Decision ID: e43385f8-3c4d-5698-8e5a-9c08cdc72bc8
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der aus dem Libanon stammende B._ (geb. [...]) wurde am 5. Au-
gust 2019 anlässlich einer Kontrolle auf dem Areal der Autohandelsfirma
seines Bruders A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) in
Y._/ZH angehalten und wegen des Verdachts auf Verletzung auslän-
derrechtlicher Vorschriften vorläufig festgenommen. Im Rahmen der Ein-
vernahme durch die Kantonspolizei Zürich wurde ihm das rechtliche Gehör
zur allfälligen Verhängung einer Fernhaltemassnahme gewährt (vgl. Akten
der Vorinstanz [SEM act.] 1, pag. 9 – 11). Danach wurde er wieder aus der
Haft entlassen.
B.
Mit Strafbefehl vom 5. August 2019 verurteilte die Staatsanwaltschaft Zü-
rich – Limmat B._ wegen rechtswidrigen Aufenthalts und Erwerbs-
tätigkeit ohne Bewilligung zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessät-
zen zu je Fr. 30.– (wovon ein Tagessatz durch Haft erstanden, bei einer
Probezeit von zwei Jahren) sowie einer Busse von Fr. 200.– (SEM act. 3,
pag. 16 – 19).
C.
Am 6. August 2019 ordnete das Migrationsamt des Kantons Zürich die
Wegweisung von B._ aus der Schweiz an und forderte ihn auf, das
Land unverzüglich (innert 24 Stunden) zu verlassen (SEM act. 1, pag. 1 –
3).
D.
Aufgrund dieses Sachverhalts erliess die Vorinstanz, ebenfalls am 6. Au-
gust 2019, gegenüber B._ ein Einreiseverbot für die Dauer von zwei
Jahren und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wir-
kung. Zur Begründung führte das Staatssekretariat aus, gemäss den kan-
tonalen Akten sei die betreffende Person in der Schweiz erwerbstätig ge-
wesen, ohne über die erforderliche Bewilligung zu verfügen. Die Ausübung
einer solchen unbewilligten Erwerbstätigkeit stelle einen Verstoss im Sinne
von Art. 67 Abs. 2 Bst. a des Ausländer- und Integrationsgesetzes (AIG,
SR 142.20) i.V.m. Art. 77a Abs. 1 Bst. a und Abs. 2 der Verordnung vom
24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE,
SR 142.201) dar. Der Erlass einer Fernhaltemassnahme erscheine unab-
hängig von einem allfälligen Strafverfahren angezeigt. Sie erweise sich
auch unter Berücksichtigung der im Rahmen der Gehörsgewährung abge-
gebenen Stellungnahme als verhältnismässig und gerechtfertigt.
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Seite 3
E.
Mit Rechtsmitteleingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 1. Sep-
tember 2019 beantragt der Beschwerdeführer die Aufhebung des betref-
fend seinen Bruder verhängten Einreiseverbots. In formeller Hinsicht er-
sucht er sinngemäss um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung
der Beschwerde. Dazu bringt er vor, B._ habe nicht bei ihm gear-
beitet und sei auch nie bei ihm angestellt gewesen. Von anfangs Juli 2017
bis zum 12. August 2019 habe er sich ferienhalber in den Libanon begeben.
Während dieser Zeit sei sein Bruder beauftragt gewesen, in seinem Gara-
gebetrieb «nachzuschauen», da es in der Vergangenheit viele Vorfälle wie
Diebstahl und Randale gegeben habe. Hierfür habe er ihm seine Telefone
und die Schlüssel gegeben. Auch anlässlich der Anhaltung habe sich
B._ lediglich auf einem Kontrollgang befunden. Andernfalls hätten
sie (der Beschwerdeführer und sein Bruder) diese Straftat begangen, ohne
es zu wissen.
Dem Rechtsmittel lagen u.a. Kopien von Versicherungsunterlagen zu ei-
nem Schadenereignis, das sich am 2. Dezember 2018 in der Firma des
Beschwerdeführers zugetragen hatte, bei (BVGer act. 1).
F.
Mit Zwischenverfügung vom 17. September 2019 wies das Bundesverwal-
tungsgericht das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wir-
kung der Beschwerde ab (BVGer act. 3).
G.
In seiner Vernehmlassung vom 18. Oktober 2019 spricht sich das SEM un-
ter Erläuterung der bisher genannten Gründe für die Abweisung der Be-
schwerde aus (BVGer act. 6).
H.
Von dem ihm am 22. Oktober 2019 eingeräumten Replikrecht machte der
Beschwerdeführer keinen Gebrauch (BVGer act. 7 und 8).
I.
Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den Erwägun-
gen eingegangen.
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Seite 4

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern keine
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33
VGG genannten Behörden. Dazu gehört auch das SEM, das mit der An-
ordnung eines Einreiseverbotes eine Verfügung im erwähnten Sinne und
daher ein zulässiges Anfechtungsobjekt erlassen hat. Eine Ausnahme
nach Art. 32 VGG liegt nicht vor.
1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet
sich nach dem VwVG, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts ande-
res bestimmt (Art. 37 VGG).
1.3 Der Beschwerdeführer ist der Bruder des Verfügungsadressaten. Auf-
grund der spezifischen Beziehungsnähe hat er ein ausreichendes schutz-
würdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen
Verfügung. Er ist daher zur Beschwerde legitimiert (siehe auch Verwal-
tungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 62.29). Auf die frist- und formge-
recht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 50 und 52
VwVG).
1.4 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der vorliegenden Sache
endgültig (vgl. Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG).
2.
Mit Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht kann vorliegend die Ver-
letzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch
des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts sowie die Unangemessenheit gerügt werden
(vgl. Art. 49 VwVG). Das BVGer wendet das Bundesrecht von Amtes we-
gen an. Es ist gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG nicht an die Begründung der
Begehren gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den
geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgeblich ist
grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE
2014/1 E. 2 m.H.).
3.
3.1 Das Einreiseverbot kann gestützt auf Art. 67 Abs. 2 AIG gegenüber
ausländischen Personen verfügt werden, die gegen die öffentliche Sicher-
heit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen haben oder
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diese gefährden (Art. 67 Abs. 2 Bst. a AIG), Sozialhilfekosten verursacht
haben (Art. 67 Abs. 2 Bst. b AIG) oder in Vorbereitungs-, Ausschaffungs-
oder Durchsetzungshaft genommen werden mussten (Art. 67 Abs. 2 Bst. c
AIG). Das Verbot wird für eine Dauer von höchstens fünf Jahren verfügt.
Für eine längere Dauer kann es angeordnet werden, wenn die betroffene
Person eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ord-
nung darstellt (Art. 67 Abs. 3 AIG). Aus humanitären oder anderen wichti-
gen Gründen kann die zuständige Behörde von der Verhängung eines Ein-
reiseverbots absehen oder ein solches vollständig oder vorübergehend
aufheben (Art. 67 Abs. 5 AIG).
3.2 Das Einreiseverbot ist keine Sanktion für vergangenes Fehlverhalten,
sondern eine Massnahme zur Abwendung einer künftigen Störung der öf-
fentlichen Sicherheit und Ordnung (siehe Botschaft zum Bundesgesetz
über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002 [im Folgenden:
Botschaft] BBl 2002 3813, welche in Bezug auf die Regelungen zum Ein-
reiseverbot weiterhin massgeblich ist). Die öffentliche Sicherheit und Ord-
nung im Sinne von Art. 67 Abs. 2 Bst. a AIG bildet den Oberbegriff für die
Gesamtheit der polizeilichen Schutzgüter. Sie umfasst unter anderem die
Unverletzlichkeit der objektiven Rechtsordnung und der Rechtsgüter Ein-
zelner (vgl. Botschaft, a.a.O. S. 3809). In diesem Sinne liegt ein Verstoss
gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung unter anderem dann vor,
wenn gesetzliche Vorschriften oder behördliche Verfügungen missachtet
werden (Art. 77a Abs. 1 Bst. a VZAE). Widerhandlungen gegen Normen
des Ausländerrechts fallen ohne weiteres unter diese Begriffsbestimmung
und können ein Einreiseverbot nach sich ziehen (vgl. Botschaft, a.a.O.,
S. 3813). Dabei genügt es, wenn der ausländischen Person eine Sorgfalts-
pflichtverletzung zugerechnet werden kann. Unkenntnis oder Fehlinterpre-
tation der Einreise- und Aufenthaltsvorschriften – wie vom Beschwerdefüh-
rer nachträglich geltend gemacht – stellen normalerweise keinen hinrei-
chenden Grund für ein Absehen von einer Fernhaltemassnahme dar. Jeder
Ausländerin und jedem Ausländer obliegt es, sich über die bestehenden
Rechte und Pflichten ins Bild zu setzen und sich im Falle von Unklarheiten
bei den zuständigen Stellen zu informieren (vgl. anstelle vieler: Urteil des
BVGer F-3163/2017 vom 12. März 2019 E. 6.2).
4.
4.1 Die Vorinstanz begründete die angefochtene Verfügung wie dargetan
damit, B._ sei in der Schweiz einer Erwerbstätigkeit nachgegangen,
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ohne im Besitze der erforderlichen ausländerrechtlichen Bewilligung gewe-
sen zu sein. Die Ausübung einer solchen unbewilligten Erwerbstätigkeit
stelle einen Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung dar.
4.2 Der ausländerrechtliche Begriff der Erwerbstätigkeit ist weit gefasst
(vgl. statt vieler: Urteil des BVGer F-1827/2018 vom 30. September 2019
E. 6.3.4 und MARC SPESCHA in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migra-
tionsrecht, 5. Aufl. 2019, Art. 11 AIG N. 2). Als Erwerbstätigkeit im Sinne
des Gesetzes gilt jede üblicherweise gegen Entgelt ausgeübte unselbst-
ständige oder selbstständige Tätigkeit, selbst wenn sie unentgeltlich erfolgt
(Art. 11 Abs. 2 AIG). Eine Tätigkeit gilt dann als üblicherweise gegen Ent-
gelt verrichtet, wenn sie ihrer Art und ihrem Umfang nach auf dem schwei-
zerischen Arbeits- und Dienstleistungsmarkt angeboten wird (vgl. etwa Ur-
teil des BVGer F-3451/2018 vom 22. Januar 2020 E. 5.1 sowie
EGLI/MEYER, in: Caroni et al. [Hrsg.], Handkommentar zum Bundesgesetz
über die Ausländerinnen und Ausländer, 2010, Art. 11 N. 6). Ohne Belang
für die Qualifikation als Erwerbstätigkeit ist dabei, ob die Beschäftigung nur
stunden- oder tageweise oder vorübergehend ausgeübt wird (vgl. Art. 1a
Abs. 1 VZAE).
4.3 Der Beschwerdeführer ist Geschäftsführer einer Autohandelsfirma. Aus
den Akten geht hervor, dass er ungefähr ab anfangs Juli 2019 bis Mitte
August 2019 im Libanon in den Ferien weilte. Während dieser Zeit betraute
er seinen Bruder B._ damit, im Betrieb jeweils nachzuschauen, ob
alles in Ordnung ist. Hierfür überliess er ihm laut Darstellung in der Be-
schwerdeschrift seine Telefone und die Schlüssel. Mit der Entgegennahme
von Telefonaten und der Platzkontrolle hat B._ typische Vertre-
tungsaufgaben eines Autohändlers übernommen. Tätigkeiten dieser Art
werden auf dem Schweizer Arbeitsmarkt angeboten. Die Hilfestellung er-
folgte zudem nicht in der privaten, sondern in der geschäftlichen Sphäre
des Bruders (vgl. hierzu Urteil des BVGer F-384/2019 vom 19. Februar
2020 E. 4.2.3 m.H.). Somit fallen die beschriebenen „Unterstützungs- und
Hilfeleistungen“ unter den Begriff der bewilligungspflichtigen Erwerbstätig-
keit. Soweit der Beschwerdeführer ergänzend argumentiert, sie hätten aus
Unwissen gehandelt, gilt es nochmals in Erinnerung zu rufen, dass es für
die Anordnung von Fernhaltemassnahmen im fraglichen Bereich keines
vorsätzlichen Verstosses gegen gesetzliche Bestimmungen bedarf (siehe
E. 3.2 hiervor). Aufgrund dessen kommt das Bundesverwaltungsgericht
zum Schluss, dass B._ im dargelegten Umfang einer Erwerbstätig-
keit im Sinne von Art. 11 Abs. 2 AIG nachgegangen ist.
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4.4 B._ wurde wegen rechtswidrigen Aufenthalts und Erwerbstätig-
keit strafrechtlich belangt (vgl. Bst. B weiter vorne). Der entsprechende
Strafbefehl der Staatanwaltschaft Zürich – Limmat blieb, soweit ersichtlich,
unangefochten. Unabhängig davon ist bei der Anordnung eines Einreise-
verbots nicht relevant, ob gegen die massnahmebelastete Person ein
Strafverfahren hängig ist. Eine Fernhaltemassnahme kann gemäss ständi-
ger Rechtsprechung auch dann ergehen, wenn ein rechtskräftiges Strafur-
teil fehlt, etwa weil ein Strafverfahren nicht eröffnet wurde, noch hängig ist
oder eingestellt wurde. Es genügt mit anderen Worten, wenn – wie in casu
– Verdachtsmomente vorliegen, die von der Behörde als hinreichend kon-
kret erachtet werden (vgl. beispielsweise Urteile des BVGer F-6906/2018
vom 10. Dezember 2018 E. 4.3 oder F-7649/2016 vom 13. März 2018
E. 3.3).
4.5 Die Voraussetzungen für den Erlass eines Einreiseverbots nach Art. 67
Abs. 2 Bst. a AIG sind somit erfüllt.
5.
5.1 Den Entscheid darüber, ob ein Einreiseverbot anzuordnen und wie es
zeitlich auszugestalten ist, legt Art. 67 Abs. 2 AIG in das pflichtgemässe
Ermessen der Behörde. Zentrale Bedeutung kommt dabei dem Grundsatz
der Verhältnismässigkeit zu, der eine wertende Abwägung zwischen den
berührten privaten und öffentlichen Interessen verlangt. Ausgangspunkt
der Überlegungen bilden die Stellung der verletzten oder gefährdeten
Rechtsgüter, die Besonderheiten des ordnungswidrigen Verhaltens und die
persönlichen Verhältnisse der betroffenen ausländischen Person (Art. 96
AIG; ferner statt vieler HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwal-
tungsrecht, 7. Aufl. 2016, Rz. 555 ff.).
5.2 Das generalpräventiv motivierte Interesse daran, die ausländerrechtli-
che Ordnung durch eine konsequente Massnahmenpraxis zu schützen, ist
als gewichtig einzustufen (zur Zulässigkeit der Berücksichtigung general-
präventiver Aspekte in Konstellationen, in denen wie hier kein sogenannter
Vertragsausländer betroffen ist, vgl. Urteile des BGer 2C_516/2014 vom
24. März 2015 E. 4.3.2 oder 2C_282/2012 vom 31. Juli 2012 E. 2.5 je
m.H.). Dazu kommt eine spezialpräventive Zielsetzung der Massnahme,
den Betroffenen zu ermahnen, ausländerrechtliche Bestimmungen zukünf-
tig einzuhalten und so einer weiteren Störung der öffentlichen Sicherheit
und Ordnung entgegenzuwirken (vgl. F-1827/2018 E. 7.1). Mit seinem Ver-
halten hat B._ nach dem bisher Gesagten gegen die öffentliche Si-
cherheit und Ordnung verstossen bzw. unter diesen Oberbegriff fallende
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Rechtsgüter gefährdet. Damit besteht ein gewichtiges öffentliches Inte-
resse an seiner befristeten Fernhaltung.
5.3 Den öffentlichen Interessen sind die privaten Interessen des Massnah-
melasteten gegenüber zu stellen. Der Beschwerdeführer erwähnt in die-
sem Zusammenhang einzig auf Seiten seines Bruders bestehende Gründe
beruflicher Natur. Die allfällige vorübergehende Einschränkung seiner Ge-
schäftstätigkeit (der Beschwerde zufolge betätigt sich B._ im Auto-
handel, laut Strafbefehl ist er nicht erwerbstätig) hat er jedoch selbst zu
verantworten und in Kauf zu nehmen. Die diesbezüglichen Interessen des
in Italien ansässigen Bruders werden zudem durch den Verzicht auf die
Ausschreibung im SIS relativiert.
5.4 Eine wertende Gewichtung der sich gegenüberstehenden Interessen
führt das Bundesverwaltungsgericht zum Ergebnis, dass das auf zwei
Jahre befristete Einreiseverbot dem Grundsatz nach und in Bezug auf
seine Dauer eine verhältnismässige und angemessene Massnahme zum
Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung darstellt.
6.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im
Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist so-
mit abzuweisen.
7.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des
Reglements vom 21. Februar 2098 über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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