Decision ID: 5097e673-b7be-5901-a305-1d294a3608ce
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1960 geborene
X._
war seit dem 4. Januar 2016 als Chauffeur bei der
A._
GmbH in einem 100%-Pensum angestellt und bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 8. April 2016
mit einem schweren Paket
ausrutschte und auf die rechte Schulter
stürzte
(Urk. 12/1
und Urk. 12/11
).
Gemäss seinen Angaben
fiel ihm
gleichentags
zudem ein Paket auf die rechte Schulter (Urk. 12/2).
Am 12.
Mai 2016 wurde eine MRT
Arthrographie
des rechten Schultergelenkes durchgeführt. Diese ergab eine Par
tialläsion der
Supraspinatussehne
rechts mit aktivierter AC-Gelenksarthrose (Urk. 12/10).
Die Suva
erbrachte die gesetzlichen Leistungen
.
Das Arbeitsverhält
nis des Versicherten wurde von Seiten der Arbeitgeberin per 30. Juni 2016 auf
gelöst (Urk. 12/79).
Mit Verfügung vom 8. Juni 2016
stellte die Suva
die
Leistun
gen
per 23. Mai 2016 ein (Urk. 12/19). Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom
7.
Juni 2017
ab (Urk
.
12/83
= Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 5. Juli 2017 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien ihm auch nach dem 23. Mai 2016 die gesetzlichen Leistungen für den am 8. April 2016 erlittenen Unfall auszurichten. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegeg
nerin zur Abklärung des Sachverhaltes zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
11. September 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 11), was dem Beschwerdeführer mit Verfü
gung vom 13. September 2017 mitgeteilt wurde (Urk. 13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
A
m 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No
vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
ver
sicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
8. April 2016
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zi
tiert werden.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürli
chen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung
beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfall
e
s genügt nicht.
Da es sich hie
r
bei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE
125 V 351 E.
3b/
ee
). Das
Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen
(BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4
)
.
Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu
nehmen (BGE
142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin,
d
ie Veränderungen der
Rotatorenmanschette
und des Schultereckgelenks stünden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in kausalem Zusammenhang mit den Ereignissen vom 8. April 2016, sondern seien ausschliesslich überlastungs- beziehungsweise ver
schleissbedingten Veränderungen zuzuschreiben. Mit der leichten Schulter
prellung sei es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativ bedingten Vorzustandes gekommen, eine richtunggebende strukturelle Verände
rung resultiere im Zusammenhang mit den Unfallereignissen nicht. Der
status
quo sine sei spätestens zum Zeitpunkt der Erstellung der Kernspintomographie des rechten Schultergelenkes am 12. Mai 2016 und damit fünf Wochen nach den Unfallereignissen erre
icht gewesen. Die Einschätzung
der Operateurin
Dr.
B._
, wonach eine frische Läsion der
Supraspinatussehne
vorliege,
ver
möge
die ausführliche und schlüssige Beurteilung des Kreisarztes nicht in
Frage
zu
stellen
(Urk. 2
S. 6 ff.
).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgege
nüber im Wesentlichen geltend, die behandelnde Oberärztin am Kantonsspital
C._
,
Dr.
B._
, habe über
zeugend dargelegt, dass es sich um eine unfallbedingte Läsion handeln müsse. So beschreibe sie, dass es sich um eine vollständig erhaltene Muskel
qualität ohne Zeichen fettiger Degeneration und mit sehr gut erhaltenem Volumen handle, was für eine frische Läsion spreche. An der Stellungnahme des Suva-Arztes bestünden erhebliche Zweifel. Darauf könne nicht abgestellt werden. Die Frage des natürli
chen Kausalzusammenhanges müsse mittels Gutachten geklärt werden (Urk. 1 S.
5 f.).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob über den 23. Mai 2016 hinaus Leistungen zu erbrin
gen sind, insbesondere ob die nach diesem Zeitpunkt geklagten Beschwerden in einem Kausalzusammenhang zu den Unfallereignissen vom 8. April 2016 stehen.
3.
3.1
Die erstbehandelnde Ärztin
Dr.
D._
, Allgemeine Medizin FMH,
führte
in ihrem Verlaufseintrag vom 8.
April 2016
aus
,
gemäss subjektiven Angaben sei
der Beschwerdeführer auf einem Bus-Tritt ausgerutscht und auf die rechte Schulter gefallen, seither habe er Beschwerden bei Bewegung.
In objektiver Hinsicht
hielt sie fest, dass
an der rechten Schulter
kein
e
Hämatom
e
und keine P
re
llmarken vorhanden
gewesen seien. Die
Druckdolenz
habe sich über den gesamten Gelenkspalt
erst
reckt, es habe ein schmerzhafter Bogen in allen Ebenen bestanden und der
Hinterkopfgriff
sei stark eingeschränkt gewesen (Urk. 8).
3.2
Die MRT
Arthrographie
des rechten Schultergelenkes vom 12. Mai 2016 ergab eine
Tendinose
calcarea
der
Supraspinatussehne
mit zusätzlich grösstenteils gelenkseitigem Riss mit feiner durchgehender Komponente, keine Muskel
atro
phie,
Akromion
Typ II und eine aktivierte AC-Gelenkarthrose (Urk. 12/10).
3.3
Dr.
E._
, Facharzt FMH für Chirurgie, führte in seinem Bericht vom 13. April 2016 betreffend die Untersuchung vom 11. April 2016 aus,
die Unter
suchung habe eine schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit des rechten Schul
tergelenkes in Elevation und Abduktion auch unter der Schul
ter
horizontalen und verstärkt darüber
gezeigt. Aktuell sei
eher von einer traumatisierten
Omarthrose
als von einer frischen Fraktur auszugehen
. Der Beschwerdeführer scheine schon längere Zeit
wegen eines
thoraco
-vertebralen Schmerzsyndroms
in Behandlung zu
stehen
(Urk. 12/13
S. 2
).
Im
Nachtrag
vom 12. Mai 2016
zum Bericht vom 10. Mai 2016
hielt
Dr.
E._
fest, das MRT des rechten Schu
ltergelenkes zeige eine relativ
grosse
Rotatoren
man
schetten-Läsion
ansatznahe an der
Supraspinatussehne
wohl nicht ganz frischen Datums
, jedenfalls sei
die benachbarte Verkalkung vorbestehend
(Urk. 12/13
S. 4
).
3.4
Dr. B._
,
Fachärztin für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
Oberärztin
a
n der Klinik für Orthopädie und Traumatologie
des
Kantonsspital
s
C._
,
nannte in ihrem Bericht vom 30. Mai 2016
betreffend die Konsultation vom 27. Mai 2016
die Diagnose einer hochgradigen Partialläsion der
Supraspinatussehne
rechts mit begleitend akti
vierter AC-Gelenkarthrose sowie Os
acromiale
infolge eines Sturzes am 8. April 201
6.
Der Beschwerdeführer habe berichtet, er sei im Rahmen seiner Arbeit in der Paketzustellung gestürzt und habe eine direkte Kontusion der rechten Schulter erlitten. Er habe anfangs noch weitergearbeitet. Infolge einer erneuten Traumati
sierung beim Heben einer schweren
Last habe er quasi invalidisierende Schmer
zen verspürt. Im MRI der rechten Schulter bestätige sich eine hochgradige Partial
läsion der
Supraspinatussehne
von der Gelenkseite ausgehend. Begleitend bestehe eine leichtgradige Tendinitis
calcarea
, eine leichte Einengung des
subacromialen
Raumes mit diskretem
subacromialen
Sporn, eine deutliche AC-Gelenksarthrose und ein kleines Os
acromiale
. Die restliche
Rotatorenmanschette
inseriere weit
gehend unauffällig bis auf eine leichte
Tendinopathie
der ansatznahen
Subsca
pularissehne
. Die
Bizepssehne
sei
in
der
Kontinuität
erhalten,
mit leichter Erguss
bildung im
Sulcus
. Diskret degenerative Veränderungen zeigten sich auch im Bereich des Labrums, im Grunde
zirkumferentiell
,
es bestünden
jedoch keine Zeichen einer relevanten
Omarthrose
.
Es zeige sich eine vollständig erhaltene Muskelqualität ohne Zeichen
jeglicher fettiger Degeneration
und mit sehr gut erhaltenem Volumen, was für eine frische Läsion spreche
(Urk. 12/17).
3.5
Kreisarzt
Dr.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt in seiner Stellungnahme vom 7. Juni 2016 fest, im
Echtzeitbefund würden keine äusseren Verletzungszeichen wie Prellmarken, Schürfwunden, Hämatome etc.
genannt. Es handle sich um eine Prellung mit vorübergehender Verschlimmerung ohne
Richtungsgebung
. Bei AC
Arthrose sei mit einer maximalen Behandlungsdauer von sechs Wochen zu rechnen. Der Status quo sine sei erreicht (Urk. 12/16).
3.6
In ihrem Schreiben vom 21. Juni 2016 an die Suva führte
Dr.
B._
aus, sie könne mit der Beurteilung des Kreisarztes nicht
konform
gehen
und werde dem Beschwerdeführer entsprechend empfehlen, Einsprache zu erheben. Anhand der etablierten Kriterien müsse bei dem vorliegenden MRI-Befund
von einer zumin
dest grösstenteils frischen Verletzung im Bereich der
Rotatorenmanschette
, ins
besondere der
Supraspinatussehne
ausgegangen werden.
Das lasse sich daraus schliessen, dass sich eine
vollständig erhaltende Muskelqualität ohne Zeichen
einer
fettigen Degeneration oder Atrophie zeige, was klar gegen eine degenerative Ursache der Läsion bz
w. eine mehr als zwölf Wochen alte Verletzung
spreche. Auch dagegen spreche, dass sich die Partialläsion gelenkseitig und nicht
bursa
seitig
manifestiert habe,
so dass eine Ätiologie durch ein allfällig begleitendes
subacromiales
Impingement
nicht gegeben sei. Es müsse davon ausgegangen werden, dass sich die Läsion durch den Unfall erst manifestiert
habe
bzw.
ein allenfalls diskret vorbestehender unfallfremder Zustand sich durch das Ereignis klar verschlechtert habe
und so auch nicht von einem Status quo sine oder Status quo ante ausgegangen werden könne
(Urk. 12/30)
.
3.7
In seiner Stellungnahme vom 11. August 2016 führte Kreisarzt
Dr.
F._
aus,
in den Erstbehandlungsberichten von
Dr.
G._
und
Dr.
E._
würden
keine spe
zifischen Unfallzeichen wie Prellmarken, Flüssigkeitskollektionen,
Hämatombil
dung
en
oder Schürfwunden dokumentiert, die für eine relevante Gewalteinwir
kung auf das rechte Schultergelenk sprechen würden.
Auch auf den kernspinto
mographischen Bildern vom 12. Mai 201
6
stellten sich gut vier Wochen nach dem
Unfallereignis keine Signalerhöhungen der das Schultergelenk bedeckenden Weichteilstrukturen oder der korrespondierenden Gelenkpartner des AC- oder
Glenohumeralgelenkes
dar, die eine relevante Gewalteinwirkung auf das rechte Schultergelenk belegen würden. Gut einen Monat nach den Schadenereignissen wären in der Regel noch
Echoalterationen im Bereich des ventralen Weichteil
mantels und zwingend ein Knochenödem (
Bone
bruise
) im Bereich des
Humerus
kopfes
oder der korrespondierenden Gelenkpartner des AC-Gelenkes zu erwarten. Es fänden sich jedoch keinerlei Anzeichen für Signalerhöhungen im Bereich des ventralen oder seitlichen Schulteraspektes oder im Bereich der tiefen knöchernen Strukturen. Weiterhin finde sich ebenfalls
kein intraartikulärer Gelenkerguss als Folge einer relevanten Gewalteinwirkung
auf das rechte Schultergelenk.
Bei der persönlichen Einsichtnahme in die bildgebenden Dokumente zeige sich eine linsengrosse, nahe
d
es Ansatzes (
Footprints
) der
Supraspinatussehne
gelegene Struktur, die überwiegend wahrscheinlich als
Kalkdepot im Sinne einer Tendinitis
calcarea
zu
interpretieren sei. Diese Struktur stelle sich grösstenteils im
bursasei
tigen
Anteil der
Supraspinatussehne
dar und liege
in enger anatomischer Beziehung zu einer flächenhaften ebenfalls ansatznahen eher gelenkseitigen Gewebeausdünnung der
Supraspinatussehne
.
Korrespondierend dazu find
e
sich – ebenfalls in enger anatomischer Beziehung – im
Humeruskopf
eine
entsprechende Resorptionszyste als Hinweis für degenerative Vorgänge im Bereich des Ansatzes der
Rotatorenmanschette
. Weiterhin stelle sich ein grenzwertig enger
Subacro
mialraum
aufgrund einer unfallun
a
bhängig vorbe
s
tehenden Arthrose des AC
Gelenkes mit kaudaler
osteophytärer
Anlagerung
dar. Es fänden sich weder Signalerhöhu
ngen im Bereich der korrespon
d
i
erenden Gelenkpartner noch des Kapselbandapparates des AC-Gelenkes, die für eine unfallbedingte Aktivierung eines verschleissbedingten Vorzustandes im Sinne einer traumatisch bedingten
Synovialitis
des AC-Gelenkes oder ein Knochenödem der lateralen Clavicula oder des
Acromions
sprechen würden. Sowohl die Einlagerung eines Kalkdepots in dem ansatznahen
Supraspinatussehnenbereich
als auch die flächige, gelenksei
tige Gewebeausdünnung der
Supraspinatussehne
im Ansatzbereich seien über
wiegend wahrscheinlich nicht Hinweise für Folgen einer Traumatisierung, son
dern seien vielmehr als Zeichen eines degenerativen Verschleisszustandes anzusehen. Zusammenfassend sei unter Berücksichtigung des klinischen Befun
des und der bildgebenden Diagnostik nicht von einer relevanten Traumatisierung des Schultergelenkes auszugehen.
Die sich bildgebend darstellenden Veränderun
gen im Schultergelenk seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht einer
Traumatisierung
sondern einem verschleiss- oder überlastungsbedingten Zustand geschuldet
.
Beide im vorliegenden Fall geschilderten Unfallereignisse mit Anprall des Schul
tergelenkes seien laut gängiger Literaturmeinung nicht geeignet, die sich dar
stellenden Gewebeausdünnungen im Bereich der Ansatzstelle der
Supraspinatus
sehne
zu bewirken.
Zusammenhangstrennungen der
Rotatorenmanschette
seien mit zunehmendem Alter häufig Folgen von Abnutzungserscheinungen und könnten ohne ursächliches Ereignis vorkommen.
Dr.
B._
argumentiere, der
Supraspinatusmuskel
stelle sich ohne Zeichen einer fettigen Degeneration oder Atrophie dar, was für eine traumatisch bedingte Schädigung der
Rotatorenmanschette
und gegen eine Degeneration spreche. Eine
Atrophie des
Suprapinatusmuskels
sowie eine Verfettung seien Zeichen dafür, dass der entsprechende
Rotatorenmanschettenmuskel
nicht funktionell bean
sprucht werde. Dies finde sich in der Regel bei grossflächigen
transmuralen
, d.h. die gesamte Sehnendicke umfassenden, Läsionen der
Rotatorenmanschette
und nicht bei partiellen gelenkseitigen Gewebeausdünnungen, da der Muskel in der Regel durch die verbliebenen Sehnenanteile funktionell beansprucht werde.
Dar
über hinaus sei auch von einer Atrophie oder
lipomatösen
Umformung des Muskels infolge eines Funktions
ausfalles nicht auf die Genese d
er Kontinuitäts
unterbrechung der
Rotatorenmanschetten
zu schliessen
. Auch die Tatsache, dass sich die partielle Ausdünnung der
Supraspinatussehne
eher gelenkseitig und nicht
bursaseitig
manifestiere, stütze die Argumentation für eine traumatische Genese der
Rotatorenmanschettenläsion
nicht. Darüber hinaus berücksichtige
Dr.
B._
die sich anatomisch in unmittelbarer Nähe befindliche degenerative Veränderung der Sehne in Form eines Kalkdepots (Tendinitis
calcarea
) nicht.
Erfahrungsgemäss fänden sich in unmittelbarer Nähe von Kalkdepots fortge
schrittene degenerative Veränderungen der Sehnenmansch
ette, die sich letztend
lich als Kalkdepot manifest
ie
rten
. Das Kalkdepot sei somit ein direkter Hinweis für fortgeschrittene degenerative
Verschleissprozesse im Bereich dieser anatomi
schen Region, in der sich auch eine gelenkseitige flächenhafte Ausdünnung der
Supraspinatussehne
abzeichne. Insgesamt erscheine die Argumentation von
Dr.
B._
nicht schlüssig.
Die Veränderung
en der
Rotatorenmanschette
und des AC-Gelenkes stünden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in kausalem Zusammenhang mit den Unfallereignissen vom 8. April 2016, sondern seien ausschliesslich
auf
über
las
tungs
- bzw. verschleissbedingte
Veränderunge
n
zurückzuführen
. Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit infolge der Ereignisse vom 8. April 2016 allenfalls zu leichten Prellungen des Schultergelenkes mit
vorübergehender Ver
schlimmerung eines degenerativen bzw. verschleissbedingten Vorzustandes gekommen
, eine richtunggebende strukturelle Veränderung habe aufgrund der Ereignisse nicht resultiert.
Gemäss Reintegrationsleitfaden Unfall des Schweize
rischen Versicherungsverbandes sei eine leichte Kontusion eines Schultergelenkes bei geschlossener Verletzung mit örtlichem Bluterguss und Prellmarken oder Hautschürfungen mit einer maximalen Behandlungsdauer von vier bis sechs Wochen behaftet. Da selbst diese klinischen Symptome im vorliegenden Fall nicht nachweisbar
seien
, sei vom Eintreten des Status quo sine spätestens fünf Wochen nach den Unfalle
reignissen auszugehen (Urk. 12/45).
3.8
Am 6. Juli 2016 wurde am Kantonsspital
C._
eine diagnostische Arthro
skopie der rech
t
en Schulter sowie eine
arthroskopische
Rotatoren
manschetten-Rekonstruktion
und Resektion des AC-Gelenkes und des Os
acromiale
rechts durchgeführt
(Operationsbericht vom 7. Juli 2016, Urk. 12/48)
.
3.9
In seiner Stellungnahme vom 1.
Dezember 2016 zum Operationsbericht vom 7. Juli 2016 hielt Kreisarzt
Dr.
F._
fest,
Dr.
B._
beschreibe eine geflochten anmutende Struktur im Schultergelenk, welche auch für sie nicht nachvollziehbar sei.
Weiter beschreibe sie ein 5 mal 5 mm grosses „
Ossikel
", welches sie als knö
chernen Ausriss und nicht wie der Radiologe als verkalkte Struktur des Sehnen
gewebes interpretiere. Unter Bezug auf die kernspintomographischen Bilder vom 12. Mai 2016 stelle sich
die von
Dr.
B._
beschriebene knöcherne Struktur als abgerundet dar. Frische knöcherne Ausrisse beziehungsweise
Avulsionsfrakturen
zeigten eine eher spitz oder scharfkantige Morphologie, abgerundete Konturen sprächen eher für eine deutlich ältere Genese.
Auch lasse
ein fehlendes Ödem im Bereich des knöchernen
Footprints
fünf Wochen nach dem Ereignis überwiegend wahrscheinlich auf eine ältere Genese der Verkalkungsstruktur beziehungsweise des
Ossikels
schliessen. Auch die Beschreibung der Qualität der Sehnenman
schette mit Ausschluss einer
transmuralen
,
das heisst die gesamte Sehnenbreite durchgreifenden Schädigung
,
und damit Bestätigung einer gelenkseitigen und
bursaseitigen
flächigen Aus
dünnung des
Rotatorenmanschettenansatzes
spreche überwiegend wahr
scheinlich für eine degenerative und nicht traumatisch bedingte Schädigung der
Rotatorenmanschette
. Auch in Kenntnis des Opera
tionsberichtes vom 7. Juli 2016 sei von einer degenerativen Genese der sich dar
stellenden Veränderungen der
Rotatorenmanschette
bei intraoperativ bestätigtem
subacromialem
Impingement
,
acromialem
Sporn und AC-Gelenksarthrose auszu
gehen (Urk.
12/54).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Leistungseinstellung im Wesentli
chen auf die versicherung
sinterne
n
Stellungnahme
n
von Dr.
F._
vom
12. August 2016
und
1. Dezember 201
6.
Ein medizinischer Aktenbericht als
Ent
scheidgrundlage
ist zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anam
nese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind; der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der Experte imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein vollständiges Bild zu verschaffen (Urteil des Bundesgerichts 8C_833/2009 vom
26. Januar 2010 E. 5.1 mit Hin
weisen), was vorliegend der Fall ist. Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kann Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (vgl. oben E. 1.3 un
d E. 1.4). Der Bericht von Dr.
F._
erfüllt die
genannten
Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische
Entscheidgrundlage
, weshalb
darauf abgestellt wer
den kann.
In Bezug auf die Aussagen von
Dr.
B._
ist festzuhalten, dass diese gemäss
ihren
eigenen Angaben dem Beschwerdeführer
empfohlen hat
, Einsprache gegen
die Verfügung
der Beschwerdegegnerin zu erheben (vgl. Urk.
12/30
). Damit sind ihre Aussagen als jene einer Interessenvertreterin und nicht als solche eines objektiven medizinischen Experten zu qualifizieren, so dass deren Beweiswert erheblich geschmälert ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_725/2016 vom 9. Februar 2017 E. 5.2.1 mit Hinweisen).
Wie nachfolgend gezeigt wird, hat sich
Dr.
F._
mit den Berichten von
Dr.
B._
detailliert auseinandergesetzt und seine Schlussfolgerungen nachvollziehbar und überzeugend
begründet
.
Dr.
F._
kommt
zum Schluss
, in den Erstbehandlungsberichten von
Dr.
G._
und
Dr.
E._
seien
keine spezifischen Unfallzeichen wie Prellmar
ken, Flüssig
k
eitskollektionen, Hämatome
oder Schürfwunden dokumentiert worden, die für eine relevante Gewalteinwirkung auf das rechte Schultergelenk sprechen würden.
Auch auf den kernspintomographischen Bildern vom 12. Mai 201
6
seien gut vier Wochen nach dem Unfallereignis
keine Signalerhöhungen der das Schultergelenk bedeckenden Weichteilstrukturen oder der korrespondieren
den Gelenkpartner des AC- oder
Glenohumeralgelenkes
sichtbar gewesen, die eine relevante Gewalteinwirkung auf das rechte Schultergelenk belegen würden
.
Den bildgebenden Dokumente
n
seien
Hinweise für
degenerative Vorgänge im Bereich des Ansatzes der
Rotatorenmanschette
zu entnehmen. Weiter bestehe ein
grenz
wertig enger
Subacromialraum
aufgrund einer unfallun
a
bhängig vorbe
s
te
henden Arthrose des AC-Gelenkes mit kaudaler
osteophytärer
Anlagerung
. Es fänden sich weder Signalerhöhungen im Bereich der korrespondierenden Gelenk
partner noch des Kapselbandapparates des AC-Gelenkes, die für eine unfallbe
dingte Akti
vierung eines verschleissbedingten Vorzustandes im Sinne einer trau
matisch bedingten
Synovialitis
des AC-Gelenkes oder ein Knochenödem der lateralen Clavicula oder des
Acromions
sprechen würden.
Die sich bildgebend darstellen
den Veränderungen im Schultergelenk seien mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit nicht
auf eine
Traumatisierung
sondern
auf
einem verschleiss- oder überlastungsbedingten Zustand
zurückzuführen
(Urk. 12/45
)
.
Auch
Dr.
E._
ging in seinem Bericht vom 13. April 2016 nicht von einer frischen Fraktur aus (Urk. 12/13).
Demgegenüber stellt sich
Dr.
B._
auf den Standpunkt,
bei dem vorliegenden MRI-Befund sei
von einer zumindest grösstenteils frischen Ver
letzung im Bereich der
Rotatorenmanschette
, insbesondere der
Supraspinatus
sehne
,
auszugehen, da sich eine
vollständig erhaltene Muskelqualität ohne Zeichen
einer
fettigen Degeneration oder Atrophie zeige
.
Gegen
eine degenerative Ursache der Läsion spreche
auch
, dass sich die Partialläsion gelenkseitig und nicht
bursaseitig
manifestiert habe
, so dass eine Ätiologie durch ein allfällig begleitendes
subacromiales
Impin
gement
nicht gegeben sei (Urk. 12/30
).
Diese
Argum
entation entkräftet
Dr.
F._
, indem er
darauf hinweist
, dass eine Ver
fettung sowie eine Atrophie Zeichen dafür seien, dass der entsprechende
Rotato
renmanschettenmuskel
nicht funktionell beansprucht werde,
was
in der Regel bei grossflächigen
transmuralen
Läsionen der
Rotatorenmanschette
und nicht
-
wie hier -
bei partiellen gelenkseitigen Gewebeausdünnungen
zu finden sei
. Selbst wenn
jedoch
infolge eines Funktions
ausfalls eine Atrophie oder
lipomatöse
Umformung des Muskels bestehe
n würde
, könn
t
e daraus nicht auf die Entstehung der Läsion geschlossen werden.
Auch
lediglich
aufgrund der Tatsache, dass sich die partielle Ausdünnung der
Supraspinatussehne
eher gelenkseitig und nicht
bursaseitig
manifestiere, könne nicht von einer traumatischen Genese der Läsion ausgegangen werde
n
(Urk.12/45)
.
Damit vermag die
Argumentation von
Dr.
B._
die überzeug
enden Ausführungen von
Dr.
F._
nicht
in Zweifel zu ziehen
.
Dr.
B._
berücksichtigt
in ihrer Beurteilung denn auch
weder
die bild
gebend dokumentierten degenerativen Veränderungen
noch
äussert
sie
sich
dazu, dass äussere
Verletzungszeichen
fehl
t
en und dementsprechend lediglich von einer
leichten Gewalteinwirkung auf das re
chte Schultergelenk auszugehen ist.
Dr.
F._
weist
überdies
darauf hin, dass beide geschilderten Unfallereignisse mit Anprall des Schultergelenkes laut gängiger Literaturmeinung nicht geeignet seien, eine strukturelle Schädigung der
Rotatorenmanschette
zu bewirken
.
Somit sprechen
s
owohl der Verletzungsmechanismus wie auch die zu geringe Gewalt
einwirkung gegen eine traumatisch bedingte Schädigung.
Aus dem Operations
bericht
von
Dr.
B._
vom 7. Juli 2016 geht
zudem
hervor, dass der Beschwer
deführer vermutlich bereits
vorgängig
am rechten Schultergelenk operiert worden ist, ohne dass er dies
jedoch
gegenüber der behandelnden Ärztin
erwähnt hätte (vgl. Urk
.
12/48
).
Dies ist ein weiterer Hinweis dafür, dass nicht
die Unfallereig
nisse vom
8. April 2016
die Schädigung verursacht haben. Im Operationsbericht vom 7. Juli 2016 beschreibt
Dr.
B._
ein
Ossikel
, welches sie als knöchernen Ausriss und nicht wie der Radiologe als verkalkte Struktur des Sehnengewebes interpretiert.
Dr.
F._
hält
diesbezüglich unter Bezugnahme auf die kernspinto
mographischen Bilder vom 12. Mai 2016
fest
, dass sich
die von Dr.
B._
beschriebene knöcherne Struktur als abgerundet darstelle, was eher für eine deut
lich ältere Genese spreche. Frische knöcherne Ausrisse beziehungs
weise
Avulsions
frakturen
zeigten eine eher spitz
-
oder scharfkantige Morpho
logie.
Auch die Beschreibung der Qualität der Sehnenmanschette mit Ausschluss einer
transmuralen
Schädigung spreche für eine degenerativ bedingte Schädigung der
Rotatorenmanschette
. Somit sei auch
unter Berücksichtigung
des Operatio
ns
be
richtes vom 7. Juli 2016 bei intraoperativ bestätigtem
subacro
mialem
Impin
ge
ment
,
acromialem
Sporn und AC-Gelenksarthrose
von einer degenerativen Genese auszugehen
(Urk. 12/54)
.
Dr.
F._
hält
auch
nach Einsicht in den Ope
rationsbericht an seiner Beurteilung fest, wonach es i
nfolge der Unfallereignisse vom 8. April 2016
lediglich
zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativ
bedingten Vorzustandes
gekommen sei und bis zum Erreichen des Status quo sine von einer Behandlungsdauer von maximal fünf Wochen auszu
gehen sei
(Urk. 12/45).
Der medizinische Sachverhalt ist
damit
hinreichend abge
klärt. Von ergänzenden Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.
4.2
Nach dem Gesagten ist
gestützt auf die
schlüssigen und
überzeugenden Aus
führungen von
Dr.
F._
von einer
vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes
und dem
Eintreten des Status quo sine spätestens fünf Wochen nach den Unfallereignissen auszugehen.
Somit ist ein Kausalzu
sammenhang z
wischen den vom Beschwerdeführer nach dem
23. Mai 2016
geklagten Beschwerden und den Unfallereignissen vom
8. April 2016
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen.
Demzufolge
hat
die Beschwer
degegne
rin
einen
Anspruch des Beschwerde
führers auf weitere Leistungen zu Recht verneint. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.