Decision ID: 758e4cc1-3481-4cc0-93bc-ff7abe263dcf
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 19
75
,
reiste im Jahr 1998 aus Deutschland in die Schweiz ein (
Urk.
7/2/1,
Urk.
7/2/3), wo er ab dem Jahr 1999
als Last
wagen
chauffeur
arbeitete (
Urk.
7/2/4
)
.
Der damals in
Y._
wohnhaft ge
wesene
Versicherte mel
dete sich am
27. Dezember 2007
(Eingangs
datum)
unter Hinweis
auf
Behin
derun
gen durch
eine
nicht dislozierte
Querfraktur des Os
naviculare
rechts
(erlit
ten bei einem Unfall a
m 1
2.
Dezember 2000) und
ein
e
Radiusköpfche
n
fraktur links (er
litten bei einem
Unfall
a
m 2
5.
August 20
03
)
bei der Sozial
ver
siche
rungs
anstalt des Kantons Aargau, IV-Stelle, zum
Rentenbezug
an
(
Urk.
7/35
, Aktenver
zeich
nis zu Urk.
7
/
1-155
)
.
Im Zuge ihrer Abklärungen
holt
e die
IV-Stelle
des Kantons Aargau
insbeson
dere das Gutach
ten
der MEDAS
Z._
vom 1
4.
Juni 2012 (
Urk.
7/89) ein.
Aufgrund ihrer Abklärungen
ermittelte die
IV-Stelle
des Kantons Aargau
einen Invaliditäts
grad von 12
%
.
Mit Verfügung vom 1
9.
Februar 2013 wies
sie
das Rentenbegehren des Ver
sicher
ten ab (
Urk.
7/102). Die vom Versicher
ten dagegen erhobene Beschwerde
wies das Versicherungs
gericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 1
2.
November 2013 ab (
Urk.
7/109). Hiergegen erhob der Versicherte am 1
4.
Januar 2014 Beschwerde beim Bundes
gericht (Urk.
7/110), welches die Beschwerde
mit Urteil vom 2
1.
Feb
ruar 2014 abwies (Urk.
7/111).
1.2
In der Folge verlegte der Versicherte
im Jahr 2016
seinen Wohnsitz nach
A._
und arbeitete von Januar 2017 bis November 20
18
in einem Teil
zeit
pensum für einen Schülertransport aus
B._
(Urk.
7/116
, Urk.
7/119/5
).
Am
1
2.
Februar 2019
(Eingangsdatum)
meldete er sich unter Hinweis auf die Folgen der Unfälle vom 12. Dezember 2000 und 25. August 2003
erneut bei der Eid
genössi
s
chen Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug an (Urk. 7
/
1
18
,
Akten
ver
zeich
nis zu Urk. 7/1-155
).
Die nunmehr zuständige
Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
forderte den Ver
sicherten am 2
9.
April 2019 auf, Beweismittel, welche eine wesentliche Verände
r
ung seit der letzten Verfügung
vom 1
9.
Februar 2013 glaubhaft machen, einzureichen (
Urk.
7/133)
.
In der
Folge ging der IV-Stelle
das Schreiben von
Dr. med. C._
, Allgemeine Innere Medizin FMH,
vom
8.
Mai 2019 zu (
Urk.
7/134).
Daraufhin holte sie den IK-Auszug vom
2
1.
Juni 2019 ein (Urk.
7/135).
In ihrer Stellung
nahme
vom
selben Tag
hielt
D._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle
Zürich
so
dann
fest, das
s
eine wesentliche Veränderung nicht ausgewiesen sei (
Urk.
7/136)
.
Danach stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 1
3.
August 2019 die Abweisung seines Leistungsbegehrens vom 1
2.
Februar 2019 in Aussicht (
Urk.
7/137).
Dagegen erhob der Versicherte am 2
9.
August 2019
Einwand (Urk. 7/140). Mit seiner
Einwandbegründung
vom
1
2.
