Decision ID: 2e69ed41-7433-5293-b96a-8c53abab90ed
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren
1955
,
zuletzt seit 23. April 2008
auf Abruf
als Betrieb
s
mitarbeiterin im Service bei der
Y._
tätig
(
Urk.
7/11
Ziff.
2.1 und
Ziff.
2.7), meldete sich
u
nter Hinweis auf eine
seit 2007 bestehende
reduzierte Belastbarkeit
am
30. Mai 2011
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/10
Ziff.
6.2-3
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische
(
Urk.
7/16,
Urk.
7/18,
Urk.
7/21)
und erwerbliche
(
Urk.
7/8,
Urk.
7/11)
Situation ab und veranlasste beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) ein psychiatrisches Gutachten, wel
ches am 24. Januar 2013 e
rstattet (
Urk.
7/25) und
beim
Z._
ein neuropsychologisches Gutachten, welches am
9. Juli 2013 erstattet wurde (
Urk.
7/29). Sodann veranlasste sie Abklärungen
der beeinträchtigten Ar
beitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (
Urk.
7/33).
Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(
Urk.
7/36
,
Urk.
7/37,
Urk.
7/40,
Urk.
7/42) verneinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 20. März 2014 (
Urk.
7/44 =
Urk.
2)
einen Anspruch der Versicherten auf Leist
ungen der Invalidenversi
cherung
.
2.
Die Versicherte erhob gegen die Verfügung vom 20. März 2014 (
Urk.
2) am
9. April 2014 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte
, es
seien
ihr
Leistungen der In
validenversicherung zu gewähren. Eventuell sei zum Gesundheitszustand und zur Arbeits
- und Erwerbsfähigkeit ein unabhängiges medizinisches Gutachten erstellen zu lassen (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 20. Mai 2014 (
Urk.
6) beantragte die
Beschwer
-
degeg
nerin
die Abweisung der Beschwerde, was der Bes
chwerdeführe
rin am
3. Juni 2014
zur Kenntnis gebracht wurde
(
Urk.
8)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversi
cherung;
IVG)
).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, dass bei der Beschwerdeführerin keine Invalidität vorliege. Es bestünden keine psychiatri
schen Diagnosen, welche die Arbeitsfähigkeit dauernd einschränkten
.
Auch die Beinschmerzen seien fachärztlich beurteilt worden
und
die diskrete
Hirnleis
tungsstörung
löse keinen Leistungsanspruch aus. Es sei der Beschwerdeführerin trotz der diskreten Leistungsschwäche zumutbar, im Rahmen ihres Pensums von 60
%
die Arbeitsfähigkeit von 80 bis 100
%
auf dem Wege
der
Selbsteingliede
rung
umzusetzen. Es bestehe daher auch kein Anspruch auf berufliche Mass
nahmen (S. 1 f.).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwe
rde (
Urk.
1) geltend, sie leide
an einem
psychischen
Gesundheitsschaden mit erheblichen Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit
. Nicht in Abrede gestellt werde
, dass
sie bei guter Gesundheit aus finanziellen Gründen zu etwa 60
%
erwerbstätig sein müsste. Auch die im Haushalt ermittelte Einschränkung werde akzeptiert
(S. 3 f.
Ziff.
6-10
).
Bei ihr liege gemäss behandelndem Psychiater das Problem der Dis
simulation vor, was bedeute, dass sie ihre psychischen Beeinträchtigungen un
tertreibe, was dem RAD-Psychiater entgangen se
i (S. 4 f.
Ziff.
11
-13, S. 5 f.
Ziff.
16). Des Weiteren seien ihre chronischen Beinschmerzen nicht abgeklärt worden (S. 5
Ziff.
14-15
, S. 6
Ziff.
17-18
).
3.
3.1
Hausarzt
Dr.
med.
A._
nannte in seinem Bericht vom 24. Februar 2012 (
Urk.
7/16) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Persönlichkeitsstörung, wobei die genaue psychiatrische Diagnose bei
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und für Psychotherapie
,
nach
zufragen sei. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine Hypothyreose (
Ziff.
1.1).
Dr.
A._
führte aus, d
ie Beschwerdeführerin sei seit
dem 1
2.
April 2011 bei ihm in Behandlung (
Ziff.
1.2).
Im Jahr 2010 habe sie bei etlichen Problemen die Schweiz Richtung
C._
ver
lassen und sei dort ohne Geld und in einem psychisch schlechten Zustand auf
gegriffen worden. Sie leide an einer Persönlichkeitsst
örung mit
Überforde
rungstendenz
und
Mangel an Realitätseinschätzung und es bestehe die Gefahr, dass sie ausgenützt werde. Sie sei seiner Meinung nach schutzbedürftig betref
fend ihre Handlungen (
Ziff.
1.4). Seit Sommer 2010 bestehe in der zuletzt aus
geübten Tätigkeit als Servierfachfrau eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
, wobei sie aktuell gelegentlich etwa zu 20
%
als Servicepersonal arbeite (
Ziff.
1.6).
3.2
Dr.
B._
(vgl. vorstehend E. 3.1)
nannte in seinem Bericht vom 30. März 2012 (
Urk.
7/18) als Diagnose mit Au
s
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit abhängigen und
schizotypischen
Antei
len (ICD-10 F61.0), welche ihm seit dem 8. Dezember 2011 bekannt sei, anam
nestisch aber schon seit Jahren bestehe (
Ziff.
1.1). Die Beschwerdeführerin sei seit dem 8. Dezember 2011 bei ihm in Behandlung und die letzte Kontrolle sei am 16. März 2012 erfolgt (
Ziff.
1.2).
In der zuletzt ausgeführten unregelmässigen Tätigkeit als
Servicemitarbeite
rin
/Aushilfe
bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von
etwa 80 bis 100
%
. Die Be
schwerdeführerin habe ein
eingeschränktes Urteilsvermögen, eine einge
schränkte Aufmerksamkeit und Konzentration und eine Störung im inhaltlichen und formalen Denken, sowie eine Einschränkung im Affekt. Sie leide an einer schwer verminderte
n
Durchhaltefähigkeit, einer schwer verminderten Anpas
sungsfähigkeit, einer schwer verminderten Fähigkeit zur Planung und Struktu
rierung von Aufgaben, einer schwer verminderten Flexibilität und
Umstellfä
higkeit
sowie einer verminderten Entscheidungsfähigkeit und einer verminder
ten Selbstbehauptungsfähigkeit. Für die aktuelle Tätigkeit als Aushilfe auf Abruf bestehe eine Leistungsfähigkeit von 20
%
, für eine normale geplante konstante Tätigkeit bestehe keine Leistungsfähigkeit. Es sei keine behinderungsangepasst
e
Tätigkeit denkbar. Die aktuelle Tätigkeit sei
bereits eine behinderungsangep
asste (
Ziff.
1.6-7).
Dr.
B._
führte aus, die Beschwerdeführerin habe
vorübergehende quasi
-psychotische Episoden mit Illusionen und wahnähnlichen Inhalten erlebt. So sei sie im Jahr 2001 in
D._
in den Ferien gewesen und habe einen Einheimi
schen kennengelernt.
Dieser habe einen Zwillingsbruder gehabt, so dass sie ei
gentlich nie gewusst
habe, mit wem sie
zusammen gewesen sei. Das Ganze sei ihr nicht real und wie im Film vorgekommen. Sie sei verwir
r
t und von der Situ
ation übe
rfordert gewesen und habe sich
zu Handlungen drängen lassen, die sie nicht gewollt habe.
Er habe sich dann bei ihr in der Schweiz wieder gemeldet und sie gedrängt, die Beziehung weiterzuführen, damit er in der Schweiz blei
ben könne. Sie habe nachgegeben und ihn 2001 geheiratet. Die Ehe sei kon
fliktreich gewesen
,
und der Mann habe
viele Aussenbeziehungen gehabt, wo
raufhin sich
die Beschwerdeführerin 2009
habe
scheiden lassen.
Etwa ab November 2010 habe sie sich bei der Arbeit massiv gewehrt, dass es weitergehe, sei aber völlig überfordert gewesen durchzuhalten und habe dann gedacht, dass es mit ihrem Leben fertig sei, nach all den vielen Stellen, die sie habe aufgeben müssen. Sie sei dann immer mehr in einen „wahnähnlichen“ Zustand gekommen, in dem sie sich überlegt habe, wie sie sich umbringen könn
t
e. So wollte sie dies nicht in der Schweiz und ohne Gefährdung anderer tun. Am 10. Februar 2011 sei sie mit einem Billigangebot nach
E._
in die
C._
gereist, weil sie in einem Prospekt hohe Häuser gesehen habe, wo sie sich hätte
hin
unterstürzen können. In der
C._
im Hotel habe sie viele, auch sehr freundliche Menschen getroffen, was sie aber nicht daran gehindert habe, sich immer nach Möglichkeiten für den Suizid umzusehen. Sie sei dann nach länge
rem Auswählen von Häusern auf dem Dach eine
s
Hochhauses gestanden, aber zunächst nicht gesprungen, weil unten Menschen gestanden seien. Schlussend
lich sei sie vom Hausmeister von ihrem Vorhaben abgebracht worden. Dieser habe die
F._
ische
Polizei gerufen und nach Vermittlung der Schweizer Bot
schaft (Geldvorschuss) sei sie wieder in die Schweiz gekommen.
Im Jahr 1992 habe sie einen weiteren bewusstseinsveränderten Zustand nach einem Reitunfall erlitten. Sie sei von einem
Steigbügel am Kopf getroffen wor
den und bewusstlos gewesen. Organisch hätten die Ärzte auf dem Rönt
genbild nichts gefunden, sie sei
aber danach für län
gere Zeit desorientiert gewesen und
habe Menschen nicht mehr erkannt
.
Dr.
B._
führte aus, bis zum Berichtszeitpunkt habe er zweimal ziemlich direktiv vorgehen müssen, um die Beschwerdeführerin vor Schaden zu bewah
ren. So habe sie zur Zahnsanierung geplant, ein
unrealistisches,
möglicherweise kriminelle
s
Angebot im südlichen Balkan wahrzunehmen und dorthin zu flie
gen. Weiter habe die Beschwerdeführerin einen Hilfsarbeiter bei sich einquar
tiert und nicht realisiert, dass sie viel zu wenig Miete verlangt
habe
und emp
findliche Einbussen der Sozialhilfe gehabt hätte. Dies habe jedoch geregelt wer
den können.
Zu Beginn der Behandlung sei die Beschwerdeführerin ausgesprochen offen und sehr zugewandt gewesen und habe sehr viel von sehr persönlichen Dingen er
zählt. In ihren Schilderungen habe sie deutlich
parathym
gewirkt und habe auch viele eigentümliche Formulierungen und Begrifflichkeiten gebraucht. Zudem seien überwertige, magisch anmutende Ideen hinsichtlich eigener Kräfte zur heilenden Beeinflussung von jungen Menschen vorhanden.
Die Beschwerde
führerin wirke völlig überfordert, habe einen geringen Reizschutz und geringe Abgrenzungsmöglichkeiten. Es hätten deutliche Schwierigkeiten bestanden, un
wichtige von wichtigen Informationen zu filtern. Insgesamt bestehe eine Stö
rung der Persönlichkeitsstruktur auf gering integriertem Niveau, vor allem hin
sichtlich Realitätskontrolle und Urteilsbildung und Beziehungsfähigkeit und Kontaktgestaltung, was schädigende Situationen mit sich bringe.
Dr.
B._
führte ferner aus, bezüglich der Arbeitsfähigkeit sei die Prognose aufgrund des bisherigen Verlaufes schlecht (
Ziff.
1.4). Es finde eine integrierte psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung mit Konsultationen zu Beginn wöchentlich, aktuell alle zwei bis drei Wochen statt. Die Einleitung von vor
mundschaftlichen Massnah
men
sei anzustreben (
Ziff.
1.5).
In seinem Bericht vom 10. Oktober 2012 (
Urk.
7/21) führte
Dr.
B._
aus, seit seinem Bericht vom März 2012 habe sich der Zustand der Beschwerde
führerin leicht gebessert. Sie sei aber nach wie vor teils völlig überfordert mit geringem Reizschutz und Abgrenzungsmöglichkeiten.
Weiterhin bestehe die deutliche Schwierigkeit, unwichtige von wichtigen Informationen zu filtern. Die Urteilsbildung und Realitätskontrolle seien teils eingeschränkt. So habe sie sich zum Beispiel für eine Stelle in der Jugendarbeit beworben, obwohl in der
Stel
lenausschreibung
explizit ein Fachhochschulabschluss verlangt worden sei. Von
ihrer Begründung, sie habe einfach einen guten Kontakt zu Jugendlichen und sei deshalb dafür geeignet, habe sie sich in ihrer freundlich bestimmten Art kaum abbringen lassen. In dieser Art bestünden aber auch in anderen Bereichen fixierte wahnhafte Überzeugungen, was die Gespräche in der psychiatrischen Behandlung oft sehr erschwere. Im Vergleich zum Bericht vom März 2012 be
stehe keine Veränderung. Diagnostisch sei der Befund weiterhin schwierig zu verwerten, er entspreche aber am ehesten einer kombinierten
Persönlichkeits
störung
, obwohl auch gegenwärtig immer wieder eine Symptomatik einer F2 Störung auftauche (
Ziff.
1.4).
3.3
Med.
pract
.
G._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psych
othera
pie, RAD, erstattete am 24
. Januar 2013 sein Gutachten (
Urk.
7/25). Er konnte keine psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit nach ICD-10 nennen
(S. 5
Ziff.
9). Med.
pract
.
G._
führte aus, es lägen
keine psychiatrischen Diagnosen
vor
, wodurch krankheitsbedingte funkti
onelle Einschränkungen gegeben
seien
. Die Beschwerdeführerin wolle gerne ar
beiten. Eine Arbeitsfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit von 70
%
sei nach einem Arbeitstraining innerhalb eines halben Jahres erreichbar. Da
nach sei eine vorsichtige Steigerung möglich (S. 5
Ziff.
10). Eine Hypothyreose, welche die Arbeitsfähigkeit
einschränken
könnte sowie die Einstellung dieser
,
werde noch im Labor abgeklärt (S. 6
Ziff.
11).
Die Beschwerdeführerin habe i
m Herbst 2011 suizidale Ideationen und Pläne gehabt und von einem Hochhaus springen wollen. Sie sei dafür in die
C._
geflogen und habe dort nach Möglichkeiten für ein solches Vorhaben gesucht. Sie sei aber vom Hausmeister und anderen Personen zurückgehalten und nach
folgend i
n der Schweiz behandelt worden (S. 2
Ziff.
5). Med.
pract
.
G._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei während der gesamten
Untersuchungs
situation
freundlich und zugewandt gewesen. Eine Erschöpfung während der Untersuchungssituation sei nicht festgestellt worden. Es sei eine übergenaue Persönlichkeit wahrgenommen worden, ohne dass die Beschwerdeführerin dabei zwanghaft sei. Es seien weder formale noch inhaltliche Denkstörungen wahrge
nommen worden. Die Aufmerksamkeit, Konzentration und
das Gedächtnis seien ungestört, e
benfalls das Kurzzeitgedächtnis. Auch bestünden keine
Wahrneh
mungsstörungen
. Die Beschwerdeführerin sei affektiv schwingungsfähig bei
normophorer
Stimmungslage. Der Antrieb sei nicht vermindert und die Psychomotorik und Sprache regelrecht. Bezogen auf die
schnelle
Erschöpfung und Beschreibung
der suizidalen Ideationen 2011
sei die Einsicht heute mit Ab
stand gegeben. Es bes
t
ünden
keine
Anhedonie
, kein Morgentief, keine Halluzi
nationen oder
stimmungskongruete
Wahne, die eine Stimmungsstörung aus
wiesen.
Möglicherweise sei die schnelle Erschöpfbarkeit im Zusammenhang mit dem Perfektionismus zu sehen
(S. 3 ff.
Ziff.
8).
Ergänzend führte med.
pract
.
G._
in seiner Stellungnahme vom 4. Feb
ruar 2013 (
Urk.
7/34/4) aus, eine Persönlichkeitsstörung beginne viel früher. Die Beschwerdeführerin gehe mit ihren Ex-Beziehungen nicht abhängig um und
schizotypische
Symptome seien derzeit nicht mehr nachvollziehbar anwesend gewesen, was der Diagnose einer Persönlichkeitsstörung widerspreche.
Ab De
zember 2011 habe bis auf weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bestan
den. Ab Zeitpunkt der Untersuchung vom 15. Januar 2013 sei eine Arbeitsfä
higkeit von 70
%
gegeben,
dies
nach einem Arbeitsbelastungstraining. Die Ver
sicherte sei motiviert für weitere Arbeit, womit sich allfällige Auflagen erübri
gen würden. Die Laborbefunde hätten keinen weiteren Befund von somatischem Krankheitswert ergeben.
3.4
Am 9. Juli 2013 erstatteten die
Fachpersonen
des
Z._
ihr neuropsychologisches Gutachten (
Urk.
7/29)
. Sie nannten als Diagnose eine leichte kognitive Störung mit im Vordergrund liegender kognitiver Verlangsamung, reduzierter Arbeitsgedächtniskapazität und Leseschwierigkeiten, möglicherweise
entwicklungsbe
dingt
schon vorbestehend (S. 6
Ziff.
1). Aus rein neuropsychologi
scher Sicht und gestützt auf die
kognitiven Leistungen, welche von der Beschwerdeführerin erbracht worden seien, schätzten sie die maximale Leistungsfähigkeit auf 80
%
bei einer 100%igen Präsenzzeit ein.
Zu bedenken sei, dass die Arbeitsfähigkeit aufgrund der chronisch-episodischen Beinschmerzen w
eiter herabgesetzt sein dürfte
(S. 6
Ziff.
2).
Die kognitive Verlangsamung wirke sich auf
alle
Tätigkeit
en
, auch
auf
einfache, repetitive und manuelle Arbeiten ne
gativ aus, so dass
betreffend einer
ange
passten Tätigkeit die gleiche Einschätzung gelte (S. 6
Ziff.
3).
Die Beschwerdeführerin habe berichtet, sich in den Denkfunktionen gesund zu fühlen und keinerlei kognitive Einschränkungen zu haben. Ihr Hauptproblem seien die Schmerzen im linken Bein sowie neuerdings auch die Knieschmerzen (
Meniskus). Die Beinschmerzen hätten vor etwa zehn Jahren im Jahre 2002 be
gonnen, als sie noch selbständig ein k
leines Restaurant geführt habe. N
ach Phasen längeren Stehens
habe
eine Art Hitzegefühl im Bein begonnen, welches sich dann sukzessive zu blitzartigen und stechenden Schmerzen ausgeweitet habe. Sie sei daraufhin in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt gewesen und habe nicht mehr schnell gehen können, was bei einer Servicetätigkeit ein grosser Nachteil sei. Manchmal habe sie dermassen
starke Schmerzen geha
bt, dass sie nicht mehr habe arbeiten können
(S. 3 oben)
. Die Schmerzen seien auch nachts
aufgetreten und manchmal dermassen stark und einschiessend gewesen, dass sie das Gefühl gehabt habe, sie müsse das Bein amputieren lassen.
Über die Jahre hinweg hätten die Schmerzen schliesslich zu einer kompletten Überforderung im Job geführt, so dass sie zunächst ihr eigenes Restaurant habe aufgeben müssen und später überhaupt nicht mehr im Service habe arbeiten können. Sie habe vermehrt schlechtbezahlte Stellen annehmen müssen, um fi
nanziell über die Runden zu kommen.
Sie habe leicht
e
primitive Arbeiten ver
richtet, die überhaupt nicht ihrem Ausgangsniveau entsprochen hätten. Dadurch habe ihr Selbstwert stark gelitten und im Jahre 2011 habe sie sich dermassen überfordert von der ganzen Situation gefühlt, dass sie sich das Leben habe nehmen wollen
. Es gebe jedoch auch
monatelange Phasen, in welchen sie keine Schmerzen verspüre. Die Beschwerdeführerin habe weiter berichtet, dass sie oft müde sei, obwohl sie durchschnittlich zehn Stunden pro Nacht schlafe.
Sie
sehe das aktuelle Arbeitspensum von 20 bis 40
%
beim
Y._
-Aushilfepool als optimal an. Sie müsse selten den g
anzen Tag arbeiten und könne aufgrund der Flexibilität der jüngeren Mitarbeiter je nach Schmerzen und Müdigkeit auch früher mit der Arbeit aufhören, wenn es nicht mehr ginge (S. 3 Mitte).
Die Fachpersonen
führten abschliessend aus, dass noch einmal zu betonen sei, dass eine allfällige (zusätzliche) Arbeitsunfähigkeit primär durch die chronisch-episodischen Beinschmerzen bedingt sein dürft
e,
kongruent zu den anamnesti
schen Angaben der Beschwerdeführerin. Empfohlen werde deshalb ausdrücklich, eine medizinische Expertise diesbezüglich durchzuführen (S. 6
Ziff.
8).
3.5
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für A
llgemeine Innere Medizin, für Rheu
matologie und für Hämatologie, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom 3
0.
August 2013 (
Urk.
7/34/5) aus, die Beschwerdeführerin habe geäussert, seit 2002 an Beinschmerzen zu leiden. Diese hätten dazu geführt, dass sie ihr eige
nes Restaurant habe aufgeben müssen. Es habe aber auch monatelange Phasen ohne Schmerzen gegeben. Eine Ursache sei nicht gefunden worden. Während der gutachterlichen Untersuchung seien keine Schmerzen geäussert worden und die Gutachter des
Z._
hätten ausgeführt, dass sich eine Einschätzung der Be
schwerden ihrer Expertise entziehe.
Dr.
H._
führte aus, aus somatischer Sicht könne auf den Bericht des Haus
arztes
Dr.
A._
vom 2
4.
Februar 2012 (vgl. vorstehend E. 3.1) abgestellt wer
den, in welchem die Schmerzen nicht aufgeführt seien.
Dr.
A._
behandle die Beschwerdeführerin seit April 2011 und verweise hinsichtlich relevanter Diag
nosen und Befunde nicht auf allfällige Beinschmerzen. Würde es sich bei den langjährigen Beinschmerzen um einen Befund mit Relevanz für die Arbeitsfä
higkeit handeln, so wäre dieser dem Hausarzt bekannt. Die Beschwerdeführerin
habe die Beinschmerzen auch nicht auf der Anmeldung bei der Invalidenver
sicherung erwähnt. Damit sei zusammenfassend hinsichtlich der anamnestisch angegebenen Beinschmerzen kein relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen.
3.6
Dr.
B._
führte in seinem Bericht vom 3
1.
Januar 2014 (
Urk.
7/40) aus,
ab 1990 sei die Beschwerdeführerin nicht mehr in einem höheren Arbeitspensum länger angestellt gewesen. Die Selbständigkeit mit dem Führen von zwei Res
taurants sei gescheitert.
Ihre Stelle beim
Y._
habe sie nur dank eines sehr verständnisvollen zuvorkommenden Vorgesetzten halten können. Seit der
Be
handlungsaufnahme
bei ihm habe die Beschwerdeführerin alle begonnenen Stellen im Gastronomiebereich nach Konflikten mit den Arbeitgebern aufgeben müssen. Hierbei habe sich nicht ein Perfektionismus oder übergenaue
Persön
lichkeitszüge
, sondern ein stark unflexibles und unangepasstes Verhalten ge
zeigt, so dass es zu Streit, Unversöhnlichkeiten und schliesslich zur Beendigung des Arb
eitsverhältnisses gekommen sei. A
ufgrund des Hanges der Beschwerde
führerin zur Dissimulation und
dazu,
oberflächlich fröhlich zu bleiben und das Negative und Konflikthafte auszublenden
, sei dies erst nach hartnäckigem Nachfragen zum Vorschein gekommen
(S. 2 Mitte)
. Auch in den ärztlichen Be
handlungen sei es aufgrund des starren Festhaltens an besonderen Wahrneh
mungen und Interpretation von Dingen und Ereignissen wiederholt zu Ausei
nandersetzungen gekommen, die aber im therapeutischen Rahmen gut hätten aufgefangen werden können.
Eine Beistandschaft habe die Beschwerdeführerin leider stets abgelehnt. Die Krankheitseinsicht sei lange Zeit überhaupt nicht ge
geben gewesen. Diagnostisch halte er an seiner bisherigen Einschätzung fest
(S. 2 unten). Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit liege gegenwärtig bei 30
%
(S. 3).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Verfügung
(
Urk.
2)
auf die psychiatrische Einschätzung von med.
pract
.
G._
(vorstehend E. 3.3)
, welcher
keine psy
chiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
feststellen konnte
,
und auf das neuropsychologische Gutachten des
Z._
(vorstehend E. 3.4)
. Weiter führte die Beschwerdegegnerin aus, auch die Beinschmerzen seien fachärztlich beurteilt w
orden
,
und erachtete i
m Ergebnis die Beschwerdeführerin trotz dis
kreter Hirnleistungsstörung
als
im Rahmen
von 100
%
zu
80
%
leistungsfähig.
4.2
Betreffend die Beinbeschwerden ist vorab festzuhalten, dass den Ausführungen von
Dr.
H._
(vorstehend E. 3.5) nicht gefolgt werden kann. Alleine der Um
stand, dass
der
Hausarzt
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.1) im Februar 2012 die Beinbeschwerden nicht erwähnte,
bedeutet in keiner Weise
, dass
diese
nicht
vorhanden sind
,
und
dieses Nichterwähnen kann auch
nicht
mit
einer fachärzt
liche
n Abklärung gleichgesetzt werden
.
So
war die Beschwerdefü
hrerin erst seit April 2011 bei
Dr.
A._
in Behandlung, demnach
ab
einem Zeitpunkt, wo
eine
psychische Problematik schon im Vordergrund stand und die Beschwerdefüh
rerin nur noch in sehr reduziertem Umfang arbeitstätig war.
Wie sie anlässlich der neuropsychologischen Abklärung am
Z._
ausführte, sei
nur
dieses redu
zierte Pensum für sie
mit den Beinbeschwerden
zu bewältigen.
Dr.
A._
betrachtete die Beschwerdeführerin als schutzbedürftig
und
wies auf das Ereignis in der
C._
hin, welches detailliert im Bericht des behandelnden Psychiaters
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.2) wiedergegeben wurde.
In der Anamnese führte
Dr.
B._
weitere quasi-psychotische Episoden auf und diagnostizierte eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit abhängigen und
schizotypischen
Anteilen (ICD-10 F61.0).
Auch
er
befürwortete die Einleitung von vormundschaftlichen Massnahmen
und erachtete generell nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 20
%
respektive 30
%
(vorstehend E. 3.6)
in angepasster Tätigkeit
für gegeben. Bei
einer solchen
Arbeitsunfähigkeit lässt sich
jedoch
die Therapiefrequenz, wonach nur alle drei bis vier Wochen Konsultationen statt
finden, nicht nachvollziehen.
Die von
Dr.
B._
beschriebene e
ingeschränkte Aufmerksamkeit,
Konzentra
tion und Störung des inhaltlichen und formalen Denkens sowie
die Einschränkung im Affekt und
die schwer vermin
derte Durchhaltefähigkeit wur
de
n
sodann weder im psychiatrischen Gutachten von med.
pract
.
G._
noch im neuropsychiatrischen Gutachten des
Z._
bestätig
t
, wo lediglich von einer leichten
kognitive
n
Störung mit im Vordergrund liegender kognitiver Verlangsamung
die Rede war.
Med.
pract
.
G._
konnte
im Gegensatz zum behandelnden Psychiater keine
psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit stellen.
Nicht nachvollziehbar ist indes, weshalb, wenn keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegt, nur eine reduzierte Arbeitsfä
higkeit von 70
%
, und das erst nach erfolgtem Arbeitsbelastungstraining
von einem halben
Jahr
, gegeben sein soll.
Eine wirklich detaillierte Auseinandersetzung mit der Anamnese und den im Bericht von
Dr.
B._
geschilderten
,
doch
eher
auffälligen Vorkommnissen
fand
nicht statt.
D
ass die Beschwerdeführerin
extra in die
C._
gereist war,
weil dort gemäss ihren Angaben die Hochhäuser für einen Suizid genügend hoch
sei
en, tat med.
pract
.
G._
damit ab, dass sich die Beschwerdeführe
rin zwischenzeitlich davon distanzieren könne.
Eine Auseinandersetzung mit
der von
Dr.
B._
beschriebenen Dissimulation und
Parathymie
fand nicht statt.
Auch verneinte med.
pract
.
G._
die von
Dr.
B._
diagnostizierten
abhängigen
Züge
der Persönlichkeitsstörung
damit, die Beschwerdeführerin gehe mit ihren Ex-Beziehungen nicht abhängig um, ohne dies genauer zu er
läutern.
Dass
zum Zeitpunkt der Untersuchung von med.
pract
.
G._
keine
schizotypische
n
Symptome
vorgelegen haben, ist in Anbetracht dessen, dass
Dr.
B._
von einer immer wieder auftretenden Symptomatik einer F2
-
Stö
rung
im Sinne eines
phasenweise
n
Verlauf
es
sprach
, durchaus möglich.
4.3
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Be
gehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
Von der Rückweisung der Sache an den Versicherungsträger zur Gewährung des rechtlichen Gehörs ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann ab
zusehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhörung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst
beförderlichen
Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (BGE 116 V 182 E. 3c und d; Urteil des Bundesgerichts I 30/00 vom 1
9.
April 2000 E. 3).
Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Beschwer
deinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im
Verwaltungs
verfahren
anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über
-
haupt für gut
achtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine
Administr
-
ativexpertise
in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die
be
-
treffende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der -
anschliessend
refor
mato
-
risch
entscheidenden - Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hinge
-
gen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist.
Ausserdem
bleibt es dem
kanto
-
nalen
Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurückzuweisen, wenn lediglich eine Klarstel
lung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B
GE 137 V 210
E. 4.4.1.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts
8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.4, publiziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S. 3)
.
4.4
A
ufgrund der Aktenlage lassen sich keine eindeutigen Schlüsse auf die Arbeits
-
fä
higkeit
der Beschwerdeführer
in
ziehen, zumal
zum einen
die
Frage der
Bein
-
beschwerden
vollständig ungeklärt blieb.
und zum anderen nur sich wi
dersprechende und jeweils nicht vollends nachvollziehbare Berichte hinsichtlich des psychischen Beschwerdebildes vorliegen. Somit erscheint der Sachverhalt als zu wenig abgeklärt. Es ist
demnach der Empfehlung der Fachpersonen
des
Z._
folgend eine fachärztliche Abklärung der Beinbeschwerden sowie eine er
neute
Abklärungen
betreffend den
psychischen Gesundheitszustand vorzuneh
men, um die
Arbeitsfähigkeit
zu bestimmen und
um hernac
h über den
Leis
tungsanspruch
der Beschwerdeführerin
neu zu befinden. Zu diesem Zweck ist die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die
Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen.
5.
5.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der
Schwie
-
rig
keit
des Prozesses beim massgebenden Stundenansatz von
Fr.
200.-- (zu
-
z
üglich
Mehrwertsteuer) auf
Fr.
2‘0
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehr
wert
-
steuer) festzulegen.
Unter diesen Umständen erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos.