Decision ID: d7c48e52-bcee-48f1-ae79-e3ac096b9594
Year: 2022
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A._ (vormals: B._) erhielt am 17. März 2015 die  als Apotheker von der Apothekerkammer Niedersachsen. Am 4. April 2018 anerkannte die Medizinalberufekommission (MEBEKO) des  Departements des Innern das ausländische Apothekerdiplom von A._ und nahm ihn ins Medizinalberuferegister (MedReg) auf. Auf Gesuch hin erteilte ihm das Kantonsapothekeramt (KAPA; heute:  Dienst [PAD] des Gesundheitsamts) am 11. Juli 2019 eine  für Apotheker, gültig vom 1. August 2019 bis zum 31. Juli 2021. Am 19. August 2019 ersuchte A._ das KAPA zudem um Erteilung einer Bewilligung für die Berufsausübung als Apotheker in  fachlicher Verantwortung im Kanton Bern. Dieses wies das Gesuch mit Verfügung vom 25. Oktober 2019 ab.
B.
Dagegen erhob A._ am 2. Dezember 2019 Beschwerde bei der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF; heute: -, Sozial- und Integrationsdirektion [GSI]). Das  war vom 18. Dezember 2019 bis zum 5. Juni 2020 sistiert, um den  des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern in einer ähnlichen  abzuwarten. Am 23. Februar 2021 wies die GSI die  ab.
C.
Am 23. März 2021 hat A._ Verwaltungsgerichtsbeschwerde . Er beantragt, der Entscheid der GSI vom 23. Februar 2021 sei  und es sei ihm die Berufsausübungsbewilligung als Apotheker im Kanton Bern zu erteilen. Eventuell sei der angefochtene Entscheid  und die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die GSI
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schliesst mit Vernehmlassung vom 22. April 2021 auf Abweisung der .

Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren , ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).
2.
Streitig ist, ob die Vorinstanz dem Beschwerdeführer die  als Apotheker zu Recht verweigert hat.
2.1 Für die Ausübung eines universitären Medizinalberufs in eigener fachlicher Verantwortung bedarf es einer Bewilligung des Kantons, auf  Gebiet der Medizinalberuf ausgeübt wird (Art. 34 des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe [, MedBG; SR 811.11]). Unter den Begriff der universitären  fallen unter anderem Apothekerinnen und Apotheker (Art. 2 Abs. 1 Bst. d MedBG). Die Bewilligung zur Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung wird erteilt, wenn die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller ein entsprechendes eidgenössisches Diplom besitzt, vertrauenswürdig ist
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sowie physisch und psychisch Gewähr für eine einwandfreie  bietet und über die notwendigen Kenntnisse einer Amtssprache des Kantons verfügt, für den die Bewilligung beantragt wird (Art. 36 Abs. 1 MedBG). Wer als Apothekerin oder Apotheker in eigener fachlicher  tätig sein will, benötigt seit dem 1. Januar 2018 zusätzlich einen  Weiterbildungstitel als Fachapothekerin bzw. Fachapotheker (Art. 36 Abs. 2 MedBG). Einen solchen erhält, wer eine Weiterbildung in - oder Offizinpharmazie absolviert (Art. 5 Abs. 2 MedBG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 Bst. e und Anhang 3a der Verordnung vom 27. Juni 2007 über , Ausbildung, Weiterbildung und Berufsausübung in den universitären Medizinalberufen [Medizinalberufeverordnung, MedBV; SR 811.112.0]). Der Gesetzesausdruck «in eigener fachlicher Verantwortung» (« sous propre responsabilité professionnelle » bzw. «sotto la propria responsabilità ») meint eine Tätigkeit, die nicht weisungsgebunden ist, und geht  als der Begriff der «selbständigen Berufsausübung» (« exercice à titre indépendant » bzw. «libero esercizio») im alten Recht. So fallen nicht nur selbständige Apothekerinnen und Apotheker unter das , sondern auch solche, die zur Führung einer Apotheke angestellt sind (vgl. Botschaft des Bundesrats zur Änderung des MedBG, in BBl 2013 S. 6205 ff. [nachfolgend: Botschaft MedBG 2013], S. 6209 f., 6213).
2.2 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und im Besitz eines Apothekerdiploms der Universität Damaskus, Syrische Arabische  (vgl. Übersetzung Bescheinigung des Studienabschlusses vom 29.3.1998, Vorakten KAPA [act. 3A2]), sowie der Approbation als Apotheker der Apothekerkammer Niedersachsen, Deutschland (vgl.  vom 17.3.2015, Vorakten KAPA [act. 3A2]). Die MEBEKO hat das Apothekerdiplom des Beschwerdeführers am 4. April 2018 anerkannt (vgl. Anerkennungsbestätigung vom 4.4.2018, Vorakten GSI [act. 3A]). Der  verfügt hingegen weder über einen eidgenössischen noch einen ausländischen Weiterbildungstitel. – Es ist unbestritten, dass der  die allgemeinen Bewilligungsvoraussetzungen nach Art. 36 Abs. 1 MedBG erfüllt (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.2.1 S. 8). Mangels eines Weiterbildungstitels als Fachapotheker im Sinn von Art. 36 Abs. 2 MedBG kann ihm aber die Berufsausübungsbewilligung nicht erteilt werden. Auf Gesuch hin hat er jedoch eine befristete Stellvertretungsbewilligung er-
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halten, mit der er in beschränktem Umfang die Tätigkeit eines Apothekers mit Berufsausübungsbewilligung übernehmen kann (vgl. Verfügung KAPA vom 11.7.2019, Vorakten KAPA [act. 3A2]; vorne Bst. A sowie hinten E. 5.4.2).
3.
Der Beschwerdeführer bringt vor, die Verweigerung einer Bewilligung zur Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung widerspreche dem Freizügigkeitsabkommen (FZA; SR 0.142.112.681). Als Bürger , der in der Schweiz um eine Berufsausübungsbewilligung als  ersucht, kann er sich grundsätzlich auf das FZA berufen ( Sachverhalt; vgl. etwa BGer 2C_1058/2019 vom 30.4.2020 E. 2.3). Die massgebenden (europäischen) Rechtsgrundlagen präsentieren sich wie folgt:
3.1 Das FZA hat unter anderem zum Ziel, den Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) und der Schweiz ein Recht auf Einreise, Aufenthalt, Zugang zu einer unselbständigen Erwerbstätigkeit und Niederlassung als Selbständige einzuräumen (Art. 1 Bst. a FZA). Um den Staatsangehörigen den Zugang zu unselbständigen und selbständigen  und deren Ausübung zu erleichtern, treffen die  gemäss Anhang III die erforderlichen Massnahmen zur gegenseitigen Anerkennung der Diplome, Zeugnisse und sonstigen Befähigungsnachweise und zur Koordinierung ihrer diesbezüglichen Rechts- und  (Art. 9 FZA).
3.2 Die Schweiz hat sich in Anhang III des FZA verpflichtet, Diplome, Zeugnisse und sonstige Befähigungsnachweise gemäss den dort genannten Rechtsakten der EU anzuerkennen (Anhang III/A Ziff. 1 FZA). Zu diesen Rechtsakten gehört auch die Richtlinie (RL) 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. L 255 vom 30.9.2005 S. 22 ff.; Art. 2 des  Nr. 2/2011 vom 30.9.2011 des Gemischten Ausschusses , der mit Artikel 14 des Abkommens eingesetzt wurde, über die Än-
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derung von Anhang III [Gegenseitige Anerkennung von ], AS 2011 S. 4859 ff.). Die Richtlinie gilt für alle Staatsangehörigen eines Mitgliedstaats, die als Selbstständige oder abhängig Beschäftigte,  der Angehörigen der freien Berufe, einen reglementierten Beruf in einem anderen Mitgliedstaat als dem, in dem sie ihre Berufsqualifikationen erworben haben, ausüben wollen (Art. 2 Abs. 1 RL 2005/36/EG). Bei der  als Apothekerin bzw. Apotheker handelt es sich (in der Schweiz)  um einen reglementierten Beruf im Sinn der Richtlinie (vgl. Art. 3 Abs. 1 Bst. a RL 2005/36/EG; Art. 1 MedBG). Die Ausbildung von  und Apothekern, die Anerkennung von Ausbildungsnachweisen sowie die Ausübung der Tätigkeit sind in den Art. 21-23 und Art. 44 f. RL 2005/36/EG geregelt. Gemäss Art. 45 Abs. 2 der Richtlinie (anwendbar in der ursprünglichen Fassung vom 7.9.2005, vgl. Anhang III/A Ziff. 1 FZA; die neuste Version ist hier nicht massgebend und enthält im Übrigen soweit hier interessierend keine relevanten Anpassungen) sorgen die Mitgliedstaaten dafür, dass eine Person mit einem anerkannten Ausbildungsnachweis als Apothekerin bzw. Apotheker – gegebenenfalls vorbehaltlich des  einer ergänzenden Berufserfahrung – im Aufnahmestaat mindestens die folgenden Tätigkeiten aufnehmen und ausüben darf:
«a) Herstellung der Darreichungsform von Arzneimitteln,
b) Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln,
c) Arzneimittelprüfung in einem Laboratorium für die Prüfung von ,
d) Lagerung, Qualitätserhaltung und Abgabe von Arzneimitteln auf der Grosshandelsstufe,
e) Herstellung, Prüfung, Lagerung und Abgabe von Arzneimitteln in der Öffentlichkeit zugänglichen Apotheken,
f) Herstellung, Prüfung, Lagerung und Abgabe von Arzneimitteln in Krankenhausapotheken,
g) Information und Beratung über Arzneimittel.»
Dieses Mindesttätigkeitsfeld muss Inhaberinnen und Inhabern eines  Ausbildungsnachweises grundsätzlich in allen Vertragsstaaten  sein. Diesen steht es jedoch frei, die Aufnahme von  Tätigkeiten an zusätzliche Ausbildungsanforderungen zu knüpfen.  gelten gegebenenfalls auch für Inhaberinnen und Inhaber eines , der gemäss Richtlinie automatisch anerkannt wird (vgl. Erwägungsgrund 25 RL 2005/36/EG).
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4.
4.1 Infolge der Anerkennung seines Apothekerdiploms durch die MEBEKO hat der Beschwerdeführer Anspruch, in der Schweiz mindestens die in Art. 45 Abs. 2 RL 2005/36/EG umschriebenen Tätigkeiten auszuüben (Mindesttätigkeitsfeld; vgl. E. 3.2 hiervor). Die Bestimmung sieht zwar auch vor, dass die Vertragsstaaten als zusätzliches Erfordernis eine «ergänzende Berufserfahrung» verlangen können. Wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht, kennt die Schweiz aber keinen entsprechenden Vorbehalt. Ohnehin fällt der vorausgesetzte Weiterbildungstitel im Sinn von Art. 36 Abs. 2 MedBG nicht unter den Begriff der Berufserfahrung (vgl. Art. 3 Abs. 1 Bst. f RL 2005/36/EG) und kann für die Ausübung des Mindesttätigkeitsfelds nicht verlangt werden. Soweit also die Tätigkeit als Apothekerin bzw.  in eigener fachlicher Verantwortung zum Mindesttätigkeitsfeld  Art. 45 Abs. 2 der Richtlinie zu zählen ist, widerspräche das  Erfordernis eines Weiterbildungstitels Anhang III bzw. Art. 9 FZA. Es ist durch Auslegung zu ermitteln, ob dem so ist bzw. Art. 45 Abs. 2 der Richtlinie eine selbständige Tätigkeit bzw. eine eigene fachliche Verantwortung  oder ob dem FZA bereits Genüge getan ist, wenn der  unter fachlicher Aufsicht Zugang zum Mindesttätigkeitsfeld erhält. Für das Verständnis des FZA und damit auch der RL 2005/36/EG ist die einschlägige Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vor dem Zeitpunkt der Unterzeichnung des Abkommens (21.6.1999) massgebend (Art. 16 Abs. 2 FZA); später ergangene Urteile sind bei der Auslegung ebenfalls zu berücksichtigen. Das Bundesgericht weicht für die Auslegung  unionsrechtlicher Bestimmungen von Urteilen des EuGH nicht leichthin, sondern nur bei Vorliegen triftiger Gründe ab (BGE 147 V 285 E. 3.3.7, 147 II 375 E. 3.2, 146 II 89 E. 4.3, je mit Hinweisen; wegweisend: BGE 136 II 5 E. 3.4).
4.2 Das Verwaltungsgericht hatte bereits im Urteil 2019/334 vom 9. März 2020 in einer vergleichbaren Konstellation zu beurteilen, ob das  nach Art. 36 Abs. 2 MedBG für Apothekerinnen und  dem FZA widerspricht (vgl. auch vorne Bst. B). Es hat erwogen,  der EuGH-Rechtsprechung dürfe die Betätigung als Inhaberin bzw. In-
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haber einer Apotheke sowie die Errichtung einer solchen von der nationalen Regelung an weitere Ausbildungserfordernisse geknüpft werden. Somit  im europäischen Binnenmarkt für einen wesentlichen Aspekt der  in eigener fachlicher Verantwortung gerade keine Verpflichtung zur vorbehaltlosen Zulassung ausländischer Apothekerinnen und Apotheker. Auch gemäss Art. 21 Abs. 4 RL 2005/36/EG betreffend den Grundsatz der automatischen Anerkennung dürften Vertragsstaaten für die Errichtung von neuen, der Öffentlichkeit zugänglichen Apotheken zusätzliche  aufstellen. Zudem spreche das Fehlen einer ausdrücklichen  zur Art der Ausübung des Apothekerberufs in Art. 45 Abs. 2 RL 2005/36/EG dagegen, dass die Betätigung in eigener fachlicher  zum Mindesttätigkeitsfeld zähle. Ein solches Verständnis der Regelung entspreche durchaus Sinn und Zweck der Richtlinie, da diese sowohl die Freizügigkeit der selbständigen als auch der «abhängigen» Berufsausübung fördern wolle (VGE 2019/334 vom 9.3.2020 E. 3.4 mit Hinweisen).
4.3 Die Vorinstanz hat gestützt auf dieses Präjudiz zusammenfassend erwogen, dass sowohl die Tätigkeit als Inhaberin bzw. Inhaber einer  und die Neuerrichtung einer solchen als auch die Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung über das in Art. 45 Abs. 2 RL 2005/36/EG  Mindesttätigkeitsfeld hinausgingen. Es müsse daher zulässig sein, für die erwähnten weitergehenden Tätigkeiten zusätzliche Voraussetzungen wie einen Weiterbildungstitel vorzusehen. Dafür spreche auch, dass eine Apothekerin bzw. ein Apotheker mit Erteilung der  das Recht habe, eine Apotheke zu leiten. Da die Ausübung des  in eigener fachlicher Verantwortung nicht zum  von Art. 45 Abs. 2 RL 2005/36/EG gehöre, verstosse es nicht gegen europäisches Recht, wenn in Anwendung von Art. 36 Abs. 2 MedBG die  zur Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung nur bei Vorliegen eines eidgenössischen oder anerkannten ausländischen  erteilt werde (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.2.6).
4.4 Gegen diese Auslegung wendet der Beschwerdeführer zunächst ein, die RL 2005/36/EG unterscheide nach der fachlichen Tätigkeit und nicht nach der Art ihrer Ausübung (selbständig/unselbständig bzw. in /fremder fachlicher Verantwortung). Vom Mindesttätigkeitsfeld nach
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Art. 45 Abs. 2 RL 2005/36/EG nicht erfasst seien etwa die Anwendung von Arzneimitteln wie Impfungen. Die Unterscheidung, ob die in Bst. a-g  Tätigkeiten in eigener oder fremder fachlicher Verantwortung  werden, sei der Richtlinie und den EU-Mitgliedstaaten hingegen fremd (Beschwerde Rz. 14 ff.). – Art. 45 Abs. 2 RL 2005/36/EG enthält eine  verschiedener Tätigkeiten, die Personen mit einem  Ausbildungsnachweis einer Universität zwingend zugänglich sein müssen. Über die Art der Ausübung ist dem Wortlaut jedoch nichts zu  (vgl. Rumetsch/Poledna, Eidgenössischer Weiterbildungstitel im Apothekerbereich – Umsetzungsprobleme, in Jusletter vom 28.1.2019, Rz. 15). Art. 4 Abs. 1 der Richtlinie hält zur Wirkung der Anerkennung von Berufsqualifikationen allgemein fest, dass die betroffene Person berechtigt ist, ihren Beruf im Aufnahmemitgliedstaat aufzunehmen und unter denselben Voraussetzungen wie Inländerinnen und Inländer auszuüben. Die Richtlinie lässt jedoch zu, dass die Person nicht diskriminierende , die der Mitgliedstaat vorschreibt, erfüllen muss, soweit diese  gerechtfertigt und verhältnismässig sind (Erwägungsgrund 3). Die Richtlinie regelt die Bedingungen für die Ausübung reglementierter Berufe grundsätzlich nicht (vgl. Astrid Epiney, Zur Diplomanerkennung im  Schweiz – EU, in Jusletter vom 15.3.2021, Rz. 35). Es ist vielmehr Sache des Aufnahmemitgliedstaats, unter Beachtung des  entsprechende Voraussetzungen für die Berufsausübung festzulegen (vgl. auch Urteil EuGH C-125/16 vom 21.9.2017 i.S. Malta Dental  Association, Rz. 47 betreffend das Erfordernis, dass die Tätigkeiten einer Zahntechnikerin bzw. eines Zahntechnikers in Malta unter Mitwirkung einer Zahnärztin bzw. eines Zahnarztes auszuüben sind). Art. 36 Abs. 2 MedBG verhindert nicht, dass Apothekerinnen und Apotheker in der Schweiz die in Art. 45 Abs. 2 RL 2005/36/EG aufgelisteten Tätigkeiten ausüben, setzt aber für die Betätigung in eigener fachlicher Verantwortung einen  Weiterbildungstitel voraus, was mit Blick auf Art. 4 Abs. 1 RL 2005/36/EG zulässig erscheint. Hätten die Mitgliedstaaten abweichend von dieser allgemeinen Bestimmung für Apothekerinnen und Apotheker die Art der Berufsausübung regeln und insbesondere die selbständige Tätigkeit  nach Abschluss der universitären Ausbildung zwingend ermöglichen wollen, ist ohne weiteres anzunehmen, dass in Art. 44 f. RL 2005/36/EG und den zugehörigen Erwägungsgründen ein entsprechender ausdrücklicher
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Hinweis aufgenommen worden wäre. Dort finden sich jedoch keine  Anhaltspunkte. Angesichts der zentralen Bedeutung des  und des bewussten Zulassens von höheren  für darüber hinausgehende Tätigkeiten spricht mithin das  einer ausdrücklich positiven Regelung dagegen, dass die Betätigung in eigener fachlicher Verantwortung zum Mindesttätigkeitsfeld nach Art. 45 Abs. 2 RL 2005/36/EG gehört (vgl. VGE 2019/334 vom 9.3.2020 E. 3.4). Es ist nicht Ziel der Richtlinie, den betroffenen Personen zu ermöglichen, ihren Beruf im Aufnahmemitgliedstaat unter den von ihrem Ausbildungsstaat  festgelegten Bedingungen auszuüben (vgl. auch Schlussanträge des  vom 1.6.2017 zum Urteil EuGH C-125/16 vom 21.9.2017, Rz. 13). Entgegen dem Beschwerdeführer ist somit nicht relevant, dass das Unterscheidungskriterium der Berufsausübung in eigener oder fremder  Verantwortung der Richtlinie und den EU-Mitgliedstaaten, so  auch Deutschland, fremd sei. Vor diesem Hintergrund ist auch Art. 2 Abs. 1 RL 2005/36/EG zu sehen, der die Berufsausübung sowohl als «» als auch «abhängig Beschäftigte» erwähnt: Die Bestimmung und der zugehörige Erwägungsgrund 1 schreiben nicht vor, dass jeder in den  der Richtlinie fallende reglementierte Beruf in jedem  sowohl selbständig als auch unselbständig ausgeübt werden kann, sondern verdeutlichen einzig, welche Arten von Tätigkeiten  in den Anwendungsbereich der Richtlinie fallen können (selbständige und unselbständige Tätigkeiten sowie freie Berufe; vgl. Nina Gammenthaler, Diplomanerkennung und Freizügigkeit, Diss. Freiburg 2010, S. 142, 150). Wenn ein Vertragsstaat die unselbständige Ausübung mit der Anerkennung der entsprechenden Ausbildung zulässt, hingegen für die selbständige  weitere Bedingungen wie eine zusätzliche Weiterbildung fordert,  das nach dem Gesagten den Zielen der Richtlinie nicht.
4.5 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die Vorinstanz begründe ihre Auslegung zu Unrecht mit Art. 21 Abs. 4 RL 2005/36/EG sowie den  25 f. Diese regelten die Errichtung neuer Apotheken sowie den Betrieb von Apotheken, nicht aber die Tätigkeit der Apothekerinnen und Apotheker. Der Beschwerdeführer wolle keine neue Apotheke eröffnen,  als Angestellter in einer bestehenden Apotheke in eigener fachlicher Verantwortung tätig sein. Im Übrigen seien die beiden von der Vorinstanz
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erwähnten Urteile des EuGH nicht einschlägig, in denen es um die Frage der Betriebsbewilligung für eine durch einen Nicht-Apotheker betriebene  gehe (Beschwerde Rz. 18 f., 21 f.). – Die Erwägungsgründe 25 und 26 äussern sich nicht direkt zum Umfang des Mindesttätigkeitsfelds nach Art. 45 Abs. 2 RL 2005/36/EG, sondern halten bloss fest, dass die Richtlinie nicht sämtliche Bedingungen für die Aufnahme und die Ausübung der Tätigkeiten als Apothekerin bzw. Apotheker koordiniert, wobei als Hauptbeispiele die geografische Verteilung der Apotheken und das Abgabemonopol für  genannt werden, die weiterhin in die Zuständigkeit der Vertragsstaaten fallen. Auch die beiden Urteile des EuGH (C-171/07 und C-172/07 vom 19.5.2009 i.S. Apothekerkammer des Saarlandes u.a. sowie C-531/06 vom 19.5.2009 i.S. Kommission gegen Italien) betreffen diese Thematiken.  ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen, dass weder die Richtlinie noch die EuGH-Urteile die Frage nach der Zulässigkeit zusätzlicher  für die Tätigkeit als Apothekerin bzw. Apotheker in eigener fachlicher Verantwortung ausdrücklich positiv regeln bzw. entscheiden, was die Vorinstanz denn auch nicht behauptet. Den Urteilen ist aber zu , dass die Richtlinie keine Bedingungen für die Aufnahme der Tätigkeit der Apothekerin bzw. des Apothekers vorsieht, die den Kreis der Personen klarstellen würde, die zum Betrieb einer Apotheke berechtigt sind. Die  2005/36/EG lässt den Erlass von Vorschriften zur Organisation der  Apotheken unberührt (vgl. Urteil EuGH C-171/07 und C-172/07 vom 19.5.2009 i.S. Apothekerkammer des Saarlandes u.a., Ziff. 18, 20, C-531/06 vom 19.5.2009 i.S. Kommission gegen Italien, Ziff. 35, 37).  hinsichtlich der Organisation und der Leitung von Apotheken sind damit zulässig, solange sie objektiv gerechtfertigt und verhältnismässig sind (vgl. Erwägungsgrund 3 RL 2005/36/EG; E. 4.4 hiervor und hinten E. 5..4). Die Regelung der Tätigkeit als Apothekerin bzw. Apotheker in eigener fachlicher Verantwortung kann thematisch ohne weiteres im Bereich  Bedingungen angesiedelt werden, ermöglicht sie doch insbesondere die Führung einer Apotheke, sei es in einem Angestelltenverhältnis oder als selbständig erwerbstätige Person (vgl. auch Botschaft MedBG 2013 S. 6209 f.). Für diesen wesentlichen Teilbereich und Bestandteil der  in eigener fachlicher Verantwortung besteht im europäischen  gerade keine Verpflichtung zur vorbehaltlosen Zulassung  Apothekerinnen und Apotheker (VGE 2019/334 vom 9.3.2020
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E. 3.4). Vor diesem Hintergrund wird für die Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung zulässigerweise ein zusätzliches Ausbildungserfordernis , während es dem Beschwerdeführer unbenommen bleibt, unter  einer Berufskollegin oder eines Berufskollegen mit  als Apotheker die Tätigkeiten gemäss Art. 45 Abs. 2 RL 2005/36/EG auszuüben.
4.6 Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Beschwerdeführer ferner aus Erwägungsgrund 39 RL 2005/36/EG (vgl. Beschwerde Rz. 20). Dort ist festgehalten, dass es Aufgabe der Mitgliedstaaten ist, das Erfordernis einer angemessenen Fortbildung im Einzelnen zu regeln, so dass die  auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik bleiben.  kann nicht geschlossen werden, dass ein Weiterbildungserfordernis für den Bereich ausserhalb des Mindesttätigkeitsfelds gemäss Art. 45 Abs. 2 RL 2005/36/EG unzulässig ist.
4.7 Zusammenfassend hat die Vorinstanz zu Recht erwogen, die  des Apothekerberufs in eigener fachlicher Verantwortung gehöre nicht zum Mindesttätigkeitsfeld von Art. 45 Abs. 2 RL 2005/36/EG, weshalb das Erfordernis eines eidgenössischen Weiterbildungstitels gemäss Art. 36 Abs. 2 MedBG die Richtlinie nicht verletzt. Somit verstösst dieses –  der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde Rz. 25) – auch nicht gegen Art. 9 FZA. Aus der Bestimmung lassen sich für den  Fall keine weitergehenden Garantien ableiten als aus der . Art. 9 FZA hält bloss das Prinzip der gegenseitigen Anerkennung von Diplomen fest und regelt die Übernahme der in Anhang III FZA aufgelisteten Sekundärrechtsakte durch die Schweiz, so unter anderem der RL 2005/36/EG (vgl. Astrid Epiney, a.a.O., Rz. 13 ff.; Epiney/Blaser, in /Nguyen [Hrsg.], Code annoté de droit des migrations, Volume III:  sur la libre circulation des personnes, 2014, Art. 9 FZA N. 3 ff.).
5.
Der Beschwerdeführer rügt sodann weitere Verstösse gegen das FZA.
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5.1 Zunächst bringt er vor, mit dem Erfordernis eines eidgenössischen Weiterbildungstitels für Apothekerinnen und Apotheker nach Art. 36 Abs. 2 MedBG gehe eine materielle Diskriminierung aus Gründen der  einher, was dem Gleichbehandlungsgebot nach Art. 2 FZA  (Beschwerde Rz. 24). – Nach Art. 2 FZA dürfen die  einer Vertragspartei, die sich rechtmässig im Hoheitsgebiet einer  Vertragspartei aufhalten, bei der Anwendung des FZA gemäss den Anhängen I-III nicht aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit diskriminiert werden. Das Gleichbehandlungsgebot verbietet nach der bei der Auslegung des FZA zu berücksichtigenden Rechtsprechung des EuGH sowohl unmittelbare () Diskriminierungen aufgrund der Staatsangehörigkeit als auch alle  (verdeckten) Formen der Diskriminierung, die durch die Anwendung anderer Unterscheidungsmerkmale zum Ergebnis einer unterschiedlichen Behandlung je nach Staatszugehörigkeit führen würden. Danach sind auch solche innerstaatlichen Rechtsnormen und Massnahmen als mittelbar  zu qualifizieren, die geeignet sind, sich stärker auf  anderer Vertragsparteien als auf die Staatsangehörigen des  auszuwirken und infolgedessen Erstere besonders benachteiligen, ausser sie sind objektiv gerechtfertigt und verhältnismässig (zum Ganzen BGE 140 II 364 E. 6.1-6.3, 140 II 112 E. 3.2.1, 136 II 241 E. 12 und 13.1, je mit Hinweisen).
5.2 Eine unmittelbare Diskriminierung im Sinn des FZA liegt nicht vor: Das Weiterbildungserfordernis für Apothekerinnen und Apotheker nach Art. 36 Abs. 2 MedBG gilt ungeachtet der Staatsangehörigkeit der  Person. Hingegen ist nicht auszuschliessen, dass Angehörige von  durch das Erfordernis eines eidgenössischen Weiterbildungstitels stärker betroffen sind als Schweizer Staatsangehörige, da Letztere vermehrt einen solchen besitzen dürften (vgl. auch Astrid Epiney, a.a.O., Rz. 3). Wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht, ist zudem die Anerkennung ausländischer Weiterbildungstitel für Apothekerinnen und Apotheker im Sinn von Art. 21 MedBG in der Richtlinie 2005/36/EG nicht (ausdrücklich) . Ob das strittige Weiterbildungserfordernis allerdings wirklich mittelbar diskriminierend wirkt, scheint nicht restlos klar, kann aber dahingestellt , weil es objektiv gerechtfertigt und verhältnismässig ist, wie sich  ergibt:
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5.3 Einschränkungen des Grundsatzes der Nichtdiskriminierung können sowohl durch geschriebene Rechtfertigungsgründe wie die öffentliche  als auch durch (ungeschriebene) zwingende Erfordernisse des  gerechtfertigt sein. Unter Letztere fallen öffentliche Interessen, z.B. die Qualität der medizinischen Versorgung (vgl. Astrid Epiney, a.a.O., Rz. 20 S. 13 mit Hinweisen auf die EuGH-Praxis in Fn. 61). – Bezüglich des Eingriffs in die Wirtschaftsfreiheit, der ebenfalls ein öffentliches Interesse , um gerechtfertigt zu sein (vgl. hinten E. 6.1), bestreitet der  hinsichtlich des Weiterbildungserfordernisses das Bestehen eines solchen. Der Schutz der öffentlichen Gesundheit werde mit der  und den entsprechenden Voraussetzungen nach Art. 36 Abs. 1 MedBG genügend sichergestellt. Davon sei auch der Gesetzgeber bei der Einführung des MedBG im Jahr 2007 ausgegangen, da dort noch keine  für Apothekerinnen und Apotheker vorgesehen gewesen sei. Ebenso habe der Bundesrat in der Botschaft zur Revision des MedBG vom 20. März 2015 für die Tätigkeit als Apothekerin bzw. Apotheker in  fachlicher Verantwortung einen Weiterbildungstitel nicht als erforderlich erachtet. Die Weiterbildungspflicht sei erst von der nationalrätlichen  eingefügt worden, wobei die Gründe dafür nicht bekannt seien (vgl. Beschwerde Rz. 32 ff.).
5.3.1 Das MedBG trat auf den 1. September 2007 in Kraft. Ein  für die selbständige Berufsausübung gemäss Art. 36 Abs. 2 MedBG war damals nur für den ärztlichen und den chiropraktischen Beruf vorgesehen. Für Apothekerinnen und Apotheker war eine formelle Weiterbildung hingegen fakultativ. Der Bundesrat hielt in seiner Botschaft fest, dass zwar privatrechtliche Weiterbildungstitel in Offizin- und  existierten, die zu eidgenössischen Weiterbildungstiteln werden könnten. Eine solche Anerkennung sei aber nicht gleichzusetzen mit der  eines Weiterbildungsobligatoriums für die selbständige . Ein solches würde wegen der Tragweite des Eingriffs in die  eine entsprechende gesetzliche Grundlage erfordern (vgl. Botschaft des Bundesrats zum MedBG, in BBl 2005 S. 173 ff. [nachfolgend: Botschaft MedBG 2005], S. 203 f., 206 f.). Auch in der Botschaft vom 3. Juli 2013 zur Änderung des MedBG fehlte noch ein Weiterbildungserfordernis für Apothekerinnen und Apotheker. Erst die zuständige Kommission des Natio-
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nalrats schlug im Rahmen der parlamentarischen Beratungen nebst anderen Anpassungen des bundesrätlichen Entwurfs die Aufnahme von  über Impfungen sowie über Diagnosen und Behandlungen häufiger Gesundheitsstörungen ins Studium der Pharmazie sowie die Einführung  eidgenössischen Weiterbildungstitels als Bewilligungsvoraussetzung für den Apothekerberuf vor (vgl. AB N 2014 S. 1398 ff.). Diese  standen namentlich in Zusammenhang mit der damals bereits  Änderung von Art. 24 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 15. Dezember 2000 über Arzneimittel und Medizinprodukte (, HMG; SR 812.21; verabschiedet am 18.3.2016, AS 2017 S. 2745). Diese Bestimmung gewährt Apothekerinnen und Apothekern erweiterte Kompetenzen zur Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel auch ohne ärztliche Verschreibung. Grundsätzlich sollten Apothekerinnen und  besser in die medizinische Grundversorgung integriert werden. Vor  Hintergrund wurde eine Anpassung der Aus- und Weiterbildung für den Apothekerberuf als notwendig erachtet (vgl. AB N 2014 S. 1398 ff., 1399, 1401 f.; vgl. auch AB S 2014 S. 1077 ff., 1080). Der Bundesrat erklärte sich mit den Ergänzungsvorschlägen der nationalrätlichen Kommission  (vgl. AB N 2014 S. 1398 ff., 1402) und beide Räte nahmen die  Änderungen in der Grundausbildung von Apothekerinnen und Apothekern sowie die Einführung einer Weiterbildungspflicht für die Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung ohne eingehende Diskussion an (vgl. AB N 2014 S. 1398 ff., 1403, 1406; AB S 2014 S. 1077 ff., 1078, 1080).
5.3.2 Im Licht seiner Entstehungsgeschichte und der voranstehenden  zum Heilmittelrecht liegen die Gründe für die Ergänzung von Art. 36 Abs. 2 MedBG auf der Hand: Die Weiterbildungspflicht wurde  aufgrund von Entwicklungen in der Grundausbildung sowie der  Tätigkeiten mit grösserer Verantwortung von Apothekerinnen und Apothekern eingeführt. Dabei geht es um die Gewährleistung einer qualitativ hochstehenden pharmazeutischen Beratung und Versorgung sowie der  und damit um den Schutz der öffentlichen Gesundheit. Die Änderung von Art. 36 Abs. 2 MedBG stützt sich folglich auf gewichtige  Interessen, die das neue Erfordernis für eine Tätigkeit als  bzw. Apotheker in eigener fachlicher Verantwortung objektiv . Die Umstände haben sich im Vergleich zur Zeit der Einführung des
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MedBG im Jahr 2007 insbesondere mit den erweiterten Kompetenzen von Apothekerinnen und Apothekern bei der Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel wesentlich verändert (vgl. auch hinten E. 5.4.1). Der  kann daher aus der Tatsache nichts zu seinen Gunsten ableiten, dass der Gesetzgeber damals die universitäre Ausbildung als genügend  für eine selbständige Tätigkeit (vgl. Botschaft MedBG 2005 S. 203 f., 206 f.). Gleiches gilt für entsprechende Ausführungen des Bundesrats in der Botschaft zur Änderung des MedBG (vgl. Botschaft MedBG 2013 S. 6219), zumal dieser der Einführung eines Weiterbildungserfordernisses in den  Debatten ausdrücklich zustimmte (vgl. E. 5.3.1 hiervor).
5.3.3 Demnach ist das Erfordernis eines eidgenössischen  nach Art. 36 Abs. 2 MedBG von gewichtigen Anliegen des Schutzes der öffentlichen Gesundheit – und einhergehend damit – vom Allgemeinwohl getragen, so dass dadurch allenfalls bewirkte mittelbare Diskriminierungen aufgrund der Staatsangehörigkeit grundsätzlich gerechtfertigt sind.
5.4 Die Einschränkung muss zudem verhältnismässig sein, d.h. geeignet sowie erforderlich zur Erreichung des mit der Massnahme angestrebten Ziels, damit keine unzulässige mittelbare Diskriminierung vorliegt (vgl. Astrid Epiney, a.a.O., Rz. 20 S. 13 f.). – Der Beschwerdeführer bestreitet an sich nicht, dass die Weiterbildungspflicht ein für den Schutz der vorerwähnten öffentlichen Interessen geeignetes Mittel darstellt, wenn er ausführt, eine  «möge geeignet sein, die Qualität der Versorgung und damit die  Gesundheit zu erhöhen» (vgl. Beschwerde Rz. 37). Er erachtet aber die Massnahme weder als erforderlich noch als zumutbar und insofern nicht als verhältnismässig. Der Gesetzgeber sei davon ausgegangen, dass mit dem Erwerb des eidgenössischen Diploms die fachlichen Voraussetzungen für eine Berufsausübung als Apothekerin bzw. Apotheker in eigener fachlicher Verantwortung gegeben seien. Es bestünden zudem mildere Mittel, um die öffentlichen Interessen zu gewährleisten, so etwa der Nachweis von . Ausserdem sei das Weiterbildungserfordernis nicht zumutbar, weil die fehlende Bewilligung für eine Tätigkeit in eigener fachlicher  ihn bei der Wahl der Arbeitsstelle stark einschränke und auch  Nachteile zur Folge habe (Beschwerde Rz. 37 ff., ebenfalls zur  der Wirtschaftsfreiheit).
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5.4.1 Die Weiterbildungspflicht für Apothekerinnen und Apotheker, die in eigener fachlicher Verantwortung tätig sind, dient insbesondere dem Schutz der öffentlichen Gesundheit. Gerade bei der Abgabe rezeptpflichtiger  ohne ärztliche Verschreibung sind erhöhte Anforderungen an die Apothekerinnen und Apotheker zu stellen. Diese sollen dabei auch in einem gewissen Rahmen zur Entlastung von Ärztinnen und Ärzten beitragen , die ihrerseits eine obligatorische Weiterbildung absolvieren müssen, um in eigener fachlicher Verantwortung tätig zu sein (vgl. Art. 36 Abs. 2 MedBG). Die Kundschaft muss darauf vertrauen können, dass nur Personen zur  verschreibungspflichtiger Medikamente berechtigt sind, die über  und vertiefte pharmakologische Kenntnisse verfügen und Gewähr für eine korrekte und gefahrlose medizinische Behandlung und Versorgung . Die Weiterbildungspflicht stellt ein geeignetes Mittel dar, um die  Ziele zu erreichen. Mit einer Weiterbildung werden die in der  Ausbildung erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten, Fähigkeiten,  und die soziale Kompetenz erweitert und vertieft, so dass die Apothekerinnen und Apotheker ihre berufliche Tätigkeit eigenverantwortlich ausüben können (vgl. Art. 17 Abs. 1 MedBG). Gleich wie bei  und Chiropraktoren sowie Ärztinnen und Ärzten ist davon auszugehen, dass dem Bedürfnis an einer hochstehenden beruflichen Qualifikation der in eigener fachlicher Verantwortung tätigen Apothekerinnen und Apotheker nach der Erweiterung ihrer Kompetenzen nur durch eine fundierte Aus- und eine spezifische Weiterbildung Genüge getan werden kann (vgl. auch  MedBG 2005 S. 227). Die möglichen Weiterbildungsgänge für  und Apotheker sind akkreditiert (vgl. Art. 23 Abs. 2 MedBG),  sichergestellt wird, dass der erfolgreiche Abschluss die nötigen  und Kenntnisse vermittelt und die im MedBG vorgegebenen Ziele erreicht werden (vgl. Art. 22 Abs. 1 MedBG). Indem die Weiterbildungen  ausgestaltet sind und auch eine praktische Ausbildung  (vgl. Art. 25 Abs. 1 Bst. f MedBG), wird gewährleistet, dass die  theoretischen Kenntnisse durch eine genügende Berufserfahrung  werden. Allein berufliche Erfahrung zu fordern erscheint hingegen nicht als in gleicher Weise wirksames Mittel, da sie nicht im selben Mass und auf (ähnlich) leicht überprüfbare Art und Weise wie eine akkreditierte  sicherstellt, dass bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten erworben wurden. Ebenso wenig erscheint eine Pflicht zu periodischen Weiterbildun-
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gen als geeignetes milderes Mittel, da eine solche nicht von Beginn der  in eigener fachlicher Verantwortung an ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten garantiert. Auch der Vorschlag des Beschwerdeführers, bei  Weiterbildungstitel die Berufsausübung in eigener fachlicher  nur für bestimmte Leistungen zuzulassen, erweist sich nicht als gleichermassen geeignet, wobei die Tätigkeit als Apothekerin bzw.  ohne Weiterbildungstitel unter Aufsicht einer entsprechenden  zulässig ist und der Beruf so weitestgehend ausgeübt werden kann. Die Vorinstanz hat die Erforderlichkeit der streitigen Weiterbildungspflicht mithin zu Recht bejaht.
5.4.2 Die Zumutbarkeit zusätzlicher Berufsausübungsvoraussetzungen oder einer allenfalls damit verbundenen mittelbaren Diskriminierung ist zu verneinen, wenn diese im Vergleich zur Bedeutung der verfolgten Interessen unangemessen schwer wiegen. Ob eine in Frage stehende Massnahme in diesem Sinn zumutbar ist, ist durch Gewichten und Abwägen der im  Einzelfall auf dem Spiel stehenden öffentlichen und privaten Interessen zu ermitteln (vgl. statt vieler BGE 146 I 70 E. 6.4.3, 140 I 2 E. 9.2.2; BVR 2020 S. 17 E. 7.5.2, 2013 S. 105 E. 5.1, je betreffend die Zumutbarkeit von Grundrechtseingriffen; vgl. auch BGer 2C_236/2020 vom 28.8.2020 E. 6.4 f., 2C_853/2013 vom 17.6.2014 E. 9.1, 9.1.3). – Die Bewilligungspflicht für die Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung hat nicht zur Folge, dass der Beschwerdeführer nicht mehr als Apotheker tätig sein könnte. Vielmehr kann er seinen Beruf weiterhin ausüben, wenn auch «nur» (aber immerhin) unter der Aufsicht einer Apothekerin bzw. eines Apothekers mit . Das schränkt zwar seine Tätigkeitsmöglichkeiten ein Stück weit ein; es dürfte zutreffen, dass die Auswahl an Arbeitsstellen dadurch in einem gewissen Mass begrenzt wird und der Lohn im Durchschnitt etwas tiefer  als bei einer Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung. Der  wird dadurch aber nicht (wesentlich) härter getroffen als (ausländische und schweizerische) Berufskolleginnen und -kollegen in einer vergleichbaren Situation. Insbesondere gehen die arbeitsmarktlichen und  Konsequenzen nicht über das hinaus, was der Gesetzgeber zur Verfolgung der im öffentlichen Interesse liegenden Ziele in Kauf genommen hat. Im Übrigen verfügt der Beschwerdeführer über eine , mit der er bereits in beschränktem Umfang die Tätigkeit eines Apo-
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thekers mit Berufsausübungsbewilligung übernehmen kann (vgl. vorne E. 2.2). Sie ist (bzw. war) zwar befristet, kann aber verlängert werden (vgl. Merkblatt KAPA «Stellvertretung in öffentlichen Apotheken im Kanton Bern» vom 1.5.2021, abrufbar unter <www.gsi.be.ch>, Rubriken «Dienstleistungen/ Formulare, Gesuche und Bewilligungen Gesundheitsamt/Pharmazeutischer Dienst»). Die Bewilligung ist auf die – berufsbegleitende – Erlangung des Fachapothekertitels ausgerichtet; als Bedingung setzt sie die Anmeldung zu einer Weiterbildung voraus. Die Weiterbildung in Offizinpharmazie dauert grundsätzlich zwei und jene in Spitalpharmazie drei Jahre (vgl. Anhang 3a MedBV), weshalb die Stellvertretungsbewilligung ohne weiteres zur  der Zeitspanne bis zum Erlangen eines Weiterbildungstitels  dürfte. Nach dem Gesagten wiegt die zusätzliche  gegenüber den gewichtigen öffentlichen Interessen nicht  schwer; das Absolvieren einer berufsbegleitenden Weiterbildung ist zumutbar.
5.4.3 Aus diesen Gründen erweist sich die Verweigerung der  wegen fehlender Weiterbildung nicht als . Das private Interesse des Beschwerdeführers, in der Schweiz als Apotheker in eigener fachlicher Verantwortung tätig zu sein, ist den  öffentlichen Interessen am Schutz der öffentlichen Gesundheit – und einhergehend damit – der Allgemeinwohlförderung unterzuordnen. Somit liegt keine durch das Weiterbildungserfordernis allenfalls herbeigeführte,  mittelbare Diskriminierung im Sinn von Art. 2 FZA vor. Unter  Umständen steht die Weiterbildungspflicht für Apothekerinnen und Apotheker gemäss Art. 36 Abs. 2 MedBG auch nicht in Widerspruch zum Primärrecht bzw. den Grundfreiheiten wie der Personenfreizügigkeit, was der Beschwerdeführer denn auch (zu Recht) nicht vorbringt. Zwar könnte das Erfordernis eines eidgenössischen Weiterbildungstitels diese . Wie gesehen stützte sich eine allfällige Einschränkung jedoch auf  öffentliche Interessen und wäre verhältnismässig, weshalb keine Verletzung des Primärrechts vorliegt (vgl. auch Astrid Epiney, a.a.O., Rz. 22 ff., 27 ff.).
5.5 Soweit der Beschwerdeführer ferner geltend macht, die  für die Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung für Apothe-
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kerinnen und Apotheker stelle eine neue, im Licht von Art. 13 FZA  Beschränkung für Staatsangehörige der EU-Mitgliedstaaten dar (vgl. Beschwerde Rz. 26 f.), ist ihm mit der Vorinstanz Folgendes  (vgl. angefochtener Entscheid E. 3.2.7.3): Der sog. «Stand still» nach Art. 13 FZA beschränkt sich ausschliesslich auf den Bereich des  selber und schliesst Rechtsentwicklungen auf anderen Gebieten nicht aus. Die entsprechende Pflicht geht im Übrigen nicht weiter als das Verbot der mittelbaren (bzw. indirekten) Diskriminierung (BGE 130 I 26 E. 3.2.3, 3.4; vgl. BGer 2P.134/2003 vom 6.9.2004, in RDAF 2005 I S. 182 E. 10.3;  Boillet, in Amarelle/Nguyen [Hrsg.], Code annoté de droit des , Volume III: Accord sur la libre circulation des personnes, 2014, Art. 13 FZA N. 3). Art. 36 Abs. 2 MedBG betrifft nicht spezifisch Angehörige aus , sondern regelt unterschiedslos für alle Berufsleute die Pflicht einer Weiterbildung für die Tätigkeit als Apothekerin bzw. Apotheker in eigener fachlicher Verantwortung. Das Weiterbildungserfordernis könnte höchstens unter die Stillstandsklausel fallen, wenn eine unzulässige  Diskriminierung vorläge, was jedoch – wie dargelegt (vorne E. 5.2-5.4) – nicht der Fall ist.
6.
Der Beschwerdeführer beruft sich schliesslich auf die Wirtschaftsfreiheit.
6.1 Die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 23 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]) gewährleistet insbesondere die freie Wahl des Berufs sowie den freien Zugang zu einer privatwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit und deren freie Ausübung (vgl. etwa BGE 147 V 423 E. 5.1.3). Dieses Freiheitsrecht weist die Besonderheit auf, dass Eingriffe nicht beliebige öffentliche Interessen verfolgen dürfen. - oder standespolitische Massnahmen, die den freien Wettbewerb , um gewisse Gewerbezweige oder Bewirtschaftungsformen zu  oder zu begünstigen, sind unzulässig, ausser sie können direkt auf die Bundesverfassung oder ein kantonales Regalrecht abgestützt werden (sog. grundsatzwidrige Massnahmen; vgl. Art. 94 Abs. 4 BV). Grundsätzlich  sind dagegen andere im öffentlichen Interesse begründete Massnahmen,
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wie namentlich gewerbepolizeilich oder sozialpolitisch begründete  der Wirtschaftsfreiheit, sofern sie den üblichen  für die Einschränkung von Grundrechten (Art. 36 BV; Art. 28 KV)  (vgl. BGE 144 I 281 E. 7.2 [Pra 108/2019 Nr. 85], 140 I 218 E. 6.2 [Pra 104/2015 Nr. 1]; BVR 2020 S. 17 E. 7.2, 2002 S. 123 E. 6, 2002 S. 345 E. 8; zum Ganzen Giovanni Biaggini, BV-Kommentar, 2. Aufl. 2017, Art. 27 N. 28 ff., insb. N. 32, Art. 94 N. 3 ff.).
6.2 Die Tätigkeit als Apothekerin bzw. Apotheker in eigener fachlicher Verantwortung fällt in den Schutzbereich der Wirtschaftsfreiheit. Das  muss daher die Voraussetzungen für die  von Grundrechten erfüllen (Art. 36 BV; Art. 28 KV). Eine Bewilligungs- und gegebenenfalls eine Weiterbildungspflicht für die Ausübung einer  Erwerbstätigkeit stellt grundsätzlich einen schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit dar (vgl. BGE 122 I 130 E. 3b/bb; BGer 2C_1058/2019 vom 30.4.2020 E. 3.2, 2C_501/2016 vom 7.12.2016 E. 3.2; Botschaft MedBG 2013 S. 6213 f.). – Es ist unbestritten, dass das  für die Ausübung der Apothekertätigkeit in eigener  Verantwortung auf einer genügenden formell-gesetzlichen Grundlage beruht (Art. 36 Abs. 2 MedBG). Wie bereits bei der Rechtfertigung einer  mittelbaren Diskriminierung der Angehörigen von EU-Staaten , dient das Erfordernis dem Schutz der öffentlichen Gesundheit und  für die Einschränkung zulässigen gewichtigen öffentlichen Interessen (vgl. vorne E. 5.3). Die Weiterbildungspflicht erweist sich zudem als  und erforderliche Massnahme zum Schutz dieser Interessen und ist auch im Fall des Beschwerdeführers nicht unzumutbar. Die Einschränkung ist mithin verhältnismässig (vgl. vorne E. 5.4). Da einzig für die  in eigener fachlicher Verantwortung eine Weiterbildungspflicht , bleibt auch der Kerngehalt der Wirtschaftsfreiheit gewahrt (vgl. VGE 2019/334 vom 9.3.2020 E. 5). Demnach liegt keine Verletzung von Art. 27 BV bzw. Art. 23 KV vor.
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7.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist sowohl in Bezug auf das Haupt- als auch das Eventualbegehren . Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer  (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine  (vgl. Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).