Decision ID: f7ce1260-db45-40d9-9197-017c272c96f6
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der
1967 geborene
X._
war se
it dem
1.
August 2015 als Boden-P
arkett
leger bei der
Y._
AG angestellt und dadurch bei der Suva
obligatorisch gegen die Folgen von
Berufs- und Nichtberufsu
nfällen versichert.
Am
4.
Oktober 2017 trug er zusammen mit eine
m Mitarbeiter eine
Schleifmaschine
eine Treppe hin
unter
. Aufgrund eines Fehltritts des
L
etzteren
verspürte
der Versicherte
starke
Schmerzen
im unteren Rückenbereich;
nach einer ferien
bedingten Abwesenheit nahm der Versicherte seine Arbeit am 1
7.
Oktober 2017
wieder auf (vgl.
Schaden
meldung vom 1
5.
November 2017,
Urk.
8/1
; vgl. auch
Urk.
8/8
). Der am 2
7.
Okto
ber 2017 erstbehan
delnde
Chiropraktor
diagnostizierte gestützt auf die MRI-Unter
s
uchung der LWS vom 1
0.
November 2017 ein
akutes lumbovertebrales Schmerz
syndrom bei
Diskushernie (
DH
)
L5/S1, verordnete eine manipulative Therapie (Kryotherapie) und attestierte dem Be
schwerdeführer vom 2
7.
Oktober bis
6.
November 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
vgl. Bericht vom 2
5.
Nove
m
ber 2017,
Urk.
8/10).
Bildgebend
zeigten sich
zudem
eine Osteochondrose der Bandscheibenfächer LWK4/5 und LWK5/SWK1, eine Diskushernie auf Höhe LWK5/SWK1 mit
Kompromit
t
ierung
der
Nervenwurzel S1
(
Urk.
8/9).
Mit Verfü
gung vom 2
5.
Januar 2018
verneinte
die Suva
eine Leistungspflicht
und begrün
dete dies damit, es liege weder ein Unfall im Rechtssinne noch eine unfallähnliche Körperverletzung vor
(
Urk.
8/22; vgl. auch
Urk.
8/11 sowie
Urk.
8/20
). Dagegen
erhob der Versicherte am 2
6.
Januar 2018 Einsprache
(
Urk.
8/23)
.
Am 2
2.
März 20
19
nahm Kreisarzt
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH
für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zur Sache Stellung
(
Urk.
8/56). Gestützt darauf stellte sich die Suva mit Verfügung vom 2
5.
März 2019, welche die Ver
fügung vom 2
5.
Januar 2018 ersetze, auf den Sta
ndpunkt, die anhaltenden Be
schwerden seien über den 1
5.
November 2017 hinaus nicht mehr auf den Unfall
zurückzuführen
, weshalb die Leistungen auf diesen Zeit
punkt
hin
eingestellt wür
den
(
Urk.
8/
58). Die am 1
0.
Mai 2019 dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
8/65
)
,
ergänzt am 15. August 2019
(
Urk.
8/72)
,
wies die Suva mit Einspracheentscheid vom
2.
September 2019
(
Urk.
2) ab.
2.
Dagegen erhob
X._
am
3.
Oktober 2019 Beschwerde und beantragte, es seien ihm in Aufhebung des angefochtenen Entscheids vom
2.
September 2019 die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Eventualiter seien weitere Abklärungen vorzunehmen (
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeant
wort vom
5.
November 2019 auf
Abweisung der Beschwerde (Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am
6
.
November 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. Nove
mber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversi
cherung (UVV) in Kraft getreten.
Der hier zu beurteilende Sachverhalt
hat sich am 4
. Oktober 2017 ereignet, wes
halb die ab dem 1. Januar 2017 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6
des
UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG).
1.4
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein
natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
wal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.5
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publi
ziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheits
schadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der über
wie
gen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweis
grundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.6
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen
Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung sei es anlässlich des Ereignisses vom
4.
Oktober 2017 zu keinen strukturellen Läsionen gekommen. Vielmehr sei lediglich von einer Zerrung auszugehen, deren Folgen spätestens nach sechs Wochen ausheilten. Mithin sei der Status quo ante
vel
sine am 1
5.
November 2017 eingetreten und
seien die Leistungen zu Recht auf diesen Zeitpun
kt
hin eingestellt
worden (Urk.
2).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer ein,
für das Dahinfallen des Kausalzu
sammenhangs liege die Beweislast bei der Beschwerdegegnerin. Eine unfall
fremde Genese der anhaltenden Beschwerden sei vorliegend nicht ausgewiesen; eine Vorschädigung sei auf dem bildgebenden Material nicht ersichtlich. Mithin seien die fortdauernden Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom
4.
Oktober 2017 zurückzuführen (
Urk.
1).
3.
Unter den Parteien besteht Einigkeit darüber, dass das Geschehen vom
4.
Oktober 2017 als Unfall im Sinne von
Art.
4
des Allgemeinen Teils des Sozialver
siche
rungsgesetzes (
ATSG
)
qualifiziert.
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 1
5.
November 2017 hinaus Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung hat
und damit die Frage,
ob die anhaltenden Beschwerden im
unteren
Rückenbereich über diesen Zeit
punkt hinaus
in einem Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom
4.
Oktober 2017
stehen
.
4
.
4
.1
Mit Bericht vom 2
5.
November 2017 diagnostizierte der am 2
7.
Oktober 2017
erstbehandelnde
Dr.
A._
, Chiropraktiker,
gestützt
auf die bildgebende Untersuchung
vom 1
0.
November 2017
ein akutes
lumbovertrebrales
Schmerz
syndrom bei
DH
L5/S
1.
Bildgebend zeigte sich zudem
eine Osteochondrose der Bandsche
ibenfächer LWK4/5 und LWK5/SWK1 sowie
eine
Diskushernie auf Höhe LWK5/SWK1 mit
Kompromittierung
der Ner
venwurzel S
1.
Der Beschwerdeführer habe berichtet, aufgrund eines
Verhebetraumas
leide er seit Anfang Oktober an Schmerzen im Bereich der LWS. Am 2
5.
Oktober 2017 sei
es
zu einer akuten
Schmerzexazerbation
gekommen mit Ausstrahlungen in
beide Oberschenkel und positivem
Husten-und Niesschmerz.
In klinischer Hinsicht
bestünden
eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der LWS in Inklination und Rechts
lateralflexion sowie Dehnungsschmerzen beidseits bei 70° (
Lasègue
) bei jedoch
symmetrisch
evozierbaren
Muskeleigenreflexen. Zur Unfallkausalität hielt
Dr.
A._
schliesslich
fest: «Diesen Entscheid möchte ich der Suva überlassen». Der Beschwerdeführer habe die Behandlung
bei ihm
am
6.
November 2017
abge
brochen
(
Urk.
8/10
; vgl. auch
MRI
-Befund
vom 1
0.
November 2017,
Urk.
8/9
)
.
4
.2
Bei ausbleibender Wirksamkeit konservativer Therapien (Physio-,
Chi
ro
- und Pharmakotherapie) führte
Dr.
B._
, Facharzt FMH für Anäst
hes
iologie sowie
SSIPM
für
Interventionelle
Schmerztherapie,
anfangs 2018
transforaminale
Steroidinjektionen in den Segment
en L5 und S1 rechts durch und diagnostizierte
im
Konsiliarbericht vom 1
5.
Januar 2018 eine Radikulopathie im Lumbalbereich
(
Urk.
8/84/3-9
).
4.3
Am
7.
Fe
bruar 2019
berichtete der nicht ins
Medizinalberuferegister
f
ür Ärztin
nen und Ärzte
(einzusehen unter:
https://www.medregom.admin.ch
) eingetragene
C._
, nach dem
Verhebetrauma
eines ca. 300 kg schweren Gerätes seien
perakute
LWS-Schmerzen aufgetreten, initial ohne Ausstrahlung. Bei der ersten fa
st notfallmässigen Untersuchung
sei der Neurostatus fast völlig norm
al aus
gefallen, insbesondere den
Reflexstatus betreffend. Eine Woche später
seien Schmerzen im rechten Bein
bis in die kleine Zehe
aufgetreten, mit zunehmender
Fusssenkerschwäche
ipsilateral
.
Alle am rechten Bein untersuchten Nerven hätten
eine normale Neurographie gezeigt. Damit sei ein
e
Tibialis
-Läsion ausge
schlossen
. Bildgebend bestehe eine Diskushernie mit Kompression der Wurzel S1; ele
k
tro
neurophysiologisch hätten sich
Denervationszeichen
der von S1 innervierten
Muskeln ergeben. Seines Erachtens sei e
ine operative Behan
dlung der LWS-Be
schwerden
unvermei
dbar (
Urk.
3/5a
).
4
.4
Mit
Stell
ungnahme vom 2
2.
März 2019 führte Kreisarzt
Dr.
Z._
aus
, gestützt auf d
as MRI vom 1
0.
November 2017 sei
die LWS des Beschwerdeführers vor
geschädigt
gewesen
. Der Unfall vom
4.
Oktober 2017 habe keine zusätzlichen, objektivierbaren, strukturellen
Läsionen gezeitigt
. Vielmehr sei es dabei überwie
gend wahrscheinlich zu einer Zerrung gekommen. Zerrungen spielten mit über
wiegender Wahrscheinlich n
ach vier bis sechs Wochen «keine
Rolle mehr im Be
schwerdebild
»
(
Urk.
8/56).
4
.5
In der seitens des Beschwerdeführers veranlassten Stellungnahme vom 1
9.
August
2019 hielt C._
fest, nach neurologischen Ermessen seien die Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom
4.
Oktober 2019 zu
rückzuführen. So sei es dabei zu einem adäquaten Trauma gekommen, bei welchem kurzfristig 300
kg auf dem Achsen
skelett des Beschwerdeführers lasteten und es zu
perak
u
ten
Schmerzen gekommen sei. Mithin sei von einem Zusammenhang zwischen dem Unfall und den radikulären Folgen auszugehen, selbst wenn degenerative Veränderunge
n an der LWS vorbestünden
(
Urk.
8/75
/2
)
.
5
.
5.1
Die Beschw
erdegegnerin stellte sich im angefochtenen Entscheid
auf die kreis
ärztliche Beurteilung von
Dr.
Z._
vom 2
2.
März 2019
(vgl. E. 4.4)
,
welche den in der Rechtsprechung des Bundesgerichts entwickelten Anforderungen in allen Teilen genügend als beweiskräftig anzusehen
ist
(vgl. E.
1.7)
.
5.2
Konkrete Indizien, die gegen die Beweiswertigkeit d
er Beurteilung von Dr.
Z._
sprechen, sind nicht gegeben.
Nach der Rechtsprechung kann von organisch ob
jektiv ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erho
benen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 mit Hinweisen).
Vorliegend
bestehen keinerlei ärzt
liche Differenzen darüber, dass
das
Verhebetrauma
vom
4.
Oktober 2017 keine strukturellen Läsio
nen zur Folge hatte. Demgegenüber
vermögen
Schmerzen sowie
klinisch festste
llbare Bewegungseinschränkungen
für sich allein
k
ein klar fass
bares organisches Korrelat eines Beschwerdebildes zu begründen (vgl. etwa
Urteil U 9/05 des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 3. August
2005 E. 4; Urteile des Bundesgerichts U 354/06 vom 4. Juli 2007 E. 7.2, U 328/06 vom 25. Juli 2007 E. 5.2 sowie 8C_369/2007 vom 6. Mai 2008 E. 3).
Gleichzeitig
sind
mit Blick
auf das MRT vom 1
0.
November 2017
und bei der insoweit kon
gruenten medizinischen Aktenlage
degenerative
LWS-Veränderungen
entgegen dem
Beschwerdeführer (
Urk.
1 S.
4
)
ausgewiesen
.
Soweit C._
dafürhielt,
die anhaltenden LWS-Beschwerden
seien «nach neurologischem Ermessen»
mit
überwiegender Wahrscheinlich auf das Unfallereignis zurückzuführen,
zumal
ein adäquates
V
erhebetrauma
mit kurzfristiger Belastung vo
n 300
kg vor
liege
(vgl. E. 4.5)
,
kann ihm damit nicht gefolgt
werden
.
V
orliegend
handelte es
selbst nach den eigenen
beschwerdeweisen Ausführungen
des
Beschwerdeführers
um eine
89 kg schwere Schleifmaschine
(
Urk.
1 S. 2
; vgl. demgegenüber
das
Schreiben
des Beschwerdeführers
vom 1
6.
Januar 2018 sowie die Produktmer
kmale des Her
stel
lers, worin das
Maschinengewicht mit 79 kg angegeben wurde,
Urk.
8/
20/1-3
).
Ko
mmt
hinzu, dass
sich der Neurostatus initial als weitestgehend unauffällig
erwies (vgl.
Urk.
8/10,
Urk.
3/5a
)
.
Eine
unfallbedingte
,
richtunggebende Ver
schlim
merung
des degenerativen Vorzustandes
hat der Beschwerdeführer schliesslich
zu Rec
ht nicht
behauptet
. Insbesondere müsste
eine
solche
bildgebend ausgewiesen sein (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_174/2008 vom 8. August 2008 E. 4.2 mit Hinweisen), wa
s vorliegend nicht der Fall ist.
Nach dem Gesagten
ist
gestützt auf die überzeugende Beurteilung von Dr.
Z._
ein Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom
4.
Oktober 2017
und
den anhaltenden LWS-Beschwerden
überw
iegend wahrscheinlich nicht mehr gege
ben.
Daran vermag
auch nichts zu ändern, wenn
die beklagten Beschwerden nach Angaben des Beschwerdeführers
erst
nach dem Unfall vom
4.
Oktober 2017 ein
getreten sind
(vgl. E. 4.1
); die Argumentation nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist be
weisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Nachweis der Unfallkausalität nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
Beim vorliegenden Beweisergebnis besteht
– entgegen dem Beschwerdeführer
(
Urk.
1 S. 2)
–
kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
5
.3
Zusammenfassend ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass die über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung per
1
5.
November 2017
hinaus fort
dauernden Beschwerden jedenfalls überwiegend wahrscheinlich
nicht mehr
unfall
kausal sind
, weshalb sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf weitere Leis
tungen zu Recht verneinte.
Der angefochtene Entscheid erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.