Decision ID: 7563d26e-cc6d-5f32-8db6-aae9fb74aaa5
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1967
, war seit dem
2
4.
Januar 2013
als
Maler
bei
der
Y._
AG
angestellt und über
seine
Arbeitgeber
in
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die
Folgen von Unfällen versichert
, als
er
am
30. September 2013
beim Verlas
sen des Hauses stolperte und vor der Haustüre zu Boden stürzte, wobei er sich das rechte Knie und die rechte Schulter anschlug (vgl.
Urk.
9/1)
.
Er begab sich am
2.
Oktober 2013
zu
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt FMH für Innere Medi
zin
,
der ihm
ab dem
3
0.
September 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit at
testierte (
vgl.
Urk.
9/2
bis 9/6
,
9/8
und
9/9
).
Darüber wurde die Suva mit
Scha
den
mel
dung
vom
2.
Oktober 2013
in Kenntnis gesetzt (
Urk.
9/1
), worauf sie die
Heil
be
handlungskosten
übernahm und dem
Versicherten ab dem
3.
Oktober 2013
Tag
gelder ausrichtete (vgl.
Urk.
9/12
,
9/13
und 9/26
).
Dr.
Z._
bescheinigte dem Versicherten bis zum 3
1.
März 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit; ab dem
1.
April 2014 betrage die Arbeitsunfähigkeit 0
%
(vgl.
Urk.
9/52 und 9/53).
Der Versicherte erklärte a
m 2
4.
Juli 2014 gegenüber der Suva, dass seine ärztliche und therapeutische Behandlung noch nicht abge
schlossen sei. Zurzeit habe er keine Arzttermine vereinbart. Sein Knie sei aber immer noch schmerzhaft (
Urk.
9/57).
Er begab sich a
m
9.
September 2014 er
neut zu
Dr.
Z._
in Behandlung, der ihm gleichentags
bis auf
Weiteres
eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit
bescheinigte
(vgl.
Urk.
9/59, 9/61 und 9/64)
.
Die Suva
behandelte die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung als Rückfallmeldung und
nahm weitere
medizinische Unterlagen zu den Akten (vgl. Urk. 9/65
und
9/72
) und holte eine Stellungnahme zur Unfallkausalität bei ih
rem
Kr
eisarzt
Dr.
med.
A._
,
Facharzt FMH für Chirurgie,
vom 3.
Oktober 2014
ein
(
Urk.
9/81)
.
Anschliessend teilte sie
dem Versicherten mit, dass sie mangels Unfallkausalität
keine Leistungen
mehr
erbringen werde (vgl. Urk. 9/82), worauf dieser die auf de
n 2
8.
Oktober 2014 anberaumte Arthrosko
pie absagte (vgl.
Urk.
9/90 bis 9/93).
Mit
Verfügung vom 8
.
Januar
201
5
lehnte die Suva
ihre Leistungspflicht für die Kniebeschwerden ab, da kein sicherer oder überwiegend wahrscheinlic
her Kau
sal
zusammenhang zwischen denselben
und dem Unfall vom 30.
September 2013
bestehe (
Urk.
9/97
). Dagegen liess d
e
r
Versicherte am
11
.
Februar
201
5
Ein
spra
che erheben (
Urk.
9/98
)
.
Mit Einspracheentscheid vom 2
4.
März 2015 trat die Suva zuerst auf die
Einsprach
e nicht ein, da sie verspä
tet eingereicht worden sei
(vgl.
Urk.
9/102)
. Nach dem Hinweis des Rechtsver
treters des Versicherten, dass die Sendungsnummer und die
Nummer auf dem Track-
&
Trace-
Formular nicht
übereinstimmen würden
(vgl. Urk.
9/103)
,
tätigte Suva diesbezüglich
ergän
zen
de
Abklärungen und kam
anschliessend
auf ihren Einspracheentscheid zurück
(vgl.
Urk. 9/104
ff.)
. Sie ersetzte
ihn
durch einen ne
uen Einspracheentscheid vom 26.
März 2015, mit dem sie
die Einspra
che
abwies
(Urk. 2 =
9/106
).
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom 2
6.
März 2015 liess d
e
r
Versicherte, vertre
ten durch Rechtsanwalt
MLaw
Mark A.
Glavas
, mit Eingabe vom
5.
Mai 2015
Beschwerde erheben mit dem Antrag, der Einspracheentscheid vom 2
6.
März 2015
sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien weiterhin die UVG-Leis
tungen zu erbringen. Eventualiter sei der angefochtene Einspracheentscheid auf
zuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, eine neutrale Begut
ach
tung in Auftrag zu geben, woraufhin neu zu entscheiden sei. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8
%
Mehrwertsteuer zu Lasten der Be
schwer
degegnerin (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
17
.
August
2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde
, soweit darauf einzu
treten sei
(Urk. 8). Die Replik wurde am 2
8.
S
eptember 2015 erstattet (Urk.
12
) und mit derselben ein Bericht von
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für
Orthopädische
Chirurgie, vom
5
.
Februar 2015 eingereicht (vgl. Ur
k.
13
). Am
1
9.
Oktober 2015 erstattete die Beschwerdegegnerin ihre Duplik (
Urk.
17). Da
von
hat der Beschwerdeführer
mit Verfügung vom
2
1.
Oktober 2015 Kenntnis erhal
ten (
Urk.
18).
Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften und die im Beschwerdeverfahren neu eingereichte Unterlage (vgl.
Urk.
1
3
) wird, soweit erforderlich, in den nach
folgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
so
weit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Ver
siche
rungsleistungen bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die
Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidi
tät, Tod) ein natürlicher
und ein adäquater
Kausalzusammenhang
besteht
. Ursa
chen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit einge
treten ge
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Be
jahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Un
fall die allei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung
ein natürli
cher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
wal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
gen
den Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E.
3.1, 119 V 335 E.
1, 118 V 286 E.
1b, je mit Hinweisen).
Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten,
wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge
meinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des ein
ge
tretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereig
nis
allgemein als begünstigt erscheint (
BGE 129 V 177 E. 3.2,
40
2 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen orga
nischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausali
tät weit
gehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.2
Die Versicherungs
leistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (
Art.
11 der Ver
ordnung über die Unfallversicherung, UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar ge
heiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Ver
än
derungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können
(BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes
Unfall
er
eignis
an. Entsprechend können sie ei
ne
Leistungs
pflicht
der Unfall
versi
che
rung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Be
schwerden
und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen
Gesundheits
schädigung
ein
natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E.
2c in
fine
).
1.3
Wird durch den Unfall ein krank
hafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natür
liche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der
Gesundheits
schaden
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie
er unmittelbar vor dem Un
fall bestanden hat (
status
quo ante) oder aber der
jenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krank
haften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (
status
quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht
publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April
1995). Das Dahin
fallen jeder kausalen Be
deutung von unfallbedingten Ursachen eines Ge
sund
heits
schadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Be
weis
grad
der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363
S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich hierbei um eine anspruchs-auf
he
bende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zusammen
hang ge
geben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Unfallver
si
cherer
(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76). Der Unfall
versicherer hat jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbrin
gen, sondern nur, dass die unfallbedingten Ursachen des Gesundheits
schadens ihre kausale Be
deu
tung verloren haben (Urteile des Bundesgerichts U 381/04 vom 2. Februar 2006 E. 3.1 und
8C_354/2007 vom 4. August 2008 E. 2.2, je
mit Hinweisen).
2.
Die Beschwerdegegnerin
vertrat im angefochtenen Einspracheentscheid die Auf
fassung, dass auf die Beurteilung ihres Kreisarztes
Dr.
A._
vom
3.
Oktober 2014
abzustellen sei. Demnach sei spätestens drei Monate nach dem
Unfaller
eignis
vom
3
0.
September 2013
der Status quo sine erreicht gewesen. Die ab Septem
ber 2014 geklagten Bes
c
hwerden, welche wieder zu einer Arbeitsunfä
hig
keit geführt hätten, seien
als Rückfall zu prüfen und
als nicht überwiegend wahr
schein
lich unfallkausal zu werten, so dass diesbezüglich keine Versiche
rungs
leis
tungen geschuldet seien
(vgl.
Urk.
2
)
.
An dieser Auffassung
hielt die Beschwer
degegnerin auch im Beschwerdeverfahren fest (vgl.
Urk.
8 und 17)
.
Demgegenüber lässt der Beschwerdeführer geltend machen, seine Beschwerden hätten auch in der Zeit vom
1.
April bis
in den
September 2014
hinein
im Sinne von intervallfreie
n Brückenschmerzen persistiert. Er habe deshalb auch die Fragen zum Heilungsverlauf vom 1
8.
Juli 2014 dahingehend beantwortet, dass die Schmerzen noch immer bestehen würden und die ärztlichen Behandlungen noch nicht abgeschlossen seien. Trotz seiner unfallbedingten Beschwerden habe er die Ausübung einer Tätigkeit im Sinne der Schadenminderungspflicht ver
sucht. Als aber die Schmerzen nicht mehr erträglich gewesen seien, habe er nicht
mehr weiter arbeiten können. Selbst wenn
man die Auffassung der Be
schwer
degegnerin teilen und von
einem Rückfall aus
gehen
sollte
, so wäre auch dies
bezüglich die
Unfallkausalität
zu bejahen
(vgl.
Urk.
1
und 12
).
3.
3.1
Den medizinischen Akten lässt sich entnehmen, dass a
m
9.
Oktober 2013
eine magnetresonanztomographische Untersuchung des rechten Kniegelenks durch
geführt wurde.
Der Befund lautete wie folgt:
Normales Signalverhalten der Markräume des Knieskeletts, keine
ossäre
oder
osteochondrale
Läsion, altersentsprechende Darstellung des Gelenkknorpels.
Gering
gradiger
Gelenkerguss, grosse,
gekammerte
popliteale
Baker-Zyste, kein Nach
weis eines freien Gelenkkörpers oder einer pathologisch verdickten
Plica
synovialis
. Intakte Darstellung der
Quadri
ze
pssehne
, der Kollateral- und Kreuzbänder. Diskrete ödematöse Strukturauflockerung der in Kontinuität abge
bilde
ten Patellarseh
n
e mit
geringgradiger
Bursitis
infrapatellaris
profunda
. Be
glei
ten
des subkutanes Ödem präpatellar-
p
rä
tibial
. Normale Konfiguration und nor
ma
les Signalverhalten des Aussenmeniskus, linearer Substanzriss des
Innen
menis
kushinterhornes
mit Übergang in den Corpus ohne Nachweis einer
Ober
flächen
konturunterbrechung
.
Es wurden darauf ein linearer Substanzriss des
Innenmeniskushinterhornes
mit Übergang in den Corpus und ein Gelenkreizerguss mit relativ grosser
gekam
merter
poplitealer
Bakerzsyste
diagnostiziert (
Urk.
9/17).
3.2
Am
6.
November 2013 liess sich der Beschwerdeführer durch
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungs
appa
rates
,
untersuchen. Dieser
hielt in seinem Bericht vom 9.
November 2013 eine
Meniskushinterhornläsion
mit angrenzender
parameniscaler
Zyste und
Baker
zyste
als Diagnose
fest. Anamnestisch habe der Beschwerdeführer ange
geben, dass er beim Aufstehen aus der Hocke einen ei
n
schiessenden Schmerz
verspü
h
rt
habe. Daraufhin habe sich eine signifikante
Bakerzyste
entwickelt. Aktuell ab
solviere er Physiotherapie und mache gute Fortschritte. Zurzeit sei er
oligo
symptomatisch
.
Als Befund erhob
Dr.
C._
bei der klinischen Unter
su
chung ein funktionell einwandfreies Knie mit diskreten Meniskuszeichen und
palpabel eine
Bakerzyste
. Auf der anderen Seite
sehe
man in der MRI-Auf
nahm
e einen für
ihn doch die Unterfläche erreichenden Riss, dahinter eine kleine
parameniscale
Zyste, die meistens doch auf eine signifikante
Meniskus
läsion
am
Hinterhorn
medial schliessen lasse. Die
Bakerzyste
sei oberflächlich
,
finde aber den Weg am
Semimembranosus
vorbei zur typischen Stelle an der hinteren Kapsel, wo auch der Muskel lädiert sei.
Ferner
vermerkte
Dr.
C._
,
dass
der Patient versuchsweise die Arbeit aufnehmen und an
schliess
end mitteilen werde, wie es gehe
.
Sollte
es nicht gehen, so wäre eine
ar
t
h
roskopische
Teil
men
iskusentfernung
angezeigt (Urk.
9/19).
3.3
In einem ärztlichen Zwischenbericht vom
9.
Januar 2014
führte
Dr.
Z._
an
, dass die Schult
er beinahe abgeheilt sei
. Es bestünden noch leichte lumbale Rü
ckenschmerzen und Schmerzen am rechten Knie. Die Wiederaufnahme der Ar
beit sei noch unbes
timmt (vgl.
Urk.
9/38). In der F
olge bescheinigte
Dr.
Z._
dem Beschwerdeführer bis zum 3
1.
März 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit;
ab dem
1.
April 2014 betrage die Arbeitsunfähigkeit 0
%
(
vgl.
Urk.
9/52
und 9/53
)
.
Nachdem
Dr.
Z._
dem Beschwerdeführer ab dem
9.
September 2014 wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte (vgl.
Urk.
9/59, 9/61 und 9/64), verfasste er am 2
4.
September 2014 einen ausführlichen Bericht (vgl.
Urk.
9/65). Demnach habe der Patient am
1.
April 2014 wieder mit der Arbeit begonnen, da sich die Schmerzen mit Physiotherapie und medikamentöser Therapie zurückge
bildet h
ä
tten. Beim Aufstehen aus der Hocke seien noch Schmerzen aufgetreten. De
r Patient habe weiterhin eine K
nieba
ndage getragen. Am 11.
September seien plötzlich starke Schmerzen beim Aufstehen aus der Hocke vorhanden gewesen. Dorsal am Knie habe sich eine grosse
Bakerzyste
befunden. Unter medikamen
töser Therapie hätten sich die Schmerzen wieder gebessert. Der Patient klage aber immer noch über Schmerzen (
Urk.
9/65).
Diese Ausführungen wiederholte
Dr.
Z._
in einem weiteren Bericht vom
2.
Oktober 2014, in dem er lediglich das Auftreten der starken Schmerzen beim Aufstehen aus der Hocke
neu
auf den
9.
September datierte (vgl.
Urk.
9/74).
3.4
Am 2
6.
September 2014 untersuchte
Dr.
C._
den Beschwerdeführer
und setz
t
e auf den 2
8.
Oktober 2014 eine Kniearthroskopie mit Meniskusbeurteilung an (
Urk.
9/7
3
)
.
3.5
Gestützt auf die medizinischen Akten gelangte der Suva-Kreisarzt
Dr.
A._
am
3.
Oktober 2014 zur Beurteilung, dass der
Sturz vom
3
0.
September 2013 auf das rechte Knie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein direktes Trauma ventral im Bereich der Patella verur
sacht habe. Dafür spreche der zehn Tage später erhobene MRI-Befund mit dis
kreter ödematöser Strukturauflockerung der in Kontinuität abgebildeten
Patel
larsehne
, mit
geringgradiger
Bursitis
infra
pa
tellaris
prof
unda
und begleitendem subkutanem
Ödem präpatellar-
prätibial
. Ein Distorsionstrauma sei somit wahr
scheinlich.
Das MRI des rechten Knies, das zehn Tage später angefertigt worden sei,
zeige
nur einen geringen Kniegelenkserguss und eine lineare Meniskusläsion im
Hinterhornbe
reich
mit angrenzendem Ganglion
, ausserdem eine Baker-Zyste. We
der ein Ganglion noch eine Baker-Zyste würden sich innerhalb von zehn Tagen nach einem Traum
a
entwickeln. Es handle sich hierbei, wie auch bei der
Menis
kusläsion
, um vorbestehende Veränderungen degenerativer Natur.
Es
fän
en
sich in den MRI-Aufnahmen keine weiteren Anhaltspunkte für eine
Knie
binn
enläsion
, auch kein
bone
bruise
, keine
Hämarthros
e
etc.
Auch
sei die beschrie
bene lineare Meniskusläsion, die gemäss fachradiologischem Befund die Ober
fläche des Meniskus nicht erreiche, überwiegend wahrscheinlich degene
rativ bedingt,
da
es sich nicht um einen
Radiärriss
handle.
Bei Fehlen eines adäquaten Traumas (z.B. Distorsionstrauma mit Rotation des Oberschenke
ls bei fixiertem Unterschenkel)
und fehlen
den Begleitverletzungen einer traumat
isch bedingten Kniebinnenläsion
sei eine Unfallkausalität der beschriebenen Meniskusläsion nicht überwiegend wahr
scheinlich.
Es sei davon auszugehen, dass es sich bei dem Ereignis vom 3
0.
September 2013
lediglich um eine leichte Kniekontusion gehandelt habe, w
i
e die Verän
derungen präpatellar im Bereich des Kniegelenks
zeigten
, es jedoch nicht zu ei
ner
Knie
binnenläsion
gekommen sei, da keine rein unfallbedingten strukturellen Verän
derungen aufgetreten seien, weder primär unfallkausal noch als richtung
ge
bende Verschlimmerung eines bestehenden degenerativ bedingten
Vorzu
stands
.
Nach allgemeiner Erfahrung
würden
Kontusionen innerhalb von Wochen bis wenigen Monaten ab
heilen
, sodass nach spätestens drei Monaten von einem Status quo sine auszugehen sei, ohne weitere unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit (Urk. 9/81 S. 3).
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin gestützt auf die
Aktenbe
urteilung
durch
Dr.
A._
die Kausalität der ab September 2014 geklagten
Knie
beschwerden
verneinen durfte.
4.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Die Rechtsprechung geht in Bezug auf die Würdigung von ärztlichen Berichten, welche die Suva im Administrativverfahren einholt, seit je davon aus, dass die Anstalt, solange sie in einem konkreten Fall noch nicht Prozesspartei ist, als Verwaltungsorgan dem Gesetzesvollzug dient. Wenn die von der Suva beauf
tragten Ärzte und Ärztinnen zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, darf das
Gericht in seiner Beweiswürdigung auch solchen Gutachten folgen, solange nich
t konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 104 V 209 E. c; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312).
4.
3
Bezüglich
der
Ausführungen
von
Dr.
A._
ist zu
bemerken
, dass er den Be
schwerdeführer zwar nicht persönlich untersuchte. Seine
Beurteilung erfolgte
jedoch in Kenntnis der gesamten Akten, insbesondere nach der Einsichtnahme
in die
MRI-Aufn
ahmen
vom
9.
Oktober 2013,
was für die Beantwortung der sich
hier stellenden Kausalitätsfragen genügt.
Darüber hinaus
hat
Dr.
A._
seine Einschätzung unter Verweis auf
die
erhobenen bildgebenden Befunde nachvoll
ziehbar begründet.
Sie wird
,
entgegen der
in der Beschwerdeschrift vertretenen
Auffassung
,
auch nicht durch die Ausführungen von
Dr.
Z._
und
Dr.
C._
in Zweifel gezogen
(
vgl.
Urk.
1 S. 2 mit Hinweis auf
9/38, 9/74 und 9/83). Keiner der beiden Ärzte hat sich
schriftlich
zur Kausalitätsfrage ge
äussert, geschweige denn
, sie anders als
Dr.
A._
beantwortet (vgl. auch Urk. 9/13, 9/52, 9/53, 9/61, 9/64, 9/65, 9/73, 9/90 und 9/91). Es trifft
sodann
auch nicht zu, dass sich
Dr.
A._
in seinen Ausführungen nicht mit dem da
mals diag
nos
tizierten linearen Substanzriss des
Innenmeniskushinter
hornes
auseinanderge
setzt hat (vgl.
Urk.
1 S. 2), sondern er hat
ihn mit
plausibler
und nachvoll
zieh
bar
er Begründung
als überwiegend wahrscheinlich degenerativ be
dingt gewertet (vgl. Urk. 9/81 S.
3).
Mit dem im
Beschwerdever
fahren
neu ein
gereichte
n
Be
richt zur MRI-Untersuchung vom
5.
Februar 2015 (vgl.
Urk.
13) vermag
der Be
schwerdeführer
die
Beurteilung von
Dr.
A._
ebenfalls
nicht in Frage zu stellen,
zumal
in der aktuellen Untersuchung im Vergleich zur Vorun
tersuchung vom
9.
Oktober 2013 stationäre Befunde erhoben
wurden
. Es geht auch sonst nichts
aus dem neu eingereichten Bericht
hervor, weswegen sich eine
neue
bezieh
ungs
weise
andere
Kausalitätsbeurteilung aufdrängen würde.
4.4
Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerdegegnerin
zu Recht
auf die Beurtei
lung
von
Dr.
A._
abgestellt hat.
Die beantragte
neutrale Begutachtung
des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
1 S. 5
und 12 S. 4
)
ist
bei der vorhandenen
klaren
medizinischen
Aktenlage
zur Beantwortung der sich hier stellenden
Kau
sali
täts
frage
weder
erforderlich
noch würde sie zu einem anderen Ergebnis füh
ren
, so dass ohne
W
eiteres darauf zu verzichten ist
(vgl. auch
Urk.
8 S. 5
und 17 S. 2
)
.
Vielmehr ist gestüt
zt auf die Ausführungen von Dr.
A._
mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass spätestens drei
Monate nach dem
Un
fall vom 30.
September 2013 der Status quo sine
eingetreten
und keine
unfall
bedingte
Arbeitsunfähigkeit mehr vorhanden war (vgl. Urk. 9/81 S. 3).
An diesem
Ergebnis würde sich
auch
nichts ändern, wenn
Dr.
Z._
wie
von Seiten des Beschwerdeführers
beantragt als Zeuge bestätigten würde,
dass
der Be
schwerde
führer lediglich im Rahmen eines Arbeitsversuches
seine
Arbeitstätig
keit
wieder
aufgenommen
habe
(vgl.
Urk.
12 S.
3 f.). Die offerierte
Zeugenein
vernahme
kann
daher unterbleiben.
4.5
Nach dem Eintreten des Status quo sine hat die Beschwerdegegnerin zu Recht weitere Leistungsansprüche
aus dem Unfallereignis vom 3
0.
September 2013 verneint. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.