Decision ID: 976deec7-0329-5d73-ac7f-0ab09cf41f77
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 25. Januar 2006 unter Hinweis auf chronische
Gelenkschmerzen erstmals zum Bezug einer Rente bei der IV-Stelle des Kantons St.
Gallen an (IV-act. 1-1 ff.). Gestützt auf das Gutachten der ABI GmbH vom 20. Juni
2007, in welchem dem Versicherten eine 100 %ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit für
eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit unter Vermeidung von
Überkopfarbeiten attestiert worden war (IV-act. 32-2 ff.), wies die IV-Stelle das Renten
gesuch mit Verfügung vom 1. Oktober 2007 ab, wobei sie einen Invaliditätsgrad von
3 % ermittelte (IV-act. 44-1 f.). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
A.b Am 24. Juni 2009 meldete sich der Versicherte erneut zum Bezug einer Rente der
Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 59-1 ff.).
A.c Mit Schreiben vom 5. August 2009 (IV-act. 67-1) reichte Hausarzt Dr. med. B._,
Facharzt FMH Allgemeine Medizin, diverse ärztliche Berichte ein (IV-act. 68-1 ff.). Im
Bericht der SpitalregionC._ vom 17. Februar 2009 war unter anderem die Diagnose
einer Persönlichkeitsstörung mit/bei Suchtverhalten (Alkohol/Medikamente) genannt
worden (IV-act. 68-4 f.). Im Bericht der Ärzte der Klinik für Orthopädische Chirurgie des
Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) vom 18. Juni 2009 war ausgeführt worden, beim
Versicherten seien am 22. August 2008 eine arthroskopische
Rotatorenmanschettennaht und am 23. April 2009 eine subacromiale therapeutische
Infiltration rechts durchgeführt worden (IV-act. 68-1).
A.d In einer internen Stellungnahme zur Eingliederungsfähigkeit resp. Arbeitsfähigkeit
vom 24. November 2009 wurde vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD)
ausgeführt, bislang lägen vom behandelnden Psychiater Dr. D._ – trotz Mahnung –
keine neuen Berichte vor. Sollten aktuell keine wesentlich neuen Sachverhalte
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(erfolgreiche Entzugsbehandlung etc.) geltend gemacht werden, wäre weiterhin von
den bisherigen Einschätzungen auszugehen (IV-act. 76).
A.e Dr. med. E._, Facharzt für Neurologie, erstattete am 8. Dezember 2009 einen
Bericht. Er diagnostizierte weiterhin auftretende rezidivierende Bewusstlosigkeiten, zu
letzt am 27. Oktober 2009, einen bekannten Alkoholabusus, derzeit kein
Alkoholkonsum, sowie einen Status nach beidseitiger Schulter-OP, zuletzt im August
2008 mit weiterhin bestehenden Schmerzen (IV-act. 91-5).
A.f Am 10. Dezember 2009 erstattete Dr. med. D._, Facharzt FMH für Psychiatrie &
Psychotherapie, zuhanden der IV-Stelle einen Bericht. Er diagnostizierte einen
schädlichen Gebrauch von Alkohol seit Jugendjahren, gegenwärtig abstinent (F10.20),
sowie eine leichte bis mittelschwere depressive Episode, teils mit Suizidversuchen, und
attestierte eine Reduzierung der Arbeitsfähigkeit unter anderem durch die Depression.
Weiter gab er an, aus psychiatrischer Sicht seien gewisse Hilfsarbeiten teilzeitlich
möglich (IV-act. 78-7 f.).
A.g In einer internen Stellungnahme zur Eingliederungsfähigkeit vom 14. Dezember
2009 wurde vom RAD ausgeführt, gemäss dem Bericht von Dr. D._ könne aktuell von
einer Auflage zur Entzugsbehandlung abgesehen werden. Inwieweit nun tatsächlich
eine graduelle (dauerhafte) Einschränkung des Arbeitspensums bestehe, sei unklar.
Aus medizinischer Sicht könne jedoch davon ausgegangen werden, dass der
Versicherte aus psychischen Gründen zumindest in der Stellensuche eingeschränkt sei
(IV-act. 79).
A.h Dem FI-Assessmentprotokoll vom 16. Februar 2010 ist zu entnehmen, dass der
Versicherte auf die Arbeitsfragen keine Motivation zeige. Für ihn sei dies kein Thema.
Er erwarte ganz klar eine Rente. Eine Unterstützung in den beruflichen Massnahmen
mache deshalb keinen Sinn (IV-act. 86-1 ff.). Mit Mitteilung der IV-Stelle vom 3. März
2010 wurde in der Folge der Anspruch des Versicherten auf berufliche Eingliederungs
massnahmen verneint (IV-act. 88-1 f.).
A.i Der RAD hielt am 2. September 2010 in einer internen Stellungnahme fest, die
Arbeitsfähigkeit angestammt bzw. adaptiert könne aufgrund der vorliegenden Unter
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lagen nicht definiert werden. Daher sei eine Verlaufs-Begutachtung bei der MEDAS
St. Gallen erforderlich (IV-act. 92-1 f.).
A.j Im Auftrag der IV-Stelle erstattete die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) Ost
schweiz am 17. Februar 2011 ein polydisziplinäres (orthopädisches, psychiatrisches
und neurologisches) Gutachten mit Untersuchungsdaten vom 29. November und
1. Dezember 2010. Die Begutachtung ergab als Hauptdiagnosen mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit eine peronealbetonte Ischiadicusläsion links bei Status nach
Liegetrauma am 18. Juli 2010, eine ausgeprägte, vorwiegend axonale beinbetonte
Polyneuropathie, rezidivierende Bewusstlosigkeiten unklarer Ätiologie, eine Re-Ruptur
der Rotatorenmanschette rechts nach Naht mit Impingementsyndrom, eine Instabilität
des oberen Sprunggelenks (OSG) links mehr als rechts, eine alte Brustwirbelkörper
(BWK) 7-Kompressionsfraktur sowie einen chronischen Alkoholabusus. Als
Nebendiagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nannten die
Gutachter eine Intoxikation mit Amitriptylin und Alkohol in wahrscheinlich suizidaler
Absicht am 18. Juli 2010, ein depressives Syndrom, aktuell stabil, einen Status nach
Operation eines Nervus ulnaris-Kompressionssyndromes im Sulcus ulnaris-Bereich
rechts mit guter Regeneration, ein Cavernomübergang Pons/Medula oblongata, 4 mm
gross ohne neurochirurgieschen Handlungsbedarf, ein sakkuläres Aneurysma im
Carotissiphon rechts, Durchmesser von 3 mm, kein Interventionsbedarf, DD
Hepatopathie medikamentös-toxisch, DD äthylisch, eine hypochrome, mikrozytäre
Anämie, ein intermittierendes, tachykardes Vorhofflimmern, eine arterielle Hypertonie,
einen Status nach mehrmaliger Varizenoperation an den unteren Extremitäten
beidseits, einen Status nach konservativ behandelter Radiusfraktur rechts, einen Status
nach mehrmaliger Leistenbruchoperation beidseits sowie einen Morbus Dupuytren
Grad I beidseits. Für eine behinderungsadaptierte Tätigkeit gaben die Gutachter der
MEDAS Ostschweiz eine um 20 % reduzierte Leistungsfähigkeit bei voller
Arbeitspräsenz an (IV-act. 99-1 ff.).
A.k Die RAD-Ärztin Dr. med. F._, Fachärztin für Physikalische Medizin und
Rehabilitation, hielt am 26. Mai 2011 in einer internen Stellungnahme fest, dass auf das
Gutachten abgestellt werden könne. Es sei ausführlich, schlüssig und nachvollziehbar.
Seit dem Begutachtungszeitpunkt bestehe eine Arbeitsfähigkeit adaptiert von 80 %
ganztags (IV-act. 103-2).
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A.l Mit Vorbescheid vom 12. Oktober 2011 stellte die IV-Stelle die Abweisung des
Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 106-1 f.).
A.m Mit Verfügung vom 24. November 2011 lehnte die IV-Stelle den Antrag des Ver
sicherten auf eine Invalidenrente ab. Da der Invaliditätsgrad bei einer Arbeitsfähigkeit
von 80 % in einer adaptierten Tätigkeit lediglich 22 % betrage, bestehe kein Rentenan
spruch (IV-act. 108-1 f.).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtete sich die am 16. Dezember 2011 erhobene Be
schwerde. Der Beschwerdeführer beantragte die Zusprache einer ganzen IV-Rente. Zur
Begründung verwies er auf seine zahlreichen Operationen. Im Hinblick auf seine
schlechte körperliche Verfassung und auf die Dauerschmerzen könne er unmöglich
einen Arbeitseinsatz leisten (act. G 1). Der Beschwerde wurde das "Detaillierte
Arztzeugnis" von Dr. B._ vom 13. Dezember 2010 beigelegt (act. G 1.3).
B.b In der Beschwerdeantwort vom 9. Februar 2012 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im
Wesentlichen aus, das Gutachten sei durch die MEDAS Ostschweiz von einem
qualifizierten Begutachtungsinstitut vorgenommen worden und basiere auf
umfassenden Kenntnissen des Sachverhalts. Die Anamnese sowie die Befunde seien
erhoben worden. Die Begutachtung beinhalte ein orthopädisches und ein
psychiatrisches Teilgutachten. Auch die Beschwerdebeschreibung des
Beschwerdeführers sowie sämtliche IV-Akten hätten in das Gutachten Eingang
gefunden. Die Beurteilung der zumutbaren Arbeitsleistung sei schliesslich nach
Kenntnisnahme der Vorakten abgegeben worden. Somit entspreche dieses Gutachten
den Anforderungen der Rechtsprechung. Neue medizinische Fakten seien dem
Arztbericht von Dr. B._ vom 13. Dezember 2010 nicht zu entnehmen. Zu beachten
sei zudem, dass ein behandelnder Arzt beweisrechtlich nicht als Sachverständiger,
sondern als Auskunftsperson auftrete. Aufgrund des engen persönlichen und
rechtlichen Verhältnisses zwischen dem Arzt und seinem Patienten bestehe eine
natürliche Vermutung dafür, dass die Äusserungen des Arztes in erster Linie der
Unterstützung des Patienten im Hinblick auf die Zusprache von Sozialversicherungs
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leistungen und nicht der objektiven und unabhängigen Sachverhaltserhebung dienten.
Sie habe ergo zu Recht auf das MEDAS-Gutachten abgestellt. Der Einkommensver
gleich sei im Übrigen nicht beanstandet worden (act. G 4).
B.c Mit Replik vom 22. Februar 2012 beantragte der Beschwerdeführer eine
Neubeurteilung seiner diversen körperlichen Gebrechen (act. G 6).
B.d Die Beschwerdegegnerin hielt mit Schreiben vom 24. Februar 2012 an ihren
Ausführungen und ihrem Antrag fest (act. G 8).

Erwägungen:
1.
Die Beschwerdegegnerin hat die Verfügung am 24. November 2011 dem früheren Bei
stand des Beschwerdeführers zugestellt (IV-act. 108-1). Der Beschwerdeführer war
jedoch im Zustellungszeitpunkt bereits nicht mehr verbeiständet (IV-act. 98-4, 100).
Somit erfolgte eine fehlerhafte Eröffnung der Verfügung. Da die angefochtene Ver
fügung aber umgehend an den Beschwerdeführer weitergeleitet worden ist, so dass
dieser noch rechtzeitig innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde erheben konnte
(act. G 1), ist die fehlerhafte Verfügungseröffnung vorliegend ohne Relevanz.
2.
2.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, wird
eine Neuanmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV
i.V.m. Art. 87 Abs. 2 IVV erfüllt sind. Demnach ist von der versicherten Person im
Gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den
Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Die Frage, ob eine anspruchsbegründende
Änderung in den für den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten sein
könnte, beurteilt sich durch den Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der
ersten Ablehnungsverfügung (bzw. bei mehreren Ablehnungen seit der letzten
materiellen Prüfung, die rechtskräftig geworden ist) bestanden hat, mit demjenigen zur
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Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 130 V 73 E. 3.1). Tritt die Verwaltung (nach
erfolgter Glaubhaftmachung) auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell
abzuklären und zu prüfen, ob nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu
bejahen sei (Entscheid des Bundesgerichts vom 3. April 2008, 9C_733/2007, E. 1).
2.2 Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung vom 24. Juni 2009
(IV-act. 59-1 f.) eingetreten. Dem durch Dr. B._ mit Schreiben vom 5. August 2009
eingereichten Operationsbericht der Spitalregion C._ vom 25. August 2008 ist zu
entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit langem wieder an belastungsabhängigen,
in den Arm ausstrahlenden Schulterschmerzen rechts leide. Das Magnetic Resonance
Imaging (MRI) zeige eine Supraspinatussehne (SSP)-Sehnenruptur, eine Musculus
Subscapularis (SSC)-Teilruptur und eine Bizepstendinopathie. Die Indikation für eine
Schultersanierung sei gegeben. Daher erfolgte am 22. August 2008 die Operation einer
arthroskopischen Bizepstenotomie (IV-act. 68-11 f.). Im Bericht der Klinik für
Orthopädische Chirurgie des KSSG vom 18. Juni 2009 waren unter anderem die
Diagnosen einer Re-Ruptur Rotatorenmanschette (SSP) rechts sowie eines Status nach
arthroskopischer Rotatorenmanschettennaht am 22. August 2008 bei Rotatoren
manschettenruptur rechts und symptomatischen Schultereck(AC)-Gelenksarthrose ge
nannt worden. Am 23. April 2009 war eine subacromiale therapeutische Infiltration
rechts durchgeführt worden (IV-act. 68-1 f.). Im Bericht vom 10. Dezember 2009 diag
nostizierte Dr. D._ nebst dem schädlichen Gebrauch von Alkohol seit Jugendjahren,
gegenwärtig abstinent (F10.20), leichte bis mittelschwere depressive Episoden, teils mit
Suizidversuchen (IV-act. 78-7). Diesem Bericht sowie denjenigen der Spitalregion C._
und des KSSG lassen sich mithin genügend Hinweise auf eine anspruchsrelevante
Veränderung des Gesundheitszustandes seit Erlass der Verfügung vom 1. Oktober
2007 entnehmen, die damit im Sinne von Art. 87 Abs. 2 IVV glaubhaft gemacht ist. Die
Beschwerdegegnerin ist angesichts dessen zu Recht auf die Wiederanmeldung des
Beschwerdeführers vom 24. Juni 2009 eingetreten.
3.
3.1 Als Invalidität gilt gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder
länger dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat
die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %,
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auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn
sie mindestens zu 50 % oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 %
invalid ist. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist ge
mäss Art. 28a Abs. 1 IVG Art. 16 ATSG anwendbar. Danach wird für die Bestimmung
des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Der Einkommensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbs
einkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt
werden. Beim zur Bemessung des IV-Grads vorzunehmenden Einkommensvergleich
sind Werte aus demselben Vergleichsjahr beizuziehen.
3.2 Grundlage der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens ist die
Arbeitsfähigkeitsschätzung. Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu
können, ist die Verwaltung - und im Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen
angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht
hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die
vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen
Leistungsanspruchs gestatten. Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der
freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen
medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen
(BGE 125 V 351 E. 3b). Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte
Gutachten von externen Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der
Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien gegen die
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Im Grundsatzurteil
BGE 137 V 210 hat das Bundesgericht einlässlich und in Berücksichtigung aller in
Betracht fallenden Gesichtspunkte zur Beschaffung medizinischer
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Entscheidungsgrundlagen durch externe Begutachtungsinstitute wie die MEDAS in der
Invalidenversicherung Stellung genommen und diese – wie bereits früher (vgl. statt
vieler Urteil des Bundesgerichts 9C_500/2009 vom 24. Juni 2009, E. 2.1 mit Hinweis) –
als verfassungs- und konventionskonform erklärt.
4.
4.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich bezüglich Arbeitsfähigkeitsschätzung auf die
Begutachtung durch die MEDAS Ostschweiz.
4.1.1 In psychiatrischer Hinsicht erfolgte die Begutachtung am 1. Dezember 2010
durch Dr. med. G._, eidg. Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie. Dieser
hat in seinem psychiatrischen Consiliargutachten vom 15. Dezember 2010 (IV-act.
99-36 ff.) ausgeführt, bei schizoider Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.1) handle es
sich beim Alkoholabusus um eine sekundäre Sucht. Aus psychiatrischer Sicht habe
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der letzten Begutachtung am
17. Juli 2007 stabilisiert, insbesondere bezüglich des Alkoholkonsums. Eine Dauerüber
wachung sei aber nötig, um zu verhindern, dass der Beschwerdeführer einen Rückfall
erleide. Aus psychiatrischer Sicht seien diesem aktuell körperlich adaptierte Tätigkeiten
in einem vollen Pensum zumutbar, hierzu seien aber Wiedereingliederungsmass
nahmen zu empfehlen (IV-act. 99-40). Das Consiliargutachten basiert auf umfassenden
Kenntnissen des Sachverhalts. Eigene Befunde und Beobachtungen sind erhoben
worden. Auch die Beschwerdebeschreibung des Beschwerdeführers und die IV-Akten
haben in das Consiliargutachten Eingang gefunden. Zudem sind ein Screening-Test
(Patienten-Gesundheits-Fragebogen) sowie ein Minnesota-Multiphasic-Personality-
Inventory (MMPI)-Test durchgeführt worden. Die Beurteilung der zumutbaren Arbeits
leistung ist in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden. Die Schluss
folgerungen des Experten sind begründet. Somit entspricht dieses Consiliargutachten
den Anforderungen der Rechtsprechung (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
4.1.2 Die orthopädische Begutachtung (IV-act. 99-31 ff.) ist durch Dr. med. H._,
Orthopädische Chirurgie FMH, erfolgt, der seine Diagnosen unter anderem auf die am
1. Dezember 2010 angefertigten Röntgenbilder des Rippenthoraxes links basal, des
Oberschenkels links, des OSG rechts, der BWS und LWS abgestützt hat. Dr. H._ hat
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im orthopädischen Consiliargutachten vom 13. Dezember 2010 berichtet, aus den
Beschwerdebildern seitens des Bewegungsapparats, die alle objektiviert werden
könnten, resultierten qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. In erster Linie
dürften vor allem rechts keine längeren Überkopfarbeiten vorkommen und Gehstrecken
über einem Kilometer müssten von Pausen unterbrochen sein. Dazu sei das Tragen
eines Stabilschuhs angezeigt. Diese Einschätzung stehe weitgehend im Einklang mit
der im Gutachten 2007 gemachten, wobei die neu eingetretene leichte Kyphosierung
durch die Wirbelfraktur und der Nervenschaden am linken Bein berücksichtigt werden
müssten. Prognostisch sei aus Sicht des Bewegungsapparates mittelfristig mit einem
günstigen Verlauf zu rechnen. Es sei aufgrund des bisherigen Verlaufs keine rasche
Entwicklung einer OSG-Arthrose zu erwarten. Die seit der letzten Begutachtung am
17. Juli 2007 aufgetretene Fraktur von BWK7 mit Kyphosierung habe den Gesundheits
zustand diskret verschlechtert. Ebenso führe die Peronaeusparese links seit Juni 2010
zu einer leichten Gehstörung (IV-act. 99-34 f.). Auch dieses Consiliargutachten basiert
auf umfassenden Kenntnissen des Sachverhalts. Die persönliche, berufliche und
soziale Anamnese sowie die Befunde sind erhoben worden. Auch die
Beschwerdebeschreibung des Beschwerdeführers und die IV-Akten, im speziellen die
Röntgenbilder der BWS und LWS von Dr. B._ aus dem Jahr 2007 und der
Beckenübersicht des Spitals Wattwil von 2010 sowie das MRI des OSG und der
Schulter rechts der Jahre 2008 und 2009 haben in das Consiliargutachten Eingang
gefunden (IV-act. 99-33 f.). Die Beschreibung der Einschränkungen und notwendigen
Hilfsmittel bei Arbeitstätigkeiten ist begründet und plausibel. Somit entspricht auch
dieses Consiliargutachten den Anforderungen der Rechtsprechung.
4.1.3 Polydisziplinär (inklusive neurologischer Begutachtung) wird ausgeführt,
dass sich seit dem medizinischen Referenzzeitpunkt vom Juli 2007 eine verminderte
Leistungsfähigkeit von 20 % bei voller Arbeitspräsenz unter Berücksichtigung der
qualitativen Einschränkungen ergeben habe, dies aufgrund des seit der ersten ABI-
Begutachtung neu hinzugekommenen neuropathischen Schmerzsyndroms im linken
Bein sowie einer Fussheberparese links. Auch sei vermutlich neu eine Fraktur von
BWK7 mit Kyphosierung aufgetreten, was ebenso eine Veränderung des Gesundheits
zustandes mit sich gebracht habe (IV-act. 99-28). Aus neurologischer Sicht seien die
epileptischen Anfälle, welche sowohl anamnestisch als auch nach Aktenlage seit über
einem Jahr nicht mehr aufgetreten seien, mit den üblichen damit verbundenen Ein
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schränkungen, IV-mässig nicht relevant. Die residuelle Fussparese links bedingt durch
die peronealbetonte Ischiadicusläsion links habe sich im Verlauf bereits gebessert.
Subjektiv führe diese aktuell zu keiner grossen Einschränkung. Die Prognose bezüglich
der Fussheberparese links sei noch offen, eine weitere Besserung sei durchaus
möglich (IV-act. 99-25). Das polydisziplinäre Gutachten ist aufgrund der Akten,
insbesondere auch unter Berücksichtigung des Gutachtens der ABI GmbH vom
20. Juni 2007 sowie eigener Untersuchungen (unter anderem Labor, Röntgen, PACT-
Test, Ruhe-EKG), erstellt worden.Es ist umfassend, berücksichtigt die geltend
gemachten Beschwerden und begründet in nachvollziehbarer Weise die
Schlussfolgerungen der Experten; auch werden die seit der letzten Begutachtung vom
17. Juli 2007 neu hinzugekommenen Beeinträchtigungen (neuropathisches
Schmerzsyndrom im linken Bein, Fussheberparese links, vermutliche Fraktur der BWK7
mit Kyphosierung) als qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in der
Darlegung der zumutbaren Arbeit berücksichtigt. Damit vermag das Gutachten den
höchstrichterlich geltenden Anforderungen an ein solches zu genügen.
4.2 Soweit in der Beschwerde sinngemäss geltend gemacht wird, die von den
Sachverständigen im MEDAS-Gutachten bescheinigte Arbeitsunfähigkeit von bloss
20 % lasse sich aufgrund der seither eingetretenen Verschlechterung des
Gesundheitszustandes nicht halten, kann dem nicht beigepflichtet werden, wurden
doch die in der Beschwerde genannten gesundheitlichen Einschränkungen des rechten
Fussgelenks, der Krampfadern an beiden Beinen, der Leisten, der Schultern, des
Rückens sowie des Handgelenks in der Diagnosestellung des MEDAS-Gutachtens
bereits miterfasst (IV-act. 99-23 f.). Insgesamt lassen sich in den medizinischen Akten
keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür finden, dass bis zum Zeitpunkt der
angefochtenen Verfügung eine relevante anhaltende Verschlechterung des
Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers von mehr als 20 % eingetreten ist. Die
übrigen medizinischen Akten – sofern sie überhaupt eine abweichende Beurteilung
beinhalten – vermögen keinen Zweifel an der Beweistauglichkeit des MEDAS-
Gutachtens entstehen zu lassen. Insbesondere das "Detaillierte Arztzeugnis" von
Hausarzt Dr. B._ vom 13. Dezember 2010, worin er – ohne Begründung – eine
Teilarbeitsfähigkeit von 10-20 %iger Arbeitszeit mit ca. 30 %iger Arbeitsleistung
attestiert (act. G 1.3), ist nicht nachvollziehbar. Was im Übrigen Berichte von
Hausärzten angeht, darf und soll die Erfahrungstatsache mitberücksichtigt werden,
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dass Hausärzte mitunter aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung in
Zweifelsfällen eher dazu neigen, zu Gunsten ihrer Patienten auszusagen (BGE 125 V
351 E. 3b/cc). Das "Detaillierte Arztzeugnis" von Dr. B._ ist mithin nicht geeignet,
Zweifel am Beweiswert des Gutachtens zu wecken.
4.3 Zusammenfassend ist demnach gestützt auf das MEDAS-Verlaufsgutachten vom
17. Februar 2011 und den RAD mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem im
Vergleich zur Verfügung vom 1. Oktober 2007 bis zum Erlass der streitigen Verfügung
vom 24. November 2011 leicht veränderten Gesundheitszustand auszugehen, der zu
einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 20 % führt.
Mithin sind auf der Basis einer 80 %igen Restarbeitsfähigkeit in einer ideal leidens
adaptierten Tätigkeit die erwerblichen Auswirkungen zu ermitteln.
4.4 Rechtsprechungsgemäss ist bei der Ermittlung des Valideneinkommens
entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen
würde. Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im
Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung
des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der
Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S. K.
vom 23. März 2009, 8C_515/2008). Die Beschwerdegegnerin ermittelte in der
angefochtenen Verfügung das Valideneinkommen anhand des vom Beschwerdeführer
im Jahr 2005 erzielten Lohnes bei der I._ AG und rechnete dieses auf das Jahr 2009
auf (IV-act. 109, 107-2). In den medizinischen Akten finden sich Hinweise, dass der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bereits vor und während des ganzen
Jahres 2005 beeinträchtigt gewesen sein könnte. Gemäss ABI-Gutachten vom 20. Juni
2007, Ziff. 6.3, habe sich die verminderte Belastbarkeit der Arme und des rechten
Fusses langsam in den letzten Jahren entwickelt. Bezüglich des Alkoholkonsums sei
die Situation aufgrund der anamnestischen Angaben schwankend gewesen. Der
Beschwerdeführer habe auch immer wieder gearbeitet (IV-act. 32-14). Vor diesem
Hintergrund kann das Valideneinkommen, d.h. das hypothetische Einkommen bei voller
Gesundheit, nicht anhand eines im Jahr 2005 erzielten Lohnes ermittelt werden. Der
Beginn wie auch das Ausmass sowie die Dauer der Arbeitsunfähigkeit der früher
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ausgeübten körperlich schweren Tätigkeiten kann aktenmässig nicht genau festgelegt
werden. Die um 20 % verminderte Leistungsfähigkeit bei voller Arbeitspräsenz auch in
adaptierten Tätigkeiten stand jedoch spätestens im Zeitpunkt der Begutachtung durch
die MEDAS Ostschweiz, nämlich 2010, fest. Es rechtfertigt sich daher, einen
statistischen Wert (Tabellenlohn) für das Jahr 2010 beizuziehen. Im Jahr 2010 machte
der statistische Durchschnittslohn für einfache und repetitive Tätigkeiten von Männern
Fr. 5'118.-- pro Monat bzw. Fr. 61'414.-- pro Jahr aus (Anhang 2 der Textausgabe
Invalidenversicherung, Gesetze und Verordnungen mit Querverweisen und
Sachregister, Ausgabe 2012, S. 234, basierend auf der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung LSE des Bundesamtes für Statistik). Es ist demgemäss von
einem Valideneinkommen 2010 von Fr. 61'414.-- auszugehen.
4.5 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist
- wie hier - kein effektives Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die
Beschwerdeführerin nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine ihr an sich
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der
Rechtsprechung statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V
472 E. 4.2.1, Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008).
4.6 Die Beschwerdegegnerin hat vom Invalideneinkommen keinen sogenannten
"Leidensabzug" gewährt (IV-act. 35, 109). Der als "Leidensabzug" bezeichnete Abzug
hat nichts mit dem Leiden an sich zu tun. Vielmehr sollen damit jene Nachteile
ausgeglichen werden, welche die versicherte Person bei der Anwendung statistischer
Daten für das Invalideneinkommen erleidet. Die Invalidität bewirkt - neben der
Arbeitsunfähigkeit - auf den realen Arbeitsmarkt bezogen eine zusätzliche
Lohneinbusse. Denn die statistischen Tabellenlöhne werden auf der Grundlage von
Daten gesunder Arbeitnehmer erhoben. Solche Werte erreicht der invalide
Arbeitnehmer im Allgemeinen nicht. Vielmehr muss er in der Entwicklung des
Invaliditätseinkommens bzw. der Invalidenkarriere mannigfaltige Nachteile gewärtigen
(vgl. BGE 126 V 75 zum "Leidensabzug"). Im Hinblick auf die verschiedenen durch die
somatischen Einschränkungen bedingten Beeinträchtigungen, insbesondere der
qualitativen Arbeitsfähigkeit, hat sich das Spektrum der für den Beschwerdeführer noch
in Frage kommenden Tätigkeiten erheblich verkleinert. Zudem ist der
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Beschwerdeführer aufgrund seiner gesundheitlichen Beschwerden gegenüber einem
gesunden Konkurrenten für einen adaptierten Arbeitsplatz aus ökonomischer Sicht
benachteiligt, auch weil ein grösseres Risiko besteht, dass er mehr
Krankheitsabwesenheiten haben könnte und er weniger flexibel ist (z.B. in Bezug auf
Überstunden; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 25. November 2008
[9C_650/2008] E. 5.4). Schliesslich ist der Beschwerdeführer aufgrund seiner durch den
jahrzehntelangen Alkoholabusus angeschlagenen Persönlichkeit auf besondere Rück
sichtnahme und besonderes Verständnis seitens des Arbeitgebers und der Arbeits
kollegen angewiesen. Er wird deshalb seine Arbeitskraft zu einem unterdurchschnitt
lichen Lohn anbieten müssen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. Dezember 2009
[9C_68/2009]). Es ist somit insgesamt anzunehmen, dass der Beschwerdeführer im
Vergleich zu gesunden Mitbewerbern auf dem Arbeitsmarkt ein geringeres Einkommen
wird erzielen können. Es rechtfertigt sich daher, einen Abzug von 10 % vorzunehmen.
Das Durchschnittseinkommen ist somit auf Fr. 55'273.-- herabzusetzen. Bei einer
Arbeitsfähigkeit von 80 % ergibt sich per 2010 ein zumutbares Invalideneinkommen
von Fr. 44'218.--.
4.7 Aus der Gegenüberstellung von Valideneinkommen von Fr. 61'414.-- und
Invalideneinkommen von Fr. 44'218.-- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 28 %. Es
besteht folglich kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung.
5.
5.1 Im Sinne der obigen Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- er
scheint als angemessen. Nach Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener Beteiligte
die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden. Ange
sichts des vollen Unterliegens des Beschwerdeführers rechtfertigt es sich, ihm die
Gerichtskosten unter Anrechnung des von ihm in selbiger Höhe geleisteten Kostenvor
schuss gesamthaft aufzuerlegen.
bis
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Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP