Decision ID: 31171776-42b5-499e-a412-3fdce760c434
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
M._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Heer, Obere Bahnhofstrasse 24,
Postfach 637, 9501 Wil SG 1,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente; berufliche Massnahmen
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Sachverhalt:
A.
M._ (Jahrgang 1960) meldete sich am 12. Februar 2003 erstmals zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung an. Sie gab an, Mutter von drei Kindern zu sein,
die 1983, 1988 und 1993 geboren worden seien. Sie habe in Mazedonien die Schule
besucht. Seit Mai 2002 habe sie Schmerzen in der Schulter und könne den Arm nicht
oder schlecht heben, weil eine Sehne der Schulter gerissen sei (IV-act. 1). Dr. med.
A._, Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 28. Februar 2003, dass die Versicherte
am 6. Mai 2002 eine Fraktur des Tuberculum majus humeri links und eine
Supraspinatussehnenruptur links erlitten habe. Die Versicherte sei in ihrer bisherigen
Tätigkeit seit dem 6. Mai 2002 bis auf weiteres vollumfänglich arbeitsunfähig. In einer
adaptierten Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten und ohne grosse Belastung des linken
Armes wäre sie wahrscheinlich im vollen zeitlichen Rahmen arbeitsfähig. Dr. A._
erklärte, die Versicherte habe anfänglich eine Operation verweigert. Nun seien die
Orthopäden diesbezüglich zurückhaltend (IV-act. 9). Die B._ GmbH gab in ihrem
Bericht vom 5. März 2003 an, dass sie die Versicherte noch bis am 30. September
2002 beschäftigt hätten. Die Versicherte habe bei einer normalen Arbeitszeit von 8.35
Stunden pro Tag 6.5 gearbeitet und Fr. 18.-- pro Stunde verdient (IV-act. 10). Mit
Verfügung vom 5. Januar 2004 wies die IV-Stelle des Kantons St. Gallen das
Leistungsbegehren der Versicherten ab. Dazu führte die IV-Stelle aus, die Versicherte
sei zu 78% als Teilerwerbstätige zu qualifizieren. Weil ihr eine adaptierte Tätigkeit
uneingeschränkt zumutbar sei, resultiere keine Invalidität in der Teilerwerbstätigkeit. Im
Haushalt würde sie eine Einschränkung von 30% haben, welche zu 7% berücksichtigt
werden könne. Gesamthaft resultiere ein Invaliditätsgrad von 7%, welcher nicht zu
einer Invalidenrente berechtige (IV-act. 20). Diese Verfügung ist in Rechtskraft
erwachsen.
B.
B.a Am 13. September 2006 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug
an. Sie führte dabei als Behinderung eine Depression sowie Schulter- und
Nackenschmerzen auf. Sie begründete ihre Neuanmeldung mit einer massiven
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Verschlechterung des psychischen Zustands seit Sommer 2005. Sie sei vom 21. März
bis 30. Juni 2006 stationär und vom 3. bis 28. Juli 2006 teilstationär in der Kantonalen
Psychiatrischen Klinik Wil behandelt worden (IV-act. 27). Die IV-Stelle forderte die
Versicherte am 15. September 2006 auf, zum Nachweis der Verschlechterung
ausführliche Arztberichte sowie Lohnausweise einzureichen (IV-act. 31). Im
nachgereichten Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik Wil vom 26. Juli 2006 gaben
die Fachärzte an, die Versicherte leide an einer mittelgradig depressiven Episode bei
chronischem Schmerzsyndrom (ICD-10 F32.11 und F45.4). Sie erklärten, die
Versicherte habe nach dem Sturz im Mai 2002 Hilflosigkeit und Angst während der
Krankenhausbehandlung erlebt, was zu anhaltendem Stress geführt habe. Hinzu seien
2003 familiäre Spannungen gekommen. Spätestens im Sommer 2005 sei bei
fortgesetzter Verausgabung in Beruf und Familie die Grenze der Belastbarkeit der
Versicherten überschritten gewesen. Sie habe psychische und somatische Symptome
als Zeichen der Dekompensation entwickelt. Die Arbeitsfähigkeit der Versicherten
betrage in einer angepassten Tätigkeit 35% (IV-act. 34).
B.b Im Auftrag der IV-Stelle erstatteten Dr. med. C._, Spezialarzt Orthopädie FMH,
und Dr. med. D._, Spezialarzt Psychiatrie/Psychotherapie FMH am 1. März 2007 ein
bidisziplinäres Gutachten über die Versicherte [Untersuchung vom 14./21. Februar
2007] (IV-act. 41). Darin gaben die Fachärzte als Hauptdiagnosen eine
Supraspinatussehnenläsion bei Status nach nicht dislozierter Fraktur des Tuberculum
majus links sowie eine leichte depressive Episode mit somatischen Symptomen
(ICD-10 F 32.01) an. Als Nebendiagnosen führten sie eine Myogelose des Musculus
trapezius sowie eine Präadipositas auf. Dr. C._ gab an, dass die Schmerzen in der
linken Schulter und die abnormen Untersuchungsbefunde derselben auf Grund des
MRI Befundes objektiviert werden könnten, das Ausmass der Beschwerden aber nicht
nachvollzogen werden könne. Dr. D._ gab an, dass er bei der Versicherten leichte
formale Denkstörungen, Ängste, Unsicherheit und leichte Antriebsstörungen gefunden
habe. In der Hamilton-Depression-Scale habe die Versicherte 9 Punkte aufgewiesen,
was auf eine leichte depressive Symptomatik hindeute. Die Versicherte verneine
psychosoziale Belastungen und berichtete, sehr harmonische Familienverhältnisse zu
haben. Der Ehemann sei gesund und arbeite als Gipser. Auch der jüngere Sohn arbeite.
Die Tochter gehe noch zur Schule. Dr. D._ kam zum Schluss, dass sich der
psychische Zustand der Versicherten seit dem stationären Aufenthalt in Wil deutlich
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gebessert habe. Für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung würden sich keine
Kriterien mehr finden lassen. Dr. C._ erachtete auf Grund der Schulterbeschwerden
das regelmässiges Heben oder Tragen von Gegenständen über 10 kg und Tätigkeiten
über der Horizontalen als nicht mehr vollumfänglich zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit in
ihrer bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin eines Versandhauses betrage bei voller
Stundenpräsenz 60%. Aus psychiatrischer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit
diesbezüglich 80%. In einer leidensadaptierten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit
90% und aus psychiatrischer Sicht 80%, was zusammengefasst zu einer
Arbeitsfähigkeit von 80% führe. Zur Eingliederungsfähigkeit gaben die Gutachter an,
die Versicherte sei auf Grund ihrer Schulterverletzung nicht ausreichend
eingliederungsfähig und berufliche Massnahmen seien nicht aussichtsreich. Daran
würde auch eine operative Revision der Schulter nichts ändern, weil bei der tiefen
Schmerzschwelle und der ungenügenden Compliance der Versicherten mit einem
unbefriedigenden Ergebnis zu rechnen wäre. Aus psychiatrischer Sicht bemerkte Dr.
D._, dass die Versicherte offensichtlich dazu neige, die psychischen Probleme
überzubewerten und deswegen auch eine Diskrepanz zwischen den Testergebnissen
und dem objektiven Krankheitsbild vorliege. Der Erfolg der beruflichen Massnahmen sei
deshalb nicht von den vorhandenen Defiziten abhängig, sondern von der Motivation
der Versicherten.
B.c Mit je separatem Vorbescheid vom 21. Mai 2007 stellte die IV-Stelle der
Versicherten die Ablehnung von Arbeitsvermittlungsmassnahmen (IV-act. 53) und die
Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 51) in Aussicht. Die IV-Stelle begründete den
ersten Vorbescheid damit, dass die Versicherte nach ihren Angaben zu 78% als
Erwerbstätige zu qualifizieren sei. In einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine
Arbeitsfähigkeit von 80%, weshalb keine gesundheitsbedingte Einschränkung bei der
Stellensuche bestehe. Hinsichtlich der Abweisung des Rentengesuchs führte die IV-
Stelle aus, die Versicherte sei wie bereits beim Entscheid vom 5. Januar 2001 als
Teilerwerbstätige zu qualifizieren. Bei einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 80% in
einer Teilerwerbstätigkeit von 78% resultiere keine Einschränkung. Bei einer
Einschränkung von 30% im Haushalt könne davon entsprechend der 22%igen
Tätigkeit im Haushalt nur 7% berücksichtigt werden, weshalb gesamthaft kein
Anspruch auf eine Invalidenrente bestünde.
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B.d Dagegen wendete die Versicherte am 15. Juni 2007 ein, dass sie mit dem
Gutachten von Dr. D._ und seiner Einschätzung ihrer Erwerbsfähigkeit nicht
einverstanden sei. Sie gab dazu an, dass es ihr psychisch nach wie vor sehr schlecht
gehe. Ihre Erwerbsfähigkeit betrage 65% (richtig 35%), wie das von der Klinik Wil
attestiert worden sei. Ein aktueller Arztbericht werde noch eingereicht. Sodann sei sie
zu Unrecht als Teilerwerbstätige qualifiziert worden. Sie habe immer vollzeitig auswärts
gearbeitet, ausser bei ihrer letzten Anstellung, weil es dort nicht möglich gewesen sei.
Andererseits sei sie jetzt gezwungen, 100% zu arbeiten, weil ihr Ehemann seit ca. zwei
Jahren arbeitslos sei (IV-act. 57). Am 7. August 2007 berichteten Frau lic. phil. E._,
Psychologin FSP, sie behandle die Versicherte seit dem 11. Oktober 2006. Als
Diagnosen gab Frau E._ eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F.32.1) sowie
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) an. Sie erklärte, die
Versicherte mache den Eindruck einer warmherzigen Frau. Sie wirke niedergeschlagen
und verzweifelt, weine häufig und klage über Schmerzen im Halsbereich und im linken
Arm. Sie wirke deutlich depressiv und antriebslos, im Gedankengang auf ihre
Schmerzen und die damit verbundene Eingeschränktheit und Gefühle von
Minderwertigkeit eingeengt. Dr. D._ habe die Versicherte dagegen nur ein einziges
Mal untersucht, sodass ein Verlauf fehle und nur eine Momentaufnahme vorliege.
Sodann falle bei der testpsychologischen Abklärung die sehr unterschiedliche
Beurteilung zwischen der Selbsteinschätzung und der Einschätzung des Gutachters
anhand der Hamilton Depression Scale auf. Diese Diskrepanz werde von Dr. D._
nicht diskutiert, sondern ohne weitere Begründung als subjektive Überbewertung
eingeschätzt. Die verwendeten Tests seien jedoch zuverlässige
Selbsteinschätzungsinstrumente. Hinsichtlich der familiären Verhältnisse
widersprächen die Angaben im Gutachten den Äusserungen der Versicherten in der
Therapie sowie den Angaben der Pro Infirmis, St. Gallen. Der Ehemann der
Versicherten sei nämlich seit zwei Jahren arbeitslos und arbeite lediglich temporär.
Darunter leide auch die Versicherte. Der jüngere Sohn sei ohne Berufsausbildung und
arbeitslos und schlage sich mit Gelegenheitsjobs durch. Weil die vierzehnjährige
Tochter unter dem depressiven Zustand der Mutter leide, verursache dies bei der
Versicherten Schuldgefühle. Sodann fehle es beim Gutachten an fremdanamnestischen
Auskünften, was für die Frage der Arbeitsfähigkeit unverzichtbar sei. Aus diesen
Gründen sei das Gutachten von Dr. D._ weder objektiv noch fundiert. Die
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Symptomatik der Versicherten sei stark chronifiziert und absorbiere den grössten Teil
ihrer gedanklichen und gefühlsmässigen Aufmerksamkeit. Auf Grund dieser schweren
Chronifizierung der Erkrankung sowie der gedanklichen Fixierung und Einengung
müsse aus ihrer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 100% angenommen werden (IV-act.
59). Die RAD-Ärztin Dr. F._ nahm zu diesem Arztbericht am 14. August 2007
Stellung. Sie führte dazu aus, die Psychologin beschreibe im Wesentlichen denselben
Gesundheitszustand wie Dr. D._ im psychiatrischen Gutachten. Es handle sich
lediglich um eine andere Bewertung derselben medizinischen Sachlage. Zusätzlich
würden im Bericht der Psychologin psychosoziale Probleme beschrieben, die als IV-
fremd zu werten seien. Es könne weiterhin am Gutachten vom 23. Juli 2007 (richtig:
vom 1. März 2007) festgehalten werden. Hilfe bei der Stellensuche sei auf Grund der
psychiatrischen Problematik aus medizinischer Sicht empfehlenswert (IV-act. 60).
B.e Mit separaten Verfügungen vom 15. August 2007 wies die IV-Stelle den Anspruch
auf Arbeitslosenvermittlung und auf eine Invalidenrente ab. Hinsichtlich der
Arbeitslosenvermittlung hielt die IV-Stelle fest, dass bei einer Teilerwerbstätigkeit von
78% und einer Arbeitsfähigkeit von 80% in einer adaptierten Tätigkeit keine
gesundheitsbedingte Einschränkung bei der Stellensuche bestünde. Sie verwiesen die
Versicherte an das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV). Betreffend die
Invalidenrente qualifizierte die IV-Stelle die Versicherte neu als Vollerwerbstätige. Ohne
Behinderung betrage das zumutbare Einkommen pro Jahr Fr. 48'036.--, mit
Behinderung Fr. 38'429.--, woraus eine Erwerbseinbusse von 20% resultiere. Weil die
Einschränkung von 20% unter dem Invaliditätsgrad von 40% liege, bestehe kein
Anspruch auf eine Invalidenrente. Der Arztbericht von Frau E._ beschreibe im
Wesentlichen den gleichen Gesundheitszustand wie im Gutachten von Dr. D._. Es
handle sich lediglich um eine andere Wertung der medizinischen Sachlage. Aus
versicherungsmedizinischer Sicht könne weiterhin am Gutachten von Dr. D._
festgehalten werden (IV-act. 61 und 62).
C.
C.a Gegen diese Verfügungen liess die Versicherte am 14. September 2007
Beschwerde erheben. Sie liess die Ausrichtung mindestens einer halben Invalidenrente
ab 13. September 2006 beantragen. Eventualiter sei sie erweitert medizinisch
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abzuklären und der Invaliditätsgrad sei neu zu berechnen. Subeventualiter seien ihr
berufliche Eingliederungsmassnahmen zu gewähren. Zudem liess sie um unentgeltliche
Rechtspflege inklusive Verbeiständung ersuchen. Die Versicherte führte in ihrer
Beschwerde aus, dass sich ihr psychiatrischer Gesundheitszustand seit Sommer 2005
nachweislich verschlechtert habe, weshalb die Neuanmeldung begründet gewesen sei.
Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb im Gutachten von Dr. C._ und Dr. D._ im
Gegensatz zur Arbeitsfähigkeitsschätzung des Hausarztes und der Fachärzte der Klinik
in Wil lediglich von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
ausgegangen werde. Sodann fehle eine Abklärung im Haushalt, weshalb die Annahme
einer Teilerwerbstätigkeit von 78% im Gesundheitsfall willkürlich sei.
C.b In der Beschwerdeantwort vom 31. Oktober 2007 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie erklärte, es sei unbestritten,
dass sich der Gesundheitszustand seit der Abweisung vom 5. Januar 2004 aus
psychischen Gründen verschlechtert habe. Auf das Gutachten von Dr. C._ und Dr.
D._ könne ohne weiteres abgestellt werden. Es basiere auf umfassenden
Kenntnissen des Sachverhalts und einer eingehenden Untersuchung. Die Beurteilung
der zumutbaren Arbeitsfähigkeit sei schliesslich nach Kenntnisnahme der Vorakten
sowie als polydisziplinäre Einschätzung abgegeben worden. Die Argumente gegen das
Gutachten von Dr. D._ seien nicht stichhaltig. Dr. D._ habe in seiner Beurteilung
auch die Vorgeschichte einbezogen, weshalb keine Momentaufnahme vorliege. Sodann
seien gemäss BGE 127 V 294 psychosoziale und soziokulturelle Umstände kein
invalidisierender Gesundheitsschaden. Frau E._ stehe im Gegensatz zu Dr. D._ in
einem engen Vertrauensverhältnis zur Beschwerdeführerin, weshalb sich ihre
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erfahrungsgemäss nach anderen Gesichtspunkten
richte als diejenigen externen Gutachter. Schliesslich sei kein Anspruch auf
Arbeitsvermittlung gegeben, weil die Beschwerdeführerin keine gesundheitlichen
Schwierigkeiten habe, wie beispielsweise Stummheit oder mangelnde Mobilität, die
ihre Möglichkeiten für ein Bewerbungsgespräch behindern würden.
C.c Mit Replik vom 26. November 2007 reichte die Beschwerdeführerin einen weiteren
Arztbericht ein. Dr. med. G._, Facharzt für Allgemein-, Tropen- und Reisemedizin
FMH, gab in seinem Bericht vom 14. September 2007 an, dass er die
Beschwerdeführerin seit Mai 2005 behandle. Auf Grund der multiplen Beschwerden
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(Schulter-, Kopf- und Rückenschmerzen sowie eine generelle
Schmerzverarbeitungsstörung) müsse eine somatisch begründete Arbeitsunfähigkeit
von 30-50% angenommen werden. Auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit sei
mindestens eine 30%ige Einschränkung vorhanden. Die Beschwerdeführerin führte
dazu aus, die Einschätzung von Dr. G._ sei sehr zurückhaltend. Sodann habe der
RAD-Arzt darauf hingewiesen, dass ein gleicher Gesundheitszustand anders bewertet
werde. Daraus zeige sich, dass der gesundheitliche Zustand gerade nicht schlüssig
und widerspruchsfrei beurteilbar sei. Sie bezweifle deshalb, dass das Gutachten vom
1. März 2007 zuverlässig und unumstösslich sei.
C.d Die Beschwerdegegnerin erwiderte mit Duplik vom 20. Dezember 2007, dass Dr.
D._ in seinem Gutachten vom 28. Februar 2007 eine somatoforme Schmerzstörung
verneint habe. Die chronischen Schmerzen seien seines Erachtens auf die
Muskelverspannungen infolge der Fehlhaltung zurückzuführen und nicht im Rahmen
von schwerwiegenden intrapsychischen Konflikten zu sehen. Die von Dr. G._
genannte Schmerzverarbeitungsstörung sei somit nicht ausgewiesen. Schliesslich habe
Dr. C._ die Schulterschmerzen untersucht und auf Grund des MRI-Befundes diese
auch objektivieren können. Dazu hielt er jedoch fest, dass das Ausmass nicht
nachvollzogen werden könne. Dr. G._ führe somit keine neue Problematik auf,
sondere werte die gleiche medizinische Sachlage anders. Auch die hypothetische
Annahme einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin würde keinen
Anspruch auf eine Invalidenrente begründen. Sodann sei sie in den angefochtenen
Verfügungen von derselben Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
ausgegangen und an der Teilerwerbstätigkeit sei nicht festgehalten worden.
D.
Dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wurde im Beschwerdeverfahren mit
Zwischenentscheid vom 6. November 2007 entsprochen.

Erwägungen:
1.
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Die Beschwerdeführerin hat sich bereits am 21. Februar 2003 erstmals für Leistungen
der Invalidenversicherung angemeldet. Ihre Anmeldung vom 14. September 2006 stellt
deshalb eine Neuanmeldung dar. Es ist unbestritten, dass die Voraussetzungen
gemäss Art. 87 Abs. 4 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR
831.201) erfüllt sind. Es wurde glaubhaft gemacht, dass sich der psychische
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verschlechtert hat. Die
Beschwerdegegnerin ist deshalb zu Recht auf die Neuanmeldung vom 14. September
2006 eingetreten.
2.
2.1 Vorliegend sind die Verfügungen vom 15. August 2007 hinsichtlich der Ablehnung
von Eingliederungsmassnahmen und der Rentenabweisung der Beschwerdegegnerin
zu beurteilen, weshalb die am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Änderungen der 5. IV-
Revision nicht anwendbar sind.
2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2007 geltenden Fassung) besteht
der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens
zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist.
Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe
Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine Viertelsrente. Der Grad der
für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 8
i.V.m. Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) durch einen Einkommensvergleich
ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der
Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und zumutbaren
Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in
Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre.
2.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie unfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
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Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach
zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des
streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Gutachtens
ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob er für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Gutachters begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a). Nach der Rechtsprechung des
Bundesgerichts ist bei der Beweiswürdigung der Erfahrungstatsache Rechnung zu
tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE
125 V 351 E. 3b/cc), oder dass sie deren pessimistische subjektive Einschätzung
übernehmen. Dieser Vorbehalt ist nach den Entscheiden des Bundesgerichts i/S S.
vom 20. März 2006 (I 655/05) E. 5.4 und i/S T. vom 13. April 2006 (I 645/05) E. 2.3 auch
für behandelnde Spezialärzte anzubringen. Anderseits kann die Möglichkeit zu längerer
Beobachtungszeit auch Vorteile bieten. Das Bundesgericht hat in diesem Sinn – für den
Fall der Feststellungen eines Hausarztes – festgehalten, das Gericht könne auch auf die
speziellen, etwa dank der langjährigen Betreuung nur einem Hausarzt zugänglichen
Kenntnisse des Gesundheitszustandes eines Versicherten abstellen (nicht
veröffentlichter Entscheid des Bundesgerichts I 255/96, zit. In 4P.254/2005).
3.
3.1 Die Höhe der behinderungsbedingten Erwerbseinbusse hängt vor allem von der
ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung ab, d.h. davon, in welchem Umfang für die
versicherte Person noch eine Tätigkeit in Betracht fällt (BGE 125 V 261 E. 4). Die
Beschwerdegegnerin betrachtet die Arbeitsfähigkeitschätzung der Gutachter Dr. C._
und Dr. D._ als überzeugend, wonach der Beschwerdeführerin eine leichte Tätigkeit,
bei denen sie nicht regelmässig Gegenstände über 10 kg heben oder tragen und nicht
häufig Arbeiten über der Horizontalen verrichten müsse, zu 80% zumutbar sei. Die
Beschwerdeführerin stellt sich andererseits hauptsächlich auf den Standpunkt, dass
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auf das Gutachten vom 1. März 2007 nicht abgestellt werden könne, weil dieses nicht
nachvollziehbar sei und der Einschätzung der behandelnden Ärzte widerspreche.
3.2 Dr. C._ hat bei seiner somatischen Untersuchung vom 21. Februar 2007 eine
Supraspinatussehnenläsion sowie Myogelosen des Musculus trapezius diagnostiziert
und dazu festgehalten, dass das Ausmass der Beschwerden nicht mit dem objektiven
Befund übereinstimme und die Versicherte eine geringe Schmerzschwelle aufweise.
Auf Grund dieser Verletzung seien der Beschwerdeführerin Überkopfarbeiten und das
Heben und Tragen von schweren Gewichten nicht mehr zumutbar. Damit hat Dr. C._
den Gesundheitsbeeinträchtigungen der Beschwerdeführerin umfassend und
nachvollziehbar Rechnung getragen. Die von Dr. G._ in seinem Bericht vom 14.
September 2007 neu aufgeführten Kopf- und Rückenschmerzen sind von der
Beschwerdeführerin bei der Begutachtung nicht angegeben worden. Dass die
Beschwerdeführerin nun in einem Ausmass an Kopf- und Rückenschmerzen leide, die
zu einer massiven Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit
führen sollten, ist von Dr. G._ nicht weiter begründet worden. Dr. G._ bringt somit
zwar neue Klagen, aber keine neuen objektiven Gesichtspunkte zur Sprache, die von
Dr. C._ nicht berücksichtigt worden wären und die zu einer anderen Einschätzung
führen müssten. Auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Orthopäden kann deshalb
abgestellt werden.
3.3 Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Gutachten von Dr. D._ sei gemäss
ihrer behandelnden Psychologin weder objektiv noch fundiert und verlangt deshalb
weitere medizinische Abklärungen. Die Beschwerdegegnerin wendet dagegen ein, die
Psychologin werte denselben Sachverhalt anders und berücksichtige invaliditätsfremde
Faktoren, weshalb sie weiterhin am Gutachten von Dr. D._ festhalte. Gemäss der
höchstrichterlichen Praxis kann eine psychiatrische Exploration von der Natur der
Sache her nicht ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater
daher praktisch immer einen gewissen Ermessensspielraum, innerhalb dessen
verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zuverlässig und zu
respektieren sind, sofern der Gutachter lege artis vorgegangen ist. Daher und unter
Beachtung der Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag
kann eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise nicht damit in Frage
gestellt und zum Anlass weiterer Abklärungen genommen werden, wenn die
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behandelnden Ärzte nachträglich zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder
an vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es
sich hingegen, wenn die behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichtspunkte
vorbringen, welche im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung unerkannt geblieben
oder geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des
Bundesgerichts vom 16. Mai 2008 i/S. L. [8C_809/2007] E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).
Hinsichtlich den invaliditätsfremden Faktoren hat das Bundesgericht in BGE 127 V 194
E. 5 festgehalten, es brauche in jedem Fall zur Annahme einer Invalidität ein
medizinisches Substrat. Dieses müsse (fach-)ärztlich schlüssig festgestellt werden und
nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigen.
Je stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund
träten und das Beschwerdebild mitbestimmten, desto ausgeprägter müsse eine
fachärztliche festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das
bedeute, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, die
von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrührten, bestehen dürfe, sondern
davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen habe, zum Beispiel eine
von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde
Depression.
3.4 Dr. D._ hat auf Grund seiner Testergebnisse eine leichte depressive Episode
festgestellt und betrachtete die Beschwerdeführerin zu 20% in ihrer Arbeitsfähigkeit als
eingeschränkt. Somit liegt eine fachärztlich anerkannte psychische Krankheit vor,
welche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hat. Die Beschwerdegegnerin hat auf
Fragen von Dr. D._ die familiäre Situation zu Hause als harmonisch bezeichnet. In
ihrer Stellungnahme zum Vorbescheid vom 15. Juni 2007 hat sie jedoch angegeben,
dass sie aktuell ohne Gesundheitsbeeinträchtigung gezwungen wäre, 100% zu
arbeiten, weil ihr Ehemann seit zwei Jahren arbeitslos sei und an gesundheitlichen
Problemen leide. Familiäre Spannungen bestanden gemäss dem Bericht der
Psychiatrischen Klinik Wil vom 26. Juli 2006 bereits seit 2003 (IV-act. 34). Gemäss dem
Bericht der Psychologin sei die Arbeitslosigkeit des Ehemannes sowie des jüngeren
Sohnes belastend für die Beschwerdeführerin. Ausserdem leide auch der Ehemann an
gesundheitlichen Beschwerden. Dr. D._ ist jedoch bei seiner Beurteilung von einem
arbeitenden und gesunden Ehemann sowie im Vergleich zum Klinikaufenthalt von
gebesserten familiären Verhältnissen ausgegangen. Es ist deshalb zweifelhaft, ob er
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seine Beurteilung vom 1. März 2007 auf der Grundlage eines vollständig ermittelten
Sachverhalts abgegeben hat, weil die Beschwerdeführerin sowie ihre Psychologin
übereinstimmend einen anderen Sachverhalt angeben. Die Beschwerdegegnerin
wendet ein, die familiär belastende Situation stelle einen invaliditätsfremden Faktor dar,
welcher nicht zu berücksichtigen sei. Dies trifft vorliegend jedoch nicht zu, da die
Beschwerdeführerin zumindest an einer leichten depressiven Episode leidet. Ob die
familiäre Belastung diese depressive Störung noch verstärkt oder das Beschwerdebild
mitbestimmt, kann auf Grund der Akten nicht beurteilt werden. Dies ist aber
gutachterlich sorgfältig zu erheben. Indem Dr. D._ von einem anderen Sachverhalt
ausgegangen ist, weist sein Gutachten einen Mangel auf. Zudem ist Dr. D._ nicht
lege artis vorgegangen, indem er auf fremdanamnestische Informationen verzichtet hat.
Eine fremdanamnestische Auskunft hätte sich vorliegend jedoch aufgedrängt, weil die
Beschwerdeführerin auf Grund ihrer depressiven Erkrankung seit ihrem Klinikaufenthalt
in Wil in Behandlung war. Dabei hätte Dr. D._ auch den geschilderten Sachverhalt
überprüfen müssen. Dies ist ein weiterer Gesichtspunkt, der das Gutachten als
mangelhaft erscheinen lässt. Sodann verneint Dr. D._ das Vorliegen einer
somatoformen Schmerzstörung gerade damit, dass sich die familiäre Situation beruhigt
habe, was offensichtlich nicht der Fall ist. Vor diesem Hintergrund ist auch die
Stellungnahme des Hausarztes Dr. E._ vom 14. September 2007 geeignet, Zweifel
am Vorliegen der richtigen psychiatrischen Diagnosen zu bestärken. In diesem
Zusammenhang ist auch nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin den
ausführlichen Arztbericht der Psychologin Dr. D._ nicht zu einer nachträglichen
Stellungnahme zugestellt hat. Es ist insgesamt unklar, ob seit dem Klinikaufenthalt
tatsächlich eine Besserung des psychischen Zustandes eingetreten ist. Die
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. D._ erscheint unter diesen Umständen als nicht
überzeugend, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann.
3.5 Zusammenfassend kann auf das Gesamtgutachten vom 1. März 2007 nicht
abgestellt werden, weil an der psychiatrischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
Zweifel bestehen. Die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen und die Sache zur
erneuten Abklärung der psychiatrischen Beschwerden zurückzuweisen.
4.
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Die Beschwerdeführerin beantragt in der Beschwerde subeventualiter
Arbeitsvermittlung. Diese wurde jedoch 14. August 2007 abgewiesen mit der
Begründung, bei der Stellensuche sei die Beschwerdeführerin nicht
gesundheitsbedingt eingeschränkt. Deshalb sei für sie das Regionale
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zuständig. Ob die Einschätzung der
Beschwerdegegnerin vorliegend zutrifft, kann offen gelassen werden. Weil die Sache
zur weiteren Abklärung zurückgewiesen wird, ist auch die Frage der Eingliederung neu
zu überprüfen.
5.
5.1 Im Sinne der vorstehenden Ausführungen sind die angefochtenen Verfügungen in
teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Die Sache ist zur weiteren
Abklärung des Sachverhalts hinsichtlich der psychischen Beschwerden sowie ihren
Auswirkungen und zur neuen Entscheidung über den Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen und über das Rentengesuch der Beschwerdeführerin an
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis
Fr. 1000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- erscheint
als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt. Da sie gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. b
des st. gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der
Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-rechtlichen
Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur Übernahme
amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti/Thomas Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb
die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.- zu bezahlen
5.3 Bei diesem Verfahrensausgang ist praxisgemäss von einem vollen Obsiegen
auszugehen (vgl. etwa ZAK 1987 S. 266 E. 5a), weshalb die Beschwerdeführerin einen
Anspruch auf eine Parteientschädigung hat. Die Parteientschädigung bemisst sich
bis
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gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit
des Prozesses. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erweist sich eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen. Bei diesem Verfahrensausgang wird die bereits bewilligte unentgeltliche
Prozessführung gegenstandslos.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG