Decision ID: 24ca27bb-e95d-46ba-a69f-de9657f7ebb0
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1976, ist gelernter Maschinenmechaniker
(
Urk.
8/2/4)
.
Nach einem längeren Auslandaufenthalt kehrte er a
m 2
2.
Mai 2012
in die
Schweiz
zurück
(
Urk.
8/4
Ziff.
4.1).
Unter Hinweis auf rezidivierende depressive Episoden und eine
Dysthymia
mel
dete sich der Versicherte am 1
8.
März 2014 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/4
Ziff.
6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab.
Am
2.
Dezember 2014 stellte sie dem Versicherten den Vorbescheid (
Urk.
8/19) zu, wogegen
dieser
am
3.
Januar 2015 Einwände vorbrachte (
Urk.
8/23). Mit Verfügung vom 1
7.
März 2015 (
Urk.
8/32 =
Urk.
2) verneinte die IV-Stelle einen Anspruch des Versicherten auf IV-Leistungen.
2.
2.1
Der Versicherte erhob am 1
4.
April 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
7.
März 2015
(
Urk.
2)
. Sinngemäss beantragte er, die Aufhebung der Verfü
gung und die
Zusprache
von Leistungen der Invalidenversicherung (
Urk.
1 S.
1
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
9.
Mai 2015 (
Urk.
7) die Abweisung der Beschwerde.
Mit
Gerichtsv
erfügung vom
2.
Juni 2015
wurde
antragsgemäss (
Urk.
1 S.
3 unten
) die unentgeltliche Prozessführung
bewilligt
und dem
Beschwerdeführer
die Beschwerdeantwort zu
gestellt
(
Urk.
9 Dispositiv
Ziff.
1-2).
2.2
Die Beschwerdegegnerin
reichte am
3.
September 2015 eine ergänzende Stellung
nahme
(
Urk.
13)
ein
. Der Beschwerdeführer
reichte dem Gericht
am 2
5.
November 2015 (
Urk.
19)
eine Stellungnahme
und einen Arztbericht (
Urk.
20) ein. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am
3.
März 2016 auf eine Stellungnahme
dazu
(
Urk.
23).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte sich auf den Standpunkt
,
e
ine
g
esundheitliche Beeinträchtigung
, welche in Dauer und Schwere eine erhebliche und dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründe
, sei aus medizinischer Sicht nicht ausgewiesen
(
Urk.
2
S. 2 unten).
Der
Beschwerdeführer verweigere sowohl eine psychotherapeutische als auch eine medikamentöse Behandlung, obwohl ihm eine entsprechende Mitwirkungs- beziehungsweise Schadenminderungspflicht auferlegt worden sei. Angesichts der nicht ausgeschöpften Therapiemöglichkeiten könne vom Scheitern einer konsequent durchgeführten Therapie, welche das Leiden als resistent ausweise, nicht die Rede sein. Auch bestünden erhebliche Zweifel am tatsächlich vor
liegenden Leidensdruck (
Urk.
13 S. 1).
Somatisch
bestünden keine
Komorbidi
täten
und psychisch nur in einem Ausmass, welche die Arbeitsfähigkeit nicht zu beeinträchtigen vermögen.
D
ie festgestellte leichte depressive Episode sei vorübergehend und therapeutisch
angehbar
. Eine Panikstörung sei offensicht
lich sehr schwach ausgeprägt (
Urk.
13
S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte vor, er sei von seinem Hausarzt weiterhin zu 100 % krankgeschrieben.
Er sei bettlägerig und s
ein Schlafrhythmus sei ausser Kontrolle. Meistens
liege
er die ganze Nach
t
wach und
sei
froh, wenn er einmal drei bis fünf Stunden durchschlafen könne. Die Ausübung einer Erwerbstätig
keit sei unter diesen Bedingungen ausgeschlossen
(
Urk.
1 S. 1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist namentlich, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Invalidenrente hat.
3.
3.1
Dr.
med.
Y._
, Fachärztin für Neurologie, stellte im Bericht vom
2.
Juli 2013 (
Urk.
8/15/6-7)
gestützt auf
eine
neurologische Untersuchung vom 2
8.
Juni 2013 folgende Diagnosen (S. 1):
unspezifisches Beschwerdebild mit Schwindel, Müdigkeit und Unwohl
sein
klinisch-neurologisch unauffällig
Müdigkeit mitverursacht durch Schlafstörung (inadäquate
Schlafhygi
ene
)
Dr.
Y._
stellte zur
Anamnese fest, der Beschwerdeführer habe berichtet, dass er seit zirka 15 Jahren Beschwerden habe. Für ihn stünden
Schwindelbeschwer
den
und eine chronische Müdigkeit im Vordergrund. Das Ganze habe mit Schwindelattacken begonne
n. Auf der Flugreise nach
Z._
habe er eine
Schwindelattacke mit heftigster Übelkeit und Erbrechen erlitten
. Aktuell sei der Schwindel andauernd vorhanden, als ob er sich in einem Boot befinde, in unterschiedlicher Ausprägung
(S. 1).
Für die berichteten Schwindelbeschwerden
habe
sich sowohl anamnestisch als auch in der neurologischen Untersuchung weder eine periphere noch eine zentral-
vestibuläre
Ursache gefunden. Die chronische Müdigkeit lasse sich teil
weise durch eine seit Jahren bestehende Schlafstörung erklären, welche in erster Linie durch eine inadäquate Schlafhygiene bedingt sein dürfte
. Anamnestisch lasse sich eine Tag-Nacht-Umkehr eruieren mit Bettzeiten am frühen Morgen und Aufstehzeiten zur Mittagszeit mit fünf bis sechs Stunden Schlaf
(S. 2).
3.2
Dr.
med.
A._
, praktischer Arzt und Facharzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie, Psychiatrisch Psychotherapeutisches Ambulatorium,
B._
, nannte in einem Bericht vom
3.
März 2014 (
Urk.
8/2/1) als Diagnosen eine
Dysthymia
und eine rezidivierende depressive Episode.
Dr.
A._
führt
e aus, der Beschwer
deführer sei
2012 bereits im Ausland vollständig somatisch abgeklä
rt worden
.
Es bestünden aus
geprägte depressive Phasen bei einer weiterhin bestehenden
Dysthymia
.
Es liege eine
deutlich reduzierte Stimmungslage
vor
. Die Schwingungsfähigkeit sei vermindert. Die Psychomotorik und der Antrieb seien reduziert.
Der Beschwerdeführer fühle sich subjektiv erschöpft. Es
bestünden
keine akute Suizidalität und keine Anhaltspunkte für Fremdgefährdung. Aufgrund einer double
d
epression
bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit des Patienten, die auch von ihm stark wahrgenommen werde. Absehbar sei eine Arbeitsbe
lastung von mehr als 30
%
aufgrund der depressiven S
ymptomatik nicht mög
lich
.
3.
3
Dr.
A._
gab in einem
Bericht vom 2
4.
April 2014
als Einschränkungen eine
Erschöpfbarkeit und eine reduzierte
Konzentrations- und
Auffassungsfä
higkeit
des Beschwerdeführers
an und attestierte
eine Arbeitsunfähigkeit von 70
- 80
%
(
Urk.
8/11
Ziff.
1.7).
3.4
Dr.
med.
C._
, Assistenzärztin, und
Dr.
med.
D._
,
Fach
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
Oberarzt, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie,
E._
, berichteten am
2.
Juli 2014
(
Urk.
8/26/4-8) über
eine Abklärung
des Beschwerdeführers
im
E._
, die
vom
9.
Mai bis 1
0.
Juni 2014
dauerte
(S. 1
oben
).
Die Ärzte des
E._
stellten fest
,
der Patient zeige im Querschnittsbild ein ängst
lich-depressiv-zwanghaft-
somatoformes
Syndrom. Es handle sich um Beschwer
den im Zusammenhang mit einer bekannten Panikstörung,
um
Sorgen um den
Gesundheitszustand
, Stimmungsschwankungen mit Niedergeschlagen
heit, einen verminderter Antrieb, eine erhöhte Ermüdbarkeit,
eine
verminderte Konzentra
tion, ein vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, mögliche Zwangs
handlungen, ein
en gestörten
Tag-Nacht-Rhythmus, fehlende Erholung nach Schlaf, Gelenks- und Muskelschmerzen,
Schwank
schwindel
, Benommen
heit und Flimmerskotome. Die Beschwerden bestünden vor dem Hintergrund psycho
sozialer Belastungsfaktoren wie eine
r
seit Jahren bestehende
n
Arbeitslo
sigkeit, Konflikte in der Partnerschaft, eine
r
schwierige
n
familiäre
n
Situation und Unzufriedenheit mit dem derzeitigen Leben in der Schweiz
(S. 1 Mitte)
.
A
ufgrund der Diagnostik
und des
Gesamtverhaltens des Patienten in der
Unter
su
chungssituation
gehe man aktuell von einer leichten depressiven Epi
sode aus. Das Angstsyndrom sei mit der vorbekannten Panikstörung und der affektiven Störung vereinbar. Hinsichtlich der Zwangssymptomatik seien derzeit die Diagnosekriterien für eine Zwangsstörung nicht erfüllt.
Das
somatoforme
Syn
drom sei in Bezug auf die Schafbeschwerden mit einem Verdacht auf eine nichtorganische Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus und einem Verdacht auf eine undifferenzierte
Somatisierungsstörung
vereinbar. Allerdings zeige sich auch eine deutliche Interaktionsthematik
(S. 1).
Die Ärzte des
E._
stellten folgende Diagnosen (S. 1
unten
):
leichte depressive Episode
vorbekannte Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst)
Verdacht auf undifferenzierte
Somatisierungsstörung
Verdacht auf nichtorganische Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus
Im Status hätten sich diskrete Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen gezeigt.
Der Beschwerdeführer schildere subjektiv eine
verminderte
Konzentra
tions
-, Merkfäh
igkeits- und Gedächtnisleistung
. Er
gebe ein dauerhaftes Gefühl an, wie „benebelt“ zu sein und
habe
die Sorge, dass sich sein Gesundheitszu
stand in Bezug auf das
chronic
fatigue
syndrom
und die Schlafstörungen nicht bessere
. Er habe seit 18 Jahren eine Panikstörung
(S. 2).
Der Patient habe angegeben, dass er aktuell an einem
chronic
fatigue
s
yndrom
(Gelenk- und Muskelschmerzen, Konzentrations-, Merkfähigkeits- und Gedächt
nis
störungen, Erschöpfung, nicht erholsamer Schlaf)
und
an
Schlaf
rhythmus
störungen
,
einem
Schwankschwindel
, Benommenheit sowie Flimmerskotomen leide. Das
chronic
fatigue
s
yndrom
, die Schlafstörung und die daraus resul
tierende Arbeitslosigkeit führten zu partnerschaftlichen Konflikten.
Für das
chronic
fatigue
s
yndrom
habe man
bisher keine eindeutige Ursache fin
den können (S. 3 oben). Der Patient habe vom 1
2.
bis 2
0.
Lebensjahr Cannabis,
Kokain, LSD, Ecstasy und Heroin konsumiert. Er habe den Drogenkonsum sistiert, da er einen Kontrollverlust sowie körperliche Konsequenzen bemerkt habe (S. 4 unten).
3.5
Der Beschwerdeführer war sodann vom 2
9.
August bis 2
2.
Oktober 2014 in der Klinik für Pneumologie,
E._
, in Behandlung.
Dr.
med.
F._
, Assist
enzarzt, und
Dr.
med.
G._
, Oberärztin,
E._
, nannten im Bericht vom 2
2.
Oktober 2014 (
Urk.
8/26/9-11) als Diagnosen eine zirkadiane Schlafrhythmusstörung und eine depressive Störung (S. 1).
Dr.
F._
und
Dr.
G._
führten aus, der Patient leide nun seit gut 15
Jahren unter einer diffusen Müdigkeit. In
Z._
sei die Diagnose eines
chronic
fatigue
S
yndroms gestellt worden. Weiter bestehe ein gestörter Tag-/Nachtrhythmus. Der Beschwerdeführer gehe erst in den frühen Morgenstunden ins Bett und schlafe anschliessend nicht-fraktioniert zirka fünf Stunden.
Zusammenfassend leide der Patient am ehesten unter einer zirkadianen Schlafstö
rung (
delayed
sleep
phase
syndrom
)
aggraviert
durch eine leichte depressive Störung sowie eine fehlende Tagesstruktur. Eine Therapie mit einem
Melantonin
-Agonisten sei bereits in der Vergangenheit nicht erfolgreich gewe
sen und werde vom Patienten nicht gewünscht (S. 2 unten).
3.6
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, führte im Bericht vom 2
4.
Februar 2015 (
Urk.
8/
30
) aus,
anlässlich zweier
ambulanten Untersuchungen und auch sonst seien Hinweise auf Abnormitäten in der Hirntätigkeit zu vermerken. So sei bekannt, dass der Beschwerdeführer Behandlungen mit einem Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer aufgrund von massiven Phonemen imperativer und k
ommentierender Natur habe abbrechen müssen. Diese Nebenwirkung sei in der Gruppe von Patienten mit Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis weitaus häufiger zu beobachten a
ls sonst im Patientenkollektiv (S. 1 f.).
Der Beschwerdeführer habe sich in der klinischen Untersuchung affektiv verflacht, vom Grundaffekt her
dysphorisch
, von der
Psychomotorik her misstrau
isch,
leichtgradig
angespannt und gesteigert präsentiert. Ermüdungs
erscheinun
gen sei
en nicht zum Vorschein gekommen
wie auch keine
Bewe
gungs
ein
schränkungen
, was in Anbetracht der erheblichen beklagten Schmerzen
und
der anhaltenden sehr starken Müdigkeit verwundere
. Der Beschwerdeführer berichte von einer sehr starken Fixierung auf hypo
chondrische Denkinhalte, welche jedoch die Ausprägung von Wahnhaftem nicht erreichten und am ehesten als überwertige Ideen nach
Kraepelin
zu qualifizieren
seien. Das Vorliegen von anderen Wahninhalten sowie von Ich-Störungen werde
negiert (S. 2 oben).
In Anbetracht der Auffälligkeiten in der Affektivität und Psychomotorik sowie eine
r
bereits früher bei versicherungsmedizinischen Abklärungen in
Z._
aufgefallene
n
Affektverflachung bestehe die Möglichkeit, dass es sich bei den vom Patienten beklagten körperlichen Sensationen „wie ein
schlimmer Virus“, „wie
bekifft
und übermüdet, mit Druck im Kopf“ um
Zönästhesien
handle.
Nach Huber sei die
zönästhetische
Schizophrenie überwiegend von bizarren körperli
chen Sym
ptomen gekennzeichnet
und ansonsten von einem defizitären Verlauf, wobei der Beschwerdeführer für die Dauer der letzten 15 - 17 Jahre von einem s
ozialen Abstieg berichtet habe. Die
aktuelle Partnerschaft
sei dabei
als einzige positive Ausnahme hinsichtlich des soz
ialen Verhaltens zu sehen
. In der Gesamt
schau bestehe die hohe Wahrscheinlichkeit, dass die vom Patienten beklagten und in der Untersuchung beobachtbaren Symptome, wie Beeinträch
tigungen in der Willensbildung, Passivität, Affektverflachung und
Denkverar
mung
, im Rahmen einer
zönästhetischen
Schizophrenie entstanden seien
(S. 2 Mitte).
Der Beschwerdeführer
präsentiere ein hochgradig atypisches Bild, welches bis
her als Zusammenwirken dreier psychischer Störungen erklärt worden sei, näm
lich einer rezidivierenden depressiven Störung, eines
chronic
fatigue
S
yndroms sowie einer
Dysthymie
. Die Annahme einer
zönästhetischen
Schizophrenie mit langsamer Entwicklung von Negativsymptomen lasse die Anzahl von diagnosti
schen Entitäten auf nur eine reduzieren, denn sämtliche vom Patienten beklag
te
n
und demonstrierte
n
Symptome könnten dadurch erklärt werden. Dies führe aus versicherungspsychiatrischer Sicht zur Feststellung, dass es dem Patienten nur stark eingeschränkt möglich sei, zur Überwindung von belastenden Sensa
tionen eine ihm zumutbare Willensanstrengung zu erbringen
(S. 2)
.
Die Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt liege demnach bei maximal 30 %. Die Einschränkung sei bedingt durch eine Störung im sozial
en Verhalten, eine formalgedankliche
Einengung,
eine
signifikant reduzierte emotionale
Belastbarkeit und Stresstoleranz sowie durch psychomotorische Defizite (S. 2 unten).
In einem geschützten Rahmen liege die Arbeitsfähigkeit des Patienten höher und betrage mindestens 50
%
(S. 2 unten)
.
Dr.
H._
habe dem Patienten eine medikamentöse Behandlung mit der Substanz
Sulprid
vorgeschlagen. Ob und inwiefern dadurch eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit erreicht werden könne, könne momentan nicht bestimmt werden (S. 3).
3.7
Med.
pract
.
I._
,
Fachärztin für
O
rthopädisc
he Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates, Regionalärztlicher Dienst der
Beschwer
de
gegnerin
(RAD), gab in einer Stellungnahme vom
9.
März 2015 (
Urk.
8/31 S. 2) an, es lägen mehrere fachärztliche psychiatrische Berichte vor.
Bei im Wesentlichen gleich geschilderten Symptomen komme das
E._
zu den Diagnosen einer leichten depressiven Episode, einer Panikstörung, eines Ver
dachts auf eine undifferenzierte
Somatisierungsstörung
und eines Verdachts auf eine nichtorganische Störung des Schlaf-Wachrhythmus. Der Beschwerdeführer habe zum Tagesrhythmus angegeben, dass er in der Nacht am aktivsten sei und gelegentlich zu dieser Zeit das Haus putze.
Dr.
H._
komme hingegen zur Diagnose einer
zönästhetischen
Schizophrenie. Er schildere in seinem Bericht im Wesentlichen die gleichen Befunde, die auch von den Ärzten des
E._
doku
mentiert worden seien.
Zönästhesien
äusserten sich in abnormen Körperempfindungen. Dabei sei es nach Huber für eine Schizophrenie typisch, dass diese Körperempfindungen als nicht steuerbar und von aussen gemacht empfunden würden.
Dr.
H._
schildere als abnorme Körperempfindungen: „wie ein schlimmer Virus“, „wie
bekifft
und übermüdet
,
mit Druck im Kopf“. Aus medizinischer Sicht sei ein Benommenheitsgefühl bei gestörter Schlafhygiene mit Schlafmangel nicht als Symptom einer
Zönästhesie
zu bewerten. Es falle auf, dass bisher kein Versuch dokumentiert sei, den Tag-/Nachtrhythmus zu normalisieren. Zusammenfassend sei ein dauerhafter Gesundheitsschaden weiterhin nicht ausgewiesen.
3.8
Med. prakt.
J._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, hielt in einer Stellungnahme vom
9.
März 2015 (
Urk.
8/31 S. 3 oben) fest, aus psychiatrischer Sicht lägen keine
zönesthetischen
Symptome vor. Die dafür geforderten „bizarren Körpersensationen“ lägen offensichtlich nicht vor. Aus versicherungspsychiatrischer Sicht sei die Beurteilung
durch
med.
pract
.
I._
zu unterstreichen.
3.9
Der Beschwerdeführer reichte zudem einen Bericht von
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 2
1.
Oktober 2015 (
Urk.
20) über
die am 2
0.
Juli 2015 aufgenommene (S. 1 Mitte), bisher vier Sitzungen umfassende (S. 3 unten) Behandlung
ein.
Dr.
K._
führte aus, der Beschwerdeführer sei mit 21 Jahren nach
Z._
ausgewandert und habe do
rt eine Pilotenschule begonnen, die er nach drei Monaten wegen verschiedener anhaltender Symptome abgebrochen habe.
Die Symptome hätten sich bis Mitte 1998 verschlimmert. Damals sei er nur noch bettlägerig gewesen.
Der Beschwerdeführer beschäftige sich bis heute täglich mit seiner Krankheitssituation, die in einer anhaltenden Müdigkeit und einem
Mangel an Kraft und Energie bestehe. Nach 30 Minuten Tätigkeit sei er erschöpft (S. 1
Ziff.
2). Er habe Phasen mit Hoffnungslosigkeit und wochenlan
gem Rückzug ins Bett, die sich mit kürzeren Momenten von Hochstimmung abwechselten (S. 2
Ziff.
2 oben).
Der Beschwerdeführer habe in
Z._
verschiedene Therapien versucht, wel
ch
e
kurzfristig hilfreich gewesen seien, danach sei innert Kürze wieder alles gleich gewesen. Antidepressiv
a
seien ohne positive Wirkung gewesen, mit Nebenwirkungen, die
der Beschwerdeführer
als „schizophren“ bezeichnet habe (S. 2 oben).
Dr.
K._
stellte die Diagnose einer
schizotypen
Störung. Der Psychiater gab dazu an, beim Beschwerdeführer bestehe ein exzentrisches Verhalten und Auf
fälligkeiten im Denken und im Kontakt, hier vor allem durch einen kühlen Affekt, was an eine schizophrene Störung denken lasse. Auch der Verlauf seit Beginn des Erwachsenenalters lasse an eine F2 Diagnose denken. So habe sich am Übergang zum Berufsleben eine schwere Hemmung und Abhängigkeit ein
gestellt, welche bis heute anhalte. Es fänden sich keine Anzeichen für Aggrava
tion oder Simulation. Der Patient schildere seine Beschwerden und seine Unfä
higkeit, vermehrt am sozialen, insbesondere am beruflichen Leben, aber auch an Beziehungen teilnehmen zu können, glaubwürdig und ohne Verdeutlichung. Nebst einem eingeschränkten Affekt und einem eigentümlichen Verhalten fän
den sich weitere Symptome, die bei einer
schizotypen
Störung zu finden seien.
So habe der Patient kaum soziale Bezüge und eine Tendenz zum Rückzug. Er erscheine eher misstrauisch und zwanghaft grüblerisch
und zeige zwischenzeit
lich ungewöhnliche Körpergefühlstörungen (Schwindel, Schmerzen, nicht klar im Kopf). Das Ausmass der Störung und der damit im Alltag verbundenen Ein
schränkungen der Aktivität und Partizipation sei
en
beim Beschwerdeführer als schwer zu bezeichnen. Die Störung zeige einen chronischen Verlauf mit unter
schiedlicher Intensität
. Entwicklung und Verlauf entsprächen einer
Persönlich
keitsstörung
. Eindeutige schizophrene Symptome seien bisher nicht aufgetreten.
Als Differentialdiagnose nannte
Dr.
K._
eine Schizophrenie. Der Psychiater gab dazu an, es handle sich vorwiegend um eine Negativsymptomatik und um
zönästhetische
Symptome. Dafür würden der Beginn am Übergang zum Beruf und der Verlauf mit einer dauerhaften Negativ-Symptomatik und einer deutlich vorhandene Störung in der Persönlichkeit (autistische Symptome) sowie eine schwere Einschränkung beim Eintritt ins Berufsleben sprechen. Bisher fehlten aber eindeutige und charakte
ristische schizophrene Symptome
. Anamnestisch bestünden ein Status nach multiplem
Substanzgebrauch (abstinent mit
21
Jahren)
und ein Status nach Panikattacken und depressiven Störungen (S. 3
Ziff.
4).
Aufgrund des aktuellen klinischen Befundes und der Anamnese mit der aktuellen Diagnose einer
schizotypen
Störung (Verlauf einer schweren
Persön
lichkeitsstörung
) bestehe bei diesem Patienten keine genügende Belastbarkeit für eine berufliche Integration. Die weitere Behandlung bestehe in einer lang
fristigen ambulanten Behandlung, die sich um die Erhaltung von Ressourcen und eine Aktivierung drehen werde (S. 3 f.
Ziff.
5).
4.
4.1
Der
Beschwerdeführer
klagte
bei den
medizinischen
Untersuchungen
über eine
chronische Müdigkeit, Schwindel
und
weitere Beschwerden.
Aus psychiatrischer Sicht
wurden
ein
chronic
fatigue
Syndrom, eine
Dysthymia
, eine leichte depressive Episode, eine Panikstörung, ein Verdacht auf eine undifferenzierte
Somatisierungsstörung
und ein Verdacht auf eine nichtorganische Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus
festgestellt
.
Dr.
H._
stellte die Diagnose einer
zönästhetischen
Schizophrenie. Nach dem Bericht von
Dr.
K._
vom 2
1.
Oktober 2015 liegt dagegen
eine
schizotype
St
örung vor.
Dr.
A._
,
Dr.
H._
und
Dr.
K._
gingen davon aus, dass der Beschwer
deführer aufgrund der Störung massgeblich in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist (E. 3.3, 3.6 und 3.9 hiervor).
Der RAD der Beschwerdegegnerin
verneinte
dagegen
ein
en
relevante
n
Gesundheitsschaden
(E. 3.7-3.8).
4.2
Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweck
te BGE 130 V 352 die Sicherstel
lung eines gesetzmässigen Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Gemäss
BGE 141 V 281
ist die
Überwindbar
keitsp
raxis
in Änderung der Rechtspre
chung aufzugeben (E. 3.5). In
methodi
scher Hinsicht ergibt sich Folgendes: Die Frage, ob die diagnostizierte
Schmerz
störung
zu einer ganzen oder teilweisen Arbeitsunfähigkeit führe, stellt sich nicht mehr im Hinblick auf die Widerlegung einer Ausgangsvermutung. Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird durch einen strukturierten, normativen Prüfungsraster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine
ergebnisoffene
symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung
leistungs
hindernder
äu
sserer Belastungsfaktoren einer
seits und
Kompensations
potentialen
(Ressourc
en) anderseits – tatsächlich er
reichbaren Leistungsvermö
gens (E. 3.6). Betont wird, dass die Aufgabe der Überwindbarkeitsvermutung an den Regeln betreffend die Zumutbarkeit nichts ändert, namentlich nicht am
Erfordernis ei
ner objektivierten Beurteilungs
grundlage. Nach Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG liegt eine Erwerbsunfähigkeit nur vor, wenn sie aus objekti
ver Sicht nicht überwindbar ist. Medizinisch-psychiatrisch nicht begründbare Selbsteinschätzungen und -limitierungen, wie sie gerichtsnotorisch ärztlicher
seits sehr oft unterstützt werden
-
wobei erst noch häufig gar keine konsequente Behandlung stattfindet
, sind auch künftig nicht als invalidisierende
Gesund
heitsbeeinträchtigung
anzuerkennen (E. 3.7.1).
4.3
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes
gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
4.4
Im Hinblick auf die Diagnose einer leichten
depressiven Episode ergibt sich, dass eine solche
Störung
nach der Rechtsprechung grundsätzlich nicht geeignet ist, eine leistungsspezifische Invalidität zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 9C_506/2014 vom 1
0.
November 2014, E. 4.2). Insofern scheidet ein Rentenan
spruch
daher aus.
4.5
Ein
schon 2008 diagnostizierte
s
chronic
fatigue
Syndrom (
Urk.
3/4 S. 8
Ziff.
7)
wie auch die Verdachtsdiagnose einer
undifferenzierten
Somatisierungsstörung
fallen
unter
die mit BGE 141 V 281 geänderte Rec
htsprechung de
s Bundesge
richts betreffend die Voraussetzungen
, unter denen althaltende
somatoforme
Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden eine
rentenbe
gründende
Invalidität zu begründen vermögen
.
Die Beschwerdegegnerin
stützte sich
in der angefochtenen Verfügung
noch auf die
ältere
Rechtsprechung gemäss
BGE 130 V 352
(
Urk.
2 S. 2).
Die vorliegenden medizinischen Akten
lassen keine abschliessende Beurteilung über den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu.
Insbesondere fehlt eine fundierte
psychiatrische
Abklärung, die
eine
Prüfung der
Standardindikatoren gemäss
BGE 141 V 281 E. 4.3.1-4.4.2
erlauben würde.
Im Bericht der Ärzte des
E._
vom
2.
Juli 2014 wiederum fehlt eine Ein
schätzung zur zumutbaren Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (E. 3.4).
Die
Beschwerdegegnerin hat es unterlassen,
den Beschwerdeführer
mittels eines psychiatrischen Gutachtens abzuklären.
Bereits der Bericht von
Dr.
H._
vom 2
4.
Februar 2015
und die von ihm gestellte Diagnose
sowie der Bericht von
Dr.
K._
vom 2
1.
Oktober 2015 boten Anlass für weitere Abklärungen.
Die knappen Stellungnahmen
des RAD
der Beschwerdegegnerin
erweisen sich insofern als unzureichend
.
Da es sich bei
Dr.
K._
offenbar um den
aktuellen
behandelnden Psychiater
des Beschwerdeführers
handelt, kann nicht allein
auf
seine Beurteilung
und auch nicht auf den
Bericht von
Dr.
H._
abgestellt werden.
Insofern ist die Erfahrungstatsache zu beachten, dass Hausärzte wie auch behandelnde Ärzte im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussa
gen, weshalb im Streitfall eine direkte
Leistungszusprache
einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte kaum je in Frage kommen wird (BGE 135 V 465 E. 4.5).
Weiter ist gemäss
Dr.
H._
und
Dr.
K._
nicht auszuschliessen, dass
eine
Schizophrenie oder eine
schizoype
Störung
vorlieg
t
, die die
geklagten
Beschwerden erklären könnte
. Dabei bleibt jedoch unklar, ob und in
welchem Ausmass
der Beschwerdeführer dadurch in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist.
Die RAD-Ärzte schlossen eine Schizophrenie
einzig
anhand der von
Dr.
H._
beschriebenen
Symptome aus, wobei sie den Beschwerdeführer
selber nicht untersucht haben.
4.6
Zusammenfassend erweist sich eine fachärztliche Abklärung
des Gesundheitszu
standes und der Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
als erforderlich, wobei in Anbetracht der Diagnose
n
eines
chronic
fatigue
Syndroms
und einer undifferenzierten
Somatisierungsstörung
die Rechtsprechung nach BGE 141 V 281 zu
beachten
ist
.
Die Sache ist daher
zur ergänzenden psychiatrischen Abklärung des Sachverhaltes
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Anschliessend hat
diese
über den
allfälligen Leistungsa
nspruch
des Beschwer
deführers
neu zu verfügen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Vorliegen
d
sind die Kosten auf
Fr.
6
00.-- festzusetzen und der unterliegenden Be
schwerdegegnerin aufzuerlegen.