Decision ID: 210f895c-1baa-4491-a7f6-eb16deb7a30b
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1969, hat 1994 die Schauspielakad
e
mie
Y._
(Urk. 5/1/1-2) und
2007 die Fachhochschule für Soziale Arbeit
Z._
(Urk. 5/1/3) abgeschlossen und war mit einem Pensum von 75 % als Sozialpä
dagoge tätig, als er sich
am
5.
Juli 2010 bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug anmeldete
(Urk. 5/15
Ziff.
5.4
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm Integrationsmassnahmen zu (Urk. 5/23
-
26, Urk. 5/32; Urk. 5/48-49, Urk. 5/52, Urk. 5/56, Urk. 5/58, Urk. 5/60, Urk. 5/79).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
5/89, Urk. 5/91, Urk. 5/95
, Urk. 5/99-100
) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
9.
Januar 2015 einen Rentenanspruch (Urk. 5/
102
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am 1
8.
Januar 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom
9.
Januar 2015 (Urk. 2) und beantragte, es sei ihm zumindest eine Teilrente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2 Mitte).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
5.
Februar 2015 (Urk. 4) die Abweisung der Beschwerde, was am
4.
Mai 2015 dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 6).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener
Ar
beitsmarktlage
erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid gewor
den wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der An
teil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
1.4
Gemäss Art. 27 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) gelten unter
anderem künstlerische
Tätigkeiten als Betä
t
igung im Aufgabenbereich.
1.5
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, es bestehe zwar ein offensichtlich signifikantes psychisches
Gesundheits
problem
, jedoch werde die Neurasthenie zur heutigen Zeit nur noch selten dia
gnostiziert und die akzentuierte Persönlichkeitsstörung werde als nicht erheb
lich angesehen, weshalb kein Rentenanspruch bestehe (S. 2 unten).
In der Beschwerdeantwort führte sie aus, weder die diagnostizierte
Er
-
schöpfungs
depression
noch die Neurasthenie noch die akzentuierten
Persön
lichkeitszüge
vermöchten einen andauernden Gesundheitsschaden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu begründen (Urk. 4).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt
(Urk. 1)
,
seine psychische Belastbarkeit sei extrem eingeschränkt und er leide an einer massiven Filterstörung,
deretwegen
er sehr rasch unter Reizüberflutung leide. Er
habe wegen dieser Störung schon zweimal für insgesamt etwa drei Monate sta
tionär
behandelt werden müssen. Dank entsprechender Medikation und der durchgeführten Integrationsmassnahme könne er heute gerade so knapp wieder 50 % arbeiten (S. 1 Mitte).
Dass
sich seine Erkrankung (Filterstörung) nicht in das Raster der ICD-10 einordnen lasse, heisse nicht, dass es sie nicht gebe. Er habe zwei Jahre völlig zurückgezogen leben müssen und könne sich nirgends aufhalten, wo viele Reizeinflüsse
- beispielsweise in einer Innenstadt -
seien
(S. 1 unten).
2.3
Strittig und zu prüfen ist mithin, wie es sich mit einem allfälligen anspruchs
-
rele
vanten Gesundheitsschaden und einem allfälligen Rentenanspruch verhält.
3.
3.1
Med.
pract
.
A._
, praktischer Arzt, führte in seinem Bericht vom 2
1.
Juli 2010 (Urk. 5/16) aus, dass er den Beschwerdeführer vom
7.
Oktober 2009 bis
1.
März 2010 behandelt habe (
Ziff.
1.2)
,
und nannte folgende Diagno
sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
verminderte Stress-Resilienz (vermutlich prä- und perinatal erworben)
Nervenzusammenbruch infolge Reizüberflutung
Nebenniereninsuffizienz (sekundär?)
Er attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % als Erzieh
er
vom
7.
bis 2
3.
Ok
-
tober
2009 (
Ziff.
1.6).
Die Zumutbarkeit der bisherigen Tätigkeit sei zustandsabhängig; bei günstigem Therapieverlauf sei eine Tätigkeit von 50-60 % durchaus denkbar (
Ziff.
1.7).
3.2
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom 2
5.
Juli 2010 (Urk. 5/17) aus, er behandle den Beschwer
deführer seit Dezember 2009 (
Ziff.
1.2)
,
und nannte folgende Diagnosen (
Ziff.
1.1):
somatoforme Schmerzstörung F45.8
narzisstische Persönlichkeitsstörung F60.8
Er attestierte eine Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 100 % vom
7.
Oktober bis 1
1.
November 2009, von 50 % vom
1.
Dezember 2009 bis 3
1.
März 2010 und wiederum 100 % ab
1.
April 2010 (
Ziff.
1.6).
Ab September 2010 sei die bisherige Tätigkeit zu zirka 30 % zumutbar. Eine Invalidität stehe
zurzeit
nicht zur Diskussion; die Rehabilitation an der beste
henden Arbeitsstelle werde angestrebt (
Ziff.
1.7).
3.3
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom
9.
August 2010 (Urk. 5/20/5-7) aus, er behandle den Beschwerde
führer seit dem 1
2.
Mai 2010 (
Ziff.
1.2)
,
und nannte als Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
Nebennierenschwäche mit zu tiefen Cortisol- und DHEA-Spiegeln, kli
nisch im Sinne eines klassischen Burnout-Syndroms
massiver Vitamin B12-Mangel
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er einen alimentären Mangel (Vitamin D, Fettsäuren, Zink), eine grenzwertige
Nierenin
suffizienz
, einen Status nach
Spo
n
dylolisthesisoperation
L5/S1 2003 und eine Harnröhrenstriktur (
Ziff.
1.1).
Er attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % von Oktober bis gegen Mitte November 2009, sodann von 50 % und 25 %, und wiederum 100 % ab 2
2.
März 2010 (
Ziff.
1.6).
Er führte unter anderem aus, bei angepasstem Pensum bestehe eine nicht wesent
lich verminderte Leistungsfähigkeit; deren Umfang sei noch nicht be
stimmbar, weil der Patient noch nicht in den Arbeitsprozess zurückkehren könne (
Ziff.
1.7).
3.4
Laut am
5.
Juli 2011 eingegangenen Bericht (Urk. 5/42) war der
Beschwer
-
defüh
rer
vom 2
9.
März bis
9.
Juni 2011 in der Klinik
D._
hospi
talisiert (
Ziff.
1.2). Es wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die
Ar
beits
-
fähigkeit gestellt (
Ziff.
1.1):
schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (F32.2), beste
hend seit zirka Januar 2011
kombinierte Persönlichkeitsstörung,
histrionisch
, narzisstisch (F61.0), Dif
ferentialdiagnose (DD)
schizotype
Persönlichkeitsstörung, bestehend seit Jugend
Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % als Sozialpädagoge von März 2011 bis zum Austrittstag attestiert (
Ziff.
1.6).
Mi
t
einer Wiederaufnahme der Arbeit im Umf
ang von 20-40 % könne Ende Juni/
Anfang Juli 2011 gerechnet werden (
Ziff.
1.9).
3.5
Laut Bericht vom 2
4.
Mai 2012 (Urk. 5/62) weilte der Beschwerdeführer vom 2
4.
Oktober bis 3
0.
November 2011 ein weiteres Mal in der Klinik
D._
(
Ziff.
1.2). Nunmehr wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar
beitsfähigkeit gestellt (
Ziff.
1.1):
Neurasthenie (F48.0), bestehend seit Beginn der Symptomatik
akzentuierte Persönlichkeitszüge, narzisstisch-
histrionisch
(Z73.1); DD kombinierte Persönlic
hkeitsstörung (F61.0), bestehend seit der Adoles
zenz
Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % als Sozialarbeiter für die Zeit der
Hospitalisation
attestiert (
Ziff.
1.6). Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei 4-6 Stunden pro Tag möglich (
Ziff.
1.7).
3.6
Dr.
B._
(vorstehend E.
3.2) führte in seinem Bericht vom 1
9.
Mai 2012 (Urk. 5/61) als einzige Diagnose nunmehr eine kombinierte Persönlichkeitsstörung (F61.0) auf (
Ziff.
1.1).
Zur Arbeitsfähigkeit führte er au
s
, sie betrage momentan zirka 40 %, dies mit allmählicher Steigerung im Rahmen eines von der Beschwerdegegnerin beglei
teten Arbeitstrainings (
Ziff.
1.6)
.
3.7
Im Bericht vom 3
1.
Mai 2012 (Urk. 5/64) machte
der Ärztliche Direktor
der Kli
nik
D._
die gleichen Angaben wie i
n seine
m Bericht vom
2
4.
Mai 2012 (vorstehend E. 3.5), dies ausser den
Diagnosen, die
er
wie folgt
angab
(
Ziff.
1.1):
Status nach schwerer depressiver Episode ohne psychotische Symptome im Sinne einer Erschöpfungsdepression (F32.2)
Neurasthenie (F48.0)
akzentuierte Persönlichkeitszüge (Z73.1)
Zur Arbeitsfähigkeit
führte er - ebenfalls
zusätzlich
-
aus, im Rahmen des
Sup
ported
Employment
sei eine sukzessive Steigerung des Arbeitspensums auf 50 % gelungen. In den kommenden 6 Monaten sei eine Steigerung auf 75-80 %
rea
listischerweise
zu erwarten; im Mai 2012 sei intermittierend schon ein
Arbeits
pensum
bis 70 % geleistet worden (
Ziff.
1.7).
3.8
Die Fachpersonen der Klinik
D._
machten in ihre
n
Bericht
e
n
vom
3
1.
Juli 2013 (Urk. 5/84),
1.
Oktober 2013 (Urk. 5/85) und
9.
September 2014 (Urk. 5/97) die gleichen Angaben zu Diagnose und Behandlung wie im Bericht vom 3
1.
Mai 2012 (vorstehend E. 3.7)
, dies nach letzten Konsultationen am 1
1.
Juli 2013 und am 1
4.
August 2014 (
Ziff.
1.2)
.
Ergänzend
führten sie
aus, von November bis Dezember 2012 sei ein
Ar
-
beitspen
sum
von 65 % geleistet worden. Im Verlauf habe sich jedoch gezeigt, dass dieses Pensum auf längere Sicht für den Patienten, trotz grosser Bemühun
gen und Engagement seinerseits, nicht zu bewältigen gewesen sei. Eine
Pen
sumsreduktion
auf 50 % sei im Januar 2013 notwendig geworden, die bis heute habe aufrechterhalten
werden
können
. E
ine erneute Steigerung sei
realisti
scherweise
nicht zu erwarten (
Ziff.
1.7).
4.
Im Abklärungsbericht für
Selbständigerwerbende
vom 1
2.
April 2013 (
Urk.
5/86) über die gleichentags erfolgte Abklärung (S. 1 Mitte) wurde
der Be
schwerdeführer als im Gesundheitsfall zu 75 % im Angestelltenverhältnis und zu 25 % als
selbständigerwerbend
er
Kunstschaffender
qualifiziert (S. 5 oben).
Unter anderem wurde festgehalten, die künstlerische Tätigkeit bestehe zu rund je einem Drittel im Erarbeiten von Skulpturen, Gestalten von Bildern und Ge
stalten von Objekten (S. 3 oben). Der Beschwerdeführer habe 1997 und
wiede
rum (
nach dem 2003 aufgenommenen Studium
)
im September 2007
begonnen, als Künstler zu arbeiten
. Er habe in all den Jahren als
selbständigerwerbender
Künstler nie einen relevanten Gewinn erzielen können (S. 5 Mitte).
Zur Annahme eines
Valideneinkommens
wurde auf Tabellenlöhne der
Lohn
-
struk
turerhebung
(LSE) abgestellt und dem Pensum von 25 % entsprechend wurde es mit rund
Fr.
13‘519.-- eingesetzt (S. 5). Zur Rest-Arbeitsfähigkeit in der selbständigen Tätigkeit sei von medizinischer Seite nicht konkret Stellung genommen worden. Das Invalideneinkommen werde demzufolge medizinisch-theoretisch errechnet
;
eingesetzt wurde sodann
die Hälfte des angenommenen
Valideneinkommens
(S. 6 unten).
5.
5.1
Hinsichtlich der gestellten Diagnosen ergibt sich aus den vorhandenen Akten, dass die beiden Klinikaufenthalte im Frühjahr 2011 (vorstehend E. 3.4) und im Herbst 2011 (vorstehend E. 3.5 und 3.7) je mit einer schweren depressiven Epi
sode (ICD-10 F32.2) begründet waren.
Die Auffassung des Beschwerdeführers, er sei wegen der von ihm angeführten Filterstörung stationär behandelt worden (
Urk.
1 S. 1 Mitte)
,
erweist sich somit als nicht ganz zutreffend.
Ebenfalls unzutreffend ist seine Annahme, die Beschwerdegegnerin habe einen Rentenanspruch verneint, weil sich die genannte Filterstörung nicht in das Raster der ICD-10 einordnen lasse (
Urk.
1 S. 1). Vielmehr hat die
Beschwerde
gegnerin
die gestellten und durchaus nach ICD-10 klassifizierten Diagnosen als nicht invalidisierend eingestuft.
Wie es sich
mit der Massgeblichkeit oder
Unmassgeblichkeit
der gestellten Dia
gnosen und der damit verbunden attestierten Arbeitsunfähigkeit verhält, kann aus den nachstehenden Gründen offen bleiben.
5.2
Der Beschwerdeführer wäre im Gesundheitsfall - wie schon vor der Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin - im Umfang von 75 % als Sozialpädagoge tätig. Er übt diese Tätigkeit seit Januar 2013 im Umfang von 50 %
aus
, was von den
Fachpersonen der Klinik
D._
berichtet und als zumutbar beurteilt wurde
(vorstehend E. 3.8).
Daraus folgt, dass bei der gegebenen Gesundheitsbeeinträchtigung - falls sie als anspruchsrelevant behandelt wird - vom gesamten Angestellten-Pensum von 75
% deren 50 % realisierbar und deren 25 % nicht realisierbar sind, was im An
gestellten-Bereich eine Einbusse von 33.33 % (25 % : 75 %
x 100 %
) ergibt.
Diese Einbusse ist gemäss der gemischten Methode (vorstehend E. 1.3) proportio
nal zum ausgeübten Pensum (75
%
von 100 %) zu berücksichtigen, so dass ein bereichsspezifischer Invaliditätsgrad von 25 % resultiert (33.33
% :
100
%
x
75
%
).
5.3
Die Beschwerdegegnerin
hat
bezüglich des
mit
25 % eingesetzten
Kunstschaf
fens
die Einschränkung anhand eines Einkommensvergleichs ermittelt. Dem kann nicht gefolgt werden, hat der Beschwerdeführer doch gemäss eigenen An
gaben nie einen Gewinn erzielt, so dass nicht nachvollziehbar ist, warum
ihm nunmehr im Rahmen der Invaliditätsbemessung ein hypothetisches
Validenein
kommen
zugeschrieben werden sollte.
Sodann stellt die - jedenfalls wie hier nicht lukrative - künstlerische Tätigkeit einen Aufgabenbereich dar (vorstehend E. 1.4); für einen Einkommensvergleich lässt dies keinen Raum.
Dass der Beschwerdeführer aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen über das reduzierte Angestellten-Pensum hinaus auch in seinem Kunstschaffen ein
geschränkt sein sollte, ist nicht ersichtlich
:
Die Filterstörung, unter der er ge
mäss seiner eigenen Einschätzung leidet, führt - so seine Schilderung - dazu, dass er sehr rasch unter Reizüberflutung leidet (
Urk.
1 S. 1 Mitte), so dass er sich nirgends aufhalten kann, wo viele Reizeinflüsse sind (
Urk.
1 S. 1 unten). Dieser möglichen Einschränkung ist
mit der ausgesprochen ländlichen Lage des Ateliers in
E._
(
Urk.
5/86 S. 3 unten) Rechnung getragen wie auch mit dem Umstand, dass er beim Kunstschaffen gerade keinen fremden Reizen ausgesetzt ist.
In diesem
-
25 % ausmachenden
-
Bereich besteht somit keine Einschränkung.
5.4
Mangels Einschränkung im Bereich des Kunstschaffens (vorstehend E. 5.3) deckt sich der gesamte Invaliditätsgrad mit dem angestelltenbereichsspezifischen
In
validitätsgrad
, womit er
25 %
beträgt.
Dieser Invaliditätsgrad begründet keinen Rentenanspruch (vgl. vorstehend
E. 1.5).
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als zutreffend, was zur Ab
weisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
6.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invali
denversicherung (IVG) sind ermessensweise auf
Fr.
600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.