Decision ID: 894b036e-cd8b-479a-9423-c1e747c5a881
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Oberer Graben 44, Postfach,
9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1944 geborene S._ meldete sich am 26. Oktober 2004 bei der
Invalidenversicherung an und beantragte namentlich eine Rente. Sie gab an, in
Österreich eine kaufmännische Lehre gemacht und von August 1958 bis Mai 1963 in
Österreich gearbeitet zu haben. Danach habe sie in der Schweiz gearbeitet, seit 1993
als Betriebsassistentin (Küche, Lingerie etc.) im Restaurant A._. Im November 2002
habe sie sich Sehnenrisse in der rechten Schulter zugezogen, die zweimal operiert
worden seien. Vom 30. April bis 18. August 2003 und vom 16. Oktober bis 4. Dezember
2003 sei sie deswegen zu 100%, vom 19. August bis 17. September 2003 und seit
dem 5. Dezember 2003 zu 50% arbeitsunfähig gewesen (act. G 4.1/5).
A.b Im Fragebogen für den Arbeitgeber vom 24. Dezember 2004 (act. G 4.1/19) gab die
Restaurant A._ AG an, die Versicherte sei seit 1993 als Allrounderin in Küche und
Lingerie bei ihr beschäftigt. Seit Mai 2003 betrage der monatliche Lohn bei einer
Arbeitszeit von 4.5 Std. pro Tag Fr. 2'205.--, ohne Gesundheitsschaden würde die
Versicherte Fr. 3'500.-- pro Monat verdienen. Dem Auszug aus dem Individuellen
Konto (act. G 4.1/11) ist zu entnehmen, dass die Versicherte im Jahr 2001 Fr. 16'027.--,
im Jahr 2002 Fr. 15'925.-- und im Jahr 2003 Fr. 15'265.-- verdient hat.
A.c Dr. med. B._ teilte mit Arztbericht vom 11. November 2004 (act. G 4.1/17) mit,
die Versicherte leide an einer Restsymptomatik Schulter rechts mit schmerzhafter
Bewegungseinschränkung und Kraftverminderung bei Status nach diversen
Operationen. Seit dem 12. Dezember 2003 sei sie zu 50% arbeitsunfähig, vorher sei sie
über Monate hinweg zu 100% arbeitsunfähig gewesen. In der bisherigen Tätigkeit sei
die Versicherte ganztags arbeitsfähig, mit einer um 50% reduzierten Leistung wegen
der Kraftverminderung und Schmerzsymptomatik im rechten Schulterbereich und der
daraus resultierenden Einschränkung der Aktivität am rechten Arm. Auch in einer
adaptierten Tätigkeit sei die Versicherte ganztags mit um 50% reduzierter Leistung
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arbeitsfähig. Die 50%-ige Einschränkung werde bleiben, eine Besserung könne weder
durch eine medizinische noch eine berufliche Rehabilitation bewirkt werden.
A.d Mit Verfügung vom 1. April 2005 (act. G 4.1/26) sprach die C._ Versicherungen
AG der Versicherten gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 25% eine Rente sowie eine
Integritätsentschädigung von 10% zu. Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft.
A.e Am 7. Oktober 2005 führte die IV-Stelle eine Abklärung der Verhältnisse an Ort und
Stelle durch. Dem Abklärungsbericht Haushalt vom 14. Juni 2006 (act. G 4.1/37) ist zu
entnehmen, dass die Versicherte sich im November 2002 beim Heben einer
Blumenkiste die Bänder in der rechten Schulter verletzt hatte. Im Mai und Oktober
2003 sei sie operiert worden. Beim Gebrauch des rechten Armes sei sie heute
eingeschränkt, weshalb sie bei der Verrichtung gewisser Haushaltsarbeiten sowie bei
der Betreuung ihrer Schwiegermutter in D._ und ihrer Mutter in E._ (Österreich)
mehr Zeit benötige. Die Haushaltabklärung ergab in den Bereichen "Ernährung" und
"Wohnungspflege" eine anrechenbare Einschränkung von jeweils 20%, im Bereich
"Wäsche und Kleiderpflege" eine solche von 30% und im Bereich
"Verschiedenes" (Betreuung von Mutter und Schwiegermutter, Pflanzenpflege,
Gartenarbeit) eine solche von 25%. Nach Aussage der Versicherten würde sie ohne
Behinderung weiterhin einer 50%-igen Erwerbstätigkeit nachgehen. Gemäss
Abklärungsbericht resultierte somit ein Behinderungsgrad von gesamthaft 22.68%. Mit
Schreiben vom 16. Mai 2006 (act. G 4.1/38) kritisierte die Versicherte den
Abklärungsbericht. Die Einschränkungen seien viel grösser als im Bericht aufgelistet
und würden in den Bereichen "Ernährung", "Wohnungspflege", "Wäsche und
Kleiderpflege" sowie "Verschiedenes" jeweils 50% betragen. Im beruflichen Bereich
habe sie der Arzt zwar 50% arbeitsfähig geschrieben, als Allrounderin sei sie jedoch
höchstens zu 25% arbeitsfähig, weil sie keine schweren Arbeiten und nichts über
Brust-/Achselhöhe erledigen könne. Gesamthaft resultiere somit eine
Arbeitsunfähigkeit von über 40%, weshalb eine Viertelsrente zu prüfen sei. Dr. med.
B._ bestätigte die Angaben der Versicherten in Bezug auf ihre Leistungsfähigkeit mit
Schreiben vom 1. Juni 2006. Mit Schreiben vom 1. Juli 2006 (act. G 4.1/40) teilte die
Versicherte mit, die Qualifikation als 50% Erwerbstätige und 50% Hausfrau treffe nicht
zu. Von 1998 bis 2000 habe sie zu 100% gearbeitet, in den Jahren 2001 und 2002 aus
wirtschaftlichen Gründen nur noch zu 50% und ab 2003 aus gesundheitlichen Gründen
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nur noch zu 50%. Ohne Gesundheitsschaden würde sie zum aktuellen Zeitpunkt 100%
arbeiten, was aufgrund der Wirtschaftslage auch möglich wäre. Sie sei deshalb als
Vollerwerbstätige einzustufen.
A.f Mit Vorbescheid vom 21. Juli 2006 (act. G 4.1/44) teilte die IV-Stelle der
Versicherten mit, dass sie zu 50% als Erwerbstätige und zu 50% als Hausfrau
einzustufen sei. Im Erwerbsbereich betrage die Einschränkung gemäss der
Einschätzung der Unfallversicherung 25%, im Haushalt sei eine Einschränkung von
20.36% ermittelt worden, was gesamthaft einen Invaliditätsgrad von rund 23% ergebe,
womit kein Rentenanspruch bestehe. Mit Schreiben vom 4. August 2006 (act. G 4.1/45)
erhob die Versicherte "Einwand" gegen den Vorbescheid. Sie machte geltend, sie habe
ihr Arbeitspensum im Jahr 2001 aus rein wirtschaftlichen Gründen auf 50% reduziert
und würde ohne Gesundheitsschaden zum aktuellen Zeitpunkt wieder 100% arbeiten.
Sie sei somit als Vollerwerbstätige einzustufen. In Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit
dürfe sich die IV-Stelle nicht auf die Abklärungen der C._ stützen, da diese die
vorbestehenden degenerativen Veränderungen der rechten Schulter bei der Ermittlung
des Invaliditätsgrades nicht berücksichtigt habe. Gemäss dem Schreiben von Dr. B._
vom 1. Juli 2006 (recte: 1. Juni 2006) liege eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens
50%, als Allrounderin von 75% vor.
