Decision ID: 62bf96a5-bd43-5903-932d-5d0139973409
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer sein Heimatland gemäss eigenen  am 20. November 2009 auf dem Landweg verliess und in der  in die Schweiz gelangte, wo er am 11. Dezember 2009 um Asyl nachsuchte,
dass am 17. Dezember 2009 beim Beschwerdeführer eine  durchgeführt und im entsprechenden Bericht ein  von achtzehneinhalb Jahren festgehalten wurde,
dass das BFM am 30. Dezember 2009 in _ die Personalien des Beschwerdeführers erhob und ihn summarisch zum Reiseweg so-wie zu den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragte,
dass er ferner zu seiner Gesundheit und zu seinem Konsumverhalten (Anamnese) befragt wurde,
dass ihm ausserdem das rechtliche Gehör zum Ergebnis der  gewährt wurde, wobei ihm die Vorinstanz zusätzliche Fragen zu seinem Alter stellte,
dass er an der geltend gemachten Minderjährigkeit grundsätzlich  und die Nachreichung einer Identitätskarte in Aussicht stellte,
dass ihm das BFM am Ende dieser Befragung mitteilte, gestützt auf die Aktenlage gehe es fortan von seiner Volljährigkeit aus,
dass die Vorinstanz am 8. Januar 2010 eine Anhörung durchführte,
dass er dabei im Wesentlichen geltend machte, aus _ zu  und kurdischer Ethnie zu sein,
dass sein Vater bei der irakischen Nationalgarde als Chauffeur  habe, im Oktober 2009 entführt und später umgebracht worden sei,
dass er (der Beschwerdeführer) am 15. November 2009 durch  angegriffen worden sei,
dass bei besagtem Angriff seine Schwester und deren Mann getötet worden seien,
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dass er in der Folge eine schriftliche Drohung mutmasslicher  erhalten habe und deswegen ausser Landes geflohen sei,
dass das BFM eine sogenannte Lingua-Analyse zur Abklärung der Herkunft des Beschwerdeführers veranlasste und die damit  Fachperson in ihrer Expertise vom 14. Januar 2010 (Akte 22/8)  des mit dem Beschwerdeführer durchgeführten  zum Schluss kam, dessen Hauptsozialisation sei mit  im kurdischen Milieu und nicht in _ erfolgt,
dass ihm das BFM am 25. Januar 2010 das rechtliche Gehör zur -Analyse gewährte,
dass beim BFM gleichentags eine irakische Identitätskarte einging,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1. Februar 2010 an der geltend gemachten Herkunft festhielt, dabei auf die eingereichte  verwies und die Nachreichung eines weiteren Dokuments in Aussicht stellte,
dass die Vorinstanz die eingereichte Identitätskarte für gefälscht  und dem Beschwerdeführer am 3. Februar 2010 dazu das rechtliche Gehör gewährte,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 8. Februar 2010 an der Authentizität des eingereichten Identitätsbelegs festhielt und unter  die Nachreichung seiner Geburtsurkunde in Aussicht stellte,
dass das BFM mit Verfügung vom 15. Februar 2010 – eröffnet am 16. Februar 2010 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des  vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Februar 2010 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob,
dass er die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung im , die Feststellung der Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verbunden mit der vorläufigen Aufnahme in der Schweiz sowie in prozessualer Hinsicht die unentgeltliche  (Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezem-
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ber 1968 [VwVG, SR 172.021]) und die Entrichtung einer  Parteientschädigung beantragte,
dass auf die Begründung des vorinstanzlichen Entscheids und die  – soweit erforderlich – in den nachfolgenden  einzugehen ist,
dass die vorinstanzlichen Akten am 23. Februar 2010 beim  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,
dass nach Einsicht in die Akten auf die Beschwerde einzutreten und diese in Anwendung des AsylG, der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311), des VwVG, SR 172.021), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das  (VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110), des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) sowie des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  (VGKE, SR 173.320.2) zu beurteilen ist,
dass vorliegend gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen  verzichtet wurde,
dass vorweg zu prüfen ist, ob das BFM den Beschwerdeführer zu Recht als volljährig eingestuft hat,
dass gemäss gefestigter Praxis eine asylsuchende Person die  Beweislast für die behauptete Minderjährigkeit und die Folgen der Beweislosigkeit trägt (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 30 E. 5.1 S. 208 f.; EMARK 2001 Nrn. 22 und 23),
dass es zulässig ist, vor der einlässlichen Anhörung zu den  und ohne Beiordnung einer Vertrauensperson vorfrageweise über die Glaubhaftigkeit einer geltend gemachten Minderjährigkeit zu , wenn Zweifel an den Altersangaben der asylsuchenden Person bestehen (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 S. 204),
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dass gestützt auf die Praxis bei der Prüfung der Altersangaben einer minderjährigen Person zunächst von allenfalls eingereichten  auszugehen ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 30 E. 6 ff.),  der Beschwerdeführer indessen vorerst unbestrittenermassen keine derartigen Belege zu den Akten gegeben hat,
dass die nachgereichte Identitätskarte vom BFM als offensichtlich  qualifiziert wurde und die entsprechende Begründung zu  vermag (vgl. A 27/3),
dass weder den Beschwerdevorbringen noch der Eingabe vom 8. Februar 2010 stichhaltige Argumente, welche eine andere  rechtfertigen würden, zu entnehmen sind,
dass die dem Rekurs beigelegte Geburtsurkunde schon mangels Foto offensichtlich keinen tauglichen Identitätsbeleg im hier relevanten  ausmacht,
dass bei Fehlen rechtsgenüglicher Identitätsausweise sodann auch auf wissenschaftliche Methoden im Sinne von Art. 7 Abs. 1 AsylV 1 wie beispielsweise die sogenannte Knochenaltersanalyse abgestellt  kann, falls sie bestimmten Kriterien entspricht (vgl. EMARK 2001 Nr. 23 E. 4),
dass gemäss der vom BFM veranlassten Knochenaltersanalyse ein Knochenalter von achtzehneinhalb Jahren festgestellt wurde,
dass der Beschwerdeführer im Rahmen des am 30. Dezember 2009 gewährten rechtlichen Gehörs insgesamt kaum stichhaltige Gründe für eine andere Sichtweise vorbringen konnte (vgl. A 12/5),
dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid in überzeugender und nachvollziehbarer Weise zum Schluss kam, die angebliche  des Beschwerdeführers sei nicht glaubhaft, weshalb  vollumfänglich auf die vorinstanzlichen Argumente, welche sich nicht auf die Knochenaltersanalyse beschränken, verwiesen  kann,
dass der Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift diesem Befund keine überzeugenden Argumente entgegenzusetzen vermag,
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dass er zwar den _ als Geburtsdatum erwähnt, ansonsten aber auf die Erwägungen des BFM in keiner Weise eingeht,
dass mit dem BFM demnach von der Volljährigkeit des  im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung auszugehen ist,
dass der Beschwerdeführer gemäss den eindeutig formulierten Rechtsbegehren das Bestehen von Wegweisungsvollzugshindernissen geltend machte,
dass mit Verweis auf die Erwägungen zu der eingereichten aber zu Recht als Fälschung qualifizierten Identitätskarte die Ausführungen des BFM, der Beschwerdeführer habe unentschuldigt keine  abgegeben, zu bestätigen sind,
dass auch die Erwägungen des BFM in Bezug auf die offensichtlich nicht bestehende Flüchtlingseigenschaft zu bestätigen sind, zumal die Aussagen zu den angeblichen Fluchtgründen nicht den Eindruck von tatsächlich Erlebtem oder befürchtetem in der geltend gemachten Form erwecken,
dass die Vorinstanz demnach zu Recht auf das Asylgesuch gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht eintrat, da sich angesichts der  unglaubhaften Vorbringen keine weiteren Abklärungen  Flüchtlingseigenschaft oder Zulässigkeit des  aufdrängten,
dass gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die  aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine  erteilt hat (Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 über Verfahrensfragen vom 11. August 1999 [AsylV 1]) und sich der Beschwerdeführer auch nicht auf einen dahingehenden Anspruch  kann (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und  [AuG, SR 142.20),
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dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ins  unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Schweiz (Art. 3 EMRK; Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30]) und der Bestimmungen von Art. 5 Abs. 1 AsylG  Art. 25 Abs. 2 und 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) zulässig ist, da  keine Menschenrechtsverletzungen drohen und ebenso  die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht,
dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass der Beschwerdeführer zwar geltend macht, zeitlebens in _ gewohnt zu haben,
dass die Fachperson in der Lingua-Expertise aber in überzeugender Weise die angebliche Herkunft des Beschwerdeführers in  Erwägungen ausschloss und festhielt, er sei mit Sicherheit im kurdischen Milieu und mutmasslich im Gebiet von _ sozialisiert worden,
dass besagte Erwägungen, welche insbesondere auf das mangelhafte Wissen des Beschwerdeführers zu Belangen vor Ort und seine  fokussieren, nicht zu beanstanden sind und durch die insgesamt wiederum nicht stichhaltigen Gegenargumente nicht entkräftet werden,
dass namentlich auch nicht ersichtlich ist, inwiefern durch den , wonach sich das BFM betreffend Herkunft des  insbesondere auf diese Erwägungen bezieht, eine Verletzung der Begründungspflicht vorliegen sollte,
dass die Erwägung des BFM, bei der eingereichten Identitätskarte handle es sich um eine Fälschung, bereits im Rahmen der Prüfung der Frage der Minderjährigkeit des Beschwerdeführers bestätigt wurde,
dass die nachgereichte Geburtsurkunde offensichtlich keine andere Einschätzung rechtfertigt, da unbesehen allfälliger  mangels Fotografie nicht erwiesen ist, ob sie sich überhaupt auf
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die Person des Beschwerdeführers, dessen Identität nicht feststeht, bezieht,
dass das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil BVGE 2008/5 aufgrund einer umfassenden Beurteilung der Situation in den  Provinzen Dohuk, Suleymaniya und Erbil zum Schluss kam, dort herrsche keine Situation allgemeiner Gewalt,
dass auch keine individuellen Vollzugshindernisse des jungen und  gesunden Beschwerdeführers, welcher vor Ort entgegen seinen unglaubhaften Angaben über soziale Anknüpfungspunkte verfügen dürfte, ersichtlich sind,
dass der Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat Irak schliesslich auch möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da keine praktischen  erkennbar sind, die einer Rückkehr entgegenstehen könnten, und der Beschwerdeführer verpflichtet ist, sich bei der heimatlichen  allenfalls benötigte Reisepapiere zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass aufgrund der Aktenlage das Fehlen von  nach dem Gesagten offensichtlich war und sich weitere Abklärungen erübrigten, weshalb auch der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,
dass mangels Relevanz darauf verzichtet werden kann, auf weitere Beschwerdevorbringen näher einzugehen,
dass es dem Beschwerdeführer entgegen den Rekursvorbringen somit nicht gelang darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung in den zu überprüfenden Punkten Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,
dass aufgrund der Aussichtslosigkeit der Beschwerde das Gesuch im Sinne von Art. 65 VwVG abzulehnen und die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),
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