Decision ID: dbc6c97c-a954-44dc-920b-8bf15a2683df
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführer,
gegen
Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Generaldirektion Schweiz, Postfach, 8085 Zürich,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
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A.
A.a Der 1970 geborene S._ ist bei der Klinik A._ im Head Office als Projektleiter
tätig und dadurch bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Zürich)
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Bagatell-
Unfallmeldung vom 14. Februar 2008, überstreckte sich der Versicherte am 25. Januar
2008 bei einer rasanten Talfahrt auf einem Sport-Rodel durch eine sehr hohe
Bodenwelle (Schnee-Mulde) den Rücken im Nackenbereich (act. G 3.2/21). Im
Arztbericht vom 14. Februar 2008 hielt Dr. med. B._, Neurochirurgie FMH und
Wirbelsäulenchirurgie, fest, dass der Versicherte beim Schlitteln mit ca. 50 km/h gegen
ein Hindernis geprallt sei und dabei offenbar eine Hyperextension der HWS/BWS
erlitten habe. Die MRI-Untersuchung habe keine frische traumatische Läsion gezeigt
(act. G 3.3/1). Am 28. Februar 2008 reichte der Versicherte der Zürich zur Ergänzung
der Unfallmeldung das Frageblatt zur Verletzung ein (act. G 3.2/27).
A.b Mit Verfügung vom 11. März 2008 (act. G 3.2/28) lehnte die Zürich ihre
Leistungspflicht als Unfallversicherer ab, weil kein Unfall im Sinn des Gesetzes vorliege.
Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Zürich mit
Einspracheentscheid vom 30. Mai 2008 ab (act. G 3.2/18).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die am 4. Juli 2008 eingereichte
Beschwerde. Der Beschwerdeführer beantragt sinngemäss die Aufhebung des
Einspracheentscheids und ersucht um eine Beurteilung des adäquaten
Kausalzusammenhangs und der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors sowie um
Prüfung, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Aussage der ersten Stunde
abgestellt habe und ob eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege. Zur Begründung
wird im Wesentlichen ausgeführt, dass Dr. B._ anlässlich der letzten Besprechung
vom 9. Juni 2008 den natürlichen Kausalzusammenhang als sehr wahrscheinlich
beurteilt habe, da zuvor keinerlei solche Beschwerden aufgetreten seien. Die
degenerativen Befunde könnten nicht als Ursache für das plötzliche Auftreten der
genannten Beschwerden gelten. Die aussergewöhnlich hohe Bodenwelle könne durch
Befragung der Arbeitskollegen erhärtet werden. Bei der Ungewöhnlichkeit des
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äusseren Faktors sei der wesentliche Unterschied in der Körperhaltung beim Schlitteln
gegenüber dem Rodeln beachtlich, wodurch sich bezüglich der Beschleunigung beim
Durchfahren von Bodenwellen Unterschiede ergeben würden. Der Beschwerdeführer
legte der Beschwerde ein Foto der gespaltenen Rodelböcke und aus dem Internet eine
Anleitung zum Lenken und Bremsen beim Rodeln sowie eine Abbildung des
verwendeten Rodels bei (act. G 1.3 - 1.5).
B.b In der Beschwerdeantwort vom 5. September 2008 beantragt die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Die Ausführungen des
Beschwerdeführers, weshalb er den Sturz erst in der Einsprache erstmals erwähnt
habe, seien nur schwer nachvollziehbar. Für die Beurteilung des vorliegenden Falls
spiele es keine Rolle, ob der Beschwerdeführer gerodelt oder geschlittelt sei. Dem
einzigen vorliegenden medizinischen Bericht sei kein überwiegend wahrscheinlicher
Kausalzusammenhang zu entnehmen. Beschwerden im Nackenbereich sollten
grundsätzlich innert 24 bis 72 Stunden nach dem Ereignis auftreten, um diesem mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit zugeordnet werden zu können. Eine Bodenwelle
und deren Durchfahrt könnten beim Schlitteln bzw. Rodeln nicht als ungewöhnlich
bezeichnet werden.
B.c Mit Replik vom 7. November 2008 hielt der Beschwerdeführer an seinem Antrag
auf Gutheissung der Beschwerde fest. Den Sturz und die gespaltenen Rodelböcke
habe er nicht erwähnt, da dies aus seiner damaligen Sicht nichts zur eigentlichen
Unfallschilderung beigetragen hätte. Zusätzlich zur Replik legte der Beschwerdeführer
ein Schreiben von Dr. B._ vom 6. November 2008 ins Recht.
B.d Mit Duplik vom 25. November 2008 hielt auch die Beschwerdegegnerin
vollumfänglich an ihrem Antrag fest.

Erwägungen:
1.
Streitig ist vorliegend, ob das Ereignis vom 25. Januar 2008 als Unfall im Rechtssinn zu
qualifizieren ist. Ist dies zu verneinen, wäre festzustellen, ob allenfalls eine
unfallähnliche Körperschädigung vorliegt. Falls von einem Unfall oder einer
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unfallähnlichen Körperschädigung auszugehen wäre, müsste im Weiteren der
Kausalzusammenhang zu den geklagten Beschwerden geprüft werden.
2.
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG;
SR 832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt.
2.2 Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine
Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge
hat (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
2.3 Auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung sind gemäss Art. 9 Abs. 2 der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) folgende Körperschäden
den Unfällen gleichgestellt: Knochenbrüche, sofern sie nicht eindeutig auf eine
Erkrankung zurückzuführen sind, Verrenkungen von Gelenken, Meniskusrisse,
Muskelzerrungen, Sehnenrisse, Bandläsionen und Trommelfellverletzungen.
2.4 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung
des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Der Grundsatz gilt jedoch nicht
uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Parteien. Der
Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast
begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen eine Beweislast aber insofern, als im Fall
der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem
unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Das Gericht stellt auf jene
Sachverhaltsdarstellung ab, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die
wahrscheinlichste würdigt. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts
genügt den Beweisanforderungen nicht (BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen, BGE 126
V 360 E. 5b). Nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist zu beachten,
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dass die so genannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel
unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder
unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art
beeinflusst sein können. Daher kommt den Angaben, welche die versicherte Person
kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach
Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (vgl. statt vieler Urteil U 64/02
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 26. Februar 2004, E. 1.2).
3.
3.1 Damit beurteilt werden kann, ob das Ereignis vom 25. Januar 2008 ein Unfall im
Rechtssinn darstellt, ist vorweg der Sachverhalt festzulegen, wie sich das Geschehen
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ereignet hat. Diesbezüglich sind den Akten
unterschiedliche Sachverhaltsschilderungen des Beschwerdeführers zu entnehmen. In
der Unfallmeldung vom 14. Februar 2008 wird unter der Ziffer 6 Sachverhalt
(Unfallbeschreibung) ausgeführt, dass es bei einer rasanten Talfahrt auf einem Sport-
Rodel durch eine sehr hohe Bodenwelle (Schnee-Mulde) zu einer Überstreckung des
Rückens gekommen sei. Im Arztbericht von Dr. B._ vom 14. Februar 2008 wird
festgehalten, der Beschwerdeführer sei beim Schlitteln mit ca. 50 km/h gegen ein
Hindernis geprallt. Die Beschwerdegegnerin hat den Sachverhalt nach Eingang der
Unfallmeldung mittels Fragebogen detailliert erhoben. Auf die Fragen "Wie und wann
haben Sie sich die Beschwerden zugezogen (genaue Beschreibung des Hergangs)?"
teilte der Beschwerdeführer mit, dass er beim Nachtschlitteln bei einer hohen
Bodenwelle durch die weiche Schneepiste eine Überstreckung des Rückens (liegend
auf Rodel), speziell oberer Rücken- und Halsbereich, erlitten habe. Erst nach ca. 7
Tagen hätte er Verspannungen und eine Einschränkung der Beweglichkeit im
Nackenbereich festgestellt. Die Frage "Hat sich dabei etwas Besonderes,
Unvorhergesehenes ereignet (Sturz, Anschlagen, usw.)?" versah er im Sinn von keine
Bemerkungen mit einem Strich. In der Einsprache vom 11. April 2008 hielt der
Beschwerdeführer fest, dass er aufgrund liegender Position die Mulde erst unmittelbar
vorher gesehen habe, als er mit sehr hohem Tempo (ca. 50 km/h) darauf losgefahren
sei. Das Muldenprofil habe eine Länge von ca. 1.5 m gehabt. Einer ersten Absenkung
von ca. 20 bis 30 cm sei eine steil aufsteigende Schneewand von ca. 50 bis 70 cm
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Höhe gefolgt. Bevor er hätte reagieren können, sei er bereits heftig durch die Mulde
gedrückt und in die Luft katapultiert worden. Bei der unkontrollierten Landung sei er
samt Rodel in der linksseitigen Schräglage aufgeschlagen und vom Rodel gefallen.
Während Sekundenbruchteilen des Unfallmanövers sei es ihm kurz schwarz vor den
Augen geworden. In der Beschwerde vom 4. Juli 2008 bestätigte der
Beschwerdeführer die Schilderungen in der Einsprache.
3.2 Die unvollständigen Angaben über das Unfallereignis in der Unfallmeldung
begründet der Beschwerdeführer damit, dass er sich der spitzfindigen rechtlichen
Beurteilungsweise von solchen Ereignissen nicht bewusst gewesen sei. Den Sturz und
die gespaltenen Rodelböcke habe er im zweiten Fragebogen nicht erwähnt, da er die
Einwirkung auf die HWS beim Durchfahren der Bodenwelle gespürt habe und den
Aufschlag sowie den Sturz als nicht mehr so heftig in Erinnerung gehabt habe, obwohl
es wahrscheinlich erst bei der seitlichen Landung aufgrund des harten Aufpralls zur
Spaltung der Rodelböcke gekommen sei. Als er den Fragebogen ausgefüllt habe, hätte
er sich in der Prüfungsvorbereitung befunden, weshalb er den Unfallhergang leicht
genervt mit den gleichen Worten etwas fahrlässig unvollständig beschrieben habe. Die
vom Beschwerdeführer erstmals in der Einsprache gemachten Äusserungen zum
Unfallhergang sind nicht unglaubwürdig. Widersprüchlich sind höchstens die
Aussagen, dass es ihn in die Luft katapultiert habe und er hart aufgeprallt sei, den Sturz
aber nicht mehr so heftig in Erinnerung gehabt habe. Allerdings ist der
Beschwerdegegnerin in ihrer Argumentation beizupflichten, wonach es nur schwer
nachvollziehbar sei, dass bei der Unfallmeldung oder im Unfallfragebogen ein Sturz
nicht erwähnt oder nicht einmal angedeutet wurde. Dies erstaunt umso mehr, als bei
der Frage 2 des Fragebogens noch explizit gefragt wurde, ob sich bei dem Ereignis
etwas Besonderes wie z.B. ein Sturz ereignet habe. Die vom Beschwerdeführer
diesbezüglich vorgebrachten Argumente sind nicht überzeugend. Bei einem Ereignis
wie dem vorliegend zu beurteilenden stellt der Sturz das zentrale Geschehnis dar,
weshalb er grundsätzlich bei einer Beschreibung des Unfallhergangs - mindestens
stichwortartig - erwähnt würde. Sofern der Unfallversicherer die tatsächlichen
Verhältnisse mittels Fragebogen detailliert erhoben und damit seine Verpflichtung zur
richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts erfüllt hat,
überzeugt es rechtsprechungsgemäss nicht, wenn die versicherte Person den
entsprechenden Sachverhalt erst nach der abschlägigen Verfügung darlegt, denn es
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leuchtet nicht ein, dass ein derart bedeutsamer Umstand wie ein Sturz als
Schadensursache bis zum Einspracheverfahren unerwähnt geblieben ist. Der
Unfallversicherer ist nicht gehalten, die versicherte Person im Nachgang zu
umfassenden Erhebungen zur weiteren Substantiierung des gemeldeten
Geschehnisses aufzufordern (Urteil U 148/01 des EVG vom 27. Juni 2002). Wie gesagt
ist es durchaus denkbar und auch möglich, dass sich das Ereignis wie vom
Beschwerdeführer in der Einsprache geschildert ereignet hat. Unter Berücksichtigung
der gesamten Umstände kann jedoch der Beweis dafür nicht als mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit erbracht betrachtet werden. Da der vom Beschwerdeführer
geschilderte Sachverhalt bloss als möglich, nicht aber als überwiegend wahrscheinlich
erscheint und Beweismassnahmen das Ereignis mangels Zeugen nicht erhellen
könnten, hat er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. Bei der nachfolgenden
Beurteilung, ob ein Unfall im Rechtsinn vorliegt, ist somit von der
Sachverhaltsschilderung bis zur angefochtenen Verfügung auszugehen.
4.
4.1 Die Begriffsmerkmale der plötzlichen, nicht beabsichtigten schädigenden
Einwirkung sind unbestrittenermassen erfüllt. Zu prüfen bleibt, ob das Vorliegen eines
ungewöhnlichen äusseren Faktors nachgewiesen werden kann. Nach der Definition des
Unfalls bezieht sich die Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors,
sondern auf diesen selbst. Ohne Bedeutung für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist
somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende Folgen nach sich zieht. Der
äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen
Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich
im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (SVR
2001 KV Nr. 50 S. 145 E. 3a; BGE 122 V 233 E. 1 = Pra 1997 Nr. 82 S. 415 f.).
4.2 Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der
Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen. Bei sportlichen
Tätigkeiten ist ein Unfall im Rechtssinn nur dann anzunehmen, wenn die sportliche
Übung anders verläuft als geplant. Wenn sich hingegen das in einer sportlichen Übung
inhärente Risiko einer Verletzung verwirklicht, liegt kein derartiges Unfallereignis vor.
Ein solches ist auch dann zu verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die
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Art der Ausführung sich aber noch in der Spannweite des Üblichen bewegt (Urteil U
411/05 des Bundesgerichts vom 11. Mai 2007).
4.3 Die vom Beschwerdeführer durchfahrene Bodenwelle stellt kein ungewöhnliches
Ereignis dar, mit welchem auf einer Schlittelpiste nicht gerechnet werden muss. Die
Fahrt mit hohem Tempo durch die Schnee-Mulde ist offenbar nicht wie geplant
verlaufen. Hätte der Beschwerdeführer die Bodenwelle früher bemerkt, hätte er wohl
versucht, das Tempo zu reduzieren oder das Hindernis zu umfahren. Allerdings hat sich
bei einer rasanten Talfahrt mit angeblich 50 km/h das in der sportlichen Betätigung
inhärente Risiko einer Verletzung verwirklicht, ohne dabei den Rahmen des noch
Üblichen oder Alltäglichen zu überschreiten, weshalb nicht von einem Unfallereignis
ausgegangen werden kann. An diesem Ergebnis vermag auch der Hinweis des
Beschwerdeführers auf den Unterschied in der Sitzposition zwischen einem Schlitten
und einem Rodel nichts zu ändern. Unter Würdigung sämtlicher Umstände und mit
Blick auf die Rechtsprechung (vgl. Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts
zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Auflage,
2003, S. 36 f.) kann im vorliegenden Fall nicht von einem Unfall im Rechtssinn
ausgegangen werden.
5.
Zu prüfen bleibt, ob eine unfallähnliche Körperschädigung vorliegt. Dem Arztbericht
vom 14. Februar 2008 sind keine frischen traumatischen Läsionen, sondern lediglich
degenerative Befunde zu entnehmen. Eine in Art. 9 Abs. 2 UVV erwähnte
Körperschädigung hat sich der Beschwerdeführer beim Ereignis vom 25. Januar 2008
eindeutig nicht zugezogen. In der Rechtsprechung wurde wiederholt bestätigt, dass
der in Art. 9 Abs. 2 UVV enthaltenen Aufzählung der unfallähnlichen
Körperschädigungen abschliessender Charakter zukommt (BGE 114 V 302 E. 3d;
RKUV 1989 Nr. U 67 S. 165). Somit kann vorliegend nicht von einer unfallähnlichen
Körperschädigung ausgegangen werden.
6.
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Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 30. Mai 2008 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG