Decision ID: 1c94e302-14fc-5b7b-946e-553070a3c02e
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
I.
A.
Der Beschwerdeführer ersuchte am 13. Juli 2015 um Asyl in der Schweiz.
Zur Begründung seines Asylgesuchs führte er aus, somalischer Staatsan-
gehöriger zu sein, aus dem Dorf B._, Provinz Kismayo, zu stammen
und dem Clan der C._ anzugehören. Er habe zeitlebens in
B._ gelebt. Seine Mutter habe als Hebamme gearbeitet. Etwa An-
fang 2014 sei ein Kind kurz nach der Geburt gestorben, welche seine Mut-
ter begleitet habe. Die Trauerfamilie habe die Mutter für den Tod des Kin-
des verantwortlich gemacht und Rache geschworen. Seine Familie sei da-
her in Gefahr gewesen, weshalb sein Vater mit zwei Brüdern das Dorf Mitte
des Jahres 2014 verlassen habe; seither seien sie verschollen. Auf seine
Mutter sei sodann ein Angriff verübt worden. Sie habe ihn aufgefordert, sich
in Sicherheit zu bringen. Er habe das Dorf Anfang Juli 2014 verlassen und
sei nach Äthiopien gereist.
B.
Mit Verfügung vom 18. August 2017 stellte das SEM fest, der Beschwerde-
führer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, wies sein Asylgesuch vom
13. Juli 2015 ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den
Vollzug an.
Zur Begründung wurde ausgeführt, Asylsuchende seien verpflichtet, an der
Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken und insbesondere die Identität
offenzulegen. Die Herkunft müsse glaubhaft gemacht werden. Der Be-
schwerdeführer habe substanzlose und ungereimte Angaben zur Clanzu-
gehörigkeit gemacht und keine Sub-Clans seines Clans nennen können.
Sodann habe der Beschwerdeführer behauptet, der Name des Urvaters
des Clans sei «C._». Diese Angaben würden sich (unter Verweis
auf Country of Origin-Quellen [COI-Quellen]) als falsch erweisen. Ferner
habe der Beschwerdeführer auf dem Personalienblatt angegeben, er ge-
höre dem Stamm der D._ an. Damit konfrontiert, habe er entgegnet,
ein Junge habe ihn beeinflusst, weshalb er Entsprechendes angekreuzt
habe. Der Beschwerdeführer habe sodann ausgeführt, zeitlebens in sei-
nem Geburtsort B._ gelebt zu haben. Auf Nachfrage habe er jedoch
keine substanziierten Angaben zum Wohnort machen können. Er habe den
im Dorf die Macht innehabenden Clan nicht angeben können und erklärt,
dass es in der Nähe des Dorfes einen Fluss gebe, dessen Namen er nicht
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gewusst habe, sowie Dörfer genannt, welche zwischen seinem Heimatort
und Kismayo liegen würden. Diese Informationen seien aber tatsachenwid-
rig. Schliesslich habe er angegeben, seit er sich erinnern könne, sei das
Dorf unter der Kontrolle der Regierung gestanden. Sein Vater habe jedoch
gesagt, dass die Al-Shabab früher in der Gegend gewesen sei. Auch diese
Angaben würden sich als unzutreffend erweisen. Die Al-Shabab seien –
unter Verweis auf COI-Quellen – noch in den Jahren 2011 und im Herbst
2013 in B._ oder dessen unmittelbarer Nähe aktiv gewesen. Auf-
grund der unglaubhaften Ausführungen zur Herkunft sei auch den Flucht-
gründen die Grundlage entzogen. Überdies seien die Angaben des Be-
schwerdeführers zu den Umständen der Flucht der Eltern und Geschwister
als fingiert und lebensfremd zu beurteilen. Die Flüchtlingseigenschaft sei
daher nicht glaubhaft gemacht und das Asylgesuch abzulehnen.
Betreffend die Frage des Wegweisungsvollzuges wurde festgestellt, dass
die Untersuchungspflicht zum Bestehen allfälliger Wegweisungshinder-
nisse ihre Grenzen in der Mitwirkungspflicht der Gesuchstellenden finde.
Nach ständiger Praxis obliege es nicht den Asylbehörden, im Falle einer
Mitwirkungspflichtverletzung nach allfälligen Wegweisungsvollzugshinder-
nissen zu forschen. Aufgrund des Verhaltens des Beschwerdeführers sei
es nicht möglich, sich in voller Kenntnis der tatsächlichen persönlichen und
familiären Situation zur individuellen Zumutbarkeit des Vollzugs der Weg-
weisung zu äussern. Festzuhalten sei in diesem Zusammenhang, dass
zahlreiche ethnische Somalier auch ausserhalb von Somalia leben wür-
den, wie z.B. in Somaliland, Puntland sowie in Gebieten Äthiopiens und
Kenias.
Die Verfügung vom 18. August 2017 erwuchs unangefochten in Rechts-
kraft.
II.
C.
Mit Eingabe vom 31. Januar 2019 beantragte der Beschwerdeführer bei
der Vorinstanz, die Dispositivziffern 4 und 5 der vorinstanzlichen Verfügung
seien wiedererwägungsweise aufzuheben und es sei seine vorläufige Auf-
nahme in der Schweiz anzuordnen.
Zur Begründung wurde ausgeführt, es könnten nunmehr neue und erheb-
liche Beweismittel eingereicht werden, welche die Herkunft des Beschwer-
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deführers und dessen familiären Hintergrund betreffen würden. Der Be-
schwerdeführer habe von der Schweiz aus lange Zeit versucht, seine An-
gehörigen ausfindig zu machen und seine Eltern schliesslich in E._
/ Äthiopien gefunden. Er habe mit ihnen telefonieren können und von sei-
nem Vater in der Folge eine E-Mail erhalten. Der Vater berichte darin, dass
er und seine Frau aus Ortschaften stammen würden, welche heute zu So-
maliland gehören würden. Der Vater gehöre dem Stamm der F._
an. Er habe seine Ehefrau gegen den Willen der Familie geheiratet. Wäh-
rend des Bürgerkrieges sei er mit fünf Kindern ins Grenzgebiet nach Äthi-
opien geflohen. Im Jahr 1995 sei er nach B._ zurückgekehrt und
habe die restliche Familie geholt und ins Flüchtlingslager nach Äthiopien
gebracht. Der Beschwerdeführer, welcher noch in B._ geboren wor-
den sei, sei ebenfalls mit ins Lager nach Äthiopien genommen worden. Im
Lager sei der jüngste Bruder zur Welt gekommen. Zwei Schwestern des
Beschwerdeführers seien im Lager einem Gewaltverbrechen zum Opfer
gefallen und der Vater sei bedroht worden. Zwei der Brüder des Beschwer-
deführers seien daraufhin geflohen. Der Rest der Familie habe sich ent-
schieden, nach B._ zurückzukehren. Im Jahr 2014 sei die Familie
mit einem neuen Problem konfrontiert worden. Die Nachbarin habe die
Mutter des Beschwerdeführers beschuldigt, als Hebamme für den Tod ih-
res Sohnes verantwortlich zu sein. Sie habe geschworen, einen der Söhne
aus Rache zu töten. Sie seien von vermummten Männern bedroht worden,
weshalb eine erneute Flucht notwendig geworden sei. Die Familie habe
sich wieder nach E._ / Äthiopien begeben. Den Beschwerdeführer,
welchen sie mit einer Händlerin nach Äthiopien vorausgeschickt hätten,
habe man in der Folge aus den Augen verloren.
Im Gesuch wurde weiter ausgeführt, die Sachverhaltsumstände im Schrei-
ben des Vaters stünden zwar im Widerspruch zu den Aussagen des Be-
schwerdeführers im ordentlichen Verfahren, dies sei aber erklärbar. Der
Beschwerdeführer mache diesbezüglich geltend, er habe kaum Erinnerun-
gen an diese Zeit und sei anlässlich der Anhörung mehrfach in Verlegen-
heit gekommen, weil er nicht mehr recht gewusst habe, was damals genau
passiert sei. Er habe deshalb im Rahmen der Anhörung mehrere Antworten
frei erfunden. Die Umstände hätten sich so wie vom Vater vorgebracht er-
eignet. Zudem habe der Beschwerdeführer in B._ zwar gelebt, je-
doch sei er nicht frei gewesen. Sein Vater habe ihm verboten, mit anderen
Kindern zu spielen oder weit weg zu gehen, weder zum Fluss noch zum
Markt. Der Beschwerdeführer habe sich daher nur im und um das Zelt auf-
gehalten. Mit anderen Personen habe er nicht sprechen dürfen, weil sein
Vater Angst gehabt habe, er würde die Familie durch die Aussagen über
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die Herkunft seiner Eltern in Gefahr bringen. Deshalb habe er kaum Wissen
über die Ortschaft B._ und habe die Fragen, die ihm an der Anhö-
rung gestellt worden seien, deshalb nicht beantworten können. Der Be-
schwerdeführer habe auch keine Erinnerungen an seine Flucht.
Das eingereichte Dokument des United Nations High Commissioner for
Refugees (UNHCR) liste die 10-köpfige Familie auf, darunter den Be-
schwerdeführer und ein weiteres Kind, welches elternlos gewesen sei und
in die Familie aufgenommen worden sei. Beim aufgeführten Geburtsdatum
der Mutter handle es sich um einen Fehler, da die Registrierung auf Schät-
zungen beruhe. Über Facebook habe der Beschwerdeführer sodann zwei
Brüder ausfindig machen können. Ein Bruder habe sich in Saudi-Arabien
aufgehalten und sei nach Somalia abgeschoben worden, der andere Bru-
der sei im Jemen und stehe dort im «Besitz» eines Mannes. In diesem
Zusammenhang würden Fotos von beiden Brüdern eingereicht.
Der Beschwerdeführer habe sich sodann an die Vertretung von Somalia in
der Schweiz gewandt, welche indes keine Möglichkeit habe, Pässe auszu-
stellen. Von der somalischen Botschaft habe der Beschwerdeführer die
dem Gesuch beiliegenden Dokumente («Attestation de passport», «Certi-
ficat de célibat», «Certificat de naissance») erhalten, die ein neues Bild
betreffend Herkunft ergeben würden. Es könne nunmehr eine Einschät-
zung der Zumutbarkeit erfolgen.
Der Beschwerdeführer habe überdies in der Schweiz eine Familie gegrün-
det. Er lebe in einer festen Partnerschaft mit einer somalischen Staatsan-
gehörigen, die in der Schweiz vorläufig aufgenommen sei und mit welcher
er zusammenwohne. Seine Partnerin sei ausserdem in Erwartung eines
gemeinsamen Kindes. Er beantrage, nicht zuletzt aufgrund der familiären
Situation, unter Berücksichtigung von Art. 8 EMRK in die vorläufige Auf-
nahme seiner Partnerin einbezogen zu werden.
Es wurden folgende Beweismittel eingereicht:
 Ausdruck E-Mail des Vaters mit Übersetzung vom Dezember 2018;
 Fotoausdruck eines Registrierungsdokuments des UNHCR- Flücht-
lingscamps E._ vom 19. Juni 2001;
 Fotos, welche die Brüder des Beschwerdeführers zeigen sollen;
 Attestation de passport vom 16. Mai 2018 (ausgestellt von der So-
malischen Botschaft in der Schweiz);
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 Certificat de célibat vom 6. September 2017 (ausgestellt von der
Somalischen Botschaft in der Schweiz);
 Certificat de naissance vom 6. September 2018 (ausgestellt von der
Somalischen Botschaft in der Schweiz);
 Erklärung der Lebenspartnerin des Beschwerdeführers vom
30. Dezember 2018;
 Kopie Mutterpass;
 Kopie Ausländerausweis der Lebenspartnerin des Beschwerdefüh-
rers;
 Auszug aus dem Geburtsregister vom 7. Oktober 2019;
 Unterlagen des Zivilstandsamtes betreffend Ehevorbereitung und
Ziviltrauung vom 4. Oktober 2018;
 Diverse Kurs- und Arbeitsbetätigungen den Beschwerdeführer be-
treffend.
D.
Am 12. Juni 2020 wurde dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zu
einer allfälligen Wegweisung nach Somaliland gewährt.
E.
Die Stellungnahme traf am 24. Juni 2020 beim SEM ein.
F.
Mit Verfügung vom 16. Juli 2020 wies die Vorinstanz das Wiedererwä-
gungsgesuch ab, erklärte die Verfügung des SEM vom 18. August 2017 für
rechtskräftig und vollstreckbar und erhob eine Gebühr von Fr. 600.–. Es
wurde festgestellt, dass einer allfälligen Beschwerde keine aufschiebende
Wirkung zukomme.
G.
Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer – handelnd durch
seinen bevollmächtigten Rechtsvertreter – am 17. August 2020 Be-
schwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht. Er beantragte, die Verfü-
gung sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, ihn in der
Schweiz vorläufig aufzunehmen. Eventualiter sei die Sache zur rechts-
genüglichen Abklärung und Feststellung des massgeblichen Sachverhalts
und zum neuen Entscheid unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung
an die Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und um Verzicht auf die Er-
hebung eines Kostenvorschusses.
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H.
Am 19. August 2020 wurde der Vollzug der Wegweisung im Sinne einer
superprovisorischen Massnahme einstweilen ausgesetzt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinn von
Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher zu-
ständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet
auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgültig
(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).
1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-
schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist
durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist
daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108
Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-
schwerde ist einzutreten.
2.
Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen
richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE
2014/26 E. 5).
3.
Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-
ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-
hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG).
Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines
Schriftenwechsels verzichtet.
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4.
Zur Begründung ihres Entscheids erwog die Vorinstanz, das Gesuch werde
als qualifiziertes Wiedererwägungsgesuch geprüft. In materieller Hinsicht
wurde im Wesentlichen erwogen, dass den lediglich in Kopie eingereichten
Dokumenten (UNHCR, Ausweiskopie eines Bruders), kaum Beweiswert
zukomme, dies aufgrund der leichten Manipulierbarkeit der Originalvor-
lage. Auch bei unterstellter Authentizität komme den Dokumenten keine
massgebliche Bedeutung zu. So sei im nicht angefochtenen Asylentscheid
erwogen worden, dass die Aussagen des Beschwerdeführers zu seiner an-
geblichen Herkunft und Clanzugehörigkeit unglaubhaft seien. Diese Ein-
schätzung werde durch das Wiedererwägungsgesuch sogar bestätigt, als
darin angegeben werde, dass die Eltern aus Somaliland stammen würden.
Dem UNHCR-Dokument lasse sich sodann entnehmen, dass die Familie
sich zur freiwilligen Rückkehr nach Somaliland bereit erklärt habe. Es wür-
den sich sodann zahlreiche Diskrepanzen zwischen den Angaben im Rah-
men des Wiedererwägungsgesuchs und denen im Asylverfahren feststel-
len lassen. Im Wiedererwägungsgesuch sei dazu eingeräumt worden, dass
der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung im ordentlichen Verfahren
mehrere Antworten frei erfunden habe. Dies sei der generellen Glaubwür-
digkeit abträglich. Die zur Rechtfertigung angegebene Erklärung der Erin-
nerungslücken (Foltererfahrung) sei angesichts der Aktenlage als Schutz-
behauptung zu werten. Sofern in Bezug auf eine Wegweisung nach Soma-
liland angeführt werde, der Beschwerdeführer habe dort nie gelebt und ver-
füge dort über kein Beziehungsnetz, gelte es festzuhalten, dass der Be-
schwerdeführer unglaubhafte Ausführungen zur Herkunft gemacht habe
und damit mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das in der tatsächlichen Her-
kunftsregion bestehende Beziehungsnetz verheimlichen dürfte. Die Anga-
ben des Vaters über die Herkunft dürften als nachgeschoben zu gelten ha-
ben. Es sei zudem festzuhalten, dass den zusätzlich eingereichten Bestä-
tigungen der somalischen Botschaft in der Schweiz kein genügender Be-
weiswert zukomme.
Soweit der Beschwerdeführer vortrage, er habe in der Schweiz eine Fami-
lie gegründet, sei festzustellen, dass die Frau, mit welcher er in einer festen
Partnerschaft lebe, in der Schweiz vorläufig aufgenommen sei. Sie verfüge
damit nicht über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht in der Schweiz, weshalb
sich der Beschwerdeführer grundsätzlich nicht auf die Achtung des Famili-
enlebens nach Art. 8 EMRK berufen könne. Art. 44 AsylG sehe sodann vor,
dass die Familie über einen einheitlichen Rechtsstatus verfüge und dass
die vorläufige Aufnahme des einen Familienmitglieds in der Regel zur vor-
läufigen Aufnahme der ganzen Familie führe. Auf diesen Grundsatz könne
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sich allerdings nicht berufen, wer – wie der Beschwerdeführer – eine Part-
nerschaft erst begonnen habe, nachdem die Partnerin vorläufig aufgenom-
men worden sei. Der Beschwerdeführer habe durch die Verletzung seiner
Mitwirkungspflicht die Prüfung der Frage, ob sich die Familie hypothetisch
gemeinsam in seinen Heimatstaat begeben könne, verunmöglicht. Ein Ein-
bezug in die vorläufige Aufnahme seiner Partnerin könne allenfalls nach
den ausländerrechtlichen Bestimmungen (Art. 85 Abs. 7 AIG [SR 142.20])
erfolgen.
Zusammenfassend sei festzustellen, dass keine Gründe vorliegen würden,
welche die Rechtskraft der Verfügung vom 18. August 2017 beseitigen
könnten; die Verfügung sei deshalb rechtskräftig und vollstreckbar.
5.
5.1 Das Wiedererwägungsverfahren ist im Asylrecht spezialgesetzlich ge-
regelt (vgl. Art. 111b ff. AsylG). Ein entsprechendes Gesuch ist dem SEM
innert 30 Tagen nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrundes schrift-
lich und begründet einzureichen (Art. 111b Abs. 1 AsylG).
5.2 In seiner praktisch relevantesten Form bezweckt das Wiedererwä-
gungsgesuch die Änderung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an
eine nachträglich eingetretene erhebliche Veränderung der Sachlage in
Bezug auf das Vorliegen von Wegweisungsvollzugshindernissen (vgl.
BVGE 2014/39 E. 4.5 m.w.H.).
5.3 Blieb die abzuändernde Verfügung – wie im vorliegenden Fall – unan-
gefochten, können auch Revisionsgründe, namentlich das Einreichen vor-
bestandener Beweismittel, welche erst nachträglich in Erfahrung gebracht
beziehungsweise beschafft werden konnten, einen Anspruch auf Wieder-
erwägung begründen. Sie sind im Rahmen eines qualifizierten Wiederer-
wägungsgesuches geltend zu machen (vgl. BVGE 2013/22 E. 5.4 m.w.H.
sowie Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2003 Nr. 17 E. 2.a S. 103 f.). Die eingereichten Be-
weismittel sind dann beachtlich, wenn sie geeignet sind, dem Beweis von
Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gemacht
wurden, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Partei unbewiesen ge-
blieben sind, respektive, wenn sie bei Vorliegen im ordentlichen Verfahren
vermutlich zu einem anderen Entscheid geführt hätten.
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Das ausserordentliche Rechtsmittelverfahren darf nicht dazu dienen, in ei-
nem früheren Verfahren begangene vermeidbare Unterlassungen nachzu-
holen. Es darf nach einer unsorgfältigen Prozessführung insbesondere
nicht zu einer «Verlängerung» der ordentlichen Beschwerdefrist führen.
Dies folgt aus dem Grundsatz der Rechtssicherheit und in Rücksicht auf
einen ungestörten Gang der Verwaltung und Justiz. Neue Beweismittel bil-
den somit nur dann einen Revisionsgrund, wenn die gesuchstellende Per-
son sie auch bei zumutbarer Sorgfalt im erstinstanzlichen Verfahren oder
im ordentlichen Rechtsmittelverfahren nicht kennen oder beibringen
konnte, oder sie aus entschuldbaren Gründen nicht vorgebracht hat.
5.4 Ebenfalls im Rahmen einer Wiedererwägung geprüft werden Beweis-
mittel, die erst nach einem materiellen Beschwerdeentscheid des Bundes-
verwaltungsgerichts entstanden sind und daher keiner revisionsrechtlichen
Prüfung zugänglich sind (vgl. BVGE 2013/22, insb. E. 12.3).
5.5 Das SEM hat die Eingabe des Beschwerdeführers zutreffend als Wie-
dererwägungsgesuch an Hand genommen und geprüft, nachdem die vor-
instanzliche Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwachsen war und
(bereits bestandene und nachträglich entstandene) Beweismittel einge-
reicht werden, welche die zuvor geltend gemachte somalische Staatsan-
gehörigkeit untermauern sollen.
6.
6.1 Eine Prüfung der Akten ergibt, dass die vorinstanzlichen Erwägungen
zu bestätigen sind; zur Vermeidung von Wiederholungen ist somit vorab
auf diese zu verweisen (vgl. act. B10/9 Ziff. IV und vorne E. 4).
6.2 Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung
aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an, wenn es das Asylgesuch ab-
lehnt oder darauf nicht eintritt. Der Beschwerdeführer verfügt weder über
eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch
auf Erteilung einer solchen (BVGE 2009/50 E. 9).
Aus der in Rede stehenden Vorschrift ergibt sich, dass der Grundsatz der
Einheit der Familie beim Wegweisungsentscheid zu berücksichtigen ist.
Hierzu ist auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zu verweisen,
wonach sich nicht auf diesen Grundsatz berufen kann, wer – wie der Be-
schwerdeführer – eine familiäre Beziehung mit der Partnerin erst begonnen
hat, nachdem diese eine vorläufige Aufnahme erhalten hat. In solchen Fäl-
len müsste sich ein allfälliger Einbezug in die vorläufige Aufnahme nach
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den Regeln des Familiennachzugs richten (Art. 85 Abs. 7 AIG). Die Part-
nerin des Beschwerdeführers wurde mit Verfügung vom 28. Februar 2017
vorläufig aufgenommen (N [...]). Am 15. August 2017 hat sich der Be-
schwerdeführer eigenen Angaben gemäss mit seiner Partnerin religiös ver-
heiratet.
Die angeordnete Wegweisung ist mithin nicht zu beanstanden.
6.3
6.3.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder
nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den
gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG;
Art. 83 Abs. 1 AIG).
Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss
Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei
der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen,
wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft
zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).
6.3.2 Zwar stellt die Behörde den Sachverhalt von Amtes wegen fest. Die
Asylbehörden haben mithin den Sachverhalt in Bezug auf das Vorliegen
allfälliger Wegweisungsvollzugshindernisse zu erstellen. Aber dieser Un-
tersuchungsgrundsatz findet seine Grenze an der Mitwirkungspflicht der
Asylsuchenden (Art. 8 AsylG und Art. 13 VwVG). Dazu gehört, die Identität
offenzulegen und vorhandene Identitätspapiere abzugeben, an der Fest-
stellung des Sachverhaltes mitzuwirken und in der Anhörung die Asyl-
gründe darzulegen, allfällige Beweismittel vollständig zu bezeichnen und
unverzüglich einzureichen sowie bei der Erhebung der biometrischen Da-
ten mitzuwirken (vgl. BVGE 2011/28 E. 3.4).
6.3.3 Die Frage der Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Weg-
weisungsvollzuges bildete Gegenstand der Auseinandersetzung in der vor-
instanzlichen Verfügung vom 18. August 2017, welche unangefochten in
Rechtskraft erwachsen ist. Es wurde seitens der Vorinstanz festgestellt,
dass der Beschwerdeführer im ordentlichen Verfahren seine Mitwirkungs-
pflicht verletzt habe, indem er zum angeblichen Herkunftsort keine sub-
stanziierten und teilweise tatsachenwidrige Angaben gemacht hat. Auf-
grund der unglaubhaften Aussagen zur Herkunft verzichtete das SEM auf
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Seite 12
die Prüfung von Wegweisungsvollzugshindernissen, weil eine solche ver-
unmöglicht wurde. Zu den Ausführungen im Einzelnen wird auf die vorin-
stanzlichen Erwägungen verwiesen (vgl. act. A19/7).
6.4 Zutreffend hat die Vorinstanz im vorliegenden Wiederwägungsverfah-
ren sodann in Bezug auf die Prüfung allfällig bestehender Wegweisungs-
vollzugshindernisse festgestellt, dass es dem Beschwerdeführer auch im
ausserordentlichen Verfahren nicht gelungen ist, seine Herkunft glaubhaft
zu machen und weiterhin davon auszugehen ist, dass er nicht nur diese,
sondern auch das in seiner tatsächlichen Herkunftsregion bestehende Be-
ziehungsnetz verheimlicht. Diesbezüglich ist auf die zutreffenden Erwä-
gungen im vorinstanzlichen Entscheid zu verweisen, welche sich einläss-
lich damit auseinandersetzen, warum die eingereichten Beweismittel nicht
geeignet sind, zu einer anderen Einschätzung zu führen (vgl. B10/9 Ziff. IV
S. 4 f., s. auch vorstehend E. 4). In diesem Zusammenhang ist insbeson-
dere darauf hinzuweisen, dass den vom Beschwerdeführer eingereichten
Dokumenten der somalischen Botschaft in der Schweiz kaum Beweiswert
zukommt, weil die somalischen Behörden seit dem Beginn des Bürgerkrie-
ges im Jahre 1991 nicht imstande sind, offizielle Dokumente auszustellen,
da einerseits die öffentlichen Verwaltungsstrukturen in Somalia nicht mehr
funktionieren, und andererseits Archive und Regierungsämter geplündert
oder zerstört wurden. Legale Papiere wurden in Somalia «privatisiert» und
zu einer käuflichen Ware; sie sind auch bei offiziellen Vertretungen erhält-
lich (vgl. Schweizerische Flüchtlingshilfe [SFH], 9. September 2015, Soma-
lia: ID-Dokumente). Es ist nicht Sache der Asylbehörden, bei fehlenden,
womöglich gezielt vorenthaltenen Hinweisen, nach allfälligen Wegwei-
sungsvollzugshindernissen in hypothetischen Herkunftsländern zu for-
schen. Vermutungsweise ist deshalb vorliegend weiterhin davon auszuge-
hen, einer Wegweisung des Beschwerdeführers stünden keine Vollzugs-
hindernisse im gesetzlichen Sinne entgegen, nachdem der Beschwerde-
führer keine Gründe für eine Wiedererwägung der rechtskräftigen Verfü-
gung vom 18. August 2017 dargetan hat.
6.5 Soweit der Beschwerdeführer sich im Verhältnis zu seiner Partnerin
und dem geborenen Kind, dessen Vaterschaft er anerkennen will, auf die
Anwendbarkeit von Art. 8 EMRK (Schutz des Familienlebens) beruft, hält
das SEM zutreffend fest, dass er aus Art. 8 EMRK keinen Anspruch auf
Verbleib und Bewilligung seines Aufenthalts ableiten kann. Einerseits ist
von Relevanz, dass der Beschwerdeführer durch das Verschweigen seiner
Herkunft von vornherein die Prüfung unmöglich macht, ob ein Familienle-
ben auch an einem anderen Ort, namentlich in seinem Heimatstaat, gelebt
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werden kann. Zum anderen wurde seine Partnerin im Jahre 2017 in der
Schweiz vorläufig aufgenommen. Es mangelt mithin am notwendigen ge-
festigten Aufenthaltsrecht, welches eine positive Verpflichtung der Schweiz
zur Bewilligungserteilung begründen könnte, zumal im Falle der Partnerin
auch nicht davon auszugehen ist, dass ihre Anwesenheit (als seit drei Jah-
ren vorläufig Aufgenommene) in der Schweiz faktisch als Realität hinge-
nommen wird, beziehungsweise aus objektiven Gründen hingenommen
werden muss (vgl. BVGE 2017 VII/4 E. 6.2, mit Hinweisen auf die Urteile
des Bundesgerichts [BGer] 2C_360/2016 vom 31. Januar 2017 E. 5.2 ff.
und 2C_639/2012 E. 4.4 ff. m.H.).
6.6 Lediglich ergänzend ist zu bemerken, dass es bei der Beurteilung eines
Anspruchs aus Art. 8 EMRK wesentlich ist, ob der Betreffende bei der Be-
gründung des Familienlebens wissen musste, dass sein Aufenthaltsstatus
nicht gesichert ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 4.4 unter Hinweis auf den Ent-
scheid des EGMR Nunez gegen Norwegen, Nr. 55597/09, vom 28. Juni
2011, §§ 68 und 70, sowie Rodrigues Da Silva und Hoogkamer gegen die
Niederlande, Nr. 50435/99, vom 31. Januar 2006, § 39). Gemäss Recht-
sprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR)
ist unter anderem der Zeitpunkt massgeblich, in welchem die unter Art. 8
EMRK fallende Beziehung begründet wurde. Wurde das Familienleben zu
einem Zeitpunkt aufgenommen, in welchem der Aufenthaltsstatus einer der
beteiligten Personen prekär war, ist eine Verletzung von Art. 8 EMRK durch
eine ausländerrechtliche Wegweisungsmassnahme nur in Ausnahmefällen
anzunehmen (vgl. EGMR Urteil Jeunesse gegen die Niederlande,
Nr.12738/10, § 108 ff., mit zahlreichen Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Der Beschwerdeführer begründete die neue Familien-Verbindung im Wis-
sen, dass er als (abgewiesener) Asylsuchender über kein dauerhaftes Auf-
enthaltsrecht verfügte und sein Verbleib in der Schweiz unsicher war.
Im Ergebnis ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer sich in Bezug auf
die geltend gemachte Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs nicht auf
Art. 8 EMRK berufen kann. Es steht ihm jedoch frei, mit seiner Partnerin
gegebenenfalls ein Gesuch an die kantonalen Migrationsbehörden zu rich-
ten und die ausländerrechtliche Regelung des Aufenthalts zu beantragen.
6.7 Es obliegt dem Beschwerdeführer sodann, sich die für eine Rückkehr
allenfalls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG;
BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-
lich zu bezeichnen ist. Damit fällt die Anordnung einer vorläufigen Auf-
nahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).
http://links.weblaw.ch/2C_360/2016 http://links.weblaw.ch/2C_639/2012
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6.8 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung weiter-
hin als zumutbar, zulässig und möglich. Eine Anordnung der vorläufigen
Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).
7.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung
Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig
und vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist nach
dem Gesagten abzuweisen.
8.
Mit dem vorliegenden Urteil ist das Beschwerdeverfahren abgeschlossen.
Der im Sinne einer superprovisorischen Massnahme angeordnete Voll-
zugsstopp wird aufgehoben. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden
Wirkung der Beschwerde wird mit dem vorliegenden Entscheid gegen-
standslos.
9.
9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1'500.–
festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die
Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]).
9.2 Das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ist unbese-
hen der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers abzuweisen, da
die Begehren gemäss den vorstehenden Erwägungen als aussichtslos zu
bezeichnen waren und es daher an einer gesetzlichen Voraussetzung zu
dessen Gewährung fehlt.
(Dispositiv nächste Seite)
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