Decision ID: 7cb633e5-e976-47b3-914d-f4b4f948e448
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1988,
arbeitete seit dem 2
1.
M
ai 2013 über die
Y._
AG
als Metallbauer
(
Urk.
5/10/211).
Am
1
9.
März 2014 (Ein
gangsdatum)
meldete sich der Versicherte
unter Hinweis auf die Folgen eines am 2
9.
Juli 2013 erlittenen Unfalls (Bein- und Fussverletzung rechts)
bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/3). Die IV-Stelle zog die Akten der zuständigen Unfallversicherung Suva bei (
Urk.
5/10)
und nahm beruflich-erwerbliche und medizinische Abklärungen vor. Am 2
1.
Juli 2015 teilte
sie dem Versicherten mit, dass
die Kosten
einer
berufliche
n
Abklärung
/Potentialabklärung
bei der
Z._
vom 1
8.
August bis zum 1
5.
September 2015
übernommen würden
(
Urk.
5/36; vgl. auch Schlussbericht vom 1
3.
Oktober 2015,
Urk.
5/42).
Am 2
5.
Februar 2016 teilte die IV-Stelle
mit,
dass
die
Kosten
eines
Bewerbungs
coaching
s
durch das
A._
vo
m 2
2.
Februar bis zum 21.
August 2016
übernommen würden
(
Urk.
5/49
; vgl. auch Schlussbericht vom 1
2.
September 2016,
Urk.
5/68
).
Am
5.
November 2018 trat
der Versicherte
eine Stelle als Fahrzeug-Pfleger bei der
B._
AG an (
Urk.
5/124). Am 2
1.
November 2018
erklärte die
IV-Stell
e
, dass
während der Anlern- bzw. Einarbeitungszeit im Betrieb
B._
AG vom
1.
Dezember 2018 bis zum 3
1.
Mai 2019 die Kosten eines E
inarbeitungszuschusses über
nommen würden
(
Urk.
5/128).
Mit Verfügung vom
8.
Februar 2019 sprach die IV-Stelle dem V
ersicherten mit Wirkung vom
1.
September 201
4 bis zum 31.
Januar 2016 und
vom
1.
Mai 2017 bis zum 3
0.
Juni 2018 bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 100
%
eine ganz
e Rente zu (
Urk.
5/114 und Urk.
5/142).
Am 1
2.
Juni
2019 teilte
sie
mit, dass die Eingliederungsmassnahmen
erfolgreich abgeschlossen seien
(
Urk.
5/166).
1.2
Am 2
5.
Mai 2020
(Eingangsdatum)
meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/172).
Am
6.
Novembe
r 2020 teilte die IV-Stelle
mit, dass dem Versicherten
gemäss Besprechung vom August 2020
Arbeitsvermittlung
hätte gewährt werden sollen
.
In der
Zwischenzeit
möchte er diese
jedoch
nicht mehr
annehmen, da
er sich auf eine selbständigewerbende Tätigke
it im Kanton Tessin fokussiere. Die
beruflichen Massnahmen
würden da
her
abgeschlossen (
Urk.
5/189).
Am
2.
Dezember 2020 kündigte die
B._
AG das Arbeitsverhältn
is mit dem Versicherten per 28.
Februar 2021 (
Urk.
5/190/22). Die
IV-Stelle
zog
die
Akten der Suva bei (Urk.
5/190). Nach durchgeführtem Vorbesche
idverfahren (Vorbescheid vom 9.
März 2021,
Urk.
5/194, und Einwand
des Versicherten vom 2
6.
April 2021,
Urk.
5/202) ver
neinte
sie
mit Verfügung vom 2
4.
Juni 2021 (
Urk.
2
/2
) einen Anspruch
auf IV-Leistungen.
2.
Dagegen erhob der V
ersicherte am 3
0.
August 2021
beim Tribunale
cantonale
delle
assicurazioni
del Ticino
Beschwerde und beantragte, es sei
en
die an
gefochtene Verfügung aufzuheben, die
Sache
zwecks weiterer Abklärungen
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und Leistungen
zuzusprechen
(U
rk.
2/1
).
Mit Verfügung
vom
2.
September 2021 überwies das Tribunale
canto
nale
delle
assicurazioni
del Ticino die Beschwerde
zuständigkeitshalber
dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich (
Urk.
1/1). Die Beschwerde
gegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom
8.
Dezember 2021 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
4),
was dem Beschwerdeführer am 9.
Dezember 2021 angezeigt wurde (
Urk.
6).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSV
), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
–
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
–
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen
Sachverhalt abstellt (BGE 144 V
210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De
zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art.
28a
Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommens
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.3
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben ge
mäss Art. 8 Abs. 1 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs.
1
bis
). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs
fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs.
2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit.
a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1
.5
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Vorausset
zungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisions
gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat
sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E.
3a
, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (Urteil des Bundesgerichts
9C_351
/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf
BGE
117 V 198 E.
3a
, 109 V 108 E.
2b
).
1.6
Wurde die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben, erreicht dieser jedoch in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass, so werden bei der Berechnung der Wartezeit nach Artikel 28 Absatz 1 Buchstabe b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet
(
Art.
29
bis
IVV).
Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Artikel
29
bis
ist
sinn
gemäss anwendbar
(
Art.
88a
Abs.
2 IVV).
1.7
1.7.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E.
3a
mit Hinweis).
1.7.2
Berichten des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) nach Art. 49 Abs. 2 IVV kommt ebenfalls Beweiswert zu, sofern sie den von der Recht
sprechung umschriebenen Anforderungen an ein ärztlich
es Gutachten genügen (BGE 137 V
210 E. 1.2.1). Selbst eine Aktenbeurteilung ohne eigene Unter
suchung kann beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich fest
stehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen der RAD (Urteile des Bundesgerichts
9C_335
/2015 vom 1. September 2015 E. 3.1 und
9C_196
/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozial
versicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die (versicherungsinterne) Beurteilung des RAD zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzu
nehmen sind (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
1.
8
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass
der Beschwerdeführer
aufgrund einer Verschlechterung des Gesundheitszustands seit
dem
2
1.
Januar 2020 nicht me
hr als Autopfleger arbeiten könne
. In einer optimal
angepassten Tä
tigkeit bestehe
jedoch
spätestens
seit
Juni 2020
wieder ein
e Arbeitsfähigkeit von 80
%
bis 100
%
.
Aus den beigezogenen Unfallakten würden sich lediglich therapeutische Hinweise auf eine zu optimierende orthopädische Schuhversorgung ergeben. Dem Beschwerdeführer
sei zu empfehlen, einen knöchel
übergreifenden Schuh zu tragen.
Da vor Ablauf eines Jahres wieder eine Arbeitsfäh
igkeit von 80
%
bis 1
00
%
in ein
er angepassten Tätigkeit bestehe
,
sei keine
bleibende Erwerbseinbusse von mindestens 40
%
entstanden und es liege
keine I
nvalidität im Sinne des Gesetze
s vor.
Im Weiteren bestehe
auch
kein An
spruch auf Arbeitsvermittlung, da keine Einschränku
ng bei der Stellensuche gegeben sei
und
der Beschwerdeführer
ü
ber genügend Ressourcen verfüge,
um selbstständig
eine neue Anstellung zu finden (
Urk.
2
/2
).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, dass
er
nach den mehr
fachen operativen Eingriffen
am rechten Fuss
nun
seit mehr als eineinhalb
Jahr
en
unter einem chronischen
Ulcus
an der rechten Ferse
leide.
Die
behandelnden Ä
rzte
hätte
n
eine Hyperkeratose,
Schwellung
und
instabile Narbe mit übel
riechendem Flüssigkeitsausfluss
festgestellt
, deren Behandlung
sie
vor
Probleme stelle
. Die S
uva habe
im Zeitraum vom
2
2.
Januar
bis zum
31. Dezember 2020 und erneut vom 1. bis
28.
Februar 2021
bei einer
attestierten
Arbeitsunfähigkeit von 100
%
Taggelder ausgerichtet. Vom
1.
Juni bis zum
8.
August
2021 habe
die Suva
ihm aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
und
vom
9.
bis zum 3
1.
August
2021 wiederum aufgrund
einer Arbeitsunfähigkeit von 100
%
Tag
gelder ausgerichtet.
Der
Beschwerdeführer
habe
in
C._
eine
n
«
Minimarket
» eröffnet. Diese Tätigkeit könne er mehrheitlich im Sitzen ausüben. Zuweilen müssten allerdings auch schwere Waren getragen werden, weshalb er auf die Hilfe Dritter angewiesen sei. Indem die Beschwerdegegne
rin nicht abgeklärt habe,
inwiefern diese
Tätigkeit
als angepasst gelten könne, ha
be sie
die Abklärungs
pflicht
nach
Art.
43 ATSG verletzt.
Dem Beschwerdeführer sei es
nicht
möglich
,
seit Juni 2020 wieder
eine angepasste Tätigkeit
in einem 80%- bis 100%-Pensum
a
G
._
_
uüben
. Auf die entsprechende versicherungsinterne Aktenbeurteilung könne nicht abgestellt werden. Im Weiteren habe
der Beschwerdeführer
gegenüber der Beschwerdegegnerin nicht
erklärt
, dass er auf berufliche M
assnahmen verzichten
möchte.
Der Rechtsvertreter
habe
am 28. Oktober 2020
lediglich
mitgeteilt,
dass
d
er
Beschwerdeführer
versuchen wolle, im Tessin eine
selbständige Erwerbs
tätigkeit
aufzunehmen, und daher im Moment das angebotene Eingliederungs
gespräch noch nicht
in Anspruch nehmen
möchte
(
Urk.
2/
1).
3.
3.1
3.1.1
Der Verfügung vom
8.
Februar 2019, mit welcher
die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer
mit Wirkung vom
1.
September 2014 bis zum 3
1.
Januar 2016 und vom
1.
Mai 2017 bis zum 3
0.
Juni 2018
eine ganze Rente zusprach (Urk.
5/114 und
Urk.
5/142),
lagen im Wesentlichen folgende medizinischen Beurteilungen zugrunde:
3.1.2
Kreisarzt
Dr.
med.
D._
, FMH Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie, diagnostizierte im Bericht zur Unters
uchung vom 1
4.
Januar 2016
Status nach
Tibiaschaftfraktur
rechts offen Grad III mit
Kompartementsyndrom
,
Décollementverletzung
posteriorer
Unterschenkel und Ferse rechts sowie Schädigung des Nervus
tibialis
posterior
am 2
9.
Juli 201
3.
Dr.
D._
erklärte, dass die Behandlung
noch nicht vollständig abgeschlossen
sei. Die
Funktion
des rechten Unterschenkels könne
aktuell
aber bere
its als stabil beurteilt werden. W
eitere erhebliche Verbesserungen
würden
sich nicht ergeben, auch wenn durch Gewöhnung und möglicherweise a
uch durch die später wohl durch
zuführende Metallentfernung noch eine gewisse Verbesserung
der Beschwerden eintreten könne
.
Lebenslang notwendig seien eine
orthopädietechnische V
ersorgung des rechten Fusses (Ei
nlage, eventuell auch zugericht
eter Konfektionsschuh), ein Kompressionsstrumpf für den Fuss
und Unterschenkel re
chts sowie eine gute Hautpflege,
insbesondere im Bereich
der Schrunde seitlich an der Ferse und der
Thierschflächen
.
Es bestehe
eine dauerhafte erhebliche Belastungseinschränkung der rechten unteren Extremität.
Eine
wechselbelastende, jedoch überwiegend im Sitzen zu leistende leichte bis mittelschwere Tätigkeit wäre
vollzeitig möglich. Mehrmals täglich seien
Gehleistungen von wenigen 100 m und ebenfalls mehr
mals täglich Stehphasen
von
höch
stens 20 Minuten möglich. Die
Zusatzbelastung
dürfe dabei
10 kg und selten
15 kg
betragen
. Treppensteigen
sei
nur selten
zu
mutbar
. Ungünstig und entsprechend nicht zumutbar
seien
bodennahe Tätig
keiten, Tät
igkeiten auf unebenem Boden, im unwegsamen Gelände,
auf Leitern oder
sonstwie
in der Höhe mit Absturzgefahr.
Ebenfalls ungünstig
seien Tätig
keiten mit län
gerdauernder Belastung des rechten Fus
ses
sowie Tätigkeiten, die zu Schlägen oder starken Erschütterungen des rechten Beines führen
würden (
Urk.
5/47/7-8).
3.1.3
Die Ä
rztinnen
der Universitätsklinik
E._
nannten
im Bericht vom 2
1.
Juni 2018 zuhanden von Prof.
Dr.
med.
F._
, Chefarzt Plastische Chirurgie des
G._
,
folgende Diagnosen (Urk.
5/102/2
-3
):
(1)
Status nach Ulcus (Wagner-Armstrong
1A
) Ferse rechts bei Status nach
lateralisierender
Calcaneusosteotomie
und
Osteosynthesematerialentfernung
(
OSME
)
Tibianagel
rechts
sowie Weichteil
korrektur mit Unt
erspritzung mit
SVF
Ferse rechts
(
fecit
Prof.
F._
) am 1
6.
Mai 2017 bei:
-
Rückfussvarus
bei Pes
cavovarus
rechts
-
Status nach
drittgradiger
offener
Tibiaschaftfraktur
rechts mit
Ko
mpartment
-
syndrom
vom 2
9.
Juli 2013
•
Status nach
Logenspaltung Unterschenkel rechts, Naht A.
fibularis
und
Anlage Fixateur e
xterne (Spital Bülach) am 2
9.
Juli
2013
•
Status nach
Wundexploration, Entfernung Fixateur externe sowie
Impla
ntation
Tibiamarknagel
am
6.
August 2013
•
Status nach Marknageldynamisierung am 1
2.
November 2013 und 2014
•
Status
nach
OSME
Tibiamarknagel
, Dekortikation,
hemizirkumferentieller
Segmentresektion im
Pseudarthrosenbereich
, Markraumaufbohrung,
Plombierung mit resorbierbarem
Antibiotikaträger am
1.
Juli
2014
•
Status Fixateur externe-Anlage am
5.
Juli
2017
•
Status nach
Dé
bridement
, Markraumaufbohrung und Osteosynthese mittels
Tibiamarknagel
und
kortikospongiöser
Anlagerun
g (Beckenkamm rechts) am
1
9.
September
2014
•
Status nach
Defektdeckung Ferse rechts durch plantare Rotationslappen
sowie Visierlappen vom dorsalen
Unterschenkel rechts, Deckung der Hebedefekte mit grossflächiger Spalthaut-Transplantation
Fuss und Unterschenkel rechts
vom rechten Oberschenkel am
2
4.
September
2014
•
Status nach
Débridement
Ferse und Abtragen Spalthaut im Bereich
Calcaneus
am 2
2.
September 2014
(2)
Clavicula-
Midshaft
Fraktur rechts nach Sturz vom 1
9.
Juli 2017
Die Ärztinnen der Universitätsklinik
E._
gaben an,
dass die Behandlung bei nun abgeheilten Verhältnissen im Bereic
h der Ferse
bei Status nach Ulc
us (Wagner-Armstrong Grad
A1
) abgeschlossen werden könne. Aus fuss
chirurgischer Sicht sei bei bisher kritischen Wundverhältnissen und offenen Stellen an der Ferse eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit gerechtfertigt gewesen. Aktuell könne der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit wieder in einem 100%-Pensum arbeiten (
Urk.
5/
102
/3
).
3.1.4
RAD-Arzt
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Chirurgie, hielt in der Stellungnahme vom
9.
August 2018 fest, dass der B
eschwerdeführer
in der bis
herigen Tätigkeit als Metallbauer vom 2
9.
Ju
li 2013 bis auf Weiteres zu 100
% arbeitsunfähig sei. In einer angepassten T
ätigkeit sei
er vom 2
9.
Juli 2013 bis zum 1
4.
Januar 2016 zu 100
%
, vom 1
5.
Januar 2016 bis zum 1
4.
Mai 2017 zu 0
%
und
vom 1
5.
Mai 2017 bis zum 2
0.
Juni 2018
wiederum
zu 100
%
arbeits
unfähig gewesen. Ab dem 2
1.
Juni 2018 sei er in angepasster Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
5/107/7).
3.2
3.2.
1
Im Rahmen des vorliegenden Neuanmeldungsverfahrens sind im Wesentlichen folgende medizinischen Berichte aktenkundig:
3.2.2
Dr.
med.
I._
, stellvertretende
r Leiter Technische Orthopädie der
Universitätsklinik
E._
, diagnostizierte im an die Suva gerichteten Bericht
v
om
2.
März 2020 (1) ein
Rezidiv
ulcus
Fers
e rechts und (2) eine Clavicula-
Midshaft
Fraktur rechts nach Sturz vom 1
9.
Juli 201
7. Dr.
I._
erklärte,
dass
sich die Frage
stelle
, ob die chronische Wundheilungsstörung respek
tive das derzeit vorliegende Ulc
us durch die Entfernung der höchstwahrscheinlich infizierten Schrauben behoben werden könne oder ob noch weitere Korrektureingriffe not
wendig würden
(
Urk.
2/
A7
= Urk. 5/171/17
).
3.2
.3
KD
Dr.
med.
J._
, L
eiter Technische Orthopädie
der Universitätsklinik
E._
,
hielt im Bericht vom 3
0.
April 2020 zuhanden von
Dr.
med.
K._
, FMH Innere Medizin, fest, dass
die Gesamtsituation sehr unbefriedigend sei. Mit dem
Gips
und den Stöcken werde nun weiter entlas
tet, bis das Ulc
us ausgeheilt sei. Bereits jetzt sei
die orthopädieschuhtechnische Versorgung ein
zu
leiten.
Das Ulc
u
s werde
debridiert
und
ein Rezept für
das Verbandsmaterial erteilt.
Von
Liquemin
sei
auf
Xarelto
um
zustellen, da
der
Beschwerdeführer
mit den sub
kutanen Injektionen
Mühe habe
.
Der Beschwerdeführer sei
für
eine
stehende Tätigkeit bleibend arbeitsunfähig. Ob sich eine Teilarbeitsfähigkeit
ergeben werde, könne erst nach optimaler
Versorgung unter erneuter Belastung u
nd Aus
testung beurteilt werden. Wünschenswert wäre, wenn er
für eine vorwiegend sitzende Tä
tigkeit angelernt werden könnte (
Urk.
5/181/13).
3.2.4
Die Ärzte
der Abteilung für Technische Orthopädie
der Universitätsklinik
E._
diagnostizierte
n
im an
Dr.
K._
gerichteten Bericht vom
1
1.
Juni
2020
ein chronisches rezidivierendes, plantares, neuropa
thisches Fersenulcus rechts.
Sie erklärten, dass
sich
im Bereich der Ferse
eine massive H
yperkeratose
zeige. Nach A
btragung durch die
Wundexpertin
sei
ein intaktes Integument, ohne Ent
zündungszeichen, Rötung oder Überwärmung
ersichtlich gewesen
(Urk.
5/190/
86-
87).
3.2.5
Dr.
med.
L._
, Oberarzt Orthopädie der Universitätsklinik
E._
, gab im
an
Dr.
K._
gerichteten
Bericht vom
8.
September
2020 an, dass leider ein
Rezidi
vulc
us
entstanden sei. Es werde nun wieder mit
Biatain
soft hold verbun
den und der Beschwerdeführer bis zum Abheilen im Gips entlastet.
In der Folge müsse
ein knöchelübergreifender Schuh getragen werden (
Urk.
5/190/51).
3.2.6
Im Bericht vom 2
5.
September 2020 erklärte
Dr.
L._
von der Universitäts
klinik
E._
, dass sich der Beschwerdeführer wechselnd mit dem Gips und den bereits
angefertigten orthopädischen Schuhen mobilisiere. Die aktuelle Situation mit geschlossenem
Integuement
sei erfreulich.
Dem Beschwerdeführer werde
heute ein neues Paar orthopädische Serienschuhe abgegeben (
Urk.
5/190/46).
3.2
.7
Dr.
med.
M._
vom
N._
erklärte im Bericht vom 2
7.
November 2020, dass sich der Beschwerdeführer am 2
4.
November 2020 auf d
ie Notfallstation begeben habe, weil
sich an
der
rechten Ferse eine
kleine
blutende Wunde gebildet habe.
Aktuell gebe es keine Anzeichen für eine chronische Infektion oder andere Problematik (
Urk.
5/190/
19-
20).
3.2.8
Dr.
med.
O._
, FMH Allgemeine Innere Medizin, führte im Bericht vom 1
3.
April 2021 zuhanden der Suva aus, dass
aufgrund
der durch
geführten Untersuchungen (vgl. auch die bildgebende Untersuchung [
RMN
] vom 1
2.
März 2021 in der
P._
)
eine Osteomyelitis an der rechten Ferse ausgeschlossen werden könne. Gleichwohl sei aufgrund der aktuellen Situation eine chirurgische Wundbehandlung (Reinigung und Ent
fernung des abgestorbenen und verhärteten Gewebes) notwendig. D
anach seien
monatliche Wundbehandlung
en
erforderlich, um eine spätere Verschlimmerung z
u vermeiden (
Urk.
5/205/29
-30
).
3.2.9
Dr.
med.
Q._
, Oberarzt der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
G._
,
nannte
im
an
Dr.
O._
gerichteten Bericht vom
9.
August 2021
– nebst den bereits
erwähnten
Diagnosen – eine mechanisch bedingte (Fehl
belastung) Hyperkeratose rechte Ferse und eine instabile Narbe Ferse rechts. Er gab
an, dass dem Beschwerdeführer
geraten
worden sei, zwei Mal täglich Ver
bände mit
Braunol
anzulegen. Der Beschwerdeführer möchte derzeit einen Ver
such mit einem Schuh unternehmen, der den
Rückfuss
schütze. Zu empfehlen sei eine vollständige Entlastung für 30 Tage und eine prophylaktische Therapie mit
Fragmin
5000 gegen
Thromboembolien
. Um eine mögliche Osteomyelitis zu beurteilen, sei auf die
MRT
-Bilder (von vor etwa 2.5 Monaten) zu warten. Im September 2021 werde ein neues
MRT
durchge
führt. Vom
9.
August bis zum 9.
September 2021 betrage die Arbeitsunfähigkeit 100
%
(
Urk.
2/
A6
).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Stellungnahmen des RAD vom
5.
Juni 2020 und vom
3.
Juni 2021 (
Urk.
5/193/4 und
Urk.
5/207/3).
4.2
Der RAD
erklärte in der Stellungnahme vom
5.
Juni 2020, dass dem Beschwerdeführer eine körperlich und geistig leichte wechselbelastende über
wiegend sitzende Tätigkeit zu empfehlen sei. Zu vermeiden seien langes Stehen
und Gehen, unebene Wege, Leiter- und Gerüststeigen, Fusspedaltreten sowie jeg
liche Verletzungsgefahr für den rechten Fuss (
Urk.
5/193/4).
RAD-Arzt
Dr.
med.
R._
, FM
H Orthopädische Chirurgie,
hielt
in der Stellungnahme vom
3.
Juni 2021 fest, dass sich therapeutische Hinweise
für
eine zu optimierende Schuhversorgung ergeben würden. Es müsse ein knöchelübergreifender Schuh getragen werden. Ansonsten sei weiter an der Stellungnahme vom
5.
Juni 2020 festzuhalten (
Urk.
5/207/3).
4.3
Vorab ist zu bemerken, dass aus der
RAD-
Stellungnahme vom 5. Juni 2020 nicht hervorgeht, wer diese verfasst hat;
zudem
fehlt in beiden Stellungnahmen eine Darlegung und Würdigung der medizinischen Aktenlage.
Die Aktenbeurteilung der RAD-Ärzte, die den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht haben, vermag
aber auch aus den nachfolgend angeführten Gründen
nicht zu überzeugen.
Nach
dem der Beschwerdeführer
am
5.
November 2018 eine
den gegebenen Ein
schränkungen am rechten Bein/Fuss angepasste
Tätigkeit als Fahrzeug-Pfleger bei der
B._
AG hatte antreten können, war
er in dieser Tätigkeit infolge des aufgetretenen
Fersenulcus rechts
seit dem 2
2.
Januar 2020 dauerhaft
arbeits
un
fähig.
Wie aufgrund der dargelegten medizinischen Akten er
hellt, ge
staltete sich die Behandlung der
rechten Ferse
dabei
als schwierig und langwierig. So wurde
im
September 2020 in der Univers
itätsklinik
E._
ein
Rezidi
vulc
us
festgestellt und der Beschwerdeführer musste (wiederum) einen Gips tragen. Auch nach seinem Umzug in den Kanton Tessin
im Oktober/November 2020
waren regelmässige Wundbehandlungen erforderlich
und ab
Juni 2021, als die Suva wieder
um
Taggeldzahlungen leistete
(nachdem sie diese per 1. März 2021 eingestellt hatte, vgl. Urk. 5/192/2)
,
trat
erneut eine Verschlechterung
ein.
Dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit gemäss dem vom RAD neu umschriebenen Belastungsprofil ab
dem
5.
Juni 2020
wieder in einem 80%- bis 100%-
Pensum
zumutbar gewesen
sei
- und dass damals also bereits wieder eine
stabile medizinische Situation bestanden haben soll – ist vor diesem Hintergrund nicht nachvollziehbar.
Weitere ärztliche Einschätzungen zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit im
zeitlichen Verlauf liegen
nicht vor.
4.
4
B
etreffend die Tätigkeit des Beschwerdeführers als Geschäftsführer des «
Mini
market
» in
C._
hat die Beschwerdegegnerin sodann
keine
rlei
Abklärungen vorgenommen. Unklar
ist insbesondere, inwiefern
diese Tätigkeit als behinderungsangepasst gelten kann,
in welchem U
mfang der Beschwerdeführer die
Tätigkeit seit November 2020 ausübt
e
und welches E
inkommen er damit erzielte.
Der medizinische und beruflich-erwerbliche Sachverhalt wurde somit ungenügend
respektive unvollständig
abgeklärt.
4.5
Zu ergänzen
bleibt
, dass
vorliegend bei der Ber
echnung der Wartezeit nach Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG
die
früher zurückgelegte
n
Zeiten anzurechnen sind, da die Arbeitsunfähigkeit
des Beschwerdeführers
ab dem 2
2.
Januar 2020 auf das
selbe
Leiden zurückzuführen ist,
das
bis Ende Juni 2018
einen
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente
begründete
(vgl. E. 1.6).
5.
Die angefochtene Verfügung vom
2
4.
Juni 2021
(Urk. 2
/2
) ist demzufol
ge aufzu
heben und die Sache
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit s
ie den medizinischen und beruflich-erwerblichen Sachverhalt
rechtsgenüglich
abklärt und danach
über das
Leistungsbegehren neu entscheidet
.
Die Beschwerde ist da
her gutzuheissen.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs.
1bis
IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Der obsiegende vertretene Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Prozess
entschädigung. Diese ist gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 GSVGer unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwier
igkeit des Prozesses auf Fr. 1'7
00.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) festzusetzen.