Decision ID: 55b4b09c-21e6-4251-bae1-52af55b98694
Year: 2019
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Bundesanwaltschaft am 17. Mai 2018 A. im Verfahren SV.15.1462 als
beschuldigte Person einvernommen hat;
- A. anlässlich dieser Einvernahme [...] B. sowie weitere unbestimmte Ent-
scheidungsträger der FIFA wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung gemäss
Art. 158 StGB angezeigt hat;
- die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 4. September 2018 die Strafsa-
che gegen B. bzw. weitere Entscheidungsträger der FIFA nicht anhand nahm
(act. 2.1);
- gegen diese Nichtanhandnahmeverfügung A. mit Schreiben seines Anwalts
vom 23. Mai 2019 Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts erhoben hat (act. 1);
- mit Einschreiben vom 28. Mai 2019 der Rechtsvertreter von A. gestützt auf
Art. 383 Abs. 1 StPO zur Leistung eines Kostenvorschusses von
Fr. 2'000.-- bis 11. Juni 2019 aufgefordert wurde (act. 3); er sodann darauf
hingewiesen wurde, dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten
werde (Art. 383 Abs. 2 StPO);
- dieses Schreiben dem Beschwerdeführer am 31. Mai 2019 zugestellt worden
ist (act. 3A);
- innert Frist und bis dato weder der Kostenvorschuss geleistet noch ein Ge-
such um unentgeltliche Prozessführung gestellt wurde (act. 9).

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Bundesanwaltschaft die Be-
schwerde nach den Vorschriften der Art. 393 ff. StPO an die Beschwerde-
kammer des Bundesstrafgerichts zulässig ist (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322
Abs. 2 StPO und Art. 37 Abs. 1 StBOG);
- die Verfahrensleitung der Rechtsmittelinstanz die Privatklägerschaft ver-
pflichten kann, innert einer Frist für allfällige Kosten und Entschädigungen
Sicherheit zu leisten, wobei Art. 136 StPO vorbehalten bleibt (Art. 383
Abs. 1 StPO);
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- falls die Sicherheit nicht fristgerecht geleistet wird, die Rechtsmittelinstanz
auf das Rechtsmittel nicht eintritt (Art. 383 Abs. 2 StPO);
- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Betrag
spätestens am letzten Tag der Frist zu Gunsten der Behörde der Schweize-
rischen Post übergeben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz
belastet worden ist (Art. 91 Abs. 5 StPO);
- der Kostenvorschuss bis zum 11. Juni 2019 nicht eingegangen ist und der
Beschwerdeführer auch nicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege im Sinne von Art. 136 StPO ersucht hat;
- der Beschwerdeführer damit die ihm zur Leistung des Kostenvorschusses
anberaumte Frist unbenutzt verstreichen liess, weshalb auf die Beschwerde
androhungsgemäss nicht einzutreten ist;
- unter diesen Umständen nicht geprüft werden muss, ob die Beschwerde
überhaupt fristgerecht eingereicht worden ist;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Gerichtskos-
ten zu tragen haben (Art. 428 Abs. 1 StPO);
- die Gerichtsgebühr auf das reglementarische Minimum von Fr. 200.-- festzu-
setzen ist (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR).
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