Decision ID: 4fdbe00e-6baf-43ea-86da-369d840df8ec
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a A._ studierte seit (...) an der Eidgenössischen Technischen
Hochschule Zürich (nachfolgend: ETH Zürich). Nachdem er die Basisprü-
fung im Bachelor-Studiengang (...) und später im Bachelor-Studiengang
(...) jeweils zweimal nicht bestanden hatte, begann er im (...) mit dem Ba-
chelor-Studiengang Informatik.
A.b In der Prüfungssession Winter 2017 bestand er den Prüfungsblock 1
beim ersten Mal nicht. Der erste Versuch für den Prüfungsblock 2 im Winter
2018 unterbrach er aus medizinischen Gründen. Die Wiederholung der
Prüfungsblöcke 1 und 2 während der Prüfungssession 2018 wurde eben-
falls aus medizinischen Gründen unterbrochen und drei der Prüfungen auf
die Prüfungssession Winter 2019 verschoben. Diese Session wurde wie-
derum nach einer Prüfung wegen medizinischen Gründen unterbrochen
und die Wiederholung der Prüfung «(...)» des Prüfungsblocks 2 sowie der
Prüfung «(...)» auf die Prüfungssession Sommer 2019 verschoben.
A.c Am 21. August 2019 trat A._ zur Wiederholung der Prüfung
«(...)» an. Rund eine halbe Stunde vor Abschluss brach er diese Prüfung
ab und informierte die Prüfungsplanstelle der ETH Zürich telefonisch dar-
über, dass er die Prüfung aus medizinischen Gründen nicht habe beenden
können. Im Anschluss begab er sich zu seinem Hausarzt nach Basel. Die-
ser führte im Arztzeugnis vom 26. August 2019 aus, die Symptomatik sei
im Rahmen einer wahrscheinlich viralen Gastroenteritis zu interpretieren
und attestierte A._ eine Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 21.–
30. August 2019.
A.d Mit Schreiben vom 30. August 2019 ersuchte A._ die ETH
Zürich um Annullierung der Prüfung vom 21. August 2019.
A.e Mit Antwortschreiben vom 5. September 2019 führte die ETH Zürich
aus, dass es sich bei der von A._ vorgebrachten gesundheitli-
chen Beeinträchtigung, welche er als Grund für den Prüfungsabbruch an-
gegeben habe, nicht um einen medizinischen Notfall handle. Die Prüfung
werde daher als belegt betrachtet und gewertet.
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Seite 3
B.
Mit Verfügung vom 11. September 2019 stellte die ETH Zürich
A._ einen Leistungsausweis ohne Abschluss aus und schloss
ihn aufgrund der definitiv nicht bestandenen Basisprüfung vom Bachelor-
Studiengang Informatik aus. Die Prüfung des Fachs «(...)» wurde im Rah-
men des Leistungsausweises mit der Note 3.25 bewertet.
C.
C.a Mit Eingabe vom 15. Oktober 2019 erhob er gegen die Verfügung der
ETH Zürich (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 11. September 2019
vorsorglich Beschwerde bei der ETH-Beschwerdekommission.
C.b Mit gleichentags datiertem Gesuch vom 15. Oktober 2019 ersuchte er
um Wiedererwägung des Entscheids vom 5. September 2019 betreffend
die Annullierung der Prüfung. Auf dieses Gesuch trat die Beschwerdegeg-
nerin am 31. Oktober 2019 nicht ein.
C.c Mit Entscheid vom 19. November 2020 wies die ETH-Beschwerde-
kommission die Beschwerde vom 15. Oktober 2019 ab. Zur Begründung
führte sie im Wesentlichen aus, es sei A._ nicht gelungen, nach-
zuweisen, dass er die Prüfung aufgrund eines medizinischen Notfalls ab-
gebrochen habe.
D.
Gegen diesen Entscheid der ETH-Beschwerdekommission (nachfolgend:
Vorinstanz) erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am
22. Januar 2021 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Er bean-
tragt, der Entscheid sei aufzuheben und die Prüfung «(...)» sei aufgrund
eines medizinischen Notfalls zu annullieren; der Entscheid der ETH Zürich
vom 11. September 2019 sei aufzuheben und er sei wieder zum Studium
zuzulassen; zudem sei ihm die Möglichkeit zu gewähren, die Prüfung
«(...)» zu wiederholen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersucht er um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege.
E.
Mit Vernehmlassung vom 12. März 2021 beantragt die Vorinstanz, die Be-
schwerde sei abzuweisen und verweist zur Begründung auf ihren Ent-
scheid.
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Seite 4
F.
Mit Beschwerdeantwort vom 19. April 2021 begründet die Beschwerdegeg-
nerin, weshalb sie ebenfalls die Beschwerdeabweisung beantragt.
G.
In seinen Schlussbemerkungen vom 1. Juli 2021 hält der Beschwerdefüh-
rer an seinen Begehren fest.
H.
Auf die weiteren Vorbringen und die sich bei den Akten befindlichen Schrift-
stücke wird, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Entscheide der
ETH-Beschwerdekommission sind beim Bundesverwaltungsgericht an-
fechtbar (vgl. Art. 37 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Eidgenössi-
schen Technischen Hochschulen vom 4. Oktober 1991 [ETH-Gesetz, SR
414.110] i.V.m. Art. 33 Bst. f VGG). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet
angeht, ist nicht gegeben (Art. 32 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist
daher für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Das
Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes
bestimmt (Art. 37 VGG).
1.2 Der Beschwerdeführer ist auch zur Beschwerde legitimiert. Er hat sich
am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt und ist als Adressat des angefoch-
tenen Entscheids, mit welchem seine Begehren abgewiesen wurden, so-
wohl formell als auch materiell beschwert (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG).
1.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl.
Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG) ist somit einzutreten.
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2.
2.1 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung
auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger und unvollständiger
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der
Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemessenheit hin (vgl. Art. 49
VwVG). Im Bereich der ETH ist die Rüge der Unangemessenheit in Bezug
auf Ergebnisse von Prüfungen spezialgesetzlich allerdings ausgeschlos-
sen (vgl. Art. 37 Abs. 4 ETH-Gesetz). Allgemein legt sich das Bundesver-
waltungsgericht bei der Überprüfung von Prüfungsergebnissen eine ge-
wisse Zurückhaltung auf, da es in der Regel nicht in der Lage ist, sich ein
zuverlässiges Bild über die durch einen Kandidaten oder eine Kandidatin
erbrachten Leistungen zu machen (vgl. BVGE 2008/14 E. 3.1).
Diese Zurückhaltung rechtfertigt sich indessen nur bei der eigentlichen Be-
wertung von Prüfungsergebnissen und auch die eingeschränkte Kognition
bezieht sich nur auf solche Fälle. Sind hingegen die Auslegung und An-
wendung von Rechtsvorschriften streitig oder werden Verfahrensmängel
im Prüfungsablauf gerügt, prüft das Bundesverwaltungsgericht die erhobe-
nen Einwände mit umfassender Kognition. Dies gilt insbesondere auch be-
züglich Fragen der Prüfungsfähigkeit oder Rechtzeitigkeit der Geltendma-
chung von Verhinderungsgründen als Verfahrensfragen (vgl. BVGE
2008/14 E. 3.3, Urteile des BVGer A-4366/2020 vom 18. Mai 2021 E. 2;
A-2787/2019 vom 3. Juni 2020 E. 2).
2.2 Im Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht gilt der Untersuchungs-
grundsatz, wonach es Sache der Behörde und nicht der Parteien ist, den
Sachverhalt festzustellen und dazu soweit nötig Beweis zu erheben (vgl.
Art. 12 VwVG). Die Parteien trifft allerdings eine Mitwirkungspflicht (vgl. Art.
13 VwVG). Diese bezieht sich insbesondere auf Tatsachen, welche eine
Partei besser kennt als die Behörden und welche diese ohne deren Mitwir-
kung gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben können (vgl.
BGE 138 II 465 E. 8.6.4 m.H.).
Im Übrigen würdigt das Gericht die Beweise grundsätzlich frei, ohne Bin-
dung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss
(Grundsatz der freien Beweiswürdigung; vgl. Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40
des Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess vom 4. Dezember 1947
[BZP, SR 273]; BGE 137 II 266 E. 3.2; BVGE 2012/33 E. 6.2.1). Eine
rechtserhebliche Tatsache, für die grundsätzlich der volle Beweis zu erbrin-
gen ist (Regelbeweismass), gilt als bewiesen, wenn das Gericht gestützt
https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-138-II-465
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auf die freie Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, sie habe sich ver-
wirklicht. Absolute Gewissheit ist indes nicht erforderlich; es genügt, wenn
das Gericht an der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr
hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen (vgl. BVGE
2012/33 E. 6.2.1). Bleibt eine entscheidrelevante Tatsache unbewiesen,
gilt im Bereich des öffentlichen Rechts grundsätzlich die Beweislastregel
von Art. 8 ZGB als allgemeiner Rechtsgrundsatz, wonach jene Partei die
Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen hat, die aus der unbewie-
sen gebliebenen Tatsache Rechte ableitet (vgl. BGE 144 II 332 E. 4.1.3
und 142 II 433 E. 3.4.2 m.w.H.; BVGE 2012/33 E. 6.2.2).
3.
Streitig ist, ob die Wiederholungsprüfung «(...)» vom 21. August 2019 zu
annullieren und der Beschwerdeführer wieder zum Bachelor-Studiengang
Informatik zuzulassen ist.
4.
4.1 Gemäss Art. 19 Abs. 1 Bst. abis ETH-Gesetz erteilen die Eidgenössi-
schen Technischen Hochschulen Bachelor- und Mastertitel. Welche
Lerneinheiten dafür zu absolvieren und welche Lernkontrollen zu bestehen
sind, ist für die ETH Zürich grundsätzlich in der Verordnung der ETH Zürich
über Lerneinheiten und Leistungskontrollen an der ETH Zürich vom 22. Mai
2012 (Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich; SR 414.135.1) geregelt
(vgl. Art. 1 Abs. 1 Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich). Diese regelt
ebenso den Unterbruch und das Fernbleiben (Art. 10). Gemäss Art. 10
Abs. 1 und 2 Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich kann eine Prü-
fungssession oder eine Prüfungsphase am Semesterende nur aus wichti-
gen Gründen, wie Krankheit oder Unfall, unterbrochen werden. Wer die
Prüfungssession oder die Prüfungsphase am Semesterende unterbricht,
muss unverzüglich die Prüfungsplanstelle benachrichtigen und ihr die nö-
tigen Zeugnisse vorlegen.
4.2 Zum Abbruch einer einzelnen Prüfung aus wichtigen Gründen sowie
den Voraussetzungen für deren Wiederholung äussert sich der Erlass dar-
über hinaus nicht. Hingegen regelt die durch die Rektorin der ETH Zürich
erlassene «Weisung zum Prüfungsplan» vom Juni 2019 (nachfolgend:
Weisung zum Prüfungsplan) detailliert die Möglichkeiten einer Abmeldung
von einer Prüfung, deren Abbruch oder Unterbruch sowie das Vorgehen in
solchen Fällen. Diese Weisung stützt sich auf die Leistungskontrollenver-
ordnung ETH Zürich (Ziff. 1.1) und wird durch die Beschwerdegegnerin im
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Rahmen der jeweiligen Prüfungssession an alle Studierenden zusammen
mit der Prüfungseinladung abgegeben und als verbindlich erklärt. Dies ge-
schah auch im Fall des Beschwerdeführers für die Prüfungssession im
Sommer 2019.
Betreffend den Abbruch aufgrund von Krankheit oder bei Sonderfällen führt
die Weisung zum Prüfungsplan aus, dass wer eine Prüfung ablegt, sich in
einem einwandfreien gesundheitlichen Zustand befinden muss. Werde
eine Prüfung trotz gesundheitlicher Störung abgelegt, werde das Risiko ei-
nes Misserfolgs bewusst in Kauf genommen. Nehme ein Kandidat oder
eine Kandidatin im Verlaufe der Prüfungssession gesundheitliche Störun-
gen physischer oder psychischer Art wahr oder könne aus anderen Grün-
den höherer Gewalt keine (weiteren) Prüfungen ablegen, ist unverzüglich
die Prüfungsplanstelle telefonisch zu benachrichtigen. Falls eine begon-
nene Prüfung abgebrochen werden muss (medizinischer Notfall), so ist es
gemäss der Weisung in jedem Fall unerlässlich, dies der Prüfungsaufsicht
vor Ort anzuzeigen und umgehend die Prüfungsplanstelle zu kontaktieren.
Gesundheitliche Verhinderungsgründe sind sodann in jedem Fall mit einem
ärztlichen Zeugnis zu belegen, wobei dieses begründet sein, d.h. eine klare
Aussage zum diagnostizierten Krankheitszustand enthalten muss. Ge-
mäss Weisung nicht akzeptiert werden insbesondere ärztliche Zeugnisse,
welche rückwirkend oder primär gemäss Angaben des Patienten bzw. der
Patientin ausgestellt werden.
4.3 Es erscheint sinnvoll und zweckmässig, dass die Beschwerdegegnerin
die Prüfungsmodalitäten in einer für alle Studierenden gleichermassen gel-
tenden Weisung präzisiert. Für den Fall, dass ein Prüfungskandidat oder
eine Prüfungskandidatin ohne vorgängig bestehende gesundheitliche Stö-
rung zu einer Prüfung antritt, eine solche jedoch während laufender Prü-
fung einsetzt, hält die Weisung den Abbruch der Prüfung im Fall eines me-
dizinischen Notfalls für berechtigt. Der Abbruch muss der Prüfungsplan-
stelle zudem unverzüglich mitgeteilt und die gesundheitliche Beeinträchti-
gung mittels Arztzeugnissen rechtzeitig belegt werden. Dies ist mit Blick
auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht zu bean-
standen (vgl. Urteil des BVGer A-2787/2019 E. 4.6). Gemäss dieser liegt
ein medizinischer Notfall im Sinne eines wichtigen Grundes, der einen Prü-
fungsabbruch nach der Leistungskontrollenverordnung ETH Zürich recht-
fertigt, dann vor, wenn der Prüfungskandidat oder die Prüfungskandidatin
aufgrund einer gesundheitlichen Störung derart in seiner geistigen oder
physischen Leistungsfähigkeit eingeschränkt wird, dass er oder sie nicht
mehr in der Lage ist, die Prüfung abzulegen (ebd. E. 4.6.1.1).
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Seite 8
5.
5.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, ein solch medizinischer Notfall habe
während der Prüfung vom 21. August 2019 vorgelegen. Er habe sich be-
reits vor der Prüfung unwohl gefühlt, habe dies aber auf die Nervosität zu-
rückgeführt. Ungefähr eine halbe Stunde nach Prüfungsbeginn sei es ihm
plötzlich übel geworden, sein Magen sei hochgekommen und er habe
Herzrasen gekriegt. Anschliessend habe er sich auf der Toilette übergeben
müssen. Zurück am Sitzplatz sei er in einen Angstzustand geraten. Er habe
versucht, sich zu beruhigen, über das Geschehene nicht gross nachzuden-
ken und einen Wiedereinstieg in die Prüfung zu finden. Die stärker gewor-
dene Übelkeit habe seine Konzentration stark beeinträchtigt, weshalb
seine geistigen Leistungsfähigkeiten wesentlich eingeschränkt gewesen
seien. Die Tatsache, dass er eine sehr gute Leistung zu erbringen gehabt
habe, habe ihn zusätzlich unter erheblichen Druck gesetzt, so dass sich
die Situation weiter verschlechtert habe. Er habe sich in der Folge mehr-
mals übergeben müssen, teilweise sei er sogar auf die Toilette gerannt.
Nach circa der Hälfte der Prüfung habe er sich bei der Prüfungsaufsicht
gemeldet. Auch dem Prüfungsleiter habe er mitgeteilt, dass er mehrere
Male habe erbrechen müssen und nicht mehr weitermachen könne. Nach
dem Verlassen des Prüfungslokals habe er – wie ihm vom Prüfungsleiter
mitgeteilt worden sei – die Prüfungsplanstelle kontaktiert. Man habe ihm
gesagt, dass man nichts für ihn tun könne und die Prüfung gewertet werde.
Man habe ihm nicht erklärt, wie er vorzugehen habe. Erst als er gesagt
habe, dass er zum Arzt gehe, habe man ausgeführt, dass er dies tun soll.
Er habe danach bei mehreren Magen-Darm-Spezialisten in Zürich versucht
einen Termin zu erhalten, diese hätten ihn jedoch an die Notfallstation des
Universitätsspitals Zürich verwiesen. Aufgrund seiner Erfahrung, dort lange
warten zu müssen, habe er es für sinnvoller gehalten, zu seinem Hausarzt
nach Basel zu fahren. Sein Zustand habe sich daraufhin weiter verschlech-
tert.
Die Würdigung der Vorinstanz halte er für sachverhaltswidrig und willkür-
lich. Insbesondere könne er die von ihr aufgeworfenen Zweifel an seiner
Sachverhaltsschilderung sowie an den eingereichten Arztzeugnissen nicht
nachvollziehen. Er habe gegenüber den Prüfungsverantwortlichen mehr-
fach erwähnt, dass er habe erbrechen müssen und aufgrund der Umstände
sei ohne weiteres erkennbar gewesen, dass er in einem sehr schlechten
Zustand gewesen sei. Ein darüber hinausgehender Nachweis während der
Prüfung könne von ihm nicht verlangt werden. Da die Symptome erst wäh-
rend der Prüfung aufgetreten seien, sei es für ihn vor Prüfungsbeginn nicht
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erkennbar gewesen, wie schwer er erkrankt gewesen sei. Auch während
der Prüfung sei ihm nicht klar gewesen, worauf das Erbrechen zurückzu-
führen sei. Dass er keine andere Möglichkeit gesehen habe, als sich zu
beruhigen und sich vergebens an den Aufgaben versucht habe, sei ihm
unter diesen Umständen nicht vorzuwerfen. Im Übrigen gehe es nicht an,
die Beweiskraft der Arztzeugnisse derart anzuzweifeln, ohne Rückfragen
beim behandelnden Arzt einzuholen oder die Zweifel zumindest durch eine
Fachmeinung zu erhärten. Es sei sodann widersprüchlich, dass die Be-
schwerdegegnerin dieselben Arztzeugnisse für die Verschiebung der Prü-
fung «(...)», welche nach der fraglichen Prüfung stattgefunden habe, als
ausreichend anerkannt habe, während sie deren Aussagekraft vorliegend
anzweifle.
5.2 Die Beschwerdegegnerin führt in der Beschwerdeantwort aus, es
handle sich im geltend gemachten Fall nicht um eine gesundheitliche Stö-
rung, bei welcher der Beschwerdeführer unmittelbar eine Versorgung
durch medizinisches Fachpersonal benötigt habe. Er habe weder gegen-
über der Prüfungsaufsicht oder der Prüfungsplanstelle geltend gemacht,
dass er unmittelbar medizinische Versorgung benötige, noch habe er sich
nach der vorzeitigen Beendigung der Prüfung direkt in ärztliche Behand-
lung begeben. Vielmehr habe er erst deutlich später seinen Hausarzt in
Basel aufgesucht. Das vom Beschwerdeführer eingereichte Arztzeugnis
vom 26. August 2019 vermöge die geltend gemachte gesundheitliche Stö-
rung am Morgen der Prüfung nicht zu belegen. So enthalte dieses keinerlei
Angaben darüber, ob der Arzt eigene Untersuchungen durchgeführt habe,
welche Symptome er selber festgestellt oder ob er sich lediglich auf Aus-
sagen des Beschwerdeführers gestützt habe, weshalb dessen Beweiskraft
eingeschränkt sei. Selbst wenn eine gesundheitliche Störung sodann be-
standen hätte – was vorliegend nicht bewiesen sei –, so sei erst recht nicht
bewiesen, dass diese den Beschwerdeführer derart in seiner Leistungsfä-
higkeit eingeschränkt habe, dass er die Prüfung nicht mehr fertig habe ab-
legen können. Weder seine Schilderungen noch die eingereichten Arzt-
zeugnisse seien geeignet, entsprechendes hinreichend zu belegen. Dass
die Verschiebung der später stattfindenden Prüfung im Rahmen derselben
Arztzeugnisse bewilligt worden sei, stelle kein Widerspruch dar. Die Anfor-
derungen bezüglich eines vorgängigen Nichtantretens zu einer Prüfung
seien anders, als wenn eine bereits begonnene Prüfung abgebrochen
werde. Insbesondere müsse für die Abmeldung von einer Prüfung kein me-
dizinischer Notfall vorliegen, weshalb unterschiedliche Massstäbe bei der
Beweiswürdigung zur Anwendung gelangen würden. Beim Nachweis eines
medizinischen Notfalls seien die Anforderungen strenger, da ansonsten die
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Gefahr bestehe, dass Studierende nach Beginn der Prüfung und somit in
Kenntnis der Prüfungsfragen eine gesundheitliche Störung bzw. deren
Ausmass vortäuschten, falls sie zum Schluss kommen würden, die Prü-
fungsfragen nicht oder nicht genügend gut lösen zu können und so ein
Nichtbestehen der Prüfung verhindern wollten.
5.3 Die Vorinstanz stützt in ihrem Entscheid die Argumentation der Be-
schwerdegegnerin. Sie kommt in ihrer Beweiswürdigung zum Schluss,
dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen sei, einen medizinischen
Notfall darzulegen, der den Abbruch der Prüfung «(...)» gerechtfertigt
habe. Insbesondere seien die angeblich während des Examens aufge-
tauchten, akuten Erbrechensymptome vor dem Hintergrund, dass er nach
der Prüfung eine einstündige Zugfahrt nach Basel in Kauf genommen
habe, nicht glaubhaft. Den eingereichten Arztzeugnissen komme sodann
nur einen geringen Beweiswert zu, zumal der Eindruck entstehe, dass der
Hausarzt ausschliesslich gestützt auf die Aussagen des Beschwerdefüh-
rers zum Schluss gekommen sei, dass sich dieser in einem reduzierten
Allgemeinzustand befunden habe. Dessen ungeachtet genüge die im
Nachhinein durch ein Arztzeugnis erfolgte Bestätigung seiner Krankheits-
anzeichen nicht zum Beleg für das Vorliegen einer medizinischen Notfall-
situation. Die Beschwerdegegnerin habe die Prüfung im Ergebnis zu Recht
gewertet.
6.
6.1 Nicht umstritten ist, dass der Beschwerdeführer die Prüfungsplanstelle
über den Prüfungsabbruch unverzüglich informiert und der Beschwerde-
gegnerin rechtzeitig Arztzeugnisse zum Beleg seiner Abbruchgründe ein-
gereicht hat. Sein Verhalten entspricht demnach den von der Leistungs-
kontrollenverordnung ETH Zürich festgelegten formellen Anforderungen.
Zu prüfen ist aber, ob die vom Beschwerdeführer geltend gemachten ge-
sundheitlichen Gründe für den Prüfungsabbruch in tatsächlicher Hinsicht
vorlagen.
6.2 Für die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers spricht, dass
der Prüfungsleiter bestätigt, dass dieser ihm gegenüber etwa in der Hälfte
der Prüfung erwähnte, dass er erbrechen und daher schnell zur Toilette
gehen müsse. Dass der Beschwerdeführer diese während der Prüfung
mehrere Male aufsuchte, kann als erstellt betrachtet werden. Aktenkundig
ist sodann, dass der Prüfungsleiter die Prüfungsplanstelle – ebenfalls circa
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Seite 11
nach der Hälfte der Prüfung – telefonisch darüber informierte, dass der Be-
schwerdeführer die Prüfung unter Umständen nicht beenden könne. Dieser
gab die insgesamt drei Stunden andauernde Prüfung in der Folge rund 20
bis 30 Minuten vor Prüfungsende ab und kontaktierte die Prüfungsplan-
stelle noch vor dem offiziellen Prüfungsschluss (um 11:46 Uhr), um diese
über den Abbruch der Prüfung sowie seinen Gesundheitszustand aufzu-
klären. Ausserdem begab er sich noch am selben Tag in ärztliche Behand-
lung zu seinem Hausarzt in Basel. Der Hausarzt führte die vom Beschwer-
deführer beschriebene Symptomatik in seinem Attest vom 26. August 2019
auf eine «wahrscheinlich virale Gastroenteritis» zurück und schrieb ihn für
den Prüfungstag sowie die Folgetage krank. Dass der Beschwerdeführer
am Tag der Prüfung und danach unter gewissen gesundheitlichen Proble-
men litt, ist unter diesen Umständen nicht ausgeschlossen.
6.3 Fraglich ist indessen, ob die gesundheitliche Störung bereits während
der Prüfung und in der Folge derart akut auftrat, dass die Leistungsfähigkeit
des Beschwerdeführers so stark eingeschränkt war, dass für ihn das Be-
enden des Examens nicht mehr möglich war.
6.3.1 Den Studierenden wurde am Anfang der Prüfung die Gelegenheit ge-
boten, sich zu melden, wenn sie sich gesundheitlich nicht in der Lage fühl-
ten, die Prüfung durchzuführen. Dies hat der Beschwerdeführer nicht ge-
tan, obwohl er angibt, sich bereits vor Prüfungsbeginn unwohl gefühlt zu
haben. Die Vorgaben der Weisung zum Prüfungsplan sind ihm bekannt,
wonach in einem solchen Fall von einem einwandfreien gesundheitlichen
Zustand auszugehen ist und das Risiko eines Misserfolges bewusst in Kauf
genommen wird, wenn die Prüfung trotz Kenntnis einer gesundheitlichen
Störung physischer oder psychischer Art abgelegt wird (vgl. Ziff. 4.1 f. Wei-
sung zum Prüfplan).
Gemäss seinen eigenen Angaben ist es ihm ungefähr eine halbe Stunde
nach Prüfungsbeginn plötzlich schlecht geworden und er hat Herzrasen
gekriegt. In der Folge habe er mehrfach erbrochen und auch unter Angst-
zuständen gelitten. Bei Auftreten von derart akuten Krankheitssymptomen
hätte dem Beschwerdeführer unmittelbar bewusst werden müssen, dass
sein angebliches Unwohlsein vor der Prüfung nicht allein auf seine Nervo-
sität zurückzuführen ist. Es wäre deshalb zu erwarten gewesen, dass er
den Prüfungsleiter unverzüglich über seinen erheblich eingeschränkten
Gesundheitszustand informiert und die Prüfung beim Auftreten der ersten
Symptome abbricht. Gemäss der schriftlich eingereichten Bestätigung des
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Prüfungsleiters hat der Beschwerdeführer ihn jedoch erst nach rund ein-
einhalb Stunden – also eine Stunde nach dem Auftreten der ersten Symp-
tome – über seinen Gesundheitszustand unterrichtet. Auch in der Folge hat
er noch rund eine weitere Stunde an der Prüfung weitergeschrieben und
diese erst 20 bis 30 Minuten vor Prüfungsende abgebrochen. Dieses Ver-
halten ist nicht nachvollziehbar und auch nicht mit dem Prüfungsdruck oder
anderen Umständen erklärbar. Daran ändert auch der vom Beschwerde-
führer eingereichte E-Mail-Verkehr mit dem Prüfungsleiter nichts, in dem er
sich über die Prüfungsaufsicht erkundigt.
In dieses Bild passt auch, dass er sich nicht in unmittelbarer Nähe der ETH
im Raum Zürich ärztlich behandeln liess, sondern eine einstündige Zug-
fahrt nach Basel in Kauf nahm, um sich von seinem Hausarzt untersuchen
zu lassen, was gegen das Vorliegen eines medizinischen Notfalls spricht.
Der vom Beschwerdeführer eingereichte Profilverlauf zeigt zwar vier Tele-
fonanrufe am Datum der Prüfung an Nummern, welche sich Ärzte und Ärz-
tinnen in Zürich zuordnen lassen, die sich auf Magen-Darm-Probleme spe-
zialisiert haben. Damit kann nicht ausgeschlossen werden, dass er sich,
wie behauptet, um einen Termin in Zürich bemühte. Der Zeitpunkt dieser
Anrufe erfolgte indessen zwischen 11:21 Uhr und 11:27 Uhr, was ange-
sichts des um 12:30 Uhr wahrzunehmenden Termins beim Hausarzt sowie
der rund einstündigen Zugfahrt von Zürich nach Basel die Frage aufwirft,
wie ernsthaft diese Bemühungen ausfielen. Ohnehin ist mit dem Auszug
des Profilverlaufs noch nicht erwiesen, dass er die Anrufe tatsächlich
durchgeführt hat. Die von der Beschwerdegegnerin aufgeworfenen Zweifel
an den Schilderungen des Beschwerdeführers erscheinen unter diesen
Umständen berechtigt.
6.3.2 Was die eingereichten Arztzeugnisse betrifft, so ist zunächst darauf
hinzuweisen, dass sich das am Tag der Prüfung vom Hausarzt ausgestellte
und der Beschwerdegegnerin offenbar eingereichte Zeugnis vom 21. Au-
gust 2019 nicht in den Akten befindet. Obwohl bereits die Vorinstanz in ih-
rem Entscheid auf diesen Umstand hinweist, hat der Beschwerdeführer
dieses dem Bundesverwaltungsgericht bis heute nicht eingereicht. Er kann
daraus entsprechend nichts zu seinen Gunsten ableiten.
Ohnehin handelt es sich bei einem Arztzeugnis nicht um ein absolutes Be-
weismittel und es bleibt eine Frage der Beweiswürdigung, ob eine Rechts-
mittelbehörde darauf abstellt oder nicht (vgl. statt vieler Urteil des BGer
8C_607/2021 vom 19. Januar 2022 E. 5.2 m.w.H.). Die Vorinstanz hat
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überzeugend begründet, weshalb dem fünf Tage nach der Prüfung datier-
ten Arztzeugnis vom 26. August 2019 und jenem vom 21. Oktober 2019
lediglich ein geringer Beweiswert einzuräumen ist. So enthalten diese we-
der eine klare Diagnose, noch ist daraus ersichtlich, welche Untersuchun-
gen der Hausarzt selbst vorgenommen hat. Insoweit der Hausarzt am Tag
der Prüfung Krankheitssymptome bestätigt, scheinen sich diese Feststel-
lungen sodann einzig auf die Schilderungen des Beschwerdeführers zu
stützen. Für eine Einschätzung zu seinem Gesundheitszustand während
der Prüfung sind die Zeugnisse entsprechend wenig aussagekräftig und
eignen sich insbesondere nicht dazu, hinreichend nachzuweisen, dass der
Beschwerdeführer während der Prüfung unter Herzrasen, Angstzustän-
den, Übelkeit und Erbrechen litt. Es ist nicht ersichtlich, dass eine Rück-
frage beim Hausarzt zu einer anderen Einschätzung führen würde, wes-
halb in antizipierter Beweiswürdigung auf das Einholen dieses Beweismit-
tels verzichtet werden kann. Entsprechend verhält es sich auch mit dem
vom Beschwerdeführer geforderten Einholen einer Fachmeinung, welche
rückblickend keine Aussagen über den Gesundheitszustand am Tag der
Prüfung machen kann.
Der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die Arztzeugnisse vom
21. und 26. August 2019 für die Abmeldung in Bezug auf die im Anschluss
an das Examen vom 21. August 2019 stattgefundene Prüfung «(...)» ak-
zeptierte, führt im Übrigen nicht zu einem anderen Ergebnis. Wie dargelegt,
eignen sich die Zeugnisse für eine Aussage über die Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers zum Zeitpunkt der Prüfung nicht. Im Übrigen lassen
sich die Voraussetzungen für die Annahme eines wichtigen Grundes zum
Abbruch einer bereits begonnenen Prüfung und einer Abmeldung vor einer
Prüfung nicht vergleichen, so dass sich die Beweiswürdigung unterschei-
den kann.
6.4 Aufgrund der dem Bundesverwaltungsgericht vorliegenden Akten lässt
sich damit nicht mit der erforderlichen Gewissheit schliessen, dass der Be-
schwerdeführer während der Prüfung vom 21. August 2019 unter der gel-
tend gemachten erheblichen gesundheitlichen Störung litt. Entsprechend
kann auch nicht gefolgert werden, dass seine Gesundheit während der
Prüfung derart beeinträchtigt war, dass dies zu einer Einschränkung der
Leistungsfähigkeit führte, welche ihm die Beendigung der Prüfung verun-
möglichte. Ein medizinischer Notfall und damit das Vorliegen eines wichti-
gen Grundes im Sinne von Art. 10 der Leistungskontrollenverordnung ETH
Zürich ist unter diesen Umständen zu verneinen. Die von der Vorinstanz
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durchgeführte Beweiswürdigung ist nach dem Gesagten nicht zu bean-
standen und sie kam zu Recht zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin
die Prüfung werten durfte. Weder die Rüge der Sachverhaltswidrigkeit
noch derjenigen der Willkür erweisen sich im Übrigen als berechtigt.
7.
Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist
abzuweisen.
8.
Es bleibt über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des Beschwerdever-
fahrens zu befinden.
8.1 Bei diesem Verfahrensausgang wären die Kosten dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Mit Zwischenverfügung vom
4. März 2021 wurde ihm die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von
Art. 65 Abs. 1 VwVG gewährt. Somit sind keine Verfahrenskosten zu erhe-
ben.
8.2 Eine Parteientschädigung ist weder dem unterliegenden
Beschwerdeführer (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 VGKE e
contrario) noch der obsiegenden Beschwerdegegnerin (Art. 7 Abs. 3
VGKE) zuzusprechen.
9.
Die Beschwerde an das Bundesgericht gegen Urteile betreffend die Ergeb-
nisse von Prüfungen und Fähigkeitsbewertungen ist ausgeschlossen
(Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG,
SR 173.110]). Diese Ausnahme gelangt auch zur Anwendung, wenn – wie
vorliegend – ein Entscheid in Frage steht, der auf einer Bewertung der
geistigen oder körperlichen Fähigkeiten eines Kandidaten beruht, nament-
lich auch die Exmatrikulation aus der Hochschule (vgl. auch BGE 138 II 42
E. 1.1 m.H.; Urteil des BGer 2C_176/2007 vom 3. Mai 2007 E. 2; Urteil des
BVGer A-4366/2020 E. 11; THOMAS HÄBERLI, in: Basler Kommentar, Bun-
desgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, Rz. 296 zu Art. 83). Das Urteil ist damit
endgültig.
(Dispositiv nächste Seite)
A-344/2021
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