Decision ID: fa2de9eb-5ff5-5edb-8315-f803573de9cc
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1977 geborene
X._
arbeitete seit Oktober 2013 als gelernter Koch im Altersheim
Y._
und übernahm dort ab Oktober 2017 die Funktion als Küchenchef, jeweils bei einem 100%-Pensum (Urk. 6/2 und Urk. 6/12).
Der Versicherte meldete sich
a
m 31. Mai 2018 (Eingangsdatum) w
egen einer Depressionssymptomatik vor dem Hintergrund einer durch die Persönlich
keitsstruktur bedingten Überforderung am Arbeitsplatz
bei der Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug (berufliche Massnahmen) an (Urk. 6/2).
Diese traf medizinische
und erwerbliche Abklärun
gen,
zog die Akten der
Helsana
Versicherungen AG als
Krankentaggeldver
sicherung
(nachfolgend: Helsana)
bei
und führte eine Eingliederungsberatung durch.
Mit Mitteilung vom 17.
August 2018 gewährte sie
X._
Beratung und Unterstützung
beim Erhalt des derzeitigen Arbeitsplatzes
mittels Job Coaching
durch die
Z._
vom 15. August 2018 bis Ende Februar 2019
(Urk. 6/13).
Nachdem der Versicherte das Arbeitsverhältnis per Ende März 2019 gekündigt hatte,
wurde das Job Coaching per 24. Januar 2019 abgeschlossen
(vgl.
Schlussbericht der
Z._
v
om 1. Februar 2019, Urk. 6/30);
anlässlich des Schlussgesprächs
ersuchte der
Versicherte um Umschulung (vgl. Verlaufspro
tokoll Eingliederungsberatung, Urk. 6/49 S. 7 f.).
Dr.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Facharzt für Neurologie FMH und zertifizierter medizinischer Gutachter SIM sowie Vertrauensarzt SGV, erstat
tete am 11. Februar 2019 zuhanden der Helsana eine psychiatrische Kurzbeur
teilung (Urk. 6/33 S. 5-28), woraufhin diese
am 20. Februar 2019
entschied
, dass
es dem
Versicherte
n
aufgrund der medizinischen Beurteilung möglich und zu
mutbar sei,
im Rahmen der Schadenminderungspflicht
in einer leidensangepass
ten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsleistung zu erbringen, weshalb ihm das Taggeld (mit einer dreimonatigen Anpassungszeit)
nur
noch bis am 31. Mai 2019 ausbe
zahlt werde (Urk. 6/33 S. 2-4).
Mit Vorbescheid vom 25. Februar 2019
kündigte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung seines Leistungsbegehrens (Um
schulung) an (Urk. 6/34), wogegen er am 6. März respektive 5. April 2019 Ein
wand erhob (Urk. 6/37 und Urk. 6/44, unter Beilage eines Arztzeugnisses von
B._
, Arzt für Psychiatr
ie und Psychotherapie, Urk. 6/43
).
Am 25. April 2019 gab der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) eine ver
sicherungsmedizinische Beurteilung
zur aktuellen Aktenlage ab (Urk. 6/46). Mit Verfügung vom 2. Mai 2019 wies die IV-Stelle wie vorbeschieden einen Umschu
lungsanspruch des Versicherten ab (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X._
a
m 31. Mai 2019 Beschwerde und bean
tragte, es seien ihm unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung berufliche Massnahmen in
Form einer Umschulung zuzusprechen (Urk. 1). Die Beschwerde
gegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 26. Juni 2019 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 6/1-53), was dem Beschwer
deführer am 2. Juli 2019 mitgeteilt wurde (Urk. 7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird -
soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V
396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V
215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) unmittelbar bedrohte Versicherte haben Anspruch auf
Eingliederungsmassnahmen
, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen auf die einzelnen
Massnahmen
erfüllt sind (Art. 8 Abs. 1 IVG). Die
Eingliederungsmassnahmen
beruflicher Art bestehen in Berufsberatung, erstma
liger beruflicher Ausbildung
,
Umschulung
,
Arbeitsvermittlung und Kapitalhilfe (Art. 8 Abs. 2
lit
. b IVG).
1.4
Gemäss
Art.
17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (
Abs.
1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (
Abs.
2). Als Umschu
lung gelten gemäss
Art.
6
Abs.
1 IVV Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Inva
lidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.
Der Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutba
ren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsein
busse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 124 V 108 E. 2a und b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 488 E. 4.2; AHI
2000 S. 27 E. 2b und S. 62 E. 1 je mit Hinweisen)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) damit, dass dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit als Koch - ohne Führungsfunktion - weiterhin zu 100 % zumutbar sei. Auf die jüngste, nun anderslautende Beurtei
lung des Psychiaters
B._
vom 28. Januar 2019, wonach er nur in einer anderen Berufsbranche zu 100 % arbeitsfähig
sei
, könne nicht abgestellt werden. Insbesondere vermöge die psychiatrische Kurzbeurteilung von
Dr.
A._
(100%ige Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers als Koch) nicht zu überzeugen, da diese im Wesentlichen - bei weitestgehend unauffälligen Befunden - auf den subjekti
ven Angaben des Beschwerdeführers beruhe. Auch eine Prüfung anhand den Standardindikatoren würde keine relevanten funktionellen Auswirkungen der diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung ergeben.
2.2
Der Beschwerdeführer machte dagegen in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend
, dass
er entgegen den Darlegungen der Beschwerdegegnerin als Koch nicht voll
umfänglich arbeitsfähig sei. Dies ergebe sich aus den ärztlichen Beurteilungen des behandelnden Psychiaters
B._
, des begutachtenden
Dr.
A._
sowie der RAD-Stellungnahme vom 25.
Januar 201
9.
D
er von der Helsana vorgenommene Einkommensvergleich ergebe sodann einen Invaliditätsgrad vom 29.87 %, womit auch die Voraussetzung der Mindesterwerbseinbusse erfüllt sei.
2.3
Strei
tig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf berufliche
Ein
gliederungsmassnahmen
, namentlich auf eine
Umschulung
, hat.
3.
3.1
Dr.
C._
, Psychiatrie/Psychotherapie FMH, welcher den Beschwerdeführer
von
April
bis Juni
2018 behandelt
e
, stellte in seinem Be
richt vom 28. Mai 2018
(Urk. 6/1)
zuhanden der Beschwerdegegnerin als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgr
adige Episode (ICD-10: F
33.1). Ohne
Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit verbleibe
ein Abhängigkeitssyndrom: Psychische und Ver
haltensstörungen durch Tabak (ICD-10: F17.2). Bei
m
zu 100 % als Küchenchef in einem Altersheim tätigen Beschwerdeführer bestehe eine Depressionssymptoma
tik vor dem Hintergrund einer durch die Persönlichkeitsstruktur bedingten Über
forderung am Arbeitsplatz.
Die Prognose sei grundsätzlich als positiv
anzusehen, wobei die Persönlichkeitstendenzen einer erfolgreichen Eingliederung im Wege stehen könnten.
Angeraten
werde
die
Fortführung
der aktuellen
therapeutischen und medikamentösen Behandlung sowie der E
insatz eines qualifizierten Job-
Coaches am Arbeitsplatz. Der Beschwerdeführer sei a
ktuell zu 100 % arbeitsun
fähig. In einer angepassten Tätigkeit sei ein Einsatz von 4 Stunden tägl
ich, jeweils Montag bis Freitag
empfohlen. Der Beschwerdeführer sei bei Aufgaben im Haus
halt nicht eingeschränkt; er bekomme jedoch Unterstützung seitens seiner festen Freundin.
3.2
Der den Beschwerdeführer seit dem 17. Juli 2018 neu behandelnde Psychiater
B._
führte in seinem Bericht vom 21. Januar 2019 (Urk. 6/28) zuhanden der Beschwerdegegnerin
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein seit April 2018 bestehendes Burn-out (ICD-10: Z73.0/Z73.5/Z73.2) auf. Bereits im Jahr 2012 sei der Beschwerdeführer wegen einer Depression behandelt wor
den, worüber aber keine Akten vorhanden seien. Als Chefkoch im Altersheim sei der Beschwerdeführer aufgrund seiner Führungsposition in ein Burn-out und eine Überforderung geraten. Damit zusammenhängende chronische Schlafstörungen
hätten
zu einer chronischen Übermüdung
geführt
. Der Beschwerdeführer sei vom 17. Juli bis 31. August 2018 zu 30 %, vom 1. September bis 3
1.
Dezember 2018
zu 20 % und seither bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig gewesen.
Die Prog
nose sei gut, wenn der Beschwerdeführer nicht in der Koordination und Füh
rungsposition von Personal verpflichtet sei. So könne er am besten als angestell
ter Koch arbeiten oder sich nach einer seriösen Berufsberatung
in einem anderen Beruf betätigen. Die bisherige Tätigkeit sei ihm nicht zumutbar, eine angepasste Tätigkeit in einem geeigneten Beruf sei ihm dagegen vollzeitlich zumutbar. Zur
zeit ständen die Erschöpfung und die Unsicherheit in der beruflichen Weiterent
wicklung einer Eingliederung im Wege. Bei Aufgaben im Haushalt sei er nicht eingeschränkt.
Eine gute Abklärung, um Talente für eine berufliche Umschulung zu nutzen, sei empfehlenswert.
3.3
Dr.
D._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom RAD nahm am 25. Januar 2019 Stellung zu den Eingliederungsmassnahmen (Urk. 6/29) und hielt fest, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung seiner bis
herigen Tätigkeit als Koch EFZ, zuletzt mit Führungsposition, ab Februar 2019 teilweise möglich sei, jedoch nicht in einer Führungsposition, idealerweise ohne Nacht- und Schichtdienst, von Montag bis Freitag, zunächst beginnend in einem 50%-Pensum mit schrittweiser Steigerung. Sollte keine Stelle
als Koch
mit sol
chen Rahmenbedingungen gefunden werden, wäre eine Verweistätigkeit zu empfehlen. Nach einer weiteren Remission der Depression sollte ein Vollpensum in einer angepassten Tätigkeit wieder möglich sein. Das Belastungs- und Ressour
cenprofil zeige sich folgendermassen: zeitlich flexible Tätigkeiten ohne perma
nenten Zeit- und Termindruck, idealerweise ohne Schicht- und Nachtdienst, von Montag bis Freitag, bei nur geringem Publikumsverkehr, ohne besondere Anfor
derungen an das Umstellungs- und Anpassungsvermögen, in einer wohlwollen
den und konfliktarmen Arbeitsatmosphäre.
3.4
Dr.
A._
nannte in seiner psychiatrischen Kurzbeurteilung vom 11. Februar 2019 (Urk. 6/33 S. 5-28) zuhanden der Helsana folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte
bis
mittelgradige depressive Episode
(
ICD-10: F33.0/F33.1) mit Status nach erster de
pressiver Episode 201
2.
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben fol
gende Diagnosen:
-
Probleme verbunden mit
Schwierigkeiten
bei der
Lebensbewältigung
, im
Sin
n
e von
selbst
un
sicheren
, ängstlich-vermeidende
n
, akzentuierten
Persönlichkeitszügen (
ICD-10: Z73.1)
-
Psychische und
Verhaltensstörungen
durch psychotrope Substanzen, im
Sin
n
e von psychischen und
Verhaltensstörungen
durch Sedativa oder
Hypnotika, Abhängigkeitssyndrom/schädlicher Gebrauch durch die
Einnahme von
Lorazepam
seit 2012, gegenwärtig abstinent (ICD-10:
F13.20/F13.10)
-
Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope
Substanzen
, im
Sinne von psychischen und
Verhaltensstörungen
durch Tabak,
Abhängigkeitssyndrom,
gegenwärtiger Substanzgebra
uch (ICD-10:
F17.24).
Beim Beschwerdeführer
hand
le
es sich um ei
nen
19
77 als Zweiten
von insgesamt zwei
Geschwistern in
E._
G
eborenen
.
Seine
zwei Jahre ältere Schwester
sei
soweit gesund. Die Schwangerschaft und Geburt
seien
unauffällig verlaufen. Bis auf die üblichen Kinderkrankheiten
sei
der
Beschwerdeführer
nie krank gewesen. Die psychomotorische und Sprachentwicklung
sei
ohne besondere Auffälligkeiten verlaufen. Kinderneurotische Zeichen
seien
verneint
worden
. Traumatische Ereig
nisse aus der Kindheit, Adoleszenz und der späteren Zeit
seien
dem
Beschwerde
führer
nicht bekannt.
Während der Kindheit
sei
durch beide Elternteile immer viel Druck ausgeübt
worden
. Während der Schulzeit
sei
der
Beschwerdeführer
oft ab
gelenkt
-
gemäss seinen Angaben hyperaktiv
- gewesen
und
habe
Probleme mit der Aufmerksamkeit
gehabt
. Eine psychiatrische Heredität innerhalb der Familie des
Beschwerdeführers
sei
auf Nachfrage verneint
worden
.
Nach Abschluss der obligatorischen Schule
habe der Beschwerdeführer
eine drei
jährige Lehre als Koch mit eidgenössischem Zertifikat
absolviert
. Während der Tätigkeit al
s Koch in Bülach habe
der Versicherte eine Ausbildung zum Diät
koch und später eine an
derthalbjährige Aus
bildung zum Kü
chenchef absolviert. Zuletzt habe er vom 1. Oktober 2013 im Alters
heim Y._
, zuletzt in der Funktion des Küchenchefs, 42 Stunden pro Woche, in einem 100%igen Arbeitspensum, g
earbeitet. Krankheitsbedingt habe
der
Beschwerdeführer seine Tätigkeit am 17. April
2018 aufgeben müssen und
sei
krankgeschrieben
worden. Ab Juni 2018 habe
der
Beschwerdeführer
seine
Tätigkeit (bei
einem 50%igen Arbeitspensum
und angepasst als
Administrationsaufgaben)
wieder
aufgenommen
. Das Arbeits
pensum
sei
bis Ende Dezember a
uf 80
% gesteigert
worden
. Krankheitsbedingt, aufgrund einer Verschlechterun
g des Gesundheitszustandes bei Ü
berforderung zur Weihnachtszeit,
sei
es trotz Unterstützung dur
ch den Job-
Coach
zu einer er
neuten Deko
mpensation gekommen. Aktuell
werde
eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit durch
den behandelnden Psychiater
B._
attestiert.
Der
Beschwerde
führer befinde
sich in
regelmässiger
psy
chiatrisch-psychotherapeutischer
Behandlung, mit einer Frequenz von
sieben Tagen. Privat lebe
er
seit 2017 in einer Beziehung zu einer 1992 g
eborenen Schweizerin. Er bewohne
alleine eine 3-Zi
mmer-Mietwohnung. Aktuell erhalte
er
Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber.
Der
Beschwerdeführer
habe
anlässlich der Untersuchung am
6. Februar 2019 über eine im Vorder
grund stehende gedrückte Stimmung sowie einen verminderten Antrieb
berichtet
, wobei sich die Symptome unter der aktu
ellen Behandlung ge
bessert hätten. Belastend seien Einschlafs
törungen, darüber hinaus Durchsch
l
af
störungen. Der
Beschwerdeführer
geh
e
erst um 03:00 Uhr zu Bett. Von
2012 bis
Ende Dezember 2018 habe
er regelmässig eine Tablette
Te
mesta
à
1
Milligramm
zur
Kupierung
von Schlafstörungen genommen. An weiteren Beschwerden
habe der Beschwerdeführer
über Zukunftsängste, Existenzängste, Sorgen
wie es weitergehe, Grübeln und
Selbstunsicherheit als ein Persönlichkeitszug
mit
stän
diger Kritik an sich selbst berichtet.
Im objektiven psychopathologischen Befund in Anleh
nung an die AMDP-Richtlinien an
lässlich der Untersuchung
sei
eine ge
drückte, zum depressiven Pol verschobene Stimmung auf
gefallen
. Die affektive Modulationsfähigkeit
sei
vermindert
gewesen
.
Es seien
Existenzängste und Zu
kunftsängste
vorgetragen worden
. Darüber hinaus
hätten keine weiteren psycho
patholog
ischen Auffälligkeiten objektiviert werden
können
. Die Spontanität und Eigeninitiative
seien
leicht eingeschränkt
gewesen
. Die soziale
Teilnahme im pri
vaten Leben habe
sich gemäss den Angaben des Versicherten deutlich gebessert.
Die Ex
ploration des Tagesprofils weise
auf kein reduziertes Alltagsaktivitäts
niveau hin.
Bei den Haushaltsarbeiten fühle
sich der
Beschwerdeführer nicht ein
geschränkt:
Analog der Parameter der funktionellen Leistungsfähigkeit in Anleh
nung an das Mini-ICF-APP
beständen
leichte bis mittelgradige Störungen der Aktivität und Partizipation, w
obei die Fähigkeit zur
Anwendung
fachliche
r
Kom
petenzen in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Küchenchef, welche ein hohes Multitasking erforder
e
, hochgradig beeinträchtigt
sei
. Unter Würdigung der Ver
sicherungsakte sowie der aktuellen Exploration und psychiatrischen Untersu
chung
sei
diagnostisch gemäss den ICD-10-Kriterien, dem Diagnostikmanual der WHO, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit von einer rezidivierenden depres
siven Störung, gegenwärtig leichte bis allenfalls mittelgradig
e
depressive Episode (ICD-10: F33.0/F 33.1), mit Status nach erster de
pressiver Episode 2012, auszu
geh
en.
Zusammenfassend handle
es sich um eine zweite depressive Episode. Die erste depressive Episode
sei
2012
gewesen
, wobei sich der
Beschwerdeführer
da
nach
zwei Jahre in regelmässiger psy
chiatrisch-psychot
herapeutischer Behand
lung befunden habe
. Auf
grund von ausgeprägten Schlafs
törungen und Nervosität
sei
die Verordnung von
Temesta
(
Lorazepam
)
erfolgt
, was der
Beschwerdeführer
regelmässig bis Ende
Dezember 2018 eingenommen habe
. Zur zweiten depressi
ven Episode
sei
es Anfang 2018 gekommen, mit Aufgabe der
ausgeübten Küchenchef-
Tätigkeit
im April 201
8.
Ab Juni 2018 habe
er
begonnen
,
sich in einer angepassten Tätigkeit
im letzten Betrieb wiedereinzugl
iedern. Die Unter
stützung erfolgte mithilfe
eines Job-Coaches
. Gemäss den Angaben des
Be
schwerdeführers
sei
es trotz der guten Betreuung seitens der IV um die Weihnachtszeit zur erneuten Dekompensation und Exazerbation der psychischen Beschwerden gekommen, weswegen
er
schliesslich im Dezember 2018 seine Tä
tigkeit
habe
aufgeben
müssen
. Der
Beschwerdeführer habe
seine Arbeitsstelle per
Ende März 2019 gekündigt. Der aktuelle Gesundheitszustand des
Beschwerdefüh
rers sei trotz der Verbesserung
instabil. Aus fachärztlicher Sicht
werde dringend zur
Kupierung
von den Schlafstörungen
die Verordnung von
einem sedierenden Antidepressi
vum
empfohlen. Alternativ
könne
auch e
ine Verordnung von einem hochpot
enten nie
drig dosierten
Antipsychotikum
erwogen werden.
Aufgrund der gutachterlichen K
onsistenzprüfung sei beim Beschwerdeführer da
von auszugehen, dass es sich um eine durchaus authentische Beschwerdeschilde
rung handle, zumal es keine Hinweise auf nicht im geklagten Umfang vorhandene Funktionsbeeinträchtigungen gebe. Zusammenfassend ergäben die vorliegenden Befunde bei kritischer Würdigung ein in sich schlüssiges konsistentes Bild. In der Selbsteinschätzung erlebe sich der Beschwerdeführer in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Küchenchef und als Koch aufgrund de
s
verlangten hohen Multi
tasking
s
nicht arbeitsfähig. Dieser Selbstbeurteilung könne aufgrund der im Rah
men der aktuellen Exploration und psychiatrischen Untersuchung erhobene
n me
dizinischen Befunde gefolgt
werden.
Beim Beschwerdeführer lägen bis auf die Selbstkündigung
d
er Arbeitsstelle und aktuell fehlenden berufliche
n
Zukunfts
perspektiven keine weiter
e
n nicht versicherungsmedizinisch relevanten psycho
sozialen Belastungsfaktoren vor. Die genannten psychosozialen Belastungsfakto
ren seien bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit ausgeschlossen worden. Aus fachärztlicher Sicht sei der Beschwerdeführer in
d
er zuletzt ausgeübten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Die angestammte berufliche Tätigkeit als Koch sei auch keinem anderen Arbeitgeber zumutbar. Die Rückkehr in eine ähnliche Tätigkeit, die ein hohes Multitasking erfordere, werde überwiegend wahrscheinlich zu einer erneuten Exazerbation der depressiven Episode führen.
In einer optimal ange
passten Tätigkeit ohne erforderlichem hohen Mass an Dauerkonzentration und Daueraufmerksamkeit
, ohne vorausgesetztem hohen Mass an Kreativität, ohne Aufgaben mit Multitasking oder Leitungsfunktion, sei ab sofort eine 50%ige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen, welche im weiteren Verlauf alle vier Wochen um 20% gesteigert werden könne. Aus fachärztlicher Sicht sei eine Unterstützung in Form von beruflichen Massnahmen mit Umschulung dringend angezeigt.
3.5
Im Rahmen des
Einwandverfahrens
reichte der Beschwerdeführer ein Arztzeugnis seines behandelnden Psychiaters
B._
vom 28. Januar 2019 (Urk. 6/43) ein, worin dieser zuhanden des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) fest
hielt, dass sich der Beschwerdeführer wegen einer Problematik am Arbeitsplatz, welche ihn gesundheitlich beeinträchtige, seit dem 17. Juli 2018 in dessen Behandlung befinde. Wegen der unzumutbaren Arbeitssituation habe sich der Be
schwerdeführer auf ärztlichen Rat hin entschieden, den alten Arbeitsplatz per Ende Dezember 2018 zu kündigen. Um seine Gesundheit zu schützen und wegen
dem weiterhin bestehenden schwierigen Arbeitsverhältnis bleibe der Beschwer
deführer für diesen Arbeitsplatz weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig. Für jegliche Arbeiten in einer anderen Berufsbranche
, wo ihm unvoreingenommen begegnet werde, sei der Beschwerdeführer jedoch zu 100 % vermittelbar und zu 100% arbeitsfähig.
3.6
RAD-Ärztin
Dr.
D._
nahm am 25. April 2019 Stellung zur aktuellen Akten
lage und äusserte sich insbesondere zur psychiatrischen Kurzbeurteilung von
Dr.
A._
(Urk. 6/46). Es sei nachvollziehbar, dass bei der bestehenden Vulnera
bilität für depressive Episoden eine Leitungsfunktion für den Beschwerdeführer nicht geeignet sei. Es sei jedoch nicht nachvollziehbar, warum die Tätigkeit als Koch an sich, ohne Leitungsfunktion, nicht mehr
ausübbar
sein soll. Dies werde anhand des Gutachtens nicht schlüssig begründet. Insbesondere erscheine der Be
schwerdeführer hinsichtlich der kognitiven Fähigkeiten in Bezug auf Konzentra
tion und Gedächtnis unauffällig. Medizin-theoretisch sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei weitere
r
Remission der Depression in seiner ange
stammten Tätigkeit als Koch, ohne Leitungsfunktion, wieder arbeiten könne.
4.
4.1
Ein
Burnout
kann bei Personen mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen in psychosozialen Belastungssituationen auftreten.
Burnout
wird zwar unter dem Diagnose-Code ICD-10 Z73.0 aufgeführt, es entspricht aber keiner Erkrankung im Sinne der anerkannten internationalen Klassifikationssysteme. Bei den soge
nannten Z-Kodierungen handelt es sich um Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen. Die Kate
gorien Z00-Z999 sind jedoch für Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als „Diagnosen“ oder „Probleme“ angegeben sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder
äussere
Ursache unter den Kategorien A00-Y89 klassifizierbar sind. Ein
Burnout
als solches fällt somit nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens (Urteil des Bundesgerichts 8C_302/2011 vom 20. September 2011 E. 2.3, vgl. auch Urteile 9C_645/2015 vom 3. Februar 2016 E. 4.1 und 9C_894/2015 vom 25. April 2016 E. 5.1 mit Hinweisen).
4.2
Dr.
C._
diagnostizierte in seinem Bericht vom 28. Mai 2018 eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige E
pisode, (vgl. E. 3.1). Dabei hie
lt er explizit fest, dass diese Depressionsproblematik vor dem Hintergrund einer durch die Persönlichkeitsstruktur des Beschwerdeführers bedingten Überforderung am Arbeitsplatz mit einer seit dem 1. Oktober 2017 neu erlangten Führungsfunktion als Küchenchef bestehe.
Da
nach
ICD-10: F33 eine rezidivierende depressive Störung durch wiederholte depressive Episoden von 6-
12 Monaten Dauer charakterisiert ist (vgl. Internationale Klassifikation psychi
scher Störungen, ICD-10 Kapitel V(F), klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Auf
lage, F 33 S. 176 f.), kann die von
Dr.
C._
gestellte Diagnose mit dem
blossen
Hinweis auf eine wiederkehrende Depressionsproblematik
, wobei dies einzig auf
Angaben des Beschwerdeführers
beruht, ohne dass diesbezügliche
medizinischen Unterlagen
vorlägen,
nicht nachvollzogen werden.
In der psy
chiatrischen Kurzbeurteilung von
Dr.
A._
wurde
denn
zum psychiatrischen Erkrankungsverlauf ausgeführt, dass
gemäss
anamnestischen Angaben
des Be
schwerdeführers
bereits im Jahre 2012 depressionsbedingt eine kurzzeitige, rund 14-tägige
,
100%ige Krankschreibung bestanden habe (vgl. Urk. 6/33 S. 11).
Weiter
ist auf die psychiatrische Einschätzung des Behandlers
B._
zu ver
weisen, der in Übereinstimmung mit der Beurteilung von Dr.
C._
ebenfalls von einer Überforderungssituation aufgrund der ab Oktober 2017 neu erlangten Führungsfunktion als Küchenchef ausging und deshalb ein Burnout
gemäss
ICD-10: Z73.0
(Erschöpfungssyndrom)
/Z73.5
(Mangel an Entspannung oder
Freizeit)
/
Z
73.2
(sozialer Rollenkonflikt, nicht andernorts klassifiziert)
diagnostizierte
(vgl. E. 3.2)
.
Da
der Psychiater
B._
einen direkten Zusam
menhang zwischen der neuen Rolle als Küchenchef mit Führungsfunktion und der Überforderung erkannte,
attestierte er dem Beschwerdeführer eine gute Prog
nose und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit als angestellter Koch ohne Koordinations- und Führungsaufgaben. Aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer bei einem Karriereschritt vom Koch zum Küchenchef in einem Altersheim scheiterte, wobei er diese Führungsaufgaben nur von Oktober 2017 bis Mitte April 2018
(6.5 Monate)
verrichtete, gründet nicht in einem psychischen Leiden, sondern beruht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
auf einer Überforderung
, welche sich als Schwierigkeit bei der Lebensbewältigung zeigt.
Ein
e solche
vermag jedoch - wie soeben dargelegt - nicht zu einem invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundhei
tsschaden zu führen.
Dass der Behandler
B._
in seinem Arztzeugnis vom 28. Januar 2019 (vgl. E. 3.5) - entgegen seiner ursprünglich Einschätzung vom 21. Januar 2019 (vgl. E. 3.2) - ausführte, dass der Beschwerdeführer nun in einer anderen Berufs
branche zu 100
% vermittelbar und zu 100 % arbeitsfähig sei,
mag daher rühren
, dass er dieses Arztzeugnis z
uhanden des
Regionalen Arbeitsvermittlungs
zentrums (RAV) und nicht zuhanden der IV-Stelle ausstellte.
D
ieses rudimentäre Arztzeugnis, welches keinerlei Angaben zu den festgestellten Befunden oder Diagnosen enthält, vermag
jedenfalls
nicht die 7 Tage zuvor im überzeugend dar
gelegte Einschätzung hinsichtlich Burnout-Diagnose und 100%iger Arbeitsfähig
keit in der angestammten Tätigkeit als Koch in Frage zu stellen.
Die Einschätzung von
Dr.
A._
in seiner psychiatrischen Kurzbeurteilung zuhan
den der Krankentaggeldversicherung, wonach der Beschwerdeführer aufgrund einer rezidivierenden depressiven Störung in einer Tätigkeit als Küchenchef und als Koch zu 100 % arbeitsunfähig sei (vgl. E. 3.4), vermag aus diversen Gründen nicht zu überzeugen.
Wie bereits zuvor ausgeführt,
erscheint
anhand lediglich anamnestische
r
Angaben des Beschwerdeführers
über
eine rund 2-wöchigen depressionsbedingten Arbeitsunfähigkeit im Jahre 2012,
gemäss ICD-10 eine rezidi
vierende depressive Störung
nicht als überwiegend wahrscheinlich
.
D
ie Beschwerdegegnerin weist
zudem
zu Recht darauf hin, dass bei weitgehend unauf
fälligen Befunden (vgl. Urk. 6/33 S. 18-21) eine attestierte 100%ige Arbeits
unfähigkeit nicht plausibel erscheint. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass sich der Gutachter bei seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen nur auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers stützte. So führte
Dr.
A._
explizit aus, dass der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers,
wonach
er in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Küchenchef aufgrund de
s
verlangten hohen Multitasking
s
nicht arbeitsfähig sei
,
gefolgt werden könne
(S. 22).
Dabei ist fest
zuhalten, dass
ein versuchter
Karriereschritt vom Koch zum Küchenchef, welcher wegen Überforderung scheiterte, noch nicht dazu führt, dass diese für rund 6.5 Monate versuchte Tätigkeit zur angestammten Tätigkeit wird. Die Tätigkeit als Koch - ohne Führungsfunktion -, welche der Beschwerdeführer seit seinem Lehr
abschluss im Jahre 1997 bis April 2018 ohne relevanten gesundheitsbedingten Unterbruch verrichten konnte, ist demnach weiterhin als angestammte Tätigkeit zu betrachten
, die dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten zumutbar und mög
lich ist.
Eine weitere eigenständige Diagnose wurde nicht gestellt.
Da mit
der somit einzig vorliegenden
Burnout
-Symptomatik kein Gesundheitsschaden ausgewiesen ist, welcher dauerhaft und in erheblichem
Ausmass
eine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit zu begründen vermag, besteht kein Anspruch
auf
Massnahmen
berufli
cher
Art.
Der angefochtene Entscheid ist damit nicht zu beanstanden und die Be
schwerde abzuweisen.
5
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 5
00.-- anzusetzen.
Ausgangsgemäss
sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.