Decision ID: 9aa0868d-63fc-54f2-9aaa-d54a4d25286d
Year: 2007
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ I.H., geb. 1970, ist Staatsangehöriger von Serbien (Kosovo). Er reiste am 30. August
1993 erstmals in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Dieses wurde abgewiesen;
der Gesuchsteller wurde aber vorläufig aufgenommen. 1999 wurde die vorläufige
Aufnahme aufgehoben und die Ausreisefrist auf den 31. Mai 2000 angesetzt. Am 10.
März 2000 stellte I.H. ein Gesuch um Aufnahme im Rahmen der "Humanitären Aktion
2000". Diesem Antrag wurde nicht entsprochen. In der Folge wurde die freiwillige
Ausreise auf den 14. Juni 2000 organisiert. I.H. tauchte jedoch unter. Am 24. November
2000 stellte er erneut ein Asylgesuch. Auf dieses trat das Bundesamt für Migration mit
Verfügung vom 10. Januar 2001 nicht ein. Am 28. Juli 2003 stellte I.H. erneut ein
Asylgesuch. Auch auf dieses trat das Bundesamt für Migration nicht ein. In der Folge
wurde die Rückkehr auf den 16. September 2003 festgelegt. I.H. bestieg zunächst das
Flugzeug, verliess es jedoch kurz vor dem Start wieder und gab an, sein
Rechtsvertreter habe ihn ermuntert, den Flug nicht anzutreten. Am 19. September 2003
wurde er in der Folge nach Pristina ausgeschafft. Am 23. September 2003 reichte die
Schweizer Staatsangehörige C.S., geb. 1956, beim Ausländeramt ein Gesuch um
Bewilligung der Einreise von I.H. zur Vorbereitung der Heirat ein. Nachdem die
Gesuchstellerin die geforderten Unterlagen nicht eingereicht hatte, trat das
Ausländeramt am 1. April 2004 auf das Gesuch nicht ein. Am 23. Juli 2004 stellte C.S.
dem Ausländeramt erneut ein Gesuch um Bewilligung der Einreise von I.H. zur
Vorbereitung der Heirat. Diese Bewilligung wurde erteilt, und am 17. September 2004
heirateten I.H. und C.S. in Grabs. Dem Ehemann wurde in der Folge eine
Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs erteilt.
Mit Verfügung vom 26. Februar 2007 verweigerte das Ausländeramt die Verlängerung
der Aufenthaltsbewilligung von I.H. mit der Begründung, er sei eine Scheinehe
eingegangen.
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B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob I.H. durch seinen Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 13. März 2007 Rekurs, der vom Justiz- und Polizeidepartement mit
Entscheid vom 20. Juni 2007 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingaben seines Rechtsvertreters vom 5. Juli und 30. August 2007 erhob I.H.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 20.
Juni 2007 sei aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge. Der Beschwerdeführer bestreitet, eine Scheinehe
eingegangen zu sein. Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids sowie auf die
in der Beschwerde vorgebrachten Ausführungen wird, soweit wesentlich, in den
nachstehenden Erwägungen näher eingegangen.
In ihrer Vernehmlassung vom 4. September 2007 beantragt die Vorinstanz die
kostenfällige Abweisung der Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeeingaben vom 5. Juli und 30. August 2007 wurden rechtzeitig eingereicht
und erfüllen formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist
daher einzutreten.
2. Nach Art. 4 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt ANAG) entscheidet die zuständige Behörde im Rahmen der
gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland nach freiem Ermessen
über die Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung.
2.1. Der Ausländer hat nach Art. 4 ANAG grundsätzlich keinen Anspruch auf Erteilung
einer Aufenthaltsbewilligung. Eine Ausnahme besteht, wenn er nahe Verwandte mit
gesichertem Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat. Hinsichtlich ausländischer
Ehegatten von Schweizer Bürgern ist dieser Anspruch in Art. 7 Abs. 1 ANAG geregelt.
Danach hat der ausländische Ehegatte einer Schweizerin Anspruch auf Erteilung und
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Art. 7 Abs. 2 ANAG bestimmt weiter, dass
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kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung besteht, wenn die Ehe
eingegangen worden ist, um die Vorschriften über Aufenthalt und Niederlassung von
Ausländern und namentlich jene über die Begrenzung der Zahl der Ausländer zu
umgehen. Diese Bestimmung ist dem früheren Art. 120 Ziff. 4 ZGB betreffend die
sogenannte Bürgerrechtsehe nachgebildet, welcher mit der Revision des
Bürgerrechtsgesetzes (SR 141.0) vom 23. März 1990 seine Grundlage verloren hat und
aufgehoben wurde. Dem ausländischen Ehegatten eines Schweizer Bürgers wurde im
revidierten Art. 7 Abs. 1 ANAG ein Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung eingeräumt. Da die Gefahr, diese Vorschrift könnte durch
Eingehung einer blossen Scheinehe umgangen werden, in gleicher Weise besteht wie
im Falle des früheren Bürgerrechtserwerbs durch Heirat, wurde für solche
"Aufenthalts-" bzw. "Niederlassungsehen" in Art. 7 Abs. 2 ANAG ein ähnlicher
Missbrauchstatbestand geschaffen, wie er in Art. 120 Ziff. 4 ZGB für die früheren
Bürgerrechtsehen vorgesehen war (BGE 122 II 294 mit Hinweisen).
2.2. Das Bundesgericht hat in verschiedenen Urteilen die Anforderungen an den
Nachweis einer Scheinehe bzw. Ausländerrechtsehe umschrieben. Es erwog, der
Nachweis, dass die Ehe zur Umgehung der Vorschriften über Aufenthalt und
Niederlassung der Ausländer geschlossen wurde und nicht der Begründung einer
Lebensgemeinschaft diene, sei in der Regel nicht direkt zu erbringen und könne nur
durch Indizien geführt werden. Solche Indizien seien etwa darin zu erblicken, dass dem
Ausländer die Wegweisung gedroht habe, etwa weil er ohne Heirat keine
Aufenthaltsbewilligung erhalten hätte oder sie ihm nicht verlängert worden wäre.
Sodann könnten die Umstände und die kurze Dauer der Bekanntschaft sowie die
Tatsache, dass die Ehegatten eine Wohngemeinschaft gar nie aufgenommen hätten,
für das Vorliegen einer Ausländerrechtsehe sprechen. Umgekehrt könne aus einer
gewissen Zeit des Zusammenlebens und des Unterhalts intimer Beziehungen nicht
ohne weiteres abgeleitet werden, es sei eine wirkliche Lebensgemeinschaft gewollt
gewesen. Ein solches Verhalten könne auch nur vorgespiegelt sein, um die Behörde zu
täuschen (BGE 122 II 295 mit Hinweisen auf Literatur und Judikatur). Wenn aber nicht
genügend Anhaltspunkte bestehen, die auf eine Scheinehe hindeuten, so darf nicht
einzig aufgrund dieser ungenügenden Anhaltspunkte die Berufung auf eine bestehende
Ehe als rechtsmissbräuchlich qualifiziert werden (BGE 123 II 49 ff.).
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2.3. Zu prüfen ist im folgenden, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, der
Beschwerdeführer sei eine Scheinehe eingegangen.
2.3.1. Der Altersunterschied zwischen dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau
beträgt etwas über vierzehn Jahre. Sodann hätte der Beschwerdeführer ohne die Heirat
keine Möglichkeit gehabt, eine Aufenthaltsbewilligung zu erlangen. Dies sind Indizien
für das Vorliegen einer Scheinehe. Daran ändert der Umstand nichts, dass ein grosser
Altersunterschied allein eine Scheinehe nicht zu begründen vermöchte. Dass die Heirat
nicht während eines hängigen Wegweisungsverfahrens stattfand, spricht nicht gegen
eine Scheinehe. Der Beschwerdeführer stellte drei Asylgesuche. Zudem tauchte er
unter, als er ausreisen sollte und äusserte gegenüber der Ausländerbehörde, er sei
nicht gewillt, die Schweiz zu verlassen. Er versuchte somit wiederholt, einen Aufenthalt
in der Schweiz zu erlangen, und widersetzte sich dabei behördlichen Anordnungen. Die
Heirat mit einer in der Schweiz aufenthaltsberechtigten Person war die einzige
Möglichkeit für den Beschwerdeführer, um einen Anspruch auf Verbleib in der Schweiz
geltend machen. Daher liegen in den Umständen der Heirat Indizien für eine Scheinehe.
2.3.2. Fest steht weiter, dass die Eheleute nach der Heirat keine gemeinsame Wohnung
bezogen. Die Ehefrau sagte bei der Befragung aus, der Beschwerdeführer habe nie in
ihrer Wohnung in Grabs übernachtet. Der Beschwerdeführer verfügte über ein eigenes
Zimmer in einem Mehrfamilienhaus in Rüti/ZH. Die Ehefrau unterhielt ausserdem seit
Anfang 2005 eine Drittbeziehung mit X. und wohnte im Zeitpunkt der polizeilichen
Befragung am 4. September 2006 bei diesem. Sie gab bei der Befragung an, X. wisse
nicht, dass sie verheiratet sei, und ihr Ehemann dürfe nichts von der Beziehung zu X.
wissen.
In der Beschwerde wird geltend gemacht, es hätten gute Gründe bestanden, dass die
Eheleute getrennte Wohnungen bezogen hätten. Die Ehefrau lebe seit Jahren im
Rheintal und habe als ehemalige Wirtin dort viele Bekannte und ein grosses
Beziehungsnetz, das sie nicht sofort habe aufgeben wollen. Ausserdem lebe ihr Sohn
aus erster Ehe mit Zustimmung der Behörden in einem Internat. Sie befürchte, dass
dieser Internatsaufenthalt bei einem Umzug hätte in Frage gestellt werden können.
Diese Ausführungen sind nicht überzeugend. Die Ehefrau ging bereits wenige Monate
nach dem Eheschluss eine Fremdbeziehung ein, was durch die getrennten Wohnungen
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erleichtert wurde. Der Beschwerdeführer war offenbar nicht an einem Zusammenleben
mit der Ehefrau interessiert. Der Heimaufenthalt des Sohnes der Ehefrau und die
Arbeitsstelle des Ehemannes im Kanton Zürich lassen sich jedenfalls nicht als
stichhaltige Gründe für die getrennten Wohnungen anführen. Es wird auch nicht
geltend gemacht, die Eheleute hätten sich bei den Behörden von Grabs in bezug auf
einen Wohnortswechsel der Ehefrau in den Kanton Zürich und allfällige Folgen für den
Heimaufenthalt des Sohnes erkundigt. Auch wird nicht geltend gemacht, der Ehemann
habe eine Arbeitsstelle in der Umgebung von Grabs gesucht. Da er im laufenden Jahr
nach dem Konkurs seines früheren Arbeitgebers umgehend wieder eine Arbeitsstelle
fand und er als zuverlässiger und erfahrener Arbeitnehmer geschildert wird, ist es nicht
nachvollziehbar, weshalb er nach der Heirat nicht in der Umgebung von Grabs eine
neue Stelle suchte. Die in der Beschwerde vorgebrachten Gründe für die getrennten
Wohnungen sind jedenfalls nicht überzeugend. Die getrennten Wohnungen sind
vielmehr ein gewichtiges Indiz, dass die Eheleute keine Lebensgemeinschaft eingehen
wollten, sondern die Ehe nur dazu diente, dem Beschwerdeführer eine
Aufenthaltsbewilligung zu verschaffen.
Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer und seine Ehefrau am 8. November 2006
gemeinsam einen Vertrag für die Miete einer Wohnung in L. ab 1. Dezember 2006
unterzeichneten, kann im vorliegenden Fall nicht als ausschlaggebendes, gegen eine
Scheinehe sprechendes Merkmal betrachtet werden. Die Miete dieser Wohnung
erfolgte nach der Eröffnung des Verfahrens gegen den Ehemann betr.
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung wegen Eingehens einer Scheinehe. Es ist
nicht aussergewöhnlich, dass bei Scheinehen unter dem Druck eines hängigen
Verfahrens Vorkehrungen getroffen werden, welche eine intakte Lebensgemeinschaft
vortäuschen sollen. Es ist daher ohne weiteres glaubhaft, dass der Beschwerdeführer
und seine Ehefrau derzeit zusammen wohnen und sich auch zusammen in der
Oeffentlichkeit zeigen. Auf diesbezügliche weitere Abklärungen kann daher verzichtet
werden.
2.3.3. Fest steht weiter, dass die Eheleute sehr wenig Angaben zur Person sowie zur
Familie und zu weiteren Eigenschaften des Partners machen konnten. Die Ehefrau
kannte die Namen der Trauzeugen nicht, sie konnte keine Hobbies ihres Ehemannes
nennen, sie kannte seinen Geburtsort nicht, sie wusste nicht, welche Schulen er
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besucht und welche Ausbildung er absolviert hatte und wann er erstmals in die
Schweiz einreiste. Auch konnte sie keine genauen Angaben machen, ob ihr Ehemann
Kinder hat; sie kannte die Namen seiner Eltern nicht und wusste auch nicht, wo diese
wohnten. Ebenso wusste sie weder die Anzahl noch die Namen seiner Geschwister.
Die Ehefrau pflegte auch keine Beziehungen mit Angehörigen ihres Ehemannes. Dieser
reiste im Dezember 2005 allein in den Kosovo, und auf die Frage nach dem Grund,
weshalb sie ihn nicht begleitete, gab die Ehefrau eine ausweichende Antwort. Das
fehlende Wissen um Tatsachen aus dem persönlichen Umfeld des Ehegatten kann
nicht mit einer mangelhaften Merkfähigkeit in Bezug auf Daten erklärt werden.
Auch der Beschwerdeführer konnte nur vage Angaben zu seiner Ehefrau machen. Er
äusserte auf die Frage, wo diese aufgewachsen ist, er "glaube, dass sie im Jahr 1956
geboren" sei. Er konnte keine genauen Angaben machen, wo seine Ehefrau
aufgewachsen ist und wann sie in die Schweiz gelangte. Auch wusste er nicht, woher
ihre Schulden von rund Fr. 60'000.-- herrührten. Sodann hatte er nie mit Verwandten
seiner Ehefrau Kontakt. Schliesslich gab er auf die Frage nach den Hobbies seiner Frau
eine ausweichende Antwort ("Frauen haben vieles gerne"). Hinzu kommt, dass der
Beschwerdeführer auf Vorhalt der Tatsache, dass seine Ehefrau nie in Grabs habe
angetroffen werden können, nicht etwa misstrauisch wurde, sondern antwortete, sie
könne nicht in Grabs sein, wenn sie bei ihm weile. Diese Aussage machte er, obwohl
die Ehefrau aussagte, sie habe sich nur an den Wochenenden bei ihm in Rüti/ZH
aufgehalten. Dies belegt, dass er kein nennenswertes Interesse daran hatte, was seine
Ehefrau während der Woche unternahm.
2.3.4. Weiter steht fest, dass bei der Trauung als Trauzeugen nur zwei Bekannte des
Beschwerdeführers sowie deren Kind anwesend waren und dass keine Feier
veranstaltet wurde. Es mag zwar gute Gründe für ein solches Verhalten geben, doch
lässt sich nicht bestreiten, dass diese Merkmale bei Scheinehen typisch sind.
2.3.5. Offen bleiben kann, ob auch aus den Angaben zum gegenseitigen Kennenlernen
und im Zusammenhang mit der Frage, wer die Initiative zur Heirat ergriff, Widersprüche
ersichtlich sind, die auf eine Scheinehe schliessen lassen. Auch diesbezüglich kann auf
weitere Abklärungen verzichtet werden. Ebenso kann offen bleiben, ob die Art und
Weise, wie der Beschwerdeführer seiner Ehefrau regelmässig einen Geldbetrag
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zukommen liess, ein Merkmal für eine Scheinehe bildet, wie dies die Vorinstanz
annahm.
2.3.6. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen gelangt das Verwaltungsgericht zum
Schluss, dass die Vorinstanz zu Recht angenommen hat, der Beschwerdeführer habe
mit der Heirat keine Lebensgemeinschaft begründen, sondern ausschliesslich eine
Aufenthaltsbewilligung erlangen wollen. Folglich hat die Vorinstanz zutreffend
festgestellt, dass eine Scheinehe vorliegt.
2.4. Das Eingehen einer Scheinehe bildet einen Verstoss gegen eine zentrale
ausländerrechtliche Norm (vgl. statt vieler BGE 2A.275/2005 vom 17. Oktober 2005 E.
4.2 mit Hinweisen). Nach der Praxis rechtfertigt daher das Eingehen einer Scheinehe
den Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung (vgl. statt vieler VerwGE B 2005/86 vom 13.
September 2005, B 2006/15 vom 12. April 2006; B 2006/51 vom 8. Juni 2006,
publiziert in: www.gerichte.sg.ch). Umso mehr ist auch die Verweigerung der
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gerechtfertigt.
Der Beschwerdeführer lebt erst seit rund drei Jahren mit einer Aufenthaltsbewilligung in
der Schweiz. Die früheren Aufenthalte als Asylbewerber bzw. als vorläufig
Aufgenommener können bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit der
Verweigerung des weiteren Aufenthalts nur geringfügig zugunsten des
Beschwerdeführers berücksichtigt werden, hielt sich dieser doch längere Zeit aufgrund
missbräuchlich gestellter Asylgesuche in der Schweiz auf. Da sein Vater und zwei
seiner Geschwister in seinem Geburtsort leben und er sich letztmals im Dezember
2005 im Kosovo aufhielt, sind mit einer Rückkehr keine ausserordentlichen
Schwierigkeiten verbunden. Sein Einwand, er könne sich im Kosovo kaum mehr
einleben und eine Rückkehr würde eine unerträgliche Härte begründen, erweist sich bei
dieser Sachlage als unbegründet. Trotz der guten Referenzen als Arbeitnehmer ist die
Verweigerung des weiteren Aufenthalts verhältnismässig. Folglich ist die Beschwerde
als unbegründet abzuweisen.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
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Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).