Decision ID: 6a6c6feb-6c75-51d8-8ff5-9563b6c0b7d2
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1950 geborene
X._
arbeitete seit 2008
als
Kundenbetreuer und als
Geschäftsführer der
Y._
GmbH, bei welcher er Stammanteile hält
(vgl. unter:
https://zh.chregister.ch/cr-portal/auszug/auszug.xhtml?uid=CHE-114.445.159#
[4.10.19]) und über welche er bei der ÖKK Kranken- und Unfall
versicherungen AG obligatorisch unfallversichert war. Gemäss
der
vom
Ver
sicherten ausgefüllten
Schadenmeldung UVG vom 2
7.
Oktober 2017 sei am 2
8.
oder 3
1.
Juli 2017 beim Beladen eines LKW eine Palette umgekippt und habe seine linke Seite erwischt/getroffen. Dabei habe er sich die linke Schulter verletzt (
Urk.
8/1). Gemäss beigelegte
m
Arzt
zeugnis
UVG von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 2
3.
Oktober
2017 fand die Erstuntersuchung
am 2
1.
August 2017 stat
t (
Urk.
8/3). Nach Rückspra
che mit dem Vertrauensarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
(
Urk.
8/5)
,
teilte die Unfallversicherung dem Versicherten am
1.
Dezember 2017 mit, dass
das Ereignis vom 2
8.
Juli 2017 zu einer vorübergehenden Schmerzaus
lösung geführt habe,
die Beschwerden in der linken Schulter ab dem
1.
Dezember 2017
jedoch
krank
heitsbedingt seien, mithin der S
tatus quo sine am 3
0.
Novem
ber 2017 erreicht sei (
Urk.
8/6). Auf den Einwand des Versicherten vom
6.
Dezember 2017 (
Urk.
8/
12/1), welche
n
er mit einem Bericht von
Dr.
Z._
vo
m
7.
Dezember 2017 (
Urk.
8/9) begründen liess, holte die ÖKK eine
weitere
Beurtei
lung von
Dr.
A._
vom
4.
Januar 2018 ein (
Urk.
8/14) und hielt mit Verfügung vom 2
2.
Januar 2018 am Fallabschluss per 3
0.
November 2017 fest (
Urk.
8/15). Die Einsprache des Versicherten vom 2
1.
Februar 2018 (
Urk.
8/19) wies sie mit Entscheid vom 1
6.
Mai 2018 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen
liess
der Versicherte am 1
8.
Juni 2018 Beschwerde erheben mit folgen
den Anträgen (
Urk.
1 S. 2):
'
1.
Der Einspracheentscheid der ÖKK,
Kranken- und Unfallversicherungen AG
vom 1
6.
Mai 2018 sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien
rückwirkend ab dem
1.
Dezember 2017 und bis auf Weiteres die ihm
gesetzlich zustehenden Versicherungsleistungen, namentlich Taggelder,
Heilungs- und Behandlungskosten, auszurichten,
Eventualiter sei
der Einspracheentscheid der ÖKK,
Kranken- und
Unfallversicherungen AG vom 1
6.
Mai 2018 aufzuheben und es sei ein
gerichtliches Gutachten einzuholen und gestützt darauf eine Neu
beurteilung
des Leistungsanspruchs vorzunehmen.
Subeventualiter
sei der
Einspracheentscheid
der ÖKK, Kranken- und
Unfallversicherungen AG vom 1
6.
Mai 2018 aufzuheben und die Sache
zwecks Ergänzung der medizinischen Abklärungen an die ÖKK
zurückzuweisen.
2.
Dem Beschwerdeführer sei für
das
Beschwe
rdeverfahren die unentgeltliche
Rechtspflege zu gewähren und die Unterzeichnende sei ihm als amtliche
Anwältin
beizuordnen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
.'
Mit Beschwerdeantwort vom 2
4.
Juli 2018 liess die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde schliessen (
Urk.
7 S. 2). Nach Eingang der Eingaben des Beschwerdeführers zur Substantiierung seines prozessuale
n Gesuchs (
Urk.
10-14) wurde
mit Verfügung vom
8.
August 2018 Rechtsanwältin
Kimena
Brog
als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt und
es wurde dem Beschwerdeführer
die Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht (
Urk.
15). Am 1
7.
August 2018 reichte Rechtsanwältin
Brog
die Kostennote vom 1
6.
August 2018
ein
(
Urk.
17, 18).
Mit Schreiben vom
7.
Oktober 2019
erkundigte sie
sich
n
ach dem Stand des Verfahren
s
(
Urk.
19), worauf
sie
am 1
5.
Oktober 2019 telefonisch darüber informiert wurde (
Urk.
20).
Auf
die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
in der seit
1.
Januar 2017 in Kraft stehenden Fassung
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs
unfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei folgenden
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leis
tungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und
sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im a
ngefochtenen Entscheid, dass gemäss der überzeugenden
vertrauensärztlichen
Einschätzung von
Dr.
A._
, welche mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung einhergehe, die
Rotatorenmanschetten
ruptur
degenerativer Natur sei, weshalb sie lediglich eine Leistungspflicht bis zum Erreichen des
Status
quo sine
vel
ante treffe. Die theoretischen Ausführungen von
Dr.
Z._
zum Unfallversicherungsrecht vermöchten an dieser Schlussfolgerung nichts zu ändern (
Urk.
2).
Im Verfahren ergänzte sie im Wesentlichen, der Unfallmechanismus sei nicht geeignet, eine
Rotatorenmanschettenruptur
zu verursachen. Zudem seien die beschriebenen Veränderungen überwiegend degenerativer Natur (
Urk.
7 S. 5-6).
2.2
Demgegenüber lässt der Beschwerdeführer
im Wesentlichen vorbringen, dass sich das Bundesgericht im von der Beschwerdegegnerin zitierten Urteil 8C_100/2016 vom 1
7.
Mai 2017 (vgl.
Urk.
2 E. 2.5) nicht grundsätzlich zur Entstehung von
Rotatorenmanschettenläsionen
geäussert, sondern eine Einzelfallbeurteilung vorgenommen habe. Entsprechend sei auch die hier vorzunehmende Einzelfall
beurteilung einer medizinischen Fachperson vorbehalten und unter Berücksich
tigung des konkreten Sachverhaltes vorzunehmen. Angesichts der klar abweichenden Beurteilung von
Dr.
Z._
bilde die vertrauensärztliche Einschät
zung von
Dr.
A._
keine genügende Grundlage für die Leistungseinstellung, zumal sich der Vertrauensarzt mit der diametral abweichenden Meinung von
Dr.
Z._
nicht auseinandergesetzt habe
. Vor dem versicherten Ereignis habe der Beschwerdeführer zu keinem Zeitpunkt Schulterbeschwerden gehabt, weder rechts noch links. Insofern erweise sich die Beurteilung von
Dr.
B._
bezüglich des degenerativen Vorzustandes denn auch als widersprüchlich. Dies gelte umso mehr, als
der Beschwerdeführer Rechtshänder sei und seinen rechten Arm und damit einhergehend seine rechte Schulter naturgemäss mehr belaste, dort aber im Gegensatz zur linken Schulter anhaltend beschwerdefrei sei (
Urk.
1 S. 6 ff.).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die anhaltenden Beschwerden an der linken Schulter auch nach dem 3
0.
November 2017 mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit durch den versicherten Unfall verursacht wurden.
3.
3.1
Den medizinischen Akten ist Folgendes zu entnehmen:
Der Befund von
Dr.
Z._
in seinem Bericht vom 2
3.
Oktober 2017 lautete auf eine
Impingementsymptomatik
,
Painful
Arc
ab 90 Grad, einen positiven
Supra
spinatus-Test
, die Aussen-/Innenrotation abduziert liege bei 80/0/70 Grad und im MRI sei eine partielle
Läsion der
Supras
pinatus
- und der
Subscapularissehne
fest
gestellt worden. Seine Diagnosen
lautete
n
auf ein Schmerzsy
n
d
r
om Schulter links nach Zerrung anlässlich Auffangen einer schweren Palette, partielle Läsion
sub
scapularis
(
Urk.
8/3
).
Auf Veranlassung von
Dr.
Z._
hatte
die Klinik
C._
am
2.
Oktober 2017 eine MR-Untersuchung der linken Schulter durch
geführt
. Die Beurteilung lautete auf eine Partialruptur der
Subscapularissehne
an der Innenseite und am
Oberrand
, eine
Pull
e
yläsion
und eine leichte
artikuläre
Partialruptur am
foot
-print der
Sup
raspinatussehne
ganz ventral. Zusätzlich stellte
der Radiologe
Prof.
Dr.
med.
D._
eine leichte bis mässige Atrophie der
Supraspinatusmuskulatur
, eine mässige Atrophie und Verfettung der
Subscapularismuskulatur
kraniale Hälfte, eine mässige AC-Arthrose und eine leichte
Omarthrose
fest (
Urk.
8/4)
.
3.2
Dr.
A._
schloss gestützt auf den MRI-Bericht
am 2
9.
November 2017
auf das Vorliegen von degenerativen Veränderungen der
Rotatorenmanschette
und bejahte das Vorliegen eines Status quo si
ne vier Monate nach dem Unfall
(
Urk.
8/5)
3.3
In seiner Stellungnahme vom
7.
Dezember 2017 führte
Dr.
Z._
aus, dass per Mitte Januar eine operative Behandlung der linken Schulter mit
arthroskopischer
Defiléeerweiterung
vorgesehen sei, um die Passage-Hemmung der partial
ruptu
rierten
Sehne zu beheben.
Die Beschwerdegegnerin habe den Unfall anerkannt und die Behandlung dauere fort.
Dr.
Z._
sprach sich dafür au
s, dass zwischen der Behandlung - sei sie konservativ oder operativ -
und dem Unfall sowohl ein natürlicher als auch ein adäquater Zusammenhang bestehe (
Urk.
8/9
).
3.4
In der hierauf von der Beschwerdegegnerin eingeholten Beurteilung vom
4.
Januar 2018 legte
Dr.
A._
dar, dass eine Kontusion der Schulter, wie vom Beschwerdeführer beschrieben, keinen geeigneten Unfallmechanismus darstelle, um eine
Rotatorenmanschettenläsion
zu verursachen.
Die
im MRI beschriebenen Veränderungen der
Rotatorenmanschette
seien
degenerativer
Art.
Dafür sprächen auch die Atrophie und die Verfettung der betroffenen Muskulatur. Auch die AC-Gelenksarthrose und die
Omarthrose
seien vorbestehend. Ein Zusammenhang zwischen den noch bestehenden Beschwerden und dem Ereignis vom 2
8.
Juli 2017 sei demnach nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben; der
Status
quo sine sei am 3
0.
November 2017 erreicht gewesen (
Urk.
8/14).
3.5
Dr.
Z._
führte in seinem Bericht vom 1
5.
Februar 2018 erneut aus, die Beschwerdegegnerin habe den Unfall klar anerkannt und die Behandlungskosten übernommen. Es stelle sich natürlich die Frage nach dem Erreichen des ohnehin vorhandenen natürlichen Verlaufs.
Der Beschwerdeführer habe bis zum Ereignis eine funktionsfähige linke Schulter gehabt. Beim Unfall habe er sich einen Sehnenriss an der
Rotatorenmanschette
sowie eine
Pulley
l
äsion
zugezog
en. Diese hätte natürlich auch als altersbedingt seitens der Versicherung zur Diskussion gestellt werden können. Dies sei aber nicht getan worden, die Zuständigkeit der Versicherung sei bejaht worden. Erst, als der Entscheid für eine operative Versor
gung gefallen sei, sei das Ruder umgerissen worden. Dies gehe nicht an. Man hätte von Anfang sagen können, die Kosten würden nur solange und nur für konservative Behandlungen übernommen. Der Unfall sei jedoch bejaht worden
und werde nicht plötzlich zur Krankheit (
Urk.
8
/19/9-10). Diese Meinung vertrat
Dr.
Z._
ein weiteres Mal mit Schreiben vom 1
5.
Mai 2018 (
Urk.
8/21).
4.
4.1
Vorweg zur Würdigung der medizinischen Unterlagen gilt es
angesichts der wiederholten Ausführungen von
Dr.
Z._
darauf hinzuweisen, dass
die Beweis
lastverteilung bezüglich des Wegfalls der Unfallkausalität nur für Schädigungen, welche bei der Anerkennung einer Leistungspflicht des Unfallversicherers auch wirklich zur Diskussion standen
, gilt
. Der Nachweis des Dahinfallens der Unfall
kausalität von Beschwerden, welche im Rahmen einer Leistungsanerkennung gar nicht thematisiert worden sind, trifft demnach nicht den Unfallversicherer
(
vgl.
Urteil
des Bundesgerichts
8C_819/2016 vom
4.
August 2017 E. 6.2).
Die Leistungsanerkennung der Beschwerdegegnerin nach der Unfallmeldung vom 2
7.
Oktober 2017 (Eingang am
2.
November 2017,
Urk.
8/1)
erfasste gemäss Aktenlage zu keinem Zeitpunkt die
partiellen
Sehnenläsionen im Bereich der
Rotatorenmanschette
links. Vielmehr teilte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer nach Rücksprache mit
Dr.
A._
bereits am
1.
Dezember
2017 mit, dass sie davon ausgehe
, dass das Unfallereignis vom 2
8.
Juli 2017 lediglich zu einer vorübergehende
n Schmerzauslösung geführt habe
und dass gestützt auf die Beurteilung v
on
Dr.
A._
vom Erreichen des S
tatus quo sine am 3
0.
Novem
ber 2017 auszugehen sei (
Urk.
8/6). Entsprechend liegt die Beweislast
dafür
,
dass
es sich bei den im MRI vom
2.
Oktober 2017 (
Urk.
8/4) festgestellten Sehnenver
letzungen
um Unfallfolgen handelt, beim Beschwerdeführer. Damit soll verhin
dert werden, dass sich Unfallversicherer gezwungen sehen, vor der ersten Kostengutsprache für eine Heilbehandlung oder dem ersten Taggeld umfang
reiche Abklärungen zur Unfallkausalität der vorhandenen Verletzungen und Beschwerden zu veranlassen, was eine schnellere Kostenübernahme ermöglicht und letztlich auch den versicherten Personen zu Gute kommt (Urteil des Bundes
gerichts 8C_855/2018 vom 1
4.
März 2019 E. 3.1 und 3.2 mit Hinweis).
4.2
Was den Unfallhergang anbelangt, ist gestützt auf die Aktenlage und dabei die im Schreiben der Beschwerdegegnerin vom
1.
Dezember 2017 wiedergegebene telefonische Schilderung des Beschwerdeführers davon auszugehen, dass ihm beim Versuch, die kippende Palette zu halten, Papierbögen auf den Brustkorb sowie den – wohl – linken Ellenbogen geflogen sind (vgl.
Urk.
8/6). Diese von der Beschwerdegegnerin im Schreiben vom
1.
Dezember 2017 wiedergegebene Schil
derung des Unfallgeschehens wurde vom Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin telefonisch am
5.
Dezember 2017 lediglich insofern korri
giert, als er das ursprünglich mit 470 Kilogramm angegebene Gewicht der Palette
auf 374,9 Kilogram
m korrigierte (
Urk.
8/8). Diese
Schilderung des
Unfallhergang
s
korrespondiert denn auch grundsätzlich mit der Schilderung des Beschwerdefüh
rers in der Unfallmeldung vom 2
7.
Oktober 2017, in welcher
er
davon sprach, dass
die Palette beim Beladen eines LKW umgekippt und seine linke Seite
«
erwischt/getroffen
»
worden sei (
Urk.
8/1), dass mithin wohl ein Teil der Ladung seine linke Seite getroffen hat.
Auch i
n der Beschwerde lässt der Beschwerdefüh
rer
den Sachverhalt
dahingehend darstellen, dass die Palette mit einem Gewicht von rund 400 Kilogramm umgekippt beziehungsweise frontal auf ihn gegen den Brustkorb gefallen sei und es ihn sodann beim Versuch, das kippende Material aufzufangen, an der linken Seite erwischt/getroffen
habe (
Urk.
1 S. 3).
In Abweichung dazu gab
Dr.
Z._
in seinem auf den 2
3.
Oktober 2017 datierten Bericht, welcher jedoch erst am 1
0.
November 2017 bei der Beschwerdegegnerin einging, die Unfallschilderung des Beschwerd
eführers dahingehend wieder, dass der Beschwerdeführer die
abrutschende Palette aufgefangen habe (
Urk.
8
/3), und impliziert damit,
es sei von einem Unfallhergang auszugehen,
im Rahmen dessen
der Beschwerdeführer die Palette mit dem ganzen Gewicht versucht habe aufzu
fangen
, mithin eine sehr erhebliche Zugkraft auf die Schultern eingewirkt habe. Ein solcher Hergang aber korrespondiert nicht mit den obigen Schilderungen des Unfallgeschehens und erscheint zudem als realitätsfremd, bildet doch eine mit Papierbögen beladene Palette kein kompaktes Ganzes, welches auffangbar wäre.
Fehlerhaft
erweist sich das Arztzeugnis UVG von
Dr.
Z._
vom 2
3.
Oktober 2017 im
Übrigen auch insofern, als er als Schadensdatum Mitte August 2017 notierte, mithin ein Unfalldatum, welches wenige Tage vor dem Erstuntersuch vom 2
1.
August 2017 gelegen wäre, welches aber nicht mit den Angaben des Beschwerdeführers in der Unfallmeldung
, nämlich 28./3
1.
Juli 2017
(
Urk.
8/1)
,
korrespondiert.
Entsprechend erweisen sich die Angaben von
Dr.
Z._
im Arztzeugnis UVG vom 2
3.
Oktober 2017 hinsichtlich Unfalldatum und Unfallhergang als nicht beweiswertig und es ist
davon auszugehen, dass sich der Unfallhergang im Wesentlichen in einem Anprall der Papierbögen auf der linken Körperseite
und dabei
wohl
des linken Armes/der linken Schulter
erschöpfte;
eine starke Zugbe
lastung
auf die linke Schulter
ist dagegen nicht erstellt
.
4.3
Im Lichte dessen legte
Dr.
A._
seiner Beurteilung vom
4.
Januar 2018 zu Recht die Annahme zugrunde, es sei beim versicherten Ereignis zu einer Schulterkon
tusion gekommen (
Urk.
8/14). Dass er diesen
Unfallmechanismus
als
grundsätz
lich
ungeeignet
erachtete, um
Rotatorenmanschettenläsionen
zu verursachen, korrespondiert mit der
vom Bundesgericht im Urteil 8C_100/2016 vom 1
7.
Mai 2016 unter Erwägung 5 zitierten Fachliteratur
:
E
in solcher Unfallhergang
sei
nach
einhelliger fachärztlicher Meinung, insbesondere auch nach den Empfehlungen der Kommission
«
Begutachtung
»
der Deutschen Vereinigung für Schulter- und Ellbogenchirurgie (DVSE) gestützt auf den aktuellen Kenntnisstand über die Schäd
igung der
Rotatorenmanschette
,
nicht geeignet, eine Verletzung der
Rot
a
torenmanschette
zu bewirken.
Gemäss der
S
2e-Lei
t
linie
«
Rotatorenmanschette
»
(Registernum
mer: 033-041, Version März 2017)
der deutschen Arbeitsgemein
schaf
t
der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AW
M
F;
www.awmf.org
, im Folgenden:
«
S2e-Leitlinie
»
) bilden potentiell geeignete Verletzungsmechanismen für unfallbedingte Rupturen der
Rotatorenmanschette
exzentrische Belastungen kontrahierter Anteile
der
Rotatorenmanschette
(z. B.
bei passiv forcierte
r
Aussen- oder Innenrotation beim Festhalten im Rahmen eines Sturzes
), passive Traktionen nach kaudal (z.B. beim Auffangen eines schweren Gegenstandes) oder axiale Stauchungen nach
kranioventral
oder
ventromedial
(z. B. bei einem Sturz auf den nach hinten gestreckten Arm). Alternativ kommt es bei älteren Patienten im Rahmen traumatischer Schultergelenkluxationen typischerweise zu Rupturen der
Supraspinatus
- und/oder
Subscapularissehne
(S. 7 der S2e-Leitlinie). Im hier zu beurteilenden Fall
ist
weder einer der oben beschriebenen Verletzungsmechanismen
mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, noch steht eine Schulter
gelenk
luxa
tion zur Diskussion
.
Im Weiteren sind
bei
dem im Jahr 2017 67-jährigen Be
schwerdeführer in der MR-Aufnahme vom
2.
Oktober 2017 (
Urk.
8/4) degenerative Veränderungen in Form einer mässigen AC-Arthrose und einer leichten
Omarthrose
sowie eine Verfettung der
Subscapularismus
k
ulatur
festgestellt w
o
rden.
Angesichts dessen, dass
Rota
toren
r
upturen
nur selten Folge eines Makrotraumas sind, sondern viel häufiger auf dem Boden von Texturstörungen wie einer Degeneration entstehen (vgl.
Hempfling
/Krenn, Schadenbeurteilung am Bewegungssystem, Band 2: Meniskus, Diskus, Bandscheiben, Labrum, Ligamente, Sehnen, Berlin/Boston 2017, S. 669 und S. 678)
, rechtfertigen sich an der Schlussfolgerung von
Dr.
A._
, wonach die im MRI beschriebenen Veränderungen der
Rotatorenmanschette
insgesamt als degenerativ zu werten seien (
Urk.
8/14), keine ernsthaften Zweifel. Dies gilt umso mehr, als keine Begleitverletzung wie eine
ossäre
Läsion oder eine Kapselver
let
zung festgestellt werden konnte
, welche aber im Falle einer
Rotatorenruptur
traumatischer Art zu erwarten wären (
Hempfling
/Krenn, a.a.O., S. 679
, vgl. auch: Urteil
des Bundesgerichts 8C_100/2016 v
om 1
7.
Mai 2016 E. 5
).
Die Schluss
folgerung von
Dr.
A._
, dass die Veränderungen im linken Schulter
gelenk insgesamt als degenerativ zu
beurteilen
und nicht überwiegend wahr
scheinlich Folge der erlittenen Kontusion
sind
, erweist sich angesichts dessen als begründet und nachvollziehbar. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass es
sich dabei um eine Aktenbeurteilung handelt
, zumal vorliegend bei an sich fest
stehendem medizinische
m
Sachverhalt die direkte fachärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (
vgl.
Urteile des Bundesgerichts 9C_558/2016 vom
4.
November 2016 E. 6.1 mit Hinweis, 8C_855/2018 vom 1
4.
März 2019 E. 6.1).
Die
Stellungnahmen von
Dr.
Z._
vermögen entgegen der Vorbringen des Beschwerdeführers
keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsin
ternen ärztlichen Beurteilung
hervorzurufen. Zwar spricht sich
Dr.
Z._
in seinem Schreiben vom
1
5.
Februar 2018
(
Urk.
8/19/
9-
10)
ausdrück
lich dafür aus,
dass sich der Beschwerdeführer die Sehnenläsionen anlässlich des Unfalls zugezogen habe, jedoch begründet er diese
Feststellung in keiner Weise
. Vielmehr
fügte
er
an
, dass die Läsionen
seitens der Versicherung auch als alters
bedingt hätten diskutiert werden können (
Urk.
8/19/10), was die Schlussfolge
rung von
Dr.
A._
stützt. Im Übrigen
verliert sich
Dr.
Z._
in fachfremden, versicherungsrechtlic
hen Ausführungen, welche
die fachmedizinische Beurtei
lung von
Dr.
A._
nicht in Zweifel zu ziehen vermögen
und auch nach keiner Auseinandersetzung von
Dr.
A._
mit denselben verlangen
.
4.4
Dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall
im Bereich der Schulter
beschwerde
frei gewesen sei, mag zutreffen.
Hieraus
ve
rmag er allerdings aufgrund der Un
zulässigkeit der
«
post-hoc-ergo
-
propter
-hoc
»
-Argumentation nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Die Argumentation, eine gesundheitliche Schädigung gelte bereits deshalb als durch den Unfall verursacht, weil sie nach diesem aufgetreten sei, ist beweisrechtlich nicht zulässig (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
).
Dies gilt umso mehr, als
75
%
aller
Rotatorendefekte
gemäss der medizinischen Literatur symp
tomlos
sind
(
Hempfling
/Krenn, Schadenbeurteilung am Bewegungssystem, Band 1; Grundlagen, Gelenkflächen,
Osteonekrosen
, Epiphysen,
Impingement
,
Syno
vial
is
, Berlin/Boston 2016
,
S. 428).
4.5
Nachdem das
Gericht im Ra
hmen der ihm obliegenden Beweis
würdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit darüber zu befinden hat, ob ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesun
dheitlichen Störung gegeben ist und di
e bl
osse Möglichkeit eines Zusammen
hangs
für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht
genügt (vgl. obige E.
1.2)
,
ist mit der Beschwer
degegnerin gestützt auf die vertrauensärztliche Beurteilung von
Dr.
A._
vom
4.
Januar 2018 (
Urk.
8/14) davon
auszugehen, dass der Unfall von Ende
Juli 2017 zu keinen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststellbaren strukturellen Ver
letzungen im linken Schultergelenk
in Form der festgestellten Sehnenrupturen
geführt hat
, sondern lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes.
4.6
In Bezug auf die Folgen der Kontusion der linken Schulter ist mit
Dr.
A._
vom Erreichen des
Status
quo sine spätestens per 3
0.
November 2017, mithin vier Monate nach dem Unfallereignis
auszugehen. Hier gilt es zu beachten, dass sich der konkrete Zeitpunkt, an dem der
Status
quo sine erreicht wurde, von der Natur der Sache her nicht auf den Tag genau feststellen lässt, sondern lediglich mehr oder minder präzise geschätzt werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2018 vom
2
8.
Februar 2019 E. 6.5 mit Hinweisen). Vor diesem Hinter
grund ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Fall auf den 3
0.
November 2017 abschloss. Dass der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt nicht beschwerdefrei und weiter behandlungsbedürftig war, steht dem nicht ent
gegen, ist doch für die Erreichung des Status quo sine einzig relevant, dass die Folgen der Kontusion vom Juli 2017 bis zu diesem Moment abgeklungen waren.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin
gestützt auf
Art.
6
Abs.
2 UVG leistungspflichtig ist, fallen doch die in der MR-Untersuchung vom
2.
Oktober 2017 festgestellten Partialrupturen der
Subscapularissehne
u
nd
Supraspinatu
s
sehne
(
Urk.
8/4) unter die in
Art.
6
Abs.
2 UVG aufgelisteten Körperschädigungen im Sinne von Sehnenverletzungen (BGE
123 V 2b;
114 V 302 E. 5c).
5.2
Seit dem Inkrafttreten der Revision des UVG und der dazugehörigen Verordnung (UVV) per 1. Januar 2017 ist das Bestehen einer vom Unfallversicherer zu über
nehmenden unfallähnlichen Körperschädigung nicht länger vom Vorliegen eines äusseren Ereignisses abhängig. Die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 UVG genannte Körperschädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung handelt, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Dieser kann sich aber von der Leistungspflicht befreien, wenn er beweist, dass die Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen ist (Zusatzbotschaft zur Änderung des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung [Unfallversicherung und Unfallverhütung; Organisation und Nebentätigkeiten der Suva] vom 19. September 2014,
BBl
2014 7922 7934 f.).
5.3
Gemäss neuester bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat der Unfallversicherer nach Meldung einer Listenverletzung die genaue
n Begleitumstände abzuklären
. Ist die Listenverletzung auf ein Unfallereignis im Sinne von
Art.
4 ATSG zurück
zuführen, so ist der Unfallversicherer solange leistungspflichtig, bis der Unfall
nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache darstellt, der Gesundheits
schaden also nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Sind hingegen nicht sämtliche Kriterien des Unfallbegriffs nach
Art.
4 ATSG erfüllt, so wird der Unfallversicherer für eine Listenverletzung nach
Art.
6
Abs.
2 UVG in der seit
1.
Januar 2017 geltenden Fassung grundsätzlich leistungspflich
tig, sofern er nicht den Nachweis dafür erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist
(zur Publikation vorgesehe
nes Urteil
des Bundesgerichts
8C_22/2019 vom 2
4.
September 2019 insbesondere E. 9.1)
5.4
Im hier zu beurteilenden Fall verhält es sich so, dass die
Beschwerdegegnerin
das Ereignis
von Ende Juli 2017
zwar als Unfall im Sinne von
Art.
4 ATSG anerkannt und für dessen Folgen zunächst Leistungen erbracht hat. Die medizinischen Abklärungen ergaben in der Folge aber, dass
die
festgestellten Sehnenteilrupturen im Bereich der
Rotatorenmanschette
nicht auf das Unfallereignis
zurückzuführen sind
. Beim Unfall kam es lediglich zu einer
Kontusion der linken Schulter
mit einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degen
erativen Vorzustandes (vgl. E. 4.3 bis 4.5
hiervor). Mit anderen Worten hat die
Beschwerdegegnerin
den Nachweis dafür erbracht, dass das Ereignis
von Ende Juli
2017 keine auch nur geringe Teilursache
der Sehnenteilrupturen
bildet. Damit ist aber gleichzeitig auch erstellt, dass die
se Listenverletzung vorwiegend, das heisst
zu mehr a
ls 50
%
(vgl. dazu: hie
r
vor zitiertes Urteil
des Bundesgerichts
8C_22/2019 vom 2
4.
Sep
tember 2019 E. 8.2.2
.
1)
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, zumal es keinen Hinweis auf ein nach dem Unfall
von Ende Juli 2017
eingetre
tenes initiales Ereignis gibt, das Anlass zu Weiterungen geben könnte. Die
Ver
mutung der Leistungspflicht gemäss
Art.
6
Abs.
2 UVG ist demnach umgestossen und der Unfallversicherer von seiner Pflicht befreit.
Damit erweist sich der angefochtene Entscheid als richtig. Die Beschwerde ist abzuweisen.
6
.
Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdef
ührers weist in der einge
reich
ten Kostennote vom
1
6.
August 2018
(Urk.
18
) für das vorliegende Verfah
ren einen Zeitaufwand von 10 Stunden
und 10 Minuten sowie
Barauslagen von Fr.
71.--
aus. Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfert
igt. Unter zusätz
licher Berücksichtigung eines geschätzten Aufwandes von 30 Minuten für die schriftliche Anfrage nach dem Verfahrensstand vom
7.
Oktober 2019 (
Urk.
19) und das Telefonat vom 1
5.
Oktober 2019 (vgl.
Urk.
20) sowie die Rückmeldung an den Beschwerdeführer
resultiert
beim gerichtsüblichen Stundenansatz von
Fr. 220.--
eine
Entschädigung von Fr.
2'603.8
5
(inklusive
Barauslagen und Mehr
wertsteuer).
Die Entschädigung
i
st der unentgeltlichen
Rechtsbeistä
nd
in
auszuzahlen (Urteil des Bundesgerichts 5A_754
/2013 vom
4.
Februar 2014 E. 5), welche darauf hinzuweisen ist, dass sie
n
icht befugt
ist
, sich von der durch
sie
verbeiständeten
Partei eine zusätzliche Entschädigung auszahlen zu la
ssen (BGE 122 I 322 E. 3b
).
D
er Beschwerdeführer ist auf
§
1
6. Abs.
4
des Gesetzes über das Sozialversiche
rungsgericht (GSVGer)
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Entschä
digung an die unentgeltliche Rechtsvertreterin verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.