Decision ID: ca4b6a52-e809-46ed-aa4b-800476e8f1aa
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1968,
war vom
3
0.
September 1996
bis zum 31. August 1999
als Account
Director
und Leiterin der
Direct
Marketing Units
bei der
Y._
AG
angestellt
(
Urk.
9/4). Am 13. September 2000 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine am 28. Oktober 1998 erlittene Halswirbelsäulen- (HWS-)Distorsion bei der Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/3).
Mit Verfügungen vom
3. September 2001
sprach die IV-Stelle der Versicherten
mit Wirkung
ab
dem
1. Oktober 1999 bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 74
%
eine ganze Rente
zu (Urk. 9/21). Im Rahmen zweier Revisionsverfahren wurde der Anspruch auf eine ganze Rente mit Mitteilungen vom 2
0.
Mai 2003 (
Urk.
9/28) und vom 2.
März 2009 (
Urk.
9/45) bestätigt.
1.2
Anlässlich eines weiteren, im Februar 2012 eingeleiteten Revisionsverfahrens ordnete die IV-Stelle im Januar 2013 eine Begutachtung beim Begut
achtungsinstitut Z._
an (
Urk.
9/60-61). Nachdem die Versicherte da
ge
gen Einwendungen erhoben und Zusatzfragen unterbreitet hatte (
Urk.
9/72 und
Urk.
9/74), erliess die IV-Stelle am 16. Juli 2013 eine Zwischenverfügung, worin sie an der Gutachterstelle
Z._
, den bereits bestimmten Gutachtern und ihren un
veränderten Gutachterfra
gen festhielt (Urk. 9/80). Die dagegen von der Versi
cher
ten am 1
6.
September 2013 erhobene Beschwerde (
Urk.
9/82) wies das Sozial
ver
sicherungsgericht mit Urteil IV.2013.00825 vom 1
6.
Dezember 2013 (
Urk.
9/84) ab. Das Bundesge
richt trat auf die dagegen am 1
4.
Februar 2014 erhobene Be
schwerde (
Urk.
9/85) mit Urteil 9C_142/2014 vom 1
3.
März 2014 (
Urk.
9/86) nicht ein.
Mit Eingaben vom 15. und 20. Oktober 2014 machte die Versicherte erneut Ein
wände gegen die Gutachterstelle
Z._
und die beteiligten Gutachter geltend (
Urk.
9/109-110).
Mit Schreiben vom
25. Februar 2015
wies die
IV-Stelle die Ver
sicherte
auf
die
Mitwirkungspflicht gemäss
Art.
43
Abs.
3
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
hin un
d stellte ihr in Aus
sicht, dass die Nichtteilnahme an der Begutachtung zur Einstellung oder Kür
zung der laufenden Rentenleistungen führen könne (Urk. 9/113). Gleich
entags teilte die IV-Stelle mit, dass bereits ein rechtskräftiges Urteil zur Begut
achtung durch das
Z._
vorliege, weshalb sie keine weitere Zwischenverfügung erlassen werde (Urk. 9/115). Am 1
3.
April 2015 erhob die Versicherte Beschwerde
(
Urk.
9/125) gegen die Mitteilung der IV-Stelle vom 25. Februar 2015 (
Urk.
9/115
). Mit Vorbescheid vom
6.
Mai 2015 stellte
die IV-Stelle die Aufhebung der Rente
in Aussicht (
Urk.
9/122). Mit Beschluss IV.2015.00405 vom 1
0.
Juni
2015 (
Urk.
9/138
) trat das Sozialversicherungsgericht auf die Beschwerde der Ver
si
cherten vom 1
3.
April 2015 (
Urk.
9/125) nicht ein. Auf die dagegen von der Versicherten am 2
6.
Juni 2015 erhobene Beschwerde (
Urk.
9/142) trat das Bundesgericht mit Urteil 9C_465/2015 vom 2
7.
August 2015 (
Urk.
9/160) nicht ein. Am
1.
Juni 2016 erstattete das
Z._
das von der IV-Stelle in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten (
Urk.
9/189). Nach durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
(Vorbescheid vom 1
6.
August 2016 [der den Vorbescheid vom
6.
Mai 2015 ersetzte],
Urk.
9/191, und Einwand vom 1
9.
September 2016,
Urk.
9/194) hob die IV-Stelle die Rente der Versicherten
gestützt auf die Schlussbestimmungen der
Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 18. März
2011
mit Verfügung vom
1.
Februar 2017 (
Urk.
2) mit Wirkung per 3
1.
März 2017 auf
.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
7.
März 2017 Beschwerde mit folgenden Anträgen (
Urk.
1/1 S. 2):
1.
Es sei die Verfügung aufzuheben und es sei der Versicherten eine ganze IV-Rente
auszurichten.
2.
Eventualiter sei ein umfassendes medizinisches Gutachten einzuholen.
3.
Es sei
Vormerk
davon zu neh
men, dass die
Z._
-Gutachter
Dr.
A._
,
Dr.
B._
,
Dr.
C._
,
Dr.
D._
und
E._
abgelehnt werden.
4.
Es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.
Mit Eingabe vom 3
0.
März 2017 (
Urk.
5) beantragte die Beschwerdeführerin,
dass
das polydis
ziplinäre Gutachten des
Z._
bei einer anderen Gutachterstelle vollum
fänglich zu wiederholen
sei
. Zudem reichte
sie
Beilagen zur Beschwerde nach (
Urk.
6/A-C und
Urk.
6/3-11). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwer
de
antwort vom 2
8.
April 2017 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8). Mit Ver
fü
gung vom
2.
Mai 2017 stellte das Gericht der Beschwerdeführerin die Be
schwer
deantwort zu. Gleichzeitig teilte es mit, dass es die Anordnung eines weiteren Schriftenwechsels nicht als erforderlich erachte. Den Parteien bleibe es jedoch unbenommen, sich nochmals zur Sache zu äussern und weitere sachbezogene Unterlagen einzureichen (
Urk.
10). Am 2
7.
Juni 2017 (
Urk.
11 und
Urk.
12/
a+b
, der Beschwerdegegnerin zugestellt am 29. Juni 2017, Urk. 13
),
6.
Juli 2017 (
Urk.
14-15
, der
Beschwerdegegnerin zugestellt am 10. Juli 2017, Urk. 16
) und 1
8.
Januar 2018 (Urk. 17 und Urk.
18/1-3) reichte die Beschwerdeführerin wei
tere Eingaben und Beilagen ein. Am 1
2.
Februar 2018 teilte die Beschwerde
gegnerin mit, dass sie auf eine Stellungnahme zur Eingabe der Beschwerde
füh
rerin vom 1
8.
J
anuar 2018 verzichte (
Urk.
20). Mit Verfügung vom
2
1.
August 2018 setzte das Gericht den Parteien Frist zur Stellungnahme im Hinblick auf eine allfällige Anwendung der Revisionsbes
timmun
g von
Art.
17 ATSG
oder
der Bestimmung zur
Wiedererwägung
von
Art.
53
Abs.
2 ATSG
im Sinne einer s
ubstituierte
n
Begründung der angefochtenen Verfügung
an (
Urk.
22
). Die Beschwerde
gegnerin teilte am 2
8.
August 2018 mit, dass sie an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde festhalte und auf das Einreichen einer weiter
geh
enden Stellungnahme verzichte (
Urk.
24). Die Beschwerdeführerin reichte am
2
3.
Oktober 2018 eine
Stellungnahme ein (Urk.
30; vgl. auch
Urk.
31/1-2), welche
der Beschwerdegegnerin am 2
5.
Oktober 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
33).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Ge
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Erwerbsun
fähig
keit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden aus
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorlie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkom
men zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unab
hängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie aus
ge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.2.2
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika
toren,
die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder
äusserer
Belastungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE
141
V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.1).
Die Anerkennung eines rentenbe
grün
denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir
kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. zur Publikation in der Amtlichen Sammlung bestimmtes Urteil des Bundesgerichts 8C_409/2017 vom 2
1.
März 2018 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erle
digten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Janu
ar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.2.3
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im
Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281
) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
-
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich
entscheidend
ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2
017 vom 15. März 2018 E. 7.4).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invali
ditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Die seit dem 1. Januar 2004
massgeblichen
Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1
.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Re
nte von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
an
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Hin
gegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE
141
V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.6
Nach
lit
. a
Abs.
1 der am
1.
Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbe
stim
mungen der Änderung vom 1
8.
März 2011 des IVG (
6.
IV-Revision, erstes Mass
nahmenpaket; kurz:
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
) werden Renten, die bei
pathoge
ne
tisch-ätiologisch
unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare
organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkraft
treten dieser Änderung überprüft. Sind
die Voraussetzungen nach
Art.
7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, auch wenn
die Voraussetzungen von
Art.
17
Abs.
1 ATSG nicht erfüllt sind. Diese Bestimmung ist verfassungs- und EMRK-konform (BGE 139 V 547 E. 3).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass
der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente gestützt auf die
Schlussbestimmung
en
der Änderung des IVG vom 1
8.
März 2011 überprüft worden
sei.
Im Rahmen dieser Überprüfung sei beim
Z._
ein Gutachten in Auf
trag gegeben worden, welches am
7.
Juni 2016
erstattet worden sei.
Nach einer Gesamtwürdigung alle
r Einschränkungen und Ressourcen sei davon auszugehen
, dass die Beschwerdeführerin in der
frühere
n
Tätigkeit als Werbeassistentin
trotz der beklagten Beschwerden zu 100
%
arbeits- und leistungsfähig sei. Dasselbe gelte auch für
jede andere, körperlich leichte bis mittelschwere
Tätigkeit.
Inwie
fern die Gutachter des
Z._
vorbefasst sein sollten, sei gestützt auf die Aus
füh
rungen der Beschwerdeführerin nich
t nachvollziehbar (
Urk.
2
).
2.2
Die Beschwerdeführer
in
machte
in der Beschwerde vom
7.
März 2017
demge
genüber
geltend, dass das
Z._
-Gutachten die Anforderungen an ein beweis
kräf
tiges Gutachten nicht
erfülle.
Die Gutachter seien dem Thema HWS-Distorsions
trauma befangen begegnet. Selbst wenn man jedoch dem
Z._
-Gutachten folgen und davon ausgehen würde, dass
sie
nunmehr – nach einem Unterbruch von 17
Jahren – wiederum voll arbeitsfähig sei, ergäbe sich d
araus dennoch eine Invalidität. Denn das
Invalideneinkommen
würde
deutlich tiefer ausfallen
als
das
Valideneinkommen
. Der Unterbruch in der Erwerbs
biographie
sei einer Invalidi
tät geschuldet. Schliesslich würden die Akten zeigen, dass sich der Gesund
heits
zustand der Beschwerdeführerin nicht verbessert, sondern verschlechtert habe, was der Rentenaufhebung ebenso entgegenstehe (
Urk.
1
/1
S.
3).
In der Eingabe vom 3
0.
Mär
z 2017 erklärte
die Beschwerdeführerin, dass es dem
Z._
-Gutachter
lic
. phil.
E._
, wie man heute erfahren habe, offensichtlich
an einer
valablen
Zusatzausbildung als Neuropsychologe (zum Beispiel FSP)
fehle
.
Auf sein Gutachten könne deshalb nicht abgestellt werden (
Urk.
5 S. 2 f.
; vgl. auch
Urk.
14
).
In der Eingabe vom 1
8.
Januar 2018
teilte die Beschwerdeführerin mit
, dass die im Anschluss an
die Renteneinstellung erfolgten Wiedereingliederungsmass
nah
men IV-
Revision 6a aus gesundheitlichen Gründen sistiert/abgebrochen
worden seien
.
Die Tatsache, dass
sie
trotz intakter Motivation nicht in der Lage sei, den gestellten Anforderungen zu genügen, lasse Rückschlüsse auf die
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
zum Zeitpunkt der angefochtenen Rentenve
rfügung vom
1.
Februar 2017
zu
(
Urk.
17).
3.
3.1
3.1.1
Mit Verfügungen vom
3. September 2001
sprach die
Beschwerdegegnerin der
Beschwerdeführerin
mit Wirkung
ab
dem
1. Oktober 1999
eine ganze Rente
zu (Urk. 9/21
). In medizinischer Hinsicht stützte s
ich die Beschwerdegegnerin
dabei
im Wesentlichen auf
das
von der Winterthur Versicherung (Unfallversicherung) in Auftrag gegebene
polydisziplinäre Gutachten der Abklärungs
stelle
der
Medas
F._
vom 2
2.
Se
ptem
ber 2000 (
Urk.
9/7
/4-70
)
.
Seither wurde der Rentenanspruch
der Beschwer
deführerin
nicht mehr umfassend materiell überprüft.
3.1.2
Die Ärzte
der
Medas
F._
stellten
im poly
disziplinären Gutachten vom 22.
September 2000 folgende Hauptdiagnosen mit Einschränkung der zumut
baren Arbeitsfähigkeit (
Urk.
9/7/14):
(1)
chronifiziertes
cervikocephales
und
cervikobrachiales
Schmerzsyndrom ohne
Hinweis auf fokalneurologisches Defizit
(2)
Spannungskopfschmerz
(3)
Anpassungsstörung bei Status nach
HWS-
Distorsion am 2
8.
Oktober 1998
(4)
minimale neuropsychologische Funktionsstörung und psychisch bedingt
e
Schwan
kungen der kognitiven Leistungsfähigkeit
Nebendiagnosen ohne wesentliche Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
nannten die Gutachter der
Medas
F._
keine (
Urk.
9/7/14).
Sie erklärten
,
dass
die Beschwerdeführerin infolge der aus psychiatrischer Sicht dokumentierten Anpas
sungsstörung in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht voll arbeitsfähig sei (ge
mäss dem psychi
atrischen Gutachter der
Medas
F._
war sie etwa
zu 50
% eingeschränkt). I
n
Berücksichtigung des Gesamtzustandes
, sowohl der soma
ti
schen als
auch
der
psychiatrische Befunde
,
sei ihr
in der
zuletzt ausg
eübten Tätigkeit als Beratungs-
Gruppenleiterin in einer führenden Positio
n und vor
wiegend sitzenden Täti
gkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 60
%
zu attestie
ren
. In einer anderen
,
den Unfallfolgen angepassten und zumutbaren Tätigkeit
mit der Möglichkeit von Haltungswechseln, das heisse nicht vorwiegend sitzend,
sowie mit Einlegen von mehrfachen
Pausen
betrage die Verminderung der Arbeits
fähigkeit aus somatischer Sicht 30
%
(
Urk.
9/7/19
und
Urk.
9/7/69
)
.
3.2
3.2.1
Im Rahmen des i
m April 2003
eingeleiteten Revisionsverfahrens, welches am
20.
Mai 2003
mit der Feststellung, dass die Überprüfung des Invaliditätsgrades
keine rentenbeeinflussende Änderung ergeben habe, abgeschlossen wurde (Urk.
9/28
), holte die Beschwerdegegnerin
den Bericht von
Dr.
med.
G._
,
FMH
Innere Medizin, vom 3
0.
April 2003 (
Urk.
9/26)
ein.
3.2.2
Dr.
G._
gab in diesem
Bericht an, dass nach wie vor keine produktive Arbeitsfähigkeit habe erreicht werden können. Der Gesundheitszustand sei statio
när mit Phasen der Verschlechterung. Di
es trotz intensiver Bemühungen
, auch
vonseiten der Beschwerdeführerin
(
Urk.
9/26/3).
3.3
3.3.1
Anlässlich
des im
Juli 2008
eingeleiteten Revisionsverfahrens, welches am
2.
März
2009
ebenfalls
mit der Feststellung, dass die Überprüfung des Invaliditätsgrades
keine rentenbeeinflussende Änderung ergeben habe, abgeschlossen wurde (
Urk.
9/45
), holte die Beschwerdegegnerin
den Bericht
von
Dr.
med.
H._
,
FMH
Innere Mediz
in, vom
8.
September 2008 (Urk.
9/41) ein.
3.3.2
Dr.
H._
erklärte in diesem Bericht, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht verändert habe. Auch die Diagnosen hätten sich nicht geändert.
Eine Steigerung der Erwerbstät
igkeit sei nicht zumutbar (Urk.
9/41/5-6).
3.4
3.4.1
Anlässlich des vorliegenden Revisionsverfahrens
äusserten
sich die beteiligten Ärzte wie folgt:
3.4.2
Dr.
H._
erklärte im Bericht vom 1
1.
Juni 2012, dass sich die Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seit dem letzten Bericht von 2008 nicht verändert hätten. Es liege ein bekanntes
cervicocephales
Schmerz
syn
drom bei Status nach HWS-Beschleunigungstrauma am 2
8.
Oktober 1998 mit/bei chronischem
myofaszialem
Schmerzsyndrom, kognitiven Einschränkungen vor. Ebenfalls seien
craniocervicale
Kopfschmerzen und entsprechend eingeschränkte kognitive Fähigkeiten sowie eine Migräne ausgelöst durch starke
Myogelosen
gegeben. Die
Arbeitsfähigkeit habe sich nicht verändert. Die Tätigkeit im Haushalt sei bereits angepasst (
Urk.
9/57/5-6).
3.4.3
Dr.
med.
I._
, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, vom Sanatorium
J._
nannte im
an die Beschwerdeführerin gerichteten
Bericht vom
4.
Januar 2016 folgende Diagnosen (
Urk.
6/4).
(1)
nicht erholsamer Schlaf bei organischer und nichtorganischer Komponente
(
Restless-Legs
Syndrom, ICD-10 G25.8, und nicht organische Insomnie, ICD-10
F51.0)
(2)
mittelgradig
e
depressive Episode (ICD-10 F32.1)
(3)
anhaltend
e
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.0) bei vorbekanntem
posttraumatischem
cervico-encepha
lem
Syndrom C0
-C2 (2000) sowie leichter
traumatischer Hirnverletzung 2000
(4)
Dysfunktion der oberen HWS
(5)
passager deutliche
EKG-Veränderung seit 2005
(6)
Schmerzen im Rumpfbereich
polytop
(7)
Adenom an der Nebenschilddrüse
Dr.
I._
erklärte, dass sich die Beschwerdeführerin seit dem
7.
Oktober 2015 in ihrer
Spezialsprechstunde
für Schlafstörungen befinde. Die ambulante Behandlung
schliesse
derzeit eine psychiatrisch-psychotherapeutische, medikamentöse
sowie
komplementärmedizin
i
sche Behandlung ein. Wahrscheinlich sei eine zusätzliche antide
pressive Behandlung erforderlich
(Urk.
6/4
).
3.4.4
Die Ärzte des
Z._
führten im polydisziplinären Gutachten vom
1.
Juni 201
6 keine Diagnosen mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit an. Als Diagnosen ohne
Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (
Urk.
9/189/39):
(1)
Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54.0)
-
c
hronisches unspezifisches
multil
okuläres
Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9)
(2)
c
hronisches panvertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.80)
-
Status nach Heckauf
fahrkollision am 2
8.
Oktober
1998
-
radiologisch kein sicherer Hinweis für traumatische Läsion, Instabilität, relevante
Diskopathie
oder Neurokompression an
der HWS (Röntgen
2.
November 1999,
2
9.
Oktober 2002, 2
2.
Mai 2003 und
9.
März 2016,
Durchleuchtung 2
2.
Mai
2003,
CT 1
6.
Februar
2000
sowie MRI
2.
November
1998,1
9.
Juli 1999,
1
6.
Februar
2000,
3
1.
Juli 2003,
1.
August
2003,
2
2.
Januar
2003
und 1
6.
November
2006)
-
freie Beweglichkeit sämtlicher Wirbelsäulenabschnitte
-
bei Diagnose
Schmerzverarbeitungsstörung
(3)
m
ultifaktorielles Kopfschmerzsyndrom (ICD-10 G44.8)
-
mit Spannungskopfschm
erz
und Migrä
nekomponente (ICD-10 G43/G44.2)
-
sowie Schmerzmittelübergebrauch (ICD-10 F19.1)
-
bei Diagnose
Schmerz
verarbeitungsstörung
(4)
Verdac
ht auf leichte Panikstörung (IC
D-10 F41.0)
Die Gutachter des
Z._
gaben an, dass Beschwerdeführerin für die angestammte
und für eine
angepasste, körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit zu 100
%
arbeits- und leistungsfähig sei (
Urk.
9/
189/42).
3.4.5
Dr.
I._
vom Sanatorium
J._
erklär
te in der Stellungnahme vom 31.
Okto
ber 2016
zuhanden der Beschwerdeführerin
, dass
der psychiatrische Gut
achter des
Z._
einen Ist-Zustand beschrieben habe. Typischerweise erfasse ein psychiatris
cher Befund aber im Minimum
den Zeitraum der letzten zwei Wochen, da dies auch das Zeit-Kriterium für eine depressive Episode wäre. Sodann werde
die
depressive
Symptomatik
gemäss
Z._
-
Gutachter
pharmakologisch
nicht behan
delt.
Eine nicht erfolgte
medikamentöse Behandlung schliesse
eine Depression
jedoch
nicht aus
. Zudem sei die
se
Aussage
falsch. Es seien
mehrfach B
ehand
lungs
versuche
unternommen
worden, die aufgrund von Nebenwir
kunge
n
hätten
abgebroche
n werden müssen
.
Die typischen
Antidepressiva wie
zum Beispiel
Sero
tonin
würden die
Restless
-
Legs
-Symptome verstärken
. Sowohl der von ihr durchgeführte
BDI
vom Oktober 2015 mit 27 Punkten
als auch der Hamilton-Wert von
31 P
unkten
zum jetzigen Zeitpunkt
würden
für eine mindestens mittel
gr
adige Ausprägung
d
er depressi
ven Symptomatik
sprechen
.
Ferner seien
entgege
n den
Dar
legungen des
Z._
-Kollegen
g
emäss ICD-10 zur Diagnose einer somato
formen Störung keine Stressfaktoren in der Kindheit und Jugend erforderlich. Die
in neuropsychologischer Hinsicht festgestellten
unterdur
chschnittlichen Auf
merk
samkeitsleistungen würden
vom
Z._
-Gutachter
auf die zum Zeitpunkt der Untersuchung vorhandenen Schmerzen zurückgeführt.
Die
Schmerzen
müssten sich
ihrer Ansicht nach
aber
auch in den anderen Bereichen der kognitiven Leistung und nicht nur in den Aufmerksamkeitsfunktionen
niederschlagen
. Aus n
europsychologischer Sicht
stelle
sich
die Frage
einer frontal
en Problematik
respektive eines
prinzi
piellen Aufmerksamkeitsdefizits,
was
für den
klinischen
und
insbesondere auc
h
für den beruflichen Alltag relevant sei
(
Urk.
6/7).
3.4.6
In der
ärztlichen Bescheinigung vom 2
4.
Februar 2017
(
Urk.
6/9)
nannte
Dr.
I._
im Wesentlichen dieselben
psychiatrischen Diagnosen
wie in ihrem Bericht vom
4.
Januar 2016 (
Urk.
6/4). Sie
gab an, dass psychotherapeutisch im Moment vor allem an der psychischen Stabilisierung und am Aushalten von negativen Emotionen
gearbeitet werde. Als nächster Schritt sei hier die Erweiterung der
Copingstrategien
geplant (
Urk.
6/7).
4
.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das
polydisziplinäre Gutachten
des
Z._
vom
1.
Juni 2016 (Urk. 9/189
).
4.2
Das Gutachten des
Z._
basiert auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen (
allgemein
internistisch,
orthopädisch, neurologisch,
psychiatrisch
und neuropsy
cho
logisch
) und wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den Vor
akt
en abgegeben. Die Ärzte des
Z._
haben detaillierte Befunde erhoben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mi
t diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin
auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt. Das genannte Gutachten erfüllt demnach
grundsätzlich
die
rechtsprechungsgemässen
Anforderungen an eine beweiskräftige ärztliche Ent
scheidungsgrundlage (vgl. E. 1.7
).
4.3
Was
den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht
betrifft, legten
die Gutachter des
Z._
dar, dass bei
der
orthopä
dischen Unter
suchung
ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom diagnostiziert
worden
sei
. Weder k
linisch noch radiologisch hätten
sich wesentliche pathologische Ver
änderungen
gefunden. Die Wirbelsäule sei
frei beweglich
gewesen
. Die von
der Beschwerdeführerin
angegebenen
diffusen
Be
schwerden würden
in Diskre
panz zu den klinischen Befunden
stehen
. Bei
d
er
neurologischen Untersuchung
seien
keine pathologischen Befunde am peripheren Nervensystem festgestellt
worden
.
Die angegebenen Beschwerden, auch mit Schwindel und Konzentra
tions
stö
rungen
, könn
t
en aus neurologischer Sicht nicht erklärt werden.
Bei den Kopfschmerzen
handle es sich um ein multifaktorielles Kopfschmerzsyndrom mit Spannungs
kopf
schmerz, Mig
ränekomponente und Schmerzmittel
übergebrauch. Bei
d
er
allge
mein
internistischen Untersuchung
seien
klinisch und im Labor unauffällige Befunde erhoben
worden
.
Die Gutachter des
Z._
kamen zum Schluss, dass die
Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht für körperlich leichte bis mittel
schwere
Tätigkeiten
, worunter sie auch die zuletzt
ausgeübte Tätigkeit als Account
Director
und Leiterin der
Direct
Marketing Units zählten
,
zu 100
%
arbeits- und leistungsfähig sei
(
Urk.
9/189/40).
Im Weiteren erklärten
die Gutachter des
Z._
, dass
aus somatischer Sicht nie eine
höhergradige
, länger andauernde Arbeitsunfähigkeit attestiert worden sei.
Ihre
Feststellungen vonseiten
des Bewegungsapparates
würden
mit den Befunden der Rehaklinik
K._
und der
Medas
F._
weitgehend übereinstimmen. Die (damaligen) Angaben zur Arbeitsunfähigkeit würden daher etwas hoch erscheinen. Keineswegs gefolgt werden könne den Angaben im Gutachten von
Dr.
med.
L._
, Facharzt für Neurochirurgie (DE),
vom 2
2.
Mai 200
3
.
Die von ihm beschriebenen
ligamentären
Instabilitäten
hätten sich durch die objektiven Befunde
nicht
bestätigen lassen
(
Urk.
9/189/40-41
).
4.4
Diese Beurteilung der Gutachter des
Z._
ist angesichts der genannten Befunde sowie der dazugehörigen Erläuterungen einleuchtend und plausibel.
Entgegen den Darlegungen der Bes
chwerdeführerin (
Urk.
1
/1
S. 38 ff.
) sind
die Gutachter des
Z._
insbesondere
auch
auf
die geklagten
Migräneanfälle
(ohne organische Ursache)
eingegangen
(vgl. Urk.
9/189/30-33
)
.
Aus der Übersicht ü
ber die seit dem Unfall vom 2
8.
Oktober 1998
eingenommenen Medikamente geht
sodann
herv
or, dass die Beschwerdeführerin gegen die Migräne
jahrelang
Maxalt
10 mg und später
Naramig
einsetzte
(Urk.
12b). Es ist
anzunehmen, dass
diese Medikamente wirkungsvoll waren.
Eine regelmässige
fachärztlich-neurologische Behandlung
der Migräne wurde
nämlich
ausweislich der Akten nie durchgeführt bzw. offenbar nicht als erforderlich erachtet.
Eine relevante (dauerhafte) Beein
trächtigung der Arbeitsfähigkeit durch
die
Migräneanfälle ist
damit
nicht aus
gewiesen.
Von den
Z._
-Gutachtern berücksichtigt
respektive untersucht
wurde
n
auch
das
geklagte
Restless
-
Legs
-Syndrom (
Urk.
9/189/12
und
Urk.
9/189/15
; vgl.
Urk.
1
/1
S. 40
)
und die angegebenen Hüftbeschwerden
(
Urk.
9/189/24
; vgl.
Urk.
1
/1
S.
42
).
D
e
n
in diesem Zusammenhang von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwer
den
wurde
jedoch durch die
Z._
-Gutachter ebenfalls
kein
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
beigemessen
.
Im Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass
im
Rahmen der
Beurteilung der Arbeits
fähigkeit
der klinischen Untersuchung von Rückenbeschwerden
grösseres
Gewic
ht zu
kommt
als der bildgebenden Diagnostik allein.
Ob
aufgrund der erhobenen klinischen Befunde (
weitere
) bildgebende Abklärungen
notwendig sind, liegt im Ermessen des untersuchenden Arztes
.
Der orthopädische Gutachter des
Z._
, der auf die Ergebnisse
einer Reihe von
im Zeitraum von November 1998 bis
Novem
ber 2006
durchgeführten
bil
dgebenden
Untersuchungen
zurückgreifen konnte,
hat die
Beschwerdeführer
in
eingehend klinisch untersucht und zudem eine Rönt
genu
ntersuchung der HWS veranlasst
(
Urk.
9/189/23-26)
. Im Rahmen der klini
sche
n Untersuchung stellte er
dabei
eine freie Beweglichkeit sämtlicher Ab
schnitte der Wirbelsäule fest und bemerkte, dass die bei der expliziten Prüfung
massiv verminderte Kopfrotation unter Ablenkung aktiv, zügig und offensicht
lic
h beschwerdefrei gelinge (
Urk.
9/
189/27). Dass der orthopädische
Z._
-Gutach
ter
unter diesen Umständen
auf weitere bildgeben
de Ab
klärungen verzichtete, ist
nachvollziehbar.
Die Ergebnisse
der
nur drei
Monate
später in der
Klinik M._
vorgenommenen MRI-Untersuchungen von HWS und Len
den
w
irbelsäule (
Urk.
6/5) lassen nicht auf eine
relevante
Verschlechterung der Rücken
beschwerden
schliessen
.
Bei der von der Beschwerdeführerin zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Account
Director
und
Leiterin der
Direct
Marketing
Units
(
Urk.
9/4
) handelte es sich sodann um eine in körperlicher Hinsicht offensichtlich nicht als
schwer einzustufende Tätigkeit.
Dass die Gutachter des
Z._
unter diesen Umständen auf eine detaillierte Umschreibung der körperlichen Anforderungen an diese Tätigkeit verzichtet haben, ist – entgegen dem Einwand
der Beschwerdeführerin (
Urk.
1/1 S. 24 ff.
) – nicht zu beanstanden.
Zu
zu
stimmen ist der Beschwerdeführerin darin, dass
rechtsprechungsgemäss
auch
spezifische und unfalladäquate
HWS
-Verletzungen (Schleudertrauma) ohne orga
nisch nac
hweisbare Funktionsausfälle
zu
länger dauernden, die Arbeits- und Er
werbsfähigkeit beeinträchtigenden Beschwerden führen können
(
Urk.
1/1
S. 20 ff.
)
. Nach der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung s
ind
anhaltende somato
forme Schmerzstörungen und vergleichbare
psycho
somatische L
eiden
-
wie grund
sätz
lich auch säm
tliche psychischen Erkrankungen -
für die Beurteilung der Arbeits
fähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach
B
GE 141 V 281 zu unter
ziehen
(
BGE 143 V 418
u
nd 136 V 279; vgl. E. 5.2
nachfolgend). Dies ändert jedoch nichts daran, dass der orthopädische und der neurologische Gutachter des
Z._
abzuklären
hatten
, ob die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwer
den organisch erklärbar sind.
G
ründe für eine Befangenheit des allgemeininternistischen, neurologischen oder orthopädischen
Gutachter
s
des
Z._
sind nicht ersichtlich
(
Urk.
1/1 S.
44 ff.)
.
Dass sich der neurologische Gutachter
auch zum Unfallhergang vom 2
8.
Oktober 1998
geäussert
hat,
gehört zu seinen Aufgaben. Unte
r Hinweis
auf die Unfall
schil
derung der Beschwerdeführerin und
darauf, dass beim damaligen
Unfallereignis
offenbar
keiner der
hinter ihr stehenden Fahrzeugführer wesentlich verletzt
worden sei
, selbst bei der Beschwerdeführerin eine ambulante Behandlung
völlig ausreichend gewesen sei und initial sowie
auch zu späteren Zeitpunkten keine objektiven neurologischen
Ausfälle
und wesentlichen Läsionen (bildgebend)
be
schrieben worden seien,
hat er nachvollziehbar begründet
, weshalb er von einem banalen
Trauma
ausging (
Urk.
9/189/32
). Dies auch vor dem Hintergrund, dass das
im unfallanalytischen Gutachten der Winterthur Versicherung vom
3
0.
März 1999 e
rrechnete Delta-v
zwischen 9,3 und 14,1
lag
(
Urk.
9/7/134), und d
as Unfallereignis
somit
von moderaten Kräften
begleitet
war
, welche an
der Grenze zwischen dem kritischen und
dem unkritischen Bereich lagen
.
4.5
Auf die Eins
chätzung der Gutachter des
Z._
zum somatischen Gesundheits
zustand der Beschwerdeführerin
kann demnach abgestellt werden.
5.
5.1
Was den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin aus
psychischer
Sicht anbe
langt,
erklärten die Gutachter des
Z._
, dass bei der neuropsychologischen Untersuchung eine leichte kognitive Störung
festgestellt worden sei
,
verursacht durch die Schmerzen
. Hinweise für eine organische Ursache der Einschränkungen hätten nicht vorgelegen. Bei der psychiatrischen Untersuchung sei eine Schmerz
verarbeitungsstörung diagnostiziert worden. Diese erkläre die Beschwerden, welche bei den somatischen Untersuchungen nicht ausreichend hätten objek
ti
viert werden können. Eine depressive Symptomatik sei nicht festgestellt worden. Ebenfalls könne keine somatoforme Schmerzstörung diagnostiziert werden, da entsprechende Belastungsfaktoren fehlen würden. Eine leichte Panikstörung sei
möglich. Diese schränke die Beschwerdeführerin im Alltag
aber
nicht ein. Die Gut
achter des
Z._
kamen zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin aus neu
ro
psychologischer/psychiatrischer Sicht
nicht in der Arbeitsfähigkeit einge
schränkt sei (
Urk.
9/189/40).
Im Weiteren führten die Gutachter des
Z._
aus, dass es schwierig sei, über
den
früheren Verlauf der Arbeitsunfähigkeit genaue Angaben zu machen. Bei der psy
chiatrischen Untersuchung
in der
Medas
F._
sei
eine Anpassungs
störung diagnostiziert
worden. Im
Verlauf seien bis 2015
keine psychiatrischen Berichte vorhanden. Damals
habe
bei der
Hospitalisation
im Sanatorium
J._
eine mittelgradige depressive Episode
bestanden
. Ein allfälliges psychisches Leiden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
sei
remittiert.
Inwieweit und von welcher Dauer
nach dem Unfall
vom 2
8.
Oktober 1998
aus psychischen Gründen eine Arbeitsunfähigkeit
bestanden habe, könne
aufgrund der Angaben in de
n Akten nicht beurteilt werden.
Dementsprechend sei ihre
Einschätzung wahrscheinlich
seit längerer Zeit
anzunehmen, mit Sicherheit aber
ab Januar 2016 (
Urk.
9/189
/40
).
5.2
Auch diese Beurteilung der Gutachter des
Z._
ist angesichts der genannten Befunde sowie der dazugehörigen
Erläuterungen nachvollziehbar.
Der
psychiatr
ische Gutachter des
Z._
ist in seinem
Teilgutachten auf die
gemäss
der neueren bundesgerichtli
chen Rechtsprechung grundsätzlich bei sämtlichen psychischen Leiden sowie auch bei Vorliegen
spezifischer und unfalladäquater
HWS-Verletzungen ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle
zu prüfen
den
Standardindi
katoren eingegangen
(Urk.
9/189/17-20)
.
Er
ging
dabei
von einem wenig ausgeprägten
psychischen
Gesundheitsschaden
aus und wies darauf hin, dass die Beschwerdeführerin
während des gesamten Gesprächs eine gute Durch
haltefähigkeit
gezeigt
und
sehr präsent gewirkt
habe
, ohne jegliche kognitive Einschränkung
(
Urk.
9/189/17
)
.
Zu ergänzen ist
, dass auch aus somatischer Sicht kein ausgeprägter Gesundheitsschaden
gegeben ist
(vgl. E. 4
).
Was den Behand
lungserfolg bzw. die –
resistenz
betrifft, ist zu bemerken, dass die Beschwerde
führerin
zwar
in physiotherapeutischer Hinsicht
seit Jahren
intensiv behandelt wird (
vgl.
Urk.
12a). Eine fachärztlich-psyc
hiatrische Behandlung hat sie indes
erst
im August
2015
aufgenommen
(
gemäss
Z._
-Gutachter habe
sie
auf
die ent
sprechende Frage hin erklärt, dass die Tatsache einer psychiatrischen Behandlung in Werbekreis
en einen Imageschaden darstelle;
Urk.
9/189/19
)
.
Mit Blick
auf
den
von der Beschwerdeführerin
geschilderten Tagesablauf
und die Freizeitgestaltung
kann überdies
insbesondere
nicht von einer
gleichmässigen
Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleichbaren Lebensbereichen gesprochen werden.
So
räumt die Beschwerdeführerin
etwa
den Haushalt auf, erledigt
einfachere
Putz-/
Wäschearbeiten,
tätigt
leichtere
Einkäufe
,
ging
mit dem
(inzwischen ver
storbenen)
Hund spaziere
n
,
diskutiert
mit den Kindern
(15- und 18-jährig)
lebhaft über das Weltges
chehen, liest gelegentlich Krimis, schaut abends Filme
,
hat einen (kleineren) Freundeskreis,
fährt nach
wie vor Auto
und unternimmt
mit der Familie
seit
drei Jahren
im
Sommer
regelmässig
eine zweiwöchige Ferienreise nach Südfrankreich
(
Urk.
9/189/16-17
; vgl.
Urk.
1/1 S.
51
).
Unter Berück
sichti
gung der beachtlichen Standardindikatoren, insbesondere der Inkonsistenzen zwischen den angegebenen schmerzbedingten Einschränkungen und
der tatsäch
lichen körperlichen Beweglichkeit sowie
dem tatsächlichen
Akti
vitäten
niveau
, der ausba
ufähigen Behandlungsbemühungen und
der lediglich leichten Komor
bidi
täten
sind
demnach
keine erheblichen
funktionellen Auswirkungen der ge
klagten Beschwerden mit überwiegender
Wahrscheinli
chkeit nachgewiesen (vgl. E. 1.2.3
).
5
.3
Was
den
Einwand
von
Dr.
I._
vom Sanatorium
J._
in der Stellung
nahme vom 3
1.
Oktober 2016
betrifft
,
dass die im Oktober 2015 und 2016 durchgeführten Tests (BDI und Hamilton) Punktwerte ergeben hätten, die für eine mindestens mittelgradige Ausprägung der depressiven Symptomatik sprechen würden (
Urk.
6/7), ist zu bemerken
,
dass die Ergebnisse solcher Tests im Rahmen der Behandlung eines Patienten zweifelsohne wertvoll sind. Bei der Begutachtung sind sie jedoch nur sehr beschränkt aussagekräftig, zumal sie
ausschliesslich
auf dessen subjektiven Angaben beruhen.
Aus dem Bericht
von
Dr.
I._
vom
4.
Januar 2016 (
Urk.
6/4) geht sodann herv
or, dass damals tatsächlich
keine antidepressive Substanz eingesetzt wurde. Die Feststellung des
Z._
-Gutachters anlässlich der kurze Zeit später erfolgten Begutachtung, dass die depressive Symp
tomatik pharmakologisch nicht behandelt werde (
Urk.
9/189/19), ist dem
nach korrekt.
Es kann davon ausgegangen werden, dass es auch Antidepressiva gibt, die trotz
Restless
-
Legs
-Syndrom
verschrieben
werden können.
Angesichts dessen, dass die psychiatrische Beurteilung des
Z._
auf einer ausführlichen Anamnese- un
d Befunderhebung beruht (Urk.
9/189/14-17), kann
überdies
nicht davon gesprochen werden, dass der
Z._
-Gutachter betreffend die depressive Symp
tomatik lediglich
den Ist-Zustand beschrieben hätte
(
Urk.
6/7).
Hinsichtlich der
unterschiedliche
n
diagnostische
n
Ein
ordnung des Schmerz
lei
dens
der
Gutachter des
Z._
und
Dr.
I._
s
ist
zunächst
zu bemerken
, dass eine Störung
im Sinne von ICD-10 F45.0
– wie sie von
Dr.
I._
diagnostiziert
wurde (
Urk.
6/4) -
gemäss
einschlägiger Fachliteratur meist im
frühen Erwachsenenalter
beginnt
(vgl.
Dilling
/
Mombour
/Schmidt,
Internationale
Klassifikation psychi
scher
Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien,
1
0. Auflage, Bern 2015, S. 225), wofür sich
vorliegend ab
er keine Anhaltspunkte
ergeben
.
Zudem ist
in diesem Zusammenhang
auch
darauf hinzuweisen, dass
eine psy
chiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung der Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag kann es nicht
angehen,
eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die
behandelnde Ärztin
– wie vorliegend -
nachher zu
unterschi
edlichen Einschätzungen gelangt
oder an solchen vorgängig
geäusserten
abwe
ichenden Auffassungen festhält
(Urteile des Bundesgerichts 9C_794/2012 vom 4. März 2013 E. 4.2, 8C_997/2
010 vom 10. August 2011 E. 3.2 und
8C_694/2008 vom 5. März 2009 E. 5.1).
Ferner
hat d
er neuropsychologische Gutachter des
Z._
begründet dargetan, wes
halb das neuropsychologische Testprofil (lediglich) aufgrund des Schmerzge
scheh
ens Beeinträchtigungen gezeigt habe. Die Frontalhirnfunktionen im Sinne der
visuo-spatalien
Konstruktion, des
planmässigen
Vorgehens und der erhal
te
nen Umstellungsfähigkeit waren
gemäss
Z._
-Gutachter nicht beeinträchtigt (
Urk.
9/189/38).
5.4
Zur angegebenen Schlaflosigkeit führte der psychiatrische Gutachter des
Z._
in nachvollziehbarer Weise aus, dass sich hierfür keine indirekten Belege ergeben würden, da die Beschwerdeführerin
kein Schlafmittel benütze (Urk.
9/189/18). Entgegen den Darlegungen der Beschwerdeführerin
(
Urk.
1/1 S.
44)
ist aufgrund
der geklagten
Schlaflosigkeit/Tagesmüdigkeit
damit
(ebenfalls)
nicht auf eine
relevante Einschränkung der
Arbeitsunfähigkeit zu schliessen.
Soweit
die Beschwerdeführerin bemängelte,
dass
das
ps
ychiatrische Gutachten des
Z._
die
Qualitätsleitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie u
nd Psychothera
pie (SGPP)
nicht
erfülle (
Urk.
1
/1 S. 18 ff.
)
, ist
zu beachten
, dass weder Gesetz noch Rechtsprechung den Psychiatern eine Begutachtung nach den diesbezüglichen Richtlinien v
orschreiben
. Ob das Gutachten des
Z._
den
Leit
linien der SGPP entspricht
, bedarf daher im vorliegenden
Fall keiner vertieften Prüfung (Urteil des Bundesgerichts 9C_88/2017 vom 3
0.
März 2017 E. 3.3.1.1).
Im Weiteren war der neuropsychologische Gutachter
E._
- e
ntgegen dem Vorbringen
der Beschwerdeführerin (
Urk.
5 S. 2 ff. und
Urk.
14
)
-
f
ür die Begutachtung
hinreichend qualifiziert
(vgl. dazu das ausführlich begründete Urteil des Sozialversicherungsgerichts IV.2016.00
680
vom 14.
Oktober 2016, in welchem es ebenfalls um diesen Gutachter des
Z._
ging).
Erörterungen zum von der Beschwerdeführerin eingereichten Schreiben des Bundesamtes für Sozial
ver
sicherungen betreffend fachliche Anforderungen für die neuropsychologische Tätigkeit erübrigen sich, weil dieses Schreiben lediglich für Begutachtungen
von Bedeutung ist
, welche nach de
m
1.
Juli 2017 vergeben werden
(
Urk.
6/B).
Schliesslich
ist auch das Vorliegen von Gründen, welche den neuropsy
cho
lo
gischen und den psychiatrischen Gutachter des
Z._
als befangen erscheinen lassen würden
(
Urk.
1/1 S. 44 ff.)
, zu verneinen.
Insbesondere
ergeben sich
aus dem Gutachten des
Z._
(
Urk.
9/189
)
keine Anhaltspunkte dafür, dass die Gut
ac
h
ter der Beschwerdeführerin
unf
reundlich begegnet sein könnten.
5.5
Auch auf die Eins
chätzung der Gutachter des
Z._
zum psychischen Gesund
heitszustand
der Beschwerdeführerin
kan
n demzufolge
abgestellt werden.
5.6
Eine erhebliche Verschlechterung des
psychischen
Gesundheitszustand
s
der Be
schwer
deführer
in
nach der Erstellun
g des
Z._
-Gutachtens
vom
1.
Juni 2016 (
Urk.
9/189)
bis zum Erlass de
r angefochtenen Verfügung vom
1.
Februar 2017 (
Urk.
2)
ist nicht ausgewiesen.
Dr.
I._
nannte
i
n der
erst nach Verfügungserlass erstellten ärztlichen Bescheinigung vom 2
4.
Februar 2017 kein
e neuen psychia
trischen Befunde
(
Urk.
6/9).
In der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 1
8.
Januar 2018 (
Urk.
17) geht es um den – vorliegend nicht zu beurteilenden - Gesundheitszustand der Beschwer
de
führerin nach Beginn des Arbeitstrainings am
2.
Oktober 2017, welches per 2
9.
Dezember 2017 abgebrochen wurde.
5.7
Es
ist
somit festzuhalten, dass aufgrund des
im Anschluss an das Unfallereignis
vom 2
8.
Oktober 1998
aufgetretenen unklaren
syndromalen
Beschwerdebildes ohne nachweisbare organische Grundlage
im Zeitpunkt der Begutachtung beim
Z._
keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen
ist
(vgl. E. 1.6).
Da die
Z._
-Gutachter – anders als die Ärzte der
Medas
F._
im Gutachten vom 2
2.
September 2000 (
Urk.
9/7/14
) – keine Anpassungsstörung mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit mehr feststellen konnten
bzw. dieses psychische Leiden remittiert ist
,
ist
insofern
eine Verbesserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin
eingetreten
(vgl. E. 1.5
)
.
5.8
Da
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit
als
Account
Director
und Leiterin der
Direct
Marketing Units
keine
Arbeitsunfähigkeit
mehr ausgewiesen
ist
, kann auf die Vornahme
eine
s
Einkommensvergleichs ve
rzichtet werden (vgl. E. 1.3
).
6.
Die angefochtene Verfügung vom
1.
Februar 2017 (
Urk.
2), mit welcher die Rente der Beschwerdeführerin per 3
1.
März 2017 aufgehoben wurde, erweist sich damit als rechtens. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 1
‘
00
0
.-- festzusetzen und
ausgangsgemäss
von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).