Decision ID: 85e9bccb-6b07-5165-9d05-c660ed154b3c
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer K.M., ein aus G._ stammender  Staatsangehöriger der Ethnie der Hutu, der die meiste Zeit  Lebens in Kigali (Ruanda) verbracht hatte, verliess eigenen  zufolge Ruanda im April 2004 und stellte am 19. September 2004 im Flughafen Zürich ein Asylgesuch, welches mit Verfügung des  für Flüchtlinge (BFF, heute: BFM) vom 12. Oktober 2004 abgewiesen wurde und mangels Leistung des Kostenvorschusses mit Nichteintretensurteil der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) vom 9. Dezember 2004 in Rechtskraft erwuchs. In der Folge stellte der Beschwerdeführer mit auf den 7. November 2007 datiertem Schreiben ein Wiedererwägungsgesuch, auf welches die Vorinstanz mit Verfügung vom 3. Dezember 2007 mangels Entrichtung des Gebührenvorschusses nicht eintrat. Auf die dagegen erhobene  trat das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 28.  2008 wegen Fristversäumnis nicht ein.
B. Der Sohn des Beschwerdeführers L.M., der eigenen Angaben zufolge seit seiner Geburt bis im Herbst 2004 in Ruanda gelebt hat, landete am 1. Januar 2006 von Südafrika herkommend auf dem Flughafen Kloten, wo er am 4. Januar 2006 ein Asylgesuch stellte, welches am 29. August 2008 vom BFM abgewiesen wurde. Auf eine gegen den vorinstanzlichen Entscheid erhobene Beschwerde trat das  mit Urteil vom 31. Oktober 2008 mangels Leistung des Kostenvorschusses nicht ein.
C. Die Frau des Beschwerdeführers und ihre beiden jüngeren Kinder stellten am 26. Oktober 2008 ein Asylgesuch, welches das BFM mit Entscheid vom 6. Januar 2009 abwies. Das Bundesverwaltungsgericht wies mit Urteil vom 17. April 2009 die dagegen erhobene Beschwerde ab.
D. Mit Eingabe vom 6. Juli 2009 beim BFM ersuchten die  durch ihren Rechtsvertreter um Erteilung der vorläufigen Aufnahme der Familie in der Schweiz und machten im Wesentlichen geltend, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers erlaube kei-
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ne Rückkehr in die Heimat und die Beschwerdeführerin sei schwanger. Des weitern sei die Familie um Integration in der Schweiz bemüht und würde sowohl über Deutschkenntnisse als auch über berufliche Fähigkeiten verfügen. Zur Stütze ihrer Vorbringen reichten sie  Beweismittel ein. Diese Eingabe wurde vom BFM als  entgegengenommen.
E. Mit Verfügung vom 13. Juli 2009 wies das BFM das  der Beschwerdeführenden ab und stellte fest, dass die Verfügungen vom 6. Januar 2009, 29. August 2008 und 12. Oktober 2004 rechtskräftig und vollstreckbar seien. Ferner wurde verfügt, die Ausreisefrist sei unter Berücksichtigung des voraussichtlichen  (22. August 2009) entsprechend anzupassen. Auf die  wird – soweit entscheidwesentlich – in den Erwägungen .
F. Die Beschwerdeführenden liessen mit Eingabe vom 10. August 2009 (Poststempel: 11. August 2009) gegen den vorinstanzlichen Entscheid Beschwerde erheben und beantragten die Feststellung der  des Wegweisungsvollzugs und sinngemäss die  der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. Auf die  wird – soweit entscheidwesentlich – in den Erwägungen .
G. Das Bundesverwaltungsgericht wies mit Telefax-Verfügung vom 12. August 2009 die zuständige Migrationsbehörde des Kantons an, von Vollzugshandlungen bis auf Weiteres abzusehen.
H. Mit Zwischenverfügung vom 13. August 2009 forderte das  den Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden auf, das Mandatsverhältnis mit einer innert Frist einzureichenden  Vollmacht zu belegen, ansonsten unter Kostenfolge auf die  nicht eingetreten werde. Der Rechtsvertreter reichte die  fristgerecht zu den Akten.
I. Mit Zwischenverfügung vom 9. September 2009 verzichtete die  darauf einen Verfahrenskostenvorschuss zu erheben
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und ersuchte den Beschwerdeführer um eine ärztliche  der ihn behandelnden Ärzte. Am 1. Oktober 2009 ging beim Bundesverwaltungsgericht ein Schreiben des Rechtsvertreters  einer Kopie des Justizvollzugs des Kantons Zürich vom 14. September 2009, aus welcher die tägliche Medikation des  zu entnehmen ist, sowie eine Einladung zu einem Arzttermin (Ultraschall des Bauchs) auf den 7. September 2009 im Stadtspital H._, Zürich, ein. Entbindungserklärungen der betreuenden Ärzte wurden keine eingereicht.
J. Mit Instruktionsverfügung vom 28. Oktober 2009 wurde in Anwendung von Art. 112 AsylG der Vollzug der Wegweisung ausgesetzt und die Beschwerdeführenden aufgefordert, dem Bundesverwaltungsgericht mitzuteilen, wann die Geburt ihres kürzlich geborenen Kindes erfolgte.
K. Gemäss telefonischer Auskunft des Zivilstandsamt Schaffhausen ist die gemeinsame Tochter der Beschwerdeführenden am 23. August 2009 in der Schweiz geboren.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des  vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Nach Lehre und Rechtsprechung können  wie die ursprünglichen Verfügungen auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg weitergezogen werden. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden  und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
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1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht; die  sind legitimiert (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1, sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist mithin einzutreten.
1.4 Die Abteilungen des Bundesverwaltungsgerichts entscheiden in der Regel in der Besetzung mit drei Richtern oder Richterinnen (Spruchkörper; vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG). Das  kann auch in solchen Fällen auf die Durchführung des  verzichten (Art. 111a Abs. 1 AsylG).
2. Der Begriff der Wiedererwägung wird in dreifachem Sinne verwendet. In der in casu relevanten Bedeutung bezeichnet er die Anpassung  ursprünglich fehlerfreien Verfügung an nachträglich eingetretene Veränderungen der Sachlage. Bei der Geltendmachung des  umschriebenen Wiedererwägungsgrundes kommt es nicht darauf an, ob vorgängig von einem ordentlichen Rechtsmittel  gemacht wurde oder nicht. Die Wiedererwägung stellt auch in diesem Sinne ein ausserordentliches Rechtsmittel dar, auf dessen , abgeleitet aus Art. 29 Abs. 1 BV (Art. 4a BV), ein Anspruch besteht (vgl. die weiterhin zutreffende Praxis in Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 17 und EMARK 1995 Nr. 21 mit zahlreichen Verweisen).  ist festzuhalten, dass der Sinn der Wiedererwägung wie auch der Revision nicht die erneute rechtliche Würdigung eines bereits  erstellten und endgültig beurteilten Sachverhalts ist (vgl. die  zutreffende Praxis in EMARK 1999 Nr. 4 E. 5a S. 24 f.). Anders ausgedrückt ist es unzulässig, ein letztinstanzlich und rechtskräftig  Verfahren unter dem Titel eines  faktisch zu wiederholen, indem die rechtliche Beurteilung der verfügenden oder der Beschwerdeinstanz (erneut) in Frage gestellt wird.
3. Nachdem die Vorinstanz den Anspruch der Beschwerdeführenden auf Behandlung des Wiedererwägungsgesuchs nicht in Abrede gestellt hat
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und auf das Wiedererwägungsgesuch eingetreten ist, hat das  zu prüfen, ob die Vorinstanz das Gesuch zu Recht abgewiesen hat.
3.1 Da die Beschwerdeführenden sowohl im Wiedererwägungsgesuch als auch in der Beschwerde um Erteilung der vorläufigen Aufnahme ersuchen, sinngemäss also einzig betreffend die Frage des Vollzugs der Wegweisung eine Neubeurteilung der vorinstanzlichen  beantragen, beschränkt sich vorliegend die Prüfung auf das  allfälliger Vollzugshindernisse.
4. 4.1 Zur Begründung des abweisenden Entscheids vom 13. Juli 2009 führte das BFM an, gemäss seiner Praxis erfolge eine vorläufige  aus medizinischen Gründen in der Regel nur dann, wenn eine notwendige medizinische Behandlung im Herkunftsstaat nicht  und eine durch den Wegweisungsvollzug betroffene Person an Leib und Leben gefährdet sei. Eine solche Gefährdung liege dann vor, wenn kurze Zeit nach der Rückkehr der betroffenen Person eine , unter Umständen sogar lebensbedrohliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu befürchten sei, weil ausreichende  vor Ort fehlen würden. Die aufgelisteten  des Beschwerdeführers (Leberbeschwerden, Diabetes, Malaria und Bilharziose [eine in den Tropen und Subtropen verbreitete Wurmerkrankung]) würden keinen Hinweis auf eine lebensbedrohliche Gefährdung von Leib und Leben darstellen, zumal aus den  Berichten des Stadtspitals H._ Zürich, Abteilung Gastroenterologie und Hepatologie (...) und (...) keine Hinweise zu entnehmen seien, wonach der Beschwerdeführer gegenwärtig und zwingend auf einen hochkomplexen medizinischen Eingriff  wäre, welcher in seinem Heimat- oder Aufenthaltsstaat nicht durchgeführt werden könne.
Aufgrund des langjährigen Aufenthalts des Beschwerdeführers in  und seiner ruandischen Ehefrau schloss das Bundesamt auf eine dortige zumutbare Niederlassung der Beschwerdeführenden und  auf das „Centre Hospitalier Universitaire de Kigali“, welches die gemäss Arztbericht (...) empfohlenen halbjährlichen Kontrollen der Leberwerte durchzuführen und die bereits vor der Einreise in die Schweiz bestehenden Krankheiten, wie Diabetes und Malaria, zu behandeln vermögen.
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Weiter führte das Bundesamt aus, der blosse Umstand, dass die  schwanger sei (Geburtstermin: 22. August 2009)  ebensowenig eine vorläufige Aufnahme wegen . Dieser Tatsache könne Rechnung getragen werden, indem die Ausreisefrist entsprechend angepasst würde.
Schliesslich könne auch aus der bald fünfjährigen Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz und der damit allfällig verbundenen Integration keine andere Beurteilung der Zumutbarkeit des  hergeleitet werden. Die Bestimmungen betreffend  Aufnahme infolge einer schwerwiegenden persönlichen  seien auf den 1. Januar 2007 aufgehoben worden. Die Integration sei in der Schweiz unter altem Recht primär im Rahmen jener  zu berücksichtigen gewesen. Nach geltendem Recht sei es nun Sache des Kantons mit Zustimmung des Bundesamtes einer ihm nach Gesetz zugewiesenen Person eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, wenn wegen fortgeschrittener Integration ein  persönlicher Härtefall vorliegen würde. Das Bundesamt bemerkte weiter, daran vermöchten auch die eingereichten Dokumente, wie die Kopien des Praktikumsvertrags des Beschwerdeführers, des Lehrvertrags seines Sohnes L.M. und die Bestätigungen über die Absolvierung von Integrationskursen seiner beiden andern Kinder nichts zu ändern.
Zusammenfassend sei festzuhalten, dass keine Gründe vorliegen , welche die Rechtskraft der Verfügungen vom 6. Januar 2009, 29. August 2008 und 12. Oktober 2004 beseitigen könnten. Das  sei deshalb abzuweisen.
4.2 In der Rechtsmitteleingabe wird vorgebracht, der  des Beschwerdeführers erlaube keine Rückkehr in seine Heimat. Die Wegweisung der Familie sei unzulässig und verstosse gegen Art. 3 EMRK. Dem Hinweis der Vorinstanz, wonach der Beschwerdeführer die allfälligen künftigen Kontrollen im „Centre Hospitalier Universitaire de Kigali“ durchführen könne, wird in der Rechtsmitteleingabe  gehalten, es sei nicht sicher, ob der Beschwerdeführer mit seiner Familie in die Nähe des genannten Spitals ausgeschafft würde. Das  des obgenannten Spitals alleine würde noch nichts über die durchschnittliche medizinische Versorgung des Landes aussagen. Selbst wenn es adäquate Therapiemöglichkeiten gäbe, seien diese kostenintensiv, und der Beschwerdeführer, Vater einer fünfköpfigen Fa-
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milie, würde nicht imstande sein, für die notwendigen Therapien  selbst aufzukommen. Im Fall einer Wegweisung nach Ruanda müsse der Beschwerdeführer somit mit einer mangelhaften  rechnen, was dazu führe, dass sich die stark angegriffene Gesundheit des Beschwerdeführers dramatisch verschlechtern würde und lebensbedrohliche Folgen zu befürchte seien. Die Wegweisung würde ihn sowohl körperlich wie seelisch treffen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden verwies auf EMARK 2004 Nr. 6 E. 7a und EMARK 2005 Nr. 23 E. 5 S. 211, die sich zur Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs äussern.
4.3 Vorliegend sind den Akten zwei Kopien von ärztlichen Zeugnissen (...) sowie (...) (Stadtspital H._ Zürich, Medizinische Klinik, Leiter Gastroenterologie und Hepatologie, I._ einschliesslich des Röntgenberichtes vom 1. Februar 2008 und der Laborergebnisse vom 30. Juni 2008 zu entnehmen, welche im angefochtenen Wiedererwägungsentscheid ihre Berücksichtigung fanden und entsprechend gewürdigt wurden.
Im Arztzeugnis (...) wurde der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wie folgt beurteilt: Beim Beschwerdeführer mit  präsinusoidaler portaler Hypertonie, welche am ehesten im Rahmen einer Bilharziose erklärt werden kann, wurde im Februar 2009 aufgrund von persistierend leicht erhöhten Transaminasen eine Leberbiopsie sowie eine transjuguläre Druckmessung durchgeführt.  konnte in der aktuellen transjugulären Druckmessung bei  hepatisch venösen Druckgradienten die praesinusoidale  bestätigt werden. Zusätzlich konnte als Ursache der erhöhten Transaminasen histologisch eine Leberzirrhose diagnostiziert werden. Der Grund dafür ist am ehesten die Bilharziose, welche zu einer  portalen Fibrosierung und schliesslich zur Zirrhose führen kann. Eine chronische Hepatitis B und C, eine Autoimmunhepatitis,  Alpha1-Antitrypsinmangel sowie ein Morbus Wilson konnten  ausgeschlossen werden.
Aktuell seien keine weiteren Abklärungen, jedoch regelmässige  der Leberfunktionswerte sowie Kontrollen des AFP Wertes  Abdomensonographie mit Frage nach fokalen Leberrundherden angezeigt. Es sei zu empfehlen, eine nächste Kontrolle in 6 Monaten durchzuführen.
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5. Vorliegend ist zunächst zu prüfen, ob eine veränderte Sachlage , die eine Wiedererwägung der ursprünglichen Verfügungen des BFF beziehungsweise BFM vom 12. Oktober 2004, 29. August 2008 und 6. Januar 2009 erlauben würden.
6. Der Vollzug der Wegweisung ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
6.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der  oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
6.2 Da den Beschwerdeführenden mit in Rechtskraft erwachsenen Verfügungen des BFF beziehungsweise des BFM vom 12. Oktober 2004, 29. August 2008 und 6. Januar 2009 die Flüchtlingseigenschaft nicht zuerkannt und folgerichtig die Asylgesuche abgelehnt wurden (vgl. Bst. A - C hiervor), kommt das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement im vorliegenden Verfahren nicht zum Tragen (vgl. MARIO GATTIKER, das Asyl- und , 3. Auflage, Bern 1999, S. 89). Eine Rückkehr der  nach Ruanda erweist sich demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG als rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Vorbringen der  in den abgeschlossenen Asylverfahren noch aus den Akten des vorliegenden Wiedererwägungsverfahrens Anhaltspunkte dafür,
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dass der Beschwerdeführer für den Fall einer Rückkehr in den  mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre.  konstanter Praxis des EGMR sowie jener des UN-Anti- müssten die Beschwerdeführenden eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihnen im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 E. 6a S. 122, mit weiteren Hinweisen; EGMR [Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124 bis 127, mit weiteren ). Diese Voraussetzungen sind jedoch in casu als nicht erfüllt zu erachten. Dieser Einschätzung steht auch die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers, wie sie unter E. 4.3 dargestellt wird, einem Wegweisungsvollzug nicht entgegen. Zwar kann gemäss der Praxis des EGMR der Vollzug der Wegweisung eines abgewiesenen Asylsuchenden mit gesundheitlichen Problemen im Einzelfall einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen; hierfür sind jedoch ganz aussergewöhnliche Umstände vorausgesetzt (vgl. EMARK 2005 Nr. 23 E. 5.1. S. 211 f., mit einer Zusammenfassung der Rechtsprechung des EGMR). Vorliegend sind solche ganz aussergewöhnlichen Umstände auszuschliessen (vgl. dazu auch BVGE 2009/2 E. 9.1.3; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts D-6721/2008 vom 5. Januar 2009 und D-6364/2008 vom 4. November 2008 E. 7.1 mit Hinweisen auf die neuste Praxis des EGMR). Ferner genügt eine allgemein schlechte Menschenrechtslage im Heimatstaat nicht für die Annahme einer  Verletzung von Art. 3 EMRK (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 E. 6a S. 122, mit zahlreichen Hinweisen).
Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
6.3 Art. 83 Abs. 4 AuG stellt eine Kodifizierung der bisherigen Praxis zur konkreten Gefährdung nach Art. 14a Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (aANAG, BS 1 121) dar (vgl. PETER BOLZLI in MARC SPESCHA/HANSPETER THÜR/ANDREAS ZÜND/PETER BOLZLI, Kommentar Migrationsrecht, Zürich 2009, Nr. 14 f. zu Art. 83 AuG, mit Hinweisen). Dieser Praxis zufolge wird aus humanitären Gründen, nicht in Erfüllung völkerrechtlicher Pflichten der Schweiz, auf den Vollzug der Wegweisung verzichtet, wenn die Rückkehr in den Heimatstaat für die betroffene Person eine konkrete Gefährdung darstellt. Eine solche Gefährdung kann ange-
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sichts der im Heimatland herrschenden allgemeinen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situation  Gewalt kennzeichnet, oder aufgrund anderer Gefahrenmomente, wie beispielsweise einer notwendigen, aber dort nicht durchführbaren medizinischen Behandlung, angenommen werden.
Der Begriff der "konkreten Gefährdung" gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG ist eng auszulegen und bezieht sich vorab auf einen schwerwiegenden Eingriff in die körperliche Integrität des Ausländers. Art. 83 Abs. 4 AuG findet insbesondere Anwendung auf Personen, die nach ihrer  einer konkreten Gefahr ausgesetzt wären, weil sie aus objektiver Sicht wegen der vorherrschenden Verhältnisse mit grosser  unwiederbringlich in völlige Armut gestossen würden, dem Hunger und somit einer ernsthaften Verschlechterung ihres , der Invalidität oder gar dem Tod ausgeliefert  (vgl. die zutreffende Rechtsprechung der ARK in EMARK 2006 Nr. 10 E. 5.1, mit weiteren Hinweisen).
6.3.1 Es ist zu prüfen, ob sich die gesundheitliche Situation des  seit Eintritt der ihn betreffenden rechtskräftigen  in einem entscheiderheblichen Ausmass verschlechterte. Der Wegweisungsvollzug gestützt auf Art. 83 Abs. 4 AuG kann sich aus medizinischen Gründen dann als unzumutbar erweisen, wenn bei  Rückkehr in ihre Heimat eine überlebensnotwendige medizinische Behandlung nicht erhältlich wäre (vgl. EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b S. 157 f.). Entsprechen ferner die Behandlungsmöglichkeiten im  nicht dem medizinischen Standard in der Schweiz, so  dies allein noch nicht die Unzumutbarkeit des Vollzugs. Von einer solchen Unzumutbarkeit ist erst dann auszugehen, wenn die  Möglichkeit der Weiterbehandlung eine drastische und  Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach sich zieht (vgl. EMARK 2004 Nr. 7 E. 5d S. 50 ff., EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b S. 157 f.).
Dabei ist zu bemerken dass seit Eingabe des  vom 6. Juli 2009 weder neue Arztberichte noch  der behandelnden Ärzte eingereicht wurden. Die  Situation des Beschwerdeführers wird deshalb – wie in der Zwischenverfügung vom 9. September 2009 angekündigt – aufgrund der bestehenden Aktenlage beurteilt. Vorliegend sind, entgegen der auf Beschwerdeebene vorgebrachten Ansicht, den Akten keine stich-
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haltigen Anhaltspunkte für eine drohende medizinische Notlage des Beschwerdeführers im Heimatstaat im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG zu entnehmen. Dazu ist festzuhalten, dass die medizinische  des Landes zwar nicht dem europäischen Niveau entspricht,  eine medizinische Grundversorgung besteht. Nebst 34  gibt es vier renommierte Spitäler (vgl. UNDP, Turning Vision 2020 into Reality, From Recovery to Sustainable Human Development, National Human Development report, Rwanda 2007, S. 32), die  „Centre hospitalier universitaire de Kigali“, „Centre hospitalier universitaire de Butare“ und „Hôpital neuropsychiatrique de Ndera“  das halb-private Spital „Roi Fayçal“ . Aufgrund dieser  Infrastruktur ist nicht von einer ungenügenden Behandlungslage auszugehen, die eine drastische und lebensbedrohende  des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers nach sich ziehen würde. Hinsichtlich der Finanzierung einer (Weiter-)Behandlung des Beschwerdeführers ist darauf hinzuweisen, dass aufgrund der  Beurteilung des Gesundheitszustandes und der  (Praktikumsvertrag) des Beschwerdeführers davon  werden kann, er könne bei einer Rückkehr eine Erwerbstätigkeit aufnehmen und die Kosten für seine Behandlung übernehmen, auch wenn die schwierige wirtschaftliche und soziale Situation in Ruanda nicht zu verkennen ist. Der zwischenzeitlich in der Schweiz volljährig gewordene Sohn sollte ihn im Übrigen dabei unterstützen können, in Ruanda eine Existenzgrundlage für die Familie aufzubauen. Für unerlässliche ärztliche, medikamentöse oder psychiatrische  kann der Beschwerdeführer überdies individuelle medizinische Rückkehrhilfe beantragen (Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG i.V.m. Art. 75 der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 über Finanzierungsfragen [AsylV 2, SR 142.312]). Der Vollzug der Wegweisung erweist sich in dieser Hinsicht als zumutbar.
6.3.2 Unter den heute bestehenden Verhältnissen kann bezüglich  – und inbesondere auch bezüglich der mittlerweile fast eine  Einwohner zählenden Hauptstadt Kigali und deren Umgebung, wo die Beschwerdeführenden gemäss ihren Angaben herkommen und bis zu ihrer Ausreise auch gelebt haben – keinesfalls von einer seit  der letzten ursprünglichen Verfügung veränderten Situation,  für die Beschwerdeführenden bei ihrer Rückkehr in die Heimat eine konkrete Gefahr darstellen würde, gesprochen werden. Der  der Wegweisung erweist sich in dieser Hinsicht ebenfalls als .
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6.3.3 Die unter dem Aspekt des Kindeswohls zu berücksichtigenden Elemente sprechen ebenfalls nicht gegen eine Rückkehr der  in den Heimatstaat, da sich ihr heute bereits  Sohn L.M. erst etwas länger als drei Jahre und ihre heute 13 und 14 Jahre alten Kinder erst knapp ein Jahr in der Schweiz , so dass sie sich während des kurzen Aufenthaltes in der Schweiz weder von ihrem Land entfremdet noch sich in der Schweiz derart integriert haben können, dass eine Rückkehr nach Ruanda als unzumutbar zu erachten wäre (vgl. dazu die für das  weiterhin geltende Praxis der ARK in EMARK 2005 Nr. 6 E. 6 S. 57 f.). Schliesslich hat das BFM der Tatsache des  geborenen Kindes der Beschwerdeführenden genügend Rechnung getragen, indem es praxisgemäss die kantonale Behörde anwies, mit dem Vollzug der Wegweisung bis zwei Monate nach der Geburt des Kindes zuzuwarten.
6.4 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass die Vorinstanz zu Recht das Wiedererwägungsgesuch der Beschwerdeführenden  hat.
7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung vom 13. Juli 2009 Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (vgl. Art. 106 AsylG). Die Verfügung des Bundesamtes ist demzufolge zu bestätigen und die Beschwerde vom 10. August 2009 abzuweisen.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1'200.- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE]).
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