Decision ID: d1e9384e-4126-45e3-80b7-6be0139b5b61
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
C._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a C._, Jahrgang 1958, meldete sich im November 2001 zum Bezug von Leistungen
der Invalidenversicherung (IV) an (IV-act. 8). Bis zum 12. Oktober 2000 war er bei einer
liechtensteinischen Unternehmung als Produktionsmitarbeiter tätig gewesen (IV-
act. 15). Die liechtensteinische Invalidenversicherung (IV FL) veranlasste eine Evaluation
der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) in der Klinik Valens. Diese ergab gemäss
Berichten vom 4. Februar 2003 und 30. April 2003 eine volle Arbeitsunfähigkeit als
Produktionsmitarbeiter oder Chauffeur. In einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit
sehe man aus ergonomisch-medizinischer Sicht keine begründbare Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit (IV-act. 29-9; 46). Der den Versicherten im Auftrag der IV FL
begutachtende Prof. Dr. med. A._, Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen
(KSSG), nannte am 9. Januar 2004 die Diagnosen chronisches lumbovertebrales
Schmerzsyndrom bei Hyperlordose der LWS, Spondylolyse L5 beidseits ohne
Olisthesis und ohne segmentale Hypermobilität, keilförmige Deformation,
Höhenminderung und Deckplattenimpression von L1 nach Impressionsfraktur,
degenerative Veränderungen. Für angepasste Arbeit sollte keine zeitliche oder
leistungsmindernde Einschränkung bestehen (IV-act. 62-3). Die IV FL verneinte
daraufhin mit Verfügung vom 22. März 2004 einen Rentenanspruch bei einem
Invaliditätsgrad von 34% (IV-act. 66). Dagegen ergriff Rechtsanwalt lic. iur. Werner
Bodenmann in Vertretung des Versicherten am 19. April 2004 das vorgesehene
Rechtsmittel (IV-act. 70), woraufhin die IV FL weitere Abklärungen an die Hand nahm
und eine Begutachtung beim Psychiater und Neurologen Dr. med. B._ in Auftrag gab.
Dieser diagnostizierte in seinem Gutachten vom 22. September 2004 eine
Anpassungsstörung. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe nicht (IV-
act. 80-6 f.). Ein weiteres Gutachten erstellte der Orthopäde Dr. med. D._ am 4. April
2006. Er berichtete von einem chronifizierten Schmerzsyndrom im Bereich des
Rückens bei Spondylarthrose und Spondylolyse L5/S1 mit Instabilität und
Diskusprotrusion L4/5 und L5/S1 und einem Zustand nach Korporektomie L1 mit
ventralem Einbringen eines Cage und dorsaler Spondylodese Th11 bis L3 bei Zustand
nach keilförmiger L1-Fraktur mit Kyphosierung. Seit einer Operation vom November
2005 habe sich eine wesentliche Veränderung ergeben. Der körperliche Befund sei
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derzeit so gravierend, dass auch leichte berufliche Tätigkeiten nicht möglich seien (IV-
act. 95-8, 95-10). Gestützt darauf beschloss die IV FL am 3. Mai 2006 die Zusprache
einer ganzen Invalidenrente vom 1. April bis 30. September 2004 und ab 1. Februar
2006 (IV-act. 98).
A.b Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen veranlasste auf Empfehlung des zuständigen
Arztes ihres internen Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) eine polydisziplinäre
Begutachtung bei der MEDAS Ostschweiz. Im Gutachten vom 30. Mai 2007 werden
insbesondere folgende Diagnosen genannt: chronifiziertes thorakolumbovertebrales
Schmerzsyndrom mit lumbospondylogener Komponente und leichte bis mittelgradige
depressive Episode mit somatischem Syndrom, verbunden mit einem körperlichen
Leiden und sozialer Notsituation. Die Tätigkeiten als Lastwagenchauffeur oder als
Montage-Mitarbeiter seien nicht mehr zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit in einer körperlich
adaptierten Tätigkeit schätze man auf 50% (IV-act. 126-16 ff.).
A.c Am 29. November 2007 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, Arbeitsvermittlung
sei zurzeit nicht möglich (IV-act. 140). Mit Vorbescheid vom 29. November 2007
kündigte sie die Zusprache einer ganzen Rente ab 1. April 2004, einer halben Rente im
Juni 2004, einer ganzen Rente ab 1. Februar 2006 und einer Dreiviertelsrente ab 1. Juni
2006 an (IV-act. 142). Im Einwand vom 15. Januar 2008 liess der Beschwerdeführer die
Zusprache einer ganzen Rente ab Juni 2006 beantragen (IV-act. 145). Dennoch
verfügte die IV-Stelle am 27. Juni 2008 gemäss Vorbescheid (IV-act. 159).
B.
B.a Gegen die Verfügung betreffend den Zeitraum ab 1. Juni 2006 richtet sich die vom
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 2. September 2008 erhobene Beschwerde.
Ab diesem Zeitpunkt sei dem Beschwerdeführer unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Für das
Beschwerdeverfahren sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. Von der
IV FL sei ihm ab 1. Februar 2006 eine Invalidenrente basierend auf einem
Invaliditätsgrad von 100% zugesprochen worden. Der Hausarzt Dr. med. E._ habe im
Verlaufsbericht vom 11. Dezember 2006 festgehalten, dass sich der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem letzten Bericht eher
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verschlechtert habe. Im November 2006 sei nochmals eine Operation erfolgt. Inwiefern
davon ausgegangen werden könne, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
habe sich wesentlich gebessert, sei nicht nach vollziehbar. Die Beschwerdegegnerin
wäre dazu verpflichtet gewesen, weitere Abklärungen in die Wege zu leiten. Nicht nur in
Bezug auf das Gutachten von Dr. D._, sondern auch betreffend jenes der MEDAS
könne argumentiert werden, dass sich der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der
Begutachtung (April 2007) noch nicht in einem stabilen Gesundheitszustand befunden
habe. Im MEDAS-Gutachten werde nicht ausgeführt, weshalb der Einschätzung von
Dr. D._ nicht gefolgt und jene von Dr. E._ gar nicht berücksichtigt werde. Bei der
Invaliditätsbemessung sei jedoch auf die Arbeitsfähigkeitsschätzungen jener beiden
Ärzte abzustellen und dem Beschwerdeführer daher eine ganze Rente zuzusprechen
(act. G 1).
B.b Am 8. Oktober 2008 liess der Beschwerdeführer das ausgefüllte Gesuchsformular
für die unentgeltliche Prozessführung samt Beilagen einreichen. Daraus ging u.a.
hervor, dass seine Rechtsschutzversicherung die Kostengutsprache mangels
Versicherungsdeckung bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit verweigert hatte (act. G 4;
4.2.5).
B.c In der Beschwerdeantwort vom 28. Oktober 2008 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Beim Beschwerdeführer stehe
zweifellos die Schmerzproblematik im Vordergrund. Nach der Rechtsprechung
genügten die subjektiven Schmerzangaben der versicherten Person für die
Begründung einer (teilweisen) Invalidität nicht. Die MEDAS habe das Ausmass der
geklagten Schmerzen nur teilweise mit den erhobenen pathologischen Befunden am
Bewegungsapparat erklären können. Aufgrund des geringen Schweregrads der
objektivierbaren Befunde erscheine die aus somatischer Sicht attestierte
Arbeitsunfähigkeit von 50% für adaptierte Tätigkeiten in ihrem Ausmass zwar als
ziemlich hoch, sei aber gerade noch nachvollziehbar. Das vom MEDAS-Psychiater
beschriebene Krankheitsbild und die von ihm gestellten psychiatrischen Diagnosen
würden auch keine hinreichende Erklärung für die Diskrepanz zwischen dem Ausmass
der geklagten Schmerzen und den objektivierbaren pathologischen Befunden liefern.
Die Rechtsprechung gehe selbst bei mittelschweren depressiven Episoden von der
grundsätzlichen Fähigkeit zur Willensanstrengung aus, die eine vollumfängliche
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Überwindung der subjektiven Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung erlaube. Daher
erscheine die vom psychiatrischen Konsiliarius aus rein psychiatrischer Sicht attestierte
35%-ige Einschränkung nicht überzeugend. Die von Dr. D._ festgestellte volle
Arbeitsunfähigkeit habe die MEDAS nicht nachvollziehen können. Gemäss RAD sei die
Beurteilung durch Dr. D._ zu früh nach der Operation vom November 2005 erfolgt;
nach einer Spondylodese sei ein postoperativer Abstand von sechs bis neun Monaten
notwendig (act. G 5).
B.d Mit Schreiben vom 12. November 2008 wies der zuständige Verfahrensleiter des
Gerichts den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers darauf hin, dass seiner Meinung
nach für das Gerichtsverfahren eine Kostendeckung der Rechtsschutzversicherung
bestehe, und forderte ihn auf, bei der Versicherung diesbezüglich zu intervenieren. Das
Gesuch um unentgeltliche Prozessführung könne nur bewilligt werden, wenn
gegenüber der Rechtsschutzversicherung die geeigneten Vorkehren vorgenommen
worden seien (nötigenfalls auch das Anrufen der Ombudsstelle für Privatversicherer
und die Einleitung eines Gerichtsverfahrens gegen die Rechtsschutzversicherung;
act. G 7).
B.e Der Beschwerdeführer lässt in der Replik vom 2. Dezember 2008 an seinen
Anträgen festhalten. Die Beschwerdegegnerin räume in der Beschwerdeantwort selbst
ein, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung aus psychiatrischer Sicht nicht überzeugend
sei. Damit würden sich diesbezüglich weitere Abklärungen aufdrängen. Betreffend die
somatisch bedingte Einschränkung bzw. die divergierenden Einschätzungen von
Dr. D._ und der MEDAS wiederholt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, dass
die MEDAS sich mit der Meinung von Dr. D._ hätte auseinandersetzen müssen.
Letzterer sei Facharzt für Orthopädie. Aus dem MEDAS-Gutachten sei nicht ersichtlich,
dass der Beschwerdeführer dort von einem Facharzt für Orthopädie untersucht worden
sei (act. G 8).
B.f Die Beschwerdegegnerin hält am 5. Dezember 2008 an ihrem Abweisungsantrag
fest und verzichtet auf weitere Ausführungen (act. G 10).
B.g Auf weitere Vorbringen der Parteien wird – sofern entscheidwesentlich – im
Rahmen der Erwägungen eingegangen.
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B.h Der zuständige Verfahrensleiter teilte dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
mit Schreiben vom 3. Februar 2010 mit, die unentgeltliche Prozessführung könne nicht
bewilligt werden, weil die mit Schreiben vom 12. November 2008 (act. G 7) erläuterten
Auflagen im Zusammenhang mit der Kostendeckung der Rechtsschutzversicherung
offenbar nicht erfüllt worden seien. Das Gericht verlangte daher einen Kostenvorschuss
von Fr. 600.- ein (act. G 12), den der Beschwerdeführer am 16. Februar 2010 bezahlte.

Erwägungen:
1.
Angefochten ist eine Verfügung, die nach Inkrafttreten der 5. IV-Revision am 1. Januar
2008 ergangen ist. Mangels einer übergangsrechtlichen Norm rechtfertigt es sich
allerdings, für die vor diesem Zeitpunkt massgebenden Verhältnisse (Rentenanspruch
mit Anspruchsbeginn bei Anmeldung unter altem Recht) die im Folgenden zitierten, bis
zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen anzuwenden.
2.
Die rückwirkende Zusprache der Invalidenrente ist von der Beschwerdegegnerin auf
mehrere Verfügungen, alle datiert mit 27. Juni 2008, aufgeteilt worden. Diese Aufteilung
erfolgt in der Praxis offenbar aus EDV-technischen Gründen. Die rückwirkende
abgestufte Rentenzusprache darf jedoch nicht für bestimmte Perioden je getrennt
verfügt werden (vgl. BGE 131 V 164 ff., Erw. 2.3). Sämtliche Verfügungen vom 27. Juni
2008 bilden deshalb nur Teile ein und derselben Rentenverfügung. Die einzelnen
Verfügungsteile sind für sich allein nicht rechtskraftfähig und damit auch nicht für sich
allein anfechtbar. Obwohl der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ausdrücklich nur
die Verfügung betreffend den Zeitraum ab 1. Juni 2006 (act. G 1.4) anfocht, ist im
vorliegenden Verfahren grundsätzlich auch der Rentenanspruch in der davor liegenden
Zeit zu überprüfen (vgl. etwa die Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen IV 2007/167 vom 20. August 2008, Erw. 2.2; IV 2007/328 vom 6. Januar
2009, Erw. 2).
3.
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3.1 Unter Invalidität wird bei als Gesunden voll erwerbstätigen Personen die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Erwerbsunfähigkeit
ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen
Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn der Versicherte mindestens zu 70%, derjenige auf eine
Dreiviertelsrente, wenn er wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
3.2 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von
Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel
eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich
des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a).
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4.
4.1 Nachfolgend ist die somatische Einschränkung des Beschwerdeführers anhand
der Akten zu prüfen.
4.1.1 Der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. E._, attestierte dem
Beschwerdeführer am 8. Januar 2002 eine seit 12. Oktober 2000 bestehende volle
Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Rückenprobleme im Bereich der Lendenwirbelsäule
(LWS). Aufgrund der Rückenbeschwerden sei der Beschwerdeführer zurzeit nicht in der
Lage, der angestammten wie einer adaptierten Tätigkeit nachzugehen (IV-act. 16). Am
5. August 2002 bescheinigte Dr. E._ einen stationären Verlauf (IV-act. 24-1). Seitens
der Klinik Valens wurde betreffend die im Januar 2003 durchgeführte EFL festgehalten,
das arbeitsbezogene relevante Problem sei eine allgemein verminderte Belastbarkeit,
die nicht allein durch die Funktionsstörung der LWS erklärt werden könne. Der
Beschwerdeführer habe sich nicht fähig gezeigt, auch nur geringe Belastungen verteilt
über zwei Tage zu tolerieren. Die Leistungsbereitschaft wurde als unzuverlässig
beurteilt. Die Beobachtungen bei den Tests hätten auf eine deutliche Selbstlimitierung
hingewiesen. Die Konsistenz bei den Tests sei schlecht gewesen. Eine leichte
wechselbelastende Arbeit mit seltenen Gewichtsbelastungen bis maximal zehn kg
wurde als ganztags zumutbar erachtet (IV-act. 29-5). Dr. med. F._, Facharzt FMH für
Innere Medizin und Rheumatologie, Klinik Valens, hielt am 30. April 2003 fest, aufgrund
von Röntgenbildern und einer MRI-Untersuchung müsse davon ausgegangen werden,
dass der Beschwerdeführer sich bei einem 1990 oder 1993 erlittenen Sturz eine
Kompressionsfraktur von L1 zugezogen habe. Diese Fraktur sei jedoch aktuell
konsolidiert und ausgeheilt. Die aktuellen Rückenschmerzen könnten nicht mehr darauf
zurückgeführt werden. Denkbar sei, dass der von der Fraktur betroffene
Wirbelsäulenabschnitt etwas vermindert belastbar sei (IV-act. 46-6). Der von der IV FL
beigezogene Gutachter Prof. Dr. A._ stimmte in seinem Bericht vom 9. Januar 2004
den Schlussfolgerungen und Empfehlungen seitens der Klinik Valens vollumfänglich zu
(IV-act. 62-2). Dr. E._ gab am 13. April 2004 an, seines Erachtens bestehe für
leichtere wechselbelastende Arbeiten eine Arbeitsunfähigkeit von 50% (IV-act. 70-15).
4.1.2 Am 17. November 2005 wurden beim Beschwerdeführer im KSSG eine
Korporektomie L1 vorgenommen und ein Cage eingebaut sowie eine dorsale
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Spondylodese Th12-L2 durchgeführt. Bei persistierenden Beschwerden tief lumbal
fand am 28. November 2005 eine Facettengelenksinfiltration L5/S1 statt. Nach primärer
Wundheilung und problemloser Mobilisation habe man den Beschwerdeführer am
29. November 2005 nach Hause entlassen, so Dr. med. G._ von der Klinik für
Orthopädische Chirurgie am 28. November 2005 (IV-act. 90-3). Am 31. Januar 2006
wurde seitens der Klinik für Chirurgie des KSSG von einer Muskelatrophie der lateralen
Bauchwand links berichtet (IV-act. 95-25).
4.1.3 Das im Auftrag der IV FL am 4. April 2006 erstellte Gutachten von Dr. D._ nennt
die Diagnosen chronifiziertes Schmerzsyndrom im Bereich des Rückens bei
Spondylarthrose und Spondylolyse L5/S1 mit Instabilität und Diskusprotrusion L4/5
und L5/S1 sowie Zustand nach Korporektomie L1 und dorsaler Spondylodese Th11 bis
L3. Seit 2001 seien dem Beschwerdeführer leichte Arbeiten zumutbar gewesen. Auch
diese seien jedoch seit dem Eingriff vom 17. November 2005 nicht mehr möglich.
Seither bis zum Untersuchungsdatum (15. März 2006) seien fast vier Monate
vergangen. Trotzdem bestehe noch fast keine Beweglichkeit der BWS und LWS,
ausserdem würden sehr starke Schmerzen beklagt, der permanente Hartspann
paravertebral sei auch ein objektives Indiz dafür. Noch bestehe eine Aussicht auf
Besserung des Gesundheitszustands, wenn auch nicht eine sehr grosse. Eine
vorzeitige neue Untersuchung Ende 2006 sei zu empfehlen. Für die Zeit vor der
Operation vom 17. November 2005 hielt Dr. D._ fest, er könne die von Dr. E._ auf
50% geschätzte Arbeitsfähigkeit nicht schlüssig nachvollziehen, da entsprechende
Befunde fehlten. Deshalb folge er der Einschätzung von Prof. Dr. A._, wonach der
Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig gewesen sei (IV-
act. 95-8 ff.). Die Ausführungen von Dr. D._ verdeutlichen, dass auch dieser
Gutachter im März 2006 noch nicht vom Erreichen eines Endzustands ausging.
Dr. med. H._ vom RAD hielt am 30. Oktober 2006 fest, der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers sei bei der Untersuchung durch Dr. D._ vier Monate nach der
ausgedehnten Spondylodese nach Korporektomie von L1 nicht stabil gewesen,
weshalb eine Bestimmung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich sei (IV-act. 110-2). Am
6. Juni 2007 präzisierte Dr. H._, um eine versicherte Person nach einer
Spondylodese abschliessend beurteilen zu können, sei ein postoperativer Abstand von
sechs bis neun Monaten notwendig (IV-act. 127-2).
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4.1.4 Am 13. März 2006 und 24. April 2006 waren beim Beschwerdeführer die
Facettengelenke erneut infiltriert worden, wobei dies offenbar nur zu kurzfristiger
Verbesserung der Beschwerden geführt hatte. Eine Verlängerung der Spondylodese
wurde diskutiert, vom Beschwerdeführer jedoch abgelehnt (IV-act. 117-11). In einem
Bericht der Klinik für Chirurgie des KSSG vom 27. September 2006 wurde insgesamt
von einer nach Auskunft des Beschwerdeführers deutlichen Beschwerdebesserung
postoperativ im Vergleich zu vor dem Eingriff berichtet (IV-act. 117-9). Am
24. November 2006 fand eine operative Segmentfreigabe Th11/12, L2/3 mit
Teilmetallentfernung und Pedikelschraubenentfernung statt (IV-act. 117-7). Der
Hausarzt Dr. E._ attestierte im Bericht vom 1. Dezember 2006 erneut eine volle
Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten (IV-act. 117-3 f.).
4.1.5 Im MEDAS-Gutachten vom 30. Mai 2007, das auf Untersuchungen vom 30. April
und 2. Mai 2007 beruht, wurde die Schilderung des Beschwerdeführers
wiedergegeben, wonach die Schmerzen seit der Operation vom November 2005
ausgeprägter seien als präoperativ. Die wiederholten Facettengelenksinfiltrationen
hätten für maximal vier Wochen zu einer Schmerzlinderung geführt (S. 5). Beim Befund
wird festgehalten, dass die Beweglichkeitsprüfung der Wirbelsäulenabschnitte nicht
lege artis durchführbar sei. Einzig die HWS-Beweglichkeit sei aktiv-assistiv prüfbar. Die
thorakolumbale Beweglichkeitsprüfung sei unter aktivem muskulärem Widerstand des
Beschwerdeführers erfolgt. Bereits nach geringen Bewegungsausschlägen leiste der
Beschwerdeführer heftigen muskulären Widerstand (S. 14). Der PACT-Test ergab mit
65 bis 69 von 200 möglichen Punkten eine sehr tiefe Selbsteinschätzung der
körperlichen Leistungsfähigkeit (S. 15). Der Beurteilung ist zu entnehmen, dass keine
Anhaltspunkte für das Vorliegen einer radikulären Reiz- oder sensomotorischen
Ausfallsymptomatik gefunden wurden. Wie bereits in früheren Untersuchungen zeige
sich eine gewisse Diskrepanz zwischen den objektivierbaren pathologischen klinischen
Befunden und den geschilderten Beschwerden. Aus somatischer Sicht lasse sich eine
volle Arbeitsunfähigkeit für jegliche berufliche Tätigkeiten zumindest aktuell nicht
rechtfertigen. Eine Teilzeittätigkeit in körperlich leichten, wechselbelastenden
Tätigkeiten ohne Heben/Tragen von Lasten über 7.5 bis 10 kg erachte man dem
Beschwerdeführer als zumutbar, wobei man die Rest-Arbeitsfähigkeit auf ca. 50%
schätze (seit November 2005; S. 19 f.).
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4.1.6 Die Beurteilung der somatischen Situation durch die MEDAS erscheint
nachvollziehbar und plausibel. Bis zur Operation vom November 2005 wurde
grundsätzlich von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen in einer optimal den
körperlichen Beschwerden angepassten Tätigkeit (so seitens der Klinik Valens und von
Prof. Dr. A._, was auch Dr. D._ für plausibel hielt). Obwohl auch nach der
Operation keine die geklagten Beschwerden ausreichend erklärenden objektivierbaren
Befunde vorlagen, wurde die vom Beschwerdeführer geschilderte Verstärkung der
Beschwerden insofern berücksichtigt, als dass u.a. deshalb seitens der MEDAS eine
Arbeitsunfähigkeit von 50% anerkannt wurde. Dieses Ergebnis scheint den Umständen
insgesamt hinreichend Rechnung zu tragen. Die Gutachter der MEDAS wiesen darauf
hin, dass sich die von Dr. D._ attestierte volle Arbeitsunfähigkeit in jeglichen
Tätigkeiten zumindest im Zeitpunkt der MEDAS-Begutachtung nicht nachvollziehen
lasse (S. 20). Dr. D._ selbst gab erklärtermassen nur eine vorläufige Beurteilung ab,
sah grundsätzlich Verbesserungspotential und hielt eine vorgezogene
Verlaufsbegutachtung bereits Ende 2006, also ein Dreivierteljahr nach seinem
Gutachten, für notwendig. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Einschätzung
von Dr. D._ nicht geeignet ist, den Beweiswert des MEDAS-Gutachtens in Frage zu
stellen. Auch die Tatsache, dass der Hausarzt Dr. E._ am 11. Dezember 2006 erneut
eine volle Arbeitsunfähigkeit attestierte, vermag nicht zu einer anderen Beurteilung zu
führen. Als Allgemeinmediziner verfügt Dr. E._ zwar über ein breit abgestütztes
Wissen, nicht jedoch über das fundierte Fachwissen eines Orthopäden oder
Rheumatologen. Im Übrigen ist die Divergenz von medizinischem Behandlungs- und
Abklärungsauftrag zu beachten. Rechtsprechungsgemäss ist u.a. der
Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Hausärzte mitunter wegen ihrer
auftragsrechtlichen Vertrauensstellung im Zweifel eher zu Gunsten ihrer Patienten
aussagen (vgl. etwa den Entscheid I 814/03 des damaligen EVG vom 5. April 2004,
Erw. 2.4.2). Die nicht näher begründete Einschätzung von Dr. E._ vermag die
Schlussfolgerungen im MEDAS-Gutachten daher nicht zu erschüttern.
4.2
4.2.1 Nach Lage der Akten nahm Dr. B._ die erste psychiatrische Beurteilung vor. Er
konnte keine stärkere Depressivität feststellen und fand keine Hinweise auf ein
depressives Achsensyndrom, also keine Biorhythmusstörung und keine stärkere
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Devitalisierung. Ebenso wenig erkannte er ein stärkeres Antriebsdefizit und eine
vegetative Dekompensation. Psychotische Symptome im Sinn von Halluzinationen oder
Wahnideen wurden ebenso verneint wie Symptome eines hirnorganischen
Psychosyndroms. In der Beurteilung hielt Dr. B._ fest, der Beschwerdeführer sei
infolge chronischer körperlicher Beschwerden und dadurch bedingter Schlafstörungen
an einer reaktiven Depression mit Angstsymptomen erkrankt. Es handle sich dabei um
eine Anpassungsstörung (ICD-10 F43.22). Aus psychiatrischer Sicht ergebe sich eine
gewisse Diskrepanz zwischen dem subjektiven Beschwerdebild und dem objektiven
Befund im Untersuchungszeitpunkt. Bei der Untersuchung am 16. August 2004 liessen
sich keine Symptome einer stärkeren Depressivität mehr feststellen. Eine
Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit erachtete der Gutachter daher als nicht gegeben
(IV-act. 80-7).
4.2.2 Der psychiatrische MEDAS-Teilgutachter Dr. I._ hielt in seinem Gutachten vom
3. Mai 2007 fest, die Funktionen der Merkfähigkeit, der Auffassung und des
Gedächtnisses seien beim Beschwerdeführer intakt, die Konzentrationsfähigkeit gut
gewesen. Er fand keine Hinweise auf kognitive oder mnestische Störungen, ebenso
verneinte er Anhaltspunkte für Wahnideen, Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen.
Das Verhalten des Beschwerdeführers erlebte Dr. I._ insofern als auffällig, als er sich
sehr emotional betont gezeigt habe, auf seine verstärkte Empfindlichkeit, Kränkbarkeit
und Verletzlichkeit vor allem im Zusammenhang mit der ärztlichen Behandlung
hingewiesen habe, sich nicht mehr ernst genommen gefühlt und viele Fragen als
provokativ aufgefasst habe. Der Beschwerdeführer habe traurig, bedrückt und
niedergeschlagen gewirkt. Diese Verstimmung sei im Lauf des Gesprächs von einer
gewissen Resignation abgelöst worden. Dr. I._ diagnostizierte eine leichte bis
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11)
verbunden mit einem körperlichen Leiden und sozialer Notsituation. Das psychische
Zustandsbild sei in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit nicht zu vernachlässigen; Dr. I._
attestierte aus psychischen Gründen daher eine Arbeitsunfähigkeit von 35% (IV-
act. 126-28).
4.2.3 Es kann offen bleiben, ob die Arbeitsunfähigkeit von 35% im Licht der
Rechtsprechung in Bezug auf die depressive Erkrankung zu hoch greift, wie die
Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort geltend macht. Aus somatischer Sicht
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wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 50% plausibilisiert. Die Arbeitsunfähigkeiten aus
somatischer und aus psychiatrischer Sicht dürfen nicht addiert werden. Da aufgrund
der beschriebenen Befunde und Diagnosen unwahrscheinlich ist, dass in psychischer
Hinsicht eine 35% übersteigende Einschränkung besteht, erübrigt sich eine Diskussion
der Frage einer allfälligen zumutbaren (weitergehenden) Überwindbarkeit der
psychischen Problematik. Entgegen der in der Replik vertretenen Ansicht des
Beschwerdeführers lassen sich darüber hinaus keine Hinweise auf weiteren
psychiatrischen Abklärungsbedarf finden – diesbezüglich bringt auch sein
Rechtsvertreter nichts Konkretes vor.
4.3 Gesamthaft ist also festzuhalten, dass auf die Schlussfolgerungen im MEDAS-
Gutachten abgestellt werden kann. Die Invaliditätsbemessungen sind gemäss den
Arbeitsunfähigkeitsperioden, wie sie den Verfügungen vom 27. Juni 2008 zugrunde
liegen, vorzunehmen.
5.
5.1 Gegen die Berechnung des Invaliditätsgrads an sich wendet der Beschwerdeführer
nichts ein.
5.1.1 Der letzte Arbeitgeber des Beschwerdeführers gab im Fragebogen vom
6. Dezember 2001 an, der Beschwerdeführer habe zuletzt einen Monatslohn von
Fr. 4'500.- (ohne 13. Monatslohn, dafür zuzüglich Gratifikation offenbar in der Höhe
eines Monatslohns) erzielt und würde unterdessen Fr. 4'600.- monatlich erzielen (IV-
act. 15-2). Folglich belief sich das Valideneinkommen 2001 auf Fr. 59'800.-. Angepasst
an die Nominallohnentwicklung bis 2007 ergibt dies Fr. 64'422.- (Nominallohnindex
Männer 2001: 1'902, 2007: 2'049).
5.1.2 Gemäss den Tabellenlöhnen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
erzielten Männer im tiefsten Anforderungsniveau im Jahr 2006 bei der
durchschnittlichen betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden Fr. 59'197.-, was
nominallohnbereinigt im Jahr 2007 Fr. 60'229.- ergibt (Nominallohnindex Männer 2006:
2'014). Die Beschwerdegegnerin gewährte den maximal möglichen Leidensabzug von
25%, was als grosszügig zu betrachten ist. Da das Versicherungsgericht jedoch nicht
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leichtfertig in das von der Verwaltung ausgeübte Ermessen eingreifen darf, hat es dabei
sein Bewenden. Das Invalideneinkommen beläuft sich daher auf Fr. 22'585.-
(Fr. 60'229.- x 0.5 [Arbeitsfähigkeit] x 0.75 [Leidensabzug]).
5.1.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 64'422.- und einem Invalideneinkommen
von Fr. 22'585.- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von gerundet 65%. Die von der
Beschwerdegegnerin vorgenommene Bemessung des ab 1. Juni 2006 massgebenden
Invaliditätsgrads ist im Ergebnis folglich nicht zu beanstanden. Dies gilt auch für die
Invaliditätsbemessungen für die davor liegenden Zeiten.
6.
6.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Rentenzuspreche der
Beschwerdegegnerin gemäss den Verfügungen vom 27. Juni 2008 rechtmässig und die
Beschwerde abzuweisen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis
Fr. 1'000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-
erscheint als angemessen. Sie ist dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Der von ihm geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist anzurechnen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG