Decision ID: 0986f3c2-459c-5da2-adfa-34a1fab7add4
Year: 2021
Language: de
Court: FR_TC
Chamber: FR_TC_001
Canton: FR
Region: Espace_Mittelland
Law Area: civil_law

Sachverhalt
A. Am 19. Februar 2015 beauftragte B._ Rechtsanwalt A._ mit der Wahrung seiner Interessen im Zusammenhang mit der Miete eines Chalets im C._. Gleichentags unterzeichneten die Parteien das Vertragsdokument „Auftrag und Vollmacht“, welches als  B._ aufführt und von diesem persönlich unterzeichnet wurde.
Wie sich herausstellte, war die D._ GmbH Mieterin des Chalets im C._ und B._ lediglich deren Untermieter.
B. Ein erster Kostenvorschuss wurde in Raten abbezahlt. Bereits der zweite Kostenvorschuss wurde nicht mehr vollständig bezahlt und auch zwei weitere Honorarnoten blieben offen. Dies auch nachdem die Honorarnoten auf Wunsch von B._ auf die D._ GmbH umadressiert wurden.
Nachdem die Ansprüche gegenüber der D._ GmbH geltend gemacht wurden, welche aber zahlungsunfähig war und aus dem Handelsregister gelöscht wurde, leitete Rechtsanwalt A._ die Betreibung gegen B._ ein. Dieser erhob Rechtsvorschlag gegen den ihm zugestellten Zahlungsbefehl.
C. Von der Anwaltskommission von seiner beruflichen Schweigepflicht zur Durchsetzung des Honorars entbunden, reichte Rechtsanwalt A._ am 31. Dezember 2019 ein  ein. An der Sitzung vom 9. März 2020 konnte zwischen den Parteien keine Einigung gefunden werden, weshalb die Klagebewilligung ausgestellt wurde.
D. Am 12. März 2020 erhob Rechtsanwalt A._ Klage gegen B._ und stellte folgende Rechtsbegehren:
B._ sei zu verurteilen, A._ CHF 3‘548.45 nebst Zins zu 5% auf CHF 1‘160.- seit dem 28. Januar 2016, Zins zu 5% auf CHF 330.70 seit dem 16. Oktober 2016, Zins zu 5% auf CHF 180.35 seit dem 2. Januar 2017, Zins zu 5% auf CHF 1‘757.40 seit dem 12. März 2019 und Zins zu 5 % auf CHF 120.- seit Urteilsdatum zu bezahlen.
A._ sei in der Betreibung Nr. eee des Betreibungsamtes des Sensebezirkes für die Beiträge von CHF 1‘160.- nebst Zins zu 5% seit dem 28. Januar 2016, CHF 330.70 nebst Zins auf 5% seit dem 16. Oktober 2016, CHF 180.35 nebst Zins zu 5% seit dem 2. Januar 2017 und CHF 1‘614.85 nebst Zins zu 5% seit dem 12. März 2019 nebst Betreibungs- und  die definitive Rechtsöffnung zu gewähren.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten.
Der Präsident des Zivilgerichts des Saanebezirks wies die Klage mit Entscheid vom 1. Juli 2020 ab, soweit er darauf eintrat. Er auferlegte die Prozesskosten dem Kläger und sprach keine  zu.
E. Mit Eingabe vom 18. September 2020 reichte Rechtsanwalt A._ Beschwerde gegen diesen Entscheid ein. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Gutheissung der Klage vom 12. März 2020, die Verurteilung von B._ zur Bezahlung von CHF 3‘548.45 nebst Zins zu 5%, die Gewährung der definitiven Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. eee des
Kantonsgericht KG Seite 3 von 7
Betreibungsamtes des Sensebezirks sowie die Auferlegung der Gerichts- und Parteikosten des erstinstanzlichen Verfahrens an den Beklagten, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
B._ schloss am 26. Oktober 2020 sinngemäss auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen
1.
1.1. Nicht berufungsfähige erstinstanzliche Entscheide, Zwischenentscheide und Entscheide über vorsorgliche Massnahmen sind mit Beschwerde anfechtbar (Art. 319 Bst. a ZPO). In  Angelegenheiten ist die Berufung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10‘000.- beträgt (Art. 308 ZPO).
Vorliegend beträgt der Streitwert CHF 3‘548.45. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.