Decision ID: adc3d59a-da3d-4336-b4d3-a9aef1a246fb
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_002
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: penal_law

betreffend fahrlässiges Nichteinhalten eines genügenden  beim Hintereinanderfahren
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, Einzelgericht, vom 1. September 2020 (GC200007)
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Strafverfügung:
Die Strafverfügung des Statthalteramts Bezirk Horgen vom 29. April 2020 ist
diesem Urteil beigeheftet (Urk. 2/11).
Urteil der Vorinstanz: (Urk. 23 S. 17 f.)
"Es wird erkannt:
1. Der Beschuldigte ist schuldig des fahrlässigen Nichteinhaltens eines genügenden Sicher-
heitsabstands beim Hintereinanderfahren im Sinne von Art. 90 Abs. 1 i.V.m. Art. 34 Abs. 4
SVG und Art. 12 Abs. 1 VRV.
2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 150.–.
3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfrei-
heitsstrafe von 1 Tag.
4. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
Fr. 300.– ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 150.– Gebühren und Auslagen Untersuchungsbehörde
Fr. 140.– nachträgliche Gebühren Untersuchungsbehörde
5. Die Kosten gemäss vorstehender Ziffer werden dem Beschuldigten auferlegt.
6. (Mitteilungen.)
7. (Rechtsmittel.)"
Berufungsanträge: (Prot. II S. 5)
a) Der Verteidigung des Beschuldigten:
(Urk. 36 S. 2, teilweise sinngemäss)
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1. Das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 1. September 2020 sei vollumfänglich aufzuheben.
2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf des fahrlässigen Nichteinhaltens eines genügenden Sicherheitsabstands beim Hintereinanderfahren im Sinne von Art. 90 Abs. 1 i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 12 Abs. 1 VRV freizusprechen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge im Untersuchungs- und in den Gerichtsverfahren zu Lasten des Staates.
b) Des Statthalteramts Bezirk Horgen:
(sinngemäss)
Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids.

Erwägungen:
I. Verfahrensgang
1. Der Prozessverlauf bis zum erstinstanzlichen Urteil ergibt sich aus dem an-
gefochtenen Entscheid, worauf zwecks Vermeidung von Wiederholungen zu ver-
weisen ist (Urk. 23 S. 3).
2. Mit eingangs im Dispositiv zitiertem Urteil vom 1. September 2020 sprach
die Vorinstanz den Beschuldigten des fahrlässigen Nichteinhaltens eines genü-
genden Sicherheitsabstands beim Hintereinanderfahren schuldig. Das Urteil wur-
de im Anschluss an die Hauptverhandlung mündlich eröffnet und schriftlich, vor-
erst in unbegründeter Form, mitgeteilt (Prot. I S. 10; Urk. 9). Am 3. September
2020 liess der Beschuldigte fristgerecht Berufung gegen das Urteil des Bezirksge-
richts Horgen anmelden (Urk. 11). Nachdem das begründete Urteil dem Beschul-
digten am 30. November 2020 zugestellt wurde (Urk. 22/2), reichte dieser unter
dem 21. Dezember 2020 die Berufungserklärung ein (Urk. 24).
3. Mit Präsidialverfügung vom 28. Dezember 2020 wurde dem Statthalteramt
des Bezirks Horgen Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erheben oder
begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 26). Mit Einga-
be vom 5. Januar 2021 verzichtete das Statthalteramt auf Anschlussberufung
(Urk. 28). Nach entsprechender Fristansetzung erstattete der Beschuldigte
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hernach innert letztmals erstreckter Frist unter dem 22. März 2021 die Berufungs-
begründung (Urk. 32-34; Urk. 36). Während die Vorinstanz in der Folge auf eine
Vernehmlassung verzichtete, liess sich das Statthalteramt nicht mehr weiter
vernehmen, weshalb androhungsgemäss aufgrund der Akten zu entscheiden ist
(Urk. 38; Urk. 40). Das Verfahren erweist sich als spruchreif.
II. Prozessuales
1. Kognition
1.1. Steht ein Urteil zur Überprüfung an, bei welchem lediglich Übertretungen
Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens bildeten, so schränkt Art. 398
Abs. 4 StPO die Kognition des Berufungsgerichts ein, was von Amtes wegen zu
berücksichtigen ist. In diesen Fällen wird das angefochtene Urteil lediglich dahin-
gehend überprüft, ob es rechtsfehlerhaft ist oder ob eine offensichtlich unrichtige
Feststellung des Sachverhaltes durch die Vorinstanz gegeben ist. Relevant sind
dabei klare Versehen bei der Sachverhaltsermittlung wie namentlich Irrtümer oder
offensichtliche Diskrepanzen zur Akten- und Beweislage. Weiter in Betracht
kommen insbesondere Fälle, in denen die Sachverhaltsfeststellung auf einer Ver-
letzung von Bundesrecht, in erster Linie von Verfahrensvorschriften der StPO
selbst, beruht. Ebenfalls unter diesen Rügegrund fällt die Situation, in welcher die
an sich zur Verfügung stehenden Beweismittel offensichtlich ungenügend ausge-
schöpft wurden, mithin der Sachverhalt unvollständig festgestellt wurde. Gesamt-
haft gesehen dürften regelmässig Konstellationen relevant sein, die als willkürli-
che Sachverhaltserstellung zu qualifizieren sind (vgl. SCHMID/JOSITSCH, StPO Pra-
xiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 398 N 12 f.; BSK StPO-EUGSTER, 2. Aufl. 2014,
Art. 398 N 3a). Willkür bei der Beweiswürdigung liegt vor, wenn der angefochtene
Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tatsächlichen Situation in kla-
rem Widerspruch steht. Dass eine andere Lösung oder Würdigung ebenfalls ver-
tretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt für die Annahme von Willkür nicht
(BGE 138 I 305 E. 4.3 m.H.). Das Berufungsgericht darf und muss sich daher in
Sachverhaltsfragen auf eine Willkürprüfung beschränken und hat keine erneute
Beweiswürdigung vorzunehmen (vgl. Urteil 6B_696/2011 vom 6. März 2012, E.
4.1).
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1.2. Sodann muss sich das Berufungsgericht bei der Entscheidfindung nicht mit
allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne
Vorbringen ausdrücklich widerlegen. Vielmehr kann sich das Gericht auf die sei-
ner Auffassung nach wesentlichen und massgeblichen Vorbringen der Parteien
beschränken (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1. m.H.).
2. Umfang der Berufung
Nachdem der Beschuldigte das gesamte vorinstanzliche Urteil anficht, ist dieses
im Rahmen der zuvor dargelegten Kognition zu überprüfen (Art. 404 Abs. 1
StPO).
III. Materielles
1. Tatvorwurf
Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, am 1. Februar 2018, um ca. 15.10 Uhr,
mit seinem Lieferwagen "VW T5" auf der B._-strasse in C._ mit ca. 20
bis 30 km/h und einem Abstand von rund 6 bis 7 Metern im verkehrsbedingten
"stop and go"-Kolonnenverkehr hinter dem Personenwagen "Dacia" hergefahren
zu sein, als die Fahrerin des Dacia's für den Beschuldigten völlig unerwartet eine
Vollbremsung vollzogen habe. Obwohl der Beschuldigte ebenfalls eine Voll-
bremsung eingeleitet habe, sei sein Fahrzeug auf der nassen Fahrbahn in den
Dacia gerutscht und dieser wiederum in den vor ihm stehenden Personenwagen
geschoben worden (Urk. 2/11).
2. Erwägungen der Vorinstanz
2.1. Die Vorinstanz kam im Rahmen der Beweiswürdigung zum Schluss, der
Beschuldigte habe den Sachverhalt in objektiver Hinsicht im Wesentlichen ein-
gestanden, insbesondere hinsichtlich der gefahrenen Geschwindigkeit und der
Distanz zum vorderen Fahrzeug. Weiter stelle der Beschuldigte nicht in Abrede,
dass er trotz Vollbremsung aufgrund der nassen Fahrbahn in den Dacia gerutscht
und dieser deshalb in den davorstehenden BMW geschoben worden sei. Weiter
führte die Vorinstanz aus, es sei davon auszugehen, dass der Dacia für den
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Beschuldigten "völlig unerwartet" stark abgebremst bzw. eine Vollbremsung voll-
zogen habe, da gemäss Aussagen des Beschuldigten eine plötzlich hervortreten-
de Fussgängerin vor dem BMW die Strasse überquert habe, sodass auch der
BMW ein abruptes Bremsmanöver eingeleitet habe. Dieser äussere Ablauf des
Geschehens werde durch eine Fotodokumentation bestätigt (Urk. 23 S. 5).
2.2. in rechtlicher Hinsicht erwog die Vorinstanz zusammengefasst, selbst bei
Idealbedingungen sowie erhöhter Bremsbereitschaft wäre gemäss Recht-
sprechung ein Abstand von 5.56 Metern einzuhalten gewesen, was nur knapp un-
ter der erstellten Distanz von 7 Metern liege. Aufgrund der nassen Fahrbahn so-
wie des schwer beladenen Fahrzeugs des Beschuldigten habe dieser den nach
den gesamten Umständen erforderlichen Abstand nicht eingehalten und daher
seine Sorgfaltspflicht im Sinne einer unbewussten Fahrlässigkeit verletzt, was für
den Beschuldigten erkennbar und vermeidbar gewesen sei. Das Verhalten sei
daher als fahrlässiges Nichteinhalten eines genügenden Sicherheitsabstandes zu
qualifizieren (Urk. 23 S. 6-14).
3. Rügen der Verteidigung
3.1. Die Verteidigung bringt sinngemäss und im Wesentlichen vor, es sei nicht
ersichtlich, wie die Vorinstanz auf die gefahrene Geschwindigkeit und eine Dis-
tanz von 6 bis 7 Metern zum vorderen Fahrzeug gekommen sei, habe der Be-
schuldigte unmittelbar nach dem Unfall doch dazu keine respektive anderweitige
Angaben gemacht. Die Vorinstanz gehe von falschen Tatsachen aus, indem sie
auf eine "auf nichts basierende Annahme der Untersuchungsbehörde" abstelle.
Falsch sei sodann die vorinstanzliche Feststellung, wonach der Beschuldigte stets
einheitlich geltend gemacht habe, eine plötzlich hervortretende Fussgängerin sei
der Anlass für das Bremsmanöver des ihm vorausfahrenden Dacia's gewesen. So
habe der Beschuldigte in der "Einvernahme" nach dem Unfallgeschehen nichts
von einer solchen Fussgängerin erwähnt (Urk. 36 N 6; Urk. 1/2 S. 3). Es sei allein
aufgrund der Überreaktion der Lenkerin des Dacia's ("Schockbremsung") zu einer
Kollision gekommen, womit der Beschuldigte nicht habe rechnen müssen (Urk. 36
N 6). Da er einen für die Situation genügenden Sicherheitsabstand gewahrt habe,
sei der Beschuldigte freizusprechen.
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3.2. Die Verteidigung beschränkt sich vornehmlich darauf, die Kritik am vo-
rinstanzlichen Entscheid mit ihrer eigenen Sachdarstellung der Geschehnisse zu
begründen. Soweit im Rahmen der Willkürprüfung daher überhaupt auf die Vor-
bringen der Verteidigung einzugehen ist, vermögen diese nicht zu belegen, dass
die Vorinstanz unhaltbare Schlüsse gezogen, erhebliche Beweise übersehen oder
rechtsfehlerhaft geurteilt hätte. Dies ist nachfolgend aufzuzeigen.
3.3. Der Beschuldigte gab anlässlich der Einvernahme vom 19. April 2018 sowie
der vorinstanzlichen Hauptverhandlung konstant zu Protokoll, er sei mit einer
Geschwindigkeit von 20 km/h und einer Distanz von rund 7 Metern zum voraus-
fahrenden Dacia unterwegs gewesen. Die Bremsmanöver der Beteiligten seien
aufgrund einer plötzlich hervortretenden Fussgängerin erfolgt (Urk. 23 S. 5 ff. und
S. 9; Urk. 2/9 S. 2 ff.; Prot. I S. 5 ff.). Verweist die Verteidigung diesbezüglich auf
anderslautende Aussagen des Beschuldigten in der "polizeilichen Befragung"
bzw. "Einvernahme" unmittelbar nach dem Unfall, ist sie darauf hinzuweisen, dass
es sich dabei um indirekt wiedergegebene Erklärungen in einem Polizeirapport
handelt. Ein solcher Rapport vermag von Vornherein keine Einvernahme im ei-
gentlichen Sinne zu ersetzen, da es dabei primär um die Klärung der Rollen der
beim relevanten Geschehen anwesenden Personen geht und nicht um die Proto-
kollierung von Aussagen (s.a. SCHMID/JOSITSCH, Handbuch StPO, 3. Aufl. 2017, N
859; SCHMID/JOSITSCH, StPO Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 78 N 2). Vor
dem Hintergrund, dass der Beschuldigte die im Rapport festgehaltenen Äusse-
rungen später nie bestätigte, sondern diese sogar explizit als nicht zutreffend er-
achtete (vgl. Urk. 2/9 S. 4), ist jedenfalls nicht zu beanstanden, dass die Vo-
rinstanz allein auf die konstanten Aussagen des Beschuldigten in den formellen
Einvernahmen abstellte. Der Einwand vermag daher keine Willkür zu begründen.
3.4. Nur nebenbei sei erwähnt, dass die seitens der Verteidigung angeführte
Distanz von 20 Metern bei einer angeblich gefahrenen Geschwindigkeit von
15 km/h offensichtlich nicht zutreffen kann. Selbst bei nasser Fahrbahn und
"normaler" Bremsbereitschaft liesse sich eine Kollision mit diesen Parametern
nicht erklären (Urk. 36 N 5; vgl. OF-Komm. SVG-GIGER, 8. Aufl. 2014, Art. 32 N 9
ff.). Auch der Beschuldigte selber gab diesbezüglich zu Protokoll: "Es stimmt
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nicht, dass ich 20 Meter Abstand zum Dacia hatte, denn dann hätte ich problem-
los anhalten können" (Urk. 2/9 S. 4).
3.5. Entgegen der Ansicht der Verteidigung ist unter dem Aspekt der Willkür
auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz festhält, zwischen dem Fahrzeug
des Beschuldigten und dem vorausfahrenden Personenwagen "Dacia Logan"
könne kein vergleichbares Bremsvermögen angenommen werden. Bereits an-
hand der Fotodokumentation zeigen sich die unterschiedlichen Aufbauarten der
involvierten Fahrzeuge (Urk. 2/1/4-5). Es erscheint daher keineswegs als unhalt-
bar, wenn die Vorinstanz aufgrund der nassen Fahrbahn dem gemäss Aussagen
des Beschuldigten schwer beladenen Transporter "VW T5" sinngemäss einen
längeren Bremsweg attestiert, welchen der Beschuldigte hätte berücksichtigen
müssen (Urk. 23 S. 10; Prot. I S. 9). Auch diesen Überlegungen setzt der Vertei-
diger im Übrigen nur seine eigene Sicht der Dinge gegenüber, ohne dabei Willkür
zu begründen.
3.6. Soweit der Beschuldigte geltend macht, er habe nicht mit einer solch "unnö-
tigen" Vollbremsung bzw. Überreaktion der Lenkerin des Dacia's rechnen müs-
sen, ist er nicht zu hören. Die Vorinstanz hat zutreffend aufgezeigt, weshalb ein
brüskes Abbremsen aufgrund der konkreten Situation gerechtfertigt war und der
Beschuldigte gemäss Gesetz darauf vorbereitet sein musste (Urk. 23 S. 9). Dass
der Dacia überhaupt erst durch die Auffahrkollision des Beschuldigten in den vor-
dersten Personenwagen (BMW) gestossen wurde, stützt im Übrigen die gemach-
ten Feststellungen der Vorinstanz und zeigt auf, dass die Distanz zwischen den
beiden vorderen Fahrzeugen gerade nicht derart gross gewesen sein konnte, wie
dies der Beschuldigte geltend machen will.
3.7. Insgesamt vermag der Beschuldigte keine unhaltbare Beweiswürdigung
darzutun, welche die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz als geradezu
willkürlich erscheinen liesse. Auch die rechtliche Würdigung des erstellten Sach-
verhalts als fahrlässiges Nichteinhalten eines genügenden Sicherheitsabstandes
beim Hintereinanderfahren wird seitens der Verteidigung nicht weiter bestritten.
Die vorinstanzliche Würdigung ist denn auch in allen Teilen zutreffend und ent-
sprechend zu bestätigen (Urk. 36; Urk. 23 S. 6 ff.). Der Beschuldigte ist daher im
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Sinne von Art. 90 Abs. 1 i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 12 Abs. 1 VRV schul-
dig zu sprechen.
IV. Strafzumessung
Die Vorinstanz hat den anwendbaren Strafrahmen sowie die massgebenden
Strafzumessungsfaktoren zutreffend dargelegt (Urk. 23 S. 14-16). Darauf ist zu
verweisen. Die Strafzumessung wird vom Beschuldigten im Berufungsverfahren
zu Recht nicht beanstandet (vgl. Urk. 36), zumal die von der Vorinstanz ausgefäll-
te Busse in Höhe von Fr. 150.– keinesfalls zu hoch ausgefallen ist. Die Busse so-
wie die praxisgemäss festgesetzte Ersatzfreiheitsstrafe von einem Tag ist daher
zu bestätigen.
V. Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Ausgangsgemäss ist das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 4 und 5) zu
bestätigen.
2. Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe
ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Da der Beschuldigte
mit seinen Anträgen gänzlich unterliegt, sind ihm die Kosten des Verfahrens voll-
umfänglich aufzuerlegen. Die Gerichtsgebühr ist dabei auf Fr. 1'500.– festzuset-
zen (Art. 424 Abs. 1 StPO i.V.m. § 16 Abs. 1 und § 14 GebV OG). Bei diesem
Ausgang des Verfahrens hat der Beschuldigte im Übrigen keinen Anspruch auf
Zusprechung einer Entschädigung für die anwaltliche Verteidigung.
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