Decision ID: edf22753-da4b-4d1c-97da-c5d8f05347cc
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
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A.
a. A.Y. war zusammen mit seinem Bruder B.Y. Eigentümer des Grundstücks Nr. 0000
(Miteigentum zur Hälfte) in Q., als der Gemeinderat Q. am 15. Mai 2001 den
Teilstrassenplan zum Neubau der X.-Strasse (Gemeindestrasse 2. Klasse) erliess. Das
kantonale Baudepartement genehmigte das Strassenbauprojekt am 3. September
2003. Am 5. September 2006 genehmigte der Gemeinderat geringfügige
Projektänderungen an der X.-Strasse sowie den Beitragsplan für den Bau der X.-
Strasse. Die gegen den Landerwerbs- und Beitragsplan von A.Y. erhobene Einsprache
wies der Gemeinderat mit Entscheid vom 30. November 2006 ab. Den hiergegen von
A.Y. erhobenen Rekurs hiess die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen
mit Entscheid vom 28. August 2007 teilweise gut, soweit sie darauf eintrat, hob den
Einspracheentscheid auf und wies die Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs
im Einspracheverfahren und zu anschliessender neuer Beurteilung an den Gemeinderat
zurück (act. G 11/16 37).
b. Gegen den in der Folge ausgearbeiteten und am 18. Dezember 2012 vom
Gemeinderat genehmigten neuen Beitragsplan vom 23. Januar 2013 (act. G 11/16 23)
erhoben A.Y. und seine Ehefrau am 27. Februar 2013 Einsprache (act. G 11/16 28). Der
Gemeinderat wies die Einsprache mit Entscheid vom 18. Juni 2013 ab (act. G 11/16
33). Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Dr. M. Züst, St.
Margrethen, für A.Y. und B.Y. mit Eingabe vom 9. Juli 2013 Rekurs (act. G 11/16 34).
Soweit der Rekurs das Strassenprojekt betraf, leitete die
Verwaltungsrekurskommission die Eingabe am 12. Juli 2013 zuständigkeitshalber an
das Baudepartement weiter (act. G 11/16 4) und sistierte das Rekursverfahren bis zur
Erledigung des Rekursverfahrens vor dem Baudepartement (act. G 11/16 9). Am 9. Mai
2014 schrieb das Baudepartement das Rekursverfahren zufolge Rückzugs ab, womit
das Strassenprojekt in Rechtskraft erwuchs (act. G 11/16 11). Mit Entscheid vom 9.
April 2015 (act. G 2) trat die Verwaltungsrekurskommission auf den Rekurs von B.Y.
(mangels Beteiligung am vorinstanzlichen Verfahren) nicht ein (Dispositiv Ziff. 1). Den
Rekurs von A.Y. wies sie ab, soweit sie darauf eintrat (Dispositiv Ziff. 2). Die amtlichen
Kosten von Fr. 1‘000.-- wurden den Rekurrenten auferlegt (Ziff. 3).
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B.
a. Gegen diesen Rekursentscheid erhob Rechtsanwalt Dr. Züst für A.Y. mit Eingabe
vom 27. April 2015 (act. G 1) Beschwerde mit den Rechtsbegehren, Ziff. 2 und 3 des
Entscheids seien aufzuheben (Ziff. 1). Parzelle Nr. 0001, Grundbuch Q., sei ebenfalls in
den Perimeter miteinzubeziehen (Ziff. 2). Der Perimeter für die Parzellen Nr. 0001 und
0002-0007 sei neu festzulegen. Eventuell sei der Perimeter für die Parzelle Nr. 0000 um
30 % zu reduzieren. Subeventuell sei er auf PPT 837 festzulegen (Ziff. 3). In der
Beschwerdeergänzung vom 1. Juni 2015 begründete der Rechtsvertreter die gestellten
Rechtsbegehren, wobei er das Begehren gemäss Ziff. 3 insofern abänderte, als er neu
eine Reduktion um 40% (Eventualbegehren) bzw. eine Festlegung auf PPT 800
(Subeventualbegehren) beantragte (act. G 7).
b. Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 8. Juni 2015 Abweisung der

Beschwerde und verwies zur Begründung auf die Erwägungen des angefochtenen
Entscheids (act. G 10). In der Vernehmlassung vom 22. Juni 2015 beantragte die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die
Darlegungen im Einspracheentscheid vom 18. Juni 2013 und im Rekursentscheid vom
9. April 2015. Ergänzend nahm sie zu den Einwänden in der Beschwerde Stellung (act.
G 13).
c. Mit Stellungnahme (Replik) vom 17. August 2015 bestätigte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers seinen Standpunkt und reichte eine Kostennote für dieses
Verfahren ein (act. G 18 f.). Die Vorinstanz verzichtete auf eine weitere Stellungnahme
(act. G 21). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich mit Eingabe vom 25. August 2015
zur Kostennote und zu den materiellen Darlegungen des Beschwerdeführers (act. G
22).
d. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden
Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
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1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 81 Abs. 3 des
Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer ist zur
Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1
VRP). Auch entspricht die Beschwerdeeingabe vom 27. April 2015 (act. G 1) in
Verbindung mit der Beschwerdeergänzung vom 1. Juni 2015 (act. G 7) zeitlich, formal
und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1
und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Insoweit sind die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt.
Auf die Beschwerde ist - vorbehältlich der nachstehenden Einschränkungen (vgl. E. 2.4
und 2.5) - einzutreten.
2.
2.1. Für den Bau und Unterhalt der Gemeindestrassen erster und zweiter Klasse trägt
die politische Gemeinde die Kosten, soweit keine Beiträge zu Verfügung stehen (Art. 72
Abs. 1 StrG). Die Grundeigentümer leisten an die Baukosten bei Gemeindestrassen
zweiter Klasse bis 100 Prozent (Art. 72 Abs. 1 lit. b StrG). Die politische Gemeinde
leistet Beiträge an Bau und Unterhalt der Gemeindestrassen, soweit den
Grundeigentümern durch den Gemeingebrauch verursachte Kosten entstehen (Art. 74
StrG). Im Kostenverlegungsverfahren werden die Baukosten durch Errichtung eines
Perimeters aufgeteilt (Art. 77 Abs. 1 StrG). Eigentümer von Grundstücken, denen ein
Sondervorteil entsteht, sind beitragspflichtig (Art. 78 Abs. 1 StrG). Beiträge können von
Dritten erhoben werden, soweit diesen ein Sondervorteil entsteht (Art. 78 Abs. 2 StrG).
Der Sondervorteil wird dabei als ein „besonderer Nutzen“ wirtschaftlichen Charakters
bezeichnet, der durch den Bau, Ausbau oder Unterhalt einer Strasse für das
Grundeigentum im Bereich dieser Strasse bewirkt wird. Er muss sich in einem
realisierbaren Mehrwert für das Grundstück ausdrücken (A. Weder in: G. Germann
Hrsg., Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz vom 12. Juni 1988, St. Gallen
1989, Rz. 3 zu Art. 78 StrG).
Die zuständige Gemeindebehörde erstellt den Beitragsplan (Art. 79 Abs. 1 StrG). Dieser
enthält den Kostenvoranschlag, die beitragspflichtigen Grundstücke, die Anteile der
Grundeigentümer, den Anteil der politischen Gemeinde und allfällige Anteile Dritter (Art.
79 Abs. 2 StrG). Die Ermittlung der Höhe der von den einzelnen Beteiligten effektiv
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geschuldeten Beiträge bildet nicht Bestandteil des - auf einem Kostenvoranschlag
basierenden - Beitragsplans. Die geschuldeten Beiträge werden in dem nach
Realisierung des Strassenprojekts durchgeführten Kosteneinzugsverfahren auf der
Grundlage der tatsächlichen Baukosten festgelegt und verfügt (Art. 82 StrG; vgl. Weder
a.a.O., Rz. 2 und 7 f. zu Art. 79 StrG). Gegen die entsprechende Verfügung steht
wiederum der Rechtsmittelweg (Art. 82 Abs. 3 StrG) offen.
2.2. Streitig ist vorliegend, ob die Parzelle Nr. 0001 in den Perimeter der X.-Strasse
einzubeziehen bzw. ob der Perimeter für die Parzellen Nr. 0001 sowie 0002-0007 neu
festzulegen ist. Im angefochtenen Entscheid kam die Vorinstanz zum Schluss, der
streitige Beitragsplan sei vom Gemeinderat mit Beschluss vom 18. Dezember 2012
entsprechend den gesetzlichen Vorschriften erstellt und eröffnet worden. Die im
Eigentum der Beschwerdegegnerin (Gemeinde) stehende Parzelle Nr. 0001 sei nicht in
den Beitragsperimeter einzubeziehen. Aus dem Bau der X.-Strasse entstehe der
Gemeinde kein rechtsrelevanter Sondervorteil. Dies bereits daher, weil es sich dabei
um eine reine Strassenparzelle handle, welche im Gegensatz zu den Parzellen der
privaten Grundeigentümer nicht überbaut werden könne und zudem auch keiner
weiteren Erschliessung bedürfe. Sodann diene die als Sackgasse ausgestaltete X.-
Strasse nicht der Erschliessung weiterer, im Eigentum der Gemeinde stehender, noch
zu überbauender Grundstücke oder einer Verbesserung quartierübergreifender
Strassenverbindungen. Im Weiteren seien keine relevanten, durch den
Gemeingebrauch verursachten Kosten im Sinn von Art. 74 StrG ersichtlich. Auf der X.-
Strasse als Sackgasse falle kein Durchgangsverkehr, sei es von Fussgängern,
Radfahrern oder Motorfahrzeugen, an. Abgesehen vom Verkehr, welcher den
beteiligten Grundeigentümern und deren Zubringern zuzurechnen sei, beschränke sich
die Nutzung im Gemeingebrauch auf die Sicherstellung der öffentlichen Dienste
(Kehrichtentsorgung, Schneeräumung, Feuerwehr u.ä). Diese Nutzung löse keine von
Art. 74 StrG erfasste Beitragspflicht der Gemeinde aus (act. G 2 S. 7 f.).
Im Weiteren könne das Fuss- und Fahrwegrecht zugunsten des Beschwerdeführers bei
der Ermittlung des seine Parzelle beschlagenden Sondervorteils nicht berücksichtigt
bzw. die Perimeterpunkte nicht um 30 % auf 897 Punkte herabgesetzt werden. Beim
Fuss- und Fahrwegrecht handle es sich um eine zivilrechtliche Dienstbarkeit, aufgrund
derer in der Regel noch keine hinreichende strassenmässige Erschliessung des
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Grundstücks im Sinn von Art. 19 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR
700) abgeleitet werden könne. Hierzu bedürfe es weiterer planungs- und baurechtlicher
Schritte, damit das Grundstück auch aus öffentlich-rechtlicher Sicht als
strassenmässig erschlossen und damit überbaubar im Sinn des Baurechts gelten
könne. Aus dem konkreten Strassenprojekt und dem Beitragsplan entstehe dem
Beschwerdeführer ein Sondervorteil, welcher unter anderem in der Sicherung einer
hinreichenden öffentlich-rechtlichen Erschliessung der Parzelle liege. Eine allfällige
finanzielle Berücksichtigung des privatrechtlichen Fuss- und Fahrwegrechts hätte im
bereits abgeschlossenen Landerwerbsverfahren (Art. 48 ff. StrG) erfolgen müssen. Für
eine Berücksichtigung desselben im Beitragsplan im Sinn eines geringeren
Sondervorteils bestehe kein Anlass (act. G 2 S. 8).
2.3. Der Beschwerdeführer macht mit Bezug auf das Grundstück Nr. 0001 weiterhin
geltend, dass die Gemeinde als Grundstückeigentümerin nicht von der Beitragspflicht
ausgenommen sei. Hinsichtlich des Nichteinbezugs dieser Strassenparzelle in den
Perimeter rügt er vorsorglicherweise, dass ein Verstoss gegen die Eigentumsgarantie
vorliege. Beim Verkauf der heutigen Parzellen Nr. 0008, 0009, 0010 und 0011 hätten
die Käufer eine Reduktion des Kaufpreises erwirkt, indem sie geltend gemacht hätten,
dass sie zugunsten der Parzellen des Beschwerdeführers und dessen Bruder ein Fuss-
und Fahrwegrecht hätten einräumen müssen (act. G 7 S. 5 mit Hinweis auf act. G 8/4).
Bei der Perimeterfestsetzung sei nicht berücksichtigt worden, dass dem
Beschwerdeführer aufgrund privatrechtlicher Verträge ein Fuss- und Fahrwegrecht
zugunsten der Parzellen Nr. 0012 und 0000 zustehe. Der aus dem Bau der X.-Strasse
resultierende Sondervorteil für seine Parzelle (Nr. 0000) sei weniger gross, wenn dieser
bereits ein Fuss- und Fahrwegrecht eingeräumt worden sei. Er sei nur soweit zu
belasten, als er einen echten Sondervorteil erlange. Sodann befinde sich auf den
Parzellen Nr. 013 und Nr. 0002 je eine Trafostation (Augenschein). Die Parzelle Nr. 013
erschliesse das Gebiet nördlich und östlich der Parzelle Nr. 0000. Die Trafostation auf
Parzelle Nr. 0002 erschliesse das Gebiet westlich der X.-Strasse sowie Parzelle Nr.
0012 (act. G 8/1, 8/2). Diese diene der energiemässigen Erschliessung des gesamten
Gebietes rund um die X.-Strasse. Es sei für die Elektrizitätsversorgung der Gemeinde
von grösster Wichtigkeit, dass die Gemeindemitarbeiter jederzeit Zugang zu den
Trafostationen hätten. Es rechtfertige sich daher, sie funktionsmässig als Bestandteil
der Parzelle Nr. 0001 einzustufen. Hinzu komme, dass die Parzelle Nr. 013 nördlich von
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Parzelle Nr. 0000 liege. Dieser Umstand schlage sich in erhöhten Immissionen nieder,
welche die letztgenannte Parzelle belasten würden. Dies sei bei der
Perimeterfestsetzung nicht berücksichtigt worden. Dieser Umstand sei der
Beschwerdegegnerin bekannt gewesen (vgl. act. G 8/3); es sei das Protokoll der
Koordinationssitzung vom 19. April 2006 bei der Gemeindeverwaltung zu edieren (act.
G 1, G 7).
Weiter sei zu berücksichtigen, dass die X.-Strasse ab Parzelle Nr. 0012 nicht mehr 5 m,
sondern lediglich 3.5 m breit sei. Sodann sei im östlichen Strang kein Trottoir geplant,
und es werde keine Steinkorbmauer erstellt, welche als Sicht-/Immissionsschutz
dienen würde. Diesen Umständen sei im Rahmen einer neuen Perimeterfestsetzung
Rechnung zu tragen; eventuell sei die Sache zur Neufestsetzung an die Vorinstanz
zurückzuweisen (act. G 7).
2.4. Der Beschwerdeführer brachte im vorliegenden Verfahren erstmals vor, die
Trafostation auf Parzelle Nr. 0002 sei funktionsmässig als Bestandteil der Parzelle Nr.
0001 einzustufen, und es sei zu berücksichtigen, dass die X.-Strasse ab Parzelle Nr.
0012 lediglich noch 3.5 m (statt 5 m) breit sei. Nach Art. 61 Abs. 3 VRP sind neue
Begehren im Beschwerdeverfahren unzulässig. Als neues Begehren gilt auch die
Änderung des tatsächlichen Fundaments eines Verfahrens (Beschwerdegrund), sei es
dass dieses ganz oder teilweise ersetzt oder ergänzt wird, um die mit dem gestellten
Rechtsbegehren angestrebte Rechtsfolge zu erreichen (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 637 mit Hinweis).
Mit seinen im Beschwerdeverfahren erstmals vorgebrachten Rügen trug der
Beschwerdeführer nicht lediglich neue rechtliche Argumente im Rahmen des
Streitgegenstandes vor (vgl. VerwGE B 2015/32 vom 19. Juli 2016, E. 5.2). Vielmehr
änderte er das tatsächliche Fundament des Verfahrens insofern, als er neue Einwände
geltend machte, welche sich nicht auf den im Rekursverfahren ermittelten Sachverhalt
bzw. das dort abgehandelte Tatsachenfundament beziehen (vgl. dazu M. Donatsch, in:
Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons
Zürich [VRG], 3. Aufl. 2014, S. 1057 f.). Hierauf ist somit im vorliegenden Verfahren
nicht einzutreten. Aber selbst wenn darauf einzutreten wäre, würde sich am Ergebnis -
wie sich aus den nachstehenden Erwägungen ergeben wird - nichts ändern.
2.5.
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2.5.1. Der Erwerb bzw. die Abgeltung privater Rechte gehört - wie im vorinstanzlichen
Entscheid zutreffend ausgeführt (act. G 2 S. 5) - in das vor Baubeginn durchzuführende
Landerwerbsverfahren (Art. 48-50 StrG). Soweit der Beschwerdeführer den fehlenden
Einbezug bzw. die fehlende finanzielle Berücksichtigung privater Rechte (Fuss- und
Fahrwegrecht zugunsten seiner Parzelle) rügt, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Allein der Umstand, dass das Verwaltungsverfahren von der Offizialmaxime beherrscht
wird (act. G 7 S. 10), hat nicht zur Folge, dass die Abgeltung privater Rechte in jedem
Verfahrensstadium geltend gemacht werden kann. Von daher kann der Vorinstanz auch
kein überspitzter Formalismus vorgeworfen werden.
Selbst wenn darauf einzutreten wäre, müsste der Einwand abgewiesen werden. Das
Land, auf dem die Strasse erstellt werden soll, ist zwar mit einem Fuss- und
Fahrwegrecht zugunsten des Beschwerdeführers belastet, musste aber für die
Erstellung des Werkes gleichwohl erworben werden. Wegen der Belastung mit der
Dienstbarkeit war das Land aber möglicherweise weniger wert als unbelastetes Land.
Wenn also die tatsächlich zu entschädigenden Landkosten im Kostenvoranschlag (Art.
79 Abs. 1 und 2 StrG) berücksichtigt werden, ist das zum einen korrekt. Zum anderen
ist darin der vom Beschwerdeführer beanspruchte „Rabatt“ schon enthalten. Dass die
andern Anstösser vom gleichen (reduzierten) Landpreis profitieren, ist insofern
gerechtfertigt, als „nur“ jene mutmasslichen Kosten für die Bereitstellung des Bodens
im Kostenvoranschlag aufzuführen sind, welche tatsächlich entschädigt werden
müssen (vgl. VerwGE B 2006/157 vom 9. November 2006, E. 4b). Die Einräumung
eines Fuss- und Fahrwegrechts bewirkt sodann für sich allein noch keine Erschliessung
eines Grundstücks. Die strassenmässige Erschliessung beinhaltet die Planung und den
Bau der Strasse (B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 543).
Der Beschwerdeführer räumt ein, dass aus der Erstellung der X.-Strasse im östlichen
Strang ein Sondervorteil für die Parzelle Nr. 0000 resultiert (act. G 7 S. 9). Inwiefern der
Sondervorteil weniger gross ist, wenn bereits ein Fuss- und Fahrwegrecht besteht,
vermag er jedoch nicht überzeugend zu begründen, zumal die Strasse mit und ohne
Vorliegen eines Fuss- und Fahrwegrechts zwecks Erschliessung des Grundstücks zu
planen und zu erstellen ist; das Bestehen des erwähnten Rechts macht m.a.W. die
Erstellungskosten nicht kleiner. Der Beschwerdeführer macht auch nicht geltend, sein
Grundstück weise bereits vor dem Strassenbau eine ganz oder teilweise genügende
Erschliessung auf; die Gewährung entsprechender „Interessenprozente“ kommt von
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daher nicht in Betracht (vgl. Beda Lengwiler, Leitfaden zum Strassenperimeter,
Kirchberg 2003, S. 4 unten). Die Einholung eines Amtsberichts des Grundbuchamtes Q.
bezüglich Fuss- und Fahrwegrecht (act. G 1 S. 6, G 7 S. 9) wäre nicht geeignet, zu
einem anderen Ergebnis zu führen, weshalb der entsprechende Antrag abzuweisen ist.
2.5.2. Hinsichtlich des Einbezugs des im Eigentum der Beschwerdegegnerin stehenden
Grundstücks Nr. 0001 in den Strassenperimeter ist festzuhalten, dass Grundstücke von
öffentlich-rechtlichen Körperschaften, welche sich im Finanzvermögen befinden, wie
private Grundstücke behandelt werden, sofern ihnen ein Sondervorteil entsteht (Weder,
a.a.O., Rz. 8 zu Art. 78 StrG). Die Vorinstanz begründete nachvollziehbar und
überzeugend, dass für die Gemeinde kein Sondervorteil aus der Erstellung der Strasse
auf dem (Strassen-)Grundstück resultiert. Allein die vom Beschwerdeführer angeführten
Umstände, dass die X.-Strasse in das Eigentum der Gemeinde übergehe, der
Verkehrsfluss der E.-Strasse durch den Einlenker der X.-Strasse gesichert sei und
durch die X.-Strasse Gewähr für die Erfüllung öffentlich-rechtlicher Aufgaben
(Kehrichtentsorgung, Feuerwehr) geschaffen werde (act. G 1 S. 5, G 7 S. 7), haben
noch keinen Sondervorteil für die Beschwerdegegnerin zur Folge, zumal die Zufahrt
(Sackgasse) allein den Anstössern dient. Mit ihrem unüberbaubaren
Strassengrundstück kann die Beschwerdegegnerin offensichtlich nicht als Anstösserin
bezeichnet werden, zumal das Strassengrundstück infolge seiner Widmung dem
rechtsgeschäftlichen Verkehr entzogen ist. Die Realisierung einer Wertvermehrung
durch Verkauf fällt damit ausser Betracht (vgl. Weder, a.a.O., Rz. 9 zu Art. 78 StrG).
2.5.3. Bezüglich des Einwands der von 5 m auf 3.5 m verengten Strasse auf
Grundstück Nr. 0000 (act. G 7 S. 5 und 8 f.) weist die Beschwerdegegnerin darauf hin,
dass auf dem Grundstück erst der provisorische Wendeplatz erstellt und das folgende
östliche Strassenstück erst strassenrechtlich gesichert bzw. noch nicht gebaut sei. Die
Strassenverengung (bereits) ab Grundstück Nr. 0012 beruhige den Verkehr und
reduziere Geschwindigkeiten sowie Fahrgeräusche. Eine 3.5 m breite Strasse
entspreche dem üblichen Ausbaustandard in Wohnquartieren und gewährleiste
genügende Sicherheit für Kreuzungsmanöver. Somit sei die Art der südlich des
Grundstücks Nr. 0012 verlaufenden Strasse im Perimeterplan ausreichend
berücksichtigt (act. G 13 S. 2). - Es besteht kein konkreter Anlass, diese Feststellungen
in Frage zu stellen (zu den verkehrstechnischen Grundsätzen bei
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Erschliessungsstrassen vgl. auch VSS-Norm 640 045, Projektierung, Grundlagen,
Strassentyp Erschliessungsstrassen). Was den Hinweis des Beschwerdeführers auf
eine durch die Strassenverschmälerung bewirkte Schall- und Immissionsverstärkung
für die Anwohner sowie Einschränkung der Verkehrssicherheit (act. G 8 S. 8 f., G 18 S.
6) betrifft, ist festzuhalten, dass diesen Umständen - soweit sie bei einer Wohnstrasse
angesichts des begrenzten Verkehrsaufkommens überhaupt zum Tragen kommen - für
die Perimeterfestsetzung keine Bedeutung zukommt, sondern gegebenenfalls im
Rahmen der Prüfung des Strassenprojekts zu klären gewesen wären. Im vorliegenden
Verfahren nicht zu untersuchen ist auch die Frage, welche Massnahmen der
Eigentümer des Grundstücks Nr. 0000 gegen Immissionen der geplanten Strasse trifft.
Für die Gewährung eines Abschlags beim Perimeterbeitrag liegt bei diesen
Gegebenheiten kein begründeter Anlass vor.
2.5.4. Im Zusammenhang mit dem Vorbringen betreffend Miteinbezug der
Trafostationen auf den Grundstücken Nr. 013 (nördlich des Grundstücks Nr. 0000) und
Nr. 0002 (im Gebäude Vers. Nr. 0014 eingebaut; vgl. act. G 8/2 und G 14/2 sowie act.
G 7 S. 7 f.) in den Strassenperimeter ist zum einen von Bedeutung, dass die
Trafostation auf Grundstück Nr. 013 gemäss Grundbuchauszug vom 17. Juni 2015 ein
Zufahrts- und Zugangsrecht zulasten des Grundstücks Nr. 015 besitzt (act. G 14/1). Mit
der Beschwerdegegnerin (act. G 13 S. 1) ist festzuhalten, dass der Zugang bzw. die
Zufahrt für Unterhaltsarbeiten an der Trafostation damit zureichend gewährleistet ist.
Zudem liegen die Leitungen zur Trafostation auf Grundstück Nr. 013 rund fünf Meter
ausserhalb des geplanten Strassenkörpers (vgl. act. G 14/3). Wenn der
Beschwerdeführer festhält, dass allfällige grössere Arbeiten an der Trafostation Nr. 013
trotz Zufahrtsrecht zulasten der Parzelle Nr. 015 nicht über diese, sondern mit Zufahrt
über die X.-Strasse realisiert würden (act. G 18 S. 2 f.), so handelt es sich dabei um
eine Mutmassung, die am tatsächlichen Bestand des Zufahrtsrechts nichts ändert.
Für die in einem Mehrfamilienhaus eingebaute Trafostation auf Grundstück Nr. 0002
besteht ein als Dienstbarkeit im Grundbuch eingetragenes Benutzungsrecht zugunsten
der Beschwerdegegnerin (act. 14/1, 14/2). Diese - nicht auf einem eigenen Grundstück
stehende - Trafostation partizipiert somit am Perimeteranteil des Grundstücks Nr.
0002, womit die Frage des auf die Trafostation entfallenden Perimeteranteils allein das
(privatrechtliche) Innenverhältnis Beschwerdegegnerin/Eigentümer des Grundstücks
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Nr. 0002 tangiert. Die von den Parteien kontrovers diskutierte weitere Frage, welches
Gebiet mit der Trafostation energiemässig erschlossen wird (act. G 18 S. 4, G 22 f.), ist
im vorliegenden Verfahren insofern nicht zu klären, als die Antwort darauf zur
Beantwortung der streitigen Frage nichts beizutragen vermöchte. Bei diesen
Gegebenheiten fehlt beiden Trafostationen ein (eigener) Bezug zum
Strassengrundstück Nr. 0001, und es resultiert aus ihnen kein Sondervorteil für die
Beschwerdegegnerin, weshalb sie zu Recht nicht im Strassenperimeter berücksichtigt
wurden. Die Durchführung eines Augenscheins (act. G 7 S. 4, G 18 S. 3) und die Edition
des Protokolls der Koordinationssitzung vom 19. April 2006 bei der
Gemeindeverwaltung (act. G 7 S. 5) bzw. die Einholung eines Amtsberichtes der Elektra
Z. (act. G 18 S. 3) vermöchten unter diesen Umständen zu keinem anderen Ergebnis zu
führen. Diese Beweisanträge wären daher (für den Fall des Eintretens auf die Frage des
Miteinbezugs der Trafostationen) abzulehnen.
3.
3.1. (...).
3.2. (...).