Decision ID: 930ae44b-e68d-4f37-9e0d-bc42e533ebdf
Year: 2010
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
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A.- X und Y, Jahrgang 1939 bzw. 1943, wohnen in einem Eigenheim in A. Eigenen
Angaben zufolge ist X seit mehreren Jahrzehnten im Immobilienbereich tätig. Er ist
Eigentümer der Einzelfirma P. Zudem sind die Beschwerdeführer Eigentümer der Q AG
(Zweck: Überbauung von Grundstücken als Generalunternehmerin für Wohn- und
Industriebedarf). Die R AG (Zweck: Betrieb eines Architektur- und Planungsbüros sowie
Erstellung von Bauwerken auf eigene oder fremde Rechnung) und die S AG (Zweck:
Verwaltung von Liegenschaften) stehen im Eigentum von X und Y und ihren Kindern.
B.- In der Steuererklärung 2005, die am 7. Mai 2007 einging, deklarierten X und Y ein
steuerbares Einkommen von Fr. 48'318.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr.
1'998'369.--. Dabei wurde in der Bilanz für das Jahr 2005 im Konto 2095 eine um Fr.
50'000.-- erhöhte Garantierückstellung ausgewiesen. Die Erhöhung der
Garantierückstellung wurde wegen eines im Jahr 2006 ausgebrochenen Rechtsstreits
im Zusammenhang mit einem in einer im Jahr 2001 verkauften Liegenschaft erfolgten
Wassereinbruchs vorgenommen. Zudem nahmen X und Y auf fünf ihrer Immobilien
Abschreibungen in der Höhe von insgesamt Fr. 88'425.-- vor. Die
Veranlagungsbehörde nahm beim steuerbaren Einkommen eine Aufrechnung der
Rückstellung und der Abschreibungen vor und veranlagte die Steuerpflichtigen mit
einem steuerbaren Einkommen von Fr. 230'000.--. Eine gegen diese Veranlagung
erhobene Einsprache wies das kantonale Steueramt mit Entscheid vom 10. März 2009
ab.
C.- Gegen diesen Einspracheentscheid erhoben X und Y mit Eingabe ihrer Vertreterin
vom 9. April 2009 Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag,
die steuerbaren Einkünfte seien für das Steuerjahr 2005 unter Kosten- und
Entschädigungsfolge auf Fr. 91'500.-- festzulegen.
Mit Vernehmlassung vom 12. Juni 2009 beantragte die kantonale Verwaltung, die
Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer abzuweisen und der
Einspracheentscheid vom 10. März 2009 zu bestätigen. Die eidgenössische
Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung der Anträge wird,

soweit notwendig, in den Erwägungen eingegangen.
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Erwägungen:
1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 9. April 2009 ist rechtzeitig
eingereicht worden. Sie erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR
642.11, abgekürzt: DBG; Art. 1 Abs. 2 und Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz
über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2.- Zwischen den Verfahrensbeteiligten sind lediglich die Aufrechnungen der
Rückstellung in der Höhe von Fr. 50'000.-- für den Rechtsstreit sowie der auf
verschiedene Immobilien vorgenommenen Abschreibungen strittig. In einem ersten
Schritt ist zu prüfen, ob die im Konto 2095 "Garantierückstellung" vorgenommene
Rückstellung von Fr. 50'000.-- von der Vorinstanz zu Recht aufgerechnet wurde.
a) Bei der direkten Bundessteuer werden zur Ermittlung des Reineinkommens von den
gesamten steuerbaren Einkünften die Aufwendungen und die allgemeinen Abzüge nach
Art. 26-33 DBG abgezogen (Art. 25 DBG). Nach Art. 27 Abs. 1 DBG können
Selbstständigerwerbende geschäfts- und berufsmässig begründete Kosten in Abzug
bringen. Diese Bestimmung entspricht im Wortlaut der Regelung des kantonalen
Steuerrechts in Art. 40 Abs. 1 des Steuergesetzes (sGS 811.1, abgekürzt: StG). Zu den
geschäfts- und berufsmässig begründeten Kosten gehören gemäss Art. 27 Abs. 2 lit. a
DBG insbesondere die Abschreibungen und Rückstellungen nach Art. 28 und 29 DBG.
Mit einer Rückstellung wird dem laufenden Geschäftsjahr ein tatsächlich oder
mindestens wahrscheinlich verursachter, betragsmässig aber noch nicht genau
bekannter Aufwand oder Verlust, der erst in einem späteren Geschäftsjahr verwirklicht
wird, gewinnmindernd angerechnet (vgl. Duss/Greter/von Ah, Die Besteuerung
Selbstständigerwerbender, 2004, S. 79). Rückstellungen sind also Passiven, die im
Rechnungsjahr entstandene Aufwendungen berücksichtigen, deren Höhe oder
Rechtsbestand noch ungewiss ist (Mäusli-Allenspach/Oertli, Das schweizerische
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Steuerrecht, 4. Aufl. 2006, S. 81). Nach Art. 27 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a DBG sind
Rückstellungen nur zulässig, soweit sie geschäfts- oder berufsmässig begründet sind.
Rückstellungen zulasten der Erfolgsrechnung sind zulässig für im Geschäftsjahr
bestehende Verpflichtungen, deren Höhe noch unbestimmt ist; Verlustrisiken, die mit
Aktiven des Umlaufvermögens, insbesondere mit Waren und Debitoren verbunden sind
sowie andere unmittelbar drohende Verlustrisiken, die im Geschäftsjahr bestehen (Art.
29 Abs. 1 lit. a-c DBG). Als nicht geschäftsmässig begründet gelten Rückstellungen
insbesondere, wenn sie im Hinblick auf künftige Anschaffungen vorgenommen werden;
wenn der Eintritt der Bedingung oder des die Ausgabe auslösenden Ereignisses wenig
wahrscheinlich ist sowie wenn kein zwangsläufiger Zusammenhang mit der
Einkommenserzielung besteht. Die Rückstellungen müssen im Einzelnen sachlich
begründet und nach Bestand und Höhe nachgewiesen werden, auch wenn es sich um
Schätzungen handelt (vgl. Mäusli-Allenspach/Oertli, a.a.O., S. 81). Gemäss Art. 29 Abs.
2 DBG werden bisherige Rückstellungen, die nicht mehr begründet sind, dem
steuerbaren Geschäftsertrag zugerechnet, also erfolgswirksam aufgelöst.
b) Der Beschwerdeführer führt in seiner Eingabe aus, er habe im Jahr 2001 ein
Einfamilienhaus in der Gemeinde B verkauft. Nachdem die Käufer des
Einfamilienhauses im Jahr 2006 infolge eines Wasserseinbruchs Mängel geltend
gemacht hätten, sei es zu rechtlichen Auseinandersetzungen gekommen, welche in
den Jahren 2007 und 2008 Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten in der Höhe von
insgesamt Fr. 42'028.-- nach sich gezogen hätten. Die Bemühungen eines Anwalts,
eines Rechtsgelehrten, von Ingenieuren und des Gerichts stünden in direktem,
ursächlichen Zusammenhang mit dem Hausverkauf und seien auch nicht vermeidbar
gewesen. Daher sei es offenkundig, dass diese Aufwendungen geschäftsmässig
begründet seien und, da sie ihren Grund in einem früheren Geschäftsjahr haben, bei
deren Bekanntwerden durch Rückstellungen in der Buchhaltung zu berücksichtigen
seien. Rückstellungen seien auch für Aufwendungen zulässig, welche ihren Grund in
einem früheren Geschäftsjahr hätten, damals aber nicht erkennbar und daher nicht
passivierbar gewesen seien. Bis vor dem Wassereinbruch hätten sie einen
freundschaftlichen Kontakt zu den Käufern gepflegt. Das Risiko für den Vorfall haftbar
gemacht zu werden und für die damit verbundenen Aufwendungen aufkommen zu
müssen, hätten daher bei der Bilanzierung frühestens bei Bekanntwerden
berücksichtigt werden können. Für den drohenden Schaden an sich, hätten sie keine
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Rückstellung getätigt. Die mit den Forderungen verbundenen Aufwendungen für
Begutachtungs- und Gerichtskosten würden aber anfallen und müssten daher bezahlt
werden.
Dem hält die Vorinstanz entgegen, im Jahr 2005 habe kein drohendes Verlustrisiko
bestanden, da die Schwierigkeiten, wie von den Beschwerdeführern selber
festgehalten, erst im Jahr 2006 begonnen hätten. Die Rückstellung sei somit für das
Jahr 2005 nicht anzuerkennen, was jedoch nicht ausschliesse, dass die
entsprechenden Aufwendungen zu einem späteren Zeitpunkt zum Abzug zugelassen
werden könnten.
c) Die Beschwerdeführer haben die von ihnen in der Jahresrechnung 2005 getätigte
Rückstellung in der Höhe von Fr. 50'000.-- mit den Prozesskosten (Gerichts-, Anwalts-
und Begutachtungskosten) begründet, welche im Streit um die im Jahr 2001 verkaufte
und von einem Wassereinbruch betroffene Liegenschaft anfallen würden. Sie weisen
darauf hin, dass in den Jahren 2007 und 2008 entsprechende Kosten in der Höhe von
insgesamt Fr. 42'028.-- tatsächlich angefallen seien.
Prozessrückstellungen stellen klassische Verbindlichkeitsrückstellungen dar. Durch das
Eingehen eines Prozesses erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass durch Gerichtsurteil
Verbindlichkeiten entstehen oder bestätigt werden könnten. Die Verbindlichkeiten sind
zum Zeitpunkt der Prozessanhebung in ihrer Höhe und/oder ihrem Bestand ungewiss.
Sind Prozesse hängig, dann hat der Bilanzierende nach dem Vorsichtsprinzip auf den
ungünstigsten derwahrscheinlichsten Prozessausgänge abzustellen. Er hat für die
mutmasslichen Verbindlichkeiten und die allfälligen Prozesskosten eine Rückstellung
zu bilden. Ausnahmsweise kann eine Prozessrückstellung bereits vor der
Klageerhebung vorgenommen werden. Dies beispielsweise dann, wenn beide Parteien
für einen bevorstehenden Prozess Vorkehren getroffen und sich eindeutig dahingehend
geäussert haben (J. Stoll, Die Rückstellung im Handels- und Steuerrecht, Zürich 1992,
S. 170).
Gemäss Angaben der Beschwerdeführer ergaben sich die Schwierigkeiten betreffend
Wassereinbruch im 2001 verkauften Einfamilienhaus in B erst im Jahr 2006. Bei der
Erstellung des Jahresabschlusses 2005 sei das Prozessrisiko jedoch bereits bekannt
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gewesen (act. 1, S. 3 f.). Wann der Jahresabschluss erstellt wurde, ist aber nicht
bekannt. Die mit der Steuererklärung im Mai 2007 eingereichte Jahresrechnung ist
zwar unterzeichnet aber nicht datiert. Ob die Klage der Käufer gegen die
Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses bereits erhoben
worden war, geht aus den Akten nicht hervor. Ebenso wenig ist aus den Akten
ersichtlich, wie wahrscheinlich eine solche Klageerhebung damals war. Dies wird von
den Beschwerdeführern auch nicht näher ausgeführt. Fest steht, dass im Jahr 2005
das Risiko, das sich für die Beschwerdeführer aufgrund der Rechtsstreitigkeit im
Zusammenhang mit dem Verkauf des Einfamilienhauses ergab, noch nicht bekannt
war. Dies umso weniger, als dass die Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge bis
zu diesem Zeitpunkt freundschaftliche Beziehungen zu den Klägern gepflegt hatten
(vgl. act. 1, S. 4). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer sind Rückstellungen
dann vorzunehmen, wenn drohende Aufwendungen zwar bekannt sind, deren Höhe
oder Rechtsbestand jedoch unsicher sind (vgl. E. Höhn/R. Waldburger, Steuerrecht, 9.
Auflage 2001, Band 1, §18 N 85). Am 31. Dezember 2005, dem Bilanzstichtag, war der
Rückstellungsgrund, der Wassereinbruch, noch nicht eingetreten. Es besteht unter
diesen Umständen keine Wahlmöglichkeit, die Rückstellung im Jahr 2005 zu
verbuchen, selbst wenn das Ereignis bei Bilanzerstellung bekannt war. Aus diesem
Grund kann für das Jahr 2005 keine Rückstellung vorgenommen werden. Die
Vorinstanz hat somit die Rückstellung in der Höhe von Fr. 50'000.-- zu Recht
aufgerechnet. Ob eine entsprechende Rückstellung für das Jahr 2006 vorgenommen
werden kann, kann an dieser Stelle offen gelassen werden.
3.- Sodann ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die auf mehreren Liegenschaften
vorgenommenen Abschreibungen zu Recht zum steuerbaren Einkommen aufgerechnet
hat.
a) Nach Art. 28 Abs. 1 DBG sind Abschreibungen zulässig, wenn und soweit sie
geschäftsmässig begründet sind. Durch Abschreibungen wird der Entwertung von
Vermögensobjekten Rechnung getragen. Sie können nur auf Geschäftsvermögen
vorgenommen werden (P. Mäusli-Allenspach/M. Oertli, Das Schweizerische
Steuerrecht, 5. Auflage, S. 97).
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b) In der Beschwerde wir geltend gemacht, seit Jahren seien im Rahmen der
zulässigen Sätze die Liegenschaften abgeschrieben worden. Nun sei man überrascht,
dass dies plötzlich nicht mehr möglich sein solle. Es sei unbestritten, dass der
Beschwerdeführer Liegenschaftenhändler im Sinne des Steuerrechts sei. Weiter sei
unbestritten, dass die Buchwerte gewisser Liegenschaften bei Zulassung der
Abschreibungen unter den (amtlichen) Verkehrswerten zu liegen kämen. Schliesslich
bestehe Einigkeit darüber, dass die bilanzierten Liegenschaften Geschäftsvermögen
darstellten und einer Abnützung unterlägen. Unzutreffend sei jedoch, dass es sich bei
den Liegenschaften um Umlaufvermögen handle. Im von der Vorinstanz zitierten
Bundesgerichtsurteil sei es um einen Steuerpflichtigen gegangen, der vier
Mehrfamilienhäuser besessen habe. Dieser habe unmittelbar vor dem zu beurteilenden
Steuerjahr die Liegenschaften vom Privatvermögen ins Geschäftsvermögen überführt.
Zu beurteilen sei lediglich ein Haus, das seit knapp fünf Jahren im Eigentum des
Steuerpflichtigen befunden habe, gewesen. Das Bundesgericht habe dieses als
Umlaufvermögen qualifiziert. Der Beschwerdeführer dagegen betreibe fast keinen
Handel mit Immobilien; er investiere in Immobilien und vermiete diese dann über Jahre
hinweg an Dritte. Folgerichtig bilanziere er die Liegenschaften seit mindestens zehn
Jahren völlig unwidersprochen als Anlagevermögen. Mit Stichtag vom 31. Dezember
2005 sei der Beschwerdeführer Eigentümer von 52 Wohneinheiten im Sinne von
Wohnungen, Einfamilienhäusern oder Reiheneinfamilienhäusern gewesen (vgl. act. 10).
Gemäss eingereichter Übersicht habe der Beschwerdeführer sämtliche Liegenschaften
zwischen 1970 und 1995 erworben oder erstellen lassen. Diese seien mithin
mindestens zehn Jahre in seinem Besitz. Insbesondere seine die von den
Abschreibungen betroffenen Liegenschaften seit zehn bis 32 Jahren in seinem Besitz.
In den Jahren 2001 bis 2006 habe der Beschwerdeführer nur vier Verkäufe an
Drittpersonen getätigt. Bei den übrigen elf Verkäufen habe es sich um Übertragungen
auf eigene Immobiliengesellschaften oder auf seine Kinder und deren
Immobiliengesellschaften gehandelt. Zwischen diesen beiden Käufergruppen sei im
vorliegenden Fall jeweils klar zu unterscheiden (act. 11). Damit könnten die
Liegenschaften, unbesehen des Berufs des Beschwerdeführers als
Liegenschaftenhändler im Sinne des Steuerrechts, nicht als Umlaufvermögen
qualifiziert werden. Sämtliche Liegenschaften stellten daher klassisches
Anlagevermögen dar. Der Zweck des Erwerbs sei das dauernde Halten und Verwalten
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der Liegenschaften gewesen. Daran änderten die mehr oder weniger zufälligen
Verkäufe an Dritte nichts. Auf Anlagevermögen, welches der Abnützung unterliege, sei
im Rahmen der steuerlich massgebenden Richtlinien Abschreibungen bis zum Endwert
zulässig und somit von der Vorinstanz zu akzeptieren.
Die Vorinstanz führt aus, einerseits bezeichne sich der Beschwerdeführer zwar als
gewerbsmässigen Liegenschaftenhändler, der aber andererseits praktisch keinen
Handel mit Liegenschaften betreibe. Dieser Sachdarstellung stünden bedeutende
Erträge aus Liegenschaftsverkäufen entgegen. Der Beschwerdeführer könne daher
sehr wohl als klassischer Liegenschaftenhändler betrachtet werden. Die
Liegenschaften würden daher mit Ausnahme des selbstgenutzten Eigenheims
Geschäftsvermögen darstellen. Die Zuteilung als Kapitalanlagegesellschaft falle
deshalb ausser Betracht, da andernfalls eine generelle Zuordnung zum Privatvermögen
zu prüfen wäre. Der Umstand, dass die Liegenschaften auch vermietet würden, ändere
nichts daran, dass es sich dabei um Umlaufvermögen eines Liegenschaftenhändlers
handle. Auch die Haltedauer sei nicht von entscheidender Bedeutung. Eine
Unterscheidung zwischen Liegenschaften, welche sofort verkauft würden und solchen,
die vorerst vermietet würden, könne nicht gemacht werden, da die Vermietung als
solche keine selbstständige Tätigkeit darstellen würde. Die Liegenschaften seien als
Umlaufvermögen zu qualifizieren. Eine Abschreibung der Liegenschaften unter dem
Verkehrswert sei folglich nicht möglich.
c) Nach Art. 28 Abs. 1 DBG sind geschäftsmässig begründete Abschreibungen von
Aktiven zulässig, sowie sie buchmässig oder, wenn eine kaufmännische Buchhaltung
fehlt, in besonderen Abschreibungstabellen ausgewiesen sind. Abschreibungen sind
ge-schäftsmässig begründet, soweit sie einem angemessenen Ausgleich der in den
massgeblichen Bemessungsjahren eingetretenen Wertverminderungen entsprechen
(Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 56). Abschreibungen können nur auf
Geschäftsvermögen geltend gemacht werden, nicht dagegen auf Gegenständen des
Privatvermögens. Sie können auf allen Vermögenswerten vorgenommen werden, die
Geschäftsvermögen bilden und sind daher grundsätzlich auch auf Liegenschaften
zuzulassen, die Gegenstand eines gewerbsmässigen Liegenschaftenhandels bilden
(Zweifel/Athanas, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, 2. Auflage, Art.
28 N 4f. mit Hinweisen; F. Zuppinger, Die Besteuerung des Liegenschaftenhändlers im
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interkantonalen Verhältnis, 1971, S. 27). Sie müssen ordentlich verbucht sein oder in
besonderen Abschreibungstabellen ausgewiesen werden, damit sie steuerrechtlich
anerkannt werden (vgl. Mäusli-Allenspach/Oertli, Das schweizerische Steuerrecht, 5.
Auflage 2008, S. 98, BGE 2A.475/2006, E. 5.2).
Mit ordentlichen Abschreibungen wird der Wertverminderung von der Abnutzung oder
Substanzverringerung unterliegendem Anlagevermögen Rechnung getragen (vgl.
Boemle/Lutz, Der Jahresabschluss, 5. Auflage 2008, S. 228). Bei Liegenschaften
unterliegt nur das Gebäude einer durch ordentliche Abschreibungen zu
berücksichtigenden altersbedingten Wertverminderung; nicht abnutzbar ist hingegen
der Grund und Boden (Zweifel/Athanas, a.a.O., Art. 28 N 15 mit Hinweisen; Richner/
Frei/Kaufmann, Handkommentar zum DBG, 2003, Art. 28 N 13). Da die
Wertverminderung sehr schwierig festzustellen ist, umschreibt die Praxis die zulässigen
Abschreibungen in Prozenten des Einkommenssteuer- oder des Anschaffungswertes.
Bei deren Einhaltung wird die geschäftsmässige Begründetheit vermutet. Die
Eidgenössische Steuerverwaltung hat diesbezüglich für das Bundesrecht in seinem
Kreisschreiben Nr. 15 vom 27. September 1994 (ASA 63 S. 632 f.) entsprechende
Richtlinien festgelegt, an welche sich auch die kantonale Steuerbehörde in ihrem
Merkblatt über Abschreibungen, worin Normalabschreibungssätze,
Ausgleichszuschläge und Endwerte definiert werden, anlehnt (Zweifel/Athanas, a.a.O.,
Art. 28 N 25 ff.; Richner/Frei/Kaufmann, a.a.O., Art. 28 N 14; Weidmann/Grossmann/
Zigerlig, a.a.O., S. 58 ff.; StB 41 Nr. 2). Die steuerrechtliche Berücksichtigung von
ordentlichen Abschreibungen hängt davon ab, ob die einzelnen Vermögenswerte, auf
denen sie erfolgen, dem Umlauf- oder Anlagevermögen zuzurechnen sind. Auf
Umlaufvermögen sind keine ordentlichen Abschreibungen zulässig (BGE 2A.475/2006,
E. 5.2). Die Zuteilung eines Wirtschaftsgutes zum Anlage- oder Umlaufvermögen erfolgt
im Steuerrecht nicht nach der äusseren Beschaffenheit, sondern nach der
Zweckbestimmung im Unternehmen sowie nach der Dauerhaftigkeit der getätigten
Investition. Anlagegüter werden nicht zum Zweck der Veräusserung, sondern zur
wiederholten Nutzung und zum Verbrauch beschafft. Wirtschaftsgüter, die
demgegenüber laufend angeschafft und wieder veräussert werden, stellen
Umlaufvermögen dar. Beim Liegenschaftenhändler werden drei Arten von Immobilien
unterschieden, nämlich solche, die für den Verkauf bestimmt sind und damit
Handelsware (Umlaufvermögen) bilden, Betriebsliegenschaften (unmittelbar dem
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Betrieb dienendes Anlagevermögen) sowie Kapitalanlageliegenschaften, welche
grundsätzlich weiterhin zum Privatvermögen der Steuerpflichtigen gehören. Bei
Liegenschaftenhändlern stellen Immobilien normalerweise Umlaufvermögen dar (vgl.
BGE 2A.667/2006 vom 16. Februar 2007, E. 2 und 3 in: SteuerRevue Nr. 12/2007 S.
914 und StE 2008, B 23.43.2 Nr. 15). Auf Umlaufvermögen sind jedoch nur
ausserordentliche Abschreibungen möglich. Diese haben ihre Ursache nicht in der
Abnützung der abzuschreibenden Aktiven, sondern beruhen auf aussergewöhnlichen,
geschäftsplanwidrigen Ereignissen und sind dazu bestimmt, die dadurch eingetretenen
Wertverminderungen auszugleichen. Als besondere Umstände kommen Wertverzehr
durch Katastrophen, unvorhersehbare technisch-wirtschaftliche Fortschritte,
Innovationen, Preissenkungen auf dem Absatz- oder Beschaffungsmarkt,
Veränderungen der Konkurrenzsituation, das Absinken der Börsenkurse oder ein
unerwarteter Konjunkturrückgang in Frage. Die Ursache der Wertverminderung kann
aber auch in Beschädigungen, Defekten oder Elementarschäden (Wasser, Feuer oder
Stürme) liegen. Ausserordentliche Abschreibungen erfolgen unplanmässig und sind oft
einmalig (Zweifel/Athanas, a.a.O., Art. 28 N 42 mit Hinweisen; J.B. Altorfer,
Abschreibungen auf Aktiven des Anlagevermögens aus steuerlicher Sicht, Zürich 1992,
S. 84f.). Bei ausserordentlichen Abschreibungen auf Liegenschaften ist zwischen dem
Wert des Gebäudes und dem Wert des Grund und Bodens zu unterscheiden. Während
für den Wert des Gebäudes das vorstehend Erwähnte gilt, setzen Abschreibungen auf
dem Grund und Boden den Nachweis eines tieferen Verkehrswertes voraus. Dieser
kann z.B. von Naturereignissen, einem Absinken der Bodenpreise oder aber von
besonderen raumplanerischen Massnahmen wie Auszonungen herrühren (Zweifel/
Athanas, a.a.O., Art. 28 N 53 mit Hinweisen; BGE 2A.571/1998, E. 2a). Eine
Liegenschaft des Umlaufvermögens eines Liegenschaftenhändlers kann somit Objekt
einer ausserordentlichen Abschreibung sein. Denkbar ist dabei ein Wertverlust, der aus
einem Naturphänomen oder einer Zonenänderung resultiert (BGE 2A.475/2006, E. 5.2
mit Hinweisen).
Abschreibungen sind steuermindernder Natur. Nach den allgemeinen Regeln über die
Beweislastverteilung im Steuerrecht sind steuermindernde Tatsachen vom
Steuerpflichtigen nachzuweisen (Weidmann/Grossmann/Zigerlig, a.a.O., S. 379 f.).
Ordentliche Abschreibungen auf den Gegenständen des abnutzbaren
Anlagevermögens können ohne Nachweis vorgenommen werden, wenn sie nach
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Normalsätzen vorgenommen werden. Die Steuerwirksamkeit von ausserordentlichen
Abschreibungen bedarf dagegen einer substantiierten Sachdarstellung des
Steuerpflichtigen (J.B. Altorfer, a.a.O., S. 93; Zweifel/Athanas. a.a.O., Art. 28 Rz 46).
d) Dass es sich bei den Beschwerdeführern um Liegenschaftenhändler handelt, ist
unbestritten. Fest steht zudem, dass es sich bei den betroffenen Liegenschaften nicht
um Betriebsliegenschaften handelt. Bestritten ist jedoch die Frage, ob es sich bei den
Liegenschaften um Anlage- oder Umlaufvermögen handelt.
Dass sich die betroffenen Liegenschaften im Jahr 2005 seit mindestens zehn Jahren im
Eigentum der Beschwerdeführer befinden und fremdvermietet werden (vgl. act. 2/10),
hat für die Zuordnung zum Anlage- oder Umlaufvermögen keine entscheidende
Bedeutung. Entscheidend ist vielmehr der Verwendungszweck der Immobilien (vgl.
BGE 2A.667/2006 vom 16. Februar 2007, E. 3.4). Normalerweise handelt es sich bei
Immobilien eines Liegenschaftenhändlers um Umlaufvermögen. In den Jahren 2001 bis
2006 haben die Beschwerdeführer insgesamt 14 Liegenschaftsverkäufe getätigt (vgl.
act. 2/11). Bis auf vier Verkäufe handelt es sich dabei um Übertragungen auf andere
Gesellschaften der Beschwerdeführer oder deren Kinder. Dass die Beschwerdeführer
gemessen am Liegenschaften-Portefeuille relativ wenige Liegenschaften verkauft
haben, steht einer Qualifizierung derselben als Umlaufvermögen nicht entgegen. Auch
dass der Verkauf zum grösseren Teil an eigene Gesellschaften, Verwandten oder deren
Gesellschaften verkauft wurden, vermag daran nichts zu ändern. Entgegen der Ansicht
der Beschwerdeführer müssen auch diese Rechtsgeschäfte unter nahe stehende
Personen zum Handel gezählt werden. Schliesslich haben die Beschwerdeführer die
Liegenschaften jeweils als Geschäftsvermögen deklariert. Qualifizierte man die
Liegenschaften als Anlagevermögen, so würde es sich dabei um Privatvermögen
handeln und man müsste die Liegenschaften auch als solches versteuern (vgl. dazu
VRKE I/1-2007/60 vom 13. November 2007, S. 5 ff.). Die Beschwerdeführer bestreiten
nicht, dass es sich bei den Liegenschaften um Geschäftsvermögen handelt. Somit sind
die in Frage stehenden Liegenschaften als Umlaufvermögen zu qualifizieren, weshalb
darauf keine ordentlichen Abschreibungen gewährt werden können.
4.- Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die bisherige steuerliche Behandlung nicht
ausschlaggebend ist. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass eine frühere
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Veranlagung grundsätzlich keine Bindungswirkung auf spätere Veranlagungen ausübt.
Vielmehr ist in jeder Neuveranlagung sowohl die tatsächliche als auch die rechtliche
Ausgangslage vollumfänglich zu überprüfen und kann abweichend von der Vorperiode
gewürdigt werden. Die Veranlagung entfaltet als befristeter Verwaltungsakt nur für die
betreffende Steuerperiode Rechtswirkungen.
5.- Zusammenfassend ergibt sich, dass die Rückstellung für den Rechtsstreit in der
Höhe von Fr. 50'000.-- für das Jahr 2005 nicht zuzulassen ist. Zudem können auf die
Liegenschaften im Steuerjahr 2005 aus steuerrechtlicher Sicht keine Abschreibungen
zugelassen werden. Die Beschwerde ist somit abzuweisen.
6.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des Verfahrens den
Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von Fr.
1'200.-- ist angemessen (vgl. Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 13 Ziff. 522
Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist zu
verrechnen.