Decision ID: 907d499e-2a36-439d-8e26-f6d7af706bec
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, St. Leonhard-Strasse 20,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 9./13. Februar 2007 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an und beantragte namentlich eine Rente. Er habe in seiner
Heimat vier Jahre lang die Schule besucht, 1978/1980 sei er in die Schweiz gekommen
und hier als Hilfsarbeiter tätig gewesen. Am 24. Februar 2006 habe er einen
Verkehrsunfall erlitten.
A.b Dr. med. B._, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, gab im Arztbericht vom
22. Februar 2007 (IV-act. 8-1 bis 4) an, es lägen ein unfallbedingtes Ereignis vom
24. Februar 2006 und krankheitsbedingte frühere Ereignisse aus der Zeit von 1988 bis
1997 vor. Seit dem 25. Februar 2006 sei der Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig. Die
bisherige Tätigkeit sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar; die zahlreichen
Arbeitsversuche seien alle wegen der Einstellung des Versicherten gescheitert, er
könne seine frühere Arbeit nicht mehr ausführen. Bei den gegenwärtig vorliegenden
Umständen (mit den Organschäden nach einem Schleudertrauma) und der Motivation
des Versicherten seien auch andere Tätigkeiten nicht zumutbar. - Beigelegt waren
unter anderem ein Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 4. Oktober 2006 (IV-
act. 8-18 ff.) über einen Aufenthalt vom 10. August bis 13. September 2006, wonach
am 24. Februar 2006 eine Heckauffahrkollision (vorderes Fahrzeug) mit HWS-
Distorsionstrauma geschehen sei, mit zervikozephalem Schmerzsyndrom, und
ausserdem eine Tinea pedis beidseits (anbehandelt) vorliege. Es bestünden keine
wesentlichen objektivierbaren Folgeerscheinungen des Unfalls mehr. Infolge
Selbstlimitierung und ungenügender Kooperation im Behandlungsprogramm hätten die
zu erwartenden Verbesserungen von Funktion und Belastbarkeit nicht erreicht werden
können. Es liege keine psychische Störung mit Krankheitswert vor, die eine
arbeitsrelevante Leistungsminderung begründen könnte. Die berufliche Tätigkeit als
Reinigungsmitarbeiter und andere (als Mindestmass der Arbeitsfähigkeit) mittelschwere
Tätigkeiten seien ganztags zumutbar. Zur Erleichterung des Wiedereinstiegs nach
länger dauernder Arbeitsunfähigkeit sei ab 14. September 2006 noch von einer
Arbeitsunfähigkeit von 50 % und im Monat Oktober 2006 von noch 25 %
Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Zu empfehlen seien eine Begleitung des
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Arbeitseinstiegs und eine Leistungsprüfung im Betrieb nach ca. zwei bis drei Wochen.
Die Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen hatte Dr. B._ am 12. Mai 2006
(IV-act. 8-46 f.) berichtet, es lägen ein St. n. HWS-Distorsionstrauma am 24.2.2006 mit
persistierendem cerviko-cephalem Schmerzsyndrom und akute Schmerzen im rechten
Unterarm, wahrscheinlich rheumatischer oder orthopädischer Natur, vor. Klinisch
neurologisch hätten sich keine eindeutigen Ausfälle - insbesondere keine
Radikulopathie - gezeigt. Erst wenn sich (was die Unterarmschmerzen betreffe) im
Verlauf der Verdacht auf ein Karpaltunnelsyndrom ergebe, könne eine ENG-
Untersuchung durchgeführt werden. Es bestehe der V.a. Entwicklung einer
somatoformen Schmerzstörung. Dr. med. C._, Spezialarzt FMH für
Otorhinolaryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie, hatte Dr. B._ am 9. Mai 2006
einen audioneurootologischen Bericht (IV-act. 8-48 ff.) erstattet. Es lägen ein cervico-
cephales Akzelerations-/Dezelerations-Trauma vom "head non contact"-Typ, ein
posttraumatisches cervico-encephales Syndrom (mit HWS-Distorsion, milder
traumatischer Hirnverletzung und neuro-psychologischen Defiziten), eine multimodale
sensori-motorische Funktionsstörung innerhalb des Gleichgewichtssystems, eine
posttraumatische Hyposmie und eine hochgradige Hochtonsenke (C5) beidseits vor.
Ein MRI der HWS vom 31. Januar 2007 hatte gemäss Bericht vom gleichen Tag (IV-
act. 8-42 f.) eines Radiologischen Instituts eine Osteochondrose C5/6 und C6/7 mit
breitbasigen medianen Bandscheibenprotrusionen, mit einer leichten foraminalen Enge
C5/6 rechts, ohne Nachweis einer sicheren Nervenwurzelkompression, sowie eine
subkritische spinale Enge C6/7 ergeben.
A.c Die Arbeitgeberin bescheinigte am 7. Februar (wohl: März) 2007 (IV-act. 17), der
Versicherte sei seit dem 1. Februar 1998 vollzeitlich als Manager/Reiniger angestellt
gewesen und das Arbeitsverhältnis dauere noch bis zum 30. April 2007. Im Januar
2006 habe der AHV-beitragspflichtige Monatslohn Fr. 5'441.60 ausgemacht und der
Versicherte hätte ohne Gesundheitsschaden weiterhin diesen Lohn erzielt. Das
Arbeitsverhältnis sei aus wirtschaftlichen Gründen (wegen Umstrukturierung) aufgelöst
worden. Letzter effektiver Arbeitstag sei der 13. Dezember 2006 gewesen.
A.d Am 13. März 2007 (IV-act. 18-6 ff.) brachte Dr. B._ im Anmeldeformular
verschiedene Ergänzungen an. Er wies auf den früher beigelegten Bericht von Dr.
C._ vom 9. Mai 2006 hin. Bei psychisch depressiver Verfassung habe sich eine stark
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ängstliche Verstimmung des Versicherten entwickelt, die eine Rückkehr an den
Arbeitsplatz weitgehend verunmöglicht habe. Der Versicherte werde zurzeit
psychiatrisch behandelt. Zusätzlich erschwerend seien die erwähnten früheren
Krankheiten.
A.e Die IV-Sachbearbeiterin hielt am 2. April 2007 (IV-act. 23) fest, der Versicherte
beziehe ein volles Taggeld der Unfallversicherung. Es stelle sich die Frage, ob auch
unfallfremde Leiden bestünden; falls nicht, sei der UV-Entscheid abzuwarten. Der
Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung befürwortete am 19. April
2007 eine MEDAS-Abklärung, da ein vorbestehender/unfallfremder psychischer
Gesundheitsschaden vorliege.
A.f Am 7. Mai 2008 erstattete das Ärztliche Begutachtungsinstitut ABI das Gutachten
vom 28. April 2008 (IV-act. 45). Als Hauptdiagnosen wurden eine leichte depressive
Episode und ein cervicocephales Schmerzsyndrom bei Status nach HWS-
Distorsionstrauma am 25.2.2006 angegeben. Daneben lägen (ohne Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit) eine Schmerzverarbeitungsstörung, ein metabolisches Syndrom, eine
beginnende periphere arterielle Verschlusskrankheit und chronische Kopfschmerzen
vor. Für Arbeiten mit der Notwendigkeit wiederholter Überkopfarbeiten oder der
Einnahme langdauernder Zwangshaltungen ergebe sich aus polydisziplinärer Sicht eine
volle Arbeitsunfähigkeit. Sämtliche anderen leichten bis mittelschweren Tätigkeiten
einschliesslich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in der Gebäudereinigung seien dem
Versicherten ganztägig mit einer Leistungseinbusse von 20 % zumutbar, entsprechend
einer Arbeitsfähigkeit von 80 %. Die Leistungseinschränkung aus psychiatrischer Sicht
bestehe sicherlich seit dem 1. April 2008. Die Arbeitsfähigkeit von 80 % sei ab Februar
2006 anzunehmen. - Der RAD bezeichnete das Gutachten am 16. Juni 2008 als
nachvollziehbar.
A.g Der Versicherte gab am 3. Juli 2008 an, er habe sich wegen des gesundheitlichen
Zustands nicht um eine Stelle beworben. Er leide seit dem Unfall und noch immer an
Kopfschmerzen und Erbrechen und sei nicht in der Lage, körperlich schwere Arbeiten
zu erledigen. - Dr. med. D._, Facharzt für Chirurgie, attestierte dem Versicherten am
23. Juli 2008 (IV-act. 51-3) eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit dem 24. Februar
2006 bis auf weiteres. - Die IV-Eingliederungsberatung berichtete am 4. September
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2008 (IV-act. 54), eine erfolgreiche Eingliederung sei nicht möglich, denn der
Versicherte sei voll arbeitsunfähig geschrieben und suche selber keine Stelle.
A.h Am 21. Oktober 2008 (IV-act. 61) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
des Kantons St. Gallen mit, die Arbeitsvermittlung werde abgeschlossen. Der
Beschwerdeführer fühle sich subjektiv nicht mehr arbeitsfähig, doch sei ihm eine
angepasste Tätigkeit zu 50 % zumutbar.
A.i Mit Vorbescheid vom 21. Oktober 2008 (IV-act. 62 f.) stellte die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle dem Rechtsvertreter des Versicherten in Aussicht,
dessen Rentenanspruch abzulehnen. Das Valideneinkommen betrage Fr. 60'263.--,
das Invalideneinkommen Fr. 48'210.--.
A.j Der Rechtsvertreter des Versicherten wandte am 19. November 2008 (IV-act. 69)
ein, dessen subjektives Empfinden und die Berichte des Hausarztes und des
behandelnden Psychiaters wichen stark vom Gutachten ab. Es sei nicht vermerkt, wie
lange exploriert worden sei. Das Gutachten sei weniger aussagekräftig als die Angaben
der behandelnden Ärzte. Es habe die beklagten Beschwerden zu wenig berücksichtigt.
Eine HWS-Distorsion sei nicht objektivierbar. Eine psychiatrische Begutachtung an
lediglich einem Tag sei von vornherein nicht tauglich, weil eine Instabilität in Antrieb,
Stimmung und Leistungsfähigkeit besonderes Merkmal psychischer Erkrankungen sei.
Notwendig sei eine Exploration von mindestens acht bis 15 Stunden. Dr. med. E._,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, habe den Versicherten am
14. September 2007 aus rein psychiatrischer Sicht zu 30 % arbeitsunfähig
geschrieben. Die Behandlung habe aus finanziellen Gründen abgebrochen werden
müssen. Allenfalls seien aktuelle Berichte einzuholen. Das Valideneinkommen betrage
gemäss der Arbeitgeberin Fr. 65'299.--, das Invalideneinkommen (wohl: der
Ausgangspunkt für dessen Bemessung) gemäss der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik und in Übereinstimmung mit der
Annahme der Unfallversicherung Fr. 60'333.--. Bei 80 % Arbeitsfähigkeit und 20 %
Leidensabzug betrage das Invalideneinkommen Fr. 38'613.-- und der Invaliditätsgrad
mindestens 41 %.
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A.k Nachdem der RAD am 28. November 2008 an seiner Beurteilung festgehalten
hatte, wies die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle den Rentenanspruch des
Versicherten mit Verfügung vom 8. Dezember 2008 (IV-act. 71) ab. In den letzten
Jahren vor der Erkrankung habe der Versicherte nie ein höheres Einkommen als
Fr. 58'200.-- verdient. Auf das Gutachten könne abgestellt werden. Ein Leidensabzug
käme nur in Frage, wenn nur noch leichte Tätigkeiten möglich wären.
B.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf
für den Betroffenen am 26. Januar 2009 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und
dem Beschwerdeführer sei ab Februar 2007 mindestens eine halbe Invalidenrente
auszurichten, ausserdem sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung zu gewähren. Im Jahr 1986, als der Beschwerdeführer als
Metallarbeiter in einer H._ oft schwere Lasten zu tragen gehabt habe, seien bei ihm
chronisch rezidivierende Rückenbeschwerden aufgetreten. Ab September 1988 sei er
wegen einer akuten Lumbalgie mit Schmerzausstrahlung in die Brustwirbelsäule
arbeitsunfähig gewesen, worauf eine leichtere Arbeit empfohlen worden sei. Er habe
etwas depressiv gewirkt und unter anderem an C5-Senken beidseits nach diversen
Lärmtraumata gelitten. In der leidensangepassten selbständigen Tätigkeit (in der Zeit
von 1990 bis 1998) hätten sich die Beschwerden nicht mehr so stark ausgewirkt. Ab
dem Auffahrunfall vom 24. Februar 2006 sei der Beschwerdeführer abgesehen von
kurzen Arbeitsversuchen voll arbeitsunfähig gewesen. Die Arbeitsunfähigkeit sei mit
ausgeprägten subjektiven Beschwerden und Schmerzen, Bewegungseinschränkungen,
Angst und diversen vegetativen Störungen begründet worden. Durch die Situation sei
der Beschwerdeführer depressiv geworden. Dr. C._ habe bei einer audio-
neurootologischen Untersuchung verschiedene Diagnosen gestellt. Ein MRI der
Halswirbelsäule vom 31. Januar 2007 habe eine Osteochondrose C5/6 und C6/7 mit
breitbasigen medianen Bandscheibenprotrusionen, mit einer leichten foraminalen Enge
C5/6 rechts ohne sicheren Nachweis einer Nervenwurzelkompression ergeben. Die von
den Neurologen empfohlene ENG sei aber nicht gemacht worden. Der psychiatrische
Gutachter des ABI habe nicht bemängelt, dass sich keine Berichte des
psychotherapeutisch behandelnden Dr. E._ in den Akten befunden hätten. Er habe
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ausserdem übersehen, dass der Beschwerdeführer mit diversen Antiphlogistika,
Analgetika und Antidepressiva behandelt worden sei. Die Hüftbeschwerden mit
Ausstrahlungen in das Bein und mit häufig kaltem linken Fuss seien neurologisch nicht
beurteilt worden. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2006
ein Einkommen von Fr. 65'299.-- erzielt hätte. Gemäss der schweizerischen
Lohnstrukturerhebung betrage das Bruttoeinkommen bei voller Erwerbsfähigkeit im
Jahr 2006 Fr. 56'784.--. Stattdessen sei die Beschwerdegegnerin bei der Bestimmung
des Invalideneinkommens von Fr. 60'263.-- ausgegangen, was sich nicht begründen
lasse. Die Schätzung der Arbeitsfähigkeit durch das ABI mit 80 % sei zu hoch. Die
Hüftschmerzen seien nicht abgeklärt und das MRI vom Januar 2007 sei nicht zur
Kenntnis genommen und nicht gewürdigt worden. Die Gutachter hätten prüfen
müssen, ob die radiologischen Befunde mit dem Kälte- und Taubheitsgefühl mit
Ameisenlaufen in den Fingern vereinbar gewesen seien. Auch dieses Taubheitsgefühl
sei nicht berücksichtigt worden, obwohl dadurch leichte und feinmotorische Tätigkeiten
erfahrungsgemäss beeinträchtigt sein könnten. Trotz Behandlung mit Antidepressiva
habe der Beschwerdeführer depressive Symptome gezeigt. Ein einmaliges Gespräch
sei nicht tauglich, eine verlässliche Diagnose und den Schweregrad einer Depression
oder depressiven Episode zu beurteilen. Ausserdem sei der Tagesablauf nicht
vollständig erhoben worden. Es lasse sich dem Gutachten nicht entnehmen, dass der
Beschwerdeführer sich während des Tages aus Müdigkeit oft hinlegen müsse.
Müdigkeit und Antriebslosigkeit seien wohl Folge der depressiven Episode und
sicherlich durch die zahlreichen Medikamente verursacht. Diese
Medikamentennebenwirkungen seien bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zwingend
zu berücksichtigen. Ein Leidensabzug sei zuzugestehen. Der Beschwerdeführer sei mit
einem weit unterdurchschnittlichen Einkommen eingestiegen. Nur durch grossen
Einsatz und ausserordentlich gute Leistung und mit zunehmenden Dienstjahren habe
sich das Einkommen erhöht. Die fehlenden Sprachkenntnisse habe er durch andere
berufliche Vorzüge kompensieren können, was an einer neuen Stelle nicht möglich sein
werde. Durch einen Leidensabzug von 20 % seien die vielschichtige Behinderung, das
fortgeschrittene Lebensalter, das Fehlen einschlägiger Berufserfahrung, die
Staatsbürgerschaft eines Nicht-EU-Landes, die fehlenden Deutschkenntnisse und der
faktische Analphabetismus zu berücksichtigen. Dazu komme ein Teilzeitabzug von
rund 8 %. Insgesamt sei der Maximalabzug am Platz. Selbst bei einer (bestrittenen)
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Arbeitsfähigkeit von 80 % ergäbe sich ein Invaliditätsgrad von 48 %
(Invalideneinkommen Fr. 34'070.--). In Korrektur der fehlerhaften Einschätzung der
Erwerbsfähigkeit sei ein Anspruch auf eine halbe Rente ohne weitere medizinische
Abklärungen ausgewiesen. Bei einer Arbeitsunfähigkeit von bereits 25 % wäre der
entsprechende Anspruch gegeben. In der Mitteilung vom 21. Oktober 2008 sei die
Beschwerdegegnerin von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % ausgegangen. Damit bestehe
Anspruch auf eine ganze Rente (bei einem Invaliditätsgrad von 70.1 %).
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 16. März 2009 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Die Einholung eines Arztberichts bei Dr. E._ würde
nichts an der Diagnosestellung im Gutachten ändern, da sich die Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit durch einen behandelnden Arzt nach anderen Gesichtspunkten richte.
Würde ein einmaliges Gespräch grundsätzlich nicht genügen, wären alle externen
psychiatrischen Gutachten unzulänglich. Wesentlich seien auch die Vorgeschichte und
die Beobachtung. Die Berichte der Rehaklinik Bellikon seien bekannt gewesen. Die
gutachterliche Einschätzung stimme mit deren Ergebnis überein. Für das Jahr 2008 sei
von einem Valideneinkommen von Fr. 67'140.-- auszugehen (Fr. 65'299.-- im Jahr
2006). Der Tabellenlohn betrage bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % Fr. 48'210.--. Ein
Abzug sei nicht vorzunehmen. Auch mittelschwere Tätigkeiten seien zumutbar. Geringe
schulische Kenntnisse und das Fehlen von Berufserfahrung seien nicht nachteilig, da
Hilfsarbeiten definitionsgemäss keine Berufskenntnisse voraussetzten, die über eine
kurze Einarbeitung hinausgingen. Auch die eingeschränkten sprachlichen Kenntnisse
bedeuteten keinen Nachteil. Die Nationalität sei ebenfalls bedeutungslos. Da sehr viele
jener Hilfsarbeiter, deren Löhne zur Ermittlung des Zentralwerts erhoben worden seien,
Ausländer seien, wäre ein allfälliger diesbezüglicher Nachteil bereits in jenem Wert
enthalten.
D.
Mit Replik vom 18. März 2009 bringt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vor,
die Berichte der Rehaklinik Bellikon seien - lange vor der IV-Anmeldung erstellt - von
vornherein nicht tauglich, den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im
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relevanten Zeitpunkt zu belegen. Seither habe sich der psychische Zustand dramatisch
verschlechtert. Erst viel später habe der Beschwerdeführer psychotherapeutisch und
antidepressiv-medikamentös behandelt werden müssen. Der Beschwerdeführer sei
nicht in der Lage, auch nur einfachste, in seiner Muttersprache abgefasste Weisungen
eines allfälligen Arbeitgebers zu verstehen. Der Arbeitgeber könne sich aber nicht auf
mündliche Weisungen beschränken. Die von der Beschwerdegegnerin erwähnte
kantonale Rechtsprechung bezüglich der geringen schulischen Kenntnisse beziehe
sich wohl auf die obligatorische Schulausbildung und könne hier nicht angewendet
werden. Die Nationalität habe einen erheblichen Einfluss auf den statistischen
Durchschnittslohn, zeige sich doch, dass der Zentralwert für Schweizer in der
Ostschweiz bei Fr. 5'451.--, für Ausländern aber bei Fr. 4'714.-- gelegen habe. Der
Beschwerdeführer sei auch aufgrund der übrigen persönlichen und beruflichen
Merkmale in seinen lohnmässigen Möglichkeiten eingeschränkt. Es sei ein
Leidensabzug von 20 % vorzunehmen, ausserdem ein Teilzeitabzug.
E.
Die Beschwerdegegnerin hat am 2./6. April 2009 auf die Erstattung einer Duplik
verzichtet.
F.
Bei den beigezogenen UV-Akten liegt unter anderem ein Bericht der HNO-Klinik, Hals-
und Gesichtschirurgie, am Kantonsspital St. Gallen vom 27. März 2007, wonach kein
pathologischer Befund zu erheben gewesen war. Die Arbeitsfähigkeit im bisher
ausgeübten Beruf als Gebäudereiniger sei gegeben. Auch wenn sich kein
pathologischer Befund nachweisen lasse, sollte bei subjektiven
Schwindelbeschwerden die Arbeit auf Gerüsten und Leitern aber vermieden werden
(UV-act. 105). Kreisärztin Dr. med. F._, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie, hatte
im Bericht vom 16. Mai 2007 festgehalten, gemäss allen neuen und alten
Untersuchungen (sowohl radiologisch wie spezialärztlich) fehle ein Substrat für die
angegebenen Beschwerden. Bei den subjektiven Schwindelbeschwerden sei die Arbeit
auf Gerüsten und Leitern zu vermeiden. Aus orthopädischer Sicht sei der
Beschwerdeführer in diesem Rahmen vollschichtig arbeitsfähig (UV-act. 109). Dr. med.
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G._, Fachärztin für Neurologie FMH, hatte am 10. August 2007 berichtet, der
Beschwerdeführer habe eine Heckauffahrkollision erlitten, bei welcher es nach den
Akten zu einer HWS-Distorsion und in der Folge zu Nackenschmerzen gekommen sei.
Es lägen ein zervikales Schmerzsyndrom bei leichten degenerativen HWS-
Veränderungen, Kopfschmerzen bei Medikamentenabusus (DD: Spannungstyp-
Kopfschmerzen), Verdacht auf Hypertonie und ein Nikotinabusus vor. Die nicht
systematischen, rein subjektiven Schwindelsensationen seien funktionell, zumal keine
Zeichen für periphere oder zentralvestibuläre Störungen vorhanden seien. Aus
neurologischer Sicht fänden sich keine Hinweise für organische Folgen der HWS-
Distorsion (UV-act. 123).

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Die
Beschwerdegegnerin hat die angefochtene Verfügung am 8. Dezember 2008, also
unter der Geltung des Rechts dieser Revision, erlassen. Zu beurteilen ist der
Sachverhalt, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses dieser Verfügung entwickelt
hat. Dieser Sachverhalt reicht in eine Zeit vor Inkrafttreten der 5. IV-Revision zurück.
Soll auf bestimmte Sachverhalte nicht neues Recht Anwendung finden, sondern das
aufgehobene Recht massgebend bleiben, muss eine geltende Norm die
Weiteranwendbarkeit aufgehobenen Rechts für bestimmte Sachverhalte anordnen. Die
5. IV-Revision enthält keine die Rente betreffende übergangsrechtliche Bestimmung.
Das Bundesamt für Sozialversicherungen unterstellt aber zu Recht eine
ausfüllungsbedürftige Lücke (vgl. das Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007).
Die Definition der Sachverhalte, auf die noch altes Recht anwendbar sein soll, sollte
durch ein materiell-rechtliches, unbeeinflussbares Merkmal erfolgen. In Frage kommen
der Zeitpunkt der Entstehung des Auszahlungsanspruchs oder der Eintritt des
Versicherungsfalls, beide definiert nach dem alten, ausser Kraft getretenen Recht (zum
Ganzen im Detail der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S
M. vom 28. Oktober 2009, IV 2009/5). Bezüglich des Rentenbeginns sind deshalb
vorliegend angesichts der IV-Anmeldung von 2007 und des Eintritts der
Arbeitsunfähigkeit im Februar 2006 die bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen
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Bestimmungen (im Folgenden angeführt) anzuwenden. Für die Invaliditätsbemessung
hat sich indessen keine Änderung der Rechtslage ergeben.
1.2 Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen
Rentenanspruch des Beschwerdeführers abgelehnt (die Arbeitsvermittlung hat sie
abgeschlossen). Er lässt (wie schon im Verwaltungsverfahren) einzig Rentenleistungen
beantragen. Streitgegenstand bildet daher zunächst der allfällige Rentenanspruch.
Ergäbe sich allerdings, dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein solcher in Frage
stünde, so gehörte dazu notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den
Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht des
Beschwerdeführers zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.
2.
2.1 Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.2 Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen
von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu
beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind im
Weiteren eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V
99 f. E. 4; ZAK 1982 S. 34). Ob die versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit
auch tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich
(Rz 3046 des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens
über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH).
2.3 Über den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
ist am 28. April 2008 ein Gutachten des ABI erstellt worden. Danach ist der
Beschwerdeführer für sämtliche leichten bis mittelschweren Tätigkeiten (ohne Arbeiten
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mit der Notwendigkeit wiederholter Überkopfarbeiten oder der Einnahme
langdauernder Zwangshaltungen) zu 80 % arbeitsfähig. Der Beschwerdeführer lässt
geltend machen, die Berichte der behandelnden Ärzte würden stark von diesem
Ergebnis abweichen. Dr. B._ bescheinigte ihm denn auch eine volle
Arbeitsunfähigkeit, ebenso Dr. D._. Das Attest von Dr. D._ vom Juli 2008 ist
allerdings nicht begründet. Dr. B._ ging im Februar 2007 als Ursache von
Organschäden nach einem Schleudertrauma aus und machte ausserdem die
(mangelnde) Motivation bzw. die Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers für die
Unfähigkeit verantwortlich, im März 2007 ausserdem eine ängstliche Verstimmung.
Nach einem Abklärungs- und Rehabilitationsaufenthalt in der Rehaklinik Bellikon
dagegen war im Oktober 2006 festgehalten worden, mittelschwere Arbeiten seien dem
Beschwerdeführer ganztags zumutbar. Eine deutliche Selbstlimitierung habe den
ganzen Aufenthalt geprägt.
2.4 Das Gutachten basiert auf einer internistisch/allgemeinmedizinischen,
psychiatrischen und neurologischen Untersuchung. Der Bericht von Dr. E._ vom
14. September 2007 lag den Gutachtern offenbar nicht vor; er wurde nicht beigezogen.
Dieser Umstand beeinträchtigt den Beweiswert des Gutachtens allerdings nicht
wesentlich. Die ambulante psychiatrische Behandlung wurde nach der Aktenlage am
29. Mai 2007 aufgenommen und war bei der Begutachtung (wohl schon seit Oktober
2007, vgl. IV-act. 45-11) bereits wieder beendet gewesen. Die übrigen Vorakten sind
bei der Begutachtung zur Kenntnis genommen worden. Namentlich wurde der Bericht
über das MRI vom Januar 2007 berücksichtigt (vgl. IV-act. 45-14). Auch die Ergebnisse
der neurologischen Untersuchungen der Unfallversicherung waren bekannt.
2.5 Das multidisziplinär erarbeitete Ergebnis des Gutachtens ist überzeugend
begründet. Dass die gutachterlichen Untersuchungen unvollständig gewesen wären,
lässt sich nicht feststellen. So gibt es keine Hinweise darauf, dass die Beschwerden an
Hüften, Füssen oder Fingern zu wenig beachtet worden wären. Festgestellt wurde
unter anderem eine beginnende periphere arterielle Verschlusskrankheit eines Beins,
welcher keine die Arbeitsfähigkeit beeinflussende Auswirkung zugeschrieben wurde.
Die vom Beschwerdeführer vermisste ENG war nur für eine bestimmte Konstellation
(Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom) empfohlen worden. Der Beschwerdeführer lässt
des Weiteren vorbringen, eine psychiatrische Begutachtung bei einem einmaligen
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Gespräch sei von vornherein nicht tauglich und für eine solche wären acht bis
15 Stunden erforderlich. Der Zeitraum, welcher für eine Exploration erforderlich ist,
schwankt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (bis 31. Dezember 2006
Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG) in weiten Grenzen und ein genereller
Zeitrahmen lässt sich nicht verbindlich angeben (Entscheid des EVG i/S S. vom
13. Juni 2006, I 58/06 E. 2.2). Der bei einer psychiatrischen Untersuchung zu
betreibende zeitliche Aufwand ist von der Fragestellung und der zu beurteilenden
Psychopathologie abhängig (vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S L. vom 14. November
2007, I 1094/06 E. 3.1.1) und muss dieser angemessen sein. Für den Aussagegehalt
eines Arztberichts kann es schliesslich nicht auf die Dauer der Untersuchung
ankommen; massgeblich ist vielmehr, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im
Ergebnis schlüssig ist (vgl. Bundesgerichtsentscheid i/S L. vom 30. Juli 2009,
8C_925/08, mit Hinweisen). Wie lange die psychiatrische Begutachtung hier gedauert
hat, lässt sich nicht feststellen, da im Gutachten - obschon wünschbar (vgl.
Bundesgerichtsentscheid i/S N. vom 3. Juni 2008, 9C_531707 E. 2.2.4) - keine
Angaben darüber zu finden sind. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass
Sachverhaltsfeststellung und Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit ausreichend
gründlich erfolgten. Die Angaben von Dr. E._ zeigen keine Faktoren auf, welche im
Gutachten unbeachtet geblieben wären. Der behandelnde Psychiater war vom
Vorliegen einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion im Rahmen der
chronischen Schmerzen und vom Verlust der Tagesstruktur ausgegangen und hatte
erklärt, der Beschwerdeführer sei aus rein psychiatrischer Sicht zu mindestens 70%
arbeitsfähig. Die Arbeitsunfähigkeit sei auf leichte Störungen der mnestischen
Funktionen, leicht verlangsamtes Denken sowie leichte Antriebsstörungen
zurückzuführen (UV-act. 130). Die erhobenen Befunde stimmen somit im Wesentlichen
überein und auch die diesbezüglichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen weichen
voneinander nur leicht ab.
2.6 Auch die in der Arbeitsfähigkeitsschätzung stärker abweichenden Beurteilungen
von Dr. B._ bzw. Dr. D._ vermögen im Beweiswert gegen das Gutachten nicht
anzukommen. Es ist von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 80 % für
leichte bis mittelschwere Tätigkeiten (einschliesslich der bisherigen Arbeit) auszugehen.
3.
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3.1 Angesichts der attestierten Arbeitsfähigkeit von 80 % für die bisherige Tätigkeit
ist damit zu rechnen, dass der Beschwerdeführer zumutbarerweise ein Einkommen im
Bereich von 80 % des Valideneinkommens, somit ein rentenausschliessendes
Einkommen, erzielen kann.
3.2 Das gilt auch, wenn der Beschwerdeführer die Tätigkeit wechselte. Im Jahr 2006
hätte er gemäss der Arbeitgeberbescheinigung ohne Gesundheitsschaden rund
Fr. 65'299.-- verdient, was als Valideneinkommen betrachtet werden kann. Im gleichen
Jahr betrug der Tabellenlohn, der als Ausgangspunkt für die Bemessung des
Invalideneinkommens dienen kann, weil der Beschwerdeführer keine Tätigkeit mehr
ausübt, Fr. 59'197.-- (Textausgabe Invalidenversicherung und ATSG, Anhang 2). - Nach
der Rechtsprechung werden die Tabellenlöhne gekürzt, wenn Versicherte, die in ihrer
letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des
Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind,
wenn sie - unabhängig von der früher ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich
Beeinträchtigte im Rahmen leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll
leistungsfähig sind oder wenn weitere persönliche und berufliche Merkmale wie Alter,
Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben. Der Abzug ist unter
Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu
schätzen und auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 75). Der
Abzug dient insbesondere auch der Korrektur der Einkommensgrössen, welche der
Statistik entnommen werden, aus dem Grund, dass jene Zahlen von gesunden
Arbeitskräften erhoben werden. Vorliegend ist der Umstand zu berücksichtigen, dass
der Beschwerdeführer, wenn auch ganztägig, so doch nur mit reduzierter Leistung
arbeiten kann. Wiederholte Überkopfarbeiten und die Einnahme langdauernder
Zwangshaltungen sind ausgeschlossen. Darüber hinaus sind allerdings keine
lohnmindernden Faktoren zu berücksichtigen. Das Vergleichseinkommen als
gesundheitlich nicht Beeinträchtigter hat der Beschwerdeführer samt allen
invaliditätsfremden Einflüssen (Alter, Nationalität, Bildung, Sprachkenntnisse) erzielen
können. Diese sind daher kein Grund, das statistische Ausgangseinkommen von
vornherein herabzusetzen. Es ist nicht zu erwarten, dass sie sich nach Eintritt der
Gesundheitsschädigung vermehrt auswirken würden. Insgesamt rechtfertigte es sich,
den Abzug auf 10 % festzulegen, womit sich das Durchschnittseinkommen auf
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Fr. 53'277.-- reduzierte. - Bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % ergäbe sich für diesen
Fall ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 42'622.-- und ein Invaliditätsgrad von
35 %. Dass die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch abgewiesen hat, ist daher
nicht zu beanstanden.
4.
4.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Der
Beschwerdeführer ist im Verfahren unterlegen, weshalb ihm die Gerichtskosten in der
Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen sind. Zufolge der Gewährung der unentgeltlichen
Prozessführung (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung) am 16. März 2009 ist er jedoch von deren Bezahlung zu
befreien. Wenn seine wirtschaftlichen Verhältnisse es ihm gestatten, kann er allerdings
zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Auslagen für die Vertretung verpflichtet
werden (vgl. Art. 123 ZPO i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).
4.3 Der Staat ist zufolge der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung zu verpflichten,
für die Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Sein
Rechtsvertreter hat eine Honorarnote vom 14. April 2009 im Betrag von Fr. 2'515.60
(Honorar Fr. 2'248.--, Barauslagen Fr. 89.90, MWSt Fr. 177.70) eingereicht. Diese
erscheint der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand angemessen. Auf eine
Kürzung in Anwendung von Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes (sGS
963.70) um einen Fünftel ist zu verzichten, da bereits der gekürzte Stundenansatz
verwendet worden ist.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP