Decision ID: 37cd12a0-422f-5707-be09-db5382947668
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ In der Stadt St. Gallen besteht heute im Gebiet Goliathgasse/Magnihalden/
Katharinengasse ein Nachtfahrverbot: Zwischen 22.00 Uhr und 06.00 Uhr dürfen diese
Gassen mit Ausnahme von Notfallfahrzeugen, Taxis und gekennzeichneten Fahrzeugen
der Anwohner nicht befahren werden. Die Katharinengasse ist als Einbahnstrasse nur
von der Goliathgasse her in Richtung Bohl befahrbar. Es bestehen im Gebiet
Goliathgasse/Magnihalden insgesamt 20 bewirtschaftete Parkplätze.
Mit Beschluss Nr. 3094 vom 8. Mai 2007 erliess der Stadtrat St. Gallen folgende
Verkehrsanordnungen, die am 20. August 2007 im St. Galler Tagblatt als amtlichem
Publikationsorgan der Stadt St. Gallen veröffentlicht wurden:
Goliathgasse
Aufhebung von 13 bewirtschafteten Parkplätzen und Signal Nr. 2.50 "Parkieren
verboten".
Goliathgasse /Bohl 1
Signal Nr. 2.14 "Verbot für Motorwagen, Motorräder und Motorfahrräder" mit
Zusatztafel "Güterumschlag 06.00-11.30 Uhr gestattet" und "übrige Zeit mit
polizeilicher Bewilligung gestattet".
Signal Nr. 4.17 "Parkieren gestattet" mit Signal Nr. 5.31 "Fahrrad".
Goliathgasse/Schwertgasse
Aufhebung Signal Nr. 2.01 "Allgemeines Fahrverbot in beiden Richtungen" und
Ersetzen durch Signal Nr. 2.14 "Verbot für Motorwagen, Motorräder und
Motorfahrräder" mit Zusatztafel "mit polizeilicher Bewilligung gestattet".
Signal Nr. 4.08.01 "Einbahnstrasse mit Gegenverkehr von Radfahrern".
Magnihalden
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Aufhebung von sieben bewirtschafteten Parkplätzen und Signal Nr. 2.50 "Parkieren
verboten".
Magnihalden/Goliathgasse
Signal Nr. 2.37 "Rechtsabbiegen" mit Zusatztext "ausgenommen Radfahrer".
Gleichzeitig mit diesen Verkehrsanordnungen wurden die im Stadtratsbeschluss vom
8. Mai 2007 ebenfalls festgelegten baulichen Massnahmen (Fahrbahneinebnung
zwischen Bohl und Abzweigung Magnihalden) im St. Galler Tagblatt publiziert. Die im
Stadtratsbeschluss vom 8. Mai 2007 zur Durchsetzung der Verkehrsanordnungen
eingangs Goliathgasse und beim geplanten "Schlupfloch Schwertgasse" vorgesehenen
mechanischen Sperren mit versenkbaren Pollern wurden nicht publiziert.
B./ Gegen die Verkehrsanordnungen gingen beim Sicherheits- und Justizdepartement
insgesamt sieben Rekurse ein. Das Departement entschied in der Angelegenheit am
6. Juni 2008, indem die Rekurse von .. teilweise, der Rekurs . . vollumfänglich
gutgeheissen wurde, soweit darauf eingetreten wurde (Ziff. 1). Die mit Verfügung vom
20. August 2007 erlassene Verkehrsanordnung betreffend Goliathgasse/Bohl 1 wurde
wie folgt geändert: Signal Nr. 2.14 "Verbot für Motorwagen, Motorräder und
Motorfahrräder" mit Zusatztafel "Güterumschlag 06.00 Uhr bis 19.00 Uhr gestattet"
und "übrige Zeit mit polizeilicher Bewilligung gestattet" (Ziff. 2a). Im übrigen wurden die
am 20. August 2007 veröffentlichten Verkehrsanordnungen bestätigt (Ziff. 2b), wobei
angeordnet wurde, dass von mechanischen Sperren (Poller) an der Goliathgasse/Bohl
1 abzusehen sei (Ziff. 2c). Das Departement erwog im wesentlichen, dass sich die
Parkverbote und die Aufhebung der bewirtschafteten Parkplätze als recht- und
verhältnismässig erweisen würden. Dasselbe gelte für das "Schlupfloch
Schwertgasse". Hingegen seien die vorgesehenen Sperrzeiten an der Goliathgasse/
Bohl 1 im Sinn der Verhältnismässigkeit einzuschränken. Soweit auf der Aufhebung der
Errichtung von mechanischen Sperren mit versenkbaren Pollern bestanden werde, sei
auf die Rekurse nicht einzutreten, da diese Massnahme mangels Publikation nicht
Gegenstand der angefochtenen Verfügung bilden würde. Indes würden sich die
angeordneten Poller auch als unverhältnismässig erweisen.
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C./ Am 20. Juni 2008 erhob die Politische Gemeinde St. Gallen gegen den Entscheid
vom 6. Juni 2008 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. In der Beschwerdeergänzung
vom 9. September 2008 werden folgende Rechtsbegehren gestellt:
1. Der Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements des Kantons St. Gallen
vom 6. Juni 2008 sei aufzuheben und die Verfügung des Stadtrates vom 8. Mai 2007
sei zu bestätigen.
2. Es sei festzustellen, dass zur Durchsetzung der Verkehrsanordnungen an der
Goliathgasse/Bohl 1 sowie an der Schwertgasse die Realisierung von mechanischen
Sperren (Poller) ohne weitere Veröffentlichung zulässig ist.
3. Es sei Vormerk zu nehmen, dass das vom Stadtrat am 8. Mai 2007 verfügte
Sperrzeitenregime erst auf den Zeitpunkt der Eröffnung der Parkgarage Schibenertor in
Vollzug gesetzt wird.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Zur Begründung wird im wesentlichen geltend gemacht, dass sich die angeordneten
Sperrzeiten entgegen der Auffassung des Departements als verhältnismässig erweisen
würden. Auch könne der Beurteilung der Vorinstanz, wonach die vorgesehenen Poller
vorgängig publiziert werden müssten, nicht zugestimmt werden.
Das Sicherheits- und Justizdepartement beantragt in der Vernehmlassung vom
17. September 2008 die Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge. C. sowie B.
beantragen in getrennten Eingaben vom 10. November 2008 die Abweisung der
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Ebenso beantragt D. vom 12. November
2008 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei,
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. A. trägt in der Vernehmlassung vom
14. November 2008 auf Abweisung der Beschwerde an, soweit darauf einzutreten sei,
eventuell sei die Beschwerde als gegenstandslos abzuschreiben, unter voller Kosten-
und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdeführerin. .. .. .. haben auf eine
Vernehmlassung verzichtet.
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D./ Mit Eingabe vom 30. Juni 2008 erhob A. gegen den Entscheid vom 6. Juni 2008
Beschwerde beim Verwaltungsgericht. In der Beschwerdeergänzung vom
26. September 2008 stellte er folgende Rechtsbegehren:
1. Hauptantrag:
Der angefochtene Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements des Kantons
St. Gallen vom 2. (richtig: 6.) Juni 2008 und die Verfügung des Stadtrates St. Gallen
vom 8. Mai 2007 (publiziert am 20. August 2007) seien aufzuheben.
2. Eventualanträge:
Ziff. 2.1.
In Abänderung von Ziff. 2 lit. a des Entscheids des Sicherheits- und
Justizdepartements des Kantons St. Gallen vom 6. Juni 2008 sei die mit Verfügung des
Stadtrates St. Gallen vom 8. Mai 2007 erlassene und am 20. August 2007 publizierte
Verkehrsanordnung betreffend Goliathgasse/Bohl 1 sowie Goliathgasse/Schwertgasse
(insbesondere bezüglich der Magnihalden) wie folgt zu ändern: Signal Nr. 2.14 "Verbot
für Motorwagen, Motorräder und Motorfahrräder" mit Zusatztafel "Güterumschlag und
Zufahrt zur Arztpraxis für Gehbehinderte 06.00 Uhr-19.00 Uhr gestattet" und "übrige
Zeit mit polizeilicher Bewilligung und Notfallfahrzeuge gestattet".
Ziff. 2.2.
In Abänderung von Ziff. 2 lit. b des Entscheids des Sicherheits- und
Justizdepartements des Kantons St. Gallen vom 6. Juni 2008 sei die mit Verfügung des
Stadtrates St. Gallen vom 8. Mai 2007 erlassene und am 20. August 2007 publizierte
Verkehrsanordnung betreffend Magnihalden wie folgt zu ändern: Aufhebung von sieben
bewirtschafteten Parkplätzen. Markierung und Signalisation von zwei speziell
gekennzeichneten Parkplätzen anstelle der aufzuhebenden bewirtschafteten Parkplätze
vor der Liegenschaft Magnihalden 7 mit dem Hinweis "Notfallfahrzeuge und für
Gehbehinderte zum Arztbesuch gestattet". Signal Nr. 2.50 "Parkieren verboten" für die
nicht speziell gekennzeichneten aufzuhebenden bewirtschafteten Parkplätze.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.
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Zur Begründung wird im wesentlichen geltend gemacht, die verfügten Sperrzeiten und
die Aufhebung der Parkierungsmöglichkeiten würden A. in seiner Berufsausübung
erheblich einschränken. Seine überwiegend älteren Patienten und insbesondere
Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer könnten die Praxis nur mehr ausserhalb der
Sperrzeiten erreichen. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gebiete indes, dass
während der ordentlichen Praxiszeiten die Zufahrt insbesondere für Gehbehinderte,
wozu auch Rekonvaleszente nach Operationen gehören würden, ungehindert möglich
sei. Sodann sei zu Nachtzeiten die freie Zugänglichkeit für Notfallpatienten
sicherzustellen.
Das Sicherheits- und Justizdepartement beantragt in der Vernehmlassung vom
7. Oktober 2008 die Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge. Gleiches gilt für
die Politische Gemeinde St. Gallen in der Vernehmlassung vom 30. Oktober 2008. B.
und C. beantragen in getrennten Eingaben vom 10. November 2008 die Abweisung der
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. . . . haben auf eine Vernehmlassung
verzichtet.
Mit Eingabe vom 3. Dezember 2008 nahm A. zu den Vernehmlassungen des
Sicherheits- und Justizdepartements des Kantons St. Gallen sowie der Politischen
Gemeinde St. Gallen vom 7. bzw. 30. Oktober 2008 Stellung.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeverfahren B 2008/115 und B 2008/121 betreffen den Entscheid des
Sicherheits- und Justizdepartements vom 6. Juni 2008 und damit den gleichen
Streitgegenstand. Es ist angezeigt, die beiden Verfahren zu vereinigen.
1.1. Zu prüfen ist zunächst die Legitimation der Politischen Gemeinde St. Gallen zur
Beschwerdeerhebung gegen den Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements
vom 6. Juni 2008. Nach Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 VRP steht der
zuständigen Behörde einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft das Beschwerderecht
zur Wahrung öffentlicher Interessen zu. Nach ständiger Praxis des Verwaltungsgerichts
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setzt die Legitimation des Gemeinwesens voraus, dass dieses den streitigen Entscheid
durch Setzen eines Rechtsaktes im eigenen Aufgabenbereich erlassen und damit
bestimmte öffentliche Interessen vertreten hat (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 450 ff.; GVP
1992 Nr. 43 mit Hinweisen; VerwGE vom 6. Dezember 2005 i.S. Politische Gemeinde
R., auszugsweise publiziert in GVP 2005 Nr. 1). In der Stadt St. Gallen werden
Verkehrsanordnungen grundsätzlich durch die Gemeindebehörden verfügt (Art. 19 Abs.
2 der Einführungsverordnung zum eidgenössischen Strassenverkehrsgesetz,
sGS 711.1, abgekürzt Einführungsverordnung zum SVG). Die teilweise Aufhebung der
vom Stadtrat erlassenen Verkehrsanordnungen durch die Vorinstanz beschlägt die
Gemeindeautonomie der Beschwerdeführerin, weshalb ihre Legitimation im
Beschwerdeverfahren – unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen -
grundsätzlich gegeben ist.
Die Beschwerdeführerin beantragt unter Ziff. 1 die integrale Aufhebung des Entscheids
des Sicherheits- und Justizdepartements vom 6. Juni 2008. Indes fällt in Betracht, dass
die am 20. August 2007 veröffentlichten Verkehrsanordnungen von der Vorinstanz nur
teilweise aufgehoben (vgl. Ziff. 1, 2a und 2c), im übrigen aber bestätigt worden sind
(Ziff. 2b). Soweit die erlassenen Verkehrsanordnungen nicht geändert bzw. aufgehoben
wurden, fehlt es der Beschwerdeführerin mithin an der formellen Beschwer und damit
an der Rechtsmittelbefugnis (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 403).
Im weiteren beantragt die Beschwerdeführerin die gerichtliche Feststellung, wonach
die Realisierung von mechanischen Sperren (Poller) ohne weitere Veröffentlichung
zulässig sei (Ziff. 2). Voraussetzung für den Erlass eines Feststellungsentscheids ist das
Vorliegen eines Feststellungsinteresses. Dieses wird bejaht, wenn der Betroffene ein
rechtliches oder tatsächliches, aktuelles Interesse am Erlass eines
Feststellungsentscheids dartut und wenn der Entscheid Rechtsfolgen und nicht
theoretische Rechtsfragen zum Gegenstand hat. Die Voraussetzungen für den Erlasse
eines Feststellungsentscheids sind nicht gegeben, wenn die Interessen des
Betroffenen durch den Erlass eines Gestaltungsentscheids gewahrt werden können
(Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 560). Nachdem die Vorinstanz entschieden hat, dass von
mechanischen Sperren (Poller) an der Goliathgasse/Bohl 1 abzusehen sei (Ziff. 2c),
kann dem Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin mit einem
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Gestaltungsentscheid (Aufhebung von Ziff. 2c) Genüge getan werden. Die
Voraussetzungen für den Erlass eines Feststellungsentscheids sind deshalb nicht
gegeben.
Schliesslich beantragt die Beschwerdeführerin, es sei Vormerk zu nehmen, dass das
verfügte Sperrzeitenregime erst auf den Zeitpunkt der Eröffnung der Parkgarage
Schibenertor in Vollzug gesetzt werde (Ziff. 3). B., C. und D. wenden dagegen ein, das
Rechtsbegehren sei unzulässig, weil es einerseits neu im Sinne von Art. 61 Abs. 3 VRP
sei und zum anderen lediglich eine unverbindliche Äusserung darstelle. Es ist
zutreffend, dass in den Verkehrsanordnungen vom 20. August 2007 nicht vermerkt ist,
wann die verfügten Sperrzeiten in Vollzug gesetzt werden. Dies war indes auch nicht
nötig, da die fraglichen Verkehrsanordnungen, sobald sie in Rechtskraft erwachsen
sind, vollzogen werden können. Wenn die Beschwerdeführerin nun im Sinne einer
Konkretisierung festhält, dass sie die verfügten Sperrzeiten erst im Zeitpunkt der
Eröffnung der Parkgarage Schibenertor in Vollzug setzen werde, handelt es sich dabei
nicht um ein neues Begehren im Sinne von Art. 61 Abs. 3 VRP. Es ist auch nicht
einzusehen, inwiefern die übrigen Beteiligten durch diese Konkretisierung in ihren
rechtlichen oder tatsächlichen Interessen verletzt sein könnten, zumal auch eine
frühere Inkraftsetzung ohne weiteres möglich wäre. Die Rüge des Beschwerdeführers,
wonach das Koordinationsgebot verletzt sei, erweist sich als unbegründet.
Im übrigen entsprechen die Beschwerdeeingabe vom 20. Juni 2008 sowie deren
Ergänzung vom 9. September 2008 zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP).
Auf die Beschwerde B 2008/115 ist - unter den dargelegten Vorbehalten - einzutreten.
1.2. Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Soweit im Hauptantrag die integrale
Aufhebung des angefochtenen Entscheids des Sicherheits- und Justizdepartements
beantragt wird, fällt in Betracht, dass es an der formellen Beschwer fehlt, soweit der
Rekurs des Beschwerdeführers im Entscheid vom 6. Juni 2008 teilweise gutgeheissen
wurde (Ziff. 1; vgl. dazu vorstehende Erw. 1.1. betreffend die mangelnde formelle
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Beschwer der Beschwerdeführerin). Insofern kann auf die Beschwerde B 2008/121
nicht eingetreten werden. Im übrigen entsprechen die Beschwerdeeingabe vom 30.
Juni 2008 sowie deren Ergänzung vom 26. September 2008 zeitlich, formal und
inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs.
1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Die Replik des Beschwerdeführers vom 3. Dezember
2008 ist soweit zu berücksichtigen, als sich ihr Inhalt als rechts- und
entscheiderheblich erweist (BGE 133 I 99 mit Hinweis auf BGE 132 I 47).
Auf die Beschwerde B 2008/121 ist - unter dem erwähnten Vorbehalt - einzutreten.
1.3. Die Verfahrensbeteiligten beantragen einen Augenschein. Der Augenschein ist die
unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen durch die entscheidende Instanz.
Er dient der unmittelbaren Wahrnehmung von Tatsachen und/oder dem besseren
Verständnis des Sachverhalts. Ob ein Augenschein durchzuführen ist, liegt im
pflichtgemässen Ermessen der urteilenden Instanz. Unbestrittene Tatsachen brauchen
z.B. nicht durch einen Augenschein überprüft zu werden (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz.
966). Im vorliegenden Fall sind die tatsächlichen Verhältnisse an den massgebenden
Örtlichkeiten allgemein bekannt, weshalb auf einen Augenschein verzichtet werden
kann.
2. Verkehrsbeschränkungen, wie sie in beiden Beschwerdeverfahren in Frage stehen,
sind regelmässig mit komplexen Interessenabwägungen verbunden. Entsprechend der
Natur der Sache liegt die Verantwortung für die Zweckmässigkeit und Wirksamkeit
solcher Massnahmen in erster Linie bei den verfügenden Behörden. Die zuständigen
Organe besitzen dabei einen erheblichen Gestaltungsspielraum. Ein Eingreifen der
übergeordneten Verwaltungsbehörde bzw. des Richters ist erst gerechtfertigt, wenn die
verfügenden Behörden von unhaltbaren tatsächlichen Annahmen ausgehen,
bundesrechtswidrige Zielsetzungen verfolgen, bei der Ausgestaltung der Massnahme
ungerechtfertigte Differenzierungen vornehmen oder notwendige Differenzierungen
unterlassen oder sich von erkennbar grundrechtswidrigen Interessenabwägungen
leiten lassen (vgl. BGE 2A.263/2006 9. Oktober 2006 mit Hinweis auf BGE 2A.23/2006
vom 23. Mai 2006). Mithin ist vorliegend die Kognition der Vorinstanz auf die
Rechtskontrolle beschränkt (Art. 46 Abs. 2 VRP), was für das Verwaltungsgericht
ohnehin gilt (Art. 61 Abs. 1 VRP).
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3. Wie eingangs ausgeführt, hob die Vorinstanz die verfügte Verkehrsanordnung
betreffend Goliathgasse/Bohl 1 auf und verkürzte die Sperrzeit für Güterumschlag von
11.30 Uhr bis 06.00 Uhr auf 19.00 Uhr bis 06.00 Uhr. Das Departement erwog im
wesentlichen, dass in der mittleren Altstadt, wo eine deutlich höhere
Fussgängerfrequenz vorherrsche als im Bereich der Goliathgasse, weniger
ausgedehnte Sperrzeiten bestünden, indem die Sperrzeiten für die Anlieferung auf
Montag bis Freitag 13.00 Uhr bis 18.30 Uhr und Samstag 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr
festgelegt seien. Diese Benachteiligung der Gewerbetreibenden in der nordöstlichen
Altstadt lasse sich nicht rechtfertigen. Daran vermöge auch die Absicht der Stadt, ein
einheitliches Verkehrsregime in der Altstadt einzuführen, nichts zu ändern. Die
Massnahmen seien losgelöst von allfälligen künftigen, in anderen Bereichen der
Altstadt geplanten Verkehrsanordnungen zu beurteilen und auf ihre
Verhältnismässigkeit zu überprüfen. Unter Berücksichtigung der Interessen der
Gewerbetreibenden und mit Blick auf den vergleichsweise eher geringen
Fussgängerverkehr rechtfertige es sich, den Güterumschlag an der Goliathgasse/Bohl
1 den Ladenöffnungszeiten anzupassen.
3.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe die eigentliche
Stossrichtung der städtischen Verkehrspolitik in der Altstadt verkannt, indem sie die
verfügten Sperrzeiten als unverhältnismässig beurteilt habe. Sie habe damit ohne Not
in den Ermessensentscheid des Stadtrates eingegriffen, der mit den tatsächlichen
Verhältnissen besser vertraut sei. Die verfügten Massnahmen im Bereich des
motorisierten Individualverkehrs basierten auf dem am 10. August 1999 vom Stadtrat
und am 15. Februar 2000 vom Stadtparlament beschlossenen Konzept "Weitere
Verkehrsberuhigung in der Altstadt". Dieses Konzept sehe vor, dass die kleinräumigen
Strukturen der Altstadt möglichst vollständig von motorisiertem Individualverkehr
entlastet werden sollen, der nicht für die Altstadt selbst unabdingbar sei. Unnötiger
Fremdverkehr solle die Routen ausserhalb der Altstadt benutzen, für die Zugänglichkeit
zur Altstadt sollten Parkierungsmöglichkeiten am Rand der Altstadt dienen. Die Plätze
und Gassen in der Altstadt, die historisch gewachsen seien, sollten vornehmlich für die
nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer reserviert bleiben. Für die Parkierung in der
Altstadt sehe das Konzept den Grundsatz vor, alle öffentlichen Parkplätze in der
Altstadt mit entsprechendem Ersatz in zumutbarer Gehdistanz rund um die Altstadt
aufzuheben. Die strittigen Verkehrsmassnahmen seien notwendig, um die angestrebte
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Privilegierung der Fussgänger und der Velofahrer im Bereich der Altstadt gegenüber
dem motorisierten Individualverkehr zu erreichen. Mit Blick auf dieses Verkehrskonzept
würden sich namentlich auch die angefochtenen Sperrzeiten als erforderlich erweisen.
Die Vorinstanz habe es unterlassen, hinsichtlich des streitigen Sperrzeitenregimes eine
eigentliche Abwägung der sich ge-genüberstehenden öffentlichen und privaten
Interessen vorzunehmen. Die Vorteile der verfügten Verkehrsanordnungen würden
indes die Nachteile deutlich überwiegen, womit das Gebot der Verhältnismässigkeit im
engeren Sinn erfüllt sei. Durch die verfügten Sperrzeiten werde die nördliche Altstadt
attraktiver und für Fussgänger und Velofahrende sicher gestaltet. Die Festlegung der
Sperrzeiten von 11.30 Uhr - 06.00 Uhr sei aufgrund der Erfahrungen in der mittleren
Altstadt erfolgt. Während der Zeiten mit besonders hohen Fussgängerfrequenzen um
die Mittagszeit sollten Konflikte mit dem Anlieferungsverkehr möglichst
ausgeschlossen werden. Zudem würde so die Nutzung des öffentlichen Grundes durch
Strassencafés und Lokale ermöglicht, die Bedürfnisse des lokalen Gewerbes und der
Anwohnerschaft würden angemessen berücksichtigt. In Zukunft sei ein einheitliches
Verkehrsregime für die nördliche und mittlere Altstadt geplant. Mit den angefochtenen
Sperrzeiten würde dies für die nordöstliche Altstadt lediglich vorgezogen. Ein
wesentlicher Grund für das schrittweise Vorgehen liege darin, dass die Anpassung des
Verkehrsregimes und dessen Beachtung durch die Verkehrsteilnehmenden erheblich
von der entsprechenden Gestaltung des Strassenraumes abhänge. Die vorin-stanzliche
Feststellung, wonach die unterschiedlichen Sperrfristen in der Altstadt zu einer
Benachteiligung der Gewerbetreibenden in der nördlichen Altstadt gegenüber
denjenigen in den übrigen Gebieten führen würden, überzeuge nicht. Das Gewerbe der
nordöstlichen Altstadt werde durch das Sperrzeitenregime, wenn überhaupt, nur
geringfügig beeinträchtigt. Namentlich bestünde in zumutbarer Gehdistanz ein
ausreichendes Parkplatzangebot; in Ausnahmefällen könnten für die Fahrt in die
Altstadt Taxis genutzt werden bzw. es könne kurzfristig bei der Polizei eine
Ausnahmebewilligung beantragt werden. Schliesslich handle die Vorinstanz
offensichtlich widersprüchlich, wenn sie die unterschiedlichen Regelungen zwar als
Benachteiligung der Gewerbetreibenden in der nordöstlichen Altstadt beurteile,
gleichzeitig aber den Güterumschlag in der nordöstlichen Altstadt bis 19.00 Uhr
erlaube, während dieser in der mittleren Altstadt nur bis 13.00 Uhr zulässig sei. Die
verfügten Sperrzeiten stellten eine Privilegierung der Gewerbetreibenden der
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nordöstlichen Altstadt gegenüber der mittleren Altstadt dar. Im weiteren könne bei der
Beurteilung einer verkehrlichen Massnahme nicht nur auf den derzeitigen Zustand
abgestellt werden. Die langfristigen verkehrspolitischen Zielsetzungen und konkreten
Projekte, wie etwa dasjenige der Parkgarage Schibenertor oder der Neugestaltung
Bohl/Marktplatz/Blumenmarkt, müssten bei der Bewertung der in Frage stehenden
Massnahmen berücksichtigt werden. Das von der Vorinstanz herangezogene Kriterium
der allgemeinen Ladenöffnungszeiten sei zur Bestimmung einer Verkehrsorganisation in
der Altstadt offensichtlich nicht geeignet. Insbesondere würden damit gewerbliche
Erschliessungsbedürfnisse gegenüber den Interessen der Anwohnenden privilegiert.
Der Entscheid über das Verkehrsregime in der nordöstlichen Altstadt habe aufgrund
der einheitlichen Erschliessungssituation über das Schibenertor präjudiziellen
Charakter für die Erschliessungsregelung der restlichen nördlichen sowie der mittleren
Altstadt. Wenn in diesem Bereich Güterumschlag ganztags von 06.00 bis 19.00 Uhr
zulässig wäre, würden die heutigen Fussgängerbereiche in der mittleren Altstadt stark
an Attraktivität einbüssen. Zudem würde die Ausdehnung der für den Güterumschlag
zulässigen Zeiten bis 19.00 Uhr die Bewilligungsfähigkeit der Parkgarage Schibenertor
aufgrund der Belastung des Knotens Schibenertor während den Spitzenzeiten und des
insgesamt höheren Fahrtenaufkommens in diesem Bereich gefährden.
3.2. Gemäss Art. 3 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Strassenverkehr (SR 741.01,
abgekürzt SVG) kann der Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr auf Strassen, die nicht
dem allgemeinen Durchgangsverkehr geöffnet sind, vollständig untersagt oder zeitlich
beschränkt werden. Andere Beschränkungen oder Anordnungen können erlassen
werden, soweit der Schutz der Bewohner oder gleichermassen Betroffener vor Lärm
und Luftverschmutzung, die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit
Behinderungen, die Sicherheit, die Erleichterung oder die Regelung des Verkehrs, der
Schutz der Strasse oder andere in den örtlichen Verhältnissen liegende Gründe dies
erfordern. Aus solchen Gründen können insbesondere in Wohnquartieren der Verkehr
beschränkt und das Parkieren besonders geregelt werden (Art. 3 Abs. 4 SVG).
Verkehrsanordnungen müssen vor dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit
standhalten (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft, SR 101, abgekürzt BV; Art. 107 Abs. 5 der
Signalisationsverordnung, SR 741.21, abgekürzt SSV). Ebenso haben Massnahmen
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dem Grundsatz der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) und dem Grundsatz der
Gleichbehandlung der Gewerbegenossen (Art. 27 und 94 Abs. 1 und 4 BV) zu genügen.
3.3. Es ist unbestritten, dass die bestehenden Verkehrsbeschränkungen in der Altstadt
uneinheitlich sind. So wurden in der stark frequentierten mittleren Altstadt - Marktplatz/
Bohl und Spisergasse/Multergasse - die Sperrzeiten für die Anlieferung auf Montag bis
Freitag 13.00 Uhr bis 18.30 Uhr und Samstag 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr festgelegt. Für
den allgemeinen Verkehr ist das Gebiet gänzlich gesperrt. In der südlichen Altstadt
besteht eine Begegnungszone. In der nördlichen Altstadt (Engelgasse, Metzgergasse
etc.) kennt wie bisher die Goliathgasse/Magnihalden/Katharinengasse ein
Nachtfahrverbot von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr, ausgenommen Taxis, Notfallfahrzeuge
und gekennzeichnete Fahrzeuge der Anwohner.
3.4. Wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zutreffend ausführt, stellen
Sperrzeiten zur Erreichung einer Verkehrsberuhigung ein verhältnismässig mildes Mittel
dar und schränken die Betroffenen wesentlich geringer ein als ein unbeschränktes
Fahrverbot. Im Grundsatz ist deshalb die Einführung von Sperrzeiten nicht zu
beanstanden; zu prüfen ist im folgenden, ob der festgelegte Umfang der Sperrzeiten
verhältnismässig ist.
3.5. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass in der mittleren Altstadt eine
deutlich höhere Fussgängerfrequenz vorherrscht als im Bereich der nordöstlichen
Altstadt. Dies wird denn auch zu Recht von der Beschwerdeführerin nicht in Abrede
gestellt. Vor diesem Hintergrund ist es mit Blick auf den Grundsatz der
Rechtsgleichheit und der Gleichbehandlung der Gewerbetreibenden tatsächlich nicht
nachvollziehbar, weshalb für die nordöstliche Altstadt restriktivere Sperrzeiten
vorgesehen werden als namentlich in der mittleren Altstadt. Dies gilt umso mehr, als
die Beschwerdeführerin selbst ausführt, dass sich die Sperrzeiten in der mittleren
Altstadt wochentags von 13.00 Uhr bis 18.30 Uhr bewähren. Sodann ist davon
auszugehen, dass bereits die Aufhebung der bewirtschafteten Parkplätze in der
Goliathgasse und der Magnihalden zu einer weitgehenden Unterbindung des
Suchverkehrs führen wird. Auch vor diesem Hintergrund hat die Vorinstanz die
Beschränkung der Erschliessung der nordöstlichen Altstadt im beabsichtigten Umfang
zu recht als unverhältnismässig und damit rechtsverletzend beurteilt.
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3.6. Zu prüfen bleibt, ob die von der Vorinstanz festgesetzte Zeit für den
Güterumschlag von 06.00 Uhr bis 19.00 Uhr eine Ermessensverletzung darstellt, wie
die Beschwerdeführerin geltend macht. Die Vorinstanz hat sich bei der Festsetzung der
Sperrzeiten mit der Begründung an den Ladenöffnungszeiten orientiert; damit werde
den privaten Interessen des Gewerbes und den öffentlichen Interessen an einer
Verkehrsberuhigung gleichermassen Rechnung getragen. Diese Argumentation der
Vorinstanz vermag indes nicht zu überzeugen. Namentlich weist die
Beschwerdeführerin in der Beschwerdebegründung vom 9. September 2008 zu Recht
darauf hin, dass es widersprüchlich anmutet, wenn einerseits die unterschiedlichen
Regelungen der Sperrzeiten als Benachteiligung der Gewerbetreibenden in der
nordöstlichen Altstadt beurteilt werden, anderseits aber der Güterumschlag in der
nordöstlichen Altstadt wiederum anders als in der mittleren Altstadt festgelegt wird.
Grundsätzlich schliesst nur ein übereinstimmendes Sperrzeitenregime eine
Benachteiligung aus. Im weiteren vermag auch der vorinstanzliche Hinweis auf die
Ladenöffnungszeiten nicht zu überzeugen. Insbesondere ist nicht einzusehen, weshalb
in der nordöstlichen Altstadt, wo es weit weniger Ladengeschäfte als in der mittleren
Altstadt gibt, auf die Ladenöffnungszeiten abgestellt werden soll, während in der
mittleren Altstadt die Sperrzeit bereits um 13.00 Uhr beginnt.
3.7. Aus dem Gesagten folgt, dass sich die von der Beschwerdeführerin festgesetzten
Sperrzeiten namentlich mit Blick auf den Grundsatz der Gleichbehandlung der
Gewerbetreibenden als rechtsverletzend erweisen. Insofern hat die Vorinstanz die
fragliche Massnahme zu Recht aufgehoben. Indes stellt es eine Ermessensverletzung
des Sicherheits- und Justizdepartements dar, wenn es die Zeit für den Güterumschlag
von 06.00 Uhr bis 19.00 Uhr festgesetzt hat. Der Grundsatz der Gleichbehandlung der
Gewerbetreibenden verlangt, dass in der nordöstlichen und in der mittleren Altstadt ein
gleiches Sperrzeitenregime gefahren wird. Mithin ist Ziff. 2a in teilweiser Gutheissung
der Beschwerde der Beschwerdeführerin aufzuheben und dahingehend zu ändern,
dass bei der Signalisation Goliathgasse/Bohl 1 die Sperrzeiten für den Güterumschlag
von Montag bis Freitag auf 13.00 Uhr bis 18.30 Uhr und am Samstag von 11.00 Uhr bis
17.00 Uhr festgelegt werden. Damit wird auch dem Anliegen der Beschwerdeführerin,
ein einheitliches Verkehrsregime in der Altstadt einzuführen, angemessen Rechnung
getragen. Ob der Güterumschlag nachts gleich zu regeln ist wie in der mittleren
Altstadt bzw. wie der Güterumschlag mit dem Nachtfahrverbot in der nördlichen
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Altstadt zu koordinieren ist, hat die Beschwerdeführerin zu entscheiden. Ob bei der
dereinstigen Realisierung der Parkgarage Schibenertor allenfalls ein neues
Sperrzeitenregime einzuführen sein wird, kann vorliegend nicht ausschlaggebend sein.
Schliesslich ist darauf zu verzichten, bezüglich der Inkraftsetzung des
Sperrzeitenregimes einen Vormerk zu machen, da sich Ziff. 3 des Antrags der
Beschwerdeführerin auf die Sperrzeiten bezieht, wie sie am 8. Mai 2007 verfügt
wurden. Nachdem das Verwaltungsgericht die Sperrzeiten anders festgelegt hat, ist die
Beschwerdeführerin nicht auf dem offerierten Vormerk zu behaften.
4. Im weiteren wendet sich die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzliche
Anordnung, wonach von mechanischen Sperren (Poller) an der Goliathgasse/Bohl 1
abzusehen sei (Ziff. 2c). Die Vorinstanz erwog, dass die Poller für die Betroffenen eine
erhebliche Einschränkung zur Folge hätten und deshalb zusammen mit den übrigen
Verkehrsanordnungen hätten publiziert werden müssen. Da eine Publikation der Poller
unterblieben sei, könne über diesen Teil der Massnahme nicht befunden werden und
die Poller dürften mangels Rechtsgrundlage nicht errichtet werden. Aus
verfahrensökonomischen Gründen sei sodann aufsichtsrechtlich festzustellen, dass die
Errichtung von Pollern eingangs Goliathgasse/Bohl 1 keine verhältnismässige
Massnahme darstelle. Die Signalisation allein genüge zur Verkehrsberuhigung. Die
Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, die Poller würden lediglich der Durchsetzung
eines geltenden Verkehrsregimes dienen, hätten keinen eigenen Vorschriftscharakter
und stellten keine zusätzliche Einschränkung dar. Als Signalisation, die der verfügten
Verkehrsanordnung entspreche, müssten die Poller nicht publiziert werden. Dies
ergebe sich auch aus dem Wortlaut von Art. 107 SSV, wonach lediglich
Verkehrsanordnungen, die durch Vorschrifts- oder Vortrittssignale oder durch andere
Signale mit Vorschriftscharakter angezeigt würden, verfügt werden müssten.
4.1. Es ist unbestritten, dass die Poller in der Publikation der Verkehrsanordnungen
nicht aufgeführt wurden. Die Poller sollen eine Verkehrslenkung bzw. Verkehrsreduktion
bewirken. Im Schrifttum und in der Praxis werden Verkehrsmassnahmen mit
Unterstützung von Schranken oder Pollern kontrovers beurteilt (vgl. T. Jaag,
Verkehrsberuhigung im Rechtsstaat, in: ZBl 87/1986, S. 289 ff. mit Hinweisen; R.
Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Bd. 1, Bern
2002, Rz. 68). Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts sind Sperren im
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Kanton St. Gallen auch dann als funktionelle Verkehrsanordnungen im Sinne von
Art. 3 Abs. 4 SVG zu betrachten, wenn sie mit Pollern versehen sind (GVP 2004 Nr. 22
mit Hinweis auf GVP 1995 Nr. 91).
4.2. Das Verwaltungsgericht schliesst sich der Auffassung der Vorinstanz an, wonach
die Poller für die Betroffenen eine erhebliche Einschränkung und Belastung bedeuten
würden. Als funktionelle Verkehrsanordnungen kommt ihnen sodann durchaus
selbständige Bedeutung zu. Einer vorgängigen Publikationspflicht steht Art. 107 SSV
nicht entgegen, da das kantonale Recht in Art. 23 der Einführungsverordnung zum SVG
bestimmt, dass örtliche Verkehrsanordnungen im amtlichen Publikationsorgan der
Gemeinde veröffentlicht werden. Es ist mit dem Grundsatz des Vorrangs des
Bundesrechts ohne weiteres vereinbar, wenn das kantonale Recht bezüglich der
Publikation eine weitergehende Vorschrift vorsieht als das Bundesrecht. Als
funktionelle (örtliche) Verkehrsanordnungen sind Poller mithin gestützt auf Art. 23 der
Einführungsverordnung zum SVG vorgängig im amtlichen Publikationsorgan der
Gemeinde zu veröffentlichen. Dies stimmt auch mit dem Sinn und Zweck von Art. 23
der Einführungsverordnung zum SVG (und Art. 107 SSV) überrein, wonach
Verkehrsanordnungen, die für die Betroffenen eine erhebliche Einschränkung
bedeuten, vorgängig zu publizieren sind (vgl. Jaag, a.a.O., S. 298). Nachdem die
Publikation der Poller unterblieben ist, hat die Vorinstanz deshalb zu Recht festgestellt,
dass sie nicht errichtet werden dürfen.
4.3. Wie vorstehend ausgeführt, hat das Departement im weiteren aufsichtsrechtlich
festgestellt, dass sich die Poller als unverhältnismässig erweisen würden. Nachdem
sich die Stadt St. Gallen als Beschwerdeführerin zumindest sinngemäss auf die
Gemeindeautonomie beruft, ist die Beschwerde auch in dieser Hinsicht zulässig,
obwohl es sich vorliegend um eine Anordnung im Rahmen der Staatsaufsicht handelt
(Art. 59bis Abs. 2 lit. a Ziff. 1 VRP; vgl. VerwGE B 2008/154 vom 18. Dezember 2008,
in: www.gerichte.sg.ch).
Bei der Ausübung der Staatsaufsicht haben die kantonalen Behörden den
Ermessensspielraum der Gemeinden zu wahren. Art. 229 Abs. 2 des
Gemeindegesetzes (sGS 151.2) bestimmt, dass sich die Staatsaufsicht im Bereich der
Gemeindeautonomie auf die Überprüfung der Rechtmässigkeit beschränkt. Die
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Grundsätze der Notwendigkeit und Verhältnismässigkeit von einschränkenden
Verkehrsanordnungen stellen indessen Rechtsfragen dar, die auch im Rahmen der
Staatsaufsicht geprüft werden dürfen.
Im Bereich von Verkehrsregelungen wird ein aufsichtsrechtlicher Eingriff gegen eine
Verfügung oder einen Entscheid als zulässig erachtet, wenn klares Recht, wesentliche
Verfahrensvorschriften oder wichtige öffentliche Interessen missachtet werden
(VerwGE B 2008/154 vom 18. Dezember 2008, in: www.gerichte.sg.ch). Diese
Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall erfüllt, wie nachfolgend auszuführen ist.
Das Verwaltungsgericht schliesst sich der Auffassung der Vorinstanz an, wonach die
Signalisation zur Verkehrsberuhigung genügt. Die Beschwerdeführerin hat nicht
dargetan, und es ist nicht ersichtlich, weshalb vorliegend eine zusätzliche massive
Einschränkung durch Poller zur Durchsetzung des Fahrverbots nötig sein soll. In der
Beschwerde wird dazu ausschliesslich festgehalten, aufgrund der Erfahrung der
Stadtpolizei sei mit einer verhältnismässig hohen Quote von Übertretungen zu rechnen.
Worauf sich diese Erfahrung stützt, wird nicht dargelegt. Aufgrund der besonderen
Verhältnisse in den verschiedenen Altstadtgebieten kann jedenfalls nicht von einer
Verkehrsregelung an einer bestimmten Örtlichkeit generell auf andere Gebiete bzw.
Verkehrsanordnungen an anderen Orten geschlossen werden. Hinzu kommt, dass die
Massnahmen gemäss dem Begehren der Beschwerdeführerin ohnehin erst auf den
Zeitpunkt der Eröffnung der Parkgarage Schibenertor in Vollzug gesetzt werden sollen.
Falls künftig aufgrund der konkreten Umstände die signalisierten Verkehrsregelungen
derart häufig missachtet werden, dass polizeiliche Kontrollen zur Durchsetzung des
Verbots ungenügend sind, kann die Erstellung von Pollern erneut geprüft werden.
Dementsprechend sind die Notwendigkeit und Verhältnismässigkeit der Poller
zumindest im jetzigen Zeitpunkt zu verneinen. Folglich ist die Beschwerde abzuweisen,
soweit sie sich gegen die vorinstanzliche Anweisung richtet, wonach von
mechanischen Sperren (Poller) an der Goliathgasse/Bohl 1 abzusehen sei (Ziff. 2 c).
5. Zusammenfassend steht somit fest, dass die Beschwerde B 2008/115 teilweise
gutzuheissen ist. Ziff. 2a des angefochtenen Entscheids ist wie in Erw. 3.7. dargelegt
zu ändern. Im übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten
wird. Diesem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
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Beschwerdeverfahrens B 2008/115 anteilsmässig auf die Beschwerdeführerin und die
Beschwerdegegner 2, 3, 4 und 5 zu verlegen. Es rechtfertigt sich, der
Beschwerdeführerin und den Beschwerdegegnern je die Hälfte der amtlichen Kosten
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'500.-- ist
angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 941.12, abgekürzt GKT). Auf die
Erhebung des Anteils der Beschwerdeführerin ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Der Anteil der Beschwerdegegner von Fr. 1'250.-- ist ihnen zu je einem Viertel, d.h. im
Umfang von Fr. 312.50, aufzuerlegen.
Da A., B., C. und D. mit ihren Anträgen nicht mehrheitlich durchgedrungen sind, haben
sie keinen Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung im Beschwerdeverfahren B
2008/115 durch die Beschwerdeführerin (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis
VRP; R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 183 f.).
Von der Neuverlegung der amtlichen Kosten des Rekursverfahrens ist abzusehen,
nachdem die Vorinstanz auf die Erhebung von amtlichen Kosten verzichtet hat.
Gleiches gilt bezüglich der ausseramtlichen Kosten, nachdem die Beschwerdeführerin
als Gemeinwesen ohnehin keinen Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung hat
(Hirt, a.a.O., S. 175 ff.).
6. Der Beschwerdeführer (A.) rügt zunächst eine Verletzung seines Anspruchs auf
rechtliches Gehör. Namentlich habe sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid
mit seiner besonderen Situation als Arzt und der Zusammensetzung seiner Patienten
nicht auseinandergesetzt. Er führe im Gebäude Magnihalden 7 seine Facharztpraxis für
Urologie und behandle überwiegend ältere, gehbehinderte Personen, die auf
Fahrdienste angewiesen bzw. die nicht in der Lage seien, das Fahrzeug fernab der
Praxis abzustellen und zu Fuss zum Arzt zu gelangen. Zudem gebe es wöchentlich ca.
drei Notfälle während der Nacht. Die Vorinstanz habe nicht beachtet, dass sich seine
Praxis wesentlich von den übrigen Gewerbebetrieben im betroffenen Gebiet
unterscheide. Die von ihm erbrachte Dienstleistung liege im öffentlichen Interesse, und
zudem sei die Zusammensetzung der Patienten wesentlich anders als die Kundschaft
der übrigen Gewerbebetriebe. Weder bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit der
Aufhebung sämtlicher Parkplätze im betroffenen Gebiet noch bei den Erwägungen
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betreffend die verfügten Sperrzeiten würden sich Ausführungen darüber finden,
weshalb es zu seinen Gunsten nicht zu weiteren Erleichterungen kommen könne. Da
der Anspruch auf Gewährung des rechtlichen Gehörs formeller Natur sei, sei der
Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese neu entscheide und
vollständig begründe.
6.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist das Recht der Privaten, in einem vor einer
Verwaltungs- oder Justizbehörde geführten Verfahren mit ihren Begehren angehört zu
werden, Einblick in die Akten zu erhalten und zu den für die Entscheidung wesentlichen
Punkten Stellung nehmen zu können. Der Anspruch auf rechtliches Gehör dient
einerseits der Sachaufklärung und stellt anderseits zugleich ein
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien dar (Häfelin/Müller/Uhlmann,
Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich 2006, Rz. 1672 f.). Die Begründung einer
Verfügung entspricht den Anforderungen von Art. 29 Abs. 2 BV, wenn die Betroffenen
dadurch in die Lage versetzt werden, die Tragweite der Entscheidung zu beurteilen und
sie in voller Kenntnis der Umstände an eine höhere Instanz weiterzuziehen. Die
Behörde ist aber nicht verpflichtet, sich zu allen Rechtsvorbringen der Parteien zu
äussern. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte
beschränken. Es genügt, wenn ersichtlich ist, von welchen Überlegungen sich die
Behörde leiten liess (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 1706).
6.2. Es ist zutreffend, dass im angefochtenen Entscheid grundsätzlich in allgemeiner
Form auf die durch die verfügten Verkehrsanordnungen betroffenen Interessen
eingegangen und nicht auf die spezifische Situation des Beschwerdeführers als
Betreiber einer Arztpraxis Bezug genommen wird. Immerhin werden aber an
verschiedenen Stellen neben den Anwohnern und Kunden auch die Patienten des
Beschwerdeführers erwähnt und in die Interessenabwägung miteinbezogen. Vor
diesem Hintergrund kann der Vorinstanz noch keine Verletzung der Begründungspflicht
bzw. des rechtlichen Gehörs vorgeworfen werden, auch wenn der angefochtene
Entscheid zugegebenermassen wenig differenziert ausgefallen ist. Entscheidend ist
indes, dass der Beschwerdeführer den Entscheid in Kenntnis der wesentlichen
Umstände an das Verwaltungsgericht weiterziehen konnte und er bei der Begründung
seines Rechtsmittels nicht benachteiligt war.
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7. In materieller Hinsicht beantragt der Beschwerdeführer in der Hauptsache die
umfassende Aufhebung der Verkehrsanordnungen vom 20. August 2007. Er begründet
diesen Antrag in den Rechtsschriften indes nicht näher, sondern setzt sich im
wesentlichen mit seinem Eventualbegehren auseinander, wonach bei den
Verkehrsanordnungen seinen Bedürfnissen entsprechend Anpassungen vorzunehmen
seien.
7.1. Soweit der Beschwerdeführer mit dem Hauptantrag die Aufhebung der
angeordneten Sperrzeit für die Goliathgasse/Bohl 1 anstrebt, kann auf die vorstehende
Erw. 3. verwiesen werden, wonach sich die Anordnung von Sperrzeiten grundsätzlich
als rechtmässig erweist, indes die Vorinstanz die Zulässigkeit des Güterumschlags zu
Unrecht bis 19.00 Uhr ausgedehnt hat. Bezüglich der beabsichtigten Aufhebung von
insgesamt 20 bewirtschafteten Parkplätzen in der Goliathgasse und in der Magnihalden
hat die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zutreffend ausgeführt, dass der
Parkplatzsuchverkehr im Bereich Marktplatz/Bohl den Verkehrsfluss zeitweise erheblich
beeinträchtigt. Zudem fällt in Betracht, dass mit der Erweiterung des City-Parking
Brühltor über 200 Parkplätze unmittelbar am östlichen Altstadtrand in einer Gehdistanz
von 200 bis 300 m zur nordöstlichen Altstadt geschaffen worden sind. Der Politischen
Gemeinde St. Gallen kann vor diesem Hintergrund keine Ermessensverletzung
vorgeworfen werden, wenn sie das öffentliche Interesse an der Aufhebung der
Parkplätze zur Unterbindung bzw. Einschränkung des Suchverkehrs höher gewichtet
hat als die entgegenstehenden privaten Interessen. Auch in dieser Hinsicht erweist sich
der Hauptantrag deshalb als unbegründet. Im übrigen ist auf den Hauptantrag des
Beschwerdeführers mangels Substantiierung nicht weiter einzugehen.
7.2. Der Beschwerdeführer verlangt im Eventualantrag, für die Verkehrsanordnungen
betreffend Goliathgasse/Bohl 1 sowie Goliathgasse/Schwertgasse sei das Signal
Nr. 2.14 dahingehend abzuändern, dass neben dem Güterumschlag auch die Zufahrt
zur Arztpraxis für Gehbehinderte von 06.00 Uhr bis 19.00 Uhr gestattet und in der
übrigen Zeit die Zufahrt mit polizeilicher Bewilligung und für Notfallfahrzeuge gestattet
sei (Ziff. 2.1.). Sodann verlangt der Beschwerdeführer die Markierung und Signalisation
von zwei speziell gekennzeichneten Parkplätzen anstelle der aufzuhebenden
bewirtschafteten Parkplätze vor der Liegenschaft Magnihalden 7 mit dem Hinweis
"Notfallfahrzeuge und für Gehbehinderte zum Arztbesuch gestattet" (Ziff. 2.2.).
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7.3. Zu prüfen ist zunächst der Eventualantrag, wonach ausserhalb der Sperrzeit neben
dem Güterumschlag auch die Zufahrt zur Praxis für Gehbehinderte zulässig sein solle.
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist unter Güterumschlag das
Verladen oder Ausladen von Sachen zu verstehen, die nach Grösse oder Gewicht die
Beförderung durch ein Fahrzeug nötig machen (BGE 89 IV 216). Entsprechend dieser
Definition bedeutet die Zulässigkeit von Güterumschlag nicht, dass auch das Zufahren
sowie das Ein- und Aussteigenlassen von Personen ausserhalb der fraglichen Sperrfrist
zulässig ist (dies entspricht gemäss telef. Aussage des Chefs Verkehrspolizei der Praxis
der Kantonspolizei St. Gallen; vgl. aber H. Giger, Kommentar SVG, 7. Aufl., Zürich
2008, N 11 zu Art. 37, wonach neben längsparkierten Fahrzeugen auch das Ein- oder
Aussteigenlassen erlaubt sein müsse, wenn der Güterumschlag gestattet wäre, da der
Führer beim blossen Ein- oder Aussteigenlassen von Personen stets beim Fahrzeug
bleibe). Mithin ist davon auszugehen, dass die vorgesehene Signalisation – abgesehen
von Notfallsituationen, auf die nachfolgend noch eingegangen wird – künftig auch
während der Zeiten, in denen der Güter-umschlag gestattet ist, keine
Personentransporte vor die Praxis des Beschwerdeführers zulässt. Es stellt sich die
Frage, ob dies eine rechtsungleiche Behandlung des Beschwerdeführers gegenüber
den Gewerbetreibenden im betroffenen Gebiet darstellt. Dabei fällt in Betracht, dass
sich die Kundenstruktur einer Arztpraxis wesentlich von der Kundschaft von
Gewerbetreibenden unterscheidet. Namentlich ist nachvollziehbar, wenn der
Beschwerdeführer geltend macht, dass seine Praxis gehäuft auch von gehbehinderten
Personen aufgesucht wird. Sodann ist zu berücksichtigen, dass Arztbesuche – anders
als bspw. Kommissionen – von den Patienten persönlich absolviert werden müssen.
Insofern liesse sich fragen, ob sich gehbehinderte Patienten des Beschwerdeführers
ausserhalb der Sperrzeiten zur Arztpraxis chauffieren lassen können, mithin aber nur
das Ein- und Aussteigenlassen von Patienten zulässig ist. Dies ist allerdings
realitätsfremd, denn gehbehinderte Patienten benötigen in der Regel Hilfe beim Ein-
und Aussteigen, ebenso beim Zugang zur bzw. beim Verlassen der Praxis. Es ist unter
diesen Umständen sachgerecht, wenn die Zu- und Wegfahrten gehbehinderter
Patienten zur Arztpraxis mittels Taxi erfolgt, was unter der vorgesehenen Regelung
zulässig ist. Hinzu kommt, dass auch für die verschiedenen Arztpraxen der mittleren
Altstadt keine Sonderregelung für die Zufahrt gehbehinderter Patienten besteht. Somit
ist die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen, namentlich das Begehren um
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Änderung der Signalisation Goliathgasse/Schwertgasse. Es ist nicht einzusehen,
inwiefern der Beschwerdeführer durch dieses Fahrverbot mehr als die übrigen
Betroffenen in seinen Interessen beeinträchtigt sein soll.
Soweit der Beschwerdeführer im weiteren eine Ausnahme für "Notfallfahrzeuge"
fordert, ist festzuhalten, dass Fahrzeuge der Blaulichtorganisationen bei dringlichen
Dienstfahrten ohnehin nicht wegen Missachtung der Verkehrsregeln und der
besonderen Anordnungen für den Verkehr strafbar sind (Art. 100 Abs. 4 SVG).
Dementsprechend dürfen derartige Fahrzeuge und namentlich auch Sanitätsfahrzeuge
in dringlichen Fällen nach wie vor zur Liegenschaft Magnihalden 7 zufahren,
ungeachtet des verfügten Fahrverbots. Für Private gilt sodann der Grundsatz von
Art. 17 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (SR 311.0), wonach auch sie in
medizinisch dringenden Fällen das Fahrverbot nicht zu beachten hätten. Gründe, die es
gebieten würden, für "Notfallfahrzeuge" eine Ausnahme vom Fahrverbot vorzusehen,
sind unter diesen Umständen nicht ersichtlich. Die Beschwerde ist in dieser Hinsicht
abzuweisen.
Bezüglich des Eventualantrags des Beschwerdeführers, wonach ihm künftig zwei
Parkplätze für Notfallfahrzeuge und Gehbehinderte zur Verfügung stehen sollen, ist
festzuhalten, dass dies gegenüber der gegenwärtigen Situation eine Verbesserung für
den Beschwerdeführer bedeuten würde. Für eine derartige Besserstellung gibt es
weder eine tatsächliche noch eine rechtliche Grundlage. Sodann ist zu berücksichtigen,
dass bereits heute gehbehinderte Patienten angesichts der wenigen und gut
frequentierten Parkplätze in der unmittelbaren Nähe der Arztpraxis des
Beschwerdeführers nicht damit rechnen dürfen, unmittelbar bei der Liegenschaft
Magnihalden 7 parkieren zu können. Insofern stellt die Aufhebung der sieben
bewirtschafteten Parkplätze in der Magnihalden für den Beschwerdeführer keine
wesentliche Benachteiligung gegenüber der gegenwärtigen Situation dar. Schliesslich
ist zu erwähnen, dass gehbehinderte Patienten des Beschwerdeführers je nach den
konkreten Umständen auch die Parkierungserleichterungen gemäss Art. 20a der
Verkehrsregelnverordnung (SR 741.11) bei den verbleibenden Parkmöglichkeiten in der
Nähe der Praxis in Anspruch nehmen können. Bezüglich des Antrags, wonach für
Notfallfahrzeuge zwei Parkfelder signalisiert werden sollen, kann auf die vorstehenden
Ausführungen betreffend das angeordnete Fahrverbot verwiesen werden; auch
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bezüglich der Parkmöglichkeit erweist sich ein derartiger Vorbehalt als unnötig. Die
Beschwerde ist auch in dieser Hinsicht abzuweisen.
8. Zusammenfassend steht somit fest, dass die Beschwerde B 2008/121 abzuweisen
ist, soweit darauf eingetreten wird. Diesem Verfahrensausgang entsprechend sind die
amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens B 2008/121 dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'500.-- ist
angemessen (Ziff. 382 GKT). Sie ist mit dem einbezahlten Kostenvorschuss in gleicher
Höhe zu verrechnen.
B., C. und D. haben sich zur Beschwerde von A. nicht vernehmen lassen. Daher sind
im Beschwerdeverfahren B 2008/121 keine ausseramtlichen Kosten zu entschädigen.
Der Beschwerdeführer ist unterlegen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP),
und die Stadt St. Gallen hat keinen Anspruch auf Kostenersatz (vgl. Hirt, a.a.O., S. 175
ff.).
Von der Neuverlegung der amtlichen Kosten des Rekursverfahrens ist abzusehen,
nachdem die Vorinstanz auf die Erhebung von amtlichen Kosten verzichtet hat.
Gleiches gilt bezüglich der ausseramtlichen Kosten, nachdem der Beschwerdeführer
auch im Rekursverfahren nicht mehrheitlich obsiegt hat (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht