Decision ID: 35ebdde2-b82f-5ef2-8807-01ce35895b04
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Eigenen Angaben zufolge verliess die Beschwerdeführerin, eine  islamischen Glaubens aus B._, ihre Heimat am 2. August 2003 und gelangte am gleichen Tag in die Schweiz, wo sie am 6. August 2003 ein Asylgesuch stellte. Nach einer Kurzbefragung in der Empfangsstelle C._ (heute: Empfangs- und Verfahrenszentrum; EVZ) vom 13. August 2003 wurde die Beschwerdeführerin für die  des Verfahrens dem Kanton C._ zugewiesen. Die zuständige kantonale Behörde hörte sie am 6. November 2003 zu den  an. Die Beschwerdeführerin machte bei den Befragungen im Wesentlichen geltend, sie habe im Jahr 1987 ohne Zustimmung ihrer Eltern ihren ersten Mann, einen Muslimen, geheiratet und sei zum  konvertiert. Deshalb habe sie keinen Kontakt mehr zu ihrer . Ihr Mann, ein Führer der PLOTE, sei im April 1989 vor ihren Augen von Angehörigen der LTTE erschossen worden. Ihre Schwiegerfamilie habe sie nicht gemocht und sie sei mit ihrem ersten Kind alleine . So habe sie im Februar 1990 ihren zweiten Mann geheiratet.  sei bei der ENDLF gewesen und im Juli 1990 anlässlich von  durch die srilankische Armee festgenommen und verbrannt . Sie sei mit der Familie des zweiten Mannes nach D._ geflohen, wo sie bis ins Jahr 1994 in einem Flüchtlingslager gelebt hätten und wo im August 1990 auch ihr zweites Kind geboren sei. 1994 sei sie nach B._ zurückgekehrt, habe das Haus repariert und die Ländereien ihres ersten Ehemannes bewirtschaftet. Sie sei oft zur Mutter des zweiten Ehemannes gegangen und habe dessen  und dessen Geschäft, die ihr nun gehört hätten, betrieben. So habe sie mit ihren Kindern leben können. Ebenfalls im Jahr 1994 habe sie die Tochter ihres Onkels adoptiert. In derselben Zeit sei die LTTE zu ihr gekommen, um nach Waffen der PLOTE zu suchen, die ihr erster Ehemann versteckt haben sollte. Wegen der LTTE-Besuche sei sie 1994 dreimal durch die srilankische Armee befragt worden. 1995 habe diese sie festgenommen, sechs Monate festgehalten und wiederholt vergewaltigt. Nach ihrer Freilassung habe sie bis 1999 einer Meldepflicht unterstanden. Danach habe sie mit der Armee keine  mehr gehabt. Nach den Friedensgesprächen zwischen der  Armee und der LTTE sei diese im Jahr 2002 in ihr Gebiet zurückgekehrt. Im Juli 2003 seien mehrmals LTTE-Angehörige zu ihr gekommen, hätten nach Waffen ihres verstorbenen Ehemannes , sie aufgefordert, ins Camp zu kommen und sie mit dem Tode
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bedroht. Aus Angst habe sie B._ am 31. Juli 2003 verlassen, sei ohne Kontrollen passieren zu müssen nach Colombo gelangt und von dort direkt in die Schweiz geflogen. Sie habe mehrmals versucht, sich das Leben zu nehmen, nur ihre Kinder hätten sie daran gehindert. Sie müsse psychiatrisch behandelt werden, es gehe ihr im Kopf und im Bauch nicht gut und sie habe auch Probleme mit dem Herzen. Sie habe sich in Sri Lanka im Jahr 1995 nach ihrer Haftentlassung  im Spital behandeln lassen müssen. Für die übrigen Aussagen wird auf die Akten verwiesen.
B. Auf entsprechende Aufforderung des BFF vom 8. Januar 2004 liess die Beschwerdeführerin am 6. Februar 2004 (Poststempel) einen  Bericht ihrer behandelnden Fachärztin für Gynäkologie und , mit Zusatzausbildung in Psychotherapie sowie mit  in psychosomatischer und psychosozialer Medizin, . Darin werden der Beschwerdeführerin eine posttraumatische Belastungsstörung, eine mittelschwere depressive Episode sowie psychosomatische Beschwerden attestiert. Weiter stellte die  Ärztin fest, eine Suizidgefährdung sei im Fall einer  nicht mit Sicherheit auszuschliessen, da eine extreme Angst vor erneuter Traumatisierung bestehe. Eine Zusammenführung der  mit ihren Kindern könnte ihren Gesundheitszustand erheblich positiv beeinflussen.
C. Mit Verfügung vom 2. April 2004 stellte das BFF fest, die  erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte das  ab. Gleichzeitig ordnete es die Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug an. Zur Begründung wurde im Wesentlichen , die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermöchten weder den Anforderungen von Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) an die Flüchtlingseigenschaft noch jenen von Art. 7 AsylG an die Glaubhaftigkeit zu genügen. Ganz abgesehen von , in die sich die Beschwerdeführerin bezüglich der Anzahl  der LTTE-Angehörigen bei ihr verwickelt habe, vermöge es nicht zu überzeugen, dass die LTTE sich mehr als zehn Jahre nach dem Tod ihres ersten Mannes noch um Waffen gekümmert haben soll, die  im Garten unter der Erde gelegen hätten und damit sowieso  geworden wären. Auch habe sich die Beschwerdeführerin persönlich nie für die LTTE engagiert, weshalb nicht einzusehen sei, was diese nach so langer Zeit noch von ihr hätte wollen. Im Weiteren
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vermöchten auch die Schilderungen der Reise nach Colombo nicht zu überzeugen. Obwohl seit Beginn der Friedensgespräche zahlreiche Checkpoints aufgehoben worden seien, gebe es auf der Reise vom Osten oder Norden ins südliche Regierungsgebiet immer noch  strenge Kontrollpunkte zu passieren. Persönliche Nachteile, die sich aus Kriegsereignissen in einem Land ergäben, könnten nicht als Verweigerung staatlichen Schutzes betrachtet werden und seien damit nicht asylrelevant. Darunter fielen beispielsweise die Ermordungen der Ehemänner der Beschwerdeführerin sowie die Unruhen, wegen denen sie nach D._ habe fliehen müssen. Im Übrigen hätten diese Vorkommnisse zum Zeitpunkt der Ausreise der Beschwerdeführerin zu weit zurückgelegen, sodass der erforderliche Kausalzusammenhang ohnehin fehle. Die der Beschwerdeführerin widerfahrenen  stellten Amtsmissbräuche einzelner Angehöriger der  Armee dar und könnten nicht als von staatlicher Seite  oder gebilligt betrachtet werden. Es bestünden in Sri Lanka  Gesetze und Institutionen, welche die Verfolgung solcher Übergriffe zum Ziel hätten. Der gesetzliche Auftrag der seit 1997  Human Rights Commission bestehe darin, Regierung und Behörden bezüglich der Einhaltung der Menschenrechte zu . Fehlbare Angehörige der Sicherheitskräfte, die sich  zu Schulden hätten kommen lassen, seien zu  oder exemplarisch hohen Strafen verurteilt worden. Für die Beschwerdeführerin wäre es also durchaus möglich gewesen, sich in ihrer Heimat gegen die erlittenen Misshandlungen zu wehren. Der Vollzug der Wegweisung sei zulässig, zumutbar und möglich. Eine Niederlassung der Beschwerdeführerin im Norden oder Osten des Landes könnte trotz der Entspannung der Lage infolge des Ende Februar 2002 beschlossenen unbefristeten Waffenstillstands noch schwierig sein, es sei ihr aber gestützt auf die mit ihrer  verbundene Niederlassungsfreiheit unbenommen, sich in einem anderen Teil ihrer Heimat aufzuhalten. Die Beschwerdeführerin verfüge über eine mehrjährige Schulbildung sowie über Berufs- und Geschäftserfahrung, was ihr gute Voraussetzungen für ein  im Raum Colombo schaffe. Die Beschwerdeführerin könne  in Sri Lanka auf ein soziales Beziehungsnetz zurückgreifen. Ihre gesundheitlichen Probleme seien in Sri Lanka behandelbar, es gebe sogar in B._ ein Zentrum für physisch und psychisch  Menschen. Allfällige Suizidabsichten der  könnten sowohl in der Schweiz als auch in Sri Lanka  gedämpft werden. Insgesamt könne der Vollzug der Wegweisung als zumutbar betrachtet werden.
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D. Mit Beschwerde vom 3. Mai 2004 liess die Beschwerdeführerin bei der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) die Aufhebung der  Verfügung und die Rückweisung der Sache an die  zur erneuten Beurteilung beantragen. Es sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin unzumutbar sei. Es sei ihre Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihr Asyl zu . Eventualiter sei die vorläufige Aufnahme zu verfügen. Vom Vollzug der Wegweisung sei abzusehen. Es seien ein psychiatrisches  und ein ethnologischer Bericht anzuordnen. Es sei die ernsthafte Gefährdung bei einer Rückkehr in den Heimatstaat anzuerkennen, und es seien die frauenspezifischen Fluchtgründe zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren, und es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten. Auf die  der Beschwerde wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
E. Mit Zwischenverfügung vom 27. Mai 2004 wies der zuständige  das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen  aufgrund der fehlenden Voraussetzung der Bedürftigkeit ab und verzichtete angesichts des in genügender Höhe vorhandenen Betrags auf dem Sicherheitskontos auf die Erhebung eines .
F. Das BFF beantragte in seiner Vernehmlassung vom 2. Juni 2004 die Abweisung der Beschwerde.
G. Mit Eingabe vom 7. Oktober 2004 wurde ein ärztlicher Bericht der  Universitätspoliklinik des Kantonsspitals C._ vom 27. September 2004 eingereicht, der über eine Verschlimmerung des Zustandes der Beschwerdeführerin und eine notwendig gewordene Einweisung in die Kriseninterventionsstation berichtet. Ferner wird die Beschwerdeführerin darin als derzeit nicht reisefähig beschrieben.
H. Das BFM hielt in der Vernehmlassung vom 28. April 2005 an seinem Standpunkt fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Zur
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Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die auf  eingereichten Arztberichte enthielten keine neuen Tatsachen betreffend des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin. Nach wie vor gelte, dass die von ihr benötigten medizinischen  grundsätzlich auch in Sri Lanka möglich seien.
I. Mit Zwischenverfügung vom 29. April 2005 wurde der  die Vernehmlassung der Vorinstanz zur Replik zugestellt.
J. Nach gewährter Fristverlängerung liess die Beschwerdeführerin am 14. Juni 2005 die Stellungnahme einreichen. Unter anderem fand ein detaillierter, die Beschwerdeführerin betreffender ärztlicher Bericht der behandelnden Fachärztin (vgl. Bst. B) vom 10. Juni 2005 Eingang in die Akten. Zudem wurde unter Verweis auf ein ethnologisches  von Dr. D. L. auf die gesellschaftliche Stellung einer Frau, die ausserhalb ihrer Kaste geheiratet hat und auf die Stellung einer Witwe in der srilankischen Gesellschaft hingewiesen. Auf die übrige  wird, soweit entscheidwesentlich, in den Erwägungen .
K. Im Rahmen eines weiteren Schriftenwechsels zog das BFM mit  vom 14. März 2008 seinen Entscheid vom 2. April 2004 teilweise in Wiedererwägung und nahm die Beschwerdeführerin in der Schweiz vorläufig auf.
L. Mit Schreiben des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. März 2008 wurde die Beschwerdeführerin angefragt, ob sie unter diesen  an der Beschwerde festhalten wolle oder diese  gedenke.
M. Unter Beilage eines die Beschwerdeführerin betreffenden ärztlichen Berichts der behandelnden Fachärztin vom 20. März 2008 wurde mit Eingabe vom 4. April 2008 mitgeteilt, dass an der Beschwerde  der Begehren um Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und Asylgewährung festgehalten werde.
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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das  betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich  (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1. Januar 2007 die  der bei der ARK hängigen Rechtsmittel übernommen. Das neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG).
1.3 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Die  ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Die Beschwerdeführerin ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
3. 3.1 Gemäss Art. 6 AsylV 1 werden Asylsuchende von einer Person gleichen Geschlechts angehört, wenn konkrete Hinweise auf  Verfolgung vorliegen oder die Situation im  auf geschlechtsspezifische Verfolgung hindeutet. Diese  ist grundsätzlich von Amtes wegen anzuwenden. Allerdings darf wohl davon ausgegangen werden, dass ein Verzicht angenommen werden kann, wenn er ausdrücklich erklärt wird (Entscheidungen und
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Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 2 E. 5c).
3.2 Die Beschwerdeführerin hatte bereits in der Empfangsstelle auf die erlittenen Vergewaltigungen aufmerksam gemacht. Klarerweise hätte sie demzufolge beim Kanton durch ein reines Frauenteam  werden müssen. Die neben der Beschwerdeführerin bei der  anwesenden Frauen waren die Vertreterin des  und die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (vgl. kant. Protokoll S. 1 und 8). Der kantonale Beamte machte die  vor Beginn der Befragung zu den Asylgründen auf die  einer erneuten Befragung durch eine Frau aufmerksam, worauf sie zur Antwort gab, sie möchte lieber nicht nochmals kommen,  heute alles erzählen. Im Protokoll wurde anschliessend noch , die Rechtsvertreterin und die Hilfswerkvertreterin seien damit einverstanden, dass unter diesen Bedingungen die Befragung  werde (vgl. kant. Protokoll S. 9). Da aufgrund des Protokolls zudem der Eindruck entsteht, die Befragung habe in einer nicht zu beanstandenden Atmosphäre stattgefunden und die  habe über die erlittenen Vergewaltigungen, wenn auch nicht sehr ausführlich, berichtet, kann der Sachverhalt diesbezüglich als  erstellt betrachtet werden und eine Rückweisung der Sache zur erneuten Befragung erscheint im Sinne von EMARK 2003 Nr. 2 nicht notwendig, dies nicht zuletzt auch, da in der Beschwerde im Kontext zur geltend gemachten Vergewaltigung keine verfahrensrechtlichen Rügen angebracht wurden. Im Übrigen werden die Vergewaltigungen weder von der Vorinstanz noch vom Bundesverwaltungsgericht in Zweifel gezogen.
4. 4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu  bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).
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4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender  für gegeben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich  sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).
5. 5.1 Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, lagen die von der  geltend gemachten Ereignisse bis zum Jahre 1999 - so tragisch sie auch gewesen sein mögen - bei ihrer Ausreise zu weit zurück, um in diesem Zeitpunkt Asylrelevanz entfalten zu können. Mithin fehlt es an dem vom Gesetz geforderten zeitlichen  zwischen den diesbezüglich geschilderten  und der Ausreise. Die Beantwortung respektive Beurteilung der Frage hinsichtlich der Möglichkeit, Zumutbarkeit und allfälliger Erfolgsaussichten, sich gegen die erlittenen Vergewaltigungen zur Wehr zu setzen und die betreffenden Männer strafrechtlich verfolgen zu lassen, kann bei dieser Sachlage letztlich offen gelassen werden.
5.2 Ungeachtet der der Beschwerdeführerin von der Vorinstanz  Unglaubwürdigkeitselemente handelt es sich bei den von ihr erwähnten Nachstellungen durch LTTE-Angehörige zwischen dem Jahr 2002 und der Ausreise um Handlungen einer nicht-staatlichen Gruppierung. So gilt in diesem Zusammenhang festzustellen, dass zum einen der Beschwerdeführerin grundsätzlich eine die  ausschliessende innerstaatliche Fluchtalternative  hätte, um derartigen Übergriffen zu entgehen (vgl. EMARK 1996 Nr. 1) und zum anderen es ihr möglich und zumutbar gewesen wäre, sich um staatlichen Schutz vor solchen Benachteiligungen zu bemühen, was ihr insbesondere gegen LTTE-Angehörige gewährt  wäre (vgl. EMARK 2006 Nr. 18). Dieses Vorbringen erweist sich somit als nicht asylbeachtlich.
5.3 Nach dem Gesagten ist sodann auch festzuhalten, dass die  im Zeitpunkt der Ausreise aus dem Heimatstaat die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllte, weshalb sie sich - ungeachtet der ihr medizinisch attestierten posttraumatischen Belastungsstörung - nicht auf "zwingende Gründe" im Zusammenhang mit früherer  berufen kann (vgl. EMARK 1997 Nr. 7 und EMARK 2000 Nr. 2).
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Angesichts dieser Sachlage - der Sachverhalt kann als genügend erstellt betrachtet werden - ist der Antrag auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzuweisen und auf die übrigen Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe ist nicht einzugehen.
5.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin keine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Sie kann daher nicht als Flüchtling anerkannt werden. Das BFF hat ihr Asylgesuch demnach zu Recht abgelehnt.
6. 6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
6.2 Die Beschwerdeführerin verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung  solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21).
7. 7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
7.2 Das BFM nahm die Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 14. März 2008 in der Schweiz vorläufig auf. Damit ist die Beschwerde im Vollzugspunkt gegenstandslos geworden (vgl. Bst. K). Angesichts dieser Sachlage erübrigen sich somit weitere Erörterungen.  sind Ausführungen hinsichtlich des Gesundheitszustands der  respektive solche zu einer allfälligen medizinischen Behandlung in ihrem Heimatland hinfällig geworden.
8. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
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schwerde ist nach dem Gesagten, soweit nicht gegenstandslos , abzuweisen.
9. 9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die reduzierten Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG) und auf insgesamt Fr. 300.-- festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2]).
9.2 Die Beschwerdeführerin ist mit ihren Rechtsbegehren (Vollzug der Wegweisung) teilweise durchgedrungen. Diesfalls ist praxisgemäss von einem hälftigen Obsiegen auszugehen und der  eine Parteientschädigung für die ihr notwendigerweise  Parteikosten zuzusprechen, welche praxisgemäss um die Hälfte herabzusetzen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie Art. 7 Abs. 2 VGKE). Nachdem keine Kostennote zu den Akten gereicht worden ist und sich der notwendige Vertretungsaufwand aufgrund der Aktenlage  zuverlässig abschätzen lässt, ist die von der Vorinstanz , reduzierte Parteientschädigung unter Berücksichtigung der massgebenden Berechnungsfaktoren von Amtes wegen auf Fr. 750.-- festzusetzen ist (Art. 14 Abs. 2 VGKE).
(Dispositiv nächste Seite)
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