Decision ID: 608e5455-7f34-40c4-8a34-6217bd595baa
Year: 2004
Language: de
Court: CH_BGer
Chamber: CH_BGer_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: public_law

Sachverhalt:
Sachverhalt:
A. In der Zeit zwischen dem 2. April 2001 und dem 11. Januar 2002 wurde aus einem Tresor der Polizeiwache Thun Bargeld in der Höhe von mindestens Fr. 75'600.-- gestohlen. Der Untersuchungsrichter 3 des Untersuchungsrichteramtes IV Berner Oberland eröffnete unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls am 11. Januar 2002 die Strafverfolgung gegen unbekannte Täterschaft wegen Diebstahls. Bis heute sind die Ermittlungen ergebnislos geblieben.
Mit am 23. Mai 2003 der Post übergebenem Schreiben reichte A._ unter anderem wegen des erwähnten Diebstahls Strafanzeige gegen unbekannte Täterschaft ein und erklärte, im Verfahren als Privatklägerin im Straf- und Zivilpunkt auftreten zu wollen. Sie äusserte überdies die Vermutung, der Diebstahl sei von Angehörigen des Polizeikommandos verübt worden und verlangte die Aufklärung des Falles.
Mit am 23. Mai 2003 der Post übergebenem Schreiben reichte A._ unter anderem wegen des erwähnten Diebstahls Strafanzeige gegen unbekannte Täterschaft ein und erklärte, im Verfahren als Privatklägerin im Straf- und Zivilpunkt auftreten zu wollen. Sie äusserte überdies die Vermutung, der Diebstahl sei von Angehörigen des Polizeikommandos verübt worden und verlangte die Aufklärung des Falles.
B. Mit Verfügung vom 11. September 2003 entschied der zuständige Untersuchungsrichter 3, A._ nicht als Privatklägerin zuzulassen, da sie nicht unmittelbar in ihren eigenen, rechtlich geschützten Interessen betroffen sei.
Gegen diesen Entscheid gelangte A._ am 26. September 2003 an die Anklagekammer des Bernischen Obergerichtes. Die Anklagekammer wies die Beschwerde mit Beschluss vom 20. Oktober 2003 ab.
Gegen diesen Entscheid gelangte A._ am 26. September 2003 an die Anklagekammer des Bernischen Obergerichtes. Die Anklagekammer wies die Beschwerde mit Beschluss vom 20. Oktober 2003 ab.
C. Mit Eingabe vom 21. November 2003 erhebt A._ staatsrechtliche Beschwerde und beantragt die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses wegen Verletzung von Art. 5 und 9 BV, Art. 17 der Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1996 (KV-BE; BSG 101.1) und Art. 47 des Gesetzes über das Strafverfahren vom 15. März 1995 (StrV-BE; BSG 321.1). Gleichzeitig stellt die Beschwerdeführerin Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung.
Die Anklagekammer des Obergerichtes und der Untersuchungsrichter 3 schliessen auf Abweisung der Beschwerde.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1. Beim angefochtenen Beschluss handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid, der mit staatsrechtlicher Beschwerde insbesondere wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte angefochten werden kann (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG). Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen (BGE 125 I 71 E. 1c S. 76; 122 I 70 E. 1c S. 73 mit Hinweisen). Diesen Anforderungen genügt die vorliegende Beschwerde nur insoweit, als die Beschwerdeführerin geltend macht, die Auslegung und Anwendung von Art. 47 StrV-BE verstosse gegen Art. 9 BV. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf die rechtsstaatlichen Schranken von Art. 5 BV beruft, kommt diesen keine eigenständige Bedeutung zu. Hinsichtlich der gerügten Verletzung von Art. 17 KV-BE kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden: Das Recht auf Einsicht in amtliche Akten bildete nicht Gegenstand des kantonalen Verfahrens, und es ist nicht ersichtlich, inwiefern die umstrittene Nichtzulassung der Beschwerdeführerin als Privatklägerin in den Schutzbereich der erwähnten Bestimmung der Kantonsverfassung fallen könnte.
1. Beim angefochtenen Beschluss handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid, der mit staatsrechtlicher Beschwerde insbesondere wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte angefochten werden kann (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG). Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen (BGE 125 I 71 E. 1c S. 76; 122 I 70 E. 1c S. 73 mit Hinweisen). Diesen Anforderungen genügt die vorliegende Beschwerde nur insoweit, als die Beschwerdeführerin geltend macht, die Auslegung und Anwendung von Art. 47 StrV-BE verstosse gegen Art. 9 BV. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf die rechtsstaatlichen Schranken von Art. 5 BV beruft, kommt diesen keine eigenständige Bedeutung zu. Hinsichtlich der gerügten Verletzung von Art. 17 KV-BE kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden: Das Recht auf Einsicht in amtliche Akten bildete nicht Gegenstand des kantonalen Verfahrens, und es ist nicht ersichtlich, inwiefern die umstrittene Nichtzulassung der Beschwerdeführerin als Privatklägerin in den Schutzbereich der erwähnten Bestimmung der Kantonsverfassung fallen könnte.
2. 2.1 Als Privatklägerin oder Privatkläger kann sich am Strafverfahren beteiligen, wer durch eine strafbare Handlung unmittelbar in seinen eigenen rechtlich geschützten Interessen verletzt worden ist. Als in ihren rechtlich geschützten Interessen verletzt gilt auch die zum Strafantrag berechtigte Person (Art. 47 Abs. 1 StrV-BE).
2.2 Die Beschwerdeführerin vermag in keiner Weise aufzuzeigen, inwiefern die Anklagekammer die zitierte Bestimmung willkürlich angewandt haben soll. Durch den Diebstahl auf der Polizeiwache in Thun ist die Beschwerdeführerin nicht unmittelbar in einem eigenen, rechtlich geschützten Interesse betroffen. Die vage Vermutung, die Kantonspolizei selber könnte eine strafbare Handlung begangen und damit das in sie gesetzte Vertrauen verletzt haben, vermag mitnichten eine unmittelbare Betroffenheit zu begründen, welche die Stellung als Privatklägerin rechtfertigen könnte. Die Ausführungen im angefochtenen Entscheid halten offensichtlich vor dem Willkürverbot stand. Andererseits lässt sich aus dem verfassungsmässigen Anspruch auf Behandlung nach Treu und Glauben nicht ableiten, die Beschwerdeführerin hätte - ungeachtet des kantonalen Strafverfahrensrechts - unter den gegebenen Umständen als Privatklägerin zugelassen werden müssen.
2.2 Die Beschwerdeführerin vermag in keiner Weise aufzuzeigen, inwiefern die Anklagekammer die zitierte Bestimmung willkürlich angewandt haben soll. Durch den Diebstahl auf der Polizeiwache in Thun ist die Beschwerdeführerin nicht unmittelbar in einem eigenen, rechtlich geschützten Interesse betroffen. Die vage Vermutung, die Kantonspolizei selber könnte eine strafbare Handlung begangen und damit das in sie gesetzte Vertrauen verletzt haben, vermag mitnichten eine unmittelbare Betroffenheit zu begründen, welche die Stellung als Privatklägerin rechtfertigen könnte. Die Ausführungen im angefochtenen Entscheid halten offensichtlich vor dem Willkürverbot stand. Andererseits lässt sich aus dem verfassungsmässigen Anspruch auf Behandlung nach Treu und Glauben nicht ableiten, die Beschwerdeführerin hätte - ungeachtet des kantonalen Strafverfahrensrechts - unter den gegebenen Umständen als Privatklägerin zugelassen werden müssen.
3. Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann. Da sich die Beschwerde als von vornherein aussichtslos erweist, ist auch das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen (vgl. Art. 152 OG). Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (vgl. Art. 156 OG).