Decision ID: c987a08d-2133-410b-b8bb-47a902bac217
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
Sp._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Leo R. Gehrer, Pestalozzistrasse 2,
9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente; berufliche Massnahmen
Sachverhalt:
A.
A.a Sp._ (Jahrgang 1945) meldete sich am 20. April 2003 (Eingang bei der IV-Stelle
St. Gallen am 23. März 2005) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an.
Er gab an, die Hilfsschule in A._ besucht zu haben und danach auf dem Bauernhof
und später auf der Baustelle ausgeholfen zu haben. Von August 1976 bis Februar 2003
habe er als Staplerfahrer bei B._/I._ gearbeitet. Er habe seit ca. 11 Jahren Rücken-
und Knieschmerzen (IV-act. 1). Gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto des
Versicherten bezog er von Mai 2003 bis Dezember 2004 Arbeitslosentaggeld (IV-act.
12). Dr. med. C._, Spezialarzt Orthopädie, berichtete der IV-Stelle am 11. Mai 2005,
der Versicherte leide an Lumboischialgie, Schmerzpersistenz bei St. n. Hüft-
Totalprothese rechts 2004, trikompartimentaler Chondropathie und St. n. medialer und
lateraler Teilmeniskektomie bei genu varum links 2000 sowie trikompartimentale
Chondropathie und St. n. medialer und lateraler Teilmeniskektomie rechts 2001. Dr.
C._ attestierte dem Versicherten eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit vom 6. Mai
bis 1. August 2004. Bis zum 3. April 2005 sei der Versicherte 50% arbeitsunfähig
gewesen. Seither bestehe wieder eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit. Er behandle
den Versicherten seit März 1999. Der Gesundheitszustand sei besserungsfähig.
Belastungsabhängig würden die Schmerzen in der rechten Leiste trotz der Implantation
eines Hüftgelenks andauern. Sodann bestünden seit Jahren und seit Wochen verstärkt
lumbale Schmerzen mit Ausstrahlung in die Wade besonders nachts. Schliesslich
berichte der Versicherte seit zwei bis drei Jahren über ruhe- und belastungsabhängige
Schmerzen bandförmig im linken Kniegelenk, auch im rechten Knie bestünden
belastungsabhängige Schmerzen. Dr. C._ führte aus, körperlich leichte Tätigkeiten,
die abwechslungsweise sitzend und stehend ausführt würden, seien dem Versicherten
zumutbar. Das Ausmass müsse in einem Gutachten festgelegt werden (IV-act. 16). Dr.
med. D._, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, berichtete der IV-Stelle am
25. August 2005, der Versicherte leide an einer Bursitis trochanterica Hüfte rechts bei
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St. n. Implantation einer Hüft-TP Mai 2004, rezidivierende ISG-Symptomatik rechts,
Lumboischialgie, Ansatztendinosen musculus glutaeus medius ed minimus mit
beginnender muskulärer Insuffizienz Hüfte rechts. Dr. D._ gab an, daneben bestehe
eine Minderintelligenz, die nur äusserst einfache Arbeiten erlaube. Eine Verbesserung
einer Arbeitsfähigkeit sei bei dieser Persönlichkeitsstruktur und Intelligenzstruktur
schlichtweg nicht möglich. Eine Arbeitsfähigkeit müsste von Neuropsychologen,
Psychiatern und Rheumatologen beurteilt werden (IV-act. 21).
A.b In den Akten befindet sich auch zwei an den Hausarzt gerichtete Arztberichte von
Dr. med. E._, Innere Medizin, speziell Rheumatologie FMH. Als Diagnosen führte Dr.
E._ in seinem Bericht vom 4. März 2004 eine fortgeschrittene Coxarthrose rechts,
eine mässige Coxarthrose links sowie ein chronisches lumbovertebrales Syndrom,
anamnestisch mit spondylogenen Ausstrahlungen bei lumbaler Hyperlordose,
Torsionsskoliose, Osteochondrose Th12/L1, beginnend L1/2, unregelmässiger Boden-
und Deckplatten Th12/L1 mit Randleistendefekt Th12/L1 bei wahrscheinlichem St. n.
Morbus Scheuermann sowie Spondylarthrosen der distalen LWS auf. Sodann
bestünden eine Varusgonarthrose beidseits bei arthroskopischer Teilmeniskektomie
beidseits 2000 und 2001 und eine Calcaneodynie links, anamnestisch auch rechts
("Fersensporn"). Dr. E._ stellte auf Grund der Untersuchungsergebnisse vom 6.
Februar 2004 die Indikation zur Implantation einer Totalendoprothesenimplantation der
rechten Hüfte. Aus rheumatologischer Sicht bestehe sicherlich eine Arbeitsunfähigkeit
für mittelschwere und schwere körperliche Tätigkeiten. Er fügte an, die Anamnese sei
bei dem wahrscheinlich intellektuell minderbegabten Versicherten nicht einfach zu
erheben. Im Bericht vom 21. September 2004 stellte Dr. E._ fest, dass es zu einer
Prothesenschaftlockerung nach Totalendoprothesenoperation der Hüfte rechts wegen
Coxarthrose am 6. Mai 2004 mit DD low grade infect gekommen sei. Betreffend die
übrigen Diagnosen verwies er auf seinen Bericht vom 5. März 2004 (richtig 4. März
2004). Der Arzt gab an, das weitere therapeutische Procedere sollte primär vom
Orthopäden festgelegt werden. Mittel- bis langfristig dürfte ein Wechsel der
Totalendoprothese rechts kaum zu umgehen sein. Gegenüber dem RAV bestätige er
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Geeignet seien lediglich überwiegend sitzend
ausgeführte, körperlich leichte, intellektuell nicht anspruchsvolle Tätigkeiten. Solche
Arbeiten könnten vom Versicherten halbtags ausgeführt werden (IV-act. 8).
