Decision ID: ff3d64e7-794b-4ef8-bf32-726c2a3afb8e
Year: 2020
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ ist bei der CSS Kranken-Versicherung AG (nachfolgend: CSS) obligatorisch
krankenpflegeversichert. Die CSS stellte dem Versicherten die Prämien für die Monate
September 2015 bis Februar 2016 in Rechnung (drei Rechnungen für jeweils zwei
Monate), bezüglich des Jahres 2015 unter Berücksichtigung des Anspruchs auf eine
individuelle Prämienverbilligung (IPV). Nach je einer Zahlungserinnerung mahnte sie ihn
und stellte ihm zusätzlich Mahngebühren von je Fr. 15.-- in Rechnung (KV-act. 1 ff. in
KV 2019/3). Nachdem die Zahlungen ausgeblieben waren, stellte die CSS beim
Betreibungsamt B._ ein Betreibungsbegehren über eine Forderung von Fr. 908.30
nebst Zins zu 5% seit 17. Januar 2016, zuzüglich Spesen von Fr. 100.-- (KV-act. 4 in
KV 2019/3). Gegen den am 26. Mai 2016 eröffneten Zahlungsbefehl (Betreibung Nr.
C._) erhob der Versicherte Rechtsvorschlag (KV-act. 5 in KV 2019/3). Mit Verfügung
vom 13. Juli 2016 hob die CSS diesen auf (KV-act. 6 in KV 2019/3).
A.a.
Am 6. Februar bzw. 9. April 2016 hatte die CSS vom Versicherten die Prämien für
März und April bzw. Mai und Juni 2016 gefordert. Nach entsprechenden
Zahlungserinnerungen hatte sie den Versicherten gemahnt und ihm je Fr. 15.--
Mahngebühren in Rechnung gestellt (KV-act. 9 f. in KV 2019/3). Mangels Begleichung
der Rechnungen stellte die CSS beim Betreibungsamt der Stadt St. Gallen ein
Betreibungsbegehren über eine Forderung von Fr. 1'542.20 nebst Zins zu 5% seit 1.
Mai 2016 und Spesen von Fr. 150.-- (KV-act. 11 in KV 2019/3). Der Versicherte erhob
gegen den am 30. September 2016 eröffneten Zahlungsbefehl (Betreibung Nr. D._)
A.b.
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Rechtsvorschlag (KV-act. 12 in KV 2019/3). Mit Verfügung vom 21. November 2016
hob die CSS diesen auf (KV-act. 13 in KV 2019/3).
Die CSS hatte vom Versicherten mit zwei Teilrechnungen Prämien für die Monate
Juli bis Oktober 2016 gefordert. Nachdem der Versicherte diese trotz
Zahlungserinnerung nicht beglichen hatte, hatte die CSS ihn unter Auferlegung von
Gebühren von je Fr. 15.-- gemahnt (KV-act. 16 f. in KV 2019/3). In der Folge stellte die
CSS beim Betreibungsamt B._ ein Betreibungsbegehren über eine Forderung von Fr.
1'542.20 nebst Zins zu 5% seit 30. August 2016 und Spesen von Fr. 150.-- (KV-act. 18
in KV 2019/3). Den vom Versicherten gegen den Zahlungsbefehl vom 27. Januar 2017
(Betreibung Nr. E._) erhobenen Rechtsvorschlag (vgl. KV-act. 19 in KV 2019/3) hob
die CSS mit Verfügung vom 8. März 2017 auf (KV-act. 20 in KV 2019/3).
A.c.
Weiter hatte die CSS dem Versicherten zwei Rechnungen für die Prämien von
November 2016 bis Februar 2017 und eine Kostenbeteiligungsrechnung für eine
Behandlung vom 1. und 2. Oktober 2016 zugestellt. Nach entsprechenden
Zahlungserinnerungen hatte sie den Versicherten gemahnt und ihm Mahngebühren von
je Fr. 15.-- in Rechnung gestellt (KV-act. 23 ff. in KV 2019/3). Mangels Begleichung der
Rechnungen stellte die CSS beim Betreibungsamt B._ ein Betreibungsbegehren über
eine Forderung von Fr. 1'555.80 nebst Zins zu 5% seit 31. Dezember 2016 sowie Fr.
1'012.55 und Spesen von Fr. 150.-- (KV-act. 26 in KV 2019/3). Mit Verfügung vom 21.
September 2017 hob die CSS den gegen den Zahlungsbefehl vom 26. Mai 2017
(Betreibung Nr. F._) erhobenen Rechtsvorschlag auf (KV-act. 27 f. in KV 2019/3).
A.d.
Nachdem der Versicherte die beiden Rechnungen für Prämien der Monate März
bis Juni 2017 trotz Zahlungserinnerungen nicht beglichen hatte, hatte die CSS ihn unter
Auferlegung von Gebühren von je Fr. 15.-- gemahnt (KV-act. 31 ff. in KV 2019/3). Die
CSS betrieb ihn nach fehlendem Zahlungseingang über einen Betrag von Fr. 1'569.40
nebst Zins zu 5% seit 30. April 2017 sowie Spesen von Fr. 150.--. Der Versicherte
erhob gegen den am 29. September 2017 eröffneten Zahlungsbefehl (Betreibung G._
des Betreibungsamtes B._) Rechtsvorschlag (KV-act. 34 in KV 2019/3), welchen die
CSS mit Verfügung vom 6. November 2017 aufhob (KV-act. 35 in KV 2019/3).
A.e.
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B.
Die vom Versicherten gegen die Verfügungen vom 13. Juli 2016, 21. November
2016, 8. März 2017, 21. September 2017 und 6. November 2017 erhobenen
Einsprachen (KV-act. 7, 14, 21, 29, 36 in KV 2019/3) wies die CSS mit Entscheiden
vom 8. Januar 2019 ab und erteilte sich Rechtsöffnung über die jeweils geschuldeten
Beträge (KV-act. 8, 15, 22, 29, 37 in KV 2019/3).
A.f.
Gegen die fünf Einspracheentscheide vom 8. Januar 2019 erhob der Versicherte
(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 7. Februar 2019 Beschwerde (Verfahren KV
2019/3). Er beantragte sinngemäss, die (Mahn)spesen bezüglich der fünf
angefochtenen Einspracheentscheide seien auf Fr. 30.- pro Entscheid zu reduzieren.
Die Prämienforderungen der fünf Einspracheentscheide seien um den Betrag der IPV
zu reduzieren, welcher in absehbarer Zeit von der Sozialversicherungsanstalt (SVA) an
die CSS (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) überwiesen werde (act. G1 in KV 2019/3).
In ihrer Beschwerdeantwort vom 20. Februar 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Sie machte
geltend, die Mahnspesen seien gerechtfertigt. Die Forderungen der Betreibungen
hätten sich aufgrund der am 12. Februar 2019 erhaltenen IPV für die Jahre 2016 und
2017 gemäss Auflistung reduziert (act. G3 in KV 2019/3). Mit Replik vom 26. März 2019
hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (act. G5 in KV 2019/3). Die
Beschwerdegegnerin verzichtete am 10. April 2019 auf die Einreichung einer Duplik
(act. G7 in KV 2019/3).
A.g.
Der Beschwerdeführer hatte die beiden Rechnungen der Beschwerdegegnerin für
Prämien der Monate Juli bis Oktober 2017 trotz Zahlungserinnerungen nicht beglichen.
Nachdem die Beschwerdegegnerin ihn unter Auferlegung von Gebühren von je Fr. 15.--
gemahnt hatte, hatte sie beim Betreibungsamt B._ ein Betreibungsbegehren über
eine Forderung von Fr. 1'569.40 nebst Zins zu 5% seit 9. Januar 2019, Zins von Fr.
114.65 und Spesen von Fr. 180.-- gestellt (KV-act. 1 ff. in KV 2019/9). Die
Beschwerdegegnerin hatte den vom Beschwerdeführer gegen den Zahlungsbefehl
(Betreibung Nr. H._) erhobenen Rechtsvorschlag mit Verfügung vom 11. Februar
2019 aufgehoben (KV-act. 5 in KV 2019/9).
B.a.
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Die Beschwerdegegnerin hatte dem Beschwerdeführer Prämien für die Monate
November 2017 bis April 2018 sowie Juli bis Oktober 2018 in Rechnung gestellt (fünf
Rechnungen für jeweils zwei Monate). Nachdem der Beschwerdeführer diese trotz
Aufforderung nicht beglichen hatte, hatte die Beschwerdegegnerin von ihm
Mahnspesen in der Höhe von einmal Fr. 15.-- bzw. viermal Fr. 20.-- gefordert (KV-act.
9 ff. in KV 2019/9). In der Folge hatte die Beschwerdegegnerin beim Betreibungsamt
B._ eine Forderung von Fr. 4'013.50 plus Zins zu 5% seit 10. Januar 2019, Zins von
Fr. 160.95 und Spesen von Fr. 180.-- in Betreibung gesetzt (KV-act. 15 in KV 2019/9).
Der vom Beschwerdeführer gegen den Zahlungsbefehl (Betreibung Nr. I._) erhobene
Rechtsvorschlag hatte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 12. Februar 2019
aufgehoben (KV-act. 16 in KV 2019/9).
B.b.
Die vom Versicherten am 11. März 2019 gegen die Verfügungen vom 11. bzw. 12.
Februar 2019 erhobene Einsprache (KV-act. 6 in KV 2019/9) hatte die
Beschwerdegegnerin mit zwei Entscheiden vom 22. März 2019 abgewiesen und sich
Rechtsöffnung erteilt (KV-act. 8, 19 in KV 2019/9).
B.c.
Gegen die beiden Einspracheentscheide vom 22. März 2019 erhob der
Beschwerdeführer am 3. Mai 2019 Beschwerde (Verfahren KV 2019/9). Er beantragte
sinngemäss, die Mahnspesen seien auf Fr. 30.-- pro Entscheid zu reduzieren. Die
Prämienforderungen für die Monate Juli bis Dezember 2017 seien um die bereits
erhaltene IPV zu reduzieren, diejenigen der Monate Januar bis April 2018 sowie Juli bis
Oktober 2018 seien um den Betrag zu reduzieren, welcher von der SVA zeitnah an die
Beschwerdegegnerin ausgerichtet werde (act. G1 in KV 2019/9). Die
Beschwerdegegnerin beantragte am 22. Mai 2019 die Abweisung der Beschwerde;
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die inzwischen erhaltenen
Prämienverbilligungen für das Jahr 2017 seien zu berücksichtigen (act. G3 in KV
2019/9). Mit Eingabe vom 19. Juni 2019 teilte die Beschwerdegegnerin mit, die SVA
habe ihr am 12. Juni 2019 mitgeteilt, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2018
Anspruch auf eine monatliche Prämienverbilligung von Fr. 391.65 habe (act. G5 in KV
2019/9). Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Akteneinsicht, weshalb die
Verfahrensleitung den Schriftenwechsel als abgeschlossen betrachtete (vgl. act. G4 in
KV 2019/9).
B.d.
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C.
D.
Die Beschwerdegegnerin hatte dem Beschwerdeführer zwei Rechnungen für
Prämien der Monate Mai und Juni 2018 bzw. November und Dezember 2018
zugestellt, welche dieser trotz Zahlungserinnerung und Mahnungen unter Auferlegung
einer Mahngebühr von je Fr. 20.-- nicht beglichen hatte (KV-act. 1 f. in KV 2019/17). Die
Beschwerdegegnerin hatte beim Betreibungsamt B._ ein Betreibungsbegehren über
eine Forderung von Fr. 1'614.40 nebst Zins zu 5% seit 24. März 2019, Spesen von Fr.
180.-- sowie Zins von Fr. 52.70 eingereicht (KV-act. 4 in KV 2019/17). Der vom
Beschwerdeführer gegen den Zahlungsbefehl (Betreibung Nr. J._) erhobene
Rechtsvorschlag hatte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 9. Mai 2019
aufgehoben (KV-act. 5 in KV 2019/17). Die vom Beschwerdeführer dagegen erhobene
Einsprache wies die Beschwerdegegnerin mit Entscheid vom 25. Juni 2019 ab und
erteilte die Rechtsöffnung (KV-act. 6 f. in KV 2019/17).
C.a.
Gegen den Einspracheentscheid vom 25. Juni 2019 erhob der Beschwerdeführer
am 21. August 2019 Beschwerde (Verfahren KV 2019/17). Er beantragte darin
sinngemäss, der Einspracheentscheid sei aufzuheben. Eventualiter seien die
Mahnspesen auf Fr. 30.-- zu reduzieren (act. G1 in KV 2019/17). Die
Beschwerdegegnerin beantragte am 10. September 2019 die Abweisung der
Beschwerde; unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G3 in KV 2019/17). Der
Beschwerdeführer verzichtete auf eine Akteneinsicht mit Stellungnahme (vgl. act. G4 in
KV 2019/17).
C.b.
Die Beschwerdegegnerin hatte dem Beschwerdeführer die Prämien der Monate
Januar bis April 2019 in Rechnung gestellt (zwei Rechnungen für je zwei Monate).
Nachdem der Beschwerdeführer diese trotz Zahlungserinnerungen und Mahnungen mit
Auferlegung von Mahngebühren von je Fr. 20.-- nicht beglichen hatte, hatte die
Beschwerdegegnerin beim Betreibungsamt B._ ein Betreibungsbegehren über eine
Forderung von Fr. 1'408.70 nebst Zins zu 5% seit 23. Juni 2019, Spesen von Fr. 180.--
und Zins von Fr. 28.40 gestellt (KV-act. 1 ff. in KV 2019/23). Den vom
Beschwerdeführer gegen den Zahlungsbefehl vom 25. Juni 2019 (Betreibung Nr. K._)
erhobenen Rechtsvorschlag hatte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 26. Juli
D.a.
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Erwägungen
1.
Den Beschwerden KV 2019/3, KV 2019/9, KV 2019/17 und KV 2019/23 liegt ein
ähnlicher Sachverhalt zugrunde, es stellen sich im Wesentlichen dieselben
Rechtsfragen, die gleichen Parteien stehen sich gegenüber und die Beschwerden
hängen zusammen. Es rechtfertigt sich daher, die Verfahren zu vereinigen und in einem
gemeinsamen Urteil zu erledigen (vgl. BGE 128 V 124, E. 1 und BGE 128 V 192, E. 1; je
mit Hinweisen; Entscheid des Bundesgerichts vom 5. Mai 2011, 9C_996/2010, E. 1.1).
2.
Umstritten und vorerst zu prüfen ist die Höhe der von der Beschwerdegegnerin
auferlegten Mahnspesen (vgl. act. G1 und G3 aller vier Verfahren).
2019 aufgehoben (KV-act. 5 in KV 2019/23). Die vom Beschwerdeführer dagegen
erhobene Einsprache wies die Beschwerdegegnerin mit Entscheid vom 24. Oktober
2019 ab und erteilte die Rechtsöffnung (KV-act. 7 in KV 2019/23).
Gegen den Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2019 erhob der
Beschwerdeführer am 22. November 2019 Beschwerde (Verfahren KV 2019/23). Er
beantragte sinngemäss, der Einspracheentscheid sei vollumfänglich aufzuheben.
Eventualiter seien die Mahnspesen auf Fr. 30.-- zu reduzieren (act. G1 in KV 2019/23).
Die Beschwerdegegnerin beantragte am 3. Dezember 2019 die Abweisung der
Beschwerde; unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G3 in KV 2019/23). In seiner
Replik vom 4. Januar 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (act. G5
in KV 2019/23). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik
(act. G7 in KV 2019/23).
D.b.
Nach Art. 90 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV; SR 832.102) sind
die Prämien im Voraus und in der Regel monatlich zu bezahlen. Bezahlt die versicherte
Person fällige Prämien oder Kostenbeteiligungen nicht, so hat der Versicherer ihr, nach
mindestens einer schriftlichen Mahnung, eine Zahlungsaufforderung zuzustellen, ihr
eine Nachfrist von 30 Tagen einzuräumen und sie auf die Folgen des Zahlungsverzuges
hinzuweisen (Art. 64a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung [KVG;
SR 832.10]). Der Versicherer muss die Zahlungsaufforderung bei Nichtbezahlung von
2.1.
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Prämien und Kostenbeteiligungen spätestens drei Monate ab deren Fälligkeit zustellen.
