Decision ID: d41c1236-2faa-404f-b333-4e42a24a58e9
Year: 2013
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

IV-Rente (Rückweisung zur erneuten Sachverhaltsabklärung)
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Christof Enderle, Kantonsrich-
ter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber i.V. Daniel Schaffner
Parteien A._, vertreten durch Annina Gegenschatz, advocenter , Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau
gegen
IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Beschwerdegegnerin
Betreff IV-Rente (756.7405.5719.15)
A. A._, geboren 1954, arbeitete seit dem Jahr 1990 als Pflegehelfer im Kantonsspital B._, seit 2003 in reduzierten Pensen. Dieses Arbeitsverhältnis endete per 31. Dezember 2011. Mit dem am 1. Juni 2010 zugegangenen Schreiben meldete sich der Versicherte bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle  (IV-Stelle) klärte in der Folge die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse ab und führte das Vorbescheidverfahren durch.
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B. Am 23. August 2012 erliess die IV-Stelle einen ablehnenden Vorbescheid, gegen  der Versicherte, vertreten durch Advokatin Annina Gegenschatz, mit Schreiben vom 3. Oktober 2012 Einwände vorbrachte. Die IV-Stelle legte diese Einwände dem Regionalen Ärztlichen Dienst beider Basel ([RAD] Bericht vom 16. Oktober 2012, Dr. med. D._) zur  vor. Mit Verfügung vom 17. Dezember 2012 hielt die IV-Stelle sodann an ihrem Vorbescheid fest und wies das Leistungsbegehren des Versicherten ab. Es habe aus  Sicht keine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit wie auch in den zumutbaren Verweistätigkeiten bestanden. Dabei stützte sich die IV-Stelle auf ein durch die Dres. med. E._, Allgemeine innere Medizin, F._, Psychiatrie und Psychotherapie, sowie G._, Neurologie (allesamt H._) erstelltes Gutachten vom 22. März 2012, welches sie durch den RAD (Bericht vom 12. April 2012, Dr. D._) hatte überprüfen lassen.
C. Gegen die vorerwähnte Verfügung erhob der Versicherte, erneut vertreten durch  Gegenschatz, am 21. Januar 2013 Beschwerde an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, es sei die angefochtene Verfügung vom 17. Dezember 2012 aufzuheben und, sinngemäss, es sei ihm eine ganze  zuzusprechen. Sinngemäss eventualiter sei ein weiteres unabhängiges Gutachten zu erstellen und es sei eine neue Beweiswürdigung der vorhandenen Arztberichte vorzunehmen. Dabei verwies der Beschwerdeführer namentlich auf die Feststellung einer reduzierten  durch Prof. I._, seinerseits französischer Arzt („médecin expert“), wie sie  eines den Beschwerdeführer betreffenden Urteils des Tribunal du Contentieux de l’Incapacité de J._ vom 9. Mai 2012 bilde. Angeführt wurde überdies ein Bericht von Dr. med. K._, Neurologie, vom 26. November 2012, welcher eine Verschlechterung des  des Beschwerdeführers konstatiere, unter gleichzeitiger Empfehlung darauf Bezug nehmender weiterer Untersuchungen.
D. Die IV-Stelle legte den Bericht von Dr. K._ vom 26. November 2012, auf welchen sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde bezogen hatte, in der Folge dem RAD zur Stellungnahme vor (Bericht vom 5. Februar 2013, Dr. D._) und liess sich ihrerseits sodann mit Eingabe vom 8. März 2013 zur Beschwerde vernehmen. Sie beantragte dabei, die  sei abzuweisen. Verwiesen wurde weiterhin auf die Bewertung durch das H. vom 22. März 2012. Die Einschätzung von Prof. I._ enthalte keinerlei Angaben, aufgrund welcher das H._-Gutachten in Zweifel zu ziehen wäre. Nichts anderes gelte für die älteren Berichte von Dr. K._ (vom 20. September 2010, 19. November 2010, 24. Januar 2011, 30. Juni 2011). Auch der neueste durch Dr. K._ verfasste, vom Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift angeführte Bericht vom 26. November 2012 enthalte im Übrigen keine objektiven medizinischen Hinweise, die weitere Abklärungen erforderlich erscheinen liessen.

Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g :
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem  am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet eine Verfügung der hiesigen IV-Stelle, sodass die örtliche Zuständigkeit des
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Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen  der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde des Versicherten vom 21. Januar 2013 ist demnach einzutreten.
2. Streitig und zu prüfen ist, ob – und wenn ja, in welcher Höhe – der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente hat resp. ob diese Frage in Anbetracht der gegenwärtigen Aktenlage zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt bereits beantwortet werden kann.
3.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben diejenigen Versicherten Anspruch auf eine , die ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern  (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des  (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder  Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im Bereich der  Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden  Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der  Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Invalidenrente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung der Invalidität und damit eines allfälligen  bildet die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer  Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist.
4.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der , geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2).
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4.3 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der  der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher  die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen,  und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt  noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der , St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).
4.4 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem im  geltenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle  Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle , unabhängig von ihrer Provenienz, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs . Widersprechen sich medizinische Berichte im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit der  explorierten Person, so darf das Gericht den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, weshalb es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen  beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).
4.5 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung als mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen  dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und Spezialärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen  gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 4.6.1 Das zum H._-Gutachten vom 22. März 2012 gehörende, durch Dr. F._ erstellte psychiatrische Teilgutachten konstatiert beim Beschwerdeführer keine psychiatrischen Diagno-
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sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Eine festgestellte Symptomausweitung wirke sich  nicht auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus.
In seinem neurologischen H._-Teilgutachten stellt Dr. G._ keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Lediglich Tätigkeiten im Dreischichtendienst sollten in Anbetracht einer im Jahre 2010 durch den Beschwerdeführer erlittenen transient ischämischen Attacke (TIA) im Hinblick auf weitere vaskuläre Gefährdungen nicht ausgeübt werden. Was die Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit anbelangt, so äussert sich Dr. G._ wie folgt: Zustand nach linkshemisphärischer TIA 02/2010, subjektive vorzeitige Ermüdung, leichtes degeneratives HWS- und LWS-Syndrom ohne radikuläre Beteiligung. Den Beschwerden, wie sie geltend  werden (vermehrte vorzeitige Ermüdung, Konzentrationsstörungen), stehe bei der  kein Korrelat entgegen. Der neurologische Status falle regelrecht aus. Insbesondere ergäben sich auch keine kognitiven Einschränkungen oder Sprachverständnis- oder .
4.6.2. Gemäss der Einschätzung von Prof. I._, welche Teil eines am 9. Mai 2012 in  ergangenen Urteils bildet, lägen beim Beschwerdeführer kognitive Probleme („problèmes cognitifs“) vor. Zu verzeichnen seien Konzentrationsschwierigkeiten und schnelle Ermüdung. Daraus leitet Prof. I._ für den Begutachtungszeitpunkt eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als zwei Dritteln ab. Es handle sich hierbei um die Folgen vaskulärer Vorfälle („accidents “) in der Vergangenheit.
4.6.3 Mit Bericht vom 26. November 2012 diagnostiziert Dr. K._ beim Beschwerdeführer namentlich eine leichtgradige Hemisymptomatik rechts, Gangataxie, Dysarthrie und Verdacht auf neuropsychologische Defizite, bislang unklarer Ätiologie DD im Rahmen einer  ZNS-Erkrankung. Die weiteren Diagnosen lauten folgendermassen: Status nach TIA 02/2010 (DD erneute TIA bis 09/2010), Inzidentalom Nebenniere rechts, Operation am 26.01.2011 sowie Verdacht auf hypertensive Herzkrankheit. Festgestellt wird namentlich eine dysarthrische, etwas verlangsamte Sprache. Die HWS-Beweglichkeit sei beidseits schmerzhaft eingeschränkt. Zu verzeichnen sei eine leichte Bradydiadechokinese der rechten Hand. Beim Gehen schwinge der rechte Arm weniger mit und es komme zu einer dystonen Handfehlstellung rechts. PSR sei fraglich eine Spur rechtsbetont, lebhaft, ASR ebenfalls lebhaft; Babinski  rechts stumme Sohle. Des Weiteren wird eine leichte Tonuserhöhung im rechten Bein festgestellt und ein Schweregefühl dieses Beins im Vorhalteversuch. Der Explorand gebe ferner eine Hypästhesie im rechten Oberschenkel an. Der Strichgang sei nicht durchführbar, der  erschwert. Insgesamt stellt Dr. K._ im Vergleich mit ihrer letzten Untersuchung des Beschwerdeführers im August 2011 neurologische Auffälligkeiten fest. Diese neue Entwicklung mache weitere neurologische Abklärungen und eine neuropsychologische Testung erforderlich. Dr. K._ empfiehlt eine erweiterte neurologische Abklärung mit MRT der HWS, evozierten Potentialen und Lumbalpunktion neben weiteren Laborabklärungen. Es müsse auch an eine degenerative ZNS-Erkrankung gedacht werden. Empfohlen wird durch Dr. K._ überdies eine psychiatrische Mitbeurteilung und Betreuung. 4.7.1 Zunächst ist zu prüfen, ob die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der aktuellen Aktenlage in zuverlässiger Manier gewürdigt werden kann oder ob es dafür zusätzli-
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cher Abklärungen bedarf. Abhängig ist dies davon, welches Gewicht man dem ins Recht  Bericht von Dr. K._ vom 26. November 2012 beimisst. Wäre mit diesem tatsächlich ernsthaft eine Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers seit der H._-Begutachtung zu befürchten, so müssten weitere Abklärungen durchgeführt werden im Hinblick auf die durch Dr. K._ gestellten Diagnosen und die von ihr konstatierten neuen Symptome.
4.7.2 Dr. K._ schildert in ihrem Bericht vom 26. November 2012 nach persönlicher  des Beschwerdeführers in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise ernstzunehmende neurologische Beschwerden. Betroffen seien sowohl die Motorik des Beschwerdeführers als auch dessen Sprache. Die gestellten Diagnosen gehen beträchtlich über die Feststellungen des H._-Gutachtens hinaus und sind potenziell gravierender Natur. Hierbei ist zu beachten, dass zwischen der Begutachtung durch das H._ (erfolgt am 13. Dezember 2011) und der in  stehenden Untersuchung durch Dr. K._ (erfolgt am 20. September 2012 und 25. Oktober 2012) immerhin mehr als ein halbes Jahr liegt. Es erscheint denkbar, dass es in dieser Zeit zu einer Verschlechterung gekommen ist. In Anbetracht der Schwere sowohl der durch Dr. K._ gestellten Diagnosen als auch der von ihr geschilderten Symptome ist es angezeigt, diese  ernsthaft in Betracht zu ziehen und dementsprechend eine erneute Untersuchung des  zu veranlassen. Die Empfehlung erweiterter neurologischer Abklärungen,  insbesondere einer neuropsychologischen Testung, wie sie durch Dr. K._  wird, erscheint diesbezüglich sinnvoll. Nichts anderes gilt für die ebenfalls empfohlene  Mitbeurteilung; auch eine solche ist durchzuführen. Einer neuerlichen  Einschätzung bedarf es gerade in Anbetracht der durch Dr. F._ in seinem  H._-Teilgutachten diagnostizierten Symptomausweitungsproblematik, welche im  der nunmehr in Frage stehenden neurologischen Verschlechterung neu zu würdigen ist.
4.7.3 Was die IV-Stelle in ihrer Beschwerdevernehmlassung vorbringt, vermag nichts daran zu ändern, dass Dr. K._ in schlüssiger Weise eine wesentliche und ernst zu nehmende  des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers vorbringt, welche weitere  notwendig macht, um die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zuverlässig  zu können. Moniert wird, der Bericht von Dr. K._ enthalte weitgehend subjektive Angaben, indem die Aussagen des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau ungefiltert  würden. Dies gelte insbesondere für die Vermutung einer Hemisymptomatik und die durch den Beschwerdeführer ins Feld geführten Beschwerden betreffend  und Müdigkeit. Die IV-Stelle folgt dabei insgesamt der Beurteilung des Berichts von Dr. K._ durch den RAD-Arzt Dr. D._ vom 5. Februar 2013. Insgesamt sei eine  verschlechterte gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers seit der H. nicht nachvollziehbar.
Dem kann jedoch nicht gefolgt werden. Wohl gibt Dr. K._ Aussagen des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau wieder. Die Diagnose von Dr. K._ kommt jedoch, anders als dies die  geltend zu machen scheint, nicht aufgrund dieser Aussagen zustande, sondern aufgrund durchgeführter Untersuchungen. Zu beachten ist diesbezüglich die Schilderung unter dem Titel „Neurologisch“ im Gutachten von Dr. K._. Daraus ergibt sich, welche Untersuchungen im
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Hinblick auf den Bericht vom 26. November 2012 vorgenommen worden sind (beispielsweise die Analyse des Strich- und Fersengangs). Ebenso war es Dr. K._ anlässlich der  Untersuchung des Beschwerdeführers möglich, sich selbst ein Bild von dessen Geh- und Sprechweise zu machen. Zu unterstreichen ist im Übrigen, dass Dr. K._ in ihrem Bericht vom 26. November 2012 keine definitiven Diagnosen stellt, sondern eine Verschlechterung konstatiert, welche weitere Abklärungen notwendig mache. An derartige Ausführungen sind nicht dieselben Anforderungen zu stellen, wie an einen Arztbericht, welcher abschliessende Aussagen zur Arbeitsfähigkeit machen würde. Insofern genügen die festgestellten  die rechte Körperhälfte des Beschwerdeführers betreffend (Bradydiadochokinese der  Hand, beim Gehen geringeres Mitschwingen des rechten Armes sowie dystone  rechts, PSR fraglich eine Spur rechtsbetont, Babinski rechts stumme Sohle, leichte Tonuserhöhung im rechten Bein, Schweregefühl des rechten Beins im Vorhalteversuch,  einer Hypästhesie im rechten Oberschenkel, vor allem rechts etwas steifer Gang,  rechts mit geringerer Wiederholungszahl möglich als links), um eine leichte  rechts zu diagnostizieren und daraus wiederum die Notwendigkeit weiterer Abklärungen abzuleiten. Was schliesslich den Einwand im Hinblick auf die geltend gemachten  und die angeführte Müdigkeit anbelangt, so ist zu beachten, dass diese im  der von Dr. K._ gestellten Diagnosen nicht im Zentrum stehen. Das Hauptargument für die empfohlene weitere Abklärung bildet die Verschlechterung in motorischer und sprachlicher Hinsicht, welche – wie soeben ausgeführt – bereits für sich alleine gesehen Anlass zu weiteren Untersuchungen bildet. Auf den Einwand der IV-Stelle, auch hinsichtlich der vorgebrachten Konzentrations- und Müdigkeitsproblematik gebe Dr. K._ nur Aussagen des  und dessen Frau wieder, muss daher nicht mehr gesondert eingegangen werden. Zu bemerken ist freilich, dass die vorgehend für notwendig befundenen Abklärungen auch die  hinsichtlich der vom Beschwerdeführer ins Feld geführten Konzentrationsprobleme und der Müdigkeit klären dürften.
4.7.4 Insgesamt kann mithin die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der  Aktenlage nicht zuverlässig eingeschätzt werden, da Dr. K._ in ihrem Bericht vom 26. November 2012 in schlüssiger Weise von einer neurologischen Verschlechterung berichtet, welcher durch weitere Abklärungen nachzugehen ist. In Anbetracht dieser Ausgangslage  sich zum jetzigen Zeitpunkt eine Würdigung des von der IV-Stelle ins Feld geführten H._-Gutachtens wie auch der Einschätzung von Prof. I._, auf welche sich der  seinerseits beruft.
5. Es bleibt noch über das weitere Vorgehen in der vorliegenden Sache zu befinden. Im Entscheid BGE 137 V 210 ff. änderte das Bundesgericht die bisherige ständige , wonach das kantonale Gericht prinzipiell die freie Wahl hatte, bei festgestellter  die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen oder aber selber zur Herstellung der Spruchreife zu schreiten. Es erkannte, dass die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten einzuholen hat und eine Rückweisung an die IV-Stelle nur noch in  erfolgen soll. Da es Aufgabe der Verwaltung und nicht der Beschwerdeinstanz ist, um eine erstmalige vollständige Erhebung des massgebenden Sachverhaltes besorgt zu sein, liegt ein solcher Ausnahmefall etwa vor, wenn ein relevanter Aspekt des Sachverhaltes durch
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die Verwaltung nicht abgeklärt worden ist. Vorliegend hat es die Beschwerdegegnerin , die geltend gemachte Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers differenziert abzuklären. Aus diesem Grund ist – im Einklang auch mit der geänderten  Rechtsprechung – die Angelegenheit an die IV-Stelle zurückzuweisen.
6. Zusammenfassend hat also die IV-Stelle zu Unrecht gestützt auf die momentane  einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint. Dementsprechend ist die  gutzuheissen und die Angelegenheit ist zur erneuten Abklärung im Sinne der  an die IV-Stelle zurückzuweisen.
7.1 Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist  auf den Prozessausgang abzustellen. Vorliegend ist der Beschwerdeführer obsiegende und die IV-Stelle unterliegende Partei.
7.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die  von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die  werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in  Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als  Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrenskosten auferlegt werden.  dieser Bestimmung hat die IV-Stelle als Vorinstanz trotz Unterliegens nicht für die  aufzukommen. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine  erhoben werden. Dem Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.
7.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine  zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin des  hat in ihrer Honorarnote vom 9. April 2013 für das vorliegende Verfahren einen  von 13.58 Stunden geltend gemacht, wobei sie dabei jedoch auch Bemühungen vor  der angefochtenen Verfügung (vom 17. Dezember 2012) in Rechnung gestellt hat,  vorliegend nicht entschädigt werden können. Ab dem 17. Dezember 2012 wurden von der Rechtsvertreterin 380 Minuten, d.h. 6.3 Stunden in Rechnung gestellt. Dieser Aufwand  angemessen, sodass die Stundenanzahl mit dem in Sozialversicherungsprozessen  für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu multiplizieren ist. Dazu sind Fr. 47.25 für Auslagen zu addieren. Zu den das  bildenden Fr. 1'622.25 sind sodann 8 % Mehrwertsteuer (mithin Fr. 129.80) . Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'752.05 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen.
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig
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gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über  (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten , wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid  und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges  ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen  handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen , mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).