Decision ID: 6d0c4cc7-aec0-5b3c-8d21-9b254a64c67d
Year: 2022
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer am (...) Dezember 2021 in der Schweiz um
Asyl nachsuchte,
dass ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der «Eurodac»-Datenbank
ergab, dass er am (...) 2021 in Italien illegal in das Hoheitsgebiet der Dub-
lin-Staaten eingereist und gleichentags daktyloskopisch erfasst worden
war,
dass das SEM am 20. Dezember 2021 die italienischen Behörden in An-
wendung von Art. 13 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Euro-
päischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der
Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prü-
fung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem
Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist
(nachfolgend: Dublin-III-VO), um Übernahme («take charge») des Be-
schwerdeführers ersuchte,
dass dem Beschwerdeführer anlässlich des Dublin-Gesprächs vom 3. Ja-
nuar 2022 das rechtliche Gehör zur mutmasslichen Zuständigkeit Italiens
und zu seinem Gesundheitszustand gewährt wurde,
dass, nachdem die italienischen Behörden das Übernahmeersuchen innert
Frist unbeantwortet gelassen hatten, das SEM mit Verfügung vom 1. März
2022 – tags darauf eröffnet – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b
AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
trat, dessen Wegweisung aus der Schweiz in den zuständigen Dublin-Staat
(Italien) anordnete, ihn aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach
Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen und den Kanton Solothurn mit
dem Vollzug der Wegweisung beauftragte,
dass es dem Beschwerdeführer gleichzeitig die editionspflichtigen Akten
gemäss Aktenverzeichnis aushändigte und festhielt, einer allfälligen Be-
schwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu,
dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 9. März 2022 an
das Bundesverwaltungsgericht gelangte,
dass er darin sinngemäss beantragt, die Verfügung des SEM sei aufzuhe-
ben und dieses sei anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten und das
Asylverfahren in der Schweiz durchzuführen,
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dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-
chen Prozessführung sowie um Beiordnung eines Rechtsbeistands er-
sucht,
dass die zuständige Instruktionsrichterin am 10. März 2022 den Vollzug der
Überstellung gestützt auf Art. 56 VwVG einstweilen aussetzte,

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-
gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-
gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33
VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),
dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105
AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich,
wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-
teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-
zichtet wurde,
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG),
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dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt,
dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-
gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als
zuständiger Staat bestimmt wird,
dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-
geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt
wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO),
dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge),
wie es vorliegend gegeben ist, die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO)
genannten Kriterien in der dort aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierar-
chie der Zuständigkeitskriterien; vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwen-
den sind, und dabei von der Situation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen
ist, in dem der Asylsuchende erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat
gestellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dublin-III-VO),
dass der Beschwerdeführer gemäss einem Abgleich seiner Fingerabdrü-
cke mit der «Eurodac»-Datenbank und seinen eigenen Angaben anlässlich
des am 3. Januar 2022 durchgeführten Dublin-Gesprächs am (...)
2021 über Italien illegal in das Hoheitsgebiet der Dublin-Staaten gelangte,
dass nach Massgabe des Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO mit der illegalen Ein-
reise über Italien die Zuständigkeit dieses Mitgliedstaates zur Durchfüh-
rung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens begründet wurde, weil kein
höherrangiges Zuständigkeitskriterium des Kapitels III der Dublin-III-VO
auf einen anderen Mitgliedstaat verweist,
dass das SEM somit am 20. Dezember 2021 zu Recht die italienischen
Behörden gestützt auf Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO um Aufnahme des Be-
schwerdeführers ersuchte,
dass die italienischen Behörden das Aufnahmegesuch innert der Frist des
Art. 22 Abs. 1 Dublin-III-VO unbeantwortet liessen und damit die Zustän-
digkeit Italiens implizit anerkannten (Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO),
dass damit die Zuständigkeit Italiens zur Durchführung des Asylverfahrens
grundsätzlich gegeben ist,
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dass der Beschwerdeführer diese denn auch nicht bestreitet, sondern gel-
tend macht, es lägen Gründe für eine Übernahme der Zuständigkeit durch
die Schweiz vor,
dass es nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts keine
Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die Aufnahmebedin-
gungen für Antragsteller in Italien wiesen – trotz punktueller Schwachstel-
len – systemische Mängel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dub-
lin-III-VO auf, weshalb eine Übernahme der Zuständigkeit gestützt auf die
genannte Bestimmung nicht angezeigt ist (vgl. etwa Referenzurteil des
BVGer F-6330/2020 vom 18. Oktober 2021 E. 9),
dass die weitgehend allgemein gehaltenen Ausführungen in der Beschwer-
deschrift nicht geeignet sind, diese Einschätzung in Frage zu stellen,
dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-
schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder
Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch
wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die
Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO),
dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a
Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311)
konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-
mung aus humanitären Gründen auch dann behandeln kann, wenn dafür
gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre,
dass indessen auf die Ausübung des Selbsteintrittsrechts ein einklagbarer
Anspruch besteht, wenn die Überstellung des Antragstellers in den an sich
zuständigen Mitgliedstaat übergeordnetes Recht, namentlich eine Norm
des Völkerrechts verletzen würde (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.2; ferner Urteil
des BVGer E-2851/2021 vom 28. Juni 2021 E. 8.4.1; je m.H),
dass der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen, er habe in Italien kein
Asylgesuch stellen wollen und mit seiner Kritik am italienischen Asylsystem
implizit die Anwendung von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO respektive Art. 29a
Abs. 3 AsylV 1 fordert,
dass Italien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-
zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-
niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens
vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR
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0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR
0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-
gen nachkommt,
dass auch davon ausgegangen werden kann, Italien anerkenne und
schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des
Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013
zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-
ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom
26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen,
die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben,
dass zwar die Vermutung, Italien halte seine völkerrechtlichen Verpflichtun-
gen ein, im Einzelfall widerlegt werden kann, es hierfür aber konkreter und
ernsthafter Hinweise bedarf, die gegebenenfalls vom Betroffenen glaubhaft
darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.; Urteil des BVGer D-5698/2017
vom 6. März 2018 E. 5.3.1),
dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-
tan hat, die italienischen Behörden würden sich weigern ihn aufzunehmen
und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln
der erwähnten Richtlinien zu prüfen,
dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind,
Italien werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement missach-
ten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein Leben
oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist
oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein solches Land ge-
zwungen zu werden,
dass der Beschwerdeführer geltend macht, er laufe bei einer Rückkehr Ge-
fahr, keine Unterkunft, Rechtsberatung und Unterstützung zu erhalten, zu-
mal er bei seiner Ankunft bereits vier Tage auf der Strasse verbracht habe
und medizinisch nicht versorgt worden sei, obwohl es im körperlich und
psychisch sehr schlecht gegangen sei,
dass er zudem vorbringt, er leide an gesundheitlichen Beschwerden, na-
mentlich (...),
dass er auf Beschwerdeebene hinzufügt, es bestünde der Verdacht auf
(...), diesem aber nicht nachgegangen worden sei,
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dass er ausserdem moniert, Italien habe der Überstellung nicht ausdrück-
lich zugestimmt, weshalb nicht gesichert sei, dass er nach seiner Rückkehr
Zugang zu einer notwendigen Behandlung bekommen würde,
dass das Bundesverwaltungsgericht in seinem Referenzurteil E-962/2019
vom 17. Dezember 2019 strengere Kriterien für Dublin-Überstellungen von
schwer erkrankten Asylsuchenden, die sofort nach der Ankunft in Italien auf
lückenlose medizinische Versorgung angewiesen sind, beschlossen und
die Vorinstanz verpflichtet hat, individuelle Zusicherungen betreffend die
Gewährleistung der nötigen medizinischen Versorgung und Unterbringung
bei den italienischen Behörden einzuholen (vgl. a.a.O. E. 7.4.3),
dass der Beschwerdeführer indessen klar nicht dieser Kategorie der be-
sonders vulnerablen Personen zuzurechnen ist,
dass sich bezüglich des medizinischen Sachverhalts aus den Akten ergibt,
dass beim Beschwerdeführer in der Schweiz eine (...) durchgeführt wurde,
dass er sich wegen der (...) nie an den Pflegedienst des BAZ (...) gewandt
hat (vgl. SEM-Akten 1119408-22/1),
dass er den auf Beschwerdeebene geäusserten Verdacht auf (...) nicht be-
legt und sich auch in dieser Angelegenheit nicht um medizinische Abklä-
rung bemüht hat (vgl. SEM-Akten 1119408-22/1),
dass kein ausreichender Anlass zur Annahme besteht, wegen der erwähn-
ten gesundheitlichen Schwierigkeiten des Beschwerdeführers oder aus ei-
nem anderen Grund drohe im Falle seiner Überstellung nach Italien ein
Verstoss gegen Art. 3 EMRK (vgl. BVGE 2011/9 E. 7, mit Hinweisen auf die
damalige Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
[EGMR]; vgl. aus der neueren Rechtsprechung das Urteil des EGMR Pa-
poshvili gegen Belgien vom 13. Dezember 2016 [Grosse Kammer], Be-
schwerde Nr. 41738/10, Ziff. 180–193, m.w.H.),
dass Italien im Übrigen grundsätzlich über eine ausreichende medizinische
Infrastruktur verfügt (vgl. Urteile des BVGer F-1025/2022 vom 9. März 2022
E. 5.3.2; D-869/2022 vom 1. März 2022),
dass dem Beschwerdeführer, einem jungen und – abgesehen von den er-
wähnten, als leicht zu bezeichnenden gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen – gesunden Mann, zugemutet werden kann, in Italien seine Rechte in
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Bezug auf die medizinische Versorgung und sonstige Unterstützung ge-
mäss Art. 19 Aufnahmerichtlinie gegebenenfalls bei den zuständigen staat-
lichen Stellen einzufordern,
dass sich – neben den staatlichen Strukturen – auch zahlreiche private
Hilfsorganisationen der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen
annehmen, bei denen er bei Bedarf ebenfalls um Unterstützung nachsu-
chen kann,
dass im Übrigen keine Sachverhaltsumstände ersichtlich sind, die in
rechtserheblicher Weise gegen eine Überstellung in den für ihn zuständi-
gen Dublin-Vertragsstaat sprechen würden, zumal der Beschwerdeführer
nicht darlegt, sich bei seiner Ankunft in Italien überhaupt um Unterstützung
bemüht zu haben,
dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 ein Ermes-
sen zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf
eine gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a
AsylG) durch die Vorinstanz zu entnehmen sind,
dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer
Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält,
dass an dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den
Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat
selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3),
dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und
– weil der Beschwerdeführer insbesondere nicht im Besitz einer gültigen
Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von
Art. 44 AsylG die Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Abs. 1
Bst. a AsylV 1),
dass die Beschwerde folglich abzuweisen ist,
dass der am 10. März 2022 angeordnete, vorsorgliche Vollzugsstopp mit
dem vorliegenden Urteil dahinfällt,
dass die mit der Beschwerdeschrift gestellten Gesuche um Gewährung der
unentgeltlichen Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und amtliche
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Rechtsvertretung (Art. 65 Abs. 2 VwVG) abzuweisen ist, da die hauptsäch-
lichen Begehren – wie sich aus den angestellten Erwägungen ergibt – als
von vornherein aussichtslos zu bezeichnen waren,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 750.–
(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2])
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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