Decision ID: f0053551-4832-40b9-b7b8-0647d0e91bf1
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1965, war seit dem 1
5.
Oktober 2010 bei der
Y._
GmbH als Reinigungsmitarbeiterin angestellt.
Am 1
8.
April 2019 stürzte sie bei Arbeiten in ihrem Haushalt von einer Leiter
und erlitt dabei Frakturen im linken Handgelenk und im linken Ellbogen (Schadenmeldung UVG vom 2
5.
April 2019,
Urk.
7/22/165; Bericht des Spitals
Z._
vom
7.
Mai 2019 über die
Radio
logiebefunde
vom 18./1
9.
April 2019,
Urk.
7/22/143). Sie war deswegen bis am
1.
Mai 2019 im Spital
Z._
hospitalisiert (Austrittsbericht vom 2
8.
April 2019,
Urk.
7/22/130-133
)
; dort wurde das linke Handgelenk am 2
5.
April 2019 operiert (offene Reposition und Montage
eines Fixateur
externe; Operationsbericht vom
2.
Mai 2019,
Urk.
7/22/134-135). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht für die Folgen des Ereignisses vom 1
8.
April 2019 (vgl. das Schreiben der Suva vom 2
9.
April 2019,
Urk.
7/22/158-159
).
Bei den Kontrolluntersuchungen nach der Operation vom 2
5.
April 2019 wurden
zunächst eine hochgradige Bewegungseinschränkung und hochgradige trophische
Störungen festgestellt (Sprechstundenberichte des Spitals
Z._
vom
5.
und vom 2
4.
Juni 2019,
Urk.
7/22/110-113
)
. D
anach gingen die Beschwerden etwas zu
rück
,
der behandelnde Arzt
Dr.
med.
A._
des Spitals
Z._
sprach jedoch von einer verzögerten Frakturheilung (Sprechstundenberichte vom 2
4.
Juli und vom 2
9.
August 2019,
Urk.
7/22/95-98
; vgl. auch die
R
adiologiebefunde
vom
4.
Juni und vom 2
5.
Ju
li 2019,
Urk.
7/22/122 und Urk.
7/22/107).
Im September 2019 erwies sich der Zustand als weiter gebessert, es wurde jedoch die Entfernung des
Osteosynthesematerials
als angezeigt erachtet (Sprechstundenbericht des Spitals
Z._
vom 2
5.
September 2019, Urk. 7/22/73
74), die in der Folge am 1
5.
Oktober 2019 im Spital
Z._
durchgeführt wurde
(Operationsbericht in
Urk.
7/22/55
; Sprechstundenbericht
e vom 1
9.
November und vom 1
1.
Dezember
2019,
Urk.
7/27/52-54 und Urk.
7/22/12-13;
Radiologiebericht
vom 1
0.
D
ezem
ber
2019,
Urk.
7/22/7
).
Des Weiteren befasste sich
Dr.
med.
B._
, Spezialärztin für Neurologie, Neu
rologische Praxis
C._
, verschiedentlich mit den neurologischen Aspekten
der Handverletzung (Berichte vom 3
0.
Juli, vom 1
0.
September und vom
5.
Nov
ember 2019,
Urk.
7/22/32-37),
und am 1
2.
Dezember 2019 fand auf
Veran
lassung der Suva hin
eine Untersuchung in der Hand-Sprechstunde der Univer
sitätsklinik
D._
, Prof.
Dr.
med. E._
,
zwecks Abgabe einer Zweitmeinung statt (Bericht in
Urk.
7/22/16-17
und Nachtrag vom 2
7.
Dezember 2019,
Urk.
7/27/37
;
Radiologiebericht
vom 1
2.
Dezember 2019,
Urk.
7/22/11).
1.2
Die Suva hatte Anfang S
eptember 2019 mit
X._
, die ihre Arbeit seit dem Unfall vom 1
8.
April 2019 nicht wieder hatte aufnehmen können,
eine Be
sprechung
durch
geführt (Bericht in
Urk.
7/22/93-94), und
X._
hat
te sich nachfolgend am 2
1.
September 2019 bei der Invalidenversicherung ange
meldet (
Urk.
7/11)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte mit der Ver
sicherten am 1
9.
Dezember 2019 e
in Standortgespräch (
Urk.
7/20) und
zog die Akten der Suva bei (
Urk.
7/19/1-118 und
Urk.
7/22/
1-165). Am
2.
April 2020 teilte sie der Versicherten mit, dass gesundheitl
ich bedingt
zur Zeit
keine Ein
g
liederungsmassnahmen möglich seien
,
und stellte einen separaten Entscheid zum Rentenanspruch in Aussicht (
Urk.
7/24).
Sodann holte die IV-Stelle den Be
richt des Spitals
Z._
vom 1
6.
April
2020
und den Bericht der Universitätsklinik
D._
vom 2
8.
April 2020 ein (
Urk.
7/25 und
Urk.
7/26)
und zog von der Suva die Akten über den weiteren Ve
rlauf bei (
Urk.
7/27/1-64). Nach diesen
hatte am 1
7.
Januar 2020 wieder eine Kontrolluntersuchung im Spital
Z._
stattgefunden (Sprechstundenbericht
in
Urk.
7/27/56-57), und am 12.
Februar 2020 hatte die Suva ein Standortgespräch mit der Versicherten durchgeführt (
Urk.
7/27/23-25). Ferner hatte das Spital
Z._
die
Versicherte erneut
der Universitätsklinik
D._
zugewiesen, damit die
von der Klinik vorgeschlagene Behandlungsoption einer Operation
am linken Handgelenk
nochmals
geprüft werde
(Zuweisung vom 2
8.
Februar 2020,
Urk.
7/27/17-18; Sprechstundenbericht der Universitätsklinik
D._
vom 2
9.
April 2020, Urk.
7/27/11-12)
. Dabei hatte sich die Versicherte gegen eine weitere Operation entschieden (
Urk.
7/27/12).
Im weiteren Verlauf erhielt d
ie IV-Stelle Kenntnis von der Beurteilung der bera
tenden Ärztin
der Suva
med.
pract
.
F._
, Fachärztin für Anästhesiologie,
vom 1
8.
Mai 2020 im Hinbl
ick auf den Fallabschluss (Urk.
7/27/7-9 und
Urk.
7
/31;
vgl. auch die Notiz von med.
pract
.
F._
vom
2
4.
Janua
r 2020, Urk.
7/27
/48-49)
und
nahm
von der Suva deren Schreiben vom
1
3.
Oktober 2020
zum Fall
ab
schluss per Ende Monat (
Urk.
7/
33) und deren Verfügung vom 23.
Oktober 2020
entgegen
, mit der sie der Versicherten eine Integritätsentschädigung auf
grund einer Integritätseinbusse von 40
%
zugesprochen, einen Rentenanspruch hinge
gen verneint hatte (
Urk.
7/34). Sie zog daraufhin die vollständigen zwi
schen
zeit
lich erst
ellten Akten der Suva bei (Urk.
7/35/1-100) und erfuhr dabei namentlich von deren Abklärungen zum Arbeitsverhältnis der Versicherten mit der
Y._
GmbH (Urk.
7/35/
88
97), das die Arbeitgeberin per Ende August 2020 auf
ge
löst hatte (
Urk.
7/35/89)
, von Untersuchungen des linken Ellbogens und der lin
ken Schulter in der Klinik
I._
von Juli und August 2020 (
Urk.
7/35/53-67),
von Zusatzbeurteilungen von med.
pract
.
F._
vom 2
8.
August 2020 zu den
Ellbogen- und Schulterbeschwerden (
Urk.
7/
35/
43-47) und von Gesprächen auf der Agentur
der Suva vom 1
8.
Juni und vom
8.
Oktober 2020 (
Urk.
7/35/84-85 und
Urk.
7/35/39-40).
1.3
Nachdem die IV-Stelle die Stellungnahme ihrer RAD-Ärztin
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für Urologie und Chirurgie
,
vom
4.
November 2020 eingeholt hatte (
Urk.
7/38/6-8), eröffnete sie der Versicherten m
it Vorbescheid vom
5.
N
ovember 2020,
dass sie ihr für die Zeit von April bis Dezember 2020 eine ganze Rente zuzusprechen gedenke und den Rentenanspruch für die Zeit danach zu verneinen beabsichtige, da es ihr ab Anfang Oktober 2020 medizinisch zuzumuten sei, einer gesundheitlich angepassten, körperlich leichten bis sehr leichten Tätigkeit nach
zugehen
,
und sich ihre Einkommenseinbusse ab dann auf lediglich 21
%
belaufe (
Urk.
7/40; Einkommensvergleich und Feststellungsblatt in
Urk.
7/37 und
Urk.
7/38).
Die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Meret Wirth, liess mit
Eingabe vom 2
0.
November 2020 vorsorglich Einwendungen erheben und gelte
nd machen, sie habe auch ab Januar 2021 Ansp
ruch auf eine ganze Rente (Urk.