A.g Mit Verfügung vom 14. November 2006 (act. G 4.1/50) wies die IV-Stelle einen
Rentenanspruch ab. Sie hielt dabei an der Einstufung 50% Erwerbstätigkeit, 50%
Haushalt fest. Zur Begründung führte die IV-Stelle aus, anlässlich der Abklärung an Ort
und Stelle habe die Versicherte angegeben, dass sie ohne Behinderung weiterhin zu
50% erwerbstätig wäre. Dass das Arbeitspensum aus wirtschaftlichen Gründen auf
50% reduziert worden sei, sei in keiner Weise erwähnt worden. Zudem scheine die
Besorgung des Haushaltes mit einem Zeitaufwand von knapp sieben Stunden pro Tag
mit einem Arbeitspensum von 100% nicht vereinbar. Bezüglich der Einschränkung bei
der Erwerbstätigkeit sei festzustellen, dass keine rentenbegründenden unfallfremden
Faktoren vorlägen, weshalb die Einschätzung der Unfallversicherung zu übernehmen
sei.
B.
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Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus für die
Betroffene am 15. Dezember 2006 (act. G 1) erhobene Beschwerde mit dem Antrag,
die Verfügung vom 14. November 2006 sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei
eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Zur Begründung führt er aus, die
Beschwerdeführerin habe in ihrem Schreiben vom 1. Juli 2006 bezüglich ihrer
Einstufung als Erwerbstätige bzw. Hausfrau klar zum Ausdruck gebracht, dass sie bei
den entsprechenden Angaben anlässlich der Abklärung an Ort und Stelle vom Ist-
Zustand ausgegangen sei. In den Jahren 1998 bis 2000 habe sie 100% gearbeitet, in
den Jahren 2001 und 2002 habe sie ihr Arbeitspensum aufgrund der schlechten
Wirtschaftslage auf 50% reduzieren müssen und im Jahr 2003 habe sie aus
gesundheitlichen Gründen nur noch 50% gearbeitet. Sie habe in ihrem Schreiben
hervorgehoben, dass sie ohne Gesundheitsschaden heute wieder 100% arbeiten
würde. Da die schlechte Wirtschaftslage ein absolut plausibler Grund für die Reduktion
des Arbeitspensums sei, und es auch durchaus üblich sei, dass Frauen, welche 100%
erwerbstätig seien, nebenbei auch den ganzen Haushalt führen müssten, sei die
Beschwerdeführerin als 100% Erwerbstätige einzustufen und ein Einkommensvergleich
durchzuführen. Für das Valideneinkommen sei der durchschnittliche Jahreslohn
aufgrund der Jahre 2000 bis 2002 zu ermitteln. Vom Invalideneinkommen, das dem
Einkommen aus dem Jahr 2003 entspreche, sei insbesondere aufgrund des Alters der
Beschwerdeführerin ein Leidensabzug von 20% vorzunehmen. Es resultiere sodann ein
Invaliditätsgrad von 61.74%, womit die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente habe. Selbst wenn man von einer Einstufung als 50% Erwerbstätige/
50% Hausfrau ausgehe, habe die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente. Auf die Verfügung der Unfallversicherung C._ könne bei der
Einschränkung in der Erwerbstätigkeit nicht abgestellt werden, da die gesamte
Schulterproblematik zu berücksichtigen sei. Dr. med. B._ habe bestätigt, dass aus
medizinischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 25% in der angestammten Tätigkeit
realistisch sei. Es müsse somit von einem Invaliditätsgrad von mindestens 37.5% im
Bereich der Erwerbstätigkeit ausgegangen werden. Bezüglich des Bereichs Haushalt
habe die Beschwerdeführerin in ihrem Schreiben vom 16. Mai 2006 darauf
hingewiesen, dass die Einschränkungen in den Bereichen Ernährung, Wohnungspflege,
Wäsche und Kleiderpflege sowie der Betreuung der Schwiegermutter und der
Gartenpflege 50% betragen. Eine Mithilfe im Haushalt sei dem Ehemann nicht
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zumutbar, da dieser ein Restaurant zu führen habe und damit mehr als voll ausgelastet
sei. Die Einschränkung im Bereich Haushalt betrage daher 22.82%. Gesamthaft
resultiere ein Invaliditätsgrad von 60.32%. Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus rügt
überdies eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Er sei von der Beschwerdeführerin
am 1. Dezember 2006 mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt worden und habe
gleichentags bei der Beschwerdegegnerin um Akteneinsicht ersucht. Als er am
6. Dezember 2006 nachgefragt habe, sei ihm mitgeteilt worden, man habe ihm die
Akten anfangs dieser Woche zustellen lassen. Am 8. Dezember 2006 habe er die Akten
immer noch nicht erhalten und sich deswegen noch einmal schriftlich an die IV-Stelle
gewandt. Erst am 12. Dezember 2006 seien die Akten, welche die
Beschwerdegegnerin am 6. Dezember 2006 mit B-Post aufgegeben habe, bei ihm
eingetroffen. Da er am 13. und 14. Dezember 2006 auswärts tätig gewesen sei,
worüber die IV-Stelle orientiert gewesen sei, seien ihm somit für die Ausarbeitung der
Beschwerde und das Aktenstudium gerade noch zwei Arbeitstage verblieben. Dies sei
inakzeptabel und verletze den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör.
C.
Mit Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2007 (act. G 4) beantragt die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus, die Unfallversicherung
C._ habe der Beschwerdeführerin mit rechtskräftiger Verfügung vom 1. April 2005 ab
Verfügungserlass eine UV-Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 25%
zugesprochen. Nach der Rechtsprechung stimme der Invaliditätsbegriff in der
Invalidenversicherung mit demjenigen in der obligatorischen Unfallversicherung
grundsätzlich überein und rechtskräftig abgeschlossene Invaliditätsschätzungen
müssten in den Entscheidungsprozess erst später verfügender Versicherungsträger
miteinbezogen werden. Wenn die Beschwerdeführerin geltend mache, es müsse die
gesamte Schulterproblematik, also auch die in der UV-Verfügung erwähnten
vorbestehenden Veränderungen, berücksichtigt werden, sei ihr entgegenzuhalten, dass
die IV-Anmeldung erst im Oktober 2004 und somit beinahe zwei Jahre nach dem
Unfallereignis vom November 2002 erfolgt sei. Daraus sei zu schliessen, dass bis zu
diesem Zeitpunkt offensichtlich keine erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen
mit Einfluss auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vorgelegen
hätten. In den medizinischen Akten sei nirgends von erheblichen vorbestehenden
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degenerativen Veränderungen die Rede. Sollten solche demnach vor dem
Unfallereignis bereits vorgelegen haben, so seien sie höchstens geringfügiger Natur
und damit ohne Einfluss auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in
einer ihrem Alter angepassten Tätigkeit. Es seien somit keine stichhaltigen
medizinischen Argumente auszumachen, die ein Abweichen von der
Invaliditätsbemessung der UV rechtfertigen würden. Es könne daher offenbleiben, ob
die Beschwerdeführerin als 50% Erwerbstätige/50% Hausfrau oder als 100%
Erwerbstätige einzustufen sei, da bei einer Einstufung als 100% Erwerbstätige der
Invaliditätsgrad entsprechend der Invaliditätsbemessung der UV 25% betrage, womit
die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe. Bezüglich des
Vorwurfs der Verletzung des rechtlichen Gehörs hält die Beschwerdegegnerin fest,
unter diesen Umständen wäre der Beschwerdeführerin von der Beschwerdeinstanz auf
Gesuch hin ohne weiteres eine Frist zur Ergänzung der Beschwerdebegründung
eingeräumt worden. Im Übrigen könne vorliegend offenbleiben, ob eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs wegen verspäteter Aktenzustellung vorliege, da die
Beschwerdeführerin offensichtlich einer materiellen Beurteilung vor einer
Zurückweisung der Streitsache den Vorzug zu geben scheine, weshalb die Streitsache
materiell zu beurteilen sei.
D.
Mit Replik vom 28. Februar 2007 (act. G 6) hält Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus für die
Beschwerdeführerin an den Beschwerdeanträgen fest. Er führt aus, die
Unfallversicherung müsse vorliegend nicht vom gleichen Gesundheitsschaden
ausgehen wie die IV, da in die Invaliditätsbemessung der Unfallversicherung lediglich
unfallbezogene Leiden miteinbezogen würden. In ihrer Verfügung vom 1. April 2005
weise die Unfallversicherung klar darauf hin, dass bei der Beschwerdeführerin bedingt
durch die vorbestehenden degenerativen Veränderungen in ihrer rechten Schulter von
einem unfallbedingten Invaliditätsgrad von 25% auszugehen sei. Die IV habe demnach
bei der Bemessung des Invaliditätsgrades ein zusätzliches Gesundheitsproblem zu
berücksichtigen. Die vorbestehenden degenerativen Veränderungen seien in den Akten
der Unfallversicherung erwähnt, so in den ärztlichen Berichten von Dr. med. B._ vom
10. April 2003 (act. G 6.1), 26. Mai 2003 (act. G 6.2), 19. August 2003 (act. G 6.3) und
11. Juni 2004 (act. G 6.4) sowie im Bericht des medizinischen radiologischen Zentrums
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St. Gallen vom 26. November 2004 (act. G 6.5). Den in der Beschwerde erhobenen
Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs wegen verspäteter Aktenzustellung
verfolgt Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus in der Replik nicht mehr weiter.
E.
Am 7. März 2007 (act. G 8) erklärt die Beschwerdegegnerin, sie halte an ihrem Antrag
auf Abweisung der Beschwerde fest. Die mit der Replik eingereichten medizinischen
Unterlagen deuteten zwar darauf hin, dass bei der Beschwerdeführerin gewisse
unfallfremde degenerative Veränderungen vorgelegen hätten, die Beschwerdeführerin
habe aber bis zum Unfallereignis vom 7. November 2002 voll gearbeitet und ihre
Schulterbeschwerden auf den Unfall zurückgeführt. Daraus sei zu schliessen, dass
allfällig vorbestehende unfallfremde degenerative Veränderungen keinen Einfluss auf
die zumutbare Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin gehabt hätten. In dieser
Situation sei das Abstellen auf die Invaliditätsbemessung der UV gerechtfertigt.
F.
Mit Schreiben vom 7. April 2008 (act. G 10) forderte das Versicherungsgericht bei der
C._ Versicherung die Unfallversicherungsakten ein. Am 2. Mai 2008 (act. G 12) setzte
das Versicherungsgericht den Parteien eine Frist bis 13. Mai 2008, um Einblick in die
eingeforderten Unfallversicherungs-Akten der C._-Versicherung zu nehmen. Mit
Schreiben vom 8. Mai 2008 (act. G 13) teilte der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin mit, er verzichte auf Einblick in die Unfallversicherungs-Akten, da
er diese bereits konsultiert habe. Die Beschwerdegegnerin liess sich innert Frist nicht
vernehmen.

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 ist die 5. IV-Revision in Kraft getreten. Dadurch sind im
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) verschiedene
Änderungen erfolgt. Da die streitige Verfügung am 14. November 2006, mithin vor dem
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1. Januar 2008, erging, sind vorliegend noch die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden
materiellen Bestimmungen anwendbar (BGE 127 V 467 E. 1 und BGE 121 V 366 E. 1b).
2.
Bei der Durchsicht der Akten fällt auf, dass Unterlagen einer anderen versicherten
Person ins IV-Dossier geraten sind (act. G 4.1/4-7 und 4-8). Solche Pannen
entsprechen nicht den minimalen Anforderungen an eine gesetzeskonforme
Dossierführung und sind tunlichst zu unterlassen.
3.
3.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, und derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Unter Invalidität wird die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
3.2 Die Invaliditätsbemessung soll das Mass der Zurücksetzung der erwerblichen
Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung ergeben. Um den
Invaliditätsgrad festlegen zu können, sind daher medizinische Grundlagen wesentlich.
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982
S. 34; Rz 3047 f des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen
Kreisschreibens über die Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung =
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KSIH). Die IV-Stelle hat zu prüfen, wie sich die invaliditätsbedingten Faktoren auf die
Vermittlungsfähigkeit und die Erwerbsmöglichkeiten auswirken (Rz 3049 KSIH). Ob die
versicherte Person eine ihr zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die
Invaliditätsbemessung hingegen unerheblich (Rz 3046 KSIH).
4.
4.1 Im vorliegenden Fall ist strittig, ob die Beschwerdeführerin als Vollerwerbstätige
oder als Teilerwerbstätige zu qualifizieren ist. Die Beschwerdegegnerin stuft die
Beschwerdeführerin gestützt auf deren Aussagen anlässlich der Abklärung an Ort und
Stelle als Teilerwerbstätige ein.
4.2 In ihrem Schreiben vom 1. Juli 2006 (act. G 4.1/40) weist die Beschwerdeführerin
die Beschwerdegegnerin demgegenüber darauf hin, dass sie bei ihren Angaben
anlässlich der Abklärung an Ort und Stelle vom Ist-Zustand ausgegangen sei. Nach
dem früheren Arbeitsumfang sei sie nicht gefragt worden. Wie aus dem Lohnausweis
ersichtlich sei, habe sie vor dem Gesundheitsschaden 100% gearbeitet. In den Jahren
2001 und 2002 habe sie ihr Pensum aus rein wirtschaftlichen Gründen reduziert. Da
sich die Wirtschaftslage seither verbessert habe, würde sie nun wieder zu 100%
arbeiten und sei demzufolge als Vollerwerbstätige zu qualifizieren. Gestützt werden
diese Angaben der Beschwerdeführerin durch den SI-Bericht der C._ Versicherungen
AG vom 20. August 2004 (act. G 11.1-6A). Diesem Bericht ist zu entnehmen, dass die
Beschwerdeführerin, gemäss ihren eigenen Aussagen bei der persönlichen
Besprechung vom 11. August 2004, vor dem Unfall jeweils vor 10.00 Uhr das
Restaurant geputzt, von 10.00 - 14.00 Uhr in der Küche und im Service geholfen,
danach die Tischtücher etc. gewaschen und von 17.00 - 23.00 Uhr während den
Öffnungszeiten gearbeitet hat. Diese Arbeitszeit entspricht klar einem 100%-Pensum.
Die Argumentation der Beschwerdeführerin, dass sie bei der Abklärung an Ort und
Stelle vom aktuellen Zustand mit Gesundheitsschaden ausgegangen sei und ohne
Gesundheitsschaden zu 100% erwerbstätig wäre, erscheint angesichts der Tatsache,
dass in kleineren Gastronomiebetrieben üblicherweise die Besitzer voll mitarbeiten
(müssen), um das Geschäft rentabel betreiben zu können, nachvollziehbar. Die
Beschwerdeführerin ist daher als Vollerwerbstätige zu qualifizieren.
5.
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5.1 Strittig ist im Weiteren die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Die
Beschwerdegegnerin beruft sich auf die Verfügung der Unfallversicherung vom 1. April
2005, welche eine unfallbedingte Invalidität von 25% ermittelte.
5.2 Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades stützte sich die Unfallversicherung auf die
ärztlichen Berichte von Dr. med. B._, der der Beschwerdeführerin am 19. August
2003 (act. G 11.1-7M) eine Arbeitsunfähigkeit von 50% ab 1. August 2003, am
20. November 2003 (act. G 11.1-9M) eine Arbeitsunfähigkeit von 100% ab 16. Oktober
2003, am 5. Dezember 2003 (act. G 11.1-12M und 13M) eine Arbeitsunfähigkeit von
50% ab 12. Dezember 2003 sowie am 7. Januar, 4. Mai und 8. Juni 2004
(act. G 11.1-14M, 15M und 18M) eine Arbeitsunfähigkeit von 50% attestierte. Am
19. Oktober 2004 (act. G 11.1-23M) hielt Dr. med. B._ fest, die Arbeitsunfähigkeit
werde bei 50% bleiben. Weitere Abklärungen nahm die Unfallversicherung nicht vor
und ermittelte unter Berücksichtigung vorbestehender degenerativer Veränderungen
einen Invaliditätsgrad von 25%. Diese Wertung ist nach der Aktenlage für das Gericht
nur schwer nachvollziehbar.
5.3 Die Beschwerdegegnerin holte bei Dr. med. B._ einen Arztbericht (act. G 4.1/17)
ein, traf aber keine weitergehenden medizinischen Abklärungen. Sie hielt fest, aufgrund
der Bindungswirkung sei sie an den von der Unfallversicherung ermittelten
Invaliditätsgrad von 25% gebunden. Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht für die Invalidenversicherung keine
Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung der Unfallversicherung, da die
Voraussetzungen für eine Rente in diesen Sozialversicherungszweigen trotz des
grundsätzlich gleichen Invaliditätsbegriffes verschieden sind. Insbesondere
berücksichtigt die Invaliditätsschätzung der Unfallversicherung lediglich die natürlich
und adäquat kausalen gesundheitlichen und erwerblichen Unfallfolgen. Häufig
bestehen aber nicht bloss unfallbedingte gesundheitliche Beeinträchtigungen (BGE 133
V 549 E. 6.2).
5.4 Im Arztbericht vom 11. November 2004 (act. G 4.1/17) attestierte Dr. med. B._
der Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von
50% seit dem 12. Dezember 2003. Im Schreiben vom 1. Juni 2006 (act. G 4.1/38) dann
bestätigte er die Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin, in ihrer angestammten
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Tätigkeit lediglich über eine Leistungsfähigkeit von 25% zu verfügen. Zur
Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit äusserte sich Dr. med. B._ lediglich in der
Zusatzfrage im Arztbericht vom 11. November 2004. Demnach besteht auch in einer
adaptierten Tätigkeit eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit um 50% reduzierter Leistung.
Für das Gericht ist diese Einschätzung kaum nachvollziehbar. Da die
Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung nicht
mehr erwerbstätig war und sie und ihr Ehemann das Restaurant gemäss eigenen
Angaben seit September 2005 verpachtet haben, muss für die Ermittlung des
Invalideneinkommens vorliegend von einer adaptierten Tätigkeit auf dem offenen
Arbeitsmarkt ausgegangen werden. Eine Beschreibung einer adaptierten Tätigkeit ist
jedoch nicht vorhanden und es ist somit nicht klar, wie gross die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit ist. Die Beschwerdegegnerin hat
daher die entsprechenden Abklärungen nachzuholen.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 14. November 2006
aufzuheben und die Sache zur Vornahme der weiteren Abklärungen und zu neuer
Verfügung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Vorliegend erscheint eine Gerichtsgebühr
von Fr. 600. als angemessen. Da die Rückweisung zur Neubeurteilung praxisgemäss
als volles Obsiegen gilt (ZAK 1987 S. 268 E. 5a), ist die Gerichtsgebühr der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist
der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.
6.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Unter Berücksichtigung von Art. 61 lit. g ATSG erscheint eine
Entschädigung von Fr. 3'500.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
bis
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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG