Decision ID: d06c30cf-34fb-4c63-b2cd-01e335591dc4
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1964, war seit dem
1.
April 2013 bei der
Y._ AG
als Kranführer sowie Bauarbeiter angestellt, und war dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen ver
sichert. Am
1.
März 2014 trat er beim Gehen auf einem Feldweg auf einen Stein, rutschte ab und zog sich eine Verletzung am linken Fussgelenk zu (Urk. 13/1, 13/4 und 13/13). Bei Diagnose einer
chondralen
Läsion des
zentrolateralen
Talus
doms
links erfolgte am 3
1.
Oktober 2014 ein operativer Eingriff in der Univer
si
tätsklinik
Z._
(
Urk.
13/27). Vom 2
7.
August bis 24. September 2015 war der Versicherte in der Rehaklinik
A._
hospitalisiert (
Urk.
13/89). Am 2
9.
Januar 2016 wurde aufgrund persistierender Beschwerden eine weitere Operation in der Universitätsklinik
Z._
durchgeführt (Urk. 13/102). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (vgl.
Urk.
13/
9
, 13/45).
Im weiteren Verlauf veranlasste die Suva eine kreisärztliche Untersuchung, welche
am 2
9.
Dezember 2016 von
Dr.
B._
, Facharzt für Radiologie, vor
genommen wurde (
Urk.
13/148
=
Urk.
13/149
). Mit Schreiben vom 1
0.
Januar 2017
teilte
die Suva
dem Versicherten mit, dass sie die Heilkosten- und Taggeld
leis
tungen per
3
0.
April
2017 einstelle, da eine weitere medizinische Behandlung nicht mehr notwendig sei (
Urk.
13/150). Nachdem
Dr.
B._
zwischenzeitlich am
6.
März 2017 ergänzend zum medizinischen Belastungsprofil Stellung ge
nom
men hatte (
Urk.
13/157/6), sprach die Suva dem Versicherten mit Verfügung
vom 13. März 2017 ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 11
%
ab dem
1.
Mai
2017 eine Invalidenrente zu. Gleichzeitig verneinte sie den Anspruch auf eine Inte
gritätsentschädigung (
Urk.
13/161). Dagegen erhob der Versicherte am 1
3.
April 2017 und ergänzend am 2
2.
Mai 2017 Einsprache (Urk. 13/169, 13/173). Nach Kenntnisnahme diverser Arztberichte (
Urk.
13/174, 13/178, 13/181 f., 13/187, 13/190, 13/199
/9 f.
und 13/205) und Rückmeldungen des Kreisarztes (
Urk.
13/184, 13/192 und 13/207) hiess die Suva die Einsprache mit Entscheid vom 1
3.
März 2018 teilweise gut, indem sie die Verfügung vom 13. März 2017 in dem Sinne abänderte, dass der Invaliditätsgrad auf 13
%
erhöht wurde. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab (
Urk.
13/208 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 3
0.
April 2018 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene
Einspracheentscheid
sei aufzuheben und es sei ihm auf der Grundlage
eines Invaliditätsgrades von mindestens 28
%
eine Inva
lidenrente zuzusprechen. Zudem sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm eine Integritätsentschädigung von 15
%
auszurichten. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsver
tretung in der Person von Rechtsanwältin Ursula
Sintzel
(
Urk.
1 S. 2). Mit Eingabe vom 7. Juni 2018 (
Urk.
8) reichte er zwecks Darlegung seiner finanziellen Ver
hältnisse weitere Unterlagen ein (
Urk.
6 und 7/1-14). Mit weiterer Eingabe vom
3.
Juli 2018 (
Urk.
10) reichte er einen Bericht der Universitätsklinik
Z._
vom 1
5.
Mai 2018 zu den Akten (
Urk.
11). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Be
schwerdeantwort vom
4.
Juli 2018 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 12)
. M
it Verfügung vom 1
6.
Juli 2018 wurde Rechtsanwältin Ursula
Sintzel
als unent
gelt
liche Rechtsvertreterin bestellt (Urk. 14). Mit Replik vom 1
3.
September 2018 hielt der Beschwerdeführer – wiederum unter Beilage des Arztberichtes vom 1
5.
Mai 2018 (
Urk.
16/1) – an seinen Anträgen fest (
Urk.
15). Die Beschwerdegegnerin erneuerte ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde in der Folge mit Duplik vom 17. Oktober 2018 (
Urk.
19), worüber der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
8.
Oktober 2018 orientiert wurde (Urk. 20). Mit Eingabe vom 1
2.
November 2018 (
Urk.
21) reichte
er
weitere Arztberichte ein (
Urk.
22/1 f.). Am
4.
April 2019 reichte Rechtsanwältin Ursula
Sintzel
ihre Honorarnote zu den Akten (
Urk.
23).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversi
che
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirk
licht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1.
März 2014
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krank
heiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversiche
rungs
rechts, ATSG
), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Inva
liditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Ein
tritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliede
rungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.4
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er vor
aussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des An
hanges
3.
Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.5
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nach
vollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hi
nweis auf BGE 125 V 351 E. 3b
/
ee
). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Be
richten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht die
selbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver
stän
diger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzune
hmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2;
135 V 465 E. 4.4
und E. 4.7
).
2.
2.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 1
3.
März 2018 erwog die Beschwer
degegnerin zusammengefasst, dass auf die kreisärztliche Beurteilung von
Dr.
B._
abgestellt werden könne. Ausgehend vom massgebenden Zumutbar
keits
profil sei es dem Beschwerdeführer möglich, auf dem allgemeinen Arbeits
markt eine leidensadaptierte Tätigkeit vollzeitlich auszuüben. Die Gegenüber
stel
lung des aufgrund der Stellenprofile der Dokumentation der Arbeitsplätze (DAP) ermittelten Invalideneinkommens von
Fr.
64'351.-- mit dem gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin festgelegten
Valideneinkommen
von
Fr.
74'200.-- ergebe einen Invaliditätsgrad von 13
%
und entsprechend Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
2 S. 7 ff.).
Dr.
B._
habe ausserdem in seinem Bericht vom 2
9.
Dezember 2016 sowie in seiner Stellungnahme vom 3
0.
Januar 2018 überzeugend dargelegt, weshalb derzeit mangels Erreichens der
Erheblich
keits
grenze
keine Integritätsentschädigung geschuldet sei. Der in diesem Zu
samme
n
hang geltend gemachte Anspruch sei daher zu verneinen (
Urk.
2 S. 10 f.).
2.2
Mit Beschwerdeschrift vom 3
0.
April 2018 machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, dass auf die Beurteilung von
Dr.
B._
nicht abgestellt werden könne, da jener der ausgeprägten Schmerzsituation nicht hinreichend
Rechnung getragen habe. Gemäss Einschätzung der Schmerzspezialistin des Spital
s
C._
vom 1
0.
März 2017 sei eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren die Ursache der Schmerzen. Als weitere Teilursache dafür sei ein Verdacht auf eine Sehnenplattenentzündung (Fasziitis plantaris) ge
äussert
worden. Aufgrund der erheblichen Schmerzen sei ein ganztägiger Arbeits
einsatz nicht mehr möglich. Insbesondere handle es sich entgegen der Darstellung der Beschwerdegegnerin nicht nur um einen belastungsabhängigen Schmerz, wodurch auch die Nachtruhe gestört sei und Ruhephasen während des Tages not
wendig seien. Zwecks abschliessender Beurteilung der verbleibenden unfallbe
dingten Restarbeitsfähigkeit werde beantragt, ein gerichtliches Gutachten einzu
holen. Im Weiteren habe die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen nicht korrekt ermittelt. Auf die Mehrheit der verwendeten DAP-Blätter dürfe nicht zu
rückgegriffen werden, da die entsprechenden Tätigkeiten nicht dem Belastungs
profil entsprächen. Folglich sei das Invalideneinkommen mittels der Lohnerhe
bungen des Bundesamtes für Statistik (LSE) – unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 20 % – auf
Fr.
53'417.-- festzusetzen, womit ein Invaliditätsgrad von 28
%
und ein entsprechender Rentenanspruch ausgewiesen sei
en
. Schliesslich sei die kreisärztliche Beurteilung
auch
in Bezug auf den Inte
gritätsschaden nicht nachvollziehbar. Unter anderem aufgrund des schwerwie
genden Knorpelschadens, der arthrotischen Veränderungen am oberen Sprung
gelenk (OSG) sowie der Dauerschmerzsituation sei eine Integritätsentschädigung von mindestens 15
%
geschuldet (
Urk.
1 S. 3 ff.).
2.3
Mit Beschwerdeantwort vom
4.
Juli 2018 hielt die Beschwerdegegnerin daran fest, dass die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung eine beweiskräftige medizi
nische Grundlage darstelle. Soweit der Beschwerdeführer vorbringe
,
die vermu
tete Schmerzstörung müsse mindestens teilweise als Unfallfolge anerkannt werden,
sei ihm entgegenzuhalten, dass der Unfall vom
1.
April 2013 (richtig: 1. März 2014) als leicht zu qualifizieren und rechtsprechungsgemäss nicht geeignet sei, einen psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen. Die Fasziitis plantaris sei ferner von
Dr.
B._
ausdrücklich als nicht unfallkausal eingestuft worden. Insgesamt sei eine ganztägige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgewiesen. Hinsichtlich des Einkommensvergleichs könne auf die verwendeten DAP-Blätter abgestellt werden, weshalb ein Invaliditätsgrad von 13
%
resultiere. Die Ablehnung der Integritätsentschädigung sei ebenfalls nicht zu beanstanden, wobei insbesondere keine von der kreisärztlichen Beurteilung abweichenden ärztlichen Einschätzungen vorhanden seien (
Urk.
12 S.
4
ff.).
2.4
In seiner Replik vom 1
3.
September 2018 führte der Beschwerdeführer zusam
men
gefasst aus, dass die Schmerzproblematik entgegen der Auffassung der Be
schwerdegegnerin weiterhin zu einem grösseren Teil physiologisch erklärbar und insofern adäquat unfallkausal sei. Sie sei indes vom Kreisarzt bisher unzureichend berücksichtigt worden, was auch für die Fasziitis plantaris gelte (
Urk.
15 S. 3 f.).
2.5
Mit Duplik vom 1
7.
Oktober 2018 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren in der Beschwerdeantwort gemachten Ausführungen fest (
Urk.
19).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid in erster Linie auf den kreis
ärzt
lichen Untersuchungsbericht von
Dr.
B._
vom 2
9.
Dezember 2016, wel
chem folgende Diagnose zu entnehmen ist (
Urk.
13/148/5):
-
Schmerzsyndrom des linken Unterschenkels unklarer Ätiologie bei
-
Status nach AMIC-Plastik bei
osteochondraler
Läsion der medialen Talus-Schulter
-
Status nach
Anbohrung
einer
osteochondralen
Läsion der medialen Talus-Schulter
-
chondraler
Läsion des
zentrolateralen
Talus-Doms
-
leichter
Tibiotalar
- und
Fibulotalararthrose
-
Status nach
Supinationstrauma
Februar 2014
-
Fasciitis
plantaris
bei verkürzter Wadenmuskulatur
Der Beschwerdeführer habe berichtet, durchgehend unter Schmerzen im linken Unterschenkel und vor allem in der Knöchelgegend zu leiden, auch während der Bettruhe. Der Schmerzcharakter sei in der Nacht und am frühen Morgen eher dumpf, gehe dann in stechend über und sei am Abend eher brennend. Die Schmer
zen würden sich im Laufe des Tages entlang des lateralen Unterschenkels nach proximal über den lateralen Oberschenkel bis in die linke Hüfte ausdehnen. Einzig Ruhe mit Hochlagerung der linken unteren Extremität verschaffe ein bisschen Linderung. Die Beschwerden seien mit jedem Eingriff schlimmer ge
wor
den (
Urk.
13/148/4).
Aus ärztlicher Sicht hätten sich zwischen den Angaben des Beschwerdeführers, den bildgebenden Befunden sowie den Beobachtungen und Befunden der aktu
el
len Untersuchung viele Widersprüche ergeben. Der Beschwerdeführer habe ein Gangbild gezeigt, das keinen Bezug zu den angegebenen oder auch nur zu erwar
tenden Beschwerden habe. So sei vor allem die rechte (gesunde) Seite geschont worden. Durch den starken Überhang des Oberkörpers sei der Gang aber insge
samt deutlich erschwert gewesen. Bei der Aufforderung, den linken Fuss aktiv zu bewegen, habe sich keine Aktivierung der Unterschenkelmuskulatur erkennen lassen. Bei passiver Bewegung sei die Beweglichkeit im Vergleich zur gesunden Gegenseite allerdings nur minim eingeschränkt gewesen. Im Weiteren habe die für die Bewegung des Fusses verwendete Muskulatur des linken Unterschenkels keine erwähnenswerte Hypotrophie zur Gegenseite ergeben. Die Betrachtung der ver
schiedenen
,
vom 1
6.
Dezember 2014 bis 1
6.
August 2016 erstellten digitalen Röntgenaufnahmen des linken OSG zeige eine kaum veränderte und leicht sträh
nige Knochenstruktur, die auf eine diskrete Osteopenie hindeute. Nach einer zwei
einhalbjährigen Entlastung des linken Unterschenkels müsste sich jedoch eine doch
deutliche inaktivitätsbedingte Osteopenie objektivieren lassen. Insgesamt sei anzunehmen, dass eine Symptomausweitung und Selbstlimitierungen vorhanden seien. Sämtliche innerhalb der letzten Monate durchgeführten Behandlungen – darunter auch schmerztherapeutische Massnahmen – hätten keine Besserung ge
bracht. Namhafte Besserungen der Beschwerden seien somit durch weitere Be
hand
lungsmassnahmen nicht zu erwarten, sodass der stabile medizinische Zustand
als erreicht betrachtet werden könne. Empfehlenswert sei der Verzicht auf den Gehstock. Die Zumutbarkeitsbeurteilung erfolge bezogen auf die objektivierbaren Unfallfolgen. Zumutbar seien ganztägige leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit Wechselbelastung und mindestens zwei einstündigen Phasen mit sitzender Tätigkeit in der Mitte und am Ende des Arbeitstages. Treppensteigen mit Lasten von mehr als zehn Kilogramm solle ebenso vermieden werden wie das Gehen auf unebenem Gelände. Im Übrigen liege kein relevanter Integritätsschaden vor, wel
cher eine Integritätsentschädigung rechtfertigen würde (
Urk.
13/148/6).
3.2
Mit Nachtrag vom
6.
März 2017 hielt
Dr.
B._
in Bezug auf das Belas
tungs
profil ergänzend fest, dass dem Beschwerdeführer auch rein oder klar vorwiegend sitzende leichte bis mittelschwere Tätigkeiten zumutbar seien (Urk. 13/157/6). Auf entsprechende Anfrage der Suva äusserte er sich sodann am 3
0.
Januar 2018 erneut zum Anspruch auf Integritätsentschädigung. Er führte aus, dass sich die in den Berichten erwähnte leichtgradige Progredienz der
navikulokuneiformen
Arthrose am ehesten auf eine kleine
subchondrale
Läsion im Os cuneiforme late
rale beziehe. Diese sei im Vergleich zur Voruntersuchung allenfalls leicht besser demarkiert, in der Grösse aber unverändert. Zudem mache diese einzelne Läsion – auch wenn sie komplett erst neu aufgetreten w
äre –
noch keine mässige Arth
rose aus. Das diskrete Knochenmarködem im Os cuneiforme mediale und im Os naviculare sei als leichte Stressreaktion zu werten. Eine Arthrose komme hier nicht in Frage, da die Veränderungen eher knorpelfern gelegen seien. Insgesamt liege somit keine mässige Arthrose vor, weshalb auch die
Erheblichkeitsgrenze
nicht erreicht sei. Dies könne sich in Zukunft selbstverständlich ändern und m
üsse dann im Rahmen eines Rückfalles auch erneut geprüft werden (
Urk.
13/192/1).
4.
Vorab ist der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass die Einstellung der Hei
lungs
kosten- und Taggeldleistungen per
1.
Mai 2017 (vgl.
Urk.
13/150) weder bestritten noch zu beanstanden ist. Einerseits ging
Dr.
B._
in seinem Unter
suchungsbericht vom 2
9.
Dezember 2016 davon aus, dass durch weitere Behand
lungsmassnahmen keine namhafte
Besserung
des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten und daher ein stabiler medizinischer Zustand eingetreten sei (
Urk.
13/148/6). Andererseits
kann auch den Berichten der behandelnden Ärzte entnommen werden, dass unter anderem weder mittels Infiltrationen noch mit ausgedehnten konservativen Therapien oder verschiedensten medikamentösen Austestungen ein positiver Effekt
hat
erzielt werden können (vgl.
Urk.
13/174/2, 13/178/1 und 13/182/1).
5.
5.1
Zwischen den Parteien ist allerdings strittig, ob die Beschwerdegegnerin im Rah
men der Berechnung des Rentenanspruchs den Invaliditätsgrad korrekt – zuletzt auf 13
%
– festgelegt hat. Dabei ging sie gestützt auf die kreisärztlichen Stel
lungnahmen von
Dr.
B._
davon aus, dass dem Beschwerdeführer die Ausü
bung einer leidensadaptierten Tätigkeit seit dem
1.
Mai 2017 ganztägig zumutbar sei (
Urk.
2 S. 7
,
Urk.
13/161
).
In ihrer Gesamtheit erweist sich die Beurteilung von
Dr.
B._
als für die streitigen Belange umfassend. Er hat unter Berücksichtigung der medizinischen Aktenlage – insbesondere auch der Röntgenaufnahmen – sowie der von ihm selbst erhobenen Befunde schlüssig dargelegt, welche erwerblichen Tätigkeiten
dem Beschwerdeführer aufgrund des diagnostizierten Schmerzsyndroms des linken
Unterschenkels noch zumutbar sind. Es handelt sich dabei um ganztägige, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit Wechselbelastung und mindestens zwei ein
stündigen Phasen mit sitzender Tätigkeit in der Mitte und am Ende des Arbeits
tages. Zumutbar sind ausserdem rein oder klar vorwiegend im Sitzen ausgeführte Tätigkeiten mit leichter bis mittelschwerer körperlicher Belastung. Vermieden werden soll nebst dem Treppensteigen mit Lasten von mehr als zehn Kilogramm das Gehen auf unebenem Gelände (
Urk.
13/148/1 ff., 13/157/6). Gegen die Zu
verlässigkeit dieser nachvollziehbaren fachärztlichen Einschätzung sprechen ent
gegen der Argumentation des Beschwerdeführers keine konkreten Indizien. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt (vgl.
Urk.
2 S.
8)
,
liegen keine Arzt
berichte in den Akten,
in denen
namentlich für die Zeit ab dem
1.
Mai 2017
ein
e eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in Bezug auf leidensadaptierte Tätigkeiten
atte
stieren w
orden wäre
.
Die Behauptung des
Beschwerdeführer
s,
dass
die ausge
prägte Schmerzsituation
Ruhephasen notwendig mache und
einen ganztätigen Arbeitseinsatz
verunmögliche
(
Urk.
1 S. 4), findet somit keine medizinische Stütze.
Soweit er geltend macht, die Schmerzen würden unabhängig von Belas
tungen auftreten, setzt er sich ausserdem in Widerspruch zu
seinen gegenüber den
behandelnden Ärzte
n gemachten Angaben, wonach
kaum beziehungsweise keine
Ruheschmerzen vorhanden seien (
Urk.
13/182/1, 13/205/1).
Sofern der Be
schwerdeführer im Weiteren
die Schmerzen
auch als Ausdruck
einer psychischen Störung
betrachtet
(
Urk.
1 S. 3 f.)
, ist anzumerken, dass
der Unfall vom
1.
März 2014
aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei ent
wick
eln
den Kräften
– Abrutschen von einem Stein –
unbestrittenermassen
als leicht einzustufen ist.
Es besteht kein Anlass, vom Grundsatz abzuweichen, dass die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin damit mangels adäquater Kausalität allfälliger psychischer Beschwerden ohne Weiteres entfällt (
vgl. BGE 115 V 133 E. 6a).
Insgesamt
wecken
die Einwände des Beschwerdeführers somit keine
auch nur ge
ringen
Zweifel an der kreisärztlichen Beurteilung von
Dr.
B._
.
Von weite
ren
Beweismassnahmen
– wie etwa
die
beantragte
Einholung eines
Gerichtsgut
ach
ten
s
(Urk. 1 S. 4) –
sind keine anderen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3
).
Daran vermögen auch die im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichte der behandelnden Ärzte (
Urk.
16/1, 22/1
f.) nichts zu ändern
. Der im September 2018 v
orgenommene
operative Ein
griff hatte ein
Narbendébridement
und
die Entfernung von Ost
e
osynthesematerial
am linken OSG
zum Inhalt. Dass
aufgrund dessen
ganz grund
s
ätzlich und damit auch bezogen auf den
hier
massgebenden
Zeitpunkt des angefochtenen
Einspra
cheentscheides
(vgl. BGE 121 V 329 E. 1b, 99 V 98)
die funktionelle Belastbarkeit anders zu beurteilen wäre, ist nicht ersichtlich
.
5.2
5.2.1
Auf der Grundlage der obigen Ausführungen ist der Invaliditätsgrad zu bestim
men.
Hierzu wird gemäss
Art.
16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versi
cher
t
e Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizi
nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
5.2.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
ge
passten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah
men
müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Die Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall weiterhin bei der
Y._
AG tätig gewesen wäre und dabei im Jahr 2017 ein
Valideneinkommen
von
Fr.
74'200.-- erzielt hätte (
Fr.
5'600.-- *
13
plus Mittagsentschädigung von
Fr.
1'400.-- pro Jahr;
Urk.
1 S. 5, Urk. 2 S.
8). Weiterungen erübrigen sich in diesem Zusammenhang namentlich in Anbe
tracht dessen, dass diese Annahme mit den entsprechenden Angaben der ehe
maligen Arbeitgeberin in Einklang steht (vgl.
Urk.
13/152, 13/154).
5.2.3
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erziel
tes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Ein
tritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
spre
chung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik perio
disch her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweisen).
Die Beschwerdegegnerin legte das Invalideneinkommen gestützt auf fünf DAP-Arbeitsstellen fest
(
Urk.
13/194), wobei sie im Rahmen des
Einspracheverfahrens
zwei DAP-Erfassungsblätter austauschte (vgl.
Urk.
2 S. 8 f.).
Der Beschwerde
führer wendet jedoch ein, dass in Bezug auf zwei ausgewählte Tätigkeiten eine Anlehre verlangt werde und er über keine vergleichbare Ausbildung verfüge. Ferner sei bei der Auswahl nicht beachtet worden, dass er auf Pausen angewiese
n sei und sich nicht ohne Gehst
ock fortbewegen könne. Die
verwendeten
Stellen
profile seien daher untauglich zur Ermittlung des Invalideneinkommens und es sei vielmehr auf die LSE 2014 abzustellen
(Urk. 1 S. 4 f.).
Die Argumentation des Beschwerdeführers vermag nicht zu überzeugen. Einer
seits beruht die geltend gemachte Angewiesenheit auf Pausen und den Gehstock auf dessen subjektiver Einschätzung. In Bezug auf die Gehhilfe vertrat
Dr.
B._
überdies die Auffassung, dass der Verzicht darauf empfehlenswert sei
(
Urk.
13/148/6). Andererseits trifft zwar zu, dass auf den einzelnen DAP-Blättern jeweils auf eine «Anlehre»
von einwöchiger bis dreimonatiger Dauer
hingewiesen w
ird
(
Urk.
13/194/10, 13/194/
14, 13/194/18, 13/194/22 und 13/194/26). Damit ist jedoch keine eigentliche berufliche Ausbildung, sondern eine kurz dauernde, betriebsinterne Einarbeitung in den neuen Arbeitsbereich gemeint.
Folglich ist sichergestellt, dass die verwendeten Stellenprofile keine
besondere
berufliche Qua
lifikation erfordern (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_215/2015 vom 17. Novem
ber 2015 E. 4.7.2).
Da im W
eiteren bei sämtlichen ausgewählten Stellen die Möglichkeit besteht, die Tätigkeiten in Einklang mit dem Belastungsprofil auch in sitzender oder wechselbelastender Position auszuüben,
besteht keine Not
wendigkeit, zur Festlegung des Invalideneinkommens auf die LSE zurückzu
grei
fen.
Basierend auf den Erhebungen der Beschwerdegegnerin ist daher von einem
Invalideneinkommen von
Fr.
64'351.-- auszugehen.
Die
hiefür
vom Bundesge
ri
cht geforderten weiteren Voraussetzungen (BGE 139 V 592 E. 6.3) sind unbestritte
ner
massen erfüllt.
5.2.4
Auf der Grundlage eines
Valideneinkommen
s
von
Fr.
74'200.-- und eines
Inva
lideneinkommen
s
von
Fr.
64'351.-- hat die Beschwerdegegnerin den Invaliditäts
grad korrekt auf 13.27 respektive 13
%
festgelegt (zu den Rundungsregeln vgl. BGE 130 V 121).
Dementsprechend
besteht ab dem 1. Mai 2017 Anspruch auf eine Invalidenrente (vgl.
Art.
19
Abs.
1 UVG sowie E. 1.3 vorstehend).
6.
Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Integritäts
ent
schä
digung im Sinne von
Art.
24
Abs.
1 UVG hat. Während dies die Beschwerde
geg
nerin verneint (
Urk.
2 S. 9 ff.,
Urk.
12 S. 8), erachtet der Beschwerdeführer eine
Integritätsentschädigung ausgehend von einer Integritätseinbusse von mindes
te
ns 15
%
als angemessen (
Urk.
1 S. 5).
Dr.
B._
stellte sich in seinem Untersuchungsbericht vom 2
9.
Dezember 2016 auf den Standpunkt, dass kein relevanter Integritätsschaden vorliege, welcher eine Integritätsentschädigung rechtfertige (
Urk.
13/148/6). An dieser Schlussfol
ge
rung hielt er auch unter Berücksichtigung der Ergebnisse eines MRI des linken OSG vom 7. September
2017 (vgl.
Urk.
13/182/2) mit Stellungnahme vom 3
0.
Janu
ar 2018 fest (
Urk.
13/192/1). Es besteht auch in dieser Hinsicht kein An
lass, die kreisärztliche Beurteilung in Frage zu stellen. Wie die Beschwerde
gegnerin
richtigerweise
anmerkte (
Urk.
2 S. 11), ist keine dem Kreisarzt wider
spre
chende ärztliche Einschätzung der Integritätseinbusse aktenkundig. Die Beur
tei
lung einzelner Integritätsschaden bildet rechtsprechungsgemäss jedoch eine Tatfrage, die von einem Mediziner zu beantworten ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_76/2013 vom
2
3.
Juli 2013 E. 3.4.1 mit Hinweisen). Es ist daher nicht stich
haltig, wenn der Beschwerdeführer ohne entsprechende medizinische Grundlage von einer Integritätseinbusse von mindestens 15
%
ausgeht. Im Übrigen legt er nicht substantiiert dar, in Anwendung welcher Suva-Tabellen – die Richtwerte für die Bemessung der Integritätsentschädigung enthalten (Urteil des Bundes
gerichts 8C_121/2018 vom 1
4.
Juni 2018 E. 4.3.2) – auf
eine
Integritätseinbusse
in dieser Höhe
geschlossen werden soll.
Dr.
B._
führte in diesem Kontext insbesondere nachvollziehbar aus, weshalb (noch) keine mässige Arthrose am linken OSG objektivierbar sei, welche mit Blick auf Tabelle 5 (Integritätsschaden
bei Arthrosen) als relevanter Integritätsschaden zu qualifizieren wäre. Darauf kann
abgestellt werden, da entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers von ärzt
licher Seite auch eine Verschlimmerung der bestehenden, leichtgradigen arthro
tischen Veränderungen aktuell nicht als wahrscheinlich respektive voraussehbar eingestuft wurde (vgl.
Art.
36
Abs.
4 UVV). Die blosse Möglichkeit einer Ver
schlimmerung des Integritätsschadens genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts 8C_76/2013 vom 2
3.
Juli 2013 E. 3.4.1 mit Hinweisen).
Nach dem Gesagten ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer keine Integritätsentschädigung zugesprochen hat.
7.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer im ange
fochtenen
Einspracheentscheid
vom 1
3.
März 2018 (
Urk.
2) zu Recht ab dem
1.
Mai 2017 auf der Grundlage eines Invaliditätsgrades von 13
%
eine Invaliden
rente zugesprochen und den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung ver
neint. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
8.
8.1
Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos (
Art.
1
Abs.
1 UVG in Verbindung mit Art. 61
lit
. a ATSG).
8.2
Mit Verfügung vom 1
6.
Juli 2018 (
Urk.
14) wurde dem Beschwerdeführer Rechts
anwältin Ursula
Sintzel
als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt.
Diese
machte mit Honorarnote vom
4.
April
2019 (
Urk.
23) einen Gesamtaufwand von 11.33
Stunden à
Fr.
220.-- und Barauslagen von insgesamt
Fr.
66.90 geltend.
Nach
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der
Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert.
Der von Rechtsanwältin
Sintzel
geltend gemachte Stundenaufwand ist der Be
deutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses grundsätzlich ange
messen. Als überhöht erweist sich allerdings der für die Erstellung der rund fünf
seitigen Beschwerdeschrift
in Rechnung gestellte
Aufwand von vier Stunden, zumal Rechtsanwältin
Sintzel
den Beschwerdeführer bereits im Verwaltungs
ver
fahren vertreten hat (vgl.
Urk.
13/169, 13/173) und demnach über Aktenkenntnis verfügte.
Darüber hinaus entspricht die Beschwerde teilweise wortwörtlich – etwa in Bezug auf die Integritätsentschädigung – früheren Rechtsschriften (vgl.
Urk.
1
S.
5 und
Urk.
13/169/4
f.).
Es rechtfertigt sich vor diesem Hintergrund, den gel
tend gemachten Stundenaufwand um zwei Stunden auf 9.33 Stunden zu kürzen, womit unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von
Fr.
220.-- ein Honorar von
Fr.
2'052.60 resultiert. Rechtsanwältin
Sintzel
ist folglich mit
Fr.
2'282.70 (
Fr.
2'052.60 plus Barauslagen von
Fr.
66.90 zuzüglich Mehrwert
steuer von 7.7
%
) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Entschädigung an die unentgeltliche Rechtsvertreterin ver
pflich
tet ist, sobald er dazu in der Lage ist.