum nach
vollziehbaren
Schluss, dass die Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers eher milde ausgeprägt ist und ihn bei der Verrichtung von Routinearbeiten kaum beeinträchtigt. Für juristische Tätigkeiten in der Verwaltung oder ähn
liche juristische Tätigkeiten attestierte Dr. D._ dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 85 % und trug damit der herabgesetzten Belastbar
keit und den insbesondere bei hohem Stress auftretenden Funktionsein
schränkungen Rechnung.
Für die Tätigkeit als Anwalt attestierte der Gutachter dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 80 %, was wohl damit zu erklären ist, dass er diese Tätigkeit als stressbehafteter einstufte als die eines Verwaltungsjuristen. Der Beschwerdeführer wandte hiergegen ein, die Anwaltstätigkeit gar nicht mehr ausüben zu können, da diese das Auftreten vor Gericht beinhalte und daher nicht mit dem von Dr. D._ formulierten negativen Belastungsprofil (vgl. Urk. 6/39 S. 14 Mitte) kompatibel sei. Dass Auftritte vor Gericht eine mit Stress einhergehende spezifische Belastung, wie sie gemäss Dr. D._ zu vermeiden ist, darstellt, ist nicht von der Hand zu weisen. Allerdings ist
in diesem Zusammenhang auch erwähn
enswert,
dass
der
Beschwerdeführer trotz seiner
ängstlich-
vermeidenden Persönlichkeit während 13 Jahren
(vgl. Urk. 6/39 S. 3 unten) in der Lage war, den
Anwaltsberuf aus
zuüben, wobei es invaliditätsfremde Gründe (Verlustscheine) waren, die ihn zur Berufs
aufgabe zwangen (vgl. Urk. 6/39 S. 4 oben). Vor diesem Hintergrund vermag seine Argumentation nicht restlos zu überzeugen und erscheint die Beurteilung durch Dr. D._ plausibel. Zwar gab der Beschwerdeführer an,
sich bei Auftritten vor Gericht mit Alkohol und Temesta beruh
igt zu haben (vgl. Urk. 6/39 S. 8 oben).
Dass die Einnahme von Alkohol und Beruhigungsmittel zur Bewältigung der Auftritte vor Gericht keine Lösung sein kann, ist selbst
redend. Allerdings ging Dr. D._ davon aus, dass die mit der Persönlich
keitsstörung einhergehenden psychischen Probleme des Beschwerdeführers psychotherapeutisch angehbar sind (Urk. 6/39 S. 8 f., S. 13 Ziff. 4), und auch Dr. Y._ hatte bereits im Jahr 2009 die Not
wendig
keit und den Nutzen einer psychotherapeutischen Behandlung betont (vorstehend E. 3.1). Dass der Beschwerdeführer bislang keine Therapie
willig
keit zeigte, hat er sich entge
genhalten zu lassen.
4.3
Insgesamt ergibt die
Würdigung des Gutachtens von Dr. D._,
dass dieses
die
praxisgemässen Kriterien (vorstehend E.
1.3
)
erfüllt, sodass in medi
zinischer Hinsicht darauf abzustellen ist. Der Bericht von Dr. C._ vom Oktober 2013 (vorstehend E. 3.4), welcher bezüglich Arbeitsfähigkeit zu einer anderslautenden Einschätzung gelangte, ist nicht geeignet das Gutach
ten in Zweifel zu ziehen, verfügt Dr. C._ als Facharzt für Innere Medi
zin doch nicht über die notwendige Kompetenz, das psychische Leiden des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen. Die weiteren aktenkundigen Berichte (vorstehend E. 3.1-3) äus
sern sich sodann nicht zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers.
4.4
Soweit die Beschwerdegegnerin sich auf den Standpunkt stellte, es liege kein schweres, therapeutisch nicht mehr angehbares psychisches Leiden und daher kein invalidenversicherungsrechtlich relevanter beziehungsweise kein invali
disierender Gesundheitsschaden im sozialversicherungsrechtlichen Sinn vor (vor
stehend E. 2.2), nimmt sie offensichtlich Bezug auf die im Bereich der soma
toformen Schmerzstörung und anderen psychosomatischen Leiden ergange
ne Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281, wonach bei derartigen Beschwer
debildern das tatsächliche Leistungsvermögen der betroffenen Per
sonen
in einem strukturierten
Beweisverfahren ergebnisoffen und
einzelfall
gerecht zu bewerten
ist. D
er Behandlungserfolg oder die Behandlungsre
sistenz spielen dabei im Rahmen der Prüfung der von der Rechtsprechung entwickelten Standardindikatoren eine Rolle. Ist - wie vor
liegend - aber eine Persönlichkeitsstörung
und damit ein grundsätzlich rechts
erheblicher
Gesund
heitsschaden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 3
0.
März 2016 E. 4.2.5 und
8C_558/2015 vom 2
2.
Dezember 2015 E. 4.2.4)
fach
ärztlich diagnostiziert, so ist die Recht
sprechung gemäss BGE 141 V 281 nicht
anwendbar (Urteil des Bundes
gerichts
8C_6/2016 vom 3.
Februar 2016 E.
4.2.3
) und es bedarf - entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 6/43/6 oben, Urk. 5 S. 1 unten) - aus Rechtsanwendersicht auch keiner Erwägungen zu allfälligen Ressourcen. Liegt - wie im vorliegenden Fall - ein beweiswertiges medizi
nisches Gutachten vor, welches eine sich auf die Arbeitsfähigkeit aus
wirkende Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, so ist darauf abzustellen und die Invalidität zu bemessen. Vorliegend bedarf es zur Invaliditäts
bemessung keiner weiteren Abklärungen und die Beschwerde
geg
nerin hat in der Beschwerdeantwort Erwägungen zum Einkommens
vergleich angestellt (Urk. 5 S. 2), weshalb von der vom Beschwerdeführer beantragten Rück
weisung abzusehen ist.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invaliden
versicherung (
IVG
)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommens
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothe
tischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommens
-
diffe
renz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Ein
kommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Ein
kom
mens
vergleichs gemäss
Art.
28a
Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art.
16 ATSG grund
sätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Mass
gabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffern
mässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Inva
lidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleine
ren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.
10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E.
3a).
Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Pro
zentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Vali
den- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwert
e von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs.
2 IVG) ein
deutig über- oder untersch
r
eitet (Urteil des Bun
desgerichts 8C_333/2013 vom 11.
Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
5.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der über
wiegen
den Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Ein
kommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empi
ri
scher Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheits
schaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE
134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versi
cherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizeri
schen Lohnstruk
turerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Ent
löhnung im Ein
zelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruf
lichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28
E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
5.4
Auch
f
ür die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Recht
sprechung Tabellenlöhne gemäss
den
LSE herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten ver
öffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invaliden
ein
kommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegeben
heiten des Einzel
falles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
5.5
Gemäss Angaben des Beschwerdeführers gab er seine während 13 Jahren ausgeübte Tätigkeit als selbständiger Rechtsanwalt in einer Einzelkanzlei im Jahr 2009 auf, da ihm Verlustscheine ausgestellt worden waren (Urk. 6/39 S. 3 unten, S. 4 oben). Vor diesem Hintergrund kann nicht davon ausge
gan
gen werden, dass er ohne die ihm von Dr. D._ ab dem Jahr 2010 (Urk. 6/39 S. 10 Ziff. 6) attestierten gesundheitsbedingten Einschränkungen im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns im Jahr 2014 (Anmeldung plus sechs Monate, vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) weiterhin als selbständiger Rechts
anwalt tätig gewesen wäre. Daher ist es nicht sach
gerecht, zur Ermitt
lung des Valideneinkommens die vom Beschwerde
führer abgerechne
ten Ein
kommen aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit gemäss Auszug aus dem indivi
duellen Konto (IK) heranzuziehen.
Andererseits kann dem Beschwerdeführer auch nicht ein Valideneinkommen von Fr. 200‘000.-- bis Fr. 300‘000.--, wie er es unter Hinweis auf die Lohner
hebungen des Zürcher Anwaltsverbands geltend machte (Urk. 1 Ziff. 5 am Anfang), angerechnet werden. Dies bereits deshalb nicht, da im vom Beschwerdeführer eingereichten Zeitungsartikel (Urk. 3/7) die Rede davon ist, dass entsprechende Durchschnittseinkommen von vollzeitlich tätigen, selb
ständig erwerbenden Mitgliedern in Einzelkanzleien sowie in Unkostenge
meinschaften erzielt werden, der Beschwerdeführer seine selbständige Erwerbs
tätigkeit ja aber gerade aufgegeben hat. Abgesehen davon wies die Beschwerdegegnerin zutreffend darauf hin, dass die vom Beschwerdeführer gemäss IK-Auszug (Urk. 6/7) abgerechneten Einkommen als selbständig Erwerbender nicht annähernd den vom ZAV angeführten Durchschnittsein
kommen entsprachen (Urk. 5 S. 2).
5.6
Vorliegend ist das Valideneinkommen auf der Grundlage der LSE zu berech
nen. Dabei ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer einen branchen
üblichen, seiner Berufserfahrung Rechnung tragenden Lohn als Jurist erzielen könnte. Von einer genauen ziffernmässigen Bestimmung des massgebenden Valideneinkommens kann abgesehen werden, da für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf die nämlichen Tabellenlöhne ab
zustellen ist, nachdem dem Beschwerdeführer gemäss gutachterlicher Beur
teilung eine Tätigkeit als Jurist in der Verwaltung oder ähnliche juristische Tätigkeiten weiterhin zu 85 % zumutbar sind. Der Invaliditätsgrad beläuft sich somit im Sinne eines Prozentvergleichs (vorstehend E. 5.2) auf 15 %.
Damit liegt der Invaliditätsgrad unter 40 %, weshalb die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch zu Recht verneint hat. Die Beschwerde ist dementspre
chend abzuweisen.
6.
Die Verfahrenskosten
gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise
auf
Fr.
700.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer
auf
zuer
legen, infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung jedoch
einstweilen
auf
die
Gerichtskasse
zu nehmen,
die
s unter Hinweis
auf die Nachzahlungs
pflicht gemäss
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer).