Decision ID: f46f4315-ea7e-4037-8b42-a2c18732d377
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
H._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dominik Gemperli, LL.M., Museumstrasse 47,
Postfach, 9004 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a H._, geboren 1956, meldete sich am 23. Oktober 2003 bei der IV-Stelle zum
Bezug von Leistungen (Umschulung und Rente) an. Dabei gab er an, seit zehn Jahren
unter starken Schmerzen im Schulterbereich mit Ausstrahlung bis zu den Händen zu
leiden. Zudem habe er einen Herzklappendefekt, der im April 2003 operiert worden sei.
Seit der Operation würden die Schmerzen immer schlimmer, da er wegen der
Blutverdünnung viele Medikamente nicht mehr einnehmen könne. Von 2001 bis 2002
sei er bei Dr. med. A._ in Behandlung gewesen. Seit Sommer 2001 werde er von Dr.
med. B._, und seit Sommer 2002 von C._, praktischer Arzt, behandelt. Zum
beruflichen Werdegang gab er an, dass er eine Lehre als Metallbauschlosser habe
abbrechen müssen und seit April 2000 als Qualitätskontrolleuer der Warenannahme
von D._ arbeite, wofür er ein monatliches Bruttoeinkommen von Fr. 4'630.-- erhalte
(act. G 7.1.1).
A.b Am 10. Februar 2003 diagnostizierte Dr. med. E._, FMH Physikalische Medizin,
eine fixierte Kyphose der BWS mit Protraktion des Kopfes und Überlastungsschmerzen
sternocostal beidseits sowie PHS beidseits. Er habe dem Versicherten eine
Physiotherapie verordnet zwecks Verbesserung der Haltung mit Kräftigungsübungen
für die Rückenstrecker und die Interscapulärmuskulatur plus Dehnübungen für den
Pectoralis und ferner Triggerpunktmassage und Behandlung der druckschmerzhaften
Sternocostalgelenke. Ziel sei, dass der Versicherte ein Heimprogramm habe, das er zu
Hause selbst durchführen könne. Längerfristig wäre allenfalls eine medizinische
Trainingstherapie ins Auge zu fassen, wobei aber vorerst das Resultat der
Herzoperation abgewartet werden müsse. Sollten bei der nächsten Kontrolle keine
neuen Aspekte auftreten, betrachte er die Behandlung als abgeschlossen (act. G
7.1.12).
A.c Am 20. Oktober 2003 berichtete Dr. med. F._, Rheumatologie im Silberturm,
dass sie folgende Diagnosen gestellt habe: 1. Positionsabhängig intermittierend
mögliche Armplexusreizung bds. bei Wirbelsäulenfehlform mit langgezogener BWS-
hyperkyphose (Status nach Morbus Scheuermann thorakal); 2. Adipositas; 3. Valvuläre
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Herzkrankheit - Aortenklappenersatz (Carbomedics 27mm) und Verschluss des offenen
Foramen ovale (7. April 2003). Physiotherapeutische Instruktionen zur Aufdehnung der
vorderen Throraxapertur und Aufrichtübungen (Entgegenwirkung der Kyphose) habe
der Versicherte offenbar bereits mehrfach erhalten, und es gehe um die tägliche
Umsetzung. Der Einwand der Ehefrau, dass die Schichtarbeit dies verunmögliche,
spreche für die vorderhand noch ungenügende Motivation. Die bestehende ungünstige
Fehlstatik (Hyperkyphose der BWS, Kopf- und Schulterprotraktion) erfordere ein
regelmässiges, möglichst aktives Entgegenwirken mit Dehnen der verkürzten
Strukturen und Kräftigung der Rumpfmuskulatur. Aus rheumatologischer Sicht bestehe
keine Arbeitsunfähigkeit; dies wäre lediglich bei einem mit häufigem Überkopfarbeiten
verbundenen Beruf (z.B. Flachmaler) gegeben, da durch die Fehlhaltung
Überkopfarbeiten erschwert seien (act. G 7.1.12).
A.d Gemäss Fragebogen für den Arbeitgeber vom 19. November 2003 verdiente der
Versicherte als Qualitätsprüfer bei D._ in den Jahren 2001 Fr. 61'594.84, 2002
Fr. 62'830.80 und 2003 Fr. 17'281.10 (AHV-pflichtiges Einkommen ohne
Ersatzleistungen). Der aktuelle Monatslohn betrug Fr. 4'630.-- bei einem 100 Prozent
Pensum (vgl. act. G 7.1.11).
A.e Am 16. Dezember 2003 beurteilte med. pract. C._ den Gesundheitszustand des
Versicherten als besserungsfähig. Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit hielt er eine valvuläre Herzkrankheit mit Status nach
Aortenklappenersatz und Verschluss des offenen foramen ovale am 7. April 2003, ein
Schulter-/Armsyndrom bei Hyperkyphose der BWS und Fehlhaltung der HWS,
Polyarthrosen sowie eine Migräne acompagnée und eine depressive Entwicklung mit
depressiver Schmerzverarbeitung fest. Vom 9. Dezember 2002 bis 7. September 2003
habe die medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
zwischen 50 und 100 Prozent geschwankt. Seit dem 8. September 2003 betrage sie 50
Prozent. Seitens der Herzerkrankung habe der Versicherte aber wieder die volle
Leistungsfähigkeit erlangt, und die verbliebene Arbeitsunfähigkeit beruhe auf den
Schulter- und Armbeschwerden. Er verweise auf die Berichte von Dr. E._ und von Dr.
F._. Beide seien zum Schluss gekommen, dass die Beschwerden bei adäquater
Selbsttherapie reduzierbar seien und nicht imstande wären, einen Fortbestand der
Arbeitsunfähigkeit zu begründen. Er habe dem Versicherten mitgeteilt, dass er nicht
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weiter bereit sei, über den 1. April 2004 hinaus eine Arbeitsunfähigkeit von 50%
hinzunehmen. Eine weitere Arbeitsunfähigkeit müsste von einem rheumatologischen
oder orthopädischen Fachkollegen attestiert werden. Damit es nicht zu einer
depressiven Fixation der Arbeitsunfähigkeit komme, halte er eine
Arbeitsplatzbeurteilung und eine Beratung des Versicherten und des Arbeitgebers zu
einer Wiederetablierung und Erhaltung der vollen Arbeitsfähigkeit durch die IV für
zweckmässig. Die bisherige Tätigkeit sei beschränkt noch ganztags zumutbar. Müsse
der Versicherte nicht in gekühlten Innenräumen arbeiten und keine grossen Lasten
schleppen oder heben, sei eine volle Arbeitsleistung erreichbar. Eine Berentung halte er
nicht für gerechtfertigt. Er sei überzeugt, dass bei einer adaptierten Tätigkeit keine
Arbeitsfähigkeitsverminderung mehr bestehen würde (act. G 7.1.12 ; vgl. G 7.1.48).
A.f Am 21. Januar 2004 teilte Dr. med. B._, FMH Kardiologie, mit, dass die
Wiederaufnahme der früheren Arbeit aus kardialer Sicht seit dem 24. Juli 2003 möglich
sei, wobei keine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe (act. G 7.1.16).
A.g Am 15. März 2004 teilte med. pract. C._ mit, dass der Versicherte grundsätzlich
zu 100 Prozent arbeitsfähig sei. Zur Zeit betrage die Arbeitsfähigkeit jedoch nur 50
Prozent, da er sich wahrscheinlich Gewebe in der Schulter eingeklemmt habe, weshalb
er ihn an einen Orthopäden überwiesen habe, der die Situation erst sichten müsse. Es
sei auch möglich, dass eine Operation notwendig werde (act. G 7.1.19).
A.h Am 27. April 2004 berichtete Dr. med. G._, Facharzt für orthopädische Chirurgie,
dass er Folgendes diagnostiziert habe: Beidseitiges subcraniales Impingementsyndrom
bei kernspintomographisch linksseitig nachgewiesenen degenerativen Veränderungen
der Supraspinatussehne, Zustand nach Aortenklappenersatz und Antikoagulation mit
Marcomar (7. April 2003). Wegen der Schulterproblematik sei der Versicherte zur Zeit
nur zu 50 Prozent arbeitsfähig (act. G 7.1.22).
A.i Am 29. Juli 2004 stellten Dr. med. I._, Assistenzarzt, und Dr. med. J._,
Oberassistenzarzt Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen,
anlässlich der Nachkontrolle folgende Diagnosen: Status nach Schulterarthroskopie mit
subacromialer Dekompression links am 14.06.2004, Subacromiales Impingement
Schulter rechts und Status nach mechanischem Herzklappenersatz. Von Seiten der
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operierten linken Schulter hätten sich die Beschwerden des Versicherten verbessert. Es
bestünden noch Restschmerzen bei Abduktion über die Horizontale. Bei der rechten
Schulter würden weiterhin schmerzhafte Impingement-Zeichen bestehen. Sie würden
das Fortführen der Physiotherapie auch mit einem Heimprogramm zur Steigerung der
Beweglichkeit empfehlen. Der Versicherte wolle im kommenden Jahr auch die rechte
Schulter operieren lassen (act. G 7.1.27).
A.j Am 31. August 2004 teilte med. pract. C._ mit, dass die bisherige Tätigkeit noch
zumutbar sei. Er empfehle eine Abklärung des Arbeitsplatzes, um die Frage zu klären,
ob und in welchem Umfang eine Arbeit am bisherigen Arbeitsplatz möglich sein werde.
Er kenne die Arbeit in diesem Fall zu wenig. Andere Tätigkeiten seien dem Versicherten
zumutbar, soweit es sich nicht um Arbeit in oder oberhalb der Horizontalen (Heben,
Ziehen, Stossen schwerer Lasten) handle. Das Ausmass der verbleibenden
Einschränkung könne erst dann korrekt beurteilt werden, wenn die aktuelle
Rehabilitation der linken Schulter und der vermutlich noch bevorstehende Eingriff an
der rechten Schulter gemacht sein würden. Letztlich aber werde dies nach Abschluss
der Behandlung und nach Vorliegen der Arbeitsplatzabklärung am besten das
Kantonsspital St. Gallen beurteilen können (act. G 7.27).
A.k Dem Fragebogen für Arbeitgeber vom 1. Oktober 2004 lässt sich entnehmen, dass
der Versicherte vom 11. Juni bis 25. Juli 2004 krankheitsbedingt am Arbeitsplatz
abwesen war. Danach arbeitete er bis zum 31. Juli 2004 bei einer Arbeitsunfähigkeit
von 50 Prozent (act. G 7.1.31). Ab dem August 2004 arbeitete der Versicherte wieder
voll, wobei es seitdem keine krankheitsbedingte Ausfälle mehr gegeben habe, wie die
Arbeitgeberin am 15. März 2005 berichtete (act. G 7.1.32).
A.l Am 18. April 2005 teilte med. pract. C._ mit Verlaufsbericht mit, dass sich die
Diagnose nicht geändert, der Gesundheitszustand sich aber verbessert habe. Von
Seiten des Herzens würden keine arbeitseinschränkenden Beschwerden mehr
bestehen. Die Impingement-Symptomatik an der linken Schulter sei am 14. Juni 2004
sehr erfolgreich operativ saniert worden. Nach seinen Kenntnissen sei kein weiterer
diesbezüglicher operativer Eingriff mehr vorgesehen. Seit dem 2. August 2004 arbeite
der Versicherte wieder zu 100 Prozent. Ständige therapeutische Massnahmen seien
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nicht mehr erforderlich, allenfalls NSAR kurzzeitig bei Auftreten von
Gelenkbeschwerden (act. G 7.1.34).
A.mMit Verfügung vom 12. Januar 2006 lehnte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen den
Anspruch auf berufliche Massnahmen ab. Da der Versicherte gemäss ihren
Abklärungen angemessen eingegliedert sei, seien berufliche Massnahmen nicht
notwendig (act. G 7.1.39).
A.n Mit Verfügung vom 21. März 2006 sprach die IV-Stelle dem Versicherten
rückwirkend eine befristete ordentliche IV-Rente für die Zeit vom 1. Januar 2003 bis 31.
Juli 2004 zu, wegen langdauernder Krankheit, basierend auf einem Invaliditätsgrad von
50% (Valideneinkommen Fr. 61'100.--, Invalideneinkommen Fr. 30'500.--: act. G
7.1.44).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 21. März 2006 erhob der Versicherte am 15. April 2006
Einsprache. Er sei zwar einverstanden mit der halben Rente, jedoch nicht mit der
Befristung dieser Leistung, da sein gesundheitliches Problem unvermindert weiter
bestehe und seine Angaben in der IV-Meldung weiterhin zutreffend seien. Durch die
Operation im Juni 2004 hätten sich seine Gelenkschmerzen nicht wesentlich gebessert,
und er müsse immer noch täglich Schmerztabletten schlucken, ansonsten könnte er
überhaupt nicht arbeiten (act. G 7.1.47).
B.b Mit Entscheid vom 24. Oktober 2006 lehnte die IV-Stelle die Einsprache ab. Med.
pract. C._ habe im Verlaufsbericht vom 18. April 2005 bestätigt, dass sich der
Gesundheitszustand des Versicherten verbessert habe, dass die Schulteroperation
sehr erfolgreich verlaufen sei und er seit August 2004 wieder am angestammten
Arbeitsplatz arbeite. Ein davon abweichendes Zeugnis, das eine andere Einschätzung
des Gesundheitszustands rechtfertigen würde, habe der Einsprecher nicht eingereicht.
Er behaupte auch keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, sondern
bestätige sogar, dass er zu 100 Prozent arbeite, was eine invaliditätsbegründende
Erwerbsunfähigkeit von vorneherein ausschliesse (act. G 7.1.51).
C.
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C.a Am 23. November 2006 lässt der Versicherte Beschwerde führen und beantragen,
der Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2006 sei aufzuheben, und dem
Beschwerdeführer sei eine halbe und unbefristete Invalidenrente zuzusprechen, unter
Kostenfolge, wobei ihm die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu
gewähren sei. Eventualiter sei die verbleibende Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Erwerbstätigkeit durch ein MEDAS-Gutachten neu festzulegen. Das Verfahren vor dem
Versicherungsgericht sei zu sistieren, bis ein ärztlicher Bericht des Schmerzzentrums
des Kantonsspitals St. Gallen vorliege. Der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner
wirtschaftlichen Situation gezwungen, eine Erwerbstätigkeit auszuführen, die ihm
aufgrund seiner Beschwerdesituation nicht zumutbar sei und in Zukunft gesundheitlich
auch nicht mehr möglich sein werde. Dies werde durch die nachzureichenden
entsprechenden Atteste des Kantonsspitals belegt werden können. Entsprechend
könne es auch keine Rolle spielen, ob der Beschwerdeführer zur Zeit ein 80-Prozent-
Pensum in der bisherigen Tätigkeit ausführe. Beim Einkommensvergleich sei die
Zumutbarkeit der Erwerbstätigkeit massgebend. Die jetzige Tätigkeit sei nicht mehr
zumutbar. Der Beschwerdeführer könne sie nur unter gleichzeitiger Einnahme von
massivsten Schmerzmitteln bewältigen. Eine Überweisung an den Schmerzspezialisten
sei bereits veranlasst worden, und die Befunde würden Klarheit schaffen (act. G 1).
C.b Mit Verfügung vom 24. November 2006 und vom 2. April 2007 sistiert die
Verfahrensleitung des Versicherungsgerichts vorübergehend das Beschwerdeverfahren
(act. G 2 und 4).
C.c Am 29. Mai 2007 lässt der Beschwerdeführer die Berichte der Klinik "Orthopädie
am See" in Kreuzlingen, des Röntgeninstituts und MR Zentrums in St. Gallen und des
Hausarztes med. pract. C._ einreichen. Bei Durchsicht der Berichte werde ersichtlich,
dass die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers bereits im Zeitpunkt des
Einspracheentscheids ungewiss bzw. nicht genügend eruiert gewesen sei und der
Beschwerdeführer nach Einschätzung des Hausarztes im derzeitigen Zeitpunkt sowie
für längere Zeit maximal zu 50 Prozent einsetzbar sein werde. Die Berichte der
Orthopädie am See sowie des Röntgeninstituts würden das gleiche Bild zeigen. Die
gesundheitliche Situation sei durch die Beschwerdegegnerin nicht genügend abgeklärt
worden, und der Zustand habe sich nicht verbessert. Weitere Abklärungen seien
unmittelbar geplant bzw. unerlässlich (vgl. act. G 5 und 5.1.1 bis 5.1.3).
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C.d Am 13. Juni 2007 reicht der Beschwerdeführer ein Attest von Dr. med. K._,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, Orthopädie am See, vom 24. Mai 2007 ein,
wodurch die bereits getätigten Ausführungen untermauert würden (act. G 8).
C.e Mit Schreiben vom 4. Juli 2007 verzichtet der Beschwerdeführer auf eine Replik
und hält an seinen Ausführungen fest (act. G 10). Mit Schreiben vom 11. Juli 2007
verzichtet die Beschwerdegegnerin sinngemäss auf eine Duplik (act. G 12).

Erwägungen:
1.
Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung
einer Streitsache auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen
Einspracheentscheids (hier: 24. Oktober 2006) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129
V 4 E. 1.2 neues Fenster mit Hinweis). Ferner sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich
diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen
führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329 neues Fenster, 127 V 467 E. 1
neues Fenster). Daher finden bei der Beurteilung des geltend gemachten Anspruchs
die auf den 1. Januar 2008 eingetretenen Änderungen des IVG keine Anwendung.
2.
2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, und derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Unter Invalidität wird die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx129xVx1_10&AnchorTarget=E1x2 https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx129xVx1_10&AnchorTarget=E1x2 https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx130xVx329_334&AnchorTarget=BGEx130xVx329 https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx127xVx466_474&AnchorTarget=E1 https://www.swisslex.ch/slwl/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx127xVx466_474&AnchorTarget=E1
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2.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
2.3 Nach Art. 88a IVV ist eine anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer
Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne
wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Abs. 2), bei einer
Verbesserung von dem Zeitpunkt an, in dem angenommen werden kann, dass sie
voraussichtlich längere Zeit dauern wird, in jedem Fall nachdem sie ohne wesentliche
Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern
wird (Abs. 1).
3.
3.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von
Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel
eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. In diesem
Rahmen haben Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgericht zusätzliche
Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a; BGE 100 V 52 = ZAK 1985, 53,
E. 4a mit Hinweisen). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt in Bezug auf alle Unterlagen der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (BGE 122 V 157; BGE 123 V 331 E. 1c).
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3.2 Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch ab dem 1. August 2004. Die
Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass des Einspracheentscheids am 24. Oktober
2006 auf den Verlaufsbericht des Hausarztes C._ vom 18. April 2005. Diesem ist zu
entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit dem 2. August 2004 wieder zu 100
Prozent arbeite und auch, dass keine ständigen therapeutischen Massnahmen mehr
notwendig seien. Der Gesundheitszustand habe sich verbessert, wobei die letzte
ärztliche Kontrolle am 18. April 2005 stattgefunden habe. Es gibt keinen Hinweis
darauf, dass der Beschwerdeführer Arbeitsleistungen erbringen würde, die ihm
aufgrund seines Gesundheitszustandes nicht zumutbar wären. Bereits am 31. August
2004 hatte der Hausarzt die bisherige Tätigkeit für grundsätzlich zumutbar erklärt,
obwohl er betreffend Beurteilung der Arbeitsfähigkeit noch die vollständige
Rehabilitation abwarten wollte. Die Arbeitgeberin hielt im Oktober 2004 im Fragebogen
für Arbeitgeber fest, dass der Beschwerdeführer wieder voll arbeiten könne und es
keine krankheitsbedingten Ausfälle mehr gebe. Der Lohn von Fr. 4'700.-- entspreche
einer vollen Leistung (vgl. act. G 7.1.31). Abweichende Einschätzungen lassen sich den
Akten nicht entnehmen. Es gibt auch keine Hinweise, die weitere medizinische
Abklärungen notwendig gemacht hätten. Die Berichte des behandelnden Arztes sind
für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen,
berücksichtigen die geklagten Beschwerden und sind in Kenntnis der Vorakten
abgegeben worden. Sie leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge
und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein (BGE 125 V 352 E. 3a). Die
entscheidenden Voraussetzungen für den Beweiswert eines Arztberichts sind damit
erfüllt. Damit ist darauf abzustellen. Auch machte der Beschwerdeführer in der
Einsprache keine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geltend noch
protestierte er gegen den ablehnenden Entscheid betreffend berufliche Massnahmen,
weil die von ihm ausgeübte Tätigkeit nicht zumutbar sei. Die vom Beschwerdeführer im
Beschwerdeverfahren eingereichten Arztberichte datieren alle aus dem Jahre 2007 und
konnten daher im Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2006 nicht berücksichtigt
werden. Doch auch ihnen lässt sich keine anspruchsbeeinflussende Änderung
entnehmen, die bei Erlass des Einspracheentscheids bereits ohne wesentliche
Unterbrechung drei Monate bestanden hätte und gemäss Art. 88a IVV hätte
berücksichtigt werden müssen. Soweit beim Beschwerdeführer in der Zwischenzeit
tatsächlich eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten sein sollte,
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steht ihm die Möglichkeit offen, sich erneut bei der IV-Stelle anzumelden. Im
vorliegenden Verfahren besteht jedoch kein Grund, die Einschätzung des
behandelnden Arztes anzuzweifeln.
3.3 Zusammenfassend lässt sich die von der Beschwerdegegnerin festgestellte
zumutbare Arbeitsfähigkeit von 100 Prozent ab 1. August 2004 auch unter
Mitberücksichtigung der der Beschwerde beigelegten Berichte nicht beanstanden.
Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das
Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter
Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen könnten
an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, ist auf die Abnahme weiterer
Beweise zu verzichten (antipizierte Beweiswürdigung; Urteil vom 27. April 2005 I
769/04 E. 3 mit Hinweisen). Angesichts dessen, dass die Akten eine zuverlässige
Beurteilung der Auswirkungen des Gesundheitszustands auf die Arbeits- und
Erwerbsfähigkeit zulassen, kann das Gericht von den beantragten
Abklärungsmassnahmen absehen, da von ihnen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten
sind.
4.
4.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Es besteht bei diesem Ausgang des Verfahrens kein Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Der Beschwerdeführer hat aber ein Gesuch um unentgeltliche
Rechtsverbeiständung stellen lassen. Aufgrund der eingereichten Unterlagen sind die
Voraussetzungen erfüllt, sodass die unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu bewilligen
ist. Rechtsanwalt lic. iur. Dominik Gemperli, St. Gallen, wird zum Beistand bestimmt.
Die Höhe der Entschädigung ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen. Eine
Entschädigung von Fr. 3'500.-- erscheint als angemessen. Diese Entschädigung ist in
Anwendung von Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes um 20 % auf
Fr. 2'800.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu kürzen.
4.3 Gemäss lit. b der Schlussbestimmungen des IVG zur Änderung vom 16. Dezember
2005, in Kraft seit 1. Juli 2006, gilt für die am 1. Juli 2006 bei der IV hängigen
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Einsprachen das bisherige Recht. Somit gelangt Art. 69 Abs. 1 IVG zur Kostenpflicht
von Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen im
kantonalen Gerichtsverfahren nicht zur Anwendung. Gerichtskosten sind somit keine zu
erheben.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG