Decision ID: 401cd904-84ec-413c-bd94-2e2da97eb4ab
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1968
geborene
X._
, Vater dreier 1997,
1999 und 2000 gebo
rener Kinder, war verschiedentlich
und
mit Unterbrüchen als Hilfsarbeiter tätig (vgl.
Urk.
11/9,
Urk.
11/59,
Urk.
11/85
/11 f.
,
Urk.
11/103
,
Urk.
11/112,
Urk.
11/113
,
Urk.
11/148/10
f.
)
;
nach eigenen Angaben
zuletzt
bis am 3
0.
November 2014 als
Hilfsisolateur
im Teilzeitpensum (50
%
) bei der Firma „
Y._
“ (
Urk.
11/148/11)
.
Aufgrund
der im März
2002 erfolgten
Anmeldung
(
Urk.
11/4)
und nach medizinischen und beruflichen Abklärungen sprach ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürichs, IV-Stelle, bei
einem
Invaliditätsgrad von 50
%
ab
1.
Februar 2002 eine halbe Rente
zu
, zuzüglich dreier akzessorischer Kinderrenten (Verfügu
ng vom 2
7.
September 2002, Urk.
11/22)
.
Anlässlich
einer ersten revisionsrechtlichen Überprüfung
im Jahre
2004
(
Urk.
11/31
ff.)
teilte
die IV-Stelle
dem Versicherten mit, unverän
dert Anspruch
auf die bisherige Rente
zu haben
(Mitteilung vom 13.
Juli 2004,
Urk.
11/38).
Die dem Versicherten am
4.
August 2005
zugesprochene Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (vgl.
Urk.
11/52)
schloss
die IV-Stelle
am 26.
August 2005 zugunsten eines Einsatzprogramm
es
des Sozialamtes
ab
(
vgl.
Urk.
11/55).
1.
2
Im Jahre 2007 erhob die IV-Stelle erneut ein amt
liches Revisionsverfahren (Urk.
11/57
ff.
), im Rahmen
dessen
sie
die Verlaufsberichte des behandelnden Dr. med.
Z._
, Facharzt FMH für Psychiat
rie und Psychotherapie, vom 25.
Juli 2007 und
3.
November 2007 (
Urk.
11/60
-
61)
einholte und
das psychi
atrische Gutachten von
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 2
7.
Dezember 2007 (
Urk.
11/64/1-7) veranlasste.
Eine
– nach
Lage der vorliegenden Akten -
informell wieder aufgenommene Arbeits
vermittlung
brach die IV-Stelle
mangels Kooperationsbereitschaft des Versi
cherten mit Mitteilung vom 1
3.
November 2008 wieder ab
(Urk.
11/71, vgl. auch Verlaufsprotokoll Arbeitsvermittlung,
Urk.
11/72).
Nachdem die IV-Stelle zunächst mit Vorbescheid
vom
8.
Dezember 2008 (
Urk.
11/75
) die Einstellung der bisherigen Rente angezeigt hatte
, bestätigte
sie nach Eingang
der
Arztbe
richte
vom
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Innere Medizin und Rheu
matologie, vom
7.
Mai 2009
(
Eingangsdatum, Urk. 11/93
)
resp.
Dr.
Z._
vom 3
0.
Mai 2009 (
Urk.
11/94)
sowie
Beizug
einer internen Stellungnahme (
Urk.
11/95/3) den bisherigen Anspruch des Versicherten auf eine halbe Rente (Mitteilung vom 1
4.
Juli 2009,
Urk.
11/96).
1.3
Anlässli
ch einer weiteren
revisionsrechtlichen Überprüfung
im Oktober
2010 (
Urk.
11/98 ff.)
veranlasste die IV-Stelle insbesondere
die polydisziplinäre
(All
gemeine Innere Medizin/Psychiatrie und Psychotherapie/Rheumatologie)
Exper
tise des
C._
vom 3
1.
März 2015 (
Urk.
11/148/1-45).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom
2
0
.
April 2015 [Urk. 11/151
]; Einwand vom
19. Mai 2015 [Urk. 11/152
]
,
mit ergänzender
Einwandbegründung
vom 2
7.
Juli 2015
[Urk. 11/164
]) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom
30. Juli
2015 die bisherige halbe Invalidenrente auf Ende des
der
Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf; einer allfälli
gen dagegen gerichteten Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzo
gen (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
mit Eingabe vom
11. September
2015 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei a
ufzuheben und es sei ihm weiter
hin die bisherige halbe Rente auszurichten
.
In prozessualer Hin
sicht beantragte er die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels
(Urk. 1 S. 2
).
Mit Nachtrag vom 2
4.
September 2015 gab der Beschwe
rdeführer die Stellung
nahme von
Dr.
Z._
vom
8.
September 2015 zu den Akten
(
Urk.
6
und
Urk.
7).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
5. Oktober
2015 (Urk.
10
) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 1
9. Oktober
2015 wu
rde dem Beschwerdeführer die Be
schwerdeantwort zugestellt und darauf hingewie
sen, dass ein zweiter Schriften
wechsel nicht als erforderlich erachtet werde (Urk.
12
). Am
19. November
2015 reichte der Beschwerdeführer weitere
medizi
nische
Unterlagen
zu den Akten (Urk.
13
und
Urk.
14/1-3), welche der Beschwerdegegnerin am 23. November
2015 zugestellt
wurden
(Urk. 1
6
)
. Mit
Eingabe vom 3
0.
November 2015
verzichtete diese auf eine
Stellungnahme
(Urk.
17)
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
(
Art.
17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG])
.
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG
).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben
(
Art.
17 Abs. 1
ATSG
)
. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
1.
4
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkom
mensvergleichs
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Recht
sprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 E. 5.4 mit Hinweis). Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durch
geführten Revision keine leistungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (
Art.
74
ter
lit
. f
der Verordnung über die Invalidenversiche
rung, [
IVV
]
) und die bisherige Invalidenrente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfügung verlangt (
Art.
74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer (ordentlichen) rechts
kräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bundesgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 E. 2.2 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 2.2 mit Hin
weisen).
1.
5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzus
tellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, spätestens seit der Begutachtung im Januar 2015 sei beim Beschwerdeführer eine Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgewiesen. In einer körperlich angepassten Ver
weistätigkeit sei er nunmehr zu 100
%
arbeitsfähig. Der gestützt darauf ermit
telte Einkommensvergleich ergebe einen rentenausschliessenden
Invaliditäts
grad
von 4
%
(
Urk.
2 S. 2 f.)
.
2.2
Der Beschwerdeführer wandte dagegen im We
sentlichen ein, gemäss
Dr.
Z._
habe sich sein Gesundheitszustand nicht verbessert. Das
C._
-Gutachten sei lediglich eine punktuelle Momentaufnahme. Im Langzeitverlauf folgten auf
leichte depressive Episoden immer wieder solche mittelgradiger bis schwerer Ausprägung. Im Falle einer Rentenaufhebung würde der Beschwerdeführer sein Arbeitspensum vermutlich erhöhen, was
gemäss Stellungnahme des behandeln
den Psychiaters
mit überwiege
nder Wahrscheinlichkeit
eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes zur Folge hätte (
Urk.
1 S. 4
,
Urk.
6
-
7, vgl. auch
Urk.
11/165
). Mit Nachtrag vom 19. November 2015 stellte sich der Beschwe
r
deführer unter Hinweis auf die
Stellungnahme von
Dr.
B._
vom
8.
November 2015
a
uf den Standpunkt, die vorliegenden HWS- und LWS-Beschwerden hätten Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers und seien im Gutachten des
C._
zu wenig berücksichtigt worden. Sodann
habe die MRI
-
Untersuchung der HWS
der Universitätsklinik
D._
vom 2
7.
August 2015 weitere Befunde ergeben, welche im
C._
-Gutachten nicht enthalten seien
(
Urk.
13 S. 1 f.,
Urk.
14/1-2).
3.
Im Rahmen des 2004 durchgeführten und mit Mitteilung abgeschlossenen
Revi
sionsverfahrens
(
Urk.
11/31 ff.
, vgl. auch Sachverhalt
Ziff.
1.1
)
erfolgte keine umfassende materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit - unter anderem -
Be
weiswürdigung
und Invaliditätsbemessung.
E
ntsprechend ist das Vorliegen eines Revisionsgrundes anhand eines Vergleichs mit dem
der Rentenbestätigung vom 1
4.
Juli
200
9
(
Urk.
11/96
, vgl.
auch
Sachverhalt
Ziff.
1.2
)
zugrunde gelegten Sachverhalt zu prüfen
(vgl. Sachverhalt
Ziff.
1.2; E. 1.4)
. Indem das
im Jahre 2009 diagnostizierte
lumbovertebrale
Schmerzsyndrom
mit
Diskushernie L4/L5
und
Duralsackkompression
(vgl.
Bericht von
Dr.
B._
vom
7.
Mai 2009 [Ein
gangsdatum],
Urk.
11/93) nach Lokalinfiltrationen und insbesondere nach dem kardial bedingten Rehabilitationsprogramm Ende 2009 zwischenzeitlich wei
t
est
gehend verschwunden
ist
(vgl.
Urk.
11/148/24)
,
liegt
ein Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17 ASTG
vor
(
vgl. E. 1.3
).
Strittig und zu prüfen bleibt
, ob die verfüg
te Rentenaufhebung zulässig ist, was davon abhängt, wie der Gesund
heitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der hier angefochtenen Verfügung (3
0.
Juli 2015) beurteilt werden.
4
.
4.1
Die medizinische Aktenla
ge betreffend den Zeitraum vor der
polydiszi
plinären Begutachtung
wurde im Gutachten des
C._
vom 3
1.
März 2015
im Wesentli
chen zitiert
(
Urk.
11/148/2-8
). Auf die betreffenden Ausführungen wird ver
wiesen.
4
.
2
Im polydisziplinären Gutachten vom 3
1.
März 2015 stellten die Gutachter des
C._
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
11/148/35):
Leichtes Funktionsdefizit linker Ellbogen bei/mit
Status nach Radiusköpfchenresektion und Kapselbandnaht medial 09.10.1998 wegen Radiusköpfchentrümmerfraktur und massiver Kapselbandruptur medial
linker Ellbogen nach Sturz 08.10.
1998
g
eringem
Supinations
- und Extensionsdefizit
s
chmerzhaften
Ansatztendinosen
am
Epicondy
l
us
medialis
r
adiologisch 20.01.2015
periartikulären
Verkalkungen ohne sichere Zei
chen einer beginnenden Arthrose
humerouln
ar
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter folgende Diag
nosen fest (
Urk.
11/148/35):
Koronare Herzkrankheit (
Perkutane
transluminale
Koronarangioplastie
[
PTCA
]
/DE
S bei 90%iger RIVA Stenose 22.1
2.2009)
Metabolisches Syndrom mit Hypertonie,
Dyslipidämie
, Adipositas und ver
minderter
Gl
ucosetoleranz
Atrophe
Bronchitis
Anamnestisch
Lumbovertebralsyndrom
bei/mit aktuell klinisch
altersnor
ma
,
l
radiologisch geringen
Osteochondrosen
L3 und L4
,
thora
kolumbaler
Fehlhaltung
,
MRI 29.04.2009:
Diskusprotrusion
L4/L5 mit
Duralsackkompression
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode ICD-10 F33.0
Psoriasis
vulgaris
Im Rahmen der allgemein-internist
isch
en Untersuchung erhob der beurteilende Facharzt weitestgehend unauffällige Befunde und notierte einen guten
Allge
meinzustand
. Insbesondere
habe
das EKG einen unauffälligen Erregungsablauf
gezeigt und
die Spirometrie keine
rlei
Hinweise für eine obstruktive oder restrik
tiv
e Ventilationsstörung
geliefert
, womit von einer uneingeschränkten
kardi
opulmonalen
Leistungsfähigkeit ausgegangen werden könne. Aus internistischer Sicht lasse sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen
(
Urk.
11/148/14 ff.
,
Urk.
11/148/37
).
Der rheumatologische Gutachter hielt fest, im Jahre 1998 habe der Beschwerde
führer
nach einem
Treppensturz
eine Radiusköpfchentrümmerfraktur links mit massiver Kapselbandruptur medial
erlitten. Die operative Versorgung sei
auch nach 16 Jahren sowohl funktionell als
im
Röntgenverlauf sehr zufriedenstel
lend
.
Der Beschwerdeführer
sei
im normalen Alltag weitgehend beschwerdefrei
respektive nicht eingeschränkt. Bei bestimmten Belastungen des linken Armes (während der Tätigkeit als
Fassadenisolateur
in Elevationsstellung Andrücken und Anklopfen der Isolationsplatte)
könne
ein kurzdaue
rn
der „spitziger" Sch
merz
im linken Ellbogen auftreten, der sich nach Schonung und Tragen einer Bandage nach wenigen Tagen wieder verflüchtige. Der
Beschwerdeführer
kenn
e
die diesbezüglichen Zusammenhänge und k
önne
entsprechenden
,
ungünstigen Belastungen aus dem Weg gehen. Klinisch
sei
en
lediglich ein leichtes
Supinations
- und Extensionsd
e
fizit fede
rn
d-elastisch nachzuweisen sowie schmerzhafte
Ansatztendinosen
am
Epicondylus
medialis
, welche wahr
scheinlich die Ursache des als spitzig empfundenen Schmerzes
seien (
Urk.
11/148/23)
.
Die aktuellen Verlaufsröntgenbilder zeig
t
en zwar einige
peri
artik
uläre
Verkalkungen, jedoch
keine eindeutigen
Arthrosezeichen
im
Hume
roulnargelenk
. Die Belastbarkeit des linken Ellbogens
sei
beim kräftigen
Beschwerdeführer
, verglichen mit rechts, sicher etwas reduziert und
betreffe
letztlich alle Belastungen dieses Gelenkes betreffend Flexion, sowie Pro- und
Supination
im Vorderarm oder stereotype repetitive Belastungen der Hand- und Langfingerflexoren. Dies k
önne
als qualitative Einschränkungen für zukünftige Tätigkeiten gewichtet werden, eine prozentuale Abschätzung
sei
rein theoretisch nicht möglich und häng
e
von der aktuellen
,
manuellen Belastung des linken Armes ab. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit k
önne
aus
rein
rheumaortho
pä
discher
Sicht von einer mindestens 90%igen Arbe
itsfähigkeit ausgegangen wer
den. D
as verminderte Rendement von etwa 10
%
k
ö
nn
e
mit ungünstigen Tätig
keiten in diesem Bereich
begründet werden
. Für Verweistätigkeiten ohne
die
beschrie
benen qualitativen Einschränkungen
besteh
e
ab
Untersuchungs
datum
eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
ganztags ohne Leistungseinbusse.
Das
vom behandelnden
Rheuma
tologen
Dr.
B._
2009 diagnost
izierte
lum
bovertebrale
Schmerzsyndrom bei im MRI nachgewiesener Diskusherni
e
L4/L5 mit
Dural
sackkompression
sei
nach Lokalinfiltrationen und insbesondere nach dem kar
dial bedingten Rehabilitationsprogramm Ende 2009
zwischenzeitlich
-
auch subjektiv nach Angabe
n
des
Beschwerdeführers
-
weitgehend
ver
schwunden
. Die diesbezügliche klinische Untersuchung
sei
weitgehend unauf
fällig, insbesondere zeig
t
en sich keinerlei Hinweise für eine neurogene
Kompres
sionssymptomatik
. In Bezug auf den Rücken
seien
unter Mitberück
sichtigung des MRI Befundes 2009 aus prophylaktischen Gründen
dennoch
qualitative Einschränkungen für körperlich ausgeprägte Schwerarbeiten und Tätigkeiten in anhaltender
unergonomischer
Rückenstellung
anzunehmen
, nicht aber für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
Fassadenisol
at
eur
. Der
Beschwerde
führer
wolle
weiterhin
als
Isol
at
eur
arbeiten. Als subjektive Belastungsgrenze
gebe er
nach wie vor
ein Pensum von
50
%
an, was rein somatisch so nicht nachvollziehbar
sei
(Urk. 11/148/23 ff.)
.
In psychiatrischer Hinsicht leide der Beschwerdeführer seit 1998 an einer depres
siven Störung, welche im Verlauf sowohl
leichte
als auch mittelgradige Episoden gezeigt
habe.
Aktuell zeige er
seit einem Monat eine nur leichte depressive Episode.
Zeichen für eine mittelgradige oder schwere depressive Episode
seien aktuell nicht feststellbar
. So
sei
der Antrieb gut vorh
anden und die Stimmung nur gelegentlich schwankend. Es besteh
e
kein sozialer Rückzug, Appetit und Schlaf seien ungestört. Auch bestehe
keine Affektlab
ilität und die Konzentration sei
we
itest
gehend vorhanden. Hinweise für eine
somatoforme
Schmerzstörung
hätten
sich
auch
nicht ergeben.
Der
Beschwerdeführer habe angegeben
, er
könne seinen Allt
ag nur über eine Arbeitstätigkeit
gut struktu
rieren
. Dann sei auch seine Stimmung besser.
O
hne eine Tätigkeit
stehe
er erst nachmittags auf und schlafe er
bis zu 13 Stunden täglich.
Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
11/148/31 f.).
4.3
Im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung kamen die Gutachter zum Schluss,
der Beschwerdeführer sei
ab sofort
in seiner zuletzt ausgeübten Tätig
keit aus rheumatologischer Sicht
zu 90
%
und aus psychiatrisch-internistischer
Sicht zu 100
%
arbeitsfähig.
Hinsichtlich einer Verweistätigkeit bestünden
in Bezug auf den Rücken unter Mitberücksichtigung des MRI-Befundes aus dem Jahre 2009
aus
prophylaktischen Gründen qualitative Einschränkungen für kör
perlich ausgeprägte Schwerarbeiten und Tätigkeiten in anhaltender
unergono
mischer
Rückenstellung
.
Qualitative Einschränkungen bestünden auch zufolge der leicht reduzierten Belastbarkeit des linken Ellbogens: eine prozentuale Abschätzung sei rein theoretisch nicht möglich und hänge vielmehr von der manuellen Belastung des linken Armes ab (
Urk.
11/148/39 f.).
E
ine Rei
ntegra
tion in den Arbeitsprozess und die konsekutive Tagesstruktur dürften sich
jedenfalls
sowohl auf die kardialen Risikofaktoren wie auch die soziale Integra
tion des Versicherten positiv auswirken
. Auch der Beschwerdeführer habe mehrmals durchblicken lassen, dass er sich von der Wiederaufnahme einer 100%igen Arbeitstätigkeit eine Tagestruktur und eine bessere Integration ver
spreche. Dieser habe sich im Übrigen auch dahingehend geäussert, auf die halbe IV-Rente zugunsten einer besseren Integration in die Arbeitswelt verzichten zu wollen; eine „innere Stimme“ hätte ihn indes bisher d
avon abgehalten (
Urk.
11/148/12,
Urk.
11/148/37)
.
5.
5.1
Das
C._
-Gutachten erging in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
und den beklagten Beschwerden sowie gestützt auf die klinischen Untersuchungen vom
20., 2
8.
und
29
.
Januar
201
5.
Es leuchtet in der Darle
gung der medizinischen Situation und Zusammenhänge ein und liefert nach
vollziehbare Schlu
ssfolgerungen. Insbesondere
haben die Gutachter betreffend allfällige Diskrepanzen zu den früheren Einschätzungen Stellung bezogen
(
Urk.
11/148/33 f.)
und ihre Diagnosen im Einklang mit den erhobenen Befun
den plausibel begründet.
Sodann
korreliert die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des rheumatologischen Gutachters weitestgehend mit der Einschätzung des behan
delnden
Dr.
B._
,
welcher
in seiner Stellungnahme vom 8. November 2015 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer – wenn auch nur körperlich leichten – leidensangepassten
Tätigkeit postulierte (
Urk.
14/1 S. 2).
Das Gutachten erfüllt die an eine beweistaugliche Entscheidungsgrundlage gestellten Anforderungen
(E. 1.5)
.
5.2
Dem
Einwand
des Beschwerdeführers
, wonach
er
„im Längsschnitt immer wieder an depressiven Einbrüchen mittelgradiger Ausprägung“
leide und es sich bei der Beurteilung der
C._
-Gutachter lediglich um eine Momentaufnahme
handle
(vgl. Urk. 1 S. 4,
Urk.
6
-
7)
,
ist
zunächst
entgegenzuhalten, dass
der psy
chiatri
sche Gutachter seine Beurteilung in Kenntnis und unter Berücksichtigung der medizinischen
Vorakten
, insbesondere auch
der volatilen depressiven Sympto
matik (vgl. 11/148/25,
Urk.
11/148/31)
,
abgab.
Sodann fallen
leichte bis mittel
gradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch,
nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts
einzig dann als invali
disierende Krankheiten in Betracht
, wenn sie
nach
konsequent
und
in koopera
tiver Weise optimal
und nachhaltig
durchgeführter
Therapie
sowie
nach
Aus
schöpfung aller
aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten
erwiesenermassen therapieresistent sind (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3 mit Hinweis
;
BGE 140 V 193 E. 3.3; BGE 137 V 64 E. 5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E.
4.1
). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depres
sionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind - gesetzlich verlangten Konstellation ist den normativen Anforderungen des Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (BGE 141 V 281 E. 3.7.1 bis 3.7.3). Dabei gilt insbesondere eine leichte depres
sive Episode grundsätzlich nicht als geeignet, eine leistungsspezifische Invali
dität zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 9C_337/2015 vom 7. April 2016 E. 4.4.1 mit weiteren Hinweisen).
In Anbetracht der
nur
ein Mal pro Monat fre
quentierten
ambulanten Psychotherapie (
Urk.
11/148/27)
, der guten medika
mentösen Ansprechbarkeit
(vgl.
Urk.
6 S.
1
,
Urk.
7 S.
2)
sowie der eigenen Angaben des Beschwerdeführers, wonach es ihm
aktuell
wieder „sehr gut“ gehe und nur noch gelegentlich Stimmungsschwankungen auftreten würden (
Urk.
11/148/28
)
, kann von einer invalidisierenden Leidensresistenz bei ausge
schö
pften Behandlungsressourcen
vorliegend
nicht
die Rede sein.
5.3
D
er
in der Beschwerde
geltend
gemachte
n
„überwiegende
n
Wahrscheinlichkeit“ einer Gesundheitsverschlechterung
bei Erhöhung d
es Arbeitspensums
kann nicht gefolgt werden.
Im Gegenteil gab der Beschwerdeführer anlässlich der Expertise
i
m Januar 2015
selbst
an, er brauche
Abwechslung und eine Tätigkeit; s
eit der Aufnahme des PC-Kurses, welcher vom RAV vermittelt worden sei, gehe es ihm sehr gut (
Urk.
11/148/28)
;
die Arbeit sei wichtig für seine psychische Verfassung (
Urk.
11/148/29)
; nur über eine Arbeitstätigkeit könne er seinen Tag gut strukturieren, ohne Tätigkeit stehe er erst nachmittags auf und schlafe er täglich bis zu 13 Stunden (
Urk.
11/148/32); er habe schon mehrmals mit dem Gedanken gespielt, zugunsten einer besseren Integration in den Arbeitsprozess
auf die 50%ige IV-Rente zu verzichten
(
Urk.
11/148/37). Damit im Einklang hielten d
ie Gutachter
ausdrücklich fest, eine Reintegration in den Arbeitsprozess und die konsekutive Tagesstruktur dürften sich sowohl auf die kardialen Risi
kofaktoren wie auch auf die soziale Integration des Beschwerdeführers positiv auswirken (
Urk.
11/148/37).
Auf die
diskrepante Stellungnahme des behandeln
den Psychiaters
Dr.
Z._
vom 1
5.
resp. 1
7.
Juli 2015 (
Urk.
11/165, vgl. auch
Urk.
1 S. 4)
resp.
8.
September 2015 (
Urk.
7 S. 3),
wonach
der Beschwerdeführer ein höheres Arbeitspensum „mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
“ nicht durchhalten könne
,
er
sich
dabei
selber überfordern
und
womit
sich sein Gesundheitszustand wieder verschlechtern würde,
kann bereits in Anbetracht
der
Begründungsdichte nicht abgestellt werden. Kommt die gerichtsnotorische Tatsache hinzu,
dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auf
tragsrechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pati
entinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
Im Übrigen
war der Beschwerdeführer jedenfalls seit mindestens 2002 nie in einem höheren Pensum als 50
%
erwerbstätig (vgl.
Urk.
11/148/10 f.,
Urk.
11/148/27). Für eine
n
mit einer Erhöhung des Arbeitspensums einhergehende
n
depressiven Einbruch
fin
det sich
damit
auch
unter Berücksichtigung
seiner Berufsbiographie
keinerlei Grundlage, geschweige denn überwiegende Wahrscheinlichkeit.
5.
4
D
er
vom Beschwerdeführer
mit Nachtrag vom 1
9.
November 2015 zu den Akten gegebene
Bericht
der Universitätsklinik
D._
betreffend die MRI-Unter
suchung
vom
2
7.
August 2015 (Urk. 13,
Urk.
14/2)
erging nach Erlass der ange
fochtenen Verfügung. Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialver
sicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids
demgegenüber in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seit
her verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen
Verwal
tungsverfügung
sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b).
Im Übrigen beurteilt
Dr.
B._
diese Befunde ein
z
ig in qualitativer Hinsicht als einschrän
kend (
Urk.
14/1), was im Ergebnis ohne Einfluss bleibt (vgl. E. 6.2).
5.
5
Zusammenfassend ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass es dem Beschwerdeführer jedenfalls seit
Januar 2015
zuzumuten ist, einer körperlich leichten
bis mittelschweren
Tätigkeit
,
ohne
stereotype repetitive Belastungen der
Hand- und Langfingerflexoren
und
ohne
Tätigkeiten in anhaltender
unergono
mischer
Rückenstellung, vollschichtig nachzugehen.
6.
6.1
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des
Einkom
mens
vergleichs
gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art.
16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annä
herungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annä
herungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das
Invaliden
einkommen
auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog.
Prozentver
gleich
; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.
10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E.
3a).
Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Mass
gabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die kon
kreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und
Invali
deneinkommen
die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwert
e von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs.
2 IVG) eindeutig über- oder
untersch
r
eitet (Urteil des Bun
desgerichts 8C_333/2013 vom 11.
Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
6.2
Da
der
Beschwerdeführer
seine
letzte Arbeitsstelle
nach eigenen Angaben
aus leidensfremden
(wirtschaftlichen)
Gründen verlor (vgl. Urk.
11/148/11
), ist zur Ermittlung des
Valideneinkommens
auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Mangels einer in der Schweiz anerkannten Berufsausbildung kann zur Bestimmung des Invaliden- und des
Valideneinkommens
auf den Tabellenlohn für einfache und repetitive Hilfsarbeiten gemäss
der LSE
abgestellt werden. Damit erübrigt sich ein ziffernmässiger Einkommensvergleich und es kann mit Verweis auf das unter E.
6
.1 Gesagte eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen vorgenommen werden. Es resultiert ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 0 %.
Selbst unter Berücksichtigung des maximal zulässigen Abzugs von 25
%
liesse sich kein rentenbegründeter Invaliditätsgrad ermitteln
.
Da auch der
Zeitpunkt
der Rentenaufhebung (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) zu kei
ner gerichtlichen Korrektur Anlass gibt, ist die Beschwerde abzuweisen.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).