Er muss sie getrennt von allfälligen anderen Zahlungsausständen zustellen (Art. 105b
Abs. 1 KVV). Bezahlt die versicherte Person trotz Zahlungsaufforderung die Prämien,
Kostenbeteiligungen und Verzugszinse nicht innert der gesetzten Frist, so muss der
Versicherer die Betreibung anheben (Art. 64b Abs. 2 Satz 1 KVG).
Die Erhebung angemessener Bearbeitungsgebühren ist beim Verzug in der
Zahlung von Prämien und Kostenbeteiligungen unter der Voraussetzung der
schuldhaften Verursachung der (bei rechtzeitiger Zahlung unnötigen) Aufwendungen
durch die versicherte Person im Bereich des KVG zulässig, sofern der
Krankenversicherer in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten
der Versicherten eine entsprechende Regelung vorsieht (Art. 105b Abs. 2 KVV; BGE
125 V 276). Gemäss Art. 14 Ziff. 2 des Reglements der Beschwerdegegnerin,
Ausgaben 01.2017 und 01.2018, bzw. Art. 14 Abs. 3 in der Ausgabe 01.2014 fallen
Auslagen der Beschwerdegegnerin für Mahnungen und Betreibungen zu Lasten der
versicherten Person (KV-act. 42 f. in KV 2019/3, KV-act. 10 in KV 2019/23). Dass in Art.
105b Abs. 2 KVV von Gebühren, im Reglement hingegen von Auslagen die Rede ist,
stellt entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers (vgl. act. G5 in KV 2019/3)
keinen Widerspruch dar. Aus der Bestimmung im Reglement ist ohne weiteres
erkennbar, dass sich diese auf Art. 105b Abs. 2 KVV bezieht und somit nicht
entsprechend der Interpretation des Beschwerdeführers einem Versicherten nur
Auslagen im Sinne von "Porto- und Zahlungsbefehlskosten" in Rechnung gestellt
werden dürfen. Ebenso ist nicht entscheidend, ob die Beschwerdegegnerin den
geforderten Betrag als Mahngebühren oder -spesen bezeichnete (vgl. act. G5 in KV
2019/3 und act. G1 in KV 2019/17). Eine Regelung zur Höhe der Mahnkosten findet
sich im Reglement der Beschwerdegegnerin jedoch nicht. Die Höhe der im
Zahlungsverzug einer obligatorisch versicherten Person zu erhebenden Kosten steht im
Ermessen der Krankenversicherung, soweit sie sich an das Äquivalenzprinzip hält. Das
Äquivalenzprinzip verlangt, dass eine Gebühr nicht in einem offensichtlichen
Missverhältnis zum fraglichen Ausstand stehen darf und sich in vernünftigen Grenzen
halten muss (vgl. Entscheid des Bundesgerichts vom 4. Februar 2016, 9C_870/2015, E.
4.1 mit weiteren Hinweisen). Die Mahnpraxis darf auch nicht Sinn und Zweck der
Prämienverbilligung unterlaufen. Schuldhaft handelt die versicherte Person, wenn sich
der Krankenversicherer ihres Verhaltens wegen zu Mahnungen veranlasst sieht
(Gebhard Eugster, in: Hans-Ulrich Stauffer/ Basile Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung
des Bundesgerichts zum KVG, 2. Aufl. Basel/Freiburg 2018, Art. 64a N 3).
2.2.
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Die grundsätzliche Zahlungspflicht des Beschwerdeführers für die in Rechnung
gestellten Prämien ist (nicht mehr) umstritten (vgl. bezüglich der weiterhin bestehenden
Versicherung bei der Beschwerdegegnerin und der Pflicht zur Prämienzahlung die in
dieser Sache ergangenen Entscheide des Versicherungsgerichts vom 18. April 2017,
KV 2016/9, und vom 28. August 2018, KV 2017/18, sowie des Bundesgerichts vom 10.
November 2017, 9C_367/2017, und vom 18. Dezember 2018, BGE 144 V 380).
Zwischen den Parteien war eine zweimonatliche Prämienzahlung vereinbart (act. G1 in
KV 2019/3). Dementsprechend versandte die Beschwerdegegnerin jeweils alle zwei
Monate Prämienrechnungen und mangels Begleichung derselben entsprechende
Zahlungserinnerungen sowie Mahnungen (vgl. KV-act. 1 ff. in den vier Verfahren). Da
der Beschwerdeführer die Prämien (sowie die Kostenbeteiligung des Oktobers 2016;
vgl. KV-act. 23 ff. in KV 2019/3) trotzdem nicht bezahlte, sah sich die
Beschwerdegegnerin zu den jeweiligen Betreibungen veranlasst (KV-act. 1 ff. in den
vier Verfahren). Der Beschwerdeführer hat trotz Zahlungserinnerungen und Mahnungen
die Bezahlung der geschuldeten Prämien unterlassen und damit in schuldhafter Weise
Aufwendungen verursacht, die bei rechtzeitiger Zahlung nicht eingetreten wären. Die
Tatsache, dass zum Zeitpunkt der Rechnungs- und Mahnverfahren teilweise
Beschwerden beim Versicherungs- bzw. Bundesgericht hängig waren, ändert daran
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (act. G1 in KV 2019/3) nichts. Die
Bezahlung der Monatsprämien hätte nicht per se zu einem "Schuldeingeständnis"
geführt. Das Bundesgericht hatte zudem bereits mit Entscheid vom 10. November
2017 bestätigt, dass die umstrittene Kündigung des Versicherungsverhältnisses
mangels Begleichung von Ausständen und des Nachweises einer neuen
Krankenversicherung ungültig, der Beschwerdeführer damit weiterhin bei der
Beschwerdegegnerin versichert und zur Bezahlung der Prämien verpflichtet war (vgl.
Entscheid des Bundesgerichts vom 10. November 2017, 9C_367/2017; das zweite
Verfahren KV 2017/18 bzw. BGE 144 V 380 befasste sich lediglich noch mit der
Schadenersatzpflicht der Beschwerdegegnerin i.S.v. Art. 7 Abs. 6 KVG). Spätestens
dann hätte der Beschwerdeführer die Prämien bezahlen und weitere unnötige Kosten
vermeiden können.
2.3.
Wie der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht, sind Verwaltungskosten
(teilweise) durch die bezahlten Krankenkassenprämien gedeckt. Entgegen seinen
Ausführungen (act. G1 in KV 2019/3) bedeutet dies jedoch nicht, dass sämtliche
Kosten der Abteilung Rechnungswesen der Beschwerdegegnerin damit gedeckt
wären. Entsprechend der Erwägung 2.2 ist die Erhebung von Bearbeitungskosten für
die vom Beschwerdeführer unnötig verursachten Aufwendungen für die
2.4.
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Zahlungserinnerungen, Mahnungen und Betreibungen zulässig. Über deren Höhe ist
nachfolgend zu befinden.
2.5.
Im Entscheid K 112/05 vom 2. Februar 2006 erachtete das damalige
Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) eine Mahngebühr von Fr. 160.-- (zuzüglich
Fr. 30.-- Bearbeitungskosten) bei einem Prämienausstand von Fr. 1'770.-- sowie
offenen Kostenbeteiligungen von Fr. 363.25 - wenn auch im Sinne eines Grenzfalles -
als betragsmässig angemessen. Zum gleichen Schluss kam es im Entscheid K 76/03
vom 9. August 2005 bei einer Gebühr von Fr. 300.-- und einem Prämienausstand von
Fr. 4'346.70. Bei lediglich geringfügigen Ausständen wurde auch eine kleine Differenz
zwischen Ausstand einerseits und Mahn- sowie Verwaltungskosten andererseits nicht
beanstandet (vgl. Urteil des EVG vom 3. Juli 2006, K 24/06, E. 3.2 [Mahnspesen von Fr.
20.-- zuzüglich Bearbeitungsgebühren von Fr. 30.-- bei einer ausstehenden
Kostenbeteiligung von Fr. 62.50]). Mahnspesen von Fr. 480.-- (zuzüglich
Bearbeitungskosten von Fr. 90.--) bei Prämienausständen von Fr. 1'025.25, von Fr.
280.-- (zuzüglich Bearbeitungskosten von Fr. 100.--) bei Prämienausständen von Fr.
735.60 sowie Mahnspesen von Fr. 280.-- (zuzüglich Bearbeitungskosten von Fr. 100.--)
bei Prämienausständen von Fr. 549.95 verletzen gemäss Rechtsprechung das
Äquivalenzprinzip klar. Die vorinstanzlich vorgenommene Reduktion der Mahnkosten
auf Fr. 120.-- (bei Ausständen von Fr. 549.95 bzw. Fr. 735.60) bzw. Fr. 240.-- (bei
einem Ausstand von Fr. 1'025.25) wurden vom Bundesgericht als gerade noch tragbar
erachtet (Entscheid vom 4. Februar 2016, 9C_870/2015, E. 4.2.3).
2.5.1.
In den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheiden wurde jeweils der
Rechtsvorschlag eines Zahlungsbefehls aufgehoben. Die Beschwerdegegnerin hatte
jedoch nicht für jede einzelne, sondern für jeweils zwei bis drei sowie einmalig fünf
unbezahlte Rechnungen zusammen ein Betreibungsverfahren eingeleitet (vgl. KV-act. 1
ff. in den vier Verfahren). Dementsprechend enthielten die in den Zahlungsbefehlen
aufgeführten Spesen auch die Kosten für zwei bis drei sowie einmalig fünf Rechnungs-
und Mahnverfahren mit auferlegten Mahngebühren von Fr. 15.-- bzw. Fr. 20.--, was
sich zu Beträgen von Fr. 30.-- bis Fr. 95.-- summierte (bzgl. den zwei Rechnungen vgl.
KV-act. 9ff. und KV-act. 31 ff. in KV 2019/3, KV-act. 1 ff. in KV 2019/9, KV-act. 1 ff. in
KV 2019/17 und KV-act. 1 ff. in KV 2019/23; bzgl. der fünf Rechnungen KV-act. 9 ff. in
KV 2019/9).
2.5.2.
Die Beschwerdegegnerin erhob mit den Betreibungsbegehren Spesen in der
Höhe von Fr. 100.--, Fr. 150.-- oder Fr. 180.--. Im Verfahren betreffend der Betreibung
2.5.3.
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3.
Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Prämienforderungen seien um den
Betrag der IPV zu kürzen (act. G1 in KV 2019/3 und KV 2019/9). Die
Beschwerdegegnerin anerkennt dies grundsätzlich (vgl. u.a. act. G3 in KV 2019/3). Es
ist jedoch zu prüfen, in welchem Zeitpunkt eine solche Anrechnung durchzuführen war
und ob die Beschwerdegegnerin die Auszahlung der IPV vor der Rechnungsstellung
bzw. Erhebung der Spesen hätte abwarten müssen.
