Decision ID: e612e9cb-77b6-4d0b-87b8-e94d69beaaba
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
P._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch R._,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rentenrevision
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St.Galler Gerichte
Sachverhalt:
A.
A.a P._, geboren 1964 (act. G 7.1/1.1), bezog seit 1. März 2002 eine ganze
Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 100% (act. G 7.1/36, 38). Der
behandelnde Arzt, Dr. med. A._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
diagnostizierte vor Erlass der leistungsbegründenden Verfügungen: eine schwere
affektive Störung, gegenwärtig depressive Episode (ICD-10 F 31.3); eine
Persönlichkeitsstörung vom impulsiven und narzisstischen Typus (ICD-10 F 60.30 und
F 60.8); einen Status nach mehrfachen schweren Suizidversuchen 2001 und 2003. Dr.
A._ beurteilte den Versicherten für jegliche Tätigkeit seit März 2001 zu 100%
arbeitsunfähig (act. G 7.1/28.1 ff.).
A.b Der Versicherte kontaktierte gemäss Telefonnotiz vom 25. März 2004 die IV-Stelle
und erkundigte sich, "wie viel er neben seiner 100%-Rente verdienen dürfe". Sein
Psychiater sei einverstanden, dass er manchmal stundenweise einen Aushilfsjob
übernehmen könne. Die IV-Stelle vereinbarte mit ihm, dass er sich in ungefähr drei
Monaten melden und mitteilen solle, wie es mit der Arbeit gehe. Je nach Arbeitszeit
und Lohn werde eine Rentenrevision eingeleitet (act. G 7.1/39).
A.c Mit Schreiben vom 1. Juli 2004 und Mahnschreiben vom 22. November 2004
ersuchte die IV-Stelle den Versicherten um Mitteilung, wie es um seine Arbeitstätigkeit
stehe (act. G 7.1/42, 45). Der Amtsvormund der Gemeinde Wittenbach teilte am 18.
Januar 2005 der IV-Stelle mit, der Versicherte gehe keiner Arbeit nach. Der
Arbeitsversuch im März 2004 sei fehlgeschlagen (act. G 7.1/51). Die IV-Stelle
verzichtete aufgrund des fehlgeschlagenen Arbeitsversuches auf die Durchführung
einer Rentenrevision (act. G 7.1/52).
A.d Im Fragebogen für Rentenrevisionen gab der Versicherte am 10. Oktober 2006 an,
dass er "sehr unterschiedlich, je nach Zustand im Durchschnitt 2 Stunden pro Tag" für
ein Möbeltransportunternehmen arbeite (act. G 7.1/55.1 f.). Der Arbeitgeber erklärte am
23. November 2006 gegenüber der IV-Stelle, der Versicherte arbeite seit März 2006 im
Stundenlohn (Fr. 30.00) für das Möbeltransportunternehmen (act. G 7.1/57.1 ff.). Aus
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dem von der IV-Stelle eingeholten Auszug aus dem individuellen Konto vom
24. November 2006 war ersichtlich, dass der Versicherte bei verschiedenen früheren
Arbeitgebern im Jahr 2004 ein Jahreseinkommen von Fr. 6'258.-- und im Jahr 2005 ein
Einkommen von Fr. 20'960.-- erzielte (act. G 7.1/58).
A.e Dr. A._ hielt im Verlaufsbericht vom 24. bzw. 25. November 2006 fest, dass der
Gesundheitszustand des Versicherten stationär geblieben sei. Im Durchschnitt habe
der Versicherte bei seiner gelegentlichen Arbeitsaufnahme auf das Jahr 2006 gerechnet
etwa 20% bei einem Transportunternehmen gearbeitet. Es sei aber darauf
hinzuweisen, dass aufgrund der schweren psychiatrischen Krankheit immer wieder
damit zu rechnen sei, dass der Versicherte manisch-psychotische oder depressive
Episoden haben werde, in denen er zu 100% arbeitsunfähig sei. Nur wenn es ihm gut
gehe und er eine stabile Phase habe, sei der Versicherte zu 20% arbeitsfähig (act.
G 7.1/59.1 ff.).
B.
B.a Mit Vorbescheid vom 6. Dezember 2006 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
revisionsweise Herabsetzung der ganzen Invalidenrente auf eine Dreiviertelsrente in
Aussicht. Die IV-Stelle begründete die Herabsetzung mit dem Vorliegen eines
wirtschaftlichen Revisionsgrundes. Sie ermittelte einen Invaliditätsgrad von 66%. Für
die Zeit vom Juni 2000 bis Oktober 2006 liege eine Verletzung der Meldepflicht vor. Die
in diesem Zeitraum zu Unrecht bezogenen Leistungen seien zurückzuerstatten (act. G
7.1/63.1 f.).
B.b Dr. A._ teilte der IV-Stelle am 15. Dezember 2006 mit, dass die
Rentenherabsetzung beim Versicherten eine schwere depressive Reaktion ausgelöst
habe und er bis März 2007 zu 100% arbeitsunfähig sein werde (act. G 7.1/66).
B.c Im Einwand vom 9. Januar 2007 beantragte der Versicherte sinngemäss die
Ausrichtung einer ganzen Rente und einen Verzicht auf die Rückforderung (act. G
7.1/67.1 f.).
B.d Mit Verfügung vom 8. Februar 2007 ordnete die IV-Stelle die Herabsetzung der
ganzen auf eine Dreiviertelsrente mit Wirkung ab 1. März 2007 an. Auf die
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Geltendmachung einer Meldepflichtverletzung und Rückforderung wurde verzichtet
(act. G 7.1/72-74).
C.
C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 23. Februar
2007. Der Beschwerdeführer beantragt sinngemäss deren Aufhebung sowie die
Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente. Er macht geltend, das in den Monaten April
bis November 2006 erzielte Einkommen habe lediglich Fr. 14'490.-- betragen. Aufgrund
seiner psychischen Verfassung sei er nicht in der Lage gewesen, in den Monaten
Februar, März und Dezember 2006 einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Er sei bis auf
weiteres arbeitsunfähig. Im beigelegten Arbeitszeugnis von Dr. A._ vom 21. Februar
2007 (act. G 1.3) sei ihm eine seit 29. November 2006 bestehende 100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (act. G 1).
C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 3. Mai 2007 die
Abweisung der Beschwerde. Wegen der in den Jahren 2005 und 2006 durch den
Beschwerdeführer erzielten Einkommen sei die Revision wegen veränderter
wirtschaftlicher Verhältnisse zu Recht erfolgt. Es sei von einer dauerhaften Veränderung
auszugehen. Das Abstellen auf die tatsächlich erzielten Einkommen bei der Ermittlung
des Invaliditätsgrades sei gerechtfertigt (act. G 7).
C.c Dem Gesuch vom 3. März 2007 (act. G 3) entsprechend wurde dem
Beschwerdeführer am 8. Mai 2007 die unentgeltliche Prozessführung (Befreiung von
Gerichtskosten) gewährt (act. G 9).
C.d Replicando macht der Beschwerdeführer am 28. Mai 2007 im Wesentlichen
geltend, sämtliche Arbeitsversuche der Jahre 2004, 2005 und 2006 hätten
gesundheitsbedingt abgebrochen werden müssen. Es könne nicht von dauerhaften
Verhältnissen gesprochen werden und es bestehe weiterhin ein Anspruch auf eine
ganze Invalidenrente (act. G 10).
C.e Die Beschwerdegegnerin verzichtet sinngemäss auf eine Duplik und teilt mit
Schreiben vom 6. Juni 2007 mit, dass an der beantragten Beschwerdeabweisung
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festgehalten werde. Die Ausführungen des Beschwerdeführers würden aber zum
Anlass genommen, ein Anpassungsverfahren einzuleiten (act. G 12).

Erwägungen:
1.
1.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) haben Versicherte, die zu mindestens 40 Prozent invalid sind, Anspruch auf
eine Rente. Diese wird wie folgt nach dem Grad der Invalidität abgestuft: bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf einen Viertel einer
ganzen Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf einen Zweitel
einer ganzen Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf drei
Viertel einer ganzen Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent
auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 28 IVG
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 16 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Dazu wird
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der
Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden,
worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt
(allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; vgl. BGE 128 V 30 E. 1).
2.
2.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur
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Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die
geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine
Invalidenrente ist demgemäss nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des
Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen
Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich
verändert haben (vgl. BGE 117 V 199 E. 3b). Ob eine derartige Änderung eingetreten
ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der
ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen
Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 E. 2 mit Hinweis). Unerheblich unter
revisionsrechtlichen Gesichtspunkten ist dagegen nach ständiger Rechtsprechung die
unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen
Sachverhaltes (SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).
2.2 Gemäss Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.201) ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im
Aufgabenbereich zu betätigen, die anspruchsbeeinflussende Änderung für die
Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen,
in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird.
Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung
drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hiezu
notwendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 9 E. 3c/aa mit
Hinweisen).
2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
3.
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3.1 Von den Parteien ist unbestritten, dass sich der gesundheitliche Zustand des
Beschwerdeführers nicht revisionserheblich verbessert hat. Die Beschwerdegegnerin
begründet vielmehr die vorgenommene Revision mit einer Veränderung des
wirtschaftlichen Sachverhalts. Streitig und zu prüfen ist im vorliegend zu beurteilenden
Fall die Art und Weise der Bemessung des für den Einkommensvergleich
heranzuziehenden Invalideneinkommens.
3.2 Als Einkommen, das die versicherte Person trotz gesundheitlicher
Beeinträchtigungen in zumutbarer Weise noch zu realisieren vermag
(Invalideneinkommen), ist zu berücksichtigen, was durch eine zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Marktlage erzielt werden könnte. Der von einer invaliden versicherten
Person tatsächlich erzielte Verdienst bildet, für sich alleine betrachtet, grundsätzlich
kein genügendes Kriterium für die Bestimmung der Erwerbsunfähigkeit und damit des
Invaliditätsgrades. Das Mass der tatsächlichen Erwerbseinbusse stimmt mit dem
Umfang der Invalidität vielmehr nur dann überein, wenn – kumulativ – besonders stabile
Arbeitsverhältnisse eine Bezugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch
erübrigen, wenn die versicherte Person eine Tätigkeit ausübt, bei der anzunehmen ist,
dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und
wenn das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn
erscheint (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007:
Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 26. September 2006 i.S. S., I
385/06, E. 7.2.2.1 mit Hinweisen).
3.3 Gemäss den vorliegenden Akten erzielte der Beschwerdeführer im Jahr 2004 ein
Einkommen in der Höhe von Fr. 6'258.-- (von Januar bis Juli 2004 bei der B._
Transporte Fr. 4'315.--; von August bis September 2004 Fr. 1'943.-- bei der C._)
sowie im Jahr 2005 in den Monaten März bis Dezember 2005 bei der D._ Fr.
20'960.-- (act. G 7.1/58). Im Jahr 2006 (in den Monaten März bis August, Oktober und
November) verdiente der Beschwerdeführer beim Transportunternehmen E._
Fr. 14'490.-- (act. G 7.1/70.2, act. G 1.2).
3.4 Des Weiteren ergibt sich aus den Einschätzungen von Dr. A._, dass der
Beschwerdeführer grundsätzlich zu 100% arbeitsunfähig ist. Lediglich wenn es dem
Beschwerdeführer gut gehe und er eine stabile Phase habe, könne ihm stundenweise
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auf Abruf eine Tätigkeit mit einem Pensum von 20% im Jahresdurchschnitt medizinisch
zugemutet werden. Aufgrund der schweren psychiatrischen Erkrankung, der
Mischpsychose, sei immer wieder damit zu rechnen, dass der Versicherte manisch-
psychotische oder depressive Episoden erleide. Leider seien die stabilen Phasen
begrenzt und unberechenbar (act. G 7.1/59).
3.5 In tatsächlicher Hinsicht steht fest, dass der Beschwerdeführer innerhalb von drei
Jahren für vier verschiedene Arbeitgeber jeweils unterjährig tätig war. Dabei erzielte er
erheblich unterschiedliche Jahreseinkommen. Vom Vorliegen besonders stabiler
Arbeitsverhältnisse kann daher nicht gesprochen werden, vor allem dann nicht, wenn
die psychische Erkrankung berücksichtigt wird. Soweit der Beschwerdeführer ein
20%iges Arbeitspensum überschritt, tat er gemäss medizinischer Aktenlage mehr, als
ihm medizinisch zumutbar war (vgl. act. G 7.1/59.2 f.). Angesichts dieser
Gegebenheiten können die zuvor genannten, für die Ermittlung des
Invalideneinkommens anhand des tatsächlich erzielten Verdienstes erforderlichen
Kriterien nicht als erfüllt gelten. Es sind deshalb rechtsprechungsgemäss Tabellenlöhne
beizuziehen (Urteil des EVG vom 26. September 2006 i.S. S., I 385/06, E. 7.2.2.2 mit
Hinweis).
3.6 Gemäss Tabelle TA1 der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2004
betrug der monatliche Durchschnittslohn des privaten Sektors, Anforderungsniveau 4,
Männer, Fr. 4'588.--. Hochgerechnet von 40 auf die betriebsübliche durchschnittliche
Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden resultiert ein Monatseinkommen von Fr. 4'771.52
(Fr. 4'588.-- / 40 x 41,6) bzw. ein Jahreseinkommen von 57'258.24 (Fr. 4'771.52 x 12).
Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung der Jahre 2005 (+ 1,0%) und 2006
(+ 1,2%) sowie der 20%igen Arbeitsfähigkeit ergibt sich ein Invalideneinkommen von
gerundet Fr. 11'705.-- (Fr. 58'524.80 x 0.2). Ausgehend von einem Valideneinkommen
von Fr. 56'402.-- (vgl. act. G 1.1) und einem Invalideneinkommen von Fr. 11'705.--
beträgt der Invaliditätsgrad gerundet 79%. Da die Höhe des so ermittelten
Invaliditätsgrades bereits zu einem Anspruch auf eine ganze Invalidenrente führt, kann
die Frage offen gelassen werden, ob und in welchem Umfang bei der Ermittlung des
Invalideneinkommens zusätzlich ein Leidensabzug vorzunehmen ist, und beim
Valideneinkommen eine Minderverdienstkorrektur erfolgen müsste.
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3.7 Dass dem Beschwerdeführer weiterhin eine ganze Invalidenrente zusteht, zeigt ein
Vergleich mit der Invaliditätsgradberechnung gestützt auf die vom Beschwerdeführer
erzielten Jahreseinkommen. Dabei ist im Sinne der Gewährleistung einer
repräsentativeren Vergleichsbasis (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar
2008 i.S. L., 8C_9/2007, E. 5.2.2) dem Beschwerdeführer folgend auf den Durchschnitt
der tatsächlich erzielten Jahreseinkommen 2004 bis 2006 abzustellen. Das
Durchschnittseinkommen der Jahre 2004 bis 2006 beträgt gerundet Fr. 13'903.-- ([Fr.
6'258. -- + Fr. 20'960.-- + 14'490.--] / 3). Unter Berücksichtigung dieses
Invalideneinkommens errechnet sich ein Invaliditätsgrad von gerundet 75% ([Fr.
56'402.-- - Fr. 13'903.--] / 56'402.--). Auch der gestützt auf den tatsächlich erzielten
Verdienst ermittelte Invaliditätsgrad begründet somit einen Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente.
3.8 Aber auch wenn man keine Durchschnittsberechnung anstellt und einzig vom
Jahreseinkommen 2006 ausgeht, ergibt sich ein unveränderter Anspruch auf eine
ganze Invalidenrente ([Fr. 56'402.-- - Fr. 14'490.--] / Fr. 56'402.-- = 74%). Entgegen der
Auffassung der Beschwerdegegnerin ist nämlich das tatsächlich erzielte Einkommen im
Jahr 2006 nicht auf ein angeblich theoretisch erzielbares Jahreseinkommen
hochzurechnen. Wie dem Arztbericht von Dr. A._ vom 24. November 2006 (act. G
7.1.59) entnommen werden kann, ist der Krankheitsverlauf sehr wechselhaft und
unberechenbar. Von daher verbietet sich eine Hochrechnung.
4.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die Verhältnisse nicht revisionserheblich
verändert haben und die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Rentenherabsetzung unzulässig ist. Die angefochtene Verfügung vom 8. Februar 2007
ist daher aufzuheben.
5.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint bis
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als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt vollumfänglich. Da sie gemäss
Art. 3 Abs. 1 lit. b des st. gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung
über die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der
Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-rechtlichen
Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur Übernahme
amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti/ Thomas Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb
die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG