Decision ID: d95e94df-9fdb-57b5-9d87-c4a63a5ead28
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Joos, Rechtsanwälte Roos/Roos-
Niedermann, Postgasse 5, 9620 Lichtensteig,
gegen
AXA Versicherungen AG, General Guisan Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,
Beschwerdegegnerin,
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vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Kathrin Hässig, Anwaltsbüro Lätsch + Hässig,
Dorfstrasse 18, Postfach 138, 8630 Rüti ZH,
betreffend
Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a A._, war bei der Stadt B._ als Lehrerin angestellt und dadurch bei der AXA
Versicherungen AG (ehemals "Winterthur" Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft;
nachfolgend: AXA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als am 22.
März 2004 ein vorbeifahrender Bus sie mit dem Seitenspiegel am Kopf streifte (UV-act.
A1). Nach einem anfänglichen "Schockzustand" sei es im Verlauf des Tages zu
Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindelgefühlen gekommen (UV-act. A4). Dr. med.
C._, Innere Medizin FMH, untersuchte die Versicherte noch am Unfalltag und
diagnostizierte eine Kontusion der HWS und des Hinterkopfs ohne ossäre Läsion. Er
attestierte bis auf Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. M1). Dr. D._,
Chiropraktor SCG/ECU, hielt im Bericht vom 18. April 2004 ein Akzelerationstrauma
des craniocervikalen Bereichs mit fraglicher Commotio cerebri und noch vorhandene
vegetative Störungen fest (UV-act. M2). Eine klinisch-neurologische Untersuchung bei
Dr. med. E._, Facharzt für Neurologie, vom 23. Juni 2004 ergab bis auf
Verspannungen und Druckschmerzhaftigkeit in der Schulter-Nackenmuskulatur einen
unauffälligen Befund (UV-act. M4). Bei den nachfolgenden Untersuchungen beklagte
sich die Versicherte hauptsächlich über Kopf- und Nackenschmerzen sowie über
Übelkeit und Schwindelgefühle (UV-act. M7-10 und 12-15). Ab 9. August 2004 wurde
der Versicherten für die Tätigkeit als Lehrerin eine 50%ige und ab 5. Dezember 2005
eine 75%ige Arbeitsfähigkeit attestiert (UV-act. M12). Am 7. Juni 2007 veranlasste die
AXA eine medizinische Begutachtung in der Schulthess Klinik, Zürich (UV-act. A26). Im
entsprechenden bidisziplinären (neuropsychiatrisch-neurologisch) Gutachten
(nachfolgend: Schulthess-Gutachten) vom 28. März 2008 wurden ein
Spannungskopfschmerz mit migräniformer Komponente bei Status nach direkter
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Schädelverletzung am 22. März 2004, persistierende Kopfschmerzen und ein
intermittierend auftretendes Cervikalsyndrom bei Fehlstellung (radiologisch) der HWS
(unfall-unabhängig) diagnostiziert. Nachdem die Versicherte vor dem Unfall seitens der
Halswirbelsäule beschwerdefrei gewesen sei und auch keine Kopfschmerzen gehabt
hätte, sei vorübergehend der Kausalzusammenhang zum Unfall vom 22. März 2004
gegeben. Allerdings seien bei fehlenden strukturellen Veränderungen und normaler
Funktion der Halswirbelsäule längere anhaltende Symptome nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit unfallkausal. Es sei davon auszugehen, dass die anhaltenden
Beschwerden auf die Fehlhaltung/Fehlstellung der Halswirbelsäule als vorbestehendem
negativen Faktor im Langzeitverlauf zurückgehen würden. Der Status quo ante sei
diesbezüglich nach 9 bis maximal 12 Monaten erreicht gewesen. Unfallkausal bestehe
seit 9 bis 12 Monaten nach dem Unfall vom 22. März 2004 keine Arbeitsunfähigkeit
mehr. Es seien keine unfallkausalen Heilbehandlungen mehr nötig (UV-act. M16).
A.b Mit Verfügung vom 8. Januar 2009 eröffnete die AXA der Versicherten, dass die
Versicherungsleistungen nach UVG rückwirkend per 23. März 2005 eingestellt würden.
Auf eine Rückforderung werde - sowohl gegenüber der Versicherten wie gegenüber
ihrem Krankenversicherer - verzichtet (UV-act. A57). Gegen diese Verfügung liess die
Versicherte am 11. Februar 2009 Einsprache erheben und beantragte, die
Versicherungsleistungen seien ab 1. Juni 2008 wieder auszurichten (UV-act. A61).
A.c Dr. med. F._, Spezialarzt für Neurologie FMH, diagnostizierte in dem von der
Beschwerdeführerin bzw. ihrem Rechtsvertreter in Auftrag gegebenen neurologisch-
neuropsychologischen (Gegen-)Gutachten vom 15. März 2010 einen Zustand nach
Unfall vom 22. März 2004 mit Halswirbelsäulenabknickverletzung sowie milder
traumatischer Gehirnverletzung. Die vorhandenen gesundheitlichen Beschwerden seien
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis, zumindest im Sinn einer
relevanten Teilursache, zurückzuführen (UV-act. M18).
A.d Mit Einspracheentscheid vom 30. Juni 2010 wies die AXA die Einsprache vom
11. Februar 2009 ab (UV-act. A68).
B.
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B.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Reto
Joos, Lichtensteig, im Namen der Versicherten eingereichte Beschwerde vom 1.
September 2010 mit den Anträgen, der angefochtene Einspracheentscheid sei
vollumfänglich aufzuheben, der Beschwerdeführerin seien die gesetzlichen
Versicherungsleistungen (Taggeld oder Invalidenrente, Heilkosten usw.) ab 1. Juni 2008
auf der Basis einer 25%igen Arbeitsunfähigkeit auszurichten, es sei ihr eine
Integritätsentschädigung von 25% zuzusprechen, eventualiter sei der
Einspracheentscheid aufzuheben und der Fall zwecks weiterer Abklärungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
der Beschwerdeführerin die Kosten für die Begutachtung durch Dr. F._ in der Höhe
von Fr. 7'500.-- zu ersetzen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Die
Beschwerdegegnerin habe das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der
Bundesverfassung (BV; SR 101) sowie das Willkürverbot gemäss Art. 9 BV verletzt. Das
Vorliegen von leistungskürzenden Tatsachen sei nicht rechtsgenüglich nachgewiesen.
Das Schulthess-Gutachten weise massive Mängel auf und könne deshalb nicht
akzeptiert werden. Es sei auf das Gutachten von Dr. F._ vom 15. März 2010
abzustellen. Der natürliche Kausalzusammenhang sei somit gegeben. Der Unfall sei im
mittleren Bereich einzuordnen, bei welchem es genüge, wenn nicht alle Kriterien der
Adäquanzbeurteilung gegeben seien. Vorliegend seien mindestens vier Kriterien erfüllt,
weshalb der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und der
heutigen Arbeitsunfähigkeit gegeben sei. Die Integritätsentschädigung ergebe sich
aufgrund der Ausführungen von Dr. F._ in seinem Gutachten. Aufgrund der Tatsache,
dass das Gutachten von Dr. F._ den korrekten Gesundheitszustand ans Licht
gebracht habe, seien die Kosten dieses Gutachtens von Fr. 7'500.-- von der
Beschwerdegegnerin zu tragen (act. G 1).
B.b In der Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2010 beantragt Rechtsanwältin
Dr. Kathrin Hässig, Rüti, im Namen der Beschwerdegegnerin die vollumfängliche
Abweisung der Beschwerde. Dem Schulthess-Gutachten komme voller Beweiswert zu.
Es sei umfassend und gebe zu keinen weiteren Abklärungen Anlass. Auf das
Parteigutachten von Dr. F._ könne aus mehreren Gründen nicht abgestellt werden.
Beim Unfall habe kein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bewiesener HWS-
Schleudermechanismus stattgefunden. Innerhalb der Latenzzeit von 72 Stunden nach
dem Unfall hätten keine HWS-Beschwerden vorgelegen. Die HWS-Rechtsprechung sei
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somit nicht anwendbar, weshalb sich daraus kein natürlicher Kausalzusammenhang
ableiten lasse. Der Status quo ante sei gemäss Schulthess-Gutachten spätestens 12
Monate nach dem Unfall erreicht gewesen, weshalb mangels natürlichen
Kausalzusammenhangs keine Leistungspflicht bestehe. Selbst wenn ein natürlicher
Kausalzusammenhang bejaht werden sollte, würde eine Leistungspflicht mangels
adäquaten Kausalzusammenhangs entfallen. Diesfalls ergäbe die Adäquanzprüfung
nach BGE 115 V 133, dass keines der erforderlichen Kriterien erfüllt wäre. Eine
Integritätsentschädigung sei mangels natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhangs zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfall vom 22.
März 2004 nicht geschuldet. Das Parteigutachten von Dr. F._ habe zu keinen
beweisrechtlich verwertbaren neuen Erkenntnissen geführt, weshalb der Antrag auf
Ersatz der Kosten für die Begutachtung abzuweisen sei (act. G 7).
B.c Mit Replik vom 10. Januar 2011 hielt die Beschwerdeführerin an den gestellten
Anträgen fest (act. G 10).
B.d Mit Duplik vom 31. Januar 2011 hielt auch die Beschwerdegegnerin am gestellten
Antrag fest (act. G 12).
B.e Auf weitere Vorbringen der Parteien wird, sofern entscheidwesentlich, im Rahmen
der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.
Die Beschwerdeführerin macht formell eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gemäss
Art. 29 Abs. 2 BV sowie des Willkürverbots gemäss Art. 9 BV geltend. Eine konkrete
Begründung, inwiefern das rechtliche Gehör und das Willkürverbot missachtet worden
sein sollen, ist den Rechtsschriften nicht zu entnehmen. Indizien für eine solche
Verletzung sind den vorliegenden Akten nicht zu entnehmen, weshalb vorliegend weder
von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs, noch des Willkürverbots ausgegangen
werden kann.
2.
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2.1 Streitig ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die
Versicherungsleistungen rückwirkend per 23. März 2005 eingestellt hat.
2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG;
SR 832.20) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten
Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen
Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in
einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem
versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1).
3.
3.1 Zu prüfen gilt es somit, ob die über den 23. März 2005 hinaus geklagten
Beschwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum
Unfallereignis vom 22. März 2004 stehen.
3.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die
Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der diesen Instanzen
obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt dabei für die Begründung eines
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1; BGE 119 V 335 E. 1; BGE 118 V 286
E. 1b, je mit Hinweisen). Weiter ist das Vorhandensein des adäquaten
Kausalzusammenhangs zu prüfen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als
adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2; BGE 125 V 456 E.
5a mit Hinweisen). Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen
Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 E. 3a).
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3.3 Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von
nachweisbaren strukturellen Veränderungen (organisches Substrat konnte mit Bild
gebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG]
nachgewiesen werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus
dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers
praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne Weiteres zu
bejahen (BGE 134 V 109 E. 2.1; BGE 127 V 102 E. 5b/bb, mit Hinweisen). Sind
dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung
der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung der adäquaten
Kausalität, können doch gerade klinische Befunde erfahrungsgemäss auch psychisch
ausgelöst werden. In diesen Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung
durchzuführen, bei der wie folgt zu differenzieren ist: Es ist zunächst abzuklären, ob die
versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall,
gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben
die Abklärungen dagegen, dass die versicherte Person eine Schleudertraumaverletzung
erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum typischen Bild einer solchen Verletzung
gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen
Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die
Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133 E. 6c/aa für Unfälle mit
psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend, andernfalls erfolgt die
Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 E. 6a festgelegten bzw. den
mit BGE 134 V 109 E. 10.3 modifizierten Kriterien (BGE 127 V 102 E. 5b/bb). Die
Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei
Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem
Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls
auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV
2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b).
3.4 Aus den vorliegenden Akten geht hervor, dass die von der Beschwerdeführerin
über den 23. März 2005 hinaus geklagten Beschwerden nicht mit klar ausgewiesenen
organischen Befunden im Sinn nachweisbarer struktureller Veränderungen erklärbar
sind. Dr. C._ diagnostizierte nach einer Untersuchung noch am Unfalltag eine
Kontusion der HWS und des Hinterkopfs ohne ossäre Läsion. Eine am 14. Juli 2004
durchgeführte cranio-cerebrale Kernspintomographie ergab einen normalen Befund
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ohne Nachweis einer fokalen Hirnparenchymläsion und normale Mittellinienstrukturen
(UV-act M5 S. 3). Im Schulthess-Gutachten wurde festgehalten, dass keine
strukturellen Veränderungen des Kopfs, des Gehirns und der Halswirbelsäule vorliegen
würden (UV-act. M16 S. 21). Selbst die Beschwerdeführerin macht keine konkreten
strukturellen Veränderungen geltend. Solche sind auch dem Gutachten von Dr. F._
vom 15. März 2010 nicht zu entnehmen. Die leichte Fehlhaltung der Halswirbelsäule ist
unbestrittenermassen als unfallfremd zu qualifizieren (vgl. UV-act. M16 S. 21 und M18
S. 14). In diesem Zusammenhang ist auch auf die höchstrichterliche Rechtsprechung
zu verweisen, wonach beispielsweise ein Thoracic-outlet-Syndrom (TOS) oder
myofasziale und tendinotische bzw. myotendinotische Befunde für sich allein nicht als
organisch-strukturell hinreichend nachweisbare Unfallfolgen zu betrachten sind. Auch
Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken sowie
Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit können für sich allein nicht als klar
ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Gleiches
gilt für Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (vgl. Urteil
des Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008, 8C_124/2008, E. 6.1, mit Hinweisen).
4.
4.1 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei
Schleuderverletzungen sowie bei äquivalenten Distorsionen der HWS (vgl. dazu RKUV
1999 Nr. 341 S. 408 E. 3b), d.h. bei so genannten Beschleunigungsverletzungen der
HWS, auch ohne nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre
nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der
Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder eine Distorsion der HWS typischen
Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen,
Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die
diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa).
4.2 Dr. C._ diagnostizierte im Arztzeugnis vom 15. April 2004 eine HWS-Kontusion.
Dr. D._ hielt im Bericht vom 18. April 2004 ein Akzelerationstrauma des
craniocervikalen Bereichs mit fraglicher Commotio cerebri fest. Im Schulthess-
Gutachten wurde ausgeführt, es sei aufgrund sämtlicher Information anzunehmen,
dass die Beschwerdeführerin eine Schädelprellung erlitten habe, wobei bei der
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Einwirkung der Kräfte auf den Hinterkopf ein Beschleunigungsmechanismus an der
Halswirbelsäule stattgefunden habe. Die festgestellten Befunde würden allerdings für
eine geringe Belastung der Halswirbelsäule anlässlich des Unfalls vom 22. März 2004
und somit höchstens für eine HWS-Distorsion Grad I gemäss Quebec Task Force
sprechen (UV-act. M16 S. 18 f.). Aufgrund dieser Aktenlage kann eine HWS-
Beschleunigungsverletzung als ausgewiesen gelten. Auf die Einwände der
Beschwerdeführerin gegen das Schulthess-Gutachten bezüglich der Intensität des
Unfallereignisses und der daraus entstandenen Verletzungen ist damit im Rahmen der
natürlichen Kausalität nicht weiter einzugehen, da grundsätzlich anerkannt wird, dass
sie beim Unfall vom 22. März 2004 eine schleudertraumaähnliche HWS-Verletzung
erlitten hat. Aus demselben Grund erübrigen sich Ausführungen darüber, ob sie beim
Unfallereignis eine milde traumatische Gehirnverletzung (MTBI) erlitten hat (vgl. UV-act.
M18 S. 18), weil auch bei einer solchen Verletzung die zur HWS-Distorsion
entwickelten Grundsätze der Kausalitätsbeurteilung zur Anwendung gelangen würden
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mai 2011, 8C_91/2011, E. 2.2 f.).
4.3 Den vorliegenden medizinischen Akten ist sodann zu entnehmen, dass sich die
Beschwerdeführerin unmittelbar nach dem Unfallereignis über Kopfschmerzen,
Schwindel und Übelkeit beklagte. Einige Tage später seien Nackenschmerzen und eine
Schmerzausstrahlung in beide Arme hinzugekommen (UV-act. M2a/b). Aufgrund dieser
Beschwerden kann von einem - wenn auch nicht besonders ausgeprägten - typischen
Beschwerdebild im Nachgang zu einer schleudertraumaähnlichen HWS-Verletzung
ausgegangen werden, weshalb eine anfängliche natürliche Kausalität zu bejahen ist
und folglich die für HWS-Distorsionen entwickelte Rechtsprechung zur Anwendung
gelangt.
5.
5.1 Zwischen den Parteien ist insbesondere umstritten, ob der natürliche
Kausalzusammenhang zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem
Unfallereignis vom 22. März 2004 gegeben ist. Diesbezüglich unterscheiden sich im
Wesentlichen auch das Schulthess-Gutachten und das Gutachten von Dr. F._.
Rechtsprechungsgemäss kann sich eine Prüfung der natürlichen Unfallkausalität des
Gesundheitszustands erübrigen, wenn sich - wie vorliegend der Fall - zeigt, dass dieser
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nicht in einem adäquatkausalen Zusammenhang mit dem versicherten Unfallereignis
steht und damit eine für die Leistungspflicht des Unfallversicherers nebst der
natürlichen Kausalität kumulativ erforderlichen Voraussetzung nicht erfüllt ist (Urteil des
Bundesgerichts vom 3. Juni 2009, 8C_951/2008, E. 3.4.2). Die Einwände der
Beschwerdeführerin bezüglich des natürlichen Kausalzusammenhangs bedürfen somit
keiner weiteren Ausführungen, da es dem Gericht obliegt, die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten.
5.2 Da somit auch weitere medizinische Abklärungen zu keinem anderen Ergebnis
führen würden, ist dem Eventualantrag der Beschwerdeführerin auf Durchführung
weiterer Abklärungen nicht stattzugeben (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V
157 E. 1d).
6.
6.1 Vorab gilt es den Zeitpunkt der Adäquanzprüfung zu prüfen. Nach
bundesgerichtlicher Praxis (BGE 134 V 109) ist die Adäquanzprüfung im Zeitpunkt des
Fallabschlusses vorzunehmen. Dem Gesetz lässt sich nicht entnehmen, zu welchem
Zeitpunkt der Unfallversicherer den Fall abschliessen und die Heilbehandlungen und
Taggelder einstellen darf. Dieser Zeitpunkt ergibt sich jedoch aus Art. 19 Abs. 1 UVG,
wonach der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der
Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die
Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin. Nach konstanter Rechtsprechung
bedeutet dies, dass der Versicherer die Heilbehandlung und das Taggeld nur solange
zu gewähren hat, als von der Fortsetzung der Heilbehandlung noch eine namhafte
Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu,
ist der Fall unter Einstellung der vor-übergehenden Leistungen mit gleichzeitiger
Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung
abzuschliessen (BGE 134 V 109 E. 4.1). Eine namhafte Verbesserung des
Gesundheitszustands der Versicherten bestimmt sich namentlich nach Massgabe der
zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese
unfallbedingt beeinträchtigt ist. "Namhaft" bedeutet, dass die Besserung ins Gewicht
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fallen muss und unbedeutende Verbesserungen ebenso wenig genügen wie die blosse
Möglichkeit einer Besserung (BGE 134 V 109 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts [bis 31.
Dezember 2006 Eidgenössischen Versicherungsgerichts; EVG] vom 12. Juni 2009,
8C_25/09, E. 4.1.1 mit Hinweisen).
6.2 Aufgrund der medizinischen Aktenlage ist übereinstimmend ersichtlich, dass bei
der Beschwerdeführerin aus gesundheitlicher Sicht ein Endzustand erreicht und von
weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung mehr zu erwarten ist.
Dies wird von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren auch nicht konkret
geltend gemacht. Selbst Dr. F._ führt im Gutachten vom 15. März 2010 aus, dass ein
Residualzustand erreicht sei (UV-act. M18 S. 19). Im Schulthess-Gutachten wurde
diesbezüglich ausgeführt, dass unfallbedingt keine Therapie mehr nötig sei. Die
Beschwerdeführerin sei bis anhin zweimal pro Woche in chiropraktischer Behandlung
gewesen, ohne dass sich die Situation grundlegend verändert habe. Der Status quo
ante sei spätestens 12 Monate nach dem Unfall vom 22. März 2004 erreicht gewesen.
Dementsprechend nahm die Beschwerdegegnerin den Fallabschluss auf den 23. März
2005 vor. Aufgrund der vorliegenden Akten ist dieser Zeitpunkt nicht zu beanstanden.
Insbesondere hat die Beschwerdeführerin nach den Sommerferien 2005 die Tätigkeit
als Lehrerin in einem 75% Pensum wieder aufgenommen (UV-act. A17) und dieses bis
zum Zeitpunkt des Einspracheentscheids auch beibehalten (act. G 1 S. 4). Auch die
geklagten Beschwerden und die therapeutischen Massnahmen haben sich seit dem
23. März 2005 nicht wesentlich geändert. Eine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands ab dem Zeitpunkt des Fallabschlusses ist somit nicht
ausgewiesen. Anzufügen bleibt, dass die Beschwerdegegnerin bis 31. Mai 2008 die
Versicherungsleistungen (Taggelder, Heilungskosten) erbracht hat. Weil sie nun auf
eine Rückforderung der von 23. März 2005 bis 31. Mai 2008 erbrachten Leistungen
verzichtet, kommt dem Zeitpunkt des Fallabschlusses vorliegend ohnehin keine
massgebende Bedeutung zu.
7.
7.1 Vorliegend ist nach Lage der Akten eine unfallfremde bzw. eine im Vordergrund
stehende psychische Störung zu verneinen, womit bei der Prüfung der
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Adäquanzkriterien gemäss BGE 134 V 109 nicht zwischen somatischen und
psychischen Gesundheitsschäden zu unterscheiden ist.
7.2 Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist im Einzelfall zu
verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit
eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die
Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend
vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten Unfällen
einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden
mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in
der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen
verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem
mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es
sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, die unmittelbar mit dem Unfall in
Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen die weiteren unfallbezogenen
Kriterien entweder in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in
besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann
(vgl. BGE 134 V 109 E. 10.1; BGE 117 V 359 E. 6, mit Hinweisen). Als in die
Adäquanzbeurteilung einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 134 V
109 E. 10.3) abschliessend: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere
Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen
Verletzungen; fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung; erhebliche
Beschwerden; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich
verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
7.3 Umstritten sind zwischen den Parteien der genaue Unfallhergang sowie dessen
Intensität. Grundsätzlich ist aufgrund der Akten ausgewiesen, dass die
Beschwerdeführerin vom Aussenspiegel eines vorbeifahrenden Busses am Hinterkopf
getroffen wurde. Die nachfolgenden Erwägungen werden zeigen, dass die Adäquanz
selbst dann zu verneinen wäre, wenn - wie von der Beschwerdeführerin geltend
gemacht - von einem mittelschweren Unfall ausgegangen wird. Weitere Ausführungen
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zu den diesbezüglichen Einwänden der Beschwerdeführerin gegen das Schulthess-
Gutachten können somit unterbleiben. Anhaltspunkte dafür, dass das Unfallereignis im
Grenzbereich zu den schweren Unfällen anzusiedeln wäre, bestehen mit Blick auf die
entsprechende Kasuistik (vgl. Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., Zürich 2003,
S. 55 ff.) offensichtlich nicht. Vielmehr ist von einem Ereignis im Grenzbereich zu den
leichten Unfällen, wenn nicht sogar von einem leichten Ereignis auszugehen.
7.4 Ausgehend von einem mittelschweren Unfall wäre der adäquate
Kausalzusammenhang zu bejahen, wenn ein einzelnes der für die Beurteilung
massgebenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder die zu
berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise gegeben wären. Dies
wäre gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung der Fall, wenn mindestens drei
Kriterien erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E.
4.5).
7.5
7.5.1 Die Beschwerdeführerin macht zu Recht nicht geltend, die Kriterien
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls,
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat sowie
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen seien erfüllt.
7.5.2 Der Unfall hatte auch keine schweren Verletzungen oder Verletzungen
besonderer Art zur Folge. Die Diagnose eines Schleudertraumas oder einer
schleudertraumaähnlichen Verletzung der HWS vermag die Schwere oder besondere
Art der erlittenen Verletzung für sich allein nicht zu begründen. Es bedarf hierzu einer
besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder
besonderer Umstände, die das Beschwerdebild beeinflussen können (BGE 134 V 109
E. 10.2.2). Solche besondere Umstände sind den vorliegenden Akten nicht zu
entnehmen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin würde selbst ein
erlittenes mildes Gehirntrauma nicht ausreichen, das Kriterium zu erfüllen (vgl. Urteil
des Bundesgerichts vom 11. Mai 2011, 8C_91/2011, E. 2.3.2).
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7.5.3 Beim Kriterium der erheblichen Beschwerden beurteilt sich die
Erheblichkeit nach den glaubhaften Beschwerden und der Beeinträchtigung, welche
die verunfallte Person in ihrem Lebensalltag erfährt. Adäquanzrelevant können nur in
der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss bestehende erhebliche
Beschwerden sein (BGE 134 V 109 E. 10.2.4). Die Beschwerdeführerin beklagte sich
hauptsächlich über Kopf- und Nackenschmerzen sowie über Übelkeit und
Schwindelgefühle. Die geltend gemachten Beschwerden werden nicht angezweifelt.
Allerdings kann aus diesen Beschwerden nicht von einer erheblichen Einschränkung im
Lebensalltag im Sinn des zu erfüllenden Kriteriums ausgegangen werden. Den Akten ist
insbesondere zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin im Sommer 2005 - und
somit unmittelbar nach dem Zeitpunkt des Fallabschlusses - ihre berufsbegleitende
Ausbildung erfolgreich beenden konnte. Sodann ist zu berücksichtigen, dass auch die
unfallfremden Beschwerden (Fehlhaltung der Wirbelsäule) bei den Einschränkungen
eine Rolle spielen können, diese aber bei der Prüfung des Kriteriums auszublenden
sind. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände ist die notwendige Erheblichkeit der
beschwerdebedingten Einschränkungen nicht hinreichend ausgewiesen, weshalb das
Kriterium zu verneinen ist.
7.5.4 Von einer detaillierten Prüfung der Kriterien fortgesetzt spezifische,
belastende ärztliche Behandlung und erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz
ausgewiesener Anstrengungen kann vorliegend abgesehen werden, da selbst bei
Bejahung dieser Kriterien höchstens zwei erfüllt wären, allerdings keines in besonders
ausgeprägter Weise, weshalb der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem
Unfall vom 22. März 2004 und den weiterhin geklagten Beschwerden verneint werden
muss. Die Einstellung der Versicherungsleistungen per 23. März 2005 ist daher nicht zu
beanstanden. Da gemäss den obigen Ausführungen die geklagten Beschwerden nicht
in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen, bestehen auch
keine Ansprüche auf weitere Versicherungsleistungen in Form einer Invalidenrente oder
einer Integritätsentschädigung.
8.
Die Beschwerdeführerin beantragt sodann, dass die Beschwerdegegnerin zu
verpflichten sei, ihr die Kosten für das Privatgutachten von Dr. F._ in der Höhe von
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Fr. 7'500.- zu ersetzen. Die obigen Erwägungen belegen, dass das Parteigutachten von
Dr. F._ für die Beurteilung des Leistungsanspruchs nicht massgeblich war, weshalb
die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme gemäss Art. 45 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG;
SR 830.1) nicht erfüllt sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juni 2010,
9C_158/2010, E. 6.2).
9.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid vom 30. Juni 2010 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP