Decision ID: 8379fa95-9f63-5774-88d6-ebd2cb36495c
Year: 2020
Language: de
Court: AR_OG
Chamber: AR_OG_003
Canton: AR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: social_law

Sachverhalt
A. Die am XX.XX.1971 geborene A. _ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) war als E.
_ über die Arbeitgeberin bei der Versicherung B. _ (nachfolgend: Vorinstanz)
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 18. Dezember 2016
beim Aufstehen nach dem knieend vorgenommenen Ausziehen von Strümpfen einer
Patientin auf herumliegenden Zeitungen ausrutschte.
B. Aufgrund des klinischen Verdachts auf eine Meniskusläsion links überwies der
erstbehandelnde Hausarzt Dr. F. _ die Beschwerdeführerin ins Röntgeninstitut G.
_, wo am 3. Januar 2017 ein MRT des linken Kniegelenks erstellt wurde, mit
folgendem Befund: „Ausgedehnte ödematöse Veränderungen um den medialen
Bandapparat herum sowie auch präpatellar im Sinne einer partiellen Rupturierung des
medialen Bandapparates. Der mediale Meniskus ist jedoch kernspintomographisch normal
dargestellt, insbesondere ohne Nachweis eines meniskalen Einrisses. Normaler lateraler
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Meniskus. Die übrigen Kniebinnenstrukturen sind kernspintomographisch ebenfalls
weitgehend normal bei mässiggradiger Kontur- und Strukturalterationen des retropatellaren
Knorpels. Minim vermehrte Gelenksflüssigkeit“ (act. 8.2/M1). In der Folge wurden der
Beschwerdeführerin von Dr. F. _ zunächst analgetische Medikamente sowie
Physiotherapie verordnet (act. 8.2/M2). Wegen anhaltender Schmerzen überwies der
Hausarzt die Beschwerdeführerin schliesslich zu Dr. H. _ von der Orthopädie I.
_, welche gestützt auf einen weiteren MRI-Befund vom 17. Mai 2017 eine „Innenme-
niskusläsion mediales Hinterhorn Knie links“ diagnostizierte (act 8.2/M3) und die Beschwer-
deführerin am 1. Juni 2017 in der Spital J. _ operierte (Kniearthroskopie sowie medi-
ale Teilmeniskektomie [Hinterhorn] links, act. 8.2/M9). Nachdem die Beschwerden auch
nach der Operation weiterhin persistierten, verordnete Dr. H. _ weitere Physio- und
Ultraschalltherapien.
C. Am 13. September 2017 gab Dr. K. _ als beratender Arzt der Vorinstanz zu deren
Handen eine Stellungnahme ab zur Frage, ob die aktuelle Behandlung noch in kausalem
Zusammenhang mit dem Ereignis vom 18. Dezember 2016 stehe. Dr. K. _ kam in
seinem ausführlichen Bericht zum Schluss, die Beschwerden mit diffusen Knieschmerzen
um die Kniescheibe seien nicht unfallkausal (act. 8.2/M15). Am 19. September 2017
erfolgte eine weitere radiologische Untersuchung (MR Knie links nativ und nach
Kontrastmittel, act. 8.2/ M24), wobei sich im Vergleich zur Voruntersuchung vom 17. Mai
2017 eine progrediente mediale Meniskopathie mit möglicher Restmeniskusläsion zeigte.
Weiter hielt der Radiologe in seinem Bericht fest: „Diskretes reaktives
Knochenödem/Hyperämie femorotibial medial ohne Anhalt eine Osteonekrose. Keine
progrediente Chondropathie. Leichter Gelenkerguss und moderate reaktive Synovitis. Ba-
ker-Zyste. Keine Bandläsionen.“ Am 26. September 2017 erfolgte bei Dr. H. _ eine
ambulante Knieinfiltration links (act. 8.2/M18), welche allerdings nur kurzzeitig zu einer Ver-
besserung führte (act. 8.2/M19). Die Vorinstanz holte daraufhin erneut eine Stellungnahme
beim beratenden Arzt Dr. K. _ ein, der im Bericht vom 25. Oktober 2017 (act.
8.2/M20) ausführte, der mediale Meniskus sei 15 Tage nach dem Unfallereignis intakt
gewesen. Somit sei klar, dass sich die Versicherte bei dem Ereignis vom 18. Dezember
2016 lediglich eine Partialläsion des medialen Seitenbandes zugezogen habe. Bei der
späteren Kontrolluntersuchung vom 17. Mai 2017 sei die Partialruptur des medialen
Seitenbandes vollständig abgeheilt gewesen, alle späteren Beschwerden seien somit nicht
mehr unfallkausal. Die am 17. Mai 2017 kernspintomographisch festgestellte Meniskusbe-
schädigung sei bei dem offenbar erheblichen Übergewicht der Versicherten und der
fehlenden Meniskuspathologie abnützungs- oder krankheitsbedingt.
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D. Gestützt auf diese Einschätzung ihres Vertrauensarztes erliess die Vorinstanz am 20. No-
vember 2017 (act. 8.1/A18) eine Verfügung, wonach ab dem 17. Mai 2017 kein Anspruch
mehr auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung bestehe. Auf die Rückfor-
derung der bereits erbrachten Leistungen werde verzichtet. Die Beschwerdeführerin erhob
hierauf Einsprache und verlangte, es sei ein radiologisches Gutachten einzuholen und ge-
stützt darauf erneut über den Leistungsanspruch zu entscheiden (act. 8.1/A20). Die Vorin-
stanz holte daraufhin zunächst weitere Unterlagen ein und konsultierte anschliessend ihren
beratenden Arzt Dr. L. _, welcher im Bericht vom 18. Oktober 2018 (act. 8.2/M26)
festhielt, „eine Meniskusschädigung kann medial und lateral im MRI vom 3. Januar 2017
nicht objektiviert werden.“ Er teile die Auffassung von Dr. K. _, wonach die
„Komplexität der am 17.5.2017 objektivierten Meniskusschädigung im Hinterhorn ohne
Bezug zur eher proximalen Partialruptur des Innenbandes weiter ventral, das Fehlen von
Bone Bruise im MRI vom 3.1.2017, die hochgradige parameniskale Reizreaktion, die
Extrusionstendenz des Meniskus-Corpus und die beginnenden Knorpeldegenerationen in
allen Kompartimenten [...] nachvollziehbar klar auf das Vorliegen einer degenerativen
Kniegelenkserkrankung bei Adipositas permagna hin[weisen]“ würden. Basierend auf
dieser medizinischen Einschätzung erliess die Vorinstanz am 29. Oktober 2018 einen
ausführlich begründeten abweisenden Einspracheentscheid und hielt an ihrer die
Leistungen der Unfallversicherung per 17. Mai 2017 einstellenden Verfügung fest (act. 2/4).
E. Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von der Beschwerdeführerin am 26. No-
vember 2018 erhobene Beschwerde ans Obergericht mit den eingangs erwähnten Anträ-
gen (act. 1). Mit Vernehmlassung vom 14. März 2019 (act. 7) verlangte die Vorinstanz de-
ren Abweisung. Der zum Verfahren beigeladene Krankenversicherer verzichtete vorläufig
auf die Einreichung einer Stellungnahme (act. 4). Mit Replik vom 13. Mai 2019 (act. 11) er-
gänzte die Beschwerdeführerin ihre Anträge und reichte weitere Unterlagen ein, woraufhin
die Vorinstanz am 4. Juli 2019 duplizierte (act. 15). Am 28. August 2019 reichte die Be-
schwerdeführerin eine weitere Stellungnahme ein (act. 17). Die Vorinstanz liess sich da-
raufhin nicht mehr vernehmen. Der beigeladene Krankenversicherer teilte mit Schreiben
vom 6. September 2019 mit, auf eine Teilnahme am Verfahren bzw. eine abschliessende
Stellungnahme werde weiterhin verzichtet (act. 20). Da keine der Parteien die Durchfüh-
rung einer mündlichen Verhandlung verlangt hatte, wurde die Streitsache am 17. März
2020 in der dritten Abteilung des Obergerichts in Abwesenheit der Parteien abschliessend
beraten und darüber entschieden. Die Beschwerde wurde abgewiesen.
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Dem Begehren der Vorinstanz gemäss Schreiben vom 25. März 2020 (act. 22) entspre-
chend, wird das Urteil hiermit mit schriftlicher Begründung eröffnet.
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Erwägungen
1. Formelles
a. Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen. Zu-
ständig für die Beurteilung von sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten ist gemäss Art.
58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG, SR 830.1) das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte
Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Da die Beschwerdeführerin in M.
_ wohnt, ist die örtliche Zuständigkeit in Appenzell Ausserrhoden gegeben.
b. Gemäss Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes (JG, bGS 145.31) be-
urteilt das Obergericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden aus dem Bereich
der Sozialversicherungen. Das Gesamtgericht hat Beschwerden in Sozialversicherungs-
sachen mit medizinischen Fragestellungen der 3. Abteilung zur Beurteilung zugewiesen (so
publiziert im aktuellen Staatskalender des Kantons Appenzell Ausserrhoden
[https://staatskalender.ar.ch/organizations/pdf], Ziff. 2.6.1.2), weshalb diese zur Beurteilung
der vorliegenden Beschwerdesache zuständig ist.
c. Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen er-
gibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung auf Seiten der Beschwer-
deführerin als auch hinsichtlich der Form- und Fristerfordernisse mit Bezug auf die Be-
schwerdeschrift erfüllt sind (insbesondere Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Un-
fallversicherung [UVG, SR 832.20] i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. b ATSG).
d. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
2. Materielles
2.1 Allgemeines
a. Gegenstand der Unfallversicherung sind Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nicht-
berufsunfällen und Berufskrankheiten (Art. 6 Abs. 1 UVG). Zwischen den Parteien ist unbe-
stritten, dass die Beschwerdeführerin am 18. Dezember 2016 während der Arbeit einen Be-
rufsunfall erlitten hat. Die Vorinstanz hat ihre Leistungspflicht grundsätzlich anerkannt und
der Beschwerdeführerin zunächst Versicherungsleistungen ausgerichtet. Streitig und zu
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prüfen ist im konkreten Fall, ob die Beschwerdeführerin auch über den 17. Mai 2017 hinaus
Anspruch auf Leistungen der Vorinstanz hat. Zur Diskussion steht dabei namentlich der
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 18. Dezember 2016 und den über
den 17. Mai 2017 hinaus bestehenden Beschwerden der Beschwerdeführerin im linken
Knie.
b. Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten
Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor
dem Inkrafttreten dieser revidierten Bestimmungen ereignet haben, werden nach bisheri-
gem Recht gewährt (Art. 118 Abs. 1 UVG). Im vorliegenden Fall geht es um ein Ereignis,
das sich vor dem 1. Januar 2017 zugetragen hat, weshalb das bis Ende 2016 geltende
Recht zur Anwendung gelangt (vgl. zum Ganzen anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts
8C_842/2018 vom 6. Mai 2019, E. 2, m.w.H.).
c. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt das Bestehen eines natür-
lichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Scha-
den (Krankheit, Invalidität, Tod) voraus. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam-
menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittel-
bare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis
zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Die Leistungs-
pflicht des obligatorischen Unfallversicherers erstreckt sich auch auf mittelbare bzw. indi-
rekte Unfallfolgen (vgl. anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2019 vom
19. September 2019, E. 3, m.w.H.). Der Unfallversicherer haftet jedoch für einen Gesund-
heitsschaden nur insoweit, als dieser nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem
adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht. Bei organisch objektiv
ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kau-
salität, so dass in solchen Fällen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus
dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers prak-
tisch keine Rolle spielt (Urteil des Bundesgerichts 8C_786/2019 vom 20. Februar 2020, E.
3.1, namentlich mit Hinweis auf BGE 129 V 177).
d. Während bei der Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben ist, die
versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für einen behaupteten Wegfall
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der Kausalität aufgrund des Erreichens des Status quo sine (oder allenfalls des Status quo
ante) der Unfallversicherer. Allerdings tragen die Parteien im Sozialversicherungsrecht in
der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte
ableiten wollte. Diese Beweisregel greift aber erst Platz, wenn es sich als unmöglich er-
weist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen
Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit
zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_623/2019 vom 21. Januar 2020, E. 2.1.2,
m.w.H.). Bevor sich aber überhaupt die Frage der Beweislast stellt, ist der Sachverhalt im
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes richtig und vollständig zu klären (Urteile des Bun-
desgerichts 8C_488/2017 vom 27. November 2017, E. 3.1; 8C_777/2015 vom 22. März
2016, E. 2.2 und 8C_476/2011 vom 5. Dezember 2011, E. 6.3; je m.w.H.).
e. Die Beschwerdeführerin argumentiert insbesondere mit zwei verschiedenen Szenarien, die
aus ihrer Sicht beide zu einer Bejahung der Leistungspflicht der Vorinstanz führen:
• Entweder sei davon auszugehen, dass das erste MRT vom 3. Januar 2017 von schlech-
ter Qualität gewesen sei, weshalb der schon damals vorhandene Riss im Meniskus nicht
auf den Bildern erkannt werden konnte,
• oder dann sei es aufgrund der bereits im ersten MRT ausgewiesenen Partialruptur am
Innenband im weiteren Verlauf zum Schaden am Meniskus gekommen.
Die Beschwerdeführerin stützt ihre Argumentation namentlich auf die von ihr zusätzlich ein-
geholte medizinische Stellungnahme von Dr. D. _ (act. 12.1). Die Vorinstanz hält da-
gegen beide Szenarien für falsch und kommt so oder so zum Schluss, dass für die Zeit
nach dem 17. Mai 2017 kein Anspruch mehr auf Leistungen der Unfallversicherung beste-
he. Ergänzend zu den bereits vor Erlass des Einspracheentscheids bei den beratenden
Ärzten eingeholten Stellungnahmen hat die Vorinstanz am 25. Juni 2019 bei Dr. L. _
eine weitere Stellungnahme zur Angelegenheit eingeholt und ins Recht gelegt.
f. Für die Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin sind der
Versicherungsträger und das Gericht auf Angaben ärztlicher Experten angewiesen. Berich-
ten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzten kommt nach der Rechtspre-
chung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie
in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (an-
stelle vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_824/2018 vom 26. März 2019, E. 3.3, insbeson-
dere mit Hinweis auf BGE 125 V 351, E. 3b/ee). Auch wenn den Berichten versicherungsin-
terner medizinischer Fachpersonen mithin grundsätzlich Beweiswert zuerkannt wird, so ist
doch zu betonen, dass ihnen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zuzubilligen ist wie
einem gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger
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in Auftrag gegebenen Gutachten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen
Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen
zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2019 vom 26. Februar 2020, E. 2.2, m.w.H.).
Anspruch auf ein unabhängiges Gutachten besteht damit rechtsprechungsgemäss, wenn
die Abklärungsergebnisse in rechtserheblichen Punkten noch nicht ausreichend beweiswer-
tig sind. Im vorliegenden Fall wird daher namentlich zu prüfen sein, ob die von der Be-
schwerdeführerin vorgelegte medizinische Einschätzung von Dr. D. _ geeignet ist,
die versicherungsinternen medizinischen Stellungnahmen der von der Vorinstanz kon-
sultierten Vertrauensärzte in Frage zu stellen, so dass, wie dies die Beschwerdeführerin
geltend macht, zur abschliessenden Klärung ein neutrales medizinisches Gutachten nötig
wäre.
2.2 Szenario 1: MRT vom 03.01.2017 war schlecht, de shalb konnte Meniskusriss nicht er-
kannt werden
a. Die Beschwerdeführerin argumentiert in der Beschwerdeschrift wie bereits erwähnt zum ei-
nen mit dem Szenario, dass aufgrund fehlenden Kontrastmittels der Meniskusriss beim
MRT vom 3. Januar 2017 gar nicht habe dargestellt werden können, obwohl er damals
schon vorhanden gewesen sei. Gemäss Expertise von Dr. D. _ sei aber davon
auszugehen, dieser (im MRT aufgrund dessen ungenügender Qualität nicht dargestellte,
kleine) Riss im Meniskus sei Ursache der späteren Beschwerdezunahme gewesen. Damit
sei auch der Kausalzusammenhang zum Unfallereignis überwiegend wahrscheinlich
gegeben. Die Vorinstanz hält dieser Argumentation entgegen, da klar kein Meniskusriss im
ersten MRT zu sehen gewesen sei, sei auch keiner vorhanden gewesen. Die Qualität der
MRT-Bilder vom 3. Januar 2017 sei gar nicht schlecht gewesen; Dr. L. _ habe zudem
eine Meniskusschädigung in den am 17. Mai 2017 auch ohne Kontrastmittel angefertigten
MRT-Bildern sehr wohl erkannt.
b. In sachverhaltsmässiger Hinsicht geht aus den vorhandenen Unterlagen hervor, dass das
MRT vom 3. Januar 2017 von Dr. F. _ wegen eines klinischen Verdachts auf eine
Meniskusläsion veranlasst wurde. Bei der radiologischen Untersuchung ergab sich dann
aber gemäss dem Radiologen ausdrücklich kein Nachweis eines meniskalen Einrisses
(siehe act. 8.2/M1: „Der mediale Meniskus ist jedoch kernspintomographisch normal
dargestellt, insbesondere ohne Nachweis eines meniskalen Einrisses“). Auch Dr. D.
_ spricht in seinem Aktengutachten im Rahmen der eigenen Beurteilung des MRT
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vom 3. Januar 2017 nicht von einem Meniskusriss, sondern von einer „leichtgradige[n]
Innenbandläsion“, einer „unscharf gezeichnete[n] leichtgradig alterierte[n] postero-
medialen[n] Innenmeniskusaufhängung“, einem „Kniegelenkserguss“, einer „VKB-
Partialruptur“ und einer „Fibrillation des retropatellären Knorpels“ (act. 12/1). Sowohl
gemäss der Beurteilung des Radiologen, der das MRT durchführte, als auch gemäss den
weiteren medizinischen Beurteilungen von Dr. D. _ und dem von der Vorinstanz
konsultierten Dr. L. _ (vgl. dazu act. 8.2/M28) ist auf den MRT-Bildern vom 3. Januar
2017 kein Meniskusriss sichtbar. Ob ein Kontrastmittel verwendet wurde oder nicht, kann
nicht entscheidend sein für die Darstellung eines Meniskusrisses, wie die Vorinstanz
nachvollziehbar und überzeugend begründet. Notabene stellte keiner der beigezogenen
Ärzte die Qualität der MRT-Bilder konkret in Frage. Zusammengefasst ist daher in
sachverhaltsmässiger Hinsicht festzuhalten, dass auf den beweiskräftigen MRT-Bildern
vom 3. Januar 2017 jedenfalls kein Meniskusriss sicht- bzw. erkennbar ist.
c. Dr. D. _ führte in seinem Aktengutachten ausdrücklich an: „Beim Meniskus muss zur
Anerkennung der traumatischen Genese der Nachweis eines Risses dokumentiert sein“
(act. 12.1, S. 3). Da dies aber im konkreten Fall bei den Bildern vom 3. Januar 2017 gerade
nicht der Fall ist, und zwar auch nicht gemäss der Beurteilung von Dr. D. _ selber,
genügt eine bloss theoretische Möglichkeit, dass (trotzdem) ein Riss bestanden haben
könnte, nicht. Daran ändert auch der - grundsätzlich berechtigte - Verweis von Dr. D.
_ auf die „interpretatorische Breite“ (act. 12.1, S. 4) von MRT-Untersuchungen nichts.
Insbesondere wenn, wie vorliegend, alle beteiligten Ärzte darin übereinstimmen, dass auf
dem vorhandenen Bildmaterial vom 3. Januar 2017 jedenfalls kein Meniskusriss sicht- oder
konkret erkennbar ist, so kann auch nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad einer überwie-
genden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, es sei bereits am 3. Januar 2017
ein Meniskusriss vorhanden gewesen, unabhängig davon, ob letzteres theoretisch nicht
vollständig ausgeschlossen werden kann. Damit überzeugt aber die von der Beschwerde-
führerin als „Szenario 1“ beschriebene Argumentation zum Vornherein nicht, um eine Leis-
tungspflicht der Vorinstanz zu begründen.
d. Die zusätzliche Argumentation der Beschwerdeführerin, wonach ein Meniskusriss typisch
für einen Drehsturz sei und der Hinweis, die Beschwerdeführerin habe den Unfallhergang
exakt als solchen beschrieben, führt ebenfalls höchstens zum Schluss, dass es nicht völlig
ausgeschlossen erscheint, dass bereits am 3. Januar 2017 entgegen der Erkenntnisse aus
den bildgebenden Unterlagen ein Meniskusriss vorhanden gewesen sein könnte. Da die
bildgebenden Unterlagen diese Möglichkeit aber gerade nicht bestätigen, ist auch unter Mit-
einbezug dieser Argumentation jedenfalls nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad einer
überwiegenden Wahrscheinlichkeit vom Vorhandensein eines solchen Risses auszugehen.
Seite 11
2.3 Szenario 2: Es kam erst aufgrund der Partialrup tur am Innenband im späteren Verlauf
zum Schaden am Meniskus
a. Als Alternativszenario für den Fall, dass nicht bereits unmittelbar nach dem Sturz vom
18. Dezember 2016 ein Meniskusriss als nachgewiesen betrachtet wird, bringt die Be-
schwerdeführerin vor, diesfalls müsse man zwingend davon ausgehen, der Riss sei auf-
grund der Fehlbelastung infolge des bereits im ersten MRT sichtbaren Bandschadens ent-
standen. Eine andere Erklärung gebe es schlichtweg nicht, wie Dr. D. _ bestätige.
Auch bei diesem Szenario sei der Kausalzusammenhang der anhaltenden Beschwerden
zum Unfallereignis klar gegeben. Die Vorinstanz hält dieser Argumentation die gegenteilige
Einschätzung von Dr. L. _ entgegen, welcher unter Hinweis auf die Tatsache, dass
Degeneration als Ursache eines Meniskusschadens der Regelfall sei, auch im konkreten
Fall ausdrücklich einen Zusammenhang der nach dem 17. Mai 2017 andauernden Be-
schwerden zum Unfallereignis verneint, weil die Menisken gar nicht unfallbedingt unter
Stress gekommen seien (vgl. Stellungnahme von Dr. L. _ vom 25. Juni 2019, act.
16).
b. Es fällt bei genauerer Betrachtung der Einschätzung von Dr. D. _ auf, dass dieser in
seiner Beurteilung vom 26. Februar 2019 (act. 12.1, S. 4) zwar anführte, es sei unwahr-
scheinlich, dass die im Mai 2017 im MRT dargestellte Innenmeniskusläsion innert nur 4 Mo-
naten entstanden sein soll, dafür aber keine konkrete medizinische Begründung angab.
Stattdessen verwies er auf „die durch das Trauma verursachte pathologische Stabilität des
Kniegelenks, also die jetzt vorliegende Instabilität“ und bezeichnete es als überwiegend
wahrscheinlich, dass diese Instabilität, verstärkt durch das Körpergewicht der Beschwerde-
führerin, über die Zeit den Innenmeniskus „noch weiter geschädigt“ habe. Die von Dr. D.
_ angeführte Instabilität des Kniegelenks, welche gemäss seiner Einschätzung klar
auf das Trauma vom 18. Dezember 2016 zurückzuführen sei, lässt sich durch die
vorhandenen medizinischen Akten allerdings gerade nicht belegen (siehe oben, E. 2.2).
Wie Dr. D. _ selbst ausdrücklich angab, müsste zur Anerkennung einer trau-
matischen Genese grundsätzlich der Nachweis eines Risses dokumentiert sein (act. 12.1/,
S. 3). Dr. D. _ ergänzt in seiner Stellungnahme vom 12. August 2019 (act. 18/1, S. 2,
Ziff. 1.4) in diesem Zusammenhang, es könne sich auch um „Microinstabilitäten“ handeln,
die klinisch nicht derart auffällig gewesen seien, dass sie bei einer „grobkursorisch durch-
geführten klinischen Untersuchung zwingend dokumentiert“ würden. Weiter fügte er an: „Es
bleibt eine Beurteilung von Akten, die nicht per se ein praktisch selbst erlebtes Unter-
suchungsbild eines Kniegelenks darstellt. Das Argument, dass die Instabilität nur eine Be-
hauptung darstelle gilt somit für die Befürworter einer Instabilität, wie auch für die Befürwor-
ter einer Stabilität des Kniegelenks.“ Dabei ist allerdings zu beachten, dass selbst dann,
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wenn solche Mikroinstabilitäten bestanden haben sollten, nicht automatisch mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen wäre, dass diese durch den Sturz am
18. Dezember 2016 verursacht worden wären. Im Gegenteil: Da solche Mikroinstabilitäten
sich wohl auch nicht in namhaften Beschwerden bereits gezeigt hätten, ist gerade so gut
denkbar, dass diese bereits vor dem Ereignis vom 18. Dezember 2016 vorhanden gewesen
sein könnten bzw. erst später eingetreten sind. Die von Dr. D. _ beschriebene Mög-
lichkeit, dass allfällige Mikroinstabilitäten direkt durch das Trauma vom 18. Dezember 2016
verursacht worden sein könnten, genügt damit nicht, um von einer überwiegend
wahrscheinlichen Unfallkausalität der anhaltenden Beschwerden auszugehen.
c. Bereits Dr. K. _ hat in seiner Beurteilung vom 25. Oktober 2017 (act. 8.2/M20)
klargestellt, dass gestützt auf die ersten bildgebenden Unterlagen nach dem Unfall von
einem unverletzten Meniskus auszugehen und offenbar später kein zweites Unfallereignis
hinzugekommen ist, weshalb die erstmals am 17. Mai 2017 kernspintomographisch
festgestellte Meniskusbeschädigung aufgrund der fehlenden Meniskuspathologie eine
degenerative Läsion darstelle. Insgesamt erscheint es nachvollziehbar, dass bei der Be-
schwerdeführerin degenerative Veränderungen rascher als im Durchschnittsfall eintreten,
nachdem die beteiligten Fachärzte an verschiedenen Stellen in diesem Zusammenhang
ausdrücklich auf ihre Adipositas hinweisen (vgl. z.B. Dr. K. _, act. 8.2/M2, S. 2 Ziff. 2:
„[...] bei dem offenbar erheblichen Übergewicht der Versicherten [...]“; Dr. D. _, act.
18/1, S. 2, Ziff. 1.3 in fine: „Dies wurde sicherlich zusätzlich durch die Postur ihrer Mandan-
tin verstärkt“; Dr. L. _, act. 8.2/M26, S. 9: „[...] weisen nachvollziehbar klar auf das
Vorliegen einer degenerativen Kniegelenkserkrankung bei Adipositas permagna hin“).
Schlüssig erscheint schliesslich auch die Begründung von Dr. L. _, wonach eine
degenerative Beschädigung naheliegend sei, weil es der Beschwerdeführerin dann, wenn
der Meniskus tatsächlich schon unmittelbar nach dem Unfall vom 18. Dezember 2016
beschädigt gewesen wäre, kaum möglich gewesen wäre, zwischen dem 11. Januar und
dem 3. Mai 2017 ihrer Arbeit wieder nachzugehen, was aber gerade der Fall war (vgl. dazu
act. 8.2/M26, S. 6). Auch Dr. F. _ ging aus diesem Grund im Bericht vom 3. April
2017 (act. 8.2/M2) davon aus, dass die Behandlung der Unfallfolgen bereits damals abge-
schlossen war. Insgesamt ist unter Berücksichtigung all dieser verschiedenen
nachvollziehbar begründeten medizinischen Unterlagen und Stellungnahmen zu
schliessen, dass der Meniskusschädigung überwiegend wahrscheinlich degenerative Ur-
sachen zugrunde liegen.
2.4 Fazit
Seite 13
Bei einer Gesamtbetrachtung der medizinischen Akten und den von den Parteien eingehol-
ten Stellungnahmen genügen die von der Beschwerdeführerin gestützt auf die Beurteilung
von Dr. D. _ vorgebrachten Argumente weder, um einen direkt durch das Ereignis
vom 18. Dezember 2016 verursachten Meniskusriss (vgl. dazu E. 2.2) nachzuweisen, noch,
um die theoretisch denkbare alternative Möglichkeit, dass der Sturz zu zunächst im ersten
MRI nicht sichtbaren Mikroläsionen des Meniskus geführt hat, welche wiederum zur im MRI
vom 17. Mai 2017 schliesslich sichtbaren Meniskusschädigung führten (vgl. dazu E. 2.3),
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu belegen.
2.5 Verzicht auf weitere Abklärungen
Die Beschwerdeführerin bzw. Dr. D. _ erachten ein Obergutachten zur abschliessen-
den Sachverhaltsabklärung als nötig. Dabei würde es sich, insbesondere, nachdem die Be-
schwerdeführerin inzwischen operiert wurde und damit verlässliche rückwirkende Aussagen
zur Situation, wie sie im Dezember 2016 vorgelegen hat, gestützt auf eine aktuelle Befund-
aufnahme kaum mehr möglich sein dürften, in erster Linie um ein Aktengutachten handeln.
a. Betreffend das erste von der Beschwerdeführerin vorgetragene Szenario sind die bereits
vorhandenen bildgebenden Unterlagen entscheidend. Gestützt darauf ist - wie bereits dar-
gelegt - mit mindestens überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass ein
Meniskusriss im Zeitpunkt des ersten MRT im Januar 2017 noch nicht vorgelegen hat. Ein
(weiteres) Gutachten zu dieser Frage erscheint nicht nötig, da diese Frage bereits geklärt
ist.
b. Insoweit es um das von der Beschwerdeführerin angeführte zweite mögliche Szenario geht,
gibt Dr. D. _ in seiner eigenen Beurteilung selber an: „... die Frage einer möglichen
Instabilität des Kniegelenks kann aus den Akten nicht geklärt werden“ (act. 18/1).
Namentlich gestützt auf die schlüssige und nachvollziehbar begründete Stellungnahme von
Dr. L. _ vom 25. Juni 2019 (act. 16) erscheint das Szenario 2 aber bereits beim
jetzigen Aktenstand klar als eine blosse Hypothese, für welche es weder klinisch noch
radiologisch konkrete Beweise gibt. Es ist auch hier nicht nötig, eine weitere Stellungnahme
dazu einzuholen, nur, weil die Beschwerdeführerin nicht mit der Schlussfolgerung
einverstanden ist, wonach es unter den gegebenen Umständen überwiegend wahr-
scheinlich erscheint, dass die Meniskusschädigung degenerativ begründet ist.
c. Zusammengefasst bedarf es im konkreten Fall keiner weiteren Sachverhaltsabklärungen
und es erübrigt sich damit namentlich die Einholung eines Obergutachtens. Die von der Be-
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schwerdeführerin nach dem Zeitpunkt der durch die Vorinstanz verfügten Leistungseinstel-
lung per 17. Mai 2017 geklagten Beschwerden sind überwiegend wahrscheinlich nicht mehr
auf das Ereignis vom 18. Dezember 2016 zurückzuführen. Mangels Kausalzusammen-
hangs ist daher eine Leistungspflicht der Vorinstanz ab diesem Zeitpunkt zu verneinen.
Daran ändert auch der in der Replik von der Beschwerdeführerin zusätzlich vorgebrachte
Hinweis auf die seit dem 1. Januar 2017 ins UVG aufgenommenen Listendiagnosen von
Art. 6 Abs. 2 UVG nichts, nachdem die Bänderläsion bereits im Zeitpunkt des zweiten MRT
wieder verheilt war und die neu festgestellte Meniskusschädigung wie dargelegt mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit degenerativ begründet erscheint.
3. Kosten und Entschädigung
a. Es handelt sich um ein kostenloses Verfahren (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a
ATSG), weshalb keine Gerichtskosten zu erheben sind.
b. Die unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Entschädigungsanspruch (Art. 61 lit. g
ATSG e contrario). Dem obsiegenden Unfallversicherer ist aufgrund dessen Funktion als
mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauter Sozialversicherer unabhängig vom Verfah-
rensausgang keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. BGE 126 V 143, E. 4a; Urteil
des Bundesgerichts 8C_407/2013 vom 8. November 2013, E. 5.2, je m.w.H.).
c. Auch der nachträglich ergänzte Antrag der Beschwerdeführerin, wonach ihr die Kosten für
die bei Dr. D. _ eingeholten Stellungnahmen zu erstatten seien, ist bei diesem Ver-
fahrensausgang abzuweisen. Die Vorinstanz hat bereits vor Beschwerdeerhebung durch
die Beschwerdeführerin bei verschiedenen beratenden Ärzten medizinische
Stellungnahmen eingeholt und ist damit ihrer Pflicht, den Sachverhalt ausreichend
abzuklären, grundsätzlich nachgekommen. Bereits die verfügte Leistungseinstellung wurde
durch die Vorinstanz schlüssig begründet. Nach erfolgter Einsprache der
Beschwerdeführerin wurde die Leistungseinstellung schliesslich gestützt auf eine zusätzlich
bei Dr. L. _ eingeholte medizinische Stellungnahme bestätigt. Die von der Be-
schwerdeführerin im vorliegenden Verfahren eingereichte Stellungnahme von Dr. D.
_ vermag aus den vorstehend aufgezeigten Gründen nichts am Schluss zu ändern,
dass ein Kausalzusammenhang zwischen den nach dem 17. Mai 2017 vorhandenen
Beschwerden und dem Unfallereignis vom 18. Dezember 2016 nicht mehr als überwiegend
wahrscheinlich erscheint und damit die verfügte Leistungseinstellung zu bestätigen ist.
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