Decision ID: b510ba3c-ccb7-4218-b134-a47eeb47cdc5
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1974,
war seit
1.
August 1991 als Manager
Branch
Sales
bei der
Y._
angeste
llt
und dadurch bei der
Generali
Allge
meine Versicherungen AG (
Generali
)
gegen die Folgen von Betriebs- und
Nicht
betriebsunfällen
sowie Berufskrankheiten obligatorisch versichert
(
Urk.
8
/1
und
Urk.
8A/1
)
.
Am
1.
April 2007 verspürte er während eines Meisterschaft-
Fussballspiels
leichte Schmerzen im linken Knie, welche nach dem Spiel immer stärke
r wurden (Schadenmeldung,
Urk.
8A
/1).
Die
Generali
erbrachte in der Folge die gesetzli
chen Leistungen.
Am 1
4.
Juni 2013 fiel der Beschwerdeführer
beim
Fussballspielen
nach einem Zweikampf mit einem Gegenspieler auf das linke Knie und zog sich dabei
eine Verletzung des Knies zu
(
Bagatell-Unfallmeldung,
Urk.
8/1
). Die
Generali
er
brach
te in der Folge Leistungen.
Mit Verfügung vom
2
8.
November
2013 (
Urk.
8/14
) stellte sie ihre Leistungen wegen
fehlender Unfallkausalität per 1
4.
September 2013
ein. Die dagegen
vom Versicherten am 1
3.
Dezember 2013 erhobene Einsprache (
Urk.
8/17
) wies die
Generali
mit
Einspracheentscheid
vom 2
7.
November 2014 ab
(
Urk.
8/
40
=
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am 2
0.
Januar 2015 g
egen den
Einspracheentscheid
vom 2
7.
November 2014
(
Urk.
2) Beschwerde und beantragte, die
Beschwerdegegne
rin
sei zu verpflichten, die Leistungen aus der obligatorischen Unfallversiche
rung im Zusammenhang mit der
Pangonarthrose
im linken Kniegelenk über den 1
4.
September 2013 hinaus zu übernehmen
,
und ihm sei eine
Integritätsent
schädigung
für die Arthrose im linken Kniegelenk, basierend auf einem
Integ
ritätsschaden
von mindestens 40
%
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2).
Mit
Beschwerde
antwort
vom 2
3.
Februar 2015
beantragte die
Generali
die Abw
eisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am 1
4.
September
2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
– soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es
sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete ihren
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) damit, gestützt auf das Gutachten von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für
O
rtho
pädische Chirurgie und für Traumatologie des Bewegungsapparates,
vom Juni 2014
sei davon auszugehen, dass die natürliche Kausalität zwischen den ab dem 1
4.
Juni 2013 behandelten Knieschmerzen links und den Vorfällen vom
1.
April 2007 und vom 1
4.
Juni 2013 nicht mit dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gegeben sei.
S
owohl
dem
MRI-Bericht vom 1
9.
April 2007 als auch
dem Operationsbericht vom 1
7.
September 2007
sei
eine vorbestehende
Gonarthrose links
zu entneh
men
. Da eine Gonarthrose nach dem heutigen medizinischen Wissens
s
tand eine Entwicklungszeit von mindestens 10 bis 20 Jahre
n
benötige, könne darauf geschlossen werden, dass die kurz nach dem Ereignis vom
1.
April 2007 erwähnte Gonarthrose unfallfremder Genese sei. Zudem sei verschiedenen
Berichten zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit 10 J
ahren
Knieprob
leme
links gehabt
und diese Problematik seit einem halben Jahr vor dem Vorfall vom
1.
April 2007
z
ugenommen habe
.
Im Übrigen sei auch im Zusammenhang mit den jeweiligen Ereignissen beim
Fussballspielen
vom 1
8.
April 1996 und vom 1
3.
Juli 1997 keine unfallbedingte Knieverletzung links diagnostiziert wor
den
(S. 3 f.
Ziff.
3).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend, seine aktuellen gesundheitlichen Beschwerden seien auf den Unfall vom
1.
April 2007 und zumindest teilweise auf den Unfall vom 1
4.
Juni 2013 zurückzufüh
ren.
Dem Gutachten von
Dr.
Z._
komme kein Beweiswert zu
. So handle es sich um ein reines Aktengutachten, die Bilddokumente aus dem Jahr 2007 hät
ten ihm nicht zur Verfügung gestanden
,
und es fehlten jegliche Hinweise auf eine bereits zehn Jahre zurückliegende Läsion des hinteren Kreuzbandes
(S. 6
Ziff.
17
, S. 8 f
f
.
Ziff.
24-32
).
Vielmehr sei gestützt auf die
Feststellungen von
Dr.
med.
A._
,
Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
davon auszugehen
, dass es am
1.
April 2007 zu einer unfallbedingten Verletzung im linken Knie
- namentlich einer Ruptur des hin
ter
en
Kreuzbandes und zu einem Meniskusriss
-
gekommen sei. Als Folge dieser Verletzungen sei die Stabilität des Kniegelenkes nicht mehr gewährleistet gewesen und dami
t die Voraussetzung für den Beg
inn von Knorpelschäden und ei
ner Arthrose geschaffen worden
(S. 6 f.
Ziff.
19-20, S. 7
Ziff.
22
, S. 11 f.
Ziff.
33
). Das derzeitige Zustandsbild
sei
gemäss
Dr.
A._
hauptsächlich mit dem Unfall vom
1.
April 2007 zu erklären (S. 7
Ziff.
21).
Das Knie sei vor dem Unfall gesund gewesen und d
as heutige Zustandsbild lasse sich ohne die beiden Unfälle nicht erklären (S. 7 f.
Ziff.
22).
Es sei demnach
überwiegend wahr
scheinlich
, dass die heute geltend gemachten Beschwerden im linken Knie ihre Ursache in den Unfällen vom
1.
April 2007 und vom 1
4.
Juni 2013 hätten,
weswegen die Beschwerdegegnerin
hierfür leistungspflichtig und ihm eine Integritätse
n
tschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 40
%
zuzusprechen sei (S. 11 f.
Ziff.
33-34).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die v
on der Beschwerdegegnerin per 14.
September 2013
verfügte Leistungseinstellung rechtens ist.
3.
3.1
Der
Unfallmeldung
vom 3
0.
April 2007
betreffend das Ereignis
vom
1.
April 2007
(
Urk.
8A/1)
ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
während eines
Fussballspieles
leichte Schmerzen im linken Knie verspürt hab
e, welche nach dem Spiel immer s
tärker geworden sei
en. Am Montag sei das Knie stark ange
schwollen und die Schmerzen
seien
immer noch präsent gewesen (
Ziff.
6).
3.2
Prof.
Dr.
med.
B._
, Chefarzt
C._
,
führte nach am 1
9.
April 2007 durchgeführtem MRI des linken Knies in seinem am gleich
en Tag verfas
sen Bericht (
Urk.
8A
/2
/1
) aus,
der Beschwerdeführer habe angegeben, seit sechs Monaten an zunehmenden Knieschmerzen und Schwellungen links zu leiden. Vor 10 Jahren sei die Diagnose einer vorderen Kreuzbandläsion gestellt worden.
Prof
.
B._
führte aus, die Darstellung des vorderen Kr
euzbandes sei praktisch regelre
cht. Allenfalls seien
leichte Binnensignalveränderungen erkennbar. Dagegen bestehe
eine Läsion des hinteren Kreuzbandes
. Es habe sich ein leicht verdicktes mediales Seitenband gezeigt. Das laterale Seitenband sei intakt wie auch die
Poplitealsehne
. Es sei zu einer leichten Signalerhöhung der Spitze der Pars
intermedia
des lateralen Meniskus gekommen. Dort bestehe auch ein verti
kaler Riss, wahrscheinlich bis ins
Hinterhorn
reichend
. Ein ausgeprägter
Knor
pelschaden
bestehe medial
femoral
deutlicher als
tibial
mit
subchondralen
ossären
Veränderungen. Es bestehe ein beträchtlicher Knorpelschaden auch am medialen Gleitlage
r.
Prof.
B._
führte aus
,
es liege eine Läsion des hinteren Kreuzbandes vor und eine wahrscheinlich zumindest durchgemachte Zerrung des medialen
Seiten
bandes
und des vorderen Kreuzbandes, sowie eine laterale Meniskusläsion und ein medialer Knorpelschaden
femorotibial
wie auch am Gleitlager.
Die Bilder seien dem Patienten mitgegeben worden
.
3.3
Dr.
A._
(vorstehend E. 2.2)
nannte in seinem Bericht vom 2
5.
April 2007
(
Urk.
8A/4)
als Diagnose
eine Gonarthrose
links und eine
Läsion de
s
hinteren Kreuzbandes
und
de
s
lateralen Meniskus
. Er habe den Patienten an 2
4.
April 2007 in seiner Sprechstunde gesehen.
Der Patient habe seit 10 Jahren Knieprobleme links,
welche seit einem h
alben Jahr zunehmend seien
. Er sei aktiver Fussballer und S
quashspieler
. In einem MRI zeigten
sich eine Gonarth
rose
, eine Meniskusläsion links sowie eine
Ruptur des hinteren Kreuzbandes und narbige Veränderungen im vorderen Kreuzband
. Es bestünden
ein klinisch ver
längerter vorderer Kreuzbandweg mit 16 mm gegenüber 6 mm auf der gesunden Seite und keine sicher positiven Meniskuszeichen. Um das Knie besser beurtei
len zu können und die im MRI dargestellt laterale Meniskusläsion zu sanieren
,
sei eine Kniegelenksarthroskopie und eine
Teilmeniske
k
tomie
zu empfehlen.
3.
4
Dr.
A._
führte in seinem Bericht vom
8.
Mai 2007 (
Urk.
8A/7/1) aus,
der Beschwerdeführer habe zum Unfallhergang eine Kniedistorsion beim Fussball
spiel am
1.
April 2007 und seither bestehende klinisch rezidivierende Knie
schmerzen links angegeben (
Ziff.
2
lit
. a).
Die ärztliche Behandlung habe am 2
4.
April 2007 begonnen. Als Diagnose nannte
Dr.
A._
eine laterale
Menis
kusläsion
(
Ziff.
2
lit
. d). Zum Befund führte er aus, die Meniskuszeichen seien lateral positiv, das Knie reizlos und ergussfrei. Das MRI habe eine Distorsion des vorderen und hinteren Kreuzbandes und eine laterale Meniskusläsion gezeigt (
Ziff.
2
lit
. c).
Das Vorliegen von u
nfallfremden Krankheiten
oder die Folgen früherer Unfälle verneinte
Dr.
A._
(
Ziff.
3
).
3.5
In seinem am 1
1.
Mai 2007 unterzeichneten Fragebogen der
Beschwerdegegne
rin
zum Ereignis vom
1.
April 2007 (
Urk.
8A/8/1-2) führte der Beschwerdefüh
rer im Rahmen der Beschreibung des Unfallhergange
s
aus
, nach dem Fussball
spiel, welches er am
1.
April 2007 gespielt habe, habe er am Montag starke Schmerzen im Knie, welches angeschwollen gewesen sei, verspürt. Vermutlich seien die harten Zweikämpfe und der persönliche Einsatz die Ursache dafür. Einen direkten Schlag ins Knie habe er nicht bekommen. Natürlic
h sei er jeweils durch das Schub
sen des Gegners aufs Knie gefallen. Während des Spieles habe er schwache Schmerzen verspürt, welche danach immer mehr zugenommen hätten.
Der Beschwerdeführer verneinte die Frage, ob bereits vor dem Ereignis Beschwerden in der entsprechenden Körperregion bestanden hätten (S. 1).
3.6
Dr.
A._
führte in seinem
Operationsbericht
vom 1
9.
September 2007 (
Urk.
8A
/10
/1-2
)
zum medialen Kompartiment aus, die mediale
Femurkondyle
weise eine
Chondromalazie
Grad I bis II auf. Das mediale
Meniskushinterhorn
sei multipel einger
issen an der inneren Zirkumfer
enz. Der Knorpel auf dem
Tibiaplateau
sei schön
. Zum l
ateralen Kompartiment führte er aus
, es bestünden ein Lappenriss im lateralen Meniskus im
Hinterhorn
, sowie ein nicht durchge
hender radiärer Riss vom Vorderhorn bis zum Hiatus. Der Hiatus
popliteus
sei intakt, der Knorpel auf der
Femurkondyle
und dem
Tibiaplateau
sei schön. Betreffend den
Interkondylärraum
bestehe eine dorsale Subluxationsstellung der Tibia. Im Schubladentest habe sich das vordere Kreuzband angespannt. In Ruhestellung hänge es nach dorsal durch. Im
Retropatellärraum
zeige sich ein
Knorpelschaden entsprechend einer
Chondromalazie
Grad III im
femoralen
Gleitlager sowie
retropatellär
(S. 1).
3.7
Dr.
A._
nannte in seinem Beric
ht vom 1
2.
Oktober 2007 (
Urk.
8A
/13) die
Diagnose einer Insuffizienz des hinteren Kreuzbandes links und eine begin
nende mediale Gonarthrose
.
Dr.
A._
führte aus, bei der
Kniegelenksarthro
skopie
sei zu sehen gewesen
, dass
im medialen Kompartiment Knorpelschäden
femoral
und
tibial
bestünden, was zu einer Gelenkspal
t
verschmälerung geführt habe.
Das
Schienbein stehe in einer dorsalen Subluxationsstellung wegen
der
Insuffizienz des hinteren Kreuzbandes.
Wegen der beginnenden Gonarthrose sei
eine Ersatzplastik des hinteren Kreuzbandes nicht sinnvoll. Der Patient sei rela
tiv beschwerdearm, habe allerdings noch nicht mit dem Sport begonnen.
Sollten die Beschwerden bei Zunahme der Belastung entstehen, wäre eine
Valgisati
onsosteotomie
zu diskutieren mit gleichzeitigem Erhöhen des SLOPE, um die dorsale Subluxationsstellung zu beheben. Vorerst sei eine abwartende Haltung einzunehmen.
4.
4.1
Der
Bagatell-
Unfallmeldung
vom 2
0.
Juni 2013
betreffend das Ereignis vom
1
4.
Juni 2013
(
Urk.
8
/1) ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
beim
Fussballspiel
nach einem Zweikampf mit dem Gegenspieler auf das Knie gefal
len ist (
Ziff.
6).
4.2
Prof.
D
r.
D._
, Facharzt für Radiologie,
E._
, führte nach am 1
9.
Juni 2013 durchgeführtem Röntgenuntersuch des linken Knies in seinem gleichentags erstellten Bericht
(
Urk.
8/2)
aus, zum Vergleich hätten Bilder einer Voruntersuchung vom August 2010 vorgelegen. Bereits damals seien eine medial betonte Gonarthrose mit Gelenkspaltminderung und
subchondraler
Sk
lerosierung
sowie
osteophytäre
An
ba
u
ten entlang des Gelenkspalts nachgewiesen worden. Es bestünden
osteophytäre
Anbauten auch entlang der medialen und lateralen Gelenkf
läche der Patella. Prof.
D._
führte aus, posttraumatische Veränderungen wie Fissuren oder Frakturen seien jedoch nicht zur Darstellung gekommen.
4
.
3
Dr.
med.
F._
, Oberarzt Radiologie,
C._
, führte nach am 2
7.
Juni 2013 durchgeführtem MRI des linken Knies in seinem gleichentags erstellten Bericht (
Urk.
8/
3
/1-2
) aus,
zum Vergleich liege das
MRI vom 1
9.
April 2007 vor (S. 1).
E
s lägen deutlich
progrediente
femoropatelläre
Knorpeldefekte sowie leicht progrediente medial betonte
femorotibiale
Knorpeldefekte und ins
gesamt eine
mittelschwere
Pangonarthrose
vor. Es bestehe ein
Status nach
Par
tialruptur
des hinteren Kreuzbandes
und ein Substanzverlust der
Menisci
, ohne Nachweis eines neu aufgetretenen Risses (S. 2).
4
.
4
Dr.
med.
G._
, Beratender Arzt der Beschwerdegegnerin,
verneinte
in seiner Stellungnahme vom 2
5.
November 2013 (
Urk.
8/12) die Frage, ob der vorgese
hene stationäre Aufenthalt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusam
menhang mit dem Unfallereignis vom 1
4.
Juni 2013 liege. Es liege ein Vergleich zum früheren MRI vom 1
9.
April 2007 vor.
Insgesamt handle es si
ch um deut
lich progrediente
f
em
oro
patell
äre
Knorpeldefekte sowie leicht
progrediente medial betonte Knorpeldefekte
. Es liege bereits eine mittelschwere
Pangonarth
rose
vor. Es bestehe ein Status nach Partialruptur des hinteren Kreuzbandes sowie Substanzverlust der
Meniski
ohne Nachweis neu aufgetretener Risse.
Der Status quo sei in drei Monaten erreicht - somit am 1
4.
September 201
3.
Aufgrund der im M
RI dokumentierten Veränderungen
müsste die Akut-Situation in drei Monaten abgeheilt sein (
Ziff.
1-3).
4
.
5
Dr.
A._
nannte in seinem Bericht vom 2
8.
November 2013
(
Urk.
8/13)
als Diagnose eine
posttraumatische Arthrose des linken Kniegelenkes nach
Kreuz
bandruptur
,
einen Status nach
Teilmeniskektomie
medial und Meniskusganglion am medialen Meniskusvorderhorn des linken Kniegelenkes (
Ziff.
1).
Dr.
A._
führte aus, der Patient leide unter belastungsabhängigen Schmerzen bei
post
traumatischer Arthrose und Meniskusganglion
(
Ziff.
2
lit
. a
). Er schlage eine Kniegelenkstoilette und eine Entfernung des Meniskusganglions vor. Als blei
bender Nachteil sei die posttraumatisch
e Arthrose zu erwarten (
Ziff.
2
lit
. b und
Ziff.
4
lit
. d
).
4.6
Dr.
A._
führte in seinem Bericht vom 2
3.
April 2014 (
Urk.
8/28) aus, er habe den Versicherten letztmals am
1.
November 2013 in seiner Sprechstunde gese
hen. Er leide an einer
posttraumatischen Gonarthrose
links.
Dr.
A._
führte aus, am 1
7.
September
2007
sei von ihm eine
Kniegelenksarthroskopie
und
Teilmeniskektomie
medial und lateral durchgeführt worden.
Bei der damaligen
Inspektion des Kniegelenkes hätten
sich eine Läsion des hinteren Kreuzbandes sowie eine mediale und laterale Meniskusläsion gezeigt.
Zwischenzeitlich habe sich die Gonarthrose vor allem medial weiter verschlimmert. Das letzte MRI vom 2
7.
Juni 2013 des linken Kniegelenkes habe eine Progredienz vor allem der
femoropatellären
Knorpeldefekte gegenüber der Voraufnahmen aber auch
femorotibial
medial und lateral sowie ein
12 mm
gross
es
Ganglion am
Menis
kusvorderhorn
und
ein
popliteus
Ganglion gezeigt. Eine
Kniegelenksarthrosko
pie
sei indiziert.
4
.
7
Am 2
3.
Juni 2014 erstattete
Dr.
Z._
(vorstehend E. 2.1)
das von der
Beschwer
degegnerin
in Auftrag gegebene Akteng
utachten (
Urk.
8/30).
In Beantwortung der Frage, welche
unfallbedingten Diagnosen anhand der Akten vorlägen
,
führte
Dr.
Z._
zum
Ereignis vom
1.
April 2007
aus, es sei im Jahr 2007 zu einer vorübergehenden Verschlimmerung durch sportliche Überlastung der vorbestehenden degenerativen Veränderungen gekommen.
Diese seien mit überw
iegender Wahrscheinlichkeit durch den
alten Vorunfall (vermutlich 1997) ents
tanden. Sie seien anlässlich des
MRI vom 1
9.
April 2007 vorgefunden worden,
ohne dass vom Radiologen Prof.
B._
genügende, eindeutig frische verletzungsbedingte Zeichen ang
egeben wo
rden seien (S. 14 zu
1.
lit
. a).
Betreffend das Ereignis vom 1
4.
Juni 2013 hätten sich keine posttraumatischen Veränderungen in den beiden MRI-Untersuchungen vom 1
9.
Juni 2013 (
E._
) und vom 2
7.
Juni 2013 (
C._
) ergeben, sondern deutlich fortschreitende Knorpeldefekte im Gelenk zwischen Knie
scheibe und Oberschenkelrolle sowie leicht fortschreitende Knorpeldefekte im Gelenk zwischen Oberschenkelrolle und Schienbeinkopf
, vorwiegend im i
nneren
Kompartment
; zusammenfassend habe eine mi
ttelschwere
Pangonarthrose
bestanden (S. 14 zu
1.
lit
. b).
Als
unfallfremde Diagnosen seien betreffend das Ereignis vom
1.
April 2007
eine Kniegelenksarthrose mit ausgeprägten degenerativen Veränderungen an der Oberschenkelrolle wie auch am Schienbeinkopf in Verbindung mit Schäden am äusseren und am inneren Meniskus zu
nennen; so eine
Plica
medio
pat
el
l
a
ris
(angeborener Zustand), eine Schädigung des hinteren Kreuzbandes unklarer Ursache, unbekannten Ausmasses und undefinierter zeitlicher Zuordnung sowie narbige Veränderungen am vorderen Kreuzband mit minimalen
Signalverän
derungen
gemäss MRI vom 1
9.
April 2007 (S. 14 f. zu
2.
lit
. a).
Hinsichtlich des Ereignisses vom 1
4.
Juni 2013 seien als unfallfremde Diagno
sen die Zunahme der vorbestehenden degenerativen Veränderungen zu nennen. Ein Nachweis frischer posttraumatischer Veränderungen in den beiden MRI vom 1
9.
und vom 2
7.
Juni 2013 habe sich nicht gefunden (S. 15
lit
. b). Prof.
B._
habe einleitend zum MRI-Befund vom 1
9.
April 2007 angegeben, dass beim Beschwerdeführer vor 10 Jahren die Diagnose einer vorderen Kreuzbandläsion links gestellt worden sei
,
und
Dr.
A._
habe im Schreiben vom 2
5.
April 2007 bestätigt, dass der Patient seit 10 Jahren an Knieproblemen links leide, welche seit einem halben Jahr zunehmen seien. Der Beschwerdeführer sei aktiver Fuss
b
aller und Squashspieler.
Dr.
Z._
führte aus, dabei handle es sich in beiden Fällen um Sportarten, die ausserordentlich hohe Anforderungen an die Kniege
lenke stell
t
en
. In Übereinstimmung mit dem MRI-Bericht vom 1
9.
April 2007 habe
Dr.
A._
das Vorliegen einer Gonarthrose bestätigt
(S. 1
5
Hinweise zu Frage 1 und Frage 2,
Ziff.
1-3).
Prof.
B._
habe in seinem MRI-Bericht vom 1
9.
April 2007 keine Symptome genannt, die als Bestätigung für das Vorliegen eines unfallbedingten frischen Aussenmeniskusschaden
s
hätten angesehen werden können (S. 16
Ziff.
4). Die Operation am 1
9.
September 2007 sei erst fünfeinhalb Monate nach dem ange
schuldigten Ereignis erfolgt. Zu diesem Zeitpunkt habe der Operateur weder makroskopisch noch mikroskopisch das Alter der vorgefundenen degenerativen Veränderungen an den Gelenksflächen bestimmen können (S. 16
Ziff.
5).
Dr.
Z._
führte aus, die Erklärung von
Dr.
A._
im Schreiben vom 1
2.
Oktober 2007, dass das Schienbein wegen der Insuffizienz des hinteren
Kreuzbandes in einer hinteren Subluxationsstellung stehe, bedeute nicht zwangsläufig, dass das hintere Kreuzband zu irgendeinem Zeitpunkt in seiner Kontinuität unterbrochen worden sei. Die Überlegung berücksichtige nicht die Möglichkeit, dass es sich um eine unfallunabhängige individuelle
konstitutions
bedingte
Positionierung des Schienbeinkopfes aufgrund eines zu langen, locke
ren hinteren Kreuzbandes gehandel
t haben könnte (S. 17
Ziff.
9).
Zwar
habe Prof.
B._
im Bericht üb
er das
MRI vom 1
9.
April 2007 eine Läsion des hinteren Kreuzbandes genannt,
die
Art und
das
Ausmass der hinte
ren Kreuzbandschädigung sei aber nicht definiert worden.
Wenn es sich um eine komplette oder zumindest teilweise Kontinuitätsunterbrechung gehandelt hätte, hätte er dies zweifelsfrei erwähnt. Er habe auch kein
Bone
bruise
(Was
sereinlagerung im angrenzenden Knochenbereich beziehungsweise am
Schien
beinkopf
) im Zusammenhang mit dem hinteren Kreuzband oder dem verdickten inneren Seitenband genannt (S. 17 f.
Ziff.
10).
Das innere Seitenband sei laut der Aussage von Prof.
B._
leicht verdickt; im Abschnitt „Beurteilung“ habe er dann aber nur die Vermutung geäussert, dass das innere Seitenband - wie auch das vordere Kreuzband - „zumindest eine Zerrung durchgemacht“ hätten. Bei derartigen Zerrungen handle es sich um vorübergehende Verschlimmerungen und nicht um richtunggebende Verschlim
merungen. Wegen des fehlenden
Bone
bruise
sei ausserdem keine Aussage zum Zeitpunkt einer vermuteten Zerrung des Innenbandes möglich.
Dr.
Z._
führte aus, eine derartige Veränderung hätte auch schon mehrere Jahre alt sein können (S. 18
Ziff.
11).
Zudem habe der Beschwerdeführer betreffend die Entstehung d
er
Knie
gelenks
be
schwerden
links
angegeben, dass er keinen direkten Schlag ins Knie bekom
men habe;
vielmehr sei es im Laufe des Spieles zu zunehmenden Beschwerden gekommen, die aber nicht zum Abbruch der Spielteilnahme geführt hätten.
Erst zwei Tage später habe er sich zum Besuch eines Arztes entschlossen. Eine allmähliche Zunahme von Beschwerden unter
Belastungsbe
dingungen
sei typisch für eine vorbestehende Arthrose (S. 18 f.
Ziff.
13)
.
Die Schilderung spre
che in beiden Dokumenten dafür, dass es sich um eine Über
lastung des
vorge
schädigten
Kniegelenkes gehandelt habe
, nicht aber um eine eindeutige aktuelle traumatische Einwirkung von aussen. Ein völlig gesundes Kniegelenk hätte auch das Fallen auf das Kniegelenk nach einem
Schubser
übli
cherweise gut vertragen. Dass e
s sich nicht um Symptome eines e
igentlichen Unfallereignisses gehandelt habe, gehe auch aus den Schilderungen von
Dr.
A._
vom 2
5.
April 2007 hervor, dem zufolge der Patient nicht nur seit 10 Jahren
Kniegelenks
probleme
gehabt habe, sondern diese auch seit einem halben Jahr zunehmend gewesen seien (S. 19
Ziff.
14
).
Zur F
rage wann jeweils der Status quo
ante/sine nach den Ereignissen vom
1.
April 2007 und vom 1
4.
Juni 2013 erreicht worden sei
,
führte
Dr.
Z._
aus,
bezüglich des Ereignisses vom
1.
April 2007 sei nur eine vorübergehende Verschlimmerung als direkte Unfallfolge zu verzeichnen
. Die vom Versicherten genannten mehrfachen Stürze auf das linke Kniegelenk während des Fussball
spieles aufgrund von
Schubsern
mögen zu dieser vorübergehenden Verschlim
merung beigetragen haben, sie hätten aber offensichtlich keine tatsächlichen frischen unfallbedingten Veränderungen ausgelöst. Der Status quo sine sei daher
Anfang Mai 2007 erreicht gewesen
. Eine Operationsindikation habe allenfalls aufgrund der vorbestehenden dege
nerativen Veränderungen
bestan
den
, die si
ch bereits
ein halbes Jahr vor dem Ereignis bemerkbar gemacht hät
ten (siehe
Dr.
A._
, Bericht vom 2
4.
April 2007).
Nach dem angeschuldigten Ereignis vom 1
4.
Juni 2013 seien keine aktuellen unfallbedingten Veränderungen festzustellen gewesen (S. 19 f. zu 3.)
.
Zur Frage, ob die Bandinsuffizien
z
des hinteren Kreuzbandes degenerativer oder unfallbedingter Natur sei,
führte
Dr.
Z._
aus, es sei versucht worden, Unterlagen zum angegebenen Ereignis von 1997 zu beschaffen, was daran gescheitert sei, dass sich der Beschwerdeführer nicht habe erinnern können, bei welchem Arzt er damals behandelt worden sei.
Auch von anderer Stelle hätten keine entsprechenden Dokumente beigezogen werden können.
Die teilweise Kontinuitätsunterbrechung des hinteren Kreuzbandes habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht anlässlich des Ereignisses vom
1.
April 2007 stattge
funden, sondern sei bereits zu einem nicht näher zu bestimmenden Zeitpunkt vorher entstanden. Theoretisch könne die später nachgewiesene Schädigung des hinteren Kreuzbandes auch degenerativ entstanden sein
. Sie sei - quasi
als Nebenbefund - anlässlich des
MRI vom
1
9.
April 2007 diagnostiziert worden. Es müsse in diesem Rahmen darauf hingewiesen werden, dass ein Vorzustand die
ser Art dem Beschwerdeführer nicht
habe
bekannt gewesen sein m
üssen
.
Dr.
Z._
führte aus, eine richtunggebende Verschlimmerung könne weder dem Ablauf der Ereignisse noch dem MRI-Befund vom 1
9.
April 2007 entnom
men werden
(S. 20 f. zu 4.).
Zusammenfassend sei die Gonarthrose nicht mit überwiegender Wahr
schein
lich
keit auf die Ereignisse vom
1.
April 2007 und vom 1
4.
Juni 2013 zurückzu
führen, da sie bereits am
1.
April 2007 bestanden habe und die Schädigung des hinteren Kreuzbandes weder am
1.
April 2007 noch am 1
4.
Juni 2013 eingetre
ten sei (S. 22 zu 5.). Demnach stehe auch die Operation vom
8.
November 2013
nicht überwiegend wahrscheinlich in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom
1.
April 2007 als Rückfall oder Spätfolgen oder/und mit dem Ereignis vom 1
4.
Juni 2013 (S. 22 zu 6.)
5
.
5
.1
Die Beschwerdegegnerin
verneinte gestützt auf das Aktengutachten von
Dr.
Z._
vom Juni 2014 (vorstehend E. 4.7) eine natürliche
Kausalität zwi
schen den ab dem 1
4.
Jun
i 2013 behandelten Kniebeschwerden
links und den Vorfällen vom
1.
A
pril 2007 und vom 1
4.
Juni 2013
(vorstehend E. 2.1)
.
5
.2
Dr.
Z._
ging
in seinem Gutachten vom Juni 2014
davon aus, die Gonarth
rose sei nicht überwiegend
w
ahrscheinlich auf die Unfallereignisse vom
1.
April 2007 und vom 1
4.
Juni 2013 zurückzuführen, da diese bereits am
1.
April 2007 vorgelegen habe und die Schädigung des hinteren Kreuzbandes weder am
1.
April 2007 noch am 1
4.
Juni 2013 eingetreten sei (vorstehend E.
4.7
).
Dr.
Z._
bezog sich dabei mangels direkt v
orliegendem MRI vom 1
9.
April 2007 auf die
diesbezüglichen
Ausführungen von Prof.
B._
(vorstehend E.
3.2).
Dieser hielt unter anderem fest, es bestehe ein
ausgeprägter
Knorpel
schaden
medial
femoral
deutlicher als
tibial
mit
subch
ondralen
ossären
Verän
derungen und
ein beträchtlicher Knorpelschaden auch am medialen Gleitlager.
Nicht explizit äusserte sich Prof.
B._
dazu, ob es sich um eine frische oder um eine ältere Läsion des hinteren Kreuzbandes handelte.
Dr.
Z._
führte
seinerseits
die anlässlich des MRI vom 1
9.
April 2007 mani
fest gewordene teilweise Kontinuitätsunterbrechung des hinteren Kreuzbandes mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf das
Ereignis
vom
1.
April 2007 zurück. In nachvollziehbarer Weise ze
igte er dagegen
auf, welche zusätzlichen Befunde auf einem MRI zu sehen gewesen wären, wenn es sich um eine frische Läsion des hinteren Kreuzbandes gehandelt hätte.
Er schloss jedoch ein bereits vorher zu einem nicht näher bestimmten Zeitpunkt stattgefunden habendes Unfallereignis nicht aus, genauso wenig wie er eine degenerative Entstehung der Schädigung des hinteren Kreuzbandes nicht aus
schloss.
Dass die Partialruptur des hinteren Kreuzbandes mit den Ereignissen vom 18./1
9.
April 1996 und vom 1
3.
Juli 1997
(vgl.
Urk.
8/39)
in Zusammen
hang steht
,
erscheint in Anbetracht dessen, dass das linke Knie nicht
direkt
betroffen war, als
eher
u
nwahrscheinlich
.
Weiter
erwähnte Prof.
B._
- wie im Ü
brigen auch
Dr.
A._
nach
Erstkon
sultation
am
2
4.
April 2007
(vorstehend E. 3.3)
- dass der Beschwerdeführer
bereit
s
seit 10 Jahren unter Kniebeschwerden leide, welche im letzten halben Jahr zugenommen hätten.
Hinsichtlich der nachträglichen Vorbringen des Beschwerdeführer
s
, das Knie sei bis zu diesem Zeitpunkt gesund gewesen (vorstehend E. 3.5 und E. 2.2) ist zu beachten, dass die Gerichte praxisgemäss im
Bereich des
Sozialversicherungs
rechts
in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab
stellen
, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellun
gen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen
versiche
rungsrechtlicher
oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2
a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
Dr.
A._
bestätigte
im Rahmen der Erstkonsultation im April 2007 (vorste
hend E. 3.3)
das Vorliegen einer
Gonarthrose und beschrieb auch in seinem Operationsbericht vom September 2007 (vorsteh
end E. 3.6) degenerative Verän
derungen
.
Entgegen den Ausführungen
des Beschwerdeführers äusserte
Dr.
A._
nir
gends
ausdrücklich
,
so
auch nicht in seinem Bericht vom April 2014 (vorste
hend E. 4.6)
, dass sich auf dem MRI vom 1
9.
April 2007 eine frische Ruptur des hin
teren Kreuzbandes gezeigt habe
.
Zu dem Umstand, dass die Gonarthrose und die degenerativen Verä
nderungen bereits anlässlich des
MRI vom
1
9.
April
2007 bestanden hatten, nahm
Dr.
A._
keine Stellung
, obwohl die
s
vorliegend klar gegen einen Kausalzusammenhang der Gonarthrose mit dem Ereignis vom
1.
April 20
07 spricht, da es
- wie die Beschwerdegegnerin zu Recht anmerkte - nicht möglich
ist
, dass sich die im MRI vom 1
9.
April 2007 festgestellten, doch beträchtlichen degenerativen Befunde innert nur drei Wochen entwickelt hätten.
Zusammenfassend ist demnach auf die Schlussfolgerungen von
Dr.
Z._
, dessen Gutachten vom Juni 2014 voller Beweiswert zukommt
(vgl. vorstehend E. 1.4)
,
abzustellen.
5
.3
Nach dem Gesagten ist
gestützt auf das Gutachten von
Dr.
Z._
vom Juni 2014 davon auszugehen, dass
die natürliche Kausalität zwischen den ab dem 1
4.
Juni 2013 behandelten Knie
beschwerden
links und den Vorfällen vom
1.
April 2007 und vom 1
4.
Juni 2013 nicht mit dem Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit gegeben ist.
Vielmehr ist von einem rein degenera
tiven Geschehen auszugehen, wofür die Beschwerdegegnerin nicht
leistungs
pflichtig
ist.
Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.