Decision ID: 4ed69fe2-70a5-5bb6-8979-c815bd3d213a
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Die Beschwerdeführerin suchte am 10. März 2020 in der Schweiz um Asyl
nach. Am 12. März 2020 bevollmächtigte sie die ihr zugewiesene Rechts-
vertretung. Am 13. März 2020 fand ihre Personalienaufnahme, am 26. Mai
2020 ihre Befragung und am 18. Juni 2020 ihre Anhörung statt. Hierbei
machte sie geltend, ihr Vater habe sie seinen Gläubigern versprochen und
zwangsverheiraten wollen. Sie habe sich hierfür eine Bedenkzeit ausbe-
dungen. Im Dezember 2019 habe sie ein Mann in ein Fahrzeug ziehen
wollen, wovon er dann aber aufgrund der Passanten und ihres Schreiens
abgesehen habe. Wenige Zeit später sei sie in ein unbewohntes Haus ge-
zerrt worden, wo derselbe Mann begonnen habe, ihr die Kleider vom Leib
zu reissen. Als aber ein Schuss gefallen sei, habe er hiervon abgesehen.
B.
Am 25. Juni 2020 gab das SEM der Beschwerdeführerin Gelegenheit, sich
zum Entscheidentwurf zu äussern, die mit Schreiben vom 25. Juni 2020
ihre Stellungnahme einreichte.
C.
Mit Verfügung vom 29. Juni 2020 stellte das SEM fest, die Beschwerdefüh-
rerin erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte das Asylgesuch ab,
verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und beauftragte den zuständi-
gen Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung.
D.
Mit Eingabe vom 6. Juli 2020 reichte die Beschwerdeführerin beim Bun-
desverwaltungsgericht Beschwerde ein und beantragte, es sei die Verfü-
gung des SEM vom 29. Juni 2020 aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft
anzuerkennen und Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die Verfügung des
SEM aufzuheben und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Subeventuali-
ter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur Neube-
urteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht sei
die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und insbesondere von der
Erhebung eines Kostenvorschusses abzusehen.
E.
Mit Instruktionsverfügung vom 7. Juli 2020 bestätigte der Instruktionsrichter
den Eingang der Beschwerde und stellte fest, die Beschwerdeführerin
könne den Ausgang des Verfahrens einstweilen in der Schweiz abwarten.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG und entscheidet auf dem Gebiet
des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig (Art. 105 AsylG;
Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Die Beschwerdeführerin ist als Verfügungsad-
ressatin zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die
frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 108
Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).
2.
2.1 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-
gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des
Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5).
2.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im
Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten
Richterin oder eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weite-
rungen und mit summarischer Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1
und 2 AsylG).
3.
3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-
sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im
Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-
gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als
ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Le-
bens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psy-
chischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Gründen ist Rechnung
zu tragen (vgl. Art. 3 AsylG).
3.2 Die Flüchtlingseigenschaft muss nachweisen oder zumindest glaubhaft
machen, wer um Asyl nachsucht (Art. 7 Abs. 1 AsylG). Glaubhaft gemacht
ist die Flüchtlingseigenschaft, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind ins-
besondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet
oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder
massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt wer-
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den (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG). Das Bundesverwaltungsgericht hat die An-
forderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen in einem publizierten
Entscheid dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier ver-
wiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1, m.w.H.).
4.
Die Vorinstanz kommt in der angefochtenen Verfügung zum Schluss, die
geltend gemachten Vorbringen würden keine Drittverfolgung im Sinne des
Art. 3 AsylG darstellen. Kosovo sei ein verfolgungssicherer Staat. Die Be-
schwerdeführerin hätte sich somit an die staatlichen Schutzbehörden wen-
den können, was sie jedoch nicht getan habe. Es würden auch keine An-
haltspunkte vorliegen, die darauf schliessen lassen würden, die Beschwer-
deführerin erhalte von den Behörden keinen Schutz. Im Übrigen habe sie
widersprüchliche Aussagen gemacht.
5.
5.1 Nach Prüfung der Akten durch das Gericht ist in Übereinstimmung mit
der Vorinstanz festzustellen, dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin
weder den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft noch an das
Glaubhaftmachen standzuhalten vermögen, weshalb vorab auf die zutref-
fenden Erwägungen der Vorinstanz zu verweisen ist. Diese sind weder in
tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht zu beanstanden. Die angefoch-
tene Verfügung ist ausreichend begründet, zumal sich die Vorinstanz nicht
mit jedem Argument auseinanderzusetzen hat. Dass eine sachgerechte
Anfechtung möglich war, zeigt die Beschwerde selbst. Das rechtliche Ge-
hör wurde nicht verletzt. Der Sachverhalt ist ausreichend abgeklärt. Die
hierzu getätigten und nicht weiter substanziierten Rügen erweisen sich als
unbegründet.
Das Flüchtlingsrecht ist subsidiär ausgestaltet. Demnach ist eine Bedürf-
tigkeit nach internationalem Schutz dann anerkannt, wenn der Heimatstaat
den Betroffenen keinen Schutz bieten will oder kann (vgl. Entscheidungen
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK]
2006 Nr. 18 E. 10.1). Der Schutz gilt als ausreichend, wenn im Heimatstaat
eine funktionierende und effiziente Schutzinfrastruktur zur Verfügung steht,
also in erster Linie polizeiliche Aufgaben wahrnehmende Organe und ein
Rechts- und Justizsystem, das eine effektive Strafverfolgung ermöglicht;
diese Struktur muss den Betroffenen zugänglich sein (vgl. zu dieser soge-
nannten Schutztheorie BVGE 2011/51 E. 7.1–7.4). Der Kosovo zählt zu
den verfolgungssicheren Staaten (sog. Safe Country) im Sinne von Art. 6a
Abs. 2 Bst. a AsylG. Insofern gilt die Regelvermutung, dass im Kosovo
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keine asylrelevante staatliche Verfolgung stattfindet und Schutz vor nicht-
staatlicher Verfolgung gewährleistet ist, womit sich weitere Abklärungen
grundsätzlich erübrigen (Art. 40 AsylG i. V. m. Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG).
Es gelingt der Beschwerdeführerin weder in den Befragungen noch auf Be-
schwerdeebene diese Regelvermutung, wonach der Kosovo als verfol-
gungssicherer Staat schutzfähig und schutzwillig ist, umzustossen. Viel-
mehr machte die Beschwerdeführerin geltend, keine Hilfe bei der Polizei in
Anspruch genommen zu haben oder andere ernsthafte Vorkehrungen ge-
troffen zu haben (SEM-Akten A19 F10 ff. und F40). Mit diesem Verzicht
vermag sie das Fehlen einer staatlichen Schutzfähigkeit und -willigkeit
nicht zu belegen. Es sind den Akten auch keine Gründe zu entnehmen, die
es der Beschwerdeführerin nach ihrer Rückkehr in den Heimatstaat verun-
möglichen würden – sofern überhaupt notwendig – bei den entsprechen-
den Behörden um Schutz zu ersuchen. Ihre Erklärungen, sie habe ihre
Probleme nicht zur Anzeige gebracht, weil ihr Vater gesagt habe, sie dürfe
auf keinen Fall die Polizei avisieren und weil sie ihrem Vater keine Prob-
leme habe verursachen wollen oder weil die Polizei wahrscheinlich korrupt
sei (SEM-Akten A19 F10 f.), sind nicht geeignet, den Schutzwillen der Si-
cherheitsbehörden in Frage zu stellen. Weiter gelingt es ihr mit diesen Er-
klärungen auch nicht, die Unglaubhaftigkeit der Zwangsheirat zu widerle-
gen. Die Erklärungsversuche auf Beschwerdeebene sind nicht geeignet zu
einer anderen rechtlichen Würdigung der Aktenlage zu führen. Es trifft zwar
zu, dass die vorinstanzlichen Erwägungen zur Glaubhaftigkeit kurz ausge-
fallen sind. Vor dem Hintergrund der fehlenden Asylrelevanz ist dies jedoch
nicht zu beanstanden und die vorinstanzliche Schlussfolgerung – Unglaub-
haftigkeit der Zwangsheirat – erweist sich als zutreffend. So ist es nicht
nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdeführerin, die zunächst erklärt, sie
habe aufgrund der Gefahr kaum mehr das Haus verlassen, sich plötzlich
doch auf eine längere Busfahrt mit Umsteigen einlässt. Zudem trifft es zu,
dass die Erklärung unglaubhaft ist, sie habe ihre Tante nicht informiert, weil
sie befürchtet habe, nicht mehr bei ihr wohnen zu dürfen, hat doch der
Mann ihrer Tante die Ausreise organisiert und musste entsprechend orien-
tiert sein. Hätte die Beschwerdeführerin zudem tatsächlich unter dem
Druck einer bevorstehenden Zwangsheirat gelitten, wäre zu erwarten, dass
sie ihre Probleme zur Anzeige gebracht hätte, ohne auf das Wohlbefinden
ihres Vaters zu achten. Wäre es der Beschwerdeführerin wiederum tat-
sächlich um das Wohlbefinden ihres Vaters gegangen, hätte sie sich mit
ihrer Ausreise auch nicht den Gläubigern ihres Vaters entzogen. Sodann
mutet die Fristverlängerung bis zur Heirat unglaubhaft an und fallen die
diesbezüglichen Erklärungen der Beschwerdeführerin oberflächlich aus.
Im Übrigen bestätigte sie selbst, dass ihr Vater nach seiner Ausreise aus
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dem Kosovo 2015 nur noch ganz selten nach Hause gekommen sei um
Dokumente und Kleidung abzuholen (z. B. SEM-Akten A16 F20 und F50).
Schliesslich trifft zwar zu, dass die Ausführungen der Beschwerdeführerin
insgesamt wortreich ausgefallen sind. Die protokollierten Vorbringen hin-
terlassen jedoch einen unsubstantiierten und stereotypen Eindruck; ihnen
ist auch aus diesem Grund die Glaubhaftigkeit abzusprechen.
5.2 Es ist somit festzustellen, dass es der Beschwerdeführerin nicht gelun-
gen ist, einen flüchtlingsrechtlich bedeutsamen Sachverhalt darzulegen.
Die Feststellung der Vorinstanz, die Beschwerdeführerin erfülle die Flücht-
lingseigenschaft nicht, ist dementsprechend zu bestätigen. Die Vorinstanz
hat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt.
6.
Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung aus
der Schweiz, wenn es das Asylgesuch ablehnt oder darauf nicht eintritt. Die
Beschwerdeführerin verfügt weder über eine ausländerrechtliche Aufent-
haltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen (vgl.
BVGE 2009/50 E. 9). Die Wegweisung wurde zu Recht angeordnet.
7.
7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich, regelt die Vorinstanz das Anwesenheitsverhältnis nach den
gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Auslände-
rinnen und Ausländern (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]).
Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss
Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei
der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind wenigstens
glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).
7.2 Nach Art. 83 Abs. 3 AIG ist der Vollzug nicht zulässig, wenn völkerrecht-
liche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder
des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegen-
stehen. Da die Beschwerdeführerin die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllt,
ist das flüchtlingsrechtliche Rückschiebungsverbot von Art. 33 Abs. 1 des
Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge
(FK, SR 0.142.30) und Art. 5 AsylG nicht anwendbar. Die Zulässigkeit des
Vollzuges beurteilt sich vielmehr nach den allgemeinen verfassungs- und
völkerrechtlichen Bestimmungen (Art. 25 Abs. 3 BV; Art. 3 des Überein-
kommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame,
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unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe [FoK,
SR 0.105]; Art. 3 EMRK).
Weder aus den Akten noch aus der Beschwerde ergeben sich konkrete
Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin für den Fall einer Aus-
schaffung in den Kosovo dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer
nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung aus-
gesetzt wäre. Der Vollzug der Wegweisung ist zulässig.
7.3 Der Vollzug der Wegweisung kann nach Art. 83 Abs. 4 AIG unzumutbar
sein, wenn der Ausländer oder die Ausländerin im Heimat- oder Herkunfts-
staat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt
und medizinischer Notlage konkret gefährdet ist.
Im Kosovo herrscht keine Situation von Krieg, Bürgerkrieg oder allgemei-
ner Gewalt. Der Bundesrat hat den Kosovo denn auch als Staat bezeich-
net, in den eine Rückkehr in der Regel zumutbar ist (vgl. Art. 83 Abs. 3 AIG
i.V.m. Art. 18 der Verordnung über den Vollzug der Weg- und Ausweisung
sowie der Landesverweisung von ausländischen Personen [VVWAL,
SR 142.281] und Anhang 2 der Verordnung). Die Beschwerdeführerin
bringt keine Einwände in Bezug auf die Zumutbarkeit des Wegweisungs-
vollzuges vor. Um Wiederholungen zu vermeiden, ist auf die zutreffenden
Ausführungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen (angefoch-
tene Verfügung S. 7). Der Vollzug der Wegweisung ist sowohl in genereller
als auch individueller Hinsicht zumutbar.
7.4 Nach Art. 83 Abs. 2 AIG ist der Vollzug auch als möglich zu bezeichnen,
weil es der Beschwerdeführerin obliegt, sich die für eine Rückkehr allenfalls
notwendigen Reisedokumente bei der zuständigen Vertretung ihres Hei-
matstaats zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu BVGE 2008/34
E. 12).
7.5 Die Vorinstanz hat den Vollzug demnach zu Recht als zulässig, zumut-
bar und möglich erachtet. Damit fällt die Anordnung einer vorläufigen Auf-
nahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). Der Eventualantrag ist ab-
zuweisen.
8.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist
(Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen. Nach dem Gesagten
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gibt es auch keinen Anlass zur Rückweisung der Sache an die Vorinstanz;
der Subeventualantrag ist ebenfalls abzuweisen.
9.
9.1 Die Beschwerdeführerin beantragt die Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG. Aufgrund der vorstehenden
Erwägungen ergibt sich, dass ihre Begehren als aussichtslos zu gelten ha-
ben. Damit ist eine der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen nicht
gegeben, weshalb dem Gesuch nicht stattzugeben ist.
9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE], SR 173.320.2)
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Mit vorliegendem Urteil ist der An-
trag auf Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos
geworden.
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