Decision ID: cc0ac362-aaf8-47a7-b74a-7e10f8c63783
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A.Y. und B.Y. sind verheiratet und wohnten im Jahr 2008 gemeinsam mit ihren vier
Kindern in M. B.Y. war Inhaber und seine Ehefrau Zeichnungsberechtigte des
Einzelunternehmens B.Y. - X.-Büro mit Sitz in R. SZ (Domiziladresse: S.-strasse 01,
0000 W. SZ, fortan: X.). Diese Firma wurde am 17. Dezember 2007 im Handelsregister
eingetragen und ist am 28. Dezember 2012 infolge Geschäftsüberganges auf die X.-
Büro GmbH, E. ZH (bis 13. April 2016 R. SZ, Gesellschafter und Geschäftsführer: B.Y.),
erloschen. Überdies war B.Y. Gesellschafter der Q. GmbH, K. (bis 12. Mai 2016 in R.
SZ, Domiziladresse: S.-strasse 01, 0000 W. SZ, fortan: Q.), welche am 7. Mai 2008 im
Handelsregister eingetragen wurde (act. 7/9/I/5/7, act. 7/9/I/24, act. 7/9/II/3,
www.zefix.ch, sz.chregister.ch). Gemäss unbestrittenen Angaben der Vorinstanz
mietete B.Y. mit Vertrag vom 22. bzw. 31. August 2007 per 1. Oktober 2007 einen
Büroraum (zwei Arbeitsplätze) für monatlich CHF 640 im Mehrfamilienhaus (Geb. Nr.
0002) an der S.-strasse 01, 0000 W. SZ (act. 2, S. 2 lit. A, act. 7/9/II/7, Vertrag nicht
aktenkundig, map.geo.sz.ch). Seit dem 1. Mai 2008 vermietete B.Y. resp. die X. das
Büro an der S.-strasse 01, 0000 W. SZ, weiter an die Q. (Untermiete, act. 7/9/I/23, S.
16 Ziff. II/A/6, act. 7/9/III/14, S. 2 Ziff. II/Ii).
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B. Für die Kantons- und Gemeindesteuern 2008 (Steuererklärung vom 25. März 2009,
ergänzt am 18. Januar 2010) wurden A.Y. und B.Y. am 2. Februar 2010 mit einem
steuerbaren Einkommen von CHF 225‘300 und einem steuerbaren Vermögen von
CHF 910‘000 veranlagt. In der interkantonalen Steuerausscheidung wurde ein Drittel
der Einkünfte aus der selbständigen Erwerbstätigkeit von B.Y. dem Kanton Schwyz
zugewiesen. Dagegen erhoben die Eheleute A.Y. und B.Y. am 26. Februar 2010
Einsprache. Am 19. April 2010 führte das kantonale Steueramt einen Augenschein
durch. Mit Entscheid vom 23. April 2010 hiess das kantonale Steueramt die Einsprache
gut. In der interkantonalen Steuerausscheidung wurde das Einkommen aus
selbständiger Tätigkeit vollumfänglich dem Kanton Schwyz zugewiesen. A.Y. und B.Y.
wurden in M. für die Kantons- und Gemeindesteuern 2008 mit einem steuerbaren
Einkommen von CHF 38‘800 zum Satz von CHF 224‘900 und mit einem steuerbaren
Vermögen von CHF 792‘000 zum Satz von CHF 910‘000 veranlagt (act. 7/9/II/1, 3, 6 f.,
9 f., 13 f. und 16).
C. Mit Entscheid vom 27. August 2013 wies die Verwaltungsrekurskommission unter
anderem einen Rekurs des Ehepaars A.Y. und B.Y. vom 23. November 2012 gegen den
Einspracheentscheid des kantonalen Steueramtes vom 23. Oktober 2012 (Kantons-
und Gemeindesteuern 2009 und 2010, Veranlagung 2009 vom 3. April 2012,
Einsprache 2009 vom 3. Mai 2012) ab, soweit sie darauf eintrat. Die
Verwaltungsrekurskommission erwog (E. 4c in fine, S. 8 f.), das Einkommen von B.Y.
aus selbständiger Erwerbstätigkeit sei nicht in R., sondern in M. zu besteuern. Dieser
Entscheid blieb unangefochten (act. 7/9/I/21 und 23, act. 7/9/III/13-15).
D. Am 6. August 2014 leitete das kantonale Steueramt ein Nachsteuerverfahren für das
Steuerjahr 2008 ein. Mit Verfügungen vom 14. November 2014 wurden A.Y. und B.Y.
für die Kantons- und Gemeindesteuern 2008 mit einer Nachsteuer samt Zins von
CHF 35‘039 veranlagt. Ihre dagegen am 16. Dezember 2014 erhobene Einsprache wies
das kantonale Steueramt mit Entscheid vom 6. März 2015 ab (act. 7/9/I/2, 5-7, 18 f.).
Gegen diesen Entscheid rekurrierten sie am 8. April 2015 an die
Verwaltungsrekurskommission (act. 7/1). Mit Entscheid vom 15. Dezember 2015
(expediert am 16. Dezember 2015) wies die Verwaltungsrekurskommission den Rekurs
ab, soweit sie darauf eintrat (act. 2).
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E. Gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) vom
15. Dezember 2015 erhoben A.Y. (Beschwerdeführerin 1) und B.Y. (Beschwerdeführer
2) durch ihren Rechtsvertreter am 14. Januar 2016 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid unter
Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben (act. 1). Mit Vernehmlassung vom
8. Februar 2016 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde (act. 6). Das
kantonale Steueramt (Beschwerdegegner) beantragte mit Eingabe vom 16. Februar
2016, es sei die Beschwerde abzuweisen (act. 9).
Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten und die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 229 in Verbindung
mit Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, StG). Die Beschwerdeführer sind
zur Erhebung des Rechtsmittels berechtigt. Die Eingabe vom 14. Januar 2016 (act. 1)
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 229 StG
in Verbindung mit 196 Abs. 1 und Art. 161 StG sowie Art. 64 in Verbindung mit Art. 45
Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten. Offen bleiben kann,
ob auf die Beschwerde, soweit darin auf den Rekurs vom 8. April 2015 (act. 7/1)
verwiesen wird (act. 1, S. 3 f. lit B/I und II/4), einzutreten ist, da die Beschwerde
ohnehin abzuweisen ist (vgl. BGer 1C_150/2015 vom 12. Mai 2015 E. 2.5 mit
Hinweisen, VerwGE B 2015/71 vom 26. Oktober 2016 E. 1 mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch, und GVP 2000 Nr. 49).
2. Die Beschwerdeführer werfen der Vorinstanz zunächst vor, den Sachverhalt teilweise
lückenhaft dargestellt zu haben (act. 1, S. 3 lit. B/I). Die Vorinstanz ging im
angefochtenen Entscheid (act. 2) davon aus, dass der im Rekurs vom 8. April 2015
(act. 7/1, S. 3-7, lit. B/I) und in der Einsprache vom 16. Dezember 2014 (act. 7/9/I/5,
S. 2-7 lit. B/I) ausführlich zitierte Schriftenwechsel zwischen dem kantonalen Steueramt
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und den Beschwerdeführern nach Einleitung des Nachsteuerverfahren (vgl. Art. 201
Abs. 1 StG, act. 7/9/I/6-20) nicht entscheidrelevant war. Demzufolge war sie nicht
verpflichtet, diesen Schriftenwechsel im Sachverhalt des angefochtenen Entscheids
wiederzugeben (vgl. Art. 58 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP und
Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003,
Rz. 587 f.).
3. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht die Frage, ob die Voraussetzungen für
die Erhebung einer Nachsteuer für das Jahr 2008 erfüllt sind.
3.1. Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der Steuerbehörde
nicht bekannt waren unter anderem, dass eine rechtskräftige Veranlagung
unvollständig ist, so wird die nicht erhobene Steuer samt Zins als Nachsteuer
eingefordert (Art. 199 Abs. 1 StG, vgl. hierzu die gleichlautenden Art. 151 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG, und Art. 53 Abs. 1
Satz 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone
und Gemeinden, SR 642.14, StHG). Dementsprechend kann eine Nachsteuer unter drei
Voraussetzungen eingefordert werden: Es muss eine rechtskräftige Veranlagung
vorliegen, mit der eine Unterbesteuerung einhergeht, die sich aufgrund von neuen
Tatsachen oder Beweismitteln ergibt (vgl. VerwGE B 2011/18 vom 29. August 2011 E.
2, www.gerichte.sg.ch, bestätigt mit BGer 2C_807/2011 vom 9. Juli 2012). Als nicht
bekannt resp. neu im Sinn der gesetzlichen Tatbestände gelten Tatsachen und
Beweismittel, die zum Zeitpunkt der Veranlagung bereits bestanden haben, aber
während des ordentlichen Veranlagungsverfahrens oder eines allenfalls sich daran
anschliessenden Rechtsmittelverfahrens nicht aktenkundig waren, d.h. also erst nach
der rechtskräftigen Veranlagung eines Steuerpflichtigen zum Vorschein gekommen sind
(vgl. VerwGE B 2014/242; B 2014/243 vom 19. Juli 2016 E. 2.1, bestätigt mit Entscheid
BGer 2C_839/2016; 2C_840/2016 vom 12. April 2017, VerwGE B 2014/212;
B 2014/213 vom 27. April 2016 E. 2.1, bestätigt mit Entscheid BGer 2C_473/2016;
2C_474/2016 vom 22. August 2016, und VerwGE B 2014/67; B 2014/68 vom 25.
August 2015 E. 3.1 je mit Hinweisen, insbesondere auf Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das
st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, VII./Rz. 110 mit Hinweisen und Höhn/
Waldburger, Steuerrecht, Band I, 9. Aufl. 2001, S. 985 f., www.gerichte.sg.ch, siehe
auch GVP 1986 Nr. 30, in: SGE 1986 Nr. 6). Was dagegen bei der ordentlichen
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Veranlagung aus den Steuerakten ersichtlich war, gilt als bekannt, selbst wenn die
Steuerbehörde aus irgendeinem Grund davon keine Kenntnis genommen haben sollte.
Voraussetzung ist, dass der Steuerpflichtige seine Steuererklärung vollständig und
genau ausgefüllt hat (vgl. Art. 199 Abs. 2 StG, VerwGE B 2013/245; B 2013/246 vom
23. Januar 2015 E. 3.1, www.gerichte.sg.ch, bestätigt mit Entscheid BGer
2C_230/2015; 2C_231/2015 vom 3. Februar 2016, und VerwGE B 2010/230;
B 2010/232 vom 26. Januar 2011 E. 4, in: SGE 2011 Nr. 4, sowie StB 199 Nr. 1, siehe
auch Art. 151 Abs. 2 DBG und Art. 53 Abs. 1 Satz 2 StHG). Nach Art. 176 Abs. 1 StG
prüft die Veranlagungsbehörde die Steuererklärung, nimmt die erforderlichen
Untersuchungen vor und stellt die für eine vollständige und richtige Besteuerung
massgebenden tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse fest. Praxisgemäss darf sich
die Behörde jedoch grundsätzlich darauf verlassen, dass die Steuererklärung richtig
und vollständig ist. Allerdings darf sie nicht im gleichen Masse unbesehen auf die in der
Steuererklärung gemachten Angaben abstellen, wie sie dies bei einer
Selbstveranlagungssteuer tun könnte. Dementsprechend liegen "neue Tatsachen", die
ein Nachsteuerverfahren rechtfertigen, nach der Rechtsprechung dann nicht mehr vor,
wenn die Steuerbehörde ihre Untersuchungspflicht im ordentlichen
Veranlagungsverfahren verletzt hat. Die Praxis nimmt eine Pflicht der
Veranlagungsbehörde, ergänzende Abklärungen schon im ordentlichen
Veranlagungsverfahren vorzunehmen, üblicherweise dann an, wenn die
Steuererklärung Fehler enthält, die klar ersichtlich bzw. offensichtlich sind. Es braucht
also eine in die Augen springende Falschdeklaration seitens der Pflichtigen, welche die
Behörde bei gehöriger Sorgfalt schon im ordentlichen Veranlagungsverfahren zu
zusätzlichen Abklärungen hätte veranlassen müssen. Dagegen wird die behördliche
Untersuchungspflicht solange nicht verletzt, wenn eine Unstimmigkeit aus den
Angaben des Pflichtigen in der Steuererklärung nicht ohne weiteres ersichtlich ist oder
wenn die Behörde wohl hätte Verdacht schöpfen können, ohne dass das aber
zwingend gewesen wäre (vgl. VerwGE B 2013/264; B 2013/265 vom 24. März 2015 E.
2.1 mit Hinweisen auf BGer 2C_807/2011 vom 9. Juli 2012 E. 2.6.1 ff. und Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009 [neu: 3. Aufl. 2016], Art.
151 N 3 und 19, in: GVP 2015 Nr. 36, VerwGE B 2006/197 vom 15. März 2007 E. 2.3,
in: SGE 2007 Nr. 5, und Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O.).
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3.2. Nicht umstritten ist im konkreten Fall, dass eine rechtskräftige Veranlagung für das
Jahr 2008 vorliegt und die konkrete Berechnung der Nachsteuer für das Jahr 2008,
soweit eine solche erhoben werden durfte, korrekt erfolgte. Zudem stellen die
Beschwerdeführer die Folgerung der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid nicht in
Frage, dass sich der tatsächliche Sitz der X. im Steuerjahr 2008 wegen des Bestehens
des Unvermietverhältnisses mit der Q. nicht in W. SZ, sondern in M. befand (vgl. für die
Steuerperioden 2009 und 2010 Rekursentscheid der Vorinstanz vom 27. August 2013
E. 4c, act. 7/9/I/21, S. 7 ff.) und aus der anlässlich der ordentlichen Veranlagung 2008
vorgenommenen interkantonalen Steuerausscheidung deswegen eine
Unterbesteuerung resultierte (vgl. zur interkantonalen Steuerausscheidung in Bezug auf
eine Einzelfirma VerwGE B 2015/146; B 2015/147 vom 26. April 2017 E. 2.1 f. mit
Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Im Rahmen der in der Beschwerdeschrift
vorgetragenen Kritik (act. 1, S. 4-12, lit. B/II/4 ff.) zu untersuchen bleibt, ob das
Bestehen eines Untermietverhältnisses mit der Q. im ordentlichen
Veranlagungsverfahren 2008 erkennbar war, resp. ob dies eine neue Tatsache darstellt,
welche Voraussetzung für ein Nachsteuerverfahren ist: Die Parteien gehen darin einig,
dass der zuständige Steuerkommissär die von den Beschwerdeführern im
Zusammenhang mit der Veranlagung 2008 am 18. Januar 2010 nachträglich
eingereichten Kontoblätter 2007/2008 der X., insbesondere das Mietkonto 6000
(Aufwandkonto), prüfte und ihm der Mietzins von CHF 640 für das Büro in W. SZ (ohne
Parkplatz) bekannt war. Auch ist unbestritten, dass ihm für allfällige weitere
Abklärungen die eingereichten zwei Ordner mit Buchungsbelegen der X. sowie der
Vertrag für geschäftlich belastete Miete zur Verfügung standen (act. 7/9/II/11-14). Bei
der Prüfung des Mietkontos 6000 musste der Steuerkommissär zunächst mit Blick auf
das Bruttoprinzip bzw. das Verrechnungs- und Saldierungsverbot in der
Rechnungslegung (vgl. Art. 958c Abs. 1 Ziff. 7 und Art. 960 Abs. 1 des Bundesgesetzes
betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, Fünfter Teil:
Obligationenrecht; SR 220, OR, und Boemle/Lutz, Der Jahresabschluss, 5. Aufl. 2008,
S. 124) nicht davon ausgehen, dass es sich bei den Eingängen (Haben) um Mietzinse
(Untermiete) handelt. Diese hätten via ein Ertragskonto verbucht werden müssen.
Sodann ist nicht nachvollziehbar, wieso im Mietkonto 6000 der Buchungstext für
sämtliche im Zusammenhang mit dem Büro an der S.-strasse 01, 0000 W., stehenden
Buchungen mit der Abkürzung „G.“, welche den Namen des Vermieters des Büros, des
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Einzelunternehmens G. G.-Consulting, bezeichnet (act. 7/1, S. 10 f. lit. B/II/2/2/7,
www.zefix.ch, sz.chregister.ch), und dem jeweiligen Monat vermerkt war, obschon die
Untermietzinsen gemäss den Gutschriftsanzeigen vom 8. November 2008 und
6. Dezember 2006 (act. 7/9/I/5/6) von der Q. bezahlt wurden. Wie die Vorinstanz in
Erwägung 2c des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 6) zutreffend ausgeführt hat und
die Beschwerdeführer ausdrücklich anerkennen (act. 1, S. 6 f. lit. B/II/9 f.), war für den
Steuerkommissär vor diesem Hintergrund trotz der drei Gutschriften am
23. Oktober 2008 (CHF 640), 3. November 2008 und 1. Dezember 2008 (je CHF 320)
ein Untermietverhältnis nicht klar ersichtlich. Hinsichtlich der Buchung vom
23. Oktober 2008 anerkennen die Beschwerdeführer, dass diese inhaltlich als
Stornobuchung angesehen werden konnte, selbst wenn sie nicht als solche bezeichnet
wurde. Diesbezüglich bestand für den Steuerkommissär kein Anlass, im Steuerdossier
nach ergänzenden Unterlagen zu suchen. In Bezug auf die Habenbuchungen vom
3. November 2008 und 1. Dezember 2012 hätte der Steuerkommissär allenfalls
Verdacht schöpfen und die Eintragungen im Konto 1020 UBS, Kontokorrent (S. 3), das
Bankkonto sowie den Sammelbeleg 120 konsultieren können (vgl. die
Gutschriftsanzeigen vom 8. November 2008 und 6. Dezember 2006, act. 7/9/I/5/6).
Zwingend war dies aber nicht. Im Weiteren bestätigten die Beschwerdeführer am
18./19. April 2015 schriftlich, die Frage des Steuerkommissärs anlässlich des
Augenscheins vom 19. April 2010, ob ihnen die Büroräume im Mehrfamilienhaus an der
S.-strasse 01 in 0000 W. ausschliesslich und uneingeschränkt zur Verfügung standen,
bejaht zu haben, sofern der Steuerkommissär diese Frage gestellt habe (act. 7/5,
act. 7/9/II/7). Auch aus diesem Grund bestand für den Steuerkommissär kein Anlass,
zusätzliche Abklärungen im ordentlichen Veranlagungsverfahren vorzunehmen, selbst
wenn ihm als Mitarbeiter der Hauptabteilung natürliche Personen des
Beschwerdegegners (vgl. StB lit. C) die Domiziladresse der Q. über die sedex-Plattform
(seit Mitte November 2009, www.sedex.ch) oder den zentralen Firmenindex (Zefix)
hätte bekannt sein müssen. Daran ändert nichts, dass ihm der Beschwerdeführer 2
diese Frage nicht nur als Inhaber der X., sondern auch als Gesellschafter der Q.
beantwortet haben will. Nicht der Beschwerdeführer 2, sondern die Gesellschafterin
C.Y. war gemäss Handelsregister Geschäftsführerin der Q. (www.zefix.ch,
sz.chregister.ch). Dementsprechend bezweckte der Augenschein lediglich, den
Geschäftsort der X. und nicht denjenigen der Q. zu ermitteln. Unter diesen Umständen
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ist davon auszugehen, dass dem Steuerkommissär der Untermietvertrag mit der Q. bei
der Veranlagung für das Jahr 2008 nicht bekannt gewesen war. Folglich konnte die
Untervermietung des Büros in W. SZ an die Q. erst im Veranlagungsverfahren für die
Steuerperioden 2009 und 2010 bekannt geworden sein (Eingang Steuererklärung 2009
am 2. September 2010 nach Rechtskraft des Einspracheentscheids für die Staats- und
Gemeindesteuern 2008 vom 23. April 2010, act. 7/9/II/1 f., act. 7/9/III/2, vgl.
insbesondere Einsprache vom 3. Mai 2012, act. 7/9/III/14, S. S. 2 Ziff. II/Ii). Die im
ordentlichen Veranlagungsverfahren 2008 nicht bekannte Untermiete durch die Q. stellt
demnach eine neue Tatsache im Sinne von Art. 199 Abs. 1 StG dar. Nach dem
Gesagten hat die Vorinstanz in Erwägung 2d des angefochtenen Entscheids (act. 2, S.
7) zu Recht angenommen, dass der Beschwerdegegner eine Nachsteuer samt Zins
erheben durfte. Die Beschwerde ist abzuweisen.
4. (...).