Decision ID: 419759f7-c15a-4ceb-917f-729089243581
Year: 2011
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Die I. Beschwerdekammer hält fest, dass
- die Bundesanwaltschaft gegen A. ein gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfah-
ren wegen Verdachts der Finanzierung des Terrorismus (Art. 260quinquies StGB), der Erpressung (Art. 156 StGB), der Nötigung (Art. 181 StGB) und der Beteiligung an bzw. Unterstützung einer kriminellen Organisation (Art. 260ter StGB) führte, wobei dieser am 30. November 2008 von der Kantonspolizei Zürich in Haft genommen wurde;
- A. per 28. April 2009, unter Anordnung einer Meldepflicht als Ersatzmass-
nahme, aus der Untersuchungshaft entlassen und schliesslich die  am 2. Dezember 2010 aufgehoben wurde;
- mit Verfügung vom 15. Juni 2011 die Bundesanwaltschaft die Einstellung des
Verfahrens verfügte und A. eine Genugtuung in Höhe von Fr. 7'500.-- ;
- A. gegen diese Entschädigungsfolge mit Eingabe vom 27. Juni 2011 Be-
schwerde bei der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts erhob und gleichzeitig um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchte (act. 1, Ziff. 4);
- die I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts ihm mit Schreiben vom
28. Juni 2011 das Formular betreffend unentgeltliche Rechtspflege zustellte und ihn aufforderte, dieses inklusive Unterlagen bis am 8. Juli 2011 zu  (act. 2);
- A. am 8. Juli 2011 das Formular einreichte (act. 3 – 3.1).

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass
- jede Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf un-
entgeltliche Rechtspflege hat, sofern ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 29 Abs. 3 BV);
- es grundsätzlich dem Gesuchsteller obliegt, seine Einkommens- und Vermö-
gensverhältnisse umfassend darzulegen und soweit als möglich zu belegen, wobei die Belege über sämtliche finanziellen Verpflichtungen sowie über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Gesuchstellers Aufschluss zu geben haben;
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- der anwaltlich vertretene Gesuchsteller das ausgefüllte Formular ohne  Unterlagen einreichte;
- er in diesem Formular lediglich ein Einkommen in Höhe von Fr. 280.-- auf-
führt, jedoch daraus nicht hervorgeht, wie er seine Wohnung sowie seinen übrigen Lebensunterhalt (Nahrung, Kleidung, Telefonkosten, etc.) finanziert und wie viel Geld seine Ehepartnerin verdient, bzw. aus sonstigen Leistungen bezieht;
- im Schreiben der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts vom
28. Juni 2011 darauf hingewiesen wurde, dass unvollständige oder nicht mit den erforderlichen Beilagen versehene Gesuche ohne weiteres abgewiesen werden können (act. 2);
- das vorliegende Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege
demzufolge abzuweisen ist;
- dem Gesuchsteller bis 25. Juli 2011 Frist gesetzt wird zur Leistung eines  in Höhe von Fr. 1'500.--;
- die Kosten des vorliegenden Entscheides zur Hauptsache geschlagen wer-
den;
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