Decision ID: 2ce4555a-60d3-4ab0-aa7c-8b08cc8c46a5
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ war bei B._ als Bademeister tätig und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten
versichert. Mit Bagatellunfall-Meldung vom 30. September 2015 meldete die
Arbeitgeberin der Suva, der Versicherte habe am 24. September 2015 beim
Fussballspiel den linken Fuss überdehnt (Suva-act. 1). Der erste Arztbesuch war
gemäss Angaben auf dem Fragebogen zur Schadenmeldung am 29. September 2015
erfolgt (Suva-act. 9). Der behandelnde Arzt, Dr. med. C._, Innere Medizin FMH,
vermerkte im Arztzeugnis UVG vom 15. Januar 2016 die Diagnose einer Distorsion
linkes OSG (Suva-act. 11). Im Rahmen der weiteren Untersuchungen diagnostizierte Dr.
med. D._, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates FMH, Orthopädie Rosenberg St. Gallen, am 26. Dezember 2015
nach Durchführung eines MRI beim Versicherten ein dorsales Impingement und eine
Rotationsinstabilität OSG links mit kleinen, möglicherweise knöchernen Trümmern
(Suva-act. 17). Am 18. Februar 2016 unterzog sich der Versicherte einer dorsalen OSG-
Arthroskopie mit Débridement und Entfernung von freien Gelenkkörpern links (Suva-
act. 23).
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A.b Mit formlosem Schreiben vom 4. Februar 2016 lehnte die Suva den Anspruch auf
Versicherungsleistungen für die gemeldete Verletzung und deren Folgen ab. Bei
Vergleich der leistungsbegründenden Voraussetzungen mit dem Sachverhalt und den
medizinischen Feststellungen ergebe sich, dass weder ein Unfall noch eine
unfallähnliche Körperschädigung vorlägen (Suva-act. 15). Auf Wunsch des Versicherten
erliess die Suva am 14. März 2016 eine negative Verfügung (Suva-act. 25).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 22. März 2016 Einsprache. Die
Suva habe bei Erlass ihrer Verfügung die detaillierte Beschreibung des Hergangs in der
Stellungnahme vom 26. Februar 2016 ausser Acht gelassen. Er habe dem
Aussendienstmitarbeiter damals erklärt, dass bei einem Zweikampf mit einem
Gegenspieler ein scharfer Ball plötzlich und unglücklich seine Fussspitze getroffen
habe, wodurch der Fuss ungewöhnlich stark überstreckt und die Ferse
zusammengedrückt worden seien. In derselben Situation sei er dann mit überstrecktem
Fuss stark auf dem Boden aufgeschlagen, wodurch die Ferse zusammengestaucht
worden sei. Die Suva habe folglich den Sachverhalt augenscheinlich falsch festgestellt.
Entsprechend dem tatsächlichen Unfallhergang sei der Knochenabbruch in seinem
Fussgelenk offensichtlich aufgrund einer plötzlichen, nicht beabsichtigten
schädigenden Einwirkung (Zweikampf, scharfer Ball) eines ungewöhnlichen äusseren
Faktors entstanden. Infolgedessen beantragte der Versicherte, die entstandenen
Kosten aus besagtem Unfall seien zu übernehmen (Suva-act. 27).
B.b Mit Schreiben vom 7. April 2016 erhob die Atupri Krankenkasse als
Krankenversicherer des Versicherten ebenfalls provisorische Einsprache (Suva-act. 32).
Am 12. April 2016 äusserte sich der Versicherte anlässlich eines weiteren Gesprächs
mit dem Aussendienstmitarbeiter der Suva zum Unfallhergang (Suva-act. 34). Am 18.
April 2016 zog die Krankenkasse ihre Einsprache zurück (Suva-act. 37).
B.c Mit Entscheid vom 16. Juni 2016 wies die Suva die Einsprache des Versicherten
ab. Ein äusserer Faktor, der den Rahmen des Alltäglichen oder Üblichen überschreite,
sei auch den weiteren Sachverhaltsschilderungen nicht zu entnehmen. Der Zweikampf
und die Ballabnahme hätten sich nicht unter aussergewöhnlichen Umständen
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abgespielt. Der Beschwerdeführer sei grundsätzlich auf den von links kommenden Ball
gefasst gewesen. Es könne folglich auch nicht von einer unkoordinierten Bewegung
gesprochen werden. Der Beschwerdeführer habe den von links kommenden Ball mit
dem linken Fuss abnehmen wollen und habe dies auch getan. Der Bewegungsablauf
sei somit nicht durch eine Programmwidrigkeit gestört worden. Beim harten
Aufschlagen des Fusses bzw. nicht ideal ausgeführten Wiederaufsetzen des linken
Fusses aufgrund des „scharfen“ Balles handle es sich sodann lediglich um eine leichte
Abweichung vom Normalfall, welche in der gewöhnlichen Bandbreite der vielfältigen
Bewegungsabläufe eines Fussballspiels liege. Aufgrund der fehlenden Diagnose,
welche für die Bejahung einer unfallähnlichen Körperschädigung erforderlich wäre, sei
auch eine solche vorliegend nicht gegeben (Suva-act. 40).
C.
C.a Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer),
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Florian Weishaupt, mit Eingabe vom 15. Juli 2016
(Datum der Postaufgabe) Beschwerde und beantragte, der Einspracheentscheid sei
aufzuheben und die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu verpflichten,
Leistungen aus der Unfallversicherung zu erbringen. Eventualiter sei die Angelegenheit
zur Vornahme weiterer Abklärungen, insbesondere zur Einholung eines Gutachtens bei
einer neutralen Stelle, und zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Er beantragte zudem unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung. Der
Beschwerdeführer machte insbesondere geltend, dass seine Schilderung des
Hergangs zu Beginn nicht sehr detailliert gewesen sei, da er sich als
versicherungsrechtlicher Laie nicht bewusst gewesen sei, dass die Ungewöhnlichkeit
des Verletzungshergangs relevant sei. Dies habe er bereits anlässlich der Befragung
durch die Beschwerdegegnerin erklärt. Es sei sowohl von einem Unfall wie auch von
einer unfallähnlichen Körperschädigung auszugehen (act. G 1).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 22. September 2016 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des
Einspracheentscheids. Sie trug vor, dass die nachträglichen Angaben des
Beschwerdeführers rechtsprechungsgemäss unbeachtlich seien. Es sei ferner kein
ungewöhnlicher Faktor ersichtlich. Im Rahmen der anfänglichen Angaben seien keine
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Programmwidrigkeit oder unkoordinierte Bewegung dokumentiert. Demzufolge sei ein
Unfall im Rechtssinn zu verneinen. Auch eine unfallähnliche Körperschädigung entfalle
vorliegend, da es sich bei der Verletzung des Beschwerdeführers nicht um eine
Körperschädigung im Sinne der Gesetzgebung handle. Im Übrigen fehle es an einem
äusseren Faktor (act. G 5).
C.c Mit Schreiben vom 18. Oktober 2016 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers
um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung bewilligt (act. G 6).
C.d Auf die Einsichtnahme in die Akten der Beschwerdegegnerin wurde seitens des
Beschwerdeführers verzichtet und keine weitere Stellungnahme eingereicht (act. G 7).

Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss den Übergangsbestimmungen werden
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor Inkrafttreten der Änderung ereignet
haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach
bisherigem Recht gewährt. Vorliegend steht ein Unfall vom 24. September 2015 zur
Diskussion. Es finden daher die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen
Anwendung.
2.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch des
Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen gegenüber der Beschwerdegegnerin
aus der obligatorischen Unfallversicherung für die Folgen des Ereignisses vom 24.
September 2015.
3.
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3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz
nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die
eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur
Folge hat (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
3.2 Zu prüfen ist im Folgenden, ob ein ungewöhnlicher äusserer Faktor auf den Körper
des Beschwerdeführers eingewirkt hat. Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der
Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor
selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere
Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. Ein
äusserer Faktor ist aussergewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen
Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich
im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (RKUV
2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, BGE 121 V 38 E. 1a, je
mit Hinweisen). Das für den Unfallbegriff wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen
äusseren Faktors kann nach Lehre und Rechtsprechung auch in einer unkoordinierten
Bewegung bestehen (RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E.
2b; ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989,
S. 176 f.). Bei unkoordinierten Bewegungen ist das Merkmal der Ungewöhnlichkeit
erfüllt, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer
Körperbewegung gleichsam „programmwidrig“ beeinflusst hat, was beispielsweise
dann zutrifft, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einen
Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine reflexartige
Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E.
4.1). Dass es tatsächlich zu einem Sturz kommt, wird mithin nicht vorausgesetzt.
Immerhin ist festzuhalten, dass der Nachweis eines Unfalls bei Schädigungen, die sich
auf das Körperinnere beschränken, insofern strengen Anforderungen unterliegt, als die
unmittelbare Ursache der Schädigung unter besonders sinnfälligen Umständen gesetzt
werden muss; denn ein Unfallereignis manifestiert sich in der Regel in einer äusserlich
wahrnehmbaren Schädigung, während bei deren Fehlen eine erhöhte
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Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen besteht (RKUV 1996 Nr. U 253
S. 204 E. 4d).
4.
4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, beim Ereignis vom 24. September 2015
handle es sich um einen Unfall im Rechtssinne. Er habe während eines Zweikampfes
versucht, den heranfliegenden, scharf gespielten Ball vor dem Gegenspieler
abzufangen, wobei ihm dies im letzten Moment gelungen sei, indem er mit der
Fussspitze in der Luft noch irgendwie an den Ball gekommen sei. Beeinträchtigt durch
den Zweikampf habe ihn dabei der Ball an der Fussspitze derart unglücklich getroffen,
dass sich der linke Fuss stark überstreckt habe und dabei das Fussgelenk
zusammengedrückt worden sei. In derselben Situation sei er dann durch den Kontakt
mit dem Gegenspieler unkoordiniert mit überstrecktem Fuss auf den Boden
aufgeschlagen, wobei die Ferse bzw. der Fuss auf den Boden aufgeschlagen sei (act.
G 1). Die Beschwerdegegnerin bestreitet ein solches Geschehen. Der
Beschwerdeführer habe diese Sachverhaltsdarstellung erst nach dem abschlägigen
Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 4. Februar 2016 vorgebracht. Es müsse auf
seine Aussagen der ersten Stunde abgestellt werden, bezüglich derer eine
Ungewöhnlichkeit zu verneinen sei (act. G 5).
4.2 Unter diesen Umständen ist vorab der massgebende Sachverhalt im
Zusammenhang mit dem Ereignis vom 24. September 2015 festzustellen, auf dessen
Grundlage das Vorliegen eines Unfalls im Rechtssinne und die Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin zu beurteilen ist.
4.3 Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die Elemente eines Unfalls
erfüllt sind; zu diesem Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu
untersuchen, kann aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen (=
Untersuchungsgrundsatz; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des
Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 2 f., § 70 N. 20; UELI KIESER,
ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 43 N 13, Art. 61 N 96 ff., Art.
61 N 111 f.; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung
des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
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Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 29; RKUV 1990Nr. U 86 S. 50).
Das Gericht darf eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn es von ihrem
Bestehen überzeugt ist. Es hat seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den
Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu
folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste
würdigt (BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen). Bei sich widersprechenden Aussagen
der versicherten Person über den Unfallhergang kann praxisgemäss auf die
Beweismaxime abgestellt werden, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der
ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere
Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen
versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die
versicherte Person ihre Darstellung im Lauf der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die
sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach
Kenntnis einer Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 47 E. 1a mit
Hinweisen; RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 29 f.). Die Anwendbarkeit dieser Beweismaxime
setzt allerdings voraus, dass die Aussage präzise und vollständig aufgezeichnet
worden ist (ANNA-KATHARINA PANTLI/UELI KIESER/VOLKER PRIBNOW, Die
"Aussage der ersten Stunde" im Schadensausgleichsrecht - und die Mangelhaftigkeit
ihrer Aufzeichnung, AJP 2000/10, S. 1195 ff., S. 1200 ff.). Darüber hinaus muss
gegebenenfalls die Unbeholfenheit und die beschränkte sprachliche
Ausdrucksfähigkeit der versicherten Person berücksichtigt werden (vgl. MAURER,
a.a.O., S. 263). Die Beweismaxime kann sodann nicht auf Aussagen Dritter angewandt
werden (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007
sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 5. April 2004, I 814/03, E. 2.4.2).
Grundsätzlich gilt, dass die Beweismaxime der "Aussage der ersten Stunde" keine
förmliche Beweisregel, sondern lediglich eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung
(Art. 61 lit. c ATSG) zu berücksichtigende Entscheidungshilfe darstellt (Urteil des
Bundesgerichts vom 23. Oktober 2009, 8C_319/2009, E. 2).
4.4 Den Akten sind folgende Sachverhaltsdarstellungen zu entnehmen: Gemäss
Schadenmeldung vom 30. September 2015 hat sich der Beschwerdeführer bei einem
Fussballspiel den Fuss überdehnt (Suva-act. 1). Im Rahmen der Untersuchung vom 7.
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Dezember 2015 bei Dr. D._ wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer bei
einem Fussballspiel initial einen scharfen Ball mit der Fussspitze angenommen habe
und diesen scharf habe zurückspielen wollen (Suva-act. 3). Im Fragebogen zur
Schadenmeldung gab der Beschwerdeführer am 4. Januar 2016 als ausführliche
Schilderung des Vorfalls ein hartes Aufschlagen mit der Ferse auf dem Boden beim
Fussballspielen an. Die Frage, ob etwas Besonderes (Ausgleiten, Sturz, Anschlagen
usw.) passiert sei, verneinte er (Suva-act. 9). Gemäss Arztzeugnis UVG von Dr. C._
vom 15. Januar 2016 wird unter Angaben des Patienten vermerkt, dass es bei einem
Fussballspiel bei einer Ballabnahme zu einer Distorsion gekommen sei (Suva-act. 11).
Anlässlich der Gespräche mit dem Aussendienstmitarbeiter der Beschwerdegegnerin
vom 26. Februar und 12. April 2016 (Suva-act. 20, 34) sowie in der Beschwerde vom
15. Juli 2016 (act. G 1) wurde das Ereignis vom 24. September 2015 wie in E. 4.1
erwähnt geschildert.
4.5 Unstreitig ist, dass das in der Beschwerde beschriebene Ereignis einen
Unfalltatbestand im Sinn von Art. 4 ATSG darstellt. In Übereinstimmung mit der
Beschwerdegegnerin ist jedoch festzustellen, dass die für ein Unfallereignis
sprechenden Spezifikationen erst im Anschluss an die ablehnende Haltung der
Beschwerdegegnerin vom 4. Februar 2016 (Suva-act. 15) hinzugefügt worden sind und
dieser Umstand Zweifel an dem später geschilderten Unfallereignis weckt.
4.6 Die Ereignisschilderungen gemäss der Schadenmeldung, dem Bericht von Dr.
D._ und dem Arztzeugnis von Dr. C._ (vgl. vorstehende E. 4.4) stellen kein
Geschehen entsprechend einer programmwidrigen, sinnfälligen Störung mit einer
übermässigen Beanspruchung des Körpers dar. Der Unfallbegriff und in diesem
Zusammenhang ein besonderes Vorkommnis im Sinne der vorerwähnten
Rechtsprechung (vgl. E. 3.2) ist mit den Ausführungen in diesen Dokumenten also nicht
erfüllt. Angesichts dessen, dass die Formulierungen der Ereignisschilderungen nicht
vom Beschwerdeführer stammen, ist ihnen jedoch für sich allein kein massgebender
Beweiswert beizumessen.
4.7
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4.7.1 Eine erste Gelegenheit zur persönlichen Äusserung zum Ereignis vom 24.
September 2015 bekam der Beschwerdeführer mit dem Fragebogen der
Beschwerdegegnerin. Dieser dient der Unfallversicherung zur detaillierten Erhebung
der tatsächlichen Verhältnisse bei der leistungsansprechenden Person. Im Vordergrund
stehen entsprechend Fragen betreffend die für die Leistungspflicht des
Unfallversicherers massgebenden Voraussetzungen des Unfallgeschehens. Sofern der
Unfallversicherer die tatsächlichen Verhältnisse mittels Frageblättern detailliert erhoben
hat, ist er seiner Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des
rechtserheblichen Sachverhalts grundsätzlich rechtsgenüglich nachgekommen und es
überzeugt rechtsprechungsgemäss nicht, wenn die versicherte Person einen
bestimmten, bedeutsamen Sachverhalt bzw. Umstand als Schadensursache erst nach
einer abschlägigen Mitteilung schildert. Der Unfallversicherer ist nicht gehalten, die
versicherte Person im Nachgang zu umfassenden Erhebungen zur weiteren
Substantiierung des gemeldeten Geschehnisses aufzufordern (Urteile des EVG vom 26.
Februar 2004, U 64/2002, E. 2.2.3, und 27. Juni 2002, U 148/01, E. 2.b). In Bezug auf
den vorliegenden Fall lässt sich sagen, dass erstmals der Bericht vom 26. Februar 2016
eine den Unfallbegriff erfüllende Beschreibung des Ereignisses vom 24. September
2015 enthält.
4.7.2 Im Fragebogen (Suva-act. 9) erwähnte der Beschwerdeführer bei Aufforderung
zu einer ausführlichen Schilderung des Vorfalles nur ein hartes Aufschlagen mit der
Ferse auf den Boden beim Fussballspielen. Eine relevante Programmwidrigkeit – wie es
sich allenfalls aus einem Zweikampf ergeben kann und wie es später beschrieben
wurde – ist der Ereignisschilderung des Beschwerdeführers im Fragebogen nicht zu
entnehmen. Dies obwohl er um eine "ausführliche Schilderung des Vorfalles" ersucht
worden war (Frage 1). Mit der Formulierung der Frage 3 wird sodann klar und
verständlich geprüft, ob sich etwas Besonderes wie namentlich "Ausgleiten, Sturz,
Anschlagen usw." ereignet hat. Wenn also nach einem besonderen Ereignis gefragt
wird, ist es nicht nachvollziehbar, wenn eine versicherte Person diese konkrete Frage
verneint und einen Zweikampf bzw. Kontakt mit einem Gegenspieler bzw. Kampf um
den Ball unerwähnt lässt. Die Fragen des Fragebogens sind so verfasst, dass sie von
einer versicherten Person ohne weiteres beantwortet werden können. Eine anwaltliche
Vertretung ist dafür nicht erforderlich. Von der versicherten Person werden keine
hochstehenden, fehlerfreien und ausgeklügelten, jedoch die wesentlichen Elemente
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umfassende, vollständige Schilderungen erwartet. Was ein wesentliches Element ist,
wird mit der Frage 3 des Fragebogens deutlich gemacht. Es ist entsprechend nicht
nachvollziehbar, inwiefern die dem Beschwerdeführer konkret gestellten Fragen von
ihm nicht präzise hätten beantwortet werden können.
4.8 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bei der Beurteilung der Streitfrage, ob
das Ereignis vom 24. September 2015 die Merkmale des Unfalls gemäss Art. 4 ATSG
erfüllt, von den Angaben des Beschwerdeführers im Fragebogen (Suva-act. 9)
auszugehen ist, wonach er während eines Fussballspiels mit der Ferse hart auf den
Boden aufgeschlagen ist. Zugunsten des Beschwerdeführers ist weiter von den ersten
Angaben bei den behandelnden Ärzten Dr. C._ und Dr. D._ auszugehen, wonach er
vor dem Aufschlagen der Ferse auf den Boden einen scharfen Ball mit der Fussspitze
angenommen- und abgegeben hat (Suva-act. 3, 11). Mit dem sich daraus ergebenden
Sachverhalt ist das Unfallbegriffsmerkmal des ungewöhnlichen Faktors im Sinne der
vorerwähnten Rechtsprechung (vgl. E. 3.2) nicht erfüllt.
4.9 Der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalles erfüllenden Ereignisses
lässt sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Nachdem Diagnosen
(vorliegend ein dorsales Impingement, freie Gelenkkörper und eine Rotationsinstabilität
OSG links bei einem Status nach einer Distorsion [Suva-act. 23]) aber zumindest
Indizien für das Vorliegen eines unfallmässigen Geschehens liefern können (Urteil des
EVG vom 3. Januar 2000, U 236/98, E. 2.d), sind diese nachfolgend dennoch
abzuhandeln.
4.9.1 Bei einer Distorsion handelt es sich zwar im Regelfall um eine traumatisch
bedingte Diagnose (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische
Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 412, 1097, 1120), doch ist zu beachten, dass sich der
medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff deckt. Ein traumatisches
Ereignis schliesst zwar eine pathologische Ursache aus, umfasst jedoch neben dem
eigentlichen Unfall im Rechtssinne auch Ereignisse, denen der Charakter der
Ungewöhnlichkeit und/oder der Plötzlichkeit abgeht (Urteil des EVG vom 3. Januar
2000, U 236/98, E. 2.d; MAURER, a.a.O., S. 176 f.). Insbesondere Distorsionen
zeichnen sich durch verschiedenste Schweregrade aus und können auch nach einem
geringfügigen Trauma auftreten (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 1097; vgl. dazu auch
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Urteil des EVG vom 30. August 2001, U 277/99). Damit ist bereits allgemein gesagt,
dass eine Distorsion nicht in jedem Fall einem Unfall mit unphysiologischer,
programmwidriger Beanspruchung eines Körperteils im Sinne eines ungewöhnlichen
äusseren Faktors entspricht. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass im alltäglichen
Bewegungsablauf und bei solchen dem Normalablauf entsprechenden sportlichen
Aktivitäten Verdrehungen von Körperteilen nichts Aussergewöhnliches darstellen. Für
eine Leistungspflicht des Unfallversicherers gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG in
Verbindung mit Art. 4 ATSG kann nicht jedes Geschehen bzw. jede Bewegung des
Körpers genügen, sondern es muss eben ein Unfallereignis im Rechtssinne vorliegen.
Allein die Diagnose der Distorsion vermag damit das Merkmal des ungewöhnlichen
Faktors nicht zu begründen.
4.9.2 Das beschriebene dorsale Impingement des oberen Sprunggelenks (sog.
«Fussballerknöchel») wird häufig auf mechanische Mikrotraumata und forcierte
Dorsalextensionen zurückgeführt, wovon gemäss medizinischen Studien mehrheitlich
Fussballer betroffen seien (MATTHIAS G. WALCHER, Sprunggelenks- und
Fusserkrankungen bei Fussballern, in: Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und
Sporttraumatologie 58 (2)/2010, S. 44 ff.). Diese Mikrotraumata sind
rechtsprechungsgemäss als krankheitsbedingt zu qualifizieren (vgl. Urteil des EVG vom
13. Dezember 2000, U 226/00, E. 1), weshalb der Befund des dorsalen Impingements
überwiegend wahrscheinlich degenerativer Natur und nicht geeignet ist, Indizien für
das Vorliegen eines ungewöhnlichen Faktors zu liefern.
4.9.3 Was die zwei knöchernen Trümmer bzw. die zwei anlässlich der Operation
vom 18. Februar 2016 entfernten abgerundeten freien Gelenkkörpern betrifft, ist von
Relevanz, dass deren Entstehung auf unterschiedlichen Ursachen beruhen kann. Freie
Gelenkkörper sind nicht (nur) typische Folgen einer äusseren Einwirkung. In Betracht
kommen zwar unmittelbare und mittelbare Gelenksverletzungen (z.B.
Knorpelabsprengung, Abscherung von Kapselteilen, eingeschlagene Meniskusrisse,
Bänderriss). Ursache dafür können aber auch Entzündungen und degenerative
Prozesse (z.B. Synovialitis, Osteoarthritis mit Abstoßung von Gelenkkörperteilen,
Osteochondrosis dissecans) sein (vgl. dazu https://de.wikipedia.org/wiki/
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 13/16
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Freier_Gelenkk%C3%B6rper, abgerufen am 23. November 2017). Zwar ergibt sich aus
den medizinischen Berichten nicht ausdrücklich eine Ursache für die zwei freien
Gelenkkörper. Es bestehen aber gewichtige Anhaltspunkte für eine degenerative
Ursache. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang die mittels MRI und anlässlich der
Operation festgestellte Synovialitis im gesamten dorsalen Gelenkraum (Suva-act. 12,
23). Ebenfalls als Ursache wahrscheinlicher als eine einmalige ungewöhnliche äussere
Einwirkung sind aufgrund des dorsalen Impingements abgebrochene knöcherne
Auswüchse, welche Folge von immer wiederkehrenden kleinen Verletzungen sind (vgl.
dazu https://gelenk-klinik.de/orthopaedische-erkrankung/
sprunggelenk/impingement-oberes-sprunggelenk.html, abgerufen am 23. November
2017). Die freien Gelenkkörper lassen sich gestützt auf diese Ausführungen nicht mit
Wahrscheinlichkeit dem Ereignis vom 24. September 2015 zuordnen, womit auch
damit eine allfällige Ungewöhnlichkeit des Ereignisses nicht begründet werden kann.
4.9.4 Bezüglich Rotationsinstabilität des OSG links ist unbestritten, dass diese nicht
vom Ereignis vom 24. September 2015 herrührt.
4.9.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auch die gestellten Diagnosen nicht
stichhaltig für ein unfallmässiges Geschehen sprechen. Entsprechend entfällt eine
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin.
5.
5.1 Somit bleibt die Frage zu beantworten, ob es sich bei der Verletzung des
Beschwerdeführers um eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinn von Art. 9 Abs. 2
UVV handelt.
5.2 Folgende, in Art. 9 Abs. 2 UVV abschliessend aufgeführte Körperschädigungen
sind, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration
zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen
gleichgestellt: Knochenbrüche; Verrenkungen der Gelenke; Meniskusrisse; Muskelrisse;
Muskelzerrungen; Sehnenrisse; Bandläsionen und Trommelfellverletzungen. Eine
Leistungspflicht des Unfallversicherers ist jedoch – auch wenn einer der in Art. 9 Abs. 2
UVV aufgeführten Befunde erhoben wird – nur gegeben, wenn die Verletzung, wie in
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Art. 4 ATSG vorgesehen, auf eine plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende
Einwirkung eines äusseren Faktors zurückzuführen ist. Bei den unfallähnlichen
Körperschädigungen im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV entfällt im Vergleich zu den
eigentlichen Unfällen nach Art. 4 ATSG einzig das Tatbestandselement der
Ungewöhnlichkeit des auf den Körper einwirkenden äusseren Faktors. Alle übrigen
Begriffsmerkmale eines Unfalls müssen hingegen auch bei den unfallähnlichen
Körperschädigungen erfüllt sein. Dies gilt namentlich für das Erfordernis des
einwirkenden äusseren Faktors an sich, worunter ein ausserhalb des Körpers liegender,
objektiv feststellbarer, sinnfälliger – eben unfallähnlicher – Einfluss auf den Körper zu
verstehen ist. Dabei kann die schädigende Einwirkung auch in einer körpereigenen
Bewegung bestehen (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juli 2014, 8C_147/2014, E.
2.3).
5.3 Das Fussballspiel ist rechtsprechungsgemäss ein Geschehen mit einem
gesteigerten Gefährdungspotenzial, indem eine Vielzahl von nicht alltäglichen
Bewegungen (wie abruptes Beschleunigen und Stoppen, seit- und rückwärts Laufen,
Drehen, Strecken, Schiessen des Balls, Hochspringen beim Kopfball etc.), die den
gesamten Körper mannigfach belasten, ausgeführt werden. Es stellt auch für einen
geübten Fussballspieler nicht eine alltägliche Lebensverrichtung wie etwa das blosse
Bewegen im Raum dar (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juli 2011, 8C_186/2011, E.
8.4 mit Hinweisen). Entsprechend besteht eine Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin, wenn aus dem Ereignis vom 24. September 2015 trotz Fehlens
einer Ungewöhnlichkeit eine Listenverletzung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV resultierte
5.4 Beim Beschwerdeführer wurde keine einschlägige Diagnose gestellt. Zwar wäre
die Subsumtion der Distorsion als Verrenkung eines Gelenkes (lit. b) vorstellbar, das
Bundesgericht steht dieser weiten Auslegung jedoch ablehnend gegenüber. Als
Gelenksverrenkungen werden ausschliesslich vollständige Verrenkungen (Luxationen)
anerkannt, nicht aber Verdrehungen (Torsionen) und Verstauchungen (Distorsionen;
Urteil des Bundesgerichts vom 4. Februar 2013, 8C_909/2012, E. 5.2). Hinweise für
eine Luxation bestehen nicht. Dass im Zuge der diagnostizierten Distorsion die zwei
freien Gelenkkörper abgesprengt wurden, ist nicht wahrscheinlich (vgl. dazu die
vorstehende E. 4.9.3). Bei Möglichkeit unterschiedlichster Ursachen und gewichtigen
Anhaltspunkten gegen im Zuge der Distorsion des linken Sprunggelenkes
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abgesprengten freien Gelenkkörper ist nicht zu erwarten, dass weitere medizinische
Abklärungen respektive ein medizinisches Gutachten genügende Klarheit schaffen
würden. Von Weiterungen ist damit in antizipierter Beweiswürdigung abzusehen (BGE
136 I 236 E. 5.3, 134 I 140 E. 5.3 und BGE 124 V 94 E. 4b), wobei selbst bei
unfallkausaler Absprengung der knöchernen Trümmer die Anwendbarkeit von Art. 9
Abs. 2 lit. a UVV (Knochenbrüche) fraglich wäre. Eine abschliessende Beurteilung dazu
kann indes unterbleiben.
5.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Beschwerdeführer am 24.
September 2015 keine Listenverletzung zugezogen hat, weshalb eine Leistungspflicht
der Beschwerdegegnerin aufgrund einer unfallähnlichen Körperschädigung entfällt.
6.
6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 16. Juni 2016 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
6.2 Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtsverbeiständung bewilligt.
Der Staat ist mithin zu verpflichten, für die Kosten seiner Rechtsvertretung
aufzukommen. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt
und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach
der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der
Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22
Abs. 1 lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr.
12'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf
vergleichbare Fälle bei lediglich einfachem Schriftenwechsel eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3‘000.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen
(Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzs [AnwG; sGS 963.70]). Somit hat der Staat den
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit Fr. 2‘400.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
6.3 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt wurde, ist zur
Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen
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Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).