Decision ID: c8f37abc-5cdb-581f-badc-6cab404fd235
Year: 2020
Language: de
Court: AR_OG
Chamber: AR_OG_002
Canton: AR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A. A. war in der Steuerperiode 2017 in B. aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig.
Mit Beschluss des Bezirksgerichts C., Österreich, vom 21. April 2017 erhielt er von seinem
Vater die Liegenschaften B., in Österreich, schenkungsweise (act. 2.3).
B. A. wurde am 19. Februar 2019 für die Staats- und Gemeindesteuern 2017 mit einem
steuerbaren Einkommen von CHF 0 und einem steuerbaren Vermögen von CHF 169‘000
(satzbestimmendes Vermögen CHF 433’000) veranlagt. Im Formular Steuerausscheidung
2017 setzte die Steuerverwaltung Appenzell Ausserrhoden unter dem Titel „zeitliche
Gewichtung“ einen Korrekturbetrag in Höhe von CHF 136‘278 zulasten des Bele-
genheitsorts Österreich beziehungsweise zugunsten des Kanton Appenzells Ausserrhoden
fest (act. 7.2).
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C. Gegen die Steuerveranlagung liess A. am 13. März 2019 Einsprache erheben (act. 7.3).
Diese wurde von der Steuerverwaltung mit Einspracheentscheid vom 13. Mai 2019
abgewiesen (act. 7.4).
D. Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von A. am 11. Juni 2019 erhobene
Beschwerde an das Obergericht Appenzell Ausserrhoden. Er ist der Ansicht, dass bei den
Staats- und Gemeindesteuern der Vermögenswert der Liegenschaften Österreich nur für
die Festsetzung des Steuersatzes herangezogen werden dürfe. Indem die
Steuerverwaltung unter dem Titel „zeitliche Gewichtung“ einen Teil der Liegenschaften in
Österreich – CHF 136‘278 – effektiv als Vermögen besteuere, verletze sie das dem Kanton
Appenzell Ausserrhoden zustehende Besteuerungsrecht (act. 1).
E. Mit Vernehmlassung vom 26. Juni 2019 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung der
Beschwerde. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass auch im internationalen Verhältnis
derjenige Teil des unbeweglichen Vermögens in Österreich, der auf die Zeit zwischen dem
Beginn der Steuerperiode und der Schenkung entfalle, im Rahmen der zeitlichen Gewich-
tung auf das Hauptsteuerdomizil verlegt werde (act. 6).
F. Mit Replik vom 27. August 2019 liess A. an seinem Standpunkt festhalten (act. 10). Die
Steuerverwaltung verzichtete stillschweigend auf eine Duplik.
G. Auf weitere Einzelheiten im Sachverhalt und in den Akten sowie die Vorbringen der Par-
teien in den Rechtschriften wird, soweit für die Beurteilung entscheidrelevant, in den nach-
folgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen
1. Formelles
Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der Prozessvoraussetzungen ergibt, dass
diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der übrigen
Form- und Fristerfordernisse erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
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2. Materielles
2.1
Nach Art. 4 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 (StG; bGS 621.11) sind natürli-
che Personen aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuer-
rechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton haben. Bei persönlicher Zugehörigkeit ist
die Steuerpflicht unbeschränkt; sie erstreckt sich aber nicht auf Geschäftsbetriebe, Be-
triebsstätten und Grundstücke ausserhalb des Kantons (Art. 6 Abs. 1 StG).
Die Steuerausscheidung für Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke erfolgt im
Verhältnis zu anderen Kantonen und zum Ausland nach den Grundsätzen des Bundes-
rechts über das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung (Art. 7 Abs. 1 Satz 1 StG).
Nach Art. 8 Abs. 1 Abs. 1 StG entrichten steuerpflichtige Personen, die im Kanton nur für
einen Teil ihres Einkommens und Vermögens steuerpflichtig sind, die Steuern für die im
Kanton steuerbaren Werte nach dem Steuersatz, der ihrem gesamten Einkommen und
Vermögen entspricht; steuerfreie Beträge werden ihnen anteilsmässig gewährt.
Die Folgen des Beginns, der Änderung und des Endes der Steuerpflicht aufgrund persönli-
cher und wirtschaftlicher Zugehörigkeit werden im interkantonalen Verhältnis durch Bun-
desrecht bestimmt (Art. 9 Abs. 3 StG).
2.2
Nach Art. 22 Abs. 1 des Abkommens vom 30. Januar 1974 zwischen der Schweizerischen
Eidgenossenschaft und der Republik Österreich zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (DBA CH-AT;
SR 0.672.916.31) darf unbewegliches Vermögen im Sinne des Artikels 6 Absatz 2 in dem
Vertragsstaat besteuert werden, in dem dieses Vermögen liegt.
Bezieht eine in einem Vertragsstaat ansässige Person Einkünfte oder hat sie Vermögen
und dürfen diese Einkünfte oder dieses Vermögen nach diesem Abkommen in dem ande-
ren Vertragsstaat besteuert werden, so nimmt der erstgenannte Staat, vorbehältlich der
nachfolgenden Absätze, diese Einkünfte oder dieses Vermögen von der Besteuerung aus;
dieser Staat darf aber bei der Festsetzung der Steuer für das übrige Einkommen oder das
übrige Vermögen dieser Person den Steuersatz anwenden, der anzuwenden wäre, wenn
die betreffenden Einkünfte oder das betreffende Vermögen nicht von der Besteuerung aus-
genommen wären (Art. 23 Abs. 1 DBA CH-AT).
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2.3
Nach Art. 42 Abs. 1 StG unterliegt das gesamte Reinvermögen der Vermögenssteuer. Das
steuerbare Vermögen bemisst sich nach dem Stande am Ende der Steuerperiode oder der
Steuerpflicht (Art. 55 Abs. 1 StG). Besteht die Steuerpflicht nur während eines Teils der
Steuerperiode, wird die diesem Zeitraum entsprechende Steuer erhoben (Art. 55 Abs. 3
StG). Als Steuerperiode gilt das Kalenderjahr (Art. 53 Abs. 2 StG).
2.4
Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer im Kalenderjahr 2017 seinen steuerrechtlichen
Wohnsitz in Appenzell Ausserrhoden hatte und demzufolge in der Steuerperiode 2017 auf-
grund persönlicher Zugehörigkeit unbeschränkt steuerpflichtig war. Nicht streitig ist ferner,
dass der Beschwerdeführer im Frühling 2017 in Österreich zwei Liegenschaften durch eine
Schenkung erhielt und dadurch eine beschränkte Steuerpflicht des Beschwerdeführers auf-
grund wirtschaftlicher Zugehörigkeit in Österreich begründet wurde. Einig sind sich die
Parteien (stillschweigend) auch über die Bewertung des ausländischen Vermögens und
dass in der Steuerperiode 2017 die Liegenschaften in Österreich bei den Staats- und Ge-
meindesteuern für die Festsetzung des Steuersatzes herangezogen werden durften. Nicht
strittig ist ferner, dass Art. 22 DBA CH-AT Fragen der zeitlichen Bemessung nicht regelt.
Streitig und zu prüfen ist, ob die in Österreich gelegenen Liegenschaften zu Recht unter
dem Titel „zeitliche Gewichtung“ teilweise – im Umfang von CHF 136‘278 – den in Appen-
zell Ausserrhoden steuerbaren Werten zugewiesen werden durften.
2.5
Vorliegend wird im Verhältnis zu Österreich das Besteuerungsrecht durch das erwähnte
Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom
Einkommen und vom Vermögen eingeschränkt (DBA CH-AT). Doppelbesteuerungsab-
kommen sind völkerrechtliche Verträge, die landesrechtliche Verbindlichkeit erlangen und
dem Landesrecht als übergeordnetes Recht vorgehen (LOCHER/MARANTELLI/OPEL, Einfüh-
rung in das internationale Steuerrecht der Schweiz, 4. Aufl. 2019, § 1, S. 42f.; vgl. auch
ERNST HÖHN, in: Ernst Höhn [Hrsg.], Handbuch des Internationalen Steuerrechts der
Schweiz, 2. Aufl. 1993, S. 86).
