Decision ID: d2a43df2-84f1-463e-8092-af20734c7c55
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
Z._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Christa Rempfler, Falkensteinstrasse 1, Post-
fach 112, 9006 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rechtliches Gehör
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1973 geborene Z._ war als Montagemitarbeiterin bei der A._ tätig und
dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 15. Mai 2006 zog
sie sich infolge eines Treppensturzes am rechten Fuss eine Distorsion von OSG und
Mittelfuss zu (Suva-act. 2 und 3). Für die nachfolgenden medizinischen Behandlungen
sowie die Arbeitsunfähigkeit (vgl. Suva-act. 2 und 7) anerkannte die Suva ihre
Leistungspflicht und erbrachte entsprechende Versicherungsleistungen (Suva-
act. 82.3).
A.b Mit Verfügung vom 21. August 2008 eröffnete die Suva der Versicherten, es könne
nach der aktuell erfolgten Beurteilung ihres medizinischen Beraters nicht mehr davon
ausgegangen werden, dass immer noch behandlungsbedürftige Unfallfolgen vorliegen
würden. Daher würden die Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) per
1. September 2008 eingestellt (Suva-act. 75).
B.
B.a Am 5. September 2008 erhob die Versicherte zuerst selbst und am 22. September
2008 ihre Rechtsvertreterin, Rechtsanwältin lic. iur. Christa Rempfler, St. Gallen, in
ihrem Namen Einsprache gegen die Verfügung vom 21. August 2008 (Suva-act. 76 und
82). Die Suva bestätigte den Empfang der Einsprachen mit Schreiben vom 10. und
25. September 2008 und informierte die Versicherte bzw. ihre Rechtsvertreterin
zugleich, sie werde die vorliegenden Akten an die Direktion in Luzern weiterleiten
(Suva-act. 77 und 83). Mit Schreiben vom 15. Oktober 2008 setzte die Suva die
Rechtsvertreterin über den Namen ihres für die Fallführung zuständigen Rechtsanwalts
in Kenntnis (Suva-act. 84).
B.b Mit Entscheid vom 26. Januar 2009 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-
act. 89).
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C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von der Rechtsvertreterin für
die Versicherte erhobene Beschwerde vom 25. Februar 2009 mit den Anträgen, der
angefochtene Einspracheentscheid vom 26. Januar 2009 sei aufzuheben und die
Prozedur zur Gewährung des rechtlichen Gehörs und zur Neubeurteilung an die
Vorinstanz zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der
Beschwerdegegnerin. Zudem sei der Rechtsvertreterin für eine eventuelle weitere
Begründung der Beschwerde, mit Zustellung der vollständigen Verfahrensakten eine
Nachfrist von 20 Tagen anzusetzen. Zur Begründung bringt sie im Wesentlichen eine
schwerwiegende Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör vor. Dieses diene
einerseits der Sachaufklärung, andererseits stelle es ein persönlichkeitsbezogenes
Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des
Einzelnen eingreife. Indem ihr die Beschwerdegegnerin trotz eines ausdrücklichen
Verfahrensantrags in der Einsprache keine Akteneinsicht gewährt habe, habe sie den
Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Eine solche Verletzung führe ungeachtet der
Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der
angefochtenen Verfügung. Schliesslich habe die Beschwerdegegnerin durch diesen
Verfahrensfehler zusätzlich unnötige Kosten verursacht, welche ihr zu überbinden
seien.
C.b Die Beschwerdegegnerin nahm am 13. März 2009 zum Vorwurf der
Gehörsverletzung Stellung und beantragte eine Abweisung des
Rückweisungsbegehrens. Sie machte geltend, dass eine Verletzung des rechtlichen
Gehörs - wenn überhaupt - nicht in einer schwerwiegenden Form vorliege. Zumal die
Einsprache vom 22. September 2008 ausführlich begründet gewesen und die
Beschwerdeführerin im Anschluss an die Einsprache während des gesamten
Einspracheverfahrens nicht mehr um Akteneinsicht ersucht habe, sei von einer bereits
erfolgten Einsicht in die Unfallakten auszugehen. Sofern dennoch eine
Gehörsverletzung angenommen werde, müsse eine solche als geheilt betrachtet
werden, da sich die Beschwerdeführerin nun vor dem Versicherungsgericht des
Kantons St. Gallen, dem volle Kognition zukomme, in Kenntnis der vollständigen Akten
frei äussern könne. Im Weiteren würde eine Rückweisung den Interessen der
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Beschwerdeführerin an einem einfachen und raschen Verfahren und somit dem
Grundsatz der Verfahrensökonomie widersprechen.
C.c In der Beschwerdeergänzung vom 1. Mai 2009 hält die Rechtsvertreterin an ihren
Anträgen fest und macht als zusätzliches Eventualbegehren geltend, ihr sei für den Fall,
dass das Gericht die Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt entscheide, eine
angemessene Nachfrist zur materiellen Beschwerdeergänzung anzusetzen; unter
Kosten- und Entschädigungsfolge. Im Übrigen bestritt sie die Vorbringen der
Beschwerdegegnerin.
C.d Auf die weiteren Begründungen und Ausführungen in den einzelnen

Rechtsschriften wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
Erwägungen:
1.
Die Beschwerdeführerin beanstandet vorweg eine Verletzung des rechtlichen Gehörs.
Trotz entsprechendem Antrag in der Einsprache habe ihr die Beschwerdegegnerin die
Unfallakten nicht zur Einsicht zugestellt und damit unter Verletzung des rechtlichen
Gehörs über die Einsprache entschieden. Da sich weder aus dem Aktendossier der
Suva noch aus dem Geschehensablauf (Zustellung der Akten nach Eingang der
Einsprache zuerst an die Helsana Versicherungen AG als Krankentaggeldversicherung
sowie Weiterleitung an die Direktion der Beschwerdegegnerin, vgl. Suva-act. 86, 77,
83) gegenteilige Hinweise ergeben, ist vorliegend davon auszugehen, dass eine
Zustellung der Suva-Akten an die Beschwerdeführerin tatsächlich unterblieb. Dies
vermag die Beschwerdegegnerin einzig durch ihre Behauptung vom 13. März 2009
nicht zu widerlegen. Eine Einsprache, welche sich lediglich auf zwei unterschiedliche
Arztberichte stützt und im Übrigen nur eine Anwaltsvollmacht, die angefochtene
Verfügung sowie eine Stellungnahme der Suva über ihre Leistungspflicht an die
Beschwerdeführerin beilegt, lässt keineswegs den Schluss zu, dass sie in Kenntnis der
vollständigen Akten erstellt worden sein muss.
2.
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2.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) haben Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das
rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher
in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht,
sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu
äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in Akten zu nehmen, mit
erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher
Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern,
wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 370 f. E. 3.1, 129
II 504 E. 2.2, 127 I 56 E. 2b, je mit Hinweisen). Für den Bereich der
Sozialversicherungen regelt Art. 42 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) den Anspruch der Parteien auf rechtliches
Gehör. Danach müssen die Parteien jedoch nicht angehört werden vor Verfügungen,
die durch Einsprache anfechtbar sind. Spätestens im Einspracheverfahren hat die
Verwaltung aber die allgemeinen Grundsätze des rechtlichen Gehörs zu wahren und
folglich der versicherten Person oder ihrem Vertreter Einsicht in die Akten zu gewähren,
auf deren Grundlage sie den Einspracheentscheid abstützt (BGE 132 V 389 E. 4.1 mit
Hinweis). Nach Art. 47 Abs. 1 lit. b ATSG steht das Recht auf Akteneinsicht den
Parteien für die Daten zu, die sie benötigen, um einen Anspruch oder eine Verpflichtung
nach einem Sozialversicherungsgesetz zu wahren oder zu erfüllen oder um ein
Rechtsmittel gegen eine auf Grund desselben Gesetzes erlassene Verfügung geltend
zu machen, sofern überwiegende Privatinteressen gewahrt bleiben.
2.2 Aus Inhalt und Funktion des Akteneinsichtsrechts als Teil des Anspruchs auf
rechtliches Gehör folgt nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung, dass
grundsätzlich sämtliche beweiserheblichen Akten den Beteiligten gezeigt werden
müssen, sofern in der sie unmittelbar betreffenden Verfügung darauf abgestellt wird.
Denn es gehört zum Kerngehalt des rechtlichen Gehörs, dass der Verfügungsadressat
vor Erlass eines für ihn nachteiligen Verwaltungsakts zum Beweisergebnis Stellung
nehmen kann. Das Akteneinsichtsrecht ist somit eng mit dem Äusserungsrecht
verbunden, gleichsam dessen Vorbedingung. Die versicherte Person kann sich nur
dann wirksam zur Sache äussern und geeignete Beweise führen oder bezeichnen,
wenn ihr die Möglichkeit eingeräumt wird, die Unterlagen einzusehen, auf welche sich
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die Behörde bei ihrer Verfügung gestützt hat. Das rechtliche Gehör dient in diesem
Sinn einerseits der Sachaufklärung und stellt andererseits ein
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren dar. Daraus ergibt sich, dass
der Versicherer, welcher neue Akten beizieht, auf die er sich in seiner Verfügung zu
stützen gedenkt, grundsätzlich verpflichtet ist, die Beteiligten über den Aktenbeizug zu
informieren (BGE 132 V 388 E. 3.1, 115 V 302 E. 2e). Das Akteneinsichtsrecht bezieht
sich auf sämtliche verfahrensbezogenen Akten, die geeignet sind, Grundlage des
Entscheids zu bilden. Die Akteneinsicht ist demnach auch zu gewähren, wenn die
Ausübung des Akteneinsichtsrechts den Entscheid in der Sache nicht zu beeinflussen
vermag. Die Einsicht in die Akten, die für ein bestimmtes Verfahren erstellt oder
beigezogen wurden, kann demnach nicht mit der Begründung verweigert werden, die
fraglichen Akten seien für den Verfahrensausgang belanglos. Es muss vielmehr dem
Betroffenen selber überlassen sein, die Relevanz der Akten zu beurteilen (BGE 132 V
389 E. 3.2 mit Hinweis).
2.3 Das Recht auf Akteneinsicht ist wie das Recht, angehört zu werden, formeller
Natur. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten
der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung bzw.
des Einspracheentscheids (BGE 132 V 390 E. 5.1, Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 26. September 2006 i/S A. [K 61/06] E. 2.3, BGE 120 V 362
E. 2a). Vorbehalten bleiben praxisgemäss Fälle, in denen die Verletzung des
Akteneinsichtsrechts nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die
Partei, deren rechtliches Gehör verletzt wurde, sich vor einer Instanz äussern kann,
welche sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen uneingeschränkt überprüft (BGE 115
V 305 E. 2h; RKUV 1992 Nr. U 152 S. 199 E. 2e). Die Heilung eines - allfälligen -
Mangels soll aber auch hier die Ausnahme bleiben (BGE 126 V 132 E. 2b, 124 V 392
E. 5a, je mit Hinweisen). Der Partei steht es grundsätzlich frei, auf der vollumfänglichen
Wahrnehmung des Gehörsanspruchs zu beharren, wenn ihr daran mehr liegt als an der
beförderlichen Erledigung des Verfahrens (U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Bern
2009, N 9 zu Art. 42 mit Verweis auf BGE 124 V 392). Insofern hat nicht der
Versicherungsträger die Entscheidbefugnis darüber, ob das Gebot des raschen
Verfahrens oder dasjenige der zutreffenden Gehörsgewährung vorgeht (U. Kieser,
a.a.O., N 9 zu Art. 42). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung kann auf eine
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Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung
jedoch abgesehen werden, wenn und soweit die Rückweisung zu einem
formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit
dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer
beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 290 mit
Hinweis).
2.4 Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin rügte im vorliegenden Verfahren
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Beschwerdegegnerin und stellte den
Antrag auf Rückweisung der Sache an diese. Im Weiteren hielt sie fest, dass sie
während des Einspracheverfahrens lediglich über die vier der Einsprache beigelegten
Aktenstücke (inklusive der angefochtenen Verfügung) verfügt habe, weshalb sie nicht in
der Lage gewesen sei, die Kausalitätsfrage zwischen den weiterhin geklagten
Beschwerden und dem Unfall vom 15. Mai 2006 zu prüfen und sich damit angemessen
gegen die Suva-Verfügung zu verteidigen. Durch dieses Fehlverhalten der
Beschwerdegegnerin sei ihr zur Durchsetzung des Akteneinsichtsrechts und zur
Überprüfung der Ausführungen der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid
nichts anderes übrig geblieben, als den Beschwerdeweg zu beschreiten, welcher
jedoch mit zusätzlichen Kosten verbunden sei. Das Interesse der Beschwerdeführerin
an einer Rückweisung der Angelegenheit ist damit offensichtlich. Indem ihr die
Beschwerdegegnerin die vollständigen Unfallakten vorenthielt, verletzte sie ihren
Anspruch auf Einsicht in die für ihr Leistungsbegehren relevanten und zur
Leistungsprüfung notwendigen Akten in grober Weise. Eine Heilung und Verschiebung
dieses schwerwiegenden Verfahrensmangels wäre je nach Ausgang der materiellen
Beurteilung der Sache durch das Versicherungsgericht mit Kosten verbunden, deren
Risikotragung die Beschwerdeführerin vorgängig überhaupt nicht abschätzen konnte.
Durch ihr wiederholt vorgebrachtes Rückweisungsbegehren zeigt sie ausserdem, dass
sich ihr Interesse im Wissen um eine Verzögerung des Verfahrens offenbar nicht auf
eine möglichst beförderliche Beurteilung der Ansprüche richtet, sondern auf die
Durchsetzung des in formeller Hinsicht korrekten Verfahrens. Schliesslich führt die
Rückweisung der Beschwerde an die Beschwerdegegnerin zu keinen weiteren
Nachteilen für die Beschwerdeführerin. Die Versicherungsleistungen wurden per
1. September 2008 eingestellt. Sowohl für das Einspracheverfahren (vgl. Verfügung,
Suva-act. 75) als auch einer allfälligen Beschwerde (vgl. Einspracheentscheid, Suva-
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act. 89) wurde die aufschiebende Wirkung entzogen, weshalb die Beschwerdeführerin
ohnehin eine rechtskräftige Erledigung der Streitsache abzuwarten hat, bevor ihr
eventuell weitere Leistungen ausgerichtet werden. Der angefochtene Entscheid ist
somit aufzuheben, ohne dass es darauf ankäme, ob Aussicht auf einen materiell
anderen Entscheid besteht (BGE 124 V 392 E. 5b, 119 V 218 f. E. 6).
2.5 Zusammenfassend ist festzustellen, dass vorliegend angesichts des erheblichen
Verfahrensfehlers der Beschwerdegegnerin und des offenkundigen Interesses der
Beschwerdeführerin eine Heilung der Gehörsverletzung nicht in Betracht fällt. Die
Sache ist daher zur korrekten Durchführung des Einspracheverfahrens an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie unter Beachtung der Ansprüche auf
rechtliches Gehör neu darüber entscheiden kann.
3.
Im Sinn obiger Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des
Einspracheentscheids vom 26. Januar 2009 dahingehend gutzuheissen, dass die
Angelegenheit zur Gewährung des rechtlichen Gehörs und zu anschliessendem neuem
Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Gerichtskosten sind keine
zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen hat die Beschwerdeführerin bei diesem
Verfahrensausgang Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). In der
Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22
Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Die
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin hat mit ihrer Beschwerdeergänzung vom
1. Mai 2009 eine Honorarnote über Fr. 1'969.50 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer)
eingereicht (act. G 8). Angesichts der Art und des Umfangs der Bemühungen erscheint
das geltend gemachte Honorar angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG