Decision ID: 7f6ea54a-b16d-4c10-930d-7a12584a014e
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
D._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a D._ meldete sich am 13. April 2004 zum Bezug von Leistungen der IV
(Medizinische Eingliederungsmassnahmen, Rente) an. Ihr letztes Arbeitsverhältnis als
Küchenhilfe bei der Y._ wurde von der Arbeitgeberin per 31. Januar 2004 aufgelöst
(act. G 3/10.4). Ihre behandelnde Ärztin, Dr. med. A._, Fachärztin für physikalische
Medizin und Rehabilitation, Z._, gab in ihrem Bericht vom 14. Juni 2004 an, die
Versicherte sei seit 9. April 2003 bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig. Als
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gab sie ein Panvertebralsyndrom
ausgeprägt zervikal mit schweren degenerativen Veränderungen der HWS mit
Spinalkanalstenose C5/C6 und grenzwertig C6/C7, bei foraminaler Einengung C3/C4
rechts, C4/C5 und betont C5/C6 beidseits, medio-lateraler Diskushernie mit
Wurzelkompression C4 rechts, degenerativen Veränderungen der BWS mit
mehretagigen Diskushernien (Th 6 bis 10 ohne Kompression) und degenerativen
Veränderungen der unteren LWS. Im Weiteren diagnostizierte Dr. A._ eine sekundäre
Fibromyalgie sowie eine Periarthropathia humero-scapularis rechts mit Irritation des M.
supraspinatus (act. G 3/14.3 - 4).
A.b In der Folge liess die IV-Stelle des Kantons St. Gallen die Versicherte medizinisch
abklären. In ihrem Gutachten vom 3. April 2006 diagnostizierte die MEDAS Ostschweiz
(mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom mit
pseudoradikulären Ausstrahlungen (M54.5), ein zervikokranial- und
zervikothorakospondylogenes Syndrom (M54.2) sowie ein PHS tendomyotica rechts
(M75.0). Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gab die MEDAS eine
Adipositas an. Zur Arbeitsfähigkeit führte die MEDAS aus, dass die Versicherte aus
somatischer Sicht bei Tätigkeiten, die das häufige Tragen und Heben von schweren
Gewichten, eine längerdauernde Flexionshaltung oder häufiges Überkopfarbeiten mit
dem rechten Arm und repetitive Kraftanwendungen im rechten Schultergürtel
beinhalteten, eingeschränkt sei. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine
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Einschränkung. Unter Berücksichtigung der erwähnten Einschränkungen sei die
Leistungseinbusse in der angestammten und in einer adaptierten Tätigkeit auf 30 %
festzulegen. Dabei sei die Arbeitszeit vorzugsweise vollschichtig mit Erholungspausen
auszuführen (act. G 3/26).
A.c Mit Vorbescheid vom 15. August 2006 gab die IV-Stelle St. Gallen der Versicherten
bekannt, dass sie - unter Zugrundelegung eines IV-Grades von 30 % - voraussichtlich
keinen Anspruch auf eine Rente habe (act. G 3/38). Mit Stellungnahme vom 5. Oktober
2006 liess die Versicherte durch ihren Rechtsvertreter, RA Werner Bodenmann,
beantragen, es sei von einem Invaliditätsgrad von 62 %, eventualiter von 46 %
auszugehen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass die Klinik
Valens, wo die Versicherte vom 13. August 2003 bis zum 9. September 2003
hospitalisiert gewesen sei, schon allein aus ergonomisch-funktioneller Sicht von einer
50 %igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen sei. Unter Berücksichtigung der
psychischen Symptomatik sei die Klinik Valens sodann von keiner verwertbaren
Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Da sich der Gesundheitszustand in der Zwischenzeit
nicht verbessert habe, sei nicht nachvollziehbar, dass das MEDAS-Gutachten nun von
einer Arbeitsunfähigkeit von lediglich 30 % ausgehe, zumal es den bereits vorliegenden
Berichten der Klinik Valens und von Dr. A._ widerspreche. Insgesamt sei auf Grund
der Aktenlage davon auszugehen, dass die Versicherte allein aus somatischer Sicht in
ihrer Arbeitsfähigkeit weit mehr eingeschränkt sei, als im MEDAS-Gutachten
festgehalten. Aus rein somatischer Sicht sei von einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von
mindestens 50 % auszugehen. Im Weiteren sei nicht auszuschliessen, dass die
Versicherte auch aus psychiatrischer Sicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei,
erwähne doch bereits der Austrittsbericht der Klinik Valens eine psychische
Problematik. Weiter gehe Dr. B._ in seinem psychiatrischen Teilgutachten zu Handen
der MEDAS davon aus, dass eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vorliege.
Das Teilgutachten widerspreche sich jedoch, wenn Dr. B._ einerseits davon ausgehe,
dass die Hintergründe dieser Störung alle iv-fremd seien, anderseits aber eine
psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung als sinnvoll erachte. Bezüglich
der psychischen Störung drängten sich weitere Abklärungen auf.
Zur Berechnung des Invaliditätsgrades führte der Rechtsvertreter an, das
Valideneinkommen sei nicht mit Fr. 45'405.-- zu veranschlagen, sondern mit Fr.
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48'750.--. So habe die Versicherte im Jahr 2004 mit einem monatlichen Einkommen
von Fr. 3'750.-- rechnen können. Dieses Einkommen sei mit 13 und nicht mit 12 zu
multiplizieren, wie dies die IV-Stelle getan habe. Zur Berechnung des
Invalideneinkommens sei von der LSE-Tabelle 2004 bzw. von einem monatlichen
Einkommen von Fr. 3'893.-- auszugehen, was einem jährlichen Einkommen von Fr.
46'716.-- entspreche. Sodann sei davon auszugehen, dass der Arbeitsunfähigkeitsgrad
der Versicherten mindestens 50 % betrage. Weiter sei zu berücksichtigen, dass die
Versicherte lediglich noch adaptierte Tätigkeiten ausüben könne, die kein häufiges
Heben oder Tragen schwerer Lasten über 20 kg, keine länger dauernden Tätigkeiten in
unergonomischen Rückenstellungen und keine häufigen repetitiven Arbeiten aus dem
rechten Schultergürtel elevatorischer oder rotatorischer Art beinhalteten. Schliesslich
sei zu berücksichtigen, dass es sich bei der Versicherten um eine über 50-jährige
mazedonische Staatsangehörige handle, die in der Schweiz lediglich über eine
Aufenthaltsbewilligung verfüge, keine Berufsausbildung vorweisen könne und die
deutsche Sprache nur schlecht beherrsche. Es sei deshalb ein Leidensabzug von 20 %
vorzunehmen. Das Invalideneinkommen betrage somit Fr. 18'686.--, der IV-Grad mithin
62 %. Selbst wenn man davon ausgehen würde, die Versicherte sei zu 70 %
arbeitsfähig, würde sich noch ein Invalideneinkommen von Fr. 26'161.-- und damit ein
IV-Grad von 46 % ergeben. Die Versicherte habe somit mindestens Anspruch auf eine
Viertelsrente (act. G 3/46).
A.d Mit Schreiben vom 20. Dezember 2006 nahm die MEDAS zu den vom
Rechtsvertreter monierten Abweichungen von den früheren Arztberichten der Klinik
Valens und von Dr. A._ im Wesentlichen dahingehend Stellung, dass die in diesen
Berichten erwähnten höheren Arbeitsunfähigkeitsgrade nicht genügend begründet
worden seien und zudem iv-fremde Faktoren, wie die mangelnde
Leistungsbereitschaft, berücksichtigten. Ausserdem seien diese Berichte zu einem zwei
bis drei Jahre früheren Zeitpunkt und unter anderen Umständen abgegeben worden, so
dass die damalige Situation nicht automatisch auf die Untersuchungssituation
übertragen werden könne (act. 3/49). Mit Verfügung vom 31. Januar 2007 wies die IV-
Stelle St. Gallen das Rentengesuch ab. Dabei ging sie von einem Valideneinkommen
von Fr. 49'681.--, einem Invalideneinkommen von Fr. 33'222.-- und damit von einem
IV-Grad von 33 % aus. In medizinischer Hinsicht sei vollumfänglich auf die
Schlussfolgerungen im MEDAS-Gutachten abzustellen. Bezüglich des
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Valideneinkommens seien die Einwände insoweit berücksichtigt worden, als die
Validenbasis neu unter Berücksichtigung des 13. Monatslohns festgelegt worden sei.
Ein Leidensabzug sei dagegen nicht vorzunehmen, da die gesundheitlichen
Beeinträchtigungen in der 30 %igen Leistungseinbusse bereits berücksichtigt worden
seien. Auch ein Ausländerabzug sei nicht gerechtfertigt, da die Tabellenlöhne, auf die
abgestellt werde, die Einkommen der schweizerischen und ausländischen
Wohnbevölkerung berücksichtigten (act. G 3/53).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 26. Februar
2007 mit dem Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Der
Beschwerdeführerin sei sodann eine Invalidenrente basierend auf einem
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % zuzusprechen. Ausserdem sei der
Beschwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Zur Begründung
werden im Wesentlichen die Ausführungen in der Stellungnahme vom 5. Oktober 2006
wiederholt. Insbesondere wird nochmals betont, dass die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin nicht nur in somatischer sondern auch in psychischer Hinsicht
beeinträchtigt sei und dass beim Invalideneinkommen ein Leidensabzug von (neu) 15
% vorzunehmen sei (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 19. März 2007 beantragt die Verwaltung Abweisung
der Beschwerde. Anlässlich der MEDAS-Untersuchung hätten keine Anhaltspunkte für
eine relevante psychische Störung gefunden werden können. Vielmehr liege eine nicht
invalidisierende somatoforme Schmerzstörung vor. Nach der Rechtsprechung könne
eine solche nur dann berücksichtigt werden, wenn zusätzlich eine psychische
Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer vorliege. Dies sei bei
der Beschwerdeführerin nicht der Fall. Daran vermöge auch die abweichende
Beurteilung der Klinik Valens nichts zu ändern, weil dort der Fokus auf die
Schmerztherapie gerichtet gewesen sei. Zudem enthalte der Bericht der Klinik Valens
keine Gesichtspunkte, welche die medizinische Administrativexpertise in Frage zu
stellen vermöchten. Das Valideneinkommen beziffert die Beschwerdegegnerin neu (und
im Gleichklang mit der Beschwerdeführerin) mit Fr. 48'750.--; das Invalideneinkommen
gestützt auf die Tabellenlöhne (neu) mit Fr. 34'009.--. Da die Beschwerdeführerin auch
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körperlich mittelschwere Tätigkeiten ausüben könne, sei kein Leidensabzug
vorzunehmen. Weitere Abzüge seien ebenfalls nicht angezeigt. Der Invaliditätsgrad
betrage somit 30 % (act. G 3).
B.c Mit Replik vom 1. Mai 2007 hält der Rechtsvertreter an den gemachten
Ausführungen fest und reicht einen vorläufigen Austrittsbericht des Spitals C._ ein,
wonach die Beschwerdeführerin vom 21. Februar 2007 bis zum 1. März 2007 habe
hospitalisiert werden müssen. In diesem Bericht werde der Verdacht auf eine
Depression geäussert. Es sei somit nicht nachvollziehbar, dass keine Anzeichen für
eine depressive Verstimmung vorliegen sollen. Im Weiteren treffe nicht zu, dass die
Beschwerdeführerin körperlich mittelschwere Tätigkeiten ausführen könne. Zudem sei
zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin 51 Jahre alt sei und lediglich über
eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz verfüge. Es sei deshalb ein Leidensabzug
von 15 % vorzunehmen (act. G 6). Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik
(act. G 8).
B.d Mit Präsidialverfügung vom 27. März 2007 wurde die unentgeltliche
Prozessführung bewilligt (act. G 4).

Erwägungen:
1.
1.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung
besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Rente, wenn sie wenigstens zur
Hälfte invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor, so besteht
Anspruch auf eine Viertelsrente oder, sofern ein Härtefall gegeben ist, auf eine halbe
Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG). Nach dem revidierten Art. 28 Abs. 1 IVG (ab 1. Januar
2004; ab 1. Januar 2008: Art. 28 Abs. 2 IVG) besteht der Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Bei der
bis
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Beurteilung ist ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung
eingetretenen Sachverhalt abzustellen (BGE 121 V 366 Erw. 1b).
1.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen; sog. allgemeine Methode). Die Differenz entspricht der
invaliditätsbedingten Erwerbseinbusse oder - in Prozenten des Valideneinkommens
ausgedrückt - dem Invaliditätsgrad.
1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von
Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel
eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich
des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a).
2.
2.1 Vorliegend ist streitig, ob die Beschwerdeführerin in gesundheitlicher Hinsicht im
vom MEDAS-Gutachten attestierten Ausmass arbeitsfähig ist und ob bei der
Berechnung des Invaliditätsgrades (Invalideneinkommen) ein Abzug vom Tabellenlohn
vorzunehmen ist.
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Bezüglich Arbeitsfähigkeit stützt sich die Beschwerdegegnerin vollumfänglich auf das
MEDAS-Gutachten ab. Dieses diagnostizierte (mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit)
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie ein chronisches
lumbospondylogenes Syndrom mit pseudoradikulären Ausstrahlungen (M54.5), bei/mit
segmentalen Bewegungsstörungen, lumbosakraler Übergangsstörung mit mässig
degenerativen Veränderungen, flacher Diskusprotrusion L5/S1, medio-lateraler
Diskusprotrusion L4/L5 links und konzentrischer Diskusprotrusion L3/L4 ohne
Neurokompression; keine radikuläre Reiz- oder Ausfallsymptomatik. Weiter
diagnostizierte die MEDAS ein zervikokranial- und zervikothorakospondylogenes
Syndrom (M54.2) bei/mit Fehlhaltung mit segmentalen Bewegungsstörungen, reaktiven
Tendomyosen und muskulärer Dysbalance im Schultergürtel, referred-pain-
Symptomatik, Osteochondrosen C5 und C6, degenerativen Veränderungen C4 - C6 mit
beginnender sekundäderer Spinalkanalstenose und leichter foraminaler Einengung C4
und C5 sowie degenerativen Veränderungen mit kleinen medianen Diskusprotrusionen
Th6 - Th9 ohne Neurokompression. Schliesslich diagnostizierte die MEDAS ein PHS
tendomyotica rechts (M75.0) mit leichter Impingementsymptomatik. Als Diagnosen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gab die MEDAS eine Adipositas an (act. G
3/26.12). Zur Arbeitsfähigkeit führte die MEDAS aus, aus psychiatrischer Sicht bestehe
keine Einschränkung derselben. Aus somatischer Sicht beständen qualitative
Einschränkungen bezüglich häufiges Heben und Tragen schwerer Gewichte,
langdauernden Tätigkeiten in einer Flexionshaltung sowie häufigen Überkopfarbeiten
mit dem rechten Arm und repetitiven Kraftanwendungen im rechten Schultergürtel.
Zwar liege keine exakte Arbeitsplatzbeschreibung der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Küchenhilfe im Hotel E._ vor. Unter Berücksichtigung der genannten
Einschränkungen und des psychischen Überbaus könne jedoch von einer
Leistungseinbusse von etwa 30 % ausgegangen werden (act. G 3/26.18).
Dem hält der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin entgegen, dass die Klinik Valens
in ihrem Austrittsbericht vom 30. September 2003 der Beschwerdeführerin in ihrer
bisherigen Tätigkeit aus rein ergonomisch-funktioneller Sicht eine theoretisch mögliche
50- %ige Arbeitsfähigkeit attestiere. Unter Berücksichtigung der psychischen
Symptomatik gehe die Klinik Valens jedoch von keiner verwertbaren Arbeitsfähigkeit
mehr aus (vgl. act. G 3/14.10). Zwar ist dieses Resultat in einem "Job Match" eruiert
worden. Im entsprechenden Teilbericht der Ergonomieabteilung vom 22. August 2003
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führte die Klinik Valens zur angestammten Tätigkeit aus, die Arbeitsaufgaben der
Beschwerdeführerin hätten das Waschen von Geschirr und Pfannen sowie das
Waschen und Rüsten von Gemüse und Salaten beinhaltet. Weiter habe die
Beschwerdeführerin Fleisch und Gemüse aus dem Frigo (ein Stockwerk tiefer) oder aus
dem Tiefkühlraum holen müssen. Schliesslich seien der Frigo und die Küche einmal pro
Woche zu reinigen gewesen. Zum Heben und Tragen von schweren Lasten gab die
Beschwerdeführerin an, sie habe Warenkörbe und Pfannen heben müssen (ohne
Gewichtsangabe). Die Küchenarbeiten seien sodann in der Regel stehend und
vorgeneigt auszuführen gewesen. Sitzen sei nur während der Pausen möglich gewesen
(act. G. 3/14.15). Indessen geht auch die Klinik Valens - wie auch das MEDAS-
Gutachten - davon aus, dass bei der Beschwerdeführerin eine erhebliche Tendenz zur
Selbstlimitierung besteht. So sei etwa mit der Beschwerdeführerin vereinbart worden,
dass sie stufenweise wieder Arbeiten im Haushalt übernehme (act. G 3/14.9 unten),
implizierend, dass dies der Beschwerdeführerin möglich ist. Die Ergonomieabteilung
selbst stellte fest, dass die allgemein reduzierte körperliche Belastbarkeit nicht allein
mit den Funktionsstörungen der Wirbelsäule erklärt werden könnten, und dass die
Leistungsbereitschaft der Beschwerdeführerin als fraglich beurteilt werde (act. G
3/14.13). Nachdem es sich gemäss den von der Beschwerdeführerin gemachten
Angaben zum Arbeitsplatz offensichtlich um eine körperlich eher leichte Arbeit handelte
und die beobachtete Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ebenfalls einer
leichten Arbeitsbelastung entsprach (act. G 3/14.13), erscheint die von der Klinik
Valens getroffene Annahme einer somatisch um 50 % eingeschränkten
Leistungsfähigkeit nur unter Einbezug der Selbstlimitierung bzw. der demonstrierten
Leistungsfähigkeit erklärbar. Demgegenüber geht auch die Klinik Valens davon aus,
dass in Anbetracht des invalidisierenden Verhaltens und den erheblichen
Inkonsistenzen in den Tests die somatisch-funktionell begründbare Leistungsgrenze
der Beschwerdeführerin sicher höher sei als die demonstrierte Leistungsfähigkeit (act.
G 3/14.13).
Zusammenfassend erscheint somit die von der MEDAS getroffene Annahme - unter
Berücksichtigung des "psychischen Überbaus" - einer 30 %igen Einschränkung in der
(körperlich eher leichten) angestammten Tätigkeit als plausibel, zumal im Gutachten
das gelegentliche Tragen oder Heben selbst von schweren Lasten über 20 kg nicht
ausgeschlossen wurde (act. G 3/26.16).
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2.2 Im Weiteren macht der Rechtsvertreter geltend, die Beschwerdeführerin sei auch
in psychischer Hinsicht beeinträchtigt, weshalb diesbezüglich eine weitergehende
Arbeitsunfähigkeit anzunehmen sei. In der Stellungnahme vom 5. Oktober 2006 (act. G
3/46.3) hat er dazu lediglich ausgeführt, es sei auf Grund der Aktenlage nicht
ausgeschlossen, dass nebst der somatischen auch noch eine Arbeitsunfähigkeit aus
psychiatrischer Sicht vorliege. Dies gestützt auf die Formulierung der Klinik Valens im
Austrittsbericht vom 30. September 2003, wonach auf Grund der psychischen
Problematik von keiner verwertbaren Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne (vgl.
act. G 3/14.10). Im Weiteren sei widersprüchlich, wenn der Konsiliargutachter Dr. B._
einerseits von einer iv-fremd begründeten somatoformen Schmerzstörung - und damit
von einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit - ausgehe, gleichzeitig aber eine psychiatrische
oder psychotherapeutische Behandlung als sinnvoll erachte. In seiner Replik vom 1.
Mai 2007 macht der Rechtsvertreter zusätzlich geltend, im vorläufigen Austrittsbericht
des Spitals C._ werde ein Verdacht auf eine Depression geäussert (vgl. act. G 6.1).
Diesen Ausführungen ist jedoch mit der Beschwerdegegnerin entgegen zu halten, dass
die im Rahmen des Gutachtenauftrags durchgeführte psychiatrische Untersuchung der
Beschwerdeführerin keine entsprechende Beeinträchtigung ergab. So konnte die von
Dr. A._ im Arztbericht vom 14. Juni 2004 erwähnte depressive Verstimmung bei der
gutachterlichen Abklärung nicht erhärtet werden. Vielmehr stellte Dr. B._ anlässlich
seiner Untersuchung vom 8. Februar 2006 fest, dass die Beschwerdeführerin
grundsätzlich keine depressive Symptomatik gezeigt habe. Erst als sie wieder in ihre
Rolle der kranken Hausfrau und Mutter gerutscht sei, sei auf eher übertriebene Art eine
depressive Symptomatik gezeigt worden. Dr. B._ kommt zum Schluss, dass bei der
Beschwerdeführerin eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung vorliege, wobei er
die Hintergründe dieser Störung als iv-fremd erachtet. Dazu gehörten neben der
fehlenden Integration und den fehlenden Sprachkenntnissen auch verschiedene
familiendynamische Aspekte. Schliesslich fehle es der Beschwerdeführerin auch an der
Arbeitsmotivation. Die Arbeitsfähigkeit beziffert Dr. B._ mit 100 %. Grundsätzlich sei
eine psychiatrische, psychotherapeutische Behandlung sinnvoll, eine solche werde
jedoch kaum durchführbar sein, da diese die Rolle der Beschwerdeführerin als Kranke
in der Familie in Frage stellen würde (act. G 3/27.8).
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Die von Dr. B._ abgegebene Beurteilung erscheint schlüssig. Insbesondere ist es -
wie auch die MEDAS in ihrem Schreiben vom 20. Dezember 2006 ausführte - kein
Widerspruch, wenn die Beschwerdeführerin zwar aus psychischer Sicht für voll
arbeitsfähig erklärt wird, trotzdem aber eine Behandlung als wünschenswert bezeichnet
wird, verursacht doch nicht jede psychische "Problematik" automatisch eine
Arbeitsunfähigkeit. Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts gilt eine
somatoforme Schmerzstörung ohne das Vorliegen einer psychischen Komorbidität von
erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer ohnehin nicht als Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit (Urteil vom 22. Januar 2007 [I 290/06] Erw. 4.2.1). Schliesslich vermag
auch die Erwähnung eines Verdachts auf eine Depression im Austrittsbericht des
Spitals C._ vom 1. März 2007 keine andere Beurteilung zu bewirken. Abgesehen
davon, dass dieser Austrittsbericht erst nach Verfügungserlass (wenn auch nur kurze
Zeit später) verfasst wurde, vermag er die ausführliche Begutachtung durch Dr. B._
nicht zu erschüttern.
Zusammenfassend ist somit mit dem MEDAS-Gutachten von einem
Arbeitsunfähigkeitsgrad für die angestammte oder eine andere adaptierte Tätigkeit von
30 % auszugehen.
3.
3.1 Im Weiteren bestreitet die Beschwerdeführerin die Berechnung des
Invaliditätsgrades. Insbesondere macht sie geltend, es sei ein Leidensabzug von
mindestens 15 % vorzunehmen. Unbestritten ist demgegenüber die Festlegung des
Valideneinkommens durch die Beschwerdegegnerin.
Mit den Parteien ist das Valideneinkommen auf Fr. 48'750.-- festzulegen. Dies
entspricht dem zuletzt erzielten Lohn von Fr. 3'750.-- bzw. den Angaben der
Arbeitgeberin für das Jahr 2004 (x13; vgl. act. G 3/10.2). Mit der Beschwerdegegnerin
ist bei der Festlegung des Invalideneinkommens sodann auf den arbeitszeitgewichteten
Tabellenlohn gemäss Lohnstrukturerhebung 2004 (41,6 Stunden pro Woche, TA1,
Frauen, Lohnniveau 4) abzustellen. Dies entspricht einem Einkommen von Fr. 4'049.--
im Monat bzw. Fr. 48'585.-- im Jahr (Anhang 2 IVG-Ausgabe der Informationsstelle
AHV/IV).
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3.2 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht weiter geltend, von diesem
Einkommen sei ein zusätzlicher Abzug von 15 % vorzunehmen. Er begründet dies
damit, dass die Beschwerdeführerin nur noch adaptierte Tätigkeiten verrichten könne
und dass nur Tätigkeiten in Frage kämen, die allgemein wechselbelastend stehend,
gehend und sitzend auszuüben seien ohne häufiges Heben und Tragen schwerer
Gewichte über 20 kg. Ebenso kämen keine länger dauernden Tätigkeiten in
unergonomischen Rückenstellungen und keine häufigen repetitiven Arbeiten aus dem
rechten Schultergürtel rotatorischer oder elevatorischer Art in Betracht. Die
Beschwerdeführerin sei mithin im Vergleich zu anderen Arbeitnehmerinnen in ihrer
Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Des Weiteren sei zu berücksichtigen, dass
die Beschwerdeführerin nurmehr einer Teilzeittätigkeit nachgehen könne, die
erfahrungsgemäss, insbesondere auch auf Grund ihres Alters, ihrer mangelnden
Sprachkenntnisse und ihres Aufenthaltsstatus in der Schweiz (Aufenthaltsbewilligung
B) unterdurchschnittlich entlöhnt werde.
Dem ist jedoch entgegen zu halten, dass die Beschwerdeführerin gemäss Gutachten
nicht auf allgemein stehend, gehend und sitzend auszuführende wechselbelastende
Tätigkeiten reduziert ist. Vielmehr werden die Einschränkungen positiv dahingehend
umschrieben, dass (nur) Tätigkeiten, die das häufige Tragen und Heben von schweren
Lasten (über 20 kg) beinhalten, nicht mehr in Frage kämen. Das gelegentliche Tragen
schwerer Lasten oder das häufige Tragen leichterer Gewichte werden demgegenüber
nicht ausgeschlossen. Auch die übrigen Einschränkungen beziehen sich spezifisch auf
die rechte Schulter- und Armregion sowie auf unnatürliche Haltungen mit Arbeiten über
Kopf oder in Flexionsstellung mit gleichzeitig verbundenen bestimmten
Bewegungsabläufen (Rotation, Elevation). Demgegenüber besteht keine Einschränkung
in Bezug auf Tätigkeiten, die - ohne die oben genannten Elemente aufzuweisen -
sitzend, stehend und/oder gehend auszuführen sind. Zwar erscheint auf Grund der
objektivierten Wirbelsäulenbefunde (degenerative Veränderungen mit
Spinalkanalstenose C5/C6, foraminaler Einengung C3/C4 bis C5/C6, Diskushernie mit
Wurzelkompression C4, Diskusprotrusionen L3/L4 und L4/L5 [act. G3/14.13 und G
3/26.12]) unwahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin tatsächlich noch schwerere
Gewichte heben oder tragen kann. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sie
körperlich leichte Tätigkeiten ohne ergonomisch ungünstige Haltungen oder
Bewegungen im Rahmen ihrer 70 %igen Arbeitsfähigkeit ausüben kann. Diesbezüglich
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hält der Arbeitsmarkt eine Reihe von Tätigkeiten bereit. In Betracht fallen etwa Kontroll-
und Überwachungstätigkeiten in Industrie und Gewerbe, einfache
Maschinenbedienungsfunktionen sowie Hilfsarbeiten, wie Montage-, Sortierungs-,
Prüf- und Verpackungstätigkeiten in Produktions- und Dienstleistungsbetrieben. Dies
gilt umso mehr, als in Industrie und Gewerbe Arbeiten, welche physische Kraft
erfordern, in zunehmendem Mass durch Maschinen verrichtet werden, während den
körperlich weniger belastenden Bedienungs- und Überwachungsfunktionen eine stetig
wachsende Bedeutung zukommt (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
[heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen {vgl. Art. 26 Abs. 2 BGerR}] vom
23. Oktober 2006 [U 42/06] E. 3.2.4; mit Hinweisen auf SVR 1999 IV Nr. 6 S. 15 Erw.
2b/aa; ZAK 1991 S. 318; Urteil V. vom 27. April 2001, I 259/00, je mit Hinweisen).
Selbst unter der Annahme einer reduzierten wirtschaftlichen Verwertbarkeit der
Arbeitsfähigkeit - etwa auf Grund der Notwendigkeit zu vermehrten Pausen - erscheint
ein Leidensabzug von mehr als 10 % nicht gerechtfertigt. Im Weiteren ist auch auf
Grund des Alters (zum Zeitpunkt der Verfügung: 50 Jahre) kein zusätzlicher Abzug
vorzunehmen. Würde sich das Alter tatsächlich lohnmindernd auswirken, müsste auch
das Valideneinkommen entsprechend angepasst werden. Auch das geringe Dienstalter
von - bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit - rund zweieinhalb Jahren rechtfertigt keinen
Abzug, da der Beschwerdeführerin kein Karriereknick droht. Ein Abzug wegen
Teilzeitbeschäftigung ist ebenfalls nicht vorzunehmen (vgl. Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts vom 13. März 2003 [I 103/02], Erw. 6.4.2). Schliesslich ist auch
die Ausländereigenschaft nicht speziell zu berücksichtigen, da keine Anhaltspunkte
bestehen, dass die Beschwerdeführerin in dem für sie in Frage kommenden
Arbeitsmarkt benachteiligt ist.
Insgesamt erscheint somit ein Abzug vom Tabellenlohn von mehr als 10 % nicht
gerechtfertigt. Unter Zugrundelegung eines 10 %igen Abzugs ergibt sich ein
Invalideneinkommen von Fr. 30'609.-- (Fr. 48'585.-- x 0,7 x 0,9). Der Invaliditätsgrad
beträgt somit 37,2 % ([Fr. 48'750.-- ./. Fr. 30'609.--] : Fr. 48'750.-- x 100).
3.3 Nachdem bei der Beschwerdeführerin keine rentenbegründende Invalidität vorliegt,
ist die Beschwerde abzuweisen.
4.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
4.1 Nach Art. 69 Abs.1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die
Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu tragen. Der Beschwerdeführerin wurde jedoch mit
Verfügung vom 27. März 2007 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt (act. G 4).
Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin es gestatten, kann sie
jedoch zur Nachzahlung der Gerichtskosten, der Auslagen für die Vertretung und der
vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 ZPO/SG
i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).
4.2 Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung durch RA lic. iur. Werner Bodenmann bewilligt. Dieser reichte
keine Kostennote ein, weshalb das Honorar ermessensweise festzusetzen ist (Art. 61
lit. f und g ATSG, Art. 98 und 99 VRP/SG, Art. 282 ZPG/SG). Die Entschädigung,
welche vorliegend nach Aufwand und Bedeutung der Streitsache (Art. 61 lit. g ATSG)
mit Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bemessen ist,
muss in Anwendung von Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes (sGS
963.70) um einen Fünftel auf Fr. 2'800.-- reduziert werden.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG