Decision ID: c5a7b309-a30c-469b-9c45-9db2e101d105
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1976, Mutter von zwei Kin
dern mit Jahrgang 1999 und 2007,
war
vom 1
8.
August bis 2
5.
September
2009 in einem Teilzeitpensum
als Tagesmutter
tätig
(
Urk.
5/3/3-6,
Urk.
5/8
,
Urk.
5/14
/2
). Am 1
3.
September
2010
meldete sie sich unter Hinweis auf einen Verdacht auf
Fibromyalgie
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/4
Ziff.
6.2
,
Urk.
5/7
).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische
Berichte (
Urk.
5/9
-10,
Urk.
5/15
)
und einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
5/14) ein und
veranlasste beim
Y._
ein or
tho
pädisch-psychiatrisches Gutachten, welches am
2.
Mai 2011 erstattet wurde (
Urk.
5/21). Im Weiteren nahm die IV-Stelle
eine Abklärung der beein
träch
tig
ten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt vor (
Urk.
5/27). Mit Vorbe
scheid vom
1
4.
September 2011 (
Urk.
5/30) stellte die IV-Stelle der Versicherten in Aussicht, dass kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe.
Dagegen erhob die
se
am
1
4.
Oktober 2011 Einwände (
Urk.
5/35) und reichte medizi
nische Berichte (
Urk.
5/34
) ein. In der Folge gingen bei der IV-Stelle weitere medizinische Be
richte (
Urk.
5/38-39) ein, zu welchen die Versicherte am 2
3.
März 2012
Stellung nahm (
Urk.
5/41). Mit
Verfügung vom 1
5.
August 2012 (
Urk.
5/43
=
Urk.
2) ver
neinte die IV-Stelle einen Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente.
2.
Die Versicherte erhob gegen die Verfügung vom 1
5.
August 2012 (
Urk.
2) am 1
7.
September 2012 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, sie sei von einer un
ab
hängigen Stelle interdisziplinär zu begutachten
,
und es sei eine
funktionsori
en
tierte
medizinische Abklärung (FOMA) sowohl bezüglich der beruflichen als auch
der häuslichen Tätigkeit zu veranlassen. Eventuell seien die
polydiszipli
näre
Be
gutachtung sowie die FOMA im gerichtlichen Verfahren zu veranlassen.
Sub
even
tuell
sei ihr zumindest eine
Viertelsrente
zuzusprechen (S. 2). Mit
Be
schwer
deantwort
vom 1
5.
Oktober 2012 (
Urk.
4) beantragte die IV-Stelle die Ab
wei
sun
g
der Beschwerde, was der Versicherten am 2
3.
Oktober 2012 zur Kenntnis ge
bracht
wurde
(Urk. 6)
. Am 2
9.
Juli 2013 und am 1
4.
Januar 2014 (
Urk.
7,
Urk.
9) reich
te
die Versicherte weitere medizinische Berichte (
Urk.
8,
Urk.
10) ein.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
ei
nträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer
zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, wel
che die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Ein
zelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung
einer psychischen
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer.
Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperli
che
Be
gleiterkrankungen
; ein mehrjähriger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit un
ver
änderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rück
bildung; ein
sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch
nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psy
chisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn;
„
Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambu
lanten oder stationären Behandlung (auch mit unter
schiedlichem therapeu
tische
n
Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicher
ten Person. Je mehr dieser Kri
te
rien zutreffen und je ausgeprägter sich die ent
sprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Vo
raussetzungen für eine zumutbare
Willens
anstrengung
zu verneinen (BGE 130 V 352).
Weder für die Verwaltung noch für das Gericht besteht ein Anlass, die Diagnose
„
Fib
romyalgie
" in Frage zu stellen, auch wenn diese in der Ärzteschaft umstritten ist. Die
Fibromyalgie
weist zahlreiche mit den
somatoformen
Schmerzstörungen gemeinsame Aspekte auf, sodass es sich beim aktuellen Kenntnisstand aus ju
ristischer Sicht rechtfertigt, die von der Rechtsprechung im Bereich der
soma
toformen
Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze bei der Würdigung des invalidisierenden Charakters einer
Fibromyalgie
analog anzuwenden (BGE 132 V 65 E. 4).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Be
trieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die In
va
lidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
ben
bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprech
end der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG;
gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Er
werbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter ande
rem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Per
son ohne
gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht
auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und er
werb
lichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die In
validität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgaben
bereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die
Gesamtin
validität
aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E.
3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.6
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG (bis 31. Dezember 2007:
Art.
29
Abs.
1
lit
. b IVG) entspricht der Einbusse an funktionellem Leis
tungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (
Art.
6 ATSG; BGE 105 V 156 E. 2a). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach
der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem
Leis
tungs
ansprecher
im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zu
zumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versi
cherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln ha
ben, welche
die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Be
reich reduzieren und
ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erle
digung der
Haus
haltarbeiten
ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel hö
herem Zeitaufwand
erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Um
fang
die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein
inva
lidi
tätsbedingter
Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit ange
nommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können,
durch Drittpersonen gegen
Entlöhnung
oder durch Angehörige verrichtet werden,
denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine un
verhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der
In
validitätsbemessung
bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Fa
milienangehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung übli
cherweise zu erwartende
Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familien
angehörigen, ist danach zu
fragen, wie sich eine vernünftige
Familiengemein
schaft
einrichten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten wä
ren. Dabei darf nach der Recht
sprechung unter dem Titel der
Schadenminde
rungspflicht
nicht etwa die Be
wäl
tigung der Haushalttätigkeit in einzelnen Funktionen oder insgesamt auf die üb
rigen Familienmitglieder überwälzt wer
den mit der Folge, dass gleichsam bei jeder festgestellten Einschränkung danach gefragt werden müsste, ob sich ein Familienmitglied finden lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Ausführung der
entsprechenden Teilfunktion in Frage kommt. Schliesslich vermag die Tatsache,
dass sich die der Rechtsprechung zu
grunde liegenden, in
Art.
159
Abs.
2 und 3 ZGB
zwischen den Ehegatten und in
Art.
272 ZGB zwischen Eltern und Kindern statuierten Beistandspflichten nicht unmittelbar durchsetzen lassen (d.h. weder klagbar noch vollstreckbar sind), sondern nur freiwillig erfüllt werden können
(
Honsell
/Vogt/Geiser [Hrsg.], Bas
ler Kommentar,
3.
Aufl., Basel 2006,
N.
9 zu
Art.
272
ZGB;
Bräm
/
Hasenböhler
, Zürcher Kommentar,
3.
Aufl., Zürich 1998,
N.
168 zu
Art.
159 ZGB), an der Schadenminderungspflicht der im Haushalt be
schäf
tigten Versicherten nichts zu ändern. Denn wie auch im Erwerbsbereich da
rauf abzustellen ist, ob die verblei
bende Erwerbsfähigkeit auf einem aus
ge
gli
che
nen Arbeitsmarkt grundsätzlich verwertbar ist, unabhängig davon, ob eine
solche Anstellung rechtlich durch
setzbar ist, ist auch in Bezug auf den
Haus
haltbereich
davon auszugehen, was in der sozialen Realität üblich und zumut
bar ist, una
b
hängig davon, ob eine Mithilfe rechtlich durchsetzbar ist (BGE 133 V 504 E.
4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_729/2009 vom 3
0.
No
vem
ber 2009 E. 4.1-3).
1.7
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.8
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
c
herten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von
Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu be
rücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen so
wie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen
und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu
berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht auf
zu
zeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, be
gründet und an
gemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Über
einstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all
dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in
B
GE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93
f.
E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege
und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im
Ab
klärungsbericht
enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil ei
nes
Abklä
rungs
be
richts
, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tä
tigkeit von
teiler
werbs
tätigen
Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 236/06 vom 19. Juni 2006 E. 3.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre rentenanspruchsverneinende Verfü
gung
(
Urk.
2) damit, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden weiterhin ihrer Tätigkeit als Tagesmutter zu einem Pensum von 20
%
nachge
hen würde.
Die restlichen 80
%
entfielen auf den Aufgabenbereich (S. 1). Aus ärztlicher Sicht
sei die Ausübung der angestammten Tätigkeit als Tagesmutter im 20%igen
Er
werbsbereich
weiterhin uneingeschränkt zumutbar, weshalb hier keine Ein
schrän
kung re
sultiere. Gemäss Abklärungen vor
Ort bestehe im Haus
halt eine Ein
schrän
kung von 14
%
, was einem Invaliditätsgrad von rund 11
%
entspreche (S.
2
oben). Das
Y._
-Gutachten basiere auf Kenntnis der vollstän
digen Ak
ten
lage (S.
2.
Mitte) und eine Verschlechterung des Beschwerdebildes sei nicht aus
gewiesen. An den Ergebnissen des
Y._
-Gutachtens sei festzu
halten (S.
2 f. unten).
Gleiches gelte für den
Haushaltabklärungsbericht
(S. 3 oben).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend, sie leide an
einem stark ausgeprägten
Fibromyalgiesyndrom
und ihr Zustand habe sich noch
zusätzlich verschlechtert
(S. 8)
. A
uf das
Y._
-Gutachten könne nicht ab
ge
stellt werden
, da es auf unvollständiger Aktenkenntnis beruhe und die Un
tersu
chung durch einen Rheumatologen hätte erfolgen sollen (S. 6 f.
Ziff.
1.2-3)
.
Tatsächlich sei sie zu 40 bis 50
%
erwerbstätig gewesen (S. 9
Ziff.
2.1) und auf den Haushaltabklärungsbericht könne nicht abgestellt werden (S. 9 f
f
.
Ziff.
2.2)
.
3.
3.1
Prof.
Dr. Dr.
med.
Z._
führte in seinem Bericht vom 2
5.
März 2010 (
Urk.
5/34/1) aus, die Beschwerdeführerin leide an einem stark ausgeprägten
Fibromyalgiesyndrom
an allen 4 Quadranten (Vollbild). Sie sei am 2
5.
März 2010
erstmalig in seiner Sprechstunde erschienen. Bei der ausführlichen
Anam
nese
erhebung
und gründlichen Untersuchung habe festgestellt werden können, dass
die Akupunkturpunkte des Dickdarm-, Lu
n
gen- und
Kreislaufmeridianes
, des
Gallenb
lasenmeridianes
, des Nieren-, Milz-Pankreas- und des
Blasenmeridianes
befallen gewesen seien. Das Muster der befallenen Punkte sei für das Vorliegen einer
Fibromyalgie
typisch und es schliesse auch alle 18 Tenderpoints der ACR-Kriterien mit
ein. Diese seien 18 zu 18 alle druckschmerzhaft gewesen.
3.2
Prof.
Dr.
med.
A._
, Leitender Arzt der Rheumaklinik und Institut für Phy
si
kalische Medizin,
B._
, führte in seinem Bericht vom
2
5.
Mai 2010 (
Urk.
5/9/5-6) aus, in der klinisch rheumatologischen Unter
suchung
zeige sich eine generalisierte
Allodynie
. 5 von 5
Waddell
-Zeichen seien positiv. Eine
Fibromyalgie
liege definitiv nicht vor. Die Schmerzsym
p
tomatik der Be
schwerdeführerin werde am ehesten im Rahmen einer depressiven Symptomatik gesehen.
Hier bedürfe es einer fachärztlichen Abklärung. Bei
Be
ckenschiefstand
links empfehle er ausserdem eine exakte Ausmessung einer allfälligen
Beinläng
endifferenz
sowie einen entsprechenden Ausgleich (S. 1). In die derzeitige medi
kamentös
e
analgetische Therapie müsse etwas Ordnung ge
bracht werden. Nach Abklärung durch einen Psychiater sei eine antidepressive Medikation zu em
p
f
eh
len (S. 1 f.
).
3.
3
Dr.
med.
C._
, Facharzt FHM
für
Rheumatologie und für
Physikalisc
he Medizin und
Rehabilitation,
stellte in seinem Bericht vom 2
7.
September 2010 (
Urk.
5/9/
1-3 =
Urk.
5/15) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar
beits
fähigkeit (
Ziff.
1.1):
generalisierte
s
Fibromyalgie
-ähnliches Schmerzsyndrom mit
generalisierten Wirbelsäulen- und Gelenksschmerzen
chronischer Müdigkeit (Schlafstörungen)
fehlenden Hinweisen auf entzündlich-rheumatische Affektion (insbe
sondere Kollagenose,
Spondar
t
hropathie
)
Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er einen Sta
t
us
nach rezidivierenden Beinven
enthrombosen und Lungenembolien (ohne Nach
weis
einer pathologischen Thromboseneigung/Gerinnungsstörung) und eine
Vita
min-D3-Insuffizienz.
Dr.
C._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 1
7.
November 2009 bei ihm in Behandlung und die letzte Kontrolle sei am
2
4.
September 2010
erfolgt (
Ziff.
1.2).
Es handle sich um eine lebhafte Patientin. Im Anamnesegespräch seien keine Ein
s
chränkungen feststellbar ge
wesen
. Abgesehen von eine
r
angedeuteten Skoliose bestehe keine relevante Haltungspathologie. Die Beweglichkeit in allen
Wirbel
säulenabschnitten
sei er
halten. Zu erwähnen sei die generalisierte Schmerzem
p
findlichkeit der Musku
latur. Nachdem alle bisherigen Behandlungen nicht zum Ziel oder einer vo
rübergehenden Besserung geführt hätten, sei die Prognose mit
grossen Vorbe
halten belastet. Bekanntermassen sei die Behandlung einer
Schmerz
krankheit
äussert schwierig und selten erfolgreich. Hingegen müsse auch
längerfristig nicht mit einer relevanten Strukturpathologie der Wirbelsäule und der periphe
ren Gelenke gerechnet werden (
Ziff.
1.4).
In der bisherigen Tätigkeit als Tages
mutter bestehe seit dem 1
7.
November 2009
eine Arbeitsunfähigkeit von etwa 50
%
(
Ziff.
1.6).
Die bisherige Tätigkeit sei noch
in einem Umfang von 4 Stun
den pro Tag möglich, seines Erachtens sei dies steigerungsfähig. Es bestehe eine Einschränkung durch die Schmerzen einerseits sowie durch die psychophysische Erschöpfung andererseits.
Die bisherige
Tätig
keit als Tagesmutter zeige ein an
gepasstes Tätigkeits- und Belastungsprofil auf (
Ziff.
1.7). Medizinisch-theore
tisch könne durch eine adäquate
Schmerzbehand
lung
sowie eine
rekonditionie
rende
Rehabilitation die Arbeitsfähigkeit verbessert
werden (
Ziff.
1.8). Wie bei al
len Schmerzkrankheiten sei eine
der Beschwerde
führerin völlig gerecht wer
dende Beurteilung schwierig, weshalb er ein neutra
les
interdisziplinäres Gut
achten empfehle (
Ziff.
1.11).
In seinem Bericht vom 2
4.
August 2011 (
Urk.
5/34/2
=
Urk.
5/39/6) führte
Dr.
C._
aus, die Beschwerdeführerin habe ihn am 2
2.
August 2011 konsul
tiert.
Gemäss ihren Angaben sei es ihr auch in den Sommerferien sehr schlecht
gegangen. Wegen intensiver Schmerzen in der Wirbelsäule und
im
Schulter
g
ürte
l habe sie auch in
D._
den Notfallarzt konsultieren müssen. Problematisch sei auch, dass die Analgetika laut Angaben der Beschwerdeführerin immer weniger und immer weniger lang wirksam seien. Er habe einen neuen medikamentösen Behandlungsversuch gestartet, jedoch sei die Hoffnung auf eine positive Wir
kung nicht allzu gross. Möglicherweise könnte sich aber der antidepressive Ef
fekt des
Medikaments positiv auswirken.
3.
4
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, führte in seinem Bericht vom 2
7.
September 20
10 (
Urk.
5/10
/1
)
aus, er habe der Be
schwerdeführerin nie eine Arbeitsunfähigke
it attestiert. Wegen der r
heumati
schen Beschwerden sei sie beim Rheumatologen
Dr.
C._
in Behandlung, welcher die Diagnose eines
Fibromyalgiesyndroms
gestellt habe. Dieses werde bei
Dr.
C._
entsprechend behandelt. Aufgrund eines Erschöpfungszustandes halte
Dr.
C._
die
Beschwerdeführerin aktuell nicht für arbeitsfähig
(vgl.
Urk.
5/9/11-12 =
Urk.
5/10/2-3)
.
Auf entsprechende Anfrage der Beschwerdegegnerin führte
Dr.
E._
am
8.
Februar 2012 (
Urk.
5/39/5
)
aus,
er habe nach wie vor bei der Beschwer
deführerin nie eine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Sie sei wegen ihrer Beschwer
den immer noch bei
Dr.
C._
in Behandlung. Der aktuellste Bericht sei vom 2
4.
August 201
1. Dr.
E._
führte aus, von seiner Seite her werde eine Hyposensibilisierungstherapie durchgeführt.
3.5
Am
2.
Mai 2011 erstatteten
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Orthopädie, und
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Psychiatrie
und Psychotherapie
,
Y._
, das von der Beschwerdegegnerin veranlasste
bidiszipli
näre
Gutachten (
Urk.
5/21/1-23)
. Sie stellten zusammenfassend folgende Diag
nosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 20
Ziff.
7.1):
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), bestehend seit etwa Januar 2009
Neurasthenie, bestehend seit etwa Januar 2008 (ICD-10 F48.0)
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
n sie
eine
Cer
vicobrachialgie
beidseits, eine
Lumbopseudoischialgie
beidseits,
Handgelenks
schmerzen
links, eine Allergie auf diverse Lebensmittel und
eine
Präadipositas
(S. 20
Ziff.
7.2).
Die Gutachter führt
en
aus, anlässlich der gemeinsamen orthopädisch-psychiatri
schen Beurteilung am 2
8.
April 2011 sei die Arbeitsfähigkeit als Tagesmutter gesamthaft bei voller Stundenpräsenz sei
t
Januar 2008 auf 75
%
(Arbeitsunfä
higkeit 25
%
) festgelegt worden, da bei anhaltend
somatoformer
Schmerzstö
rung
und Neurasthenie, die einer leichten psychischen Störung ohne wesentli
che de
pre
ssive Verstimmungen entspreche,
die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität, der Antrieb, die Interessen und die Dauerbelastbarkeit nur gering beeinträchtigt
seien
(S. 20
Ziff.
8.1). Tätigkeiten ohne erhöhte emotionale Belas
tung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige
Flexibilität
und ohne über
durchschnittliche Dauerbelastung könnten gesamthaft bei voller
Stunden
prä
senz
seit Januar 2008 vollumfänglich (Arbeitsunfähigkeit 0
%
) zu
gemutet werden (S. 21
Ziff.
8.2).
Aufgrund der vo
rliegenden Befunde könne die vom
Rheumatologen
Dr.
C._
bescheinigte Arbeitsunfähigkeit, die er auf un
genaue und zum Teil falsche Dia
g
nosen gestützt habe
, nicht nachvollzogen we
rden. Insbesondere bleibe uner
klär
lich
, weshalb
„
fehlende Hinweise
auf ent
zündliche rheumatische Affektion“ eine Diagnose mit Auswirkung auf die Ar
beitsfähigkeit sein solle. Ein psychiatrischer
Arztbericht sei in der Aktenlage nicht ersichtlich und in den somatischen
Arzt
berichten
sei ein
Fibromyalgie
syndrom
beschrieben worden, das einer anhalten
den
somatoformen
Schmerz
störung
entspreche. Nachdem aufgrund der Neuras
thenie keine psychische
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Ausprägung und
Dauer vorliege, seien die Voraussetzungen für eine zumutbare
Willensan
stren
g
ung
gegeben und es sei keine wesentliche Einschränkung der Arbeits
fähig
keit anzunehmen (S. 21
Ziff.
8.3).
Bei dem
neben der anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung
seit drei Jahren
bestehende
n neurasthenischen Beschwerdebild handle es sich um eine leichte psychische Störung und es sei damit keine psychische
Komorbidität
von erheb
licher Schwere, Ausprägung und Dauer anzunehmen, die zu einer Beeinträchti
gung der Schmerzverarbeitung und Schmerzbewältigung führe. Damit verfüge die Beschwerdeführerin über die notwendigen Ressourcen für den Umgang mit den
Schmerzen und es seien diese, sofern sie nicht organisch begründbar seien, mit einer zumutbaren Willensanstrengung ausreichend überwindbar. Auch liessen sich keine weiteren massgebenden Faktoren wie chronische körperliche
Be
gleit
erkrankungen
, ein mehrjähriger
chronifizierter
Krankh
e
it
s
verlauf mit un
verän
derter Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung, ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, ein verfestigter therapeutisch nicht mehr beein
fluss
barer interseeli
scher Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlas
tenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn), sowie das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Be
handlung er
he
ben. Damit seien die Voraussetzungen für eine zumutbare
Wil
lensanstren
g
ung
zur S
chmerzüberwindung gegeben (S. 19 f.
unten).
Die Gutachter führten aus, im Gegensatz zur Selbsteinschätzung der Beschwer
de
führerin bestehe gesamthaft aus gutachterlicher Sicht eine deutliche
Restar
beits
fähigkeit
in bisheriger Tätigkeit (S. 21
Ziff.
8.5). Die Arbeitsfähigkeit sei primär durch ein psychisches Leiden mit Krankheitswert eingeschränkt. Ein Überwiegen
von psychosozialen Faktoren sei nicht anzunehmen, obwohl belas
tende Fakto
re
n mit fehlender Sprachbeherrschung und mangelnder Integration vorlägen (S.
22
Ziff.
8.7).
3.
6
Dr.
C._
führte i
n seinem Bericht
vom
2.
Februar 2012 (
Urk.
5/38)
aus, er
habe seiner früheren Beurteilung vom 2
7.
September 2010 nichts beizufügen, da sich
sowohl an der Situation wie auch an seiner Beurteilung nichts Grundsätzli
ches geändert habe. Hinsichtlich des
Y._
-Gutachtens
betonte
Dr.
C._
,
dass er nie von einem
Fibromyalgie
-Syndrom, sondern von einem generalisier
ten,
Fibromyalgie
-ähnlichen Schmerzsyndrom gesprochen habe. Damit habe er eine Schmerzkrankheit umschrieben, die nicht oder nur teilweise auf eine
Struktur
pa
thologie
des Bewegungsapparates zurückgeführt werden könne, die (aller
dings
sehr fragwürdigen) Diagnosekriterien eines
Fibromyalgie
-Syndroms im engeren Sinne aber nicht erfülle. Seine Diagnose sei entgegen der Meinung des Gutach
ters nicht falsch
,
und seine Annahme sei indirekt durch die Beurtei
lung des begutachtenden Psychiaters, welcher eine anhaltende
somatoforme
Schmerz
stö
rung
diagnostiziert habe, bestätigt worden.
Dr.
C._
führte ferner aus, da zu
diesen Schmerzer
krankungen nicht nur Schmerzen
hauptsächlich, aber
nicht nur
am Bewegungsapparat,
sondern vor allem auch
Symptome wie Müdigkeit, Er
schöpfung und verminderte Belastbarkeit gehörten, habe er die Arbeitsun
fähig
keit
auf 50
%
geschätzt
(S. 1).
Die
Arbeitsunfähigkeit in der bishe
rigen Tätigkeit schä
tze er weiterhin auf 50
%
, diejenige im Haushalt auf 25
%
, da die Beschwerdeführerin im Haushalt die Ar
beiten besser planen und sich einrichten könne (S. 2).
3.7
Die Abklärungsperson erstattete
am
9.
September 2011 Bericht (
Urk.
5/27) ü
ber die am
8.
September 2011
zusammen mit einer Auszubildenden
durchgeführte
Haushalt
s
abklärung. Gemäss Angaben der Beschwerdeführerin habe die Krank
heit
das Leben der Familie verändert und beeinflusse den gesamten Alltag. Der
Schmerz sei ständig und über
all vorhanden. Obwohl sie
Lagerungskissen ver
wende, könne sie nicht ruhig liegen. Besonders wichtig für sie seien r
egelmäs
sige
Positionswechsel. So
könne
sie Tag und Nacht maximal 10 bis
15 Minuten in einer beliebigen Position verharren. Bei grosser Hitze sei es auch sch
on zu Fie
ber
in der Höhe von 38
° gekommen und es sei ein Notfalltermin bei einem Arzt nötig
geworden. Diese Fieber würden mit besonders heftigen
Schmerzspit
ze
n
zu
sam
men
hängen. Sie halte sogar
Berührungen ihres Kindes kaum aus. Der ältere Sohn
kö
nne dies nun verstehen, für den jüngeren sei diese Einschränkung nicht nach
vollziehbar
,
und er weine oft, da sie ihm jede Umarmung verweigern müsse
(S. 1)
.
Der heute bestehende Schmerzzustand habe im Schulterbereich begon
nen, aus
strahlend in den Arm. Damals habe sie geglaubt, eine erneute Lungen
embolie erlitten zu haben, was aber
nicht der Fall gewesen sei. Der Schmerz habe sich
nicht zurückgezogen sondern nach und nach vom ganzen Körper Be
sitz er
griffen
und sich ständig gesteigert (S.
1
unten
).
Die zunehmenden Be
schwerden, insbe
sondere die Unmöglichkeit längere
Geh
strecken
zu bewältigen
,
habe die gesamte
Familie zum Umzug in eine Parterre
wohnung bewegt. Der Arzt habe ihr zu Spa
ziergängen geraten, sie könne jedoch maximal 5 Minuten gehen. Jede mecha
ni
sche Behandlung führe zu einer Ver
schlechterung des Ge
sundheitszustandes und
mit dem aktuell eingenommenen Medikament sei es wie bei allen anderen bis
her erprobten Medikamenten, wo sie
sich zuerst Bes
serung erhofft, dann aber habe
einsehen müssen, dass das Mittel nicht helfe und unangenehme Neben
er
scheinungen mit sich bringe
(S.
2 oben)
.
Die Abklärungsperson führte aus, sowohl die Beschwerdeführerin als auch ihr Ehemann hätten entspannt und gelöst gewirkt. Die Beschwerdeführerin sei auf
merksam gewesen und habe ruhig erzählt. Nach 35 Minuten sei die Beschwer
deführerin ganz kurz
-
absolut mühelos -
vom Sofa aufgestanden. Danach habe sie sich sofort wieder hingesetzt. Dies sei der einzige
Positions
wechsel
gewesen, der
habe
beo
bachtet werden können (S. 2
).
Zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit führte die Abklärungsperson aus, die Be
schwerdeführerin habe ein Praktikum in eine
m Kindergarten absolviert
und
sei
vom 1
8.
August bis 2
0.
Oktober 2009 als Tagesmutter und seit Oktober 2009 als Hausfrau tätig
gewesen (S.
2
Ziff.
2.1)
. Der Ehemann der Beschwerdeführerin habe ebenfalls gesundheitliche Probleme. Gemäss seinen Angaben habe er eine Schulteroperation hinter sich und die andere Schulter sei ebenfalls geschädigt. M
an werte jedoch eine Operation
an dieser Schulter als zu grossen Risikofaktor. Er könne aufgrund seiner Beschwerden seit zwei Jahren überhaupt nichts mehr machen und er sei deswegen bei der Invalidenversicherung angemeldet und be
reits begutachtet worden (S. 3
Ziff.
2.3).
Gemäss
ihren eigenen
Angaben
habe die
Beschwerdeführerin das Kind an 4 Wo
chen
tagen betreut. An zwei Tage
n
sei das Kind nicht zwei
,
sondern
vier
Stunden bei ihr gewesen. Es treffe zwar zu, dass das Kind nicht mehr gebracht worden sei, weil es an Di
abetes erkrankt sei, sie selbst habe jedoch damals bereits be
schlossen gehabt, dass sie wegen ihrer Schmerzen das Arbeitsverhältnis habe beenden wollen. Schritte in diese Richtung habe
sie noch nicht unternommen
(S.
3
Ziff.
2.4).
Bei
guter Gesundheit
würde sie sich
wieder ein Kind zur Be
treu
un
g suche
n
. Sie hätte in diesem Fall als Ersatz für das erkrankte Kind ein anderes Kind gesucht
,
und das Betreuungspensum wäre unverändert geblieben (S.
4
Ziff.
2.5).
Zur Qualifikation führte
die Abklärungsperson aus, gemäss Arbeitgeberin habe
es sich um ein wöchentliches Arbeitsvolumen von maximal 20
%
gehandelt. Dies
sei so von der Beschwerdeführerin am 1
7.
September 2010 telefonisch be
stätigt
worden. Vor Ort seien nun höhere Einsatzzeiten genannt worden, welche nicht mit
der nötigen Regelmässigkeit hätten begründet werden können. Es seien zwei Nachmittage genannt worden, an welchen das Mädchen 4 Stunden bei der Be
schwerdeführerin gewesen sei. Somit betrage die während 2 Monaten geleistete
Arbeitszeit maximal 20
%
. Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführe
rin
zu 80
%
im Haushalt und zu 20
%
im Erwerbsbereich tätig wäre (S. 4
Ziff.
2.6).
Die Beschwerdeführerin fühle sich kaum im Stande, Arbeiten im Haushalt zu übernehmen und ihr Ehemann habe erklärt, auf Grund seiner Einschränkungen sei es ihm nicht möglich, ausser den administra
tiven Arbeiten und der Erledi
gung von Kleineinkäufen
etwas im Haushalt zu machen
. Aus diesem Grund lebe während etwa 6 Monaten pro Jahr die Mutter der Beschwerdeführerin bei ihnen und sei während dieser Zeit allein für den Haushalt zuständig. Die Beschwer
deführerin mache dann gar nichts. Alle Schulferien (13 Wochen) verbringe sie bei ihrer Mutter, welche sich dann in
D._
um die haushälterische Belange
kümmere. Während den verbleibenden drei Monaten des Jahres komme wäh
rend
der Woche täglich eine Freundin ins Haus.
Diese sei zwar selbst Mutter von
zwei Kindern und müsse deshalb ihre Zeit sehr einteilen, komme jedoch trotz
dem
regelmässig.
Schwierig werde es ab Oktober, wenn diese selbst einen Erwerb
auf
nehme
.
Am Wochenende sei die Beschwerdeführerin oftmals bei dieser Freun
din zum Essen eingeladen (S. 5
Ziff.
6). Die Abklärungsperson führte aus, dass di
e Beschwerdeführerin und ihr Ehemann ihre
Restarbeitsfähig
keit
keineswegs aus
schöpften, weshalb die Arbeiten medizinisch-theoretisch zu
geteilt und bewertet würden (S. 6 oben).
Nach vorgenommener Gewichtung der Bereiche ermittelte die Abklärungsperson unter Berücksichtigung der
Mitwir
kungspflicht
des Ehe
mannes
eine Einschränkung im Haushaltsbereich
von ins
gesamt 14
%
(
S.
6
ff. Ziff. 6).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
d
er Beschwerdeführerin
auf das
Y._
-Gutachten vom
Mai 2011
(vorstehend E. 3
.5
).
Die Beschwerdeführerin machte diesbezüglich geltend, darauf könne nicht
abgestellt werden,
da es auf unvollständiger Aktenlage beruhe
,
sie an einem Voll
bild der
Fibromyalgie
leide und daher die Einschränkung in der Arbeitsfä
higkeit weiter
reiche (vorstehend E. 2.2)
.
4.2
Das
Y._
-Gutachten berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten
Beschwerden und setzt sich mit diesen umfassend auseinander. Es wurde so
dann
in Kenntnis der wesentlichen
Vorakten
abgegeben, leuchtet in der Darle
gung der medizinischen Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nachvoll
zieh
ba
rer Weise begründet. Es erfüllt daher die Anforderungen an eine beweis
kräf
t
ige
Expertise (vorstehend E.
1
.7
). Insbesondere ergaben auch die übrigen vorlie
gen
den
medizinischen Akten nichts, was auf eine anderweitige Einschät
zung der Lage hindeuten würd
e.
Auch die
von Prof
.
Z._
(vorstehend E. 3.1) und
von
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.3
)
gestellte
n
Diagnosen fallen unter die
Überwind
bar
keitsrechtsprechung
und Hinweise darauf, dass die
syndromalen
Beschwerde
b
ilder
der Beschwerdeführerin ausnahmsweise invalidisierend, da unüberwind
bar
sein könnten
(vgl. vorstehend E. 1.2)
, fehlen
. So ist
unter ande
rem
das zen
trale Kriterium einer psychischen
Komorbidität
vorliegend nicht ge
geben und auch
die Neigung zu Thrombosen vermag keine
Unüberwindbarkeit zu begrün
den.
Die
von Prof
.
Z._
gestellte Diagnose
einer
Fibromyalgie
konnte in der Folge von
Prof.
A._
(vorstehend E. 3.2) nicht bestätigt werden und auch
Dr.
C._
(vor
stehend E.
3.3) sprach lediglich von einem
Fibromyalgie
-ähnli
che
n
Schmerzsyn
drom
mit unte
r anderem chronischer Müdigkeit. Gleichzeitig beschrieb er
die Be
schwerdeführerin als lebhafte Patientin und hielt fest, dass im
Anam
nese
gespräch
keine Einschränkungen feststellbar gewesen seien.
Ein
hergehend mit der Einschätzung der
Y._
-Gutachter konnte auch er kein rele
vantes Korrelat für die angegebenen Schmerzen feststellen.
Im Februar 2012 (vorstehend E. 3.6) führte
Dr.
C._
aus, seine Diagnose sei durch die Beur
teilung des begut
ach
tenden
Y._
-Psychiaters, welcher eine anhaltende
soma
toforme
Schmerzstö
rung
diagnostiziert habe, indirekt bestätigt worden.
Dr.
C._
thematisierte die
Frage der Überwindbarkeit nicht
, weshalb sei
n
e Einschätzung der Arbeits
fähig
keit etwas geringer
ausfiel.
Dennoch
erachtete aber auch
er
die bisherige Tätig
keit im Umfang vo
n 4 Stunden pro Tag möglich
und
steigerbar
.
Daran ändert auch nichts, wenn
sich die Beschwerdeführerin
abermals auf die
im März 2010
von Prof.
Z._
nach einmaliger Konsultation
gestellt Diagnose
eines stark ausgeprägten
Fibromyalgiesyndroms
an allen 4 Quadranten beruft.
So
attestierte
er
keine Arbeitsunfähigkeit
und die Diagnose wurde im Folgen
den, wie
ausgeführt, nicht bestätigt.
Dass das
Y._
-Gutachten, wie die Beschwerdeführerin beschwerdeweise vor
brachte, auf einer unvollständigen Aktenlage basieren soll
,
trifft nicht zu. So
geht
aus dem Aktenverzeichnis hervor
, dass den Gutachtern die angeblich feh
lenden Berichte zugestellt wurden
(vgl.
Urk.
5/21
/38)
.
Auch die von der Beschwerdeführerin
geltend gemachte
Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes ist weder dem Bericht von
Dr.
C._
vo
m August 2011 (vorstehend E.
3.3
), wo lediglich
über
eine Konsultation beim Notfallarzt
in den Ferien berichtet wurde
, noch dem Bericht vom Februar 2012 (vorstehend E.
3.6) zu entnehmen, wo er erwähnte, dass er seiner Beurteilung vom September 2010 nicht
s
beizufügen habe und
sich sowohl an der Situation als
auch an seiner Be
urteilung nichts geändert habe.
Abgesehen davon, dass für das vorliegende Verfahren der Sachverhalt massge
bend ist,
welcher
der angefochtenen Verfü
gung vom 1
5.
August 2012
zugrunde lag,
und die nach Verfügungserlass
eingereichten Arztberichte vom
8.
April 2013
(
Urk.
8) und vom
3.
Januar 2014 (
Urk.
10) grundsätzlich nicht zu berücksichti
gen sind, konnte die von
Dr.
E._
im April 2013 erwähnte Diagnose
der Thrombose im Bereich des Schädels, weswegen die Beschwerdeführerin
dann
medikamentös behandelt wurde
, gemäss Bericht der
Ärzte der Klinik für Häma
tologie
,
B._
,
vom Januar 2014 (
Urk.
10)
nicht bestätigt werden.
Die Be
richte äussern sich sodann nicht zu einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit und vermögen
die von den
Y._
-Gutachtern getroffene Einschätzung der Arbeits
fähigkeit nicht
in Zweifel zu ziehen.
Zu
weiter
en
Abklärungen besteht vorliegend kein An
lass.
4.3
Aufgrund des Gesagten ist dem
Y._
-Gutachten folgend der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten,
dass in der angestammten Tä
tigkeit als Tagesmutter eine Einschränkung von 25
%
besteht und in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 100
%
auszugehen ist.
5.
5.
1
Strittig und zu prüfen ist insbesondere die
Frage, in
welche
m
Umfang die Be
schwerdeführerin im Gesundheitsfall einer Erwerbstätigkeit
nachgehen würde.
5.2
Massgebend für die Quali
fikation der Beschwerdeführerin
ist die Frage, in wel
chem Umfang sie eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, wenn kei
ne gesundheit
liche Beeinträchti
gung bestünde
.
Die Verwaltung als verfügende Instanz und
im Beschwerdefall
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen an
nehmen, wenn sie von ihrem Be
stehen über
zeugt sind. Im
Sozialversiche
rungs
recht
hat das Gericht seinen Ent
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab
wei
chen
des vorsieht, nach dem
Be
weis
grad
der über
wiegenden Wahr
scheinlich
keit zu fällen. Die blosse Möglich
keit eines bestimmten Sachverhalts genügt den
Be
weisanfor
derungen
nicht. Das Ge
richt folgt vielmehr jener
Sachver
halts
darstel
lung
, die es von allen möglichen
Ge
s
chehensabläu
fen
als die wahrschein
lichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360
mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3 S. 324 f.).
5.3
Während die Beschwerdegegnerin
gestützt auf den Haushaltabkläru
n
gsbericht
vom September 2011 (vorstehend E. 3.7
) davon ausging, die Beschwerdeführe
rin
würde bei guter Gesundheit weiterhin zu einem Pensum von 20
%
als Ta
ges
mutter und
zu
80
%
im Aufgabenbereich tätig sein, machte d
ie Beschwer
defüh
rerin geltend,
das im Tagespflegevertrag angegebene Pensum entspreche nicht der tatsächlich geleisteten Arbeit. So habe sie jeweils am Donnerstag oft
mals bis 16 Uhr gearbeitet und habe überdies ständig erreichbar sein müssen. Bei der Lehrerin sei ihre Telefonnummer hinterlegt gewesen, so dass diese
sie
bei Bedarf habe kontaktieren können. Somit habe ihre berufliche Tätigkeit viel
mehr bei 40
bis 50
%
gelegen. Entsprechend sei im Arbeitsvertrag auch klar geregelt wor
den,
dass jede zusätzliche Stunde mit
Fr.
12.-- entschädigt werde (
Urk.
1 S. 9
Ziff.
2.1).
Wie die Abklärungsperson ermittelte, wurden gesamthaft lediglich zweimal an
einem Donnerstag Mehrstunden geleistet. Auch kann die Beschwerdeführerin aus
dem Umstand, dass ihre Nummer bei der Lehrerin hinterlegt worden ist, nichts
für sich ableiten respektive lässt dies keine Schlüsse auf ein höheres Pensum zu.
Im
am 1
5.
Juni 2009 unterzeichneten
Tagespflegevertrag (
Urk.
5/3/3-6
) wurde festgehalten, dass die Beschwerdefüh
rerin für das zu pflegende Kind
von 11.50 bis 13.30
Uhr
jeweils an 4 Wochentagen die Mittagsbetreuung übernimmt, für ein Entgelt von
Fr.
320.--
(4 Wochentage à
Fr.
20.--)
, wobei jede zusätzliche Stunde mit
Fr.
12.-- zu entgelten ist. Für den Monat August 2009 wurden so
dann
Fr.
160.-- und für den Monat September
2009
Fr.
280.-- abgerechnet (
Urk.
5/14/4-5)
. Bezogen auf den Monat September
2009 wurden exakt
14 Tage bei einem Tagesa
nsatz von
Fr.
20.-- abgerechnet und aus der
Quittung für den Monat August 2009
ist bei einem Arbeitsbeginn a
m 1
8.
August 2009 von ins
gesamt 8 Betreuungstagen auszugehen, welche ebenfalls mit lediglich
Fr.
20.-- abgegolten wurden.
Allfällig
geleistete Mehrstunden gehen
aus den Quittungen nicht hervor und sind daher nicht ausgewiesen.
Auch ist nicht ersichtlich, wes
halb der geleistete Mehraufwand nicht auf der Quittung hätte aufgeführt wer
den
sollen.
A
uf telefonische Anfrage der Beschwerdegegnerin vom 1
7.
September 2010 (
Urk.
5/8)
führte die Beschwerdeführerin
ausserdem
aus, sie habe ein Kind während 2 Stunden pro Tag betreut und dafür
Fr.
320.-- pro Mo
nat erhalten.
Die Würdigung dieser Umstände führt insgesamt zum Schluss, dass die Be
schwer
deführerin bei guter Gesundheit nach überwiegender Wahrscheinlichkeit
im üb
lichen Pensum von 2 Stunden pro Tag während 4 Wochentagen, entsprechend einem Pensum von rund 20
%
,
als Tagesmutter tätig gewesen wäre.
5.4
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin demnach
die Beschwerdeführerin
zu Recht
als zu 20
%
im Erwerbsbereich und zu 80
%
im Aufgabenbereich Tätige qu
a
lifiziert.
6.
6.1
Streitig und zu prüfen ist im Weiteren die
Verwertbarkeit des
Haus
halt
ab
klä
rungs
berichts
vom
September 2011
(vorstehend E. 3
.7
).
6.2
Die Beschwerdeführerin konnte sich im Rahmen der Abklärung ausführlich zu ihren Beschwerden äussern. Richtigerweise wurde die Mithilfe des Ehemannes
an
gerechnet
. Die von der Abklärungsperson vorgenommen Gewichtung der
Haus
haltsbereich
e
und die dort bestehenden
Einschränkungen wurden nach
voll
ziehbar und plausibel begründet, ebenso die Ausführungen zur Qualifika
tion,
weshalb darauf
abge
stellt werden kann (vgl. vorste
he
nd E. 1.8
).
Die Beschwerdeführerin
machte in ihrer Beschwerde geltend, das
Abklärungsge
spräch
sei ni
cht gerade erfreulich verlaufen,
dem Ehemann seien Vorhaltungen bezüglich Mitarbeit im Haushalt gemacht worden und
sein Beschwerdebild sei nicht ernst genommen worden. Auch
sei
die Aussage, wonach der j
üngere Sohn oft weine, da sie ihm jede Umarmung verweigere
,
nie gemacht worden (
Urk.
1 S.
9 f.
Ziff.
2.2). Falsch sei
unter anderem
auch die Darstellung im Be
richt, wo
nach
sie sich
alle Schulferien (13 Wochen) bei der Mutter in
D._
aufhalte. Tatsächlich habe sie fünf Wochen im Sommer, zwei Wochen im Okto
ber (jedoch nur im 2010) sowie zwei Wochen über die Weihnachtstage, somit insgesamt nur 9 Wochen erwähnt (S.
10
Ziff.
2.2).
6
.
3
Die von der Beschwerdeführerin geübte Kritik am Haushaltabklärungsbericht
ver
mag nichts an dessen
Verwertbarkeit zu ändern.
O
b die Beschwerdeführerin aus
geführt habe, dass der jüngere Sohn oft weine, da sie ihm jede Umarmung ver
weigere (vgl.
Urk.
1 S.
9
Ziff.
2.2,
Urk.
5/37)
,
ist
ohne
Einfluss auf das Resultat.
Genauso wenig
von Relevanz ist
,
o
b der
Ehemann der Beschwer
deführerin
kochen
kann oder nicht,
der Boden
Parkett oder Laminat ist,
oder ob sie
9 oder 13 Wochen
bei ihrer Mutter in
D._
ist
und die Kollegin
nun
Mutter von
drei
oder
von zwei Kindern
ist
(
vgl.
Urk.
1 S. 10)
.
Auch die von der Be
schwerde
füh
rerin zu den von der Abklärungsperson in den Teilbereichen fest
gehaltenen
Ein
schränkungen
geübte Kritik
,
wonach ihr und ihrem Ehemann rein gar nichts mehr
zuzumuten sei (
Urk.
1 S.
10
ff.), überzeugt
nicht. Diesbe
züglich sei auch auf das Urteil in
S
ache
n des Ehemannes
betreffend Invalidenrente vom 2
8.
Juni 2013
(
Verfahren
IV.2012.00696
)
verwiesen.
6
.4
Aufgrund des Gesagten kann auf den Haushaltabklärungsbericht abgestellt wer
den
.
Betreffend den Erwerbsbereich ergibt sich bei einer Arbeitsfähigkeit von 75
%
(vorstehend E. 4.3)
bei einer Qualifikation als zu 20
%
im Erwerbsbereich Tätige
(vorstehend E. 5.
4
)
keine Einschränkung.
Demnach resultiert der
Invaliditätsgrad allein aus der
Ein
schränkung
von 14
%
im Haushalt, was bei einer Gewichtung des Haushaltes mit 80
%
einem
renten
ausschliessenden
Invaliditätsgrad von rund 11
%
entspricht (0.8 x 14
%
).
Die angefochtene Verfügung vom
1
5.
August
2012 (Urk. 2
) erweist sich dem
nach
als rech
tens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht,
ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
9
00.-- anzusetzen. Ent
spre
chend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Be
schwerde
füh
rer
in aufzuerlegen.