Decision ID: 7efc4b72-2b27-50d2-bf08-e365b7455551
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherte) füllte am 14. August 2011 das Formular zum
Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (IV) aus (vgl. IV-act. 7), nachdem ihre
Krankentaggeldversicherung sie am 19. Juli 2011 zur Früherfassung angemeldet hatte
(vgl. IV-act. 1). Die Anmeldung der Versicherten ging bei der IV-Stelle am 17. August
2011 ein (vgl. IV-act. 7 S. 1). Die Versicherte war damals als Küchengehilfin in [....]
angestellt gewesen (vgl. IV-act. 7 S. 4 und 16 S. 1 f.), war jedoch der Arbeit seit dem _
April 2011 wegen lumbaler Schmerzen und Schmerzen in den Beinen bei einer
Isthmotomie L5 links vom 15. April 2011 ferngeblieben (vgl. IV-act. 16 S. 2, 17 S. 1 f.
und 22 S. 2 ff.). Da sich die Beschwerden auch nach mehreren Infiltrationen nicht
nachhaltig besserten (vgl. IV-act. 14, 15, 22, 24 und 33 S. 8 f.), unterzog sich die
Versicherte am 3. Februar 2012 im Kantonsspital St. Gallen (KSSG) einer
Spondylodese L4 bis S1 links (IV-act. 30 S. 3 ff. und 33 S. 4 ff.). Im postoperativen
Verlauf berichtete die Versicherte von vollständig regredierten Schmerzen im linken
Bein, jedoch von neu aufgetretenen, brennenden, krampfartigen Schmerzen im rechten
Bein ausstrahlend bis zum Fuss. Eine am 6. Februar 2012 angefertigte Röntgen- und
CT-Aufnahme der Lendenwirbelsäule zeigte keine Materialfehllage oder sonstige
Kompressionen der Wurzelnerven. Zur weiteren Schmerzbewältigung wurde das
Schmerzzentrum des KSSG hinzugezogen (vgl. IV-act. 33 S. 5). Im Anschluss an den
stationären Aufenthalt im KSSG begab sich die Versicherte vom _ Februar bis _ März
2012 für eine Rehabilitation in das Rehabilitationszentrum B._, in deren Verlauf die
Beschwerden im rechten Bein fast vollständig verschwanden (IV-act. 33 S. 10 ff.). Am
11. Mai 2012 informierte der Hausarzt Dr. med. C._, Innere Medizin FMH, Spez.
Hämatologie/Onkologie, die IV-Stelle darüber, dass die Versicherte weiterhin über
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invalidisierende, insbesondere belastungsabhängige Rückenschmerzen klage. Die
bisherige Tätigkeit sei "gemäss Beschwerden" der Versicherten nicht mehr möglich (IV-
act. 33 S. 1 ff.).
A.b Mit Mitteilung vom 30. August 2012 zeigte die IV-Stelle der Versicherten den
Abschluss der beruflichen Massnahmen an, da sie sich gemäss einer Besprechung
vom 28. Juni 2012 nicht in der Lage fühle, an Eingliederungsbemühungen mitzuwirken
(IV-act. 43).
A.c Am 18. September 2012 berichteten die behandelnden Ärzte des
Schmerzzentrums des KSSG, dass die Versicherte über starke lumbale Schmerzen mit
Ausstrahlung in das linke Gesäss sowie in den linken Oberschenkel nach dorsal und
lateral bis auf Höhe des linken Knies klage. Sie stellten die Diagnose chronisches
Schmerzsyndrom Gebershagen 2 und empfahlen einen interdisziplinären
Therapieansatz mit einer psychosomatischen Mitbetreuung (IV-act. 48). Dr. C._
informierte die IV-Stelle am 27. September 2012 darüber, dass sich die Diagnosen seit
dem 11. Mai 2012 im Wesentlichen nicht verändert hätten, die Versicherte jedoch mehr
Schmerzen als früher verspüre (IV-act. 44 S. 3). Auf entsprechende Nachfrage der IV-
Stelle (vgl. IV-act. 46) erklärte Dr. C._, dass er keine weiteren Angaben im Sinne
objektivierbarer Befunde liefern könne (IV-act. 47 S. 3). Am 22. November 2012 teilte
die Versicherte der IV-Stelle telefonisch mit, dass sie die Behandlung im
Schmerzzentrum des KSSG nach zweimaliger Sprechstunde abgebrochen habe und
auch nicht in psychiatrischer Behandlung gewesen sei (vgl. IV-act. 51). In einer
Stellungnahme vom 13. Februar 2013 ging der Regionale Ärztliche Dienst (RAD)
mangels objektivierbarer Befunde spätestens ab Ende August 2012 von einer
100%igen Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einer adaptierten Tätigkeit aus (IV-act.
58).
A.d Mit Vorbescheid vom 27. Februar 2013 kündigte die IV-Stelle der Versicherten an,
dass sie beabsichtige, das Rentenbegehren abzulehnen (IV-act. 65). Dagegen liess die
Versicherte am 11. März 2013 einwenden, Dr. C._ habe ihre 100%ige
Arbeitsunfähigkeit bestätigt (vgl. IV-act. 66). Am 10. April 2013 informierte die
Rechtsschutzversicherung die IV-Stelle darüber, dass die Versicherte für einen
zweiwöchigen Aufenthalt ins KSSG eingetreten sei (IV-act. 72). Dem Austrittsbericht
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der Rheumatologie des KSSG vom _ April 2013 ist zu entnehmen, dass die
Versicherte vom _ bis _ April 2013 zur rheumatologischen Komplexbehandlung
hospitalisiert gewesen und danach in der Psychosomatik ambulant weiterbehandelt
worden sei (IV-act. 74). Am 24. Mai 2013 berichtete Ärztin Dr. med. D._,
Psychosomatik KSSG, dass die Versicherte an einer mittelgradigen depressiven
Episode mit somatischem Syndrom bei einer chronischen Schmerzerkrankung
Gebershagen 2 leide (IV-act. 81). Vom _ bis _ Juli 2013 wurde die Versicherte in der
Rheumatologie des KSSG für eine konventionelle multimodale Schmerztherapie
hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom _ Juli 2013 nannten die behandelnden Ärzte die
Diagnosen mittelgradige depressive Episode mit Dysthymie und beginnendem
Abhängigkeitssyndrom und Belastbarkeitsminderung der Lenden-Becken-Hüftregion
links mehr als rechts (IV-act. 92). Auf Zuweisung von Dr. C._ nahm die Versicherte
am 3. September 2013 an einer arbeitsmedizinischen Abklärung im
Rehabilitationszentrum Z._ der Kliniken Valens teil. In der Beurteilung vom 4.
September 2013 hielten die Untersuchenden fest, dass bei der Versicherten in erster
Linie eine Haltungsinsuffizienz und ein abophobisches Verhalten ohne spezifische
Zeichen einer Facettengelenkreizung oder einer Radikulopathie vorlägen. Die von der
Versicherten geäusserten Schmerzen könnten im Sinne einer Kettendomyose des
linken Beines nachvollzogen werden. Es finde sich eine ausgeprägte Dekonditionierung
der rückenstabilisierenden Muskulatur. Die anamnestischen Hinweise auf eine
mögliche Hyperlaxizität könnten akzentuierende Faktoren in dieser Entwicklung
darstellen. Die Leistungsfähigkeit für die bisherige Tätigkeit als Köchin sei nicht
gegeben. Empfohlen werde eine stationäre Rehabilitation zur Etablierung eines
dringend notwendigen aktiven Trainingsprogramms unter Überwindung des
schmerzvermeidenden Verhaltens. Die beobachtete Belastbarkeit entspreche im
Wesentlichen einer Arbeitsfähigkeit für eine leichte Tätigkeit, welche mindestens
halbtags (4 Stunden pro Tag) möglich sein sollte (IV-act. 95). Vom 10. bis 30. Oktober
2013 befand sich die Versicherte in einem Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik Z._,
wo von den behandelnden Ärzten die Diagnosen chronisches spondylogenes
Lumbalsyndrom links und chronisches Schmerzsyndrom Gebershagen 2 gestellt
wurden. Im Austrittsbericht vom 13. November 2013 gingen die behandelnden Ärzte
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit der Versicherten in ihrer bisherigen Tätigkeit
und während des stationären Aufenthaltes ebenso in einer adaptierten Tätigkeit aus,
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jedoch ab Austritt von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in leichten, wechselbelastenden
Tätigkeiten mit selten mittelschweren Anteilen (IV-act. 103 S. 17 f.).
A.e Am 13. November 2013 wurde die Versicherte im Auftrag der IV-Stelle von der
medizinischen Abklärungsstelle (Medas) Ostschweiz, St. Gallen, orthopädisch und
psychiatrisch untersucht (vgl. IV-act. 97, 99 und 103). In ihrer bidisziplinären
Besprechung vom 13. November 2013 nannten die Gutachter als Hauptdiagnosen mit
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit eine Spondylodese L4/S1 nach
Facettengelenkssyndrom sowie eine Isthmotomie L5 links. Als Nebendiagnose ohne
wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gaben sie einen Status nach
mittelgradiger depressiver Episode, differentialdiagnostisch eine Anpassungsstörung
mit längerer depressiver Reaktion bei psychosozialen Belastungen an (IV-act. 103 S. 28
f.). Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit attestierten die Gutachter der Versicherten eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit. Dies könne damit begründet werden, dass bei der
Versicherten zwei nicht unerhebliche Eingriffe an der unteren Lendenwirbelsäule und
wegen anhaltender Beschwerden verschiedene Infiltrationen durchgeführt worden
seien. Alle Massnahmen führten auch zu einer Traumatisierung der Weichteilgewebe,
deren Einfluss auf die Schmerzentwicklung nicht unterschätzt werden dürfe. Die
Arbeitsunfähigkeit bestehe trotz unauffälliger bildgebender Kontrollen, welche nicht alle
Schmerz erzeugenden Morphologien abbilden könnten. Als Beginn der
Arbeitsunfähigkeit könne der 6. April 2011 festgelegt werden. In einer den
nachvollziehbaren Beschwerden adaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit im
Umfang von 60 %. Dieser Umfang wäre möglich, wenn die allzu belastenden
Tätigkeiten als Köchin wegfielen und somit der verminderten Belastbarkeit der unteren
Lendenwirbelsäule Rechnung getragen würde. Eine angepasste Tätigkeit müsste einen
Wechsel zwischen Sitzen und Stehen ermöglichen, am besten mit der Option einer
kurzen Gehstrecke. Günstig wäre daher eine höhenverstellbare Arbeitsfläche.
Körpernah dürften Lasten von höchstens 5 Kg gehoben werden. Ein Besteigen von
Leitern sei nicht möglich. Das Begehen von Treppen sei nur selten zumutbar. Wichtig
sei die Vermeidung von Zwangspositionen, insbesondere das Vornüberbeugen von
Kopf und Oberkörper. Eine derartige Tätigkeit müsste nicht in einem geschützten
Rahmen durchgeführt werden. Das Pensum könnte allerdings nicht am Stück geleistet
werden, sondern müsste von einer mindestens einstündigen Pause unterbrochen
werden. Die beiden von der Klinik Z._ im Oktober 2013 abgegebenen
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Arbeitsfähigkeitsschätzungen, wonach in der bisherigen Tätigkeit eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit, in einer adaptierten Tätigkeit jedoch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
bestehen solle, lägen zu weit auseinander. Die ausschliesslich stehende Tätigkeit als
Köchin sei zwar körperlich anspruchsvoll, aber nicht so weit von der beschriebenen
adaptierten Tätigkeit entfernt, welche dann uneingeschränkt ausgeübt werden solle.
Ausserdem sei in der ambulanten Behandlung der Klinik Z._ vom September 2013
noch von einer halbtägigen Arbeitsfähigkeit ausgegangen worden, ohne dass in der
Zwischenzeit eine derart markante Besserung stattgefunden hätte. Aufgrund der in den
letzten Monaten erfolgten Besserung des Gesundheitszustandes könne bis zu einem
gewissen Grad der Spontanverlauf beobachtet werden. Zusammen mit der positiven
Einstellung der Versicherten könnte durchaus eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit über
60 % möglich sein, auch ein Anheben des jetzt tiefen Limits für das Tragen von
Gewichten sei denkbar (IV-act. 103 S. 30 f.).
A.f Nach der Durchführung einer zweiten Anhörung, in deren Rahmen die Versicherte
weitere ärztliche Berichte eingereicht und die IV-Stelle bei den Gutachtern dazu
Stellungnahmen eingeholt hatte, verfügte die IV-Stelle am 20. Oktober 2014 in der
Annahme eines Invaliditätsgrades von 0 % die Ablehnung des Rentenanspruchs. Sie
ging dabei von einer spätestens seit Ende August 2012 bestehenden vollen
Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einer optimal adaptierten Tätigkeit aus. Das
Gutachten habe eine 60%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten attestiert.
Aufgrund der in den Monaten zuvor erfolgten Besserung des Gesundheitszustandes
habe im Verlauf jedoch eine weitere Steigerung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden
dürfen (vgl. IV-act. 129)
A.g Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 20. November 2014 beim
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen Beschwerde (IV-act. 135). Daraufhin holte
die IV-Stelle weitere Arztberichte ein (vgl. insbesondere IV-act. 148 S. 2, 151 S. 1 ff.,
152 S. 1 ff., 154 S. 1 f., 161 S. 1 ff. und 162 S. 1 ff.). Am 24. Februar 2015 kam der RAD
zum Schluss, dass in der Beurteilung der gesundheitlichen Situation erhebliche
unterschiedliche Auffassungen bestünden, weshalb von einer unabhängigen Stelle eine
neue Beurteilung vorzunehmen sei (IV-act. 163 S. 2). Daher wiederrief die IV-Stelle am
2. März 2015 ihre Verfügung vom 20. Oktober 2014 und kündigte weitere Abklärungen
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an (vgl. IV-act. 167). Das Versicherungsgericht schrieb das bei ihm anhängige
Verfahren mit einer Verfügung vom 2. April 2015 als gegenstandslos ab (IV-act. 176).
A.h Am 6. Oktober 2015 erteilte die IV-Stelle der Medizinischen Gutachtenszentrum
Region St. Gallen GmbH (MGSG) den Auftrag, die Versicherte polydisziplinär zu
begutachten (vgl. IV-act. 192 S. 1). Die Versicherte wurde am 11. November 2015
orthopädisch, psychiatrisch und internistisch untersucht. Am 25. November 2015 fand
eine neurologische Abklärung statt. Im Rahmen der orthopädischen Begutachtung
wurde zudem am 1. und 2. Dezember 2015 eine Evaluation der funktionellen
Leistungsfähigkeit (EFL) an der Orthopädie und Physiotherapie E._ durchgeführt (vgl.
IV-act. 192 S. 2). In ihrer Konsensbeurteilung vom 6. Januar 2016 (vgl. IV-act. 192 S. 2)
bzw. in ihrem Gutachten vom 20. Januar 2016 (vgl. IV-act. 192 S. 1) nannten die
Gutachter als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen ein
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom infolge chronischer Reizung der Rami
meningeales der lumbosacralen Spinalnervensegmente, eine transpedikuläre
Spondylodese LWK4 bis SWK1, TLIF LWK 4/5 und LWK5/SWK1 vom 3. Februar 2012
sowie eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode,
bestehend seit etwa Juli 2015 bei Zustand nach mittelgradiger depressiver Episode,
bestehend von etwa November 2011 bis Dezember 2013 und Zustand nach leichter bis
mittelgradiger depressiver Episode, bestehend von etwa Januar bis Dezember 2014
(vgl. IV-act. 192 S. 72). Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Hilfsköchin attestierten
die Gutachter der Versicherten aufgrund der mittelgradigen depressiven Episode mit
Beeinträchtigung der emotionalen Belastbarkeit, der geistigen Flexibilität, des Antriebs,
der Interessen, der Motivation, der Kontaktfähigkeit und der Dauerbelastbarkeit von
November 2011 bis Januar 2012 bei voller Stundenpräsenz eine Arbeitsunfähigkeit von
40 %. Von Februar bis August 2012 habe im Rahmen der postoperativen Rehabilitation
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden. Von September 2012 bis Dezember
2013 habe die Arbeitsunfähigkeit bei voller Stundenpräsenz aufgrund der
mittelgradigen depressiven Episode wiederum 40 % betragen. Nach Besserung des
psychischen Zustandsbildes mit leichter bis mittelgradiger depressiver Episode habe
die Arbeitsunfähigkeit von Januar bis Dezember 2014 30 % betragen. Ab Januar 2015
sei aufgrund des Reizzustands der Rami meningeales der lumbalen Spinalnerven,
welcher längeres Stehen, z.B. am Herd und in leicht vornübergebeugter Haltung, sowie
das Arbeiten mit schweren Töpfen und Pfannen einschränke, von einer
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Arbeitsunfähigkeit von 20 % auszugehen. Tätigkeiten ohne erhöhte emotionale
Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne
vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung hätten der
Versicherten aufgrund der mittelgradigen depressiven Episode von November 2011 bis
Januar 2012 nur zu 70 % zugemutet werden können. Von Februar bis August 2012
habe auch für adaptierte Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Von
September 2012 bis Dezember 2013 habe die Arbeitsunfähigkeit wiederum 30 %
betragen. Nach Besserung des psychischen Zustandsbildes mit leichter bis
mittelgradiger depressiver Episode könne von Januar bis Dezember 2014 von einer
20%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden. Nach Remission der depressiven
Störung habe die Arbeitsfähigkeit von Januar bis Juni 2015 bei 100 % gelegen und seit
Juli 2015 sei aufgrund der leichten depressiven Episode eine Arbeitsunfähigkeit von 10
% anzunehmen. Bei den adaptierten Tätigkeiten sollte es sich zudem um leichte bis
mittelschwere, nicht wirbelsäulenbelastende, abwechslungsweise sitzende und
stehende Tätigkeiten handeln (vgl. IV-act. 192 S. 73 f.). Aus psychiatrischer Sicht
erscheine die Prognose eher günstig, wobei die Versicherte die psychiatrische bzw.
psychotherapeutische Behandlung ab Juli 2015 aus finanziellen Gründen beendet
habe. Aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung sei die Fortsetzung der
psychiatrischen bzw. psychotherapeutischen Behandlung zu empfehlen. Je nach
Intensität der depressiven Störung könnte eine Intensivierung der antidepressiven
Medikation mit schmerzlindernder Medikation empfohlen werden, worunter eine
weitere Stimmungsaufhellung und Stabilisierung des psychischen Zustandsbildes zu
erwarten wäre und damit einhergehend auch eine Leistungssteigerung mit 100%iger
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (vgl. IV-act. 192 S. 74).
A.i Mit Vorbescheid vom 1. März 2016 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Ablehnung ihres Rentenbegehrens bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit und einem Invaliditätsgrad von 0 % in Aussicht. Zur Begründung
wurde im Wesentlichen angeführt, dass gemäss den getätigten Abklärungen aus rein
somatischer Sicht in angepassten Tätigkeiten eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit
bestehe. Die Arbeitsfähigkeit werde primär durch psychische Leiden eingeschränkt.
Leichte bis höchstens mittelschwere Störungen aus dem depressiven Formenkreis
gälten nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich als
therapierbar und führten invalidenversicherungsrechtlich zu keiner Einschränkung der
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Arbeitsfähigkeit. Aufgrund der Feststellungen des psychiatrischen Gutachters sei keine
chronifizierte depressive Störung anzunehmen, zumal die Behandlungsmöglichkeiten
nicht ausgeschöpft seien. Demnach sei für die gesamte Zeitdauer von einer vollen
Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten auszugehen (IV-act. 197).
A.j Mit Verfügung vom 21. Juni 2016 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der
Versicherten mit im Wesentlichen gleicher Begründung wie im Vorbescheid bei einem
Invaliditätsgrad von 0 % ab (IV-act. 202).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin),
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. A. Petrik, St. Gallen, am 23. August 2016
Beschwerde (act. G 1). Darin beantragte sie, die Verfügung vom 21. Juni 2016 sei
aufzuheben und es sei ihr eine ganze Rente auszurichten. Eventualiter sei die
Angelegenheit der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu weiteren
Abklärungen zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der
Beschwerdegegnerin (act. G 1 S. 2).
B.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 30. September 2016 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 4).
B.c In ihrer Replik vom 1. März 2017 hielt die Beschwerdeführerin an den in ihrer
Beschwerde gestellten Anträgen fest (act. G 12).
B.d Mit Schreiben vom 7. März 2017 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die
Erstattung einer ausführlichen Duplik und hielt an den in ihrer Beschwerdeantwort
gestellten Anträgen fest (act. G 14).

Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch der
Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente.
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2.
2.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a),
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40
% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40
% invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine
ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung - und im
Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
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versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4; BGE 115 V 134 E. 2). Im
Weiteren sind die ärztlichen Aussagen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der
Frage, welche Arbeitsleistungen einer Person noch zugemutet werden können (BGE
115 V 134 E. 2). Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt
der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen
die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten.
Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
der Fachperson begründet sind (zum Ganzen BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
3.
Die Beschwerdegegnerin stützt sich für die Ablehnung des Rentenanspruchs in erster
Linie auf das MGSG-Gutachten vom 20. Januar 2016 (vgl. act. G 1.2 und 4).
Demgegenüber spricht die Beschwerdeführerin diesem Gutachten aus mehreren
Gründen den Beweiswert ab (vgl. act. G 1 und 12).
3.1
3.1.1 Zunächst kritisiert die Beschwerdeführerin, dass die Beschwerdegegnerin eine
nicht gerechtfertigte Neubeurteilung des Sachverhalts vorgenommen habe. Denn trotz
des Vorliegens eines beweiskräftigen orthopädischen Gutachtens habe sie eine weitere
orthopädische Expertise in Auftrag gegeben und die Arbeitsfähigkeit somit ohne
Notwendigkeit erneut abklären lassen. Die Beschwerdegegnerin handle nicht
rechtmässig, wenn sie die Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ohne Anlass
wiederholt abklären lasse bis ein Gutachten vorliege, das eine weitgehende
Arbeitsfähigkeit attestiere (act. G 1 S. 7 f.). Soweit ersichtlich, äussert sich die
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Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort zu diesem Vorwurf nicht (vgl. act. G
4).
3.1.2 Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin
den Sachverhalt nicht ohne Notwendigkeit erneut abklären lassen. Vielmehr ist sie
aufgrund eines neu thematisierten Knieleidens (vgl. insbesondere IV-act. 140 und 154)
und einer Neubeurteilung durch den RAD (vgl. IV-act. 163 S. 2) nachvollziehbar zum
Schluss gelangt, dass weitere Abklärungen notwendig sind. Dass die
Beschwerdegegnerin sich dabei nicht auf eine Abklärung hinsichtlich des Knies der
Beschwerdeführerin beschränkt hat, sondern deren Gesundheitszustand umfassender
abgeklärt hat, ist nicht zu beanstanden, zumal sich auch hinsichtlich der anderen
Leiden der Beschwerdeführerin kein einheitliches Bild gezeigt hat (vgl. insbesondere
IV-act. 148 S. 2, 151 S. 1 ff., 152 S. 1 ff., 154 S. 1 f., 155 S. 1, 161 S. 1 ff, 162 S. 1 ff.
und 163 S. 2). Auch können zwischen Beschwerden Wechselwirkungen bestehen,
sodass eine Neubeurteilung der gesamten Situation bei hinzugekommenen
Beschwerden durchaus sinnvoll sein kann. Überdies ist in der MEDAS-Beurteilung vom
10. Dezember 2013 festgehalten gewesen, dass eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit
über 60 % möglich sein könnte (vgl. IV-act. 103 S. 30 f.). Insofern hat sich auch aus
zeitlicher Perspektive eine Neubeurteilung der Gesamtsituation aufgedrängt.
Schliesslich hat die Beschwerdeführerin auch nicht protestiert, als die
Beschwerdegegnerin ihr eine polydisziplinäre Begutachtung in Aussicht gestellt hat
(vgl. IV-act. 180 ff.). Vor diesem Hintergrund ist es keineswegs zu beanstanden, dass
die Beschwerdegegnerin die polydisziplinäre Abklärung bei der MGSG GmbH in
Auftrag gegeben hat. Die Rüge der Beschwerdeführerin erst nach Kenntnis des
Ergebnisses des neuen Gutachtens ist ohnehin verspätet.
3.2
3.2.1 Dem orthopädischen Teilgutachten spricht die Beschwerdeführerin schon
deshalb den Beweiswert ab, weil die im Gutachten enthaltene EFL nicht durch den
beauftragten Gutachter selber vorgenommen worden sei. Zudem beschränke sich die
Evaluierung der EFL darauf, ihr unter Hinweis auf ein selbstlimitierendes Verhalten eine
volle Arbeitsfähigkeit zu unterstellen. Es sei widersprüchlich, dass zahlreiche Tests der
EFL unter Hinweis auf Selbstlimitierung als nicht verwertbar erklärt worden seien,
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andererseits eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert worden sei. Die tatsächlich
bestehenden Defizite im Bereich des Rückens und der Knie seien im Rahmen der EFL
völlig ausser Acht gelassen worden. Die Beurteilung durch den Orthopäden erweise
sich sodann als unvollständig. In dem im Gutachten enthaltenen Aktenauszug seien
nicht alle relevanten Berichte erwähnt, die Funktionseinschränkungen seien im
Gutachten nicht ausgeführt worden und die festgestellten Einschränkungen seien
unberücksichtigt geblieben. Auch lasse das Gutachten eine Auseinandersetzung mit
abweichenden Stellungnahmen vermissen. Insbesondere begründe der orthopädische
Gutachter nicht, weshalb das MEDAS-Gutachten vom 10. Dezember 2013 zu einer
unterschiedlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung gekommen sei. Auch seien die geklagten
Beschwerden im Rahmen der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit unberücksichtigt
geblieben. Überdies habe der orthopädische Gutachter Äusserungen gemacht, die
nichts mit der medizinischen Begutachtung zu tun hätten, womit der Gutachter seine
Aufgabe verkenne. Beispielsweise habe er vorgeschlagen, den Fall abzuschliessen
(act. G 1 S. 8 ff.).
3.2.2 Demgegenüber erachtet die Beschwerdegegnerin das orthopädische Gutachten
als beweiskräftig. Sie ist der Ansicht, dass es nicht zu beanstanden sei, dass der
orthopädische Gutachter die EFL bei einer qualifizierten Fachperson in Auftrag
gegeben habe. Die Kritik an der EFL schlage ebenfalls fehl, da die Zumutbarkeit der
Arbeitsleistung aufgrund der Selbstlimitierung der Beschwerdeführerin medizinisch-
theoretisch habe beurteilt werden müssen. Auch eine fehlende Auseinandersetzung mit
der Beurteilung des orthopädischen Vorgutachtens sei nicht als schwerwiegender
Mangel des MGSG-Gutachtens zu qualifizieren, zumal die Beurteilung des
Vorgutachters nicht zu überzeugen vermöge. Die im Vorgutachten enthaltene
Begründung der Arbeitsfähigkeit stelle keinen Nachweis für einen relevanten, organisch
objektivierbaren Gesundheitsschaden dar (act. G 4 S. 4 ff.).
3.2.3 Dass der orthopädische Gutachter für die Beurteilung des Gesundheitszustandes
der Beschwerdeführerin bei einer dafür spezialisierten Institution eine Evaluation der
funktionellen Leistungsfähigkeit in Auftrag gegeben hat, ist vorliegend nicht zu
beanstanden, zumal er seine Arbeitsfähigkeitsschätzung letztlich ohnehin vorwiegend
auf seine eigenen Untersuchungen gestützt hat. Denn er hat die im Rahmen der EFL
durchgeführten Leistungstests infolge erheblicher Symptomausweitung und
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Selbstlimitierung seitens der Beschwerdeführerin nur als teilweise verwertbar erachtet,
weshalb die Beurteilung der Zumutbarkeit der Arbeitsleistungen im Wesentlichen auf
medizinisch-theoretischen Überlegungen beruht (vgl. IV-act. 192 S. 21). Angesichts
dessen, dass der orthopädische Gutachter die Arbeitsfähigkeit vorwiegend
medizinisch-theoretisch beurteilt hat, ist es entgegen der Behauptung der
Beschwerdeführerin keineswegs unverständlich, dass trotz Unverwertbarkeit gewisser
im Rahmen der EFL durchgeführter Tests die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit auf 100 % geschätzt worden ist. Auch kann der Kritik der
Beschwerdeführerin, dass die Funktionseinschränkungen nicht dargelegt und
berücksichtigt worden seien, nicht gefolgt werden. Der orthopädische Gutachter hat
sich mit den radiologischen Befunden und deren Auswirkungen auf die
Funktionsfähigkeit hinreichend auseinandergesetzt (vgl. insbesondere IV-act. 192 S. 21
f.). Auch ist die orthopädische Beurteilung unter Berücksichtigung der von der
Beschwerdeführerin angegebenen Beschwerden erfolgt. Die Beschwerdeführerin ist
einlässlich zu ihrem aktuellen Leiden und zur Krankheitsentwicklung befragt worden
(vgl. IV-act. 192 S. 4). Schliesslich hat sich der orthopädische Gutachter auch
eingehend zum MEDAS-Gutachten geäussert und aufgezeigt, warum dieses aus seiner
Sicht qualitativ ungenügend ist (IV-act. 192 S. 22). Das orthopädische Teilgutachten
wirkt gesamthaft betrachtet schlüssig und nachvollziehbar.
3.3
3.3.1 Dem psychiatrischen Teilgutachten misst die Beschwerdeführerin keine
Beweiskraft zu, da dieses nicht auf eigenen Untersuchungen beruhe. Einer
retrospektiven Beurteilung könne unter Umständen Beweiswert zukommen, wenn sie
sich mit echtzeitlichen Einschätzungen hinreichend auseinandersetze. Eine solche
Auseinandersetzung mit echtzeitlichen Befunden unterlasse der psychiatrische
Gutachter, weshalb auf die bereits bestehenden psychiatrischen Einschätzungen
abzustellen sei. Überdies seien die unterschiedlichen Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit
in der angestammten und in einer adaptierten Tätigkeit nicht nachvollziehbar bzw. nicht
ausreichend begründet. Deshalb dränge es sich auf, die attestierte Arbeitsfähigkeit in
der angestammten Tätigkeit auch auf eine adaptierte Tätigkeit zu übertagen (act. G 1
S. 10 f.).
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3.3.2 Die Beschwerdegegnerin erachtet die psychiatrische Expertise als schlüssig und
nachvollziehbar. Aus rechtlichen Überlegungen teilt sie jedoch die gutachterliche
Schätzung der Arbeitsfähigkeit nicht. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass leichte
bis mittelgradige depressive Störungen, rezidivierender oder episodischer Natur,
gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung einzig dann als invalidisierende
Krankheiten in Betracht fielen, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent seien.
Eine Therapieresistenz sei vorliegend nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
erstellt, weshalb für den gesamten Zeitraum keine invalidenversicherungsrechtlich
relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgewiesen sei (act. G 4 S. 8 f.).
3.3.3 Vorab ist anzumerken, dass die von der Beschwerdegegnerin angeführte
Rechtsprechung hinsichtlich der invalidenversicherungsrechtlichen Bedeutung von
leichten bis mittelschweren depressiven Erkrankungen vom Bundesgericht in BGE 143
V 409 aufgegeben worden ist. Das Bundesgericht hat in diesem Urteil darauf
hingewiesen, dass die Frage, ob bei Erkrankungen aus dem depressiven Formenkreis
eine invalidenversicherungsrechtliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resultiere,
ebenso wenig wie bei somatoformen Störungen allein mit Bezug auf das Kriterium der
Behandelbarkeit beantwortet werden könne (vgl. BGE 143 V 414 E. 4.4). Vielmehr sei
auch bei leichten bis mittelschweren depressiven Störungen wie bei jeder geltend
gemachten gesundheitsbedingten Erwerbsunfähigkeit im Einzelfall danach zu fragen,
ob und wie sich die Krankheit invaliditätsbedingt auswirke. Auch Leiden aus dem
depressiven Formenkreis seien grundsätzlich einem strukturierten Beweisverfahren
nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (vgl. BGE 143 V 416 E. 4.5.2). Entgegen der
Auffassung der Beschwerdegegnerin schliesst ein vorhandenes
Verbesserungspotential in der medizinischen Behandlung somit nicht aus, dass ein
relevanter Gesundheitsschaden vorliegen kann. Demnach ist zu prüfen, ob die
psychiatrische Arbeitsfähigkeitsschätzung unter Berücksichtigung der gesamten
Aktenlage und der gesamten Situation der Beschwerdeführerin schlüssig erscheint,
sodass darauf abgestellt werden kann.
3.3.4 Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin beruht das psychiatrische
Teilgutachten auf einer einlässlichen persönlichen Befragung und Untersuchung. So
hat der psychiatrische Gutachter die Beschwerdeführerin beispielsweise zu ihrem
aktuellen Leiden, ihrer Krankengeschichte, ihrer Biographie, ihrem schulischen und
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beruflichen Werdegang, ihrem Tagesablauf, ihrer Freizeit und ihren Einschränkungen
befragt (vgl. IV-act. 192 S. 31 ff.). Dass der psychiatrische Gutachter die
gesundheitliche Situation nicht nur ab dem Gutachtenszeitpunkt, sondern auch
retrospektiv beurteilt hat, spricht seiner Begutachtung den Beweiswert nicht ab. Er legt
in seinem Gutachten den Verlauf der verschiedenen Krankheitsphasen mit den
entsprechenden Diagnosen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit unter
Berücksichtigung der jeweiligen Lebensumstände der Beschwerdeführerin
nachvollziehbar und schlüssig dar (vgl. IV-act. 192 S. 38 ff.). Auch hat er seine
Arbeitsfähigkeitsschätzung in Kenntnis der Vorakten abgegeben (vgl. IV-act. 192 S. 26
ff.). Im Übrigen lässt die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde offen, welche
psychiatrische Arbeitsfähigkeitsschätzung sie für einschlägig erachtet (vgl. act. G 1).
Entgegen ihrer Auffassung sind auch die im Gutachten enthaltenen unterschiedlichen
Arbeitsfähigkeitsschätzungen für die angestammte und eine adaptierte Tätigkeit
durchaus nachvollziehbar, da der Gutachter sich unter einer adaptierten Tätigkeit eine
Arbeit ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne erhöhten Zeitdruck, ohne erforderliche
geistige Flexibilität, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche
Dauerbelastung vorstellt (vgl. IV-act. 192 S. 45). Auf die im MGSG-Gutachten
enthaltene psychiatrische Arbeitsfähigkeitsschätzung kann somit abgestellt werden.
3.4 Kritikpunkte hinsichtlich des neurologischen oder allgemeininternistischen
Teilgutachtens gehen aus der Beschwerdeschrift nicht deutlich hervor (vgl. act. G 1).
Diese Teilgutachten wirken auch schlüssig und nachvollziehbar. Die von der
Beschwerdeführerin geäusserten Einwände hinsichtlich der Konsensbeurteilung (vgl.
act. G 1 S. 12) sind ebenfalls nicht stichhaltig, namentlich geht aus dem Gutachten
sehr wohl hervor, an welchem Datum und unter welcher Beteiligung die
Konsensbeurteilung stattgefunden hat (vgl. IV-act. 192 S. 2). Zusammenfassend ist
festzuhalten, dass auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung des schlüssig und
nachvollziehbar erscheinenden MGSG-Gutachtens vom 20. Januar 2016 abgestellt
werden kann. Gestützt auf die gutachterliche Einschätzung ist somit mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass bei der Beschwerdeführerin für adaptierte
Tätigkeiten von November 2011 bis Januar 2012 eine Arbeitsfähigkeit von 70 %, von
Februar bis August 2012 eine Arbeitsfähigkeit von 0 %, von September 2012 bis
Dezember 2013 eine Arbeitsfähigkeit von 70 %, von Januar bis Dezember 2014 eine
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Arbeitsfähigkeit von 80 %, von Januar bis Juni 2015 eine Arbeitsfähigkeit von 100 %
und seit Juli 2015 von 90 % bestanden hat (vgl. IV-act. 192 S. 73).
4.
4.1 Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, ihr könne die Verwertbarkeit der
Restarbeitsfähigkeit nicht zugemutet werden, da sie aus medizinischer Hinsicht
mehrfach eingeschränkt sei, lange vom Arbeitsmarkt abwesend gewesen sei und über
keinerlei berufliche Ausbildung verfüge (act. G 1 S. 13). Demgegenüber ist die
Beschwerdegegnerin der Ansicht, dass von einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit in einer
angepassten Tätigkeit auszugehen sei (act. G 4 S. 9).
4.2 Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgeblich, ob eine invalide Person unter
den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob
sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein
Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften bestünde
(ausgeglichener Arbeitsmarkt, Art. 16 ATSG). An der Massgeblichkeit des theoretisch
ausgeglichenen Arbeitsmarktes vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass es
für die versicherte Person im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich ist, im
tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden. Der ausgeglichene
Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und
Arbeitsangebote, bei welchen mit einem sozialen Entgegenkommen seitens des
Arbeitgebers gerechnet werden kann. Eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
ist hingegen in denjenigen Fällen anzunehmen, in denen die zumutbare Tätigkeit nur in
so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt
praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines
durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden
Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts
vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2 und 3.3.1 mit Hinweisen). Unter
Berücksichtigung dieser Arbeitsmarktdefinition ist davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführerin auch mit ihren gesundheitlichen Einschränkungen noch
Betätigungsmöglichkeiten offenstehen. Zu denken ist beispielsweise an einfachere
Verpackungs- oder Materialbewirtschaftungstätigkeiten. Ihre vorübergehende
Abwesenheit vom Arbeitsmarkt schliesst eine Arbeitsaufnahme nicht aus. Die fehlende
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berufliche Ausbildung ist bei der Festlegung des Invalideneinkommens zu
berücksichtigen, steht der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit jedoch ebenfalls nicht
entgegen. Es ist davon auszugehen, dass der oben beschriebene allgemeine
ausgeglichene Arbeitsmarkt auch eine Vielzahl an Hilfsarbeiterstellen bereithält, für
welche keine spezifische Ausbildung erforderlich ist.
5.
Ausgehend von der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung bleiben die
erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. Dabei ist der
Invaliditätsgrad anhand eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2).
5.1 Massgebend für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im
Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs (vgl. BGE 129 V 222). Die Anmeldung der
Beschwerdeführerin ist bei der IV-Stelle am 17. August 2011 eingegangen (vgl. IV-act.
7 S. 1). Der früheste Beginn eines allfälligen Rentenanspruchs im Sinne von Art. 29
Abs. 1 und 3 IVG wäre somit der 1. Februar 2012. Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1
lit. b IVG ist zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht verstrichen gewesen, da der
Beginn der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit auf den 6. April 2011 zu legen ist (vgl. IV-act. 103 S. 30; vgl. auch
16 S. 3). Unter Berücksichtigung des Wartejahres fällt der frühestmögliche
Rentenbeginn somit auf den 1. April 2012 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b i.V.m. 29 Abs. 3 IVG).
Für den Einkommensvergleich massgebend ist somit das Jahr 2012.
5.2 Für das Valideneinkommen ist entscheidend, was die versicherte Person aufgrund
ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen
Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG;
BGE 135 V 59 E. 3.1 und 139 V 30 E. 3.3.2, je mit Hinweisen). Ausgehend von den
Gehaltsangaben der ehemaligen Arbeitgeberin für die Tätigkeit der Beschwerdeführerin
als Küchenhilfe im Jahr 2010 (vgl. IV-act. 16 S. 9) ergibt sich hochindexiert auf das Jahr
2012 ein Valideneinkommen von Fr. 51'107.05 (Fr. 50'116.-- / 2579 x 2630; vgl.
Bundesamt für Statistik, Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der
Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2016).
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5.3 Zur Ermittlung des Invalideneinkommens kann auf die Tabelle TA 1 der vom
Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2012
abgestellt werden. Mangels erfolgreicher Umschulung ist von einem Gehalt im
Kompetenzniveau 1 auszugehen. Für die im Kompetenzniveau 1 beschäftigten Frauen
ergibt sich unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit
von 41.7 Stunden ein Jahreslohn von Fr. 51'441.-- bezogen auf ein 100 % Pensum
(vgl. Anhang 2 der IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe
2019).
5.4 Eine Parallelisierung der Einkommen, wie sie die Beschwerdeführerin fordert (vgl.
act. G 1 S. 12), ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich nur in
dem Umfang vorzunehmen, in welchem das Valideneinkommen gegenüber dem
branchenüblichen Durchschnittseinkommen eine prozentuale Abweichung von 5 %
übersteigt (vgl. BGE 135 V 303 f. E. 6.1.2 f. mit Hinweis auf 134 V 322). Vorliegend kann
das branchenübliche Durchschnittseinkommen für die vor Eintritt der
Gesundheitsschädigung ausgeübte Tätigkeit als Hilfsköchin mit dem oben berechneten
Invalideneinkommen von Fr. 51'441.-- für ein Pensum von 100 % gleichgesetzt werden
(vgl. E. 5.3). Denn es ist davon auszugehen, dass die in der LSE berücksichtigen
Hilfsarbeitertätigkeiten auch Hilfstätigkeiten in der Küche miteinschliessen. Mangels
prozentualer Abweichung um mehr als 5 % zwischen dem Valideneinkommen und dem
branchenüblichen Durchschnittseinkommen für Hilfsarbeitertätigkeiten ist keine
Parallelisierung der Einkommen vorzunehmen.
5.5 Ausgehend von dem für ein Pensum von 100 % festgelegten Invalidenlohn in der
Höhe von Fr. 51'441.-- gilt es nun die Invalideneinkommen der Beschwerdeführerin für
die unterschiedlichen Zeitabschnitte entsprechend den unterschiedlichen
Arbeitsfähigkeitsgraden zu berechnen. Mit anderen Worten ist das für ein Pensum von
100 % bestimmte Invalideneinkommen den unterschiedlichen Arbeitsfähigkeitsgraden
entsprechend zu kürzen. Somit ergibt sich für den Zeitraum von Februar bis August
2012 bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 0 % ein Invalideneinkommen von Fr. 0.--, für
den Zeitraum von September 2012 bis Dezember 2013 bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad
von 70 % ein Invalideneinkommen von gerundet Fr. 36'009.--, von Januar bis
Dezember 2014 bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 80 % ein Invalideneinkommen von
gerundet Fr. 41'153.--, für den Zeitraum Januar bis Juni 2015 bei einem
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Arbeitsfähigkeitsgrad von 100 % ein Invalideneinkommen von rund Fr. 51'441.-- und
für die Zeit ab Juli 2015 bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 90 % ein
Invalideneinkommen von gerundet Fr. 46'297.--. Bei einer Gegenüberstellung von
Valideneinkommen und Invalideneinkommen ergibt sich für den Zeitraum von Februar
bis August 2012 ein IV-Grad von 100 % und somit ein Anspruch auf eine befristete
ganze Rente, wobei ein solcher erst nach Ablauf des Wartejahres, sprich ab dem 1.
April 2012 besteht (vgl. E. 5.1). Für diejenigen Zeiträume, in welchen eine 30%ige
Arbeitsunfähigkeit bestanden hat, ergibt sich bei einer Gegenüberstellung der
Vergleichseinkommen selbst bei Gewährung eines 10%igen Tabellenlohnabzugs (90%
von Fr. 36'009.-- = Invalideneinkommen von Fr. 32'408.10) lediglich eine
Erwerbseinbusse von Fr. 18'698.95 (Fr. 51'107.05 minus Fr. 32'408.10) und ein IV-Grad
von gerundet 37 % (18'698.95 x 100 / 51'107.05), weshalb nach Ablauf von drei
Monaten im Sinne von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung
(IVV; SR 831.201) kein Anspruch auf eine Invalidenrente mehr gegeben ist. Gründe, die
einen höheren Tabellenlohnabzug rechtfertigen könnten, sind nicht ersichtlich. In den
übrigen Zeiträumen, in welchen eine über 70%ige Arbeitsfähigkeit bestanden hat, ist
somit ebenfalls kein rentenbegründender Invaliditätsgrad gegeben.
6.
6.1 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist
und die Beschwerdeführerin für die Dauer vom 1. April 2012 bis 30. November 2012
einen Anspruch auf eine ganze Rente hat. Die Sache ist zur Festsetzung und
Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Die Beschwerdeführerin hat gemessen am Antrag um Zusprache
einer unbefristeten ganzen Rente nur in untergeordnetem Ausmass obsiegt. Ihr sind
daher ermessensweise 2/3 der Kosten, d.h. Fr. 400.--, aufzuerlegen. Den Restbetrag
von Fr. 200.-- hat die Beschwerdegegnerin zu bezahlen, und der Beschwerdeführerin
ist in diesem Umfang der geleistete Kostenvorschuss zurückzuerstatten.
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6.3 Da die Beschwerdeführerin teilweise obsiegt, hat sie einen reduzierten Anspruch
auf eine Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen,
wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu
tragen ist. Unter Berücksichtigung vergleichbarer Fälle und entsprechend dem
Ausmass des Obsiegens rechtfertigt sich vorliegend eine Parteientschädigung von
pauschal Fr. 1'200.--. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin somit mit
Fr. 1‘200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.