Decision ID: cf75453b-4b3e-47e8-965a-fa5b1044b92d
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1957,
war
seit Februar 2011
als Bau
konstrukteur
tätig und
meldete sich
am 3
1.
August 2016
bei der Invalidenversi
cherung zum Leistungsbezug an
(
Urk.
7/2
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisc
he und erwerbliche Situation ab
und veranlasste
ein psychiatrisches Gutachten
, welches am
7.
Dezember 2017
er
stattet wurde
(
Urk.
7/49/1-52
)
.
Im Zusammenhang mit der
psychiatrisch
en Be
gutachtung erfolgte
am 2
2.
September 2017 eine neuro
logische Untersuchung
(
Urk.
7/49/53-55
)
.
Nach durchgeführ
tem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7
/53,
Urk.
7/60,
Urk.
7/65
) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
8.
März 2018 (
Urk.
7/68 =
Urk.
2
) einen Rentenanspruch.
2.
Der Versicherte erhob am 2
1.
März 2018 Beschwerde gegen die Ve
rfügung vom
8.
März 2018 (
Urk.
2
) und beantragte, diese sei aufzuheben
und es seien ihm Le
is
tungen, insbesondere eine Ren
te,
auszuri
c
hten
(
Urk.
1 S. 2 oben)
. Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
8.
Mai 2018 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde.
Am 2
6.
Juni 2018 erstattete der psychiatrische Gutachter eine er
gänzende Stellungnahme (
Urk.
12).
Am 2
4.
Juli 2018
2018
reichte der Beschwer
deführer die Replik (
Urk.
16) ein. Mit Schreiben vom 3
1.
Juli
2018
beantragt
e
die Be
schwerdegegnerin weiterhin die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
18), was dem Beschwerdeführer am
5.
September 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
19).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig
gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arz
tes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi
cherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärzt
lichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging
in der angefochtenen Verfügung
(
Urk.
2)
gestützt auf die medizinischen Abklärungen
–
insbesondere das
psychiatrische Gutachten –
davon aus, dass
die Arbeitsunfähigkeit aus medizinischer Sicht
zwar gerecht
fertigt sei, aus IV-
rechtlicher Sicht
jedoch
keine Beeinträchtigung
bestehe
, die
eine länger andauernde Arbeitsunfähigkeit hervorrufe
(
S. 1)
.
Es lägen auch deut
liche IV-fremde psychosoziale Faktoren vor, welche bei der Beurteilung der Ar
beitsfähigkeit nicht berücksichtigt werden könn
t
en
(
S. 2
oben
)
.
2.2
Demgegenüber vertrat der Beschwerdeführer
den Standpunkt
(
Urk.
1)
, aus näher genannten Gründen
bestehe eine
100%
ige Arbeitsunfähigkeit in der angestamm
ten, anspruchsvollen Tätigkeit als CAD-Konstrukteur.
Wie hoch die Arbeitsunfä
higkeit in angepasster Tätigkeit noch wäre, sei theoretisch nicht geklärt. Es
sei jedenfalls fraglich, ob er als 62-J
ährige
r
eine allenfalls theoretisch in angepasster Tätigkeit vorhandene Restarbeitsfähigkeit
realistischerweise
am ersten Arbeits
markt noch realisieren könne
(
S. 8
Ziff.
15)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist,
wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit und einem allfälligen Rentenanspruch verhält.
3.
3
.1
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und
für
Kardi
ologie,
berichtete
am
8.
März 2016
über die gleichentags erfolgte kardiologische Abklärung
(
Urk.
7/33/2-4)
und führte aus
, dass sich keine objektivierbaren Hin
weise für eine kardiale Ursache der progredienten Ans
trengungsdyspnoe finden liessen
. Der Befund spreche gegen eine koronarischämische Ursache der
g
eklag
ten
Dyspnoebeschwerden
(S. 3 unten)
. In Anbetracht der erhobenen Befunde, be
stehe eine prognostisch günstige Situation, welche ein exspektatives weiteres Vorgehen zulasse. Die Anstrengungsdyspnoe bleibe insgesamt unklar, wobei eine körperliche
Dekonditionierung
bei einem Trainingsmangel sowie eine chronisch obstruktive
Pneumopathie
bei Zustand nach einem langjährigen Nikotinabusus im Vordergrund stünden
(S. 4)
.
3.
