Decision ID: 3cc3f11f-e677-46c4-b3dc-90904126df21
Year: 2011
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1. X._, geboren 1951, absolvierte Ausbildungen als Bauschreiner (Fähigkeitsausweis 1970 [Urk. 8/4/1]) und als Hochbauzeichner (Fähigkeitsausweis 1974 [Urk. 8/4/1]). Im April 1998 erwarb er das Architektendiplom (Architekt HTL [Urk. 8/4/3]) und war seither als selbständiger Architekt tätig (Urk. 8/117). Am 15. Februar 2001 erlitt er bei einem Skiunfall eine pertrochantere Schenkelhalsfraktur links (Urk. 8/9/1). Am 26. August 2002 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf einen Oberschenkelhalsbruch links sowie Absenzen, Schwindel und Kopfschmerzen bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/1 und Urk. 8/5). Nach medizinischen und beruflichen Abklärungen wies die IV-Stelle, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 25 %, mit Verfügung vom 24. November 2003 das Leistungsbegehren ab (Urk. 8/22). Auf die vom Versicherten, damals vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Max Sidler, dagegen eingereichte Einsprache vom 20. Dezember 2003 (Urk. 8/23) trat die IV-Stelle mit Entscheid vom 4. März 2004 nicht ein (Urk. 8/27). Nachdem der Versicherte, nunmehr vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Wenger, mit Eingabe vom 16. April 2004 (Urk. 8/28) dagegen Beschwerde erhoben hatte, hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 19. Mai 2004 den Einspracheentscheid vom 4. März 2004 auf und stellte in Aussicht, dass nach neuerlicher Prüfung ein Entscheid ergehen werde (Urk. 8/29). Das Beschwerdeverfahren wurde daraufhin mit Verfügung vom 1. Juni 2004 als gegenstandslos geworden abgeschrieben (Urk. 8/45).
Anfangs 2005 gab die IV-Stelle beim Zentrum K._ ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, welches am 6. Oktober 2006 erstattet, jedoch - auf Antrag des Versicherten (Urk. 8/92) - wegen nicht auftragsgemässer Erstellung und unrechtmässiger Einmischung des Haftpflichtversicherers des Unfallverursachers aus dem Recht gewiesen und aus den Akten entfernt wurde (Urk. 8/93 und Urk. 8/96). In der Folge beauftragte die IV-Stelle stattdessen die L._ GmbH (nachfolgend: L._) mit der polydisziplinären Begutachtung des Versicherten (Urk. 8/94). Das betreffende Gutachten wurde am 28. März 2007 eingereicht (Urk. 8/105) und dem Versicherten am 10. September 2007 zur Stellungnahme zugestellt (Urk. 8/107). Der Versicherte reichte seine Stellungnahme am 30. November 2007 ein, wobei er dieser ein Schreiben von Y._, FMH Rheumatologie und Innere Medizin, vom 24. September 2007 samt weiteren Unterlagen sowie den Bericht des Institutes M._ (M._-Institut) vom 21. November 2007 beilegte (Urk. 8/109-111). Nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD [Urk. 8/119/3-4]) sowie Beizug der Auszüge aus dem Individuellen Konto des Versicherten (Urk. 8/117) beauftragte die IV-Stelle ihre Berufsberatung mit der Durchführung des Einkommensvergleiches (Urk. 8/120). Anschliessend stellte sie dem Versicherten, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 100 % bis 30. April 2002 und von 25 % ab 1. Mai 2002, mit Vorbescheid vom 12. Juni 2008 mit Wirkung ab 1. Februar 2002 befristet bis 30. April 2002 die Zusprache einer ganzen Rente in Aussicht (Urk. 8/122). Dagegen erhob der Versicherte durch Rechtsanwalt Daniel Wenger mit Eingabe vom 18. August 2008 Einwand und beantragte, es sei ein interdisziplinäres Gutachten bei einer unabhängigen und qualifizierten Sachverständigenstelle einzuholen, es sei bei der Bemessung des Invaliditätsgrades ein Valideneinkommen von mindestens Fr. 100'000.-- brutto zugrunde zu legen, und die IV-Stelle habe nach Vornahme der weiteren Abklärungen über die Leistungen neu zu befinden (Urk. 8/126). Gleichzeitig reichte er ein ärztliches Attest des Hausarztes, Z._, FMH Allgemeine Medizin, vom 1. Juli 2008 ein (Urk. 8/124). Im Nachgang dazu legte er am 18. August 2008 (Urk. 8/126) ein Schreiben des M._-Institutes vom 18. August 2008 (Urk. 8/127) zur Stellungnahme von A._, FMH Neurologie, vom RAD vom 15. Dezember 2007 (Urk. 8/119/3-4) ins Recht. Nach Rücksprachen mit dem Rechtsdienst (RD) und dem RAD (Urk. 8/131 und Urk. 8/132) sprach die IV-Stelle dem Versicherten, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 100 % bis 30. April 2002 und von 25 % ab 1. Mai 2002 sowie unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV), mit Verfügung vom 16. Juli 2009 mit Wirkung ab 1. Februar 2002 befristet bis 31. Juli 2002 eine ganze Rente zu (Urk. 8/137 = Urk. 2/1); gleichzeitig zeigte sie die Verrechnung der dem Versicherten zustehenden Rentennachzahlung von Fr. 8'430.-- mit noch offenen AHV/IV/EO-Beiträgen im Gesamtbetrag von Fr. 6‘329.- gemäss Beiblatt der Ausgleichskasse der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA) vom 24. Februar 2009 zuzüglich Vergütungszins für die Zeit vom 1. Februar 2004 bis 31. Juli 2009 an (Urk. 2/2).
2. Dagegen erhob der Versicherte durch Rechtsanwalt Daniel Wenger mit Eingabe vom 14. September 2009 Beschwerde und beantragte, (1) es sei die Verfügung vom 16. Juli 2009 aufzuheben und die Sache zur Abklärung und erneuten Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, (2) es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die Kosten von total Fr. 4'450.-- für die Abklärungen beim M._-Institut zu bezahlen, und (3) es sei festzustellen, dass er die AHV/IV/EO-Beiträge und die Verwaltungskosten für die Jahre 2004 und 2005 bereits vollumfänglich bezahlt hat (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin ersuchte in ihrer Beschwerdeantwort vom 13. Oktober 2009 (Urk. 7) um Abweisung der Beschwerde, wobei sie bezüglich des Antrags 3 auf die von ihr eingeholte Stellungnahme der Ausgleichskasse der SVA vom 12. Oktober 2009 (Urk. 9) verwies. Mit Verfügung vom 14. Oktober 2009 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet und dem Beschwerdeführer Frist zur Erstattung der Replik angesetzt (Urk. 11). Er reichte diese innert erstreckter Frist am 2. Februar 2010 ein, wobei er in Abänderung von Antrag 3 neu darum ersuchte, es sei festzustellen, dass die AHV/IV/EO-Beiträge und die Verwaltungskosten für die Jahre 2004 und 2005 noch nicht rechtskräftig festgesetzt worden sind, und es sei die Sache zur weiteren Abklärung und erneuten Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 15). Mit Eingabe vom 16. Februar 2010 beantragte die Beschwerdegegnerin, es sei auf den abgeänderten Antrag 3 nicht einzutreten, und erklärte im Übrigen den Verzicht auf eine Duplik (Urk. 18). Davon wurde dem Beschwerdeführer am 17. Februar 2010 Mitteilung gemacht (Urk. 19).
3. Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einzugehen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 50 Erw. 1.2 mit Hinweisen).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 130 V 398 ff. Erw. 5.3 und Erw. 6). Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, wie chronische körperliche Begleiterkrankungen, ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung, ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"), das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person (BGE 130 V 352 Erw. 2.2.3 in fine). Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (Meyer-Blaser, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, in: Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 77).
Mit BGE 132 V 65 E. 4 S. 70 ff. beschloss das Eidgenössische Versicherungsgericht, die im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze bei der Würdigung des invalidisierenden Charakters von Fibromyalgien analog anzuwenden. In Bezug auf Chronic Fatigue Syndrome oder Neurasthenie (Urteile 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3; I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5), dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörung (SVR 2007 IV Nr. 45 S. 149, I 9/07 E. 4) sowie dissoziative Bewegungsstörung (Urteil 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4) gelangte das Bundesgericht zum selben Schluss. In SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 4.2 schliesslich bestätigte das Bundesgericht die Rechtsprechung zum invalidisierenden Charakter anhaltender somatoformer Schmerzstörungen bei weitgehendem Fehlen eines somatischen Befundes und vergleichbaren pathogenetisch (ätiologisch) unklaren syndromalen Zuständen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282 f.).
In den Erwägungen 3.2.2 und 3.2.3 von BGE 136 V 279 ff. führte das Bundesgericht weiter aus, dass sich in seiner Rechtsprechung zahlreiche Fälle fänden, welche belegten, dass eine Distorsion der HWS sehr oft in eine chronifizierte Schmerzproblematik, dabei insbesondere in eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung, münde. Aus Gründen der Rechtsgleichheit sei es geboten, sämtliche pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage den gleichen sozialversicherungsrechtlichen Anforderungen zu unterstellen (Urteil I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5). Es rechtfertige sich daher, die in BGE 130 V 352 im Zusammenhang mit somatoformer Schmerzstörung entwickelten Kriterien auch für die Beurteilung der invalidisierenden Wirkung einer spezifischen HWS-Verletzung ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle analog anzuwenden (vgl. Urteile der I. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes vom 27. Oktober 2010 in Sachen M., 8C_420/2010, E. 4.3 mit Hinweisen, und vom 23. November 2010 in Sachen F., 8C_792/2010, E. 3 mit Hinweisen).
1.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung) haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 66
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Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind. In Härtefällen besteht gemäss Art. 28 Abs. 1
bis
IVG bereits bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Fassung).
1.3
1.3.1 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 349 Erw. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3.2 Der Einkommensvergleich hat auch bei Selbständigerwerbenden in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 30 f. Erw. 1; AHI 1998 S. 120 f. Erw. 1a und S. 252 Erw. 2b je mit Hinweisen).
1.4 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 Erw. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 Erw. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 275 Erw. 6b/dd mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 418 Erw. 2d am Ende, 369 Erw. 2, 113 V 275 Erw. 1a, 109 V 265 Erw. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 349 Erw. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 417 f. Erw. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes in Sachen A. vom 31. Oktober 2006, I 526/06, Erw. 2.3 mit Hinweisen).
1.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 Erw. 4b/cc).
1.6 Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Einem ärztlichen Bericht kommt Beweiswert zu, wenn er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt und in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, wenn die Beschreibung der medizinischen Situation und Zusammenhänge einleuchtet und die Schlussfolgerungen des Arztes begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, BGE 122 V 160 f. Erw. 1c, je mit Hinweisen; zum ärztlichen Gutachten vgl. auch Meyer-Blaser in: H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4., ergänzte Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer ab dem 15. Februar 2001 bis Ende April 2002 zu 100 % (15. Februar bis 16. Dezember 2001 und 4. bis 30. April 2002) resp. zu 75 % (17. Dezember 2001 bis 3. April 2002) arbeitsunfähig war (vgl. Urk. 8/119/3) und ihm nach Ablauf des Wartejahres (15. Februar 2002; vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG in der bis 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Fassung) bis Ende Juli 2002 (Art. 88a Abs. 1 IVV) eine ganze Invalidenrente zusteht.
Streitig und zu prüfen ist hingegen der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente ab 1. August 2002.
2.2 Die Beschwerdegegnerin machte geltend, aus den medizinischen Akten, namentlich dem umfassenden L._-Gutachten vom 28. März 2007, gehe hervor, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers per 1. Mai 2002 soweit verbessert habe, dass ihm ab diesem Zeitpunkt die angestammte Tätigkeit zu einem Pensum von 75 % und eine behinderungsangepasste Tätigkeit sogar zu einem Pensum von 100 % zumutbar wäre. Gemäss Lohnstrukturerhöhung (LSE) des Bundesamtes für Statistik könnte der Beschwerdeführer heute als Architekt ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 109'713.-- erzielen. Ab dem 1. Mai 2002 sei ihm die Ausübung noch im Umfang von 75 % zumutbar, woraus ein Einkommen von Fr. 82'285.-- resultiere. Dies entspreche einem Invaliditätsgrad von 25 %, welcher keinen Rentenanspruch mehr begründe (Urk. 2 und Urk. 7).
2.3 Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, die vom ihm zwecks Überprüfung des L._-Gutachtens vom 28. März 2007 beim M._-Institut eingeholte medizinische Qualitätsbeurteilung vom 21. November 2007 habe ergeben, dass dieses Gutachten diverse schwerwiegende inhaltliche und formelle Mängel aufweise und demzufolge mangels Beweistauglichkeit nicht für die abschliessende Beurteilung der Leistungsansprüche verwendet werden könne (Urk. 1 Seite 3). Indem die L._-Gutachter seine Schilderungen zum Ausmass bzw. zum Verlauf der Beschwerden zu Unrecht in Zweifel gezogen hätten und davon ausgegangen seien, dass die Kopfschmerzen wie auch die kognitiven Defizite erst mit erheblicher Verspätung aufgetreten seien, was durch den nachträglichen Aktenbeizug (ärztliches Attest von Z._ vom 1. Juli, Patientendokumentation von Y._) habe widerlegt werden können, seien im L._-Gutachten nicht sämtliche geklagten Beschwerden berücksichtigt worden, und das Gutachten sei dementsprechend auch nicht in Kenntnis, geschweige denn in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden (Urk. 1 Seiten 5 und 6, Urk. 15 Seiten 2 und 3). Schliesslich sei zu beachten, dass die L._, ohne über genauere Informationen bezüglich des Anforderungsprofils seiner bisherigen Tätigkeit zu verfügen, pauschal von einer Leistungsminderung von maximal 25 % in der angestammten Tätigkeit ausgehe, was als rein willkürlich zu betrachten sei (Urk. 1 Seiten 6 und 7, Urk. 15 Seite 3).
3.
3.1 Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer am 15. Februar 2001 bei einem Skiunfall eine pertrochantere Schenkelhalsfraktur links erlitt, welche gleichentags operativ versorgt wurde. Am 17. August 2001 wurde wegen eines Impingements in der Klinik N._ eine Hüftrevision vorgenommen. Die Osteosynthesematerialentfernung fand am 27. August 2002 ebenfalls in der Klinik N._ statt (Urk. 8/9, Urk. 8/105/2-3). Nach durchgeführter physikalischer Rehabilitation verblieben lediglich minimale Hüftbeschwerden, welche den Beschwerdeführer im Alltag nicht behindern (Urk. 8/105/78). Hingegen leidet er gemäss seinen Angaben seit ca. März 2001 unter Hirnleistungsdefiziten, Kopfschmerzen, Benommenheits- resp. Schwindelgefühlen und starker Ermüdbarkeit sowie seit ca. 2006 unter einem intensiven Jucken in den Beinen sowie unter Schmerzen und Gefühlsstörungen in den Armen und den Beinen (Url. 8/105/78-79).
3.2
3.2.1 F._, Fachpsychologie für Neuropsychologie FSP, vom Neuropsychologischen Institut (O._) verwies in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 4. September 2002 (Urk. 8/7/1) auf seinen Bericht an Z._ vom 19. Juni 2002 (Urk. 8/7/2-14). Darin hatte er im Wesentlichen festgehalten, die Angaben des Beschwerdeführers liessen die Möglichkeit offen, dass er beim Skiunfall vom 15. Februar 2001 zusätzlich ein Schädelhirntrauma im Sinne einer milden traumatischen Hirnverletzung erlitten habe. In der jetzigen neuropsychologischen Untersuchung habe sich gesamthaft eine leichte bis teilweise mittelschwere neuropsychologische Funktionsstörung gezeigt. Therapeutisch sei es indiziert, an den bestehenden Defiziten im Sinne eines „Hirnleistungstrainings“ zu arbeiten. Beruflich werde man früher oder später entscheiden müssen, ob die Wiederaufnahme der selbständigen Tätigkeit als Architekt noch in Frage kommen werde (Urk. 8/7/5-6).
In seinem Bericht an den Haftpflichtversicherer vom 12. Juli 2005 hielt F._ fest, im neuropsychologischen Bereich habe sich der Zustand des Beschwerdeführers seit dem Bericht vom 19. Juni 2002 namhaft verbessert (Urk. 8/69/7). In sämtlichen im Schreiben des Haftpflichtversicherers vom 21. März 2005 aufgeführten Tätigkeiten sei der Beschwerdeführer im neuropsychologischen Bereich nicht relevant eingeschränkt. Dauerhafte Einschränkungen in der Haushaltführung lägen nicht vor (Urk. 8/69/8).
3.2.2 Z._ führte in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 23. September 2002 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) kognitive Defizite nach Skisturz-Commotio am 15. Februar 2001 sowie (2) eine Psychasthenie seit dem Unfall vom Februar 2001 und als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach pertrochanterer Schenkelhalsfraktur links am 15. Februar 2001 mit Osteosynthese in Stans, korrektivem Zweiteingriff wegen Impingements am 17. August 2001 sowie Drittoperation (Osteosynthese-Entfernung) am 27. August 2002, je in der Klinik N._ (Urk. 8/9/1). Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei besserungsfähig (Urk. 8/9/2). In der bisherigen Tätigkeit sei er vom 15. Februar bis 1. April 2001 zu 100 %, vom 2. April bis 15. August 2001 zu 50 %, vom 16. August bis 18. November 2001 zu 100 %, vom 19. November bis 16. Dezember 2001 zu 50 % und vom 17. Dezember 2001 bis 3. Februar 2002 zu 25 % arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 4. Februar 2002 bis weiterhin bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/9/1).
In seinem ärztlichen Attest vom 1. Juli 2008 hielt Z._ fest, es stelle sich nach Erweiterung der Unfallanamnese ganz klar heraus, dass der Beschwerdeführer schon unmittelbar nach seinem Skiunfall vom 15. Februar 2001 stark beeinträchtigende kognitive Defizite aufgewiesen habe, welche vor dem Unfall in keiner Weise vorhanden gewesen seien. Anfangs habe der Beschwerdeführer hüftschmerzbedingte starke Ermüdbarkeit beklagt. Nach Rückgang der Hüftschmerzen links habe die rasche Erschöpfbarkeit im Sinne einer Psychasthenie bis heute überdauert. Auch das neuropsychologische Training ab März 2002 habe nur wenig Besserung erbracht. Ein erster Arbeitsversuch mit einem Pensum von 50 % am 2. April 2001 habe am 15. August 2001 wieder sistiert werden müssen (Urk. 8/124).
3.2.3 Im Gutachten der L._ vom 28. März 2007 wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine minimale bis leichte Minderleistung der Merkspanne und des Arbeitsgedächtnisses bei sonst intakter kognitiver Leistungsfähigkeit (ICD-10 F06.7) und als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine Neurasthenie (ICD-10 F48.0), (2) ein Status nach Schenkelhalsfraktur links im Februar 2001 mit leichtgradiger Funktionsstörung artikulär/kapsulär (M76.8), (3) neuralgieforme, intermittierende Kopfschmerzen (Differentialdiagnose: zervikogener Kopfschmerz [R51]) sowie (4) spondylogene Schmerzsyndrome leichtgradig, cervical, lumbal (M54.8) angeführt (Urk. 8/105/34). Aus polydisziplinärer Sicht sei dem Beschwerdeführer die Tätigkeit als Architekt weiterhin zeitlich uneingeschränkt zumutbar. Aufgrund der objektivierbaren minimalen bis leichten Minderleistung der Merkspanne und des Arbeitsgedächtnisses sowie aufgrund der Hinweise auf eine erhöhte Ermüdbarkeit sei von einer höchstens 25%igen Leistungsminderung bei Tätigkeiten mit sehr hohen psychisch-geistigen Anforderungen auszugehen. Insofern bestehe für die angestammte Tätigkeit eine höchstens 25%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, und zwar seit Mai 2002. Für andere Tätigkeiten, die keine sehr hohen Anforderungen an die psychisch-geistige Belastbarkeit stellten und körperlich leicht bis mittelschwer seien, seien keine Einschränkungen medizinisch-theoretisch begründbar (Urk. 8/105/42-44).
3.2.4 Die Ärzte des M._-Institutes hielten in ihrer - im Auftrag des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vorgenommenen - Qualitätsbewertung vom 21. November 2007 betreffend das Gutachten der L._ vom 28. März 2007 unter dem Titel „Gesamtbeurteilung“ fest, das neurologische Teilgutachten sei nicht ausreichend und auch das psychiatrische Teilgutachten weise erhebliche gutachterliche Mängel auf (Urk. 8/110/14-15).
3.3
3.3.1 Das L._-Gutachten vom 28. März 2007 basiert auf allseitigen Untersuchungen (internistisch, physikalisch-/manuellmedizinisch, neurologisch, neuropsychologisch und psychiatrisch) und wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben. Die Gutachter haben detaillierte und nachvollziehbare Befunde und Diagnosen erhoben und sich mit den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und seinem Verhalten auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Dem L._-Gutachten kommt somit grundsätzlich volle Beweiskraft zu (vgl. Erwägung 1.6).
3.3.2 Die Gutachter kamen im Rahmen des Gesamtgutachtens zum Schluss, dass beim Beschwerdeführer aus polydisziplinärer Sicht eine Gesundheitsstörung bestehe, die sich anhand der neurologischen, der physikalisch-medizinischen und der neuropsychologischen Untersuchung nicht hinreichend erklären lasse. Die psychiatrische Untersuchung ergebe sehr starke Hinweise, dass die (moderat ausgeprägten) Befunde und die geklagten Beschwerden deskriptiv am besten mit der Diagnose der Neurasthenie (im Sinne der ICD-10) erfasst würden. Die aus der Symptomatik resultierenden Beeinträchtigungen seien fast nur subjektiver Natur und würden vom Beschwerdeführer weitgehend auf den beruflichen Bereich bezogen. Formal (medizinisch-theoretisch) lasse sich damit allenfalls eine geringe Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. In psychisch- geistiger Hinsicht fühle sich der Beschwerdeführer ausgesprochen beeinträchtigt durch die Müdigkeit, Konzentrationsstörungen sowie Gedächtnisstörungen. Objektiviert werden könnten diese nur in geringem Masse, so dass zwar hohes subjektives Leiden daraus entstehe, jedoch die Teilhabe am Arbeitsleben weiter möglich, Aktivitäten und Teilhabe im Privatleben nicht eingeschränkt seien. Aus körperlicher Sicht ergäben sich aus den umschriebenen körperlichen Beschwerden und den sehr moderaten muskuloskelettalen Befunde keine relevanten Beeinträchtigungen (Urk. 8/105/40-41).
3.3.3 Der Beschwerdeführer brachte dagegen, gestützt auf die entsprechenden Ausführungen im Bericht des M._-Institutes (Urk. 8/110), zunächst vor, das neurologische Teilgutachten des M-Institutes vom 21. November 2007 B._, FMH Neurologie, vom 5. Juni 2007 sei nicht ausreichend. Es fehle die im physikalisch-/manuellmedizinischen Teilgutachten aufgeführte zentrale Diagnose "Kopfschmerz", was eine Inkongruenz darstelle, die an keiner Stelle diskutiert werde (Urk. 1 Seite 4).
B._ hielt im genannten Teilgutachten fest, ausgedehnte klinische und apparative Untersuchungen (VEP, SSEP, EEG, MRI Schädel und HWS) hätten keine Veränderungen gezeigt, die mit dem Unfall vom 15. Februar 2001 in Zusammenhang gebracht werden könnten. Der klinisch-neurologische Untersuchungsbefund sei vollständig normal. Es bestehe eine Diskrepanz zwischen der Angabe von Schwindel und den Normalbefunden in den otoneurologischen und klinischen Tests, ebenso auch zwischen den Angaben von verminderter Konzentrationsfähigkeit und Müdigkeit mit dem Erscheinungsbild des Beschwerdeführers, welcher zwei Stunden konzentriert mitarbeite und viele Details aus der Anamnese frei abrufen könne (Urk. 8/105/91). Hinweise auf hirnorganische Ursachen für die geklagten Beschwerden fehlten. Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestünden nicht. Aufgrund des normalen neurologischen Untersuchungsbefundes sei ein ursächlicher Zusammenhang der beklagten Beschwerden mit dem Unfall vom 15. Februar 2001 nicht vorstellbar (Urk. 8/105/92).
Wie A._ vom RAD in seiner Stellungnahme vom 15. Dezember 2007 zu Recht bemerkte, geht aus den von B._ unter den Titeln "Anamnese" und "angegebene Beschwerden" gemachten Angaben hervor, dass ihm die Kopfschmerzen durchaus bekannt waren. Angesichts des von ihm erhobenen unauffälligen Neurostatus (Urk. 8/105/90) bestand für B._ kein Anlass, die Kopfschmerzen aus neurologischer Sicht im Hinblick auf Diagnose, Arbeitsunfähigkeit und Würdigung der Vorbefunde (frühere Diagnose von Kopfschmerzen) zu beurteilen. Aus dem gleichen Grund ist B._ auch nicht vorzuwerfen, dass er sich mit den im neuropsychologischen Teilgutachten vom 29. Mai 2007 gemachten Feststellungen nicht auseinandergesetzt hat.
Im Übrigen waren offenbar bereits die von C._, FMH Neurologie, in seinem - nicht in den Akten liegenden - Bericht vom 11. Mai 2004 erhobenen neurologischen Untersuchungsbefunde allesamt normal (Urk. 8/69/2, Urk. 8/69/5, Urk. 8/105/90).
3.3.4 D._, FMH physikalische und manuelle Medizin SAMM sowie Allgemeinmedizin, hat sich in seinem physikalisch-/manuellmedizinischen Teilgutachten vom 12. Juni 2007 mit den Kopfschmerzen auseinandergesetzt. Er führte dazu aus, die Kriterien für Spannungs- oder Migränekopfschmerzen seien nicht erfüllt. Aufgrund der (leichtgradigen) muskuloskelettalen Befunde vor allem in der oberen HWS wäre eine zervikogene Ursachenkomponente für die geklagten Kopfschmerzen grundsätzlich möglich im Sinne einer Zervikozephalgie oder eines (korrekterweise) intermittierenden oberen zervikogenen Beschwerdesyndroms. Allerdings seien deren Art, Auftreten und Verlauf dafür nicht typisch, sondern eher hinweisend auf einen möglichen, ebenfalls etwas atypischen neuralgieformen Kopfschmerz unklarer Ätiologie im Ausbreitungsgebiet des Nervus occipitalis major links. Die klinischen Befunde und die radiologischen Zeichen seien allesamt leichtgradiger Ausprägung und führten zu keinen funktionellen Einschränkungen oder Behinderungen im Bereich Schulter, Nacken und Kopf. Die im Weiteren geltend gemachten Benommenheits- und Schwindelgefühle könnten durch die erhobenen muskuloskelettalen Befunde bei völlig blander Neurologie nicht erklärt werden. Eventuell seien diese eher neurovegetativen Mechanismen zuzuschreiben im Rahmen der Neurasthenie (Urk. 8/105/84). Die leichtgradigen muskuloskelettalen bzw. manuellmedizinischen Befunde im Bereich der LWS führten - ausserhalb von allfälligen kurzdauernden akuten Lumbago-Episoden - zu keinerlei funktioneller Einschränkung in diesem Bereich. Ebenso verhalte es sich bei der noch persistierenden leichtgradigen Hüftproblematik (Urk. 8/105/84-86). Auch die diffusen Schmerzen und Gefühlsstörungen in den Armen und Beinen sowie der in letzter Zeit zunehmende generalisierte Pruritus könnten durch die erhobenen muskuloskelettalen und manuellmedizinischen Befunde nicht erklärt werden und hätten sich auch durch die neurologische Untersuchung nicht objektivieren lassen (Urk. 8/105/86). Gleiches gelte für die geklagten Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, die rasche Ermüdbarkeit sowie die Affektlabilität (Urk. 8/105/87).
Die Beurteilung von D._ basiert auf einlässlichen Abklärungen (Urk. 8/105/80-82) und erscheint in jeder Hinsicht überzeugend. Gestützt darauf sowie mit Blick auf den von B._ erhobenen unauffälligen Neurostatus steht fest, dass die vom Beschwerdeführer geklagten - als stark einschränkend empfundenen - Kopfschmerzen, Benommenheits- und Schwindelgefühle, diffusen Schmerzen und Gefühlsstörungen in Armen und Beinen, der Pruritus, die Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie die rasche Ermüdbarkeit aufgrund der objektiven somatischen Befunde nicht erklärt werden können.
3.3.5 In psychiatrischer Hinsicht kamen die Gutachter der L._ aufgrund des psychiatrischen Teilgutachtens von E._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 11. Juni 2007 (Urk. 8/105/65-75) zum Schluss, dass der Beschwerdeführer - einzig - unter einer Neurasthenie (ICD-10 F48.0) leide, was mit Blick auf den darin erhobenen - weitgehend unauffälligen - Psychostatus (Urk. 8/105/70-72) sowie die weiteren Feststellungen von E._ überzeugend erscheint.
Dagegen wandte der Beschwerdeführer - wiederum gestützt auf den Bericht des M._-Institutes vom 21. November 2007 (Urk. 8/110) - ein, zwischen dem Hauptgutachten und dem psychiatrischen Teilgutachten bestünden erhebliche Widersprüche bezüglich der psychiatrischen Anamnese und der Befunde, wodurch die Schlüssigkeit der diagnostischen Beurteilung im Gesamtgutachten deutlich beeinträchtigt werde (Urk. 1 Seite 4). Es trifft zu, dass im Gesamtgutachten unter dem Titel „psychischer Befund“ mitunter festgehalten wurde, der Beschwerdeführer drücke deutliche Ratlosigkeit, Hilflosigkeit und Sorge aus (Urk. 8/105/19), wohingegen im psychiatrischen Teilgutachten vom 11. Juni 2007 bemerkt wurde, es seien keine Störungen im Sinne von ratlos etc. vorhanden (Urk. 8/105/7). Darin ist jedoch kein relevanter Widerspruch zu erblicken, handelt es sich dabei doch um Momentaufnahmen, welche gegenüber Ärzten aus unterschiedlichen Fachrichtungen zu verschiedenen Zeitpunkten gemacht wurden. Solche fallen naturgemäss nicht immer gleich aus (vgl. auch die unterschiedlich gewichteten Klagen des Beschwerdeführers anlässlich der in der L._ durchgeführten allgemein-internistischen und der physikalisch-/manuellmedizinischen Untersuchung [Urk. 8/105/37]). Die Frage der Unfallkausalität stellt sich im vorliegenden Verfahren nicht, unterscheidet doch die Invalidenversicherung als final konzipierte Versicherung nicht zwischen krankheits- und unfallbedingter Invalidität (Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes vom 18. September 2008 in Sachen D., 9C_7/2008, E. 5). Deshalb geht auch die Rüge der fehlenden Konzeptualisierung der Neurasthenie-Diagnose im Zusammenhang mit dem Unfallereignis und den nachfolgenden Kopfschmerzen und kognitiven Beeinträchtigungen fehl. Schliesslich hat sich E._ durchaus zur Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht geäussert (Urk. 8/105/74), und zwar dahingehend, dass - vorbehältlich eindeutiger Hinweise auf eine verminderte Leistungsfähigkeit in der neuropsychologischen Untersuchung - mit Blick auf die allgemeinen Indizien der Schweregradeinschätzung (Nachweis einer Inanspruchnahme medizinischer Angebote und Leistungen in dem Zeitraum vor der Begutachtung, Art, Dosis und Intensität der Pharmakotherapie, Teilnahme an rehabilitativen Massnahmen, Kontakt zu Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen, Ausprägungsgrad einer Restriktion und Desintegration) nicht von einer Arbeitsrelevanz des diagnostizierten Krankheitsbildes ausgegangen werden könne (Urk. 8/105/74).
Dieser Beurteilung kann ohne Weiteres beigepflichtet werden. Wie eingangs dargelegt, ist der invalidisierende Charakter einer Neurasthenie (ICD-10 F48.0) anhand der von der Rechtsprechung im Bereich der somatoformen Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze zu würdigen (vgl. Erwägung 1.1). Es ist demnach auch bei einer Neurasthenie zu prüfen, inwiefern die versicherte Person über psychische Ressourcen verfügt, die es ihr erlauben, mit ihren Schmerzen umzugehen und trotzdem zu arbeiten. Davon gehen auch die Gutachter der L._ aus, entsprechen doch die von E._ angeführten „Kriterien der Schweregradeinschätzung“ (Urk. 8/105/74) weitgehend den massgebenden Morbiditätskriterien. Sodann wurde auch im Gesamtgutachten darauf hingewiesen, dass die Begleitsymptomatik und die Parallelen hinsichtlich Krankheitsverhalten und Ursachenüberzeugung bei Neurasthenie und Somatisierungsstörung eine vergleichbare Bewertung dieser beiden Störungsbilder rechtfertigten (Urk. 8/105/40).
Eine selbständige, von der Neurasthenie losgelöste psychische Komorbidität, die sich aufgrund des Schweregrades unbestreitbar davon unterscheiden liesse, liegt gemäss den überzeugenden Feststellungen im psychiatrischen Teilgutachten nicht vor. Ebenso wenig ist nach dem Gesagten eine hinreichend ausgeprägte körperliche Begleiterkrankung zu bejahen. Gemäss den Feststellungen von G._, Fachpsychologie für Neuropsychologie FSP, im neuropsychologischen Teilgutachten vom 29. Mai 2007 (Urk. 8/54-64) fanden sich anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung testdiagnostisch (einzig) minimale Einschränkungen in der unmittelbaren Aufnahme, im Halten und mentalen Manipulieren von Informationen (Merk- und Arbeitsgedächtnis). In der Verhaltsbeobachtung hätten sich Hinweise auf eine erhöhte Ermüdbarkeit gezeigt. Nach Auffassung von G._ könnte das Beschwerdebild im Kontext mit einer allfälligen Halswirbelsäulen-Distorsion oder mit psychischen Einflussfaktoren resp. dem Schmerzerleben stehen (Urk. 8/105/63). In beiden Fällen könnte es nicht als eigenständiges Krankheitsbild gewertet werden (vgl. Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes vom 17. August 2010 in Sachen K., 9C_662/2009, E. 3.1; vgl. nachstehende Erwägung 3.3.7). Sodann besteht beim Beschwerdeführer gemäss ausdrücklicher gutachterlicher Feststellung im Alltagsleben, in der Freizeit, in der Familie, der Partnerschaft und der sozialen Interaktion keine Beeinträchtigung (Urk. 8/105/74), weshalb auch das Kriterium des Rückzugs in allen Belangen des Lebens nicht erfüllt ist. Anhaltspunkte für einen primären Krankheitsgewinn liegen nicht vor. Zum Kriterium des Scheiterns einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischen Ansatz) trotz kooperativer Haltung ist zu bemerken, dass sich der Beschwerdeführer auf Empfehlung von F._ (Urk. 8/7/6) vom 14. August 2002 bis 2. Februar 2003 und vom 29. August 2004 bis 26. März 2004 im Rahmen einer Ergotherapie einem Hirnleistungstraining unterzog und daneben resp. dazwischen ein muskelaufbauendes Training in einer Physiotherapie absolvierte (Urk. 8/69/2). Anlässlich der L._-Begutachtung führte er dazu aus, die kognitiven Funktionsstörungen seien trotz der Therapien gleich geblieben, wobei ihm die Ergotherapie aber auch geholfen habe, insbesondere habe sie ihm wieder Selbstvertrauen gegeben. Die Physiotherapie habe ihm bezüglich der Schmerzen und Einschränkungen im Bereich der linken Hüfte gut geholfen (Urk. 8/105/17). Weitere Therapiebemühungen sind nicht aktenkundig. Insbesondere hat sich der Beschwerdeführer - trotz entsprechender Empfehlung von F._ (Urk. 8/69/8) - bislang noch nie in psychiatrische Abklärung und Behandlung begeben. Die L._-Gutachter wiesen darauf hin, dass evidenzbasiert für das Störungsbild der Neurasthenie längerfristig angelegte verhaltensmedizinische/verhaltenstherapeutische Programme wirksam seien (Urk. 8/105/41). Der Beschwerdeführer kann deshalb nicht als „austherapiert“ gelten (vgl. Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes vom 17. August 2010 in Sachen K., 9C_662/2009, E. 3.2). Somit kann einzig das Merkmal des mehrjährigen, chronifizierten Verlaufs der Neurasthenie mit unveränderter Symptomatik ohne längerdauernde Remission bejaht werden. Für sich allein reicht dieses Kriterium aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht aber nicht aus, um eine relevante Einschränkung in der angestammten Tätigkeit oder einer anderen körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit zu begründen.
3.3.6 Die von den L._-Gutachtern vorgenommene Einschätzung (höchstens 25%ige Leistungsminderung bei körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeiten mit sehr hohen psychisch-geistigen Anforderungen) ist deshalb als äusserst grosszügig zu werten.
3.3.7 Soweit der Beschwerdeführer dagegen vorbrachte, die Gutachter hätten keine Kenntnis von den nachträglich eingereichten, klare Hinweise auf einen unfallbedingten, organischen Hirnschaden enthaltenden medizinischen Akten gehabt (Urk. 1 Seite 6), ist zunächst festzuhalten, dass von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden kann, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen, bildgebenden Abklärungen bestätigt werden und die hiebei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich auf breiter Basis anerkannt sind (Urteil der I. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes vom 14. Dezember 2009 in Sachen J., 8C_362/2009, E. 3.2.3 mit Hinweisen). Im Falle des Beschwerdeführers bildeten allfällige Verletzungen im Bereich Kopf oder HWS in den ersten Monaten nach dem Unfall vom 15. Februar 2001 kein Thema. Jedenfalls liegen diesbezüglich keine echtzeitlichen Befunde (im Sinne einer eingehenden ärztlichen Befragung, klinischen sowie röntgenologischen Untersuchungsbefunden [vgl. BGE 134 V 109 E. 9.2 Seite 123]) vor. Solche wurden insbesondere auch nicht von Z._ erhoben. Gemäss den Angaben von Y._ in der Patientendokumentation (Urk. 8/109) hat der Beschwerdeführer ihm gegenüber nie über Kopfschmerzen (im Zusammenhang mit dem Unfall) geklagt (Urk. 8/109/7). Probleme mit dem Gedächtnis hat er gegenüber Y._ lediglich einmal erwähnt, und zwar am 19. März 2001 (Urk. 8/109/6).
Selbst wenn es zutrifft, dass der Beschwerdeführer bereits kurz nach dem Unfall unter Kopfschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen litt, würde dies zu keinem anderen Ergebnis führen. Wie dargelegt, sind diese Schmerzen und Beschwerden nicht objektiv nachgewiesen. Wohl kann nach der Rechtsprechung eine bei einem Unfall erlittene Verletzung im Bereich HWS und Kopf auch ohne nachweisbare (d.h. objektivierbare) Funktionsausfälle zu länger dauernden, die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden Beschwerden führen. Derartige Verletzungen sind durch ein komplexes und vielschichtiges Beschwerdebild mit eng ineinander verwobenen, einer Differenzierung kaum zugänglichen Beschwerden physischer und psychischer Natur gekennzeichnet (BGE 134 V 109 E. 7.1 Seite 118). Diese in Bezug auf die obligatorische Unfallversicherung entwickelten Grundsätze sind auch für die Invalidenversicherung massgebend. Vom Fehlen organisch nachweisbarer Befunde kann mithin in diesem Rahmen nicht ohne Weiteres direkt auf - überwindbare - psychische Beschwerden geschlossen werden (Urteil der I. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes vom 14. Dezember 2009 in Sachen J., 8C_362/2009, E. 3.2.2, mit Hinweis).
Indessen ist nach dem vor kurzem publizierten BGE 136 V 279 ff. die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (BGE 130 V 352 ff.) sinngemäss auch auf die Frage nach der invalidisierenden Wirkung einer spezifischen und unfalladäquaten Verletzung im Bereich von Kopf oder HWS ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle anwendbar (vgl. Erwägung 1.1). Für die invalidisierende Wirkung einer solchen Schmerzproblematik ist somit entscheidend, ob sie mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar ist.
Im Falle des Beschwerdeführers ist nach dem Gesagten lediglich ein Morbiditätskriterium gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung erfüllt, was zur Annahme einer Unzumutbarkeit der Schmerzüberwindung nicht ausreicht.
3.3.8 Die Weiteren in den Akten liegenden Arztberichte enthalten keine Angaben, welche die gutachterliche Beurteilung zu widerlegen vermöchten.
Die Berichte von Z._ vom 23. September 2002 (Urk. 8/9) und 1. Juli 2008 (Urk. 8/124) stellen keine zuverlässigen Beurteilungsgrundlagen dar, zumal es einer Erfahrungstatsache entspricht, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc, BGE 122 V 160 Erw. 1c, je mit Hinweisen). Es entsteht denn auch der Eindruck, dass Z._ bei seinen Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit massgeblich auf die Angaben des Beschwerdeführers abgestellt hat, ohne diese sowie dessen Verhalten kritisch zu hinterfragen. Dies wäre nach dem Gesagten aber erforderlich gewesen. Ausserdem ist Z._ als Facharzt für allgemeine Medizin nicht berufen, den psychischen Gesundheitszustand sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu beurteilen.
F._ stellte im genannten Bericht vom 12. Juli 2005 fest, dass beim Beschwerdeführer - nunmehr - eine minimale bis leichte neuropsychologische Funktionsstörung besteht (Urk. 8/69/6), was mit der im neuropsychologischen Teilgutachten der L._ vom 29. Mai 2007 (Urk. 8/105/54-64) vorgenommenen Beurteilung in Einklang steht. Was den Bericht von F._ vom 19. Juni 2002 (Urk. 8/7) betrifft, so wurde im neuropsychologischen Teilgutachten der L._ begründet dargelegt, dass darin die objektivierten Minderleistungen zu hoch bewertet worden sind und seit der diesem Bericht zugrundeliegenden neuropsychologischen Untersuchungen vom Mai 2002 von einem stabilen Verlauf auszugehen ist (Urk. 8/105/61-62). Der nämliche Schluss findet sich denn auch im Bericht des M._-Institutes vom 21. November 2007, wurde darin doch ausdrücklich bemerkt, dass die Diagnosen im neuropsychologischen Teilgutachten weitgehend den Vorbefunden (Voruntersuchung von 2002 bei F._) entsprechen (Urk. 8/110/10).
Soweit sich der Beschwerdeführer schliesslich auf die Beurteilung seiner Arbeitsfähigkeit im auf seinen Antrag (Urk. 8/92/2) aus den Akten gewiesenen Gutachten des Zentrums X._ vom 6. Oktober 2006 beruft (Urk. 1 Seite 7), ist er nicht zu hören (quod non est in actis, non est in mundo).
3.3.9 Der Vollständigkeit halber ist zu erwähnen, dass nach dem Grundsatz der Selbsteingliederung die versicherte Person von sich aus das ihr Zumutbare zur Verbesserung der Erwerbsfähigkeit beizutragen hat, in erster Linie durch Ausschöpfung sämtlicher zumutbarer medizinischer Behandlungs- und weiterer therapeutischer Möglichkeiten. Kommt sie dieser Schadenminderungspflicht nicht in genügender Weise nach, kann dies im Rahmen von Art. 21 Abs. 4 ATSG (bis 31. Dezember 2002: Art. 31 Abs. 1 IVG) zur ganzen oder teilweisen, vorübergehenden oder dauernden Ablehnung der beruflichen Massnahme resp. Rente führen (vgl. BGE 127 V 298 Erw. 4.b.cc, mit Hinweisen; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 10. November 2005 in Sachen G., I 271/05, Erwägung 2, mit Hinweisen). Zumindest in psychischer Hinsicht hat der Beschwerdeführer die therapeutischen Möglichkeiten aber nach dem Gesagten noch nicht voll ausgeschöpft.
3.4 Es kann deshalb ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass es dem Beschwerdeführer bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 131 V 49 Erw. 1.2 Seite 50 mit Hinweisen) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht zuzumuten ist, grundsätzlich vollzeitlich einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeit nachzugehen, wobei für die angestammte Tätigkeit sowie andere Tätigkeiten mit sehr hohen psychisch-geistigen Anforderung eine Leistungsminderung von maximal 25 % besteht.
4.
4.1 Im Weiteren ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
4.2
4.2.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Erfahrungsgrundsatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes vom 10. Dezember 2010 in Sachen N., 9C_683/2010, E. 4.1 mit Hinweisen).
Angesichts der in Art. 25 Abs. 1 IVV vorgesehenen Gleichstellung der invalidenversicherungsrechtlich massgebenden hypothetischen Vergleichseinkommen mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Erwerbseinkommen kann das Valideneinkommen von Selbständigerwerbenden zumeist auf Grund der Einträge im Individuellen Konto bestimmt werden. Nützte die versicherte Person im Gesundheitsfall ihr wirtschaftliches Potential nicht voll aus, so ist dieser nicht verwertete Teil der Erwerbsfähigkeit nicht versichert, denn die Erwerbsinvalidität hängt nicht von der Einbusse des mutmasslichen Potentials bzw. des funktionellen Leistungsvermögens als solchem ab, sondern von der effektiven, gesundheitlich bedingten Einbusse im Erwerbseinkommen (Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes vom 10. Dezember 2010 in Sachen N., 9C_683/2010, E. 4.3 mit Hinweisen).
4.2.2 Im Individuellen Konto des Beschwerdeführers wurden für die Beitragsjahre 1996 bis 2004 im Wesentlichen folgende beitragspflichtige Einkommen eingetragen: 1996 und 1997: je Fr. 47'000.--; 1998 und 1999: je Fr. 21'700.--, 2000: Fr. 18'000.--, 2001: Fr. 15'900.--; 2002: Fr. 24'700.--; 2003: Fr. 38'300.--; 2004: Fr. 48'000.- (Urk. 8/117).
4.2.3 Während die Beschwerdegegnerin im Vorbescheid vom 12. Juni 2008 das Valideneinkommen noch aufgrund der IK-Einträge bemessen und unter Berücksichtigung der Einkommensentwicklung mit Fr. 32‘383.-- beziffert hatte (Urk. 8/111/2, vgl. 8/120 unter Hinweis auf Urk. 8/22), zog sie in der angefochtenen Verfügung zu dessen Ermittlung die Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2006 des Bundesamtes für Statistik heran und setzte es - gestützt auf die entsprechende Stellungnahme ihres Rechtsdienstes (Urk. 8/131/2) - auf Fr. 109‘713.-- fest (Urk. 2/1).
Da der Beschwerdeführer kurz nach dem Unfall eine Familie gegründet hat (Heirat am 25. September 2002, Geburten der beiden Töchter am 29. Juli 2003 und am 1. März 2005 [Urk. 8/114]), kann in der Tat nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass er sich im Gesundheitsfall weiterhin mit einem derart tiefen Einkommen (vgl. Erw. 4.2.2) begnügt hätte. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Unfalls bereits rund 50 Jahre alt war. Es erscheint deshalb fraglich, ob er sein Auftragsvolumen tatsächlich im von der Beschwerdegegnerin angenommenen Ausmass hätte erhöhen können, zumal im Bereich der Architektur bekanntlich ein grosser Konkurrenzkampf herrscht.
Der Zentralwert für die im Jahre 2006 im privaten und öffentlichen Sektor im Dienstleistungsbereich "planen, konstruieren, zeichnen und gestalten" in den Anforderungsniveaus 1 + 2 tätigen Männer betrug denn bei 40 Arbeitsstunden pro Woche auch nicht - wie vom RD angegeben (Urk. 8/131/2) - Fr. 8'770.--, sondern Fr. 7'523.-- (LSE 2006, Tabelle TA7, Ziffer 30 Seite 29), was bei einer im Jahre 2006 durchschnittlichen Wochenarbeitszeit im Bereich "sonstige Dienstleistungen" von 41,8 Stunden (vgl. Die Volkswirtschaft 12/2010, Tabelle B9.2 Seite 90) einem Verdienst von Fr. 7'861.50 pro Monat resp. einem Jahresverdienst von Fr. 94'338.-- (= Fr. 7'861.50 x 12) entspricht.
Die Annahme eines über diesen Tabellenlohn hinausgehenden Valideneinkommens erscheint nach dem Gesagten nicht gerechtfertigt. Vielmehr liegt bereits die Bezifferung des Valideinkommens mit Fr. 94‘388.-- an der obersten Grenze des Vertretbaren.
4.3
4.3.1 Bei der Bemessung des Invalideneinkommens ging die Beschwerdegegnerin vom Einkommen aus, welches der Beschwerdeführer bei Verwertung der ihm verbleibenden Restarbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Architekt erzielen könnte und bemass dieses dementsprechend mit Fr. 82‘285.- (= 0,75 x Fr. 109‘713.--).
4.3.2 Werden Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn berechnet, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht nämlich der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 19. April 2006 in Sachen T., I 175/06, Erwägung 3, mit Hinweis). Ein Abzug vom Tabellenlohn hat dabei nicht automatisch, sondern nur dann zu erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer der dafür relevanten Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes vom 5. Juni 2008 in Sachen S., 9C_344/2008, Erw. 4).
Solche Attribute sind beim Beschwerdeführer, der seine bisherige Tätigkeit gemäss gutachterlicher Beurteilung vollzeitlich mit einer Leistungsminderung von maximal 25 % ausüben kann, nicht gegeben. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad mit 25 % bemessen hat.
4.4 Nach dem Gesagten sowie mit Blick auf Art. 88a Abs. 1 IVV hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht lediglich für die Zeit vom 1. Februar 2002 befristet bis 31. Juli 2002 eine (ganze) Rente zugesprochen. In diesem Punkt ist die Beschwerde deshalb abzuweisen.
5.
5.1 Sodann stellte der Beschwerdeführer den Antrag, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm die Kosten von total Fr. 4'450.-- für die Abklärungen beim M._-Institut zu bezahlen (Urk. 1).
5.2 Gemäss Art. 78 Abs. 3 IVV werden die Kosten von Abklärungsmassnahmen von der Versicherung getragen, wenn die Massnahmen durch die IV-Stelle angeordnet wurden oder, falls es an einer solchen Anordnung fehlt, soweit sie für die Zusprechung von Leistungen unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Eingliederungsmassnahmen bilden.
Art. 45 Abs. 1 ATSG sieht vor, dass der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung übernimmt, soweit er die Massnahme angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Leistungsanspruches unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden.
5.3 Die vom Beschwerdeführer eingereichten Berichte des M._-Institutes vom 21. November 2007 und 18. August 2008 (Urk. 8/110 und Urk. 8/127) sind nicht von der Beschwerdegegnerin angeordnet worden. Sodann erweisen sich diese Berichte für die Beurteilung des Anspruches des Beschwerdeführers nicht als unerlässlich, da sein Gesundheitszustand sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit durch das L._-Gutachten vom 28. März 2007 (Urk. 8/105) bereits hinreichend abgeklärt worden sind (vgl. Erwägung 3.3). Die Beschwerdegegnerin kann demnach nicht verpflichtet werden, die Kosten dieser Berichte zu übernehmen, weshalb die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen ist.
6.
6.1 Hinsichtlich der strittigen Verrechnung stellte der Beschwerdeführer in der Replik vom 2. Februar 2010, wie erwähnt, den (geänderten) Antrag, es sei festzustellen, dass die AHV/IV/EO-Beiträge und Verwaltungskosten für die Jahre 2004 und 2005 noch nicht rechtskräftig festgelegt worden sind, und es sei die Sache zur weiteren Abklärung und Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 15 Seite 2). Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, er habe fristgerecht Einsprache gegen die Nachtragsverfügungen vom 7. Januar 2008 betreffend die Beiträge aus selbständiger Erwerbstätigkeit für die Jahre 2004 und 2005 erhoben. Grund für diese Einsprache sei die fehlerhafte Deklaration von Schadenersatzleistungen seitens einer Haftpflichtversicherung gewesen. Er habe die Ausgleichskasse auf die Fehler in der Steuerdeklaration hingewiesen und explizit eine Überprüfung der Nachtragsverfügungen verlangt. Das Einspracheverfahren bezüglich der Nachtragsverfügungen sei weiterhin pendent, weshalb eine Verrechnung mangels Fälligkeit gar nicht möglich sei. Die verrechneten Beiträge seien an ihn auszubezahlen und die Sache sei an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung und erneuten Verfügung zurückzuweisen (Urk. 15 Seiten 3-6).
6.2 Im Gerichtsverfahren ist gemäss Art. 59 Abs. 2 lit. a der Eidgenössischen Zivilprozessordnung (ZPO) in Verbindung mit § 28 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) auf eine Klage (oder Beschwerde) nur einzutreten, soweit ein rechtliches Interesse an deren Beurteilung besteht. Wird ein Feststellungsbegehren gestellt, kann diesbezüglich ein Rechtsschutzinteresse nur bejaht werden, wenn die Partei ein schutzwürdiges Interesse an der verlangten Feststellung hat. Das Feststellungsinteresse ist zu bejahen, wenn ein unmittelbares und aktuelles Interesse rechtlicher oder tatsächlicher Natur an der sofortigen Feststellung eines Rechtes nachgewiesen wird, dem keine erheblichen öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen, und wenn dieses schutzwürdige Interesse nicht anderweitig - durch eine rechtsgestaltende Verfügung - gewahrt werden kann (vgl. Kommentar zum GSVGer, 2. Auflage, Zürich 2009, N 10 zu § 9 und N 13 zu § 13, je mit Hinweisen).
6.3 Der Beschwerdeführer bestritt die grundsätzliche Zulässigkeit der Verrechnung von Rentennachzahlungen mit ausstehenden Sozialversicherungsbeiträgen zu Recht nicht (vgl. 50 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG]; BGE 136 V 288 Erw. 4.1; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 20. September 2006 in Sachen B., I 141/05, Erw. 3.3). Entgegen seiner Auffassung werden diese nicht erst dann fällig, wenn die betreffenden Nachtragsverfügungen vom 7. Januar 2008 (Urk. 10/3) in Rechtskraft erwachsen sind. Vielmehr tritt die Fälligkeit nachgeforderter Beiträge von Gesetzes wegen 30 Tage nach erfolgter Rechnungsstellung ein (Art. 39 Abs. 2 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung, AHVV). Wer nicht geschuldete Beiträge entrichtet, kann sie von der Ausgleichskasse zurückfordern. Vorbehalten bleibt die Verjährung nach Art. 16 Abs. 3 AHVG (Art. 41 AHVV).
Die Ausgleichskasse der SVA hat die gemäss den Nachtragsverfügungen vom 7. Januar 2008 nachzubezahlenden Beiträge am 8. Januar 2008 in Rechnung gestellt und überdies am 18. August 2008 eine diesbezügliche Mahnung erlassen (Urk. 10/34/8 und Urk. 10/14). Im Zeitpunkt der Verrechnung (20. Juli 2009 [Urk. 9 und Urk. 10/34 Seite 8]) waren diese somit längst fällig und damit grundsätzlich verrechenbar (vgl. Randziffer 10909 der Wegleitung über die Renten (RWL) in der Eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, gültig ab 1. Januar 2003, Stand 1. Januar 2011 [entspricht Rz 10909 RWL, gültig ab 1. Januar 2003, Stand 1. Januar 2009]
)
.
Es ist somit nicht ersichtlich, weshalb ein aktuelles Rechtsschutzinteresse an der beantragten Feststellung bestehen sollte. Einen allfälligen Rückforderungsanspruch hätte der Beschwerdeführer sodann gemäss Art. 41 AHVG gegenüber der Ausgleichskasse der SVA geltend zu machen. Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens ist darüber nicht zu befinden, was denn der Beschwerdeführer auch nicht beantragte. Schliesslich ist zu bemerken, dass Einwände gegen Nachtragsverfügungen der Ausgleichskassen nicht im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren resp. Beschwerdeverfahren vorgebracht werden können, sondern mittels einer gegen diese gerichteten Einsprache resp. Beschwerde geltend gemacht werden müssen (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 20. September 2006 in Sachen B., I 121/05, Erw. 4).
6.4 In diesem Punkt ist deshalb - mangels eines aktuellen Rechtsschutzinteresses resp. mangels Zuständigkeit - auf die Beschwerde nicht einzutreten.
7. Gemäss dem seit 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Der Beschwerdeantrag 3 (Verrechnung der Rentennachzahlung mit den ausstehenden AHV-/IV/EO-Beiträgen) hat nicht die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zum Gegenstand (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 20. September 2006 in Sachen B., I 141/05, Erw. 3.1). Insoweit ist das Verfahren kostenlos.
Die Kosten sind unter den gegebenen Umständen auf Fr. 900.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.