Decision ID: abb74448-c69a-4f7b-be7b-7c7e7d5d8c22
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der
1972
geborene
X._
war
bei verschiedenen
Arbeitgebern als Gipser angestellt, dies zuletzt
ab
1.
Februar 2013 bei der
Z._
AG (
Urk.
7/82/6
)
.
Am
1
.
September 2008
meldete
er sich unter Hinweis auf
ein
e
Beinverkürzung rechts sowie eine LWS-Problematik
bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug an (Urk.
7/
30
). Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und
wies das Leistungs
begehren mit Verfügung vom
8.
September 2009 (Urk. 7/67)
ab.
Am 2
9.
September 2017 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf Probleme in der
Hüftzone
erneut zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/82). Die IV-Stelle trat auf das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 1
4.
Februar 2018 nicht ein (Urk. 7/95)
.
Am 2
4.
September 2018 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine Operation des rechten Knies wiederum zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/109).
Die IV-Stelle tätigte erneut medizinische und erwerbliche A
bklärungen und liess den Versicherten durch
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) orthopädisch unter
suchen (Bericht vom 3
0.
August 2019,
Urk.
7/149)
sowie durch die
B._
bi
disziplinär
(orthopädisch/neurologisch)
begutachten (Expertise vom
2
7.
Februar 2021
,
Urk.
7/190
). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/199
,
Urk.
7/200 und
Urk.
7/205
) wies
sie
das Leistungsbegehren mit Ver
fügung vom
3.
Dezember 2021
(Urk. 2) ab.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am
1
4.
Januar 2022 (Datum Poststempel)
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei
ihm eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter seien ergänzende medizinische Abklärungen durchzuführen.
Subeventualiter
sei der Fall der Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen.
Am
1
7.
Februar 2022
(Urk.
6
) beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, was dem Beschwerde
führer mit Verfügung vom
1
8.
Februar 2022
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
8
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente,
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions
rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.6
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1
des
Gesetz
es
über das Soz
ialversicherungsgericht
,
GSVGer
).
Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über
haupt für gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ
expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betreffende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reforma
torisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hin
gegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher voll
ständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurückzuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (B
GE 139 V 99 E. 1.1, 137 V 210
E. 4.4.1.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_354/2020 vom 8. September 2020 E. 2.1)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver
fügung vom
3.
Dezember 2021
(Urk. 2) damit, dass
der
Beschwerdeführer
seit Mai 2017 in der angestammten Tätigkeit als Gipser nicht mehr, in einer leichten an
gepassten Tätigkeit hingegen zu 80
%
arbeitsfähig sei. Die am 2
0.
Februar 2020 durchgeführte Operation habe lediglich zu einer befristeten vollen Arbeits
unfähigkeit geführt und keine andauernde Erwerbsunfähigkeit begründet.
Es resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad.
Das Leistungsbegehren
werde
deshalb
abgewiesen
.
2.2
Der
Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),
das bei der
B._
eingeholte Gutachten sei - aus näher dargelegten Gründen - nicht beweiskräftig, weshalb der medizinische Sachverhalt anhand der übrigen Akten ermittelt werden müsse. Gemäss den Berichten der behandelnden Fachärzte
bestehe bei ihm keine verwertbare Arbeitsfähigkeit, weshalb er Anspruch auf eine ganze Rente habe (S. 4-6).
3.
Vergleichs
zeitpunkt für eine für die Neuanmeldung relevante Veränderung des Gesund
heitszustand
e
s bildet
die Verfügung der Be
schwer
degegnerin vom
8. September 2009 (Urk. 7/67)
, mit welcher sie
nach eingehender Abklärung de
s
medizinischen und erwerblichen
Sachverhaltes
das Gesuch um Ausrichtung einer Invalidenrente vom
1. September 2008
abwies. Zu prüfen ist, ob sich die Situation seither revisionsrelevant verschlechtert hat.
4.
Der
leistungsabweisenden Verfügung vom
8. September 2009 (Urk. 7/67) lagen
insbesondere
folgende medizinische
n
Akten zugrunde:
4.1
Im
Austrittsbericht der Rehaklinik
C._
vom
3.
Juni 2009 (
Urk.
7/58/6-11), wo sich der Beschwerdeführer vom 1
9.
bis 2
9.
Mai 2009 aufgehalten hatte, sind folgende Diagnosen
festgehalten
(S. 1)
:
-
l
umbospondylogenes
Syndrom links mit/bei:
-
Diskusprotrusion
L4/5
mediolateral
links mit
Rezessus
-Stenose und mög
licher Kompression der Nervenwurzel L5 links (MRI LWS vom
8.
Januar 2008)
-
Beckentiefstand rechts bei Beinlängenverkürzung
-
muskulärer
Dysbalance
lumbal
-
psychosozialer Belastungssituation (seit 11/2007 100%
arbeitsunfähig
, arbeitslos, Taggeldleistungen werden per 3
1.
Mai 2009 eingestellt, schwierige finanzielle Situation)
-
Status nach Motorradunfall 2001 (in Portugal) mit:
-
Tibiafraktur
rechts, Behandlung konservativ
-
Status nach operativer Versorgung einer wohl komplexen Knieläsion links (Metallentfernung mittlerweile erfolgt), derzeit beschwerdearm
-
Restbeschwerden linkes Knie mit klinisch Verdacht auf mediale Seitenband
lockerung
-
klinisch Verdacht auf
Kreuzbandlockerung rechtes Knie
-
Nikotinabusus (ca. 25
py
)
Dazu
wurde ausgeführt, die angestammte Tätigkeit als Gipser sei aktuell nicht zumutbar. Von orthopädischer Seite
seien
weitere medizinische Abklärungen (MRI-Kontrolle LWS und
gegebenenfalls
n
eurologische Kontrolluntersuchung) empfohlen
worden
. Sofern die kommenden medizinischen Abklärungen keine neuen Aspekte liefern
würden, werde davon ausgegangen,
dass eine körperlich mindestens leichte Arbeit ganztags ohne Tätigkeiten in länger dauernd den
Rücken
belastenden Rumpfposit
i
onen (insbesondere vorgeneigt und/oder ver
dreht) sowie ohne kniebelastende Zwangsposit
i
onen zugemutet werden könn
e
.
Der
Beschwerdeführer
habe
sich mi
t dieser Beurteilung einverstan
den
gezeigt
(S.
2-3)
.
4.2
RAD-Arzt PD
Dr.
med. univ.
D._
, Facharzt für Neurologie, führte in seiner Stellungnahme vom 2
2.
Juni 2009 (
Urk.
7/
59/4
) aus,
mit dem
lumbospondylogene
n
Syndrom und den Verletzungsfol
gen der Beine
sei
ein
invalidenversicherungsrechtlich
relevanter
Gesundheitsschaden
ausgewiesen. Nachvollziehbar besteh
e
als Gipser
seit dem 2
6.
September 2008 eine
100%
ige Arbeitsunfähigkeit
. In angepasster Tätigkeit
könne
weiterhin
eine volle Arbeits
fähigkeit
angenommen werden.
Als a
ngepasstes Profil
nannte er k
örperlich leichte Tätigkeiten in Wechselbelastung ohne Heben, Tragen und Transportieren von Lasten
über
5
kg, kein Ersteigen von Treppen, Leitern und Gerüsten, keine kniende oder kniebeugende Körperhaltung sowie keine überwiegende Geh- und Stehbelastung.
5.
Die angefochtene Verfügung stützte sich unter anderem auf folgende
medizinische Unterlagen
:
5.1
Dr.
A._
vom RAD
stellte in seinem Bericht vom 3
0.
August 2019 (
Urk.
7/146) über die am Vortag erfolgte orthopädische Untersuchung folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8):
-
chronische Lumbalgie und schmerzhafte Bewegungs- und Belastungs
einschränkung der LWS bei
-
Zustand nach mikrochirurgischer
Rezessotomie
,
Sequestrektomie
und
Nucleotomie
L4/5 von links am 1
9.
Oktober 2017
-
MRI der LWS vom 2
8.
Dezember 2018:
regrediente
links-
mediolaterale
Diskushernie L4/5 mit Beeinträchtigung der linken L5-Wurzel,
rezessaler
Enge L4/5 rechts mit hier Kompression der rechten L5-Wurzel und im Seg
ment L5/S1 rechts möglicher Reizung der S1-Wurzel
-
Pangonarthrose
links mit leichter lateraler Instabilität bei Zustand nach operativ behandelter
Tibiaplateaufraktur
2001
-
beginnende Gonarthrose rechts mit deutlicher medialer Instabilität bei Zustand nach Kniegelen
k
-Arthroskopie und medialer
Teilmeniskektomie
05/2018
Zudem hielt er folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (S. 8):
-
Beinlängendifferenz zu Ungunsten rechts (ca. 1-1.5 cm)
-
spontane, unwillkürliche Muskelkontraktionen unklarer Ätiologie an der
ulnaren
Handkante rechts
Dazu führte er aus,
beim
Beschwerdeführer
seien die oben genannten somatischen Gesundheitsschäden ausgewiesen, welche die Arbeitsfähigkeit nachweislich erheblich beeinträchtigen würden. Im Vordergrund der Beschwerdesymptomatik und Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit stehe die LWS-Problematik. Dies
bezüglich sei weiterhin von einem instabilen Gesundheitsschaden auszugehen, welcher wahrscheinlich eine operative Intervention erfordere. Aus rein versicherungsmedizinischer Sicht sei in den nächsten sechs bis neun Monaten nicht mit einer wesentlichen, sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende
n
Besserung des Gesundheitszustandes zu rechnen. In der bisherigen Tätigkeit als Trockenbauer bestehe seit wahrscheinlich Mai 2017, spätestens seit 1
8.
Oktober 2017 keine Arbeitsfähigkeit mehr. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehe auch für eine optimal behinderungsangepasste Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit auf
grund der starken, von der LWS ausgehenden Schmerzsymptomatik, welche ein längeres ruhiges Sitzen von mindestens 1-2 Stunden und damit auch eine wirt
schaftlich verwertbare Arbeit verunmögliche. Eine medizinische Neubeurteilung werde in etwa sechs Monaten empfohlen (S. 8-9).
5.2
Dr.
h.c.
med.
E._
, Fachärztin Allgemeine Medizin FMH, wies in ihrem Bericht vom
6.
April 2020 (
Urk.
7/167/2-5) auf eine am 2
0.
Februar 2020 durch
geführte mikrochirurgische Dekompression lumbal L4/5 links,
Recessotomie
,
Sequestrektomie
und
Nukleotomie
L4/5, ein
Cervikalsyndrom
in den Armen und Beinen sowie auf eine Depression hin, wobei sie zu letzter Diagnose festhielt, es sei
Dr.
med.
F._
, Psychiatrie und Psychotherapie,
zu fragen, bei welchem der Beschwerdeführer in Behandlung stehe (S. 1-2). Der Eingliederung stehe unter anderem die Depressio
n im Wege. Es sei unbedingt Dr.
F._
zu fragen. Der Beschwerdeführer sei psychisch völlig überfordert (S. 4).
Er sei seit November 2017 bis auf Weiteres zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 1).
5.3
Am
4.
Juni 2020 ergänzte RAD-Arzt
Dr.
A._
unter anderem (
Urk.
7/198/9), seit spätestens der LWS-Operation im Oktober 2017 und nun erst recht der Revisions-Operation vo
m
Februar 2020 bestehe auch für eine optimal behinderungs
angepasste Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr aufgrund der starken, von der LWS ausgehenden Schmerzsymptomatik, welche ein längeres ruhiges Sitzen von mindestens 1-2 Stunden und damit auch eine wirtschaftlich verwertbare Arbeit verunmögliche. Nachdem nun bereits die nächste Revision desselben LWS-Segmentes L4/5 diskutiert werde, diesmal sogar mit
Spondylodese
, sei über
wiegend wahrscheinlich auf absehbare Zeit (ungefähr 12 Monate) auch nicht mit einer wesentlichen Besserung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen, da nach einer solchen Operation erfahrungsgemäss nicht vor Ablauf von etwa 12 Monaten ein
belastungsstabiler knöcherner
Durchbau
eintrete. Im Hinblick auf die zusätz
lichen massiven degenerativen Veränderungen der HWS sei überwiegend wahr
scheinlich sowieso auf Dauer selbst für eine optimal angepasste Tätigkeit nicht mit einer mehr als maximal 50%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen.
5.
4
Der Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates
G._
und
Dr.
med. H._
, Fachärztin für Neurologie, von der
B._
stellten in ihrem Gutachten vom
2
7.
Februar 2021
(
Urk.
7/190
) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
8
):
-
Valgusgonarthrose
links mit vorderer Instabilität, muskulär kompensiert
-
beginnende mediale Gonarthrose rechts bei
anteromedialer
Instabilität nach medialer
Meniskektomie
vom 1
4.
Mai 2018
-
Lumbalgien mit vor allem anamnestisch ausstrahlenden Schmerzen in die Beine und guter Funktion
-
bei Rezidiv-Diskushernie L4/5
-
Status nach mikrochirurgischer
Rezessotomie
,
Sequestrotomie
und
Nukleotomie
L4/5 von links, Oktober 2017, mit damals schmerzhafter L5-Radikulopathie links
-
Revision mikrochirurgische Dekompression lumbal L4/5 links,
Rezesso
tomie
,
Sequestrotomie
und
Nukleotomie
L4/5, Februar 2020
-
klinisch neurologisch zurzeit keine Anhaltspunkte für eine
radikuläre
Reiz- beziehungsweise Ausfallssymptomatik
-
Zervikobrachialgien
rechtsbetont ohne wesentliche Funktions
einschränkungen bei
Foraminalstenosen
C6/7 beidseits
-
klinisch-neurologisch und ele
k
trophysiologisch keine Anhaltspunkte für eine
Radikulopathie
Dazu führten sie aus,
orthopädisch zeige sich seitens der Kniegelenke links eine
Valgusfehlstellung
von 10°, dies nach komplexer Verletzung aus dem Jahre 200
1.
Das radiologische Bild zeige bereits eine
Pangonarthrose
. Im Bereich des rechten Kniegelenks sei dem
Beschwerdeführer
bei einer degenerativen Menis
kusläsion und bereits beginnender medial betonter Gonarthrose der Innen
meniskus komplett entfernt worden. Bei der aktuellen klinischen Untersuchung habe sich eine nahezu freie Beweglichkeit, jedoch eine
anteromediale
Instabilität des Kniegelenkes dargestellt. Im Stand und Gang erscheine diese jedoch muskulär kompensiert. Hinweise auf eine Reizsymptomatik mit Erguss, Schwellung, Über
wärmung und Rötung lägen nicht vor. Seitens LWS stelle sich bei nahezu lot
gerechtem Aufbau der Wirbelsäule eine eingeschränkte Funktion für die Inklination der BWS und LWS dar. Die Narbe erscheine trocken und reizlos, die paravertebrale lumbale Muskulatur leicht
hyperton
und
druckdolent
. Neuro
logisch sei
en
eine sichere Nervenwurzelreizung durch das Manöver nach
Lasègue
und das umgekehrte Zeichen nach
Lasègue
nicht
provozierbar
. Die postoperativ
persistierende
Grosszehenheberschwäche
links könne bei der heutigen Unter
suchung nicht mehr nachgewiesen werden. Die Beinumfangsverminderung links resultiere aus der fortgeschrittenen Gonarthrose.
Im Mai 2020 sei erneut eine Diskushernie gefunden worden, nach zweimaliger Dekompression sei dem
Beschwerdeführer
eine Revisionsoperation empfohlen worden mit
Spondylodese
, welche bis jetzt nicht stattgefunden habe. Die seit Januar 2020 bestehende rechtsbetonte
Zervikobrachialgie
sei kernspintomo
graphisch abgeklärt worden, im Segment C6/7 werde eine degenerativ bedingte
neuroforaminale
Stenose mit radiologischer Kompression der Nervenwurzel C6 beidseits rechtsbetont beschrieben. Bei der aktuellen Untersuchung hätten sich die Funktionen nicht wesentlich eingeschränkt dargestellt, ebenfalls könne eine
radikuläre
Reizsymptomatik nicht provoziert werden. Die Messungen der Armumfänge hätten ebenfalls keine Seitendifferenzen aufgewiesen. Neurologisch ergäben sich aufgrund der heutigen Untersuchung keine eindeutigen Hinweise für eine
radikuläre
Reiz- beziehungsweise Ausfallssymptomatik, weder in den zervikalen noch
lumbosakralen
Segmenten. Jedoch anamnestisch müsse ein
deutig davon ausgegangen werden, dass der
Beschwerdeführer
an
radikulären
Symptomen
lumbosakral
gelitten habe (S.
7
).
Die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bauarbeiter sei
seit Mai 2017
aufgehoben. Eine leidensadaptierte Tätigkeit sei aufgrund der persistierenden Schmerzen um 20
%
eingeschränkt. Der
Beschwerdeführer
sei in der Lage, körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten bis maximal 10 kg durchzuführen. Tätigkeiten mit erhöhtem An
spruch an die Standsicherheit wie auf Leitern, Treppen und Gerüsten, Tätigkeiten unter extremen Temperaturschwankun
g
en wie Hitze, Kälte und Nässe
sowie
Tätigkeiten in Zwangshaltungen (über Kopf und Vorbeuge) seien zu vermeiden. Die Tätigkeiten sollten überwiegend im Sitzen erfolgen.
Die Arbeitsfähigkeit in einer angepasste
n
Tätigkeit sei drei bis vier Monate nach der Bandscheiben
operation vom 1
9.
Oktober 2017 ab Februar 2018 wiederhergestellt
gewesen
. Im April 2018 sei jedoch eine erneute Arbeitsunfähigkeit mit Nachweis einer komplexen Meniskusläsion eingetreten, die zu einer Meniskusoperation und Arthroskopie geführt habe. Am 1
4.
Mai 2018 sei die
Meniskektomie
erfolgt. Spätestens drei Wochen nach dieser Operation sei die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit wiederhergestellt gewesen (Anfang Juni 2018). Sie sei er
neut durch eine
Zervikobrachialgie
unterbrochen worden, die im Januar 2020 festgestellt worden sei und fortbestehe. Zusätzlich
habe die
Exazerbation der lumbalen Schmerzen
die
Operation vom 2
0.
Februar 2020 erforderlich gemacht. Der
Beschwerdeführer
sei anschliessend an diese Revision erneut drei bis vier
Monate arbeitsunfähig gewesen, bevor er Anfang Juli 2020 wieder arbeitsfähig gewesen sei (S. 9-10).
Seit mindestens Mai 2017 habe sich eine Veränderung des Gesundheitszustandes ergeben. Im April 2018 sei eine komplexe Meniskusläsion nachgewiesen worden, die zu einer Meniskusoperation und Arthroskopie geführt habe. Am 1
4.
Mai 2018 sei die
Meniskektomie
erfolgt. Eine
Zervikobrachialgie
, die im Januar 2020 fest
gestellt worden sei, bestehe fort. Zusätzlich
seien die
lumbalen Schmerzen
exazerbiert
,
was
die
Operation vom 2
0.
Februar 2020 erforderlich gemacht habe (S. 11).
6.
6.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer leistungsabweisenden Verfügung
vom
3.
Dezember 2021
insbesondere auf das orthopädisch-neurologische Gut
achten der
B._
vom 2
7.
Februar 2021
(E. 5.
4
hiervor
).
Die Gutachter gelangten darin zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit seit Mai 2017 nicht mehr arbeitsfähig ist. In einer den Beschwerden angepassten Tätigkeit
anerkannten
sie bis Ende Januar 2018, von April bis An
fang Juni 2018 und von Januar bis Anfang Juli 2020 eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit. Im Februar und März 2018, von Juni 2018 bis Dezember 2019 und ab Juli 2020 bestand
hingegen
ihrer Ansicht nach eine 80%ige Arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit
.
Bei ihrer Einschätzung setzten sich
die Gutachter
jedoch mit den eine durchgehend 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätig
keit attestierenden Berichten der behandelnden Hausärztin
Dr.
E._
(vgl. etwa E. 5.2 hiervor) und
des behandelnden Orthopäden Dr.
med. I._
, Facharzt Orthopädisch
e Chirurgie FMH (vgl. etwa Urk.
7/131/1-2,
Urk.
7/156,
Urk.
7/160
und
Urk.
7/175
) nicht auseinander
(vgl.
Urk.
7/190/40)
. Zudem äusserten sie sich insbesondere auch mit keinem Wort
zum Bericht von RAD-Arzt
Dr.
A._
, welcher nach eingehender Untersuchung des Beschwerdeführers
mindestens von Oktober 2017 bis Juni 2020 und für weitere 12 Monate auch in einer angepassten Tätigkeit von einer 100%ige
n
Arbeitsunfähigkeit ausging und auf Dauer
selbst für eine optimal angepasste Tätigkeit mit einer maximal 50%igen Arbeitsfähigkeit rechnete (E. 5.3 hiervor). Ohne Auseinandersetzung mit den
offensichtlich ihrer Auffassung
deutlich widersprechenden
fallrelevanten Vor
akten kann
aber
die
Arbeitsunfähigkeitseinschätzung der Gutachter nicht nach
vollzogen
und auf ihre Expertise nicht abgestellt werden.
6.2
Auch gestützt auf die Berichte der behandelnden Ärzte ist diesbezüglich keine abschliessend
e Beurteilung möglich, ist doch
i
n Bezug auf Berichte von Haus
ärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Hinzu kommt, dass die
Arbeits
unfähigkeitseinschätzungen
der behandelnden Ärzte nicht
durchgehend über
einstimmen mit der
Stellungnahme von RAD-Arzt
Dr.
