Decision ID: b631588d-9b0c-5e27-b03f-e08faac472a5
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Der Beschwerdeführer reiste am 20. Dezember 2019 in die Schweiz
ein und ersuchte am 23. Dezember 2019 um Asyl. Ein Abgleich der Finger-
abdrücke mit der Datenbank «Eurodac» ergab, dass er am 13. Mai 2019
bereits in Schweden ein Asylgesuch gestellt hatte.
A.b Im Rahmen des Dublin-Gesprächs am 10. Januar 2020 bestätigte der
Beschwerdeführer diesen Umstand. Zudem erklärte er, er habe 25 Jahre
in Italien gelebt und verfüge dort über eine unbefristete Aufenthaltsbewilli-
gung. Die schwedischen Behörden hätten ihm gesagt, er müsse nach Ita-
lien zurückkehren, da er über eine italienische Aufenthaltsbewilligung ver-
füge. Er sei dann am 4. November 2019 mit dem Flugzeug nach Rom ge-
flogen, wo er sich bis zu seiner Reise in die Schweiz aufgehalten habe.
Das SEM gewährte dem Beschwerdeführer daraufhin das rechtliche Gehör
zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid und der Möglichkeit einer
Überstellung nach Schweden oder Italien, die gemäss Verordnung (EU)
Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni
2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-
gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen
oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internatio-
nalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), möglicherweise
für die Behandlung des Asylgesuchs zuständig seien.
In Bezug auf eine allfällige Überstellung nach Schweden brachte der Be-
schwerdeführer keine Einwände vor. Mit Blick auf eine Rückkehr nach Ita-
lien machte er geltend, er habe dort Probleme mit Angehörigen des (...).
B.
B.a Die Vorinstanz ersuchte die schwedischen Behörden am 13. Januar
2020 um Rückübernahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18
Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO. Dieses Gesuch blieb innerhalb der in Art. 25
Dublin-III-VO vorgesehenen Frist unbeantwortet (Verfristung), was die
Vorinstanz den schwedischen Behörden am 29. Januar 2020 mitteilte.
B.b Mit Verfügung vom 3. Februar 2020 (eröffnet am 5. Februar 2020) trat
die Vorinstanz in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31)
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein und verfügte die
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Überstellung nach Schweden, welches gemäss Dublin-III-VO für die Be-
handlung seines Asylgesuches zuständig sei. Diese Verfügung erwuchs
unangefochten in Rechtskraft.
B.c Am 7. Februar 2020 erklärten die schwedischen Behörden unter Be-
zugnahme auf die Mitteilung der Vorinstanz vom 29. Januar 2020, sie
könnten dem Rückübernahmeersuchen nicht entsprechen. In ihrem Ver-
fahren hätten sie die Zuständigkeit Italiens festgestellt, was die italieni-
schen Behörden am 26. Juni 2019 auch anerkannt hätten. Der Asylantrag
des Beschwerdeführers sei deshalb am 14. August 2019 abgewiesen und
dessen Wegweisung nach Italien verfügt worden. Am 4. November 2019
sei der Beschwerdeführer nach Italien überstellt worden.
B.d Am 10. Februar 2020 ersuchte die Vorinstanz gestützt auf Art. 12
Abs. 4 Dublin-III-VO die italienischen Behörden um Übernahme des Be-
schwerdeführers. Am 2. April 2020 stimmten die italienischen Behörden
dem Ersuchen zu.
C.
Mit Verfügung vom 7. April 2020 (eröffnet am 14. April 2020) hob die Vor-
instanz die Verfügung vom 3. Februar 2020 auf (vgl. S. 2 Ziff. 8 des Sach-
verhalts unter röm. I), trat in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein und verfügte die
Überstellung nach Italien, welches gemäss Dublin-III-VO für die Behand-
lung seines Asylgesuches zuständig sei.
D.
Mit Beschwerde vom 21. April 2020 beantragte der Beschwerdeführer die
Aufhebung der Verfügung vom 7. April 2020 und die Rückweisung der Sa-
che an die Vorinstanz zur erneuten Sachverhaltsfeststellung. Zudem sei
festzustellen, dass die Vorgehensweise der Vorinstanz nicht rechtskonform
gewesen sei und Verfahrensgarantien verletzt worden seien. Eventualiter
sei die Zuständigkeit Schwedens für die Durchführung des Asyl- und Weg-
weisungsverfahrens festzustellen. In prozessualer Hinsicht beantragte er,
es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen und es
seien im Sinne einer superprovisorischen Massnahme jegliche Vollzugs-
handlungen unverzüglich zu stoppen. Ihm sei auch die unentgeltliche Pro-
zessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu gewähren, und es sei
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten.
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E.
Am 22. April 2020 setzte die Instruktionsrichterin gestützt auf Art. 56 VwVG
den Vollzug der Überstellung per sofort einstweilen aus. Am 23. April 2020
lagen dem Bundesverwaltungsgericht die Akten in elektronischer Form vor
(Art. 109 Abs. 3 AsylG).

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von
Beschwerden gegen Verfügungen des SEM (Art. 105 AsylG; Art. 31 und 33
Bst. d VGG). Auf dem Gebiet des Asyls entscheidet es in der Regel – und
so auch vorliegend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Einreichung der
Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerde ist frist-
eingereicht worden (Art. 108 Abs. 3 AsylG).
2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG)..
3.
Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie
in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters
beziehungsweise einer zweiten Richterin zu erledigen ist (Art. 111 Bst. e
AsylG). Demgemäss wird kein Schriftenwechsel durchgeführt und der Be-
schwerdeentscheid nur summarisch begründet ist (Art. 111a Abs. 1 und 2
AsylG).
4.
Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, die Vorinstanz hätte das
Verfahren nicht gestützt auf die Dublin-III-VO durchführen dürfen. Vielmehr
hätte sie gemäss dem Abkommen vom 10. September 1998 zwischen der
Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Italienischen Republik über
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die Rückübernahme von Personen mit unbefugtem Aufenthalt
(SR 0.142.114.549, nachfolgend: Rückübernahmeabkommen) vorgehen
müssen.
Diese Rüge ist unbegründet, enthält Art. 23 Abs. 5 zweiter Satz des Rück-
übernahmeabkommens doch einen ausdrücklichen Vorbehalt zugunsten
der Bestimmungen des Dublin-Regelwerks.
5.
Der Beschwerdeführer rügt sodann eine Verletzung des Anspruchs auf
rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV), indem die Vorinstanz ihm im Rah-
men des Dublin-Verfahrens keine Gelegenheit zur Stellungnahme zu den
Antworten Schwedens und Italiens geben habe.
5.1 Für das Verwaltungsverfahren wird der Anspruch auf rechtliches Gehör
in den Art. 29 ff. VwVG konkretisiert. Er umfasst u.a. das Recht der Par-
teien, vor Erlass der Verfügung angehört zu werden (Art. 30 Abs. 1 VwVG).
Aufgrund der formellen Natur des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt
eine Verletzung grundsätzlich zur Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine solche Verletzung je-
doch «geheilt» und auf eine Rückweisung an die Vorinstanz verzichtet wer-
den. Dieses Vorgehen rechtfertigt sich in erster Linie zur Vermeidung von
prozessualen Leerläufen (vgl. WALDMANN/BICKEL, in: Waldmann/Weissen-
berger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, N 28 und N 106 ff.
zu Art. 29 VwVG).
5.2 Die Vorinstanz hat am 7. April 2020 die rechtskräftig gewordene Verfü-
gung vom 3. Februar 2020 aufgehoben. Die Anordnung ist im Sachverhalt
der Verfügung platziert, was einen Eröffnungsmangel darstellt. Soweit aus
den Akten ersichtlich, hat die Vorinstanz den Beschwerdeführer nicht zu
den neuen Erkenntnissen angehört, die zu der neuen Verfügung geführt
haben (nachträgliche Ablehnung Schwedens, Zustimmung Italiens). Damit
hat sie dessen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Das Gericht ver-
zichtet trotzdem aus prozessökonomischen Gründen darauf, die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, den Be-
schwerdeführer anzuhören (zu den Voraussetzungen der «Heilung» vgl.
WALDMANN/BICKEL, a.a.O., N 114 ff. zu Art. 29 VwVG). Eine solche Rück-
weisung würde, wie noch zu erläutern sein wird (vgl. E. 7.2), nichts an der
Zuständigkeit Italiens für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungs-
verfahrens ändern. Allerdings rechtfertigt es sich, die Verletzung des An-
spruchs auf rechtliches Gehör bei der Kostenverlegung zu berücksichtigen.
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6.
6.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG). Diesbezüglich kommen die Zuständigkeitskriterien
gemäss der Dublin-III-VO zur Anwendung.
6.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem
einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III
(Art. 8 - 15 Dublin-III-VO; vgl. auch Art. 7 Abs. 1 und 2 Dublin-III-VO) als
zuständiger Staat bestimmt wird. Das Verfahren zur Bestimmung des zu-
ständigen Mitgliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat
erstmals ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Rah-
men eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) findet allerdings
grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III mehr
statt (vgl. zum Ganzen BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.H.; Urteil des
BVGer F-6834/2019 vom 9. Januar 2020 E. 3.3 m.H.).
6.3 Erweist sich die Überstellung in den eigentlich zuständigen Mitglied-
staat als unmöglich, weil es wesentliche Gründe für die Annahme gibt, dass
das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen in jenem Mitgliedstaat
systemische Schwachstellen aufweisen, welche die Gefahr einer un-
menschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der
Charta der Grundrechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom
18.12.2000, nachfolgend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen würden,
ist die Zuständigkeitsprüfung weiterzuführen (Art. 3 Abs. 2 zweiter Satz
Dublin-III-VO). Ergibt die Zuständigkeitsprüfung keinen Mitgliedstaat, in
den eine Überstellung möglich ist, so wird der prüfende Mitgliedstaat zum
zuständigen Mitgliedstaat (Art. 3 Abs. 2 dritter Satz Dublin-III-VO).
7.
Mit Blick auf den Eventualantrag hält der Beschwerdeführer fest, mit der
Verfristung nach Art. 25 Abs. 2 Dublin-III-VO sei die Zuständigkeit an
Schweden übergegangen; daran könne die verspätete Antwort nichts än-
dern.
7.1 Der Beschwerdeführer hat erstmals in Schweden ein Asylgesuch ge-
stellt. Daraufhin haben die schwedischen Behörden das Verfahren zur Be-
stimmung des zuständigen Mitgliedstaats durchgeführt und sind in Anwen-
dung von Art. 12 Abs. 4 Dublin-III-VO zum Schluss gekommen, Italien sei
der zuständige Mitgliedstaat. Der Beschwerdeführer wurde daraufhin nach
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Italien überstellt (Akten SEM 32). Die einmal begründete Zuständigkeit
bleibt grundsätzlich bestehen. Ausnahmen von diesem Grundsatz finden
sich in Art. 19 Abs. 2 und 3 Dublin-III-VO, wobei diese im Zusammenhang
mit dem Verlassen des Hoheitsgebiets der Mitgliedstaaten stehen.
7.2 Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, nach seiner Einreise im
April 2019 nach Italien und der Gesuchstellung in Schweden im Mai 2019
das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten verlassen zu haben. Hieraus ergibt
sich somit kein Grund, ein neues Verfahren zur Bestimmung des zuständi-
gen Mitgliedstaats durchzuführen.
Allerdings vertritt der Beschwerdeführer die Auffassung, Schweden sei zu-
ständig, weil die Antwort auf das Wiederaufnahmegesuch nicht innerhalb
der Frist von Art. 25 Dublin-III-VO erfolgt sei. Dieser Argumentation kann
nicht gefolgt werden. Man mag der Vorinstanz vorwerfen, dass sie das Er-
suchen an Schweden gerichtet hat, obwohl aus den Akten hervorging, dass
nach den Zuständigkeitskriterien des Abschnitts III der Dublin-III-VO am
ehesten Italien als zuständiger Staat in Frage kommt. Diesen Fehler hat
sie, wenngleich unter Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör des
Beschwerdeführers (vgl. E. 5.2), mit dem Übernahmeersuchen an Italien
und dem Erlass der neuen Verfügung vom 7. April 2020 behoben. Damit
hat die Vorinstanz die Bestimmungen der Dublin-III-VO korrekt angewen-
det und den Grundsätzen, die dem Regelwerk zugrunde liegen (Zuständig-
keit nur eines Mitgliedstaats, späterer Übergang der Zuständigkeit an einen
anderen Mitgliedstaat nur in Ausnahmefällen), Nachachtung verschafft. Für
einen Übergang der Zuständigkeit gestützt auf Art. 25 Abs. 2 Dublin-III-VO
besteht deshalb kein Raum.
7.3 Die Zuständigkeit Italiens ist somit grundsätzlich gegeben.
8.
Der Beschwerdeführer erhebt ausschliesslich die weiter oben behandelten
Rügen zur Verfahrensführung der Vorinstanz. Er bringt keine Gründe vor,
die auf einen Selbsteintritt der Schweiz abzielen würden (vgl. Art. 3 Abs. 2
zweiter Satz Dublin-III-VO und Art. 17 Dublin-III-VO; Art. 29a Abs. 3 der
Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]). Da auch
aus den Akten keine solchen Gründe ersichtlich sind und das Bundesver-
waltungsgericht das vorliegende Urteil nur summarisch zu begründen hat
(vgl. E. 3), erübrigen sich weitere Ausführungen hierzu.
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9.
Es ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch des
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und die Überstellung nach Italien
angeordnet hat. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.
Das Beschwerdeverfahren ist mit vorliegendem Urteil abgeschlossen. Des-
halb fällt der angeordnete Vollzugsstopp dahin, und der Antrag auf Gewäh-
rung der aufschiebenden Wirkung wird gegenstandslos.
10.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff des
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Vorliegend
rechtfertigt es sich jedoch angesichts der Ausführungen in E. 5, auf die Er-
hebung von Verfahrenskosten zu verzichten (vgl. Art. 6 Bst. b VGKE). Das
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG wird
dadurch gegenstandslos.
(Dispositiv nächste Seite)
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