Decision ID: 9177fb9d-b9a0-5b0a-bd73-60477184daf1
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die 1974 geborene dominikanische Staatsangehörige G._ (im Folgenden: Gesuchstellerin) beantragte am 31. Januar 2008 bei der Schweizerischen Vertretung in Santo Domingo ein Visum für einen dreimonatigen Besuchsaufenthalt bei ihrem Freund M._ (im Folgenden: Gastgeber bzw. Beschwerdeführer) in W._ (ZH). Die Schweizer Vertretung lehnte es ab, ein Visum in eigener Kompetenz zu erteilen und leitete das Gesuch zur Prüfung und zum Entscheid an die Vorinstanz weiter.
B. Zum Antrag begrüsst, holte das Migrationsamt des Kantons Zürich beim Gastgeber ergänzende Auskünfte ein und leitete sie an die  weiter. Letztere lehnte es in einer Verfügung vom 25. März 2008 ab, das beantragte Besuchsvisum zu erteilen. Dies im Wesentlichen mit der Begründung, die anstandslose und fristgerechte  nach einem Besuchsaufenthalt könne nicht als gesichert betrachtet werden. Die Gesuchstellerin lebe in einer Region, aus der als Folge der dort herrschenden wirtschaftlichen und soziokulturellen  ein anhaltend starker Zuwanderungsdruck festzustellen sei. Bei der Gesuchstellerin selbst seien weder gesellschaftliche Verpflichtungen noch familiäre Verantwortlichkeiten erkennbar, die trotz dieser  besondere Gewähr für eine Wiederausreise bieten könnten.  Verpflichtungen würden zwar geltend gemacht, es sei aber nicht klar, wie sich diese mit der geplanten dreimonatigen  vereinbaren liessen.
C. Mit Beschwerde vom 1. April 2008 beantragt der Gastgeber beim  implizit die Aufhebung der vorinstanzlichen  und die Erteilung des Besuchsvisums. Zur Begründung bringt er sinngemäss vor, die Vorinstanz gehe zu Unrecht davon aus, dass die Wiederausreise der Gesuchstellerin nach einem Besuchsaufenthalt nicht gesichert wäre. Er geniesse einen guten Leumund, lebe seit 1973 in der Schweiz und habe nie die geringsten Probleme bereitet.
D. Die Vorinstanz hält in ihrer Vernehmlassung vom 13. August 2008 an der angefochtenen Verfügung fest und schliesst auf Abweisung der
Seite 2
C-2103/2008
Beschwerde. Dabei spricht sie erneut die Länge des geplanten  an und führt aus, dass in der dominikanischen Republik Ferien von mehr als drei Wochen pro Jahr nicht üblich seien. Die geplante Abwesenheit von drei Monaten lasse sich nicht mit festen beruflichen Verpflichtungen vereinbaren. Eine mit dem Visumsgesuch eingereichte Bestätigung des Arbeitgebers enthalte zwar einen  auf Ferien, gebe aber keinen Aufschluss über den Umfang des Ferienanspruchs.
E. Der Beschwerdeführer machte von dem ihm eingeräumten Recht auf Replik keinen Gebrauch.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden  Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde erlassen wurden. Darunter fallen u.a. Verfügungen des BFM, mit denen die Erteilung eines  verweigert wird. In dieser rechtlichen Materie entscheidet das Bundesverwaltungsgericht endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Sofern das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt, richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem VwVG (Art. 37 VGG).
1.3 Der Beschwerdeführer ist gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur  berechtigt. Auf die frist- und formgerechte Beschwerde ist einzutreten (Art. 50–52 VwVG).
2. Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des  Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt
Seite 3
C-2103/2008
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im  das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist  Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht  und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Rechts- und Sachlage zum Zeitpunkt seines  (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten  2A.451/2002 vom 28. März 2003).
3. Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines Recht auf Einreise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Erteilung eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie andere Staaten auch – grundsätzlich nicht gehalten, Ausländerinnen und Ausländern die Einreise zu gestatten. Vorbehältlich völkerrechtlicher  handelt es sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl.  zum Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3774; BGE 133 I 185 E. 2.3 S. 189).
4. Der Bundesbeschluss vom 17. Dezember 2004 über die Genehmigung und die Umsetzung der bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU über die Assoziierung an Schengen und an Dublin (SR 362) wurde in der Volksabstimmung vom 5. Juni 2005 angenommen. Die entsprechenden Assoziierungsabkommen (darunter das  vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen , der Europäischen Union und der Europäischen  über die Assoziierung dieses Staates bei der Umsetzung,  und Entwicklung des Schengen-Besitzstands [SAA, SR 0.360.268.1]) sind sodann für die Schweiz am 12. Dezember 2008  in Kraft getreten. Durch die Übernahme des Schengen- wurden im Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) entsprechende  notwendig (vgl. u.a. Art. 2 Abs. 4 AuG, wonach die  über das Visumverfahren und über die Ein- und Ausreise nur gelten, sofern das Schengen-Recht keine abweichenden  enthält). Im Weiteren ist die Verordnung vom 24. Oktober 2007 über das Einreise- und Visumverfahren (VEV, AS 2007 5537) total  worden (vgl. Verordnung vom 22. Oktober 2008 über die Einreise und die Visumerteilung [VEV, SR 142.204]). Art. 57 VEV sieht vor,
Seite 4
C-2103/2008
dass hängige Verfahren nach dem neuen, übergeordneten (-)Recht fortgeführt werden.
5. 5.1 Bezüglich der Einreisevoraussetzungen für einen Aufenthalt von höchstens drei Monaten verweist Art. 2 Abs. 1 VEV auf die Verordnung (EG) Nr. 562/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen (Schengener Grenzkodex [SGK, ABl. L 105 vom 13.04.2006, S. 1–32]). Art. 5 Abs. 1 SGK präzisiert die  für Drittstaatsangehörige. Diese benötigen zur Einreise ein oder mehrere gültige Reisedokumente und – sofern sie der Visumspflicht unterliegen – ein gültiges Visum (Bst. a und b). Sie müssen den Zweck und die Umstände ihres beabsichtigten Aufenthalts belegen und hierfür über ausreichende finanzielle Mittel verfügen (Bst. c). Im Weiteren dürfen sie nicht im Schengener  (SIS) zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben sein und keine Gefahr für die öffentliche Ordnung, die innere Sicherheit, die  Gesundheit oder die internationalen Beziehungen eines  darstellen (Bst. d und e).
5.2 Die Einreisevoraussetzungen gemäss Schengener Grenzkodex entsprechen im Wesentlichen Art. 5 Abs. 1 Bst. a–d AuG. Das in Art. 5 Abs. 1 Bst. c SGK genannte Erfordernis, Zweck und Umstände des  Aufenthalts zu belegen, wird in Art. 5 Abs. 1 AuG nicht explizit erwähnt. Demgegenüber verlangt Art. 5 Abs. 2 AuG, dass im Falle  nur vorübergehenden Aufenthalts für die gesicherte  Gewähr zu bieten ist. Dies stellt jedoch kein zusätzliches im  Recht verankertes Erfordernis dar und steht daher nicht im  zum Schengener Grenzkodex. Die Angabe des  Aufenthaltszwecks stellt nämlich zugleich eine  dar, nach Erfüllung dieses Zwecks wieder ausreisen zu wollen. Erfolgen widersprüchliche oder unglaubwürdige Angaben zum , so kann daraus der Schluss gezogen werden, dass der  Gesuchsteller nicht willens ist, nach Ablauf des geplanten  den Schengenraum fristgerecht zu verlassen. In diesem Sinne äussert sich auch die Gemeinsame Konsularische Instruktion an die diplomatischen Missionen und die konsularischen Vertretungen, die von Berufskonsularbeamten geleitet werden (GKI, ABl. C 326 vom 22.12.2005, S. 1–149), die eine analoge Auslegung vornimmt. Die GKI verlangt hinsichtlich des Entscheids über den Visumsantrag die Ein-
Seite 5
C-2103/2008
schätzung des Migrationsrisikos; es muss geprüft werden, "ob der  die Absicht hat, in das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten mit Hilfe eines zu Touristik-, Studien-, Geschäfts- bzw. zu  ausgestellten Visums einzuwandern und sich dort “ (vgl. ABl. C 326, S. 10). Die laut Art. 5 Abs. 2 SGK zur Glaubhaftmachung des Aufenthaltszwecks in Frage kommenden  werden beispielhaft in Anhang I des Schengener Grenzkodex .
5.3 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist somit festzuhalten, dass die nach Art. 5 Abs. 1 Bst. c SGK erforderliche Überprüfung des Aufenthaltszwecks dieselbe Fragestellung aufwirft wie die Überprüfung des in Art. 5 Abs. 2 AuG genannten Merkmals der gesicherten . Es kann daher an die bisherige Praxis und Rechtsprechung bezüglich des letztgenannten Merkmals angeknüpft werden.
6. Das Schengen-Recht nimmt eine Differenzierung in Bezug auf die  von Drittstaatsangehörigen vor. Die Verordnung (EG) Nr. 539/2001 des Rates vom 15. März 2001 (ABl. L 81 vom 21.03.2001, S. 1–7) verweist in Art. 1 Abs. 1 und 2 auf die Anhänge I und II, welche jeweils eine Liste von Drittländern enthalten. In  I sind diejenigen Drittstaaten aufgelistet, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der Aussengrenzen der Schengen-Mitgliedstaaten im Besitz eines Visums sein müssen; Anhang II dagegen führt  Drittländer auf, deren Staatsangehörige von der Visumspflicht  sind. Als Staatsangehörige der Dominikanischen Republik  die Gesuchstellerin damit der Visumspflicht.
7. 7.1 Zur Prüfung des Kriteriums der gesicherten Wiederausreise muss ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden. Dazu lassen sich in der  keine gesicherten Feststellungen, sondern lediglich Voraussagen machen. Dabei sind sämtliche Umstände des konkreten Einzelfalles zu würdigen.
7.2 Anhaltspunkte zur Beurteilung der fristgerechten Wiederausreise können sich aus der allgemeinen Situation im Herkunftsland der  oder des Besuchers ergeben. Einreisegesuche von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten bzw. Regionen mit politisch oder  vergleichsweise ungünstigen Verhältnissen können darauf , dass die persönliche Interessenlage in solchen Fällen nicht mit
Seite 6
C-2103/2008
dem Ziel und Zweck einer zeitlich befristeten Einreisebewilligung in Einklang steht.
7.3 In der Dominikanischen Republik konnte sich die Wirtschaft zwar nach einer durch den Zusammenbruch dreier grosser  im Jahre 2003 verursachten schweren Krise – dank der  des im August 2004 gewählten (und im Mai 2008 ) Präsidenten Leonel Fernàndez Reyna – in  Kürze erholen. Beleg dafür ist, anknüpfend an die hohen Wachstumsraten in den 90er Jahren, das seit 2005 anhaltende , welches – bei einer verhältnismässig niedrigen  von 5% – im Jahre 2006 10,7% betrug. Mit diesem Erfolg ist die Dominikanische Republik aus der Kategorie der Risikoländer herausgefallen und wird von den anerkannten Ratingagenturen als "" eingestuft. Nach einer Senkung der Arbeitslosigkeit im Jahr 2005 ist die Arbeitslosenquote im Jahr 2006 nochmals leicht auf knapp 16,2% gesunken. Insgesamt wächst allerdings die Kritik der , da das neue Wachstum bisher nicht ausreicht, um neue  zu schaffen (nur 286'000 Arbeitsplätze im Zeitraum 2004 - 2006) bzw. keine spürbare Verbesserung der Lebensbedingungen der bedürftigen Schichten gebracht hat. Die Regierung hat zwar  mit verschiedenen Massnahmen auf diese Kritik reagiert; dennoch ist eine Entlastung auf dem Arbeitsmarkt mittelfristig nicht zu erwarten (zur Lageanalyse vgl. auch Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-581/2008 vom 27. März 2009 E. 7.3 und C-4517/2007 vom 18.  2008 E. 5.1 mit Quellenangaben).
Vor dem aufgezeigten wirtschaftlichen Hintergrund ist – vor allem in der jüngeren Bevölkerung – ein starker Migrationsdruck festzustellen. Dabei gilt auch die Schweiz als Zielland vieler Auswanderer im  Alter, welche sich hier unter besseren  eine (neue) Existenz aufbauen möchten. Diese Tendenz zur  wird erfahrungsgemäss dort noch begünstigt, wo bereits ein soziales Beziehungsnetz (Verwandte, Freunde) im Ausland .
7.4 Bei der Risikoanalyse sind allerdings nicht nur solch allgemeine Umstände und Erfahrungen, sondern auch sämtliche Gesichtspunkte des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. Obliegt einer  Person im Heimatland beispielsweise eine besondere , gesellschaftliche oder familiäre Verantwortung, kann dieser
Seite 7
C-2103/2008
Umstand durchaus die Prognose für eine anstandslose  begünstigen. Umgekehrt muss bei Personen, die in ihrer Heimat keine besonderen Verpflichtungen haben, das Risiko für ein  nicht regelkonformes Verhalten (nach bewilligter Einreise zu einem Besuchsaufenthalt) hoch eingeschätzt werden.
8. 8.1 Bei der Gesuchstellerin handelt es sich um eine 34-jährige, ledige und kinderlose Frau. Über ihre persönlichen und familiären  ist nur gerade bekannt, dass in der Heimat noch Angehörige  Verwandtschaftsgrades leben sollen. Es versteht sich von selbst und bedarf keiner weiteren Erläuterung, dass daraus nicht schon auf Verhältnisse geschlossen werden kann, die die Prognose  fristgerechten und anstandslosen Wiederausreise nach einem  begünstigen könnten.
8.2 Umgekehrt scheint ein familiäres Beziehungsnetz zur Schweiz zu bestehen. Gemäss einem Hinweis der Schweizerischen Botschaft vom 13. Februar 2008 an die Vorinstanz soll eine Tante der Gesuchstellerin in der Schweiz leben. Solche Verhältnisse können nach dem bereits Gesagten den Entschluss zur Emigration erleichtern.
8.3 Die Gesuchstellerin ist offenbar erwerbstätig. Gemäss der im  eingereichten Bestätigung des Arbeitgebers arbeitet sie seit 2006 an der Reception eines Reisebüros und verdient pro  DOP 7'000 (umgerechnet rund CHF 221). Nach Darstellung des Beschwerdeführers in seiner schriftlichen Stellungnahme gegenüber dem kantonalen Migrationsamt soll sie nach ihrem Aufenthalt in der Schweiz ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Völlig zu Recht hat die Vorinstanz allerdings darauf hingewiesen, dass die von der  beabsichtigte dreimonatige Landesabwesenheit mit den  aus dem Arbeitsverhältnis kaum zu vereinbaren sein . Der landesübliche Ferienanspruch beträgt offenbar nur einen Bruchteil davon. Die sich daraus ergebende Diskrepanz wurde vom Beschwerdeführer nicht beseitigt, obwohl die Vorinstanz sowohl in der angefochtenen Verfügung wie auch in ihrer Vernehmlassung  darauf verwies. Die Vermutung liegt deshalb nahe, dass die  im Falle einer Erteilung des gewünschten Besuchsvisums den Verlust ihrer Arbeitsstelle in Kauf nehmen würde.
8.4 Vor dem allgemeinen und persönlichen Hintergrund durfte die  demnach davon ausgehen, dass keine hinreichende Gewähr
Seite 8
C-2103/2008
für eine fristgerechte und anstandslose Wiederausreise der  nach einem Besuchsaufenthalt besteht. An dieser Beurteilung vermag auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf seinen eigenen guten Leumund nichts zu ändern. Er übersieht möglicherweise, dass bei der Risikoeinschätzung nicht so sehr auf die Verlässlichkeit des Gastgebers, sondern vielmehr auf mögliche Verhaltensweisen des Gastes selbst abzustützen ist (vgl. anstelle vieler die Urteile des  C-204/2008 vom 5. März 2009 E. 8.4 und C-3243/2007 vom 10. Juni 2008 E. 5.5). Vorliegend tritt hinzu, dass der Beschwerdeführer mit seinem Gast anlässlich eines Ferienaufenthalts in der Dominikanischen Republik Ende 2006, anfangs 2007  geschlossen hat, also vor noch nicht allzu langer Zeit. Der geplante Aufenthalt in der Schweiz soll denn auch dazu dienen, sich besser kennen zu lernen. Unter diesen Umständen wird selbst der Beschwerdeführer gewisse Vorbehalte anbringen müssen, wenn es darum geht, mögliche Wünsche und Vorstellungen der Gesuchstellerin über ihre kurz- und mittelfristige Lebensgestaltung einschätzen zu können.
9. Aus vorstehenden Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung im Lichte von Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
10. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die  sind auf Fr. 600.- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und  vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).
Dispositiv S. 10
Seite 9
C-2103/2008