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A.c Die IV-Stelle ersuchte den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) Ostschweiz um eine
Stellungnahme. Dr. F._ führte in seinem Bericht vom 27. März 2006 aus, die
medizinische Situation sei aus Sicht des RAD nicht ganz nachvollziehbar. Es bestünden
keine Hinweise, dass der Versicherte cerebral eine Verschlechterung erfahren hätte.
Die Minderintelligenz bestehe ja schon seit Jahrzehnten und immerhin habe der
Versicherte viele Jahre als Staplerfahrer gearbeitet. Die gesundheitliche Situation sei
noch instabil. Er empfahl, bei Dr. C._ einen Verlaufsbericht einzuholen (IV-act. 24). Dr.
C._ berichtete am 2. Mai 2006, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich
verschlechtert. Es liege eine Schaftlockerung bei St. n. Hüfttotalprothese rechts Mai
2004 vor. Weiterhin bestehe eine trikompartimentale Chondropathie und St. n. medialer
und lateraler Teilmeniskektomie November 2000 bei genu varum links. Im rechten Knie
hätten die Beschwerden insbesondere bei Belastung zugenommen, beim linken Knie
dagegen abgenommen. Sodann hätten die Schmerzen in der rechten Hüfte an
Intensität zugenommen und würden bis in das rechte Kniegelenk ausstrahlen. Der
Nachtschlaf sei häufig gestört. Ein Gehstock werde regelmässig gebraucht. Die
bisherige Tätigkeit sei teilzeitig möglich, wobei primär die Hüfte saniert werden müsste,
bevor eine definitive Einschätzung abgegeben werden könne. Eine andere Tätigkeit sei
vorwiegend sitzend zumutbar, wobei Ausmass und Intensität in einem Gutachten
abgeklärt werden müssten (IV-act. 26). Der RAD-Arzt empfahl der IV-Stelle am 8.
August 2006, ein orthopädisches Fachgutachten bei Dr. C._ durchzuführen, weil
dieser den Versicherten bereits gut kenne (IV-act. 29).
A.d Am 14. August 2006 beauftragte die IV-Stelle Dr. C._ mit der Begutachtung (IV-
act. 33). Der Versicherte rief am 19. September 2006 die IV-Stelle an und teilte mit,
dass er einen anderen Gutachter wünsche. Er begründete sein Begehren damit, dass
Dr. C._ ihn bereits im Jahr 2000 und 2001 operiert habe und einzig daran interessiert
sei, ihm ein neues Hüftgelenk einzusetzen. Er werde deshalb auf keinen Fall mehr zu
Dr. C._ gehen. Zudem habe man ihn wieder nach Hause geschickt, als er zur
Untersuchung erschienen sei. Er sei angeblich mit einer Frau G._ verwechselt
worden (IV-act. 34). Die IV-Stelle orientierte den Versicherten am 27. September 2006,
dass er nach der Mitteilung betreffend die medizinische Begutachtung nicht innert
10 Tagen triftige Gründe gegen Dr. C._ vorgebracht habe. Sie halte deshalb an der
Begutachtung durch Dr. C._ fest. Die IV-Stelle wies auf die Mitwirkungspflichten des
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Versicherten hin und drohte an, sein Gesuch um berufliche Massnahmen abzuweisen,
sollte er sich nicht durch Dr. C._ begutachten lassen (IV-act. 35).
A.e Am 6. Dezember 2006 erstattete Dr. C._ das Gutachten. Er führte aus, der
Versicherte sei als uneheliches Kind geboren worden und sei deshalb ab dem 7.
Lebensjahr bei einer Pflegefamilie aufgewachsen. Er habe die Hilfsschule besucht und
keine Berufslehre absolviert. Nach Schulabschluss habe er auf dem Hof der
Pflegeeltern oder anderen Bauernhöfen gearbeitet, bis er Hilfsarbeiter bei der Firma
B._ wurde. Diese Stelle sei ihm auf Grund der Auflösung der Firma gekündigt
worden. Als Diagnosen gab Dr. C._ eine Schaftlockerung bei St. n. hybrider
Hüfttotalprothesenimplantation rechts Mai 2004 mit periartikulären Verkalkungen Grad I
nach Browning, eine fortgeschrittene trikompartimentale Chondropathie bei St. n.
medialer und lateraler Teilmeniskektomie rechts Februar 2001 mit varischem
Alignement und Patella bipartia sowie eine fortgeschrittene trikompartimentale
Chondropathie und St. n. medialer und lateraler Teilmeniskektomie links November
2000 und Genu varum an. Sodann bestünde eine Adipositas. Ohne Auswirkungen auf
die Arbeitsfähigkeit fand Dr. C._ eine Osteochondrose TH12/L1 sowie Senkfüsse vor.
Die Implantation der Hüftgelenksprothese sei nach erfolgloser Behandlung mit
Analgetika und Physiotherapie in der orthopädischen Klinik des Kantonsspitals St.
Gallen durchgeführt worden. Die Eingriffe an den Knien habe er selbst vorgenommen.
Dr. C._ führte aus, der Versicherte habe in der Untersuchung über intensive
Schmerzen in der rechten Hüfte berichtet, welche in das rechte Knie ausstrahlten. Das
Sitzen sei ihm in einem adäquaten Stuhl während etwa drei Stunden lang möglich, das
Gehen sei auf 30 Minuten limitiert. Beim Heben und Tragen von Lasten würden sich die
Beschwerden verstärken. Seit einem Jahr habe er zunehmend ziehende bandförmige
Schmerzen im linken Kniegelenk, die aber geringer seien als rechts. Die Schmerzen am
rechten Kniegelenk würden seit drei Jahren bestehen und auch seinen Schlaf
beeinträchtigen. Dr. C._ gab an, die Schmerzen in der rechten Hüfte und im rechten
Oberschenkel sowie die pathologischen Untersuchungsbefunde seien durch die
radiologisch dokumentierte Schaftlockerung erklärt. Es könne nur noch ein
Schaftwechsel empfohlen werden. Die Beschwerden im rechten Knie seien durch die
bereits anlässlich der Arthroskopie 2001 dokumentierten fortgeschrittenen
trikompartimentalen degenerativen Veränderungen und das varische Alignement
bedingt. Dasselbe gelte für das linke Kniegelenk. Die Prognose bei gleichzeitigem
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Übergewicht sei ungünstig. In den ihm vorliegenden Unterlagen werde von einer
"Minderintelligenz" des Versicherten gesprochen. Eine entsprechende psychologische
Abklärung sei aber nicht erfolgt. Der Versicherte sei in seiner körperlichen
Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als
Staplerfahrer betrage bei voller Stundenpräsenz und einem optimal adaptierten Sitz
50%. Hinsichtlich einer adaptierten Tätigkeit gab Dr. C._ an, körperlich leichte
Tätigkeiten, die abwechslungsweise sitzend und stehend in temperierten Räumen
durchgeführt werden könnten ohne dass dabei regelmässig Gegenstände über 5 kg
gehoben oder getragen und kniende Positionen eingenommen werden müssten, seien
dem Versicherten bei voller Stundenpräsenz zu etwa 90% zumutbar. Schliesslich
erklärte Dr. C._, dass bei einem Schaftwechsel mit einem befriedigenden Resultat
des Eingriffes die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit theoretisch um etwa 20%
auf 70% verbessert wäre. Die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit bleibe
unverändert bei etwa 90% (IV-act. 36).
A.f Die IV-Stelle erachtete Eingliederungsbemühungen bei einer "Minderintelligenz"
unbekannten Ausmasses als nicht erfolgversprechend, weil eine berufliche
Veränderung wohl sehr schwierig wäre (IV-act. 38). Mit jeweils separatem Vorbescheid
vom 2. März 2007 stellte sie dem Versicherten die Abweisung des Leistungsbegehrens
auf beruflichen Massnahmen sowie auf Rente in Aussicht. Sie begründete ersteres
damit, dass die Chancen auf eine erfolgreiche Eingliederung auf Grund
invaliditätsfremder Faktoren beschränkt seien. Hinsichtlich des Gesuchs um eine
Invalidenrente hätten ihre Abklärungen ergeben, dass der Versicherte seit Mai 2004 in
seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Die Arbeitsfähigkeit als Staplerfahrer betrage
bei einem optimalen Sitz 50%, in einer leidensangepassten Tätigkeit 90%. Er könne als
Hilfsarbeiter bei einer 90%igen Tätigkeit sowie einem Abzug von 15% ein Einkommen
mit Behinderung von Fr. 44'615.-- erzielen. In Gegenüberstellung zu einem Einkommen
von Fr. 58'320.-- ohne Behinderung würde eine Erwerbseinbusse von Fr. 13'705.--
bzw. ein Invaliditätsgrad von 24% resultieren. Dieser liege unter 40%, weshalb er
keinen Anspruch auf einen Invalidenrente habe (IV-act. 43 und 44).
A.g Gegen die Abweisung des Rentengesuchs wandte der Versicherte am 11. April
2007 ein, das Gutachten von Dr. C._ sei nicht überzeugend. Ein Ersatz des instabilen
Hüftgelenks soll lediglich Auswirkungen in der bisherigen Tätigkeit haben, in einer
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adaptierten Tätigkeit jedoch nicht. Sodann sei davon auszugehen, dass die
Einschränkung in einer adaptierten Tätigkeit höher sei (IV-act. 48). Am 24. Mai 2007
reichte der Versicherte zur Ergänzung seiner Stellungnahme zwei Arztberichte der
Klinik für Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen vom 15. Mai 2007 ein.
Zusammenfassend erklärte Dr. med. H._, Leitender Arzt, der Versicherte leide an
einer Schaftlockerung des rechten Hüftgelenks nach Implantation einer
Hüfttotalprothese Mai 2004 sowie einer chronischen Lumboischialgie bei
Verschlussanomalie. Zur Bestätigung der Diagnose seien weitere bildgebende
Verfahren erforderlich (IV-act. 51-53). Am 5. Juni 2007 erfolgte ein CT der Wirbelsäule.
Man fand eine geringgradige degenerative Veränderung im Segment der
Lendenwirbelkörper LWK5/LWK1, wobei der Verdacht auf eine Spondylose nicht
bestätigt werden konnte, jedoch Zeichen einer beginnenden Illiosakralgelenks-Arthrose
festgestellt wurden (IV-act. 56). Der Versicherte liess dazu von der procap ausführen,
dass Dr. H._ am 24. Mai 2007 telefonisch angegeben habe, dass er eine Hüft-
Operation als zumutbar erachte. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit könne Dr. H._ erst nach erfolgter Operation abschliessend
beurteilen. Die procap fügte an, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung demgemäss als
rein hypothetisch erachtet werden müsse (IV-act. 55). Am 2. Juli 2007 teilte der
Versicherte der IV-Stelle hingegen mit, dass für ihn eine Operation nicht in Frage
komme (IV-act. 57). Mit Verlaufsbericht vom 17. August 2007 erklärte Dr. H._b der IV-
Stelle, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich verschlechtert. Der
Versicherte leide bei unveränderter Diagnose an Schmerzen im rechten Hüftgelenk bei
bekannter Schaftlockerung. Sodann bestünden eine beginnende Coxarthrose links, ein
Fersensporn links sowie eine chronische Lumboischialgie bei fortgeschrittener
degenerativer Veränderung der Lendenwirbelsäule. Zum Ausschluss einer low-grade-
Infektion habe er das rechte Hüftgelenk punktiert. Es habe sich eine punctio sicca
gezeigt, was eine Infektion allerdings nicht 100%ig ausschliesse. Ein Schaftwechsel
lehne der Versicherte im aktuellen Zeitpunkt ab. Die bisherige Tätigkeit sei ihm 4
Stunden pro Tag bei verminderter Leistung zumutbar. Er sollte an einem Arbeitsplatz
arbeiten können, wo er nicht schweren körperlichen Belastungen unterworfen sei.
Langes Gehen und Stehen sei zu meiden. Ideal sei ein sitzender Beruf. Eine andere
Tätigkeit sei dem Versicherten im Sitzen mit häufigem Lagewechsel bei einer
verminderten Leistungsfähigkeit zumutbar (IV-act. 61). Der RAD-Arzt Dr. F._
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erachtete die Begutachtung vom Dezember 2006 als ausreichend. Die neuen klinischen
und bildgebenden Befunde des Kantonsspitals St. Gallen würden keine erhebliche
Verschlechterung des Gesundheitszustandes objektivieren. Zentrale Problematik sei
weiterhin die Beschwerden durch die Hüftgelenkslockerung rechts bei St. n. Operation
im Mai 2004. Die orthopädischen Fachärzte würden einen Prothesenwechsel klar als
indiziert erachten (IV-act. 62).
A.h Mit Verfügungen vom 29. August 2007 lehnte die IV-Stelle das Gesuch um
berufliche Massnahmen sowie das Rentengesuch ab. Berufliche Massnahmen seien
aus invaliditätsfremden Gründen nicht erfolgversprechend. Anspruch auf eine
Invalidenrente bestünde bei einem aus dem Einkommensvergleich ermittelten
Invaliditätsgrad von 24% nicht. Auf Grund der Einwände des Versicherten und der
beigelegten Arztberichte sei ein Bericht von Dr. H._ eingeholt worden. Gemäss der
Beurteilung des RAD würden die Unterlagen keine objektivierbare Veränderung
gegenüber der Begutachtung ausweisen.
B.
B.a Gegen diese Verfügungen liess der Versicherte durch seinen Rechtsanwalt am
3. Oktober 2007 Beschwerde erheben. Dieser beantragte die Aufhebungen der beiden
Verfügungen vom 29. August 2007 und die Rückweisung an die Beschwerdegegnerin
zur Durchführung zusätzlicher Abklärungen, insbesondere eines medizinischen
Gutachtens, sowie zur Neubeurteilung und Zusprache einer Invalidenrente. Eventualiter
seien diese Abklärungen durch das Versicherungsgericht selbst vorzunehmen. Sodann
sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer Massnahmen
beruflicher Art zu gewähren und ihn insbesondere bei der Berufsberatung und
Stellensuche zu unterstützen. Zudem beantragte er die unentgeltliche Prozessführung,
weil er seit dem 16. Mai 2005 bei der Arbeitslosenversicherung ausgesteuert sei und
seit 1. Juli 2005 Sozialhilfe beziehe. Letzteres wurde dem Beschwerdeführer am 14.
November 2007 bewilligt (G act 7). Der Beschwerdeführer begründete seine Begehren
damit, dass der Gutachter Dr. C._ nicht als unabhängiger Sachverständiger im Sinne
von Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gelte. Dieser habe ihn bereits früher
behandelt, auch schon selber operiert und gegenüber der Beschwerdegegnerin
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verschiedene Beurteilungen abgegeben. Damit gelte er nicht mehr als unbefangen.
Sodann sei das Gutachten widersprüchlich und nicht umfassend. Dr. C._ beantworte
ausschliesslich orthopädische Fragen. Obwohl er in seinem Arztbericht vom 2. Mai
2006 angegeben habe, die Arbeitsfähigkeit könne erst nach erfolgter Sanierung der
Hüfte erfolgen, sei dies in der Begutachtung kein Hindernis mehr gewesen. Bei der
Beurteilung einer adaptierten Tätigkeit gebe er nicht an, welche Tätigkeiten für eine
Person mit der von Dr. C._ unterstellten Intelligenzstruktur überhaupt in Frage
kämen, obwohl diese nicht weiter untersucht worden sei. Sodann sei das Gutachten
unvollständig, weil er die Osteochondrose sowie die Schmerzen im Bereich TH12/L1
lediglich in der Diagnose nicht aber in die Beurteilung einbezogen habe. Schliesslich
sei es widersprüchlich, dass die Hüftsanierung lediglich die Arbeitsfähigkeit als
Staplerfahrer und nicht diejenige in einer adaptierten Tätigkeit verbessern würde. Dr.
H._ habe die Tätigkeit als Staplerfahrer dagegen lediglich noch zu vier Stunden am
Tag bei verminderter Leistung als zumutbar erachtet. Der Gesundheitszustand habe
sich nämlich verschlechtert. Die Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, Dr. H._
um eine klarere Stellungnahme betreffend die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit zu bitten, obwohl sein Bericht vom 17. August 2007 diesbezüglich lückenhaft
sei. Es sei deshalb ein umfassendes, disziplinenübergreifendes medizinisches
Gutachten notwendig. Der Beschwerdeführer führte weiter aus, dass die Abweisung
des Gesuchs um berufliche Massnahmen unzureichend begründet sei. Es habe nicht
einmal ein Gespräch stattgefunden, sondern es sei auf die nicht näher abgeklärte
"Minderintelligenz" abgestellt worden. Dabei habe er ununterbrochen und anstandslos
sei 1976 bei der Firma B._ bzw. ihrer Nachfolgerin I._ gearbeitet. Die Stelle sei
wegen Betriebsschliessung gekündigt worden. Die angeblich invaliditätsfremden
Faktoren würden nicht zutreffen, weil sich der Beschwerdeführer das Alter nicht
anrechnen lassen müsse. Seine Denkstrukturen seien durchaus geordnet und würden
ohne weiteres eine Anstellung erlauben (G act. 1).
B.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 12. November 2007 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie gab dazu an, der Umstand,
dass sich ein Sachverständiger schon einmal mit einer Person befasst habe, schliesse
später dessen Beizug als Gutachter nicht zum Vornherein aus. Eine unzulässige
Vorbefassung liege auch dann nicht vor, wenn er zu (für eine Partei) ungünstigen
Schlussfolgerungen gelange. Anderes gelte, wenn Umstände vorlägen, die den
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Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit objektiv zu
begründen vermögen, etwa wenn der Sachverständige seinen Bericht nicht neutral und
sachlich abfasse. Das Gutachten von Dr. C._ beruhe auf einer umfassenden,
detailliert beschriebenen Untersuchung des Beschwerdeführers. Es fänden sich keine
Anhaltspunkte für eine mangelnde Objektivität des Gutachtens. Ausserdem habe der
Beschwerdeführer seine Ausstands- oder Ablehnungsgründe in der Beschwerde
verspätet geltend gemacht. Hinsichtlich des Beweiswertes des Gutachtens sei zu
bemerken, dass der Beschwerdeführer hauptsächlich an anhaltenden
Hüftbeschwerden sowie zunehmenden beidseitigen Kniebeschwerden leide. Die in den
Arztberichten erwähnte "Minderintelligenz" habe den Beschwerdeführer nicht an seiner
langjährigen Erwerbstätigkeit gehindert und es lägen keine Anhaltspunkte für eine
psychische oder neurologische Erkrankung vor. Ein orthopädisches Gutachten sei
somit sachgerecht. Sodann habe der RAD-Arzt Dr. F._ einleuchtend und plausibel
begründet, weshalb die aktuellen Arztberichte des Kantonsspitals St. Gallen keine
erhebliche Verschlechterung objektiviert hätten. Für den Beschwerdeführer bestünden
auf dem invaliditätsrechtlich massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend
Hilfsarbeiterstellen. Zu denken sei an einfache Montagearbeiten oder an die Bedienung
und Überwachung von (halb-) automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten.
Schliesslich sei eine Umschulung, welche in der Regel drei Jahre dauern würde, beim
fortgeschrittenen Alter des Beschwerdeführers nicht verhältnismässig. Ob er Anspruch
auf Arbeitsvermittlung habe, weil er aus gesundheitlichen Gründen allenfalls
Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche habe, könne offen gelassen werden. Nach Lage
der Akten sei bis zum aktuellen Zeitpunkt kein fester Wille zur Wiederaufnahme einer
Erwerbstätigkeit erkennbar gewesen, weshalb eine Arbeitsvermittlung nicht sinnvoll sei
(G act. 5).
B.c Der Beschwerdeführer hält in seiner Replik vom 4. Dezember 2007 an seinen
Anträgen fest. Auf seine Ausführen wird, soweit entscheidrelevant, in den Erwägungen
eingegangen (G act. 8).
B.d Am 11. Dezember 2007 teilte die Beschwerdegegnerin mit, sie halte an ihren
Anträgen und ihren Ausführungen in der Beschwerdeantwort fest (G act. 10).

Erwägungen:
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1.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V
467 Erw. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses
der angefochtenen Verfügungen vom 16. Juli 2007 eingetretenen Sachverhalt
abzustellen ist (BGE 121 V 366 Erw. 1b), sind die bis zum 31. Dezember 2007
geltenden materiellen Bestimmungen anzuwenden.
1.2 Mit den angefochtenen Verfügungen hat die Beschwerdegegnerin einen
Rentenanspruch und einen Anspruch auf berufliche Massnahmen des
Beschwerdeführers abgelehnt.
2.
2.1 Für die Invaliditätsbemessung sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen
für eine Tätigkeit der versicherten Person von Bedeutung. Aufgabe des Arztes oder der
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu nehmen, in
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit die versicherte Person
arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine wichtige Grundlage
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung ihr noch zugemutet werden
können (BGE 125 V 256. E. 4; ZAK 1982 S. 34). Der Beschwerdeführer erachtete die
Beurteilung durch Dr. C._ als nicht beweistauglich, weil dieser ihn bereits früher
operiert und behandelt habe und er deshalb befangen sei. Diese Rüge ist vorab zu
beurteilen.
2.2 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer
oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei deren oder
dessen Namen bekannt (Art. 44 ATSG). Nach der Rechtsprechung gelten für
Sachverständige grundsätzlich die gleichen Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie
sie für Richter vorgesehen sind. Danach ist Befangenheit anzunehmen, wenn
Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken
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(vgl. BGE 132 V 93 E. 7.1). Solche Hinweise können in einem bestimmten Verhalten
oder in gewissen äusseren Gegebenheiten funktioneller und organisatorischer Natur
begründet liegend. Nicht entscheidend ist das subjektive Empfinden der Parteien (BGE
131 I 24 E. 1.1, mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hat seine Ablehnung gegen Dr.
C._ bereits mündlich vor der Begutachtung geltend gemacht. Die
Beschwerdegegnerin hat jedoch an ihrem Gutachter festgehalten, weil der
Beschwerdeführer keine triftigen Gründe gegen Dr. C._ vorgebracht habe (IV-act.
35). Daraufhin hat der Beschwerdeführer der Begutachtung Folge geleistet. Dr. C._
hat den Beschwerdeführer an den Knien operiert. Vor der Begutachtung wurde er von
der Beschwerdegegnerin als behandelnder Arzt um seine Beurteilung gebeten. Der
Beschwerdeführer ist hauptsächlich durch die Hüftschmerzen auf Grund der
Schaftlockerung eingeschränkt. Dr. C._ hat die Hüftoperation nicht selbst
durchgeführt. Er ist deshalb nicht befangen, auch die Situation der Hüfte zu beurteilen.
Sodann teilt Dr. H._ seine Beurteilung, dass ein Prothesewechsel aus medizinsicher
Sicht zu einer Verbesserung der Situation beitragen würde (IV-act. 61). Dass Dr. C._
dem Beschwerdeführer eine Operation nahegelegt hatte, ist somit sachgerecht. Eine
erneute Hüftoperation wäre dem Beschwerdeführer auch ohne weiteres zumutbar,
handelt es sich doch um einen Routineeingriff. Das vorangehende
Behandlungsverhältnis kann bei einer Begutachtung sogar einen Vorteil darstellen, weil
der begutachtende Arzt den Verlauf der Gesundheitsbeschwerden kennt. Diese Rüge
erweist sich somit als unbegründet.
2.3 Die Beschwerdegegnerin stellt in der Beurteilung des Leistungsanspruchs auf die
Schlussfolgerungen des Gutachtens von Dr. C._ ab. Der Beschwerdeführer dagegen
macht geltend, das Gutachten sei nicht umfassend, weil eine orthopädische
Begutachtung nicht ausreichend sei. Bereits Dr. D._ habe für die Beurteilung der
Arbeitsfähigkeit eine neuropsychologische, psychiatrische und rheumatologische
Begutachtung gefordert. Auch Dr. C._ habe in seinem Verlaufsbericht vom 2. Mai
2006 selbst auf den Bedarf weitergehender Abklärungen für eine
Arbeitsfähigkeitsschätzung hingewiesen, in seinem Gutachten jedoch darauf verzichtet.
Dies sei widersprüchlich. Dr. C._ hat in seinem Verlaufsbericht auf die Frage nach der
Zumutbarkeit anderer Tätigkeit erklärt: "Vorwiegend sitzende Tätigkeiten [seien
zumutbar], wobei Ausmass und Intensität in einem Gutachten nach weitergehenden
Abklärungen festgelegt werden müssten" (IV-act. 26). Damit kommt klar zum Ausdruck,
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dass eine umfassende Arbeitsfähigkeitsschätzung einer Begutachtung bedarf. Ob
weitere Abklärungen Untersuchungen orthopädischer Art oder anderer Fachgebiete
betreffen, kommt dabei nicht zum Ausdruck. Aus den Akten ist ersichtlich, dass der
Beschwerdeführer an verschiedenen Beschwerden des Bewegungsapparates leidet.
Im Vordergrund stehen die Hüftbeschwerden. Weiter hat der Beschwerdeführer
Beschwerden auf Grund der beidseitigen Kniearthrosen sowie der chronischen
Lumboischialgie. Diese Beschwerden könnten ohne weiteres von einem Orthopäden
bzw. Rheumatologen allein beurteilt werden. Hingegen ist aus den Akten ersichtlich,
dass der Versicherte intellektuell wahrscheinlich minderbegabt ist, was beispielsweise
die Anamneseerhebung erschwerte (vgl. IV-act. 8). Dr. C._ hat dazu angegeben, eine
entsprechende psychologische Abklärung sei nicht erfolgt (IV-act. 36 S. 7). Damit hat
er jedoch nicht dazu Stellung genommen, ob eine solche Abklärung erforderlich sei
oder nicht. Der RAD-Arzt Dr. F._ hat zur von Dr. D._ empfohlenen Abklärung
ausgeführt, es lägen keine Hinweise für eine cerebrale Verschlechterung vor. Diese
Minderintelligenz bestünde seit Jahrzehnten. Der Beschwerdeführer habe immerhin
viele Jahre als Staplerfahrer gearbeitet (IV-act. 24). Aus den Akten ist nicht ersichtlich,
welches Ausmass oder welche Ursache diese Minderintelligenz hat. Jedenfalls konnte
der Beschwerdeführer seit 1976 bei der gleichen Arbeitgeberin tätig sein. Vorstellbar
ist, dass diese langjährige Anstellung für ihn hilfreich war, indem sich das Umfeld nicht
verändert hatte und er jahrelang seine ihm bekannte Arbeit verrichten konnte. Der
Verlust der Arbeit gekoppelt mit der Zunahme von körperlichen Beschwerden könnte
jedoch einen Einfluss auf seine Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht haben, der
nicht abgeklärt worden ist. Später kam auch die finanzielle Sozialbedürftigkeit hinzu.
Denkbar ist, dass die Persönlichkeitsstruktur des Beschwerdeführers es vielleicht
erschwerte, psychische oder neuropsychologische Beschwerden ohne weiteres zu
erkennen. Schliesslich sind lediglich Arztberichte eines Rheumatologen bzw. zweier
Orthopäden in den Akten, deren Hauptaugenmerk auf den Beschwerden des
Bewegungsapparates gelegen hatte. Eine psychiatrische sowie neuropsychologische
Untersuchung sind deshalb notwendig, um dem Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs.
1 ATSG) zu genügen.
2.4 Dr. C._ hat den Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als Staplerfahrer
bei ganztägiger Leistung und einem optimal adaptierten Sitz zu 50% als arbeitsfähig
betrachtet. Er hat angegeben, nach einem Prothesenwechsel könne eine Steigerung
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der Leistung auf 70% erwartet werden. Hinsichtlich einer adaptierten Tätigkeit sei dem
Beschwerdeführer eine körperlich leichte Tätigkeit, die abwechslungsweise sitzend und
stehend in temperierten Räumen durchgeführt werden könnte, ohne dass dabei
regelmässige Gegenstände über 5 kg gehoben oder getragen und kniende Positionen
eingenommen werden müssten, bei voller Stundenpräsenz mit oder ohne
Prothesewechsel zu etwa 90% zumutbar (IV-act. 36 S. 7). Dr. H._ hat in seinem
Bericht vom 17. August 2007 an die Beschwerdegegnerin angegeben, der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich bei gleichbleibender Diagnose
verschlechtert. Er hat dazu ausgeführt, dass der Beschwerdeführer an unveränderten
Schmerzen im rechten Hüftgelenk bei bekannter Schaftlockerung, an einer
beginnenden Coxarthrose links sowie einem Fersensporn und einer chronischen
Lumboischialgie bei fortgeschrittener degenerativer Veränderung der
Lendenwirbelsäule leide. Eine Infektion des rechten Hüftgelenks liege nicht vor (IV-act.
61). Der RAD-Arzt Dr. F._ hat dazu in seiner Stellungnahme vom 29. August 2007
festgehalten, dass keine neuen klinischen oder bildgebenden Befunde aufgeführt
würden, welche vergleichend zur Begutachtung im Dezember 2006 eine erhebliche
Verschlechterung des Gesundheitszustandes objektivieren würden. Zentrale
Problematik sei unverändert die Beschwerden durch die Hüftprothesenlockerung (IV-
act. 61). Aus den Akten ist ersichtlich, dass die beginnende Coxarthrose links sowie
der Fersensporn links seit Februar 2004 bekannt sind (vgl. IV-act. 8) und somit keine
neuen Befunde darstellen. Auch die chronische Lumboischialgie ist seit längerem
bekannt. Dennoch fällt auf, dass gerade die Rückenbeschwerden im Gutachten von Dr.
C._ nicht erwähnt werden, sondern lediglich die Osteochondrose Th12/L1. Der
Beschwerdeführer hat bei der Untersuchung wohl auch keine Rückenbeschwerden
beklagt. Aus dem Bericht von Dr. H._ vom 15. Mai 2007 ist ersichtlich, dass der
Beschwerdeführer vom Hausarzt zur ambulanten Kontrolle an das Kantonsspital
St. Gallen verwiesen worden ist, weil er an zunehmenden Schmerzen im Bereich des
lumbo-sacralen Übergangs sowie im Bereich der rechten Hüftregion bzw. des rechten
Oberschenkels gelitten hat (IV-act. 61). Daraus folgt, dass die Rückenproblematik, die
noch 2005 in allen Arztberichten enthalten ist, sich wieder verstärkt hat. Auf der
anderen Seite wird sie als chronisch bezeichnet. Daraus ergeben sich Zweifel an der
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers durch Dr. C._. Die
chronische Lumboischialgie war ihm bekannt. Dennoch ist die Rückenproblematik
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lediglich mit der Osteochondrose Th12/L1 erwähnt. Ob die chronische Lumboischialgie
in der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden ist, kann auf Grund des
knappen Gutachtens nicht beurteilt werden. Selbst wenn die chronische
Lumboischialgie in der Einschätzung berücksichtigt worden wäre, überzeugt die
Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht, wie in der folgenden Erwägung gezeigt wird.
2.5 In der angestammten Tätigkeit als Staplerfahrer hat Dr. C._ eine 50% Leistung
bei voller Stundenpräsenz und bei einem optimal adaptierten Sitz als zumutbar
erachtet (IV-act. 36). Dies entspricht einer 50%igen Tätigkeit. Dr. H._ ist in seinem
Verlaufsbericht davon ausgegangen, dem Beschwerdeführer seien 4 Stunden pro Tag
zumutbar (IV-act. 61), was in etwa auch einer 50%-Tätigkeit entspricht. Dr. C._ hat
angegeben, eine körperlich leichte Tätigkeit, die abwechslungsweise sitzend und
stehend in temperierten Räumen durchgeführt werden könnte, ohne dass dabei
regelmässig Gegenstände über 5 kg gehoben oder getragen und kniende Positionen
eingenommen werden müssten, seien dem Beschwerdeführer bei voller
Stundenpräsenz zu etwa 90% zumutbar (IV-act. 36). Dr. H._ hat in seinem
Verlaufsbericht vom 17. August 2007 keine konkrete Arbeitsfähigkeitsschätzung
hinsichtlich einer adaptierten Tätigkeit abgegeben. Dazu ist festzuhalten, dass der
Beschwerdeführer eine im Hinblick auf seine Beschwerden relativ ideale Tätigkeit als
Staplerfahrer ausgeübt hatte. Er konnte den grössten Teil des Tages sitzen, musste
keine schweren Lasten heben oder tragen und lediglich den Oberkörper oft drehen.
Bereits Dr. E._ bezeichnete in seinem Arztbericht vom 21. September 2004 eine
überwiegend sitzende, körperlich leichte sowie intellektuell nicht anspruchsvolle
Tätigkeit zu 50% als zumutbar (IV-act. 8). Die Tätigkeit als Staplerfahrer war auf Grund
der Erschütterungen und Oberkörperrotationen hinsichtlich der Rückenbeschwerden
sicher nicht ideal. Jedoch erfüllt sie gerade viele der als adaptiert bezeichneten
Voraussetzungen. Unter diesen Umständen vermag die Einschätzung von Dr. C._,
dass in einer adaptierten Tätigkeit gar eine Arbeitsfähigkeit von 90% zumutbar sei,
nicht zu überzeugen. Es ist deshalb eine erneute Abklärung vorzunehmen, um die
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit umfassend zu beurteilen, unter
Berücksichtigung orthopädisch/rheumatologischer, neuropsychologischer sowie
psychiatrischen Gesichtspunkten. Obwohl die Arbeitsfähigkeitsschätzung hinsichtlich
der adaptierten Tätigkeit nicht überzeugt und eine neue polydisziplinäre Begutachtung
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zu erfolgen hat – die auch vom RAD vorgenommen werden kann – kann hinsichtlich der
Rente folgendes festgehalten werden.
3.
3.1 Ist eine versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch zu
durchschnittlich 40% arbeitsunfähig gewesen, so entsteht ein Rentenanspruch (Art. 29
Abs. 1 lit. b IVG). Unter Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG ist die
durch den Gesundheitsschaden bedingte qualitative und/oder quantitative Einbusse an
funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu
verstehen (BGE 130 V 99 E. 3.2). Die einjährige Wartezeit gilt als eröffnet, sobald eine
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20% vorliegt (AHI 1998 S. 124 E. 3c). Ein
wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person
an mindestens dreissig aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29
IVV). Auch vor der Anmeldung liegende Zeiten von Arbeitsunfähigkeit sind zu
berücksichtigen (ZAK 1966 S. 58; BGE 117 V 26 E. 3b; BGE 121 V 264; Urteil des
Bundesgerichts i/S C. vom 2. März 2000 [I 307/99]). Nach den Akten war der
Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Staplerfahrer vom 6. Mai 2004
bis 1. August 2004 zu 100% arbeitsunfähig. Vom 2. August 2004 bis 3. April 2005 hat
man ihm eine 50%ige und vom 4. April 2005 bis auf weiteres eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert. Dr. C._ hat dem Beschwerdeführer ab der Begutachtung
vom 1. Dezember 2006 bei einem optimal adaptierten Sitz eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit als zumutbar erachtet. Auch Dr. H._ hat in seinem
Verlaufsbericht vom 17. August 2007 die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit auf
4 Stunden pro Tag geschätzt.
3.2 Nach Ablauf der Wartezeit anfangs Mai 2005 konnte vom Beschwerdeführer,
obwohl Hilfsarbeiter, noch nicht im Sinn einer Selbsteingliederung ein Wechsel auf eine
andere, adaptierte Hilfstätigkeit erwartet werden, welche eine Erwerbseinbusse
vermieden hätte. Zu diesem Zeitpunkt litt er bereits an den Folgen der Schaftlockerung,
welche ihm langes Sitzen, Gehen oder Stehen verunmöglichten, was zusammen mit
den anderen Beschwerden zu einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit führte. Dr.
C._ hat in seinem Bericht vom 11. Mai 2005 angegeben, das Ausmass einer
zumutbaren adaptierten Tätigkeit müsse durch ein Gutachten festgelegt werden (IV-
ter
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act. 16). Diese Haltung hat er in seinem Verlaufsgutachten vom 2. Mai 2006 bestätigt
(IV-act. 26). Solange der Orthopäde noch nicht beurteilen konnte, in welchem Ausmass
und in welcher Art der Beschwerdeführer eine adaptierte Tätigkeit ausführen konnte,
kann nicht auf eine Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit abgestellt werden.
Zudem war damals der Ersatz der Hüftprothese erwogen, die medizinische
Eingliederung somit noch nicht abgeschlossen worden. Erst ab der Begutachtung vom
1. Dezember 2006 durch Dr. C._ ist dem Beschwerdeführer wieder eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit attestiert worden. Ab diesem Zeitpunkt
war dem Beschwerdeführer klar, dass er im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht
wieder eine Teilzeitstelle hätte suchen und annehmen müssen. Dazu ist er aber von der
Beschwerdegegnerin abzumahnen. Dies ist sinngemäss erst mit der Verfügung vom
29. August 2007 erfolgt. Das Wartejahr ist anfangs Mai 2005 abgelaufen. Der
Beschwerdeführer hat deshalb auf Grund der vollen Arbeitsunfähigkeit in der
bisherigen Tätigkeit ab Mai 2005 Anspruch auf eine ganze Rente. Diese läuft vorläufig
bis Ende August 2007, beziehungsweise wegen Art. 88 IVV bis Ende November
2007. Ob ab 1. Dezember 2007 weiterhin ein Anspruch auf eine halbe Rente besteht,
wird vom Ergebnis der neuen Abklärungen abhängen.
4.
4.1 Zu prüfen bleibt der Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche
Massnahmen. Nach Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität
unmittelbar bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im
Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern.
Dabei ist die gesamte noch zu erwartende Arbeitsdauer zu berücksichtigen. Die
Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem in Massnahmen beruflicher Art
(Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung und
Arbeitsvermittlung; Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG).
4.2 Der Beschwerdeführer ist hauptsächlich aus orthopädischer Sicht in seiner
Stellensuche eingeschränkt. Selbst wenn aus der zusätzlichen Abklärung keine erhöhte
Arbeitsunfähigkeit als der bisher zugestandnen resultiert, ist im vorliegenden Fall
jedenfalls notwendig, dass Massnahmen zur beruflichen Reintegration ergriffen
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werden. Die geeignete Massnahme ist eine Arbeitsvermittlung mit allfälligen
Einarbeitungszuschüssen (Art. 18 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 20 IVV). Es ist nämlich davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch für eine intellektuell nicht
anspruchsvolle, einfach strukturierte Tätigkeit einer sorgfältigen Anleitung bedarf. Auf
Grund seiner langjährigen Tätigkeit als Staplerfahrer seit über 30 Jahren ist von einer
geringen Anpassungsfähigkeit auszugehen. Vor diesem Hintergrund drängt sich eine
professionelle Arbeitsvermittlung durch die Beschwerdegegnerin geradezu auf. Die
geschulten IV-Berufsberater können potentiellen Arbeitgebern die gesundheitlichen
Schwierigkeiten, aber auch die Möglichkeiten des Beschwerdeführers ungleich besser
erläutern als dieser selbst. Weiter erhöht eine allfällige durch die Beschwerdegegnerin
begleitete Einarbeitungszeit seine Chancen auf eine nachhaltige Wiedereingliederung in
den Arbeitsmarkt. Schliesslich ergeben sich aus den Akten auch keine Hinweise auf
einen mangelnden Willen zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Deshalb war es nicht
gerechtfertigt, den Beschwerdeführer bei der Arbeitssuche und Wiedereingliederung im
erwähnten Sinn nicht zu unterstützen. Die sinngemässe Abweisung auch
niederschwelligen Eingliederungsmassnahmen war daher nicht rechtmässig.
5.
5.1 Zusammenfassend ist die Sache in Gutheissung der Beschwerde und unter
Aufhebung der angefochtenen Verfügungen vom 29. August 2007 an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese eine polydisziplinäre Abklärung des
Beschwerdeführers im Sinn einer orthopädisch/rheumatologischen,
neuropsychologischen sowie psychiatrischen Untersuchung zur Abklärung der
Resterwerbsfähigkeit ab Dezember 2007 vornehme. Bis dahin hat der
Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Rente. Im Anschluss an die ergänzende
medizinische Abklärung sind die genannten Eingliederungsmassnahmen und eine
allfällige weitere Rentenberechtigung neu zu prüfen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt. Da sie gemäss Art. 3
Abs. 1 lit. b des st. gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die
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Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der
Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-rechtlichen
Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur Übernahme
amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti/Thomas Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb
die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
5.3 Die obsiegende beschwerdeführende Partei hat bei diesem Verfahrensausgang
Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die Parteientschädigung bemisst sich gemäss
Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des
Prozesses. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erweist sich eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen. Bei diesem Verfahrensausgang kommt das Gesuch um unentgeltliche
Prozessführung nicht zum Zug, weil es ein Eventualgesuch für den Fall des
Unterliegens darstellt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG