Decision ID: 0df12aff-3392-519f-9d22-a970d1540a7b
Year: 2020
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Der mazedonische Staatsangehörige A._ (Jg.1992) reiste am 30. März 2012 in die Schweiz ein und heiratete am 12. Mai 2012 eine  Staatsangehörige (Jg. 1976), die hier über eine  EU/EFTA verfügt. Gestützt auf die Ehe erhielt er eine  EU/EFTA mit Gültigkeitsdauer bis zum 14. Juli 2015. Im Juli 2014 lösten die Eheleute den gemeinsamen Haushalt auf. Hierauf  die Einwohnergemeinde (EG) Bern, Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF) am 3. Juli 2017 die Verlängerung der  von A._ und wies diesen unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg.
B.
Gegen diese Verfügung erhob A._ am 4. August 2017  bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM; heute: Sicherheitsdirektion des Kantons Bern [SID]). Diese wies die  am 15. März 2019 ab und setzte A._ eine Ausreisefrist bis zum 23. April 2019.
C.
Gegen den Entscheid der POM hat A._ am 17. April 2019  erhoben. Er beantragt, der angefochtene  sei aufzuheben und die Ausländerbehörde anzuweisen, die  zu verlängern.
Die POM und die EG Bern beantragen mit Vernehmlassung bzw.  vom 8. bzw. 20. Mai 2019 die Abweisung der Beschwerde.
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.01.2020, Nr. 100.2019.138U, Seite 3

Erwägungen:
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid  berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die  ist grundsätzlich einzutreten (Vorbehalt hinten E. 3.1).
1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).
2.
2.1 Dem Beschwerdeführer wurde der Aufenthalt in der Schweiz  gestützt auf die Ehe mit einer Slowakin bewilligt, welche hier freizügigkeitsrechtlich aufenthaltsberechtigt ist (vgl. Akten EG Bern 3B pag. 1 ff., 13 und 17 f.). Es ist unbestritten, dass die im Jahr 2012  Ehe jedenfalls im Zeitpunkt der Verfügung der Gemeinde (Juli 2017) definitiv gescheitert ist und dem Beschwerdeführer seither kein  nach dem Freizügigkeitsabkommen (FZA; SR 0.142.112.681) mehr zukommt. Der Beschwerdeführer macht jedoch geltend, ein freizügigkeitsrechtlicher Anspruch habe zumindest bei Ablauf der Gültigkeitsdauer seiner Aufenthaltsbewilligung im Juli 2015 (Akten EG Bern 3B pag. 18) noch bestanden, weshalb diese gestützt auf das  um weitere fünf Jahre hätte verlängert werden müssen (vgl. Beschwerde S. 3-5).
2.2 Nach Art. 3 Abs. 1 Anhang I FZA haben die Familienangehörigen einer Person, die Staatsangehörige einer Vertragspartei ist und ein  hat, das Recht, bei ihr Wohnung zu nehmen. Dabei handelt es sich um ein sog. abgeleitetes Aufenthaltsrecht. Es kommt neben anderen
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dem Ehegatten einer EU-Angehörigen ungeachtet seiner  zu (Art. 3 Abs. 2 Bst. a Anhang I FZA) und ermöglicht im Interesse einer wirksamen Freizügigkeit unter den Vertragsstaaten das gemeinsame Familienleben. Deshalb dauert das abgeleitete Aufenthaltsrecht nur so lange, als das originäre Aufenthaltsrecht des EU-Angehörigen besteht (BGE 144 II 1 E. 3.1, 137 II 1 E. 3.2, 130 II 113 E. 7 [Pra 93/2004 Nr. 171]). Nach der Rechtsprechung setzt dieses Recht grundsätzlich nur das formale Bestehen einer Ehe voraus, doch steht es unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs; fehlt der Wille zur Gemeinschaft und dient das  Eheband ausschliesslich dazu, die ausländerrechtlichen  zu umgehen, fällt der Anspruch dahin (BGE 144 II 1 E. 3.1, 139 II 393 E. 2.1, 130 II 113 E. 9 [Pra 93/2004 Nr. 171]). Abgesehen vom hier nicht in Betracht fallenden Verbleiberecht nach Art. 4 Anhang I FZA kennt das Freizügigkeitsrecht keine Rechtsansprüche von  Ehegatten, im Gastland zu verbleiben, wenn (u.a.) die  Ehe aufgelöst bzw. die Berufung darauf  ist. Die abgeleitete Bewilligung des Drittstaatsangehörigen kann in diesem Fall mangels Fortdauerns der Bewilligungsvoraussetzungen  auf Art. 23 Abs. 1 der Verordnung vom 22. Mai 2002 über die  des freien Personenverkehrs (VEP; SR 142.203) i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. d des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die  und Ausländer und über die Integration (AIG; SR 142.20; vor dem 1.1.2019: Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [, AuG]) widerrufen oder nicht (mehr) verlängert werden, da das FZA insoweit keine eigenen abweichenden Bestimmungen enthält (BGE 144 II 1 E. 3.1, 139 II 393 E. 2.1).
2.3 Der am 30. März 2012 in die Schweiz eingereiste Beschwerdeführer (geb. ... 1992) zog nach der Heirat im Mai 2012 in die 3 1⁄2-Zimmer- seiner 16 Jahre älteren Ehefrau und seines hier  Halbbruders ein; die Ehefrau und der Halbbruder hatten zuvor während mehrerer Jahre eine partnerschaftliche Beziehung geführt und waren 2010 gemeinsam in diese Wohnung eingezogen (Akten EG Bern 3B pag. 10 f., 18 und 26 sowie 3C pag. 24, 26 f. und 58-60; unbestrittene  im angefochtenen Entscheid E. 3a). Am 2. Juli 2014 meldete sich die Ehefrau in eine andere bernische Gemeinde ab, wo sie als offizi-
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elle neue Mietpartnerin in die Wohnung ihres Chefs einzog; am 1.  2016 zog sie mit diesem zusammen in eine neue Wohnung um (Akten EG Bern 3C pag. 15, 17, 68, 71 f.; unbestrittene Ausführungen im  Entscheid E. 3a). Wie die POM zu Recht festhält, ist vor diesem Hintergrund unglaubwürdig, dass die Ehefrau einzig aus beruflichen  bzw. wegen der engen räumlichen Wohnverhältnisse den Wohnort  haben soll, der Beschwerdeführer dagegen sein aktuelles Umfeld nicht verlieren wollte (vgl. Beschwerde S. 3; Akten EG Bern 3B pag. 75). Es bestehen keinerlei Anhaltspunkte, dass die Ehefrau nach Verlassen des gemeinsamen Haushalts weiterhin einen Ehewillen gehabt hätte. Ihr  ist in ihrem fremdenpolizeilichen Dossier vielmehr bereits per Ende November 2013 als «getrennt» registriert (vgl. Akten EG Bern 3C pag. 15). Sie war zudem offensichtlich nicht bereit, eine Bestätigung über den  ihres Ehewillens zuhanden der städtischen Ausländerbehörde . Wenn der Beschwerdeführer dazu durch seinen Rechtsvertreter im Rahmen der Gehörsgewährung ausführen liess, ihr Verhältnis sei « tatsächlich eher getrübt», lässt dies keine ernsthaften Zweifel daran aufkommen, dass der Beschwerdeführer sehr wohl längst wusste, dass die Ehe definitiv gescheitert war (Akten EG Bern 3B pag. 100-104): Er selber führt vor Verwaltungsgericht wie im ganzen Verfahren bloss aus, er und die Ehefrau hätten bis ca. Frühling 2016 weiterhin ein gutes Verhältnis ; dass sie weiterhin eine Paarbeziehung geführt hätten, macht er  nicht geltend (Beschwerde S. 3; Akten EG Bern 3B pag. 75). Er gab zudem im Verlängerungsgesuch Juli 2015 an, getrennt von seiner Ehefrau zu leben, und hat anlässlich seiner Verhaftung im Februar 2014 als «» einzig seinen Halbbruder (nicht die Ehefrau) informiert (Akten EG Bern 3B pag. 45 und 27). Auch wenn bis heute keine Ehescheidung  sei (Beschwerde S. 3), muss die Beziehung (wenn eine solche überhaupt je bestanden hat) bei diesen Gegebenheiten mit der Vorinstanz spätestens seit Juli 2014 als inhaltsleer gelten und ist die Berufung darauf seither rechtmissbräuchlich. Dem Beschwerdeführer kam folglich bereits 2015 (Zeitpunkt des Bewilligungsablaufs) kein freizügigkeitsrechtlicher  mehr zu. Ins Leere geht bei dieser Sachlage sein , die Ausländerbehörde habe unzulässigerweise die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verzögert, bis sich Umstände ergeben hätten, die eine Nichtverlängerung erlaubten (Beschwerde S. 5). Abgesehen davon
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hätte eine weitere, auf fünf Jahre ausgestellte Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA ab dem Jahr 2016, als die Ehe auch nach der Darstellung des Beschwerdeführers definitiv gescheitert war (Beschwerde S. 5), wegen Nichteinhaltens der damit verbundenen Bedingung widerrufen werden können (vgl. vorne E. 2.2).
2.4 Nach zutreffender Auffassung der Vorinstanz fällt nach Auflösung der Ehegemeinschaft mit einer EU/EFTA-Angehörigen grundsätzlich ein selbständiger Aufenthaltsanspruch des Beschwerdeführers gestützt auf die landesrechtlichen Bestimmungen zum sog. nachehelichen Härtefall in  (vorne E. 2.2), wiewohl die getrennt lebende Ehefrau nur eine  EU/EFTA und nicht eine Niederlassungsbewilligung  (BGE 144 II 1 E. 4.3-4.7). Der Anspruch auf Erteilung und  der Aufenthaltsbewilligung besteht nach gescheiterter Ehe  weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre  hat und eine erfolgreiche Integration vorliegt (Art. 50 Abs. 1 Bst. a AIG in der bis 31.12.2018 gültigen Fassung) oder wenn wichtige  Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AIG). Es ist nicht bekannt, ob die Ehefrau nach wie vor im Besitz einer gültigen Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA ist, was für einen Aufenthaltsanspruch des drittstaatsangehörigen Ehegatten vorausgesetzt wird (BGE 144 II 1 E. 4.7; letzte aktenkundige Verlängerung bis zum 5.12.2018 [Vorakten POM pag. 40]). Wie es sich damit verhält, kann mit Blick auf das Folgende aber offenbleiben.
3.
3.1 Die Vorinstanz hat einen Anspruch gestützt auf Art. 50 AIG verneint. Einerseits erreichte die Ehedauer ihres Erachtens keine drei Jahre;  vermochte sie keine wichtigen Gründe für den Verbleib des  in der Schweiz zu erkennen und beurteilte dessen Wiedereingliederungsmöglichkeit im Heimatland als intakt (angefochtener Entscheid E. 5). Der Beschwerdeführer wendet dagegen zwar ein, die Ehe habe mindestens vier Jahre gedauert, und er äussert gewisse Bedenken hinsichtlich der beruflichen Wiedereingliederung im Heimatland (Be-
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schwerde S. 4 und 7). Er setzt seine Ausführungen aber nicht in Bezug zu den gesetzlichen Anforderungen und lässt in seinen kurzen und  Vorbringen eine Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen  vermissen. Es erscheint daher fraglich, ob sich der  vor Verwaltungsgericht überhaupt noch auf ein Anwesenheitsrecht nach Art. 50 AIG beruft oder ob die Beschwerde insoweit rechtsgenüglich begründet ist. Dies kann jedoch mit Blick auf das Folgende dahingestellt bleiben.
3.2 Die Ehe des Beschwerdeführers wurde im Mai 2012 geschlossen und die Ehegemeinschaft ist spätestens Mitte 2014 definitiv gescheitert (vorne E. 2.3). Eine eheliche Gemeinschaft hat nur gut zwei Jahre . Ein Anwesenheitsanspruch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a AIG fällt somit ausser Betracht.
3.3 Ein nachehelicher Härtefall nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AIG liegt vor, wenn wichtige persönliche Gründe den weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen, insbesondere die soziale  im Heimatland stark gefährdet erscheint. Hier stehen keine familiären Gründe zur Diskussion, welche den weiteren Verbleib des  in der Schweiz erforderlich machen könnten; weder in den angeblichen Umständen der Trennung (vorne E. 2.3) noch in der  zum Halbbruder, bei dem er offenbar in Untermiete lebt (Akten EG Bern 3B pag. 157-160), liegen besondere Umstände, die einen wichtigen persönlichen Grund begründen können. Der Beschwerdeführer ist überdies nicht gut integriert, räumt ein, dass er verschiedentlich  geworden ist und Schulden generiert hat (Beschwerde S. 5; vgl. auch hinten E. 4.2). Hinsichtlich der Rückkehr ins Heimatland stellt er die  Feststellung nicht in Frage, dass er bis im Alter von 19 Jahren im Heimatland gelebt hat und mit den dortigen Gepflogenheiten nach wie vor vertraut ist. Er äussert einzig «gewisse Bedenken», ob auch in  auf seine eingeschränkte Belastbarkeit Rücksicht genommen würde, so dass er sich dort beruflich eine Existenz aufbauen könnte ( S. 7). Von einer stark gefährdeten Wiedereingliederung kann  hierauf allerdings keine Rede sein. Zwar war der Beschwerdeführer wegen eines Berufsunfalls im September 2013 (Quetschung der rechten
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Hand) über längere Zeit arbeitsunfähig und bezog deshalb bis im Juni 2015 Taggelder der SUVA von insgesamt Fr. 81'711.50 (Akten EG Bern 3B pag. 42 ff., 53 ff., 58). Er ist gemäss Einschätzung der SUVA aber  seit Ende Januar 2017 wieder zu 100 % arbeitsfähig, wenn auch mit gewissen Einschränkungen (insb. Heben von schweren Lasten nur bis 10 kg); sein Antrag auf eine IV-Rente wurde abgewiesen ( [BB] 3; Akten EG Bern 3B pag. 148 ff.; Beschwerde S. 5). Nach verschiedenen temporären Einsätzen im Jahr 2018 hat er im Januar 2019 eine unbefristete Vollzeitarbeitsstelle als Gerüstbauer aufgenommen, welche er offenbar bis heute ausübt (vgl. Vorakten POM, BB 5-7;  S. 6). Selbst wenn der Einsatz seiner rechten Hand in gewissem Mass noch heute eingeschränkt wäre, ist unter diesen Umständen mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der ansonsten gesunde  Ende zwanzig in der Lage ist, auch im Heimatland einer  nachzugehen. Seine hier gesammelten Arbeitserfahrungen dürften ihm die Eingliederung erleichtern. Wohl trifft zu, dass die Lebensumstände und die wirtschaftliche Situation in Mazedonien schwieriger sind als in der Schweiz. Darin liegen freilich keinen spezifischen persönlichen Umstände, welche eine Ausreise als unzumutbar erschienen liessen, da hiervon die gesamte dort lebende Bevölkerung betroffen ist (vgl. BGE 139 II 393 E. 6; BGer 2C_515/2017 vom 22.11.2017 E. 3.2.2; BVR 2015 S. 487 nicht publ. E. 4.4.1 [VGE 2014/339 vom 23.3.2015, bestätigt durch BGer 2C_338/2015 und 2D_22/2015 vom 12.5.2015]).
3.4 Nach dem Erwogenen lassen sich keine Umstände ausmachen, welche je für sich allein oder zusammen betrachtet einen wichtigen Grund im Sinn von Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AIG abgeben könnten. Die Vorinstanz hat zu Recht erkannt, dass der Beschwerdeführer keinen  auf eine selbständige Aufenthaltsbewilligung hat.
4.
4.1 Fehlt es an einem Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz,  die zuständige Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die Bewilligungsverlängerung (Art. 3, Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AIG). Die
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Vorinstanz hat auch die Verweigerung der ermessensweisen Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung bestätigt (angefochtener Entscheid E. 6). Soweit der Beschwerdeführer dies überhaupt kritisiert (vgl. Beschwerde S. 5 f.), kann ihm nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz hat die massgebenden  und Interessen in Einklang mit der publizierten Praxis des  vollständig einbezogen und zutreffend gewichtet,  die Integration in der Schweiz und die  im Heimatland.
4.2 Insbesondere ist nicht rechtsfehlerhaft, wenn die Vorinstanz keine zwingenden wirtschaftlichen und arbeitsmarktlichen Gründe für eine  Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung sah: Der  war bis zu seinem Arbeitsunfall im September 2013  drei Monaten als Gerüstebauer tätig und nahm diese Tätigkeit nach temporären Einsätzen erst im Januar 2019 in einer Festanstellung wieder vollzeitlich auf (vgl. Akten EG Bern 3B pag. 58; vorne E. 3.3). Auch wenn der Beschwerdeführer in der Schweiz nie Sozialhilfe bezogen hat und um Rückzahlung seiner Schulden von rund Fr. 14'500.-- bemüht ist (Vorakten POM, Beilagen 3 und 4 zur Eingabe vom 21.12.2018; Akten EG Bern 3B pag. 173, 181 ff.; Beschwerde S. 6), durfte sie im Ergebnis zudem eine  beruflich-wirtschaftliche Integration verneinen, welche bei der  wesentlich für einen weiteren Verbleib in der Schweiz sprechen könnte. Der Beschwerdeführer kann sich insoweit nicht mit einer unfallbedingten körperlichen Einschränkung allein entlasten (vgl.  S. 6; vorne E. 3.3). Ebenfalls negativ veranschlagen durfte die Vorinstanz die wiederholte Straffälligkeit des Beschwerdeführers in teils sensiblen Bereichen (vgl. Urteile vom 14.11.2013, 19.2.2014 und 17.2.2015 betreffend Sachbeschädigung, Übertretung und Verstoss gegen das  sowie einfache Körperverletzung: zwei Geldstrafen und Bussen [Akten EG Bern 3B pag. 59 f.]). Die Respektierung der  ist zentraler Aspekt jeglicher Integration (Art. 77 Abs. 4 der  vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und  in der bis 31.12.2018 gültigen Fassung [VZAE; SR 142.201; AS 2007 S. 5497]; Art. 4 Bst. a der hier noch anwendbaren Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; AS 2007 S. 5551]; heute Art. 58a Bst. a AIG). Dass er soweit akten-
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kundig seit der letzten Verurteilung im Februar 2015 strafrechtlich nicht mehr in Erscheinung getreten ist (Beschwerde S. 6), musste die Vorinstanz nicht ausschlaggebend zu seinen Gunsten berücksichtigen: Straffreies  wird von der ausländischen Person allgemein erwartet und das  Wohlverhalten ist vor dem Hintergrund der drohenden  Entfernungsmassnahme zu relativieren (aus der neueren Rechtsprechung etwa BGer 2C_815/2018 vom 24.4.2019 E. 3.4, 2C_55/2018 vom 6.2.2019 E. 3.1.5). Enge familiäre oder gesellschaftliche Beziehungen stehen nicht auf dem Spiel und die Möglichkeit der  in Mazedonien durfte die Vorinstanz als intakt beurteilen (vgl. vorne E. 3.3).
4.3 Insgesamt ergeben sich keine Anhaltspunkte, dass die Vorinstanz das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hätte (vgl. zu den strengen  BVR 2015 S. 105 E. 2.2, 2013 S. 73 E. 3.3 f.).
5.
Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist , soweit darauf einzutreten ist (vorne E. 1.1 und 3.1). Das  beurteilt solche Rechtsmittel in Zweierbesetzung (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der  und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Da die Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue festzulegen (BVR 2019 S. 314 E. 7).
6.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende  kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).
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