Decision ID: 8fe46ad9-68c9-45dd-b655-7192d392cd5b
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
B._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Benno Lindegger, Marktgasse 20, 9000 St.
Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
Die 1956 geborene B._ war aufgrund ihres ALV-Taggeldbezuges bei der Suva
versichert, als sie am 25. November 2005 mit ihrem Personenwagen auf der Autobahn
in einen Verkehrsunfall verwickelt und dabei verletzt wurde (UV-act. 1, 13). Die
Versicherte war vom 25. bis 27. November 2005 im Spital Wetzikon hospitalisiert. Im
entsprechenden Austrittsbericht vom 28. November 2005 diagnostizierten die Ärzte
eine HWS-Distorsion und Kontusionen des cerviko-thorakalen Übergangs, des BWK
8/9 und der distalen LWS, eine Thoraxkontusion frontal basal beidseits, eine
Sternumkontusion und "formal Contusio cordis" sowie eine Latexallergie (Status nach
anaphylaktischem Schock) (UV-act. 9). Nachdem die Suva ihre Leistungspflicht
anerkannt hatte und weitere Behandlungen und Abklärungen durchgeführt worden
waren, eröffnete sie dem Rechtsvertreter der Versicherten mit Verfügung vom 3. Januar
2007, die jetzt noch geklagten Beschwerden seien organisch als Folge des erlittenen
Unfalls nicht mehr erklärbar. Für die weiter bestehende Arbeitsunfähigkeit und die
allfällige Behandlungsbedürftigkeit seien unfallfremde Faktoren wie z.B. die psychische
Verfassung der Versicherten verantwortlich. Eine Leistungspflicht für allfällige
psychische Beschwerden sei nicht gegeben, da diese zum Unfall nicht in einem
rechtserheblichen Zusammenhang stehen würden. Auch bestehe kein Anspruch auf
eine Rente oder eine Integritätsentschädigung. Die Leistungen würden per 3. Januar
2007 eingestellt (UV-act. 64). Eine vom Krankenversicherer der Versicherten gegen
diese Verfügung vorsorglich erhobene Einsprache wurde zurückgezogen (UV-act. 68,
69). Die vom Rechtsvertreter der Versicherten erhobene Einsprache (UV-act. 70) wies
die Suva mit Einspracheentscheid vom 2. Juli 2007 ab.
B.
B.a Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt lic. iur. Benno Lindegger, St. Gallen,
miit Eingabe vom 3. September 2007 Beschwerde mit den Anträgen, die Verfügung
vom 3. Januar 2007 und der Einspracheentscheid seien vollumfänglich aufzuheben.
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Der Versicherten seien ab 25. November 2005 auf der Basis einer Arbeitsunfähigkeit
von 100% Leistungen aus UVG auszurichten, insbesondere Heilungskosten,
Taggeldleistungen, eine IV-Rente mit Zusatzrenten sowie eine
Integritätsentschädigung. Zur Begründung legte der Rechtsvertreter unter anderem
dar, es sei nicht abschliessend dargetan, dass der Lastwagen nicht mit dem Fahrzeug
der Beschwerdeführerin kollidiert sei (Zweitkollision im Nachgang zum Heckaufprall).
Der Gesundheitszustand habe sich nach deren Austritt aus dem Spital Wetzikon
verschlechtert. Die Beschwerden im Gehörbereich seien eine Woche nach dem Unfall
aufgetreten. Die Hörprobleme würden eine organische Unfallfolge darstellen. Die
Hörprobleme seien fachärztlich zu diagnostizieren, und der Zusammenhang zu einem
HWS-Distorsionstrauma sei zu prüfen. Der Beschwerdeführerin sei die Durchführung
der technischen und biomechanischen Unfallanalyse von der Beschwerdegegnerin
nicht angezeigt worden. Diese habe damit das rechtliche Gehör verletzt. Die technische
und biomechanische Unfallanalyse seien weder im Grundsatz noch in Bezug auf die
konkreten Ergebnisse massgebend. Es seien zu deren Verifizierung neutrale Gutachten,
d.h. ein eigentliches unfallanalytisches und ein biomechanisches Gutachten,
einzuholen. Im weiteren seien die psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin
unfallkausal. Sie habe ein HWS-Distorsionstrauma bzw. ein Schädel-Hirntrauma erlitten
und weise das typische Beschwerdebild hiefür auf. Es seien zunächst die
medizinischen Untersuchungen zu vervollständigen, welche zweckmässigerweise in
einem interdiziplinären Gutachten unter Einbezug der Neuropsychologie vorgenommen
würden. Das Unfallereignis sei (wenigstens) als mittelschwer zu beurteilen, und die
erforderlichen unfallbezogenen Umstände zur Bejahung der Adäquanz lägen vor.
B.b In der Beschwerdeantwort vom 29. Oktober 2007 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen
Entscheids. Zur Begründung verwies sie auf die Ausführungen im angefochtenen
Entscheid und legte dar, alle nach dem Unfall vom 25. November 2005 erstellten
Röntgenbilder hätten kein unfallkausales organisches Substrat zu Tage gefördert. Die
Hörstörungen hätten nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine handfeste
unfallkausale Organschädigung zurückgeführt werden können. Die Beschwerdeführerin
habe sich diesbezüglich auch keinen weiteren Untersuchungen mehr unterzogen. Im
weiteren liege das typische Beschwerdebild eines Schleudertraumas mit einer Häufung
von Beschwerden nicht in rechtsgenüglicher Weise vor. Das aktenkundige
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Beschwerdebild sei mit einem medizinisch nicht fassbaren, syndromalen Zustand
vergleichbar. Nachdem die geklagten Beschwerden auf keinem unfallkausalen
organischen Substrat beruhen würden und auch kein typisches Beschwerdebild eines
Schleudertraumas vorliege, sei die Adäquanz nach den Regeln für psychische
Gesundheitsschäden zu prüfen. Der Unfall sei als leicht zu qualifizieren, womit die
Adäquanz zum vornherein zu verneinen sei. Dies gälte im Übrigen auch bei (falscher)
Annahme eines Schleudertraumas. Die adäquate Unfallkausalität würde selbst dann
fehlen, wenn die Kollision vom 25. November 2005 fälschlicherweise als
mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Fällen qualifiziert würde.
Nachdem die Adäquanz in jedem Fall fehle, könne die Frage der natürlichen
Unfallkausalität offen gelassen werden. Die Kritik an der biomechanischen
unfallanalytischen Beurteilung vermöge deren Stichhaltigkeit nicht zu trüben. Der
Vorwurf, die Suva habe bei der Einholung der biomechanischen und unfallanalytischen
Expertise das rechtliche Gehör verletzt, sei unzutreffend. Die Hörprobleme seien nicht
überwiegend wahrscheinlich organisch bedingt und hätten auf die Arbeitsfähigkeit
keinen Einfluss. Die Beschwerdegegnerin sei hiefür mangels Adäquanz nicht
leistungspflichtig.
B.c Mit Replik vom 7. März 2008 bestätigte der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin seine Anträge und Ausführungen.
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 17).

Erwägungen:
1.
1.1 Streitig ist, ob auch für die Zeit nach dem 3. Januar 2007 Folgen des Unfalls vom
25. November 2005 vorliegen. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen
Entscheid (Erwägungen 1, 2, 4, 5) die rechtlichen Voraussetzungen des Bestehens
eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen physischen und
psychischen Gesundheitsschädigungen (einschliesslich Schleudertrauma der
Halswirbelsäule und diesem äquivalenten Verletzungen) und einem Unfall sowie die
Beweisanforderungen grundsätzlich zutreffend dar. Zwischenzeitlich ergab sich nun
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allerdings eine Rechtsprechungs-Anpassung insofern, als das Bundesgericht unter
anderem den Katalog der bisherigen adäquanzrelevanten Kriterien bei
Schleudertrauma-Verletzungen (BGE 117 V 359 Erw. 6a, 369 Erw. 4b) wie folgt neu
umschrieb: Besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit
des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; fortgesetzt
spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden; ärztliche
Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger
Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz
ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 109 E. 10.3). Diese Präzisierung der
Rechtsprechung ist auch auf die hier streitige Angelegenheit anwendbar. Nicht
Gegenstand des angefochtenen Entscheids bildet der mit Beschwerde geltend
gemachte Anspruch auf Rente und Integritätsentschädigung. Diese Leistungsarten
können daher auch im vorliegenden Verfahren nicht geprüft werden, weshalb
diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.
1.2 Im Gutachten vom 4. Dezember 2001 bestätigte Dr. med. C._, Spezialärztin
FMH für innere Medizin, bei der Beschwerdeführerin die Diagnosen eines Asthma
bronchiale, einer Allergie auf Latex sowie einer einmonatlich auftretenden Migräne (IV-
act. 12). Dr. med. D._, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, bescheinigte am 22.
Dezember 2004 zuhanden der IV eine volle Arbeitsfähigkeit, wobei er eine laufende
psychiatrische Behandlung der Beschwerdeführerin erwähnte (IV-act. 73). Der
Psychiater Dr. med. E._ kam im Gutachten vom 8. November 2005 gestützt auf die
Akten der IV und eine Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 12. September 2005
zum Schluss, anamnestisch ergebe sich eine depressive Symptomatik in der ersten
Jahreshälfte 2004, die sich aber durch mehrere Belastungen erklären lasse. Der
psychopathologische Befund sei völlig unauffällig und gebe keinerlei Hinweise auf eine
depressive oder gar grenzwertige psychotische Symptomatik. Aus psychiatrischer
Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 92). Von dieser
gesundheitlichen und erwerblichen Situation vor dem Unfall ist nachstehend
auszugehen.
Dr. med. F._, Spezialarzt FMH für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, Hals- und
Gesichtschirugie, bescheinigte im Bericht vom 28. März 2006 unter anderem einen
deutlichen Hörverlust und einen Tinnitus bei der Beschwerdeführerin, welche
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angegeben habe, vor dem Unfall normal gehört zu haben. Die Asymmetrie und der
Hochtonschrägabfall spreche doch für eine Ursache durch eine Contusio labyrinthi bei
diesem Schädelhirntrauma (UV-act. 32). Am 4. April 2006 legte Dr. F._ dar, die Pa
tientin habe sich am 31. März 2006 notfallmässig gemeldet. Obwohl er sich in relativ
normaler Sprache mit der Patientin habe unterhalten können, habe sie im Hörtest nur
noch einen minimen Hörrest gezeigt. Dieser Befund könne nicht stimmen und es liege
eine Aggravation vor. Hinzu komme, dass die Patientin psychisch deutlich
mitgenommen sei (UV-act. 46). Am 10. April 2006 berichtete Dr. med. G._, Facharzt
für Allgemeine Medizin FMH, über den bisherigen Verlauf und die Therapien (UV-act.
44). Im Bericht vom 19. April 2006 kam Frau Dr. med. H._, Fachärztin für Neurologie
FMH, hinsichtlich der geklagten Sensibilitätsstörungen im Bereich von Armen und
Händen zum Schluss, nicht alle der sehr diffus geschilderten Symptome würden sich
auf die postulierte Irritation des Nervus ulnaris beziehen lassen, und die Patientin habe
einen ängstlichen und sich selbst beobachtenden Eindruck gemacht. Es sei gut
vorstellbar, dass psychische Faktoren einen nicht unerheblichen Einfluss auf die
Beschwerdeentwicklung hätten (UV-act. 47). Im Bericht vom 3. Mai 2006 gelangte
Kreisarzt Dr. med. I._ unter anderem zum Schluss, ein Schädelhirntrauma oder eine
mild traumatic brain injury habe die Beschwerdeführerin nicht erlitten; es fehlten die
Kardinalsymptome Bewusstseinsverlust und/oder Amnesie. Die Hörstörungen
verbunden mit Tinnitus seien wahrscheinlich keine organische Unfallfolge; Zweifel seien
auch angebracht an der Diagnose einer Labyrinth-Kontusion. Es bestünden keine
neurologischen Ausfälle infolge des Unfalls; das von Dr. H._ diagnostizierte Sulcus
ulnaris-Syndrom sei unfallfremd und harmlos. Die ausgedehnte bildgebende Abklärung
sowohl cervical wie auch lumbal habe keine Unfallfolgen zur Darstellung gebracht.
Gemäss Krankenkassenauszug liege ein eindeutig krankhafter Vorzustand an der LWS
vor. Die ebenfalls vorbestehende psychosoziale Problematik mit Berufskrankheit,
Langzeitarbeitslosigkeit etc. dürfte eine wesentliche Rolle spielen (UV-act. 50).
Eine biomechanische Kurzbeurteilung (Triage) der Arbeitsgruppe für Unfallmechanik
ergab gemäss Bericht vom 26. Juli 2006 unter anderem, durch den Heckaufprall eines
anderen Fahrzeugs habe das Fahrzeug der Beschwerdeführerin eine
Geschwindigkeitsänderung in Vorwärtsrichtung unterhalb oder innerhalb eines
Bereiches von 10-15 km/h erfahren. Aus biomechanischer Sicht ergebe sich aufgrund
der technischen Triage und der medizinischen Unterlagen, dass es schwierig zu
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entscheiden sei, ob die anschliessend an das Ereignis festgestellten, von der HWS
ausgehenden Beschwerden und Befunde isoliert durch die Kollisionseinwirkung
erklärbar seien. Eine technische Unfallanalyse könnte die Grundlage für eine
biomechanische Beurteilung verbessern. Weil die Lendenwirbelsäule bei einer
Heckkollision durch die eng anliegende Sitzlehne wesentlich besser abgestützt werde
als dies bei der HWS durch die Kopfstütze der Fall sei, seien direkt nach einer
Heckkollision in der LWS, aber nicht in der HWS auftretende Beschwerden aus
biomechanischer Sicht ohne das Vorliegen von seltenen technischen Besonderheiten
durch die Kollisionseinwirkung nicht erklärbar (UV-act. 61.1). Im Nachgang zu einer
technischen Unfallanalyse (Bericht vom 31. Oktober 2006; UV-act. 61) ergab eine
erneute biomechanische Beurteilung, dass die gegenüber der Triage neue
Einschätzung der Kollisionsart (vorwiegend Seitenkollision, während die Triage von
einer vorwiegenden Heckkollision ausgegangen war) eine biomechanische
Neubeurteilung zur Folge habe. Der im Dokumentationsbogen zur Erstbehandlung
erwähnte Thoraxanprall ("Thoraxkontusion") könne im Hinblick auf die geringe
Kollisionsintensität nicht von Bedeutung gewesen sein. Im Suva-Fragebogen werde
erwähnt, dass der Kopfanprall "nicht mehr beurteilbar" sei. Im Bericht zur
Erstuntersuchung würden Angaben zu einem Kopfanprall fehlen, und es seien keine
Befunde ausgeführt, aus denen sich Hinweise für einen Kopfanprall ableiten lassen
würden. Insgesamt sei davon auszugehen, dass keine Abweichungen vom Normalfall
aufgetreten seien. Die anschliessend an das Ereignis bei der Beschwerdeführerin
festgestellten Beschwerden und Befunde seien isoliert durch die Kollisionseinwirkung
in einem Normalfall nicht erklärbar. Falls tatsächlich ein Kopfanprall aufgetreten sei -
Hinweise dazu bestünden nicht - sei er in geringer Intensität erfolgt. Beschwerden in
der LWS seien unmöglich kollisionsbedingt erklärbar. Die Gründe für die Beschwerden
könnten somit nicht aus den Kollisionsumständen abgeleitet werden (Bericht vom 20.
November 2006; UV-act. 62).
2.
2.1 Eine lumbale-vertebrospinale und eine cervikovertebrale Kernspintomographie
vom 3. April 2006 erbrachten keine Hinweise auf das Vorliegen einer unfallbedingten
organischen Schädigung bzw. strukturellen Veränderung an der Wirbelsäule (UV-act.
34, 35). Vorweg stellt sich die Frage, ob die von der Beschwerdeführerin angegebenen
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Hörbeschwerden sich auf eine objektivierbare organische Schädigung zurückführen
lassen, die mit dem Unfall vom 25. November 2005 in Zusammenhang zu bringen ist.
Gegen eine solche Unfallkausalität spricht der Umstand, dass Dr. F._ nach einer
erneuten Abklärung im zweiten Bericht vom 4. April 2006 eine Aggravation bzw. die
Unvereinbarkeit der Befunde mit den tatsächlichen Hörverhältnissen bescheinigte (UV-
act. 46). In seinem ersten Bericht hatte Dr. F._ noch eine unfallbedingte Ursache in
Betracht gezogen, wobei er allerdings von der Diagnose eines Schädelhirntraumas
ausgegangen war (UV-act. 32). Eine solche Diagnose kann jedoch aus den übrigen
Akten und echtzeitlichen Angaben nach dem Unfall nicht abgeleitet werden (vgl. UV-
act. 50 S. 3). Sodann wurde in der biomechanischen Kurzbeurteilung vom 26. Juli 2006
bezüglich der Hörbeschwerden darauf hingewiesen, dass eine Kontusion des
Labyrinths ohne Kopfanprall gegen eine harte Struktur kaum erklärbar werde (UV-act.
61.1). Von einem Kopfanprall kann denn auch nach Lage der Akten nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden, zumal die
Beschwerdeführerin beim Unfall angegurtet war (vgl. UV-act. 36 S. 2; UV-act. 62 S. 4
unten). Eine nachträgliche Überprüfung eines möglichen Kopfanpralls, wie sie von der
Beschwerdeführerin sinngemäss verlangt wird (act. G 1 S. 6 oben), wäre aller
Voraussicht nach nicht mit der Aussicht auf ein zuverlässiges Resultat durchführbar
und mit Blick auf die echtzeitlichen Akten auch nicht gerechtfertigt. Eine
Unfallkausalität der Hörprobleme kann bei diesem Sachverhalt nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit angenommen werden. Die Durchführung einer Hörmessung (vgl.
UV-act. 46 und 84) vermöchte unter diesen Umständen zu keinem anderen Ergebnis zu
führen. Eine Unfallkausalität kann sodann auch für das vom Neurochirugen Dr. med.
J._ im Bericht vom 5. April 2006 erwähnte lumbosakrale Facettengelenkssyndrom
L5/S1 (UV-act. 43) nicht als nachgewiesen gelten, zumal die Beschwerden in der LWS
sich auch aus biomechanischer Sicht nicht mit einer entsprechenden Unfalleinwirkung
erklären liessen (UV-act. 62). Die von der Beschwerdeführerin angegebenen
Sensibilitätsstörungen an den oberen Extremitäten (UV-act. 43) liessen sich weder
durch eine neurologische Schädigung objektivieren noch auf ein Carpaltunnelsyndrom
zurückführen (UV-act. 47 S. 2).
2.2 Was die vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin geäusserte Kritik an der
biomechanischen Beurteilung betrifft, ist mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten,
dass die Arbeitsgruppe für Unfallmechanik als Institution im Bereich Unfallanalyse und
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Biomechanik allgemein anerkannt ist. Die konkret in Frage stehende biomechanische
Beurteilung wurde - unter anderem gestützt auf eine technische Unfallanalyse -
umfassend und überzeugend begründet. Der Einwand der Beschwerdeführerin, der
EES-Wert in der technischen Unfallanalyse (UV-act. 61 S. 9) sei nicht nachvollziehbar,
weil keine Vergleichswerte vorhanden seien (act. G 1 S. 5), ist insofern unzutreffend, als
die Berechnungen in der technischen Unfallanalyse mit dem Computerprogramm für
Minimalwerte, Maximalwerte und Mittelwerte durchgeführt wurden. Die so erhaltenen
Toleranzbereiche wurden noch ausgeweitet, um Unsicherheiten unter anderem in
Bezug auf den genauen Beladungszustand der Fahrzeuge und den Einfluss allfälliger
Bremsverzögerungen während der Kollisionsphasen zu berücksichtigen (vgl. UV-act.
61 S. 8).
Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten eines
unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei dessen Namen
bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen oder kann
Gegenvorschläge machen (Art. 44 ATSG). Zum Vorwurf des Rechtsvertreters der
Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin habe bei der Einholung der
biomechanischen Expertise das rechtliche Gehör verletzt, indem die
Beschwerdeführerin sich nicht zu den begutachtenden Personen habe äussern können,
ist festzuhalten, dass dies zwar zutrifft und es ihr damit auch verwehrt blieb, allfällige
Zusatzfragen an die Gutachter zu stellen. Indessen sind auch im vorliegenden
Verfahren keine triftigen Gründe für die Ablehnung der unfallanalytischen bzw.
biomechanischen Gutachter vorgebracht worden (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar,
Zürich 2003, Rz 11 zu Art. 44 ATSG), und es wurde nicht rechtsgenüglich dargetan,
inwiefern weitere Fragen hätten beantwortet werden müssen, weil sonst die Expertise
nicht als schlüssig im Sinn der Rechtsprechung gelten könnte. Die Gehörsverletzung ist
deshalb als nicht besonders gravierend und mithin als heilbar zu bezeichnen. Da sich
die Beschwerdeführerin sowohl im Einsprache- als auch im Beschwerdeverfahren zum
Ergebnis der biomechanischen bzw. unfalltechnischen Analyse äussern konnte, wurde
der Gehörsmangel vorliegend geheilt (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juli 2007 i/S
[8C_240/2007], E. 3.3; BGE 132 V 390 E. 5.1 mit Hinweis).
2.3 Unmittelbar im Nachgang zum streitigen Unfall gab die Beschwerdeführerin
Schmerzen im HWS-Bereich mit Bewegungseinschränkung an. Im
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Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem
Beschleunigungstrauma vermerkte der erstbehandelnde Spitalarzt am 5. Januar 2006,
es habe sich um eine Seitenkollision gehandelt, in deren Folge Nacken- und
Kopfschmerzen aufgetreten seien. Das Vorliegen von Schwindel, Übelkeit und
Erbrechen verneinte er (UV-act. 7). Solche Beschwerden waren auch im Bericht des
Spitals Wetzikon vom 28. November 2005 nicht angeführt worden (UV-act. 9).
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin im Januar 2006 psychische Probleme
geltend (UV-act. 14), welche grundsätzlich Teil des typischen Beschwerdebildes nach
HWS-Trauma bilden können. Hieran vermag die aus den Akten ersichtliche psychische
Vorbelastung der Beschwerdeführerin (UV-act. 49; IV-act. 47) nichts zu ändern. Dr.
D._ bestätigte sodann am 16. Januar 2006 eine langsame Steigerung der
Konzentrationsfähigkeit (UV-act. 16), woraus sich ableiten lässt, dass diesbezüglich im
Nachgang zum Unfall eine Einschränkung bestanden haben musste. Dr. F._
berichtete am 28. März 2006, eine Woche nach dem Autounfall habe die Patientin
einen beidseitigen Tinnitus, eine erhöhte Lärmempfindlichkeit und zu Beginn auch ein
"trümmeliges" Gefühl bemerkt, wobei die Schwindelbeschwerden jedoch deutlich
schwächer geworden seien und im Alltag kaum mehr stören würden. Zum Hörverlust
hinzu komme eine deutliche Hyperakusis, Lichtempfindlichkeit und Diskrimina
tionsschwäche im Umgebungslärm, wobei die Patientin wegen erhöhten Konzentra
tionsansprüchen rasch ermüde (UV-act. 32). In dem von ihr selbst am 12. April 2006
ausgefüllten Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen erklärte die
Beschwerdeführerin, es habe eine Heckkollision hinten links stattgefunden. Die
Fahrertüre und der Kotflügel vorne links seien anlässlich der Bergung beschädigt
worden. Ob ein Kopfanprall oder ein Anprall anderer Körperteile stattgefunden habe,
könne nicht mehr objektiv beurteilt werden. Kopfschmerzen, Schwindel und
Rückenschmerzen seien innert Stunden nach dem Unfall, Schlafstörungen innerhalb
von drei Tagen aufgetreten. Im weiteren seien Konzentrationsschwierigkeiten, ein
Tinnitus und Hörprobleme ca. ein bis zwei Wochen nach dem Unfall festgestellt worden
(UV-act. 36; vgl. auch Angaben der Beschwerdeführerin in UV-act. 37). Bei dieser
Aktenlage lässt sich, auch wenn die Angaben - aus welchen Gründen auch immer -
nicht durchwegs miteinander in Einklang stehen, ein für Schleudertrauma-Verletzungen
typisches Beschwerdebild nicht in Abrede stellen, zumal der Zeitraum von 24 bis 72
Stunden nach dem Unfall ausschliesslich für die Nacken- und
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Halswirbelsäulenbeschwerden gilt und nicht auch für jene, die typischerweise im
Rahmen eines Schleudertraumas auftreten können (Urteil des Bundesgerichts vom 30.
Januar 2007 i/S T. [U 215/05], E. 5.3). Auch die Beschwerdegegnerin ging vom
Vorliegen eines typischen Beschwerdebildes aus, indem sie ihre Leistungspflicht
während gut eines Jahres anerkannte.
2.4 Es gibt Fälle, in denen bei sonst unauffälligen Untersuchungsbefunden
neuropsychologische Abklärungen Hirnleistungsstörungen aufzeigen können und der
neuropsychologische Befund der einzig verlässliche Parameter ist (BGE 117 V 378
Erw. 3d). Jedenfalls bei eindeutigem, nicht diffusem Befund kann der
neuropsychologischen Diagnostik - im Rahmen einer neurologischen
Gesamtwürdigung - nach der Rechtsprechung auch bei der Kausalitätsbeurteilung ein
Aussagewert zukommen (BGE 119 V 343 Erw. 3c). Hingegen vermag es die
Neuropsychologie nach derzeitigem Wissensstand nicht, selbständig die Beurteilung
der Genese abschliessend vorzunehmen (RKUV 2000, 316 Erw. 3). Nach B.P. Radanov
(Über den Stellenwert der neuropsychologischen Diagnostik bei Patienten nach HWS-
Distorsion, SZS 1996, S. 471 ff) sind psychologische Probleme (und die
eingenommenen Medikamente) geeignet, die kognitiven Leistungen negativ zu
beeinflussen (S. 477). Psychologische Probleme bzw. die Interrelation psychologischer
und kognitiver Funktionen könnten die reduzierte Leistungsfähigkeit miterklären (S.
475). - Aufgrund des Berichts der Neurologin Dr. H._ (UV-act. 47) und der
Feststellung von Dr. I._, wonach das beidseitige Sulcus ulnaris-Syndrom unfallfremd
sei (UV-act. 50 S. 3), können unfallbedingte neurologische Ausfälle nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt gelten. Hingegen empfahl Dr. I._ die
Durchführung einer neuropsychologischen Untersuchung (UV-act. 50 S. 3), welche in
der Folge jedoch nicht stattgefunden hat. Für die Zeit vor dem Unfall wurde ein
psychischer Gesundheitsschaden von Seiten des Psychiaters Dr. E._ zwar verneint
(IV-act. 92). Inwiefern sich eine - in den Akten verschiedentlich vermutete (vgl. Dr. F._
in UV-act. 46 und Dr. H._ in UV-act. 47) - psychisch bedingte Einschränkung nach
dem Unfall einstellte, lässt sich den Akten nicht schlüssig entnehmen. Daher könnte
auch nicht festgelegt werden, ob kognitive Funktionen bei der Beschwerdeführerin
allenfalls durch einen psychischen Befund mit beeinflusst wurden. Als Folge davon
liesse sich die Frage, ob (eigenständige) neuropsychologische Unfall-Restfolgen
vorliegen, nicht schlüssig beantworten. Nachdem jedoch ein Kopfanprall und eine
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leichte traumatische Hirnverletzung (MTBI) wie dargelegt überwiegend wahrscheinlich
auszuschliessen sind (vgl. UV-act. 62 S. 4 unten), müssen auch neuropsychologische
Störungen, welche auf einem hirnorganischen Schaden beruhen, überwiegend
wahrscheinlich verneint werden (vgl. dazu Ruben Echemendia, Medizinische
Mitteilungen der Suva Nr. 78, S. 82 ff). Neuropsychologische Einschränkungen können
hingegen - ohne organisch messbar sein zu sein - Teil des typischen
Beschwerdebildes nach HWS-Verletzung bilden. Ob dies konkret tatsächlich der Fall
ist, kann offenbleiben, nachdem das typische Beschwerdebild unabhängig davon wie
dargelegt zu bejahen ist. Zu prüfen bleibt damit die Adäquanz-Frage.
3.
Beim Ereignis vom 25. November 2005 ist - mit der Beschwerdegegnerin im
angefochtenen Entscheid - von einem mittelschweren Unfall auszugehen. Ein leichtes
Ereignis, wie es die Beschwerdegegnerin nunmehr mit Hinweis auf die
kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung als gegeben erachtet (act. G 5 S. 4),
lässt sich angesichts der Unfallumstände nicht zureichend begründen. Hingegen kann
der Standpunkt der Beschwerdeführerin, dass der Unfall zwei aufeinander folgende
Kollisionen beinhaltet habe (act. G 1 S. 2 unten), aufgrund der Akten nicht als belegt
gelten (vgl. UV-act. 48 mit Vorbericht S. 3 und Rapport S. 7). Selbst wenn der
Standpunkt zuträfe, vermöchte er eine besondere Eindrücklichkeit oder dramatische
Begleitumstände nicht zu belegen (vgl. die Kasuistik zu diesem Kriterium in Rumo-
Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A., S. 58-64, sowie Urteile des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 23. November 2004 i/S B., Erw. 2.3 [U 109/04]
und vom 2. März 2005 i/S S., Erw. 5.1 [U 309/03]). Bei der erlittenen HWS-Distorsion
als solche handelt es sich nicht um eine Verletzung, die durch ihre Schwere oder
besondere Art charakterisiert wäre (vgl. Urteil des EVG vom 9. August 2004 i/S J. [U
116/04]), zumal nach der biomechanischen Beurteilung die anschliessend an das
Ereignis bei der Beschwerdeführerin festgestellten Beschwerden und Befunde isoliert
durch die Kollisionseinwirkung in einem Normalfall als nicht erklärbar erachtet wurden
(UV-act. 62).
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Die Beschwerdeführerin stand seit dem Unfall vom 25. November 2005 soweit
ersichtlich in mehr oder weniger regelmässiger ärztlicher bzw. therapeutischer
Behandlung (vgl. UV-act. 44, 78, 79). Eine Besserung des Beschwerdebildes ergab sich
nach ihren eigenen Angaben - bei weiterhin andauernder Behandlung - nicht (act. G 1
S. 7). Die ärztliche bzw. therapeutische Behandlung im Zusammenhang mit dem HWS-
Distorsionstrauma dauerte somit im streitigen Einstellungszeitpunkt offenbar an. Nach
der bisherigen Rechtsprechung wurde eine ärztliche Behandlung von zwei bis drei
Jahren bei einem Schleudertrauma nicht als ungewöhnlich erachtet (Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 8. Februar 2005 i/S [U 314/04] Erw. 2.3).
Die versicherte Person hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung (Art. 10 Abs. 1
UVG) der Unfallfolgen für solange, als von ihrer Fortsetzung eine namhafte Besserung
des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG e contrario).
Vorliegend bestätigte kein Arzt den Behandlungsabschluss. Die in Betracht
kommenden Ärzte (insbesondere Dr. D._ und Dr. G._) wurden vor Verfügung der
Leistungseinstellung von der Beschwerdegegnerin diesbezüglich auch nicht angefragt.
Im Einstellungszeitpunkt (3. Januar 2007) stand somit nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit fest bzw. war nicht abgeklärt, ob von der Fortsetzung einer für die
Beschwerdeführerin geeigneten Heilbehandlung eine namhafte Besserung erwartet
werden konnte, weshalb die Ablehnung weiterer Heilbehandlung auf jenen Zeitpunkt
nicht gerechtfertigt war. Als Folge davon war im Einstellungszeitpunkt eine
Stellungnahme zur Frage, ob nach wie vor eine fortgesetzt spezifische, belastende
ärztliche Behandlung vorliegt (vgl. dazu vorstehende E. 1.1), nicht möglich. Dieses
Kriterium kann daher nicht ohne weitere Abklärungen bejaht oder verneint werden.
Dabei ist zu beachten, dass das erwähnte Ergebnis der unfallanalytischen bzw.
biomechanischen Begutachtung lediglich einen Aspekt unter mehreren darstellt und die
Klärung der weiteren Aspekte nicht überflüssig macht. Eine abschliessende Aussage ist
erst nach Vorliegen aller erforderlichen Informationen, d.h. auch der medizinischen,
möglich. Demgegenüber lassen sich für das Vorliegen eines schwierigen Heilverlaufs
und von erheblichen Komplikationen den Akten keine Anhaltspunkte entnehmen. Auch
von einer ärztlichen Fehlbehandlung kann nicht ausgegangen werden.
Dr. G._ empfahl im Bericht vom 10. April 2006 die Abklärung der Arbeitsfähigkeit in
der Rehaklinik Bellikon (UV-act. 44). Eine solche Abklärung - in Betracht gezogen
wurde dafür auch die Klinik Valens (vg. UV-act. 37 unten, 49) - erfolgte nicht. Dr. D._
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bescheinigte am 19. Juni 2006 weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit (Unfallschein in
der Beilage zu UV-act. 57). Eine solche bestätigte auch der RAD-Arzt im Bericht vom
9. Mai 2006. Dieser schlug dann jedoch nicht weitere medizinische Abklärungen,
sondern das Abwarten des UV-Entscheids vor (vgl. IV-Akten, nicht nummeriert). Die IV-
Verfügung vom 7. Februar 2006, mit welcher IV-Leistungen (berufliche Massnahmen)
abgelehnt worden waren (IV-act. 101), widerrief die IV mit Blick auf den
zwischenzeitlich eingetretenen Unfall mit Verfügung vom 5. Mai 2006 (IV-Akten, nicht
nummeriert). Dass die Arbeitsunfähigkeit zwischenzeitlich dahingefallen wäre, lässt sich
den Akten nicht entnehmen. Jedenfalls bestätigte keiner der beteiligten Ärzte bezogen
auf den streitigen Einstellungszeitpunkt das Vorliegen einer vollen Arbeitsfähigkeit bzw.
die gänzliche Unfallfremdheit der Arbeitsunfähigkeit. Die Ärzte wurden diesbezüglich
auch nicht befragt. Auch ein abschliessender ärztlicher Bericht eines Suva-Arztes liegt
nicht vor. Angesichts dieser Umstände kann nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit als erstellt gelten, dass eine unfallbedingte (teilweise)
Arbeitsunfähigkeit im streitigen Einstellungszeitpunkt (3. Januar 2007) nicht mehr
bestand. In diesem Zeitpunkt liess sich demzufolge nicht bestimmen, ob eine
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen zu bejahen war.
Dass sich die Beschwerdeführerin um ihre Wiedereingliederung ins Berufsleben
bemühte, lässt sich aufgrund der Akten nicht ohne weiteres in Abrede stellen; eine
definitive Aussage kann aufgrund der Akten jedoch auch hiezu nicht erfolgen. Was das
Vorliegen von erheblichen Beschwerden betrifft, so können solche nach Lage der
Akten ebenfalls nicht verneint werden (vgl. Angaben in der IV-Anmeldung vom 13. Mai
2007). Da somit bezüglich des streitigen Einstellungszeitpunktes zu mehreren
Adäquanzkriterien keine abschliessende Stellungnahme möglich ist, kann - bei der
aktuell gegebenen Aktenlage - auch die adäquate Unfallkausalität der HWS-
Beschwerden für die Zeit ab 3. Januar 2007 nicht verneint oder bejaht werden. Allein
die Tatsache, dass aus biomechanischer Sicht die Beschwerden durch den Unfall nicht
als erklärbar bezeichnet wurden, reicht als Einstellungsgrund nicht aus, zumal die
biomechanischen Werte wie erwähnt nur eines unter vielen Kriterien darstellen. Ein
Einstellungsgrund kann somit nicht als nachgewiesen gelten, zumal ein solcher auf
dieses Datum auch durch die dem Gericht eingereichten medizinischen Akten in keiner
Weise untermauert ist. Der angefochtene Entscheid lässt sich dementsprechend nicht
aufrecht erhalten. Die Beschwerdegegnerin wird den allfälligen Wegfall der natürlichen
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und adäquaten Kausalität erneut zu prüfen und insbesondere abzuklären haben, ob
bzw. inwiefern in dem von ihr geltend gemachten Einstellungszeitpunkt noch
medizinische Behandlungsmassnahmen liefen, welche mit dem streitigen Unfall in
natürlichkausalem Zusammenhang standen. Sodann wird abzuklären sein, ob im
Einstellungszeitpunkt noch eine auf den streitigen Unfall zurückzuführende erhebliche
Arbeitsunfähigkeit vorlag.
4.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten
ist, unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 2. Juli 2007 teilweise gutzuheissen
und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung und zu allfälliger neuer Verfügung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61
lit. a ATSG). Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese auf pauschal
Fr. 4'000.-- festzulegen (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG