Decision ID: 2570c72f-a840-49d2-98eb-483c628101fa
Year: 2022
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
Am 17. Oktober 2017 meldete sich A._ zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle
des Kantons St. Gallen an (IV-act. 3). Die behandelnde Dr. med. B._, Fachärztin für
Gynäkologie und Geburtshilfe, berichtete am 4. Juni 2018, die Versicherte leide an
chronischen «invalidisierenden» Unterbauchschmerzen bei pelvinem Adhäsionssitus
(IV-act. 16-1 ff.; siehe auch den Verlaufsbericht vom 27. August 2018, IV-act. 21). Prof.
Dr. med. C._, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Frauenfeld, stellte im
Bericht vom 26. Juni 2018 zur urogynäkologischen Sprechstunde als Hauptdiagnose
ein chronic-pelvic-pain-Syndrom nach multiplen operativen Eingriffen, «Dyspareunie
bis hin zuletzt GV-Unmöglichkeit». Er empfahl eine Zurückhaltung bezüglich operativer
Sanierung und eine Physiotherapie mit Fokus auf das chronic-pelvic-pain-Syndrom
und gleichzeitiger Mitbehandlung der Belastungsinkontinenz (IV-act. 29).
A.a.
Im Auftrag der Krankentaggeldversicherung fand am 30. Juli 2018 eine
orthopädische Begutachtung der Versicherten in der AEH Zentrum für Arbeitsmedizin,
Ergonomie und Hygiene AG statt. Die orthopädische Sachverständige schloss aus
orthopädischer Sicht eine Diagnose, welche die Arbeitsfähigkeit beeinflussen würde,
aus. Es sei davon auszugehen, dass die gynäkologischen Probleme mit einer
Beckenbodeninsuffizienz und chronischen Schmerzen überwiegen würden. Die
angestammte schwere Tätigkeit im Pflegebereich sei der Versicherten aufgrund der
Beckenbodenproblematik nicht mehr zumutbar. In einer leichten wechselseitigen
Tätigkeit sollte es der Versicherten möglich sein, ab sofort eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
A.b.
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umzusetzen. Es sei anzunehmen, dass die spezialisierten gynäkologischen Therapien
eine Verbesserung der Beckenbodenmuskulatur bewirken würden, sodass eine
Steigerung der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten möglich sein könnte
(AEH-Gutachten vom 28. August 2018, fremd-act. 3-23 ff.). Ebenfalls im Auftrag der
Krankentaggeldversicherung erfolgte am 17. August 2018 durch die Dres. med. D._,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und E._, Fachärztin für Neurologie, eine
«psychiatrisch-psychopathologische» und «verhaltensneurologisch-
leistungspsychologische» Untersuchung der Versicherten. Diese gelangten zur
Auffassung, es hätten objektiv-psychopathologisch keine Veränderungen festgehalten
werden können, die den Stellenwert für die normativ-versicherungsmedizinisch
geforderte Erheblichkeit von affektpathologischen Alterationen (und konsekutiver
handlungsbegleitender neurokognitiver und psychosozialer Funktionsdefizite) erreichen
würden und die sich damit diagnostisch für eine krankheitswertige Störung im
versicherungsmedizinischen Sinn qualifizieren könnten (Gutachten vom 22. September
2018, fremd-act. 3-7 ff.).
Der RAD-Arzt Dr. med. F._, Facharzt für Innere Medizin, hielt in der
Stellungnahme vom 25. Oktober 2018 an seiner bereits am 12. Juni 2018 geäusserten
Einschätzung (siehe hierzu IV-act. 17) fest, dass die Versicherte über eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten verfüge (IV-act. 30).
A.c.
Mit der Begründung, dass die Versicherte sich nicht in der Lage fühle, eine
Arbeitstätigkeit aufzunehmen, wies die IV-Stelle das Begehren um berufliche
Massnahmen ab (Mitteilung vom 19. November 2018, IV-act. 34).
A.d.
Dr. B._ führte im Verlaufsbericht vom 25. Februar 2019 aus, der
Gesundheitszustand der Versicherten habe sich bei unverändert gebliebener Diagnose
verschlechtert. Eine leidensangepasste Tätigkeit hielt sie halbtags mit reduzierter
Leistung für möglich (IV-act. 46).
A.e.
Am 6. Juni 2019 fand eine Abklärung im Haushalt der Versicherten statt (zum
vorgängig von der Versicherten am 22. Februar 2019 ausgefüllten Fragebogen siehe IV-
act. 45). Die Abklärungsperson hielt im Abklärungsbericht vom 9. Juli 2019 fest,
gemäss Angaben der Versicherten würde diese – wie bereits vor Beginn der
A.f.
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gesundheitlichen Einschränkung – im Rahmen eines 60%igen Pensums einer
Erwerbstätigkeit nachgehen. Unter Anrechnung einer vom Ehegatten der Versicherten
zu erfüllenden Schadenminderungspflicht ermittelte die Abklärungsperson für den
Haushaltsbereich einen Invaliditätsgrad von 28 % (IV-act. 61).
Im Auftrag der IV-Stelle wurde die Versicherte von den Sachverständigen der GA
eins GmbH polydisziplinär (allgemeininternistisch, urologisch, gynäkologisch,
gastroenterologisch, psychiatrisch und orthopädisch) begutachtet. Als Diagnose, die
einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe, stellten die Gutachter ein chronisches
Schmerzsyndrom mit Fokussierung auf den rechten Unterbauch und das Genitale
(ICD-10: R10). Die angestammte körperlich schwere und andauernd mittelschwere
Tätigkeit sei der Versicherten nicht mehr zumutbar. Bezogen auf leidensangepasste
Tätigkeiten bescheinigten die Gutachter der Versicherten eine 80%ige Arbeitsfähigkeit
bei einer maximalen Präsenz zwischen 7 bis 8 Stunden täglich. Über die Zeit gemittelt
habe nie eine länger andauernde, höhergradige Arbeitsunfähigkeit für
leidensangepasste Tätigkeiten bestanden. Die von der Versicherten anlässlich der
Haushaltsabklärung angegebenen Funktionsstörungen seien aus medizinischer Sicht
nicht erklärbar. Gewisse Einschränkungen bei schwereren Tätigkeiten oder repetitiven
Bewegungen seien nachvollziehbar. Eine Einschränkung von 28 % erscheine aus
medizinischer Sicht eher zu hoch eingestuft zu sein (Gutachten vom 10. Februar 2020,
IV-act. 71). Der RAD-Arzt Dr. F._ hielt die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung
für umfassend und widerspruchsfrei. Es könne darauf abgestellt werden
(Stellungnahme vom 20. März 2020, IV-act. 72).
A.g.
Im Rahmen der gemischten Methode ermittelte die IV-Stelle einen
Gesamtinvaliditätsgrad von 13 % und beschied der Versicherten am 20. März 2020,
dass ihr Rentengesuch abgewiesen werde (IV-act. 74). Hierzu nahm die Versicherte am
11. Juni 2020 Stellung und brachte vor, sie stimme einer beruflichen Umschulung in
eine leidensangepasste Tätigkeit zu. Deshalb ersuchte sie um erneute Eröffnung eines
beruflichen Wiedereingliederungsverfahrens (IV-act. 82). Mit der Stellungnahme reichte
sie einen Bericht von Dr. B._ vom 8. Juni 2020 ein, worin diese ausführte, sie könne
sich gut vorstellen, dass die Versicherte einer intellektuellen Tätigkeit nachgehen
könne. Voraussetzung sei, dass diese keine körperliche Aktivität beinhalte und das
wechselnde Sitzen und Stehen möglich wäre. Hinderlich wäre längeres Gehen und
A.h.
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B.
Treppenlaufen. Optimalerweise sei mit einem halbtägigen Pensum zu beginnen, um
eine rasche Erschöpfung zu vermeiden (IV-act. 82). Nach mehreren telefonischen
Gesprächen zwischen dem Eingliederungsverantwortlichen und dem Rechtsvertreter
der Versicherten liess diese am 16. Dezember 2020 mitteilen, es werde keine
Unterstützung bei der beruflichen Integration gewünscht, sondern eine Rentenprüfung
bevorzugt (siehe die Telefonnotizen in IV-act. 87-3 und den Schlussbericht des
Eingliederungsverantwortlichen vom 16. Dezember 2020, IV-act. 88). Daraufhin teilte
die IV-Stelle der Versicherten am 12. Januar 2021 mit, dass das Leistungsbegehren um
berufliche Massnahmen abgewiesen werde (IV-act. 91). Am 13. Januar 2021 räumte die
IV-Stelle der Versicherten die Gelegenheit für eine zweite Anhörung zur in Aussicht
gestellten Abweisung des Rentengesuchs ein (IV-act. 92).
Im Einwand vom 11. Februar 2021 beantragte die Versicherte, es sei ihr
rückwirkend eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei ein (Ober-)Gutachten
einzuholen. Die gutachterliche Beurteilung zog sie in Zweifel und rügte eine Verletzung
der Aktenführungspflicht (IV-act. 97). Nachdem der Rechtsdienst der IV-Stelle sich am
25. März 2021 zum Einwand geäussert und ein Festhalten an der in Aussicht gestellten
Abweisung des Rentengesuchs empfohlen hatte (IV-act. 98), verfügte die IV-Stelle am
26. März 2021 die Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 99).
A.i.
Gegen die Verfügung vom 26. März 2021 erhob die Beschwerdeführerin am
11. Mai 2021 Beschwerde. Darin beantragte sie deren Aufhebung und die
rückwirkende Zusprache einer ganzen Invalidenrente. Eventualiter sei ein
unabhängiges Obergutachten einzuholen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
Zur Begründung trug sie im Wesentlichen eine Kritik an der gutachterlichen Beurteilung
des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit vor. Ausserdem stellte sie sich auf
den Standpunkt, dass zur Bemessung der Invalidität nicht die gemischte Methode,
sondern ein Einkommensvergleich vorzunehmen sei, da sie als vollzeitlich
Erwerbstätige zu gelten habe. Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens sei
sodann ein 25%iger Tabellenlohnabzug zu gewähren. Des Weiteren habe die
Beschwerdegegnerin die Aktenführungspflicht verletzt. Die Beschwerdegegnerin sei
B.a.
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Erwägungen
1.
Soweit die Beschwerdeführerin das von der Beschwerdegegnerin genutzte System zur
Erstellung von Aktenverzeichnissen bzw. den darin wiedergegebenen Inhalt rügt und
fordert, die Beschwerdegegnerin sei anzuhalten, das Aktenverzeichnis zukünftig mit
getrennten Spalten für den Absender, Empfänger und Dokumententitel zu erstellen
(act. G 1, Rz 13 ff.; vgl. auch act. G 12, Rz 4 ff.), so handelt es sich hierbei um eine
Kritik an der Geschäftspraxis bzw. an der allgemeinen Verwaltungstätigkeit der
Beschwerdegegnerin. Es ist weder erkennbar noch von der Beschwerdeführerin
dargelegt worden, dass es sich vorliegend bei der Frage nach einer allfälligen
Verletzung der Aktenführungspflicht (Art. 46 des Bundesgesetzes über den
anzuhalten, das Aktenverzeichnis zukünftig mit getrennten Spalten für den Absender,
Empfänger und Dokumententitel zu erstellen (act. G 1).
Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 9. Juli 2021
die Abweisung der Beschwerde. Sie machte im Wesentlichen geltend, dass sie die
Aktenführungspflicht nicht verletzt habe, auch wenn die derzeitige Informatiklösung das
Akteneinsichtsrecht wohl etwas erschwere. Das Gutachten der GA eins GmbH sei
beweiskräftig und die Beschwerdeführerin sei aufgrund ihrer eigenen Angaben zu
Recht als mit einem 60%igen Pensum teilzeitlich Erwerbstätige qualifiziert worden,
womit die gemischte Methode Anwendung finde. Es lägen auch keine Gründe vor, die
bei der Ermittlung des Invalideneinkommens einen Tabellenlohnabzug rechtfertigen
würden (act. G 7).
B.b.
Am 27. August 2021 wurde dem Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilligung
der unentgeltlichen Rechtspflege für das Verfahren vor Versicherungsgericht
entsprochen (Befreiung von den Gerichtskosten und Gewährung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung; act. G 10).
B.c.
In der Replik vom 27. September 2021 hielt die Beschwerdeführerin unverändert
an den Beschwerdeanträgen fest (act. G 12).
B.d.
Die Beschwerdegegnerin teilte am 1. Oktober 2021 den Verzicht auf eine Duplik
mit (act. G 14).
B.e.
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Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) durch die
Beschwerdegegnerin um eine für die Beurteilung des Rentengesuchs relevante
materielle oder formelle Vorfrage handelt, deren Beantwortung für die Prüfung des
Rentengesuchs von Bedeutung wäre. Die Beschwerdeführerin bringt auch zu Recht
nicht vor, die aus ihrer Sicht unzulängliche Aktenbezeichnung im Aktenverzeichnis
hätte die Durchsetzung invalidenversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche
vorliegend übermässig erschwert oder gar vereitelt oder sie in der Ausübung von
Verfahrensrechten in relevanter Weise eingeschränkt. Die Kritik der Beschwerdeführerin
am Aktenverzeichnis und der sich darauf stützende Antrag sind folglich ausschliesslich
aufsichtsrechtlicher Natur (vgl. den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 20. Mai
2014, IV 2013/37, E. 1.2; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts vom 15. Dezember
2010, 8C_319/2010, E. 2.3.1, worin über die Qualifikation als aufsichtsrechtliche Frage
nicht abschliessend befunden worden war), weshalb darauf im vorliegenden Fall nicht
einzutreten ist. Sachlich zuständig für eine allfällige Aufsichtsanzeige ist das
Bundesamt für Sozialversicherung (Art. 76 ATSG i.V.m. Art. 64 und Art. 64a des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Es steht der
Beschwerdeführerin frei, dort eine aufsichtsrechtliche Anzeige zu erstatten.
2.
Gegenstand der angefochtenen Verfügung und nachfolgend zu prüfen ist das Renten
gesuch der Beschwerdeführerin.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern
können (lit. a); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu
mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).
2.1.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
2.2.
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3.
Zunächst ist die zwischen den Parteien umstrittene Frage zu beantworten, ob der
Sachverhalt in medizinischer Hinsicht spruchreif abgeklärt ist. Die Beschwerdegegnerin
stützte ihren Rentenentscheid im Wesentlichen auf das Gutachten der GA eins GmbH.
Die Beschwerdeführerin hält dieses aus verschiedenen Gründen nicht für beweiskräftig.
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG).
2.3.
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität
nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig (und
ist ihnen die Aufnahme einer Vollerwerbstätigkeit nicht zumutbar; Art. 8 Abs. 3 ATSG),
so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem
Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb
des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich
festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3
IVG).
2.4.
Am gynäkologischen Teilgutachten bemängelt die Beschwerdeführerin, darin fehle
sowohl eine Beurteilung des Verlaufs von Behandlungen, Rehabilitationen und
Eingliederungsmassnahmen als auch eine Auseinandersetzung mit der Einschätzung
der behandelnden Gynäkologin (act. G 1, Rz 20 und Rz 29; vgl. auch act. G 12, Rz 12).
Dieser Sichtweise ist nicht zu folgen.
3.1.
Der gynäkologische Gutachter hat den für das Rentengesuch relevanten
Zeitraum seit dem Auftreten der Schmerzen im Jahr 2015 detailliert und mit Hinweisen
auf frühere Behandlungen und Einschätzungen schlüssig begründet dargestellt.
Ausserdem legte er plausibel dar, dass primär eine fachpsychiatrische Therapie
aufzunehmen sei (IV-act. 71-60 f.). Seine Einschätzung, dass die von der
Beschwerdeführerin geklagten Leiden somatisch «nicht klar zuzuordnen» seien (IV-
act. 71-61 unten), deckt sich mit Aussagen verschiedener vorbehandelnder
medizinischer Fachpersonen. So gingen bereits der Chefarzt der Frauenklinik am
Kantonsspital G._ (IV-act. 16-6) und Dr. med. H._, Leitender Arzt in der
3.1.1.
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Frauenklinik am Kantonsspital St. Gallen, von einem chronischen Schmerzsyndrom im
(rechten) Unterbauch aus (IV-act. 53-1 und fremd-act. 3-54). Letzterer stellte eine
«Somatisierung in den Vordergrund», weshalb er sich gegen eine weitere operative
Massnahme aussprach (IV-act. 16-12 Mitte). Dr. B._ führte ebenfalls aus, dass das
Schmerzbild diffus und schlecht lokalisierbar sei (IV-act. 82-4 Mitte). Im Licht dieser
Verhältnisse leuchtet auch die Aussage ein, dass weitere gynäkologische Massnahmen
zu keiner Verbesserung der Arbeitsfähigkeit führen würden (IV-act. 71-63 oben). Diese
Einschätzung deckt sich denn auch mit derjenigen von Dr. B._ («was möglich war,
wurde ausgeschöpft», IV-act. 82-5 oben). Schliesslich legt die Beschwerdeführerin
weder dar noch ist ersichtlich, welche objektiv relevanten Gesichtspunkte der
gynäkologische Gutachter ausser Acht gelassen hätte.
Zwar trifft es zu, dass der gynäkologische Gutachter die von Dr. B._
abweichende Schätzung der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten nicht in
einer erkennbaren Weise diskutierte. Zu beachten ist allerdings, dass die von Dr. B._
für leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigte Arbeitsfähigkeit nicht näher begründet
wurde, womit sie einer eigentlichen Diskussion auch gar nicht zugänglich war. Hinzu
kommt, dass ihre Schätzungen – anders als die gutachterliche Beurteilung – nicht
Ergebnis einer objektiv-kritischen Konsistenz- oder Ressourcenbeurteilung sind. Eine
solche ist vorliegend umso bedeutsamer, als Dr. B._ von einer mangelhaften
Compliance bei diffusem Schmerzbild ausgeht (IV-act. 82-4 Mitte) und die Gutachter
zahlreiche Inkonsistenzen benannten («zum grotesk wirkenden Gebaren» und den
inkonsistenten Schmerzangaben siehe IV-act. 71-42 oben; zur Diskrepanz zwischen
den Alltagsaktivitäten und den postulierten Einschränkungen siehe IV-act. 71-27 Mitte;
zur «deutlich ausgeprägten Krankheits- und Behinderungsüberzeugung» siehe IV-
act. 71-35 Mitte; zu den zumindest vier von fünf positiven Waddell-Zeichen siehe IV-
act. 71-45 Mitte; zum inkonsistenten Vermeidungsverhalten bei der Berührung des
Abdomens siehe IV-act. 71-51 unten). Überdies gilt es vorliegend dem vom
Bundesgericht als «Erfahrungstatsache» qualifizierten Umstand Rechnung zu tragen,
dass behandelnde medizinische Fachpersonen mitunter eher zugunsten ihrer Patienten
und Patientinnen aussagen (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Mai 2021, 8C_164/2021,
E. 3.2.1 mit Hinweis u.a. auf BGE 135 V 465 E. 5). Denn Dr. B._ gab gegenüber dem
RAD-Arzt Dr. F._ an, dass sie eine sehr intensiv gestaltete ärztliche Beziehung zur
Beschwerdeführerin pflege. Sie stehe ihr, wenn sie könne oder müsse, bei. Sie betonte,
dass ihr das Schicksal dieser Patientin sehr am Herzen liege (siehe die Telefonnotiz in
der RAD-Stellungnahme vom 25. Oktober 2018, IV-act. 30). Von Bedeutung ist weiter,
dass Dr. B._ nach Kenntnisnahme der gutachterlichen Beurteilung – abgesehen vom
3.1.2.
© Kanton St.Gallen 2023 Seite 10/15
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zumutbaren Tragelimit von 15 kg – keine konkrete Kritik daran vorbrachte, geschweige
denn objektiv-relevante Punkte benannte, die darin übersehen worden wären. Vielmehr
empfahl sie, berufliche Eingliederungsmassnahmen durchzuführen und eine
leidensangepasste Tätigkeit aufzunehmen, wobei sie lediglich zu Beginn eine
halbtägige Arbeit für optimal hielt und offenbar – wie bereits früher teilweise angegeben
(Bericht vom 27. August 2020, IV-act. 21-3 unten) – ebenfalls von einer darüber hinaus
steigerbaren Arbeitsfähigkeit ausging (Bericht vom 8. Juni 2020, IV-act. 82).
Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, es bestünden Abweichungen zwischen
den einzelnen Teilgutachten. Im psychiatrischen Teilgutachten sei kein einziges
Vorkommnis erwähnt, das psychisch relevant sein würde. Demgegenüber habe der
gynäkologische Gutachter mehrere mögliche auslösende traumatische Erlebnisse
erwähnt (act. G 1, Rz 21 f.; act. G 12, Rz 14). Beispielhaft für eine mangelnde
Abstimmung sei auch der Umstand, dass der psychiatrische Gutachter das
Körpergewicht mit 6_ kg, der internistische Gutachter mit 7_ kg angegeben und ein
Übergewicht diagnostiziert habe (act. G 1, Rz 23).
3.2.
Der gynäkologische Teilgutachter nahm eine somatoforme Störung mit psycho
somatischem Hintergrund an. Dafür gebe es auch in der Vorgeschichte der
Beschwerdeführerin mehrere «mögliche» auslösende traumatische Erlebnisse: Zwei
Interruptiones im jungen Erwachsenenalter ohne jegliche Anästhesie oder Narkose,
einen Spätabort allein in häuslicher Umgebung in der 14. Schwangerschaftswoche mit
noch lebendem Fötus, Ableben der Mutter wegen Uteruskarzinom (IV-act. 71-61).
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei den vom gynäkologischen Gutachter
für (lediglich) möglich gehaltenen Traumatafolgen um eine in den psychiatrischen
Fachbereich fallende Thematik handelt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom
30. September 2019, 8C_317/2019, E. 4.2.2). Zudem fand ein interdisziplinäres
Konsensverfahren statt, an dem sämtliche Gutachter beteiligt waren und der
gynäkologische Gutachter in Kenntnis der Einschätzung seines psychiatrischen
Kollegen offenbar keinen Diskussionsbedarf erkannte und die gesamtgutachterliche
Beurteilung mitunterzeichnete (IV-act. 71-14).
3.2.1.
Auf die vom psychiatrischen Gutachter gestellte Frage, was das schlimmste
Erlebnis in ihrem bisherigen Leben gewesen sei, antwortete die Beschwerdeführerin,
dass dies die Operationen gewesen seien (IV-act. 71-32; zu den in den Jahren 2015
und 2017 durchgeführten Operationen, auf welche die Beschwerdeführerin ihre
gesundheitlichen Leiden zurückführt, siehe IV-act. 71-30 f. und IV-act. 30-2 oben). U.a.
berücksichtigte er diese ausdrücklich bei der Diagnosefindung (operative Eingriffe; IV-
3.2.2.
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act. 71-34). Im Übrigen legte der psychiatrische Gutachter schlüssig dar, dass im
Untersuchungsgespräch keine sich negativ auf die Gesundheitsentwicklung
auswirkenden lebensgeschichtlichen Belastungen hätten ausgemacht werden können
(IV-act. 71-36 oben). Seine Einschätzung wird durch diejenige von Dr. D._ vom
22. September 2018 gestützt, der den lebensgeschichtlichen Belastungen ebenfalls
keine Bedeutung hinsichtlich eines psychischen Krankheitsgeschehens eingeräumt und
keine psychisch bedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit festgestellt hatte
(fremd-act. 3-7 ff.). Schliesslich sieht die Beschwerdeführerin selbst ebenfalls keinen
Zusammenhang zwischen einer Somatisierung und dem Status nach viermaliger
Interruptio (IV-act. 53-3 oben). Unter diesen Umständen und unter Berücksichtigung
der nach der letzten Interruptio von 2003 (IV-act. 53-2) langjährigen erfolgreichen
sozialen und beruflichen Integration ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in anerkennenswerter Weise die teilweise
schweren lebensgeschichtlichen Belastungen ohne einen relevanten (dauerhaften)
Einfluss auf ihre Gesundheit und die Arbeitsfähigkeit zu verarbeiten vermochte.
Was die von der Beschwerdeführerin genannte unterschiedliche
Gewichtsangabe in den einzelnen Teilgutachten anbelangt, so handelt es sich hierbei
offenkundig um ein rein redaktionelles Versehen, wie die Beschwerdegegnerin bereits
zutreffend ausgeführt hat (act. G 7, III. Rz 5.7). Zu beachten gilt es ausserdem, dass die
Beschwerdeführerin weder darlegt noch ersichtlich ist, inwiefern die Frage ihres
Gewichts für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten von
Relevanz wäre.
3.2.3.
Aus der Sicht der Beschwerdeführerin ist die gutachterliche
Arbeitsfähigkeitsschätzung allein schon aufgrund der Schmerzen und der notwendigen
Toilettengänge völlig unrealistisch (act. G 1, Rz 28). Es sei zudem von den Gutachtern
ausser Acht gelassen worden, dass die beruflichen Massnahmen u.a. aufgrund ihres
schlechten Gesundheitszustands gescheitert seien, was bei der Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen gewesen wäre (act. G 1, Rz 30).
3.3.
Die Gutachter bezogen die vermehrt notwenigen Toilettengänge ausdrücklich in
ihre Beurteilung mit ein und erkannten einen vermehrten Pausenbedarf (IV-act. 71-12).
Die Beschwerdeführerin legt nicht substanziiert dar, dass konkrete Gründe bestehen,
welche die bescheinigte immerhin 20%ige Arbeitsunfähigkeit bzw. den gutachterlich
anerkannten vermehrten Bedarf an Pausen und an Zeit für Toilettengänge in Frage zu
stellen vermögen.
3.3.1.
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4.
Soweit die Beschwerdeführerin gegen die gutachterliche Beurteilung auf das
Scheitern der beruflichen Massnahmen verweist, ist ihr nicht zu folgen. Einer
erfolgreichen beruflichen Integration scheint die Krankheitsüberzeugung im Weg
gestanden zu sein (siehe hierzu vorstehende E. 3.1.2 sowie die Mitteilung der
Beschwerdegegnerin vom 19. November 2018, IV-act. 34), zumal sich die
Beschwerdeführerin nicht einmal in der Lage sah, selbst die von Dr. B._ für
leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigte (allenfalls steigerbare) 50%ige
Arbeitsfähigkeit (IV-act. 21-3 unten) im Rahmen beruflicher Eingliederungsmassnahmen
zu verwerten. Nichts anderes gilt bezüglich des erneuten Versuchs einer beruflichen
Wiedereingliederung (siehe zur wiederum von Dr. B._ am 8. Juni 2020 bescheinigten
[allenfalls steigerbaren] halbtägigen Arbeitsfähigkeit IV-act. 82-5; zum Verlauf der
Eingliederungsbemühungen, an denen die Beschwerdeführerin nach Ablehnung einer
Kostengutsprache für einen Deutschkurs nicht mehr teilnehmen wollte, IV-act. 87-3).
Der zweite Eingliederungsversuch erfolgte ohnehin erst nach dem Vorliegen des
Gutachtens und dessen Hintergründe konnten zwangsläufig darin nicht berücksichtigt
werden.
3.3.2.
Bei der Würdigung des Gutachtens der Sachverständigen der GA eins GmbH fällt
ausserdem ins Gewicht, dass es auf eigenständigen Abklärungen beruht und für die
streitigen Belange umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet, die
von der Beschwerdeführerin geklagten Leiden wurden umfassend und interdisziplinär
berücksichtigt sowie namentlich im Rahmen einer Ressourcen- und Konsistenzprüfung
gewürdigt. Gestützt auf das beweiskräftige Gutachten ist mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin bezogen auf
leidensangepasste Tätigkeiten bei einer zumutbaren täglichen Präsenz von 7 bis
8 Stunden über eine 80%ige Arbeitsfähigkeit verfügt (IV-act. 71-12). Aus den Akten
ergeben sich keine Hinweise, dass sich der Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin in der Zeit nach der gutachterlichen Beurteilung in relevanter
Weise dauerhaft verschlechtert hätte. Auch die Beschwerdeführerin benennt keine
solchen und beschränkt sich bei ihrer Kritik lediglich auf die Feststellung, dass das
Gutachten den Gesundheitszustand von über einem Jahr zuvor wiederspiegle (act. G 1,
Rz 33). Ein weiterer Abklärungsbedarf ist folglich auch für die Zeit nach der
gutachterlichen Beurteilung bis zum für die gerichtliche Beurteilung massgebenden
Zeitpunkt des Verfügungserlasses (vorliegend: 26. März 2021; Urteil des
Bundesgerichts vom 11. Juli 2018, 9C_135/2018, E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 132 V
220 E. 3.1.1) zu verneinen.
3.4.
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Bezüglich der Invaliditätsbemessung kann offenbleiben, ob mit der Beschwerdeführerin
von der Anwendbarkeit eines (reinen) Einkommensvergleichs auszugehen ist. Denn
selbst wenn diese Betrachtungsweise geteilt würde, resultierte kein
rentenbegründender Invaliditätsgrad, wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen
ergibt.
Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort schlüssig begründete, ist
für das massgebende Jahr 2018 von einem an die Nominallohnentwicklung
angepassten Valideneinkommen von Fr. 56'689.-- auszugehen (act. G 9, III. Rz 7.3).
4.1.
Bezüglich des dem Invalideneinkommen zugrunde zu legenden Einkommens ist
auf den von der Beschwerdeführerin unbestritten gebliebenen Medianlohn für
Hilfsarbeiterinnen gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung abzustellen.
Dieser beträgt bei einer 41,7-stündigen Arbeitswoche Fr. 54'681.-- (Anhang 2:
Lohnentwicklung, IVG-Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe
2022). Zu beachten gilt allerdings, dass der Beschwerdeführerin lediglich noch eine
tägliche Arbeitszeit von 7,5 Stunden bzw. eine wöchentliche Arbeitszeit von
37,5 Stunden (7,5 Stunden x 5) zumutbar ist (zum Abstellen auf den Mittelwert der
gutachterlichen Bandbreite von 7 bis 8 Stunden [IV-act. 71-12] siehe etwa das Urteil
des Bundesgerichts vom 15. April 2020, 9C_782/2019, E. 2.2). Angepasst an die
reduzierte Präsenzzeit resultiert ein Einkommen von Fr. 49'174.-- ([Fr. 54'681.-- / 41,7]
x 37,5), womit sich unter zusätzlicher Anpassung an eine 80%ige Arbeitsfähigkeit ein
Einkommen von Fr. 39'339.-- (Fr. 49'174.-- x 0,8) ergibt. Die Beschwerdeführerin
fordert ohne nähere Begründung wegen der körperlichen Einschränkungen zusätzlich
die Gewährung eines 25%igen Tabellenlohnabzugs (act. G 1, Rz 32, und act. G 12,
Rz 20). Allerdings ist nicht erkennbar und auch nicht von der Beschwerdeführerin
konkret dargelegt worden, dass nicht sämtliche lohnwirksamen Nachteile in der
gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung, worin namentlich sowohl ein reduziertes
Pensum als auch eine 20%ige Einschränkung bescheinigt wurde, hinreichend
Berücksichtigung gefunden hätten. Selbst wenn in der Argumentation der
Beschwerdeführerin ein Grund für einen Tabellenlohnabzug erblickt werden könnte,
fiele ein solcher von – wenn überhaupt – höchstens 10 % in Betracht. Bei einem
10%igen Tabellenlohnabzug würde das Invalideneinkommen Fr. 35'405.--
(Fr. 39'339.-- x 0,9) und der Verlust an Erwerbsfähigkeit Fr. 21'284.-- (Fr. 56'689.-- -
Fr. 35'405.--) betragen, was einen Invaliditätsgrad von aufgerundet 38 %
(Fr. 21'284.-- / Fr. 56'689.--) ergäbe.
4.2.
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5.