Decision ID: 2ccfbc51-fd10-4d20-944a-be6aa7666a56
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_002
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: penal_law

betreffend mehrfache Misswirtschaft
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht, vom 1. November 2016 (GG160051)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 14. Juli 2016
(Urk. 25) ist diesem Urteil beigeheftet.
Urteil der Vorinstanz:
1. Der Beschuldigte ist in Bezug auf die A1._ GmbH nicht schuldig und
wird vom Vorwurf der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB frei-
gesprochen.
2. Der Beschuldigte ist in Bezug auf die B._ AG schuldig der Misswirt-
schaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB.
3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu
Fr. 100.– sowie mit einer Busse von Fr. 1'000.–.
4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre
festgesetzt.
5. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft
nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.
6. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 1'200.– ; die weiteren Auslagen betragen:
Fr. 1'100.– Gebühr für die Strafuntersuchung
7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem
Beschuldigten im Umfang von 4/5 auferlegt. Im Umfang von 1/5 werden die-
se auf die Staatskasse genommen.
8. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von
Fr. 1'000.– (inkl. MwSt.) für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse
zugesprochen.
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Berufungsanträge:
a) Des Beschuldigten:
(Urk. 52 und Prot. II S. 6, sinngemäss)
1. Freispruch vom Vorwurf der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1
StGB im Zusammenhang mit der B._ AG
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.
_

Erwägungen:
I. Formelles
a) Mit Urteil vom 1. November 2016 wurde der Beschuldigte verurteilt we-
gen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB im Zusammenhang mit der
B._ AG. Vom gleichen Anklagevorwurf im Zusammenhang mit der A1._
GmbH wurde er freigesprochen. Der Beschuldigte wurde mit einer bedingten
Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 100.– sowie mit einer Busse von
Fr. 1'000.– bestraft (Urk. 46).
Gegen dieses Urteil meldeten sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der
Beschuldigte am 7. bzw. 11. November 2016 Berufung an (Urk. 36 und 40). Am
23. bzw. 31. März 2017 gingen die Berufungserklärungen der Appellanten ein
(Urk. 48 und 52). Während die Staatsanwaltschaft mit ihrer Berufung den Frei-
spruch betreffend der A1._ GmbH, die Bemessung der Geldstrafe und die
Kosten- und Entschädigungsfolgen anfocht, liess der Beschuldigte einen vollum-
fänglichen Freispruch beantragen unter Übernahme der Kosten auf die Staats-
kasse und Entrichtung einer ordentlichen Prozessentschädigung. Unterm 26. April
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2017 erhob die Staatsanwaltschaft zudem Anschlussberufung, wobei sie im We-
sentlichen ihre Berufungsanträge erneuerte.
Am 15. August 2017 zog die Staatsanwaltschaft sowohl Berufung sowie An-
schlussberufung zurück (Urk. 62). Vom Rückzug dieser Rechtsmittel ist Vormerk
zu nehmen. Demnach ist der vorinstanzliche Teilfreispruch (Urteilsdispositivziffer
1) in Rechtskraft erwachsen, was vorab festzustellen ist. Gleiches gilt für die Kos-
tenaufstellung im einzelgerichtlichen Urteil (Ziffer 6). Gegenstand des Berufungs-
verfahrens ist somit noch der Anklagevorwurf zu Dossier 1.
b) Mit seiner Berufungserklärung liess der Beschuldigte mehrere Beweisan-
träge stellen (vgl. Urk. 52). Dass sich solche Beweisergänzungen erübrigen, wird
sich im Rahmen der Sachverhaltserstellung ergeben. Damit erweist sich der Fall
nach Durchführung der heutigen Berufungsverhandlung als spruchreif.
II. Anklagesachverhalt zu Dossier 1
a) Die Anklage wirft dem Beschuldigten im Zusammenhang mit der B._
AG vor, als (einziges) Mitglied des Verwaltungsrats dieser Gesellschaft spätes-
tens ab ca. 17. Juli 2013 erkannt zu haben, dass begründete Besorgnis einer
Überschuldung der Gesellschaft bestanden habe und er es dennoch unterlassen
habe, gemäss Art. 725 Abs. 2 OR eine Zwischenbilanz zu erstellen und diese
durch einen zugelassenen Revisor prüfen zu lassen oder gemäss Art. 716a
Abs. 1 Ziff. 7 OR die Bilanz zu deponieren d.h. den Richter wegen der Überschul-
dung zu benachrichtigen. Stattdessen habe der Beschuldigte am 11. Dezember
2013 die Aktien der Gesellschaft an einen anderen verkauft. Damit habe sich der
Beschuldigte durch arge Nachlässigkeit in der Berufsausübung, welche die prekä-
re Vermögenslage der B._ AG vor dem Konkurs noch verschlimmert habe,
der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB schuldig gemacht (Urk. 25).
Die Vorinstanz hat die Beweiswürdigung bezüglich der Finanzlage der
B._ AG unter Hinweis auf die Verflechtung der äusseren und inneren Sach-
verhalte mit rechtlichen Fragen im Rahmen der rechtlichen Würdigung vorge-
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nommen. Allerdings kann die Erstellung dessen, dass objektiv gesehen Grund zur
Befürchtung einer Überschuldung bestanden und der Beschuldigte dies erkannt
und in Kauf genommen habe, durchaus im Rahmen der Sachverhaltserstellung
erfolgen.
Das Einzelgericht ist der Anklage zu Dossier 1, wonach die behauptete fi-
nanzielle Situation eingetreten sei, grundsätzlich gefolgt, hat den Zeitpunkt, ab
welchem der Beschuldigte Grund zur Besorgnis betreffend der Überschuldung der
Gesellschaft gehabt haben müsse, aber nicht, wie in der Anklageschrift behaup-
tet, auf spätestens ca. 17. Juli 2013, sondern auf spätestens Ende Oktober 2013
festgelegt (Urk. 46 S. 16).
b) Unbestritten ist, dass die B._ AG ab Anfang 2013 Betreibungen
aufwies. Allein bis zur Veräusserung der Aktien der Gesellschaft (Vertragsschluss
am 20. November 2013; SHAB-Publikation am 11. Dezember 2013) hat der Be-
schuldigte über zwanzig Mal Rechtsvorschlag erhoben (Urk. D1/4/1; Code 104 =
Rechtsvorschlag). Für ihn kann diese Entwicklung keine Überraschung gewesen
sein, hat er doch die meisten der den Betreibungen zugrundeliegenden Lieferan-
tenrechnungen bereits im Vorjahr (2012) oder in der ersten Hälfte des Jahres
2013 erhalten und sie seither unbezahlt gelassen. Insbesondere die Rechnungen
der C._ GmbH über total Fr. 240'000.– und damit der grösste Posten waren
schon im Juli und Oktober 2012 gestellt worden (Urk. D1/5/3) und es war ob der
Höhe des Betrags mit einer anschliessenden Betreibung der Forderung zu rech-
nen, was denn auch im September und Oktober 2013 eintrat. Im Verlaufe des
Monats Oktober 2013 schlossen sich in schneller Kadenz weitere Betreibungen
von Lieferanten im Gesamtbetrag von zusätzlichen Fr. 100'000.– an. Diese Be-
treibungsflut sollte in den anschliessenden Monaten nicht versiegen, sondern sich
wegen zahlreichen weiteren unbezahlt gebliebenen Rechnungen aus der Zeit der
Geschäftstätigkeit des Beschuldigten noch steigern. Wenn die Vorinstanz auf-
grund dieser Dynamik darauf schloss, dass der Beschuldigte spätestens Ende
Oktober 2013 erkannt haben müsste, dass die Gesellschaft in eine Überschul-
dung gleiten würde, so ist dies aufgrund der besagten Umstände nachvollziehbar
und deshalb als erstellt zu betrachten.
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c) Nun liess der Beschuldigte dagegen vor Vorinstanz (Urk. 32 S. 2 ff.), im
Rahmen seiner Berufungserklärung (Urk. 52 S. 3) sowie persönlich vor Beru-
fungsgericht (vgl. Prot. II S. 16 f.) vorerst einwenden, dass die in Betreibung ge-
setzten Forderungen gar nicht bestanden hätten, als bestritten gelten würden
oder schon damals getilgt worden seien. Darauf ist, soweit es die Betreibungen
bis Ende Oktober 2013 angeht, näher einzugehen. Diesbezüglich liegen den auch
– abgesehen von den Betreibungen D._ und E._ Transporte, welche für
den Anklagevorwurf nicht signifikant erscheinen – Unterlagen der betroffenen
Firmen in den Akten (vgl. Urk. D1/5/1-6). Vorweg ist zu betonen, dass dafür, dass
hinsichtlich der vom Beschuldigten bestrittenen Forderungen, soweit ihnen provi-
sorische Rechtsöffnung erteilt worden sein muss, nichts darauf hindeutet, dass
der Beschuldigte etwa Aberkennungsklagen geführt hätte und damit durchge-
drungen wäre, ansonsten diese Betreibungen nicht bis zur Konkursandrohung
und darüber hinaus hätten fortgesetzt werden können (vgl. Urk. D1/4/1-2; Code
207 = Konkursandrohung).
Bei der Betreibung der F._ AG vom 25. Januar 2013 soll gemäss An-
gabe des Beschuldigten die B._ AG nur ersatzweise betrieben worden sein,
weil die C._ GmbH als angebliche Bestellerin der Dienstleistungen der
F._ AG diese nicht bezahlt habe (Urk. 32 S. 2). Aus den Akten geht jedoch
hervor, dass die Lieferungen der F._ AG in der Zeit vom 19. bis 22. Juni
2012 erfolgt waren und der B._ AG dafür schon am 4. Juli 2012 Rechnung
gestellt worden war (Urk. D1/5/1). Die vom Beschuldigten behauptete bloss er-
satzweise erfolgte Betreibung ist deshalb widerlegt. Anlässlich der Berufungsver-
handlung machte der Beschuldigte sinngemäss geltend, dass die Forderungen
der F._ AG (durch die B._ AG) getilgt worden seien (vgl. Prot. II S. 16),
was aufgrund des Widerspruchs zu seinem früheren Standpunkt als nachgescho-
bene Schutzbehauptung gewertet werden muss.
Zur Betreibung der G._ AG vom 17. Juli 2013 machte der Verteidiger
des Beschuldigten vor Vorinstanz keinerlei Einwendungen (vgl. 32). Dass das
Produkt vom Beschuldigten im Namen der B._ AG am 22. Oktober 2012 be-
stellt worden war und die B._ AG deshalb Schuldnerin geworden ist, geht be-
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reits aus den Details der Rechnung der Lieferfirma vom 27. Dezember 2012 her-
vor (vgl. Urk. D1/5/2). Anlässlich der Berufungsverhandlung machte der Beschul-
digte geltend, dass lediglich die Hälfte der Forderung der G._ AG nicht be-
zahlt gewesen sei (vgl. Prot. II S. 17), womit indes, selbst wenn dies zutreffend
sein sollte, im Rahmen der Sachverhaltserstellung nichts zu Gunsten des Be-
schuldigten abgeleitet werden kann, da dies an der Begründetheit der Betreibung
grundsätzlich nichts zu ändern vermag.
Der Einwand des Beschuldigten, dass die Betreibung der B._ AG durch
die C._ GmbH lediglich ersatzweise für die eigentliche Schuldnerin, die
H._ AG, erfolgt sei, da diese am 3. September 2013 in Konkurs gefallen sei
(Urk. 32 S. 2f.), erweist sich bereits aus zeitlichen Gründen als nicht stichhaltig:
Die Rechnungen der C._ GmbH an die B._ AG datieren aus dem Jahre
2012, somit lange vor dem Konkurs der H._ AG. Der weitere Einwand des
Beschuldigten, dass zwischen der B._ AG und der C._ GmbH gar keine
vertraglichen Beziehungen bestanden hätten (a.a.O. S. 3; vgl. auch Prot. II S. 16
und 17), widerlegte er dann sogleich selber, indem er einräumte, die B._ AG
habe der C._ GmbH dennoch immerhin Fr. 80'000.– bezahlt (a.a.O.; Prot. II
S. 17), was sicher nicht grundlos geschehen sein kann.
Gegen die Betreibung der I._ AG liess der Beschuldigte sodann ein-
wenden, diese Forderung sei "soweit ausgewiesen" von dritter Seite beglichen
worden. Aus den Unterlagen der I._ AG (Urk. D1/5/4) ist allerdings ersicht-
lich, dass es die B._ AG war, die drei der fünf Rechnungen der I._ AG,
welche alle aus der gleichen Zeit stammen und einer Baustelle der B._ AG
zuzuordnen sind, bezahlt hat, was die Rechtsbeziehung der beiden Firmen belegt
(Urk. D1/5/4). Die übrigen beiden Rechnungen, datiert vom 15. Juni 2013 und
30. Juni 2013, blieb die B._ AG hingegen trotz Mahnung schuldig. Rund zwei
Monate nach Verfall der Zahlungsfristen hob die I._ AG die Betreibung ge-
gen die B._ AG an (Urk. D1/4/1. Der Einwand des Beschuldigten betreffend
die Begleichung der betriebenen Forderungen durch einen Dritten erweist sich
damit als blosse Schutzbehauptung.
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Was die ebenfalls im Oktober 2013 angehobene Betreibung der J._
Schweiz AG gegen die B._ AG angeht, so wird diese Forderung vom Be-
schuldigten als ausgewiesen eingeräumt (Urk. 32 S. 3 unten). Auch diese Betrei-
bung kann deshalb als gerechtfertigt angesehen werden.
Es bleibt die am 30. Oktober 2013 betriebene Forderung der K._ AG.
Diesbezüglich blieb der Beschuldigte jegliche Substantiierung der angeblich er-
folgten teilweisen Bezahlung schuldig (vgl. Urk. 32 S. 4 oben). Es ist deshalb nicht
weiter darauf abzustellen. Aus der rudimentären Stellungnahme des Beschuldig-
ten geht immerhin hervor, dass ein Vertragsverhältnis zwischen den beiden Ge-
sellschaften bestanden hat und die B._ AG Zahlungsschuldner war.
All diese Erwägungen lassen gesamthaft den Schluss zu, dass die von Ja-
nuar bis Oktober 2013 gegen die B._ AG in Betreibung gesetzten Forderun-
gen nicht einfach als nicht existent und haltlos bezeichnet werden können, wie der
Beschuldigte geltend macht. Auch die Behauptung des Beschuldigten, dass die
Forderungen teilweise "schon damals" getilgt worden seien, vermag nicht zu
überzeugen, ansonsten die Betreibungen – abgesehen von der F._ AG und
der C._ GmbH – von den soweit ersichtlich seriösen Lieferfirmen nicht fort-
gesetzt worden wären. Der Beschuldigte als Organ der B._ AG durfte all die
Betreibungen deshalb nicht einfach in den Wind schlagen, sondern musste sie
ernst nehmen.
d) In zweiter Linie lässt der Beschuldigte gegen die Annahme, es habe im
Jahre 2013 eine Überschuldung der B._ AG bestanden bzw. eine solche ha-
be ernstlich befürchtet werden müssen, einwenden, dass nicht nur die Passiv-,
sondern auch die Aktivseite der B._ AG berücksichtigt werden müsse
(Urk. 32 S. 8 f.). Die B._ AG habe damals nämlich offene Forderungen von
mind. Fr. 800'000.–, ja mehr als einer Million Franken gehabt (a.a.O. und Prot. I
S. 6, vgl. auch Prot. II S. 18).
Dem hat bereits die Vorinstanz zutreffend entgegnet, dass dies an der be-
gründeten Besorgnis einer Überschuldung nichts zu ändern vermöge: Die Forde-
rungen von über insgesamt Fr. 347'000.– aus dem Bauprojekt "L._" würden
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vom Jahre 2012 und der ersten Jahreshälfte 2013 datieren und seien im Oktober
2013 noch immer offen resp. nicht bezahlt gewesen (Urk. 46 S. 17f.). Zu ergän-
zen ist, dass auch das Bauvorhaben ..., woraus der B._ AG noch Forderun-
gen über Fr. 250'000.– zustehen sollen, aus dem Jahre 2012 stammt (Baubeginn
15. August 2012; vgl. Urk. 33/14B), auch wenn es in den Monaten Juni bis August
2013 noch Nacharbeiten gab (vgl. Urk. D1/5/4, D1/5/9, D1/5/11 und D1/5/13).
Gleiches gilt für das Bauvorhaben in ... SG, worüber ein Werkvertrag mit beauf-
tragten Baumeisterarbeiten in Höhe von gegen Fr. 300'000.– vorliegt, welches mit
einem Baubeginn im November 2012 und einem Bauende im Juni 2013 veran-
schlagt worden war (vgl. Urk. 33/4 Blatt 9). Der Vertrag wurde jedoch erst am
2. Mai 2013 unterzeichnet. Ob gestützt darauf Arbeiten begonnen wurden, ist
nicht bekannt. Wie der Beschuldigte dennoch bereits ein Guthaben aus diesem
nicht nachweislich realisierten bzw. erst im Anfangsstadium befindlichen, jeden-
falls nicht zu Ende geführten Bauvorhaben von ca. Fr. 110'000.– haben soll, wie
er behaupten lässt (Urk. 32 S. 9), ist nicht nachvollziehbar.
Der Beschuldigte räumte im Übrigen ein, dass die von ihm beauftragten "bil-
ligen" Firmen und Handwerker teilweise schlecht gearbeitet hätten und die Bau-
herren aus diesem Grund die Zahlungen an die B._ AG als Generalunter-
nehmerin nicht geleistet hätten (Urk. D1/2 S. 7). Offensichtlich hatte der Beschul-
digte das klassische Risiko eines Generalunternehmers weder organisatorisch
noch administrativ voll im Griff. Da erstaunt es nicht, dass die Bezahlung von Sei-
ten der Bauherren an die B._ AG zu erheblichen Teilen ausgeblieben ist. Der
Beschuldigte selber beschreibt die Situation so: "Die Geschäfte liefen scheisse"
(Urk. D1/2 Rz 30); im Jahre 2012 habe man die Rechnungen der Lieferanten und
Dienstleister nebst dem Geschäftsaufwand noch knapp bezahlen können; im Jah-
re 2013 sei dies dann nicht mehr möglich gewesen (Urk. D1/2 S. 4f.). Wenn aber
Mängel in der Ausführung der Arbeiten die Gründe der Bauherren für teilweise
Zahlungsverweigerung waren, so sind die vom Beschuldigten geltend gemachten
hohen Ausstände an Zahlungen diverser Bauherren in Wahrheit Maximalforde-
rungen, die sich nur bei einwandfreier Auftragserfüllung ergeben hätten.
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Soweit trotzdem in gewissem Umfang berechtigte Forderungen der B._
AG gegenüber Bauherren bestanden haben sollten, so ist mit der Vorinstanz fest-
zustellen, dass im Falle, dass Drittschuldner über eine längere Zeit die Bezahlung
von berechtigt erscheinenden Forderungen verweigern und die betreffende Ge-
sellschaft, hier die B._ AG, nicht über ausreichende (Reserve-) Liquidität ver-
fügt, sie zwangsläufig früher oder später ihren eigenen Verpflichtungen nicht mehr
nachkommen kann. Unter solchen Umständen und insbesondere wenn nicht ein-
mal mehr Liquidität für die gerichtliche Durchsetzung der als berechtigt angese-
henen Forderungen besteht, muss die ausbleibende Bezahlung von Rechnungen
durch Debitoren, selbst wenn diese Ansprüche berechtigt gewesen sein sollten,
klarerweise als Zeichen für die begründete Besorgnis einer Überschuldung ge-
wertet werden (Urk. 46 S. 21). Der Beschuldigte hätte, wie die Vorinstanz richtig
feststellte, selbst unter Berücksichtigung der angeblich berechtigten offenen For-
derungen aus mehreren Bauvorhaben spätestens Ende Oktober 2013 Grund zur
Besorgnis über eine Überschuldung seiner Aktiengesellschaft haben sollen und er
hätte seinen Pflichten als Organ dieser Gesellschaft nachkommen müssen, was
er aber nicht tat.
Gemäss Anklage hat der Beschuldigte, indem er nicht durch eine Zwischen-
bilanzierung abklärte, ob eine Überschuldung bereits vorgelegen habe und auch
nicht unter Annahme einer solchen bereits den Richter benachrichtigte, sondern
untätig geblieben ist, die Verschleppung des Konkurses bewirkt und damit zufolge
der weiterlaufenden Kosten (wie z.B. Miete der Büroräumlichkeiten für monatlich
Fr. 7'000.– sowie Leasingraten und anderes mehr; vgl. Urk. D1/2 S. 6ff.) die Ver-
mögenslage der B._ AG verschlimmert. Die Vorinstanz hat dies bestätigt und
hielt fest, dass wenn über die B._ AG bereits Ende Oktober 2013 der Kon-
kurs eröffnet worden wäre, notorischerweise eine Reihe von Kosten, die bis zu
der erst ein halbes Jahr späteren Konkurseröffnung weiter anfielen, entfallen wä-
ren, sie nun aber die Konkursmasse geschmälert hätten. Das pflichtwidrige Untä-
tigbleiben des Beschuldigten sei damit – nebst einem allfällig ebenso schädigen-
den Verhalten des Erwerbers der B._ AG – zumindest mitursächlich für die
Verschlimmerung der Überschuldung gewesen. Dem kann nur beigepflichtet wer-
den.
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e) Auch in subjektiver Hinsicht ist der Sachverhalt der Anklage unter Dossi-
er 1 als gegeben zu betrachten. Der Beschuldigte war einziges Organ der Aktien-
gesellschaft. Die Rechnungen und die Zahlungsbefehle gelangten über die Ad-
resse der B._ AG an ihn. Er war es, der regelmässig Rechtsvorschlag erhob.
Zwar geht aus dem in den Akten liegenden, vom Beschuldigten stammenden
Schriftverkehr (Rechnungen, Mahnungen, Debitorenlisten, sonstige Aufstellungen
etc.) hervor, wie administrativ unbedarft und unorganisiert er die Geschäfte im
Namen der B._ AG betrieben hat. Es wird deutlich, dass er der komplexen
Aufgabe eines Generalunternehmers, der gleichzeitig mehrere Baustellen zu be-
dienen hatte, nicht ausreichend gewachsen war, vor allem wenn Probleme auf-
tauchten. Dennoch schützt ihn der Umstand, dass er ein "Baumensch" war und
ist, wie vor Vorinstanz plädiert wurde, und er "sich deshalb nicht mit Forderungen
herumschlagen" wollte bzw. "die ganze Debitorenbewirtschaftung und die hiermit
einhergehenden rechtlichen Auseinandersetzungen (...) nicht seine Sache" ge-
wesen seien (Prot. I S. 7 und 8), nicht vor der Verantwortung. Entgegen der Dar-
stellung seiner Verteidigung vor Vorinstanz hat er sich, solange er es noch als
sinnvoll erachtete, nämlich bis etwa Ende 2012 (vgl. Urk. 33/14A-D), durchaus –
wenn auch nicht sehr professionell – um seine Debitoren gekümmert und mit
ihnen korrespondiert. Aber spätestens im Herbst 2013 scheint er die Hoffnung,
dass er das Steuer noch herumreissen und die AG retten könne, aufgegeben zu
haben ("Es wurde dann mühsam, ich hatte keine Lust mehr"; "Ich hatte die Nase
voll und kontaktierte meinen Treuhänder. Er sagte dann, einen Verkauf der
B._ AG einzufädeln"; Prot. I S. 9 und 14). In letzter Konsequenz, mit wel-
chem Motiv auch immer, hat der Beschuldigte dann die B._ AG mit Vertrag
vom 20. November 2013 abgestossen (Urk. D1/8/2). Dass er vom Erwerber nicht
einmal den ganzen behaupteten, eher mickrigen Kaufpreis von Fr. 5'000.– erhal-
ten haben soll, wie sein Verteidiger vor Vorinstanz plädierte (Prot. I S. 10 oben),
zeigt, sollte dies denn zutreffen, wie wenig werthaltig die AG trotz der behaupte-
ten Debitorenguthaben noch war. Im Übrigen nannte der Beschuldigte bezüglich
des angeblich aus dem Verkauf der AG erzielten Erlöses so unterschiedliche Be-
träge (Fr. 15'000.–, 10'000.– oder 50'000.–; vgl. Prot. I S. 10 oben, Urk. D1/2
S. 16ff., D1/18 S. 3, D1/8/2), dass grösste Zweifel bestehen, ob überhaupt ein
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solcher Erlös vereinbart war. Beim Abstossen überschuldeter Gesellschaften ist
denn auch oft zu beobachten, dass der sich der Gesellschaft und damit seiner
weiteren Verantwortung Entledigende dem Erwerber dafür etwas zahlt und nicht
umgekehrt. Wie es vorliegend war, ist nicht bekannt. Umständehalber und auf-
grund der Aussagen des Beschuldigten ist jedoch klar, dass es beim Loswerden
der B._ AG um eine Art Entsorgungshandlung ging und nicht etwa um eine
Geschäftsaufgabe zufolge vom Beschuldigten erkannter Geschäftsunfähigkeit
oder wegen eines unverschuldeten Gesamtverlustes. Dies ergibt sich auch aus
der Tatsache, dass sich der Beschuldigte wenige Wochen später für immerhin
Fr. 10'000.– erneut einen Aktienmantel beschaffte, dessen Name und Sitz änder-
te und mit dieser neuen M._ AG (unter Mitnahme eines Teils des Fahrzeug-
parks der alten AG) seine Geschäfte in der gewohnten Weise weiterführte, nicht
ohne bald eine neue Betreibungswelle auszulösen (vgl. Urk. D1/4/3, 60/2, 60/3).
Die sofortige Ersatzbeschaffung eines Aktienmantels zeigt, dass es dem Be-
schuldigten klar war, dass ein erneutes Auftreten in der Baubranche wegen der
damit verbundenen Vorteile (weitgehende Wahrung der Anonymität, Anschein
von Bonität und damit verbunden die Möglichkeit, als Generalunternehmer aufzu-
treten) nur mittels einer Aktiengesellschaft erfolgversprechend sein konnte. Dass
in einem Falle, dass ständig Betreibungen eingehen würden und fällige Rechnun-
gen nicht mehr bezahlt werden könnten, ernsthaft befürchtet werden müsse, dass
die Firma überschuldet sei, sah der Beschuldigte in der Befragung immerhin ein
(Urk. D1/18 S. 5).
f) Zusammengefasst ist festzuhalten, dass keine Zweifel daran verbleiben,
dass der Beschuldigte spätestens Ende Oktober 2013 die prekäre finanzielle La-
ge seiner damaligen Aktiengesellschaft erkannt, folglich an ihr sein Interesse ver-
loren und mit ihrer Veräusserung und dem anschliessenden Sich-Futieren die
Verschlimmerung der Situation bewusst in Kauf genommen hat.
g) An der Pflichtwidrigkeit dieses, die prekäre finanzielle Situation der Ge-
sellschaft verschlimmernden Verhaltens des Beschuldigten ändert letztlich sein
Motiv zur Übertragung der B._ AG an N._ nichts. Die Veräusserung als
solche macht ihm die Staatsanwaltschaft denn auch nicht zum Vorwurf, sondern
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die Verschlimmerung der Vermögenslage durch Hinausschieben des Konkurses.
Welche Absicht hinter der Veräusserung gestanden hat, kann deshalb letztlich of-
fen bleiben. Die mit der Berufungserklärung (Urk. 52) beantragte ergänzende Be-
fragung des Erwerbers des Aktienpaketes bzw. der Beizug der diesen selber be-
treffenden Strafakten erübrigen sich folglich. Gleiches gilt für die Frage, ob der
Beschuldigte für seine Aktiengesellschaft ordentlich Buch geführt habe oder nicht.
Eine diesbezügliche Unterlassung wird ihm von der Staatsanwaltschaft ebenfalls
nicht zum Vorwurf gemacht, vielmehr ist die entsprechende Untersuchung gar
nicht anhand genommen worden (vgl. Urk. D1/12). Damit aber erübrigt sich die
diesbezügliche Befragung von O._ und P._ als Zeugen. Was sodann
die ebenfalls beantragte Befragung des S._ als Zeugen zum Anklagevorwurf
der Misswirtschaft an neuen Erkenntnissen bringen soll, ist ebenfalls nicht ersicht-
lich, insbesondere auch deshalb nicht, weil dazu vom Beschuldigten keinerlei Be-
gründung geliefert worden ist (vgl. Urk. 52). Die nachträgliche Herausgabe von
Verträgen, Bestellungen und Ähnliches mehr der B._ AG mit seinen Lieferan-
ten und Gläubigern erweist sich ebenfalls als nicht weiter beweisbildend, da
schon die von der Polizei beschafften Unterlagen betreffend der wichtigsten
Gläubiger, die bis 30. Oktober 2013 die Betreibung eingeleitet hatten, aktenkundig
sind und genügend Aufschluss über die Forderungsgründe geben (Urk. D1/5/1-
14; Urk. D1/19). Ins Leere geht auch der Antrag auf Aufnahme der Urk. 33/1-14 in
die Verfahrensakten, sind diese doch schon Bestandteil davon. Die vom damali-
gen Verteidiger des Beschuldigten in der Berufungserklärung verlangten Be-
weisergänzungen sind folglich nicht zielführend und die entsprechenden Anträge
sind deshalb allesamt abzuweisen.
h) Alles in allem erweist sich der Anklagesachverhalt betreffend das Dossier
1 in objektiver und subjektiver Hinsicht als rechtsgenügend erstellt.
III. Rechtliche Würdigung
Anklagebehörde und Vorinstanz qualifizieren das Geschäftsgebaren des
Beschuldigten als Organ der B._ AG als Misswirtschaft im Sinne von Art. 165
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Ziff. 1 StGB. Dieser Tatbestand setzt voraus, dass der Schuldner in anderer Wei-
se als nach Art. 164 StGB, also nicht durch Gläubigerschädigung infolge Vermö-
gensverminderung, aber etwa durch arge Nachlässigkeit in der Berufsausübung
oder Vermögensverwaltung seine Überschuldung herbeiführe oder verschlimme-
re. Eine weitere Voraussetzung der Strafbarkeit ist, dass über den Schuldner der
Konkurs eröffnet worden ist.
Die Beurteilung der Vorinstanz ist zu bestätigen. Wie im Rahmen der Sach-
verhaltsfeststellung dargelegt, ist der Beschuldigte, als er die Anzeichen der
Überschuldung seiner Gesellschaft erkannte, den Pflichten als Organ einer Akti-
engesellschaft nicht nachgekommen. Dies war arg nachlässig. Dass durch das
Zuwarten und damit das Hinausschieben des Konkurses um ein halbes Jahr die
Überschuldung der Aktiengesellschaft verschlimmert worden ist und dies dem
Beschuldigten bewusst gewesen sein musste, er dies somit in Kauf genommen
hat, ist ebenfalls als erwiesen anzusehen. Die Konkurseröffnung über die B._
AG erfolgte am 30. April 2014. Damit sind alle Tatbestandsmerkmale und Straf-
barkeitsvoraussetzungen erfüllt. Der Schuldspruch der Vorinstanz ist folglich zu
bestätigen.
IV. Strafe
Auf Misswirtschaft gemäss Art. 165 Ziff. 1 StGB steht als Sanktion Freiheits-
strafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Die Strafe bemisst sich in erster Linie
nach dem Verschulden. Dazu ist vorerst auf die Erwägungen der Vorinstanz zu
verweisen (Urk. 46 S. 22 ff.). Das Einzelgericht hat das Verschulden des Be-
schuldigten in objektiver Hinsicht als nicht mehr leicht eingeschätzt, da es ihm ein
Leichtes gewesen wäre, sich über die Pflichten eines Verwaltungsrats zu infor-
mieren und entsprechend zu handeln. In subjektiver Hinsicht jedoch erachtete die
Vorinstanz das Verschulden des Beschuldigten als noch leicht, da es ihm "wohl
nicht darum (gegangen sei), Gläubiger zu schädigen oder für sich einen Vermö-
gensvorteil zu erzielen". Gerade darum geht es beim Tatbestand der Misswirt-
schaft aber nicht. Die Auffassung der Vorinstanz erscheint deshalb als zu wohl-
wollend. So naiv kann der Beschuldigte nicht gewesen sein, wenn betrachtet wird,
wie er wenige Wochen nach dem Abstossen der überschuldeten B._ AG
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(20. November bzw. 11. Dezember 2013) wieder zu einem neuen Aktienmantel
gegriffen hat (bereits am 10. Januar 2014). Auch dass er mit der neuen AG
(M._ AG) innert Jahresfrist wieder eine Welle von Betreibungen von zumeist
Baulieferanten und Handwerkern, ähnlich wie schon bei der B._ AG, auslös-
te, lässt eher annehmen, dass er sich um das Schicksal der Gläubigerforderun-
gen fortgesetzt recht eigentlich futiert und damit aus seiner unseriösen Art der
Geschäftsführung doch eigene Vorteile zieht.
Da der Beschuldigte nicht vorbestraft ist, ist der Entscheid der Vorinstanz,
eine Geld- statt einer Freiheitsstrafe auszufällen jedoch richtig. Die geringe An-
zahl an Tagessätzen aber, welche die Staatsanwaltschaft verlangt hatte und auch
diejenige, welche dann von der Vorinstanz ausgesprochen wurde, wird dem Fall
nicht gerecht: Angesichts des Strafrahmens ist diese Strafe unverständlich mild.
Wegen des Verschlechterungsverbots ist eine höhere Strafe jedoch ausgeschlos-
sen. Folglich ist die Sanktion der Vorinstanz einschliesslich der Höhe der Tages-
sätze und der Gewährung des bedingten Vollzugs mit einer gesetzlich minimalen
Probezeit zu bestätigen. Ebenfalls kann der Vorinstanz bezüglich der Erforder-
lichkeit einer Verbindungsbusse von Fr. 1'000.– gefolgt werden. Diese und die
damit verbundene Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen für den Fall der schuldhaf-
ten Nichtbezahlung ist vorliegend als Denkzettel durchaus am Platz.
V. Kosten- und Entschädigungsfolgen
Der Beschuldigte unterliegt mit seiner Berufung. Als unterliegend ist auch
die Staatsanwaltschaft zu betrachten, nachdem sie ihre Berufung und Anschluss-
berufung zurückgezogen hat. Es bleibt somit beim vorinstanzlichen Schuldspruch.
Folglich ist die Kosten- und Entschädigungsregelung des angefochtenen Urteils
(Dispositivziffern 7 und 8) zu bestätigen.
Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen unterliegende Parteien die Kosten des
Berufungsverfahrens. Folglich sind vorliegend die Kosten dem Beschuldigten le-
diglich zur Hälfte aufzuerlegen, während der Kostenanteil der Staatsanwaltschaft
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auf die Gerichtskasse zu nehmen ist. Entschädigungsansprüche sind nicht gege-
ben.