Decision ID: cf5317d2-567b-45b4-bab3-2701305e73a5
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der
1982 geborene
X._
war ab
dem 1. November 200
9
als Fenstermonteur bei der
Y._
(Urk. 13/299
S. 3
)
angestellt und dadurch bei der
Schweizerischen
Unfallversicherungs
anstalt
(SUVA)
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert.
Am 27. Dezember 2009
renkte er sich bei einem Sturz mit dem Snowboard
das
Schultergelenk
des rechten dominanten
Arm
es
(Urk. 13/3
)
aus
(
Schadenmeldung vom 6. Januar 2010 [
Urk. 13/1
]
)
.
Im Bericht des
Z._
vom 27. Dezember 2009 wurde
ein Status nach
traumatische
r
Schulter
luxation
(Erstereignis) rechts diagnostiziert. Der Röntgenbefund ergab keinen Hinweis auf eine
ossäre
Läsion, und es erfolgte eine konservative Therapie mit Ruhigstellung im
Gilchrist
für 3 Wochen (Urk. 13/3).
Die SUVA
kam für die Heilkosten auf und erbrachte Taggeldleistungen
. Das Arbeitsverhältnis
des Ver
si
cherten
wurde
per 28. Februar 2010 aufgelöst
(Urk. 13/12,
Urk. 13/16
und Urk. 13/299
).
Da
die Schmerzen in der rechten Schulter
des
Versicherten
persistierten, wurde am 25. Februar 2010 eine MR-
Arthrographie
durchgeführt. Es fanden sich eine
reserved
GLAD-Läsion (
posteriore
Labrumkapselruptur mit Knorpelabscherung) mit einem 8 mm grossen
Flake
, eine SLAP II-Läsion, eine partielle interstitielle Ruptur der
Infraspinatussehne
distal sowie der Verdacht auf einen Status nach
Gelenkkapselavulsion
am
inferoposterioren
Humerus
(Bericht von
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Radiologie, vom 26. Februar 2010; Urk. 13/11).
Es wurden in der Folge Infiltrationen in das rechte Schultergelenk durchgeführt, welche jedoch erfolglos blieben (Bericht
e
von
Dr.
med.
B._
, Chefarzt für Orthopädische Chirurgie
und Leiter Schulterchirurgie
am
Z._
, vom 25. Mai 2010 [Urk. 13/19]
und vom 24. August 2010 [Urk. 13/44]
). Am 30. August 2010 fand eine berufliche Standortbestimmung in der
C._
statt, wobei festgestellt wurde, dass die Voraussetzungen für erfolgsversprechende berufliche Eingliederungsmassnahmen momentan nicht gegeben seien (Bericht vom 10. September 2010; Urk. 13/48).
Am 2. November 2010 führte
Dr.
B._
eine Schulter-Arthroskopie mit partieller
Refixation
des
superioren
Labrums rechts durch (
Bericht des
Z._
vom 2. November 2010;
Urk. 13/52). Zufolge eines unbefriedigenden Verlaufs (Urk. 13/58) nahm er am 17. Februar 2011 eine
Arthrotomie
der Schulter mit
Bicepstenodese
und
Debridement
des
superioren
Labrums vor (
Bericht des
Z._
vom 18. Februar 2011;
Urk. 13/73).
Hinsichtlich der Schulterproblematik berichtete
Dr.
B._
am 24. Mai 2011
von einem weiterhin bestehenden
Rehabilitations
defizit
(Urk. 13/102). Aufgrund dessen ging der Kreisarzt am 4. Juli 2011
noch
nicht von einem Endzustand aus (Urk. 13/120). Auch mit Bericht vom 9. August 2011 informierte
Dr.
B._
über ein leichtes Rehabilitationsdefizit
, wobei sich der Versicherte erstmals einiger
massen zufrieden über den Verlauf äussere bei nach wie vor bestehender deutli
cher funktioneller Einschränkung
(Urk. 13/145).
Die SUVA
holte
e
ine
Zweitmei
nung
bei
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH f
ür Orthopädie
an der Klinik
E._
, ein
. Dieser erstattete seinen Bericht am 15. September 2011 und stellte die Diagnose einer
mässiggradigen
Frozen-Shoulder
, wobei der Versicherte als Fenstermonteur beziehungsweise Zimmermann noch 100 % arbeitsunfähig sei
. Der Vorschlag der SUVA, eine Physiotherapie unter statio
nären Bedingungen in der
C._
durchzuführen, werde sowohl vom Operateur als auch vom Versicherten abgelehnt. Er schlage deshalb einen Kompromiss vor mit täglich aktiver und passiver Physiotherapie ambulant in
F._
(Urk. 13/154).
Dr.
B._
ging in seinem Bericht vom 7. September 2011 ebenfalls von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit als Zimmermann aus und von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer optimal adaptierten Tätigkeit ohne Belastung der oberen Extremität (Urk. 13/155). Da der Kreisarzt dieser Einschät
zung zustimmte (
Beurteilung vom 21. September 2011;
Urk. 13/157),
kündigte
die SUVA
mit Schreiben vom 27. September 2011 an, die
Taggelder per 1. Oktober 2011 auf 50 %
zu reduzieren
(Urk. 13/161). In Anbetracht einer weiteren
geplanten
Operation am 2. Dezember 2011 nahm die SUVA das Tag
geld ab dem 1. Oktober 2011 jedoch wieder zu 100 % auf (
Schreiben vom 29. November 2011;
Urk. 13/187).
Am 2. Dezember 2011 (Urk. 13/190-192) nahm
Dr.
D._
die besagte
Operation vor (
arthroskopische
Acromioplastik
und
Bursektomie
, Mobilisation Schulter rechts unter
arth
r
oskopischer
Kontrolle und Arthroskopie
Glenohumeralgelenk
rechts). In der Folge berichtete er über einen guten postoperativen Verlauf (
Berichte vom 20. Dezember 2011 [
Urk. 13/195
]
,
vom 17. Januar 2012 [
Urk. 13/201
] und vom 13. Februar 2012 [
Urk. 13/209
]
) und hielt
im Bericht vom 14. März 2012
fest, die Aufnahme einer leichten Tätigkeit sei möglich
. Hinsichtlich der Tätigkeit als Zimmermann bestehe wei
terhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %
(Urk. 13/221).
Im Bericht vom 14. Juni 2012 hielt
Dr.
D._
fest, bezüglich Beweglichkeit habe der Versicher
te ein gutes Ergebnis erzielt. Weiterhin störend sei ein
Painful
arc
und das
Krepitieren
beim Bewegen.
Am 24. Mai 2012
sei
eine weitere Infiltration
durch
geführt worden
(Urk. 13/243). Mit Bericht vom 29. August 2012 informierte
Dr.
D._
über
starke Schmerzen des Versicherten bei aktiven Bewegungen der rechten Schulter, wobei der Bewegungsumfang gut sei. Die Physiotherapie sei gestoppt worden, da keine wes
entliche Besserung erzielt werde
(Urk. 13/250).
Mit Schreiben vom 24. September 2012
kündigte
die SUVA
an,
die
Taggeld
leistungen
per 31. Oktober 2012 ein
zustellen
(Urk. 13/259).
Im
Bericht vom
22. November 2012
diagnostizierte
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Orthopädie
an der Klinik
E._
,
den Ver
dacht auf
eine
am 16. November 2012 erlittene
Schultersubluxation/Luxation rechts
(Urk. 13/281).
Am
3.
Dezember 2012 erhob er aufgrund der
durchge
führten
Kernspintomographie den Befund erheblicher degenerativer Verände
run
gen mit
Chondropathie
Grad III bis IV,
humeral
,
craniolateral
sowie
glenohumeral
Grad II bis III, Verschmälerung des
Subacromialraumes
mit
Sup
ra
spinatussehnen-
Impingement
und
ausgedünnte
r
Subscapulari
ssehne
bei Sta
tus nach einer
Bic
epstenodese
.
Eine frische
Labrumläsion
könne nicht nach
ge
wiesen werden
. Aktuell bestehe keine Indikation zu einem operativen Vorge
hen. Eine Arbeitsfähigkeit bestehe nicht (Urk. 13/293).
Am 10. Dezember 2012 wurde der Versicherte im Auftrag der SUVA an der
H._
untersucht
(
Bericht vom 1
7. Dezember 2012; Urk. 13/296
).
Nach
subacromialen
und
glenohumeralen
Infiltrationen sowie einer Punktion des Schultergelenkes erfolgte
n
am 13. Februar 2013
sowie am 3. April 2013 w
eitere Untersuchung
en
an der
H._
(Bericht
e
vom 12. März 2013
[
Urk. 13/314
] und vom 24. Mai 2013 [Urk. 13/327]
).
Die
se
schloss die
Behand
lung in der Schultersprechstunde vorerst ab (Urk. 13/327
S. 3
).
Am 12. Juni 2013 fand die kreisärztliche Abschlussuntersuchung bei
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe
gungsapparates, statt
(Urk. 13/335).
Dieser attestierte dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepasst
en Tätigkeit (Urk. 13/335 S. 6) und bestätigte a
m 2. Dezember 2013
das Erreichen des medizinischen Endzu
standes
(Urk. 13
/348).
Gleichentags stellte die
SUVA die Leistun
gen für Heilbe
handlungen
per sofort
sowie die Taggeldleistungen per 31. Dezember 2013 ein (Urk. 13/357).
Mit Verfügung vom 19. Dezember 2013 verneinte
sie
einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung bei einem Invaliditätsgrad von 5,37 %
(Urk. 13/361).
Am 19. März 2014
sprach
sie
dem Versicherten eine Integritätsentschädigung von Fr. 18‘900.-- zu (Urk. 13/377).
Mit
Einspracheent
scheid
vom
25. März 2014
wies die SUVA die
am 3. Februar 2014 erhobene
Einsprache des Ver
sicherten
(Urk. 13/369) gegen die Verfügung vom 19. Dezember 2013
ab (Urk. 2 [= Urk. 13/
381
]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am
8. Mai 2014
Beschwerde und beantragte, der angefochtene E
ntscheid sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin ein volles Tag
geld auszurichten; eventuell sei ihm ab dem 1. Januar 2014 eine Rente von mindestens 42 % auszurichten (Urk. 1 S. 2). In prozessualer Hinsicht beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2 f.).
Mit Beschwerdeantwort vom
4. August 2014 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 12), was dem Beschwerdeführer am 8. August 2014 angezeigt wurde (Urk. 14). Mit Eingabe vom 5. Juni 2015 (Urk. 15) reichte
der Beschwerdeführer
zwei
Unterlagen ein. Dabei handelt
es sich um das Auf
gebot des
J._
an den Beschwerdeführer
vom 2. Juni 2015 in Bezug auf
einen
operativen Eingriff
(Einsetzung eines künstlichen Schulter
ge
lenkes)
am
30. Juni 2015 (Urk. 16/2)
sowie um ein Schreiben der
Beschwer
degegnerin
an den Beschwerdeführer
vom 3. Juni 2015 (Urk. 16/3), worin
Kos
ten
gutsprache
für die Behandlungskosten des am 22. November 2014 gemel
de
ten Rückfalls erteilt und die Prüfung eines Anspruches auf
Taggeldleis
tungen
in Aussicht gestellt wurde
n
(Urk. 16/3).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
– soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.2
Nach
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Tag
geld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8
des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Ein
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeldleistun
gen
dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
1.3
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüberge
henden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschl
ossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist
. Die Verwendung des
Begriffes „
namhaft" in Art.
19 Abs.
1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art.
10 Abs.
1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen
–
wie etwa einer Badekur
–
zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
führung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versi
cherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE
134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_6
39/2014 vom 2. Dezember 2014 E.
3).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anam
nese)
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen
hänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerun
gen des
Experten begründet und nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend für den
Beweis
wert
ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Den Berichten
versiche
rungs
in
terner
Ärztinnen und Ärzten kommt rechtsprechungsgemäss zwar nicht der
selbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gut
achten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten, sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtig
keit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (
BGE 135 V 365, E. 4.4 S. 469;
Urteil des Bundesgerichts 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 4.7).
1.5
Die Rechtsprechung geht in Bezug auf die Würdigung von ärztlichen Berichten, welche die SUVA im Administrativverfahren einholt, seit je davon aus, dass die Anstalt, solange sie in einem konkreten Fall noch nicht Prozesspartei ist, als Verwaltungsorgan dem Gesetzesvollzug dient. Wenn die von der SUVA beauf
tragten Ärzte und Ärztinnen zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, darf das Gericht in seiner Beweiswürdigung auch solchen Gutachten folgen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE
122 V 157,
104 V 209 E. c; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer auch über den 31.
Dezember
2013
hinaus Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin machte zusammengefasst geltend
, die Ärzte hätten sich durch weitere Behandlungsmassnahmen keine namhafte Verbesserung der Beschwerdesymptomatik mehr versprochen, sodass der medizinische Endzustand am 31. Dezember 2013 erreicht worden sei (Urk. 2 S. 7).
Die Beurteilung von Dr.
I._
sei sodann umfassend und schlüssig. Medizinische Berichte, welche dieser widersprächen, lägen nicht bei den Akten.
Dr.
I._
habe auch die Schmerzproblematik in seine Beurteilung einbezogen (Urk. 2 S. 9). Beim
Ein
kommensvergleich
resultiere ein Invaliditätsgrad von 6,48 %, womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe (Urk. 2 S. 9 ff.).
2.3
Dem hielt der Beschwerde
führer im Wesentlichen entgegen, der Endzustand sei im Zeitpunkt des Fallabschlusses noch nicht erreicht worden. Insbesondere sei zu wenig abgeklärt worden, woher die starken Schmerzen im Schultergelenk kämen. Die Behauptung von
Dr.
K._
und
pract
. med.
L._
, wonach es keinen eindeutigen Fokus gebe, der die persistierenden Schmerzen erklären würde, sei nicht verständlich. Aufgrund der Tatsache, dass die Einsetzung eines künstli
chen Schultergelenkes diskutiert werde, sei auch offenkundig, dass die verletzte Schulter Ursache der Schmerzen sein müsse. Zudem sei auch die Frage nicht beantwortet worden, wann ein künstliches Schultergelenk eingesetzt werden solle und welche Auswirkungen dies auf die Schmerzen und die Beweglichkeit habe (Urk. 1 S. 3). Die ärztlichen Berichte seien zudem widersprüchlich hin
sichtlich der Gebrauchsfähigkeit der rechten Hand beziehungsweise des rechten Arms. Es mangle daher an einer
rechtsgenüglichen
Abklärung, weshalb ein Gutachten einzuholen sei.
Weiter seien auch die medizinischen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft worden, weder eine Schmerz- noch eine Physiotherapie sei angeordnet worden (Urk. 1 S. 4).
In der Eingabe vom 5. Juni 2015 brachte der Beschwerdeführer
sodann
vor,
die Tatsache, dass am 30. Juni 2015 ein künstliches Schultergelenk eingesetzt werde, bestätige, dass die Arbeitsunfähigkeit bis heute andauere und der End
zustand erst nach der Operation und der anschliessenden Rehabilitation erreicht werde (Urk. 15).
3.
3.1
3.1.1
Im
Bericht
der
H._
vom 17. Dezember 2012
(visiert
von
Dr.
med.
M._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, und
pract
. med.
L._
, Assistenzarzt)
wurde
zur Anamnese
festgehalten,
der Beschwerdeführer berichte von persistierenden, bewegungsabhängigen Schmerzen
der rechten Schulter vor allem bei Rotations
bewegungen. Ab und zu habe er auch Schmerzen in Ruhe. Er nehme keine
Schmerzmittel ein, eine Infiltration habe nichts gebracht. Die Ärzte stellten
eine eingeschränkte Schultergelenks-Beweglichkeit
fest
. Es bestehe der klinische Befund einer Kapselsteife, die sich vor allem in der Innenrotation manifestiere. Dies korreliere mit dem MR-tomographischen Befund. Ebenso zeige sich eine schmerzhafte
Bicepssehnen-Tenodese
, die AC-Gelenksproblematik stehe aktuell eher im Hintergrund
(Urk. 13/296)
.
3.1.2
Die Verlaufskontrolle vom 13. Februar 2013 an der
H._
(vgl. Bericht vom
12. März 2013
; Urk. 13/314 [visiert von
Dr.
M._
und
pract
. med.
L._
])
ergab, dass anamnestisch nach einer weiteren Infiltration keine Beschwerdelinderung
erreicht werden konnte
. Das Beschwerdebild sei unverän
dert, weshalb auf den Bericht vom 10. Dezember 2012 (richtig 1
7.
Dezember 2012; E. 3.1.1) verwiesen werde. D
ie genaue Differenzierung der
Schmerz
symp
to
matik
sei weiterhin erschwert
. Eine Komponente stelle sicherlich die massi
ve Vernarbung nach den bekannten Eingriffen, insbesondere im Bereich der
Subscapularissehne
dar, welche sich in den extern durchgeführten MR-Bildern in ihrem Verlauf stark verändert zeige, insbesondere im
anterioren
Glenoid
be
reich
(DD:
ALPSA-Läsion). Die Sehne erscheine jedoch in Kontinuität erhalten. Der Verdacht bestehe auch auf eine verbleibende, zumindest teilweise beste
hen
de vordere Instabilitätsproblematik. Des Weiteren sei ein Beginn
gleno
humeraler
Arthrose auszumachen, die auch einen Teil der Schmerzkomponente darstellen könnte. Auch ein Infekt könne nach den mehrfachen Voroperationen nicht ausgeschlossen werden, weshalb als nächster Schritt zu prüfen sei, ob ein solcher vorliege (Urk. 13/314).
3.1.3
Im
Bericht vom 24. Mai 2013
der
H._
(Urk. 13/327; visiert von Prof.
Dr.
med.
N._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates und
Teamleiter Schulter-Ellbogen, und
pract
. med.
L._
, Assistenzarzt)
wurde
ein Infekt aus
geschlossen. Die Ärzte
wiesen darauf hin, dass beim Versicherten eine ausgeprägte Schädi
gung des Schultergelenkes bestehe. Ein eindeutiger Fokus, der die persistieren
den Schmerzen erkläre, gebe es für sie nicht. Zudem hätten die Infiltrationen keinerlei Linderung gebracht, so dass auch die Erfolgschancen bei erneuter Operation gering seien und
sich
die Situation ebenfalls noch einmal ver
schlechtern könnte. Mögliche Therapieoptionen als
ultima
ratio
seien eine
Arthrodese
oder im weiteren Verlauf ein künstlicher Gelenksersatz. Auch hier seien die Erfolgsaussichten aufgrund der genannten Gründe zweifelhaft. Der Beschwerdeführer sei nach aktuellem Stand der Dinge nicht mehr in der Lage, als Zimmermann tätig zu sein, sodass eine Umschulung ratsam wäre, um eine berufliche Aktivität zu sichern. Die Behandlung in der Schultersprechstunde werde vorerst abgeschlossen.
3.2
3.2.1
Dr.
I._
führte in seinem
Bericht
zur kreisärztlichen Untersuchung vom 12. Juni 2013
(Urk. 13/335)
aus,
es bestehe ein Residualzustand der rechten Schul
ter mit persistierender Bewegungseinschränkung und Schmerzen. Objektiv sei eine Muskelatrophie der Schultergürtelmuskulatur rechts mit deutlich ein
geschränkter, aktiver Beweglichkeit, positiven Provokationstests und klinischen Hinweisen auf eine vordere Instabilität nachweisbar. Subjektiv werde von per
manenten Schmerzen im rechten Schultergelenk mit Durchschlafstörungen, erheblicher Einschränkung der Gebrauchsfähigkeit der rechten Hand respektive des rechten Armes, Kraftverlust in der rechten Hand und Instabilitätsgefühl in der rechten Schulter berichtet (Urk. 13/335 S. 5).
Als
ultima
ratio
kämen, wie von der
H._
beschrieben, nur noch eine Schulterprothese oder eine
Arthrodese
im rechten Schultergelenk in Frage. D
er Bewegungsumfang im rechten Schultergelenk sei zwar deutlich eingeschränkt, die Gebrauchsfähigkeit der rechten Hand jedoch vollständig intakt. Im Vergleich zur
adominanten
lin
ken Hand sei das Kraftdefizit der rechten Hand respektive des rechten Armes mässig beeinträchtigt. Unter Berücksichtigung
der Zumutbarkeit für das rechte Schultergelenk
bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Armvorhaltetätigkeiten und Überkopftätigkeiten mit dem rechten Arm könnten nicht mehr durchgeführt werden. Die rechte Schulter sollte keinen vermehrten Vibrationen ausgesetzt werden. Kurzzeitig sei mit der rechten Hand das körpernahe Anheben von Gewichten bis 5 kg bis zur Gürtelhöhe möglich. Die rechte Hand sei als Haltehand beim beidseitigen, kö
r
pernahen Anheben von Gewichten bis 15 kg einsetzbar (Urk. 13/335
S. 6
).
3.2.2
In der Beurteilung vom 2. Dezember 2013 hielt
Dr.
I._
fest, mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit sei durch weitere Behandlungen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten (Urk. 13/348).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im
Einspracheentscheid
vom 25. März 2014 auf die Beurteilung der Ärzte der
H._
sowie des Kreisarztes
Dr.
I._
, was nicht zu beanstanden ist. Den ausführlichen und detaillierten Berichten dieser Ärzte ist voller Beweiswert zuzuerkennen, erfüllen sie doch die von der Recht
sprechung aufgestellten Anforderungen an eine beweistaugliche und beweis
kräftige Expertise (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352, vgl. E. 1.4).
Konkrete Indizien, d
ie gegen die Zuverlässigkeit der Berichte
sprechen, sind nicht zu fin
den
. Überdies
liegen
auch
keine
den genannten Berichten widersprechenden
ärztlichen Berichte vor
.
4.2
4.2.1
D
er Vorwurf
des Beschwerdeführers
, es sei zu wenig abgeklärt worden
, woher die Schmerzen im Schultergelenk stammten (Urk. 1 S. 3)
,
greift nicht
.
Die Ärzte der
H._
hielten im Bericht vom
13. Februar 2013
zwar
fest,
d
ie genaue Differenzierung der Schmerzsymptomatik sei weiterhin erschwert.
Mögliche
Gründe für die Schmerzsymptomatik nannten sie aber durchaus: Sie
erwähnten
die massive Vernarbung nach den bekannt
en Eingriffen –
insbesondere im
Bereich der
Subscapularissehne
, welche sich in den extern durchgeführten MR
Bildern in ihrem Verlauf stark verändert zeige, insbesondere im
anterioren
Glenoidbereich
(DD: ALPSA-Läsion)
– sowie eine beginnende
glenohumerale
Arthrose
(E. 3.1.2). Einen Infekt konnten sie
letztlich
ausschliessen (E. 3.1.3).
Dass
die Ärzte im Ergebnis
keinen eindeutigen Fokus der Schmerzen lokalisieren
konnten, sondern auf die grundsätzliche und ausgeprägte Sch
ädigung des Schul
tergelenkes ver
wiesen (E. 3.1.3), schmälert die
Aussagekraft ihrer Beurteilung
in keiner Weise
.
Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 3) stellten
die Ärzte die verletzte Schulter des Beschwerdeführers als Ursache für dessen Schmerzproblematik
auch
nicht
in Frage
.
D
ie Formulierung, es
könne
kein eindeutige
r
Fokus
der Schmerzen lokalisiert werden,
ist
verständlich
und ange
sichts ihrer Darlegung
nachvollz
iehbar
.
4.2.2
Die
Ärzte der
H._
legten ihre Einschätzung
in Bezug auf weitere mögliche Eingriffe hinreichend dar. Sie zogen
eine
Arthrodese
oder im weiteren Verlauf einen künstlichen Gelenksersatz als
ultima
ratio
in Betracht;
allerdings hielten sie die Erfolgschancen bei einer erneuten Operation für gering und äus
serten ihre Befürchtung, die Situation könnte sich dadurch
noch
zusätzlich verschlechtern.
Als Grund dafür nannten sie die Art der Verletzungen sowie die fehlende Wirkung der
Infiltrationen (E. 3.1.3).
Kreisarzt
Dr.
I._
schloss sich dieser Einschätzung an (E. 3.2.1).
Dass in der Zwischenzeit
(nach Erlass des
Einspracheentscheides
vom 2
5.
März 2014, welcher hinsichtlich des gerichtlich zu beurteilenden Sachverhalts mass
geblich ist; vgl. BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis)
ein künstliches Schulter
ge
lenk eingesetzt wurde, vermag an der Nachvollziehbarkeit der genannten ärzt
li
chen Einschätzung
en
, welche auch angesichts des jungen Alters des Beschwer
de
führers
als schlüssig erscheinen
,
nichts zu ändern, selbst dann nicht, wenn (zumindest
vorläufig
) tatsächlich eine Verbesserung der
Schmerzproble
matik
eingetreten sein sollte
.
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers war von den Ärzten
prognostisch
zu beurteilen (E. 1.3). Eine Retrospektive
kann
nicht dazu dienen, nachvollziehbare ärztliche Beurteilungen im Rückblick zu widerle
gen.
D
ie Frage, wann
genau
ein künstliches Schultergelenk
e
inzusetzen sei
und wel
che Auswirkungen dies auf die Schmerzen und die Beweglichkeit hätte,
war
von den
Ärzte
n, entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers
(Urk. 1 S. 3)
,
zudem
nicht
zu
beantworten.
Eine solche Prognose erwies beziehungsweise erweist sich angesichts der Umstände als praktisch unmöglich. Es genügte daher, dass
sie mit Blick auf die
Einsetzung ei
nes künstlichen Schultergelenks ihre
Zweifel hinsichtlich
der
Erfolgschancen
zum Ausdruck brachten.
4.2.3
Weiter ist festzuhalten, dass ke
ine
Widersprüchlichkeit in den ärztlichen Berich
ten
(Urk. 1 S. 4)
auszumachen
ist
.
Im Bericht der kreisärztlichen Untersuchung vom
12. Juni 2013
wurden auf der einen Seite
die subjektiven Schilderungen des Beschwerdeführers
wiedergegeben
,
wonach
die Gebrauchsfähigkeit der rechten Hand respektive des
rechten Armes eingeschränkt sei
und ein Kraftverlu
st in der rechten Hand vorliege
. Auf der anderen Seite
wurde
im kreisärztlichen Bericht
der Befund von
Dr.
I._
beschrieben.
Dieser konnte
die
subjektiven
Angaben
des Beschwerdeführers nicht
gänzlich
nachvollziehen,
weil
er
die
Gebrauchsfähigkeit der rechten Hand
als
vollständig intakt
einstufte
und i
m Vergleich zur
adominanten
linken
Hand bloss eine mässige Beeinträchtigung des
Kraftdefizit
s
der rechten Hand respektive des rechten Armes
feststellen konnte
(E. 3.2.1)
.
Die Widersprüchlichkeit liegt somit nicht in den Feststellun
gen von
Dr.
I._
, sondern darin, dass die vom Beschwerdeführer geschilder
ten Einschränkungen
der Hand
nicht objektiviert werden konnten.
4.2.4
Die Behauptung des Beschwerdeführers, es sei weder eine Schmerz- noch eine Physiotherapie angeordnet worden (Urk. 1 S. 4),
erweist sich
sodann
als
falsch
(vgl. Physiotherapieverordnungen vom 1
7.
Februar 2011 [
Urk.
13/70], vom 2
0.
Mai 2011 [
Urk.
13/113], vom 2
9.
Juli 2011 [
Urk.
13/139],
8.
September 2011 [
Urk.
13/174], vom 1
4.
November 2011 [
Urk.
13/198], vom 1
8.
Januar 2012 [
Urk.
13/208], vom
2.
Februar 2012 [
Urk.
13/206], vom
8.
Februar 2012 [
Urk.
13/218] sowie die Langzeitverordnungen vom 1
3.
März 2012 [
Urk.
13/228], vom 2
3.
Mai 2012 [
Urk.
13/238], vom 1
6.
April 2012 [
Urk.
13/247], vom 1
6.
Juli 2012 [
Urk.
13/251], vom 2
6.
November 2012 [
Urk.
13/301], vom 1
7.
Januar 2013 [
Urk.
13/323]
.
Dr.
G._
verordnete
nebst
dem
die Ein
nahme eines nicht
steroidalen
Antirheumatikums sow
ie von
Condrosulf
wäh
rend drei
Monate
n
(
Bericht vom 3. Dezember 2012,
Urk. 13/293).
Zusätzlich wurden
an der
H._
Infiltrationen durchgeführt (E. 3.1). Allerdings brachten diese Therapiemethoden gemäss den Schilderungen des Beschwerde
führers nichts (Urk. 13/314,
13/327 und Urk. 13/335 S. 3),
was die Beurteilung der Ärzte,
es sei
ein mediz
inischer Endzustand erreicht
, zusätzlich untermauert.
4.3
Angesichts des Umstands, dass
Dr.
I._
in Übereinstimmung mit den
Ärzte
n
der
H._
davon ausging,
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei durch weitere Behandlungen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan
des zu erwarten, ist der von der Beschwerdegegnerin per 31. Dezember 2013 verfügte Fal
labschluss nicht zu beanstanden, zumal
am 23. April 2013 auch berufliche Massnahmen der
Invalidenversicherung ab
gelehnt worden waren
(Urk. 13/322
).
5.
5.1
Mit dem Fallabschluss ist zu prüfen, ob der Beschwer
deführer Anspruch auf eine Rente
der Unfallversicherung
hat.
5.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines
Einkom
mensvergleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versi
cherte Person nach Ein
tritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern
mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt.
Insoweit die frag
li
chen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annä
herungswerte miteinander zu vergleichen.
5
.3
5.3
.1
Zur
Ermittlung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesund
heitsschaden
fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein.
Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer auch ohne
Gesundheits
schaden
die bisherige Tätigkeit bei der
Y._
nicht mehr innehätte. Das Arbeitsverhältnis wurde per 28. Februar 2010 aufgelöst,
nachdem der
Geschäftsführer der Arbeitgeberin den operativen Teil der Tätig
keit per Ende
Februar 2010 aus gesundheitlichen Gründen einstellen musste
.
Es folgte
schliesslich
der Konkurs der Arbeitgeberin
(Urk. 13/12, Urk. 13/16 und Urk. 13/299). Auf das Einkommen bei
dieser
kann somit nicht abgestellt wer
den.
Aus dem Auszug aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers (IK
Auszug) vom 18. Mai 2011 kö
nnen denn auch aus der Zeit vor der Anstellung bei der
Y._
keine repräsentativen
Einkommenszah
len
ermittelt werden. Vielmehr geht hervor, dass der Beschwer
de
führer während
der gesamten Zeit
seiner Erwerbstätigkeit selten eine länger
fris
tige Anstellung innehatte und
nie einen
Jahreslohn erzielte, welcher den Betrag von Fr. 33‘000.-- (
vgl. das
Jahr 2008
; ohne Berücksichtigung des Betrages von Fr. 11‘000.-- als Nichterwerbstätiger
) überstieg (Urk. 13/338 S. 378-380).
5.
3
.2
N
ach Eintritt des Gesundheitsschadens
nahm der Beschwerdeführer
keine neue Erwerbstätigkeit
mehr
auf
.
5.
3
.3
Damit sind sowohl für die Bestimmung
des
Valideneinkommens
als auch des Invalideneinkommens die
Tabellenlöhne ge
mäss den vom Bundesamt für Sta
tis
tik periodisch herausgegebenen
Lohnstruk
turer
hebungen
(LSE) heranzu
ziehen.
Der Beschwerdeführer gab zwar an, gelernter Zimmermann zu sein mit Abschluss im Jahre 2002 (Urk. 13/21 S. 1, Urk. 13/39 S. 6). Er legte jedoch nie ein Zeugnis des Lehrabschlusses vor,
auch gegenüber
der Invalidenversicherung
nicht
(Urk. 13/322)
und die Lohnzahlungen der
O._
enden im Februar 2002 (
Urk.
13/338 S. 380).
Aus dem Lebenslauf sowie den Angaben des Beschwerdeführers ergibt sich, dass er vor dem Unfall
nicht län
gerfristig als Zimmermann tätig war, sondern
unterschiedliche Tätigkeiten aus
führte, so beispielsweise im Gartenbau und auf dem Bau (Urk. 13/21 und Urk. 13/41). Mangels
nachgewiesenen
Abschlusses einer Berufsa
usbildung
sowie langjähriger Berufserfahrung in einer bestimmten Branche
ist sowohl für die Bestimmung des
Valideneinkommens
als auch des Invalideneinkommens auf den Lohn für Hilfsarbeiten (Zentralwert),
Anforde
rungsniveau
4,
gemäss
LSE 2010
abzustellen.
Unter diesen Umständen
entspricht der
Invaliditäts
grad
dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn (Urteil des Bun
desgerichtes
9C_215/2010
vom 20. April 2010
, E
.
5.2),
weil
dem Beschwerdeführer von
Dr.
I._
in einer angepassten Tätig
keit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert wurde (E. 3.2.1).
Das Belastungsprofil wurde wie folgt beschrieben:
Armvorhaltetätigkeiten und Überkopftätigkeiten mit dem rechten Arm könnten nicht mehr durchgeführt werden. Die rechte Schulter sollte keinen vermehrten Vibrationen ausgesetzt werden. Kurzzeitig sei mit der rechten Hand das körpernahe Anheben von Gewichten bis 5 kg bis zur Gürtelhöhe möglich. Die rechte Hand sei als
Halte
hand
beim beidseitigen, köpernahen Anheben von Gewichten bis 15 kg einsetz
bar (E. 3.2.1).
Angesichts der beschriebenen Einschränkungen des dominanten rechten Arms sowie des Umstands, dass der Beschwerdeführer
an keinen anderweitigen gesundheitlichen Einschränkungen leidet und noch jung ist
,
rechtfertigt sich ein leidensbedingter Abzug von
maximal
5 %
. Damit
ergibt sich keine
Erwerbsein
busse
im Umfang der geforderten 10 % für eine Invalidenrente der Unfallversi
cherung.
Bei diesem Ergebnis kann offengelassen werden, ob das von der
Beschwer
degegnerin
anhand der
DAP-Zahlen
errechnete Invalideneinkommen (
Urk.
2 S. 9 ff.) in einer leidensangepassten Tätigkeit erzielt werden könnte.
5.4
Nach dem Gesagten besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversi
cherung.
6.
Da der Zeitpunkt des Fallabschlusses nicht zu beanstanden ist und der für die Ausrichtung einer Invalidenrente der Unfallversicherung erforder
liche
Invalidi
tätsgrad
von 10 % nicht erreicht wird, erweist sich die Be
schwerde als unbe
gründet und ist abzuweisen.
7.
7.1
Mit seiner Beschwerde vom 8. Mai 2014 ersuchte der Beschwerdeführer
um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege
(Urk. 1
S. 2 f.
).
Da das vorliegende Verfahren kostenlos ist, erweist sich das
Gesuch um unentgelt
liche
Prozessfüh
rung
als gegenstandslos.
Zu prüfen bleibt das Gesuch um
unentgeltliche
Rechts
ver
tretung
, da
ausgangsgemäss
keine Prozessentschädigung auszurichten ist.
7.2
Mit Eingabe vom
1. April 2015
reichte
der Beschwerdeführer
nebst dem Formu
lar zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit lediglich zwei Kopien der Steuerbehörde ein (Gesamt-Kontoauszug
vom 30. Juni 2014 über
Schulden im Umfang von Fr. 9‘609.10
[Urk. 9/1] und eine Ermessens-Veranlagung vom 24. Oktober 2013 für das Jahr 2012 [Urk. 9/2]
).
7.3
Im Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit gab der Beschwerde
führer an, mittellos und verschuldet zu sein. Er
räumte aber ein,
wirtschaftliche Hilfe in Form von Arbeitslosengeld für 90 Tage (minimale Pauschale) zu bezie
hen.
Als einzige Auslage führte er Telefonkosten in der Höhe von Fr. 300.
-- monatlich
auf; er sei obdachlos (Urk. 8). Die Angaben des Beschwerdeführers konnten in keiner Weise verifiziert werden.
Mit den
eingereichten Belege
n
der Steuerbehörde v
ermag der Beschwerdeführer seine
Mittellosigkeit denn auch
nicht darzutun. Insbesondere die Ermessens-Veranlagung dokumentiert
bloss, dass
er
auch
diese
nicht mit den notwendigen Unterlagen bedient.
7.4
Nach dem Gesagten kam der Beschwerdeführer seiner Substantiierungspflicht nicht in genügender Weise nach, was androhungsgemäss (vgl. die Verfügung vom 14. Mai 2014; Urk. 3) zur Folge hat, dass davon ausgegangen wird, es bestehe keine prozessuale Bedürftigkeit. Damit ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen R
echtsvertretung
abzuweisen.