Die internationale Doppelbesteuerung verstösst in der Schweiz nicht gegen die
Bundesverfassung. Die vom Bundesgericht aufgrund von Art. 127 Abs. 3 der Bundesver-
fassung vom 18. April 1999 der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) für das
interkantonale Verhältnis aufgestellten Normen gelten im Verhältnis zum Ausland nicht.
Eine Ausnahme macht das Bundesgericht nur für ausländische Grundstücke
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(LOCHER/MARANTELLI/OPEL, a.a.O., § 1, S. 9f.; ZWEIFEL/HUNZIKER, in: Zweifel/Beusch/Mat-
teotti [Hrsg.], Internationales Steuerrecht, 2015, N. 2 zu Art. 4 OECD-MA; Urteil des
Bundesgerichts 2A.421/2000 vom 11. Mai 2001 E. 3e; vgl. hierzu auch PETER MÄUSLI-
ALLENSPACH, Erbschafts-und Schenkungssteuern in der Schweiz - ein Überblick, sucessio
2012, S. 196, mit Hinweisen).
Zur Vermeidung von Doppelbesteuerungen sehen die schweizerischen Steuergesetze in-
terne einseitige (unilaterale) Massnahmen vor. Diese werden auch als steuerpflichtbegren-
zendes Aussensteuerrecht der Schweiz bezeichnet und sind nicht in einem separaten Ge-
setz, sondern innerhalb des jeweiligen Gesetzes geregelt. Jene Artikel bestimmen, inwie-
weit die Schweiz bei Personen mit Auslandsbezug das Besteuerungsrecht in Anspruch
nimmt (LOCHER/MARANTELLI/OPEL, a.a.O., § 1, S. 10f.; ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., N. 3 zu
Art. 4 OECD-MA). Auf Bundesebene verweist Art. 6 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 14.
Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer (DBG, SR 642.11) für die Abgrenzung der
Steuerpflicht für Grundstücke im Verhältnis zum Ausland auf die Grundsätze des Bundes-
rechts über das Verbot der interkantonalen Besteuerung. Aufgrund dieser Verweisung –
aber auch zufolge der in Art. 7 Abs. 1 DBG vorgesehenen unbedingten Befreiung mit Pro-
gressionsvorbehalt, wonach die freigestellten Teile für die Bestimmung des Steuersatzes
berücksichtigt werden – wird auch im internationalen Verhältnis nicht nur die aktuelle, son-
dern regelmässig auch die virtuelle Doppelbesteuerung ausgeschlossen. Die meisten
Kantone haben ihr Aussensteuerrecht weitgehend den Bestimmungen des Bundesrechts
(Art. 6 und Art. 7 DBG) nachgebildet (ZWEIFEL/HUNZIKER, a.a.O., N. 6 und N. 9 zu Art. 4
OECD-MA; LOCHER/MARANTELLI/OPEL, a.a.O., § 1, S. 11f.; vgl. auch PETER MÄUSLI-ALLEN-
SPACH, Erbschafts-und Schenkungssteuern in der Schweiz - ein Überblick, sucessio 2012,
S. 196, mit Hinweisen). So auch der Kanton Appenzell Ausserrhoden, da die kantonalen
Bestimmungen von Art. 6 Abs. 1 StG (Umfang der Steuerpflicht), Art. 7 Abs. 1 Satz 1 StG
(Steuerausscheidung) sowie Art. 8 StG (Steuerberechnung bei anteiliger Steuerpflicht)
weitgehend den bundesrechtlichen Bestimmungen in Art. 6 (Umfang der Steuerpflicht) und
Art. 7 (Steuerberechnung bei teilweiser Steuerpflicht) DGB entsprechen. Insofern sind die
Ausführungen der Vorinstanz zum interkantonalen Steuerrecht entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers nicht belanglos. Vielmehr ergibt sich aus der Bestimmung von Art. 7
Abs. 1 Satz 1 StG, dass die Vermögenssteuerausscheidung gleich wie im interkantonalen
Verhältnis vorgenommen wird (PHILIPP BETSCHART, in: Zweifel/Beusch/Matteotti [Hrsg.],
Internationales Steuerrecht, 2015, N. 4 zu Art. 22 OECD-MA).
Ebenfalls nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz mangels Regelungen zur zeitlichen
Bemessung in Art. 22 DBA CH-AT auf die Anwendung von schweizerischem Recht ver-
weist. Art. 22 DBA CH-AT entspricht inhaltlich weitgehend Art. 22 des OECD-Musterab-
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kommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Ein-
kommen und vom Vermögen (OECD-MA). In letzterer Bestimmung sind – wie auch in Art.
22 DBA CH-AT – Fragen der zeitlichen Bemessung nicht geregelt, weshalb diesbezüglich
das interne Recht der Vertragsstaaten zur Anwendung gelangt (PHILIPP BETSCHART, a.a.O.,
N. 19 zu Art. 22 OECD-MA; LOCHER/MARANTELLI/OPEL, a.a.O., § 4, S. 375 und § 5, S. 677).
Dem OECD-MA samt Kommentar kommt eine zentrale Bedeutung bei der Auslegung von
DBA zu (LOCHER/MARANTELLI/OPEL, a.a.O., § 1, S. 70, vgl. auch S. 33).
Aufgrund des Gesagten bemisst sich das steuerbare Vermögen nach dem Stand am Ende
der Steuerperiode, vorliegend somit per Ende 2017. Nicht massgebend ist der Zeitpunkt
der Schenkung per Mitte/Ende April 2017 und der Umstand, dass der Beschwerdeführer
über die Liegenschaften Österreich nicht während der gesamten Steuerperiode 2017 verfü-
gen konnte. Die Vermögenssteuerausscheidung im interkantonalen Verhältnis wird unter
anderem in Art. 4b Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmoni-
sierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG, SR 642.14) geregelt,
wonach eine Steuerpflicht aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit in einem anderen Kanton
als demjenigen des steuerrechtlichen Wohnsitzes für die gesamte Steuerperiode besteht,
auch wenn sie im Laufe des Jahres begründet, verändert oder aufgehoben wird. In diesem
Fall wird der Wert der Vermögensobjekte im Verhältnis zur Dauer der Zugehörigkeit ver-
mindert (Art. 4b Abs. 2 Satz 2 StHG). Vorliegend erfolgte die Liegenschaftenschenkung
während der Steuerperiode 2017 und die Liegenschaften Österreich befanden sich per
Ende Steuerperiode im Vermögen der Beschwerdeführers, womit sie in einem ersten
Schritt durch den Kanton Appenzell Ausserrhoden, seinem Wohnsitzkanton, zufolge der
diesbezüglich keine Ausnahme zulassenden gesetzlichen Grundlage ganzjährig zur Be-
steuerung gelangen. Auszuscheiden zugunsten des Liegenschaftsorts, mithin Österreich,
ist ab wirtschaftlicher Zugehörigkeit des Beschenkten, das heisst ab dem Schenkungsda-
tum. Für den Zeitraum ab Beginn der Steuerperiode bis zur Schenkung ist keine gesetzli-
che Grundlage für eine weitere Ausscheidung oder gar einen Verzicht auf die Besteuerung
durch den Wohnsitzkanton vorgesehen (vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts
2C_187/2020 vom 9. Juli 2020 E. 2ff. mit zahlreichen Hinweisen; Urteil des Verwaltungsge-
richts des Kantons Zürich SB.2015.00086 vom 2. Dezember 2015 E. 2.2.1, E. 2.2.2 und E.
2.2.3 mit Hinweisen).
Zusammenfassend ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz unter Berücksichti-
gung von Art. 7 Abs. 1 StG und Art. 9 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 4b Abs. 2 Satz 2 StHG denje-
nigen Teil des unbeweglichen Vermögens in Österreich, der auf die Zeit zwischen Beginn
Steuerperiode und Schenkung entfiel, im Rahmen der zeitlichen Gewichtung auf das
Hauptsteuerdomizil Appenzell Ausserrhoden verlegt hatte.
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Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist auch der Hinweis der Vorinstanz auf das
Urteil der Steuerrekurskommission des Kantons Basel-Stadt vom 26. April 2018 für den
vorliegenden Fall relevant (BStP 2018 Nr. 12 = StE 2018 A 24.43.1 Nr. 30; vgl. auch
LOCHER/MARANTELLI/OPEL, a.a.O., § 4, S. 375). Zwar geht es im erwähnten Urteil um den
Kauf einer Liegenschaft, jedoch kommen – wie die Vorinstanz zutreffend erwähnte – bei
einer Schenkung einer Liegenschaft im interkantonalen Bereich in Bezug auf die Vermö-
gensausscheidung die gleichen Regeln wie bei einer Veräusserung einer Liegenschaft zur
Anwendung (vgl. Kreisschreiben Nr. 18 der Eidg. Steuerverwaltung (ESTV) vom 27. No-
vember 2001 betreffend die interkantonale Ausscheidung bei Änderung der Steuerpflicht
während der Steuerperiode im System der einjährigen Postnumerandobesteuerung mit
Gegenwartsbemessung (Natürliche Personen), Beispiel 13 (<http://www.estv.admin.ch>);
Merkblatt „Doppelbesteuerung und Steuerausscheidung“ des Steueramtes des Kantons
Aargau vom 31. Mai 2002, Änderungen 1. Januar 2018, S. 19; Merkblatt 3a/Natürliche Per-
sonen/ab 2009, Steuerverwaltung des Kantons Bern, Ziff. 3).
2.6
Zusammenfassend ist die Steuerausscheidung korrekt erfolgt und die Beschwerde ist abzu-
weisen.
3. Kosten und Entschädigung
Im Rechtsmittelverfahren ist gebühren- und kostenpflichtig, wer ganz oder teilweise unter-
liegt oder auf dessen Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 19
Abs. 3 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG, bGS 143.1]).
3.1
Beim vorliegenden Verfahrensausgang unterliegt der Beschwerdeführer. Gemäss Art. 4a
des Gesetzes vom 25. April 1982 über die Gebühren in Verwaltungssachen (bGS 233.2)
betragen die Staatsgebühren vor Obergericht grundsätzlich bis zu Fr. 5‘000.--. Innerhalb
dieses Gebührenrahmens sind die Gebühren nach dem Zeit- und Arbeitsaufwand, der Be-
deutung des Geschäfts sowie nach dem Interesse und der wirtschaftlichen Leistungsfähig-
keit der Gebührenpflichtigen zu bemessen (Art. 20 VRPG). Bei der Bemessung ist ferner zu
berücksichtigen, dass sich im parallelen – die Schwester des Beschwerdeführers betreffen-
den – Verfahren (O2V 19 14) die gleichen Sach- und Rechtsfragen stellen. Praxisgemäss
wird in vergleichbaren Fällen üblicherweise eine Gebühr von Fr. 800.-- festgelegt, was auch
im vorliegenden Fall angemessen erscheint. Die Gebühr kann mit dem vom Beschwerde-
führer geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden.
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3.2
Dem Verfahrensausgang entsprechend ist dem Beschwerdeführer keine Entschädigung
zuzusprechen (Art. 53 Abs. 3 VRPG e contrario).
Der Vorinstanz werden unabhängig vom Verfahrensausgang keine Entschädigungen zuge-
sprochen (Art. 53 Abs. 3 i.V.m. Art. 24 Abs. 3 lit. a VRPG).
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