Decision ID: cbee5e9a-5f49-4981-80f3-9364c51ee2ce
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Ehescheidung / vorsorgliche Massnahmen
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im ordentlichen  des Bezirksgerichtes Andelfingen vom 18. Juni 2020; Proz. FE160013
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Rechtsbegehren der Gesuchstellerin: (act. 5/111 S. 1; act. 5/200 S. 3; act. 5/230 S. 2):
Der Gesuchsgegner sei mit Wirkung ab 19. Mai 2017 in Abänderung von  4 des Eheschutzurteils des Bezirksgerichts Andelfingen vom 17. April 2013 (Geschäfts-Nr. EE130003-B) zu verpflichten, der Gesuchstellerin für C._ einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'598.70 pro Monat und für D._ einen solchen von Fr. 3'191.60 pro Monat, davon Fr. 1'686.40 , beide jeweils zuzüglich allfällige Kinder-, Ausbildungs- und , sowie Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin persönlich zu bezahlen, zahlbar auf den Ersten eines jeden Monats und auch über die Volljährigkeit der Kinder hinaus.
Rechtsbegehren des Gesuchsgegners: (act. 5/113 S. 1):
1. Der Gesuchsgegner sei in Abänderung von Ziffer 4 des Eheschutz-Urteils des Bezirksgerichts Andelfingen vom 17. April 2013 zu verpflichten, der Gesuchstellerin mit Wirkung ab 19. Mai 2018 für die Dauer des weiteren Scheidungsverfahrens Unterhaltsbeiträge von Fr. 1'274.05 für die Tochter C._ und Fr. 1'180.50 für D._ zu bezahlen, je zuzüglich allfällige Kinder-, Ausbildungs- bzw. Familienzulagen.
2. Es sei festzustellen, dass kein Betreuungsunterhalt geschuldet ist. 3. Der Gesuchsgegner sei berechtigt zu erklären, in Anrechnung an seine
Unterhaltspflicht die Hypothekarzinsen für die von der Gesuchstellerin und den Kindern bewohnte Liegenschaft an der E._-strasse ... in F._ direkt an die Bank zu bezahlen.
4. Es sei festzustellen, dass der Gesuchsgegner berechtigt ist, von den von ihm von Januar 2017 bis Ende September 2018 bezahlten  für die eheliche Liegenschaft einen Betrag von Fr. 18'620.75 von den rückständigen Unterhaltsbeiträgen in Abzug zu bringen.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu Lasten der Gesuchstellerin.
Verfügung des Einzelgerichtes: (act. 4 S. 45 ff.)
1. [Nichteintreten betr. Gesuch vom 16. Februar 2018.]
2. Es wird festgestellt, dass der Gesuchsgegner keinen Betreuungsunterhalt schuldet.
3. Dispositiv-Ziffer 4 des Eheschutzurteils des Bezirksgerichts Andelfingen vom 17. April 2013 (Geschäfts-Nr. EE130003-B) sowie Dispositiv-Ziffern 1 und 2 der Verfügung vom 20. Januar 2020 werden mit Wirkung ab 1. September 2017 aufgehoben und durch folgende Fassung zu ersetzt:
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"Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin monatliche  wie folgt zu bezahlen:
• Vom 1. September 2017 bis 31. Juli 2019 insgesamt Fr. 3'380.60 ( allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'334.– für C._ (Barunterhalt), Fr. 1'275.– für D._ () und Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin persönlich;
• Vom 1. August 2019 bis 31. Dezember 2019 insgesamt Fr. 3'572.60 ( allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'468.– für C._ (Barunterhalt), Fr. 1'333.– für D._ () und Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin persönlich;
• Vom 1. Januar 2020 bis 31. Juli 2020 insgesamt Fr. 3'499.60 (zuzüglich allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'469.– für C._ (Barunterhalt), Fr. 1'259.– für D._ (Barunterhalt) und Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin persönlich;
• Vom 1. August 2020 bis 31. Juli 2021 insgesamt Fr. 3'327.60 (zuzüglich allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'511.– für C._ (Barunterhalt), Fr. 1'045.– für D._ (Barunterhalt) und Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin persönlich;
• Ab 1. August 2021 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens  Fr. 3'265.60 (zuzüglich allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'527.– für C._ (Barunterhalt), Fr. 967.– für D._ (Barunterhalt) und Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin persönlich. Soweit die Kinder schon vorher eine angemessene Erstausbildung , endet ihr Unterhaltsanspruch mit Abschluss der angemessenen Erstausbildung.
Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar im Voraus jeweils auf den Ersten eines  Monats auf ein von der Gesuchstellerin bzw. – soweit es um den  von C._ geht – ein von C._ bezeichnetes Konto. Bis jetzt ausstehende Unterhaltsbeiträge werden sofort fällig."
Die davon abweichenden Anträge der Parteien werden abgewiesen.
Vorbehalten bleiben die nachstehenden Dispositiv-Ziffern 5 und 6.
4. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin jeweils bis  Ende März den Lohnausweis des Vorjahres zukommen zu lassen; zudem wird der Gesuchsteller für den Fall, dass ein Bonus und / oder  angefallen sind, verpflichtet, C._ einen Sechstel und D._ einen weiteren Sechstel (des Bonus bzw. der ) innert 30 Tagen ab Eingang des Bonus bzw. der  zu bezahlen. Es wird davon Vormerk genommen, dass der  für das Jahr 2017 einen Bonus von Fr. 5'000.– und für das Jahr 2018 eine Überstundenentschädigung von Fr. 5'009.– erhielt, die nach dem erwähnten Schlüssel aufzuteilen sind.
5. Der Gesuchsgegner wird berechtigt erklärt, die laufenden Hypothekarzinsen für die von der Gesuchstellerin mit den Kindern bewohnte Liegenschaft an der
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E._-strasse ... in F._ in Anrechnung an seine Unterhaltspflicht  vorstehender Dispositiv-Ziffer 3 direkt an die Ersparniskasse G._ AG zu bezahlen. Vom Abzug entfällt die Hälfte auf den Unterhaltsanspruch der Gesuchstellerin, ein Viertel auf den Unterhaltsanspruch von C._ und ein Viertel auf den Unterhaltsanspruch von D._. Endet der  einer der Personen, erfolgt die Anrechnung hälftig auf den Unterhalt der verbleibenden Personen.
6. Der Gesuchsgegner wird berechtigt erklärt, von den von ihm von  2017 bis Ende September 2018 bezahlten Hypothekarzinsen für die  Liegenschaft einen Betrag von Fr. 15'750.20 von den rückständigen  in Abzug zu bringen. Im Mehrumfang wird das Rechtsbegehren 4 des Gesuchsgegners abgewiesen.
7. [...]
8. Dem Gesuchsgegner wird eine Frist von 20 Tagen ab Zustellung dieser  angesetzt, um zu präzisieren, welche Anträge seiner Eingabe vom 5. November 2019 die Hauptsache und welche das Verfahren von  Massnahmen betreffen. Zudem wird der Gesuchsgegner darauf , dass über seine Anträge, soweit sie Unterhaltsansprüche während des laufenden Scheidungsverfahrens betreffen, bereits mit dem vorliegenden  befunden worden ist.
9. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen wird zusammen mit der  befunden.
10. [Mitteilungssatz.]
11. [Rechtsmittelbelehrung, Berufung innert 10 Tagen.]
Berufungsanträge:
der Gesuchstellerin, Klägerin, Erstberufungsklägerin und  (act. 2 S. 2 ff.):
"1. Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung sei aufzuheben und der  in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 4 des Eheschutzurteils des Bezirksgerichts Andelfingen vom 17. April 2013 (Geschäfts-Nr. EE130003-8) sowie Dispositiv-Ziffern 1 und 2 der Verfügung vom 20.  2020 zu verpflichten, der Berufungsklägerin folgende monatliche Unterhaltsbeiträge wie folgt zu bezahlen:
Vom 22. Mai 2017 bis 31. Juli 2019 insgesamt Fr. 4'312.70 (zuzüglich  Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'359.-- für C._ (Barunterhalt), Fr. 2'056.40 für D._, wovon Fr. 756.--  und Fr. 896.90 für die Gesuchstellerin persönlich;
Vom 1. August 2019 bis 31. Dezember 2019 insgesamt Fr. 4'789.80 ( allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'498.10 für C._ (Barunterhalt), Fr. 2'101.10 für D._, wovon
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Fr. 738.-- Betreuungsunterhalt und Fr. 1'190. 60 für die Gesuchstellerin persönlich;
Vom 1. Januar 2020 bis 31. Juli 2020 insgesamt Fr. 4'655.-- (zuzüglich  Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'645.40 für C._ (Barunterhalt), Fr. 1 '435.40 für D._ (Barunterhalt) und Fr. 1'574.20 für die Gesuchstellerin persönlich;
Vom 1. August 2020 bis 31. Juli 2021 insgesamt Fr. 4'569.70 (zuzüglich allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'688.10 für C._ (Barunterhalt), Fr. 1'222.10 für D._ () und Fr. 1'659.50 für die Gesuchstellerin persönlich;
Ab 1. August 2021 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens  Fr. 4'538.50 (zuzüglich allfälliger Kinder- oder ) pro Monat, nämlich Fr. 1'703.80 für C._ (Barunterhalt), Fr. 1'143.80 für D._ (Barunterhalt) und Fr. 1'690.90 für die  persönlich. Soweit die Kinder schon vorher eine angemessene Erstausbildung erlangen, endet ihr Unterhaltsanspruch mit Abschluss der angemessenen Erstausbildung.
Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats auf ein von der Gesuchstellerin bzw. – soweit es um den Volljährigenunterhalt von C._ geht – ein von C._  Konto. Bis jetzt ausstehende Unterhaltsbeiträge werden sofort fällig.
2. Eventualiter (bei Abweisung von Rechtsbegehren Ziff. 1) sei Ziff. 3 der  Verfügung aufzuheben und der Berufungsbeklagte in  von Dispositiv-Ziffer 4 des Eheschutzurteils des Bezirksgerichts Andelfingen vom 17. April 2013 (Geschäfts-Nr. EE130003-B) sowie -Ziffern 1 und 2 der Verfügung vom 20. Januar 2020 zu , der Berufungsklägerin folgende monatliche Unterhaltsbeiträge wie folgt zu bezahlen: Vom 22. Mai 2017 bis 31. Juli 2019 insgesamt Fr. 4'249.65 (zuzüglich  Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'390.33 für C._ (Barunterhalt), Fr. 2'087.73 für D._, wovon Fr. 756.--  und Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin persönlich;
Vom 1. August 2019 bis 31. Dezember 2019 insgesamt Fr. 4'580.30 ( allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'602.85 für C._ (Barunterhalt), Fr. 2'205.85 für D._, wovon Fr. 738.-- Betreuungsunterhalt und Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin ;
Vom 1. Januar 2020 bis 31. Juli 2020 insgesamt Fr. 4'253.70 (zuzüglich allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'846.05 für C._ (Barunterhalt), Fr. 1'636.05 für D._ () und Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin persönlich;
Vom 1. August 2020 bis 31. Juli 2021 insgesamt Fr. 4'125.75 (zuzüglich allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'910.08 für C._ (Barunterhalt), Fr. 1'444.08 für D._ () und Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin persönlich;
Ab 1. August 2021 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens  Fr. 4'078.85 (zuzüglich allfälliger Kinder- oder ) pro Monat, nämlich Fr. 1'933.63 für C._ (Barunterhalt),
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Fr. 1'373.63 für D._ (Barunterhalt) und Fr. 771.60 für die  persönlich. Soweit die Kinder schon vorher eine angemessene  erlangen, endet ihr Unterhaltsanspruch mit Abschluss der  Erstausbildung.
Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats auf ein von der Gesuchstellerin bzw. – soweit es um den Volljährigenunterhalt von C._ geht – ein von C._  Konto. Bis jetzt ausstehende Unterhaltsbeiträge werden sofort fällig.
3. Satz 1 von Ziff. 4 der angefochtenen Verfügung sei aufzuheben und durch folgende Formulierung zu ersetzen: Der Berufungsbeklagte wird verpflichtet, der Berufungsklägerin jeweils bis spätestens Ende März den Lohnausweis des Vorjahres zukommen zu lassen; zudem wird der Gesuchsteller für den Fall, dass ein Bonus und / oder Überstundenentschädigungen angefallen sind, verpflichtet, der  ein Drittel und den Kindern je einen Sechstel (des Bonus bzw. der Überstundenentschädigung) innert 30 Tagen ab Eingang des Bonus bzw. der Überstundenentschädigung zu bezahlen.
4. Eventualiter (bei Abweisung von Rechtsbegehren Ziff. 3) sei Satz 1 von Ziff. 4 der angefochtenen Verfügung aufzuheben und durch folgende Formulierung zu ersetzen:
Der Berufungsbeklagte wird verpflichtet, der Berufungsklägerin jeweils bis spätestens Ende März den Lohnausweis des Vorjahres zukommen zu lassen; zudem wird der Gesuchsteller für den Fall, dass ein Bonus und / oder Überstundenentschädigungen angefallen sind, verpflichtet, den  je einen Viertel (des Bonus bzw. der Überstundenentschädigung)  30 Tagen ab Eingang des Bonus bzw. der  zu bezahlen.
5. Ziff. 6 der angefochtenen Verfügung sei aufzuheben. 6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zulasten des Beru-
fungsbeklagten."
des Gesuchsgegners, Beklagten, Erstberufungsbeklagten und  (act. 10/2 S. 2 f., sinngemäss):
"1. Dispositiv Ziffer 2 des angefochtenen Entscheids sei wie folgt anzupas-
sen: Es wird festgestellt, dass der Gesuchsgegner keinen Betreuungsunterhalt
schuldet und auch keine Überschussbeteiligung. Ebenso schuldet die Gesuchstellerin dem Gesuchsgegner keine Überschussbeteiligung.
2. Dispositiv Ziffer 3 betreffend Dispositiv Ziffer 4 des Eheschutzurteils des Bezirksgerichts Andelfingen vom 17. April 2013 (Geschäfts-Nr. ) des angefochtenen Entscheids sowie die Dispositiv-Ziffern 1 und 2 der Verfügung vom 20. Januar 2020 sei wie folgt anzupassen:
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Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin monatliche  wie folgt zu bezahlen:
• Vom 1. September 2017 bis 31. Juli 2019 insgesamt Fr. 2'454.– zuzüglich allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'274.– für C._ (Barunterhalt), Fr. 1'180.– für D._ (Barunterhalt). Der Gesuchstellerin wird kein  Unterhalt geschuldet.
• Vom 1. August 2019 bis 31. Dezember 2019 insgesamt Fr. 2'204.– (zuzüglich allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, Fr. 1'274.– für C._ (Barunterhalt), Fr. 930.– für D._ (Barunterhalt). Der Gesuchstellerin wird kein  Unterhalt geschuldet.
• Vom 1. Januar 2020 bis 31. Juli 2020 insgesamt Fr. 2'204.– ( allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'274.– für C._ (Barunterhalt), Fr. 930.– für D._ (Barunterhalt). Der Gesuchstellerin wird kein  Unterhalt geschuldet.
• Vom 1. August 2020 bis 31. Juli 2021 insgesamt Fr. 2'148.–( allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'274.– für C._ (Barunterhalt), Fr. 874.– für D._ (Barunterhalt). Der Gesuchstellerin wird kein  Unterhalt geschuldet.
• Ab 1. August 2021 für die weitere Dauer des  insgesamt Fr. 2'054.– (zuzüglich allfälliger oder ) pro Monat, nämlich Fr. 1'274.– für C._ (), Fr. 780.– für D._ (Barunterhalt). Der Gesuchstellerin wird kein persönlicher Unterhalt geschuldet. Soweit die Kinder schon vorher eine angemessene  erlangen, endet ihr Unterhaltsanspruch mit Abschluss der angemessenen Erstausbildung.
Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats auf ein von der Gesuchstellerin bzw. soweit es um den Volljährigenunterhalt von C._ geht ein von C._  Konto. Bis jetzt ausstehende Unterhaltsbeiträge werden sofort fällig. Die davon abweichenden Anträge der Parteien werden abgewiesen. Vorbehalten bleiben die nachstehenden Dispositiv Ziffern 5 und 6.
3. Dispositiv Ziffer 4 des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben. 4. Dispositiv Ziffer 8 des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben. Die
vom Gesuchsgegner am 5. November 2019 gestellten Anträge betreffen wie eingegeben die vorsorglichen Massnahmen und sind im Rahmen  Massnahmen zu behandeln. Im Falle eines anderen , soll die gesetzte Frist ab dem Datum des Entscheids gelten.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der  (Gesuchstellerin im Rahmen FE160013-B).
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Prozessuale Anträge im Berufungsverfahren:
der Gesuchstellerin, Klägerin, Erstberufungsklägerin und  (act. 2 S. 5):
"Es sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungsklägerin für das Berufungsverfahren einen Prozesskostenvorschuss von Fr. 5'000.– zu . Eventualiter sei der Berufungsklägerin für das Berufungsverfahren die  Rechtspflege zu gewähren und ihr in der Person des  ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen."
des Gesuchsgegners, Beklagten, Erstberufungsbeklagten und  (act. 15 S. 5, sinngemäss):
Es sei dem Berufungskläger für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen.
Gemeinsamer Schlussantrag der Parteien im Berufungsverfahren: (act. 35, Ziff. 6, sinngemäss)
Es sei die Vereinbarung der Parteien vom 6. Januar 2021 zu genehmigen und es seien die Berufungsverfahren Nr. LY200027-O (vereinigt mit dem  Nr. LY200028-O) und LY200047-O sowie das  PC200038-O als dadurch erledigt abzuschreiben.

Erwägungen:
1. Sachverhalt und Prozessgeschichte
1.1 B._ (Gesuchsgegner, Beklagter, Erstberufungsbeklagter und Zweitbe-
rufungskläger, fortan nur Gesuchsgegner) und A._ (Gesuchstellerin, Kläge-
rin, Erstberufungsklägerin und Zweitberufungsbeklagte, fortan nur Gesuchstelle-
rin) haben am 17. August 2001 geheiratet (act. 5/5/1). Aus der Ehe der Parteien
sind die gemeinsamen Töchter C._, geb. tt.mm.2001, und D._, geb.
tt.mm.2003, hervorgegangen (act. 5/5/1). Der
Gesuchsgegner ist zudem Vater von H._, geb. 21. Juli 1993, welcher einer
früheren Beziehung des Gesuchsgegners entsprossen ist (act. 5/5/17c–d und
act. 4 E. I./7.), die Gesuchstellerin ist zudem Mutter von I._, geb. tt.mm.2014,
die aus der Beziehung mit J._ stammt (act. 5/80/131).
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1.2 Mit Eheschutzurteil des Bezirksgerichts Andelfingen vom 17. April 2013
wurde den Parteien das Getrenntleben auf unbestimmte Zeit bewilligt (Geschäfts-
Nr. EE130003-B, act. 5/3/17).
1.3 Seit dem 4. April 2016 stehen sich die Parteien vor dem Bezirksgericht An-
delfingen (fortan Vorinstanz) in einem Scheidungsverfahren gegenüber (act. 5/1).
Mit (unbegründetem) Gesuch vom 16. Februar 2018 beantragte die Gesuchstelle-
rin beim Bezirksgericht Andelfingen die Abänderung der mit Eheschutzurteil vom
17. April 2013 festgelegten Kinderunterhaltsbeiträge im Rahmen vorsorglicher
Massnahmen im Scheidungsverfahren (act. 5/70). Innert der vom Gericht ange-
setzten Frist reichte die Gesuchstellerin allerdings in der Folge keine Gesuchsbe-
gründung nach (act. 4 E. I./3.). Stattdessen stellte die Gesuchstellerin mit Eingabe
vom 19. Mai 2018 ein (neues) abgeändertes und begründetes Abänderungsge-
such im Rahmen vorsorglicher Massnahmen im Scheidungsverfahren (act. 5/79).
Für den weiteren Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens kann auf den vorin-
stanzlichen Entscheid verwiesen werden (vgl. act. 4, E. I.).
1.4 Mit Verfügung vom 18. Juni 2020 (act. 4) entschied die Vorinstanz über die
Gesuche der Gesuchstellerin um Erlass vorsorglicher Massnahmen, wobei sie auf
das erste Gesuch vom 16. Februar 2018 nicht eintrat, gestützt auf das zweite Ge-
such der Gesuchstellerin aber die mit Eheschutzurteil des Bezirksgerichts Andel-
fingen vom 17. April 2013 (Geschäfts-Nr. EE130003-B) sowie Dispositiv-Ziffern 1
und 2 der Verfügung vom 20. Januar 2020 festgesetzten Kinderunterhaltsbeiträge
abänderte und (neu) zudem Unterhaltsbeiträge für die Gesuchstellerin persönlich
festsetzte (vgl. dazu das eingangs zitierte Entscheiddispositiv der Vorinstanz [vor-
stehende S. 2 ff.]).
1.5 Mit Eingabe vom 29. Juni 2020 hat die Gesuchstellerin rechtzeitig Berufung
gegen diese vorinstanzliche Verfügung erhoben (act. 2) und gleichentags tat dies
auch der Gesuchsgegner (vgl. act. 2 im Verfahren LY200028 = act. 10/2). Mit Mit-
teilungen vom 9. Juli 2020 wurde den Parteien der Rechtsmitteleingang angezeigt
(act. 6/1–2 und act. 10/6/1–2). Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes we-
gen beigezogen (act. 5/1–247).
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1.6 Mit Verfügung vom 4. September 2020 wurden die beiden Berufungsverfah-
ren in Anwendung von Art. 125 lit. c ZPO vereinigt und gemeinsam unter der Ge-
schäfts-Nr. LY200027 weitergeführt; das Geschäft-Nr. LY200028 wurde als da-
durch erledigt abgeschrieben (vgl. act. 10 im Geschäft Nr. LY200028 = act. 9).
1.7 Mit Präsidialverfügung vom 4. September 2020 wurde beiden Parteien eine
10-tägige Nachfrist angesetzt, um der Kammer zur Beurteilung ihrer prozessualen
Anträge vom 29. Juni 2020 (Prozesskostenvorschuss bzw. [eventualiter] Bewilli-
gung der unentgeltlichen Rechtspflege) Unterlagen über ihre aktuellen Einkom-
mens- und Vermögensverhältnisse einzureichen (act. 11 Dispositivziffer 1). Zu-
dem wurde die weitere Prozessleitung an Oberrichterin lic. iur. K._ delegiert
und dem Gesuchsgegner Frist angesetzt, um dem Gericht mitzuteilen, ob und in
welcher Person er die Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes für das
Berufungsverfahren verlangt. Diesen Aufforderungen ist die Gesuchstellerin mit
Eingabe vom 10. September 2020 (act. 13 und act. 14/15–25) und der Gesuchs-
gegner mit Eingabe vom 18. September 2020 (act. 15, act. 16 und act. 17/1/1–
1/12) fristgemäss nachgekommen.
1.8 Am 2. Oktober 2020 erging eine weitere Verfügung, womit der unvertretene
Gesuchsgegner darauf hingewiesen wurde, dass für die Beurteilung der gestellten
prozessualen Anträge noch weitere Unterlagen über seine Schuldverpflichtungen
erforderlich seien. Entsprechend wurde ihm (erneut) Frist zur Einreichung weiterer
Unterlagen angesetzt (act. 18). Beiden Parteien wurde zudem das Doppel der
Eingabe der Gegenseite zugestellt.
1.9 Mit Eingabe vom 13. Oktober 2020 reichte der Gesuchsgegner innert Frist
weitere Unterlagen ein (act. 20, act. 21 und act. 22/2/13–26). Am 16. Oktober
2020, hier eingegangen am 19. Oktober 2020, reichte zudem die Gesuchstellerin
in Ausübung ihres Replikrechts (unaufgefordert) eine Stellungnahme zur Eingabe
des Gesuchsgegners vom 14. September 2020 samt diversen neuen Beilagen ein
(act. 23 und act. 24/26–30).
1.10 Die Eingabe des Gesuchsgegners vom 13. Oktober 2020 wurde der Ge-
suchstellerin hernach mit Kurzbrief vom 21. Oktober 2020 zur Kenntnisnahme und
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freigestellten Stellungnahme innert 10 Tagen zugestellt (act. 26), worauf die Ge-
suchstellerin am 2. November 2020 eine weitere Stellungnahme sowie weitere
Beilagen einreichte (act. 27 und act. 28/31–32).
1.11 Mit Beschluss vom 16. November 2020 wurde der Antrag der Gesuchstelle-
rin auf Leistung eines Prozesskostenvorschusses durch den Gesuchsgegner in
der Höhe von Fr. 5'000.– abgewiesen und beiden Parteien die unentgeltliche
Rechtspflege für das Berufungsverfahren LY200027 (vereinigt mit LY200028) be-
willigt. Der Gesuchstellerin wurde zudem Rechtsanwalt lic. iur. X._ als un-
entgeltlicher Rechtsbeistand bestellt (act. 29). Weiter wurde den Parteien im be-
sagten Beschluss die Vorladung zu einer gerichtlichen Vergleichsverhandlung
noch vor Einholung der Berufungsantworten angekündigt. Die Leitung der Ver-
gleichsverhandlung wurde an Gerichtsschreiberin MLaw L._ delegiert. Die
Vorladung der Parteien zur auf den 6. Januar 2021, 09:00 Uhr, angesetzten Ver-
gleichsverhandlung erfolgte am 26. November 2020, je unter Zustellung einer Ko-
pie der Berufungsanträge der Gegenpartei (act. 31/1–2 und Prot. S. 7).
1.12 Zur Verhandlung vom 6. Januar 2021 erschienen die Gesuchstellerin in Be-
gleitung ihres unentgeltlichen Rechtsvertreters, Rechtsanwalt lic. iur. X._,
sowie der Gesuchsgegner persönlich (Prot. S. 7).
1.13 Anlässlich der Vergleichsverhandlung vom 6. Januar 2021 schlossen die
Parteien unter Mitwirkung der Gerichtsschreiberin (§ 133 Abs. 2 GOG) eine Ver-
einbarung mit dem folgenden Inhalt (act. 35):
"1. Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam, Dispositivziffern 3, 5 und 6 der Verfügung des Bezirksgerichtes Andelfingen vom 18. Juni 2020 seien aufzuheben und durch die folgende Fassung zu ersetzen: "3. Dispositiv-Ziffer 4 des Eheschutzurteils des Bezirksgerichts Andelfingen
vom 17. April 2013 (Geschäfts-Nr. EE130003-B) sowie  1 und 2 der Verfügung vom 20. Januar 2020 werden mit Wirkung ab 1. Juni 2017 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt: "Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin monatliche Unterhaltsbeiträge wie folgt zu bezahlen:
• Vom 1. Juni 2017 bis 31. Juli 2019 insgesamt Fr. 3'421.60 ( allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat,  Fr. 1'350.– für C._ (Barunterhalt), Fr. 1'300.– für D._ (Barunterhalt) und Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin persönlich;
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• Vom 1. August 2019 bis 31. Juli 2020 insgesamt Fr. 3'621.60 ( allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'500.– für C._ (Barunterhalt), Fr. 1'350.– für D._ (Barunterhalt) und Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin persönlich;
• Vom 1. August 2020 bis 31. Juli 2021 insgesamt Fr. 3'371.60 ( allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'500.– für C._ (Barunterhalt), Fr. 1'100.– für D._ (Barunterhalt) und Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin persönlich;
• Ab 1. August 2021 für die weitere Dauer des  insgesamt Fr. 3'121.60 (zuzüglich allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen) pro Monat, nämlich Fr. 1'350.– für C._ (Barunterhalt), Fr. 1'000.– für D._ (Barunterhalt) und Fr. 771.60 für die Gesuchstellerin persönlich. Soweit die Kinder schon vorher eine angemessene Erstausbildung erlangen, endet ihr Unterhaltsanspruch mit Abschluss der angemessenen Erstausbildung.
Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats auf ein von der Gesuchstellerin bzw. – soweit es um den Volljährigenunterhalt von C._ geht – ein von C._  Konto. Bis jetzt ausstehende Unterhaltsbeiträge werden  fällig.
Die davon abweichenden Anträge der Parteien werden abgewiesen.
Vorbehalten bleiben die nachstehenden Dispositiv-Ziffern 5 und 6."
5. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, die laufenden Hypothekarzinsen für die von der Gesuchstellerin mit den Kindern bewohnte Liegenschaft an der E._-strasse ... in F._ in Anrechnung an seine  gemäss vorstehender Dispositiv-Ziffer 3 direkt an die  G._ AG zu bezahlen. Vom Abzug entfällt die Hälfte auf den Unterhaltsanspruch der Gesuchstellerin, ein Viertel auf den  von C._ und ein Viertel auf den  von D._. Endet der Unterhaltsanspruch einer der Personen, erfolgt die Anrechnung hälftig auf den Unterhalt der verbleibenden .
6. Der Gesuchsgegner wird berechtigt erklärt, von den von ihm vom 1. Juni 2017 bis Ende September 2018 bezahlten Hypothekarzinsen für die eheliche Liegenschaft einen Betrag von Fr. 9'000.– von den  Ehegattenunterhaltsbeiträgen in Abzug zu bringen. Damit sind sämtliche für diesen Zeitraum von den Parteien gegenseitig  gemachten Verrechnungsforderungen getilgt (Gesuchsgegner: Hypothekarzinszahlungen; Gesuchstellerin: ausserordentliche  und Unterhaltskosten der ehemals ehelichen ). Im Mehrumfang wird das Rechtsbegehren 4 des  abgewiesen."
2. Dieser Vereinbarung liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse der  und der gemeinsamen Töchter C._ und D._ zugrunde:
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Gesuchsgegner: Monatliches Nettoeinkommen (ohne Bonus / Überstundenentschädigung, oh-
ne Kinderzulagen, inkl. Anteil 13. Monatslohn): Fr. 8'720.–
Vermögen (per 31. Dezember 2020): Liegenschaft an E._-str. ... in F._ (Alleineigentümer) abzüglich Hypothekarschulden und weitere Schulden
Gesuchstellerin: Monatliches Nettoeinkommen (ohne Kinderzulagen, inkl. Anteil
13. Monatslohn): ab 22. Mai 2017: Fr. 4'160.– (hypothetisches Einkommen für 80% Pensum als Kaufmännische Angestellte)
ab 1. Januar 2020: Fr. 5'200.– (hypothetisches Einkommen für 100% Pensum als Kaufmännische Angestellte)
Vermögen (per 31. Dezember 2020): Fr. 0.– C._ und D._: Monatliches Nettoeinkommen: je Fr. 250.– Kinder-/Ausbildungszulagen Anrechenbarer Lohn C._: - ab Phase IV: Fr. 200.–
Anrechenbarer Lehrlingslohn D._: - ab Phase II: Fr. 250.– - ab Phase IV: Fr. 400.– Vermögen (per 31. Dezember 2020): je Fr. 0.–
3. Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam, die Arbeitgeberin des , derzeit die M._ AG, N._-strasse ..., 8001 Zürich, sei unter Androhung der doppelten Zahlungspflicht im Unterlassungsfalle , ab sofort und bis zum 31. Juli 2021 vom monatlichen Lohn des  Fr. 2'136.60 und ab dem 1. August 2021 bis auf Weiteres Fr. 1'886.60 (zzgl. allfälliger Ausbildungszulagen für C._ und D._) in Abzug zu bringen und jeweils per Auszahlungsdatum direkt auf das Konto der Gesuchstellerin, IBAN Nr. 1, bei der O._ [Bank], zu überweisen. Die Gesuchstellerin verpflichtet sich, den auf C._ anfallenden Anteil an diese weiterzuleiten.
4. Die Gesuchstellerin zieht ihre Berufungsanträge Nrn. 3 und 4 im  LY200027-O (vereinigt mit Geschäfts-Nr. LY200028-O)  zurück. Der Gesuchsgegner zieht seine Berufungsanträge Nrn. 1, 3 und 4 im  LY200027-O (vereinigt mit Geschäfts-Nr. LY200028-O)  zurück. Die Parteien übernehmen die Kosten des vorliegenden Berufungsverfahrens betreffend vorsorgliche Massnahmen (Geschäfts-Nr. LY200027-O, vereinigt mit Geschäfts-Nr. LY200028-O) und die Kosten des vorinstanzlichen  betreffend vorsorgliche Massnahmen (erledigt durch das Bezirksgericht Andelfingen mit Verfügung vom 18. Juni 2020, Geschäfts-Nr. FE160013-B, Z40) je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf eine Parteientschädigung.
5. Die Gesuchstellerin verpflichtet sich, ihr Begehren um Schuldneranweisung – derzeit vor dem Bezirksgericht Andelfingen unter der . FE160013-B rechtshängig – zurückzuziehen. Die Parteien übernehmen
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die Gerichtskosten betreffend Schuldneranweisung je zur Hälfte und  gegenseitig auf eine Parteientschädigung. Der Gesuchsgegner zieht seine Berufung gegen die Verfügung des  Andelfingen vom 19. Oktober 2020 (Geschäfts-Nr. FE160013-B)  der Geschäfts-Nr. LY200047-O vorbehaltlos zurück. Die Parteien  die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens LY200047-O je zur Hälfte und verzichten auf eine Parteientschädigung. Die Gesuchstellerin zieht ihre Kostenbeschwerde gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Andelfingen vom 19. Oktober 2020 (Geschäfts-Nr. ) unter der Geschäfts-Nr. PC200038-O vorbehaltlos zurück. Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens PC200038-O je zur Hälfte und verzichten auf eine Parteientschädigung. Der Gesuchsgegner verpflichtet sich, die gemäss Verfügung des  Andelfingen vom 19. Oktober 2020, Dispositivziffer 7, der  zugesprochene Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'000.- zuzüglich Mehrwertsteuer direkt an den unentgeltlichen Rechtsvertreter der  zu bezahlen.
6. Die Parteien beantragen dem Gericht die Genehmigung der vorliegenden Vereinbarung und die Abschreibung des Berufungsverfahrens LY200027-O (vereinigt mit LY200028-O) sowie des Berufungsverfahrens LY200047-O und des Beschwerdeverfahrens PC200038-O."
1.14 Auf das Einholen von Berufungsantworten kann – nachdem anlässlich der
Vergleichsverhandlung vom 6. Januar 2021 zwischen den Parteien eine vollstän-
dige Vereinbarung erzielt werden konnte – verzichtet werden. Das Verfahren er-
weist sich als spruchreif.
2. Zur Genehmigung der Vereinbarung vom 6. Januar 2021
2.1 Soweit es Kinderbelange (in casu Kinderunterhaltsbeiträge) zu regeln gibt,
findet die Offizial- und Untersuchungsmaxime Anwendung (Art. 296 Abs. 1 ZPO).
Daher unterliegt die von den Parteien getroffene Vereinbarung im Sinne eines
übereinstimmenden Parteiantrages der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung
(vgl. ZK-BRÄM, Art. 176 ZGB N 18 und N 117). Für die Genehmigung wird voraus-
gesetzt, dass mit der Vereinbarung das Kindeswohl gewahrt wird.
2.2 Der von den Parteien getroffenen Vereinbarung zum Kinderunterhalt liegen
Berechnungen mit dem Unterhaltsrechner der Zürcher Gerichte für vier verschie-
dene Phasen zugrunde (vgl. act. 36/1-4). Darin wurde hinsichtlich der Kinderbe-
darfe – mit Ausnahme der Wohnkostenanteile der Töchter C._ und D._
– von den von den Parteien im Berufungsverfahren unangefochten gebliebenen
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Bedarfszahlen der Vorinstanz ausgegangen. Insgesamt ergeben sich – je unter
Berücksichtigung der eigenen Einkommen der Kinder – so die folgenden Barbe-
darfe von C._ und D._ in den vier gebildeten Phasen:
Barbedarf C._ Barbedarf D._
Phase I (1.6.2017–31.7.2019) Fr. 1'011.– Fr. 952.–
Phase II (1.8.2019–31.7.2020) Fr. 1'003.– Fr. 868.–
Phase III (1.8.2020–31.7.2021) Fr. 1'096.– Fr. 686.–
Phase IV (1.8.2021–Rechtskraft Scheidungsurteil)
Fr. 896.– Fr. 536.–
Die von den Parteien in der Vereinbarung vom 6. Januar 2021 vereinbarten Bar-
unterhaltsbeiträge für die Kinder decken die Barbedarfe von C._ und
D._ ab und enthalten zusätzlich eine angemessene Überschussbeteiligung
(je 1/6). Sodann wurden die Kinderunterhaltsbeiträge mit Wirkung über die Voll-
jährigkeit beider Töchter hinaus bis zum Abschluss einer angemessenen Erstaus-
bildung vereinbart, was im Interesse der beiden Kinder liegt (vgl. Art. 277 Abs. 2
ZGB). Die Regelung der Parteien scheint schliesslich auch den finanziellen Ver-
hältnissen der Parteien, welche in Ziffer 2 der Vereinbarung vom 6. Januar 2021
(act. 35) festgehalten wurden, angemessen und ist ohne Weiteres genehmigungs-
fähig.
2.3 Die weiteren in der Vereinbarung vom 6. Januar 2021 (act. 35) geregelten
Punkte (Zahlungsmodalitäten betreffend die Hypothekarzinszahlungen für die von
der Gesuchstellerin mit den Kindern bewohnte ehemals eheliche Liegenschaft an
der E._-str. ... in F._, gegenseitige Verrechnungsansprüche der Partei-
en, Einrichtung einer Schuldneranweisung, Regelung der Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen des Berufungsverfahrens sowie diverse vereinbarte Rückzüge in an-
deren Verfahren) unterliegen der Dispositionsmaxime und sind ohne weiteres zu
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genehmigen. Von der Vereinbarung betr. Kosten- und Entschädigungsfolgen ist
Vormerk zu nehmen.
2.4 Dementsprechend ist die Vereinbarung der Parteien vom 6. Januar 2021 zu
genehmigen bzw. vorzumerken. Die Berufungsanträge Nrn. 3 und 4 der Gesuch-
stellerin sowie die Berufungsanträge Nrn. 1, 3 und 4 des Gesuchsgegners als
durch Rückzug erledigt abzuschreiben; im Übrigen ist das Berufungsverfahren als
durch die Vereinbarung vom 6. Januar 2021 erledigt abzuschreiben.
2.5 Gestützt auf den gemeinsamen Antrag der Parteien ist die M._ AG
schliesslich anzuweisen, unter Androhung der doppelten Zahlungspflicht im Un-
terlassungsfalle ab sofort und bis zum 31. Juli 2021 vom monatlichen Lohn des
Gesuchsgegners Fr. 2'136.60 und ab dem 1. August 2021 bis auf Weiteres
Fr. 1'886.60 (zzgl. allfälliger Ausbildungszulagen für C._ und D._) in Ab-
zug zu bringen und jeweils per Auszahlungsdatum direkt auf das Konto der Ge-
suchstellerin, IBAN Nr. 1, bei der O._, zu überweisen.
3. Kosten- und Entschädigungsfolgen
3.1 Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie
auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3
ZPO).
3.2 Die Vorinstanz hat die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen
dem Endentscheid vorbehalten (vgl. act. 4, Dispositivziff. 9). Nachdem sich die
Parteien in der Vereinbarung vom 6. Januar 2021 darauf geeinigt haben, die
Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens betreffend die hier gegenständlichen vor-
sorglichen Massnahmen je zur Hälfte zu übernehmen (vgl. act. 35 Ziff. 4, 2. Ab-
satz), sind ihnen die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens vereinbarungsge-
mäss je zur Hälfte aufzuerlegen. Die Festsetzung bzw. Feststellung der Höhe der
Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens ist der Vorinstanz für den Entscheid in
der Hauptsache vorzubehalten. Vom Verzicht der Parteien auf die Zusprechung
einer Parteientschädigung für das vorinstanzliche Verfahren betreffend vorsorgli-
che Massnahmen ist Vormerk zu nehmen (act. 35 Ziff. 4, 2. Absatz).
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3.3 Sind – wie vorliegend – in einem Verfahren betreffend vorsorgliche Mass-
nahmen im Scheidungsprozess lediglich finanzielle Belange strittig, so berechnet
sich die Entscheidgebühr nach § 4 Abs. 1 bis 3, § 8 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1 und
2 GebV OG. In der Hauptsache wurden die zweiten Parteivorträge (Replik und
Duplik) bereits vor einiger Zeit erstattet (vgl. act. 5/100 und act. 5/143), weshalb
davon auszugehen ist, dass das Scheidungsverfahren durch die Vorinstanz spä-
testens per Ende des Jahres 2021 erledigt werden kann. Für die Berechnung des
Streitwertes des Berufungsverfahrens wird demzufolge davon ausgegangen, dass
Kinderunterhaltsbeiträge für die Zeit ab dem 22. Mai 2017 bis zum 31. Dezember
2021, mithin für rund 55 Monate im Streit liegen. Die Gesuchstellerin beantragte
im Berufungsverfahren die Erhöhung der Unterhaltsbeiträge auf die folgenden
monatlichen Beträge (act. 2 S. 2 ff.):
- Vom 22. Mai 2017 bis 31. Juli 2019 insgesamt Fr. 4'312.70 = 26 Mte. x Fr. 4'312.70 = Fr. 112'130.20
- Vom 1. August 2019 bis 31. Dezember 2019 insgesamt Fr. 4'789.80 = 5 Mte. x Fr. Fr. 4'789.80 = Fr. 23'949.–
- Vom 1. Januar 2020 bis 31. Juli 2020 insgesamt Fr. 4'655.– = 7 Mte. x Fr. 4'655.– = Fr. 32'585.–
- Vom 1. August 2020 bis 31. Juli 2021 insgesamt Fr. 4'569.70 = 12 Mte. x Fr. 4'569.70 = Fr. 54'836.40
- Ab 1. August 2021 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens (: 31.12.2021) insgesamt Fr. 4'538.50 = 5 Mte. x Fr. 4'538.50 = Fr. 22'692.50
Dies entspricht Unterhaltsbeiträgen in der Höhe von gesamthaft ca. Fr. 246'193.–
in der Zeit vom 22. Mai 2017 bis 31. Dezember 2021. Der Gesuchsgegner ver-
langte im Berufungsverfahren demgegenüber die Reduktion der Unterhaltsbeiträ-
ge auf die folgenden monatlichen Beträge (act. 10/2 S. 2 f.):
- Vom 1. September 2017 bis 31. Juli 2019 insgesamt Fr. 2'454.– = 29 Mte. x Fr. 2'454.– = Fr. 71'166.–
- Vom 1. August 2019 bis 31. Juli 2020 insgesamt Fr. 2'204.– = 12 Mte. x Fr. 2'204.– = Fr. 26'448.–
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- Vom 1. August 2020 bis 31. Juli 2021 insgesamt Fr. 2'148.– = 12 Mte. x Fr. 2'148.– = Fr. 25'776.–
- Ab 1. August 2021 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens (: 31.12.2021) insgesamt Fr. 2'054.– = 5 Mte. x Fr. 2'054.– = Fr. 10'270.–
Dies entspricht Unterhaltsbeiträgen in der Höhe von gesamthaft ca. Fr. 133'660.–
in der Zeit vom 22. Mai 2017 bis 31. Dezember 2021. Damit beläuft sich der
Streitwert des vorliegenden Berufungsverfahrens hinsichtlich der Unterhaltsbei-
träge auf Fr. 112'533.– (Fr. 246'193.– minus Fr. 133'660.–).
Nebst den Unterhaltsbeiträgen war zwischen den Parteien im Berufungsver-
fahren weiterhin strittig, ob und in welchem Umfang die Gesuchstellerin und die
beiden Töchter an einem allfälligen an den Gesuchsgegner ausbezahlten Bonus
oder einer Überstundenentschädigung partizipieren sollen. Der Gesuchsgegner
beantragte die ersatzlose Aufhebung der entsprechenden Dispositivziffer 4 des
vorinstanzlichen Entscheides, mithin den gänzlichen Verzicht auf eine Beteiligung
der Gesuchstellerin und der beiden Töchter (vgl. act. 10/2 S. 3), die Gesuchstelle-
rin verlangte demgegenüber in Abweichung vom vorinstanzlichen Entscheid eine
Beteiligung an einem allfälligen Bonus bzw. einer allfälligen Überstundenentschä-
digung im Umfang von einem Drittel für sich persönlich und von einem weiteren
Drittel für die beiden Töchter (act. 2 S. 4). Nachdem dem Gesuchsgegner für das
Jahr 2017 ein Bonus in der Höhe von Fr. 5'000.– und für das Jahr 2018 eine
Überstundenentschädigung in gleicher Höhe ausbezahlt wurden, für die Jahre
2019 und 2020 aber offenbar (noch) keine Auszahlungen erfolgt sind, erhöht sich
der Streitwert des vorliegenden Berufungsverfahrens um mindestens weitere
Fr. 6'666.– (zwei Drittel von Fr. 10'000.–). Schliesslich lag im Berufungsverfahren
zusätzlich das dem Gesuchsgegner von der Vorinstanz eingeräumte Verrech-
nungsrecht in Betrag von Fr. 15'750.20 im Streit; die Gesuchstellerin beantragte
die ersatzlose Aufhebung von Dispositivziffer 6 des vorinstanzlichen Entscheides
(act. 4 und act. 2 S. 5). Insgesamt ist der Streitwert des vorliegenden Berufungs-
verfahrens folglich auf mindestens Fr. 134'949.20.– (Fr. 112'533.– plus Fr. 6'666.–
plus Fr. 15'750.20) zu beziffern.
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Gestützt auf § 4 Abs. 1 bis 3 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG resultierte bei
diesem Streitwert eine ordentliche Gerichtsgebühr in der Höhe von Fr. 10'148.–.
Es rechtfertigt sich jedoch, die ordentliche Gerichtsgebühr zufolge des summari-
schen Charakters des Verfahrens (§ 8 Abs. 1 GebV OG) und weil (zu einem we-
sentlichen Teil) periodische Leistungen zu beurteilen waren (§ 4 Abs. 3 GebV
OG) um die Hälfte zu reduzieren, somit auf Fr. 5'074.–. Weiter ist zu berücksichti-
gen, dass die Parteien anlässlich der rund 10-stündigen Vergleichsverhandlung
vom 6. Januar 2021 eine vollständige Vereinbarung über die noch strittigen vor-
sorglichen Massnahmen im Scheidungsverfahren abgeschlossen und damit ihre
Berufungsanträge teilweise zurückgezogen haben (act. 35). Dennoch gestaltete
sich das vorliegende Berufungsverfahren relativ zeitaufwändig, weshalb eine wei-
tere Reduktion der Gerichtsgebühr gestützt auf § 10 Abs. 1 GebV OG auf 30 % zu
beschränken ist. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist demzufolge
auf Fr. 3'550.– festzusetzen.
3.4 Die Kosten des Berufungsverfahrens sind den Parteien entsprechend der
Vereinbarung vom 6. Januar 2021 je zur Hälfte aufzuerlegen, jedoch zufolge der
Gewährung der unentgeltliche Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse zu
nehmen. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO.
3.5 Vom gegenseitigen Verzicht der Parteien auf eine Parteientschädigung ist
Vormerk zu nehmen.