Decision ID: a778b491-a479-574d-8ba0-be24053ebbce
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der 1963 geborene kosovarische Staatsbürger A._ arbeitete in den Jahren 1985 bis 1992 als Bauarbeiter in der Schweiz. In dieser Zeit leistete er obligatorische Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV; act. 38). Am 1. März 2007 (Eingangsdatum bei der IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA [nachfolgend: IVSTA]) stellte er ein Gesuch um Gewährung einer Rente der schweizerischen Invalidenversicherung mit der Begründung, dass er "gesundheitlich sehr angeschlagen" sei. Im Jahre 1990 habe er einen Arbeitsunfall erlitten. Zudem sei er im Krieg "schwer verletzt" worden. Seither gehe es ihm "psychisch schlecht" (act. 2 und 3).
B. Der IVSTA lagen bei der Prüfung des Leistungsbegehrens diverse Berichte von behandelnden Ärzten aus den Jahren 1990, 1999 bis 2003, 2006 und 2007 vor, welche A._ im Wesentlichen eine posttraumatische Belastungsstörung, eine Lymphadenopathie, einen minimalen Perikarderguss, einen metallischen Fremdkörper (Stück einer Granate) in der Leber, einen Status nach Schussverletzung sowie eine Lumboischialgie rechts attestierten (act. 8 bis 26). Dr. med. C._, Ärztin für Familienmedizin, kam zudem zum Schluss, dass A._ für sämtliche Tätigkeiten arbeitsunfähig sei (act. 25).
Gestützt darauf diagnostizierte Dr. med. D._ des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) Rhone in seiner Stellungnahme vom 6. Mai 2008 eine posttraumatische Belastungsstörung sowie eine  rechts und führte aus, dass die Beschreibung des  Zustandes nicht mit der Diagnose "posttraumatische ", welche nicht von einem Psychiater gestellt worden sei, übereinstimme. Die beschriebene psychische Gesundheitsstörung und die Lumboischialgie rechts vermöchten keine Arbeitsunfähigkeit zu begründen (act. 28).
C. Mit Vorbescheid vom 9. Mai 2008 teilte die IVSTA A._ mit, dass keine ausreichende durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während eines Jahres vorliege. Trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung seien eine Betätigung im bisherigen Aufgabenbereich sowie eine dem
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Gesundheitszustand angepasste gewinnbringende Teilzeit-Tätigkeit noch immer in rentenausschliessender Weise zumutbar. Es liege somit keine Invalidität vor, die einen Rentenanspruch zu begründen , weshalb das Leistungsbegehren voraussichtlich abgewiesen werden müsse (act. 29).
D. Mit Verfügung vom 30. Juli 2008 wies die IVSTA im Wesentlichen mit der bereits im Vorbescheid vorgebrachten Begründung das  von A._ ab (act. 30).
E. Gegen diese Verfügung erhob A._ (nachfolgend: ) mit Eingabe vom 3. September 2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung der  und die Gewährung einer Invalidenrente. Zur Begründung führte er aus, dass die IVSTA seinen Fall "ungerecht abgeschlossen" habe. Wie aus den eingereichten Arztberichten hervor gehe, habe sich sein Gesundheitszustand zwischenzeitlich "rapid" verschlechtert. Die IVSTA habe dies "einfach ignoriert". Mit einer erneuten Begutachtung in der Schweiz beziehungsweise im Kosovo erklärte er sich einverstanden. Als Beweismittel reichte er nebst den sich bereits in den Akten befindlichen medizinischen Unterlagen weitere Arztberichte ein, welche im Wesentlichen die bisher gestellten Diagnosen bestätigen (act. 31 bis 33).
F. Mit Zwischenverfügung vom 18. September 2008 forderte der  Instruktionsrichter den Beschwerdeführer auf, einen  von Fr. 400.- in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten. Der einverlangte Kostenvorschuss ging am 3. Oktober 2008 bei der Gerichtskasse ein.
G. In seiner Stellungnahme vom 16. Februar 2009 führte Dr. med. E._ des IV-ärztlichen Dienstes im Wesentlichen aus, dass der metallische Fremdkörper in der Leber offenbar in den letzten zehn Jahren zu keinen Komplikationen geführt habe und auch jetzt keine Arbeitsunfähigkeit in der Haushaltstätigkeit plausibel mache. Die übrigen Diagnosen seien bereits bekannt gewesen. Die Gesamtheit des Dossiers lasse keine funktionelle Behinderung erkennen, welche eine rentenrelevante Arbeitsunfähigkeit begründe. Auch eine
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chronische posttraumatische Depression – welche vorliegend nicht ausreichend dokumentiert sei – würde keinen rentenrelevanten Grad einer Behinderung bewirken. Es könne somit an der Stellungnahme vom 6. Mai 2008 festgehalten werden (act. 35).
Gestützt darauf beantragte die IVSTA mit Vernehmlassung vom 24. Februar 2009 die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen Verfügung.
H. Mit Replik vom 1. April 2009 wiederholte der Beschwerdeführer seine bisher gestellten Anträge sinngemäss und reichte aktuelle Arztberichte zu den Akten, welche ihm nebst den bisher gestellten Diagnosen eine chronische posttraumatische Belastungsstörung mit depressivem Bild, Spannungskopfschmerzen, Gallensteine, eine arterielle Hypertonie sowie eine deutlich verringerte Arbeitsfähigkeit attestieren.
I. Auf entsprechende Anfrage der IVSTA führte Dr. med. E._ des IV-ärztlichen Dienstes in seiner Stellungnahme vom 19. Mai 2009 im Wesentlichen aus, dass eine überzeugende und glaubhafte  einer rentenrelevanten psychiatrischen Störung nach wie vor fehle. Die mit der Replik eingereichten medizinischen Unterlagen  keine neuen Elemente. Daher sei an der bisherigen Beurteilung festzuhalten (act. 37).
J. Mit Duplik vom 26. Mai 2009 hielt die IVSTA ihre Anträge aufrecht.
K. Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unter - lagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und
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Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die  vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) beurteilt das  Beschwerden von Personen im Ausland gegen  der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.
1.2 Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis des Bundesgesetzes über das  vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) findet das VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des  vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die  (Art. 1a-26bis und 28-70 IVG) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.
1.3 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung  und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung, so dass er im Sinne von Art. 59 ATSG  ist.
1.4 Da die Beschwerde unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes während der Gerichtsferien fristgerecht (Art. 38 Abs. 4 und Art. 60 ATSG sowie Art. 22a Abs. 1 VwVG) und im Übrigen formgerecht (Art. 52 VwVG) eingereicht und der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, ist darauf einzutreten.
2. Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur Anwendung gelangen.
2.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im Wesentlichen nach den Vorschriften des VGG, des VwVG (Art. 37 VGG) sowie des ATSG. Dabei finden nach den allgemeinen  Regeln diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen.
In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen  massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen  Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein  Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel auf -
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grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen  zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445).
Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeit - punkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 30. Juli 2008)  Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). , die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im  Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b).
2.2 Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blieben zunächst die Bestimmungen des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen  Jugoslawien über Sozialversicherung vom 8. Juni 1962 (SR 0.831.109.818.1) für alle Staatsangehörigen des ehemaligen Jugoslawiens anwendbar (vgl. BGE 126 V 198 E. 2b, BGE 122 V 381 E. 1 mit Hinweisen). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit  des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien, ), nicht aber mit Serbien und Kosovo neue Abkommen über soziale Sicherheit abgeschlossen. Mit dem Kosovo wird das  mit Jugoslawien seit dem 1. April 2010 nicht mehr weitergeführt. Für den Beschwerdeführer als Bürger des Kosovo findet demnach das schweizerisch-jugoslawische  vom 8. Juni 1962 insoweit Anwendung, als Sachverhalte zu beurteilen sind, die sich vor dem 1. April 2010 ereignet haben (vgl. E. 2.1 hiervor). Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen die  der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genannten Rechtsvorschriften, zu welchen die  Bundesgesetzgebung über die IV gehört, einander gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist.
Bestimmungen, die hinsichtlich der Voraussetzungen des Anspruchs auf eine schweizerische Invalidenrente und der anwendbaren  von dem in Art. 2 des Abkommens aufgestellten Grundsatz der Gleichstellung abweichen, finden sich weder im Abkommen selbst noch in den seitherigen schweizerisch- Vereinbarungen. Die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann ein Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der IV besteht, bestimmt sich demnach allein aufgrund der schweizerischen .
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2.3 Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) ist auf die Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV-Revision; AS 2003 3837) . Soweit ein Rentenanspruch ab dem 1. Januar 2008 zu prüfen ist, sind weiter die mit der 5. IV-Revision zu diesem Zeitpunkt in Kraft  Gesetzes- und Verordnungsänderungen zu beachten (AS 2007 5129 und AS 2007 5155).
3.
3.1 Gemäss Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist  die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall.
Art. 7 ATSG definiert die Erwerbsunfähigkeit als durch  der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit  und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung  ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt.
Arbeitsunfähigkeit ist die durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).
3.2 Anspruch auf eine ordentliche Rente haben gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung die rentenberechtigten Versicherten, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge an die schweizerische  geleistet haben. Meldet sich ein Versicherter mehr als zwölf Monate nach Entstehen des Anspruchs an, so werden die Leistungen in Abweichung von Art. 24 Abs. 1 ATSG lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet (Art. 48 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung).
Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als einem Jahr Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung geleistet, so dass die Voraussetzung der
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Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche  erfüllt ist.
3.3 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht bei einem IV-Grad von mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente bei mindestens 60%, auf eine halbe Rente bei mindestens 50% sowie auf eine Viertelsrente bei mindestens 40% (Art. 28 Abs. 1 IVG [4. IV-Revision] und Art. 28 Abs. 2 IVG [5. IV-Revision]).
Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (respektive Art. 29 Abs. 4 IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung) werden Renten, die einem  von weniger als 50% entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche  eine abweichende Regelung vorsehen, was für den Kosovo nicht der Fall ist.
Der Rentenanspruch nach Art. 28 IVG entsteht nach den Vorschriften der 4. IV-Revision frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist (Art. 29 Abs. 1 lit. a IVG [4. IV-Revision]) oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG [4. IV-Revision]).
Nach den Bestimmungen der 5. IV-Revision haben Anspruch auf eine Rente Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare  wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. a - c IVG [5. IV-Revision]).
3.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das , das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger  durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei  Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes ), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).
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Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdeverfahren das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch  werden können. Es sind demnach nicht nur die  im angestammten Beruf, sondern auch in zumutbaren  zu prüfen (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c mit Hinweisen; ZAK 1991 S. 319 E. 1c).
Nicht als Folgen eines Gesundheitsschadens und damit  nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten,  könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen). Aufgrund des im gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatzes der  ist ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 E. 2a).
Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer  zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter seine  Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sogenannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.).
3.5 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die medizinischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien  – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige
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Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu  und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der  Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen  als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c).
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt  zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar  sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit besteht. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen  (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).
Auf Stellungnahmen eines RAD oder der ärztlichen Dienste kann indessen nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen  Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht] I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 2). Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall erforderlichen persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteile des Bundesgerichts 9C_736/2009 vom 26. Januar 2009 E. 2.1, I 142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 und I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1).
4. Vorliegend ist zu prüfen, ob und gegebenenfalls seit wann (frühestens ab März 2006 [12 Monate vor Eingang des Leistungsbegehrens; vgl.
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E. 3.2 hiervor und Art. 29 Abs. 3 ATSG]) und in welchem Umfang der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
4.1 Gemäss den vom Beschwerdeführer eingereichten medizinischen Unterlagen leidet dieser im Wesentlichen an einer posttraumatischen Belastungsstörung, einer Lymphadenopathie, einem minimalen , einem metallischen Fremdkörper (Stück einer Granate) in der Leber, einem Status nach Schussverletzung sowie einer  rechts (act. 8 bis 26, 32 und 33).
Dres. med. F._ und G._, Fachärzte für Neurologie, führten in ihrem Bericht vom 25. Mai 2007 aus, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Gesundheitsbeeinträchtigungen depressiver Natur seit sieben Jahren bei ihnen in Behandlung sei. Er habe den Willen zu arbeiten und zu leben verloren, sei physisch erschöpft sowie suizidgefährdet und lebe sozial zurückgezogen (act. 23).
Dr. med. C._, Ärztin für Familienmedizin, stellte in ihrem Bericht vom 29. Mai 2007 die obgenannten Diagnosen und teilte mit, dass der Beschwerdeführer aufgrund seines ernsten emotionellen  (Ängste, Konzentrations- und Erinnerungsprobleme, Besorgtheit, Unruhe und suizidale Tendenz) bei ihr in regelmässiger Behandlung stehe. Der Beschwerdeführer sei für sämtliche Tätigkeiten arbeitsunfähig (act. 25).
4.2 Die angefochtene Verfügung der IVSTA vom 30. Juli 2008 stützt sich auf die Stellungnahme von Dr. med. D._ des RAD Rhone vom 6. Mai 2008. Dieser kommt gestützt auf die Berichte von Dres. med. F._, G._ und C._ zum Schluss, dass die Beschreibung des psychischen Zustandes nicht mit der Diagnose "posttraumatische Belastungsstörung", welche auch nicht von einem Psychiater gestellt worden sei, übereinstimme. Sowohl die  psychische Gesundheitsstörung als auch die Lumboischialgie rechts vermöchten keine Arbeitsunfähigkeit zu begründen (act. 28).
Dabei verkennt Dr. med. D._, dass nicht nur die Dres. med. F._, G._ und C._, sondern auch die Dres. med. H._ und I._, welche beide den Facharzttitel in  besitzen, die Diagnose "posttraumatische " gestellt haben (act. 17 und 18).
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4.3 Zudem kann wie erwähnt auf Stellungnahmen eines RAD nur  werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen  an einen ärztlichen Bericht genügen und darüber hinaus die beigezogenen RAD-Ärzte über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen (vgl. E. 3.5 hiervor). Dagegen ist nach höchstrichterlicher Rechtsprechung grundsätzlich nicht , dass die RAD-Ärzte die Versicherten persönlich untersuchen.
Dr. med. D._ verfügt über den Facharzttitel in . Mit Blick auf die beim Beschwerdeführer vorliegenden  Leiden wäre das Einholen eines psychiatrischen Gutachtens und/oder der Stellungnahmen bei entsprechend ausgebildeten  notwendig gewesen, um den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht zu genügen. Da die  ein derartiges Vorgehen unterlassen hat beziehungsweise keine den von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen  Beurteilung betreffend die psychischen  vorliegen, kann bereits aus diesem Grund nicht auf den Bericht von Dr. med. D._ vom 6. Mai 2008 abgestellt werden. Die Beantwortung der Frage, ob aufgrund der psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen eine länger andauernde  vorliegt, fällt in die Kompetenz der entsprechenden Spezialärzte.
4.4 Ferner kommt selbst Dr. med. E._ des IV-ärztlichen Dienstes in seinen Stellungnahmen vom 16. Februar und 19. Mai 2009 zum Schluss, dass die "posttraumatische Depression" nicht ausreichend dokumentiert sei und es an einer überzeugenden und glaubhaften Beschreibung einer rentenrelevanten psychiatrischen Störung fehle (act. 35 und 37), was auch auf eine ungenügende Abklärung des medizinischen Sachverhalts schliessen lässt.
4.5 Aufgrund der dem Gericht vorliegenden medizinischen Unterlagen lässt sich somit nicht beurteilen, ob, seit wann und in welchem Umfang Anspruch auf eine Invalidenrente besteht. Die angefochtene Verfügung ist daher aufzuheben und die Sache an die IVSTA zurückzuweisen, damit sie ergänzende medizinische Abklärungen (Durchführung einer psychiatrischen Begutachtung des Beschwerdeführers; medizinisch nachvollziehbar begründete Beurteilung betreffend [Rest-] und massgeblichen Zeitraum) vornehme und anschliessend über den Rentenanspruch neu verfüge. Dabei hat sie auch die vom
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Beschwerdeführer mit der Replik vom 1. April 2009 eingereichten medizinischen Unterlagen neueren Datums einzubeziehen. In diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.
5. Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteientschädigung.
5.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Eine Rückweisung gilt praxisgemäss als Obsiegen der  Partei (BGE 132 V 215 E. 6), so dass der geleistete  von Fr. 400.- dem Beschwerdeführer auf ein von ihm  Konto zurückzuerstatten ist. Der Vorinstanz werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG).
5.2 Da dem obsiegenden Beschwerdeführer, welcher nicht anwaltlich vertreten war, keine unverhältnismässig hohen Kosten entstanden sind und dieser zu Recht keinen entsprechenden Antrag gestellt hat, ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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