Decision ID: ea988070-2ffc-4bde-9b09-b28570055dd4
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Robert Baumann, Waisenhausstrasse 17,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Versicherungsleistungen
Sachverhalt:
A.
A.a Der 1966 geborene S._ war bei der A._ als Produktionsmitarbeiter tätig und
dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen
von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 3. Juli 2004 in einen
Verkehrsunfall verwickelt wurde. Der Versicherte hielt als angegurteter Lenker seines
Personenwagens vor einem Fussgängerstreifen an. Der Lenker des nachfolgenden
Personenwagens konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf das Heck des
stehenden Fahrzeugs des Versicherten auf (Suva-act. 1, 9). Dr. med. B._, Allgemeine
Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 19. Juli 2004 eine HWS-Distorsion bzw.
ein Schleudertrauma. Er habe den Versicherten wegen starker Nackenschmerzen ins
Spital Altstätten überwiesen (Suva-act. 5). Die dortige Untersuchung ergab laut Bericht
vom 3. Juli 2004 eine frei bewegliche HWS. Sensibilitätsstörungen in den Armen
wurden nicht erhoben. Radiologisch zeigte sich eine Streckhaltung der HWS. Ossäre
Läsionen liessen sich nicht nachweisen. Dem Versicherten wurden Schmerzmittel
sowie ein Halskragen mitgegeben (Suva-act. 2). Der nachbehandelnde Hausarzt, Dr.
med. C._ diagnostizierte im Bericht vom 26. Juli 2004 ein Zervikookzipital- sowie ein
Zervikobrachialsyndrom links nach Autounfall (Suva-act. 6). Im Erhebungsblatt der
Suva für die Abklärung von HWS-Fällen vom 10. August 2004 gab der Versicherte an,
mit dem Kopf an die Kopfstütze geprallt und bewusstlos geworden zu sein. Innert
Stunden nach dem Unfall habe er unter Kopf- und Nackenbeschwerden, über die linke
Schulter in den Arm ziehend, gelitten (Suva-act. 11). Der Versicherte war vom 3. Juli bis
22. August 2004 100% arbeitsunfähig. Ab 23. August 2004 nahm er die Arbeit wieder
zu 50% auf (Suva-act. 12). Ab 6. September 2004 bestand eine 100%-ige
Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 16). Die Suva erbrachte für den Unfall vom 3. Juli 2004 die
gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen).
A.b Am 18. Oktober 2004 fand eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. med. D._
statt. Im Untersuchungsbericht hielt dieser fest, der Versicherte beklage Resi
dualbeschwerden im Nackenbereich ohne übrige Symptomatik. Die Befunde seien bis
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auf einen minim erhöhten Tonus im Trapezius rechts und eine minim eingeschränkte
Kopfwendbewegung in Neutralstellung unauffällig. Es bestünden keine zusätzlichen
Symptome und auch klinisch keine anderweitigen pathologischen Befunde. Die
bildgebenden Verfahren hätten ebenfalls keine pathologischen Befunde gezeigt. Der
Versicherte sei folglich in der aktuellen angepassten leichteren Tätigkeit weiterhin
100% arbeitsfähig. Medizinisch seien keine weiteren Massnahmen indiziert (Suva-act.
21).
A.c Im weiteren Verlauf beklagte der Versicherte immer wieder Kopf- und
Nackenschmerzen, die in die linke Schulter und den linken Arm ausstrahlten. Ärztliche
Konsultationen bei Dr. C._ fanden sporadisch bei Bedarf, d.h. wenn sich der
Versicherte bei seinem Hausarzt meldete, statt (Suva-act. 28, 32). Im Bericht vom 2.
Oktober 2006 teilte Dr. C._ mit, dass derzeit keine Behandlung stattfinde und der
Versicherte letztmals am 31. Mai 2006 bei ihm gewesen sei (Suva-act. 35). Im Frühjahr
2007 verordnete Dr. C._ dem Versicherten wegen rezidivierender zervikookzipitaler
Beschwerden eine Physiotherapiebehandlung (Suva-act. 36).
A.d Am 4. Juli 2007 wurde der Versicherte durch Dr. med. E._, Fachärztin FMH für
Neurologie, untersucht. Die Ärztin hielt im gleichentags erstellten Untersuchungsbericht
fest, dass die neurologische Untersuchung keine objektivierbaren pathologischen
Befunde ergeben habe, insbesondere bestünden keine Hinweise auf eine zervikale
Radikulopathie (Suva-act. 44).
B.
Mit Verfügung vom 3. September 2007 eröffnete die Suva dem Rechtsvertreter des
Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. R. Baumann, St. Gallen, dass die noch geklagten
Beschwerden organisch nicht hinreichend nachweisbar seien. Der adäquate
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden sei
ebenfalls zu verneinen. Die Leistungen würden deshalb per 31. August 2007 eingestellt
(Suva-act. 45). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache (Suva-act. 45, 56) wies
die Suva mit Entscheid vom 16. April 2008 ab (Suva-act. 58).
C.
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C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Baumann
für den Versicherten eingereichte Beschwerde vom 16. Mai 2008 mit den Anträgen,
dieser sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin gegenüber dem Beschwerdeführer aus dem Unfallereignis vom 3.
Juli 2004 weiterhin, auch über den 31. August 2007 hinaus, gegeben sei. Dem
Beschwerdeführer seien weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu erbringen,
insbesondere Heil-/Behandlungskosten zu übernehmen und Taggelder auszurichten
und im gegebenen Zeitpunkt seien auch die weiteren Ansprüche des
Beschwerdeführers auf Integritätsentschädigung und Rente zu prüfen und solche
Leistungen auszurichten. Eventualiter sei in Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheids die Streitsache ins Abklärungsverfahren zurückzuweisen, damit
nach Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen und Vorliegen der
entsprechenden Berichte neu über die Leistungsansprüche des Beschwerdeführers
entschieden werden könne, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Mit Eingabe vom
1. September 2008 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine
Beschwerdeergänzung nach.
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 25. September 2008 beantragt die Suva Abweisung
der Beschwerde.
C.c Mit Replik vom 5. November 2008 hält der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers unverändert an seinen Anträgen und seinen Standpunkten fest. Die
Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet.
C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die weiteren
Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.
Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bezüglich des
Unfalls vom 3. Juli 2004 und erbrachte entsprechende Versicherungsleistungen.
Streitig ist, ob sie auch für die nach dem 31. August 2007 (Leistungseinstellung)
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geltend gemachten gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers aufzukommen
hat.
2.
2.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss Bundesgesetz über die
Unfallversicherung (UVG, SR 832.20) setzt zunächst voraus, dass zwischen dem
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein
natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis
und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist
eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen
der diesen Instanzen obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
zu befinden haben. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 338 E. 1,
118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen). Weiter ist das Vorhandensein eines adäquaten
Kausalzusammenhangs zu prüfen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als
adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2, 125 V 461 E. 5a mit
Hinweisen). Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen
Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem
adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 112 E. 3a).
2.2 Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von
nachweisbaren strukturellen Veränderungen (organisches Substrat konnte mit Bild
gebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG]
nachgewiesen werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus
dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers
praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu
bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/
bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar,
bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung
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der adäquaten Kausalität, können doch gerade klinische Befunde erfahrungsgemäss
auch psychisch ausgelöst werden. In diesen Fällen ist eine eigenständige
Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist
zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma
erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140
E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen dagegen, dass die versicherte
Person eine Schleudertraumaverletzung erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum
typischen Bild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise
vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund
treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140
E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze
massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz
gemäss den in BGE 117 V 366 E. 6a und 382 E. 4b festgelegten bzw. den mit BGE 134
V 109 modifizierten Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten
Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die
psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den
organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind,
ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b). Zu präzisieren
bleibt, dass die zu den Verletzungen nach klassischem Schleudertrauma entwickelte
Rechtsprechung zum natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang (BGE 119 V
335, 117 V 359) auch auf analoge Verletzungen wie Distorsionen der HWS sowie
Schädel-Hirntraumen anwendbar ist, wenn und soweit sich deren Folgen mit jenen
eines Schleudertraumas vergleichen lassen (vgl. Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 17. August 2004 i/S G. [U 243/03]; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317,
E. 3; BGE 117 V 369).
3.
Aus den Akten geht eindeutig hervor, dass die vom Beschwerdeführer über den 31.
August 2007 hinaus geklagten Beschwerden nicht mit klar ausgewiesenen organischen
Befunden im Sinn nachweisbarer struktureller Veränderungen erklärbar sind. Die am
Unfalltag im Spital Altstätten durchgeführte bildgebende röntgenologische
Untersuchung der HWS erbrachte keine Hinweise auf Frakturen (Suva-act. 2). Auch die
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in der Radiologie Stephanshorn, St. Gallen, durchgeführte vertebrospinale
Kernspintomographie hat keine Hinweise für das Vorliegen discoligamentärer oder
anderweitiger Läsionen gezeigt (Suva-act. 19). Klinisch erhobene Druckdolenzen,
Muskelhartspann sowie Bewegungseinschränkungen im Bereich der HWS stellen
sodann praxisgemäss kein klar fassbares organisches Substrat dar (vgl. Urteil des EVG
vom 3. August 2005 i/S M., E. 4 [U9/05] und vom 23. November 2004 i/S B., E. 2.2 [U
109/04]).
4.
4.1 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei
Schleudertraumaverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen auch ohne
nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall
funktionelle Ausfälle verschiedener Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein
Schleudertrauma, eine Distorsion der HWS oder ein Schädel-Hirntrauma typischen
Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen,
Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die
diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 363 E. 5d/aa).
4.2 Dr. B._ stellte im Bericht vom 19. Juli 2004 die Diagnose einer HWS-Distorsion
bzw. eines Schleudertraumas (Suva-act. 5). Dr. C._ führte in seinen Berichten als
Diagnose ein Beschleunigungstrauma an (Suva-act. 23, 28, 31, 35). Dr. D._ und
Dr. E._ gingen in ihren Untersuchungsberichten vom 18. Oktober 2004 bzw. 4. Juli
2007 von einer Auffahrkollision mit HWS-Distorsion aus (Suva-act. 21, 44). -
Grundsätzlich ist bezogen auf das streitige Ereignis bzw. den fraglichen
Unfallmechanismus – ein nachfolgender Personenwagen fuhr mit der Front gegen das
Heck des Personenwagens des Beschwerdeführers (Suva-act. 9) – ein eigentliches
Schleudertrauma in Betracht zu ziehen (vgl. diesbezüglich Thomas Locher, HWS-
Distorsionen [Schleudertrauma] – Einführung in die Rechtslage nach Schweizerischem
Recht, in: Murer/Niederer/Radanov/Rumo-Jungo/Sturzenegger/Walz [Hrsg.], Das so
genannte "Schleudertrauma" – medizinische, biomechanische und rechtliche Aspekte
der Distorsionen der Halswirbelsäule, Bern 2002, S. 31 f.). Dr. E._ schliesst sodann
das zusätzliche Geschehen eines leichten Schädel-Hirntraumas nicht aus. Angeblich
sei der Beschwerdeführer mit dem Kopf an die Kopfstütze geprallt und nach dem
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Unfall bewusstlos gewesen (vgl. dazu Suva-act. 11, 12). Ob der Beschwerdeführer ein
eigentliches Schleudertrauma und/oder eine schleudertraumaähnliche Verletzung, d.h.
eine HWS-Distorsion oder ein Schädel-Hirntrauma, erlitten hat, braucht jedoch nicht
abschliessend geklärt zu werden. Es kann jedenfalls davon ausgegangen werden, dass
er eine Verletzung im HWS-Bereich erlitten hat, auch wenn sich diese
unbestrittenermassen nicht strukturell nachweisen liess. Abzuklären bleibt, ob bzw.
inwieweit die geklagten Beschwerden auch ohne nachweisbare pathologische bzw.
organische Befunde als (weiterhin) unfallkausal zu bezeichnen sind.
5.
5.1 Ist ein Schleudertrauma oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung
diagnostiziert und liegt – wie dies konkret der Fall ist – kein fassbarer pathologischer
(unfallbedingter) Befund an der HWS vor, muss für die Bejahung der natürlichen
Unfallkausalität ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung
von Beschwerden wie diffusen Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Affektlabilität, Depressionen,
Wesensveränderungen usw. vorliegen (BGE 117 V 360 E. 4b; vgl. auch 117 V 379 E.
3e). Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichts (Urteile vom 30. Januar
2007 i/S T. [U 215/05] und vom 15. März 2007 i/S G. [U 258/06]) muss bei einer HWS-
Verletzung das typische Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden nicht in
seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem
Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der
Halsregion oder an der HWS – bei einem Schädel-Hirntrauma in Form von
Kopfschmerzen – manifestieren. Die anderen im Rahmen eines Schleudertraumas oder
einer äquivalenten Verletzung typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich
jedoch immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein
eines natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen.
5.2 In den echtzeitlichen Akten, im Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS-Fällen,
aber im wesentlichen auch in den übrigen medizinischen Akten werden ausschliesslich
Kopf- und Nackenbeschwerden, über die linke Schulter in den linken Arm
ausstrahlend, angeführt (Suva-act. 6, 11, 21, 32, 35, 36). Das für eine HWS-Verletzung
typische, sich gerade als bunt auszeichnende Beschwerdebild mit einer Häufung von
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Beschwerden lag damit im Nachgang zum streitigen Unfall zu keinem Zeitpunkt vor.
Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in der Replik zusätzlich angeführten
Beschwerden - erweiterte Ausstrahlung thorakal, in den Rücken und in die Finger links,
Schlafstörungen, Reizbarkeit, psychische Auffälligkeit (vgl. Suva-act. 12, 29, 44) -
vermögen hieran nichts zu ändern. Diese Beeinträchtigungen sind in den Akten
entweder nur punktuell oder – insbesondere was die psychische Auffälligkeit betrifft –
erst nach einer längeren Latenzzeit vermerkt. Die Ausstrahlungen zusammen mit den
Schlafstörungen und der Reizbarkeit sind zudem als Folgeerscheinungen der Kopf-
und Nackenbeschwerden bzw. nicht als eigenständige Symptome zu werten.
Grundsätzlich ist demnach die natürliche Kausalität zwischen dem Unfallereignis vom
3. Juli 2004 und den geklagten Beschwerden im Kopf- sowie HWS-Bereich als Folge
eines Schleudertraumas oder einer schleudertraumaähnlichen Verletzung zweifelhaft.
5.3 Selbst wenn in Bezug auf die geklagten Beschwerden – wie von der
Beschwerdegegnerin zunächst anerkannt - für die Zeit direkt nach dem Unfall von einer
natürlichen Kausalität ausgegangen wird, muss zumindest mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit geschlossen werden, dass die beim Unfall vom 3.
Juli 2004 erlittene Verletzung spätestens bis zur Einstellung der Leistungen am 31.
August 2007 vollständig abgeheilt war und eine natürliche Kausalität zwischen den
geklagten Beschwerden und dem fraglichen Unfall im Sinn des Vorliegens von
organischen Restfolgen über dieses Datum hinaus nicht mehr besteht. - Ab 6.
September 2004, d.h. rund zwei Monate nach dem streitigen Unfall, arbeitete der
Beschwerdeführer ohne unfallbedingte Minderleistung wieder zu 100%, zunächst an
seinem ehemaligen Arbeitsplatz und ab Dezember 2004 in einer leichteren Tätigkeit bei
der A._ (Suva-act. 26, 27). Anfangs Juni 2005 kündigte ihm die Arbeitgeberin aus
unfallfremden Gründen (Suva-act. 29), worauf er eine Stelle als Schweisser antrat.
Auch hier erbrachte er die volle Arbeitsleistung (Suva-act. 30). Diese Stelle wurde ihm
wiederum aus unfallfremden Gründen per Ende Oktober 2006 gekündigt (Suva-act. 39).
Kreisarzt Dr. D._ erhob anlässlich seiner Untersuchung vom 18. Oktober 2004
lediglich zwei geringfügige klinische Befunde, einen minim erhöhten Tonus im
Trapezius rechts und eine minim eingeschränkte Kopfwendbewegung in Neutrale. Im
Übrigen waren die Befunde unauffällig (Suva-act. 21). Dr. C._ hatte zuvor in seinem
Bericht vom 6. Oktober 2004 festgehalten, die Beschwerden würden deutlich
aggraviert und seien nur sehr bedingt glaubhaft (Suva-act. 18). Entsprechend hat er mit
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seinen Diagnosen eines Zervikookzipitalsyndroms sowie eines
Zervikobrachialsyndroms lediglich das Beschwerdebild fassbar gemacht, ohne es
dabei eindeutig einem organischen Korrelat zuzuordnen. Das Vorliegen von
Schmerzsyndromen bedeutet keinesfalls automatisch auch das Vorliegen
unfallkausaler Gesundheitsschädigungen. Laut Roche Lexikon Medizin (5. Aufl.,
München 2003, S. 1791) handelt es sich bei einem Syndrom um ein sich stets mit etwa
den gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer Symptomatik mit weitgehend identischem
"Symptomenmuster" manifestierendes Krankheitsbild mit unbekannter, vieldeutiger,
durch vielfältige Ursachen bedingter oder nur teilweiser bekannter Ätiogenese. Die
neurologische Untersuchung durch Dr. E._ vom 4. Juli 2007 zeigte schliesslich
ebenfalls keine objektivierbaren pathologischen Befunde. Sie ergab insbesondere
keinen Hinweis auf eine zervikale Radikulopathie. Die Ärztin hielt im gleichentags
erstellten Untersuchungsbericht fest, eventuelle postcommotionelle Beschwerden wie
auch die kreisärztlich festgestellten Residualbeschwerden im Nackenbereich müssten
inzwischen abgeklungen sein. Es sei zu einer Chronifizierung mit Symptomausweitung
gekommen, mit chronischen Spannungstypkopfschmerzen und chronischen
Zervikalgien mit diffuser Schmerzausstrahlung. Der Beschwerdeführer sei zudem
psychisch auffällig. Er wirke verstimmt und desinteressiert (Suva-act. 44). Die
Untersuchungsergebnisse von Dr. E._ vermögen mithin keinerlei unfallkausale
Restfolgen zu belegen und fügen sich in die medizinischen Erhebungen der anderen
Ärzte sowie die faktische Situation an den verschiedenen Arbeitsplätzen ein. Eine
Chronifizierung spricht nicht für ein unfallkausales Substrat. Im Verlauf einer solchen
wird das ursprünglich erlittene Verletzungsmuster für das Ausmass der erlebten
Behinderung immer bedeutungsloser. Andere Faktoren, wie zum Beispiel das
Individuum selber, die Arbeitsumstände, das soziale Umfeld, das medizinische und
legale System sowie ökonomische Umstände spielen eine massgebende Rolle (vgl.
Bär/Bertrand/Kiener, Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 67 vom Dezember 1994,
S. 45 ff.). Keiner der medizinischen Berichte enthält einen Hinweis auf eine fassbare
gesundheitliche Beeinträchtigung, für welche der Unfall als Ursache betrachtet werden
könnte. Auch von Seiten der medizinischen Forschung (Gerhard Jenzer, Klinische
Aspekte bei HWS-Belastungen durch Kopfanprall oder Beschleunigungsmechanismus:
Grenzbereich zum leichten Schädel-Hirn-Trauma, in: SZS 1996 S. 462 ff.) wird
festgehalten, der typische posttraumatische Verlauf nach einem "leichten" Schädel-
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Hirn-Trauma bzw. einer Beschleunigungsverletzung entspreche einer Erholung innert
sechs bis zwölf Wochen (S. 467). Ungewöhnlich lang dauernde und schwere Verläufe
nach Beschleunigungsverletzung würden bei Fehlen der klinischen Kriterien einer
traumatischen Hirn- bzw. HWS-Schädigung nach einer Interpretation ausserhalb einer
hirnorganischen Schädigung bzw. Schädigung im HWS-Bereich rufen (S. 469 mit
Hinweis und S. 463; vgl. auch Bogdan P. Radanov, Über den Stellenwert der
neuropsychologischen Diagnostik bei Patienten nach HWS-Distorsion, in: SZS 1996 S.
471 ff. und S. 475). Im Übrigen ist von Bedeutung, dass eine gesundheitliche
Schädigung nicht schon dann als durch den Unfall verursacht gelten kann, wenn sie
zeitlich nach diesem aufgetreten ist (vgl. BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb). Die Aussage des
Beschwerdeführers, die Nacken- und Hinterkopfbeschwerden seien seit dem Unfall nie
gänzlich weggegangen (Suva-act. 39), vermag schliesslich ebenfalls keinen konkreten
Anhaltspunkt für das Weiterbestehen von unfallkausalen organischen Beschwerden
darzubringen.
6.
6.1 Der Bericht von Dr. E._ vom 4. Juli 2007 enthält einen Hinweis auf eine
psychische Komponente. Eine psychiatrische Untersuchung des Beschwerdeführers
wurde jedoch bis anhin nicht durchgeführt. Eine Rückweisung der Sache zur Vornahme
einer solchen erübrigt sich indessen. Gleiches gilt für eine polydisziplinäre
Begutachtung. Derartige weitere medizinische Abklärungen wären nämlich lediglich
geeignet, den natürlichen Kausalzusammenhang weiter auszuleuchten. Selbst bei
Bejahung der natürlichen Kausalität müsste jedoch eine weitergehende Leistungspflicht
der Beschwerdegegnerin verneint werden, da es, wie nachfolgend (Erwägung 6.4) zu
zeigen ist, am kumulativ vorausgesetzten adäquaten Kausalzusammenhang fehlt. Nach
dem in Erwägung 3 und 5 Gesagten wäre die Adäquanzprüfung grundsätzlich nach
Massgabe der in BGE 115 V 133 entwickelten Kriterien vorzunehmen (vgl. Erwägung
2.2). Die Adäquanz ist jedoch selbst bei Anwendung der mit BGE 117 V 359
eingeführten bzw. mit BGE 134 V 109 modifizierten, für den Beschwerdeführer
vorteilhafteren Schleudertrauma-Praxis ohne Unterscheidung zwischen somatischen
und psychischen Beschwerden zu verneinen. Die Beschwerdegegnerin legte im
angefochtenen Einspracheentscheid die rechtlichen Voraussetzungen des Vorliegens
eines adäquaten kausalen Zusammenhangs bei Schleudertraumen oder
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schleudertraumaähnlichen Verletzungen zutreffend dar (Erwägung 5); darauf ist zu
verweisen.
6.2 Die Adäquanzprüfung hat nach Abschluss des normalen, unfallbedingt
erforderlichen Heilungsprozesses zu erfolgen, und nicht solange von einer Fortsetzung
der ärztlichen Behandlung noch immer eine namhafte Besserung erwartet werden kann
(= Fallabschluss gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG; Urteil des EVG vom 11. Februar 2004 i/S
K. [U 246/03]; BGE 134 V 112 ff. E. 3 und 4). Sind die Voraussetzungen für den
Fallabschluss erfüllt, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit
gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine
Integritätsentschädigung abzuschliessen. Der Fallabschluss durch den
Unfallversicherer bedingt laut Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2008 i/S G.
(8C_467/2008, E. 5.2.2.2) lediglich, dass von weiteren medizinischen Massnahmen
keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann, nicht
aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger erforderlich ist. Der
Gesundheitszustand der versicherten Person ist dabei prognostisch und nicht aufgrund
retrospektiver Feststellungen zu beurteilen (RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388 E. 3.1).
6.3 Nach dem Unfall wurde der Beschwerdeführer mit Physiotherapie und Analgetika
behandelt. Die Medikamente wurden ihm anlässlich regelmässiger Konsultationen beim
Hausarzt – zunächst wöchentlich, später jede zweite Woche - verschrieben. In seinem
Bericht an den Kreisarzt vom 6. Oktober 2004 stellte Dr. C._ die Frage, ob eine
weiterführende Therapie noch sinnvoll sei oder ob allenfalls ein Kurzaufenthalt in
Bellikon weiterführe (Suva-act. 18). Dr. D._ antwortete am 18. Oktober 2004, der
Beschwerdeführer sei in einer angepassten, leichteren Arbeit weiterhin zu 100%
arbeitsfähig und medizinisch seien zur Zeit keine weiteren Massnahmen indiziert. Der
Beschwerdeführer sollte nicht in medizinisch strenge, therapeutische Optionen
eingebunden werden. Gegebenenfalls empfehle er eine nochmalige
Physiotherapieserie (Suva-act. 21). Dr. C._ kam dieser Empfehlung nach, sah jedoch
von weiteren Therapien ab (Suva-act. 23, 35). Der Beschwerdeführer suchte seinen
Hausarzt fortan nur noch bei Bedarf bzw. sporadisch auf (Suva-act. 31, 32). Im Frühjahr
2007 folgte eine weitere Physiotherapieserie (Suva-act. 36). Von Dr. E._ wurden
entsprechend dem von ihr am 4. Juli 2007 erhobenen Befund keine Therapievorschläge
gemacht (Suva-act. 44). Per 31. August 2007 stellte die Beschwerdegegnerin die
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Leistungen ein und führte die Adäquanzprüfung durch (Suva-act. 45, 58). - Der
Fallabschluss auf diesen Zeitpunkt ist nicht zu beanstanden, waren die beim
Beschwerdeführer durchgeführten Therapien doch durchwegs dieselben und dienten in
erster Linie der Schmerzlinderung sowie der Stabilisierung des Befindens. Von Ende
Mai 2006 bis Februar 2007, d.h. während rund dreiviertel Jahren, fanden gar keine
Konsultationen bei Dr. C._ statt (Suva-act. 35, 39). Massgebende neue intensive
Therapieformen wurden weder vor noch nach dieser Behandlungspause näher in
Erwägung gezogen. Angesichts dieser Entwicklung wurde somit spätestens im
Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine namhafte Verbesserung des
Gesundheitszustands des Beschwerdeführers mehr erwartet.
6.4
6.4.1 Beim Unfall vom 3. Juli 2004 handelte es sich um eine Auffahrkollision, bei
der der Beschwerdeführer mit seinem Personenwagen vor einem Fussgängerstreifen
stand, als der Lenker des nachfolgenden Personenwagens nicht mehr rechtzeitig
anhalten konnte und auf sein Heck auffuhr. Bei der im Rahmen der Prüfung des
adäquaten Kausalzusammenhangs vorzunehmenden Katalogisierung ist der Unfall vom
3. Juli 2007 aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs sowie mit Blick auf die
entsprechende Kasuistik (vgl. Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, UVG, 3. Aufl. Zürich 2003, S. 55 ff.)
bestenfalls den mittelschweren Unfällen zuzuordnen. Wie nachfolgend zu zeigen sein
wird, ist keines der in diesem Bereich zu erfüllenden Zusatzkriterien mit hinreichender
Klarheit erfüllt.
6.4.2 Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere
Eindrücklichkeit des Unfalls sind nicht gegeben. Insbesondere war der Unfallablauf ein
sehr kurzes Ereignis und der Beschwerdeführer war angegurtet (vgl. Kasuistik zu
diesem Kriterium in Rumo-Jungo, a.a.O., S. 58-64, sowie Urteile des EVG vom 23.
November 2004 i/S B., E. 2.3 [U 109/04] und vom 2. März 2005 i/S S., E. 5.1 [U
309/03]). Selbst eine hinzutretende Bewusstlosigkeit würde an dieser Beurteilung
nichts ändern.
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6.4.3 Das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung
ist ebenso nicht erfüllt. Die Diagnose eines Schleudertraumas bzw. einer äquivalenten
Verletzung vermag die Schwere oder besondere Art der Verletzung für sich allein nicht
zu begründen. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma
typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild
beeinflussen können. Diese können beispielsweise in einer beim Unfall
eingenommenen Körperhaltung und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen
(RKUV 2003 Nr. U 489 S. 361 E. 4.3). Solche Umstände sind hier nicht gegeben.
Schleudertraumatypische Beschwerden sind sodann weder gehäuft noch in
besonderer Schwere aufgetreten. Die nach dem Unfall geklagten Nacken- und
Kopfschmerzen mögen zwar als unangenehm bezeichnet werden, sind jedoch als
Auswirkung eines Unfalls in keiner Weise einer schweren oder besonderen Verletzung
gleichzusetzen. Strukturelle Schädigungen oder äussere Verletzungen hat der
Beschwerdeführer bekanntlich nicht erlitten.
6.4.4 Die ärztliche Behandlung des Beschwerdeführers beschränkte sich auf –
mit der Zeit nur noch sporadische - hausärztliche Kontrolluntersuchungen, die
Einnahme von Schmerzmitteln sowie physiotherapeutische Behandlungen.
Irgendwelche intensiven Therapien wurden nicht durchgeführt. Angesichts dieser
Aktenlage ist festzustellen, dass nach dem fraglichen Unfall bis zum Fallabschluss
nach Art. 19 Abs. 1 UVG das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden
ärztlichen Behandlung nicht im Sinn des rechtsprechungsgemäss neu geforderten
Ausmasses als erfüllt zu betrachten ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 5.
September 2008 i/S I. [8C_52/2008], E. 8.2). Zu verneinen sind auch die Kriterien des
schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher Komplikationen. Eine ärztliche
Fehlbehandlung liegt unbestrittenermassen nicht vor.
6.4.5 Adäquanzrelevant wären im Weiteren in der Zeit zwischen dem Unfall und
dem Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG ohne wesentlichen Unterbruch bestehende
erhebliche Beschwerden. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers erachtet dieses
Kriterium als erfüllt. Beschwerden hätten ohne wesentlichen Unterbruch vorgelegen
und den Beschwerdeführer im Lebensalltag entsprechend beeinträchtigt. Er habe auf
die Zähne gebissen und nicht immer gleich den Arzt konsultiert. Nun werde ihm
deswegen vorgehalten, ärztliche Behandlungen seien nur bei Bedarf und in grösseren
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Abständen notwendig gewesen und er hätte keine erheblichen Beschwerden gehabt. -
Ohne die Beschwerden des Beschwerdeführers gänzlich in Abrede stellen zu wollen,
ist den Ausführungen seines Rechtsvertreters entgegenzuhalten, dass sich die
Erheblichkeit der Beschwerden unter anderem nach der Beeinträchtigung, welche die
verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt, beurteilt (BGE 134 V
128 E. 10.2.4). Angesichts der in Erwägung 5.3 dargelegten faktischen Umstände war
jedoch der Lebensalltag des Beschwerdeführers – selbst wenn davon ausgegangen
wird, dass er auf die Zähne gebissen hat – offensichtlich nicht derart eingeschränkt,
dass das Kriterium der erheblichen Beschwerden in der geforderten Ausprägung als
erfüllt bezeichnet werden könnte.
6.4.6 Angesichts der in Erwägung 5.3 dargelegten Arbeits- bzw.
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers muss schliesslich auch das Kriterium
erheblicher Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen eindeutig verneint
werden.
6.4.7 Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass keines der Zusatzkriterien als
erfüllt betrachtet werden kann. Die Adäquanz der noch geklagten Beschwerden zum
Unfall vom 3. Juli 2004 ist daher zu verneinen.
7.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten
sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG