Decision ID: daf36602-365f-4adc-9b56-094a391baff5
Year: 2020
Language: de
Court: BE_SRK
Chamber: BE_SRK_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

den Akten entnommen:
A. Mit Eingabe vom 20. Juli 2019 (Akten Vorinstanz, pag. 106-20) ersuchte A._ (Rekurrent) bei der Inkassostelle _ (Erlassbehörde) um Erlass der rechtskräftig
veranlagten kantonalen Steuern sowie der direkten Bundessteuer für das Jahr 2017. Der
entsprechende Steuerausstand betrug CHF 5'477.40 (pag. 11) bei den kantonalen Steuern und
CHF 209.10 (pag. 9) bei der direkten Bundessteuer. Zuzüglich Verzugszins bis am 2. September
2019 belief sich die Steuerforderung auf insgesamt CHF 5'882.95.
B. Mit Entscheiden vom 3. September 2019 wies die Erlassbehörde das Gesuch vollumfänglich ab (pag. 112-107). Zur Begründung führte sie an, dass dem Rekurrenten im
Zeitpunkt der Fälligkeit die Bildung von Rückstellungen bzw. die Bezahlung der geschuldeten
Steuern möglich und zumutbar gewesen sei, weshalb ein Ausschlussgrund vorliege. Hinzu
komme, dass der Rekurrent im Jahr 2016 eine Auszahlung des Sozialdienstes I._ über
CHF 43'801.85 erhalten habe.
C. Gegen diese Entscheide hat der Rekurrent am 27. September 2019 (Eingangsstempel) sinngemäss Rekurs betreffend die kantonalen Steuern und Beschwerde betreffend die direkte
Bundessteuer bei der Erlassbehörde erhoben. Diese retournierte die Eingabe an den
Rekurrenten und verwies ihn an die Steuerrekurskommission des Kantons Bern
(Steuerrekurskommission). Am 4. Oktober 2019 ging das Rekursschreiben des Rekurrenten bei
der Steuerrekurskommission ein und wurde am 12. November 2019 (Eingangsstempel) mit
weiteren Ausführungen und Unterlagen ergänzt. Der Rekurrent begründet seinen Antrag damit,
dass er die Steuern auf Grund seiner finanziellen Situation, unter anderem bedingt durch den
Unterhalt seiner vier Kinder sowie seine Invalidität, nicht bezahlen könne. Weiter bringt er vor, er
habe die Auszahlung des Sozialamts I._ im Jahre 2016 für die Abzahlung privater
Schulden verwendet, welche sich in der Übergangszeit bis zum Erhalt der IV-Rente angehäuft
hätten.
D. Im vorliegenden Rekurs- und Beschwerdeverfahren handelt die kantonale  gemäss Generalvollmacht vom 30. Mai 2011 für die Erlassgemeinde.
E. Am 23. Dezember 2019 hat sich die Steuerverwaltung des Kantons Bern, Region _ (Steuerverwaltung), vernehmen lassen und die kostenpflichtige Abweisung von Rekurs und
Beschwerde beantragt. Nebst den bereits von der Erlassbehörde vorgebrachten Gründen führt
sie aus, dass der Rekurrent über eine freie monatliche Einkommensquote von CHF 220.50
verfüge, was eine Bezahlung der Steuerschulden in absehbarer Zeit ermögliche.
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F. Dazu hat der Rekurrent mit Schreiben vom 15. Januar 2020 Stellung genommen.
G. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat sich nicht vernehmen lassen.
H. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit entscheidrelevant, in den  Erwägungen eingegangen.

Die Steuerrekurskommission zieht in Erwägung:
1. Entscheide des Regierungsrats, der Steuerverwaltung und der Gemeinden betreffend den Erlass von Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuern sowie der direkten Bundessteuer können
bei der Steuerrekurskommission durch Rekurs bzw. Beschwerde angefochten werden (Art. 240
Abs. 1 und 7 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] sowie Art. 167g Abs. 1
des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]
i.V.m. Art. 9 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug der direkten Bundessteuer
[BStV; BSG 668.11]). Die Steuerrekurskommission ist deshalb sachlich und örtlich zuständig. Der
Rekurrent ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen. Er ist
daher beschwert und zur Anfechtung befugt (Art. 195 Abs. 2 StG und Art. 167g Abs. 1, 2 und 4
DBG sowie Art. 140 ff. DBG i.V.m. Art. 3 BStV i.V.m. Art. 86 und 65 des Gesetzes vom 23. Mai
1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). Auf die form- und fristgerecht
eingereichte Eingabe ist deshalb einzutreten.
Da der Streitwert unter CHF 10'000.-- liegt, fällt der vorliegende Entscheid in die einzelrichterliche
Zuständigkeit (Art. 70 Abs. 4 Bst. c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).
2. Streitig und zu beurteilen ist, ob der Rekurrent Anspruch auf Erlass der kantonalen Steuern sowie der direkten Bundessteuer 2017 hat.
3. Die Steuerveranlagung entspricht in der Regel der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Art. 127 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 104 Abs. 1 der
Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]), beruhen doch die Steuerbeträge auf in der
Vergangenheit erzieltem Einkommen und vorhandenem Vermögen. Im Wissen um die
Steuerbarkeit und die später anfallenden Steuern hat die steuerpflichtige Person grundsätzlich
Rückstellungen vorzunehmen. Bezahlt eine steuerpflichtige Person ihre Steuern nicht, ist das
Inkasso auf dem Weg der Pfändung der Regelfall. Dabei verzichtet das Gemeinwesen nicht
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endgültig auf die Steuerforderung und kommt im Rahmen der Verlustscheinsverwaltung unter
Gewährleistung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums allenfalls später zu seinem Recht.
3.1 Ist die Zahlung von rechtskräftig festgesetzten Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuern, der direkten Bundessteuer sowie von Zinsen, Gebühren oder Bussen infolge einer Notlage mit
einer erheblichen Härte verbunden, so können diese gestützt auf Art. 240 StG und Art. 167 DBG
ganz oder teilweise erlassen werden. Das Erlassverfahren gehört nicht zum
Veranlagungsverfahren, sondern setzt eine rechtskräftige Veranlagung voraus und ist damit Teil
des Steuerbezugsverfahrens. Eine Überprüfung der Steuerforderung selbst ist im
Erlassverfahren ausgeschlossen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum
DBG, 3. Aufl., 2016, N. 3 zu Art. 167 DBG).
3.2 Ziel jedes Erlasses ist es, bei einem krassen Missverhältnis zwischen den aktuellen wirtschaftlichen Möglichkeiten und den Steuerforderungen die steuerpflichtige Person nicht in
ihrer wirtschaftlichen Existenz zu gefährden und zu einer langfristigen und dauernden Sanierung
beizutragen. Voraussetzung für die Gewährung eines Erlasses ist eine finanzielle Notlage, auf
Grund welcher die Bezahlung der Steuern, Zinsen, Gebühren oder Bussen eine erhebliche Härte
bedeuten würde. Der Erlass soll es ermöglichen, einer wesentlichen und voraussichtlich
andauernden Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse der steuerpflichtigen Person
seit der Steuerperiode, auf die sich das Erlassbegehren bezieht, in besonders schweren Fällen
Rechnung zu tragen. Blosse Schwankungen in den Einkommensverhältnissen bilden jedoch
keinen Erlassgrund. Mit Blick auf die rechtsgleiche Behandlung aller Steuerpflichtigen muss der
Erlass die seltene Ausnahme bleiben. Da das Gemeinwesen mit dem Erlass endgültig auf die
Steuerforderung verzichtet, soll er der steuerpflichtigen Person selbst und nicht ihren weiteren
Gläubigern zugutekommen (zum Ganzen: Beusch/Raas in: Kommentar zum Schweizerischen
Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer [DBG], 3. Aufl., 2017, N. 8 zu Vor
Art. 167-167g DBG sowie N. 6 ff. und N. 20 f. zu Art. 167 DBG, mit weiteren Hinweisen;
Blumenstein/Locher, System des schweizerischen Steuerrechts, 7. Aufl., 2016, S. 421 ff.; Bruno
Knüsel, Rechtsgrundlagen des Erlassverfahrens in ASA 52 S. 93 ff. insb. S. 97 Ziff. 4.c).
3.3 Um eine einheitliche Rechtsanwendung und Ermessensausübung zu ermöglichen, werden die rechtlich unbestimmten Begriffe der erheblichen Härte sowie der Notlage (Art. 240 StG und
Art. 167 DBG) in den Steuergesetzen und der Steuererlassverordnung konkretisiert (Verordnung
des EFD über die Behandlung von Gesuchen um Erlass der direkten Bundessteuer vom 12. Juni
2015 [Steuererlassverordnung; SR 642.121, nachfolgend EV DBG]). Die Konkretisierung
geschieht durch beispielhafte Aufzählung von Erlassgründen und Ausschlussgründen, d.h. von
Umständen, die einen Erlass teilweise oder ganz ausschliessen. Für den Erlass der kantonalen
Steuern sind zudem die Bestimmungen in der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Bezug
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und die Verzinsung von Abgaben und anderen zum Inkasso übertragenen Forderungen, über
Zahlungserleichterungen, Erlass sowie Abschreibungen infolge Uneinbringlichkeit
(Bezugsverordnung, BEZV; BSG 661.733) zu beachten.
3.4 Ob ein Erlass gewährt werden kann, ist auf Grund der gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse der steuerpflichtigen Person zu beurteilen, wobei für die Beurteilung in erster Linie
die Verhältnisse im Zeitpunkt des Entscheids massgebend sind. Mitberücksichtigt werden zudem
die Entwicklung seit der Steuerperiode, auf die sich das Erlassbegehren bezieht, die
Zukunftsaussichten und insbesondere die Frage, ob im Zeitpunkt der Fälligkeit der
Steuerforderung eine fristgerechte Zahlung möglich gewesen wäre (Art. 240a StG;
Art. 10 EV DBG). Im Einzelnen ist zu prüfen, ob der steuerpflichtigen Person zur Begleichung der
Steuerforderungen Einschränkungen in der Lebenshaltung zumutbar sind bzw. gewesen wären.
Einschränkungen gelten grundsätzlich als zumutbar, wenn die Lebenshaltungskosten der
gesuchstellenden Person zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Steuerforderung und des
Erlassentscheids das betreibungsrechtliche Existenzminimum gemäss Art. 93 des
Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1)
übersteigen (Art. 240a Abs. 3 StG; Art. 2 Abs. 3 EV DBG). Die Einzelheiten der Berechnung sind
dem Kreisschreiben Nr. B1 der Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den
Kanton Bern in der Fassung vom 1. Januar 2011 zu entnehmen (einsehbar unter:
<https://www.justice.be.ch>, Rubriken "Zivilverfahren > Kreisschreiben > SchKG > KS B1 aB3"
[abgerufen am 26.5.2020]; nachfolgend: Kreisschreiben B1). Dessen Beilage 1 enthält die
einzelnen Ansätze gemäss den Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen
Existenzminimums (Notbedarf) nach Art. 93 SchKG vom 1. Juli 2009 der Konferenz der
Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz. Ergibt sich aus der Differenz zwischen dem zur
Verfügung stehenden Einkommen und dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum, dass aus
dem Überschuss die Steuerschuld innert absehbarer Zeit vollumfänglich beglichen werden kann,
liegt keine erhebliche Härte oder Notlage vor, und ein Erlass ist ausgeschlossen (Art. 240b Abs. 1
Bst. b StG und Art. 240c Abs. 1 Bst. g StG; Art. 167 Abs. 1 DBG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 und 2
EV DBG sowie Art. 13 Abs. 3 EV DBG). Selbst wenn das Einkommen im Entscheidzeitpunkt nur
knapp über oder gar unter dem Existenzminimum liegt, ein Härtefall somit bejaht werden kann,
ist von einem Erlass abzusehen, wenn einer der in aArt. 240c Abs. 1 Bst. a bis g StG (in der bis
31.12.2019 geltenden Fassung [BAG 10-113], welche für Entscheide, welche erstinstanzlich vor
dem 1.1.2020 ergingen, anzuwenden ist) und Art. 167a Bst. a bis e DBG aufgezählten
Ausschlussgründe gegeben ist (vgl. BVR 2010 S. 401 E. 2.3).
https://www.justice.be.ch
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4. Im Folgenden werden die aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse des Rekurrenten beurteilt. Dabei werden die Einkünfte dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum (dem sogenannten
"Zwangsbedarf") gegenübergestellt.
4.1 Sowohl der Rekurrent als auch die Steuerverwaltung gehen von einem Einkommen von rund CHF 5'049.-- monatlich aus, welches sich aus einer IV-Rente von CHF 1'095.-- zzgl. vier IV-
Kinderrenten von insgesamt CHF 1'300.-- sowie einer BVG-Rente von CHF 1'832.-- zzgl.
vier BVG-Kinderrenten von insgesamt CHF 822.-- zusammensetzt (vgl. Vernehmlassung der
Steuerverwaltung vom 23.12.2019, S. 3 und Eingabe des Rekurrenten vom 12.11.2019).
Praxisgemäss sind Ergänzungsleistungen, die an die Bezahlung von Krankenkassenprämien
fliessen, ans Einkommen anzurechnen und im Gegenzug die gesamten Prämien zum Abzug zu
bringen (vgl. E. 4.2.3 hiernach). Der Eingabe des Rekurrenten vom 12. November 2019 und den
Beilagen des Erlassgesuchs vom 25. Juli 2019 (pag. 106 ff.) liegt eine Rückforderungs- und
Verrechnungsverfügung vom 15. März 2019 bei, welche bescheinigt, dass der Krankenkasse des
Rekurrenten ein Betrag von CHF 448.-- ausbezahlt wird (pag. 85). Dies ergibt ein Einkommen
von
CHF 5'497.--.
4.2 Dem Einkommen ist das betreibungsrechtliche Existenzminimum gegenüberzustellen. Dieses setzt sich aus einem Grundbetrag und Zuschlägen zusammen.
4.2.1 Der Rekurrent wurde am 4. Juli 2018 von B._ (geschiedene Ehefrau) geschieden. Die Kinder C._ (geb. 30.8.2009), D._ (geb. 15.3.2011), E._
(geb. 13.6.2013) und F._ (geb. 13.6.2013) wurden unter der gemeinsamen elterlichen
Sorge belassen, mit hälftig geteilter Obhut (Scheidungsvereinbarung vom 4.7.2019, pag. 102).
Für die Bemessung des Grundbetrags unterscheidet Ziff. I der Beilage 1 zum Kreisschreiben B1
zwischen alleinstehenden und alleinerziehenden Personen. Alleinstehenden wird ein
Grundbetrag von CHF 1'200.-- und Alleinerziehenden ein solcher Betrag von CHF 1'350.--
angerechnet. Alleinerziehend ist der Elternteil, bei dem sich die Kinder tatsächlich aufhalten. Bei
getrenntlebenden Eltern, welche die Obhut der Kinder teilen, ist der Mehrbetrag von CHF 150.--,
der ein Alleinerziehender erhält, anteilsmässig zu berücksichtigen (Thomas Winkler in:
Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 2017, 4. Auflage, N. 27 zu
Art. 93 SchKG; Ziff. I der Beilage 1 um Kreisschreiben B1). Dementsprechend steht dem
Rekurrenten ein Grundbetrag von CHF 1'275.-- zu. Pro Kind ist im Alter bis zu zehn Jahren ein
Grundbetrag von CHF 400.-- und über zehn Jahren ein solcher von CHF 600.-- zu
berücksichtigen. Da der Rekurrent die Obhut mit seiner geschiedenen Ehefrau teilt, ist für die
Kinder von halben Beträgen auszugehen. Für C._, welcher im Jahr 2019 zehn Jahre alt
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geworden ist, sind somit CHF 300.-- anzurechnen, für die drei übrigen Kinder je CHF 200.--.
Insgesamt ist daher ein Grundbetrag von CHF 2'175.-- monatlich zu berücksichtigen.
4.2.2 Als Zuschlag sind zunächst die Wohnkosten (Mietzins und Nebenkosten) zu berücksichtigen (Ziff. II/1 und 2 der Beilage 1 zum Kreisschreiben B1). Der Rekurrent bewohnt
eine 4-Zimmerwohnung in I._, für welche er monatlich CHF 1'050.-- Nettomietzins und
CHF 200.-- Heiz- und Nebenkosten bezahlt (pag. 55).
Ferner macht der Rekurrent Mietkosten für eine Garage von CHF 70.-- geltend, diese sind aus
dem Zuschlag für die Fahrkosten zu finanzieren (E. 4.2.4 hiernach).
4.2.3 Zu berücksichtigen sind ferner die Prämien für die obligatorische Krankenversicherung (Ziff. II/3 der Beilage zum Kreisschreiben B1). Dem Rekurrenten ist die volle Prämie anzurechnen,
da im Gegenzug der Teil der Ergänzungsleistungen, der direkt an die Krankenkasse fliesst, im
Einkommen aufgerechnet wird (E. 4.1 hiervor). Für das Jahr 2019 beträgt die Prämie für die
obligatorische Krankenkasse des Rekurrenten CHF 526.60 (pag. 71). Gemäss Ziff. 6 der
Scheidungsvereinbarung vom 4. Juli 2018 werden die Krankenkassenprämien der Kinder direkt
von der Ausgleichskasse übernommen (pag. 101).
4.2.4 Der Rekurrent macht geltend, dass ihm Fahrkosten von CHF 540.-- (900 km pro Monat à CHF 0.60) anzurechnen seien, da es sich beim Fahrzeug um ein Kompetenzgut handle (Eingabe
vom 12.11.2019). Die Steuerverwaltung stellt sich hingegen auf den Standpunkt, dass
Fahrkosten von CHF 360.-- (900 km pro Monat à CHF 0.40) zu berücksichtigen seien
(Vernehmlassung der Steuerverwaltung vom 23.12.2019, S. 4). Fahrkosten sind nur dann zum
Existenzminimum hinzuzurechnen, wenn das Fahrzeug ein sogenanntes Kompetenzgut ist. Dies
ist namentlich dann der Fall, wenn das Fahrzeug für die Ausübung des Berufs zwingend benötigt
wird oder wenn es aus gesundheitlichen Gründen zur Lebensführung benötigt wird, insbesondere
als Transportmittel zum Ort von medizinischen Behandlungen oder zur Aufrechterhaltung von
sozialen Kontakten (vgl. Georges Vonder Mühll, in: Basler Kommentar zum Bundesgesetz über
Schuldbetreibung und Konkurs I, 2. Aufl., 2010, N. 11 zu Art. 92 SchKG; vgl. auch
VGE 100 2011 460 vom 5.7.2013, E. 4.5.4, nicht publiziert). Gemäss ärztlicher Bescheinigung
vom 14. Mai 2019 (pag. 62) hat der Rekurrent Immunsuppressiva einzunehmen, weshalb das
Infektionsrisiko stark erhöht ist und er öffentliche Verkehrsmittel meiden muss. Eine Benutzung
des öffentlichen Verkehrs durch den Rekurrenten ist dementsprechend unzumutbar. Somit stellt
das Motorfahrzeug ein Kompetenzgut dar. Bei einem Motorfahrzeug mit Kompetenzqualität, sind
die festen und veränderlichen Kosten ohne Amortisation zu berechnen (Ziff. II/4 der Beilage 1
zum Kreisschreiben B1). Der geltende Kilometeransatz gem. Art. 7 Abs. 3 i.V.m. Art. 6 Abs. 2 der
Verordnung vom 18. Oktober 2000 über die Berufskosten (BKV; BSG 661.312.56) von CHF 0.70
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ist somit um die Amortisationskosten zu kürzen. Gemäss Verwaltungsgericht ist der Ansatz auf
CHF 0.50 anzusetzen (VGE 100 2019 146 vom 24.3.2019, E. 3.4.4). Dabei ist zu beachten, dass
bei geringer Fahrleistung die Fixkosten des Fahrzeugs mit einer ausschliesslich
kilometerbasierten Anrechnung nicht vollständig abgedeckt werden. Vorliegend kommt hinzu,
dass der Rekurrent auf Grund seines Gesundheitszustands zwar auf ein Motorfahrzeug
angewiesen ist, jedoch keine unverzichtbare Mindestfahrleistung bestimmt werden kann (anders
als bei Personen, die das Fahrzeug für den Arbeitsweg benötigen). Bei der Prüfung von
Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege ist bei einer geringen Anzahl Kilometer eine monat-
liche Pauschale von CHF 400.-- vorgesehen (Abschnitt C, Ziff. 3d des Kreisschreibens Nr. 1 der
Zivilabteilung des Obergerichts und des Verwaltungsgerichts; einsehbar unter:
<https://www.justice.be.ch>, Rubriken "Zivilverfahren > Kreisschreiben > Zivilrecht >
Kreisschreiben Nr. 1 mit VG" [abgerufen am 26.5.2020]). Im zitierten Entscheid des
Verwaltungsgerichts wurden monatliche Kosten von CHF 257.--, basierend auf 28 km pro Tag zu
CHF 0.50, als genügend angesehen (VGE 100 2019 146 vom 24.3.2019, E. 3.4.4).
Dementsprechend kann die erwähnte Pauschale von CHF 400.-- für die Berechnung des
betreibungsrechtlichen Existenzminimums in Erlassfällen nicht angewendet werden. Umgekehrt
erscheinen Fahrzeugkosten von weniger als CHF 250.-- pro Monat als kaum realistisch. Daher
ist in Fällen mit unbekannter oder geringer Anzahl Kilometer ein Fixbetrag von CHF 250.--
anzurechnen.
4.2.5 Aus den Akten ist ersichtlich, dass dem Rekurrenten von der Ausgleichskasse des Kantons Bern für die Monate Juli, August und September 2019 insgesamt CHF 120.50 an AHV/IV/EO-
Beiträgen in Rechnung gestellt wurden (Eingabe vom 12.11.2019). Dies entspricht einem Betrag
von CHF 40.15, welcher zu berücksichtigen ist (Ziff. II/3 der Beilage zum Kreisschreiben B1).
4.2.6 Weiter im Zwangsbedarf zu berücksichtigen sind die rechtlich geschuldeten  des Rekurrenten an seine Kinder (Ziff. II/5 der Beilage 1 zum Kreisschreiben B1).
Gemäss Abänderung des Ehescheidungsentscheids vom 25. September 2019 (Eingabe vom
12.11.2019) überweist die Ausgleichskasse des Kantons Bern monatliche IV-Kinderrenten des
Rekurrenten von insgesamt CHF 820.-- direkt an seine geschiedene Ehefrau. Dieser Betrag ist
als Zuschlag anzurechnen.
https://www.justice.be.ch
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4.3 Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich folgendes Budget (in ganzen CHF):
Einnahmen IV-Rente 1'095 IV-Kinderrenten 1'300 BVG-Rente 1'832 BVG-Kinderrenten 822 Ergänzungsleistung (an Krankenkasse) 448 Total 5'497 Ausgaben Grundbetrag alleinerziehender Schuldner mit hälftig geteilter Obhut 1'275
Grundbetrag Kinder 900 Mietzins und Nebenkosten 1'250 Obligatorische Krankenversicherung 527 Fahrkosten 250 AHV/IV/EO-Beitrag 40 Auszahlung IV-Kinderrenten an Mutter 820 Monatlicher Zwangsbedarf 5'062 Freie Einkommensquote 435
Den Einnahmen von CHF 5'497-- steht ein betreibungsrechtliches Existenzminimum von
CHF 5'062.-- gegenüber. Damit steht dem Rekurrenten ein monatlicher Freibetrag von CHF 435.-
- zur Verfügung. Vorliegend betragen die ausstehenden Steuern CHF 5'882.--. Somit könnte der
Rekurrent die Steuerschuld innert 14 Monaten begleichen. Die vollständige Tilgung des
geschuldeten Steuerbetrags ist folglich mit einer Beschränkung der Lebenshaltungskosten auf
das betreibungsrechtliche Existenzminimum in absehbarer Zeit möglich. Deshalb ist eine aktuelle
Notlage zu verneinen. Der Erlassgrund von Art. 240 Abs. 1 Bst. b StG ist damit nicht gegeben
und Rekurs und Beschwerde sind abzuweisen.
5. Bei diesem Ergebnis muss an sich nicht überprüft werden, ob einer der in Art. 240c StG genannten Ausschlussgründe vorliegt, die selbst bei Bestehen einer aktuellen finanziellen
Notlage einen Steuererlass verhindern würden. Im Folgenden wird dennoch auf den seitens der
Steuerverwaltung in ihrer Vernehmlassung vom 23. Dezember 2019 vorgebrachten
Ausschlussgrund von aArt. 240c Abs. 1 Bst. e StG eingegangen.
5.1 Dieser Ausschlussgrund ist erfüllt, wenn die steuerpflichtige Person zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Steuerforderung trotz vorhandener verfügbarer Mittel weder Zahlungen geleistet
noch Rückstellungen vorgenommen hat. Der Ausschlussgrund setzt ein vorwerfbares Verhalten
der steuerpflichtigen Person von einigem Gewicht voraus. Auf ein solches ist in der Regel dann
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zu schliessen, wenn die verfügbaren Mittel zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Steuern wesentlich
über dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum gelegen haben, das Nichtbezahlen der
Steuern angesichts dieser wirtschaftlichen Möglichkeiten unverständlich erscheint und der
steuerpflichtigen Person damit ein geradezu leichtfertiger Umgang mit den verfügbaren Mitteln
vorzuwerfen ist. Bliebe ein solches Verhalten beim Entscheid über den Steuererlass
unberücksichtigt, so würde dies zu einer ungerechtfertigten Bevorzugung gegenüber all jenen
steuerpflichtigen Personen führen, welche ihre Lebenshaltung eingeschränkt haben, um die
notwendigen Rückstellungen zur Bezahlung der Steuern vorzunehmen (vgl. zum Ganzen
VGE 100 2013 184/185 vom 29.1.2014, in BVR 2014 S. 197 E. 3.3; BVR 2010 S. 401 E. 3.1.1).
Das Verwaltungsgericht hat ein vorwerfbares Verhalten bei einer frei verfügbaren
Einkommensquote, welche mehr als 175 % der Steuerforderung beträgt, bejaht. Dabei hat es
zusätzlich geprüft, ob stichhaltige Gründe vorgelegen haben, weshalb keine Rückstellungen
gebildet worden sind (VGE 100 2009 426/427 vom 12.8.2010, E. 5.3, nicht publiziert).
5.2 Für die Beurteilung des Ausschlussgrunds ist vorerst anhand einer Gegenüberstellung von Einkünften und dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum die in der fraglichen Steuerperiode
2017 frei verfügbare Einkommensquote zu bestimmen. Diese ist alsdann in Beziehung zur
gesamten Steuerforderung zu setzen. Für die Berechnung der Einkünfte und des
betreibungsrechtlichen Existenzminimums ist grundsätzlich auf die rechtskräftigen
Veranlagungsverfügungen der betreffenden Steuerperiode abzustellen. Bei der Bemessung der
Zuschläge zum betreibungsrechtlichen Grundbetrag kann jedoch nicht unbesehen auf die Höhe
der in der Veranlagung berücksichtigten Pauschalabzüge abgestellt werden. Sind die Beträge
nach den Regeln zum betreibungsrechtlichen Existenzminimum tiefer, müssen diese
herangezogen werden (VGE 100 2017 13/14 vom 4.9.2017, E. 4.4.4).
5.3 Für die direkte Bundessteuer beginnt der Zeitraum für die Prüfung des Ausschlussgrunds der unterlassenen Rückstellungen mit "der Steuerperiode, auf die sich das Erlassgesuch bezieht"
(Art. 167a Bst. b DBG). Somit ist für die direkte Bundessteuer das Steuerjahr 2017 massgebend.
Bei den kantonalen Steuern ist eine gleichlautende Bestimmung erst per 1. Januar 2020 in Kraft
getreten (Art. 240c Abs. 1 Bst. h StG). Nach dem auf den vorliegenden Fall anwendbaren
aArt. 240c Abs. 1 Bst. e StG ist hingegen auf den "Zeitpunkt der Fälligkeit der Steuerforderung"
abzustellen. Darunter ist nicht das vom Erlassgesuch betroffene Steuerjahr zu verstehen,
sondern der Zeitpunkt der Rechnungsstellung (vgl. BGer 2D_60/2014 vom 11.12.2014, E. 2.3).
Im Jahr 2017 wurden lediglich Raten im Umfang von insgesamt CHF 2'460.-- in Rechnung
gestellt, während der Restbetrag von CHF 3'104.40 erst mit der Schlussabrechnung vom
4. Dezember 2018 fällig wurde.
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5.4 Als erstes wird die finanzielle Situation im Jahr 2017 geprüft. Gemäss  vom 9. Dezember 2016 (Eingabe vom 12.11.2019) lebt der Rekurrent seit spätestens
1. März 2017 getrennt von seiner geschiedenen Ehefrau. Die vier gemeinsamen Kinder wurden
mit geteilter Obhut unter die gemeinsame elterliche Sorge gestellt. Am 1. Mai 2017 hat der
Rekurrent den Mietvertrag für eine neue Wohnung am H._weg 34 in I._
unterzeichnet. Seine geschiedene Ehefrau lebt seit unbekannter Zeit am H._weg 110 in
I._.
5.5 Gemäss Einspracheentscheid vom 9. April 2019 (pag. 19 ff.) erzielte der Rekurrent im Jahr 2017 ein Gesamteinkommen von CHF 88'274.--, bestehend aus AHV- und IV-Renten
(CHF 28'464.--), Renten aus beruflicher Vorsorge (CHF 31'844.--) und weiteren nicht steuerbaren
Einkünften (CHF 27'966.--). Dies entspricht einem durchschnittlichen monatlichen Einkommen
von rund CHF 7'356.--.
5.6 Dem monatlichen Einkommen von CHF 7'356.-- ist wiederum der zu berechnende betreibungsrechtliche Zwangsbedarf gegenüberzustellen (vgl. E. 4.2 hiervor).
5.6.1 Der Grundbetrag der Kinder beträgt CHF 800.--, da C._ im Jahr 2017 noch nicht zehn Jahre alt war. Damit reduziert sich der Grundbetrag auf total CHF 2'075.--.
5.6.2 Der Rekurrent wohnt seit dem 1. Mai 2017 am H._weg 34 in I._. Der vorherige Mietzins ist der Steuerrekurskommission nicht bekannt, weshalb – in Übereinstimmung
mit der Steuerverwaltung – für die Monate Januar bis Mai 2017 ebenfalls von CHF 1'250.--
ausgegangen wird.
5.6.3 In den im Einkommen berücksichtigten Ergänzungsleistungen sind Direktzahlungen an die Krankenkasse des Rekurrenten und (anders als im aktuellen Budget) seiner Kinder enthalten.
Daher können die volle Prämie des Rekurrenten von CHF 503.35 wie auch die Prämien der
Kinder von total CHF 301.-- (Versicherungspolicen, Eingabe vom 12.11.2019) angerechnet
werden. Insgesamt belaufen sich die Prämien somit auf CHF 804.35.
5.6.4 Weiter können selbstgetragene Krankheitskosten berücksichtigt werden (vgl. Ziff. II/8 der Beilage 1 zum Kreisschreiben B1). Im Jahr 2017 beliefen sich diese auf CHF 978.45
(Kostenübersicht 2017 für die Steuererklärung, Eingabe vom 12.11.2019). Daraus ergibt sich ein
monatlicher Betrag von CHF 82.--.
5.6.5 Betreffend Fahrkosten kann auf das in E. 4.2.4 hiervor Ausgeführte verwiesen werden.
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5.6.6 Gemäss Verfügung vom 4. Juli 2019 der Ausgleichskasse des Kantons Bern (Eingabe vom 12.11.2019) betrugen die AHV/IV/EO-Beiträge im Jahr 2017 CHF 538.10, was CHF 45.-- im
Monat ausmacht.
5.6.7 Laut Trennungsvereinbarung vom 9. Dezember 2016 hätte der Rekurrent monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 2'443.-- zahlen müssen (4 * CHF 260.75 + 2 * CHF 420.-- + 2 *
CHF 280.--). Gemäss Veranlagungsverfügung vom 4. Dezember 2018 leistete der Rekurrent
jedoch lediglich Unterhaltszahlungen von CHF 17'272.--, was monatlich CHF 1'440.-- ausmacht.
5.7 Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich folgendes Budget für das Jahr 2017 (in ganzen CHF):
Einnahmen Einkommen 7'356 Total 7'356 Ausgaben Grundbetrag alleinerziehender Schuldner 1'275
Grundbetrag Kinder 800 Mietzins und Nebenkosten 1'250 Obligatorische Krankenversicherung 803 Selbstgetragene Krankheitskosten 82 Fahrkosten 250 AHV/IV/EO-Beiträge 45 Unterhaltszahlungen 1'440 Monatlicher Zwangsbedarf 5'945 Freie Einkommensquote 1'411 Freie Quote 2017 16'932 Steuerbetrag 2017 2'669 Freie Quote in % der Steuern 634
Die monatliche freie Einkommensquote beträgt demnach CHF 1'411.--. Dies entspricht einem
jährlichen Freibetrag von CHF 16'932.-- oder 634 % der geschuldeten Steuern, die im Jahr 2017
fällig geworden sind. Wie in E. 5 hiervor ausgeführt, wird bereits ab einer Einkommensquote von
über 175 % ein vorwerfbares Verhalten bejaht. Dem Rekurrenten wäre es somit möglich gewesen
im Jahr 2017, Rückstellungen zu bilden. Der Restbetrag von CHF 3'104.-- wurde erst Ende 2018
fällig. Somit sind für diesen Betrag die Verhältnisse im Jahr 2019 massgebend. Wie sich aus der
E. 4.3 hiervor ergibt, wäre es dem Rekurrenten im Jahr 2019 möglich gewesen, die restlichen
Steuerschulden von CHF 3'104.-- zu begleichen. Der Ausschlussgrund von aArt. 240c Abs. 1
Bst. e StG ist somit erfüllt und Rekurs und Beschwerde sind auch aus diesem Grund abzuweisen.
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6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Rekurrent kostenpflichtig. Er hat die gesamten Verfahrenskosten zu tragen einschliesslich allfälliger Auslagen für Gutachten oder
andere externe Kosten (Art. 144 Abs. 1 und 5 DBG sowie Art. 200 Abs. 1 StG i.V.m. Art. 1, 2, 53,
58 und 59 des Dekrets vom 24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten und die
Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft
[Verfahrenskostendekret, VKD; BSG 161.12]).
Da der Rekurrent im vorliegenden Fall unterliegt, werden keine Parteikosten gesprochen (Art. 200
Abs. 4 StG).