Decision ID: 3666b59d-c881-4adf-b810-41aefd5dd430
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1958 geborene
X._
,
Karosserie-
Spengler
mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (
Urk.
10/5
/1
) und Vater zweier 1996 und 2001 geborener Kinder (
Urk.
10/
1/2
), war bis
zur Kündigung per
3
1.
August 2014 als
Service
techniker
bei der
Y._
AG tätig (
Urk.
10/44/3).
Seit dem 1
4.
Juni 2013 war der
Versicherte
zufolge
zunehmender Beschwerden im rechten Knie
100
%
krankgeschrieben (
Urk.
10/17/3).
Mit Datum vom 1
2.
Juli 2013 meldete er sich unter
Hinweis auf eine Kinderlähmung
(
linke
s
Bein
)
sowie
eine Arthrose resp. andauernde
Schmerzen im rechten Knie bei der Eidgenössischen Invalidenversi
cherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/6). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog einen Auszug aus dem Individuellen Konto (IK
Auszug vom 2
5.
Juli 2013,
Urk.
10/10) sowie die Akten der
Kranken
taggeld
ver
sicherung
(
Urk.
10/17/1-6,
Urk.
10/23/1-14) bei und tätigte medizi
nische und berufliche Abklärungen. Mit
Schreiben
vom 25.
Juli 2013 teilte
die IV-Stelle
dem Versicherten mit, zufolge medizinischer Massnahmen mit anschliessen
der Rekonvaleszenz seien zurzeit keine beruflichen Mass
nahmen möglich. Der Anspruch werde
im Nachgang des
operativen Eingriff
s vom 16.
August 2013 erneut geprüft (
Urk.
10/9). Nach Durchführung zweier
Beratungs
gespräch
e
(vgl. Einladung vom 2
4.
Februar 2014,
Urk.
10/22; Einladung vom 2
6.
Mai 2014,
Urk.
10/24) erteilte die IV
Stelle Kostengut
sprach
e
für eine Arbeitsvermittlung
durch die Firma
Z._
AG
sowie für den Sommerausbildungskurs „Einstieg in den Computeralltag“
bei der
A._
im Sinne von
Frühinter
ventionsmassnahmen
(Mitteilungen vom 1
6.
und 1
8.
Juni 2014,
Urk.
10/26,
Urk.
10/29). In der Folge
holte
die IV-Stelle die Verlaufsberichte von
Dr
es
. med.
B._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, vom 2
1.
März 2015
, inklusive Beilagen
(
Urk.
10/38
/1-7
) und
C._
, Assistenzarzt Orthopä
die, vom
2
6.
März 2015 (
Urk.
10/40)
ein
. Nach
Beizug
einer internen Stellung
nahme
(
Urk.
10/46/6)
und Zustellung des Vorbescheids (
Urk.
10/48)
sprach
sie
dem Versicherten mit Verfügung vom 2
3.
Juli 2015 b
efristet für die Periode vom 1.
Juni 2014 bis 30.
November 2014 eine ganze Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100
%
zu
, zuzüglich
zweier
akzessorischen Kinderrente
n
. Darüber hinaus verneinte sie einen Rentenanspruch (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am
2.
September 2015 Beschwerde und bean
tragte, es sei die Verfügung vom 2
3.
Juli 2015 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen nach IVG, namentlich eine Invalidenrente auch nach dem
1.
Dezember 2014, zuzüglich Kinderrenten, zu gewähren. Eventualiter sei er verwaltungsextern zu begutach
ten. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie um Bestellung von Rechtsanwalt Ulrich Kurmann zum unentgeltlichen Rechtsbeistand (
Urk.
1 S. 2).
Mit
Beschwerde
antwort
vom
6.
November 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
9), was dem Beschwerdeführer am 12. November 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
11).
Am 3
1.
August 2016 reichte der Beschwerdeführer die angeforderten Unterlagen zum Nachweis der prozessualen Bedürftigkeit nach (
Urk.
14,
Urk.
15/1-5).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG.
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalidenein
kommen
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen
(vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
1.5
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.
6
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Ver
minderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herab
setzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.
7
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung im Wesentli
chen, der Beschwerdeführer sei seit dem 1
4.
Juni 2013 (Beginn der einjährigen Wartezeit) in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt.
Nach
Ablauf der einjährigen Wartezeit am 1
3.
Juni 2014 sei ihm weder die angestammte noch eine angepasste Tätigkeit zumutbar
gewesen
. Der darauf gestützt ermittelte
Ein
kommensvergleich
ergebe einen Invaliditätsgrad von 100
%. Ab September 2014 sei der Beschwerdeführer in einer – näher umschriebenen –
leidensange
passten
Tätigkeit wieder
zu
100
%
arbeitsfähig.
A
us
dem Einkommensvergleich
resultiere
u
nter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10
%
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 29
%
, womit ab dem
1.
Dezember 2014 kein Rentenanspruch mehr best
ehe (
Urk.
2, Erwägungen S. 2 f.
).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, die Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit basiere auf
Angaben
fachlich
nicht
qualifizierte
r
Ärzte.
Zudem
beziehe sich
die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr.
C._
ein
zig auf die Einschränkung im rechten Knie, was zu einem offensichtlichen Widerspruch zur Einschätzung von
Dr.
B._
führe.
Der RAD-Arzt habe seine Arbeitsfähigkeitsbeurteilung wiederum gänzlich auf diese Berichte abgestützt. Demzufolge
könne weder auf die Einschätzung des RAD
Arztes noch auf die dieser zugrundeliegenden Arztberichte abgestellt werden. Vielmehr
sei er (der Beschwerdeführer) verwaltungsextern
bidisziplinär
und allenfalls zusätzlich psychiatrisch zu begutachten (
Urk.
1 S. 8 f.). Weiter sei das
Valideneinkommen
an den Nominallohnindex bis ins Jahr 2014 anzupassen. Mit Bezug auf das Invalideneinkommen sei vom Lohn basierend auf der LSE 2010 auszugehen, zumal das auf der LSE 2012 ermittelte Einkommen im Vergleich signifikant höher sei (
Urk.
1 S. 9 f.). Ferner sei ihm zufolge seines Alters, seiner Uner
fahrenheit, der längeren Abwesenheit vom Arbeitsmarkt sowie seines Status als Besitzer einer Niederlassungsbewilligung C ein leidensbedingter Abzug von 25
%
zu gewähren (
Urk.
1 S. 11 f.). Daraus resultiere ein I
nvaliditätsgrad von 44.5
%
und dementsprechend ein Anrecht auf eine
Viertelsrente
(
Urk.
1 S. 13).
2.3
Mit Beschwerdeantwort vom
6.
November 2015 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Standpunkt fe
st. Insbesondere sei d
er
gewährte
Abzug vom
Tabellen
lohn
im Umfang von 10
%
angemessen
. Da das
Valideneinkommen
gemäss den zutreffenden Ausführungen in der Beschwerdeschr
ift an den Nominallohnindex bis ins
massgebliche Jahr 2014 anzupassen sei, resultiere aus dem
Einkom
mensvergleich
ein rentenausschliessender Invaliditätsg
rad von 30
% (
Urk.
9 S. 2 f.).
2.4
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die ab
1.
Juni 2014
zuge-sprochene
ganze Invalidenrente zu Recht per 3
0.
November 2014 eingestellt hat, mithin, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bis zu diesem Zeitpunkt in rentenausschliessender Weise verbessert und diese Besserung ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Dabei
ist
mit Verweis auf die eingan
gs erläuterte Rechtslage (E. 1.3
) auch di
e zuvor befristet zugesprochene Rente und
die
für de
ren
Zusprache
massgeblichen Umstände zu prüfen.
3.
3.1
Die medizinische Aktenlage stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar:
3.2
Zufolge
seit Oktober/November 2012
zunehmende
n
, schubweise auftretende
n
Knieschmerzen rechts
(vgl. Arztb
ericht
von
Dr.
B._
vom 2
5.
Oktober 2013,
Urk.
10/13/4) unterzog sich der
Beschwerdeführer
am 1
6.
August 2013 einer zuklappenden, lateralen
Valgisations
-Osteotomie proximale Tibia rechts
i
n der Universitätsklinik
D._
(
nachfolgend:
D._
;
vgl. Operationsbericht
Urk.
10/11/10).
Im
Konsiliarbericht vom 2
1.
August 2013 dokumentierte
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates und Oberarzt
für Kniechirurgie im
D._
, einen problemlosen
peri
- und postoperativen Verlauf. Der Beschwerdeführer sei bei Austritt an zwei Untera
r
mgehstöcken mit 15 kg Teilbelastung praktisch selbständig mobil gewesen
und am 2
0.
August 2013
in einem guten
Allgemein
zustand
mit reizlosen Wundverhältnissen zur weiteren Rehabilitation nach Hause entlassen worden (
Urk.
10/13/13+14
; vgl. auch
Orientierungskopie zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 2
1.
Oktober 2013,
Urk.
10/11/8+9
).
3.3
Anlässlich der K
ontrolle
a
m
1.
Oktober 2013 habe der Beschwerdeführer
berich
tet, die Schmerzen im Griff zu haben.
Anlässlich der Untersuchung
habe
er
ein deutl
ich hinkendes Gangbild
sowie eine etwas
valgische
Beinachse
gezeigt
. Der Beschwerdeführer
gehe an
zwei Gehstöcken
, wobei er
jedoch das rechte Bein komplett
belaste
. Radiologisch stellte
Dr.
E._
einen leichtgradigen
Korrektur
verlust
im Verg
leich zu den Vorbildern vom 19.
August 2013 fest,
trotz
winkel
stabilem
Implantat und zuklappender Technik. Dies sei indes nicht verwunder
lich, da der Beschwerdeführer die geforderte Teilbelastung nicht eingehalten habe.
Ansonsten hielt
Dr.
E._
eine unauffällige Artikulation im rechten Kniegelenk fest.
Nun könne die Belastung vorsichtig schrittweise gesteigert werden. Der Beschwerdeführer sei bis zur nächsten Verlaufskontrolle
in sechs Wochen
weiterhin 100
%
arbeitsunfähig (
Kons
iliarbericht vom
8.
Oktober 2013,
Urk.
10/13/17+18;
vgl. auch
Orientierungsbericht
zuhanden der
Beschwerde
gegnerin
vom 2
1.
Oktober 2013,
Urk.
10/11/6+7).
3.4
Im
Arztbericht vom 2
5.
Oktober 2013 stellt
e der seit 1995 behandelnde Dr.
B._
folgende Diagnosen mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
10/13/3):
Status nach zuklappender
Valgisations
-Osteotomie der proxi
malen Tibia rechts (16.08.2013
D._
)
Femoropatellar
-Arthrose
Mediale Gonarthrose
Degenerative
Meniskopathie
medial
Sta
t
us nach Polio mit Schwäche im linken Knie und Kontra
k
tur-Opera
tion in der Kindheit
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielt
Dr.
B._
folgende Diagnosen fest:
Status nach Gallenkolik (09/12
F._
)
Status nach Sturz auf linkes Knie (06/05)
Status nach Polypen-Entfernung Nase rechts (06/12
G._
)
Furunkel an der Stirn (OP im
H._
11/98)
Ekzem in den Ohren
Penicillin-Allergie, keine weitere Allergie bekannt
Nikotin 30 Zigaretten/Tag, Alkohol 5dl Wein/Tag
Darüber hinaus
verwies
Dr.
B._
im Wesentlichen
auf die
seinem Arztbericht beiliegenden Berichte
der beurteilenden Fachärzteschaft des
D._
(Urk.
10/13/4 ff., vgl. E. 3.2 f.).
3.5
Anlässlich der Kniesprec
hstunde/Verlaufskontrolle vom 1
2.
November 2013
im
D._
sei der Beschwerdeführer mit zwei Gehstöcken erschienen und habe über Fortschritte berichtet. Er sei in regelmässiger Physiotherapie. Der Fuss und die Knöchelregion seien noch regelmässig geschwollen. Längeres Stehen sei mit Schmerzen verbunden. Zu Hause sei er ohne Gehstöcke mobil.
Im Rahmen der klinischen Untersuchung stellte
Dr.
E._
ein deutli
ch hinkendes Gangbild und
eine
orthograd
bis leicht
valgische
Beinachse rechts fest
. Aufgrund der
bildge
benden
Untersuchung (Kniestatus rechts sowie
Orthoradiogramm
)
zeichne sich eine zunehmende Konsolidation im Bereic
h des
Osteotomiespaltes
ab. Dr.
E._
hielt weiter fest, der Beschwerdeführer befinde sich noch immer in der
frühre
habilitativen
Phase. Der endgültige Zustand sei daher noch nicht erreicht. Aktuell sei er in der angestammten Tätigkeit sicherlich noch nicht arbeitsfähig. Allenfalls wären Tätigkeiten in vornehmlich sitzender Position zumutbar (
Bericht
vom
7.
Februar 2014,
Urk.
10/21/1+2; vgl. auch Konsiliar
b
ericht vom 1
4.
November 2013,
Urk.
10/23/7+8
).
3.6
Im
Sprechstunden
bericht vom 1
9.
Februar 2014 stellte
Dr.
E._
aufgrund der
Verlaufskontrolle
vom 1
1.
Februar 2014 einen regelrechten sechsmonatigen postoperativen Verlauf fest. Weiter dokumentierte er ein noch leicht hinkendes Gangbild rechts sowie eine regelrechte Stellung der Platte sowie der Schrauben ohne weiteren Korrekturverlust im Vergl
eich zur Voruntersuchung am 12.
November 2013 (vgl.
E. 3.5
). Die Osteotomie sei konsolidiert. Der Beschwer
deführer habe die Gehstöcke nunmehr entwöhnt. Letzterer habe auch
über
Fortschritte
berichtet. L
ängeres Stehen und Gehen seien aber weiterhin auf
grund der Schmerzen im
rechten
Knie nicht möglich. Zudem bestünden Schmerzen beim Treppenaufgehen, weniger beim Treppenabgehen. Aufgrund dessen sei der Beschwerdeführer weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig in der angestammten Tätigkeit. Eine wechselnde Tätigkeit mit Sitzen und Stehen sei jedoch zunehmend möglich. Eine klinisch-radiologische Verlaufskontrolle sei
in
ein
em
Jahr postoperativ vorgesehen (
Urk.
10/23/5+6).
3.7
Am 1
2.
Dezember 2014 erfolgte die Metallentfernung (NCB-Platte)
Tibiakopf
rechts (vgl. Operationsbericht,
Urk.
10/38/6), aus welchem Anlass
sich
der Beschwerdeführer vom 1
2.
bis 1
5.
Dezember 2014
stationär im
D._
aufhielt
. Aus dem Austrittsbericht vom 1
6.
Dezember 2014 ergibt sich ein unkomplizier
ter postoperativer Verlauf mit regelrechter Mobilisation unter physiotherapeu
tischer Anleitung. Der Beschwerdeführer sei in einem guten Allgemeinzustand und mit reizlosen Wundverhältnissen entlassen worden. Als weiteres Pro
z
edere wurde Schonung und Hochlagerung in den ersten Tagen verordnet. Die Mobi
lisation an Gehstöcke
n
erfolge bei freier Flexion/Extension nach Massgabe der Beschwerde
n
. Eine klinische Kontrolle werde bei Bedarf durchgeführt (
Urk.
10/38/3+4).
3.
8
Im Verlaufsbericht zuhanden der Beschwerde
gegnerin
vom 2
1.
März 2015 stellte
Dr.
B._
keine neuen Diagnosen
(vgl.
Bericht vom 2
5.
Oktober 2013
,
Urk.
10/13/3
-6;
E. 3.4). Der Beschwerdeführer sei aktuell weder bei ihm
noch
– soweit er informiert sei -
im
D._
in Behandlung. In der bisherigen Tätigkeit sei
er n
icht mehr arbeitsfähig. In einer leidensangepassten
,
körperlich nicht belastenden Tätigkeit ohne Treppensteigen und ohne längeres Stehen/Laufen sowie ohne kniende Tätigkeiten sei der B
eschwerdeführer indes ab dem 1.
September 2014
zu
100
%
arbeitsfähig
. Im Übr
igen verwies
Dr.
B._
auf den
seinem Bericht beiliegenden Austritts- und Operationsbericht der
Fach
ärzteschaft
des
D._
vom 1
2.
resp. 1
6.
Dezember 2014 (
Urk.
10/38
/1-7
, vgl. E. 3.7
).
3.
9
Im Bericht zuhanden der Beschwerdegegneri
n vom 2
6.
März 2015 stellte Dr.
C._
, Assistenzarzt im
D._
,
folgende Diagnosen (
Urk.
10/40/4):
Status nach Metallentfernung (NCB-
Platte)
Tibiakopf
rechts am 12.
Dezember 2014 bei
Status nach lateraler
Valgisations
-Osteotomie proximale Tibia rechts vom 1
6.
August 2013
Die letzte Untersuchung sei im Rahmen der
Hospitalisation
vom 1
2.
b
is 15.
De
zember 2014 ergangen, anlässlich welcher sich ein normaler postoperativer Verlauf nach
der
Osteosynthesematerialentfernung
gezeigt habe. Letzteres habe in Bezug auf die bisherige Tätigkeit keinerlei Relevanz. Unter Berücksichtigung der Grundproblematik mit beginnender
medialbetonter
Gonarthrose sowie
Femoropatellararthrose
seien schwerste körperliche Arbeiten eher nicht zu for
cieren, da diese die
Ar
throseprogredienz
eher verstärken würden
. Für eine ange
passte Tätigkeit ohne Schwerstbelastungen des rechten Knies seien keinerlei Einschränkungen ersichtlich
. Aktuell seien keine weiteren Kontrollen geplant
(
Urk.
10/40/4
+5
).
3.
10
In einer Stellungnahme vom 2
6.
Mai 2015 kam
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie,
Regionaler Ärztlicher Dienst (
RAD
)
, gestützt auf die medizinische Aktenlage zum Schluss, der Beschwerdeführer sei seit dem 1
4.
Juni 2013 (vgl. Arztbericht von
Dr.
B._
zuhanden der
Krankentaggeldversicherung
,
Urk.
10/17/3+4) in seiner angestammten Tätigkeit
zu
100
%
arbeitsunfähig. Seit dem
1.
September 2014 bestehe indes eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für körperlich wechselbelastende, leichte bis gele
gentlich mittelschwere Tätigkeiten unter Meidung monotoner und/oder repetiti
ver Fehlhaltungen der Beine, ohne Leiter- und Gerüststeigen, ohne häufiges Treppensteigen, ohne längeres Stehen/Laufen, ohne kniende, hockende und kauernde Tätigkeiten, unter Meidung unebener Laufgelände sowie dauerhafter, schlagender, stossender und vibrierender Krafteinwirkung
resp.
feuchtkalter und zügiger Arbeitsumgebung (
Urk.
10/46/6).
4.
4.1
Entgegen
dem Beschwerdeführer
erweist sich der medizinische Sachverhalt
als
rechtsgenügend abgeklärt und liegen hinreichend nachvollziehbare und schlüssige fachärztliche Berichte vor, um den infrage stehenden Gesundheits
zustand des Beschwerdeführers sowie dessen Arbeitsfähigkeit
zu beurteilen
.
Zunächst
ist aufgrund der fachmännischen Berichterstattung von
Dr.
E._
, bei welchem es sich
um einen Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Oberarzt für Kniechirurgie
im
D._
handelt,
sowie
Dr.
med. Ramin Herschel, ebenfalls
Oberarzt
für
Kniechiru
r
gie
im
D._
,
sowohl
mit Bezug auf den operativen Eingriff vom 1
6.
August 2013
als auch hinsichtlich
der Metallentfernung am 1
2.
Dezember 2014 ein regelrechter post
operativer Verlauf ausgewiesen.
Vor diesem Hintergrund
hielt
Dr.
E._
eine leidensgepasste Tätigkeit
bereits seit Februar 2014
für
zunehmend möglich (vgl. Berichte vom
7.
und 1
9.
Februar 2014,
Urk.
10/21/1+2
,
Urk.
10/23/5+6, E. 3.5 und 3.6
).
Sodann
handelt es sich bei
Dr.
B._
um den seit 1995 behandelnden Hausarzt des Beschwerdeführers.
Er gab
seine Arbeit
sfähigkeitsbeurteilung in
Kennt
nis
der jahrzehn
telangen Gesundheitsentwicklung
und
der
persönlichen Ver
hältnisse
des Beschwerdeführers
sowie
betreffend
die spezifische
Knieproble
ma
tik
gestützt auf die
regelmässige
und hierfür sachlich und fachlich kompe
tente
Berichterstattung der beurteilenden Fachärzteschaft des
D._
ab. Der Ein
wand, wonach es Dr.
B._
an der notwendigen Fachkunde mangle, geht damit ins Leere.
Kommt hinzu, dass
behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten au
ssagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc)
.
Weiter
ist aufgrund der vorliegenden medizinischen Aktenlage nicht ersichtlich und hat der Beschwerdeführer auch nicht dargetan, inwiefern und weshalb ihm das von
Dr.
I._
, bei welchem es sich ebenfalls um einen orthopädischen Facharzt handelt, ausgewiesene Belastungsprofil nicht zuzumuten
wäre
.
Ebenso wenig ergeben sich aufgrund der vorliegenden Akten konkrete Anhalts
punkte dafür, dass ausserhalb des orthopädischen Fachgebietes weitere Ein
schränkungen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, so etwa psychiatrischer Genese, bestünden.
Bei dieser Ausgangslage besteht – entgegen der Auffassung des Beschwerde
führers – auch kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6.
Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
4.
2
Zusammenfassend ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sich der Gesund-
heitszustand
des Beschwerdeführers in erheblicher Weise
und
ohne wesentliche Unterbrechung (vgl. E. 3.7)
verbessert hat
,
und ihm jedenfalls seit
dem 1.
September 2014 eine angepasste – weiter oben näher umschriebene (E.
3.
10
) - Verweistätigkeit im Umfang von 100
%
zumutbar ist.
5.
5.
1
Als hypothetisches
Valideneinkommen
gilt das Einkommen, das die ver
sicherte Person unter Berücksichtigung der gesamten Umstände überwiegend wahr
scheinlich erzielen würde, wenn sie nicht invalid geworden wäre (BGE 129 V 222 E. 4.3.1).
Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst ange
knüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinwei
sen).
Nach Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin hätte der Beschwerdeführer im Jahre 2013
Fr.
73‘580.-- brutto verdient, wobei offenbar weitere
ahv
-pflichtige Lohnbestandteile, wie beispielsweise Pikettdienstzulagen, ausbezahlt wurden (
Urk.
10/12). Laut
IK-Auszug vom 2
5.
Juli 2013 (
Urk.
10/10)
erzielte der Beschwerdeführer in den letzten Jahren schwankende Erwerbseinkommen über
Fr.
80‘000.--
(
Fr.
84‘394.-- im Jahr 2008,
Fr.
88‘885.-- im Jahr 2009, Fr.
84‘067.-- im Jahr 2010,
Fr.
83‘332
.--
im Jahr 2011 und
Fr.
81‘092.-- im Jahr 2012)
. Die
IV-Stelle
stellte
zur Ermittlung des
Valideneinkommens
auf den Durchschnittswert der letzten Jahreslöhne 2008-2012
vor Eintritt der gesund
heitlichen Beeinträchtigung ab und errechnete ein
Valideneinkommen
von
Fr.
84‘354.— (
Urk.
10/45/1). Dies blieb grundsätzlich unbestritten und gibt man
gels Relevanz für das Urteilsergebnis keinen Anlass zur Korrektur (vgl. auch AHI 1999 240 E. 3b). Dieser Wert ist
im Gesundheitsfall rund
Fr.
85‘182.-- betragen (
Fr.
84‘354.-- : 101.9 x 102.9).
5.
2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutb
are neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhe
bungen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
Angesichts des medizinischen Belastungsprofils ist vorliegend gestützt auf die LSE 2012 vom Tabellenlohn
für einfache und repetitive Hilfsarbeiten
im Umfang
von
Fr.
5‘210.
--
(LSE 2012, S. 35, Tabelle TA1, Wirtschaftszweige Total, Anforderungsniveau 1) auszugehen.
Entgegen
dem Dafürhalten des Besch
werdeführers sind
für den Einkommensvergleich grundsätzlich immer die aktuellsten statistischen Daten zu verwenden
(
Urteile des Bundesgerichts 8C_78/2015 vom 1
0.
Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 1
1.
September 2015 E. 3.2.2
) und
hat das Bundesgericht in dem zur Publikation bestimmten Urteil 9C_632/2015 vom
4.
April 2016 die grundsätzliche Beweiseignung der LSE 2012 zwecks Festlegung der Vergleichseinkommen im Rahmen einer erstmali
gen Invaliditätsbemessung und im Neuanmeldungsverfahren nach vorausge
gangener rechtskräftiger Ablehnung oder nach Aufhebung der Invalidenrente sowie auch grundsätzlich im Revisionsverfahren ohne weiteres bejaht (vgl. E.
2.5.7). Unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit im Jahr 201
2
von 41.7 Stunden pro Woche
(Die Volkswirtschaft 1/2-2015 S. 88 Tabelle B9.2
, A-S
)
sowie der Nomi
nallohnentwicklung für Männer bis ins massgebliche Jahr 2014 (Indexstand 125.5 [2012] auf 127.3 [2014], Schweizerischer
Nominal
lohnindex
T1.93, TOTAL, Bundesamt für Statistik – Lohnentwicklung
ergibt sich
für ein 100%
-
Arbeitspensum somit ein Jahreseinkommen von rund
Fr.
66‘112.--
(
Fr.
5‘210.-- : 40 x 41.7 x 12 : 125.5 x 127.3).
5.3
Der
Beschwerdeführer
stellte sich
auf den
Standpunkt, es sei ihm ein
leidensbe
dingter
Abzug im Umfang von 25
%
zu gewähren (
Urk.
1 S. 10 ff.
, E. 2.2
).
Der am
1.
Dezember 2014 mit Ablauf der befristet zugesprochenen Rente (vgl.
Urk.
2) exakt 56-jährige Beschwerdeführer ist gelernter Karosserie-Spengler (
Urk.
10/5/1). Auf diesem Beruf hat er 8 Jahre gearbeitet, unter anderem rund 3 Jahre selbständig. Anschliessend war er 25 Jahre als Servicetechniker tätig, wobei er zwischenzeitlich mitunter Leitungsfunktionen (Leiter Technischer Dienst) inne hatte und als Stellvertreter des Chefmonteurs fungierte (
Urk.
10/5/2). Als Servicetechniker arbeitete er auch im Aussendienst, so dass er nebst den technischen Anforderungen, die es zu erfüllen galt, auch
Kunden
kontakte
pflegen musste. Ferner spricht er sowohl italienisch als auch deutsch und verfügt er über Grundkenntnisse in Englisch. Alsdann absolvierte der Beschwerdeführer einen Ausbildungskurs betreffend „Einstieg in den
Computer
alltag
“ (vgl.
Urk.
10/27 ff.) und verfügt er über gute Grundkenntnisse in Word, Outlook, Adobe Photoshop sowie über gute Hardware-Konfigurationskenntnisse (
Urk.
10/34/
3). Aus dem Schlussbericht der Eingliederungsb
eraterin der
Z._
AG vom 1
3.
März 2015 erhellt ferner, dass der als intelligent und gebildet bezeichnete Beschwerdeführer insgesamt über ein intaktes
Eingliederungspoten
zial
verfügt (
Urk.
10/39/2 f.). Ausserdem
ist
er gemäss medizinischem Belastungsprofil
nach wie vor in
einem
Vollpensum arbeitsfähig. Indem
d
er
Beschwerdeführer
in den letzten Jahren vor Eintritt des Gesundheitsschadens ein respektables Erwerbseinkommen
(vgl. IK-Auszug vom 2
9.
Juli 2013,
Urk.
10/10)
zu erwirtschaften
vermochte, kann
auch
nicht davon ausge
gangen werden
, dass er etwa zufolge seiner Aufenthaltskategorie seine
Restarbeitsfähig
keit
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten könnte.
Sodann führt das
fortgeschrittene Alter
nicht auto
matisch zu einem Abzug, zumal sich dieses im Anforderungsniveau 4 (respek
tive
Kompetenz
niveau 1 gemäss LSE 2012) sogar eher lohnerhöhend auswirkt.
Zudem
werden
auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt Hilfsarbeiten grundsätzlich alte
rsunabhängig nachgefragt
(Urteil des Bundes
gerichts I 376/05 vo
m
5.
August 2005 E. 4.2).
Auch
nimmt die Bedeutung der Anzahl Dienstjahre im privaten Sektor ab, je niedriger das Anforderungsprofil
ist (AHI 1999 177 E. 3b S. 181), weshalb mit Blick
auf das Anforderungsniveau
4 (
respektive
Kompetenz
niveau 1 gemäss LSE 2012) auch die lange Betriebs
zugehörigkeit keinen Abzug zu rechtfertigen vermag (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.1 mit Hinweisen). Dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, muss als invaliditätsfremder Faktor eben
falls unberücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_808/2013 vom 1
4.
Februar 2014 E. 7.3).
Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass d
as Bundesgericht etwa bei einem 62 3/4-jährigen Versicherten, welcher nur noch vorwiegend sitzende oder wechselbelastende Arbeiten ausführen konnte, an den oberen Extremitäten aber nicht beeinträchtigt war und somit feinmotorische Tätigkeiten trotz fehlender diesbezüglicher Erfahrung in Form von Sortier- und Überwachungsarbeiten möglich waren, die Verwertbarkeit bejaht
hat
(Urteil des Bundesgerichts 8C_345/2013 vom 1
0.
September 2013 E. 4.3.3). Auch bei einem 61 Jahre alten Versicherten, der leichte Tätigkeiten nur noch vorwiegend sitzend aber
vollzeit
lich
verrichten konnte und in seiner Feinmotorik nicht beeinträchtigt war, erachtete es die Chancen auf eine Anstellung als intakt (Urteil des Bundesge
richts 8C_330/2015 vom 1
9.
August 2015 E. 3.2).
Bei
dieser
Sach- und Rechtslage
ist der von der Beschwerdegegnerin gewährte leidensbedingte Abzug im Umfang von 10
%
v
or dem Hintergrund des einge
schränkten Tätigkeitsspektrums im Ergebnis nicht zu beanstanden. Darüber hin
aus ist der Beschwerdeführer im Sinne der im Sozialversicherungsrecht allge
mein geltenden Schadenminderungspflicht auf den Weg der Selbsteingliederung zu verweisen.
Unter Berücksichtigung eines Abzugs von 10
%
beträgt das
Invalideneinkom
men
somit
rund
Fr.
59‘501.-- (
Fr.
66‘112.-- x 0.90
, vgl.
E.
5.4
.2
).
Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultiert eine Erwerbseinbusse von rund
Fr.
25‘681.--, was einen renten-ausschliessen
den Invaliditätsgrad von 30.14
%
, gerundet 30
%
, ergibt.
6
.
Der angefochtene Entscheid erweist sich auch hinsichtlich des Zeitpunkts der Rentenaufhebung (vgl.
Art.
88a
Abs.
1 IVV,
E. 1.6
) als richtig. Da auch der
un
-angefochtene Rentenbeginn zu keiner gerichtlichen Korrektur Anlass gibt, ist die Beschwerde abzuweisen.
7
.
7
.1
Da vorliegend die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Pro-
zessführung
und zur unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung
gemäss
§
16
Abs.
1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt sind (
Urk.
15/1-15
), ist dem Beschwerdeführer - antragsgemäss (
Urk.
1 S. 2) - die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
in der Person von Rechtsanwalt Ulrich Kurmann zu gewähren.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
600.-- festzulegen und ausgangsgemäss
vom Beschwerdeführer
zu tragen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG), zufolge Gewäh
rung der unentgeltlichen Prozessführung jedo
ch einstweilen auf die Gerichts
kasse zu nehmen.
7
.2
Mit Honorarnote vom
2.
August
2015 (
Urk.
1
2
) machte Rechtsanwalt
Ulrich Kurmann
einen Aufwand von insgesamt 13.3
Stunden gelte
nd.
Angesichts der Tatsache, dass vorliegend keine schwierigen Rechtsfragen zu klären waren, erscheint dieser Ansatz als übersetzt. Insbesondere der Aufwand von insgesamt
7.5 Stunden für die Abfassung der Beschwerde
erscheint als überhöht.
Vo
r
liegend können eine Stunde Auf
wand für Instruktion, zwei weitere Stunden für Aktenstudium sowie
vier
Stunden für das Abfassen der Beschwerdeschrift
und eine Stunde für das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege
als gerechtfer
tigt betrachtet werden. Eine Stunde kann zudem für das Studium des Ger
ichtsent
scheides anerkannt werden.
Insgesamt rechtfertigt sich somit ein Aufwand von höchstens
9
Stunden.
Bei einem ge
richtsüblichen Ansatz von
Fr.
220.-- pro Stunde (ab
1.
Januar 2015) ergib
t dies zuzüglich einer Auslagen
pauschale von 3
%
und der Mehrwertsteuer von 8
%
ei
ne Entschädigung von
Fr.
2
‘
202
.
55
.
7
.3
D
er Beschwerdeführer
ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach
er
zur Nachzahlung der Gerichtskosten sowie der Entschädigung an Rechtsanwalt
Ulrich Kurmann
verpflichtet ist, sobald
er
dazu in der Lage ist.