Decision ID: 30594b07-fdc0-5014-99a7-6aef39d7b2dc
Year: 2018
Language: de
Court: AR_OG
Chamber: AR_OG_002
Canton: AR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A. A_ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) hat Wohnsitz in C_ AR, wo sich auch ihr
Hauptsteuerdomizil befindet. In D_ SG führt sie eine Praxis für Naturmedizin mit
Betriebsstätte in E_. Die Beschwerdeführerin wurde am 10. Februar 2016 von der
kantonalen Steuerverwaltung AR am Hauptsteuerdomizil (nachfolgend: Vorinstanz) für das
Steuerjahr 2013 veranlagt. Mit der Begründung, die Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit
hätten mangels zuverlässiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden können,
wurden ihre Einkünfte gemäss Berechnungsmitteilung nach Ermessen festgelegt. Bei den
Staats- und Gemeindesteuern resultierte gemäss Veranlagung ein steuerbares Einkommen
im Betrag von Fr. 33‘600.-- zum Satz von Fr. 132‘100.-- und bei der direkten Bundessteuer
ein steuerbares Einkommen im Betrag von Fr. 132‘100.-- (VI-act. 1 bis 4).
B. Sowohl gegen die Steuerveranlagung betreffend Staats- und Gemeindesteuern 2013 als
auch gegen die Steuerveranlagung betreffend direkte Bundessteuer 2013 erhob die
Beschwerdeführerin am 7. März 2016 Einsprache (VI-act. 5). Mit Schreiben vom 4. Juli
2016 teilte die Beschwerdeführerin der Vorinstanz allerdings mit, sie ziehe ihre Einsprache
zurück (VI-act. 7). Offenbar hatte eine Mitarbeiterin der Vorinstanz zuvor mit der
Beschwerdeführerin telefoniert.
C. Am 6. Juli 2016 eröffnete die Vorinstanz der Beschwerdeführerin hierauf sowohl eine neue
Steuerrechnung betreffend die Staats- und Gemeindesteuern 2013 als auch betreffend
direkte Bundessteuer 2013 (VI-act. 8 und 9). Das der Steuerrechnung zugrunde gelegte
steuerbare Einkommen betrug bei den Staats- und Gemeindesteuern unverändert
Fr. 33‘600.-- zum Satz von Fr. 132‘100.--, während das steuerbare Einkommen bei den
direkten Bundessteuern ebenfalls unverändert Fr. 132‘100.-- betrug; die neuen
Schlussrechnungen fielen allerdings höher aus als dies noch bei den am 10. Februar 2016
zugestellten Rechnungen der Fall gewesen war, nachdem infolge des weiteren Zeitablaufs
zusätzliche Ausgleichszinsen zu Lasten der Beschwerdeführerin in Rechnung gestellt
wurden.
D. Mit Schreiben vom 19. Juli 2016 liess die Beschwerdeführerin der Vorinstanz durch ihren
Steuerberater mitteilen, bei der Veranlagung der direkten Bundessteuer 2013 sei der
steuerbare Faktor von Fr. 33‘600.-- mit dem satzbestimmenden Faktor von Fr. 132‘100.--
verwechselt worden und verlangte sinngemäss eine neue Steuerrechnung. Ausdrücklich
nicht angefochten wurde die neue Schlussrechnung betreffend Staats- und
Gemeindesteuern 2013 (VI-act. 10). Den vorinstanzlichen Akten ist keine schriftliche
Reaktion der Vorinstanz auf dieses Schreiben hin zu entnehmen. Auf dem Brief des
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Steuerberaters (VI-act. 10) ist handschriftlich vermerkt „erl. Tel. am 3.8.2016“, wobei unklar
ist, von wem diese Notiz stammt (unlesbares Unterschriftenkürzel). Gemäss Ausführungen
der Vorinstanz in der Vernehmlassung wurden der Beschwerdeführerin offenbar telefonisch
Erklärungen zur neuen Steuerrechnung abgegeben. Mit Schreiben vom 11. Mai 2017 teilte
die Beschwerdeführerin der Vorinstanz mit, sie lege zur Bundessteuer 2013 „erneut“
Widerspruch ein, da der Betrag nicht dem üblichen Bundessteuersatz entspreche. Sie wies
darauf hin, dass sie dazu „bereits Rekurs eingereicht“ habe und ersuchte erneut darum,
den Betrag zu korrigieren (VI-act. 11). Hierauf bestätigte die Vorinstanz der
Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 19. Mai 2017 den Eingang einer Einsprache (VI-
act. 12). Am 23. August 2017 erging schliesslich ein Einspracheentscheid (VI-act. 13).
E. Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von der Beschwerdeführerin am
25. September 2017 beim Obergericht eingereichte Beschwerde (act. 1). Am 3. Oktober
2017 forderte die Verfahrensleitung die Beschwerdeführerin auf, einen Kostenvorschuss im
Betrag von Fr. 1‘500.-- zu leisten, welcher am 12. Oktober 2017 fristgemäss bei der
Gerichtskasse einging. Am 16. Oktober wurden sowohl die Vorinstanz als auch die
Eidgenössische Steuerverwaltung zur Vernehmlassung eingeladen. Während die
Vorinstanz am 17. November 2017 die Vorakten und eine Vernehmlassung einreichte (act.
7 und 8), verzichtete die Eidgenössische Steuerverwaltung stillschweigend auf die
Einreichung einer Stellungnahme. Am 13. Dezember 2017 nahm der von der
Beschwerdeführerin zur Führung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens beauftragte
Vertreter beim Obergericht Einsicht in die Verfahrensakten. Unter Verzicht auf eine
mündliche Verhandlung liess die Beschwerdeführerin am 21. Dezember 2017 eine Replik
samt weiteren Akten einreichen (act. 12 und 13), woraufhin die Vorinstanz am 17. Januar
2018 duplizierte und ebenfalls weitere Unterlagen vorlegte (act. 15 und 16). Mit Schreiben
vom 19. Februar 2018 reichte die Beschwerdeführerin ergänzende Bemerkungen zur
Duplik ein (act. 19 und 20). Die Vorinstanz liess sich hierauf nicht mehr vernehmen.
F. Nachdem keine der Parteien die Durchführung einer mündlichen Verhandlung verlangt
hatte, wurde die Sache am 3. Juli 2018 in der zweiten Abteilung des Obergerichts in
Abwesenheit der Parteien abschliessend beraten und darüber entschieden. Soweit auf die
Begehren der Beschwerdeführerin einzutreten war, hob das Obergericht den
angefochtenen Einspracheentscheid der Vorinstanz in teilweiser Gutheissung der
Beschwerde auf. Die Begründung für diesen Entscheid ergibt sich aus den nachfolgenden
Erwägungen. Auf weitere Einzelheiten im Sachverhalt und in den Akten sowie auf die
Vorbringen der Parteien in den Rechtsschriften wird, soweit entscheidrelevant, nachfolgend
noch näher eingegangen.
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Erwägungen
1. Formelles
Die Erfüllung der Prozessvoraussetzungen ist von Amtes wegen zu prüfen.
Es liegt eine Vollmacht der Beschwerdeführerin an B_ vom 15. Juni 2017 vor. B_ ist
als handlungsfähige Person grundsätzlich befugt, die Beschwerdeführerin in Steuersachen
vor Obergericht zu vertreten (Art. 3 Abs. 1 lit. d Anwaltsgesetz [bGS 145.52], Art. 117 Abs.
2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer [DBG, SR 642.11]). Die Beschwerde
ist im Übrigen frist- und formgerecht eingegangen und der eingeforderte Kostenvorschuss
wurde rechtzeitig geleistet.
Nachdem allerdings im vorliegenden Verfahren ein Einspracheentscheid der Vorinstanz
betreffend direkte Bundessteuer 2013 angefochten ist, ist auf die (Eventual-)Anträge der
Beschwerdeführerin, insoweit diese die Staats- und Gemeindesteuern 2013 betreffen, zum
Vornherein nicht einzutreten, da die Veranlagung der Staats- und Gemeindesteuern nicht
zum Streitgegenstand der vorliegenden Beschwerde gehört.
Im Übrigen sind, was die Begehren im Zusammenhang mit der direkten Bundessteuer
betrifft, die erforderlichen Eintretensvoraussetzungen grundsätzlich erfüllt und auf die
Beschwerde ist - vorbehältlich der Ausführungen in den nachfolgenden Erwägungen,
namentlich E. 2.2 - entsprechend einzutreten.
2. Materielles
2.1
Die Beschwerdeführerin ist, wie sich aus ihrer Beschwerdeschrift ergibt, offenbar nicht
einverstanden mit den Steuerveranlagungen der Steuerperiode 2013. Hierzu ist vorweg
festzuhalten, dass die Steuerveranlagungen vom 10. Februar 2016 (VI-act. 1 - 4) und damit
auch namentlich die hier interessierende Steuerveranlagung betreffend direkte
Bundessteuer 2013 (VI-act. 3 und 4) bereits in Rechtskraft erwachsen sind:
a. Gegen die Veranlagungsverfügungen vom 10. Februar 2016 erhob die
Beschwerdeführerin zwar am 7. März 2016 fristgerecht Einsprache (VI-act. 5). Mit einer
Einsprache gegen eine Steuerveranlagung erfolgt zunächst die Fortsetzung des
Seite 6
Veranlagungsverfahrens mit unveränderter Rechtstellung aller Beteiligten
(RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 1 zu Art.
134 DBG; RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3.
Aufl. 2013, N 2 zu § 141). Die Veranlagungsbehörde ist berechtigt und verpflichtet, die
angefochtene Veranlagungsverfügung umfassend in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht
zu überprüfen, d.h. sie kann gestützt auf eine allfällige Untersuchung den Sachverhalt im
Einspracheentscheid neu festsetzen, namentlich auch Schätzungen neu vornehmen und
das Ermessen anders ausüben sowie eine neue rechtliche Würdigung treffen
(ZWEIFEL/BEUSCH/CASANOVA/HUNZIKER, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht, Direkte
Steuern, 2. Aufl. 2018, N 13 zu § 21).
b. Am 4. Juli 2016 zog die Beschwerdeführerin ihre zunächst erhobene Einsprache jedoch
mittels entsprechender schriftlicher Mitteilung an die Vorinstanz (VI-act. 7) wieder zurück.
Einem Einsprecher ist es vor Erlass eines Einspracheentscheids durch die Steuerbehörde -
unter Vorbehalt der im vorliegenden Fall nicht einschlägigen Art. 134 Abs. 2 DBG bzw. Art.
172 Abs. 3 Steuergesetz (StG, bGS 621.11) - jederzeit möglich, seine Einsprache wieder
zurückzuziehen. Ein gültiger Einspracherückzug im Steuerverfahren muss dabei nicht nur
ausdrücklich und schriftlich, sondern immer auch bedingungslos erklärt werden
(RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar, a.a.O., N 10 zu Art. 134 DBG;
RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, a.a.O., N 14 zu
§ 141; ZWEIFEL/BEUSCH/CASANOVA/HUNZIKER, a.a.O., N 10 zu § 21). Das Schreiben der
Beschwerdeführerin vom 4. Juli 2016 erfüllt diese Voraussetzungen.
c. Die somit gültige Rückzugserklärung der Beschwerdeführerin vom 4. Juli 2016 hatte in
verfahrensrechtlicher Hinsicht zur Folge, dass die Veranlagungsverfügungen vom 10.
Februar 2013 mit dieser Rückzugserklärung rechtskräftig wurden: Rechtskräftig wird eine
Veranlagungsverfügung nämlich nicht nur dann, wenn die Rechtsmittelfrist unbenützt
verstrichen bzw. der Instanzenzug erschöpft ist, sondern auch dann, wenn eine zunächst
erhobene Einsprache später (d.h. nach Ablauf der ursprünglichen Einsprachefrist) wieder
zurückgezogen wird. Auch in letzterem Fall kann die Veranlagungsverfügung nicht mehr mit
einem ordentlichen Rechtsmittel angefochten werden und erwächst daher mit der
Rückzugserklärung in formeller Rechtskraft (vgl. zur ganzen Thematik auch
RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar, a.a.O., VB zu Art. 147-153a DBG, N
15; MARTIN/SELTMANN/LOHER, Die Verfügung in der Praxis, 2. Aufl. 2016, S. 227;
ZWEIFEL/BEUSCH/CASANOVA/HUNZIKER, a.a.O. N 11 zu § 21).
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2.2
Da die Veranlagungsverfügungen vom 10. Februar 2016 (VI-act. 1 - 4) somit bereits
rechtskräftig sind, können diese im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht mehr inhaltlich
überprüft werden.
Die Beschwerdeführerin beruft sich für diesen Fall im Eventualstandpunkt darauf, die
Beschwerde sei - sowohl mit Bezug auf die Steuerveranlagung 2013 betreffend Staats- und
Gemeindesteuern als auch mit Bezug auf die Steuerveranlagung 2013 betreffend direkte
Bundessteuer - als Revisionsgesuch zu behandeln. Sinngemäss beruft sich die
Beschwerdeführerin damit auf die Bestimmungen in Art. 189 StG bzw. Art. 147 DBG,
wonach die rechtskräftigen Veranlagungsverfügungen vom 10. Februar 2016 unter
bestimmten gesetzlich festgelegten Voraussetzungen auf Antrag oder von Amtes wegen
mittels einer Revision zugunsten des Steuerpflichtigen revidiert werden können.
Das Obergericht hat auf dieses Revisionsgesuch allerdings mangels Zuständigkeit nicht
einzutreten: Für die Behandlung eines Revisionsbegehrens ist diejenige Behörde
zuständig, welche die frühere Verfügung oder den früheren Entscheid erlassen hat (Art.
191 StG e contrario; Art. 149 Abs. 1 DBG). Insoweit die Beschwerdeführerin eine Revision
der rechtskräftigen Steuerveranlagungen 2013 vom 10. Februar 2016 verlangt bzw. darum
ersucht, das kantonale Steueramt sei anzuweisen, die Veranlagung zur Steuerperiode
2013 gesamthaft neu vorzunehmen (was nur im Rahmen einer Revision überhaupt möglich
wäre, nachdem die Veranlagungsverfügungen vom 10. Februar 2016 wie dargelegt bereits
in Rechtskraft erwachsen sind), wird dieses Revisionsgesuch zur Behandlung an die in
erster Instanz dafür zuständige Steuerverwaltung weitergeleitet (vgl. Art. 2 Abs. 2 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG, bGS 143.1]). Die Vorinstanz wird
naheliegenderweise in ihren noch zu fällenden Entscheid über das Revisionsbegehren ihre
bereits unter Ziff. 2.4 des angefochtenen Einspracheentscheids vom 23. August 2017
angeführten, offensichtlich schlüssigen Überlegungen einfliessen lassen; darüber, inwieweit
die von der Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren neu vorgelegten Unterlagen
allenfalls Auswirkungen auf die Beurteilung des Revisionsgesuchs haben, wird die
Vorinstanz im Rahmen des von ihr zu fällenden Revisionsentscheids zu befinden haben.
2.3
Nachdem feststeht, dass die Veranlagungsverfügungen betreffend Steuerperiode 2013
vom 10. Februar 2016 bereits rechtskräftig sind, ist zunächst zu klären, was genau
Gegenstand der vorliegenden Beschwerde ist.
Seite 8
a. Nach dem Einspracherückzug vom 4. Juli 2016 (VI-act. 7) schickte die Vorinstanz der
Beschwerdeführerin am 6. Juli 2016 je eine neue „Veranlagungsverfügung und
Schlussrechnung Staats- und Gemeindesteuern 2013“ und „Veranlagungsverfügung und
Steuerrechnung direkte Bundessteuer 2013“ zu (VI-act. 8 und 9). Diese Bezeichnung ist
insofern missverständlich, als es sich tatsächlich gar nicht um neue
Veranlagungsverfügungen handeln konnte (die Veranlagungsverfügungen vom 10. Februar
2016 waren ja infolge des Einspracherückzugs in Rechtskraft erwachsen und hatten somit
weiterhin Gültigkeit), sondern lediglich um neue Steuerrechnungen. Das stellen auch diese
ausdrücklichen Hinweise auf den beiden Schreiben klar: „Ersetzt Rechnung vom
10. Februar 2016“ und „Die Steuerveranlagung ist nicht mehr anfechtbar.“ Im Schreiben
betreffend die Staats- und Gemeindesteuern 2013 wurde zudem explizit angefügt: „Gegen
die Schlussrechnung einschliesslich Berechnung des Ausgleichszinses können Sie innert
30 Tagen ab Zustellung bei der Kantonalen Steuerverwaltung, Gutenberg Zentrum, 90100
Herisau schriftlich Einsprache erheben“ (VI-act. 9, unten). Auch wenn ein entsprechender
Hinweis auf der neuen Rechnung betreffend die direkte Bundessteuer nicht explizit
aufgeführt war (vgl. VI-act. 8, S. 1 unten), hat dies jedoch offensichtlich auch für die dortige
Rechnung zu gelten, nachdem auch bei der direkten Bundessteuer gemäss der neuen
Rechnung ein (neu in Rechnung gestellter) Ausgleichszins im Betrag von Fr. 53.65
aufgeführt war, welcher in der gestützt auf die inzwischen rechtskräftige Veranlagung am
10. Februar 2016 ausgestellten Steuerrechnung noch nicht enthalten war.
b. Die Beschwerdeführerin konnte somit die ihr am 6. Juli 2016 zugestellten neuen
Schlussrechnungen mittels Einsprache bei der Vorinstanz anfechten. Nicht mehr
anfechtbar - da wie dargelegt, bereits in Rechtskraft erwachsen - waren jedoch die den
Schlussrechnungen zugrunde liegenden Veranlagungsverfügungen vom 10. Februar 2016.
c. Die Beschwerdeführerin reichte bei der Vorinstanz zwei Schreiben ein, das erste
datierend vom 19. Juli 2016 (VI-act. 10) und das zweite datierend vom 11. Mai 2017 (VI-
act. 11), und verlangte eine neue Steuerrechnung, mit der Begründung, es habe bei der
direkten Bundessteuer 2013 eine Verwechslung von Steuerfaktoren stattgefunden bzw. der
Betrag entspreche nicht dem üblichen Bundessteuersatz. Am 19. Mai 2017 bestätigte die
Vorinstanz der Beschwerdeführerin den Eingang einer Einsprache und wies sie gleichzeitig
darauf hin, dass bis zum Entscheid über die Einsprache einige Zeit verstreichen könne (VI-
act. 12).
d. Am 23. August 2017 erliess die Vorinstanz schliesslich einen Einspracheentscheid
betreffend direkte Bundessteuer 2013 (VI-act. 13). Das Dispositiv des
Einspracheentscheids lautete zwar auf Abweisung der Einsprache; wie die Vorinstanz in
Seite 9
der Vernehmlassung (act. 7, Ziff. III 2 in fine) allerdings richtig anführt, handelte es sich bei
ihrem Einspracheentscheid in materieller Hinsicht tatsächlich aber gar nicht um eine
Abweisung der Einsprache, sondern klar um einen Nichteintretensentscheid. Das
Nichteintreten auf die Einsprache wurde damit begründet, dass die Einsprache erst nach
Ablauf der Einsprachefrist erhoben worden sei, ohne dass Fristwiederherstellungsgründe
vorliegen würden. Nachdem die Vorinstanz im vorliegenden Verfahren ausdrücklich
vorbringt, das Dispositiv hätte richtigerweise auf Nichteintreten lauten müssen und die
Beschwerdeführerin ihrerseits nichts dazu äussert, das dagegen sprechen würde, ist der
Entscheid der Vorinstanz vom 23. August 2017 im vorliegenden Verfahren ungeachtet der
falschen Bezeichnung im Entscheiddispositiv als Nichteintretensentscheid zu behandeln
(vgl. dazu auch Art. 28 VRPG).
e. Die von der Beschwerdeführerin erhobene Beschwerde richtet sich somit gegen diesen
Nichteintretensentscheid der Vorinstanz (VI-act. 13). Das Obergericht hat im Rahmen des
vorliegenden Beschwerdeverfahrens zu überprüfen, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf
die Einsprache der Beschwerdeführerin eingetreten ist oder nicht.
2.4
Die Beschwerdeführerin konnte, nachdem ihr am 6. Juli 2016 eine neue Schlussrechnung
betreffend direkte Bundessteuer 2013 zugeschickt worden war, gegen diese
Schlussrechnung Einsprache erheben. Auf eine Einsprache gegen die Schlussrechnung
vom 6. Juli 2016 bezieht sich denn auch der vorinstanzliche Nichteintretensentscheid.
Dessen Begründung ist zu entnehmen, dass die Vorinstanz davon ausging, die
Beschwerdeführerin habe am 11. Mai 2017 gegen die Steuerrechnung direkte
Bundessteuer 2013 Einsprache erhoben. Die Vorinstanz schrieb dazu weiter: „Die
Steuerveranlagung wurde gemäss Rechtsmittelbelehrung auf der Verfügung nach Ablauf
der 30-tägigen Einsprachefrist am 16. August 2016 rechtskräftig und ist daher nicht mehr
anfechtbar.“ Diese Bemerkung ist gleich in mehrfacher Hinsicht falsch:
a. Zum einen datierte die Steuerveranlagung betreffend direkte Bundessteuer 2013 bereits
vom 10. Februar 2016 und wurde aufgrund des erfolgten Einspracherückzugs durch die
Beschwerdeführerin bereits mit ihrer Rückzugserklärung vom 4. Juli 2016 (VI-act. 7)
rechtskräftig (vgl. E. 2.1 c vorstehend). Die Steuerveranlagung konnte somit gar nicht mehr
Gegenstand einer Einsprache sein.
b. Gegenstand einer Einsprache konnten hingegen noch die Steuerrechnungen vom 6. Juli
2016 sein, welche aufgrund ihrer Datierung frühestens gleichentags von der
Seite 10
Beschwerdeführerin empfangen worden sein konnten (das genaue Datum Empfangs der
neuen Steuerrechnungen kann aufgrund der vorinstanzlichen Akten nicht mit Sicherheit
eruiert werden, zumal sie nicht eingeschrieben verschickt wurden). Sollten diese
Steuerrechnungen in der Folge nicht innert der dafür vorgesehenen 30-tägigen
Rechtsmittelfrist angefochten worden sein, wären diese - je nachdem, wann genau die
Beschwerdeführerin die neuen Steuerrechnungen in Empfang genommen hat - irgendwann
im Verlauf des August 2016 rechtskräftig geworden.
c. Unter den gegebenen Umständen spielt es letztlich gar keine Rolle, wann genau die
Beschwerdeführerin die Steuerrechnungen vom 6. Juli 2016 tatsächlich in Empfang
genommen hat, da die Beschwerdeführerin - entgegen der Annahme der Vorinstanz im
angefochtenen Einspracheentscheid - offensichtlich rechtzeitig innerhalb der 30-tägigen
Einsprachefrist eine Einsprache gegen die Steuerrechnung direkte Bundessteuer 2013
erhoben hat: Die Beschwerdeführerin schrieb nämlich nachweislich bereits am 19. Juli
2016 einen Brief an die Vorinstanz, den diese gemäss eigenem Eingangsstempel am
20. Juli 2016 erhalten hat (VI-act. 10). In diesem Schreiben erklärte die
Beschwerdeführerin, bei der direkten Bundessteuer 2013 sei der steuerbare Faktor von
Fr. 33‘600.-- mit dem satzbestimmenden Faktor von Fr. 132‘100.-- verwechselt worden; nur
bei der Schlussrechnung der Staats- und Gemeindesteuern sei die Berechnung richtig. Mit
dieser Begründung wurde ausdrücklich um Zustellung einer entsprechend korrigierten
Steuerrechnung für die direkte Bundessteuer ersucht („Für eine neue Steuerrechnung
danken wir im Voraus“). Dieses Schreiben stellt eine offensichtlich rechtzeitig und
formgültig erhobene Einsprache gegen die Steuerrechnung betreffend direkte
Bundessteuer 2013 vom 6. Juli 2016 dar, wobei die Beschwerdeführerin notabene nicht die
bereits am 10. Februar 2016 veranlagten Einkommen der Steuerperiode 2013 als solche in
Frage stellte (was aufgrund der Rechtskraft der Veranlagungsverfügungen ohnehin nicht
mehr möglich gewesen wäre), sondern argumentierte, bei der Berechnung der Steuer habe
eine Verwechslung von Zahlen stattgefunden.
d. Offenbar nahm hierauf eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Vorinstanz telefonisch
Kontakt mit der Beschwerdeführerin auf. Was an diesem Telefon vom 3. August 2016
besprochen wurde, ergibt sich nicht aus den Akten, es findet sich lediglich der Vermerk, mit
diesem Telefon sei die Sache erledigt worden (VI-act. 10, handschriftlicher Vermerk mit
rotem Kugelschreiber). Am 11. Mai 2017, also rund 10 Monate später, reichte die
Beschwerdeführerin ein weiteres Schreiben bei der Vorinstanz ein und führte darin aus, sie
lege „erneut“ Widerspruch zur Bundessteuer 2013 ein, da der Betrag nicht dem üblichen
Bundessteuersatz entspreche (VI-act. 11). Die Beschwerdeführerin ging somit im
Gegensatz zur Vorinstanz keineswegs davon aus, dass ihre bereits am 19. Juli 2016 gegen
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die neue Steuerrechnung direkte Bundessteuer 2013 eingereichte Einsprache inzwischen
erledigt worden sei. Es besteht denn auch gar keine Grundlage, um die von der
Beschwerdeführerin am 19. Juli 2016 frist- und formgerecht erhobene Einsprache gegen
die ihr am 6. Juli 2016 zugestellte Steuerrechnung formlos mittels Telefongespräch zu
erledigen. Den vorinstanzlichen Akten ist keinerlei Hinweis dafür zu entnehmen, dass die
Einsprache von der Beschwerdeführerin in gültiger Form zurückgezogen worden wäre. Ein
allenfalls am Telefon mündlich erklärter Einspracherückzug - sollte tatsächlich ein solcher
erfolgt sein, was sich naturgemäss nicht mit Sicherheit nachprüfen lässt - würde jedenfalls
ohnehin in dieser Form nicht genügen (Urteil des Bundesgerichts 2A.130/2002 vom
8. August 2002, E. 3.2; ferner zu den allgemeinen Anforderungen an einen gültigen
Einspracherückzug: RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar, a.a.O., N 10 zu
Art. 134 DBG; RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz,
a.a.O., N 14 zu § 141; ZWEIFEL/BEUSCH/CASANOVA/HUNZIKER, a.a.O., N 10 zu § 21). Das
Schreiben vom 11. Mai 2017 ist aus diesem Grund, wie auch aus dessen Inhalt klar
erkennbar ist (vgl. VI-act. 11: „... lege ich erneut Widerspruch ein... dazu bereits Rekurs
eingelegt habe...“), als blosses Erinnerungsschreiben mit Bezug auf die bereits am 19. Juli
2016 erhobene Einsprache zu betrachten.
e. Gestützt auf diesen aktenkundigen Sachverhalt ist kein Grund ersichtlich, weshalb die
Vorinstanz auf die Einsprache gegen die Steuerrechnung vom 6. Juli 2016 betreffend
direkte Bundessteuer 2013 nicht hätte eintreten müssen. Die Einsprache, welche - was die
Vorinstanz im angefochtenen Einspracheentscheid offensichtlich ausser Acht lässt - bereits
mit Schreiben vom 19. Juni 2016 erhoben wurde, erfolgte ohne Zweifel innerhalb der 30-
tägigen Rechtsmittelfrist und damit rechtzeitig. Auf die Einsprache der Beschwerdeführerin
wäre somit in formeller Hinsicht einzutreten gewesen. Der Nichteintretensentscheid der
Vorinstanz erweist sich klar als falsch.
f. Entsprechend ist der Nichteintretensentscheid der Vorinstanz vom 23. August 2016 dem
Antrag der Beschwerdeführerin entsprechend aufzuheben. Auf die - bei richtiger
Betrachtung bereits mit Schreiben vom 19. Juni 2016 erhobene - Einsprache der
Beschwerdeführerin, welche sich gegen die Berechnung der direkten Bundessteuer 2013
richtete, wäre richtigerweise einzutreten und die von ihr vorgebrachten Argumente materiell
zu prüfen gewesen.
2.5
Es stellt sich die Frage, ob unter diesen Umständen eine Rückweisung der Angelegenheit
an die Vorinstanz angezeigt ist, damit diese das durch die Aufhebung des
Seite 12
Einspracheentscheids vom 23. August 2016 weiterhin als pendent zu betrachtende
Einspracheverfahren durch einen formell korrekten Entscheid abschliessen kann. Im
Rahmen des Schriftenwechsels im vorliegenden Verfahren hat sich die Vorinstanz
allerdings inzwischen bereits klar materiell dazu geäussert, aus welchem Grund das
Begehren der Beschwerdeführerin auf Vornahme einer Korrektur der Schlussrechnung
betreffend direkte Bundessteuer 2013 auch bei einer vertieften materiellen Prüfung
abzuweisen gewesen wäre: Bei der direkten Bundessteuer wird, anders als bei den Staats-
und Gemeindesteuern, keine interkantonale Steuerausscheidung vorgenommen
(Vernehmlassung, act. 7, Ziff. III 1 in fine). Entsprechend wurden auch keine Zahlen
verwechselt, sondern es war richtig, in der Schlussrechnung betreffend direkte
Bundessteuer 2013 das bereits mit in Rechtskraft erwachsener Veranlagungsverfügung
vom 10. Februar 2016 festgesetzte steuerbare Einkommen im Betrag von Fr. 132‘100.-- zu
verwenden. Die Beschwerdeführerin brachte ausser dem Argument, es seien Zahlen
verwechselt worden, weder im Einspracheverfahren vor der Vorinstanz noch im
vorliegenden Beschwerdeverfahren irgendwelche weiteren stichhaltigen Gründe, etwa mit
Bezug auf die Ausgleichszinsberechnung, vor, welche für eine falsche Berechnung der
Steuer sprechen würden; solche sind auch nicht ersichtlich. Es steht somit fest, dass die
Vorinstanz, hätte sie anstelle des Nichteintretensentscheids am 23. August 2017
(richtigerweise) einen materiellen Entscheid über die beantragte Anpassung der
Steuerrechnung betreffend direkte Bundessteuer 2013 gefällt, auf Abweisung entschieden
hätte. Unter diesen Umständen macht es keinen Sinn, die Angelegenheit an die Vorinstanz
zurückzuweisen, damit diese einen materiellen Abweisungsentscheid mit Bezug auf die
Einsprache vom 19. Mai 2016 fällt. Da eine Rückweisung im konkreten Fall bloss zu einem
formalistischen Leerlauf führen würde (vgl. dazu RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER,
Handkommentar, a.a.O., N 30 zu Art. 143 DBG), ist auf eine solche zu verzichten und an
dieser Stelle ausdrücklich festzuhalten, dass die von der Beschwerdeführerin am 19. Juni
2016 eingereichte Einsprache gegen die Steuerrechnung direkte Bundessteuer 2013
korrekterweise abzuweisen gewesen wäre und somit die angefochtene Steuerrechnung
direkte Bundessteuer 2013 (VI-act. 8) zu bestätigen ist.
Die Frage, ob eine Revision und damit eine Abänderung der Steuerveranlagung in Frage
kommt, ist eine andere und war insbesondere nicht Gegenstand des von der Vorinstanz zu
beurteilenden Einspracheverfahrens, das sich wie dargelegt lediglich auf die neue
Steuerrechnung vom 6. Juli 2016 bezog, ohne dass die Beschwerdeführerin bereits damals
ein Revisionsgesuch eingereicht hätte. Das nunmehr im vorliegenden Verfahren beim
Obergericht eingereichte Revisionsgesuch wird die Vorinstanz indes noch zu behandeln
und in einem anfechtbaren Entscheid darüber zu befinden haben (vgl. E. 2.2 vorstehend).
Seite 13
3. Kosten und Entschädigung
3.1
Für den Bereich der direkten Bundessteuer ist die Verlegung der Kosten- und
Entschädigungsfolgen bundesrechtlich geregelt (Art. 144 DBG i.V.m. Art. 64 des
Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] analog), während
sich die Höhe der Kosten und Entschädigungen nach dem kantonalen Recht bestimmt (Art.
144 Abs. 5 DBG i.V.m. Art. 24 und 59 VRPG). Der Vorinstanz bzw. der Eidgenössischen
Steuerverwaltung werden gemäss diesen Bestimmungen unabhängig vom
Verfahrensausgang keine Gerichtskosten auferlegt und keine Entschädigung
zugesprochen. Damit bleibt über die Kosten- und Entschädigungsfolgen für die
Beschwerdeführerin zu befinden.
3.2
a. Da die Beschwerdeführerin mit ihrem Hauptantrag auf Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheids vom 23. August 2017 aus den dargelegten Erwägungen obsiegt hat,
wird darauf verzichtet, bei der Beschwerdeführerin Gerichtskosten zu erheben. Die
Gerichtskasse wird angewiesen, ihr den geleisteten Kostenvorschuss im Betrag von
Fr. 1‘500.-- zurückzuerstatten.
b. Für die Zusprechung von Parteientschädigungen kommt der urteilenden Instanz ein
erheblicher Ermessensspielraum zu (Urteil des Bundesgerichts 2C_802/2013 vom 28. April
2014, E. 3.1, m.w.H.). Gestützt auf die Kann-Vorschrift von Art. 64 Abs. 1 VwVG erscheint
es im vorliegenden Fall angemessen, der Beschwerdeführerin eine Entschädigung für ihre
Kosten im vorliegenden Beschwerdeverfahren zuzusprechen, nachdem ihrem Hauptantrag
auf Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 23. August 2017 aus den
dargelegten Erwägungen stattzugeben und sie somit als teilweise obsiegend zu betrachten
ist.
Mit Schreiben vom 19. Februar 2018 (act. 19) bezifferte der Vertreter der
Beschwerdeführerin die geltend gemachte Entschädigungsforderung mit Fr. 2‘606.83, ohne
näher zu konkretisieren, wie sich dieser Betrag zusammensetzt. Da es sich beim Vertreter
des Beschwerdeführers nicht um einen im Anwaltsregister eingetragenen Rechtsanwalt
handelt, ist die kantonale Verordnung über den Anwaltstarif (Anwaltstarif, bGS 145.53)
nicht direkt anwendbar. Praxisgemäss wird jedoch in Analogie zu Art. 13 Abs. 1 lit. c
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Anwaltstarif vor Obergericht in Steuersachen auch bei nicht anwaltlicher berufsmässiger
Vertretung die pauschale Bemessung angewandt. In sinngemässer Anwendung von Art. 17
Anwaltstarif wird bei der Festlegung der Entschädigungspauschale den konkreten
Umständen Rechnung getragen und die Entschädigung einzelfallweise festgelegt. Im
vorliegenden Fall erscheint unter Berücksichtigung der Anzahl und des Umfangs der
eingereichten Rechtsschriften, der schätzungsweise aufgewendeten Zeit für die
Akteneinsichtnahme auf der Obergerichtskanzlei und der Tatsache, dass keine mündliche
Verhandlung durchgeführt wurde, sowie nicht zuletzt auch mit Blick auf die Festlegung von
Parteientschädigungen in vergleichbaren Verfahren, eine Entschädigung im Betrag von
insgesamt Fr. 1‘200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen,
welche der Beschwerdeführerin zulasten der Vorinstanz zuzusprechen ist.
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