Decision ID: bc4a81e9-a25e-44af-b090-20833494f242
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1972, war
seit dem
1.
Juli 2012 als Pflegefachfrau im
Y._
angestellt und
über ihre
n
Arbeitgeber bei der AXA Versicherungen AG gegen die Folgen von
Berufs- und Nichtberufsu
nfällen versichert, als sie am
6.
Oktober 2013
– einen vollen Wäschekorb tragend –
stolperte und
eine Treppe hinunterstürzte
.
Davon waren
den
Angaben der Versicherten
zufolge der
Nacken
-
Schulter
-Bereich
, der linke Arm und beide Beine betroffen.
Zudem
machte
sie
Verletzungen an der gesamten linken
Körper
hälfte geltend.
Darüber wurde die AXA Versicherungen AG
mit
Unfall
mel
dung
vom
29
.
Oktober 2013
in Kenntnis gesetzt (Urk.
10/A1
).
Bereits am
8.
Oktober 2013
hatte
sich die Versicherte
für eine erste Behandlung zur
Chiropraktorin
Dr.
Z._
begeben
, welche gemäss
Arztzeugnis vom 19. Dezember 2013 eine Distorsion der Brust- und Lendenwirbelsäule, des Beckens und der Halswirbelsäule sowie eine Blockade des
Iliosakralgelenkes
diagnostizierte
.
Dr.
Z._
attestierte der Versich
er
ten vom 6.
b
is
zum 22
.
Okto
ber 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk.
10/M1).
Die AXA Versicherungen AG übernahm darauf die Heilbehandlungskosten
und
rich
tete
der Versicherten ab dem
9
. Oktober 2013 Taggelder aus
(Urk.
10/1
).
Am
2
1.
Oktober 2013
reiste die Versicherte
für einen
zweiwöchigen
Ferien
aufenthalt nach Bali und übte
anschliessend
ihre Berufstätigkeit
– mit
Selbstmedikation
,
Einflussnahme auf die Dienstplangestaltung und dem Tragen von Spezialschuhen –
wieder aus (Urk.
10/A32 S.
2
und 10/M14 S. 1
).
Im März 2014
suchte die Versicherte erneut
Dr.
Z._
auf, welche
sie als zu 100
%
arbeitsunfähig beurteilte und
wegen der geklagten
zunehmende
n
Schmer
zen im rechten Fuss
wei
tere Untersuchungen veranlasste (Urk. 10/A32 S. 2
und 10/M14 S. 1
)
. Am
27.
März 2014
wurde ein natives
MRI
des rechten Fusses erstellt, das
ein
Knochenmarködem
im
Calcaneus
mit
Einbezug der
Plantarfaszie
, differentialdiagnostisch ein posttraumatisches Ödem mit
Be
gleitreaktion
der
Plantarfaszie
, differentialdiagnostisch eine
leichtgradige
Plan
tarfasziitis
mit ödematöser
ossärer
Begleitreaktion, und ansonsten einen normalen Fuss, insbesondere keine Pathologien am
Vorfuss
zeigte
(
Urk.
10/M5)
.
Dr.
Z._
stellte a
m 1
5.
Mai 2014 eine Besserung der H
üft- und Rückenbeschwerden
,
aber
weiterhin
Geh
be
schwerden
, eine geringe Be
lastbarkeit des Fusses und lumbale Schmerzen
fest
(
Urk.
10/M2).
Die AXA Versicherungen AG nahm
in der Folge
diverse
weitere
medizinische Unterla
gen (vgl. Urk.
10/M
3
-
M
4 und 10/M6-M16
)
und einen Aussendienstbericht
über die
Abklärung vom
7.
Mai 2015 (Urk.
10/A32) zu den Akten
.
Sie holte
eine
Stellungnahme ihres beratenden Arztes
Dr.
med.
A._
, Fach
arzt FMH für
o
rthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe
gungsapparates, vom 2
3.
Juli 2015 ein
(Urk.
10/M17).
Gestützt darauf stellte sie
mi
t Verfügung vom 21
.
August
2015
die Versicherungsleistungen
betref
fend
die Rückenbeschwerden per 31.
Jan
uar 2014 und gesamthaft per
12.
November 2014 ein, da
im letztgenannten
Zeitpunkt auch kein Zusam
m
en
hang mehr zwischen den Fussbesch
werden und dem Unfall vom 6.
Okto
ber 2013
bestanden habe
(Urk.
10
/
A37
). Dagegen liess die Versicherte am
17
.
September
2015 Ein
sprache erheben (Urk.
10
/
A53
). Die AXA Versi
cherungen AG
holte
bei Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für
Chirurgie,
eine weitere
Akten
beurteilung
vom 2
0.
Oktober 2015 ein (
Urk.
10/M18
). Mit
Entscheid vom 4. November 2015
hiess sie die Einsprache teilweise gut, indem sie den Leistungsanspruch für die lumbale Symptomatik bis zum 3
0.
April 2014 bejahte
(
vgl.
Urk. 2
und
10/
A58
).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 4. November 2015 liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Susanne
Friedauer
, mit Eingabe vom 3. Dezember 2015 Beschwerde erheben mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid
vom 4. November 2015
und die Verfügung vom 2
1.
August 2015 seien aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr die zustehenden gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Unter Kosten- und
Ent
schädigungsfolge
zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Ferner wurde um Durc
h
führung eines zweiten Schriftenwechsels ersucht (Urk. 1 S. 2). Die
Be
schwer
degegnerin
beantragte mit Beschwerdeantwort vom 11. April
2016 die Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 9). Die Replik wurde am
10
.
August
201
6 erstattet (Urk. 15
). Am
16
.
November
201
6
verzichtete die
Beschwerdegegne
rin
auf das
Einreichen einer Duplik (Urk. 21
). Davon wurde der Beschw
erde
führerin mit Verfügung vom 21
.
November
201
6
Kenntnis gegeben (Urk.
22
).
Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Än
derung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufs
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall
ereignete sich am 6. Oktober 2013
, weshalb die bis
zum
31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vor
lie
gen
den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG wer
den
soweit das Gesetz nichts anderes be
stimmt
die Versicherungsleistun
gen bei Berufsunfällen,
Nichtberufsun
fällen
und Berufskrankheiten gewährt. Die Leistungspflicht eines
Unfallversi
cherers
gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem ein
ge
tretenen Schaden (Krankheit, Inva
li
dität, Tod) ein natürlicher und ein adä
qua
ter Kausalzusammenhang
besteht
.
1.3
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit einge
treten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schrei
bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht er
forderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund
heit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versi
cherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
ge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesundheitliche Stö
rung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Stö
ru
ng ein natürli
cher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
gen
den Beweiswürdigung nach dem im
Sozialversicherungs
recht
üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin
den hat.
Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Be
gründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adä
quate
, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kau
salität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammen
hang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf
unfall
fremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesund
heitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfall
bedingten
Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialver
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich hie
r
bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gege
ben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese
Beweis
grundsätze
gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spät
folgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundes
ge
richts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine
Teilursächlich
keit
für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch
Pflege
leistungen
und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heil
behandlungskosten
nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter
su
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis
der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztin
nen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollzieh
bar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut
ach
ters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
Strittig und zu prüfen ist, ob
die Beschwerdegegnerin
zu Recht die
Unfall
versi
cherungsleistungen
bezüglich der Rückenbeschwerden per 3
0
. April 2014
und gesamthaft per 12. November 2014 eingestellt hat
, mithin ob die Be
schwer
deführerin
ü
ber
einen darüber hinausgehenden
Anspruch auf Versi
cher
ungsleistungen verfügt
(vgl.
Urk.
1, 2
, 9
und
15).
3.
3.1
Zum gesundheitlichen Vorzustand der Beschwerdeführerin lässt sich den medi
zinischen Unterlagen entnehmen,
dass
sie
bereits am 2
6.
August 2010
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin,
zum ersten Mal
konsultieren musste
. Er diagnostizierte ein
lumbo
spondylogenes
Syndrom rechts nach einer Zerrung am
4.
August 201
0.
In der Folge
stellte
er
eine erneute Exazerbation nach einem Verhebe
-E
reignis
vom
Februar 2011 fest. Die Versicherte sei nie ganz beschwerdefrei gewesen, habe aber sicher bessere Pha
sen gehabt (Urk.
10/M16).
Im
Dezember 2010
liess sich die Versicherte
im
D._
wegen seit 10 bis 15 Jahren immer wieder auftretender Rückenschmerzen untersuchen.
Es wurden Röntgenaufnahmen erstellt, die keine Makroinstabilität, aber
dege
nerative Veränderungen an der Lendenwirbelsäule, vor allem in den Seg
menten L3-S1
,
mit leicht
en
erosiven
Oesteochondrosen
und
Facettenge
lenks
arthrosen
zeigten
. Überdies wurden eine
leichtgradige
Minderbeweglichkeit der unteren Lendenwirbelsäule in Inklination und eine
leichtgradige
rechts
konvexe
Sk
oliose erhoben (
Urk.
10/M16/3).
Ein natives MRI der Lendenwirbelsäule inklusive einer MR-Myelographie am 2
5.
März 2011
zeigte
fortgeschrittene degenerative Veränderungen
in den unteren drei lumbalen Bandscheibensegmenten. Es wurden eine
erosive
und aktivierte
Osteochondrose
im Segment L3/4 und L5/S1 sowie eine
erosive
Ostechondrose
im Segment L4/5 ohne wesentlichen Aktivitätsnachweis zum Zeitpunkt der Untersuchung beschrieben. Im Segment L3/4 fand sich
,
über
wiegend bedingt durch eine
Diskusmaterialprotrusion
rechts mehr als links
,
eine
höhergradige
relative Spinalkanaleinen
gung und eine Kompression der L4
-Wurzel
rezessal
rechts mehr als links. Im Segment L5/S1 gab es im Rahmen einer kleinen fokalen
Diskusmaterialherniation
eine Tangierung der S1-Wurzel links
rezessal
. Überdies
wurden
eine
neuroforaminale
Einengung im Segment L5/S1 linksbetont mit Kompression der L5-Wurzel
neurofo
ra
minal
links und eine Tangierung der L5-Wurzel
neuroforaminal
rechts
fest
gestellt
. Ansonsten gab es keine
Kompromittierung
neuraler Strukturen
(Urk.
10/M16/2).
Dr.
med.
E._
, Fachärztin FMH für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates
und Vertrauensärztin der SWICA
Gesundheits
orga
nisation
, diagnostizierte in ihrem Bericht vom
5.
Juli 2011 rezidivierende Beschwerden der Wirbelsäule bei bekannten degenerativen Veränderungen ohne nervenwurzelbezogenes neurologisches Defizit. Es lägen eine Fehlstatik, ein muskulärer Hartspann und eine mässig gut trainierte Rumpfmuskulatur vor
(
Urk.
10/2 S. 5). Ferner erwähnte
E._
als fachfremde Diagnose unter anderem eine Adipositas
(
Urk.
10/2 S.
2
).
Am
3
1.
Juli 2011
zog sich die Versicherte
beim Tennisspielen eine
Band
rup
tur
am rechten oberen Sprunggelenk
zu
(
Urk.
10/M15).
3.
2
Das
nach dem Unfallereignis vom 6. Oktober
2013
am
2
7.
März
2014
erstellte
native MRI des rechten Fusses z
eigte ein Knochenmark
ödem
dor
so
kaudal
im
Calcaneus
und eine verdickte
Plantarfaszie
bis maximal 7 mm medial, ans
onsten keine Auffälligkeiten, i
n
s
besondere keine Pathologien am
Vorfuss
(
Urk.
10/M5).
Die
sonographische
Untersuchung beider Füsse am
1.
April 2014 ergab Zei
chen für eine mässige
Fa
s
z
i
itis
plantaris
rechts
(
bei Status nach Kontusion
)
und beidseits einen Fersensporn. Es wurde eine ult
r
aschallg
ezielte Infiltration
in
die
Fasz
ienoberfläche
durchgeführt (
Urk.
10/M11).
3.
3
In ihrem Bericht vom 1
5.
Mai 2014 führte
Dr.
Z._
ein posttraumatisches Knochenmarködem im
Calcaneus
mit einer
Plantarfasziitis
und eine Dis
tor
sion der Lendenwirbelsäule als Diagnosen auf. Durch die Entlastung
auf
grund der 100%igen Arbeitsu
nfähigkeit hätten sich die Hüft
- und
Rücken
beschwerden
gebessert. Es bestünden weiterhin Gehbeschwerden und eine geringe Belastbarkeit des Fusses sowie lumbale Schmerzen (
Urk.
10/M2).
3.
4
Dr.
C._
hielt in
seinem Bericht vom 2
1.
Juni 2014
fest, die Versi
cherte leide seit dem Sturz unter anhaltenden Rückenschmerzen beidseits lumbal, ohne Ausstrahlungen
in
Richtung Gesäss oder Oberschenkel,
sowie
unter rechtsseitigen Fersenschmerzen. Er diagnostizierte
ein
lumbospondylo
genes
Syndrom und
eine persistierende Reizung nach Rückfusskontusion rechts. Die Prognose sei prinzipiell gut
. Von einer Weiterführung der ärztli
chen Behandlung sei eine namhafte
B
esserung des Gesundheitszustandes zu erwarten. Durch eine weitere Schmerzreduktion könne die Versicherte wieder
vermehrt rumpfstabilisierende Übungen durchführen, durch Ausdau
ertrai
ning
die Rückenmuskulatur stärken und Gewicht abnehmen. Seit Okto
ber 2013 habe sie nämlich deutlich zugenommen aufgrund ihrer
Bewegungs
einschrän
kung
(vgl. 10/M4 und 10/A4).
3.
5
Wegen Schmerzen in beiden Füssen
wurden a
m 1
2.
November 2014
in der
F._
MRI-Aufnahmen des linken und des rechten Rückfusses erstellt.
Diese zeigten am
rechten Fuss
ein leicht verbreitertes
Ligamentum
fibulotalare
anterius
, passend zu einer Narbenbildung nach
Supinations
trau
ma
. Im Übrigen
waren
an beiden Rückfüssen keine pathologische
n
Ver
ände
rungen,
insbesondere keine
Knochenmark
veränderungen, kein
bone
bruise
und
keine mechanischen Stressreaktionen
ersichtlich
(
Urk.
10/M7).
Gleichentags wurde auch die Lendenwirbelsäule
magnetresonanztomo
gra
phisch
untersucht. Dabei wurden mässige
Osteochondrosen
L3-S1, diffuse
Diskusprotrusionen
L3-S1, eine leichte zent
rale Spinalkanalstenose L3/L4,
f
oraminale
Stenose
n durch
Diskusprotrusion
und Fac
ettengelenksarthrosen
,
vor allem L5/S1 links
,
und eine mögliche Irritation der Nervenwurzel L5 links erhoben (
Urk.
10/M9).
3.
6
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Anästhesie und Intensivmedizin führte am 2
5.
November 2014 eine therapeutische
Periduralanalgesie
lumbal durch. In seinem Bericht vom 2
6.
November 2014 vermerkte er
therapiere
fraktäre
lumbosakrale
Beschwerden nicht klarer Ätiologie
nach Sturzereignis auf den Rücken vom Oktober 2013, Fussschmerzen bei unauffälligem Befund und Adipositas
als Diagnosen
. Die geklagten Beschwerden seien etwas un
spezifisch. Es lägen allerdings radiologisch diverse Befunde vor, welche die Schmerzsituation durchaus erklären könnten. Das Lokalanästhetikum habe ein typisches leichtes Wärmegefühl
sowie
Kribbelparästhesien
gluteal
und in den unteren Extremitäten ausgelöst und schnell zu einer Schmerzlinderung geführt. Das gleichzeitig verabreichte
Kenacort
werde, so hoffe er, in einigen Tagen seine volle Wirkung zeigen (
Urk.
10/M8).
3.
7
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates in der
F._
, hielt in seinem Bericht
vom 1
4.
Januar 2015
fest
, aktuell
bestünden
Beschwerden im Bereich der
Lendenwirbelsäule
(im Bereich des Beckenkamms und im tiefen LSW-Bereich mit Ausstrahlung hauptsächlich auf der linken Seite) und im Bereich des Fusses (an der
Planta
pedis
im Fersenbereich).
Er diagnostizierte
ein refraktäres
lumbosakrales
Schmerzsyndrom mit
Diskusprotrusionen
L5/S1 mit Irritation der Nervenwurzel S5 linksseitig
und
eine posttraumatische Vernarbung
des
Calcaneus
beidseits und
des
Ligamentum
fibulotalare
ante
rius
rechts mit ödematöser Stauung (Urk. 10/M12 S. 1).
Als Befunde ver
merkte er unter anderem
beidseits
ödematöse Füsse
,
Unterschenkel
und
Ober
schenkel (
Urk.
10/M12 S. 1).
Durch die Lymphdrainage habe die öde
matöse Stauung rückgelenkt werden können, wodurch die Beschwerden am Fuss massiv
regredient
seien, jedoch
bisher
noch
nicht ganz vollständig. Durch die Infiltration im LWS-Bereich sei es zu einer vorübergehenden Bes
serung der
Situation gekommen. Die Beschwerden seien jedoc
h zurückge
kehrt, so dass am
12.
Januar 2015 eine zweite Infiltration habe erfolgen müssen. Hier zeige die Physiotherapie ebenfalls in Kombination mit der Lymphdrainage eine Ver
bes
serung der Ansteuerung der Muskulatur, welche immer noch massiv ver
härtet sei
.
Die Arbeit als Intensivkrankenschwester könne die Versicherte seit dem 2
0.
März 2014 zu 100
%
nicht mehr ausüben.
Aktuell bestehe aufgrund der verminderten Belastbarkeit vor allem der
Len
denwirbelsäule
beim Laufen, Stehen,
Sitzen und Heben eine 100%ige Ar
beitsunfähigkeit
(
Urk.
10/M12 S.
2).
3.
8
Im nicht datierten Physiotherapiebericht vom Januar 2015 (vgl. 10/M13 und 10/A11) wurde festgehalten, die Versic
herte habe massive Rücken- und
Becken
schmerzen im Bereich L1-L5, hauptsächlich linksseitig, mit wahr
schein
lich schon längerer Beeinträchtigung der linken Beinmuskulatur auf
grund eines massiven Druckes auf den Nerv. Die Schmerzen würden bei jeder Art von Belastung sofort provoziert
,
mit deutlichen Einschränkungen bei länge
rem Stehen, Sitzen und Gehen. Weiterhin habe die Versichert
e
Schmer
zen im rechten Fuss
und zeige
immer öfter Anzeichen
von einer Über
be
lastung
im linken Fuss.
Beim Sturz sei es unter anderem zu einem Kollaps der Bandscheibe gekom
men
,
welche die
Nervenwurzel auf L5 links ab
-
oder ein
klemme
(vgl. die
MRI-Befunde). Demen
t
sprechend sei ein übermässiger Druck auf den Bän
de
rn,
den
Muskeln,
dem
Bindegewebe und
den
Gelenken, insbesondere
dem
Fa
cet
tengelenk
, welcher zu schlimmsten Spannungs-/
Belastungs
schmerzen
führe. Gleichzeitig staue sich durch die seit langem herrschende Entzündung an
ge
sammelte Gewebsflüssigkeit. Diese Ödeme gäben einen massiven und entschei
denden zusätzlichen Druck auf
die
Bänder,
die
Nerven,
das
Bindege
webe und
die
Gelenke,
was
aufgrund
d
er langen Zeit zu einer Fehlhaltung und Fehlbelastung geführt habe. Im rechten Fuss sei das ähnlich. Die Bänder und die Sehnen seien noch völlig überreizt und fehlbelastet. Der rechte Fuss befinde sich in der Genesungsphase aufgrund des schweren
Knochen
mark
s
ö
dems
,
des
Sehnenanrisses und der Nervennarben (vgl. MRI und
Dr.
H._
), und sei typisch nach Traumata dieser
Art.
Durch die gezielte Physiotherapie und eine intensive tiefe Lymphdrainage sei es zu einer signifikanten Schmerzverbesserung im rechten
Fuss gekommen. Betreffend den R
ücken gebe es sei
t
kurzem Tage mit wenig Belastung und beinahe Schmerzfreiheit. Mit ausgewogener intensiver Physiotherapie und nach Möglichkeit einem gezielten Aufbautraining sowie mit Lymphdrainage, um das Wasser und damit vorhanden
en
Druck loszuwerden, könnten in den nächsten 6-12 Monaten sehr gute Ergebnisse erzielt werden.
3.
9
Dr.
Z._
vertrat am 2
2.
Januar 2015 die Auffassung,
die Versicherte habe erfreuliche Fortschritte erzielt. Eine Voraussetzung dafür sei die Arbeitsun
fähigkeit gewesen. D
urch die ständige Belastung sei die Fussverletzung
chro
ni
fiziert
worden. Durch den hinkenden Gang und die ausweichende
Schmerz
haltung
würden die Rückenbeschwerden und die lumbalen Beschwerden zusätzlich unterhalten und forciert. Seit dem Abheilen des Knochenödems im
Calcaneus
rechts seien
die
Haltung und
der
Gang verbessert. Es sei immer noch ein leichtes Hinken feststellbar. Die Kombination von Lymphdrainage, Physiotherapie und die aktuelle gezielte Rückenbehandlung unter der Anlei
tung von
Dr.
H._
habe eine erhebliche Besserung bewirkt. Die Thera
pien müssten unbedingt weitergeführt und die Arbeitsunfähigkeit vorläufig aufrechterhalten werden
(
Urk.
10/M14 S. 2 f.).
Zum aktuellen Befund ver
merkte
Dr.
Z._
mit Bezug auf den Allgemeinzustand eine Adipositas und ein ödematöses Beingewebe (
Urk.
10/M14 S. 1).
3.10
Die Versicherte schilderte am
7.
Mai 2015 der Aussendienstmitarbeiterin der Beschwerdegegnerin den detaillierten Unfallhergang sowie den Beschwerde- und Behandlungsverlauf (
Urk.
10/A32).
Unter anderem gab sie an, sie habe
Dr.
Z._
im März 2014 aufgrund des hinkenden Ganges und der enormen Schmerzen im Lumbal-Hüft-Bereich erneut aufgesucht. Die durch den Sturz
verursachten Schwierigkeiten, Entzündungen (Knochenmark) und der
Be
wegungs
mangel
hätten zu einer Wassereinlagerung in den Bei
nen von je 20
Litern
geführt. Die Einlagerungen seien im gesamten Körper vorhanden, jedoch in den Oberschenkeln sehr ausgeprägt. Insgesamt habe sie bis heute 40 Kilogramm an Wasser zugenommen. Am
1.
April 2014 habe sie eine Injek
tion mit
Kenacort
in die
Faszienoberfläche
des rechten Fusses er
halten, die keine
B
esserung bewirkt und vermutlich zu weiteren
Wasser
einlage
rung
en
geführt habe (
Urk.
10/A32 S. 2 f.).
Aktuell bestehe eine gewisse zusätzliche Gangunsicher
heit
im linken Fuss, da ein Druck auf die Nervenwurzel im lumbalen Rückenbereich bestehe. Zu
dem habe sie im linken Beckenkamm einen ziehenden bis stechenden
Dau
er
schmerz
. Die Schmerzen seien einmal besser und einmal schlechter. Zwi
schen Oktober 2013 und März 2014 seien sie sehr stark gewesen. Seit sie die Arbeit niedergelegt habe, seien sie aushaltbar (
Urk.
10/A32 S. 2).
Die Beschwerden im Fersenbereich des rechten Fusses hätten seit ca. Septem
ber 2014 durch die verschiedenen Therapien deutlich
g
ebessert. Das Gangbild sei allerdings trotz der Schuheinlagen noch nicht gut (
Urk.
10/A32 S. 2).
Aufgrund der starken Wasseransammlungen, insbesondere in den Beinen, sei
en die Beschwerden vermutlich noch verstärkt vorhanden. Durch das massive
Ödem in den Beinen bestehe eine verminderte Körperwahrnehmung der Beine und der Füsse, so dass es beim
Gehen
zu vermehrtem Stolpern und zu Stürzen gekommen sei. Das Ziel sei, die Wasseransammlungen zu redu
zieren, damit auch die Schmerzen im Rücken und im rechten Fuss wieder zurück
gingen (
Urk.
10/A32 S. 2).
3.11
In seiner Stellungnahme vom 2
3.
Juli 2015
vertrat
Dr.
A._
die Auf
fassung, es habe
– durch die Bildgebung dokumentiert –
ein
gravierender Vorzustand an der Lendenwirbelsäule bestanden, der sich
durch den Sturz vom
6.
Oktober 2013 nicht wesentlich verändert habe. Es sei deshalb ge
rechtfertigt davon auszugehen, der Sturz habe nur zu Prellungen geführt ohne tiefergreifende Läsionen, so dass postuliert werden dürfe, bezüglich des Rückens seien die Sturzfolgen per 3
1.
Januar 2014 abgeklungen
und der Status quo sine erreicht
gewesen, sei die Versicherte damals doch schon wieder über zwei Monate voll arbeitsfähig gewesen. Die nachher eingetretene Exazerbation der Rückenbeschwerden sei dem Grundleiden, den degenera
tiven Veränderungen, zuzuordnen (Urk. 10/M17 S. 3
und 4
).
An der Ferse des rechten Fusses sei es
zu einer Prellung mit persistierenden Beschwerden gekommen. Im März 2014 sei dort ein
Bone
bruise
feststellbar gewesen, der als Folge des Treppensturzes vom
6.
Oktober 2013 gewertet
werden könne. Im November 2014 seien die betreffenden Veränderungen
wieder
verschwunden gewesen. Dementsprechend sei von der Versicherten seit September 2014 auch eine deutliche Besserung beschrieben worden.
Spätestens per 1
2.
November 2014 seien die Unfallfolgen am rechten Fuss behoben gewesen
(
Urk.
10/M17 S. 3
und 4
).
Aufgrund der Unterlagen lasse sich nicht schlüssig beurteilen, inwieweit die Fersenbeschwerden rechts zur Arbeitsunfähigkeit beigetragen hätten. Wahr
scheinlich hätten sie im Hintergrund gestanden, während die
Rückenbe
schwerden
dominierend gewesen seien
. Seit der Wiederaufnahme der Tätig
keit im November 2013 sei die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätig
keit wieder gegeben gewesen. Die Niederlegung der Tätigkeit im März 2014 sei vor allem wegen der Rückenbeschwerden erfolgt. Zu einem kleinen Teil könnten die Fussbeschwerden rechts bis November 2014 eine Rolle gespielt haben. Die Unterlagen reichten für eine quantitative Beurteilung nicht aus
(
Urk.
10/M17 S. 3 und 4).
Ferner bemerkte
Dr.
A._
, die von der Versicherten berichtete G
e
wichts
zunahme von 40 Kilogramm sei
ungewöhnlich.
In den medizini
schen Unterlagen werde eine Ge
w
ichtszunahme erwähnt, jedoch nicht ge
nauer spe
zifiziert.
Sie bedürfe einer genauen Würdigung und allenfalls wei
terer Abklä
rungen
. Es stelle sich die Frage, ob angesichts der
Ödemneigung
nicht ein
angiologisches
Konsilium ratsam wäre
(
Urk.
10/M17 S.
3 und
5).
3.1
2
Dr.
B._
gelangte in seiner Aktenbeurteilung vom 2
0.
Oktober 2015 zum Schluss, mit praktischer Sicherheit hätten die über längere Zeit geltend ge
machten Beschwerden am rechten Fuss einen natürlichen Kausalzusammen
hang zum Ereignis vom
6.
Oktober 2013 aufgewiesen. Diese Beschwerden seien zeitnah zum Unfall geklagt worden. Radiologisch habe sich im März 2014 ein weiterbestehendes Knochenmarködem am
Calcaneus
gefunden, was mit einer starken
Kontusionierung
vereinbar sei
.
Im Verlauf des Sommers 2014 habe sich dieses Ödem aber zurückgebildet und sei auf der MRI-Auf
nahme vom 1
2.
November
2014 nicht mehr ersichtlich gewesen. In den neueren Arztberichten werde auch nicht mehr auf diesbezügliche Beschwer
den hingewiesen, so dass davon auszugehen sei, diese Angelegenheit se
i abge
heilt (
Urk.
10/M18 S. 1).
Bezüglich der lumbalen Wirbelsäule und der
Iliosakralgelenke
hätten krank
hafte Vorzustände bestanden. Gemäss der Aktenlage sei die lumbale Symp
to
matik aktuell führend und im Prinzip allein verantwortlich für
eine
allfäl
lige
Behandlungsbedürftigkeit und Arbeitsunfähigkeit. Im Anschluss an das Erei
g
nis vom
6.
Oktober 2013 seien gegenüber den Voruntersuchungen keine weite
ren strukturellen Schädigungen an der lumbalen Wirbelsäule feststellbar gewesen. Daraus lasse sich sch
liessen, dass der Unfall vom 6.
Oktober 2013 wohl relativ kurzfristig zu einer Aktivierung des Vorzustandes geführt habe, aber nicht zu einer richtunggebenden Verschlimmerung. Zweifellos habe ent
sprechend dem Unfallbeschrieb eine Kontusion des Rückens stattgefun
den. Erfahrungsgemäss heile eine solche innerhalb von ca. 3 Monaten aus. Bei gleichzeitigem Vorliegen von Vorzuständen, wie hier vorliegend, komme es zu einer verzögerten Abheilung
von
bis ca. 6 Monate
n
. Danach sei der Status quo sine erreicht (Urk. 10/M18 S. 1 f.).
Zu
r Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
B._
aus, zeitnah zum Unfall habe mit Si
cherheit eine unfallkausal ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit während ca. 1 bis 1 1⁄2 Monaten bestanden. Wie weit die Arbeitsunfähigkeit im März 2014 noch durch Unfallfolgen
beeinträchtigt gewesen
sei
,
lasse sich aufgrund der Ak
tenlage nicht genau beurteilen. Arbeitsunfähigkeiten, die über 6 Monate nach
dem
rubrizierten Ereignis vorlägen, seien überwiegend wahrscheinlich
un
fallkau
sal
nicht mehr ausgewiesen, sondern Ausdruck der weit fortgeschrit
tenen Dege
neration der lumbalen Wirbelsäule (
Urk.
10/M18 S. 2).
4.
4.1
Die Parteien
sind
sich dahingehend einig
, dass die Beschwerden am rechten Fuss
, die nach dem
Unfall vom 6.
Okto
ber 2013
in Erscheinung traten, auf das damalige Sturzereignis
zurückzuführen waren
.
Letzteres
deckt sich
nicht nur
mit der Beurteilung
durch
Dr.
B._
, welcher einen natürlichen Kausal
zusammen
hang praktisch als sicher bezeichnete (
Urk.
10/M18 S. 1),
und
der Einschätzung von
Dr.
A._
(
Urk.
10/M17 S. 3 und 4), sondern
steht
auch
im Einklang mit den weiteren medizinischen Unterlagen
(vgl. insbeson
dere Urk. 10/M2, 10/M4
und
10/M7)
.
4.2
Demgegenüber
ist strittig und zu prüfen,
ob auf die
Ausführungen
von Dr.
B._
und
Dr.
A._
abzustellen ist,
gemäss welche
n
am
12. Novem
ber 2014
der rechte Fuss
wieder
geheilt war und
insoweit
keine Unfallfolgen mehr vorlagen
(
Urk.
1 S. 6
, 2 S.
5
, 9 S. 11 f. und
15 S. 5
; vgl. Urk.
10/M18 S. 1
und 10/M17 S.
4).
4.3
Vorab ist festzuhalten, dass
es sich bei den erwähnten
beiden
Ärzten
zwar um
Angestellte der Beschwerdegegnerin handelt, dies allein die Wertigkeit ihrer Ausführungen indessen nicht in Frage zu stellen vermag.
4.4
Dr.
B._
erkannte
insofern zutreffend,
dass die MRI-Aufnahme vom
12.
November
2014 – im Gegensatz zur letzten vom 2
7.
März 2014 (Urk.
10/M5) – kein
Knochemarködem
im
Calcaneus
mehr zeigte (Urk.
10/M18 S.
1)
, denn es war lediglich noch
ein
vernarbtes L
igamentum
fibulotalare
anterius
zu sehen
(
Urk.
10/M7).
Diese Befunde allein genügten
Dr.
B._
indessen
nicht, um seine Schlussfolgerung
en bezüglich einer Heilung
zu begründen,
sondern er zog zusätzlich und insbesondere in Be
tracht
, in den neueren Berichten werde nicht mehr auf diesbezügliche Be
schwerden hingewiesen
(
Urk.
10/M18 S. 1)
. Letzteres
erweist sich angesichts der
vorhanden gewesenen
medizinischen Unterlagen als aktenwidrig. Nicht nur
Dr.
G._
erw
ähnte in seinem Bericht vom 26.
November 2014
offenbar nach wie vor
geklagte
und behandelte
Fussschmerzen
(
Urk.
10/M8 S.
1),
sondern auch
Dr.
H._
beschrieb
in seinem Bericht vom 1
4.
Januar 2015
aktuell geschilderte
Fussbeschwerden
, namentlich an der
Planta
pedis
im Fersenbereich (Urk. 10/M12 S. 1).
Dr.
H._
diagnostizierte
denn auch
eine
posttraumatische Vernarbung des
Calcaneus
beidseits und des Liga
men
tum
fibulotalare
anterius
rechts mit ödematöser Stauung (Urk. 10/M12 S. 1).
Da die ödematöse Stauung durch die Lymphdrainage rückgelenkt
worden sei
, seien die Beschwerden am Fuss zwar massiv
regredient
,
bisher jedoch noch nicht ganz vollständig (Urk. 10/M12 S. 2). Letzteres
erscheint auch in Anbe
tracht des
Bericht
s
von
Dr.
Z._
vom
22.
Januar 2015
als plausibel
, gemäss
welchem
sich seit dem
Abheilen des Knochenödems im
Calcaneus
rechts
zwar
die Haltung und der Gang verbessert
hatt
en, jedoch
immer noch ein leichtes Hinken feststellbar
war (Urk.
10/M14 S.
2 f.).
Schliesslich wurde
n
auch im
nicht datierten Physiotherapiebericht vom Januar 2015
nebst einer signifikanten Schmerzverbesserung
weiterhin geklagte
Schmerzen im rechten Fuss
vermerkt
(vgl. 10/M13 und 10/A11)
.
Dies deckt sich mit den Angaben der
Versicherten
vom
7.
Mai 2015, gemäss welchen sich die
Beschwerden im Fersenbereich des rechten Fusses seit ca. September 2014 durch die verschie
denen Therapien deutlich
verbesserten
, d
as Gangbild allerdings trotz der
Schuh
einlagen
noch nicht gut
war
und nach wie vor Schmerzen im rechten Fuss
bestanden
(
Urk.
10/A32 S. 2).
Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass die Beurteilung von
Dr.
B._
im strittigen
Punkt
auf einer aktenwidrigen Annahme basiert
und dementsprechend auch nicht nachvollziehbar
und schlüssig
ist
, so dass
nicht darauf abgestellt werden kann.
4.
5
Dr.
A._
führte zur Begründung seiner
Auffassung, die Unfallfolgen am rechten Fuss seien spätestens per 1
2.
November 2014 beh
oben gewesen (
Urk.
10/M17 S.
4),
einzig an, im fraglichen Zeitpunkt seien die im März 2014 festgestellten Veränderungen verschwunden gewesen und die Versi
cherte h
abe seit September 2014
eine deutliche Besserung ih
rer Beschwerden angegeben (Urk.
10/M17 S. 3 und 4).
Von einem vollständigen Abklingen der Beschwerden war
somit
– zu Recht – keine Rede.
Alleine der
Umstand, dass kein
Knochemarködem
im
Calcaneus
mehr nachweisbar war,
lässt
aber
nicht ohne
Weiteres
auf eine vollständige Heilung des rechten Fusses schliessen (
vgl. auch
Urk.
1 S. 5 und
10/A53 S. 6 f.). A
llfällige Auswirkungen der
mit MRI vom 1
2.
November 2014
neu festgestellten posttraumatischen Vernar
bung des
Calcaneus
auf die
nach wie vor
geklagten Fussbeschwerden
wurden von
Dr.
A._
–
wie
auch von Dr.
B._
–
weder
diskutiert
noch ver
worfen
.
Insbesondere setzte sich
Dr.
A._
in seinen Ausführungen nicht
detailliert
mit den medizinischen Unterlagen bezüglich der gesundheit
lichen Situation des rechten Fusses nach dem 12. November 2014
auseinan
der
.
Es bestehen
daher ernsthafte Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüs
sigkeit seiner Einschätzung.
4.
6
Auf die
strittigen
Angaben von
Dr.
B._
und
Dr.
A._
kann
folglich
nicht abgestellt werden
. Mit den übrigen medizinischen Unterlagen lässt sich ebenfalls nicht beurteilen, ob die von der
Beschwerdegegnerin behauptete Heilung des Leidens am rechten Fuss
und das Fehlen diesbezüglicher
Unfall
folgen
per 12.
November 2014
überwiegend
wahrscheinlich ist
.
Es sind daher weitere Abklärungen
zur Beantwortung dieser
kontrovers diskutierten
Frage
erforderlich.
Den
vorhandenen medizinischen Akten
lässt sich
auch
nicht
ent
nehmen
,
ob und
i
nwiefern die Beschwerden am rechten Fuss die Be
schwer
deführerin
vor dem 1
2.
November 2014 und
in der Zeit danach
in
ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten
.
Dr.
A._
erachtete eine Relevanz der Fussbeschwerden für allfällige Einschränkungen immerhin als nicht von vor
neherein ausgeschlossen (vgl. Urk. 10/M17 S.
4)
, während sich
Dr.
B._
darauf
beschränkte
, die Aktenlage bezüglich einer unfallbedingten Arbeits
unfähigkeit ab März 2014 als nicht genau beurteilbar zu bezeichnen (
Urk.
10/M18 S.
2). Es besteht folglich
–
zumindest
für die Zeit
bis
zum 1
2.
November 2014 –
auch in dieser Hinsicht ein weiterer Abklärungsbedarf.
Dementsprechend
lässt sich heute
mit Bezug auf den rechten Fuss auch
nicht beurteilen, ob
und wie lange
sich der Gesundheitszustand und die Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin mit weiteren ärztlichen
Behandlungsmass
nahmen
namhaft verbessern liessen
und
welche
Behandlungen zweckmässig
erschienen
.
5.
5.1
Es wurde von keiner Seite in Frage gestellt
und ist mit medizinischen Unter
lagen belegt, dass hinsichtlich der Rückenbeschwerden ein krankhafter
Vor
zustand
bestand
(vgl.
Urk.
10/2 S. 5,
10/3,
10/M15, 10/M16, 10/M16/2 und 10/M16/3)
,
der
durch den Unfall vom
6.
Oktober 2013 verschlim
mert
bezie
hungsweise manifest wurde
(
Urk.
10/M1, 10/M2, 10/M4
, 10/M17 S.
3 und 10/M18 S. 1 f.
)
.
5.2
Die Beschwerdegegnerin vertrat gestützt auf
die Aktenbeurteilungen von Dr.
A._
und
Dr.
B._
den Standpunkt, der Status quo sine sei spä
testens per
3
0.
April 2014
eingetreten
(
Urk.
2 S. 5)
.
Dies stellte die Be
schwer
de
führerin
in Abrede und machte im Wesentlichen geltend, die
ange
führten Beurteilungen
seien
unzutreffend und
nicht überzeugend (
Urk.
1 S. 5 ff.).
5.
3
Vor der Würdigung der einzelnen
ärztlichen
Ausführungen ist einleitend er
neut festzuhalten, dass
das Anstellungsverhältnis von
Dr.
A._
und
Dr.
B._
bei der Beschwerdegegnerin
nichts an der Wertigkeit ihrer Beur
teilung ändert
.
Überdies ist
vorab auf den
generelle
n
Einwand,
den beiden
hät
ten die MRI-
Aufnahmen vom 2
5.
März 2011
beim Verfassen ihrer Akten
beurteilung
en
nicht zur Verfügung gestanden
(
Urk.
1 S. 6 und 10/A53 S.
5)
,
näher einzugehen.
Es trifft zwar zu,
dass keinem der beiden
ein entsprechen
des Bild zur Einsichtnahme vorgeleg
t
worden war
(
Urk.
10/M18 S.
1 und 10/M17
S. 1
; vgl. auch
Urk.
10/M1-16).
Sie verfügten jedoch über
den
aus
führlichen Befundbericht (
Urk.
10/M16/2; vgl. Urk. 10/M18 S. 1 und 10/M17
S.
2)
, wie bereits die Beschwerdegegnerin richtig bemerkte (
Urk.
9 S. 10)
. Das
s
derselbe nicht korrekt sein könnte, wurde weder von Seiten der Be
schwer
deführerin behauptet noch ergeben sich aus den Akten Anhaltspunkt
e
in
diese Richtung.
Der gerügte Umstand vermag die Beurteilungen folglich eben
falls nicht zu relativieren.
5.4
Die Feststellung, die
MRI-
Befunde
der Lendenwirbelsäule
vom
12. November 2014
seien
mit denjenigen
aus dem Jahr 2011 praktisch
identisch
(Urk.
10/M17 S.
2)
, deckt sich mit der Aktenlage (vgl. und
Urk.
10/M9
und 10/M16/2
).
Vor diesem Hintergrund erscheint als nachvollziehbar, dass das Sturzereignis vom
6.
Oktober 2013
gemäss der Einschätzung von
Dr.
A._
zu keinen tiefergreifenden Läsionen führte (
Urk.
10/M17 S. 3).
Wes
halb bezüglich des Rückens die Sturzfolgen per 3
1.
Januar 2014 abgeklungen
und der Status quo sine erreicht gewesen sein soll
en
,
wurde von
Dr.
A._
indessen
nicht
schlüssig
begründet. Es ist der Beschwer
deführerin beizupflichten, dass der blosse Hinweis, sie sei bereits zwei Mo
nate
wieder
arbeitstätig gewesen
(Urk.
10/M17 S.
3
),
nicht genügt
(
Urk.
10/A53 S.
5)
. Ebenso wenig
erscheint die
(korrekte)
Feststellung, die vorliegenden dege
ne
rativen Veränderungen an der Wirbelsäule könnten je
derzeit – auch ohne eine Traumatisierung – zu Beschwerden führen
, als überzeugend. Dies gilt insbesondere in
Anbetracht der weiteren Aktenlage
.
Daraus geht nämlich hervor, dass die Beschwerdeführerin infolge des Unfalls vom
6.
Oktober 2013 zunehmende Fussbeschwerden entwickelte
(Urk. 10/A32 S. 2
und 10/M14 S.
1)
, die – insoweit unbestritten – zumindest bis zum 1
2.
November 2014 dauerten.
Dr.
Z._
wies
in ihrem Bericht vom
2
2.
Januar 2015
ausdrück
lich
darauf hin
, de
r hinkende
Gang und die aus
weichende Schmerzhaltung
unterhielten und forcierten
die
Rückenbeschwer
den
und die lumbalen Beschwerden zusätzlich
, (erst) seit dem Abheilen des Knochenödems im
Calcaneus
seien die Haltung und der Gang verbessert, wobei immer noch ein
leichtes Hinken bestehe
(Urk.
10/M14 S. 2).
Mit diesen Ausführungen setzte sich
Dr.
A._
indessen
nicht auseinander
, ob
wohl sich dies aufge
drängt hätte
.
Insbesondere legte er nicht dar, dass
die Beschwerden im rechten Fuss
die Rückenbeschwerden nicht
beeinflussten, insbesondere weder mitverursachten noch verstärkten.
5.5
Auch
Dr.
B._
zog
zwar
insoweit korrekt in Betracht, die vorbestehenden degenerativen Befunde
könnten
jederzeit auch spontan zu namhaften Be
schwerden führen (
Urk.
10/M18 S. 1 f.). Damit lässt sich das Eintreten des Status quo sine indessen ebenfalls nicht plausibel begründen.
Die
Ausfüh
rungen
Dr.
B._
darüber, dass nach dem Sturzereignis keine weiteren strukturellen Schädigungen an der Wirbelsäule festgestellt wurden, sind zu
treffend. Der daraus gezogene Schluss, d
as Sturzereignis vom 6.
Oktober 2013
habe
insoweit zu keiner richtunggebenden Verschlimmerung geführt, ist nicht
zu beanstanden
(vgl.
Urk.
9 S. 14)
.
Grundsätzlich mag es auch zu
treffen, dass es nach einer Rückenkontusion bei gleichzeitigem Vorliegen von degenera
tiven Vorzuständen, wie sie die Beschwerdeführerin aufweist, zu einem ver
zögerten Abheilen kommt
und der Status quo sine in der Regel nach sechs Monaten wieder erreicht ist
(
Urk.
10/M18 S. 2).
Von Seiten der Beschwerde
führerin wurde
indessen
zu Recht eingewandt, dass diese Aus
führungen die hier zur Diskussion stehenden allfälligen Auswirkungen der unfallkausalen Beschwerden am rechten Fuss auf die Belastung der Wirbel
säule und d
i
e Rückenbeschwerden gänzlich unberücksichtigt l
iessen (
Urk.
1 S. 6). Sie sind daher nicht schlüssig.
Daran vermögen weder die von der
Be
schwerdegeg
nerin
angeführten medizinischen Erfahrungstatsachen noch die
von ihr
er
wähnte bundesgerichtliche Rechtsprechung, gemäss welcher selbst im Falle vorbestehender degenerativer Erkrankungen eine traumatische Ver
schlimme
rung infolge einer Kontusion in der Regel nach sechs bis neun Mo
naten, spätestens aber nach einem Jahr abgeschlossen ist (vgl.
Urk.
9 S.
15 mit Hinweisen), etwas zu ändern. Denselben lag offenbar ein anderer Sach
verhalt zu Grunde,
stehen
hier
doch nebst einem krankhaften Vorzustand und den Folgen einer Kontusion zusätzlich
unfallkausale Beschwerden am rechten Fuss
und deren allfällige Auswirkungen
zur Debatte
(vgl. auch
Urk.
15 S. 3)
.
5.6
Aus dem Gesagten folgt, dass erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Ausführungen von Dr.
A._
und
Dr.
B._
bezüg
lich des Eintretens des Status quo sine bestehen
,
da die – unbestritten zu
min
dest bis zum 1
2.
November 2014 vorhandenen – unfallkausalen Be
schwerden am rechten Fuss und deren allfällige Auswirkungen auf die
Rückenbe
schwer
den
nicht thematisiert wurden
.
In diesem Sinne machte die Beschwerdefüh
re
rin
denn auch zu Recht geltend, die medizinische Situation hätte als Ganzes beurteilt werden müssen (
Urk.
1 S. 5,
10/A53 S. 6 f
f
.
und 15 S. 5
).
6.
Zusammenfassend ergibt sich somit, dass
sich der massgebende medizinische Sachverhalt mit den vorhandenen Unterlage
n nicht beurteilen lässt.
V
ielmehr drängen sich zusätzliche Abklärungen, insbesondere die Einholung eines recht
sprechungskonformen (versicherungsexternen) medizinischen Gutachtens auf. Da die erforderlichen Weiterungen einen zum Teil bisher gänzlich unge
klärten Sachverhalt betreffen, wird die Beschwerdegegnerin sie vorzunehmen haben (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Der angefochtene Entscheid ist somit aufzuheben und die Sache ist zur Durchführung der notwendigen Abklärun
gen und zu neuer Entscheidung an die
Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen (§ 26 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht;
GSVGer
). In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
7.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos (Art. 1
Abs. 1 UVG
i.V.m
. Art. 61
lit
.
a
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversiche
rungsrechts
;
ATSG). Die
obsiegende Beschwerdeführer
in
hat Anspruch auf den Ersatz der
Par
teikosten
(Art. 1 Abs. 1 UVG
i.V.m
.
Art.
61
lit
. g ATSG
). Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Ent
schädigung wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit
sache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
). Vor
liegend erscheint eine
Prozessent
schädi
gung
von Fr.
2‘100.--
(inklusive
Bar
auslagen
und Mehrwert
steuer) als angemes
sen.