Decision ID: b50c4742-9ea6-57ab-a69f-7538da076f4e
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
E._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Debora Schlegel-Bilgeri, Poststrasse 12,
Postfach, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
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Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente und Arbeitsvermittlung
Sachverhalt:
A.
A.a E._ (Jahrgang 1955) meldete sich am 3. August 2005 zum Bezug von Leistungen
der Invalidenversicherung an und beantragte Arbeitsvermittlungsmassnahmen (IV-act.
1). Auf Nachfrage der IV-Stelle des Kantons St. Gallen führte sie aus, sie habe am
30. Mai 2004 einen Velounfall erlitten und sei auf die rechte Kopfseite gestürzt und
habe ein Abknick-Schleudertrauma erlitten. Sie sei seit dem 30. Oktober 2004 nicht
mehr erwerbstätig. Die A._ AG sei von ihrer Unfallversicherung beauftragt worden, ab
August 2005 eine passende Stelle zu suchen (IV-act. 7 und 8). Die Arbeitgeberin
berichtete der IV-Stelle am 24. August 2005, die Versicherte sei als Modeberaterin und
Verkäuferin in einem Teilzeitpensum bei ihr tätig gewesen. Sie habe die Arbeitsstelle
aus gesundheitlichen Gründen infolge Unfall gekündigt (IV-act. 12). Am 13. September
2005 reichte Dr. med. B._, Allgemeine Medizin FMH, den Arztbericht ein, dem
weitere medizinische Beurteilungen beilagen. Dr. B._ gab an, die Versicherte leide an
einem chronischen Zervikalsyndrom mit spondylogenen Kopfschmerzen bei St. n.
HWS-Trauma und Commotio cerebri am 30. Mai 2004. Die Versicherte sei seit dem
Unfall bis 11. Juli 2004 100% arbeitsunfähig gewesen. Seither bestehe eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit. Eine leichte Arbeit mit wechselnden Arbeitspositionen sei ihr zu 41⁄2
Stunden pro Tag zumutbar (IV-act. 13).
A.b Gemäss Schlussbericht der Eingliederungsberaterin vom 10. März 2006 fand am
5. Dezember 2005 ein Abklärungsgespräch statt, bei dem der zuständige Case-
Manager der A._ AG zum Teil anwesend war. Die Eingliederungsberaterin gab an, da
die Versicherte durch den Case-Manager gut betreut sei, habe man vereinbart, dass
die Versicherte auf eine Arbeitsvermittlung durch die Invalidenversicherung verzichte.
Dabei sei auch die Möglichkeit erörtert worden, sofern notwendig gegebenenfalls einen
Einarbeitungszuschuss zu beantragen. In einem nachfolgenden Telefongespräch habe
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sie erfahren, dass die Versicherte eine ihr angebotene, gute Stelle abgelehnt habe. Da
voraussichtlich eine Haushaltsabklärung vorgenommen werden müsse, schliesse sie
den Fall ohne vollständigen Einkommensvergleich ab (IV-act. 20).
A.c Am 23. Juni 2006 fand die Abklärung im Haushalt der Versicherten statt. Dabei gab
diese an, sie leide unter täglichen Kopfschmerzen. Den Haushalt könne sie mehrheitlich
selbst besorgen. Das Heben von schweren Sachen übernehme meistens der Ehemann.
Ohne Behinderung würde sie weiterhin zu 66% als Modeberaterin arbeiten. Ab anfangs
August 2006 könne sie eine 50%-Stelle bei der Firma C._ antreten. Der Ehemann
beziehe seit 1992 eine ganze Rente der Invalidenversicherung. Die Abklärungsperson
ermittelte eine Einschränkung im Haushalt von insgesamt 6.94%, wobei sie die Mithilfe
des Ehemanns bei der Wohnungspflege sowie der Wäsche- und Kleiderpflege
berücksichtigte (IV-act. 28).
A.d Mit Vorbescheid vom 4. September 2006 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit,
dass auf Arbeitsvermittlung verzichtet werde. Nach den ihr zur Verfügung stehenden
Unterlagen werde sie durch die A._ AG in der Stellensuche optimal betreut (IV-act.
34). Mit einem weiteren Vorbescheid vom 5. September 2006 stellte die IV-Stelle der
Versicherten die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht. Sie führte dazu aus, beim
Einkommensvergleich habe man einen Invaliditätsgrad von 9% und beim Haushalt
einen solchen von 6.94% ermittelt. Aufgeteilt auf die Teilbereiche Erwerbstätigkeit 66%
(5.94%) und Haushalt 34% (2.36%) ergebe sich ein Gesamtinvaliditätsgrad von 8.3%.
Weil dieser unter 40% liege, bestehe kein Rentenanspruch (IV-act. 32). Dagegen
wendete die Versicherte am 4. Oktober 2006 ein, sie sei mit der Berechnung der
Teilinvaliditätsgrade nicht einverstanden. Gerne möchte sie eine ausführliche
Begründung der Berechnung. Ihr Arbeitsversuch bei der Firma C._ sei nach zwei
Monaten beendet worden, weil sie in Stresssituationen zu wenig belastbar gewesen sei
und mit dem Computerprogramm eine zu lange Einführungszeit benötigt habe. Gemäss
Dr. D._ und ihrer Therapeutin sei sie wieder extrem verspannt im Schulter- und
Nackenbereich (IV-act. 35).
A.e Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) Ostschweiz empfahl der IV-Stelle am
24. November 2006 auf Grund der komplexen medizinischen Sachlage eine
polydisziplinäre Begutachtung (IV-act. 36). Das weitere Vorgehen teilte man der
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Versicherten am 13. Dezember 2006 mit (IV-act. 37). Die IV-Stelle beauftragte am
12. März 2007 die MEDAS Ostschweiz mit der polydisziplinären Begutachtung (IV-act.
40). Die MEDAS erstattete am 12. Dezember 2007 das Gutachten. Als Hauptdiagnosen
mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit gab sie an:
1.Persistierendes Zervikokranialsyndrom und myofasziales Schmerzsyndrom des
Schultergürtels beidseits
- St. n. heftigem Velosturz vom 30. Mai 2005 (richtig 2004) mit Commotio cerebri und
Distorsions- (Abknick-) Trauma der HWS
- objektivierbare Funktionsstörungen kraniozervikaler Übergang
- reaktive Tendomyosen subokzipial mit referred-pain-Symptomatik
- muskuläre Dysbalance des Schultergürtels rechtsbetont
- beginnende Arthrose zwischen dem Hinterrand des vorderen Atlasbogens und der
Dens axis mit osteophytärer Reaktion sowie Spondylarthrose C2/3 (CT 24. Juli 2007)
- geringe Aktivitätsvermehrung im Bereiche der oberen HWS C0/1 beidseits und C2/3
links (3-Phasen-Skelettszintigraphie und SPECT vom 24. Juli 2007)
- potenziert durch Protraktionshaltung im Schultergürtel
2. Kopfschmerzen vom Mischtyp (ICD-10: R51)
- Zervikale Myogelosen
- Zervikogener Kopfschmerz
- Spannungskopfschmerz
3. Larvierte Depression mittlerer Ausprägung (ICD-10: F32.8).
Dazu kamen (ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) folgende Diagnosen:
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4. Verdacht auf orthostatischen Schwindel
5. St. n. wahrscheinlichem beningem paroxysmalem Lagerungsschwindel.
Die Ärzte führten aus, die Versicherte klage über Kopf- und Nackenschmerzen mit
Ausstrahlung in beide Arme sowie über verstärkte Konzentrationsschwierigkeiten seit
dem Unfall vom 30. Mai 2004. Seit Anfang 2007 verspüre sie erneut eine
Beschwerdezunahme, insbesondere des Schwindels. Spannungskopfschmerzen
würden sich bei Konzentration und Belastung verstärken. Daneben würden Angst,
Erschöpfungsgefühl und Phonophobie bei grösseren Menschenansammlungen
zunehmend eine soziale Rolle spielen. Sie schätze ihre Arbeitsfähigkeit auf 30-40% ein.
Der begutachtende Rheumatologe gab in seinem Konsiliargutachten vom
24. September 2007 an, klinisch sowie radiologisch könnten die von der Versicherten
geklagten Beschwerden durch die beschriebenen Befunde nachgewiesen und auch
reproduziert werden: Im Vordergrund stünden segmentale Funktionsstörungen am
kraniozervikalen Übergang und spezifisch auch C2/3. Dadurch sei die Versicherte
qualitativ in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, indem keine sehr häufigen
Überkopfarbeiten mit Gewichten oder kraftvollen Rotationen des Schultergürtels sowie
keine vollständige Seitenrotation des Kopfes mehr zumutbar seien.
Im psychiatrischen Konsiliargutachten vom 27. September 2007 führte der
begutachtende Psychiater aus, die Versicherte leide an einer larvierten Depression
mittlerer Ausprägung, die insbesondere durch anhaltende Schmerzen, Müdigkeit und
Schlafstörungen mit Morgentief gekennzeichnet werde. Wie typisch in solchen Fällen
bestehe bei der Versicherten eine Abneigung gegen psychologische Interpretationen
und eine Ablehnung der Rolle als psychisch Kranke. Es bestehe also eine mangelnde
Einsichtsfähigkeit gegenüber der depressiven Störung. Die Dauerbelastung auf Grund
der Invalidität des Ehemannes sowie der damit verbundene Verlust des sozialen Status
(Aufgabe des eigenen Geschäfts), seien während der Untersuchung von der
Versicherten nicht einmal spontan erwähnt worden. Diese depressive Störung habe
auch zur Kündigung auf Oktober 2004 geführt, weshalb die Versicherte aus
psychiatrischer Sicht seitdem zu 40 bis 50% arbeitsunfähig sei. Der Versicherten seien
sowohl die bisherige Tätigkeit sowie eine körperlich adaptierte Tätigkeit im Umfang von
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etwa 50 bis 60% vorzugsweise sechs Stunden täglich mit der Möglichkeit, vermehrte
Pausen einzulegen, zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit werde beeinträchtigt durch die
Müdigkeit, die reduzierte Ausdauer, die verringerte Stresstoleranz sowie die Zunahme
von Konzentrationsschwierigkeiten.
Aus neurologischer Sicht liege definitionsgemäss ein Kopfschmerz vom Spannungstyp
bei degenerativen Veränderungen und muskulärer Dysbalance sowie Einschränkungen
in der HWS-Beweglichkeit vor. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit könne zum
Untersuchungszeitpunkt wegen des Kopfschmerzes nicht gestellt werden.
Zusammenfassend gaben die Gutachter an, die Versicherte sei ab 30. Mai 2004 zu
50% arbeitsfähig, wobei anfänglich eine weitgehend volle Arbeitsunfähigkeit bestanden
haben dürfte. Die Resterwerbsfähigkeit von 50% könne am besten realisiert werden in
Form einer täglichen etwa sechsstündigen Erwerbstätigkeit mit vermehrten Pausen und
entsprechender Verminderung des Rendements. Die Arbeitsfähigkeits-beurteilung im
Haushalt gemäss Abklärungsbericht vom 23. Juni 2006 sei gemäss interdisziplinärer
Besprechung nachvollziehbar. Berufliche Massnahmen seien aus psychiatrischer Sicht
zum aktuellen Zeitpunkt nicht aussichtsreich (IV-act. 43). Der RAD erachtete das
MEDAS-Gutachten am 10. Januar 2008 als umfassend, kohärent, in sich
widerspruchsfrei und medizinisch nachvollziehbar (IV-act. 44).
A.f Mit Verfügung vom 15. Januar 2008 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der
Versicherten ab. Sie führte dazu aus, nach den ihr zur Verfügung stehenden Unterlagen
sei die Versicherte zu 34% als Hausfrau und zu 66% als Erwerbstätige einzustufen. Im
Erwerb habe man gemäss Einkommensvergleich eine Einschränkung von 9% ermittelt,
der Teilinvaliditätsgrad entspreche somit 5.94%. In der Tätigkeit im Haushalt bestehe
eine Einschränkung von 6.94% und damit ein Teilinvaliditätsgrad von 2.36%. Der
Gesamtinvaliditätsgrad betrage 8.3%. Unter den gegebenen Umständen liege kein
Anspruch auf eine Invalidenrente vor. Zum Einwand der Versicherten vom 4. Oktober
2006 gab die IV-Stelle an, die in der Folge angeordnete MEDAS-Untersuchung habe
festgestellt, dass die Versicherte für eine leidensangepasste Tätigkeit weiterhin zu 50%
arbeitsfähig sei. Aus diesem Grund halte man am Vorbescheid fest (IV-act. 45).
Gleichentags verfügte die IV-Stelle den Verzicht und damit den Abschluss der
Arbeitsvermittlung (IV-act. 46).
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A.g Die IV-Stelle ergänzte das Aktendossier mit dem Fragebogen für die Revision der
Invalidenrente des Ehegatten der Versicherten. Dieser hatte am 18. Mai 2007
angegeben, im Allgemeinen seien seine verschiedenen Symptome seit der
Hirnhautentzündung gleich geblieben. Seine Beine schmerzten jedoch mehr und sie
seien sehr schnell übermüdet, schwach und zittrig. Geistig und körperlich sei er nicht
belastbar. Ihn würden seit 19 Jahren chronische Schmerzen und Schwächen täglich
begleiten. Durch jede geistige und körperliche Tätigkeit beziehungsweise Anstrengung
würden seine Schmerzen grösser, verbunden mit Schwindel und Schwächezuständen
sowie Zittern. Verschiedene kleine handwerkliche Tätigkeiten könne er noch ausführen.
Er pflege verschiedene Bildstöckli (IV-act. 61).
B.
B.a Gegen die Verfügungen vom 15. Januar 2008 lässt die Versicherte am 15. Februar
2008 Beschwerde erheben. Sie beantragt die Aufhebung der Verfügung betreffend
Arbeitsvermittlung und die Vornahme der notwendigen beruflichen Massnahmen.
Weiter sei die Verfügung betreffend Invalidenrente aufzuheben und die
Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, den Invaliditätsgrad unter Berücksichtigung der
50%igen Erwerbsunfähigkeit neu zu berechnen. Überdies sei neben der somatischen
auch die psychisch bedingte Einschränkung in der Haushaltsführung, insgesamt
ebenfalls 50% zu berücksichtigen und darum in der aufgelaufenen Zeit, aber auch
inskünftig, eine Gesamtinvalidität von mindestens 50% festzulegen und die damit
verbundenen Geldleistungen zu gewähren. Sodann sei festzustellen, dass dem
invaliden Ehegatten keine über seinen ordentlichen Beitrag am Haushalt
hinausgehende Beteiligung im Sinn der Schadenminderungspflicht zuzumuten sei. Die
Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. Die
Beschwerdegegnerin habe eine MEDAS-Begutachtung in Auftrag gegeben, ohne auf
ihre Einwände zum Vorbescheid betreffend Invalidenrente und Arbeitsvermittlung
eingegangen zu sein. Sodann entsprächen die Verfügungen vom 15. Januar 2008 in
ihrem Wortlaut exakt demjenigen der Vorbescheide vom 4. und 5. September 2006.
Wiederum sei nicht auf ihre Einwände eingegangen worden und die Aktenergänzung
sei in der Verfügung formell und materiell ignoriert worden. Sodann habe die
Beschwerdegegnerin ihre Begründungspflicht verletzt, indem sie insbesondere das
Resultat der MEDAS-Begutachtung in der Verfügung mit keinem Wort erwähne. Damit
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würden die relevanten Entscheidgründe offensichtlich nicht benannt. Solch qualifizierte
Mängel könnten im einstufigen Verfahren nicht mehr genügend geheilt werden.
Betreffend die Arbeitsvermittlung führt die Beschwerdeführerin aus, die von der
privaten Unfallversicherung organisierte und finanzierte Unterstützung habe nicht zum
Zweck, die entsprechende Leistung der Sozialversicherung zu ersetzten. Sie beantrage
deshalb die notwendigen beruflichen Massnahmen, insbesondere vor dem
Hintergrund, dass die Arbeitsvermittlung nach einem gescheiterten Arbeitsversuch bei
der Firma C._ im September 2006 eingestellt worden sei. Zum Invaliditätsgrad gibt
die Beschwerdeführerin an, dass die ärztlich geschätzte Arbeitsunfähigkeit im Vergleich
zu einem Vollpensum festgelegt worden sei. Nachdem sie vor dem Unfall zu 66.6%
arbeitstätig gewesen sei, entspräche die 50%ige Arbeitsunfähigkeit einer
Erwerbsunfähigkeit von 33.3%. Insgesamt werde der Beschwerdeführerin jedoch eine
50%ige Erwerbsunfähigkeit attestiert, weil aus psychischen Gründen eine höhere
Leistungsfähigkeit anerkanntermassen nicht möglich sei. Da sich die psychischen
Komponenten nun aber zwangsläufig nicht einfach nur auf den Erwerb, sondern auch
auf die Haushalts-, Pflege- und Familienarbeit auswirke, müsse diese Einschränkung
auch für die Nichterwerbstätigkeit Anwendung finden. Das psychische Leiden sei
schliesslich ganztägig vorhanden und beschränke sich nicht auf die Präsenzzeit im
Erwerb. Dies habe sich auch beim Arbeitsversuch bei der Firma C._ bestätigt. Die
50%ige Tätigkeit auf fünf Tage verteilt habe nach kurzer Zeit eingestellt werden
müssen, weil daneben auch noch die Haushaltsarbeit habe erledigt werden müssen.
Gemäss SAKE-Tabelle T 20.5.2.5 betrage der wöchentliche Aufwand in einem
durchschnittlichen Haushalt einer zu 50% erwerbstätigen Frau im Paarhaushalt 24.9
Stunden. Die Beschwerdeführerin lebe in einem grossen 6 1⁄2 Einfamilienhaus mit
Garten, was ihren Aufwand erhöhe. Deshalb resultiere eine Gesamtinvalidität auch
nach der gemischten Methode von 50%. Dieser Invaliditätsgrad stimme auch mit dem
Bericht von Dr. D._ vom 3. Januar 2007 sowie dem Gutachten der Schulthess Klinik
vom 10. September 2007 überein. Diese Einschätzungen fänden im MEDAS-Gutachten
keine Berücksichtigung. Das Gutachten sei deshalb mangelhaft. Sodann überschätze
sich die Beschwerdeführerin in ihrer Leistungsfähigkeit auf Grund ihres psychischen
Leidens, weshalb die Haushaltsabklärung eine zu hohe Leistungsbereitschaft
widerspiegle. Schliesslich sei die Mithilfe des Ehegatten ungeprüft herangezogen
worden, obwohl dieser vollinvalid sei. Eine sachliche Abklärung dazu fehle (G act. 1).
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B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 9. April 2008
die Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus, die geltend gemachte Erwerbs- statt
Arbeitsunfähigkeit von 50% sei nicht nachvollziehbar. Im vorliegenden Fall sei die
gemischte Methode anwendbar, weshalb der Invaliditätsgrad für den Erwerbsteil nur
9% betrage. Sodann wirke sich die psychische Einschränkung im Haushalt kaum aus,
weil man sich die Haushaltsarbeiten je nach gesundheitlicher Verfassung frei einteilen
könne. Weil die Beschwerdeführerin im Haushalt nur bei schweren Haushaltstätigkeiten
eingeschränkt sei und diese 10% vom Ehegatten übernommen werden könnten,
resultiere im Haushalt nur eine Einschränkung von 6.94%. Der Ehegatte beziehe auf
Grund einer psychischen Krankheit eine Rente und habe selbst angegeben, er könne
noch verschiedene kleinere handwerkliche Tätigkeiten ausüben. Die
Haushaltsabklärung sei von der MEDAS als nachvollziehbar erklärt worden. Die
Rentenabweisung sei deshalb zu Recht erfolgt. Grundsätzlich habe die
Beschwerdeführerin Anspruch auf Arbeitsvermittlung. Sie habe jedoch darauf
verzichtet. Das Gesuch um Arbeitsvermittlung gemäss Anmeldung vom 5. August 2005
habe sich somit in ein Rentengesuch umgewandelt. Ein neues Gesuch könne jederzeit
gestellt werden (G act. 4).
B.c Die Beschwerdegegnerin hält in ihrer Replik vom 6. Mai 2008 an ihren Anträgen
fest. Sie ergänzt, dass sie nach Erhalt des Vorbescheids betreffend Arbeitsvermittlung
mitgeteilt habe, dass der Arbeitsversuch gescheitert sei und sie erneut auf
Stellensuche sei. Wenn nun die Beschwerdegegnerin behaupte, im Einwand vom
4. Oktober 2006 fänden sich keine Äusserungen betreffend Arbeitsvermittlung, sei dies
formalistisch. Die Beschwerdegegnerin wäre verpflichtet gewesen, bei dieser Situation
neue Lösungen zu suchen inklusive Arbeitsvermittlung. Sodann werde die Anwendung
der gemischten Methode nicht abgelehnt. Die Beschwerdeführerin sei
unbestrittenermassen als Teilerwerbstätige zu betrachten. Jedoch resultiere aus der
psychischen Störung eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit sowohl im Erwerb als
auch im Haushalt von je 50%. Dass die Erwerbsunfähigkeit gesamthaft 50% betrage,
meine auch die Unfallversicherung sowie die Lebensversicherung, welche der
Beschwerdeführerin eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 50% ausrichten würden
(G act. 8).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet am 16. Mai 2008 auf eine Duplik (G act. 10).
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B.e Zu den nachträglich edierten Akten der Unfallversicherung, nämlich dem Gutachten
der Schulthess Klinik von Prof. Dr. med. F._, Wirbelsäulenchirurgie und Dr. med.
G._, Rheumatologie, vom 10. September 2007 sowie dem Arztbericht von Dr. D._
vom 3. Januar 2007 (G act. 13) nehmen die Parteien nicht Stellung (G act. 15).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz,
dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der
zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V
467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtenen Verfügungen sind am
15. Januar 2008 ergangen. Dennoch ist ein Sachverhalt zu beurteilen, der vor dem
Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008
begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung
betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den
allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die
damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der
5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des
Bundesgerichts vom 7. Juni 2006 [I 428/04] E. 1). Für die Invaliditätsbemessung ergibt
sich dadurch keine substanzielle Änderung. Neu normiert wurde hingegen der
Zeitpunkt des Rentenbeginns, der, sofern die entsprechenden
Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind (Art. 28 Abs. 1 IVG), gemäss Art. 29 Abs. 1
IVG frühestens sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach
Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Es fragt sich, ob und unter welchen Voraussetzungen bei
Verfügungen unter neuem Recht für den Anspruchsbeginn dennoch die bisherigen
Bestimmungen anzuwenden sind. Der Gesetzgeber hat keine diesbezügliche
Übergangsbestimmung erlassen. Das Bundesamt für Sozialversicherungen hat im
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Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007 vorgesehen, grundsätzlich auf den
Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls abzustellen, aber auch für Sachverhalte
mit Eintritt des Rentenfalls im Jahr 2008 altes Recht anzuwenden, wenn die Anmeldung
ebenfalls noch im Jahr 2008 erfolgt ist. Das Bundesgericht hat gestützt auf das
Rundschreiben, wenn der Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2008 entstanden wäre,
altes Recht angewendet (etwa Urteile des Bundesgerichts i/S S. vom 28. August 2008
[8C_373/2008] und i/S P. vom 9. März 2009 [8C_491/08]). Bezüglich des allfälligen
Rentenbeginns rechtfertigt es sich vorliegend, angesichts der IV-Anmeldung vom
3. August 2005 und des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit im Juni 2004 die bis zum
31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen (im Folgenden angeführt)
anzuwenden.
2.
2.1 Die Beschwerdeführerin macht eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches
Gehör und der Begründungspflicht geltend. Diese Rügen sind vorab zu beurteilen.
Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) sowie Art. 42 ATSG haben
die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der
Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht
beim Erlass eines Entscheids dar, der in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu
gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung
eingreifenden Entscheids zu Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen,
Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden
und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest
zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu
beeinflussen (anstatt vieler vgl. BGE 129 II 504 E. 2.2; BGE 127 I 56 E. 2b). Gemäss Art.
42 Satz 2 ATSG kann auf eine Anhörung vor Verfügungserlass nur dann verzichtet
werden, wenn die Verfügungen durch Einsprache anfechtbar sind, was hier
unbestrittenermassen nicht der Fall ist.
2.2 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen
Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur
Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf
an, ob die Anhörung im konkreten Fall für den Ausgang der materiellen
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Streitentscheidung von Bedeutung ist, d.h. die Behörde zu einer Änderung ihres
Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 127 V 437 E. 3d/aa). Die Praxis der
"Heilung" der Gehörsverletzung zeigt, dass das hinter dem Anspruch auf rechtliches
Gehör stehende Interesse immer gegen andere, gegenläufige Interessen der
versicherten Person, aber allenfalls auch der Verwaltung abgewogen werden muss.
Erst danach kann man über die Frage entscheiden, ob die Verfügung als Folge der
Verletzung des rechtlichen Gehörs aufzuheben oder ob die Verletzung des rechtlichen
Gehörs zu heilen und die Verfügung materiell zu beurteilen ist. Das gegen den
Anspruch auf rechtliches Gehör abzuwägende Interesse ist regelmässig jenes an einem
beförderlichen Verfahrensabschluss. Letzteres überwiegt in der Regel dann, wenn die
Beschwerde führende versicherte Person nicht ausdrücklich erklärt, sie verlange nur
die rein verfahrensrechtliche Beurteilung und damit die Aufhebung der
verfahrensrechtlich rechtswidrigen Verfügung und die Rückweisung zum Erlass einer
neuen Verfügung unter Beachtung jener Verfahrensnorm, welche die Gewährung des
rechtlichen Gehörs vorschreibt (vgl. die Urteile des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen IV 2007/464 vom 18. September 2008, E. 3.2; IV 2007/94 vom 12. Dezember
2007, E. 1).
2.3 Der Beschwerdeführerin wurde zwar das Erfordernis einer Begutachtung am
13. Dezember 2006 mitgeteilt, jedoch weder die vor Erlass der Verfügung eingeholten
internen Stellungnahmen des RAD vom 24. November 2006 und vom 10. Januar 2008
(IV-act. 36 und 44) noch das MEDAS-Gutachten vom 12. Dezember 2007 (IV-act. 43)
vorgelegt. Dies stellt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, handelt es sich doch
dabei um neue, entscheidrelevante Aktenstücke (zu den RAD-Berichten siehe auch
Urteil des Bundesgerichts vom 14. September 2007 i/S. R [I 143/07] E. 3.3). Die
Beschwerdegegnerin hätte, wie bereits in anderen Fällen beobachtet, erneut einen
Vorbescheid zustellen und damit den Anspruch auf rechtliches Gehör wahren können.
Die Beschwerdeführerin rügt diese Verletzung deshalb zu Recht. Die
Beschwerdeführerin erhielt vorliegend die Möglichkeit, sich vor einer
Beschwerdeinstanz (dem kantonalen Versicherungsgericht) zu äussern, die sowohl den
Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann (vgl. BGE 126 V 132). Somit ist
grundsätzlich eine Heilung der Verletzung des rechtlichen Gehörs in diesem Verfahren
möglich. Die Beschwerdeführerin verlangt zwar eine Rückweisung aus formellen
Gründen, beantragt in ihrer Beschwerde jedoch nicht eine ausschliesslich
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verfahrensrechtliche Beurteilung, sondern verlangt die Zusprache einer halben Rente
sowie Arbeitsvermittlungs-massnahmen. Daraus folgt, dass auch die
Beschwerdeführerin die Prozessökonomie als wichtiger beurteilt als die
verfahrensrechtlich korrekte Vorgehensweise. Trotz der Verletzung des rechtlichen
Gehörs, immerhin wurde ein umfangreiches Gutachten vorenthalten, verzichtet das
Gericht deshalb auf eine Rückweisung und heilt damit die Verletzung in diesem
Verfahren. Der Gehörsverletzung wird jedoch bei der Kostenverlegung Rechnung zu
tragen sein.
2.4 Die Begründung einer Verfügung entspricht den Anforderungen an das rechtliche
Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung; SR 101), wenn die betroffene Person
dadurch in die Lage versetzt wird, die Tragweite der Entscheidung zu beurteilen und
sie in Kenntnis der Umstände an eine höhere Instanz weiterzuziehen. Die Behörde ist
aber nicht verpflichtet, sich zu allen Rechtsvorbringen der Parteien zu äussern. Es
genügt, wenn ersichtlich ist, von welchen Überlegungen sich die Behörde leiten liess
(vgl. Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl.,
Zürich 2006, Rz 1706). Obwohl die Beschwerdeführerin in ihrem Einwand vom
4. Oktober 2006 bemängelt hat, sie verstehe die Berechnung der Teilinvaliditätsgrade
nicht, sah sich die Beschwerdegegnerin nicht veranlasst, irgendwelche Erklärungen
dazu anzufügen. Sie ergänzte lediglich in der Verfügung vom 15. Januar 2008, dass
das MEDAS-Gutachten ebenfalls von einer Arbeitsfähigkeit von 50% ausgehe, weshalb
sie an ihrem Vorbescheid festhalte. Diese Begründung ist äusserst knapp. In
Anbetracht der rechtlichen Vertretung der Beschwerdeführerin rechtfertigt sich jedoch
keine Aufhebung aus formellen Gründen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni
2005 [I 3/05] zur Begründungspflicht). Die knappe Begründung der
Beschwerdegegnerin reicht aus, um sich über eine Anfechtung oder Akzeptanz der
Verfügung schlüssig zu werden, wenn immer man die Invaliditätsbemessungspraxis der
Beschwerdegegnerin als bekannt voraussetzen darf.
3.
3.1 Streitig ist ein allfälliger Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Nach aArt. 28
Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
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zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch
auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% Anspruch auf
eine Viertelsrente. Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität
grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und
nach der Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre. Bei nicht erwerbstätigen Versicherten im Sinne von aArt. 5 Abs. 1 IVG
– so namentlich bei im Haushalt tätigen Personen – wird hingegen für die Bemessung
der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Mass eine Behinderung besteht, sich im
bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 27 IVV). Als
Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Personen gilt unter anderem die übliche
Tätigkeit im Haushalt sowie die Erziehung der Kinder (Art. 27 IVV). Bei versicherten
Personen, die nur zum Teil erwerbstätig wären, wird die Invalidität diesbezüglich nach
Art. 16 ATSG festgelegt. Wären sie daneben in einem Aufgabenbereich tätig, so wird
die Invalidität für diese Tätigkeit nach aArt. 28 Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall
sind die Anteile der Erwerbstätigkeit und der Tätigkeit im anderen Aufgabenbereich
festzustellen und der Invaliditätsgrad ist entsprechend der Behinderung in beiden
Bereichen zu bemessen (aArt. 28 Abs. 2 Abs. 1 IVG). Diese Art der
Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss als gemischte Methode bezeichnet.Die
Beschwerdeführerin ist gemäss Haushaltsbericht sowie der Bestätigung durch die
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin als Teilerwerbstätige zu qualifizieren. Daran
zu zweifeln besteht kein Grund. Zur Bemessung der Invalidität ist somit die gemischte
Methode anzuwenden.
3.2 Die Höhe der behinderungsbedingten Erwerbseinbusse hängt vor allem von der
ärztlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung ab, d.h. davon, in welchem Umfang für die
versicherte Person noch eine Tätigkeit in Betracht fällt (BGE 125 V 261 E. 4). Die
Beschwerdegegnerin stützt sich dabei auf das MEDAS-Gutachten vom 12. Dezember
2007. Demgemäss seien der Beschwerdeführerin körperlich leichte bis allenfalls
mittelschwere Arbeiten ohne häufige Arbeiten über Kopf mit Gewichten oder kraftvollen
Rotationen im Schultergürtel oder solche mit vollständiger Seitenrotation des Kopfes
zumutbar. Quantitativ sei die Beschwerdeführerin zu 40 bis 50% aus psychischer Sicht
bis
bis
ter
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eingeschränkt. Gesamthaft bestehe für adaptierte Tätigkeiten, wozu auch die zuletzt
ausgeübte Tätigkeit gehören dürfte (Arbeitsplatzbeschreibung liege nicht vor), seit dem
30. Mai 2004 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 43). Die Beschwerdeführerin ist der
Ansicht, die 50%ige Arbeitsfähigkeit beziehe sich auf ein Vollpensum. Entsprechend
des Gutachtens der Schulthess Klinik vom 10. September 2007 sei in der
Invaliditätsbemessung von einer 30%igen Einschränkung bei einem 60% Pensum
auszugehen. Ebenso habe sie auch ihr behandelnder Rheumatologe lediglich zu 30%
arbeitsfähig beurteilt (G act. 1).
3.3 Dr. D._ hat in seinem Arztbericht vom 3. Januar 2007 angegeben, er erachte die
Beschwerdeführerin auf Grund des misslungenen Arbeitsversuchs und der anhaltenden
Schmerzen, die sich bei Belastung verstärkten, für eine leichte Arbeit in
Wechselbelastung als 30% arbeitsfähig (G act. 13.1). Die begutachtenden Ärzte der
Schulthess Klinik, Prof. F._ und Dr. G._, haben im Auftrag der privaten
Unfallversicherung am 10. September 2007 zum Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht ein Gutachten erstellt. Darin haben sie
angeben, die Beschwerdeführerin leide an einem chronischen zervikozephalen
Syndrom mit Verdacht auf segmentale Dysfunktion C2/3, atlantodentaler Arthrose,
zervikogenem Schwindel, sekundären myofaszialen Schmerzen Nacken/Schulter/Arm
rechts betont. Die Arbeitsfähigkeit betrage in einem 60% Pensum 30% und in einem
Vollpensum 50%. In einer anderen, den Unfallfolgen angepassten zumutbaren Tätigkeit
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt betrage die Arbeitsfähigkeit in einem 60% Pensum
ebenfalls 30%, in einem Vollpensum 60%. In der detaillierten Zumutbarkeitsbeurteilung
bestünden folgende Arbeitsfähigkeiten: Bei Haltung in Rotation Oberkörper 80%,
vornübergeneigtes Sitzes und Stehen je 50%, Bücken 40%; bei länger dauernder
Haltung im Sitzen und Stehen je 50%; bei Fortbewegungen im Gehen 80%, im
Treppensteigen 80% sowie im Leitersteigen 50%. Die Ärzte bemerkten zur
Arbeitsfähigkeitsschätzung, weil die Versicherte zu einer MEDAS-Abklärung
aufgeboten worden sei, sei diese Einschätzung lediglich konsultativ und es werde auf
eine EFL-Abklärung verzichtet (G act. 13.2).
3.4 Das MEDAS-Gutachten vom 12. Dezember 2007 basiert auf einem umfassenden
Aktenauszug inklusive der medizinischen Unfallversicherungsakten und der in der
Schulthess Klinik neu erstellten bildgebenden Untersuchungen. Die innerhalb kurzer
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Abfolge entstandenen Gutachten beschreiben aus rheumatologischer Sicht einen
gleichen Befund. Sie beruhen auf einer sorgfältigen Anamnese und Befunderhebung.
Im Gegensatz zum Schulthess-Gutachten beruht die Arbeitsfähigkeitsschätzung der
MEDAS jedoch auf einer polydisziplinären Gesamtbeurteilung der Beschwerdeführerin,
was sich bei den vorliegenden somatischen und psychischen Beschwerden aufdrängt.
Die Gesamteinschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50% ist gemäss MEDAS-Gutachten
nämlich hauptsächlich durch die psychischen Beschwerden begründet
(Arbeitsunfähigkeit von 40 bis 50%). Zur quantitativ vom Schulthess-Gutachten
abweichenden Arbeitsfähigkeitsschätzung aus rheumatologischer Sicht hat sich die
MEDAS nicht geäussert, obwohl sie den gleichen Befund erhoben hat. Die Höhe der
Arbeitsfähigkeit ist jedoch auch von der Schulthess Klinik nur provisorisch begründet
worden. Unter diesen Umständen kann auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung der MEDAS
abgestellt werden. Demgemäss ist die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit
als Modeberaterin sowie in einer leidensadaptierten Tätigkeit um 50% eingeschränkt.
3.5 Die Beschwerdegegnerin hat als Valideneinkommen das zuletzt verdiente
Einkommen als Modeberaterin im Jahr 2003 von Fr. 35'943.-- verwendet und an die
Nominallohnentwicklung bis 2006 angepasst. Gemäss MEDAS-Gutachten wird der
Beginn der 50%igen Arbeitsunfähigkeit mit dem 30. Mai 2004 angegeben. Das
sogenannte Wartejahr (aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG) ist somit im Mai 2005 erfüllt worden.
Abzustellen ist demnach für die Ermittlung des Validen- und Invalideneinkommens auf
die Löhne im Jahr 2005. Das Valideneinkommen beträgt somit nach Anpassung an die
Nominallohnentwicklung bis 2005 Fr. 36'629.--. Die Ermittlung des
Invalideneinkommens ist dagegen nicht nachvollziehbar. Weil die Beschwerdeführerin
anlässlich der Haushaltsabklärung angegeben hat, sie werde eine 50% Stelle als
Sachbearbeiterin antreten, ist das Invalidenkommen für das Jahr 2006 mit Fr. 33'800.--
beziffert worden. Wie diese Zahl zustande gekommen ist, ist aus den Akten nicht
ersichtlich. Die Beschwerdeführerin hat die Tätigkeit bei der Firma C._ wieder
aufgeben müssen. Gemäss MEDAS-Gutachten beträgt die Arbeitsfähigkeit sowohl in
der bisherigen Tätigkeit wie in einer leidensadaptierten Tätigkeit 50%. Eingeschränkt ist
die Beschwerdeführerin betreffend Arbeiten über Kopf mit Gewichten oder kraftvollen
Schulterrotationen oder solche mit vollständiger Seitenrotation des Kopfes. Die Arbeit
als Modeberaterin ist der Beschwerdeführerin somit auch weiterhin zumutbar, weshalb
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kein Grund besteht, eine andere Invalidenkarriere zur Ermittlung des
Invalideneinkommens herbeizuziehen.
3.6 Nach dem heute herrschenden methodischen Vorgehen der bundesgerichtlichen
Praxis entspricht das Invalideneinkommen dem Verdienst, den die versicherte Person
nach Eintritt der Invalidität und Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte. Das im Gesundheitsfall geleistete Teilzeit-Arbeitspensum bildet somit eine
zeitliche Schranke für die Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit (Urteil des
Bundesgerichts vom 14. August 2008 i/S. M [9C_213/2008] E.3.1). Die
Erwerbseinbusse wird alsdann unter der Annahme einer vollzeitigen Erwerbstätigkeit
bemessen. Im Gegensatz zur reinen Erwerbseinkommensvergleichsmethode wird die
verminderte Arbeitsfähigkeit jedoch nicht anteilsmässig berücksichtigt, was zu
folgendem Ergebnis führt:
3.7 Die Beschwerdeführerin kann im hier vorliegenden Fall im Rahmen eines
erwerblichen Pensums von 66% ihre Restarbeitsfähigkeit von 50% voll verwerten.
Entsprechend der bisherigen Entlöhnung für ein 66% Pensum von Fr. 36'629.-- als
Modeberaterin beträgt das Einkommen für ein 50% Pensum Fr. 27'749.-- (Fr. 36'629.--
als Teilzeit-Valideneinkommen beträgt hochgerechnet auf ein 100% Pensum Fr.
55'498.--. Entsprechend der zumutbaren 50%igen Arbeitsfähigkeit beträgt das
Invalideneinkommen noch Fr. 27'749.--). Nach der Bundesgerichtspraxis resultiert
lediglich eine Erwerbseinbusse von Fr. 8'880.-- beziehungsweise ein Invaliditätsgrad im
Erwerb von 24%. Bezogen auf das 2/3 Pensum von 66% ergibt der Teilinvaliditätsgrad
15.84% (0.66 x 24%). Nach der Auffassung des Versicherungsgerichts wäre
stattdessen der Faktor der Arbeitsfähigkeit anteilsmässig beim Teilzeitpensum zu
berücksichtigen, beziehungsweise es wären für den IV-Grad im Erwerb Validen- und
Invalideneinkommen bezogen auf ein 100%-Vollpensum zu ermitteln und um den
Teilerwerbsfaktor zu gewichten (50% Einkommen gewichtet mit 0.66 ergäbe einen
Teilinvaliditätsgrad von 33% [vgl. dazu etwa Urteil vom 9. Mai 2006, IV 2005/88]).
Gegen eine Praxisänderung hat sich das Bundesgericht jedoch wiederholt
ausgesprochen (vgl. etwa oben genanntes Urteil 9C_213/2008). Der Argumentation der
Beschwerdeführerin kann bei dieser Lage der Rechtsprechung deshalb nicht gefolgt
werden.
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3.8 Um feststellen zu können, in welchem Masse eine versicherte Person im Haushalt
zufolge ihrer gesundheitlichen Beschwerden eingeschränkt ist, bedarf es im Regelfall
einer Abklärung vor Ort. Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach jedoch in erster
Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen
zugeschnitten. Seine grundsätzliche Massgeblichkeit erfährt daher praxisgemäss
Einschränkungen, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 2008 i/S. A. [8C_671/2007] E. 3.2.1 mit
weiteren Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin hat den Haushaltsbericht den Ärzten der
MEDAS zur Stellungnahme unterbereitet. Diese haben die Einschätzung der
Abklärungsperson gemäss interdisziplinären Besprechung als nachvollziehbar beurteilt
(IV-act. 43). Daraus folgt, dass die psychischen Beschwerden sich im Haushalt nicht
gleichermassen auswirken wie im Erwerb. Dies ist auch nachvollziehbar, hat die
Beschwerdeführerin doch selbst angegeben, sie könne den Haushalt noch mehrheitlich
selbst besorgen. Das Heben schwerer Gewichte übernehme meistens der Ehemann
(IV-act. 28). Aus dem psychiatrischen Teilgutachten ergeben sich auch keine Hinweise,
die eine übertriebene Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit im Haushalt
begründen würden (vgl. IV-act. 43). Auf die Aussagen der Beschwerdeführerin kann
deshalb abgestellt werden.
3.9 Die Beschwerdeführerin rügt die Berücksichtigung der Mithilfe des invaliden
Ehemannes im Haushalt. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist bei der
Invaliditätsbemessung im Bereich Haushalt die Mithilfe von Familienangehörigen bei
der Ermittlung der Einschränkungen nach wie vor zu berücksichtigen (vgl. BGE 133 V
504 E. 4.2 mit Hinweisen). Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hat die
Mitberücksichtigung der Schadenminderungspflicht der Angehörigen verschiedentlich
kritisiert (Entscheid vom 31. Mai 2007 [IV 2006/282] E. 5b, Entscheid vom 3. April 2008
[IV 2006/248] E. 5.1.1), wie auch die Lehre (vgl. Hardy Landolt, Hauswirtschaftliche
Schadenminderungspflicht von Angehörigen bei der Invaliditätsbemessung, in:
Schaffhauser/Schlauri [Hg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2007, St. Gallen 2007,
S. 143; Marc Hürzeler, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Eidg.
Versicherungsgerichts, in: ZBJV Band 145/2009 S. 23f). Namentlich eine extensive
Auslegung erscheint dem Gericht als sachwidrig, weil es nicht um den Schaden oder
das Leistungspotential der Familie geht. Daher ist im Einzelfall die
Schadenminderungspflicht der Angehörigen auf ihre Verhältnismässigkeit zu prüfen. Im
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vorliegenden Fall erscheint die Mithilfe des Ehemannes im Umfang von je 10% bei der
Wohnungspflege und im Bereich Wäsche und Kleiderpflege als verhältnismässig. Auf
die ermittelte Einschränkung im Haushalt von 6.94% kann deshalb abgestellt werden.
3.10 Gemäss der gemischten Methode nach Praxis des Bundesgerichts ergibt sich für
den Teilbereich Erwerb im Ergebnis lediglich eine Einschränkung von 24%; für beide
Teilbereiche zusammen beträgt der Invaliditätsgrad 18.2% ([24% x 0.66] + [6.94% x
0.33]). Weil die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen als Teilerwerbstätige zu
qualifizieren ist, resultiert ein Invaliditätsgrad, der unter 40% liegt, weshalb sie keinen
Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
4.
Es bleibt, den Anspruch auf berufliche Massnahmen zu prüfen. Aus psychiatrischer
Sicht ist zum Zeitpunkt der MEDAS-Begutachtung von beruflichen Massnahmen
abgeraten worden, weil diese auf Grund der larvierten Depression nicht aussichtsreich
wären (IV-act. 43). Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht den Anspruch auf
berufliche Massnahmen nicht weiter geprüft. Betreffend
Arbeitsvermittlungsmassnahmen ist festzuhalten, dass es zulässig ist, eigene
Massnahmen abzuweisen, wenn eine versicherte Person bereits durch die
Unfallversicherung betreut wird. Nach Art. 65 ATSG gehen nämlich die Massnahmen
der Unfallversicherung denjenigen der Invalidenversicherung vor. Die
Arbeitsvermittlung der A._ AG war durch die Unfallversicherung veranlasst worden.
Aus den Akten ist ersichtlich, dass dieses Mandat im 2006 und damit vor
Verfügungserlass beendet worden ist (vgl. Berufsanamnese im MEDAS-Gutachten; IV-
act. 43). Formell ist die Prüfung von Arbeitsvermittlungsmassnahmen erst im Januar
2008 abgeschlossen worden. Zur Begründung hat die Beschwerdegegnerin
angegeben, die Beschwerdeführerin werde optimal durch die A._ AG betreut,
weshalb der Antrag auf Arbeitsvermittlung abgelehnt werde (IV-act. 46). Diese
Begründung ist nicht mehr zutreffend. Aus dem MEDAS-Gutachten ist jedoch
ersichtlich, dass sich die Beschwerdeführerin aktuell nicht um eine Arbeitsstelle
bemüht und auch nicht entsprechende Absichten geäussert hat. Vor dem Hintergrund
der psychischen Beschwerden ist dies auch schlüssig. Demnach fehlt es bereits an der
objektiven Voraussetzung der Motivation für Arbeitsvermittlungsmassnahmen. Die
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Abweisung von Arbeitsvermittlungsmassnahmen ist im Ergebnis deshalb nicht zu
beanstanden. Es steht der Beschwerdeführerin offen, jederzeit ein neues Gesuch um
Arbeitsvermittlungsmassnahmen zu stellen.
5.
Im Sinn der vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen.Die
vollumfänglich unterliegende Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten grundsätzlich
zu tragen. Diese bemessen sich nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1 IVG).
Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint als angemessen. Die Gehörsverletzung
und deren Heilung können jedoch nicht ohne Folgen für die
Verfahrenskostenauferlegung bleiben, zumal die Beschwerdegegnerin die
angefochtene Verfügung in erster Linie auf das MEDAS-Gutachten abstellte, ohne
dieses vorgängig der Beschwerdeführerin zuzustellen. Das Bundesgericht hat
entschieden, bei einer Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Verwaltung mit
anschliessender Heilung im gerichtlichen Verfahren rechtfertige es sich, der
Gehörsverletzung durch Zusprache einer reduzierten Parteientschädigung und
teilweiser Auferlegung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Urteil vom 4. August
2008 i/S. H. [9C_234/2008] E. 5.1). In Anbetracht dessen, dass eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs grundsätzlich eine Aufhebung des angefochtenen Entscheids mit
entsprechenden Kosten- und Entschädigungsfolgen nach sich zieht, ist dies
insbesondere in schweren Fällen auch bei einer Heilung der Gehörsverletzung zu
berücksichtigen. Entsprechend rechtfertigt es sich, der Beschwerdegegnerin die Hälfte
der Gerichtsgebühr aufzuerlegen und sie zur Zahlung einer Parteientschädigung zu
verpflichten (vgl. Lorenz Kneubühler, Gehörsverletzung und Heilung, ZBl 1998 97 ff.
119; Benjamin Schindler, die "formelle Natur" von Verfahrensgrundrechten, ZBl 2005
169 ff. 193). Ausgehend von einer Entschädigung bei vollem Obsiegen von Fr. 3'500.--
erscheint die Zusprache einer Parteientschädigung von pauschal Fr. 1'750.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) konkret angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG