Decision ID: 225f68e3-9475-477b-9dd0-feb73cd46640
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1980
geborene
X._
war seit dem
1.
Mai 2014 als Eisenleger bei der
Y._
in Winterthur angestellt und dadurch bei der Suva obli
gatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Angaben in der Unfall
meldung vom 1
9.
November 2014 (
Urk.
7/1) erlitt er am 1
6.
Oktober 2014 einen Arbeitsunfall
,
als er auf einer Baustelle stürzte und sich dabei am rechten Handgelenk verletzte. Nach mehreren medizinischen Untersuchungen wurde der Versicherte
am 9
.
April 2015 am rechten Handgelenk operiert (Handgelenks
arthrosk
opie mit
Shaving
des TFCC und
U
l
n
averkürzungsosteotomie
, vgl.
Urk.
7/40). Im Anschluss
daran
klagte der Versicherte weiterhin über Schmerzen und Einschränkungen in der rechten Hand sowie in Bezug auf die linke Schulter. Mit Schreiben vom 2
9.
April 2016 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie für die Schulterproblematik keine Leistungen erbringen werde, da ein Kausal
zu
sammenhang nicht ausgewiesen sei (
Urk.
7/121).
Hinsichtlich Beschwerden
an der rechten Hand wurde
n
sodann vom 25. Mai bis zum 6. Juli 2016
eine arbeits
orientierte Rehabilitation in der
Z._
durchgeführt (vgl.
Urk.
7/145)
und weitere Abklärungen veranlasst (Urk. 7/182, 193)
. Nach
abschliessender kreis
ärztlicher
Untersuchung
vom 26. April 2017
(
Urk.
7/197) ver
nein
te die Suva
mit Verfügung vo
m 1
1.
Mai 2017
einen Anspruch auf
Invalidenrente
oder
Inte
gritätsentschädigung (
Urk.
7/205). Dagegen erhob der Versicherte am 2
3.
Mai 2017 Einsprache (
Urk.
7/214
und
Einspracheergänzungen
vom 26. Juni bzw. 21
.
Dezember 2017, Urk. 7/220, 7/234).
Mit
Einspracheentscheid
vom 1
0.
Januar 2018 bestätigte die Suva die angefochtene Verfügung und wies die Einsprache ab (
Urk.
2 [=
Urk.
7/235]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1
4.
November 2016 [recte: 12. Februar 2018] Beschwerde
(
Urk.
1)
und beantragte,
d
er angefochtene Ent
scheid sei aufzuheben und es seien ihm bis zum Erreichen des Endzustandes weiterhin die ihm zustehenden Leistungen zu erbringen. Eventualiter sei ihm basie
rend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von mindestens 20 % eine Inva
li
den
rente auszurichten.
Subeventualiter
sei die Beschwerdegegnerin zu verpflich
ten
,
ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen. Mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
März 2018 (
Urk.
6) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Be
schwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
3.
März 2018 (
Urk.
8) mitgeteilt wurde.
Mit Schreiben vom 2
5.
September 2018 (
Urk.
9) reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen (
Urk.
10) zu den Akten, was der Beschwerdegegnerin am 2
6.
September 2018 angezeigt wurde (
Urk.
11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am
9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirk
licht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
6.
Oktober 2014
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Mass
gabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Be
griffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch
wei
tere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte
Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person pro
gnostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Er
werbs
unfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades w
ird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu
mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Inva
lideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
1.4
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schä
digung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie An
spruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versiche
rungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu
neh
men
(BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Einspracheentscheid
(
Urk.
2)
zusam
men
gefasst damit, der medizinische Endzustand sei am
1.
Juni 2017 erreicht ge
wesen, da ab diesem Zeitpunkt durch weitere Heilbehandlungen keine namhafte Besserung der Gesundheit mehr habe erwartet werden können. Gestützt auf die nachvollziehbare Einschätzung des Kreisarztes erweise sich der Beschwerdeführer in der angestammten schweren Tätigkeit als
Eisenleger nicht mehr
für
arbeitsfähig. Hingegen sei ihm eine angepasste Tätigkeit vollumfänglich zumutbar. Das Zumutbarkeitsprofil, welches von Ärzten der
Z._
und des erfah
renen Kreisarztes erstellt worden sei, sei nicht in Frage zu stellen. Das
Vali
den
einkommen
orientiere sich am an der letzten Arbeitsstelle mutmasslich erziel
baren
Verdienst.
Das hypothetische Invalideneinkommen sei aufgrund der Doku
men
tation von Arbeitsplätzen (DAP) zu ermitteln. Die herangezogenen
DAP-Blätter würden allesamt dem zumutbaren
Anforderungsprofil entsprechen
und e
in Leidensabzug sei bei der Anwendung der DAP-Methode nicht zu gewähren. Beim Vergleich des
Valideneinkommens
(Fr. 62'233.
) mit dem Invalideneinkommen (Fr. 64'974.
) resultiere keine unfallbedingte Erwerbseinbusse. Selbst wenn das
von der Invalidenversicherung ermittelte
Valideneinkommen
herangezogen würde
, resultiere lediglich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 4.9 %. Es bestehe folglich kein Anspruch auf eine Invalidenrente.
Schliesslich seien d
ie Voraussetzungen für eine Integritätsentschädigung durch den Kreisarzt geprüft worden. Dieser komme zum Schluss, dass eine Integritätsschädigung von weniger als 5 % vorliege, weshalb
auch
keine Integritätsentschädigung zu leisten sei.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend (
Urk.
1), er nehme derzeit am einem Eingliederungsprojekt der Arbeitslosenkasse teil. Dabei müsse er in einem Pensum von 80 % Bauteile reinigen. Dies sei ihm jedoch nur eingeschränkt möglich, er sei sehr langsam und seine rechte Hand schlafe immer wieder ein und bereite ihm Schmerzen. Er sei daher derzeit nicht in der Lage
,
auch nur einfache Arbeiten auszuführen. Der medizinische Endzustand sei
entgegen der Einschätzung der Beschwerdegegnerin
noch nicht erreicht. Dr.
A._
habe eine nochmalige
U
l
n
averkürz
ungsosteotomie
angeregt und Dr.
B._
stattdessen eine Vorstellung beim Chiropraktiker oder
Osteopathen
vorgeschlagen.
Demnach hätten Ärzte weitere Behandlungsoptionen vorgeschla
gen und es
habe
sich ausserdem
gezeigt
, dass eine Arbeitsleistung noch nicht möglich sei. Weitere Therapien würden sich demnach ohne Weitere
s
aufdrängen. Da der Endzustand noch nicht erreicht sei, sei die Verfügung resp. der
Ein
spra
cheentscheid
der Beschwerdegegnerin aufzuheben. Falls wider Erwarten von einem Endzustand ausgegangen würde, so seien insbesondere auch die Schulter
beschwerden bei der Zumutbarkeit und Festsetzung des Invalideneinkommens zu berücksichtigen. Zur Berechnung des
Valideneinkommens
gebe es keine Bemer
kungen. Das Invalideneinkommen sei von der Beschwerdegegnerin gestützt auf DAP-Blätter ermittelt worden. Die entsprechenden Stellenprofile würden
seinem Zumutbarkeitsprofil
(grösstenteils)
nicht
entsprechen und könnten daher nicht zur Berechnung des Invalideneinkommens herangezogen werden. Zudem sei zu beachten, dass er nicht in der Lage sei
,
eine 100%ige Erwerbstätigkeit auszuüben; es bestehe mindestens eine Einschränkung von 20 %.
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort
(Urk. 6)
führte die Beschwerdegegnerin zusammen
gefasst aus,
die Schulterbeschwerden seien nicht zu berücksichtigen. Mit Schrei
ben vom 2
9.
April 2016 habe sie eine diesbezügliche Leistungspflicht verneint, da kein Kausalzusammenhang zum Unfall bestehe. Eine Intervention dagegen sei erst rund 21 Monate nach diesem Schreiben erfolgt, als die Entscheidung bereits in Rechtskraft erwachsen sei (1 Jahr ab Mitteilung).
Da es zudem an einem Kausalzusammenhang fehle, seien die Schulterbeschwerden ohnehin nicht zu berücksichtigen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers sei der medizini
sche Endzustand per
1.
Juni 2017
erreicht gewesen und eine Rentenprüfung habe damals stattfinden können. Die behandelnden Ärzte hätten festgehalten, dass keine weiteren Therapieoptionen bestünden und dass keine Besserung mehr er
wartet werden könne. Sie hätten lediglich als
ultima
ratio
weitere Behand
lungs
optionen aufgeführt. Der Kreisarzt
sei
daher nachvollziehbar zum Schluss
ge
kommen
, dass der medizinische Endzustand erreicht sei, worauf abzustellen sei. Zur Ermittlung der Erwerbsfähigkeit sei hinsichtlich des noch zumutbaren Arbeits
profils die Einschätzung des Kreisarztes
heranzuzieh
en, welcher wiederum auf die Rehabilitationsmassnahme in der
Z._
Bezug nehme.
Die
für die Berechnung des Invalideneinkommens hinzugezogenen DAP-Blätter würden
dieses Zumutbarkeitsprofil berücksichtigen, weshalb das so ermittelte Invalideneinkommen nicht zu beanstanden sei. Entsprechend resultiere ein Inva
liditätsgrad von 0 % und es sei keine Invalidenrente geschuldet.
Selbst
wenn für das Invalideneinkommen auf die LSE abgestellt und ein leidensbedingter Abzug von 10 % gewährt würde, so resultiere lediglich ein – ebenfalls rentenaus
schliessender – Invaliditätsgrad von 2.4 %.
3.
3.1
Gemäss Unfallmeldung stürzte der Beschwerdeführer am 1
6.
Oktober 2014 auf seine rechte Hand (
Urk.
7/1). Nach Angabe seines Hausarztes
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Allgemeinmedizin
,
vom 2
2.
Dezember 20
14 (
Urk.
7/13)
fand die medizinische Erstkonsultation am 1
6.
Oktober in der
D._
in Winter
thur statt. Dort habe man eine Kontusion des rechten Handgelenks und der rechten Schulter festgestellt. Im Röntgenbefund sei keine Fraktur sichtbar. Es bestünden jedoch eine sehr druckschmerzhafte Handwurzel radial rechts, eine leichte Schwellung und Schmerzen bei der
Ulnarabduktion
im Handgelenk.
3.2
Nach der Durchführung medizinischer Abklärungen
, anlässlich derer
eine radiale TFCC-Läsion bei kongenitaler
Ulnarplusvariante
rechts diagnostiziert worden war,
wurde der Beschwerdeführer am
9.
April 2015 im
E._
von
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Chirurgie, Handchirurgie sowie plastische,
rekonstruktive
und ästhetische Chirurgie, operiert.
Dr.
B._
führte eine Handgelenksarthroskopie mit
Shaving
des
TFCC’s
im radialen Anteil sowie eine
Ulnaverk
ürzungsosteotomie
um 5 mm durch
(
Urk.
7/40).
3.3
Vom 2
5.
Mai bis
6.
Juli 2016 hielt sich der Beschwerdeführer
zwecks Ver
bes
serung der Funktion und Belastbarkeit der rechten Hand
in der
Z._
auf.
Gemäss
Austrittsbericht vom 7. Juli 2016
(
Urk.
7/145)
, verfasst von
Dr.
med.
F._
und
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Phy
sikalis
che Medizin und Rehabilitation,
habe
e
ine Belastbarkeitsverbesserung erreicht werden können, hingegen seien die Schmerzen unverändert geblieben. Der Beschwerdeführer habe eine Kontusion des Handgelenkes erlitten und nach
frustranem
konservativem Verlauf sei eine Operation mit
Ul
n
a-Verkür
zungs
os
teo
tomie
erfolgt. Diese sei erst stark verzögert abgeheilt
; erst ein Jahr post
operativ sei sie weitgehend durchbaut gewesen
.
Die Pronation sei seit dem Ein
griff ein
geschränkt und schmerzhaft. Aktuell beklage der Beschwerdeführer bewegungs- und belastungsabhängige Schmerzen im rechten Handgelenk, welche schwierig zuzuordnen seien. Die deutlich eingeschränkte Pronation habe gar nicht und die Handgelenksextension nur gering verbessert werden können. Kraft und Belast
barkeit der rechten Hand
hätten zwar
verbessert werden können, dies habe jedoch zu einer Verstärkung der belastungsabhängigen Schmerzen geführt.
In der Nacht
verspüre
der Beschwerdeführer Kribbelparästhesien in der rechten Hand; klinische Befunde für ein Karpaltunnelsyndrom hätten sich jedoch nicht finden lassen. Der Beschwerdeführer sei im Einsatz seiner rechten, dominanten Hand durch die belastungsabhängigen Schmerzen im Handgelenk, die reduzierte Kraft und das Pronationsdefizit eingeschränkt. Die bisherige schwere Berufstätigkeit als
Eise
leger
könne nicht mehr ausgeführt werden, da hierfür der uneingeschränkte Ein
satz beider Hände erforderlich sei. Zumutbar seien hingegen
ganztägig
leichte bis mittelschwere Arbeiten
(10-15 kg)
.
In Bezug auf die
rechte Hand
d
ürften
dabei
kein häufig wiederholter Krafteinsatz, keine häufig wiederholten Drehbewe
gungen der Hand/des Unterarmes oder Bewegungen des Handgelenks und keine Tätigkeiten mit Schlägen oder Vibrationen
ausgeführt werden
.
3.4
Am 2
6.
April 2017 führte Prof.
Dr.
med. H._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie
,
die kreisärztliche Abschlussuntersuchung durch (
Urk.
7/197).
Er berichtete a
nlässlich der Untersuchung habe der Beschwerde
führer ausgeführt, es bestünden ruhe- und vorwiegend belastungsabhängige Schmer
zen im rechten Handgelenk beziehungsweise im rechten Handrücken mit Ausstrahlung in den rechten volaren Unterarm. Insbesondere bei Drehbewe
gung
en und Dorsalextensionen würden sich die Schmerzen verstärken. Die Schmerzen würden durchschnittlich mit 3-4 und maximal mit 7 auf der VAS-Skala (0-10)
eingeschätzt. Therapiemassnahmen würden keine mehr durchgeführt. Er nehme täglich Ibuprofen und bedarfsweise
Dafalgan
. Die Beschwerden im rechten Handrücken seien schlimmer geworden.
Der Kreisarzt hielt fest, es
best
ünden
keine Kapselschwellung des rechten Handgelenks im
Seitenvergleich und keine Überwärmung. Es bestehe ein Druckschmerz
ulnar
/volar. Spitz- und Schlüssel
griff sowie Faustschluss seien beidseits uneingeschränkt vorführbar.
Mithin bestehe
eine
mässiggradig
ausgeprägte Belastungsintoleranz des rechten Handge
lenks. In der Untersuchung habe sich eine geringe Bewegungseinschränkung mit Druckschmerz und ansonsten unauffälligen Haut- und Weichteilverhältnissen gezeigt. Da sich die Funktionseinschränkungen im Vergleich zu den Berichten des
E._
und der kreisärztlichen Untersuchung vom 2
8.
Oktober 2016
nicht mehr relevant verändert hätten, sei von einem Endzustand auszugehen. Die ange
stammte Tätigkeit als Eisenleger sei nicht mehr zumutbar. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt seien jedoch leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ganztags zumut
bar. Repetitive Belastungen sowie Stoss- und Vibrationsbelastungen der oberen rechten Extremität seien aus dem Tätigkeitsprofil auszuschliessen. Diese Zumut
barkeitsbeurteilung orientiere sich an je
n
er der
Z._
. Weitere Therapiemassnahmen seien nicht erforderlich, da hiervon keine wesentliche Besserung mehr zu erwarten sei. Die Voraussetzungen für eine Integritäts
ent
schädigung seien weder funktionell noch bildgebend erfüllt.
4.
4.1
Die versicherungsinterne Beurteilung du
rch Prof. Dr.
H._
(E. 3.4) beruht
auf fundierter Aktenkenntnis. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhän
ge ist schlüssig
und die Beurteilung der medizinischen Situation leuchtet ein. Die Schlussfolgerung,
es liege ein medizinischer Endzustand vor und der Beschwerde
führer sei angesichts seiner Einschränkungen in einer angepassten Tätigkeit arbeitsfähig,
ist gut nachvollziehbar. Indizien
,
die gegen die Zuverlässigkeit der Stellungnahme sprächen,
bestehen keine. Die Einschätzung von Prof. Dr.
H._
erfüllt daher die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweistaug
liche ärztliche Entscheidungsgrundlage (vgl. E. 1.
5
), weshalb
darauf abzustellen ist. Von weiteren Abklärungen sind keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d
m.H
.)
zu
verzichte
n ist
.
4.2
Der Beschwerdeführer bringt vor, nebst der Problematik an seiner rechten Hand seien auch seine Schulterbeschwerden in die
Beurteilung
des Leistungsanspruches miteinzubeziehen. Am 2
9.
April 2016 teilte die Beschwerdegegnerin dem Be
schwer
deführer in einem formlosen Schreiben mit, dass dessen Schulterbe
schwer
den in keinem Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stünden, weshalb eine
Leistungspflicht verneint werde (
Urk.
7/121
; vgl. hierzu auch Urk. 1 S. 3
).
Damit schloss die Beschwerdegegnerin den Fall hinsichtlich der Schulterbeschwerden ab.
Der Fallabschluss hat
grundsätzlich dann
in Form einer Verfügung zu erfol
gen, wenn und solange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Dis
kussion steht (
BGE 132 V 412
E. 4, Art. 124 UVV). Erlässt der Versicherer statt
dessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (
BGE 134 V 145
).
Der Beschwerdeführer erhob erstmals mit
seiner Beschwerde vom
1
4.
November 2016 [recte: 1
2.
Februar 2018,
Urk.
2] Einwände gegen das leistungsverneinende Schreiben der Beschwerdegegnerin. Da somit innert Jahresfrist (bis zum 2
9.
April 2017) keine Einwände erhoben w
o
rde
n waren
, erlangte die Leistungsabweisung auch ohne formelle Verfügung Rechts
verbindlichkeit.
H
insichtlich der Schulterbeschwerden
liegt daher
eine
bereits abgeurteilte Sache
(
res
iudicata
)
vor,
weshalb diese
nicht mehr Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden
können und
bei der Beurteilung des Leistungsanspruchs ausser Acht zu lassen
sind
.
4.
3
Zu prüfen ist zunächst
, ob der medizinische Endzustand am
1.
Juni 2017 erreicht und die Beschwerdegegnerin demnach zur Einstellung der vorübergehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Inte
gritäts
entschädigung berechtigt war.
Prof.
Dr.
H._
kam zum Schluss, dass der medi
zinische Endzustand erreicht sei, da sich die Funktionseinschränkungen im Ver
gleich zur Voruntersuchung nicht mehr verändert hätten und von weiteren Thera
piemassnahmen keine wesentliche Besserung der Beschwerden mehr zu er
wart
en sei (vgl. E. 3.4). Der Beschwerde
führer
liess hingegen vortragen, es seien eine erneute
Ul
n
averkürzungsosteotomie
und
eine Vorstellung beim Chiroprak
tiker oder
Osteopathen
vorgeschlagen worden. Angesichts dessen, dass ihm eine 100%ige Arbeitstätigkeit im Rahmen der
Arbeitsin
tegration nicht möglich ge
wesen sei, dränge sich eine weitere Therapie auf (vgl. E. 2.2).
Wie bereits aus
geführt wurde (E. 1.2), ist
der
Fallabschluss dann vorzunehmen, wenn durch eine weitere Behandlung keine namhafte Besserung der Gesundheit respektive der Erwerbsfähigkeit mehr zu erwarten ist.
Dr.
B._
führte bereits am 1
9.
April 2016 aus, aus chirurgischer Sicht bestehe nach erfolgter Konsolidierung der dista
len
Ulna
, guter Stellung im DRUG und unveränderter
Implantatlage
keine Opti
mierungsmöglichkeit mehr. Mit der ambulanten Ergotherapie sei keine relevante Verbesserung mehr zu erreichen, weshalb eine stationäre Rehabilitationsmass
nahme respektive eine Arbeitsplatzabklärung indiziert sei (
Urk.
7/111). Am
6.
Mai 2016 bestätigte
Dr.
B._
ihre Einschätzung und
führte (erneut) aus, der Be
handlungserfolg sei stagnier
end
. Bei ebenfalls negativer Testinfiltration Ende April
[2016]
bestünden aus ihrer Sicht aktuell keine möglichen weiteren thera
peutischen Massnahmen (
Urk.
7/124).
Am
5.
sowie
7.
Juli 2016 führte
Dr.
F._
aus, die stationäre wie schon die vorherige ambulante Therapie sei
en
erfolgslos
geblieben, weshalb keine weitere Ergo- oder Physiotherapie mehr empfohlen we
rde (vgl.
Urk.
7/142 und 7/145 S. 2). Am 5.
August 2016
erklär
te
Dr.
B._
sodann
,
es bestehe ein negativer SPECT
CT
-
Befund. Nachdem in der Vorgeschichte bereits eine erfolglose Infiltration erfolgt sei,
erscheine auch eine
Handgelenks
dener
vierung
zur Schmer
z
linderung nicht erfolgsversprechend. Da aus hand
chi
rur
gischer Sicht bei persis
t
ierender Beschwerdesymptomatik trotz ausgeheiltem
Osteotomiespalt
und Beseitigung der
Ulna-Impaktionssymptomatik
kein weiterer Therapieansatz mehr bestehe, werde um Aufgebot des Beschwerdeführers in die Schmerzsprechstunde gebeten. Bei
fehlenden therapeutischen Ansätzen sei eine ambulante Wiedervorstellung nicht mehr geplant (
Urk.
7/150).
Am 1
3.
Dezember 2016
kam Prof.
Dr.
med. A._
, Facharzt für Chirurgie, plastische,
rekon
struktive
und ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie, zum Schluss, klinisch finde sich die Symptomatik eines klassischen
Ulnaimpaktionssyndroms
, radiolo
gisch
bestehe inzwischen eine
Ul
n
aneutralvariante
. Die bildgebende Diagnostik liefere keinerlei Hinweise auf die bestehende Pathologie. Bei der klassischen Symptomatik stelle sich die Frage, ob weiterhin ein karpales
Impingement
bestehe
und eine weitere Verkürzung die Beschwerden lindern könn
t
e. Er ha
be deshalb beim Beschwerdeführer eine Infiltration durchgeführt
,
wodurch sich nach 10
Mi
nu
ten
eine Besserung der Schmerzen eingestellt
habe
. Sollten sich die Schmerzen innerhalb einer Stunde weiterhin bessern, sei eine nochmalige
Ulna
verkürzungsosteotomie
zu diskutieren (
Urk.
7/182). Als der Beschwerdeführer am 2
6.
Januar 2017 erneut bei Prof.
Dr.
A._
vorstellig wurde, berichtete er, inner
halb einer Stunde nach der Infiltration keine wesentliche Schmerzver
bes
serung mehr
verspür
t zu haben.
Prof.
Dr.
A._
sah dennoch als einzige Mög
lichkeit einer weiteren Therapie eine nochmalige
Ulnaverkürzung
um 3
mm und
verwies den Beschwerdeführer zur Diskussion dieser Option zurück an
Dr.
B._
(
Urk.
7/184).
Dr.
B._
ihrerseits kam
am 2
6.
Februar 2017
zum Schluss, dass d
er zweimalige negative SPECT-CT-
Befund einem
Ulnaimpaktionssyndrom
wider
spreche. Als
ultima
ratio
sei die Vorstellung bei einem Chiropraktiker oder einem
Osteopathen
zu besprechen. Bei fehlenden therapeutischen Optionen aus handchirurgischer respektive operativer Sicht werde keine Wie
dervorstellung vereinbart (Urk.
7/193).
Dr.
B._
kam demnach bereits im Frühjahr 2016 zum Schluss, dass keine weiteren Therapieoptionen bestehen und keine relevante Verbesserung mehr erreicht werden
könne. Diese Ansicht vertrat sie durchwegs, zuletzt
auch im Februar 2017
,
als sie nochmals festhielt, dass keine Thera
pie
optionen mehr bestünden.
Gleichsam kam
nach der Rehabilitationsmassnahme im Juli 2016
offensichtlich auch
Dr.
F._
zum Schluss, dass keine weiteren
The
rapieoptionen bestünden. Der Vorschlag einer weiteren
Ulnaverkürzung
seitens
Prof.
Dr.
A._
kann ebenfalls nicht als namhafte Therapiemassnahme bezeich
net werden; im Dezember 2016 führte
dieser
noch aus, dass bei einer Schmerz
verbesserung innert einer Stunde nach Infiltration eine Operation zu diskutieren sei und obschon der Beschwerdeführer im Januar
2017
berichtet hatte, es habe keine weitere Schmerzverbesserung stattgefunden, empfahl er dennoch als einzige Option eine Operation.
Dr.
B._
(an welche Prof.
Dr.
A._
den
Beschwer
deführer zurückverwies)
hielt eine Operation denn auch nicht für indi
ziert. Letztlich kann auch der Vorschlag
Dr.
B._
’s
zur Konsultation eines Chiro
praktiker
s
oder
Osteopathen
nicht als
namhafte
Therapieoption bezeichnet werden.
Sowohl die Operation als auch die Vorstellung bei weiteren Therapeuten
wurden
lediglich
in Ermangelung anderer Therapiemöglichkeiten vo
rgeschlagen; ein positives Resultat wurde
nicht
in Aussicht gestellt. Auf eine
Massnahme mit bloss allfälligem (geringfügigen
)
therapeutische
n
Fortschritt
besteht jedoch kein Anspruch und
diese
kann nicht als namhafte Verbesserungsmöglic
hkeit bezeich
net werden (vgl. E.
1.2).
Die Einschätzung von Prof.
Dr.
H._
, wonach der medi
zinische Endzustand (spätestens) am
1.
Juni 2017 erreicht war, ist nach dem Ge
sagten nicht zu beanstanden.
4.4
Zur Einschätzung des zumutbaren Belastungs- und Arbeitsprofils orientierte sich Prof.
Dr.
H._
an den Ergebnissen des Aufenthaltes in der
Z._
.
Die angestammte Tätigkeit als Eisenleger hielten sowohl Prof.
Dr.
H._
als auch die Ärzte der
Z._
für nicht mehr zumutbar, was angesichts der Funktionseinschränkung an der rechten Hand
(
mässiggradig
ausgeprägte Belas
tungsintoleranz, geringe Bewegungseinschränkung mit Druckschmerz, vgl. E. 3.4)
und der Tatsache, dass es sich beim Beruf des Eisenlegers um eine schwere Tätig
keit handelt, nachvollziehbar ist.
Unter Berücksichtigung der Funktionsein
schrän
kung a
n der rechten Hand hielten die Ärzte der
Z._
den Beschwerdeführer
jedoch
für leichte bis mittelschwere Arbeiten ganztags arbeits
fähig. In Bezug auf d
ie rechte Hand dürf
t
e
n
dabei kein häufig wiederholter Kraft
einsatz, keine häufig wiederholten Drehbewegungen der Hand/des Unterarmes oder Bewegungen des Handgelenks und keine Tätigkeiten mit Schlägen oder Vibrationen
ausgeführt werden
(vgl. E. 3.3).
Prof.
Dr.
H._
stellte in der kreisärzt
lichen Abschlussuntersuchung eine
mässiggradig
ausgeprägte
Belastungsinto
leranz des rechten Handgelenks sowie eine geringe Bewegungseinschränkung mit Druckschmerz fest und hielt den Beschwerdeführer aufgrund dessen in leichten bis mittelschweren Tätigkeiten ohne repetitive Belastungen sowie Stoss- und Vibrationsbelastungen der oberen rechten Extremität für arbeitsfähig (vgl. E. 3.4).
Medizinische Unterlagen, welche diesem Belastbarkeitsprofil widersprechen
würden
, finden sich in den aufliegenden Akten nicht.
Der Beschwerdeführer bringt hingegen vor
, seine Tätigkeit im Rahmen der Arbeitsintegration habe gezeigt, dass er nicht in der Lage sei
,
die
geforderte Arbeit in einem 100%-
Pensum zu erbringen. Dem Schlussbericht der Arbeitsintegration (
Urk.
10) kann
dies
so
jedoch nicht entnommen werden. Darin wird ausgeführt, d
er Beschwerdeführer habe die Arbeitsintegration bis zum Schluss einwandfrei absolviert. Die leichte bis mittelschwere, wechselseitig belastende Demontagearbeit (Festplatten- und Laufwerkdemontage) habe der Beschwerdeführer gut ausführen können. Bei einer Steigerung des Kraftaufwandes und vermehrten Drehbewegungen der rechten Hand (Demontage von Laptops) sei es zu starken Schmerzen gekommen
,
weshalb
dieser Arbeitsversuch habe abgebrochen werden müssen (vgl.
Urk.
10 S.
2). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers bestätigt die Tätigkeit in der Arbeits
integration
damit
gerade das von der
Z._
und Prof.
Dr.
H._
formulierte Belastungsprofil. Während leichte bis mittelschwere Arbeit
en
noch möglich war
en
, führten erst erhöhter Krafteinsatz und Drehbewegungen – w
as
im Belastungsprofil ausgeschlossen w
ird
–
zu Schmerzen.
Ebensowenig
ist dem Abschlussbericht zu entnehmen, weshalb lediglich ein Pensum von 80 % zumutbar wäre; jedenfalls wurde kein erhöhtes Pausenbedürfnis oder eine vorzeitige Ermüdbarkeit aufgeführt
noch
sonstwie
auf die Notwendigkeit eines reduzierten Pensums hingewiesen
. Vor diesem Hintergrund gibt auch das von Prof.
Dr.
H._
respektive der
Z._
formulierte Belastungsprofil kein Anla
ss zur Beanstandung
. Während ihm seine angestammte Tätigkeit nicht mehr möglich ist, ist
dem Beschwerdeführer
e
ine leichte bis
mittelschwere Tätig
keit ganztäg
ig zumutbar, sofern die Einschränkungen der rechten Hand (kein häufig wiederholter Krafteinsatz, keine häufig wiederholten Drehbewegungen der Hand/des Unterarmes oder Bewegungen des Handgelenks und keine Tätigkeiten mit Schlägen oder Vibrationen) berücksichtigt werden.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, inwiefern sich die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätig
keit auf die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirkt.
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Inva
li
di
tät und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung ge
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
5.2
Die Beschwerdegegnerin legte dem Einkommensvergleich ein
Valideneinkommen
von Fr. 62'233.60 zugrunde (vgl.
Urk.
2 S. 11)
,
wozu sie
sich auf die Lohnangaben des früheren Arbeitgebers des Versicherten
stützte
(vgl.
Urk.
7/204,
7/231). Diese Berechnung wurde vom Beschwerdeführer zu Recht nicht
b
eanstandet. Für den Einkommensvergleich ist demnach auf ein
Valideneinko
mmen
von Fr. 62'233.60 abzustell
en.
5.3
Kann
–
wie hier
–
für die Bestimmung des Invalideneinkommens nicht auf die konkrete beruflich-erwerbliche Situation abgestellt werden, können nach der Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss der Schweizerischen Lohnstruk
turerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik oder die Suva-Dokumentationen von Arbeitsplätzen (DAP) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 126 V 75 E. 3b; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412).
5.3.1
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der
–
kumulativ
–
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik perio
disch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) oder die Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich existierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen Darstellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der LSE vom Bundesamt für Statistik regelmässig erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Ver
dienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaberinnen festgehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungskriterien basiert auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergonomische Funktions- und Leistungsprüfung). Die Suva entschloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invaliden
ein
kommen entsprechend den gerichtlichen Anforderungen so konkret wie möglich ermitteln zu können (BGE 139 V 592 E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinde
rungs
profil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der ver
sicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu erheben, damit sich die Suva im
Einspracheentscheid
damit auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu ge
nügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die Suva hat
diesfalls
im
Einspracheentscheid
die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des ange
ru
fenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen
Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzu
nehmen (BGE 139 V 592 E. 6.3 mit Hinweis).
Rechtsprechungsgemäss sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen
konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sach
gerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungs
mäs
sige Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönlichen und beruf
lichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hin
zu
weisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spann
breite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3 mit Hinweis).
5.3.2
Vorliegend stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die Dokumentation
von fünf Arbeitsplätzen (Urk. 7
/
232
)
. Der Beschwerdeführer lässt dagegen vortragen, dass mindestens drei dieser Arbeitsplätze nicht dem Belastungsprofil entsprechen würden (vgl.
Urk.
1 S. 7).
Sowei
t der Beschwerdeführer vorbringt
, Arbeitsplätze, welche keine Teilzeitarbeit ermöglichten
,
seien nicht zumutbar, ist er darauf hin
zuweisen, dass ihm
,
wie oben (E. 4.
4
) ausgeführt
,
eine ganztägige Arbeit und dem
nach eine Vollzeitstelle zumutbar ist.
Sowohl das Belastungsprofil
als auch seine Arbeit im Rahmen der Arbeitsintegration zeigen zudem auf, dass ein Ge
brauch der rechten Hand nicht ausgeschlossen ist, sondern lediglich keine erhöhte Belastung zulässt (vgl. E. 3.3 und
Urk.
10).
Der Arbeitsplatz mit DAP-Nr. 9640053
(
Urk.
7/232 S. 13-16)
bietet eine
sehr leicht
e Tätigkeit
; der Versicherte müsste lediglich einen Plastikdämpfer in eine Maschine einlegen und danach per Handdruck betätigen.
Diese Arbeit entspricht dem Belastungsprofil; ausserdem dürfte sie für den Beschwerdeführer, der im Rahmen der Arbeitsintegration auch zur Demontage von Festplatten
und Lauf
werken
in der Lage war (vgl.
Urk.
10 S. 2), ohne
W
eiteres möglich sein.
Dass es dem Beschwerdeführer an Deutschkenntnissen, welche für die Arbeit nach An
gabe des Arbeitgebers von Vorteil wären, mangelt, ändert nichts an der grund
sätzlichen Zumutbarkeit dieser Arbeit.
Am
Arbeitsplatz mit DAP-Nr. 6472 (
Urk.
7/232 S. 17-20) ist
eine
leicht
e
bis
(selten)
mittelschwer
e Tätigkeit
auszuführen
. Der Beschwerdeführer müsste Rohre mit einem
Gewicht von bis zu 5
kg (zumutbar wären 10-15 kg, vgl. E. 3.3) in einen Automaten legen und anschliessend den Startknopf betätigen.
Diese Arbeit entspricht damit ebenfalls dem Belastungsprofil.
Der Arbeitsplatz mit DAP-Nr. 2692 (
Urk.
7/232 S. 21-24) entspricht wiederum einer leichten bis
(selten)
mittelschweren Tätigkeit.
Auch hier müsste der Beschwerdeführer Gegenstände einlegen und anschliessend (per maschinellem Knopf
druck) diverse Arbeitsschritte auslösen und das Endprodukt schliesslich wieder entnehmen.
Dabei
ist nicht ersichtlich, dass ein Einsatz der rechten Hand ausserhalb des Rahmens des Belastungsprofils
erforderlich
wäre.
Am Arbeitsplatz mit DAP-Nr. 340381 (
Urk.
7/232 S. 25-28)
sind sehr leichte bis leichte Tätigkeiten zu verrichten. Der Beschwerdeführer hätte diverse Reini
gungs
arbeiten (Boden, Mobiliar und insb. Ausstellungsvitrinen) zu erledigen. Auch hier ist
die Notwendigkeit eines ausserordentlichen
Einsatz
es
der rechten Hand nicht ersichtlich.
Im Rahmen der
Arbeitsintegration
war es dem Beschwerdeführer auch problemlos möglich
,
PC-Komponenten
zu demontieren
(vgl.
Urk.
10 S. 2)
, wes
halb
die genannte
Reinigungsarbeit
ebenfalls
möglich und zumutbar erscheint
.
Der Arbeitsplatz mit DAP-Nr. 2997 (
Urk.
7/232 S.
29-32) entspricht wiederum einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit.
Auch hier hätte der Beschwerdeführer Reinigungsarbeiten zu verrichten, wobei lediglich eine Tätigkeit (Abfallsack 15
kg in den Container werfen) an
der Grenze des Zumutbaren liegt.
D
a diese Tätig
keit jedoch nur einmal täglich zu verrichten wäre und das Belastungsprofil
bloss
einen wiederholten Krafteinsatz
verbietet
, entspricht auch diese T
ätigkeit dem z
umut
baren Belastungsprofil.
Damit erweisen sich sämtliche Arbeitsplätze als
dem festgelegten Belastungsprofil (E. 4.2) entsprechen
d
. Die Beschwerdegegnerin ermittelte aufgrund der be
rücksich
tigten DAP-Angaben ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr.
64’974
.--. Dabei stellte sie auf fünf zumutbare Arbeitsplätze ab, gab die Gesamtzahl der in Anbetracht der Behinderung des Beschwerdeführers in Frage kommenden Arbeitsplätze, deren Höchst- und
Tiefstlohn
sowie d
en Durch
schnitts
lohn der dem Be
hinderungsprofil entsprechenden Gruppe an.
Wie oben
ausgeführt, ist ein leidensbedingter Abzug bei Anwendung der DAP-Methode nicht
angezeigt
.
Damit sind vorliegend sämtliche Voraussetzungen, die das Bundesge
richt an einen Einkommensvergleich gestü
tzt auf die DAP-Tabellen stellt
(vgl. BGE 139 V 592 E. 6.3 mit weiteren Hinweisen), erfüllt.
Mithin hat die Beschwer
de
gegnerin den Beweis für das zumut- und erzielbare
hypothetische Invalidenein
kommen rechtsprechungskonform und ausreichend erbracht.
5.4
Wird
das Invalideneinkommen von Fr. 64’974
.-- dem
Valideneinkommen
von
Fr. 62'233.60
gegenübergestellt, resultiert
keine
Erwerbseinbusse
und entspre
chend ein
Invaliditätsgrad
von 0 %
.
Dass die Beschwerdegegnerin einen An
spruch auf eine Invalidenrente mangels eines massgeblichen Invaliditätsgrades verneinte, erweist sich damit als korrekt.
6.
Dass die Beschwerdegegnerin auch
ein
en
Anspruch auf eine Integritätsent
schädigung
für nicht gegeben erachtete
, wird vom Beschwerdeführer im Rahmen des Beschwerdeverfahrens nicht
angefochten. Es sei hierzu jedoch angemerkt, dass Prof.
Dr.
H._
zum Schluss kam, die
Voraussetzungen für einen Integritäts
schaden seien weder funktionell noch bildgebend erfüllt (E. 3.4). Im Rahmen des
Einspracheverfahrens
nahm sodann
Dr.
med. I._
, Facharzt
für Chirurgie
,
zum Integritätsschaden Stellung (
Urk.
7/230). In seiner Einschätzung analysierte er die (Funktions-)Einschränkung der rechten Hand des Beschwerde
führers und verglich diese mit den Suva-Tabellen für Integritätsschäden, was einem ordnungsgemässen Verfahren entspricht. Da die Einschränkungen des Beschwerdeführers nicht das erforderliche Ausmass erreichten, um im Vergleich mit den massgeblichen Schäden aus den Suva-Tabellen mindestens einen Inte
gritätsschaden von 5 % zu bewirken, verneinte
Dr.
I._
nachvollziehbar
das Vorliegen einer entschädigungspflichtigen Integritätsschädigung.
7.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen erweist sich der angefochtene
Ein
spracheentscheid
vom 1
0.
Januar 2018 als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
8.
Das Verfahren ist nach Massgabe von Art. 61
lit
.
a ATSG kostenlos.