Decision ID: 0ea2c83c-f46b-5fbf-b554-1d831b9c5477
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
R._ ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 0000_, Grundbuch B._, und K._
Eigentümer der Parzelle Nr. 0001_ im Weiler X._. Nach dem Zonenplan der
Politischen Gemeinde B._ liegt das Grundstück Nr. 0000_ in der
Landwirtschaftszone, teils im Wald, und die Parzelle Nr. 0001_ im überbauten Bereich
in der Weilerzone, ansonsten in der Landwirtschaftszone, teils im Wald. Nach der
Gewässerschutzkarte, der Grundwasserkarte, dem Inventar über die
Wasserversorgungsanlagen und Grundwasservorkommen sowie dem Wasserrechts-
und Grundwasserverzeichnis des Kantons St. Gallen entspringen der Parzelle
Nr. 0000_ unter anderem die öffentlichen Quellen Nrn. 0002_, 0003_,
0004_-0006_ und 0007_. Das Wasser dieser Quellen wird auf dem Grundstück
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Nr. 0000_ über die Quellschächte Nrn. 0010 f._ sowie 0012_-0015_ gefasst und
(via den Sammelschacht Nr. 0011_) zum Sammelschacht Nr. 0009_ geleitet. Von dort
wird es via die Sammelbrunnenstube Nr. 0008_ (Assek.-Nr. 0016_) auf Parzelle
Nr. 0001_ zum Stufenpumpwerk mit Reservoir Y._ (Parzelle Nr. 0017_, Grundbuch
A._) in die öffentliche Wasserversorgung der Stadt A._ abgeleitet (act. 9/17/23 f.,
27 f., act. 9/37/2-5, www.geoportal.ch, www.map.geo.tg.ch).
B.
Am 27. Juni 2016 reichte die Stadt A._ ein Baugesuch für die Sanierung der
Quellanlagen X._ auf den Grundstücken Nrn. 0000_ und 0001_ ein. Während der
öffentlichen Auflage vom 19. Juli 2016 bis 2. August 2016 erhob K._ durch seinen
Rechtsvertreter am 29. Juli 2016 Einsprache. Mit Entscheid vom 1./5. Dezember 2016
wies der Gemeinderat B._ die Einsprache in öffentlich-rechtlicher Hinsicht ab und
bewilligte das Bauvorhaben unter Nebenbestimmungen. Dagegen rekurrierte K._ am
21. Dezember 2016 an das Baudepartement (Verfahren Nr. 00-0018_). Am
26. Januar 2017 widerrief der Gemeinderat B._ den Entscheid vom
1./5. Dezember 2016. Gleichzeitig wies er die Einsprache von K._ vom 29. Juli 2016 in
öffentlich-rechtlicher Hinsicht sowie neu auch in privatrechtlicher Hinsicht gemäss
Art. 684 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB) ab und bewilligte das
Bauvorhaben unter gleichzeitiger Eröffnung aller kantonalen Teilverfügungen als
Gesamtentscheid. Für das Einspracheverfahren auferlegte er dem Einsprecher amtliche
Kosten in der Höhe von CHF 500 (act. 9/17/1, 13 f., 17, 20, 26-29, 32-35).
C.
Dagegen rekurrierte K._ durch seinen Rechtsvertreter am 15. Februar 2017 an das
Baudepartement (act. 9/1). Dieses führte am 10. Januar 2018 eine
Einigungsverhandlung durch, welche erfolglos verlief (act. 9/22). Mit
Zwischenverfügung vom 12. Januar 2018 wies das Baudepartement den
Rechtsvertreter von K._ auf die Praxisänderung betreffend Immissionseinsprache
gemäss Art. 685 Abs. 1 ZGB hin, welche durch den Entscheid VerwGE B 2015/279
vom 28. März 2017 eingetreten sei (act. 9/21). Am 25. April 2018 verzichtete das Amt
für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) auf eine Stellungnahme (act. 9/39).
Mit Entscheid vom 24. Juni 2019 (act. 2) wies das Baudepartement den Rekurs ab,
auferlegte K._ amtliche Kosten von CHF 3'000, wies dessen Begehren um Ersatz der
ausseramtlichen Kosten ab und sprach der Stadt A._ zu Lasten von K._ eine
ausseramtliche Entschädigung im Betrag von CHF 2'750 zu.
D.
Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 24. Juni 2019 erhob K._
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(Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter am 7. Juli 2019 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht (act. 1). Am 12. September 2019 (act. 5) ergänzte er seine
Beschwerde mit einer Begründung und den Rechtsbegehren, es seien der
angefochtene Entscheid und der Entscheid des Rates der Politischen Gemeinde B._
(Beschwerdebeteiligte) vom 26. Januar 2017 unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
sowohl in öffentlich-rechtlicher Hinsicht als auch wegen Verletzung von Art. 684 ZGB
aufzuheben, das Baugesuch der Stadt A._ (Beschwerdegegnerin) abzuweisen und
seine Einsprache gutzuheissen (Ziff. I/1 f. je Abs. 1 Ingress und lit. a bis c und I/4).
Eventualiter sei der angefochtene Entscheid wegen Verletzung öffentlich-rechtlicher
Vorschriften aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung
zurückzuweisen (Ziff. I/1 f. je Abs. 2). Unabhängig vom Ausgang des
Beschwerdeverfahrens seien die Auferlegung der amtlichen Kosten von CHF 3'000 für
das Rekursverfahren, die Einsprachegebühr des Rates der Beschwerdebeteiligten vom
26. Januar 2017 von CHF 500 sowie die Zusprache einer ausseramtlichen
Entschädigung von CHF 2'750 an die Beschwerdegegnerin für das Rekursverfahren
aufzuheben (Ziff. I/3). Mit Vernehmlassung vom 24. September 2019 schloss die
Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde (act. 8). Mit Stellungnahme vom
31. Oktober 2019 (act. 18) bzw. vom 13. November 2019 (act. 19) beantragte die
Beschwerdebeteiligte durch ihren Rechtsvertreter resp. die Beschwerdegegnerin durch
ihre Rechtsvertreterin, es sei die Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge
abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. In der Folge liessen sich der
Beschwerdeführer am 17. Dezember 2019, 5. Februar 2020 und 15. Juni 2020 (act. 24,
31 und 38) und die Beschwerdegegnerin am 15. Januar 2020 (act. 27) abschliessend
vernehmen.
Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der
Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer
ist zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 45
Abs. 1 VRP). Die Beschwerde vom 7. Juli 2019 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt
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zusammen mit der Ergänzung vom 12. September 2019 (act. 5) die formellen und
inhaltlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 sowie Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (act. 19, S. 4, 12
Ziff. III/A/1, E/1) kann nicht gesagt werden, der Beschwerdeführer sei teilweise seiner
Substantiierungspflicht nicht nachgekommen (vgl. dazu BGer 2C_534/2016 vom
21. März 2017 E. 4.3 mit Hinweisen). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich
einzutreten. Nicht einzutreten ist hingegen insoweit auf die Beschwerde, als damit
(Antrag Ziff. I/1 f. je Abs. 1 lit. a, und I/3) die Aufhebung des Entscheides des Rates der
Beschwerdebeteiligten vom 26. Januar 2017 (act. 9/17/33-35), insbesondere auch
deren Kostenspruch, beantragt wird. Dieser Entscheid wurde durch den vorliegend
angefochtenen Entscheid ersetzt und gilt inhaltlich als mitangefochten (Devolutiveffekt,
vgl. dazu BGer 1C_560/2017 vom 17. Dezember 2018 E. 1.2 mit Hinweis auf
BGE 134 II 142 E. 1.4).
2.
Die Beschwerdebeteiligte kam im vorinstanzlichen Verfahren zwar ihrer Pflicht nach,
die Akten zum erstinstanzlichen Bauverfahren einzureichen (vgl. dazu Art. 52 VRP und
act. 9/17). Die von ihr eingereichten Akten enthalten indessen kein Aktenverzeichnis,
was vom Beschwerdeführer allerdings nicht beanstandet wurde. Es kann daher hier mit
dem Hinweis sein Bewenden haben, dass die Beschwerdebeteiligte in künftigen
Verfahren die Akten jeweils nummeriert mit einem entsprechenden Verzeichnis
einzureichen hat (VerwGE B 2014/80 vom 27. November 2015 E. 3.1.3 mit Hinweisen,
in: GVP 2015 Nr. 2).
3.
Der Beschwerdeführer stellt die Beweisanträge (act. 5, S. 5 f., 14-19 Ziff. II/4 f., III/D/1a,
1c-1e, 2, III/E/1 f., 5, III/F/1b, act. 6 lit. B-D, act. 24 Ziff. II, act. 31, S. 3), es seien eine
mündliche öffentliche Verhandlung und ein Augenschein durchzuführen; er sei
persönlich anzuhören; es seien Akten zum Wasserversorgungsnetz der
Beschwerdegegnerin (Quellwasserfassung X._ bis Anlage Y._), die Baugesuchsakten
zum Bau/Umbau der Anlage Y._ sowie die Vereinbarung der Beschwerdebeteiligten
mit der Beschwerdegegnerin über die Entschädigung für die Nutzung der öffentlichen
Quellen im Gebiet X._ zu edieren und es sei eine Amtsauskunft der Vorinstanz
einzuholen. Im Übrigen habe das Verwaltungsgericht eine Beweisverfügung über das
Ergebnis des Beweisverfahrens zu erlassen und ihm dazu Gelegenheit zur
Stellungnahme zu gewähren.
3.1.
Gestützt auf Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
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Eidgenossenschaft (SR 101, BV) und Art. 64 in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 VRP
ordnet das Verwaltungsgericht eine mündliche Verhandlung an, wenn sie zur Wahrung
der Parteirechte notwendig ist oder zweckmässig erscheint. Nach Art. 6 Ziff. 1 der
Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR
0.101, EMRK) besteht ein Anspruch des Einzelnen, seine Argumente dem Gericht
mündlich in einer öffentlichen Sitzung vorzutragen, insbesondere in Streitigkeiten in
Bezug auf zivilrechtliche Ansprüche und Verpflichtungen (vgl. dazu BGer 1C_581/2018
vom 23. Juli 2019 E. 2, BGer 2C_608/2017 vom 24. August 2018 E. 4.2, VerwGE
B 2019/41 vom 16. Dezember 2019 E. 3.1, VerwGE B 2019/6 vom 1. Juli 2019 E. 2.1,
VerwGE B 2014/182 vom 27. April 2016/25. Mai 2016 E. 3.1 je mit Hinweisen), soweit
der Verwaltungsakt der hoheitlich handelnden Behörde massgeblich in Rechte und
Pflichten privatrechtlicher Natur eingreift (vgl. VerwGE B 2018/73 vom 26. Februar 2019
E. 2.4, VerwGE B 2018/99 vom 13. Januar 2019 E. 2 und VerwGE B 2012/91;
B 2013/132 vom 8. November 2013 E. 3.2 je mit Hinweisen). Insoweit die EMRK zur
Anwendung gelangt, gilt die Verpflichtung zur Durchführung einer öffentlichen und
mündlichen Verhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK nicht absolut. Die Rechtsprechung
des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des Bundesgerichts lässt ein
Absehen von einer öffentlichen und mündlichen Verhandlung zu, wenn die Beurteilung
eines umstrittenen Sachverhalts nicht vom persönlichen Eindruck der Partei, sondern in
erster Linie von den Akten abhängt. Auf die Durchführung einer öffentlichen und
mündlichen Verhandlung kann unter Umständen verzichtet werden, wenn eine
Verhandlung nichts zur Klärung der Angelegenheit beiträgt – namentlich wenn keine
Tatfragen, sondern reine Rechts- oder Zulässigkeitsfragen umstritten sind – und die
Angelegenheit adäquat aufgrund der Akten sowie der schriftlichen Parteivorbringen
gelöst werden kann (vgl. BGer 2C_89/2019 und 2C_90/2019 je vom 22. August 2019 je
E. 4.2 mit Hinweisen).
Es ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer nicht weiter dargetan, inwiefern
die Beantwortung der hier zu beurteilenden Rechtsfragen eines persönlichen Eindrucks
des Beschwerdeführers bedarf. Vielmehr ist der Sachverhalt umfassend der
schriftlichen Darstellung zugänglich. Ebenso wenig ist mit Blick auf die nachstehend zu
schildernden Gegebenheiten erkennbar und wird vom Beschwerdeführer auch nicht
weiter substantiiert, welche neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse, die sich nicht
bereits aus den Akten und dem Geoportal (www.geoportal.ch) ergeben, durch die
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beantragte mündliche Parteibefragung und durch Beweisaussagen des
Beschwerdeführers gewonnen werden könnten. Die Durchführung einer öffentlichen,
mündlichen Verhandlung ist deshalb weder notwendig noch erscheint sie als
zweckmässig. Der entsprechende Antrag des Beschwerdeführers ist demzufolge
ebenso abzuweisen wie sein Begehren um persönliche Anhörung. Überdies kann auf
die weiteren beantragten prozessualen Vorkehren, insbesondere auf die Durchführung
eines Augenscheins im Sinne von Art. 12 Abs. 1 VRP, verzichtet werden, da daraus
ebenfalls keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. dazu
BGer 1C_13/2018 vom 13. März 2019 E. 3 mit Hinweisen). Im Übrigen kann der
Vorinstanz im Beschwerdeverfahren trotz den anderslautenden Vorhalten des
Beschwerdeführers (act. 24 Ziff. III/A/5) keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches
Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) vorgeworfen werden, soweit sie auf die Einreichung der vom
Beschwerdeführer beantragten zusätzlichen Akten verzichtete, welche vom
Verwaltungsgericht wie gesagt in antizipierter Beweiswürdigung gar nicht einverlangt
worden sind.
3.2.
Im Weiteren konnte sich der Beschwerdeführer direkt in seinen Eingaben, in welchen er
die angeführten Beweisofferten vorgebracht hat (vgl. act. 5, S. 5 f., 14-19 Ziff. II/4 f., III/
D/1a, 1c-1e, 2, III/E/1, 5, III/F/1b, act. 24 Ziff. II, act. 31, S. 3), zur Relevanz dieser
Beweismittel äussern. Bereits aus diesem Grund drängte sich der Erlass einer
Beweisverfügung (Art. 154 der Schweizerischen Zivilprozessordnung,
Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO, analog), für welchen das VRP keine Regeln
bereithält, vorgängig zur antizipierten Beweiswürdigung in diesem Endentscheid nicht
auf (vgl. dazu P. Sutter, in: Auer/Müller/Schindler [Hsrg.], Bundesgesetz über das
Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 2019, N 3 zu Art. 33, Kiener/Rütsche/Kuhn, öffentliches
Verfahrensrecht, 2. Aufl. 2015, N 689, und BGer 2C_733/2012 vom 24. Januar 2013
E. 3.2.3 mit Hinweisen). Darüber hinaus ist das Verwaltungsgericht befugt, den
Entscheid über die gestellten Beweisanträge mit dem Endentscheid zu eröffnen (vgl.
Waldmann/Bickel, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar
Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, N 38 zu Art. 33), da Anordnungen
betreffend die Beweisführung in aller Regel keinen nicht wiedergutzumachenden
Nachteil bewirken und mit Beschwerde gegen den Endentscheid für gewöhnlich
erreicht werden kann, dass ein zu Unrecht verweigerter Beweis abgenommen oder ein
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zu Unrecht erhobener Beweis aus den Akten gewiesen wird (vgl. BGer 4A_697/2016
vom 14. März 2017 E. 1.4 mit Hinweisen sowie B. Märkli, in: Rizvi/Schindler/
Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/
St. Gallen 2020, N 25 zu Art. 12-13).
4.
Der Beschwerdeführer hält weiter dafür (act. 5, S. 4, 7 f. Ziff. II/3, III/A, act. 24 Ziff. III/B/
3, C/4a), die Weigerung der Vorinstanz, im vorinstanzlichen Rekursverfahren einen
Augenschein durchzuführen sowie Stellungnahmen des AREG und des
Kantonsforstamtes (KFA) einzuholen, stelle eine Verletzung seines Anspruchs auf
rechtliches Gehör dar.
Wie bereits in Bezug auf das Beschwerdeverfahren ausgeführt (vgl. E. 3.1 hiervor), ist
auch hinsichtlich des vorinstanzlichen Rekursverfahrens nicht ersichtlich, was ein
Augenschein an zusätzlichem Erkenntnisgewinn gebracht hätte. Die tatsächlichen
Umstände wurden ausreichend erhoben. Die Vorinstanz hat das ihr diesbezüglich
zustehende Ermessen nicht verletzt, indem sie in antizipierter Beweiswürdigung auf
den vom Beschwerdeführer beantragten Augenschein verzichtet hat (vgl. dazu
BGer 1C_435/2018 vom 15. Mai 2019 in BGE 145 I 250 nicht publizierte E. 4.4 mit
Hinweisen, den von der Beschwerdegegnerin [act. 19, S. 4 f. Ziff. III/A/1] angerufenen
Entscheid VerwGE B 2019/35; B 2019/36 vom 29. August 2019 E. 3.5.1 mit Hinweis
und B. Märkli, a.a.O., N 50 ff. zu Art. 12-13). Aus demselben Grund kann der Vorinstanz
auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vorgeworfen werden,
soweit sie im Rekursverfahren davon absah, die vom Beschwerdeführer als eigentliche
Beweismittel beantragten "Stellungnahmen" des AREG und des KFA (act. 9/44, S. 6)
nachzufordern (vgl. dazu act. 9/39) bzw. einzuholen (vgl. dazu BGer 1C_582/2018 vom
23. Dezember 2019 E. 2.2 mit Hinweisen).
5.
Der erstinstanzliche Entscheid der Beschwerdebeteiligten erging am 26. Januar 2017
(act. 9/17/33-35) und damit vor Inkrafttreten des Planungs- und Baugesetzes
(sGS 731.1, PBG) am 1. Oktober 2017 (nGS 2017-049). Auf das strittige Bauvorhaben
bleibt somit das bis 30. September 2017 gültige Gesetz über die Raumplanung und
das öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom
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1. Januar 2015) anwendbar, soweit das PBG für die Baugesuchstellerin nicht günstiger
ist (Art. 173 PBG).
6.
Der Beschwerdeführer bringt im Beschwerdeverfahren neu vor (act. 5, S. 4, 7-11 Ziff. II/
3, III/A/2b, III/B, III/C/2a, act. 24, S. 2-5 Ziff. III/A/2-4, III/C/3, act. 31 Ziff. 2), die
Vorinstanz habe den Sachverhalt unrichtig festgestellt. Gemäss dem Situationsplan
vom 23. Juni 2016 (act. 9/17/27, nachfolgend: Situationsplan) solle zusätzlich zur
Sammelbrunnenstube auf Parzelle Nr. 0001_ in einem Abstand von nur ungefähr 15 m
eine zusätzliche Sammelbrunnenstube auf der Parzelle Nr. 0000_ erstellt werden.
Zudem sei eine zusätzliche Wasserleitung zur bestehende Sammelbrunnenstube auf
der Parzelle Nr. 0001_ geplant.
6.1.
Die Rekursinstanz ermittelt den Sachverhalt und erhebt die Beweise von Amtes wegen,
wobei vorbehältlich der Wahrung des öffentlichen Interesses nur die von den
Beteiligten angebotenen und die leicht zugänglichen Beweise über erhebliche
Tatsachen aufzunehmen sind (Art. 58 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 12 VRP).
Unrichtig ist ein Sachverhalt festgestellt, wenn aus den vorhandenen Beweismaterialien
unrichtige Schlüsse gezogen werden, insbesondere indem der Sachverhalt falsch oder
aktenwidrig festgestellt wird oder indem Beweise unrichtig gewürdigt werden (vgl.
VerwGE B 2018/248 vom 14. März 2019 E. 3.1 mit Hinweisen). Laut Art. 80
Abs. 2 BauG muss das Baugesuch die für die baupolizeiliche Beurteilung notwendigen
Unterlagen, wie Situationsplan, Grundriss, Ansichten, Schnitte und Kanalisationspläne
enthalten. Diese Aufzählung ist nicht abschliessend. Wenn für die Beurteilung des
Baugesuchs in besonderen Fällen weitere Unterlagen erforderlich sind, ist der
Gemeinderat berechtigt, diese zu verlangen (vgl. Art. 80 Abs. 3 BauG). Die
Baureglemente enthalten nähere Vorschriften über die Unterlagen (vgl. VerwGE
B 2015/14 vom 20. Januar 2017 E. 12.1 mit Hinweisen). Gemäss Art. 41 Abs. 2 des
Baureglements der Politischen Gemeinde B._ (vom Baudepartement genehmigt am
22. Dezember 2006/20. Oktober 2009, BauR) sind bestehende, abzubrechende und
beabsichtigte Bauten und Bauteile bei baulichen Veränderungen zu kennzeichnen. Für
bestehende Bauteile gilt die schwarze, für abzubrechende die gelbe und für neue die
rote Farbe. Der Sinn dieser Regelung besteht darin, dass die Baubehörde bei An- und
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Umbauten sowie im Fall von Projektänderungen ohne weiteres erkennt, was
Gegenstand eines Bau- bzw. eines Projektänderungsgesuchs ist. Der klaren und
präzisen farblichen Darstellung kommt grösste Bedeutung zu. Unklarheiten wirken sich
gewöhnlich zum Nachteil des Gesuchstellers aus, weil er diese zu vertreten hat (vgl.
Fritzsche/Bösch/Wipf/Kunz, Zürcher Planungs- und Baurecht, Band 1, 6. Aufl. 2019,
S. 378, und C. Mäder, Das Baubewilligungsverfahren, Zürich 1991, N 259).
6.2.
Wie der Beschwerdeführer zutreffend ausgeführt und die Beschwerdegegnerin selbst
eingeräumt hat (act. 19, S. 6 Ziff. III/B/2), entspricht der Situationsplan nicht den
Anforderungen von Art. 41 Abs. 2 BauR. Weder sind darin die zum Abbruch
vorgesehenen Quellwasserleitungen (Quellableitungen) sowie die abzubrechenden
Anlagen (Brunnenstuben Nrn. 0010 f._ und 0013_-0015_ sowie Sammelschächte
Nrn. 0009_ und 0011_) gelb noch die bestehenden Brunnenstube Nr. 0012_ und
Quellwassersickerleitungen (Fassungsleitungen), welche erneuert resp. teilweise ersetzt
werden sollen, schwarz gekennzeichnet. Sämtliche bestehenden Quellwasserleitungen
sind dunkelblau und die neuen Entleerungsleitungen hellblau verzeichnet. Inwiefern
sich diese Abweichungen von den Vorgaben von Art. 41 Abs. 2 BauR im konkreten Fall
nachteilig auf die Rechts- und Interessenwahrung des Beschwerdeführers ausgewirkt
haben sollten, ist indessen nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht
weiter dargetan. Dem Situationsplan lässt sich zusammen mit dem Baubeschrieb vom
27. Juni 2016/27. Juli 2016 (act. 9/17/17, 21, 25 je Ziff. 2, nachfolgend: Baubeschrieb)
ohne weiteres entnehmen, welche Anlagen gemäss dem Kurzbeschrieb im
Baugesuchsformular vom 27. Juni 2016 (act. 9/17/20, 26) saniert, abgebrochen oder
neu erstellt werden sollen. Insbesondere ist vorgesehen, auf Parzelle Nr. 0000_
anstelle des abzubrechenden Sammelschachts Nr. 0009_ eine neue
Sammelbrunnenstube mit Wasseraufbereitung zu bauen, welche die bisherige
Sammelbrunnenstube Nr. 0008_ im Gebäude Assek.-Nr. 0016_ auf Parzelle
Nr. 0001_ ersetzen soll. Darüber hinaus soll die bestehende, im Situationsplan
dunkelblau eingefärbte Quellwasserleitung ("STM DN 200") vom alten Sammelschacht
Nr. 0009_ auf Parzelle Nr. 0000_ zum Gebäude Assek.-Nr. 0016_
(Sammelbrunnenstube Nr. 0008_) auf Parzelle Nr. 0001_ abgebrochen und durch
eine neue Leitung von der neuen Sammelbrunnenstube auf Parzelle Nr. 0000_ aus
ersetzt werden, welche neu einen Durchmesser von 280 mm ("PE 208/246.8 mit
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Schutzrohr PE 132/120") aufweisen soll. Diese soll auf Parzelle Nr. 0001_ auf einer
Länge von ca. 6 m zum Gebäude Assek.-Nr. 0016_ verlaufen. Der Abbruch des
Gebäudes Assek.-Nr. 0016_ ist nicht vorgesehen. Aufgrund dieser Aktenlage hat die
Vorinstanz unter Sachverhalt lit. B/a sowie in Erwägung 6.5, 8.3 und 10.2 des
angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 2 f., 12 f., 15) hinreichend korrekt festgestellt,
dass die bestehende Sammelbrunnenstube Assek.-Nr. 0016_ auf Grundstück
Nr. 0001_ aufgehoben und durch ein Kunststoff-Fertigbauwerk mit einer UV-Anlage
auf Grundstück Nr. 0000_ ersetzt werden soll, wobei der Abbruch des Gebäudes
Assek.-Nr. 0016_ nicht Bestandteil des Baugesuchs sei. Auch würden die
bestehenden Brunnenstuben durch neue Stuben mit Front- und Obereinstieg und alte
Leitungen durch neue Stränge ersetzt. Auf Grundstück Nr. 0001_ betreffe das
Baugesuch lediglich den Ersatz einer bestehenden rund 6 m langen Leitung. Die
eingehende Beweiswürdigung der Vorinstanz ist nicht zu berichtigen. Der Vorinstanz
kann keine unzureichende Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen werden.
7.
Der Beschwerdeführer moniert des Weiteren (act. 5, S. 11 f. Ziff. III/C/1 f.), seine
Zustimmung zum Baugesuch fehle, weshalb koordiniert mit dem
Baubewilligungsverfahren ein Enteignungsverfahren hätte durchgeführt werden
müssen.
Nach Art. 41 Abs. 3 Satz 2 BauR müssen die Unterlagen des Baugesuchs vom
Bauherrn, Projektverfasser und, sofern mit dem Bauherrn nicht identisch, vom
Grundeigentümer unterzeichnet sein. Bei dieser Bestimmung handelt es sich lediglich
um eine Ordnungsvorschrift. Entscheidet sich die Baubehörde nach einer
vorfrageweisen Würdigung (vgl. hierzu BGer 1C_246/2015 vom 4. März 2016 E. 2.4,
VerwGE B 2014/27 vom 30. Juni 2015 E. 3.4.3 sowie VerwGE B 2012/184 vom
4. April 2013 E. 4.3 mit Hinweis[en]) dazu, auch ohne Vorliegen einer unterschriftlichen
Zustimmung der Grundeigentümerin eine Beurteilung des Bauprojekts vorzunehmen,
muss sie die Baubewilligung erteilen, sofern dieses dem Zweck der Nutzungszone
entspricht und ihm aus den öffentlich-rechtlichen Vorschriften keine Hindernisse
entgegenstehen (Art. 87 Abs. 1 BauG). Für die Berücksichtigung privatrechtlicher
Verhältnisse besteht insoweit kein Raum. Diesfalls verbleibt der
Verfügungsberechtigten einzig die zivilrechtliche Auseinandersetzung (vgl.
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BGer 1C_510/2015 vom 13. Juni 2016 E. 2.2 mit Hinweis auf BGer 1C_172/2007 vom
17. März 2008 E. 4.3, in Bezug auf Art. 10 Abs. 2 des Dekrets über das
Baubewilligungsverfahrens des Kantons Bern, BSG 725.1, BGer 1C_633/2015 vom
5. April 2016 E. 3.6 mit Hinweisen, in Bezug auf Art. 27 der Verordnung zum Baugesetz
des Kantons Obwalden, GDB 710.11, BGer 1C_116/2013 vom 11. Oktober 2013 E. 5.2
mit Hinweisen, sowie VerwGE B 2001/165; 2001/166 vom 20. August 2002 E. 5,
auszugsweise in: Juristische Mitteilungen des Baudepartements 2002/III/24).
Wie die Vorinstanz in Erwägung 6.3 bis 6.5 des angefochtenen Entscheids (act. 2,
S. 11 f.) vorfrageweise überzeugend dargelegt hat, geht aus den
Dienstbarkeitsverträgen vom 23. Mai 1997 (act. 9/17/22) klar hervor, dass die
Beschwerdegegnerin berechtigt ist, an der Sammelbrunnenstube Nr. 0008_ (Gebäude
Assek.-Nr. 0016_) auf Parzelle Nr. 0001_ inklusive an notwendigen Zu- und
Ableitungen Unterhalts-, Reparatur- und Erneuerungsarbeiten auszuführen. Entgegen
anderslautender Darstellung des Beschwerdeführers ist überdies auf Parzelle
Nr. 0001_ keine zusätzliche Wasserleitung, sondern nur ein Ersatz der bestehenden
Leitung – allerdings mit grösserem Durchmesser – geplant (vgl. E. 6.2 hiervor). Die
Beschwerdebeteiligte war daher befugt, das strittige Baugesuch auch ohne Vorliegen
einer unterschriftlichen Zustimmung des Beschwerdeführers als Grundeigentümer der
Parzelle Nr. 0001_ zu beurteilen. Damit erübrigte sich auch die Einleitung eines
Enteignungsverfahrens (vgl. dazu zutreffende E. 7 des angefochtenen Entscheids,
act. 2, S. 12).
8.
Der Beschwerdeführer bemängelt ferner (act. 5, S. 12 f. Ziff. III/C/3, act. 24, Ziff. III/C/
4), das Bauvorhaben sei nicht visiert worden.
Selbst wenn es zutreffen sollte, dass Stellung und Ausmass der geplanten Bauten nicht
gemäss Art. 81 Abs. 1 BauG visiert worden sind (vgl. dazu VerwGE B 2016/188 vom
30. Januar 2018 E. 5.1 mit Hinweisen), ist nicht erkennbar und wird vom
Beschwerdeführer auch nicht dargetan, inwiefern er das Rechtsbegehren, die
Begründung oder die Darstellung des Sachverhalts in seiner Einsprache vom
29. Juli 2016/16. August 2016 (act. 9/17/10 und 13) deswegen nur unzureichend hätte
abfassen können. Ein allfällig vorhandener Mangel bei der Visierung wurde auf jeden
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Fall dadurch geheilt, dass die Beschwerdebeteiligte auf die Einsprache eintrat (vgl.
BGer 1C_495/2015 vom 1. Februar 2016 E. 4.1 mit Hinweisen) und sie materiell
behandelte. Sollten Dritte aufgrund der fehlenden Visierung von der Einsprache
abgehalten worden sein, bedeutet dies keinen Rechtsnachteil für den
Beschwerdeführer, der im vorliegenden Verfahren von Belang wäre (vgl. hierzu
BGer 1C_103/2016 vom 22. Juni 2017 E. 9 mit Hinweis). Bei diesem Ergebnis kann
dahingestellt bleiben, ob auf diese rechtliche Begründung – wie es die
Beschwerdegegnerin meint (act. 19, S. 3, 9 Ziff. II/3, III/C/2.1) – nicht hätte eingetreten
werden dürfen, weil sie erstmals im Beschwerdeverfahren erhoben wurde (vgl. dazu
VerwGE B 2015/20 vom 23. August 2016 E. 1.2 mit Hinweisen).
9.
Der Beschwerdeführer rügt darüber hinaus (act. 5, S. 13 Ziff. III/C/4), die
Baugesuchsunterlagen seien unvollständig, insbesondere hinsichtlich der Leitung zur
Liegenschaft R._. Im Situationsplan ist in diesem Zusammenhang eine rot
gekennzeichnete Leitung mit "Hausanschluss R._" ersichtlich, welche allerdings nicht
bis zu den Gebäuden Assek.-Nrn. 0019 f._ und 0021_ auf Parzelle Nr. 0000_ reicht.
Aus dem Textfeld "Spätere Erneuerung" ergibt sich indes ohne weiteres, dass diese
Leitung im Rahmen des vorliegend strittigen Projekts vorerst nur auf einer Länge von
ca. 23.50 m ab der neuen Sammelstube auf Parzelle Nr. 0000_ (und damit erst zu
einem späteren Zeitpunkt bis zum Haus R._) erstellt werden soll. Folglich erweist sich
der Plan in dieser Hinsicht entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht als
unvollständig, weil vorerst nur eine erste Etappe des "Hausanschlusses R._" gebaut
werden soll.
10.
Der Beschwerdeführer stellt sich zudem auf den Standpunkt (act. 5, S. 13 Ziff. III/D/1,
act. 24 Ziff. III/A/2, C/3), sowohl die Ausführung der geplanten Bauarbeiten als auch der
spätere Betrieb und Unterhalt der Anlagen hätten eine Rodungsbewilligung
vorausgesetzt. Im Übrigen sei die neue Sammelbrunnenstube auf Parzelle Nr. 0000_
innerhalb des Waldareals weder zonenkonform noch standortgebunden. Diesbezüglich
sei die Vorinstanz ihrer Begründungspflicht nicht nachgekommen. Die heutige
Sammelbrunnenstube auf Parzelle Nr. 0001_ (Gebäude Assek.-Nr. 0016_) in der
Landwirtschaftszone bleibe in einem Abstand von ca. 15 m bestehen. Die in der neuen
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Sammelbrunnenstube geplante UV-Anlage könne im Werk Y._ erstellt werden, wohin
das Wasser vom Gebäude Assek.-Nr. 0016_ auf Parzelle Nr. 0001_ über eine alte,
möglicherweise das Wasser verunreinigende 2'300 m lange "Betonleitung" geführt
werde.
10.1.
Wie sich dem Situationsplan und dem Geoportal (www.geoportal.ch) entnehmen lässt,
befindet sich das vorliegend strittige Bauvorhaben mit Ausnahme der Brunnenstube
Nr. 0012_ auf Parzelle Nr. 0000_ und der neuen Leitung zum Gebäude Assek.-
Nr. 0016_ auf Parzelle Nr. 0001_ in der Tat im Wald (vgl. zum Begriff Art. 2 des
Bundesgesetzes über den Wald, Waldgesetz; SR 921.0, WaG, in Verbindung mit Art. 1
ff. der Verordnung über den Wald, Waldverordnung; SR 921.01, WaV, und Art. 1 des
Einführungsgesetzes zur eidgenössischen Waldgesetzgebung; sGS 651.1, EG-WaG,
sowie Art. 3 f. der Verordnung zum Einführungsgesetz zur eidgenössischen
Waldgesetzgebung; sGS 651.11, VEG-WaG, siehe dazu auch Art. 18 Abs. 3 des
Bundesgesetzes über die Raumplanung, Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG). Nicht
umstritten ist, dass die geplante Erneuerung der Quellfassungsanlagen X._ keinem
forstwirtschaftlichen Zweck dient (vgl. dazu BGE 123 II 499 E. 2 f., Jäger/Bühler,
Schweizerisches Umweltrecht, Bern 2016, N 906, und S. Jaissle, Der dynamische
Waldbegriff und die Raumplanung, Zürich 1994, S. 117). Im Rahmen der vom
Beschwerdeführer vorgebrachten Kritik zu untersuchen ist, ob es sich dabei um eine
für den Wald nachteilige Nutzung handelt, die eine Rodung im Sinne von Art. 4 WaG
darstellt und einer Rodungsbewilligung (Art. 5 Abs. 2 ff. WaG) bedarf. Keiner solchen
Bewilligung bedürfen nach Art. 4 lit. a WaV punktuelle oder unbedeutende
Beanspruchungen von Waldboden für nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen, wie
bescheidene Rastplätze, Feuerstellen, Sport- und Lehrpfade, erdverlegte Leitungen
und Kleinantennenanlagen, die das Bestandesgefüge des Waldes nicht beeinträchtigen
(vgl. dazu BGE 139 II 134 E. 6.2 und BGer 1C_551/2010 vom 7. Dezember 2011 E. 4.2,
in: BR 2012, S. 180, je mit Hinweisen).
Im konkreten Fall sollen gemäss dem Situationsplan und dem Baubeschrieb sämtliche
neuen (Entleerungsleitungen) bzw. erneuerten Leitungen (Quellwasserleitungen resp.
Quellableitungen, Quellwassersickerleitungen bzw. Fassungsleitungen) erdverlegt
werden. Überdies ist geplant, die im Wald bestehenden Brunnenstuben durch je zwei
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erdüberdeckte Brunnenstuben mit Obeneinstieg (0013_ f. [bzw. 5 f.], Brunnendeckel
mindestens 0.50 m über Terrain) bzw. je zwei solche mit Fronteinstieg (Nrn. 0010 f._
[resp. 2 und 4]) zu ersetzen. Anstelle des Sammelschachts Nr. 0009_ soll sodann eine
neue, erdverlegte Sammelbrunnenstube mit Wasseraufbereitung und Fronteinstieg
(Nr. 1) gebaut werden, welche die bestehende Sammelbrunnenstube im Gebäude
Assek.-Nr. 0016_ auf Parzelle Nr. 0001_ ersetzen soll. Neben den drei geplanten
Fronteinstiegen sind sechs, maximal rund 4 m lange Stützmauern (Steinmauern [bis
vier Steinsätze hoch, vgl. Foto auf Situationsplan und Baubeschrieb] mit Hinterfüllung)
projektiert. Da sämtliche Leitungen erdverlegt werden und die Oben- und
Fronteinstiege je für sich betrachtet lediglich wenige Quadratmeter Waldbodenfläche
beanspruchen sollen, ist nicht mit einer intensiveren Nutzung als bei anderen
üblicherweise bewilligten Nutzungen (bescheidene Rastplätze, Feuerstellen, Sport- und
Lehrpfade, erdverlegte Leitungen und Kleinantennenanlagen) zu rechnen. Nach
Einschätzung des KFA, der zuständigen kantonalen Forstbehörde, wird das
Bestandesgefüge des Waldes davon nicht tangiert (vgl. Verfügung vom
30. September 2016, act. 9/17/6, S. 2 E. 4). Folglich ist bei den geplanten erneuerten
Quellfassungsanlagen noch von einer punktuellen Beanspruchung des Waldbodens
bzw. -weges auszugehen, welche keiner Rodungsbewilligung nach Art. 5 Abs. 2 WaG
bedarf.
10.2.
Obgleich die projektierten nichtforstlichen Kleinbauten und -anlagen nach dem
Gesagten keine Rodungsbewilligung benötigen, weil sie den Wald nicht geradezu
zweckentfremden, sind sie für diesen nachteilig. Deshalb bedürfen sie einer
forstrechtlichen Ausnahmebewilligung des KFA (Art. 16 Abs. 2 WaG und Art. 13
Abs. 1 EG-WaG in Verbindung mit Art. 2 VEG-WaG) und, weil sie als nachteilige
Nutzungen dem Zweck des Waldes jedenfalls nicht ganz entsprechen, einer
Ausnahmebewilligung des AREG nach Art. 24 in Verbindung mit Art. 25 Abs. 2 RPG
und Art. 87 Abs. 2 BauG (vgl. BGE 139 II 134 E. 6.3 mit Hinweisen, siehe dazu auch
Art. 11 WaG und Art. 14 Abs. 2 WaV). Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG
setzt voraus, dass der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der
Bauzonen erfordert (lit. a) und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b).
Die Standortgebundenheit ist nicht nur bei der erstmaligen Bewilligung einer
zonenfremden Baute oder Anlage ausserhalb der Bauzone zu prüfen, sondern auch bei
bis
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jeder späteren Änderung oder Erweiterung (vgl. BGer 1C_496/2011 vom
20. September 2012 E. 2.2 mit Hinweisen, in: BR 2013, S. 75). Sie ist zu bejahen, wenn
eine Anlage aus technischen oder betriebswirtschaftlichen Gründen oder wegen der
Bodenbeschaffenheit auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist oder
wenn ein Werk aus bestimmten Gründen in einer Bauzone ausgeschlossen ist (vgl.
BGE 141 II 245 E. 7.6.1 und BGE 136 II 214 E. 2.1 je mit Hinweisen). Der Schutz des
Waldes ist grundsätzlich im Rahmen der in Art. 24 lit. b RPG vorgesehenen
Interessenabwägung (Art. 3 der Raumplanungsverordnung; SR 700.1, RPV) zu
berücksichtigen. Ob Alternativmöglichkeiten zur geplanten Baute bestehen, ist nach
der Vorschrift von Art. 24 lit. a RPG zu prüfen (vgl. BGE 129 II 63 E. 3.2, in: Pra 2003
Nr. 83).
Wie die Vorinstanz in Erwägung 9.2 und 9.5 des angefochtenen Entscheids (act. 2,
S. 14) nachvollziehbar ausgeführt hat, muss das Quellwasser dort gefasst werden, wo
es zutage tritt. Deswegen bleiben die Quellfassungsanlagen X._ im Rahmen der
vorliegend strittigen Erneuerung technisch bzw. funktional standortgebunden, zumal
auch die notwendigen weiterführenden Ableitungen Richtung Stufenpumpwerk mit
Reservoir Y._ zur Trinkwasserversorgung der Beschwerdegegnerin vorbestehen.
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist keine zusätzliche
Sammelbrunnenstube auf Parzelle Nr. 0000_ geplant. Vielmehr soll die neue
Sammelbrunnenstube, welche anstelle des Sammelschachts Nr. 0009_ auf Parzelle
Nr. 0000_ erstellt werden soll, in ihrer Funktion die alte Sammelbrunnenstube im
Gebäude Assek.-Nr. 0016_ auf Parzelle Nr. 0001_ ersetzen (vgl. Baubeschrieb
Ziff. 2). Daran ändert nichts, dass das Gebäude Assek.-Nr. 0016_ noch nicht
abgebrochen werden soll, da es gemäss der Beschwerdegegnerin (act. 19, S. 11
Ziff. III/D/1) vorderhand noch dem Leitungszusammenschluss – insbesondere auch für
den Hausanschluss des Beschwerdeführers – dient. Dessen ungeachtet bestreitet der
Beschwerdeführer nicht, dass die neue Sammelbrunnenstube mit UV-Anlage gemäss
der Darstellung der Beschwerdegegnerin (act. 9/48, S. 3 f.) nicht im bestehenden
Gebäude Assek.-Nr. 0016_ eingebaut werden könnte. Soweit der Beschwerdeführer
die Standortgebundenheit der projektierten UV-Anlage zur Entkeimung des Wassers in
Zweifel zieht, ist ihm entgegenzuhalten, dass aus dem Situationsplan und dem
Grundbuchbeleg Nr. ... vom 23. Mai 1997 (act. 9/17/22 f.) hervorgeht, dass die
Beschwerdegegnerin seinem Rechtsvorgänger zugunsten seines Grundstücks
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Nr. 0001_ ein Quellwasserbezugsrecht eingeräumt hat und er somit Anspruch auf
einwandfreies, den Anforderungen des Lebensmittelrechts genügendes Trinkwasser
hat (vgl. dazu Art. 3 Abs. 1 f. in Verbindung mit Anhängen 1 bis 3 der Verordnung des
EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und
Duschanlagen; SR 817.022.11, tbdv). Es macht deshalb Sinn, dass das Wasser vor der
Abgabe an ihn mittels UV-Strahlung in der Sammelbrunnenstube aufbereitet werden
wird. Demzufolge erscheint auch diese Anlage standortgebunden. Welche
überwiegenden öffentlichen Interessen dem Vorhaben entgegenstehen sollten, ist
darüber hinaus weder ersichtlich noch wird dies vom Beschwerdeführer weiter
dargetan. Namentlich hat das KFA in seiner Verfügung vom 30. September 2016
(act. 9/17/6, S. 2 E. 4) festgehalten, dass das Bauvorhaben den Waldbestand und die
Waldfunktionen nicht gefährdet (vgl. dazu auch Jaissle, a.a.O., S. 137 f., wonach ein
wichtiger Grund im Sinne von Art. 16 Abs. 2 WaG, welcher das Interesse an der
Walderhaltung überwiegt, unter anderem die Erhaltung der Trinkwasserversorgung sein
kann). Sodann war die Begründung des angefochtenen Entscheids in diesem
Zusammenhang (act. 2, S. 13 f. E. 9), zumindest implizit, so abgefasst, dass der
Beschwerdeführer sich über die Tragweite des Entscheids hinreichend Rechenschaft
geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an das Verwaltungsgericht weiterziehen
und dort eine detailliert begründete Eingabe einreichen konnte (vgl. dazu Art. 29
Abs. 2 BV, Art. 4 lit. c der Verfassung des Kantons St. Gallen; SR 131.225, sGS 111.1,
KV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 58 Abs. 1 und Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP, BGer 1C_219/2018
vom 9. November 2018 E. 3.2 mit Hinweis). Dem Beschwerdeführer kann somit auch
nicht gefolgt werden, soweit er eine Verletzung der vorinstanzlichen
Begründungspflicht rügt.
11.
Überdies bringt der Beschwerdeführer neu im Beschwerdeverfahren vor (act. 5, S. 16
Ziff. III/D/2, act. 24 Ziff. III/C/5, act. 31 Ziff. 2), das Bauvorhaben sei nicht hinreichend
erschlossen. Es gebe keine Strasse, die zum Bauvorhaben, namentlich zum Gebäude
Assek.-Nr. 0016_ auf Parzelle Nr. 0001_, führe.
11.1.
Das Erschliessungserfordernis nach Art. 19 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 2
Ingress und lit. b RPG sowie Art. 49 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a BauG gilt für alle Bauten
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und Anlagen und deren Änderungen, unabhängig davon, ob sie inner- oder ausserhalb
der Bauzone liegen bzw. einer ordentlichen Baubewilligung oder einer
Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG bedürfen (vgl. VerwGE B 2011/141 vom
20. März 2012 E. 3.1.1 mit Hinweisen, in: GVP 2012 Nr. 20). Was als hinreichende
Zufahrt gilt, hängt von der beanspruchten Nutzung des Grundstücks sowie von den
massgeblichen (namentlich örtlichen) Umständen des Einzelfalls ab (vgl.
BGer 1C_30/2010 vom 2. November 2010 E. 3.1, in: SJZ 107/2011, S. 468, sowie
VerwGE B 2019/244 vom 3. Mai 2020 E. 4 je mit Hinweisen). Art. 19 Abs. 1 RPG und
Art. 49 Abs. 2 lit. a BauG verlangen nicht, dass eine befahrbare Strasse bis zum
Baugrundstück oder gar zu jedem einzelnen Gebäude reicht. Vielmehr genügt es, wenn
Benützer und Besucher mit dem Motorfahrzeug in hinreichende Nähe gelangen und
von dort über einen Weg zum Gebäude oder zur Anlage gehen können (vgl.
BGer 1C_248/2019 vom 3. Februar 2020 E. 5.3, BGer 1C_387/2014 vom 20. Juni 2016
E. 7.2 und BGer 1C_271/2011 vom 27. September 2011 E. 3.2.2 je mit Hinweisen). Bei
der strassenmässigen Erschliessung ausserhalb der Bauzone ist ein Ausbau der
Zufahrten und erst recht eine Asphaltierung von bestehenden Wegen insbesondere
dann zu vermeiden, wenn diese vorwiegend nichtlandwirtschaftlichen Bauten dienen
und diese zu Fuss hinreichend erschlossen sind (vgl. E. Jeannerat, in: Aemisegger/
Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, Zürich 2016,
N 25 zu Art. 19).
11.2.
Wie sich dem Situationsplan und dem Geoportal entnehmen lässt, erfolgt die Zufahrt
zum vorliegend strittigen Bauvorhaben über die Gemeindestrasse dritter Klasse S._
(Parzelle Nr. 0022_) sowie auf der Parzelle Nr. 0000_ über den Gemeindeweg erster
Klasse F._-G._ und ab dem Gebäude Assek.-Nr. 0023_ über den Gemeindeweg
dritter Klasse X._-S._ (vgl. dazu auch act. 19, S. 12 Ziff. III/D/2). Es ist nicht
ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht weiter substantiiert, dass die
fragliche Zufahrt weiteren Zwecken als der Baustellenerschliessung – gemäss der
Beschwerdegegnerin (vgl. Baubeschrieb Ziff. 4) sollen neben dem Materialtransport zur
Baustelle im Rahmen der Bauausführung insgesamt ca. 100 m Aushubmaterial
entfernt werden – und der Zugänglichkeit für allfällige (nicht forstlichen Zwecken
dienenden, vgl. E. 10.2 hiervor) Unterhaltsarbeiten an den Quellfassungsanlagen dienen
soll. Für diese Zwecke erscheint die bestehende Zufahrt zu den Quellfassungsanlagen
3
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auch in tatsächlicher Hinsicht (vgl. zur rechtlichen Sicherstellung der Erschliessung E. 8
des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 12 f.) noch als hinreichend. Die
Beschwerdegegnerin hat zwar selbst eingestanden (vgl. Baubeschrieb, Ziff. 4), dass die
Bauarbeiten "im schlecht zugänglichen Waldgebiet entlang des S._baches" erfolgen
sollen. Vom Beschwerdeführer wird jedoch nicht behauptet, dass der Gemeindeweg
X._-S._ bis zum Sammelschacht Nr. 0011_ mit Stufen durchsetzt und mit
(geländegängigen) Fahrzeugen nicht befahrbar wäre. Daran ändert nichts, dass das
Gebäude Assek.-Nr. 0016_ auf Parzelle Nr. 0001_ rund 8 m vom Gemeindeweg
entfernt und um etwa 3 m über dem Niveau dieses öffentlichen Weges liegt, muss
doch die Strasse nicht bis zu jedem einzelnen Gebäude bzw. jeder einzelnen Anlage
führen.
12.
Soweit der Beschwerdeführer sodann noch die Auffassung vertritt (act. 5, S. 16-18
Ziff. III/E), das Bauvorhaben verstosse gegen Art. 684 ZGB, ist nicht erkennbar und
wird von ihm auch nicht weiter dargetan, inwiefern die Ausführung und der spätere
Betrieb und Unterhalt der erneuerten Quellfassungsanlagen, namentlich der Ersatz der
bestehenden Quellwasserleitung zum Gebäude Assek.-Nr. 0016_, übermässige
Immissionen im Sinne von Art. 684 ZGB auf seinem Grundstück Nr. 0001_
verursachen sollten (vgl. dazu BGer 5A_774/2017 vom 12. Februar 2018 E. 2, in:
BR 2018, S. 395, BGer 5A_47/2016 vom 26. September 2016 E. 2 mit Hinweisen, in:
BR 2017, S. 181, BGE 138 III 49 E. 4.4.2 mit Hinweisen, in: Pra 2012 Nr. 75, und
T. Göksu, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht,
3. Aufl. 2016, N 14 zu Art. 684 ZGB, siehe auch E. 10.2 des angefochtenen Entscheids,
act. 2, S. 15). Aus den erforderlichen wald- und raumplanungsrechtlichen
Ausnahmebewilligungen (vgl. E. 10.2 hiervor) ergibt sich jedenfalls nichts Gegenteiliges.
13.
Schliesslich bemängelt der Beschwerdeführer den vor- und erstinstanzlichen
Kostenspruch (act. 5, S. 3, 18 Ziff. I/3, III/F).
13.1.
Das Verwaltungsgericht hat mit Entscheid VerwGE B 2018/219 vom 28. Februar 2019
seine Praxis zur Auferlegung der amtlichen Kosten im erstinstanzlichen
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Baubewilligungsverfahren insoweit abgeändert, als die Kosten der zum Hauptgesuch
akzessorischen Einsprache nicht gestützt auf Art. 95 Abs. 1 VRP von den
Einsprechenden zu übernehmen sind, sofern die Einspracheerhebung nicht
offensichtlich missbräuchlich erfolgt (vgl. E. 3 mit Hinweisen). Demnach lässt sich die
Auferlegung von amtlichen Kosten für den erstinstanzlichen Einspracheentscheid der
Beschwerdebeteiligten vom 26. Januar 2017 (act. 9/17/33 f.) nicht halten. Die
Beschwerde ist daher in dieser Hinsicht (Kostenauferlegung im Einspracheverfahren)
teilweise gutzuheissen und Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Entscheids
entsprechend anzupassen.
13.2.
Die Kostenverlegung im Rekursverfahren richtet sich bei Streitigkeiten in erster Linie
nach dem Erfolgsprinzip (Art. 95 Abs. 1 VRP). Der Beschwerdeführer ist vor der
Vorinstanz mit seinen Anträgen vollumfänglich unterlegen. Dass die Vorinstanz unter
diesen Umständen die Kosten nach dem Erfolgsprinzip verlegte, lässt sich deshalb
nicht beanstanden. Auf die Erhebung amtlicher Kosten wird indessen in Anwendung
von Art. 97 VRP grundsätzlich verzichtet, wenn eine Rechtsfrage in einem Verfahren
erstmals entschieden oder eine feste Praxis ohne vorherige Ankündigung geändert
wird. Wesentlich ist, dass das Verfahren in guten Treuen geführt werden konnte, wie
dies bei Grenzfällen, bei widersprüchlicher oder bei fehlender Praxis der Behörden und
Gerichte der Fall sein kann (vgl. R. von Rappard-Hirt, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.],
a.a.O., N 7 zu Art. 97).
Das Verwaltungsgericht hat mit Entscheid VerwGE B 2015/279 vom 28. März 2017,
bestätigt mit BGer 5C_1/2017 und 5A_434/2017 je vom 10. August 2017, klargestellt,
dass seit Inkrafttreten des Baugesetzes vom 6. Juni 1972 am 1. August 1972 Art. 685
Abs. 1 ZGB nie Gegenstand eines Verfahrens vor den Behörden der
Verwaltungsrechtspflege war (vgl. E. 6 mit Hinweisen). Demgegenüber vertrat die
Vorinstanz offenbar seit dem Bundesgerichtsentscheid BGer 5A_814/2014 vom
12. Dezember 2014 eine gegenteilige Meinung (vgl. E. 3.3 des angefochtenen
Entscheids und Juristische Mitteilungen des Baudepartements 2015/IV/6). Dem
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers konnte der zitierte
Verwaltungsgerichtsentscheid im Zeitpunkt der Rekurserhebung am 15. Februar 2017
(act. 9/1) noch nicht bekannt gewesen sein. Allerdings kündigte die Vorinstanz dem
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Beschwerdeführer die Änderung ihrer seit dem 12. Dezember 2014 ausgeübten festen
Praxis mit Zwischenverfügung vom 12. Januar 2018 an (act. 21). Da der
Beschwerdeführer daraufhin an seinem Rekurs festhielt (vgl. Rekursergänzung vom
29. Januar 2018, act. 9/27), rechtfertigte es sich nicht, auf die Erhebung von amtlichen
Kosten zu verzichten. Nachdem die konkrete Bemessung der amtlichen Kosten im
Rekursverfahren vom Beschwerdeführer im Übrigen nicht beanstandet worden ist und
nichts ersichtlich ist, was eine Abänderung des Kostenspruchs von Amtes wegen
rechtfertigen würde, erweist sich der Einwand des Beschwerdeführers als unbehelflich.
13.3.
Entsprechend der Verlegung der amtlichen Kosten (vgl. E. 13.2 hiervor) hätte der
Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin für das Rekursverfahren ausseramtlich zu
entschädigen (vgl. Art. 98 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 98 VRP und VerwGE
B 2018/75 vom 21. März 2019 E. 4.2 f. mit Hinweisen). Nach der
verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung kommt Politischen Gemeinden indessen
grundsätzlich kein Anspruch auf Entschädigung ausseramtlicher Kosten zu (vgl.
VerwGE 2014/203 vom 25. Mai 2016 E. 5.2 mit Hinweisen). Von diesem Grundsatz wird
nur abgewichen, wenn das Gemeinwesen wie eine Privatperson betroffen ist, so als
Grundeigentümer oder als Bauherr (vgl. VerwGE B 2015/279 vom 28. März 2017 E. 8
mit Hinweisen). Dies trifft vorliegend nicht zu. Die Beschwerdegegnerin ist zwar
Bauherrin, nimmt aber mit der geplanten Erneuerung der Quellfassungsanlagen und -
leitungen für ihre Trinkwasserversorgung öffentliche Interessen wahr, weshalb ihr im
Rekursverfahren keine Entschädigung für ausseramtliche Kosten zusteht. Die
Beschwerde ist daher auch diesbezüglich teilweise gutzuheissen und Dispositiv-
Ziffer 3b des angefochtenen Entscheids entsprechend anzupassen.
14.
Bei diesem Verfahrensausgang gehen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens
zulasten des mehrheitlich unterliegenden Beschwerdeführers (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP
und VerwGE B 2016/237 vom 25. Oktober 2018 E. 7 mit Hinweis). Eine
Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren von CHF 4'000 ist angemessen (Art. 7
Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Diese ist mit dem
geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
bis
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 22/22
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St.Galler Gerichte
Weil der Beschwerdeführer mit seinen Anträgen mehrheitlich unterlegen ist, hat er auch
keinen Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren
(Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98 VRP). Ebenso steht sowohl der
Beschwerdegegnerin als auch der Beschwerdebeteiligten kein Kostenersatz zu (vgl.
E. 13.3 hiervor).