Decision ID: 34bc695a-d000-4338-a2fe-2717aaddab07
Year: 2014
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_002
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

und könne Angaben zum Sachverhalt machen. Seit dem Unfall sei sie nie
mehr beschwerdefrei gewesen, dies im Gegensatz zum Zeitpunkt vor
dem Unfall. Die Diagnose „Reizknie“ vom Sommer 2011 sei eine klinische
Diagnose und könne dazu verleiten, von einem krankhaften Befund zu
sprechen. Tatsache sei aber, dass die richtige Diagnose zu diesem
Zeitpunkt noch nicht bekannt gewesen und erst mit dem MRI im Sommer
2013 Klarheit geschaffen worden sei. Der dabei erhobene Befund eines
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Meniskusrisses spreche bei sonst weitgehend normalen Befunden ohne
Degenerationen ebenfalls dafür, dass es sich dabei um eine Unfallfolge
handle. Selbst wenn nur teilweise Unfallfolgen vorliegen sollten - was
bestritten werde - wäre die B._ AG gemäss Art. 36 UVG
leistungspflichtig. Die Frage des überwiegend wahrscheinlichen
Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom Januar 2011
und dem im Jahr 2013 diagnostizierten Meniskusriss habe der Arzt zu
beantworten. Aufgrund der mündlichen Aussagen sei von einem
mindestens überwiegend wahrscheinlichen Zusammenhang auszugehen.
7. Die B._ AG (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer
Vernehmlassung vom 7. Oktober 2013 die Abweisung der Beschwerde.
Sie halte an ihrer Auffassung gemäss Einspracheentscheid fest. Es gehe
nicht um den geschilderten Unfallhergang oder das genaue
Schadendatum, sondern um die Tatsache, dass der Beweis, wonach die
heutigen Beschwerden auf ein versichertes Ereignis zurückzuführen
seien, nicht habe erbracht werden könne. Das Unfalldatum habe weder in
der Schadenmeldung noch anderweitig genau bezeichnet werden
können. Es sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass
der Sturz Mitte Januar 2011 zu einem direkten Kontusionstrauma geführt
habe. Aus den Akten sei nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin
das Unfallereignis bereits im Jahr 2011 thematisiert habe. Die damalige
Diagnose „Reizknie“ lasse auch nicht auf ein solches schliessen. Eine
Befragung des Sohnes der Beschwerdeführerin verspreche keine Klärung
des Sachverhalts. Dieser könnte möglicherweise zum Unfall aussagen,
nicht aber zur Frage der Kausalität zwischen dem damaligen Ereignis und
den ab dem 23. April 2013 behandelten Kniebeschwerden. Die blosse
Möglichkeit, dass es sich bei den Kniebeschwerden um Unfallfolgen
handeln könnte, reiche zur Begründung eines Kausalzusammenhangs
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nicht aus. Notwendig wäre vielmehr eine überwiegende
Wahrscheinlichkeit.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften
sowie auf den angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der
Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 21. August 2013.
Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den
Kausalzusammenhang zwischen dem behaupteten Unfallereignis von
Mitte Januar 2011 und den diagnostizierten Kniebeschwerden und damit
ihre Leistungspflicht hinsichtlich der Kniebeschwerden zu Recht verneint
hat.
2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
(UVG; SR 832.20) werden, soweit das Gesetz nicht etwas anderes
bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt gemäss
Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht
beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren
Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur
Folge hat. Art. 6 Abs. 2 UVG sieht sodann vor, dass der Bundesrat auch
Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalls ähnlich sind, in die
Versicherung einbeziehen kann. Von dieser Kompetenz hat der
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Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) Gebrauch gemacht und verschiedene
Körperschädigungen auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den
Unfällen gleichgestellt.
3. a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst
voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen
Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher
Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein
der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen
Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung
des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall
die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es
genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen
Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität des Versicherten
beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht
werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung
entfiele (BGE 119 V 335 E.1, 117 V 360 E.4 mit Hinweisen). Ob zwischen
einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein
natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die
Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm
obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden
hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht. Der Richter und die
Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie
von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste
würdigen. Dieser Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
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übersteigt einerseits die Annahme einer blossen Möglichkeit
beziehungsweise einer Hypothese, und liegt anderseits unter demjenigen
(etwa im Zivilprozess massgebenden) der strikten Annahme der zu
beweisenden Tatsache. Die Wahrscheinlichkeit ist insoweit überwiegend,
wenn der begründeten Überzeugung keine konkreten Einwände
entgegenstehen. Gilt es, zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten zu
entscheiden, ist diejenige überwiegend wahrscheinlich, welche sich am
ehesten zugetragen hat (Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts U 96/03 vom 7. Juli 2003 E.2.2; BGE 126 V 353
E.5b, 125 V 193 E.2; RKUV 1986 Nr. U 9 S. 347; ALEXANDRA RUMO-
JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung
[UVG], 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 29; UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 43 N. 30).
b) Die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens sind vom
Leistungsansprecher glaubhaft zu machen. Unvollständige, ungenaue
oder widersprüchliche Angaben genügen diesem Erfordernis nicht (RKUV
1990 Nr. U 86 S. 50; BGE 103 V 175 E.a; Urteil des Bundesgerichts
8C_50/2012 vom 1. März 2012 E.5.1). Zur Glaubhaftmachung eines
Unfalls genügt es nicht, einen Gesundheitsschaden nachzuweisen, der
möglicherweise auf ein Unfallereignis zurückgehen könnte, sondern es
müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue und wenn möglich
ins Detail gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund derer der
Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein Bild
zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären (ALEXANDRA RUMO-
JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 29). Ein Unfall unter
Ausschluss von Zeugen gilt nicht an sich als unbewiesen. Doch müssen
die Aussagen der versicherten Person als glaubwürdig erscheinen, dürfen
keine Widersprüche aufweisen und müssen mit den vorhandenen Indizien
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im Wesentlichen übereinstimmen. Die versicherte Person muss aber nicht
einen strikten Beweis für alle zeitlichen und örtlichen Umstände erbringen
(ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 30).
Unter Umständen kann auch der medizinische Befund einen Beweis dafür
bilden, dass eine Schädigung auf eine ungewöhnliche äussere
Einwirkung, also auf ein Unfallereignis, zurückzuführen ist. Der
mangelnde Nachweis eines Unfalls lässt sich aber selten durch
medizinische Feststellungen ersetzen. Diese dienen aber mitunter als
Indizien im Beweis für oder gegen das Vorliegen eines Unfalls (BGE
134 V 72 E.4.3.2.2 mit Hinweisen).
c) Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz
beherrscht. Danach hat das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen
zu untersuchen, kann aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen.
Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinne einer
Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen somit in
der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der
Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift
jedoch erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen
Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (RKUV 2003 Nr. U 485 S. 259 f.,
1990 Nr. U 86 S. 50, 1986 Nr. U 9 S. 347 f.; ALEXANDRA RUMO-
JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, a.a.O., Art. 6 S. 29).
4. a) Unbestritten ist vorliegend, dass Dr. med. D._ am 23. April 2013 eine
Verletzung des lateralen Meniskus rechts diagnostizierte (vgl. Arztbericht
vom 7. Mai 2013, beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 3) und die
Beschwerdeführerin aufgrund dieser Kniebeschwerden am 10. Juli 2013
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von Dr. med. E._ operiert wurde (vgl. Operationsbericht vom 10. Juli
2013, beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 7). Streitig ist dagegen, ob
diese Beschwerden mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit auf ein versichertes Unfallereignis gemäss Art. 4
ATSG oder ein sinnfälliges Geschehen gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV
zurückzuführen sind. Die Beschwerdegegnerin verneint den
Leistungsanspruch im Wesentlichen mit der Begründung, dass die
Kniebeschwerden nicht mit der im Sozialversicherungsrecht verlangten
überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen
Zusammenhang mit dem behaupteten Unfallereignis von Mitte Januar
2011 stünden. Dieser Auffassung schliesst sich das Gericht an.
b) Einerseits ist vorliegend bereits fraglich, wenn auch nicht
entscheidrelevant, ob sich ein Unfallereignis Mitte Januar 2011 tatsächlich
wie von der Beschwerdeführerin behauptet zugetragen hat. So konnte
das Datum des geltend gemachten Unfallereignisses weder in der
Schadenmeldung vom 6. Mai 2013 (Bg-act. 1) noch anderweitig genau
bezeichnet werden. Vielmehr wurde dieses in der erwähnten
Schadenmeldung mit 15. Januar 2011 und der Bemerkung
„Schadendatum unpräzis“ angegeben. Sodann suchte die
Beschwerdeführerin erst im Juni 2011 - mithin ein halbes Jahr nach dem
behaupteten Unfallereignis - ihren Hausarzt Dr. med. D._ auf. Dieser
äusserte sich auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin am 13. Juni 2013
(vgl. Bg-act. 8) zum „Befund vom Juni 2011 und Diagnose“ wie folgt:
„Knieumfänge beidseits identisch, leichte Druckdolenz infrapatellär medial lateral ohne Erguss, nicht überwärmt, Zohlen negativ aber leichte Krepitation, VKB und Meniskusteste damals unauffällig, keine muskulären Verkürzungen, neurologische Test unauffällig, Seitenbänder intakt. Diagnose: Reizknie.“
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Unter dem Titel „Damalige Beschwerden laut Darstellung der Versicherten
gemäss meinen Akteneintragungen“ führte Dr. med. D._ in
erwähntem Arztbericht aus:
„Belastungsschmerzen im rechten Knie infrapatellär bei Belastung und im Liegen. Keine weiteren anamnestischen Notizen.“
Dem Arztbericht von Dr. med. D._ vom 13. Juni 2013 sind somit
keine Hinweise auf ein allfälliges Unfallgeschehen von Mitte Januar 2011
zu entnehmen. Es ist aber davon auszugehen, dass Dr. med. D._,
wenn er damals von der Beschwerdeführerin über einen Mitte Januar
2011 erlittenen Treppensturz informiert worden wäre - wie die
Beschwerdeführerin geltend macht - dies in seinen Aufzeichnungen auch
so festgehalten hätte. Entsprechende Angaben finden sich in seinen
Unterlagen jedoch wie gesehen nicht. Damit ist anzunehmen, dass die
Beschwerdeführerin anlässlich der ärztlichen Untersuchung bei Dr. med.
D._ im Juni 2011 ein Unfallereignis von Mitte Januar 2011 nicht
erwähnte. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass ein derartiger
Vorfall, hätte er sich in der Tat wie von der Beschwerdeführerin behauptet
zugetragen, dem untersuchenden Hausarzt auch geschildert worden
wäre. Die Beschwerdeführerin aber machte ein Unfallereignis von Mitte
Januar 2011 erst mit der Schadenmeldung vom 6. Mai 2013 und damit
rund zweieinhalb Jahre nach dem behaupteten Unfallereignis geltend.
Zweifel an dem von der Beschwerdeführerin geltend gemachten
Unfallereignis ergeben sich auch aus der bereits vorstehend erwähnten
Tatsache, dass sich die Beschwerdeführerin nach dem geltend
gemachten Treppensturz von Mitte Januar 2011 nicht unmittelbar in
ärztliche Behandlung begeben, sondern deswegen erst rund sechs
Monate später ihren Hausarzt Dr. med. D._ aufgesucht hatte.
Schliesslich können auch aus der im Juni 2011 gestellten Diagnose
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„Reizknie“ keine Rückschlüsse auf ein allfälliges Unfallereignis gezogen
werden.
c) Selbst wenn vorliegend von einem Unfallereignis, wie es von der
Beschwerdeführerin behauptet wird, ausgegangen würde, wäre die
gesetzliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus UVG – wie
nachfolgend dargestellt wird - zu verneinen. Denn aus den medizinischen
Berichten ergeben sich keine Hinweise, welche auf einen überwiegend
wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zwischen dem geltend
gemachten Unfallereignis und den diagnostizierten Kniebeschwerden
hinweisen würden. Dr. med. D._ hält im Überweisungsschreiben an
Dr. med. E._ vom 6. Mai 2013 (Bg-act. 7) als Diagnose
„Knieschmerzen rechts bei degenerativer Meniskusveränderung lateral
Knie rechts“ fest, ohne Hinweise auf ein im Januar 2011 erlittenes
Unfallereignis. Im Arztzeugnis vom 7. Mai 2013 (Bg-act. 3) führt derselbe
Dr. med. D._ hinsichtlich Kausalität aus, dass der klinische Befund,
die Anamnese und der MRI-Befund übereinstimmen würden. Es könnte
sich [bei den Kniebeschwerden] durchaus um einen Spätschaden des
damaligen Unfalls handeln. Dr. med. D._ hält es somit für möglich,
nicht aber für überwiegend wahrscheinlich, dass die Kniebeschwerden
auf das behauptete Unfallereignis zurückzuführen sind. Sodann lassen
sich auch aus dem MRI-Bericht von Dr. med. H._ vom 2. Mai 2013
(Bg-act. 4) und dem Arztbericht von Dr. med. F._ vom 3. Juni 2013
(Bg-act. 6) keine Hinweise für einen überwiegend wahrscheinlichen
Kausalzusammenhang ableiten. Vielmehr wird das von der
Beschwerdeführerin behauptete Unfallereignis in diesen Berichten gar
nicht erst erwähnt. Sämtliche bei den Akten liegenden medizinischen
Berichte enthalten folglich keine Hinweise, wonach die diagnostizierten
und ab dem 23. April 2013 behandelten Kniebeschwerden mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das von der Beschwerdeführerin
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geltend gemachte Unfallereignis von Mitte Januar 2011 zurückzuführen
sind. Vor diesem Hintergrund ist aber die von der Beschwerdegegnerin
gezogene Schlussfolgerung, wonach die diagnostizierten
Kniebeschwerden nicht mit der im Sozialversicherungsrecht verlangten
überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem ursächlichen
Zusammenhang mit dem behaupteten Unfallereignis stehen, in keiner
Weise zu beanstanden.
5. a) Es bleibt zu prüfen, ob die diagnostizierte Verletzung des lateralen
Meniskus rechts eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von
Art. 9 Abs. 2 UVV darstellt, für welche die Beschwerdegegnerin
leistungspflichtig ist.
b) Wie ausgeführt werden auch Körperschädigungen, die den Folgen eines
Unfalls ähnlich sind, in die Versicherung einbezogen. Nach Art. 9 Abs. 2
UVV sind die abschliessend aufgeführten Körperschädigungen, sofern sie
nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration
zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den
Unfällen gleichgestellt. Nach der Rechtsprechung müssen aber auch bei
den unfallähnlichen Körperschädigungen die Tatbestandsmerkmale des
Unfallbegriffs – fehlende Absicht, äusserer Faktor, Plötzlichkeit,
Schädigung (vgl. Art. 4 ATSG) – erfüllt sein; ausgenommen ist lediglich
das Element der Ungewöhnlichkeit eines äusseren Faktors (BGE 129 V
466 E.2.2). Eine unfallähnliche Körperschädigung muss dabei
insbesondere auf ein äusseres Ereignis, d.h. einen ausserhalb des
Körpers liegenden objektiv feststellbaren, sinnfälligen, also
unfallähnlichen Vorfall zurückzuführen sein. Wo ein solches Ereignis mit
Einwirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur
als Auslöser eines in Art. 9 Abs. 2 UVV aufgezählten
Gesundheitsschadens, liegt eine krankheits- oder degenerativ bedingte
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Gesundheitsschädigung vor, die nicht der Leistungspflicht des
Unfallversicherers unterliegt (BGE 129 V 466 E.2.2).
c) Die Beschwerdeführerin litt an einer Verletzung des lateralen Meniskus
rechts. Dieser medizinische Befund ist grundsätzlich unter die in Art. 9
Abs. 2 lit. c UVV erwähnten Meniskusrisse zu subsumieren. Darüber
hinaus wäre aber – wie gesehen – erforderlich, dass sich die
unfallähnliche Körperschädigung auf ein äusseres Ereignis, d.h. einen
ausserhalb des Körpers liegenden objektiv feststellbaren, sinnfälligen,
also unfallähnlichen Vorfall zurückführen lässt; erforderlich ist mithin auch
hier ein Kausalzusammenhang zwischen dem unfallähnlichen Ereignis
und der Körperschädigung. Wie vorstehend unter Erwägung 4 bereits
dargestellt, können im konkreten Fall jedoch die diagnostizierten und ab
dem 23. April 2013 behandelten Kniebeschwerden nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das von der Beschwerdeführerin
behauptete Unfallereignis zurückgeführt werden, weshalb die
Beschwerdegegnerin auch eine Leistungspflicht aus Art. 9 Abs. 2 UVV zu
Recht verneint hat.
6. Auf weitere Abklärungen sowie auf die Zeugenbefragung des Sohnes der
Beschwerdeführerin kann vor dem Hintergrund der vorstehenden
Ausführungen verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE
134 I 140 E.5.3, 124 V 90 E.4b). Denn einerseits sind hiervon keine
neuen Erkenntnisse zu erwarten, und anderseits könnte der Sohn der
Beschwerdeführerin zwar möglicherweise das Unfallereignis von Mitte
Januar 2011 bestätigen, indessen nichts zur vorliegend relevanten
Kausalität zwischen dem Ereignis und den diagnostizierten
Kniebeschwerden aussagen. Dementsprechend ist es aber auch nicht zu
beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin den Sohn der
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Beschwerdeführerin vor Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids
nicht befragt hat.
7. a) Nachdem die diagnostizierten und ab dem 23. April 2013 behandelten
Kniebeschwerden vorliegend nicht mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf ein versichertes Unfallereignis im
Sinne von Art. 4 ATSG oder ein sinnfälliges Geschehen im Sinne von
Art. 9 Abs. 2 UVV zurückgeführt werden können, entfällt von vornherein
auch eine Leistungspflicht aus Art. 36 UVG. Dementsprechend hat aber
die Beschwerdegegnerin ihre gesetzliche Leistungspflicht aus UVG zu
Recht verneint, weshalb sich die Beschwerde als unbegründet erweist
und abzuweisen ist.
b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in
Sozialversicherungssachen - ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger
Prozessführung - kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben
werden. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht sodann keine
aussergerichtliche Entschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).