Decision ID: 317c8256-4320-5086-bf56-0e0b668b747f
Year: 2016
Language: de
Court: BE_VG
Chamber: BE_VG_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: 

Sachverhalt:
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27.01.2016, Nr. 100.2014.354U, Seite 2
A.
A._ (geb. ... 1979), Staatsbürger der Türkei, reiste am 15. Dezember 1999 illegal in die Schweiz ein und ersuchte am folgenden Tag um Asyl, welches ihm am 1. Dezember 2000 unter Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft gewährt wurde. Nach einem Aufenthalt von fünf  wurde ihm die Niederlassungsbewilligung erteilt.
Am 19. November 2010 verurteilte das Obergericht des Kantons Bern A._ wegen vorsätzlicher Tötung und Fahrens in fahrunfähigem Zustand in zweiter Instanz zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren ( durch BGer 6B_177/2011 vom 11.8.2011). Gestützt hierauf widerrief das damalige Bundesamt für Migration (BFM; heute: Staatssekretariat für Migration [SEM]) am 8. Dezember 2011 das A._ gewährte Asyl. Per 23. August 2013 wurde A._ bedingt aus dem Strafvollzug entlassen. Die Probezeit wurde unter Anordnung von Bewährungshilfe dem Strafrest entsprechend auf zwei Jahre und acht Monate festgesetzt; sie dauert bis zum 23. April 2016.
Am 6. Juni 2013 erstattete das BFM auf Ersuchen der Einwohnergemeinde (EG) Bern, Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF), einen Bericht zur Zulässigkeit des Vollzugs einer allfälligen Wegweisung von A._. Mit Verfügung vom 11. Oktober 2013 widerrief die EG Bern seine Niederlassungsbewilligung, wies ihn aus der Schweiz weg und  an, er habe die Schweiz nach Strafende zu verlassen.
B.
Gegen diese Verfügung erhob A._ am 11. November 2013 Beschwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM).
Anfang 2014 verlegte A._ seinen Wohnsitz nach D._ (VD). Am 11. April 2014 heiratete er eine dort wohnhafte Landsfrau mit Niederlassungsbewilligung. Am ... 2014 kam eine gemeinsame Tochter zur Welt.
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Mit Entscheid vom 17. November 2014 wies die POM das Rechtsmittel ab, soweit sie darauf eintrat, und ordnete an, dass die Akten an das BFM , damit dieses «den Status des Beschwerdeführers flüchtlingsrechtlich neu bestimme und gegebenenfalls ein Verfahren auf vorläufige Aufnahme durchführe».
Am 19. November 2014 lehnte die zuständige Ausländerbehörde des  Waadt unter Bezugnahme auf den (angeblich rechtskräftigen)  der Stadt Bern einen Kantonswechsel bzw. die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an A._ ab.
C.
Gegen den Entscheid der POM hat A._ am 17. Dezember 2014 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit den folgenden Anträgen:
«1. Der Beschwerdeentscheid der Polizei- und Militärdirektion des  Bern vom 17. November 2014, mit welchem der von den EMF Bern verfügte Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz bestätigt wurde, sei aufzuheben.
2. Eventuell: Die durch den angefochtenen Entscheid bestätigte  des Beschwerdeführers aus der Schweiz sei aufzuheben.
3. Die Verfahrenskosten des Beschwerdeverfahrens vor der Polizei- und Militärdirektion in der Höhe von Fr. 1'400.-- sowie des  vor dem Verwaltungsgericht seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Eventualiter seien die vorinstanzlichen  dem Beschwerdeführer nur teilweise aufzuerlegen.
4. Die EMF seien zu verurteilen, dem Beschwerdeführer eine  für das Beschwerdeverfahren vor der  [...] und demjenigen vor dem Verwaltungsgericht [...] zu bezahlen. Eventualiter sei dem Beschwerdeführer [...] für das  Beschwerdeverfahren eine anteilsmässige  zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen.»
Gleichzeitig hat A._ um unentgeltliche Rechtspflege unter  eines amtlichen Anwalts ersucht. Als vorsorgliche Massnahme hat er Folgendes beantragt:
«Dem «Service de la population» des Kantons Waadt sei bezüglich der durch diesen erlassene Verfügung vom 19. November 2014 , dass der Entscheid der Fremdenpolizei der Stadt Bern vom 11. Oktober 2013 nicht rechtskräftig ist und dass gegenüber dem Be-
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schwerdeführer zurzeit aufgrund seines Flüchtlingsstatus keine  aus der Schweiz besteht.»
Mit Bezug auf das Gesuch um vorsorgliche Massnahme gab der  dem Service de la population des Kantons Waadt mit  vom 19. Dezember 2014 davon Kenntnis, dass «ein  betreffend den Entzug der Niederlassungsbewilligung hängig [sei] und wegen des Status als Flüchtling keine Ausreisefrist angeordnet [ sei]».
Die POM und die EG Bern beantragen mit Eingaben vom 20. bzw. 21. Januar 2015 je die Abweisung der Beschwerde. Zum Gesuch um  Rechtspflege haben sie keine Anträge gestellt.
Mit Zwischenverfügung vom 30. September 2015 hat die  von der Ergänzung der Strafakten und der Möglichkeit der Akteneinsicht Kenntnis gegeben, A._ gewisse Fragen gestellt und diesem die unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt bewilligt. A._ hat sich mit Eingabe vom 22. Oktober 2015 geäussert und weitere Unterlagen eingereicht. Die POM hat auf weitere Bemerkungen verzichtet (Eingabe vom 13.10.2015), die EG Bern hat sich nicht mehr vernehmen lassen.

Erwägungen:
1.
1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid  berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht  Beschwerde ist einzutreten.
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1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).
2.
2.1 Der Beschwerdeführer erhielt am 1. Dezember 2000 unter  der Flüchtlingseigenschaft im Sinn von Art. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonvention [FK]; SR 0.142.30) bzw. Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) in der Schweiz Asyl (Akten EG Bern pag. 130). Nach  Aufenthalt von fünf Jahren wurde ihm die  erteilt. Mit Urteil vom 19. November 2010 sprach das Obergericht des Kantons Bern den Beschwerdeführer der vorsätzlichen Tötung eines Landsmanns schuldig und verurteilte ihn, gestützt auch auf den in  erwachsenen erstinstanzlichen Schuldspruch wegen Fahrens in  Zustand, zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von acht Jahren (bestätigt durch BGer 6B_177/2011 vom 5.8.2011; Urteil Obergericht in Akten EG Bern pag. 44 ff., Strafregisterauszug pag. 118). Gestützt hierauf widerrief das BFM am 8. Dezember 2011 das Asyl des Beschwerdeführers, da er sich eine «besonders verwerfliche Handlung» im Sinn von Art. 63 Abs. 2 AsylG habe zuschulden kommen lassen und von Asylunwürdigkeit nach Art. 53 AsylG auszugehen sei. Von der Aberkennung der  des Beschwerdeführers (vgl. dazu Art. 63 Abs. 1 AsylG) sah es ab, weil sich dieser noch längere Zeit im Strafvollzug befinde und eine  der Gefährdungslage und der Flüchtlingseigenschaft erst auf den Zeitpunkt der Haftentlassung erfolgen könne (vgl. Akten EG Bern pag. 127 ff.). Gestützt auf den Bericht, den das BFM am 6. Juni 2013 im Verfahren betreffend den allfälligen Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz erstattet hatte, wonach weder das asyl- bzw. flüchtlingsrechtliche  (Art. 5 Abs. 2 AsylG bzw. Art. 33 Ziff. 2 FK) noch der Non- im Sinn von Art. 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) dem Vollzug seiner Wegweisung entgegenstehe (vgl. Akten EG Bern pag. 155 ff.), widerrief die EG Bern die  des Beschwerdeführers, wies diesen aus der Schweiz weg und
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ordnete an, er habe die Schweiz nach Strafende zu verlassen (vorne Bst. A; Akten EG Bern pag. 179 ff.). Die Vorinstanz bestätigte mit ihrem Rechtsmittelentscheid den Bewilligungswiderruf und die Wegweisung,  aber zusätzlich an, dass die Akten zur flüchtlingsrechtlichen  des Status des Beschwerdeführers und gegebenenfalls zur Durchführung eines Verfahrens auf vorläufige Aufnahme an das BFM gehen. Erwägungsweise hielt sie fest, dass unter diesen Umständen auf das Ansetzen einer «neuen Ausreisefrist» verzichtet werde (E. 7).