2
Dr.
med
Z._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und
für
Pneumologie,
stellt
e in
ihrem Bericht vom 3
1.
März 2016
zur
pneumologi
schen
Untersuchung vom 1
8.
bis
3
1.
März 2016
(
Urk.
7/33/8-10
=
Urk.
7/37/10-12
)
unter anderem
eine aktuelle
,
leichtgradige manifeste bronchiale Hyperreagi
bilität
fest
, für die der Beschwerdeführer aber im Alltag as
ymptomatisch sei
und welche wahrscheinlich im Rahmen der viralen Infektion im Dezember 2015 oder auch anfangs Februar 2016
aggraviert
gewesen sei
. Für die aktuelle persistierende Kurzatmigkeit weise sie aber keine Signifikanz auf.
In ihrem Bericht vom 1
4.
April 2016
zur gleichentags erfolgten
pneumologischen
Nachkontrolle machte
Dr.
Z._
vergleichbare Angaben (
Urk.
7/33/6-7).
3.
3
Dr.
med
A._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, führte in ihrem Bericht
vom
8.
November 2016 (
Urk.
7/31/2-4) aus, dass sie den Beschwer
deführer vom
8.
März bis
4.
Juli 2016 ambulant behandelt
hab
e (S. 2
Ziff.
1.2)
, und nannte folgende
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2
Ziff.
1.1):
-
Erschöpfung b
ei Durchschlafproblemen seit Februar
2016
-
Hyperventilationstendenz bei vermehrter Mundatmung und
Rhinopathie
-
Status nach Hyperthyreose (Erstdiagnose 2000), aktuelle
euthyreotische
Stoffwechsellage
-
Übergewicht, BMI 29
Sodann führte sie die folgenden Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auf (S. 2
Ziff.
1.2):
-
Status nach Hyperthyreose und Übergewicht BMI 29
-
Obstruktive Bronchitis bei viralem Infekt vom 2
7.
Juni 2016
-
Stopp Nikotinabusus seit April
2015
Sie attestierte
eine Arbeitsunfähigk
eit von 100
%
vom 1
5.
April bis
2.
Mai 201
6.
Da sie den Beschwerdeführer seit
Mai 2016 nicht mehr gesehen habe, könn
e sie zu möglichen Eingliederungsmassnahmen keine Stellung nehmen.
3.
4
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie
sowie
für
Kinder- und Jugendpsychiatrie und
–
psychotherapie
,
und
Dr.
rer
. nat.
C._
, Psychologe
,
führten in
ihrem Bericht vom
2
8.
März 2017
(
Urk.
7/37/1-9) aus, dass sie den Beschwerdeführ
er seit 2
5.
April 2016 behandelten
(
Ziff.
1.2). Sie nannten die folgenden
, hier verkürzt aufgeführten,
Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
(
Ziff.
1.1.):
-
rezidivierende depressive Episode, gegenwärtig mittelgradige Episode be
stehend seit zirka
1.
Quartal 2016
(ICD-10 F33.1)
-
Depression und Üb
erlastungssyndrom
2010
durch Hausarzt
diagnostiziert
(ICD-10 F32.9 und F48)
-
a
namnestisch vermutlich erstes Auftreten einer mittelgradigen depressi
ven Episode bereits 2004 (ICD- F32.1)
-
n
ichtorganis
che Insomnie; bestehend seit zirka
1.
Quartal 2016
(ICD- F51.0)
Sie a
ttestierten
eine Arbeitsunfähigkeit
als Baukonstrukteur von
100
%
seit
8.
März 201
6.
Im Zusammenhang mit einer Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit
,
bestünden die folgenden schweren Einschränkungen in Bezug auf: An
passung an Regeln und Routinen (wenn von aussen vorgegeben und beispiels
weise im Rahmen einer Projektarbeit mit Zeitdruck versehen), Planung und Struk
turierung von Aufgaben (schnelles Gefühl der Überforderung, Kontrollverlust), Flexibilität und Umstellung, Durchhaltefähigkeit (schnelles Ermüden und Kon
zentrationseinbussen bei Bildschirmarbeit – hingegen gutes Durchhalten in
selbstgewählten arbeitsfernen Kontexten wie beispielsweise der Gestaltung von Fotoalben), Selbstbehauptungsfähigkeit (Problem des automatischen Zurückfalles in bekannte Arbeitsmuster und Anpassung an Anforderungen mit der Gefahr der Verschlechterung der Symptomatik), Spontanaktivitäten, Selbstpflege (Missach
ten eigener Belastungsgrenzen, Schlafhygiene, Erholungspausen), Konzentration und mittelschwere Einschränkungen in Bezug auf Entscheidungs- und Urteilsfä
higkeit (S. 4-5
Ziff.
1.7).
Eine Tätigkeit im zuletzt besetzten Arbeitsumfeld als Baukonstrukteur sei aktuell nicht möglich. Ein genauer Umfang
der Arbeitsunfähigkeit
in einem neuen Ar
beitsfeld sei derzeit nicht bestimmbar. Es erscheine wichtig
,
dem Beschwerdefüh
rer einen sanften Einstieg in die Arbeitswelt zu ermöglichen, damit er seine eige
nen Fähigkeit
en
und Grenzen einzuschätzen lerne und durch Selbstwirksamkeits
erleben Zuversicht in die
Bewältigbarkeit
seiner Arbeit entstehen könne.
Eine Rückkehr in den bisherigen Bereich des Baukonstrukteurs sei aktuell und even
tuell für immer nicht zu bewältigen (S. 5
Ziff.
1.8).
3.
5
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Neurologie
und
lic
. phil.
E._
, Neuropsychologin,
berichtete
n
am 2
2.
September 2017 über die glei
chentags erfolgte neuropsychologische Untersuchung
(
Urk.
7/49/53-58) und stellte
n
eine leichte Lern- sowie Abrufstörung von verbalem Material, ein insge
samt leicht bis mittelschweres
attentional-dysexekutives
Syndrom (mit leicht ein
geschränkter verbaler Ideenproduktion auf ein phonematisches Kriterium und Fehlerkontrolle, mittelschwere Defizite bei einer komplexeren computergestütz
ten Aufgabe zur
geteilten Aufmerksamkeit, schwer verminderte
visuo
-verbale In
formationsverarbeitungsgeschwindigkeit sowie Reaktionsgeschwindigkeit bei ei
ner computergestützten Aufgabe), fest. Weder auf Verhaltensebene noch testpsy
chologisch hätten sich Hinweise auf eine negative Antwortverzerrung ergeben, sodass die beschriebenen Befunde
als valide bewertet werden könn
t
en.
Die kog
nitiven Befunde sowie die Befunde auf Verhaltensebene wiesen auf eine vorwie
gend links
fronto
-limbische Funktionsstörung hin, welche einer leichten bis mit
telschweren neuropsychologischen Störung entspräche und gut mit Auswirkun
gen der psychiatrischen Grunderkrankungen erklärbar sei (S. 3 unten).
3.
6
Im Auftrag der Beschwerdegegnerin erstattete
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
und
für
Neurologie
,
am
7.
Dezember 2017 ein Gutachten
(
Urk.
7/49/1-52)
nach am 2
2.
August 2017 erfolgter
Untersuchung. Er stützte sich auf
ihm ü
berlassene
Akten
(S. 3 ff.)
,
die Angaben des Versicherten
(S
.
22 ff.
) und von ihm erhobene Befunde (S.
35 ff.
)
.
Er konnte keine Diagnose mit Auswirk
ungen auf die Arbeitsfähigkeit
stellen
(S. 43
Ziff.
5.1)
.
Er nannte
die fol
genden Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 43
Ziff.
5.2):
-
Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10 F42.21)
-
u
nspezifische leichte kognitive Störung, nicht in Verbindung mit einer Systemerkrankung, möglicherweise im Rahmen der diagnostizierten An
passungsstörung (ICD-10 F06.70)
-
Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung, per
fektionistische Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)
Bei dem Beschwerdeführer lie
ge keine psychiatrische Erkrankung vor, die geeig
net wäre, das positive Leistungsbild des Versicherten mittel- und längerfristig zu mindern. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bauzeichner bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.
Ausserdem habe die gutachterliche Konsistenzprüfung Hinweise auf nicht im geklagten Umfang vorhandene Funktionsbeeinträchtigun
gen ergeben (S. 49
Ziff.
6.3):
Diskrepanzen
-
zwischen den massiven subjektiven Beschwerden und der erkennbaren körper
lich-psychischen Beeinträchtigung in der Untersuchungssituation.
-
zwischen schwerer subjektiver Beeinträchtigung und dem weitgehend intakten psychosozialen Funktionsniveau bei der Alltagsbewältigung.
-
zwischen dem Ausmass der geschilderten Beschwerden und der Intensität der bisherigen Inanspruchnahme therapeutischer Hilfe.
-
zwischen den zeitnah zur Untersuchung als eingenommen angegebenen Me
dikamenten und deren Nachweis im Blutserum.
Zusammenfassend ergebe sich bei kritischer Würdigung ein
in
sich unschlüssiges, inkonsistentes Bild bezüglich der Aktenlage, der Eigenanamnese, der Beobach
tung, der Untersuchungsbefunde, der Selbsteinschätzungsskalen und dem Medi
kamenten-Monitoring.
Beim Beschwerdeführer lä
gen die folgenden nicht versi
cherungsmedizinisch relevanten psychosozialen Belastungsfaktoren vor: Kündi
gung der Arbeitsstelle, Erkrankung der Ehefrau, finanzielle Probleme, Alter
(S. 52
Ziff.
6.5.9)
.
3.
7
Am 2
6.
Juni 2018 erstattete
Dr.
F._
auf Ersuchen des Gerichts (
Urk.
9)
zu sei
nem Gutachten vom
7.
Dezember 2017
eine ergänzende Stellungnahme (
Urk.
12).
Die von
Dr.
D._
und
lic
. phil.
E._
festgestellte leichte bis mittel
schwere neuropsychologische Störung könne nich
t nachvollzogen werden. Sie sei
en
aufgrund der Aktenlage von einer rezidivierenden depressiven Stö
rung, ge
genwärtig mittelgradige
Episode
,
aus
gegangen, und
zum Schluss
gekommen
, die neuropsychologische Störung sei mit den Auswirkungen der psychiatrischen Grunderkrankung erklärbar. Es liege, so
Dr.
F._
, aber keine depressive Episode
vor und bei einer Anpassungsstörung handle es sich um eine leichte depressive Reaktion auf ein belastendes Ereignis
(S. 3 unten)
.
Die von
Dr.
B._
und
Dr.
C._
gestellte Diagnose einer affektiven Störung könne nicht bestätigt werden.
Es liege eine Anpassungsstörung, längere depres
sive Reaktion vor, die keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe (S. 4 oben). Auch im Rahmen der neuropsych
ologischen Untersuchung bei
Dr.
D._
und
lic
. phil.
E._
sei festgehalten worden, dass der Beschwerdeführer präzise und allseits orientiert gewesen sei, initial sich affektiv unauffällig, bei der Be
fundbesprechung dann jedoch etwas affektlabil und besorgt gezeigt habe. Diese Befunde sprächen gegen eine depressive Episode. Insbesondere habe kongruent zu seiner Untersuchung auch im Rahmen der neuropsychologischen Untersu
chung bei
Dr.
D._
und
lic
. phil.
E._
keine durchgehend gedrückte Stimmung objektiviert werden können. Eine depressive Episode sei somit auch zum Zeitpunkt der Untersuchung bei
Dr.
D._
und
lic
. phil.
E._
aus
geschlossen
(S. 4 oben)
.
Nach der ICD-10 handle es sich bei der Kategorie der Anpassungsstörungen um Zustände von subjektivem Leiden und emotionaler Beeinträchtigung, die soziale Funktionen und Leistungen behinderten. Diese Leiden und Beeinträchtigungen würden nach einer einschneidenden Lebensveränderung, nach einem belastenden Lebensereignis oder bei Vorhandensein oder der drohenden Möglichkeit von schweren körperlichen Krankheiten auftreten. Es sei davon auszugehen, dass das Krankheitsbild nicht ohne die Belastung entstanden wäre. Die Störung beginne meist innerhalb eines Monats nach dem belastenden Ereignis oder der Lebensver
änderung. Die Symptome hielten meist nicht länger als sechs Monate an, ausser bei der längeren depressiven Reaktion (ICD-10 F43.21). So sei die Anpassungs
störung mit längerer depressiver Reaktion als ein leichter depressiver Zustand als Reaktion auf eine länger anhaltende Belastungssituation zu verstehen. Die de
pressive Episode solle jedoch insgesamt nicht länger als zwei Jahre anhalten
(S. 4)
.
Es handle sich um keine dauerhafte psychiatrische Störung, somit begründe eine Anpassungsstörung
im IV-rechtlichen Sinne keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Mit Verweis auf die Leitlinien «Wegleitung zur Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit nach Unfall und bei Krankheit SIM» könne eine sol
che depressive Anpassungsstörung nur für eine begrenzte Zeit die Belastbarkeit hinsichtlich der Arbeitsbewältigung und der Arbeitszeit einschränken
(S. 4 f.). Aus der Versicherungsakte sei ersichtlich, dass beim Beschwerdeführer multiple nicht versicherungsmedizinisch relevante psychosoziale Belastungsfaktoren vor
lägen, eine in diesem Zusammenhang negativ getönte Stimmungslage wie Be
drücktheit oder Pessimismus werde bei akuten oder länger dauernden Belastun
gen sozialer Art ebenso angetroffen wie bei chronischen Beschwerden, die von einer Krankheit hervorgerufen würden
(S. 5 oben)
.
Gemäss den «
Kriterien zur Bestimmung des Schweregrades einer neuropsycholo
gischen Störung sowie Zuordnungen zur Funktions-
und Arbeitsfähigkeit» erfor
der
e
die Diagnose einer leichten bis mittelgradigen neuropsychologischen Stö
rung, um einen Grad der
Arbeitsunfähig
keit von 30-50
%
zu begründen
(S. 5)
:
(a)
e
ine oder allenfalls zw
ei kognitive Teilfunktion sind deutlich
-
mehr als 2 Stan
dardabweichungen (SD =
Standard Deviation)
unter
dem Mittelwert
-
so
wie weite
re leicht verminder
t (1 bis 2 SD
unter dem Mittelwert), und/oder
(b)
leichte bis mittelschwere Auffälligkeiten in den Bereichen der Affektivität, des Verhaltens oder der Persönlichkeit
(c)
Die
Funktionsfähigkeit ist
im Alltag und unter den
meisten
beruflichen Anfor
derungen
leicht
eingeschränkt. Die Person fällt
in ihrem sozialen Umfeld leicht auf. In Berufen oder bei Aufg
aben mit hohen Anforderungen ist
die Funktions
fähigkeit aber mittelgradig eingeschränkt
.
Im Bericht von
Dr.
D._
und
lic
. phil.
E._
seien
zwar die angewendeten Testverfahren beschrieben
, aber
es seien
nur allgemeine Kriterien de
r Leistungs
einschätzung genannt
und die Testergebnisse nicht - wie gefordert - in Form allgemein bekannter Skalenwerte präzise dokumentiert
worden
. Ob Punkt a) bei dem Versicherten zutreffend sei, könne anhand des Berichts demnach nicht be
urteilt werden
(S. 5 unten S. 6 oben).
Die Punkte b) und c) träfen auf den Versi
cherten aufgrund der erhobenen Befunde und den Angaben des Versicherten während der Begutachtung aus Sicht von
Dr.
F._
nicht zu
(S. 6 oben)
.
In den Kriterien werde im Weiteren explizit darauf hingewiesen, dass es sich b
ei den Richtwerten lediglich
um
orientierende
Angaben handle. Der Grad der Arbeits
unfähigkeit könne jedoch – in Abhängigkeit der Charakteristika einer Störung sowie des jeweiligen beruflichen Anforderungsprofils – erheblich von diesen Richtwerten abweichen
(S. 6 oben)
.
Dr.
F._
verwies
auf die in seinem Gutachten
aufgeführten Inkonsistenzen und Diskrepanzen sowie
die
psychosozialen
Belastungsfaktoren.
Im Rahmen der Be
gut
achtung
hab
e
es keine Hinweise gegeben, dass nicht von einer tatsächlichen Überwindbarkeit
der subjektiv erlebten D
efizite ausgegangen werden könn
e
(S. 6)
.
Aus seiner Sicht
könn
e nicht ausgeschlossen werden, dass die unspezifischen kognitiven Defizite gegebenenfalls als Nebenwirkung der medikamentösen Be
handlung anzusehen seien und spätestens nach Absetzen der medikamentösen Behandlung mit Benzodiazepinen überwiegend wahrscheinlich remittierten
(S. 7 unten). Sollten weiterhin kognitive Defizite geltend gemacht werden, so
sei frü
hestens
drei Monate nach Absetzen der Behandlung mit Benzodiazepin-Ab
kömmlingen eine neuropsychologische Begutachtung des Beschwerdeführers in Auftrag zu geben (S. 7 unten und S. 8 oben).
Dr.
F._
hielt an seiner Beurteilung fest und attestierte dem Beschwerde
führer
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für alle Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt
(S. 8)
.
4.
4.1
Dr.
B._
und
Dr.
C._
erwogen
im
März 2017 (E. 3.5), dass der Beschwerde
führer
in der Tätigkeit als Baukonstrukteur 100
%
arbeitsunfähig sei. Ein genauer Umfang
der Arbeitsunfähigkeit
in einem neuen Arbeitsumfeld sei derzeit nicht bestimmbar.
Eine Rückkehr in den bisherigen Bereich des Baukonstrukteurs sei aktuell und eventuell für immer nicht zu bewältigen
.
Dr.
D._
und
lic
. phil.
E._
führten im
September 2017
aus
(E. 3.6), dass d
ie kognitiven Befunde sowie die Bef
unde auf Verhaltensebene
auf eine vorwie
gend links
fronto
-limbische Funktionsstörung hin
wiesen
, welche einer leichten bis mittelschweren neuropsychologischen Störung entspräche und gut mit Aus
wirkungen der psychiatrischen Grunderkrankungen erklärbar sei
. Zur Arbeitsfä
higkeit äusserten sie sich nicht.
Demgegenüber führte
Dr.
F._
im
Dezember 2017 (E. 3.7) aus, dass bei dem Be
schwerdeführer
keine psychiatrische Erkrankung vor
liege
, die geeignet wäre, das positive Leistungsbild des Versicherten mittel- und längerfristig zu mindern.
Es
lägen nicht ver
sicherungsmedizinisch relevante psychosoziale
Belastungsfakto
ren vor
.
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bauzeichner bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.
In seiner ergänzenden Stellungnahme vom
2
6.
Juni 2018 (E. 3.8)
hielt
er
an seiner Beurteilung fest und
attestierte dem Beschwerdeführer
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für alle Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt
.
4.2
Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsan
wendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorge
gebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe
der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Ab
schätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeinträchtigun
gen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1).
Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf
hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen las
sen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswür
digung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch an
hand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und so
mit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich im
mer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwor
tet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann somit der Beweis für eine lang an
dauernde und erhebliche gesundheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung ein stimmiges Gesamtbild einer Ein
schränkung in allen Lebensbereichen (Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeits
unfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist der Beweis nicht geleistet und nicht zu er
bringen, was sich nach den Regeln über die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person auswirkt (BGE 144 V 50 E. 4.3
).
4.3
Zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers stützte sich die Be
schwerdegegnerin auf das von
Dr.
F._
erstattete G
utachten
(vorstehend E. 3.8)
. Das
Gutachten entspr
icht
den allgemein beweisrechtlichen Anforderungen an ei
nen ärztlichen Bericht
, beruht
auf einer um
fassenden Untersuchung und setz
t
sich
mit den geklagten Beschwerden und
dem Verhalten des Beschwerdeführers
aus
einander. Soweit
Dr.
F._
zu einer abweichenden Einschätzung als der behan
delnde Psychiater und Psychotherapeut gelangte, zeigte
er
nachvollziehbar auf, weshalb die von
Dr.
G._
und
Dr.
C._
gestellte Diagnose einer
rezidivieren
de
n
, derzeit
mittelgradigen
,
depressive
n Episode nicht schlüssig sei
.
Die Kardinal
symptome einer Depression sind nicht gegeben, da sich objektiv kein Interessen
verlust, keine anhaltend gedrückte Stimmung und keine erhöhte Ermüdbarkeit feststellen lassen. Es liegen auch keine Hinweise auf ein vermindertes Selbstwert
gefühl, Schuldgefühle und einen verminderten Appetit vor (
Gutachten S.
48).
Zu
dem zeigten sich bei der gutachterlichen Konsistenzprüfung Hinweise auf nicht
im geklagten Umfang vorhandene Funktionsbeeinträchtigungen (
Gutachten S.
49
Ziff.
6.3).
B
eim Beschwerdeführer
liegen ausserdem
erhebliche psychosozi
ale Be
lastungsfaktoren vor
, die bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht berück
sichtigt werden können (
Gutachten S.
52
Ziff.
6.5.9).
Die beim Beschwerdeführer
schlüssig
diagnostizierte Anpassungsstörung mit längerer depressiven Reaktion
kann die Belastbarkeit für eine begrenzte Zeit einschränken, vermag aber keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu begründen
(
Urteile des Bun
desgerichts 9C_4/2013 vom 1
9.
Dezember 2013 E. 2.2 und 8C_322/2010 vom
9.
August 2010 E. 5.2; vgl
. auch
Dilling
/
Mombour
/Schmidt, Hrsg.
,
Internationale
Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F],
1
0.
Auflage, Bern 201
5
, S. 209
ff.
und
Urteil des Bundesgerichts 8C_76/2014 vom 3
0.
April 2014
E. 3.2)
.
Die Schlafstörungen, sowie Müdigkeit und Grübeln, sind auf die Anpas
sungsstörung aufgrund
der multiplen psychosozialen Belastungsfaktoren zurück
zuführen (
Gutachten S.
50).
In seiner ergänzenden Stellung
nahme
(vorstehend E. 3.9)
legte
Dr.
F._
nach
vollziehbar
dar, dass die Voraussetzungen einer Arbeitsunfähigkeit von 30-50
%
gemäss den «Kriterien zur Bestimmung des Schweregrades einer neuropsycholo
gischen Störung sowie Zuordnungen zur Funktions- und Arbeitsfähigkeit» nicht erfüllt sind.
Dr.
D._
und
lic
. phil.
E._
stellten eine leichte bis mittel
schwere neuropsychologische Störung fest, welche gut mit Auswirkungen der psychiatrischen Grunderkrankungen erklärbar sei. Aufgrund der Aktenlage gin
gen sie als Grunderkrankung von einer rezidivierenden depressiven Störung aus
, was
,
wie
oben dargelegt, durch
Dr.
F._
widerlegt wurde.
Gemäss den Kriterien müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein
. Ob allenfalls eine oder
zw
ei kognitive Teilfunktionen
deutlich (mehr als 2 SD unter dem Mittelwert) sowie weitere leicht vermindert (1
bis 2 SD unter dem Mittelwert)
sind,
kann nicht beurteilt werden, da die Formerfordernisse für die neurologischen Testverfahren nicht erfüllt wur
den.
Zu den zwei weiteren
Kriterien
fehlen die entsprechenden Befunde im Un
tersuchungszeitpunkt.
Es können keine leichten bis mittelschweren Auffälligkei
ten in den Bereichen der Affektivität, des Verhaltens oder der Persönlichkeit fest
gestellt werden.
Ebenso wenig
kann gesagt werden, dass die Funktionsfähigkeit im Alltag unter den meisten beruflichen Anforderungen leicht eingeschränkt ist, der Beschwerdeführer in seinem sozialen Umfeld leicht auffällt und in Berufen oder bei Aufgaben mit hohen Anforderungen die Funktionsfähigkeit mittelgradig eingeschränkt ist
(
Urk.
12 S. 5 f.)
.
Ausserdem weisen die Kriterien explizit darauf hin, dass es sich bei den Richtwerten lediglich
um orientierende
Angaben handelt. Der Grad der Arbeitsunfähigkeit kann
-
in Abhängigkeit der Charakteristika einer Störung sowie des jeweiligen beruflichen Anforderungsprofils
-
erheblich von
diesen Richtwerten abweichen (
Urk.
12 S.
6
).
Es ist unklar, ob der Beschwerde
führer zum Zeitpunkt der neuropsychologischen Untersuchung unter möglichen Auswirkungen und Nebenwirkungen der verschriebenen Medikamente stand, welche die Untersuchungsergebnisse hätten beeinflussen können.
Dr.
F._
macht
e
ergänzend darauf aufmerksam,
dass die Langzeitanwendung dieser Me
dikamente zusammen mit Alkohol absolut kontraindiziert
sei
(
Urk.
12 S. 6 f.)
.
Nach dem Gesagten kann e
ine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht festgestellt werden. Die ergänzende Stellungnahme von
Dr.
F._
erfüllt alle beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht vollumfänglich. Seine Argumentation ist schlüssig und nachvollziehbar, weshalb darauf abzustel
len ist.
4.5
D
er medizinische Sachverhalt
ist
mithin
dahingehend erstellt, dass keine rele
vante Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vorliegt. Damit erweist sich die
an
gefochtene Verfügung als rechtens, womit die dagegen erhobene
Be
schwerde ab
zuweisen ist
.
5.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Inva
lidenversicherung (IVG)
sind ermessensweise auf
Fr.
8
00.-- festzusetzen und aus
gangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.