Decision ID: 808cd4aa-e8a7-41af-88cc-94ad089cfb03
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1967 geborene
X._
,
gelernte Köchin, ist verheiratet und Mut
ter
von zwei 1997 und 1999 geborenen Kindern (Urk. 6/2, 6/15).
Ab 1997 war sie nicht mehr erwerbstätig.
Im November 2002 (
Urk.
6/5/5) diagnostizierte man bei ihr eine Multiple Sklerose, weshalb sich die Versicherte im April 2003 bei der
Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete (
Urk.
6/2/7). Mit Verfü
gung
vom 2
7.
November 2003 wurde ihr aufgrund eines Invaliditätsgrades von
56
%
mit Wirkung ab
1.
November 2002 eine halbe Invalidenrente zuge
spro
chen.
Mit Mitteilungen vom 1
3.
Februar und
6.
Dezember 2004 wurde die Zusprech
ung der halben Invalidenrente im Rahmen von Revisionsverfahren be
stätigt.
Die Versicherte leitete mit Zuschrift vom 2
8.
März 2006, worin sie eine Ver
schlech
terung des Zustandes geltend machte, ein Revisionsverfahren ein (
Urk.
6/44)
. Nach Einholung eines Gutachtens bei der Medizinischen
Abklä
rungs
stelle
(MEDAS)
Y._
hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
2.
Januar 2009 aufgrund eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrades von 34
%
die Invalidenrente auf Ende Februar 2009 auf. Die dagegen ergriffene Be
schwerde hiess das Sozialversicherungsgericht in dem Sinne gut, dass es die Sa
ch
e mit Urteil vom 1
8.
November 2011 (Verfahrensnummer IV.2009.00185;
Urk.
6/84) an die IV-Stelle zu ergänzenden medizinischen Abklärungen und zu neuem Entscheid über die Rente zurückwies.
1.2
In Nachachtung des Urteils wurde die Versicherte
bidisziplinär
, nämlich neuro
logisch und neuropsychologisch untersucht (Gutachten vom
4.
und
5.
Juni 2012;
Urk.
6/96-97). Anschliessend nahm die IV-Stelle am 1
1.
September 2012 eine
Haus
haltsabklärung
vor (Bericht vom 2
0.
September 2012;
Urk.
6/102). Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/106, 6/110) reduzierte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 2
2.
Januar 2013 (
Urk.
2), da seit August 2012 ein
Invali
di
tätsgrad
von 48
%
bestehe, die halbe Invalidenrente mit Wirkung ab
1.
März 2013
auf eine
Viertelsrente
(
Urk.
2 S.
12-13).
2.
Mit Eingabe vom 2
6.
Februar 2013 (
Urk.
1) liess die Versicherte Beschwerde er
heben und beantra
gen
, ihr sei über den 2
8.
Februar 2013 hinaus eine halbe Rente
auszurichten (
Urk.
1 S.
2). In der Beschwerdeantwort vom
2.
April 2013 (
Urk.
5) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Das Sozialversicherungsgericht hat in seinem unangefochten gebliebenen Urteil vom 1
8.
November 2011 zusammengefasst festgehalten, dass angesichts der medi
zinischen Aktenlage im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenzusprechung am 2
7.
November
2003 die halbe Rente nicht
unrichtig im Sinne von
Art.
53
Abs.
2
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
erscheine.
Die damalige Rente war zugesprochen worden, weil nach An
sicht der Berufsberatung der IV-Stelle die seitens der Ärzte attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/5/5) auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr ver
wertbar sei, da die Versicherte kaum einen Arbeitsplatz finden werde, bei dem sie ihre vielen Pausen, die sie wegen ihrer kurzen Belastbarkeit machen müsse, einschieben könne (
Urk.
6/14). Bei einer Qualifikation der Versicherten als 50
%
Arbeitstätige und als 50
%
im Haushalt Tätige mit einer Einschrän
kung von 12
%
, ergab sich ein Gesamtinvaliditätsgrad von 56
%
(
Urk.
6/15).
Weiter führte das Gericht in seinem Urteil aus, z
u prüfen bleibe, ob im Zeitraum zwischen der Mitteilung vom
6.
Dezember 2004 (Bestätigung der halben Rente)
und der angefochtenen Verfügung vom 2
2.
Januar 2009 (Rentenaufhebung) eine
invalidenversicherungsrechtlich relevante Veränderung im Gesundheitszu
stand eingetreten sei (E. 3.3.2). Das Gericht befand dazu, dass das seitens der MEDAS gelieferte Gutachten vom 3
0.
April 2008 auf die geltend gemachten kognitiven Einschränkungen nicht eingegangen sei, weshalb diese nicht Ein
gang in die
Ar
beits
fähigkeitsbeurteilung
gefunden hätten. Der Einfluss des
Fati
gue-Syndroms
sowie die Auswirkungen der Krankheit der Versicherten auf die exekutiven Funk
tionen seien bisher nur unvollständig untersucht worden. In dieser Hinsicht sei
eine Ergänzung der gutachterlichen Ausführungen erforder
lich. Anschliessend sei
auch eine ergänzende Erklärung der Abklärungsperson im Haushalt einzuholen
oder eine ergänzende Haushaltsabklärung vorzuneh
men; hernach sei erneut über
den Rentena
nspruch zu entscheiden (
Urk.
6/84
E. 3.5).
1.2
Die Erwägungen in einem gerichtlichen Rückweisungsentscheid, auf die im Dis
positiv verwiesen wird, nehmen bei Nichtanfechtung an der formellen Rechts
kraft des Entscheids teil und sind für die Behörde, an die zurückgewiesen wird, verbindlich. Gleiches gilt für die Instanz, die den Rückweisungsentscheid gefällt
hat, falls die Sache an diese erneut weitergezogen wird (BGE 135 III 334 E.
2). Die
Rechtskraftwirkung - und damit Verbindlichkeit - des
Rückweisungsent
scheides
steht aber immer unter dem Vorbehalt, dass sich nicht aus dem
Rück
weisungs
verfahren
neue Tatsachen oder Beweismittel im Sinne der prozessualen Revision
ergeben, welche dessen
sachverhaltliche
Grundlage erschüttern. Das gilt - als
Aus
fluss von
Art.
61
lit
. i
ATSG
- auch bei einem kantonalen
Rück
weisungs
ent
scheid
(zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2010 vom 1
5.
Februar 2011
E. 7.1.1 mit Hinweisen).
1.3
Das Gericht hatte in seinem rechtskräftig gewordenen Urteil vom 1
8.
November
2011 in Dispositiv-Ziffer 1 beim Rückweisungsauftrag auf die Erwägungen Be
zug
genommen und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, bei einem neuen Entscheid über die Rente die gemachten Erwägungen zu beachten. Damit war die Verwal
tung - und ist das Gericht nun - an die im Urteil gemachten Erwä
gungen ge
bunden, weshalb im vorliegenden Revisionsverfahren nach
Art.
17 ATSG der massgeb
liche Vergleichszeitpun
kt derjenige des
6.
Dezember 200
4 ist (zweite Mit
tei
lung, mit der die halbe Rente bestätigt wurde;
Urk.
6/38), der mit dem Sach
verhalt, wie er sich bis zum neuen Verfügungszeitpunkt vom 2
2.
Januar 2013 entwickelt hat, zu vergleichen ist. Der Entscheid, dass die Aus
richtung einer
halben Rente im Zeitpunkt der erstmaligen Rentenzusprechung am 2
7.
Novem
ber
2003 nicht offensichtlich unrichtig war,
nimmt
an der Rechtskraft des
Rück
weisungsurteils
- unter dem Vorbehalt der prozessualen Revision –
ebenfalls teil
(vgl. erwähntes Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2010 vom 1
5.
Februar 2011 E.
7.1.1, 7.1.2).
2.
Die IV-Stelle stellt
e
sich in der nun angefochtenen Verfügung vom 2
2.
Januar 2013 im Wesentlichen auf den Standpunkt, nach den erneuten Abklärungen sei von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes nicht auszugehen. Hingegen bestehe eine verwertbare 50%ige Arbeitsfähigkeit der Versicherten auf dem all
gemeinen Arbeitsmarkt in einer angepassten Tätigkeit, weshalb bei einer Quali
fikation
seit August 2012
als Teilarbeitstätige mit einem Pensum von 80
%
und einem Pensum von 20
%
im Haushalt die seither ausgerichtete halbe Invaliden
rente mit dem ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung auf eine
Viertelsrente
herabgesetzt werde (
Urk.
2).
3.
3.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann
Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
des
gesetzes über die Invalidenversicherung [IVG] vom 6. Oktober 2006). Er
werbs
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
mög
lich
keiten
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähig
keit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sich
ti
gen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist
(Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
3
.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent ergibt sich ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent An
spruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ga
nze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
3
.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind
,
wird für diesen Teil die
Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
ben
bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der A
nteil der Erwerbstätigkeit
und der An
teil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; ge
misch
te Methode der Invaliditätsbemessung).
Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein
Betätigungs
vergleich
vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addie
rung
der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
er
gibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
3
.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Renten
bezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG)
. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
säch
lichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist somit nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revi
dier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe
nen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5, 117 V 199 E. 3b, 113 V 275 E. 1a mit Hinweisen).
4
.
4
.1
Im Zeitpunkt der Bestätigung der halben Invalidenrente Ende 2004 hatte die Be
schwerdeführerin in einem kleinen Pensum von ca. 10
%
(vier Stunden pro Woche
) als Aushilfspackerin und als Hilfe im Lager einer Firma in
Z._
gearbeitet (
Urk.
6/30, 6/31). Nach Angaben ihres Arztes
Dr.
med.
A._
,
Fach
arzt
für Innere Medizin, im Bericht vom 2
3.
September 2004, hatte sie im Som
mer 2004 ihren fünften Krankheitsschub erlebt, der mit einer Steroid-Stoss-Therapie behandelt werden musste. Gleichfalls klagte die Versicherte über in
tensive
Par
äs
thesien
in den Beinen, die Gleichgewichtsstörungen waren hinge
gen besser geworden (
Urk.
6/33
).
Er diagnostizierte weiterhin eine Multiple Sklerose, eine
atopische
Dermatitis und eine
valvuläre
Herzkrankheit (
Urk.
6/40).
Die IV-Stelle unterbreitete die Akten in der Folge ihrem RAD-Arzt
Dr.
B._
.
Dieser kam zum Schluss, dass sich medizinisch gesehen keine relevante Verän
derung ergeben habe. An der schon bei der ursprünglichen Rentenzusprechung vertretenen Auffassung, wonach eine gänzliche Arbeitsunfähigkeit
(richtig: Unfähigkeit zur Verwertung der Restarbeitsfähigkeit auf dem Allgemeinen Ar
beits
markt)
bestehe, könne weiterhin festgehalten werden (
Urk.
6/37/2). Unter
Beibe
hal
tung der
Annahme einer 50%igen Arbeitstätigkeit und einer 50%igen häus
lichen Tätigkeit der Versicherten im Gesundheitsfall errechnete die
Be
schwerde
gegnerin
somit erneut einen Invaliditätsgrad von 56
%
, indem sie ei
nem
Vali
den
einkommen
von
Fr.
26‘922.--
ein Invalideneinkommen von
Fr.
0.--
ent
gege
nsetzte (Invaliditätsgrad 50%iger Erwerbsteil: 50
%
) und den
Haushalts
be
reich
gesamthaft als zu 12
%
eingeschränkt sah (Invaliditätsgrad des 50%igen Haushaltsbereich: 6
%
), und bestätigte somit die halbe Rente (
Urk.
6/37/2).
4
.2
4
.2.1
Um in Nachachtung des Urteils des Sozialversicherungsgerichts vom 1
8.
Novem
ber 2011 den Verlauf des Gesundheitszustandes ab Ende 2004 beur
teilen zu können, gab die Beschwerdegegnerin bei
Dr.
phil.
C._
das neu
ropsycho
logi
sche Gutachten vom 1
3.
April 2012 (
Urk.
6/97) und beim Neurolo
gen
Dr.
m
ed.
D._
das Gutachten mit interdisziplinärer Beurteilung vom
4.
Juni 2012
(
Urk.
6/96) in Auftrag und veranlasste hernach eine Haushaltsabklärung (
Urk.
6/102). Dabei brachte die Versicherte auch vor, dass sie seit dem
1.
April 2009
im Rahmen eines Teilzeitpensums von 18
%
als Unterstützung der Haus
wartin für die
E._
arbeitete (
Urk.
6/101).
Gegenüber dem neuropsychologischen Gutachter gab die Versicherte als Haupt
problem ihre Müdigkeit und ihre Vergesslichkeit an. Sie vergesse immer wieder
Termine, Gegenstände oder Aufgabenstellungen an sie (
Urk.
6/97/7). Nach Durch
führung verschiedener Tests gelangte der Gutachter zur Auffassung, die Befun
de
seien in sich konsistent und widerspruchsfrei und sie widerspiegelten die der
zeitige Leistungsfähigkeit der Versicherten. Es habe sich ergeben, dass die Ver
sicherte Defizite betreffend das sprachliche und visuell-räumliche Gedächt
nis, die
Aufmerksamkeit und gewisse exekutive Funktionen, die Ausdauer (klar erhöhte Ermüdbarkeit) und das Allgemeinwissen habe. Die von der Versicherten darge
stellten subjektiven Beschwerden seien mit den Defiziten erklärbar. Der Gutach
ter stellte entsprechend die Diagnose einer sonstigen organischen
Per
sönlich
keits
- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funk
ti
onsstörung des Gehirns (ICD-10 F07.8), und zwar aufgrund von Multipler Sklerose.
Die ermittelten leichten bis mittelschwer ausgeprägten Defizite im Ge
dächtnis (sprachlich und visuell-räumlich), in der Aufmerksamkeit, in gewissen exekutiven Funktionen und in der psycho-physischen Belastbarkeit (klar er
höhte Ermüdbarkeit und klar verminderte Ausdauer) und im Allgemeinwissen, bei einer durchschnittlichen intellektuellen Leistungsfähigkeit, liessen die Ar
beits
fähigkeit in einer angepassten Erwerb
s
tätigkeit mindestens zu 50
%
ein
schränken.
Dr.
D._
kam nach einer neurologischen Untersuchung, in Zusammenarbeit mit
dem neuropsychologischen Gutachter und unter Berücksichtigung von altem wi
e auch neuem Bildmaterial zum Gehirn der Versicherten zum Schluss, die aktuell
erhobenen somatisch-neurologischen Befunde (spastisch-ataktische Gangstörung,
feinmotorische Defizite beider Hände, dissoziierte
Empfindungs
störung
in den unteren Extremitäten) begründeten zusammen mit den neu
ropsychologischen Defiziten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der früheren Berufstätigkeit als Köchin. Die feinmotorischen Defizite in beiden Händen auf
grund von
Sensibili
tätsstörungen
seien neu gegenüber dem letzten aktenkundi
gen neurologischen Befund der MEDAS von 1
8.
Dezember 200
7.
Diese passten zu der in der aktu
ellen MRI vom 2
3.
Mai 2012 nachgewiesenen Progredienz. In einer der Behin
de
rung angepassten, körperlich leichten überwiegend sitzenden nicht sonderlich monotonen Tätigkeit, die keine besondere Anforderungen an das feinmotorische Geschick stelle, sei aus neurologischer Sicht und unter Be
rücksichtigung der neuropsychologischen Befunde eine 50%ige Arbeitsfähigkeit vorstellbar, wie sie
von der MEDAS postuliert worden sei (
Urk.
6/96/13). Die neu hinzugekom
me
nen
feinmotorischen Defizite hätten zwar qualitativen aber keinen weiteren quan
ti
tativen Einfluss auf die Bemessung der Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/96/13).
4.2.2
Gegenüber der
Haushaltsabklärerin
gab die Versicherte am 2
7.
August 2012 an,
im Gesundheitsfall würde sie sicher seit August 2012 in einem 80%igen
Ar
beits
pensum
tätig sein, weil die Kinder am Mittag nicht mehr nach Hause kä
men. Sie
sei mehrheitlich am Tag alleine zu Hause (
Urk.
6/102/4). Der
Abkläre
rin
gegen
über klagte die Beschwerdeführerin ebenfalls über eine erhöhte Ermü
dbarkeit, sie müsse den Haushalt in Etappen erledigen. Sie sei langsamer und müsse sich mehr Zeit einräumen. Die Kinder seien älter und selbständiger ge
worden und übernähmen vermehrt auch Aufgaben im Haushalt.
Im Resultat nahm die
Abklärerin
eine Qualifikationsänderung der Versicherten ab November 2010 vor, indem die Versicherte in diesem Zeitpunkt zu 60
%
er
werbstätig und zu 40
%
im Haushalt tätig sei und sah eine weitere Änderung ab August 2012 vor, wonach die Versicherte zu 80
%
erwerbstätig und zu 20
%
im Haushalt tätig sei. Sie ermittelte dabei eine gesamthafte Einschränkung im Haus
halt von 17,4
%
(2010) bzw. von 17,6
%
(2012) (
Urk.
6/120/9).
4
.2.3
D
ie IV-Stelle
hatte
nach dem Urteil des Sozialversicherungsgerichts
die Ausrich
tung der
halbe
n
Rente
wieder aufgenommen. Sie kam
nun nach einer
Neube
rechnung
zum Schluss, dass die Versicherte
ab August 2012
bei
einer Tätigkeit als
Köchin im Gesundheitsfall und bei einem Pensum von 80
%
ein
Validenein
kommen
von
Fr.
48‘525.80 verdienen, und als invalide Person
mit einer Tätig
keit in einem Callcenter, im Versand oder bei einfachen administrativen Tätig
keiten in einem Pensum
von 50
%
und reduziert um weitere 10
%
ein
Invali
den
einkommen
von
Fr.
21‘515.13 erzielen würde.
So errechnete sie eine Ein
schränkung von 55,66
%
im Erwerbsbereich.
Zusammen mit der Einschränkung im Haushalt von 17,6
%
errechnete sie
unter Berücksichtigung der Teilbereiche
einen Gesamtinvaliditätsgrad von 48
%
(
Urk.
2).
5.
5.1
Seit der Bestätigung der halben Rente Ende 2004 hat die Beschwerdeführerin die damals
erst seit K
urzem innegehabte Stelle bei der
F._
gewechselt
und auch das Arbeitspensum hat sich seither etwas verändert. Seit die Be
schwer
deführerin bei der
E._
arbeitet, arbeitet sie
in einem leicht höheren Umfang
zu 18
%
(
Urk.
6/101). Unbestritten und aufgrund der Akten ist sodann überzeugend, dass die Versicherte im Gesundheitsfall ab 2012, da die Töchter damals bereits 13 und 15 Jahre alt und über den Mittag nicht mehr zu Hause waren, eine Erwerbstätigkeit als Köchin im Umfang von 80
%
und nicht mehr nur zu 50
%
wie im Jahr 2004
ausüben würde (
Urk.
1). Damit hat sich vor allem in qualifikatorischer Hinsicht im Sachverhalt eine Än
derung ergeben, die im Rahmen einer Rentenrevision zu beachten ist, weil dies einen Faktor beschlägt, der geeignet ist, den Invaliditätsgrad zu beeinflussen. Dabei ist i
n der Folge der Rentenanspruch im Rahmen der Revision einer allsei
tigen Über
prüfung zu unterziehen (Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bun
desgerichts
zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenver
sicherung (IVG),
3.
A.,
Rz
57 zu
Art.
30-31).
5.2
Mit beiden Parteien ist davon auszugehen, dass
seither
in gesundheitlicher Hin
sicht keine Verbesserung eingetreten ist. Dies gibt auch die
Beschwerdegeg
nerin
unter Hinweis auf die ärztliche Stellungnahme ihres RAD zu.
Dr.
med.
G._
,
Fachärztin für Innere Medizin, wies darauf hin, dass dies mit Blick auf die Diag
nose der Multiplen Sklerose, einer chronischen und nicht heilbaren Krankheit medizinisch auch nicht plausibel wäre (
Urk.
6/111/2).
Eine gewisse Progredienz der Krankheit wurde mit den neuen Bildaufnahmen dokumentiert.
Dass jedoch erhebliche Verschlechterungen zwischen 2004 und 2013
in der Funktion der Versicherten
aufgetreten wären, davon ist
eher
nicht auszugehen. Zwar ha
t die Versicherte auch nach dem
Sommer 2004 immer wieder Schübe gehabt, die jedoch nach entsprechenden
Kortisonbehandlungen
wieder zurück
gegangen waren, wie die Versicherte
Dr.
D._
gegenüber selber berichtete (
Urk.
6/96). Zu
genommen hatten jedoch aus der Sicht der Versicherten
vor al
lem
ihre
Er
schöpfbarkeit
, die in der neuropsychologischen Begutachtung gut nachvoll
zogen
werden konnte. Hinsichtlich der Einschätzung der medizinischen Situation kann
dabei
vollumfänglich auf das
bisdisziplinäre
Gutachten abge
stellt werden, das sämtliche, von der Rechtsprechung an ein beweistaugliches Gutachten gestellte
Anforderungen erfüllt (BGE 134 V 231 E.
5.1). Dies wird auch seitens der Be
schwer
deführerin nicht in Frage gestellt. Die durch die Gut
achter festgestellten neurologischen Befunde wie die spastisch-ataktische Gangstörung, die
feinmo
torischen
Defizite beider Hände, die dissoziierte
Emp
findungsstörung
in den unteren Extremitäten begründen zusammen mit den neuropsychologischen Defi
ziten nachvollziehbar und überzeugend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Köchin. In einer körperlich leichten, überwiegend sitzen
den, nicht sehr mono
tonen Tätigkeit, die keine besonderen Anforderungen an das feinmotorische Geschick stellt und eine weitgehend freie Zeiteinteilung er
möglicht, wäre nach Ansicht der Gutachter – bezogen auf eine 100%ige Tätig
keit - eine 50%ige Arbeitsfähigkeit vorstellbar (
Urk.
6/96/15). Auf diese Ein
schätzung ist
im Wesentlichen
abzustellen, sie deckt sich auch mit der Einschät
zung der Gut
achter der MEDAS, die zum gleichen Resultat fanden, allerdings noch ohne die neuropsychologischen objektivierte
n Ergebnisse zu haben (
Urk.
6/70
).
Die da
ma
ligen Gutachter stuften das Ausmass der
neurologischen
Einschränkungen, die sich seither im Wesentlichen nicht verändert haben, auf der
Behinde
rungs
skala
nach
Kurtzke
EDSS (
Expanded
Disability
Status Score
)
(0-10)
bei
3.5
bis
4 ein
und äusserten sich dazu, dass dieser Behinderungsgrad nicht vereinbar mit einer Arbeitsfähigkeit von über 50
%
sei
.
Gleichzeitig hiel
ten sie dafür, dass schwerwiegender die Beeinträchtigungen neuropsychologi
scher Natur seien
(
Urk.
6/70/21), welche – wie gezeigt wurde – damals noch nicht untersucht wor
den
waren.
Diesem Aspekt ist somit bei der
Arbeitsfähig
keitseinschätzung
hin
reichend
Gewicht beizumessen. In Anbetracht dessen, dass der Neuropsychologe
Dr.
phil.
C._
bei den
nun
erhobenen Resultaten von ei
ner mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit sprach (
Urk.
6/97/13), ist bei der dennoch attestier
ten gesamthaften 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepass
ten Tätigkeit der aufgezeigten Leistungsfähigkeitsgrenze, die
nach
mehr Pausen
verlangt
, bei den Abzügen vom Invalideneinkommen Rechnung zu tragen.
5.3
Die Beschwerdegegnerin erachtet
e
das von den Gutachtern dargestellte
Tätig
keitsp
rofil
als auf dem Arbeitsmarkt verwertbar und rechnet
e
diesem somit ein Invalideneinkommen zu. Die Beschwerdeführerin kritisiert dieses Vorgehen, in
dem sie
dartut
, dass sie die halbe Invalidenrente erhalten hatte, weil die
Be
schwerdegegnerin
der Ansicht war, ihre körperlichen Einschränkungen seien nicht verwertbar
(
Urk.
1)
.
Es kann im Verlauf festgestellt werden, dass die Beschwerdeführerin seit der
Diagnosestellung trotz ihren Einschränkungen zweimal eine Anstellung gefun
den
hat. Im Zeitpunkt der neuen Verfügung im Jahr 2013 stand sie – anders noch als im Vergleichsjahr 2004, als sie die erste Anstellung erst angetreten hatte – im vierten Anstellungs
jahr mit der
E._
.
Da
mit zeigt
sich, dass eine gewisse Adaption an die Beschwerden stattgefunden hat, so dass mit diesem Profil – und selbst mit dem Erfordernis der möglichst freien Zeit
einteilung (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 596/01 und I 643/01 vom 1
0.
Juni 2002
)
- nicht mehr von einer Unverwertbarkeit der Arbeitskraft auf dem All
ge
meinen Arbeitsmarkt gesprochen werden kann.
Es ist somit der Beschwerdegegnerin darin zu folgen, dass bei der neuen
Ren
ten
berechnung
im Rahmen des Revisionsverfahrens bei der mutmasslichen Er
werbs
tätigkeit von 80
%
im Gesundheitsfall ab August 2012 von einer 50%igen Ar
beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen ist.
Im Umfang von
20
%
ist die Beschwerdeführerin unbestri
ttenermassen als Hausfrau tätig, wes
hal
b erneut die gemischte Methode zur Anwendung gelangt.
5.4
Im Erwerbsbereich hat die Beschwerdegegnerin a
ls
Valideneinkommen
weiter
hin dasjenige genommen, das die Versicherte als Köchin im Jahre 2012 bei ei
nem
Pensum von 80
%
verdienen würde
. A
ls Ausgangspunkt
stützte sie sich dabei auf dasjenige
, das bereits 2003 zur halben Rente geführt hat
te
.
Dies
wird nicht beanstandet und
es ist dem zu folgen.
2003 betrug das
Valideneinkommen
bei einer 50%igen Arbeitstätigkeit
Fr.
26‘922
.—
(
Urk.
6/14). Angepasst an die
Nomi
nal
lohnentwicklung
der Frauenlöhne des Bundesamtes für Statistik (Index
1993=100) bis 2012 (2003=115.3, 2012=129.9) und umgerechnet auf ein Pen
sum
von 80
%
ergibt dies ein
en
Betrag von
Fr.
48‘52
9
.
65.
5.5
5.5.1
Bei der Festsetzung des Invalideneinkommens
kann nicht auf die tatsächlichen Verhäl
tnisse der Versicherte
n
bei der
E._
abgestellt
werden, übt sie doch dort nur ein Pensum von 18
%
aus (vgl. BGE 129 V 472 E.
4.2.1,
126 V 75 E.
3b/
aa
mit Hinweisen). Es
ist mit der
Beschwerdegegnerin
auf die
Schweizerische
Lohnstrukturerhebung 2010 (LSE 2010), Tabelle TA1, Total,
Frauen, Kategorie 4, (Monatslohn
Fr.
4‘225.-
-) abzustellen. U
mgerechnet
auf die
damalige
betriebsübliche Arbeitszeit (41,6 Stunden)
und angepasst an
ein
Pen
sum von
100
%
ergibt sich ein Jahreseinkommen von
Fr.
52‘728.-
-
.
Ange
passt an die Nominallohnentwicklung
der Frauenlöhne
zwischen den Jahren 2010 bis 2012 (
Bundesamtes für Statistik, Index 1993=100;
2010=
127.4,
2012=
129.9)
ergibt dies
e
in Jahreseinkommen von
Fr.
53‘76
2
.69
, was bei einem
zumutbaren
Pensum von 50
%
ein solches von
Fr.
26‘
881.35
ergibt.
5.5.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit ver
richteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durch
schnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu
einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merk
male der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Na
tionalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre ge
sundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestim
mung
der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merk
male auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat
die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 2
8.
Januar 2014 E. 3.2 mit Hinweis auf SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
Mit Bezug auf den behinderungs- beziehungsweise leidensbedingten Abzug ist
zu beachten, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum
zeitlich zumutbaren Arbeitspensum tretende qualitative oder quantitative Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berück
sichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versi
cherten
Person
realistischerweise
noch in Frage kommen. Davon zu unterschei
den ist die
Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei aus
ge
glichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewer
ber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Lediglich wenn - auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (zu diesem Be
griff BGE 110 V 273 E. 4b) - unter Berücksichtigung solcher Ein
schränkungen,
die personen- oder arbeitsplatzbezogen sein können, kein genü
gend breites Spek
trum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten mehr besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 2
8.
Januar 2014 E. 3.1.1 mit Hinweisen).
5.5.3
Die Beschwerdegegnerin hat einen Abzug vom Invalideneinkommen von 10
%
vor
genommen, ohne diesen zu begründen. Die Beschwerdeführerin weist mit der
Diagnose der Multiplen Sklerose und den damit vorhersehbaren schubwei
sen Aus
fällen im Erwerbsleben
sowie
der Notwendigkeit
,
auch während der Ar
beit immer wieder Pausen machen zu können, um ihren neuropsychologischen Be
einträchtigungen und der Müdigkeit
Rechnung zu tragen, so relevante Handi
caps
gegenüber einer gesunden Mitbewerberin auf, dass davon ausgegangen werden muss, dass sie diese vor allem mit der Bereitschaft, Abstriche beim Lohn zu machen, auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt ausgleichen kann, um trotzdem zu einer 50%igen Anstellung zu gelangen. Auch wurde aufgezeigt, dass die at
te
stier
te Arbeitsfähigkeit von 50
%
aus neuropsychologischer Sicht die oberste Grenze darstellt, so dass gesamthaft gesehen der Abzug von 10
%
vom
Tabel
len
lohn
gerechtfertigt erscheint.
Mithin ergibt sich ein Invalideneinkommen im Jahr 2012 bei einer 50%igen Arbeitsfähigkeit von
Fr.
24‘193.2
2.
Es ergibt sich somit
im erwerblichen Bereich
bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
48‘529.65 eine Einschränkung von
Fr.
24‘336.43 und damit einen
Invalidi
tätsgrad
von 50,15
%
.
Im Haushalt
s
bereich ist die Versicherte gemäss
Haus
halts
abklärung
unbestrittenermassen zu 17,6
%
eingeschränkt (
Urk.
6/102/9).
Unter Berücksichtigung der
neuen
Gewichtung der beiden Gebiete Haushalt (20
%
) und Erwerb (80
%
)
im Jahr 2012
ergibt sich somit ein
Gesamtinvalidi
täts
grad
von 43,64
%
(40,12 + 3,52
%
).
Die Reduktion der halben
Rente
auf eine
Viertelsrente
erfolgte damit zu Recht und ist
zu bestätigen
;
die Beschwerde
ist
abzuweisen.
6.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und ausgangsgemäss sind die Kosten von
Fr.
7
00.--
der Be
schwerdeführerin aufzuerlegen.