Decision ID: a725a29f-aea0-56b8-88f1-945615787dc8
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der aus Somalia stammende Beschwerdeführer mit letztem  in B._ verliess sein Heimatland am 1. Oktober 1992 und reiste nach zum Teil längeren Aufenthalten in verschiedenen Ländern am 2. März 1998 illegal in die Schweiz ein, wo er gleichentags ein Asylgesuch stellte. Dieses wurde durch das Bundesamt mit Verfügung vom 1. September 1998 abgelehnt und es wurde die Wegweisung . Da der Vollzug der Wegweisung zum damaligen Zeitpunkt als nicht zumutbar erachtet wurde, ordnete die Vorinstanz die  Aufnahme an.
Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
B. Am 7. September 1998 zeigte die Kantonspolizei _ den  wegen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz an.
C. Mit Urteil des Kreisgerichtes _ vom _ wurde der Beschwerdeführer der versuchten vorsätzlichen Tötung, begangen am _ in _, für schuldig gesprochen. Er wurde zu _ Jahren Zuchthaus und _ Jahren Landesverweisung mit bedingtem Vollzug auf eine Probezeit von _ Jahren verurteilt. Zudem wurden ihm neben den Verfahrenskosten auch die Parteikosten der Privatklägerschaft und eine Genugtuung auferlegt. Das Urteil ist rechtskräftig. Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem _ im vorzeitigen Strafvollzug.
D. Das Bundesamt gewährte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 6. März 2007 das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Aufhebung der vorläufigen Aufnahme, dies aufgrund der durch das begangene Delikt vorliegenden Verletzung der öffentlichen Sicherheit und . Mit Schreiben vom 25. April 2007 wurde dem Beschwerdeführer eine Nachfrist bis zum 9. Mai 2007 gewährt.
E. Mit Eingabe vom 4. Mai 2007 reichte der Beschwerdeführer eine Stellungnahme ein, in welcher er sich dahingehend äusserte, er halte sich bereits seit neuneinhalb Jahren in der Schweiz auf und habe  _ Jahren keine Probleme gehabt. Er habe die Tat nicht  und sehe seine Zukunft in der Schweiz. Er könne nicht nach So-
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malia zurückkehren, da dort Krieg herrsche. Alle seine Freunde und Familienangehörigen hätten das Land verlassen.
F. Mit Verfügung vom 21. Mai 2007 hob das BFM die mit Verfügung vom 1. September 1998 angordete vorläufige Aufnahme auf, ordnete die Wegweisung sofort nach Haftentlassung an und entzog einer  Beschwerde gegen die Verfügung die aufschiebende Wirkung. Das Bundesamt begründete seine Verfügung mit der vom  begangenen Straftat, welche die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährde. Die Massnahme sei verhältnismässig. Auch wenn der Beschwerdeführer bisher nicht wegen anderen Straftaten verurteilt worden sei - allerdings sei er bereits 1998 wegen Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt worden - habe er sich aufgrund seines Alters und langjährigen Aufenthaltes in der Schweiz der  seiner Tat bewusst sein müssen. Zudem sei keine besondere Verbundenheit mit der Schweiz ersichtlich. Es könne davon  werden, dass der erst im Alter von _ Jahren aus Somalia ausgereiste Beschwerdeführer mit der Sprache und den örtlichen Gebräuchen sowie Gegebenheiten immer noch vertraut sei. Zudem sei der Vollzug zulässig und möglich; aufgrund der schweren Delinquenz überwiege das öffentliche Interesse am sofortigen Vollzug der Wegweisung nach Haftentlassung das persönliche Interesse des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz.
G. Mit Rechtsmitteleingabe vom 18. Juni 2007 beantragte der  die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die weitere Regelung seines Aufenthaltes in Form der vorläufigen . Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, er sei zu Unrecht wegen versuchter vorsätzlicher Tötung verurteilt worden; es bestünden widersprüchliche Angaben zum genauen Tathergang und zu den , eigentlich habe er in Notwehr sein eigenes Leben  müssen. Er werde in allen Haftanstalten als ruhiger und  Mann beschrieben, der aufgrund seines vorbildlichen Verhaltens vom geschlossenen Zuchthaus _ in die halboffene Anstalt _ überführt worden sei. Er habe keine Steuerschulden in der Schweiz und werde an seiner früheren Arbeitsstätte als zuverlässiger und freundlicher Mitarbeiter geschätzt. Es sei für ihn eine gute  zu stellen und davon auszugehen, dass er keine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit darstelle. Zudem sei zu beachten, dass er aus Somalia komme und dort immer noch Krieg herrsche. Daher sei der Wegweisungsvollzug unzumutbar. Der Beschwerde lag neben einer
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Kopie des Urteils des Kreisgerichts _ vom _ eine Anfrage des Beschwerdeführers an einen Rechtsanwalt um Rechtsbeistandschaft in vorliegender Angelegenheit vom 11. Juni 2007 und ein Schreiben der _ Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende vom 7. Juni 2007 zu den Erfolgsaussichten einer Beschwerde bei.
H. Mit Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. Juni 2007 wurde der Vollzug der Wegweisung ausgesetzt und der Beschwerdeführer aufgefordert, bis zum 13. Juli 2007 einen  in Höhe von Fr. 600.-- einzuzahlen. Die Zahlung erfolgte am 13. Juli 2007.
I. In seiner Vernehmlassung vom 8. August 2007 nahm das BFM zu den Beschwerdevorbringen Stellung, hielt an den Erwägungen fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt  - unter Verweis auf Entscheidungen und Mitteilungen der  Asylrekurskommission (EMARK) 2006 Nr. 23 - aus, der  werde am _ zwei Drittel seiner Strafe verbüsst haben. Die Prüfung der Aufhebung der vorläufigen Aufnahme erfolge damit in einer vernünftigen zeitlichen Distanz vor der möglich-en Entlassung aus dem Strafvollzug. Es sei nicht Sache des BFM, den Tathergang neu zu beurteilen. Der Beschwerdeführer sei rechtskräftig der versuchten vorsätzlichen Tötung für schuldig erklärt und zu _ Jahren Zuchthaus und _ Jahren Landesverweisung, mit bedingtem Vollzug, verurteilt worden.
J. Mit Verfügung vom 9. August 2007 wurde dem Beschwerdeführer Replikrecht gewährt. Gemäss dem beim Gericht eingegangenen  wurde die Verfügung am 13. August 2007 eröffnet. Es ist keine Stellungnahme eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG,
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SR 172.021). Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den  nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des . Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des  vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung , hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung und ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1VwVG). Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG)
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist eine  gegen die Aufhebung einer vorläufigen Aufnahme. In dem am dem 1. Januar 2008 in Kraft getretenen, geänderten Art. 44 Abs. 2 AsylG wird hinsichtlich der Bestimmungen zum  bei nicht möglichem, nicht zulässigem oder nicht zumutbarem Wegweisungsvollzug auf die gesetzlichen Bestimmungen über die  Aufnahme in dem am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und  (AuG, SR 142.20) verwiesen. Vorliegend erfolgte sowohl die  der vorläufigen Aufnahme als auch deren Aufhebung nach dem vom AuG abgelösten Bundesgesetz vom 26. März 1931 über  und Niederlassung der Ausländer (aANAG, BS 1 121). Die  Ordnung des neuen Rechts ist gemäss Art. 126 Abs. 2 AuG auf alle hängigen Verfahren anwendbar und damit auch auf das vorliegende Verfahren. Was den Rechtsschutz auf  angeht, verweist das neue Recht auf die allgemeinen  der Bundesrechtspflege (Art. 112 Abs. 1 AuG).
2.1 Ausschlaggebend für die Frage der Anwendbarkeit des neuen oder bisherigen materiellen Rechts ist die in Art. 126 Abs. 1 AuG  intertemporalrechtliche Grundregel. Sie besagt, dass auf Ge-
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suche, die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes eingereicht wurden, das bisherige Recht anwendbar bleibt. Offen bleibt jedoch, wie im  der ausländerrechtlichen Eingriffsverwaltung zu verfahren ist, wo die Einleitung eines Verfahrens von Amtes wegen erfolgen kann.
2.2 Auch wenn Art. 126 Abs. 1 AuG als Anknüpfungspunkt für das neue Recht den Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs wählt und dementsprechend vom Wortlaut aus alle diejenigen Verfahren, die - wie das vorliegende - nicht auf Gesuch hin eingeleitet wurden, von der intertemporalen Regel ausnimmt, gibt es keinen sachlichen Grund für eine unterschiedliche Behandlung der Verfahren je nach Zeitpunkt der Gesuchseinreichung. Zu beachten ist auch, dass in dem Art. 126 Abs. 1 AuG zugrundeliegenden Art. 121 Abs. 1 des ursprünglichen bundesrätlichen Entwurfs zum AuG (AuG-Entwurf) eine (Sonder-) enthalten war, wonach das neue Recht für ein  nur Geltung hatte, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten des neuen Rechts ergangen war. Es kann  davon ausgegangen werden, dass die lediglich mit formellen  betraute parlamentarische Redaktionskommission nicht beabsichtigte, eine derartige inhaltliche Änderung vorzunehmen, um diejenigen Verfahren, die von Amtes wegen eingeleitet werden, von der intertemporalen Regelung auszunehmen (vgl. hierzu das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-3912/2007 vom 14. Februar 2008 E. 2 ff.).
2.3 Das bisherige materielle Recht ist deshalb gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG - über seinen (allzu engen) Wortlaut hinaus - auf alle Verfahren anwendbar, die erstinstanzlich vor Inkrafttreten des neuen Rechts  wurden, unabhängig davon, ob sie von Amtes wegen oder auf Gesuch hin eröffnet wurden.
3. Die Voraussetzung für die Nachwirkung des alten Rechts sind in der vorliegenden Streitsache erfüllt. Einschlägig ist nebst dem aANAG die Verordnung über den Vollzug der Weg- und Ausweisung von  Personen vom 11. August 1999 (VVWA; SR 142.281). In der Folge wird auf das anwendbare alte Recht in Gegenwartsform  genommen, ohne dass daraus Schlussfolgerungen für die  gemäss AuG gezogen werden könnten.
4. Gemäss Art. 14a Abs. 1 aANAG war die vorläufige Aufnahme zu verfügen, wenn der Vollzug der Weg- oder Ausweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar ist. Nicht möglich ist der Vollzug,
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wenn der Ausländer weder in den Herkunfts- oder in den Heimatstaat noch in einen Drittstaat ausreisen oder dorthin gebracht werden kann (Art. 14a Abs. 2 aANAG); nicht zulässig ist er, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in  Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 14a Abs. 3 aANAG); nicht zumutbar ist der Vollzug, wenn er für den Ausländer eine konkrete Gefährdung darstellt (vgl. Art. 14a Abs. 4 aANAG). Diese gesetzlichen Gründe für den Verzicht auf den Vollzug der Wegweisung sind alternativer Natur: Sobald einer von ihnen erfüllt ist, ist die weitere Anwesenheit des Ausländers nach den  über die vorläufige Aufnahme zu regeln (vgl. EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2. S. 54 f.). Allerdings finden gemäss Art. 14a Abs. 6 ANAG die Absätze 4 und 4bis derselben Bestimmung keine Anwendung, wenn der weg- oder ausgewiesene Ausländer die öffentliche Sicherheit und  verletzt hat oder in schwerwiegender Weise gefährdet.
5. Ist die vorläufige Aufnahme gestützt auf Art. 44 Abs. 2 aAsylG  verfügt worden, so ist diese gemäss Art. 14b Abs. 2 aANAG  aufzuheben, wenn der Vollzug zulässig und es dem Ausländer möglich und zumutbar ist, sich rechtmässig in einen Drittstaat oder in seinen Heimatstaat oder in das Land zu begeben, in dem er zuletzt wohnte. Das Bundesamt kann die vorläufige Aufnahme jederzeit , auch wenn sich der Ausländer noch im Strafvollzug befindet (Art. 26 Abs. 1 VVWA). Es setzt eine angemessene Ausreisefrist an, sofern nicht der sofortige Vollzug der Weg- oder Ausweisung  wird. Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG und dem BGG. Die Aufhebung der vorläufigen Aufnahme soll in einer zeitlich  Distanz zur Entlassung aus dem Strafvollzug getroffen werden (EMARK 2006 Nr. 23 E. 4). Art. 14a Abs. 6 i.V.m. Art. 14b Abs. 2 aANAG bildete die Grundlage für die Aufhebung einer wegen  des Wegweisungsvollzugs verfügten vorläufigen , wenn der Ausländer sich ein in Art. 14a Abs. 6 aANAG normiertes Verhalten anrechnen lassen muss. Hat der Ausländer somit die  Sicherheit und Ordnung verletzt oder in schwerwiegender Weise gefährdet, so ist die nach Art. 14a Abs. 4 aANAG verfügte vorläufige Aufnahme gestützt auf Art. 14a Abs. 6 aANAG trotz der im Falle des Vollzugs der Wegweisung weiterhin bestehenden konkreten  des Ausländers wieder aufzuheben, sofern sich der Vollzug der Wegweisung als zulässig und möglich erweist. (vgl. zum Ganzen EMARK 2006 Nr. 23).
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6. Die Anwendung von Art. 14a Abs. 6 aANAG setzt eine Abwägung zwischen den Interessen des Ausländers auf Verbleib in der Schweiz und denjenigen der Schweiz an seiner Wegweisung voraus und schränkt dabei die Interessen des Staates auf den Schutz vor  der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder deren  Verletzung ein (vgl. EMARK 2004 Nr. 39 E. 5.3. S. 271, EMARK 2003 Nr. 3 E. 3a S. 26, EMARK 1995 Nr. 10 und 11). Nach der vom Gericht beachteten Praxis der ARK ist die Ausschlussklausel von Art. 14a Abs. 6 ANAG mit Zurückhaltung und insbesondere unter  des Verhältnismässigkeitsprinzips anzuwenden (EMARK 2004 Nr. 39 E. 5.3. S. 271, EMARK 2003 Nr. 3 E. 3a S. 27 und 1997 Nr. 24). Ein erster konkreter Hinweis darauf, was hinsichtlich der Anwendung von Art. 14a Abs. 6 aANAG praxisgemäss als verhältnismässig gilt,  sich aus dem in EMARK 1995 Nr. 20 festgehaltenen Grundsatz, wonach im Vergleich zu den Ausnahmen bei der wegen Unmöglichkeit angeordneten vorläufigen Aufnahme wegen kriminellen, dissozialen oder rechtsmissbräuchlichen Verhaltens ein höherer Massstab  ist. Somit genügt es nicht, wenn die kriminellen Handlungen des Beschwerdeführers den Schluss zulassen, dass dieser nicht  oder nicht fähig ist, sich an die elementaren gesellschaftlichen Regeln des Zusammenlebens zu halten, vielmehr müssen diese eine schwerwiegende Gefährdung oder Verletzung der öffentlichen  und Ordnung darstellen. Die Verurteilung zu einer bedingten  beispielsweise lässt in der Regel nicht auf eine solche schliessen, jedoch kann deren Strafmass oder der Umstand, dass durch das begangene Delikt besonders wertvolle Rechtsgüter  sind, zum gegenteiligen Schluss führen. Bei der  ist der angedrohte Strafrahmen in Bezug zur verhängten Strafe zu setzen (vgl. EMARK 1995 Nr. 11). Auch die wiederholte  kann trotz bedingt ausgesprochener Freiheitsstrafe  für eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung geben, stellt eine solche doch die vermutete günstige Prognose  in Frage. Im Weiteren kann auch das Vorleben des  bei der Interessenabwägung mitberücksichtigt werden (vgl. EMARK 2004 Nr. 39 E. 5.3. S. 271). Daraus ergibt sich, dass bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit nicht von einer schematischen Betrachtungsweise auszugehen, sondern auf die gesamten Umstände des Einzelfalles abzustellen ist. Zu berücksichtigen sind insbesondere die Art der verletzten Rechtsgüter und die Schwere des Verschuldens. Steht nicht der Ausschluss von der vorläufigen Aufnahme, sondern die Aufhebung derselben zur Diskussion, wird auf Seiten des Ausländers
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im Rahmen der Interessenabwägung namentlich der Dauer der  in der Schweiz sowie den mit dem Vollzug der Wegweisung allenfalls verbundenen persönlichen und familiären Nachteilen ein  hoher Stellenwert beizumessen sein (vgl. EMARK 2006 Nr. 11 E. 7.2.3. S. 126 ff.).
7. Vorliegend kann davon ausgegangen werden, dass der  des aus B._ stammenden Beschwerdeführers entsprechend EMARK 2006 Nr. 2 grundsätzlich als unzumutbar zu  ist, da gemäss dieser Rechtsprechung der  in die Gebiete Zentral- und Süd-Somalias weiterhin generell  und nur bei einer engen Verbundenheit einer betroffenen Person zu ihrer Heimatregion eine Zumutbarkeit des  nach Somaliland und Puntaland (unter gewissen ) zu bejahen ist. Da das BFM abschliessend festgehalten hat,  der schwerwiegenden Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung finde Art. 14a Abs. 4 aANAG keine Anwendung mehr, ist davon auszugehen, dass das Bundesamt damit die Zumutbarkeit des Vollzuges implizit verneint hat.
8.
8.1 Es bleibt zu prüfen, ob die Voraussetzungen der Aufhebung der nach Art. 14a Abs. 4 aANAG angeordneten vorläufigen Aufnahme  auf Art. 14a Abs. 6 aANAG gegeben sind, ob der  die öffentliche Sicherheit und Ordnung verletzt oder in  Weise gefährdet hat. Der Beschwerdeführer wurde mit  des Kreisgerichtes _ vom _ der versuchten vorsätzlichen Tötung schuldig gesprochen und zu _ Jahren Zuchthaus und _ Jahren Landesverweisung, mit bedingtem Vollzug auf eine Probezeit von _ Jahren, verurteilt. Damit hat der Beschwerdeführer in schwerwiegender Weise gegen die Rechtsordnung verstossen und Leib und Leben eines anderen Menschen gefährdet, weshalb klarerweise eine Verletzung der öffentlichen Sicherheit im Sinne von Art. 14a Abs. 6 aANAG vorliegt.
8.2 Des weiteren ist zu prüfen, ob die Aufhebung der vorläufigen  als verhältnismässig zu erachten ist.
Einerseits spricht für einen weiteren Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz der Umstand, dass in seinem Heimatland desolate Verhältnisse herrschen und aufgrund der langen Landesabwesenheit
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des Beschwerdeführers zu befürchten ist, dass er keine Möglichkeit fände, die notwendigen Lebensgrundlagen für eine menschenwürdige Existenz zu schaffen. Der Beschwerdeführer ist nicht vorbestraft. Auch lässt sich dem Urteil vom _ (unter Strafzumessung, S. 15 f.) entnehmen, dass der Führungsbericht der Anstalt _ vom 16. Juni 2006 grundsätzlich positiv ist. Dem Beschwerdeführer wird vom Kreisgericht Kooperationsbereitschaft nach der Tat und im Strafverfahren sowie ein einsichtiges und reuiges Verhalten .
Anderseits ist die Gefährdung des hohen Rechtsgutes Leben und die hohe Strafe von _ Jahren Zuchthaus und _ Jahren Landesverweis (bedingter Vollzug) zu beachten. Wie das BFM in seiner Vernehmlassung ausführt, ist es nicht angezeigt, den Tathergang neu zu beurteilen. Zu Recht hebt das Bundesamt auch hervor, dass der Beschwerdeführer trotz seines achtjährigen Aufenthaltes in der Schweiz anscheinend keine besonders enge Verbundenheit mit ihr aufweise. Auch seiner Stellungnahme lässt sich keine entsprechende Verbundenheit entnehmen; so ist er beispielsweise seit einiger Zeit nicht mehr erwerbstätig, hat sich bis dato die deutsche Sprache nicht richtig anzueignen vermocht und anscheinend kaum Kontakte in der Schweiz hergestellt (vergleiche das Urteil vom _, Strafzumessung, S. 15 f.). Es kann zudem davon ausgegangen werden, dass er - da er Somalia erst mit _ Jahren verlassen hat - mit den Gegebenheiten und Gebräuchen seines Heimatlandes nach wie vor vertraut ist.
Im Rahmen einer Gesamtabwägung lassen diese Umstände die  der vorläufigen Aufnahme angesichts der Schwere der Straftat und der hohen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit nicht als  erscheinen. Es stehen zum Schutz der berechtigten  Interessen zudem keine weniger schweren  als die Rückschaffung des Beschwerdeführers in den  zur Verfügung. Der Entscheid über die Aufhebung der  Aufnahme vom 21. Mai 2007 erfolgte auch in einer  zeitlichen Distanz zur bevorstehenden Entlassung aus dem  (vgl. Bst. I vorstehend).
9. Mit Verfügung vom 1. September 1998 hat das Bundesamt  festgestellt, dass der Beschwerdeführer die  nicht erfüllt. Ein Wegweisungsvollzug würde daher das in Art. 5
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AsylG und Art. 33 FK verankerte Refoulement-Verbot nicht verletzen, setzen diese Bestimmungen doch voraus, dass die in Art. 3 AsylG und Art. 1 A Ziff. 2 FK umschriebene Flüchtlingseigenschaft erfüllt ist (vgl. WALTER KÄLIN, Das Prinzip des Non-Refoulement, Bern/Frankfurt a.M. 1982, S. 270 ff.).
10. Auch die Möglichkeit des Wegweisungsvollzuges ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht von vornherein auszuschliessen (Art. 14a Abs. 2 aANAG).
11. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene  Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (vgl. Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
12. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von  Fr. 600.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem am 13. Juli 2007 geleisteten  zu verrechnen.
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