Decision ID: 874cbc66-1911-57b8-a033-9edccef26ea0
Year: 2009
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer verliess Afghanistan eigenen Angaben zufolge am 6. April 2008 auf dem Landweg und gelangte über den Iran, die Türkei und Griechenland am 8. Juni 2008 unter Umgehung der  in die Schweiz und stellte gleichentags im B._ ein Asylgesuch. Am 19. Juni 2008 wurde er dort summarisch befragt und am 15. Dezember 2008 vom BFM direkt zu seinen Asylgründen angehört. Mit Verfügung vom 23. Juni 2008 wurde er für die Dauer des Asylverfahrens dem Kanton C._ zugewiesen.
Anlässlich der Befragungen machte der Beschwerdeführer im  geltend, er sei afghanischer Staatsangehöriger schiitischen Glaubens, gehöre der Ethnie der Hazara an und stamme aus dem Dorf D._, Distrikt E._, in der Provinz Ghazni. Er stamme aus ärmlichen Verhältnissen, weshalb er keine Schulen besucht, sondern schon früh seinem Vater in der Landwirtschaft geholfen habe. Zur Zeit der Taliban habe er für einen Kommandanten namens G._ gearbeitet, welcher ihn in einem Schafstall eine grössere Anzahl Waffen habe vergraben lassen, um diese vor den Taliban zu verstecken. G._, der Mitglied der H._ gewesen sei, sei von den Taliban festgenommen und während eines Jahres in E._ im Gefängnis festgehalten worden. In der Folge hätten ihn die Taliban im Y._ in Gewahrsam genommen und über das von ihm angelegte Waffenversteck von G._ ausgefragt. Erst nachdem er gefoltert worden sei, habe er dessen Existenz und den genauen Ort desselben preisgegeben. Daraufhin sei er von den Taliban bis Ende des Jahres Z._ gezwungen worden, für sie Arbeiten respektive Spitzeldienste zu verrichten. Nach dem Sturz der Taliban sei er mit seiner Frau nach I._ geflüchtet und habe sich mehrheitlich - aus Angst vor der Rache von Dorfbewohnern - in den Bergen aufgehalten. Nach ihm sei nämlich durch die Behörden wegen Verrats von G._ und zwei weiteren früheren Kommandanten gefahndet worden. In der Folge habe er im W._ seine Heimat erstmals verlassen und sei zusammen mit seiner Ehefrau in den Iran geflüchtet, wo sie in der Agglomeration der Stadt J._ illegal gelebt hätten. Am V._ seien sie von den iranischen Sicherheitsbehörden nach Afghanistan zurückgeschafft worden. Nach ihrer Rückkehr hätten sie wieder in I._ gewohnt. In der Zwischenzeit sei der frühere Hauptkommandant in der Gegend von
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E._, der gleichzeitig eine wichtige Persönlichkeit der H._ gewesen sei, wieder an die Macht gekommen, weshalb sein Haus in I._ im W._ von dessen Leuten umstellt und er aufgefordert worden sei, sich zu ergeben. Im Gegensatz zu seiner Frau, welche zu diesem Zeitpunkt schwanger gewesen und in der Aufregung zu Boden gestürzt sei, worauf sie ein paar Tage später eine Fehlgeburt erlitten habe, habe er die Flucht ergreifen und den Häschern entkommen können. Auf die weiteren Ausführungen des Beschwerdeführers wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden  eingegangen.
B. Mit Verfügung vom 21. Januar 2009 - eröffnet am 23. Januar 2009 - lehnte das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab, ordnete seine Wegweisung aus der Schweiz an und stellte fest, der Vollzug der Wegweisung sei zulässig, zumutbar und möglich. Zur Begründung wurde dargelegt, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den  an die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht genügten, da er sich in Widersprüchlichkeiten verstrickt und zudem unplausible Angaben zu Protokoll gegeben habe. Bezüglich des Wegweisungsvollzugs stellte die Vorinstanz fest, dass dieser als zulässig, zumutbar und möglich  werden könne.
C. Mit Eingabe vom 11. Februar 2009 beantragte der Beschwerdeführer beim Bundesverwaltungsgericht die Aufhebung der Ziffern 4 und 5 des Dispositivs der vorinstanzlichen Verfügung, die Feststellung der  des Wegweisungsvollzugs und die Anordnung der  Aufnahme. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die  der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das  (VwVG, SR 172.021) und den Verzicht auf die  eines Kostenvorschusses. Zur Begründung brachte der  im Wesentlichen vor, dass sich die generelle  in Afghanistan noch nicht verbessert habe und sich die  der Sicherheitslage durch die Vorinstanz nicht mit  des Bundesverwaltungsgerichts decke. Gemäss der Praxis dieser oberen Behörde sei der Wegweisungsvollzug in die östlichen,  und südöstlichen Provinzen von Afghanistan, gestützt auf  und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
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mission [EMARK] 2006 Nr. 9 unzumutbar, weil dort weiterhin eine  Gewaltsituation bestehe. Dies gelte generell, mithin  von individuellen Umständen. Das Bundesverwaltungsgericht sei auch heute dieser Ansicht und halte in seiner Rechtsprechung fest, dass es in Berücksichtigung der aktuellen Situation in Afghanistan  Grund zur Änderung oder Präzisierung von EMARK 2006 Nr. 9 . Insbesondere sei die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs für einen Hazara in die Provinz Ghazni verneint worden.
D. Mit Zwischenverfügung des Instruktionsrichters vom 18. Februar 2009 teilte das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdeführer mit, er könne den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten und über das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Weiter wurde auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das  Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine  des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das  ist daher zuständig für die Beurteilung der  Beschwerde und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht. Der  ist durch die angefochtene Verfügung besonders  und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung. Der Beschwerdeführer ist daher zur  der Beschwerde legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
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1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.4 Über offensichtlich begründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten  beziehungsweise einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Vorliegend handelt es sich, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
Vorliegend wurde gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf die  eines Schriftenwechsels verzichtet.
2. Die vorliegende Beschwerde richtet sich lediglich gegen die Ziffern 4 und 5 des Dispositivs der Verfügung des BFM vom 21. Januar 2009. Die Ziffern 1, 2 und 3 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung (betreffend Flüchtlingseigenschaft, Asylgewährung und Anordnung der Wegweisung an sich) sind somit in Rechtskraft erwachsen. Im  ist daher nur zu prüfen, ob die Vorinstanz den Vollzug der  zu Recht angeordnet hat.
3.
3.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
3.2 Die erwähnten drei Bedingungen für einen Verzicht auf den  der Wegweisung (Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und ) sind alternativer Natur: Sobald eine von ihnen erfüllt ist, ist der Vollzug der Wegweisung als undurchführbar zu betrachten und die weitere Anwesenheit in der Schweiz gemäss den Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln (vgl. EMARK 2006 Nr. 6).
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3.3 Weil sich vorliegend der Vollzug der Wegweisung - aus den  aufgezeigten Gründen - als unzumutbar erweist, ist auf eine Erörterung der beiden andern Kriterien zu verzichten.
3.4 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist - unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG - die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
3.4.1 Vorliegend ist der geltend gemachte Sachverhalt nur insoweit auf seine Glaubhaftigkeit zu überprüfen, als er im Hinblick auf den  Wegweisungsvollzug bedeutsam ist. Von Bedeutung sind im vorliegenden Verfahren insbesondere die Angaben des  zu seiner Herkunft, zu seinem familiären und  Beziehungsnetz in Afghanistan und zu seiner Flucht in den Iran. In dieser Hinsicht gilt seitens der Vorinstanz als unbestritten, dass der Beschwerdeführer aus dem in der Provinz Ghazni gelegenen Dorf D._ stammt und ethnischer Hazara ist. Dies geht zudem aus der vom Beschwerdeführer eingereichten Identitätskarte (Tazkara) hervor. Es ist deshalb vorliegend als erstellt zu erachten, dass der  der Ethnie der Hazara angehört und aus dem , zu welchem auch seine Herkunftsprovinz gehört, stammt.
3.4.2 Das Bundesverwaltungsgericht sieht in Berücksichtigung der  Situation in Afghanistan (vgl. etwa Urteile des  E-3702/2006 vom 24. November 2008, D-4485/2006 vom 1. Juli 2008) im vorliegenden Verfahren keinen Grund für eine  oder Präzisierung der in EMARK 2006 Nr. 9 veröffentlichten und sich auf die frühere Praxis stützenden Einschätzung der Lage in Afghanistan. Die ARK setzte sich in EMARK 2003 Nr. 10 einlässlich mit der aktuellen Lage in Afghanistan, insbesondere in der Hauptstadt Kabul, auseinander und publizierte in EMARK 2003 Nr. 30 ihre Praxis betreffend die Voraussetzungen eines Wegweisungsvollzuges nach  - darunter auch in die Provinz Ghazni -, und hielt darin klare Kriterien fest. Infolge der vergleichsweise günstigeren Situation  sie den Wegweisungsvollzug nach Kabul unter bestimmten  Voraussetzungen, insbesondere einem tragfähigen Beziehungs-
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netz und einer gesicherten Wohnsituation, als zumutbar. Indessen  sie eine Rückkehr in die Provinz Ghazni unabhängig von  Umständen wie beispielsweise gesundheitlichen  oder einem fehlenden Beziehungsnetz als existenzbedrohend und damit als unzumutbar. In EMARK 2006 Nr. 9 bestätigte und ergänzte sie ihre Rechtssprechung aus dem Jahr 2003. Zusätzlich zu Kabul  sie den Wegweisungsvollzug in jene Regionen Afghanistans als grundsätzlich zumutbar, in welchen seit 2004 keine signifikanten militärischen Aktivitäten stattgefunden haben oder die keiner  Unsicherheit ausgesetzt sind. Diese Voraussetzungen sind im Fall einer Wegweisung nach Kabul und - seit EMARK 2006 Nr. 9 - auch in die Provinzen Parwan, Baghlan, Takhar, Badakhshan, Kunduz, Balkh, Sari Pul, Herat und in die Gegend von Samangan, die nicht zum  zu zählen ist, gegeben, wobei im Sinne einer Einschränkung die in EMARK 2003 Nr. 10 erwogenen strengen Bedingungen beachtet werden müssen. Ob sich die Lage in den genannten Provinzen in der Zwischenzeit verschärft habe, kann im vorliegenden Verfahren -  der nachfolgenden Erwägungen - offenbleiben.
In den östlichen, südlichen und südöstlichen Provinzen hingegen besteht - gestützt auf EMARK 2006 Nr. 9 - weiterhin eine allgemeine Gewaltsituation, weshalb der Wegweisungsvollzug dorthin nach wie vor als unzumutbar zu betrachten ist.
3.4.3 Wie vorstehend erwähnt, ist der Beschwerdeführer Angehöriger der Ethnie der Hazara und stammt aus D._ im Distrikt E._ der Provinz Ghazni. In dieser Provinz will der Beschwerdeführer bis zu der von ihm geltend gemachten Flucht in den Iran und nach seiner Rückschaffung nach Afghanistan durch die iranischen Behörden erneut mit seinen Angehörigen respektive mit seiner Ehefrau gelebt haben. Dieser Teil der Provinz Ghazni gehört zum Hazarajat, wohin der Vollzug der Wegweisung generell als unzumutbar zu erachten ist.
Unter diesen Umständen ist eine Rückkehr des Beschwerdeführers in seine Herkunftsregion als unzumutbar zu erachten.
3.4.4 Es stellt sich daher die Frage, ob dem Beschwerdeführer  eine Aufenthaltsalternative in einem anderen Landesteil  zur Verfügung steht. Die Anerkennung einer zumutbaren  Aufenthaltsalternative eines aus dem Hazarajat stammen-
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den Asylsuchenden beispielsweise nach Kabul setzt insbesondere die Existenz eines tragfähigen Familien- oder Beziehungsnetzes sowie eine gesicherte Wohnsituation in dieser Region voraus; mithin ist bei der Beurteilung der individuellen Zumutbarkeitskriterien eine differenzierte Beurteilung angezeigt (vgl. EMARK 2003 Nr. 30 E. 7b S. 193 f.). Der Beschwerdeführer ist relativ jung und - soweit  - bei guter Gesundheit. Er gibt zwar an, er habe die Schule nicht besucht. Er hat jedoch als Hirte, im Baugewerbe, in der Landwirtschaft sowie in der Viehhaltung gearbeitet (vgl. A16/17, S. 5 unten und S. 6 oben). Da er jedoch aus der Provinz Ghazni stammt und in anderen Regionen Afghanistans weder über eine gesicherte Wohnsituation noch über ein tragfähiges Familien- oder Beziehungsnetz verfügt,  ihm die entscheidenden Zumutbarkeitsfaktoren, um sich in einer andern Region Afghanistans eine Existenzgrundlage aufbauen  sichern zu können. An dieser Einschätzung vermag auch die vorinstanzliche Argumentation, wonach der Beschwerdeführer im Rahmen einer Grenzkontrolle angegeben habe, seine Wohnorte seien Kabul und Ghazni, weshalb davon auszugehen sei, dass er auch in Kabul über ein Beziehungsnetz verfüge, nichts zu ändern. Die einzige andere Erwähnung der Stadt Kabul durch den Beschwerdeführer findet sich im Protokoll des Empfangszentrums, wo er angibt, seinen aus I._ stammenden Freund dort angetroffen zu haben (vgl. A1/10, S. 4), und im Protokoll der direkten Anhörung in der Antwort auf die Frage, ob er wegen seiner Probleme an einen anderen Ort in  ziehen könne. Er wies darauf hin, dass er einmal nach Kabul und einmal nach Ghazni gereist sei, es sei aber unmöglich, an einen anderen Ort zu ziehen, weil überall in Afghanistan die Lage schlecht sei (vgl. A16/17, S. 14). Jedoch werden weder aus dem fraglichen Formular des Grenzwachtkorps zu seinen Personalien (vgl. A5/13) noch aus den oben erwähnten Bemerkungen des Beschwerdeführers anlässlich der Befragung im Empfangszentrum und der direkten Anhörung irgendwelche Hinweise ersichtlich, die auf die Existenz eines tragfähigen Familien- oder Beziehungsnetzes sowie auf eine gesicherte Wohnsituation in dieser Region hindeuten würden. Der vorinstanzlichen Ansicht, wonach der Beschwerdeführer auch in Kabul über ein Beziehungsnetz verfügen müsse, kann daher vorliegend nicht beigepflichtet werden.
3.5 Angesichts der gesamten Umstände ist der Vollzug der  - der bisherigen Praxis entsprechend - somit als unzumutbar zu bezeichnen. Selbst wenn der Beschwerdeführer im Iran, wo er sich
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während einiger Zeit aufgehalten und gearbeitet habe, über einen  Aufenthaltstitel und über Verwandte verfügte, was der  jedoch bestreitet, könnte der Vollzug der Wegweisung in  Land nur dann erfolgen, wenn die Möglichkeit einer legalen  bestünde, was indessen vorliegend nicht feststeht.  des Umstandes, dass der Beschwerdeführer und seine Frau  Angaben zufolge von den iranischen Behörden nach  zurückgeschafft worden seien, ist von der Möglichkeit einer legalen Wiedereinreise kaum auszugehen. Die Voraussetzungen für die  der vorläufigen Aufnahme sind demnach erfüllt. Einer  Aufnahme stehen im Übrigen auch keine einschränkenden  Tatbestände (Art. 83 Abs. 7 AuG) entgegen.
4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Das in der Beschwerdeeingabe gestellte  um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist daher .
5. Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten  (Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und 2 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Seitens der Rechtsvertretung wurde keine Kostennote eingereicht. Auf die  einer solchen kann indes verzichtet werden, da im  Verfahren der Aufwand für das Beschwerdeverfahren  abgeschätzt werden kann (Art. 14 Abs. 2 in fine VGKE). In  der genannten Bestimmung und unter Berücksichtigung der massgeblichen Bemessungsfaktoren (vgl. Art. 8 ff. VGKE) ist das BFM anzuweisen, dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der Höhe von pauschal Fr. 400.-- (inkl. Auslagen und allfälliger MWSt) .
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