Decision ID: 9cef1911-0f7c-5626-90d2-63931a09df06
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1955 geborene
X._
war zuletzt von 1984 bis 1991 als Küchen
bursche
im Restaurant
Y._
tätig (
Urk.
6/3/3, Urk. 6/5
/1
). Am 14. September 1993 meldete
er
sich
unter Hinweis auf Magen-, Blut- und Herz
beschwerden
bei der
Eidgenössischen
Invalidenversicherung zum
Renten
bezug an (
Urk.
6/3
). Mit Verfügung vom
24. Januar 1995 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, ihm eine halbe Härte
fallrente bei einem Invaliditätsgrad
von 41
%
mit Wirkung ab 1.
September 1992 zu (
Urk.
9/23
)
.
Dies bei den Diagnosen einer
Kardiomyopathie
ungeklärter Ätiolo
gie mit deutlicher Verminderung der Auswurffraktion, Li-Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen mit komplexer ventrikulärer
Extrasystolie
und teilweisen Kammertachykardien,
eines Ulcus
ventriculi
und
duodeni
bei
Helicobacter
-Befall, klinisch Persistenz nach
Eradiktionsbehandlung
vor einem Jahr, sowie eines
Nikotinabusus
(
Feststellungsblatt vom 23. September 1994,
Urk. 6/16).
Nachdem der Versicherte am 22. Mai 1998 zum zweiten Mal eine Rentenerhöhung beantragt hatte
(Urk. 6/35)
, sprach
die IV-Stelle
dem Versicherten mit Verfügung vom 26. Januar 2000 und Wirkung ab 1. Juli 1998 eine ordentliche halbe Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 56 % zu
(Urk. 6/67-68)
. Sie begründete ihre Verfügung damit, dass der Versicherte ab April 1998 nur noch zu 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit arbeitsfähig sei (Urk.
6/67/3
).
Die folgenden Rentenrevisionen führten zu keinen Änderungen (Mitteilung
vom 26. März 2003
,
Urk. 6/74; Verfügung vom 24. Mai 2004, Urk. 6/81).
D
as
erneute
Rentenerhöhungsbegehren des Versicherten
vom Juni 2006 (Urk. 6/84) wies die IV-Stelle
mit Verfügung vom 20. November 2006 mit der Begründung ab, dass sich sein Gesundheitszustand nicht verschlechtert habe
(Urk. 6/92).
Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom
30. November 2007
mangels wesentlicher Veränderung des Gesundheitszustands
abgewiesen (Urk. 6/
99;
Prozess Nr.
IV.2006.01069
)
.
Am 10. Oktober 2009 machte der Versi
cherte
wiederum
eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands infolge sei
ner Herzkrankheit geltend (Urk. 6/102). Dieses Erhöhungsgesuch wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 17. Mai 2010 mangels Veränderung des Gesundheits
zustands ab (Urk. 6/108). Die hiergegen erhobene Beschwerde
zog der Versi
cherte wieder zurück, sodass der Prozess Nr. IV.2010.00482 mit Verfügung des hiesigen Gerichts vom 23. August 2010
infolge Rückzug
als
erledigt
abgeschrie
ben wurde (Urk. 6/114), woraufhin die Verfügung der IV-Stelle vom 17. Mai 2010 in Rechtskraft erwuchs.
1.
2
Mit Schreiben vom 8. November 2011
(Urk. 6/123)
und unter Beilage diverser Arztberichte (Urk. 6/122) ersuchte der Versicherte erneut um die Erhöhung sei
ner Invalidenrente
, da die halbe Rente der Invalidenversicherung finanziell nicht ausrei
che und sein Gesundheitszustand
nach wie vor nicht rosig sei und leider auch nicht besser werde, im Gegenteil
. Daraufhin holte die IV-Stelle das polydisziplinäre Gutachten des
Begutachtungsinstituts Z._
vom 8. Mai 2012 ein (
Urk.
6/131).
Gestützt auf das
Z._
-Gutachten sowie die Stel
lungnahme des
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
vom 4. Juni 2012 stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 20. Juni 2012 die Abwei
sung seines Erhöhungsgesuchs in Aussicht (Urk. 6/136)
und verfügte am 30. August 2012 entsprechend (Urk. 6/137
= Urk. 2
)
.
2.
Dagegen erhob der
Versicherte
mit Eingabe vom
17. September 2012
Be
schwerde mit dem
sinngemässen
Antrag, es sei die
angefochtene
Verfügung aufzuheben und
seinem Erhöhungsgesuch stattzugeben
(Urk. 1)
. In der Beschwerdeantwort vom
29. Oktober 2012
schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), was dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 31. Oktober 2012 mitgeteilt wurde (Urk.
7).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Zur Annahme der Invalidität nach Art. 8 ATSG ist - auch bei psychischen Erkran
kungen - in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbstständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentli
chen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisionsgrund im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V
108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
2.
Während die IV-Stelle das Begehren um Erhöhung der Invalidenrente mit der angefochtenen Verfügung und mit der Begründung abwies, ihre medizini
schen Abklärungen hätten
einen unveränderten Gesundheitszustand ergeben
(
Urk.
2; vgl. auch Urk. 5
), stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt,
es gehe ihm gesundheitlich sehr schlecht
(
Urk.
1).
3.
3.1
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung ist die Verfügung der IV-Stelle vom
17. Mai 2010 (Urk. 6/108)
, da
vor deren Erlass
eine materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung erfolgte (vgl.
vorstehende
E. 1.
3
).
Die Verfügung vom 17. Mai 2010
(Urk. 6/108)
basierte auf
der Stellungnahme der RAD-Ärztin
Dr.
med.
A._
, Fachär
ztin für Innere Medizin, vom 3.
März 2010 (Urk. 6/105/2), welche wiederum den
Bericht von
Dr.
med. B._
, Facharzt für Allgemeine
Innere
Medizin,
vom 8. Februar 2010 sowie den Bericht des
S
pitals
C._
,
Klinik für Kardiologie,
Dept
. für Innere Medizin, vom 7.
September 2009 berücksichtigte.
Letzterem sind folgende Diagnosen zu entnehmen (Urk. 6/104/5):
hypertrophe
Kardiomyopathie
mit apikaler Beteiligung
Status nach elektromechanischer Reanimation am 7. April 1998 bei Kammerflimmern
Status nach
ICD
-Implantation am 23. April 1998;
ICD-
Wechsel am 26. Februar 2003 und am
2.
Juni 2009 bei Batterie-Erschöpfung
mit i
ntermittierendem Vorhofflimmern und
orale
r
Antikoagulation seit August 2001
bei folgendem Echo am 7. September 2009: normal grosser linker Ventrikel mit diffuser
Hypokinesie
(verstärkt
septal
),
Ejektionsfraktion (
EF
)
biplan
41
%
.
Die
Trabekulierung
midventrikulär
lateral sei Teil des Papillarmuskels, apikal ebenfalls normal (keine non-
Compaction
). Mitralklappe mit leicht verdickten Segeln und leichter
Mitralinsuffizienz
.
Status nach Ulcus
pylori
,
erosiver
Gastritis und
Bulbitis
1991.
Insgesamt wurde von einem unveränderten Gesundheitszustand und weiterhin
von
einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in leichter Tätigkeit ausgegangen (Urk. 6/108/2).
3.2
In der Folge
berichtete
Dr.
med.
D._
, Oberarzt der
p
sychiatri
schen Klinik E._
,
am 24. Januar 2011,
die psychiatrische Untersu
chung des Beschwerdeführers sei aufgrund des agitierten und ab
lehnend
en Ver
haltens eingeschränkt gewesen. Er habe seine soziale Problematik mit aku
t
en Finanzproblemen, unklaren Finanzierungs
möglich
keiten und ausstehenden Rechnungen ganz im Vordergrund präsentiert.
Die Möglichkeit einer noch so geringen und gestuften Arbeitsaufnahme habe er kategorisch abgelehnt. Das sich gegenwärtig zeigende psychopathologische Bild entspreche der vorbestehenden langjährigen B
efundkonstellation mit multiplen somatischen Beschwer
den und einer psychopathologisch eher diffusen Befundlage mit Reizbarkeit,
Impulsivität, Affektlabilität und Dysphorie. Aus psychiatrischer Sicht bestünden keine Hinweise für eine derartig ausgeprägte psychische Störung,
dass
eine minimale Arbeitsaufnahme unzumutbar
wäre
. Zur Beantwortung weiterer sozialversicherungsrechtlicher oder
versicherungs
medizinischer
Fragestellungen erscheine eine weitere psychiatrische Begutachtung erforderlich (Urk. 6/
122/12-13
).
Dr.
D._
stellte die Diagnosen einer gemischt
en Angststörung (ICD-10: F41.2)
und
einer Insomnie (ICD-10: F51.0)
verbunden mit
multiplen psychoso
zialen Problemen, langjähriger Arbeitslosigkeit
,
finanziellen Schwierigkeiten und
einer
Partnerschaftsproblematik (ICD-10: Z56, Z59 und Z60; Urk. 6/122/11).
3.3
Aus dem Bericht des
S
pitals
C._
, Klinik für Kardiologie, vom 13. Oktober 2011 ist insbesondere eine Verbesserung der
Ejektionsfraktion
des linken Ventrikels
biplan
auf 51
%
ersichtlich (Urk. 6/122/1, Urk. 6/122/
3
).
Eine Hypertrophie war nicht nachweisbar. In der Fahrrad-
Ergometrie
habe der Beschwerdeführer mit 80 Watt (51
%
) doppelt so viel geleistet wie im Vorjahr. Die
Ergometrie
habe wegen Schwindels abgebrochen werden müssen (Urk. 6/122/3).
Insgesamt sei die Situation gegenüber derjenigen vom 2
2.
April 2010 mehr oder weniger unverändert
geblieben
(Urk. 6/122/3).
Das EKG zeigte
ebenfalls
einen im Vergleich zur Voruntersuchung unveränderten Befund (Urk. 6/122/2-3).
Am 9. Januar 2012
gingen die Ärzte derselben Klinik
weiterhin von einem rela
tiv stabilen Verlauf aus. Im Vordergrund stehe die komplexe, psychosoziale Be
lastungssituation mit schweren finanziellen Problemen (Urk. 3/19 S. 3-4).
3.
4
Dem
Z._
-Gutachten
vom 8. Mai 2012 ist als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine unklare Kardiopathie zu entnehmen. Als Differentialdiag
nose wurde eine „forme fruste“ einer linksventrikulären Non-
Kompaktations
-
Kardiomyopathie
(ICD-10: I42.9) genannt (Urk. 6/131/23).
Daneben wurden eine auffällige
Trabekularisierung
midventrikulär
lateral, eine leicht eingeschränkte linksventrikuläre Auswurffraktion (EF 45
%
gemäss Echokardiographie vom 2
2.
März 2012) sowie eine schwer eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit in der Fahrrad-
Ergometrie
erwähnt (Urk. 6/131/23-24).
Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer nicht in seiner Arbeitsfähig
keit eingeschränkt. Ausser der psychischen Überlagerung der geklagten soma
tischen Beschwerden (psychologische Faktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten, ICD-10: F54) könne keine psychiatrische Diagnose gestellt werden. Der Beschwerdeführer leide vor allem unter den finanziellen Schwierigkeiten und wisse nicht, wie er seinen Lebensunterhalt bestreiten solle. Diese Sorgen würden ihn belasten. Angesichts der angespannten finanziellen Situation und der hohen Schulden seien diese Belastungen nachvollziehbar. Hingegen leide er nicht unter Angst- oder Panikattacken. Auch sei die Stimmung ausgeglichen gewesen. Er befinde sich denn auch nicht in psychiatrischer Behandlung und das schlafanstossende Antidepressivum sei derart niedrig dosiert, dass es keinen antidepressiven Effekt
erziel
e (Urk. 6/131/18-19).
Die Erhebung des allgemeininternistischen
Status (Urk. 6/131/15-16)
ergab keine Befunde oder Diagnosen, welche die Arbeitsfähigkeit weiter einschränken würden (Urk. 6/131/25).
Aus polydisziplinärer Sicht wurde
für eine körperlich belastende Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit konstatiert. Für eine körperlich leichte, mindestens hälftig sitzende Tätigkeit bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit
von 50
%
. Aufgrund der anamnestischen Angaben, ihrer Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten sei davon auszugehen, dass seit längerer Zeit von einer etwa gleichen Arbeitsfähig
keit auszugehen sei, welche bis auf Weiteres zu bestätigen sei
(Urk. 6/131/25).
Im Vergleich zum Bericht des
S
pitals
C._
sei die Ejektionsfraktion vergleichbar. Bei der Fahrrad-
Ergometrie
sei der Abbruch der Belastung wegen allgemeiner Ermüdung bereits bei 64 Watt erfolgt; dieser Wert könne jedoch im Rahmen der Mitwirkung durchaus schwanken (Urk. 6/131/26).
4.
4.1
Das
Z._
-Gutachten
(
Urk.
6/131
) beruht auf den erforderlichen fachärztlichen Untersuchungen internistischer,
kardiologischer
und psychiatrischer Art, die in einer internen Konsensbespr
echung ausgewertet wurden
.
Das Gutachten
beruht
somit auf allseitigen Untersuchungen und die Gutachter berücksichtigten die
Vorakten
(Urk. 6/131/4-13) sowie die geklagten Beschwerden (Urk. 6/131/13-14, 6/131/16-17, 6/131/20) und erhoben die Anamnese (Urk. 6/131/13-15, 6/131/17, 6/131/20-21)
. Die Gutachter
des Instituts Z._
legten nachvollziehbar dar, dass der Beschwerdeführer lediglich aus kardiologischer Sicht in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist.
4.2
Dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers aus kardiologischer Sicht nicht wesentlich verändert hat, ist anhand der erhobenen Befunde nach
vollziehbar.
Eine Kardiopathie wurde bereits zum Vergleichszeitpunkt diagnos
tiziert, wobei nun keine Hypertrophie mehr vorliegt. Die
Trabekularisierung
mi
dventrikulär
lateral wurde ebenso bereits zum Vergleichszeitpunkt genannt (Urk. 6/104/5
-6
). Des Weiteren wurde aktuell
eine leicht eingeschränkte
links
ventrikuläre
Auswurffraktion (
Ejektionsfraktion
45
%
gemäss Echokardiographie vom 2
2.
März 2012) erwähnt (Urk. 6/131/21
,
Urk. 6/131/23-24). Die
Ejektionsfraktion
betrug
zum Vergleichszeitpunkt
ledi
glich 41
%
(Urk. 6/104/5), womit auch keine Verschlechterung ersichtlich ist.
Bezüglich der
bei einer Leistung von 6
4
Watt (Urk. 6/
131/26)
schwer eingeschränkte
n
körperliche
n
Leistungsfähigkeit in der Fahrrad-
Ergometrie
ist anzumerken, dass der Be
schwerdeführer dabei schwankende Leistungen zeig
te (40 Watt am 21. Oktober 2010,
Urk. 6/122/15; 80 Watt am
13. Oktober 2011, Urk. 6/122/3) und somit die Angabe im
Z._
-Gutachten plausibel ist, dass die am 2
2.
März 2012 (Urk. 6/131/2
1
) gezeigte Leistung von 64 Watt mit anschliessendem Abbruch wegen allgemeiner Ermüdung
unter Berücksichtigung der Abhängigkeit
des Resultats
von der Mitwirkung
im üblichen Rahmen liegt und keine Verände
rung darstellt (Urk. 6/131/26).
Zudem wurde auch im kurz vor dem Erhöhungsgesuch erstatteten Bericht des
S
pitals
C._
vom 13.
Oktober 2011
von einem
im Vergleich zum 2
2.
April 2010
mehr oder weniger unveränderten Gesundheitszustand ausgegangen (Urk. 6/122/
3)
.
Ebenso
wurde der Verlauf
in den Berichten des
S
pitals
C._
vom
9. Januar 2012
sowie vom 25. Juli 2012 als
stabil
bezeichnet
(Urk. 3/19 S. 3
, Urk. 3/20 S. 4
)
, was gegen eine Verschlechterung des Gesundheitszustands im Zeitraum vom 17. Mai 2010 bis zum Verfügungserlass vom 30. August 2012 spricht.
Im
Übrigen gelangten auch die Gutachter
des Instituts Z._
zum Schluss,
dass seit längerer Zeit von einer etwa gleichen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei, welche bis auf
Weiteres
zu bestätigen sei (Urk. 6/131/25)
.
4.3
Sodann überzeugt bei den unauffälligen erhobenen psychopathologischen Befun
den mit lebhafter Mimik und Gestik, ausgeglichener Stimmung, lebhafter Psychomotorik, unauffälligem Antrieb, vorhandener Konzentrations- und Merkfähigkeit, intakten Gedächtnisleistungen sowie klarem und gutem Realitätsbezug die Einschätzung, dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht nicht in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, sondern dass diesbezüglich die angespannte finanzielle Situation im Vordergrund steht (Urk. 6/131/17-18). Letzteres wurde auch von
Dr.
D._
sowie von den Ärzten des
S
pi
tals
C._
beobachtet (Urk. 6/122/12, Urk. 3/19 S. 3-4).
Dr.
D._
erhob denn auch keine gravierenden Befunde: Zwar gab er an, die Konzentration sei
leichtgradig
gestört, jedoch bemerkte er keine
höhergradigen
Merkfähigkeits- und Gedächtnisstörungen. Die von ihm gestellten Diagnosen orientieren sich somit an den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers, wonach er an Angst
zuständen sowie Schlafstörungen leide (Urk. 6/122/12). Damit ist aus psy
chiatrischer Sicht trotz der von
Dr.
D._
gestellten Diagnosen keine Ver
schlechterung dargetan.
4.4
Arztberichte, welche dem
Z._
-Gutachten vom 8.
Mai 2012 widersprechen
respek
tive eine Verschlechterung des Gesundheits
zustands
dar
legen
würden
, finden sich nicht. Selbst
Dr.
D._
hielt eine gewisse Restarbeitsfähigkeit für realistisch, empfahl eine weitere Begutachtung un
d bemerkte, dass psychosozi
ale
Faktoren eine erhebliche Rolle spielten.
Bei den finanziellen Problemen des Beschwerdeführers handelt es sich
jedoch
um
vom
invalidenversicherungsrecht
lichen
Standpunkt aus
unbeachtliche
Faktoren
(BGE 127 V 294 E. 5a
; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009, E. 2)
. D
aher
begründen
allein
die Sorgen um die finanzielle Situation trotz ihrer Nachvollziehbarkeit
keinen Anspruch auf eine höhere Invalidenrente.
4.5
Zusammenfassend ergibt sich, dass die medizinische Aktenlage
trotz umfassen
der allseitiger Untersuchungen
den Schluss auf eine wesentliche Verschlechte
rung des Gesundheitszustandes nicht zulässt. Deshalb
ist die
Ab
lehnun
g des Erhöh
ungsgesuchs nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der
dagegen erho
benen
Beschwerde führt
.
5.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von
L
eistungen
der Invalidenversicherung
. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und ermessensweise auf
Fr.
6
00.
--
anzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem Beschwer
deführer aufzuerlegen.