A._
vom
4.
Juni 2020 (
E.
5.3 hiervor)
,
gestützt auf welche zwar von einer eingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen
wäre
,
jedoch
zumindest ab Juni 2020 nicht abschliessend
festgelegt
werden kann
, in welchem Umfang weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit besteht
. Nachdem
Dr.
A._
mit seiner versicherungsmedizinischen Beurteilung vom
7.
September 2020 seine vorherigen Einschätzungen zu relativieren schien (
Urk.
7/198/11),
kann aber
auch auf die letzteren (E. 5.1 und E. 5.3)
für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bis Ende Mai 2020
nicht abgestellt werden
.
6.
3
Aus
den Akten
ergeben sich
zudem
Hinweise auf psychische Beschwerden des Beschwerdeführers, welcher nach Angaben seiner Hausärztin an einer Depression leide
t
, psychisch völlig überfordert
ist
und bei Dr.
F._
in psychiatrischer Behandlung steht. Obwohl D
r.
E._
in ihrem Bericht
mehrfach
betonte
,
es sei
unbedingt
Dr.
F._
anzufragen (E. 5.2 hiervor), unterliess die
Beschwerde
gegnerin
diesbezügliche
Erhebungen
. Dies auch
,
nachdem die Gutachter der
B._
darauf hin
ge
wiesen
hatten
, dass der
Beschwerdeführer
bedrückt und resigniert, deprimiert und in sich gekehrt gewirkt ha
be
(
Urk.
7/190/9 und
Urk.
7/190/53).
V
or Erlass der angefochtenen Verfügung
wären in diesem Punkt
Abklärungen erforderlich gewesen.
Ob die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers
nicht nur aus somatischer, sondern auch aus psychiatrischer
Sicht ein
geschränkt ist,
ist
so nicht
beurteilbar
.
6.4
Nach dem Gesagten kann aufgrund der Akten nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit festgelegt werden, in welchem Umfang
der
Beschwerdeführer arbeitsunfähig ist beziehungsweise seit der
Neu
anmeldung vorübergehend war.
Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass für ein
en
allfälligen
Rentenanspruch entgegen der
offenbaren
Ansicht der Beschwerdegegnerin
(vgl.
Urk.
2
S. 3)
keine
zeitlebens
andauernde Gesundheitsschädigung ausgewiesen sein muss. Vielmehr
entsteht
grundsätzlich
bereits
bei eine
m
während und
nach Ablauf des Warte
jahres
und
von sechs Monaten nach
der Anmeldung
weiterhin bestehenden
Arbeitsunfähigkeits- beziehungsweise
Invaliditätsgrad von mindestens
40
%
von
Gesetzes wegen
ein Anspruch auf eine zumindest befristete (Teil
-
)Rente
(v
gl. Art.
28
Abs.
1 und Art. 29
Abs.
1 IVG)
. S
elbst wenn sich der Gesundheitszustand
in der Folge
bereits wenige Tage nach Beginn des Rentenanspruchs verbessern sollte
, kann
demnach
der
Anspruch auf eine (gegebenenfalls lediglich befristete) Rente
nicht einzig mit der Begründung
verneint werden, es liege keine an
dauernde Erwerbsunfähigkeit vor
.
6.5
D
er angefochtene Entscheid
ist
aufzuheben und die Sache an die Beschwerde
gegnerin zurückzuweisen, damit
sie die erforderlichen Abklärungen tätige
, eine neue Begutachtung durchführen lasse und anschliessend über die Leistungs
ansprüche de
s
Beschwerdeführer
s
erneut entscheide.
Das Einholen eines Gerichts
gutachtens rechtfertigt sich nicht (vgl. dazu E. 1.6 hiervor), nachdem
nicht nur auf das Gutachten der
B._
nicht abgestellt werden kann, sondern auch
die vorliegend notwendige
Abklärung
des psychischen Gesundheits
zustandes des Beschwerdeführers
bislang
vollständig
unterblieben
ist.
7.
7
.1
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise
auf Fr. 800.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der unterliegenden
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7
.2
De
m
Beschwerdeführer steht eine Prozessentschädigung zu
,
welche
vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Be
deutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitauf
wand und den Barauslagen festge
setzt wird (§ 34 Abs. 1 und 3
GSVGer
). Entsprechend ist ihm
eine solche von Fr. 1‘400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.