Nr. C._ forderte die Beschwerdegegnerin Spesen von Fr. 100.-- bei einer
Grundforderung von Fr. 908.30 (KV-act. 4 f. in KV 2019/3). Mit Blick auf die genannte
Rechtsprechung (E. 2.5.1) und vor dem Hintergrund, dass diese Betreibung sich auf
drei Teilforderungen bzw. drei Rechnungen, Zahlungserinnerungen und Mahnungen
unter Auferlegung von Mahngebühren von je Fr. 15.-- bezieht, scheinen Spesen von Fr.
100.-- angemessen. Dasselbe gilt für das Verfahren KV 2019/23, in welchem Spesen
von Fr. 180.-- bei einer Grundforderung von Fr. 1'408.70 streitig sind. Die
Beschwerdegegnerin hatte dort für zwei Mahnungen Gebühren von je Fr. 20.--, total
also Fr. 40.-- erhoben (vgl. KV-act. 1 ff. in KV 2019/23). Nach dem Gesagten sind auch
die in den weiteren Verwaltungsverfahren für Grundforderungen zwischen Fr. 1'542.20
und Fr. 4'013.50 erhobenen Spesen von Fr. 150.-- bzw. Fr. 180.-- nicht zu
beanstanden (vgl. KV-act. 9 ff. in KV 2019/3, KV-act. 1 ff. in KV 2019/9 und KV-act. 1 ff.
in KV 2019/17). Da das Äquivalenzprinzip nicht verletzt wurde, kann offenbleiben, aus
welchen Kostenfaktoren (von den Parteien wurden u.a. Briefmarken, Kopien, Papier,
Couverts, Arbeitsaufwand erwähnt; vgl. act. G1 und G3 in allen vier Verfahren) sich die
Spesen im Detail zusammensetzen.
Zusammenfassend sind die erhobenen Mahnspesen nicht zu beanstanden.2.6.
Die Kantone gewähren den Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen
Verhältnissen IPV. Sie bezahlen den Beitrag für die IPV direkt an die Versicherer, bei
denen diese Personen versichert sind (Art. 65 Abs. 1 Satz 1 KVG). Der Kanton meldet
dem Versicherer die Versicherten, die Anspruch auf eine IPV haben, und die Höhe
derselben so früh, dass der Versicherer die IPV bei der Prämienfakturierung
berücksichtigen kann. Der Versicherer informiert die anspruchsberechtigte Person
spätestens bei der nächsten Fakturierung über die tatsächliche IPV (Art. 65 Abs. 4
KVG).
3.1.
bis
Bezüglich des Verfahrens KV 2019/3 ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer
unbestritten für die Jahre 2016 und 2017 Anspruch auf eine IPV hat (vgl. act. G3 in KV
3.2.
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2019/3). Die zuständige Stelle des Kantons St. Gallen meldete dies der
Beschwerdegegnerin jedoch erst am 12. Februar 2019 (act. G3 in KV 2019/3).
Dementsprechend konnte die Beschwerdegegnerin die jeweilige IPV weder bei der
Fakturierung noch während der anschliessenden Einspracheverfahren
(Einspracheentscheide vom 8. Januar 2019; KV-act. 8, 15, 22, 30 und 37 in KV 2019/3)
berücksichtigen, womit die Abweisung der Einsprachen und die Rechtsöffnung über
die gesamten betriebenen Forderungen nicht zu beanstanden ist. Inzwischen haben
sich die Forderungen jedoch gemäss der Auflistung in der Beschwerdeantwort vom 20.
Februar 2019 reduziert (act. G3 in KV 2019/3).
Im Verfahren KV 2019/9 erliess die Beschwerdegegnerin am 11. bzw. 12. Februar
2019 Verfügungen (KV-act. 5 und 16 in KV 2019/9). Ebenfalls am 12. Februar 2019
erhielt sie Kenntnis vom Anspruch des Beschwerdeführers auf eine IPV im Jahr 2017
(act. G3 in KV 2019/9). Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte dies in ihren
Einspracheentscheiden vom 22. März 2019 und reduzierte die Forderungen um den
entsprechenden Betrag der IPV (teilweise Tilgung der Schuld, vgl. Art. 81 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG; SR 281.1]).
Korrekterweise hätten die Einsprachen nicht vollumfänglich, sondern nur teilweise
abgewiesen werden müssen (vgl. KV-act. 8 und 19 in KV 2019/9). Im Ergebnis sind die
Einspracheentscheide jedoch nicht zu beanstanden. Bezüglich einer IPV für das Jahr
2018 hatte die Beschwerdegegnerin bis zum Erlass der Einspracheentscheide vom 22.
März 2019 keine Kenntnis und konnte sie dementsprechend nicht berücksichtigen.
Eine gesetzliche oder anderweitige Pflicht, rechtskräftige IPV-Bescheide abzuwarten,
bevor Prämienforderungsverfahren abgeschlossen werden, besteht nicht. Ein einmal
bestehender Anspruch auf IPV führt überdies nicht automatisch zu einem weiteren
Anspruch im darauffolgenden Jahr. Dies, zumal der Anspruch unter anderem vom
Einkommen abhängt, welches der Beschwerdegegnerin nicht bekannt war. Sie war
deshalb entgegen der Kritik des Beschwerdeführers (act. G1 in KV 2019/9) nicht
gehalten, eine allfällige Mitteilung bezüglich einer IPV für das Jahr 2018 abzuwarten
und durfte das Verwaltungsverfahren fortführen. Der Anspruch auf Prämienverbilligung
setzt eine Anmeldung bei der SVA bis am 31. März des Jahres voraus, für das die
Prämienverbilligung beansprucht wird (Art. 11 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur
Bundesgesetzgebung über die Krankenversicherung [EG-KVG; sGS 331.11]). Die
verspätete Meldung der SVA über den Anspruch auf IPV in den Jahren 2016 bis 2018
ist nicht der Beschwerdegegnerin anzulasten. Vielmehr hat offenbar der
Beschwerdeführer für die "Blockierung der Ausrichtung der IPV" während des
laufenden Gerichtsverfahrens gesorgt (vgl. act. G1 in KV 2019/3 und act. G1 in KV
2019/23). Am 12. Juni 2019 erhielt die Beschwerdegegnerin Kenntnis davon, dass der
3.3.
bis
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4.
Beschwerdeführer für das Jahr 2018 einen Anspruch auf eine IPV von monatlich Fr.
391.65 hat (act. G5 in KV 2019/9). Die eingetroffene Zahlung ist an die offenen
Forderungen gegenüber dem Beschwerdeführer anzurechnen.
Bezüglich des Verfahrens KV 2019/17 ist analog zum Verfahren KV 2019/9 zu
sagen, dass die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt der Verfügung vom 9. Mai 2019
(KV-act. 5 in KV 2019/17) noch keine Kenntnis vom Anspruch des Beschwerdeführers
auf eine IPV für das Jahr 2018 hatte. Nachdem sie am 12. Juni 2019 über den
Anspruch und die Höhe desselben informiert worden war, berücksichtigte sie die IPV in
ihrem Einspracheentscheid vom 25. Juni 2019 (KV-act. 8 in KV 2019/17). Wie auch im
Verfahren KV 2019/9 hätte die Einsprache in Folge der teilweisen Tilgung der
Forderung teilweise gutgeheissen werden müssen, der Einspracheentscheid ist aber im
Ergebnis nicht zu beanstanden.
3.4.
Das Verfahren KV 2019/23 betrifft Forderungen für Prämien von Januar bis April
2019. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Beschwerdegegnerin hätte bei
sorgfältiger Abwägung der Sachlage erkennen müssen, dass seine Prämienbeiträge
seit Jahren fast vollständig durch die IPV abgedeckt würden und dies auch für das Jahr
2019 zutreffen werde (act. G1). Wie bereits ausgeführt (E. 3.3), trifft dies jedoch nicht
zu. Die Beschwerdegegnerin hatte seit 12. Februar 2019 Kenntnis vom Anspruch des
Beschwerdeführers auf eine IPV für die Jahre 2016 und 2017 sowie seit 12. Juni 2019
eines solchen für das Jahr 2018 (act. G3 in KV 2019/3 und G5 in KV 2019/9). Die
Rechnungsstellung für die Prämien der Monate Januar bis April 2019 erfolgten jedoch
am 8. Dezember 2018 und 19. Januar 2019 (KV-act. 1 f. in KV 2019/23). Auch während
des weiteren Verwaltungsverfahrens musste sie aus den genannten Gründen eine
allfällige Mitteilung der SVA nicht abwarten. Daran ändern auch die zuvor bereits
hängigen Verfahren KV 2019/3, KV 2019/9 und KV 2019/17 nichts (vgl. die Vorbringen
des Beschwerdeführers in act. G1 des Verfahrens KV 2019/23). Zudem hat der
Beschwerdeführer mit seiner Blockierung eine entsprechende Mitteilung der SVA
offenbar selbst verhindert. Er begründet dies mit dem Verdacht, dass die
Beschwerdegegnerin bei Erhalt der IPV für das Jahr 2019 einen allfälligen Überschuss
zur Deckung von Mahnspesen oder älteren Prämienforderungen verwendet hätte (vgl.
act. G1 und G5 in KV 2019/23). Für ein derartiges Vorgehen bestehen jedoch keinerlei
Anhaltspunkte. Sofern die Beschwerdegegnerin eine den Beschwerdeführer
betreffende IPV für das Jahr 2019 erhalten sollte, wird sie diese mit den ausstehenden
Prämienforderungen zu verrechnen haben.
3.5.
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Im Verfahren KV 2019/17 macht der Beschwerdeführer ausserdem geltend, die
geforderte Prämiensumme sei nicht korrekt. In der Prämienabrechnung vom 15. Juni
2019 sei ein Ausstand für das Jahr 2018 von Fr. 23.90 aufgeführt gewesen, im
Einspracheentscheid vom 25. Juni 2019 habe die Beschwerdegegnerin hingegen nur
schon für vier Monate Fr. 47.80 gefordert (act. G1 in KV 2019/17). Wie die
Beschwerdegegnerin jedoch zu Recht ausführt, hatte der Beschwerdeführer für das
Jahr 2018 einen Anspruch auf IPV von monatlich Fr. 391.65 (act. G3 in KV 2019/17, vgl.
act. G5 in KV 2019/9). Ausgehend von einer monatlichen Prämie von Fr. 403.60 (KV-
act. 11 in KV 2019/17) resultiert ein vom Beschwerdeführer zu zahlender Saldo von
monatlich Fr. 11.95 (Fr. 403.60 - Fr. 391.65). Bei der zweimonatigen Zahlungsweise
entspricht dies pro Rechnung einem Betrag von Fr. 23.90 (2 x Fr. 11.95). In der vom
Beschwerdeführer erwähnten Prämienabrechnung vom 15. Juni 2019 wurde zwar die
erhaltene IPV für das ganze Jahr 2018 angezeigt, sie bezieht sich ansonsten aber
lediglich auf die Rechnung vom 8. September 2018 für die Monate November und
Dezember 2018 und weist damit korrekterweise einen Saldo bzw. ein Guthaben von Fr.
23.90 aus (KV-act. 7, insb. S. 2 in KV 2019/17, vgl. KV-act. 2 in KV 2019/17). Der
Einspracheentscheid vom 25. Juni 2019 betraf hingegen neben der Rechnung vom 8.
September 2018 auch diejenige vom 10. März 2018 für Prämien vom Mai und Juni
2018 (KV-act. 1 und 8 in KV 2019/17). Der darin festgehaltene, weiterhin nicht
beglichene Differenzbetrag von Fr. 47.80 (2 x Fr. 23.90) ist damit nachvollziehbar und
widerspricht der Prämienabrechnung vom 15. Juni 2019 nicht.
5.
Die erhobenen Zinsen von jeweils 5% sowie der Zinsenlauf sind nicht umstritten und
aktenmässig ausgewiesen (vgl. auch Art. 104 Abs. 1 des Bundesgesetzes betreffend
die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [OR; SR 220]). Die
Betreibungskosten sind von Gesetzes wegen geschuldet (Art. 68 SchKG) und vom
Schuldner bei erfolgreicher Betreibung zusätzlich zum Betrag, der dem Gläubiger
zugesprochen wurde, zu bezahlen (RKUV 5/2003 Nr. K 79/02 S. 226). Entsprechend
hat sie die Beschwerdegegnerin richtigerweise nicht in die Rechtsöffnung einbezogen.
6.
Nach dem Gesagten sind die angefochtenen Einspracheentscheide im Ergebnis
nicht zu beanstanden und die Beschwerden abzuweisen. Der Beschwerdeführer ist zu
verpflichten, der Beschwerdegegnerin folgende Beträge zu bezahlen:
6.1.
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Betreibung C._ Fr. 230.80 (zuzüglich Mahnspesen von Fr. 100.-- und Verzugszins
von 5% vom 17. Januar 2016 bis 12. Februar 2019 auf den Betrag von Fr. 908.30
und seit 13. Februar 2019 auf den Betrag von Fr. 230.80)
–
Betreibung D._ Fr. 187.20 (zuzüglich Mahnspesen von Fr. 150.-- und Verzugszins
von 5% vom 1. Mai 2016 bis 12. Februar 2019 auf den Betrag von Fr. 1'542.20 und
seit 13. Februar 2019 auf den Betrag von Fr. 187.20)
–
Betreibung E._ Fr. 187.20 (zuzüglich Mahnspesen von Fr. 150.-- und Verzugszins
von 5% vom 30. August 2016 bis 12. Februar 2019 auf den Betrag von Fr. 1'542.20
und seit 13. Februar 2019 auf den Betrag von Fr. 187.20)
–
Betreibung F._ Fr. 1'157.15 (zuzüglich Mahnspesen von Fr. 150.-- und
Verzugszins von 5% vom 31. Dezember 2016 bis 12. Februar 2019 auf den Betrag
von Fr. 1'555.80 und seit 13. Februar 2019 auf den Betrag von Fr. 144.60)
–
Betreibung G._ Fr. 102.-- (zuzüglich Mahnspesen von Fr. 150.-- und Verzugszins
von 5% vom 30. April 2017 bis 12. Februar 2019 auf den Betrag von Fr. 1'569.40
und seit 13. Februar 2019 auf den Betrag von Fr. 102.--)
–
Betreibung H._ Fr. 102.-- (zuzüglich Mahnspesen von Fr. 180.-- und Verzugszins
von 5% vom 30. Juni 2017 bis 12. Februar 2019 auf den Betrag von Fr. 784.70, vom
31. August 2017 bis 12. Februar 2019 ebenfalls auf den Betrag von Fr. 784.70 sowie
seit 13. Februar 2019 auf den Betrag von Fr. 102.--)
–
Betreibung I._ Fr. 146.60 (zuzüglich Mahnspesen von Fr. 180.-- und Verzugszins
von 5% vom 31. Oktober 2017 bis 12. Februar 2019 auf den Betrag von Fr. 784.70,
seit 13. Februar 2019 auf den Betrag von Fr. 51.--, vom 31. Dezember 2017 bis 12.
Juni 2019 auf den Betrag von Fr. 807.20, vom 28. Februar 2018 bis 12. Juni 2019
ebenfalls auf den Betrag von Fr. 807.20, vom 30. Juni 2018 bis 12. Juni 2019 ein
weiteres Mal auf den Betrag von Fr. 807.20, vom 31. August 2018 bis 12. Juni 2019
nochmals auf den Betrag von Fr. 807.20 sowie seit 13. Juni 2019 auf den Betrag
von Fr. 146.60)
–
Betreibung J._ Fr. 47.80 (zuzüglich Mahnspesen von Fr. 180.-- und Verzugszins
von 5% vom 30. April 2018 bis 12. Juni 2019 auf den Betrag von Fr. 807.20, vom
–
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In den genannten Betreibungen des Betreibungsamtes B._ ist im entsprechenden
Umfang definitive Rechtsöffnung zu erteilen.
6.2. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
6.3. Als Versicherungsträger hat die obsiegende Beschwerdegegnerin praxisgemäss
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, soweit - wovon vorliegend einstweilen
noch ausgegangen werden kann - die Prozessführung der Gegenpartei nicht als
mutwillig oder leichtsinnig zu bezeichnen ist (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3.
Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 199 zu Art. 61). Ihre diesbezüglichen Anträge (act. G3
in allen vier Verfahren) sind abzuweisen.