Decision ID: ca01a7d0-2698-58a9-beb1-e4f86502153e
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), arbeitete bis 26. Januar
1999 als Hilfsarbeiterin in der Ausrüsterei im Druck- und Verlagshaus B._ AG (IV-act.
2, 6).
A.b Im Rahmen einer kreisärztlichen Untersuchung der SUVA vom 17. Januar 2000
erhob Dr. med. C._, Spezialarzt für orthopädische Chirurgie FMH, aufgrund des
Schmerzbildes der Versicherten mit einer Vielzahl von sogenannten Tenderpoints im
Sinne von Tendomyosen und kombiniert mit Insertionstendinosen im Grad der recht
grossen Wahrscheinlichkeit den Verdacht auf eine Fibromyalgie (vgl. Fremdakten
Suva). Im Arztbericht vom 17. Mai 2000 stellten PD Dr. med. D._ und Dr. med. E._,
Fachbereich Rheumatologie und Rehabilitation, Kantonsspital St. Gallen, die
Diagnosen. 1. Fibromyalgie-Syndrom; 2. Anpassungsstörung, Angst- und depressive
Symptome gemischt; 3. Status nach Mammareduktionsplastik 1982 und 4.
Stressinkontinenz (IV-act. 9).
A.c Am 26. Juni 2000 meldete sich die Versicherte zum Bezug von IV-Leistungen an.
Dr. med. F._, Facharzt für Innere Medizin FMH nannte als Leiden ein
Fibromyalgiesyndrom, das seit ein bis zwei Jahren bestehe (IV-act. 1; vgl. auch IV-act.
7, 8). Im IV-Arztbericht vom 27. Juli 2000 (Eingang SVA) ging Dr. F._ von einer
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100%igen Arbeitsunfähigkeit seit 9. November 1999 aus (IV-act. 10). Am 5. Februar
2001 wurde die Versicherte in der Klinik Valens rheumatologisch von Dr. med. G._,
Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie FMH, sowie psychiatrisch von Dr.
med. H._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, begutachtet. Ergänzend
erfolgte am 5. und 6. Februar 2001 eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
(EFL; IV-act. 17). Aus rheumatologischer Sicht wurde die bisherige Tätigkeit bei
bestehendem chronischen Fibromyalgiesyndrom sowie chronischem
Panvertebralsyndrom und repetitivem Strainsyndrom linksseitig als nicht mehr
zumutbar erachtet, eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit mit Hebebelastungen bis
max. 10 kg ganztags mit vermehrten Pausen dagegen schon. Aus psychiatrischer Sicht
bestehe eine Anpassungsstörung mit lediglich zeitweisen leichten bis mittelgradigen
depressiven Äquivalenten betreffend Umgang mit dem von rheumatologischer Seite
diagnostizierten Fibromyalgiesyndrom und den dazugehörigen diffusen Schmerzen des
gesamten Bewegungsapparates. Der psychiatrische Gutachter empfahl einen
mehrmonatigen jeweils halbtägigen Einsatz in einer geschützten Werkstätte, auch um
den Grad der wirklichen Einschränkungen ermitteln zu können (Gutachten vom 23.
April 2001, IV-act. 17 S. 24, 25, 27-29, 34). Die berufliche Abklärung vom 3. September
bis 30. November 2001 musste wegen gesundheitlichen Problemen bereits am 21.
September 2001 abgebrochen werden (IV-act. 25 f.). Im Arztbericht vom 17./19.
Oktober 2001 schätzte Dr. H._ die Versicherte neu auch für leichteste Arbeiten als
nicht mehr arbeitsfähig ein (IV-act. 28). Im Bericht vom 29. Januar 2002 gelangte der
Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der IV zur Auffassung, dass die Versicherte zufolge
langdauernder Krankheit mit Beginn am 9. November 1999 zu 100% invalid sei (IV-act.
30). Mit Wirkung ab 1. November 2000 sprach die IV-Stelle der Versicherten eine ganze
Rente zu (Verfügung vom 30. April 2002; IV-act. 38 und 39).
A.d Die IV-Stelle holte im Rahmen einer von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision
im Jahr 2005 einen Arztbericht beim behandelnden Arzt Dr. F._ ein. Dieser bestätigte
am 11. Februar 2005 bei gleichbleibender Diagnose einen unveränderten
Gesundheitszustand der Versicherten (IV-act.46), worauf die IV-Stelle weiter eine ganze
Rente gewährte (IV-act. 49).
A.e Im Rahmen der Rentenrevision im Jahr 2009 holte die IV-Stelle einen Arztbericht
von Dr. med. I._, Innere Medizin FMH, ein. Dr. I._ stellte im Verlaufsbericht vom 25.
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Mai 2009 bei unverändertem Gesundheitszustand neu die folgenden Diagnosen: 1.
Chronisches primäres Fibromyalgie Syndrom mit Rückenschmerzen, Armschmerzen,
Restless legs, Kopfschmerzen, rezidivierenden Magendarmschmerzen, 2.
Colonpassagestörung - obstructesd defecation syndrome seit 2/09 und 3. iliotibiales
Bandsyndrom links lateral 4/09 (IV-act. 56), woraufhin die IV-Stelle weiterhin eine ganze
Rente gewährte (IV-act. 59).
A.f Im Rahmen einer neuerlichen von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision gab
die Versicherte am 1. Mai 2013 an, ihr Gesundheitszustand sei gleich geblieben (IV-act.
64). Eingeholt bzw. eingereicht wurden u.a. Verlaufsberichte von Dr. I._ vom 15. und
17. Mai 2013. Der Arzt ging von einer unveränderten Diagnose sowie einer
andauernden gänzlichen Arbeitsunfähigkeit aus (IV-act. 69 S. 1-4). Im Arztbericht vom
5. April 2013 bestätigte Dr. med. J._, Neurologie FMH, die von Dr. I._ erhobenen
Karpaltunnelsyndrome links und rechts (IV-act. 68 und 69 S. 19-23). Im Arztbericht vom
5. Dezember 2012 berichtete Dr. med. K._, Pneumologie und Innere Medizin FMH,
von einer Fibromyalgie und einem leichten obstruktiven Schlafapnoesyndrom, welches
therapeutisch behandelt werde (IV-act. 69 S. 24 f.).
A.g Die IV-Stelle veranlasste nach Rücksprache mit dem RAD eine polydisziplinäre
medizinische Untersuchung. Die Begutachtung fand am 16. und 17. Dezember 2013 im
Ärztlichen Begutachtungsinstitut GmbH, Basel (nachfolgend: ABI), statt (IV-act. 70-73,
76-78, 81). Mit der rheumatologischen Untersuchung wurde Dr. med. L._,
Rheumatologie FMH, mit der allgemeininternistischen Untersuchung Dr. med. M._,
Allgemeine Innere Medizin FMH, mit der psychiatrischen Untersuchung Dr. med. N._,
Psychiatrie und Psychotherapie, und mit der neurologischen Untersuchung Dr. med.
O._, Neurologie FMH, FA Schlafmedizin SGSSC, beauftragt. Das Gutachten stammt
vom 5. Mai 2014 (IV-act. 82). Die Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 82 S. 24 f.): Status nach akutem Schulterimpingement-
Syndrom rechts (ICD-10: M75.4) mit intratendinöser Verkalkung im Bereich der
medialen Anteile der Supraspinatussehne sowie Verkalkungen im Bereich der
Infraspinatussehne und einer deutlich verdickten Bursa subacromialis. Ohne Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit wurden u.a. genannt (IV-act. 82 S. 25): Chronisches
multilokuläres Schmerzsyndrom/Fibromyalgie (ICD-10: M79.0), Verdacht auf
anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), akzentuierte
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Persönlichkeitszüge (infantil; ICD-10: Z73.1) und unspezifisches zervikal- sowie
lumbalbetontes panvertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10: M53.8). Für eine körperlich
leichte bis intermittierend mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit erachteten die
Gutachter die Versicherte zu 100% als arbeits- und leistungsfähig sicher ab dem
Untersuchungsdatum im Dezember 2013. Dagegen seien körperlich andauernd
mittelschwere und schwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar. Ein psychisches Leiden
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurde nicht erhoben. Der Versicherten sei es
zumutbar, die notwendigen Willensanstrengungen aufzubringen, um trotz subjektiver
Beschwerden einer Erwerbstätigkeit nachzugehen (IV-act. 82 S. 26 f.).
A.h In der Stellungnahme vom 11. Juni 2014 führte der RAD aus, dass hinsichtlich der
Arbeitsfähigkeit einzig der Status nach akutem Schulter Impingementsyndrom rechts
relevant sei. Keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe u.a. das chronische
multilokuläre Schmerzsyndrom/Fibromyalgie mit/bei Verdacht auf anhaltende
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) und ein unspezifisches zervikal- sowie
lumbalbetontes panvertebrales Schmerzsyndrom. Die ABI-Gutachter hätten
nachvollziehbar dargelegt, dass keine komorbide psychiatrische Störung vorliege und
dass die sogenannten Förster-Kriterien nicht erfüllt seien. Eine allenfalls früher
vorhandene Depression sei in der Zwischenzeit remittiert (IV-act. 83).
A.i Ausgehend von einer gesundheitlichen Verbesserung, da keine depressiven
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr hätten festgestellt werden
können, und einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte bis mittelschwere
Tätigkeiten ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 0% und stellte der
Versicherten mit Vorbescheid vom 24. Juni 2014 die Einstellung der Rentenleistung in
Aussicht (IV-act. 84-87).
A.j Die Rechtsvertreterin der Versicherten, Rechtsanwältin Bettina Surber, St. Gallen,
erhob am 1. September 2014 Einwand (IV-act. 94). Mit dem Einwand reichte die
Rechtsvertreterin Arztberichte von Dr. I._ vom 27. August 2014 und Dr. med. P._,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 28. August 2014 ein (IV-act. 94
S. 6 ff.). Dr. I._ erklärte, dass weiterhin von einer mittelschweren rezidivierenden
Depression auszugehen sei. Die Versicherte sei bei ihm in Behandlung. Er führe
monatliche Gespräche und setze begleitend Antidepressiva (aktuell Fluoxetin) ein (IV-
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act. 94 S. 6). Psychiater Dr. P._, Praxisnachfolger von Dr. H._, erklärte nach
Sichtung der Akten, dass die Versicherte ehemals an leichten bis mittelgradigen
depressiven Episoden sowie an einem Schmerzsyndrom, möglicherweise im Sinne
einer Fibromyalgie, gelitten habe. Aus aktueller Sicht scheine sich die affektive
Situation der Versicherten gegenüber früher verschlechtert zu haben. Auch im
Vergleich zum Zeitpunkt der ABI-Begutachtung im Dezember 2013 habe sich die
gesundheitliche Situation verschlechtert. Dr. P._ diagnostizierte aktuell eine schwere
rezidivierende depressive Episode (ICD-10: F33.2) sowie Hinweise auf eine kombinierte
Persönlichkeitsstörung mit depressiven-negativistischen, paranoiden und zwanghaften
sowie selbstunsicheren Anteilen (ICD-10: F61.0). Er erachtete die Beschwerdeführerin
wegen den Einschränkungen/Schädigungen und der resultierenden fehlenden
dauerhaften Einsetzbarkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt aus psychiatrischer Sicht und
ohne Berücksichtigung der körperlichen Defizite zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 94 S.
7 f.).
A.k Der RAD erklärte in der Stellungnahme vom 15. September 2014, dass die
psychiatrische Diagnose von Dr. I._ unbeachtlich sei, da dieser kein Psychiater,
sondern ein Facharzt für Innere Medizin sei. Zum Arztbericht von Dr. P._ führte er
aus, dass der Psychiater keine objektiv feststellbaren Gesichtspunkte vorgebracht
habe, die geeignet wären, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen. Aus
versicherungsmedizinischer Sicht gebe es daher keinen Grund, von der bisherigen
Beurteilung abzuweichen (IV-act. 96).
A.l Am 16. September 2014 verfügte die IV-Stelle unter Entzug der aufschiebenden
Wirkung die revisionsweise Rentenaufhebung per 31. Oktober 2014 (IV-act. 97).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 16. September 2014 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 17. Oktober 2014. Die Beschwerdeführerin beantragt unter Kosten-
und Entschädigungsfolge die Aufhebung der Verfügung, die Feststellung, dass sie
weiterhin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe und die Wiederherstellung der
aufschiebenden Wirkung der Renteneinstellung. Zur Begründung wird insbesondere
angeführt, dass mit dem ABI-Gutachten der Beweis für eine Verbesserung des
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Gesundheitszustandes nicht erbracht werden könne. Gerügt wird zudem, dass sich die
ABI-Gutachter nicht vertieft mit den Akten auseinandergesetzt hätten und das
psychiatrische Teilgutachten unvollständig sei (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 14. Januar
2015 die Abweisung der Beschwerde. Sie macht im Wesentlichen geltend, das ABI-
Gutachten sei beweiskräftig. Zur Diagnose der anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung wurde erklärt, dass diese wie grundsätzlich sämtliche pathogenetisch-
ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische
Grundlage nur ausnahmsweise invalidisierender, d.h. einen Rentenanspruch
begründender Charakter habe. Zudem habe der Gutachter im Hinblick auf das
Schmerzsyndrom/Fibromyalgie die Förster-Kriterien geprüft und habe jedes einzelne
ausschliessen können. Hinzu komme, dass die Fibromyalgie als solche aus IV-
rechtlicher Sicht als syndromales Leiden nicht als invalidisierend anerkannt sei (act. G
6).
B.c Mit Zwischenentscheid vom 15. Januar 2015, IV 2014/480 Z, hat das
Versicherungs¬gericht das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
der gegen die Verfügung vom 16. September 2014 gerichteten Beschwerde
abgewiesen (act. G 7).
B.d In der Replik vom 11. Mai 2015 hielt die Beschwerdeführerin unverändert an der
Beschwerde fest. Zur Begründung wurde vorgebracht, dass es sich beim vorliegenden
Fall weder um eine Beurteilung eines Erstfalles noch um eine Revision im Rahmen der
Schlussbestimmungen zur 6. Revision des Invalidenversicherungsgesetzes handle,
weshalb eine Rentenrevision/Renteneinstellung eine Verbesserung des
Gesundheitszustandes gegenüber dem Zeitpunkt der Rentenzusprache voraussetze.
Dies sei vorliegend jedoch nicht gegeben (act. G 15).
B.e Die Beschwerdegegnerin hat mit Schreiben vom 28. Mai 2015 auf eine Duplik
verzichtet (act. G 17).

Erwägungen
1.
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Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit
der verfügten Rentenaufhebung vom 16. September 2014. Die Beschwerdegegnerin
vertritt den Standpunkt, es liege im Vergleich zur ursprünglichen Rentenzusprache eine
Sachverhaltsänderung vor, welche die Aufhebung der bisherigen Rentenleistung
rechtfertige (IV-act. 9, act. G 6). Die Beschwerdeführerin bestreitet dies (IV-act. 94, act.
G 1).
2.
2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor,
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50%
besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen
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Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit
Hinweisen).
2.4 In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass ein den
Beweisanforderungen grundsätzlich genügendes medizinisches Gutachten (BGE 125 V
351 f. E. 3a und b) nicht in Frage gestellt werden kann und nicht Anlass zu weiteren
Abklärungen besteht, wenn und sobald die behandelnden medizinischen
Fachpersonen nachher zu einer unterschiedlichen Beurteilung gelangen oder an
vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich
nur, wenn objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorgebracht werden, welche im
Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben waren und die geeignet sind, zu einer
anderen Beurteilung zu führen (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juli 2008,
9C_830/2007, E. 4.3 mit Hinweisen). Ferner kann eine psychiatrische Exploration von
der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet der begutachtenden
psychiatrischen Fachperson daher praktisch immer einen gewissen Spielraum,
innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich,
zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte oder die Expertin lege artis
vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 8C_694/2008, E. 5.1.1).
2.5 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und
das Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
3.
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3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so wird
die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht,
herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist
somit nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustands, sondern
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich
gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5).
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet
die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Prüfung des
Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht; vorbehalten bleibt die
Rechtsprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E.
5.4). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im
Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustands auf die Arbeitsfähigkeit
für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinn von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar
(Urteil des Bundesgerichts vom 3. November 2008, 9C_562/08, E 2.1).
3.2 Die ursprüngliche Zusprache einer ganzen Rente mit Wirkung ab 1. November
2000 (Verfügung vom 30. April 2002) beruhte auf der Annahme einer vollständigen
Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Hilfsarbeiterin
wie auch in Verweistätigkeiten. Diese Feststellung entstammt hauptsächlich den
Berichten des behandelnden Arztes Dr. F._ vom 27. Juli 2000 (Eingang SVA) und 31.
Dezember 2001 (IV-act. 10, 29), dem Bericht der Spitalärzte Dr. D._ und Dr. E._
vom 17. Mai 2000 (IV-act. 9), dem rheumatologischen-psychiatrischen Gutachten der
Fachärzte Dr. G._ und Dr. H._ vom 23. April 2001 (IV-act. 17) und dem Arztbericht
von Dr. H._ vom 17./19. Oktober 2001 (IV-act. 28). Die Spitalärzte diagnostizierten
damals insbesondere ein Fibromyalgie-Syndrom, eine Anpassungsstörung mit Angst-
und depressiven Symptomen gemischt sowie eine Stressinkontinenz (IV-act. 9). Im
bidisziplinären Gutachten wurde insbesondere ein chronisches primäres
Fibromyalgiesyndrom, eine chronische Epicondylitis radialis und ulnaris linksseitig
sowie eine Anpassungsstörung mit lediglich zeitweisen leichten bis mittelgradigen
depressiven Äquivalenten in Bezug auf den Umgang mit dem zweifelsfrei von
rheumatologischer Seite diagnostizierten Fibromyalgiesyndrom und den dazugehörigen
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diffusen Schmerzen des gesamten Bewegungsapparates diagnostiziert (IV-act. 17 S.
24, 25, 27, 34). Im Arztbericht vom 17./19. Oktober 2001 berichtete Psychiater Dr.
H._ über die verschlechterte gesundheitliche Situation. Er erachtete die
Beschwerdeführerin nun auch für die leichtesten Arbeiten nicht mehr als arbeitsfähig.
Die Beschwerdeführerin werde einerseits mit antidepressiven Medikamenten behandelt
und gleichzeitig in losen Abständen psychotherapeutisch etwas begleitet. Eine
intensive psychotherapeutische Behandlung sei bei der Beschwerdeführerin aufgrund
ihrer sehr einfachen Struktur gar nicht möglich (IV-act. 28). Der RAD schloss sich am
29. Januar 2002 diesen ärztlichen Einschätzungen an und erachtete die
Beschwerdeführerin als zu 100% arbeitsunfähig seit dem 9. November 1999 (IV-act.
30).
3.3 Die in den Jahren 2005 und 2009 durchgeführten Rentenrevisionen waren keine
umfassenden Prüfungen des Rentenanspruchs, denn es wurden lediglich
Verlaufsberichte von den behandelnden Ärzten eingeholt. Der RAD wurde jedoch nicht
beigezogen (IV-act. 81). Da die behandelnden Ärzte einen gleichbleibenden
Gesundheitszustand bescheinigten, wurde weiterhin eine ganze IV-Rente gewährt. Weil
in den Jahren 2005 und 2009 keine materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Einkommensvergleich
stattfand, ist vorliegend der zeitliche Referenzpunkt für die Prüfung einer
anspruchserheblichen Änderung die ursprüngliche Rentenverfügung vom 30. April
2002 (vgl. IV-act. 81).
4.
4.1 Zum Nachweis einer anspruchserheblichen Änderung stützt sich die
Beschwerdegegnerin im Rahmen der aktuellen Revision des Rentenanspruchs
insbesondere auf das ABI-Gutachten vom 5. Mai 2014, das auf im Dezember 2013
durchgeführten allgemeininternistischen, rheumatologischen, neurologischen und
psychiatrischen Untersuchungen beruht (IV-act. 82).
4.2 Im ABI-Gutachten wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
gestellt (IV-act. 82 S. 24 f.): Status nach akutem Schulterimpingement-Syndrom rechts
(ICD-10: M75.4); sonografisch (27.11.2012) gemäss Aktenlage intratendinöse
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Verkalkung im Bereich der medialen Anteile der Supraspinatussehne sowie kleine
Verkalkungen im Bereich der Infraspinatussehne; keine Hinweise für Läsion der
Rotatorenmanschette; deutlich verdickte Bursa subacromialis; Status nach
sonografisch gesteuerter intrabursaler Steroidinfiltration mit sehr gutem Effekt am
27.11.2013 und am 11.07.2013; sonografisch gesteuertes Needling geplant für
18.12.2013. Als Diagnosen ohne wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten
die Gutachter (IV-act. 82 S. 25): 1. Chronisches multilokuläres Schmerzsyndrom/
Fibromyalgie (ICD-10: M79.0), Verdacht auf anhaltende somatoforme Schmerzstörung
(ICD-10: F45.4); 2. Akzentuierte Persönlichkeitszüge (infantil) (ICD-10: Z73.1); 3.
Unspezifisches zervikal- sowie lumbalbetontes panvertebrales Schmerzsyndrom
(ICD-10: M53.8) bei Wirbelsäulenfehlhaltung und -fehlform, bei leichten Diskopathien
zervikal im Segment C5/6 und lumbal im Segment L5/S1 und bei muskulärer
Dysbalance mit Abschwächung der abdominellen und rückenstabilisierenden
Muskelgruppen; 4. Leichtes Karpaltunnelsyndrom beidseits, unter konservativer
Therapie in Remission (ICD-10: G52.0); 5. Leichtes obstruktives Schlafapnoesyndrom,
unter C-PAP-Therapie (ICD-10: G47.31); 6. Restless legs-Syndrom (ICD-10: G25.8); 7.
Beginnendes metabolisches Syndrom; 8. Status nach Nikotinabusus (ca. 30 py)
(ICD-10: Z86.4).
4.3
4.3.1 In der internistischen wie auch in der neurologischen Untersuchung wurden
keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (IV-act. 82 S. 8, S. 22 ff.).
4.3.2 In der rheumatologischen Untersuchung erwähnte die Beschwerdeführerin,
dass sich ihre Bewegungsfähigkeit nicht jedoch die Schmerzsymptomatik im Vergleich
zum Zeitpunkt der Begutachtung im Jahr 2001 verbessert habe. Gutachter Dr. E._
stellte einen Status nach einer sonografisch gesteuerten intrabursalen Steroidtherapie
rechts vom 27. November 2013 aufgrund eines subakromialen Impingements der
rechten Schulter bei deutlicher Bursitis subacromialis bei ausgedehnter Verkalkung im
Bereich der Supraspinatussehne fest und wies auf das für den 18. Dezember 2013
vorgesehene Needling der Kalkdepots der Supraspinatussehne rechts hin. Als Befund
erhob er am Achsenskelett eine Wirbelsäulenfehlhaltung und -fehlform sowie eine
allgemeine muskuläre Dekonditionierung mit Abschwächung der abdominellen und
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rückenstabilisierenden Muskelgruppen. Die Schmerzproblematik an der rechten
Schulter sei nachvollziehbar. Der Gutachter erklärte, dass die Beschwerdeführerin aus
rheumatologischer Sicht das Beschwerdebild einer Fibromyalgie erfülle. Er erachtete
körperlich regelmässig mittelschwere und schwere Tätigkeiten als nicht mehr
zumutbar. Dagegen sei die Beschwerdeführerin bezüglich leichter bis intermittierend
mittelschwerer, wechselbelastender Tätigkeiten zu 100% arbeits- und leistungsfähig
sicher ab dem Untersuchungsdatum im Dezember 2013. Voraussetzung sei, dass die
Arbeitsplatzbedingungen es der Beschwerdeführerin ermöglichten, ihre Arbeitsposition
regelmässig selbständig zu wechseln und stereotype Rotationsbewegungen von HWS
und LWS, Arbeiten in anhaltender Oberkörper-Vorneigeposition, repetitive
Überkopfarbeiten sowie schwer manuell belastende Tätigkeiten vermieden würden.
Das Heben, Stossen, Ziehen und Tragen von Lasten bis zur Taille sei auf 15 kg, über
Taille bis 10 kg möglich (IV-act. 82 S. 12 ff. insb. S. 20; vgl. auch IV-act. 82 S. 26 und
28).
4.3.3 Für die psychiatrische Untersuchung waren zwei Stunden veranschlagt.
Effektiv dauerte die Untersuchung knapp eine Stunde (vgl. IV-act. 78 S. 2, 82 S. 10).
Die Beschwerdeführerin machte insbesondere Schmerzen im Nacken, in den Gelenken
und im Rücken sowie die fehlende Kraft in der linken Hand und ihre Vergesslichkeit
geltend. Der Psychiater erhob als Diagnose den Verdacht auf eine anhaltende
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) und akzentuierte Persönlichkeitszüge
(infantil; ICD-10: Z73.1; IV-act. 82 S. 10 f.). Er erklärte, dass aus psychiatrischer Sicht
eine Arbeitsunfähigkeit lediglich durch die anhaltende somatoforme Schmerzstörung
begründet werden könne. Da sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen
zwischenzeitlich verändert hätten, könne nur noch in Ausnahmefällen von einer
Unüberwindbarkeit der Schmerzen ausgegangen werden. Mit Verweis auf die Förster-
Kriterien erklärte der Gutachter, dass eine solche Ausnahme bei der
Beschwerdeführerin nicht vorliege. So liesse sich unter Beachtung der Förster-Kriterien
keine komorbide Störung von anhaltender Dauer, Intensität und Schwere nachweisen.
Eine chronisch-körperliche Begleiterkrankung liege nicht vor, ein sozialer Rückzug in
allen Lebensbelangen finde nicht statt, bei Ausbruch der Störung könne kein
unbewusster psychischer Konflikt nachgewiesen und ein mehrjähriger chronifizierter
Verlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik könne nicht bestätigen
werden. Der Verlauf in den letzten Jahren zeige eine Besserungstendenz, auch
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betreffend der somatoformen Symptomatik. Eine Therapieresistenz könne ebenso nicht
bestätigt werden, da die Beschwerdeführerin in den letzten Jahren keine spezifische
Behandlung mehr verfolgt habe. Hinsichtlich der früher auf der Basis eines
Fibromyalgiesyndroms beschriebenen Anpassungsstörung mit zeitweise leichten bis
mittelgradigen depressiven Äquivalenten könne mit den aktuell vorliegenden Befunden
keine depressive Störung mehr belegt werden. Leichtere Verstimmungen seien im
Rahmen der Grundstörung der somatoformen Schmerzstörung zu erklären. Im
Weiteren führte der Gutachter verschiedene Ressourcen der Beschwerdeführerin als
Beleg für die Überwindbarkeit der Schmerzen und für die Arbeitsfähigkeit an (vgl. IV-
act. 82 S. 11 f.).
4.3.4 Im Rahmen der versicherungsmedizinischen Konsensbeurteilung folgerten die
ABI-Gutachter, dass es der Beschwerdeführerin zumutbar sei, die notwendigen
Willensanstrengungen aufzubringen, um trotz subjektiver Beschwerden einer
Erwerbstätigkeit nachzugehen, weshalb die Diagnosen multilokuläres
Schmerzsyndrom/Fibromyalgie, Verdacht auf anhaltende somatoforme
Schmerzstörung und unspezifisches zervikal- sowie lumbalbetontes panvertebrales
Schmerzsyndrom keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Hinsichtlich der bei
der Begutachtung im Jahr 2001 diagnostizierten Anpassungsstörung mit zeitweiser
leichter bis mittelgradiger Depression bzw. einer depressiven Überlagerung eines
Fibromyalgiesyndroms erklärten die ABI-Gutachter, da keine psychiatrische
Behandlung mehr stattgefunden habe, sei eine allenfalls früher vorhandene Depression
in der Zwischenzeit remittiert (IV-act. 82 S. 27).
4.4 Die Beschwerdeführerin erachtet das ABI-Gutachten nicht als beweiskräftig für
den Nachweis einer relevanten Verbesserung des Gesundheitszustandes und verweist
dabei auf die Arztberichte von Dr. I._ und Dr. P._ vom 27. August 2014 (IV-act. 94
S. 6) bzw. 28. August 2014 (IV-act. 94 S. 7 f.), gemäss denen nach wie vor von einer
erheblichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Die
Beschwerdeführerin macht denn auch geltend, ihr Gesundheitszustand sei von den
ABI-Gutachtern und insbesondere vom psychiatrischen Gutachter nur ungenügend
abgeklärt worden. Es fehle eine Auseinandersetzung mit der Diagnose Fibromyalgie
sowie den dem Rentenentscheid von 2002 zugrundeliegenden Arztberichten und
Berichten über die berufliche Eingliederung. Mit Verweis auf das Arztzeugnis von Dr.
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I._ vom 27. August 2014 wird die gutachterliche Aussage bestritten, dass die
Beschwerdeführerin über längere Zeit in keiner psychiatrischen Behandlung mehr
gewesen sei. Im Weiteren stellt die Beschwerdeführerin die Objektivität des
psychiatrischen Gutachters in Frage, da sie nicht wie vom psychiatrischen Gutachter
erwähnt eine "muslimische Burka" sondern nur ein normales Kopftuch getragen habe
(act. G 1 S. 5 ff.; IV-act. 82 S. 10).
4.5 Hinsichtlich der erhobenen Befunde ist festzuhalten, dass nebst der
(arbeitsfähigkeitsrelevanten) Schulterproblematik auch ein Schmerzsyndrom/eine
Fibromyalgie und der Verdacht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und
weitere diffuse wandernde Ganzkörperbeschwerden im Vordergrund stehen. Der
psychiatrische Gutachter Dr. N._ erklärte denn auch, dass sich aus psychiatrischer
Sicht eine Arbeitsunfähigkeit lediglich durch die anhaltende somatoforme
Schmerstörung begründen liesse. Da sich jedoch unter Beachtung der Förster-Kriterien
keine komorbide Störung von anhaltender Dauer, Intensität und Schwere nachweisen
liesse, erachtete der Gutachter die Schmerzstörung als unbeachtlich. Festzustellen ist
deshalb, dass zum Überprüfungszeitpunkt weiterhin auch von einem nach wie vor
unklaren Beschwerdebild auszugehen ist.
5.
5.1 Gemäss bisheriger Rechtsprechung vermochten somatoforme Schmerzstörungen
und ähnliche pathogenetisch-ätiologisch unklare syndromale Leidenszustände in der
Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 19.
Januar 2015, 8C_689/2014, E. 2.1, mit Hinweisen auf BGE 136 V 279 E. 3, 130 V 352 E.
2.2.2 und 2.2.3, 132 V 65, 131 V 49 und 130 V 396). Die - nur in Ausnahmefällen
anzunehmende - Unzumutbarkeit eines Wiedereinstiegs in den Arbeitsprozess setzte
das Vorliegen einer mitwirkenden, psychisch ausgewiesenen Komorbidität von
erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer oder aber das Vorhandensein
anderer qualifizierter, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien voraus,
wie chronische körperliche Begleiterkrankungen und mehrjähriger Krankheitsverlauf bei
unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerfristige Remission, ein
ausgewiesener sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, ein verfestigter,
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therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Verlauf einer an sich
missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer
Krankheitsgewinn) oder schliesslich unbefriedigende Behandlungsergebnisse trotz
konsequent durchgeführter Behandlungsbemühungen (auch mit unterschiedlichem
therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei
vorhandener Motivation und Eigenanstrengung der versicherten Person (BGE 130 V
352 E. 2.2.3). Je mehr dieser Kriterien zutrafen und je ausgeprägter sich die
entsprechenden Befunde darstellten, desto eher waren die Voraussetzungen für eine
zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 139 V 547 E. 9; 137 V 64 E. 4.1; 131
V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
5.2 Die vorstehend zusammengefasst wiedergegebene Rechtsprechung erfuhr durch
BGE 141 V 281 eine Praxisänderung. Zusammenfassend erwog das Bundesgericht (E.
6), dass die Invaliditätsbemessung bei psychosomatischen Störungen stärker als
bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen, die sich aus denjenigen Befunden
ergäben, welche auch für die Diagnose der Gesundheitsbeeinträchtigung massgebend
seien, zu berücksichtigen habe, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen
niederschlagen müsse (E. 2). Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit (E. 3) habe die durch
BGE 130 V 352 begründete Rechtsprechung die Sicherstellung eines gesetzmässigen
Versicherungsvollzuges (E. 3.4.1.1) mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe bzw. (seit E.
7.3 von BGE 130 V 396 und 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung (E. 3.1 und 3.2)
bezweckt. An dieser Rechtsprechung sei nicht mehr festzuhalten (E. 3.4 und 3.5). Das
bisherige Regel/Ausnahme-Modell werde durch ein strukturiertes Beweisverfahren
ersetzt (E. 3.6). An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG - ausschliessliche
Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung und objektivierte
Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweislast der rentenansprechenden Person (Art.
7 Abs. 2 ATSG) - ändere sich dadurch nichts (E. 3.7). An die Stelle des bisherigen
Kriterienkatalogs (bei anhaltender somatoformer Schmerzstörung und vergleichbaren
psychosomatischen Leiden) würden im Regelfall beachtliche Standardindikatoren
treten (E. 4). Diese liessen sich in die Kategorien Schweregrad (E. 4.3) und Konsistenz
der funktionellen Auswirkungen einteilen (E. 4.4). Auf den Begriff des primären
Krankheitsgewinnes (E. 4.3.1.1) und die Präponderanz der psychiatrischen
Komorbidität (E. 4.3.1.3) sei zu verzichten. Der Prüfungsraster sei rechtlicher Natur (E. 5
Ingress). Recht und Medizin wirkten sowohl bei der Formulierung der
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Standardindikatoren (E. 5.1) wie auch bei deren - rechtlich gebotener - Anwendung im
Einzelfall zusammen (E. 5.2). Die Anerkennung eines rentenbegründenden
Invaliditätsgrades sei nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der
medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand
der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen seien. Fehle es daran, habe die Folgen der
Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu
tragen.
5.3 In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngemäss wie in BGE 137 V 210
vorzugehen. Nach diesem Entscheid verlieren gemäss altem Verfahrensstandard
eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer
gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den
erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die
vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 137 V 210 E. 6). In
sinngemässer Anwendung auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten
Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die beigezogenen
administrativen und/oder gerichtlichen Sachverständigengutachten - gegebenenfalls im
Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten - eine schlüssige Beurteilung im Lichte
der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -
dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (BGE 141 V
281 E. 8).
5.4 Zwar hatten die Ärztinnen und Ärzte bereits bis anhin ihre Stellungnahmen zur
Arbeitsfähigkeit so substanziell wie möglich zu begründen, und es war für die ärztliche
Plausibilitätsprüfung wichtig, in welchen Funktionen die versicherte Person
eingeschränkt ist. Die diesbezüglichen Anforderungen hat das Bundesgericht aber
nunmehr dahin gehend konkretisiert, dass aus den medizinischen Unterlagen genauer
als bisher ersichtlich sein muss, welche funktionellen Ausfälle in Beruf und Alltag aus
den versicherten Gesundheitsschäden resultieren. Diagnosestellung und - in der Folge
- Invaliditätsbemessung haben somit stärker als bis anhin die entsprechenden
Auswirkungen der diagnoserelevanten Befunde zu berücksichtigen. Medizinisch muss
schlüssig begründet sein, inwiefern sich aus den funktionellen Ausfällen bei
objektivierter Zumutbarkeitsbeurteilung anhand der Standardindikatoren eine
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Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergibt (BGE 141 V 281 E. 6; Urteil des
Bundesgerichts vom 5. September 2015, 8C_10/2015, E. 4.2).
6.
6.1 Die bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen, insbesondere das von der
Beschwerdegegnerin als beweistauglich erachtete ABI-Gutachten vom 5. Mai 2014 (IV-
act. 82) und die Stellungnahme des RAD vom 15. September 2014 (IV-act. 96),
erlauben keine schlüssige Beurteilung im Lichte der Beurteilungsindikatoren gemäss
BGE 141 V 281 wie nachfolgend dargelegt.
6.2 Das ABI-Gutachten wurde noch vor dem Hintergrund des BGE 130 V 352
beziehungsweise der Überwindbarkeitsvermutung erstellt, und die invalidisierende
Wirkung der Schmerzstörung wurde insbesondere mit Blick auf das Vorliegen einer
psychiatrischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer geprüft
und verneint.
6.3 Es fehlen Ausführungen zum funktionellen Schweregrad der Störung und eine
umfassende Ressourcenprüfung. Die vom psychiatrischen Gutachter angeführten
Ressourcen basieren zudem verschiedentlich auf Vermutungen bzw. nicht belegten
Annahmen (vgl. nachfolgende Erwägung 6.4). Die Expertise ist auch insofern nicht
umfassend, als sie keine fundierte Prüfung der Diagnosen unter dem Gesichtspunkt
allfälliger Fallumstände enthält, die die Gesundheitsschädigung als nicht
rechtserheblich erscheinen lassen (vgl. dazu BGE 141 V 281 E. 2.2). Ebenso wenig
lassen sich gestützt darauf die bei der Beschwerdeführerin relevanten Indikatoren
hinsichtlich funktionellem Schweregrad und Konsistenz der funktionellen Auswirkungen
der massgeblichen Befunde abschliessend beurteilen (vgl. dazu BGE 141 V 281 E. 4.3
u. 4.4).
6.4 Zur psychiatrischen Begutachtung bzw. zum psychiatrischen Teilgutachten ist
festzustellen, dass das Nichtvorliegen einer relevanten depressiven Erkrankung im
Gutachten insbesondere damit begründet wird, dass die Beschwerdeführerin seit dem
Jahr 2009 in keiner psychiatrischen Behandlungen mehr gewesen sei. Dieser Annahme
steht jedoch die Aussage von Dr. I._ entgegen, dass er die Beschwerdeführerin in
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den letzten Jahren in der Hausarztpraxis (auch) psychiatrisch behandelt und
antidepressive Medikamente verschrieben habe (vgl. IV-act. 94 S. 6). Hinzu kommt,
dass sich die Beschwerdeführerin vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom 16.
September 2014 wegen des verschlechterten Gesundheitszustandes ab dem 10. Juli
2014 bei Psychiater Dr. P._ in Behandlung begab (IV-act. 94 S. 7). Hinsichtlich der im
Gutachten genannten Ressourcen ist festzustellen, dass diese als Nachweis für
ausreichende Ressourcen und damit für eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ungenügend
sind. So sind die erwähnten sportlichen Aktivitäten (Schwimmen, Spazieren), wozu die
Beschwerdeführerin ärztlicherseits aufgefordert wurde, als ergänzende therapeutische
Massnahme zur Physiotherapie anzusehen. Aus der Verwendung eines
Motorfahrzeuges (zum Erledigen von Einkäufen) kann erfahrungsgemäss nicht
zwangsläufig gefolgert werden, dass jemand genügend Ressourcen für die Ausübung
einer Erwerbstätigkeit hat. Die Mitgliedschaft in einem Verein ist insbesondere dann
kein Nachweis von Ressourcen, wenn es sich wie vorliegend nicht um eine aktiv
gelebte Mitgliedschaft handelt (vgl. IV-Fragebogen vom 1. Mai 2013, IV-act. 64 S. 4).
Wie aus dem Besuch der Schwester in Q._ auf (wirtschaftlich verwertbare)
Ressourcen geschlossen werden kann, erschliesst sich nicht aus dem Gutachten (vgl.
IV-act. 82 S. 10 und 18). Selbst bei der Erledigung des Dreipersonen-Haushalts ist die
Beschwerdeführerin offensichtlich auf die Unterstützung von ihrem Ehemann und ihrem
jüngsten, erwachsenen Sohn sowie von der Pro Senectute, welche bei den
wöchentlichen Reinigungsarbeiten hilft, angewiesen. Der regelmässige soziale Kontakt
ist auf die engsten Familienmitglieder beschränkt und als regelmässige
Freizeitbeschäftigungen werden lediglich das Lesen von Romanen und das abendliche
Fernsehen (keine Nachrichtensendungen) erwähnt (vgl. IV-act. 82 S. 10).
7.
Nach dem Dargelegten wurde im vorliegend zu beurteilenden Verfahren der
rechtserhebliche Sachverhalt nicht rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt (Art. 43 ff.
ATSG). Eine Rückweisung der Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes
(Art. 43 Abs. 1 ATSG) an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung ist unter
diesen Umständen angezeigt, da sich die Notwendigkeit weiterer Abklärungen
einerseits aus dem Kontext der gesamten Aktenlage und andererseits in
Berücksichtigung der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung ergibt. Hinzu
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kommt, dass eine weitgehende Verlagerung der Expertentätigkeit von der
administrativen auf die gerichtliche Ebene sachlich nicht wünschbar ist (vgl. zum
Ganzen BGE 137 V 210 E. 4.2). Im Rahmen der neuen (ergänzenden) Begutachtung
sind sämtliche bisher verfassten ärztlichen Berichte von den Experten zu würdigen. Die
Gutachter haben anhand der Indikatoren zu berücksichtigen, welche Auswirkungen die
Leiden auf die Arbeits- und Alltagsfunktionen der Beschwerdeführerin haben.
Einzubeziehen sind auch die Ressourcen, welche die Leistungsfähigkeit der
Beschwerdeführerin begünstigen können. Entscheidend und abzuklären ist weiter, ob
die geltend gemachten Einschränkungen in den verschiedenen Lebensbereichen
(Arbeit, Haushalt und Freizeit) gleichermassen auftreten und ob sich der Leidensdruck
in der (fortgesetzten) Inanspruchnahme allfälliger therapeutischer Möglichkeiten zeigt.
Sollten sich die Gutachter (insb. Rheumatologe, Psychiater) ausser Stande sehen, eine
zuverlässige Einschätzung des leistungsmässig Machbaren vorzunehmen, wäre eine
erneute Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) bzw. die Durchführung
von Arbeitsversuchen zu prüfen. Nach Vorliegen der entsprechenden medizinischen
Ergebnisse hat die Beschwerdegegnerin eine neue Verfügung zu erlassen.
8.
8.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die
Verfügung vom 16. September 2014 aufzuheben ist und die Akten im Sinne der
Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme ergänzender Abklärungen und
zum Erlass einer neuen Verfügung zurückzuweisen sind.
8.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis Fr.
1'000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- erscheint
als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als volles
Obsiegen (BGE 132 V 215 E. 6.2). Somit unterliegt die Beschwerdegegnerin
vollumfänglich. Sie hat deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.- zu bezahlen.
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.- ist der Beschwerdeführerin
zurückzuerstatten.
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8.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.- bis Fr. 12'000.-. Im hier zu
beurteilenden Fall erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.