Decision ID: eaf1ca80-9d9d-5b84-b191-454fab867b80
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war als Hilfsfensterbauer bei der B._ GmbH
angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva)
gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 17. Oktober 2016 liess er durch seine
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Arbeitgeberin melden, er sei am 21. September 2016 auf einer Treppe gestolpert und
habe sich am rechten Bein verletzt (Suva-act. 1). Die Erstbehandlung hatte am
Unfalltag in der Zentralen Notfallaufnahme (nachfolgend: ZNA) des Kantonsspitals St.
Gallen (nachfolgend: KSSG) stattgefunden, wo röntgenologisch keine Frakturen hatten
nachgewiesen werden können. Der Versicherte war mit einer De Royal-Schiene, der
Anweisung auf Belastung nach Massgabe der Beschwerden und der Bescheinigung
einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 15) nach Hause entlassen worden (Suva-
act. 6-2).
A.b Am 18. Oktober 2016 wurde beim Versicherten bei persistierenden Schmerzen im
rechten OSG über dem medialen Malleolus eine MRT-Untersuchung im Röntgeninstitut
C._ durchgeführt, welche eine leichtest dislozierte mediale Malleolarfraktur mit Bone
bruise über dem medialen Malleolus sowie vermehrter Flüssigkeit im OSG zur
Darstellung brachte (Suva-act. 14). Der Versicherte wurde am selben Tag auf der ZNA
des KSSG vorstellig, wo eine radiologische Zweitbefundung die Fraktur bestätigte. Die
behandelnden Ärzte diagnostizierten eine undislozierte mediale Malleolarfraktur vom
21. September 2016 bei OSG-Distorsion in Hyperextension rechts, verordneten dem
Versicherten einen Vacopedstiefel und bescheinigten ihm ab 18. Oktober 2016 eine
100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 6 f., 20).
A.c Mit Schreiben vom 19. Oktober 2016 sicherte die Suva dem Versicherten die
gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu (Suva-act. 4).
A.d Anlässlich einer Untersuchung in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG vom 2. November 2016 gab der
Versicherte weiterhin Schmerzen im Bereich des OSG rechtsseitig, vor allem aber auch
Schmerzen im ganzen rechten Bein dorsalseitig an. Diese würden von gluteal rechts
bis in den Unterschenkel rechts ausstrahlen. Sensomotorisch bestünden keine
Ausfälle. Die behandelnden Ärzte leiteten eine MRT-Untersuchung der LWS in die
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Wege. Bezüglich der Malleolarfraktur teilten sie dem Versicherten mit, dass er den
Vacomedstiefel nicht mehr benötige (Suva-act. 10). Bei der am 4. November 2016 im
KSSG durchgeführten MRT-Untersuchung der Wirbelsäule konnte bei gesehener
Diskushernie L5/S1 keine Nervenwurzelkompressionen ausgemacht werden (Suva-act.
13, 22). Am 15. Dezember 2016 wurde im KSSG das OSG rechts röntgenologisch
angeschaut. Die mediale Malleolarfraktur zeigte eine deutliche Konsolidation (Suva-act.
21). Ärztlich bescheinigt war der Versicherte weiterhin zu 100% arbeitsunfähig (Suva-
act. 9 f., 13, 19).
A.e Am 30. Januar 2017 legte die Suva den Schadenfall ihrem Kreisarzt Dr. med.
D._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, zur Beurteilung der Kausalität der OSG- und
Rückenbeschwerden zum Unfall vom 21. September 2016 und der unfallbedingten
Arbeitsfähigkeit vor. In seiner Beurteilung vom 31. Januar 2017 bejahte Dr. D._
weiterhin die Unfallkausalität der OSG-Beschwerden und schätzte die Arbeitsfähigkeit
"bei nachgewiesener knöcherner Konsolidation" der Fraktur auf 50%. Eine
Unfallkausalität der Rückenbeschwerden verneinte er (Suva-act. 32). Die Suva teilte
dem Versicherten daraufhin mit Schreiben vom 6. Februar 2017 die Herabsetzung der
Taggeldleistungen entsprechend einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ab 9. Februar 2017
und die Leistungsablehnung bezüglich der Rückenbeschwerden mit (Suva-act. 34).
A.f Anlässlich einer Untersuchung vom 7. Februar 2017 diagnostizierte der
behandelnde Arzt des KSSG einen Verdacht auf ein lumboradikuläres
Schmerzsyndrom S1 rechts seit OSG-Distorsion am 21. September 2016 mit nicht
dislozierter medialer Malleolarfraktur (Suva-act. 36), worauf der Versicherte am 9.
Februar 2017 mittels Sacralblock behandelt wurde (Suva-act. 37).
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A.g Am 10. Februar 2017 wurde dem Versicherten von seinem Hausarzt, Dr. med.
E._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis für
eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit ausgestellt (Suva-act. 35).
A.h Am 3. März 2017 überwies Dr. E._ den Versicherten wegen persistierender
belastungsabhängiger Schmerzen im Bereich des medialen Malleolus für eine
Reevaluation ins KSSG (Suva-act. 42).
A.i Anlässlich eines Telefongesprächs vom 7. März 2017 mit der Suva teilte die
Ehefrau des Versicherten mit, ihr Mann könne die Arbeit wegen der Fussbeschwerden
rechts nicht zu 50% aufnehmen. Bezüglich der Rückenbeschwerden gehe es ihm
jedoch wieder besser und es bestehe diesbezüglich keine Arbeitsunfähigkeit mehr
(Suva-act. 40).
A.j Am 9. März 2017 beurteilte Dr. D._ die unfallbedingte Arbeitsfähigkeit des
Versicherten vom 31. Januar 2017 bis 9. März 2017 auf 50%, aktuell auf 75% und ab 1.
April 2017 auf 100% (Suva-act. 41). Die Suva teilte dem Versicherten darauf mit
Schreiben vom 10. März 2017 eine entsprechende Taxation des Taggeldes mit. Die
unfallbedingten Behandlungskosten betreffend den rechten Fuss übernehme sie
weiterhin (Suva-act. 43).
A.k Am 30. März 2017 fand im KSSG die Reevaluation hinsichtlich der weiterhin
bestehenden Beschwerden im Bereich der rechten unteren Extremität statt. Eine
Röntgenuntersuchung zeigte nun eine in anatomischer Position vollständig
konsolidierte Malleolarfraktur rechts. Aufgrund der klinischen Untersuchung
diagnostizierten die untersuchenden Ärzte indessen eine Plantarfasziitis Fuss rechts
mit verkürzter Gastrocnemius-Muskulatur mit/bei konservativer Therapie einer initial
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verspätet diagnostizierten undislozierten medialen Malleolarfraktur rechts vom 21.
September 2016. Der Versicherte sei durch die Plantarfasziitis so sehr gestört, dass er
nicht arbeitsfähig sei (Untersuchungsbericht vom 3. April 2017, Suva-act. 45; vgl. auch
Suva-act. 48).
A.l Über eine Untersuchung des Versicherten vom 27. April 2017 berichteten die Ärzte
des KSSG am 2. Mai 2017, dass ihn die Schmerzen mittlerweile stark psychisch
belasten würden. Bis zur Beurteilung der Schmerzen im Schmerzzentrum sei eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit sinnvoll (Suva-act. 51).
A.m Nach einer kreisärztlichen Beurteilung der Unfallkausalität der Plantarfasziitis
rechts durch Dr. D._ vom 10. Mai 2017 bzw. der Verneinung der Unfallkausalität
(Suva-act. 52) verfügte die Suva am 12. Mai 2017 die sofortige Einstellung der
Versicherungsleistungen (Suva-act. 54).
B.
B.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte am 16. August 2017 durch
Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner, St. Gallen, Einsprache erheben und ein Schreiben
von Dr. E._ vom 27. Juli 2017 einreichen (Suva-act. 66).
B.b Nach Einholung einer Beurteilung ihres Kreisarztes Dr. D._ (Suva-act. 69) lehnte
die Suva die Einsprache mit Entscheid vom 28. September 2017 ab (Suva-act. 70).
C.
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C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 28. September 2017 erhob Rechtsanwalt
Zahner für den Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 26. Oktober 2017
Beschwerde mit dem Antrag, der Einspracheentscheid sei vollumfänglich aufzuheben
und es seien dem Beschwerdeführer die ihm zustehenden Leistungen nach UVG
auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act.
G1).
C.b In Ergänzung der Beschwerde reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
am 18. Dezember 2017 einen Sprechstundenbericht von Dr. med. F._, FMH
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Fusszentrum,
Orthopädie G._, vom 30. November 2017 ein (act. G5, G5.1).
C.c Mit Beschwerdeantwort vom 5. Januar 2018 beantragte die Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen
Einspracheentscheids (act. G7) und reichte eine Beurteilung von Dr. med. H._,
Facharzt Chirurgie und Unfallchirurgie, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, vom
4. Januar 2018 ein (Suva-act. 85).
C.d Mit Replik vom 24. Januar 2018 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
an seinen Anträgen gemäss Beschwerdeschrift fest (act. G10).
C.e Mit Schreiben vom 22. Februar 2018 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die
Einreichung einer umfassenden Duplik (act. G12).

Erwägungen
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1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zur Diskussion steht, die bis 31.
Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
2.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art.
6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat
zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG).
Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für
Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten
Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE
HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.).
Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher
Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf
Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht
nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 123 III 110,
112 V 30, 107 V 173, RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54 f.). Bei physischen
Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem
natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers
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praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 mit Hinweisen; SRV 2000 UV Nr. 14 S. 45). Ob
ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit;
die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen; THOMAS LOCHER/
THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, §
70 Rz. 58 f.; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4). Ebenso wie der
leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder
kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es
sich bei der Einstellung von Versicherungsleistungen um eine anspruchsaufhebende
Tatfrage handelt, liegt die Beweislast für den Wegfall der vom Unfallversicherer
zunächst anerkannten natürlichen Kausalität - anders als bei der Frage, ob ein
leistungsbegründender Kausalzusammenhang überhaupt je gegeben war - nicht bei
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46
E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 263 f. E. 3b; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O, S. 54 f.).
Diese Rechtsprechung beschlägt dabei einzig die rechtlichen Folgen der Abklärung,
insofern als dem Unfallversicherer die Beweislast zugewiesen wird für den Fall, dass
ungeklärt bleibt, ob dem Unfall (noch) eine kausale Bedeutung für den andauernden
Gesundheitsschaden zukommt. Bevor sich aber überhaupt die Frage der Beweislast
stellt, ist der Sachverhalt im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes richtig und
vollständig zu klären (Urteil des Bundesgerichts vom 4. August 2007, 8C_354/2008, E.
2.2).
2.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln,
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
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auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der
medizinischen Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Nach der
Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im
Wesentlichen gestützt auf versicherungsinterne medizinische Beurteilungen zu
entscheiden. Ein Anspruch auf eine versicherungsexterne Begutachtung besteht
gemäss Rechtsprechung nicht. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch
strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende
Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 465). Schliesslich ist darauf hinzuweisen,
dass reine Beurteilungen aufgrund der Akten beweiskräftig sein können, sofern ein
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche
Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die
direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil
des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1).
3.
Vorliegend steht unstreitig fest, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für
das Unfallereignis vom 21. September 2016 ursprünglich anerkannt und für
ausgewiesene Arbeitsunfähigkeiten und durchgeführte Heilbehandlungen Taggeld-
bzw. Heilkostenleistungen gewährt hat. Sie verneint jedoch ihre Leistungspflicht in
Bezug auf einen Taggeldanspruch des Beschwerdeführers ab 1. April 2017 und einen
solchen auf Heilbehandlung ab Datum der Verfügung (12. Mai 2017; Suva-act. 54 in
Verbindung mit Suva-act. 43). Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu
beurteilen ist die Unfallkausalität bzw. das Andauern der Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin über den 31. März 2017 hinaus für Taggeld (Suva-act. 45, 51, 53)
und über den 12. Mai hinaus für Heilbehandlung (Suva-act. 71, 84) im Zusammenhang
mit dem rechten OSG. Einig sind sich die Verfahrensparteien darin, dass der
Beschwerdeführer beim Unfall vom 21. September 2016 keine Rückenverletzung
erlitten hat und die im Bereich seiner LWS radiologisch erhobenen strukturellen
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Gesundheitsschäden degenerativer Natur sind (vgl. Suva-act. 22, 36). Entsprechend
macht er diesbezüglich keine Leistungsansprüche geltend.
4.
4.1 Vorliegend liess die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt zunächst
wiederholt durch ihren Kreisarzt Dr. D._ prüfen (Kurzbeurteilungen vom 31. Januar
[Suva-act. 32], 9. März [Suva-act. 41] und 10. Mai 2017 [Suva-act. 52]) und verneinte
ihre Leistungspflicht mit Verfügung vom 12. Mai 2017 (Suva-act. 54) bzw.
angefochtenem Einspracheentscheid vom 29. September 2017 (Suva-act. 70) gestützt
auf dessen neuerliche Beurteilung vom 19. September 2017 (Suva-act. 69). Nach
Beschwerdeerhebung, d.h. zusammen mit der Beschwerdeantwort vom 5. Januar 2018
(act. G7), reichte sie die chirurgische Beurteilung von Dr. H._ vom 4. Januar 2018
(Suva-act. 85) zu der ihm gestellten Kausalitätsfrage ein. Es ist deshalb zu prüfen, ob
die Beschwerdegegnerin mit diesem Vorgehen das Prinzip des Devolutiveffekts verletzt
hat.
4.2 Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ATSG
Devolutiveffekt zu. Eingeschränkt wird jedoch der Devolutiveffekt durch Art. 53 Abs. 3
ATSG, welcher bestimmt, der Versicherungsträger könne eine Verfügung oder einen
Einspracheentscheid, gegen den Beschwerde erhoben wurde, so lange wiederwägen,
bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Die formgültige
Beschwerdeerhebung begründet die alleinige Zuständigkeit des kantonalen
Versicherungsgerichts, über das in der angefochtenen Verfügung bzw. im
angefochtenen Entscheid geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Somit verliert die
Verwaltung die Herrschaft über den Streitgegenstand und zwar insbesondere auch in
Bezug auf die tatsächlichen Verfügungs- und Entscheidgrundlagen. Die
Beschwerdeinstanz hat den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen zu
ermitteln und ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden (Art. 61 lit. c und d
ATSG). Folgerichtig ist es der Verwaltung grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des
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Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, soweit sie den
Streitgegenstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen
Verfügung durch Erlass einer neuen abzielen. Die gegenteilige Auffassung hat eine
Vermengung von Verwaltungs- und erstinstanzlichem Beschwerdeverfahren zur Folge.
Es bliebe diesfalls unklar, welchen beweisrechtlichen Regeln die pendente lite durch
die Verwaltung angeordneten Abklärungsmassnahmen unterworfen sind und
überhaupt, wie sich die Rechtsstellung der versicherten Person im Verfahren bestimmt.
Eine solche Prozessgestaltung weckt auch deswegen Bedenken, weil damit allfällige
Versäumnisse der Verwaltung bezüglich ihres gesetzlichen Abklärungsauftrags
korrigiert würden und dem Rechtsmittelverfahren im Ergebnis eine Ersatzfunktion für
die administrative Untersuchungspflicht überbunden würde (vgl. BGE 136 V 5 E. 2.5,
127 V 231 f. E. 2b/aa mit Hinweisen).
4.3 Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht sollte gemäss Art. 61 lit. a
ATSG einfach und rasch sein. Die anzustrebende Raschheit des Verfahrens schliesst
es aus, dass die Verwaltung während des kantonalen Verfahrens umfangreiche und
zeitraubende Zusatzabklärungen tätigt. Aufgrund der gebotenen Einfachheit des
Prozesses kann der Versicherungsträger im Weiteren rechtsprechungsgemäss keine
Abklärungsmassnahmen treffen, welche der Mitwirkung der versicherten Person
bedürften. Erlaubt sind der Verwaltung demgegenüber in aller Regel punktuelle
Abklärungen (wie das Einholen von Bestätigungen, Bescheinigungen oder auch
Rückfragen bei medizinischen Fachpersonen oder anderen Auskunftspersonen).
Wegleitende Gesichtspunkte für die Beantwortung der Frage, was im kantonalen
Verfahren noch zulässiges Verwaltungshandeln darstellt, bilden die inhaltliche
Bedeutung der Sachverhaltsvervollständigung und die zeitliche Intensität allfälliger
weiterer Abklärungsmassnahmen (BGE 136 V 6 E. 2.7 mit Hinweisen auf BGE 127 V
231 ff. E. 2b/aa und bb).
4.4 Bei der 15-seitigen chirurgischen Beurteilung von Dr. H._ handelt es sich zwar
um eine umfassende und umfangreiche Stellungnahme (Suva-act. 85). Die
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Beschwerdegegnerin hat jedoch den massgeblichen medizinischen Sachverhalt bereits
vor Erlass ihrer Verfügung und des angefochtenen Einspracheentscheids durch ihren
Kreisarzt Dr. D._ abklären lassen, dessen ärztliche Beurteilung vom 19. September
2017 (Suva-act. 69) mit umfassender Anamnese und medizinischer Beurteilung
ebenfalls als ausführlich bezeichnet werden kann. Der Beschwerdegegnerin kann damit
nicht vorgeworfen werden, sie habe die notwendigen Abklärungsmassnahmen in ein
späteres Verfahren verschoben. Die interne versicherungsmedizinische
Aktenbeurteilung durch Dr. H._ wurde sodann ohne Mitwirkung des
Beschwerdeführers erstellt und hat keine namhafte zeitliche Verzögerung des
Beschwerdeverfahrens verursacht. Im Übrigen hat der Beschwerdeführer in einer
Ergänzung der Beschwerde einen neuen Bericht von Dr. F._ vom 30. November 2017
(act. G 5.1) vorgelegt, der eine Beurteilung der Kausalitätsfrage der Fasciitis plantaris
und der verkürzten Gastrocnemius-Muskulatur beinhaltete, was wiederum eine
versicherungsinterne ärztliche Überprüfung durch die Beschwerdegegnerin als
sachgerecht erscheinen lässt. Die Einholung der fraglichen Beurteilung war mithin
zulässig (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2014, 8C_284/2014, E.
5.5, und 15. Januar 2014, 8C_410/2013, E. 5). Die Aktenbeurteilung von Dr. H._
wurde dem Beschwerdeführer bzw. dessen Rechtsvertreter zusammen mit der
Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin zugestellt und er konnte sich im Rahmen
der Replik dazu äussern, weshalb auch nicht von einer Verletzung des rechtlichen
Gehörs ausgegangen werden kann. Ausserdem hat der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers in der Replik vom 24. Januar 2018 (act. G10) nicht zum Ausdruck
gebracht, dass er im Falle der Feststellung einer Verletzung des Devolutiveffekts die
versicherungsmedizinische chirurgische Beurteilung von Dr. H._ vom 4. Januar 2018
aus dem Recht gewiesen haben möchte bzw. dass er einer Aufhebung des
Einspracheentscheids und der Rückweisung zur Durchführung eines korrekten
Verfahrens gegenüber einem materiellen Entscheid den Vorzug geben würde. So ist die
chirurgische Beurteilung von Dr. H._ vom 4. Januar 2018 im vorliegenden
Beschwerdeverfahren zu berücksichtigen, was auch aus verfahrensökonomischen
Gründen als gerechtfertigt erscheint.
5.
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Nachfolgend ist materiell-rechtlich zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den
Nachweis für das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung des Unfalls vom 21.
September 2016 für die über die Leistungseinstellung per 1. April 2017 (Taggeld) bzw.
13. Mai 2017 (Heilbehandlung) hinaus bestehende - zu einer Arbeitsunfähigkeit
führende und behandelte - Fussproblematik rechts mit den versicherungsinternen
ärztlichen Beurteilungen von Dr. D._ und Dr. H._ mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht hat.
6.
6.1 Aus den medizinischen Akten geht unbestrittenermassen hervor, dass die vom
Beschwerdeführer beim Unfall vom 21. September 2016 erlittene nicht dislozierte
mediale Malleolarfraktur OSG rechts (Suva-act. 6, 14) bis zur Einstellung der
Versicherungsleistungen verheilt war und radiologisch auch keine sekundären
strukturellen Unfallrestfolgen derselben erhoben worden sind, welche eine
fortdauernde Leistungspflicht begründen würden (vgl. dazu BGE 134 V 121 E. 9, 117 V
363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]). So ergab
eine Röntgenuntersuchung im KSSG vom 30. März 2017 im Vergleich zu den
Voraufnahmen (vgl. Suva-act. 21) keinen Hinweis für sekundäre Degenerationen oder
gar Dislokationen der Fraktur. Diese zeigte sich in anatomischer Position vollständig
konsolidiert (Suva-act. 45, vgl. auch act. G5.1). Im Leistungseinstellungszeitpunkt
werden die Beschwerden des Beschwerdeführers von den Ärzten des KSSG (Suva-act.
45) und auch von Dr. F._ (act. G5.1) auf eine Plantarfasziits Fuss rechts bei verkürzter
Gastrocnemius-Muskulatur zurückgeführt. Deren Beurteilung stimmt mit derjenigen von
Dr. H._ insofern überein, als die Plantarfasziits (Suva-act. 85-11) nicht als Folge einer
Traumatisierung der Plantarfaszie des rechten Fusses im Rahmen des Unfalls vom 21.
September 2016 gesehen wird. Laut den Ärzten des KSSG sowie Dr. F._ ist der
fragliche Gesundheitsschaden die Folge einer konsekutiven Fehlbelastung der rechten
unteren Extremität im Rahmen der verpassten und verspätet therapierten medialen
Malleolarfraktur (Suva-act. 45) bzw. einer posttraumatisch eingenommenen Fehlhaltung
(act. G5.1). Dass eine konkrete Funktionsstörung bzw. Fehlbelastung des Fusses
Auswirkungen auf die gesamte Statik des Fusses haben und somit zu einer
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Fusspathologie im Bereich einer nicht direkt traumatisch tangierten Fussstruktur führen
kann, erscheint nachvollziehbar (vgl. dazu auch Urteile des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG] vom 5. Juni 2003, U 38/01, E. 5.2.2, und 25. November
2002, U 380/00, E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts vom 5. Januar 2009, 8C_684/2008,
E. 5). Ein möglicher Zusammenhang zwischen einer Unfallverletzung und einer
Fehlbelastungsfolge wird als solcher auch von Dr. D._ und Dr. H._ nicht in Frage
gestellt, doch kommen sie in ihren Beurteilungen zum Schluss, dass beim
Beschwerdeführer die Plantarfasziits Fuss rechts bei verkürzter Gastrocnemius-
Muskulatur nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf seine beim Unfall erlittene
mediale Malleolarfraktur OSG rechts zurückgeführt werden könne. Wie die
nachfolgenden Erwägungen zeigen, sprechen jedoch verschiedene Gründe gegen die
Zuverlässigkeit ihrer Beurteilungen. Diese reichen demnach für eine überwiegend
wahrscheinliche Verneinung einer Unfallkausalität der Plantarfasziits Fuss rechts bei
verkürzter Gastrocnemius-Muskulatur und damit eine Verneinung einer
weiterdauernden Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nicht aus (vgl. Erwägungen
6.2 f. und 7).
6.2
6.2.1 In ihren Ausführungen diskutieren Dr. D._ und Dr. H._ an sich
überzeugend eine Brückensymptomatik, welche einen Zusammenhang zwischen der
ursprünglichen Unfallverletzung und der Plantarfasziits Fuss rechts bei verkürzter
Gastrocnemius-Muskulatur belegen könnte, kommen indes zum Schluss, dass beim
Beschwerdeführer keine solche vorliege. Massgebend gegen eine Unfallkausalität
spricht für die versicherungsinternen Ärzte eine mehrmonatige Latenzzeit zwischen
dem Unfall und den an der Plantarfaszie rechts aufgetretenen Beschwerden. Konkret
betrachtet es Dr. D._ als nicht nachvollziehbar, dass eine Plantarfasziitis, wenn sie
denn unfallkausal sein sollte, erst sieben Monate nach dem Unfallereignis und nicht
innerhalb eines kürzeren Zeitraums auftritt (Suva-act. 69-6). Diese Würdigung der
Sachlage scheint indessen gewisse Gesichtspunkte ausser Acht zu lassen und vermag
nicht ohne Weiteres zu überzeugen.
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6.2.2 Zwar ist einzuräumen, dass insbesondere bei primären Unfallläsionen in der
Regel eine Unfallkausalität eher zu verneinen ist, je weiter das Unfallereignis
zurückliegt. Gerade bei Fehlbelastungen können jedoch die Symptome im Sinne
indirekter Unfallfolgen erst später auftreten (Urteil des EVG vom 22. November 2006, U
303/06, E. 6.2.1 mit Hinweisen). Bei einer indirekten Unfallfolge in Form einer
fehlbelastungsbedingten Gesundheitsstörung als Folge einer primären Unfallverletzung
- wie sie im konkreten Fall zur Diskussion steht - ist zu beachten, dass sich beginnend
mit dem Unfall bzw. der Unfallverletzung über die Schmerzvermeidung und die damit
zusammenhängende Fehlbelastung hinweg bis hin zur späteren indirekten Unfallfolge
in Form eines anders gearteten Krankheitsbildes eine Entwicklung vollzieht. Dieser
Vorgang bedarf Zeit. Diesem Umstand ist bei der Frage nach einer
Brückensymptomatik Rechnung zu tragen. Gefordert sind Indizien, welche das
Vorliegen einer traumatischen Kausalkette zwischen der ursprünglichen
Unfallverletzung und dem später diagnostizierten, anders gearteten Krankheitsbild im
Sinne von Ursache und Wirkung als wahrscheinlich erscheinen lassen. Ist
beispielsweise eine versicherte Person nach der Heilung der Unfallverletzung längere
Zeit vollkommen beschwerdefrei, ist ein Unterbruch des zeitlichen Zusammenhangs
anzunehmen, der die anschliessende Entwicklung einer indirekten Unfallfolge als
unwahrscheinlich erscheinen lässt.
6.2.3 Dr. D._ bezeichnet zwar die Latenzzeit im konkreten Fall als zu lang, ohne
jedoch einen Zeitraum festzulegen, in welchem sich die Fehlentwicklung vollziehen
müsste. Eine entsprechende wissenschaftlich zuverlässige Definition dürfte wohl auch
kaum möglich sein, da sich jeder Einzelfall erfahrungsgemäss unterschiedlich
entwickeln kann. Die allgemeine Forderung eines "kürzeren Zeitraums" ist deshalb kein
beweistaugliches Abgrenzungskriterium. Konkret ist zumindest festzustellen, dass eine
siebenmonatige Latenzzeit im Zusammenhang mit der Entwicklung einer verkürzten
Gastrocnemius-Muskulatur nicht offenkundig unrealistisch erscheint. Dabei ist - wie in
Erwägung 6.2.2 dargelegt - zu bedenken, dass die siebenmonatige Latenzzeit insofern
zu relativieren ist, als sie sich im konkreten Fall nicht nach dem Zeitraum zwischen dem
Unfall bzw. der Unfallverletzung und dem späteren Eintreten des anders gearteten
Krankheitsbildes bemisst.
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6.2.4 Denn im vorliegenden Fall ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die
mediale Malleolarfraktur OSG erst rund vier Wochen nach dem Unfall vom 21.
September 2016 kernspintomographisch gesichert wurde, nachdem anfänglich
konventionell radiologisch keine Fraktur hatte nachgewiesen werden können (Suva-act.
6, 14). Die Fraktur wurde damit während vier Wochen gar nicht wirksam behandelt.
Dieser Umstand allein belegt zwar noch keinen kausalen Zusammenhang zur
Plantarfasziits Fuss rechts bei verkürzter Gastrocnemius-Muskulatur. Dennoch dürfte
bereits während dieser vier Wochen bei persistierenden Schmerzen eine Fehlbelastung
des rechten Fusses stattgefunden haben. Zumindest wurde beim Beschwerdeführer
bei der Untersuchung im KSSG vom 18. Oktober 2016 als Befund ein Gangbild
hinkend mit Teilbelastung erhoben (vgl. Suva-act. 6-2). Anschliessend folgte eine rund
vierwöchige Versorgung mit einem Vacopedstiefel (Suva-act. 6-3, 20). Zwar sind das
OSG, die Fusssohle bzw. Plantarfaszie und die Gastrocnemius-Muskulatur im
Vacopedstiefel fixiert. Laut medizinischer Literatur kommt jedoch gerade die fehlende
Mobilisierung der Muskeln und Sehnen einer Fehlbelastung gleich (vgl. ALFRED M.
DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 132). Vor
diesem Hintergrund ist die Aussagekraft der Feststellung von Dr. H._ - in den
medizinischen Berichten bis zum 3. April 2017 sei keine erhöhte Spannung der
Gastrocnemius-Muskulatur am rechten Unterschenkel zufolge der Innenknöchelfraktur
beschrieben - fraglich. Fakt ist, dass von den Ärzten des KSSG am 3. April 2017 (Suva-
act. 45) und von Dr. F._ am 30. November 2017 übereinstimmend eine
Gastrocnemius-Muskulatur-Verkürzung diagnostiziert worden ist und diese eine
Ursache haben muss. Dr. F._ beschreibt in seinem Bericht vom 30. November 2017
einen Ursachenzusammenhang zur postoperativ eingenommenen Schonhaltung (act.
G5.1). So sei es nachvollziehbar, dass ein Patient mit einer Fraktur des medialen
Malleolus diesen schone. Es sei auch sehr häufig bei Patienten postoperativ zu
beobachten, dass eine Schonhaltung auf den lateralen Fussrand erfolge und es somit
zu einer Überlastungsreaktion der Gastrocnemius-Muskulatur und der Tibialis-
posterior-Sehne komme und diese dann über einen längeren Zeitraum eine
Ansatzsehnen-Entzündung der Fascia plantaris verursache. Diese trete typischerweise
nicht sofort nach Einnahme der Schonhaltung ein, sondern ergebe sich über einen
längeren Verlauf. Die Ausführungen von Dr. F._, wonach sich eine Gastrocnemius-
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Muskulatur-Verkürzung langsam entwickelt bzw. eine solche progredient verläuft und
nicht plötzlich in ihrem ganzen Umfang auftritt, vermögen insofern zu überzeugen, als
es sich bei einer Gastrocnemius-Muskulatur-Verkürzung eben nicht um eine direkte,
sondern um eine indirekte Folge einer Innenknöchelfraktur handelt (vgl. Erwägung
6.2.2). Nicht die Innenknöchelfraktur an sich, sondern die damit zusammenhängende
Fehlbelastung führt zur Muskelverkürzung. Im Bereich der Muskeln vollzieht sich also
eine Entwicklung, die irgendwann zu einer bedeutsamen Einschränkung und damit zu
einer Diagnose führt. Insgesamt ist damit nicht nachvollziehbar, weshalb Dr. H._ in
den im Anschluss an den Unfall erstellten medizinischen Berichten bereits die
Beschreibung der Entwicklung einer Gastrocnemius-Muskulatur-Verkürzung erwartet.
Dies zumal es sich bei einer solchen auch kaum um eine sich regemässig entwickelnde
Gesundheitsstörung handeln dürfte.
6.2.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der dargelegte Sachverhalt
(Erwägung 6.2.4) durchaus Brückensymptome aufweist und keinen bedeutsamen
Unterbruch in der in Erwägung
6.2.2 genannten Kausalkette erkennen lässt.
6.3
6.3.1 An dieser Beurteilung vermag auch die im Rahmen der
Kausalitätsbeurteilungen von Dr. D._ und Dr. H._ zentral thematisierte
Wirbelsäulenproblematik des Beschwerdeführers nichts zu ändern.
6.3.2 Nachdem der Beschwerdeführer anlässlich der Untersuchung im KSSG vom
2. November 2016 über Schmerzen im Bereich des rechten Beins, von der Wirbelsäule
nach distal ausstrahlend, geklagt hatte (Suva-act. 10), wurde eine MRT-Untersuchung
der LWS durchgeführt. Diese brachte, wie bereits erwähnt, keine Unfallverletzung,
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indessen verschiedene degenerative strukturelle Gesundheitsschäden zur Darstellung
(Suva-act. 22, vgl. Suva-act. 13, 21). Obwohl die MRT-Untersuchung keinen Nachweis
einer Nervenwurzelkompression erbracht hatte (Suva-act. 22), diagnostizierten die
Ärzte des KSSG im Untersuchungsbericht vom 7. Februar 2017 bei einer klinisch
imponierenden Radikulopathie S1 rechtsseitig einen Verdacht auf ein lumboradikuläres
Schmerzsyndrom S1 rechts (Suva-act. 36). Die Verneinung einer überwiegend
wahrscheinlichen Kausalität der Rückenschmerzen zum Unfallereignis vom 21.
September 2016 durch Dr. H._ (Suva-act. 85-13) wird vom Beschwerdeführer zu
Recht nicht in Frage gestellt. In seiner ärztlichen Beurteilung vom 19. September 2017
(Suva-act. 69-6) betrachtete jedoch Dr. D._ unter Berücksichtigung des
Konsultationsberichts der orthopädischen Klinik des KSSG vom 16. Dezember 2016
(Suva-act. 21), mit Feststellung eines fehlenden Handlungsbedarfs bezüglich der
Malleolarfraktur, die vom Beschwerdeführer in der Folgezeit nach dem 15. Dezember
2016 beklagte Beschwerdesymptomatik zu einem hohen Prozentsatz und überwiegend
zu Lasten der unfallunabhängigen Wirbelsäulenproblematik mit S1-Schmerzsyndrom.
Übereinstimmend mit Dr. D._ hält auch Dr. H._ fest, dass die Radikulopathie der
S1-Wurzel rechts mit Lumboischialgie bzw. die dadurch ausgelösten Beschwerden im
weiteren Verlauf im Vordergrund gestanden hätten (Suva-act. 85-13). Die beiden Ärzte
gehen damit von einem Unterbruch des Kausalzusammenhangs bzw. einer fehlenden
Brückensymptomatik zwischen der Malleolarfraktur und der Plantarfasziitis bei
verkürzter Gastrocnemius-Muskulatur aus. Dies würde an sich gegen eine
unfallbedingte Verursachung des im Zeitpunkt der Leistungseinstellung diagnostizierten
schmerzverursachenden Gesundheitsschadens sprechen (vgl. Erwägung 6.2.2). Wie
die nachfolgenden Überlegungen zeigen, überzeugt jedoch ihre Schlussfolgerung nicht
(vgl. Erwägung 6.3.3).
6.3.3 Anlässlich der Untersuchung im KSSG vom 2. November 2016, d.h., im
Zeitpunkt als auch die LWS Gegenstand der ärztlichen Untersuchungen wurde,
erhoben zwar die Ärzte in Bezug auf das OSG rechts nur geringe Befunde und die
Versorgung mit dem Vacoped-Stiefel wurde als nicht mehr nötig beurteilt. Dennoch
gab der Beschwerdeführer weiterhin Schmerzen im Bereich des rechten OSG an und
es wurde ihm das Tragen von knöchelhohem Schuhwerk empfohlen. Eine
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Vollbelastung war offenbar noch nicht empfehlenswert und dem Beschwerdeführer
wurde eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. 10). Anlässlich der
anschliessenden Untersuchung im KSSG vom 10. November 2016 erlaubten die Ärzte
eine Mobilisation des OSG nach Massgabe der Beschwerden ohne Belastungs-
respektive Kraftaufbau und gaben erneut eine physio¬therapeutische Verordnung ab.
Die Physiotherapie sollte auch eine Gehschule beinhalten (Suva-act. 13). Bereits
aufgrund des Gesagten kann eine Fehlbelastung des OSG im Zusammenhang mit der
Malleolarfraktur nicht ausgeschlossen werden. Anlässlich einer Besprechung vom 15.
Dezember 2016 sagte der Beschwerdeführer sodann gegenüber der
Beschwerdegegnerin aus, es seien weiterhin Schmerzen am rechten Fuss vorhanden,
er könne diesen nicht voll belasten, andernfalls eine Schwellung auftreten würde. Er
habe das Gefühl, dass die Schmerzen zugenommen hätten. Diese würden den
Unterschenkel und Oberschenkel hinauf bis hin zum Rücken ziehen. Langes Stehen
und Gehen sei ihm nicht möglich (Suva-act. 18). Die Röntgenuntersuchung des OSG
rechts im KSSG vom 15. Dezember 2016 zeigte eine deutliche Konsolidation der
Malleolarfraktur, weshalb die untersuchenden Ärzte diesbezüglich keinen weiteren
Handlungsbedarf sahen (Suva-act. 21). Dies erscheint zwar in Bezug auf die Fraktur
nachvollziehbar, doch kann daraus nicht zeitgleich auch eine Beschwerdefreiheit im
Bereich des OSG abgeleitet werden, welche eine Fehlbelastung des rechten Fusses
und damit die Entwicklung bzw. Förderung einer Muskelverkürzung unwahrscheinlich
erscheinen liesse. So erhoben die Ärzte des KSSG insbesondere ein deutlich
hinkendes Gangbild und eine deutliche Druckdolenz im Bereich der Malleolengabel und
hielten im Untersuchungsbericht vom 16. Dezember 2016 fest, dass der
Beschwerdeführer eine Schmerzausstrahlung vom Fuss in den Rücken angebe. Dass
die Ärzte insbesondere auch die Schmerzen im Bereich des rechten Beins
beobachteten und diese offenkundig mit der LWS in Verbindung brachten, schliesst
eine gleichzeitige Schmerzsymptomatik im Bereich des rechten OSG zufolge einer
fortdauernden Fehlbelastung des rechten Fusses nicht aus. Dass in der Folge vor allem
die LWS-Beschwerden therapeutisch angegangen wurden (vgl. Suva-act. 36), belegt
ebenfalls nicht, dass die gesundheitliche Situation im Bereich des rechten OSG die
Entstehung des im Leistungseinstellungszeitpunkt zur Diskussion stehenden
Gesundheitsschadens im Bereich des rechten Fusses ausgeschlossen hätte. Die von
Dr. D._ in seiner ärztlichen Beurteilung vom 19. September 2017 (Suva-act. 69-4)
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angeführte Tatsache, dass im Konsultationsbericht des KSSG vom 7. Februar 2017
(Suva-act. 36) ausschliesslich von der Behandlung der in das rechte Bein
ausstrahlenden Wirbelsäulenbeschwerden und der allfälligen kernspintomographischen
Befunde der LWS vom 4. November 2016 die Rede sei, ist jedenfalls dem Umstand
geschuldet, dass man sich bei der damaligen Untersuchung mit der LWS -
durchgeführt durch das Team Wirbelsäule der Klinik für Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG - befasste, die Betreuung der
Fussproblematik hingegen durch deren Fuss-Team erfolgte. Die Beurteilung der
versicherungsinternen Ärzte ist schliesslich auch deshalb nicht stichhaltig, weil der
Beschwerdeführer nach Durchführung eines Sakralblocks am 9. Februar 2017
gegenüber der Beschwerdegegnerin am 7. März 2017 eine Besserung der
unfallfremden Rückenbeschwerden angab, eine diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit
verneinte und erklärte, dass er nur wegen des Fusses nicht arbeiten könne (Suva-act.
40). Ausserdem wurde er wegen persistierender belastungsabhängiger Schmerzen im
Bereich des medialen Malleolus am 3. März 2017 von Dr. E._ für eine Reevaluation
dem KSSG zugewiesen (Suva-act. 42). Am 30. März 2017 stellten die Ärzte des KSSG
dann die Diagnose einer Plantarfasziitis Fuss rechts mit verkürzter Gastrocnemius-
Muskulatur mit/bei konservativer Therapie einer initial verspätet diagnostizierten
undislozierten medialen Malleolarfraktur rechts vom 21. September 2016 (Suva-act.
45). Anzufügen ist schliesslich, dass die Malleolarfraktur erstmals anlässlich dieser
Untersuchung als vollständig konsolidiert bezeichnet worden ist.
6.3.4 Insgesamt kann damit aus dem in Erwägung 6.3.3 dargelegten Verlauf die
Beurteilung der versicherungsinternen Ärzte, wonach die Beschwerdesymptomatik im
Anschluss an die Heilung der Malleolarfraktur nur noch einer LWS-Symptomatik und
nicht der Situation des rechten Fusses zuzurechnen gewesen sei, nicht überzeugend
nachvollzogen werden. Der Frage, bis wann im ganzen Verlauf die Beschwerden noch
der Malleolarfraktur und ab wann bereits der Plantarfasziitis mit Muskelverkürzung
zuzurechnen waren, kommt dabei keine Bedeutung zu. In beiden Fällen wäre das
Vorliegen einer Unfallkausalität der Beschwerden zu bejahen.
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7.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beurteilungen von Dr. D._ und Dr. H._
in verschiedener Hinsicht nicht überzeugen. Ihre Darlegungen vermögen nicht mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit einen Sachverhalt nachzuweisen,
der eine indirekte Unfallkausalität der von Dr. F._ und den Ärzten des KSSG
gestellten Diagnose einer Plantarfasziitis bei Gastrocnemius-Muskulatur rechts weniger
wahrscheinlich erscheinen lässt als eine unfallfremde Fussproblematik. Immerhin
haben der zur Beurteilung von Fussproblemen fachlich kompetente Dr. F._ (act.
G5.1) und insbesondere auch die Ärzte des Fussteams der Klinik für Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG (Suva-act. 45), wo
sich der Beschwerdeführer während der ganzen Zeit in Behandlung befand, eine
Unfallkausalität bejaht. Das Dahinfallen der kausalen Bedeutung von unfallbedingten
Ursachen des Gesundheitsschadens ist somit nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen. Demgemäss ist die Einstellung der
Versicherungsleistungen (Taggeld per 1. April 2017, Heilbehandlung per 12. Mai 2017)
zu früh erfolgt und ein Anspruch des Beschwerdeführers auf weitere Leistungen der
Beschwerdegegnerin über die vorgenannten Leistungseinstellungsdaten hinaus zu
bejahen.
8.
8.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und der
Einspracheentscheid vom 28. September 2017 aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin
ist zu verpflichten, dem Beschwerdeführer auch über den 1. April bzw. 12. Mai 2017
hinaus die gesetzlichen Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 21. September 2016
zu erbringen.
8.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
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8.3 Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der obsiegende Beschwerdeführer
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, die
Entschädigung - wie in vergleichbaren Fällen üblich - auf pauschal Fr. 4'000.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.