Decision ID: 475f8eec-bc18-47f5-97d7-ea8a7b097542
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1958 geborene
X._
reiste
im
August 1982 in
die
Schweiz ein (
Urk.
8/2/1) und
war
zuletzt
als Mitarbeiter im
Offset
-Druck
bei
der
Y._
tätig
(
Urk.
8/2/4,
Urk.
8/5/1,
Urk.
8/6/1,
Urk.
8/7/1)
. A
m
8.
September 2006
erlitt er
einen Autounfall
,
worauf
hin er Rückenschmerzen be
klagte
.
D
ie
Schweizerische Unfallversicherung
sanstalt
(
S
UVA) stellte
die
gesetz
lichen L
eistungen
Ende Februar 2010
ein (
Urk.
8/18/9
+34
)
.
Mit Kündigung vom 1
9.
Juli 2012 löste die Arbeitgeberin das
Arbeitsverhältnis aus leidensfremden Gründen
per 3
1.
August 2012 auf (
Urk.
8/7/7
, Urk. 8/21/10
)
;
der letzte Ar
beits
tag
erfolgte
am
1
1.
März 2012
(
Urk.
8/7/1)
.
A
b dem
1
2.
Mär
z 2012
bezog der Versicherte
Taggeldleistungen
durch
die
Krankentaggeldversicherung
(
Urk.
8/3
,
Urk.
8/13/33-35
). Mit
Schr
eiben vom 11.
Juli
2012
forderte
ihn
diese
zur An
mel
dung zum Leistungsbezug bei der In
validenversicherung auf
(
Urk.
8/1).
2.
Mit Datum vom 3
0.
Juli 2012 meldete sich der Versicherte
unter Hinweis auf den
Autounfall vom
8.
September 2006 zum Leistungsbezug (Berufliche In
tegration/Rente) bei
der
Eidgenössischen Invalidenversicherung
an (
Urk.
8/2).
Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
zog
einen Auszug
aus dem Individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug vom 2
3.
August 2012,
Urk.
8/5) sowie Akten de
r
Krankentaggeld-
, der Haftpflicht-
und
der
Unfall
versi
cherung
bei
(
Urk.
8/13/1-35, darunter das Rheumat
ologische Teilgutachten von Dr.
med.
Z._
,
Facharzt FMH für Rheumatologie, Physikalische Me
dizin und Rehabilitation, vom 2
4.
Juli 2012
[
Urk.
8/13/4-13
]
sowie das Psy
chi
a
trische Teilgutachten von
Dr.
med.
A._
,
Facharzt FMH für Psy
chi
atrie und Psychotherapie, vom
1
6.
Juli 2012
[
Urk.
8/13/16-20
], Urk.
8/15/1-13,
Urk.
8/18/1-54)
und
tätigte berufliche (
Urk.
8/7) und medizi
ni
s
che
Abklärungen (
Urk.
8/8-11
)
.
Mit Schreiben vom 1
8.
Januar 2013 teilte
sie
dem Versicherten mit, es seien gemäss ihren Abklärungen aufgrund seines Ge
sundheitszustandes derzeit keine beruflichen Ei
ngliederungsmassnahmen möglich
(
Urk.
8/14).
Im Hinblick auf die Prüfung des Rentenanspruchs veranlasste
die IV-Stelle
bei
Dr.
med.
B._
, Spezial
arzt FMH für Psychiatrie und Psy
chotherapie, ein psychiatrisches Gutachten, welches am
7.
März 2013 erstattet wurde
(
Urk.
8/21)
.
Mit Vorbescheid vom
3.
April 2013 stellte
sie
dem Versicher
te
n die Abweisung seines Rentenbe
gehrens in Aussicht
und begründete dies da
mit
,
der gestützt auf die medizinische
Aktenlage
ermittelte
Invaliditätsgrad
von
12
%
sei
nicht anspruchsbegründend (
Urk.
8/27). Dagegen erhob der Versi
cher
te,
nun
mehr vertreten durch Rechtsanwalt
Luzius
Hafen, mit Datum vom 1
6.
April
2013
Einwand (
Urk.
8/28
, mit ergänzenden
Einwandbegründungen
vom 23.
Ma
i
2013
und 18.
Juni 2013
[
Urk.
8/32,
Urk.
8/34
]
)
. Mit Verfügung vom
26.
Juli 2013
verneinte
die IV-Stelle
den Rentenanspruch
im angekündigten Sinne (
Urk.
2
).
3.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1
0.
September 2013 Be
schwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm eine ganze IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei das Verfahren bis zum Ab
schluss der beruflichen Eingliederungsmassnahmen zu sistieren.
Subeventuali
ter
sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit an die Ver
waltung zur rechtsgenügenden Abklärung des Sachverhaltes, zur Durch
führung von Eingliederungsmassnahmen und zum anschliessenden
Neuent
scheid
über die Rente zurückzuweisen
(
Urk.
1
S. 2
)
.
Mit Beschwerdeantwort vom
8.
Oktober 2013 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer
am 1
5.
Oktober
2013 zur Kennt
nis gebracht wurde (
Urk.
9).
4.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des
Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt
zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2
ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E.
1.2 mit Hinweisen).
1.3
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerz
störung
begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen
Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Ein
zelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung
einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gung
und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche
Begleiterkrankun
gen
; ein mehr
jähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progre
d
ien
ter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiese
ner so
zi
a
ler Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht
mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss
glückten, psy
chisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer
Krank
heitsgewinn
; „Flucht
in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes
Behandlungser
gebnis
trotz kon
se
quent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Be
handlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und geschei
terte
Rehabilitations
mass
nahmen
bei vorhandener Motivation und
Eigenan
strengung
(kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Krite
rien zutreffen und je aus
ge
prägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind
–
aus
nahms
weise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3).
