Decision ID: 42a1bfd2-e975-4e3c-a79e-77ad3c1b1144
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1968, arbeitete seit 1994 bis zur Auflösung des Arbeits
verhältnisses per 3
1.
Juli 2009 (
Urk.
7/25; letzter effektiver Arbeitstag: 2
0.
August
2007) als Pflegeassistentin a
m
Z._
mit einem Pensum von 80
% (
Urk.
7/16/2-3)
. Am 2
0.
September 2007 meldete sich die Versicherte wegen Brustkrebs bei der Invalidenversicherung zum Bezug von Hilfsmitteln an (
Urk.
7/3
Ziff.
7.2
,
Ziff.
7.8
). Mit Verfügungen vom 1
7.
Oktober 2007 erteilte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
Kos
tengutsprache
für Brustprothesen und Perücken (
Urk.
7/8-9).
Am 2
9.
August 2008 meldete sich die Versicherte zum Leistungsbezug (berufli
che Massnahmen, Rente) bei der IV-Stelle an (
Urk.
7/12), welche medizinische (
Urk.
7/18-19,
Urk.
7/23,
Urk.
7/26-27,
Urk.
7/35,
Urk.
7/41) und erwerbliche (
Urk.
7/15-16,
Urk.
7/54-55) Abklärungen durchführte. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/45,
Urk.
7/58) und Einholung weiterer
Arztbe
richte
(
Urk.
7/61-62) sprach sie der Versicherten mit Verfügung vom 2
4.
Februar 2011 ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 49.24
%
eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung mit Wirkung ab
1.
Juli 2008 zu (
Urk.
7/69,
Urk.
7/74).
1.2
Im Rahmen des am 2
3.
März 2011 von der Versicherten eingeleiteten
Rentenre
visionsverfahrens
(
Urk.
7/78) holte die IV-Stelle Arztberichte ein (
Urk.
7/80,
Urk.
7/84) und wies mit Vorbescheid vom 1
5.
September 2011, ausgehend von einer nur vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit von 100
%
nach operativem Ein
griff, das Rentenerhöhungsgesuch der Versicherten ab (
Urk.
7/87). Dagegen erhob die Versicherte am 1
7.
Oktober 2011 Einwände (
Urk.
7/89), worauf die IV-Stelle eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit im Bereich Haus
halt durchführte (
Urk.
7/92) und weitere Arztberichte einholte (
Urk.
7/93 =
Urk.
7/107 S. 3-6,
Urk.
7/107 S. 1
-
2). Mit Vorbescheid vom 2
3.
August 2012 (
Urk.
7/111) stellte die IV-Stelle ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 51
%
die
Zusprache
einer halben Invalidenrente ab
1.
Juli 2011 in Aussicht. Die dagegen unter Berufung auf weitere Arztberichte (
Urk.
7/113) am 2
6.
September 2012
erhobenen Einwände (
Urk.
7/114) wies sie mit Verfügung vom 2
2.
November 2012 (
Urk.
7/117,
Urk.
7/120 =
Urk.
2) ab.
2.
Gegen die Verfügung vom 2
2.
November 2012 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am
7.
Januar 2013 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprechung einer ganzen Rente der Invalidenversicherung, eventualiter die erneute Abklärung des Gesundheitszustandes (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
Februar 2013, welche der Beschwerdeführerin am
1
1.
März 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8), beantragte die
Beschwer
degegnerin
die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Voraussetzungen für die
Zusprache
einer Invalidenrente legte die
Beschwer
degegnerin
in der Begründung der angefochtenen Verfügung zutreffend dar (
Urk.
2). Darauf kann, mit nachfolgenden Ergänzungen, verwiesen werden.
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E.
6.2 und 128 V 93 f. E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerb
lichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Auf
gabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfah
ren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztli
chen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen
Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts 9C_086/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung von einer Arbeits
fähigkeit von 50
%
in behinderungsangepasster Tätigkeit, von einer Einschränkung von 9.25
%
im Haushaltsbereich und von einer Qualifikation von als zu 80
%
im Erwerbsbereich und
zu
20
%
im Haushaltsbereich Tätige
aus
und ermittelte gestützt darauf einen Invaliditätsgrad von 51
%
(
Urk.
2 S. 2 f.).
2.2
Die Beschwerdeführerin wandte ein, dass gemäss Arztberichten eine volle Arbeits
unfähigkeit bestehe und dass zudem weitere Diagnosen mit Auswirkun
gen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden seien (
Urk.
1 S. 4 f.
Ziff.
2). Der medizinische Sachverhalt sei ungenügend abgeklärt und
damit
der
Untersu
chungsgrundsatz
verletzt (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
3). Zudem sei sie im Haushaltsbereich um mehr als 9.25
%
eingeschränkt, und die Einschätzung des Psychiaters, wo
nach sie zu 100
%
arbeitsunfähig sei, gehe dem Haushaltsabklärungsbericht vor (
Urk.
1 S. 6
Ziff.
4).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführe
rin im Zeitraum zwischen dem Erlass der Verfügung vom 2
4.
Februar 2011 (
Urk.
7/69,
Urk.
7/74) bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung am 2
2.
November 2012 (
Urk.
2) in erheblicher Weise verschlechtert hat.
3.
3.1
Die Verfügung vom 2
4.
Februar 2011 (
Urk.
7/69,
Urk.
7/74), mit welcher der Beschwerdeführerin eine
Viertelsrente
zugesprochen wurde, beruhte im Wesent
lichen auf folgenden medizinischen Akten:
3.2
Dr.
med.
A._
,
Innere Medizin und Rheumaerkrankungen FMH, untersuchte die Beschwerdeführerin am
2.
November 2009 und
nannte
in seinem Gutachten vo
m 1
1.
November 2009
folgende Diagnose
n
mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
(
Urk.
7/27
S. 9
)
:
wenig differenziertes, multifo
kales, invasiv
duktales
Mammakar
zinom
links,
Erstdiagnose
August
2007
August 20
07 Tumorektomie, Nachresektion und
Axillastaging
2
0.
August 20
07
Hämatomausräumung
linke Mamma nach Redon-Drai
nage am 1
9.
August 20
07
September - November 20
07 4 Zyklen
adjuvante
Chemotherapie mit
Epirubicin
und
Endoxan
(130/900 mg)
Januar - Februar 20
08
adjuvante
Radiotherapie der linken Brust mit 66 Gy und Feldverkleinerung nach 50 Gy mit ausgedehnten passage
ren
Epitheliolysen
p
ostaktinisch Narben mit diskreter Bewe
g
ungseinschränkung des lin
ken
Glenohumeralgelenkes
, diskretem Lymphödem linker Oberarm und Schrumpfung der linken Brust mit Indurationen und zwei kleinen Spannungsblasen
Dezember 20
07 Beginn mit
Nolvadex
20 mg/d
Juli 20
09 kein Hinweis auf ein Rezidiv
Ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
seien die
folgende
n Diagnosen
:
c
hronisch
-
rezidivierendes
Panvertebralsyndrom
mit
spondylogener
Aus
strahlung
ke
ine
radikuläre
Reiz- oder Ausfallkomponente
chronisches Schmerzsyndrom im Bereich der linken Mamma,
Hemitho
rax
links und linker Arm
nicht ausreichend somatisch abstützbar
Schlafstörungen und Müdigkeit
leichtgradige
laborchemische Hepatopathie
anamnestisch Reizmagen-Syndrom
anamnestisch
Rhin
o
konjunktivitis
pollinosa
mit Sensibilisierung auf Baumpollen und Hausstaubmilben
Dr.
A._
führte aus, dass insgesamt die von der Beschwerdeführerin geschil
derten Beschwerden bezüglich Umfang und Intensität teilweise auf die objekti
vierbaren somatisch-pathologischen Befunde abstützbar
seien
(S. 13).
Zur Arbeitsfähigkeit hielt
er
fest, dass
die Beschwerdeführerin
aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht für die langjährige berufliche Tätigkeit als
Spitalgehil
fin
vollständig eingeschränkt gewesen sei von Juli bis Mitte Oktober 2007, zu 50
%
von Mitte Oktober bis Ende Dezember 2007
, vollständig eingeschränkt von Januar bis Ende Juni 2008 und zu 50
%
eingeschränkt ab Juli 2008, wobei ihm bewusst sei, dass die Beschwerdeführerin im Dezember 2008 und im Januar 2009 wegen der Schmerzbehandlung hospitalisiert gewesen sei und er diese Schmerzen vordergründig nicht somatisch begründen könne. Für
Haushalts
arbeiten
mit einem leicht- bis
mässiggradig
körperlich belastenden Arbeitsprofil bestehe keine Arbeitsunfähigkeit, zumal diese Tätigkeiten in idealer Weise mit reduziertem Tempo über den Tag verteilt abgeleistet werden könnten. Für eine angepasste Verweistätigkeit liege bis Ende Juni 2008 die gleiche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wie für eine Pflegeassistentin vor; ab Anfang Juli 2008 betrage die Arbeitsunfähigkeit noch maximal 10
%
. Die Verweistätigkeit be
schrän
ke sich auf leicht
- b
is mittelgradig körperlich belastende Arbeiten und lasse die Möglichkeit zu, zwischen sitzender, stehender und gehender Körper
haltung zu wechseln. Das Einhalten der Rückenergonomie sei
wichtig
, und die repetitiv zu bewegenden Gewichte sollten nicht schwerer als 7.5 bis 10 kg sein. Vermieden werden solle der repetitive Einsatz des linken Armes oberhalb der Kopfhöhe, sofern der Ellbogen nicht abgestützt werden könne (S. 16).
Dr.
A._
erstellte das Gutachten in Kenntnis v
erschiedene
r
weitere
r
aktenkundi
ge
r
Arztberichte
und führte diese detailliert auf
(
Urk.
7/18-19,
Urk.
7/23,
Urk.
7/26
; vgl.
Urk.
7/27 S. 5-8
)
, sodass auf deren Wiedergabe vorliegend zu verzichten ist
.
3.3
Mit Bericht vom 1
2.
Januar 2010 (
Urk.
7/35) diagnostizierte
Dr.
med.
B._
,
Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
welche die Beschwerdefüh
rerin seit 2
1.
August 2008 psychiatrisch behandelte (
Ziff.
1.2),
eine mittel
gra
dige depressive Episode
(
ICD-10: F32.1
)
und eine posttraumatische
Belastungs
störung
(
ICD-10 F43.1;
Ziff.
1.1
)
. Die Beschwerdeführerin habe immer noch starke Schmerzen als Folge der Verbrennungen durch die Bestrahlungstherapie und daneben auch starke Wallungen wegen der Hormontherapie. Emotional sei sie stark belastet durch Traue
r, Wut, Gereiztheit und Ängste
bezüglich der beruflichen Zukunft und auch vor weiteren Krebserkrankungen. Ihr Selbstwert
gefühl sei wegen der verminderten Leistungsfähigkeit und der körperlichen Versehrtheit reduziert, sie habe Albträume und intrusive Erin
nerungen bezüg
lich verschiedener Ereignisse
in ihrer Krankheitsgeschichte, könne sich schlecht konzentrieren, sei schreckhaft und schlafe oft sehr schlecht (
Ziff.
1.4). In ihrem angestammten Beruf als Pflegeassistentin sei sie zu 100
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
1.6).
3.
4
Dr.
med.
C._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, untersuchte die Beschwerdeführerin am 1
5.
und am 2
1.
Juni 2010 und diagnostizierte in seinem Gutachten vom 2
5.
Juni 2010
(
Urk.
7/41)
eine depressive Entwicklung im Anschluss an die Diagnose eines
Mammaka
r
zinoms
mit
Tumorektomie und Nachbehandlung mit Komplikationen im Sommer 2007,
bei
gegenwärtig mittel
gradige
r
depressive
r
Episode (ICD10: F32.1
; S. 8).
Dr.
C._
hielt in seiner Beurteilung fest, dass die Symptomatik seines Erach
tens im Sinne einer depressiven Entwicklung reaktiv auf die Tumorerkrankung und den komplikationsreichen Verlauf einzuordnen sei. Aktuell präsentiere sich ein depressives Syndrom mit Niedergeschlagenheit, Freudverminderung, Schlafstörungen und Gedankenkreisen über die erlittene Erkrankung. Die Be
schwerdeführerin leide beim Ansehen der Narbe unter intensiver Traurigkeit und könne sich mit Mühe jedoch davon ablenken; sie erwähne auch Angstge
fühle bezüglich d
es weiteren Krankheitsverlaufes
und nächtliche Al
b
träume. Eine eigentliche posttraumatische Belastungsstörung bestehe nicht; die Symp
tomatik sei im Rahmen der depressiven Entwicklung im Sinne einer
chronifi
zierten
Anpassungsstörung bei schwerer somatischer Erkrankung einzuordnen. Die psychodynamischen Überlegungen, wonach die Beschwerdeführerin ihre Identität und ihr Selbstwertgefühl überwiegend aus ihrer körperlichen Integrität und Leistungsfähigkeit beziehe und sie sekundär auf die Tumorerkrankung und Operation mit einer Depression reagiert habe und die Krankheit sowie die Be
handlung mit Komplikationen sie massiv verunsichert hätten, seien nachvoll
ziehbar. Laut Gutachter
Dr.
A._
sei bei somatisch nicht vollständig erklärbaren Beschwerde
n
eine
somatoforme
Schmerzkomponente zu vermuten. Die zu
grunde liegenden tieferen Konflikte seien jedoch oft erst nach längerer
Thera
piedauer
eruierbar
(S. 9-10).
Aufgrund der lang dauernden depressiven Entwicklung mit gegenwärtig mittel
gradiger depressiver Episode in Kombination mit dem chronischen
Schmerzsyn
drom
sei die bisherige Tätigkeit als Pflegeassistentin nicht mehr zumutbar. Auch wenn keine eigentliche posttraumatische Belastungsstörung bestehe, sei eine Tätigkeit im Spitalbereich aus psychodynamischer Sicht ungünstig. Bei erneuten Arbeitsversuchen wäre innert Kürze eine
Symptomexazerbation
in Form von Schmerzen und Depression zu befürchten. Bezogen auf eine Tätigkeit als
Pfle
geassistentin
sei daher seit Beginn der Erkrankung im Sommer 2007 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.
Bei der Tätigkeit als Hausfrau bestehe aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung.
In einer angepassten Tätigkeit bestehe aus rein psychiatrischer Sicht aufgrund des mittelgradigen depressiven Syndroms auch unter Mitberücksichtigung der
somatoformen
Schmerzkompo
nente
medizinisch
-
theoretisch eine Restarbeitsfähigkeit von 50
%
bei einer inte
grier
ten Beurteilung der leistungsmässigen und zeitlichen Einbusse. Aus psy
chiatrischer Sicht sei eine möglichst stressarme Tätigkeit in wohlwollender Umge
bung mit über den Tag möglichst gleich verteilter Stressbelastung sinnvoll (S.
10).
3.
5
Der Chefarzt der Klinik für Radio-Onkologie,
Z._
,
hielt mit Berichten vom 1
5.
beziehungsweise 2
2.
November 2010
(
Urk.
7/61
-62
)
fest, dass die Beschwerdeführerin aus psychischer Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit insofern eingeschränkt sei, als sie sich krank fühle und sich praktisch nur noch auf ihre Brust konzentriere. Sie fühle sich eingeschränkt dadurch, dass sie die linke Schul
ter nicht frei bewegen könne; jedoch wäre sie diesbezüglich durchaus ar
beitsfähig. Ferner seien im Bereich der
fibrosierten
und
osteoporotischen
Rippen im Bereich der bestrahlten Mamma Rippenfrakturen entstanden, welche wieder
abgeheilt seien bis auf eine, welche nach wie vor in Konsolidation begriffen sei
(
Urk.
7/61
Ziff.
1.7)
.
Das Besondere am Verlauf sei, dass die Brust mittlerweile weitgehend
fibrosiert
sei, das heisse, weitgehend geschrumpft, steinhart, die Haut glasig dünn und gespannt mit
Gefässeinsprossungen
. Das komplexe Schmerzsyndrom sei inter
disziplinär behandelt worden; die Schmerzen hätten sich gebessert, sodass
die Beschwerdeführerin
nun nicht mehr regelmässig Schmerzmittel einnehmen müsse. Für die Beschwerdeführerin stelle die aktuelle Situation selbstverständ
lich einen katastrophalen Zustand dar. Es handle sich wahrscheinlich um eine massive Überempfindlichkeit auf Röntgenstrahlen, wie er sie selbst noch nie in seiner Laufbahn gesehen habe (
Urk.
7/61
Ziff.
1.11).
Aus seiner Sicht sei die Beschwerdeführerin zu 50
%
arbeitsfähig, wobei eine
leichtgradig
verminderte Leistungsfähigkeit wahrscheinlich sei, bedingt durch die täglich schwankende Intensität der Schmerzen (
Urk.
7/61
Ziff.
1.7)
. Zu bemerken sei, dass der
behan
delnde Plastische Chirurg abweichend davon
von einer vollen Arbeitsunfähig
keit ausgehe (
Urk.
7/62).
4.
4.1
Im Rahmen des Revisionsverfahrens gingen folgende Arztberichte ein:
4.2
Aus dem
Bericht des
Z._
vom 1
0.
Juni 2011
, wo die Beschwerdeführerin
im Frühjahr 2011 mehrfach operiert und
letztmals durch
Dr.
med.
D._
,
Chefarzt Hand- und Plastische Chirurgie, behandelt word
en war (
Urk.
7/8
0
/
7
oben),
geht hervor
, dass im Bereich der linken
Thora
xwand
eine neuropathische Schmerzsymptomatik bestehe. Nach ausgedehnter Weichteildeckung im Bereich des linken Thorax nach
Thoraxwandresektion
bei ausgeprägter
Thoraxwandfibrosierung
mit Ulzeration und Fistelung zeige sich bis zum jetzigen Zeitpunkt eine reizlose Wundheilung. Die intraoperativ sicht
baren knöchernen Anteile des Thorax links seien
avital
. Auch unter ausgebauter medikamentöser Schmerztherapie bestehe keine absolute Schmerzfreiheit. Die Beschwerdeführerin sei aufgrund der körperlichen Bewegungseinschränkung,
der
eingeschränkte
n
körperliche
n
Kraftverhältnisse und der anhaltenden neuro
pathischen Schmerzsymptomatik und ausgedehnten
fibrotischen
Veränderungen derzeit und auf absehbare Zeit zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
7/80/7-10).
4.3
Die Ärzte der
E._
berichteten am 2
7.
Juni 2011 über den
stati
onären Aufenthalt vom
8.
b
is zum 2
8.
Juni 201
1.
In der Beurteilung hielten sie fest, dass die Beschwerdeführerin nach zahlreichen Operationen zur Deckung eines Weichteildefekts im Bereich der
Thoraxwand
links mit Rippenserienfraktur und
Fistel bei ulzerierender Strahlennekrose thorakal links bei Status nach
Mammakarzinom
links zur intensiven stationären Rehabilitation zugewiesen worden sei. Unter einem multimodalen Therapieprogramm mit den Schwer
punkten Konditionsaufbau und Narbenmobilisation im Rahmen der passiven Therapien sowie Reduktion der
S
chmerzen
habe
sich im Verlauf eine zuneh
mend bessere körperliche Verfassung der Beschwerdeführerin gezeigt
.
40 Trep
penstufen gehe sie sicher, die Beweglichkeit des linken Armes habe sich von Flexion 90° auf 120° verbessert, die Wundheilung sei problemlos verlaufen und die offene Stelle im Bereich der linken Achselhöhle zeige leicht überschiessen
des Narbengewebe, sei aber reizlos (
Urk.
7/84/3).
4.4
Dr.
D._
teilte mit
Schreiben
vom 2
6.
September 2011 mit, dass
sich
die Weichteilsituation der Beschwerdeführerin im Bereich der
Thoraxwand
durch die verschiedenen Eingriffe verbessert habe. Es bleibe jedoch eine massive
Fib
rose
der linken
Thoraxwand
mit ausgeprägtem neuropathischen
Schmerzsyn
drom
und daraus resultierender Funktionseinschränkung der linken oberen Extremität. Die Einschätzung, wonach die Beschwerdeführerin im Haushalt nicht eingeschränkt sei, sei unzutreffend (
Urk.
3/3 =
Urk.
7/88).
4.
5
Dr.
med.
F._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
G._
,
nannte mit Bericht vom 2
9.
Dezember 2011
(
Urk.
3/4 =
Urk.
7/93 = 7/107 3-6)
folgende Diagnosen
(S. 3)
:
mittelgradige depressive Episode (F32.1)
Panikstörung (F41.0)
soziale Phobie (F40.1)
spezifische isolierte Phobie (Angst vor Schmerzen; F40.2)
posttraumatische Belastungsstörung (F43.1)
Weichteildefekt im Bereich der
Thoraxwand
links mit
Rippenserienfrak
tur
und Fistel mit/bei
ulzerierender Strahlennekrose thorakal links bei Status nach Mamma-Karzinom links
(
Z._
9.
Mai 20
11)
Mammakarzinom
links m
it
/b
ei
Status nach Tumorektomie, Nachresektion und
Axilladissektion
am 1
4.
August 20
07
Status nach
Hämatomausräumung
am 2
0.
August 20
07
Status nach vier Zyklen
adjuvanter
Chemotherapie (
Z._
9.
Mai 20
11)
zerviko
-,
thorakovertebrales
Syndrom
lumbovertebrales
Syndrom mit/bei
spondylogener
Ausstrahlung bei
Fehlform
der Wirbelsäule
L4/5 Diskushernie
mediolateral
links, die den
Rezessus
lateralis
links leicht
verlegt und zu einer Dorsalver
l
a
gerung der Nervenwurzel L5 links führt. Mässige
Spondylarthrose
. Leichte Dehydration der Band
scheibe. L5/S1 leichte
Spondylarthrose
(MRI 1
0.
November 20
05,
Z._
1
1.
November 20
05)
Periarthrop
ath
ia
coxae
links
Seit Januar 2010 habe eine Schmerzabnahme stattgefunden im Bereich der linken Brus
t
und des linken Thorax. Hingegen liege eine deutliche Zunahme der Depression und der Ängste im Zusammenhang mit der Körperen
t
stellung
vor mit
Gedankenkreisen um den Körper;
die Beschwerdeführerin könne die
Ver
narbungsstellen
kaum anfassen, es liege eine deutliche Selbstwertminderung als Frau vor. Eine Brustrekonstruktion sei wegen der Nekrose nicht möglich, daher ziehe sie sich zunehmend zurück und schränke sich in den Freizeitaktivitäten ein. Zugenommen hätten auch die Müdigkeit und die Vergesslichkeit, die Kon
zentration habe sich vermindert
. Laut Angaben der Tochter sei die Beschwer
deführerin nachts meist wach, gehe erst um ein Uhr ins Bett, lese oder sehe fern. Autofahren könne sie noch etwa 30 Minuten. Nach mehrfachen Operation
en
, zuletzt mit Lebensbedrohung und Aufenthalt auf der Intensivstation im Mai 2011
,
habe die Beschwerdeführerin Panik bei vielen Autos, vor lauten Geräu
schen, im Bus, Zug, Einka
ufszentren
und habe
Schweissausbrüche, H
erzrasen
und
Atemnot. Daher habe sich die Situation seit 2011 deutlich verschlechtert (S.
2). Die Entstellung des Körpers beeinträchtige auch das Sozialverhalten, spe
ziell gegenüber dem anderen Geschlecht, was in eine eigentliche Sozialphobie münde. Angst
habe sie
vor allem vor erneuten nächtlichen thorakalen
Schmerz
attacken
, auch wenn sie keine Schmerzen habe (gegenwärtig trete eine
Schmerzexazerbation
über etwa 30 Minuten zwei- bis drei Mal täglich auf)
,
und diese
begründeten eine spezifische isolierte Phobie. Zusätzlich habe sie
F
lash
backs von der Diagnosestellung und den nachfolgenden Operationen, speziell jener mit Lebensbedrohung
. Sie leide unter
Hyperarousal
, Angst vor Intrusionen und vermeide deutlich Gespräche über die Traumatisierung. Damit sei eine posttraumatische Belastungsstörung ausgewiesen
(S. 3)
.
Subjektiv sei die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsunfähig, auch für ange
passte Tätigkeiten. Zum positiven Leistungsbild seien leichtes Kochen zu zählen, leichtes
P
utzen
,
l
eichtes
E
inkaufen, 30 Minuten
G
ehen oder
S
itzen
, Heben bis 5 kg, mit der linken Hand nur etwa 2 kg. Das negative Leistungsbild umfasse schwerere und längere Arbeiten ohne Abliegen, Stress und einseitige Tätigkei
ten. Objektiv sei die Beschwerdeführerin auf Grund der deutlichen Einschrän
kungen durch die seit 2011 vorhandenen neuen Diagnosen in ihrer Arbeits
fähigkeit invalid und auch für angepasste Tätigkeiten auf Grund des positiven
und negativen Leistungsbildes sowie der fremdanamnestischen Angaben zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 3
f.
).
Insgesamt seien daher heute die Diagnosen von
Dr.
C._
vom 2
5.
Juni 2010 nicht aufrecht zu erhalten, und eine Verschlech
terung sei seit der Operation im Jahre 2011 eindeutig aufgetreten (S. 4).
4.6
Im Bericht über die Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt vom
3.
Januar 2012 (
Urk.
7/92) ermittelte die Abklärungsperson eine gewichtete Einschränkung von insgesamt 9.25
%
im Haushalt (
Ziff.
6.8), bestehend aus Einschränkungen von 15
%
in der Ernährung (
Ziff.
6.2), 12
%
in der Wohnungspflege (
Ziff.
6.3) und 25
%
im Bereich Verschiedenes (
Ziff.
6.7). Dabei berücksichtigte sie die Unzumutbarkeit körperlich anspruchsvoller Aufga
ben und die Schadenminderungspflicht der im gleichen Haushalt lebenden,
damals
19-jährigen Tochter. Zur Frage der hypothetischen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfalle gab die Beschwerdeführerin an, dass sie bei guter Gesundheit ihre Erwerbstätigkeit im früheren Ausmass hätte weiter führen wollen. Eine
Pensumsänderung
sei bei Eintritt der Erkrankung nicht geplant gewesen. Sie könnte sich aber vorstellen, heute bei guter Gesundheit eventuell sogar 100
%
erwerbstätig zu sein, je nachdem wie es vom Arbeitgeber her möglich wäre, und zwar ab Lehrende der Tochter im August 2011, hauptsächlich, um ihre finanzi
elle Situation zu verbessern. Da es sich dabei lediglich um eine mögliche Ver
änderung handle, ging die Abklärungsperson in der Folge von der bisherigen Qualifikation von 80
%
Erwerbstätigkeit aus (
Urk.
7/92 S. 3).
4.
7
Die Ärzte der
H._
,
Institut für Medizinische Genetik, hielten
mit Bericht vom 1
5.
März 2012
eine milde Form der
Ataxia
teleangiectatica
für denkbar und empfahlen eine diesbezügliche Abklärung
(
Urk.
7/107
S.
1-2
)
.
4.
8
Mit Bericht vom
5.
Juli 2012 (
Urk.
3/5 =
Urk.
7/113/4-6) stellte
Dr.
med.
I._
,
Fachärztin für Medizinische Onkologie, Hämatologie
und
Innere Medizin,
im Wesentlichen
folgende Diagnosen
(S. 1)
:
w
enig differenziertes, multifokales, invasiv
duktales
Mammaka
r
zinom
links, Erstdiagnose
08/
07
August 20
07 Tumorektomie, Nachresektion und
Axillastaging
September
-
November 20
07 4 Zyklen
adjuvante
Chemotherapie mit
Epirubicin
und
Endoxan
Januar
-
Februar 20
08
adjuvante
Radiotherapie der linken Brust mit 66 Gy
un
d Fe
l
dver
kleinerung nach
50 Gy
Dezember 20
07 Beginn mit
Nolvadex
20 mg/d
März 20
08 Beginn eines schwersten postaktinischen
Fibrosierungs
prozesses
im Bereich der linken Mamma und Ausbildung eines kom
plexen Schmerzsyndroms
September 20
08
Punktion B
iopsie im Bereiche der linken Mamma beides ohne Tumornachweis
März
-
Juni 20
11 multiple plastische Operationen bei ausgeprägtem
Thoraxwanddefekt
:
Ablatio
simplex
, Defektdeckung mit
gestieltem
TRAM-
Flap
, wegen Nichtanwachsens Lappenplastik und
Defekt
deckung
mit Vakuumverband
Mai 20
11 Anlage eines mikrovaskulären
Latissimus
dorsi
-Lappens von rechts an die A.
Thorakoakromialis
links
a
ktuell: reizlose Verhältnisse links thorakal, rechts
palpatorisch
unauf
fällige Mamma, keine auffallende
Lymphadenopathie
g
enetisch bedingt erhöhte Strahlensensitivität bei
D
N
A
Reparatur
störung
, Erstdiagnose
März 20
12
f
amiliäre
Mammakarzinomerkrankung
Als Nebendiagnosen nannte sie
unter anderem
ein
zervikovertebrales
Syndrom mit muskulärer
Dysbalance
bei ausgeprägter Verspannung sowie eine einge
schränkte Schulterbeweglichkeit links bei Diagnose 1 und zunehmender Asym
metrie (S. 2).
Dr.
I._
führte aus, dass bei der Beschwerdeführerin ein Gendefekt, welcher zu einer erhöhten Strahlensensitivität führe, beziehungsweise mit Sicherheit eine DNA Reparaturstörung vorliege. Aufgrund des schwe
r
wiegenden Verlaufes sei die weitere genetische Abklärung, insbesondere auch die seit lan
gem geplante
Brustkrebsgen-
Testung, geplant. Die
Thoraxübersichtsaufnahme
sei
im Wesentlichen unauffällig. Die neurologische Untersuchung und das MRI des Schädels habe keine Pathologie ergeben. Eine rheumatologische Untersu
chung habe die Problematik im Bereiche des linken
Hemithorax
bestätigt, und die Beschwerdeführerin habe eine intensive Physiotherapie erhalten. Die Schmerzen seien
chronifiziert
.
S
ie nehme nicht mehr regelmässig Schmerzmittel zu sich, bezeichne sich aber als „nie schmerzfrei“.
Hinweise für eine erneute Aktivität des
Mammakarzinoms
bestünden keine. Zusammenfassend sei die Situation der Beschwerdeführerin nach wie vor unbefriedigend, dies auf ver
schiedenen Ebenen
,
und diverse Abklärungen seien am Laufen (S. 2-3).
4.9
Die Ärzte des
J._
,
Interdisziplinäres Zentrum für Schwin
del und Gleichgewichtsstörungen, diagnostizierten in ihrem Bericht vom 1
2.
Juli 2012 eine unklare psychomotorische Unruhe mit
dystonem
Kopftremor und fraglicher Wesensveränderung mit Erstmanifestation im Jahre 200
8.
Das späte Manifestationsalter spreche ebenso gegen eine klassische, regelmässig bis zum 2
0.
Lebensjahr tödlich verlaufende Variante einer
Ataxia
teleangiectatica
wie gegen eine verwandte hereditäre Ataxie mit milderem Verlauf. In der klini
schen Untersuchung
fielen
jedoch eine psychomotorische Unruhe, teils mit
Parakinesien
auf, welche aktuell formal keinen
choreoathetoiden
Bewegungs
abläufen entspreche. Darüber hinaus bestünden jedoch anamnestisch Hinweise auf eine Wesensveränderung in den letzten Jahren mit depressiv-impulsiven
Veränderungen. Aufgrund der positiven Familienanamnese bezüglich
Gang
störung
und zervikalen Bewegungsauffälligkeiten seien alternativ eine erbliche Erkrankung aus dem Formenkreis der Chorea und differentialdiagnostisch trotz dem relativ grossen zeitlichen Abstand nach Auftreten des Brustkrebses eine paraneoplastische Genese in Erwägung zu ziehen (
Urk.
7/113/1-3).
5.
5.1
Zusammenfassend
ergibt sich aus den Arztberichten
im
Zeitpunkt der
erstmali
gen
Rentenz
usprache
am 2
4.
Februar 2011
(vorstehend E. 3.2-3.5)
ein
Status nach Brustkrebsoperation mit Verbrennungen durch die nachfolgende Strahlen
behandlung,
Fibrosierung
der Brust und Frakturen der
fibrosierten
und
ost
e
o
porotischen
Rippen i
n diese
m Bereich
bei
wahrscheinlich massiver Überemp
findlichkeit auf Röntgenstrahlen
. Weiter
hatte
ein komplexes Schmerzsyndrom
sich
nach interdisziplinärer Behandlung
insoweit gebessert
, als
es
keine regel
mässige Einnahme von Schmerzmitteln mehr erforderte
.
Sodann lagen eine ein
geschränkte Schulterbeweglichkeit
(
Urk.
7/27 S. 11)
und ein
Panvertebralsyn
drom
vor.
Gemäss
Dr.
A._
bestand a
us rheumatologischer Sicht seit Juli 2008 eine Arbeits
unfähigkeit von maximal 10
%
in einer angepassten Verweistätigkeit
und
gemäss
den Ärzten
des
Z._
von 50
%
(Radio-Onko
logie)
beziehungsweise von 100
%
(Plastische Chirurgie)
.
Weiter lag eine Depression mittleren Grades vor, welche nach Einschätzung von
Dr.
C._
eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
in einer angepassten Tätigkeit begründete.
W
eder aus psychiatrischer noch aus somatischer Sicht
wurde die Arbeitsfähigkeit
im Haushaltsbereich als
eingeschränkt
erachtet
.
Gestützt auf
diese Arztberichte ging die Beschwerdegegnerin von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
in angepasster Tätigkeit und vom Fehlen einer Ein
schränkung im Aufgabenbereich aus und ermittelte unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 20
%
im Erwerbsbereich
einen Invaliditätsgrad von 61.55
%
beziehungsweise unter Berücksichtigung der Qualifikation als zu 80
%
Erwerbstätige und zu 20
%
im Haushalt Tätige einen Gesamtinvaliditätsgrad von 49.24
%
(
Urk.
7/66-67,
Urk.
7/69).
5.2
Im Vergleich dazu ergibt e
ine Würdigung der
im Rahmen des
Revisionsverfah
rens
eingegangenen Berichte folgende
n
medizinische
n
Zustand:
In der Zeit von März bis Juni 2011 wurden m
ehrfache plastische Operationen bei ausgeprägtem
Thoraxwanddefekt
durchgeführt, wobei die Ärzte
nach der letzten Operation
übereinstimmend
über einen problemlosen Wundheilverlauf,
aktuell reizlose
Narbenv
erhältniss
e
und eine unauffällige
Thoraxübersichtsauf
nahme
berichteten. Hinweise auf ein Rezidiv der Brustkrebserkrankung bestan
den keine
(vorstehend E. 4.3, E. 4.8
)
.
Beschrieben wurden sodann
chronifizierte
Schmerzen beziehungsweise eine (neuropathische) Schmerzproblematik im Bereich der linken
Thoraxwand
unterschiedlichen Ausmasses
. S
o ist die Rede davon, dass trotz ausgebauter medikamentöser Therapie keine absolute Schmerzfreiheit erreicht werde, später aber auch, dass die Beschwerdeführerin
nicht mehr regelmässig Schmerzmittel
nehme
, aber
angebe,
nie „schmerzfrei“
zu sein
(
vorstehend E. 4.2-4.4, E.
4.8
)
. Eine solche
- teilweise nicht objektivierbare -
Schmerz
problematik
war jedoch
in diesem Umfang
schon
im Zeitpunkt der erstmaligen
Rentenzusprache
gege
ben, und es best
ehen keine Hinweise dafür, dass
diesbezüglich
eine erhebliche Verschlechterung eingetreten wäre
.
Vielmehr gingen die Ärzte nach den Opera
tionen
im Jahre 2011
und dem nachfolgenden Rehabilitationsaufenthalt von einer allgemein besseren körperlichen Verfassung beziehungsweise einer Verbesserung der Weichteilsituation im B
ereich der
Thoraxwand
aus (
vorste
hend E. 4.3-4.4)
, und
Dr.
F._
beschrieb gar eine Schmerzabnahme seit 2010 (vorstehend E. 4.5).
Was die
weiterhin
eingeschränkte Schulterbeweglichkeit links
angeht, so hatte
sich die Beweglichkeit des linken Armes während der Rehabilitation verbessert (
vorstehend E. 4.2-4.4, E.
4.
8
).
Soweit
Dr.
D._
aufgrund des
Schmerzsyn
droms
in der linken
Thoraxwand
und der daraus resultierenden
Funktionsein
schränkung
des linken Armes
neu
eine Einschränkung im Aufgabenbereich
vermerkte
(
vorstehend
E. 4.
4
),
so ist darin eine Verschlechterung zu sehen
. Diese wurde
in der Haushaltsabklärung ermittelt und auf insgesamt 9.25
%
festgesetzt (
vorstehend E.
4.
6
).
Betreffend
Rückenproblematik
w
urde ein
zervikovertebrales
Syndrom mit un
kla
rer
Dysbalance
bei ausgeprägter Verspannung
beziehungsweise ein
zer
viko
-,
thorako
-,
lumbovertebrales
Syndrom
beschrieben
(
vorstehend E. 4.5, E. 4.
8
)
. Dabei wurde unter anderem auf eine
Diskushernie und eine mässige bis leichte
Spondylarthrose
hingewiesen, welche
mittels MRI bereits im Jahre 2005
und damit vor der erstmaligen
Rentenzusprache
festgestellt
worden waren
.
Zudem
beschrieb
bereits
Dr.
A._
ein chronisch-rezidivierendes
Panvertebralsyn
drom
mit
spondylogener
Ausstrahlung, ohne
radikuläre
Reiz- oder
Ausfallkom
po
nen
te
(
vorstehend
E. 3.2)
. Damit ist
auch hier keine
Veränderung
ersichtlich
.
Die festgestellte u
nklare psychomotorische Unruhe mit
dystonem
Kopftremor
manifestierte sich erstmals bereits 2008
und damit vor der erstmaligen
Renten
zusprache
. Nach umfassender Abklärung konnte die in diesem Zusammenhang
in Betracht gezogene Ataxie ausgeschlossen werden,
und ein MRI des Schädels ergab keine Pathologie
(vorstehend
E. 4.7
)
.
Auch hier
ergibt sich
somit keine Verschlechterung.
5.3
A
uf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
durch
Dr.
D._
und
Dr.
F._
,
wel
che von einer vollen Arbeitsunfähigkeit ausgingen (vorstehend E. 4.
2, E.
4.5)
, ist nicht abzustellen.
Unverändert
zu
früheren Beurteilungen (vgl. vorstehend E. 3.3-3.4)
hielt
Dr.
F._
die Diagnose und das Ausmass einer Depression mittleren Grades fest (vorstehend E. 4.5). Soweit er daraus dennoch neu eine volle Arbeitsunfähigkeit herleitete, so ist davon auszugehen, dass es sich um eine andere Beurteilung des gleichen medizinischen Gesundheitszustandes handelte, denn die von ihm ge
nannten Befunde -
Gedankenkreisen um den Körper, Müdigkeit, Vergesslichkeit, verminderte Konzentration, Schlafstörungen
- lassen das Leiden in seiner In
tensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nicht als erheblich verschlechtert erscheinen (vgl. vorstehend E. 1.2).
Dass
sich die weiteren, von ihm aufgeführten Diagnosen -
Panikstörung, soziale Phobie, spezifische isolierte Phobie, posttraumatische Belastungsstörung
- auf die Arbeitsfähigkeit auswir
ken sollten,
steht im Widerspruch zu den Angaben der Beschwerdeführerin im Abklärungsbericht, wonach sie fast täglich einkaufen gehe (
Urk.
7/92
Ziff.
6.4)
.
Was
sodann
die Beurteilung von
Dr.
D._
angeht, so
lag
bereits bei der
erst
maligen
Rentenzusprache
in Abweichung von der Einschätzung des Chefarztes de
r Abteilung Chirurgie
des
Z._
die Einschätzung
einer vollen Arbeitsunfähigkeit
durch die Abteilung Plastische Chirurgie vor
(
Urk.
7/62)
. Auch hier liegt somit k
e
ine
Verschlechterung
vor
beziehungsweise
es ist
von einer
andere
n
Beurteilung des gleichen medizinischen Sachverhalts
auszugehen
.
Unzutreffend ist sodann auch der Einwand der Beschwerdeführerin, wonach die Ärzte des
J._
und
Dr.
I._
weitere Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit stellten, denn in jenen Berichten er
f
o
lgt
e
gerade keine Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit (
vorstehend E. 4.8-4.9).
Zutreffend
anerkannte die
Beschwerdegegnerin
im Übrigen
eine vorüberge
hende volle Arbeitsunfähigkeit
während des Spitalaufenthalts zur operativen Korrektur des Brustwanddefekts beziehungsweise Rehabilitationsaufenthalts
vom 2
9.
März
bis zum 2
8.
Juni 2011 (vgl.
Urk.
2).
5.4
Insgesamt
erweisen sich
somit
die eingeholten Arztbericht
e
,
so
insbesondere
auch
der Beri
cht von
Dr.
I._
(
vorstehend E. 4.
8
),
und der
Haus
haltsabklärungsbericht
(
vorstehend E. 4.6)
für die Beurteilung des Gesundheits
zustandes
als
genügend
, weshalb entgegen der Auff
assung der Beschwerdefüh
rerin
(
Urk.
1 S.
5
Ziff.
3
)
keine
Verletzung des Untersuchungsprinzips
vorliegt
.
Zusammenfassend ist aus somatischer Sicht insofern eine Ver
änd
erung
der Erwerbsfähigkeit eingetreten
, als dass die Arbeitsfähigkeit im Haushaltsbereich eingeschränkt
ist
. Damit e
rgibt sich eine unveränderte Arbeitsfähigkeit in ange
passter Tätigkeit von 50
%
gemäss bisherigem Leistungsprofil und neu eine
einer Einschränkung von 9.25
%
entsprechende
Vers
chlechterung im Aufga
benbereich.
6.
6.1
Die im Haushaltsabkläru
ngsbericht (
vorstehend E. 4.6) ermittelte Einschränkung von insgesamt 9.25
%
, welche sich unter anderem in den Bereichen Ernährung und Wohnungspflege ergibt, erscheint hinsichtlich Art und Umfang insbeson
dere aufgrund der Einschränkungen im Bereich der linken Schulter als nach
vollziehbar. Dass die Beschwerdeführerin aus psychischen Gründen im
Haus
haltsbereich
eingeschränkt wäre, geht aus den Arztberichten nicht hervor, weshalb entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (
Urk.
1 S. 6
Ziff.
4) vollumfänglich auf die von der Abklärungsperson ermittelten physischen Ein
schränkungen abzustellen ist
(vgl. vorstehend E. 1.
4
)
. Im Zusammenhang mit den schweren körperlichen Aufgaben wurde richtigerweise angenommen, dass deren Übernahme durch die im gleichen Haushalt lebende erwachsene Tochter im Rahmen der Schadenminderungspflicht zumutbar
ist
.
6.2
Was die Statusfrage angeht, so präjudiziert d
ie
bei der erstmaligen
Rentenzu
sprache
getroffene Methodenwahl zur Invaliditätsbemessung zwar
die künftige Rechtsstellung der versicherten Person nicht
. Dennoch wurde a
n der - im Übrigen unbestritten
gebliebenen - Qualifikation von 80
%
Erwerbsbereich und 20
%
Haushaltsbereich und der Anwendbarkeit der gemischten Methode zu Recht
festgehalten:
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
IVV)
, wobei
persönliche, familiäre, soziale und erwerbliche Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähig
keiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen
sind
(Urteil 9C_915/2012 des Bundesgerichts vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet
auch Anwendung, wenn der versicherten Person ohne gesundheitliche Beein
trächtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E.
3.3 in
fine
).
Zwar wäre der Beschwerdeführerin angesichts dessen, dass sie aufgrund der Volljährigkeit ihrer Tochter keinen Betreuungspflichten mehr nachkomm
en muss
, auch ein Vollpensum möglich und zumutbar.
Bei der Abklärung gab sie jedoch an, dass sie ihre Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfalle im früheren Aus
mass weiter geführt hätte und eine
Pensumsänderung
nicht geplant gewesen sei. Der Umstand allein, dass die Beschwerdeführerin sich vorstellen könnte, heute - hauptsächlich zur Verbesserung ihrer finanziellen Situation
- zu
100
%
erwerbstätig zu sein, je nach Möglichkeiten beim Arbeitgeber, lässt eine Stei
gerung des Pensums auf 100
%
noch nicht als überwiegend wahrscheinlich erscheinen, weshalb es bei der Qualifikation als zu 80
%
Erwerbstätige bleibt.
6.3
Damit ist auf
die im
Haushaltsabklärungsbericht
ermittelte
Einschränkung im Aufgabenbereich von 9.25
%
und
die
Qualifikation von 80
%
Erwerb und 20
%
Haushalt
abzustellen
.
7
.
G
emäss
rechtskräftige
r
Verfügung vom 2
4.
Februar 2011
(
Urk.
7/69 S. 3,
Urk.
7/74)
betrugen im Jahre 2008
das
Valideneinkommen
bei einem Pensum von 80
%
Fr. 53‘568.-- und
das Invalideneinkommen
n
ach Berücksichtigung einer
Arbeitsfähigkeit
von 50
%
in leidensangepasster Tätigkeit sowie eines Leidensabzugs von 20
%
Fr. 20‘597.--
(4‘116.--:
40 x 41.7 x 12: 2 x 0.8
; vgl.
Urk.
7/42,
Urk.
7/66,
Urk.
7/67 S. 3
).
Unter Anpassung an die
Nominallohnent
wicklung
2011 stellte die Beschwerdegegnerin auf diesen
Einkommensvergleich
ab. A
us dem Vergleich des an die Nominallohnentwicklung
2011
angepassten
Valideneinkommens
von Fr.
5
5‘903.--
bei einem Pensum von 80
%
mit dem Invalideneinkommen von gerundet Fr. 2
1‘495.--
nach Berücksichtigung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit sowie eines
Leidens
abzugs
von 2
0
% für das Jahr
20
11
resultierte
eine Lohneinbusse von Fr.
34‘408
.-- und
demnach
ein Invaliditätsgrad von 6
1.55
% (Urk. 2
,
Urk.
7/85 S. 3,
Urk.
7/95 S. 4
). Diese Invaliditätsbemessung der
Beschwerdegegnerin
ist nicht zu beanstanden
und
un
bestritten (Urk. 1, Urk. 6).
Unter Berücksich
tigung der Qualifikation 80
%
Erwerbs
bereich und
20
%
Aufgabenbereich
(vgl. vor
stehend E. 6.3)
resultiert
ein
Gesamti
nvaliditätsgrad von
gerundet 51
%
(
61.55
%
x 0.8 +
9.25
%
x 0.2)
,
welcher den Anspruch auf eine halbe Rente begründet.
8
.
Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abwei
sung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
9
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1bis IVG) und auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der Beschwerde
führ
erin aufzuerlegen.