Decision ID: 2a606045-d868-54af-bf79-37a40e89da85
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
G._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Erwin Künzler, Oberer Graben 3, 9000 St. Gallen,
gegen
RAV St. Gallen, Unterstrasse 4, Postfach, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegner,
vertreten durch Amt für Arbeit, Unterstrasse 22, 9001 St. Gallen,
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betreffend
Vermittlungsfähigkeit (Vermittlungsbereitschaft)
Sachverhalt:
A.
A.a G._ war seit Januar 2003 arbeitsunfähig und meldete sich, auf Aufforderung
der UVG-Versicherung X._ hin, am 16. Mai 2003 bei der IV an (act. G 1.1 und 1.2). Mit
Verfügung vom 20. Februar 2004 wies die IV-Stelle den Anspruch auf berufliche
Massnahmen ab (act. G 1.3). Diese Verfügung wurde auf Einsprache hin von der IV-
Stelle am 5. August 2004 mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Dabei wurden weitere
Abklärungen angekündigt (act. G 1. 5).
A.b Mit Schreiben vom 16. November 2004 forderte die UVG-Versicherung Y._
(nachfolgend: Y._) als Rechtsnachfolgerin der X._ den Versicherten dazu auf, sich
bei der Arbeitslosenkasse zu melden. Sie teilte dem Versicherten mit, dass sie ihn,
aufgrund des derzeitigen medizinischen Zustandes, für eine leichte angemessene
Tätigkeit für arbeitsfähig halte und deswegen die Taggeldleistungen mit Wirkung ab 16.
November 2004 vorübergehend einstelle (act. G 1.6). Daraufhin verlangte der Vertreter
von G._ mit Schreiben vom 23. November 2004 eine einsprachefähige Verfügung.
Diese erliess die Y._ am 4. Februar 2005 (act. G 1.16). Am 9. Februar 2005 richtete
die Y._ Taggeldleistungen für die Zeit vom 16. November 2004 bis 16. Februar 2005
aus, da es sich gemäss Verfügung vom 4. Februar 2005 dabei um die dem
Versicherten zu gewährende Anpassungszeit für die Neuorientierung handelte. Danach
wurden keine Taggelder mehr ausgerichtet (vgl. act. G 1.16 und G 8.3). Gegen die
Verfügung vom 4. Februar 2005, aus welcher auch hervorging, dass sich Dr. A._
gegenüber der Y._ am 25. November 2004 dahingehend geäussert habe, dass bei
nicht repetitiver Belastung des linken Handgelenkes eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben
wäre, liess der Versicherte am 7. März 2005 Einsprache erheben (act. G 1.17).
A.c Mit Antrag vom 3. Dezember 2004 ersuchte G._, um die Ausrichtung von
Arbeitslosenentschädigung ab 17. November 2004 (act. G 3.C3). Betreffend
Arbeitsfähigkeit verwies er auf das Arztzeugnis von Dr. med. A._, St. Gallen, wonach
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er seit Januar 2003 bis auf weiteres arbeitsunfähig sei (act. G 3.C3 und 3.C4). Bevor er
sich am 25. November 2004 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) St.
Gallen zur Stellenvermittlung angemeldet und eine Umschulung zum Elektroniker oder
PC-Supporter beantragt hatte, hatte G._ dem RAV mit Schreiben vom 23. November
2004 mitgeteilt, dass er aufgrund seiner Berufserkrankung zu 100% arbeitsunfähig und
mit dem Vorgehen der Y._ nicht einverstanden sei, und um ein Beratungsgespräch
gebeten habe (vgl. act. G 3.C1, G 1.7 und 1.8). Mit Verfügung vom 28. Januar 2005
verneinte das RAV die Vermittlungsfähigkeit von G._ ab Antragsstellung (act. G 1.13).
Gegen diese Verfügung liess der Versicherte am 25. Februar 2005 Einsprache erheben
(act. G 1.14).
A.d Am 16. August 2005 meldete sich der Versicherte erneut zur Arbeitsvermittlung
an. Am 23. August 2005 ging bei der Arbeitslosenkasse ein Antrag auf
Arbeitslosenentschädigung des Versicherten ab 16. August 2005 ein. In diesem Antrag
bezeichnete er sich als arbeitsfähig (vgl. act. G 3.C5 und 3.C6).
B.
Mit Entscheid vom 16. April 2007 wies das RAV die gegen die Verfügung vom 28.
Januar 2005 erhobene Einsprache ab (act. G 1.25). Wenn der Einsprecher vor und nach
der Antragsstellung explizit verneine, arbeitsfähig zu sein, und nicht zumindest ansatz-
oder versuchsweise willens sei, entweder eine Arbeit zu suchen oder eine zumutbare
Arbeit anzunehmen, dann erfülle er die grundlegenden Voraussetzungen gegenüber der
Arbeitslosenversicherung nicht. Im August 2005 habe der Einsprecher gegenüber dem
RAV erklärt, sein Gesundheitszustand habe sich verbessert und er sehe sich als
arbeitsfähig. Dementsprechend habe er mit der Stellensuche begonnen und diese
dokumentiert. Damit erfülle er ab 16. August 2005 die Voraussetzung der
Vermittlungsfähigkeit, weshalb ihm ab jenem Zeitpunkt auch
Arbeitslosenentschädigung ausgerichtet worden sei.
C.
C.a Mit Eingabe vom 15. Mai 2007 lässt der Versicherte Beschwerde führen und
beantragen, der Einspracheentscheid vom 16. April 2007 sei aufzuheben, und es sei
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seine Vermittlungsfähigkeit i.S. von Art. 15 Abs. 3 AVIV ab Antragsstellung vom 25.
November 2004 zu bejahen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Der
Beschwerdeführer habe nicht Alibibemühungen vorweisen wollen. Ebenso wenig habe
er gewollt, nach einer allfälligen Anstellung auf seine gesundheitliche Unzulänglichkeit
oder gar Arbeitsunfähigkeit wegen seines Leidens hinweisen zu müssen. In seinem
Gesuch vom 23. November 2004 habe er um eine Umschulung gebeten. Bereits am
31. Dezember 2004 habe er mitgeteilt, dass er aufgrund des Krankheitsbildes nicht in
der Lage sei, abzuschätzen, welche Tätigkeiten er überhaupt ausführen könne, und
habe ein entsprechendes Gutachten verlangt, ebenso am 20. Januar 2005 und am 25.
Februar 2005. Anlässlich der Einsprache vom 19. März 2004 gegen die Verfügung der
IV-Stelle vom 20. Februar 2004 habe er ebenfalls schon um geeignete
Eingliederungsmassnahmen gebeten. Dass die IV-Stelle erst im Herbst 2005 eine
entsprechende BEFAS-Abklärung ins Auge gefasst habe, sei nicht dem
Beschwerdeführer anzulasten. Der Beschwerdeführer wäre also wohl willens gewesen,
eine Arbeit anzunehmen, wenn man rechtzeitig vertrauensärztlich abgeklärt hätte, in
welchem Umfang und bezüglich welcher Rahmenbedingungen hinsichtlich Arbeitsplatz
und –zeit er arbeitsfähig sei (act. G 1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 21. Juni 2007 beantragt das Amt für Arbeit die
teilweise Gutheissung der Beschwerde, vom 25. November 2004 bis 15. August 2005
sei die Vermittlungsfähigkeit zu verneinen, ab dem 16. August 2005, dem Zeitpunkt der
Neuanmeldung (vorgängige Abmeldung am 28.2.2005) jedoch zu bejahen. Es sei von
einer offensichtlichen Vermittlungsunfähigkeit i.S. von Art. 15 Abs. 3 auszugehen. Denn
der Beschwerdeführer habe im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 3.
Dezember 2004 sowie in den Formularen "Angaben der versicherten Person" von
November 2004 bis März 2005 als arbeitsunfähig bezeichnet. Ausserdem seien in den
Monaten Dezember 2004 bis Februar 2005 keine Arbeitsbemühungen unternommen
worden. Es bestehe keine gesetzliche Verpflichtung zur Vornahme einer
vertrauensärztlichen Untersuchung. Da im vorliegenden Fall keine Zweifel an der
Arbeitsfähigkeit bzw. Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers bestanden hätten, sei
auch keine vertrauensärztliche Untersuchung angeordnet worden (act. G 3).
C.c Der Beschwerdeführer verzichtet auf eine Replik (act. G 5 und 6).
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C.d Das Gericht zieht IV-Akten und UV-Akten bei, gewährt den Parteien Akteneinsicht
und gibt Gelegenheit zur Stellungnahme. Nach Akteneinsicht hält der
Beschwerdeführer fest, dass keine Beweise für die vom Beschwerdegegner
behauptete Abmeldung des Beschwerdeführers am 28. Februar 2005 existierten (vgl.
act. G 7 bis 14).

Erwägungen:
1.
Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf
Arbeitslosenentschädigung ist die Vermittlungsfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG). Die
arbeitslose Person ist vermittlungsfähig, wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist,
eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen
(Art. 15 Abs. 1 AVIG). Zur Vermittlungsfähigkeit gehört demnach nicht nur die
Arbeitsfähigkeit im objektiven Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die
Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Verhältnissen während der üblichen
Arbeitszeit einzusetzen (ARV 1993/94 Nr. 8 S. 54 f. E. 1). Die Bereitschaft der
versicherten Person, eine neue Stelle anzutreten, ist aufgrund objektiver Kriterien zu
prüfen. Die Willenshaltung oder die bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft der
versicherten Person allein genügt hiezu nicht (BGE 122 V 266 f. E. 4). Nach Art. 15
Abs. 2 AVIG gilt die körperlich oder geistig behinderte Person als vermittlungsfähig,
wenn ihr bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage, unter Berücksichtigung ihrer
Behinderung, auf dem Arbeitsmarkt eine zumutbare Arbeit vermittelt werden könnte.
Art. 15 Abs. 3 AVIV präzisiert dies dahingehend, dass Vermittlungsfähigkeit bis zum
Entscheid der anderen Versicherung angenommen wird, wenn die behinderte Person
nicht offensichtlich vermittlungsunfähig ist und sich bei der IV oder einer anderen
Versicherung angemeldet hat. Damit statuiert Art. 15 Abs. 3 AVIV – von Fällen
offensichtlicher Vermittlungsunfähigkeit abgesehen – eine Vorleistungspflicht der
Arbeitslosenversicherung (Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in:
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. Soziale Sicherheit, Basel 1998, N 228;
vgl. dazu auch Art. 28 Abs. 1 AVIG).
2.
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2.1 Der Beschwerdeführer hat sowohl am 25. November 2004 als auch am 16. August
2005 Arbeitslosentaggelder beantragt. Die Vermittlungsfähigkeit des
Beschwerdeführers ab dem 16. August 2005 wird vom Beschwerdegegner nicht
bestritten, worauf dieser bereits im Einspracheentscheid hinweist. Ab diesem Zeitpunkt
richtete die Arbeitslosenkasse dem Beschwerdeführer auch Taggelder aus (vgl. act G
11.1). Insoweit erweist sich der Antrag des Beschwerdegegners in der
Beschwerdeantwort auf teilweise Gutheissung der Beschwerde als gegenstandslos.
Streitig ist einzig die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers vom 25. November
2004 bis 15. August 2005. Der Beschwerdeführer wurde am 28. Februar 2005 als
vermittlungsunfähig von der Arbeitsvermittlung abgemeldet und das letzte in den Akten
befindliche Formular "Angaben der versicherten Person" betrifft den Monat März 2005
(act. G 3.82 und 3.C4). Dass der Beschwerdeführer sich selbst abgemeldet hätte oder
mit der Abmeldung einverstanden gewesen wäre, geht aus den Akten nicht hervor.
Damit ist eine Abmeldung durch den Beschwerdeführer nicht nachgewiesen. Es bleibt
somit die Vermittlungsfähigkeit des Beschwerdeführers in der Zeit vom 25. November
2004 bis 15. August 2005 zu prüfen.
2.2 Aus den beigezogenen IV-Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer an einer
chronischen Sehnenscheidenentzündung am linken Handgelenk (chronische
stenosierende Tendovaginitis im ersten Strecksehnenfach) leidet. In seiner bisherigen
Tätigkeit als Kellner wurde er von Dr. med. B._, plastische, ästhetische und
Wiederherstellungschirurgie sowie Handchirurgie, Orthopädie am Rosenberg, St.
Gallen, am 1. Juli 2003, und von Dr. med. A._, FMH Chirurgie, Zentrum St. Leonhard,
St. Gallen, am 18. Dezember 2003, als zu 100% arbeitsunfähig eingestuft. Leichtere
Arbeiten erachtete Dr. B._ als zumutbar. Er bemerkte am 1. Juli 2003 aber auch,
dass er noch keine definitive Beurteilung abgeben könne. Es habe eine Operation
stattgefunden, und der Zustand sei noch nicht abgeheilt. Dr. A._ erachtete den
Beschwerdeführer am 18. Dezember 2003 für das linke Handgelenk nicht belastende
Tätigkeiten als voll arbeitsfähig und empfahl eine entsprechende berufliche
Massnahme (vgl. IV-act. 15 und 24). Am 25. November 2004 bescheinigte er dem
Beschwerdeführer bei nicht repetitiver Belastung des linken Handgelenks eine volle
Arbeitsfähigkeit (act. G 3.A2). Dr. C._, Facharzt FMH für Chirurgie, Suva,
Versicherungsmedizin, zufolge war der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten
Tätigkeit ohne zeitliche Einschränkung voll arbeitsfähig. Die Tätigkeit am
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angestammten Arbeitsplatz hingegen sei aufgrund des zum Zeitpunkt der
Untersuchung (31.5.2005) aktuellen Befundes rein theoretisch nur noch zu 50%
möglich. Dabei sei ein wesentlicher Teil der Behinderung auf eine subjektiv erlebte
Selbstlimitierung zurückzuführen. Als alternative Tätigkeiten schlug er die eines
Geranten im Gastgewerbe, leichtere Arbeiten am Fliessband in der Industrie oder
Computerbedienung vor (vgl. S. 17 und 19 des Berichts vom 1. Juni 2005 betreffend
die spezialärztliche Untersuchung im IV-Dossier Fremdakten). Der Beschwerdeführer
hatte mit der Anmeldung zur Stellenvermittlung denn auch bereits am 23. November
2004 eine Umschulung zum Elektroniker oder PC-Supporter beantragt. In
leidensangepasster Tätigkeit war der Beschwerdeführer also ab Antragsstellung
arbeitsfähig. Damit bleibt zu prüfen, ob beim Beschwerdeführer auch subjektiv die
Bereitschaft bestand, entsprechende leichtere Tätigkeiten auszuführen.
2.3 Hinsichtlich der subjektiven Vermittlungsbereitschaft ist den Akten zu entnehmen,
dass sich der Beschwerdeführer bis 15. August 2005 aus gesundheitlichen Gründen als
zu 100% arbeitsunfähig betrachtete. So hat er im Formular "Angaben der versicherten
Person" betreffend die Monate November 2004 bis März 2005 die Frage nach der
Arbeitsunfähigkeit unter Vorlage entsprechender Arztzeugnisse von Dr. A._ jeweils
bejaht (für die Monate April bis Juli liegen keine Formulare vor), und im Formular
betreffend August bis zum 15. August 2005 bejaht und ab dem 16. August 2005
verneint (vgl. act. G 3.C4, 3.C6 und 3.C7). Ebenso wies er den Beschwerdegegner am
23. November 2004 darauf hin, dass er aufgrund seiner Berufserkrankung trotz
Einstellung der Tagegelder der Y._ weiterhin zu 100% arbeitsunfähig sei (act. G
3.A1). Die IV-Stelle hatte ihm aber bereits in der Verfügung vom 20. Februar 2004
mitgeteilt, also mehr als sechs Monate bevor die Y._ die Taggelder einstellte, dass er
für Tätigkeiten, bei denen das linke Handgelenk nicht belastet werde zu 100%
arbeitsfähig sei (vgl. act. G 1.3). Dies hatte der Beschwerdeführer in der damals
dagegen erhobenen Einsprache vom 19. März 2004 auch nicht bestritten, sondern
lediglich Massnahmen beruflicher Art beantragt, da er als Kellner zu 100%
arbeitsunfähig sei (vgl. act. G 1.4 und G 3.C5). Entsprechende Beurteilungen seiner
Arbeitsfähigkeit hatten die Dres. H._ und A._ bereits im Jahre 2003 abgegeben.
Insofern war ihm bekannt, dass er für alle Tätigkeiten, bei denen das linke Handgelenk
nicht belastet wird, als arbeitsfähig erachtet wird. Dennoch hat er gegenüber dem
Beschwerdegegner darauf beharrt, zu 100% arbeitsunfähig zu sein.
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2.4 Mit Anmeldung zur Stellenvermittlung am 23. November 2004 hat der
Beschwerdeführer zwar eine Umschulung unter anderem zum PC-Supporter beantragt,
gleichzeitig aber darauf hingewiesen, dass er zu 100% arbeitsunfähig sei. Der
Beschwerdeführer hat auch wiederholt, so am 31. Dezember 2004, am 20. Januar 2005
und 25. Februar 2005, eine vertrauensärztliche Untersuchung beantragt, um feststellen
zu lassen, welche Tätigkeiten für ihn ab welchem Zeitpunkt in Frage kommen könnten,
wies aber immer gleichzeitig darauf hin, dass er im Moment bis auf weiteres zu 100%
arbeitsunfähig sei (vgl. act. G 1.10, 1.12, 1.14). Wenn sich eine versicherte Person
aufgrund ihrer Behinderung nicht als arbeitsfähig erachtet und deshalb nicht bereit ist,
eine Arbeit zu suchen oder eine zumutbare Arbeit anzunehmen, besteht offensichtlich
Vermittlungsunfähigkeit (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 8.
Februar 2002 [C 77/01] mit Hinweisen). Bei offensichtlicher Vermittlungsunfähigkeit
drängt sich eine vertrauensärztliche Untersuchung nach Art. 15 Abs. 3 AVIG jedoch
nicht auf, zumal eine solche Untersuchung auf die Abklärung der Vermittlungsfähigkeit
im objektiven Sinn (d.h. die Arbeitsfähigkeit) angelegt ist. Im Weiteren scheint der
Beschwerdeführer sich in einem gewissen Rahmen der ihm noch möglichen Tätigkeiten
durchaus bewusst gewesen zu sein, hat er doch eine Umschulung u.a. zum PC-
Supporter beantragt, eine Tätigkeit, die auch Dr. C._ aufgrund seiner
spezialärztlichen Untersuchung als möglich erachtete. Aber selbst wenn der
Beschwerdeführer sich vorbehaltlos als vermittlungsbereit erklärt hätte, könnte er nicht
als vermittlungsbereit angesehen werden, da die bloss verbal erklärte
Vermittlungsbereitschaft allein nicht genügt. Daher erfüllt der Beschwerdeführer
vorliegend die Voraussetzung der Vermittlungsfähigkeit für die Zeit vom 25. November
2004 bis 15. August 2005 nicht. Die Beschwerde ist in diesem Sinn abzuweisen.
3.
Gerichtskosten sind gemäss Art. 61 lit. a ATSG keine zu erheben. Entsprechend dem
Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer keine Parteientschädigung
zuzusprechen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG
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