2.2 Dem Beschwerdeführer wurde zwar das Asyl widerrufen, nicht  die Flüchtlingseigenschaft aberkannt (E. 2.1 hiervor). Er hat also,  die Vorinstanz zu Recht ausgegangen ist, nach wie vor . Es kommen daher die Flüchtlingskonvention und das AsylG weiterhin zur Anwendung. Die kantonale Behörde, welche über den Widerruf der Niederlassungsbewilligung einer Person mit Flüchtlingsstatus entscheidet, muss daher in diesem Entscheid auch die flüchtlingsrechtlichen Aspekte in ihrer Gesamtbeurteilung berücksichtigen (vgl. BGE 139 II 65 E. 5.1 [Pra 102/2013 Nr. 43], 135 II 110 E. 2.2.1; BGer 2C_833/2011 vom 6.6.2012, E. 2.2). Dabei ist zu beachten, dass im ausländerrechtlichen Verfahren mit dem negativen Bewilligungsentscheid regelmässig gleichzeitig die  als Konsequenz der fehlenden Aufenthaltsberechtigung angeordnet wird sowie Betroffene zwecks Vollzugs der Wegweisung angehalten , die Schweiz auf einen bestimmten Zeitpunkt hin zu verlassen (Art. 64 und 64d des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die  und Ausländer [AuG; SR 142.20]). Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar, verfügt das SEM die  Aufnahme als Ersatzmassnahme für die Wegweisung (Art. 83 AuG). Die ausländerrechtliche Wegweisungsverfügung als solche kann beim  über die vorläufige Aufnahme nicht mehr in Frage gestellt werden; bereits die ausländerrechtliche Interessenabwägung beim  muss daher sämtliche wesentlichen Aspekte erfassen, welche die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs betreffen (BGE 135 II 110 E. 4.2 und BGer 2C_833/2011 vom 6.6.2012, E. 2.2 betreffend Flüchtlinge; vgl. auch BGE 139 II 65 E. 5.3 [Pra 102/2013 Nr. 43]; ebenso BVR 2013 S. 543 E. 4.1 m.w.H. betreffend ausländische Personen allgemein, die von Art. 83 Abs. 7 Bst. a und b AuG erfasst sind). Die kantonale Behörde, welche über
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den Widerruf der Niederlassungsbewilligung entscheidet, kann zu allfälligen Wegweisungsvollzugshindernissen eine Stellungnahme beim SEM  (vgl. Art. 43 Abs. 2 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [Asylverordnung 1, AsylV 1; SR 142.311]; BGE 139 II 65 E. 4.2 [Pra 102/2013 Nr. 43]).
2.3 Die Wegweisung von Flüchtlingen gemäss Art. 65 AsylG richtet sich – vorbehältlich des asyl- bzw. flüchtlingsrechtlichen sowie des  Rückschiebeverbots bzw. Non-Refoulement-Gebots – nach Art. 64 i.V.m. Art. 63 Abs. 1 Bst. b und Art. 68 AuG. Art. 65 AsylG lässt  den Widerruf der Niederlassungsbewilligung eines Flüchtlings (vgl. Art. 60 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 34 Abs. 1 AuG) und dessen Wegweisung aus der Schweiz nach Art. 64 Abs. 1 Bst. c AuG einzig unter der  zu, dass dieser in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche  und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet (Art. 63 Abs. 1 Bst. b AuG; BGE 139 II 65 E. 5.1 [Pra 102/2013 Nr. 43]). Diesfalls liegt zugleich ein Asylausschlussgrund nach Art. 53 AsylG vor (vgl. auch Art. 63 Abs. 2 AsylG; Botschaft des Bundesrats zur Totalrevision des Asylgesetzes sowie zur Änderung des Bundesgesetzes über  und Niederlassung der Ausländer [nachfolgend: Botschaft AsylG], in BBl 1996 II 1, 71 ff., insb. 72 und 76; s. auch BVGE 2011/10 E. 6 S. 131 f. und Cesla Amarelle, in Amarelle/Nguyen [Hrsg.], Code annoté de droit des migrations, vol. IV, Loi sur l’asil, 2015, S. 419). Flüchtlinge ohne Asyl, die sich in der Schweiz aufhalten, werden gemäss Art. 44 und 45 Abs. 1 Bst. e AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 8 AuG vorläufig aufgenommen (BVGE 2011/10 E. 7; Cesla Amarelle, a.a.O., S. 424). Auf diese Weise wird ihnen anstelle des unzulässigen Wegweisungsvollzugs subsidiärer, vorläufiger Schutz in Form dieser Ersatzmassnahme gewährt (ausdrücklich betreffend Asylunwürdigkeit Botschaft AsylG, a.a.O., S. 72; vgl. allgemein auch BGer 2D_3/2012 vom 2.8.2012, E. 3.2; Peter Bolzli, in Spescha et al. [Hrsg.], Migrationsrecht, 4. Aufl. 2015, Art. 83 AuG N. 26; s. auch BGE 135 II 110 E. 2.2.1 am Schluss).
2.4 Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung sind im Übrigen nur zulässig, wenn sie aufgrund der im Einzelfall vorzuneh-
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menden Interessenabwägung als verhältnismässig erscheinen (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AuG; BGE 139 II 65 E. 5.3 [Pra 102/2013 Nr. 43], 135 II 110 E. 4.2; allgemein BVR 2013 S. 543 E. 4.1). Die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs eines Flüchtlings deckt sich insoweit mit der Interessenabwägung nach Art. 96 Abs. 1 AuG (BGE 139 II 65 E. 5.3 [Pra 102/2013 Nr. 43]; BGer 2C_833/2011 vom 6.6.2012, E. 2.2). Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall. In Hinblick auf das  Interesse an der ausländerrechtlichen Massnahme sind namentlich die Schwere des Verschuldens, das Verhalten gegenüber der öffentlichen  und Sicherheit im Allgemeinen sowie die Rückfallgefahr in die  einzubeziehen. Mit Blick auf die privaten Interessen am Verbleib der betroffenen Person in der Schweiz sind insbesondere die Dauer der  Anwesenheit bzw. die Integration, die Nachteile, die der betroffenen Person und ihrer Familie mit der ausländerrechtlichen Massnahme drohen (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1, 135 II 377 E. 4.3 und 4.5, 135 II 110 E. 2.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 E. 5.1, 2008 S. 193 E. 2.2 und 5.1) sowie Umstände zu würdigen, welche die Rückkehr ins Heimatland im Sinn von Art. 83 Abs. 4 AuG als unzumutbar erscheinen lassen können ( Gefährdung im Heimat- oder Herkunftsstaat in Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage), weiter die vorgebrachte, in der Türkei allenfalls drohende Blutrache (vgl. BVR 2013 S. 543 E. 4.1 und 5.3.3 f.). Wird durch die Entfernungsmassnahme die  Pflege familiärer Beziehungen im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. des inhaltlich deckungsgleichen Art. 13 Abs. 1 BV beeinträchtigt – hier steht die gelebte Beziehung des Beschwerdeführers zu seiner Ehefrau und der gemeinsamen Tochter auf dem Spiel –, bilden Grundlage dieser  Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV (vgl. etwa BGE 139 I 31 E. 2.3.3 mit Hinweisen auf die EGMR-Kasuistik, 137 I 247 E. 4.1, 135 I 143 E 1.3.1, 134 II 1 E. 2.2, 134 II 10 E. 4.1 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 E. 5.1, 2008 S. 193 E. 5.3). In diese Beurteilung sind ausserdem die nach dem Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107) zu  Interessen der Tochter des Beschwerdeführers  (BGE 135 I 153 E. 2.2.2 mit Hinweisen; BVR 2013 S. 543 E. 4.1).
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2.5 Schliesslich darf der Wegweisungsvollzug nicht unzulässig sein. Unzulässig im Sinn von Art. 83 Abs. 3 AuG ist dieser namentlich dann, wenn er das asyl- bzw. flüchtlingsrechtliche oder menschenrechtliche Rückschiebeverbot bzw. Non-Refoulement-Gebot verletzen würde (Art. 65 i.V.m. Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Ziff. 1 FK, Art. 3 EMRK; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 und 3 BV; BGE 139 II 65 E. 5.4 [Pra 102/2013 Nr. 43]). Das  Rückschiebeverbot besagt, dass kein Flüchtling in  Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden darf, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit wegen seiner Rasse, Religion, , Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Anschauung gefährdet ist oder in dem er Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG bzw. Art. 33 Ziff. 1 FK). Dieses Rückschiebeverbot entfällt (im  zu jenem nach Art. 3 EMRK), wenn erhebliche Gründe für die  vorliegen, dass die betroffene Person die Sicherheit der Schweiz gefährdet, oder wenn sie als gemeingefährlich einzustufen ist, weil sie  eines besonders schweren Verbrechens oder Vergehens rechtskräftig verurteilt worden ist (Art. 5 Abs. 2 AsylG bzw. Art. 33 Ziff. 2 FK). Die  des Rückschiebeschutzes setzt zusätzlich zur Verurteilung wegen eines besonders schweren Verbrechens oder Vergehens voraus, dass der Täter oder die Täterin für die Allgemeinheit des Zufluchtsstaats eine Gefahr bildet, d.h. es muss eine konkrete Wiederholungsgefahr bestehen (BGE 139 II 65 E. 5.4 [Pra 102/2013 Nr. 43], 135 II 110 E. 2.2.2).
3.
Strittig ist, ob die Vorinstanz den gegenüber dem Beschwerdeführer  Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung zu Recht bestätigt hat.
3.1 Der Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 Bst. b AuG (vorne E. 2.3) ist nach der Rechtsprechung jedenfalls dann erfüllt, wenn die ausländische Person besonders hochwertige Rechtsgüter wie namentlich die körperliche, psychische oder sexuelle Integrität eines Menschen verletzt oder gefährdet hat (vgl. BGE 137 II 297 E. 3.2 f.; BGer 2C_1152/2014 vom 14.9.2015,
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E. 3.2; s. auch BGE 139 I 16 E. 2.1, 139 I 31 E. 2.1; BGer 2D_37/2014 vom 9.2.2015, E. 2.2). Als schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche  gilt nebst anderen Delikten die versuchte vorsätzliche Tötung (BGE 139 II 65 E. 5.2 [Pra 102/2013 Nr. 43] betreffend Flüchtling mit Hinweis auf BGer 2A.313/2005 vom 25.8.2005). – Der Beschwerdeführer bestreitet daher zu Recht nicht, dass er mit der rechtskräftigen Verurteilung vom 19. November 2010 wegen vollendeter vorsätzlicher Tötung sowie eines qualifizierten Strassenverkehrsdelikts zu einer Freiheitsstrafe von acht  (vorne E. 2.1) – zusätzlich zum Widerrufsgrund der längerfristigen  (Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Bst. b AuG; BGE 139 I 31 E. 2.1; BVR 2013 S. 543 E. 3.1) – jenen nach Art. 65 AsylG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 Bst. b AuG gesetzt hat.
3.2 Der Beschwerdeführer hält die aufenthaltsbeendende Massnahme jedoch für unverhältnismässig. Er bringt hauptsächlich vor, der Entzug der ausländerrechtlichen Bewilligung unter Anordnung seiner Wegweisung aus der Schweiz dürfe nicht als verhältnismässig bezeichnet werden, weil es sonst auf einen «Ausschaffungsautomatismus» bei Tötungsdelikten  würde (Beschwerde S. 5, 14; Hauptbegehren). Zumindest aber hätte die Vorinstanz den Bewilligungswiderruf nicht mit der Wegweisung  dürfen; die Wegweisung sei dem SEM vorbehalten für den Fall, dass es ihm die Flüchtlingseigenschaft aberkenne (Beschwerde S. 15; ). – Die Vorinstanz beurteilt den Widerruf der  unter Wegweisung des Beschwerdeführers als verhältnismässig. Zwar greife mangels flüchtlingsrechtlich relevanter hinreichender konkreter Wiederholungsgefahr der Rückschiebeschutz nach Art. 5 Abs. 1 AsylG bzw. Art. 33 Ziff. 1 FK. Allerdings würden ernsthafte Anzeichen dafür , dass dem Beschwerdeführer heute die Flüchtlingseigenschaft  wäre; angesichts dieser «getrübten flüchtlingsrechtlichen » rechtfertige sich im Licht seiner schweren Straftat keine weitere ausländerrechtliche Regelung des Aufenthalts, sondern komme höchstens eine vorläufige Aufnahme in Frage, sollte das SEM den Flüchtlingsstatus wider Erwarten nicht aberkennen (angefochtener Entscheid E. 5b/bb S. 16 f.; Vernehmlassung).
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4.
Zunächst sind die für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung sprechenden öffentlichen Interessen zu bestimmen. Laut dem Beschwerdeführer ist die Massnahme durch kein öffentliches Interesse gedeckt, weil «lediglich das schwere Verschulden, [welches] auf dem  Delikt und dem Strafmass» beruhe, für eine solche Massnahme spreche (Beschwerde S. 11). Dem kann, wie nachfolgend aufzuzeigen ist, nicht gefolgt werden.
4.1 Zu würdigen sind vorab Art und Schwere der zur strittigen ausländerrechtlichen Massnahme Anlass gebenden Straftat sowie das damit verbundene Verschulden:
4.1.1 Die Schwere des Verschuldens bemisst sich regelmässig nach der Höhe der vom Strafgericht verhängten Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 97/2008 Nr. 87], 129 II 215 E. 3.1). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung sprechen Freiheitsstrafen ab 24 Monaten für ein schweres Verschulden, da diese Fälle bereits als so gravierend eingestuft werden, dass der vollständige Aufschub der Strafe nicht mehr in Frage kommt und mindestens ein Teil zwingend vollzogen werden muss. Auch aus  Sicht bedeutet eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr als 24 Monaten in jedem Fall einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die schweizerische Rechtsordnung (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.3 und 3.4, 135 II 377 E. 4.4, zur vorliegend infolge nicht mehr kurzer  zwar nicht anwendbaren sog. «Reneja-Praxis»; in Bezug auf die Beurteilung des Verschuldens sind die Erwägungen dennoch massgeblich).
4.1.2 Der Beschwerdeführer hat mit der am 24. April 2008 verübten  Tötung und der qualifizierten Widerhandlung gegen das  (Führen eines Fahrzeugs mit qualifizierter ) in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen (vgl. vorne E. 2.1 und 2.3); er wurde dafür zu  Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt. Wie die POM zutreffend  hat (E. 4a), hat er hiermit ein sehr schweres Verschulden auf sich
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geladen (entgegen Beschwerde S. 7 «schweres» Verschulden), beträgt doch das Strafmass das Vierfache der ausländerrechtlich massgeblichen Grenze für einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die  Rechtsordnung (vgl. vorne E. 3.1 und 4.1.1). Ins Gewicht fällt  das dieser Verurteilung zugrunde liegende Tötungsdelikt: Der  hat das unbewaffnete Opfer, einen türkischen  und Vater zweier mit der Mutter in der Türkei lebender Kleinkinder, ohne von diesem angegriffen worden zu sein, jedenfalls , mittels eines einzigen kräftigen und gezielten Messerstichs getötet (das Messer drang in voller Länge in den Brustkorb ein), nachdem dieser bestätigt hatte, dass er und die damalige Freundin des Beschwerdeführers eine Liebesbeziehung führten; die Freundin hatte dies dem  bereits zuvor eröffnet (vgl. Urteil Obergericht S. 1, 15 ff., 52 ff., 55 ff.). Der Beschwerdeführer macht zu Recht nicht mehr geltend, er habe die Tat – entgegen der Sachverhaltsfeststellung und Würdigung der  – in Notwehr begangen (vgl. Beschwerde S. 9). In dritter Instanz verwarf das Bundesgericht diese These (vgl. BGer 6B_177/2011 vom 5.8.2011, E. 4). Unter den gegebenen Umständen fiel auch klar ausser Betracht, die Tat privilegiert als Totschlag zu qualifizieren, zumal der  seit längerer Zeit wusste, dass die Freundin die Beziehung (sie waren nach türkischem Brauchtum verheiratet) mit ihm auflösen wollte (vgl. Urteil Obergericht S. 56). Die strafrichterlichen  und rechtlichen Würdigungen sind mithin auch im vorliegenden  Verfahren nicht in Frage zu stellen (vgl. BGE 124 II 103 E. 1c; BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer positiv anzurechnende Aspekte wurden bei der Strafzumessung bereits berücksichtigt (vgl. Urteil Obergericht S. 59). Im Licht der hinsichtlich  strengen ausländerrechtlichen Praxis darf und muss insgesamt von einem ausserordentlich schweren Verschulden des Beschwerdeführers ausgegangen werden; entsprechend ist auch das Interesse an der strittigen aufenthaltsbeendenden Massnahme als sehr bedeutend einzustufen (vgl. BGE 125 II 521 E. 4a/aa, 122 II 433 E. 2c; BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3). Im Übrigen gehören vorsätzliche Tötungsdelikte zu den Anlasstaten, die  Art. 121 Abs. 3 Bst. a BV zum Verlust aller Rechtsansprüche auf Aufenthalt in der Schweiz führen. Auch wenn diese Bestimmung nicht  anwendbar ist, ist den darin enthaltenen verfassungsrechtlichen
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Wertungen im Rahmen der Interessenabwägung insoweit Rechnung zu tragen, als dies zu keinem Widerspruch zu übergeordnetem Recht führt (BGE 139 I 31 E. 2.3.2; BGer 2C_551/2013 vom 24.2.2014, E. 2.3, 2C_844/2013 vom 6.3.2014, E. 5.6). Der Beschwerdeführer beging ein mit einer Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bedrohtes (Kapital-)Verbrechen (Art. 111 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 des Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0]), ein selbst unter den Anlasstaten von der Schweizer Rechtsordnung vergleichsweise scharf missbilligtes Delikt. Auch wenn kein «Ausschaffungsautomatismus» gilt, muss dies in die Interessenabwägung einfliessen.
4.2 Das Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen, namentlich wiederholte oder gar notorische Delinquenz, können dem sicherheitspolizeilichen Interesse, ausländische Personen aus der Schweiz wegzuweisen, zusätzliches Gewicht verleihen (vgl. BGE 137 II 297 E. 3.3; BVR 2013 S. 543 E. 4.3 m.w.H.). – Zwar hält die POM  fest (E. 4b), dass allein der Verurteilung vom 19. November 2010 eine Mehrfachdelinquenz zugrunde liegt; diese fällt jedoch nicht wesentlich zum Nachteil des Beschwerdeführers ins Gewicht, zumal er das qualifizierte Verkehrsdelikt laut dem Strafgericht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem «überaus emotionalen Geschehen» der vorsätzlichen Tötung  hat (vgl. Urteil Obergericht S. 60). Abgesehen davon sind keine  strafrechtlichen Verurteilungen aktenkundig (vgl. auch Akten EG Bern pag. 118). Auch wenn die vorsätzliche Tötung bereits für sich allein ein sehr hohes sicherheitspolitisches Interesse an der aufenthaltsbeendenden Massnahme begründet (vgl. E. 4.1.1 hiervor), ist der POM daher , dass das übrige Verhalten des Beschwerdeführers unter diesem Aspekt dem öffentlichen Interesse kein zusätzliches Gewicht verleiht.
4.3 Mit Blick auf die Zukunft ist die Rückfallgefahr zu beurteilen:
4.3.1 Aus fremdenpolizeilicher Sicht ist das Risiko eines Rückfalls umso weniger hinzunehmen, je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische Person verübt hat. Bei schweren Straftaten, unter anderem bei , muss, angesichts der von diesen Delikten ausgehenden potentiellen Gefahr für die Gesellschaft, ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes Rückfallrisiko nicht hingenommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1 und 139 I
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31 E. 2.3.2, 137 II 233 E. 5.2.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1). Der konkreten Prognose über das Wohlverhalten (und somit der Rückfallgefahr) sowie dem Resozialisierungsgedanken des Strafrechts ist zwar im Rahmen der umfassenden fremdenpolizeilichen Interessenabwägung ebenfalls  zu tragen; die beiden Umstände geben aber nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 E. 4.2, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87], 130 II 176 E. 4.2, 129 II 215 E. 3.2, 125 II 105 E. 2c mit Hinweisen).
4.3.2 Es ist grundsätzlich positiv zu werten, dass der Beschwerdeführer seit dem Tötungsdelikt im Jahr 2008 strafrechtlich nicht mehr in  getreten ist. Entgegen seiner Meinung hat die Vorinstanz im Licht der massgeblichen Rechtsprechung dieses Wohlverhalten aber zu Recht  vor dem Hintergrund des Strafverfahrens (rechtskräftiger Abschluss am 11.8.2011), des Strafvollzugs (bedingte Entlassung per 23.8.2013)  der noch bis am 23. April 2016 andauernden Probezeit (Akten EG Bern pag. 171), andererseits angesichts der drohenden Aufenthaltsbeendigung relativiert (vgl. Beschwerde S. 8; angefochtener Entscheid E. 4c). Klagloses Verhalten wird im Strafvollzug, in der Probezeit und ähnlichen Situationen allgemein erwartet und erlaubt kaum Rückschlüsse auf die Bewährung nach Ablauf dieser Zeitspannen (vgl. BGE 137 II 233 E. 5.2.2, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BGer 2C_655/2014 vom 10.11.2014, E. 3.2, 2C_768/2011 vom 4.5.2012, E. 4.3, 2A.605/2005 vom 28.2.2006, E. 2.5.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.3). Reue über die Tat, zeitweise Zahlungen an die Familie des Opfers (vgl. hinten E. 5.2.1) und allgemein gutes Verhalten im Strafvollzug, welcher teilweise in Form von «Electronic Monitoring»  werden konnte, sind anzuerkennen (vgl. Beschwerde S. 9;  Abteilung Straf- und Massnahmenvollzug vom 16.7.2012 und 14.1.2013, Akten EG Bern pag. 133 ff., 137 ff.). Diesen Umständen kommt im Licht des Gesagten aber kein entscheidendes Gewicht zu.
4.3.3 Die Lebensumstände des Beschwerdeführers haben sich seit der Tat insofern geändert, als er mit der Frau, deren Liebesbeziehung mit dem Tötungsopfer er nicht akzeptieren wollte, keinen Kontakt mehr hat. Seit April 2014 ist er mit einer hier niedergelassenen Landsfrau verheiratet, mit welcher er eine heute gut einjährige Tochter hat; die Ehefrau brachte eine Tochter aus früherer Ehe in die Ehe (vgl. hinten E. 5.3.4). Ein gutes Ehe-
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und Familienleben kann durchaus stabilisierend wirken und das  eines Mannes erhöhen (vgl. Beschwerde S. 8). Laut  Würdigung war das Delikt des Beschwerdeführers aber ein « emotionales Beziehungsdelikt»; den Tatentschluss hat er «spontan gefasst und kurzum gleichsam ‘in der Hitze des Gefechts’ ausgeführt» ( Obergericht S. 21, 53 f., 59). Wie für die Vorinstanz kann für das  unter diesen Umständen auch angesichts der familiären Entwicklung ein erneutes Gewaltdelikt aus persönlicher Betroffenheit nicht ausgeschlossen werden. Der Beschwerdeführer lebte schon vor der Tat in geordneten Verhältnissen. Auslöser seiner Tat waren Emotionen,  Ehre, Eifersucht und Jähzorn unter dem enthemmenden Einfluss von Alkohol (Urteil Obergericht S. 51, vgl. auch S. 45; vgl. auch Urteil des Kreisgerichts VIII Bern -Laupen vom 13.11.2009 [nachfolgend: Urteil ], act. 9A, S. 30: «die Aggressionen brachen bei [ihm] durch», S. 39: «Eifersucht, Wut und Aggression»). Dass der Beschwerdeführer, sollte er unter anderen Umständen in vergleichbar starke negative Emotionen , vor gewalttätigem Handeln gefeit sei, lässt sich nicht sagen. Eine  bleibt, selbst wenn er aus strafrechtlicher Sicht nicht , sondern gesund war, und auch nicht als «gemeingefährlich» oder «erhöht gefährlich» eingestuft werden musste (vgl. Beschwerde S. 7, 10; Akten EG Bern pag. 132). Es darf als Ausdruck seiner Haltung zum Delikt dabei durchaus einbezogen werden, dass er sich nicht freiwillig einer «» Therapie unterzogen hat und von einem eigentlichen Geständnis nicht gesprochen werden konnte (vgl. Akten EG Bern pag. 132; Urteil Kreisgericht S. 41 f., Urteil Obergericht S. 59). Die günstige , aufgrund welcher er unter Anordnung einer Bewährungshilfe bedingt aus dem Strafvollzug entlassen werden konnte, bedeutet  entgegen dem Beschwerdeführer mit Blick auf die (auch)  Zielsetzung des Strafvollzugs gemäss ständiger Rechtsprechung nicht, dass von ihm keine Gefahr im ausländerrechtlichen Sinn mehr  (BGE 137 II 233 E. 5.2.2). Wenn er der Vorinstanz unterstellt, sie masse sich an, die Einschätzung der Strafvollzugsbehörde durch ihre  zu ersetzen, geht dies daher an der Sache vorbei; die Vorinstanz hätte in diesem Punkt daher auch keine weiteren Abklärungen treffen  (vgl. Beschwerde S. 10 f.). Sie durfte nach dem Erwogenen vielmehr ohne Verletzung von Bundesrecht ein gewisses Rückfallrisiko bejahen,
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welches angesichts der Schwere des verübten Delikts nicht hinzunehmen ist. Dies gilt jedenfalls für die Gewichtung des öffentlichen Interesses an der strittigen ausländerrechtlichen Massnahme (vgl. zur Rückfallgefahr im Zusammenhang mit dem flüchtlingsrechtlichen Rückschiebeverbot E. 2.5 und 5.3.5). Abgesehen davon dürfen ausländerrechtlich auch  Aspekte mitberücksichtigt werden.
4.4 Die Vorinstanz ist somit zu Recht aufgrund des sehr schweren  sowie der nicht auszuschliessenden Rückfallgefahr von einem sehr erheblichen öffentlichen Interesse am Widerruf der  und der damit verbundenen Wegweisung des  aus der Schweiz ausgegangen (E. 4d).
5.
Hinsichtlich der privaten Interessen, welche der Entfernungsmassnahme entgegenstehen können, sind die Dauer der Anwesenheit und die  in der Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer und seiner Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen.
5.1 Je länger eine ausländische Person in der Schweiz anwesend war, desto strengere Anforderungen sind grundsätzlich an die Anordnung eines Widerrufs der Niederlassungsbewilligung zu stellen. Die Aufenthaltsdauer ist insofern zu relativieren, als die Jahre, welche Ausländerinnen und  in der Illegalität, im Strafvollzug oder aufgrund einer vorläufigen  verbracht haben, für die Interessenabwägung nicht ausschlaggebend sein können (BGE 137 II 1 E. 4.3, 134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]; BVR 2011 S. 193 E. 6.2.2). Zu berücksichtigen ist auch, in welchem Alter die ausländische Person in die Schweiz eingereist ist. Selbst bei  oder Ausländern, die ihr ganzes bisheriges Leben hier verbracht haben, ist der Widerruf der Niederlassungsbewilligung aber nicht  (BGE 135 II 110 E. 2.1, 125 II 521 E. 2b; BVR 2013 S. 543 E. 5.1; vgl. auch Art. 63 Abs. 2 AuG). – Der heute 36-jährige  ist Ende 1999 im Alter von knapp 21 Jahren in die Schweiz  (vgl. Akten EG Bern pag. 113). Die prägenden Abschnitte seiner Kind-
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heit und Adoleszenz verbrachte er in der Türkei, dort wurde er sozialisiert. Zu Recht kritisiert er nicht, dass die Vorinstanz bei der Würdigung der Dauer seines Aufenthalts in der Schweiz die Zeit, welche er in Unfreiheit verbracht hat (angefochtener Entscheid E. 5a; Inhaftierung unmittelbar nach der am 24.5.2008 begangenen Tat; 397 Tage Untersuchungshaft; Beginn vorzeitiger Strafvollzug am 26.5.2009; bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug am 23.8.2013 [vgl. Akten EG Bern pag. 125 f. und 139]) oder kraft aufschiebender Wirkung der gegen den Widerruf der  ergriffenen Rechtsmittel hier verbringt, nicht massgebend in Anschlag gebracht hat. Die Aufenthaltsdauer von gut neun Jahren, die der Beschwerdeführer bis zum Tötungsdelikt im Frühjahr 2008 in der Schweiz verlebt hat, ist nicht besonders lang, kann aber nicht mehr als kurz bezeichnet werden.
5.2 Zur Integration des Beschwerdeführers ist Folgendes zu erwägen:
5.2.1 Er hatte in der Schweiz zunächst ein Vorpraktikum für ein ...- Studium absolviert und anschliessend als Gemüsehändler, Taxichauffeur sowie in einer Autowerkstatt gearbeitet; bis zu seiner Verhaftung im April 2008 war er in einem Restaurant, das seine damalige Freundin in  hatte, als Geschäftsführer tätig (vgl. Urteil Obergericht S. 15 f., 36; Akten EG Bern pag. 126). Am 1. September 2012 nahm er (ungefähr  mit dem Wechsel auf die Progressionsstufe des Arbeitsexternats) bei einer Take-Away und B._ GmbH in ... die Tätigkeit als Küchenhilfe auf (Akten EG Bern pag. 149 und 173; vgl. auch pag. 139 f., 169); seit 1. Januar 2014 ist er im ...-Unternehmen seiner Schwester tätig (Beschwerdebeilage [BB] 10 zur Beschwerde an die POM; Schreiben  15.10.2014 [Akten POM pag. 45]). Er konnte damit soweit aktenkundig ohne Sozialhilfe auskommen (vgl. aber sogleich hiernach). Heute sorgt er offenbar auch für den Lebensunterhalt seiner Ehefrau und der gemeinsamen Tochter, so dass sich Erstere, wie er vorbringt, von der Sozialhilfe habe lösen können (vgl. Beschwerde S. 13), was freilich zur Folge hat, dass er die Genugtuungszahlungen von monatlich Fr. 100.--, welche er 2012/13 den Hinterbliebenen des Tötungsopfers überwies,  genügender finanzieller Mittel einstellte (Schreiben Bewährungshilfe vom 15.10.2014, Akten POM pag. 45). Wie die Vorinstanz nicht verkannt
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hat (E. 5a), ging der Beschwerdeführer mithin stets einer Arbeit nach. Sie hat aber hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Integration durchaus auch die Verschuldung berücksichtigen dürfen (vgl. Art. 31 Abs. 1 Bst. d der  vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und  [VZAE; SR 142.201]). Für die Zeit vor der Tat ist aktenkundig, dass er seinen Bedarf offenbar auch mit einem Privatkredit und Darlehen  und Bekannter decken musste (Gesamtsumme laut seiner Angabe im erstinstanzlichen Strafverfahren Fr. 78'000.-- [Urteil Kreisgericht S. 40]). Die per Oktober 2014 im Betreibungsregister verzeichneten Betreibungen im Gesamtbetrag von Fr. 19'514.20 beziehen sich auf Steuerschulden;  ist dem Beschwerdeführer zugutezuhalten, dass er Ende 2014 gestützt auf eine Abzahlungsbewilligung für einen Teilbetrag von Fr. 1'200.-- auf dem Gesamtausstand der Steuern pro 2013 (Fr. 3'668.55) monatliche Rückzahlungen im Betrag von Fr. 100.-- aufgenommen hat (vgl. BB 11 zur Beschwerde an die POM; BB 6 sowie 18 und 19 [act. 13A]). Weiter  waren per Oktober 2014 offene Verlustscheine in der Höhe von  Fr. 59'754.25 (Betreibungsregister des Betreibungsamts ...), welche laut dem Beschwerdeführer insbesondere die Kosten aus dem Strafverfahren betreffen. Zusätzlich besteht ein offener Verlustschein von Fr. 50'919.60 (Office des poursuites du district de ...), welcher die Regressforderung der Opferhilfe betrifft (vgl. BB 11 und 12 zur Beschwerde an die POM sowie act. 13).
5.2.2 Grundsätzlich positiv zu würdigen sind die guten Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers (vgl. etwa Urteil Obergericht S. 36), wenn solche nach mehrjährigem Aufenthalt auch erwartet werden können. In sozialer Hinsicht ist mit der Vorinstanz ein laut der Bewährungshilfe tragfähiges soziales Netz anzuerkennen (vgl. Akten EG Bern pag. 171; Akten POM pag. 44), unter anderem mit drei nach Angabe des Beschwerdeführers  Geschwistern, wenn die Akten auch deutlich machen, dass sich dieses Netz praktisch ausschliesslich aus Personen türkischer , darunter wohl vielen Verwandten, zusammensetzt (vgl.  Austrittsblatt der Anstalten Thorberg [Akten EG Bern pag. 141]; Verhältnisse am Arbeitsplatz bis zur Tat [Urteil Obergericht S. 15 f.];  2012-2014 und Arbeitgeberin seit 2014 [vgl. E. 5.3.1 hiervor];  der Ehefrau; Bekanntenkreis am neuen Wohnort in D._ [An-
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gabe Beschwerdeführer in Akten POM pag. 47]). Es blieb denn auch vor Verwaltungsgericht unwidersprochen, dass er keine anderen gefestigten Beziehungen substantiiert hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 5a). Damit ist mit Blick auf die Mitwirkungspflicht (Art. 20 Abs. 3 VRPG i.V.m. Art. 90 AuG) der Sachumstand als erwiesen zu betrachten, dass der  in der hiesigen Gesellschaft und Kultur kaum verankert ist. Wie die Vorinstanz zutreffend anführt, spricht schliesslich jedenfalls die schwere Straftat des Beschwerdeführers im sensibelsten Bereich überhaupt (Delikte gegen Leib und Leben) gegen eine gelungene Eingliederung in die  Verhältnisse, stellt doch die Respektierung der rechtsstaatlichen , was der Beschwerdeführer in Frage zu stellen scheint (vgl.  S. 12), einen wichtigen Aspekt jeglicher Integration dar (Art. 4 Bst. a der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die Integration von  und Ausländern [VIntA; SR 142.205]).
5.2.3 Nach den Wertungen des Gesetzgebers kann demnach die  des Beschwerdeführers insgesamt nicht als gelungen bezeichnet . Blendet man das Tötungsdelikt aus, hat sich der Beschwerdeführer bestenfalls durchschnittlich integrieren können.
5.3 Zu würdigen sind weiter die dem Beschwerdeführer und seiner  durch die Entfernungsmassnahme drohenden Nachteile.
5.3.1 Hinsichtlich der Möglichkeit der Reintegration in der Türkei ist unter den konkreten Umständen zu Recht unbestritten geblieben, dass diese intakt ist (vgl. angefochtener Entscheid E. 5b/aa). Der Beschwerdeführer hat bis 21-jährig in seinem Heimatland gelebt und dort während insgesamt elf Jahren Schulen besucht (vgl. Urteil Kreisgericht S. 39). Nicht nur mit der Sprache, sondern auch mit den gesellschaftlichen Gepflogenheiten seiner Heimat ist er nach wie vor vertraut, zumal er hauptsächlich unter  verkehrt (vgl. vorne E. 5.2.2) und zudem seit April 2014 mit einer Landsfrau verheiratet ist (vgl. hinten E. 5.3.4). In der Türkei leben weiter nach wie vor seine (betagten) Eltern; das Verhältnis zu ihnen bezeichnet der Beschwerdeführer als sehr gut (vgl. Beschwerde S. 16 an die POM; Urteil Kreisgericht S. 39 f.). Er kann damit bei einer Rückkehr an eine enge familiäre Verbundenheit anknüpfen. Als arbeitsfähiger gesunder Mann Mitte dreissig ist es ihm auch möglich, in der Türkei neue Kontakte zu knüpfen
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und einer Arbeit nachzugehen, wobei ihm seine in der Schweiz gewonnen Arbeitserfahrungen möglicherweise von Vorteil sind. Zwar sind die dortigen Lebensumstände und die wirtschaftliche Situation schwieriger als in der Schweiz. Darin liegen freilich keine spezifischen persönlichen Umstände, welche eine Ausreise als unzumutbar erscheinen liessen, zumal hiervon die gesamte dort lebende Bevölkerung betroffen ist (z.B. betreffend Kosovo BGer 2C_374/2013 vom 8.1.2014, E. 2.6 und VGE 2013/214 vom 29.4.2014, E. 5.4.1, bestätigt durch BGer 2C_540/2014 vom 10.6.2014; vgl. betreffend die Türkei auch BGer 2C_1174/2013 vom 8.12.2014, E. 3.3). Es stehen damit seiner sozialen sowie beruflich-wirtschaftlichen Integration im Heimatland keine unüberwindbaren Hindernisse entgegen.
5.3.2 Die Vorinstanz hat die Rückkehrmöglichkeit des Beschwerdeführers auch mit Blick auf die im vorinstanzlichen Verfahren noch vorgebrachte angeblich drohende Blutrache und die allgemeine Sicherheitslage in der Türkei eingehend gewürdigt. Sie gelangte dabei zum Schluss, dass diese Umstände die Rückkehr nicht unzumutbar machen (E. 5b/cc und dd). Der Beschwerdeführer bestreitet weder die den entsprechenden Erwägungen zugrunde gelegten sachverhaltlichen Feststellungen oder Annahmen noch die rechtliche Würdigung; namentlich hat er vor Verwaltungsgericht  nähere konkrete Anhaltspunkte vorgebracht, welche eine allfällige  durch eine Vergeltungstat im Sinn der Hinweise der Vorinstanz entscheidend verdichten könnten (vgl. E. 5b/cc S. 17), wiewohl ihm  eine recht weitgehende Mitwirkungspflicht obliegt (Art. 90 AuG und dazu etwa BGE 138 II 229 E. 3.2.3; BVR 2010 S. 541 E. 4.2.3). Er tut  bezüglich genannter Umstände nicht in vertretbarer Weise dar,  ihm die Rückkehr in die Türkei unzumutbar sein könnte oder ihm dort gar eine konkrete Gefahr im Sinn der Rechtsprechung zu Art. 2 oder Art. 3 EMRK und Art. 10 Abs. 3 BV drohen würde («real risk»; vgl. dazu  die Türkei EGMR 65692/12 vom 14.7.2015, Tatar gegen Schweiz, Ziff. 51; zum flüchtlingsrechtlichen Rückschiebeverbot siehe hinten E. 5.3.5).
5.3.3 Das soeben Gesagte gilt umso mehr im Licht der Stellungnahme des BFM vom 6. Juni 2013 (Akten EG Bern pag. 156 ff.), worin dieses  hat, dass dem Beschwerdeführer wegen seiner strafrechtlichen
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Verurteilung vom 19. November 2010 im Heimatland keine unmenschliche Behandlung im Sinn von Art. 3 EMRK droht (S. 4). Weiter herrscht in der Türkei, wo sich die Menschenrechtssituation in den letzten Jahren  verbessert hat, derzeit weder Krieg noch eine landesweite Situation allgemeiner Gewalt (BVGer E-5358/2015 vom 2.12.2015, E. 10.3), weshalb nach wie vor entsprechend konstanter Praxis von der generellen  des Wegweisungsvollzugs auch für Kurden (Aleviten) auszugehen ist (vgl. BGE 139 II 65 E. 6.4 [Pra 102/2013 Nr. 43]; BGer 2C_403/2014 vom 17.11.2014, E. 6; BVGer D-7155/2014 vom 15.1.2015). Es kann bei dieser Sachlage auch angenommen werden, dass der Beschwerdeführer, läge eine Bedrohung durch Blutrache tatsächlich vor, bei den staatlichen  Behörden einen gewissen Schutz erlangen könnte. Zwar gelingt es keinem Staat, die absolute Sicherheit all seiner Bürgerinnen und Bürger jederzeit und überall zu garantieren. Ein gewisses Risiko bestünde für den Beschwerdeführer gegebenenfalls aber auch in der Schweiz, zumal keine objektiven Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine allfällige  für die Tötung im April 2008 nur in der Türkei droht und einer (illegalen) Einreise in die Schweiz zwecks Racheausübung keine  Hindernisse entgegenstehen (vgl. BGE 125 II 105 E. 3b; BVGer E-1073/2007 vom 27.12.2007, E. 4.2.2). Anzumerken bleibt, dass der  das allfällige Risiko einer Blutrache seinem eigenen  zuzuschreiben hat, weshalb die drohende Blutrache für sich allein von vornherein nicht zur Unverhältnismässigkeit der  führen könnte; jemand, der einen anderen Menschen vorsätzlich getötet hat, soll sich nicht auf die ihm drohende Blutrache als Argument für ein auf Dauer angelegtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz berufen  (BVR 2013 S. 543 E. 5.3.4; vgl. auch BGer 2A.427/2005 vom 3.1.2006, E. 2.5, 2A.509/2004 vom 21.9.2004, E. 2.2).
5.3.4 In familiärer Hinsicht sind von der strittigen Entfernungsmassnahme die Beziehung zu seiner hier niedergelassenen Ehefrau und zur  Tochter betroffen, beide türkische Staatsangehörige (BB 13 zur  an die POM). Die Vorinstanz ging grundsätzlich zu Recht davon aus, dass es ihnen zumutbar wäre, den Beschwerdeführer in die Türkei zu begleiten (E. 5b/aa), da die Ehefrau aus demselben Kulturkreis stammt, die Tochter als Kleinkind in anpassungsfähigem Alter ist und in jenem Verfah-
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ren nichts vorgebracht war, was die Rückkehr der Ehefrau in die Heimat als unzumutbar erscheinen lassen könnte, zumal sie im Zeitpunkt des  von der Verurteilung und dem hängigen ausländerrechtlichen Verfahren wissen musste. Bei dieser Sachlage ist das konventions- und verfassungsmässig geschützte Familienleben von vornherein nicht verletzt (vgl. etwa BGE 139 I 330 E. 2.1). Vor Verwaltungsgericht macht der  insoweit erstmals (und einzig) geltend, die Ehefrau habe eine ebenfalls hier niederlassungsberechtigte 9-jährige Tochter aus einer früheren Ehe, welche alle 14 Tage das Wochenende bei ihrem leiblichen Vater verbringe. Da dieser Kontakt tatsächlich gelebt werde, sei eine  in die Türkei auch für die Mutter und das gemeinsame Kind  (vgl. Beschwerde S. 8 f.; BB 5). – Die Ehefrau wurde 2010 von ihrem damaligen Mann, C._, geschieden. Gemäss genehmigter  wurden die elterliche Gewalt und Sorge (und damit das Aufenthaltsbestimmungsrecht; BGE 136 III 353 E. 3.2) über die Tochter ... (geb. ... 2006) ihr übertragen. Vorgesehen ist ein «freies und ausgedehntes» Besuchsrecht des Vaters («droit de visite libre et large»), falls sich die Eltern nicht verständigen können, ein Besuchsrecht im  Umfang (vgl. BB 3 S. 2). Dass tatsächlich ein übliches Besuchsrecht wahrgenommen wird, belegt der Beschwerdeführer nicht in einer Weise, wie es die ihm obliegende Mitwirkungspflicht verlangen würde (vgl. Art. 90 AuG und Praxishinweise vorne E. 5.3.2); auch offeriert er keine Beweise. Allerdings lebt C._ nach Angabe des Beschwerdeführers ebenfalls in D._ (vgl. act. 13), was eine gelebte Beziehung zwischen Vater und Tochter wahrscheinlich macht. Selbst wenn dieser Sachumstand als erstellt zu betrachten wäre, ist er allerdings nicht entscheiderheblich. Denn unter den gegebenen Umständen kann dahingestellt bleiben, ob ein durch C._ effektiv ausgeübtes Besuchsrecht die Ausreise in die Türkei für die Ehefrau und deren zwei Töchter unzumutbar machen könnte: Falls die Ehefrau mit dem gemeinsamen Kind und der Tochter aus früherer Ehe in der Schweiz verbleiben würde, wäre mit der Entfernungsmassnahme zwar eine erhebliche Beeinträchtigung des Familienlebens verbunden. Ein ausschlaggebendes Gewicht könnte diesem Umstand aber nicht  werden. Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt des Eheschlusses und der (früheren) Zeugung des gemeinsamen Kindes bereits rechtskräftig zur Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt, sein Asyl war widerrufen, das
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ausländerrechtliche Verfahren war hängig (vgl. vorne Bst. B). Er und seine Frau konnten daher nicht davon ausgehen, dass sie ihr Familienleben in der Schweiz würden leben können. Bei diesen Gegebenheiten fällt das private Interesse an der Fortsetzung des Familienlebens in der Schweiz nach ständiger Praxis nicht entscheidend ins Gewicht (vgl. BGE 139 I 31 E. 3.2, 139 I 145 E. 2.4 und 3.6, 120 Ib 6 E. 4c; BGer 2C_270/2013 vom 30.5.2013, E. 3.4, 2C_641/2013 vom 17.12.2013, E. 3.4.3). Abgesehen davon bliebe jedenfalls die Beziehung zwischen Mutter und Kindern , sollte die Ehefrau ihrem Mann nicht in die Heimat folgen, und die Kinder könnten unter den hiesigen Lebensbedingungen aufwachsen, die Tochter aus erster Ehe in der Nähe ihres leiblichen Vaters. Die familiären Beziehungen könnten die Eheleute in einem gewissen Rahmen auch über die Landesgrenzen hinweg erhalten und pflegen. Da die Ehefrau nicht  ist (Beschwerde S. 17; vgl. auch Zwischenverfügung vom 30.9.2015 betreffend Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, act. 10) und gestützt auf die vorgebrachte gelebte Beziehung zwischen der älteren (schulpflichtigen) Tochter und deren am selben Ort lebenden Vater mit dessen Unterstützung zu rechnen ist, liessen sich auch ausgedehnte  der Frau und der gemeinsamen kleinen Tochter in der Türkei realisieren, während derselben C._ seine Tochter betreut. Auch wenn namentlich für das gemeinsame Kleinkind bedauerlich wäre, wenn es ohne ständige Präsenz seines Vater aufwachsen müsste,  diese Beziehungen aus den erwähnten Gründen kein wesentliches privates Interesse am weiteren Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz.
5.3.5 Schliesslich begründet auch das flüchtlingsrechtliche  nicht die Unverhältnismässigkeit der strittigen Massnahme. Der  macht diesbezüglich geltend, die Vorinstanz habe , dass er als Flüchtling unter dem Rückschiebeschutz stehe; seine «Ausschaffung» in die Türkei sei daher nicht zulässig und die  im Ergebnis unverhältnismässig (vgl. Beschwerde S. 13 ff.). Das flüchtlingsrechtliche Rückschiebeverbot (Art. 5 Abs. 1 AsylG bzw. Art. 33 Ziff. 1 FK) entfällt, wenn eine Person mit Flüchtlingseigenschaft wegen eines besonders schweren Verbrechens oder Vergehens verurteilt worden ist und beim Täter oder bei der Täterin eine Gemeingefahr (sog.
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konkrete Wiederholungsgefahr) zu bejahen ist (vgl. Art. 5 Abs. 2 AsylG bzw. Art. 33 Ziff. 2 FK; vgl. auch vorne E. 2.5). Der Beschwerdeführer muss sich fraglos ein besonders schweres Verbrechen vorwerfen lassen (vorne E. 2.3 und 3.1). Ob in seinem Fall auch die spezifische  vorliegt, ist allerdings, wie sich aus dem Folgenden ergibt, nicht . Mit der Vorinstanz sind wesentliche Anhaltspunkte , wonach der Flüchtlingsstatus des Beschwerdeführers nicht mehr als gesichert gelten kann: Zunächst geht die Rechtsprechung, was die  Situation in der Türkei angeht, wie erwähnt konstant von der  Zumutbarkeit der Rückkehr aus (vorne E. 5.3.3 mit Nachweisen). Laut der Stellungnahme des BFM vom 6. Juni 2013 ist sodann ausdrücklich nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer, sei es mit Blick auf die Situation generell, sei es mit Blick auf seine persönlichen Umstände, bei einer Rückschaffung in die Türkei von einer unmenschlichen oder  Behandlung durch die dortigen Behörden im Sinn von Art. 3 EMRK bedroht wäre. Die Situation in der Türkei in Bezug auf Folter und Misshandlungen habe sich seit dessen Ausreise aus dem Heimatland im Jahr 1999 deutlich verbessert; schwere Folterfälle seien massiv  und es finde auch keine systematische Folter mehr statt (S. 4). Der Beschwerdeführer gelte bei den türkischen Behörden als  Person, gegen die auf den ersten Blick kein Verfolgungsinteresse bestehe. Im türkischen Kontext könne zwar eine Reflexverfolgung von  nicht ganz ausgeschlossen werden; eine solche  erreiche jedoch heute kaum mehr asylrelevante Intensität, weshalb der Beschwerdeführer auch mit Blick auf eine familiäre politische  hinsichtlich einer Rückkehr ins Heimatland keine asylrelevante  mehr geltend machen könne (S. 3). Schliesslich sei auch im Fall einer Kontrolle des Beschwerdeführers durch die türkischen Behörden am  nicht mit einer Gefährdung im Sinn von Art. 3 EMRK zu rechnen (S. 4). – Diesen Ausführungen zufolge wird das SEM dem  bei der anstehenden Neubeurteilung des Flüchtlingsstatus denselben mutmasslich aberkennen. Es deutet jedenfalls nichts darauf hin, dass der Beschwerdeführer nach einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung in der Schweiz wird verbleiben können (anders verhielt es sich in dem in BGE 135 II 110 beurteilten Fall). Hiergegen wendet der Beschwerdeführer selbst nichts ein. Er beruft sich zwar allgemein auf seinen Flüchtlingsstatus und
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das damit verbundene Rückschiebeverbot, widerspricht aber der  des BFM mit keinem Wort und führt auch nicht aus, weshalb ihm entgegen der gestützt darauf getroffenen Einschätzung der Vorinstanz der Flüchtlingsstatus nicht nach Art. 63 Abs. 1 Bst. b AsylG i.V.m. Art. 1 Bst. C Ziff. 5 FK aberkannt werden dürfte. Mit der Vorinstanz ist daher zu , dass die gegen den Beschwerdeführer angeordnete Wegweisung, wiewohl er derzeit (noch) Flüchtlingsstatus hat, voraussichtlich wird  werden können, weshalb die Unverhältnismässigkeit der  ausländerrechtlichen Massnahme auch mit Blick auf das asyl- bzw. flüchtlingsrechtliche Rückschiebeverbot zu verneinen ist (vgl. zum menschenrechtlichen Rückschiebeverbot vorne E. 5.3.2 f.).
5.4 Insgesamt sind die privaten Interessen am Verbleib des  in der Schweiz namentlich aufgrund der nicht mehr kurzen  sowie der auf dem Spiel stehenden familiären Beziehungen von einigem Gewicht; wie gesehen ist ihre Bedeutung aber teilweise  zu relativieren. Die Rückkehr ins Heimatland kann ihm zugemutet , auch mit Blick auf den Flüchtlingsstatus, über den er zurzeit noch .
6.
6.1 Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten  ergibt Folgendes: Der Beschwerdeführer wurde unter anderem wegen vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt, was ein ausserordentlich schweres Verschulden zum Ausdruck bringt. Eine Rückfallgefahr kann nicht ausgeschlossen und muss angesichts der Schwere des begangenen Gewaltdelikts nicht hingenommen werden. Es besteht damit ein sehr erhebliches öffentliches Interesse an der strittigen Massnahme. Auch wenn dem Beschwerdeführer darin beizupflichten ist, dass ein «Ausschaffungsautomatismus» unzulässig ist, ergibt sich der hohe Stellenwert des Schutzes des Lebens gegen deliktische Verletzung oder Gefährdung auch aus dem Konventions- und Verfassungsrecht (vgl. Art. 2 EMRK und Art. 121 Abs. 3 Bst. a BV). In der bundesgerichtlichen Praxis werden daher im Fall schwerer vorsätzlicher Gewaltdelikte aufent-
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haltsbeendende Massnahmen praktisch ausnahmslos bestätigt (vgl. BGer 2C_496/2013 vom 15.11.2013, E. 3.2 mit Praxisübersicht). Hier liegen keine besonderen Umstände vor, welche eine abweichende Beurteilung rechtfertigen könnten: Zwar fällt die Aufenthaltsdauer des  nicht mehr kurz aus, sie ist vergleichsweise aber auch nicht  lang; gesellschaftlich-kulturell ist der Beschwerdeführer von  türkischstämmigen Umfeld abgesehen kaum in der Schweiz verankert und unter Einbezug seiner beruflich-wirtschaflichen Situation hat er sich, blendet man sein Gewaltdelikt aus, höchstens durchschnittlich integrieren können. Die Rückkehr in die Türkei, mit der ihn nach wie vor Vieles , ist dem Beschwerdeführer unter allen massgebenden Gesichtspunkten zumutbar. Sollte ihm die Ehefrau mit dem gemeinsamen Kind und ihrer Tochter aus früherer Ehe nicht in die gemeinsame Heimat folgen, sind  zwar erhebliche Einschränkungen des Familienlebens verbunden. Diese gewichten allerdings nicht entscheidend, weil das Paar von Beginn weg nicht mit einem gemeinsamen Leben in der Schweiz rechnen durfte. Zudem können die familiären Kontakte in einem gewissen Rahmen auch über die Landesgrenzen hinweg und durch Besuchsaufenthalte in der  gepflegt werden. Schliesslich kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer wegen Unzumutbarkeit oder Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs ohnehin in der Schweiz wird bleiben können. Die Aufenthaltsbeendigung erweist sich mithin auch im Licht von Art. 8 EMRK, Art. 13 Abs. 1 BV bzw. der KRK sowie unter asyl- und  Gesichtspunkten als verhältnismässig.
6.2 Das Hauptbegehren des Beschwerdeführers erweist sich damit als unbegründet (Antrag 1, vorne Bst. C). Ebenso wenig kann nach dem  Erwogenen seinem Eventualantrag 2 auf Aufhebung der  stattgegeben werden: Die aufenthaltsbeendende Massnahme der EG Bern, bestätigt durch den angefochtenen Entscheid, hat auch die  zum Gegenstand (vgl. vorne E. 2.1). Diese (Teil-)Anordnung ist nicht rechtsfehlerhaft. Die Vorinstanz hält mit Vernehmlassung (welcher der  nicht widerspricht) zu Recht fest, dass der  die Wegweisung und den Wegweisungsvollzug vermengt.  ist die Wegweisung (Art. 64 Abs. 1 Bst. c AuG) sachlogisch Teil der angefochtenen aufenthaltsbeendenden Massnahme (vgl. BVR 2013
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S. 543, insb. E. 8 [bestätigt durch BGer 2C_136/2013 vom 30.10.2013]; VGE 2013/101 vom 14.3.2014 [bestätigt durch BGer 2C_387/2014 vom 3.3.2015]). Es widerspräche der Prozessökonomie, wenn die kantonalen Ausländerbehörden darüber im Anschluss an den Bewilligungswiderruf separat zu befinden hätten. Nichts Abweichendes gilt nach Art. 65 AsylG i.V.m. Art. 64 AuG im hier interessierenden flüchtlingsrechtlichen Kontext (vgl. zur kantonalen Zuständigkeit Art. 40 Abs. 1 i.V.m. Art. 34 AuG sowie BGE 139 II 65 E. 4); nicht einschlägig ist in diesem Zusammenhang Art. 44 AsylG. Eine andere Frage ist, ob die Wegweisung auch vollzogen werden kann. Dieser Entscheid ist dem SEM vorbehalten (vgl. E. 6.3 hiernach). Er setzt eine Wegweisung voraus (vgl. auch BVGE 2011/10 E. 7). Es trifft daher entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht zu, dass der angefochtene Entscheid an einem offensichtlichen Widerspruch leidet ( S. 15).
6.3 Zusammenfassend hat sich im Rahmen der Ermittlung, Gewichtung und Abwägung der massgeblichen Interessen ergeben, dass die  Massnahme verhältnismässig und der Vollzug der  im Fall des Beschwerdeführers namentlich nicht unzumutbar im Sinn von Art. 83 Abs. 4 AuG ist. Letzterer Aspekt ist im vorliegenden  Verfahren abschliessend beurteilt; eine vorläufige  gestützt auf diese Norm fällt ausser Betracht (vgl. vorne E. 2.4). Mit Blick auf den (im vorliegenden Verfahren nicht mehr substantiiert ) Einwand drohender Blutrache steht voraussichtlich auch keine Verletzung von Art. 2 oder 3 EMRK und damit auch nicht die Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs im Sinn von Art. 83 Abs. 3 AuG zur Diskussion (vgl. vorne E. 5.3.2 f.). Die Frage schliesslich, ob der Beschwerdeführer infolge des flüchtlingsrechtlichen Rückschiebeverbots als (asylunwürdiger) Flüchtling mutmasslich gleichwohl in der Schweiz wird verbleiben können, wurde in die ausländerrechtliche Interessenabwägung einbezogen und war zu verneinen, weil sich gestützt auf die Stellungnahme des Bundesamts ergibt, dass er im Fall der Rückkehr in die Türkei weder persönlich noch aufgrund der dortigen allgemeinen Lage in völkerrechtlich relevanter Weise gefährdet wäre und ihm daher die Flüchtlingseigenschaft voraussichtlich aberkannt wird. Der Bewilligungswiderruf unter Wegweisung aus der Schweiz erwies sich daher auch in diesem Licht als verhältnismässig.
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Letztlich bleibt es aber gestützt auf Art. 83 AuG Sache des SEM, anlässlich der Überprüfung der Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers und mit Blick auf die dann herrschende Menschenrechtslage in der Türkei  zu befinden, ob Wegweisungsvollzugshindernisse im Sinn von Art. 83 Abs. 3 AuG vorliegen. Im für den Beschwerdeführer günstigsten Fall führt dies im Licht der durchgeführten ausländerrechtlichen Interessenabwägung indes lediglich zur vorläufigen Aufnahme nach Art. 83 Abs. 3 und 8 AuG (vgl. dazu hinten E. 8). Die Beschwerde erweist sich demnach in der Sache als unbegründet.
7.
7.1 Im Kostenpunkt rügt der Beschwerdeführer, die Kosten seien zu Unrecht unter Annahme seines vollständigen Unterliegens verlegt worden. Die Beschwerde an die POM habe zumindest bewirkt, «dass festgestellt wurde, dass [er] aufgrund seines Flüchtlingsstatus zur Zeit nicht in die  ausgeschafft werden [könne] und dass konsequenterweise auch die von der verfügenden Behörde angesetzte Ausreisefrist auf den Zeitpunkt des Strafendes nicht mehr [existiere]». Insofern sei er mit seinen Anträgen teilweise durchgedrungen (Beschwerde S. 17).
7.2 Mit dem Hauptantrag ist der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren unterlegen (Bewilligungswiderruf und Wegweisung; E. 6 des angefochtenen Entscheids und Dispositiv-Ziff. 1). Auf seinen eventualiter gestellten Antrag, es sei dem zuständigen Bundesamt zumindest die  Aufnahme zu beantragen, ist die Vorinstanz dagegen, was der  im Übrigen nicht kritisiert, zu Recht nicht eingetreten (E. 1b und Dispositiv-Ziff. 1). Denn der Gesetzgeber hat den direkten Zugang der ausländischen Person zu diesem Verfahren bewusst ausgeschlossen und in Art. 83 Abs. 6 AuG festgelegt, dass nur die kantonale Behörde die  Aufnahme beim dafür ausschliesslich zuständigen Bundesamt  kann (vgl. BGE 137 II 305 E. 3.2; BVR 2013 S. 543 E. 7.1). Leitet die mit der Sache befasste kantonale Behörde eine Sache zwecks Prüfung der vorläufigen Aufnahme als Ersatzmassnahme für einen allenfalls  Wegweisungsvollzug (mit oder ohne dahingehende Vorbringen
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Betroffener, vgl. BVR 2013 S. 543 E. 7.1) an das SEM weiter, kann daher darin mangels Parteistellung von vornherein kein teilweises Obsiegen erblickt werden. Entsprechend werden dafür in der bernischen  weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten .
7.3 Der angefochtene Kostenentscheid ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden: Die kostenpflichtige Beschwerdeabweisung bezieht sich auf die ausländerrechtliche Anwesenheitsregelung (vgl. angefochtener  E. 6). Die Frage, ob das SEM mit der Neubestimmung des  des Beschwerdeführers zu befassen sei und damit, ob diesem subsidiärer Schutz in Form der vorläufigen Aufnahme zu gewähren sei, hat die Vorinstanz davon getrennt beurteilt (vgl. angefochtener Entscheid E. 7). Die Ausreisefrist steht allein im Zusammenhang mit dieser von Amtes  getroffenen behördlichen Vorkehr; die Sachmassnahme « und Wegweisung» wird davon nicht berührt. Auch wenn die  (möglicherweise irrtümlich) davon ausging, die Ausreisefrist sei bereits abgelaufen (vgl. E. 8 hiernach), rechtfertigt sich daher kein () Parteikostenersatz. Ebenso wenig besteht Anlass für eine Korrektur im angefochtenen Verfahrenskostenpunkt, da insoweit gar keine  erhoben wurden. Die Beschwerde (Anträge 3 und 4; vorne Bst. C) erweist sich daher auch im Kostenpunkt als unbegründet.
8.
Gestützt auf die Erkenntnisse im ausländerrechtlichen Verfahren (vorne E. 6) erscheint es folgerichtig, das sowohl für die Aberkennung der  als auch die Beurteilung der vorläufigen Aufnahme  SEM mit der Frage der Neubestimmung des Flüchtlingsstatus des Beschwerdeführers zu befassen und damit, ob diesem subsidiärer Schutz in Form der vorläufigen Aufnahme zu gewähren ist (vgl. vorne E. 3.4 und 6.3). Die Anordnung gemäss Dispositiv-Ziffer 2 des Entscheids der POM ist der Klarheit halber zu bestätigen.
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Zur Ausreisefrist ist Folgendes zu erwägen: Das MIP hat den  verpflichtet, die Schweiz auf das Strafende zu verlassen (vorne Bst. A). Das Strafende fällt auf den 23. April 2016 (Verfügung vom 22.7.2013 betreffend bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug, Akten EG Bern pag. 172). Die POM hat erwogen, dass unter den gegebenen  auf das Ansetzen einer «neuen Ausreisefrist» verzichtet werde (E. 7 des angefochtenen Entscheids). Im Anschluss daran ging auch der Abteilungspräsident davon aus, dass keine Ausreisefrist angeordnet  sei (vorne Bst. C). – Im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids war die angesetzte Ausreisefrist zwar noch längst nicht abgelaufen, weshalb sich die Frage der Ansetzung einer neuen Ausreisefrist an sich gar nicht stellte (gleich verhält es sich grundsätzlich im Urteilszeitpunkt). Die  ging allerdings vom Gegenteil aus und gestützt auf deren Annahme wurde im verwaltungsgerichtlichen Verfahren der Ausländerbehörde des Kantons Waadt kommuniziert, es sei keine Ausreisefrist angeordnet . Vor diesem Hintergrund besteht, zumal das SEM wie dargelegt mit der Sache befasst wird, kein Anlass, korrigierend einzugreifen (vgl. auch BVR 2013 S. 543 E. 8). Der Rechtssicherheit halber ist festzustellen, dass die vom MIP festgelegte konkrete Ausreisefrist als aufgehoben gilt.
9.
Der angefochtene Entscheid hält nach dem Erwogenen der Rechtskontrolle stand; die Beschwerde ist abzuweisen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdeführer als  unterliegend (vgl. vorne E. 7). Er ist damit an sich  und hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Er hat aber um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht, welche mit Zwischenverfügung vom 30. September 2015 bewilligt wurde (vorne Bst. C).
Die Kostennote des Rechtsvertreters vom 21. Oktober 2015 gibt im Licht von Art. 104 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 41 Abs. 3 des Kantonalen Anwaltsge-
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setzes vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11) und Art. 1 und 11 ff. der Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des  (PKV; BSG 168.811) zu keinen Bemerkungen Anlass. Entsprechend ist der tarifmässige Parteikostenersatz auf Fr. 2'875.--, zuzüglich Fr. 240.35 Auslagen und Fr. 249.20 MWSt (8 % von 3'115.35), insgesamt Fr. 3'364.55, festzusetzen. Die amtliche Entschädigung ist bei einem  Zeitaufwand von elfeinhalb Stunden gestützt auf Art. 112 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 42 KAG und Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) auf Fr. 2'300.-- (11,5 x 200.--) zuzüglich Fr. 240.35 Auslagen und Fr. 203.20 MWSt (8 % von Fr. 2'540.35), insgesamt Fr. 2'743.55, festzusetzen. Der Rechtsvertreter ist vorerst aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Der Beschwerdeführer ist gegenüber dem Kanton bzw. dem Rechtsvertreter zur Nachzahlung verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 42a Abs. 2 KAG und Art. 123 der  Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]).