Decision ID: 89879e42-99bc-5520-8ee4-8cf7b47a7128
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1960
geboren
e
X._
war bei der
Y._
AG als
technischer Sachbearbeiter
angestellt und bei der
Schweizerischen
Unfall
versi
cherungsanstalt
(Suva)
obligatorisch unfallversichert
, als er am 16. Septem
ber 2011 auf einem entrindeten Baumstamm ausrutschte
.
Dabei kam es zu einer starken
B
iegung
des linken Knies
mit
vom Versicherten
gehörtem Knack (Urk. 8/1
, Urk. 8/2
)
.
Vom 10. bis am 30. Januar 2012
sowie vom 13. bis am 17. Februar 2012
war der Versicherte wegen eines anderen Leidens im
Z._
hospitalisiert (Urk. 8/27
, Urk. 8/29
).
Die Erstbehandlung
des linken Knies
fand
am 16. März 2012 bei
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Innere Medizin
, statt
.
Die Unfallmeldung an die Suva betreffend das Ereignis vom 16. September 2011 erfolgte am 21. März 2012 (Urk. 8/2).
Daraufhin folgten weitere Arztkonsultationen und medizinische Behandlungen. Unter anderem wurde der Versicherte am
7. September 2012 im
Z._
am linken Knie operiert (Urk. 8/19)
.
M
it Schreiben vom
16. August 2012
sowie hernach mit Verfügung vom 4. Januar 2013
lehnte die Suva
ihre Leistungspflicht ab. Dies mit der Begrün
dung,
da
ss
gemäss de
n
kreisärztlichen Beurteilung
en
vom 15. August 2012
so
wie vom 20. Dezember 2012
kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusam
menhang zwischen dem Ereignis vom 16. September 2011 und den gemeldeten Kniebeschwerden links bestehe (Urk. 8/14
, Urk. 8/44
).
G
egen
die Verfügung der Suva vom 4. Januar 2013
erhob
die SWICA
Gesundheits
organisation
(nachfol
gend: SWICA)
,
die Krankenversicherung von
X._
,
am
8. Januar 2013
, ergänzt am
27. Februar 2013
,
Einsprache
(Urk. 8/45/1, Urk. 8/49/1-3). Die Suva wies diese Einsprache mit
Einspracheentscheid
vom 8. März 2013 ab (Urk. 8/52
= Urk. 2
).
2.
G
egen
den
Einspracheentscheid
vom 8. März 2013
erhob
die SWICA
am
2.
April 2013
Beschwerde und beantragte dessen Aufhebung und die
Zusprache
der gesetzlichen Leistungen (Urk. 1
S. 2
). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom
24. Mai 2013
auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
7
), was
der Beschwerdeführerin
am
28. Mai 2013
mitgeteilt wurde (Urk.
9
).
Mit Verfügung vom
29. Januar
2014
wurde
X._
zum Prozess beigela
den (Urk. 10). Der Beigeladene liess sich innert Frist nicht vernehmen
(vgl. Urk. 11)
.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
-
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG das Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Tei
l des Sozial
versicherungsrechts;
ATSG) oder einer unfallähnlichen Körperschädigung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9
Abs.
2 der Verordn
ung über die Unfallversiche
rung;
UVV) voraus. Ausserdem
müssen
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden
(Krankheit, Invalidität, Tod)
ein natürlicher und ein adä
quater Kausalzusammenhang bestehen
.
Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit einge
treten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht
gestützt auf die ent
sprechenden medizinischen Berichte
im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdi
gung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.2
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der unters
uchten Person auseinander setzt
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
ab
gegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räu
mende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
-
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den natürlichen Kausalzu
sammenhang zwischen dem Ereignis vom
16. September 2011
und den Beschwerden am
linken Knie
zu Recht verneinte
.
2.2
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Standpunkt, es sei gestützt auf die Einschätzung de
r
Kreis
ärztin
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Chirurgie,
davon auszugehen, dass
die Beschwerden im Bereich des linken Kniegelenks nur möglicherweise und nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das angegebene Ereignis vom 16. September 2011 zurückzuführen seien.
Dies begründete sie damit, dass das Unfallereignis erst rund sechs Mo
nate später gemeldet worden sei und
dass in der MRI-Indikation Schmerzen seit September 2011 dokumentiert worden seien, ohne dass ein Unf
allereignis genannt worden wäre. Des Weiteren führte sie als Ungereimtheit an,
dass
bei der Befundaufnahme anlässlich des wegen einer
Sigmadivertikulitis
erfolgten stationären Aufenthalts
die Extremitäten
nicht
erwähnt w
orden seien
(vgl. Urk. 8/32).
Bezüglich des vorderen Kreuzbandes sei es ungewöhnlich, dass intraoperativ kein Foto-Print und keine
Videodokumen
tation
erfolgt sei
en
, vor allem da der Operateur einen anderen Befund als den im MRI dokumentierten erhoben habe.
Die Beschwerdegegnerin stufte die von
Dr.
B._
gewonnenen Erkenntnisse als überzeugend ein (Urk. 2 S. 3-4).
2.3
Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor,
die
MRI-Untersuchung sei im Zusammenhang mit den seit September 2011 bestehenden Schmerzen im Knie und damit im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 16. September 2011 erfolgt. Dass im MRI-Bericht der Vorfall nicht ausdrücklich erwähnt sei, ändere daran nichts
. Der Kausal
zusammenhang zwischen der Meniskusläsion
sowie
der parti
ellen Läsion des vorderen Kreuzbandes
und
dem Ereignis vom 16. September 2011 sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, nachdem der behandelnde Arzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie,
dies bestätigt habe. Das 6-monatige Zuwarten mit der Unfallmeldung sei durch seine 8-wöchige
Hospitalisation
wegen einer
Sigmaerkrankung
begründet. Im Übrigen habe vor erstmaliger Behandlung keine Meldepflicht bestanden (Urk. 1 S. 5-6).
3.
3.1
Mit E-Mail vom 20. März 2012 gab der Versicherte seiner Arbeitgeberin die für das Ausfüllen der Unfallmeldung benötigten Daten an. Dabei führte er aus, der Vorfall mit seinem linken Knie habe am 16. September 2011 stattgefunden. Da sei er auf einem Baumstamm ausgerutscht, was zu einer starken Kniebiegung mit gehörtem Knack geführt habe
(Urk. 8/1).
3.2
Am 10. April 2012 wurde im
Z._
eine MRI-Untersuchung des lin
ken Knies durchgeführt. Als Indikation wurden Schmerzen im linken Knie seit September 2011 ange
geben.
Der Leitende Arzt
Dr.
D._
gab an, i
m media
len Kompartiment
habe
sich eine
hyperintense
Signalalteration des medialen Meniskus, hauptsächlich im
Hinterhorn
, mit zusätzlichem
Kontinuitäts
unter
bruch
der Meniskusoberfläche
femoralseits
und
tibialseits
sowie auch horizontal verlaufend im Sinne von einem Meniskusriss
gezeigt
. Der Meniskus Pars
inter
media
sei verschmälert und ausgefranst. Der
Knorpelbelag
sei
leichtgradig
ver
schmälert, jedoch ohne umschriebene Knorpeldefekte.
Die Befunde i
m
lateralen Kompartiment
seien
unauffällig. Im
femoro-patellären
Kompartiment
sei
eine
leichtgradige
Verschmälerung des Knorpelbelags mit
hyperintenser
Signalalte
ration
der oberflächlichen Knorpelschicht zu sehen. Hingegen
finde
sich kein Gelenkserguss.
Im Bereich des Ansatzes der
Quadicepssehne
und Patellarseh
n
e
sei
eine Signalalteration
sichtbar
, jedoch ohne Kontinuitätsunterbruch. Im
inter
condylären
Kompartiment und
popliteal
stellten sich sowohl das vordere als
auch das hintere Kreuzband
intakt dar. Anhand dieser Befunde zog
Dr.
D._
den Schluss, dass eine
myxoide
Degeneration des medialen Meniskus mit zusätzlichem Riss im
Hinterhorn
, teilweise vertikal und teilweise horizontal verlaufend vorliege. Zudem bestehe eine
femoro
-pat
ellare
Chondromalazie
Grad II (Urk. 8/11
S.
2).
3.3
In seinem Bericht vom 23. Juli 2012 diagnostizierte
Dr.
C._
eine
dorso
-medi
ale Meniskusläsion am linken Kniegelenk und eine partielle Läsion des vorderen Kreuzbandes. Er hielt fest, bei der Distorsion des linken Kniegelenks am
16. September 2011, als der Versicherte bei einer Trekkingtour auf einem nassen Baumstamm ausgerutscht sei, dürfte es neben der Meniskusläsion auch zu einer partiellen Läsion des vorderen Kreuzbandes gekommen sein. Im MRI bestehe eine auffällige Ausdünnung im Bereich des
femoralen
Ansatzes des vorderen Kreuzbandes. Die MRI-Bilder zeigten zudem eine ausgedehnte Meniskusläsion im inneren Drittel
dorso
-medial (Urk. 8/4
S.
1).
3.
4
Gemäss den Angaben des Hausarztes
Dr.
A._
vom 6. August 2012
fand die Erstbehandlung des linken Knies am 16. März 2012 statt. Der Versicherte sei im September 2011 beim Joggen ausgerutscht, was Schmerzen und
eine
Blockie
rung im linken Knie zur Folge gehabt habe. Gestützt auf das MRI sei ein Riss des medialen Meniskus links zu diagnostizieren (Urk. 8/10).
3.
5
Am 8. August 2012 gab der Versicherte an, er sei
am 16. September 2011
mit dem rechten Fuss auf einem Baumstamm ausgeglitten und habe dabei bezie
hungsweise beim erfolgreichen Versuch, einen Sturz zu vermeiden, das linke Knie überdehnt.
Die Beschwerden hätten sich sofort bemerkbar gemacht
. Ein erbsengrosses Teil habe er zurück unter die Kniescheibe gedrückt. Es sei zu einer scheinbaren schnellen Besserung gekommen, jedoch habe er mit Verband oder Bandage deutlich besser laufen können. Sodann sei es im Oktober oder Novem
ber 2011 am Arbeitsplatz zu einer weiteren Verrenkung gekommen (Urk. 8/12).
3.6
Die Kreisärztin
Dr.
B._
gab am 15. August 2012 an, die Beschwerden, wel
che die Knieoperation erforderlich machen würden, seien wahrscheinlich dege
nerativ bedingt. Denn das MRI habe eine
myxoide
Degeneration des medialen Meniskus mit Riss im
Hinterhorn
gezeigt. Zudem sei die erste Arzt-Konsultation erst rund sechs Monate nach dem Ereignis erfolgt (Urk. 8/13).
3.7
Dem Operationsbericht des
Z._
vom 7. September 2012 ist neben den Diagnosen der Korbhenkelläsion des medialen Meniskus und der
Chondro
malazie
des medialen
Femurcondylus
Grad II die Diagnose einer partiellen Läsion
des vorderen Kreuzbandes zu entnehmen (Urk. 8/19/1).
3.8
Am 28. November 2012 berichtete
Dr.
med.
E._
,
Assistenzärztin Chirur
gie
im
Z._
, wo der Versicherte
v
om 10. bis am 30. Januar 2012 sowie vom 13. bis am 17. Februar 2012 wegen eines anderen Leidens hos
pitalisiert
war
(Urk. 8/27, Urk. 8/29)
, über die erhobene Anamnese sowie über den Status des Versicherten. Die Extremitäten des Versicherten fanden dabei keine Erwähnung (Urk. 8/32).
3.9
Am 20. Dezember 2012 nahm
Dr.
B._
erneut eine kreisärztliche Beurteilung vor und gelangte zum Schluss, dass die beklagten Beschwerden im Ber
eich
des linken Kniegelenks nur möglicherweise und nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit auf das angegebene Ereignis vom 16. September 2011 zurückzu
führen seien (Urk. 8/43).
4.
4
.1
Nach der Aktenlage hat die Beschwerdegegnerin zu keinem Zeitpunkt aner
kannt, dass die
Kniebeschwerden, die schliesslich zum operativen Eingriff vom 7. September 2012
führten
,
auf das Ereignis vom 16. September 2011 zurück
zuführen seien, sondern sie hat
den natürlichen Kau
salzusammenhang des Meniskusrisses und der Kreuzbandläsion
mit dem
Vorfall vom 16.
September 2011
wiederholt als nur möglich bezeichnet.
Dabei stützte sie sich auf die
kreis
ärztlichen
Untersuchungen von
Dr.
B._
, welche sie als überzeugend ein
schätzte (Urk. 2 S.
3-4
).
Dr.
B._
berücksichtigte bei ihrer kreisärztlichen Beurteilung sämtliche vorhandenen medizinischen
A
kten (Urk. 8/43 in Verbin
dung mit Urk. 8/21 und Urk. 8/13).
4.2
Die erste ärztliche Konsultation wegen der Beschwerden am linken Knie fand am 16. März 2012 statt (Urk. 8/10), mithin ein halbes Jahr nach dem angegebe
nen Ereignis.
Bei der auf
die ärztliche Erstkonsultation
hin folgenden MRI-Untersuchung
vom 10. April 2012 wurden insbesondere eine
myxoide
Degene
ration
des medialen Meniskus mit zusätzlichem Riss im
Hinterhorn
sowie
in
takte vordere und hintere
Kreuzbänder
beschrieben (Urk. 8/11
S. 2
).
Ange
-
sichts
dessen, dass
die Degeneration bei der Beurteilung in den Vordergrund gestellt
und der Riss im
Hinterhorn
als Zusatz erwähnt wurde,
ist es nach
-
vollziehbar, dass
Dr.
B._
davon ausging, der Riss sei wahrscheinlich degenerativ bedingt und deswegen die Kausalität zum Ereignis vom
16. September 2011 verneinte (Urk. 8/13).
Ebenso wies
Dr.
B._
auf die Ungereimtheit hin, dass der das Knie operie
rende Arzt entgegen dem Bericht des
Z._
über die MRI-Untersu
chung,
in welchem
die Kreuzbänder als intakt beschrieben wurden (vgl. Urk. 8/11), ein teilweise
eingerissenes und
elongiertes
vorderes Kreuzband an
gab, ohne dass er intraoperativ einen Foto-Print oder eine Videodokumentation veranlasst
hätte
(vgl. hierzu Urk. 8/42)
. So könne der intraoperative Status ret
rospektiv nicht beurteilt werden
und eine überwiegend wahrscheinliche Kausa
lität
zwischen
der Beschädigung des Kreuzbandes
und
dem Ereignis vom 16. September 2011 bestehe nicht
(Urk. 8/43/2).
Dr.
B._
führte des Weiteren aus, bei einem stationären Aufenthalt gehöre eine ganzkörperliche Untersuchung dazu. Beim Status des Versicherten seien aber die Extremitäten nicht erwähnt worden (vgl. Urk. 8/
32). Daraus schloss
Dr.
B._
,
dass
die Extremitäten entweder nicht untersucht worden seien oder dass der Versicherte zu diesem Zeitpunkt keine Beschwerden gehabt habe und die Extremitäten aufgrund von unauffälligen Befunden nicht erwähnt worden seien.
Auch dies weise darauf hin, dass es zwar möglich, aber nicht überwie
gend wahrscheinlich sei, dass die Knieverletzung unfallbedingt sei (Urk. 8/43/2).
Die Überlegungen von
Dr.
B._
sind
insgesamt
nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass der Versicherte selber noch einen
weiteren
Vorfall vom 27. Okto
ber 2011
erwähnte
, bei welchem es zu einer Knieverdrehung gekommen sei (Urk. 8/1
, Urk. 8/12
)
.
Für dieses Ereignis liegt jedoch keine Unfallmeldung vor. Da auch dieser Vorfall zeitlich der Erstbehandlung des linken Knies vorausging - gemäss den Angaben des Versicherten fand dieser am 27. Oktober 2011
(vgl.
Urk.
8/1) respektive im Oktober oder November 2011 (vgl.
Urk.
8/12) statt - ist auch aus diesem Grund eine eindeutige Zuordnung der Knieschädigung zum vorliegend in Frage stehenden Ereignis vom 16. September 2011 nicht möglich
.
4.3
Als Argument für das Vorliegen
des
natürlichen Kausalzusammenhangs
führte die Beschwerdeführerin an, dass
Dr.
C._
die Kniebeschwerden auf das Ereig
nis vom 16. September 2011 zurückgeführt habe (Urk. 1 S. 5
Ziff.
6).
Dr.
C._
f
ührte im Operationsbericht vom
7.
September 2012
als Diagnose
einen Status nach Distorsionstrauma des linken Kniegelenks am 1
6.
September 2011 mit Korbhen
kelläsion des medialen Meniskus mit
Chondromalazie
am
me
dialen
Femurcondylus
Grad II
und mit
partielle
r
Läsion des vor
deren Kreuz
bands auf (Urk. 8/19 S.
1
). In seinem Bericht
vom 2
3.
Juli 2012
hatte
er aus
ge
führt
, bei der Distorsion des linken Kniegelenks vor
dreiviertel
Jahren dürfte es neben der Meniskusläsion auch zu einer partiellen Läsion des vorderen Kreuz
bandes gekommen sein (
Urk. 8/
4/1
).
Eine eindeutige Ursache vermochte
Dr.
C._
nicht anzugeben.
Im Übrigen
konnte
er
nicht feststellen, wann die Verletzungen eingetreten waren. Vielmehr basiert seine Annahm
e
, dass die Verletzungen auf den
Vorfall vom
1
6.
September 2011 zurückzuführen seien,
offensichtlich
auf den Angaben des Versicherten. Eine Auseinandersetzung mit der Frage, ob
die Verletzungen
tatsächlich
von diesem Vorfall herrühr
t
en,
er
folgte nicht
. Insbesondere äusserte er sich mit keinem Wort zu den Degenerati
onen, welche sich in der MRI-Untersuchung gezeigt hatten. Aus all diesen Gründen ist
der Kausalzusammenhang durch
die A
ngaben
von
Dr.
C._
nicht mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit erstellt.
4.4
Gelingt der Nachweis eines Kausalzusammenhanges nicht mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, trägt
derjenige, der daraus Rechte ableiten möchte, mithin die
versicherte Person respektive deren Krankenversicherung
,
die Folgen der Beweislosigkeit
(
Rumo-Jungo
/Holzer, Rechtsprechung des Bun
desgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversi
cherung,
4.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2012, S.
54 unten
).
Weder steht hinrei
chend fest, dass sich der Versicherte die Schädigung am linken Knie am 1
6.
September 2011 zugezogen hat, noch lässt sich mit Sicherheit feststellen, dass die Beschwerden ausschliesslich oder zumindest teilweise Folge eines Knietraumas sind. Bei dieser Sachlage hat die Beschwerdegegnerin zu Recht die für die Leistungspflicht erforderliche Kausalität verneint. Die gegen den
Ein
spracheentscheid
erhobene Beschwerde ist demgemäss abzuweisen.