November 2019
(
Urk.
7/147
)
legte der Versicherte die Stellungnahme von
Dr.
C._
vom 3
0.
Oktober 2019 (
Urk.
7/148)
auf.
Die IV-Stelle
legte diese Stellungnahme dem RAD vor. RAD-Arzt
med.
pract
.
E._
, Facharzt für Arbeitsmedizin
,
hielt am
2
7.
Januar 2020
fest,
dass keine neuen medizinischen Sachverhalte vor
liegen würden (
Urk.
7
/
151/3
)
. Hernach wies die IV-Stelle
das
neue Leistungs
begehren von
X._
m
it Verfügung vom 1
2.
März 2020 (
Urk.
2)
wie vor
beschieden ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
11
.
Mai
2020 Beschwerde und beantragte, in Auf
hebung d
er angefochtenen Verfügung vom 12. Mä
r
z
2020 sei
die vorliegende Streitsache zu weiteren Abklärungen (insbesondere einer polydisziplinären Be
gutachtung) an die IV-Stelle zurückzuweisen
(Urk. 1 S. 2)
. Mit Beschwerde
antwort vom
1. Juli
2020 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (Urk.
6
, unter Beilage der IV-Akten, Urk. 10/1-227), was dem Beschwerdeführer am 8. Juli 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und
Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend ob
jektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut
bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Gemäss Art. 87 Abs. 2
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
muss mit einem Revisionsgesuch und gemäss Art. 87 Abs. 3
IVV
mit einer Neuan
meldung glaubhaft gemacht werden, dass sich der Invaliditätsgrad anspruchs
relevant verändert hat. Der versicherten Person kommt ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Die
Eintretensvoraussetzung
des Glaubhaftmachens soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, mithin keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1).
Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement be
treffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungs
abweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Per
son zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzu
treten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2).
Ist die Änderung nicht glaubhaft gemacht, wird auf das Revisionsgesuch oder die erneute Anmeldung nicht eingetreten (BGE 133 V 64 E. 5.2.5). Dabei wird die Verwaltung unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der
Eintretensfrage
durch
die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV
Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Eintretensfrage
, wenn die Verwaltung auf die Neu
anmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.4
Die zeitliche Vergleichsbasis für die Frage, ob eine rentenrelevante Veränderung des Sachverhalts glaubhaft ist, bildet der Zeitpunkt der letzten umfassenden materiellen Prüfung. Der Vergleichszeitraum erstreckt sich grundsätzlich bis zur Prü
fung und Beurteilung des Gesuchs, d
as heisst
bis zum Erlass der Verfügung be
treffend die
Neuanmeldung
. Für die beschwerdeweise Überprüfung einer
Nicht
eintretensverfügung
ist somit der Sachverhalt, wie er sich der Verwaltung bot, respektive die Aktenlage bei Erlass dieser Verfügung massgeblich (Urteil des Bundesgerichts 9C_799/2016 vom 21. März 2017 E. 2.1
)
.
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 1
2.
März 2020 führte
die Beschwerde
gegnerin im Wesentlichen aus, dass sie aufgrund der erhaltenen Unterlagen nicht von einer veränderten Situation seit der Verfügung vom
19. Februar 2013
aus
gehe
. Damals habe die IV-Stelle Aargau den Leitungsanspruch abgelehnt, weil der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit noch zu 100% arbeitsfähig gewesen sei. Die Tätigkeit gelte als angepasst, wenn sie einfach und repetitiv sei und keine beruflichen Vorkenntnisse erfordere. Sie gehe davon aus, dass dem Beschwerdeführer eine solche angepasste Tätigkeit weiterhin zumutbar sei. Es be
stehe daher weiterhin kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Mit seinem
Einwand
vom 1
2.
November 2019 habe der Beschwerdeführer die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens inklusive einer neuen soma
tischen und psychiatrischen Begutachtung beantragt (
Urk.
2 S. 1). Ein solches Vorgehen sei allerdings nur angezeigt, wenn ein Revisionsgrund vorliege. Ein solcher Revisionsgrund fehle hier, weil die medizinische Situation laut RAD un
verändert sei (
Urk.
2 S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer
bringt demgegenüber im Wesentlichen vor, dass aufgrund der Berichte und
der
Stellungnahme von
Dr.
C._
seit der über sieben Jahre zurück
liegenden, letzten IV-Verfügung (vom
1
9.
Februar 2013) eine Veränderung der ge
sundheitlichen Situation vorliege. Zwischenzeitlich habe
zwar
eine Verbes
serung er
reicht werden können, zumal er gar einer Arbeitstätigkeit habe nach
gehen kön
nen.
Danach
habe sich aber insbesondere die psychische Situation
wie
der geändert (
Urk.
1 S.
5). Auch wenn
aktuell
keine psychiatrische Behand
lung stattfin
d
e, erfolge doch eine Anti
depres
siva-Th
erapie, weshalb zu
min
dest eine massgebende Verschlech
terung angenom
men werden müsse. Damit die Beschwerde
gegnerin nun auf
grund der relevanten Änderung des tatsäch
lichen und medizinischen Sach
verhalts
im Sinne der aktuellen bundesge
richt
lichen Rechtsprechung
das strukturierte
Beweisverfahren durchführen könne, müsse zu
nächst eine umfassende medizinische Abklärung sta
ttfinden. Erst wenn näm
lich ein bi- beziehungsweise polydisziplinäres Gutach
ten mit mindestens den Fach
disziplinen Psychiatrie und Rheumatologie durch
geführt worden sei, würden ver
lässliche und vor allem aktuelle medizinische An
gaben zu den Auswirkungen der Gesundheitsschädigung auf die Arbeits
fähigkeit wie auch den Wechsel
wirkungen der somatischen und psychischen Beschwerden bestehen. Hernach könne anhand des strukturierten Beweisverfahrens geprüft werden, ob aus psychischer Sicht ein iv-relevanter Gesundheitsschaden ausge
wiesen sei. Zudem müssten sodann bei der Prüfung der Erwerbsunfähigkeit die somatischen
Ein
schrän
kungen der Arbeits- und Leistungsfähigkeit mitbe
rück
sichtigt werden (
Urk.
1 S. 6).
3.
3.1
Verwaltungsverfügungen sind nicht nach ihrem bisweilen nicht sehr treffend ver
fassten Wortlaut, sondern - vorbehältlich des Vertrauensschutzes - nach ihrem wirklichen rechtlichen Bedeutungsgehalt zu verstehen
(BGE 141 V 255 E. 1.2; 132 V 74 E. 2; 120 V 496 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_777/2019 vom 24. November 2020 E. 5.2.1 mit weiteren Hinweisen
).
3.2
Gemäss Dispositiv
der angefochtenen Verfügung vom 12. März 2020
(Urk. 2) lau
tet der Entscheid der Beschwerdegegnerin auf Abweisung des
(neuen) Leistungs
begehrens des Beschwerdeführers
. Die Begründung erschöpft sich aller
dings in de
r
Feststellung, dass
aufgrund der erhaltenen Unterlagen nicht von einer verän
derten Situation seit der Verfügung
der
IV-Stelle des
Kantons Aargau
vom
19. Februar 2013
(Urk. 7/102)
ausge
gangen werden könne
(Urk. 2 S. 1)
.
Dies
spricht
dafür, dass
der Beschwerdeführer nach Ansicht der Beschwerdegegnerin
mit seinem neuen Leistungsbegehren vom
12. Februar 2019 (Urk. 7/118)
sowie
dem Schreiben seines Hausarztes Dr.
C._
vom 8. Mai 2019 (Urk. 7/134)
und dessen Stellung
nahme vom 30. Oktober 2019 (Urk. 7/148/1)
eine wesentliche Veränderung nicht glaubhaft gemacht
hat
.
Ihre
Feststellung
hat
die Beschwerde
geg
nerin zudem
nicht aufgrund eigener Abklärungen zum medizinischen Sach
verhalt
getroffen
.
Nach der
Neuanmeldung
beschränkte
sie
sich darauf,
bei der
IV-Stelle
des Kantons Aargau (
Urk.
7/12
5
)
und
-
zumal diese auch Grundlage für die abweisende Verfügung vom 19. Februar 2013 gebildet hatten
-
bei
der
Suva
die
Akten
(Urk. 7/121/1, Urk. 7/122/1-2)
einzuholen und zu sichten (vgl.
Urk. 7/136/2
). Weiter zog sie
den IK-Auszug vom 21. Juni 2019
(Urk. 7/135)
bei
. Das Schreiben
von Dr.
C._
vom 8. Mai 2019 (Urk. 7/134)
und
seine
Stellung
nahme
vom 30. Oktober 2019 (Urk. 7/148/1)
legte
die Beschwerde
gegnerin
je
weils dem RAD vor.
Dieser hielt in seinen Stellung
nahmen vom 21. Juni 2019 und 2
7.
Januar 2020
fest, dass eine wesentliche Verän
derung nicht
ausgewiesen sei
beziehungsweise keine neuen medizinischen Sachverhalte
vorliegen würden
(Urk. 7/136
,
Urk.
7/151/3
).
Nach dem Gesagten wurde mit de
r
angefochtenen
Verfügung
vom 12. März 2020 (Urk. 2)
somit nicht die Abweisung
des
neuen Leistungsbegehren
s
des Beschwer
deführers vom 12. Februar 2019
verfügt. Nach deren tatsächlichen rechtlichen Gehalt wurde
da
mit
-
trotz anders lauten
dem Dispositiv -
auf
die Neuanmeldung
nicht eingetreten, weil
der Beschwerdeführer
nicht glaub
haft machen konnte, dass sich der Grad der Invalidität seit der Verfügung
vom 19. Februar 2013 (Urk. 7/102)
in einer für den Rentenan
spruch erheblichen Weise geändert hat.
Zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf das neue Leistungsbegehren eingetreten ist.
4
.
4.1
4.1.1
Vergleichsbasis ist vorliegend die Verfügung der
IV-Stelle
des Kantons Aargau vom 19. Februar 2013, mit welcher der Anspruch des Beschwer
deführers auf eine Invalidenrente bei einem festgestellten Invaliditätsgrad von 12 % abgewiesen wurde (Urk. 7/102). Vorgängig wurde das Gutachten der MEDAS
Z._
vom 14. Juni 2012 (Urk. 7/89) eingeholt.
4.1.2
Am Gutachten der MEDAS
Z._
vom 14. Juni 2012 (Urk. 7/89) wa
ren die
Dres
. med.
F._
, Innere Medizin und Klinische Pharmakologie FMH, Ärztlicher Leiter, Zertifizierter Gutachter SIM,
G._
, Facharzt für Innere Medizin
sowie
Facharzt für psychosomatische Medizin
und
Rehabilitationswesen, Zertifizierter Gutachter SIM,
H._
, Handchirurgie FMH, und
I._
, Psychia
trie und Psychotherapie FMH, beteiligt (
Urk.
7/52).
Die Gutachter stellten die fol
genden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
7/89/34
):
-
Fehlverheilte Radiusköpfchenfraktur (Mason und
Hotchkiss
Typ II)
mit
g
e
ringgradiger
Gelenksarthrose und
Bewegungseinschränkung im Ellbogen
gelenk links (ICD-
10: T92.1), bestehend seit 2003
-
Dysthymie
(ICD-10: F34.1)
,
bestehend seit 2005
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter (
Urk.
7/89/34):
-
Status nach abgeheilter
Skaphoid
-Fraktur rechtes Handgelenk mit sekun
därer, degenerativer Zystenbildung im ehemaligen Frakturbereich, asymp
tomatische, vorbestehende Os
lunatum
Zyste rechts T92.2, bestehend seit Dezember 2000
-
Chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (
ICD-10: F45.41), bestehend seit 2005
Dazu ist der Beurteilung der Gutachter zu entnehmen,
dass sich in psychischer Hinsicht aus einer seit 2005 beschriebenen Anpassungsstörung eine anhaltende affektive Symptomatik im Sinne einer leichten
Dysthymie
entwickelt habe. Aus
serdem müsse unter Berücksichtigung aller objektiven Befunde, Vorbefunde und Beschwerdeangaben des Beschwerdeführers von einer chronischen Schmerz
störung mit psychischen und somatischen Faktoren ausgegangen werden, welche die Diskrepanzen zwischen subjektiven Beschwerden, subjektiver Beeinträch
ti
gung und objektiven Befunden und damit erklärbaren Funktions
einsch
ränkungen erkläre. Es handle sich nicht um eine Aggravation oder Simulation. Es bestehe allerdings im Zusammenhang mit den Unfallfolgen eine vom Be
schwerdeführer klar geäusserte Entschädigungshaltung.
Die Schmerz
sympto
matik
alleine werde aus Gutachtersicht die theoretische Arbeitsfähigkeit nicht relevant einschränken können. Es würden die negativen Faktoren, welche die Überwindbarkeit schmerz
bedingter Beeinträchtigungen erschweren oder verun
mög
lichen würden, fehlen. Dagegen habe die anhaltende affektive Störung
eine gewisse einschränkende Wirkung bei allen Arten von Arbeitstätigkeiten aufgrund einer Antriebs
hemmung, Verlangsamung und möglicher Konzentra
tionsstörung. Sie werde auf 20
%
geschätzt
(
Urk.
7/89/42).
Der Befund am linken Ellbogen führe zu einer Einschränkung für Tätigkeiten, die beidhändig ausgeübt werden müssten. Dazu gehöre auch die frühere Tätigkeit als Berufskraftfahrer mit Lade- und Entlade
arbeiten. Die konkrete letzte Tätigkeit sei nur noch eingeschränkt zumutbar. Reine Fahrtätigkeiten sollten dagegen uneingeschränkt zumutbar sein. Dies demonst
riere der Beschwerdeführer auch, indem er seinen privaten Personenwagen be
nützte. Durch die Funktionseinschränkung am linken Ell
bogengelenk werde die theoretisch zumutbare Restarbeitsfähigkeit für eine Kraft
fahrertätigkeit leistungs
mässig um 50
%
eingeschränkt. Angepasste Tätig
keiten, bei denen die linke obere
Extremität nur wenig in Anspruch genommen werden müsse, seien dagegen un
eingeschränkt möglich. Hier sei lediglich die Einsch
ränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischen Gründen
zu berücksichtigen (
Urk.
7/89/43).
4
.2
4
.2.1
Nach seiner Neuanmeldung vom 12. Februar
2019
(Urk. 7/118) legte der Beschwerde
führer
folgende
Stellungnahme
n
seines Hausarztes Dr.
C._
auf:
4.2.2
In seinem Schreiben vom
8.
Mai 2019 führte
Dr.
C._
aus, dass er den Beschwerdeführer erst seit Februar 2017 als Hausarzt betreue. Er behandle den Beschwerdeführer vor allem wegen seinen somatoformen Schmerzstörungen und der depressiven Symptomatik. Vom
1.
August
2017 (richtig wohl: Januar 2017, vgl. den Lebenslauf des Beschwerdeführers,
Urk.
7/116/1) bis Oktober 2018
habe
der Beschwerdeführer
in einem Pensum von ca. 50
%
als Schulbusfahrer
gearbei
tet
. Dies sei an der körperlichen und psychischen Belastungsgrenze des Beschwerdeführers gelegen. Leider sei ihm diese Stelle im Oktober 2018 gekün
digt worden. Seitdem sei er arbeitslos. Im Rahmen eines Weiterbildungskurses sei i
h
m zu einer erneuten IV-Anmeldung geraten worden. Aus medizinischer Sicht habe sich in den letzten
zwei
Jahren keine wesentliche Befundänderung gezeigt. Der Beschwerdeführer
klage
über Schmerzen an den Unterarmen beidseits, teil
weise in die Schulter ziehend. Zudem bestehe eine psychische Niedergeschlagen
heit sowie eine chronische Schlafstörung. Eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepasste
n
Tätigkeit sei nicht realistisch respektive zumutbar (
Urk.
7/134).
4
.2.
3
In seiner Stellungnahme zuhanden des Rechtsvertreters
des Beschwerdeführers vom 3
0.
Oktober 2019 stellte
Dr.
C._
die folgenden Diagnosen
(
Urk.
7/148/1
)
:
-
Somatoforme Schmerzerkrankung
-
Status nach Fraktur Os
Scaphoideum
2000
-
Status nach Radiusköpfchenfraktur 2003
-
Verdacht auf Depression und Affektlabilität
Die Frage des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers, ob dieser
eine angepasste Tätigkeit ausüben könne (Urk. 7/149/2), beantwortete
Dr.
C._
mit «Ja» (Urk. 7/148/1). Dr.
C._
führte
weiter
aus, dass aufgrund der chronischen Schmerz
empfindung an den Unterarmen beidseits das Tragen von schweren Las
ten nicht möglich sei. Seit seiner Behandlungsübernahme am 1
5.
Februar 2017 bestehe eine Verschlechte
rung der Beschwerdesymptomatik. Die Schmerz
therapie
sei
von Paracetamol (
Dafalgan
) auf Paracetamol/Tramadol (
Zaldiar
) gesteigert w
o
rden. Die psychische Verfassung des Beschwerdeführers habe sich in den letz
ten zwei Jahren deutlich verschlechtert
.
Durch den früheren Hausarzt sei eine
Arbeitsunfähigkeit von 50
%
bis auf weiteres attestiert worden. Dies sei von ihm fortgeführt worden. Der Beschwerdeführer sei
nicht
über mehrere Stunden voll belastbar. Die Beschäf
tigung bei einem Schultransportdienst in einem 50%-Arbeitspensum sei für den Beschwerdeführer ideal gewesen. Die Prognose bezüg
lich somatoformer Schmerzerkrankung sei schlecht. Es sei mittel
-
bis langfristig von keiner Besserung auszugehen.
Auf die Frage des Rechtsvertreters, welche Medikamente er verschreibe
(
Urk.
7/149/2)
, antworte
Dr.
C._
: «
Dafalgan
1g in Reserve,
Zaldiar
in Reserve»
(Urk. 7/148/1)
.
Dr.
C._
wurde ebenfalls gefragt, ob weitergehende medizinische Abklärungen indiziert seien (
Urk.
7/149/2). Darauf antwortete er, dass er e
in
en
mögliche
n
Ansatz am ehesten über eine psychiat
rische Beurteilung
sehe
. Aber auch bei der Diagnose einer Depression seien die Chancen in der letzten Zeit eher gesunken (
Urk.
7/148/1
).
4
.2.
4
In seinem
nach Erlass der angefochtenen Verfügung
zuhanden des Rechts
vertreters des Beschwerdeführers
verfassten Schreiben
vom 5. Mai 2020
führte
Dr.
C._
sodann aus, dass seit dem 1
5.
Februar 2017 eine Verschlechterung der Beschwerdesymptomatik
eingetreten sei
. Der Beschwerdeführer
klage
über ein zunehmendes brennendes Gefühl an den Unterarmen beidseits. In einer fixen Medikation habe die Schm
erztherapie von Paracetamol (
Da
falgan
) auf Paraceta
mol/Tramadol (
Zaldiar
) gesteigert werden müssen. Dies sei zum Zeitpunkt seines Schreibens vom Mai 2020 (gemeint ist:
2019
)
noch nicht der Fall gewesen. Auch die psychische Verfassung des Beschwerdeführers habe sich in den letzten zwei Jahren deutlich
verschlechtert. Aufgrund von Schlafstörungen habe er eine The
rapie mit
Trittico
50mg zur Nacht etabliert, auch um eventuell einen mildern
den Effekt auf die Schmerzen zu erlangen. Die Diagnose Affektlabilität finde er in den Gutachten wieder.
Zudem
bestehe
die Diagnose einer schweren neuropsycho
lo
gi
schen Störung und andauer
nden Persönlichkeitsveränderung nach Extrem
be
lastung.
Es könnte mithin durchaus eine Depression vorliegen (
Urk.
3/5).
5.
5.1
Zwar attestierten die Gutachter der MEDAS
Z._
dem Beschwerde
führer - wie festgehalten
(E. 4.1.2)
-
in psychischer Hinsicht aufgrund der von ihnen festgestellten anhaltenden affektiven Störung eine 20%ige Arbeitsunfähig
keit. Der
Verfügung der
IV-Stelle
des Kantons Aargau vom 19. Februar 2013 ist aber zu entnehmen, dass sie
die
Arbeitsunfähigkeitsschätzung angesichts der
von den Gutachtern gestellten Diagnosen
eines
chronische
n
Schmerzsyndrom
s
mit somatischen und psychologischen Anteilen sowie
einer
leichtgradige
n
Dysthy
mie
,
der damaligen Rechtsprechung des Bundesgerichts
(sog. Überwindbarkeits
vermutung
, vgl. BGE 130 V 352, 131 V 49)
entsprechend,
einer Prüfung unter
zogen hat.
Dabei
gelangte
sie
zum Schluss, dass weder eine psychische Komor
bidität vorliege noch die anderen Kriterien (gemäss jener Rechtsprechung des Bundesgerichts) erfüllt seien, welche die Überwindung der Schmerzen einschrän
ken oder verunmöglichen würden (
Urk.
7/102/2). Zudem hielt sie unter Hinweis auf Bundesgerichtsurteile fest, dass eine
Dysthymie
nicht inval
idisierend sei
und keine p
sychische Komorbidität darstell
e (
Urk.
7/102/4).
5.2
5.2.1
RAD-Arzt med.
pract
.
E._
hielt in seiner Stellungnahme vom 2
7.
Januar 2020 fest, dass weiterhin Beschwerden an den Händen/Unterarmen sowie eine psychische Symptomatik
vorliege
. Bereits im Rahmen der Begutachtung im Jahr 2012 seien letztlich die gleichen Diagnosen/Einschränkungen genannt worden. Ledig
lich die damals genannte Diagnose einer
Dysthymie
werde durch den Haus
arzt aktuell ersetzt durch die Diagnose Verdacht auf Depression und Affekt
labilität. Hierbei handle es sich lediglich um eine Verdachtsdiagnose, eine ICD-10-Codierung liege nicht vor und die Diagnose werde auch nicht von einem Fach
arzt für Psychiatrie gestellt. Bezüglich der psychiatrische
n
Symptomatik finde keine fachärztliche Behandlung statt
,
ebenso
keine medikamentöse Therapie. Auch
sei
die medikamentöse Schmerzbehandlung lediglich eine Bedarfs
medi
ka
tion (Medi
kamente in Reserve). Somit sei aus versicherungs
medizinischer Sicht ein ent
spre
chender Leidensdruck des Beschwerdeführer
s zu hinterfragen.
Dr.
C._
bestätige weiterhin eine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Diesbezüglich würden keine Einschränkungen genannt. In seiner Stellungnahme vom 30.
Oktober 2019 habe
Dr.
C._
von einer Verschlechterung der Beschwerde
sympto
matik gesprochen. Demgegenüber habe er
in seinem Schreiben vom
8.
Mai 2019 bescheinigt, dass sich aus medizinischer Sicht
in den letzten zwei Jahren keine wesentliche Befundänderung ergaben habe. Damit stehe die Stellungnahme von
Dr.
C._
vom 3
0.
Oktober 2019 in einem direkten Wider
spruch zu seinem Schreiben vom
8.
Mai 2019
(
Urk.
7/151/3).
5.2.2
Zwar sind rechtsprechungsgemäss m
it dem Beweismass des Glaubhaftmachens
insofern
herabgesetzte Anfor
derungen
an den Beweis verbunden
, als dass d
ie Tatsachenänderung nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit (BGE 138 V 218 E. 6) erstellt sein
muss
.
Es genügt
vielmehr
, dass
für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachum
standes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen
,
auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen
lassen
(Urteil des
Bundesgerichts 8C_175/2019 vom 3
0.
Juli 2019 E. 1.1)
.
Aber auch wenn
dies berücksichtigt wird,
muss festgehalten werden, dass dem Beschwerde
führer mit dem Schreiben von
Dr.
C._
vom
8. Mai 2019 (
Urk.
7/134)
und dessen Stellung
nahme vom 3
0.
Oktober 2019 (
Urk.
7/148)
eine Änderung, geschweige denn eine
erhebliche Änderung im Sinne von
Art.
87
Abs.
2 IVV (vgl. dazu ebenfalls
:
Urteil des Bundesgerichts 8C_175/2019 vom 3
0.
Juli 2019 E. 1.1)
seit der leistungsab
weisenden Verfügung vom
19. Februar 2013 (
Urk.
7/102) nicht glaubhaft machen konnte.
Wie
RAD-Arzt med.
pract
.
E._
in seiner Stellungnahme vom 2
7.
Januar 2020 nachvollziehbar fest
ge
halten
hat
,
handelt es sich bei den von
Dr.
C._
beschriebenen Beschwerden des Beschwerdeführer
s
weiterhin um die gleichen Besc
hwerden, welche bereits bei dem Erlass der
Verfügung
vom
19. Februar 2013 (
Urk.
7/102) bestanden. Bezüglich der
einzig
geltend gemachten Verschlechterung in psychischer Hinsicht fehlt
es
an einer fachärztlichen Diag
nose und einer Behandlung durch eine Psychia
terin oder einen Psychiater, welche die
behauptete
Zunahme des psychischen Leidens
als plausibel erscheinen lassen würden. Und schliesslich verstrickte sich
Dr.
C._
in Ausführungen bis zu seiner Stellungnahme vom 3
0.
Oktober 2019 (
Urk.
7/148
) in derart vielen Wider
sprüchen, dass auch deswegen
die Glaub
haft
machung einer
erheblichen
Än
derung
des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers und/oder dessen er
werblichen Auswirkungen
nicht gelingt.
Daran würde auch nichts ändern, wenn die erst nach
Erlass
der angefochtenen Verfügung verfasste Stellungnahme
von
Dr.
C._
von 5. Mai 2020
(
Urk.
3/5)
im vorliegenden Verfahren zu berück
sichtigen wäre (vgl. aber E. 1.4).
5.
3
Der Vollständigkeit halber ist a
nzufügen
, dass die neue Rechtsprechung des Bundesgerichts zu den somatoformen Schmerzstörungen (BGE 141 V 281)
für sich al
lein keinen Neuanmeldungs- oder Revisionsgrund darstellt (BGE 141 V 585 E. 5.3). Gleiches gilt für die Rechtsprechungsänderung gemäss BGE 143 V 409 und BGE 143 V 418, wonach grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_495/2018 vom 2
4.
Januar 2019 E. 5.5 mit Hinweis).
5.4
Demnach erweist sich die angefochtene Verfügung vom 1
2.
März 2020 (
Urk.
2) im Sinne von E. 3.2 als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das vorliegende Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Sie sind dem unterlegenen Beschwerde
führer
aufzuerlegen.