Decision ID: 88a52587-1d6a-5f12-8801-4e76f648a328
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführenden verliessen eigenen Angaben zufolge den Heimatstaat am 16. August 2007 und gelangten via die Türkei und  ihnen unbekannte Länder am 4. September 2007 in die Schweiz, wo sie am gleichen Tag um Asyl nachsuchten. Nach einer  in der Empfangsstelle (heute: Empfangs- und Verfahrenszentrum [EVZ]) Z._ vom 11. September 2007 wurden sie für die Dauer des Verfahrens dem Kanton Y._ zugewiesen. Am 22. Oktober 2007 wurden die Beschwerdeführenden (Eltern) vom BFM direkt zu ihren Asylgründen angehört. Im Wesentlichen machte der  geltend, er habe sich seit 2003 für die PCDK (Parti Carasari Demokrati; Kurdistan - Demokratische Lösung Kurdistans) engagiert und deswegen Probleme bekommen. Er sei im Jahr 2005 und 2007 kurzfristig festgehalten worden. Am 31. Juli 2007 sei ihm die Stelle als Direktor einer Abendhandelsschule in X._ gekündigt worden. Man habe ihn als einfachen Lehrer an eine andere Schule (zurück-) versetzt. Auch habe er sich mehrmals durch ein ihn verfolgendes Auto beobachtet gefühlt. Ebenfalls im Jahr 2007 hätten Unbekannte  (März und Juni) versucht, seine Tochter zu entführen. Die  ihrerseits erklärte, wie ihr Mann seit 2003 einfaches Mitglied der PCDK gewesen zu sein. Probleme deswegen habe sie aber keine gehabt. Sie sei wegen der Situation ihres Mannes in die Schweiz gekommen. Vor diesem Hintergrund hätten sie ihr Heimatland verlassen. Für den Inhalt der weiteren Aussagen wird auf die Akten verwiesen. Das BFF verzichtete auf weitere Abklärungen.
B. Das BFM stellte mit Verfügung vom 30. November 2007 – eröffnet am 4. Dezember 2007 – fest, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte die Asylgesuche ab.  verfügte es die Wegweisung der Beschwerdeführenden aus der Schweiz und ordnete den Wegweisungsvollzug an. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Vorbringen der  genügten weder den Anforderungen an die  gemäss Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) noch denjenigen an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG. Der Beschwerdeführer habe sowohl unterschiedliche Angaben zu den beiden Festnahmen als auch widersprüchliche, unglaubhafte und unsubstanziierte Angaben im Zusammenhang rund um die Um-
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stände seines geltend gemachten politischen Engagements gemacht. Die Entlassung als Schuldirektor respektive die (Rück-) versetzung als einfacher Lehrer an eine andere Schule sei asylrechtlich unbeachtlich. Gleich verhalte es sich sowohl in Bezug auf die erwähnten die Tochter betreffenden Entführungsversuche (Übergriffe Dritter), wo gestützt auf eine Anzeige hin polizeiliche Hilfe nicht verweigert worden sei, als auch im Zusammenhang mit den vom Beschwerdeführer erwähnten und als unangenehm empfundenen Beobachtungen durch Dritte, habe dieser – obschon möglich – eine Anzeigeerstattung unterlassen. Der Vollzug der Wegweisung in die nordirakische Provinz Suleimaniya sei durchführbar und zumutbar; ihm stünden keine triftigen Gründe .
C. Mit Eingabe vom 27. Dezember 2007 erhoben die  beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragten  Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung der  Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Abklärung des Sachverhalts. Eventualiter sei die  festzustellen. Subeventualiter sei die Unzulässigkeit,  beziehungsweise Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und als Folge davon, von Amtes wegen die vorläufige Aufnahme zu gewähren. Es sei die unentgeltliche Rechtspflege zu . Auf die Begründung der Beschwerde wird, soweit , in den Erwägungen eingegangen.
D. Mit Instruktionsverfügung vom 9. Januar 2008 wurde das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (VwVG, SR 172.021) auf einen späteren Zeitpunkt  und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet.
E. In seiner Vernehmlassung vom 9. Februar 2010 hielt das BFM an  Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Die Vernehmlassung wurde den Beschwerdeführenden am 15. Februar 2010 ohne Einräumung eines Replikrechts zugestellt.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17.  2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende  im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden ; es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die  sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung; sie sind daher zur Einreichung der  legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zu letzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei - ner bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder  sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu  (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrschein-
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lichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 Vorab ist auf die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs , weil die im massgeblichen Zeitpunkt gut 10-jährige Tochter der Beschwerdeführenden nicht zu den ihr widerfahrenen Erlebnissen befragt worden sei; dasselbe gelte für den bald 12-jährigen Sohn.  ist festzuhalten, dass gemäss dem vom Bundesamt im Internet  gemachten Handbuch des Asylverfahrens urteilsfähige Kinder selbständig angehört werden und für die Beurteilung, ob ein Kind  sei, vorerst auf die in der Empfangsstelle gemachte  abgestellt werden kann. Dabei wird erfahrungsgemäss die Urteilsfähigkeit von Kindern in Bezug auf das Asylverfahren ab etwa vierzehn Jahren in der Regel vermutet (vgl. Handbuch Asylverfahren BFM Kap. F § 4 S. 11). Sodann ist darauf hinzuweisen, dass das BFM die geltend gemachten Entführungsversuche der Tochter nicht in  stellte, sondern die Asylrelevanz der entsprechenden Ereignisse verneinte. Nach dem Gesagten geht der erhobene Einwand fehl,  das BFM durch die unterlassene Befragung der Kinder der  den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt  soll. Nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermögen die  aus dem Umstand, dass die Vorinstanz weder im Asyl- noch im Wegweisungspunkt auf das Kindeswohl eingegangen ist. Zwi - schen der Einreise in die Schweiz respektive dem Stellen der  und dem Erlass der angefochtenen Verfügung lag lediglich eine Zeitspanne von etwas mehr als zwei Monaten, weshalb sich  im vorliegenden Fall zur Frage des Kindeswohls im Sinne der Rechtsprechung als marginal erwiesen respektive der Verzicht auf  Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung nicht zu beanstanden ist (vgl. auch nachstehend E. 6.4.3). Bei dieser Sachlage ist der Antrag um Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur weiteren Sachverhaltsabklärung und anschliessendem neuen  abzuweisen.
4.2 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung unter Angabe der jeweiligen Fundstellen in den Protokollen die diversen  in den Aussagen der Beschwerdeführenden aufge-
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zeigt. Die den Beschwerdeführenden vom BFM vorgeworfenen  halten einer Überprüfung durch das  stand. Ohne im Einzelnen darauf näher einzugehen – die  Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe erweisen sich hauptsächlich als Behauptungen, Mutmassungen, unbehelfliche  oder nachträgliche Anpassungen an den Sachverhalt – ist zur Veranschaulichung im Zusammenhang mit der vom  behaupteten politischen Exponiertheit wegen seiner  bei der im kurdischen Gebiet verbotenen PCDK und den ihm daraus möglicherweise resultierenden (asylrechtlichen)  bloss festzuhalten, dass die diesbezüglichen Schilderungen als überzeichnet respektive in den Akten keine Stütze findend zu  sind. So erklärte der Beschwerdeführer anlässlich der direkten Bundesanhörung unter anderem, falls man festgenommen werde, sei man dankbar, wenn man überhaupt rauskomme. An anderer Stelle wiederum gab er im Zusammenhang mit den geltend gemachten  Festnahmen zu Protokoll, im Jahre 2005 sei er ohne Auflagen freigelassen worden und im Januar 2007 habe man ihn "mit Respekt" behandelt und er habe nach ungefähr eineinhalb Stunden – nachdem er eine Art Versprechen unterzeichnet habe – wieder gehen können. Kaum nachvollziehbar erscheint in diesem Kontext weiter die Aussage, wonach auch der Parteichef sowie "Wir ... alle zusammen" (gemeint sind die Kaderleute der PCDK) festgenommen und nur dank  aus Bagdad freigelassen worden seien. Dass den  Behörden die Zusammenhänge einer solchen Vorgehensweise verborgen geblieben wären, respektive sie die entsprechenden Schlussfolgerungen aufgrund eines solchen Vorfalls nicht hätten  können, erstaunt insbesondere unter dem Blickwinkel, dass es sich bei der PCDK doch um eine im Nordirak verbotene Partei handelt, welche ihre Büros in den Zentralirak (Kirkuk, Mosul, Bagdad) verlegen musste, um als legale Organisation von dort aus operieren zu können (vgl. A12/18 S. 10, 11 und 12). Vor dem Hintergrund der kurzen Dauer der jeweiligen Festnahmen sowie der unmissverständlichen Aussage des Beschwerdeführers, in der Zeit nach der ersten Festnahme (2005) und derjenigen im Januar 2007, nie irgendwelche Probleme mit Leuten des Sicherheitsdienstes gehabt zu haben (vgl. A12/18 S. 12), müsste diesen angeblichen Freiheitseinschränkungen ohnehin auch die  Relevanz aufgrund der mangelnden Intensität der Eingriffe abgesprochen werden. Auch vermitteln die Vorbringen des  vielmehr den Eindruck einer konstruierten Geschichte, wenn die Behörden über sein angeblich politisches Engagement seit
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Mai/Juni 2007 Kenntnis gehabt und als erste Massnahme ihm  die Stelle als Schuldirektor gekündigt haben sollen, um ihm für den 1. Oktober 2007 eine andere Stelle als Lehrer in einem kleinen Dorf anzubieten. Hinzukommt, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zu Folge seit dem Zeitpunkt der Kündigung (31. Juli 2007) bis zur Ausreise (16. August 2007) irgendwelche Probleme mit den heimatlichen Behörden oder Organisationen verneinte (vgl. A12/18 S. 8) und die Versetzung an eine andere Schule wiederholt lediglich als "Erniedrigung" bezeichnete, was aber – in Bestätigung der  vorinstanzlichen Ausführungen – noch keine individuelle  im Sinne des Asylgesetzes zu bewirken vermag. Die auf  in Kopie eingereichten Beweismittel zur Mitgliedschaft in der PCDK sind aufgrund ihrer leichten Manipulierbarkeit ebenfalls nicht geeignet, eine Gefährdung der Beschwerdeführenden .
4.3 Aus den geltend gemachten Nachstellungen seitens unbekannter Dritter (Entführungsversuche der Tochter, wiederholte Beobachtungen und Verfolgung des Beschwerdeführers in einem Auto) können die  in asylrechtlicher Hinsicht auch nichts zu ihren Gunsten ableiten. Es ist unbestritten, dass der Staat den  anbegehrte Hilfe zuteil kommen liess und eine solche auch im Falle künftiger Ereignisse in Aussicht stellte. Wenn nun die  nicht beabsichtigen, aus welchen Gründen auch immer, staatliche Hilfe bei durch Dritte erwachsenen  in Anspruch zu nehmen, so ist das die persönliche Angelegenheit der Beschwerdeführenden. Allfällige aus der Unterlassung  negative Konsequenzen haben demzufolge sie zu tragen und  nicht dem Staat zum Vorwurf gemacht werden. Im Übrigen kann in diesem Zusammenhang, zur Vermeidung von Wiederholungen, auf die nicht zu beanstandenden Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden. Mangels näherer Hinweise oder  für eine asylrelevante Gefährdungssituation der  erübrigen sich weitere Erörterungen.
4.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die  nicht darzutun vermochten, dass sie einer Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt waren oder begründete Furcht haben, ei - ner solchen ausgesetzt werden zu können. Sie können daher nicht als Flüchtlinge anerkannt werden. Die Vorinstanz hat die Asylgesuche der Beschwerdeführenden demnach zu Recht abgelehnt.
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5. 5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
5.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf  einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht  (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21).
6. 6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
Bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen gilt  ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner  ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148).
6.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG).
So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus  Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie  läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).
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Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des  vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere , unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4.  1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
6.3 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen (vgl. Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH [Hrsg.], Handbuch zum Asyl- und , Bern 2009, S. 210 f.). Da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung  oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr der  in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müssten die Beschwerdeführenden eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihnen im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche  drohen würde (vgl. EGMR, [Grosse Kammer], Saadi gegen , Urteil vom 28. Februar 2008, Beschwerde Nr. 37201/06, §§ 124-127, mit weiteren Hinweisen ). Auch die allgemeine  im Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig erscheinen (vgl. UK Home , Country of Origin Information Report vom 16. September 2009 über die Kurdistan Regional Government Area of Iraq, Ziffern 11 bis 21; zur Sicherheitslage im Nordirak vgl. auch BVGE 2008/4 E. 6 S. 40 ff.). Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen .
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6.4 6.4.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
6.4.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist im Frühjahr 2008 aufgrund  umfassenden Beurteilung der Situation in den nordirakischen  Dohuk, Suleimaniya und Erbil zum Schluss gekommen, dass in den drei kurdischen Provinzen keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, und die politische Lage nicht dermassen angespannt ist, dass eine Rückführung dorthin als generell unzumutbar betrachtet werden müsste (vgl. BVGE 2008/5). Zudem ist die Region mit  aus Europa und aus den Nachbarstaaten erreichbar. Damit ent - fällt das Element der unzumutbaren Rückreise via Bagdad und  auf dem Landweg durch den von Gewalt heimgesuchten Zentralirak. Zusammenfassend wurde im erwähnten Entscheid , dass die Anordnung des Wegweisungsvollzugs in der Regel für alleinstehende, gesunde und junge kurdische Männer, die ursprünglich aus einer der drei Provinzen stammen oder eine längere Zeit dort ge - lebt haben und dort nach wie vor über ein soziales Netz oder  verfügen, zumutbar ist. Für alleinstehende Frauen und für Familien mit Kindern, sowie für Kranke und Betagte ist bei der  der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs dagegen grosse Zurückhaltung angebracht (vgl. BVGE 2008/5 E. 7.5 und insbesondere E. 7.5.8 S. 65 ff.). An dieser Lageeinschätzung vermögen die in der Beschwerde erwähnten Hinweise auf Publikationen von  wie UNHCR, Amnesty International, ECRE und SFH,  der zitierte Bericht der SFH vom 22. Mai 2007, nichts zu ändern. Die im erwähnten Urteil vorgenommene Lageeinschätzung basiert auf einer grossen Zahl von Berichten verschiedener Organisationen,  auch die SFH und das UNHCR (vgl. die Quellenangabe in BVGE 2008/5 E. 7.4 S. 65). Die Sicherheitssituation im Nordirak hat sich seit Publikation des erwähnten Urteils nicht verschlechtert. In der überwiegenden Mehrheit der Berichte von Regierungs- und  sowie des UN-Sicherheitsrats wird eine  stabile Situation beschrieben (vgl. UK Home Office, a.a.O.,
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Ziff. 8.01 bis 8.16). Auch die SFH spricht in einem Lagebericht vom Sommer 2008 von einer "vergleichsweise friedlichen und stabilen ". Die 2007 begonnene und 2008 fortgesetzte türkische  gegen PKK-Stellungen im Nordirak sowie  Bombenangriffe des iranischen Militärs hätten die allgemeine Sicherheitslage nicht beeinflusst (Michael Kirschner, SFH, Irak, : Aktuelle Entwicklungen, vom 14. August 2008, Ziff. 3.1, S. 9).
6.4.3 Die Beschwerdeführenden gehören als Familie mit Kindern zu einer Gruppe, für welche nach der Praxis des  bei der Feststellung der Zumutbarkeit des Vollzuges grosse  angebracht ist. In casu ist festzuhalten, dass die  (Eltern) gemäss eigenen Angaben seit der Geburt bis zur Ausreise im Jahr 2007 in Suleimaniya gelebt haben. Beide ver - fügen über Berufe, die sie während Jahren ausgeübt haben; der  zuletzt als Schuldirektor einer Handelsschule und die Beschwerdeführerin als Buchhalterin. Die noch an die Eltern  Kinder waren im Zeitpunkt der Einreise rund 11 1⁄2 (Jewar)  10 (Jaliane) Jahre alt und in ihrem bloss etwas mehr als  Jahre dauernden Aufenthalt in der Schweiz kann nicht eine  in Bezug auf das Heimatland erblickt werden, was einen Vollzug der Wegweisung unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohls als unzumutbar erscheinen liesse (vgl. BVGE 2009/28 E. 9.3 S. 367 ff.). Ferner können die Beschwerdeführenden im Falle einer Rückkehr auf ein umfangreiches familiäres Beziehungsnetz  (A1/9 S. 3 und A2/9 S. 3), das ihnen bei allfälligen  unterstützend zur Seite stehen und einer Reintegration  sein dürfte. In diesem Zusammenhang ist ferner darauf , dass allfällige wirtschaftliche Schwierigkeiten, wie  eine hohe Arbeitslosigkeit, nach der weiterhin gültigen  der ehemaligen ARK keine existenzbedrohende Situation darstellen, welche den Vollzug der Wegweisung in den Heimatstaat als unzumutbar erscheinen lassen (EMARK 2003 Nr. 24 E. 5.e S. 159). In Berücksichtigung sämtlicher für das vorliegende Verfahren relevanter respektive begünstigender Aspekte ist der Vollzug der Wegweisung  vor dem Hintergrund der allgemeinen Lage im Nordirak als auch in individueller Hinsicht – Wegweisungshindernisse individueller Art werden von den Beschwerdeführenden keine geltend gemacht – als zumutbar zu erachten.
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6.5 Die Beschwerdeführenden sind im Besitz gültiger Reisepässe und es obliegt ihnen, sich bei der zuständigen Vertretung des  die für eine Rückkehr allenfalls zusätzlichen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
7. Insgesamt ist die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung zu . Die Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig,  und möglich erachtet. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen.
9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten den  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Da die  indes gemäss den vorliegenden Akten aktuell nicht erwerbstätig sind, kann davon ausgegangen werden, dass sie prozessual bedürftig sind. Gleichzeitig müssen die  als im Zeitpunkt der Einreichung als nicht aussichtslos bezeichnet werden. Demnach ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gutzuheissen und auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. Trotz Unterliegens der Beschwerdeführenden werden demzufolge keine Kosten auferlegt.
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