Decision ID: e3859318-9516-4e73-ac82-6b4dfb37e867
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der
1955 geborene
n
X._
wurde
im Ra
hmen eines ersten Verfah
rens von
der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV)
für den Zeitraum vom
1. August 1995
bis
31. Januar 1996
eine befristete ganze Invalidenrente zuge
sprochen
(
Verfügung vom 3
0.
Mai 1996,
Urk.
9/45
).
1.2
Nach weiteren Leistungsgesuchen betreffend Hilfsmittel meldete sich die Versi
cherte a
m 21. April 2005
erneut
bei der IV zum Leistungsbezug
(besondere medizinische
E
ingliederungsmassnahmen)
an. Dies
unter Hinweis auf Rücken
schmerzen, Gelenkschmerzen an Händen, Knien und Ellbogen, Arthrose, Genick- und Kopfschmerzen, Asthma, Allergien, Psoriasis sowie eine Brustkrebsoperation mit massiven
Medikamentenn
ebenwirkungen (Urk. 9/76).
Zu diesem Zeitpunkt war die
Versicherte
als
Löterin
bei
der
Y._ AG
tätig (
Urk.
9/80, 9/76 S. 5
).
Es folgten Abklärungen in erwerblicher sowie medi
zinischer Hinsicht seitens der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle.
Mit Verfügung vom 15. März 20
07
(
Urk.
9/99) verneinte die IV-Stelle den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente.
Die dagegen erhobene Beschwerde
wurde mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 26. März 2009 (Prozess-Nr. IV.2007.00540
;
Urk.
9/137
)
in dem Sinne
tei
lw
e
i
se gutgeheissen
,
dass
die angefochtene Verfügung vom 15. März 2007 aufgehoben und die Sache zwecks Durchführung weiterer Abklärungen an die IV-Stelle
zurückgewiesen
wurde
.
Das Arbeitsverhältnis der Beschwerdeführerin
war
der
weil
am 16. Septemb
er 2008 gekündigt worden (
Urk.
9/105).
1.3
Im Rahmen der nachfolgenden weiteren
Abklärungen
erstattete das Kantonsspital
Z._
am 22. September 2009
im Auftrag der IV-Stelle ein rheumatologisches Gutachten
(
Urk.
9/147)
.
Daraufhin stell
te
die IV-Stelle der Versicherten mit Vor
bescheid vom 6. Oktober 2009 (
Urk.
9/151) die Abweisung des Anspruchs auf eine
Invalidenrente in Aussic
ht.
Die hiergegen erhobenen Einwände (
Urk.
9/156) führten zu
weitere
n
Abklä
rungen, insbesondere erstattete das Zent
rum
A._
am 21. Mai 2011 im Auftrag der IV-Stelle ein po
lydiszipli
näres Gutachten (Urk.
9/175).
Nach
der
Beantwortung
einer Rückfrage
durch
die Gutachter (Urk.
9/176,
9/179) verneinte die IV-Stelle den Anspruch der Versi
cherten auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom
10. Oktober 2011 (
Urk.
9/187)
.
Die dagegen erhobene Beschwerde (
Urk.
9/193) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom
31. Juli 2012 (Prozess-Nr. IV.2011.01197
;
Urk.
9/204
) wiederum
in dem Sinne
gut,
dass es
die angefochtene Verfügung vom 10. Oktober 2011 auf
hob
und die Sache an die IV-Stelle
zurück
wies
zwecks Durchführung weiterer Abklärungen und
zum anschliessenden
Neuen
tscheid betreffend Leistungen der
Invalidenversicherung
.
Auf die hiergegen erhobene Beschwerde (
Urk.
9/206) trat das Bundesgericht mit Urteil
vom 10. Oktober 2012 (Prozess-Nr. 9C_73/2012
;
Urk.
9/207
) nicht ein.
1.4
Die IV-Stelle führte
daraufhin bei der mittlerweile
wieder
zu 50 %
als
Löterin
erwerbstätigen Versicherten (vgl.
Urk.
9/208
, 9/
222
, 9/228
)
weitere
Abklärungen
durch
, insbesondere
fand
eine Evaluation der
f
unktionellen Leistungsfähigkeit (EFL
;
Bericht vom 14. Mai 2014; Urk. 9/267
)
durch die Reha
B._
statt
.
Mit Mitteilung vom 17. Mai 2013 (
Urk.
9/217)
waren
berufliche Massnahmen derweilen abgeschlossen und betreffend einen
allfälligen
Rentenanspruch auf eine
spätere Verfügung verwiesen
worden
(vgl. auch
Urk.
9/218
f.
).
Da im Rah
men der EFL weitere medizinische Abklärungen
empfohlen
worden waren
(Urk.
9/267 S. 4 f.)
, beauftragte die IV-Stelle d
ie MEDAS
C._
mit einer polydisziplinären Begutachtung der Versicherten. Das Gutachten wurde am
3.
November
2014 erstattet (
Urk.
9/302).
Am 18. Dezember 2014 (
Urk.
9/309) teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass sich ihr Gesundh
eitszustand verschlechtert habe
(Zwick in der Schulter beim Löten und
Kabelziehen,
Urk.
9/345/53)
und weitere Untersuchungen geplant seien.
Hierauf holte d
ie IV-Stelle
unter anderem
die Akten der Suva ein (
Urk.
9/345).
Nach Rücksprache mit dem regionalen ärztlichen Dienst (RAD,
Urk.
9/353/12-13)
stellte die IV-Stelle m
it Vorbescheid vom 2. März 2017 (
Urk.
9/355)
der Versi
cherten
die Ausrichtung folgender (Teil
)
Invalidenr
enten in Aussicht: ab August 2006 bis 30. November 2006 eine ganze Rente, ab Juli 2010 bis 31.
Dezember 2010 eine ganze Rente, ab Juni 2012 bis 30. November 2014 eine halbe Rente sowie ab April 2016 unbefristet eine halbe
R
ente (S. 2).
Dies wurde mit Verfü
gung
en
vom 6. Juli
sowie 4. September 2017
(
Urk.
2
/1-2
)
bestätigt.
2.
2.1
Gegen die Verfügung
en
der IV-Stelle
vom 6. Juli sowie 4. September 2017
erhob die Versicherte mit Eingabe vom 11. September 2017 Beschwerde
(
Urk.
1)
und stellte folgende Anträge
(S. 2)
:
«1.
Es seien die Verfügungen vom 6.7.2017 und 4.9.2017 aufzuheben.
2.
Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die IV-Rentenleistungen wie folgt auszurichten:
- ganze Rente vom 1.8.06 bis 31.11.06
- ganze Rente vom 1.7.10 bis auf Weiteres
Unter Kosten
-
und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.»
In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde die Durchführung einer öffentlichen Ver
handlung
nach Art. 6 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK)
mit persönlicher Befragung der Beschwerdeführerin beantragt.
In ihrer Beschwerdea
ntwort vom 17. November 2017 (
Urk.
8) bean
tragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.
Mit Eingabe vom 1
8. Dezember
2017 (
Urk.
11) hielt die Beschwerdeführerin vollumfänglich an den in ihrer Beschwerdeschrift gestellten Anträgen fest (S. 1).
Am 10. Januar 2018 (
Urk.
14) teilte die Beschwerdegegnerin den Verzicht auf eine Stellungnahme mit.
Am
18
. Februar 2019
teilte der neu mandatierte Rechtsvertreter der Beschwerde
führerin auf Anfrage den Verzicht auf die beantragte öffentliche Verhandlung mit (
Urk.
17 f.).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung
,
IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die
Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar.
1.
5
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln (Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis).
Dieser
ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot von und Nachfrage nach Arbeitskräf
ten und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1).
Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszuge
hen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stel
len (Urteil des Bundesgerichts 9C_910/2011 vom 30. März 2012 E. 3.1 mit Hin
weis; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.1). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 5.11 mit Hinweisen). Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht mehr gespro
chen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. statt vieler: Urteile des Bundesge
richtes 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018
E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2.1, je mit weiteren Hinweisen).
Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
132 zu Art. 28a).
Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine voll
ständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invaliden
rente begründet (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.1 und 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1, je mit weiteren Hinweisen).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
schloss
in ihren Verfügungen vom 6. Juli sowie 4. Sep
tember 2017 (
Urk.
2/1-2)
g
estützt auf einen Prozentvergleich und ohne Gewäh
rung eines leidensbedingten Abzuges für
die Zeiträume
von August 2006 bis 30. November 2006
und
von Juli 2010 bis 31. Dezember 2010
auf einen
Anspruch auf
eine ganze Invalidenrente sowie von Juni 2012 bis 30. November 2014 und ab April 2016
auf einen
Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.
Sie führte aus, b
erufliche Massnahmen seien der Beschwerdeführerin angeboten worden,
diese
habe sich nicht für die Leistung entschieden. Ein leidensbedingter Abzug werde gewährt, wenn zusätzlich leidensbedingt
e
Einschränkungen
bei der Verwertung der Arbeitsfähigkeit
bestünden
. Die bei der Beschwerdeführerin
vorliegenden
Ein
schränkungen seien bereits im reduzierten Pensum berücksichtigt worden.
Die Angabe möglicher beruflicher Tätigkeiten werde schliesslich nicht mehr gefor
dert.
2.2
Dagegen brachte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift vom
11. Sep
tember 2017
(Urk.
1) im Wesentlichen vor, die Beschwerdegegnerin habe es bisher unterlassen, auf konkret mögliche Verweistätigkeiten hinzuweisen.
Sollte keine Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit gegeben sein, bestehe Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Ansonsten sei
im Übrigen
ein leidensbedingter Abzug zu gewähren.
Im
A._
-Gutachten sei eine Arbeitsfähigkeit von 80 % in leidensan
gepasster Tätigkeit attestiert worden. Für das darin angegebene Anforderungs
profil biete auch der ausgeglichene Arbeitsmarkt keine Stellen.
Da auch die Beschwerdegegnerin bisher keine konkreten Verweistätigkeiten habe aufzeigen können, welche
die Beschwerdeführerin ausführ
en könnte,
stehe mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit fest, dass der erheblich eingeschränkten Beschwerdefüh
rerin mindestens ab Mai 2011
(Zeitpunkt der Gutachtenserstattung)
kein Invali
deneinkommen mehr angerechnet werden könne und der Invaliditätsgrad damit 100 % betrage. Die Einschätzung
der 80%igen Arbeitsfähigkeit in leidensange
passter Tätigkeit
sei
seitens der
A._
-Gutachter
per
1. Oktober 2010
erfolgt
. Damit bestehe spätestens ab diesem Zeitpunkt Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Dieser Schluss sei auch mit Blick auf die Beweislastverteilung gerechtfertigt
:
Wolle die Beschwerdegegnerin geltend machen, die Beschwerdeführerin könne eine allfällige Restarbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit umsetzen, schulde sie
hierfür
den Beweis.
Diesen zu erbringen
,
sei der Beschwerdegegnerin über Jahre hinweg nicht gelungen
. Im Zeitpunkt der Erstattung des
A._
-Gutachtens sei die Beschwerdeführerin 56-jährig gewesen. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt hätte sie in diesem Alter mit ihren multiplen Einschränkungen keine Anstellung mehr gefunden
(S. 13 ff.).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort vom 17. November 2017 (
Urk.
8) führte die Beschwerdegegnerin ergänzend aus,
betreffend die beschwerdeweise geltend gemachte Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähig
k
eit in angepasster Tätigkeit sowie
die
beantragte
ganze
Invalidenrente ab Juli 2010 sei darauf hinzuw
ei
sen, dass
die Beschwerdeführerin von März 2012 bis Dezember 2014 in der Lage gewesen
sei
, zu 50 % in der angestammten Tätigkeit als
Löterin
zu arbeiten. Die im Gutachten des Kantonsspitals
Z._
sowie des
A._
attestierte 100%ige
Arbeitsunfähigkeit
in dieser Tätigkeit sowie auch das eingeschränkte Belastbar
keitsprofil für angepasste Tätigkeiten im
A._
-Gutachten hätten sich somit im Nachhinein als unzutreffend erwiesen und seien im heutigen Zeitpunkt nicht mehr aktuell.
Es sei hinsichtlich der angepassten Tätigkeiten auf das Belastbar
keitsprofil der MEDAS
C._
abzustellen. Dieses entspreche ohne weiteres dem Anforderungsprofil von auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zahlreich vor
handenen leichten Kontroll- und Überwachungs- oder einfachen administrativen Tätigkeiten, weshalb die in Frage kommenden Tätigkeiten rechtsprechungsge
mäss auch nicht weiter zu umschreiben seien. Damit bestünden keine Gründe, von einer Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
auszugehen und auch ein zusätzlicher leidensbedingter Abzug sei bei den für die Beschwerdeführerin in Frage kommenden Hilfsarbeitertätigkeiten des niedrigsten Kompetenzniveaus nicht vorzunehmen.
Für den Zeitraum ab März 2016 sei zugunsten der Beschwer
deführerin gestützt auf die RAD-Stellungnah
m
en der Einschätzung des behan
delnden Facharztes gefolgt worden, der eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in leichten Tätigkeiten attestiert habe.
2.4
Mit Stellungnahme vom 18. Dezember 2017 (
Urk.
11) legte die Beschwerdefüh
rerin erneut dar, weshalb
ihrer Meinung nach
auf eine Unverwertbarkeit ihrer Restarbeitsfähigkeit
zu schliessen sei.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin sprach der Beschwerdeführerin
mit Verfügung vom 4. September 2017 (
Urk.
2/2)
für den Zeitraum
von August bis
November 200
6 eine ganze Invalidenrente zu
(
S. 1
)
.
D
ie
A._
-
Gutachter
gingen
von einer ab April 2005 teilweise und ab Mai 2005 vollständig
en Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
in angestammter Tätigkeit
aus
. Dies im Rahmen der lumbalen Stabilisationsoperation im Mai 2005
(Urk. 9
/175 S. 58).
I
m
Monat April 2006 (Ablauf des Wartejahres) bestand eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit und eine vollumfängliche in
ange
passter (
Bericht von
Dr.
D._
, FMH Innere Medizin, vom 2
7.
Oktober 2005,
Urk.
9/84/4). Am 2
6.
Mai 2006 erfolgte eine weitere Rückenoperation im Sinne einer dynamischen Stabilisierung L4 bis S1 mittels
DYNESYS
(
Bericht
der Ärzte des Kantonsspitals
E._
, Chirurgische Klinik und Polyklinik, vom
4.
September 2006,
Urk.
9/91/5), wobei eine vollumfängliche Arbeitsunfä
higkeit resultierte und ab
4.
S
e
ptember 2006 in angepasster
Tätigkeit
(leichte
Tätigkeiten
in Wechselbelastung ohne Heben, Tragen und Transportieren von Lasten über 5 kg, ohne Verharren in Zwangshaltungen; vgl. Bericht von RAD-Arzt
Dr.
F._
vom 1
7.
Januar 2007,
Urk.
9/94/2)
die vollständige
Arbeitsfähigkeit wieder zurückgewonnen werden konnte (
Urk.
9/91/5-7)
bei blei
bender 50%iger Einschränkung in der angestammten Tätigkeit
.
3.2
Bei diesem Ablauf hat die Beschwerdeführerin ab
1.
Mai 2006 Anrecht auf eine ganze Rente. Die Dreimonatsfrist (nach Verschlechterung des Gesundheitszustan
des) gemäss
Art.
88a
Abs.
2
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
ist hier nicht zu bestehen, da diese Bestimmung nur bei laufenden Renten zur Anwendung gelangt
(
Meyer/Reichmuth,
aaO
.
,
Rn
.
35 zu
Art.
28
).
Bei bestande
nem Wartejahr besteht
sofort
Anspruch auf die dem jeweiligen Inval
iditätsgrad entsprechende Rente
.
Die ausgewiesene Verbesserung des Gesundheitszustandes nach der Abheilung der Operationsfolgen per September 2006 führt zur Renteneinstellung per
3
1.
Dezember 2006
(September plus drei Monate,
Art.
88a
Abs.
1 IVV), da bei vollumfänglicher Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit unbestrittenermassen ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad resultiert.
4.
Am 3
1.
März 2010 erfolgte eine weitere Rückenoperation (Diskektomie C5/6/7,
Cagespondylodese
mittels
SHELL
) und es wurde der Beschwerdeführerin in die
sem Zusammenhang ab 3
0.
März
bis
6.
Juli
2010 eine vollumfängliche Arbeits
unfähigkeit attestiert (Bericht von Operateur
Dr.
G._
, Oberarzt am
E._
, vom
1.
April 2010,
Urk.
9/165/1).
Demgemäss hat die Beschwerdeführerin ab März 2010 wiederum Anrecht auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung. Das Wartejahr hatte die Beschwerdefüh
rerin - nach der Rentenaufhebung per Ende 2006 - erneut zu bestehen
. Sie war in angestammter Tätigkeit zuletzt jedenfalls seit September 2009 vollumfänglich arbeitsunfähig (Attest der Gutachter des Kantonsspitals
Z._
vom 2
2.
Septem
ber 2009,
Urk.
9/147/17) und zuvor zu 50
%
. Im März 2010 war sie damit wäh
rend eines Jahres durchschnittlich zu 75
%
arbeitsunfähig in der angestammten Tätigkeit gewesen (sechs Monate à 50
%
und sechs Monate à 100
%
). Bei
erneuter vollumfänglicher Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit entstand somit der Anspruch auf eine ganze Rente per
1.
März 201
0.
5.
5.1
Gestützt auf die Beurteilung
im
A._
-Gutachten
vom 21. Mai 2011
respektive
die ergänzende Stellungnahme vom 19. Juli 2011
(
Urk.
9/175
S. 59
, 9/179)
schloss die Beschwerdegegnerin ab 1. Oktober 2010 auf eine Verbesserung des Gesund
heitszustandes mit 80%iger Arbeitsfähigkeit in
leidens
angepasster Tätigkeit
und verneinte einen Rentenanspruch ab 1. Januar 2011
(
Urk.
2
/2
S.
7
).
Hierzu ergibt sich Folgendes.
5.2
Im
A._
-
Gutachten
von 2
1.
Mai 2011
(
Urk.
9/175)
wurden
folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
festgehalten (S. 50):
-
c
hronisches
cervikovertebrales
Schmerzsyndrom mit/bei:
-
Status nach Diskektomie C5 bis C7 mit Cage-
Spondylodese
mittels
Shell
-Cages bei
Spondylolyse
C5 bis C7 mit Wurzelkompression C6/C7 am 31. März 2010
-
k
linisch Funktionseinschränkung inklusive Kopfgelenksbereich
-
g
eringer muskulärer Dysbalance
-
r
adiologisch stationärer
kyphotischer
Fehlhaltung und progredienter
Unkovertebralarthrosen
C4/C5
-
c
hronisches
lumbospondylogenes
Syndrom mit/bei:
-
Status nach Diskektomie L5/S1 rechts im März 1995
-
Status nach dynamischer Stabilisierung L4 bis S1 mit DYNESYS Sys
tem im Mai 2006
-
k
linisch
Tendomyosen
distaler
Erector
trunci
beidseits und hypomobi
les Bewegungssegment Th4/5
-
r
adiologisch stabiler Situation ohne Lockerungszeichen und fehlender degenerativ-rea
k
tiver Veränderun
g
en der übrigen lumbalen Bewe
gungssegmente
-
s
chmerzhafter Bereich Daumensattelgelenke beidseits mit/bei:
-
Status nach
Eppingplastik
rechts im Juni 2001
-
l
inks Verdacht auf Hydroxylapatit-Krankheit mit Rhizarthrose
-
b
eidseits funktionell und belastungsmässig eingeschränkt
-
d
eutliche Varus
-G
onarthrose links mit/bei:
-
Status nach arthroskopischer
Teilmeniskektomie
medial links im Januar 2004
Die angestammte Tätigkeit
als
Löterin
wurde für nicht mehr zumutbar erachtet.
In angepasster Tätigkeit beurteilten die Gutachter die Beschwerdeführerin
bedingt durch die Notwendigkeit vermehrter Pausen als
zu 80 % arbeitsfähig
(S. 58 f.
)
. Diese
Einschätzung
galt
gemäss ergänzender Stellungnahme der Gutachter
(Urk. 9/179)
ab 1. Oktober 2010.
Zum Belastungsprofil hielten die Gutachter aus interdisziplinärer Sicht Folgendes fest
(S. 59):
Keine länger dauernden Zwangshaltungen der Halswirbelsäule
(HWS)
in jeglicher Position, keine Tätigkeiten deutlich über Schultergürtelhöhe wegen der dazu notwendigen Extensionsstellung des Kopfes und keine Arbeiten mit häu
figer freier Kopfrotation, keine lang dauernden rein sitzenden Tätigkeiten (insbe
sondere auf ein
er unergonomischen Sitzfläche),
keine ausschliesslich stehenden Arbeiten und keine Tätigkeiten mit häufigem Bücken und Aufrichten, keine manuellen Schwerarbeiten mit festem Daumengriff, keine Tätigkeiten in Pinzet
ten-Stellung zum langen Festhalten von Werkzeugen, keine Arbeiten ausschliess
lich feinmotorischer Qualität, keine Tätigkeiten mit häufigem Treppensteigen oder
Treppabgehen
sowie keine Arbeiten in häufiger
Hockestellung
, kniend oder au
s
schliesslich gehende Arbeiten.
5
.3
Die Einschätzung
im
A._
-Gutachten
hinsichtlich der
80%igen
Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit ab 1
. Oktober 2010 ist
beweiswertig, was bereits mit Urteil des hiesigen Gerich
ts vom 31. Juli 2012 (Prozess-Nr. IV.2011.01197,
Urk.
9/204) festgestellt wurde und von der Beschwerdeführerin auch nicht bestritten wird (
Urk.
1
S. 14 ff.). Diese monierte einzig die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit.
6
.
6
.1
Der weitere
aktenkundige
Verlauf
nach Erstattung des
A._
-Gutachtens
gestaltete sich wie folgt:
6
.
2
Mit
Bericht des
E._
vom 25. Juni 2012 (U
r
k.
9/226/11-12) wurden ein chroni
sches
cervikovertebrales
Schmerzsyndrom bei Status nach Diskektomie C5 bis C7 mit Cage-
Spondylodese
am 31. März 2010 sowie chronische
Lumboischialgien
bei Status nach dynamischer Stabilisierung L4 bis S1 im Mai 2006
festgehalten
.
In der Beurteilung wurde
ausgeführt
, für die klinischen Beschwerden der Beschwerdeführerin könnten neben einem ausgeprägten Lokalsyndrom auch die kernspintomographisch nachgewiesenen Veränderungen im Bereich der An
-
schlusssegmente
der
Spondylodese
als möglicherweise ursächlich herangezo
gen werden. Da unter der aktuellen Medikation eine Beruhigung eingetreten sei, die sich auch auf die lumbalen Beschwerden erstrecke
,
und die Beschwerdefüh
rerin sowohl ihre berufliche Teilzeittätigkeit als auch ihre Freizeitaktivitäten wie Golfen gut aufrechterhalten könne und keine neue radikuläre Symptomatik vor
liege, sei man verblieben, den weiteren Verlauf erst
ein
mal abzuwarten.
6
.
3
Im Bericht
der Reha
B._
vom 14. Mai 2014 betreffend
EFL
vom
1
8.
und
24. Mä
rz 201
4
(
Urk.
9/267
, Abklärungsdaten irrtümlich mit 2013 vermerkt, vgl.
Urk.
9/235,
Urk.
9/237
,
Urk.
9/345/6
)
wurde
ausgeführt,
aufgrund der Testbe
obachtungen
bestehe
der Verdacht, dass zusätzlich zu den somatisch bedingten Einschränkungen auch eine psychische Störung mit Krankheitswert vorliegen könnte. Aufgrund der Sozialanamnese ergebe sich eine ausserordentliche Belas
tungssituation. Zum einen bedingt durch die eigene Kindheit der Beschwerdefüh
rerin, zum anderen bedingt durch die Entwicklung
ihres Sohnes und ihrer Tochter (S. 4).
Die berufliche Tätigkeit als
Löterin
wurde
,
jeweils von Montag bis Donnerstag
,
zu 50 % als zumutbar erachtet (vier bis fünf Stunden
pro Tag
).
Für e
ine sehr leichte Tätigkeit
gingen die Untersucher von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus. Sie empfahlen aus beruflicher Sicht
die bisherige Arbeit weiter
hin
(S. 4). Aus medizinischer Sicht wurden eine Abklär
ung und Optimierung der (
kar
dio
)pulmonalen Einschränkungen durch einen Facharzt empfohlen (S. 5).
Im EFL-Bericht wurde weiter festgehalten, dass die Beschwerden gemäss Angaben der Beschwerdeführerin im Verlaufe der Tests erheblich zugenommen hätten. Die Beschwerdeführerin
habe
im Anschluss an die Testung (unter anderem) über eine deutliche Zunahme der Schmerzen an der linken Schulter informiert (S. 13
). Am 2
3.
März 2014
(
Urk.
9/238
) teilte sie der Beschwerdegegnerin mit, sie habe sich diese beim Kisten Heben über den Kopf bei der EFL zugezogen.
6
.
4
In der MR-
Arthrographie
der linken Schulter vom 26. Mai 2014 (
Urk.
9/274)
wurde
in der Folge
eine gelenkseitige Partialruptur der Supraspinatussehne fest
gestellt. Es lag keine SLAP-Läsion vor, jedoch eine leicht aktivierte AC-Arthrose. Es wurde festgehalten, aufgrund des Befundes habe man zugunsten einer primär konservativen Therapie vorerst auf die Durchführung einer intraartikulären, ste
roidhaltigen Infiltration verzichtet. Dies könne aber bei mangelndem Ansprechen auf die konservative Therapie problemlos nachgeholt werden.
Eine Arbeitsunfä
higkeit
aufgrund der Schulterproblematik
wurde in der Folge nicht attestiert (vgl.
Zeugnis von
Hausarzt
Dr.
H._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie Kardiologie,
vom 1
7.
Juli 2014,
Urk.
9/3
45/33).
6
.5
Im Gutachten der MEDAS
C._
vom
3.
November
2014 (
Urk.
9/302)
stell
ten die Gutachter
aus polydisziplinärer Sicht folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 39):
-
c
hronisches
Zervikovertebralsyndrom
mit Anschlusssegmentpathologien C3/4 bei
-
Diskektomie C5-7 und Shell-Cage-Implantation
(März 2010)
wegen
Spondy
lo
listhesis
C4/5
-
Spondylose C4 bis 6,
Atlantodent
algelenksarthrose
links
-
c
hronisches
Lumbovertebralsyndrom
bei Segmentdegeneration L4/5 und L5/S1
-
d
ynamische Stabilisierung L4 bis S1 mit DYNESYS System im Mai 2006
-
s
chwere Rhizarthrose links, Status nach
Epping
p
lastik
(2001)
wegen Rhizarthrose rechts
-
Impingement
-Syndrom Schultergelenk links
-
Supraspinatussehnen-Partialruptur gelenkseitig
Zur Arbeitsfähigkeit
führten
die Gutachter
aus
, poly
disziplinär sei die orthopädi
sche Einschätzung führend.
Aufgrund der multiplen Gesundheitsstörungen der HWS und der Hände beidseits bei fortgeschrittener Rhizarthrose links und Status nach
Eppingplastik
rechts
sowie der Schultererkrankung links
,
Impingement
mit Supraspinatussehnen-Teilruptur, bestehe
k
eine Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit
(als
Löterin
)
. Der Beginn sei nach der durchgeführten Cage-
Spondylodese
Halswirbelkörper(
HWK
)
5-7 im März 2010 anzunehmen. In einer voll adaptierten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin aufgrund der anhaltenden Schmerzen in ihrer Leistungsfähigkeit zu 30 % bezogen auf ein Vollpensum ein
geschränkt. Der Beginn dieser angepassten Tätigkeit sei ab sofort möglich (S. 45)
.
Hinsichtlich des Belastungsprofils
hielten
die Gutachter
fest
, aufgrund der
Min
derbelastbarkeit der Wirbelsäule könnten im Bereich der HWS keine
reklinieren
den
, regelhaft rotierenden Bewegungen oder Seitbewegungen durchgeführt wer
den. Lasten über 5 kg könnten nicht angehoben werden.
Wechselbelastende, überwiegend sitzende Tätigkeiten mit höhenverstellbarer
Sitzmöglichkeit
seien möglich. Berücksichtigt werden sollten dabei keine länger andauernden Zwangs
haltungen, keine gebückte kauernde Stellung, keine repetitive Einsetzung der rechten Hand mit Krafteinsatz
sowie
keine Arbeiten über Schulterhöhe und über Kopf mit dem linken Arm (S. 45 f.).
6
.
6
Von Seiten
d
er behandelnden Fachärzte
des
E._
wurde
am
7.
November 2014
hinsichtlich der Schulterproblematik links vorerst
weiterhin
das Ausschöpfen konservativer Massnahmen empfohlen (
Urk.
9/345/48-49).
6
.7
Im Dezember 2014 kam es bei der
Tätigkeit als
Löterin
zu einem Vorfall, bei welchem die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben beim Abisolieren sehr stark
an einem
Kabel und der Isolation
reissen musste
. Plötzlich
liess
das Kabel
nach und ihre Arme
flogen
mit einem riesigen Ruck auseinander. Die Schmerzen
(an der linken Schulter)
verschlimmerten
sich
daraufhin massiv (
Angaben der Beschwerdeführerin vom 1
8.
Dezember 2014 und
3
0.
März 2015
,
Urk.
9/309 und
Urk.
9/345/123
sowie
Urk.
9/
345/53
).
Am 23. Januar 2015 (
Urk.
9/34
5
/96-97)
wurde seitens des
E._
ein subacromia
les
Impingement
Grad II-III links
b
ei Unterflächenläsion Supraspinatus sowie eine chronische HWS- und
Lendenwirbelsäulen(
LWS
)
-Symptomatik (seit Jahren in IV-Abklärung) diagnostiziert.
Die Beschwerdeführ
e
rin zeige eine symptomatische Supraspinatussehne bei MR-tomographisch dokumentierter Partialruptur. Chirur
gisch könne eine subacromiale Dekompression und Revision der Supraspinatus
sehne und allenfalls Bizepstenodese angeboten wer
d
en. Allerdings könne der Beschwerdeführerin nicht garantiert werden, dass sie dadurch vollumfänglich beschwerdefrei werde, zumal die ganze Problematik allenfalls durch die HWS überlagert sei. Die Beschwerdeführerin könne sich aktuell auch nicht für eine chirurgische Intervention entscheiden. Man habe sie auf ihren Wunsch nochmals subacromial infiltriert. Weitere Kontrollen seien nicht vereinbart worden, bei Bedarf sei man gerne bereit, die Beschwerdeführerin wieder zu sehen.
6
.8
Im Protokoll einer am 3. Juni 2015 durchgeführten Sonographie der linken Schulter (
Urk.
9/345/211) wurde festgehalten, aktuell finde sich eine relativ schmächtige Supraspinatussehne mit Zeichen einer nicht
mehr ganz frischen grobfaserigen Auflockerung im Insertionsgebiet. Dies dürfte das Residuum einer früheren Parti
a
lruptur
gewesen sein. Hinweise für eine Perforation fänden sich nirgends, es bestehe auch kein relevanter Reizzustand im Bereich der Bursa
sub
acromialis
. Die Dicke der Supraspinatussehne könne ohne Seitenvergleich nicht semiquantitativ beurteilt werden, eine quantitative Beurteilung einer
Supraspi
natussehnendicke
sei sowieso nicht möglich, da nirgends Referenzpunkte bestün
den. Bei einem Blick auf die alten MRI-Bilder sei festzustellen, dass damals kein Kontrastmittelaustritt in der Bursa zu sehen gewesen sei und die Läsion ganz minim an der Unterseite im Insertionsgebiet zu liegen scheine. Unter diesem Gesichtspunkt bestehe der Eindruck, dass die damalige Verletzung mittlerweile weitestgehend vernarbt bzw. ausgeheilt
sei
.
Die Beschwerdeführerin wurde in der Folge weiterhin konservativ behandelt (
Bericht von
Dr.
I._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie, vom
8.
Juni 2015,
Urk.
9/345/220-221).
6
.
9
In s
einem B
ericht vom 20. August 2015 (
Urk.
9/333) diagnostizierte
Hausarzt
Dr.
H._
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine Partialruptur der
linken
Supraspinatussehne (S. 1).
Er
führte aus, die Behandlung bei ihm finde seit dem 26. Mai 2014 statt, die letzte Kontrolle habe am 30. Juli 2015 stattgefunden.
Gegenwärtig finde eine konservative Therapie statt, eine Operation stehe bevor. Die Arbeitsfähigkeit
liege
seit 23. Dezember 2014 bei 0 % (S. 1 f.).
6
.
10
Am 5. September 2015 (
Urk.
9/345/238)
verwies
Dr.
I._
auf die
Diagnose einer Partialruptur der linken Supraspinatussehne
und hielt
fest, seit der letzten Unter
suchung habe sich die Situation nach Infiltration vorerst
massivst
gebessert, seit drei Wochen klage die Beschwerdeführerin nun wieder über Wiederauftreten der Beschwerden.
Bisher habe sie aber noch nicht den vorher sehr st
örenden Nacht
schmerz. Anhand des
MRI aus dem Jahre 2014 und der Ultraschalluntersuchung vom 2. Juni 2015 sowie der heutigen radiologischen Untersuchung lasse sich
sicherlich keine zwingende Operationsindikation ableiten. Man sei so verblieben, dass heute nochmals eine Infiltration durchgeführt werde und sich die Beschwer
deführerin in sechs bis acht Wochen zu einer Verlaufskontrolle melde. Als
Löterin
sei die Beschwerdeführerin nach wie vor nicht arbeits
f
ähig.
6
.
11
Am 20. Januar 2016 wurde die Beschwerdeführerin an der linken Schulter ope
riert (S
chulterarthroskopie links mit
Dé
filée
-Erweiterung und AC-Resektion).
Im Operationsbericht des Spi
tals
J._
vom 21. Januar 2016 (
Urk.
9/345/289-290) wurde
ein
e
subacromiale
Impingement
-Problematik der linken Schulter diagnos
tiziert.
Im Rahmen der Indikation wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin klage seit dem Tragen schwerer Lasten anlässlich einer
IV
-Abklärung im März 2014 über eine Schulterproblematik links. Die zwischenzeitlich durchgeführten Abklärungen mittels MRI und Ultraschall würden eine Partialruptur der linken Supraspinatussehne sowie eine
Impingement
-Problematik bei AC-Arthrose zei
gen. Nachdem die konservativen Massnahmen die Situation nicht gebessert hät
ten und die Beschwerdeführerin als
Löterin
nicht arbeitsfähig sei, habe man sich zur Operation entschlossen.
Der postoperative Verlauf gestaltete sich kompli
kationslos (
Urk.
9/345/292-293), es wurde weiterhin eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit attestiert (
Urk.
9/345/291).
6
.
12
Mit Bericht vom 2. März 2016 (
Urk.
9/342
/
6)
führte
Dr.
I._
aus,
die
Beschwer
deführerin habe bis zur im Dezember 2014 beginnenden Arbeitsunfähigkeit als
Löterin
gearbe
itet.
D
ieser Beruf sei nicht mehr durchführbar. Für leichte Arbeiten könne die Beschwerdeführerin jetzt aber ab dem 7. März 2016
theoretisch die Arbeit zu 50 % wieder aufnehmen.
An dieser Beurteilung hielt
der Facharzt am 25. Mai 2016 (
Urk.
9/342/7) fest und ergänzte, dass eine Verlaufskontrolle bei Bedarf stattfinden werde.
6
.
1
3
Suva-
Kreisarzt
Dr.
K._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und
Trauma
tologie des Bewegungsapparates, berichtete am
22. August 2016 (
Urk.
9/345
/
373-378)
über die gleichentags durchgeführte Untersuchung der Beschwerdeführerin und führte aus,
die 61
jährige Beschwerdeführerin habe sich im Rahmen einer EFL zuhanden der IV am 18. März 2014 eine gelenkseitige Partialruptur der lin
ken Supraspinatussehne zugezogen
(S.
1
).
Sie
sei
als
Löterin
(Produktionsmitar
beiterin)
in einem 66%igen Pensum bis Weihnachten 2014 beschäftigt gewesen, seither sei sie arbeitsunfähig (S.
5
).
Als Diagnose hielt der Kreisarzt eine
mäs
siggradig
ausgeprägte Belastungsintoleranz des li
n
ken Schul
-
tergelenks
bei Zustand nach Unt
e
rflächenläsion des Supraspinatus bei Zustand nach Arthrosko
pie des linken Schultergelenks mit
Défilée
-Erweiterung und
AC-Resektion wegen
subac
romialem
Impingement
links vom 20. Januar 2016 fest
.
Der medizinische Endzustand sei erreicht.
Die angestammte Tätigkeit als
Löterin
(Produktionsmit
arbeiterin) sei der Beschwerdeführerin nicht mehr zumut
-
bar. Auf dem allgemei
nen Arbeitsmarkt seien leichte körperliche Tätigkeiten ganztags zumutbar, häu
fige Überkopfarbeiten sowie repetitive Belastungen und Stoss- sowie Vibrations
belastungen der oberen linken Extremität seien aus dem Tätigkeitsprofil auszu
schliessen. Unter Einschluss der krankhaften Gesundheits
-
störungen wäre diese Beurteilung ebenfalls gültig.
Zusätzlich sollten Arbeiten in Rumpfbeugehaltun
g
en
vermieden werden (S.
6
).
6
.
1
4
Am 2. Februar 2017 (
Urk.
9/353 S. 11 ff.) führte
Dr.
L._
die Krankenge
schichte der Beschwerdeführerin retrospektiv auf und nahm zur Arbeitsfähigkeit
in angestammter sowie angepasster Tätigkeit
im Verlauf
und
zum Zumutbarkeits
profil
Stellung.
Seit dem 7. März 2016 schloss er auf eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % in der angestammten Tätigkeit als
Löterin
sowie
von
50 % in leidensan
gepasster Tätigkeit (S. 13).
Hinsichtlich des
Belastungsprofils
hielt
er unter Ver
weis
auf das MEDAS-Gutachten vom 11. September 2014 (E.
6
.5
)
Folgendes
fest: «K
örperlich wechselbelastende leichte überwiegend höhenverstellbare sitzende Tätigkeiten unter Meidung monotoner und/oder repetitiver Fehlhaltun
gen des Rumpfes nach vorn gebeu
gt und/oder verdreht, Mei
dung repetitiver Armzwangs
haltu
n
g
en, ohne Arbeiten über Schulter- sowie Kopfhöhe, Meidung dauerhafter schlagend stossender vibrierender Krafteinwirkung
en
, Meidung feuchtkalter und zugiger Arbeitsumgebung
»
.
7
.
7
.1
Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin nach Wiedererlangung der 80%igen Arbeitsfähigkeit per Oktober 2010 in angepasster Tätigkeit ihre bis
herige (nicht optimal angepasste) Arbeit als
Löterin
ab dem 20. März 2012 wieder zu 50
%
aufnahm (
Urk.
9/222 S. 2 f.,
Urk.
9/353
/2
).
In medizinischer Hinsicht finden sich Hinweise auf eine gesundheitliche Veränderung erst mit der Schul
terverletzung anlässlich der EFL im März 201
4.
Die Annahme der Beschwerde
gegnerin, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich im März 2012 verschlechtert (Reduktion der Arbeitsfähigkeit von 80
%
auf 50
%
,
Urk.
9/353/
1
2-
1
3), steht nicht in Übereinstimmung mit der medizinischen Akten
lage.
Es findet sich kein ärztlicher Bericht, der Solches bestätigen würde. Im Gegenteil verwiesen die Ärzte die
E._
am 2
5.
Juni 2012 auf eine Beruhigung unter der aktuellen Medikation sowie die Angaben der Beschwerdeführerin, dass sie sowohl ihre berufliche Teilzeittätigkeit als auch ihre Freizeitaktivitäten wie Golfen
gut aufrechterhalten könne (E. 6
.2).
7
.2
Die Abk
l
ärung in der Reha
B._
ergab am 1
4.
Mai 2014 eine Arbeitsfä
higkeit von 50
%
in sehr leichter Tätigkeit, mithin ein tieferer Wert als noch im Jahre 201
1
von den
A._
-Gutachtern attestiert.
Gleichzeitig verletzte sich
die Beschwerdeführerin
an der Schulter.
Bezüglich der Auswirkungen
dieser Verlet
zung
(
Partialruptur der
Supraspinatussehne
sowie
leicht aktivierte AC-Arthrose
)
auf die Arbeitsfähigkeit fanden keine vertieften Abklärungen statt.
Dr.
H._
attestierte keine Arbeitsunfähigkeit (E.
6
.4),
konnte aber am
8.
September 2014 (
Urk.
9/345/42) keine Aussagen
zum Zeitpunkt der vorgesehenen Aufnahme einer Arbeitstätigkeit
machen. D
ie Suva
ihrerseits
richtete Versicherungsleistungen aus (
Urk.
9/345
/16).
Damit ist erstellt, dass jedenfalls ab dem
EFL-
Untersuchungszeitpunkt im März 201
4
nurmehr eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
für sehr leichte Tätigkeiten vorlag (
Urk.
9/267/4).
Eine weitergehende Einschränkung ist trotz der ausgewiesenen Schulterverletzung nicht erstellt, jedenfalls nicht f
ür eine länger dauernde Periode (vgl. hierzu auch die Lohnabrechnungen 2013 und 2014,
Urk.
9/345/77-93).
7
.3
Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ergab sich (spätestens) per September 2014, als die Gutachter der MEDAS
C._
eine solche von 70
%
in ange
passter Tätigkeit attestierten
(E.
6
.5)
.
Das Gutachten entspricht den praxisgemäs
sen Anforderungen an den Be
weiswert einer Expertise (E. 1.6
) und wurde von den Parteien nicht kritisiert.
Die Gutachter begründeten ausführlich unter Bezug
nahme auf die konkret geklagten Beschwerden und die bildgebend
ausgewiese
nen
Befunde, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der anhaltenden chronischen
lumbospondylogenen
sowie
zervikovertebralen
Beschwerden in ih
r
er
Arbeitsfä
higkeit
erheblich eingeschränkt ist. Die dauerhafte Vorneigehaltung als
Löterin
wurde dabei in nachvollziehbarer Weise als ungünstig beschrieben. Auch der Schulterproblematik wurde in schlüssiger Weise eine einschränkende Wirkung zuerkannt
und auf eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit geschlossen. In gleicher Weise nachvollziehbar ist die gutachterliche Einschätzung, dass die Beschwerdeführerin in optimal angepasster Tätigkeit, wel
che Rücksicht auf die mannigfaltigen Einschränkungen
nimmt, im Umfang von 70
%
arbeitsfähig ist (
Urk.
9/302/45).
7
.
4
Die Verschlechterung der Schultersituation im Dezember 2014 (Auseinanderflie
gen der Arme mit
emern
Ruck, E. 6.7) mit Zunahme der Schmerzen führte nicht zu einer
längerdauemden
höheren E
in
schränkung der Arbeitsfähigkeit in ange
passter Tätigkei
t. Die im Nachgang von den
E._
-Ä
rzten diagnostizierte
Imp
in
gement-Problematik
hatte bereits anlässlich der Exploration der Beschwerdefüh
rerin
in
der MEDAS
C._
vorgelegen (E. 6.5). Auch im Rahmen der im Juni 2015 durchgeführten Sonographie wurden keine neuen Befunde erhoben (E. 6.8).
Dr.
H._
ging am 2
0.
August 2015 von einer vollumfänglichen Arbeitsunfä
higkeit ab 2
3.
Dezember 2014 aus, äusserte sich dabei aber nicht zur Arbeitsfä
higkeit in einer angepasste
n Tätigkeit (E. 6.9). Auch die Ä
rzte der MEDAS
C._
erachteten die Tätigkeit als
Löterin
als ungeeignet (E. 6.5).
7
.5
Im Januar 2016 erfolgte die Schulterarthroskopie links mit
Défilée
-Erweiterung und AC-Resektion
(E.
6
.11)
. Damit einher ging eine vollumfäng
l
iche Arbeitsun
fähigkeit. Ab dem
7.
März 2016 ging
Dr.
I._
wieder von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für leichte Arbeiten aus (E.
6
.12).
7
.6
Zusammenfassend ergeben sich
- nach Beginn des Anspruchs auf eine ganze Rente per
März
2010 (E. 4) -
folgende Arbeitsfähigkeiten in angepasster Tätigkeit: 80
%
ab Oktober 201
0
, 50
%
ab März 201
4
, 70
%
ab September 2014,
0
%
ab
Januar
2016
, 50
%
ab März 2016
.
8.
8.1
Zu prüfen ist, ob
respektive inwieweit
die festgestellten Arbeitsfähigkeiten in angepassten Tätigkeiten verwertbar sind.
In seinem Urteil vom 3
1.
Juli 2012 hatte das hiesige Gericht hierzu noch festgehalten, dass angesichts der diversen Ein
schränkungen keine Klarheit über konkrete berufliche Tätigkeiten bestehe, welche den Fähigkeiten und der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin
ent
sprächen. Es wies die Sache zwecks Durchführung der im konkreten Fall zumut
baren Abklärungen in erwerblicher Hinsicht an die Beschwerdegegnerin zurück (
Urk.
9/204 E. 6).
Mit der in der Folge
im März 2014
durchgeführten EFL (
Urk.
9/267) kam die Beschwerdegegnerin dieser Auflage nach.
Als Ergebnis der EFL schlossen die Experten auf eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
in e
ine
r
sehr leichte
n
Tätigkeit, mithin einer solchen, welche mit Hantieren von Lasten bis 5 kg einher geht und vorwiegend sitzend auszuüben ist (
Urk.
9/267/4). Einschränkungen ersahen sie vorweg bei Arbeit über Schulterhöhe, dies aufgrund einer deutlichen Streckung des Kopfes und einer hohen Belastung der Arme, wel
che durch die Bandscheibenvorfälle begründet sind. Auch von
oft zu
wiederho
le
nden
Kniebeugen rieten die Experten ab, dies
aufgrund der hohen kardiopul
mon
alen Bel
a
stung
; ausserdem wirke der Wechsel von Beugung zu Streckung der unteren Wirbelsäule dezent eingeschränkt durch die wiederholten Operationen. Bei Stehen am Ort schlossen sie auf eine zu hohe statische Belastung und emp
fahlen Wechselbelastung. Stossende und ziehende Bewegungen erachteten sie aufgrund der Handgelenks- und Nackenproblematik sowie des Kraftdefizits samt leichter Einschränkung der Beweglichkeit der unteren Wirbelsäule als nicht oft durchführbar. Wegen der kardiopulmonalen Belastung befanden sie auch Trep
pen oder Leitern steigen als nicht oft durchführbar (
Urk.
9/267/6).
8.2
Die Beschwerdeführer
in
ist nach dem Dargelegten in verschiedener Weise in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt,
doch ist das
formulierte Stellenprofil
noch derart weit gefasst, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt Stellen zu Verfügung hält. Dass bei den formulierten Beeinträchtigungen eine Tätigkeit nur noch in so einge
schränkter Form möglich wäre, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durch
schnittlichen Arbeitgebers möglich wäre, kann
aber
nicht gesagt werden (E. 1.5).
Dies jedenfalls unter
Berücksichtigung der Rechtsprechung, wonach an die Kon
kretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässi
gen Anforderungen zu stellen sind (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E. 2.1 mit Hinweis).
So finden sich in der Rechtsprechung mannigfaltige vergleichbare Konstellationen, in welchen die Frage nach der Verwertbarkeit gar nicht erst zum Thema gemacht wurde (
vgl. etwa
Urteile des Bundesgerichts
9C_232/2019 vom 2
6.
Juni 2019 E. 3.2 [Profil:
Vermeiden von
Bücken, Heben und Tragen von Lasten, Steigen auf Leitern und Gerüste, Treppensteigen, Überkopfarbeiten sowie Schichtarbeit
],
8C_67/2013 vom 1
0.
Mai 2013 E. 3.1 [Profil:
leichte, nicht kniend ausführbare, nicht mit repetiti
vem Benutzen von Stufen oder Treppen verbundene, nicht gehäuft über Kopf oder gebückt zu verrichtende Tätigkeit ohne repetitives Heben,
Stossen
und Zie
hen von Lasten von mehr als 5 bis 7 kg
]).
8.3
8.3.1
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut
bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leis
tungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund
heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungs
aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhan
dene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder
Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeits
fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
8.
3.2
Die in der Praxis anzutreffenden Konstellationen, in denen auf eine
Unver
-
wert
barkeit
geschlossen wurde
, zeichnen sich regelmässig dadurch aus, dass die ver
sicherte Person über 60 Jahr alt war. Die Beschwerdeführerin war bei der
EFL respektive im Berichtszeitpunkt (Mai 2014) knapp unter 59 Jahre alt (
Urk.
9/267-268 und
Urk.
9/4/1
Ziff.
1.3).
Angesichts dieser Umstände
–
nicht übermässig ein
geschränktes verbleibendes Stellenprofil sowie Alter von unter
59
Jahren
–
erscheint die Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
im März 2014
als ver
wertbar
, welche Einschätzung auch rückwirkend gilt
, namentlich ab dem erstmals strittigen Termin im Oktober 201
0
(
vgl. oben E. 5.1;
Urteil des
Bun
-
desgerichts
9C_149/2011 vom 2
5.
Oktober 2012 E. 3.5).
8.
3.3
Nach der
Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf
70
%
ab September 2014
besteht keine Veranlassung für eine abweichende Beurteilung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfäh
i
gkeit.
Das Stellenprofil umfasste Tätigkeiten ohne
reklinierende
, regelhaft rotierende Bewegungen oder Seitbewegungen der Halswirbelsäule, ohne Lastenheben über 5 kg, wechselbelastende, überwiegend sitzende Tätigkeiten mit höhenverstellbarer Sitzmöglichkeit, ohne länger andauernde Zwangshaltungen, ohne gebückte kauernde Stellung, ohne repetitives Einsetzen der rechten Hand mit Krafteinsatz, ohne Arbeiten über Schulterhöhe und über Kopf mit dem linken Arm (
Urk.
9/302/45-46). Damit ergibt sich ein vergleichbares
Profil, wie es die Experten anlässlich der EFL im März 2014 beschrieben hatten. Die Beschwerde
führerin war nach wie vor unter 60 Jahre alt und hatte
ausreichende Kompeten
zen für eine angepasste Tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt.
8.3.4
D
ie Frage der Ver
wer
tbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
stellt sich
erst wieder nach der gesundheitlichen Verbesserung im März 2016 nach erfolgreicher Schulterope
ration
im Januar 2016
und der Rückgewinnung einer 50%igen Restarbeitsfähig
keit in angepasster Arbeit.
Das Stellenprofil wurde von
Dr.
I._
mit «leichte Arbeiten» umschrieben (E. 6.12), Suva-Kreisarzt
Dr.
K._
verwies auf leichte kör
perliche Tätigkeiten unter Ausschluss von häufigen Überkopfarbeiten sowie repetitiven Belastungen und Stoss- sowie Vibrationsbelastungen der oberen lin
ken Extremität (E. 6.13) und RAD-Arzt
Dr.
L._
beschrieb das verblei
bende mögliche Stellenprofil unter Bezugnahme auf die Einschätzung der MEDAS-Gutachter im September 2014 mit körperlich wechselbelastende leichte überwiegend höhenverstellbare sitzende Tätigkeiten unter Meidung monotoner und/oder repetitiver Fehlhaltungen des Rumpfes nach vorn gebeugt und/oder verdreht, Meidung repetitiver Armzwangshaltungen, ohne Arbeiten über Schul
ter- sowie Kopfhöhe, Meidung dauerhafter schlagend stossender vibrierender Krafteinwirkungen, Meidung feuchtkalter und zugiger Arbeitsumgebung
(E.
6.14).
Diese Ausgangslage unterscheidet sich von der im September 2014 vorgelegenen hauptsächlich dadurch, dass die Beschwerdeführerin nunmehr 61 Jahre alt geworden ist.
Der relevante Zeitpunkt, in welchem die medizinische Zumutbarkeit einer Teilerwerbstätigkeit feststand (BGE 138 V 457), ist auf die Einschätzung des
Dr.
L._
am
2.
Februar 2017 (E. 6.14) festzulegen.
Die vorgängig geäus
serte Einschätzung
war zu wenig präzise (
Dr.
I._
) respektive fokussierte wesentlich auf die Unfallfolgen (Schulterverletzung anlässlich der EFL-Abklärung,
Dr.
K._
). Erst mit der detaillierten Schilderung der
verbleibenden Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
L._
stand
rechtsgenüglich
begründet fest, in welchem Umfang und in welchen konkreten Tätigkeiten die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit noch verwerten kann. Der Beschwerdeführer
in
ver
b
lieb bis zum Erreichen des AHV-Alters nur noch eine Aktivitätsdauer von gut zwei Jahren und fünf Monaten.
Hinsichtlich der schulischen und der Erwerbsbiographie ist den Akten zu entneh
men, dass die Beschwerdeführerin nach der Primarschule für ein Jahr die Real
schule b
esucht und anschliessend eine Anlehre
beim Postcheckamt
M._
gemacht hatte (
Urk.
9/4 S. 4,
Urk.
9/31 S.
1
). In der Folge führte sie mehrheitlich einfache H
il
fstätigkeiten aus (Produktionsmitarbeiterin,
Löterin
, Maschinenfüh
rerin, Hilfsarbeiterin, Druckereiangestellte,
Rezeptionist
in
, Bankettaushil
fe/Ladendetektiv
in
, angelernte
Coiffeuse
, Qualitätskontrolle, Lagerbewirtschaf
tung [
Urk.
9/31,
Urk.
9/153 S. 5,
Urk.
9/175 S. 25 f.,
Urk.
9/302 S. 13]).
Angesichts dieser persönlichen und beruflichen Gegebenheiten ist davon auszu
ge
h
en, dass die Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kei
nen Arbeitgeber mehr gefunden hätte, der sie für eine geeignete Verweisungstä
tigkeit eingestellt hätte. Namentlich die Umstände, dass sie im massgebenden Zeitpunkt nur noch zwei Jahre und fünf Monate vor ihrer Pensionierung stand, einen Berufswechse
l hätte machen müssen und auch in
einer angepassten
Tätig
keit höchstens noch zu 50
%
arbeitsfähig gewesen wäre, hätten einen durch
schnittlichen Arbeitgeber realistischerweise davon abgehalten, die mit
ihrer
Beschäftigung verbundenen Risiken wie krankheitsbedingte Ausfälle, berufliche Unerfahrenheit sowie alters- und b
il
dungsbedingt geringe Anpassungsf
ä
higkeit einzugehen, zumal behindertengerechte Arbeitsplätze von Behinderten in jungem und mi
ttl
erem Alter ebenfalls stark nachgefragt werden (Urte
il
des Bundesgerichts 9C_954/2012 vom 1
0.
Mai 2013 E. 3.2.2
; vgl. zur Annahme der Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit
in vergleichbarer Kon
s
tellation Urteil des Bundesgerichts 9C_149/2011 vom 2
5.
Oktober 2012 E. 2.1
).
Die
Restarbeitsf
ä
higkeit
der Beschwerdeführerin war damit
nicht mehr verwert
b
ar
, weshalb ab Januar 2016 eine
vollständige Invalidität vor
liegt
. Unter diesen Umständen kann offenbleiben, ob allenfalls weitere somatische Einschrän
kungen
vorliegen, welche durch
Dr.
L._
noch nicht berücksichtigt wurden (vgl.
Urk.
3).
9.
9.1
9.1.1
Die Beschwerdegegnerin ermittelte die jeweiligen Invaliditätsgrade mittels Pro
zentvergleichs, was von der Beschwerdeführerin nicht
bemängelt
wurde.
D
as Vor
gehen der Beschwerdegegnerin
ist
nicht zu beanstanden,
auch wenn es sich nicht um einen eigentlichen Prozentvergleich handelt, sondern nur um die Annahme eines identischen Validen- und Invalideneinkommens. Die
Beschwerdeführerin
erzielte
in angestammter Tätigkeit als Mitarbeiterin Elektronik-Produktion bei der
Y._
AG etwa den gleichen Lohn, wie sie dem vom Bundes
amt für Statistik publizierten Einkommen für einfache und repetitive Tätigkeiten entspr
a
ch (2004:
Fr.
2'936.-- x 13 bei 80
%
=
Fr.
47'710.-- [
Urk.
9/90/2]
,
LSE 2004:
Fr.
3'893.-- : 40 x 41.7 x 12 =
Fr.
48'701.--
; 2014: Stundenlohn von
Fr.
25.-- [
Urk.
9/345/77], was etwa diesem Wert entspricht).
9.
1.
2
Damit entspricht der jeweilige Arbeitsunfähigkeitsgrad unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn dem Invaliditätsgrad. Die Beschwer
degegnerin gewährte keinen Abzug vom Tabellenlohn, was von der Beschwerde
führerin beanstandet wurde.
Vorwegzuschicken ist, dass das (kantonale) Sozial
versicherungsgericht nach ständiger Rechtsprechung sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der
Verwaltung setzen
darf; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensaus
übung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6).
Der Umstand allein, dass nur
mehr leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind,
ist
auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 (bis LSE 2010 Anforderungsniveau 4) bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4 und 9C_386/2012 vom 18. September 2012 E. 5.2). Angesichts des Profils von nurmehr sehr leichten Tätigkeiten wäre ein Abzug von höchstens 10
%
denk
bar, was jedoch ohne Auswirkung auf die Rentenansprüche der Beschwerdefüh
rerin bleibt.
Ob das Merkmal «Alter» einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt, ist jeweils unter Berücksichtigung aller konkreter Umstände des Einzelfalls zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 vom 22. September 2015 E. 4.3.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.2). Dies gilt insbesondere im Bereich der Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG), wo sich ein fortgeschrittenes Alter nicht zwingend lohnsenkend auswir
ken muss. Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellen
markt altersunabhängig nachgefragt (Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3). Ein Abzug unter diesem Titel rechtfertigt sich demnach nicht.
9.2
Damit resultier
t
ab Oktober 201
0
ein Invaliditätsgrad von 20
%
, weshalb die Rente
(nach drei Monaten)
ab
1.
Januar 201
1
aufzuheben ist. Ab März 2014 resultiert ein Invaliditätsgrad von 50
%
, weshalb - bei
unstreitig
erfülltem War
tejahr - ab
1.
März 2014 Anspruch auf eine
halbe Rente besteht. Ab September 2014 besteht ein Invaliditätsgrad von 30
%
, weshalb die Rente
(nach drei Mona
ten)
per
1.
Januar 2015 aufzuheben ist. Ab Januar 2016 besteht ein Invaliditäts
grad von 100
%
und die seit März bestehende Restarbeitsfähigkeit ist nicht mehr
ver
wertbar, weshalb ab
1.
Januar 2016 Anspruch auf eine ganze Rente besteht. In diesem Sinn ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen.
10
.
10
.1
Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind auf Fr.
1’0
00.-- fest
zusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens
den Parteien je zur Hälfte
aufzuerlegen.
10
.2
Der Beschwerdeführerin steht eine
(mangels zusätzlichen Aufwands aufgrund des bloss teilweise
n Obsiegens; vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts
8C_568/2010 vom 3. Dezember 2010 E. 4.1 f. und 9C_846/2015 vom
2.
März 2016 E. 3)
unge
kürzte
Prozessentschädigung zu, welche vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festgesetzt wird (§ 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Entsprechend ist ihr eine Prozessentschädigung von Fr.
3'000
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) auszurichten.
Das
Gericht
erkennt
:
1.
In
teilweiser
Gutheissung der Beschwerde werden die Verfügungen der Beschwerde
gegnerin vom 6. Juli sowie 4. September 2017 insoweit abgeändert, als festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin
von
1.
Mai 2006 bis 3
1.
Dezember 2006 und von
1.
März 2010 bis 3
1.
Dezember 2010
Anspruch auf eine ganze, vom
1.
März 2014 bis 3
1.
Dezember 2014 Anspruch auf eine halbe und ab
1.
Januar 2016 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
1’000
.-- werden
den Parteien je zur Hälfte
auferlegt.
Rech
nung und Einzahlungsschein werden
den
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine Prozessent
schädigung von
Fr.
3’000
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Fabian Meyer
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.