Decision ID: 1f3da25e-caeb-5b84-8580-2c2a430e20b9
Year: 2021
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der 1993 geborene A._ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) stand ab 1. November 2019 als nebenberuflicher ... in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis mit der B._ SA (Arbeitgeberin; Akten der Arbeitslosenkasse Unia [Unia bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 170 f., 182 f.), welches er mit Schreiben vom 8. Februar 2020 (act. II 81) per 16. Februar 2020 kündigte. Am 17. Februar 2020 meldete er sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (act. II] 186 f.) und stellte gleichentags Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 17. Februar 2020 (act. II 202-205). Mit Verfügung vom 6. Mai 2020 (act. II 136-138) stellte die Unia den Versicherten wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ab dem 17. Februar 2020 für die Dauer von 20 Tagen in der Anspruchsberechtigung ein. Eine hiergegen erhobene Einsprache (act. II 112-119) wies sie mit Entscheid vom 4. November 2020 (act. II ) ab.
B.
Mit Eingabe vom 30. November 2020 erhob der Versicherte Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 4. November 2020 und stellte folgende Rechtsbegehren:
1. Primärantrag: Das Verwaltungsgericht hebt den angefochtenen Einspracheentscheid auf und urteilt, dass in diesem Fall kein Verschulden vorliegt, das die Kürzung des Arbeitslosengeldes rechtfertigt.
2. Sekundärantrag: Die angefochtene Verfügung ist an die Erstinstanz zur vollständigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts und unter Wahrung der massgebenden Rechtsprinzipien (rechtliches Gehör, Verhältnismässigkeit und formelle Unterschrift) zur Neubeurteilung zurückzuweisen.
Mit Beschwerdeantwort vom 21. Dezember 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2021, ALV/20/889, Seite 3
Mit Replik vom 30. Januar 2021 hielt der Beschwerdeführer sinngemäss an den beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren fest.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 5. Februar 2021 auf Einreichung einer Duplik.

Erwägungen:
1.
1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 der Verordnung vom 31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2021, ALV/20/889, Seite 4
1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 4. November 2020 (act. II 62-71). Streitig und zu prüfen ist die Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Umfang von 20 Tagen ab dem 17. Februar 2020 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit.
1.3 Der Streitwert liegt bei einer Einstelldauer von 20 Tagen (vgl. E. 1.2 hiervor) und einer Taggeldhöhe von Fr. 140.-- (act. II 160) unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).
1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).
2.
2.1 In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer ein Eröffnungsmangel geltend, da die Verfügung der Unia vom 6. Mai 2020 nicht unterzeichnet worden sei (Beschwerde S. 2 Ziff. 3.1).