Decision ID: e1487b81-8b41-4c2a-b5f9-8d90bd42e55e
Year: 2011
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Manfred Dähler, Poststrasse 12, 9000 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Marktplatz 4, 9004 St. Gallen,
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betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a A._ war Geschäftsführerin der B._ und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen Unfälle versichert. Am 20. Januar
2007 wurde sie als Beifahrerin im Personenwagen ihrer Nichte Opfer eines
Auffahrunfalls. Diese hatte beim Linksabbiegen in der Nähe ihres Wohnortes den
Gegenverkehr passieren lassen, als der nachfolgende Fahrzeuglenker, der ebenfalls
abbiegen wollte, auffuhr (UV-act. 1, 40). Die Versicherte klagte sofort über Übelkeit,
Schmerzen in der Brust und im Rücken sowie über Schwierigkeiten beim Atmen,
weshalb sie mit der Ambulanz zur Untersuchung ins nächstgelegene Spital überführt
wurde (UV-act. 1 f.). Dort wurden eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) und eine
Prellung des Brustbeins (Sternum) diagnostiziert, aber keine Hinweise auf Frakturen
festgestellt. Der Patientin wurden Schonung und Schmerzmittel verordnet (UV-act. 4).
A.b Die Weiterbehandlung erfolgte durch den Hausarzt Dr. med. C._, Facharzt FMH
für Allgemeinmedizin, den die Versicherte nach der Rückkehr am 26. Januar 2007
erstmals aufsuchte (UV-act. 2). Er hielt im Dokumentationsbogen für die
Erstkonsultation nach kraniozervikalem Beschleunigungstrauma die detaillierten
Angaben der Versicherten und die Ergebnisse seiner eigenen Untersuchungen fest,
klassifizierte die HWS-Distorsion in Anlehnung an die Quebec Task Force (QTF)-
Klassifikation mit Grad II und verordnete zusätzlich Physiotherapie. Als
behandlungsbedürftige Beschwerden vor dem Unfall erwähnte der Hausarzt ein
Ereignis von 1996, bei dem der linke Fuss betroffen gewesen sei (UV-act. 6). Der Suva
empfahl Dr. C._ am 5. Februar 2007 eine baldige kreisärztliche Kontrolle (UV-act. 7).
Bei der Untersuchung am 27. Februar 2007 erhob Kreisarzt Dr. med. D._, Facharzt
FMH für Chirurgie, orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparats, wenig organisch feststellbare Verletzungsbefunde bei subjektiv
geklagten Kopfschmerzen mit Ausstrahlungen in den Nacken, Berührungs- und
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Druckempfindlichkeit, Schwindel und Schlafstörungen. Der Kreisarzt verlängerte das
Attest für volle Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres (UV-act. 11). - Aufgrund des
ambulanten Assessments vom 22. März 2007 an der Rehaklinik Bellikon
diagnostizierten Dr. med. E._, Assistenzarzt arbeitsorientierte Rehabilitation, und
Dr. med. F._, Facharzt FMH für Chirurgie mit Schwerpunkt Allgemein- und
Unfallchirurgie, ein zervikovertebrales Schmerzsyndrom mit Zephalgie-Komponente
nach Auffahrunfall vom 20. Januar 2007 mit HWS-Distorsion QTF II und
Sternumkontusion. Die Ärzte empfahlen eine Intensivierung der ambulanten
physiotherapeutischen Massnahmen im Sinn einer leichten medizinischen
Trainingstherapie und damit verbunden einen sukzessiven Belastungsaufbau mit
Wiedereinstieg in die berufliche Tätigkeit am ergonomisch zu optimierenden
Arbeitsplatz, der sich in der Wohnung der Versicherten befinde (UV-act. 26).
A.c Bei der Abklärung der zwei- bis dreimal pro Woche auftretenden Ohrgeräusche
durch Dr. med. G._, Facharzt FMH für Ohren-, Nasen-, Halskrankheiten, Hals- und
Gesichtschirurgie, am 17. Juni 2007 wurde beidseits eine leichte Hochtonsenke
festgestellt und das Rauschen zusammen mit dieser unfallbedingt interpretiert. Am
Gleichgewichtsorgan war keine Störung feststellbar (UV-act. 42). - Mit
biomechanischer Kurzbeurteilung vom 5. Juli 2007 deuteten Dr. med. H._, Facharzt
FMH für Rechtsmedizin, speziell forensische Biomechanik, und Dr. sc. techn. I._,
dipl. Ing. ETH und Dozent für Traumabiomechanik an der ETH Zürich, die bei der
Versicherten festgestellten von der HWS ausgehenden Beschwerden und Befunde
durch die Kollisionseinwirkung im Normalfall als eher erklärbar (UV-act. 47). - Vom
25. Juni bis 14. Juli 2007 weilte die Versicherte zur stationären Rehabilitation in der
Klinik Valens. Dort konnten die HWS-Beweglichkeit deutlich und die
Schwindelproblematik langsam verbessert sowie die Kopfschmerzsymptomatik
reduziert werden. Auch die Lumbalbeschwerden waren deutlich regredient. Zur
Weiterbehandlung wurde ambulante Ergotherapie verordnet und die Weiterführung der
Medizinischen Trainingstherapie und des instruierten Heimprogramms empfohlen. Für
eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne Zwangshaltungen wie vorgeneigtes
Stehen und vorgeneigtes Sitzen erachteten die Klinikärzte die Versicherte 100%
arbeitsfähig (UV-act. 52). Diese war in der Folge während maximal einer Stunde täglich
arbeitstätig (UV-act. 53). - Kreisarzt Dr. med. J._, Facharzt FMH für Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, kam anlässlich der
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Untersuchung vom 14. August 2007 zum Schluss, dass die Versicherte bei
Durchführung der stabilisierenden Physiotherapie und nach ergonomischer Anpassung
des Arbeitsplatzes ab 10. September 2007 eine 50%ige und ab 15. Oktober 2007 eine
volle Arbeitsfähigkeit erreichen sollte (UV-act. 56). Bei der Arbeitplatzabklärung vom
23. August 2007 wurden der Versicherten die ergonomisch nötigen Anpassungen und
ihre Wirkung gezeigt (UV-act. 67).
A.d Dr. med. K._, Facharzt FMH für Ophthalmologie (Augenheilkunde),
diagnostizierte am 27. August 2007 aufgrund der augenärztlichen Abklärung beidseits
eine Myopie mit Astigmatismus, Presbyopie und Sicca Symptomatik. Den
Kausalzusammenhang mit dem Unfall erachtete er für die Sicca Symptomatik lediglich
als möglich (UV-act. 70). Gestützt darauf lehnte die Suva die Übernahme der
Behandlungskosten und allfälliger Hilfsmittel für die Augen mit Schreiben vom
12. September 2007 ab (UV-act. 73).
A.e Anlässlich der Besprechung vom 4. Oktober 2007 mit dem
Aussendienstmitarbeiter der Suva führte die Versicherte aus, die Beschwerden würden
sie zu stark plagen, als dass ein messbarer Arbeitseinsatz geleistet werden könne. Sie
wurde darauf aufmerksam gemacht, dass sie selbst den Arbeitsplatz nach den
Vorschlägen im Abklärungsbericht ergonomisch anpassen müsse. Bezüglich
Arbeitsfähigkeit einigte man sich darauf, dass diese beim nächsten Arztbesuch (vom
18. Oktober 2007) auf 20% festzusetzen sei (UV-act. 74). Im Bericht vom 7. Dezember
2007 schilderte der Hausarzt eine Verschlechterung, die vom 26. Oktober bis
18. November 2007 wieder volle Arbeitsunfähigkeit verursacht habe (UV-act. 92). - Bei
der neurologischen Begutachtung der Versicherten durch Dr. med. L._, Facharzt
FMH für Neurologie, vom 23. und 30. November 2007 wurden durchwegs unauffällige
Befunde erhoben. Das vom Gutachter veranlasste Kernspintomogramm (MRI) des
Schädels vom 14. Dezember 2007 zeigte ebenfalls keine Auffälligkeiten, insbesondere
keinen Hinweis auf ein organisches Korrelat zur geklagten Sehstörung, wonach letztere
hätte als unmittelbare Unfallfolge gewertet werden können. Dr. L._ fand auch keine
Hinweise, die die Schwindelbeschwerden der Versicherten hätten erklären können (UV-
act. 99 f.). - Dr. med. M._, Facharzt FMH für Rheumatologie, Physikalische Medizin
und Rehabilitation veranlasste aufgrund der Untersuchung und Befragung der
Versicherten vom 17. März 2008 ein psychosomatisches Konsilium und weitere
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Röntgenaufnahmen. Letztere zeigten fortgeschrittene degenerative Veränderungen in
den Segmenten C4/5 und C5/6 mit Chondrosen/Spondylosen und Unco
vertebralarthrosen mit konsekutiven foraminalen Einengungen beidseits und wiesen
keine segmentale Instabilität nach (UV-act. 111). Dr. med. N._, Facharzt FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie und leitender Arzt Psychosomatik erhob eine leicht
depressive Symptomatik und diagnostizierte eine Anpassungsstörung im Sinn von
ICD-10 F43.23 (mit vorwiegender Beeinträchtigung von anderen Gefühlen), das heisse
Symptome, die mehrheitlich die affektive Sphäre beträfen (Zukunftsängste, leicht
depressive Verstimmung, Sorgen, Anspannung und Ärger). Er empfahl den Einsatz
eines andern Psychopharmakums, das weniger Nebenwirkungen habe,
Gesprächstherapie sowie das Beibehalten und möglichst Intensivieren eines aktiven
Trainingsprogramms, um einer weiteren somatopsychischen Dekonditionierung
entgegenzuwirken (UV-act. 110). Dr. M._ hatte eine aktuell wenig eingeschränkte
Beweglichkeit der Halswirbelsäule bei vorbestehenden deutlich degenerativen
Veränderungen vor allem in deren unterem Bereich erhoben. Er empfahl zunächst die
Psychopharmakotherapie und anschliessend aufbauende physiotherapeutische
Massnahmen im Sinn von Medizinischer Trainingstherapie. Wörtlich führte er aus: "Es
geht hier vor allem auch um eine Hebung der Motivation der Patientin für solche
therapeutischen Schritte. Momentan liegt eher ein Misstrauen vor als eine positive
subjektive Bereitschaft, endlich aus dieser Gesamtsituation herauskommen zu wollen.
Bei der jetzt bestehenden Skepsis mit ihrer Vorstellung, dass die Erholung und
Entlastung die Mittel der Wahl seien für ihre Therapie, wird dies schwierig sein." (UV-
act. 111).
A.f Die Suva bat den Hausarzt mit Schreiben vom 21. April 2008, die
Therapievorschläge von Dr. M._ umzusetzen und leistete für die
Psychopharmakotherapie ohne Präjudiz für die Zukunft Kostengutsprache (UV-act.
114). Dr. C._ berichtete am 21. Juli 2008, der Zustand der Patientin sei in etwa stabil,
ohne wesentliche Verbesserung. Er habe die therapeutischen Massnahmen eingeleitet,
die von den Konsiliarärzten empfohlen worden seien; über den Behandlungserfolg
könne er aber noch nichts aussagen, da bisher keine Kontrolle erfolgt sei. Der Hausarzt
erachtete eine kreisärztliche Untersuchung und Standortbestimmung für sinnvoll (UV-
act. 123). Anlässlich derselben berichtete die Versicherte am 2. September 2008, ihre
Beschwerden seien seit dem Unfallereignis trotz aller therapeutischen Massnahmen
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praktisch unverändert. Im Vordergrund stünden dauernde Kopfschmerzen vorwiegend
im Hinterkopf beidseits, von dort aufsteigend Richtung Scheitel und dann sehr
drückend und plagend in der Stirn beidseits. Nackenschmerzen habe sie beidseits,
aber nicht dauernd. Mit dem Schwindel sei es viel besser als am Anfang. Gegenwärtig
leide sie noch einmal pro Woche während fünf Minuten darunter. Bei starkem Kopfweh
habe sie Konzentrationsstörungen. Auf Nachfrage durch Kreisarzt Dr. med. O._,
Facharzt FMH für Chirurgie, bestätigte die Versicherte ihre grosse Ermüdbarkeit, die sie
vor allem während der stationären Rehabilitation in der Klinik Valens gespürt habe und
deretwegen sie dort eine Woche früher als geplant ausgetreten sei. Ergotherapie und
Physiotherapie hätten nichts gebracht. Im Oktober 2007 habe sie von sich aus
versucht, 20% zu arbeiten. Dies sei jedoch nicht gegangen wegen stärkerer Kopf- und
Nackenschmerzen sowie wegen der starken Ermüdung, weshalb dieser Versuch
abgebrochen worden sei. Seit dem Unfall sei sie nicht mehr im Stand, im
angestammten Beruf eine nennenswerte Leistung zu erbringen. Mit den neuen
Psychopharmaka fühle sie sich antriebslos und wie weggetreten; sie sei nicht mehr sie
selbst. Das frühere Medikament sei für sie viel besser gewesen. Der Kreisarzt hielt in
der Beurteilung fest, die Beschwerden seien seit über einem Jahr mehr oder weniger
stationär. Die Patientin sei umfassend abgeklärt (Röntgenbilder und
Computertomogramm der HWS und MRI des Schädels) und durch Fachärzte für
Neurologie, Rheumatologie, Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten (HNO), Augenheilkunde
und Psychiatrie begutachtet worden. Ausser altersmässigen degenerativen
Veränderungen im Bereich der HWS seien keine strukturellen Schädigungen
nachgewiesen worden, welche die anhaltenden Beschwerden der Patientin erklären
würden. Die minimalen Restbeschwerden nach einer Knöchelfraktur 1996
beeinträchtigten die Arbeitsfähigkeit der Patientin nicht (UV-act. 126).
A.g Nachdem die Suva die gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten und Taggelder)
seit dem Unfall ausgerichtet hatte, kam sie mit Verfügung vom 24. September 2008
zum Schluss, die weiterhin geklagten Beschwerden seien organisch nicht hinreichend
nachweisbar. Die Adäquanz müsse nach Prüfung der entsprechenden Kriterien gemäss
BGE 117 V 359 und BGE 134 V 109 verneint werden, weshalb keine Grundlage für
weitere Versicherungsleistungen bestehe und diese per 30. September 2008 eingestellt
würden (UV-act. 135).
B.
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Die sansan Versicherungen AG erhob am 26. September 2008 Einsprache gegen die
Verfügung vom 24. September 2008, zog diese am 23. Oktober 2008 aber wieder
zurück. Die Versicherte liess am 24. Oktober 2008 durch ihren Rechtsvertreter,
Rechtsanwalt lic. iur. Manfred Dähler, St. Gallen, Einsprache erheben. Mit Entscheid
vom 31. August 2009 wies die Suva die Einsprache ab.
C.
C.a Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 30. September 2009 mit den Anträgen
zum Verfahren, dem Klagevertreter seien die gesamten bisherigen UVG-Akten samt
Aktenverzeichnis zur Verfügung zu stellen und es sei ihm die Möglichkeit zur Ergänzung
der Beschwerde nach Akteneinsichtnahme zu gewähren sowie es sei eine mündliche
Hauptverhandlung durchzuführen. In der Sache lauten die Anträge auf Aufhebung der
Verfügung vom 24. September 2008 und des Einspracheentscheids vom 31. August
2009, auf Verpflichtung der Suva, die gesetzlichen UVG-Leistungen über den
30. September 2008 hinaus zu erbringen, insbesondere für Heilungskosten und
Taggelder, evtl. auch für Rente und Integritätsentschädigung, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten. Zur Begründung wird angeführt, die
Frage nach dem Heilbehandlungsanspruch bzw. Behandlungsabschluss sei nicht
wirklich geprüft worden und ein solcher habe bei Leistungseinstellung noch bestanden,
weshalb diese zu früh erfolgt sei. Die Beschwerdeführerin sei medizinisch zu wenig
abgeklärt worden, insbesondere fehle ein polydisziplinäres Gutachten. Zur
umfassenden Abklärung fehlten bisher neuropsychologische und otoneurologische
Berichte und bildgebend seien ein upright MRI und eine neuroradiologische
Untersuchung in fünf Sequenzen (nach Prof. D. Fredy) durchzuführen. Auch nach den
beigelegten Berichten von Dr. med. P._, Facharzt FMH für Ohren-, Nasen-,
Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie, vom 9. Dezember 2008 und des
Schmerzzentrums, vom 23. Juni 2009, bestehe weitere Behandlungsbedürftigkeit (act.
G 1.1/3, 1.1/4). Als Eventualbegründung wird dargelegt, entgegen den Ausführungen
im Einspracheentscheid, dessen Begründung ungenügend sei und den Anspruch auf
rechtliches Gehör verletze, müsse auch die Adäquanz der weiterhin bestehenden
Gesundheitsbeeinträchtigungen bejaht werden, da praktisch alle Adäquanzkriterien
erfüllt seien. Neben den erheblichen gesundheitlichen Beschwerden, die auch die
Vorinstanz bejahe, lägen eine besondere Eindrücklichkeit des Ereignisses, die Schwere
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oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, eine fortgesetzt spezifische,
belastende ärztliche Behandlung, eine ärztliche Fehlbehandlung, ein schwieriger
Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie eine erhebliche
Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen vor.
C.b Die Suva betraute Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, St. Gallen, mit der Wahrung
ihrer Interessen. Mit Beschwerdeantwort vom 3. Dezember 2009 beantragt dieser die
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt er an, mit der kreisärztlichen
Untersuchung vom 2. September 2008 durch Dr. O._ habe festgestanden, dass
während rund einem Jahr keine Besserung des Gesundheitszustands der
Beschwerdeführerin zu verzeichnen und der Zeitpunkt für die Adäquanzprüfung
durchaus erreicht gewesen sei. Medizinisch sei der Sachverhalt durch Berichte von
zehn Fachärzten genügend abgeklärt worden. Auch habe die Beschwerdegegnerin das
rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin nicht verletzt. Weiter führt der Rechtsvertreter
aus, dass keines der sieben Adäquanzkriterien erfüllt sei und die Beschwerdegegnerin
dasjenige der erheblichen Beschwerden - entgegen den Darlegungen in der
Beschwerde - nicht anerkannt, sondern auf dessen eingehende Prüfung verzichtet
habe.
C.c Mit Replik vom 8. Februar 2010 führt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
verschiedene Sachverhaltsdarstellungen an, die in der Beschwerdeantwort falsch
erfolgt seien. Weiter bringt er vor, die Beschwerdegegnerin habe nicht genügend
dargelegt, dass die Voraussetzungen für die Leistungseinstellung gegeben seien und
selbst ihre eigenen Akten nicht zum Verfahrensgegenstand gemacht. Es fehle auch an
Abklärungen (Belastung durch die ärztliche Behandlung, Beeinträchtigung der
Beschwerdeführerin im Lebensalltag, Anstrengungen bezüglich beruflicher
Wiedereingliederung), die unabdingbar seien, um die Adäquanzprüfung vorzunehmen.
C.d Mit Duplik vom 12. Februar 2010 hält die Beschwerdegegnerin an ihren
Standpunkten fest.
D.
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Auf Nachfrage des Präsidenten des Versicherungsgerichts vom 25. Januar 2011, ob
am Antrag auf eine mündliche Verhandlung festgehalten werde, teilte Rechtsanwalt
Dähler am 1. Februar 2011 mit, die Beschwerdeführerin beharre nicht auf ihrem
diesbezüglichen Rechtsanspruch, stelle sich aber zur Verfügung, soweit das Gericht
eine mündliche Verhandlung für zweckmässig und sachdienlich halte (act. G 14 f.).
E.
E.a An der Sitzung vom 23. Februar 2011 fasste das Versicherungsgericht in der
eingangs erwähnten Besetzung den Beweisbeschluss, nachzufragen, ob bei der
Antwort der Ärzte auf die Anfrage der Suva vom 18. Februar 2008 (UV-act. 106, 110 f.)
davon ausgegangen werden könne, dass die vorgeschlagenen Behandlungen noch
eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes von Frau A._ bewirken
könnten, ja oder nein?
E.b Mit Bericht vom 25. März 2011 äusserte sich Dr. med. Q._, Facharzt FMH für
Innere Medizin und Rheumatologie sowie für Physikalische Medizin und Rehabilitation,
zur Anfrage des Gerichts vom 24. Februar 2011 und legte die Stellungnahme von
Dr. N._ vom 22. März 2011 bei (act. G 17a, 17b). Beide Ärzte vertraten den
Standpunkt, dass von den am 2. bzw. 8. April 2008 vorgeschlagenen Behandlungen
(Optimierung der Psychopharmakotherapie unter Anleitung und Überwachung durch
den Hausarzt, verbunden mit Gesprächstherapie, evtl. mit pharmakologischer
Laboruntersuchung, aufbauende physiotherapeutische Massnahmen im Sinn einer
Medizinischen Trainingstherapie; UV-act. 110 f.) aus damaliger Sicht noch eine
namhafte Besserung des Gesundheitszustands von Frau A._ zu erwarten gewesen
sei.
E.c Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin hält in seinen Ausführungen zu den
Berichten der Ärzte vom 22. bzw. 25. März 2011 fest, weder in der Beschwerde noch in
der Replik sei vorgebracht worden, dass die von Dr. N._ am 2. April 2008
vorgeschlagene pharmakologische Optimierung umgesetzt worden sei. Daraus sei zu
schliessen, dass sich die Beschwerdeführerin den Empfehlungen nicht habe
anschliessen können. Mangels Motivation und Bereitschaft seitens der
Beschwerdeführerin, sich aktiv an weiteren therapeutischen Bemühungen zu beteiligen,
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habe demnach von weiteren Massnahmen keine namhafte Besserung im Sinn einer ins
Gewicht fallenden Erhöhung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden können. Die Suva
habe folglich Ende August 2008 zu Recht angenommen, dass der medizinische
Endzustand erreicht sei. Der Fallabschluss sei nicht verfrüht gewesen.
E.d Die Beschwerdeführerin lässt am 5. Mai 2011 ausführen, die Behandlung sei nicht
abgeschlossen und die Leistungseinstellung der Suva darum ungerechtfertigt
gewesen. Es wäre deren Pflicht gewesen, gegebenenfalls motivierend auf die
Versicherte einzuwirken, wenn diese selber sonst die Motivation für die einschlägigen
verbessernden Therapien nicht genügend gefunden hätte.
F.
Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der
übrigen Akten wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden

Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.
1.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht nach
dem 30. September 2008 für die Folgen des Unfalls vom 20. Januar 2007 zu Recht
verneint hat.
1.2 Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die
Voraussetzungen für die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20), namentlich die Voraus
setzung des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall
ereignis und dem Gesundheitsschaden, besonders bei Beschleunigungsverletzungen
(Schleudertraumen) der Halswirbelsäule, sowie den Zeitpunkt der Adäquanzprüfung
zutreffend dargelegt (E. 2, 3, 5). Darauf kann verwiesen werden.
1.3 Zu ergänzen ist, dass der Sozialversicherungsprozess vom
Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist. Danach hat die Verwaltung und im
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Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt
indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der
Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, BGE 122 V 157 E. 1a S. 58, je mit Hinweisen). Der
Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast
begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die
Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten
jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten
will (vgl. U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N 60 ff. zu Art. 61 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1] und N 9 ff. zu Art. 43 ATSG, je mit Hinweisen).
1.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach
zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des
streitigen Rechtsanspruchs gestatten (vgl. Kieser, a.a.O., N 69 ff. zu Art. 61 ATSG und
N 33 ff. zu Art. 43 ATSG, je mit Hinweisen). Insbesondere darf es bei einander
widersprechenden Arztberichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts eines
Arztberichts ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob er für
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich
weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a
S. 352 mit Hinweis).
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1.5 Die Beschwerdegegnerin hat im vorliegenden Fall Leistungen ausgerichtet und
per 30. September 2008 eine Leistungseinstellung verfügt. Sie hat damit das
Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen des von der
Beschwerdeführerin geklagten Gesundheitsschadens nachzuweisen. Für diese
anspruchsaufhebende Tatfrage trägt sie die entsprechende Beweislast (vgl. A. Rumo-
Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl. 2003, S. 72). Die
Beschwerdegegnerin muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen
erbringen. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich.
Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so
lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines
Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben. Ebenso wenig hat der
Unfallversicherer den negativen Beweis zu erbringen, dass kein Gesundheitsschaden
mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei (vgl. SVR
2009 UV Nr. 3 S. 9 [8C_354/2007] E. 2.2 und Urteil des Bundesgerichts 8C_1009/2009
vom 4. Mai 2010 E. 2, je mit Hinweisen).
2.
2.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin beim Unfall vom 20. Januar 2007
eine HWS-Distorsion und eine Sternumkontusion erlitt, dass mit Kopf- und
Nackenschmerzen, Schwindel und Übelkeit sofort mehrere Symptome des sogenannt
typischen Beschwerdebildes der HWS-Verletzung (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel,
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstörungen, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Affektlabilität, Depression,
Wesensveränderungen usw., vgl. BGE 117 V 359E. 4b S. 360; SVR 1995 UV Nr. 23
S. 67 E. 2) auftraten, und dass sie im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (per
30. September 2008) weiterhin über Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel und
Konzentrationsstörungen klagte und daneben wegen psychischen Beeinträchtigungen
behandelt wurde (UV-act. 4, 6, 110, 126). Dr. M._ hatte in seinem Bericht vom 8. April
2008 als aktuelle Diagnosen aufgelistet: "Zervikovertebrales Schmerzsyndrom mit/bei
Zustand nach kraniozervikalem Beschleunigungstrauma bei Auffahrunfall vom
20. Januar 2007, Status nach Sternumkontusion, vorbestehender fortgeschrittener
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degenerativer Veränderung der unteren Halswirbelsäule; chronischer Kopfschmerz vom
Spannungstyp, evtl. induziert durch analgetikainduzierten Dauerkopfschmerz;
Anpassungsstörung (leichte depressive Symptomatik) im Sinn von ICD-10 F43.23 mit
vorwiegender Beeinträchtigung von anderen Gefühlen (Zukunftsängste, leichte
depressive Verstimmung, Sorgen, Anspannung und Ärger)" (UV-act. 111). Die
bildgebenden Abklärungen (Röntgenaufnahmen und Computertomogramm der HWS
und MRI des Schädels) hatten ausser vorbestehenden degenerativen Veränderungen
im Bereich der unteren HWS weder am Skelett noch im Bereich der diskoligamentären
Strukturen Unfallverletzungen nachgewiesen (UV-act. 4, 26, 99, 111). Es waren somit
keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen im Sinn struktureller
Schädigungen vorhanden (vgl. SVR 2010 UV Nr. 6 S. 25 E. 2 mit Hinweis [Urteil des
Bundesgerichts 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009, in BGE 135 V 465 nicht
publizierte E. 2]).
2.2 Der Unfallversicherer darf den Fall dann abschliessen bzw. unter Einstellung der
vorübergehenden Leistungen zu demjenigen Zeitpunkt den Anspruch auf eine allfällige
Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung und damit auch die Adäquanz
weiterer Leistungen prüfen, wenn von einer weiteren ärztlichen Behandlung keine
namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr zu
erwarten ist und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV)
abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4 S. 113 ff.).
2.2.1 Kreisarzt Dr. O._ hatte in seinem Bericht über die Untersuchung vom
2. September 2008 (UV-act. 126) nicht dargelegt, dass von weiterer ärztlicher
Behandlung keine namhafte Besserung mehr zu erwarten sei, sondern lediglich
festgestellt, dass der Gesundheitszustand schon rund ein Jahr (seit Beendigung der
stationären Rehabilitation in Valens) unverändert sei. Eingliederungsmassnahmen der
IV standen nicht zur Diskussion. Aus den Stellungnahmen von Dr. Q._ vom 25. März
2011 und von Dr. N._ vom 22. März 2011 (act. G 17a, 17b) geht klar hervor, dass die
Ärzte am 2. bzw. 8. April 2008 davon ausgegangen waren, von der weiteren
Behandlung (Optimierung der Psychopharmakotherapie unter Anleitung und
Überwachung durch den Hausarzt, verbunden mit Gesprächstherapie, evtl. mit
pharmakologischer Laboruntersuchung, aufbauende physiotherapeutische
Massnahmen im Sinn einer Medizinischen Trainingstherapie; UV-act. 110 f.) sei noch
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eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin zu
erwarten. Für die geänderte Psychopharmaka-Behandlung war Dr. C._ am 21. April
2008 von der Beschwerdegegnerin ausdrücklich Kostengutsprache erteilt worden (UV-
act. 114). Im Bericht vom 21. Juli 2008 (UV-act. 123) hatte der Hausarzt noch keine
Aussage zum Behandlungserfolg machen können; die Patientin hatte ihn davor am
28. Mai 2008 letztmals konsultiert. Vor Einstellung der Leistungen per 30. September
2008 ist Dr. C._ nicht mehr befragt und Verlauf und Wirkung der weiteren Therapie
sind nicht mehr geprüft worden. Die Angaben der Beschwerdeführerin zur Wirkung der
neuen Psychopharmaka bei der kreisärztlichen Untersuchung durch Dr. O._ am
2. September 2008, mit diesen neuen Tabletten fühle sie sich wie weg getreten,
antriebslos, sei nicht mehr sich selber, und das frühere Deanxit sei für sie viel besser
gewesen, wiesen darauf hin, dass die Behandlung der psychischen
Gesundheitsbeeinträchtigungen noch nicht durchgreifend optimiert worden war.
Anschliessend an die kreisärztliche Untersuchung berichtete die Beschwerdeführerin
der zuständigen Sachbearbeiterin, die Behandlung mit Efexor und Trittico sei im Mai
2008 begonnen worden. Seither gehe es ihr viel schlechter. Sie sei völlig antriebslos
geworden und habe zu überhaupt nichts mehr Lust. Ihr Mann und die Kinder müssten
sie zwingen, dass sie wenigstens ab und zu auf einen Spaziergang mitgehe (UV-act.
127). Dr. O._ äusserte sich in seinem Bericht vom 2. September 2008 ausschliesslich
zu physischen Gesundheitsbeeinträchtigungen und Befunden. Zur geänderten
Psychopharmakotherapie und zum diesbezüglichen Besserungspotential der
Beschwerdeführerin nahm der Kreisarzt weder Stellung noch veranlasste er eine
Aktualisierung der Berichte des Hausarztes oder eine (Kontroll-)Untersuchung durch
Dr. N._ oder eine andere Fachperson für Psychiatrie und Psychotherapie. Keine
Aussagen machte Dr. O._ auch zum Behandlungsvorschlag von Dr. M._ und
Dr. N._, aufbauende physiotherapeutische Massnahmen im Sinn einer Medizinischen
Trainingstherapie durchzuführen (UV-act. 126).
2.2.2 Dr. P._ und die Ärzte am Schmerzzentrum legten in ihren Berichten vom
9. Dezember 2008 und 23. Juni 2009 (act. G 1.1/3, 1.1/4) die Ergebnisse der von ihnen
getätigten Abklärungen dar und schilderten die weiteren Untersuchungen, die
Voraussetzung der von ihnen befürworteten Behandlung der Beschwerdeführerin
mittels gepulster Radiofrequenz-Neurotomie bzw. nach N. Bogduk und allfälliger
weiterer Therapien ("customized" visuo-vestibuläres Habituations- und Adaptations
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training) wären, von denen sie sich die (weitgehende) Heilung der Beschwerdeführerin
versprachen. Ob diese Behandlungen dann wirklich durchgeführt würden, war im
Zeitpunkt dieser Berichterstattung vom Ergebnis der weiteren Abklärungen und vom
Einverständnis der Beschwerdeführerin zu deren Durchführung abhängig. Ein Andauern
der Behandlungsbedürftigkeit der Beschwerdeführerin und besonders eine namhafte
Besserung ihres Gesundheitszustands, der sich in einer erheblichen Steigerung ihrer
Arbeitsfähigkeit niederschlagen würde, kann aus den Berichten von Dr. P._ und der
Ärzte am Schmerzzentrum somit höchstens indirekt abgeleitet werden und ist daher
aufgrund derselben nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt.
2.2.3 Soweit die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme zu den
(präzisierenden) Berichten von Dr. Q._ und Dr. N._ vom 25. bzw. 22. März 2011
geltend machen lässt, die Beschwerdeführerin habe sich nicht auf die von den Ärzten
am 2. bzw. 8. April 2008 vorgeschlagene Behandlung (UV-act. 110 f.) eingelassen,
übersieht sie den Bericht von Dr. C._ vom 21. Juli 2008 (UV-act. 123), wonach die
vorgeschlagene Behandlung eingeleitet worden sei, sowie die Ausführungen von
Kreisarzt Dr. O._ im Abschlussbericht vom 2. September 2008 (UV-act. 126), wonach
die Beschwerdeführerin die Medikamente Efexor und Trittico einnehme, sich aber mit
dem früher verabreichten Medikament Deanxit besser gefühlt habe. Entsprechend ist
auch die weitere Argumentation der Beschwerdegegnerin in der Stellungnahme vom
5. Mai 2011 nicht schlüssig und kann insbesondere nicht hergeleitet werden, dass der
Fallabschluss zu Recht per Ende September 2008 erfolgte.
2.2.4 Aufgrund der (nachträglich präzisierten) Berichte von Dr. M._ und
Dr. N._ vom 8. bzw. 2. April 2008 (UV-act. 110 f.), des Berichts von Dr. C._ vom
21. Juli 2008 sowie des Berichts von Dr. O._ über die kreisärztliche Untersuchung
vom 2. September 2008 (UV-act. 126) war im September 2008 nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit erstellt, dass von der Fortführung der ärztlichen Behandlung keine
namhafte Besserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin mehr erwartet
werden konnte. Die Akten, die der Beschwerdegegnerin beim Erlass der Verfügung
vom 24. September 2008 und bei deren Bestätigung im Einspracheverfahren zur
Verfügung standen, erweisen sich besonders bezüglich Psychopharmaka-Behandlung
als unvollständig und lassen den Schluss nicht zu, der Zeitpunkt für die Prüfung des
Kausalzusammenhangs und die Einstellung der Versicherungsleistungen sei per
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30. September 2008 erreicht gewesen. Die Akten sind zu vervollständigen, besonders
bezüglich hausärztlicher Behandlung nach dem 21. Juli 2008 sowie bezüglich
Psychopharmakotherapie und allfälliger psychiatrischer bzw. psychotherapeutischer
Behandlung. Dazu wird die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin
zurückgewiesen.
2.2.5 Weil medizinische Unterlagen zur weiteren Entwicklung des
Gesundheitszustands fehlen, kann auch nicht beurteilt bzw. überprüft werden, ob sich
ein allfälliges Besserungspotential namhaft ausgewirkt und zu einer Steigerung der
Arbeitsfähigkeit geführt hätte (vgl. BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Auch aus diesem
Grund drängt sich die Rückweisung an die Beschwerdegegnerin auf.
2.3 Wie die Beschwerdegegnerin mit Verweis auf Erwägung 5.1 des Urteils des
Bundesgerichts 8C_694/2007 vom 3. Juli 2008 (SVR 2008 UV Nr. 30 S. 111) zutreffend
ausführt, haben von einem Schleudertrauma Betroffene keinen Anspruch auf eine
polydisziplinäre Begutachtung, besonders nicht, wenn mehrere medizinische
Spezialgutachten vorliegen, die überzeugende Aussagen machen, ob die geklagten
Beschwerden überhaupt glaubhaft sind, und bejahendenfalls, ob für diese
Beschwerden trotz Fehlens objektiv ausgewiesener organischer Unfallfolgen ein beim
Unfall erlittenes Schleudertrauma (Distorsion) der HWS überwiegend wahrscheinlich
zumindest eine Teilursache darstellt; Ansprüche, die BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125 f.
auch an ein poly- oder interdisziplinäres Gutachten stellt.
2.3.1 Schon anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 27. Februar 2007
hatte Dr. D._ mit einer eingeschränkten Beweglichkeit der Wirbelsäule wenig
Verletzungssubstrate festgestellt und neben der Sternumkontusion eine leichte HWS-
Distorsion diagnostiziert (UV-act. 11). Am 22. März 2007, mithin zwei Monate nach dem
Unfall, wurde an der Rehaklinik Bellikon ein pluridisziplinäres Assessment durchgeführt.
Bei der klinischen Untersuchung wurden dabei keine segmentalen Funktionsstörungen
oder neurologischen Ausfälle festgestellt und es wurden eine leicht eingeschränkte
Nackenbeweglichkeit zu allen Richtungen und eine leicht verspannte
Nackenmuskulatur ermittelt. Die untersuchenden Ärzte hielten fest, aufgrund der
klinischen Situation seien weitere Untersuchungen weder indiziert noch therapeutisch
relevant. Im Lauf des ambulanten Assessments fiel ihnen auf, dass die Patientin eine
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ausgeprägte Beobachtung und Sorge um den eigenen Körper und seine
Funktionsabläufe sowie diesbezügliche Krankheitsbefürchtungen präsentiere und hohe
Anforderungen sowohl an sich als auch insbesondere an die Therapierenden stelle (UV-
act. 26). - Wegen der Ohrgeräusche leitete Dr. G._ eine medikamentöse Therapie für
längstens sechs Monate ein. Die Untersuchungen des Hals-Nasen-Ohren-Arztes vom
15. Juni 2007 zeigten bezüglich Schwindel keinen weiteren Abklärungs- oder
Behandlungsbedarf (UV-act. 42). Dr. R._ wertete die neurootologische
Untersuchung durch Dr. G._ als normal ausgefallen und befürwortete die
Anerkennung von Versicherungsleistungen aus Sicht des Hals-Nasen-Ohrenarztes
(Stellungnahme vom 16. Juli 2007, UV-act. 50). - Anlässlich der stationären
Rehabilitation in der Klinik Valens vom 25. Juni bis 14. Juli 2007 wurde die
Beschwerdeführerin auch den Neuropsychologen vorgestellt, die ein leicht
beeinträchtigtes kognitives Leistungsprofil erhoben, negativ beeinflusst durch
Schmerzen und Schlafprobleme. Die Rehaklinik verliess sie nach 20 Tagen in
gebessertem Zustand (deutlich verbesserte HWS-Beweglichkeit, langsam verbesserte
Schwindelproblematik, reduzierte Kopfschmerzproblematik), wobei der Austrittsbericht
keinen Hinweis enthält, dass die stationäre Rehabilitation auf Wunsch der Patientin
vorzeitig abgebrochen worden sei, wie diese selbst geltend macht (UV-act. 52).
Dr. K._ konnte die Sehprobleme nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den
Unfall zurückführen (UV-act. 70, 72). Mit neurologischem Gutachten vom 28. Dezember
2007 erhob Dr. L._ durchwegs unauffällige Befunde und konnte weder für die
geklagte Sehstörung noch für die Schwindelbeschwerden Korrelate finden (Bericht
vom 2. April 2008, UV-act. 100). Am 17. März 2008 untersuchte Dr. M._ die
Beschwerdeführerin konsiliarisch (UV-act. 111). Er veranlasste weitere
Röntgenaufnahmen sowie ein psychosomatisches Konsilium durch Dr. N._. Bei
letzterem diagnostizierte der Psychiater eine leichte depressive Symptomatik im Sinn
einer Anpassungsstörung (UV-act. 110). Zwischen dem Unfall vom 20. Januar 2007
und der Einstellung der Versicherungsleistungen per 30. September 2008 war die
Beschwerdeführerin somit durch Fachärzte für Neurologie, Rheumatologie,
(orthopädische) Chirurgie (und Traumatologie), Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten (HNO),
Augenheilkunde und Psychiatrie abgeklärt worden. Die Untersuchungen zeigten
durchwegs geringe oder gar keine pathologischen Befunde und unter sich keinerlei
Widersprüche. Zwar wurde keine polydisziplinäre (Abschluss-)Untersuchung
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durchgeführt, die medizinischen Abklärungen ergaben jedoch ein abgerundetes Bild
und zeigten insbesondere keinen weiteren Abklärungsbedarf auf. Ein Anspruch auf eine
polydisziplinäre Begutachtung besteht bei dieser Ausgangslage nicht und lässt sich
auch nicht aus BGE 134 V 109 E. 9 S. 121 ff. ableiten.
2.3.2 Die neurootologischen Abklärungen der Beschwerdeführerin, die ihr
Rechtsvertreter ausdrücklich forderte, waren durch Dr. G._ mit Bestätigung durch
Dr. med. R._, Facharzt FMH für Ohren-, Nasen-, Halskrankheiten, Hals- und
Gesichtschirurgie, Allergologie und klinische Immunologie sowie Arbeitsmedizin,
durchgeführt worden (vgl. UV-act. 42, 50). Neuropsychologisch fand keine detaillierte
Abklärung statt. Während des Rehabilitationsaufenthalts in der Klinik Valens war die
Beschwerdeführerin aber den dortigen Fachleuten für Neuropsychologie vorgestellt
worden. Das erhobene leicht beeinträchtigte kognitive Leistungsprofil wurde als durch
Schmerzen und Schlafprobleme negativ beeinflusst beurteilt. Im neuropsychologischen
Training in der Klinik Valens hatte die Beschwerdeführerin gute Fortschritte erzielt (vgl.
UV-act. 52). Weiterer neuropsychologischer Abklärungs- oder Behandlungsbedarf
ergab sich für die Fachleute offenbar nicht.
2.3.3 Dr. P._ - von der Beschwerdeführerin über ihren Hausarzt beauftragt -
diagnostizierte im Bericht vom 9. Dezember 2008 (act. G 1.1/3) neben einem Status
nach zerviko-zephalem Akzelerations-/Dezelerationstrauma vom "head non contact"-
Typ im Rahmen der Heckkollision vom 20. Januar 2007 auch ein posttraumatisches
zerviko-enzephales Syndrom mit zentral-vestibulärer Funktionsstörung, visuo-vesti
bulärer Integrationsstörung, zerviko-proprio-nozizeptiver Funktionsstörung mit zerviko-
visuellem "mismatch" bei multisegmentaler Funktionsstörung der zervikalen
Bewegungssegmente pp der zervikalen Fazettengelenke. Wie bereits ausgeführt
(E. 2.2.2), zeigten die Berichte von Dr. P._ und der Ärzte am Schmerzzentrum das
Ergebnis der stattgefundenen und die weiteren durchzuführenden Abklärungen auf, um
allenfalls die Behandlung der Beschwerdeführerin mittels gepulster Radiofrequenz-
Neurotomie bzw. nach N. Bogduk und allfälliger weiterer Therapien ("customized"
visuo-vestibuläres Habituations- und Adaptationstraining) durchzuführen, von der sie
sich (weitgehende) Heilung der Patientin erhofften. Dr. P._ hatte am 9. Dezember
2008 über eine gegenüber der früheren Untersuchung durch Dr. G._ vom 15. Juni
2007 (UV-act. 42) eingehendere audio-neurootologische und zusätzliche modifizierte
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elektronystagmographische Untersuchung mit der Zerviko-Okulometrie berichtet,
wobei das Untersuchungsdatum aus seinem Bericht nicht hervorgeht. Darin
argumentiert er weitgehend nach der unfallmedizinisch nicht haltbaren und
beweisrechtlich nicht zulässigen Formel "post hoc ergo propter hoc" (vgl. SVR 2009
UV Nr. 13 S. 52 [8C_590/2007] E. 7.2.4). Der Bericht von Dr. P._ weist weitere
Unzulänglichkeiten auf, so unbegründet (ab-)wertende Kommentare zu Untersuchungs
ergebnissen anderer Ärzte, Einmischungen in fremde Fachbereiche
(Psychopharmakotherapie) und Einmischung in Rechtsfragen (Diskussion
verschiedener Urteile des Bundesgerichts). Er legt auch nicht klar dar, welche Vorakten
ihm zur Verfügung standen und stellt auf Schilderungen der Beschwerdeführerin ab,
die bei früheren Angaben abweichend erfolgten. Für das Versicherungsgericht sind
demgegenüber in der Regel die früheren Angaben massgebend (vgl. im Rahmen der
Beweiswürdigung anwendbare Entscheidungshilfe der "Aussagen der ersten Stunde"
BGE 121 V 45 E. 2a S. 47; RKUV 2004 Nr. U 524 S. 546). Zusammenfassend kann
beweisrechtlich nicht auf den Bericht von Dr. P._ abgestellt und mit diesem
insbesondere das Weiterbestehen des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht
nachgewiesen werden.
2.3.4 Der Bericht der Ärzte am Schmerzzentrum vom 23. Juni 2009 (diktiert am
17. Juni 2009, act. G 1.1/4) ist Folge des durch Dr. P._ eingeleiteten Prozederes im
Hinblick auf die in Aussicht genommene Behandlung nach N. Bogduk. Die an einem
ebenfalls unbekannten Untersuchungsdatum (möglicherweise am 17. Juni 2009)
erhobenen Befunde differieren von den Feststellungen durch Dr. M._ am 17. März
2008 (UV-act. 111), wobei zu einem erheblichen Teil verschiedene
Untersuchungsmethoden angewandt und unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt
wurden. Der Bericht der Ärzte am Schmerzzentrum erwähnt die ausgewiesenen
degenerativen Veränderungen unfallfremder Ursache nicht und differenziert
diesbezüglich auch die erhobenen Befunde nicht. Es ist auch nicht klar, welche
Vorakten ihnen zur Verfügung standen. Auch die Ärzte am Schmerzzentrum
argumentieren weitgehend nach der unfallmedizinisch nicht haltbaren und
beweisrechtlich nicht zulässigen Formel "post hoc ergo propter hoc" (vgl. vorstehende
E. 2.3.3 und SVR 2009 UV Nr. 13 S. 52 [8C_590/2007] E. 7.2.4). Auch auf ihren Bericht
vom 23. Juni 2009 kann beweisrechtlich nicht abgestellt und daraus das
Weiterbestehen des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht hergeleitet werden.
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2.3.5 Mit Ausnahme der Abklärungen, zu deren Vornahme die Angelegenheit
zurückgewiesen wird (siehe E. 2.2.4), hatte die Beschwerdegegnerin den medizinischen
Sachverhalt per Ende September 2008 genügend abgeklärt. Diesbezüglich besteht
weder weiterer Bedarf noch ein Anspruch der Beschwerdeführerin, insbesondere nicht
auf ein polydisziplinäres Gutachten. Vorbehalten bleiben muss selbstverständlich ein
allfälliger weiterer Abklärungs- bzw. Begutachtungsbedarf bezüglich des neu zu
bestimmenden Zeitpunkts der Leistungseinstellung, der sich einerseits durch
Zeitablauf, andererseits aus dem Ergebnis der weiteren Abklärungen ergeben kann.
2.3.6 Abklärungen der Beschwerdeführerin mittels upright-MRI und
neuroradiologischer Untersuchung in fünf Sequenzen nach Methode Prof. D. Fredy, wie
von ihrem Rechtsvertreter gefordert, würden lediglich momentane Befunde liefern.
Aussagen zu deren Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 20. Januar 2007 im (neu
zu bestimmenden) Zeitpunkt der Leistungseinstellung könnten damit jedoch nicht
gemacht werden (vgl. BGE 134 V 231 E. 5, besonders E. 5.4 am Ende S. 235). Da
vorliegend über die Kausalität der Gesundheitsbeeinträchtigungen der
Beschwerdeführerin in jenem Zeitpunkt zu entscheiden sein wird, besteht kein
Anspruch auf Durchführung solcher bildgebender Untersuchungen zu Lasten der
Beschwerdegegnerin.
3.
Da der Zeitpunkt für den Fallabschluss bzw. für die Einstellung der vorübergehenden
Leistungen unter Prüfung des Anspruchs auf allfällige weitere Leistungen per Ende
September 2008 nicht erreicht war, war auch der Zeitpunkt für die Adäquanzprüfung
noch nicht gegeben. Eine Auseinandersetzung mit der diesbezüglichen Argumentation
der Parteien durch das Versicherungsgericht erübrigt sich daher.
4.
4.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des
angefochtenen Einspracheentscheids vom 31. August 2009 teilweise gutzuheissen und
die Streitsache zu ergänzender Abklärung im Sinn der Erwägungen und anschliessend
neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
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4.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Gemäss Art. 61 lit. g
ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei hingegen Anspruch auf Ersatz
der Parteikosten. Als volles Obsiegen gilt auch die Rückweisung der Sache an die
Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen (BGE 127 V 228 E. 2b/bb am Ende
S. 234). Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des
Prozesses und der eingereichten Rechtsschriften rechtfertigt es sich, die
Parteientschädigung auf pauschal Fr. 4'000.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer)
festzulegen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP