Decision ID: abd4d7c5-fc40-48e5-81de-c082f4eab969
Year: 2003
Language: de
Court: CH_BGer
Chamber: CH_BGer_016
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: social_law

Sachverhalt:
Sachverhalt:
A. B._, A._ und C._ waren Mitglieder des Verwaltungsrates der Firma O._ AG mit Sitz in M._. Am 13. Januar 1999 wurde über die Gesellschaft der Konkurs eröffnet. Mit Verfügungen vom 10. Januar 2000 forderte die Ausgleichskasse der Schweizer Maschinenindustrie (Ausgleichskasse) von B._, A._ und C._ in solidarischer Haftbarkeit Schadenersatz für mutmasslich entgangene AHV/IV/ EO/ALV-Beiträge inklusive Verzugszinsen im Gesamtbetrag von Fr. 184'418.05 (betreffend B._ und A._) beziehungsweise bis Fr. 17'307.20 (betreffend C._). Dagegen erhoben die Betroffenen Einspruch.
A. B._, A._ und C._ waren Mitglieder des Verwaltungsrates der Firma O._ AG mit Sitz in M._. Am 13. Januar 1999 wurde über die Gesellschaft der Konkurs eröffnet. Mit Verfügungen vom 10. Januar 2000 forderte die Ausgleichskasse der Schweizer Maschinenindustrie (Ausgleichskasse) von B._, A._ und C._ in solidarischer Haftbarkeit Schadenersatz für mutmasslich entgangene AHV/IV/ EO/ALV-Beiträge inklusive Verzugszinsen im Gesamtbetrag von Fr. 184'418.05 (betreffend B._ und A._) beziehungsweise bis Fr. 17'307.20 (betreffend C._). Dagegen erhoben die Betroffenen Einspruch.
B. Die von der Ausgleichkasse mit Datum vom 25. Februar 2000 gegen B._, A._ und C._ eingereichten Klagen hiess das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn in dem Sinne teilweise gut, als es A._, B._ und C._ - letzterer bis zum Betrag von Fr. 17'307.20 - unter solidarischer Haftung verpflichtete, der Ausgleichskasse Fr. 57'889.70 als Schadenersatz zu bezahlen (Entscheid vom 30. August 2002).
B. Die von der Ausgleichkasse mit Datum vom 25. Februar 2000 gegen B._, A._ und C._ eingereichten Klagen hiess das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn in dem Sinne teilweise gut, als es A._, B._ und C._ - letzterer bis zum Betrag von Fr. 17'307.20 - unter solidarischer Haftung verpflichtete, der Ausgleichskasse Fr. 57'889.70 als Schadenersatz zu bezahlen (Entscheid vom 30. August 2002).
C. B._ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und er sei für jegliche Haftung für AHV-Beiträge freizusprechen.
Die Ausgleichskasse und das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, während die Mitbeteiligten A._ und C._ sowie das Bundesamt für Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung verzichten.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:
Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:
1. Da es sich bei der angefochtenen Verfügung nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen handelt, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nur zu prüfen, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).
1. Da es sich bei der angefochtenen Verfügung nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen handelt, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht nur zu prüfen, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).
2. In materiell rechtlicher Hinsicht hat das kantonale Gericht die zu Art. 52 AHVG ergangenen Grundsätze gemäss der Rechtsprechung unter Einschluss der masslichen Überprüfbarkeit der Schadenersatzforderung, soweit sie, wie hier, nicht auf vor dem Konkurseintritt rechtskräftig gewordenen Beitragsverfügungen oder -Abrechnungen beruht (ZAK 1991 S. 126), in allen Teilen zutreffend dargelegt. Es wird auf die Erwägungen 2, 3a, 4a und 5a des angefochtenen Entscheides verwiesen.
2. In materiell rechtlicher Hinsicht hat das kantonale Gericht die zu Art. 52 AHVG ergangenen Grundsätze gemäss der Rechtsprechung unter Einschluss der masslichen Überprüfbarkeit der Schadenersatzforderung, soweit sie, wie hier, nicht auf vor dem Konkurseintritt rechtskräftig gewordenen Beitragsverfügungen oder -Abrechnungen beruht (ZAK 1991 S. 126), in allen Teilen zutreffend dargelegt. Es wird auf die Erwägungen 2, 3a, 4a und 5a des angefochtenen Entscheides verwiesen.
3. 3.1 Auf Grund der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist in erster Linie streitig, ob in dem vom kantonalen Gericht angenommenen Umfange (Fr. 57'889.70) ein Beitragssubstrat vorliegt, für dessen Ausfall der Beschwerdeführer zu Recht schadenersatzpflichtig erklärt wurde. Während die Vorinstanz B._ als Selbstständigerwerbenden qualifizierte, schloss sie im Falle von A._ auf unselbstständige Erwerbstätigkeit. Es liege keine separate Vereinbarung vor, wonach er für die Firma O._ AG, M._, als Berater oder dergleichen tätig werden sollte. Bezeichnenderweise habe er der Gesellschaft nie entsprechend Rechnung gestellt. Er habe auch nicht nachgewiesen, dass er ausserhalb der Firma O._ AG über eine berufliche Infrastruktur verfügte und weitere Kunden besass oder dass er der Firma O._ AG Dienste erbracht hätte, die in keinem direkten Zusammenhang mit seiner Organstellung stünden. Die von A._ im Zusammenhang mit dem Kaufvertrag zwischen der Firma O._ AG und der D._, im Umfange von Fr. 200'000.- erhaltene Provision qualifizierte das Gericht als massgebenden Lohn. Gestützt auf die Arbeitgeberkontrollberichte der S._ AG vom 17. Juni und 30. August 1999 sei davon auszugehen, dass die Firma O._ AG A._ im Monat etwa Fr. 10'000.- ausgerichtet habe, was dieser anlässlich der Instruktionsverhandlung als durchaus realistisch bezeichnet habe.
3.2 Die dagegen erhobenen Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde lauten dahin, die Bezüge A._s seien nicht nachgewiesen; der Beschwerdeführer habe von einer Zahlung von Fr. 200'000.- der D._ an diesen nichts gewusst und es sei auch unklar, wofür dieses Geld geflossen sei und ob dafür Beiträge geschuldet seien; da Zweifel an der Beitragspflicht in guten Treuen angebracht seien, sei ein grobfahrlässiges Verhalten ausgeschlossen. Diese Vorbringen sind nicht geeignet, die vorinstanzlichen Tatsachenfeststellungen als offensichtlich unrichtig und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen als bundesrechtswidrig (Erw. 1) erscheinen zu lassen. Der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretene Standpunkt würde darauf hinauslaufen, dass A._ für die von ihm beherrschte Firma O._ AG unentgeltlich tätig gewesen wäre, was jeglicher Lebenserfahrung widerspricht und bei den gegebenen Verhältnissen nicht anzunehmen ist. Den Verstoss der Abrechnungspflicht durch die Firma hat der Beschwerdeführer als unstreitig formelles Organ mit beherrschender Stellung im Rahmen der Haftung nach Art. 52 AHVG praxisgemäss zu vertreten. Nach der sie treffenden Mitwirkungspflicht hätte es den in Pflicht genommenen Organen oblegen, die effektiven Bezüge von der nachmals konkursiten AG und ihre Verabgabung im Rahmen der behaupteten selbstständigen Erwerbstätigkeit darzulegen. Nichts von alledem. Die Schätzung des von A._ bezogenen Entgeltes und die darauf bemessene paritätische Beitragsforderung von Fr. 31'989.40 kann keinesfalls als ermessensmissbräuchlich (Erw. 1) bezeichnet werden, so wenig wie die Qualifizierung der erhaltenen Provision im Umfange von Fr. 200'000.- als massgebenden Lohn bundesrechtswidrig ist. Die weiteren Haftungsvoraussetzungen sind offensichtlich erfüllt, handelt es sich doch bei der vom Beschwerdeführer verwalteten Firma O._ AG um eine Arbeitgeberin, mit deren Geschäftsgebaren (Ordnungsmässigkeit der Buchhaltung) es nicht zum Besten stand und welche über die fraglichen Erwerbsverhältnisse mit der Kasse während Jahren nicht abgerechnet hatte. Von einem Grenzfall in der beitragsrechtlichen Stellung des A._ kann auf Grund der von der Vorinstanz verbindlich festgestellten Tatsachen keine Rede sein.
3.2 Die dagegen erhobenen Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde lauten dahin, die Bezüge A._s seien nicht nachgewiesen; der Beschwerdeführer habe von einer Zahlung von Fr. 200'000.- der D._ an diesen nichts gewusst und es sei auch unklar, wofür dieses Geld geflossen sei und ob dafür Beiträge geschuldet seien; da Zweifel an der Beitragspflicht in guten Treuen angebracht seien, sei ein grobfahrlässiges Verhalten ausgeschlossen. Diese Vorbringen sind nicht geeignet, die vorinstanzlichen Tatsachenfeststellungen als offensichtlich unrichtig und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen als bundesrechtswidrig (Erw. 1) erscheinen zu lassen. Der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretene Standpunkt würde darauf hinauslaufen, dass A._ für die von ihm beherrschte Firma O._ AG unentgeltlich tätig gewesen wäre, was jeglicher Lebenserfahrung widerspricht und bei den gegebenen Verhältnissen nicht anzunehmen ist. Den Verstoss der Abrechnungspflicht durch die Firma hat der Beschwerdeführer als unstreitig formelles Organ mit beherrschender Stellung im Rahmen der Haftung nach Art. 52 AHVG praxisgemäss zu vertreten. Nach der sie treffenden Mitwirkungspflicht hätte es den in Pflicht genommenen Organen oblegen, die effektiven Bezüge von der nachmals konkursiten AG und ihre Verabgabung im Rahmen der behaupteten selbstständigen Erwerbstätigkeit darzulegen. Nichts von alledem. Die Schätzung des von A._ bezogenen Entgeltes und die darauf bemessene paritätische Beitragsforderung von Fr. 31'989.40 kann keinesfalls als ermessensmissbräuchlich (Erw. 1) bezeichnet werden, so wenig wie die Qualifizierung der erhaltenen Provision im Umfange von Fr. 200'000.- als massgebenden Lohn bundesrechtswidrig ist. Die weiteren Haftungsvoraussetzungen sind offensichtlich erfüllt, handelt es sich doch bei der vom Beschwerdeführer verwalteten Firma O._ AG um eine Arbeitgeberin, mit deren Geschäftsgebaren (Ordnungsmässigkeit der Buchhaltung) es nicht zum Besten stand und welche über die fraglichen Erwerbsverhältnisse mit der Kasse während Jahren nicht abgerechnet hatte. Von einem Grenzfall in der beitragsrechtlichen Stellung des A._ kann auf Grund der von der Vorinstanz verbindlich festgestellten Tatsachen keine Rede sein.
4. Da es nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht (Erw. 2 hiervor), ist das Verfahren kostenpflichtig (Art. 134 OG e contrario). Entsprechend dem Ausgang des Prozesses gehen die Gerichtskosten zu Lasten des Beschwerdeführers (Art. 156 Abs. 1 OG).