In BGE 139 V 547 hat das Bundesgericht an dieser Rechtsprechung unter Ausei
nandersetzung mit der daran geübten Kritik festgehalten und auf die besondere Bedeutung einer fachgerechten Abklärung hingewiesen
(E. 9.1.3, E. 9.2.1). Ins
be
sondere erkannte das Bundesgericht,
dass sich die unklaren Beschwerden hin
sichtlich ihrer invalidisierenden Folgen von anderen (psychischen) Leiden durch die mangelnde Objektivierbarkeit unterscheiden. Dabei handelt es sich um ein sachliches Kriterium, das überprüft werden kann. Die hinreichende Objekti
vier
barkeit der gesundheitlichen Beeinträchtigung wird für Ansprüche auf
Sozi
al
versicherungsleistungen
seit jeher vorausgesetzt und hat im Rahmen der 5. IV-Re
vision auch Eingang in die Gesetzgebung gefunden (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Von einer unbegründeten Schlechterstellung beziehungsweise einer Dis
krimi
nie
rung der betroffenen Versicherten in
verfassungsmässigem
Sinne bezie
hungs
weise nach
Massgabe
der EMRK kann daher nicht gesprochen werden (Urteil des Bun
desgerichts 8C_142/2013 vom 20. November 2013 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 5.6 in
fine
und E. 5.7).
Die im Bereich der
somatoformen
Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze werden
rechtsprechungsgemäss
bei der Würdigung des invalidisierenden Cha
rak
ters von Fibromyalgien (BGE 132 V 65 E. 4) analog angewendet
.
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist ent
scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erfor
der
lichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berück
sichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person aus
einander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinan
der
setzung mit den
Vorakten
ab
ge
geben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und
Zu
sammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen
erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2
.
2
.1
Der Beschwerdeführer
brachte im Wesentlichen vor,
gemäss Bericht von
Dr.
med.
C._
, leitender Arzt und Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin,
D._
,
vom
6.
September 2012
be
stehe seit dem 2
7.
Januar 2012
eine medizinisch begründete Arbeitsunfähig
keit
von 100
%
als Hilfsdrucker im Offset-Druckbereich
. Sodann habe
Dr.
C._
ausgeführt
, durch konsequentes Muskelaufbautraining sollte eine ver
mehr
te Belastbarkeit des Achsenskeletts möglich sein. Dabei handle es sich um eine Prognose. Unter der Bedingung einer berufsbegleitenden Wiederein
glie
de
rung in eine wechselbelastende Tätigkeit
habe
er
sodann
eine volle Ar
be
its
fähigkeit prognostiziert. Auch
dies sei eine
Prognose.
Der
erneute statio
näre Aufenthalt
des Beschwerdeführers
in der Rheumaklinik
D._
vom 5.
bis
2
2.
Juli 2013
habe diese Prognosen Lügen gestraft
.
Ferner
sei das Gutachten von
Dr.
B._
widersprüchlich
, indem dieser keine psychiatrische Störung mit
Krank
heitswert
feststelle und gleichzeitig ausführe, die
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) biete wenig Hoffnung auf Besserung, im Ge
genteil. Ferner
seien
die
Foersterkriterien
weitestgehend erfüllt
.
Darüber hinaus
moniert
der Beschwer
de
führer
, es habe nie eine interdisziplinäre Besprechung und Beurteilung des
Falles stattgefunden. Sowohl die Rheumatol
o
gie
D._
als auch
der
psychia
tri
sche
Gutachter hätte
n
dringend berufliche
Reintegrations
massnahmen
im Rahmen
eines IV-begleitenden Belastbarkeits- und Aufbautrai
nings sowie
Reintegra
tions
hilfen
durch ein Case-Management empfohlen.
Ge
mäss
Referat von
Dr.
Jörg
Jeger
an der Sozialversicherungsrechtstagung 2012
müsse
das Ausmass der funk
tionalen
Beeinträchtigung vermehrt durch eine fachlich begleitete Exposition in der realen Arbeitswelt gem
e
ssen werden
. Ein solches Arbei
tstraining habe
indes
nicht stattgefunden. Angesichts dieser Män
gel im Abklärungsverfahren und an
ge
sichts der Tatsache, dass sämtliche behan
delnden Spezialärzte
berufliche Ein
gliederungsmassnah
m
e
n für unerlässlich hielten, stelle es eine eklatante Ver
letz
ung des Prinzips Eingliederung vor Re
nte
dar
, wenn über die Renten
frage ent
schieden werde und gleichzeitig die Mittei
lung an den Versicherten ergehe, be
rufliche Massnahmen würden geprüft und zu einem späteren Zeitpunkt darü
ber entschieden (
Urk.
1 S.
3-4
)
2
.2
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, der Beschwerde
führer könne in seiner angestammten Tätigkeit im Bereich der Herstellung von Druckereierzeugnissen/Vervielfältigungen
gestützt auf die Schweizerische
Lohn
struk
turer
hebung
(LSE) 201
0 indexiert auf das Jahr 2012
ein Jahreseinkommen von
Fr.
71‘025.40 er
zielen. Aufgrund der medizinischen Beurteilung sei ihm
seit
dem 1
2.
März 2013 (Ablauf Wartezeit)
aus somatischer und psychiatrischer Sicht
die Ausübung ei
ner wechselbelastenden mittelschweren angepassten Tätig
keit mit Lastenheben
von 10
bis 15 kg zu 100
% mögli
ch und zumutbar. Ausgehend vom
Tabellen
l
ohn
für Hilfsarbeiten resultiere
ein Invalideneinkommen von
Fr.
62‘393.90 und dam
it eine Erwerbseinbusse von Fr.
8‘631.5
0.
Der
Invalidi
täts
grad
betrage 12
%
, womit kein Rentenanspruch bestehe (
Urk.
2
; vgl. Urk. 7/38
Seite 2).
3.
St
rittig und zu prüfen ist, ob die IV-Stelle das Rentenbegehren des Beschwerde
führers zu Recht abgewiesen hat
.
Dass die
IV-Stelle
in
der
rentenabweisenden Verfügung vom 2
6.
Juli 2013
nicht
(auch)
ü
ber berufliche Massnahmen ver
fügt
e
, sondern
im Rahmen
ihrer
Erwägungen
auf
einen
späteren
Entscheid
hier
über
hinwies, ist
- vorab
bemerkt -
nicht zu beanstanden
.
Insbesondere
hätte
die IV-Stelle
aus
materiellrechtlichen
Gründen,
namentlich
wegen des Grund
satzes „Eingliederung vor Rente“
,
weder
über berufliche Massnahmen ver
fügen
müssen,
noch hat sie
dies in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes
und/
oder
der Rechtsanwendung von Amtes wegen
unterlassen
,
was im Folgen
den auf
zu
zeigen sein wird.
Schliesslich
bleibt
darauf hinzuweisen, dass die Ab
weisung
eines Rentenanspruchs den Anspruch auf berufliche Eingliederung nicht präju
d
i
ziert (Meyer/
Reichmuth
,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
IVG,
3.
Auf
lage
, Zürich 2014,
Art.
28, N 17).
4.
4
.1
4.1.1
Mit
Bericht
vom
6.
September 2012
stellte
Dr.
C._
,
bei
dem der Be
schwerdeführer seit dem
2
7.
Januar 2012 in ambulanter Behandlung war,
fol
gen
de Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
8/8/1)
:
Thorakovertebrales
Syndrom bei
Wirbelsäulenfehlform Skoliose und Lordose mittlere
Brustwirbelsäule
(
BWS
)
d
eg
enerative
n
Veränderung
en
(
Ostechon
drosen
Spondyl
arthrosen
)
Status nach Morbus Scheuermann möglich
s
egmentalen Dy
s
funktionen
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte er keine Diagnose. Sodann attestierte er dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in seiner angestammten Tätigkeit als Offset-Drucker. Aufgrund der Wirbelsäulenfehlform seien gewichtstragende Belastungen ungünstig; jedoch sei durch konsequentes Muskelaufbautraining eine vermehrte Belastbarkeit des Achsenskeletts möglich. Sodann erwog
Dr.
C._
, eine berufsbegleitende Wiedereingliederung in eine wechselbelastende Tätigkeit sei sinnvoll, zumal der Beschwerdeführer die Arbeitsstelle als Offset-Drucker nicht mehr innehabe. In einer
wechselbelasten
den
Tätigkeit sei schliesslich mit einer vollen Arbeitsfähigkeit zu rechnen
(
Urk.
8/8/2)
.
4.1.2
Dem
Bericht von
Dr.
C._
liegt der
Austrittsbericht
vom 27. August 2012
betreffend die sta
tionäre Behandlung des Beschwerdeführers
vom 1
3.
bis 2
8.
August 2012 in
der
Rheumaklinik
D._
bei
,
visiert von
Dr.
med.
E._
,
Oberärztin und
Fach
ärztin
FMH
für
Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie,
D._
(
Urk.
8/9
).
Diesem
sind
folgende Diagnose
n
zu entnehmen
(
Urk.
8/9/1)
:
Thorakovertebrales
Syndrom
Wirbelsäulenfehlform (Skoliose und Lordose mittlere BWS)
d
egenerative Veränderung
en
:
Osteochrondrose
Th
5-9, leichte
Spondy
larthrose
Th10/11
Status nach Morbus Scheuermann möglich
s
egmentale Dysfunktion
en
Antrumgastritis
Helicobacter
positiv
Vitamin B 12-Mangel
Persistierender Nikotinkonsum
k
umulativ 34
py
Kleiner
subpleuraler
Nodulus
(3mm) apikaler Unterlappen rechts
a
m ehesten einem Granulom entsprechend
Sodann erhellt aus dem Bericht, dass der Beschwerdeführer
zwecks
multimoda
ler
Rheumatologischer Komplextherapie bei
chronifiziertem
Thorakolumbalen
-Schmerzsyndrom, welches sich im Anschluss an einen Verkehrsunfall im Jahre 2006 entwickelt habe, in die Rheumaklinik
D._
eingetreten
sei
. Die ambulante Therapie habe sich bis dato als wenig
erfolgbringend
erwiesen, allerdings sei die psychosoziale Situation
aktuell
schwierig gewesen
(
Urk.
8/9/1)
.
Klinisch habe sich die diagnostizierte Skoliose und Lordose der mittleren BWS
und eine schmerzbedingte generalisierte Bewegungseinschränkung der BWS und
Lendenwirbelsäule
(
LWS
)
gezeigt
(
Urk.
8/9/1)
.
Physiotherapeutisch habe sich der Zugang schwierig gestaltet. Eine unterstüt
zende Analgesie habe der
Beschwerdeführer mehrheitlich
abgelehnt. Demge
gen
über habe
dieser
zwei Mal täglich in der Einzel-Phy
siotherapie trainiert und zu
sätzlich
am MTT-Training teilgenommen. Neben der Wassertherapie und er
go
no
mischen Instruktion habe
er
sodann eine Entspannungsgruppe besucht.
Während
des
Aufenthaltes sei es indes nicht gelungen, die Trainingsintensitä
t ent
schei
dend zu steigern. Denn
och seien zwischenzeitlich leichte Verbesserun
gen der Schmerzen für den Beschwerdeführer spürbar gewesen
.
Im
Sinne des weiteren Vorgehens
empf
a
hl die
Ärzteschaft der
Rheumaklinik
D._
schliesslich ein kon
se
quentes Weiterführen der Physiotherapie, insbesondere
ein
Aufbau- und Kon
di
tionstraining der tiefliegenden
Rumpfstabilisatoren (
Urk.
8/9/
2)
.
4
.
2
Dr.
Z._
stellte im Rahmen seines
rheumatologische
n
Teilgutachten
s
vo
m
2
4.
Juli 2012
folgende Diagnose
(
Urk.
8/13/12)
:
Unspezifische
s
Panvertebralsyndrom
, am ehesten funktionell/psychogen be
dingt
Ausgeprägte, generalisierte Fibromy
algie, am ehesten psychogen be
di
ngt, zum Teil
histrionisch
Massiver Gewichtsverlust nach der Internierung
Status nach Distorsion der Halswirbelsäule 1999 und 2006
Nikotinabusus
Dr.
Z._
berichtete, der Beschwerdeführer habe die Praxis
mit ziemlich hin
kendem Gangbild
humpelnd betreten. Dabei habe er sich am
Türrand
, an den Stühlen und am Pult abgestützt und die ganze Zeit gestöhnt. Er sei wi
ede
r
h
olt aufgestanden, im Untersuchungszimmer umhergeg
angen
,
um hernach wieder abzusitzen
oder auf dem Boden zu knien.
Schliesslich
sei
er halbseitig auf dem
Boden unter dem Pult sitzen geblieben. Daraufhin habe er sich auf die Knie er
hoben und
seinen Kopf auf das Pult des Refer
enten gelegt. Immer wieder habe er
geächzt,
ge
s
töhnt und dabei Grimassen gezogen
(
Urk.
8/13/8-
9)
.
Demgegen
über sei
er während den Angaben zu seiner Familienproblematik für längere
Zeit in gleicher Position
sitzen
geblieben
.
Es habe s
omit bezüglich seines Ver
haltens eine deutliche Diskrep
anz bestanden; zeitweise habe der Beschwerde
führer
sich
histrionisch
, dramatisierend und demonstrativ gezeigt, dann plötz
lich
wieder
ganz ru
hig und vernünftig (
Urk.
8/13/
11)
.
Dr.
Z._
führte weiter aus, d
er Beschwerdeführer
habe
einen massiven
Re
dedrang
zu erkennen gegeben und
vor der Untersuchung initial über se
ine pri
vaten Probleme berichtet.
So habe
er
etwa ausgeführt, schwere Eheprobleme
zu
habe
n
und in einer Ehescheidungsphase zu sein
. Er sei von seiner Ehefrau be
schuldigt und angezeigt worden, worauf
hin
er von der Polizei observiert und schliesslich mit Handschelle
n abgeführt worden sei. Vom 21.
Januar 2012 bis 9.
März 201
2 sei er interniert worden. D
ie Bezi
ehung
des Beschwerdeführers
zu seiner Frau,
zum
Schwa
ger,
den Kindern und
seinem Umfeld sei
of
fensichtlich sehr dramatisch
. Er hab
e
diesen
indes gebeten, letzteres im Rahmen der psychi
a
trischen Begutachtung zu deponieren.
D
er Be
schwerdeführer
habe
jedoch
wei
ter
erzählen wollen und schliesslich
,
vor allem wegen der Anschuldigung seiner Ehefrau bezüglich der Kinder
,
die Tränen nicht mehr zurückhalten können
(
Urk.
8/13/
9)
.
Vor diesem Hintergrund habe sich die Frage aufgedrängt, ob die beklagten Rü
ckenschmerzen tatsächlich vom Rücken her kämen oder ob es sich um psycho
gen
bedingte Muskelschmerzen handle.
Hierzu habe der Beschwerdeführer ge
ant
wortet, dass die ehelichen und anderweitigen psychosozialen Probleme auch sein
e Rückenschmerzen erklären würden
(Urk.
8/13/9)
.
Dr.
Z._
hielt sodann fest
, die Prüfung der Sensibilität habe sich sehr eigen
tümlich gestaltet. Es habe
sich
eine Hyposensibilität an der ganzen rechten Körperhälfte vom Scheitel über Ohr, Arm und Rumpf bis zum Bein
gezeigt
. Dieser Umstand könne
indes
selbstverständlich keinem
Dermatom
zugeschrie
ben werden.
Vielmehr
sei
die Hyposensibi
lit
ät im funktionellen, psychogenen
Kontext
zu verstehen
. Als auffallend bezeichnete
Dr.
Z._
sodann die mul
tiplen Tenderpoints entlang der gesamten
Wirbelsäule sowie subokzipital und ent
lang der
Kiefergelenke, beide
r Schultergelenke, Ellenbogen, am
Trochanter
major
beziehungsweise am
Pes
anserinus
. Auffallend sei auch gewesen, dass der Besch
werdeführer bei jeder Muskelref
lexprüfung mit Rückzug reagiert und je
weils
„aua“ geschrien habe (
Urk.
8/13/11
).
In
seiner
Beurteilung
führte
Dr.
Z._
aus, aus somatischer Sicht ergebe sich trotz dem ausgesprochen inadäquaten, dramatisierenden, demonstr
ierenden
und grösstenteils
histrionischen
Verhalten aus der Beweglichkeit an den oberen und
unteren Extremitäten, aber auch der Wirbelsäule, keine nennenswerte Ein
schrän
kung, welche eine Leist
ungsunfähigkeit zu begründen
vermöge
(
Urk.
8/13/12)
.
Vor diesem Hintergrund kam
Dr.
Z._
zum Schluss
, aus
rein rheumatologi
scher beziehungsweise
somatischer Sicht könne keine Leistungsminderung konstatiert werden. Demzufolge betrage die Arbeitsfähigkeit sowohl in der an
gestammten
als auch in einer alternativen
wechselbelastenden
Tätigkeit
mit Lastenheben von 10
bis 15 kg 100
%
(
Urk.
8/13/12-
13).
4
.3
In seinem psychiatrischen Gutachten vom
7.
März 2013 nannte
Dr.
B._
folgende Diagnose (
Urk.
8/21/16):
Keine psychiatrische Störung mit Krankheitswert, insbesondere keine af
fektive/depressive Störung, bei
anamnestisch depressiver Anpassungsstörung (F43.21)
chronischer Schmerzproblematik
somatoforme
r
Schmerz(verarbeitungs-)Störung (ICD-10 F45.4)
Sympto
mpräsentation mit dramatisier
e
nd-
aggravierenden
, demon
stra
ti
ven und
histrionischen
Zügen
Dr.
B._
berichtete
, der Beschwerdeführer habe während der gesamten Un
ter
suchung ein äusser
s
t auffälliges Verhalten gezeigt. So sei er nie lange still
ge
sessen, sondern habe sich ständig auf dem Stuhl bewegt. Zwischenzeitlich habe
er auf dem Boden gekniet, begleitet von Schmerzentlastungsbewegungen im Rücken und lautem Stöhnen. Einmal habe sich der Beschwerdeführer sogar auf dem Bauch ausgestreckt
auf den Boden gelegt
.
Während der zum Teil gro
tesk anmutenden, demonstrativ-
histrionisch
wirkenden Schmerzpräsentationen habe
dieser
jeweils
ein schmerzverzerrtes Gesicht gemacht und laut gestöhnt.
Dabei
sei er im Bewusstsein klar und allseits orientiert gewesen.
In Diskrepanz dazu habe
es
auch
immer wieder
Phasen gegeben, in denen der Beschwerde
führer
völlig normal und unauffällig dagesessen und sich auf das Gespräch
be
zieh
ungs
weise
das Beantworten der gestellten Fragen konzentriert habe
(
Urk.
8/21/15)
.
Neben weitausholenden und sich wiederholender Schmerzschil
derungen habe er immer wieder (damit vermischt) von den Vorwürfen seiner Ex-Frau betreffend
häuslich
e Gewalt berichtet.
Das
Denken
des Beschwerde
führers
kreise aus
schliess
lich um diese Themenfelder
. Beim
darüber
Erzählen
zeige
er
indes keine affek
tiven Auffälligkeiten
(
Urk.
8/21/
11,
Urk.
8/21/
15).
Sodann
führte
D
r.
B._
aus
,
bei
der Exploration der
Hamilton-Depressions
skala
hätten sich kaum depressive Symptome objektivieren lassen. Die
Grund
stimmung
des Beschwerdeführers
sei nicht depressiv, sondern viel eher „traurig“ sowie rasch reizbar und wütend. Der Appetit sei nicht vermindert und das Ge
wicht stabil.
Im Übrigen bestünden keine Anhaltspunkte für eine anderweitige oder schwerere psychiatrische Störung von Krankheitswert; weder für eine
Per
sönlichkeitsstörung
oder Psychose noch sonstige Zwänge oder
Angststörun
gen
(
Urk.
8/21/16).
Dr.
B._
kam
zusammenfassend
zum Schluss,
aus psychiatrischer Sicht
be
stehe
kein Leiden von Krankheitswert und Relevanz auf die Arbeitsfähigkeit.
Demgegenüber befasse sich der
Beschwerdeführer fast ausschliesslich mit seinen subjektiven Schmerzproblemen
.
S
eit dem Autounfall im Jahre 2006
bestehe
eine
somatoforme
Schmerzverarbeitungsstörung, welche
eine
Chronifizierung
und
Symp
tomausweitung der Wirbelsäulenbeschwerden zeige, insbesondere ver
stärkt
seit der Ehetrennung und Untersuchung
shaft
im Jahre 201
1.
In der Folge habe initial eine depressive Anpassungsstörung bestanden
, welche im Rahmen der
Exploration
vom
5.
März
2013
indes nicht mehr objektiviert werden könne. Die aktuell noch
bestehende subdepressive Stimmung im Sinne einer subjekti
ven „Traurigkeit“ könne auch
unter die
somatoforme
Schmerzstö
rung subsu
miert werden
(
Urk.
8/21/19)
.
Vor diesem Hintergrund attestierte
Dr.
B._
dem Beschwerdeführer
aus rein psychiatrischer Sicht sowohl in der bisherigen als auch in jeder anderen Ar
beitstätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/21/19
).
A
ufgrund der inzwi
schen
bald einjährigen Arbeitsunfähigkeit
sollten gemäss
Dr.
B._
dringend beruf
liche Re-Inte
grationsmassnahmen ergriffen werden; am besten im Rahmen eines IV-begleiteten Belastbarkeits- und Aufbautrainings sowie
Re-Integrati
onshilfen
durch ein Case-Management (
Urk.
8/21/21).
5
.
5
.1
Das
– unbestritten gebliebene -
rheumatologische Teilg
utachten vom 2
4.
Juli 2012
vermag die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforde
rungen vo
llumfänglich zu erfüllen (E. 1.6
)
.
Stützt
es
sich
doch
auf die Akten,
die Angaben des Beschwerdeführers un
d die Untersuchung vom 10. Juli
201
2.
Ins
besondere
hat
Dr.
Z._
die medizinischen Zusammen
hänge und die medi
zi
nische Situation schlüssig dargelegt und seine Schlussfol
gerungen nachvoll
zieh
bar begründet.
So etwa, indem er
erläuterte, die
beschrie
bene
Fehlhaltung und
Fehlform
der Wirbelsäule sei angesichts ihrer minimen Veränderungen als
Erklärung der beklagten Rückenschmerzen kaum tauglich und vermöge aus dem
selben Grund
sowie gestützt auf die medizinische Akten
lage
aus somatischer
Sicht
auch keine
Leistungsminderung
zu begründen
(
Urk.
8/13/
5-8,
Urk.
8/13/
12)
. Mit Bezug auf die Diskrepanz
zwischen den sub
jektiven Angaben des Be
schwer
deführers und seiner gutach
terlichen Beurtei
lung
be
schrieb
Dr.
Z._
sodann
bildhaft
das
histrionisch
-
dramatisierend
e
und demonstrativ
e
Verhalten des Be
schwer
defüh
rers
.
Ferner
steht
das Teilgutachten von
Dr.
Z._
im Einklang mit
d
em
Bericht von
Dr.
C._
. Insbesondere korreliert die von
Dr.
Z._
beschei
nigte
volle
Arbeitsfähigkeit hinsichtlich einer
wechselbelastenden
Verweistätig
keit
- unter ergänzender wohlwollender Einschränkung auf
Lastenheben von 10 bis 15 kg
-
im Übrigen
mit den entsprechenden Feststellungen von
Dr.
C._
.
Weiter
ist
festzuhalten
, dass
Dr.
C._
- entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers - eine berufsbegleitende Wiedereingliederung als „sinnvoll“ und nicht etwa als
Bedingung für die
von ihm
attestierte volle Arbeit
sfähigke
it in einer wechselbelastenden Verweist
ätigkeit erwog (
Urk.
8/8/2).
Betreffend das von
Dr.
C._
respektive der
Rheumaklinik
D._
empfoh
lene konsequente
Muskelauf
bau
training
sowie konsequente
Weiterführen der
Phy
siotherapie
ist schliesslich
an
zuführen, dass der Beschwerdeführer im Rah
men
der Schadensminderungspflicht (BGE 113 V 22 E. 4a S. 28)
dazu angehalten ist, die therapeutischen Angebote
im Hinblick auf eine Verbesserung der Arbeits
fähigkeit oder deren Erh
altun
g eigenverantwortlich
in Anspruch zu nehmen
.
Soweit
sich der Beschwerdeführer
betreffend die von
Dr.
C._
attes
tierte volle Arbeitsfähigkeit hinsich
tlich einer wechselbelastenden
Verweist
ätig
keit
alsdann
auf den Standpunkt stellt, es handle
sich
dabei
um eine Prognose, welche sich darüber hinaus angesichts des neuerlichen stationären Aufenthalts in die Rheumaklinik
D._
vom
5.
Juli 2013 bis 2
2.
Juli 2013 als falsch
erwiesen
habe, so ist
dem entgegenzuhalten
,
dass er damit weder neue medizinische Tat
sachen noch ärzt
liche Unterlagen vorbrachte
, welche neue somatische Befunde beziehungsweise einen anderen medizi
nischen Sachverhalt darlegen
würden
.
5
.2
5
.2.1
Das
beweiskräftige
Gutachten von
Dr.
B._
beruht auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen,
berücksichtigt
die geklagten Beschwerden
und
s
e
tzt
sich mit diesen sowie
mit
dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander
(E. 4
.3).
Sodann führte
Dr.
B._
in Kenntnis und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
insbesondere
aus, im Rahmen der Exploration vom 5.
März 2013 habe sich zwar ein ähnliches Zustandsbild
gezeigt
wie anlässlich der psychiat
rischen Begutachtung durch
Dr.
A._
im Juli 201
2.
So habe auch
dieser
ein sehr auffälliges Verhalten des Beschwerdeführers dokumentiert. Demgegen
über sei die depressive Komponente anlässlich
der Exploration vom 5.
März 2013
nur noch schwach
ausgeprägt gewesen. So
etwa im Sinne einer chroni
schen „Traurigkeit“ sowie anhaltender leichter Anspannung, Nervosität, Unruhe und schneller Gereiztheit; alles jedoch in deutlich geringerer Ausprägung als noch im Juli 201
2.
Hierzu erläutert
e
Dr.
B._
,
der Beschwerdeführer habe
in der Hamilton Depressionsskala gerade noch sieben Punkte erreicht - bei einem Cut-Off von 14 Punkten für eine leichte Depression (
Urk.
8/21/18).
Weiter habe
er
seine Krankengeschichte und Symptomatik
zwar
in extenso ausschweifend, je
doch ohne affektiven Beziehungsrapport monologisier
e
nd erzählt
.
Insbesondere habe der Beschwerdeführer
beim Erzäh
len eine völlig unauffällige Mim
ik ge
zeigt, ohne Anhaltspunkte für eine depressive Symptomatik
(
Urk.
8/21/15).
An anderer Stelle
wies
Dr.
B._
darüber hinaus
darauf hin, die vom Beschwer
deführer geschilderte „Traurigkeit“
sei
kaum
feststellbar und
vielmehr als Aus
druck von Ärger
, Wut und Rache zu würdigen
(
Urk.
8/21/16). So
seien
doch
insbesondere im Rahmen
dessen
Schilderungen
im Zusammenhang mit der
Un
tersuchungshaft nach wie vor starke Ärger- und Wutgefühle auf die Ex-Frau, deren Krankenkassenbeiträge er im Übrigen denn auch aus Rache nicht mehr bezahle, deutlich
geworden
(
Urk.
8/21/16,
Urk.
8/21/
19)
.
Bei dieser
Darlegung der
Ausgangslage und
medizinischen
Zusammenhänge
leuchtet
es ohne W
eite
res
ein, wenn
Dr.
B._
zum Schluss kommt,
e
s
hätten
sich
anlässlich seiner Exploration vom 5.
März 2013
weder objektivierbare depressive
Symptome
ge
zeigt (
Urk.
8/21/18)
noch sonstige Anhaltspunkte ergeben für das Vorliegen ei
ner anderweitigen oder schwereren psychiatrischen Störung von Krankheitswert (
Urk.
8/21/16).
Vielmehr
habe sich die psychische Situation des Beschwerde
führers im Vergleich zur Situation anlässlich der Untersuchung vom Juli 2012 offensichtlich stabilisiert und verbessert (
Urk.
8/21/20).
Der Beweiswert des Gutachtens
wird
auch
durch
d
en
Bericht
vom 23. November 2012
von
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, bei welchem der Beschwerdeführer seit dem
3.
April 2012
in psychiatrischer und psycho
pharmakologischer Behandlung ist
,
nicht ge
schmä
lert. Darin
hält
er
eine reaktive Depression
(
Urk.
8/10/1)
sowie eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
vom
1.
Apr
i
l bis 3
0.
Juni 2012 und
seit
1.
November 2012
fest
(
Urk.
8/10/
2).
So darf und soll das Ge
richt in Bezug auf Berichte von be
handelnden Ärzten
und Ärztinnen der Er
fahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen
(BGE 125 V 351 E.
3b/cc).
Kommt hinzu, dass dem Bericht von
Dr.
F._
nur wenige objektive Befunde zu entnehmen sind und damit weder seine Diagnose noch die Einschätzung be
treffend die Arbeitsfähigkeit des Be
schwerdeführers
, wobei er diesbezüglich auch auf den somatischen Status und weitere Abklärungen verweist,
nachvollzogen werden kann.
Zusammenfassend ist auf die
fachärztliche Beurteilung
von
Dr.
B._
abzu
stellen, wonach vom Vorliegen einer
somatoforme
n
Schmerzstörung,
einer anam
nestisch depressiven
Anpassungstörung
, einer chronischen
Schmerzprob
lem
a
tik
und einer Symptompräsentation mit dramatisierend-
aggravierenden
, de
mon
stra
tiven und
histrionisch
Zügen
auszugehen ist.
5.2.2
Zu prüfen bleibt, ob aus diesen gesundheitlichen E
i
nschränkungen
eine
invali
denversicherungsrechtlich
relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resul
tiert. Aus psychiatrischer Sicht attestierte
Dr.
B._
eine 100%ige Arbeitsfä
higkeit
;
sowohl in der bisherigen als auch in
jeder anderen Arbeitstätigkeit, wo
bei er diese Einschätzung nicht von beruflichen Eingliederungsmassnahmen ab
hängig mach
te (
Urk.
8/21/21
, E. 4.3
).
Mit Verweis auf
die erläuterte Rechtslage (E. 1.3
) ist zunächst festzuhalten, dass eine diagnostizierte
Somatisierungsstörung
als solche noch keine Invalidität be
gründet. Vielme
h
r besteht eine Vermutung, dass sie oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willen
s
anstrengung überwindbar sind.
Vorliegend sind indes keine Umstände ersichtlich
, welche eine Ausnahme davon
begründen
würden
:
Zunächst
liegt
keine psychische Komorbidität vor
, zumal kein
vom Schmerzbestehen losgel
östes eigenständiges psychisches Leiden
diag
nosti
ziert werden konnte
. Insbesondere
gilt
eine
(
anamnestisch
)
depressive
An
pass
ungsstörung
naturgemäss nicht als
komorbid
.
Zwar
fusst
im unspezifischen
Pa
nvertebralsyndrom
eine körperliche Begleiterscheinung, doch qualifiziert diese aufgrund der erheblichen Diskrepanz zwischen den objektiven rheumato
logi
schen Befunden und der subjektiven Sachverhaltsdarstellung des Beschwer
de
führers nicht als chronische
objektivierbare
körperliche Begleiterkrankung
nach Massgabe
der sog. Foerster-Kriterien. Sodann
besteht auch
k
ein ausge
wiesener sozialer Rückzug des Beschwerdeführers aus allen Belangen des Le
bens.
Geht dieser doch
nach eigenen Angaben im Rahmen der psychiatrischen Begut
ach
tung vom
5.
März 2012 einem geordneten Tagesablauf
nach
und pflegt
einen
regelmässigen Kontakt zu seinen Kindern
(
Urk.
8/21/12)
. Auch ein pri
märer
Krank
heitsgew
inn
ist vorliegend zu verneinen.
Von einer regelmässigen und kon
sequent durchgeführten Psychotherapie kann angesichts der nach Angaben des Beschwerdeführers zweimal im Monat geführten Gespräche (vgl. Urk. 8/21/11) mit seinem Psychiater ebenfalls nicht gesprochen werden. Hinzu kamen
inva
lidenversicherungsrechtlich
nicht zu beachtende psychosoziale Begleitfaktoren.
Abschliessend ist festzuhalten, dass
Dr.
B._
ein mehrheitliches Ab
klin
gen der depressiven Symptomatik
feststellen konnte
.
5
.2.3
Bei diesem Ergebnis ist die Unüberwindbarkeit
der
somatoformen
Schmerzstö
rung
beziehungsweise Fibromyalgie
(E. 1.3
,
4.2
.1
)
– auch in Anbetracht der starken Leidens- und Krankheitsüberzeugung des Beschwerdeführers – zu ver
neinen
.
A
ufgrund der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage
besteht
kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom
6.
Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
Es
ist
so
mit
nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle
angesichts dieser
Aus
gangslage von keiner invalid
enversicherungs
rechtlich relevanten Einschrän
kung
der Leis
tungsfähigkeit des Beschwerdeführers ausging.
5
.3
Zusammenfassend
ist
mit dem im Sozialversicherungsrecht
massgebenden
Be
weisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
erstellt
, dass
dem
Beschwer
de
führer
jedenfalls
seit dem
1
2.
März 2013
(Ablauf des Wartejahres)
sowohl
aus so
matischer
als auch aus
psychiat
rischer Sicht
eine wechselbelastende
Verweis
t
ätigkeit
mit
Lastenheben von 10 bis 15 kg
im
Pensum von 100
%
zumutbar ist
.
Gutachterlich wurde diese Ein
schätzung nicht
von beruflichen
Rehabilitations
massnahmen
abhängig gemacht
(E. 5.1
, 5.2.2
).
Viel eher
ist der Beschwerde
füh
rer
aufgrund
seiner ber
uflichen Erfahrung
sowie im Hinblick auf
das
besc
heinigte Belastungsprofil
ohne berufli
che
Massnahmen
in der Lage,
einer
rentenaus
schliess
enden
Erwerbstätigkeit nachzugehen.
Daran vermag auch die Prognose
von Dr.
B._
, wonach eine
Eingliede
rung dann
erfolgreicher
sein
dürfte
, wenn
sie begleitet wird (
Urk.
8/21/21,
E. 5.1)
,
nichts zu ändern.
6
.
6
.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6
.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zu
letzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkom
mensent
wick
lung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortge
setzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE
129
V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen).
Fehlen aussagekräftige konkrete Anhalts
punkte im Hinblick auf den letzten vor Eintritt der
Gesundheitsschädi
gung
erzielten Lohn, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte zurückzugrei
fen. In den Tabellenwerten der LSE schlägt sich nieder, was eine Person mit gleichen beruflichen Voraussetzungen wie der Ver
sicherte verdienen könnte. Auf sie darf
jedoch im Rahmen der
Invaliditätsbe
messung
nur unter Mitberücksichtigung der
für die
Entlöhnung
im Einzelfall relevanten persönli
chen und beruflichen Fak
to
ren abgestellt werden (zum Gan
zen Urteil des Bun
desgerichts 9C_266/2008 vom 28. August 2008 E. 3.1 und 3.2 mit diversen Hinweisen).
6
.3
W
ird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Ar
beiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und be
rufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte da
für bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merk
male ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallen
den Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im
Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des
Tabel
len
lohnes
zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
7
.
7
.1
Das von der Beschwerdeführerin er
mittelte
Valideneinkommen
blieb seitens des Beschwerdeführers un
bestritten.
Seine
letzte Arbeitss
telle
wurde
aus
invalidi
täts
fremden
Gründen
aufgelöst, weshalb ohne
W
eiteres
angenommen werden kann,
dass
er
im Gesundheitsfall eine neue Stelle hätte suchen müssen und nicht mehr bei der
Y._
angestellt wäre.
Im
Lichte der geschilderten
Rechtslage
ist
daher
nicht zu beanstanden,
dass die
Beschwer
degegnerin
das
Valideneinkommen
gestützt
auf die
Tabellenlöhne
der Schwei
zerische
n
Lohnstrukturerhebung (LSE)
ermittelte
.
Das so in allen Teilen korrekt ermittelte
Valideneinkommen
basiert auf der LSE 2010, wobei eine
Neube
rech
nung
gestützt auf die seit Oktober 2014 abrufbare LSE 2012 unterbleiben kann, zumal sie zu keinem anderen Endresultat führen würde.
Da der Beschwerdeführer nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine Erwerbs
tätigkeit mehr aufgenommen hat, mit welcher er die verbleibende
Restarbeits
fähigkeit
voll ausschöpft, hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auch das
Invali
den
einkommen
anhand von Lohntabellen ermittelt. Wie erläutert ist auf die Beur
teilung der Gutachter abzustellen, welche dem Beschwerdeführer für die Aus
übung einer wechselbelastenden Verweistätigkeit mit Lastenheben von 10 bis 15 kg eine Arbeitsfähigkeit ab dem 12. März 2013 von 100 % attestierten. Im Übrigen kann offenbleiben, ob die bisher ausgeübte Tätigkeit diesem
Anforde
rungsprofil
nicht mehr entspricht. Der Beschwerdeführer verfügt nach eigenen Angaben über keine abgeschlossene Berufsausbildung (Urk. 8/6/2, Urk. 8/13/18,
Urk. 8/21/14). Zur Bemessung des Invalideneinkommens ist daher mit der
Be
schwer
degegnerin
auf den Lohn für Hilfsarbeiten (Zentralwert),
Anforderungs
niveau
4,
abzustellen.
Sodann sind keinerlei Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit auf dem
hypothetisch aus
ge
glichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Erfolg verwerten könne.
Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle von einer Kü
rzung des Tabellenlohns absah.
7.2
Bei einem Vergleich des so ermittelten Validen- und Invalideneinkommens auf der massgeblichen Basis des Jahres 2013 (Ablauf des Wartejahres) resultiert ein Invaliditätsgrad von jedenfalls unter 40 %, was keinen Anspruch auf eine Rente
(Art. 28 Abs. 2 IVG) begründet. Daran würde sich auch unter Berücksichtigung des theoretisch bis maximal 25 % zulässigen Leidensabzugs nichts ändern.
Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.
8
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzu
legen und ausgangsgemäss vom
Besc
hwerdeführer
zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
Das Gericht
erkennt
:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwalt
Luzius
Hafen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4
.