Decision ID: ce3b3995-40c5-423b-a225-1ddfe141cce1
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

hat sich ergeben:
hat sich ergeben:
I. Das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich lehnte mit Verfügung vom 11. Oktober 2013 die von A beantragte Wiedererteilung des Führerausweises oder Zulassung zur Führerprüfung ab. Es verfügte, die Massnahmen vom 23. Oktober 2007 bzw. vom 18. Juli 2011 blieben weiterhin in Kraft. Für die Wiedererteilung des Führerausweises sei ein günstig lautendes verkehrsmedizinisches Gutachten notwendig. Zudem müsse die fünfjährige Wohlverhaltensfrist gemäss Art. 23 Abs. 3 des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG) abgelaufen sein. Dem Lauf der Rekursfrist und der Einreichung eines Rekurses entzog das Strassenverkehrsamt die aufschiebende Wirkung.
II.
A rekurrierte dagegen an die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich. Diese wies den Rekurs mit Entscheid vom 24. März 2014 ab, soweit er nicht gegenstandslos geworden war.
III.
A erhob mit Eingabe vom 14. April 2014 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung des Rekursentscheids sowie der Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 11. Oktober 2013. Es sei ihm der mit Verfügung des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts des Kantons St. Gallen vom 6. November 2006 entzogene Führerausweis mit sofortiger Wirkung wiederzuerteilen. Eventualiter sei der Beschwerdeführer per sofort zu einer neuen Führerprüfung zuzulassen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zulasten des Strassenverkehrsamts.
Das Strassenverkehrsamt beantragte am 24. April 2014 die Abweisung der Beschwerde. Die Rekursabteilung der Sicherheitsdirektion verzichtete am 8. Mai 2014 auf eine Vernehmlassung.

Die Einzelrichterin erwägt:
Die Einzelrichterin erwägt:
1. Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen administrative Massnahmen im Strassenverkehr findet ihre Grundlage in § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Die Behandlung entsprechender Beschwerden erfolgt durch die Einzelrichterin (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 1 VRG), sofern sie nicht wegen grundsätzlicher Bedeutung der Kammer zur Beurteilung überwiesen werden (§ 38b Abs. 2 VRG). Da im vorliegenden Fall kein Anlass für eine Überweisung besteht, ist der Entscheid durch die Einzelrichterin zu fällen.
1. Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden gegen administrative Massnahmen im Strassenverkehr findet ihre Grundlage in § 41 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG). Die Behandlung entsprechender Beschwerden erfolgt durch die Einzelrichterin (§ 38b Abs. 1 lit. d Ziff. 1 VRG), sofern sie nicht wegen grundsätzlicher Bedeutung der Kammer zur Beurteilung überwiesen werden (§ 38b Abs. 2 VRG). Da im vorliegenden Fall kein Anlass für eine Überweisung besteht, ist der Entscheid durch die Einzelrichterin zu fällen.
2. Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. der Begründungspflicht durch das Strassenverkehrsamt. Dieser Mangel sei auch im Rekursverfahren nicht behoben worden.
2.1 Der Beschwerdeführer beanstandet zu Recht, dass das Strassenverkehrsamt in seiner Verfügung vom 11. Oktober 2013 nicht darauf einging, weshalb es trotz seiner mit Gesuch vom 27. September 2013 ausdrücklich dagegen gerichteten Einwände davon ausging, die Fünfjahresfrist gemäss Art. 23 Abs. 3 SVG sei mit Schreiben vom 27. April 2010 neu festgesetzt worden. Der angefochtenen Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 11. Oktober 2013 lässt sich nicht entnehmen, dass dieses sich mit dem Argument des Beschwerdeführers auseinandergesetzt hätte. Vielmehr beschränkt sich die Begründung der Verfügung auf die Wiedergabe des im erwähnten Schreiben eingenommenen Standpunkts, dessen Verbindlichkeit der Beschwerdeführer mit seiner Eingabe vom 27. September 2013 gerade bestritten hatte. Dementsprechend war der Beschwerdeführer gezwungen, gegen die Verfügung des Strassenverkehrsamts Rekurs zu erheben, um eine ordnungsgemässe Begründung zu erhalten.
2.2 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, der erwähnte Mangel sei auch im Rekursverfahren nicht geheilt worden, ist Folgendes festzuhalten: Es trifft zu, dass das Strassenverkehrsamt die erforderliche Begründung auch in seiner Rekursvernehmlassung nicht nachholte. Daraus ergibt sich jedoch – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – nicht, dass keine Heilung des Mangels möglich war. Die Heilung einer Gehörsverletzung im Rechtsmittelverfahren muss nicht durch die anordnende Behörde selber erfolgen. Vielmehr kann die Rekursinstanz selber einen allfälligen Mangel heilen. Die Vorinstanz wies insoweit zutreffend darauf hin, dass die Voraussetzungen für eine Heilung im Rechtsmittelverfahren vorliegend erfüllt waren (vgl. Entscheid der Vorinstanz, E. 2d).
2.3 Die Begründung des Rekursentscheids der Vorinstanz ist – wie sich aus dem Folgenden ergibt (sogleich E. 3) – nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz hat den Rekurs des Beschwerdeführers demzufolge zu Recht abgewiesen. Wegen des Begründungsmangels (vorstehend, E. 2.1), aufgrund dessen auch eine Rückweisung der Sache an das Strassenverkehrsamt infrage gekommen wäre, hätte die Vorinstanz die Rekurskosten jedoch nicht dem Beschwerdeführer auferlegen dürfen. Aus demselben Grund hätte sie diesem eine angemessene Parteientschädigung zusprechen müssen.
2.3 Die Begründung des Rekursentscheids der Vorinstanz ist – wie sich aus dem Folgenden ergibt (sogleich E. 3) – nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz hat den Rekurs des Beschwerdeführers demzufolge zu Recht abgewiesen. Wegen des Begründungsmangels (vorstehend, E. 2.1), aufgrund dessen auch eine Rückweisung der Sache an das Strassenverkehrsamt infrage gekommen wäre, hätte die Vorinstanz die Rekurskosten jedoch nicht dem Beschwerdeführer auferlegen dürfen. Aus demselben Grund hätte sie diesem eine angemessene Parteientschädigung zusprechen müssen.
3. Der Beschwerdeführer macht geltend, die fünfjährige Sperrfrist laufe entgegen der Annahme des Strassenverkehrsamts und der Vorinstanz nicht erst am 26. März 2015 ab. Vielmehr sei sie bereits am 23. Oktober 2012 ausgelaufen.
3.1 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer mehrmals trotz Entzug des Führerausweises einen Personenwagen lenkte, was schliesslich dazu führte, dass das  Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen mit Verfügung vom 23. Oktober 2007 eine mit Verfügung vom 17. April 2007 angesetzte Sperrfrist erneuerte und nach Art. 16c Abs. 2 lit. e SVG einen Entzug "für immer" anordnete. Der Beschwerdeführer bestreitet auch nicht, dass er am 26. März 2010 erneut ein Motorfahrzeug lenkte, obwohl ihm der Führerausweis entzogen war. Hingegen macht er geltend, das nach dem Vorfall vom 26. März 2010 ergangene Schreiben des Strassenverkehrsamts, datiert vom 27. April 2010, dessen Empfang er bestreite, stelle keine korrekt eröffnete Verfügung dar, mit der die Sperrfrist verlängert worden wäre. Diese laufe daher ab der letzten korrekt eröffneten Verfügung des  Schifffahrtsamts des Kantons St. Gallen vom 23. Oktober 2007.