Decision ID: 8635ae5e-10aa-4d1a-9d11-183b5b291c26
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Kläger,
vertreten durch Rechtsanwalt Antonius Falkner, Mag. iur., Lettstrasse 18,
FL-9490 Vaduz,
gegen
BVG-Sammelstiftung Swiss Life, c/o Swiss Life AG,
General-Guisan-Quai 40, Postfach, 8022 Zürich,
Beklagte,
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betreffend
Invalidenrente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war vom 26. Juni 1995 bis 31. Mai 2002 bei
B._ angestellt und dadurch bei der BVG-Sammelstiftung Swiss Life (nachfolgend:
Sammelstiftung), Zürich, vorsorgeversichert (IV-act. 73).
A.b Am 4. November 2005 meldete sich der Versicherte bei der liechtensteinischen
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (nachfolgend: liechtensteinische IV),
Vaduz, zum Bezug von IV-Leistungen für Erwachsene an (IV-act. 523ff.). Prof. Dr. med.
F._, Facharzt für Psychiatrie, berichtete am 12. Dezember 2005 (IV-act. 132ff.) über
eine ängstliche Persönlichkeitsstörung mit überwertigen Ideen (ICD 10: F60.6), welche
sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Der Versicherte sei aus körperlichen
Gründen für mittelschwere und leichte Arbeiten voll geeignet. Aus psychischen
Gründen bestehe eine Arbeitsfähigkeit für einfachere Tätigkeiten, welche keine
übermässige Flexibilität erforderten und nicht auf gute Kontaktfähigkeit ausgerichtet
seien. Gegen den Vorbescheid vom 3. Januar 2006 (IV-act. 509f.) äusserte sich der
Versicherte am 10. Januar 2006 telefonisch (IV-act. 508). Mit Verfügung der
liechtensteinischen Invalidenversicherung vom 6. Februar 2006 wurde dem
Versicherten mitgeteilt, dass ihm die zuletzt ausgeübte Tätigkeit sowie jede andere
leichte bis mittelschwere Tätigkeit, die wenig Kundenkontakt beinhalte, weiterhin
zumutbar seien. Der Antrag auf Umschulung und Ausrichtung einer Invalidenrente
werde abgelehnt (IV-act. 504ff.). Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft.
A.c Am 15. März 2007 meldete sich der Versicherte erneut bei der liechtensteinischen
IV zum Bezug von Invalidenrentenleistungen für Erwachsene an (IV-act. 494ff., 498ff.).
Am 13. April 2007 berichtete Dr. med. G._, Allgemeinmedizin, über den IV-Untersuch
des Versicherten (IV-act. 126f.). Er stellte die Diagnosen einer schweren affektiven
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Störung mit phobischen Ängsten, einer narzisstisch neurotischen
Persönlichkeitsstörung und wies auf eine ausgeprägte Tendenz zur Somatisierung hin.
Mit Bericht vom 19. April 2007 (IV-act. 122ff.) diagnostizierte Dr. med. H._,
Psychiatrie/Psychotherapie FMH, eine ausgeprägte generalisierte Angststörung (ICD
10: F40.1) mit soziophobischen Anteilen und Neigung zu zwischenzeitlich depressiven
Episoden (ICD 10: F33.10). Differentialdiagnostisch müsse eine Persönlichkeitsstörung

vom schizoiden-ängstlichen Typ in Erwägung gezogen werden (ICD 10: F60.1/6). Am
3. April 2008 wurde eine stationäre Begutachtung in der Klinik I._ – Psychiatrie,
Psychotherapie, Suchtbehandlung, durchgeführt (IV-act. 74ff.). Mit Vorbescheid vom
5. Mai 2008 stellte die liechtensteinische IV dem Versicherten die Zusprache einer
halben Invalidenrente, gründend auf einen Invaliditätsgrad von 63%, in Aussicht (IV-
act. 144ff.). Dagegen erhob der Versicherte am 16. Mai bzw. 9. Juli 2008 Einwand (IV-
act. 393, 385). Mit Verfügung vom 25. August 2008 sprach die liechtensteinische IV
dem Versicherten eine halbe Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 65% zu (IV-
act. 141ff.). Dem dagegen erhobenen Rechtsmittel der Vorstellung
(Wiedererwägungsgesuch) vom 23. September 2008 (IV-act. 356ff.) wurde mit
Entscheidung vom 16. Juli 2009 keine Folge gegeben (IV-act. 309ff.).
A.d Am 2. September 2008 meldete die liechtensteinische IV den Versicherten bei der
IV-Stelle für Versicherte im Ausland zum Bezug von Leistungen an (IV-act. 3). Im vom
Versicherten ausgefüllten Fragebogen vom 10. Dezember 2008 gab dieser als genaues
Datum der Arbeitsaufgabe den 31. Mai 2002 an (IV-act. 41). Mit Vorbescheid vom
15. April 2009 stellte die IV-Stelle für Versicherte im Ausland die Zusprache einer
Dreiviertelsrente, gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 65%, ab 1. Mai 2006 in
Aussicht (IV-act. 159). Auf den dagegen erhobenen Einwand vom 7. Mai 2009 (IV-
act. 162f.) wurde mit Verfügung vom 22. Juni 2009 (IV-act. 171f., 180) nicht
eingegangen und die Dreiviertelsrente ab 1. Mai 2006 bestätigt. Dagegen liess der
Versicherte am 10. Juli 2009 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben (IV-
act. 185ff.).
A.e Mit Urteil des Fürstlichen Obergerichts vom 19. Mai 2010 wurde der Berufung des
Versicherten vom 7. August 2009 (IV-act. 295ff.) gegen den Entscheid der
liechtensteinischen IV vom 16. Juli 2009 Folge gegeben und ihm rückwirkend ab
1. März 2007 eine ganze Invalidenrente zuerkannt (IV-act. 224ff.). Mit Verfügung vom
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13. September 2010 sprach die liechtensteinische IV dem Versicherten gestützt auf
eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit eine ganze Invalidenrente zu (IV-act. 212f.).
A.f Seit September 2010 war der Versicherte zu 20% arbeitstätig (IV-act. 211).
A.g Im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. Juli 2011 (act. G 1.4) wurde mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen, dass seit Juni 2002 eine
mindestens 50%-ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bestanden habe
(E. 5.2). Dem Versicherten wurde mit Wirkung ab 1. Mai 2005 eine Dreiviertelsrente
zugesprochen (E. 6.3). Dagegen erhob der Versicherte am 13. September 2011
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht (in Luzern)
(IV-act. 558ff.).
A.h Auf den 31. Mai 2012 beendete der Versicherte sein 20%-iges
Anstellungsverhältnis (IV-act. 576).
A.i Mit Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juli 2012 (9C_681/2011) wurde die
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten abgewiesen (IV-act. 580ff.).
B.
B.a Mit Klage vom 26. September 2012 (act. G 1) liess der Versicherte durch
Rechtsanwalt Mag.iur. Antonius Falkner, Vaduz, beantragen, die Sammelstiftung sei zu
verpflichten, dem Kläger ab 1. Mai 2005 eine obligatorische Invalidenrente bei einem
Invaliditätsgrad von 65% und ab 1. Oktober 2002 eine Beitragsbefreiung gemäss
Versicherungsausweis und Reglement der Beklagten auszurichten; unter o-/e-
Kostenfolge. Zur Begründung liess er insbesondere vorbringen, nach den Ergebnissen
des Verfahrens vor der eidgenössischen Invalidenversicherung und aufgrund der
vorgelegten Beweisurkunden stehe fest, dass er spätestens seit Juni 2002, somit noch
während aufrechtem Versicherungsverhältnis mit der Beklagten, in seiner
ursprünglichen Tätigkeit als Elektroniker zumindest zu 50% durchgehend
arbeitsunfähig gewesen sei und diese seit 2002 bestehende Arbeitsunfähigkeit im Jahr
2005 zur Invalidität geführt habe. Das Bundesverwaltungsgericht habe sich mit seiner
Krankengeschichte eingehend auseinandergesetzt und die in den Akten befindlichen
Dokumente schlüssig und nachvollziehbar gewürdigt. Ausgehend von diesen nicht zu
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bezweifelnden Annahmen des Bundesverwaltungsgerichts habe er auch Anspruch auf
die bei der Beklagten versicherten Invaliditätsleistungen.
B.b Mit Klageantwort vom 30. Oktober 2012 schloss die Beklagte auf vollumfängliche
Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers
(act. G 5). Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, aufgrund der erfolgten
Barauszahlung könne das Versicherungsverhältnis zur Beklagten nicht wieder aufleben.
Die Vorsorgegelder hätten den Vorsorgekreislauf endgültig verlassen und seien auch
entsprechend besteuert worden. Der Kläger habe darauf verzichtet, seinen
Vorsorgeschutz weiterzuführen. Für den Fall, dass die Barauszahlung aus Sicht des
Gerichts unbeachtlich sein sollte, halte die Beklagte auch an der in ihrem Schreiben
vom 7. Mai 2012 und 17. August 2012 vertretenen Meinung (kein Eintritt einer
Arbeitsunfähigkeit während des versicherten Arbeitsverhältnisses) fest.
B.c Mit Replik vom 11. Januar 2013 (act. G 7) erwiderte der Kläger, dass der erstmals
in der Klageantwort vertretene Rechtsstandpunkt der Beklagten rechtsmissbräuchlich
und wider Treu und Glauben – und abgesehen davon auch falsch – sei. Im Zeitpunkt, in
dem die Arbeitsunfähigkeit aufgrund seiner invalidisierenden Leiden eingetreten sei,
habe ein aufrechtes Versicherungsverhältnis bestanden. Es spiele keine Rolle, ob und
in welcher Form die Beklagte nach Beendigung des Versicherungsverhältnisses eine
Freizügigkeitsleistung ausgerichtet habe.
B.d Mit Duplik vom 6. Februar 2013 hielt die Beklagte an ihrem bisherigen Standpunkt
fest (act. G 9).
B.e Am 8. Februar 2013 wurden die Akten der IV-Stelle für Versicherte mit Wohnsitz im
Ausland eingeholt und in das Verfahren beigezogen (act. G 11, 19). Die Beklagte nahm
die Gelegenheit zur Akteneinsicht wahr und reichte am 18. März 2013 eine
Stellungnahme ein (act. G 14, 16).
Erwägungen:
1.
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1.1 Die sachliche Zuständigkeit des angerufenen Versicherungsgerichts ergibt sich
aus Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) in Verbindung mit Art. 65 Abs. 1 lit. e des
Gesetzes über die Verwaltungspflege (VRP; sGS 951.1), die örtliche Zuständigkeit folgt
aus Art. 73 Abs. 3 BVG.
1.2 Streitig ist, ob die Beklagte dem Kläger für die Zeit ab 1. Mai 2005
Invalidenleistungen auszurichten hat.
2.
2.1 Gemäss Art. 23 lit. a BVG haben Anspruch auf Invalidenleistungen unter anderem
Personen, die im Sinn der Invalidenversicherung zu mindestens 40 % invalid sind und
bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert
waren. Auf Art. 23 lit. a BVG ist jedoch nur abzustellen, soweit ihm neben den
reglementarischen Regelungen der Beklagten eine eigenständige Bedeutung zukommt
(vgl. BGE 130 V 445 ff.; Urteile vom 24. August 2006, B 14/06, E. 3.1.1 und 3.1.2 [mit
Hinweis] und vom 30. November 2005, B 41/05, E. 2).
2.2 Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der Invalidenver
sicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG wie auch aus der
einheitlichen Definition in Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ergibt sich, dass der Invaliditätsbegriff
im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invalidenversicherung
grundsätzlich der gleiche ist. Aufgrund von Art. 6 BVG steht es den
Vorsorgeeinrichtungen frei, den Invaliditätsbegriff bereits in der obligatorischen
Versicherung zugunsten des Versicherten zu erweitern. Die Vorsorgeeinrichtungen sind
frei in der Wahl des Invaliditätsbegriffs; sie haben sich aber an eine einheitliche
Begriffsanwendung zu halten. Gehen sie ausdrücklich oder unter Hinweis auf das
Gesetz vom gleichen Invaliditätsbegriff aus wie die Invalidenversicherung, sind sie
hinsichtlich des versicherten Ereignisses an die Invaliditätsbemessung der IV-Stellen
(der Kantone und des Bundes) gebunden, es sei denn, dass diese sich als
offensichtlich unhaltbar erweist (vgl. BGE 126 V 308; 115 V 208; 115 V 215; 118 V 35
E. 2b/aa; 120 V 106 E. 3c). Versäumt eine IV-Stelle das Einbeziehen einer präsumtiv
bis
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leistungspflichtigen Vorsorgeeinrichtung in das IV-Verfahren, ist die
invalidenversicherungsrechtliche Festsetzung des Invaliditätsgrads für die
Vorsorgeeinrichtung nicht verbindlich (BGE 132 V 1 E. 5). Stellt die Vorsorgeeinrichtung
auf die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise ab, muss sich die
versicherte Person diese grundsätzlich entgegenhalten lassen, soweit diese für die
Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente entscheidend war (vgl. Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 14. August 2000, B 50/99, E. 2b), und zwar
ungeachtet dessen, ob der Vorsorgeversicherer im IV-Verfahren beteiligt war oder nicht
(vgl. dazu Urteil des EVG vom 9. Februar 2004, B 39/03, E. 3.1).
2.3 Invalidenleistungen nach BVG werden von derjenigen Vorsorgeeinrichtung
geschuldet, der die anspruchsberechtigte Person bei Eintritt des versicherten
Ereignisses angeschlossen ist. Dieser Zeitpunkt fällt mit dem Eintritt der
Arbeitsunfähigkeit zusammen, deren Ursache zur Invalidität geführt hat. Die
Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein,
dagegen nicht notwendigerweise auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der
Verschlimmerung der Invalidität. Für eine einmal aus – während der
Versicherungsdauer aufgetretenen – Arbeitsunfähigkeit geschuldete
Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrichtung somit leistungspflichtig, selbst wenn
sich nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert.
Entsprechend bildet auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen
Erlöschungsgrund (BGE 118 V 35 E. 5; BGE 123 V 262 E. 1a). Auf diese Weise wird
dem Umstand Rechnung getragen, dass die versicherte Person meistens erst nach
einer längeren Zeit der Arbeitsunfähigkeit invalid wird. Damit kommt der Schutz der
zweiten Säule zum Tragen, wonach das Invaliditätsrisiko auch dann gedeckt sein
muss, wenn es rechtlich gesehen erst nach einer langen Krankheit eintritt, während der
die leistungsbegehrende Person unter Umständen dem Obligatorium nicht mehr
unterstanden hat (BGE 118 V 35 E. 2a/bb; BGE 120 V 113 E. 2b). Damit die frühere
Vorsorgeeinrichtung jedoch leistungspflichtig bleibt, ist allerdings nicht nur erforderlich,
dass die Arbeitsunfähigkeit zu einer Zeit einsetzte, als die versicherte Person ihr
angeschlossen war, sondern auch, dass zwischen dieser Arbeitsunfähigkeit und der
Invalidität sowohl ein sachlicher als auch ein zeitlicher Zusammenhang besteht (BGE
120 V 112 E. 2b und c).
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2.4 Gemäss Art. 3 des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit in der beruflichen
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (Freizügigkeitsgesetz [FZG] SR 831.42)
ist die Austrittsleistung soweit zurückzuerstatten, als dies zur Auszahlung der
Hinterlassenen- oder Invalidenleistungen nötig ist, wenn die frühere
Vorsorgeeinrichtung Hinterlassenen- oder Invalidenleistungen erbringen muss,
nachdem sie die Austrittsleistung an die neue Vorsorgeeinrichtung überwiesen hat
(Abs. 2). Die Hinterlassenen- und Invalidenleistungen der früheren Vorsorgeeinrichtung
können gekürzt werden, soweit eine Rückerstattung unterbleibt (Abs. 3). Tritt nach dem
Austritt und nach Ausrichtung der Austrittsleistung ein Vorsorgefall wie Tod oder
Invalidität ein, bleibt die Vorsorgeeinrichtung für diese Vorsorgefälle regelmässig
leistungspflichtig (Hermann Walser in: Jacques-André Schneider/Thomas Geiser/
Thomas Gächter [Hrsg.], Handkommentar zum BVG und FZG, Bern 2010 [nachfolgend:
Handkommentar BVG und FZG], N 3 zu Art. 3 FZG). Sie kann jedoch als nachträglich in
die Pflicht genommene Vorsorgeeinrichtung verlangen, dass eine in diesem Zeitpunkt
bereits übertragene Freizügigkeitsleistung zurückerstattet wird (Marc Hürzeler, in
Handkommentar BVG und FZG, N 3 zu Art. 23 BVG).
3.
3.1 Gemäss Art. 5 des Reglements der BVG-Sammelstiftung Rentenanstalt, Zürich,
für das Vorsorgewerk der Firma Z._, gültig ab 1. April 1990 (act. G 9.1, nachfolgend:
Reglement), liegt Invalidität vor, wenn die versicherte Person durch ärztlichen Befund
objektiv nachweisbar wegen Krankheit (einschliesslich Zerfall der geistigen und
körperlichen Kräfte) oder unabsichtlicher Körperverletzung ganz oder teilweise ihren
Beruf oder eine andere ihrer Lebensstellung, ihren Kenntnissen und Fähigkeiten
angemessene Erwerbstätigkeit nicht mehr ausüben kann oder im Sinn der IV invalid ist
(Abs. 1). Ist die versicherte Person teilweise invalid, so werden die für Vollinvalidität
festgesetzten Leistungen in der Höhe gewährt, die dem Invaliditätsgrad entspricht
(Abs. 2). Teilweise Invalidität von weniger als einem Viertel gibt keinen Anspruch auf
Leistungen. Beträgt die teilweise Invalidität mindestens zwei Drittel der vollen
Invalidität, so werden die vollen Leistungen gewährt. Der Grad der Invalidität entspricht
mindestens dem von der IV festgestellten Invaliditätsgrad.
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3.2 Nach Art. 26 des Reglements bleiben die im Zeitpunkt der Auflösung des
Arbeitsverhältnisses versicherten Leistungen bei Tod und Invalidität bis zum Beginn
eines neuen Arbeitsverhältnisses, längstens aber während 30 Tagen, unverändert
versichert. Während der Nachdeckungsfrist entstehende Ansprüche werden um bereits
gewährte Freizügigkeitsleistungen gekürzt (Abs. 1). War eine versicherte Person im
Zeitpunkt der Auflösung des Arbeitsverhältnisses oder bei Ablauf der
Nachdeckungsfrist nicht voll arbeitsfähig, so bleibt der Anspruch auf Invaliditäts- und
Todesfallleistungen nach den Bestimmungen des BVG gewahrt.
4.
4.1 Im Konkreten ist die Frage zu prüfen, ob beim Kläger während des vom 26. Juni
1995 bis 30. Juni 2002 dauernden Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten (inkl.
Nachdeckungsfrist von 30 Tagen; IV-act. 73) eine Arbeitsunfähigkeit aufgetreten ist,
welche in sachlichem und zeitlichem Zusammenhang zu der vom
Bundesverwaltungsgericht (und Bundesgericht) ab 1. Mai 2005 anerkannten Invalidität
von 69% steht (act. G 1.4; IV-act. 580ff.). Aus den Reglementsbestimmungen der
Beklagten geht hervor, dass sie unter den Begriff der Invalidität neben der
invalidenversicherungsrechtlichen Definition auch eine durch ärztlichen Befund objektiv
nachweisbare Unfähigkeit, wegen Krankheit (einschliesslich Zerfall der geistigen und
körperlichen Kräfte) oder unabsichtlicher Körperverletzung ganz oder teilweise im Beruf
oder einer anderen der Lebensstellung, den Kenntnissen und Fähigkeiten der
versicherten Person angemessenen Erwerbstätigkeit ausüben zu können, zulässt. Dies
bedeutet eine Besserstellung bzw. Erweiterung gegenüber der allgemeinen
gesetzlichen Regelung.
4.2 Der Beklagten wurden unbestrittenermassen weder der Vorbescheid vom 15. April
2009, noch die Verfügung vom 22. Juni 2009, noch das Urteil des
Bundesverwaltungsgerichts vom 28. Juli 2011 oder das Urteil des Bundesgerichts vom
9. Juli 2012 zugestellt. Sie lässt insbesondere den vom Bundesverwaltungsgericht
festgesetzten Beginn der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit nicht gegen sich gelten
mit der Begründung, dieses stütze sich auf Arztberichte, welche mehrere Jahre nach
Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit der Arbeitgeberin des Klägers erstellt worden
seien und lediglich auf Vermutungen beruhten. Bei dieser Sachlage ist die
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Verbindlichkeit der Festsetzung des Invaliditätsgrads durch die IV-Stelle (grundsätzlich,
masslich und zeitlich) für die Beklagte zu verneinen. Ausmass und Eintritt der
massgeblichen Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit und der gegenüber der Beklagten
allenfalls bestehende Anspruch auf Invalidenleistungen sind daher von dieser bzw. vom
angerufenen Versicherungsgericht selbständig abzuklären und festzulegen. Dabei sind
auch die im IV-Verfahren produzierten Akten mit zu berücksichtigen, führt doch die
fehlende Bindung an die IV-Verfügung nicht dazu, dass auch die dafür verwendeten
Akten ohne Bedeutung für den Entscheid der Vorsorgeeinrichtung wären.
4.3 Unter Arbeitsunfähigkeit ist die gesundheitlich bedingte Einbusse an funktionellem
Leistungsvermögen im bisherigen Beruf zu verstehen (vgl. BGE 134 V 20 E. 5.3). Die
Arbeitsunfähigkeit muss erheblich, offensichtlich und dauerhaft sein. Die Erheblichkeit
wird in der Regel dann bejaht, wenn die Einschränkung mindestens 20% beträgt (vgl.
Bundesamt für Sozialversicherung, Mitteilungen über die berufliche Vorsorge, Nr. 44
N 258 mit Hinweis auf Urteil des EVG vom 7. Oktober 1998, B 48/97).
4.4 Mit Bericht vom 12. Dezember 2005 stellte Prof. Dr. F._ keine Diagnosen mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (IV-act. 132f.). Ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit sei eine ängstliche Persönlichkeitsstörung mit überwertigen Ideen (ICD
10: F60.6). Dr. J._ berichtete am 19. April 2007 (IV-act. 122ff.), es seien ihm keine
genauen Angaben aus früheren Zeiten möglich, jedoch dürfte die medizinisch
begründete Arbeitsunfähigkeit als Industrieelektroniker zumindest ab Mai 2002 zu
wenigstens 50% bestanden haben. In der Wintersaison 2004/2005 sei noch einmal
eine Tätigkeit in einem wesentlich anspruchsloseren Umfeld als Liftangestellter
gelungen. In einem dreimonatigen Arbeitsprojekt Y._ vom Dezember 2005 bis
Februar 2006 sei dann eine ebenfalls maximal 50% Belastbarkeit festgestellt worden.
Ein Arbeitsversuch in einer Reinigungsfirma mit zweieinhalb Stunden Arbeit pro Tag sei
innert Kürze gescheitert. Seit Mai 2005 sei nie mehr eine kontinuierliche Arbeitstätigkeit
(zumindest zu 50% aus auch medizinischen Gründen) gelungen. Mit Gutachten vom
3. April 2008 (IV-act. 74ff.) gingen die Ärzte der Psychiatrischen-Dienste davon aus,
dass eine genaue retrospektive Festlegung der Arbeitsunfähigkeit basierend auf den
Akten nicht möglich sei. Ausgehend von den ihnen zur Verfügung stehenden
Informationen schlossen sie, dass der Kläger seit zirka 2002 in seiner bisherigen
Tätigkeit als Radio- und TV-Elektroniker mindestens 50% arbeitsunfähig gewesen sei.
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4.5 Das Bundesverwaltungsgericht würdigte im Urteil vom 28. Juli 2011 die
divergierenden ärztlichen Angaben und äusserte sich zum Beginn der
Arbeitsunfähigkeit dahingehend, dass in den Berichten von Dr. J._ und den Ärzten
der Psychiatrischen Dienste Süd von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zirka seit
Mai 2002 die Rede sei. Obwohl die Berichte erst im Jahr 2007 respektive 2008
entstanden seien und die retrospektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit – wie die
Gutachter selbst festgestellt hätten – mit Schwierigkeiten verbunden sei, sei auf diese
Beurteilungen abzustellen, da sie auf eingehenden Abklärungen beruhten,
nachvollziehbar seien und zudem den Umstand berücksichtigten, dass der Kläger per
31. Mai 2002 seine Arbeit als Elektroniker aufgegeben habe. Der Bericht von Dr. F._
sei dagegen sehr kurz gehalten und in der Beurteilung nicht so umfassend wie die
anderen, so dass nicht auf diese abweichende, kaum begründete Beurteilung
abzustellen sei (E. 5.2).
4.6 Die höchstrichterliche Rechtsprechung verlangt nicht zwingend, dass der
Zeitpunkt des Eintritts der berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit durch
echtzeitliche ärztliche Atteste nachgewiesen wird (Urteil des Bundesgerichts
9C_394/2012 vom 18. Juli 2012 E. 3.1.1 mit Hinweisen). Allerdings darf der Nachweis
nicht durch nachträgliche spekulative erwerbliche oder medizinische Annahmen und
Überlegungen ersetzt werden (Urteile des EVG B 69/06 vom 22. November 2006 E. 2.2
und B 51/04 vom 2. Dezember 2004 E. 5.3), sondern hat nach dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
zu erfolgen. Die gesundheitliche Beeinträchtigung muss sich auf das Arbeitsverhältnis
sinnfällig auswirken oder ausgewirkt haben; die Einbusse an funktionellem
Leistungsvermögen muss mit anderen Worten arbeitsrechtlich in Erscheinung getreten
sein, etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar
Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte aus dem Rahmen fallende
gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle (Urteil des Bundesgerichts 9C_394/2012 vom
18. Juli 2012 E. 3.1.1 mit Hinweisen). Im Arbeitszeugnis vom 7. Juni 2002 (IV-act. 16)
äusserte sich die Arbeitgeberin zum Arbeitsverhältnis vom 26. Juni 1995 bis 31. Mai
2002 dahingehend, dass der Kläger sie und die Welt der Elektronik auf eigenen
Wunsch verlasse und sich ausserhalb des bisherigen Tätigkeitsgebiets neue
Herausforderungen suche. Die Arbeitgeberin verliere in ihm einen sehr talentierten und
äusserst loyalen Mitarbeiter, der massgeblich zum Gedeihen ihrer Firma beigetragen
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habe. Sie bedaure den Weggang des Klägers sehr und würde ihn jederzeit wieder bei
sich beschäftigen. Auch der Bestätigung vom 15. Mai 2008 oder dem am 29. Mai 2008
eingegangenen Fragebogen für den Arbeitgeber sind keine Hinweise auf eine während
des Arbeitsverhältnisses bestehende Arbeitsunfähigkeit oder einen (qualitativen)
Leistungsabfall zu entnehmen (IV-act. 73, 390ff.). Im Gegenteil ist insgesamt die Rede
von einem ausserordentlich guten Mitarbeiter, der auf einem anderen Tätigkeitsgebiet
eine neue Herausforderung gesucht, das Arbeitsverhältnis aus freien Stücken
(insbesondere – auch gemäss den eigenen Angaben des Klägers – nicht aus
Krankheitsgründen, vgl. IV-act. 81) beendet hat und den die Arbeitgeberin (aus
damaliger Sicht) jederzeit wieder beschäftigen würde. Aus einem kompletten
Richtungswechsel in der Karriere nach einer siebenjährigen Anstellung am selben Ort
lässt sich nicht bereits ein krankheitswertiges Verhalten ableiten. Insbesondere
kündigte der Kläger bereits zuvor das zehnjährige Arbeitsverhältnis bei K._. Die
damalige Arbeitgeberin berichtete zwar, dass es in den letzten Jahren zu einem
Motivationseinbruch gekommen und ein gereiztes Stimmungsbild aufgefallen sei. Der
Kläger sei sehr einsam gewesen. Rückblickend habe ihm wohl der Ausgleich zur Arbeit
gefehlt. In den letzten ein bis zwei Jahren der Anstellung habe es vereinzelt auch
Probleme im Kundenkontakt gegeben, als der Kläger gereizt reagiert habe, weshalb
man ihm angeraten habe, eine berufliche Veränderung anzustreben (IV-act. 84). Im
ersten wie im zweiten längeren Arbeitsverhältnis fehlen jedoch konkrete, mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit feststehende Hinweise auf eine arbeitsrechtlich in
Erscheinung getretene effektive – erst recht eine von Dr. J._ attestierte mindestens
50%-ige – Arbeitsunfähigkeit oder Verminderung (in) der Leistungsfähigkeit (IV-act. 81,
84). Ärztliche Konsultationen sind überhaupt erst seit Juli 2005 aktenkundig (IV-act. 42,
83f.); eine allenfalls vorhanden gewesene Krankengeschichte für den davorliegenden,
hier strittigen Zeitraum wurde weder von Dr. J._, noch von den Ärzten der
Psychiatrischen Dienste Süd eingeholt und könnte heute wohl nicht mehr erhältlich
gemacht werden. Hinweise dafür, dass der Kläger in diesem Zeitraum überhaupt in
ärztlicher Behandlung gewesen wäre, finden sich in den Akten ohnehin nicht. Der
Kläger selbst berichtete anamnestisch einzig über die Teilnahme an einer
Selbsthilfegruppe im Jahr 1996 (IV-act. 81). Dr. J._ stützt seine retrospekive
Festlegung auf den Beginn der Arbeitsunfähigkeit im Mai 2002 gerade nicht auf eine
nachvollziehbaren Begründung, die auf eingehenden Abklärungen beruht – äussert er
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doch selbst, dass sich Verdachtsmomente für die Persönlichkeitsstörung bereits in
Kinder- und Jugendjahren fänden, depressive Elemente mit Suizidalität schon vor über
zehn Jahren aufgetaucht seien und Symptome der Angststörung ebenfalls sicher
schon seit Jahren bestünden. Mangels echtzeitlichen ärztlichen oder anderweitigen
Unterlagen war er auch überhaupt nicht dazu in der Lage, retrospektiv etwas anderes
als eine Schätzung vorzunehmen oder eine ärztliche Annahme zu treffen. Der von den
Ärzten der Psychiatrischen Dienste Süd geschätzte Beginn der Arbeitsunfähigkeit auf
ca. 2002 ist ebenfalls zu vage, als dass darauf abgestellt werden könnte. Die
Kündigung selbst erscheint insgesamt nicht als genügender Grund, um ohne weitere
Hinweise auf den Beginn einer Arbeitsunfähigkeit während des
Versicherungsverhältnisses zur Beklagten zu schliessen. Insofern erscheint die
Bestimmung des Zeitpunkts durch Dr. J._ zwar als möglich, aber mit Blick auf die
Aktenlage eher als willkürlich bestimmt und insbesondere nicht überwiegend
wahrscheinlich, zumal der Kläger im Übrigen nach einer ähnlichen Phase der
Umorientierung nach der Anstellung bei K._ sich ebenfalls (kurz) selbständig
gemacht hatte und anschliessend eine siebenjährige Anstellung bei der letzten
Arbeitgeberin folgte (IV-act. 81). Nach der Kündigung beim Z._ absolvierte der Kläger
in Hinblick auf die bevorstehende Selbstständigkeit in verschiedenen Privatinstitutionen
eine Ausbildung zum "Lebensberater" (IV-act. 83). Ob sich eine relevante
Arbeitsunfähigkeit erst ergeben hat, als der Kläger sich in der selbständigen
Erwerbstätigkeit ab Januar 2003 nicht etablieren konnte, kann vorliegend offen bleiben,
erscheint jedoch ebenso möglich wie die anderen Varianten. Damit kann der Eintritt
einer erheblichen, offensichtlichen und dauerhaften sowie berufsvorsorgerechtlich
relevanten Arbeitsunfähigkeit während des Vorsorgeverhältnisses zur Beklagten nicht
als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen betrachtet werden. Die Folgen
dieser Beweislosigkeit hat der Kläger zu tragen (BGE 117 V 261 E. 3b).
4.7 Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob der zeitliche Konnex mit Blick auf die
nach der missglückten Selbständigkeit folgende 100%-ige Tätigkeit als Liftmitarbeiter
während dreieinhalb Monaten verneint werden müsste (IV-act. 486ff.).
4.8 Mangels Rentenzusprache erübrigt sich auch die Frage, wie die Ausrichtung der
Austrittsleistung zu behandeln ist.
5.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Klage abzuweisen. Gerichtskosten sind
keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG). Eine Parteientschädigung ist aufgrund des
vollumfänglichen Unterliegens des Klägers nicht geschuldet.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP