Decision ID: 6a11fbfe-8bc9-4d02-9443-bc40a1a14959
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1957, war bei der
Y._ AG
(ab
3.
August 1992:
Z._
AG), als
Dreher tätig und über diese bei der Suva gemäss dem Bundesgesetz über die Unfall
versicherung (UVG) gegen Unfälle, unfallähn
liche Körperschä
digun
gen und Berufs
krankheiten ver
sichert, als er 2
5.
Januar 1987 beim Skifahren stürzte
(
Urk.
6/18)
und sich dabei
im
Bereich seines rechten Ellenbogens
eine Fraktur
des
Processus
coronoideus
ulnae
zuzog, welche vorerst konservativ behandelt wurde (
Urk.
6/19). Nachdem es am 1
5.
November 1995 bei einer Wurfbewegung zu einem Rückfall gekommen war (
Urk.
6/22, Urk. 6/21), wurde am
1.
März 1996 eine
Arthrolyse
und Gelenkstoi
lette des rechten Ellenbogengelenks durchgeführt (
Urk.
6/28). Die Suva aner
kannte ihre Leistungspflicht für die Folgen des Unfalls vom 2
5.
Januar 1987 und des Rückfalls vom 1
5.
November 1995 (
Urk.
6/23) und schloss den Fall am 1
7.
Dezember 1997 ab (
Urk.
6/45).
Nach einem erneuten Rückfall vom
5.
Mai 2003 (Ur. 6/47,
Urk.
6/52) wurde am 2
7.
November 2003 eine Dekompression und eine subkutan-subfasziale Vorver
legung des
Nervus
ulnaris
im Bereich des rechten Ellenbogens durchgeführt (
Urk.
6/56).
1.2
Der Versicherte war weiterhin bei der
Z._
AG, seit dem Jahre 2007 als Abtei
lungsleiter (vgl.
Urk.
6/92 S. 21)
,
tätig,
als er
am 2
7.
Mai 2011
beim
Entsorg
en
von Kehricht unter Schmerzen im Bereich seiner rech
ten Schu
lter litt (Urk. 9/1, Urk. 9/12), worauf
Rupturen der rechten
Supraspinatus
- und der
Infraspinatus
sehnen
festgestellt wurden, welche
am
5.
Oktober 2011
mittels einer
Rotatoren
manschette
n-Rekonstruktion
behandelt wurden (
Urk.
6/92 S. 5; Urteil des hiesi
gen Gerichts
UV.2013.00031
vom
5.
August 2014 E. 5.1 f.)
.
Die Suva verneinte eine Leistungspflicht für die Folgen des Ereignisses vom 2
7.
Mai 2011 mit dem die Verfügung vom
3.
April 2012 bestätigenden Entscheid vom 1
6.
April 2012, worauf das hiesige
Gericht
die vom Versicherten dagegen erhobene Beschwerde mit dem in Rechtskraft erwachsenen
Urteil UV.2013.00031 vom
5.
August 2014
abwies.
1.3
Der Versicherte war seit
1.
Januar 2013 im vollzeitlichen Umfang bei der
A._
AG als CNC-Mechaniker tätig gewesen, und über diese weiterhin bei der Suva gemäss dem UVG gegen Unfälle, unfallähn
liche Kör
perschä
digun
gen und Berufs
krankheiten ver
sichert, als er
am
9.
Oktober 2014 an seinem Arbeitsplatz
beim Befreien einer in einer Maschine verklemmten Metall
stange stürzte und in der Folge unter Schmerzen im Bereich seiner linken Schulter litt (
Urk.
7/1,
Urk.
7/36)
.
Am
7.
Januar 2015
wurde
eine
Arthroskopie der linken Schulter mit
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion,
Tenodese
der langen
Bizepssehne
,
Acromioplastik
und AC-Resektion durchgeführt (
Urk.
7/20). In der Folge wurden am 1
6.
Juli 2015
Rerupturen
der linken und rechten
Rotatoren
manschetten
festgestellt (
Urk.
7/47).
Nachdem die Invalidenversicherung die Unterstützung des Versicherten beim Arbeitsplatzerhalt mit Mitteilung vom 1
9.
Dezember 2016 (
Urk.
7/117) abgeschlossen hatte, sprach die Suva dem Ver
sicherten mit Verfügung vom 2
1.
Dezember 2016 (Urk. 7/118)
für die Folgen des Unfalls vom
9.
Oktober
2014 bei einem Invaliditätsgrad von 28
%
und einem versicherten Verdienst von Fr. 87'500.--
mit Wirkung ab
1.
Januar 2017 eine Invalidenrente zu und verneinte einen Anspruch des Versicherten auf eine Integ
ritätsentschädigung.
1
.
4
Gegen die Verfügung vom 2
1.
Dezember 2016 erhob der Versicherte am
4.
Januar 2017 Einsprache (
Urk.
7/127), welche
er am
1.
Juni 2017 ergänzte (
Urk.
7/144). Die Suva liess den Versicherten in der Folge orthopädisch begutachten (Gutachten vom 2
5.
November 2019;
Urk.
7/227). Mit Verfügung vom 1
9.
März 2020 (Urk. 7/238) hob die Suva ihre Verfügung
vom
2
1.
Dezember 2016 wiedererwä
gungsweise pendente
lite
auf und sprach dem Versicherten
für die Folgen der Unfälle vom 2
5.
Januar 1987 und vom
9.
Oktober 2014
bei einem versicherten Verdienst
von
Fr.
89'208.--
und einem
unveränderten Invaliditätsgrad von 28
%
mit Wirkung ab
1.
Januar 2016
eine Invalidenrente sowie bei einer Integritäts
einbusse von 10
%
eine Integritätsentschädigung zu. Die vom Versicherten am 1
8.
Mai 2020 gegen die Verfügung vom 1
9.
März 2020 erhobene Einsprache
(
Urk.
7/243) wies die Suva mit Entscheid vom
4.
September 2020 (
Urk.
7/254 =
Urk.
2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
4.
September 2020
(Urk. 2) erhob der Ver
si
cherte am
8. Oktober 2020
Be
schwerde (Urk. 1) und beantragte, dieser sei auf
zu
he
ben und es seien ihm
die gesetzlichen Versicherungsleistungen
zuzusprechen (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
1
2.
November 2020 (Urk. 5)
beantragte die
Suva
die Ab
wei
sung
der Beschwerde (S. 2)
, wovon dem Beschwerdeführer am 2
4.
Novem
ber 2020 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des UVG und der Ver
ordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Die hier zu beurteilenden Unfälle haben sich am
2
5.
Januar 1987 und
am
9.
Oktober 2014
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des na
türlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsan
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kos
tenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Nach der Rechtsprechung gehören zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG
ma
s
s
gebenden Ursachen auch Umstände, ohne deren Vorhandensein die gesund
heitli
che Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine scha
densaus
lösende traumatische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungs
begrün
dend, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder spä
ter wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich
des Zeit
punkts des
Schadenseintritts Conditio sine qua non war. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein ge
gen
wärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest wer
den lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigen
ständige Bedeutung anzunehmen (Urteile des Bundesgerichts 8C_380/2011
vom 20. Okto
ber 2011 E. 4.2.1, 8C_301/2007 vom 15. Januar 2008 E. 5.1.1 und U 413/05 vom 5. April 2007 E. 4.2 mit Hinweisen). Wenn ein alltäglicher alter
na
tiver Belastungs
faktor zu annähernd gleicher Zeit dieselbe Gesundheits
schädigung hätte bewirken können, erscheint der Unfall nicht als kau
sal signi
fikantes Ereignis, sondern
als austauschbarer Anlass; es entsteht daher keine Leistungs
pflicht des obligato
ri
schen Unfallversicherers (Urteile des Bundes
gerichts 8C_380/2011 vom 20. Okto
ber 2011 E. 4.2.2, U 413/05 vom 5. April 2007 E. 4.2.3).
Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor nicht bestan
den) und ist aber davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stum
mer) Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der (aktuelle) Unfallversicherer nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammen
hang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG zu er
bringen und es entfällt bei Erreichen des Status quo sine
vel
ante eine Teilur
sächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden (Urteile des Bundesgerichts 8C_816/2009 vom 21. Mai 2010 E. 4.3, 8C_181/2009 vom 30. September 2009 E. 5.4 f., 8C_326/2008 vom 24. Juni 2008 E. 3.2 und 4 sowie U 266/99 vom 14. März 2000 E. 1).
1.5
Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die Taggelder und
Hilflosenentschädigungen
nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalles ist. Dagegen werden nach Art. 36 Abs. 2 UVG die Invalidenrenten, die Integritätsentschädigungen und die
Hinterlassenenrenten
angemessen gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung oder der Tod nur teilweise die Folge eines Unfalles ist. Gesundheitsschädigungen vor dem Unfall, die zu keiner Verminderung der Erwerbsfähigkeit geführt haben, werden dabei nicht berücksichtigt.
Diese Bestimmung setzt voraus, dass der Unfall und das nicht versicherte Ereignis eine bestimmte Gesundheitsschädigung gemeinsam verursacht haben. Dagegen ist die Bestimmung nicht anwendbar, wenn die beiden Einwirkungen einander nicht beeinflussende Schäden verursacht haben, so etwa, wenn der Unfall und das nicht versicherte Ereignis verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die Krankheitsbilder nicht überschneiden.
Diesfalls
sind die Folgen des versicher
ten Unfalles für sich allein zu bewerten (BGE 126 V 116 E. 3a, 121 V 326 E. 3c mit Hinweisen).
1.6
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versi
cher
ten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
mass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesge
richts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes
serung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von wei
teren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger the
rapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In die
sem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prog
nos
tisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbe
sondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezem
ber 2014 E. 3).
1.7
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG
). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medi
zinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
4.
September 2020
(Urk. 2) gestützt auf
das von ihr
eingeholte
orthopädische
Gut
achten
von
Dr.
med.
B._
vom 2
5.
November 2019
davon aus, dass die Gesundheitsbeeinträchtigungen im Bereich der linken und rechten Schulter sowie im Bereich der Halswirbelsäule nicht durch die versicherten Unfallereignisse ver
ursacht worden seien, dass der Beschwerdeführer infolge der durch die versicher
ten Unfallereignisse verursach
t
en gesundheitlichen Beeinträchtigung im Bereich seines rechten Ellenbogens in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde sowie eine Integritätseinbusse erlitten habe, und dass auf Grund der Folgen der versi
cherten Unfallereignisse für die Zeit ab
1.
Januar 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 28
%
ein Anspruch auf eine Invalidenrente und ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von insgesamt 10
%
ausgewiesen sei.
2.2
Der Beschwerdeführer brachte
hiegegen
vor, dass auf
das Gutachten von
Dr.
B._
nicht abgestellt werden könne
(
Urk.
1 S. 3), dass im Rahmen des Einkommensvergleichs bei der Bemessung des Invalideneinkommens nicht auf die Tabellenlöhne (der LSE) des Kompetenzniveaus 2
,
sondern auf diejenigen des Kompetenzniveaus 1 abzustellen sei, dass ein Abzug vom Tabellenlohn von 25
%
vorzunehmen sei, und dass gestützt auf die Beurteilung durch
Dr.
med.
C._
vom 1
6.
Mai 2017 von einer Integritätseinbusse für die Beeinträchtigung der linken Schulter von 30
%
und der rechten Schulter von 10
%
auszugehen sei (
Urk.
1 S. 4).
3.
3.1
Z
u prüfen ist im Folgenden anhand der massgebenden medizinischen Akten, ob die Beschwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer
mit
der Verfügung
vom 1
9.
März 2020 (
Urk.
7/238)
und
mit dem diese ersetzenden
Einsprache
entscheid
vom
4.
September 2020
(
Urk.
2) zu Recht
eine Invalidenrente
bei einem Invaliditäts
grad von 28
%
und eine Integritätsentschädigung
für eine Integritätsentschädi
gung von 10
%
zusprach
.
3.2
Die Ärzte des Spitals
D._
stellten im Bericht vom
2.
Februar 1987
(
Urk.
6/21)
fest, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich eines Sturzes beim Skifahren vom 2
5.
Januar 1987 eine Fraktur des
Processus
coracoideus
ulnae
im Bereich des rechten Ellenbogens zugezogen habe und erachteten eine Ruhigstellung in Gips
schiene als angezeigt.
3.3
Die Ärzte der
Klinik E._
, Orthopädische Chirurgie
,
erwähnten in ihrem Bericht vom 2
3.
Oktober 1995 (
Urk.
6/22), dass der Beschwerdeführer n
ach
einer
Wurfbewegung
unter
plötzlich
en, einschiessenden
Schmerz
en
mit Blockierungs
gefühl im rechten Ell
en
bogen
gelitten habe
,
und
dass er
seither vermehrt
unter
Schmerzen und
unter einer
Abnahme der Beweglichkeit
leide. Sie
diagnostizierten eine
posttraumatische Ell
en
bogenarthrose rechts
, welche
be
reits am 2
4.
Mai
1994
erstmals
festgestellt
worden
sei
und auf den
Skiunfall
(vom 2
5.
Januar 1987) zurückzuführen
sei
.
3.4
Im
Operationsbericht
vom
1.
März 1996 (
Urk.
6/28) diagnostizierten die Ärzte der
Klinik E._
eine
t
rikompartimentale
El
len
bogenarthrose
rechts und erwähnten, dass gleichentags eine
Arthrolyse
und Gelenk
s
toilette
im Bereich des
rechte
n
Ell
en
bogengelenk
durchgeführt worden sei.
3.5
In ihrem Bericht vom 2
6.
August 1996 (
Urk.
6/37) führten die Ärzte der
Klinik E._
aus,
dass b
ezüglich
der leichten
Ulnaris
-
Neuropathie
rechts
bei rückläufigen Sympto
men ein
abwartende
s Verhalten angezeigt sei, und stellten fest, dass der Beschwerdeführer am 1
7.
Juni
1996
-
unter Vermeidung von schwe
r
en Belastungen des rechten Arms - die Arbeit im vollzeitlichen Umfang wieder
aufgenommen habe (S. 2).
3.6
Mit Bericht vom 2
2.
September 2003 (
Urk.
6/54) stellten die Ärzte der
Klinik E._
die folgenden Diagnosen:
-
c
hronische Neuropathi
e des
Nervus
ulnaris
rechts bei:
-
m
ittelgradige
r
posttraumatische
r
trikompartimentale
r
Arthrose des rechten
dominanten Ellenbogengelenkes bei
Status nach
Ell
en
bogen
verletzung
ungefähr im Jahre
1986 und
Status nach
Arthrolyse
und Gelenk
s
toilette des rechten Ellenbogengelenkes am
1.
März
1996
-
Status nach
arthroskopischer
Defilée
-Erweiterung der linken Schulter wegen
subacromialem
Impingmentsyndrom
am
5.
April
1994
-
Exstirpation eines dorsalen Handgelenksganglions links am
1
8.
April 19
96
Die Ärzte führten aus, dass auf Grund
des klinischen und elektrophysiologischen Befundes
eine
operative Dekompression und subkutan/
subfasciale
Vorverlage
rung des
Nervus
ulnaris
rechts
angezeigt sei.
Im Operationsbericht vom 2
8.
November 2003 (
Urk.
6/56) erwähnten die Ärzte der
E._
, dass am 2
7.
November 2003 eine
Dekompression und
eine
subkutan
-
subfasziale Vorverlagerung
des
Nervus
ulnaris
im Bereich des rechten Ellenbogens des Beschwerdeführers durchgeführt worden sei.
3.7
In ihrem Bericht vom
2.
April 2007 (
Urk.
6/65) führten die Ärzte der
Klinik E._
aus, dass der Beschwerdeführer
sich
b
eruflich neu orientiert
habe
,
und dass er gegenwärtig eine
den Beschwerden angepasst
e
, feinmechanisch
e Tätigkeit aus
übe, bei der er
oft am
Computer
arbeite
.
Diese
Erleichterung
en hätten zu einer
weitgehenden Beschwerd
efreiheit geführt. Von Seiten des
Nervus
ulnaris
bestehe eine
vollständig
e Beschwerdefreiheit.
3.8
Mit Bericht vom 3
0.
Oktober 2014 (
Urk.
7/6) stellten die Ärzte der
Klinik E._
die folgenden Diagnosen:
-
Verdacht auf vordere Intervall-Läsion der linken Schulter mit/bei:
-
Trauma am
9.
Oktober 2014
-
Status nach Schulterarthroskopie und
subacromiales
Defilée
im Jahre 1994
Sie erwähnten, dass der Beschwerdeführer seit dem
9.
Oktober 2014
unter deut
lichen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Bereich der linken Schul
ter leide, und dass er
in den letzten Jahren
diesbezüglich unter keinen
Beschwer
den
gelitten habe. Bei einem
Verzicht auf
das
Heben von schweren Lasten
bestehe eine Arbeitsfähigkeit.
3.9
Die Ärzte des MR-Instituts der
Klinik E._
erwähnten im MRI-Bericht vom 1
0.
November 2014 (
Urk.
7/16), dass eine Magnetresonanztomographie (MRI) der linken Schulter vom
7.
November 2014 eine ausgedehnte Totalruptur der
Rota
torenmanschette
(
Supraspinatus
und
Subscapularis
) mit mittelgradiger muskulä
rer Atrophie, medialer Subluxation und deutlicher
Tendinose
der langen
Bizepssehne
und deutlicher AC-Arthrose ergeben habe.
3.10
Mit
Operationsbericht
vom
7.
Januar 2015 (
Urk.
7/20) diagnostizierten die Ärzte der
Klinik E._
eine t
rau
matische
Rotatorenmanschetten
-M
assenruptur
der linken Schulter und erwähnten, dass gleichentags eine A
rthroskopie
der linken Schulter mit
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion,
Tenodese
der langen
Bizepssehne
,
Acromioplastik
und
AC-Resektion
durchgeführt worden sei.
3.11
Mit Verlaufsbericht vom 2
0.
April 2015 (
Urk.
7/35) stellten die Ärzte der
Klinik E._
fest, dass der Beschwerdeführer nach einem anfänglich kom
plikationslosen
Rehabilitationsverlauf plötzliche
eine
Schwäche im Bereich des linken Arm
es angegeben habe. Eine
s
onographisch
e
Untersuchung der linken und rechten Schulter habe im Bereich der linken Schulter eine
Reruptur
der
Subsca
pularis
- und der
Supraspinatussehne
bei intakter
Infraspinatussehne
und im Bereich der rechten Schulter eine sich gut in Kontinuität befindende rekonstru
ierte
Rotatorenmanschette
, ohne Bursitis und ohne Erguss, ergeben
.
3.12
Im MRI-Bericht vom
9.
Juli 2015 (
Urk.
7/55) stellten d
ie Ärzte des MR-Instituts der
Klinik E._
fest
, dass eine
MRI
der
rechten
Schulter vom
8.
Juli 2015 eine
Reruptur
der
Rotatorenmanschette
und
Supraspinatus
sehne
, eine m
ässige
A
trophie
des
Supraspinatus
und eine
deutliche Atrophie
des
Infraspinatus
erge
ben habe
.
Im MRI-Bericht vom 1
6.
Juli 2015 (
Urk.
7/54
) stellten die Ärzte des MR-Instituts der
E._
fest
, dass eine gleichentags durchgeführte MRI
der
linke
n
Schulter
eine ausgedehnte
Reruptur
der
Rotatorenmanschette
(
Supraspinatusseh
nen
- und
Subscapularissehnen
ruptur
) mit fortgeschrittener muskulärer Atrophie und einer leichten
Omarthrose
ergeben habe.
3.13
Im Verlaufsbericht vom 1
6.
Juli 2015 (
Urk.
7/47) führten die Ärzte der
Klinik E._
aus, dass von einer beidseitigen
Reruptur
der
Rotatorenmanschette
auszu
gehen sei, und dass davon auszugehen sei, dass auch die rechte Schulter durch das Unfallereignis vom
9.
Oktober 2014 traumatisiert worden sei. Der Beschwer
deführer sei gemäss seinen Angaben vor diesem Ereignis beschwerdefrei gewesen.
Rechts bestehe keine
fettige Degeneration
beziehungsweise keine fettige Atrophie der
Rotatorenmanschettenmuskulatur
. Dies spreche gegen eine frühere
Reruptur
nach
der
Operation
vom
5.
Oktober
201
1.
Im Bericht vom 2
3.
Oktober 2015 (
Urk.
7/56) führten die Ärzte der
E._
aus, dass eine beidseitige
Rotatorenmanschettenr
eruptur
bestehe, und dass eine
Rekonstruktion nicht mehr in Betracht gezogen werden
könne. Es bestehe lediglich noch die Möglichkeit einer
inverse
n
Arthroplastik
. Dafür sei der Beschwerdeführer aber noch relativ jung.
Das Erreichen einer
Arbeitsfähigkeit
von
über 50
%
sei n
icht mehr zu erwarten.
3.14
Am 1
1.
Januar 2016 (Ur. 7/63) diagnostizierten die Ärzte der
Klinik E._
, Handchirurgie, eine c
hronische
Ulnaris
-
Neuropathie
im Bereich des rechten
Ell
en
bogen
s
und erwähnten, dass der Beschwerdeführer unter einer
Kombination einer fortgeschrittenen
trikompartimentalen
Ell
en
bogenarthrose
mit
einer
Ulna
ris-Neuropathie
bei
einem Status nach
Vorverlagerung
leide
.
3.15
Dr.
med.
F._
, Facharzt für
Physikalische Medizin und Rehabilita
tion
, Kreisarzt der Beschwerdegegnerin, führte in seiner Stellungnahme vom 1
7.
Februar 2016 (
Urk.
7/70) aus, dass in Bezug auf die r
echte Schulter im anfänglichen Verlauf keine Proble
me
dokumentiert
worden seien
. Z
udem seien
in Bezug auf den Hergang des Ereignisses vom
9.
Oktober 2014
keine Umstände erhoben worden,
welche
auf einen relevanten Krafteinfluss auf die rechte Schulter schliessen liesse
n. In Bezug auf die Beschwerden im Bereich der rechten Schulter sei
eine Unfallkausalität bei
einem erheblichen Vorzustand daher zu verneinen. In Bezug auf die li
nke Schulter
sei weiterhin von einer Unfallkausalität der Beschwerden auszugehen.
In seiner Stellungnahme vom 2
7.
April 2016 (
Urk.
7/83) führte
Dr.
F._
aus, dass i
m Nachgang zum Unfallereignis vom
9.
Oktober
2014 eine erstmalige Angabe zu
Schmerzen im Bereich der rechten
Schulter
im Bericht
der Ärzte der
Klinik E._
zur Konsultation vom 1
9.
Februar
2015
dokumentiert sei
, ohne dass
darin
weiter auf die rechte Schulter eingegangen
worden sei
.
In der Folge sei am 2
0.
April
2015
anlässlich
einer Ultraschalluntersuchung
im Bere
i
ch der
rechte
n
Schulter eine in
K
ontinuität erhaltene rekonstruierte
Rotatoren
man
schette
festgestellt
worden.
I
m Gegensatz dazu
sei in der MRI vom
9.
Juli
2015
eine
Reruptur
festgestellt worden
.
Es sei
indes
davon auszugehen, dass p
rimär keine Schmerzen oder Funktionseinbussen an der rechten Schulter aufgetreten
seien.
Da
Rerupturen
bei bereits operierten
Rotatorenmanschetten
häufig und
auch
ohne äussere
Ereignis
se
auftreten
könnten,
müsse
bei einer durch ein Unfallereignis gerissenen
Rotatorenmanschette
erwartet werden
, dass
un
mittelbar
darauffolgend
Beschwer
den und weitere
Zeichen
, beispielsweise
eine
massive
Abduktionsschwäche oder
eine
Pseudoparalyse
auftreten
würden
. Dies
sei vorlie
gend indes nicht dokumentiert.
Die Beschwerden seien erst ein
e
bis zwei Wochen
nach dem Unfallereignis
aufgetreten.
Demzufolge sei
davon
auszugehen
, dass das Unfallereignis vom
9.
Oktober
2014 die
Reruptur
der bereits voroperierten
Rota
to
renmanschette
rechts
nicht
bewirkt hab
e
. Der Widerspruch zwischen
der
Sono
graphie und
der MRI
könne zwar
nicht endgültig gelöst werden, jedoch
sei die MRI
valider als die Ultraschallunter
suchung. Es bestehe
indes
auch
die Möglich
keit, dass die Ruptur schleichend vorangeschritten
sei,
und dass ein eindeutiger
Zeitpunkt für eine endgültige Ko
ntinuitätsunterbrechung
nicht zu bestimmen sei.
3.16
Dr.
med.
G._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates
, Kreisarzt der Beschwerdegegnerin, nahm in seiner Stellungnahme vom 2
4.
Juni 2016 (
Urk.
7/95) zum Gesundheitszustand im Bereich der linken Schulter des Beschwerdeführers Stellung und erwähnte, dass der medizinische Endzustand erreicht sei, wobei die
Erheblichkeitsgrenze
für
eine
Integritätsentschädigung nicht überschritten
worden sei
. Unter dem Aspekt der Schmerztherapie
müsse
eine
Indikation zur
Schulterendoprothetik
verneint wer
den.
Dem Beschwerdeführer sei die Ausübung
mittelschwere
r
Tätigkeiten,
ohne Abduktion und ohne Flexion
des linken
Oberarm
s
,
ohne Tätigkeiten
an stossen
den oder vibrierenden Geräten,
mit Heben und Tragen von
leichte
n
bis mittel
schwere
n Lasten rumpfnahe und von
sehr leichte
n
Lasten bis
zu einem Gewicht von 2.5 Kilogramm
mit initialer Elevation und Abduktion,
mit sporadischen und nicht repetitiven
Überkopfarbeiten ohne Lasten
, im vollzeitlichen Umfang zuzu
muten (S. 5).
Bei der zuletzt ausgeübten beruflichen Tätigkeit
sei dem Beschwer
deführer das Einrichten d
es Maschinenfutters
, welches 4.5 Kilogramm schwer sei, nicht mehr zuzumuten (S. 6).
3.17
Die Ärzte der
Klinik E._
führten in ihrem Bericht vom 1
9.
Dezember 2016 (
Urk.
7/123) aus, dass im Bereich der linken Schulter gegenwärtig eine
Cuff
-Tear-
Arthropathie
mit deutlichen Zeichen der
glenohumeralen
Arthrose
bestehe
. Auch
im Bereich der rechten Schulter seien
Zeichen
einer
beginnenden
Cuff
-
Tear
-
Arthropathie
zu erkennen (S. 1)
. Prinzipiell
sei eine
Indikation für
eine
inverse Schulterprothese
zu bejahen. Gegenwärtig sei der Beschwerdeführer im Umfang eines Pensums von 50
%
an seinem angestammten Arbeitspatz tätig. Es
könne nicht mit
einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als 50
%
in der angestammten Tätigkeit
gerechnet werden und es sei von
einer weiteren Verschlechterung
aus
zugehen
(S. 2)
.
3.18
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, erwähnte in seinem im Auftrag des Beschwerdeführers erstellten Privatgutachten vom 1
6.
Mai 2017 (
Urk.
7/145), dass der Beschwerde
führer am 1
8.
April 2017 untersucht worden sei (S. 1) und stellte die folgenden Diagnosen (S. 11):
-
Schmerzproblematik mit Kraftminderung Schulter links bei
:
-
Status nach
traumatischer
Rotatorenmanschetten
-Ruptur am
9.
Okto
ber
2014 mit
Reruptur
der am
7.
Janaur
2015 rekonstruierten
Rotato
renmanschette
und mässiger
Omarthrose
-
Sta
t
us nach
vorgängiger Schulterarthroskopie und
subacromialer
Defi
lée-Erweiterung
im Jahre 1994
-
Schmerzsyndrom Schulter rechts bei
:
-
Reruptur
der
Rotatorenmanschette
, mit überwiegend Wahrschein
lich
keit anlässlich des Unfallgeschehens vom
9.
Oktober
2014
-
Status nach
arthroskopischer
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion am
5.
Oktober
201
1.
-
Status nach
Dekompression und Vorverlagerung des
Nervus
ulnaris
Ell
en
bogen rechts am
2
7.
November
2003 mit Arthrose des rechten Ellbogens bei
:
-
Status nach Verletzung ungefähr im Jahre
1986
-
Status nach
Arthrolyse
mit Gelenktoilette am
1.
März
1996
Der Gutachter führte aus, dass
das
Schmerzsyndrom
im Bereich der rechten
Schulter
,
b
ei
einer
Reruptur
der
Rotatorenmanschette
und bei
einem
Zustand nach
arthroskopischer
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion
im Jahre
2011
,
überwiegend wahrscheinlich durch das Unfallereignis
vom
9.
Oktober
2014
ver
ursacht worden sei
.
Denn d
ie
Schmerzen in der rechten Schulter
, welch
e
nach
eine
r
bis zwei Wochen nach dem
Unfaller
eignis aufgetreten
seien, seien
möglich
erweise primär durch die Schmerzen
im Bereich der linken Schulter
maskiert
wor
den
. Damit
sei es
möglich, dass
bereits anlässlich des Unfallereignisses vom
9.
Oktober 2014 unfallbedingte Schmerzen im Bereich der
rechten Schulter
vor
handen gewesen
sein könnten
(S. 12)
.
Da der Beschwerdeführer bis zum Unfall vom
9.
Oktober 2014 hinsichtlich der rechten Schulter beschwerdefrei gewesen sei, bedürften
die neu aufgetretenen Schmerzen
im Bereich der rechten Schulter
einer Ursache
. Da es
viel wahrscheinlicher
sei
, dass die Schmerzen im Zusam
menhang mit dem Unfallereignis
vom
9.
Oktober
2014 entstanden seien, als dass sie zufälligerweise zum Zeitpunkt des Unfallgeschehens
-
ohne Zusammenhang mit diesem
-
aufgetreten wären
,
sei
von einer Unfallkausalität der
durch die
Reruptur
der rechten
Rotatorenmanschette
verursachten Beschwerden
auszuge
hen (S. 14). Es sei
daher
davon auszugehen, dass das Unfallgeschehen vom
9.
Oktober 2014 nicht nur die Schädigung der linken
Schulter
,
sondern auch
eine solche
der rechten Schulter verursacht habe
. Der
Vorzustand
im Bereich
der rech
ten Schulter
spreche
nic
ht gegen eine Unfallkausalität
(S. 15).
In der angestamm
ten Tätigkeit als Dreher bestehe bei einer Berücksichtigung der durch die Gesund
heitsschäden an beiden Schulter
n
verursachten Beeinträchtigung
en
gesamthaft eine Arbeitsunfähigkeit von
76.6
%
.
In einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei von einer 50
%
übersteigenden Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 15). Für die linke Schulter sei von einer Integritätseinbusse von 30
%
, für die rechte Schulter von einer solchen von 10 %, gesamthaft von einer solchen von 40
%
auszugehen (S. 16).
3.19
Mit Bericht vom 1
0.
September 2018 (
Urk.
7/166) stellten die Ärzte der
Klinik E._
, Neurologie, fest, dass eine gleichentags durchgeführte MRI der HWS des Beschwerdeführers als
Hauptbefund
eine
Segmentdegenerati
on C5/C6 mit Spinalkanalstenose,
schwerer
foraminale
r
Stenose C5/C6
und einer
Kompres
sion
der
Nervenwurzel C6 links,
sowie eine
weniger ausgeprägte
foraminale
Ste
nose C4/C5 links
ergeben habe
.
Es sei eine
d
iagnostisch-therapeutische Infiltra
tion
foraminal
C5/6 links geplant (S. 2).
3.20
3.20.1
Dr.
med.
B._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, erwähnte in seinem im Auftrag der Beschwerdegegne
rin verfassten Gutachten vom 2
5.
November 2019 (
Urk.
7/227), dass der Beschwerdeführer am
4.
November 2019 untersucht worden sei (S. 1) und stellte die folgenden Diagnosen
(S. 28
)
:
-
mittelgradige Ellenbogenarthrose rechts mit/bei:
-
Zustand nach Fraktur des
Processus
Coronoideus
und wahrscheinlicher Ellenbogensubluxation
-
chronischer
Ulnaris
Neuropathie mit/bei Zustand nach
Neurolyse
und Vorverlagerung am rechten Ellenbogen
-
Defektarthropathie
Schulter rechts mit/bei:
-
Zustand nach
subacromialer
Dekompression im Jahre 1981
-
Massenruptur der
Rotatorenmanschette
im August 2011 mit/bei:
-
Supraspinatus
komplett
rupturiert
und hochgradig
retrahiert
sowie atrophiert
-
Infraspinatus
komplett
rupturiert
-
Partialruptur
Subscapularis
-
AC Arthrose
-
Zustand nach Arthroskopie,
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion,
Tenodese
LBS,
Acromioplastik
und
Coplaning
AC Gelenk
-
Reruptur
im Juli 2015
-
Defektarthropathie
Schulter links mit/bei:
-
transmuraler
Supraspinatusruptur
im Jahre 1993
-
Status nach
arthroskopischer
subacromialer
Défiléerweiterung
im Jahre1994
-
Massenruptur der
Rotatorenmanschette
im November 2014
-
Supraspinatus
komplett
rupturiert
, hochgradig
retrahiert
und
atro
phiert
-
Subscapularis
komplett
rupturiert
und
hochgradig
retrahiert
-
Infraspinatus
cranial
rupturiert
-
Delamination
LBS
-
AC Arthrose
-
b
eginnender
Omarthrose
-
Zustand nach Arthroskopie,
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion
,
Tenodese
LBS,
Acromioplastik
und AC Resektion
im Januar
2015
-
Reruptur
im April
2015
-
Mehrsegmentale
osteodiscal
e
Degenrationen der HWS mit/bei:
-
foraminalen
Stenosen C4/5/6
-
chronischer
Zervikobrachialgie
links betont
-
Differentialdiagnose:
omogen
Der Gutachter führte aus, dass
das Unfallereignis vom 2
5.
Januar
1987
m
it über
wiegender Wahrscheinlichkeit neben der Fraktur des
Processus
coronoideus
zumindest auch eine Subluxation des rechten Ell
en
bogens bewirkt
habe
, weil iso
lierte Frakturen des
Processus
coronoideus
selten seien
. Damit
sei
eine erhebliche Schädigung des zuvor gesunden Gelenkknorpels anzunehmen
. Daraus habe sich
eine Arthrose des
rechten
Ell
en
bogengelenks entwickelt. Die operative Interven
tion vom
1.
März
1996
habe indes zu
eine
r
nachhaltige
n
Besserung der Ell
en
bo
genfunktion
geführt
, welche sich erst in let
zter Zeit erneut verschlechtert habe
. Die erfolgreiche Intervention
dürfe
jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Arthrose
weiterentwickeln werde
. Auf
G
rund der engen anatomischen Beziehung zwischen Ell
en
bog
engelenk und
Sulcus
ulnaris
könne
durch
eine
Arth
rose
oder
durch operative
Eingr
iffe am Gelenk eine Schädigung des
Nervus
ulna
ris
entstehen
. Dazu sei es auch beim Beschwerdeführer gekommen.
Mit
einer
Dekompressi
on und Vorverlagerung des Nervs habe am 2
7.
November
2003 eine Besserung der Beschwerden erreicht werden
können
. Es verbleibe
indes
eine in letzter Zeit erneut zunehmende Gefühlsminderu
ng im Versorgungsbiet des Nervs
am Klein- und Ringfinger der rechten Hand.
3.20.2
Nicht mit den Unfallereignissen vom
2
5.
Januar
1987 und
9.
Oktober
2014 in Zusammenhang
stehe
die Schädigung an der rechten, dominanten Schulter. Beim ersten Unfallereignis
sei
keine Schädigung d
er rechten Schulter aktenkundig
.
Anlässlich des Ereignisses
vom
9.
Oktober
2014
sei
eine Schädigung der
rechten
Rotatorenmanschette
bereits
vorbestehend
gewesen. Auf G
rund der Schilderun
gen
des Beschwerdeführers
, wonach eine ohne auslösendes Ereignis plötzlich auf
getretene Unmöglichkeit den Arm zu heben zu einer operativen Intervention
im Jahre
1981
geführt habe, sei davon auszugehen,
dass bereits zu diesem Zeitpunkt nicht unfallbedingte Schäden an der rechten
Rotatorenmanschette
bestanden
hät
te
n
,
weshalb von
eine
r
vorzeitige
n
Degeneration des Sehnengewebes
auszugehen sei
(S. 29)
. Solche
Schäden
entwickelten sich
in der überwiegenden Anzahl der Fälle weiter und
hätten beim Beschwerdeführer
zu den im MRI vom
1
7.
August
2011 feststellbaren Schädigungen an der
rechten
Rotatorenmanschette
geführt
.
Da insbesondere die dabei festgestellten
Verknöcherungen am
Tuberculum
majus
nicht
innerhalb von drei Monaten
hätten
entstehen
können
,
sei davon auszuge
hen,
dass zum Zeitpunkt des Ereignisses vom
2
7.
Mai
2011 bereits eine chroni
sche Ruptur der
Rotatorenmanschette
bestand
en
habe, und dass es sich
bei der am 1
7.
August 2011
festgestellten
Rotatorenmanschettenruptur
nicht
um eine traumatische
Schädigung
gehandelt habe.
Das Risiko
für eine
Reruptur
sei nach der Operation e
rheblich
gewesen.
Auch aus dem Umstand, dass der
MRI
-Befund
vom
8.
Juli
2015 im Vergleich zu
demjenigen aus dem Jahre
2011
Osteophyten
am
Humeruskopf
ergeben habe, welche auf
eine fortschreitende Degeneration des Schultergelenkes
hinwiesen
, wie sie durch chronische grosse Defekte an der
Rotatorenmanschet
te
entstehen, lasse sich schliessen, dass
die Schädigungen
anlässlich des
Ereignis
ses
vom
9.
Oktober 2014 bereits
vorbestehend
gewesen seien
(S. 30). Der Beurteilung durch
Dr.
C._
könne nicht gefolgt werden, weil
dieser
seine Kausalitätsbeurteilung lediglich auf die Aussage
n der Ärzte der
Klinik E._
,
wonach
vor dem Ereignis vom
9.
Oktober 2
014 keine Beschwerden vorhanden
gewesen seien, gestützt habe. Dieser Umstand allein vermöge indes
die Kausalität vor dem Hintergrund
vorbestehender
S
chädigungen nicht zu begründen. Vielmehr sei in Übereinstimmung mit der Beurteilung des
Kreisarzt
es vom 2
7.
April
2016
davon auszugehen, dass
bei einer durch das Ereignis bedingten Komplettruptur von
Supraspinatus
und
Infraspinatus
eine unmittelbare Bewegungseinschränkung zu erwarten
gewesen wäre. Eine solche habe auf Grund der Akten indes nicht bestanden. In Bezug auf die Diskrepanz zwischen dem
sonographischen
Befund vom 2
0.
April 2015, wonach eine
Ro
ta
torenmanschetten-Rekonstruktion
in guter Kontinuität bestanden habe, und dem MRI-Befund vom
8.
Juli 2015, welche eine Schädigung der
Rotatorenmanschette
ergeben habe, lasse
vermuten, dass
die Sonografie ein falsch negatives Resultat ergeben habe, und dass die Schädigung
bereits zum Zeitpunkt der Sonografie vorhanden
gewesen sei. Denn
die Sensitivität
der Sonografie komme unter der
jenigen
der
MRI
zu liegen
(S. 31)
.
3.20.3
Das Unfallereignis vom
9.
Oktober 2014 habe
eine ebenfalls erheblich vorgeschä
digte linke Schulter
betroffen. Anlässlich der MRI vom
9.
Juli 1
993
hätten
sich Verknöcherungen am
Tuberculum
majus
erkennen
lassen. Dies lasse es als
wahr
scheinlich erscheinen, dass die ebenfalls nachweisliche
transmurale
Ruptur des
Supraspinatus
bereits längere Zeit
vorbestanden gewesen sei.
Dies lasse auf eine
vorzeitige Sehnendegeneration
schliessen. Infolgedessen seien im Jahre 1994 eine
Schulterarthros
kopie und
Défiléerweiterung
durchgeführt worden
.
Die am 1
5.
September
2011
festgestellte
retrahierte
transmurale
Ruptur des
Supraspi
natus
und
transmurale
Ruptur des
cranialen
Subscapularis
hätten zu einer
Dezentrierung
des
Humeruskopfes
und damit
einer
Defektarthropathie
geführt.
Diese habe sich
neben
einer
Dezentrierung
des
Humeruskopfes
mit
einer Vermin
derung der
a
cromiohumeralen
Distanz, durch knöcherne Appositionen am
Tuber
culum
majus
und am
Humeruskopf
aus
gezeichnet
. Solcher Veränderungen
, wel
che r
adiologisch am
3
0.
Oktober
2014 sowie magnetresonanztomografisch am
7.
November
2014
festgestellt worden seien, könnten
nicht innerhalb von weni
gen Wochen
entstanden sein. Aus diesem Grunde sei davon auszugehen
, dass dem Unfallereignis vom
9.
Oktober
2014 eine komplette Ruptur mit Retraktion der
linken
Supraspinatussehne
, und zumindest
eine
Partialruptur der
linken
Sub
scapularissehne
vorbestanden
hätten
(S. 32)
.
Da die bildgebend-strukturellen Befunde überwiegend wahrscheinlich dem Unfallereignis vorbestehend seien, sei davon auszugehen, dass trotz einer auf eine unfallbedingte Schädigung hinwei
senden plötzlichen Symptomatologie und einer anerkanntermassen erheblichen Gewalteinwirkung, welche durchaus in der Lage gewesen wäre, eine
Rotatoren
manschettenruptur
zu bewirken, diese
nicht mit überwiegender Wahrscheinlich
keit
durch das Unfallereignis
mitverursacht
worden sei
(S. 33).
In Würdigung der gesamten Umstände sei
vielmehr
davon auszugehen, dass das Unfallereignis vom
9.
Oktober 2014
lediglich
eine Distorsion des linken Schultergelenks bewirkt habe, deren Folgen innerhalb
von
sechs Monaten ausgeheilt gewesen wären
, wenn die Schulter nicht am
7.
Januar 2015 operiert worden wäre.
Die bereits drei Monate nach der operativen Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette
festge
stellte
Reruptur
sei ohne weiteres Ereignis entstanden. Denn das
Rerupturrisiko
sei
auch im Bereich der linken Schulter auf Grund einer schwerwiegenden Ret
raktion, einer erheblichen Verminderung der
acromiohumeralen
Distanz und auf Grund degenerativer Veränderungen des Gelenkes gross
gewesen
(S. 34)
.
3.20.4
Nicht auf die Unfallereignisse vom
2
5.
Janu
a
r
1987 und
9.
Oktober
2014 zurück
zuführen
seien
die Veränderungen
i
m Bereich der
HWS.
Denn es sei b
ei keinem der Ereignisse eine unmittelbare erhebliche Symptomatologie aktenkundig, wel
che zu erwarten gewesen wäre, hätten die Unfallereignisse die heute bestehenden Veränderungen bewirken können. Die nachweislichen Schädigungen
im Bereich der HWS
seien ausschliesslich
krankhafte
r Natur (S.
34).
3.2
0.
5
Auf
G
rund der
durch die
Unfälle vom 2
5.
Januar 1987 und
9.
Oktober 2014 erlittenen
Schädigung des rechten Ellbogens
sei dem
Beschwerdeführer
die Aus
übung
seiner
angestammten Tätigkeit als Dreher
- abgesehen von den dem Zumutbarkeitsprofil entsprechenden Verrichtungen -
nicht mehr zuzumuten
. Dem Beschwerdeführer sei indes die Ausübung angepasster Tätigkeiten im voll
zeitlichen Umfang und ohne Leistungseinbusse zuzumuten
. Solche angepasste
n
Tätigkeiten
dürfen indes
die folgenden Arbeiten und Verrichtungen nicht bein
halten
(S. 34 f.)
:
-
grobmotor
i
s
che Arbeiten mit:
-
Kraftgriff mehr als 5
kp
(
Kilopond)
mehr als manchmal
-
Kraftgriff mehr als 10
kp mehr als selten
-
Heben und Tragen mehr als 5
kg
(Kilogramm)
mehr als manchmal
-
H
eben und Tragen mehr al
s 10 kg mehr als selten
-
Tragen unabhängig des Gewichtes mehr als 10 Minuten ununterbrochen
-
Schlagen und Hämmern, repetit
ives Festdrehen von Schrauben
-
Arbe
iten an vibrierenden Geräten
-
fe
inmotorische Arbeiten, welche den Gebrauch von Ring- und Kleinfinger benötigen
-
Arbeiten mit ruckartigen oder schnell ausgreifenden Bewegungen des Ell
en
bogens
Durch die
Gesundheitsschäden
, welche durch die
Unfälle
vom
2
5.
Januar
1987 und vom
9.
Oktober
2014
verursacht w
orden seien
,
sei der Beschwerdeführer
aus
schliesslich
durch
eine
Schädigung
im Bereich
des
rechten Ell
en
bogen
s
dauerhaft in seiner
Arbeitsfähigkeit
beeinträchtig
t
(S. 34)
, wobei von einem Beginn der dau
erhaften Beeinträchtigung der
Arbeitsfähigkeit
am
1.
Januar 2016
auszugehen sei. Eine
Beeinträchtigung in diesem Umfang
werde höchstwahrscheinlich
bis zum Erreichen des 6
5.
Lebensjahres
andauern
(S. 39 unten).
Aus
unfallunabhängiger Sicht
bestehe in der angestammten Tätigkeit in Bezug auf ein Arbeitspensum von 100
%
eine Arbeitsfähigkeit von höchstens 33
%
. Die Ausübung einer
optimal angepasste
n
Tätigkeit
sei dem Beschwerdeführer aus unfallunabhängiger Sicht
im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums bei
eine
r
Leistungseinbusse von 20
%
, entsprechend einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
, zuzumuten (S. 39).
3.20.6
Es bestehe eine mässige Ellenbogenarthrose. Aufgrund des radiologischen Ver
laufes sei trotz erhaltener Beweglichkeit eine Zunahme feststellbar, welche den am 1
8.
April 2007 ermittelten Integritätsschaden von 5
%
übersteige (S. 35). Gegenwärtig sei von einer Integritätseinbusse auf Grund einer mässigen Ellenbo
genarthrose im Umfang von 10
%
auszugehen. Gleichzeitig bestehe eine mässige Schädigung des
Nervus
ulnaris
, welche
einer Integritätseinbusse von 5
% ent
spreche. Insgesamt resultiere ein Integritätsschaden von 15
%
(S. 36).
4.
4.1
4.1
.1
Das Gutachten
von
Dr.
B._
vom 2
5.
November 2019 (
vorstehend E. 3.20
)
erfüllt die praxisgemässen Anforderungen für eine beweiskräftige medizinische Ent
scheidungsgrundlage (vgl. vorstehend E.
1.8
). Denn
der
Gutachter verfügte als
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappara
tes
über die für die Beurtei
lung des Gesundheitsschadens des Beschwerde
führers im Bereich des rechten Ellenbogens
,
der Schultern und
der HWS
angezeigte
fach
ärzt
liche Weiterbildun
g
.
Der Gutachter
hatte
Kenntnis sämtlicher medizi
nischer
Vorakten
,
berücksichtigte die vom Beschwerdeführer angegebenen Schmerzen in angemessener Weise
, setzte sich eingehend
mit den Ergebnissen der
durchgeführ
ten bildgebenden Untersuchungen
auseinander und
begründete
seine
Schluss
fol
gerungen in nachvoll
ziehbarer Weise. Insbesondere vermag zu überzeugen, dass
der Gutachter
davon ausging, dass es infolge des Unfallereignisses
vom 2
5.
Januar
1987
neben
einer
Fraktur des
Processus
coronoideus
im Bereich des rechten Ellenbogens
zu
eine
r
erhebliche
n
Schädigung des Gelenkknorpels
gekom
men sei
, und dass sich d
araus eine Arthrose des rechten Ellenbogengelenks ent
wickelt
habe
. Inf
olge
dieser
Arthrose
und/oder
durch operative Eingriffe
sei es zudem
zu einer
Schädigung des
Nervus
ulnaris
gekommen, welche trotz der
am 2
7.
November 2003
durchgeführten
Dekompression und Vorverlagerung des Nervs
zu einer
Gefühlsminderung im Versorgungsbiet des Nervs am Klein- und Ringfinger der rechten Hand
geführt habe
.
Die Beurteilung durch
Dr.
B._
ver
mag auch insofern zu überzeugen, als er davon ausging, dass der Gesundheits
schaden im Bereich der rechten Schulter nicht durch die Unfallereignisse
vom 2
5.
Januar 1987 und
vom
9.
Oktober 2014
verursach
t
worden sei
, und dass
eine Schädigung der
Rotatorenmanschette
im Bereich der rechten Schulter zum Zeit
punkt des Unfallereignisses vom
9.
Oktober 2014
bereits vorbestanden
habe
.
Ins
besondere a
uf Grund
der Ergebnisse der
MRI vom 1
7.
August 2011 sei davon auszugehen, dass
nicht unfallbedingte Schäden
im Sinne einer
Degeneration des Sehnengewebes
an der rechten
Rotatorenmanschette
bestanden hätte
n
, und dass das Risiko für eine
Reruptur
nach der anschliessenden Oper
a
tion der
Rotatoren
manschettenruptur
erheblich gewesen
sei
.
Da zudem
der
MRI
-Befund
vom
8.
Juli
2015
Osteophyten
am
Humeruskopf
und damit
eine fortschreitende Degeneration
und
c
hronische grosse Defekte an der
Rotatorenmanschet
te
ergeben habe, und da anlässlich des Unfalle
reignisses vom
9.
Oktober 2014
eine unmittelbare Bewe
gungsein
schränkung
, welche bei einer
Komplettruptur
der
Supraspinatus
-
und
Infraspinatus
sehne
zu erwarten gewesen wäre
, nicht bestanden habe, sei davon auszugehen, dass die Beeinträchtigungen im Bereich der rechten Schulter
bereits
vorbestehend gewesen seien
, und dass es infolge des Unfallereignisses vom
9.
Oktober 2014 auch nicht zu einer erheblichen richtunggebenden Verschlim
merung des Vorzustandes
im Bereich
der rechten Schulter gekommen sei.
4.1.2
Die Beurteilung durch
Dr.
B._
vermag zudem auch insoweit zu überzeugen,
als er davon ausging, dass auf Grund des
MRI
-Befundes
vom
9.
Juli 1
993
auf eine vorzeitige Sehnendegeneration
im Bereich der linken Schulter zu
schliessen
sei
.
Da der
Radiologiebefund
vom
3
0.
Oktober 2014
und der MRI-Befund
vom
7.
November 2014
degenerative Veränderungen im Sinne eine
r
Defektarthropa
thie
mit
einer
Dezentrierung
des
Humeruskopfes
und
einer
Verminderung der
acromiohumeralen
Distanz
sowie
knöcherne
r
Appositionen am
Tuberculum
majus
und am
Humeruskopf
ergeben habe, welche
nicht innerhalb von wenigen Wochen
hätten entstanden sein könn
en, sei davon auszugehen, dass
dem Unfall
ereignis vom
9.
Oktober 2014 eine komplette Ruptur mit Retraktio
n der linken
Supraspinatussehne
und zumindest eine Partialruptur der linken
Subscapula
rissehne
vorbestanden hätten
, und dass aus diesen Gründen davon auszugehen sei,
dass
der Gesundheitsschaden im Bereich der linken Schulter
nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit
durch das
Unfallereignis vom
9.
Oktober 2014
ver
ursacht worden sei. Vielmehr sei davon auszugehen,
dass das Unfallereignis vom
9.
Oktober 2014
lediglich
eine Distorsion des linken Schultergelenks bewirkt habe, deren Folgen innerhalb sechs Monaten ausgeheilt gewesen wären
, und dass die nach der Operation mit
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion
im Bereich der linken Schulter vom
7.
Januar 2015
ohne
weiteres Ereignis entstanden
sei, wes
halb
es infolge des Unfallereignisses vom
9.
Oktober 2014
auch im Bereich der linken Schulter weder zu einer Verursachung des Gesundheitsschadens noch zu
einer erheblichen richtunggebenden Verschlimmerung des Vorzustandes gekom
men sei.
Sodann ist nachzuvollziehen, wenn der Gutachter auf Grund des Umstandes, dass weder im Anschluss des
Unfallereignisse
s
vom 2
5.
Januar 1987
noch desjenigen vom
9.
Oktober 2014
eine unmittelbare erhebliche Symptoma
tologie
im Bereich der HWS
aktenkundig
war, davon ausging, dass die
Schädi
gungen
im Bereich der HWS
ausschliesslich krankhafte
r Natur seien.
4.1.3
Dem
zufolge
vermag
auch
zu überzeugen,
dass
der Gutachter
bei der Beurteilung der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit lediglich die durch die versicherten
Unfälle vom 2
5.
Januar 1987 und
9.
Oktober 2014
verursachten gesundheitlichen Beeinträchtigung im Bereich
des rechten Ell
en
bogens
berücksichtigte und dabei davon ausging, dass dem
Beschwerdeführer
auf Grund der Unfallfolgen
die Aus
übung
behinderungsangepasster Tätigkeiten, ohne
grobmotorische Arbeiten mit
einem
Kraftgriff mehr als 5
kp, ohne
Heben und Tragen
von Lasten von einem Gewicht von
mehr als 5 kg
, ohne
Tragen
von Lasten von
mehr als 10 Minuten
,
ohne
Schlagen und Hämmern,
ohne
repetit
ives Festdrehen von Schrauben, ohne
Arbe
iten an vibrierenden Geräten, ohne
feinmotorische Arbeiten
mit dem
Ring- und Kleinfinger
und ohne
Arbeiten mit ruckartigen oder schnell ausgreifenden Bewegungen des Ellenbogens
,
in einem vollzeitlichen Umfang und ohne Leis
tungseinbusse zuzumuten seien
. Sodann erscheint als nachvollziehbar begründet und vermag zu überzeugen, dass der Gutachter davon ausging, dass der Beschwerdeführer infolge der
Unfälle vom 2
5.
Januar 1987 und vom
9.
Oktober 2014 im Bereich
seines
rechten Ellenbogens
durch
eine mässige Ellenbogenarth
rose
und durch eine mässige
Schädigung des
Nervus
ulnaris
dauerhaft in seiner Integrität beeinträchtigt
sei
.
4.2
In Bezug auf das
Privatg
utachten von
Dr.
C._
vom
1
6.
Mai 2017
(vorstehend E.
3.18
) gilt es zu beachten,
dass praxisgemäss auf ein nach
Art.
44 ATSG einge
holtes Gutachten abzustellen ist, wenn nicht konkrete Indizien gegen die Zuver
lässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4
), und dass e
in Parteigut
achten nicht den gleichen Rang wie ein vom Gericht oder vom Versicherungsträ
ger nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten
besitzt, dass es indes das
Gericht
verpflichtet
, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richt
linien für die Beweiswürdigung folgend, zu prüfen, ob es in rechtserheblichen Fragen die Auffassung und Schlussfolgerungen des im gesetzlich vorgesehenen Verfahren nach
Art.
44 ATSG eingeholten Gutachte
ns
derart zu erschüttern ver
mag, d
ass davon abzuweichen ist (BGE 125 V 351 E. 3c
; Urteil
e
des Bundesge
richts
8C_725/2017 vom
4.
Mai 2018 E. 3.4
und 9C_6/2020 vom 1
9.
Mai 2020
E.
3.2.2
).
In inhaltlicher Hinsicht vermag die Beurteilung durch
Dr.
C._
nicht zu über
zeugen, insoweit
dieser davon ausging,
dass das Schmerzsyndrom im Bereich der rechten Schulter durch das Unfallereignis vom
9.
Oktober 2014 verursacht wor
den sei
, weil
der Beschwerdeführer bis zum Unfall vom
9.
Oktober 2014 hinsicht
lich der rechten Schulter beschwerdefrei gewesen sei,
und weil davon auszugehen sei, dass
die Schmerzen in der rechten Schulter
, welche erst
nach einer bis zwei Wochen nach dem Unfallereignis aufgetreten seien, möglicherweise primär durch die Schmerzen im Bereich der linken Schulter maskiert worden
seien
.
Diesbezüg
lich gilt es vielmehr zu
beachten
, dass ä
rztliche Auskünfte, die allein auf der Argumentation beruhen, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien erst nach dem Unfall aufgetreten, beweisrechtlich nicht zu verwerten
sind, und dass insbe
sondere die Beweismaxime «
post
hoc ergo
propter
hoc
» nicht zulässig ist (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
; Urteil des Bundesgerichts 8C_355/2018 vom 2
9.
Juni 2018 e. 3.2). Des Gleichen vermag nicht zu überzeugen, wenn
Dr.
C._
davon aus
ging, dass auch
die
Rotatorenmanschetten
-Ruptur
im Bereich der linken Schulter durch
das Unfallereignis vom
9.
Oktober 2014
verursacht worden sei, ohne
dass er
die Möglichkeit einer vorzeitigen Sehnendegeneration bei erheblichen vorbe
stehenden degenerativen Veränderungen im Bereich der linken Schulter in Betracht
gezogen hätte
. Vielmehr gilt es auch diesbezüglich zu berücksichtigen, dass die
Beweismaxime «
post
hoc ergo
propter
hoc» nicht zulässig ist
.
Nicht zu überzeugen vermag sodann die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch
Dr.
C._
. Insbesondere vermag nicht zu überzeugen, wenn
Dr.
C._
die Ansicht vertrat, dass die Einschränkungen im Bereich des rechten Ellenbogens des Beschwerde
führers unfallfremd seien (Urk. 7/145 S. 15 unten).
Aus diesen Gründen sowie mangels einer nachvollziehbaren Begründung
kann auf die Beurteilung durch
Dr.
C._
vorliegend daher nicht abgestellt werden.
4.3
Auch auf
die Beurteilung durch die Ärzte der
Klinik E._
vom 1
6.
Juli 2015 (vorliegend E.
3.13
) kann nicht abgestellt werden
, weil sich darin keine nachvoll
ziehbare Begründung der attestierten Unfallkausalität der Schulterbeschwerden entnehmen lässt. Insbesondere vermag nicht zu überzeugen, dass die
Ärzte der
Klinik E._
die Ansicht vertraten
, dass auch die rechte Schulter durch das Unfallereignis vom
9.
Oktober 2014 traumatisiert
worden sei, weil der
Beschwer
deführer gemäss seinen Angaben vor diesem Ereignis beschwerdefrei gewesen
sei. Vielmehr gilt es auch diesbezüglich zu beachten, dass eine Argumentation, wonach g
esundheitliche
Beeinträchtigungen erst nach dem Unfall aufgetreten
seien, beziehungsweise
die Beweismaxime «
post
hoc ergo
propter
hoc» nicht zulässig
sind (vgl. vorstehend E.
4.2
). Des Weiteren gilt es
diesbezüglich festzu
halten, dass es nicht angehen kann, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen, wenn die behandelnden Ärzte zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des Bun
desgerichts 9C_794/2012 vom
4.
März 2013 E. 4.2 mit Hinweisen), und dass Berichte behandelnder Haus-
und Spezialärzte auf Grund einer
auftragsrechtli
cher Vertrauensstellung zu ihren Patientinnen und Patienten zurückhaltend zu gewichten sind (BGE 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil des Bundesgerichts 8C_787/2013 vom 1
4.
Februar 2014 E. 3.3.2 mit weiteren Hinweisen). Aus diesen Gründen kann
auf die erwähnte Beurteilung durch die Ärzte der
Klinik E._
vorliegend nicht abgestellt werden.
5.
5.1
Nach dem Gesagten ist vorliegend auf das schlüssige Gutachten
von
Dr.
B._
vom 2
5.
November 2019
(vorstehend E.
3.20
) abzustellen. Gestützt
darauf
ist daher davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer infolge des Unfallereignisses
vom 2
5.
Januar
1987
unter einer Arthrose des rechten Ellenbogengelenks litt, und
dass er
deswegen in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt
war
, dass die Gesund
heitsschäden im Bereich der rechten Schulter nicht durch die Unfallereignisse vom 2
5.
Januar 1987 und vom
9.
Oktober 2014 verursacht
wurden, und dass eine dauerhafte
, die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Gesundheitsbeeinträchtigung im Bereich der linken Schulter weder durch das Unfallereignis vom
2
5.
Januar 1987
noch durch dasjenige
vom
9.
Oktober 2014 verursacht
wurden.
Insbeson
dere ist gestützt auf die Beurteilung durch
Dr.
B._
davon auszugehen, dass
das
Unfallereignis vom
9.
Oktober 2014
die
Reruptur
der
Rotatorenmanschette
im Bereich der linken Schulter, welche am
7.
Januar 2015
operativ behandelt wurde, nicht verursacht hat,
dass diese
vielmehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
ohne ein besonderes sinnfälliges Ereignis im Rahmen einer vorzeitigen Sehnen
degeneration
entstanden ist, und
dass
das Unfallereignis vom
9.
Oktober 2014
auch nicht zu einer erheblicher richtunggebenden
Verschlimmerung des Vorzu
standes
im Bereich der linken Schulter geführt hat. Vielmehr ist davon auszuge
hen, dass das Unfallereignis vom
9.
Oktober 2014 lediglich
eine Distorsion des linken Schultergelenks
verursacht hat
, deren Folgen innerhalb
von
sechs
Mona
ten
beziehungsweise spätestens am 1
0.
April 2015
ausgeheilt gewesen wäre
n
,
wenn nicht die unfallfremde
Reruptur
der
linken
Rotatorenmanschette
am
7.
Januar 2015 operativ behandelt w
orden wäre.
5.2
Gestützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch
Dr.
B._
ist sodann davon auszugehen, dass der Beschwerdeführe
r
infolge der versicherten Unfallereignisse vom 2
5.
Januar 1987 und
9.
Oktober 2014 lediglich auf Grund einer unfallkau
salen gesundheitlichen Beeinträchtigung im Bereich seines rechten Ellenbogens in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt
wurde,
und dass
ihm
auf Grund dieser unfallkausalen Gesundheitsbeeinträchti
gungen die Ausübung behinderungsan
gepasster Tätigkeiten in einem vollzeitlichen Umfang und ohne Leistungseinbusse zuzumuten war.
5.3
Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit
dem
Ein
spracheentscheid
vom
4.
September 2020
(
Urk.
2) einen natürlichen Kausalzu
sammenhang zwischen den versicherten Unfallereignissen
vom 2
5.
Januar 1987 und
9.
Oktober 2014
und den gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Bereich der rechten Schulter
des Beschwerdeführers
verneint
e
, und dass sie in Bezug auf die
im
Bereich der linken Schulter
in der Zeit
ab
1
0.
April 2015 weiterbestehenden
gesundheitlichen Beeinträchtigungen
einen
natürlichen Kausalzusammenhang
mit
den versicherten Unfallereignissen
infolge Erreichens des Status quo sine
vel
ante verneinte.
5
.4
Da ergänzende Beweismassnahmen an diesem Ergebnis nichts mehr änderten, besteht für weitere Abklärungen keine Notwendigkeit (antizipierte Beweiswürdi
gung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
6.
6.1
Im Folgenden sind die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen.
Da die versicherten Unfallereignisse
vom 2
5.
Januar 1987 und
9.
Oktober 2014
und nicht versicherte Einwirkungen verschiedene Körperteile betreffen und
einander nicht beeinflus
sende Schäden verursacht haben
,
sind die Folgen des versicherten Unfalles für sich allein zu bewerten
(vgl. vorstehend E.
1.5
).
6.2
Für den Einkommensvergleich
(vgl. vorstehend E.
1.7
)
sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des
hypotheti
schen
Renten
be
ginns massgebend. Validen- und Invali
deneinkommen sind auf zeitidenti
scher Grundlage zu erheben; allfällige renten
wirksame Änderungen der
Ver
gleichs
ein
kommen müssen bis zum Verfügungszeit
punkt berücksichtigt werden
(BGE
129 V 222 E.
4.1 und 4.2; Urteil des Bundes
gerichts 9C_22/2014 vom 1
8.
Februar 2014 E. 4.3).
6.3
Für die Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person ohne Invali
dität erzielen könnte (
Valideneinkommen
), ist entscheidend, was sie im massge
benden Zeitpunkt aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Die Einkommensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Da
gemäss
empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüp
fungspunkt für die Bestimmung des
Valideneinkommens
grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst
.
Ausnahmen von die
sem Grundsatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139
V 28 E. 3.3.2,
134 V 322 E. 4.1, 129 V 222 E. 4.3.1).
Ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt des versicherten Risikos (unfallkausale Erwerbsunfähigkeit in der Unfallversicherung) nicht mehr ausge
übt hätte, kann der daraus erzielte Lohn nicht zur Bestimmung des
Validenein
kommens
dienen. Dies trifft etwa zu, wenn die vor Eintritt des Gesundheitsscha
dens innegehabte Arbeitsstelle im für die Invaliditätsbemessung massgebenden Zeitpunkt nicht mehr besteht (Urteile des Bundesgerichts 9C_501/2013 vom 28. November 2013 E. 4.2; 9C_416/2010 vom 26. Januar 2011 E. 3.2) oder bei einem auch ohne Gesundheitsschaden überwiegend wahrscheinlich eingetretenen Stellenverlust (Urteil des Bundesgerichts 9C_882/2010 vom 25. Januar 2011
E. 7.2.2). Gleiches gilt bei einem vor dem Unfall erfolgten Stellenverlust aus unfall
fremden Gründen (Urteile des Bundesgerich
ts 8C_934/2015 vom 9. Mai 2016 E
. 2.2 und 8C_41/2015 vom 24. April 2015 E. 2.3).
Gemäss Rechtsprechung ist das
Valideneinkommen
in der Unfallversicherung unabhängig davon zu bestimmen, ob die versicherte Person vor dem Unfall ihre Arbeitskraft ganz oder nur teilweise eingesetzt hat (BGE 119 V 475 E. 2b). Diesem Faktor wird bereits dadurch Rechnung getragen, dass aufgrund des geringeren versicherten Verdienstes eine bloss teilzeitlich tätige Person eine kleinere Rente erhalten wird, als eine vollzeitlich erwerbstätige. Bei der Festle
gung des hypothe
tischen
Valideneinkommens
ist somit von einer vollzeitlich erwerbstätigen Per
son auszugehen, die hinsichtlich Fähigkeiten, Ausbildung, Alter und örtlicher Verhältnisse mit der versicherten Person vergleichbar ist
(BGE
135 V 287
E. 3.2)
.
6.4
Da vorliegend
die Unterstützung beim Arbeitsplatzerhalt durch die Invalidenver
sicherung am 1
9.
Dezember 2016 (
Urk.
7/117) abgeschlossen wurde,
und da
gemäss der Beurteilung durch
Dr.
B._
(vorstehend E.
3.20
)
davon auszugehen ist, dass
in Bezug auf die Unfallfolgen
der Endzustand,
bei welchem von der Fort
setzung der ärztlichen Behandlung der Unfallfolgen keine namhafte Besse
rung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war,
am
1.
Januar 2016
erreicht wurde,
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom
1
9.
März 2020
(Urk.
7/238; vgl. auch
Urk.
7/239
) und in dem diese bestäti
genden
Einspracheentscheid
vom
4.
September 2020
(Urk. 2) von einem Renten
beginn am 1.
Januar 2016
ausging. Beim
Einkommens
vergleich
sind daher
die Verhält
nisse
des Jahres 2016
mass
ge
bend.
6.5
Da der Beschwerdeführer vor dem Unfall vom
9.
Oktober 2014
durch die unfall
bedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen in seiner Arbeitsfähigkeit nicht beein
trächtigt war, und da davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer ohne den unfallkausalen Gesundheitsschaden am
1.
Januar 2016 weiterhin im bisherigen vollzeitlichen Umfang
bei der
A._
AG
als CNC-Mechaniker tätig
gewesen wäre,
ist das
Valideneinkommen
vorliegend anhand des von der Beschwerdeführerin vor dem
versicherten
Unfallereignis vom
9.
Oktober 2014
zuletzt
bei der
A._
AG
erzielten Verdienstes zu bemes
sen.
Gemäss den Lohnabrechnungen der
A._
AG für die Zeit vom Okto
ber 2013 bis Oktober 2014 hat der Beschwerdeführer
bei dieser bei einem Arbeits
pensum
von 100 %
einen
AHV- beitragspflichtigen
Bruttomonatslohn von Fr.
6
'500.-- (für 13 Monate)
. Da
im Gegensatz zum versicherten Verdienst (vgl.
Art.
15
Abs.
2 und 3 UVG in Verbindung mit
Art.
22
Abs.
2
lit
. b UVV
)
bei der Bemessung des
Valideneinkommen
die Familienzulagen nicht mit zu berücksich
tigen sind
(Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_316/2010 vom
6.
August 2010
E. 5 und
8C_58
/2010 vom 2
8.
Juni 2010 E. 3.2)
resultiert b
ei Beginn des Renten
an
spruchs im
Januar
2016
unter Berücksichtigung der durchschnittlichen
Nominallohnent
wicklung
im Sektor Produktion
im Jahre
2015
von
0.5
%
und im Jahre 201
6
von 0.
4
% (www.bfs.admin.ch; T1
.
93 Nominallohnindex, 2011-2019
)
bei einem Arbeitspensum von 100 %
ein
Validen
einkommen
von rund Fr.
85’262
.
-- (
Fr.
6’500
.-- x 13 Monate
x 1.005
x 1.00
4
).
7.
7.1
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können für
die Bestim
mung des Invalideneinkommens
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturer
he
bungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grund
sätzlich die im Verfügungs
zeit
punkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE
143
V
295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statis
tischen Daten bei Renten
revi
sionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der kon
kreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
Bun
desgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Praxisgemäss ist beim
anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich von der Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Üblich ist die Tabelle TA1 (BGE 126 V 75 E. 7a). Dieser Grundsatz gilt jedoch nicht absolut, sondern kennt Ausnahmen.
7.2
Da dem Beschwerdeführer
gemäss der Beurteilung durch
Dr.
B._
(vorstehend E.
3.20
)
nach dem Unfall vom
9.
Oktober 2014
die Ausübung der angestammten Tätigkeit im bisherigen vollzeitlichen Umfang
bei der
A._
AG
nicht mehr zuzumuten war,
ist das Invalideneinkommen vorliegend auf der Grundlage von Tabellenlöhnen zu ermitteln.
Die
Beschwerdegegnerin stellte im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
4.
September 2020 (
Urk.
2) bei der Bemessung des
Invalideneinkommen
s
nicht auf das Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art), sondern auf das Kompetenzniveau 2 (praktische Tätigkeiten wie Verkauf, Pflege, Datenverarbeitung, Administration, Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten, Sicherheitsdienst, Fahr
dienst) der LSE-Tabelle TA1 für das Jahr 201
6 ab
. Zur Begründung führt
e
sie im Wesentlichen aus, der
Beschwerdeführer
sei gelernter
Dreher, habe immer in die
sem Beruf gearbeitet und sei im Jahre 2007 zum Abteilungsleiter befördert wor
den. Im Jahre 2012 habe er
zur
A._
AG gewechselt und sei dort weiterhin als Dreher sowie teilweise im Bereich CNC-Steuerungen tätig (S. 9).
7.3
Gemäss der Rechtsprechung
rechtfertigt sich die Anwendung von LSE-
Kom
-
petenzniveau
2
bei versicherten Personen, welche nach Eintritt der Invalidi
tät nicht auf einen angestammten Beruf zurückgreifen können, nur dann, wenn sie über besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt (Urteile des Bundesge
richts 8C_732/2018/8C_742/2018 vom 2
6.
März 2019 E. 8.2.1, 8C_227/2018 vom 1
4.
Juni 2018 E. 4.2.2 und 8C_457/2017 vom 1
1.
Oktober 2017 E. 6.3).
7.4
Vorliegend gilt es zu berücksichtigen, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung der angestammten Tätigkeit als Dreher zwar nicht mehr im bisherigen Umfang von 100
%
,
jedoch in einem solchen von 50
%
zuzumuten war, und dass er in diesem Umfang an seinem bisherigen Arbeitsplatz bei der
A._
AG wei
terhin tätig war. Sodann gilt es zu berücksichtigen, dass
sich
der Beschwerdefüh
rer insbesondere
Fähigkeiten
im Bereich der
Programmierung,
Steuerung und der Kontrolle von Drehmaschinen
angeeignet hat (vgl.
Urk.
7/36-37) sowie
in der bis Ende des Jahre 2012 bei der
Z._
AG
ausgeübten Tätigkeit zum Abteilungs
leiter befördert worden war
. Der Beschwerdeführer war denn auch in der Lage
,
ein vergleichsweise hohes
Einkommen zu erzielen
.
Es ist deshalb davon auszuge
hen, dass er über
besondere Fertigkeiten und
Fachk
enntnisse
im Sinne der
erwähnten
Rechtsprechung
(vorstehend E.
7.3
) verfügt.
Unter diesen Umständen rechtfertigt
es sich,
bei der Bemessung des
Invalideneinkommen
s
vom
Durch
schnittslohn (Total) gemäss dem LSE-Kompetenzniveau 2
auszugehen.
7.5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (
vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2,
134 V
322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen kör
perlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts füh
ren dürfen (Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1
und
9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesam
thaft neu zu schätzen (vgl.
Urteile des Bundesgerichtes
9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
7.6
Ein Leidensabzug ist nach der Rechtsprechung dann nicht gerechtfertigt,
w
enn die gesundheitlichen Einschränkungen oder die eingeschränkte Leistungs
fähig
keit beziehungsweise das eingeschränkte Rendement vom medizinischen Exper
ten in der von ihm attestierten Arbeitsunfähigkeit bereits berücksichtigt wurden
(Urteil des Bundesgerichts 8C_20/2012 vom 4. April 2012 E. 3.2 und
3.3). Sodann rechtfertigt der Umstand, dass eine grundsätzlich vollzeitlich arbeits
fähige versi
cherte Person gesundheitlich bedingt lediglich reduziert leis
tungsfähig ist, nach der Rechtsprechung keinen Abzug vom Tabellenlohn (Urteile des Bundes
ge
richts 8C_827/2009 vom 26. April 2010 E. 4.2.1, 9C_980/2008 vom 4. März
2009 E. 3.1.2, 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 4.3.3, 9C_344/2008 vom 5. Juni 2008 E. 4 und I 69/07 vom 2. November 2007 E.
5.1).
Grundsätzlich
können unter dem Titel leidensbedingter Abzug
daher
nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als
ausserordentlich
zu bezeichnen
sind
(Urteil des Bundesgerichts 9C_421/2017 vom 1
9.
September 2017 E. 2.4 mit Hin
weisen).
7.7
Dem Beschwerdeführer ist
gemäss
der Beurteilung durch
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.20)
eine dem Zumutbarkeitsprofil entsprechende angepasste Tätigkeit im vollzeitlichen Umfang ohne
Leistungseinbusse
zuzumuten.
Unter diesen Umstän
den ist daher nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auf Grund der unfallbedingten gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit einer
Verdienst
einbusse
von mehr als 10
%
rechnen müsste.
Da
w
eitere abzugsrelevante Merk
male
nicht ersichtlich
sind, ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde
gegnerin im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
4.
September 2020
ein
lei
densbedingter Abzug vom Tabellenlohn
im Umfang von
insgesamt
10
%
vor
nahm.
7.8
Unter
Berücksichti
gung des Zentralwerts
der Tabelle
TA1 der LSE 2016
für das Kompetenzniveau 2
(
Prak
tische Tätigkeiten wie Verkauf, Pflege,
Datenv
erarbei
tung und Administration,
Bedienen von Maschi
nen und elektronischen Geräten, Sicherheitsdienst,
Fahrdienst
)
für
Männer
(Total) von Fr. 5'646
.--
,
bei einer betriebs
üblichen Wochenarbeitszeit im Jahre 201
6
von ins
gesamt 41.7 Stunden (www.bfs.admin.ch; b
etriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschafts
abteilungen
), bei einem Abzug vom Tabellenlohn von 10
%
und
bei einem zum
utbaren Beschäfti
gungsgrad von 10
0 %
resultiert
am
1.
Januar
201
6
ein hypothetisches Inv
aliden
einkommen von
(abgerundet)
Fr
.
63’568
.
-- (Fr. 5’646
.-- x
12 Mo
nate ÷ 40 Stun
den x 41.7
Stunden
x 0.9
)
.
8.
8.1
Der
Vergleich des
Vali
deneinkommens
von Fr.
85’262
.--
mit dem
Invaliden
ein
kommen von
Fr.
63’568
.
-- ergibt eine Erwerbseinbusse von Fr.
21
’
694
.--, woraus ein Invalidi
tätsgrad von
(abgerundet) 25
% resultiert.
8.2
Unter diesen Umständen ist
zu Gunsten des Beschwerdeführers
nicht zu bean
standen
,
dass
ihm
die Beschw
erdegegnerin mit Verfü
gung vom 1
9.
März 2020
(Urk.
7/238
) und mit dem diese bestätigenden
Einspracheentscheid
vom
4.
Sep
tember 2020
(Urk. 2) für die Folgen
der versicherten Unfälle
vom 2
5.
Januar 1987 und
9.
Oktober 2014
für die Zeit ab 1. Januar 2016
eine Rente
bei einem
Invali
ditätsgrad von
28
% zusprach.
In diesem Punkte ist die Beschwerde daher abzuweisen.
9.
9.1
Zu prüfen bleibt der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschä
digung für die Folgen der
Unfälle vom 2
5.
Januar 1987 und
9.
Oktober 201
4.
Während die Beschwerdegegnerin davon ausging, dass der Beschwerdefüh
rer durch die versicherten Unfallereignisse eine Integritätseinbusse von insgesamt 1
0
%
erlitten habe (
Urk.
2 S. 11), bringt der Beschwerdeführer vor, dass gestützt auf die Beurteilung durch
Dr.
C._
vom
1
6.
Mai 2017
(vorstehend E.
3.18
) eine solche von 30
%
ausgewiesen sei (
Urk.
1 S. 4).
9
.2
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schä
digung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs
3.
Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn
die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
9.3
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Für die darin genannten Integritäts
schäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädi
gung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2).
9.4
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundesrätli
chen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinras
ter) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewähr
leistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
9.5
Die Schwere des Integritätsschadens wird nach dem medizinischen Befund beur
teilt. Bei gleichem medizinischen Befund ist der Integritätsschaden für alle Ver
sicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. Die Integritätsentschä
digung der Unfallversicherung unterscheidet sich daher von der privatrechtlichen Genugtuung, mit welcher der immaterielle Nachteil individuell unter Würdigung der besonderen Umstände bemessen wird. Im Gegensatz zur Bemessung der Genugtuungssumme im Zivilrecht lassen sich ähnliche Unfallfolgen miteinander vergleichen und auf medizinischer Grundlage allgemein gültige Regeln zur Bemessung des Integritätsschadens aufstellen. Spezielle Behinderungen der Betroffenen durch den Integritätsschaden bleiben dabei unberücksichtigt. Die Bemessung des Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab. Auch geht es bei ihr nicht um die Schätzung
erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beein
trächtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1 mit Hinweisen; Urteil des
Bun
desgerichts
U 191/00
vom 1
4.
Januar 2002 E. 2a).
9.6
Die Beurteilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt den ärztlichen Sach
verständigen. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offengelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt (Urteile des
Bundesgerichts 8C_62/2010 vom
2.
Juni 2010 E. 3.2,
8C_505/2007
vom 2
8.
Mai 2008
E. 3.2,
U 121/06
vom 2
3.
April 2007
E. 4.2 und
U 191/00
vom 1
3.
Januar 2002 E. 2c). Zu prüfen ist im Folgenden daher, ob die fachärztliche Beurteilung des Integritätsschadens den rechtlichen Vorgaben standhält.
10.
10.1
Dr.
B._
ging in seinem Gutachten vom 2
5.
November 2019 (vorstehend E.
3.20
) davon
aus, dass
der Beschwerdeführer
auf Grund der versicherten
Unfälle
, insbe
sondere desjenigen
vom 2
5.
Januar
1987,
unter
e
ine
r
mässige
n
Ellenbogenarth
rose
rechts
leide
, und dass
er
deswegen eine
Integritätseinbusse
im Umfang von 10
%
erlitten habe
. Gleichzeitig bestehe eine mässige Schädigung des
Nervus
ulnaris
rechts
, welche einer Integri
tätseinbusse von 5
%
entspreche, weshalb i
ns
gesamt
ein
Integritätsschaden von 15
%
ausgewiesen sei
.
10.2
Demgegenüber ging die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 1
9.
März 2020 (
Urk.
7/238) und im
Einspracheentscheid
vom
4.
September 2020 (
Urk.
2 S. 11) davon aus, dass lediglich
von einem
Anspruch auf eine Integritätsentschä
digung für eine Integritätseinbusse
von 10
%
auszugehen
sei.
10.3
Das Gutachten von
Dr.
B._
vom 2
5.
November 2019 (vorstehend E.
3.20
)
erfüllt auch in Bezug auf die Beurteilung des Integritätsschadens die nach der Recht
sprechung für eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage voraus
gesetzten Kriterien (vgl.
vorstehend
E.
1.8
) und vermag
auch
inhaltlich zu über
zeugen. Die Beurteilung durch
Dr.
B._
hält sodann auch einem Quervergleich mit den in Anhang 3 zur UVV aufgeführten Integritätsschäden stand, wonach
ein Verlust eines Arms im Ellenbogen oder oberhalb desselben e
iner Integritätsein
busse
von 50
%
entsprechen würde, sowie mit der
Tabelle
5
(Integritätsschaden bei
Arthrosen
) der Beschwerdegegnerin, wonach
eine mässige
Ell
en
bogena
rthrose
einem Integritätsschaden von 5
%
bis 10
%
entspreche
, und der Tabelle 1 (
Integ
ritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten
) der Beschwer
degegnerin, wonach ei
ne
Ulnarislähmung
proximal eine
m Integritätsschaden von 15
%
ents
preche, überein
.
Eine rechtsfehlerhafte Handhabung des Ermessens durch
Dr.
B._
ist nicht ersichtlich, weshalb für das Gericht kein Anlass besteht, in dessen fachärztlichen Bemessungsspielraum einzugreifen. Auf die Einschät
zung des Integritätsschadens durch
Dr.
B._
kann vorliegend daher abgestellt werden.
10.4
Nicht zu überzeugen vermag
- entgegen der diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 4) -
die Beurteilung des Integritätsschadens durch
Dr.
C._
vom
1
6.
Mai 2017 (vorstehend E.
3.18
)
. Denn darin ging dieser davon aus, dass die Einschränkungen im Bereich des rechten Ellenbogens des Beschwer
deführers unfallfremd seien (Urk. 7/145 S. 15 unten), dass
hingegen
die Beein
trächtigungen im Bereich der linken und rechten Schulter unfallkausal seien, und dass der Beschwerdeführer
im Bereich der
linke
n
Schulter
eine
Integritätseinbusse von 30
%
und im Bereich der
rechte
n
Schulter
eine
solch
e
von 10 %, gesamthaft
eine
solche
von 40
%
erlitten habe. Die
se
Beurteilung durch
C._
vermag, wie bereits erwähnt (vorstehend E.
4.2
),
indes
nicht zu überzeugen, weshalb vorlie
gend
darauf
nicht abgestellt werden kann.
10.5
Demnach
steht fest, dass der Beschwerdeführer infolge der versicherten Unfaller
eignisse
vom 2
5.
Januar 1987 und
9.
Oktober 2014
eine Integritätseinbusse von insgesamt 15
%
erlitten hat.
In
diesem Umfang
ist die Besch
werde daher teilweise gutzuheissen.
11.
11.1
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
11.2
Ausgangsgemäss hat
der
nur in einem verhältnismässig geringen Masse teilweise obsiegende Beschwerdeführer für das vorliegende Verfahren Anspruch auf eine
um 6
0 % reduzierte Prozess
entschädigung, welche in Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsa
che und der Schwierigkeit des Prozesses mit Fr. 9
00
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bemessen ist.