Decision ID: a753a349-2745-5daa-8cb8-b80c1a2b895f
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
I.
A. Der Vater der Beschwerdeführer, D._, stellte am 23. Juni 2003 ein Asylgesuch in der Schweiz, welches mit Verfügung des BFM vom 20. April 2005 gutgeheissen wurde.
B. Mit Eingabe vom 10. Oktober 2005 ersuchte er in der Folge um  von Einreisebewilligungen sowie von Asyl im Rahmen einer  für die Beschwerdeführer und weitere .
C. Mit Verfügung vom 26. Oktober 2005 – eröffnet am 28. Oktober 2005 – verweigerte das BFM allen in diesem Gesuch erfassten  die Einreise und den Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft beziehungsweise das Asyl von D._.
D. Mit Eingabe von lic. iur. Susanne Sadri, Asylhilfe Bern, vom 28. November 2005 wurde gegen diese Verfügung bei der damals  Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) Beschwerde erhoben. Hinsichtlich der zu diesem Zeitpunkt bereits volljährigen  wurde dabei um Einbezug in die  und das Asyl ihres Vaters im Rahmen von Art. 51 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) ersucht;  wurde für sie die Bewilligung der Einreise zwecks Prüfung eigener Asylgründe beantragt. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde sodann um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht.
Zusammen mit der Beschwerdeeingabe wurden ein ebenfalls als  bezeichnetes Schreiben von Frau Anne-Françoise Venetz,  Valais, vom 17. November 2005 sowie drei die  betreffende Kautionsbestätigungen des Justizministeriums  der Gerichtsverwaltung von E._, datierend vom 2. April 2003, im Original und mit deutscher Übersetzung eingereicht.
E. Mit an die Rechtsvertreterin Susanne Sadri gerichteter Zwischenverfü-
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gung vom 7. Dezember 2005 hiess der damals zuständige  das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen  gut und verzichtete auf das Erheben eines Kostenvorschusses. Weiter wurde angezeigt, dass die der Beschwerdeeingabe beigelegte Rekursschrift von Frau Anne-Françoise Venetz vom 17. November 2005 ohne anders lautende Erklärung als integrierender Bestandteil der Beschwerde betrachtet werde. Hinsichtlich der Beschwerdeführer wurde sodann darauf hingewiesen, dass der Eventualantrag, es sei  wegen Bestehens einer Reflexverfolgung und eigenen  die Einreise in die Schweiz zu erlauben, nicht Gegenstand des auf die Frage der Familienvereinigung im Sinne von Art. 51 AsylG  Beschwerdeverfahrens bilden könne; die  wurden diesbezüglich auf das dafür vorgesehene Auslandverfahren verwiesen.
F. Mit Eingabe vom 15. Dezember 2005 erklärte die zweitmandatierte Anne-Françoise Venetz, dass lic. iur. Susanne Sadri das Verfahren  führe.
G. Mit Urteil vom 28. Juni 2006 trennte die ARK das  gewisser Familienangehöriger von D._ ab, hiess die  vom 28. November 2005 insoweit gut und hob die Verfügung des BFM vom 26. Oktober 2005 teilweise – soweit diese Personen  – auf. Auf Anordnung der ARK bewilligte das BFM diesen  in der Folge die Einreise in die Schweiz und erteilte ihnen mit Verfügung vom 5. Juni 2007 Asyl.
H. Mit Urteil vom 29. August 2007 trennte sodann das inzwischen  Bundesverwaltungsgericht das Beschwerdeverfahren weiterer  von D._ – nämlich der Mutter und der beiden minderjährigen Geschwister der Beschwerdeführer – von demjenigen der Beschwerdeführer ab; die Beschwerde vom 28. November 2005 wurde bezüglich dieser Personen teilweise als gegenstandslos geworden abgeschrieben und teilweise abgewiesen.
II.
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I. Im Nachgang an das Urteil der ARK vom 28. Juni 2006 reichten die Beschwerdeführer – welche in der Zwischenzeit ihren Heimatstaat  und sich nach Syrien begeben hatten – am 29. August 2006 (Posteingang) bei der schweizerischen Vertretung in Damaskus  Asylgesuche ein. Das BFM wies diese Gesuche mit drei am 5. Februar 2007 eröffneten separaten Verfügungen vom 12. Januar 2007 ab und verweigerte den Beschwerdeführern die Einreise in die Schweiz.
J. Am 6. Februar 2007 erhoben die Beschwerdeführer bei der  Vertretung in Damaskus in einer gemeinsamen Eingabe  gegen die Verfügungen vom 12. Januar 2007; die Botschaft übermittelte diese Rechtsschrift zuständigkeitshalber an das .
K. Die Beschwerdeführer 1 und 2 gelangten in der Folge nach eigenen Angaben am 5. August 2007 (Beschwerdeführer 2) beziehungsweise am 9. September 2007 (Beschwerdeführer 1) in die Schweiz und  hier am 6. August 2007 (Beschwerdeführer 2)  am 9. September 2007 (Beschwerdeführer 1) um Asyl; diese  sind derzeit beim BFM erstinstanzlich hängig. Im Rahmen der bisherigen Befragungen gaben die Beschwerdeführer 1 und 2 an, sie hätten Syrien zusammen mit dem Beschwerdeführer 3 am 15. März 2007 verlassen und seien in die Türkei gelangt, wo sie sich aus den Augen verloren hätten; während sie später auf getrennten Wegen in die Schweiz gelangt seien, halte sich ihr Bruder (Beschwerdeführer 3) vermutlich noch in der Türkei auf.
L. Mit Zwischenverfügung vom 6. Oktober 2008 forderte der  D._ – welcher die Rechtsvertretung im  betreffend Familienvereinigung mandatiert hatte – auf, die  Aufenthaltsadresse des Beschwerdeführers 3 anzugeben. Für den Unterlassungsfall wurde ihm angezeigt, dass das  davon ausgehe, er und die Rechtsvertretung hätten keinen Kontakt mehr zum Beschwerdeführer 3, und das Beschwerdeverfahren bereffend Familienvereinigung insoweit als zufolge Wegfalls des
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Rechtsschutzinteresses gegenstandslos geworden abschreiben .
M. Mit Eingabe der Rechtsvertreterin vom 27. Oktober 2008 wurde ein handschriftliches Schreiben (inklusive deutscher Übersetzung und  mit der Unterschrift des Beschwerdeführers 3 versehenen, am 14. Oktober 2008 von den türkischen Postorganen abgestempelten Briefumschlages) eingereicht, worin dieser seine derzeitige  angibt und darüber hinaus auf seine Lebensverhältnisse in der Türkei hinweist sowie implizit um eine prioritäre Behandlung  Beschwerdeverfahrens ersucht.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das  betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich  (Art. 105 AsylG Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.4 Die Beschwerden sind form- und fristgerecht eingereicht. Die  sind durch die angefochtenen Verfügungen berührt und hatten zumindest im Zeitpunkt deren Erlasses ein schutzwürdiges
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Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung (zur Frage des Vorliegens eines aktuellen Rechtsschutzinteresses vgl.  E. 3.1.1, 4.2 und 4.3.1). Die Beschwerdeführer waren daher zur Einreichung der Beschwerden legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerden ist einzutreten.
2. Angesichts des engen sachlichen und persönlichen Zusammenhangs erscheint es angezeigt, einerseits die Beschwerdeverfahren der  1, 2 und 3 zu vereinen und andererseits über die  betreffend Familienvereinigung und diejenigen betreffend Asylgesuch aus dem Ausland in einem Urteil zu befinden.
3. 3.1 3.1.1 Soweit das am 10. Oktober 2005 gestellte und mit Verfügung des BFM vom 26. Oktober 2005 abgelehnte Gesuch um Bewilligung der Einreise in die Schweiz und Einbezug der Beschwerdeführer in die Flüchtlingseigenschaft und das Asyl von D._ betreffend, ist  festzuhalten, dass die Frage der Erteilung einer  an die Beschwerdeführer 1 und 2 hinfällig geworden ist,  diese beiden Personen am 5. August 2007 beziehungsweise am 9. September 2007 in die Schweiz gelangt sind; insoweit sind deren Beschwerden somit ohne weiteres gegenstandslos geworden.
3.1.2 Im Weiteren ist nach der Rechtsprechung des  bei Gesuchen um Familienvereinigung die jeweilige  nach Treu und Glauben auszulegen und gegebenenfalls (auch) als Asylgesuch aus dem Ausland im Sinne von Art. 20 Abs. 2 und 3 AsylG zu verstehen (vgl. BVGE 2007/19 E. 3.3 S. 224 ff.). Im Falle der Beschwerdeführer stellt sich indessen diese Auslegungsfrage nicht mehr, nachdem die Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 7. Dezember 2005 hinsichtlich der von ihnen in der  vom 28. November 2005 geltend gemachten Furcht vor  beziehungsweise eigener Fluchtgründe auf das  verwiesen wurden und am 29. August 2006 bei der  Vertretung in Damaskus eigene Asylgesuche stellten, deren Prüfung ebenfalls Gegenstand des vorliegenden Urteils bilden.
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3.2 3.2.1 Das BFM stellt sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, die Mutter der Beschwerdeführer – welche ebenfalls im Gesuch vom 10. Oktober 2005 um Familienvereinigung  war – sei neben der in der Schweiz lebenden Ehegattin von D._ dessen zweite – nach islamischem Recht mit ihm verheiratete – Ehefrau. Eine Asylgewährung an die Mutter der Beschwerdeführer im Rahmen einer Familienvereinigung würde somit zum Zustand einer Bigamie in der Schweiz führen, welcher sich nicht mit dem schweizerischen ordre public vertrage. Die Vorinstanz verweist dabei einerseits auf Art. 105 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210) – gemäss dessen Ziff. 1 ein Eheungültigkeitsgrund vorliegt, wenn zur Zeit der Eheschliessung einer der Ehegatten bereits verheiratet ist und die frühere Ehe nicht durch Scheidung oder Tod des Partners aufgelöst worden ist – und andererseits auf Art. 27 des Bundesgesetzes vom 18. Dezember 1987 über das Internationale Privatrecht (IPRG, SR 291), gemäss dessen Abs. 1 eine im Ausland ergangene Eheschliessung in der Schweiz nicht anerkannt wird, wenn die Anerkennung mit dem schweizerischen ordre public offensichtlich unvereinbar wäre. Damit liege ein besonderer Umstand im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG vor, welcher der Asylerteilung entgegen stehe; gleiches gelte auch für ihre Kinder, darunter die Beschwerdeführer (vgl. Verfügung des BFM vom 26. Oktober 2005, S. 1 f.).
3.2.2 Die Frage, ob eine im Ausland geschlossene Mehrfachehe als besonderer Umstand im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG dem Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und der derivativen Asylgewährung  stehen kann, ist bislang in der schweizerischen  noch nicht letztinstanzlich entschieden worden, wie auch die Frage, ob sich ein allfälliger derartiger besonderer Umstand auch auf Kinder erstrecken könnte, die aus einer solchen Ehe hervorgegangen sind. Im vorliegenden Fall kommt hinzu, dass es sich bei der Mutter der Beschwerdeführer um die erste Ehefrau von D._ handelt, mithin der vom BFM erwähnte Eheungültigkeitsgrund gemäss Art. 105 Ziff. 1 ZGB von vornherein nicht gegeben sein kann; es wäre demnach an sich zu klären, ob diese Erstehe überhaupt gegen den ordre public verstossen könnte, oder ob dies nicht nur ausschliesslich hinsichtlich der Zweitehe von D._ in Betracht fiele. Letztlich können die  Fragen im vorliegenden Fall aus den nachfolgenden Gründen indessen offen bleiben.
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3.2.3 Die Beschwerdeführer waren nämlich im Zeitpunkt der  des Gesuches um Familienvereinigung nach dem diesbezüglich massgeblichen schweizerischen Recht (vgl. Entscheidungen und  der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1994 Nr. 11 E. 4 S. 85 ff.) bereits volljährig. Das Bundesamt verweist  in der angefochtenen Verfügung vom 26. Oktober 2005 zu Recht auf Art. 51 Abs. 2 AsylG, wonach andere nahe Angehörige (als , eingetragene Partnerinnen oder Partner von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder), mithin unter anderem volljährige Kinder, in die Flüchtlingseigenschaft und das Asyl nur dann einbezogen  können, wenn besondere Gründe für die Familienvereinigung sprechen. Gemäss Art. 38 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen AsylV 1, SR 142.311 und der ständigen Praxis der Asylbehörden liegen solche Gründe insbesondere vor, wenn die einzubeziehenden Angehörigen behindert sind oder aus einem  Grund auf die Hilfe einer Person, die in der Schweiz lebt,  sind, mithin ein Abhängigkeitsverhältnis gegeben ist (vgl. dazu EMARK 1994 Nr. 9, 2000 Nr. 4, 2000 Nr. 21 und 2000 Nr. 27).
Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht in Übereinstimmung mit dem Bundesamt zum Schluss, dass hinsichtlich der Beschwerdeführer ein derartiges Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Vater nicht gegeben ist. Aus den vorhandenen Unterlagen ergibt sich, dass die heute rund 27-, 26- und 25-jährigen Beschwerdeführer  in körperlicher und geistiger Hinsicht gesund sind und ohne  alleine für sich sorgen können, was sie im Übrigen durch ihr  nach der bereits im März 1998 erfolgten Trennung von ihrem Vater – der ab diesem Zeitpunkt zunächst während über sechs  in Haft war, sich anschliessend als Peshmerga in den Bergen  und am 20. Mai 2003 den Irak verliess, um in der Schweiz um Asyl nachzusuchen – unter Beweis gestellt haben; so haben sie sich namentlich im Jahre 2006 selbstständig nach Syrien begeben und dort bei der schweizerischen Vertretung eigene Asylgesuche eingereicht. Vor diesem Hintergrund liegen offensichtlich keine besonderen Gründe im Sinne von Art. 51 Abs. 2 AsylG vor, welche für eine  sprechen würden. Daran ändert auch der Hinweis in der  vom 28. November 2005, wonach die  vor der Trennung von ihrem Vater mit diesem unter einem Dach gelebt hätten, nichts; dass die damals noch minderjährigen  bis zu diesem Zeitpunkt von D._ abhängig waren und
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die Familie durch dessen Flucht getrennt wurde, steht zwar ausser Frage, ist indessen im heutigen Zeitpunkt irrelevant.
3.3 Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass das Bundesamt den Beschwerdeführern im Ergebnis zu Recht den Einbezug in die  und das Asyl ihres Vaters verweigert hat. Hinsichtlich des sich noch im Ausland befindenden Beschwerdeführers 3 ist ferner festzuhalten, dass ihm das BFM im Verfahren um Familienvereinigung zu Recht auch die Einreise in die Schweiz nicht bewilligt hat.
4. 4.1 Neben dem Gesuch um Familienvereinigung mit D._ haben die Beschwerdeführer am 29. August 2006 bei der schweizerischen Vertretung in Damaskus Asylgesuche eingereicht, in welchen sie eigene Fluchtgründe geltend machten. Die Botschaft übermittelte die schriftlichen Eingaben der Beschwerdeführer am 6. September 2006 zuständigkeitshalber an das BFM. Am 10. November 2006 stellte sie dem Bundesamt sodann weitere Eingaben der Beschwerdeführer zu, in welchen diese ihre Vorbringen ergänzten. Mit Verfügungen vom 12. Januar 2007 verweigerte das BFM den Beschwerdeführern die Einreise in die Schweiz und wies deren Asylgesuche ab.
4.2 Soweit die Beschwerdeführer 1 und 2 betreffend, ist zunächst , dass deren gegen die Verfügungen des BFM vom 12. Januar 2007 erhobene Beschwerden vom 6. Februar 2007 durch die Tatsache ihrer am 5. August 2007 (Beschwerdeführer 2) beziehungsweise am 9. September 2007 (Beschwerdeführer 1) erfolgte Einreise in die Schweiz teilweise – nämlich die jeweilige Dispositiv-Ziffer 1 ( der Einreise) der Verfügungen betreffend – gegenstandslos  sind. Im Weiteren ist festzuhalten, dass die von den  im Ausland gestellten Asylgesuche nicht den gleichen  haben wie die von ihnen am 6. August 2007 ( 2) beziehungsweise am 9. September 2007 ( 1) in der Schweiz eingereichten Asylgesuche, weshalb letztere – nach wie vor erstinstanzlich beim BFM hängige – Verfahren nicht in die Prüfung der vorliegenden Beschwerdeverfahren integriert werden können. Das BFM wird in den Inlandverfahren vielmehr neue Entscheide zu treffen haben, welche die Flüchtlingseigenschaft, die Asylgewährung und, im negativen Fall, die Wegweisung zum  haben. Da die Beschwerdeführer 1 und 2 sodann selbst bei  günstigen Ausgang der vorliegenden Beschwerdeverfahren be-
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treffend ihre Auslandgesuche nicht hätten Asyl erhalten können,  lediglich die Einreisebewilligung zwecks näherer Abklärung des Sachverhalts und neuem Entscheid über ihre Asylgesuche (vgl. Art. 20 Abs. 2 AsylG), haben sie kein schutzwürdiges Interesse im Sinne von Art. 48 Abs. 1 Bst. c VwVG an der Weiterführung ihrer  betreffend die Auslandgesuche mehr, weshalb ihre  vom 6. Februar 2007 zufolge Wegfalls des Rechtsschutzinteresses als gegenstandslos abzuschreiben sind.
4.3 4.3.1 Der Beschwerdeführer 3 hält sich demgegenüber nach wie vor im Ausland auf und hat durch sein mit Eingabe der Rechtsvertreterin vom 27. Oktober 2008 eingereichtes handschriftliches Schreiben (Postaufgabe in der Türkei am 14. Oktober 2008) ein weiter  Rechtsschutzinteresse hinlänglich manifestiert, weshalb in Bezug auf seine Person eine materielle Prüfung der Rechtmässigkeit der  des BFM vom 12. Januar 2007 vorzunehmen ist.
4.3.2 Die Situation des Beschwerdeführers 3 hat sich gegenüber  zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung  verändert, als er Syrien – wo er sein Asylgesuch aus dem  eingereicht hatte – am 15. März 2007 verlassen hat und in die Türkei weiter gereist ist. Die Begründung des BFM in der Verfügung vom 12. Januar 2007 bezog sich ausschliesslich auf die Situation des Beschwerdeführers in Syrien, wo es ihm nach Auffassung der  möglich und zumutbar gewesen sei, um Schutz vor der von ihm geltend gemachten Verfolgung im Heimatstaat zu ersuchen. Da sich der Beschwerdeführer 3 immer noch ausserhalb seines Heimatstaates in einem Drittstaat aufhält, fällt die angefochtene Verfügung nicht  dahin beziehungsweise ist das Beschwerdeverfahren nicht  geworden. Die Verweigerung der Einreise und die  des Asylgesuches, welch letztere das BFM auf die Bestimmung von Art. 52 Abs. 2 AsylG stützt, ist vielmehr in Bezug auf die heutige Ausgangslage zu prüfen; vorab stellt sich allerdings die formelle Frage, ob der entscheidwesentliche Sachverhalt als erstellt erachtet werden kann und ob das BFM den ihm im Auslandverfahren obliegenden  nachgekommen ist.
4.3.3 Diesbezüglich ist festzuhalten, dass nach Art. 10 Abs. 1 der AsylV 1 die schweizerische Vertretung mit der asylsuchenden Person in der Regel eine Befragung durchführt. Ist dies nicht möglich, so wird
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die asylsuchende Person von der Vertretung aufgefordert, ihre  schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Das  hat in Auslegung dieser Bestimmungen in einem Entscheid vom 27. November 2007 i.S. E-6148/2006 (publiziert unter BVGE 2007/30) erkannt, dass sich die Unmöglichkeit einer Befragung aus organisatorischen oder kapazitätsmässigen Gründen bei der  Vertretung, aus faktischen Hindernissen im betreffenden Land oder aus bei der asylsuchenden Person liegenden persönlichen  ergeben kann (vgl. BVGE a.a.O. E. 5.2 und 5.3). Da die Anhörung der Sachverhaltserstellung sowie der Gewährung des rechtlichen  dient (vgl. BVGE a.a.O. E. 5.5), ist die asylsuchende Person bei gegebener Unmöglichkeit einer Anhörung unter Hinweis auf ihre  in einem individualisierten Schreiben mittels konkreter Fragen aufzufordern, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten; ein  Schreiben vermag diesen Anforderungen damit in aller Regel nicht zu genügen (BVGE a.a.O. E. 5.4). Allerdings kann sich eine Befragung beziehungsweise eine schriftliche  erübrigen, wenn der Sachverhalt bereits aufgrund des  Asylgesuchs als entscheidreif erstellt erscheint; der asylsuchenden Person ist aber diesfalls immerhin im Sinne des rechtlichen Gehörs die Gelegenheit zu geben, sich zu einem abzusehenden negativen  zumindest schriftlich zu äussern (BVGE a.a.O. E. 5.7). Schliesslich ist das Bundesamt in jedem Fall gehalten, das Absehen von einer Befragung in der Verfügung über das Asylgesuch zu  (BVGE a.a.O. E. 5.6 sowie 5.7).
Im vorliegenden Fall wurde der Beschwerdeführer 3 von der  Vertretung in Damaskus nicht zu seinem Asylgesuch vom 29. August 2006 befragt. Das BFM wies die Botschaft zwar am 25. September 2006 an, eine entsprechende Befragung vorzunehmen, entschied jedoch in der Folge ohne erfolgte Durchführung derselben über das Asylgesuch, nachdem die Botschaft ihm am 13. Oktober 2006 mitgeteilt hatte, der Beschwerdeführer 3 habe in der  eine schriftliche Darstellung seiner Gesuchsgründe abgegeben, und dem Bundesamt diese Unterlagen am 10. November 2006  hatte. Angesichts der Gesuchseingabe des Beschwerdeführers 3 vom 29. August 2006 und seiner zu einem späteren Zeitpunkt bei der Botschaft deponierten weiteren schriftlichen Angaben zu seinem , erscheint indessen der rechtserhebliche Sachverhalt  abgeklärt, so dass sich eine Befragung beziehungsweise eine schriftliche Aufforderung zu weiteren Konkretisierungen der Angaben
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erübrigten; insoweit hat das Bundesamt demnach den gesetzlichen Bestimmungen Genüge getan. Nach der obenstehend zitierten Rechtsprechung des  hätte das BFM bei dieser Sachlage indessen einerseits dem Beschwerdeführer 3 Gelegenheit geben müssen, sich zum  negativen Entscheid zu äussern, und andererseits in der Verfügung vom 12. Januar 2007 den Verzicht auf eine Befragung  müssen. Die Nichtbeachtung dieser Grundsätze stellt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, welche angesichts dessen  Natur grundsätzlich zur Aufhebung der angefochtenen  führen würde (vgl. dazu EMARK 2004 Nr. 28 E. 7e S. 184 f.). Im vorliegenden Fall ist allerdings zu berücksichtigen, dass – soweit  – zunächst die ARK und seit dem 1. Januar 2007 auch das Bundesverwaltungsgericht als deren Nachfolgeorganisation die Praxis des Bundesamtes im Zusammenhang mit der Frage der Anhörung von asylsuchenden Personen, welche ihr Asylgesuch bei einer  Vertretung im Ausland stellten, bis zum Urteil BVGE 2007/30 vom 27. November 2007 nie gerügt hat. Die Aufhebung eines  des BFM, welcher in Verletzung der in diesem Urteil  Verfahrenspflichten ergangen ist, erscheint nicht in jedem Fall zwingend. Namentlich in Fällen, in welchen das BFM den  Entscheid betreffend die Fragen der Einreisebewilligung und des Asyls vor Bekanntsein des genannten Urteils des  getroffen hat, kann es angezeigt erscheinen, den  zu heilen (vgl. dazu EMARK 1999 Nr. 3 E. 3c S. 20 f.), sofern aufgrund der Akten davon ausgegangen werden kann, dass der  Person in materieller Hinsicht kein Nachteil erwachsen ist; diese Voraussetzung ist gegeben, wenn der entscheidwesentliche Sachverhalt aufgrund der schriftlichen Begründung des Asylgesuches und allfälliger Beweismittel als hinreichend erstellt zu erachten ist und der asylsuchenden Person zumindest auf Beschwerdeebene die  offenstand, sich nochmals einlässlich zu ihren Asylgründen zu äussern. Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall gegeben; die Verfügung des BFM datiert vom 12. Januar 2007, mithin einem Zeitpunkt lange vor dem Entscheid BVGE 2007/30, und der  Sachverhalt ist angesichts der Aktenlage als erstellt zu ; dies gilt zum einen – wie oben stehend ausgeführt –  der geltend gemachten Verfolgung im Heimatstaat  der seinerzeitigen Situation des Beschwerdeführers 3 in Syrien, zum andern aber auch hinsichtlich seiner gegenwärtigen Situation in der Türkei. Der Beschwerdeführer hatte im Beschwerdeverfahren Ge-
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legenheit, seine Asylgründe und die Umstände seines Aufenthalts in den Drittstaaten Syrien und Türkei darzulegen, was er auch getan hat. Bei dieser Sachlage ist von einer Kassation der angefochtenen  abzusehen und in materieller Hinsicht zu prüfen, ob das BFM dem Beschwerdeführer 3 zu Recht die Einreise in die Schweiz  und sein Asylgesuch abgewiesen hat.
4.3.4 Dabei ist die vom Bundesamt in seiner Verfügung vom 12.  2007 herangezogene Bestimmung von Art. 52 Abs. 2 AsylG nicht nur in Bezug auf die zum damaligen Zeitpunkt vorgelegene Situation des Beschwerdeführers 3 in Syrien, sondern auch in Bezug auf seine aktuelle Lage in der Türkei zu prüfen. Wie nachstehend aufgezeigt,  sich dabei letztlich eine nähere Prüfung in Bezug auf die  und Zumutbarkeit der Schutzsuche in Syrien, da eine solche Möglichkeit hinsichtlich der Türkei zu bejahen ist.
Die Türkei hat sowohl die Flüchtlingskonvention von 1951 als auch das Protokoll über die Rechtsstellung der Flüchtlinge von 1967 , dabei allerdings den Vorbehalt angebracht, dass deren  auf Flüchtlinge europäischer Herkunft beschränkt ist. Das im Jahre 1994 in Kraft getretene türkische Asylgesetz sieht für  Asylsuchende die Möglichkeit der Asylgewährung vor.  Personen aussereuropäischer Herkunft wird, sofern ihnen die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt worden ist, ein vorläufiger Aufenthalt gewährt, bis das UNHCR für sie eine andere Lösung, namentlich die Aufnahme in einem anderen Land gefunden hat. Für die Behandlung der in der Türkei von Personen aussereuropäischer Herkunft gestellten Asylgesuchen ist das UNHCR zuständig. Die beim UNHCR-Büro in Ankara registrierten Gesuchsteller werden vor der Entscheidfällung durch das UNHCR angehört; im Falle eines negativen Entscheides  grundsätzlich die Möglichkeit, innert 45 Tagen mittels Einsprache eine Überprüfung desselben zu verlangen.
Bei dieser Sachlage verfügt der Beschwerdeführer 3 demnach über die Möglichkeit, in der Türkei um Schutz vor Verfolgung zu ersuchen. Die Ergreifung dieser Möglichkeit ist ihm sodann aufgrund der Akten auch zuzumuten. In seiner handschriftlichen Eingabe vom Oktober 2008 (vgl. Sachverhalt, Bst. M) bringt er zwar vor, er habe in der Türkei keine Bezugspersonen und auch keine Arbeit, sei mithin mit  Lebensumständen konfrontiert; eine ihm von den türkischen  oder von dritter Seite drohende Gefährdung, welche einen wei-
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teren Aufenthalt in der Türkei – der inzwischen immerhin bereits seit anderthalb Jahren andauert – als nicht mehr zumutbar erscheinen  könnte, macht er demgegenüber nicht geltend. Im Ergebnis  das Bundesverwaltungsgericht vor diesem Hintergrund in  mit dem Bundesamt zum Schluss, dass keine  besteht, dem Beschwerdeführer die Einreise in die Schweiz zur weiteren Abklärung des Sachverhalts im Hinblick auf einen neuen  über sein Asylgesuch zu bewilligen, da ihm der weitere  im Ausland zuzumuten ist; das BFM hat demnach im Weiteren sein Asylgesuch zu Recht gestützt auf Art. 52 Abs. 2 AsylG .
5. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtenen  – soweit sie im vorliegenden Verfahren überhaupt materiell zu  sind und abgesehen von dem geheilten Verfahrensmangel – Bundesrecht nicht verletzen, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellen und angemessen sind (Art. 106 AsylG). Die Beschwerden vom 28. November 2005 und vom 6. Februar 2007 sind nach dem Gesagten – soweit nicht gegenstandslos geworden – .
6. 6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten an sich den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Soweit das Beschwerdeverfahren betreffend Familienvereinigung , wurde den Beschwerdeführern indessen mit Zwischenverfügung der ARK vom 7. Dezember 2005 die unentgeltliche Rechtspflege  Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt; nachdem die Beschwerdeführer aufgrund der Aktenlage nach wie vor als bedürftig zu bezeichnen sind, ist daher von einer Kostenauflage in diesem Beschwerdeverfahren . Hinsichtlich der Beschwerdeverfahren betreffend die  aus dem Ausland ist bezüglich des Beschwerdeführers 3 , dass die angefochtene Verfügung vom 12. Januar 2007 – wie obenstehend aufgezeigt – zum Zeitpunkt ihres Erlasses an einem  litt; aus dem Umstand, dass dieser Mangel auf  geheilt wurde, darf dem Beschwerdeführer 3 kein  Nachteil erwachsen, weshalb in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 in fine VwVG i.V.m. Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]) keine Kosten aufzuerlegen sind
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(vgl. EMARK 2003 Nr. 5). Die entsprechenden Beschwerdeverfahren der Beschwerdeführer 1 und 2 sind durch deren Einreise in die Schweiz, mithin alleine durch ihr eigenes Verhalten, gegenstandslos geworden, weshalb die Verfahrenskosten grundsätzlich ihnen  wären (Art. 5, 1. Satz VGKE); angesichts des Umstandes, dass auch die sie betreffenden Verfügungen des BFM vom 12. Januar 2007 offensichtlich an demselben Verfahrensmangel litten wie diejenige des Beschwerdeführers 3, erschiene indessen eine Kostenauflage als , weshalb auch in diesen Fällen gestützt auf Art. 6 Bst. b VGKE keine Kosten zu erheben sind.
6.2 Die Tatsache, dass die Beschwerdeführer in den  betreffend ihre Asylgesuch aus dem Ausland zwar im Ergebnis mit ihren Rechtsbegehren nicht durchgedrungen sind, die Verfügungen des BFM vom 12. Januar 2007 aber jeweils an einem  litten, vermöchte sodann grundsätzlich einen Anspruch der  auf Ausrichtung einer Parteientschädigung zu . Da sie jedoch ihre Beschwerdeeingaben vom 6. Februar 2007  verfasst haben und ihre Rechtsvertretung lediglich im  des Beschwerdeführers 3 dessen in der Türkei  Schreiben (vgl. Sachverhalt Bst. M) an das  weiter geleitet hat, ist nicht davon auszugehen, dass  durch die Beschwerdeführung verhältnismässig hohe Kosten im Sinne von Art. 64 Abs. 1 VwVG erwachsen sind, weshalb keine  zu sprechen ist.
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