Decision ID: 513ae0c9-86a2-4cfd-8e7b-75b8e7fa6c9e
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1957 geborene X._ meldete sich am 10. September 2013 (Ein
gangs
datum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 6/1). Diese tätigte erwerbliche sowie medizinische Abklärungen und verneinte mit Verfügung vom 3. Juli 2015 einen Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 6/37). Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 3. September 2015 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht (Urk. 6/53). Nachdem die IV-Stelle mit Be
schwerdeantwort vom 13. Oktober 2015 die teilweise Gutheissung der Beschwer
de im Sinne einer Rückweisung der Sache zur weiteren medizinischen Abklärung beantragt hatte (Urk. 6/54), wies das hiesige Gericht die Sache mit Urteil vom 10. Dezember 2015 an die IV-Stelle zurück, damit diese weitere Abklärungen tätige (Urk. 6/57).
1.2
In der Folge veranlasste die IV-Stelle die Erstellung eines polydisziplinären Gut
achtens bei der Begutachtungsstelle Z._, welches am 16. Dezember 2016 erstattet wurde (Urk. 6/84). Am 24. April 2017 stellte die IV-Stelle den Gutachtern eine Rückfrage (Urk. 6/87), welche mit Schreiben vom 28. August 2017 beantwortet wurde (Urk. 6/92). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 31. Oktober 2018 einen Anspruch des Versicherten auf Leis
tungen der Invalidenversicherung (Urk. 2 [= 6/108]).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrecht
s [
ATSG
]
)
.
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung [
IVG
]).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegli
che
nen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
träch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unab
hängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weit
gehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesund
heits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven
Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die ge
samthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018 E.
4.2.1).
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs
sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrschein
lich
keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweis
belastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.4
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersu
chungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psy
chischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Dar
legung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Das hiesige Gericht erwog im Urteil IV.2015.00885 in Sachen der Parteien, die Sache erweise sich aus somatischer Sicht noch nicht als spruchreif, weshalb die Verfügung vom 3. Juni 2015 aufzuheben und die Sache an die IV-Stelle zurück
zuweisen sei, damit diese die erforderlichen Abklärungen vornehme und hernach neu verfüge (Urk. 6/57 S. 2).
2.2
In Nachachtung der Erwägungen im Rückweisungsurteil des hiesigen Gerichts veranlasste die IV-Stelle in der Folge eine polydisziplinäre medizinische Abklä
rung bei der Begutachtungsstelle Z._, welche ihr Gutachten am 16. Dezember 2016 erstattete (Urk. 6/84).
3.
3.1
Im Z._-Gutachten vom 16. Dezember 2016 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 6/84 S. 55):
-
Cervicovertebralsyndrom
bei mässiger
Unkovertebralarthrose
mit
Diskus
protrusion
C3/4 und Kompression der Nervenwurzel C4 rechts, mässiger
Osteochondrose
und schwerer
Unkovertebralarthrose
mit Diskushernie C4/5 und Kompression der Nervenwurzel C5 beidseits, leichter
Unkoverte
bralarthrose
und kleiner
Diskusprotrusion
C5/6 mit leichter Kompression der Nervenwurzel C6 links
-
Lumbovertebralsyndrom
bei Spondylose L1-S1 ventral,
Diskusprotrusion
L4/5 mit leichter Kompression der Nervenwurzeln L5 beidseits sowie
Diskusprotrusion
und mässiger Spondylarthrose L5/S1
-
rezidivierende depressive Störung mit mittelgradigen depressiven Epi
so
den, gegenwärtig leichte depressive Episode (ICD-10: F 33.1, F33.0)
3.2
Im orthopädischen Teilgutachten wurde ausgeführt, der Explorand
klage
über Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in die rechte Schulter. Das Sitzen sei auf dreissig Minuten und das Laufen auf zwanzig Minuten beschränkt. Das Bücken sowie das Heben und Tragen von Lasten verursache Schmerzen. Seit zwei Jahren leide er überdies auch an lumbalen Schmerzen (Urk. 6/84 S. 3).
Der Barfussgang sei zaghaft, der Zehengang sei nicht möglich. Die Rotation der Halswirbelsäule sei dolent, bei den Dornfortsätzen bestehe keine
Druckdolenz
. Die
Myogelose
des
Musculus
trapezius sei beidseits druckdolent. Die Elevation der Schulter sei rechts bis 90° und links bis 40° möglich. Die Tests der Supra- und Infraspinatus-
sowie
Subscapularissehnen
seien indolent. Die
Trophik
der oberen und unteren Extremitäten sei unauffällig. Die rohe Kraft der Arme und Beine könne bei ungenügender Mitarbeit des Probanden nicht beurteilt werden (Urk. 6/84 S. 6-7).
3.3
Bei der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit klage der Explorand – so die Gutachter weiter - über Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den Kopf und in die rechte Schulter sowie über lumbale Schmerzen (Urk. 6/84 S. 10).
Das tiefe Bücken sowie das wieder
Aufrichten
würden leicht verlangsamt erfol
gen. Der Zehenspitzen- und der Fersengang seien unauffällig. Es werde ein Spannungsgefühl in den Waden und Kniekehlen angegeben. Die Flexion des Nackens sei unauffällig. Die Extension sei eingeschränkt, die Rotation links und rechts sei bis ungefähr 45° möglich. Die Elevation der Schultern sei beidseits bis 160° möglich, wobei rechts Schmerzen angegeben würden (Urk. 6/84 S. 11).
Infolge mässiger Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz seien die Resultate der physischen Tests für die Beurteilung der zumutbaren Belast
bar
keit nur teilweise verwertbar. Das Ausmass der demonstrierten physischen Ein
schränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden nur zum Teil erklären (Urk. 6/84 S. 12).
Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, die angestammte Tätigkeit könne der Versicherte nicht mehr ausüben. Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten in selten vorgeneigten Haltungen, ohne Notwendigkeit in die Hocke zu gehen, seien ihm hingegen zu 100 % zumutbar (6/84 S. 13).
3.4
Im psychiatrischen Teilgutachten wurde festgehalten, der Explorand
klage
über starke Unruhe und Nervosität. Wiederholt empfinde er das Gefühl von innerer Leere. Seine Stimmung sei wechselnd. Immer wieder würden ihn die Kinder kurz aufmuntern, dann empfinde er Lust und Freude. Er sei jedoch am liebsten alleine und zurückgezogen. Er leide auch unter Schlafstörungen. Tagsüber fühle er sich müde. Er sei vermehrt reizbar und aufbrausend gegenüber seiner Frau (Urk. 6/84 S. 30).
Der Explorand wirke bedrückt, affektiv überwiegend leicht vermindert mit
schwingend, psychomotorisch etwas unruhig, jedoch nicht angespannt. Auf
fassung, Aufmerksamkeit und Konzentration würden intakt erscheinen. Es fänden sich keine Hinweise für Gedächtnisstörungen. Der Gedankengang sei kohärent, das Denken flüssig und geordnet. Die Motivation und Interessen würden vermin
dert erscheinen. Während der Untersuchung fänden sich keine Hinweise für ver
mehrte Reizbarkeit, Erregbarkeit oder Anspannung (Urk. 6/84 S. 37).
Zur Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht wurde festgehalten, in der ange
stammten Tätigkeit sei der Versicherte seit November 2015 zu 70 % arbeitsfähig. In einer angepassten Tätigkeit ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne erhöhten Zeitdruck sowie ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung bestehe seit Novem
ber 2015 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit (100 % Präsenzzeit, 80 % Leistungsfähig
keit). Im Zeitraum vom Februar 2013 bis Oktober 2015 sei von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen (Urk. 6/84 S. 44-45).
3.5
Im internistischen Teilgutachten wurde festgehalten, zwar liege beim Explo
ran
den eine chronische Niereninsuffizienz im Stadium III vor. Diese sei jedoch asymp
tomatisch und beeinträchtige die Arbeitsfähigkeit nicht. Der Versicherte sei aus internistischer Sicht vollständig arbeitsfähig (Urk. 6/84 S. 50).
3.6
In der interdisziplinären Zusammenfassung wurde ausgeführt, aufgrund der somatischen Einschränkungen sei der Versicherte in seiner angestammten Tätig
keit als Gipser seit Januar 2015 lediglich noch zu 20 % arbeitsfähig. Für Arbeiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität sowie ohne vermehrte Kundenkontakte und überdurch
schnitt
liche Dauerbelastung sei er seit November 2015 zu 80 % arbeitsfähig. Bei den Arbeiten sollte es sich um körperlich leichte, abwechslungsweise sitzende und stehende Tätigkeiten ohne
reklinierte
und rotierte Körperhaltungen, ohne regel
mässiges Heben von Lasten von über 12 kg sowie ohne Heben horizontal über 10 kg und ohne Tragen vorne über 15 kg handeln (Urk. 6/84 S. 56).
4.
4.1
Das Gutachten beruht auf sorgfältigen und a
llseitigen Untersuchungen (Urk. 6/84 S. 6-8, S. 11-21, S. 30-32, S. 50
), berücksichtigt die gekla
gten Beschwerden (Urk. 6/84 S. 3-4, S. 10, S. 30-31
) und ist in Kenntnis der relevanten
Vorakten
abgegeben worden (
Urk. 6/84 S. 2-3, S. 26-29
). Die Gutachter haben detaillierte Befunde erhoben und hieraus begründete Diagnosen
gestellt
, die medizinischen Zustände und Zusammenhänge dargelegt und ihre Schlussfolgerungen
in nach
voll
ziehbarer Weise
begründet. Daher erfüllt das Gutachten formell die recht
spre
chungsgemässen Anforderungen an beweistaugliche Entscheidungs
grund
lagen.
4.2
Der Beschwerdeführer bringt vor, es könne nicht auf das Z._-Gutachten abgestellt werden. Die Gutachter hätten ihm empfohlen, NSR-Schmerzmittel ein
zunehmen, was aufgrund seiner chronischen Niereninsuffizienz jedoch kontrain
diziert sei. Zudem
hätten sie angemerkt, es seien keine Infiltrationen vorge
nommen worden. Infiltrationen kämen bei ihm aufgrund der erhöhten Blutungs
gefahr jedoch ebenfalls nicht in Frage. Diese Bemerkungen würden zeigen, dass sich die Gutachter nicht genügend mit den
Vorakten
auseinandergesetzt hätten, weshalb das Gutachten nicht verwertbar sei (Urk. 1). Auf diese Fehler habe auch die behandelnde Rheumatologin in ihrer Stellungnahme vom 3. September 2017 hingewiesen (Urk. 6/101).
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers setzte sich der orthopädische Gut
achter eingehend mit den
Vorakten
auseinander. So zitierte er den einschlägigen Bericht der behandelnden Ärztin (Urk. 6/84 S. 3). Seine Bemerkung, es seien keine Infiltrationen vorgenommen werden, steht in Einklang mit den Akten, was die behandelnde Ärztin bestätigte (Urk. 6/101). Die Bemerkung findet sich unter dem Titel «Krankheitsentwicklung» und ist nicht als Empfehlung zu verstehen (Urk. 6/84 S. 4). Betreffend die Empfehlung, anstelle der bisherigen Schmerzmittel sei ein
nichtsteroidales
Antirheumatikum einzunehmen (Urk. 6/84 S. 23), ist da
rauf hinzuweisen, dass gemäss überzeugender Ausführungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) nicht von einer absoluten Kontraindikation ausge
gangen werden kann (Urk. 6/105 S. 2). Daher kann auf das Z._
-Gutachten vom 1
6.
Dezember 2016
abgestellt werden. Weitere Abklärungen erweisen sich damit als nicht notwendig.
4.3
Wie bereits erwähnt, sind gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung grund
sätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (vgl. E. 1.3).
Der psychiatrische Gutachter nahm diese Prüfung vor und äusserte sich zu den einzelnen Indikatoren. Dabei kam er unter dem beweisrechtlich entscheidenden Aspekt der Konsistenz zum Schluss, es sei keine gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen ver
gleich
baren Lebensumständen erkennbar. So gehe der Beschwerdeführer durchaus ge
wissen Aktivitäten nach, wirke kommunikationsfähig und verfüge über ein intak
tes familiäres Umfeld. Auch habe er Kontakte mit Bekannten, Freunden und seinen Geschwistern (Urk. 6/84 S. 41-42). Die Ausführungen vermögen zu über
zeugen, weshalb lediglich von einer leichtgradigen Einschränkung auszugehen ist. Damit ist mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer ab dem November 2015 in einer angepassten Tätigkeit bei einer Präsenzzeit von 100 % zu 80 % leistungsfähig ist. Für die Zeit vom Februar 2013 bis Oktober 2015 ist hingegen von einer 70%igen Leistungsfähigkeit auszugehen (Urk. 6/84 S. 44).
5.
5.1
Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, er könne seine Restarbeitsfähigkeit nicht verwerten, dies einerseits aufgrund des eingeschränkten Tätigkeitsprofils und andererseits aufgrund des fortgeschrittenen Alters (Urk. 1 S. 3-4).
5.2
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.1 mit Hinweis).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut
bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leis
tungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund
heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbei
tungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vor
handene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE
138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Gemäss BGE 138 V 457 richtet sich der Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, nach dem Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbs
tätig
keit (E. 3.3). Als ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Er
werbstätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuve
rlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 143 V 431 E. 4.5.1; vgl. BGE
138
V 457 E. 3.4).
5.3
Dem Beschwerdeführer verblieben ab feststehender Zumutbarkeit der Erwerbs
tätigkeit im Dezember 2016
(vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3) noch
gut fünf
Jahre bis zum Erreichen des AHV-Alters.
Zu berücksichtigen ist, dass er in einer ange
passten Tätigkeit
80
% arbeitsfähig ist und
bis 2013 immer im Arbeitsprozess stand.
Zwar ist er insofern eingeschränkt, als er nur noch körperlich leichte, abwechslungsweise sitzende und stehende Tätigkeiten ohne
reklinierte
und rotierte Körperhaltungen, ohne regelmässiges Heben von Lasten von über 12 kg sowie ohne Heben horizontal über 10 kg und ohne Tragen vorne über 15 kg
, die keine emotionale Belastung mit sich bringen,
ausüben kann
. Jedoch ist der Be
schwerdeführer
in seinen kognitiven Funktionen nicht eingeschränkt
.
Aus seinen Arbeitszeugnissen geht hervor, dass er über eine rasche Auffassungsgabe verfügt und sich – trotz fehlender in der Schweiz anerkannter Ausbildung – gut und rasch einarbeitete (Urk. 6/13 S. 2). Das spricht für eine vorhandene An
pas
sungs
fähig
keit. Zudem verfügt er über eine gewisse Erfahrung mit beruflichen Um
stell
ungen. So war er in der Vergangenheit nicht nur in verschiedenen Ge
bieten der Baubranche, sondern auch als Selbständiger erwerbstätig (Urk. 6/13 S. 1).
Das Belastungsprofil steht leichten bis mittelschweren Kontroll- und Überwa
chungsarbeiten nicht entgegen. Im Lichte der rechtsprechungsgemäss relativ hohe
n Hürden betreffend die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auch älterer Menschen sowie angesichts der Kasuistik in vergleichbaren Fällen (
Urteil des Bundesgerichts 8C
_910/2015 vom 19. Mai 2016, E. 4.3.2-4
,
Urteil des Bundes
gerichts I 376/05 vom 5. August 2005, E. 4.2
) muss im Falle des Beschwerde
führers ein invalidenversicherungsrechtlich erheblich erschwerter Zugang zum Arbeitsmarkt verneint werden.
6.
6.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst
genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi
täts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE
130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Für die Bemessung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was die versicherte Person im relevanten Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich erzielen und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Die Ermittlung des
Valideneinkommens
muss so konkret wie möglich erfolgen. Da die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden erfah
rungs
gemäss fortgesetzt worden wäre, ist in der Regel vom letzten Einkommen auszugehen, das vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt wurde (SVR 2008 IV Nr. 35 S. 118 E. 3.2.2).
6.2
Nach Einschätzung der Gutachter bestand zwischen Februar 2013 bis Oktober 2015 eine Arbeitsfähigkeit von 70 %, die sich ab November 2015 auf 80 % erhöhte (Urk. 6/84 S. 56). Gemäss Art. 88a der Verordnung über die Invaliden
ver
sicherung (IVV) ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit erst zu berück
sichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Vorliegend sind daher der Inva
liditätsgrad für die Zeitdauer von Februar 2013 bis Januar 2016 sowie derjenige ab Februar 2016 gesondert zu bestimmen.
Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer bei Eintritt des Gesund
heitsschadens am 2. Februar 2013 (Urk. 6/1 S. 3) ein monatliches Einkommen von Fr. 5'633.15 (inkl. Anteil 13. Monatslohn) erwirtschaftete (Urk. 6/5 S. 3). Ge
mäss Angaben des Arbeitgebers hätte er im Jahr 2014 (Ablauf des Wartejahres) ein jährliches Einkommen von Fr. 70'330.-- erzielt (Urk. 6/20 S. 3). Damit ist dem Einkommensvergleich für die Zeit bis Januar 2016 ein
Valideneinkommen
in dieser Höhe zugrunde zu legen.
Unter
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im
Februar 2016
ein an die Entwicklung der Nominallöhne für männliche Arbeitskräfte von 2‘
220
Punkten im Jahr 201
4
auf 2‘2
39
Punkte im Jahr 201
6
angepasstes
Valideneinkommen
von rund
Fr. 70’932
.-- (
Fr.
70'330.-- / 2
’220
x 2
’239
) erzielt hätte (vgl. die auf der Website des Bundes
amtes für Statistik [www.bfs.admin.ch] unter „Statistiken finden“ unter der Rubrik „03 – Arbeit und Erwerb“ und der Unterrubrik „Löhne, Erwerbseinkommen und Arbeitskosten“ publizierten Lohnentwicklungsdaten).
Für die Zeit ab Februar 2016 ist dem Einkommensvergleich daher ein
Valideneinkommen
in dieser Höhe zugrunde zu legen.
6.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne
gemäss
den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herange
zogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird
praxisgemäss
auf die standardisierten Brutto
löhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwen
dung der Tabellengruppe A gilt es
ausserdem
zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der
massgebliche
Tabellenlohn auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden aufzu
rechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitt
s
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
k
ungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund die
ser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch
auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurch
schnit
t
lichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzel
fall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invaliden
einkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bun
des
gerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist vorliegend
ein statistischer Tabellenlohn heranzuziehen. Aufgrund des Tätigkeitprofils, welches dem Beschwer
deführer noch zumutbar ist, ist vom nicht nach Branchen differenzierten standardisierten monatlichen Bruttolohn für männliche Arbeitskräfte an Arbeits
plätzen des niedrigsten Kompetenzniveaus 1 der LSE 201
4
von
Fr.
5‘
312
.
—
aus
zugehen. Aufgerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, A-S)
ergibt dies bei einem Beschäftigungsgrad von 70 %, welcher dem Beschwerdeführer nach gutachterlicher Einschätzung bis im Oktober 2015 zumutbar war, ein Bruttoeinkommen von rund Fr. 46'517.--
(
Fr.
5‘
312
.-- / 40 x 41,7 x 12
x 0,7). Für die Zeit ab Februar 2016 ergibt sich unter Berücksichtigung der Entwicklung der
Nominallöhne für männliche Arbeitskräfte von 2‘
220
Punkten im Jahr 201
4
auf 2‘2
39
Punkte im Jahr 201
6
(vgl. die auf der Website des Bundesamtes für Statistik [www.bfs.admin.ch] unter „Statistiken finden“ unter der Rubrik „03 – Arbeit und Erwerb“ und der Unterrubrik „Löhne, Erwerbseinkommen und Arbeitskosten“ publizierten Lohnentwicklungsdaten) bei einem Beschäftigungsgrad von
8
0
%
, welcher dem Beschwerdeführer nach der gut
achterlichen Beurteilung zumutbar ist, ein Bruttoeinkommen von rund
Fr. 53’617
.-- (
Fr.
5‘
312
.-- / 40 x 41,7 x 12 / 2‘
220
x 2‘
239 x 0,8
).
Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei ihm angesichts der gesamten Um
stände ein leidensbedingter Abzug von 25 % zu gewähren (Urk. 1 S. 4). Wie erwähnt, können gesundheitliche Einschränkungen, die – wie vorliegend -
bereits in
die
Beurteilung der medizinis
chen Arbeitsfähigkeit Eingang gefunden haben, nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen. Viel
mehr müssten weitere persönliche oder berufliche Merkmale vorliegen, welche sich auf die Lohnhöhe negativ auswirken könnten. Das bereits Alter des Be
schwerdeführers rechtfertigt vorliegend keinen Abzug vom Tabellenlohn, da sich das Alter bei Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausge
gli
che
nen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) nicht lohnsenkend auswirkt. Hilfsarbeiten werden
auf dem massge
benden ausgeglichenen Stellenmarkt
denn auch
alter
sunab
h
ängig nachgefragt (Urteil des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E.
4.4.
1
). Ebenfalls nicht zu berücksichtigen sind Sprachschwierigkeiten, da Hilfs
arbeitstätigkeiten keine guten Kenntnisse der deutschen Sprache erfordern (Urteil des Bundesge
richts 9C_777/2015 vom 12. Mai 2016 E. 5.3). Entgegen der Ansicht des Be
schwerdeführers rechtfertigt sich vorliegend daher kein Abzug vom Tabellenlohn.
6.4
Für die Zeit bis Januar 2016 resultiert b
ei e
inem Invalideneinkommen von
Fr. 46'517.-- im Vergleich zum
Valideneinkommen
von Fr. 70’330.-- eine Erwerb
s
einbusse von
Fr. 23’813
.--, was einem Invaliditätsgrad von rund
34 %
entspricht.
Für die Zeit ab Februar 2016 ergibt sich bei einem Invalideneinkommen von
Fr. 53’617.-- im Vergleich zum
Valideneinkommen
von Fr. 70’932.-- eine Erwerbs
einbusse von Fr. 17'315.--, was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von rund 24 % entspricht. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist daher abzuweisen.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
800.-- festzulegen und ausgangsgemäss
vom Beschwerdeführer
zu tragen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).