Decision ID: 23ef1e09-bc7f-4d43-b003-5a6e38b3395c
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) war als Saisonnier
arbeitstätig und hatte am 3. Mai 1990 einen bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) versicherten Unfall erlitten, als er bei
der Durchführung von Dacharbeiten beim Übergang vom Dach zur Leiter auf den
Boden gestürzt war (Suva-act. 6-1/17). Bei den Diagnosen einer Skaphoidfraktur links
(Kahnbeinfraktur [Handwurzelknochen]) und einer Sitzbeinkontusion links war am
16. Mai 1990 eine offene Reposition und Osteosynthese des Skaphoid links (Herbert-
Schraube) vorgenommen worden. Bis 5. August 1990 hatte eine volle
Arbeitsunfähigkeit bestanden (Suva-act. 6-6f./17). Danach war der Versicherte bis
17. August 1990 zu 50% und ab 20. August 1990 voll arbeitsfähig gewesen (Suva-
act. 6-10/17).
A.b Nachdem es am 7. Juli 1991 erneut zu Schmerzen in der linken Hand gekommen
war (Suva-act. 39-79/82), war am 19. Juli 1991 eine Spaltung des Ligamentum carpi
transversum links vorgenommen und ein Narbenneurom links operativ entfernt worden
(Suva-act. 39-61/82). Die Suva hatte die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen
erbracht (Suva-act. 39-75/82). Ab 1. April 1992 hatte eine 75%-ige Arbeitsfähigkeit
bestanden (vgl. Suva-act. 39-46/82). Das Taggeld der Unfallversicherung war
eingestellt worden (Suva-act. 39-35/82). Da nochmalige medizinische Untersuchungen
auf Begehren des Versicherten zu keinem anderen Ergebnis geführt hatten, hatte die
Suva keine Notwendigkeit zur Wiederaufnahme der ärztlichen Behandlung gesehen
und den Schadenfall als nach wie vor abgeschlossen betrachtet (Suva-act. 39-18f./82,
39-22/82, 39-29ff./82, 39-24/82).
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A.c Der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. B._, FMH Allgemeine Medizin, hatte
mit Bericht vom 2. Mai 1995 von anhaltenden Schmerzen des Versicherten am linken
Handgelenk berichtet und um eine kreisärztliche Beurteilung gebeten (Suva-
act. 39-11/82), welche am 16. Mai 1995 erfolgt war und nicht zu einer
Behandlungsempfehlung bzw. Wiederaufnahme des Falles geführt hatte (Suva-
act. 39-8ff./82).
A.d Mit Bericht vom 19. Oktober 1995 hatten die Ärzte der Klinik für Orthopädische
Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) eine periskaphoidale Arthrose links
diagnostiziert (Suva-act. 39-1f./82). Gestützt auf die Schätzung der Integritätseinbusse
von Kreisarzt Dr. med. Z._ vom 17. Januar 1996 war dem Versicherten von der Suva
mit Verfügung vom 25. Januar 1996 eine Integritätsentschädigung von Fr. 4‘080.-- bei
einer Einbusse von 5% zugesprochen und ein Anspruch auf Rentenleistungen verneint
worden (Suva-act. 40-75ff./86, 40-79/86). Mit Einspracheentscheid vom 31. Juli 1996
(Suva-act. 40-41ff./86) war die dagegen erhobene Einsprache abgewiesen worden.
B.
B.a Am 2. September 2011 meldete der Versicherte telefonisch, er leide seit zwei
Jahren wieder verstärkt unter Handgelenkbeschwerden (Suva-act. 1). Eine
Computertomografie des linken Handgelenks vom 7. September 2011 (Suva-act. 4)
zeigte eine konsolidierte Scaphoidfraktur mit Schraube in situ, eine Früharthrose mit
Impaktation zwischen Os scaphoideum und Os trapezoideum, weniger ausgeprägte
Degeneration radioscaphoidal und Ganglionzysten im Os capitatum. Es wurde keine
frische Fraktur festgestellt. Am 8. September 2011 machte die Arbeitgeberin des
Versicherten, die C._ AG, eine Schadenmeldung UVG und gab als Rückfall-Datum
den 5. September 2011 an (Suva-act. 7). Das ursprünglich vom 1. März bis 31. August
2011 befristete Arbeitsverhältnis wurde am 22. August 2011 bis 31. Dezember 2011
verlängert (Suva-act. 35). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Taggelder
und Heilungskosten; Suva-act. 48, 81).
B.b Die Ärzte der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des
KSSG diagnostizierten im Bericht vom 28. September 2011 (Suva-act. 29) an der linken
Hand einen Verdacht auf Rezidiv Karpaltunnelsyndrom bei Status nach offener
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Karpaldachspaltung 1993 (Spital Uster) und eine beginnende capitolunäre
Gelenksarthrose mit Zysten im Os capitatum ohne Frakturnachweis und einem Status
nach palmarer Herbertschraubenosteosynthese 1990 (KSSG). Bei der rechten Hand
bestehe ebenfalls ein Verdacht auf ein Karpaltunnelsyndrom, ventrolateral zwei
Handgelenksganglionen und eine beginnende Radiocarpalarthrose. Im Arztbericht vom
13. Oktober 2011 der interdisziplinären medizinischen Dienste, Muskelzentrum / ALS
clinic, KSSG (Suva-act. 60), wurden Dysästhesien an der ulnaren Seite des rechten
Unterarms und der rechten Hand unklarer Genese, sowie eine asymptomatische
leichte, rein sensible, demyelinisierende Schädigung des rechten Nervus medianus
diagnostiziert.
B.c Mit Schreiben vom 17. Oktober 2011 (Suva-act. 32) teilte die Suva dem
Versicherten mit, dass die Abklärung und die Behandlung der rechten Hand nicht zu
ihren Lasten gehe, sie jedoch die unfallbedingten Kosten der Behandlung der linken
Hand übernehme.
B.d Eine weitere Untersuchung in der Klinik für Hand-, Plastische- und
Wiederherstellungschirurgie des KSSG am 28. November 2011 (Suva-act. 69) ergab
die Diagnosen von leichten degenerativen Veränderungen im Carpus links,
Dysästhesien an der ulnaren Seite des rechten Unterarms und der rechten Hand
unklarer Genese, eine asymptomatische leichte, rein sensible, demyelinisierende
Schädigung des rechten Nervus medianus und einen Verdacht auf Status nach
Spaltung Retinaculum flexorum der linken Hand. Eine SPECT-CT des linken
Handgelenks vom 5. Dezember 2011 (Suva-act. 72) zeigte einen minimal gesteigerten
Knochenstoffwechsel im Bereich des linken Handgelenks/Handwurzel. Es fand sich
kein Hinweis auf lokale arthrotisch bedingte Stoffwechselsteigerungen. Mangels
richtungsweisendem Befund im SPECT-CT wurde am 16. Dezember 2011 eine
diagnostische Infiltration des linken Radiokarpalgelenks durchgeführt (Suva-act. 76).
Die Lokalinfiltration führte nicht zur erhofften Beschwerdebesserung. Nach
ausführlicher klinischer Untersuchung am 12. Januar 2012 (Suva-act. 84) durch
Prof. Dr. med. D._, Arzt Klinik für Hand-, Plastische- und
Wiederherstellungschirurgie, KSSG, und Zusammenschau der sämtlichen erhobenen
Befunde liess sich im linken Handgelenk, abgesehen von geringgradigen degenerativen
Veränderungen, keine richtungsweisende Pathologie finden, welche die die gesamte
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Hand und das Handgelenk umfassenden Schmerzen erklären konnte. Dem
Versicherten wurde eine generelle Umorientierung im Sinne einer Umschulung in einen
Beruf ohne mittlere bis schwere Handgelenksbelastung empfohlen, und die
medizinische Behandlung wurde abgeschlossen. Daraufhin stellte die Suva mit
Schreiben vom 20. Januar 2012 die Taggeldleistungen auf den 25. Januar 2012 ein
(Suva-act. 85). Mit Schreiben vom 6. März 2012 (Suva-act. 95) teilte die Suva dem
Versicherten mit, ab dem 5. März 2012 sei ihm eine volle leidensadaptierte Tätigkeit
wieder zumutbar. Aufgrund der Beurteilung des KSSG sei davon auszugehen, dass
sein Gesundheitszustand bezüglich der linken Hand durch eine weitere Behandlung
nicht mehr wesentlich verbessert werden könne, weshalb die Behandlung per 12. März
2012 abgeschlossen werde. Im Rahmen der kreisärztlichen Untersuchung vom
30. März 2012 (Suva-act. 112) verneinte Dr. med. E._, Facharzt für Chirurgie FMH,
insbesondere die Frage, ob von einer weiteren Behandlung eine namhafte Besserung
des unfallbedingten Zustands erwartet werden könne. Weitere therapeutische
Vorschläge ergäben sich nicht. Der Kreisarzt beschrieb mehrere qualitative
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bezogen auf die linke Hand. Am 17. Juli 2012
berichtete Prof. D._, die Veränderungen der linken Hand seien nicht unfallbedingt
und degenerativer Natur (Suva-act. 125). Dr. med. F._, Facharzt FMH für
Neurochirurgie, berichtete am 4. Dezember 2012 (Suva-act. 150-34/42), der
Versicherte sei aus neurochirurgischer Sicht voll arbeitsunfähig.
B.e Im Auftrag der IV-Stelle des Kantons St. Gallen erstattete die ABI, Ärztliches
Begutachtungsinstitut GmbH, Basel, am 16. April 2013 ein polydisziplinäres Gutachten
über den Versicherten (Suva-act. 150). Als handchirurgische Diagnose der linken Hand
wurde eine posttraumatische radial betonte Handgelenksarthrose links erwähnt. Die
geklagten Beschwerden im Bereich des linken Handgelenks erschienen aggraviert
dargestellt, wobei die degenerativen Veränderungen mässiggradig ausgeprägt seien.
Für das linke Handgelenk sei der Versicherte für nicht monotone leicht- bis
mittelgradige Arbeiten mit entsprechenden Arbeitspausen arbeitsfähig. Die von der
Suva durchgeführte Einschätzung vom 13. März 2012, dass am linken Handgelenk
keine Unfallfolgen bestünden, konnte der handchirurgische Gutachter nicht teilen.
Sowohl bei seiner klinischen Untersuchung als auch im radiologischen Verlauf und
insbesondere durch die CT-Aufnahmen von 2011 seien degenerative Folgen, die
eindeutig auf die Scaphoid-Fraktur von 1990 bezogen werden könnten, objektiviert.
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Hinsichtlich der Handgelenksbeschwerden links könnte dem Versicherten aus
handchirurgischer Sicht als Lösung seiner Beschwerden eine sogenannte Vierecken-
Arthrodese angeboten werden. Der Eingriff werde jedoch sehr zurückhaltend
empfohlen. Das Erreichen einer Schmerzfreiheit durch die zweite Alternative – eine
Denervation des Handgelenks – müsse offen gelassen werden. Suva-Kreisarzt
Dr. E._ verwies am 7. Juni 2013 (Suva-act. 152) nach Vorlage des ABI-Gutachtens
weiterhin auf seine Beurteilung vom 30. März 2012. Die Unfallfolgen hätten sich seither
nicht verschlechtert. Er änderte seine Beurteilung der unfallbedingten Zumutbarkeit
nicht.
B.f Mit Verfügung vom 8. August 2013 (Suva-act. 168) sprach die Suva dem
Versicherten ab 1. Februar 2012 bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 12% eine
monatliche Rente in Höhe von Fr. 163.90 zu.
B.g Dagegen liess der Versicherte am 16. September 2013 durch Rechtsanwältin lic.
iur. Bettina Surber, St. Gallen, Einsprache (Suva-act. 173) erheben und am
2. Dezember 2013 (Suva-act. 179) ergänzend begründen. Im mit der ergänzenden
Begründung eingereichten Austrittsbericht der Kliniken Valens vom 31. Oktober 2013
(Suva-act. 180) über den stationären Aufenthalt vom 24. September bis 12. Oktober
2013 waren bewegungsabhängige Schmerzen im linken Handgelenk als
Nebendiagnose erwähnt worden. Das linke Handgelenk sei um einen Drittel
eingeschränkt gewesen mit subjektiv fehlender Kraft. Leichtere Tätigkeiten seien
medizinisch-theoretisch möglich.
B.h Dr. B._ berichtete der Suva am 3. Dezember 2013 (Suva-act. 186), aufgrund
der Einschränkung der Funktionsfähigkeit im Bereich der linken Hand mit
Ruheschmerzen und verstärkten Belastungsschmerzen bestehe seines Erachtens eine
Einschränkung zu 50% seit 18. Juni 2012.
B.i Mit Einspracheentscheid vom 22. Januar 2014 (Suva-act. 190) wies die Suva die
Einsprache des Versicherten ab.
C.
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C.a Mit Beschwerde vom 21. Februar 2014 (act. G1) liess der Versicherte, vertreten
durch Rechtsanwalt Dr. iur. Georg Kramer, St. Gallen, beantragen, der
Einspracheentscheid vom 22. Januar 2014 sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge
aufzuheben und ihm sei ab 1. Januar 1996 eine Rente nach Massgabe des
unfallbedingten Erwerbsausfalls, ab 1. Februar 2012 eine volle UVG-Rente
auszurichten; die Integritätsentschädigung sei auf 25% zu erhöhen; die Streitsache sei
zur ziffernmässigen Festlegung der Rentenansprüche und der Integritätsentschädigung
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventualiter sei ein neues
polydisziplinäres Gutachten zur unfallbedingten Erwerbsunfähigkeit und zum
Integritätsschaden einzuholen. Subeventualiter sei die Beschwerdegegnerin
anzuweisen, die medizinischen Abklärungen unter Wahrung der Mitwirkungsrechte des
Beschwerdeführers durchzuführen. Zudem sei ihm für das Beschwerdeverfahren die
unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren. Zur Begründung
liess er im Wesentlichen anführen, das Gutachten der ABI GmbH sei nicht verwertbar
und beruhe nicht auf den vollständigen Krankenakten. Die im Jahr 1996 erkannte
Integritätsentschädigung von 5% sei deutlich zu tief. Beim Einkommensvergleich seien
die zur Ermittlung des Invalideneinkommens beigezogenen DAP-Arbeitsplätze nicht
repräsentativ. Zur Bestimmung des Valideneinkommens sei der IK-Auszug vom
Versicherungsgericht von Amtes wegen einzuholen. Da er jahrelang über seine
medizinische Belastbarkeit hinaus gearbeitet habe, sei der Rentenbeginn vorbehältlich
einer allfälligen Verjährung auf Januar 1996 festzusetzen.
C.b Mit Schreiben vom 20. März 2014 (act. G5) teilte das Versicherungsgericht dem
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit, das Gesuch um unentgeltliche
Rechtsverbeiständung könne zum aktuellen Zeitpunkt mangels nachgewiesener
Bedürftigkeit nicht gutgeheissen werden. Es stehe ihm frei, zu gegebener Zeit einen
Beschluss des Sozialamtes einzureichen. Dann würde umgehend über die
unentgeltliche Rechtsverbeiständung befunden. Ansonsten werde das Gesuch mit dem
Entscheid in der Sache abschliessend behandelt.
C.c Mit Beschwerdeantwort vom 27. März 2014 (act. G6) schloss die
Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.
Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, die Berentung ab 1. Januar 1996 sei
bereits mit Verfügung vom 25. Januar 1996 bzw. Einspracheentscheid vom 31. Juli
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1996 rechtskräftig abgelehnt worden und bilde nicht Streitgegenstand des
Einspracheverfahrens 2013/14. Ohnehin sei ein Rentenanspruch ab 1. Januar 1996
längst verwirkt und der Beschwerdeführer sei nach eigenen Angaben mit wenigen
Unterbrüchen durchwegs voll erwerbstätig gewesen, weshalb keine unfallbedingte
Invalidisierung und damit auch kein Rentenanspruch bestehe. Zudem seien in diesem
Zeitraum keine medizinischen Behandlungen aktenkundig. Gegen die formlosen
Leistungsablehnungen vom 17. Oktober 2011 und 25. Juni 2012 bezüglich der rechten
Hand und indirekte Unfallfolgen wie z.B. Fehl- oder Überbelastungen habe der
Beschwerdeführer nicht innert Jahresfrist interveniert, weshalb deren Inhalte in
Rechtskraft erwachsen seien. Die gegen das ABI-Gutachten erhobenen Einwände des
Beschwerdeführers seien allesamt haltlos. Gegen die bei der Bestimmung des
Invalidenlohnes gewählten fünf leidensadaptierten DAP-Arbeitsplätze habe der
Beschwerdeführer im Einspracheverfahren keine konkreten Einwände erhoben. Die in
der Beschwerde geäusserten Vorbehalte seien zu spät erfolgt und daher unbeachtlich.
C.d Am 6. Juni 2014 stellte die Beschwerdegegnerin dem Versicherungsgericht
einen Vorbescheid vom 5. Juni 2014 betreffend eine Rückfallmeldung vom 1. Mai 2014
zu (act. G10). Darin wurde dem Beschwerdeführer insbesondere mitgeteilt, man werde
ergänzende Abklärungen tätigen.
C.e Mit Replik vom 29. August 2014 (act. G14) hielt der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers an seinem bisherigen Standpunkt fest und reichte weitere Belege
für das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung (act. G14.1) und mehrere
Arztberichte (act. G14.2-G. 14.7) ein.
C.f Mit Duplik vom 30. September 2014 (act. G16) hielt die Beschwerdegegnerin an
ihrem bisherigen Rechtsstandpunkt fest.
C.g Mit Eingabe vom 30. Oktober 2014 (act. G18) reichte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers eine Fotografie des Unfallorts (act. G18.1) nach (vgl. auch act. G
19).
C.h Am 19. Oktober 2015 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen
Arztbericht vom 6. Oktober 2015 von Dr. med. G._, Facharzt für Chirurgie und
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Handchirurgie FMH, leitender Arzt Handchirurgie, Klinik für Hand- und Plastische
Chirurgie, Kantonsspital Frauenfeld, (act. G20; vgl. auch act. G21) und am
10. November 2015 (act. G22) weitere Arztberichte ein (ambulanter Bericht von
Dr. G._ vom 3. November 2015 [act. G22.1], Untersuchungsberichte von Dr. med.
H._, Neurologie FMH, Psychiatrie und Psychotherapie, Schlafmedizin SGSSC, vom
20. Oktober 2015 [act. G22.2] und vom 14. Oktober 2015 [act. G22.3]), welche der
Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme zugestellt wurden (act. G23).
C.i Mit Schreiben vom 5. Januar 2016 reichte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers weitere Arztberichte (Versicherungsbericht vom 16. Oktober 2015
von Dr. G._ [act. G24.1], Bericht vom 16. Dezember 2015 von Dr. B._ [act. G24.2],
Untersuchungsbericht vom 18. Dezember 2015 von Dr. F._ [act. G24.3], ambulanter
Bericht vom 23. Dezember 2015 von Dr. med. I._, Notfallpraxis, Kantonsspital
Frauenfeld [act. G24.4]), ein (act. G24). Auf Anfrage der Verfahrensleitung reichte die
Suva am 8. Januar 2016 fünf DAP-Erfassungsblätter für das Jahr 2012 zu den Akten.
Ferner zog die Verfahrensleitung Berichte aus dem ebenfalls gerichtshängigen IV-
Verfahren IV 2015/30 bei (ein Gutachten von Dr. med. J._, Handchirurgie FMH, vom
20. Januar 1999, drei Berichte der Klinik für Neurologie des KSSG vom 3. Juli 2012 und
ein Bericht der Klinik für Hand-, Plastische und Wiederherstellungschriurgie des KSSG
vom 2. Oktober 2012). Die Beschwerdegegnerin liess sich dazu am 29. Januar 2016,
der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 15. Februar 2016 vernehmen
(act. G28f.). Gleichentags reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers weitere
Unterlagen zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung
ein.

Erwägungen
1.
Der Beschwerdeführer hat sich nach Lage der Akten nicht gegen die Einstellung der
Taggeldleistungen auf den 25. Januar 2012 (Suva-act. 85) und den Abschluss der
Heilbehandlung per 12. März 2012 (Suva-act. 95) gewehrt. Der Zeitpunkt des
Fallabschlusses wurde ferner auch nicht in der Einsprache gegen die Verfügung vom
8. August 2013 bemängelt (vgl. Suva-act. 173, 179). Taggeld und Heilbehandlung, die
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mit dem Rentenbeginn dahinfallen (Art. 19 Abs. 1 Satz 2 UVG), zählen folglich nicht
zum Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens.
2.
Da der Versicherte ab 1. Februar 2012 eine volle Rente der Beschwerdegegnerin
verlangt und gegen den Zeitpunkt des Fallabschlusses nichts einwendet, ist
anzunehmen, dass er selbst spätestens ab diesem Zeitpunkt durch die Fortsetzung der
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung seines Gesundheitszustands mehr
erwartet hatte (vgl. Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
[UVG; SR 832.20]). Dies steht im Einklang mit den medizinischen Akten. Der Kreisarzt
Dr. E._ konnte im Rahmen seiner Untersuchung vom 30. März 2012 keine
therapeutischen Vorschläge machen (Suva-act. 112 S. 7 f.). Der für die ABI GmbH
begutachtende Handchirurg erwähnte zwar die Möglichkeit einer Vierecken-
Arthrodese, hielt jedoch fest, er würde diese Operation „bei diesem Exlporanden sehr
zurückhaltend empfehlen“. Ebenfalls liess er offen, ob eine Denervation des
Handgelenks eine Besserung der Schmerzsituation bringen würde (Suva-
act. 150-28/42). In der Gesamtbeurteilung kamen die ABI-Gutachter zum Schluss, eine
allfällige operative Behandlung lasse kaum eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit
erwarten. Beim Exploranden mit deutlicher Schmerzausweitung sollte mit einem
operativen Vorgehen äusserst zurückhaltend vorgegangen werden (Suva-
act. 150-31/42). Dr. E._ erwähnte betreffend die Vierecken-Arthrodese am 21. Juni
2013 lediglich, die Indikation dafür sei sehr relativ. Er verneinte die Frage, ob damit eine
namhafte Besserung erwartet werden könne (Suva-act. 154). Bereits Prof. D._ hatte
am 17. Juli 2012 festgehalten, dass betreffend die linke Hand therapeutische
Massnahmen nicht zu empfehlen seien. Auf handchirurgischem Gebiet könne keine
operative Massnahme angeboten werden, die das Beschwerdebild lindere (Suva-
act. 125). Insgesamt ist vor dem Hintergrund dieser medizinischen Akten nicht zu
beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Fallabschluss und damit die
Rentenprüfung per 1. Februar 2012 vorgenommen hat.
3.
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Soweit der Versicherte eine Rentenzusprache ab 1. Januar 1996 beantragen lässt,
kann auf seine Beschwerde vom 21. Februar 2014 nicht eingetreten werden. Den
Rentenanspruch des Versicherten ab 1. Januar 1996 hat die Beschwerdegegnerin
bereits mit Einspracheentscheid vom 31. Juli 1996 (Suva-act. 40-41ff./86) rechtskräftig
verneint. Eine Wiedererwägung wurde bei ihr aktenkundigerweise nicht anbegehrt; ob
sie darauf hätte eintreten wollen, wäre ihr zudem ohnehin freigestanden (vgl. Art. 53
Abs. 2 ATSG). Weitere Ausführungen hierzu erübrigen sich folglich.
4.
4.1 Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht eine
Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 12% zugesprochen hat oder ob sie ihm
eine höhere Rente schuldet. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer aufgrund der
Handgelenksarthrose links, die sich nach der operativen Behandlung der
Skaphoidfraktur sowie der CTS-Spaltung und Neuromentfernung gebildet hat, unter
bleibenden Beeinträchtigungen am linken Handgelenk leidet. Der Beschwerdeführer
lässt vorbringen, chronische Schmerzen und Sensibilitätsstörungen am rechten
Unterarm bzw. an der rechten Hand sowie Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen als
auch Sensibilitätsstörungen am rechten Bein seien ebenfalls unfallkausal (vgl.
Beschwerdeschrift act. G1 S. 3). Zu prüfen ist daher, ob nebst den von der
Beschwerdegegnerin als unfallkausal anerkannten Beschwerden an der linken Hand
weitere Gesundheitsbeeinträchtigungen natürlich und adäquat kausal auf das
Unfallereignis vom 3. Mai 1990 zurückzuführen sind.
4.2 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG;
SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung
bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht
demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem
versicherten Unfallereignis zusammenhängen (m.w.H. Alexandra Rumo-Jungo/André
Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53ff.).
Während es Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen
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Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55,
58; BGE 125 V 456; 123 III 110; 112 V 30). Im Bereich klar ausgewiesener organischer
Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen Veränderungen spielt die
Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang
sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (vgl. BGE 134 V
109 E. 2.1 mit Hinweis; 117 V 359, E. 5d/bb, unten, mit Hinweisen auf Lehre und
Rechtsprechung).
4.3 Der Beschwerdeführer klagte nach der Rückfallmeldung im September 2011
zusätzlich über Beschwerden im rechten Handgelenk bzw. solche wurden im
Arztbericht vom 28. September 2011 des KSSG (Suva-act. 29) erstmals festgehalten.
