Decision ID: 63a727fd-0abf-472e-8019-83ea8782a65d
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Abänderung Scheidungsurteil (vorsorgliche Massnahmen)
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen  am Bezirksgericht Dietikon vom 27. Oktober 2016 (FP150004-M)
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Verfügung des Bezirksgerichts Dietikon vom 27. Oktober 2016:
1. Dispositiv Ziffer 1 des Beschlusses der Kindes- und  der Stadt Zürich vom 4. November 2014 wird für die Dauer des  Verfahrens aufgehoben und einstweilen mit folgender Regelung ersetzt (ursprüngliche Parteibezeichnung): "1. In Abänderung des Beschlusses der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich vom 5. November 2013 Dispositivziffer 4 und 8 wird der Kontakt zwischen Frau A._ und dem Sohn C._ wie folgt geregelt:
Frau A._ ist berechtigt, den Sohn C._ jeweils eine Stunde pro Monat bei E._, ... [Adresse], oder einer ähnlichen Institution, auf jeden Fall  der Stiftung F._ zu besuchen. Die Besuche sind von zwei  zu begleiten. C._ ist solange notwendig von einer Betreuungsperson der Stiftung F._ zu den Besuchstreffen zu bringen.
Frau A._ ist zudem berechtigt, zwei Mal pro Monat für eine Viertelstunde mit Sohn C._ zu telefonieren, wobei die Telefonate in geeigneter Weise durch eine Betreuungsperson der Stiftung F._ zu begleiten sind.
Frau A._ ist weiter berechtigt, brieflichen Kontakt mit C._ zu pflegen, wobei eine Betreuungsperson der Stiftung F._ mit C._ zusammen die Briefe zu lesen hat. Weitergehende Kontakte zwischen Frau A._ und C._ haben  zu unterbleiben.
C._ ist adäquat therapeutisch zu begleiten. Diese Aufgabe übernimmt zur Zeit sein Psychotherapeut in der Stiftung F._.
Frau A._ ist verpflichtet, C._ gegenüber weder dessen Medikation, noch seine Wohnsituation, noch seine Betreuungspersonen oder den Kläger zu . Diesbezügliche Bedenken hat Frau A._ direkt mit den behandelnden Ärzten, Therapeuten oder den zuständigen Behörden zu klären.
Die Besuche oder Telefonate sind umgehend abzubrechen und Briefe nicht an C._ weiterzuleiten, sofern das Verhalten von Frau A._ das Wohlergehen von C._ erheblich gefährdet oder sie sich nicht an die Vorgaben hält.
Die Kosten dieser begleiteten und überwachten Besuche gehen zu Lasten der Beklagten. Bei Nichtbezahlen sind die Besuche zu sistieren.
Die Beiständin von C._ wird ersucht, das vorgegebene Besuchsrecht mit den beteiligten Personen und Institutionen zu koordinieren und so schnell wie  umzusetzen."
2. Die Kostenregelung bleibt dem Endentscheid vorbehalten.
3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Kindsvertreter und die Beiständin von C._ sowie zur Kenntnisnahme an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich, Abteilung 8, Postfach 8225, 8026 Zürich.
4. [Rechtsmittelbelehrung: Berufung, Frist 10 Tage, ohne Stillstand]
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Berufungsanträge:
"1. Es sei C._ umgehend und sofort zu seiner Mutter und in  angestammte Umgebung freizulassen.
2. Eventualiter sei umgehend das vom Kind und seiner Mutter  Besuchs- und Ferienrecht (nach den Wünschen des  Kindes: Jedes Wochenende und alle Schulferien, bzw. schulfreien Tage) zu verfügen. Es seien alle verfügten Besuchsrechte seit Dezember 2014 nachzuholen.
3. Es sei Ziff. 2 des Rechtsbegehren aufgrund der langjährigen  Trennung von Mutter und Kind superprovisorisch sofort zu verfügen.
4. Unter o/e Kostenfolge."

Erwägungen:
1. a) Die Parteien haben am tt. Mai 2002 geheiratet. Sie haben einen
Sohn, geboren am tt.mm.2002. Im Jahre 2007 trennten sich die Parteien. Mit Ur-
teil des Bezirksgerichts Zürich vom 31. August 2011 wurde ihre Ehe geschieden;
dabei wurde der Sohn unter der gemeinsamen elterlichen Sorge belassen, wobei
er allerdings aufgrund einer Verfügung der Vormundschaftsbehörde vom 7. Okto-
ber 2010 bereits fremdplatziert worden war (Vi-Urk. 3/2). Mit Urteil des Bezirks-
gerichts Zürich vom 10. Juni 2013 wurde eine von der Beklagten am 20. Januar
2012 eingeleitete Klage auf Abänderung des Scheidungsurteils (Obhutszuteilung
an sie) abgewiesen (Vi-Urk. 3/3). Mit Verfügung des Bezirksgerichts Dielsdorf
vom 15. Dezember 2014 wurde eine von der Beklagten am 31. Januar 2014 ein-
gereichte erneute Abänderungsklage zufolge Rückzugs abgeschrieben (Vi-Urk.
3/4-5). Am 24. Februar 2015 reichte schliesslich der Kläger beim Bezirksgericht
Dietikon (Vorinstanz) seinerseits eine Abänderungsklage ein (auf Zusprechung
des alleinigen Sorgerechts für den Sohn an ihn; Vi-Urk. 1). In diesem Verfahren
stellte die Beklagte sinngemäss das Begehren, es sei der Sohn unter ihre Obhut
zu stellen; eventualiter sei ein angemessenes Besuchsrecht festzulegen und ein
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unbeschränkter telefonischer Kontakt zwischen dem Sohn und ihr zuzulassen (Vi-
Urk. 31, 65, 72, 94, 107, 125 und 143, Vi-Prot. S. 20, S. 25). Anlässlich der Ver-
handlung vom 11. April 2016 zog die Beklagte das Gesuch um vorsorgliche Mass-
nahmen betreffend Obhutszuteilung zurück, am Gesuch um vorsorgliche Mass-
nahmen zur Regelung des Kontaktes hielt sie dagegen fest (Vi-Urk. 145). Nach
Scheitern von Vereinbarungsvorschlägen fällte die Vorinstanz sodann am 27. Ok-
tober 2016 den eingangs wiedergegebenen Entscheid (Vi-Urk. 199 = Urk. 2).
b) Hiergegen hat die Beklagte am 3. November 2016 fristgerecht (vgl. Vi-
Urk. 201/1) Berufung erhoben und die eingangs aufgeführten Berufungsanträge
gestellt (Urk. 1 S. 1).
c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Berufung
sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf die Ein-
holung einer Berufungsantwort verzichtet werden (Art. 312 Abs. 1 ZPO).
d) Am 7. November 2016 und damit noch innerhalb der gleichentags
endenden Berufungsfrist hat die Beklagte eine anders formatierte (und von einem
anderen Rechtsvertreter unterzeichnete) Version der Berufungsschrift eingereicht
(Urk. 5), welche jedoch inhaltlich mit der Berufungsschrift vom 3. November 2016
(Urk. 1) übereinstimmt.
2. a) Die Beklagte verlangt mit ihrer Berufung primär, der Sohn sei "zu
seiner Mutter und in seine angestammte Umgebung freizulassen" (Urk. 1 S. 1),
d.h. unter ihre Obhut zu stellen. Die Beklagte hat jedoch ihre Massnahmegesuche
betreffend Obhut und Aufhebung der Beistandschaft anlässlich der Verhandlung
vom 11. April 2016 zurückgezogen (Vi-Urk. 145) und die Vorinstanz hat diesbe-
züglich das Massnahmeverfahren mit Verfügung vom gleichen Tag abgeschrie-
ben (Vi-Urk. 148).
Mit einer Berufung kann nur das Dispositiv eines gerichtlichen Entscheids
angefochten werden, d.h. nur das, was in jenem Entscheid entschieden wurde
oder hätte entschieden werden müssen. Die Zuteilung der Obhut war jedoch nach
dem Rückzug des entsprechenden Massnahmegesuchs durch die Beklagte nicht
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(mehr) Thema der angefochtenen Verfügung. Insoweit ist daher auf die Berufung
nicht einzutreten.
b) Mit dem heutigen Endentscheid wird das Gesuch um superprovisori-
sche vorsorgliche Massnahmen (Berufungsanträge 2 und 3) hinfällig.
3. a) Zum Besuchsrecht bejaht die Vorinstanz in ihren Erwägungen
vorab die Notwendigkeit von vorsorglichen Massnahmen (Urk. 2 S. 10 f.). Weiter
erwog sie zusammengefasst, im psychiatrischen Gutachten des Kantonsspitals
Winterthur vom 14. Oktober 2014 (Vi-Urk. 3/6) werde festgehalten, die Beklagte
habe eine geringe Impulskontrolle und verhalte sich teilweise verbal wie physisch
sehr aggressiv gegenüber Dritten, was für den Sohn extrem belastend und zum
Teil traumatisch sei; der Kontakt sei gleichwohl zu ermöglichen, die Kontakte
würden jedoch eine extreme Belastung bedeuten und es sei von einer Entfüh-
rungsgefahr auszugehen, weshalb empfohlen werde, dass das Besuchsrecht un-
ter Beobachtung stattfinde, mittels Videoaufnahme zu dokumentieren sei und alle
zwei Monate für zwei bis vier Stunden erfolgen solle, wobei der Sohn vor und
nach den Treffen therapeutische Unterstützung erhalten solle (Urk. 2 S. 13 f.). In
dem am 31. August 2015 angeforderten ergänzenden Bericht der Gutachterin (Vi-
Urk. 88) sei darauf hingewiesen worden, dass die physische Sicherheit des Sohns
aufgrund der Entführungsgefahr sicherzustellen als auch eine Begleitung durch
eine Fachperson der Stiftung F._ zu gewährleisten sei; die Beklagte leide mit
hoher Wahrscheinlichkeit an einer schweren psychischen Erkrankung, habe je-
doch bis anhin diesbezügliche Abklärungen verweigert und keinerlei Krankheits-
einsicht gezeigt, weshalb die Rahmenbedingungen der Besuche nicht reduziert
werden könnten (Urk. 2 S. 15). Am 5. Dezember 2015 habe sich ein Vorfall ereig-
net, der für die Festsetzung des Besuchsrechts von Bedeutung sei. Der Sohn sei
beim Kläger auf Besuch gewesen; als die Beklagte an dessen Wohnort erschie-
nen sei, habe ihr der Kläger erlaubt, mit dem Sohn bis 13:30 im Migros-Restau-
rant essen zu gehen. Die Beklagte habe den Sohn jedoch nicht zurückgebracht,
sondern sei, als der Kläger sie zur Rückgabe zu bewegen versucht habe, mit dem
Sohn in einem Taxi davongefahren, worauf der Kläger die Stiftung F._ be-
nachrichtigt und diese die Polizei informiert habe. Da die Beklagte nicht kooperiert
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habe, habe sie verhaftet werden müssen und es sei zu unschönen Szenen ge-
kommen. In der Folge habe sich der psychische Zustand des Sohnes stark ver-
schlechtert, sodass er stationär habe behandelt werden müssen. Im Bericht der
Stiftung F._ vom 31. März 2016 (Vi-Urk. 140) werde geschildert, wie schwie-
rig die Zusammenarbeit mit der Beklagten gewesen sei; deren aggressives Ver-
halten habe sich äusserst destabilisierend auf den Sohn ausgewirkt, weshalb ge-
gen sie ein Arealverbot habe ausgesprochen werden müssen. Die Stiftung
F._ habe sich bereit erklärt, den Sohn alle vier bis sechs Wochen nach
Zürich an die Besuchstreffen zu begleiten (Urk. 2 S. 15 f.).
Die Vorinstanz erwog zum konkreten Besuchsrecht, aufgrund der Ausfüh-
rungen der Gutachterin, der behandelnden Ärzte, der Betreuungspersonen des
Sohnes in der Stiftung F._, der Beiständin sowie des Kindesvertreters seien
die Kontakte zur Beklagten für den Sohn sehr belastend; trotzdem habe dieser
immer wieder den Wunsch geäussert, die Beklagte zu sehen. Somit sei das Be-
suchsrecht der Beklagten auf eine Stunde pro Monat zu beschränken; häufigere
oder längere Kontakte seien derzeit aus Sicht des Kindeswohls abzulehnen. Die
Besuche hätten aufgrund der Konflikte der Beklagten mit den Betreuungsperso-
nen (welche den Sohn stark belasten würden) ausserhalb der Stiftung F._
stattzufinden. Da die Beklagte sich immer wieder verbal und physisch aggressiv
verhalten habe, seien die Besuche von zwei Fachpersonen zu begleiten, auch um
einer Entführungsgefahr entgegenzuwirken. Indem die Beklagte dem Sohn ge-
genüber immer wieder seine Medikation, seine Betreuungspersonen, auch den
Kläger, sowie seine Unterbringung in der Stiftung F._ stark kritisiert habe,
habe sie diesen in einen starken Loyalitätskonflikt versetzt, der ihn stark belaste
und destabilisierend gewirkt habe; das Unterlassen solcher Einflussnahme sei Vo-
raussetzung für ein Gelingen der Kontakte zwischen der Beklagten und dem
Sohn, weshalb die Beklagte zu entsprechendem Verhalten zu verpflichten sei.
Schliesslich habe der besuchsberechtigte Elternteil für die entstehenden Kosten
aufzukommen. Vorliegend sei mit Kosten von Fr. 500.-- bis Fr. 600.-- pro Monat
zu rechnen. Es sei der Beklagten zuzumuten, diese Kosten zu übernehmen, ins-
besondere auch deshalb, weil sie für den Sohn eine Invalidenkinderrente beziehe,
welche sie nicht für dessen Unterhalt benötige (Urk. 2 S. 17-19).
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b) Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-
fung ist begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Zu dieser Begründungs-
anforderung gehört, dass in der Berufungsschrift dargelegt werden muss, weshalb
der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten unrichtig sein soll.
Die Berufung muss sich dementsprechend mit den Entscheidgründen der Vor-
instanz konkret und im Einzelnen auseinandersetzen; eine blosse (neuerliche)
Darstellung der Sach- und Rechtslage aus eigener Sicht, welche nicht darauf ein-
geht, was von der Vorinstanz unrichtig erwogen worden sein soll, genügt diesen
Anforderungen nicht. Das Obergericht hat sodann die geltend gemachten Punkte
frei und unbeschränkt zu überprüfen; es muss dagegen den angefochtenen Ent-
scheid nicht von sich aus auf weitere Mängel untersuchen, es sei denn, der Sach-
verhalt sei geradezu willkürlich festgestellt oder das Recht sei geradezu willkürlich
angewandt worden und diese Fehlerhaftigkeiten würden klar zutage treten.
c) Die Beklagte beschränkt sich in ihrer Berufung praktisch ausschliess-
lich darauf auszuführen, dass und wieso der Sohn "freigelassen" und unter ihre
Obhut gestellt werden soll – worauf im vorliegenden Berufungsverfahren nicht
weiter einzugehen ist (oben Erw. 2.a) –; konkrete Beanstandungen der vor-
stehend (Erw. 3.a) dargelegten vorinstanzlichen Erwägungen lassen sich der Be-
rufungsschrift dagegen mit nachfolgender Ausnahme nicht entnehmen (Urk. 1
S. 1-4).
d) Am ehesten noch als Beanstandung des Besuchsrechts und dessen
Ausgestaltung sind die Berufungsvorbringen anzusehen, die Beklagte und ihr
Sohn würden sich einen normalen Kontakt ohne Einmischung in ihre Persönlich-
keitsrechte und Privatsphäre wünschen. Die Besuchsrechte dürften nicht mit un-
erfüllbaren Auflagen erschwert oder verunmöglicht werden; es sei mit den Per-
sönlichkeitsrechten des Sohnes unvereinbar, wenn die Besuchsrechte eingestellt
würden, weil das "Setting" nicht bezahlt werden könne (Urk. 1 S. 3).
e) Die Vorinstanz hat ausführlich und nachvollziehbar dargelegt, dass und
weshalb ein unbegleitetes und/oder häufigeres Kontaktrecht der Beklagten mit
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dem Wohl des Sohnes nicht vereinbar ist (oben Erw. 3.a). Diese Erwägungen
werden von der Beklagten in ihrer Berufung nicht konkret beanstandet.
f) Die Vorinstanz hat sodann zu Recht erwogen, dass die Kosten eines
Besuchsrechts grundsätzlich zulasten des besuchsberechtigten Elternteils gehen
würden (Urk. 2 S. 18). Im vorliegenden Fall sind keine Gründe für eine Ausnahme
ersichtlich. Im Gegenteil ist es gerade die Beklagte, welche durch ihr uneinsichti-
ges und unkontrolliertes Verhalten (welches sogar mediale Aufmerksamkeit er-
langt hat; Tageszeitung ... vom tt.mm.2015, abrufbar im Internet unter www.....ch
mit Suchbegriff "...") sowie die Wegnahme des Sohnes am 5. Dezember 2015
den primären Grund für die aufwendige Ausgestaltung des Besuchsrechts gesetzt
hat; daher ist die Auflage der Besuchsrechtskosten an sie nicht zu beanstanden.
Die Vorinstanz hat bezüglich der Kosten schliesslich erwogen, die Beklagte
beziehe für den Sohn eine Invalidenkinderrente, welche sie nicht für dessen Un-
terhalt benötige (Urk. 2 S. 19). Dies wird nicht als unzutreffend beanstandet, wes-
halb keine Rede davon sein kann, dass die Beklagte die Kosten des angeordne-
ten Besuchsrechts nicht bezahlen könne, womit ihrem anderslautenden Beru-
fungsvorbringen der Boden entzogen ist.
g) Nach dem Gesagten erweist sich die Berufung als unbegründet und ist
demgemäss abzuweisen, soweit darauf einzutreten war (oben Erw. 2.a). Daher ist
die angefochtene Verfügung zu bestätigen (Art. 318 Abs. 1 lit. a ZPO).
4. a) Das Berufungsverfahren beschlägt eine nicht vermögensrecht-
liche Streitigkeit. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 6
Abs. 1, § 8 Abs. 1 und § 12 der Gerichtsgebührenverordnung auf Fr. 2'000.-- fest-
zusetzen.
b) Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens sind ausgangsgemäss
der Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).
c) Für das Berufungsverfahren sind keine Parteientschädigungen zu-
zusprechen, der Beklagten zufolge ihres Unterliegens, den übrigen Beteiligten
mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO).
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