Decision ID: c47678dc-d397-5a17-be4f-dea4a776444a
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
P._,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
berufliche Massnahmen
Sachverhalt:
A.
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A.a Die 1985 geborene P._ wurde im Juni 2008 von der Jugendberatung A._ zur
Früherfassung bei der Invalidenversicherung angemeldet (IV-act. 1). Sie leide an
unfallbedingten Knieschmerzen und sei deshalb seit 22. September bis 31. Dezember
2007 teilweise vollständig arbeitsunfähig gewesen. In der Folge meldete sich die
Versicherte am 7. Juli 2008 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an
(IV-act. 5). Sie habe keinen Beruf erlernt und vom 1. Dezember 2005 bis 19. Juli 2006
zu 100% als Hausangestellte gearbeitet. Seither sei sie auf Stellensuche (IV-act. 5-6/10
und 2-1/3). Von Oktober 2006 bis Juli 2007 besuchte sie die Vorlehre am Berufs- und
Weiterbildungszentrum B._ (IV-act. 2-2/3). In der Zeit von September 2004 bis
Januar 2008 sei sie vom Sozialamt A._ finanziell unterstützt worden (IV-act. 5-5/10).
Am 22. September 2007 habe sie sich das Knie verdreht. Seit der Operation vom
Oktober 2007 habe sie immer Schmerzen. Nach einer Stunde stehen/gehen müsse sie
einen Tag pausieren (IV-act. 5-8/10). Mit Schreiben vom 15. Juli 2008 beantragte die
Versicherte die Übernahme der Kosten für die geplante Ausbildung an der KV-Schule
C._. Es sei ihr nicht möglich, diese Schule zu bezahlen (IV-act. 16-1/3).
A.b Aus dem Protokoll vom 8. August 2008 von Dr. med. D._ vom regionalen
ärztlichen Dienst der IV (RAD) über das Gespräch mit dem damaligen Hausarzt der
Versicherten, Dr. med. E._, ergibt sich als Diagnose ein Status nach Patellaluxation
links vom 22. September 2007 mit Knorpel-Flake-Fraktur retropatellar sowie ein
Retinaculum-Einriss medial. Die operative Sanierung mit Arthroskopie sei am 9.
Oktober 2007 erfolgt. Aktuell bestehe ein unspezifisches Patellarsyndrom links sowie
eine Adipositas. Somatisch bestehe seit Januar 2008 eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit.
Die Versicherte könne alle Tätigkeiten uneingeschränkt während acht Stunden pro Tag
ausüben. Eventuell bestehe eine paramedizinische, psychisch/soziale Problematik (IV-
act. 19). Am 8. August 2008 reichte Dr. E._ der IV-Stelle die Arztberichte des Spitals
Altstätten sowie der Orthopädie am Rosenberg über die Behandlung der
Knieverletzung ein (IV-act. 21). Gemäss dem Protokoll des Gesprächs mit Dr. med.
F._ vom Psychiatrie-Zentrum G._ vom 12. August 2008 leidet die Versicherte seit
Anfang 2008 unter einem leicht depressiven Zustand und Dysthymie bei akzentuierter
Persönlichkeit ohne eigentliche Persönlichkeitsstörung. Es wurde keine Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit attestiert. Die Versicherte könne alle Tätigkeiten ganztags ohne
Einschränkungen ausüben (IV-act. 20). Es wurden keine laufenden oder geplanten
Behandlungsmassnahmen angegeben. Der RAD-Arzt hielt in seiner Aktennotiz vom 13.
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August 2008 zusammenfassend fest, dass nach operativer Sanierung einer
Kniedistorsion links vom 22. September 2007 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit
seit Januar 2008 bestehe (IV-act. 22). In einem Triage-Gespräch vom 1. September
2008 kamen die Beteiligten der IV-Stelle zum Schluss, dass keine Einschränkung bei
der Stellensuche bestehe. Zum Zeitpunkt des Unfallereignisses habe kein
Ausbildungsverhältnis bestanden, das infolge des Knieleidens habe abgebrochen
werden müssen. Der Gesundheitsschaden am Kniegelenk sei Ende Dezember 2007
abgeschlossen worden und es werde eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit ab Januar 2008
attestiert. Auch aus psychiatrischer Sicht sei keine relevante Diagnose in Bezug auf die
Arbeitsfähigkeit festgestellt worden (IV-act. 27-3/3).
A.c Mit Vorbescheid vom 4. September 2008 stellte die IV-Stelle die Abweisung des
Begehrens um berufliche Massnahmen in Aussicht (IV-act. 31). Am 19. Oktober 2008
erhob die Versicherte gegen den Vorbescheid Einwände. Zudem ersuchte sie um
Einholung eines Berichts bei ihrem neuen Hausarzt Dr. med. H._ (IV-act. 36).
Daraufhin stellte Dr. H._ am 26. Februar 2009 der IV-Stelle die bereits bekannten
Arzt- und Spitalberichte im Zusammenhang mit der Knieverletzung zu (IV-act. 39 und
21). Am 26. Februar 2009 verfügte die IV-Stelle im Sinne des Vorbescheids und wies
das Leistungsbegehren ab (IV-act. 38).
B.
B.a Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 6. März 2009 mit dem sinngemässen
Antrag, die Verfügung vom 26. Februar 2009 sei aufzuheben und der
Beschwerdeführerin seien berufliche Massnahmen zu gewähren. Sie macht
insbesondere geltend, dass sie seit dem Unfall im September 2007 in der Bewegung
eingeschränkt sei und weder längeres Stehen, Gehen oder schwere Belastungen auf
sich nehmen könne. Im Dezember 2007 sei sie vom Sozialamt als
Eingliederungsmassnahme ins Altersheim geschickt worden. Nach dem ersten Tag
(50%) habe sie diese Arbeit wegen starken Schmerzen wieder abbrechen müssen. Dr.
H._ sei der Meinung, dass sie mit dem Knie immer Probleme haben werde und somit
keine stehende Arbeit verrichten könne. Auch die Gewichtsabnahme um 27kg habe zu
keiner Besserung geführt. Seit mittlerweile sechs Jahren bemühe sie sich trotz guten
Noten ohne Erfolg um eine Lehrstelle. Seit dem Unfall habe sich die Lage erschwert.
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Sie habe sich provisorisch bei der Schule C._ für eine dreijährige kaufmännische
Ausbildung angemeldet, was sie als letzte Chance sehe (act. G 1.1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2009 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Sie macht insbesondere geltend, dass die
Beschwerdeführerin nach Lage der Akten an keinem invalidisierenden
Gesundheitsschaden leide. Es sei ihr deshalb verwehrt, auf Kosten der
Invalidenversicherung eine Berufsausbildung nachzuholen. Die Beschwerdeführerin sei
als Hilfsarbeiterin einzustufen und ihr stünden auf dem im IV-Recht massgebenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine Vielzahl von unqualifizierten Stellen offen, wobei
einzig Verrichtungen nicht geeignet erschienen, die eine starke Belastung des
Kniegelenks mit sich bringen würden. Ansonsten bestünden keine Einschränkungen.
Zu denken sei beispielsweise an leichte Büroarbeit wie telefonische Auskunfts-,
Bestellungs- oder Umfragedienste, Kontrolle von Waren in der maschinellen
Herstellung von voll- und halbautomatischen Maschinen, leichte Verkaufstätigkeiten
und dergleichen. Für die Stellensuche benötige die Beschwerdeführerin keine
Unterstützung der IV. Der Anspruch auf IV-Leistungen sei zu Recht verneint worden
(act. G 9).
B.c Mit Replik vom 20. Juni 2009 hält die Beschwerdeführerin an ihrem Antrag fest und
macht insbesondere geltend, sie habe ohne Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt keine
Chance. Gemäss Dr. H._ komme infolge der eingeschränkten Belastbarkeit des
linken Knies nur eine vorwiegend sitzende Tätigkeit in Frage. Zudem habe Dr. F._ ihre
starke depressive Phase nicht wahrgenommen. Ohne eine Ausbildung sei es nicht
möglich, eine leichte Büroarbeit zu erhalten (act. G 12).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 14).

Erwägungen:
1.
Streitig ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf berufliche Massnahmen. Sie
beantragt diesbezüglich die Übernahme der Kosten für den 3-jährige Lehrgang an der
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Tageshandelsschule C._, für welchen sie sich provisorisch angemeldet hat (IV-
act. 16).
2.
2.1 Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind,
die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder
herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen für den
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Art. 8 Abs. 1 IVG). Der Anspruch
auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer
Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die
gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Art. 8
Abs. 1 IVG). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen u.a. in
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung und in
Massnahmen beruflicher Art. Die Massnahmen beruflicher Art bestehen in:
Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung
sowie Kapitalhilfe (Art. 8 Abs. 3 lit. a und lit. b IVG). In der Regel besteht nur ein
Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen
Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmöglichen
Vorkehren (BGE 110 V 102 E. 2). Denn das Gesetz will die Eingliederung lediglich so
weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 124
V 110 E. 2a mit Hinweisen).
2.2 Versicherte, die noch nicht erwerbstätig waren und denen infolge Invalidität bei der
erstmaligen beruflichen Ausbildung in wesentlichem Umfange zusätzliche Kosten
entstehen, haben Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die Ausbildung den
Fähigkeiten der versicherten Person entspricht (Art. 16 Abs. 1 IVG). Als invalid im Sinne
von Art. 16 IVG gilt, wer aufgrund einer bleibenden oder längere Zeit dauernden
gesundheitlichen Beeinträchtigung (vgl. Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8
ATSG) bei der Ausbildung erhebliche Mehrkosten (vgl. Art. 5 Abs. 2 IVV) auf sich
nehmen muss (BGE 126 V 461 neues Fenster E. 1 S. 461; SVR 2008 IV Nr. 14 S. 41, I
659/06 E. 4.1). Die Frage nach der gesundheitlich bedingten Notwendigkeit einer
Massnahme hinsichtlich des beruflichen Eingliederungsziels ist - wie jene nach den
bis
bis
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=4&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9_C745%2F2008+2.+Dezember+bern+berufliche+ausbildung&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-V-461%3Ade&number_of_ranks=0#page461
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ausbildungsspezifischen Fähigkeiten einer versicherten Person - prognostisch im
Zeitpunkt vor Durchführung der fraglichen Vorkehr zu beurteilen (Urteil 9C_745/2008
des Bundesgerichts vom 2. Dezember 2008).
2.3 Gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung
auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist
und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden
kann. Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der
Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und
geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen
versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit zu
vermitteln (BGE 124 V 109 f. E. 2a). Als invalid im Sinne von Art. 17 IVG gilt eine
versicherte Person, wenn sie wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im
bisher ausgeübten Beruf und in den ihr ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen
stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde
Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet (Entscheide des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S A. vom 22. Januar 2004, I 91/03, und i/S F. vom 9. April
2002, I 167/03; BGE 124 V 110 f. E. 2b; AHI 2000 S. 62 E. 1; Ulrich Meyer, Die
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, S. 125; für die MV: BGE 130 V 491).
3.
3.1 Die Beschwerdeführerin hat keine Ausbildung absolviert und war bisher –
abgesehen von Schnupperlehren bzw. Praktika (IV-act. 2-1/3) – einzig im Zeitraum von
Dezember 2005 bis Juli 2006 als Angestellte in einem privaten Haushalt arbeitstätig
und wurde dafür gemäss Au-Pair-Richtlinien mit Fr. 800.- monatlich entschädigt (IV-
act. 5-6/10 und 18-2/6). Danach besuchte sie von Oktober 2006 bis Juli 2007 die
Vorlehre im Berufs- und Weiterbildungszentrum B._, welche der Vorbereitung des
Einstiegs in die berufliche Ausbildung dient und die Chancen auf dem Lehrstellenmarkt
verbessern soll. Im Zeitpunkt der Knieverletzung am 22. September 2007 war sie weder
erwerbstätig noch befand sie sich in einer Ausbildung. Aufgrund dieser Umstände wäre
vorliegend bei der in Frage stehenden Handelsschule C._ wohl von einer erstmaligen
beruflichen Ausbildung im Sinne von Art. 16 IVG als Massnahme beruflicher Art
auszugehen und nicht von einer Umschulung nach Art. 17 IVG. Unabhängig davon sind
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jedoch vorliegend die invaliditätsspezifischen Voraussetzungen für eine Übernahme der
Schulkosten als berufliche Eingliederungsmassnahme durch die IV nicht gegeben,
sodass die Frage schliesslich offen gelassen werden kann. Denn aus den Arztberichten
ergibt sich, dass bei der Beschwerdeführerin seit Januar 2008 keine gesundheitliche
Beeinträchtigung mehr besteht, welche Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen der
IV geben würde. So bestätigte Dr. E._ am 12. August 2008 aus somatischer Sicht
eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in allen Tätigkeiten ab Januar 2008 (IV-act. 26). Auch
dem Bericht von Dr. I._, Orthopädie am Rosenberg, vom 6. Februar 2008 ist zu
entnehmen, dass die Patella stabil ist. Es bestehe ein gewisses Patellarsyndrom, das
mit entsprechender Physiotherapie und Muskeltraining gebessert werden könne. Im
Vordergrund stehe nicht ein orthopädisches, sondern ein soziales Problem. Die
Patientin müsse sich physisch belasten und brauche den Zugang zu einem Job (IV-act.
21-7/9). Dr. H._, der neue Hausarzt der Beschwerdeführerin, teilt mit Schreiben vom
23. Januar 2009 an das Sozialamt A._ mit, es bestehe eine eingeschränkte
Belastbarkeit des linken Knies. Insbesondere würden der Patientin längeres Stehen
und grössere Belastung auf die Gelenke Mühe bereiten. Unter regelmässiger
Physiotherapie habe eine Stabilisation erreicht werden können. Es sei aber davon
auszugehen, dass trotz Muskeltraining im Verlauf keine Verbesserung der Belastbarkeit
erzielt werden könne. In einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit sei sie jedoch
weitestgehend einsatzfähig. Der Wunsch der Patientin wäre das Absolvieren einer KV-
Lehre, zu der ihr aber die finanziellen Mittel fehlen würden. Diesbezüglich werde sie
sich mit dem Sozialamt in Verbindung setzen (IV-act. 43). Auch aus dem Bericht von
Dr. H._ lässt sich keine invaliditätsbedingte Erschwerung im Hinblick auf die
berufliche Integration bzw. die angestrebte Ausbildung an einer Handelsschule
ableiten. Aus psychiatrischer Sicht führte Dr. F._ vom Psychiatrie-Zentrum G._ am
12. August 2008 aus, dass bei der Diagnose eines leichten depressiven Zustandes und
einer Dysthymie keine Arbeitsunfähigkeit attestiert werden könne. Es bestünden
diesbezüglich keine Einschränkungen; die Versicherte könne aus psychiatrischer Sicht
jede Tätigkeit ganztags ausüben (IV-act. 28). Und aus dem im Beschwerdeverfahren
von der Beschwerdegegnerin eingeholten Bericht des Psychiatrie-Zentrums G._ vom
25. Mai 2009 ergibt sich, dass aktuell keine psychische Erkrankung feststellbar sei und
eine 100% Arbeitsfähigkeit bestehe (act. G 9.1).
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3.2 Unter den vorliegenden Umständen besteht keine gesundheitlich bzw.
invaliditätsbedingte Notwendigkeit für eine Massnahme beruflicher Art der
Invalidenversicherung. Da kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt, wurde
die Übernahme der Kosten für den Besuch der Tageshandelsschule C._ von der
Beschwerdegegnerin zu Recht abgelehnt.
4.
4.1 Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die angefochtene Verfügung vom
26. Februar 2009 nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.
4.2 Der Beschwerdeführerin wurde am 11. Juni 2009 die unentgeltliche Rechtspflege
(Befreiung von den Gerichtskosten) bewilligt (act. G 11). Wenn die wirtschaftlichen
Verhältnisse der Beschwerdeführerin es gestatten, kann sie jedoch zur Nachzahlung
der Gerichtskosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 ZPO/SG i.V.m. Art. 99 Abs. 2
VRP/SG).
4.3 Der unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in der Höhe von
Fr. 600.- aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von der Bezahlung
zu befreien.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG