Decision ID: 5f5f3d77-7aeb-4298-ad70-1dea928712ce
Year: 2007
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
K._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Filiz-Félice Aydemir, Rosenbergstrasse 87,
9000 St. Gallen,
gegen
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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
berufliche Massnahmen und Invalidenrente
Sachverhalt:
A.
K._ meldete sich am 9. Februar 2005 zum Bezug einer Invalidenrente an. Die X._
AG teilte der IV-Stelle am 2. März 2005 mit, sie habe den Versicherten vom 1. Februar
2001 bis zum 31. März 2005 als Aufstecker beschäftigt. Der Versicherte würde im Jahr
2005 ohne den Gesundheitsschaden Fr. 4300.- (x13) verdienen. Dr. med. A._
berichtete der IV-Stelle am 10. Juni 2005, der Versicherte leide an einem schweren
cervikospondylogenen Syndrom v.a. rechts bei Diskushernie C 5/6, an einem
chronischen lumbospondylogenen Syndrom bei St. n. medianer Diskusoperation L4/5
1996, an einer schweren arteriellen Hypertonie mit Angiopathie und an einem St. n.
Venenastthrombose links 10/04. Seit dem 8. September 2004 bestehe eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit. Der
Gesundheitszustand des Versicherten verschlechtere sich. Er halte eine ergänzende
medizinische Abklärung für angezeigt. Es bestehe eine verminderte körperliche
Leistungsfähigkeit bei chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates. Am linken
Auge sei die Sehkraft fast gänzlich vermindert. Gemäss einem Bericht des Augenarztes
Dr. med. B._ an den Hausarzt vom 24. Januar 2005 bestand am linken Auge noch ein
korrigierter Fernvisus von 0,05. Die Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen hatte
dem Hausarzt am 11. März 2005 mitgeteilt, nach einer Hemilaminektomie L4/5 links am
26. Januar 1996 sei der Versicherte praktisch beschwerdefrei gewesen. Seit fünf bis
sechs Monaten bestünden nun wieder Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in das
rechte Bein sowie Kribbelparaesthesien im ventralen Oberschenkel beider Beine. Die
bildgebende Diagnostik (CT der LWS am 24. Februar 2005) habe keine Hinweise auf
eine Nervenwurzelkompression ergeben. Es hätten sich lediglich leichte
Diskusprotrusionen gezeigt. Die Beschwerden seien keinem Dermatom zuzuordnen.
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Die Angaben der Schmerzen unterschieden sich von denen der Sensibilitätsstörung
und der Kribbelparaesthesien. Neurologisch sei die Untersuchung von deutlichen
Überlagerungszeichen gekennzeichnet gewesen. Der Versicherte habe keine
neurologischen Ausfälle und sei selbständig und mobil. Dr. med. C._ hatte dem
Hausarzt am 8. Dezember 2004 mitgeteilt, der Rehabilitationsaufenthalt in Valens
wegen der anhaltenden Rücken- und Schulterschmerzen vom 8. bis 30. September
2004 habe nicht zuletzt wegen mangelnder Leistungsbereitschaft subjektiv keine
Besserung gebracht. Nach dem Austritt hätten eher mehr Schmerzen bestanden.
Zweifellos liege eine wesentliche nicht-organische und soziokulturelle Komponente der
Beschwerden vor.
B.
B.a Die IV-Stelle beauftragte die MEDAS Zentralschweiz mit einer polydisziplinären
Abklärung. In ihrem Gutachten vom 31. August 2006 listete die MEDAS einleitend die
ihr zur Verfügung stehenden medizinischen Unterlagen auf, darunter auch den
Austrittsbericht der Klinik Valens vom 27. Oktober 2004. Gemäss der
Zusammenfassung dieses Austrittsberichts im MEDAS-Gutachten hatte die Klinik
Valens angegeben, die allgemeine Kraftausdauer habe durch das Ergonomie-
Trainingsprogramm nur geringfügig gesteigert werden können, was am ehesten
compliancebedingt gewesen sei. Vor allem bei Überkopfarbeiten und bei einer
Extension im Bereich der HWS hatten sich die Beschwerden gezeigt. Die Klinik Valens
hatte eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit
bis 15 kg horizontal ohne Überkopfarbeit angegeben. Für die zuletzt ausgeübte
Erwerbstätigkeit hatte sie wegen der hochrepetitiven Überkopfarbeit nur eine
Arbeitsfähigkeit von 50% angegeben.
B.b Die Abklärungen durch die Gutachter der MEDAS erfolgten unter Beizug eines
Dolmetschers. Die Gutachter führten zusammenfassend aus, der Versicherte sei
Analphabet gewesen. Erst im Militärdienst habe er etwas lesen und schreiben gelernt.
In der Jugendzeit habe er seinen Vater auf die Baustellen begleitet und sich so im
Bauhandwerk ausgebildet. Der Versicherte klage in erster Linie über
Nackenschmerzen, zunehmend seit August 2004, die rund um die Uhr anhielten.
Aufgrund dieser Schmerzen müsse er jede Nacht vier- bis fünfmal aufstehen,
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umhergehen und eine zusätzliche Schmerztablette einnehmen. Den
Hauptschmerzpunkt habe der Versicherte auf Höhe C 6 angegeben, von wo eine
Ausstrahlung in den ganzen Kopf führe. Der Schmerz sammle sich dann auf dem
höchsten Punkt des Schädels an. Diese Nackenschmerzen seien von mehreren
neurovegetativen Symptomen begleitet. Als zweitwichtigstes Gesundheitsproblem
habe der Versicherte seine Kreuzschmerzen angegeben. Diese seien ebenfalls ohne
freies Intervall Tag und Nacht vorhanden. Das längere Einhalten einer Position und das
Tragen von Lasten über zwei Kilogramm sei unmöglich.
B.c Die Gutachter der MEDAS führten dazu aus, objektiv wirke der übergewichtige,
einen weichen Schanzkragen tragende Versicherte altersentsprechend, psychisch
"schwer von Begriff" (trotz Dolmetscher) und etwas lethargisch, aber nicht depressiv.
Seine Wirbelsäule weise eine leichte linkskonvexe thorakale Torsionsskoliose auf. Der
Versicherte habe eine diffuse Druck- und Klopfdolenz nicht nur aller Dornfortsätze,
sondern auch der gesamten Paravertebralmuskulatur und der linke Gesässhälfte
angegeben. Im Gegensatz zur Beobachtung während der Anamnese sei die
Beweglichkeit aller Achsenorganabschnitte - unter verbaler und averbaler
Schmerzäusserung - eingeschränkt gewesen. Das Armkreisen sei als schmerzhaft
angegeben, aber durchgeführt worden. Der Versicherte trage eine Brille wegen einer
Presbyopie. Die Gesichtsfeldeinschränkung habe wegen mangelnder Kooperation nicht
korrekt durchgeführt werden können. Im Neurostatus habe die Sensorik wegen
widersprüchlicher Angaben nicht sachgerecht geprüft werden können. Der Händedruck
links sei deutlich abgeschwächt gewesen. Der Versicherte habe dabei
Schulterschmerzen links angegeben. Der Finger-Nasen-Versuch sei links - ohne
Intentionstremor - daneben gegangen. Die erschwerten Gangarten und das Kauern
seien einigermassen normal möglich gewesen, allerdings unter ständigen verbalen
Schmerzäusserungen. Die Verdeutlichungstendenz sei unübersehbar gewesen. Der
psychiatrische Gutachter habe ebenfalls eine Schmerzverdeutlichungstendenz, aber
keine relevante psychiatrische Störung festgestellt.
B.d Die Diagnose lautete: chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom links
bei Segmentsdegenerationen C 3 bis C 7 (mit Diskushernien C 4/5 und C 6/7 gemäss
MRI 2002 und osteodiskärer Einengung von Spinalkanal und Foramina C 4/5 links und
C 5/6 beidseits) und bei Streckhaltung und Segmentkyphosierung C 6/7, chronisches
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lumbospondylogenes Schmerzsyndrom links bei thorakolumbaler Streckhaltung, bei
Segmentdegenerationen von L 3 bis S 1 (mit Osteochondrosen, hypertrophen
Spondylarthrosen und osteodiskären Recessuseinengungen) und bei St. n. lumbaler
Hemilaminektomie 1996 (bei Diskushernie L 4/5 und relativ engem Spinalkanal),
chronische Impingement-Symptomatik der linken Schulter (bei Tendinopathie der
Supraspinatussehne gemäss MRI 2004) sowie - ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit -
arterielle Hypertonie, Barrett-Ösophag und Tinea pedum. Für die zuletzt ausgeübte
Erwerbstätigkeit mit stark repetitiver Überkopfarbeit schätzten die Gutachter die
Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf 50%. Für eine körperlich leichte,
wechselbelastende Tätigkeit mit Einschränkung von Verrichtungen mit gehäuft
vorgeneigtem oder abgedrehtem Oberkörper, in ausschliesslich sitzender oder
stehender Stellung sowie gehäuften Überkopfarbeiten veranschlagten sie die
Arbeitsfähigkeit des Versicherten auf 80%.
C.
C.a Der Versicherte gab am 7. Dezember 2006 an, er sei nicht bereit, eine der
Behinderung angepasste Arbeit anzunehmen oder an beruflichen
Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Erst wenn er wieder gesund sei, sei er
bereit, sich um eine Arbeitsstelle zu bewerben. Die Eingliederungsberaterin der IV-
Stelle hielt am 15. Dezember 2006 fest, der Versicherte fühle sich subjektiv nicht
arbeitsfähig. Deshalb könnten keine Eingliederungsmassnahmen durchgeführt werden.
Das Valideneinkommen betrage Fr. 56'459.-, das zumutbare Invalideneinkommen Fr.
40'650.- (Kürzung wegen unterdurchschnittlichem Valideneinkommen, 20%iger
Arbeitsunfähigkeit und einem sogenannten "Leidensabzug" von 10%). Mit einer
Verfügung vom 16. Februar 2007 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch des
Versicherten auf berufliche Eingliederungsmassnahmen. Sie begründete diesen
Entscheid damit, dass der Versicherte sich subjektiv als nicht erwerbsfähig erachte. Mit
einem Vorbescheid vom 19. Februar 2007 stellte die IV-Stelle dem Versicherten eine
Abweisung seines Rentengesuches in Aussicht. Zur Begründung führte sie aus, der
Invaliditätsgrad betrage nur 28%.
C.b Der Versicherte liess am 21. März 2007 einwenden, das MEDAS-Gutachten sei
nicht vollständig und deshalb sei die entsprechende Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht
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aussagekräftig. Die MEDAS habe sich auf CT-Aufnahmen gestützt, die mehr als
eineinhalb Jahre alt gewesen seien. Die MRI-Aufnahmen seien neun bis elf Monate alt
gewesen. Aufgrund der vermutlich degenerativ bedingten Einengung des Spinalkanals
hätte sich die Anfertigung neuer CT- und MRI-Aufnahmen aufgedrängt. Damit hätte
sich die von den Gutachtern lediglich vermutete diskrete Kompression der
Nervenwurzel mit einer sehr grossen Wahrscheinlichkeit bestätigen lassen. Damit wäre
auch eine Zuordnung zum Dermatom möglich gewesen. Der Befund des
psychiatrischen Gutachters basiere auf vagen Vermutungen und auf Angaben, die
durch eine schlechte Dolmetscherleistung verfälscht worden seien. Da er Kurde sei, sei
dem Bedarf nach einer korrekten Übersetzung mit den jeweils dazugehörigen
zwischenmenschlichen Komponenten auf der Gefühlsebene mit grosser
Wahrscheinlichkeit nicht Rechnung getragen worden. Deshalb sei es unbedingt
notwendig, bei der bereits seit Jahren behandelnden Ärztin Dr. med. D._ ein
Gutachten einzuholen. Diese Ärztin beherrsche die türkische Sprache und könne
deshalb, anders als bei einem Einsatz eines Dolmetschers, die psychische Störung
direkt und ohne jede Informationsveränderung oder -verfälschung aufzeigen. Eine
psychische Störung könne gar nicht mittels eines Dolmetschers zuverlässig erhoben
werden. Nicht nachvollziehbar sei das MEDAS-Gutachten in bezug auf die
Arbeitsfähigkeit von 80% in einer leichten Tätigkeit, denn die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit sei eine leichte gewesen und dort solle er ja zu 50% arbeitsfähig gewesen
sein. In seinem Schlussbefund verliere das MEDAS-Gutachten die ganzheitliche
Betrachtungsweise. Ausserdem werde weder der zunehmenden Verschlechterung des
Gesundheitszustandes noch den nichtorganischen und soziokulturellen Komponenten
Rechnung getragen.
C.c Dr. med. E._ vom RAD Ostschweiz hielt dazu am 23. April 2007 fest, die CT-
Untersuchung der HWS sei ca. sechs Monate alt gewesen, die umfangreichen
radiologischen Untersuchungen im Kantonsspital St. Gallen ca. sieben Monate und die
MRI-Untersuchung der Schulter zwölf Monate. Diese Untersuchungen seien als aktuell
anzusehen. Der Versicherte sei rheumatologisch ausführlich untersucht worden.
Entscheidend für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit seien nun einmal die klinisch
fassbaren Funktionsausfälle. Die Indikation für eine radiologische Untersuchung werde
anhand dieser Funktionsausfälle gestellt. Die klinische Untersuchung durch die MEDAS
habe keine wirklich fassbaren neuen Ergebnisse erbracht, weshalb keine radiologische
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Untersuchung angezeigt gewesen sei. Es sei davon auszugehen, dass ein lege artis
bestellter neutraler Dolmetscher die Übersetzung vorgenommen habe. Dr. med. D._
sei Allgemeinmedizinerin und nicht Psychiaterin. Mit einer Verfügung vom 30. April
2007 wies die IV-Stelle das Rentengesuch des Versicherten ab. Die Begründung
beinhaltete eine Zusammenfassung der Stellungnahme von Dr. med. E._.
D.
D.a Bereits am 3. März 2007 hatte der Versicherte Beschwerde gegen die
Abweisungsverfügung vom 16. Februar 2007 betreffend die beruflichen
Eingliederungsmassnahmen erhoben. Er hatte die Zusprache beruflicher Massnahmen,
eventualiter die Vornahme weiterer Abklärungen beantragt. Ausserdem hatte er um die
Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zur Erledigung des Verfahrens betreffend
sein Rentengesuch beantragt. Letzteres hatte er damit begründet, dass bei der
Zusprache einer ganzen Invalidenrente für berufliche Massnahmen kein Raum mehr
bliebe, womit die Beschwerde gegenstandslos würde. Sinnvoll wäre auch eine
Vereinigung des Beschwerdeverfahrens mit einem allfälligen Beschwerdeverfahren
betreffend die Invalidenrente. In materieller Hinsicht hatte der Versicherte geltend
gemacht, es seien sämtliche Voraussetzungen für berufliche
Eingliederungsmassnahmen gegeben. Insbesondere sei er eingliederungswillig und die
gesundheitsbedingte Einschränkung sei nicht als geringfügig zu betrachten. Allerdings
müsste verbindlich feststehen, welche Tätigkeiten überhaupt noch in Frage kämen. Die
Gerichtsleitung hatte das Beschwerdeverfahren antragsgemäss sistiert.
D.b Am 1. Juni 2007 liess der Versicherte auch gegen die Abweisungsverfügung vom
30. April 2007 Beschwerde erheben. Er beantragte die Zusprache einer angemessenen
Invalidenrente, eventualiter die Rückweisung an die IV-Stelle zur weiteren Abklärung,
subeventualiter die Einholung eines Gutachtens von Dr. med. D._ oder eines
geeigneten Psychologen/Fachspezialisten. Ausserdem liess er um die Vereinigung
dieses zweiten Beschwerdeverfahrens mit dem bereits hängigen Beschwerdeverfahren
betreffend berufliche Eingliederungsmassnahmen ersuchen. Letzteres begründete er
damit, dass die beiden Beschwerdeverfahren den gleichen Sachverhalt und dieselben
Personen beträfen. Zur Begründung seines Hauptantrages liess der Versicherte
ausführen, im MEDAS-Gutachten seien diskrete Einengungen des Spinalkanals
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festgestellt worden. Es sei aber nur auf die Möglichkeit der Kompromittierung von
Nervenwurzeln hingewiesen worden. Andere Arztberichte wie beispielsweise derjenige
der Radiologie des Kantonsspitals St. Gallen vom 1. Februar 2002 seien von einer
Diskushernie mit Kompression der Nervenwurzel ausgegangen. Die Einengung des
Spinalkanals sei in den weitaus meisten Fällen degenerativ bedingt. Die Patienten
klagten über Schmerzen, aber die neurologischen Veränderungen träten erst später
auf. Gemäss einer Auskunft des Kantonsspitals St. Gallen würden bei einer
Neubeurteilung immer neue CT- und MRI/MRT-Aufnahmen erstellt. Die MEDAS habe
sich auf veraltete Aufnahmen gestützt, obwohl durch neue Aufnahmen die bis dahin
lediglich vermutete diskrete Nervenwurzelkompression hätte bestätigt werden können.
Damit wäre auch eine konkrete Zuordnung zu einem Dermatom möglich gewesen. Der
psychiatrische Gutachter der MEDAS habe keine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Seine
Befunde beruhten auf vagen Vermutungen und auf durch eine schlechte Übersetzung
verfälschten Aussagen. Es sei zwar nicht bekannt, wie gut der Dolmetscher die
türkische Sprache beherrscht habe, aber er habe ihn, den Versicherten, sehr schlecht
verstanden. Deshalb müsse bei der behandelnden psychiatrischen Ärztin Dr. med.
D._ ein Gutachten eingeholt werden. Dr. med. D._ habe am 15. Mai 2007
angegeben, sie behandle ihn im Rahmen der Grundversorgung mit
psychotherapeutischer/psychosozialer Beratung. Es bestehe eine mittelgradige
depressive Episode gemäss ICD-10 F 32.11. Daraus resultiere eine Arbeitsunfähigkeit
von 50%. Der Versicherte liess weiter ausführen, der Schlussbefund des MEDAS-
Gutachtens sei widersprüchlich, denn das Gutachten selbst zeige eine schleichende
Verschlechterung des Gesundheitszustandes und die damit verbundene Reduktion der
angestammten Tätigkeit von schwer auf leicht, nehme dann aber eine "bei der letzten
sogenannten 'angestammten' hingegen bloss leichten Tätigkeit in der Metall-Montage
eine weitere zusätzliche Stufung einer noch leichteren Tätigkeit" vor (Beschwerde S. 14
unten). Inwiefern von einer leichten in eine noch leichtere Tätigkeit eingegliedert werden
könne, sei weder ersichtlich noch rechtlich gerechtfertigt und in der Praxis unmöglich.
D.c Die Gerichtsleitung ordnete am 27. Juni 2007 die Vereinigung der beiden
Beschwerdeverfahren an. Es wurde nur im Verfahren IV 2007/94 ein Kostenvorschuss
erhoben.
E.
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Die IV-Stelle beantragte am 7. September 2007 die Abweisung der beiden
Beschwerden. Sie machte geltend, Dr. med. D._ sei Allgemeinmedizinerin und nicht
Psychiaterin. Schon aus diesem Grund sei sie nicht geeignet, eine fachärztliche
psychiatrische Begutachtung durchzuführen. Zudem sei sie auch noch behandelnde
Ärztin, so dass ihren Angaben ein geringerer Stellenwert als denjenigen eines neutralen
Sachverständigen beizumessen sei. Selbst wenn eine weitere psychiatrische
Begutachtung notwendig wäre, könnte sie also nicht durch Dr. med. D._ erfolgen.
Aufgrund der klinischen Befunde habe für die MEDAS keine Veranlassung bestanden,
die erst wenige Monate alten radiologischen Unterlagen durch neue Aufnahmen zu
ergänzen. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung der MEDAS sei überzeugend. Die zuletzt
ausgeübte Erwerbstätigkeit sei nicht leicht gewesen, da sie immer wieder
Überkopfarbeit erfordert habe. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 55'120.- und
einem zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 41'225.- resultiere ein Invaliditätsgrad
von 25%, weshalb kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe. Der Versicherte halte
sich für erwerbsunfähig. Berufliche Massnahmen könnten nicht gegen den Willen einer
versicherten Person durchgesetzt werden. Deshalb sei auch die Verfügung vom 16.
Februar 2007 korrekt.
F.
In seiner Replik vom 28. September 2007 wandte der Versicherte ein, das
Kantonsspital St. Gallen habe im Austrittsbericht vom 19. August 2005 eine depressive
Reaktion festgestellt und eine analgetisch-antidepressive Therapie verschrieben. Der
Auffassung der MEDAS könne kein grösserer Stellenwert beigemessen werden als der
gemeinsamen Auffassung des Kantonsspitals St. Gallen und der behandelnden Ärztin
Dr. med. D._. Die Annahme, die behandelnde Ärztin sei wegen der Behandlung
befangen, werde bestritten. Dr. med. D._ sei bis zu ihrer Pensionierung Chefärztin im
Spital Z._ gewesen. Aufgrund ihrer reichhaltigen Erfahrung biete sie von den
Krankenkassen anerkannte psychotherapeutische und psychologische Beratungen an.
Auch ohne Fachausweis als Psychiaterin sei sie als Beraterin fähig. Die IV-Stelle selbst
habe sie schon für Begutachtungen beigezogen. Dr. med. D._ beherrsche die
türkische Sprache und sie kenne sich in den Verhaltensmustern von Türken und
Kurden bestens aus. Er sei aber auch bereit, sich durch eine neutrale
Begutachtungsstelle untersuchen zu lassen. In bezug auf die Notwendigkeit von CT-
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und MRI/MRT-Neuaufnahmen könne auf die Auskunft des Kantonsspitals St. Gallen
verwiesen werden. Er erfülle alle Voraussetzungen der Zusprache beruflicher
Eingliederungsmassnahmen und er sei eingliederungswillig.
G.
Die IV-Stelle verzichtete am 12. Oktober 2007 auf eine Duplik.

Erwägungen:
1.
1.1 Gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG hat die IV-Stelle der versicherten Person den
vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren mittels eines Vorbescheides
mitzuteilen; die versicherte Person hat einen Anspruch auf rechtliches Gehör. Die
Beschwerdegegnerin hat mit der Verfügung vom 16. Februar 2007 einen Anspruch des
Beschwerdeführers auf berufliche Eingliederungsmassnahmen verneint, ohne ihm
vorgängig einen entsprechenden Vorbescheid zugestellt zu haben. Da kein
Ausnahmetatbestand gemäss Art. 58 IVG i.V.m. Art.74ter IVV gegeben war, ist die
Verfügung vom 16. Februar 2007 in Verletzung der Verfahrensvorschrift des Art. 57a
Abs. 1 IVG erlassen worden. Sie ist demnach als rechtswidrig zu qualifizieren und zwar
ungeachtet einer allfälligen materiellen Rechtmässigkeit. Eine Missachtung
verfahrensrechtlicher Bestimmungen führt in gewissen Fällen direkt zu einer Aufhebung
der beschwerdeweise angefochtenen Verfügung, so dass gar keine materielle
Beurteilung mehr erfolgen kann. In anderen Fällen hat die verfahrensrechtliche
Rechtswidrigkeit einer Verfügung keine Auswirkung, so dass eine materiellrechtliche
Beurteilung der Verfügung erfolgen muss. Das Kriterium für die Unterscheidung
zwischen einer verfahrensrechtlichen Rechtswidrigkeit, die das Gericht ohne weiteres
zur Aufhebung der Verfügung zwingt, und einer verfahrensrechtlichen Rechtswidrigkeit,
die einer materiellen Beurteilung nicht im Wege steht, ist der hinter der - missachteten -
Verfahrensnorm stehende Zweck. Dieser Zweck kann grundsätzlich privaten oder
öffentlichen Interessen dienen. Ist eine IV-Stelle beispielsweise auf ein
Rentenerhöhungsgesuch eingetreten, obwohl der Rentner keine erhebliche
Veränderung seines Invaliditätsgrades glaubhaft gemacht hat, so muss die Verfügung
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bereits aus rein verfahrensrechtlichen Gründen aufgehoben werden, denn es wäre eine
unzulässige Ungleichbehandlung, wenn in einem willkürlich ausgewählten Fall die
Anwendung der in Art. 87 Abs. 3 IVV geregelten Eintretenshürde unterbleiben könnte
und es im Beschwerdeverfahren zu einer materiellen Beurteilung der
Rentenrevisionsverfügung kommen würde, obwohl die Verfahrensnorm, also Art. 87
Abs. 3 IVV, eben gerade diese materielle Neubeuteilung der laufenden Rente
verhindern sollte. Umgekehrt schliesst beispielsweise ein Verfahrensfehler bei der
Bestimmung des Sachverständigen, der ein Gutachten zur Abklärung des
leistungserheblichen Sachverhalts erstellen soll, die materielle Beurteilung der
schliesslich erlassenen und nun angefochtenen Verfügung nicht aus, auch wenn diese
Verfügung aufgrund der Missachtung einer Verfahrensnorm an sich rechtswidrig ist.
Dem durch die entsprechende Verfahrensnorm zum Ausdruck gebrachten Interesse
wird bei der materiellen Beurteilung, d.h. bei der Würdigung des Gutachtens als
Beweismittel dadurch ausreichend Rechnung getragen, dass nötigenfalls nicht auf
dieses Gutachten abgestellt wird. Das sogenannte "Heilen" der verfahrensrechtlichen
Rechtswidrigkeit von Verfügungen ist also nicht auf jene Fälle beschränkt, in denen
dem Anspruch auf rechtliches Gehör nicht nachgekommen worden ist.
1.2 Das durch Art. 57a Abs. 1 IVG zum Ausdruck gebrachte Interesse besteht darin, die
versicherte Person als "Subjekt" der Rechtsanwendung in die Entscheidfindung
einzubeziehen, sie also mitsprechen zu lassen, und zwar nicht zum Zweck der
zusätzlichen Sachverhaltsabklärung, denn jene Mitsprachemöglichkeit beruht als
Mitwirkungsrecht bei der Sachverhaltsermittlung ausschliesslich auf dem
Untersuchungsgrundsatz. Es geht vielmehr um die Mitsprachemöglichkeit bei der
rechtlichen Würdigung des ermittelten Sachverhalts. Der so verstandene Anspruch auf
rechtliches Gehör ist nicht von einem Interesse von so überragender Stärke getragen,
dass er eine materielle Beurteilung ausschliessen und ausschliesslich gestützt auf die
verfahrensrechtliche Rechtswidrigkeit der Verfügung eine Gutheissung der Beschwerde
erfordern würde. Die Praxis der "Heilung" der Gehörsverletzung, die zumindest im
Leistungsrecht der Sozialversicherung die materielle Beurteilung trotz der
Verfahrensrechtswidrigkeit der Verfügung zum Normalfall hat werden lassen, zeigt,
dass das hinter dem Anspruch auf rechtliches Gehör stehende Interesse immer gegen
andere, gegenläufige Interessen der versicherten Person, aber allenfalls auch der
Verwaltung abgewogen werden muss, bevor über die Frage entschieden wird, ob die
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Verfügung als Folge der Verletzung des rechtlichen Gehörs aufzuheben oder ob die
Verletzung des rechtlichen Gehörs zu heilen und die Verfügung materiell zu beurteilen
ist. Dieses Interesse ist nicht so stark, dass es alle anderen, gegenläufigen Interessen
ohne weiteres immer überwiegen würde. Das gegen den Anspruch auf rechtliches
Gehör abzuwägende Interesse ist regelmässig jenes an einem beförderlichen
Verfahrensabschluss. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen geht in
ständiger Praxis davon aus, dass letzteres jedenfalls dann überwiegt, wenn die
Beschwerde führende versicherte Person nicht ausdrücklich erklärt, sie verlange nur
die rein verfahrensrechtliche Beurteilung und damit die Aufhebung der
verfahrensrechtlich rechtswidrigen Verfügung und die Rückweisung zum Erlass einer
neuen Verfügung unter Beachtung jener Verfahrensnorm, welche die Gewährung des
rechtlichen Gehörs vorschreibt (vgl. das Urteil vom 15. März 2005 i.S. M, IV 2004/80).
Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer ausschliesslich die materielle
Unrichtigkeit der Verfügung vom 16. Februar 2007 gerügt. Die Verletzung seines
Anspruchs auf rechtliches Gehör als Folge des - wohl versehentlichen - Verzichts auf
die vorgängige Zustellung eines Vorbescheids ist deshalb bei der Beurteilung der
Verfügung vom 16. Februar 2007 nicht relevant. Es ist nur zu prüfen, ob diese
Verfügung in materieller Hinsicht rechtmässig ist.
2.
2.1 Die Verfügung vom 16. Februar 2007 trägt die Überschrift 'Kein Anspruch auf
berufliche Massnahmen'. Auf welche Arten beruflicher Eingliederungsmassnahmen sich
dies bezieht, wird in dieser Verfügung nicht erklärt. Der Verweis auf das
Leistungsbegehren, das mit der Verfügung vom 16. Februar 2007 abgewiesen werden
soll, hilft auch nicht weiter, da der Beschwerdeführer in seiner Anmeldung vom 9.
Februar 2005 nach einer Nachfrage nur die Rente angekreuzt hat. In der Aktennotiz der
Beschwerdegegnerin vom 15. Dezember 2006, auf der die Verfügung vom 16. Februar
2007 beruht, ist ebenfalls nur generell von beruflichen Eingliederungsmassnahmen die
Rede. Unter diesen Umständen muss davon ausgegangen werden, dass die
Beschwerdegegnerin am 16. Februar 2007 einen Anspruch auf sämtliche in Frage
kommenden beruflichen Eingliederungsmassnahmen verneint hat. Es sind dies die
Umschulung (Art. 17 Abs. 1 IVG) und die Arbeitsvermittlung (Art. 18 Abs. 1 Satz 1 IVG).
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2.2 Der Beschwerdeführer ist vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung immer
nur als Hilfsarbeiter erwerbstätig gewesen. Eine eigentliche Umschulung im Sinne der
Erlernung eines Berufs, der dem früher ausgeübten gleichwertig ist, kommt zum
vornherein nicht in Frage, denn es gibt keine Umschulung in eine andere Hilfsarbeit,
weil eine Hilfsarbeit definitionsgemäss keine berufliche Ausbildung voraussetzt und weil
mit der Ausübung einer anderen Hilfsarbeit das Ziel jeder Umschulung, die durch die
Arbeitsunfähigkeit bedingte Erwerbseinbusse zu kompensieren, nicht zu erreichen ist,
da auch in der neuen Hilfsarbeit eine Erwerbseinbusse im bisherigen Ausmass
auftreten würde. In Frage käme also nur eine Umschulung in eine besser qualifizierte
Berufstätigkeit, d.h. eine eigentliche Berufsausbildung, denn damit könnte ein
Lohnniveau erreicht werden, das es erlauben würde, trotz der weiterhin bestehenden
Arbeitsunfähigkeit von 20% einen Lohn zu realisieren, der dem früheren, d.h. bei voller
Arbeitsfähigkeit erzielten Hilfsarbeiterlohn entsprechen würde. Damit wäre die
umschulungsspezifische Invalidität überwunden. Eine qualifizierte Berufsausbildung
würde aber am fehlenden intellektuellen Leistungsvermögen des Beschwerdeführers
scheitern. Auf jeden Fall wäre sie unverhältnismässig, da der Beschwerdeführer zuerst
richtig lesen und schreiben lernen müsste, da er anschliessend die deutsche Sprache
erlernen und die in der Schweiz obligatorische Schulbildung nachholen müsste und da
er erst dann mit der eigentlichen Berufsausbildung beginnen könnte. Die nach
Abschluss dieser Umschulung verbleibende Aktivitätsdauer des 1953 geborenen
Beschwerdeführers wäre zu kurz, um den ausserordentlich hohen
Eingliederungsaufwand zu rechtfertigen. Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht
mit der Verfügung vom 16. Februar 2007 einen Umschulungsanspruch des
Beschwerdeführers verneint.
2.3 Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin mit der Verfügung vom
16. Februar 2007 auch einen Anspruch des Beschwerdeführers auf
Arbeitsvermittlungsbemühungen verneint hat. Da der Beschwerdeführer auch in einer
der Behinderung angepassten Erwerbstätigkeit nicht zu 100% arbeitsfähig wäre, ist
eine der Voraussetzungen eines Anspruchs auf Arbeitsvermittlungsbemühungen erfüllt.
Die Beschwerdegegnerin hat die Erklärung des Beschwerdeführers vom 7. Dezember
2006, er sei nicht bereit, sich selbst um eine Stelle zu bemühen oder sich bei der
Stellensuche begleiten zu lassen, solange er krank sei, als
arbeitsvermittlungsspezifische Eingliederungsunfähigkeit qualifiziert und deshalb einen
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Arbeitsvermittlungsanspruch verneint. Damit hat die Beschwerdegegnerin im Ergebnis
eine sogenannte "subjektive Vermittlungsunfähigkeit" gemäss Art. 15 Abs. 1 AVIG
angenommen. Sie hat also vorausgesetzt, dass die Definition der leistungsspezifischen
Invalidität in Art. 18 bs. 1 Satz 1 IVG auch die "subjektive Vermittlungsfähigkeit"
gemäss Art. 15 Abs. 1 AVIG beinhalte. Der Wortlaut des Art. 18 Abs. 1 Satz 1 IVG
enthält aber keinen Hinweis auf diese "subjektive Vermittlungsfähigkeit". Art. 18 Abs. 1
Satz 1 IVG weist auch keine Lücke auf, die durch eine analoge Anwendung des
entsprechenden Teils des Art. 15 Abs. 1 AVIG zu füllen wäre. Da es in Art. 18 Abs. 1
Satz 1 IVG nur um die Stellenvermittlung und nicht wie in der Arbeitslosenversicherung
auch noch um Taggeldleistungen oder arbeitsmarktliche Massnahmen geht, besteht
kein Bedarf danach, durch ein zur objektiv bestehenden Arbeitslosigkeit hinzutretendes
weiteres Merkmal, nämlich die Vermittlungsfähigkeit, den Kreis der
leistungsberechtigten Personen einzuschränken. Erklärt ein Gesuchsteller nachträglich,
er wolle gar keine Arbeitsvermittlung nach Art. 18 Abs. 1 Satz 1 IVG, oder zeigt er, dass
er gar nicht an solchen Leistungen der IV-Stelle interessiert ist, so ist dies als
sinngemässer Gesuchsrückzug (bei laufenden Leistungen allenfalls als
Leistungsverzicht gemäss Art. 23 ATSG) zu interpretieren. Damit ist das
Verwaltungsverfahren zur Prüfung eines Leistungsanspruchs gestützt auf Art. 18 Abs. 1
Satz 1 IVG einzustellen und als gegenstandslos abzuschreiben. Obwohl der Wortlaut
der Verfügung vom 16. Februar 2007 dies nicht abdeckt, ist - dem wahren Sinn und
Zweck dieser Verfügung gemäss - von der Anordnung der Einstellung des Verfahrens
zur Prüfung des entsprechenden Leistungsgesuchs auszugehen. Diese
Verfahrenseinstellung erweist sich als rechtmässig, da der Beschwerdeführer am 7.
Dezember 2006 unmissverständlich sein Desinteresse an
Arbeitsvermittlungsbemühungen erklärt hat. Die gegen die Verfügung vom 16. Februar
2007 gerichtete Beschwerde ist also nicht nur in bezug auf die Umschulung, sondern
auch in bezug auf die Arbeitsvermittlung abzuweisen. Soweit der Beschwerdeführer
sich gegenüber dem Versicherungsgericht als eingliederungswillig bezeichnet hat, wird
die erstinstanzlich zuständige Beschwerdegegnerin prüfen, ob darin ein neues Gesuch
um Arbeitsvermittlung zu erblicken ist.
3.
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3.1 Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist
gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das
Einkommen, das eine versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der
Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage der Bemessung des
zumutbaren Invalideneinkommens - und damit in der Regel ausschlaggebendes
Element der Invaliditätsbemessung - ist die ärztliche Arbeitsfähigkeitsschätzung, bei
Hilfsarbeitern zusätzlich zusammen mit der ärztlichen Umschreibung einer der
Gesundheitsbeeinträchtigung bestmöglich Rechnung tragenden Erwerbstätigkeit. Die
Beschwerdegegnerin hat sich diesbezüglich auf die Einschätzung im Gutachten der
MEDAS Zentralschweiz vom 31. August 2006 gestützt. Laut dieser Einschätzung ist der
Beschwerdeführer in seiner zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit als Aufstecker zu 50%,
in einer behinderungsadaptierten Tätigkeit aber nur zu 20% arbeitsunfähig. Diese
Einschätzung beruht auf einer polydisziplinären Abklärung, die auch den psychischen
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers einbezogen hat. Die Arbeitsunfähigkeit
von 20% in einer behinderungsadaptierten Tätigkeit ist nach der Ansicht der Gutachter
nur auf die Beeinträchtigung in der körperlichen Gesundheit zurückzuführen. Der
psychiatrische Gutachter der MEDAS ist nämlich davon ausgegangen, dass keine
Krankheit psychischer Natur vorliege, so dass die Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers aus der Sicht seines Fachgebietes allein nicht eingeschränkt sei.
Die behandelnden Ärzte haben teilweise abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzungen
abgegeben. Dr. med. A._ hat gestützt auf seine rein somatische Diagnose eine
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit
als Aufstecker von 100% angegeben. Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in
einer behinderungsadaptierten Erwerbstätigkeit hat sich Dr. med. A._ nicht
geäussert. Die den Beschwerdeführer psychotherapeutisch oder psychologisch
behandelnde Ärztin Dr. med. D._ hat die Arbeitsunfähigkeit am 4. Mai 2007 aus rein
psychiatrischer Sicht auf 50% geschätzt. Es bestehen also sowohl in bezug auf den
körperlichen als auch in bezug auf den psychischen Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers divergierende ärztliche Arbeitsfähigkeitsschätzungen.
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3.2 Der Beschwerdeführer wendet gegen die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter
der MEDAS sinngemäss ein, in somatischer Hinsicht beruhe die Auffassung dieser
Gutachter auf veralteten CT- und MRI/MRT-Aufnahmen und sie trage zudem der
Tatsache nicht Rechnung, dass seine Beschwerden durch eine degenerative
Entwicklung bedingt seien. Diese degenerative Entwicklung könne Beschwerden
hervorrufen, bevor sie sich so weit entwickelt habe, dass sie durch bildgebende
Verfahren in ihrem vollen Umfang erfasst werden könne. Der zuständige Arzt des RAD
Ostschweiz hat am 23. April 2007 darauf hingewiesen, dass die Aufnahmen, die den
Gutachtern der MEDAS vorgelegen hätten, aktuell gewesen seien und dass sie mit den
klinisch, d.h. bei der direkten Untersuchung des Beschwerdeführers erhobenen
Befunden übereingestimmt hätten. Hätte die klinische Untersuchung eine objektiv
bestehende Beeinträchtigung ergeben, die sich anhand der zur Verfügung stehenden
Aufnahmen nicht oder nicht in vollem Umfang hätte erklären lassen, so hätten die
Gutachter der MEDAS neue Aufnahmen erstellen lassen. Die Tatsache, dass die
subjektive Krankheitsüberzeugung und die entsprechenden Beschwerdeäusserungen
und -demonstrationen erheblich von den klinisch erhobenen und sich aus den
vorliegenden Aufnahmen ergebenden Befunden abwichen, bot den Gutachtern der
MEDAS keine Veranlassung, neue Aufnahmen zu erstellen. Die oft mit derartigem
Verhalten konfrontierten und deshalb erfahrenen Gutachter der MEDAS waren nämlich
durchaus in der Lage, trotz übertriebener Beschwerdeschilderungen und -
demonstrationen den objektiv bestehenden Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers zu erheben.
Dr. med. A._ hat für die vom Beschwerdeführer zuletzt ausgeübte Erwerbstätigkeit
eine Arbeitsunfähigkeit von 100% angegeben, während die Gutachter der MEDAS nur
eine Arbeitsunfähigkeit von 50% angenommen haben. Gegen die
Arbeitsunfähigkeitsschätzung der Gutachter der MEDAS bezogen auf eine
behinderungsangepasste Erwerbstätigkeit von 20% könnte also angeführt werden, Dr.
med. A._ wäre, wenn ihm die entsprechende Frage gestellt worden wäre, auch hier
von einem höheren Arbeitsunfähigkeitsgrad ausgegangen. Diese Schlussfolgerung
wäre nicht stichhaltig. Es ist nämlich nicht bekannt, als wie schwer oder wie ungeeignet
Dr. med. A._ die frühere Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers als Aufstecker
qualifiziert hat. Deshalb lässt sich gar nicht abschätzen, wie weit ein Wechsel in eine
behinderungsadaptierte Tätigkeit die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in den
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Augen von Dr. med. A._ hätte ansteigen lassen. Und selbst wenn davon auszugehen
wäre, dass Dr. med. A._ für eine behinderungsadaptierte Tätigkeit eine
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers von mehr als 20% angegeben hätte, wäre
dies nicht geeignet, die Überzeugungskraft des MEDAS-Gutachtens zu schwächen. Es
wäre dann nämlich der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde
Ärzte stark dazu neigen, der pessimistischen Selbsteinschätzung ihrer Patienten
nachzugeben, da sie meist über lange Zeit deren (sich vordergründig selbst
bestätigenden) Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung ausgesetzt gewesen sind, da sie ihren
Patienten immer nur in der Untersuchungs- bzw. Behandlungssituation begegnet sind,
in der die Krankheit und ihre Auswirkungen im Alltag das einzige Thema sind und
deshalb ganz besonders betont werden, und da sie als Therapeuten keinen oder kaum
einen Erfolg erzielt haben und deshalb versucht sind, dem "unheilbaren" Patienten auf
andere Weise zu helfen. Berücksichtigt man zudem, dass behandelnde Ärzte aufgrund
ihrer persönlichen Beziehung zu ihren Patienten als befangen erscheinen müssen und
deshalb nicht als unabhängige Sachverständige, sondern nur als Auskunftspersonen
mit besonderen Fachkenntnissen aussagen, so besteht i.d.R. keine Veranlassung,
aufgrund einer abweichenden Arbeitsfähigkeitsschätzung eines behandelnden Arztes
an der Richtigkeit der Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter der MEDAS zu
zweifeln.
Der Beschwerdeführer hat weiter geltend gemacht, die Arbeitsfähigkeitsschätzung im
MEDAS-Gutachten sei widersprüchlich, weil sie für die zuletzt ausgeübte
Erwerbstätigkeit als Aufstecker eine tiefere Arbeitsfähigkeit als für eine
behinderungsadaptierte Erwerbstätigkeit angebe, obwohl die zuletzt ausgeübte
Erwerbstätigkeit bereits behinderungsadaptiert gewesen sei. Dieser Einwand ist nicht
stichhaltig, denn die Gutachter der MEDAS sind davon ausgegangen, dass die
Tätigkeit als Aufstecker ein erhebliches Mass an Überkopfarbeit beinhaltet habe, die
bei einer behinderungsadaptierten Erwerbstätigkeit nicht vorkomme. Ob die Annahme
der Gutachter der MEDAS, die Tätigkeit eines Aufsteckers umfasse viel Überkopfarbeit,
richtig war, ist ohne Belang, denn zur Bemessung des zumutbaren
Invalideneinkommens des Beschwerdeführers ist auf dessen Arbeitsfähigkeit in einer
der Behinderung angepassten Erwerbstätigkeit abzustellen. Die Höhe der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers als Aufstecker ist also nicht relevant. Somit ist
gestützt auf das Gutachten der MEDAS davon auszugehen, dass der
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Beschwerdeführer aufgrund seiner somatischen Gesundheitsbeeinträchtigung allein
nur zu 20% arbeitsunfähig ist.
3.3 Zu prüfen bliebt, ob eine Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit vorliegt, die
für sich allein oder in Kombination mit der körperlichen Beeinträchtigung eine
Arbeitsunfähigkeit von mehr als 20% bewirkt. Der Beschwerdeführer macht
sinngemäss geltend, eine psychiatrische Begutachtung, die nur unter Beizug eines
Dolmetschers durchgeführt werden könne, liefere nie ein überzeugendes Resultat, da
die wortwörtliche Übersetzung oft ungenau sei und da Gefühlseindrücke und Nuancen
vom Dolmetscher nicht weitergegeben werden könnten. Zudem habe sich der
psychiatrische Gutachter der MEDAS nicht mit den Verhaltensmustern von Kurden
ausgekannt. Der Beschwerdeführer unterstellt zudem, dass die Übersetzungsarbeit in
seinem Fall schlecht gewesen sei. Dafür fehlt allerdings jedes Indiz. Der
Beschwerdeführer selbst vermag nicht zu erklären, wie er zu dieser Auffassung gelangt
ist. Es ist davon auszugehen, dass es sich um einen qualifizierten Dolmetscher für die
türkische Sprache gehandelt hat, denn die Gutachter der MEDAS Zentralschweiz sind
ja zwingend auf eine kompetente Übersetzung angewiesen, um ihren
Abklärungsauftrag gut erfüllen zu können. Die Behauptung des Beschwerdeführers,
eine psychiatrische Begutachtung unter Einsatz eines Dolmetschers könne zum
vornherein kein überzeugendes Ergebnis liefern, weil auch bei guter
Übersetzungsarbeit immer ein erheblicher Teil der Aussagen eines Exploranden
verloren gehe oder verzerrt werde, dürfte zwar einen wahren Kern haben, denn die
psychiatrische Exploration ist ja - nicht ausschliesslich, aber doch in einem weiten
Umfang - auf die verbale Kommunikation als Untersuchungsmethode angewiesen. Es
ist aber anzunehmen, dass sich der erfahrene psychiatrische Gutachter der MEDAS
Zentralschweiz der Gefahr von Übersetzungsverlusten bewusst gewesen ist und diese
deshalb durch eine entsprechend modifizierte Gesprächs- bzw. Fragetechnik so weit
wie möglich ausgeschaltet hat. Die Erfahrung zeigt denn auch, dass psychiatrische
Abklärungen unter Einsatz von Dolmetschern ebenso überzeugende Ergebnisse liefern
wie psychiatrische Abklärungen, die direkt in der Muttersprache des Exploranden
erfolgen. Vorliegend ist deshalb davon auszugehen, dass weder die Diagnose noch die
Arbeitsfähigkeitsschätzung auf einem ungenügend oder falsch erhobenen psychischen
Gesundheitszustand beruhen. Daran vermag auch die fehlende Kenntnis der
kurdenspezifischen Verhaltensmuster (wenn es so etwas überhaupt gibt) nichts zu
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ändern, denn diesen ist vom erfahrenen Gutachter sicherlich ebenfalls Rechnung
getragen worden.
Obwohl der psychiatrische Gutachter der MEDAS Zentralschweiz von der laufenden
psychologischen Behandlung des Beschwerdeführers gewusst hat, hat er darauf
verzichtet, die von Dr. med. D._ geführte Krankengeschichte anzufordern. Er hat sich
ausschliesslich auf seine eigene Untersuchung gestützt. Auch das vermag, obwohl es
unüblich ist, den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens nicht herabzusetzen, da der
erfahrene psychiatrische Gutachter die Krankengeschichte oder zumindest einen
Bericht von Dr. med. D._ angefordert hätte, wenn ihm die Angaben des
Beschwerdeführers selbst nicht ausgereicht hätten. Dr. med. D._ hat der
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers am 15. Mai 2007 angegeben, es liege eine
mittelgradige depressive Episode vor, die eine Arbeitsunfähigkeit von 50% zur Folge
habe. Auch bei der Würdigung dieser ärztlichen Aussage ist der bereits oben
ausführlich dargelegten Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde
Ärzte durch ihre Patienten beeinflusst sind und deshalb sowohl die Schwere der
Krankheit als auch die Arbeitsunfähigkeit meist zu hoch einschätzen. Die Tatsache,
dass der Beschwerdeführer mit einer sehr tiefen Frequenz (2006 fünfmal, bis 17. April
2007 viermal) von Dr. med. D._ behandelt worden ist und dass es sich dabei nur um
Beratungen und, wie aus dem Fehlen eines entsprechenden Hinweises im Bericht von
Dr. med. D._ vom 15. Mai 2007 abzuleiten ist, nicht um eine medikamentöse
Therapie gehandelt hat, spricht gegen eine schwerwiegende Beeinträchtigung der
psychischen Gesundheit. Die Angaben von Dr. med. D._ beruhen deshalb mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf einer erheblichen Überbewertung des Verhaltens
und der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers. Sie vermögen nicht zu
überzeugen und sie erschüttern die Überzeugungskraft des MEDAS-Gutachtens nicht.
Selbst wenn die Aussagen von Dr. med. D._, die ein Jahr nach der Abklärung durch
die MEDAS Zentralschweiz gemacht worden sind, auf einer seither eingetretenen
Veränderung des psychischen Gesundheitszustandes beruhen sollten, vermöchten sie
keine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von mehr als 20% zu belegen oder auch
nur einen Bedarf nach weiteren medizinischen Abklärungen entstehen zu lassen, denn
eine depressive Episode mit der von Dr. med. D._ angegebenen Schwere müsste
sehr viel intensiver behandelt werden, d.h. die Frequenz der Behandlungen müsste
höher sein und eine medikamentöse Behandlung wäre unverzichtbar.
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Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass eine allfällige psychische
Gesundheitsbeeinträchtigung jedenfalls keine über 20% liegende Arbeitsunfähigkeit
verursacht. Bei der Ermittlung des zumutbaren Invalideneinkommens ist deshalb von
einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 20% auszugehen.
3.4 Da der Beschwerdeführer keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, ist bei der Bemessung
des zumutbaren Invalideneinkommens von einem statistisch ermittelten Einkommen
auszugehen, nämlich vom Zentralwert der von den männlichen Hilfsarbeitern erzielten
Löhne gemäss der Tabelle TA1 der Lohnstrukturerhebung 2004 des Bundesamtes für
Statistik, Resultate auf nationaler Ebene. Massgebend ist der Zentralwert aller
Branchen, da Arbeitsplätze, die der Behinderung des Beschwerdeführers angepasst
sind, überall vorhanden sind. Dieser Zentralwert beläuft sich auf Fr. 4588.- bzw. Fr.
55'056.-, umgerechnet von 40 Wochenarbeitsstunden auf den schweizerischen
Durchschnitt von 41,6 Wochenarbeitsstunden auf Fr. 57'258.-. Da der
Einkommensvergleich für das Jahr 2005 erfolgen muss, ist dieser Betrag dem
Nominallohnanstieg im Jahr 2004 von 0,9% anzupassen, was Fr. 57'773.- ergibt. Bei
einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 80% entspricht dies einem Einkommen von Fr.
46'218.-. Ausgehend von einem statistisch ausgewiesenen Teilzeitnachteil von 6,5%
(vgl. die Lohnstrukturerhebung 2004, S. 25) und einem geringen, hauptsächlich durch
die Gefahr höherer Krankheitsabsenzen begründeten Konkurrenznachteil des
Beschwerdeführers gegenüber gesunden Konkurrenten für geeignete
Teilzeitarbeitsplätze, rechtfertigt sich ein zusätzlicher Abzug von insgesamt 10%. Ein
höherer Abzug ist nicht ausgewiesen, denn es ist nicht davon auszugehen, dass
körperlich leichte, wechselbelastende, keine für den Beschwerdeführer unzumutbare
Bewegungsabläufe oder Körperhaltungen beinhaltende und geringe Anforderungen an
das Sehvermögen stellende Hilfsarbeiten generell unterdurchschnittlich entlöhnt
würden. Bei der Arbeit notwendige Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, gute
Konzentrationsfähigkeit, Sorgfalt usw. rechtfertigen ebenfalls die Ausrichtung
durchschnittlicher Löhne. Es ist also nicht so, dass körperlich anspruchsvolle
Hilfsarbeiten mehrheitlich überdurchschnittlich und körperlich leichte Hilfsarbeiten
mehrheitlich unterdurchschnittlich entlöhnt würden. Der Verlust der Fähigkeit,
körperlich anspruchsvolle Arbeit zu leisten, rechtfertigt deshalb nicht ohne weiteres
einen hohen zusätzlichen Abzug vom statistisch ermittelten Einkommen. Bei einem
Abzug von 10% resultiert ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 41'596.-. Das
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Valideneinkommen beträgt gemäss den Angaben des letzten Arbeitgebers vom 2. März
2005 Fr. 55'900.-. Die behinderungsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 14'304.-
entspricht einem Invaliditätsgrad von 26%. Da der Invaliditätsgrad des
Beschwerdeführers also die Grenze von 40% (Art. 28 Abs. 1 IVG) nicht erreicht, hat die
Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren zu Recht abgewiesen.
4.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen sind die beiden Beschwerden gegen die
Verfügungen vom 16. Februar 2007 und vom 30. April 2007 abzuweisen.
Beschwerdeverfahren in IV-Sachen sind kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis Fr.
1000.- festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Da die Verfahrensvereinigung nur aus
verfahrensökonomischen Gründen erfolgt ist, die beiden Beschwerden also formal
betrachtet je für sich beurteilt werden und die beiden Beurteilungen auch selbständig
angefochten werden können, muss für beide Beschwerdeverfahren je eine
Gerichtsgebühr erhoben werden. Dabei ist der durch die Verfahrensvereinigung
bewirkten Aufwandreduktion Rechnung zu tragen. Für das Verfahren IV 2007/94 ist die
Gerichtsgebühr auf Fr. 400.-, für das Verfahren IV 2007/217 auf Fr. 500.- festzusetzen.
Die Gerichtsgebühr im erstgenannten Beschwerdeverfahren wird mit dem dort
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet und ist damit vollumfänglich getilgt. Der
Kostenvorschuss hat nicht Fr. 400.-, sondern Fr. 600.- betragen. Die deshalb aus dem
Verfahren IV 2007/94 verbleibende Differenz von Fr. 200.- wird dem Beschwerdeführer
nicht zurückerstattet, sondern mit der Gerichtsgebühr von Fr. 500.- im Verfahren IV
2007/217 verrechnet. In diesem Verfahren hat der Beschwerdeführer also noch einen
ungedeckten Teil der Gerichtsgebühr von Fr. 300.- zu bezahlen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG