Decision ID: 035334f8-fc9c-5ef3-bedf-76c9c46b428c
Year: 2014
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Regierungsrat des Kantons Glarus (nachfolgend: Regierungsrat
oder Vorinstanz) mit Beschluss vom 22. Oktober 2013 (RRB 2012-164)
den Taxpunktwert (TPW) für ambulante physiotherapeutische Leistungen
in freier Praxis im Kanton Glarus, die von der obligatorischen Kranken-
pflegeversicherung übernommen werden, rückwirkend per 1. Januar
2013 auf Fr. 0.97 festsetzte;
dass die Beschwerdeführer 1-4 (nachfolgend: Leistungserbringer), vertre-
ten durch den Schweizer Physiotherapie Verband physioswiss (nachfol-
gend: physioswiss) und dieser wiederum vertreten durch Rechtsanwältin
Christine Boldi und Rechtsanwalt István Bojt, gegen diesen Beschluss mit
Eingabe vom 25. November 2013 Beschwerde beim Bundesverwaltungs-
gericht erhoben (Beschwerdeverfahren C-6649/2013) und um Aufhebung
des angefochtenen Beschlusses sowie um Festsetzung eines TPW per
1. Januar 2013 von mindestens Fr. 1.13, eventualiter Fr. 1.04, ersuchten;
eventualiter sei der angefochtene Beschluss aufzuheben und zur neuen
Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen; alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (C-6649/2013-act. 1);
dass die Leistungserbringer in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragten,
der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen;
dass die Beschwerdegegnerinnen 1-4 (nachfolgend: CSS-Gruppe) und
5-48 (nachfolgend: tarifsuisse-Gruppe), alle vertreten durch tarifsuisse ag
und diese wiederum vertreten durch advocat Vincent Augustin, gegen den
Beschluss des Regierungsrates vom 22. Oktober 2013 mit Eingabe vom
22. November 2013 ebenfalls Beschwerde beim Bundesverwaltungsge-
richt erhoben (Beschwerdeverfahren C-6566/2013) und die Aufhebung
des angefochtenen Beschlusses sowie die Rückweisung der Sache zur
neuen Entscheidung an die Vorinstanz , eventualiter die Festsetzung ei-
nes TPW von höchstens Fr. 0.87 beantragten; alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (vgl. C-6566/2013-act. 1);
dass am 12. respektive am 13. Dezember 2013 die jeweils mit Verfügung
vom 5. Dezember 2013 einverlangten Kostenvorschüsse in der Höhe von
je Fr. 4'000.- beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen sind
(vgl. C-6649/2013-act. 8 und C-6566/2013-act. 7);
dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügungen vom 14. Januar
2014 (C-6649/2013-act. 14 und C-6566/2013-act. 9) gestützt auf die in
C-6649/2013, C-6566/2013
Seite 7
den beiden Verfahren eingeholten Stellungnahmen die Begehren betref-
fend Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde abgewiesen
und festgestellt hat, dass für die Dauer des Verfahrens weiterhin ein TPW
von Fr. 0.93, gilt und dass eine rückwirkende Geltendmachung einer Ta-
rifdifferenz je nach Ausgang des Verfahrens vorbehalten bleibt;
dass der Instruktionsrichter in den Zwischenverfügungen vom 14. Januar
2014 ferner in Aussicht stellte, dass über die beantragte Vereinigung der
beiden Verfahren in einem späteren Zeitpunkt entschieden werde;
dass die Vorinstanz in beiden Verfahren je mit Vernehmlassung vom
5. Februar 2014 (C-6649/2013-act. 18 und C-6566/2013-act. 13) bean-
tragte, die Beschwerde sei abzuweisen;
dass die Versicherer der CSS- und tarifsuisse-Gruppe im Verfahren
C-6649/2013 mit Beschwerdeantwort vom 13. Februar 2014
(C-6649/2013-act. 19) beantragten, die Beschwerde der Leistungserbrin-
ger sei im Hauptpunkt abzuweisen, das Eventualbegehren betreffend
Rückweisung hingegen gutzuheissen;
dass die Versicherer der HSK-Gruppe (Beschwerdegegnerinnen 49-61)
keine Beschwerdeantwort einreichten;
dass die Leistungserbringer im Verfahren C-6566/2013 mit Beschwerde-
antwort vom 14. Februar 2014 (C-6566/2013-act. 14) beantragten, auf die
Beschwerde der Versicherer sei mangels Legitimation nicht einzutreten,
eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten
sei; ferner sei der Beschluss des Regierungsrates aufzuheben und der
TPW sei auf mindestens Fr. 1.16, eventualiter auf Fr. 1.04 festzusetzen
und in verfahrensrechtlicher Hinsicht seien die Verfahren C-6649/2013
und C-6566/2013 zu vereinigen und den Parteien umfassende Aktenein-
sicht zu gewähren;
dass die Preisüberwachung (PUE) in ihrer Stellungnahme vom 25. März
2014 (C-6649/2013-act. 23 und C-6566/2013-act. 17) an ihrer im Vorver-
fahren abgegebenen Empfehlung vom 3. April 2013 festhielt und die
Festsetzung eines TPW ab 1. Januar 2013 von Fr. 0.87 empfahl;
dass die Versicherer der tarifsuisse-Gruppe und die Leistungserbringer
mit gemeinsamer Eingabe (C-6649/2013-act. 24 und C-6566/2013-
act. 18) beantragten, die Beschwerdeverfahren seien in Bezug auf die
Versicherer der tarifsuisse-Gruppe und die Leistungserbringer zu sistie-
C-6649/2013, C-6566/2013
Seite 8
ren, da diese Parteien einen kantonalen Tarifvertrag sowie einen nationa-
len Rahmenvertrag unterzeichnet hätten und sich somit eine hoheitliche
Festsetzung erübrige;
dass die Vorinstanz mit Stellungnahmen vom 14. Mai 2014
(C-6649/2013-act. 29 und C-6566/2013-act. 22) beantragte, der Sistie-
rungsantrag sei abzuweisen;
dass die Versicherer der HSK-Gruppe mit Eingabe vom 28. Mai 2014
(C-6649/2013-act. 30) beantragten, dass eine allfällige Sistierung nicht
auf die Versicherer der HSK-Gruppe auszudehnen sei;
dass die Versicherer der CSS-Gruppe mit Eingaben vom 27. Mai 2014
(C-6649/2013-act. 31 und C-6566/2013-act. 23) beantragten, dass eine
allfällige Verfahrenssistierung für sie nicht gelten und nur auf die beantra-
genden Parteien beschränkt werden solle;
dass der Vertreter der CSS-Gruppe mit Eingaben vom 14. Juli 2014
(C-6649/2013-act. 32 und C-6566/2013-act. 24) mitteilte, dass er die Ver-
sicherer der CSS-Gruppe ab sofort nicht mehr vertrete und diese das Ver-
fahren selber, das heisst die vier Versicherer vertreten durch die CSS
Versicherung, weiterführen werden;
dass der Instruktionsrichter die Parteien mit Zwischenverfügungen vom
15. September 2014 (C-6649/2013-act. 33 und C-6566/2013-act. 25)
über das in den vereinigten Verfahren C-2461/2013 und C-2468/2013 er-
gangene, zur Publikation vorgeschlagene Urteil des Bundesverwaltungs-
gerichts vom 28. August 2014 (nachfolgend: Pilotentscheid) und die ein-
gegangenen Stellungnahmen in Kenntnis setzte sowie die Entscheidung
über die gestellten Verfahrensanträge zu einem späteren Zeitpunkt in
Aussicht stellte;

und zieht in Erwägung,
dass gemäss Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994
über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) gegen Beschlüsse der
Kantonsregierungen im Sinne von Art. 47 Abs. 1 KVG beim Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde geführt werden kann;
C-6649/2013, C-6566/2013
Seite 9
dass der angefochtene Beschluss vom 22. Oktober 2013 gestützt auf
Art. 47 Abs. 1 KVG erlassen wurde und das Bundesverwaltungsgericht
deshalb zur Beurteilung der Beschwerde zuständig ist (vgl. auch Art. 90a
Abs. 2 KVG);
dass sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gemäss
Art. 37 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR
173.32) und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 KVG grundsätzlich nach dem Bundes-
gesetz über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968 (VwVG,
SR 172.021) richtet, wobei allfällige Abweichungen des VGG und die be-
sonderen Bestimmungen des Art. 53 Abs. 2 KVG vorbehalten bleiben;
dass es sich vorliegend aufgrund des engen persönlichen und sachlichen
Zusammenhangs rechtfertigt, die beiden Verfahren C-6649/2013 und
C-6566/2013 – wie von den Parteien beantragt – zu vereinigen und in ei-
nem einzigen Urteil zu erledigen (vgl. BGE 129 V 237 E. 1 mit Hinweisen
und BGE 123 V 214 E. 1; BGE 128 V 124 E. 1 mit Hinweisen; zur Verei-
nigung von Verfahren vgl. auch ANDRÉ MOSER/ MICHAEL BEUSCH/LORENZ
KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Auf-
lage, Basel 2013, S. 144 Rz. 3.17);
dass die Leistungserbringer (mit Ausnahme von physioswiss; vgl. Erwä-
gungen hiernach), die CSS- und tarifsuisse-Gruppe sowie die HSK-
Gruppe als Verfügungsadressaten durch die angefochtene Verfügung oh-
ne Zweifel besonders berührt sind und ein schutzwürdiges Interesse an
der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Verfügung haben, so-
dass sie zur Beschwerde legitimiert sind (Art. 48 Abs. 1 VwVG);
dass die Beschwerden im Übrigen form- und fristgerecht eingereicht
(Art. 50 und 52 VwVG) und die einverlangten Kostenvorschüsse jeweils
innert Frist geleistet wurden, sodass auf die Beschwerden grundsätzlich
einzutreten ist (vgl. aber betreffend physioswiss die Erwägungen hier-
nach);
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Teilentscheid vom 29. Januar
2014 in den Verfahren C-2461/2013 und C-2468/2013 betreffend Fest-
setzung des Taxpunktwertes für physiotherapeutische Leistungen ab
2013 im Kanton Thurgau der physioswiss die Parteistellung abgespro-
chen hat, da sie weder in eigenem Namen legitimiert sei, noch die Vor-
aussetzungen für eine egoistische Verbandsbeschwerde erfülle (vgl. E. 3
des obgenannten Teilentscheids);
C-6649/2013, C-6566/2013
Seite 10
dass die physioswiss ihren Antrag auf Zulassung als Beschwerdeführerin
im vorliegenden Verfahren im Wesentlichen damit begründet, dass sie am
vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen sowie ein schutzwürdiges Inte-
resse und eine besondere Nähe zum Streitgegenstand habe und aus sta-
tutarischen Gründen zur Interessenwahrung ihrer Mitglieder befugt sei;
dass diese Vorbringen der physioswiss nicht geeignet sind, die erwähnte
Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts in Frage zu stellen, zu-
mal die Prozessvoraussetzungen für eine egoistische Verbandsbe-
schwerde auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht erfüllt sind
und hinzu kommt, dass die physioswiss als Vertreterin der übrigen Leis-
tungserbringer am vorliegenden Beschwerdeverfahren ohnehin teilneh-
men kann;
dass der physioswiss somit auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren
die Parteistellung abzusprechen ist, weshalb auf die Beschwerde von
physioswiss nicht einzutreten ist;
dass mit der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht vorliegend
gerügt werden kann, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht
(einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs von Ermes-
sen), beruhe auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des
rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG in
Verbindung mit Art. 53 Abs. 2 KVG);
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss dem Grundsatz der Rechts-
anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der
Parteien gebunden ist (Art. 62 Abs. 4 VwVG); es kann eine Beschwerde
auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder
mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begrün-
dung abweisen (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4; BVGE 2007/41 E. 2);
dass die Leistungserbringer ihre Rechnungen nach Tarifen oder Preisen
erstellen, welche in Verträgen zwischen Versicherern und Leistungserb-
ringern (Tarifvertrag) vereinbart oder in den vom Gesetz bestimmten Fäl-
len von der zuständigen Behörde festgesetzt werden; Einzelleistungstari-
fe müssen auf einer gesamtschweizerisch vereinbarten einheitlichen Ta-
rifstruktur beruhen; können sich die Tarifpartner nicht einigen, so legt der
Bundesrat diese Tarifstruktur fest (Art. 43 Abs. 1, 4 und 5 KVG); kommt
zwischen den Leistungserbringern und Versicherern kein Tarifvertrag zu-
C-6649/2013, C-6566/2013
Seite 11
stande, so setzt die Kantonsregierung nach Anhören der Beteiligten den
Tarif fest (Art. 47 Abs. 1 KVG);
dass der Bundesrat am 1. Juli 1998 mit Wirkung ab 1. Januar 1998 den
nationalen Tarifvertrag für die Behandlung durch Physiotherapeuten in
freier Praxis (nachfolgend: nationaler Tarifvertrag 1998) samt Anhang 1
und 2 genehmigte; zugleich legte er den Tarif nach Anhang 1 dieses Ver-
trages als gesamtschweizerisch einheitliche Tarifstruktur für Einzelleis-
tungstarife fest (vgl. Pilotentscheid E. 5.4);
dass die Festsetzung eines kantonalen Taxpunktwerts nur Wirkung entfal-
ten kann, wenn dieser in Bezug auf eine geltende nationale Tarifstruktur
festgesetzt wird (vgl. Pilotentscheid E. 5.5.1);
dass die physioswiss am 11. Dezember 2009 den nationalen Tarifvertrag
1998 per 30. Juni 2010 gekündigt hat; am 23. Juni 2011 kündigte die
physioswiss im Namen der kantonalen Physiotherapieverbände zudem
alle kantonalen Tarifverträge per 31. Dezember 2011 (vgl. Pilotentscheid
Sachverhalt B.a);
dass mit der Vertragskündigung und dem Wegfall des nationalen Tarifver-
trags per 30. Juni 2011 keine nationale Tarifstruktur für in freier Praxis er-
brachte Physiotherapieleistungen mehr besteht und zwischenzeitlich
auch keine neue Tarifstruktur vom Bundesrat genehmigt oder festgesetzt
wurde (vgl. Pilotentscheid E. 5.5.4; vgl. auch Art. 43 Abs. 5 KVG);
dass mit dem angefochtenen Beschluss des Regierungsrats des Kantons
Glarus vom 22. Oktober 2013 kein gültiger OKP-Tarif festgesetzt wurde,
da eine Einzelleistungstarifstruktur gesamtschweizerisch vereinbart und
genehmigt oder gesamtschweizerisch festgesetzt werden muss, und im
Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Beschlusses keine entspre-
chende nationale Einzelleistungstarifstruktur mehr bestand (vgl. Pilotent-
scheid E. 5.5);
dass demnach die Beschwerden – soweit darauf einzutreten ist – insofern
gutzuheissen sind, als dass der angefochtene Beschluss aufzuheben ist;
dass mit dem Erlass des Endentscheides in der Hauptsache die für die
Dauer des Verfahrens angeordneten vorsorglichen Massnahmen ohne
Weiteres dahinfallen, dass aber die Folgen des mit den Massnahmen
provisorisch Angeordneten, soweit es nicht mit dem Endzustand überein-
C-6649/2013, C-6566/2013
Seite 12
stimmt, rückabgewickelt werden müssen (vgl. Pilotentscheid E. 6.3 mit
Hinweis);
dass somit vorliegend die provisorische Festsetzung des Taxpunktwerts
ab 1. Januar 2013 dahinfällt;
dass es sich bei diesem Ergebnis erübrigt, auf die weiteren von den Par-
teien vorgebrachten Rügen einzugehen;
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens der Sistierungsantrag abzuwei-
sen ist und die weiteren, noch offenen Verfahrensanträge der Parteien als
gegenstandslos geworden abzuschreiben sind;
dass die unterliegende Partei gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Regel
die Verfahrenskosten trägt, den unterliegenden Vorinstanzen allerdings
keine Verfahrenskosten auferlegt werden können (Art. 63 Abs. 2 VwVG);
dass es sich angesichts des lediglich teilweisen Obsiegens aller Parteien
rechtfertigt, den Leistungserbringern, den Versicherern der CSS- und ta-
rifsuisse-Gruppe sowie der HSK-Gruppe reduzierte Verfahrenskosten in
der Höhe von je Fr. 2'000.- aufzuerlegen;
dass dieser Betrag betreffend CSS- und tarifsuisse-Gruppe sowie Leis-
tungserbringer dem von ihnen geleisteten Kostenvorschuss von je
Fr. 4'000.- zu entnehmen und der Restbetrag von je Fr. 2'000.- auf ein
von den Parteien bekanntzugebendes Konto zurückzuerstatten ist;
dass die HSK-Gruppe zur Bezahlung der reduzierten Verfahrenskosten
von Fr. 2'000.- innert 30 Tagen seit Erhalt dieses Entscheids aufzufordern
ist;
dass die obsiegende Partei gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG Anspruch auf
eine Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen und ver-
hältnismässig hohen Kosten hat (vgl. auch Art. 7 ff. des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]);
dass Bundesbehörden und, in der Regel, andere Behörden, die als Par-
teien auftreten, keinen Anspruch auf Parteientschädigung haben (Art. 7
Abs. 3 VGKE);
C-6649/2013, C-6566/2013
Seite 13
dass es sich vorliegend rechtfertigt, die Parteientschädigungen wettzu-
schlagen, da die Parteien je nur teilweise obsiegen (Art. 64 Abs. 1-3
VwVG);
dass das vorliegende Urteil eine Änderung des angefochtenen Beschlus-
ses mit sich bringt, weshalb der Regierungsrat anzuweisen ist, die Ziffer 3
des Dispositivs im kantonalen Amtsblatt zu veröffentlichen;
dass eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen
Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung die das Bundes-
verwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 lit. i VGG in Verbindung mit Art. 53
Abs. 1 KVG getroffen hat, gemäss Art. 83 lit. r des Bundesgerichtsgeset-
zes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) unzulässig ist, und das vorlie-
gende Urteil somit endgültig ist und mit Eröffnung in Rechtskraft tritt.
C-6649/2013, C-6566/2013
Seite 14