Decision ID: dd1345c5-11c2-5ee1-8e52-56bbc1d31a52
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 5. Februar 2007 wegen Rückenproblemen zum Bezug von
IV-Leistungen an (IV-act. 1). Der behandelnde Arzt, Dr. med. B._, Facharzt FMH für
Allgemeine Medizin, stellte im Arztbericht vom 24. April 2007 folgende Diagnose mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: ein chronisches lumbovertebrales
Schmerzsyndrom, eine pseudoradikuläre Irritation L5/S1 rechts, eine osteochondrale
Degeneration L5/S1, eine leichte Spinalkanalverengung L4/5 und eine Tendinopathie
Ischiokruaralgruppe rechts. Für die Dauer vom 3. April bis 21. Mai 2006 attestierte er
dem Versicherten für die angestammte Tätigkeit als Service-Techniker eine 100%ige
und für die Zeit danach bis auf weiteres eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Die
Verrichtung von anderen Tätigkeiten wie etwa Büroarbeiten sei dem Versicherten
wahrscheinlich ganztags ohne Leistungseinschränkung zumutbar (IV-act. 18). Die RAD-
Ärztin Dr. med. C._, Fachärztin FMH für Arbeitsmedizin, kam in der Stellungnahme
vom 2. Juli 2007 zum Schluss, dass der Versicherte für eine leichte körperliche
Tätigkeit mit Wechselbelastung (sitzend, stehend, gehend, keine Zwangshaltungen,
insbesondere nicht in vorgeneigter Rumpfhaltung, kein Bücken) über eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit verfüge (IV-act. 23).
A.b Gemäss Bericht des Berufsberaters vom 14. November 2007 blieb der Versicherte
bei seiner bisherigen Arbeitgeberin, der D._ AG, zu 50% angestellt, allerdings in
einem neuen Tätigkeitsfeld als Spezialist und Springer. Der Berufsberater bezeichnete
den Versicherten als ohne berufliche Massnahmen eingegliedert. Da er seit über 30
Jahren als Handwerker tätig gewesen sei, sei eine berufliche Umstellung auf eine
Bürotätigkeit irreal. Ausserdem würde dies eine aufwendige Qualifikation bedingen –
der Versicherte wäre bei Abschluss allfälliger beruflicher Umstellung 58-jährig und auf
dem ersten Arbeitsmarkt kaum mehr wettbewerbsfähig. Mit beruflichen Massnahmen
könne keine bessere Eingliederung erreicht werden. Falls dem Einkommensvergleich
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eine volle zumutbare Arbeitsfähigkeit zugrunde gelegt werde, sei ein maximaler
Leidensabzug zu gewähren, da der Versicherte wegen erhöhter Pausenbedürftigkeit,
der Verlangsamung und der mangelnden Belastbarkeit in allen körperlich-
handwerklichen Arbeiten und der mangelnden Umstellfähigkeit im Alter gegenüber
gesunden Mitbewerbern deutlich weniger leistungs- und wettbewerbsfähig auf dem
ersten Arbeitsmarkt sei (IV-act. 27).
A.c Mit Verfügung vom 25. Januar 2008 lehnte die IV-Stelle den Anspruch auf
berufliche Massnahmen sowie – aufgrund des ermittelten Invaliditätsgrades von 36% –
auf Rentenleistungen ab (IV-act. 40).
A.d Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht
des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 11. Februar 2009 teilweise gut und wies die
Sache zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin
zurück. Es seien insbesondere die Fragen zu beantworten, ob es sich bei der aktuellen
Tätigkeit des Beschwerdeführers um eine leidensadaptierte Tätigkeit handle und in
welchem Pensum diese Tätigkeit zumutbarerweise ausgeübt werden könne (IV-act.
61).
A.e Im Bericht vom 1. Mai 2009 führte Dr. med. E._, Spezialarzt für Neurologie FMH,
aus, es habe eine Ventrikelerweiterung im Temporalbereich der linken Hemisphäre
festgestellt werden können. Die erhöhten Cholinwerte im
Amygdalahippokampusbereich mit rechtshemisphärischem Überwiegen würden die
Vermutung einer partiellen Hippokampussklerose bestätigen, die das organische
Substrat der beklagten Merkfähigkeits- und Gedächtnisstörungen darstelle. Zudem
hätten beim Versicherten rechtshirnig eine Ausdünnung der inferioren frontookzipitalen
und der inferior longitudinalen Bahnen gefunden werden können. Verzögertes
optisches und akustisches Erkennen liesse sich direkt mit dieser Schädigung der
Bahnen in Zusammenhang bringen (IV-act. 84).
A.f Der Versicherte wurde am 24. August 2009 in der ABI Aerztliches
Begutachtungsinstitut GmbH, Basel, internistisch, psychiatrisch und rheumatologisch
untersucht. Im Gutachten vom 2. November 2009 stellten die ABI-Gutachter keine
Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
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diagnostizierten sie ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom
rechtsbetont (ICD-10: M54.5), ein chronisch-rezidivierendes Zervikalsyndrom (ICD-10:
M53.1) und eine Adipositas (BMI 32 kg/m2; ICD-10: E66.0). Der Versicherte sei aus
polydisziplinärer Sicht für die derzeit ausgeübte Tätigkeit wie auch für jede andere
körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne Zwangshaltungen der Wirbelsäule
zu 100% arbeits- und leistungsfähig. Körperlich schwere und andauernd mittelschwere
Tätigkeiten seien ihm nicht mehr zumutbar (IV-act. 86).
A.g Gestützt auf dieses Gutachten stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit
Vorbescheid vom 18. Januar 2010 die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht
(IV-act. 90). Mit Einwand vom 10. Februar 2010 und ergänzender Einwandbegründung
vom 3. März 2010 beantragte der Versicherte die Zusprechung einer Invalidenrente.
Das Ergebnis der medizinischen Abklärung werde nicht geteilt. Der Versicherte leide
auch unter objektivierten Einschränkungen der Hirnleistung, die zu einer
Verlangsamung und Einschränkungen sowohl in der angestammten als auch einer
angepassten Tätigkeit führen würden. Dabei wurde insbesondere auf die Berichte von
Dr. E._ verwiesen. Weiter sei das Valideneinkommen ausgehend vom vor Eintritt der
gesundheitlichen Einschränkungen erzielten Einkommen zu bemessen und die früheren
Pikett- und Provisionsentschädigungen seien zu berücksichtigen. Beim
Invalideneinkommen sei ein Leidensabzug von 25% vorzunehmen (IV-act. 92 und 95).
A.h Zu den Vorbringen des Versicherten, die neurologischen Befunde von Dr. E._
seien nicht hinreichend berücksichtigt bzw. gewürdigt worden und die geklagten
Gedächtnis- bzw. Merkfähigkeitsstörungen seien nicht abgeklärt worden (vgl. IV-act.
97), gaben die ABI-Gutachter im Schreiben vom 17. März 2010 an, dass die
Untersuchungen von Dr. E._ im „luftleeren Raum“ stehen würden, da keine Indikation
für diese Abklärungen bestanden habe. Die Untersuchungsbefunde seien auch nicht
derart, dass daraus etwas Funktionelles abgeleitet werden könne. Es könne keine
neurologische Arbeitsunfähigkeit erkannt werden (IV-act. 98).
A.i Mit Schreiben vom 16. September 2010 kündigte die Arbeitgeberin des Versicherten
das Arbeitsverhältnis per 31. Januar 2011 (IV-act. 108-3).
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A.j Mit Verfügung vom 3. Februar 2011 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des
Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 18% ab (IV-act. 115). Das aufgrund der
Beschwerde vom 4. März 2011 (IV-act. 120) gegen diese Verfügung eröffnete
Beschwerdeverfahren wurde vom Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit
Verfügung vom 6. Mai 2011 (IV-act. 143) abgeschrieben, nachdem die IV-Stelle mit
Verfügung vom 27. April 2011 die Verfügung vom 3. Februar 2011 (IV-act. 139)
widerrufen und weitere Abklärungen in Aussicht gestellt hatte. Dabei stützte sich die IV-
Stelle auf die RAD-Stellungnahme vom 14. April 2011, worin die Veranlassung einer
neurologischen und neuropsychologischen Begutachtung vorgeschlagen wurde (IV-
act. 137).
A.k Am 24. Mai 2011 beauftragte die IV-Stelle die ABI mit einer Verlaufsbegutachtung;
dabei sollte zusätzlich eine neurologisch-neuropsychologische, gegebenenfalls
neuroradiologische (Verlaufs-) Diagnostik durchgeführt werden (IV-act. 148). Am 14.
September 2011 wurde der Versicherte bei der ABI allgemeininternistisch,
psychiatrisch und neurologisch untersucht. Die ABI-Gutachter stellten wiederum keine
Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
wurde ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechtsbetont (ICD-10:
M54.5), eine Dysthymie (ICD-10: F34.1), Adipositas, BMI 31 kg/m2 (ICD-10: E66.0), ein
Verdacht auf obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (ICD-10: G47.31) und ein Status nach
Verkehrsunfall mit Frontalkollision im Jahr 2005 diagnostiziert. Aus polydisziplinärer
Sicht könne eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit und in sämtlichen anderen leichten bis intermittierend
mittelschweren Erwerbstätigkeiten festgestellt werden (IV-act. 151).
A.l Mit Vorbescheid vom 8. März 2012 stellte die IV-Stelle dem Versicherten gestützt
auf das neue ABI-Gutachten erneut die Abweisung des Rentenanspruchs in Aussicht
(IV-act. 159).
A.m Mit Einwand vom 18. April 2012 beantragte der Versicherte die Zusprache einer
Rente und die Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen. Beim
Invalideneinkommen sei der maximale Tabellenlohnabzug ausgewiesen. Zudem sei von
den statistischen Werten nach LSE Anforderungsprofil 4 auszugehen. Beim
Valideneinkommen seien neben dem Bonusanteil auch die Pikett- und
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Provisionsentschädigungen zu berücksichtigen. Weiter würden die Ausführungen im
neuen Gutachten zu den neurologischen Beschwerden nicht überzeugen.
Insbesondere sei noch kein neuropsychologischer Leistungstest durchgeführt worden.
Die Abklärungspflicht sei erneut verletzt worden (IV-act. 160).
A.n Mit Stellungnahme vom 27. April 2012 empfahl der RAD in Bezug auf die im
Einwand vorgebrachten Mängel die Veranlassung eines ergänzenden bidisziplinären
(neuropsychologischen/neurologischen) Gutachtens (IV-act. 162).
A.o Am 27. Juni 2012 wurde der Versicherte von Dr. phil. F._, Fachpsychologe für
Neuropsychologie FSP, neuropsychologisch und am 4. Juli 2012 von Dr. med. G._
Fachärztin für Neurologie FMH, neurologisch begutachtet. Im Gutachten vom 5. Juli
2012 gab Dr. G._ an, dass in der ausführlichen neurologischen Untersuchung kein
einziger objektivierbarer pathologischer Befund habe erhoben werden können. Gemäss
Dr. F._ lassen sich in der umfassenden neuropsychologischen Untersuchung keine
Konzentrations- oder Gedächtnisstörungen objektivieren. Es resultiere ein
durchschnittliches kognitives Gesamtleistungsniveau. Die Gutachter kamen zum
Schluss, dass weder auf psychisch-geistiger Ebene noch auf körperlicher Ebene oder
im sozialen Bereich eine relevante Beeinträchtigung bestehe (IV-act. 170).
A.p Im Bericht des psychiatrischen Zentrums H._ vom 29. November 2012 wurde
eine mittelgradig depressive Episode (ICD-10: F32.11) und ein chronisches
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.5) diagnostiziert. Aufgrund
schneller Ermüdbarkeit, der Schmerzproblematik sowie Konzentrationsstörungen
wurde dem Versicherten seit Behandlungsbeginn am 18. Juni 2012 eine
Arbeitsunfähigkeit von 50% attestiert (IV-act. 180).
A.q Im Arztbericht vom 28. Februar 2013 diagnostizierte Dr. med. I._ vom
interdisziplinären Zentrum für Schlafmedizin des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) ein
schwergradiges schlaffragmentierendes, gemischtes Schlaf-Apnoe-Syndrom und
linksseitig Restless-Leg-Beschwerden. Aufgrund erhöhter Unfallgefahr bestehe eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit als Chauffeur. Mit der Durchführung einer adäquaten
Therapie sei ihm diese Tätigkeit jedoch wieder zumutbar (IV-act. 201).
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A.r Mit Stellungnahmen vom 23. Januar 2013 und vom 23. April 2014 führte der RAD
aus, dass die neu eingereichten Arztberichte nicht zu einer anderen Einschätzung der
zumutbaren Arbeitsfähigkeit führten (IV-act. 186 und 203).
A.s Mit Vorbescheid vom 11. Juli 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Die medizinischen Abklärungen hätten
ergeben, dass weiterhin von einer 100%igen adaptierten Arbeitsfähigkeit auszugehen
sei. Bei einem Invaliditätsgrad von 32% bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente
(IV-act. 212).
A.t Mit Einwand vom 11. September 2013 beantragte der Versicherte die Zusprache
einer Invalidenrente ab April 2006. Das Verfahren sei bis zum Eingang der
Abklärungsergebnisse informell zu sistieren. Die Folgen des Schlaf-Apnoesyndroms
seien noch nicht berücksichtigt worden. Zudem widerspreche die Beurteilung des RAD
den Abklärungen beim behandelnden Psychiatriezentrum H._. Bei der Bestimmung
des Invalideneinkommens sei der maximale Tabellenlohnabzug von 25% ausgewiesen.
Beim Valideneinkommen sei von einem Bruttolohn des Jahres 2006 von Fr. 92‘924.--
auszugehen und an die Nominallohnentwicklung anzupassen. Es sei zu beachten, dass
nebst den Pikett- und Provisionsentschädigungen auch ein Bonus beim
Valideneinkommen zu berücksichtigen sei (IV-act. 213).
A.u Im Rahmen weiterer Abklärungen der IV-Stelle gab Dr. med. J._, Leitender Arzt
Schlafmedizin/Pneumologie, KSSG, im Verlaufsbericht vom 9. Dezember 2013 an,
dass der Gesundheitszustand stationär sei. Bei einer allfälligen Arbeitstätigkeit sei
darauf zu achten, dass bei Konzentrationsschwierigkeiten und erhöhtem Schlafdruck
keine Unfälle passieren könnten. Von langen Autofahrten, Bedienung von gefährlichen
Geräten und Apparaten sei abzuraten. Es sei von Vorteil, wenn der Versicherte den Tag
möglichst selbständig gestalten und einteilen könne. Aufgrund der Schwierigkeit, einen
erholsamen Schlaf zu finden, und aufgrund der psychischen Verletzlichkeit sei er in
seiner Leistungsfähigkeit limitiert (IV-act. 221). Dr. med. K._, Facharzt für Psychiatrie
und Psychotherapie FMH, Psychiatrisches Zentrum H._, gab im Verlaufsbericht vom
20. Dezember 2013 ebenfalls an, dass der Gesundheitszustand stationär sei. Aktuell
sei von einer mittelgradig depressiven Episode auszugehen, mit insbesondere
Pessimismus, Selbstablehnung, Suizidgedanken, Interessenverlust, der Unfähigkeit zu
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Weinen, Entschlussunfähigkeit, einem Gefühl der eigenen Wertlosigkeit und
vermehrtem Schlafbedürfnis. Das kognitive Leistungsprofil erweise sich als heterogen
und insgesamt normgemäss bis leichtgradig vermindert. Die bisherige Tätigkeit sei ihm
noch vier Stunden pro Tag zumutbar (IV-act. 222).
A.v RAD-Arzt Dr. L._ hielt in der Stellungnahme vom 28. Januar 2014 fest, aus
medizinischer Sicht könne davon ausgegangen werden, dass mit den neu vorgelegten
Berichten keine wesentlichen neuen Sachverhalte bekannt geworden seien. In beiden
Berichten sei ein stationärer Gesundheitszustand angegeben worden und die geltend
gemachten Befunde seien bei den Begutachtungen im Juli 2012 bekannt gewesen. Aus
medizinischer Sicht sei unverändert von der letzten Beurteilung auszugehen und
weitere Abklärungen seien nicht angezeigt (IV-act. 223).
A.w Der Versicherte hielt mit Stellungnahme vom 10. Februar 2014 an seinem Antrag
fest. Nachdem sowohl vom Schlafzentrum als auch vom psychiatrischen Zentrum
H._ eine geschützte Tätigkeit vorgeschlagen werde, sei eine Rentenabweisung ohne
vorgängige berufliche Massnahmen und weitere Abklärungen nicht zulässig (IV-act
225).
A.x Mit Verfügung vom 20. Februar 2014 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des
Versicherten ab. Bezüglich der abschliessenden medizinischen Beurteilung könne auf
die RAD-Stellungnahme vom 28. Januar 2014 verwiesen werden. Weitere medizinische
Abklärungen seien zur Zeit nicht angezeigt (IV-act. 226).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde
vom 20. März 2014. Der Beschwerdeführer beantragt unter Kosten- und
Entschädigungsfolge die Aufhebung der Verfügung vom 20. Februar 2014 und die
Ausrichtung einer Invalidenrente. Eventualiter sei die Sache zur ergänzenden
medizinischen Abklärung und beruflich-erwerblichen Abklärung und anschliessenden
neuen Verfügung über den Rentenanspruch und weitere Leistungen (berufliche
Massnahmen) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Es sei auf Kosten der
Beschwerdegegnerin eine polydisziplinäre Begutachtung durch das Gericht zu
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veranlassen. Weiter sei für das Vorbescheidverfahren sowie das Beschwerdeverfahren
die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Nach der Begutachtung durch das ABI
seien erhebliche psychische Beschwerden mit Krankheitswert aufgetreten. Die
psychiatrische Beurteilung im Gutachten sei somit nur bis zum Gutachtenszeitpunkt
massgeblich. Die in den Berichten des behandelnden Psychiatriezentrums
beschriebenen Diagnosen und Befunde seien auch zu erheblich, um allein durch RAD-
Beurteilungen nach Akteneinsicht und ohne eigene Untersuchung umgestossen
werden zu können. Nachdem von den behandelnden Psychiatern eine geschützte
Tätigkeit vorgeschlagen worden sei, sei eine Rentenabweisung ohne vorgängige
berufliche-erwerbliche Abklärung nicht möglich. Da vorliegend ein sehr komplexes
somatisches und psychiatrisches Beschwerdebild vorliege, seien Abklärungen zur
Umsetzbarkeit der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit angezeigt. Nach dem
Urteil des Versicherungsgerichts vom 11. Februar 2009 stelle sich einzig die Frage, ob
der Tabellenlohnabzug zu erhöhen sei; die Option, einen Abzug unter 10% zu
berücksichtigen, bestehe nicht. Vorliegend rechtfertige sich der Maximalabzug von
25%. Das Valideneinkommen sei ausgehend vom Bruttolohn des Jahres 2004 zu
bemessen und an die Nominallohnentwicklung anzupassen (act. G 1).
B.b Mit Schreiben vom 5. Mai 2014 reichte der Beschwerdeführer das Formular
„Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege“ sowie einen Bericht über die MRI-
Untersuchung vom 17. Februar 2014 ein (act. G 4).
B.c Mit Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Seit der Rückweisung durch das Versicherungsgericht sei
der Beschwerdeführer dreimal gutachterlich untersucht worden und gemäss all diesen
Gutachten sei er in einer adaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig. Ein
Tabellenlohnabzug sei vorliegend nicht angezeigt und eine „Teilrechtskraft“ der mit
Urteil vom 11. Februar 2009 aufgehobenen Verfügung bestehe nicht (act. G 6).
B.d Mit Replik vom 27. Juni 2014 hält der Beschwerdeführer unverändert an der
Beschwerde fest (act. G 9). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 5.
August 2014 auf die Einreichung einer Duplik (act. G 11).
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B.e Mit Schreiben vom 14. August und 13. November 2014 reichten sowohl die
Beschwerdegegnerin als auch der Beschwerdeführer weitere Unterlagen bezüglich der
unentgeltlichen Prozessführung ein (act. G 15 f.).
B.f Mit Schreiben vom 3. Mai 2016 reichte die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers eine Aufwand- und Leistungszusammenstellung für das
vorliegende Verfahren über insgesamt Fr. 3‘040.60 ein (act. G 19).
B.g Mit Schreiben vom 25. und 30. November 2016 reichte die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers weitere Unterlagen bezüglich des Gesuchs um unentgeltliche
Rechtspflege ein. Zudem machte sie diesbezüglich einen zusätzlichen Aufwand von
insgesamt Fr. 326.30 geltend (act. G 21 f.).

Erwägungen
1.
1.1 Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der
Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
1.2 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und am 1. Januar
2012 die Bestimmungen der IV-Revision 6a in Kraft getreten. In materiellrechtlicher
Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene
Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids
bzw. im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen
führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit
Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 20. Februar 2014 ergangen (IV-act.
226), wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten
Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat (Anmeldung zum
Bezug von IV-Leistungen im Februar 2007; vgl. IV-act. 1). Daher ist entsprechend den
allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die
damals geltenden Bestimmungen und ab 1. Januar 2008 auf die neuen Normen der 5.
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IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1) bzw. auf die ab 1. Januar 2012
geltenden Normen der IV-Revision 6a. Nachfolgend werden die seit 1. Januar 2012
gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben, soweit nicht ausdrücklich
auf die altrechtlichen Bestimmungen verwiesen wird.
1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre
Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern
können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu
mindestens 40% invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht
überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40% auf eine Viertelsrente.
1.5 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im
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Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der
Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden
können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht
die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese)abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen).
1.6 Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als
vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und
Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das
im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen
Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu
schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft,
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE
125 V 351 E. 3b/bb).
2.
2.1 Vorab ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine
rechtsgenügliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.
2.2 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in ihrer Verfügung vom 20. Februar 2014
insbesondere auf die ABI-Gutachten 2009 und 2011, auf das neurologische und
neuropsychologische Gutachten von Dr. G._ und Dr. F._ sowie auf die diversen
RAD-Stellungnahmen.
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2.3 Bezüglich des ABI-Gutachtens 2009 machte der Beschwerdeführer geltend, dass
dessen Erkenntnisse nicht geteilt werden könnten. Es sei zu beachten, dass er neben
den Beschwerden im Bereich Rücken, Nacken, Gesäss mit Ausstrahlungen ins Bein
auch unter objektivierten Einschränkungen der Hirnleistung leide, die zu einer
Verlangsamung und Einschränkung sowohl in der angestammten als auch einer
angepassten Tätigkeit führen würden (IV-act. 92-2). Der Beschwerdeführer verwies
dabei insbesondere auf den Bericht von Dr. E._ vom 1. Mai 2009 (IV-act. 86-17 ff.).
Eine Auseinandersetzung mit diesen neurologischen Befunden bzw. eine ausführliche
neurologische Untersuchung habe beim ABI nicht stattgefunden (IV-act. 95-2 f.).
Bezüglich des ABI-Gutachtens 2011 brachte der Beschwerdeführer vor, dass die
gutachterlichen Ausführungen zu den Berichten von Dr. E._ nicht überzeugen
würden. Die von Dr. E._ nach Testuntersuchungen als erheblich eingestuften
neurologischen Beschwerden seien als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilt
worden. Dies könne anhand der von den Gutachtern durchgeführten kurzen
körperlichen Untersuchungen nicht beurteilt werden. Zudem sei nach wie vor kein
neuropsychologischer Leistungstest durchgeführt worden (IV-act. 160-6). Im
Beschwerdeverfahren bringt der Beschwerdeführer vor, dass nach der Begutachtung
durch das ABI vom 1. November 2011 erhebliche psychische Beschwerden mit
Krankheitswert aufgetreten seien. Die psychische Beurteilung des ABI-Gutachtens
2011 sei somit nur bis zum Gutachtenszeitpunkt massgeblich. Die vom behandelnden
Psychiatriezentrum beschriebenen Diagnosen und Befunde seien auch zu erheblich,
um allein durch eine RAD-Beurteilung nach Akteneinsicht und ohne eigene
Untersuchung umgestossen werden zu können. Vom behandelnden Psychiater werde
sogar ein IV-geschützter Arbeitsplatz empfohlen im Sinne einer Abklärung zur besseren
Einschätzung der konkreten Leistungsfähigkeit. Weiter gehe aus dem Bericht des
Schlafzentrums eine limitierte Leistungsfähigkeit hervor, welche mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nur im geschützten Rahmen umgesetzt werden könne. Unter
Berücksichtigung dieser neuen, nach der Begutachtung hinzugekommenen
Beschwerdebereiche sei mit Wirkung ab September 2012 ein Rentenanspruch
ausgewiesen (act. G 1, S. 4 ff.). Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, dass aus den
MRI-Untersuchungen vom 17. Februar 2014 klar hervorgehe, dass er unter
Beschwerden leide, welche bei den vorherigen gutachterlichen Untersuchungen nicht
berücksichtigt worden seien (act. G 4, S. 3).
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2.4 Nachdem im ABI-Gutachten 2009 noch keine neurologische Untersuchung
stattgefunden hatte, wurde der Beschwerdeführer im ABI-Gutachten 2011
neurologisch untersucht. Allerdings war entgegen der Empfehlung des RAD (IV-act. 96)
und der Auftragserteilung durch die Beschwerdegegnerin (IV-act. 148) keine
neuropsychologische Testung durchgeführt worden, wie der Beschwerdeführer im
Einwand rügte (IV-act. 160-6). Diese wurde auf Veranlassung des RAD (IV-act. 162) im
Gutachten von Dr. G._ und Dr. F._ nachgeholt. Das ABI-Gutachten 2011 äusserte
sich ausführlich zum Bericht von Dr. E._ und führte diesbezüglich aus, dieser habe in
korrekter Weise vermutet, dass ein Schlafapnoesyndrom vorliegen könnte. Unter
Berücksichtigung der Arbeitsanamnese und der klinischen Präsentation könne davon
ausgegangen werden, dass höhergradige kognitive Störungen nicht vorliegen würden.
Insbesondere sei es beim Unfall im Jahr 2005 zu keiner traumatischen Hirnverletzung
gekommen. Der weitere Verlauf der Störungen spreche ebenfalls gegen das Vorliegen
einer dementiellen Entwicklung. Die MRI-Bildgebung des Kopfes habe in den
konventionellen Aufnahmen lediglich eine T2-Hyperintensität im Bereich des
Temporallappens links ergeben. Bei der zusätzlich durchgeführten MR-
spektroskopischen Untersuchung und dem DTI Fibertracking handle es sich um rein
experimentelle Verfahren, welche im Hinblick auf verschiedene Pathologien noch nicht
sicher validiert seien. Insbesondere sei unklar, inwiefern symptomfreie Normalpersonen
derartige Veränderungen aufweisen könnten. Rückschlüsse auf eine hirnorganische
Störung könnten aufgrund dieser Untersuchungsergebnisse nicht gezogen werden. Die
Schlussfolgerungen von Dr. E._ seien aus neurologischer Sicht somit nicht
nachvollziehbar. Bezeichnenderweise stelle Dr. E._ in seinem Bericht auch keine
Diagnose (IV-act. 151-16 f.). Bezüglich der von Dr. E._ berichteten abnehmenden
kognitiven Leistungen hielten Dr. G._ und Dr. F._ in ihrem Gutachten fest, dass
weder von Dr. E._ noch von einem Neuropsychologen neuropsychologische Tests in
diesem Zusammenhang durchgeführt worden seien, obwohl eine entsprechende
Untersuchung offenbar zur Debatte gestanden habe. Die von Dr. E._ abschliessend
gestellte Diagnose von kognitiven Schwierigkeiten im Rahmen einer partiellen,
überwiegend rechtsseitigen Hippocampussklerose habe schlussendlich lediglich auf
der Angabe subjektiver Beschwerden und dem Befund eines Schädel-MRI vom
Oktober 2008 am Universitätsspital Zürich basiert. Die Aufnahmen in konventioneller
MR-Technik hätten allerdings nur eine singuläre hyperintense, nicht
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kontrastmittelanreichernde Läsion im Temporallappen links gezeigt, auf deren möglich
Ätiologie nicht näher eingegangen worden sei, die aber alleine auch nicht zu
neuropsychologischen Funktionsausfällen führen könne. Bei den ergänzenden
Untersuchungen spektroskopisch und mittels Fibertracking handle es sich hingegen
nicht um etablierte Untersuchungsmethoden, die in die klinische Routine Eingang
gefunden hätten, sondern um Anwendungen zu wissenschaftlichen Zwecken.
Entsprechend sei die Herstellung eines Zusammenhanges der beschriebenen Befunde
von erhöhten Cholinwerten und schmalerer Darstellung mehrerer Hirnfaszikel mit
allfälligen neuropsychologischen Ausfallssymptomen reine Spekulation. Die
schlussendlich von Dr. E._ angenommene Diagnose einer Hippocampussklerose
lasse sich im klinischen Alltag nur mittels konventionellem Schädel-MRI stellen, die
entsprechenden Aufnahmen hätten aber dazumal keinen in diese Richtung weisenden
Befund ergeben. Sodann konnte Dr. F._ im Rahmen seiner ausführlichen
neuropsychologischen Untersuchung keine kognitiven Funktionsstörungen erfassen
(IV-act. 170-14 f.). Somit kommen die von der Beschwerdegegnerin beigezogenen
Experten überzeugend zum Schluss, dass auf den Bericht von Dr. E._ nicht
abgestellt werden kann, und weder aus neurologischer noch neuropsychologischer
Sicht eine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorliegt.
2.5 Im Bericht vom 7. Dezember 2012 diagnostizieren die Ärzte des Psychiatrischen
Zentrums H._ eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.11) und ein
chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.5). Aufgrund
schneller Ermüdbarkeit und Schmerzproblematik sowie Konzentrationsstörungen
attestierten sie dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 50%. Im Befund wird
unter anderem festgehalten, dass der Beschwerdeführer wach und bewusstseinsklar
und zu allen Qualitäten orientiert sei. Es würden keine Auffassungs- oder
Aufmerksamkeitsstörungen vorliegen. Im Gespräch seien keine Konzentrations- oder
Gedächtnisstörungen eruierbar. Das formale Denken sei kohärent. Es gebe keine
inhaltlichen Denkstörungen und kein psychotisches Erleben (IV-act. 180-1 f.). Zur
Schmerzsymptomatik haben sich die Gutachter bereits ausführlich geäussert und aus
dem Bericht des Psychiatrischen Zentrums H._ geht diesbezüglich keine
Veränderung bzw. Verschlechterung hervor. Weiter ist die Begründung der
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mit Konzentrationsstörungen nicht nachvollziehbar,
nachdem im Befund ausdrücklich festgehalten wurde, dass keine
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Konzentrationsstörungen eruierbar gewesen seien. Bezüglich einer schnellen
Ermüdbarkeit geht auch nichts aus dem Arztbericht hervor. Wie in der RAD-
Stellungnahme vom 23. Januar 2013 nachvollziehbar dargelegt wird, werden mit dem
Arztbericht des Psychiatrischen Zentrums H._ keine neuen Sachverhalte zur Kenntnis
gebracht. Die geltend gemachten Beschwerden seien bereits seit Jahren bekannt und
auch entsprechend beurteilt worden. Aus medizinischer Sicht handle es sich lediglich
um eine andere Einschätzung eines an sich gleichen und hinreichend bekannten
Sachverhaltes (IV-act. 186-2). Somit kann weder auf den Bericht des Psychiatrischen
Zentrums H._ abgestellt werden noch vermag dieser Zweifel an den vorliegenden
Gutachten zu begründen. Auch aus dem Verlaufsbericht vom 16. Dezember 2013 des
Psychiatrischen Zentrums H._ geht keine Veränderung bzw. Verschlechterung des
Gesundheitszustandes hervor (vgl. IV-act. 222).
2.6 Im Bericht des Interdisziplinären Zentrums für Schlafmedizin vom 28. Februar 2013
wurden beim Beschwerdeführer ein schwergradiges schlaffragmentierendes,
gemischtes Schlaf-Apnoe-Syndrom und linksseitige Restless-Leg-Beschwerden
diagnostiziert. Als Chauffeur sei der Beschwerdeführer aufgrund der erhöhten
Unfallgefahr zu 100% arbeitsunfähig. In einer anderen Tätigkeit und unter CPAP-/ASV-
Therapie dürfte eine normale Leistungsfähigkeit bestehen (IV-act. 201-1 ff.). Wie in der
Stellungnahme das RAD vom 23. April 2013 festgehalten wird, ist die 100%ige
Arbeitsunfähigkeit als Chauffeur nachvollziehbar. In einer Tätigkeit ohne Eigen- und
Fremdgefährdung bestehe jedoch eine volle Arbeitsfähigkeit. Zudem handle es sich um
ein behandelbares Leiden, welches nur vorübergehend zu einer Arbeitsunfähigkeit als
Chauffeur führe (IV-act. 203-2). Insgesamt liegt auch aufgrund der Berichte des
Zentrums für Schlafmedizin keine Einschränkung in der angestammten Tätigkeit als
Servicetechniker bzw. einer adaptierten Tätigkeit vor. Auch aus dem Verlaufsbericht
vom 9. Dezember 2013 des Interdisziplinären Zentrums für Schlafmedizin geht keine
weitere Verschlechterung des Gesundheitszustandes gegenüber dem Bericht vom 28.
Februar 2013 hervor (vgl. IV-act. 221).
2.7 Im Bericht der Radiologie M._ vom 17. Februar 2014 wurde das Vorliegen einer
fortgeschrittenen linksbetonten hypertrophen und deformierten sowie subluxierten
Spondylarthrose L4/5 und L5/S1, mit Betonung im erstgenannten Bewegungssegment,
festgehalten. Weiter bestehe eine degenerativ bedingte leichte Recessusenge der
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Wurzel L5 beidseits, wiederum linksseitig akzentuiert, sowie eine fortgeschrittene
Osteochondrose L5/S1 und eine Spondylose der übrigen lumbalen Segmente (act. G
4.5). Die Befunde in diesem Bericht sind nicht neu, sondern wurden zum Teil bereits im
Bericht des Röntgeninstituts N._ vom 4. April 2006 (vgl. IV-act. 18-25) festgehalten
und waren den Gutachtern entsprechend bekannt. Zudem geht aus dem Bericht der
Radiologie M._ weder hervor, inwiefern eine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes seit der gutachterlichen Beurteilung stattgefunden habe, noch
wie sich die festgestellten Befunde auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Somit kann aus
diesem Bericht nichts zugunsten des Beschwerdeführers abgeleitet werden.
2.8 Zusammenfassend kann somit auf die vorliegenden beweiskräftigen Gutachten
abgestellt werden. Es besteht kein Bedarf für die Vornahme weiterer medizinischer
Abklärungen. Gemäss ABI-Gutachten 2011 besteht eine uneingeschränkte Arbeits-
und Leistungsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Servicetechniker für
Liftsteuerungen und in sämtlichen anderen leichten bis intermittierend mittelschweren
Erwerbstätigkeiten (IV-act. 151-18). Relevante Einschränkungen sind auch dem
Gutachten von Dr. G._ und Dr. F._ nicht zu entnehmen (IV-act. 170-17). Dass in
psychiatrischer Sicht eine relevante Verschlechterung seit dem ABI-Gutachten 2011
stattgefunden hätte, wird in den Berichten des Psychiatrischen Zentrums H._ nicht
plausibel dargelegt, wie RAD-Arzt Dr. L._ nachvollziehbar ausführte. Mithin ist von
einer qualitativ uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in der angestammten und einer
adaptierten Tätigkeit auszugehen.
3.
3.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 20. März 2014 abzuweisen.
3.2 Aufgrund der vorliegenden Unterlagen ist dem Gesuch um Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwältin Stephanie Schwarz) für das vorliegende
Verfahren zu entsprechen.
3.3 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
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1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden
Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen.
Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien.
3.4 Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der
Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art.
61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor
Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr.
12‘000.--. Die Rechtsvertreterin hat eine Kostennote über Fr. 3‘040.60 eingereicht,
welcher sich aus einem Honorar von Fr. 2‘733.35 (13 Stunden 40 Minuten à Fr. 200.--)
Barauslagen von Fr. 82.-- und Mehrwertsteuern von Fr. 225.25 zusammensetzt. Mit
Schreiben vom 30. November 2016 machte sie einen zusätzlichen Aufwand von Fr.
326.30 (Honorar Fr. 293.35 [1 Stunde 20 Minuten à Fr. 220.--], Barauslagen 3% bzw.
Fr. 8.80, Mehrwertsteuer Fr. 24.15) geltend. Der geltend gemachte Aufwand erscheint
für den vorliegenden Fall angemessen. Im von der Rechtsvertreterin in der
ursprünglichen Kostennote verrechneten Stundensatz von Fr. 200.-- ist die Kürzung
des Honorars um einen Fünftel nach Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes (sGS 963.70)
bereits berücksichtigt (vgl. Art. 24 Abs. 1 HonO, wonach das mittlere Honorar Fr. 250.--
je Stunde beträgt). Beim zusätzlich geltend gemachten Aufwand ist das Honorar
jedoch auf Fr. 200.-- zu kürzen. Bei einem Aufwand von 1 Stunde und 20 Minuten
ergibt dies ein Honorar von Fr. 266.-- zuzüglich Barauslagen von 3% und
Mehrwertsteuer von 8% (Fr. 21.90) ergibt dies insgesamt Fr. 295.90. Somit hat der
Staat die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit Fr. 3'336.50 (einschliesslich
Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
3.5 Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur
Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).