Decision ID: 55fc208e-6452-4c8b-827f-ceedd9087d87
Year: 2013
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1963, war – neben einer Aushilfstätigkeit als Kellner im
Restaurant
Y._
(Urk
. 9/III/54) – seit August 2003 als Taxi-chauffeur bei der
Z._
angestellt (Urk. 9/III/55) und in dieser Eigenschaft durch die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (
Suva
) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert.
Am 2. September 2005 fuhr der vordere Wagen rückwärts in das Taxi des Versi
cherten (Urk. 9/III/1)
und am 19. November 2005 wurde er als Personen
-
wagenlenker
von einem anderen Personenwagen von hinten angefahren (Urk. 9/II/8), worauf jeweils Distorsionen der Halswirbelsäule diagnostiziert wurden (Urk. 9/III/7 und Urk.
9/II/2).
Am 2
5.
Dezember 2007 kollidierte der Versicherte in
A._
als Lenker eines Kleinbusses mit einem entgegenkom
menden Schulbus
(Urk. 9/I/1)
und zog sich dabei eine
Talusluxationsfraktur
links, eine Fraktur des
Metatarsaleköpfchens
II rechts sowie Basisfrakturen der Metacarpale III und IV an der rechten Hand zu; zudem wurden ein
Schleuder
trauma
und eine Commotio cerebri diagnostiziert
(Urk. 9/I/8
i.V.m
. Urk. 9/I/32 und
Urk. 9/I/12)
. Eine Erwerbstätigkeit wurde
in der Folge
nicht mehr aufge
nommen.
Die
Suva
übernahm die Behandlungskosten und richtete dem Versicherten Taggel
der aus (Urk. 9/III/133 und 9/III/166, Urk. 9/I/57).
1.2
Mit Verfügung vom 6. November 2009 teilte die
Suva
dem Versicherten mit, dass vom medizinischen Endzustand der Unfälle vom 2. September und 9. November 2005 sowie vom 25. Dezember 2007 auszugehen sei, und stellte die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen per 30. November 2009 ein. Einen Rentenanspruch verneinte sie, da die Bewegungs- und Belastungseinschränkung des linken oberen Sprunggelenks lediglich einen Invaliditätsgrad von 7 % be
wirke, während die weiteren geklagten somatischen Beschwerden organisch nicht hinreichend nachweisbar seien und die psychogenen Störungen nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang
zu den erlittenen Unfällen stünden. Für die Folgen des Unfalles vom 25. Dezember 2007 gewährte die
Suva
dem Versi
cherten eine 5%ige Integritätsentschädigung in der Höhe von Fr. 5‘340.-- (Urk. 9/I/66-67). Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jürg Baur, am 30. November 2009 Einsprache erheben (Urk. 9/I/68).
1.3
Im Rahmen des
Einspracheverfahrens
liess die
Suva
den Versicherten durch die MEDAS internistisch, orthopädisch, rheumatologisch, neurologisch,
otorhi
nolaryngologisch
und psychiatrisch untersuchen (polydisziplinäres Gutachten vom 10. Januar 2012, Urk. 9/I/113, Urk. 9/I/114-118). Die MEDAS attestierte dem Versicherten in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 40%ige Arbeitsfä
higkeit und setzte den Integritätsschaden auf 70 % fest (Urk. 9/I/113
S. 58 und 71 je am Ende und S. 73 am Ende).
Mit
Einspracheentscheid
vom 27. Juni 2012 (Urk. 2) erhöhte die
Suva
in teilwei
ser Gutheissung der Einsprache die dem Versicherten gewährte
Integritätsent
schädigung
von 5 % auf 20 % (Fr. 21‘360.--). Im Übrigen wies sie die Einspra
che ab.
2.
2.1
Die
gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
7.
Juni 2012 gerichtete Beschwerde
(
Urk.
1)
hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich i
n dem Sinne teilweise
gut,
dass es den
Einspracheentscheid
aufhob und die Sache mit der Feststellung, der Versicherte habe ab
1.
Dezember 2009 Anspruch auf eine In
validenrente
bei einem Inv
aliditätsgrad von 63 % und
auf eine
Integritätsent
schädigung
bei einer Integritätseinbusse
von 20 % aufgrund der somatischen Beschwerden, an die
Suva
zurück
wies,
damit
diese
– nach erfolgten Abklärun
gen im Sinne der Erwägungen –
über die Integritätsentschädigung im Zusam
menhang mit den psychischen Unfallfolgen befinde
. Im Übrigen wies es die Beschwerde ab
(Urteil vom 2
2.
März 2013 im Verfahren UV.2012.00161
,
Urk.
18
)
.
2.2
Die
von der Suva
gegen das Urteil des Sozialversicherungsgericht
s
vom 22.
März 2013 (Urk. 18)
erhobene
Beschwerde (
Urk.
22/
4 ff.)
hiess das Bundes
gericht
in dem Sinne teilweise gut,
das
s es das
Urteil auf
hob
, soweit damit die adäquate Unfallkausalität der psychischen Beschwerden bejaht wurde. Im Übri
gen wies das Bundesgericht die Sache an das Sozialversicherungsgericht zurück, damit
dieses
– nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägungen –
über den Anspruch auf Invalidenrente in somatischer Hinsicht neu entscheide (Urteil des Bundesgerichts 8C_344/2013 vom 1
0.
Oktober 2013, Urk. 25).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich,
in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistun
gen bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt.
1.2
Wird
die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent inva
lid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 des Bundes
-
geset
zes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der In
validität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1,
406
E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.5
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
Entsprechend
der im
Urteil des Bundesgerichts 8C_344/201
3 vom 1
0.
Oktober 2013 enthaltenen Anordnung ist vorliegend zu prüfen, ob durch die somati
schen Unfallfolgen beim Versicherten
eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht (Urk. 25/11 Dispositiv
Ziff.
1
i.V.m
.
Urk.
25/10
Ziff.
14).
3.
3.1
Im Zusammenhang mit den somatischen Beschwerden
ist zunächst festzuhalten, dass das
zerviko
- und das
lumbospondylogene
Syndrom
, welche
aus rheuma
tologischer Sicht
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit verursachen, degenerativer Natur sind und deshalb nicht als Unfallfolgen zu berüc
ksichtig
en
sind
(
Urk.
9/I/115/6
und 9/I/113/45-46)
.
Die
Bestimmung der unfall
bedingten Ar
beitsunfähigkeit
hat
deshalb ausschliesslich
unter Berücksichtigung der Be
schwerden am linken Fuss- und Sprunggelenk
sowie am rechten Handgelenk und Fuss
zu erfolgen.
3.2
Im Rahmen der Ende 2011 im Auftrag der
Suva
durch die
MEDAS erfolgte
n
Begutachtung
(MEDAS-Gutachten vom 10. Januar 2012, Urk. 9/I/113
i.V.m
. Urk. 9/I/114-118), wurden
in orthopädischer Hinsicht betreffend die am
2
5.
Dezember 2007
(Urk. 9/I/1)
erlittenen Läsionen im Bereich der Füsse und der rechten Hand
folgende Diagnosen
gestellt (Urk. 9/I/113 S. 46
i.V.m
. Urk. 9/I/117):
-
posttraumatische Arthrose des oberen und unteren Sprunggelenks links bei Status nach
Talusluxationsfraktur
links am 25. Dezember 2007
in
A._
-
Status nach offener Reposition und Schraubenosteosynthese der
Talusluxati
onsfraktur
links vom 26. Dezember 2007 (
Orthopädische Klinik
B._
in
A._
)
-
Metatarsale
-Kö
pfchenfraktur II rechts vom 25. Dezember 2007 unter konser
vativer Therapie
-
Senk-/Spreizfuss rechts mit MTP-I-Arthrose bei
Hallux
valgus
-
Spreizfuss links
-
flexible Hammerzehe
Dig
. II beidseits
-
Status nach ultraschallgesteuerter
Kortisoninfiltration
eines okkulten dorsa
len Handgelenksganglion rechts vom 18. Januar 2010 (
fecit
Dr.
C._
, Handchirurgie
D._
).
Von
den
im orthopädischen Teilgutachten
(
Urk.
9/117)
erfassten Körperregionen spiele das rechte Handgelenk bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aufgrund seiner freien Funktion und Schm
erzlosigkeit keine Rolle. Festge
halten wurde bei der Gesamtbeurteilung zudem, dass die Beschwerden von Seiten des rechten Fusses nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 25. Dezember 2007 zurückzuführen seien
(
Urk.
9/117/10 vorletzter Absatz)
.
In Berücksichtigung der unfallrelevanten
Beeinträchtigung
am linken Fuss- und Sprunggelenk
wurde
für das Lenken eines Fahrzeugs mit Automatikgetriebe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert, da der linke Fuss dafür nicht erforder
lich sei. Allerdings müsse der Versicherte als Taxichauffeur auch Gewichte he
ben
,
und in diesem Bereich sei er insofern eingeschränkt, als er nur 10 kg
tragen könne. Bei alleiniger Betrachtung des linken Fusses bestehe somit für den Beruf als Taxichauffeur eine zeitlich 100%ige Arbeitsfähigkeit mit herabgesetzter Leistungsfähigkeit (Urk. 9/I/113 S. 46-47).
Für die
Festlegung einer
leidensangepassten Tätigkeit sei zu berücksichti
gen, dass der Versicherte langfristig keine mittleren oder langen Gehstrecken zurücklegen könne. Das Treppensteigen und das Stehen auf Leitern seien ihm ebenfalls nicht möglich. Das Heben von Lasten sei auf 10 kg limitiert. Für rein sitzende Tätigkeiten und Tätigkeiten mit kurzfristigem Stehen und kürzesten Gehstrecken sei der Versicherte aus orthopädischer Sicht in zeitlichem und leistungsmässigem Umfang
zu
100 % arbeitsfähig (Urk. 9/I/113 S. 52-55).
3.3
Die
orthopädische
Begutachtung
der MEDAS
(
Urk.
9/117)
beruht auf den erforder
lichen fachärztlichen Untersuchungen orthopädischer Art
,
berücksich
tigt
die geklagten Beschwerden und
ist
fü
r die streitigen Belange
umfassend. Die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation werden einge
hend erörtert und die Schlussfolgerungen sind begründet.
Es genügt damit in jeder Hinsicht den für ein derartiges Beweismittel geltenden Anforderungen, weshalb darauf abgestellt werden kann und
aus somatischer Sicht
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen ist.
4.
4.1
Das
Valideneinkommen
in der Höhe von Fr. 58‘991.-- ist nachvollziehbar belegt (Urk. 9/I/65) und wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten (Urk. 1/6).
4.2
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens sind nach der Rechtsprechung entweder die Tabellenlöhne
gemäss
den vom Bundesamt für Statistik herausge
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die Löhne
gemäss
den Dokumen
tationen von Arbeitsplätzen (DAP) heranzuziehen. Das Abstellen auf DAP-Löhne setzt voraus, dass zusätzlich zur Auflage von mindestens fünf DAP-Blättern Angaben gemacht werden über die Gesamtzahl der aufgrund der gege
benen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der entspre
chenden Gruppe (
BGE 129 V 472 E. 4.2.2
; zur Publikation vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_541/2012 vom 31. Oktober 2013 E. 6
)
.
4.3
Die
Suva
legte der Festsetzung des Invalideneinkommens des Beschwerdefüh
rers fünf DAP-Blätter zu Grunde. Bei den angeführten Arbeitsplätzen (Urk. 9/I/61) handelt es sich um Tätigkeiten, welche dem Beschwerdeführer ge
stützt auf die medizini
sche Ein
schätzung zumutbar sind, da sie die qualitativen Anforderun
gen an die
Lei
densanpassung
erfüllen.
Die
Suva
machte Angaben über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der entsprechen
den Gruppe. Der von
der
Suva
errechnete Betrag von Fr. 54‘849.-- entspricht dabei dem Durchschnitt der Löhne
gemäss
den fünf ausgewählten DAP-Blättern und liegt im Rahmen der
Durch
schnittslöhne
der entsprechenden Gruppe.
Die
Suva
ist somit zu Recht bei der Ermittlung des
In
valideneinkommens
von einem hypothetischen Verdienst in der Höhe von Fr.
54‘849.-- ausgegangen.
4.4
Im
orthopädischen Teilg
utachten der MEDAS vom 1
6
.
November 2011
(Urk. 9/117)
wurden die bestehenden Einschränkungen in vollem Umfang be
rücksichtigt. Unter Beachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (
BGE
129 V 472 E. 4.2.3), wonach bei der Festsetzung des Invalideneinkommens mittels DAP-Profilen ein leidensbedingter Abzug grundsätzlich nicht zulässig ist, rechtfertigt sich keine weitere Reduktion des Invalideneinkommens.
4.5
Aus einem Ver
gleich des Invalideneinkommens von Fr. 54‘849.-- mit dem
Vali
deneinkommen
in der Höhe von Fr. 58‘991.-- ergi
bt sich ein 7%iger
Invalidi
täts
grad
. Da
dieser
unter
10
%
liegt
, hat der Versicherte keinen Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung
(vgl. obige E. 1.2)
.
5.
Die im
Einspracheentscheid
vom 2
7.
Juni 2012 enthaltene Feststellung,
dass
der
Versicherte keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe (
Urk.
2/19 Ziff. 9.d)
,
erweist sich somit als richtig, weshalb die dagegen erhobene Be
schwerde (
Urk.
1) abzuweisen ist.