Decision ID: 75052463-cdf4-4baf-bb82-b00e3daea820
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 2. Februar 2007 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-
act. 1). Im Gesuchsformular gab er u.a. an, er habe in der Schweiz den Beruf des
Automonteurs erlernt. Die B._ AG teilte am 6. Februar 2007 mit (IV-act. 9), sie habe
den Versicherten von Januar 2003 bis Februar 2006 als Brand
schadensanierungsmonteur/Revisionsmechaniker beschäftigt. Der Lohn habe zuletzt
Fr. 4'600.-- (x13) betragen. Der Hausarzt des Versicherten Dr. med. C._, Facharzt
FMH für Innere Medizin und Rheumatologie, berichtete am 20. März 2007 (IV-act. 15),
der Versicherte leide an einem lumboradikulären Schmerzsyndrom S1 links bei Rezidiv-
Diskushernie paramedian links L5/S1, einem St. n. Nukleotomie und Sequesterektomie
L5/S1 im Mai 2005 und mässigen degenerativen Veränderungen. Eine Arbeitsfähigkeit
auf dem Bau oder als Mechaniker sei sicher nicht mehr gegeben. Theoretisch käme
eine leichte Tätigkeit in Frage. Für eine Umschulung scheine die Motivation aber nicht
zu genügen. Da Hinweise für eine Symptomausweitung und allenfalls auch für eine
somatoforme Schmerzstörung bestünden, sei eine MEDAS-Abklärung angezeigt. Für
eine leichte Tätigkeit in Wechselstellung, ohne Heben und Tragen von Lasten über
10 kg, sei der Versicherte medizinisch-theoretisch zu 50% arbeitsfähig. Der Regionale
Ärztliche Dienst Ostschweiz (RAD) empfahl am 6. Juni 2007 eine bidisziplinäre
rheumatologische und psychiatrische Abklärung (IV-act. 18). Dr. med. D._, Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Gutachten vom 12. August 2007
aus (IV-act. 25), der Versicherte leide an einer reaktiven Depression auf dem
Hintergrund chronischer Rückenbeschwerden und der damit zusammenhängenden
familiären Konflikte sowie des sozialen Rückzugs. Von einer anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung könne nicht gesprochen werden, weil die somatischen
Untersuchungen einen ausreichenden Anhalt für die Beschwerden gäben und weil die
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emotionalen und psychosozialen Belastungsfaktoren nicht als ursächlich angesehen
werden könnten. Aus psychiatrischer Sicht liege keine eindeutige Arbeitsunfähigkeit
vor. Dr. med. E._, Facharzt FMH für Rheumatologie, hielt in seinem Gutachten vom
22. August 2007 fest (IV-act. 26), er habe insbesondere folgende Diagnosen erhoben:
Lumboradikuläres chronifiziertes Schmerzsyndrom S1 links (bei Rezidivdiskushernie
paramedian links L5/S1, St. n. Nukleotomie und Sequesterektomie L5/S1 2005 und
mässigen degenerativen Veränderungen) und Schmerzausweitung, unterhalten durch
ein rezidivierendes cerviko-thorakovertebrales Syndrom (bei mässiggradiger S-
skoliotischer Fehlform der BWS/LWS und muskulärer Dysbalance). Dr. E._ führte
weiter aus, der Versicherte sei reduziert sitz- und stehfähig (bis eine halbe Stunde) und
er sei auf eine leichte Arbeit angewiesen, die er in Wechselstellung ausüben könne.
Zeitlich sei er auf eine Halbtagstätigkeit mit eingestreuten Kurzpausen wegen
vorzeitiger Ermüdbarkeit limitiert. Das entspreche einer Arbeitsfähigkeit von 40%. Im
angestammten Beruf als Automonteur bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Der
RAD betrachtete diese Einschätzung als gut nachvollziehbar (IV-act. 27). Die IV-Stelle
verglich ein Einkommen im bisherigen Beruf von Fr. 60'518.-- (2008) mit einem anhand
der Lohnstrukturerhebung 2008 ermittelten durchschnittlichen Hilfsarbeitereinkommen
bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 40% von Fr. 23'963.-- (IV-act. 42-2). Es resultierte
ein Invaliditätsgrad von 60,4%. Mit einer Verfügung vom 3. Dezember 2008 sprach die
IV-Stelle dem Versicherten ab 1. November 2006 eine Dreiviertelsrente zu (IV-act. 53).
A.b In einem Revisionsfragebogen gab der Versicherte am 31. Mai 2010 an (IV-
act. 56), sein Gesundheitszustand sei gleich geblieben. Die IV-Stelle holte beim
Hausarzt einen Verlaufsbericht ein. Dr. C._ gab am 2. Juli 2010 an, der
Gesundheitszustand des Versicherten sei stationär. Seit dem letzten Bericht vom März
2007 hätten die lumbalen Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in das linke Bein leicht
abgenommen. Seit Mai 2008 seien vermehrt auch Nacken- und
Schultergürtelschmerzen hinzugekommen, die wohl Zeichen einer
Symptomausweitung seien. Er halte eine ergänzende medizinische Abklärung für
angezeigt (IV-act. 60). Dr. med. F._ vom RAD notierte am 24. September 2010 (IV-
act. 62-2), eine höhere Arbeitsfähigkeitsschätzung im Rahmen einer Begutachtung sei
unter Würdigung der aktuell dokumentierten Beschwerden nicht zu erwarten. Deshalb
müsse weiterhin von einer Arbeitsfähigkeit von 40% in einer adaptierten Tätigkeit
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ausgegangen werden. Am 12. November 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit,
dass er unverändert einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente habe (IV-act. 67).
A.c Am 20. Dezember 2010 erhielt die IV-Stelle eine anonyme Meldung, dass der Ver
sicherte tagtäglich arbeite und dabei schwere Sachen trage (IV-act. 69). Daraufhin
wurde am 14. Januar 2011 eine Observation angeordnet (IV-act. 71, 79). Der
Versicherte wurde am 1., 3., 9. Februar und am 3., 19. und 31. Mai 2011 überwacht. In
dieser Zeit wurde er u.a. dabei beobachtet, wie er in einer Autowerkstätte (für die er
einen Schlüssel besass) ein- und ausging, wie er an Autos "herumhantierte", wie er
Autos umparkierte und wie er mit verschiedenen Autos hin- und her fuhr. Im
entsprechenden Observationsbericht wurde festgehalten, insgesamt habe der
Versicherte den Eindruck vermittelt, in dieser Autowerkstätte tätig zu sein. Er sei den
ganzen Tag ausser Haus gewesen und habe sich beschäftigt und engagiert gezeigt. Er
habe einen gesunden, vitalen und gut gelaunten Eindruck hinterlassen und wiederholt
gelächelt. Weiter habe der Versicherte dabei beobachtet werden können, wie er mit
einem Baby im Arm umhergegangen sei und wie er später mit Hilfe weiterer Personen
einen Wassertank getragen habe. Körperliche Einschränkungen oder Anzeichen von
Beschwerden oder Schmerzen seien beim Versicherten nicht feststellbar gewesen (IV-
act. 74-8, 74-15, 74-23).
A.d Am 2. September 2011 wurde der Versicherte in den Räumen der IV-Stelle zu
seinem Gesundheitszustand befragt (IV-act. 77, 78). Er gab dabei an, er habe drei-
oder viermal im Jahr grosse Probleme ("wie einen Hexenschuss"). Rückenschmerzen
habe er aber immer. Mit diesen "normalen" Schmerzen könne er schon etwas heben,
z.B. seine kleine Tochter, die ca. 7 kg wiege. Die Schmerzen kämen aber sehr schnell,
so dass er sie nur kurze Zeit bei sich tragen könne. Der Versicherte gab weiter an, dass
er sehr gerne 50% arbeiten würde. Bücken sei für ihn aber sehr schlimm, normal
arbeiten könne er daher nicht. Schwere Arbeit sei ihm unmöglich. Er gehe aber oft in
die Autowerkstätte, es tue ihm gut. Er habe dort nicht gearbeitet und er verdiene dort
auch nichts. Er habe nicht damit gerechnet, dass er gar nichts dürfe. Wenn er gewusst
hätte, dass er keine Schraube anrühren dürfe, hätte er es sicher nicht gemacht (IV-
act. 78-4 ff.). Der Inhaber der Autowerkstätte teilte der IV-Stelle am 27. Januar 2012 mit
(IV-act. 81-8 f.), dass der Versicherte ab und zu für ihn mit einem Auto zur
Motorfahrzeugkontrolle gefahren sei. Der Versicherte habe einen Schlüssel für die
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Werkstatt gehabt, falls er, der Inhaber, nicht da sei. Als Dank dafür habe er den
Versicherten meistens zum Mittagessen eingeladen. Der Versicherte habe öfters etwas
an den Fahrzeugen seiner Familie und seiner Verwandtschaft gemacht.
A.e Mit einem Vorbescheid vom 13. Februar 2012 kündigte die IV-Stelle dem
Versicherten an, dass sie die Rente rückwirkend per 30. Juni 2010 einstellen werde (IV-
act. 83). Zur Begründung führte sie an, dass der Bewegungsablauf des Versicherten
bei den beobachteten Tätigkeiten stets flüssig gewesen sei. Die
Observationsergebnisse erlaubten eine sichere Bestimmung der Arbeitsfähigkeit.
Anhand der Aktenlage müsse davon ausgegangen werden, dass der Versicherte
gegenüber den Ärzten und der IV-Stelle falsche Angaben gemacht habe. Da der
Versicherte der IV-Stelle verschwiegen habe, dass er im Frühjahr 2010 eine
Erwerbstätigkeit aufgenommen habe, liege eine Meldepflichtverletzung vor, weshalb
sich eine rückwirkende Einstellung der Rente rechtfertige.
A.f Der Versicherte machte am 15. Februar 2012 gegenüber der IV-Stelle telefonisch
geltend, er habe nie gearbeitet (IV-act. 84). Am 15. März 2012 liess er durch seinen
Rechtsvertreter den Antrag stellen (IV-act. 89), den Vorbescheid aufzuheben und auch
nach dem 1. März 2012 eine Dreiviertelsrente auszurichten; eventualiter sei ein
rheumatologisches und psychiatrisches Gutachten einzuholen. Die IV-Stelle sprach
dem Versicherten am 10. April 2012 rückwirkend ab März 2012 eine Kinderrente für die
am 13. März 2012 geborene Tochter G._ zu (IV-act. 95). Am 20. August 2012 führte
der Rechtsvertreter ergänzend aus (IV-act. 98), ein MRT der LWS vom 14. März 2012
habe eine wesentliche Verschlechterung aufgezeigt. Zwei sequentielle Infiltrationen der
Nervenwurzel L5 links und S1 links hätten keinen Erfolg gebracht. Die Auswirkungen
dieser Verschlechterung müssten mittels eines neurologischen Gutachtens ermittelt
werden. Die Observationsergebnisse seien keine genügende medizinische Grundlage
für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten.
A.g Die IV-Stelle forderte den entsprechenden Bericht der Neurochirurgie des
Kantonsspitals St. Gallen an (IV-act. 99). Die Ärzte der neurochirurgischen Abteilung
des Kantonsspitals St. Gallen hatten am 30. April 2012 berichtet, dass es zu einer
Exazerbation des chronischen LWS-Schmerzsyndroms gekommen sei. Diese
Schmerzsymptomatik habe durch die Nervenwurzelinfiltrationen nicht beeinflusst
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werden können (IV-act. 100-7). Dr. med. H._ vom RAD hielt dazu am 10. September
2012 fest, dass mit den Infiltrationen an sich eine Linderung der Schmerzen zu
erwarten gewesen wäre. Die Beschwerden im Bein müssten daher auf eine komplexe
Ursache (Schmerzgedächtnis, psychogen) zurückgeführt werden. An den
Nervenwurzeln L5 und S1 habe keine Schmerzquelle objektiviert werden können. Die
Observation habe zudem gezeigt, dass aus medizinischer Sicht von einer
Überwindbarkeit der Restbeschwerden ausgegangen werden müsse (IV-act. 101). Der
Rechtsvertreter des Versicherten teilte der IV-Stelle am 29. Oktober 2012 mit, dass er
an seinem Antrag auf eine medizinische Begutachtung festhalte, da die Arbeitsfähigkeit
nur so geklärt werden könne (IV-act. 103). Am 13. September 2013 wurde dem
Versicherten mitgeteilt, dass eine medizinische Begutachtung notwendig sei (IV-
act. 105).
A.h Am 29. Januar 2014 wurde der Versicherte durch Dr. med. I._, Facharzt FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie, psychiatrisch untersucht. Der Gutachter konnte keine
psychiatrische Diagnose erheben (IV-act. 131). Er führte zur Begründung aus, in
Abwesenheit von Hinweisen auf eine nach ICD-10 diagnostizierbare psychische
Störung sei die Fähigkeit des Versicherten zur Willensbildung ungestört. Auch in seiner
Urteilsfähigkeit und in seiner Fähigkeit, tragfähige Entscheidungen zu treffen, sei der
Versicherte nicht eingeschränkt. Auch in der Vergangenheit habe der Versicherte mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit an keinen psychischen Störungen gelitten. Am
28. Januar 2014 wurde der Versicherte durch Dr. med. J._, Facharzt FMH für
Rheumatologie und Innere Medizin, untersucht (IV-act. 130). Der rheumatologische
Gutachter stellte folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
"Chronisches lumbospondylogenes Syndrom links
- Zustand nach Diskushernien-Operation L5/S1 links am 03.05.2005
- Postoperativ epidurales Narbengewebe L5/S1 links, sekundäre Osteochondrose und
foraminale Diskushernie L5/S1 links
- Symptomausweitung" (IV-act. 130-20).
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Er hielt fest, die klinische Untersuchung der LWS sei kaum verwertbar gewesen. Bei
der gezielten Prüfung habe der Versicherte praktisch keine Bewegungen ausgeführt.
Der Versicherte habe ein stark Schmerz demonstrierendes Verhalten gezeigt.
Scheinmanöver wie ein sehr leichter axialer Stoss auf den Kopf hätten starke lumbale
Schmerzen ausgelöst. Bei der Prüfung der BWS-Beweglichkeit habe der Versicherte
ein starkes aktives Gegenhalten gezeigt. Bei der klinischen Untersuchung hätten sich
keine sicheren Hinweise für das Vorliegen eines radikulären Syndroms gezeigt. Neben
der organisch-strukturell bei einer lediglich monosegmentalen Veränderung der LWS im
MRI nicht erklärbaren, praktisch vollständigen Bewegungseinschränkung der LWS und
den positiven Scheinmanövern seien auch die als sehr stark angegeben Schmerzen bei
der Prüfung der isometrischen Krafttests am linken Fuss organisch nicht begründbar
gewesen. Aus rheumatologischer Sicht liessen sich die als massiv einschränkend
geschilderten Schmerzen und die genannten klinischen Befunde mit den
radiologischen Befunden im MRI vom 14. März 2012 nicht erklären. Dieses MRI zeige
zwar eine beginnende Osteochondrose im operierten Segment L5/S1, welche
intermittierende belastungsabhängige Rückenschmerzen, nicht jedoch das massive,
den Versicherten in allen Lebensbereichen einschränkende und absolut
therapieresistente Schmerzbild erklären könne. In diesem MRI habe sich auch ein
postoperatives epidurales Narbengewebe gezeigt, das den Duralsack aber nur knapp
erreiche und die Nervenwurzel S1 von medial her tangiere, aber nicht eindeutig
komprimiere. Das im Vor-MRI von 2006 beschriebene Diskushernienrezidiv L5/S1
mediolateral links mit knapper Tangierung der Wurzel S1 dürfte bereits damals dieser
epiduralen Narbenbildung entsprochen haben. Auch die intraforaminale Diskushernie
L5/S1 zeige in den vorliegenden Aufnahmen keine eindeutige Kompression der
Nervenwurzel L5. Eine intermittierende Reizung sei allerdings denkbar (IV-
act. 130-22 f.). Zusätzlich zur rheumatologischen Untersuchung sei eine neurologische
Untersuchung inkl. elektrophysiologischer Abklärung durchgeführt worden, die keine
sicheren objektivierbaren Befunde einer Wurzelläsion L5 oder S1 gezeigt habe. Die
geschilderten Beschwerden entsprächen weitgehend jenen bei den
Voruntersuchungen. Im MRI sei neu eine intraforaminale Diskushernie L5/S1 erwähnt,
die aber angesichts der elektrophysiologischen und neurologischen Befunde keine
klinische Relevanz haben dürfte. Insgesamt müsse aus rheumatologischer Sicht nicht
von einer Verschlechterung des Zustandsbildes im Vergleich zu den Vorbefunden aus
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dem Jahr 2006 ausgegangen werden. Im Videomaterial der Observation von Februar
und Mai 2011 habe sich der Versicherte im Gegensatz zur aktuellen Untersuchung frei
und ohne sichtbare Einschränkung der Wirbelsäulenbeweglichkeit bewegt. Aufgrund
dieser Diskrepanzen zwischen den Beobachtungen bei der Observation und bei der
gezielten ärztlichen Untersuchung müsse neben der wahrscheinlich primär
bestehenden Störung der Schmerzverarbeitung von einer bewusstseinsnahen
Symptomausweitung ausgegangen werden (IV-act. 130-23 f.). Aufgrund der klar
vorhandenen degenerativen Diskopathie L5/S1 bei Status nach Diskushernien-
Operation sei die Arbeitsfähigkeit des Versicherten für körperlich mehrheitlich
mittelschwere und schwere Tätigkeiten nicht mehr gegeben. Aus rein somatischer
Sicht sei aufgrund des nur schwer nachvollziehbaren Beschwerdebildes und der
Beobachtungen anlässlich der Observation davon auszugehen, dass der Versicherte
für körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeiten in seiner
Arbeitsfähigkeit zu maximal 20% eingeschränkt sei. Hinsichtlich des Hebens und
Tragens von Lasten bestünden nachvollziehbar Einschränkungen. Deshalb sollte das
repetitive Heben von Lasten über 5 kg bis maximal 7.5 kg vermieden werden. Länger
dauernde Tätigkeiten in ungünstigen Stellungen (rein sitzend, stehend vornüber
gebeugt, länger dauernd gebückt oder längerdauernd über Kopf mit extendierter
Wirbelsäule) seien als ungünstig zu erachten, kurzfristig seien sie aufgrund der
Observationsbeobachtungen aber wohl zumutbar. In einer den Einschränkungen
angepassten Tätigkeit bestehe aus rheumatologischer Sicht keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit (IV-act. 130-24 f.). Abschliessend wurde im Gutachten darauf
hingewiesen, dass alle drei Sachverständigen die grosse Diskrepanz zwischen dem
anlässlich ihrer Untersuchungen beobachteten demonstrativen Schmerzverhalten
einerseits und den in den Videosequenzen der Observation gezeigten normalen
Bewegungsmustern andererseits betont hätten.
A.i Die RAD-Ärztin Dr. med. K._ erachtete das Gutachten als vollständig, schlüssig,
klar und gut nachvollziehbar; es könne vollumfänglich darauf abgestellt werden. Für
mittelschwere bis schwere Tätigkeiten sei der Versicherte nicht mehr arbeitsfähig. In
einer körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit
sei der Versicherte zu mindestens 80% arbeitsfähig. Eine anhaltende Verbesserung des
Gesundheitszustandes sei seit den Beobachtungen anlässlich der Observation im Mai
2011 anzunehmen. Für den davor liegenden Zeitraum liege keine genügende
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Dokumentation eines entsprechend verbesserten Gesundheitszustandes vor (IV-
act. 132).
A.j Mit einem Vorbescheid vom 17. Juni 2014 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten
an, dass sie die Rente rückwirkend per 30. April 2011 aufheben werde (IV-act. 133-6).
A.k Am 18. August 2014 stellte der Rechtsvertreter des Versicherten die Anträge, es
sei weiterhin eine Dreiviertelsrente auszurichten, eventualiter sei ein Obergutachten,
mindestens jedoch ein rheumatologisches und ein neurologisches
Ergänzungsgutachten, einzuholen (IV-act. 135). Zur Begründung führte er an, der
Gesundheitszustand des Versicherten habe sich in letzter Zeit verschlechtert. Erst nach
Vorliegen der Ergebnisse der laufenden Abklärungen könne ausführlich Stellung
genommen werden.
A.l Am 25. August 2014 verfügte die IV-Stelle die rückwirkende Aufhebung der Rente
per 30. April 2011 (IV-act. 136-6). Sie begründete dies u.a. damit, dass gestützt auf das
Gutachten spätestens ab dem Beginn der Observation im Jahr 2011 von einer
80%igen adaptierten Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Gestützt auf die Aktenlage
müsse davon ausgegangen werden, dass der Versicherte gegenüber den Ärzten, den
Gutachtern und den Mitarbeitern der IV-Stelle falsche Angaben gemacht habe. Es sei
nachgewiesen, dass sich der Gesundheitszustand seit der Rentenzusprache laufend
verbessert habe. Der Versicherte habe diese Verbesserung verschwiegen. Zudem habe
er die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit pflichtwidrig nicht gemeldet. Zu den
Einwendungen führte sie aus, dass die behauptete nachträgliche Verschlechterung
nicht substantiiert dargestellt worden sei. Deshalb bestehe keine Veranlassung, die in
Aussicht gestellten Berichte abzuwarten. Die zu Unrecht bezogenen Leistungen
müssten zurückerstattet werden. Darüber werde separat verfügt werden.
B.
B.a Am 25. September 2014 liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter
Beschwerde erheben und beantragen, die Verfügung 25. August 2014 sei aufzuheben
und es sei weiterhin mindestens eine Dreiviertelsrente auszurichten (act. G 1).
Eventualiter beantragte der Rechtsvertreter, es sei ein rheumatologisches,
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neurologisches und psychiatrisches Ergänzungsgutachten, mindestens jedoch ein
rheumatologisches und neurologisches Ergänzungsgutachten, einzuholen. Zur
Begründung führte er an, auf das Gutachten könne nicht abgestellt werden. Vor der
Verfügung wären weitere Abklärungen notwendig gewesen. Immerhin sei im MRI-
Bericht vom 14. März 2012 neu eine linksseitige foraminale Diskushernie mit
vorstellbarer Irritation der austretenden L5 Nervenwurzel festgestellt worden. Diese
Irritation sei erst nach der Observation aufgetreten. Die Ergebnisse der Observation
könnten daher nicht mehr zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit herangezogen werden.
Auch der Umstand, dass die Nervenwurzelinfiltrationen keine Linderung der Schmerzen
gebracht hätten, zeige die Notwendigkeit weiterer Abklärungen. Der neurologische
Gutachter habe zudem lediglich festgehalten, dass insgesamt aus neurologischer Sicht
keine dauerhaft anhaltende Arbeitsunfähigkeit bestehe. Dazu hätten wenigstens
ergänzende Angaben eingeholt werden müssen, welche leidensangepassten
Tätigkeiten dem Beschwerdeführer in welchem Umfang aus neurologischer Sicht
möglich seien. Da das Gutachten nicht schlüssig und widersprüchlich sei, müsse ein
Obergutachten eingeholt werden. Der Beschwerdeführer sei überdies am 15. Juli 2014
durch Dr. med. L._, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie FMH, untersucht
worden, wobei sich herausgestellt habe, dass der Beschwerdeführer an einem
myofaszialen Schmerzsyndrom der Muskeln glutaei links leide. Da die geltend
gemachte rheumatologische Verschlechterung bereits vor Erlass der angefochtenen
Verfügung eingetreten sei, sei sie vorliegend zu beachten. Der Beschwerdeführer habe
sich denn auch im Einwand vorbehalten, den entsprechenden Bericht nach Vorliegen
einzureichen. Dieser sei aber von der Beschwerdegegnerin nicht abgewartet worden.
Da sie dies nicht getan habe, habe die Beschwerdegegnerin bei Erlass der Verfügung
nicht beurteilen können, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers aus
rheumatologischer Sicht verschlechtert habe. Durch dieses Vorgehen habe sie den
Sachverhalt nicht richtig festgestellt und ihr Ermessen missbraucht.
B.b Am 12. Dezember 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der
Beschwerde (act. G 9). Zur Begründung führte sie an, auf das Gutachten könne
abgestellt werden. Das besagte MRI sei sowohl vom Rheumatologen als auch vom
Neurologen berücksichtigt und einlässlich gewürdigt worden. Die Gutachter hätten für
ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zudem auf die gesamten medizinischen Akten
und die eigenen Untersuchungen und nicht lediglich auf die Ergebnisse der
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Observation abgestellt. Wenn der Beschwerdeführer bei der neurologischen
Untersuchung diffuse Angaben über eine organisch nicht erklärbare
Sensibilitätsstörung gemacht habe, spreche dies nicht gegen die Qualität des
Gutachtens, sondern gegen das Vorliegen eines relevanten Gesundheitsschadens.
Dies gelte umso mehr, als eine diffuse Sensibilitätsstörung in der Regel keine
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit nach sich ziehe. Die Tatsache, dass aus
neurologischer Sicht keine sicheren Angaben (aufgrund ungenügender Aktenlage) über
den Verlauf hätten gemacht werden können, schmälere den Beweiswert des
Gutachtens nicht. Ins Gewicht fielen zudem die versäumte Meldung der
Erwerbsaufnahme sowie die nicht optimale Mitwirkung bei der Sachverhaltsermittlung;
namentlich das wiederholt erwähnte demonstrative Verhalten, wodurch eine korrekte
Abklärung zumindest erschwert worden sei. Aus dem Arztbericht von Dr. L._ ergebe
sich lediglich, dass der Beschwerdeführer im Untersuchungszeitpunkt einen nicht
neurologisch verursachten Schmerz im Gesässmuskel gehabt habe. Einen Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit könne wohl ohne weiteres ausgeschlossen werden, zumal auch
Dr. L._ dem Beschwerdeführer empfohlen habe, seine Arbeitsfähigkeit zu verwerten.
B.c In seiner Replik vom 29. Januar 2015 machte der Rechtsvertreter geltend, es sei
behauptet worden, dass der Beschwerdeführer eine Erwerbstätigkeit aufgenommen
habe. Dies treffe nicht zu. Der Beschwerdeführer habe sich öfters in der Garage eines
Bekannten aufgehalten. Dieser Bekannte habe bestätigt, dass der Beschwerdeführer
ab und zu mit einem Fahrzeug zur Motorfahrzeugkontrolle gefahren sei, wobei er
meistens ein Mittagessen bezahlt erhalten habe. Der Garagenbesitzer habe berichtigt,
dass der Beschwerdeführer nie bei ihm angestellt gewesen sei und auch keinen Lohn
erhalten habe. Daher könne keine Rede von einer Erwerbsaufnahme des
Beschwerdeführers sein. Die Beschäftigung müsse als Hobby und nicht als
Erwerbstätigkeit bezeichnet werden und sei damit nicht meldepflichtig gewesen. Die
Gutachter hätten nicht ausgeführt, ab wann von einer Arbeitsfähigkeit von 80%
auszugehen sei. Das Observationsmaterial könne zur Beantwortung dieser Frage nicht
herangezogen werden. Für eine allfällige Erhöhung der Arbeitsfähigkeit dürfe daher
frühestens auf den Zeitpunkt der Begutachtung – interdisziplinäre Konsensbeurteilung
– vom 1. April 2014 abgestellt werden (act. G 14).
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B.d In ihrer Duplik vom 23. März 2015 führte die Beschwerdegegnerin an, die Aussage
des Garageninhabers sei als Schutzbehauptung zu werten. Dabei gelte es zu beachten,
dass sich dieser und der Beschwerdeführer seit Jahren kennen würden. Es sei nicht
glaubhaft, dass eine gewinnorientierte Garage die regelmässige Anwesenheit einer
betriebsfremden Person dulde. Ein vernünftiger Besitzer würde einer solchen Person
auch keinen Schlüssel geben. Zudem habe der Beschwerdeführer eine Anlehre als
Fahrzeugwart/Automonteur gemacht, wodurch der Garagist professionelle Arbeit habe
erwarten dürfen. Da der Beschwerdeführer in prekären finanziellen Verhältnissen lebe,
werde er kaum stundenlang unbezahlte Facharbeit leisten; auch Gefälligkeiten seien
geldwerte Leistungen. Unter den gegebenen Umständen sei auf jeden Fall davon
auszugehen, dass die Aktivitäten des Beschwerdeführers erwerblichen Charakter
gehabt hätten. Da eine Meldepflichtverletzung vorliege, habe eine Umkehr der
Beweislast zu erfolgen und der Beschwerdeführer hätte zu beweisen, dass er im
Anpassungszeitpunkt (März 2010) nicht bereits zu 80% arbeitsfähig gewesen sei. Die
IV-Stelle habe auf eine so frühe Anpassung verzichtet und auf die durch die
Observation belegten Aktivitäten angeknüpft (act. G 18).

Erwägungen:
1.
1.1 Gemäss Art 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird eine (formell rechtskräftig zugesprochene)
Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht,
herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad der die Rente
beziehenden Person erheblich ändert. Dieses Instrument zur (nachträglichen) Korrektur
einer formell rechtskräftig zugesprochenen Dauerleistung ist notwendig, weil sich jede
Zusprache einer Dauerleistung für die Zukunft auf eine Sachverhaltsprognose stützt
und weil sich der massgebende Sachverhalt erfahrungsgemäss anders entwickeln
kann als prognostiziert. Mittels der Revision im Sinne von Art. 17 ATSG soll daher
nachträglichen Divergenzen zwischen der der leistungszusprechenden Verfügung
zugrunde liegenden Sachverhaltsprognose und dem effektiven Sachverhalt Rechnung
getragen werden. Die Leistung soll an den veränderten Sachverhalt angepasst werden
(vgl. Ralph Jöhl, Die Revision nach Art. 17 ATSG, in: Ueli Kieser/Miriam Lendfers
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(Hrsg.), Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 155 f.). Vorliegend ist strittig,
ob sich der Gesundheitszustand und damit der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers
seit der Rentenzusprache verändert haben. Demnach ist anhand des im
Verfügungszeitpunkt aktuellen Sachverhalts eine Invaliditätsbemessung vorzunehmen.
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares
Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Ein
wichtiges Element der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens – und damit
des Invaliditätsgrades – bildet die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person in einer der
Gesundheitsbeeinträchtigung optimal angepassten Erwerbstätigkeit. Um die
verbliebene Arbeitsfähigkeit der versicherten Person in einer solchen Erwerbstätigkeit
bestimmen zu können, sind die IV-Stellen – und in der Folge auch die
Versicherungsgerichte – auf medizinisches Fachwissen angewiesen. Die Aufgabe der
zu diesem Zweck beizuziehenden medizinischen Sachverständigen ist es also, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und gestützt auf das Resultat dieser Beurteilung
dazu Stellung zu nehmen, bezüglich welcher Tätigkeiten und in welchem Umfang die
versicherte Person noch arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
1.2 Die ursprüngliche Rentenzusprache vom 3. Dezember 2008 beruhte auf einem
Einkommensvergleich, dem ein ausgehend von einer Restarbeitsfähigkeit adaptiert von
40% ermitteltes zumutbares Invalideneinkommen zugrundegelegt worden war. Der
Arbeitsfähigkeitsgrad beruhte auf dem Gutachten von Dr. E._ vom 22. August 2007
(vgl. IV-act. 26). Dr. E._ hatte festgehalten, dass der Beschwerdeführer bei einer
Rotation seiner Wirbelsäule im zervikalen Bereich starke Schmerzen angegeben hatte,
dass unbeobachtet aber keine Verspannungen und Druckdolenzen festzustellen
gewesen waren und dass neurologisch keine Ausfälle an der oberen Extremität
festzustellen gewesen waren. Der Beschwerdeführer hatte auch Schmerzen in beiden
Schultergelenken angegeben; abgelenkt waren diese aber frei beweglich. Auch bei der
LWS-Untersuchung hatte der Beschwerdeführer starke Schmerzen angegeben,
während unter Ablenkung weder eine Druckdolenz noch eine Verspannung hatten
festgestellt werden können. Die Rezidivdiskushernie hatte die vom Beschwerdeführer
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angegebene linksseitige Beinhypaesthesie und die Schmerzausstrahlung ab der Leiste
nicht erklären können. Dasselbe galt für die angegebene, in der Untersuchung aber
auffällig inkonstante Fusszehen- und Heberschwäche und für die Angabe einer
linksseitigen Einschränkung der Hüftflexion und eines Knieextensionsdefizits. Dr. E._
hatte eine Schmerzausweitung angenommen und deshalb selbst bei einer optimalen
Revision der Rezidivdiskushernie (erweiterte Fensterung, Ausräumung des
Rezidivprolapses L5/S1) keine Garantie für eine vollständige Beschwerdebehebung
gesehen, zumal das Rezidiv lediglich den Abgangsbereich S1 tangiere und nur einen
Teil der radikulären Schmerzsymptomatik beseitigen würde. Für ihn stand das
pseudoradikuläre Schmerzsyndrom medizinisch im Vordergrund. Trotz der erheblichen
Differenz zwischen den Beschwerdeschilderungen des Beschwerdeführers und den
(bildgebend und insbesondere klinisch) nachweisbaren Beeinträchtigungen der
Wirbelsäule ging er aber offenbar von einem erheblichen Ausmass an objektivierbaren
Beschwerden aus, denn nur so lässt sich die Angabe einer erheblich eingeschränkten
Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsadaptierten Erwerbstätigkeit erklären. In seinem
rheumatologischen Verlaufsgutachten vom 1. April 2014 (vgl. IV-act. 130) hat Dr. J._
darauf hingewiesen, dass die vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden und
die Befunde weitgehend denjenigen entsprachen, die Dr. E._ bei der ersten
Begutachtung festgestellt hatte. Dr. J._ hat der im MRI von 2012 neu festgestellten
intraforaminalen Diskushernie L5/S1 gestützt auf die anamnestischen Angaben, die
klinischen Befunde und insbesondere die elektrophysiologischen neurologischen
Befunde – überzeugend – keine klinische Relevanz und damit keine die Arbeitsfähigkeit
in einer adaptierten Erwerbstätigkeit herabsetzende Wirkung beigemessen. Die im
massgebenden Teil unveränderten rheumatologischen Diagnosen und die offenkundige
Diskrepanz zwischen den vom Beschwerdeführer angegebenen und demonstrierten
Beschwerden und der Art und der Stärke der objektivierbaren Beschwerden hätten an
sich erwarten lassen, dass Dr. J._ von einem unveränderten Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers ausgegangen wäre, gleichzeitig aber auf einen sehr viel höheren
Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers geschlossen hätte, d.h. einen
unveränderten medizinischen Sachverhalt anders gewürdigt hätte. Das hätte eine
revisionsweise Aufhebung der laufenden Dreiviertelsrente ausgeschlossen. Nun hat Dr.
J._ aber auch darauf hingewiesen, dass das die Nervenwurzel S1 tangierende, aber
nicht eindeutig komprimierende epidurale Narbengewebe eine intermittierende Reizung
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bewirken könne. Da die Diskushernienoperation im Zeitpunkt der Begutachtung durch
Dr. E._ erst etwas mehr als zwei Jahre zurücklag und da das Narbengewebe noch
"jung" war, ist es durchaus plausibel, dass die von Dr. E._ festgestellten
objektivierbaren Beschwerden auf eine solche Reizung der Nervenwurzel
zurückzuführen waren und dass diese Reizung nun abgeklungen ist, so dass Dr. J._
nur noch geringe objektivierbare Beschwerden hat feststellen können. Dies reicht aus,
um mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einer
revisionsrechtlich erheblichen nachträglichen Sachverhaltsveränderung ausgehen zu
können, welche den Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers in einer adaptierten
Erwerbstätigkeit erheblich hat ansteigen lassen.
1.3 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat eingewendet, es sei nicht beachtet
worden, dass neu eine Diskushernie festgestellt worden sei. Diese Irritation sei erst
nach der Observation aufgetreten, weshalb weitere Abklärungen hätten vorgenommen
werden müssen. Dieser Vorwurf einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ist
nicht stichhaltig, denn dem rheumatologischen und dem neurologischen Gutachter
sind die Ergebnisse des MRI bekannt gewesen. Die beiden Gutachter haben diese
neue Gesundheitsbeeinträchtigung überzeugend gewürdigt und klar festgehalten, dass
diese Veränderung die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden nicht erklären
könne. Der Rechtsvertreter hat zudem mit dem Bericht von Dr. L._ vom 15. Juli 2014
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers belegen
wollen. Dr. L._ hat zwar die gleichen Diagnosen gestellt, die im Gutachten
angegeben worden sind, er hat aber zusätzlich ein myofasziales Schmerzsyndrom der
Glutealmuskeln links aufgeführt. Dieses Schmerzsyndrom hat er allerdings als
therapierbar (medikamentös, Selbstbehandlung, Dehnungsübungen) qualifiziert,
weshalb er den Beschwerdeführer aufgefordert hat, möglichst aktiv zu sein und wieder
eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit hat diese
neue Diagnose also keinen nachteiligen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Erwerbstätigkeit.
1.4 Während Dr. D._ im Jahr 2007 noch eine reaktive Depression diagnostiziert
hatte, ohne daraus allerdings auf eine Arbeitsunfähigkeit zu schliessen, hat Dr. I._ in
seinem Verlaufsgutachten keine psychiatrische Diagnose gestellt. In der Beschwerde
hat der Rechtsvertreter noch angeführt, der Beschwerdeführer befinde sich in
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psychiatrischer Behandlung. In der Replik hat er dann allerdings angegeben, dass der
Beschwerdeführer aktuell nicht mehr psychiatrisch behandelt werde.
Dementsprechend hat er auf die Einreichung eines Berichtes der behandelnden
Psychiaterin verzichtet. Unter diesen Umständen ist in antizipierender
Beweiswürdigung davon auszugehen, dass die behandelnde Psychiaterin keine
Angaben machen könnte, die darauf schliessen liessen, dass die Beurteilung durch
Dr. D._ falsch wäre. Damit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit psychisch gesund ist.
2.
2.1 Bei dem der ursprünglichen Rentenzusprache zugrundeliegenden
Einkommensvergleich ist die Beschwerdegegnerin von einer Validenkarriere des
Beschwerdeführers ausgegangen, die sie als "Monteur/Mechaniker" definiert hat. Sie
hat das entsprechende Valideneinkommen 2008 mit Fr. 60'518.-- bemessen. Da sich
seither keine diese Validenkarriere betreffende Veränderung ergeben hat, muss zur
Bemessung des Valideneinkommens 2011 weiterhin auf das in dieser Validenkarriere
erzielbare Einkommen abgestellt werden. Allerdings ist dabei der
Nominallohnentwicklung bis 2011 Rechnung zu tragen. Die Beschwerdegegnerin ist
deshalb korrekt von einem Valideneinkommen von Fr. 62'549.-- ausgegangen. Auch für
die Invalidenkarriere gilt, dass keine nachträgliche Sachverhaltsveränderung
eingetreten ist, denn der Beschwerdeführer ist nach wie vor sowohl in seinem erlernten
Beruf als auch in seiner zuletzt bei der B._ AG ausgeübten Tätigkeit zu 100%
arbeitsunfähig. Seine Invalidenkarriere besteht also weiterhin in einer
behinderungsadaptierten Hilfsarbeit. Deshalb ist wie bei der ursprünglichen
Rentenzusprache vom Durchschnittseinkommen (Zentralwert) der männlichen
Hilfsarbeiter gemäss der Tabelle TA1 der massgebenden Lohnstrukturerhebung des
Bundesamtes für Statistik auszugehen. Dieses Durchschnittseinkommen hat sich im
Jahr 2011 auf Fr. 61'910.-- belaufen (vgl. den Anhang 2: Lohnentwicklung der von der
Informationsstelle AHV/IV herausgegebenen Textausgabe 2015 des IVG). Bei einem
minimalen Arbeitsfähigkeitsgrad von 80% ergibt sich daraus ein minimales Einkommen
von Fr. 49'528.--. Da der Beschwerdeführer bei der zwingend notwendigen
ökonomisch-betriebswirtschaftlichen Würdigung der in der Lohnstrukturerhebung
verarbeiteten Löhne gesunder Hilfsarbeiter jedem Arbeitgeber einen zusätzlichen
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indirekten Lohnaufwand verursachen würde (Gefahr überdurchschnittlicher
Krankheitsabsenzen, beschränkte Einsatzfähigkeit betreffend Arbeitsplatz und
Einsatzgrad [Überstunden], Bedarf nach besonderer Rücksichtnahme usw.), rechtfertigt
sich praxisgemäss ein sogenannter Tabellenlohnabzug von maximal 10%. Das
zumutbare Invalideneinkommen beläuft sich somit auf wenigstens Fr. 44'575.--. Die
maximale Erwerbseinbusse von Fr. 17'974.-- entspricht einem maximalen
Invaliditätsgrad von – aufgerundet – höchstens 29%. Die Beschwerdegegnerin hat also
zu Recht einen weiteren Rentenanspruch verneint, denn gemäss Art. 28 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) besteht nur bei einem
Invaliditätsgrad von 40% oder mehr ein Anspruch auf eine Invalidenrente.
2.2 Gemäss dem Verlaufsgutachten ist der Beschwerdeführer in einer leichten bis ge
legentlich mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit zu maximal 20%
eingeschränkt. Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers hat sich also seit der
Rentenzusprache verbessert und der Arbeitsfähigkeitsgrad ist von 40% auf wenigstens
80% angestiegen. Das observierte Verhalten deckt sich mit dem Ergebnis der
bildgebenden und klinischen Untersuchung. Das lässt den Schluss zu, dass der
Beschwerdeführer spätestens seit dem Beginn der Observation nur noch zu maximal
20% arbeitsunfähig gewesen ist. Für die Zeit vor der Observation fehlt eine
überzeugende Arbeitsfähigkeitsschätzung. In antizipierender Beweiswürdigung ist
davon auszugehen, dass sich die Entwicklung der Arbeitsfähigkeit zwischen der
ursprünglichen Rentenzusprache und dem Beginn der Observation nicht mehr ermitteln
lässt, da die vom Hausarzt und allfälligen behandelnden Fachärzten geführte
Krankengeschichte des Beschwerdeführers in dieser Zeit keinen überzeugenden
Schluss auf die Arbeitsfähigkeit zulassen dürfte. Da die Beschwerdegegnerin für die
Verbesserung der Arbeitsfähigkeit und damit für das Absinken des Invaliditätsgrades
den Nachteil der Beweislosigkeit zu tragen hat, weil sie daraus die Zulässigkeit einer
Herabsetzung/Aufhebung der laufenden Dreiviertelsrente ableiten will, ist bis zum
Beginn der Observation vom ursprünglich ermittelten Arbeitsfähigkeitsgrad von 40%
auszugehen.
2.3 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG, der nach seinem klaren Wortlaut und nach seinem
Sinn und Zweck die sofortige Anpassung der laufenden Leistung an die Veränderung
des anspruchsbegründenden Sachverhalts anordnet (vgl. Miriam Lendfers, Die IVV-
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Revisionsnormen [Art. 86 -88 ] und die anderen Sozialversicherungen, in:
Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2009, S. 46), müsste
auf jeden Fall eine rückwirkende Aufhebung der laufenden Dreiviertelsrente erfolgen.
Der massgebende Wirkungszeitpunkt wäre allerdings nicht der 30. April, sondern der
30. Juni 2011, denn an diesem Tag wurde der Observationsbericht erstattet (vgl. IV-
act. 74), d.h. ab diesem Zeitpunkt war das Verhalten des Beschwerdeführers erstmals
einer medizinisch-gutachterlichen Beurteilung zugänglich, die Arbeitsfähigkeit also mit
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachweisbar. Nun ordnet
Art. 88 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) aber
an, dass eine rückwirkende Herabsetzung oder Aufhebung der Rente nur erfolgt, wenn
der Rentner seine Meldepflicht gemäss Art. 77 IVV verletzt hat (lit. b). Liegt keine
Meldepflichtverletzung vor, regelt Art. 88 Abs. 2 lit. a IVV den Wirkungszeitpunkt
einer revisionsweisen Aufhebung der laufenden Rente anders als Art. 17 Abs. 1 ATSG:
Die Aufhebung der Rente erfolgt auf den ersten Tag des zweiten auf die Zustellung der
Revisionsverfügung folgenden Monats. Die Beschwerdegegnerin ist von einer
Verletzung der Meldepflicht ausgegangen. Sie hat dies damit begründet, dass der
Beschwerdeführer die Verbesserung seines Gesundheitszustandes und die Aufnahme
einer Erwerbstätigkeit weder den behandelnden Ärzten noch ihr gemeldet habe.
Gemäss Art. 77 IVV sind relevante Veränderungen der IV-Stelle zu melden. Was der
Beschwerdeführer seinen Ärzten gemeldet oder eben nicht gemeldet hat, ist deshalb
offensichtlich irrelevant. Die Beschwerdegegnerin hat nicht nachzuweisen vermocht,
dass der Beschwerdeführer in der Autowerkstätte, in der er sich zumindest während
der Dauer der Observation immer wieder aufgehalten hat, einer relevanten
Erwerbstätigkeit nachgegangen wäre. Selbst wenn es sich bei seiner Beschäftigung
dort beitragsrechtlich betrachtet (Art. 25 Abs. 1 IVV) um eine Erwerbstätigkeit gehandelt
haben sollte, weil der Beschwerdeführer vom Inhaber der Autowerkstätte für erbrachte
Dienste Naturalleistungen erhalten hat, kann es sich – ausgehend vom zugestandenen
Ausmass dieser Dienste – jedenfalls nicht um eine meldepflichtige Erwerbstätigkeit
gehandelt haben, denn der Beschwerdeführer ist ja noch in einem erheblichen Umfang
(40%) arbeitsfähig gewesen, was ihm sicherlich bewusst gewesen ist. In Bezug auf die
Tätigkeit in der Autowerkstätte liegt also keine Meldepflichtverletzung vor, die gemäss
Art. 88 Abs. 2 lit. b IVV eine rückwirkende Rentenaufhebung zuliesse.
ter bis
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2.4 Wenn der Beschwerdeführer seine Meldepflicht verletzt haben sollte, dann kann
sich diese Pflicht also nur auf die starke Verbesserung des Gesundheitszustandes
(bzw. der Arbeitsfähigkeit) bezogen haben. Weder im ersten noch im Verlaufsgutachten
ist von einer bewussten oder zumindest bewusstseinsnahen Aggravation gesprochen
worden. Deshalb muss mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen
werden, dass der Beschwerdeführer sich tatsächlich für so krank bzw. arbeitsunfähig
gehalten hat, wie er sich gegenüber den medizinischen Sachverständigen im Jahr 2014
gebärdet hat. Das bedeutet, dass er die Verbesserung seines Gesundheitszustandes –
und damit den Anstieg seines Arbeitsfähigkeitsgrades in einer behinderungsadaptierten
Erwerbstätigkeit – nicht hat erkennen können, womit er natürlich auch nicht hat
erkennen können, dass er diese Verbesserung der Beschwerdegegnerin hätte melden
müssen. Demnach liegt keine schuldhafte Meldepflichtverletzung vor, welche die
Anwendung des Art. 88 Abs. 2 lit. b IVV, d.h. die rückwirkende Aufhebung der
Dreiviertelsrente, erlauben würde. Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als
rechtswidrig, soweit sie die Aufhebung der Rente per 30. April 2011 anordnet. In
Anwendung von Art. 88 Abs. 2 lit. a IVV ist die laufende Dreiviertelsrente per
30. September 2014 aufzuheben.
3.
3.1 Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als teilweise rechtswidrig. Hätte
der Beschwerdeführer nicht Beschwerde erhoben, wäre diese Verfügung mit ihrem
rechtswidrigen Inhalt in formelle Rechtskraft erwachsen und damit verbindlich
geworden. Die Beschwerdeerhebung ist also notwendig gewesen, um dies zu
verhindern. Dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein erheblich weiter
gehendes Begehren gestellt hat (unbegrenzte Weiterausrichtung der Dreiviertelsrente),
ist ohne Bedeutung, denn im Beschwerdeverfahren kann das Ausmass des Obsiegens
oder Unterliegens, anders als im Zivilprozess, nicht daran gemessen werden, ob und
wie weit dem Beschwerdebegehren entsprochen wird. Andernfalls müsste das
Beschwerdebegehren immer lauten, es seien die gesetzlichen Leistungen
zuzusprechen. Der Umstand, dass eine Rückweisung an die Verwaltung einen
Anspruch auf eine volle Parteientschädigung entstehen lässt, ist ein klares Indiz dafür,
dass die Korrektur einer rechtswidrigen angefochtenen Verfügung durch das
Versicherungsgericht als vollumfängliches Obsiegen zu qualifizieren ist. Im vor
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liegenden Fall ist deshalb von einem vollumfänglichen Obsiegen des
Beschwerdeführers auszugehen.
3.2 Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne
Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der
Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der
Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22
Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers hat keine Kostennote eingereicht. In der vorliegend zu
beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf vergleichbare Fälle eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- als angemessen. Somit hat die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.--
(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
3.3 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint aufgrund des Beurteilungsaufwandes als angemessen. Diese Gebühr ist von
der vollumfänglich unterliegenden Beschwerdegegnerin zu bezahlen.