Decision ID: 41604aea-3ae4-4d55-ac18-95dc7c311d78
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend arbeitsrechtliche Forderung
Berufung gegen ein Urteil des Arbeitsgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 14. Dezember 2020 (AH200110-L)
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Rechtsbegehren: (Urk. 1 S. 2)
"1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger CHF 19'110.00 (brutto) zuzüglich Zins zu 5% ab 31. Oktober 2019 zu bezahlen.
2. Es sei die Beklagte weiter zu verpflichten, dem Kläger CHF 1'400.00 (netto) zuzüglich Zins zu 5% ab 31. Oktober 2019 zu bezahlen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7.7% MwSt.) zu Lasten der Beklagten."
Urteil des Arbeitsgerichts Zürich, 3. Abt., vom 14. Dezember 2020: (Urk. 25 S. 19 = Urk. 30 S. 19)
1. Die Klage wird abgewiesen.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung von
Fr. 4'265.– (inkl. 7.7% MwSt.) zu bezahlen.
4. (Schriftliche Mitteilung)
5. (Rechtsmittelbelehrung)
Berufungsanträge:
des Klägers und Berufungsklägers (Urk. 29 S. 2):
"1. Die Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils des Arbeitsgerichts Zürich, 3. Abteilung,
vom 14. Dezember 2020 (Geschäfts-Nr. AH200110-L) sei aufzuheben und die Beklagte/Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 19'110.00 (brutto) zuzüglich Zins zu 5 % ab 31. Oktober 2019 sowie CHF 1'400.00 (netto) zuzüglich Zins zu 5 % ab 31. Oktober 2019 zu .
2. Die Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils des Arbeitsgerichts Zürich, 3. Abteilung,
vom 14. Dezember 2020 (Geschäfts-Nr. AH200110-L) sei aufzuheben und
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es sei dem Kläger eine entsprechende Parteientschädigung zuzusprechen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 7.7% MwSt.) zu Lasten der Beklagten/Berufungsbeklagten."
der Beklagten und Berufungsbeklagten (Urk. 35 S. 2):
"1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen und das Urteil des Arbeitsge-
richts Zürich (3. Abteilung) vom 14. Dezember 2020 (Geschäfts-Nr.: AH200110-L) sei zu bestätigen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten
des Klägers/Berufungsklägers."

Erwägungen:
I.
1. Der Kläger und Berufungskläger (fortan Kläger), A._, sowie
C._ (fortan C._) gründeten zusammen die Beklagte und Berufungsbe-
klagte (fortan Beklagte), deren Zweck gemäss Handelsregisterauszug ... und die
... ist. Die Beklagte wurde am tt.mm 2018 ins Tagesregister des Handelsregisters
eingetragen. Gemäss Handelsregister hält der Kläger als Gesellschafter ohne
Zeichnungsberechtigung 45% der Stammanteile (9 x Fr. 1'000.–) und C._ als Gesellschafter und Geschäftsführer (mit Einzelunterschrift) 55% der Stammanteile
(11 x Fr. 1'000.–). Der Kläger stand bis zum Ablauf der Kündigungsfrist Ende  2018 noch in einem Arbeitsverhältnis mit der Gewerkschaft D._
(Teilzeittätigkeit von 60%). Ab Oktober 2018 haben beide Gesellschafter Vorbe-
reitungshandlungen im Hinblick auf das künftig zu betreibende Geschäft der Be-
klagten ausgeführt. Im September 2019 hat der Kläger seine Tätigkeit zu Gunsten
der Beklagten wegen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Gesellschaftern
eingestellt. Mit seiner Teilklage macht er einen Lohnanspruch für die Monate Ok-
tober bis Dezember 2018 geltend. Zudem verlangt er die Bezahlung der Arbeitge-
berbeiträge für die Pensionskasse für die drei Monate an sich. Die Beklagte be-
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streitet das Bestehen eines arbeitsrechtlichen Verhältnisses. Vielmehr liege eine
Forderung aus einem gesellschaftsrechtlichen Verhältnis vor.
2. Am 12. August 2020 machte der Kläger die vorliegende Klage mit be-
gründeter Klageschrift und unter Einreichung der Klagebewilligung rechtshängig
(Urk. 1 und 3). Der Verfahrensverlauf vor Vorinstanz kann dem angefochtenen
Entscheid entnommen werden (Urk. 25 S. 2 = Urk. 30 S. 2). Mit Urteil vom
14. Dezember 2020 wies die Vorinstanz die Klage unter Verneinung des Vorlie-
gens eines arbeitsrechtlichen Verhältnisses ab (Urk. 21). Die begründete Ausfer-
tigung des Entscheids (Urk. 25 = Urk. 30) wurde den Parteien am 14. Januar
2021 zugestellt (Urk. 26/1-2). Gegen das Urteil hat der Kläger mit Berufungsschrift
vom 11. Februar 2021 fristgerecht Berufung erhoben (Urk. 29). Die Berufungsant-
wort der Beklagten datiert vom 3. Mai 2021 (Urk. 35) und wurde dem Kläger mit
Verfügung vom 10. Mai 2021 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 39). Weitere
Eingaben sind nicht erfolgt. Das Verfahren ist spruchreif.
II.
1. Der Streitwert beträgt weniger als Fr. 30'000.--, womit das vereinfachte
Verfahren zur Anwendung gelangt (Art. 243 Abs. 1 ZPO). In arbeitsrechtlichen
Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.-- stellt das Gericht den
Sachverhalt von Amtes wegen fest, d.h. es gelangt die sog. eingeschränkte Un-
tersuchungsmaxime zur Anwendung (Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 ZPO).
2. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als
auch die unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden
(Art. 310 ZPO). In der Berufungsschrift sind die Behauptungen bestimmt und voll-
ständig aufzustellen. Zudem muss sie – im Gegensatz zur Klageschrift – nicht nur
eine tatsächliche, sondern auch eine rechtliche Begründung enthalten (ZK ZPO-
Reetz/Theiler, Art. 311 N 36). Der Berufungskläger hat mittels klarer und sauberer
Verweisungen auf die Ausführungen vor der Vorinstanz zu zeigen, wo er die
massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erho-
ben hat. Es ist nämlich nicht Sache der Rechtsmittelinstanz, die Akten und die
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Rechtsschriften der Vorinstanz zu durchforsten, um festzustellen, was welche
Partei wo ausgeführt hat. Damit ist gesagt, dass die Berufungsschrift weder eine
pauschale Verweisung auf die bei der Vorinstanz eingereichten Rechtsschriften
noch eine neuerliche Darstellung der Sach- oder Rechtslage enthalten darf, wel-
che nicht darauf eingeht, was vor der Vorinstanz vorgebracht worden ist. Pau-
schale Verweisungen auf die vor der Vorinstanz eingebrachten Rechtsschriften
sind namentlich dann unzulässig, wenn sich die Vorinstanz mit den Ausführungen
des Berufungsklägers auseinandergesetzt hat. Stützt sich der angefochtene Ent-
scheid auf mehrere selbständige Begründungen, muss sich der Berufungskläger
in der Berufungsschrift mit allen Begründungen auseinandersetzen. Das Gleiche
gilt im Falle von Haupt- und Eventualbegründung. Auch hier muss sich der Beru-
fungskläger mit beiden Begründungen auseinandersetzen (Hungerbühler/Bucher,
DIKE-Komm-ZPO, Art. 311 N 42 f.). Zwar prüft die Berufungsinstanz nicht nur die
geltend gemachten Rügen (Rügeprinzip). Aber das Gericht muss den angefoch-
tenen Entscheid nicht von sich aus auf Mängel untersuchen, es sei denn, der
Sachverhalt sei geradezu willkürlich festgestellt worden oder das Recht sei gera-
dezu willkürlich angewandt worden (Reetz/Theiler, a.a.O.). Aufgrund der umfas-
senden Überprüfungsbefugnis ist die Berufungsinstanz nicht an die mit den Rü-
gen vorgebrachten Argumente oder an die Erwägungen der Vorinstanz gebun-
den, sie kann die Rügen auch mit abweichenden Erwägungen gutheissen oder
abweisen (vgl. Reetz/Theiler, a.a.O., Art. 310 N 6). Die Begründungsanforderun-
gen gelten auch für die Berufungsantwort, wenn darin Erwägungen der Vorinstanz
beanstandet werden, die sich für die im kantonalen Verfahren obsiegende Partei
ungünstig auswirken können (BGer 4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015,
E. 2.4.2; BGer 4A_580/2015 vom 11. April 2016, E. 2.2; BGer 4A_496/2016 vom
8. Dezember 2016, E. 2.2.2; Reetz/Theiler, a.a.O., Art. 312 N 11).
Soweit der Kläger ganz allgemein auf seine Ausführungen vor Vorinstanz
verweist, an denen er festhalten will (Urk. 29 Rz 6), vermag dies den vorgenann-
ten Begründungsanforderungen nicht zu genügen.
3. Im Berufungsverfahren sind neue Vorbringen nur noch unter den Vo-
raussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig. Danach sind neue Tatsachen
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und Beweismittel nur noch zu berücksichtigen, wenn sie – kumulativ – ohne Ver-
zug vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt
nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b
ZPO). Art. 317 ZPO ist auch anwendbar in Verfahren, die in den Anwendungsbe-
reich der beschränkten Untersuchungsmaxime (Art. 243 Abs. 2 i.V.m. Art. 247
Abs. 2 lit. a ZPO) fallen (BGer 4A_239/2019 vom 27. August 2019 E. 2.2.2. m.H.
auf BGE 144 III 349 E. 4.2.1, BGE 142 III 413 E. 2.2.2 und BGE 138 III 625
E. 2.2.). Die Berufungsinstanz soll zwar den erstinstanzlichen Entscheid umfas-
send überprüfen, nicht aber alle Sach- und Rechtsfragen völlig neu aufarbeiten
und beurteilen. Alles, was relevant ist, ist grundsätzlich rechtzeitig in das erstin-
stanzliche Verfahren einfliessen zu lassen (ZK ZPO-Reetz/Hilber, Art. 317 N 10,
m.w.H.). Jede Partei, welche neue Tatsachen und Beweismittel vorbringt, hat zu-
nächst zu behaupten und zu beweisen, dass dies ohne Verzug geschieht. Will ei-
ne Partei unechte Noven geltend machen, so trägt sie die Beweislast für deren
Zulässigkeit (Steininger, DIKE-Komm-ZPO, Art. 317 N 7; BGer 5A_330/2013 vom
24. September 2013, E. 3.5.1, m.w.H.). Eine gegenüber dem vorinstanzlichen
Verfahren geänderte Sachverhaltsversion kann daher im Berufungsverfahren
nicht beliebig vorgetragen werden. Im Berufungsverfahren ist das Nachbringen
von Behauptungen, welche im erstinstanzlichen Verfahren unsubstantiiert geblie-
ben waren, ausgeschlossen (ZK ZPO-Reetz, Vorbemerkungen zu Art. 308-318
N 44).
III.
1. Strittig ist, ob zwischen den Parteien ein Arbeitsverhältnis bestand und
somit die Zuständigkeit des Arbeitsgerichtes zur Beurteilung der Sache gegeben
ist oder nicht. Betreffend die Abgrenzung des Arbeitsvertrages von anderen
Rechtsverhältnissen kann vorab auf die zutreffenden erstinstanzlichen Erwägun-
gen verwiesen werden (Urk. 30 S. 6 ff.). Der Arbeitsvertrag zeichnet sich insbe-
sondere durch vier wesentliche Elemente aus: Arbeitsleistung (nicht Arbeitser-
folg), Eingliederung in eine fremde Arbeitsorganisation (nicht eigenverantwortliche
Tätigkeit; Subordinationsverhältnis), Dauerschuldverhältnis und Entgeltlichkeit.
Das Kriterium der Eingliederung in eine fremde Arbeitsorganisation ist dabei nicht
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aufgrund eines einzigen Merkmales, sondern aufgrund einer Würdigung aller Um-
stände des Einzelfalles vorzunehmen. Als materielle Merkmale gelten etwa: ein
hohes Mass an Weisungsgebundenheit; die Unterordnung unter andere im Diens-
te des Arbeitgebers stehende Personen; ein Handeln in fremdem Namen und auf
fremde Rechnung; eine Bindung an feste Arbeitszeiten, Arbeitszeitkontrollen,
Pflicht zu regelmässigem Erscheinen; die Pflicht, die ganze Arbeitskraft zur Ver-
fügung zu stellen sowie die intensive Inanspruchnahme durch den Arbeitgeber;
ein Tätigwerden im Betrieb des Arbeitgebers sowie die Zuweisung eines Arbeits-
platzes; die Bereitstellung von Arbeitsgerät oder -material durch den Arbeitgeber;
die Vereinbarung einer Probezeit; die Gewährung von Ferien durch den Arbeit-
geber; das Führen einer Personalakte über den Arbeitnehmer durch den Arbeit-
geber; eine periodische Entgeltleistung; die Tragung des Unternehmensrisikos
durch den Arbeitgeber; die Vereinbarung eines Konkurrenzverbotes; der aus-
drücklich erklärte Parteiwille, ein Arbeitsverhältnis begründen zu wollen. Ein for-
males Merkmal mit nur zweitrangiger Bedeutung ist die Entrichtung von Sozial-
versicherungsbeiträgen durch den Arbeitgeber.
Die Vorinstanz erwog, die Beklagte bestreite das Vorliegen von Arbeitsleis-
tungen des Klägers nicht. Ihrer Ansicht nach sei die Arbeitsleistung allerdings
nicht im Rahmen eines Arbeitsvertrages, sondern als Vorbereitungshandlung für
den Aufbau und späteren gemeinsamen Betrieb der Gutachterstelle in einem Ge-
sellschafterverhältnis erbracht worden. Der Kläger selber behaupte nicht, dass er
sich im – für die Belange des vorliegenden Verfahrens relevanten – Zeitraum von
Oktober bis Dezember 2018 mit der Beklagten, vertreten durch C._, auf ei-
nen Arbeitsvertrag geeinigt habe. Die Beklagte führe aus, es sei "angedacht" ge-
wesen, dass sich die Gesellschafter mit einem Arbeitsvertrag ausstatten würden,
sobald die Geschäftstätigkeit beginne und Profite generiert würden, wozu es aber
nicht gekommen sei. Dies sei seitens des Klägers unbestritten geblieben. Vor
dem tt.mm 2018 (Eintragung der Beklagten im Handelsregister) sei das Zustan-
dekommen eines Vertrages zudem ausgeschlossen gewesen, da die Beklagte
erst per diesem Datum das Recht der Persönlichkeit überhaupt erlangt habe. In
der Klageschrift begründe der Kläger die Entstehung des Arbeitsvertrages damit,
dass die Beklagte Arbeit in ihrem Dienst von ihm entgegen genommen habe, die
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nach den Umständen nur gegen Lohn zu erwarten gewesen sei. Auch ein solches
faktisches Arbeitsverhältnis setze jedoch eine Eingliederung in eine fremde Ar-
beitsorganisation, eine nicht eigenverantwortliche Tätigkeit und damit ein Subor-
dinationsverhältnis voraus. Es sei Sache des Klägers darzutun und soweit erfor-
derlich zu beweisen, dass das Rechtsverhältnis zwischen ihm und der Beklagten
als Arbeitsvertrag zu qualifizieren sei und ein Subordinationsverhältnis vorliege
(Urk. 30 S. 13 f.).
In der Klageschrift mache der Kläger keine Ausführungen zum Subordinati-
onsverhältnis, sondern lasse es bei der Bemerkung bewenden, er sei vollends in
die Arbeitsorganisation der Beklagten integriert gewesen. Beweismittel dafür be-
zeichne er nicht. Die Beklagte bestreite in ihrer Stellungnahme das Vorliegen ei-
nes Subordinationsverhältnisses. Die beweisbelastete Partei habe die zu bewei-
senden Tatsachen so substantiiert zu behaupten, dass sie ohne Weiteres als Be-
weissatz formuliert und in eine allfällige Beweisverfügung aufgenommen werden
könnten (Substantiierungslast). Nur hinreichend substantiierte Sachvorbringen
begründeten einen Beweisanspruch. Ein solcher sei vorliegend zu verneinen, da
auch die klägerischen Parteivorträge hinreichend konkrete Behauptungen zum
Subordinationsverhältnis vermissen liessen: Das Vorbringen, C._ beweise
mit "seinem gesamten Verhalten", dass ein Subordinationsverhältnis mit Wei-
sungsgebundenheit vorgelegen habe, vermöge den Anforderungen der Behaup-
tungslast in keiner Weise zu genügen. Abgesehen davon seien die im ersten Par-
teivortrag des Klägers erwähnten Handlungen von C._ (Information der Ko-
operationsärzte, Sperre des klägerischen Zugangs zu E-Mail und BSV-App,
Nichtweiterleiten der Post, Aussprechen eines Hausverbots) gemäss eigener
Sachdarstellung ab September 2019 erfolgt, weshalb sie mit Blick auf ein allfälli-
ges Subordinationsverhältnis im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2018 a pri-
ori ohne Relevanz seien. Da die Beklagte zu Recht die ungenügende Substantiie-
rung der klägerischen Ausführungen zum Subordinationsverhältnis gerügt habe,
sei ein Substantiierungshinweis seitens des Gerichts entbehrlich gewesen. Aus
den genannten Gründen sei ein Subordinationsverhältnis zu verneinen (Urk. 30
S. 14 f.).
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In der Hauptverhandlung habe der Kläger überdies geltend gemacht, dass
er seine Arbeiten als Folge der Ausgestaltung seiner gesellschaftsrechtlichen Be-
teiligung an der Beklagten (weder äussere Geschäftsführungsmacht noch interne
Geschäftsführungsbefugnis) nur im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses habe er-
bringen können. Dieser Auffassung sei zu widersprechen: Zum einen habe es aus
den dargelegten Gründen an einem Subordinationsverhältnis gefehlt. Zum andern
verkenne der Kläger, dass die Gründung einer GmbH in aller Regel voraussetze,
dass die Gesellschafter zunächst Arbeiten verrichteten, ohne dafür von der Ge-
sellschaft bezahlt zu werden. Es sei allgemein bekannt, dass eine Gesellschaft in
der Gründungsphase im Regelfall noch nicht über die finanziellen Mittel verfüge,
um für die von den Gesellschaftern geleistete Arbeit Zahlungen zu leisten. In casu
habe es sich nicht anders verhalten, zumal die Beklagte gemäss übereinstim-
mender Sachdarstellung beider Parteien nicht vor Juli 2019 operativ tätig gewor-
den sei. Im für das vorliegende Verfahren relevanten Zeitraum von Oktober bis
Dezember 2018 habe die Beklagte somit keinerlei Einnahmen erzielt (der Kläger
behaupte nichts Gegenteiliges), und sei demnach auch nicht in der Lage gewe-
sen, die Gesellschafter für die von ihnen geleistete Arbeit zu bezahlen. Dabei sei
es ohne Belang, ob die Gesellschafter Organstellung inne hätten oder nicht.
Schliesslich sei der Beklagten beizupflichten, dass die Gesellschafter (C._
und der Kläger) die in der Gründungsphase geleisteten Arbeiten auf gesell-
schaftsrechtlicher Basis erbracht hätten. Das entspreche nicht nur dem Regelfall
bei einer GmbH-Gründung durch zwei Gesellschafter, sondern decke sich auch in
concreto mit dem Verständnis des Klägers und von C._, wie die Gesamt-
schau der zwischen ihnen geführten Kommunikation unschwer vor Augen führe.
Der Kläger und C._ hätten sich als ebenbürtige Partner verstanden, die ge-
meinsam, jeder nach seinen Fähigkeiten und Kapazitäten, beim Aufbau der Ge-
sellschaft zusammengewirkt hätten. Es fänden sich keinerlei Hinweise für ein Hie-
rarchiegefälle zwischen der Beklagten bzw. C._ einerseits und dem Kläger
andererseits. Vielmehr habe sich der Kläger in gleicher Weise wie C._ ein-
bringen können. Grundlegende Entscheidungen wie die Wahl der GmbH als
Rechtsform der Beklagten seien gar auf Vorschlag des Klägers getroffen worden.
Von einer Eingliederung in eine fremde Arbeitsorganisation könne im Übrigen im
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rechtlich relevanten Zeitraum keine Rede sein. Wie der Kläger selbst vorbringe,
habe er mit C._ "seit der Gründung der Beklagten gemeinsam am Aufbau
der Beklagten" gearbeitet. Der Kläger habe von Oktober bis Dezember 2018 we-
sentlich am Aufbau der Arbeitsorganisation mitgewirkt und diesbezügliche Ent-
scheide mit C._ gemeinsam getroffen. Zudem seien keine Bindung an einen
Arbeitsort, feste Arbeitszeiten oder Arbeitszeitkontrollen erkennbar, zumal der
Kläger im vorliegend relevanten Zeitraum noch ein Teilzeitpensum im Rechts-
dienst einer Gewerkschaft versehen habe. Aus dem unbestrittenen Umstand,
dass C._ vom Kläger die Sozialversicherungsnummer erfragt habe, könne
Letzterer nichts zu seinen Gunsten herleiten, da der Abschluss von Arbeitsverträ-
gen zwischen den Gesellschaftern und der Beklagten ein Thema gewesen sei,
sobald deren finanzielle Situation dies erlauben würde. Bis Ende Dezember 2018
sei dies wie erwähnt jedoch nicht der Fall gewesen. Entgegen der Auffassung des
Klägers könne keine Rede davon sein, dass C._ in seiner E-Mail vom 30.
August 2019 den Anspruch des Klägers auf Lohnzahlung für die geleistete Arbeit
anerkannt habe. Der Wortlaut der E-Mail besage nichts Dergleichen, zumal der
dort verwendete Ausdruck "Abfindung" ohnehin zum von der Beklagten behaupte-
ten gesellschaftsrechtlichen Verhältnis passe. Schliesslich fänden sich in der vom
Kläger eingereichten Kommunikation auch Voten des Klägers, welche deutlich un-
terstreichen würden, dass er auf gesellschaftsrechtlicher und nicht arbeitsvertrag-
licher Basis tätig gewesen sei (Urk. 30 S. 15 ff.).
Aus diesen Gründen hat die Vorinstanz das Vorliegen eines arbeitsrechtli-
chen Verhältnisses zwischen dem Kläger und der Beklagten verneint und die Kla-
ge abgewiesen (Urk. 30 S. 17). Daran würde sich nach den Erwägungen der Vor-
instanz aber auch nichts ändern, wenn ein Arbeitsverhältnis bejaht würde, da es
an substantiierten Behauptungen zum geleisteten Arbeitspensum fehle, was die
Beklagte moniert habe. Sei der Umfang der geleisteten Arbeit nicht rechtsgenü-
gend, d.h. substantiiert, behauptet, so fehle die Grundlage zur Bestimmung einer
allfällig geschuldeten Entschädigung, und zwar unabhängig davon, ob das
Rechtsverhältnis der Parteien als Arbeits-, Auftrags- oder als anderes Dauer-
schuldverhältnis zu qualifizieren wäre, weshalb die klägerischen Forderungen
auch aus diesem Grund abzuweisen wären (Urk. 30 S. 18).
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2. Der Kläger beanstandet, die Vorinstanz würdige den Sachverhalt inso-
fern falsch, als dass sie zu Unrecht davon ausgehe, dass kein Subordinationsver-
hältnis zwischen der Beklagten und dem Kläger bestanden habe.
2.1 Insbesondere verstosse die Vorinstanz gegen die bundesgerichtliche
Praxis betreffend arbeits- und gesellschaftsrechtliche Doppelverhältnisse, wonach
die beiden Rechtsverhältnisse in Bezug auf Entstehung, Wirkung und Auflösung
klar auseinander zu halten seien, selbst wenn sie in einer engen Wechselbezie-
hung stünden (unter Hinweis auf BGE 128 III 129 E. 1). Demnach sei vom Vorlie-
gen eines Arbeitsvertrages auszugehen, wenn sämtliche Voraussetzungen dafür
gegeben seien. Dies gelte umso mehr, als er nicht einmal Organ der Beklagten
sondern "lediglich" Minderheits-Gesellschafter ohne Zeichnungsberechtigung sei
(Urk. 29 Rz 8 f.). Der Kläger verkennt, dass die Vorinstanz das Bestehen eines
Subordinationsverhältnisses bereits mangels Substantiierung verneint hat
(Urk. 30 S. 14 f.) und sich zudem auch eingehend mit der gesellschaftsrechtlichen
Stellung des Klägers auseinandergesetzt und keine Subordination bzw. eine da-
mit verbundene Weisungsgebundenheit festgestellt hat (Urk. 30 S. 16 f.). Damit
waren gerade nicht sämtliche Voraussetzungen für das Vorliegen eines Arbeits-
verhältnisses gegeben. Ein Verstoss gegen die bundesgerichtliche Praxis betref-
fend arbeits- und gesellschaftsrechtliche Doppelverhältnisse ist nicht ersichtlich.
2.2 Es trifft auch nicht zu, dass es die Vorinstanz mit der vorgeschobenen
Begründung, dass ein Subordinationsverhältnis seitens des Klägers nicht genü-
gend substantiiert worden sei, unterlassen habe, sich mit den vorgebrachten und
mit Urkunden untermauerten Vorbringen des Klägers auseinanderzusetzen
(Urk. 29 Rz 10 ff.).
Nach Art. 55 Abs. 1 ZPO haben die Parteien dem Gericht die Tatsachen
darzulegen, auf die sie ihre Begehren stützen, und die Beweismittel anzugeben.
Dieser Grundsatz bleibt von der in arbeitsrechtlichen Verfahren geltenden Unter-
suchungsmaxime unberührt; ungeachtet der dem Gericht überbundenen Sach-
verhaltsermittlung sind die Parteien auch hier von der Behauptungs- und Substan-
tiierungspflicht nicht entbunden. Insbesondere wenn eine Partei anwaltlich vertre-
ten ist, kann und muss das Gericht wie in einem ordentlichen Verfahren Zurück-
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haltung üben (Brunner/Steininger, DIKE-Komm-ZPO, Art. 247 N 10 ff.; ZK ZPO-
Hauck, Art. 247 N 33; BGE 141 III 569 E. 2.3; BGer 4A_375/2015 vom 26. Januar
2016, E. 7.1). Das Gericht ist nicht verpflichtet, die Akten selbst zu durchforsten,
um abzuklären, was sich aus diesen für die eine oder die andere Partei ableiten
lässt (BGer 4A_32/2007 vom 15. Mai 2007, E. 4.1). Dies gilt insbesondere dann,
wenn dem Gericht kommentarlos eine Unzahl von Beweismitteln eingereicht wird
(BGer 5C.134/2004 E. 2.2.). Der Behauptungslast ist Genüge getan, wenn die
Parteien in ihrem Tatsachenvortrag in allgemeiner Weise sämtliche Tatsachen
benennen, welche unter die ihren Antrag stützenden Normen zu subsumieren
sind. Ein solchermassen vollständiger Tatsachenvortrag wird als schlüssig be-
zeichnet, da er bei Unterstellung, er sei wahr, den Schluss auf die anbegehrte
Rechtsfolge zulässt. Bestreitet der Prozessgegner den schlüssigen Tatsachenvor-
trag der behauptungsbelasteten Partei, greift eine über die Behauptungslast hin-
ausgehende Substantiierungslast. Die Vorbringen sind diesfalls nicht nur in den
Grundzügen, sondern in Einzeltatsachen zergliedert so umfassend und klar dar-
zulegen, dass darüber Beweis abgenommen oder dagegen der Gegenbeweis an-
getreten werden kann. Dabei bestimmt sich nach den einschlägigen bundesge-
richtlichen Normen, welche Tatsachen für einen schlüssigen Vortrag zu behaup-
ten sind, und genügt ein globaler Verweis auf eingereichte Unterlagen den bun-
desrechtlichen Anforderungen an die Substantiierung nicht. Eine ausreichende
Substantiierung ist Voraussetzung für den Beweisführungsanspruch (BGer
4A_252/2016 vom 17. Oktober 2016, Erw. 2.2 m.w.H.).
Zutreffend hält die Vorinstanz fest, dass der Kläger - trotz entsprechender
Rüge seitens der Beklagten - keine hinreichend konkreten, substantiierten Be-
hauptungen zum Vorliegen eines (bestrittenen) Subordinationsverhältnisses ge-
macht und Beweise dafür anerboten hätte. Dass und wo er dies getan haben soll,
tut er auch im Berufungsverfahren nicht dar. Ein Substantiierungshinweis seitens
der Vorinstanz war entbehrlich, nachdem bereits die Beklagte die ungenügenden
klägerischen Ausführungen zum Subordinationsverhältnis gerügt hatte. Soweit
konkrete Behauptungen zu einem Subordinationsverhältnis vorlagen, hat sich die
Vorinstanz mit diesen auseinandergesetzt (Urk. 30 S. 15). Das Konvolut von Ko-
pien der Whats-App-Kommunikation zwischen dem Kläger und C._ (Urk. 5/4)
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hatte die Vorinstanz nur insoweit zu berücksichtigen, als überhaupt konkret darauf
verwiesen worden ist. Im Zusammenhang mit einem Subordinationsverhältnis war
dies nicht der Fall. Solches behauptet der Kläger auch im Berufungsverfahren
nicht. Soweit er beanstandet, die Vorinstanz habe sich mit seinen Behauptungen
zu einem Subordinationsverhältnis nicht genügend auseinandergesetzt (Urk. 29
Rz 11 ff.), kann ihm nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz war nicht verpflichtet, die
Rechtsschriften zu durchforsten, um abzuklären, aus welchen klägerischen Be-
hauptungen sich allenfalls etwas bezüglich des Vorliegens eines Subordinations-
verhältnisses ableiten liesse, zumal der Kläger auf die ungenügende Substantiie-
rung hingewiesen worden war. Zutreffend hat die Vorinstanz auch erwogen, dass
Handlungen von C._, die ab September 2019 erfolgt sein sollen, mit Blick auf
ein allfälliges Subordinationsverhältnis im Zeitraum Oktober bis Dezember 2018 a
priori ohne Relevanz seien. Dies gilt auch für die E-Mail von C._ vom 11. Ok-
tober 2019 (Urk. 18/2), deren Nichtberücksichtigung der Kläger moniert (Urk. 29
Rz 12). Soweit der Kläger die Substantiierung seiner Behauptung nunmehr im Be-
rufungsverfahren nachholen will, erfolgt dies verspätet.
2.3 Die Vorinstanz hat sodann unter Würdigung aller Umstände eingehend
und zutreffend der Ansicht des Klägers widersprochen, wonach er seine Arbeiten
als Folge der Ausgestaltung seiner gesellschaftsrechtlichen Beteiligung an der
Beklagten nur im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses habe erbringen können
(Urk. 30 S. 15 ff.). Entgegen der Behauptung des Klägers (Urk. 29 Rz 11 ff.) hat
sie dabei auch die Ausgestaltung seiner gesellschaftsrechtlichen Beteiligung (we-
der äussere Geschäftsführungsmacht noch interne Geschäftsführungsbefugnis),
einen in Aussicht gestellten Arbeitsvertrag und die Einforderung der Sozialversi-
cherungsnummer in Betracht gezogen. Aus der zwischen C._ und dem Klä-
ger geführten Kommunikation (Urk. 5/4) schloss die Vorinstanz im Rahmen einer
Gesamtschau, dass sie sich als ebenbürtige Partner verstanden hätten und sich
keinerlei Hinweise für ein Hierarchiegefälle finden liessen (Urk. 30 S. 16). Die bei-
den hätten stets auf Augenhöhe kommuniziert und agiert und hätten sämtliche
Entscheide gemeinsam getroffen. Die Rügen des Klägers vermögen daran nichts
zu ändern.
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2.3.1 Nicht gefolgt werden kann dem Kläger, dass sich aus einer Aussage
der Beklagten zum Aussenverhältnis, wonach "es sich im Auftritt nach aussen um
ebenbürtige Partner handeln soll" (Urk. 8 Rz 14), implizit schliessen lasse, dass
dies für das Innenverhältnis eben nicht gelte (Urk. 29 Rz 13). Zum Innenverhältnis
ist damit nichts gesagt. Es trifft auch nicht zu, dass die Beklagte die Arbeiten des
Klägers als untergeordnet dargestellt hätte (Urk. 29 Rz 13). Jedenfalls lässt sich
aus der Angabe der Beklagten, wonach C._ sämtliche komplexen, zeitauf-
wändigen Tätigkeiten erledigt habe (Urk. 8 Rz 13), solches nicht schliessen.
2.3.2 Der Kläger verkennt ferner, dass das gesellschaftsrechtliche Beteili-
gungsverhältnis für sich alleine kein ausschlaggebendes Kriterium für die Beurtei-
lung eines Subordinationsverhältnisses darstellt. Dass er theoretisch, auch bei zu
verneinendem Hierarchiegefälle, gesellschaftsrechtlich jederzeit von C._ hät-
te überstimmt werden können, vermag für die Annahme eines Subordinationsver-
hältnisses nicht auszureichen. Dass er im vorliegend massgebenden Zeitraum
von Oktober bis Dezember 2018 tatsächlich überstimmt worden wäre, tut er nicht
dar (Urk. 29 Rz 14). Soweit der Kläger behauptet, die Beklagte verweigere ihm
seit jeher Einsicht in die Finanzbuchhaltung sowie die Durchführung einer Gesell-
schafterversammlung (Urk. 29 Rz 14 a.E.), sind diese Behauptungen neu und
nicht zu hören. Jedenfalls ist nicht dargetan, wo vor Vorinstanz er solche Behaup-
tungen aufgestellt hätte. Während der Aufbauphase der Gesellschaft im hier
massgeblichen Zeitraum dürften ohnehin weder die Finanzbuchhaltung noch die
Durchführung einer Gesellschafterversammlung ein Thema zwischen den beiden
Gesellschaftern gewesen sein. Das vom Kläger zitierte Urteil des Obergerichts
OGer ZH LA150041 vom 19. April 2016 E. 3.5.1 (Urk. 29 Rz 14 f.) ist im vorlie-
genden Kontext nicht einschlägig.
2.3.3 Der Kläger beanstandet weiter das Fehlen von Belegstellen für die An-
sicht der Vorinstanz, dass die Gründung einer GmbH in aller Regel voraussetze,
dass die Gesellschafter zunächst Arbeiten verrichteten, ohne dafür von der Ge-
sellschaft bezahlt zu werden, und es allgemein bekannt sei, dass eine Gesell-
schaft in der Gründungsphase im Regelfall noch nicht über die finanziellen Mittel
verfüge, um für die von den Gesellschaftern geleistete Arbeit Zahlungen zu leisten
- 15 -
(Urk. 29 Rz 16). Dabei handelt es sich um allgemeine Erfahrungstatsachen, wie
der Kläger wohl selber zugesteht, wenn er ausführt, in der Praxis möge es nicht
unüblich sein, dass Gründer einer Gesellschaft zu Beginn auf die Auszahlung ei-
nes Lohnes einstweilen verzichteten und einer späteren Auszahlung des Lohnes
zustimmten. Zu Recht wendet die Beklagte denn auch ein, dass dieser Umstand
von ihr behauptet (Urk. 8 Rz 9) und vom Kläger unbestritten geblieben ist, und er
zudem anerkannt hat, dass er nicht auf eine sofortige Lohnzahlung insistiert habe
(Urk. 16 Rz 32).
2.3.4 Der Kläger beanstandet schliesslich die Ansicht der Vorinstanz, dass
der Kläger und C._ die in der Gründungsphase geleisteten Arbeiten auf ge-
sellschaftsrechtlicher Basis erbracht hätten. Das habe sicherlich nicht dem Ver-
ständnis zwischen ihm und C._ entsprochen. Nur weil ein Vorgesetzter nicht
die ganze Zeit konkrete Weisungen an seinen Angestellten richte, sondern die
beiden Personen in einer flachen Hierarchie mehr oder weniger nebeneinander
arbeiteten, bedeute dies nicht, dass nicht faktisch ein Subordinationsverhältnis
vorliege, wenn der Vorgesetzte unter anderem aus seiner gesellschaftsrechtlich
übergeordneten Stellung "Überhand" habe. Die Vorinstanz führe denn auch nur
ein Beispiel (Wahl der GmbH als Rechtsform der Beklagten) an, dass sich der
Kläger in gleicher Weise wie C._ habe einbringen können. Das mache die
beiden nicht zu gleichwertigen Geschäftsführern. Gleiches gelte für einen Sach-
verhalt, wo ein Mitarbeiter bei der Auswahl der IT-Infrastruktur und Möblierung
mitreden dürfe, wie das vorliegend passiert sei. Zu Unrecht unberücksichtigt ge-
lassen habe die Vorinstanz, dass er mit den Arbeitsgeräten und dem Material der
Beklagten ausgerüstet worden sei und über eine E-Mail-Adresse der Beklagten
verfügt habe. Unerklärlich sei auch, inwiefern keine Rede davon sein könne, dass
C._ in seiner E-.Mail vom 30. August 2019 den Anspruch des Klägers auf
Lohnzahlung für die geleistete Arbeit anerkannt habe. Es sei klar, dass aufgrund
der Wortwahl "Abfindung" nicht daraus geschlossen werden könne, dass kein ar-
beitsrechtliches Verhältnis vorgelegen habe. Letztlich spreche auch die Korres-
pondenz zwischen dem Kläger und C._ nicht gegen das Vorliegen eines
Subordinationsverhältnisses. Bei zwei Gesellschaftern, die beide von Beginn weg
zusammen für die Gesellschaft tätig seien, bestehe eine flache Hierarchie, die
- 16 -
nahe bei einer "Zusammenarbeit" sei, für die Annahme eines Arbeitsverhältnisses
reiche es indes, wenn ein Gesellschafter einer gewissen Kontrolle unterliege und
für sein Tun Weisungen entgegennehmen müsse (Urk. 29 Rz 17 ff.).
Die Beanstandungen des Klägers sind nicht stichhaltig. Er übt mehrheitlich
appellatorische Kritik und stellt den Ausführungen der Vorinstanz einfach seine
Sichtweise gegenüber, ohne aber konkret darzutun, dass und warum die vor-
instanzlichen Erwägungen unzutreffend sein sollen. Gestützt auf eine Gesamt-
schau der zwischen ihnen geführten Kommunikation (Urk. 5/4) schloss die Vor-
instanz, dass es dem Verständnis des Klägers und von C._ entsprochen ha-
be, die in der Gründungsphase geleisteten Arbeiten auf gesellschaftsrechtlicher
Basis zu erbringen. Der Kläger bestreitet dies, ohne in irgend einer Weise auf die-
se Kommunikation einzugehen und aufzuzeigen, inwiefern sich gestützt darauf
ein anderer Schluss aufdrängen würde. Dass konkrete Behauptungen des Klä-
gers zur Subordination fehlen, wurde bereits aufgezeigt (vgl. oben E. III./2.2). Die
Vorinstanz hat keinerlei Hinweise für ein Hierarchiegefälle ausmachen können,
auch nicht für eine flache Hierarchie. Inwiefern sich eine solche manifestiert ha-
ben solle, tut der Kläger wiederum nicht dar. Die blosse Behauptung, C._
habe aus seiner gesellschaftsrechtlich übergeordneten Stellung "Überhand" ge-
habt, vermag nicht zu genügen, zumal C._ nicht Vorgesetzter des Klägers
war und weder dargetan noch ersichtlich ist, inwiefern sich diese "Überhand" ge-
zeigt haben soll. Dass sich der Kläger in gleicher Weise wie C._ habe ein-
bringen können, schloss die Vorinstanz nicht nur gestützt auf ein einziges Beispiel
(die Wahl der GmbH als Rechtsform). Vielmehr hielt sie - gestützt auf die zwi-
schen ihnen geführte Kommunikation - fest, dass sich der Kläger und C._ als
ebenbürtige Partner verstanden, die die wesentlichen Geschäftsbelange auf Au-
genhöhe besprachen und gemeinsam, jeder nach seinen Fähigkeiten und Kapazi-
täten, beim Aufbau der Gesellschaft mitwirkten. Der Kläger wirkte wesentlich am
Aufbau der Arbeitsorganisation mit und traf diesbezügliche Entscheide mit
C._ gemeinsam, so hinsichtlich der Auswahl der IT-Infrastruktur und Möbilie-
rung. Soweit der Kläger seine Rolle als bescheidener Vorschlag- und Empfeh-
lungsgeber sehen will, zeigt er nicht auf, woraus sich solches ergeben soll.
- 17 -
Eine Eingliederung in eine fremde Arbeitsorganisation hat die Vorinstanz für
den rechtlich relevanten Zeitraum (Oktober bis Dezember 2018) verneint. Die Be-
hauptung, dass der Kläger über eine E-Mail-Adresse der Beklagten verfügt habe,
erfolgt erstmals im Berufungsverfahren und ist daher neu und nicht zu hören. An
der angegebenen Stelle Urk. 1 Rz 16 hat er solches jedenfalls nicht behauptet.
Dort wurde lediglich vorgebracht, dass der Kläger wichtige medizinische Gutach-
ter für die Beklagte akquiriert habe. Soweit der Kläger geltend macht, er sei mit
den Arbeitsgeräten und dem Material der Beklagten ausgerüstet worden, betrifft
dies den Zeitraum ab Januar 2019 (vgl. Urk. 16 Rz 25 und Prot. I S. 15 "Zu Rz.
25") und damit nicht den vorliegend massgebenden Zeitraum.
Nicht gefolgt werden kann dem Kläger, soweit er in der E-Mail vom 30. Au-
gust 2019 die Anerkennung seines Anspruchs auf Lohnzahlung orten will. Zutref-
fend hat die Vorinstanz festgehalten, dass der Wortlaut der E-Mail nichts Derglei-
chen besagt, zumal der dort verwendete Ausdruck "Abfindung" ohnehin zum von
der Beklagten behaupteten gesellschaftsrechtlichen Verhältnis passt. C._
forderte den Kläger in der genannten E-Mail u.a. auf, ihm ein Vergleichsangebot
zu unterbreiten: "Ich möchte dich .... bitten, mir ein Angebot zu machen, zu wel-
chem Preis Du bereit bist, mir Deine Anteile zu verkaufen und wie hoch Deine Ab-
findung für die geleistete Arbeit sein soll." (Urk. 5/10). Scheidet ein Gesellschafter
aus der Gesellschaft aus, so hat er Anspruch auf eine Abfindung, die dem wirkli-
chen Wert seiner Stammanteile entspricht. Für das Ausscheiden aufgrund eines
statutarischen Austrittsrechts können die Statuten die Abfindung abweichend fest-
legen (Art. 825 OR). Es ist nicht nachvollziehbar, inwiefern der Begriff "Abfindung"
- wie der Kläger geltend macht (Urk. 29 Rz 19) - vor allem deshalb verwendet
worden sein soll, weil es sich um eine kapitalisierte (Lohn-)Summe handle.
Die Vorinstanz zitiert schliesslich zu Recht auch Voten des Klägers aus der
vom ihm eingereichten Kommunikation mit C._, welche deutlich unterstrei-
chen würden, dass er auf gesellschaftsrechtlicher und nicht arbeitsvertraglicher
Basis tätig gewesen sei (Urk. 30 S. 17). Soweit der Kläger dagegen pauschal
einwendet, die angeführte Korrespondenz spreche nicht gegen das Vorliegen ei-
nes Subordinationsverhältnisse, ist dies nicht zielführend. Auch wenn es für die
- 18 -
Annahme eines Arbeitsverhältnisses reichen sollte, wenn ein Gesellschafter einer
gewissen Kontrolle unterliegt und für sein Tun Weisungen entgegennehmen
muss, selbst wenn er eine leitende Stellung inne hat, ist weder konkret dargetan
noch ersichtlich, dass und inwiefern der Kläger im vorliegend massgeblichen Zeit-
raum einer Kontrolle unterlegen ist und Weisungen entgegenzunehmen hatte.
2.4 Zusammenfassend dringt der Kläger mit seinen Beanstandungen nicht
durch und ist der Schluss der Vorinstanz, wonach das Vorliegen eines arbeits-
rechtlichen Verhältnisses zwischen dem Kläger und der Beklagten zu verneinen
sei, zu bestätigen.
3.1 Der Kläger hält dafür, die Vorinstanz stelle sich zu Unrecht auf den
Standpunkt, dass die Klage selbst bei Bejahung eines Arbeitsverhältnisses abzu-
weisen wäre, weil es an substantiierten Behauptungen zum geleisteten Arbeits-
pensum fehle. Es sei spitzfindig und letztlich überspitzt formalistisch, wenn sie
ausführe, dass das behauptete Pensum von 60 bis 70% "stundenmässig [nicht]
klar" bezeichnet worden sei. Es sei ohne Weiteres klar, dass der Kläger damit ei-
ne Bandbreite von 25 bis 30 Stunden meine, dies ausgehend von einer 42-
Stunden-Woche, wobei letztlich der Lohn ohnehin nur für ein 60%-Pensum, mithin
25 Stunden verlangt werde. Diese Stunden seien mit den vor Vorinstanz genann-
ten Arbeiten des Klägers "gefüllt" worden. Es sei sodann unbestritten geblieben,
dass der Kläger am Abend und an den Wochenenden für die Beklagte gearbeitet
habe. Wenn die Beklagte sich darauf berufe, die Behauptungen des Klägers seien
unsubstantiiert, sei dies trölerisch und nicht zu hören (Urk. 29 Rz 22 und 24).
Der Kläger hat mangels Abrede und anwendbarem Gesamt- oder Normalar-
beitsvertrag den für die betreffende oder eine vergleichbare Tätigkeit üblichen
Lohn gefordert (Art. 322 Abs. 1 OR). In der Klageschrift machte er geltend,
60-70% für die Beklagte tätig gewesen zu sein und bezifferte den Lohn, abstel-
lend auf ein 60%-Pensum, mit 60% seines bisherigen Nettolohnes (Urk. 1 Rz 26).
Die Beklagte bestritt in ihrer Stellungnahme eine Arbeitstätigkeit im Umfang von
60-70 % als pauschale und unsubstantiierte Behauptung mit Verweis auf die Tat-
sache, dass der Kläger während der Monate Oktober bis Dezember 2018 bei der
Gewerkschaft D._ in E._ [Ortschaft] zu 60% angestellt gewesen sei und
- 19 -
auch noch einen langen Arbeitsweg zu bewältigen gehabt habe. Tatsächlich habe
der Kläger in der Regel lediglich am Abend oder vereinzelt am Wochenende mit
C._ Whatsapp-Nachrichten ausgetauscht und diesen bisweilen in Restau-
rants zu einem Gespräch getroffen. Von einem regelmässigen Arbeitspensum
könne keine Rede sein. Der Austausch von Whatsapp-Nachrichten stelle keine
Arbeitsleistung in Höhe eines 60 bis 70%-Pensums dar. Der Aufwand für die E-
Mail-Korrespondenz mit den Ärzten habe sich sodann auf ein Minimum be-
schränkt. Darüber hinausgehende Tätigkeiten bestritt die Beklagte (Urk. 8 Rz 33
ff.).
Der Zeitlohn bemisst sich nach der lohnmessenden Zeiteinheit (Stunde, Tag,
Woche, Monat) und dem Lohnansatz (ZK-Schönenberger/Staehelin, Art. 322 OR
N 4). Der Arbeitnehmer trägt die Beweislast für die Voraussetzungen der Lohnfor-
derung (ZK-Schönenberger/Staehelin, Art. 322 OR N 35). Für die Üblichkeit der
Vergütung ist der Arbeitnehmer beweispflichtig (BK-Rehbinder/Stöckli, Art. 322
OR N 12). Zutreffend hat die Vorinstanz erwogen, dass der Kläger zum geleiste-
ten Arbeitspensum aufgrund der Bestreitung der Beklagten so konkrete Tatsa-
chenbehauptungen zu erheben gehabt hätte, dass darüber hätte Beweis abge-
nommen werden können. Die Vorbringen sind im Bestreitungsfall - wie bereits er-
wogen (vgl. oben E. III./2.2) - nicht nur in den Grundzügen, sondern in Einzeltat-
sachen zergliedert so umfassend und klar darzulegen, dass darüber Beweis ab-
genommen oder dagegen der Gegenbeweis angetreten werden kann. Der Vor-
wurf der Spitzfindigkeit bzw. des überspitzten Formalismus des Klägers bezüglich
der Feststellung der Vorinstanz, er habe nicht einmal die behauptete Bandbreite
von 60-70% stundenmässig klar bezeichnet, ist unberechtigt. Die wöchentliche
Arbeitszeit von Vollzeittätigen in der Schweiz variiert je nach Berufsgattung und
Sektor und liegt zwischen 38,5 und 42,5 Stunden. Warum genau die Vorinstanz
eine 42-Stunden-Woche hätte zugrunde legen müssen, tut der Kläger nicht dar.
Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz von einer nicht klaren
stundenmässigen Bezeichnung ausging. Der Kläger liess sodann auch anlässlich
der Hauptverhandlung offen, mit welchen Arbeiten er konkret (wann, was, wie
lange) diese Stunden "gefüllt" haben will (vgl. Urk. 16 Rz 39 und 41). Zu Recht
spricht die Vorinstanz von schwammigen Angaben (die Kommunikation habe pro
- 20 -
Tag einen Zeitraum von rund ein bis zwei Stunden eingenommen, mehrere Stun-
den pro Woche habe er für die Akquisition der Kooperationsärzte aufgewendet),
die den Anforderungen an substantiierte Behauptungen nicht zu genügen vermö-
gen. Darauf geht der Kläger nicht weiter ein. Wenn sich die Beklagte auf man-
gelnde Substantiierung beruft, kann das auch nicht als trölerisch bezeichnet wer-
den, selbst wenn unbestritten blieb, dass der Kläger am Abend und an den Wo-
chenenden gearbeitet hat. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vo-
rinstanz davon ausging, es fehle die Grundlage zur Bestimmung einer allfällig ge-
schuldeten Entschädigung, und die klägerische Forderung sei auch aus diesem
Grund abzuweisen.
3.2. Auf die Ausführungen des Klägers zur Höhe des Lohns braucht unter
diesen Umständen nicht weiter eingegangen zu werden. Der Vollständigkeit hal-
ber kann festgehalten werden, dass es den Begründungsanforderungen im Beru-
fungsverfahren nicht zu genügen vermag, wenn der Kläger bezüglich der Höhe
des Lohnes (unabhängig vom Pensum) pauschal auf die Ausführungen vor Vor-
instanz verweist (vgl. oben E. II./2.). Darauf wäre nicht weiter einzugehen. Der
Hinweis des Klägers auf den Finanzplan der Beklagten, wonach für den Kläger
bzw. für jeden Gesellschafter ein Gehalt von CHF 8'750.– vorgesehen gewesen
sei (Urk. 29 Rz 23), ist in doppelter Hinsicht unbehilflich, betrifft dieser doch einer-
seits das Jahr 2019 (Urk. 5/16/1-2) und sollte anderseits nach Darstellung des
Klägers selber gemäss Parteiabrede die Lohnhöhe von der Anzahl bearbeiteter
Gutachten abhängen (Prot. I S. 23). Gemäss übereinstimmender Sachdarstellung
wurden im hier interessierenden Zeitraum aber noch keine Gutachten erstellt und
wurde die Beklagte nicht vor Juli 2019 operativ tätig. Zu Recht hält die Beklagte
daher fest, dass somit ein etwaiger Lohn Fr. 0.00 betragen müsste (Urk. 35
Rz 36). Daran vermöchte auch die Schweizerische Lohnstrukturerhebung des
Bundesamtes für Statistik nichts zu ändern.
4. Zusammenfassend vermag der Kläger mit seinen Rügen nicht durch-
zudringen. Die Berufung ist deshalb abzuweisen und das Urteil des Arbeitsgerich-
tes Zürich, 3. Abteilung, vom 14. Dezember 2020 zu bestätigen.
- 21 -
IV.
1. Das Verfahren betrifft eine arbeitsrechtliche Streitigkeit und der Streit-
wert liegt unter Fr. 30'000.–. Das Verfahren ist daher kostenlos (Art. 114 lit. c
ZPO).
2. Der Kläger unterliegt im Berufungsverfahren. Ausgangsgemäss hat der
Kläger der Beklagten für das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung zu
bezahlen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Der Streitwert beläuft sich auf Fr. 20'510.–, was
eine Grundgebühr von Fr. 3'960.– ergibt (§ 4 Abs. 1 und § 13 Abs. 1 AnwGebV).
Diese ist in Anwendung von § 13 Abs. 2 AnwGebV auf Fr. 2'154.– (Fr. 2'000.– zu-
züglich 7.7 % Mehrwertsteuer) herabzusetzen.