Decision ID: 39807896-aeda-4059-9136-e7b6aa858aa3
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1954, war als Gipser bei der
Y._
,
Z._
, tätig, als er sich am 1
8.
Juli 2000 erstmals bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Versicherungsleistungen anmel
dete (
Urk.
7/2). Mit Verfügung vom 1
6.
November 2000 verneinte die IV-Stelle erstmals einen Rentenanspruch des Versicherten (
Urk.
7/12).
1.2
Am
3.
September 2001 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Bezug einer Rente an (Urk. 7/15
Ziff.
7.8). Die IV-Stelle holte in der Folge ein medizinisches Gutachten (Gutachten vom 1
5.
Juni 2002;
Urk.
7/36/1-15) ein. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/40,
Urk.
7/41) stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
4.
Oktober 2002 (
Urk.
7/45) einen
Invalidi
täts
grad
von 10
%
fest und verneinte erneut einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente. Die dagegen vom Versicherten am 2
7.
November 2002
erhobene Beschwerde (
Urk.
7/46/4-7) wies das hiesige Gericht mit dem in Rechts
kraft
erwachsenen Urteil vom 1
7.
November 2003 (Prozess Nr.
IV.2002.00667; Urk. 7/51/1-17) ab.
1.3
Am
8.
April 2004 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Be
zug einer Invalidenrente (
Urk.
7/52
Ziff.
7.8) an. Mit Verfügung vom 25. August 2004 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch des Versicherten erneut (
Urk.
7/57). Die vom Versicherten am 2
7.
September 2004 dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
7/65/1-2), wies die IV-Stelle mit
Einspracheentscheid
vom
9.
Novem
ber 2004 (
Urk.
7/71) ab. Die vom Versicherten am
3.
Januar 2005 da
gegen erhobene Beschwerde (
Urk.
7/72/3-8) wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 2
8.
April 2006 (Prozess Nr. IV.2005.00007; Urk. 7/77/1-14) ab. Die vom Versicherten dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde (Urk. 7/79/2-6) wies das Bundes
gericht mit Urteil vom 1
9.
April 2007 (Prozess Nr. I 529/06;
Urk.
7/80/1-6)
ab.
1.4
Am 1
8.
Mai 2009 meldete sich der Versicherte
wiederum
bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/81).
D
ie IV-Stelle trat auf die Neuanmeldung ein und liess den Versicherten polydisziplinär begutachten (Gutachten vom
5.
Dezember 2009;
Urk.
7/
92/
2-24). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/96-97,
Urk.
7/102) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
1.
April 2010 (Urk. 7/106) erneut einen Rentenanspruch des Versicherten. Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
1.5
Am 1
9.
Oktober 2011 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/108). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/117-118;
Urk.
7/119) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
2.
August 2012 (
Urk.
7/126 =
Urk.
2) bei einem festgestellten Invaliditätsgrad von 15
%
erneut einen Rentenanspruch des Versicherten.
2.
Gegen die Verfügung vom 2
2.
August 2012 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am 2
4.
September 2012 Beschwerde und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine volle
(richtig: ganze)
Invalidenrente zuzusprechen; eventuell sei die Arbeitsfähigkeit und das mögliche zukünftige Berufsfeld durch eine
Abklä
rungsstelle
überprüfen zu lassen und
es
sei der
A._
in
B._
mit der Durchführung dieser Überprüfung zu beauftragen. Gleichzeitig ersuchte der Versicherte um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der un
entgeltlichen Rechtsvertretung (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
9.
Oktober 2012 (
Urk.
6) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 1
1.
Januar 2013 (
Urk.
8) wurde dem Beschwerdeführer eine Kopie dieser Eingab
e
zugestellt und es wurde ihm
die unen
tgeltliche Prozessführung gewähr
t und
Rechtsanwalt
Dr.
Toni Fischer, Meilen, als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das Verfahren bestellt. Mit Eingabe vom 1
4.
Februar 2014 (
Urk.
10) reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen (
Urk.
11/1-4) ein, wovon der Beschwerdegegnerin am 1
8.
Februar 2014 (
Urk.
12) Kopien zugestellt wurden.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenver
sicherung (
IVG
)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Inva
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüberge
stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Wurde eine Rente, eine
Hilflosenentschädigung
oder ein Assistenzbeitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf einen
Assistenz
beitrag
entsteht, verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades oder der Hilflosigkeit auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad oder die Hilflosig
keit oder der Hilfebedarf seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität oder Hilflosigkeit oder einen anspruchsbegründenden Hilfebedarf zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.5
Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung reicht die analoge Anwendbarkeit der in BGE 109 V 262 E. 4a dargelegten Rechtsprechung auf das
Neuanmel
dungsverfahren
nur so weit, als auch hier von Amtes wegen zu prüfen ist, ob seit der ersten Rentenverfügung zwischenzeitlich eine erneute materielle Prü
fung des Rentenanspruchs stattgefunden hat. War dies nicht der Fall, so ist auf die Entwicklung der Verhältnisse seit der ersten Ablehnungsverfügung abzu
stellen; wie im Revisionsverfahren bleiben allfällige, vorangehende
Nicht
eintretensverfügungen
aufgrund des fehlenden Abklärungs- und bloss summari
schen Begründungsaufwandes der Verwaltung unbeachtlich. Erfolgte dagegen nach einer ersten Leistungsverweigerung eine erneute materielle Prüfung des geltend gemachten Rentenanspruchs und wurde dieser nach rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkom
mensvergleichs
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) abermals rechtskräftig verneint, muss sich die leistungsansprechende Person dieses Ergebnis - vorbehältlich der Rechtsprechung zur Wiedererwägung oder prozessualen Revision (vgl. BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen) - bei einer weiteren Neuanmeldung entgegenhalten lassen (BGE 130 V 71 E. 3.2 in
fine
).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
Vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom
2
2.
August 2012
(Urk. 2) wurde der Rentenanspruch des Beschwerdeführers in materieller Hinsicht letztmals
bei Erlass der Verfügung vom 2
1.
April 2010 (Urk. 7/106)
geprüft.
In zeitlicher Hinsicht ist daher die Frage nach der Entwicklung des
anspruchs
relevanten
Sachverhalts im Vergleichszeitraum seit Erlass der Verfügung vom
2
1.
April 2010
bis zum Erlass der Verfügung vom
2
2.
August 2012 zu prüfen
.
3.
3.1
Bei Erlass der Verfügung vom 2
1.
April 2010 (
Urk.
7/106) stützte sich die Beschwerdegegnerin zur Hauptsache
auf das polydisziplinäre
Gutachten
der Ärzte des
C._
vom
5.
Dezember 2009 (
Urk. 7
/
92/
2-24
; vgl.
Urk.
7/95/4
).
3.2
Dr.
med.
D._
, FMH Kardiologie und Innere Medizin,
stellte
in seinem Bericht vom 1
5.
Januar 2008
(
Urk.
7/92/25-27) folgende Diagnosen (S. 1):
koronare 3-Gefässerkrankung
belastungsabhängige
Thoraxwandschmerzen
Diabetes mellitus Typ II, insulinpflichtig
arterielle Hypertonie
depressive Störung mit
Somatisierungstendenz
Da eine Sistierung des Nikotins wahrscheinlich nicht umsetzbar sei, sei die Auf
nahme regelmässiger körperlicher Belastungen von mehr als 30 Minuten täglich angezeigt (S. 2).
3.3
Mit undatiertem
, bei der IV-Stelle am 2
5.
Juni 2009 eingegangenen
Bericht (
Urk.
7/88/1-5) stellte
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Innere Medizin FMH, fest, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem Jahre 2004 verschlechtert habe. Er leide seither unter einem neu insulinpflichtig gewordenen Diabetes mellitus, unter einer
Chronifizierung
sowie unter einer Zunahme der Angststörung. Er sei weiterhin im Umfang von 100
%
arbeitsun
fähig und es sei ihm auch die Ausübung angepasster Tätigkeiten nicht möglich.
3.4
Die Ärzte der
F._
, Psychiatriezentrum
B._
, erwähnten in ihrem Bericht vom
8.
Oktober 2009 (
Urk.
7/92/28-29), dass sie die psychiat
rische Behandlung des Beschwerdeführers auf dessen Wunsch hin beendet hätten (S. 2), und stellten die folgenden Diagnosen (S. 1):
generalisierte Angststörung
mit sekundärer rezidivierender depressiver Störung, gegenwärtig mittelgradig
somatoforme
autonome Funktionsstörung des kardiovaskulären Systems
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
Eine Ü
berlagerung
von somatischen Beschwerden mit vegetativen Angst
symp
tomen bei ausgeprägter ängstlicher Selbstbeobachtung sei nicht sicher auszu
schliessen. Die Symptomatik sei inzwischen
chronifiziert
. Mehrere Versuche, die Symptomatik psychotherapeutisch und medikamentös zu behandeln seien fehl
geschlagen (S. 2).
3.5
Die Ärzte des
C._
erwähnten in ihrem Gutachten vom
5.
Dezember 2009 (Urk. 7/92/2-2
4
), dass
der
Beschwerdeführer am
3.
November 2009
intenis
tisch
/
all
gemeinmedizinisch
,
psychiatrisch und kardiologisch untersuch
t
worden sei (S. 1) und stellten die folgenden Diagnosen (S. 20):
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
koronare 3
-Ast-Erkrankung mit/bei
Status nach PTCA/Stent Riva im August 1999 und PTCA/Stent RCX und ACD im November 1999
Mibi
-Szintigraphie im November 2000 mit Nachweis einer inferioren Belastungsischämie
zusätzlich atypische, wahrscheinlich extrakardiale
Thoraxschmerzen
eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit
globale normale linksventrikuläre Pumpfunktion
kardiovaskuläre Risikofaktoren
fortgesetzter Nikotinkonsum
metabolisches Syndrom
Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
undifferenzierte
Somatisierungsstörung
metabolisches Syndrom
Adipositas
Diabetes mellitus
Typ II
, intermittierend
insulinopflichtig
, medika
mentös behandelt
arterielle Hyper
t
onie
, medikamentös behandelt
Dyslipidämie
, medikamentös behandelt
Im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung stellten die
Gutachter fest, dass das Ausmass der geklagten körperlichen Beschwerden und die subjektive Krankheitsüberzeugung, auf Grund dieser Beschwerden nicht arbeiten zu kön
nen, durch die somatischen Befunde nicht objektiviert werden könne, weshalb eine psychische Überlagerung anzunehmen sei. Dabei handle es sich um eine undifferenzierte
Somatisierungsstörung
. Im Rahmen
dieser Störung
leide der Beschwerdeführer unter leichten, depressiv-ängstlichen Verstimmungszuständen (S. 14). Bei den Gedächtnisstörungen handle es sich um den Ausdruck einer Verdeutlichungstendenz.
Hinweise auf eine schwere depressive Störung oder auf eine schwere Angststörung bestünden keine. Der Beschwerdeführer zeige ausge
prägte regressive Tendenzen. Die ausgeprägten regressiven Verhaltensweisen
begründeten indes weder eine psychiatrische Diagnose noch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht. Aus psychiatrischer Sicht sei ein
zig die Diagnose einer undifferenzierten
Somatisierungsstörung
zu stellen. Die leichten depressiv-ängstlichen Verstimmungen seien im Rahmen der
Somati
sie
rungsstörung
zu sehen. Eine psychische
Komorbidität
liege nicht vor. Da der Beschwerdeführer gute Beziehungen zu seiner Ehegattin, zu seiner Tochter und zu seinen Enkelkindern unterhalte und mit seiner Ehegattin im Jahre 2009 einige Wochen Ferien in seiner mazedonischen Heimat verbracht habe, sei zudem
ein sozialer Rückzug
zu verneinen
.
Dem Beschwerdeführer könne a
us psychiatrischer Sicht zugemutet werden, die nötige Willensanstrengung aufzu
bringen, um ganztags einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen (S. 15).
Aus kardiologischer Sicht
leide der Beschwerdeführer an einer koronaren Herz
krankheit bei einem ausgeprägten
Risikofaktorenprofil
, welches gegenwärtig noch ungenügend eingestellt sei. Die Ausübung körperlich belastender Tätig
keiten sei
ihm deshalb
nicht mehr zuzumuten.
Hingegen sei ihm die
Ausübung von Tätigkeiten ohne körperliche Belastung weiterhin zuzumuten
(
S. 19).
Im Rahmen der Gesamtbeurteilung führten die Gutachter aus, dass der Beschwer
deführer durch sein Herzleiden in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde. In psychischer Hinsicht werde
er hingegen
in seiner Arbeitsfähigkeit nicht zusätzlich beeinträchtig
t
.
Dem Beschwerdeführer sei die
Ausübung der angestammten Tätigkeit als Gipser sowie die Ausübung körperlich schwerer und anhaltend mittelschwerer Tätigkeiten nicht mehr zuzumuten. Für körperlich leichte bis nur selten mittelschwere Tätigkeiten bestehe hingegen eine uneinge
schränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit (S. 22).
4.
4.1
Des Weitern gilt es zu prüfen, ob sich die gesundheitlichen Verhältnisse seither bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
2.
August 2012 (
Urk.
2) ver
ändert haben.
4.2
Dr.
D._
erwähnte in seinem Bericht vom 3
0.
März 2011 (
Urk.
7/113) dass bei dem an einer schweren koronaren 3-Gefässerkrankung leidenden Beschwerde
führer die Durchführung einer
Rekoronarangiographie
angezeigt sei, dass der Beschwerdeführer sich einer solchen Untersuchung wegen seiner ausgeprägten Angst davor jedoch nicht unterziehen w
o
ll
e
.
4.3
Die Ärzte des
G._
, Klinik für Kardiologie,
erwähnten in ihrem Bericht vom 2
1.
Mai 2012 (
Urk.
7/123/7-9), dass der Beschwerdeführer unter progredienten, rezidivierenden retrosternalen Schmerzen mit Ausstrah
lung in den linken Arm
gelitten habe, weshalb gleichentags eine
Koronaran
giographie
durchgeführt worden sei. Diese habe eine deutliche Progredienz der
Koronaratheromatose
mit einem
kollateralisierenden
Verschluss der proximalen RCA sowie zwei hochgradige Stenosen des proximalen RCX ergeben.
Es sei ein perkutaner
Re
vaskularisationsversuch
geplant
.
4.4
Mit Operationsbericht vom 2
0.
Juni 2012 (
Urk.
7/123/4-6)
stellten
die Ärzte des
G._
fest
, dass ein
Revaskularisationsversuch
misslungen sei, weshalb eine Indikation zur operativen Sanierung bestehe. Beim Beschwerde
führer sei gleichentags ein dreifacher
aorto
-koronarer
Bypass implantiert wor
den
.
4.5
Die Ärzte der
H._
erwähnten
in ihrem undatierten
,
bei der IV-Stelle am 2
4.
Juli 2012 eingegangenen
Bericht (
Urk.
7/123/1-3)
,
dass der Beschwerdeführer vom 2
6.
Juni bis 1
4.
Juli 2012 hospitalisiert gewesen sei und stellten die folgenden Diagnosen (S. 1)
:
koronare 3-Gefässerkrankung
prä- und postoperative
Ejektionsfraktion (EF) des Herzens von 60
%
arterielle Hypertonie, Diabetes Mellitus Typ 2, Nikotinkonsum, positive FA,
Dyslipidämie
, Adipositas
depressive Störung mit
Somatisierungstendenz
Die Ärzte
führten aus, dass der Beschwerdeführer im Rahmen eines intensiven
Trainingsprogramms seine kardiopulmonale Belastbarkeit verbessern sowie einen
Kraft- und Konditionsaufbau habe erreichen können und
am 1
4.
Juli 2012
in einem deutlich
rekonditionierten
Zustand nach Hause entlassen worden sei
. Dem Beschwerdeführer sei empfohlen worden,
das Tragen schwerer Lasten während drei
er
Monate postoperativ
zu vermeiden
,
um eine komplikationslose Heilung des Sternums zu gewährleisten
(S. 2).
4.6
Die Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes der Beschwerdegegnerin (RAD),
Dr.
med.
I._
, Fachärztin für Innere Medizin, führte in ihrer Stellung
nahme vom 1
4.
August 2012 (
Urk.
7/125/3) aus, dass beim Beschwerdeführer gemäss der Beurteilung der Ärzte der
H._
vom Juli 2012 nach der dreifachen
aortokoronaren
Bypassoperation
vom 2
0.
Juni 2012 die kardiale Leistungsfähigkeit sowie die Kraft und Kondition signifikant habe ge
steigert werden können, und dass die linksventrikuläre
Punpfunktion
sowohl prä- als auch postoperativ im Umfang einer EF von 60
%
normal gewesen sei. Aus medizinischer Sicht sei drei Monate postoperativ und mithin ab Oktober 2012 erneut von einer Arbeitsfä
higkeit von 100
%
in einer angepassten Tätig
keit auszugehen. Eine dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei nicht ausgewiesen und es sei davon auszugehen, dass die durchgeführte
Bypassoperation
am Ressourcenprofil nichts geändert habe.
4.7
Soweit der Beschwerdeführer auf die
von ihm mit Eingabe vom 1
4.
Februar 2014 (
Urk.
10) eingereichten
ärztlichen Berichte
der Ärzte des
J._
vom
1.
Oktober 2013 (
Urk.
11/1), vom
8.
(Urk. 11/4) und vom 2
2.
Januar 2014 (
Urk.
11/3)
verweist,
gilt es zu beachten, dass das Sozialver
sicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt
beurteilt
, der zur Zeit des Abschlusses des
Verwal
tungsverfahrens
gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verän
dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen
Verwaltungsver
fügung
sein (BGE 131 V 242 E. 2.1;
129 V 167 E. 1
; 121 V 362 E. 1b).
Da die vom Beschwerdeführer am 1
4.
Februar 2014 eingereichten Arztberichte die Entwicklung seines Gesundheitszustand in kardiologischer Hinsicht ab Juli 2013
betreffen
, ist auf diese Berichte vorliegend nicht weiter einzugehen.
5.
5.1
Den Akten zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers zum Zeitpunkt bei Erlass der
Verfügung vom 2
1.
April 2010 (
Urk.
7/106)
lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht unter einer koronaren 3-Gefäss
erkrankung
(Urk.
7/92/25-27)
beziehu
ngsweise unter einer koronaren 3
-Ast-Erkrankung
(
Urk.
7/92/2-2
4
)
litt
und deswegen in seiner Arbeitsfähigkeit beein
trächtigt war. In psychischer Hinsicht
vertraten
die Ärzte des
Psychiatrie
zent
rums
B._
die Ansicht
, dass der Beschwerdeführer an einer generali
sier
ten Angststörung mit sekundärer rezidivierender, gegenwärtig mittelgradiger depressiver Störung und an einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung leide (
Urk.
7/92/28-29). Demgegenüber
gingen
die Ärzte des
C._
in ihrem Gut
achten vom
5.
Dezember 2009 (Urk. 7/92/2-2
4
)
davon aus
, dass der Beschwer
deführer in psychischer Hinsicht ausschliesslich unter einer undifferenzierten
Somatisierungsstörung
leide, dass
er
dadurch
in seiner Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigt werde
, und dass
ihm
insgesamt
die Ausübung körperlich leichter bis nur selten mittelschwere Tätigkeiten im Umfang eines vollzeitlichen
Ar
beits
pensums
zuzumuten
sei
.
5.2
5.2.1
Das Gutachten
der Ärzte des
C._
vom
5.
Dezember 2009
(vorstehende E. 3.5)
erfüllt die nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräftige medizi
nische
Ent
scheidungs
grundlage
vor
aus
gesetzten formellen und materiellen Kriterien (vgl.
vorstehende
E.
1.6
). Denn einerseits verfüg
t
en die Gutachter
als Fachärzte für Innere Medizin, für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Kardiologie
über
die
für die Beurteilung der geklagten Beschwerden angezeigte
n
fachme
di
zi
ni
sche
n
Spezialisierung
en
. Anderer
seits setzten sich die Gutachter einge
hend mit den me
dizini
schen
Vorakten
und mit den Ergebnissen
ihrer ei
ge
nen fach
ärztli
chen Untersuchungen
auseinander und begründeten ihre Schlussfolgerung, wonach
der Beschwerdeführer ausschliesslich durch die koronare 3-Gefässer
krankung in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde, und wonach der Beschwerdeführer in psychischer Hinsicht ausschliesslich an einer die Arbeits
fä
higkeit nicht beeinträchtigenden, undifferenzierten
Somatisierungsstörung
leide
,
in nachvollziehbarer Weis
e.
5
.2.2
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die Ärzte des
C._
vermag auch in
so
fern zu überzeugen, als sie
davon ausgingen, dass
der Beschwerdeführer an einer
undifferenzierte
n
Somatisierungsstörung
leide
, welche die bestehenden leichten, depressiv-ängstlichen Verstimmungszustände mitumfasse, und welche ihn in seiner Arbeitsfähigkeit nicht zusätzlich beeinträchtige, und als sie eine psychische
Komorbidität
im Sinne einer eigenständige
n
Angststörung oder einer eigenständige
n
depressiven Störung sowie einen sozialen Rückzug verneinten. Denn
e
ine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche
Begleiterkran
kun
gen
; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder
progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rück
bildung; ein aus
ge
wie
sener sozialer
Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, thera
peutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss
glückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn;
„
Flucht in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes Behandlungsergebnis
trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte
Rehabilitati
ons
massnahmen
bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (koopera
tive Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde dar
stellen, desto eher sind - aus
nahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumut
bare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2,
BGE 139 V 547 E. 3 ff.
).
In BGE 139 V 547 hat das Bundesgericht an dieser Rechtsprechung unter Aus
einandersetzung mit der daran geübten Kritik festgehalten und auf die beson
dere Bedeutung einer fachgerechten Abklärung hingewiesen
(E. 9.1.3, E. 9.2.1). Insbesondere erkannte das Bundesgericht,
dass sich die unklaren Beschwerden hinsichtlich ihrer invalidisierenden Folgen von anderen (psychischen) Leiden durch die mangelnde Objektivierbarkeit unterscheiden. Dabei hand
elt
es sich um ein sachliches Kriterium, das überprüft werden kann. Die hinreichende Objekti
vierbarkeit der gesundheitlichen Beeinträchtigung
wird
für Ansprüche auf Sozialversicherungsleistungen seit jeher vorausgesetzt und ha
t
im Rahmen der 5.
IV-Re
vision auch Eingang in die Gesetzgebung gefunden (Art.
7 Abs.
2 ATSG). Von einer unbegründeten Schlechterstellung
beziehungsweise
einer Dis
kriminierung der betroffenen Versicherten in
verfassungsmässigem
Sinne
bezie
hungsweise
nach
Massgabe
der EMRK k
a
nn daher nicht gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts
8C_142/2013 vom 20.
November 2013 E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 139 V 547 E. 5.6 in
fine
und
E.
5.7).
5
.2.3
Nach der Rechtsprechung hat die rechtsanwendende Behörde bei einer
an
hal
ten
den
somatoformen
Schmerzstörung
beziehungsweise einer
Somatisierungs
stö
rung
zunächst die
aufgrund der medi
zini
schen Aktenlage zu beantwortende - Frage zu prüfen, ob und inwieweit bei der versicherten Person neben der diagnos
tizier
ten, allein nicht invalidisieren
den (BGE 130 V 352 E. 2.2.3) anhal
tenden
soma
toformen
Schmerz
störung
zu
sätz
liche psychische Beeinträchtigun
gen im Sinne des
recht
sprechungsge
mässen
Kriterienkatalogs vorliegen, welche einer adäquaten
Schmerz
bewälti
gung
ob
jek
tiv entgegen
stehen. Die entspre
chenden Fest
stellungen sind tatsäch
licher Natur.
Des
Weitern gilt es zu prüfen, ob eine
allenfalls fest
gestellte psy
chische
Komorbidität
hinreichend erheblich ist und/oder
ein
zelne oder mehrere der fest
gestellten weiteren Kriterien in genü
gender Inten
sität und Konstanz vor
liegen, um gesamthaft den Schluss auf eine nicht mit zumut
barer
Willensan
strengung
überwindbare Schmerzstörung und somit auf eine inva
lidisierende
Gesund
heitsschädigung
zu gestatten. Diese Frage ist recht
licher Art: Ihre abschliessende Beantwortung obliegt damit nicht den Ärztinnen und Ärz
ten, sondern den rechtsanwendenden Behörden (Urteile des Bundes
gerichts 9C_820/2007 vom 2. September 2008 E. 4.1 mit Hinweisen und 9C_636/2007 vom 28. Juli 2008, E. 3.3.1).
5
.2.4
Vorliegend ist auf Grund der Akten
indes
keine eigenständige psychische
Komor
bidi
tät
von erheblicher Schwere, Dauer und Intensi
tät ausgewiesen. Um eine solche handelt es sich
insbesondere
nicht bei der von
den Ärzten des
Psy
chiatriezentrums
B._
festgestellten
generalisierten Angststörung (
vor
ste
hende E. 3.4
)
.
Denn dabei handelt
es sich
gestützt auf die nachvollziehbare Beurteilung der Gutachter des
C._
nicht um ein eigenständiges
psychisches
Leiden im Sinne einer psychischen
Komorbidität
, sondern um reak
tive Begleit
er
scheinungen
der
undifferenzierten
Somatisierungsstörung
im Sinne von
depres
siv-ängstlichen Verstimmungszustände
n
. Im Übrigen gelten p
raxisgemäss
leichte bezie
hungs
weise mittelschwere Depression
en
als Begleiterschei
nung der
soma
to
formen
Schmerzstörung und nicht als
eine
selbststän
dige, von der
Schmerzverarbeitungs
störung
losgelöste psychische
Komorbidität
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_945/2009 vom 23. September 2010 E. 10.1 mit Hinwei
sen).
Eine eigen
stän
dige psychische
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Dauer und Intensi
tät liegt somit nicht vor. Auch die übrigen erwähnten (vorstehende E.
5.2.2
) Kriterien, welche gemäss der Rechtsprechung einem adäquaten Um
gang mit den geklagten Schmerzen entgegenstehen können, insbesondere ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, sind vorliegend nicht hinrei
chend gehäuft und ausgeprägt erfüllt, um insge
samt den Schluss auf eine inva
lidisierende
Gesundheits
schädi
gung
zu gestatten.
5.2.5
Unter diesen Umständen vermag die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch
die Ärzte des
C._
,
wonach
dem Beschwerdeführer
zwar
die
Ausübung körperlich schwerer und anhaltend mittelschwerer Tätigkeiten sowie insbesondere die bis
herige Tätigkeit als Gipser nicht mehr zuzumuten, wonach ihm hingegen die
Ausübung b
ehinderungsangepasster
, körperlich leichter bis
selten
mittelschwe
rer Tätigkeit
en
ohne Einschränkungen zuzumuten sei
en
, zu überzeugen, so dass darauf abgestellt wer
den kann.
5.3
Nicht zu überzeugen vermag demgegenüber die
Beurteilung durch die Ärzte des Psychiatriezentrums
B._
vom
8.
Oktober 2009 (vorstehende E.
3.4
)
, in
soweit diese
davon ausgingen, dass der Beschwerdeführer neben einer anhal
tenden
somatoformen
Schmerzstörung an einer generalisierten Angststörung mit sekundärer rezidivierender depressiver Störung leide. Denn die Beurteilung durch die Ärzte des Psychiatriezentrums
B._
enthält keine nachvollzieh
bare Begründung der gestellten Diagnose einer generalisierten Angststörung, weshalb
insoweit darauf nicht abgestellt werden kann. Diesbezüglich vermag vielmehr die nachvollziehbare Beurteilung durch die Gutachter des
C._
zu über
zeugen, wonach es sich bei
den bestehenden
depressiv-ängstlichen
Verstim
mungszuständen
nicht um eine eigenständige psychische Störung
,
sondern um Begleiterscheinungen der undifferenzierten
Somat
isierungsstörung
handelt
.
5.4
Während die Berichte von
Dr.
D._
vom 1
5.
Januar 2008 (
vorstehende E.
3.2
)
und der
Ärzte des Psychiatriezentrums
B._
vom
8.
Oktober 2009 (vor
stehende E.
3.4
) keine Arbeitsfähigkeitsbeurteilung enthalten, stellte
Dr.
E._
in seinem
Bericht (
vorstehende E.
3.3
)
eine Arbeitsunfähigkeit von
100
%
fest. Die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch
Dr.
E._
vermag indes nicht zu überzeugen. Denn einerseits
postulierte
dieser be
reits in seinem Bericht vom 1
6.
Mai 200
4 (
Urk.
7/55/1-4), dass
der Beschwerdeführe
r
seit dem
5.
Oktober 2000
im Umfang
von 100
%
arbeitsunfähig gewesen
, und dass
ihm
keine Tätig
keit mehr zumutbar sei, weshalb
die erneute Feststellung einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit einerseits nicht geeignet ist, eine wesentliche Verschlechte
rung des Gesundheitszustandes
des Beschwerdeführers
zu beweisen. Anderer
seits fehlt es der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch
Dr.
E._
an einer nachvollziehbaren Begründung.
Zudem
gilt es in Bezug auf
Dr.
E._
die Erfah
rungstatsache zu berücksichtigen, dass
Hausärzte und
behandelnde Ärzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung mitunter eher zu
gunsten ihrer Patienten aussagen dürften (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Aus diesem Grunde sowie
mangels einer nachvollziehbaren Begründung kann auf die
Ar
beitsfähigkeitsbeurteilung
durch
Dr.
E._
daher nicht abgestellt werden.
5.5
Nach Gesagtem ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin bei Er
lass der ursprünglichen Verfügung vom 2
1.
April 2010 (
Urk.
7/106) gestützt auf die Beurteilung durch die Ärzte des
C._
vom
5.
Dezember 2009 davon ausgin
gen, dass dem Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt die Ausübung einer ge
eigneten behinderungsangepassten Tätigkeit im Umfang eines Arbeitspensums von 100
%
zuzumuten war.
6.
6.1
Bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes bei Erlass der angefochtenen Verfü
gung vom 2
2.
August 2012 (
Urk.
2) gilt es zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer am 2
0.
Juni 2012
erneut
an seinem Herzen operiert wurde,
und dass
ihm dabei ein dreifacher
aorto
-koronarer Bypass implantiert wurde (vorstehende E.
4.4
)
. Sodann gilt es zu berücksichtigen, dass die
Ärzte der
H._
in ihrem Bericht (
vorstehende E.
4.5
)
eine prä- und postoperative linksventrikuläre Pumpfunktion im Umfang einer EF von 60
%
feststellten, und
erwähnten, dass der Beschwerdeführer
am 1
4.
Juli 2012 i
n einem deutlich
rekonditionierten
Zustand
nach Hause entlassen worden sei, und dass sie
dem
Beschwerdeführer
empfohlen hätten
, das Tragen schwerer Lasten während drei
er Monate
postoperativ zu vermeiden,
damit
eine komplikations
lose Heilung des Sternums
gewährleistet werden kann
.
6.2
Gestützt auf die
se
Beurteilung durch die Ärzte der
H._
ging
Dr.
I._
in ihrer Beurteilung vom
1
4.
August 2012 (
vorstehende E.
4.6
)
davon
aus, dass
der
Beschwerdeführer
nach der Operation
vom 2
0.
Juni 2012
seine
kardiale Leistungsfähigkeit
bei normaler prä- und postoperativer
links
ventrikulärer
Pumpfunktion
signifikant
gesteigert habe, weshalb ihm nach Ab
heilung des Sternums drei Monate
postoperativ und mithin ab Oktober 2012
die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit erneut im Rahmen eines Arbeitspensums von 100
%
zuzumuten sei.
6.3
Die nachvollziehbaren Beurteilungen durch die Ärzte der
H._
und durch
Dr.
I._
vermögen vorliegend zu überzeugen. Gestützt auf diese nachvollziehbaren medizinischen Beurteilungen ist daher mit dem
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass de
m Beschwerdeführer spätestens ab
1.
Oktober 2012 die Ausübung
behinderungs
angepasster
, körperlich leichter bis selten mittelschwerer Tätigkeiten erneut im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums zuzumuten war.
7.
7.1
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen.
7.2
Der Beginn des Rentenanspruchs wird gestützt auf
Art.
29
Abs.
1 IVG bestimmt
. Nach dieser Bestimmung kann
der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG entstehen.
Da sich der Beschwerdeführer am 1
9.
Oktober 2011 für den Bezug von Versicherungsleistungen neu anmelde
te (Urk. 7
/108)
,
sind beim Einkommensvergleich die erwerblichen Verhältnisse des Jahres 2012 massge
bend.
7.3
Das
Valideneinkommen
ist dasjenige Einkommen, das die
versicherte
Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG, Art. 28a Abs. 1 IVG). Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
ist
recht
sprechungs
gemäss
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
mögli
chen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte (BGE 131 V 53 E. 5.1.2; Urteil des Bundesgerichts vom 5. September 2008, 9C_488/2008, E. 6.4). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
gepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungs
gemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem
Erfah
rungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 59 E. 3.1).
7.4
Angesichts des in Art. 25 Abs. 1 IVV festgehaltenen Abstellens auf die AHV
recht
lich beitragspflichtigen Ein
kommen bei der Berechnung der IV-recht
lich massgebenden hypothetischen Vergleichseinkommen kann das
Validen
ein
kom
men
Selbstständig- (Urteil des Bundesgerichts 9C_428/2009 vom 13. Okto
ber 2009 E. 3.2.1 mit Hinweisen) wie auch
Unselbstständigerwerbender
(Urteil des Bundesgerichts 9C_111/2009 vom 21. Juli 2009 E. 2.1.2 mit Hin
weisen) grundsätzlich auf der Basis der Einträge im individuellen Konto bestimmt wer
den. Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und ver
hältnismässig kurzfristig in Erscheinung ge
tretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren Zeit
spanne erzielten
Durch
schnitts
verdienst
ab
zustellen (Urteile des Bundesgerichts 8C_576/2008 vom 10. Februar 2009 E. 6.2 und 8C_671/2009 vom 23. Dezember 2009 E. 5.2.1 mit Hinweisen).
7.5
Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierte Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte (Tabellenlöhne) abzustellen (vgl. AHI 1999 S. 240 E. 3b), wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren mit zu berücksichtigen sind (AHI 1999 S. 237, E. 3; Urteil
e
des
Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008
E. 3.2.1
und I 97/00 vom 29. August 2002
E. 1.2).
7.6
Dem Auszug aus dem individuellen Konto (Urk.
7
/86
) ist zu entnehmen, dass
der Beschwerdeführer seit dem Jahre 2001 keine Erwerbstätigkeit mehr ausge
übt hat. Der vom Beschwerdeführer
vor Eintritt des Gesundheitsschadens
im Jahre 1999
bei der
Y._
,
Z._
,
erzielte Verdienst
als Gipser
stellt daher keine taugliche Grund
lage zur Bemes
sung des
Valideneinkommens
dar, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin
i
n der
ange
foch
tenen Verfügung
vom
2
2.
August 2012 (
Urk.
2)
d
as
Valideneinkommen
anhand von
Tabel
len
löhnen
bemass
. Da der
Beschwerdeführer
bis anhin
als Gipser
tätig war, sind Tabellenlöhne für Männer der
Wirtschaftsabtei
lung
Bau
gewerbe
zu berücksichtigen.
7.7
Nach der Rechtsprechung können
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heran
gezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die stan
dardisier
ten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E.
4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszuge
hen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berück
sichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebs
übliche
Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
7.8
Gemäss
der Tabelle A
1 (privater Sektor)
der LSE 2010
(
www.bfs.admin.ch
)
erziel
ten Männer im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) in der
Wirt
schaftsabteilung
41-43
(
Baugewerbe
)
im Jahre 2010
einen monatli
chen Ver
dienst von Fr.
5‘310.--
Unter Be
rück
sichtigung der durch
schnitt
lichen
be
triebs
üblichen
wöchentlichen Arbeits
zeit im Bereich
Baugewerbe
im Jahre
2012
von 41.5
Stunden (
www.bfs.admin.ch
)
, eines mutmass
lichen Beschäfti
gungsgrades von 100 % und einer durchschnittlichen
Nominal
lohnentwicklung
im
Baugewerbe im Jahre 2011
von
1
.0 %
und im Jahre 2012 von 0.7
%
(
www.bfs.admin.ch
)
resultiert für das Jahr 2012
ein
Valideneinkommen
von
rund
Fr.
67‘238
.
(Fr.
5‘310
.-- x 12 Monate ÷ 40 Stun
den x
41.5
Stunden
x 1.01 x 1.007
).
8
.
8
.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
desamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
8
.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszu
gehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad
Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
8
.3
Dem Beschwerdeführer war
ab
1.
Oktober 2012 die Ausübung
behinderungsan
gepasster
, körperlich leichter bis selten mittelschwerer Tätigkeiten im Umfang eines Vollzeitpensums
(vorstehende E. 6.3) zuzumuten, weshalb
davon auszuge
hen
ist
, dass der Beschwerdeführer
auf Grund seines Gesundheitsschadens mit einer Ver
diensteinbusse zu rechnen hätte. Ein
leidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn
erscheint daher
als gerechtfertigt. Weitere
einkommens
beeinflus
sende
Merkmale sind nicht auszumachen. Ein Abzug wegen des
Aufenthalts
status
fällt vorliegend schon de
swegen ausser Betracht, weil der
Beschw
erde
führer
über eine Niederlassu
ngsbewilligung C verfügt (Urk. 7
/109/4) und wegen seines Aufenthaltsstatus mit keiner
Lohnein
busse
rechnen müsste. In Würdi
gung sämtlicher konkreter Gegebenheiten, die beim Beschwerdeführer als
ab
zugsrelevant
in Betracht fallen können, ist daher
ein
Abzug vom Tabellenlohn von insgesamt 10 % vorzunehmen.
8.4
Unter Berücksichtigung des Zentralwerts für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) für
Männer
im gesamten privaten Se
ktor der Tabelle A1 der LSE 2010
von Fr.
4‘901
.--,
einer durchschnittlichen
Nomi
nallohnent
wicklung
im Jahre 2011 von 1.0
%
und im Jahre 2012 von 0.8
%
(
www.bfs.admin.ch
),
einer durchschnittlichen betriebsüblichen wöch
entlichen Ar
beitszeit im Jahre 2012
von 41.7
Stunden (
www.bfs.admin.ch
)
,
ei
ner
Restar
beitsfähigkeit
in zumutbaren
behinderungs
angepassten
Tätig
kei
ten von
10
0
%
und einem Abzug vom Tabellenlohn von 10 %
resultiert
für die Zeit ab 1.
Oktober 2012
ein
Inva
li
den
einkommen
von rund Fr.
56‘122.--
(Fr.
4‘901
.
x
12 Monate ÷ 40 Stun
den x 41.7
Stun
den
x 1.01 x 1.007
x 0.9
).
9
.
Der
Vergleich des
Vali
deneinkommens
von
Fr.
67‘238
.--
mit dem
Invalidenein
kommen
von
Fr.
56‘122.-- ergibt eine Erwerbseinbusse von
Fr.
11‘116.--. Dar
aus resultiert ein Invaliditätsgrad von (gerundet) 17
%
. Damit wird ein für den Anspruch auf eine Invalidenrente vorausgesetzter Invaliditätsgrad nicht er
reicht.
10.
Unter diesen Umständen ist eine
dauerhaft
e
und
wesentliche Änderung der ge
sundheitlichen Verhältnisse, welche geeignet wäre, einen Rentenanspruch zu begründen, im massgebenden Vergleichszeitraum
vom
2
1.
April 2010
bis 2
2.
August 2012
nicht mit dem vorausgesetzten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Es steht daher fest, dass sich der
invaliditätsrele
vante
Sachverhalt, welcher
der Verfügung vom 2
1.
April 2010
zu Grunde lag, seither nicht in einer in revisionsrechtlichem Sinne erheblichen Art und Weise verändert hat.
Mangels einer revisionsrechtlich erheblichen Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
mit
der angefochtenen Verfügung vom
2
2.
August 2012
(
Urk.
2) einen
Rentenan
spruch des Beschwerdeführers verneinte.
11.
11.1
Zu prüfen bleibt, wie es sich mit dem vom Beschwerdeführer gestellten Even
tual
antrag
verhält
, es sei die Arbeitsfähigkeit und das mögliche zukünftige Berufsfeld des Versicherten durch eine Abklärungsstelle überprüfen zu lassen, und es sei mit der Durchführung dieser Überprüfung der
A._
in
B._
zu beauftragen (
Urk.
1 S. 2).
11.2
Die
angefochtene Verfügung vom
2
2.
August 2012
(
Urk.
2)
bildet
den
Anfech
tungsgegenstand
des vorliegenden Verfahrens
. Diese Verfügung
hat indes aus
schliesslich den Anspruch auf eine Invalidenrente
zum Inhalt
.
Über den Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein
gliederung (
Art.
14a IVG und
Art.
4
quater
ff. IVV) und Massnahmen beruflicher Art (
Art.
15
ff. IVG und
Art.
5 ff. IVV) hat die Beschwerdegegnerin
indes
nicht verfügt. Insoweit fehlt es somit an einem Anfechtungsgegenstand und damit einer Sachurteilsvoraussetzung.
11.3
Eingliederungsfragen können zwar grundsätzlich auch im Rahmen eines
Ren
tenstreites
geprüft werden, vom Sozialversicherungsgericht allerdings nur, wenn die Voraussetzungen für die Ausdehnung des verwaltungsgerichtlichen Verfah
rens auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes liegende Frage gegeben
sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2009 vom 1
4.
September 2009 E. 2.2.1; BGE 122 V 34 E. 2a). Dabei handelt es sich nicht um eine Pflicht, sondern um eine prozessuale Befugnis (Urteil des Bundesgerichts I 10/05 vom 1
4.
Juni 2005 E. 1.3 mit Hinweisen).
11.4
Invalidität liegt nur vor, wenn nach zumutbarer Eingliederung ein ganzer oder teilweiser Verlust der Erwerbsmöglichkeiten verbleibt (
Art.
8
Abs.
1 in Verbin
dung mit
Art.
7
Abs.
1 ATSG sowie
Art.
16 ATSG). Damit wird der Grundsatz „Eingliederung vor Rente" statuiert, welcher besagt, dass vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen eine Rente nur gewährt werden darf, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustandes nicht eingliederungsfähig ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_108/2012 vom
5.
Juni 2012 E. 2.2.1; BGE 121 V 190 E. 4a). Gemäss
Art.
28
Abs.
1
lit
. a IVG haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die unter anderem ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliede
rungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können. Mit die
ser Regelung soll die Priorität der Eingliederung gegenüber der Rente gesetzlich noch stärker verankert und gleichzeitig der Rentenzugang verschärft werden (BGE 137 V 351 E. 4.2).
Materiell verlangt die Priorität von Eingliederungsmassnahmen vor Rentenleis
tungen dann zwingend die vorgängige Prüfung der Umschulungsfrage, wenn die versicherte Person eingliederungsfähig ist und ohne allfällige berufliche Massnahmen eine rentenbegründende Invalidität besteht (Urteil des Bundesge
richts I 10/05 vom 1
4.
Juni 2005 E. 1.3; BGE 121 V 191 E. 4a).
11.5
Vorliegend ist
die Beschwerdegegnerin mangels eines Rentenanspruchs
zu Recht
davon
ausgegangen
, dass eine rentenbegründende Invalidität nicht durch allfäl
lige
berufliche Massnahmen verhindert werden müsse
.
Die Beschwerdegegnerin
war
bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom
2
2.
August 2012
(
Urk.
2)
da
her
nicht verpflichtet, vorgängig des Rentenanspruchs über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Integrations- und Eingliederungsmassnahmen zu ver
fügen.
Da der Eventualantrag des Beschwerdeführers
nicht auf eine Änderung des Dispositivs der angefochtenen Verfügung
zielt und damit
ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes des vorliegenden Verfahrens zu liegen kommt, ist
diesbezüglich
auf die Beschwerde nicht einzutreten.
12.
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kan
tonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichti
gung des
gesetzlichen Rahmens (Fr. 20
0.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 7
00.-- fest
zusetzen
und
dem unterliegenden Beschwer
deführer aufzuerlegen.
Z
ufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
sind die Gerichtskosten
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse
zu nehmen.
13.
A
usgangsgemäss ist der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt
Dr.
Toni Fischer, Meilen
, nach Einsicht in den
Tätigkeitsnach
weis
vom
1
5.
Mai 2014
(
Urk.
13
), ausgehend von einem
Aufwand von total 4.3 Stunden und einem in Abweichung des geltend gemachten Ansatzes von Fr. 3
00.--
gerichtsüblichen Stundenansatz von
Fr.
200.--
sowie
Barauslagen von
Fr.
40.--
(zuzüglich Mehr
wertsteuer) mit
Fr.
972
.
--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.