Decision ID: 4ecd467a-f071-4f3c-bdc2-044e253828c8
Year: 2005
Language: de
Court: GR_KG
Chamber: GR_KG_004
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: penal_law

hat sich ergeben:
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A. A. kam am 2. Juli 1945 in S. zur Welt. In dieser Stadt wuchs sie gemeinsam mit drei Geschwistern bei den Eltern in geordneten Verhältnissen auf. Sie schloss die Schulen mit der mittleren Reife ab. Anschliessend absolvierte sie erfolgreich eine kaufmännische Schule. Im Jahre 1966 kam sie in die Schweiz. In der Nähe von T. arbeitete sie während drei Jahren als „Au Pair-Mädchen“. Im Jahre 1970 heiratete sie M. und sie zogen nach Q.. Aus dieser Ehe entstammt ein Sohn. Ungefähr in der Mitte der Achtzigerjahre liess sich A. von ihrem Ehemann scheiden. In der Folge wohnte sie in O.. Auf Oktober 2002 hin zog sie nach R. Seit etwa 1994 beschäftigt sich A. mit Lebensberatung via Business-Nummern der Swisscom. Gemäss Angaben des Steueramtes der Gemeinde R. versteuerte A. im Jahre 2003 ein provisorisches Einkommen von Fr. 35'000.--; sie verfügt über kein Vermögen. Im schweizerischen Zentralstrafregister ist A. nicht verzeichnet. Aus dem Leumundsbericht der Kantonspolizei St. Gallen vom 1. April 2003 geht über A. nicht Nachteiliges hervor. Ihr Verhalten gab nie zu Klagen Anlasse.
B. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 6. Juli 2004 wurde A. wegen mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB angeklagt. Der Anklage liegt gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 6. Juli 2004 folgender Sachverhalt zu Grunde:
„1. A. offerierte in der Zeitschrift ‚N.’ ihre Dienste als Hellseherin unter der Telefonnummer xxxx, welche erstmals im November 1998 zum Tarif von Fr. 2.50/Min. aktiviert wurde. Rief man diese Nummer an, so meldete sich ein Anrufbeantworter mit Sprechtext, welcher einen aufforderte, die Nummer yyyy, welche im November 2000 in Betrieb gesetzt wurde (Dossier 3, act. 24), anzurufen. Der Minutenpreis dieser Nummer, der Fr. 4.23 pro Min. betrug, wurde im Sprechtext nicht mitgeteilt. Bei der zweiten Nummer wurde der Anrufer mit A. verbunden. Diese Tätigkeit übte die Angeklagte in O. aus.
B. aus U./BE, damals in einer Ehekrise steckend und psychisch angeschlagen, rief die Angeklagte seit Mai/Juni 2000 täglich an. Im März 2002 merkte sie, angesichts der exorbitanten Telefonrechnungen, dass die Tarifierung mangelhaft war. Nach Intervention der Swisscom bzw. des BAKOM, auf Ersuchen von B. (recte: B.) hin, wurde im Mai 2002 die festgestellte Unregelmässigkeit, namentlich die ungenügende Tarifierung, behoben (Dossier 1, act. 24.) Der Deliktsbetrag betreffen die Zeitspanne November 2000 bis Februar 2002 beläuft sich auf rund Fr. 34'000.-- (Differenz zwischen Fr. 2.50 und Fr. 4.23).
Mit Schreiben vom 6. Mai 2004 machte B. adhäsionsklageweise einen Schaden von Fr. 90'344.60 samt 5 % Verzugszins geltend.
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2 Infolge Partnerschaftsprobleme rief C. ab Mitte Juni 2000 ebenfalls die Business-Nummer xxxx an, welche ab November 2000 auf die Nummer yyyy verwies. Der Minuten-Preis dieser zweiten Nummer betrug Fr. 4.23 pro Min. und wurde nicht mitgeteilt.
Am 3. Mai 2004 reichte C. Adhäsionsklage gegen A. ein und verlangte die Rückerstattung des erlittenen Schadens, ohne diesen jedoch zu bestimmen. Der gemäss Akten erwiesene Schaden beläuft sich auf Fr. 584.48.“
C. Mit Urteil vom 6. Oktober 2004, mitgeteilt am 20. Dezember 2004, erkannte das Bezirksgericht Maloja:
„1. A. ist schuldig des mehrfachen vollendeten Betrugsversuchs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 i. v. m. Art. 22 StGB.
2. Dafür wird A. mit sechs Monaten Gefängnis bestraft.
3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben.
4. Die Adhäsionsklage von C., V., vom 3. Mai 2004 wird auf den Zivilweg verwiesen.
5. Die Adhäsionsklage von B., U., vom 6. Mai 2004 wird auf den Zivilweg verwiesen.
6. Die Kosten der Strafuntersuchung (Fr. 3'172.00), des Gerichtsverfahrens (CHF 1'500.00) sowie der Verteidigung (CHF 15'235.40) werden der Angeklagten auferlegt.
7. (Mitteilung).“
In der Begründung hielt es fest, dass die Aussagen von B. bezüglich demjenigen Teil, der den Tatbestand des Betrugs betreffe, während des ganzen Verfahrens gleich geblieben seien. Die Anzeige von B. erscheine nicht als Vergeltungsakt. B. habe im Gegenteil die Arbeit der Angeklagten gelobt. Dies würde darauf hinweisen, dass sie der Angeklagten nicht habe eins auswischen wollen. C. habe wenig Eigeninitiative gezeigt, sie sei mehr Mitläuferin. Vor diesem Hintergrund erscheine es wenig wahrscheinlich, dass B. (recte: C.) durch eine falsche Darstellung ungerechtfertigten Profit aus den Telefongesprächen mit der Angeklagten schlagen wolle. Die Zeugenaussagen würden zudem eine Stütze in den Testanrufen der Swisscom und des BAKOM finden, welche beide ergeben hätten, dass von der Nummer xxxx auf die Nummer yyyy verwiesen werde, ohne die höhere Tarifierung der zweiten Nummer zu erwähnen. Bei den Testanrufen sei klar gewesen, worauf zu achten gewesen sei. Das Ergebnis sei schriftlich festgehalten worden. Der Beweiswert dieser Testanrufe sei daher besonders hoch
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einzustufen. Die Angeklagte habe eingewendet, sie sei infolge eines Rheumaschubes im Februar oder März 2002 notfallmässig mit der Ambulanz ins Kantonsspital St. Gallen transportiert worden. In dieser Situation habe sie vergessen, auf dem Anrufbeantworter der ersten Nummer mitzuteilen, dass es auf der zweiten Nummer mehr koste. Sie sei sieben bis acht Tage lang in St. Gallen geblieben. Diesbezüglich sei festzuhalten, dass es zwar verständlich sei, wenn man bei einer notfallmässigen Einlieferung ins Spital nicht an alles denke. Es stelle sich aber die Frage, warum denn die Tonbandansage infolge des Spitalaufenthaltes überhaupt hätte angepasst werden müssen. Die Spitaleinweisung vermöchte nur zu erklären, dass auf der ersten Nummer niemand abgenommen habe und gar kein Tonband aktiviert gewesen sei, was vorliegend jedoch nicht zur Diskussion stehe. Für ein unvollständiges Tonband bestehe keine Rechtfertigung. Die Testanrufe seien zudem am 2. und 19. April 2002 erfolgt. Selbst wenn die Angeklagte sich getäuscht habe und erst im April 2002 ins Spital eingeliefert worden sei, so würden die Testanrufe doch 17 Tage auseinander liegen. Es wäre der Angeklagten zuzumuten gewesen, in dieser Zeit eine korrekte Tarifansage zu veranlassen. Überdies habe die Angeklagte an der Hauptverhandlung angegeben, der Spitalaufenthalt habe sieben bis acht Tage gedauert. Wenn man sich vielleicht auch nicht mehr an den genauen Spitaleintritt erinnern könne, so wisse man doch, ob der Aufenthalt sieben bis acht oder mehr als 17 Tage gedauert habe. Die Angeklagte sei folglich entweder am 2. oder am 19. April 2002 nicht im Spital gewesen. Ihr Einwand sei vor diesen Hintergründen als reine Schutzbehauptung zu qualifizieren. Im weiteren könne der Auffassung der Angeklagten, B. hätte beim Telefonieren vom Publifon aus anhand des Displays erkennen können, wie hoch der Minutenpreis gewesen sei, nicht gefolgt werden. Dazu hätte B. die Dauer des Gesprächs messen oder einigermassen genau schätzen müssen, wozu für sie aus ihrer Sicht jedoch kein Anlass bestanden habe. Wenn man nicht damit rechne, betrogen zu werden, konzentriere man sich nicht auf die exakte Dauer und den Minutenpreis eines Telefongespräches, sondern auf dessen Inhalt, und stelle am Schluss einfach fest, dass es teuer gewesen sei. Das ärztliche Zeugnis vom 6. März 2002 bestätige zudem, dass B. im Jahr 2000 in einem extremen psychischen Ausnahmezustand gewesen sei. Dazu komme, dass der Tatbestand des Betruges schon erfüllt gewesen sei, als nach der ersten Zeiteinheit erstmals ein Betrag von der Telefonkarte abgebucht worden sei. Selbst wenn B. mit der Stoppuhr vor dem Telefon gesessen wäre und sich nur auf den Minutenpreis konzentriert hätte, hätte sie diesen erst nach Vollendung ermitteln können. Aus diesen Gründen sei erstellt, dass sich die Angeklagte im Sinne der Anklageschrift verhalten habe. Im weiteren sei die Arglist dadurch zu begründen, dass die Geschädigten bis zur ersten
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detaillierten Telefonabrechnung nicht oder nur erschwert hätten überprüfen können, wie viel die Minute koste. Zudem habe die Angeklagte damit rechnen können, dass ihre Kunden sich nicht veranlasst sehen würden, den Minutenpreis zu überprüfen, weil sie auf die Preisbekanntgabe in der Zeitschrift vertrauen würden. Aufgrund dieser Täuschung seien die Geschädigten in einen Irrtum bezüglich der Kosten versetzt worden und hätten eine Vermögensdisposition vorgenommen. Der Angeklagten habe bewusst sein müssen, dass dies geschehen könne, so dass sie zumindest eventualvorsätzlich gehandelt habe. Damit sei ihre Absicht, sich unrechtmässig zu bereichern, ohne weiteres zu bejahen. Etwa ab Juni 2001 habe B. anhand der detaillierten Telefonrechnung merken können, wie viel die Minute gekostet habe. Bei C. sei dies ab November 2001 der Fall gewesen. Dennoch hätten beide weiter telefoniert, weil ihnen die Gespräche mit der Angeklagten den höheren Preis offenbar wert gewesen seien. Die Angeklagte sei daher nur wegen mehrfachem vollendeten Betrugsversuchs zu bestrafen. Für eine hohe Strafe spreche, dass die Angeklagte den Betrug x-fach begangen habe. Sie kenne sich in ihrem Business gut aus, habe jahrelange Erfahrung. Ihr Verschulden wiege demnach schwer, ihre Krankheit reduziere die Strafe nicht. Eine Strafe von sechs Monaten erscheine angemessen. Es könne davon ausgegangen werden, dass sich die Angeklagte in Zukunft wohlverhalten werde, weshalb der bedingte Strafvollzug gewährt werde. Bezüglich der Adhäsionsklagen sei festzuhalten, dass als Schaden nicht ohne weiteres die Differenz geltend gemacht werden könne, die aufgrund des höheren Tarifs der zweiten Nummer gegenüber dem Tarif der ersten Nummer entstehe. Irgendwann sei der Zeitpunkt gekommen, wo die Geschädigten den höheren Tarif der zweiten Nummer gekannt hätten oder hätten kennen können. Ab diesem unbekannten Zeitpunkt sei der Schaden den Geschädigten zuzurechnen. Weil zum Festsetzen des Schadens nach Ermessen zuerst alle Beweis abgenommen werden müssten, was nur in einem separaten Zivilprozess möglich sei, würden die Adhäsionsklagen auf den Zivilweg verwiesen.
D. Gegen dieses Urteil erhob A. mit Eingabe vom 3. Januar 2005 Berufung beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden. Sie beantragt:
„I. Anträge Materielle:
1. Ziff. 1 - 3 und 6 des Dispositivs des Urteils vom 6. Oktober 2004 des Bezirksgerichtes Maloja seien aufzuheben. Ziff. 4 f. seien zu ergänzen.
2. Die Angeklagte sei von Schuld und Strafe freizusprechen.
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3. Die Adhäsionsklägerin C. sei zu verpflichten, für das bezirksgerichtliche Verfahren Frau A. ausseramtlich mit CHF 250.-- pauschal zu entschädigen.
4. Die Adhäsionsklägerin B. sei zu verpflichten, für das bezirksgerichtliche Verfahren Frau A. ausseramtlich mit CHF 2'000.-- pauschal zu entschädigen.
5. Die Kosten der Strafuntersuchung, des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens und des Berufungsverfahrens seien dem Staat aufzuerlegen. Dieser sei zudem zu verpflichten, die Angeklagte für die Aufwendungen der Verteidigung im Strafuntersuchungsverfahren sowie im Gerichtsverfahren (erste Instanz) und im Berufungsverfahren zu entschädigen.
Formelle:
1. Es sei eine mündliche Berufungsverhandlung anzuordnen und die Angeklagte persönlich eingehend zur Person und zur Sache zu befragen.
2. Es sei der unterzeichnende Rechtsanwalt als amtlicher Verteidiger zu ernennen.“
In der Begründung führt sie aus, es bestehe vorliegend ein Anspruch auf die Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung, nachdem ein Freispruch und damit die vollumfängliche Aufhebung des vorinstanzlichen Schuldspruchs beantragt werde. Es würden sich heikle Tat- und Rechtsfragen stellen. Die Angeklagte wolle zu den ihr zur Last gelegten Tatsachen befragt werden. Weil sich heikle Tat- und Rechtsfragen stellen würden und die Angeklagte mit dem ihr Vorgeworfenen durch die Sensationspresse stark belastet worden sei, aber auch weil die Anklage wohl wieder mündlich vertreten werde, werde die amtliche Verteidigung durch den unterzeichnenden Rechtsanwalt beantragt. Im weiteren sei der Anklagegrundsatz verletzt worden. Die Anklage habe weder in der Strafuntersuchung noch in der Anklageverfügung oder insbesondere in der Anklageschrift noch an der Verhandlung vor Bezirksgericht konkret dargelegt, wann genau zu welchem genauen Zeitpunkt in genau welchem Fall und bei welchen Anrufen genau (Tag, Monat, Jahr) die Angeklagte einen Anrufbeantworter in Betrieb gehabt habe mit der Aufforderung, die zweite Nummer zu wählen, ohne mitgeteilt zu haben, dass diese zweite Nummer zu einem höheren Tarif angeboten werde. Damit habe sich die Angeklagte nicht genügend konkret gegen die Vorwürfe wehren können. Es handle sich im weiteren nicht um einen (mehrfachen) Betrug. Die Vorinstanz habe es unterlassen, ganz konkret aufzuzeigen und darzulegen, bei welchen Anrufen die Angeklagte sich strafbar gemacht habe. Es müsse gemäss Lehre und Rechtsprechung klar und deutlich konkret jeder einzelne Fall behandelt
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werden, und zwar für sich. Dies habe das Gericht nicht getan und damit die Angeklagte quasi „über die Leiste“ zu Unrecht schuldig gesprochen. Aus den Telefon- und Publifonabrechnungen von B. gehe ganz klar hervor, dass diese nie zuerst auf die erste Nummer und hernach direkt auf die zweite (teurere) Nummer angerufen habe. Sie habe somit auf der ersten Nummer gar keinen Anrufbeantworter hören können. Von Betrug, Arglist, Betrugsversuch, Irreführung und so weiter könne nicht ansatzweise die Rede sein. B. habe die Aufwendungen für die Telefongespräche mit der Angeklagten bei der Steuer in Abzug bringen wollen. Dafür habe sie von der Angeklagten eine Bestätigung verlangt, welche diese nicht gegeben habe, weil sie dazu auch nicht verpflichtet gewesen sei. Als scheinbarer Racheakt habe B. in der Folge versucht, über eine Strafanzeige zu ihrem Geld zu kommen, welches sie bei der Steuer nicht habe abziehen können. Von einer unbefangenen, am Ausgang des Verfahrens nicht interessierten Zeugin zu sprechen, sei daher gewagt. Im übrigen habe B. vorgängig ebenfalls mit dem Business-Nummern-Geschäft beziehungsweise mit der Lebensberatung begonnen, was aktenkundig sei. Handfest, wie es die Vorinstanz nenne, sei die unglückliche Verweisung der Angeklagten einzig im Frühjahr 2002, und zwar nur einmal, festgestellt durch einen Testanruf der Swisscom. Dies sei zu einer Zeit geschehen, als die Angeklagte ernsthaft krank gewesen sei und nicht in O. gelebt habe, wo der (billigere) Festnetzanschluss in Betrieb gewesen sei. Sie habe das (teurere) Handy mitgenommen, weil einerseits gewisse Kunden jederzeitige Erreichbarkeit wünschten, und andererseits teurere Kommunikationskosten bei den Telefonanbietern angefallen seien. In der Hektik und der Belastung durch ihre Krankheit habe sie etwas unglücklich auf das Tonband den Hinweis gesprochen, den die Swisscom beim Testanruf zur Kenntnis genommen habe. Sie habe ihren Kunden, zu denen im Frühjahr 2002 nachweislich weder B. noch C. gehört hätten, einen Dienst anbieten wollen, nämlich jederzeitige Erreichbarkeit. Mit Arglist und Irreführung habe dies nichts zu tun. Es könne ihr allenfalls, wenn überhaupt, eine ganz leichte Sorgfaltspflichtverletzung nachgewiesen werden. B. und C. seien im Frühjahr 2002 nicht in die Irre geführt worden und hätten auch keine Vermögensdisposition vorgenommen, da sie die Lebensberatung der Angeklagten in dieser Zeit nicht beansprucht hätten. Früher seien keine Testanrufe von Swisscom nachgewiesen. An der Hauptverhandlung wolle die Angeklagte Seite für Seite der Rechnungen von B. und C. durchgehen und befragt werden. Es werde dann klar erstellt werden, dass diese beiden von Beginn weg nur auf die teurere Nummer angerufen hätten, also den Text des Anrufbeantworters gar nicht hätten kennen können. Es werde bestritten, dass es bis Ende 2001 überhaupt einen Hinweis auf einem Telefonbeantworter gegeben habe. Die Berufungsklägerin sei
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daher von Schuld und Strafe freizusprechen. Bezüglich der Adhäsionsklagen habe die Berufungsklägerin vor der Vorinstanz deren Verweisung auf den Zivilweg beantragt. Diesem Antrag sie die Vorinstanz vollumfänglich nachgekommen. Die Berufungsklägerin habe auch eine ausseramtliche Entschädigung beantragt gehabt. Das Gericht habe keine Entschädigung zugesprochen, ohne zu begründen warum. Dies sei eine formelle Rechtsverweigerung. Es werde beantragt, das Urteil der Vorinstanz in diesem Punkt zu ergänzen und die Adhäsionsklägerinnen zu verpflichten, die Adhäsionsbeklagte ausseramtlich zu entschädigen.
E. a) Mit Schreiben vom 17. Januar 2005 hat die Staatsanwaltschaft Graubünden eine Vernehmlassung zur Berufung eingereicht sowie Anschlussberufung erhoben. Sie beantragt:
„1. Die Berufung sei abzuweisen.
2. Ziffer 1 des Urteils sei aufzuheben.
3. A. sei des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.
4. Gesetzliche Kostenfolge.“
In der Begründung führt sie aus, dass sich die Anschlussberufung einzig dagegen richte, dass die Berufungsklägerin von der Vorinstanz nur wegen mehrfachen vollendeten Betrugsversuchs und nicht wegen mehrfachen Betrugs schuldig gesprochen worden sei. Die Vorinstanz führe zur Begründung aus, dass nur ein Betrugsversuch vorliege, wenn die Getäuschten selbst in Kenntnis des wahren Sachverhalts bereit gewesen wären, die Vermögensdisposition vorzunehmen; ab Juni 2001 habe B. anhand der detaillierten Telefonrechnung gemäss Vorinstanz merken können, wie viel die Minute gekostet habe, ab November 2001 sei dies bei C. der Fall gewesen; trotzdem hätten sie weiterhin Gespräche mit der Angeklagten geführt, weil diese ihnen offenbar das Geld wert gewesen seien, weshalb die Angeklagte nur wegen vollendetem Betrugsversuch zu bestrafen sei. Es treffe nun aber nicht zu, dass B. und C. hätten anhand der Telefonabrechnung merken können, wie viel die Minute gekostet habe. Selbst wenn den Ausführungen der Vorinstanz gefolgt werde, könnten nur Mutmassungen darüber angestellt werden, wie das Gericht zu einem blossen Versuch komme. Denkbar sei, dass das Gericht das Verhalten der Angeklagten ab Juni 2001 beziehungsweise November 2001 überhaupt nicht mehr als strafbar erachtet habe und für die Zeit davor davon ausgehe, die beiden Geschädigten hätten auch in dieser Zeit, auch wenn sie den Minutenpreis gekannt hätten, trotzdem auf die teurere Nummer telefoniert. Diese Überlegung sei rein hypothetisch und
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berücksichtige nicht, dass die Geschädigten von einem Minutenpreis von Fr. 2.50 ausgegangen seien. Ihnen nun nachträglich zu unterstellen, es sei ihnen gleichgültig gewesen, zu welchem Tarif sie telefoniert hätten, widerspreche klarerweise der Aktenlage. Im weiteren sei die Feststellung der Vorinstanz, B. habe ab Juni 2001 und C. ab November 2001 anhand der detaillierten Telefonabrechnung den Minutentarif feststellen können, klar aktenwidrig. Auch aus den detaillierten Telefonrechnungen sei ein solcher Minutenpreis nicht ersichtlich. Von den Geschädigten zu verlangen, sie hätten einen Vergleich zwischen zeitlicher Dauer der Telefonate und Gesprächstaxen vornehmen müssen, sprenge den Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht im Sinne einer Opfermitverantwortung, zumal beide Geschädigten damals keine Anhaltspunkte gehabt hätten, dass höhere Gesprächstaxen in Rechnung gestellt würden. Man könne den Geschädigten daher nicht unterstellen, sie hätten trotz Kenntnis des höheren Minutenpreises weiter telefoniert. Ebenso wenig könne ihnen vorgeworfen werden, sie hätten bei minimaler Vorsicht merken müssen, dass der Minutenpreis höher war. Ein rechtlich relevanter Schaden sei daher seit Inbetriebnahme der zweiten Nummer bis Ende Februar / anfangs März 2002 entstanden. Bezüglich der in der Berufung geltend gemachten Verletzung des Anklageprinzips führt die Staatsanwaltschaft Graubünden aus, es gehe aus der Anklageschrift zur Genüge hervor, was der Berufungsklägerin vorgeworfen werde. Dass jeder einzelne Anruf aufgeführt werde, sei nicht nötig. Massgebend sei, dass alle Telefonanrufe, die auf die teurere Nummer gegangen seien, mit einer den Anruferinnen nicht bekannten Tarifierung versehen gewesen seien. Der Vorwurf sei nicht, dass die Berufungsklägerin Telefonate auf der teureren Nummer entgegen genommen habe. Der Vorwurf sei, dass sie die teurere Tarifierung nicht angegeben habe. Dieser Vorwurf sei in der Anklageschrift ausreichend umschrieben. Der in diesem Zusammenhang von der Berufungsklägerin gestellte Verfahrensantrag, es sei eine Befragung bezüglich jeder einzelnen Rechnung durchzuführen, sei daher abzuweisen. Im weiteren hätten die beiden Geschädigten von der teureren Nummer erst durch den Telefonbeantworter erfahren, sie hätten jedoch den höheren Tarif nicht gekannt. Dass ein Band tatsächlich bestanden habe, werde von der Berufungsklägerin in einem Schreiben an B. selber bestätigt. In diesem Schreiben erkläre sie im weiteren, dass das Band ganz klar den höheren Tarif der zweiten Nummer nenne. Demgegenüber würden die Testanrufe der Swisscom und des BAKOM bestätigten, dass die höhere Tarifierung nicht angegeben worden sei. Im übrigen sei es völlig bedeutungslos, ob die Geschädigten zuerst auf die billigere Nummer angerufen hätten und dann auf die teurere verwiesen worden seien oder ob sie direkt die teurere Nummer gewählt hätten. Im einen wie im anderen Fall sei ihnen der höhere
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Tarif nicht bekannt gegeben worden. Es sei durchaus nachvollziehbar, dass mit der Zeit nur noch die zweite Nummer gewählt worden sei, da die Geschädigten sowieso gewusst hätten, dass bei einem Anruf auf die erste Nummer eine Umleitung erfolge. Aus dem Umstand, dass die Berufungsklägerin B. eine Bestätigung für die Steuererklärung verweigert habe, abzuleiten, dass es sich bei der Strafanzeige um einen Racheakt handle, sei abwegig. Die verlangte Bestätigung habe mit der Tatsache, dass die höhere Tarifierung der zweiten Nummer nicht bekannt gegeben worden sei, was für die Strafbarkeit allein relevant sei, nichts zu tun. Die Berufungsklägerin mache in der Berufung weiter geltend, sie habe in der Hektik und der Belastung ihrer Krankheit etwas unglücklich auf das Tonband gesprochen. Sie mache damit geltend, dass sie vor ihrem Spitaleintritt das Band neu besprochen und dabei den Hinweis auf den Tarif der zweiten Nummer vergessen habe. Es sei nun schlechterdings nicht nachvollziehbar, weshalb die Berufungsklägerin das Tonband vor dem Spitaleintritt neu hätte besprechen sollen. Das Band habe vor dem Spitaleintritt schon lange Zeit bestanden und für eine neue Besprechung des Tonbandes habe keine Notwendigkeit bestanden, auch nicht für den Fall einer längeren Abwesenheit. Bei der teureren Nummer habe es sich um ein Handy gehandelt, mit dem die Berufungsklägerin auch bei anderen längeren Abwesenheiten jederzeit erreichbar gewesen sei. Es sei daher davon auszugehen, dass das Tonband nur einmal besprochen worden und die höhere Gesprächstaxe der zweiten Nummer nicht angegeben worden sei.
b) Mit Schreiben vom 19. Januar 2005 verzichtete die Vorinstanz auf eine Stellungnahme unter Hinweis auf die Akten.
c) Mit Stellungnahme vom 22. Januar 2005 erklärt B., es treffe nicht zu, dass sie ab Juni 2001 gemerkt habe, dass die Telefonanrufe Fr. 4.23 gekostet hätten. Sie sei immer davon ausgegangen, dass die Anrufe, wie im Inserat angegeben, Fr. 2.50 kosten würden, und sie habe keinen Anlass gehabt, etwas anderes zu vermuten. Aus den detaillierten Telefonabrechnungen sei ein solcher Minutenpreis nicht ersichtlich gewesen. Ebenso wenig habe man in den Publifonkabinen, wo sie mit der Kreditkarte telefoniert habe, ersehen können, was die Minute koste. Da sie keinen Grund gehabt habe, misstrauisch zu sein, und weil sie zu jener Zeit psychisch stark angeschlagen gewesen sei, betrachte sie es als Unterstellung, sie hätte merken müssen, dass der Minutenpreis bei Fr. 4.23 gelegen habe. Sie habe bis Anfang März 2002 nicht gemerkt, dass der Minutenpreis höher gewesen sei, als in der Zeitschrift angegeben. A. habe nie den Tarif der Telefonnummer yyyy angegeben. Sie, B., habe erst Strafanzeige erstattet, als A. sich geweigert habe,
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eine Bestätigung zu schreiben. Sie habe kein Geld mehr gehabt und habe wenigstens versuchen wollen, die Gesprächskosten bei der Steuer abzuziehen. A. habe ihr immer wieder Hoffnung gemacht, dass sie die Bestätigung schreiben werde. Dies habe bis im März 2002 gedauert und sie habe diese Telefonate auch noch bezahlen müssen, obwohl sie keine Beratung gewesen seien. Sie sei skeptisch geworden, weil sie nicht verstanden habe, warum A. die Bestätigung nicht schreiben wolle. Erst in jenem Zeitpunkt seien ihr Zweifel gekommen und sie habe begonnen nachzuprüfen. Es sei überhaupt kein Racheakt gewesen. Sie habe A. mehrfach schriftlich aufgefordert, ihr das Geld zurückzugeben, aber A. habe die eingeschriebenen Briefe nicht mehr abgeholt. A. habe in einem Schreiben vom 23. Mai 2002 bestätigt, dass ein Band existiert habe. Die Tonbandaufnahme habe sie, B., gemacht, als sie gemerkt habe, dass die Nummer yyyy Fr. 4.23 pro Minute koste. Die Testanrufe der Swisscom und des BAKOM würden klar bestätigen, dass die höhere Tarifierung nicht angegeben worden sei. Weil sie, B., bei Anrufen auf die Nummer xxxx immer auf die Nummer yyyy umgeleitet worden sei, habe sie mit der Zeit direkt auf die Nummer yyyy angerufen, zwischendurch aber immer wieder mal versucht, auf die Nummer xxxx anzurufen, was die beigelegten Telefonrechnungen belegen würden. Die Telefonrechnungen würden auch zeigen, dass sie in der Anfangsphase der Nummer yyyy oft versucht habe, A. auf die Nummer yyyy anzurufen. Die Behauptung des Verteidigers stimme im weiteren nicht, dass sie im Frühjahr 2002 A. nicht mehr angerufen hätte. Bezüglich der von ihr beim Kreisgericht Burgdorf eingereichten Klage gegen A. hielt sie fest, A. sei zum Aussöhnungsversuch nicht erschienen, worauf sie die Klagebewilligung erhalten habe.
d) Mit Schreiben vom 23. Januar 2005 hielt C. fest, es spiele doch keine Rolle, wann genau A. die Aufforderung auf das Band gesprochen habe. Es gehe doch rein darum, dass der höhere Tarif nicht genannt worden sei. Weil sie im weiteren immer nach der Wahl der Nummer xxxx auf die zweite verwiesen worden sei und A. nicht habe erreichen können, habe sie (nachdem A. ihr gesagt habe, sie sei jetzt unter dieser Nummer zu erreichen) begonnen, auf die Nummer yyyyanzurufen. A. habe ihr gesagt, dass sie krank sei, dass sie beim Gespräch aber in einem Spitalbett gelegen wäre, habe sie nie erwähnt. Swisscom und BAKOM hätten zwei Testanrufe gemacht. Da sie, C., zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mit A. telefoniert habe, weil sie den Betrug bemerkt gehabt habe, seien wahrscheinlich andere Kunden betrogen worden. Und schliesslich zur ausseramtlichen Entschädigung: warum solle sie A. noch Geld bezahlen, wenn diese von ihr schon zu viel Geld bekommen habe?
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F. Mit Schreiben vom 31. Januar 2005 beantragt A. in ihrer Vernehmlassung zur Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft Graubünden was folgt:
„1. Die Anschlussberufung sei abzuweisen.
2. Es sei eine mündliche Verhandlung durchzuführen und die Anschlussberufungsbeklagte zur Person und zur Sache eingehend zu befragen.
3. Es sei der Unterzeichnende auch betr. Anschlussberufung als amtlicher Verteidiger zu bezeichnen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Anschlussberufungsklägerin.“
Sie hielt fest, dass die sachverhaltlichen und rechtlichen Behauptungen der Staatsanwaltschaft Graubünden vollumfänglich bestritten würden. Nähere Ausführungen zur Anschlussberufung würden sich vor der zwingend durchzuführenden Berufungsverhandlung erübrigen.
G. Anlässlich der mündlichen Berufungsverhandlung vom 11. Mai 2005 vor dem Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden waren die Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte und ihr amtlicher Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger, anwesend. Die Staatsanwaltschaft Graubünden hatte auf eine Teilnahme an der Berufungsverhandlung verzichtet. Gegen Zuständigkeit und Zusammensetzung des Gerichts wurden keine Einwände erhoben. In der Befragung hielt A. unter anderem fest, sie habe in der Werbung immer den Tarif der Nummer yyyy angegeben. Die Geschädigten müssten diese Nummer aus der Werbung erfahren haben. Sie habe zudem nie vor ihrem Spitalaufenthalt im Frühjahr 2002 auf dem Telefonbeantworter auf eine andere Nummer hingewiesen. Nur während etwa drei Wochen habe die Verweisung auf die teurere Nummer bestanden. Weiter bestätigte sie ihre in der Strafuntersuchung und vor Schranken der Vorinstanz gemachten Aussagen. Der Verteidiger hielt sich in seinem Plädoyer an die bereits vor der Vorinstanz und in der Berufungsschrift gemachten Ausführungen. Die Berufungsklägerin erklärte in ihrem Schlusswort, sie habe schlussendlich immer sofort das Telefon abgehängt, wenn B. angerufen habe, und diese habe sehr oft angerufen, es sei nicht mehr erträglich gewesen. Es tue ihr Leid, dass Ende März 2002 ein Fehler geschehen sei. Sie habe sehr grosse Schmerzen gehabt. Nie vorher sei so etwas passiert, sonst hätte es bei der Swisscom sicher viele Klagen gegeben. Es sei nie die Rede von einer falschen Tarifierung gewesen, erst als sie sich geweigert habe, eine Bestätigung zu unterzeichnen. B. schreibe
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dies ja selbst in ihrer Stellungnahme an das Kantonsgericht. Sie, A., sei nicht schuldig. Wenn ihr für kurze Zeit ein Fehler unterlaufen sei, so tue ihr dies leid.
Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Urteil, in den Rechtsschriften, im Sachvortrag an der mündlichen Berufungsverhandlung - das mündliche Plädoyer des Verteidigers wurde schriftlich zu den Akten gereicht - sowie in der persönlichen Befragung der Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :
1. a) Gegen Urteile der Bezirksgerichte können der Verurteilte und der Staatsanwalt beim Kantonsgerichtsausschuss Berufung erheben (Art. 141 Abs. 1 StPO). Dazu ist die Berufung innert zwanzig Tagen seit der schriftlichen Eröffnung des angefochtenen Entscheides einzureichen; sie ist zu begründen und hat darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheides gerügt werden und ob das ganze Urteil oder lediglich Teile davon angefochten werden (Art. 142 Abs. 1 StPO). Der Staatsanwalt und der Verurteilte können innert zehn Tagen seit Zustellung der Berufungsschrift die Anschlussberufung erklären. Mit ihr können auch Teile des vorinstanzlichen Urteils, die nicht Gegenstand der Berufung bilden, angefochten werden. Sie unterliegt den gleichen Anforderungen wie die Berufung (Art. 143 Abs. 2 StPO). Sowohl die vorliegende Berufung von A. als auch die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft Graubünden vermögen den gesetzlichen Anforderungen zu genügen. Auf die frist- und formgerecht eingereichten Rechtsmittel ist daher einzutreten.