Über Schmerzen und Dysästhesien am rechten Unterarm wurde am 13. Oktober 2011
erstmals berichtet (Suva-act. 60). Mit Schreiben vom 17. Oktober 2011 (Suva-act. 32)
und sinngemäss auch vom 6. März 2012 (Suva-act. 95) lehnte die Beschwerdegegnerin
eine Übernahme der damit verbundenen Kosten ab. Im März 2012 (Suva-act. 96, 112)
gab der Beschwerdeführer erstmals Beschwerden in den Zehen rechts an und teilte
der Beschwerdegegnerin mit, es sei noch eine Untersuchung wegen des Fusses im
KSSG geplant. Der im Arztbericht vom 20. Juni 2012 (Suva-act. 123) aufgeführten
Anamnese von Dr. B._ ist zu entnehmen, dass am 11. April 1995 retrospektiv eine
Migräne diagnostiziert worden war, im August 1995 Abklärungen aufgrund einer
fraglichen Fissur im oberen Sprunggelenk durchgeführt und am 30. Januar 1998 eine
akute PHS (Periarthritis humeroscapularis) rechts festgestellt worden waren und dass
der Beschwerdeführer Dr. B._ gegenüber am 10. März 2012 erstmals diffuse
Beschwerden an der rechten Hand und am rechten Fuss beklagt hatte. Als „jetziges
Leiden“ beschrieb Dr. B._, der Beschwerdeführer habe den Eindruck, dass er
aufgrund seiner Handverletzung links auch die rechte Hand überbelastet habe, und er
sehe auch die Rückenschmerzen teilweise als Folge der fehlenden
Belastungsmöglichkeit der linken Hand seit Jahren. Gemäss Arztbericht vom
4. Dezember 2012 von Dr. F._ (Suva-act. 150-34ff./42) wurden im September 2012
Infiltrationen zur Behandlung von bewegungs- und belastungsabhängigen, ins rechte
Gesäss ausstrahlenden Lumbalgien vorgenommen. Etwa zwei Wochen vor seiner
Berichterstattung habe der Beschwerdeführer über zunehmende Zervikalgien mit
Ausstrahlung in den linken Arm bis zum Ellenbogen links sowie Gefühlsstörungen in
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der rechten Hand geklagt. MRI-Bilder der Lendenwirbelsäule (LWS) vom 19. Juli 2012
zeigten eine linkskonvexe Skoliose und eine mässige Spinalkanalstenose L4/5 und L5/
S1 ohne Wurzelkompression. MRI-Aufnahmen der Halswirbelsäule (HWS) vom
20. Oktober 2011 zeigten eine Streckhaltung der HWS sowie eine mittelschwere
Spinalkanalstenose auf Höhe C3/4, C4/5 und C5/6 und Diskusprotrusionen C5/6 und
C6/7. Im Arztbericht vom 3. Dezember 2013 (Suva-act. 186) beschreibt Dr. B._ die
Cervicobrachialgie und die chronischen Lumbalgien als mittlerweile für die
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers hauptentscheidend. Diesbezüglich bestehe
eine Behandlung bei Dr. F._ und eine von diesem bescheinigte volle
Arbeitsunfähigkeit seit August 2012 (vgl. dazu auch Suva-act. 181). Seines Erachtens
sei aufgrund der Einschränkung der Funktionsfähigkeit im Bereich der linken Hand mit
Ruheschmerzen und verstärkten Belastungsschmerzen eine 50%-ige
Arbeitsunfähigkeit seit 18. Juni 2012 vorhanden.
4.4 Neben der Skaphoidfraktur am linken Handgelenk erlitt der Beschwerdeführer
beim Unfall vom 3. Mai 1990 als direkte Unfallfolge auch eine Sitzbeinkontusion links.
Diese Kontusion heilte folgenlos ab und fällt als unmittelbare oder auch nur mittelbare
Ursache der vom Beschwerdeführer seit der Rückfallmeldung vom September 2011
zusätzlich geklagten Beschwerden ausser Betracht, da diese andere Körperteile und
vorwiegend die rechte Seite betreffen. Der Beschwerdeführer macht denn auch
geltend, die neu aufgetretenen rechtsseitig betonten Beschwerden seien Folge der
fehlenden Belastungsmöglichkeit der linken Hand. Eine Fehl- oder Überbelastung ist
zwar nicht ausgeschlossen, ist bei Rechtsdominanz des Beschwerdeführers aber nicht
überwiegend wahrscheinlich erstellt, dies auch angesichts der bei der orthopädischen
Untersuchung durch den ABI-Gutachter festgestellten, praktisch fehlenden
Umfangdifferenz der oberen Extremitäten, welche gegen eine erhebliche Schonung der
linken Seite spricht. Eine solche Fehl- bzw. eine Überbelastung der rechten Seite
konnte schon Dr. J._ im Jahr 1999 nicht feststellen (vgl. act. G26.1 S. 3f.; vgl. auch
den Bericht der Klinik für Neurologie des KSSG vom 3. Juli 2012, in dem ein allseits
normaler Muskeltonus ohne Atrophien bescheinigt wurde, act. G26.2). In keinem der
medizinischen Berichte wird ein möglicher Zusammenhang zwischen den
Beschwerden der linken Hand und einer allfälligen Überbelastung der rechten Hand
und den Rücken-/Nackenschmerzen in Erwägung gezogen, obwohl der
Beschwerdeführer diesen Verdacht geäussert hat (so etwa gegenüber Dr. B._, Suva-
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act. 123). Auch aufgrund der langen Latenzzeit zwischen dem Unfallereignis vom 3. Mai
1990 und den zwar in den Jahren 1995 und 1998 teilweise von Dr. B._
dokumentierten, grundsätzlich aber ab September 2011 geklagten Beschwerden
erscheint eine natürliche Kausalität zum Unfall unwahrscheinlich und andere Ursachen
– insbesondere degenerative Entwicklungen – treten in den Vordergrund. Ein
Zusammenhang zwischen der Handgelenksfraktur im Jahr 1990 und einer ab 1995
sporadisch erwähnten Kopfschmerz- bzw. Migräneproblematik ist kaum denkbar,
jedenfalls aber in keiner Weise durch medizinische Berichte belegt.
4.5 Zusammenfassend ist aufgrund der Aktenlage einzig die
Gesundheitsbeeinträchtigung an der linken Hand als Unfallfolge ausgewiesen. Alle
anderen Beschwerden können nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das
Unfallereignis vom 3. Mai 1990 zurückgeführt werden. Mangels medizinischer
Anhaltspunkte für einen Zusammenhang mit dem Unfall erübrigen sich beim intensiv
ärztlich betreuten bzw. auch begutachteten Beschwerdeführer im Rahmen der
antizipierenden Beweiswürdigung weitere diesbezügliche Abklärungen.
5.
5.1 Unter Berücksichtigung der unfallkausalen Einschränkungen an der linken Hand
ist die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu beurteilen. Die Beschwerdegegnerin
stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf die Beurteilung des ABI-
Teilgutachters Dr. med. K._, FMH Handchirurgie.
5.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der
Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
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Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit
Hinweis auf BGE 125 V 351, E. 3a). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die
rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer
Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen – insbesondere
ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens – abschliessen (RKUV 1997 Nr. U 281
S. 281 E. 1a).
5.3 Der Beschwerdeführer lässt zunächst vorbringen, die ABI-Gutachter hätten sich
zu wenig mit den medizinischen Vorakten auseinandergesetzt. Zudem sei ein Teil der
von den ABI-Gutachtern verwendeten Vorakten nicht in den UV-Akten vorhanden.
Genannt werden Berichte der Klinik für Neurologie des KSSG vom 3. Juli 2012 und das
Gutachten des Handchirurgen Dr. J._ vom 20. Januar 1999. Diese Akten befinden
sich tatsächlich nicht in den von der Beschwerdegegnerin eingereichten Akten. Sie
wurden unter anderem im vorliegenden Verfahren vom Gericht beigezogen und den
Parteien nachträglich Gelegenheit zur Wahrnehmung des rechtlichen Gehörs
eingeräumt (act. G26; BGE 137 I 195 E. 2.6). Der Rechtsanwalt reichte am 15. Februar
2016 eine Stellungnahme ein, wobei er sich nicht mehr zu diesen Aktenstücken
äusserte (act. G30). Ob die Beschwerdegegnerin durch diese Unvollständigkeit das
rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt hat, wie dieser – mit dem Hinweis, die
Gehörsverletzung müsse für sich allein gesehen bereits zur Aufhebung des
Einspracheentscheids führen, ansonsten jedoch ohne nähere Substantiierung –
behauptet, ist fraglich. Tangiert wäre wohl die Aktenführungspflicht als Teilgehalt des
rechtlichen Gehörs. Ob diese Pflicht so weit geht, dass die Beschwerdegegnerin auch
(für sie materiell allenfalls relevante) Fremdakten zu ihren eigenen Akten nehmen muss,
braucht nicht näher geprüft zu werden. Denn die Rüge der Gehörsverletzung hätte
ohne Weiteres bereits im Einspracheverfahren vorgebracht werden können, was nicht
geschehen ist. Im vorliegenden Verfahren ist sie verspätet, weshalb darauf nicht näher
einzugehen ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 17. September 2014,
2C_143/2014, E. 3 [mit Hinweis auf BGE 138 I 97 E. 4.1.5 und insbesondere BGE 132 II
485 E. 3.4] und vom 31. August 2007, U 145/06, E. 6.2).
5.4 Soweit der Beschwerdeführer Kritik an den orthopädischen und neurologischen
ABI-Teilgutachten übt und Mängel in der Konsensbeurteilung behauptet, ist nicht
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weiter darauf einzugehen, da im vorliegenden Verfahren gemäss den vorstehenden
Ausführungen lediglich die unfallkausalen Beschwerden an der linken Hand von Belang
sind. Die Beschwerdegegnerin stellte im angefochtenen Einspracheentscheid zu Recht
einzig auf das handchirurgische Teilgutachten von Dr. K._ ab, zumal nur dieses die
Auswirkungen der unfallkausalen Restfolgen behandelt. Der Beschwerdeführer
bemängelt daran unter anderem, dass der Bericht der Handchirurgie des KSSG vom
2. Oktober 2012 von Dr. K._ offenbar nicht berücksichtigt worden sei (S. 8 Ziff. 17
der Beschwerde). Dieser im Gerichtsverfahren aus den IV-Akten beigezogene Bericht
(act. G24.5) war im Rahmen der handchirurgischen Begutachtung des Versicherten
offenkundig ohne Relevanz. Das gilt auch für die vorliegend interessierenden
Fragestellungen, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. Im Übrigen ist nicht
ersichtlich, inwieweit Dr. K._ den Beschwerden an der linken Hand des
Beschwerdeführers unzureichend Rechnung getragen haben sollte, nachdem dieser
bei der handchirurgischen Anamnese (Suva-act. 150-24f.) den Charakter seiner
Schmerzen an den Händen/Handgelenken und insbesondere damit verbundene
Einschränkungen vorbringen konnte. Die von Dr. K._ gestellte unfallkausale Diagnose
einer posttraumatischen radial betonten Handgelenksarthrose links, die noch nicht
wesentlich bzw. mässiggradig ausgeprägt ist, deckt sich mit der übrigen medizinischen
Aktenlage (Suva-act. 84, 112; ferner act. G24.1). Aus Sicht des handchirurgischen ABI-
Gutachters ist der Beschwerdeführer für das linke Handgelenk für nicht monotone
leicht- bis mittelgradige Arbeiten mit entsprechenden Arbeitspausen arbeitsfähig. Eine
quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wird einzig vom Hausarzt des
Beschwerdeführers, Dr. B._, im Bericht vom 3. Dezember 2013 (Suva-act. 186) in
Betracht gezogen. Diese Beurteilung läuft allerdings konträr zu jener der in dieser
Sache konsultierten Hand-Chirurgen, welche in einer leidensadaptierten Anstellung
keine relevanten Einschränkungen feststellen konnten (Suva-act. 112, 125, 150-24ff./
42, act. G24.1). Dr. E._ blieb am 7. Juni 2013 (Suva-act. 152) nach Einsicht in das
ABI-Gutachten bei seiner Zumutbarkeitsbeurteilung vom 30. März 2012, wonach – wie
im Bericht vom 12. Januar 2012 von Prof. D._ ausgeführt – mittlere bis schwere
Belastungen des linken Handgelenks zu vermeiden, jegliche leichten körperlichen
Tätigkeiten ohne repetitives Heben und Tragen von Lasten, ohne Arbeiten an
vibrierenden Maschinen und ohne dauernde Umwendbewegungen jedoch möglich
seien. Diese Beurteilung enthält ein detaillierteres Zumutbarkeitsprofil als diejenige des
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handchirurgischen ABI-Gutachters. Die Zumutbarkeitskriterien von Dr. K._
berücksichtigen die Einschätzung von Prof. D._ im Bericht vom 12. Januar 2012
(Suva-act. 84) nicht und setzen sich insgesamt zu wenig mit den früheren
Einschätzungen der Kreisärzte auseinander (vgl. auch Ziff. 6.5 des ABI-Gutachtens,
Suva-act. 150-31/42). Ferner quantifiziert Dr. K._ die von ihm als notwendig
erachteten „entsprechenden Arbeitspausen“ (S. 27 des ABI-Gutachtens) nicht.
Dr. E._ hat den Beschwerdeführer persönlich untersucht und sich wiederholt mit der
Aktenlage auseinandergesetzt (Suva-act. 112). Folglich erscheint es gerechtfertigt, auf
die von Prof. D._ erwähnten und von Dr. E._ konkretisierten Einschränkungen
Rücksicht zu nehmen und auf das Zumutbarkeitsprofil von Dr. E._ abzustellen,
wonach dem Beschwerdeführer jegliche leichte körperliche Tätigkeiten ohne repetitives
Heben und Tragen von Lasten, ohne Arbeiten an vibrierenden Maschinen und ohne
dauernde Umwendbewegungen vollumfänglich offenstehen. Mit diesem Profil geht der
Kreisarzt im Übrigen weniger weit als noch Dr. J._ in seinem Gutachten vom
20. Januar 1999 (act. G26.1 S. 6).
5.5 Die mit Replik vom 29. August 2014 (act. G14) eingereichten Berichte der
Chirurgischen Klinik des Spitals Thurgau datieren aus einer Zeit nach Erlass des
Einspracheentscheids, weshalb sie für die vorliegende Beurteilung von Vornherein nur
beschränkte Aussagekraft haben können. Während Dr. med. L._, Oberärztin
Handchirurgie, im Bericht vom 16. Juni 2014 (act. G14.12) ohne Angabe eines
Vergleichszeitpunkts und ohne nähere Begründung die Panarthrose am linken
Handgelenk als progredient bezeichnet, nimmt Dr. G._ im Bericht vom 30. Juli 2014
(act. G14.11) Bezug auf die Voruntersuchung vom 7. September 2011 und bezeichnet
den Verlauf lediglich als „eher“ progredient. Zentral ist jedoch, dass beide Ärzte
weiterhin leichte, nicht repetitive Arbeiten als zumutbar bezeichnen, so dass es bei der
Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. E._ bleibt (act. G14.2f.). Die von Dr. G._ am
5. Oktober 2015 veranlassten Untersuchungen (act. G20) und deren Ergebnisse
(act. G22) lassen keine Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers bis zum Erlass des Einspracheentscheids am 22. Januar 2014
mehr zu. Eine allfällige seither eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustands
ist als neue Rückfallmeldung an die Beschwerdegegnerin zu richten.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 18/25
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5.6 Der psychiatrische ABI-Teilgutachter hatte im Januar 2013 keine Diagnosen mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erhoben und dem von ihm geäusserten Verdacht auf
eine dysfunktionale Schmerzverarbeitung mit algogener Verstimmung explizit keinen
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zugebilligt (Suva-act. 150-13/42). Seine Ausführungen
sind nachvollziehbar und aus den Akten ergeben sich keine konkreten Anhaltspunkte,
die gegen seine Arbeitsfähigkeitsschätzung bzw. Zumutbarkeitsbeurteilung sprechen
würden. Bis über die Begutachtung hinaus klagte der Beschwerdeführer nicht über
psychische Beeinträchtigungen und nahm keine entsprechende Therapie in Anspruch.
Im Januar 2014 nahm er schliesslich bei med. pract. L._, Fachärztin für Psychiatrie
und Psychotherapie FMH, Oberärztin / Leiterin Ambulatorium, Psychiatrische Klinik
N._, eine Behandlung auf. Diese erwähnte in den Berichten vom 6. März 2014
(act. G14.7) und 20. August 2014 (act. G14.5) zwar eine chronische Schmerzstörung
mit somatischen und psychischen Faktoren. Dass dadurch die Arbeitsfähigkeit
eigenständig beeinträchtigt sein sollte, geht aus den Berichten von Dr. L._ allerdings
nicht hervor und ist mit Blick auf die Ausführungen des psychiatrischen ABI-
Teilgutachters ebenfalls nicht anzunehmen. Ferner fehlen Hinweise auf eine
Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers nach
der ABI-Begutachtung und vor Erlass des Einspracheentscheids. Vor diesem
Hintergrund erübrigt es sich, auf die Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs
zwischen einer allfällig relevanten psychischen Beeinträchtigung und dem Unfall von
1990 bzw. genauer den unfallkausalen Handgelenksbeschwerden einzugehen.
6.
6.1 Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine
Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid ist. Invalidität ist
die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
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6.2 Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird
gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt. Dabei wird das
Einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
6.3
6.3.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte
Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (BGE 135 V
322 E. 4.1). In der Praxis bildet das vor dem Eintritt der zur Invalidität führenden
Arbeitsunfähigkeit erzielte, tatsächlich bezogene Einkommen häufig Anhalts- und
Ausgangspunkt, da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit
im
Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre. Bei der Bestimmung dieses zuletzt
erzielten Einkommens sind sämtliche Erwerbseinkommen (auch etwa Nebeneinkünfte
oder regelmässig geleistete Überstunden), für welche eine AHV-Beitragspflicht besteht,
zu berücksichtigen (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015,
N 22 ff. zu Art. 16).
6.3.2 Die Beschwerdegegnerin ermittelte ein Valideneinkommen von Fr. 62‘919.--.
Dabei ging sie von den Tabellenlöhnen der Lohnstrukturerhebung 2010 in Höhe von
monatlich Fr. 4‘901.-- bzw. jährlich Fr. 58‘812.-- (TA 1, Total, Anforderungsniveau 4,
Männer) aus und passte diesen Wert an die wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden
und die Nominallohnentwicklung (Jahr 2011: +1%, Jahr 2012: +0.8%) an (vgl. Suva-
act. 167-3/4). Mit diesem Vorgehen trug sie der Tatsache Rechnung, dass der
Beschwerdeführer in den Jahren vor dem Rentenbeginn kein repräsentatives
Einkommen mehr erzielt hat, das als Basis für das Valideneinkommen dienen könnte.
Die mehrjährige Anstellung bei der O._ verlor er im Jahr 2008 nicht aufgrund von
Unfallfolgen (vgl. etwa Suva-act. 150-10/42; 167-3/4). Der dort erzielte Lohn kann also
nicht unbesehen als Valideneinkommen verwendet werden. Anschliessend war er
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längere Zeit arbeitslos und schliesslich temporär beschäftigt (vgl. den Abdruck aus
dem IK-Auszug in Suva-act. 167-3/4). Vor diesem Hintergrund ist an sich nicht zu
beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf die Tabellenlöhne der LSE abgestellt
hat. Allerdings ist zu beachten, dass heute (im Gegensatz zum Zeitpunkt des Erlasses
des Einspracheentscheids) die Tabellenlöhne der LSE des Jahres 2012 vorliegen,
sodass diese Werte massgebend sind und keine Hochrechnung der Zahlen des Jahres
2010 mittels Nominallohnentwicklung mehr erfolgen kann. Folglich ist auf die vom
Bundesamt für Statistik effektiv erhobenen Zahlen für das Jahr 2012 abzustellen.
Gemäss LSE 2012 verdienten Männer im Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten
körperlicher oder handwerklicher Art), dem der Beschwerdeführer unstrittig zuzuordnen
ist, bei 41.7 Wochenstunden Fr. 65‘177.--. Dieses Einkommen ist als
Valideneinkommen beizuziehen.
6.4
6.4.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte
Person konkret steht. Ist kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben,
namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat,
so können nach der Rechtsprechung entweder die LSE-Tabellenlöhne oder die
sogenannten DAP-Zahlen (DAP = Dokumentation von Arbeitsplätzen seitens der Suva)
herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 mit Hinweisen).
6.4.2 Gemäss dem Grundsatzentscheid BGE 129 V 472 hat sich die Ermittlung des
Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen.
Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen
Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst-
und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten
Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des
Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der
Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze
sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses
eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich
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ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die
Suva die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile
mit den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person
Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der versicherten Person
bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im
Einzelfall sind grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben, damit sich die Suva im
Einspracheentscheid damit auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im
Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf
den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die Suva hat diesfalls im
Einspracheentscheid die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im
Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität
der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den
Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen
Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen (BGE 129 V 472 E. 4.7.2).
6.4.3 Die Beschwerdegegnerin legte das Invalideneinkommen anhand von DAP-Zahlen
auf Fr. 55‘667.-- fest. Der im Einspracheverfahren rechtskundig vertretene
Beschwerdeführer liess zum von der Beschwerdegegnerin ausgeübten
Auswahlermessen und zur Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall keine
Einwendungen erheben, so dass lediglich zu prüfen ist, ob die beigezogenen DAP-
Profile auch mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil von Dr. E._ Anwendung finden
können. Als zumutbar erachtete Dr. E._ jegliche leichten körperlichen Tätigkeiten
ohne repetitives Heben und Tragen von Lasten, ohne Arbeiten an vibrierenden
Maschinen und ohne dauernde Umwendbewegungen. Mittlere bis schwere
Belastungen des linken Handgelenks seien zu vermeiden. Dieses Zumutbarkeitsprofil
lässt eine Kleinmontage oder Hantieren mit Tastatur (leicht und feinmotorisch) im
Zeitraum zwischen fünfeinhalb und acht Stunden täglich – wie im DAP-Profil Nr. 2861 –
zu, zumal der Beschwerdeführer rechtsdominant ist und unfallkausale
Restbeschwerden einzig in Bezug auf die linke Hand bestehen. Auch oft- oder sehr
oftmaliges Heben und Tragen von sehr leichten Gewichten (bis 5kg; aufgrund der
konkreten Arbeitsplatzbeschreibungen ist jedoch von max. 1kg auszugehen) wie in den
DAP-Profilen Nr. 5556, Nr. 8685 und Nr. 9289 erforderlich, erscheint mit dem
Zumutbarkeitsprofil ohne weiteres vereinbar. Auf die DAP-Löhne kann somit abgestellt
werden. Die Beschwerdegegnerin hat offenbar versehentlich, jedenfalls aber ohne
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Begründung bei den verwendeten DAP-Nummern die Zahlen des Jahres 2013 und
nicht jene des vorliegend massgebenden Jahres 2012 verwendet. Gestützt auf die
entsprechenden Zahlen für das Jahr 2012 ergibt sich ein Invalideneinkommen von
Fr. 55‘347.-- (vgl. act. G25).
6.5 Bei der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert ein
Erwerbsunfähigkeitsgrad von 15%. Damit erweist sich die von der
Beschwerdegegnerin gewährte Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von
12% als geringfügig zu tief, was zu korrigieren ist.
7.
7.1 Der Beschwerdeführer lässt eine Integritätsentschädigung von 25% beantragen.
Die Beschwerdegegnerin hat in der Verfügung vom 8. August 2013 eine Erhöhung der
im Jahr 1996 zugesprochenen Integritätsentschädigung von 5% abgelehnt. Dagegen
hat sich der Beschwerdeführer in der Einsprache nicht gewehrt. Vielmehr hat er bzw.
seine damalige Rechtsvertreterin sich einleitend nur auf die zugesprochene Rente
bezogen (Suva-act. 173-1/4) und die Integritätsentschädigung auch in der ergänzenden
Einsprachebegründung nicht thematisiert (Suva-act. 179). Damit ist die Verweigerung
einer (die 1996 anerkannten 5% übersteigenden) Integritätsentschädigung rechtskräftig
geworden. Dass die Beschwerdegegnerin sich in der Begründung des
Einspracheentscheids nochmals zur Integritätsentschädigung äusserte (Ziff. 5), vermag
nichts daran zu ändern, dass diese Leistung mangels Anfechtung nicht Gegenstand
des Einspracheverfahrens hat werden können. Die Verfügung vom 8. August 2013 ist
diesbezüglich in Rechtskraft erwachsen, sodass auf den in der Beschwerde gestellten
Antrag um Erhöhung der Integritätsentschädigung auf 25% nicht einzutreten ist.
7.2 Selbst wenn vorliegend eine verbindliche Überprüfung erfolgen könnte, wäre mit
Blick auf Art. 36 Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202)
festzuhalten, dass die Voraussetzungen der nicht voraussehbaren Verschlimmerung
des Integritätsschadens und die grosse Tragweite derselben wohl nicht erfüllt wären.
Denn das Fortschreiten der Arthrose am linken Handgelenk erachtete bereits Kreisarzt
Dr. Z._ im Rahmen der Beurteilung vom 17. Januar 1996, die der zugesprochenen
Integritätsentschädigung von 5% zugrunde lag, als möglich (Suva-act. 40-79/86).
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Weder Prof. D._ (insb. Suva-act. 84) noch Dr. E._ (Suva-act. 112, 154) oder
Dr. K._ berichteten in Bezug auf die Arthrose von einer 1996 nicht voraussehbaren
Verschlimmerung.
8.
8.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung
des Einspracheentscheids teilweise gutzuheissen und dem Beschwerdeführer ab
1. Februar 2012 bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 15% eine Invalidenrente von
Fr. 204.85 (versicherter Jahresverdienst Fr. 20‘487.--/ 12 x 0.8 x 0.15) zuzusprechen.
Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
8.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
8.3 Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG; Art. 22 Abs. 1 lit. b Honorarordnung für
Rechtsanwälte und Rechtsagenten [HonO; sGS 963.75]). In der
Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22
Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS
963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Bei vollem Obsiegen wäre dem
Beschwerdeführer wie in vergleichbaren Fällen üblich eine Parteientschädigung von
pauschal Fr. 4‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Er
hatte eine volle UVG-Rente beantragt und ist mit seiner Begründung in wesentlichen
Teilen nicht durchgedrungen. Bei der Bemessung der Parteientschädigung zu
berücksichtigen ist zudem das Nichteintreten bezüglich Erhöhung der
Integritätsentschädigung. Aufgrund dieser Umstände erscheint es als angemessen, die
pauschale Parteientschädigung auf Fr. 1'000.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer) festzusetzen.
8.4 Der Beschwerdeführer hat ein Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung
gestellt. Mit Blick auf die belegten Einkommens- und Vermögensverhältnisse (act. G4,
G 14.1 und act. G30; act. G9.1 in IV 2015/30) kann die Bedürftigkeit als ausgewiesen
erachtet werden. Ferner ist die Beschwerdeerhebung nicht als aussichtslos zu
betrachten, dies auch nicht betreffend die beantragte Integritätsentschädigung, hat die
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Beschwerdegegnerin die diesbezügliche Beschwerdeführung doch durch ihre
Behandlung dieses Themas im Einspracheentscheid begünstigt. Der Beschwerdeführer
hat seinem Rechtsvertreter für dieses Verfahren einen Kostenvorschuss von
Fr. 2‘000.-- geleistet (vgl. Ziff. III/5 der Replik, act. G14). Dieser ist ihm nicht
zurückzuerstatten, sondern an die Verfahrenskosten anzurechnen (vgl. Ziff. 5.2 der vom
st. gallischen Kantonsgericht erlassenen "Richtlinien zur unentgeltlichen Rechtspflege
im Zivilprozess und für die Privatklägerschaft im Strafprozess" vom Mai 2011, die vom
Versicherungsgericht praxisgemäss analog angewendet werden). Von der bei vollem
Obsiegen angemessenen Parteientschädigung von Fr. 4‘000.-- ist neben der
zuzusprechenden Parteientschädigung von Fr. 1‘000.-- folglich auch der
Kostenvorschuss von Fr. 2‘000.-- in Abzug zu bringen. Vom verbleibenden Anteil von
Fr. 1‘000.-- ist dem Beschwerdeführer im Rahmen der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung der Betrag von Fr. 800.-- zuzusprechen (vgl. Art. 31 Abs. 3
HonO/SG; sGS 963.70). Wenn seine wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten, kann er
indessen zur Nachzahlung der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet
werden (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99
Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).