Decision ID: 92002f3e-4e46-474d-a85c-246eac7e04dc
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1956
geborene
X._
war zuletzt als Reinigungsmitarbeiterin und Küchenhilfe teilerwerbstätig gewesen (vgl. Urk. 8/13). Im Oktober 2008 mel
dete sie sich unter Hinweis auf
seit ungefähr zehn
Jahre
n
bestehende Na
cken- und Schulterschmerzen sowie psychische Probleme zum Bezug von Leis
tungen
der Invalidenversicherung an (Urk. 8/6). Die Sozialversicherungsanstalt des
Kan
t
ons Zürich, IV-Stelle, klärte die erwerblichen und medizinischen Ver
hältnisse
ab, holte insbesondere ein rheumatologisches Gutachten von Dr. med.
Y._
,
Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin (
vom 22. Juni 2009
, Urk. 8/25)
,
und ein psychiatrisches Gutachten von Dr. med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (vom 17. März 2010, Urk. 8/35)
,
ein
und liess einen
Haus
haltabklärungsbericht
(vom 31. Januar 2011, Urk. 8/38) erstellen. Gestützt darauf
wurde der Versic
herten mit Vorbescheid vom 4. November 2011
– ausgehend v
on einem Invaliditätsgrad von 11
% - die Abweisung des
Renten
begehrens
in
Aussicht gestellt (Urk. 8/43; sieh
e auch Feststellungsblatt vom 4. November 2011
[Urk. 8/40
]). Nach Kenntnisnahme der dagegen am 12. November 20
10 erhobe
nen Einwände beziehungsweise
der
Stellungnahmen
der
behandelnden
Hausärz
ti
n
Dr. med.
A._
, Fac
härztin für Innere M
edizin, vom
6
.
und 20. Dezember 2011
(
Urk. 8/49, 8/51
) verfügte die IV-Stelle am
3. Januar 2012
im angekündig
ten Sinne (Verneinun
g des Anspruchs auf eine Rente [
Urk. 8/54
=
2; siehe auch Feststellungsblatt
vom 3. Januar 2012
,
Urk. 8/
53
]).
2.
Dagegen liess
X._
, vertreten durch Rechtsanwältin Sigg
Bonazzi
,
Winterthur, am 1. Februar 2012 Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihr eine
Rente der Invalidenversicherung auszurichten, unter Kosten- und
Entschä
di
gungsfolgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin. In prozessualer Hinsicht liess die Beschwerdeführerin um Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels und um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und unentgeltlichen
Rechtsver
beiständung
durch Rechtsanwältin Lotti Sigg
Bonazzi
nachsuchen (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 15. März 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin Ab
weisung der Beschwerde (Urk. 7
). Mit Verfügung vom 1. Juni 2012 setzte das Ge
richt der Beschwerdeführerin Frist an, um ihre finanzielle Situation und die
jeni
ge
ihres Ehemannes vollständig darzustellen (Urk. 12). Mit Zuschrift vom 26. Juni 2012
(Urk. 14) liess die Beschwerdeführerin
ihr Armenrechtsgesuch substantiie
ren.
In Bewilligung des Gesuchs vom 1
.
Februar 2012 wurde der Be
schwerde
führerin Rechtsanwältin Sigg
Bonazzi
als unentgeltliche
Rechtsvertre
terin
für das vorliegende Verfahren bestellt, und es wurde ihr die unentgeltliche
Prozess
führung
gewährt (Urk. 16
)
.
Replicando
hielt die Beschwerdeführerin an ihren An
trägen fest (Urk. 21), während die Beschwerdegegnerin auf eine Duplik verzich
tete (Urk. 24). Schliessli
ch reichte Rechtsanwältin
Sigg
Bonazzi
mit Zu
schrift vom 30. Mai 2013
(Urk. 26)
ihre Aufwandzusammenstellung
vom 21. Mai 2013
ein (Urk. 27).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit er
fo
r
derlich, in den Erwägungen ein
gegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung [IVG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
ein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt
zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2
ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hin
weisen).
1.2.2
Zur Annahme der Invalidität nach Art. 8 ATSG ist - auch bei psychischen Erkrankungen - in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psycho
sozi
ale
und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zu
kunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vor
dergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
han
den sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Be
einträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren
herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befun
de
zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder
einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der sozio
kul
turellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne ver
selbst
ständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Be
funde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre
hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidi
sie
render psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
1.3
1.3.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG)
sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem
In
validitätsgrad
von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente,
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28
Abs.
1 IVG).
1
.3.2
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch an
lässlich einer Rentenrevision (Art. 17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des Art. 28a
Abs.
3 IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 28
Abs.
3
ter
IVG)
in Verbindung mit Art. 16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwend
baren Invaliditätsbemessungsmethode. Ob eine versicherte Person als ganztägig
oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist
was je zur
Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (
Einkom
mens
vergleich
, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt -, ergibt sich - auch nach In-Kraft-Treten des ATSG (vgl. SVR 2005 IV Nr. 21 S. 83 E. 4.2 mit Hin
weis [I 249/04]) - aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unverän
der
ten
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Das Kri
terium der Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit bezieht sich nicht auf den
Ge
sundheits
-, sondern auf den Invaliditätsfall. Entscheidend ist nicht, wel
ches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zuge
mutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne
Ge
sundheitsschaden
, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre
(Art. 27
bis
IVV; BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53 und E. 5.2 S. 54; SVR 2006 IV Nr. 42
S.
151, E.
5.1.2, I 156/04; vgl. auch BGE 125
V
146 E.
5c/
bb
S.
157). Die ge
mischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Be
mess
ung des Invaliditätsgrades. Sie findet auch Anwendung, wenn der versi
cherten
Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Er
werbstätig
keit
zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (BGE 133 V 504
E.
3.3 in
fine
; vgl. auch BGE 133 V 477 E.
6.3 S.
486). Bei im Haushalt tä
tigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, fa
miliären, sozialen und
erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige
Erzie
hungs
- und
Betreuungs
auf
gaben
gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Aus
bildung sowie die persönlichen Neigungen und Bega
bungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwi
ckelt haben. Dabei sind die kon
kre
te Situation und die Vorbringen der versi
cherten Person nach Massgabe der all
gemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbstätigkeit ist der im Sozialver
sicherungsrecht übliche Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit er
for
derlich (BGE 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b, je mit Hinweisen, Urteil des
Bun
desgerichts I 266/05 vom 11. April 2006 E. 4.2, vgl. auch BGE 133 V 504 E.
3.3).
1.3.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die In
validität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Auf
gaben
bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2
ter
IVG) festgelegt. In diesem Fall sind der
An
teil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufga
benbereich fest
zulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Berei
chen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der
In
validitäts
be
messung
). Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zu
nächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgaben
bereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt
.
Im Rahmen der ge
mischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im
Erwerbs
bereich
ein Ein
kommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vor
genommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Berei
chen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E.
3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
Beim Einkommensvergleich wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Per
son nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut
bare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invali
den
ein
kommen
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Ein
komm
ens
vergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
;
BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen; zum sogenannten
Prozentver
gleich
, bei welchem sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (vgl. BGE 114 V 310 E. 3a).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werb
lichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
mentlich weil
die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder je
den
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so
können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für
Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturer
hebun
gen
(LSE) heran
ge
zogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1)
. Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisier
ten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hin
weis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist.
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
ze
n.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit
verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Ar
bei
ten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durch
schnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu
einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem
Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merk
male der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Na
tionalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch,
sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass
die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre ge
sundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimm
ung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf
das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall ge
samthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass all
fällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverant
wort
liche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwer
defall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die ver
sicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie
stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des
strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen ein
ander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen,
ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986
S.
188 E.
2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist
im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen
beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem
Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psy
chischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Dar
legung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schluss
folgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
perte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E.
1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S.
30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten, 3. Aufl. 1994, S.
24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
hielt in der
angefochtenen Verfügung dafür
, dass die
seit Sommer 2008
in ihrer Arbeits
- beziehungsweise Leistungsfähigkeit
einge
schränkt
e
Beschwerdeführerin
ohne Gesundheitsschaden mutmasslich mit einem Beschäftigungsgrad von 30 % einer Erwerbstätigkeit nachgehen und im verblei
benden Umfang von 70 % den Haushalt besorgen würde. Folglich bemass sie den Invaliditätsgrad anhand der gemischten Methode und schloss im
Haushalt basierend auf einer Einschränkung von 15 % auf einen Teilinvaliditätsgrad von 10.5 %. Im Erwerbsbereich ermittelte sie ausgehend von einer
Restarbeitsfähig
keit
von 70 % einen Teilinvaliditätsgrad von 0 %, wobei sie die beiden
Ver
gleichs
einkommen
gestützt auf unterschiedliche Tabellenlöhne der
vom Bun
des
amt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE 2008 Tabelle TA1 S. 26) festlegte und beim Invalideneinkommen einen Abzug von 10 % gewährte. Hieraus resultierte ein nicht rentenbegründender
In
vali
di
tätsgrad
von 11 % (Urk. 2).
2.2
Dagegen bringt
die Beschwerdeführerin im Wesentlichen
vor
,
ihr Gesund
heits
zustand habe sich in den letzten Jahren verschlechtert
und d
as psychiatri
sche
Gut
achten von Dr.
Z._
sei mangelhaft, weshalb nicht auf dieses abge
stellt werden
könne. Zudem würde sie
ohne Gesundheitsschaden einer
vollzeitli
chen
Er
werbs
tätigkeit nachgehen, sodass der Invaliditätsgrad nicht anhand der ge
misch
ten Methode, sondern mittels eines Einkommensvergleichs festzusetzen sei.
Dabei müsse zur Bemessung der beiden Vergleichseinkommen auf densel
ben Tabellenlohn abgestellt und
auf dem Invalideneinkommen
ein
behinde
rungs
be
dingter
(Maximal-)Abzug von 25 % gewährt
werden. Dadurch ergebe sich ein rentenbegründender Invaliditätsgrad
(Urk. 1 und 21).
3.
3.1
In rheumatologischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin bei ihrer An
nahme, dass der Beschwerdeführerin
bezogen auf den Erwerbsbereich
eine
behin
de
rungsangepasste
Tätigkeit zu 7
0 % zumutb
ar sei, auf das
(
rheumatolo
gische
)
Gutachten von Dr.
Y._
vom
22.
Juni 2009
(Urk. 8/25; samt
Gut
achten
nach
trag
vom
3. September 2009 [Urk. 8/30
]
).
In der auf medizinischen
Vorakten
–
darunter die Berichte von Dr.
med.
B._
, Facha
rzt
für Allgemeine Medizin (Bericht
vom 30. Dez
ember 2008,
Urk.
8/16
)
und von Dr.
A._
(Bericht
vom
5. Januar 2009,
Urk. 8/17)
–
so
wie
eigener
Untersuchung vom
18. Mai 2009
beruhenden Expertise
wurden
fol
gen
de
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
ge
stellt
(
S. 10 Ziff.
5.1):
Periarthropathia
humeroscapu
laris
bds
. rechtsbetont (ICD-10
M75.8) bei/mit:
radiologisch PHS
calcarea
links
k
linisch AC-Symptomatik
Panvertebralsyndrom
(ICD-10
M54.0) bei/mit
z
ervik
ospondylogenen
Beschwerden bei s
egmentalen Dysfunktionen der un
teren HWS
Th
orakovertebralsymptomatik
bei Wirbelsäulenfehlhaltung bzw. -
fehl
form
mit
Kyphoskoliose
der BWS, V.a.
thor
akolumbale
Segmen
tationsstörung
l
eichter
lumbospondylogener
Symptomatik
bds
.
m
uskulären
Dysbalancen
F
ingerpolyarthrosen
bds
. (ICD-10
M15.1, M15.2)
Periarthropathia
coxae
bds
.
(ICD-10
M24.8)
bei
beginnender
Coxarthrose
Peria
rthropathia
genu
rechts (ICD-10
M22.22) bei
k
linisch
Femoropatellarsymptomatik
V.a. Symptomausweitung/
Generalisationstendenz
bei psychosozialer
Prob
lem
kons
tellation
Als
Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
wurden gen
annt
(S.
10
Ziff.
5.2):
Diabetes mellitus Typ II
anamnestisch depressive Entwicklung bei psychosozialer Problematik
l
eichter Spreizfuss mit
Hallux
valgus
bds
.
m
it Einlagen versorgt
s
ubjektiv ausgeprägte Beschwerden bei geringem klinischem Korrelat
a
namnestisch mögliches
Restless
legs
syndrome
, DD
Erythromelalgie
bei D.
m.
In seiner Beurteilung hielt
D
r.
Y._
a
us
arbeitsmedizinischer Sicht
fest, es bestehe
eine leicht vermind
erte Belastbarkeit des Achsenor
gan
s
.
Einschränkun
gen bestünden
insbesondere
für schweres
Heben und Tragen von Last
en sowie
für Arbeiten in wirbel
sä
ulenbelastenden Zwangspositionen.
Ungünstig seien
auch
Arbei
ten im Überkopfbereich mit
achsenfern gewichtsbelastet eingesetzten Ar
men.
Die bilaterale
n Fingerpolyarthrosen
würden
eine Verminderung der Be
last
barkeit der Hände für kräftig manuell zupackende Arbeiten
bewirken
,
eben
so f
ür feinmotor
isch fordernde Arbeiten
wie Montagetätigkeiten,
Nä
har
beiten
oder schwere Reinigungstätigkeiten
. Die
leichtgradige
Per
iarthropathie
der Hüften
bei be
ginnender
Coxarthrose
nebst einer klinisch leichten
Fe
muro
patellar
symp
to
matik
beeinträchtige längerdauerndes Stehen und Gehen
, na
mentlich in un
e
be
nem Gelände oder auf Treppen.
Vor dem Hintergrund einer schw
ierigen psy
cho
so
zialen Anamnese
(Migrationsproblematik,
ana
lphabetische
Patientin
)
wür
den
zahlreiche Inkonsisten
zen
i
m Sinne einer
Symptomauswei
tung
bestehen, aber
keine
bewusstsein
snahe Aggravation
.
Eine
behinderungs
angepasste
,
kör
per
lich leich
t belastende Tätigkeit erscheine
aus rein rheumato
logischer Sicht
zumin
dest in einem
Pensum
von 70 %
zumutbar.
3.2
Im psychiatrischen Gutachten von Dr.
Z._
vom 17.
März 2010 (
Urk. 8/35
), auf welches sich die Beschwerdegegnerin in psychischer Hinsicht stützte, wurde eine Anpassungsstörung gemäss ICD-10 F43.28 diagnostiziert
. Dabei wurde eine
Verstärkung der somatischen Arbeitsunfähigkeit
durch psychische Beschwerden
angesichts des geringen Ausprägungsgrades
verneint (S. 12).
Dr.
Z._
führte aus
,
die Versicherte sei in Begleitung ihrer Tochter, welche ihre Übersetzungsdi
enste angeboten habe
, erschienen
.
D
ie
Beschwerdeführerin
stehe
nicht
in
psychiatrisch
er
Behandlung und nehme
keine
Psychopharmaka ein.
Vor
acht oder zehn
Jahren sei
sie
kurz
e Zeit
von
einem
t
ürkisch
sprechenden Psy
ch
ia
ter
ambulant
behandelt worden
.
Die Beschwerde
führerin
sei zuletzt bis Ende 2009
als Köchin für die Mitarbeiter einer Fleischfabrik tätig gewesen, wel
che An
stell
ung
arbeitgeberseits
aus betrieblichen Gründen gekündigt worden
sei.
Nun sei
sie
auf Stellensuche
(S. 6
)
.
Sodann stelle Dr.
Z._
fest (S. 6 am Ende),
dass
d
ie
Beschwerdeführerin
bei kla
rem
Bewusstsein
und
zeitlich, örtl
ich, situativ und autopsychisch
orientie
rt
gewesen sei
. A
uch
ihre G
edächtnisleistung habe
intakt
gewirkt
.
Zwar
habe
die Tochter
der Beschwerdeführerin
angegeben
,
ihre Mutter
stelle
ihr häufig mehr
mals in kurzen
Zeita
bständen dieselben Fragen,
sei wenig
er geordnet als früher
und verstehe
einfache
Fernsehserien nic
ht mehr
.
B
ei der
psychiatrischen
Unter
suchung
habe die Beschwerdeführerin
jedoch
präsent, situationsadäquat und auf
merksam gewirkt.
Der Denkprozess
sei
geordnet und
auf das Praktische hin orientiert
gewesen
.
Die
Intelligenz
der Beschwerdeführe
rin
sei
kursorisch als durch
schnittlich
zu beurteilen
.
D
ie Grun
d
stimmung sei
erstaunlich ausgeglichen
bis heiter
gewesen
(S. 7)
.
Die a
ffektive Ansprechbarkeit und
der emotionale
Aus
druck
hätten
-
bei Be
obachtung des Gespräches
zwischen
der
Versichert
en und
ihrer Tochter
-
rollen
entsprechend
zurückhaltend, aber sonst situationsbezogen
adäquat moduliert
gewirkt
.
Der Gesichtsausdruck
der Beschwerdeführerin
sei
trotz
schlechten Er
lebnis
sen
meistens heiter
gewesen
, mit einer schmunzelnd-ge
mütlichen Note, in gewissem Sinne abgeklärt
und
gänzlich ohne depressiven Beiklang. Beim Fo
kuss
ieren auf die eheliche Problematik
sei
Betro
ffenheit auf
gekommen;
bei der Beschwerdeführerin
würden
aber in Bezug auf den nun
in
C._
_
mit einer Freundin lebenden Ehemann
noch
positive Gefühl
e be
stehen
. Die Mimik sei
le
bendig
,
in k
einer Art depressiv eingefroren und die Sitz
haltung
entspannt
und
ohne
averbale
Schmerzb
ezeugung
gewesen
. Psychomo
torisch hätten
unauffäl
lige Verhältnisse vor
gelegen;
der Antrieb
sei
rollenkon
form
et
was
vermindert zur Darstellung
gelangt
, dieser sei
aber
noch
als
in der Norm
liegend
zu beu
r
teilen.
Die Versicherte habe
zuvor
wiederholt
Suizidg
e
danken
gehabt
;
von sol
chen
könne sie jetzt
Abstand nehmen.
Zur
„
Krankheits
ent
wick
lung
“
erklärte Dr.
Z._
(S. 10), die Beschwerdeführerin
sei gemäss eigener
Schil
derung
bi
s 2004
(
als die
Tochter aus dem Haushalt der Beschwerdeführerin auszog)
– von d
er
emotionale
n
Ambivalenz in Bezug auf ihren Ehemann
abge
sehen -
be
schwerdefrei
ge
wesen. Die Tochter der Beschwerdeführer
in
habe dies bestätigt.
In Bezug auf
die
geschilderten
aktuellen Beschwerden
hielt Dr.
Z._
fest (S.
11)
,
die Versi
cherte
leide
unter
Angstzustände
n (etwa
in geschlossenen Räum
e
n
)
,
sei
soz
ial isoliert (sie
gehe
nur noch selten aus)
,
habe
Schmerzen in der rechten Hand
und i
m rechten Arm
, Fussschmerzen beidseits, Nackenschmerzen,
schmerzbe
dingt
e
Schlafstör
ungen
, Konzentrationsstörung
en (seit zehn
Jahren verstehe sie
Fern
sehserien nicht mehr),
sei müde, kraftlos, verg
esslich sowie schlecht gelaunt
(
insbesondere
wenn sie an ihren Ehemann denke
)
.
Insgesamt sei die Stimmung aber seit
dem
Wegzug
ihres Ehemannes
deutlich besser
.
D
ie geklagten
Schmer
zen
sei
en
auf
fallend
präzise lokalisiert
und
nich
t genera
lisierend beschrieben wo
rden
(S. 11 Mitte
)
.
In seiner
Beurteilung
hielt Dr.
Z._
fest, die Anpassungsstö
rung
(
bei
vorbeste
hend
vermutli
ch recht abhängig ausgerichteter
Persönlichkeitsstruktur
)
gehe al
ler Wahrscheinlichkeit nach auf das Jahr 2004 zurück, als
die Tochter, welche
zuhause viel
Verantwor
tung übernommen zu haben scheine, aus
ge
zog
en sei
.
Die
Störung äussere sich
in einer sehr
geringgradig
ausgeprägten depressiven Symp
tomatik (sozialer Rückzug, leichte Verwahrlosungstendenz)
und
in einer
ausge
prägteren
neurasthenischen Komponente (Müdigkeit, Kraftlosigkeit,
Kon
zentra
tionsstörungen
). Eine
somatoforme
Stör
ung scheine hier aber zu fehlen;
die angegebenen Schmerzen seien mit konkreten somatischen Störungen
korre
lier
bar
und würden keiner emotional bed
ingten Verstärkung unterliegen.
Die
psy
chi
sche
Störung
sei von
sehr
geri
ngem Ausprägungsgrad, weshalb
d
amit
keine Ver
stärkung
der
somatisch
en
Arbeitsunfähigkeit begründet
werden könne.
Die
von der Tochter erwähnten
kog
nitiven Abbauerscheinungen seien
für die der Ver
sicherten offen stehenden beruflichen Tätigk
eiten
nicht
relevant.
Wün
sch
ens
wert sei
eine möglichst baldig
e teilzeitliche
Wi
ederbeschäftigung.
4
.
4
.1
I
n rheumatologischer Hinsicht
erscheint
die Annahme einer 70%igen Arbeitsfä
h
ig
keit
in einer angepassten
erwerblichen
Tätigkeit
im
(rheumatologischen)
G
ut
acht
en von Dr.
Y._
als plausibel. Die entsprechende
Expertise
wurde
in Kenntnis der medizi
nischen (Vor-)Akten erstattet
und
berücksichtigt
ausge
dehnte kl
inische Befunde
rhebungen
und
Röntgenbefunde
des Beckens
,
der
Len
denwirbelsäule
,
der Halswirbelsäule und der Brustwirbelsäule,
der Hände und beider Schul
tern
(vgl. Urk.
8/25/8-9)
.
4
.2
Zwischen den Parteien ist
insbesondere
das Bestehen einer
höhere
n
psychisch be
dingte
n
A
rbeits
un
fähigkeit
umstritten
.
Diesbezüglich erscheint
das psychiat
rische Gutachten
von Dr.
Z._
, welches
auf sorgfältigen
psy
chiatrischen
Anam
nese- und Befunderhebung
en
beruht und
nachvollziehbar
begründet
ist,
als schlüssig
.
D
afür, dass die für eine Beurteilung der psychischen Situation not
wen
dige Untersuchung durch
Dr.
Z._
nicht unter Ge
währleistung einer adä
quaten
sprachlichen Verständigung vorgenommen worden wäre,
liegen
–
entge
ge
n der Beschwerdeführerin
(Urk. 21 S. 3 f.)
-
keine
Anhaltspunkte vor
.
V
or
liegend
drängt
e
sich
d
er
Beizug
eines ausgebildeten Übersetzers
nicht auf;
die Tochter der Be
schwerdeführerin erschien
als
hinreichend
geeignet
e Übersetzerin
und
ermö
glichte
de
m Gutachter
im Übrigen
d
ie Berücksichtigung
fremdanam
nestischer
Angaben.
Wohl wies
Dr.
Z._
– wie beschwerdeweise ausgeführt – im Psychostatus auf eine gleich zu Beginn deutlich in Erscheinung getretene
Passiv-aktiv-Polarisierung zwischen
der
Mutter und
der wesentlich gepflegter
wir
kenden
Tochter
hin
und darauf, dass eine
Interaktion
des Gutachters
mit der Beschwerdeführerin
bis auf ge
legentliche kurze Blickkontakte
kaum zustande ge
kommen
sei
(Urk. 8/35 S. 6). Entscheidend ist jedoch, dass solche Beobach
tungen und deren Bedeutung
vom Gutachter
transparent gemacht werden und
die Expertise in
haltlich vollständ
ig und im Ergebnis schlüssig ist, was vor
lie
gend
zutrifft.
4.3
Was
sodann
die
in der
Stellungnahmen der behandelnden Hausärztin Dr.
A._
vom 20.
Dezember 2011 (
Urk.
8/51
i.V.m
.
8/50
)
beschriebenen Be
funde angeht,
ergibt sich, dass diese kaum von den
früheren Feststellungen ab
weichen
(vgl.
Bericht vom 5. Januar 2009, Urk. 8/17),
welche beide
Guta
chter
berücksichtigt
hatten
(vgl.
Urk. 8/
25/3
, 8/35/4
).
I
n Bezug auf die
von
Dr.
A._
angegebene
(physische oder psychische)
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
von
50 %
in
bisheriger beziehungsweise angepasster Tätigkeit (
vgl.
Urk. 8/51
Ziff.
3)
ist so
dann
zu bemerken, dass
Dr.
A._
nicht nur
persönlich gegen den Ren
ten
(vor-)be
scheid Stellung nahm und damit das vorliegende
Beschwer
deverfah
ren
auslöste, sondern
auch
invalidenversicherungsrechtlich auszuklammernde
(vgl.
E.
1.2.2
hievor
)
psy
chosoziale Faktoren berücksichtigte (
vgl. „
psychosoziale Über
lastung
“
bezie
hungsweise
„
Vereinsamung
“
in U
rk. 8/17/6
Ziff.
1.1 und
1.4 sowie
in
Urk. 8/51 Ziff.
1).
Ausserdem darf und soll hinsichtlich
der
Aussagen
von
Dr.
A._
dem Umstand Rechnung getragen werden
, dass Hausärzte
mit
unter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung erfahrungs
gemäss im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen
(vgl.
BGE 125 V
353
E.
3b/cc).
Dem
z
ufolge vermag die
hausärztliche
Stellungnahme
vom
20. Dezember 2011
die
von der Beschwerdegegnerin
eingeholten
Gutachten nicht
in Frage zu stellen;
der medizinische Sachverh
alt
ist
für die vorliegend zu be
ant
wortenden Fragen
als erstellt zu betrachten
.
Entgegen dem Vorbringen
der Be
schwerdeführerin (vgl.
Urk. 21 S. 4
) sind von ergänzenden medizinischen Ab
klä
rungen keine
ent
scheidwesentlichen
neuen Erkenntnisse zu erwarten, wes
halb
darauf zu ver
zichten ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 94 E. 4b; 122 V 162 E. 1d).
Nach dem Gesagten
i
st
von einer Arbeits
fähigkeit von 7
0 % in angepasster Tä
tigkeit auszugehen. Zu prüfen bleibt im Folgenden d
ie erwerbliche Seite
,
wobei sich vorab die Frage stellt, ob und in welchem Umfang die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden einer ausserhäuslichen Tätigkeit
nachgegangen wäre (Statusfrage)
.
5.
5.1
Diesbezüglich
stellte die Beschwerdegegnerin auf die Angaben der Beschwerde
führerin gegenüber der Abklärungsperson
laut
Haushaltabklärungs
bericht
vo
m 31. Januar
2011 (
Urk. 8/38)
ab
.
Sie qualifizierte die Beschwerde
führerin als im
Gesundheitsfall
Teilerwerbstätige und gewichtete die Bereiche
Erwerb und Haus
halt mit 30 % beziehungsweise 70 %
(
Urk. 2).
Dagegen macht die Beschwerde
führerin im Beschwerdeverfahren
geltend, sie sei als Voller
werbstätige zu quali
fizieren
(
vgl. Urk. 21 S. 4 ff.)
.
5.2
Entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung ist vorliegen
d wenig
wahrscheinlich, dass
sie
im
Beurteilungszeitpunkt
als Gesunde
eine volle
Erwerbstätigkeit ausgeübt hätte. So war sie
vor
ihrer
Anmeldung bei der Invali
den
versicherung
in
Arbeitspensen
bis
zu
30 %
erwerbs
tätig
(vgl.
A
nmeldung
zum Bezug von Leist
ungen der Invalidenversicherung
[
Urk. 8/6/6 Ziff.
5.5
]
und IK-Auszug vom 31. Oktober 2008 [Urk. 8/12]
)
und hat
ihr
Erwe
rbspensum
auch
nach
Auszug
von drei
von fünf
Familienmitgliedern aus dem gemeinsamen H
aus
halt
(
Aus
- beziehungsweise
Wegzug
des
Ehemanne
s
am 15. April 2001
[Urk.
15/8
, 14 S.
3]
,
später
Auszug
des
1973
geborenen
Sohn
es
[Urk. 8/38/2]
und
Auszug der Tochter im Jahr 2004
)
nicht erhöht.
Rechtsgenügliche
Hinweise dafür
, dass die Beschwerdeführer
in
mit d
er Verkleinerung
des
H
aushalts
(
Z
wei
personenhaushalt
mit d
em 1982 geborenen Sohn)
eine Erhöhung des
Er
werbs
pen
sums
angestrebt hätte, bestehen damit nicht.
Soweit die Beschwerdef
ührerin
geltend macht, gesundheitliche Gründen hätten eine frühere höhere Erwerbsarbeit (von über 30 %) verunmöglicht, vermag die
s
ebenfalls nicht zu übe
rzeugen, nachdem
d
ie
Beschwerdeführerin
die
von den be
handelnden Ärzten attestierte höhere Arbeitsfähigkeit von 50 % (in bisher
iger und angepasster) Tätigkeit – eine entsprechende
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
bestand
ge
mäss
dem Bericht von
Dr. med.
B._
vom 30. Dez
ember 2008 (Urk. 8/16/3)
seit (spätestens) 2004 beziehungsweise
gemäss
dem Bericht
von Dr.
A._
vom
5. Januar 2009 (Urk. 8/17)
seit Februar 2002
- nicht verwer
tet
hat
.
Wenn
die Beschwerdeführerin
ferner
als Argument
für eine höhere Erwe
rbs
tätigkeit
auf die
Unterstützung durch die Sozialhilfe hinweist
,
vermag dies die vor
genommene Qualifikation
ebenfalls
nicht nachhaltig zu erschüttern,
nach
dem
der
Abklärungsbe
richt
in Kenntnis der finanziellen Situation
der Beschwer
de
führerin
erstellt wurde
und aus der wirtschaftlichen Notwendigkeit für sich alleine nicht auf ein
vollzeitliches Er
werb
s
pensum
geschlossen
werden
kann;
ist doch bei der Beant
wortung der Statusfrage nicht die Erforderlichkeit der Er
werbs
tätigkeit, sondern die mutm
assliche Verhaltensweise der Be
schwerde
füh
rerin im Gesundheitsfall ausschlaggebend, wofür die finanzielle Situation lediglich ein Aspekt neben an
deren dars
tellt (vgl. Urteil des Bundesge
richts
9C_335/2012 vom 17. Juli 2012 E. 3.4.2)
.
Zudem kommt nach der Beweisregel
der
„Aussage der ersten Stunde“
späteren abweichenden Angaben der Ver
si
cher
ten im Beschwerdeverfahren nach
Beizug
anwaltlicher Vertret
ung nur ge
ring
es Gewicht zu
(vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2011 vom 15. Mai
2012
E. 4.2)
, weshalb die auf den Haushaltabklärungsbericht gestützte Annah
me eines
30%igen Er
werbspensums im Gesundheitsfall
(zum Beweiswert eines
Haus
halt
abklärungsberichts
bezüglich des mutmasslichen Umfangs der erwerb
lichen
Tätig
keit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgaben
bereich im
Gesundheitsfall vgl. Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2)
nicht zu beanstanden
ist
.
Doch selbst
wenn die Beschwerdeführerin
als voller
werbstätige P
erson qualifiziert würde, resultierte
kein
rent
enbegrün
den
der
Inva
liditätsgrad
.
6.
6.1
H
insichtlich der Bemessung der
Arbeits
(
un
)
fähigke
it
im Haushalt ist
insbeson
de
re
die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Recht
spre
chung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem
Leistungsan
sprecher
im Rah
men der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein ver
nünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Ent
schädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versi
cherten be
deutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswir
kungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der
Haus
haltarbeiten
ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledi
gen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Um
fang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Die im Rah
men der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen geht daher weiter als die ohne
Gesundheitsschädi
gung
üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Die Tatsache, dass sich die der Recht
sprechung zugrunde liegenden, in Art. 159 Abs. 2 und 3 des Zivilgesetz
buches
(ZGB) zwischen den Ehegatten und in Art. 272 ZGB zwischen Eltern und Kindern
statuierten Beistandspflichten nicht unmittelbar durchsetzen lassen (d.h. weder klagbar noch vollstreckbar sind), sondern nur freiwillig erfüllt wer
den können (
Honsell
/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, 3. Aufl., Basel 2006, N. 9 zu Art. 272 ZGB;
Bräm
/
Hasenböhler
, Zürcher Kommentar, 3. Aufl., Zürich 1998, N
. 168 zu Art. 159 ZGB), vermag an der
Schadenminderungs
pflicht
der im Haus
halt beschäftigten Versicherten nichts zu ändern. Denn wie auch im
Erwerbs
bereich
darauf abzustellen ist, ob die verbleibende Erwerbsfä
higkeit auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich verwertbar ist, unabhängig davon, ob eine solche Anstellung rechtlich durchsetzbar ist, ist auch in Bezug auf den Haushaltbereich davon auszugehen, was in der sozialen Realität üblich und zu
mutbar ist, unabhängig davon, ob eine Mithilfe rechtlich durchsetzbar ist (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesge
richts 8C_729/2009 vom 30. November 2009 E. 4.1-3).
6.2
Vor diesem Hintergrund
ist der
vorliegende beweiskräftige (vgl. in BGE 134 V 9 nicht publizierte E. 5.2.1 des Urteils I 246/05 vom 30. Oktober 2007)
Haus
halt
abklärungsbericht
,
gemäss welchem im
Z
weipersonenh
aushalt der Beschwer
de
führerin und ihres 1982
geborenen
, zur Mithilfe fähigen
Sohnes
– unter Be
rücksichtigung der Schadenminderungspflicht – eine durchsc
hnittliche Ein
schrän
kung von 15 % besteht (9
% [Ernährung] + 6 % [Wohnungspfle
ge])
, ebenfalls nicht zu
beanstanden
(zur
Einschätzung
von Gutachter Dr.
Y._
,
wo
nach die Beschwerdeführerin im
Haushaltbereich
nicht eingeschränkt sei
, vgl.
Urk. 8/
25/12
Ziff.
6.2)
.
7
.
Was den
Einkommensvergleich
(E. 1.3.3
hievor
)
angeht, stellte die
Beschwerde
geg
nerin
bei der Ermittlung des Validen- und Invalideneinkommens auf die
Ta
bellenlöhn
e
der LSE ab, was dem Grundsatz
nach unbestritten geblie
ben (vgl. Urk. 1 S. 6 Ziff. 6) und
mangels
anderweitiger
verlässlicher Angaben
gerecht
fertigt ist.
Dabei
würde
das Ausmass der
Erwerbstätigkeit der Beschwerde
füh
rerin im Gesundheitsfall 30 % betragen (
E. 5.2
hievor
). Demgegenüber beträgt die
auf
grund des festgestellten
Gesundheitsschadens
verbliebene zumutbare Arbeits
fä
higkeit
70
% bezogen auf ein Vollzeitpensum
. Daraus resultiert
für den er
werb
lichen Bereich
– selbst unter Berücksi
chtigung eines
vorl
iegend nicht ge
recht
fertigten
(vgl. dazu nachstehende E. 9)
-
maxi
malen leidensbedingten Ab
zugs
von 25 %
eine Einschränkung von
0
%.
8.
Damit
ergibt sich aufgrund der anwendbaren gemischten Methode mit der Ge
wichtung der Bereiche
Erwerbstätigkeit mit 30 % und
Haushalt mit 70 % ein
In
v
a
liditätsgrad
von
11
% (
0
% [30
% x
0
%] + 10,
5
% [70 % x
15
%]),
bei
welchem
kein Rentenanspruch besteht.
9.
Selbst wenn - entsprechend dem Vorbringen der Beschwerdeführerin - von ei
ner
Vollerwerbstätigkeit im Gesundheitsfall auszugehen wäre, würde kein
ren
ten
begründender
Invaliditätsgrad resultieren. Denn der
von der
Beschwerdegeg
nerin
zugestandene b
ehinderungsbedingte Abzug von 10
%
ist
jedenfalls
nicht zu tief ausgefallen
. D
ie leidensbedingten Einschränkungen
wurden
weitgehend schon bei der Festlegung der Arbeit
sfähigkeit berücksichtigt.
Die nicht Deutsch
sprechende Beschwerdeführerin ist seit vielen Jahren in der Schweiz erwerbs
tätig
.
Das Merkmal Alter (Jahrgang 1956
) spiel
t beim Anforderungsniveau 4 eine
ge
ringe Rolle
(ebenso wie dasjenige der
Dienstjahre,
vgl. Urteil des Bundesgerichts I 654/05 vom 22. November 2006 E. 10.2.1 f.).
Sodann wirkt sich e
ine Teilzeit
beschäftigung bei Frauen im Ver
gleich zu einer Vollzeitbeschäfti
gung
sogar
lohnerhöhend aus
(vgl. für Viele etwa Urteil
e
des Bundesgerichts I 575/00 vom
9. Mai 2001 E. 3b am Ende und
8C_241/2011 vom 21. November 2011 E. 3.2 mit
Hin
weis).
Damit wäre
der
In
validitätsgrad
bei einem zumut
baren
Leistungs
pen
sum
von 7
0 % auf
37
% zu veranschlagen (100
% - 70 % x
90
%), was für die Bejahung
eines
Rentenan
spruch
s
ebenfalls
nicht genügt
.
Demzufolge erweist sich die angefochtene Verfüg
ung als rechtens, was zur Ab
wei
sung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
10
.
Die in Anwendung von Art. 69 Abs. 1
bis
IVG auszufällende Gerichtskostenpau
schale ist auf Fr. 8
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerde
füh
rer
i
n aufzuerlegen, zufolge der mit Gerichtsverfügung vom 9. Juli 2012 (Urk. 16) gewährten
unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die
Gerichts
kasse zu nehmen. Im Weiteren
ist die
mit genannter Gerichts
verfügung zur
un
entgeltlichen Rechtsvertreter
in
der Beschwerdeführerin bestellte
Rechts
anwältin L
otti Sigg
Bonazzi
für die mit Aufwandzusammenstellung vom 21. Mai 2013 (Urk. 27) spezifizierten Bemühungen und Auslagen antragsgemäss mit Fr. 3'555.6
5 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer [
MWSt
]) aus der Ge
richts
kasse zu entschädigen.
Das Gericht erkennt
:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Die Beschwerdeführerin wird
auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Die
unentgeltliche Rechtsvertreter
in
de
r Beschwerdeführerin, Rechtsanwä
lt
in
Lotti Sigg
Bonazzi
, Winterthur, wird mit
Fr.
3'555.65
(inkl. Barausl
agen und
MWSt
) aus der Gerichts
kasse entschädigt
.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwältin Lotti Sigg
Bonazzi
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.