Decision ID: 96918d20-758c-512f-8c07-4550b9519606
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
F._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Sutter, Haus Eden, Paradiesweg 2,
Postfach, 9410 Heiden,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
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vertreten durch Fürsprecherin Dr. iur. Marianne Sonder, Rossimattstrasse 17,
3074 Muri b. Bern,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1950 geborene F._ war beim A._ als Werkstattchef tätig und dadurch bei
der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 20. Oktober 2006
erlitt der Versicherte im Werkhof einen Unfall. Zum Hergang gab er an, dass er auf einer
zu einem Podest führenden Leiter ausgerutscht und ungefähr 4,5 Meter auf den Boden
hinunter gestürzt sei. Beim Sturz sei er mit seinem Kinn am Podest aufgeschlagen und
habe sich noch an einem Kanister festhalten wollen, der auf einem Regal neben der
Leiter aufbewahrt gewesen sei. Den Kanister habe er vom Regal gerissen. Am Boden
liegend sei er davon am Kopf getroffen worden (act. G 5.2.1). Die erstbehandelnden
Ärzte der Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend
KSSG) diagnostizierten im Bericht vom 23. Oktober 2006 eine HWS-Distorsion, eine
Thoraxkontusion und eine Schädelprellung. Sie fanden keine Hinweise auf
Schürfungen, eine Blutung oder eine frische, knöcherne Läsion. Der Versicherte lehnte
eine Hospitalisation ab. Die erstbehandelnden Ärzte bescheinigten ihm für die Dauer
vom 20. bis 27. Oktober 2006 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 5.2.2).
A.b Am 24. Oktober 2006 begab sich der Versicherte wegen progredienter
Kopfschmerzen im Verlauf der letzten Tage sowie Schwindel und Übel notfallmässig in
die neurochirurgische Abteilung des KSSG zur Untersuchung. Die behandelnden
Neurochirurgen stellten die Diagnose eines postcommotionellen Syndroms und
attestierten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis und mit dem 27. Oktober 2006 (act.
G 5.2.9).
A.c Im ärztlichen Zwischenbericht vom 19. Dezember 2006 gab der behandelnde
Dr. med. B._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, an, dass der Versicherte immer
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noch über Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten, Schmerzen in der
Nackengegend und Kopfschmerzen berichte. Daneben bestehe eine depressive
Verstimmung. Im Heilungsverlauf spiele eine unfallfremde Persönlichkeitsstruktur mit.
Eine Wiederaufnahme der Arbeit sei auf Januar 2007 vorgesehen (act. G 5.2.6).
A.d Versuche zur Wiederaufnahme der Arbeit am 15. November 2006 und am
3. Januar 2007 brach der Versicherte wegen Kopfschmerzen und Schwindels ab (act.
G 5.2.6 und G 5.2.8). Vom 7. Februar bis 28. März 2007 befand sich der Versicherte in
der Rehaklinik Bellikon. Im Austrittsbericht vom 11. April 2007 diagnostizierten deren
Ärzte nebst der HWS-Distorsion, Thoraxkontusion und Schädelprellung ein
zervikozephales Schmerzsyndrom, ein depressives Syndrom, Angst sowie
Verunsicherung im Rahmen einer schweren Anpassungsstörung (ICD-10: F43.22). Im
Vordergrund des Beschwerdebildes stehe eindeutig die psychopathologische
Symptomatik. Ab dem 28. März 2007 bescheinigten sie dem Versicherten für
"mindestens die nächsten 3 Monate" eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 5.2.43).
A.e Am 25. September 2007 wurde der Versicherte vom Suva-Vertrauensarzt Dr. med.
C._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, untersucht. Im Bericht vom
15. November 2007 diagnostizierte dieser eine narzisstisch akzentuierte Persönlichkeit
(ICD-10: Z73.1) und eine somatoforme autonome Funktionsstörung (ICD-10: F45.3).
Die Durchführung einer beruflichen Eingliederung erachtete er mit Blick auf die
gesundheitlichen Probleme des Versicherten sowie auf dessen persönliche Anliegen für
nicht erfolgversprechend. Mit der Ankündigung eines erweiterten, auch seine Ehefrau
mit einbeziehenden Suizids mache der Versicherte überdeutlich, dass er eine berufliche
Rückkehr mit seinem Leben für nicht vereinbar halte (act. G 5.2.85.11 f.).
A.f Am 25. Februar 2008 wurde der Versicherte im Auftrag der Suva von Dr. med.
D._, Fachärztin FMH für Neurologie, untersucht. Sie diagnostizierte einen Leitersturz
vom 20. Oktober 2006 mit HWS-Kontusion und Schädelprellung; aktuell mit:
persistierenden Nacken- und Kopfschmerzen, Belastungsintoleranz sowie depressive
Symptome, Angst und Verunsicherung im Rahmen einer schweren
Anpassungsstörung. Die früher von orthopädischer Seite diagnostizierte HWS-
Distorsion sei nicht haltbar, da ein Sturz aus der Höhe nicht zum typischen
Schleudermechanismus führe. Dr. D._ gab an, die vielfältigen Therapien inklusive
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Ergotherapie, Physiotherapie, Feldenkrais etc. seien mittlerweile aufgegeben worden
bzw. würden nur noch in Eigenregie durchgeführt. Eine Psychotherapie fände noch
einmal im Monat statt. Aus rein neurologischer Sicht sollten die organischen
Beschwerden aufgrund der HWS-Kontusion und der möglichen Commotio cerebri
mittlerweile vollständig abgeklungen sein. Im Vordergrund stehe die schon im Vorfeld
diagnostizierte schwere Anpassungsstörung. Die weitere Arbeitsunfähigkeit sei
psychisch bedingt. Deren Ausmass könne sie nicht abschätzen (act. G 5.2.98). Der
Kreisarzt Dr. med. E._, Facharzt FMH für Chirurgie, kam am 3. März 2008 gestützt
auf den Bericht von Dr. D._ zum Schluss, dass keine organischen Unfallfolgen mehr
vorlägen (act. G 5.2.101; vgl. auch die Stellungnahme des Kreisarztes vom 14. April
2008, act. G 5.2.108).
A.g Dr. med. F._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Rehaklinik
Bellikon, erstattete am 16./17. April 2008 im Auftrag der Invalidenversicherung einen
Verlaufsbericht. Darin führte er aus, dass nach wie vor ein psychisches Störungsbild
mit Ängsten, Verunsicherung und einer Labilisierung der Affekte mit
Stimmungswechseln, das insgesamt am ehesten im Sinn einer protrahiert verlaufenden
schweren Anpassungsstörung zu sehen, wegen der langen Dauer unterdessen aber als
Angst- und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2) zu codieren sei. Ferner
erreiche das Persönlichkeitsbild des Versicherten die Wertigkeit einer
Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.8). Sein Gesundheitszustand habe sich im
Vergleich zum Februar/März 2007 verbessert (act. G 5.2.115).
A.h Mit Verfügung vom 21. Mai 2008 stellte die Suva ihre bislang erbrachten Taggeld-
und Heilbehandlungsleistungen per 1. Juli 2008 mangels Vorliegen adäquater
Unfallfolgen ein (act. G 5.2.117).
B.
In der gegen diese Verfügung erhobenen Einsprache vom 10. Juni 2008 rügte der
Versicherte im Wesentlichen, die medizinische Aktenlage sei für eine
Leistungsablehnung ungenügend, die Adäquanzprüfung sei verfrüht vorgenommen und
die Unfalladäquanz sei zu Unrecht verneint worden (act. G 5.2.118). Mit
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Einspracheentscheid vom 17. November 2008 wies die Suva die Einsprache ab (act.
G 5.2.123).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vom Beschwerdeführer durch
Rechtsanwalt Peter Sutter am 15. Dezember 2008 erhobene Beschwerde. Unter
Kosten- und Entschädigungsfolge beantragt er darin die Aufhebung des
angefochtenen Einspracheentscheids und die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen
aus UVG. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abklärungen an die
Vorinstanz zurückzuweisen. Im Hauptstandpunkt vertritt er die Auffassung, dass der
Fallabschluss durch die Beschwerdegegnerin zu früh erfolgt sei. So habe die
Invalidenversicherung berufliche Massnahmen erst ins Auge gefasst, ohne diese
eingeleitet oder gar durchgeführt zu haben. Des Weiteren fehle ein für die Beurteilung
des HWS-Distorsionstraumas erforderliches interdisziplinäres Fachgutachten. Beim
Unfall vom 20. Oktober 2006 handle es sich um ein schweres und nicht wie die
Beschwerdegegnerin behaupte, um einen lediglich mittelschweres Unfallereignis. Die
für die Bejahung der Unfalladäquanz massgebenden Kriterien wie etwa Grad und
Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit, ungewöhnlich lange ärztliche
Behandlungsdauer, Dauerschmerzen und grösste Willensanstrengung zur
Wiedererlangung seiner Arbeitsfähigkeit seien erfüllt (act. G 1).
C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 25. Februar
2009 die Beschwerdeabweisung. Zur Begründung gibt sie an, dass der
Beschwerdeführer bereits vor dem Unfall massiv an unfallfremden Problemen gelitten
habe. Unfallbedingt ergebe sich keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Die
vorgesehenen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung stünden in
keinem Zusammenhang mit dem Unfall. Der Fallabschluss sei zu Recht erfolgt. Die
Vornahme eines interdisziplinären ärztlichen Gutachtens sei nicht erforderlich, da
bereits mehrere Spezialgutachten vorhanden seien. Das Unfallereignis vom 20. Oktober
2006 liege im mittleren Bereich. Die für die Bejahung der Unfalladäquanz erforderlichen
Kriterien seien nicht erfüllt (act. G 5).
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C.c Am 27. Februar 2009 teilte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem
Beschwerdeführer mit, dass aufgrund seines Gesundheitszustandes zurzeit keine
beruflichen Massnahmen möglich seien (act. G 9.1) und stellt ihm basierend auf einem
100%igen Invaliditätsgrad die Ausrichtung einer ganzen IV-Rente in Aussicht (act.
G 9.2).
C.d In der Replik vom 14. April 2009 bestreitet der Beschwerdeführer, dass er schon
vor dem Unfall massive psychische Probleme gehabt habe. Er hält vollumfänglich an
den gestellten Rechtsbegehren fest (act. G 11).
C.e Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act.
G 13).

Erwägungen:
1.
Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20)
werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten
Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen
Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in
einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem
versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1).
2.
In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit sind die Vornahme einer
interdisziplinären Begutachtung des Beschwerdeführers, der Zeitpunkt des
Fallabschlusses sowie das Bestehen der adäquaten Unfallkausalität umstritten (act.
G 1).
3.
Vorab ist auf den Einwand des Beschwerdeführers einzugehen, dass kein für die
Kausalitätsbeurteilung erforderliches interdisziplinäres Gutachten vorliege (act. G 1).
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3.1 Als Grundlage für die Kausalitätsbeurteilung gemäss der Schleudertrauma-Praxis
ist zu verlangen, dass eine eingehende medizinische Abklärung (im Sinn eines
polydisziplinären/interdisziplinären Gutachtens) bereits in einer ersten Phase nach dem
Unfall vorgenommen wird, sofern und sobald Anhaltspunkte für ein längeres Andauern
oder gar eine Chronifizierung der Beschwerden bestehen (BGE 134 V 124 E. 9.4).
3.2 Dieser Forderung ist die Beschwerdegegnerin bereits wenige Monate nach dem
Unfallereignis vom 20. Oktober 2006 nachgekommen. So wurde der Beschwerdeführer
im Rahmen des von der Beschwerdegegnerin angeordneten vom 7. Februar bis
28. März 2007 dauernden stationären Aufenthalts in der Rehaklinik Bellikon
polydisziplinär (neurologisch und psychiatrisch) beurteilt (Austrittsbericht vom 11. April
2007, act. G 5.2.43.1 ff., mit psychosomatischem Konsilium vom 13. Februar 2007, act.
G 5.2.43.8 ff.). In den medizinischen Akten befinden sich zusätzlich weitere
fachmedizinische Einschätzungen (vgl. psychiatrische Beurteilung durch Dr. C._ vom
25. September 2007, act. G 5.2.85; neurologische Beurteilung durch Dr. D._ vom
25. Februar 2008, act. G 5.2.98), welche - wie die Beurteilung der Rehaklinik Bellikon -
die von der Rechtsprechung aufgestellten Kriterien an beweistaugliche Gutachten (BGE
125 V 352 E. 3a mit Hinweisen) erfüllen. Unter diesen Umständen besteht kein Anlass
für weitere medizinische Abklärungen, zumal der Beschwerdeführer keine Mängel an
der genannten medizinischen Grundlage benennt und solche auch nicht ersichtlich
sind.
4.
4.1 Für die Klärung der Frage des Fallabschlusses hat das Bundesgericht Art. 19
Abs. 1 UVG für sinngemäss anwendbar erklärt. Demnach hat der Fallabschluss in
demjenigen Zeitpunkt zu geschehen, in dem von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der
Invalidenversicherung abgeschlossen sind (BGE 134 V 113 f. E. 4.1).
4.2 Der Beschwerdeführer wendet gegen den Fallabschluss ein, dass dieser wegen
der noch nicht abgeschlossenen Eingliederung der Invalidenversicherung zu früh
erfolgt sei (act. G 1).
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4.2.1 Der in Art. 19 Abs. 1 UVG vorbehaltene Abschluss allfälliger
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung bezieht sich nur auf Vorkehren,
die geeignet sind, den der Invalidenrente der Unfallversicherung zu Grunde zu
legenden Invaliditätsgrad zu beeinflussen (RKUV 2004 Nr. U 508 S. 265). Derartige
Eingliederungsmassnahmen waren indessen beim - die zeitliche Grenze der
richterlichen Überprüfungsbefugnis bildenden (BGE 131 V 9 E. 1) - Erlass des
Einspracheentscheids vom 17. November 2008 nicht im Gang und standen daher dem
Fallabschluss durch die Beschwerdegegnerin nicht entgegen. Ferner gilt es zu
beachten, dass der Beschwerdeführer nicht geneigt war, an
Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen und Dr. C._ diese für nicht
erfolgversprechend hielt (act. G 5.2.85.12). Auch Dr. F._ bezeichnete im
Verlaufsbericht vom 16./17. April 2008 eine erfolgreiche berufliche Reintegration als
wenig realistisch (act. G 5.2.115).
4.2.2 Vor diesem Hintergrund ist der Zeitpunkt des durch die
Beschwerdegegnerin vorgenommenen Fallabschlusses bzw. der vorgenommenen
Adäquanzprüfung nicht zu früh erfolgt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. Februar
2008, U 79/2007, E. 3.2.2), zumal der Umstand, dass sich, wie dies vorliegend der Fall
ist, berufliche und andere Massnahmen der Invalidenversicherung - aus welchen
Gründen auch immer - verzögern, nicht dazu führen darf, dass im
unfallversicherungsrechtlichen Verfahren der Fallabschluss zeitlich beliebig verschoben
und somit die Adäquanz nicht geprüft werden kann. Denn dies würde dazu führen,
dass die Unfallversicherer Leistungen unter Umständen ohne Vorliegen bzw. Nachweis
eines adäquaten Unfallkausalzusammenhangs während langer Zeit auszurichten hätten
(Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. September 2009,
UV 2008/93, E. 4.3).
4.3 Der Beschwerdeführer erachtet den Fallabschluss auch deshalb als verfrüht, weil
die Heilbehandlung noch nicht abgeschlossen gewesen sei (act. G 1). Mit Blick darauf,
dass die Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen
ausgerichtet ist, bestimmt sich der Abschluss der Heilbehandlung namentlich nach
Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit,
soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des
Begriffs "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG, dass die durch weitere Heilbehandlung zu
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erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen
genügen indessen nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3 mit Hinweisen). Organische Unfallfolgen
lagen im Zeitpunkt der Leistungseinstellung unbestrittenermassen nicht vor. Es waren
damit keine organischen Unfallfolgen mehr zu behandeln, weshalb der normale,
unfallbedingt erforderliche Heilungsprozess spätestens am 1. Juli 2008 abgeschlossen
war (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 31. Januar 2007, U 167/06, E. 4.4 mit Hinweis).
Im Übrigen empfahl Dr. F._ im Verlaufsbericht vom 16./17. April 2008 lediglich noch
stützende medizinische Massnahmen (act. G 5.2.115). Es standen demnach keine
medizinischen Massnahmen mehr zur Diskussion, von denen eine namhafte Besserung
des Gesundheitszustands hätte erwartet werden können. Der Beschwerdeführer
benennt denn auch keine. Der Leistungseinstellung auf den 1. Juli 2008 hin stand nach
dem Gesagten nichts entgegen, sodass sich auch gegen den damit verbundenen
Zeitpunkt der Adäquanzprüfung nichts einwenden lässt.
5.
Mit Blick auf die medizinischen Akten (vgl. act. G 5.2.43, G 5.2.98 und G 5.2.108) zu
Recht unbestritten ist, dass die über den 1. Juli 2008 hinaus geklagten Beschwerden
nicht durch einen im Sinn der Rechtsprechung organisch nachweisbaren
Unfallschaden (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008,
8C_806/2007, E. 8.2 mit Hinweisen) verursacht worden sind. Somit ist die Adäquanz
eines Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 20. Oktober 2006 und
den geklagten Beschwerden (persistierende Nacken- und Kopfschmerzen,
Belastungsintoleranz sowie depressive Symptome, Angst und Verunsicherung im
Rahmen einer schweren Anpassungsstörung, act. G 5.2.98) speziell zu prüfen. Die
Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass sich die Adäquanzprüfung nach den
Kriterien gemäss der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 130 E. 10.3) zu richten habe.
Ob diese Auffassung zutrifft oder ob die Adäquanz angesichts des erheblichen
psychischen Vorzustandes (Burnout mit einmonatiger Arbeitsunfähigkeit, act.
G 5.2.19.3; zum im Heilungsverlauf mitspielenden unfallfremden Faktor der
Persönlichkeitsstruktur und psychischen Labilität vgl. act. G 5.2.6 und G 5.2.14) sowie
der im Vordergrund stehenden psychischen Überlagerung nach den Kriterien von BGE
115 V 133 (psychische Fehlentwicklungen) zu beurteilen ist, kann offen bleiben. Denn
die Adäquanz ist - wie nachstehende Prüfung zeigt - auch bei Anwendung der für den
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Beschwerdeführer günstigeren Kriterien der Schleudertrauma-Praxis zu verneinen (vgl.
Urteil des Bundesgerichts vom 17. August 2009, 8C_349/2009, E. 4).
5.1 Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist nach der
Schleudertrauma-Praxis im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende
Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies
trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten
ernsthaft ins Gewicht fällt. Bei der Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis
anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen
banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und
schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während
der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres
bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der
Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens
allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, die
unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte
Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Je nachdem, wo
im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser
Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des
adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen
werden (BGE 134 V 126 E. 10.1). Die in die Adäquanzbeurteilung einzubeziehenden
Kriterien lauten: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere
Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen
Verletzungen; fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche
Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; erhebliche
Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 130 E. 10.3).
5.2 Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, das Unfallereignis vom
20. Oktober 2006 sei als mittelschwerer Unfall zu qualifizieren, der nicht im
Grenzbereich zu den schweren Unfällen liege (act. G 5.2.123). Diese Einschätzung ist
mit Blick auf den augenfälligen Geschehensablauf und mit den sich dabei
entwickelnden Kräften (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.3.1) nicht zu beanstanden und
hält sich im Rahmen der Rechtsprechung zur Adäquanzbeurteilung bei
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Sturzereignissen. Danach wurden als mittelschwer bis schwer im mittleren Bereich
Unfälle qualifiziert, bei denen die versicherte Person aus einer Höhe von mehreren
Metern von Leitern, Gerüsten oder von einem Dach auf den Boden stürzte und
erhebliche Verletzungen und Frakturen erlitt (vgl. die Übersicht über die
Rechtsprechung zu Sturzunfällen in RKUV 1998 Nr. U 307 S. 449 E. 3a; ferner RKUV
1999 Nr. U 330 S. 122 ff.). Zwar kann der vorliegend zu beurteilenden Sturzhöhe von
ca. 4 bis 5 Metern (vgl. zur Sturzhöhe act. G 5.2.1) eine gewisse Eindrücklichkeit nicht
abgesprochen werden. Indessen erlitt der Beschwerdeführer keine erheblichen
objektivierbaren Verletzungen (namentlich wurden keine Schürfungen, Blutungen oder
knöcherne Läsionen festgestellt, act. G 5.2.2), welche die Zuordnung zum schweren
Grenzbereich zu rechtfertigen vermöchten (vgl. etwa Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 27. Januar 2000, U 308/1998, E. 2, wo eine Sturzhöhe von 4 bis
5 Metern zu beurteilen war; Urteil des Bundesgerichts vom 20. August 2008,
8C_263/2008, E. 3.3.3.1, dem ein Sturz aus 4 Metern mit mehreren Frakturen zugrunde
lag).
5.3 Ausgehend von einem Unfall im mittleren Bereich ist für die Bejahung der
Adäquanz daher erforderlich, dass ein einziges Kriterium in besonders ausgeprägter
Weise erfüllt ist oder mehrere unfallbezogene Kriterien gegeben sind.
5.3.1 Das Ereignis vom 20. Oktober 2006 hat sich nicht unter besonders
dramatischen Begleitumständen ereignet noch war es - objektiv betrachtet - von
besonderer Eindrücklichkeit. Der Beschwerdeführer hat auch keinen
Bewusstseinsverlust erlitten (act. G 5.2.43.8). Wie der Befunderhebung durch die
erstbehandelnden Ärzte des KSSG vom 23. Oktober 2006 entnommen werden kann
(act. G 5.2.2), ist das Unfallereignis verhältnismässig glimpflich abgelaufen. Der
Beschwerdeführer hat auch keine schweren Verletzungen oder Verletzungen erlitten,
die erfahrungsgemäss geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen herbeizuführen.
5.3.2 Das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen
Behandlung ist nicht erfüllt. Zwar wurde der Beschwerdeführer nach dem Unfallereignis
bis anfangs 2008 teils parallel psychiatrisch, physiotherapeutisch, medikamentös,
ergotherapeutisch und im Rahmen der Feldenkrais-Methode behandelt. Ferner führt
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der Beschwerdeführer einen Kursbesuch für autogenes Training und
Stressmanagement ins Feld (act. G 5.2.118). Vom 7. Februar bis 28. März 2007 befand
er sich in der Rehaklinik Bellikon (act. G 5.2.43). Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein
wesentlicher Teil der genannten Therapien nicht der Behandlung unfallbedingter Leiden
diente, sondern vielmehr etwa der Stressbewältigung, der Problemlösung und dem
Schutz vor Überforderung (vgl. den Kurs autogenes Training und Stressmanagement
sowie den ergotherapeutischen Bericht vom 29. Mai 2008, act. G 5.2.118; bezüglich
Feldenkrais-Therapie vgl. act. G 5.2.85; das Hauptziel des Aufenthaltes in der
Rehaklinik Bellikon bildete die selbstständige Teilhabe am soziokulturellen Leben, act.
G 5.2.43.2). Diese Massnahmen hatten damit die bereits vor dem Unfallereignis
bestehende fehlende Belastbarkeit und psychische Labilität (vgl. hierzu act. G 5.2.7
und G 5.2.14) zum Gegenstand. Ohnehin liegen die durchgeführten Behandlungen im
Rahmen dessen, was nach einem erlittenen Schleudertrauma der HWS bzw. einer
äquivalenten Verletzung mit ähnlichem Beschwerdebild üblich ist. Ausser der einmal
pro Monat stattfindenden Psychotherapie wurden die genannten Therapien spätestens
anfangs 2008 aufgegeben bzw. nur noch in Eigenregie durchgeführt (vgl. Bericht von
Dr. D._ vom 25. Februar 2008, act. G 5.2.98.1). Die zeitliche Inanspruchnahme der
genannten Behandlungen ist insgesamt nicht als derart intensiv zu werten, als dass
deswegen von einer erheblichen - im Sinn einer sich allein daraus ergebenden
zusätzlichen - Mehrbelastung aussergewöhnlicher Natur gesprochen werden könnte.
Gesamthaft ist eine spezifische, den Beschwerdeführer speziell belastende ärztliche
Behandlung im Sinn dieses Kriteriums nicht belegt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom
8. August 2008, 8C_144/2008, E. 7.3).
5.3.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann das Kriterium der
erheblichen Beschwerden nicht bejaht werden. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach
den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte
Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 128 E. 10.2.4). Der
Beschwerdeführer berichtet, vor allem an Kopf- und Nackenschmerzen sowie an
belastungsabhängigen Schwindelerscheinungen (vom Beschwerdeführer als
"Drehschwindel" bezeichnet) zu leiden (act. G 5.2.98.1). Es war ihm trotz geklagter
Beschwerden indessen weiterhin möglich, Auto zu fahren, auch wenn er selbst dazu
angab, er mache - wenn möglich - immer bloss kurze Strecken (act. G 5.2.19.2). Ferner
vermag der Beschwerdeführer trotz der geklagten Beschwerden weiterhin zahlreiche
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häusliche und ausserhäusliche Tätigkeiten zu verrichten (Versorgung des Gartens und
mehrerer Hauskatzen, Lesen und Modellflughelikopter, act. G 5.2.85.6 f.). Die
vorliegend zu beurteilende - unfallbedingte - Beeinträchtigung des Lebensalltags ist
daher nicht als erheblich im Sinn des Kriteriums der erheblichen Beschwerden zu
bezeichnen. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer bereits vor
dem Unfall an Schwindelerscheinungen und "extremen" Kopfschmerzen litt (act.
G 5.2.19.3).
5.3.4 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert hat, ein schwieriger Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen sind
aus den Akten nicht ersichtlich und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend
gemacht.
5.3.5 Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit anbelangt, so ist nicht
die Dauer der Arbeitsunfähigkeit massgebend, sondern eine erhebliche
Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden die versicherte Person ernsthafte
Anstrengungen unternimmt. Gelingt es der versicherten Person trotz solcher
Anstrengungen nicht, ihre Arbeitsfähigkeit ganz oder teilweise wiederzuerlangen, ist ihr
dies durch Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar
sein, sich durch aktive Mitwirkung rasch möglichst wieder optimal in den
Arbeitsprozess einzugliedern. Solche Anstrengungen der versicherten Person können
sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher
Unannehmlichkeiten manifestieren. Sodann können Bemühungen um alternative, der
gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht
fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in
erheblichem Mass arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag,
kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 129 f. E. 10.2.7). Die behandelnden Ärzte des
KSSG bescheinigten dem Beschwerdeführer bis zum 27. Oktober 2006 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit. Ab dann sei die vollumfängliche Arbeitswiederaufnahme aller
Voraussicht nach möglich (act. G 5.2.9.2). Die Ärzte der
Rehaklinik Bellikon attestierten dem Beschwerdeführer ab dem 28. März 2007 eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit für "mindestens die nächsten 3 Monate" (act. G 5.2.43.2).
Im Verlaufsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 16./17. April 2008 wurde die bisherige
Tätigkeit als unzumutbar beschrieben. Dabei sei für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit von
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einer andauernden Einschränkung von mindestens 20% auszugehen (act. G 5.2.115).
Was die Anstrengungen zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit anbelangt, so
unternahm der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben am 15. November 2006, am
3. und 4. Januar 2007 halbtägige Arbeitsversuche, die er aber wegen Schmerzzunahme
habe abbrechen müssen (act. G 5.2.19.2). Für die Zeit danach sind keine weiteren
Arbeitsversuche belegt. Eigene ernsthafte Bemühungen um die Aufnahme einer
anderen, den geklagten Beschwerden angepassten Tätigkeit sind nicht ersichtlich.
Vielmehr schloss der Beschwerdeführer anlässlich der psychiatrischen Untersuchung
durch Dr. C._ vom 25. September 2007 eine berufliche Rückkehr aus. Ferner hielt
Dr. C._ fest, dass der Beschwerdeführer die Unannehmlichkeiten an einem
Arbeitsplatz nicht ohne weiteres gegen die Annehmlichkeiten, die er zu Hause habe,
einzutauschen bereit sei (act. G 5.2.85.7 und G 5.2.85.12). Vor diesem Hintergrund ist
das Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit - wenn überhaupt - höchstens in nicht
sehr ausgeprägter Weise erfüllt, zumal die Arbeitsunfähigkeit gemäss medizinischer
Aktenlage zu einem wesentlichen Teil auf unfallfremde psychische Gründe
(konstitutionelle Selbstwertproblematik bzw. narzisstisch akzentuierte Persönlichkeit,
ICD-10; Z73.1) zurückzuführen ist (vgl. act. G 5.2.85.11; vgl. auch den Verlaufsbericht
der Rehaklinik Bellikon vom 16./17. April 2008, act. G 5.2.115).
5.3.6 Zusammenfassend ist bei einem als mittelschwer zu qualifizierenden
Unfallereignis höchstens ein Adäquanzkriterium (Arbeitsunfähigkeit) erfüllt, jedoch nicht
in ausgeprägter Weise. Das Vorliegen eines adäquaten Kausalzusammenhangs
zwischen dem Unfall vom 20. Oktober 2006 und den nach dem 1. Juli 2008
fortbestehenden Beschwerden muss deshalb verneint werden. Die
Leistungseinstellung auf dieses Datum hin ist demnach nicht zu beanstanden, was zur
Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid vom 17. November 2008 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine
zu erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Ausgangsgemäss hat der
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.
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Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG