Decision ID: cae84095-8b0d-44c1-9682-3cd150de8681
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die Q._ AG wurde am 9. Dezember 2003 ins Handelsregister des Kantons St.
Gallen eingetragen. Seit dem 10. November 2014 befindet sich ihr Sitz in K._/SZ. Die
Gesellschaft bezweckt im Wesentlichen das Telefonmarketing, die Akquisition und
Inserateverwaltung sowie den Betrieb eines Verlags für Zeitschriften, Magazine und
sonstige Medien. Einziges Mitglied des Verwaltungsrats ist C._, der diese Funktion
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auch in der X._ AG und der Y._ AG, beide mit Sitz in E._, einnimmt. Die
Verwaltungsräte dieser beiden Gesellschaften werden von A._ präsidiert.
B. Am 3. April 2008 (Eingang beim Steueramt) reichte die Q._ AG die Steuererklärung
aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2007 ein. Sie deklarierte einen
Reingewinn von CHF 8'194 (vor Verrechnung mit den Verlustvorträgen von
CHF 76'503) und ein steuerbares Eigenkapital von CHF 92'772. Am 7. April 2009 wurde
die Steuererklärung aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2008
eingereicht. Der Reingewinn belief sich auf CHF 75'359 (vor Verrechnung mit den
verbliebenen Verlustvorträgen von CHF 68'309) und das steuerbare Eigenkapital auf
CHF 168'131. Die Steuererklärung aufgrund des Rechnungsabschlusses per
31. Dezember 2009 ging am 8. April 2010 bei der Steuerbehörde ein. Die Gesellschaft
wies einen steuerbaren Reingewinn von CHF 27'085 und ein steuerbares Eigenkapital
in der Höhe von CHF 95'216 aus.
Nach umfangreichen Ermittlungen informierte die Eidgenössische Steuerverwaltung
(ESTV), Abteilung Strafsachen und Untersuchungen (ASU), das kantonale Steueramt
mit Schreiben vom 10. Dezember 2013 über den Abschluss der Untersuchungen im
sogenannten Fall LAYOUT gegen die Q._ AG und deren Schwestergesellschaften
X._ AG und Y._ AG. In die Untersuchung einbezogen wurden auch A._ und D._
(früher Mitglied der Verwaltungsräte der Q._ AG und der X._ AG). Dem Schreiben
beigelegt waren die Untersuchungsberichte (Y._ AG, X._ AG und Q._ AG), der
Teilbericht "Layoutkosten", das entsprechende Aktenverzeichnis sowie die
referenzierten Beweisdokumente (ASU-act. 123.100.078-079).
Am 14. Dezember 2016 wurde die Q._ AG aufgrund der Rechnungsabschlüsse per
31. Dezember 2007, 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2009 sowohl für die
Kantonssteuern 2007 bis 2009 als auch für die direkte Bundessteuer 2007 bis 2009
definitiv veranlagt. Dabei rechnete die Steuerbehörde den von der Gesellschaft
deklarierten Reingewinnen jeweils geldwerte Leistungen an A._ und D._ in der Höhe
von CHF 289'403 (Jahr 2007), CHF 198'240 (2008) und CHF 43'948 (2009) auf. Unter
Berücksichtigung von zusätzlich gewährten Steuerrückstellungen ergaben sich
folgenden Steuerfaktoren:
31.12.2007 31.12.2008 31.12.2009
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Kantonssteuer
steuerbarer Reingewinn CHF 242'200 CHF 236'400 CHF 63'600
steuerbares Eigenkapital CHF - CHF - CHF -
direkte Bundessteuer
steuerbarer Reingewinn CHF 242'200 CHF 236'400 CHF 63'600
Die Q._ AG erhob dagegen am 3. Januar 2017 Einsprache und beantragte gleichzeitig
die Sistierung des Einspracheverfahrens bis zum Abschluss weiterer noch hängiger
Verfahren im Zusammenhang mit den Berichten der ASU. Die Steuerpflichtige erhielt
Gelegenheit, die Einsprache am 1. Februar 2017 mündlich zu begründen. Mit
Entscheiden vom 25. April 2017 wurde die Einsprache gegen die
Veranlagungsverfügungen vom 14. Dezember 2016 abgewiesen.
C. Mit Eingabe vom 23. Mai 2017 erhob die Q._ AG Rekurs und Beschwerde bei der
Verwaltungsrekurskommission. Sie beantragte, die Einspracheentscheide vom 25. April
2017 seien aufzuheben, eventualiter sei die Sache zur Präzisierung an die Vorinstanz
zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Mit Entscheid vom
22. Januar 2018 wies die Verwaltungsrekurskommission Rekurs (Kantonssteuer) und
Beschwerde (Bundessteuer) ab.
D. Die Q._ AG (Beschwerdeführerin) erhob gegen den am 24. Januar 2018 versandten
Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) durch ihren Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 26. Februar 2017 (richtig 2018) Beschwerde beim Verwaltungsgericht
mit dem Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der
angefochtene Entscheid aufzuheben, resp. der angefochtene Entscheid sei
zurückzuweisen mit der Anordnung zur Durchführung einer Einvernahme der Herren
D._ sowie A._ und anschliessender Neubeurteilung, eventualiter sei der angefochtene
Entscheid, an die Vorinstanz (Beschwerdegegner) zur neuen Beurteilung
zurückzuweisen. In formeller Hinsicht beantragt sie, die Akten aus den vor
Verwaltungsgericht hängigen Verfahren B 2017/226 und 227 heranzuziehen und
vorliegend zu berücksichtigen.
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Mit Vernehmlassung vom 22. März 2018 verwies die Vorinstanz auf die Erwägungen
des angefochtenen Entscheides und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Das
kantonale Steueramt (Beschwerdegegner) beantragte mit Vernehmlassung vom
26. April 2018, die Beschwerde sei abzuweisen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung
(Beschwerdebeteiligte) hat stillschweigend auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen der
Beschwerdeführerin und des Beschwerdegegners zur Begründung ihrer Anträge sowie
die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Veranlagung
des Reingewinns juristischer Personen vereinheitlicht sind, erledigte die Vorinstanz den
Rekurs betreffend die Kantonssteuern einerseits und die Beschwerde betreffend die
direkte Bundessteuer anderseits zu Recht im gleichen Entscheid, aber mit getrennten
Dispositivziffern; unter diesen Umständen durfte auch die Beschwerdeführerin die
Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben (BGE 135 II 260 E. 1.3).
Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen
Urteil entscheidet (vgl. BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2).
2. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 196 Abs. 1
StG; Art. 145 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG, in
Verbindung mit Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz über
die direkte Bundessteuer, sGS 815.1). Als Steuerpflichtige, deren Begehren mit dem
angefochtenen Entscheid abgewiesen wurde, ist die Beschwerdeführerin zur
Beschwerdeerhebung befugt (Art. 196 Abs. 1 StG; Art. 145 Abs. 2 in Verbindung mit
Art. 140 Abs. 1 DBG). Die Beschwerden gegen den am 24. Januar 2018 versandten
vorinstanzlichen Entscheid wurden mit Eingabe vom 26. Februar 2018 unter
Berücksichtigung des Fristenlaufs am Wochenende rechtzeitig erhoben und erfüllen
formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 161 StG in Verbindung mit
Art. 64 und Art. 30 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1,
VRP, und Art. 142 Abs. 3 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, SR 272, ZPO,
sowie Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 sowie Art. 144 Abs. 4 und Art. 142 DBG in
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Verbindung mit Art. 133 Abs. 1 Satz 2 DBG und Art. 48 Abs. 1 VRP; vgl. Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 1 zu Art. 142 DBG). Auf
die Beschwerden ist daher einzutreten.
3.
3.1. Die Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides
und die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur Durchführung einer
Anhörung ihrer beiden Hauptaktionäre D._ und A._ und anschliessender
Neubeurteilung.
Die Beschwerdeführerin begründete am 1. Februar 2017 ihre Einsprache mündlich
(act. 7/6-III/02). Sie macht deshalb – zu Recht – nicht geltend, es sei ihren
Hauptaktionären verwehrt gewesen, vor der Veranlagungsbehörde mündlich bei der
Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken (vgl. Art. 176 Abs.1 StG, Art. 130 Abs. 1
DBG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 18 zu Art. 130 DBG). Vor Vorinstanz hat
sie zudem keinen entsprechenden Verfahrensantrag gestellt. Die Beschwerdeführerin
macht deshalb – zu Recht – nicht geltend, die Vorinstanz habe diesbezüglich ihren
Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Da das Verwaltungsgericht in der Vornahme
eigener Untersuchungen grosse Zurückhaltung übt (vgl. Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das
st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, Rz. VII/101), ist der Rückweisungsantrag der
Beschwerdeführerin verfahrensrechtlich an sich nachvollziehbar. Allfällige mündliche
Auskünfte der Hauptaktionäre sind indessen auch der schriftlichen Darlegung in der
Beschwerde zugänglich. Zudem ist – umso mehr als die Beschwerdeführerin erst im
Verfahren vor Verwaltungsgericht einen solchen Antrag stellt – nicht ersichtlich,
inwieweit die anlässlich einer mündlichen Befragung vorgetragenen
Tatsachenbehauptungen anders als die entsprechenden schriftlichen Vorbringen
geeignet sein sollten, an der auf die Akten abgestützten Feststellung der Tatsachen
durch Beschwerdegegner und Vorinstanz etwas zu ändern. Dies gilt umso mehr, als die
beiden Aktionäre der Beschwerdeführerin in dieser Angelegenheit bereits durch die
Abteilung Strafsachen und Untersuchungen der Beschwerdebeteiligten je zweimal
einvernommen, ihre Aussagen protokolliert und deren Inhalt in den entsprechenden
Berichten festgehalten wurden (vgl. insbesondere act. 7/6-I/00 Seiten 15/16 und 20).
Den im Einspracheverfahren in Aussicht gestellten Vorschlag über eine vergleichsweise
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Feststellung des Sachverhalts, der ebenfalls geeignet gewesen wäre, die aus der Sicht
der Beschwerdeführerin zutreffenden Tatsachen darzulegen, haben die beiden
Aktionäre der Beschwerdeführerin nicht vorgelegt (vgl. act. 7/6-III/05; U. Cavelti,
Gütliche Verständigung vor Instanzen der Verwaltungsrechtspflege, in: AJP 4/1995
S. 175 ff.).
3.2. Die Beschwerdeführerin beantragt sodann Beizug und Berücksichtigung der Akten
aus den beim Verwaltungsgericht hängigen Verfahren B 2017/226 und 227.
Aus dem Akteneinsichtsrecht des Steuerpflichtigen (vgl. Art. 114 Abs. 1 DBG, Art. 165
Abs. 1 StG) ergibt sich die Aktenführungspflicht der Steuerbehörde (vgl. BGE 141 I 60
E. 4.3 mit Hinweis, Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 44 zu Art. 114 DBG). Der
Umfang der Aktenführungspflicht ist wesentlich von den konkreten Umständen
abhängig (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 48 zu Art. 114 DBG). Die
Beschwerdeverfahren B 2017/226 und 227 wurden mit unangefochten rechtskräftig
gewordenem Entscheid vom 27. Juni 2018 erledigt. Soweit sich die Beurteilung der
vorliegenden Angelegenheit auch auf Akten jenes Verfahrens, insbesondere auf die
Akten der Untersuchung der Abteilung Strafsachen und Untersuchungen stützen,
können sie als dem Gericht, welches die vorliegenden Beschwerdesachen in der
gleichen Besetzung behandelt, bekannt vorausgesetzt werden. Der Beizug erübrigt
sich dementsprechend.
3.3. Die Beschwerdeführerin stellt fest, dass der vom Verfahrensbeteiligten zugestellte
USB-Stick offensichtlich nicht sämtliche Unterlagen enthält. So fehle z.B. die Pag.Nr.
110, einzelne Dokumente zu 140.150 sowie gänzlich 140.130. Ob noch weitere
Dokumente fehlen würden, sei nicht weiter geprüft worden. Gegen diese selektive
Akteneinsicht werde protestiert, sie verletzte das rechtliche Gehör.
Gemäss Art. 165 Abs. 1 StG und Art. 114 Abs. 1 DBG kann der Steuerpflichtige
Einsicht in die Akten nehmen. Die Wahrnehmung des Akteneinsichts- und
Beweisführungsrechts durch den von einer Verfügung Betroffenen setzt eine
Aktenführungspflicht der Verwaltung voraus. Die Behörden haben alles in den Akten
festzuhalten, was zur Sache gehört und entscheidwesentlich sein kann (BGE 130 II 473
E. 4.1). Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, die umstrittenen
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Veranlagungsverfügungen und Rechtsmittelentscheide stützten sich auf einen
Sachverhalt, der auf ihr nicht bekannten Akten beruht. Sie stützt ihre von derjenigen
der Steuerbehörde abweichenden Auffassung auch nicht auf Tatsachen, die sie nicht
belegen kann, weil sie über die entsprechenden Beweismittel selbst nicht verfügt und
sie in den – angeblich – fehlenden Aktenstücken vermutet. Soweit der Inhalt des USB-
Stick unvollständig sein sollte, ist deshalb nicht davon auszugehen, dass es sich bei
allfälligen Lücken um für den Entscheid wesentliche Inhalte handelt. Dassdie weiteren
aufgrund derselben Akten ins Recht gefassten Steuerpflichtigen bis anhin keine
Unvollständigkeit des USB-Stick gerügt haben, deutet im Übrigen ebenfalls auf dessen
Vollständigkeit hin. Im Weiteren erstaunt, dass die Beschwerdeführerin nicht schon im
Einspracheverfahren und insbesondere aber im anschliessenden Rekurs- und
Beschwerdeverfahren vor Vorinstanz diese Rüge vorgetragen hat, zumal doch davon
ausgegangen werden darf, dass sie sich schon in diesen Verfahren mit den Akten
auseinandergesetzt hat. Die Rüge der Verletzung des Akteneinsichtsrecht erweist sich
deshalb als unbegründet.
3.4. Die Beschwerdeführerin bringt in verfahrensrechtlicher Hinsicht sodann vor, die
Vorinstanz stütze die Aufrechnungen auf die in einem strafrechtlichen Verfahren
entstandenen Berichte der Abteilung Strafsachen und Untersuchungen der
Eidgenössischen Steuerverwaltung. Auch wenn die Aufrechnungen in einem
ordentlichen Veranlagungsverfahren erfolgten, seien deshalb strafrechtliche
Grundsätze einzuhalten. Die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin im
ordentlichen Verfahren sei eingeschränkt, weil der Vorwurf im strafrechtlichen
Verfahren auf "fiktive Zahlungen und Belege" laute, während die Vorinstanz – mit einer
Umkehr der Beweislast – auf "geschäftsmässige Unbegründetheit " erkenne.
Was die Beschwerdeführerin aus der Anwendung strafrechtlicher Grundsätze im
ordentlichen Veranlagungsverfahren zu ihren Gunsten ableiten will, erscheint unklar.
Insbesondere ist nicht nachvollbar – und die Beschwerdeführerin begründet es auch
nicht – weshalb ihre Mitwirkungspflicht im ordentlichen Veranlagungsverfahren
eingeschränkt sein und die Geltendmachung der "geschäftsmässigen Begründetheit"
die Umkehr der Beweislast nach sich ziehen sollte. Die Beschwerdeführerin hat – auch
im ordentlichen Veranlagungsverfahren – geltend gemachte Aufwendungen angesichts
ihrer steuermindernden Wirkung nachzuweisen. Umso mehr als handelsrechtswidrige
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Verbuchungen bereits aufgrund der einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften zu
korrigieren sind (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/ Meuter, a.a.O., N 75 zu Art. 58 DBG),
müssen Verbuchungen fiktiver Zahlungen und Belege steuerrechtlich als
geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand entsprechend Art. 82 Abs. 1 Ingress und
lit. b Ingress StG und Art. 58 Abs. 1 DBG aufgerechnet werden. Die
Beschwerdeführerin hatte denn auch im vorliegenden ordentlichen
Steuerveranlagungsverfahren mehrmals die Gelegenheit, sich namentlich zu
Layoutkosten, Abschreibungen sowie WIR-Verlusten zu äussern. Das hat sie weder im
Einspracheverfahren und im vorinstanzlichen Rechtsmittelverfahren noch in der
Beschwerde vom 26. Februar 2018 getan. Auch diese Rüge erweist sich als
unbegründet.
3.5. Die Beschwerdeführerin ist der Meinung, dass die Vorinstanz ihren Entscheid
teilweise mit Ausführungen der ASU mit Bezug auf die Geschäftsjahre 2004-2006
begründe. Diese Geschäftsjahre seien aber keineswegs Gegenstand der vorliegenden
gerichtlichen Beurteilung. Es liege eine Gehörsverletzung vor.
Dazu ist festzustellen, dass die Vorinstanz unter E. 5d/bb und cc auf die in der ASU
festgehaltenen Sachverhalte (Fahrzeugkauf mir WIR-Checks und Layoutarbeiten C._)
verweist. Die Begründung lag schon in der Veranlagungsverfügung vom 14. Dezember
2016 durch den Beschwerdegegner vor. Im Weiteren ist festzustellen, dass der
Beschwerdeführerin schon seit dem 21. April 2015 mit dem USB-Stick sämtliche
Unterlagen zur Verfügung standen. Von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs kann
keine Rede sein.
3.6. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass die Vorinstanz ihrer
Begründungspflicht zu wenig nachgekommen sei. Insbesondere habe sie sich zu wenig
mit der Diskrepanz zwischen dem Schema der ASU und demjenigen der
Beschwerdeführer auseinandergesetzt.
Abgesehen davon, dass eine Rechtsmittelinstanz in ihrer Begründung nicht auf
sämtliche Vorbringen der Rekurrentin und Beschwerdeführerin eingehen muss, legt die
mitwirkungspflichtige Beschwerdeführerin nicht dar, aus welchen – ihr als
Steuerpflichtige selbst am besten bekannten – Akten sich ergibt, dass die Vorinstanz
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den massgebenden Sachverhalt falsch oder unvollständig festgestellt hätte. Insoweit
erweist sich die pauschale Begründung der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe
sich nicht ausreichend mit den Unterschieden zwischen der Meinung der
Beschwerdeführerin und dem Untersuchungsbericht der ASU befasst, als
unzureichend. Der Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs mangels
ausreichender Begründung erweist sich deshalb als unbegründet.
3.7. Die Beschwerdeführerin ist der Meinung, dass alle Beschuldigten von der ASU
unter Druck gesetzt worden seien, u.a. sich von ihren Rechtsvertretern zu trennen. Zur
Begründung weist sie auf die Pag.Nr.140.130, die nicht auf dem USB-Stick zu finden
sei und auf das Mail vom 7.10.2010, mit Verweis auf act. 7 des Rekurses vom
28.01.2016. Die Pag.Nr.140.130 ist von 001-051 auf dem USB-Stick vorhanden, wobei
es nicht am Verwaltungsgericht ist, die genaue Seite, soweit sie überhaupt vorhanden
sein sollte, zu suchen. Sollte diese Seite wirklich nicht auf dem USB-Stick vorhanden
sein, so hat die Beschwerdeführerin versäumt, diese im vorliegenden Verfahren
beizulegen. Ebenso wenig liegt das Mail vom 7.10.2010 bei und einen Rekurs vom
28.01.2016 gibt es gar nicht, zumindest nicht auf die Beschwerdeführerin bezogen.
Somit sind die Behauptungen der Beschwerdeführerin unbegründet und es ist nicht
weiter darauf einzutreten.
4. Die Beschwerdeführerin legt dar, wie der WIR-Verkehr jeweils aus ihrer Sicht
abgelaufen sein soll (act. 1 S. 16), und vertritt die Meinung, dass dieses Ablauf-Schema
bis jetzt nicht einmal ansatzweise gewürdigt worden sei. Das Schema "WIR-Verkäufe/
tatsächliche Abläufe" (act. 181.003.001) der ASU sei grundsätzlich falsch und stimme
auch nicht mit den tatsächlichen und rechtlichen Gegebenheiten überein. Die
Layoutkosten seien nicht fiktiv resp. geschäftsmässig nicht begründet gewesen. Die
Aussagen der ASU seien grundsätzlich tendenziös, z.B. erscheine C._ nicht im
Schema der ASU, seine Bezüge von CHF 600'000 würden negiert resp. als
geschäftsmässig begründet betrachtet. Die Fahrzeuge, die an Stelle von Bargeld C._
übergeben worden seien, hätten buchhalterisch abgebildet werden müssen, da die
Beschwerdeführerin kurzfristig Eigentümerin dieser Fahrzeuge geworden sei. Was
daran falsch sei, sei nicht nachvollziehbar. Bargeld sei erst nach dem Verkauf der
Fahrzeuge, die zwischenzeitlich Eigentum von C._ gewesen seien, als Folge des
Vermittlungsvertrages mit A._ geflossen. Beim WIR-Handel habe es sich
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ausschliesslich um einen Aktiventausch gehandelt, nur die Abschreibungen des WIR-
Verlustes sei erfolgswirksam. Sowohl der Aktiventausch wie auch die Abschreibungen
hätten in der Buchhaltung erfasst werden müssen. C._ habe die Herren A._ und D._
ins Verlagsgeschäft geführt und dafür eine dementsprechende Vergütung erhalten.
Wenn die Aufrechnungen der zu hohen Abschreibungen auf dem Anlagevermögen
ihren Ursprung in den Jahren 2005 und 2006 gehabt hätten, so bestehe die Gefahr
einer Doppelbesteuerung, da im Jahre 2007 offenbar Sachverhalte aus dem Jahr 2005
herangezogen würden.
Der Beschwerdegegner nahm im Zusammenhang mit den verbuchten WIR-
Transaktionen, gestützt auf den Untersuchungsbericht und den Bericht "Layoutkosten"
folgende Aufrechnungen und Abzüge vor (act. 181.330.001 ff.; act. 181.340.001 ff.; act.
181.350.001 ff.):
Jahresabschluss per 31.12.2007 31.12.2008 31.12.2009
Gewinn Steuererkl. 8'194.00 75'359.00 27'085.00
Layoutkosten 150'000.00 100'000.00 0.00
Abschreib. 1110 27'300.00 20'637.00 14'446.00
Abschreib. 1111 14'323.00 8'593.90 5'156.35
Abschreib. 1120 0.00 0.00 10'000.00
WIR-Verluste 420'480.00 295'176.00 177'762.00
Akzept. WIR-Verluste 322'700.00 -226'167.00 -163'417.00
Erhöhung Steuerrückst. -55'337.00 -37'111.00 -7'412.00
Steuerbarer Gewinn 242'200.00 236'400.00 63'600.00
Es stellt sich somit die Frage der geschäftsmässigen Begründetheit der Layoutkosten,
die steuerliche Aufrechnung der Abschreibungen auf dem Anlagevermögen und die
Aufrechnung der erfolgswirksam verbuchten WIR-Verluste.
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Nach Art. 84 Abs. 1 StG und Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG werden Aufwendungen bei der
Berechnung des Reingewinns berücksichtigt, sofern sie geschäftsmässig begründet
sind. Beweisbelastet für die steuermindernden Tatsachen ist gemäss der allgemeinen
Beweislastregel die steuerpflichtige Person (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N
77 zu Art. 123 DBG). Bei einem buchführenden Steuerpflichtigen gilt das
Massgeblichkeitsprinzip. Der Steuerpflichtige erbringt den Beweis für grundsätzlich
steuermindernde Aufwendungen (geschäftsmässige Begründetheit von Ausgaben
usw.) durch die Vorlage einer Erfolgsrechnung, die auf einer ordnungsgemässen
Buchhaltung beruht (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85 zu Art. 123 DBG).
Nach dem Belegsprinzip müssen unter anderem nachprüfbare Belegnachweise für die
einzelnen Buchungsvorgänge vorhanden sein (vgl. Art. 957a Abs. 2 Ziff. 2 und 5 des
Schweizerischen Obligationenrechts; SR 220, OR). Als Buchungsbelege gelten
schriftliche Aufzeichnungen auf Papier oder in elektronischer Form, die notwendig sind,
um den einer Buchung zugrundeliegenden Geschäftsvorfall oder Sachverhalt
nachvollziehen zu können (Abs. 3). Kann die Steuerbehörde den Hauptbeweis der
buchführenden steuerpflichtigen Person erschüttern (indem sie z.B. Umstände
darzutun vermag, die Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit von gewissen
Aufwendungen aufkommen lassen), ist es wiederum an der steuerpflichtigen Person,
diese Zweifel auszuräumen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85 zu
Art. 123 DBG).
Im Teilbericht Layoutkosten (Seite 13 f.) stellte die ASU den Sachverhalt
zusammengefasst wie folgt dar: Die Kunden der beteiligten Gesellschaften hätten ihre
Rechnungen teilweise mit WIR-Geld bezahlt. Die Gesellschaften seien daher vor dem
Problem gestanden, ihre WIR-Guthaben aus Liquiditätsgründen in Bargeld
umzuwandeln. Nach den Statuten der WIR-Bank sei aber ein WIR-Verkauf gegen
Bargeld verboten. Die Gesellschaften hätten deshalb jedem WIR-Verkauf ein
Grundgeschäft nachzuweisen. Ein solcher WIR-Verkauf sei in der Buchhaltung jedoch
aufgrund der dazu erstellten Belege wie Rechnungen, Quittungen etc. nicht als solcher
ersichtlich, sondern werde als Anschaffung oder Aufwand ausgewiesen. Die WIR-
Checks seien u.a. an die R._ AG verkauft worden, im Geschäftsjahr 2008 nur noch
wenige (Teilbericht Layoutkosten).
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5. In den Jahren 2007 – 2009 verbuchte die Beschwerdeführerin (act. 181.330.001-005;
181.340.001-005; 181.350.001-005) ihre Käufe/Verkäufe vorwiegend auf ein WIR-
Durchlaufskonto (1097), davon 60 % als Bankeinlage und 40 % als WIR-Verlust (6622).
Der Beschwerdegegner betrachtet eine generellen WIR-Berichtigung von 40 % zu
hoch. Er stützt sich dabei auf den Teilbericht Layoutkosten (S. 51, 53, 54). Soweit
feststellbar, wurde in den entsprechenden Excel-Tabellen in der Spalte "Bemerkungen"
festgehalten, wie hoch der WIR-Einschlag beim entsprechenden Grundgeschäft war.
So gibt es WIR-Einschläge zwischen 27 % (K._ AG) bis 40 %. Das im ASU-Bericht
(Teilbericht Layoutkosten, S. 51 ff.) dokumentierte Beweisverfahren ergibt genügend
Anhaltspunkte für steuerbegründende resp. steuererhöhende Sachverhalte. Die
Beschwerdeführerin äussert sich dazu nicht substantiiert, sondern bestreitet die
Aufrechnungen lediglich pauschal. Da es sich aber bei den verbuchten WIR-Verlusten
um steuermindernde Tatsachen handelt, wäre es an der Beschwerdeführerin gewesen,
die geschäftsmässige Begründetheit der generellen 40%-igen Wertberichtigung WIR
nachvollziehbar darzulegen. Das hat sie jedoch nicht getan, weshalb sie die Folgen der
Beweislosigkeit zu tragen hat (Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das St. Gallische Steuerrecht,
7. Aufl.2014, Rz. VII/23). Zusammenfassend legt die ASU überzeugend dar, dass ein
Einschlag von 35 % über die gesamte Untersuchungsperiode den tatsächlichen
Verhältnissen entspricht.
6. Die Beschwerdegegnerin rechnete im Jahr 2007 CHF 41'623, im Jahr 2008
CHF 29'230.90 und im Jahr 2009 CHF 29'602.35 Abschreibungen auf dem
Anlagevermögen auf (act. 181.330.010-013; 181.340.010-013; 181.350.010-015). Wie
das Verwaltungsgericht in seinem inzwischen rechtskräftigen Entscheid vom 28. Juni
2018 (B 2017/226 und 227 E. 7 S. 16) betreffend die Geschäftsjahre 2004, 2005 und
2006 festgestellt hat, waren die damaligen Abschreibungen nicht geschäftsmässig
begründet und wurden entsprechend zu Recht aufgerechnet. Die ASU führte für jede
Kategorie Anlagevermögen eine eigene Abschreibungstabelle, und zwar ab Beginn des
entsprechenden Kontos bis zum Jahr 2009 (act. 181.330.011 und 013; 181.340.011
und 013; 181.350.011 und 013). In diesen Tabellen berechnet sie die jährlich steuerlich
zulässigen Abschreibungen auf dem Anlagevermögen, rechnet diesen Betrag vom
Endbestand ab und überträgt diesen Endbestandbetrag auf den Anfangsbestand des
neuen Jahres. Den abgeschriebenen jährlichen Betrag rechnet sie zum Gewinn dazu,
da das Anlagevermögen aus aktivierten WIR-Checks besteht, die geschäftlich nicht
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begründet sind, da kein realer Sachverhalt dahintersteht (Teilbericht Layoutkosten
3.4.2.3.3 S. 15 f.). Bei diesem Vorgehen der ASU ist es daher auch nicht möglich, dass
– wie die Beschwerdeführer befürchtet – eine Doppelbesteuerung vorliegen könnte,
weil diese Abschreibungstabellen schon auf die vor die hier zu beurteilenden Jahre
2007 bis 2009 zurückreichen. Im Gegenteil, auf diese Weise ist es der
Beschwerdeführerin möglich, das (geschäftsmässig nicht anerkannte) Anlagevermögen
kontinuierlich zu reduzieren.
7. Am 3. Dezember 2007 stellte die O._ & P._ der Beschwerdeführerin CHF 150'000
für "unsere Aufwendungen in Sachen Beratung Verlagswesen" in Rechnung (act.
183.330.004). Es liegt eine Quittung vom 14.12.2007 (für "Beratungspauschale
Vertragswesen", act. 183.330.005) und eine solche vom 17.12.2007 (act. 183.330.006)
vor, auf denen C._ je den Erhalt der CHF 150'000 quittierte. Am 14. Januar 2008 (act.
183.340.006) stellte die O._ & P._ der Beschwerdeführerin CHF 100'000 für
Akontozahlung Beratung Verlagswesen für das Jahr 2008, in Rechnung. Mit Quittung
vom 14. Februar 2008 (act. 183.340.004) bestätig C._ den Erhalt der CHF 100'000.
Aufgrund dieser pauschalen Rechnungstexte ist unklar, ob und falls ja, welche
Leistungen tatsächlich erbracht wurden. In der Rechnung vom 3. Dezember 2007 steht
nicht einmal für welches Jahr diese Beratungen Verlagswesen geleistet wurden.
A._ nahm aufgrund der Einvernahme vom 22. September 2010 (Teilbericht
„Layoutkosten“ S. 34) wie folgt Stellung: C._ sei bei der X._ AG, der Y._ AG und der
Q._ AG Berater und mache für diese Firmen Layouts, er sei Medienexperte. D._
erklärte anlässlich der Einvernahme vom 22. September 2010 (Teilbericht
„Layoutkosten“ S. 34) folgendes: Herr A._ habe das mit Herrn C._ geregelt. Herr C._
habe sein Knowhow, sein Fachwissen und das Konzept für das Verlagswesen mit der
O._ & P._ eingebracht; dafür hätten sie bezahlt. Das hätte ein hohes Fachwissen
bedingt, deshalb wären es vielleicht ein bisschen höhere Beiträge. C._ erklärte
anlässlich seiner Einvernahme vom 27. September 2010 (Teilbericht "Layoutkosten" S.
34 f.): Er selber habe kein Büro. Er sei jeweils im Büro von A._ bei der Y._ AG
gewesen. Dort seien die Rechnungen erstellt worden aufgrund der Angaben von A._.
Anlässlich der Einvernahme vom 5. März 2013 (Teilbericht Layout S. 35) erklärte C._,
dass der Begriff Layoutkosten ein Sammelbegriff wie Gastropromotion gewesen sei.
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B._ gab am 11. Oktober 2012 (Teilbericht „Layoutkosten“ S. 36) zu Protokoll, es seien
nicht eigentliche Layoutkosten gewesen, dies sei ein "Sammelbegriff".
Somit ist anhand der Buchhaltungsunterlagen beziehungsweise Belege nicht
nachvollziehbar, für welche Leistungen im Detail und in welchem genaueren Zeitraum
diese erbracht wurden. Auch die doppelte Quittierung von CHF 150'000 durch C._
wirft Fragen betreffend Seriosität und Glaubwürdigkeit auf. Es bestehen daher
erhebliche Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit der Zahlungen an die
O._ & P._. Die Beschwerdeführerin hätte diese ausräumen können, in dem sie
Umfang, Zeitpunkt und Inhalt der Leistungen transparent und detailliert dargelegt hätte.
Dies hat sie jedoch nicht getan, weshalb sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen
hat. Im Übrigen verletzt sie auch wesentliche Grundsätze der ordnungsgemässen
Buchführung gemäss Art. 957a OR.
Auch kann die Beschwerdeführerin die geschäftsmässige Begründetheit nicht durch
ihre Ablauf-Schemata (act. 1 S. 16) nachweisen. Diese Schemata werden im Grundsatz
von den Verfahrensbeteiligten wie auch vom Verwaltungsgericht gar nicht bestritten,
ebenso wenig die Buchungssätze. Wenig hilfreich sind auch die Ausführungen der
Beschwerdeführerin zum Bestehen eines Kommissionsvertrages zwischen den C._
und A._. Die Frage ist, ob die Rechnungen der O._ & P._ geschäftsmässig
begründet sind, nicht wie sie bezahlt resp. verbucht worden sind. Die
geschäftsmässige Begründetheit der Rechnungen der O._ & P._ vom 3. Dezember
2007 und 14. Januar 2008 ist aber nicht nachgewiesen, sodass der Beschwerdegegner
auch diese beiden Beträge zu Recht aufgerechnet hat.
8. Zusammenfassend ergibt sich, dass die in den Jahren 2007 bis 2009 erfolgten
Aufrechnungen Rechnungen O._ & P._ (2007 und 2008), Abschreibungen auf
Anlagevermögen (2007-2009) sowie WIR-Verluste (2007-2009) zu Recht erfolgt sind.
Die Beschwerde ist demnach unbegründet und abzuweisen.
9. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren
von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 144 Abs. 1 und Art. 145
Abs. 2 DBG). Entscheidgebühren für die Beschwerdeverfahren von CHF 3'000 für die
Kantonssteuern und von CHF 2'000 für die direkten Bundessteuern erscheinen
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angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12). Sie sind mit
den von der Beschwerdeführerin in den Beschwerdeverfahren geleisteten
Kostenvorschüssen von CHF 3'000 und CHF 2'000 zu verrechnen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind mangels Anspruchs des Beschwerdegegners
–er hat denn auch keinen solchen Antrag gestellt– für die Beschwerdeverfahren keine
ausseramtlichen Kosten zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98 VRP; Art. 145
Abs. 2 und Art. 144 Abs. 4 DBG sowie Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das
Verwaltungsverfahren, SR 172.021, VwVG; Cavelti/ Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit
im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 829; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N
44 zu Art. 144 DBG).