Decision ID: 29ddece7-3476-5c45-bc2c-10341f35abfb
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ war bei der B._ SA ab 1. Dezember 2015 als Aushilfe in der Spedition tätig
und dadurch bei der Generali Allgemeine Versicherungen AG (nachfolgend: Generali)
gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten obligatorisch versichert. Auf
einer undatierten, der Generali eingereichten Unfallmeldung wurde ausgeführt, dass es
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dem Versicherten am 18. Dezember 2015 beim Holen einer Kiste mit Brot "einen Zwick
im Kreuz (...) und einen Riss in der Kniescheibe" gegeben habe (vgl. UV-act. 1). Der am
21. Dezember 2015 erstbehandelnde Dr. med. C._, Innere Medizin FMH,
diagnostizierte eine akute Lumbalgie und eine Meniskopathie rechts. Er versorgte den
Versicherten mit Analgetika und attestierte ihm eine Arbeitsunfähigkeit von 100%
(Arztzeugnis vom 15. Februar 2016; UV-act. 5). Ein am 6. Januar 2016 durchgeführtes
MRI der Lendenwirbelsäule (LWS) ergab ein altersentsprechend normales unteres
thorakales und lumbales vertebrospinales Bild (UV-act. 6). Dr. med. D._, Arzt
Kniechirurgie, und Dr. med. E._, Arzt mbF, beide Klinik für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG),
diagnostizierten am 3. Februar 2016 einen Status nach Kniegelenksdistorsion beidseits
am 18. Dezember 2015, Lumbalgien und eine Psoriasis. Ein MRI vom 12. Januar 2016
habe eine mediale Meniskusruptur in der Pars intermedia rechts ergeben (UV-act. 20.1
f.). Nach einem MRI vom 5. Februar 2016 schlossen Dr. D._ und Dr. med. F._, Arzt
in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
des KSSG, eine Meniskusschädigung des Knies links aus (UV-act. 21.1 f., vgl. UV-act.
19.1 f.).
A.b Vom 16. bis 17. Februar 2016 befand sich der Versicherte stationär im KSSG und
unterzog sich einer diagnostischen Arthroskopie, einer arthroskopischen
Innenmeniskushinterhorn-Teilresektion und einer Resektion der Plica mediopatellaris
Kniegelenk rechts. Die behandelnden Ärzte erachteten den Versicherten vom 16.
Februar bis 4. März 2016 als zu 100% arbeitsunfähig (UV-act. 8.1 f., vgl. UV-act. 7.1 f.).
Dr. C._ attestierte ihm auch danach eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (UV-act. 12,
16 f., 30 f.).
A.c Der Versicherte schilderte gegenüber der Generali am 4. März 2016 telefonisch
den Hergang des Vorfalls vom 18. Dezember 2015 (UV-act. 9, vgl. auch Fragebogen
vom Februar 2016; UV-act. 4.1 f.).
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A.d Der Vertrauensarzt der Generali, Dr. med. G._, FMH Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates, beurteilte am 3. Mai 2016, eine
Muskelzerrung (vorliegend im Rücken) sei üblicherweise nach zwei bis maximal vier
Wochen abgeklungen. Allenfalls könnte ein vorbestehendes Problem aktiviert worden
sein. Bezüglich des Knies rechts lägen überwiegend wahrscheinlich vorbestehende
Knorpelschäden vor. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit scheine nicht ausgewiesen zu
sein. Dr. G._ empfahl diverse weitere Abklärungen (UV-act. 15.1 f.). Nach Einholung
von Berichten des KSSG und von Dr. C._ (vgl. UV-act. 22 f.) beurteilte Dr. G._ am
10. Juni 2016, die attestierte Arbeitsunfähigkeit sei allenfalls hinsichtlich der
anhaltenden Kniegelenksbeschwerden plausibel. Diese seien aber überwiegend
wahrscheinlich auf die degenerativen Veränderungen zurückzuführen, wobei das
angegebene Unfallereignis als schmerzauslösender Faktor zu werten sei (UV-act. 24.1
ff.). Ein am 20. Juni 2016 durchgeführtes MRI des Knies rechts zeigte einen allenfalls
leichten Gelenkserguss (UV-act. 27.1 f.).
A.e Nachdem die Generali ein Gesuch um Kostengutsprache für eine ambulante
psychiatrische Behandlung bei Dr. med. H._, FMH Psychiatrie, erhalten hatte (UV-
act. 25, vgl. auch UV-act. 26), führte sie mit Schreiben vom 6. Juli 2016 aus, der
adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen
Beschwerden sei zu verneinen, weshalb sie diesbezüglich nicht leistungspflichtig sei
(UV-act. 28 f.).
A.f Dr. med. I._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, Vertrauensarzt der Generali, beurteilte am 16. August 2016
gestützt auf die Akten, es bestünden keine Unfallfolgen mehr. Der Status quo sine sei
ca. sechs Wochen nach dem Eingriff vom 16. Februar 2016, das heisse am 31. März
2016, erreicht worden. Die noch vorhandene Arbeitsunfähigkeit sei nicht mehr auf die
unfallkausalen Körperschädigungen am rechten Knie zurückzuführen. Die
Kniebeschwerden links seien unfallfremd (UV-act. 32.1 ff.).
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A.g Mit Verfügung vom 19. August 2016 stellte die Generali die Leistungen per 31.
März 2016 ein. Sie verzichtete auf die Rückforderung der bislang erbrachten
Leistungen (UV-act. 34.1 f.).
B.
B.a Dagegen erhob der Versicherte im September 2016 (Posteingang Generali: 12.
September 2016) sinngemäss Einsprache (UV-act. 36.1 ff., vgl. UV-act. 37.1). Der
Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. L. Häusermann, St. Gallen,
begründete diese am 29. November 2016 (UV-act. 40.1 ff.).
B.b Mit Entscheid vom 3. Januar 2017 wies die Generali die Einsprache ab (UV-act.
42). Am 16. Januar 2017 reichte Rechtsanwalt Häusermann der Generali unter anderem
einen Bericht von Dr. C._ vom 13. Januar 2017 ein (UV-act. 44).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 3. Januar 2017 erhob der Versicherte
(nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Häusermann, am 31.
Januar 2017 die vorliegende Beschwerde. Darin beantragte er dessen Aufhebung. Die
Generali (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen
Leistungen, insbesondere Heilbehandlungen und Taggelder, seit dem 1. April 2016
auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung und
Neuentscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Es sei ihm die
unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung zu bewilligen; alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. In formeller Hinsicht beantragte er, es seien sämtliche beim
KSSG über ihn vorhandenen Akten einzuholen und ihm Akteneinsicht zu gewähren.
Weiter sei eine mündliche Parteibefragung anzuordnen (act. G1).
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C.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 6. März 2017 die Abweisung der
Beschwerde. Über den Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege sowie die
formellrechtlichen Anträge des Beschwerdeführers sei von Amtes wegen zu befinden;
alles unter Kostenfolge. Sie brachte insbesondere vor, dem Beschwerdeführer seien
bis zum 31. Juli 2016 Taggelder ausbezahlt und nicht zurückgefordert worden (act.
G4).
C.c Mit Eingabe vom 30. November 2017 liess der Beschwerdeführer beantragen, das
Verfahren sei bis zum Abschluss der fachärztlichen Abklärungen betreffend die
Ursache der Kniebeschwerden sowie bis zum Vorliegen eines ausstehenden
Arztberichts betreffend den adäquaten Kausalzusammenhang mit der psychischen
Fehlentwicklung formlos zu sistieren. Eventualiter sei ihm die Frist für die Replik
angemessen zu erstrecken (act. G17). Er liess einen Bericht von Dr. med. J._,
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 15. November 2017
einreichen (act. G17.1). Am 1. Dezember 2017 liess er zudem eine Überweisung von
Dr. C._ an Dr. med. K._, FMH Orthopädische Chirurgie, vom 27. November 2017
ins Recht legen (act. G18).
C.d Die Beschwerdegegnerin beantragte am 12. Dezember 2017 die Abweisung des
Gesuchs um Sistierung des Verfahrens (act. G20). Mit Schreiben vom 14. Dezember
2017 sah die Verfahrensleitung von einer Verfahrenssistierung ab und eröffnete dem
Beschwerdeführer letztmals eine Frist zur Einreichung einer Replik (act. G21).
C.e In seiner Replik vom 29. Januar 2018 änderte der Vertreter des Beschwerdeführers
sein Rechtsbegehren insofern, als er beantragte, dem Beschwerdeführer seien die
gesetzlichen Leistungen wie Heilbehandlungen, Taggelder, Integritätsentschädigung
etc., insbesondere Taggelder, seit dem 1. August 2016 auszurichten. Ansonsten hielt er
an seinen materiellrechtlichen Anträgen fest. In formeller Hinsicht beantragte er den
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Beizug der Akten der IV-Stelle (act. G22). Er reichte diverse medizinische Berichte ein
(act. G22.1 ff.).
C.f Mit Duplik vom 19. Februar 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Über den Verfahrensantrag bezüglich Beizug der IV-Akten
sei von Amtes wegen zu befinden; unter Kostenfolgen (act. G24).
C.g Am 9. Oktober 2018 liess der Beschwerdeführer einen Bericht von Dr. F._ vom
11. September 2018 einreichen (act. G26.1). Rechtsanwalt Häusermann beantragte am
7. Februar 2019, zusätzlich zum geltend gemachten Honorar sei die Mehrwertsteuer zu
entschädigen (act. G28).
C.h Die Verfahrensleitung teilte Rechtsanwalt Häusermann mit Schreiben vom 15. April
2019 mit, eine mündliche Verhandlung erscheine nicht zweckmässig. Ohne seinen
begründeten Gegenbericht werde deshalb davon ausgegangen, dass er an seinem
diesbezüglichen Antrag nicht festhalte (act. G29). Rechtsanwalt Häusermann liess sich
innert Frist nicht mehr vernehmen.

Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
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sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2015 zur Diskussion steht, die bis 31.
Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
Streitig und vorliegend zu prüfen ist, ob und gegebenenfalls bis zu welchem Zeitpunkt
die Beschwerdegegnerin als obligatorische Unfallversicherung des Beschwerdeführers
für die Folgen des Ereignisses vom 18. Dezember 2015 leistungspflichtig ist. Nachdem
die Beschwerdegegnerin bis 31. Juli 2016 Leistungen erbracht hatte, stellte sie sich in
ihrer Duplik auf den Standpunkt, es liege weder ein Unfallereignis noch ein
unfallähnliches Ereignis vor. Sie sei von Anfang an nicht leistungspflichtig gewesen und
es komme eine reformatio in peius in Betracht (act. G24). Die Beschwerdegegnerin
gewährte dem Beschwerdeführer nach Eingang der Unfallmeldung (undatiert, gemäss
Angabe der Beschwerdegegnerin am 28. Januar 2016 bei ihr eingegangen; vgl. UV-act.
34.1) formlos Versicherungsleistungen. Damit anerkannte sie faktisch ihre
Leistungspflicht und demnach auch das Vorliegen eines Unfallereignisses. Über
Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die wie vorliegend erheblich sind oder mit
denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versicherungsträger eine
schriftliche Verfügung zu erlassen (Art. 49 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Leistungen,
Forderungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen, können in
einem formlosen Verfahren behandelt werden (Art. 51 Abs. 1 ATSG). Der im formlosen
Verfahren nach Art. 51 ATSG erlassene Entscheid zeichnet sich dadurch aus, dass er -
wie die Verfügung im Anwendungsbereich von Art. 49 ATSG - in Rechtskraft
erwachsen kann. Wann diese Rechtskraft eintritt, ist im Verhältnis Versicherungsträger
und Partei unterschiedlich zu beantworten. In Analogie zu Art. 51 Abs. 2 ATSG drängt
sich die Lösung auf, dass die versicherte Person einen Entscheid in Form einer
Verfügung verlangen kann. In BGE 134 V 152 E. 5.3.2 legte das Bundesgericht fest,
dass der betroffenen Person dazu eine Frist von einem Jahr zur Verfügung steht. Dies
mit Blick auf das Gebot der Rechtssicherheit sowie den Verfassungsgrundsatz von
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Treu und Glauben (BGE 134 V 150 E. 5.2). Anders verhält es sich für den
Versicherungsträger. Dieser kann nur innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erlass des
formlosen Entscheids voraussetzungslos auf diesen zurückkommen; ist diese Frist
verstrichen, ist eine Änderung nur im Rahmen von Art. 53 ATSG zulässig. Der im
formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG erlassene Entscheid erwächst also aus Sicht
des Versicherten nach einer einjährigen Frist, aus derjenigen des Versicherungsträgers
nach 30 Tagen (vgl. Art. 52 Abs. 1 ATSG) in Rechtskraft. Damit ergibt sich eine
Rechtslage, die mit derjenigen bei formellen Verfügungen übereinstimmt (UELI KIESER,
ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Bern/St. Gallen/Zürich 2015, Art. 51 N 8 und 26 f.).
3.
Nachdem ein rechtskräftiger Entscheid vorliegt, ist im Folgenden nur zu prüfen, ob ein
Rückkommenstitel nach Art. 53 ATSG gegeben ist. Eine Wiedererwägung des
Entscheids fällt im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG nur dann in Betracht, falls sich die
Anerkennung des Ereignisses vom 25. Mai 2015 als Unfall als zweifellos unrichtig
erweisen sollte.
3.1 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die
eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur
Folge hat. Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die
Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die
Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls
schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog (BGE 112 V 202 f. E. 1). Der
äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen
Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich
im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (RKUV
2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, je mit
Hinweisen). Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen
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äusseren Faktors auch in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 1999 Nr. U 333 S.
199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b; ALFRED MAURER, Schweizerisches
Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.) oder in einer (im Hinblick auf die
Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden
Person) ausserordentlichen Überanstrengung (vgl. BGE 116 V 139 E. 3b; RKUV 1994
Nr. U 180 S. 38 E. 2) bestehen.
3.2 Damit beurteilt werden kann, ob die Beschwerdegegnerin den Vorfall vom 18.
Dezember 2015 nicht zweifellos unrichtig als Unfall qualifiziert hat, ist vorweg zu klären,
wie sich das Geschehen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ereignet hat. In der
Unfallmeldung führte die Arbeitgeberin lediglich aus, beim Produkte holen (Kiste mit
Brot) habe es dem Beschwerdeführer "einen Zwick im Kreuz gegeben und einen Riss in
der Kniescheibe" (UV-act. 1.1 f.). Dr. med. L._, Fachärztin für Radiologie FMH,
Radiologie M._, erwähnte am 6. Januar 2016 ein Verhebetrauma, ohne den
Unfallhergang näher zu beschreiben (UV-act. 6). Dr. D._ und Dr. E._ berichteten am
3. Februar 2016, der Beschwerdeführer habe bei der Arbeit einen schweren Karton aus
den Knien "heraus gehoben". Es sei zu einer Kniegelenksdistorsion gekommen (UV-
act. 20.1). Am 15. Februar 2016 gab der Beschwerdeführer auf einem Fragebogen der
Beschwerdegegnerin an, er sei beim schwer Heben ausgerutscht. Er verneinte die
Fragen, ob es sich dabei um eine übliche Tätigkeit gehandelt habe und ob er diese
Tätigkeit unter den üblichen Umständen ausgeführt habe. Die Frage, ob irgendetwas
Besonderes geschehen sei (Sturz, Zusammenstoss, Ausgleiten, etc.), beantwortete er
mit "beim schwer Heben ausgerutscht" (UV-act. 4.1). Anlässlich eines
Telefongesprächs vom 4. März 2016 schilderte der Beschwerdeführer sodann
gegenüber der Beschwerdegegnerin, er sei in die Hocke gegangen und habe eine
Kartonschachtel mit Brot (ca. 35kg) nach oben heben wollen. Er habe die Kiste in der
Hocke ca. 20 bis 30cm in die Höhe gehoben und sei dabei ausgerutscht. Er habe sich
bemüht, die Kiste wieder aufzufangen und sei auch nicht gestürzt. Seither habe er
Schmerzen im rechten Knie und im Rücken (UV-act. 9). Wie die Beschwerdegegnerin
zu Recht vorbringt, sind die Aussagen der ersten Stunde in der Regel unbefangener
und zuverlässiger als spätere Darstellungen, die von nachträglichen Überlegungen
versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (act. G24, BGE 121
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V 45 E. 2a). Vorliegend handelt es sich bei den ersten Beschreibungen des
Ereignishergangs jedoch um solche von Drittpersonen. Der Beschwerdeführer
schilderte den Vorgang erstmals persönlich im Fragebogen vom 15. Februar 2016.
Damals wie auch anlässlich des Telefongesprächs vom 4. März 2016 hatte er keine
Kenntnis von der Leistungseinstellung oder der Verneinung des Unfallereignisses. Es
ist damit nicht davon auszugehen, dass seine Antworten von versicherungsrechtlichen
Überlegungen geprägt waren. Zudem finden sich in der Unfallmeldung und den ersten
ärztlichen Berichten nur sehr vage Beschreibungen des Unfallhergangs. Es ist damit
auf die detaillierten Ausführungen vom 4. März 2016 abzustellen, welche den
vorherigen Darstellungen im Übrigen nicht widersprechen, sondern diese lediglich
präzisieren. Sowohl anlässlich des Telefongesprächs als auch auf dem Fragebogen
hatte der Beschwerdeführer ein Ausrutschen und ein schweres Heben erwähnt. Die
Beschwerdegegnerin bringt vor, rein ablaufmässig könne ein Ausgleiten nicht
nachvollzogen werden. Wenn die Kartonschachtel in der Hocke schon 20 bis 30cm
angehoben gewesen sei, dann gebe es ein zusätzliches Gewicht, welches nach unten
drücke, und ein Ausrutschen sei nicht möglich (act. G24). Entgegen dieser
Ausführungen scheint jedoch ein Ausgleiten auch bei einer Krafteinwirkung nach unten
aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung nicht ausgeschlossen zu sein.
3.3 Zu prüfen ist im Folgenden, ob mit dem sich aus Erwägung 3.2 ergebenden
Sachverhalt das Unfallbegriffsmerkmal des ungewöhnlichen Faktors zu Recht als erfüllt
erachtet wurde. Im Falle einer unkoordinierten Bewegung ist das Merkmal der
Ungewöhnlichkeit zu bejahen, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den
natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat.
Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu
bejahen; denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt - ist
wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE
130 V 117 E. 2.1; Urteil des EVG vom 7. Oktober 2003, U 32/02, E. 2.2; RKUV 1996 Nr.
U 253 S. 204 E. 4c und 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2 mit Hinweisen). Zu einer
Programmwidrigkeit kommt es beispielsweise, wenn die versicherte Person stolpert,
ausgleitet oder an einen Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu
verhindern, eine reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen versucht
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(RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S.
422 E. 2b, 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4d; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 40 mit
Hinweisen; MAURER, a.a.O., S. 176 f.). Dass es tatsächlich zu einem Sturz kommt,
wird mithin nicht vorausgesetzt. Das vorliegend vom Beschwerdeführer geschilderte
Ausrutschen, ohne jedoch hinzufallen, ist grundsätzlich geeignet, zu einer
unphysiologischen Belastung einzelner Muskeln oder Muskelgruppen zu führen. Sein
natürlicher Bewegungsablauf (Aufheben der Kiste aus der Hocke) wurde dadurch
"programmwidrig" beeinflusst, weshalb die Anerkennung eines Unfalls durch die
Beschwerdegegnerin jedenfalls nicht zweifellos unrichtig war.
3.4 Es besteht damit kein Rückkommenstitel für die rechtskräftige
Leistungsgewährung und die Frage nach einer reformatio in peius stellt sich entgegen
den Ausführungen der Beschwerdegegnerin nicht (vgl. act. G24).
4.
Der Beschwerdeführer beklagt über den 31. März bzw. den 31. Juli 2016 hinaus
andauernde Beschwerden. Zu prüfen ist der Kausalzusammenhang zwischen diesen
Beschwerden und dem Ereignis vom 18. Dezember 2015 sowie gestützt auf das
Ergebnis das allfällige Andauern der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin. Diese
hat die Leistungen zwar formell rückwirkend per 31. März 2016 eingestellt, aber
unbestritten bis 31. Juli 2016 weiter Leistungen erbracht und diese nicht
zurückgefordert (vgl. UV-act. 34.1 f., 42, act. G4, G4.1, G22).
4.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art.
6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat zudem
Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG).
Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die
Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für
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Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten
Unfallereignis zusammenhängen (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 53 ff.). Für die
Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im
Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und
Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist
demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis
entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 123 III 110, 112 V 30, 107 V 173, RUMO-
JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54 f.). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die
Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang
sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365
mit Hinweisen; SRV 2000 UV Nr. 14 S. 45).
4.2 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht im Grundfall einmal anerkannt, so
entfällt diese erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate
Ursache der fortdauernd geklagten Beschwerden darstellt, d.h. wenn die Beschwerden
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen. Im Rahmen der
Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin
für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der
Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache darstellt.
Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen
sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die
Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung
beinhaltet eine Durchbrechung des Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein
Gesundheitsschaden durch das Zusammenwirken konkurrierender, teils
unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Urteil des EVG vom
18. Februar 2003, U 287/02, E. 4.4). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche
Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher
Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4;
LOCHER/ GÄCHTER, a.a.O., § 70 N. 58). Da es sich um eine anspruchsaufhebende
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Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein
leistungsbegründender natürlicher bzw. bei psychischen Beschwerden adäquater
Kausalzusammenhang gegeben ist (vgl. dazu nachfolgende Erwägung 4) - nicht bei der
versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2
mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser
muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig
geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein
Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller
Gesundheit sei (Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit
Hinweisen). Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich.
Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens
ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. Die Leistungspflicht
des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst
manifest gewordenen krankhaften Vorzustand entfällt erst, wenn entweder der
(krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall
bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem
schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher
oder später eingestellt hätte (Status quo sine; vgl. zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U 206 .
328 f. E. 3b, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2007, U 290/06, E.
3.3).
4.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der
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medizinischen Fachpersonbegründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Nach der
Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im
Wesentlichen gestützt auf versicherungsinterne medizinische Beurteilungen (darunter
fallen auch solche von Vertrauensärzten) zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die
Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch
nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen
Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind. Ein Anspruch auf eine
versicherungsexterne Begutachtung besteht gemäss Rechtsprechung nicht (BGE 135
V 465).
5.
Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, es lägen über den
Einstellungszeitpunkt hinaus unfallkausale psychische Beschwerden vor (vgl. act. G17,
G22). Die Beschwerdegegnerin hatte mit Schreiben vom 6. Juli 2016 den adäquaten
Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 18. Dezember 2015 und den vom
Beschwerdeführer geltend gemachten psychischen Beschwerden von Grund auf
verneint und das Gesuch um Kostengutsprache für die psychiatrische Behandlung bei
Dr. H._ abgewiesen (UV-act. 28 f.). Wie in Erwägung 2 erwähnt, hat der
Versicherungsträger über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich
sind oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, eine schriftliche
Verfügung zu erlassen (Art. 49 Abs. 1 ATSG). Hat der Versicherungsträger formlos und
nicht mittels Verfügung in ablehnendem Sinn entschieden, kann die betroffene Person
innert einer einjährigen Frist den Erlass einer formellen Verfügung verlangen. Vorliegend
hat sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. November 2017 erstmals
sinngemäss gegen die formlose Mitteilung vom 6. Juli 2016 gewehrt (vgl. act. G17). Zu
diesem Zeitpunkt war die ablehnende Mitteilung bereits in Rechtskraft erwachsen;
sodass sich weitere Ausführungen hierzu erübrigen. Dennoch ist am Rande mit der
Beschwerdegegnerin darauf hinzuweisen, dass es sich vorliegend um einen banalen
Unfall im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt und der adäquate
Kausalzusammenhang damit ohne weiteres zu verneinen wäre (vgl. BGE 115 V 133, E.
6.a).
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6.
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 3. Januar 2017 stützt sich hinsichtlich der
somatischen gesundheitlichen Situation vorwiegend auf die Beurteilung von
Vertrauensarzt Dr. I._ vom 16. August 2016 (UV-act. 32.1 ff.). Der Beschwerdeführer
spricht dieser die Beweiskraft ab und hält ihr Einschätzungen seiner behandelnden
Ärzte entgegen (act. G1).
6.1 Der erstbehandelnde Dr. C._ diagnostizierte am 21. Dezember 2015 eine akute
Lumbalgie (UV-act. 5). Wie Dr. G._ am 3. Mai 2016 ausführte, präzisierte Dr. C._
seine Diagnose einer posttraumatischen Lumbalgie nicht und kernspintomographisch
wurden keine Verletzungszeichen sichtbar. Sollte es beim Ereignis zu einer Zerrung der
Streckmuskulatur gekommen sein, klinge eine solche üblicherweise nach zwei bis
maximal vier Wochen ab. Sollte ein Haltungsfehler vorliegen, könnte in Verbindung mit
der kernspintomographisch beschriebenen Verengung des Wirbelkanals ein
vorbestehendes Problem aktiviert worden sein (UV-act. 15.1 f., vgl. UV-act. 6). Dr.
C._ hielt auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin jedoch am 27. Mai 2016 fest,
bezüglich der Wirbelsäule bestehe eine normale Beweglichkeit in jeder Richtung, ein
Haltungsfehler liege nicht vor (UV-act. 23.1). Dr. G._ befand am 10. Juni 2016
nachvollziehbar, bezüglich der Wirbelsäule bestünden keine Restbeschwerden mehr
(UV-act. 24.2). Auch Dr. I._ verwies in seiner Beurteilung vom 16. August 2016 auf
den Bericht von Dr. C._ vom 27. Mai 2016, wonach die Rückenbeschwerden
abgeheilt seien (UV-act. 32.2). Es ist damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen, dass allfällige Rückenbeschwerden spätestens im Zeitpunkt der
faktischen Leistungseinstellung per 31. Juli 2016 nicht mehr kausal auf das Ereignis
vom 18. Dezember 2015 zurückzuführen waren.
6.2 Dr. C._ hielt in seinem Arztzeugnis bezüglich die Erstkonsultation vom 21.
Dezember 2015 keine Beschwerden im Knie links fest (vgl. UV-act. 5). Dr. D._ und Dr.
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E._ berichteten am 3. Februar 2016 über einen Status nach Kniegelenksdistorsion
beidseits am 18. Dezember 2015. Der Beschwerdeführer habe nach dem Ereignis im
Dezember initial vor allem über einschiessende Rückenschmerzen geklagt. In den
letzten Wochen hätten sich aber vor allem Knieschmerzen rechts mehr als links gezeigt
(UV-act. 20.1). Nachdem am 5. Februar 2016 ein MRI des linken Knies durchgeführt
worden war (vgl. UV-act. 19.1), schlossen Dr. D._ und Dr. F._ am 8. Februar 2016
eine Meniskusschädigung des Knies links nach dem Trauma vom Dezember 2015 aus.
Es lägen regelrechte Knorpelverhältnisse vor (UV-act. 21.1 f.). Am 9. Mai 2016
befanden die behandelnden Ärzte des KSSG sodann, bei medialem wiederholtem
Meniskusschaden am Kniegelenk links handle es sich um keine Situation, die operativ
verbessert werden könne. Der Beschwerdeführer brauche weiterhin Physiotherapie und
MTT. Sollten die Beschwerden in einem Monat nicht bessern, könnte eine
intraartikuläre Steroidinfiltration links erfolgen (UV-act. 22.1 f.). Dr. I._ hielt die
Kniebeschwerden links für überwiegend wahrscheinlich unfallfremd. Er begründete
dies überzeugend mit der MRI-Untersuchung vom 5. Februar 2016, welche keine
unfallkausale Strukturschädigung gezeigt habe, und der Tatsache, dass die
Kniebeschwerden links erstmals am 3. Februar 2016, mithin rund sieben Wochen nach
dem Ereignis vom 18. Dezember 2015, aktenkundig erwähnt worden seien (UV-act.
32.1 ff.). Weder medizinische Fachpersonen noch der Beschwerdeführer selbst stellten
diese Beurteilung in Frage.
6.3 Der Beschwerdeführer hat beim Ereignis vom 18. Dezember 2015 gemäss der
unbestrittenen Einschätzung von Dr. I._ eine Läsion des medialen Meniskus rechts
erlitten (UV-act. 32.2). Uneinig sind sich die Parteien jedoch bezüglich des
Kausalzusammenhangs zwischen den im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch
vorhandenen Kniebeschwerden rechts und dem Ereignis vom 18. Dezember 2015.
6.3.1 Beim Beschwerdeführer liegen diverse unfallfremde Gesundheitsschäden des
rechten Knies vor. So bestand unbestritten eine leicht eingeklemmte und entzündlich
veränderte Plica mediopatellaris rechts, weswegen am 16. Februar 2016 eine
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Resektion derselben durchgeführt wurde (UV-act. 7.1 ff.). Bei einem Plica-Syndrom
bestehen Schmerzen bei Belastung durch Reizung der Plica, einer Membranfalte im
Bereich des Knies, die aus der Embryonalentwicklung geblieben ist (PSCHYREMBEL,
Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin 2017, S. 1427). Die Beschwerden im
Zusammenhang mit der angeborenen Plica bzw. deren operativer Entfernung stehen
damit nicht in kausalem Zusammenhang zum angeschuldigten Ereignis. Zudem
besteht beim Beschwerdeführer eine definitionsgemäss unfallfremde Psoriasis (UV-act.
8.1). Im Rahmen dieser schubhaften chronisch-entzündlichen Hauterkrankung kann
eine Beteiligung des Bewegungsapparates (Arthritis) auftreten (PSCHYREMBEL, a.a.O.,
S. 1483 f.). Dr. G._ hielt fest, die Psoriasis könne Gelenksentzündungen auslösen
(UV-act. 15.1). Anlässlich der Operation vom 16. Februar 2016 zeigte sich retropatellar
eine Knorpelschädigung in der Hauptbelastungszone bis Grad II. Die trochleare
Gleitbahn zeigte eine Knorpelschädigung Grad I-II und im medialen Kompartiment
kamen Knorpelerweichungen bis Schädigungen Grad I-II in den Hauptbelastungszonen
zum Vorschein (UV-act. 7.1). Dr. G._ befand, die Knorpelschäden seien überwiegend
wahrscheinlich vorbestehend. Sie hätten bis dato keine Beschwerden verursachen
müssen und seien im Rahmen der Operation per Zufall gesehen worden (UV-act. 15.1,
24.1). Auch Dr. I._ erachtete die Schädigungen des Gelenkknorpels an der Patella, an
der Trochlea und medial an Femur und Tibia überwiegend wahrscheinlich als
degenerativen Vorzustand (UV-act. 32.2). Die weiteren aktenkundigen ärztlichen
Berichte stellen diese Einschätzungen nicht in Frage.
6.3.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei ein Gelenkserguss am Knie
rechts festgestellt worden. Dr. I._ habe diesen weder erwähnt noch gewürdigt und
die Ursache für den Gelenkserguss sei nicht abgeklärt worden (act. G1). Bezüglich des
rechten Knies hatte Dr. med. N._, Radiologie M._ am 20. Juni 2016 ein MRI
durchgeführt und beurteilt, es liege allenfalls ein leichter Gelenkserguss vor (vgl. UV-
act. 27.1). Es trifft zu, dass ein Gelenkserguss sowohl traumatisch als auch degenerativ
oder krankhaft bedingt sein kann (vgl. PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 649). Ein solcher
wurde jedoch erst rund sechs Monate nach dem angeschuldigten Ereignis bzw. vier
Monate nach der Operation und lediglich vermutungsweise in leichter Ausprägung
festgestellt. Längere Latenzzeiten stellen ein bedeutsames Indiz gegen die
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Unfallkausalität bzw. einen kausalen Zusammenhang zur erfolgten Operation dar (vgl.
RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c). Zudem hatten die behandelnden Ärzte des KSSG
am 9. Mai 2016 noch befunden, es liege beidseits kein Gelenkerguss vor (vgl. UV-act.
22.1). Dr. C._ führte am 13. Januar 2017 aus, er habe das Kniegelenk mehrfach
punktiert und dabei Kortikosteroide infiltriert, worauf die Beschwerden jeweils für rund
einen Monat gebessert hätten (UV-act. 44). Er äusserte sich jedoch nicht zur Ursache
des Gelenkergusses. Sein Bericht vermag damit nichts zur Klärung der Frage der
Unfallkausalität beizutragen. Lediglich aus der Tatsache, dass der Gelenkserguss nach
dem Ereignis bzw. der dadurch nötig gewordenen Operation festgestellt wurde und der
Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben vorher keine Kniebeschwerden hatte,
kann nicht auf eine Unfallkausalität geschlossen werden. Das Argument erweist sich als
untauglich, da die Formel "post hoc ergo propter hoc", nach ständiger Rechtsprechung
für sich allein nicht ergiebig ist (vgl. SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4
mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). Angesichts des Gesagten ist der
Umstand, dass der Gelenkserguss in der Beurteilung von Dr. I._ nicht erwähnt
wurde, kein Grund, dieser die Beweiskraft abzusprechen.
6.3.3 Dr. I._ führte aus, nach einer arthroskopischen Teilmeniskektomie sei der
Vorzustand in der Regel nach spätestens sechs Wochen erreicht. Der Status quo sine
sei daher nach der Operation vom 16. Februar 2016, am 31. März 2016 erreicht
gewesen. Weiter hielt er überzeugend fest, das Kontroll-MRI vom 20. Juni 2016 habe
ausser den üblichen Vernarbungsvorgängen am operierten Meniskushinterhorn rechts
keine weitere Meniskusläsion ergeben (UV-act. 32.1 ff.). Bereits Dr. G._ hatte
festgehalten, dass üblicherweise mit einem Abklingen der Beschwerden binnen drei bis
sechs Wochen nach einer Innenmeniskus-Hinterhornresektion gerechnet werden
könne (UV-act. 24.2). Auch der von der Beschwerdegegnerin angeführten Information
des Orthozentrums in Cham/Zug ist zu entnehmen, dass die Arbeitsunfähigkeit nach
einer arthroskopischen Kniegelenksoperation in einem sitzenden Beruf sieben bis zehn
Tage, in einem körperlich belastenden Beruf drei bis fünf Wochen betrage (vgl. https://
www.orthozentrum.ch/de/Huefte-Knie/Kniespiegelung-Kniearthroskopie, zuletzt
abgerufen am 18. April 2019). Dr. G._ hatte weiter auf die letzte Untersuchung des
Beschwerdeführers am KSSG verwiesen (UV-act. 24.2). Der Beschwerdeführer hatte
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am 9. Mai 2016 gegenüber den behandelnden Ärzten des KSSG über eine deutliche
Beschwerdeverbesserung am rechten Knie berichtet. Er gehe häufig und länger
spazieren. Es bestünden noch Schmerzen beim Treppensteigen und die Muskulatur sei
noch schwach. Die Ärzte befanden, beide Kniegelenke seien "seitlich und ap stabil". Es
bestehe lediglich ein diffuser Druckschmerz ohne eigentlichen Druckschmerz an den
Gelenkspalten links und rechts medial und lateral. Soweit bei der Schmerzüberlagerung
beurteilbar, bestünden keine Meniskuszeichen beidseits (UV-act. 22.1). Das am 20.
Juni 2016 durchgeführte MRI des Knies rechts ergab zudem keinen sicheren Anhalt für
eine signifikante Restmeniskusläsion, keine relevanten Knorpel- oder Bandläsionen und
kein Knochenödem (UV-act. 27.1). Dr. C._ führte am 28. September 2016 aus, der
Beschwerdeführer befinde sich nach wie vor wegen der Folgen des am 18. Dezember
2015 erlittenen Unfalls in seiner ärztlichen Behandlung. Es treffe für die meisten
Patienten zu, dass der Status quo ante in der Regel nach spätestens sechs Wochen
postoperativ wieder erreicht sei. Unbestritten sei aber, dass der Heilverlauf bei
speziellen Situationen länger dauere (act. G1.11). Inwiefern beim Beschwerdeführer
eine spezielle Situation vorliegen sollte, begründete er jedoch nicht. Auch am 28. Juli
2017 berichtete Dr. C._ über eine persistierende Arthralgie posttraumatischer Natur,
ohne jedoch darzulegen, weshalb die Kniebeschwerden auf das Ereignis vom 18.
Dezember 2015 zurückgeführt werden sollten (vgl. act. 22.1). Vorliegend hat die
Beschwerdegegnerin bis zum 31. Juli 2016, mithin mehr als fünf Monate nach der
Operation vom 16. Februar 2016, Leistungen erbracht. Sie hat damit den degenerativen
Veränderungen und der angeborenen Plica mediopatellaris, welche allenfalls zu einer
längeren Heilungsdauer als der regelhaften drei bis sechs Wochen führen können,
genügend Rechnung getragen. Dies gilt selbst dann, wenn man von der in anderen
Quellen teilweise erwähnten Heilungsdauer von bis zu drei Monaten nach Entfernung
eines Teils des Meniskus ausginge (vgl. https://www.hirslanden.ch/de/corporate/
behandlungen/kniegelenkspiegelung.html, https://www.schulthess-klinik.ch/de/
kniechirurgie/knieoperation-wie-geht-es-danach-weiter, beide zuletzt abgerufen am 18.
April 2019).
6.3.4 Entsprechend der Beurteilung von Dr. I._ ist damit davon auszugehen, dass
der Status quo sine vel ante bezüglich der Kniebeschwerden rechts spätestens im
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Zeitpunkt der faktischen Leistungseinstellung per 31. Juli 2016 erreicht war. Die
Beschwerden waren nicht mehr auf das Ereignis vom 18. Dezember 2015, sondern auf
degenerative Veränderungen sowie Heilungsvorgänge im Bereich der resezierten Plica
mediopatellaris zurückzuführen oder standen allenfalls in Zusammenhang mit der
Psoriasis (vgl. UV-act. 32.2).
6.4 Soweit der Beschwerdeführer mit Verweis auf die Berichte des Schmerzzentrums
des KSSG vom 3. Oktober und 13. November 2017 (vgl. act. G22.4 f.) geltend macht,
er leide unter nozizeptiven Schmerzen (act. G22), ist festzuhalten, dass solche
entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht zwingend auf Verletzungen
zurückzuführen sein müssen. Auch Entzündungen können beispielsweise nozizeptive
Schmerzen begründen (vgl. PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1619, http://polymedes.ch/
schmerztypen/, https://www.ratgeber-schmerzen.de/schmerzen/arten/nozizeptiver-
schmerz/, beide zuletzt abgerufen am 18. April 2019). Auch die diagnostizierte
Chronifizierung spricht gerade nicht für eine Unfallkausalität und die behandelnden
Ärzte des KSSG wiesen auch in keiner Weise auf eine solche hin. Trotz der Schmerzen
war ein am 15. März 2017 durchgeführtes MRI altersentsprechend unauffällig und Dr.
D._ und Dr. E._ erkannten keinen klaren Hinweis für die Ursache der
Kniebeschwerden (act. G22.6). Auch die behandelnde Physiotherapeutin hatte
festgehalten, sie könne die geltend gemachten Schmerzen keiner Struktur zuordnen
(act. G22.3). Rein aus dem Vorliegen von nozizeptiven Schmerzen kann jedenfalls nicht
geschlossen werden, dass die Beschwerden im relevanten Zeitpunkt auf das Ereignis
vom 18. Dezember 2015 zurückzuführen gewesen wären.
6.5 Zusammenfassend ist auf die Beurteilung von Dr. I._ abzustellen. Ob es sich
dabei wie vom Beschwerdeführer vorgebracht um einen versicherungsinternen Bericht
oder wie von der Beschwerdegegnerin vertreten um einen unabhängigen
medizinischen Aktenbericht handelt (vgl. act. G22, G24), ist dabei nicht entscheidend.
Dies zumal keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen
Feststellungen bestehen. Per 31. März 2016 bzw. spätestens im Zeitpunkt der
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faktischen Leistungseinstellung per 31. Juli 2016 lagen damit überwiegend
wahrscheinlich keine Beschwerden mehr vor, welche in einem natürlichen
Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 18. Dezember 2015 standen. Damit fällt auch
ein Anspruch auf andere vom Beschwerdeführer beantragte Versicherungsleistungen
(vgl. act. G22, Integritätsentschädigung etc.), über welche die Beschwerdegegnerin
nicht verfügt hat und die damit nicht Streitgegenstand sein können, zum Vornherein
ausser Betracht. Auf seinen diesbezüglichen Antrag ist nicht einzutreten. Weitere
medizinische Abklärungen, insbesondere auch die vom Beschwerdeführer erwähnten
rheumatologischen Untersuchungen (vgl. act. G22), erübrigen sich. Dr. G._ hatte
ohnehin nur eine rheumatologische Überprüfung bezüglich einer Psoriasis-Arthritis
empfohlen (UV-act. 15.2).
7.
7.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
7.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
7.3 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der
Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte
und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75; in der vorliegend anwendbaren, seit 1. Januar
2019 gültigen Fassung, siehe Art. 30bis HonO) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--.
In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen
(Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit entschädigt der Staat den Rechtsvertreter des
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Beschwerdeführers pauschal (vgl. BGE 125 V 201) mit Fr. 3'200.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer). Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege
gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art.
123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).