Decision ID: cc1b2b1c-9038-5cb8-9128-76278760f422
Year: 2012
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der Beschwerdeführer (geb. 28. Januar 1991) ist tunesischer Staatsan-
gehöriger. Gemäss eigenen Angaben reiste er am 31. März 2011 illegal in
die Schweiz ein und stellte gleichentags ein Asylgesuch. Noch während
des laufenden Asylverfahrens tauchte er unter.
B.
Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 23. Mai 2011
wurde der Beschwerdeführer wegen geringfügigen Diebstahls zu einer
Busse von Fr. 300.- verurteilt. Am 26. Juli 2011 erliess die Staatsanwalt-
schaft Graubünden einen zweiten Strafbefehl. Darin wurde der Be-
schwerdeführer wegen Diebstahls und Sachbeschädigung zu einer – bei
einer Probezeit von 2 Jahren bedingt aufgeschobenen – Geldstrafe von
25 Tagessätzen zu je Fr. 10.- und einer Busse von Fr. 100.- verurteilt.
C.
Mit Verfügung des Bundesamts für Migration (BFM) vom 16. August 2011
wurde auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten.
Gleichzeitig wurde seine Wegweisung aus der Schweiz nach Italien ver-
fügt.
D.
Am 22. Dezember 2011 wurde der Beschwerdeführer im Kanton Tessin
aufgegriffen und aufgrund einer bestehenden Ausschreibung im Fahn-
dungssystem RIPOL verhaftet.
E.
Vom 23. Dezember 2011 bis am 3. Januar 2012 verbüsste der Beschwer-
deführer in der Justizvollzugsanstalt in Cazis zwei Ersatzfreiheitsstrafen.
Nach Beendigung der Haftstrafe wurde der Beschwerdeführer umgehend
in die Strafanstalt Sennhof in Chur in Ausschaffungshaft versetzt.
F.
Die Vorinstanz erliess am 23. Januar 2012 gegen den Beschwerdeführer
ein Einreiseverbot, gültig ab sofort bis zum 2. Februar 2015. Die Mass-
nahme wurde damit begründet, er sei aus der Schweiz weggewiesen
worden und der Vollzug der Wegweisung sei durch Anordnung der Vorbe-
reitungs-, Ausschaffungs- oder Durchsetzungshaft sichergestellt worden.
Einer allfälligen Beschwerde entzog die Vorinstanz vorsorglich die auf-
schiebende Wirkung.
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G.
Am 30. Januar 2012 wurde dem Beschwerdeführer das Einreiseverbot
eröffnet. In der Folge wurde er am 8. Februar 2012 nach Italien ausge-
schafft.
H.
Am 24. Februar 2012 erhob der Beschwerdeführer ein mit "Einsprache"
bezeichnetes Rechtsmittel gegen das Einreiseverbot und reichte dieses
bei der Vorinstanz ein. Er beantragte im Wesentlichen die Wiederherstel-
lung der aufschiebenden Wirkung. Das BFM überwies das Schreiben
umgehend an das Bundesverwaltungsgericht.
I.
Mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. März 2012 wurde
der Beschwerdeführer zur Beschwerdeverbesserung (Stellen eines
Rechtsbegehrens sowie Begründung der Beschwerde) aufgefordert. In
seiner Eingabe vom 10. April 2012 lässt er, nunmehr rechtsgenüglich ver-
treten, die Aufhebung des Einreiseverbots beantragen. Anlass dazu seien
Ehevorbereitungen. Er stelle keine Gefahr für die Öffentlichkeit dar. Er
wolle heiraten und eine Familie gründen.
Der Eingabe beigelegt war unter anderem auch eine Kopie eines – wie-
derum an die Vorinstanz gerichteten – Schreibens vom 1. März 2012, in
welchem das Rechtsmittel vom 24. Februar 2012 ergänzt worden war.
J.
Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. Mai 2012
wurde dem Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
nicht stattgegeben.
K.
In ihrer Vernehmlassung vom 5. Juni 2012 schliesst die Vorinstanz auf
Abweisung der Beschwerde.
L.
Mit verfahrensleitender Anordnung vom 8. Juni 2012 wurde dem Be-
schwerdeführer diese Vernehmlassung zur Kenntnisnahme zugesandt.
M.
Am 3. Juli 2012 reiste der Beschwerdeführer erneut illegal in die Schweiz
ein, wo er am 5. Juli 2012 in Zürich polizeilich festgenommen wurde.
Nachdem er am 9. Juli 2012 dem Kanton Graubünden zugeführt und dort
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gleichentags in Ausschaffungshaft genommen worden war, erfolgte die
Ausschaffung in sein Heimatland am 20. Juli 2012.
N.
Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erwä-
gungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021), sofern keine Aus-
nahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33
VGG genannten Behörden. Dazu gehört auch das BFM, welches mit der
Anordnung eines Einreiseverbotes eine Verfügung im erwähnten Sinne
und daher ein zulässiges Anfechtungsobjekt erlassen hat. Eine Ausnah-
me nach Art. 32 VGG liegt nicht vor.
1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet
sich nach dem VwVG, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts an-
deres bestimmt (Art. 37 VGG).
1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsbetroffener legitimiert
(Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die mit Schreiben vom 24. Februar 2012 vom Be-
schwerdeführer erhobene "Einsprache" ist als Beschwerde an das Bun-
desverwaltungsgericht zu qualifizieren. Dass die Eingabe an die falsche
Instanz adressiert war und dass sie unzutreffend als "Einsprache" be-
zeichnet war, steht ihrer Gültigkeit als Beschwerde nicht entgegen, soweit
die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (vgl. Art. 8 Abs. 1 VwVG,
Art. 33 VGG sowie Urteil des Bundesgerichts 1C_555/2010 vom 23. Feb-
ruar 2011 E. 1.1 mit Hinweisen). Auf die frist- und letztlich formgerecht
eingereichte Beschwerde ist demzufolge einzutreten (vgl. Art. 49 ff.
VwVG).
2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des
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Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde als
Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden
(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde-
verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62
Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht gebunden und kann
die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen
gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage
zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2011/1 E. 2 mit Hinweis).
3.
3.1 Das in Art. 67 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) geregelte Einreisever-
bot entspricht der altrechtlichen Einreisesperre des Art. 13 des Bundes-
gesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Aus-
länder (ANAG, BS 1 121). Auf den 1. Januar 2011 trat als Folge der Wei-
terentwicklung des Schengen-Besitzstandes eine neue Fassung in Kraft
(zum Ganzen vgl. BBl 2009 8881 und AS 2010 5925). Nach Art. 67 Abs. 1
AuG wird ein Einreiseverbot vom BFM unter Vorbehalt von Abs. 5 nun
gegenüber weggewiesenen Ausländerinnen und Ausländern verfügt,
wenn die Wegweisung nach Art. 64d Abs. 2 Bst. a – c AuG sofort voll-
streckt wird (Art. 67 Abs. 1 Bst. a AuG) oder die betroffene Person der
Ausreiseverpflichtung nicht nachgekommen ist (Art. 67 Abs. 1 Bst. b
AuG). Es kann nach Art. 67 Abs. 2 AuG sodann gegen ausländische Per-
sonen erlassen werden, die gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung
in der Schweiz oder im Ausland verstossen haben oder diese gefährden
(Art. 67 Abs. 2 Bst. a), Sozialhilfekosten verursacht haben (Art. 67 Abs. 2
Bst. b) oder in Vorbereitungs-, Ausschaffungs- oder Durchsetzungshaft
genommen werden mussten (Art. 67 Abs. 2 Bst. c). Das Einreiseverbot
wird für eine Dauer von höchstens fünf Jahren verhängt. Es kann für eine
längere Dauer verfügt werden, wenn die betroffene Person eine schwer-
wiegende Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellt
(Art. 67 Abs. 3 AuG). Schliesslich kann die verfügende Behörde aus hu-
manitären oder anderen wichtigen Gründen von der Verhängung eines
Einreiseverbots absehen oder ein Einreiseverbot vollständig oder vorü-
bergehend aufheben (Art. 67 Abs. 5 AuG).
Die bisher bestehende Praxis der Vorinstanz bei der Ansetzung der Dau-
er von Fernhaltemassnahmen ist mit den obgenannten Grundsätzen ver-
einbar (vgl. Botschaft vom 18. November 2009 über die Genehmigung
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und die Umsetzung des Notenaustauschs zwischen der Schweiz und der
EG betreffend die Übernahme der EG-Rückführungsrichtlinie [Richtlinie
2008/115/EG] [Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands] und über
eine Änderung des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Aus-
länder [Automatisierte Grenzkontrolle, Dokumentenberaterinnen und Do-
kumentenberater, Informationssystem MIDES] [BBI 2009 S. 8896]).
3.2 Wie bereits die altrechtliche Einreisesperre ist das Einreiseverbot
keine Sanktion für vergangenes Fehlverhalten, sondern eine Massnahme
zur Abwendung einer künftigen Störung der öffentlichen Sicherheit und
Ordnung (siehe Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen
und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3813). Die öffentliche Sicher-
heit und Ordnung im Sinne von Art. 67 Abs. 2 Bst. a AuG (welcher der al-
ten Fassung von Art. 67 Abs. 1 Bst. a AuG entspricht) bildet den Ober-
begriff für die Gesamtheit der polizeilichen Schutzgüter. Sie umfasst unter
anderem die Unverletzlichkeit der objektiven Rechtsordnung und der
Rechtsgüter Einzelner (BBl 2002 3809; vgl. auch RAINER J. SCHWEI-
ZER/PATRICK SUTTER/NINA WIDMER, in: Rainer J. Schweizer [Hrsg.], Si-
cherheits- und Ordnungsrecht des Bundes, SBVR Bd. III/1, Basel 2008,
Teil B, Rz. 12 und 13 mit Hinweisen). In diesem Sinne liegt nach Art. 80
Abs. 1 Bst. a der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung,
Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201) ein Verstoss gegen
die öffentliche Sicherheit und Ordnung unter anderem dann vor, wenn ge-
setzliche Vorschriften oder behördliche Verfügungen missachtet werden.
Somit können die vorliegenden Rechtsgüterverletzungen als Teil der ob-
jektiven Rechtsordnung ein Einreiseverbot nach sich ziehen, allerdings
nicht als Sanktion, sondern als Massnahme zum Schutz künftiger Störun-
gen (vgl. BBl 2002 3813).
3.3 Der Beschwerdeführer erwirkte während seines Aufenthalts in der
Schweiz zwei – jeweils von der Staatsanwaltschaft Graubünden erlasse-
ne – rechtskräftige Strafmandate. Mit Strafbefehl vom 23. Mai 2011 wurde
er wegen geringfügigen Diebstahls zu einer Busse von Fr. 300.- und mit
Strafbefehl vom 26. Juli 2011 wegen Diebstahls und Sachbeschädigung
zu einer bedingt aufgeschobenen Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu je
Fr. 10.- und zu einer Busse von Fr. 100.- verurteilt. Demzufolge hat der
Beschwerdeführer gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne
von Art. 67 Abs. 2 Bst. a AuG verstossen. Diese Ergänzung der vor-
instanzlichen Begründung ist im Sinne einer Motivsubstitution durchaus
möglich und zulässig (vgl. E. 2 sowie Urteil des Bundesverwaltungsge-
richts C-1231/2007 vom 23. Juni 2008 E. 2).
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3.4 Weiter musste der Beschwerdeführer in Ausschaffungshaft genom-
men und ausgeschafft werden (vgl. Sachverhalt Bst. E, Bst. G und Bst.
M). Somit hat er auch diesbezüglich Gründe für die Verhängung einer
Fernhaltemassnahme gesetzt (vgl. Art. 67 Abs. 2 Bst. c AuG).
4.
4.1 Es bleibt zu prüfen, ob die Massnahme in richtiger Ausübung des Er-
messens ergangen und angemessen ist. Der Grundsatz der Verhältnis-
mässigkeit steht dabei im Vordergrund. Unter diesem Gesichtspunkt ist
eine wertende Abwägung vorzunehmen zwischen dem öffentlichen Inte-
resse an der Massnahme einerseits und den von der Massnahme beein-
trächtigten privaten Interessen des Betroffenen andererseits. Die Stellung
der verletzten oder gefährdeten Rechtsgüter, die Besonderheiten des
ordnungswidrigen Verhaltens und die persönlichen Verhältnisse des Ver-
fügungsbelasteten bilden dabei den Ausgangspunkt der Überlegungen
(vgl. statt vieler HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht,
6. vollständig überarbeitete Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 613 ff.).
4.2 Das Fehlverhalten des Beschwerdeführers wiegt objektiv nicht leicht.
Der Missachtung von Strafnormen kommt im Interesse einer funktionie-
renden Rechtsordnung eine zentrale Bedeutung zu. Auch was die subjek-
tive Seite anbelangt, ist das Verhalten des Beschwerdeführers negativ zu
werten. So delinquierte er nach seiner Einreise in die Schweiz am 31.
März 2011 innerhalb kurzer Zeit zweimal. Kommt hinzu, dass er noch
während des laufenden Asylverfahrens untertauchte. Zudem konnte ihn
auch das bestehende Einreiseverbot nicht daran hindern, am 3. Juli 2012
erneut illegal in die Schweiz einzureisen. Das dargelegte Verhalten lässt
darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer offensichtlich nicht Willens
oder in der Lage ist, sich an die geltende Rechtsordnung zu halten.
4.3 An persönlichen Interessen macht der Beschwerdeführer geltend, er
wolle die Schweizer Bürgerin Z._ heiraten und mit ihr eine Familie
gründen. Zwecks Ehevorbereitung sei das Einreiseverbot aufzuheben.
Allem voran ist darauf hinzuweisen, dass das Einreiseverbot einen Ehe-
schluss in der Schweiz nicht zum vornherein verunmöglicht. In diesem
Zusammenhang kann auf die in Art. 67 Abs. 5 AuG vorgesehene Mög-
lichkeit hingewiesen werden, Fernhaltemassnahmen aus humanitären
oder anderen wichtigen Gründen zeitweilig auszusetzen.
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Kommt hinzu, dass kein Anspruch auf Eheschliessung an einem be-
stimmten Ort besteht (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 2C_756/2009
vom 15. Dezember 2009 E. 2.3.2 mit Hinweisen). Wesentlich ist, dass ei-
ne Ehe überhaupt geschlossen werden kann. In casu wird jedoch weder
behauptet noch ist es ersichtlich, dass der Eheschluss ausserhalb der
Schweiz nicht möglich wäre. Überdies wurden nicht die geringsten An-
haltspunkte zu bereits unternommenen Schritten in Sachen Eheab-
schluss geliefert. Nach einer allfälligen Eheschliessung stünde es dem
Beschwerdeführer zudem frei, sich zum Zwecke der Regelung des eheli-
chen Zusammenlebens an die kantonalen Behörden zu wenden und um
eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz zu ersuchen. Die Erteilung
von Aufenthaltsbewilligungen fällt grundsätzlich in die Zuständigkeit der
Kantone, wobei im Falle einer Bewilligungserteilung dann in einem weite-
ren Schritt das bestehende Einreiseverbot durch die Vorinstanz aufgeho-
ben werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_793/2008 vom
27. März 2009 E. 3.2 mit Hinweisen; eingehender 2C_473/2008 vom
17. November 2008 E. 2.3).
4.4 Eine wertende Gewichtung der sich entgegenstehenden Interessen
führt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass das auf drei Jah-
re befristete Einreiseverbot auch im gegenwärtigen Zeitpunkt unter Be-
rücksichtigung der gängigen Praxis in vergleichbaren Fällen eine verhält-
nismässige und angemessene Massnahme zum Schutz der öffentlichen
Ordnung darstellt.
5.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im
Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist
demzufolge abzuweisen.
6.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Be-
schwerdeführer kostenpflichtig (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1, 2 und 3
Bst. b des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem
Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR
173.320.2]).
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