Decision ID: 48edeebb-4c6c-449d-b25e-7c1a19b47d06
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960
, Mutter von zwei Kindern (Jahrgang 1987 und 1991
),
gelernte Verkäuferin
und Detailhandelsangestellte
(
Urk.
8/12),
w
ar
seit dem
1.
Januar 1999
bei
Der Firma Y._
,
in der Prod
uktion und Ausl
ieferung zu einem Pensum von 50
%
tätig (
Urk.
8/17
Ziff.
2.1
,
Ziff.
2.8-9
).
Unter Hinweis auf eine seit 1985 bestehende endogene Depression meldete sich die Versicherte am 1
7.
Januar 2012
bei der Invalidenversicherung
zum
Leis
tungsbezug
an (
Urk.
8/13
Ziff.
6.2-3)
. Die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisch
e und erwerbliche Situation ab und holte bei der
i
ntegrierten Psychiatrie
Z._
ein psychiatrisches Gutachten ein, das am 3
0.
April 2013 erstattet wurde (
Urk.
8/33)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
8/35,
Urk.
8/38
) verneinte
die IV-Stelle
mit Verfügung vom 3
1.
Oktober 2013
einen Rentenanspruch (
Urk.
8/40
=
Urk.
2)
.
2.
Die Versicherte erhob am 2
6.
November 2013
Beschwerde gegen die Verfügung vom
3
1.
Oktober 2013
(
Urk.
2) und beantragte
sinngemäss
,
diese sei aufzuheben und es sei
ihr
eine Invalidenrente zuzuspreche
n
(
Urk.
1
S. 1 f.
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
4.
Januar 2014
(
Urk.
7
) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom 2
7.
Januar 2014 wurde dies der Beschwerdeführerin zur Kenntnis gebracht und ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (
Urk.
9).
Am 1
3.
Mai 2014 erstattete die Beschwer
deführerin die Replik (
Urk.
13) und a
m 2
3.
Jun
i 2014 verzichtete die
Beschwer
degegnerin
auf die Duplik
(
Urk.
15)
, was der Beschwerdeführerin am 2
4.
Juli 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
16).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit
invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt.
Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist.
Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person so
zial-praktisch nicht mehr zumutbar
(BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung
(
Urk.
2)
damit,
dass
auf das
Z._
-Gutachten nicht abgestellt werden
könne
. Die Gutachter hätten sich bei ihrer Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ausschliesslich auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin gestützt, obwohl die von ihr genannten Symptome während des Gespräches nicht zu beobachten gewesen seien. Im Gutachten fänden sich keine objektiven Anhaltspunkte für eine reduzierte Arbeitsfähigkeit.
Zudem verfüge die Beschwerdeführerin über genügend Res
sourcen, ihre Arbeitsfähigkeit voll zu verwerten, was sich aus ihrer Freizeitge
staltung ergebe. Ein erhöhtes Ruhebedürfnis oder ein sozialer Rückzug seien nicht auszumachen. Eine Verwertung der vollen Arbeitsfähigkeit sei daher ohne weiteres zumutbar (
S. 1 f
f
.
).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Besc
hwerde (
Urk.
1) geltend, im
Z._
-
Gutachten sei ihr Tagesablauf völlig falsch dargelegt worden.
H
ingegen
sei
eindeutig festgehalten worden, dass sie nur zu 50
%
arbeitsfähig sei
, was so auch vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) bestätigt worden sei
(
Urk.
1
S. 1 f.
,
Urk.
13 S. 3
Ziff.
3, S. 4 ff
.
Ziff.
6-8
)
. Sie habe aus gesundheitlichen Gründen lediglic
h zu 50
%
in der
F
abrik ihr
er Schwester gearbei
tet. Aus gesund
heitlichen Gründen sei es ihr nicht möglich, ein Pensum von 100
%
zu absol
vieren. Sie sei als zu 100
%
Erwerbstätige zu qualifizieren (
Urk.
13 S. 2
f.
Ziff.
2).
Die Überwindbarkeitspraxis sei vorliegend nicht anwendbar (S. 6 f.
Ziff.
9).
Bei einem korrekt vo
rgenommenen Einkommensvergleich resultier
e ausgehend von einem
Valideneinkommen
, welches sie als Einkäuferin im Par
fümerie- oder im Kosmetikbereich erzielt hätte,
abhängig vom entgegengesetz
ten Inva
lideneinkommen, ein Anspruch
auf mindestens eine halbe Invaliden
rente.
Auch in Anwendung des Betätigungsvergleiches würde ein Anspruch auf eine halbe Rente resultieren (S. 8 ff.
Ziff.
10.1-2 und
Ziff.
11).
3.
3.1
Hausärztin
Dr.
med.
A._
,
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, nannte in ihrem Bericht vom
6.
März 2012 (
Urk.
8/19) als Diagnose mit Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine
seit dem 1
8.
Lebensjahr bestehende
end
ogene Depression, ICD-10 F33.2
(
Ziff.
1.1).
Dr.
A._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit Juli 2000 bei ihr in Behand
lung und die letzte Kontrolle sei am
6.
März 2012 erfolgt. Zuvor sei sie
bis 1999 bei
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
in Behand
lung gewesen (
Ziff.
1.2).
Zur Anamnese führte
Dr.
A._
aus, väterlicherseits seien bereits endogene Depres
sionen verbreitet gewesen
,
und ein Cousin der Patien
t
in habe sich des
halb auch das Leben genommen. Die Beschwerdeführerin habe schon als sehr junge Frau an einer endogenen Depression gelitt
en und
deswegen in den acht
ziger und neunziger
Jahren regelmässige psychiatrische Therapien d
urchführen müssen. Eine Klinikeinweisung sei nie notwendig gewesen. Es sei eine Unzahl an medikamentösen Therapien durchgeführt worden, die letztlich keinen Erfolg gebracht hätten, da sie von der Patientin entweder nicht toleriert worden seien oder keine Wirkung gezeigt hätten. Schriftliche Akten dieser Zeit seien nicht mehr vorhanden.
Zum ärztlichen Befund führte
Dr.
A._
aus, die Patientin sei wach, allseits orien
tiert, inhaltlich klar und lebhaft wirkend. Sie habe keine ungeordneten Gedan
ken und keine suiz
idalen Äusserungen getätigt. Bei
regelmässiger lockerer ärzt
licher Kontrolle und Medikamenteneinnahme sowie fehlender Druckausübung sei die Prognose gut (
Ziff. 1.
4).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in der
Pastaproduktion
und Auslieferung bestehe seit 1999 e
ine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
aufgrund der psychischen Einschränkungen im Rahmen der bekannten endogenen Depression, welche zu rascher Ermüdbarkeit, Unkonzentriertheit und Vergesslichkeit führe (
Ziff.
1.6-7). Die angestammte Tätigkeit entspreche einer a
ngepassten Tätigkeit und sei le
d
ig
lich im Umfan
g von 50
%
möglich (
Ziff.
1.7).
3.
2
Am 3
0.
April 2013 erstatteten
Dr.
med.
C._
, Leitender Arzt, und
Dr.
med.
D._
, Assistenzarzt,
integrierte Psychiatrie Z._
, das von der
Beschwerdegeg
ne
rin
veranlasste
psychiatrische
Gutachten
(
Urk.
8/33)
. Sie stellten folgende Diag
nosen (S. 12):
anankastische
(zwanghafte) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.5)
andere gemischte Angststörungen (ICD-10 F41.3)
Die Gutachter führten aus, die
anankastische
(zwanghafte)
Persönlichkeitsstö
rung
(ICD-
10 F60.5) sei von der frühkindlichen Internalisierung äusserst rigider Vorstellungen von Arbeitsmoral und Leben herzuleiten, welche einen grossen integralen Bestandteil der Persönlichkeit der Beschwerdeführerin ausmachten, aber nicht mit ihrem eigenen Selbst zu vereinbaren seien und somit zu einem unlösbaren Konflikt führten. Zudem seien nicht nur eine generalisierte
Angst
störung
, sondern auch kurzzeitige und andauernde Panikattacken mit
Vernich
tungsängsten
beobachte
t
worden (S. 12 Mitte).
Die Beschwerdeführerin habe über eine Gefühllosigkeit mit
Engegefühlen
in Hals und Bauch, über Freud- und Antriebslosigkeit und wenige Interessen be
richtet. Seit dem 1
8.
Lebensjahr kenne sie Ein- und Durchschlafstörungen mit grosser Tagesmüdigkeit. Ferner fühle sie sich matt und dem Leben gegenüber gleichgültig. Zudem leide sie an Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit. Sie fühle sie wie in einer leeren Hülle und komme morgens nicht
gut aus dem Bett und wolle am l
iebsten nur liegen bleiben. Darüber hinaus habe sie über störende Angstzustände berichtet. Sie leide an diffusen Ängsten. Zum Beispiel habe sie, wenn sie Auto fahre, Angst mit dem Auto zu verunglücken oder wenn sie Schmuck anziehe, habe sie enorme Angst
,
er werde ihr gestohlen. Ferner habe sie Angst, dass ihren Angehörigen etwas zustossen könnte und
sie
werde ausserdem von Existenzangst (finanzieller Natur) geplagt (S. 6 Mitte).
Einmal habe sie das Gefühl gehabt, ihre Kinder mit dem Messer töten zu müssen und ein anderes Mal, sich mit ihnen unter den Zug werfen zu müssen. Das sei grau
enhaft gewesen, aber es sei nur einmal vorgekomme
n und dann wieder ver
schwunden
(S. 6 unten).
Die Beschwerdeführerin habe ausgeführt
, dass
1985
erstmalig eine
endogene Depression bei ihr diagnostiziert worden
sei. N
achdem sie in einer Zeit
schrift über Depression gelesen
und das Gefühl gehabt ha
be, an einer Depression zu leiden, sei sie aufgrund ihrer Symptome zum Arzt gegangen
. Damals sei jedoch keine Behandlung durchgeführt worden.
Eine erstmalige medikamentöse Behandlung sei 1994 durch den Hausarzt durchgeführt worden, jedoch ohne Erfolg.
Das Präparat sei der Beschwerdeführerin nicht erinnerlich
(S. 7 oben). 1994 und 1996 sei
sie
in psychotherapeutischer Behandlung gewesen,
ebenfalls
ohne Erfolg. Einen stationären Aufenthalt habe
sie
abgelehnt, da
eine solche
Hospitalisation
zum damaligen Zeitpunkt stigmatisierend gewesen
sei
und sie sich
ausserdem
um ihre Kinder
habe
kümmern müssen (S. 7 Mitte).
Zum subjektiven Krankheitsverständnis führten die Gutachter aus, für die Klien
tin sei ihre Depression nicht immer gleich, denn sie könne sich immer wieder zusammenraffen, Zufriedenheit finden und ihr Leben geniessen. Die Beschwer
deführerin begründe ihre Lebenszufriedenheit mit einer inneren Akzeptanz ihrer Depression, welche sich seit Sommer 2011 eingestellt habe. Vorher habe sie viel Mühe mit der Diagnose Depression gehabt. Es hätten sie starke Schuldgefühle geplagt, wenn sie sich Pausen und Ruhe habe gönnen wollen. Ihr Ehemann habe kein Verständnis für ihre depressive Störung. Er merke wenig bis gar nichts davon. Ihr Schwester, auf der beruflichen Ebene ihre Chefin, habe eben
falls kein wahres Verständnis für ihre depressive Störung, jedoch biete sie der Klientin flexible und grosszügige Arbeitsbedingungen, so dass die Beschwerde
führerin trotz der geschilderten depressiven Symptomatik noch
zu
50
%
arbei
ten könne (S. 8 Mitte).
Die Beschwerdeführerin arbeite jeweils am Montag,
am
Mittwoch und
am
Frei
tag. Je nach Arbeitsmenge stehe sie zwischen 4.00 und 7.00 Uhr auf. Nach dem Duschen fahre sie zu Arbeit. Um 8.00
Uhr
gebe es auf der Arbeit
eine Kaffee
pause. Danach erledige sie Büroarbeiten oder stelle Füllungen für Ravioli her. Die Herstellung der Raviolifüllung sei harte Arbeit mit schweren Pfannen und Töpfen und von der Dauer her seien es vier oder fünf Stunden. Danach erfolge je nach Turnus die Auslieferung der Ravioli zu den Kunden.
Wenn sie
nachmittags frei habe,
besuche sie ihre Mutter
und gehe danach
ihre Freundinnen besuchen oder
zweimal wöchentlich zu einer Massage
. Dann folge eine späte Mittagspause bis 16.00 oder 17.0
0 Uhr mit einem Mittagsschlaf und d
anach koche
sie
für sich und ihre Familie
. N
ach dem Abendessen schaue sie fern und gehe um 21.00
Uhr
schlafen.
Die Beschwerdeführerin habe ausgeführt, wenn sie dienstags und donnerstags nicht arbeite, dann habe sie von 9.00 bis 11.00 Uhr einen Englischkurs und den restlichen Tag gestalte sie mit einem Spaziergang mit dem Hund, mit Einkaufen, dem Haushalt sowie Putzen. Sie schäme sich wegen ihrer Depression. Sie gebe sich grosse M
ühe, nicht depressiv zu wirken
(S. 8 unten).
Die Beschwerdeführerin schätze ihre Arbeitsfähigkeit auf maximal 50
%
ein. Sie wolle so leben wie bisher mit einem guten sozialen Netz und hoher Zufrieden
heit. Ihre
einzige Sorge sei die finanzielle Versorgungslage
. Mit ihrem Einkom
men und der Rente ihres Mannes seien die laufenden Kosten und Lebenshal
tungskosten gerade gedeckt
(S. 9 oben)
.
Die Gutachter führte
n
aus
,
schriftliche Fremdauskünfte in Form von
Arztberich
ten
seien von der Hausärztin
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.1)
vorhanden. Aufgrund der starken Auskunftsbereitschaft und des hohen Informationsgehalts der
Ex
plorationsgespräche
h
abe
auf zusätzliche Fremdauskünfte verzich
tet werden können
.
Zum Befund führten d
ie Gutachter aus, die Beschwerdeführerin habe ein s
ehr gepflegtes Erscheinungsbild
.
Sie
habe eine Halskette aus weissen Perlen getra
gen
und
rot lackierte und gepflegte Fingernägel. Ihre Compliance sowie
Aus
kunftsbereitschaft
seien während des gesamten Gespräches deutlich spürbar gewesen
(S. 9 Mitte)
.
Sie sei
während der ganzen Gespräche freund
lich und konzentriert geblieben und
habe
fliessend von Symptomen wie inne
re Leere, Gefühllosigkeit, Freu
dlo
sigkeit, Antriebslosigkeit, grosser Müdigkeit, Gliederschmerzen,
Konzentrati
ons
, Gedächtnis-, sowie Schlafstörungen und von Angstzuständen berichtete. Differenziert betrachtet hätten sich die Gedächtnisstörungen auf die Handels
namen früher eingenommener Antidepressiva beschränkt. Alle anderen genann
ten Symptome seien während
des Gespräches nicht zu beobachten gewesen, allenfalls seien
die innere Leere und Gefühllosigkeit dezent spürbar, wenn die Klientin davon berichte (S. 9 unten).
Zum psychopathologischen Befund führten die Gutachter aus, es
präsentiere sich eine 52-jährige, bewusstseinsklare und allseits orientierte Klientin, welche bezüglich der Aufmerksa
mkeit, der Konzentration und des
Gedächtnis
ses
keine relevanten Störungen zeige. Sie zeige keine Hinweise auf formale
Denkstörun
gen
. Die Beschwerdeführerin habe sporadisch auftretende Zwangsgedanken geäussert, wobei diese Gedanken nie ausgeführt würden. Hinweise auf
Wahn
symptomatik
, Sinnestäuschung oder auf eine Ich-Störung fänden sich nicht. Eine innere Leere und ein Gefühl der Gefühllosigkeit seien von den geschilder
ten affektiven Störungen am ehesten spürbar. Es f
inde
sich jedoch eine neutrale Grundstimmung bei vollständig erhaltener Modulation
.
Die Klientin sei
logor
rhoisch
und ohne Antriebsstörung. Es finde sich kein Hinweis auf einen sozia
len Rückzug und sie habe sich klar und glaubhaft von akuter Suizidalität und Fremdgefährdung distanziert (S. 10 oben).
Die Gutachter führten in ihrer Beurteilung aus, da
s
s primär die erstaunliche Diskrepanz zwischen den genannten Symptomen und dem klinischen
Zustands
bild
auffalle. D
ie Klientin sei fest davon überzeugt, sei
t
bald 30 Jahren an einer endogenen Depression zu leiden
.
Sie
sei dabei aber immer arbeitstätig gewesen und sage von sich, sie se
i mit ihrem Leben zufrieden,
wenn nicht gar glückl
ich (S. 10 Mitte).
Die Gutachter führten aus, sie interpretierten die dargebotene klinische Sympto
matik sowie die Angaben der Klientin als Ausdruck eines unbewussten Konflikts zwischen den stark rigiden, bereits in der frühen Kindheit internalisierten mora
lischen Werten, welche nur als scheinbar Ich-
synton
e
rlebt würden einerseits, und den
eigentlichen Selbst-Wünschen und Bedürfnissen nach Raum und Zeit für eine eigene ungestörte Persönlic
hkeitsentfaltung andererseits.
Dieser Kon
flikt erzeuge eine chronische enorme psychische Belastung, die bei der Klientin Reaktionen wie Antriebslosigkeit, das Gefühl der Gefühllosigkeit, eine innere Leere und Angstvorstellungen hervorrufe und sie im Laufe der Jahre an den Rand der Erschöpfung gebracht habe (S. 10
unten f.
).
Ihren
Erachtens sei die Erklärung der erlebten Symptome durch die „endogene Depression“ ein Teil der erforderlichen Abwehr dieses Konflikts. Diese Diagnose ermögliche der Klientin, ihre Symptome zu verstehen und so erträglicher zu
machen. Dabei seien die erlebten subjektiven Beschwer
den durchaus glaubha
ft im Bereich der depressiven Symptomatik anzusiedeln.
Psychopathologisch seien jedoch, wie bereits im Bericht der
Behandlerin
beschrieben, die notwendigen objektiven Kriterien zur Diagnose einer depressiven Störung nicht erfüllt
.
Es stünden keine Akten zur Verfügung, welche eine
n
entsprechende
n
psychopa
thologischen Befund belegen würden
.
In der Untersuchung
habe
die Kli
entin lebendig und aktiv gewirkt
und eine Depression sei nicht spürbar
gewesen
. Während ihres ganzen Leben
s
sei sie in der Lage gewesen, ihre Pflichten zu erfüllen, was ebenfalls gegen das Vorliegen einer Depression spreche
(S. 11 oben)
.
Die Gutachter führten aus, sie diagnostizierten eine
ana
n
kastische
(zwanghafte
)
Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.5) als Grunderkrankung. Die
Eingangskrite
rien
für eine solche seien erfüllt,
ebenso die drei spezifischen Kriterien, nämlich:
übermässige Gewissenhaftigkeit, Skrupelhaftigkeit und unverhältnismäs
sige Leistungsbezogenheit unter Vernachlässigung von Vergnügen und zwischenmenschlichen Beziehungen
übermässige Pedanterie und Befolgung von Konventionen
Rigidität und Eigensinn
Die Gutachter führten aus, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit sei zudem ein viertes Kriterium erfüllt, nämlich „Andrängen beharrlicher und unerwünschter Gedanken oder Impulse“. Dies äussere sich im Wunsch nach Ruhe und Locker
heit ohne Verpflichtungen, welcher von der Beschw
erdeführerin deutlich geäus
sert
, im nächsten Satz aber als
nicht opportun bezeichnet werde
.
Die Gutachter führten aus, sie würden zudem eine andere ge
mischte
Angst
störung
(ICD-10 F41
.3) diagnostizieren. Die vielfachen
realen und nicht realen
Ängste,
welche
zum Teil das Ausmass v
on Untergangsängsten erreichten,
rechtfertigten diese Diagnose.
Die subjektive Symptomatik sei als Ausdruck eines nicht lösbaren
innerseeli
schen
Konflikts zu beurteilen (S. 11 Mitte).
Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, die oben genannten
Abwehr
mechanismen
beanspruchten
die Klientin so sehr, dass ihr aktuell ein
Arbeits
pensum
von maximal 50
%
unter den derzeitigen, flexiblen Arbeitsbedingungen zugemutet werden könne. Die
anankastische
Persönlichkeitsstörung zwinge die Beschwerdeführerin dazu, seit ihrer Jugendzeit sämtliche Pflichten trotz aller Schwierigkeiten zu erfüllen. Der dabei bestehende
,
weitgehend unbewusste Konflikt äussere sich in mannigfachen Ängsten und einem Gefühl der Leere und Gefühllosigkeit, welche ihrerseits durch die Überzeugung „mein Leben ist gut,
ich möchte es nicht anders“ rationalisiert würden. Dieser ganze Prozess sei mit einem hohen psychischen Aufwand verbunden
(S. 11 f. unten). Die Gutachter führt
en aus, ihrer Meinung nach habe
er die Klientin im Laufe der Jahre an den Rand ihrer physischen und psychischen Belas
tbarkeit gebra
cht. Sie gingen da
von aus, dass die derzeitige
Arbeitsleistung
der
Klientin nur möglich
sei, da
sie durch die
Anstellung bei ihrer Schwester von flexiblen Arbeitsbedingungen (Pausen wie gewünscht, freie Arbeitseinteilung) profitieren könne. Die Be
schwerdeführerin schöpfe ihre Restarbeitsfähigkeit von aktuell 50
%
mit
der zusätzlichen
Tätigkeit im Haushalt voll aus. Es sei mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit davon auszugehen, dass eine Steig
erung des Pensum
s zur Dekompensation führen würde (S. 12 oben
).
Der Grad der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit bleibe bei 50
%
, denn die chronische massive psychische Belastung mit der daraus resultierenden Erschöp
fung sei nach wie vor vorhanden und sei durch ein verändertes
Belas
tungsprofil
nicht zu beeinflussen (S. 13
Ziff.
3). Der genaue Zeitpunkt, seit wann eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
bestehe, lasse sich nicht klar feststellen, jedoch mindestens seit dem Zeitpunkt, als die Ergänzungsleistungen beantragt worden seien (S. 13
Ziff.
4). Aus psychiatrischer Sicht sei eine Psychotherapie indiziert. Aufgrund der auch während der Untersuchung zu beobachtenden rigiden Abwehr bei
m
Hinterfragen der Diagnose einer Depression seien die Erfolg
saussichten allerdings al
s gering einzuschätzen. Ob eine
Therapie zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit führen könne, könne erst im Verlauf von mindestens einem Jahr beurteilt werden, sei aber unwahrscheinlich (S. 13 f.
Ziff.
5). Die beschriebene Arbeitsunfähigkeit von 50
%
sei auf ein psychisches Leiden mit Krankheitswert zurückzuführen. Psychosoziale Faktoren spielten dabei keine Rolle (S. 14
Ziff.
9).
3.3
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeinmedizin,
RAD,
führte in seiner Stel
lungnahme vom 2
7.
Mai 2013 (
Urk.
8/34/3) aus, das aktuelle psychiatrische Gutachten der
integrierten Psychiatrie Z._
sei vollständig und schlüssig. Es sei ein
chronifizierte
r
Ge
sundheitsschaden
in Form einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung und einer Angststörung
vorhanden
. Damit sei nun eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
in jeder Erwerbstätigkeit ausgewiesen. Der Beginn der Arbeitsunfähigkeit könne rückblickend nicht mehr festgelegt werden, es sei jedoch anzunehmen, dass diese bereits vor vielen Jahren eingetreten sei. Die Erfolgsaussicht
en einer The
rapie seien gering
,
und
auf eine Schadenminderungspflicht könne sodann ver
zichtet werden.
4.
4.
1
Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass aufgrund
fehlender objektiver
Anhaltspunkte für eine reduzierte Arbeitsfähigkeit und
aufgrund
der
aktiven
Freizeitgestaltung der Beschwerdeführerin nicht auf die
im Gutachten der
integrierten Psychiatrie Z._
(vorstehend E. 3.2)
festgestellte generelle Arbeitsunfähigkeit von 50
%
abgestellt werden könne
(vorstehend E. 2.1)
. Dagegen machte d
ie Beschwerdeführerin geltend, sie sei aus gesundheitlichen Gründen lediglich im Umfang von 50
%
leistungsfähig, was so auch von den Gutachtern der
integrierten Psychiatrie Z._
und dem RAD (vorstehend E. 3.3) bestätigt worden sei
(vorstehend E. 2.2)
.
4.2
E
ine psychisch bedingte Invalidität im Sinne des Gesetzes
liegt
nur dann vor, wenn ein psychisches Leiden mit Krankheitswert fachärztlich ausgewiesen ist und es der betroffenen Person trotz Aufbietung allen guten Willens, die verblei
bende Leistungsfähigkeit zu verwerten, wegen ihrer Beschwerden nicht zuzu
muten ist, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, wobei das Mass des
Forderbaren
weitgehend objektiv bestimmt wird (BGE 130 V 352 f. E. 2.2.1, 131 V 49).
Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur sow
eit zu einer Erwerbsun
fähigkeit
, als angenommen werden kann, die
Verwertung der Arbeitsfähigkeit
sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (
vgl.
vorste
hend E. 1.2
)
.
Weiter ist zu beachten, dass es g
emäss Rechtsprechung in sämtlichen Fällen gesundheitlicher Beeinträchtigungen keineswegs allein Sache der mit dem kon
kreten Einzelfall gutachtlich befassten Arztpersonen
ist
, selber abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle verbindlich zu entscheiden, ob das medizi
nisch festgestellte Leiden zu einer andauernden oder vorübergehenden Arbeits
unfähigkeit in bestimmter Höhe und Ausprägung führt.
Vielmehr hat die rechtsanwenden
de
Instanz
die ä
rztliche Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit auf ihr
e beweisrechtlich erforderliche
Schlüssigkeit hin
zu
über
prüfen
(vgl.
BGE 140 V 193
E. 3.2-3.3).
4.3
In fachärztlicher Hinsicht liegt lediglich das Gutachten der
integrierten Psychiatrie Z._
vom April 2013
vor.
Die Gutachter der
integrierten Psychiatrie Z._
führten indes ausdrücklich aus
, sie hätten
keine
von der Beschwerdeführerin während des Gespräches beschriebene
n
Symptome
aus
ser Gedächtnisstörungen
bezogen
auf die Handelsnamen früher eingenom
mener Antidepressiva - feststellen können.
Weiter beschrieben sie einen unauf
fälligen Tagesablauf mit diversen Aktivitäten.
In
Anbetracht der
objektiv
unauffälligen
Befundlage
und dem hohen
Aktivitäts
niveau
ist nicht nachvollziehbar
, dass
die Beschwerdeführerin
aufgrund des durch die diagnostizierte
anankastische
Persönlichkeitsstörung verursachten
in
nerseelischen
Konfliktes
am Rande ihrer Belastbarkeit sein soll.
Der Annahme, dass
die seit der Jugendzeit bestehende
anankastische
Persönlichkeitsstörung tatsächlich Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
hat,
steht der Umstand ent
gegen
, dass die Beschwerdeführerin
erfolgreich ihre Lehre als Verkäuferin und zusätzlich als Detailhandelsangestellte abgeschlossen und teilweise in hohen
Pensen
gearbeitet hat (vgl.
Urk.
8/12, Auszug aus dem individuellen Konto;
Urk.
8/15 und Arbeitsanamnese im
Z._
-Gutachten,
Urk.
8/33 S. 5).
4.4
Nicht zu überzeugen vermag
, wie die Beschwerdeführerin im Nachhinein gel
tend machte (vorstehend E. 2.2)
,
dass die Gutachter der
integrierten Psychiatrie Z._
ihren Tagesablauf
völlig fal
sch wiedergegeben haben sollen, denn p
raxisgemäss stellen die Ge
richte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zu
kommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträgli
chen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 1a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
Gleiches ist auch betreffend
ihre
Ausführungen
im Rahmen des
Einwandver
fahre
ns
zu bemerken, wo sie geltend machte
, d
ass die Symptome anlässlich der Begutachtung lediglich
darum
nicht zu beobachten gewesen seien, weil sie sich extrem zusammengerissen und ihr Bestes gegeben habe, damit man ihr mög
lichst nicht anmerke,
wie es in ihr aussehe (
Urk.
8/38
S. 1).
Eine solche Fähig
keit, sich zu überwinden und das Beste zu geben, spricht im Übrigen für die guten Ressourcen der Beschwerdeführerin.
4.5
Das Vorliegen einer endogenen Depression respektive einer depressiven P
roble
matik im Allgemeinen wurde
sodann von den Gutachtern
der
integrierten Psychiatrie Z._
in nachvoll
ziehbarer Weise verneint. Wie si
e
zu Recht festhielten, l
iegen
auch
keine
frühe
ren
medizinischen Berichte vor,
in
welche
n
entsprechende
objektive
Befunde fest
ge
halten wu
rden.
Die
Diagnose
endogene Depression
wurde
als einzige Diagnose mit Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit
von der Hausärztin
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.1)
aufgeführt, ohne
dass sie auf einen Facharzt verwies
, der die
se Diagnose gestellt hätte
,
und ohne
entsprechende objektive B
efunde zu beschreiben
.
Gleich wie die Gutachter der
integrierten Psychiatrie Z._
beschrieb auch die
die Beschwerdeführerin seit dem Jahr 2000 behandelnde Hausärztin
Dr.
A._
eine völlig unauff
ällige
objektive
Be
fundlage
.
Nicht nachvollziehbar ist daher
die
von ihr attestierte Arbeitsunfähig
keit von 50
%
in der angestammten Tätigkeit. Insbesondere wi
dersprechen die
genannten Einschränkungen
bei einer Arbeitstätigkeit der von
Dr.
A._
festge
stellten ärztlichen Befundlage
und scheinen sich
vielmehr
am
subjektiven Emp
finden der Beschwerdeführerin zu orientieren
, ohne dies zu hinterfragen
.
Zudem entspricht die von
Dr.
A._
verwendete Diagnosecodierung (ICD-10 F33.2; vgl. vorstehend E. 3.1) einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome, was sich mit den von
Dr.
A._
erhobenen Befunden („wach, allseits orientiert, inhaltlich klar und lebhaft wir
kend“; vgl. vorstehend E. 3.1) in keiner Weise vereinbaren lässt.
Weshalb
Dr.
A._
bei
einer seit 1999 bestehenden
generellen
Arbeitsunfähigkeit von 50
%
von einer Überweisung in eine fachärztliche psychiatrische Behandlung absah, lässt sich nicht erklären.
4.6
Die Beschwerdeführerin gab zwar anlässlich der Begutachtung
in der integrierten Psychiatrie Z._
an,
in
psychiatrischer Behandlung gewesen
zu sein
,
dies belegende
Akten sind jedoch nicht
mehr
vorhanden.
Ihre diesbezüglichen Angaben
blieben
denn auch,
gleich wie
jene zu den
eingenommenen Antidepressiva, sehr vage.
Auch bei
dem
vor
Dr.
A._
beha
ndelnden
Arzt
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.1)
handelt
e
es sich um keinen Facharzt der
Psychiatrie und Psychotherapie und die von der Beschwer
deführerin auf konkrete Anfrage
hin
angegebenen
Fachä
rzte (vgl.
Urk.
8/20-21) kannten
diese
entweder nicht (
Urk.
8/23/5
,
Urk.
8/24/5
)
oder fanden
keine ent
sprechenden Akten (
Urk.
8
/26), was aber auch daran gelegen haben
kann, dass es sich laut Beschwerdeführerin um Behandlungen i
n den Jahr
en
1997 oder 1998 handelte
(
Urk.
8/25).
Fest steht demnach
lediglich, dass sich die Beschwerdeführerin mindestens seit 1999 in keine fachärztliche Behandlung
mehr
begab, was darauf
hinweist, dass sie sich
in diesem Zeitraum
durch ihr psychisches
Leiden nicht derart
beein
trächtigt erlebte
.
In diesem Zusammenhang ist nicht nachvollziehbar, dass die Gutachter
der integrierten Psychiatrie Z._
einer Psychotherapie wenig Erfolg zumassen (vgl. vorste
hend E. 3.2). Rechtsprechungsgemäss weist erst das Scheitern einer konsequen
ten Therapie das psychische Leiden als resistent aus. Eine
invalidisierende Wir
kung des Gesundheitszustandes
der Beschwerdeführerin ist deshalb auch aus diesem Grund nicht
anzunehmen
(vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts
9C_667/2013 vom 2
9.
April 2014 E. 4.3.2
)
.
4.7
Auch der
Umstand, dass die
Beschwerdeführerin
während der letzten Jahre lediglich zu 50
%
gearbeitet
hat, lässt keine Schlüsse auf eine
krankheitsbe
ding
te
Ursache zu. So nahm di
e Beschwerdeführerin die Stelle bei ihrer Schwester
im Januar 1999
zu einem Zeitpunkt an, als
das jüngere der beiden Kinder ge
rade einmal acht Jahre alt
war
, sodass das reduzierte Pensum auch im Zusam
menhang mit den noch erziehungspflichtigen
Kindern
oder
auch mit
der Betriebsgrösse an
sich
gesehen werden
kann
.
Zusammenfassend kann daher aufgrund der unauffälligen objektiven
Befund
lage
und dem hohen Aktivitätsniveau in der Freizeit nicht auf die im Gutachten der
integrierten Psychiatrie Z._
festgelegte generelle Arbeitsunfähigkeit von 50
%
abgestellt werden
.
4.8
Aufgrund des Gesagten
ist der Beschwerdegegnerin folgend davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin über genügend Ressourcen verfügt, um trot
z psy
chischer Beeinträchtigungen
ihre
Arbeitsfähigkeit voll zu verwerten.
Damit ist eine Invalidität zu verneinen und ein Einkommensvergleich erübrigt sich.
Die angefochtene Verfügung
vom 3
1.
Oktober 2013
erweist sich daher als rech
tens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.