Decision ID: c2828d7b-4d86-4efd-b783-df17b93f23d2
Year: 2017
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war als Plattenleger und Geschäftsführer bei der
B._ GmbH tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt
(nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 25. August
2015 einen Unfall vom 2. August 2015 mit folgendem Sachverhalt meldete: "Auf dem
Strand wollte ich ins Wasser steigen. Die Küste war felsig. Ich rutschte auf einem
Felsen, der halb im Wasser liegt und sehr rutschig war, plötzlich aus und fiel auf die
rechte Seite und spürte einen Knacks und sofort einen starken Schmerz in der rechten
Schulter, weil ich mich beim Fallen mit der rechten Hand schützen bzw. stützen wollte."
Als Unfallort war in der Schadenmeldung Klinik C._ in D_, als erstbehandelnder
Arzt bzw. Spital/Klinik die Notaufnahme in C._ und als nachbehandelnder Arzt Dr.
med. E._, Allgemeinarzt und FMH Chirurgie, vermerkt (Suva-act. 1, vgl. auch Suva-
act. 13). Eine Erstbehandlung bei Dr. E._ hatte am 17. August 2015 stattgefunden
(Suva-act. 9). Am 27. August 2015 unterzog sich der Versicherte einer MRI-
Untersuchung der rechten Schulter, welche eine ausgedehnte
Rotatorenmanschettenruptur (3-Sehnenruptur Rotatorenmanschette, vgl. Suva-act. 19)
rechts ergab (Suva-act. 8). An selbigem Tag sicherte die Suva dem Versicherten die
Vergütung der Heilbehandlungskosten sowie die Entrichtung von Taggeldern zu (Suva-
act. 5).
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A.b Auf Zuweisung von Dr. E._ wurde der Versicherte am 2. September 2015 durch
Dr. med. F._, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, Leiter Orthopädie des Spitals G._, klinisch und
röntgenologisch untersucht. Dieser sah die Indikation für ein operatives Vorgehen
hinsichtlich der Rotatorenmanschettenruptur als eindeutig gegeben an (Suva-act. 8).
Am 14. September 2015 führte Dr. F._ eine Schulteroperation rechts mit
Rekonstruktion der Rotatorenmanschette sowie einer Acromioplastik durch (Suva-act.
19).
A.c Mit Schreiben vom 9. September 2015 widerrief die Suva ihre
Übernahmezusicherung vom 27. August 2015 und kündigte dem Versicherten aufgrund
neu bekannt gewordener Tatsachen eine Überprüfung ihrer Leistungspflicht bzw. die
Vornahme weiterer Abklärungen an (Suva-act. 11). Am 25. September 2015 führte sie
ein Gespräch mit dem Versicherten (Suva-act. 13). Weiter holte sie eine interne
Stellungnahme ihres Kreisarztes Dr. med. H._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, datiert vom 6. Oktober 2015, ein
(Suva-act. 17).
A.d Mit Verfügung vom 7. Oktober 2015 bestätigte die Suva die Erbringung der
gesetzlichen Versicherungsleistungen für die Folgen des Unfalls vom 2. August 2015,
widerrief also wiederum ihr Schreiben vom 9. September 2015, und eröffnete dem
Versicherten die Einstellung ihrer Leistungen per 13. September 2015. Zur Begründung
führte sie an, dass die heute bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt,
sondern ausschliesslich krankhafter Natur seien. Der Zustand, wie er sich auch ohne
den Unfall vom 2. August 2015 eingestellt hätte (Status quo sine), sei gemäss
kreisärztlicher Beurteilung spätestens am 13. September 2015 erreicht gewesen (Suva-
act. 18).
B.
B.a Am 12. Oktober 2015 erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 7. Oktober
2015 Einsprache (Suva-act. 20).
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B.b Die Suva liess deshalb am 10. November 2015 die Terminierung der
Versicherungsleistungen per Status quo sine durch Kreisarzt Dr. H._ nochmals
beurteilen (Suva-act. 23).
B.c Mit Einspracheentscheid vom 4. Januar 2016 wies die Suva die Einsprache des
Versicherten ab (Suva-act. 29).
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer), vertreten durch Goran Babic, Patentierter Rechtsagent, Rorschach,
mit Eingabe vom 5. Februar 2016 Beschwerde mit dem Antrag, die Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab 13. September
2015 die Versicherungsleistungen zu erbringen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen (act. G 1). Zusammen mit der Beschwerdeeingabe wurden
insbesondere verschiedene medizinische Fachartikel eingereicht (act. G 1.9-G 1.11).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 4. März 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde (act. G 3).
C.c Mit Replik vom 22. April 2016 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an
seinem Antrag fest und reichte ein Schreiben an Dr. E._ vom 14. März 2016 mit der
Bitte, zu den Ausführungen von Dr. H._ Stellung zu nehmen (act. G 5.1), sowie
dessen Antwortschreiben vom 26. März 2016 (act. G 5.2) ein.
C.d Mit Duplik vom 13. Mai 2016 hielt die Beschwerdegegnerin ihrerseits an ihrem
Antrag auf Beschwerdeabweisung fest (act. G 7).
C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die weiteren
Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
1.
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Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit
der Leistungseinstellung per 13. September 2015 (vgl. dazu nachstehende Erwägung
4).
2.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher
die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
3.
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz
nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der
Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des
Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und
adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA
RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/
Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen
natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel
auf Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht
nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181
E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat
indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen
Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers gegenüber
dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE
118 V 291 f. E. 3a). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich
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nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen).
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das
Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
nachgewiesen sein. Da es sich bei der Einstellung um eine anspruchsaufhebende
Tatfrage handelt, liegt die Beweislast nicht beim Versicherten, sondern beim
Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 263 f. E.
3b). Dieser muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso
wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass
kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei
voller Gesundheit sei (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1.
Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 31. August 2001,
U 285/00, E. 5a). Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist
unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines
Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind.
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall verschlimmerten
oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaften Vorzustand entfällt erst, wenn
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach
dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall
früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine; vgl. zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U
206 S. 328 f. E. 3b, mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54). Im Rahmen
der Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es
mithin für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn
der Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache
darstellt. Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und
Kostenvergütungen sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt,
wenn die Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese
Bestimmung beinhaltet eine Durchbrechung des Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen
ein Gesundheitsschaden durch das Zusammenwirken konkurrierender, teils
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unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Urteil des EVG vom
18. Februar 2003, U 287/02, E. 4.4).
3.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss, zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 120 zu
Art. 61; BGE 125 V 252 E. 3a; SVR 2010 IV Nr. 52, 9C_125/2009, E. 3.3). Hinsichtlich
des Beweiswerts eines Arzt¬berichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der
Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Auch den Berichten
versicherungsinterner Ärzte oder Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert
beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Art.
8 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze
der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) geben keinen formellen
Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung, wenn Leistungsansprüche streitig
sind. Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen
Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den
Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens -
abschliessen. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge
Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit
und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen
vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.6; RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 E. 1a).
4.
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Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht im
Zusammenhang mit dem Unfall vom 2. August 2015 und erstattete entsprechend die
Heilkosten und richtete Taggeld aus. Streitig ist, ob sie zu Recht die
Versicherungsleistungen per 13. September 2015 und damit vor der operativen
Behandlung der Rotatorenmanschettenruptur rechts durch Dr. F._ am 14. September
2015 eingestellt hat. Die Beschwerdegegnerin wäre für eine operative Behandlung und
sodann bis zur Heilung der unmittelbaren Operationsfolgen (Wundheilung,
postoperative Schmerzphase, Einnahme von Medikamenten, Schonungsphase mit
möglicher Arbeitsunfähigkeit usw.) leistungspflichtig, sofern die operative Behandlung
einen (teilweise) unfallkausalen Gesundheitsschaden umfasst hätte. Eine
entsprechende Unfallkausalität wird jedoch von der Beschwerdegegnerin gestützt auf
die Beurteilungen ihres Kreisarztes Dr. H._ vom 6. Oktober 2015 (Suva-act. 17) und
10. November 2015 (Suva-act. 23) verneint.
5.
5.1 Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (13. September 2015) wies die rechte
Rotatorenmanschette des Beschwerdeführers unbestrittenermassen radiologisch
objektivierte retrahierte Kontinuitätsunterbrechungen in drei verschiedenen Anteilen,
nämlich der Supraspinatus-, der Infraspinatus- sowie der Subscapularissehne, auf,
worin ohne weiteres strukturelle Gesundheitsschädigungen zu sehen sind (vgl. Suva-
act. 19, 23-4). Die Rotatorenmanschette neigt zur Degeneration. Allerdings kann sie
auch als Folge eines Traumas ein- oder abreissen (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER,
Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 628, 724 f., 728 ff.; ROCHE
LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1681; PSCHYREMBEL, Klinisches
Wörterbuch 2014, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 1870, 1939). Nachfolgend ist also zunächst
zu prüfen, ob es sich bei der Rotatorenmanschettenläsion mit Beteiligung dreier
Sehnen, wie sie beim Beschwerdeführer vorgelegen hat, um eine direkte
Unfallverletzung oder einen degenerativen Vorzustand handelt.
5.2 Die Schädigung der Rotatorenmanschette rechts wurde bereits im Rahmen der
MRI-Untersuchung vom 27. August 2015, d.h. dreieinhalb Wochen nach dem Unfall,
erhoben (Suva-act. 8). Selbst Dr. H._ spricht diesbezüglich von einem zeitnahen
bildgebenden Befund (Suva-act. 17), womit nicht ausgeschlossen ist, dass die am 14.
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September 2015 operierte Rotatorenmanschettenläsion beim Unfall passiert ist bzw.
eine traumatische Verletzung darstellt. Die Umstände, dass gemäss dem von Dr. H._
angeführten medizinischen Fachartikel bei Rotatorenmanschettenläsionen
degenerative Veränderungen als Ursache im Mittelpunkt stehen (vgl. Suva-act. 23-5)
und dass der Beschwerdeführer laut röntgenologischem Untersuchungsergebnis vom
2. September 2015 eine betonte Sklerose am Tuberculum majus sowie deutliche
Zeichen einer AC-Überlastung mit Osteophyten aufweist (Suva-act. 8), aufgrund derer
Dr. H._ von vorbestehenden Schäden des AC-Gelenks respektive von einer
Impingementkonstellation spricht (vgl. Suva-act. 23-5), schliessen nicht aus, dass die
Rotatorenmanschettenläsion im vorliegenden Fall nicht doch durch ein Trauma
verursacht sein kann. Dies zumal sich die Annahme eines rein degenerativen Prozesses
bei einer Häufigkeit von 25% bei Patienten mit Schulterbeschwerden zwischen dem
40. und 56. Lebensjahr (im Zeitpunkt des Unfalls war der Beschwerdeführer 54 Jahre
alt) in keiner Weise aufdrängt (vgl. dazu auch PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1870).
5.3 Die Feststellung von Dr. H._ in seiner Beurteilung vom 10. November 2015 - die
vom Beschwerdeführer glaubhaft geschilderte Symptomatologie mit einem hörbaren
Zerreissen (Knacksen) und anschliessendem scharfen Schmerz (vgl. dazu Suva-act. 1,
13, 20, act. G 1) sei durchaus nachvollziehbar und sei dem Augenblick der degenerativ
bedingten Kontinuitätsunterbrechung der Rotatorenmanschette zuzuordnen (Suva-act.
23-5) - bedeutet sodann, dass er offensichtlich von einem Zerreissen der Sehnen
zeitgleich mit dem Sturz ausgeht. Auch dieser Umstand kann als Hinweis auf eine
unfallbedingte Rotatorenmanschettenruptur betrachtet werden. Das Ereignis, wie es
der Beschwerdeführer wiederholt und konsistent beschrieben hat, wird gemäss
medizinischer Literatur als typisch für das traumatische Entstehen einer
Rotatorenmanschette betrachtet (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 726; act. G 1.9). Sollte
diese trotz zeitlichen Zusammentreffens mit dem Ereignis dennoch degenerativ bedingt
sein, müsste dies als ausserordentlicher Zufall betrachtet werden, welcher im Vergleich
zur traumatischen Verursachung weit unwahrscheinlicher erscheint. Auch wenn nicht
von der Hand zu weisen ist, dass die in der Einsprache vom 12. Oktober 2015 (Suva-
act. 20) ausserdem beschriebene Symptomatik eines unbeweglichen Arms, in
hängender Position neben dem Körper, eher lehrbuchmässig erscheint, ist doch zu
sagen, dass der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin am 25.
September 2015 typisch für eine Rotatorenmanschettenläsion schilderte, er habe den
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Arm nicht mehr nach oben bewegen können (Suva-act. 13), womit er eine
Pseudoparalyse bzw. eine aktive Bewegungseinschränkung beschrieb (vgl. dazu
DEBRUNNER, a.a.O., S. 728; act. G 1.9, G 1.10). Dass diese - wie von der
Beschwerdegegnerin geltend gemacht - klinisch nicht dokumentiert sei, stimmt so
nicht. Zwar wurde sie von Dr. E._ im Arztzeugnis UVG vom 4. September 2015 nicht
explizit erwähnt, doch hielt der Hausarzt jedenfalls das Vorliegen typischer Zeichen für
eine Rotatorenmanschettenruptur Schulter rechts fest (Suva-act. 9). Im Übrigen
vermochte der Beschwerdeführer anlässlich der klinischen Untersuchung durch Dr.
F._ vom 2. September 2015 den Arm aktiv nur bis zur Horizontalen zu bewegen,
assistiv infolge Abwehrspannung mit Schmerzen verbunden (Suva-act. 8; vgl. dazu
DEBRUNNER, a.a.O., S. 728; act. G 1.9, G 1.10).
5.4 Ein massgebendes Beurteilungskriterium für die Ursächlichkeit einer
Gesundheitsschädigung bildet im Weiteren der Unfallhergang, zu welchem sich Dr.
H._ in seinen Beurteilungen umfassend äusserte. Dabei ist in Übereinstimmung mit
der Beschwerdegegnerin (act. G 3) vorwegzunehmen, dass die Ereignisanalyse, d.h.
die Einschätzung der Eignung, eine bestimmte Verletzung zu bewirken, welche auf
Rückschlüssen biomechanischer Modelluntersuchungen und empirischer Beobachtung
beruht (vgl. act. G 1.9), wenn auch nicht als alleiniger Beweis, so doch in der
Zusammenhangsbewertung als relevanter Anhaltspunkt zu betrachten ist (vgl. act. G
1.9, S. 420). Dies zeigt sich auch darin, dass in den medizinischen Fachartikeln
durchaus konkrete Verletzungsmechanismen beschrieben werden, welche zu einer
traumatischen Sehnenruptur führen können. Als potenziell geeignete
Verletzungsmechanismen werden genannt: das Abscheren des Sehnenansatzes von
innen, sobald der maximal zulässige Rotationswinkel überschritten ist und der
Sehnenansatz mit dem Pfannenrand in Konflikt gerät (sogenanntes inneres
Impingement), z.B. bei einer Schulter(sub)luxation; die passive Traktion, z.B. nach
unten (beim Versuch einen schweren fallenden Gegenstand aufzufangen), ventral oder
medial; die exzentrische Belastung angespannter Anteile der Rotatorenmanschette,
z.B. bei passiv forcierter Aussen- oder Innenrotation bei anliegendem oder
abgespreiztem Arm, z.B. bei einem Sturz vom Gerüst nach vorn mit dem Versuch, den
Fall durch Festhalten abzufangen. Die traumatische Ruptur der Rotatorenmanschette
erfolgt also dann, wenn durch indirekte Gewalteinwirkung, selten durch ein direktes
Anpralltrauma bzw. durch eine plötzliche körpereigene Kraftanstrengung, die
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mechanische Belastbarkeit des Sehnengewebes überschritten wird (vgl. Suva-act.
23-4; act. G 1.9, S. 419 f.;<http://www.gaertner-servatius.de/krankheiten/
rotatorenmanschettenruptur_leitlinien.pdf>; <https://de.wikipedia.org/wiki/
Rotatorenmanschettenruptur>, beide abgerufen am 28. August 2017). Allgemeiner,
aber dennoch mit dem letzten der vorgenannten Verletzungsmechanismen
übereinstimmend formuliert, findet sich in der medizinischen Literatur ein abruptes
Abstützen bei Sturz bzw. eines Sturzes auf den ausgestreckten Arm oder Ellbogen
(<https://gelenk-klinik.de/orthopaedischeerkrankung/schulter/ruptur-
rotatorenmanschette.html>; <http://orthopaedieunfallchirurgie.universimed.com/artikel/
die-rotatorenmanschetten ruptur-verletzung>; <http://www.orthozentrum.ch/de/
Schulter-Ellbogen-Hand/Rotatorenmanschettenruptur-und-Impingementsyndrom>;
http://www.orthozentrum.ch/de/Schulter-
Ellbogen-Hand/Rotatorenmanschettenruptur-und-Impingementsyndrom, alle abgerufen
am 28. August 2017). Dass ein axiales Stauchungstrauma über das Ellbogengelenk
(vgl. dazu Svua-act. 20) - wie von Dr. H._ in seiner ärztlichen Beurteilung vom 10.
November 2015 festgehalten (Suva-act. 23-4) - oder eine axiale Stauchung - wie von
der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 4. März 2016 allgemein
angeführt (act. G 3) - keine Schädigung der Rotatorenmanschette bewirken könnte, ist
also zu bezweifeln. Für den konkreten Fall ist damit nun aber festzustellen, dass -
entgegen der Auffassung von Dr. H._ - ein für eine unfallbedingte
Rotatorenmanschettenruptur typischer Bewegungsablauf insoweit nicht
ausgeschlossen werden kann, als im vorliegenden Fall bestimmt nur von einem Sturz
mit direktem Aufprall der rechten Schulter auf einem Stein ausgegangen werden kann
(vgl. dazu Suva-act. 17). Ein entsprechender Bewegungsablauf ist zwar dem
Arztzeugnis UVG von Dr. E._ vom 4. September 2015 (Suva-act. 9) sowie dem
Protokoll der Beschwerdegegnerin vom 25. September 2015 über die gleichentags
geführte Besprechung mit dem Beschwerdeführer (Suva-act. 13) zu entnehmen. In der
Schadenmeldung UVG vom 25. August 2015 wurde jedoch ausdrücklich geschrieben,
der Beschwerdeführer habe sich beim Sturz auf die rechte Seite mit der rechten Hand
schützen bzw. stützen wollen (Suva-act. 1). Die Deutschkenntnisse des
Beschwerdeführers mögen zwar - wie von der Beschwerdegegnerin in der
Beschwerdeantwort vom 4. März 2016 geltend gemacht (act. G 3) - für die
Besprechung vom 25. September 2015 ausgereicht haben, dennoch handelt es sich
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hier, insbesondere für einen Versicherten anderer Muttersprache, um sprachliche
Feinheiten. Gewisse Ungenauigkeiten könnten damit durchaus erklärt werden. Dies
zeigt sich im Übrigen anschaulich auch anhand der Berichte von Dr. F._ vom 3.
September 2015 (Suva-act. 8) und 24. September 2015 (Suva-act. 19), worin dieser
einmal - einer axialen Stauchung nahe - einen "Schlag in die rechte Schulter", das
andere Mal einen "Schlag auf die rechte Schulter" festhält. Unterstrichen wird die
Schwierigkeit der genauen Ermittlung des Bewegungsablaufs durch das in der
medizinischen Literatur festgehaltene schlüssige Ergebnis, dass die Richtung des
Sturzes und der erste Kontakt des Aufpralls den Verletzten in der Regel nicht
erinnerlich gewesen sei. Erfahrungsgemäss könnten viele Patienten verbal nicht
zwischen einem Sturz auf den Arm oder direkt auf die Schulter unterscheiden (act. G 9,
S. 421; act. G 1.10, S. 210). Selbst wenn von der Schilderung eines stumpfen Aufpralls
mit der Schulter ausgegangen würde, ist es naheliegend, dass ein im Regelfall plötzlich
und unerwartet eintretender bzw. sich schnell abspielender Sturz vom Stürzenden am
ehesten als Kontusion bzw. stumpfer Aufprall des Körpers auf den Boden
wahrgenommen wird. Zusammenfassend ist mithin zu sagen, dass ein Unfallereignis
gemäss Schadenmeldung UVG vom 25. August 2015, worin ein
Verletzungsmechanismus mit dem Potenzial für eine Schädigung der
Rotatorenmanschette beschrieben wurde, nicht zum Vornherein unwahrscheinlicher
erscheint, als ein ungeeigneter Verletzungsmechanismus.
5.5 Der Umstand, dass in den medizinischen Akten weder bezüglich der rechten
Schulter noch des rechten Ellbogens klinische Zeichen einer Mitbeteiligung in Form von
Hautabschürfungen, Hämatombildungen oder eine schmerzhafte
Bewegungseinschränkung des rechten Ellbogens erwähnt werden, und die MRI-
Untersuchung vom 27. August 2015 keinerlei spezifische Zeichen einer relevanten
Gewalteinwirkung wie Knochenödeme, Flüssigkeitskollektionen, Echoalterationen im
Bereich des das Schultergelenk umgebenden Weichteilmantels oder einen
intraartikulären Gelenkerguss gezeigt hat, stellt keinen diese Beurteilung aufhebenden
Hinweis dar. Wie bereits erwähnt, konzentriert sich der von Dr. E._ im Arztzeugnis
UVG vermerkte objektive Befund nur auf die Symptome einer
Rotatorenmanschettenruptur und dies dazu nur allgemein (Suva-act. 9). Wenn Dr. E._
nun auf Nachfrage des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers in seinem Schreiben
vom 26. März 2016 (act. G 5.2) die typischen Zeichen für die
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Rotatorenmanschettenruptur konkretisiert, indem er festhält, an der betroffenen
rechten Schulter sei deutlich ein Hämatom zu sehen gewesen, welches in Resorption
begriffen gewesen sei, ist dies nicht anzuzweifeln. Grundsätzlich ist von der Richtigkeit
einer solchen ärztlichen Angabe auszugehen, zumal es sich dabei nicht um eine
Würdigung bzw. Schätzung mit Ermessensspielraum (beispielsweise um eine
Arbeitsfähigkeitsschätzung) handelt. Im Übrigen ist nicht verständlich, weshalb die
Beschwerdegegnerin in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes keine
entsprechenden gezielten Auskünfte bei den behandelnden Ärzten eingeholt hat.
Mangels Vorliegens eines Untersuchungsberichts über die unbestrittenermassen vor
Ort bzw. in D._ erfolgte Notfallbehandlung (vgl. Suva-act. 1, 13 [Übergabe einer
entsprechenden Quittung an die Beschwerdegegnerin]) lässt sich die kreisärztliche
Aussage betreffend äusserlich wahrnehmbarer Verletzungszeichen auch nicht
anderswie bestätigen. Ausserdem dürfte diesbezüglich bis zur Erstbehandlung bei Dr.
E._ vom 17. August 2015 ein Heilungsprozess stattgefunden haben, was Dr. E._
ebenfalls festgestellt hat. Allgemein bleibt anzufügen, dass laut medizinischer Literatur
das Ausbleiben einer Blutung aus dem Rupturbereich im Sehnenansatzgebiet ein
traumatisches Ereignis nicht ausschliesst. Deltoideus und Bursa könnten das
Durchtreten eines Blutergusses verhindern (act. G 1.9, S. 421). Eine wissenschaftliche
Analyse der MRI-Aufnahmen traumatischer Fälle ergab eine derart geringe Häufigkeit
eines Knochenmarködems (in lediglich 4% der traumatischen Gruppe; act. G 1.10, S.
211), dass auch das Fehlen eines solchen im Falle des Beschwerdeführers nicht gegen
eine überwiegend wahrscheinlich traumatische Rotatorenmanschettenläsion spricht.
5.6 Damit verbleibt zwar die an sich überzeugende und nachvollziehbare Feststellung
von Dr. H._ in seiner Beurteilung vom 11. November 2015, die mehrere Sehnen
betreffende Kontinuitätsunterbrechung der Rotatorenmanschette könne durch ein
einzelnes Unfallereignis nicht erklärt werden, da es für die traumatische Schädigung
einzelner Sehnenanteile der Rotatorenmanschette unterschiedlicher
Verletzungsmechanismen bedürfe (Suva-act. 23-5). Die in den Erwägungen 5.3-5.5
dargestellte Unfallanamnese (Unfallmechanismus in Form einer indirekten
Gewalteinwirkung, zeitlicher Zusammenhang, hörbares Rissgeräusch,
Beweglichkeitseinschränkung, Schmerzen) lässt sich jedoch damit nicht aufheben (vgl.
dazu auch Erwägung 5.7). So ist beispielsweise der medizinischen Literatur auch zu
entnehmen, dass infolge eines Traumas eine Rotatorenmanschettenruptur in
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Kombination mit einer Läsion der Bizepssehne auftreten kann (vgl. act. G 9.1, S. 420;
<https://de.wikipedia.org/wiki/Rotatorenmanschettenruptur>; <https://www.ksw.ch/
PortalData/1/Resources/CHI/Dokumente/Ruptur_der_Rotatorenmanschette.pdf>,
beide abgerufen am 28. August 2017).
5.7 Im konkreten Fall erweist sich schliesslich der Hinweis der Beschwerdegegnerin im
angefochtenen Einspracheentscheid (Suva-act. 29) wie auch in der
Beschwerdeantwort vom 4. März 2016 (act. G 3) auf den Begriff "post hoc ergo propter
hoc" als untauglich. Allgemein vermag dieser juristisch gesehen zwar nichts über eine
allfällige Unfallkausalität auszusagen (vgl. dazu ALFRED MAURER, Schweizerisches
Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Berlin 1989, S. 460 Fn 1205; KIESER, a.a.O., N 69 zu
Art. 4; BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb, SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52, E. 7.2.4,
sowie SVR 2008 UV Nr. 11 [U 290/06], S. 34, E. 4.2.3, je mit Hinweisen). Doch ist in
Bezug auf den konkreten Fall zu berücksichtigen, dass eine Unfallanamnese mit einem
typischen Bewegungsablauf für eine Rotatorenmanschettenruptur, unmittelbar darauf
aufgetretenen typischen Symptomen, weswegen der Beschwerdeführer noch während
seiner Ferien in D._ einen Arzt konsultierte, und mit einer unfallnah radiologisch
erhobenen umfassenden Rotatorenmanschettenverletzung, welche nachfolgend
operativ behandelt werden musste, nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. Die blosse zeitliche Abfolge stellt nur
in solchen Fällen einen ungenügenden Beweis dar, in denen das Vorliegen einer
strukturellen Verletzung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
verneint werden kann. Eine Gesamtbetrachtung im Sinne der vorangegangenen
Erwägungen lässt jedoch nicht die überwiegend wahrscheinliche Schlussfolgerung zu,
dass die am 14. September 2015 operativ behandelte Rotatorenmanschettenläsion
unfallfremd war.
5.8 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es dem Gericht anhand der
Ausführungen von Dr. H._ nicht möglich ist, mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob bei der Operation vom 14. September 2015 eine
traumatische Verletzung oder ein rein degenerativer Vorzustand behandelt worden ist.
6.
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Wenn Dr. H._ bezüglich der Rotatorenmanschettenläsion von einem Vorzustand
ausgeht und diesen "nur" durch eine minime Distorsion des rechten Schultergelenks
als vorübergehend verschlimmert betrachtet (Suva-act. 23-6), könnte selbst in einem
solchen Fall im Zeitpunkt der Leistungseinstellung nicht von einem überwiegend
wahrscheinlichen Dahinfallen jeder (teil-)kausalen Bedeutung des Unfallereignisses vom
2. August 2015 für die am 14. September 2015 vorgenommene Operation
ausgegangen werden. Die Ausführungen in der Erwägung 5 sprechen auch hier gegen
einen rein unfallfremden, d.h. restlos degenerativen Prozess.
7.
Nach dem Gesagten lassen die kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. H._ keinen
Entscheid darüber zu, ob das Unfallereignis vom 2. August 2015 per 13. September
2015 jede kausale Bedeutung hinsichtlich der am 14. September 2015 operativ
behandelten Rotatorenmanschettenruptur verloren hat. Für eine Leistungseinstellung
genügt eine derartige Beweislage nicht. Nachdem damit keine zuverlässige
medizinische Beurteilungsgrundlage für die Frage des Wegfalls der Unfallkausalität per
13. September 2015 vorliegt und von weiteren medizinischen Abklärungen keine neuen
Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 2. April 2015, 8C_924/2014, E. 4.3), ist mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit über den 13. September 2015 hinaus von einer
Unfallkausalität auszugehen, womit die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu
Unrecht per vorgenanntem Datum eingestellt hat.
8.
8.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des
Einspracheentscheids vom 4. Januar 2016 (Suva-act. 29) gutzuheissen und die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer über den 13. September
2015 hinaus die gesetzlichen Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 2. August 2015
zu erbringen.
8.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
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8.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei
Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die Parteientschädigung ist vom Gericht
ermessensweise festzusetzen, wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und
dem Aufwand Rechnung zu tragen ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. Art. 98 ff. des
sanktgallischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). Der
Bedeutung und dem Aufwand der Streitsache angemessen erscheint vorliegend eine
Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und
Mehrwertsteuer).