7/41); ihre Rechtsvertreterin teilte jedoch in
der Folge mit Schreiben vom 8.
Januar 2021 mit, dass die Einwendungen zurückgezogen würden und sie die Versicherte nicht mehr vertrete (
Urk.
7/47).
Mit Verfügung vom 2
5.
Februar 2021 entschied die IV-Stelle im Sinne ihres Vor
bescheids und sprach der Versicherten von April bis Dezember
2020
eine be
fristete ganze Rente zu, wogegen sie den Rentenanspruch für d
i
e Zeit danach bei einem Invaliditätsgrad von 21
%
verneinte (
Urk.
2,
Urk.
7/49,
Urk.
7/55).
2.
Gegen die Verfügung vom 2
5.
Februar 2021 liess
X._
, nunmehr wieder vertreten durch Rechtsanwältin Meret Wirth,
mit Eingabe vom
8.
April 2021 Be
schwerde erheben (
Urk.
1) und beantragen, die Verfügung sei vollumfänglich auf
zuheben und ihr seien die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, eventualiter sei die Verfügung vollumfänglich aufzuheben und die Angelegenheit sei
zur Durch
führung der notwendigen Abklärungen und zur erneuten Beurteilung
an die Vorinstanz zurückzuweisen. Ausserdem stellte sie den Antrag auf Verpflichtung der IV-Stelle, ihr sämtliche Akten zuzustellen (
Urk.
1 S. 2). Als neue Unterlagen liess sie einen Bericht von
Dr.
A._
des Spitals
Z._
vom 7.
Januar 2021
einreichen,
den ihre Rechtsvertreterin
eingeholt hatte (
Urk.
3/12), und liess aus
ser
dem den Austrittsbericht des Spitals
H._
vom 2
2.
März 2021 beibringen, wo am 11. März 2021 eine Operation der linken Schulter
(
Bicepstenotomie
,
suba
cromiale
Bursektomie
und
Acromioplastik
) durchgeführt worden war (
Urk.
3
/13). Daneben liess sie darauf hinweisen, dass die Suva
im
Einspracheverfahren
die
Verfügung vom 2
3.
Oktober 2020
mit Schreiben vom 1.
April 2021 zurückge
nommen und die rückwirkende Weitergewährung der ge
setzlichen Leistungen ab dem 1.
November 2020 i
n Aussicht gestellt hatte (Urk.
3/7).
Die IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 1
7.
Mai 2021 auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
6), wovon die Versicherte mit Verfügung vom 2
1.
Mai 2021 unter Zusen
d
ung des Verzeichnisses zu den eingereichten Unterlagen (
Urk.
7/1-60) in Kennt
nis gesetzt wurde. Ihre Rechtsvertreterin liess dem Gericht daraufhin mit Schrei
ben vom 2
2.
Juni 2021 (
Urk.
10) ihre Honorarnote zukommen (
Urk.
11).
Mit Verfügung vom 2
6.
Oktober 2021 wurde die Beschwerdeführerin auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, dass die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen und zu Abklärungen zum Erwerbsstatus an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werde
n
könnte
, und auf die daraus resultierende Möglichkeit einer Schlechterstellung in Bezug auf die befristete ganze Rente. Dementsprechend wurde der Beschwerdeführerin Gelegenheit zur S
tellungnahme, insbesondere zur neu aufgeworfenen Frage des Erwerbsstatus,
und gegebenenfalls zum Rückzug der Beschwerde gegeben
und der Beschwerdegegnerin wurde ebenfalls Gelegenheit zur Stellungnahme zum
Erwerbsstatus gegeben (
Urk.
12). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Ein
gabe
vom
3.
November 2021 auf eine Stellungnahme (
Urk.
14). Die Beschwer
de
füh
rerin, neu vertreten durch Rechtsanwältin Stéphanie Baur, liess mit Eingabe vom
8.
Dezember 2021 an der Beschwerde festhalten und Ausführungen zum Er
werbs
status machen (
Urk.
18 und die damit eingereichten Unterlagen,
Urk.
19/1-4).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Gemäss Art. 28 Abs. 2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 % oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 % invalid sind.
1.2.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG (in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalidenein
kom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn
sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkommen
).
Bei nicht erwerbstätigen Versicherten wird gestützt auf Art. 28a Abs. 2 IVG für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im nichterwerblichen Aufgabenbereich zu betätigen (sogenannter Betä
tigungsvergleich).
1.2.3
Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig
sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt (vgl. Satz 1). W
aren sie daneben auch in einem nichterwerblichen Aufgabenbereich tätig, namentlich im Haushalt, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG bestimmt (vgl. Satz 2). In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgaben
bereich festzulegen und der
Invaliditätsgrad
wird
entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen bemessen
(vgl. Satz 3; sogenannte gemischte Methode der Invaliditäts
bemessung).
Bei der Frage, ob eine versicherte Person als voll- oder teilzeitlich erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, was je zur Anwendung einer anderen
Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betäti
gungsver
gleich
, gemischte Methode) führt, muss nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung geprüft werden, was die versicherte Person bei im Übrigen un
veränderten Um
ständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung be
stünde. Bei der Prü
fung dieser Frage sind die gesamten Umstände, also die persönlichen, familiären,
sozialen und erwerblichen Verhältnisse, einzubeziehen und neben der finan
ziellen Notwendigkeit, eine Erwerbstätigkeit wiederaufzu
nehmen oder auszudeh
nen, auch allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.1, 130 V 393 E. 3.3, 125 V 146 E. 2c, je mit Hinweisen).
1.2
.4
Per
1.
Januar 2018 ist in
Art.
27
bis
Abs.
2–4
der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV)
ein neues Berechnungsmodell für die Festlegung des Invali
ditätsgrades von teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode eingeführt worden. Neu ist in
Art.
27
bis
Abs.
3
lit
. a IVV vorgesehen, dass das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbs
tätigkeit hochgerechnet wird.
1.3
Der Rentenanspruch entsteht nach
Art.
28
Abs.
1 IVG frühestens in dem Zeit
punkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unter
bruch durchschnittlich mindestens zu 40
%
arbeitsunfähig war (
lit
. b), so
fern sie nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40
% invalid ist (
lit
. c).
Zu
sätzlich kann der Rentenanspruch gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG nicht vor Ablauf von sechs Monaten nac
h der Geltendmachung entstehen.
Während
für die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) und den Invaliditätsgrad (Art. 8 und Art. 16 ATSG), wie sie nach Art. 28 Abs. 1
lit
. c IVG für die Renten
höhe massgebend sind, nach dem Einkommen zu fragen ist, d
as
eine Person auf
dem gesamten in Frage kommenden Arbeitsmarkt mit einer dem Gesundheits
sch
a
den angepassten zu
mutbaren Tätigkeit erzielen könnte
, beurteilt sich die Arbeits
unfähigkeit (
Art. 6 ATSG), wie sie für das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG massgebend ist,
nach der
gesundheitlich
bedingten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen, und es kommt dabei in der Regel einzig auf die Einschrän
kungen im bisherigen Beruf an (vgl. BG
E 130 V 97 E. 3.2, 105 V 156 E.
2a, 97 V 226 E. 2).
Im Rahmen der gemischten Methode ist für die Bestimmung der Wartezeit und
des Rentenbeginn
s analog zur Rechtsprechung zur Ermittlung des Invaliditäts
grades auf den gewichteten Durchschnitt der Arbeitsunfähigkeit in beiden Teilbereichen abzustellen (BGE 13
0 V 97 E
. 3.4).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).
Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss
jede Änderung
in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen).
Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist gestützt auf
Art.
88a
Abs.
1
IVV
die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird, und sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Eine Verschlech
terung der Erwerbsfähigkeit ist nach
Art.
88a
Abs.
2 IVV zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat.
2.
2.1
2.1.1
Es ist
durch medizinische Berichte
dokumentiert und unbestritten, dass die Be
schwerdeführerin nach den beiden Handgelenksoperationen vom
2
5.
April
und
vom 1
5.
Oktober 2019 (
Urk.
7/22/134-135 und
Urk.
7/22/55)
im Gebrauch der linken
Hand durch Schmerzen und Beweglichkeitsdefizite weiterhin deutlich ein
ge
schränkt war und diese Einschränkungen bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
5.
Februar 2021 andauerten. Zwar
konnte die Neurologin Dr.
B._
bis im November 2019 einen Rückgang der
Sensibilitätsstörungen
fest
stellen, sodass aus neur
ologischer Sicht keine
Vorkehren mehr notwendig waren (vgl.
Urk.
7/22/36-37).
Die Fachpersonen
der Universitätsklinik
D._
stellte
n
jedoch anlässlich der konsiliarischen Untersuchung vom Dezember 2019 mittels Computertomographie des linken Vorderarmes (
Urk.
7/
22/11) einen grossen Kno
chen
defekt im Radiokarpalgelenk,
eine Unregelmässigkeit im Bereich des distalen
radioulnaren
Gelenks (DRUG)
und eine deutliche Fehlstellung
fest und konnte
n
damit die geklagten fortbestehenden Beschwerden in Form von Schmerzen beim Umwenden des Vorderarmes, einer stark reduzierten Beweglichkeit und einer erheblichen Krafteinbus
se erklären (
Urk.
7/22/16-17 und
Urk.
7/27/
37
sowie
Urk.
7/26/7-10
). Und
obwohl
sie
ein nochmaliges operatives Vorgehen vorschla
gen konnte
n
, hielt
en sie
eine vollständige Wiederherstellung
der Handfunktion
auch nach der erneuten
Untersuchung vom 2
9.
April
2020
nicht für möglich (
Urk.
7/22/17,
Urk.
7/27/
12
; vgl. auch
Urk.
7/26/9
).
Auch die Beschwerden im Bereich des linken Ellbogens und der linken Schulter, vor allem in der Gestalt von Schmerzen bei der Bewegung und zeitweise auch in Ruhe (vgl. die Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber der Suva vom Juni 2020,
Urk.
7/35/84-85), sind nicht in Frage gestellt. Die Klinik
I._
stellte mittels
Arthro
-Magnetresonanztomographie der linken Schulter
vom 2
9.
Juli 2020
(
Urk.
7/35/56)
zwar ein w
eitgehend intaktes
Gelenk fest; der zuständige PD
Dr.
med.
J._
äusserte jedoch den Verdacht auf eine
B
icepsseh
nen
partialruptur
(
Urk.
7/35/60)
. In der Folge wurde denn auch die Indikation für eine Operation gestellt, die
- kurz nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung -
zur
Bicepstenotomie
vom
1
1.
März 2021
im Spital
H._
führte (
Urk.
3/13).
Im linken Ellbogen machten eine
Magnetresonanztomographie vom 1
7.
Juli 2020 (
Urk.
7/35/67) und eine nachfolgende Computertomographie (vgl.
Urk.
7/35/54-55 und
Urk.
7/35/60) freie Gelenkskörper erkennbar
und
als Behandlungsoption erwähnte
PD
Dr.
J._
deren E
ntfernung
(
Urk.
7/35/55); diese hat, soweit dokumentiert, bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung
vom 2
5.
Februar 2021
noch nicht stattgefunden.
2.1.2
Ungeachtet dessen, dass die Beschwerdeführerin sich b
is zum Verfügungserlass
nicht für die vorgeschlagene Operation am linken Handgelenk entscheiden ko
nnte (vgl.
Urk.
7/27/12) und die in Betracht gezogenen Eingriffe an der Schulter und am Ellbogen bis dahin ebenfalls noch nicht realisiert worden sind, steht
ferner
fest und ist ebenfalls nicht strittig, dass eine
Wiedererlangung
der Arbeitsfähig
keit in der
bisherigen Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin
nicht mehr
oder
zu
mindest nur mit
dauerhaft
en
erheblic
hen Einschränkungen möglich
sein würde.
Denn d
ie medizinischen Fachpersonen
der Universitätsklinik
D._
legten
im Bericht vom
1
9.
Dezember 2019 dar
, dass sich die Beschwerdeführerin länger
fristig
trotz allfälliger Operation
kaum mehr für eine manuelle Tätigkeit qualifi
zi
eren werde (
Urk.
7/22/17)
,
und in den späteren Berichten vom 2
8.
und vom 2
9.
April
2020
sprachen sie zwar von einer (nur) reduzierten Arbeitsfähigkeit in der Täti
gkeit als Reinigungskraft (
Urk.
7/26/9 und Urk. 7/27/12
),
angesichts
des beschriebenen Zustandsbildes der linken Hand
erscheint es jedoch als unwahr
scheinlich, dass die B
eschwerdeführerin in der Reinigungsbranche in einer Weise
eingesetzt werden könnte, die den gesundheitlichen Einschränkungen ausrei
ch
end R
echnung trüge.
Diese Beurteilung entspricht sowohl derjenigen de
r Suva in der Verfügung vom 23.
Oktober 2020 (
Urk.
7/34/2), die sich auf
die Zumutbarkeits
beurteilung
en
von med.
pract
.
F._
vom 1
8.
Mai und vom 28.
August 2020
stützte
(Urk.
7/31/2-3 und
Urk.
7/35/46)
, als auch derjenigen der Beschwerde
gegnerin in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
7/49/1), die hierbei der Ein
schätzung der RAD-Ärztin
Dr.
G._
folgte (vgl.
Urk.
7/38/7).
2.1.3
Demgegenüber ist davon auszugehen, dass
die Beschwerdeführerin
im Laufe des Jahres 2020 eine Arbeitsfähigkeit für eine gesundheitlich angepasste Tätigkeit wiedererlangte. D
er zuständige Assistenzarzt der Universitätsklinik
D._
, auf deren Beurteilung
Dr.
A._
des Spitals
Z._
im Bericht vom 1
6.
April 2020 verwies (
Urk.
7/25/9),
bezog im Bericht vom 2
8.
April 2020 die grundsätzlich zu 100
%
mögliche Aufnahme einer angepassten Tätigkeit zwar auf die Zeit nach der Durchführung der vorgeschlagenen weiteren Operation des linken Hand
ge
lenks (
Urk.
7/26/10). Im Bericht vom
7.
Januar 2021 zuhanden der Rechtsver
tr
e
terin de
r
Beschwerdeführerin hielt
Dr.
A._
dann aber fest,
dass
die Be
schwerdeführerin für eine Tätigkeit, bei welcher der linke Arm nur geringfügig belastet und nur moderat bewegt werden müsse, theoretisch zu 1
00
% arbeits
fähig
wäre
(
Urk.
3/12 S. 5
). Auf diese Einschätzung kann grundsätzlich abgestellt werden, auch wenn
Dr.
A._
entsprechend dem Hinweis in der Beschwerde
schrift (vgl.
Urk.
1 S. 5) erklärte, die Arbeitsfähigkeit und die möglichen Tätig
keiten seien noch nicht abschliessend beurteilbar, weil die Schulter noch nicht ausbehandelt worden sei (
Urk.
3/12 S. 4 f.). Denn die Frage nach
dem Eintritt eines stabilisierten Zustandes ist lediglich im Bereich der Unfallversicherung unmittelbar leistungsrelevant, weil durch sie die Einstellung der Übernahme der Heilbehandlung und der Taggelder und das Einsetzen der Rente bestimmt wird (vgl.
Art.
19
Abs.
1
des Bundesgesetzes über di
e Unfallversicherung [UVG]). Inva
lidenversicherungsrechtlich stehen jedoch laufende Behandlungen der Beurtei
lung des Rentenanspruchs nicht entgegen,
und massgebend
ist die Arbeitsfähig
keit vor diesen oder oh
ne diese Behandlungen
.
Dabei leuchtet die Beurteilung von med.
pract
.
F._
vom
1
8.
Mai und vom
2
8.
August 2020 grundsätzlich ein
, wonach der Beschwerdeführerin
ohne Operation
eine für die linke Hand leichte bis sehr leichte Arbeit zuzumuten sei (
Urk.
7/31/2) und wonach in Bezug auf die linke Schulter häufige Überkopfarbeiten, repetitiv
e
Belastungen sowie Stoss- und Vibrationsbelastungen auszuschliessen seien (
Urk.
7/35/46).
2.2
2.2.1
Es erübrigt sich indessen, bereits an dieser Stelle abschliessend festzulegen, ab welchem genauen Zeitpunkt die Beschwerdeführerin in welchem Umfang für angepasste leichte Tätigkeiten die
Arbeitsfähigkeit wiedergewonnen
hat.
Denn
vorab besteht zusätzlicher A
bklärungsbedarf hinsichtlich der
Pensen
, in denen
die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit im Beruf und im Haushalt tätig wäre.
Wie nämlich
der Unfallmeldung zu entnehmen ist, war im Arbeits
verhältnis mit der
Y._
GmbH lediglich ein Beschäftigungsgrad von 50
%
bei unregelmässigem Arbeitseinsatz
ver
einbart (
Urk.
7/22/165)
, und die
Beschwerdeführerin gab im
Einklang damit gegen
über der Suva
und
-
anlässlich des Standortgesprächs vom 1
9.
Dezember 2019
-
gegenüber der Beschwerdegeg
nerin an, sie habe nur
zu
50
%
beziehungsweise etwa 6-7 Stunden im Tag
oder 100-130 Stunden im Monat
gearbeitet (
Urk.
7/22/94
und Urk.
7/20/2
). Damit übereinstimmend
liegt
auch
den
(Stunden-)
Lohnzahlungen im Jahr 2018 und in der Zeit vor dem Unfall des Jahres 2019, welche in den Lohnkonten zuhanden der Suva dokumentiert sind, kein Beschäftigungsgrad von 100
%
, sondern ein sol
cher von 50-70
%
zugrunde (Urk.
7/22/163-164)
,
und
in der vorangegangenen Zeit von 2014 bis 2017 leistete
die Beschwerdeführerin
gemäss den Mitarbeiter
stundenauswertungen der Arbeitgeberin (
Urk.
7/35/90-95; vgl. hierzu auch die Telefonnotiz der Suva vom 2
8.
Mai 2020,
Urk.
7/35/96-97)
gleichermassen
durchschnittlich lediglich rund 1'200 jährliche Arbeitsstunden, was bei eine
r Vollarbeitszeit von 42
Wochenstunden (vgl.
Urk.
7/22/165) ebenfalls nur ein Pensum von rund 60
%
ergibt (42 x 4,33 Wochen x 11 Monate = 2000 Stunden).
2.2.2
Unter diesen Umständen verbietet sich das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, wie es im Feststellungsblatt vom
5.
November 2020 dokumentiert ist, die Be
schwerdeführerin
ohne nähere Abklärungen und ohne Begründung als Person einzustufen, die bei guter Gesundheit vollzeitlich
erwerbstätig wäre (Urk.
7/38/1).
Wohl gab die Beschwerdeführerin an, neben ihrem Teilzeitpensum bei der
Y._
GmbH in verschiedenen Privathaushalten Reinigungsarbeiten verrichtet zu haben (
Urk.
7/20/3).
Zumindest ohne eingehendere Erhebungen kann jedoch nicht davon
ausgegangen werden, dass
diese Einsätze
in der Zeit unmittelbar vor dem Unfall vom April 2019
zusammengenommen ein Pensum von rund 40
%
umfasst und somit das Pensum bei
Y._
GmbH auf 100
%
ergänzt
hatten.
Denn gemäss dem Auszug aus
dem individuellen Konto vom 15.
Novem
ber 2019, den die Beschwerdegegnerin zu den Akten
nahm
(
Urk.
7/16), erzielte die Beschwerdeführerin nur in den Jahren 2011 bis 201
5
- damals hatte sie zusätzlich zur Stelle bei der
Y._
GmbH eine Stelle bei der
K._
AG inne - Gesamteinkünfte von gegen
Fr.
50'000.--
, wogegen im Jahr 2016 noch Ge
samteinkünfte von
Fr.
44'006.
--, im Jahr 2017 solche von Fr.
32'320.-- und im Jahr 2018 solche von
Fr.
34'701.-- eingetragen sind.
Bei dieser Aktenlage
ist die Bemerkung im Protokoll über das Standortgespräch
vom Dezember 2019 «B
is im Juni 2015 (Ende der Beschäftigung bei der Firma
K._
AG) hat sie auf jeden Fall 100
%
gearbeitet. Dies würde sie bei guter Gesundheit auch weiterhin
machen.»
(
Urk.
7/20/3) nicht sachdienlich, da daraus nicht hervorgeht, aufgrund welcher Umstände die Beschwerdeführerin in der Zeit zwischen 2015 und dem Unfall vom April 2019 ihr Gesamtpensum reduziert hatte und woraus sich die Annahme einer Wiederaufstockung bei guter Gesundheit ergibt.
Sodann erlauben auch die Ausführungen der Beschwerdeführerin in der Stellungnahme vom
8.
Dezember 2021 keine abschliessende Klärung des Erwerbsstatus bereits an dieser Stelle. Denn anhand der neu eingereichten A
kten, namentlich der
Stundenrapporte (
Urk.
19/1)
,
kann nicht nachgeprüft werden, ob die
Y._
GmbH der Beschwerdeführerin, wie sie geltend machen liess
(
Urk.
18 S. 2 f.)
, die Wegzeiten
(Transferzeiten)
und die Reinigung der Arbeitswerkzeuge, nicht vergütet hat oder ob diese Zeiten in den rapportierten Arbeitsstunden enthalten sind.
Und die weiteren Tätigkeiten bei der
L._
AG (
Urk.
19/3) und bei der
K._
AG (
Urk.
19/4) sind im Auszug aus dem individuellen Konto vom 1
5.
November 2019 bereits berücksichtigt.
2.2.3
Es ist somit unumgänglich, dass die B
eschwerdegegnerin zum
mutmasslichen
Umfang, in de
m
die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit im Beruf und im Haushalt tätig wäre, weitere Abklärungen trifft. Dazu gehört
,
neben der genaueren Befragung der Beschwerdeführerin persönlich
,
die Befragung der verschiedenen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, denn bis anhin hat die Beschwerdegegnerin weder durch die
Y._
GmbH noch durch die Privatpersonen, welche die Beschwerdeführerin in ihren Haushalten beschäftigten, den einschlägigen Frage
bogen für
Arbeitgebende
ausfüllen lassen, und es sind auch keine Angaben zum ehemaligen Arbeitsverhältnis mit der
K._
AG und zu den Um
ständen von dessen Beendigung vorhanden.
Sollte sich aus den vorzunehmenden Abklärungen ergeben, dass die Beschwerde
führerin nicht als vollzeitlich Erwerbstätige, sondern als teilzeitlich Erwerbstätige mit einem zu berücksichtigenden Aufgabenbereich im Haushalt einzustufen wäre,
so hätte die Beschwerdegegnerin die gesundheitlichen Einschränkungen in diesem
letzteren Bereich an Ort und Stelle zu ermitteln,
um
das Wartejahr und den Invaliditätsgrad
in Anwendung der sogenannten gemischten Methode
gesetzes
konform festzulegen.
Wegen der ausstehenden Angaben der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber kann sodann zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch das
Valideneinkommen
noch nicht
abschliessend festgelegt werden
.
Anzumerken ist lediglich, dass die Beschwer
degegnerin dabei die Einkünfte aus der Tätigkeit der Beschwerdeführerin in ver
schiedenen Privathaushalten zu Unrecht vo
n vornherein ausser Acht gelassen hat
(vgl.
Urk.
7/40). Von weiteren
Ausführungen zum
Valideneinkommen
und zum mutmasslichen Invalideneinkommen ist
hingegen
abzusehen; der Beschwerde
füh
rerin bleib
en
in dieser Hinsicht im neuen Abklärungs- und
Vorbescheid
ver
fahren
alle Rechte
gewahrt.
2.3
Damit ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die angefochtene Ver
fügung vom 2
5.
Februar 2021 aufzuheben und die Sache
an die Beschwerdegeg
nerin zurückzuweisen
ist
, damit sie die erforderlichen Abklärungen im Sinne der Erwägungen treffe und hernach über den Rentenanspruch der Beschwerdefüh
rerin neu verfüge
.
3.
Gestützt auf
Art.
61
lit
.
f
bis
ATSG in Verbindung mit
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Verfahren für die
unterliegende Be
schwerdegegnerin kostenpflichtig. Die Kosten
sind unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--
) ermessensweise auf
Fr.
600.--
festzusetzen.
4.
Nach
Art.
61
lit
. g ATSG hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person An
spruch auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten,
der
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkei
t des Prozesses zu bemessen ist
; als weitere Bemessungskrite
rien nennen die ergänzenden kantonalen Vorschriften (§ 34
des Gesetzes über das Soz
ialversicherungsgericht [
GSVGer
])
sowie
§
8 der Verordnung über die Gebüh
ren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [
GebV
SVGer
]) den Zeitaufwand und die Barauslagen.
Die
frühere
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat ihre Honorarnote vom 2
2.
Juni 2021 mit der Aufstellung ihrer Aufwendungen eingereicht (
Urk.
11). Zu entschädigen sind lediglich die Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Gerichtsverfahren angefallen sind; es handelt sich dabei um die Aufwendungen ab dem
2
6.
Februar 202
1.
Diese Aufwend
ungen
im zeitlichen Umfang von 8,2
Stunden sind als angemessen zu beurteilen.
Ermessenweise ist sodann ein zusätzlicher Zeitaufwand der neuen Rechtsvertreterin von 1,5 Stunden für die Eingabe vom
8.
Dezember 2021 zu berücksichtigen.
Bei
m
gerichtsüblichen Stun
denansatz von
Fr.
220.-- resultiert daraus eine Entschädigung für den Zeitauf
wand von
Fr.
2'134.-- (9,7 x
Fr.
220.--)
. Hinzu kommt der Auslagenersatz, für den die
frühere
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin eine Kleinspesen
pau
schale von 3
%
eingesetzt hat
; diese Pauschale ist für den zusätzlichen Zeitauf
wand ebenfalls zu gewähren
. Gemessen an der Aufwandsentschädigung von
Fr.
2'134.--
beläuft sich damit die Entschädig
ung für die Spesen auf
Fr.
64.--
. Unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer von 7,7
%
ist der Beschwerdeführerin somit eine Prozessentschädigung von
Fr.
2'367.25
([
Fr.
2'134.--
+
Fr.
64.--
= Fr.
2'198.--
] + 7,7
%
) zuzusprechen.