Decision ID: 5596593f-956d-5804-83ad-cb3f3f8e4f8c
Year: 2019
Language: de
Court: BE_VB
Chamber: BE_VB_001
Canton: BE
Region: Espace_Mittelland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt
1. Die Beschwerdeführenden planen, das Balkongeländer an ihrem Holzchalet mit
Solarmodulen für die Eigenstromproduktion zu bestücken. Dafür reichten sie am
20. August 2018 bei der Gemeinde Boltigen ein Baugesuch ein. Es umfasste den Ersatz
des südseitigen Holzbalkongeländers durch Glas-Solarmodule. Vorgesehen war, die Glas-
Solarmodule in einem Rahmen, bestehend aus rostfreiem Stahl, braunen Pfosten und
Metallhandläufen, zu montieren. Weitere Solarmodule sollen zudem als Geländer auf dem
angebauten, eingeschossigen Garagenflachdach angebracht werden. Das Chalet der
Beschwerdeführenden und die angebaute Garage befinden sich auf der Parzelle Boltigen
Grundbuchblatt Nr. D._. Diese liegt in der Wohnzone E._. Nachdem sich
die Baukommission negativ zur geplanten Materialisierung des Balkongeländers äusserte,
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passten die Beschwerdeführenden das Projekt an. Neu sollen diejenigen Solarmodule, die
als Balkongeländer dienen, mit einem Holzrahmen verkleidet werden. Die Gemeinde lehnte
die Montage der Solarmodule auch in dieser Ausführung ab und stellte den
Beschwerdeführenden den Bauabschlag in Aussicht. Gleichzeitig erhielten die
Beschwerdeführenden Gelegenheit, ihr Baugesuch zurückzuziehen. Mit Schreiben vom
11. März 2019 teilten die Beschwerdeführenden der Gemeinde mit, dass sie am Vorhaben
festhalten würden.
2. Mit Bauentscheid vom 16. Mai 2019 erteilte die Gemeinde Boltigen dem Vorhaben
den Bauabschlag. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 9. Juni 2019
Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie
beantragten sinngemäss die Aufhebung des Bauentscheids vom 16. Mai 2019 und die
Erteilung der Baubewilligung. Sie machen besonders geltend, die Argumentation der
Gemeinde laufe den kantonalen Richtlinien "Baubewilligungsfreie Anlagen zur Gewinnung
erneuerbarer Energien vom Januar 2015"1 sowie den bundesrechtlichen Vorschriften
betreffend die Solaranlagen zuwider.
3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet2, führte den
Schriftenwechsel durch und holte bei der Gemeinde die Vorakten ein. In ihrer
Stellungnahme vom 17. Juli 2019 beantragt die Gemeinde die Ablehnung der Beschwerde.
Im Schreiben vom 23. Juli 2019 halten die Beschwerdeführenden im Wesentlichen an ihren
Ausführungen in der Beschwerde fest. Auf die vorhandenen Akten und die Rechtsschriften
wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
1 Abrufbar unter www.bve.be.ch / Energie / Rechtliche Grundlagen 2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (Organisationsverordnung BVE, OrV BVE; BSG 152.221.191)
http://www.bve.be.ch
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II. Erwägungen
1. Sachurteilsvoraussetzungen
a) Bauentscheide können nach Art. 40 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit
Baubeschwerde bei der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit für die Beurteilung
der Beschwerde zuständig.
b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2
BauG). Die Beschwerdeführenden sind durch den Bauabschlag beschwert und daher zur
Beschwerdeführung legitimiert. Auf ihre form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist
einzutreten.
2. Streitgegenstand
a) Zur Diskussion steht eine Fotovoltaikanlage, die als Balkongeländer entlang der rund
12 m langen Südfassade des Chalets "F._" G._ eingebaut werden soll.
Gemäss dem angepassten Projektplan vom 16. Oktober 2018 verläuft der Balkon über die
gesamte Länge der Südfassade des Chalets. Das geplante Balkongeländer besteht aus
neun Glas-Solarmodulen. Ober- und unterhalb dieser Glasmodule sind gemäss dem
angepassten Projektplan durchlaufende Holzblenden geplant. Nach den Projektplänen soll
zudem ein durchgehender Holzhandlauf montiert werden. Schliesslich ist geplant, bei den
vertikalen Paneelstössen eine Holzlattung anzubringen. Darüber hinaus sind auf dem
eingeschossigen Flachdach der Garage auf einer Länge von rund 8.60 m weitere sieben
vertikal aufgestellte Solarmodule ohne Holzverkleidung vorgesehen. Die Solarmodule auf
dem Garagendach sollen als Absturzsicherung dienen.
b) Das Chalet der Beschwerdeführenden befindet sich in der hintersten Häuserzeile des
Gebiets "F._", einem gegen Südosten abfallenden Hang, westlich des
Dorfzentrums von Boltigen. Das Chalet liegt rund 100 m oberhalb der H._strasse.
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
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Die Parzelle Nr. D._ der Beschwerdeführenden liegt in der Wohnzone
E._. Sie grenzt nord- und westseitig an die Landwirtschaftszone; süd- und
ostseitig ist die Parzelle von der Wohnzone E._ umgeben. In der näheren
Umgebung des Chalets befindet sich gemäss dem Bauinventar der Gemeinde Boltigen
kein Baudenkmal. Auch liegt das Gebiet "F._" weder in einer Baugruppe noch
innerhalb eines Ortsbildschutzperimeters. Dies folgt aus dem Zonenplan.4
3. Rechtliche Grundlagen zur Nutzung der Solarenergie
a) Sowohl die Energiegesetzgebung des Bundes wie auch die kantonale
Energiegesetzgebung bezwecken, die Nutzung erneuerbarer Energien, besonders
einheimische erneuerbare Energien, zu fördern.5 Solarenergie zählt schlechthin zu den
erneuerbaren Energien.
Um die Nutzung der Solarenergie zu fördern, hat der Bundesgesetzgeber unter anderem
Art. 18a RPG6 erlassen. Art. 18a Abs. 4 RPG enthält die generelle Anordnung, dass das
Interesse, die Solarenergie auf bestehenden oder neuen Bauten zu nutzen, den
ästhetischen Anliegen grundsätzlich vorgeht. Es handelt sich um eine gesetzlich
vorgegebene Interessengewichtung im Sinn einer Prioritätenordnung.7
b) Weiter haben die Gemeinden nach der kantonalen Energiegesetzgebung beim Erlass
der baurechtlichen Grundordnung darauf zu achten, dass die Gestaltungsvorschriften, z.B.
bezüglich Gebäude- und Firstrichtung, Dachneigung, die zulässigen Materialien oder
Farben, die effiziente Energienutzung im Gebäude und die aktive oder passive Nutzung
der Solarenergie nicht unnötig behindern (Art. 17 Abs. 1 KEnG8). Diese Vorschrift bringt
zum Ausdruck, dass die Interessen der Ästhetik, des Ortsbilds- und Landschaftsschutzes
4 Vgl. Zonenplan vom 1. Juni 2010 Siedlung und Landschaft mit Gefahreninhalten, Plan 2 Boltigen - Reidenbach - Schwarzenmatt im Massstab 1:2'500, genehmigt durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) am 13. Januar 2011 5 Vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. c des Energiegesetzes vom 30. September 2016 (EnG; SR 730.0), Art. 2 Abs. 2 Bst. c des kantonalen Energiegesetzes vom 15. Mai 2011 (KEnG; BSG 741.1) 6 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) 7 Vgl. Christoph Jäger, Solaranlagen, Eine Einordung des neuen Artikels 18a RPG, in: Schweizerische Vereinigung für Landesplanung (VLP), Raum & Umwelt 6/2014, S. 17 8 Kantonales Energiegesetz vom 15. Mai 2011 (KEnG; BSG 741.1)
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mit dem Interesse an Energieeffizienz sorgfältig abzuwägen sind.9 Auf eine Frist zur
Überprüfung und allfälligen Anpassung der Gemeindereglemente wurde verzichtet. Dafür
wurde mit Art. 26a BauG einen erleichterten Ausnahmetatbestand geschaffen. Danach
können von konkreten, kommunalen Gestaltungsvorschriften Ausnahmen gewährt werden,
wenn dies für die effiziente Energienutzung oder für die aktive oder passive Nutzung der
Sonnenenergie erforderlich ist und keine öffentlichen Interessen beeinträchtigt werden.
Öffentliche Interessen, die entgegenstehen können, sind naturgemäss in erster Linie
solche des Ortsbildschutzes. Besondere Verhältnisse im Sinne von Art. 26 BauG sind nicht
erforderlich und auch eine Interessenabwägung mit nachbarlichen Interessen wird nicht
verlangt.10
4. Ästhetik
a) Die Gemeinde erteilte dem Vorhaben aus ästhetischen Gründen den Bauabschlag.
Sie vertritt die Meinung, die Ästhetik von Glasgeländern an einem Holzchalet überzeuge
nicht. Sie beruft sich dabei auf die Gestaltungsvorschrift von Art. 13 Abs. 4 GBR11. Diese
lautet wie folgt: "Bei Neu- und Umbauten ist der Einbau von grossflächigen Fenstern
(Ganzglasfenster / Vollverglasung) untersagt; ausgenommen sind gewerbliche oder
öffentliche Bauten." Die Gemeinde stellt sich auf den Standpunkt, die Solarmodule könnten
ebenso gut auf das Dach gestellt werden.
b) Die Beschwerdeführenden sind der Meinung, die Installation der Solaranlage auf
dem Dach sei weniger effizient. Auch sei die Installation der Anlage auf dem Dach für sie
nicht zumutbar. Im Winter liege viel Schnee auf dem Dach, der geräumt werden müsse.
Auch vertreten sei die Ansicht, die Panels könnten nicht mit grossflächigen Fenstern
verglichen werden. Zudem kritisieren die Beschwerdeführenden, die Gemeinde habe bei
der Beurteilung des Vorhabens die bundesrechtlichen Vorschriften und die kantonalen
Richtlinien nicht angewandt.
9 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 25 N. 4 10 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.o.O., Art. 26-27 N. 5a; vgl. auch Heidi Walther Zbinden in KPG-Bulletin 3/2010 S. 84 f. 11 Gemeindebaureglement der Einwohnergemeinde Boltigen vom 1. Juni 2010, genehmigt durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) am 13. Januar 2011
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c) Die Gemeinde beruft sich bei der ästhetischen Beurteilung des Solargeländers in
erster Linie auf die Gestaltungsvorschrift von Art. 13 Abs. 4 GBR. Die Vorschrift steht unter
dem Titel "Gestaltung von Bauten und Anlagen in Kern- und Weilerzonen". Das Chalet der
Beschwerdeführenden liegt jedoch in der Wohnzone E._ und nicht in einer Kern-
oder Weilerzone. Soweit sich die Gemeinde ohne nähere Ausführungen auf Art. 13 Abs. 4
GBR beruft, ist ihre Begründung für den Bauabschlag rechtlich nicht haltbar. Weiter fehlt
eine Begründung, inwieweit die geplante Solaranlage mit der allgemeinen
Ästhetikvorschrift von Art. 12 Abs. 2 und 3 GBR vereinbar ist. Falls die Gemeinde die
Gestaltungsvorschrift von Art. 13 Abs. 4 GBR sinngemäss auch auf Bauten und Anlagen in
der Wohnzone E._ anwenden will, was rechtlich nicht ausgeschlossen ist, hätte
sie die Beschwerdeführenden im Baubewilligungsverfahren auf die Ausnahmemöglichkeit
von Art. 26a BauG aufmerksam machen müssen (Art. 18 Abs. 2 BewD12). Beim Entscheid
über eine Ausnahme hätte die Gemeinde die Interessen der Ästhetik mit dem Interesse an
der Energieeffizienz unter Berücksichtigung von Art. 18a Abs. 4 RPG sorgfältig abwägen
müssen. Diese Interessenabwägung fehlt im vorliegenden Fall.
d) Weiter vermitteln die Ausführungen der Gemeinde sowie die vorhandenen Akten nur
ein eingeschränktes Bild der örtlichen Gegebenheiten. Vorliegend wurde weder dem
Situationswert des Chalets noch der Bedeutung desselben für das Ortsbild nachgegangen.
Die Frage nach der Wesentlichkeit einer möglichen Beeinträchtigung durch das geplante
Vorhaben der Umgebung aus der Nähe und der Distanz wird nicht beantwortet bzw. ergibt
sich nicht schlüssig aus den Akten. Auch kann nicht von vornherein gesagt werden, von
einer Solaranlage auf einem Schrägdach resultiere ein höherer Energieertrag als von
Solarmodulen auf dem Garagenflachdach oder am Balkongeländer. Aus den Akten geht
nicht hervor, dass sich die Gemeinde mit dieser Thematik vertieft befasste. Insoweit
erweist sich auch der Sachverhalt als lückenhaft.
5. Rückweisung
a) Nach Art. 72 Abs. 1 VRPG13 entscheidet die Beschwerdeinstanz in der Sache oder
weist die Akten ausnahmsweise mit verbindlichen Anordnungen an die Vorinstanz zurück.
Erweist sich die Beschwerde als begründet, soll die Beschwerdeinstanz das streitige
12 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1) 13 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
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Rechtsverhältnis wenn möglich nach ihrer eigenen Erkenntnis abweichend von der
angefochtenen Verfügung neu regeln. Das Gesetz verbietet ihr jedoch nicht, kassatorisch
zu entscheiden. Die Beschwerdeinstanz soll von der Möglichkeit der Rückweisung nur
ausnahmsweise Gebrauch machen. Es müssen besondere Gründe dafür sprechen, die die
prozessökonomischen Gesichtspunkte in den Hintergrund treten lassen. Mangelnde
Entscheidreife der Angelegenheit kann einen solchen Grund darstellen, sofern die
Beschwerdebehörde selber allzu umfangreiche Beweismassnahmen durchführen müsste.14
b) Nach dem Gesagten ist die rechtliche Begründung der Vorinstanz, weshalb die
Solaranlage nicht bewilligt werden kann, nicht schlüssig. Es ist auch nicht ersichtlich, dass
sich die Gemeinde bei der Beurteilung des Vorhabens mit den rechtlichen Grundlagen des
Bundes und Kantons, namentlich Art. 18 Abs. 4 RPG und Art. 26a BauG, auseinander
setzte. Eine konkrete Interessenabwägung fehlt. Zudem geht aus den Akten und der
Begründung im angefochtenen Entscheid nicht hervor, welche Bedeutung der geplanten
Solaranlage für die Umgebungsstruktur im Allgemeinen zukommt, dies besonders auch im
Hinblick auf die Wirkung und den Gesamteindruck aus der Distanz. Diese Frage wird unter
Einbezug der konkreten Umgebungssituation näher zu klären sein. Dabei wird zu beachten
sein, dass sich das Vorhaben nicht in einer sensiblen Umgebung befindet und die
Beschwerdeführenden ihr Projekt anpassten. Allenfalls ist für die ästhetische Beurteilung
eine Fachbehörde beizuziehen (Art. 22a Abs. 1 Bst. a BewD). Unklar ist auch, ob
Solarmodule auf dem Schrägdach energieeffizienter sind als vertikal aufgestellte Module
am Balkongeländer und auf dem Garagendach. Die Vorinstanz hat daher den Sachverhalt
in entscheidenden Punkten unvollständig abgeklärt. Die Sache ist noch nicht entscheidreif.
Es ist nicht Aufgabe der BVE als Beschwerdeinstanz, in diesem Umfang weitere
Abklärungen vorzunehmen. Die Beschwerde wird daher gutgeheissen, der Bauentscheid
der Gemeinde aufgehoben und die Sache wird zur vollständigen Prüfung im Sinne der
Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen (Art. 72 VRPG).
6. Kosten
a) Mit der Aufhebung des angefochtenen Bauentscheids wird auch die Kostenverfügung
der Vorinstanz aufgehoben. Aufgrund der Rückweisung an die Vorinstanz wird diese ihre
14 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 72 N. 2 f.
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Kosten im neuen Entscheid jedoch neu verfügen können. Daher müssen die vor-
instanzlichen Kosten in diesem Beschwerdeentscheid nicht verlegt werden.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Gemeinde. Die Verfahrenskosten
werden auf eine Pauschalgebühr von Fr. 1'000.00 bestimmt (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m.
Art. 19 Abs. 1 GebV15). Der Gemeinde können keine Verfahrenskosten auferlegt werden
(Art. 108 Abs. 2 VRPG i.V.m Art. 2 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Verfahrenskosten von
Fr. 1'000.00 trägt demnach der Kanton.
b) Die Beschwerdeführenden waren anwaltlich nicht vertreten. Sie haben keinen
Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 104 Abs. 1 VRPG). Parteikosten werden deshalb
keine gesprochen.