Decision ID: f7518d7b-6d0f-455b-bf5e-4fd4f0a481cb
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1965 geborene
X._
war zuletzt als Hilfsarbeiter bei der
Y._
AG tätig. Am
5.
Dezember 2013 erlitt er einen Herzinfarkt. Mit Datum vom 1
6.
Mai 2014 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf die am
6.
Dezember 2013 erfolgte Herzoperation, Brustschmerzen, schnelle Ermüdbarkeit, Todesangst, Schlafstörungen, Alpträume sowie Reizbarkeit bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leistungs
bezug
an (
Urk.
7/17). Die IV-Stelle lud den Vers
icherten zu einem persönli
chen Beratungsg
espräch ein (vgl. Gesprächs
protokoll,
Urk.
7/21),
woraufhin sie dem Versicherten am 11. September 2014 mitteilte, aufgrund seines Gesundheitszustandes seien zurzeit keine beruflichen Massnahmen möglich (Urk. 7/41). Ferner zog die IV-Stelle
einen aktuellen Auszug aus dem Indivi
duellen Konto (IK-Auszug vom 1
5.
Mai 2014
,
Urk.
7/15
) sowie die Akten der Krankentaggeldversicherung (
Urk.
7/22/1-9,
Urk.
7/40/1-9) bei und tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen. Insbesondere veranlasste sie das psychiatrische Gutachten von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
, vom 5.
November 2015 (
Urk.
7/66/1-17). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/68,
Urk.
7/76) wies sie das Rentenbegehren des Ver
sicherten mit Verfügung vom 18.
Juli 2016 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
9.
September
2016 Beschwerde und beantragte, es
sei
ihm in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 1
8
. Juli 2016
ab Dezember 2014 eine Rente zuzusprechen
. Eventualiter sei die Sache
zur Durchführung einer ergänzenden polydisziplinären medizinischen Abklärung
an die Vorinstanz zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
2
1.
Oktober
2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6
)
, was dem Beschwerdeführer am 2
8.
Oktober
2016 zur
Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
(Art. 8 Abs. 1 des Allgemeinen Teils des Sozial
versicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krank
heit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invali
denversicherung, IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Lei
den
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Auf
bietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeits
fähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung im Wesentli
chen, gemäss den medizinischen Abklärungen
sei kein IV-relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen (
Urk.
2 S. 1 f.
).
2.2
Dagegen brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor,
die
beweisrechtli
chen
Anforderungen an
das Gutachten von
Dr.
Z._
seien
nicht erfüllt (
Urk.
1 S. 5 ff.)
. Da
vorliegend
die Voraussetzungen an das Wartejahr erfüllt seien, habe er (der Beschwerdeführer)
gestützt auf seine erheblichen psychiatrischen Beschwerden
ab Januar 2015 Anspruch auf eine ganze Rente.
Sodann bestehe nach einer
Verbesserung im Frühjahr 2015
mit einer Verzögerung von drei
Monaten
weiterhin
ein Anspruch auf eine halbe Rente
(
Urk.
1 S. 8)
.
Gegebenenfalls
sei ein Gerichtsgutachten einzuholen
(
Urk.
1 S. 9)
.
3.
Unbestritten und aufgrund der medizinischen Aktenlage erstellt ist, dass die
beim Beschwerdeführer diagnostizierte
koronare Herzerkrankung
mit STEMI
postero
-lateral am
5.
Dezember 2013
erfolgreich behandelt werden konnte
und
die seither
subjektiv
beklagten
linksthorakoralen
Schmerzen nicht objektiviert werden konnten
(vgl.
Urk.
1 S. 4
;
Austrittsbericht des Spitals
A._
vom 1
1.
Dezember 2013
Urk.
7/22/3; kardiologischer
Konsiliarbe
richt vom
2.
Februar 2014,
Urk.
7/40/
3-
4)
, mithin, dass im Zeitpunkt des Verfügungserlasses psychiatrische Leiden im Vordergrund standen
.
Strittig und zu
prüfen
ist damit
, ob
der Beschwerdeführer
aufgrund
seiner
psychiat
rische
n
Leiden
Anspruch auf eine Rente hat
.
4.
4.1
Die medizinische Aktenlage betreffend den Zeitraum vor der Begutachtung wurde im
psychiatrischen
Gutachten
von
Dr.
Z._
vom 5
.
November 2015
zitiert (Urk.
7/66/2-5
). Auf die betreffenden Ausführungen wird ver
wiesen.
In seinem Gutachten vom
5.
November 2015 stellte
Dr.
Z._
keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit notierte er folgende Diagnosen (
Urk.
7/66/13):
-
Angst und depressive Störung, gemischt (ICD-10 F41.2)
-
Status nach Anpassungsstörungen (ICD-10 F43.2)
Ausserdem hielt
Dr.
Z._
folgende Z-Diagnosen fest (
Urk.
7/66/13)
-
Untersuchung aus administrativen Gründen, hier zu
Versicherungszwe
cken
(ICD-10 Z02.6)
-
Probl
eme in Verbindung mit Berufstäti
gkeit/Arbeitslosigkei
t (ICD-10 Z56)
-
Probleme in Verbindung mit Wohnbedingungen und ökonomischen Verhältnissen (ICD-10 Z59)
-
Anpassungsprobleme bei Veränderungen der
Lebensumstände (ICD-10 Z60.0)
-
Probleme in der Beziehung zum Ehepartner (ICD-10 Z63.0)
Anlässlich der klinischen Untersuchung hätten sich keinerlei Störungen der Aufmerksamkeit oder der Konzentrationsfähigkeit gezeigt. Der Beschwerde
führer habe den Gesprächsthemen auch bei (extra) forcierten
Themenwech
seln
folgen können.
Sein Antrieb sei nach
eigenen
Angaben
leicht einge
schränkt. Gestik und Mimi
k
seien unauffällig
. Die Gestimmtheit reiche von adäquat über niedergedrückt bis hin zu gereizt. Die affektive Resonanz des Beschwerdeführers sei leicht verflacht (
Urk.
7/66/9 f.).
Im Dezember
2013
habe
er
einen
Herzinfarkt
erlitten
,
woraufhin
d
er
Beschwerdeführer
sehr wahrscheinlich
eine
Anpassungsstörung
er
litten habe
.
Anlässlich der
gut
achterlichen Untersuchung
habe
er
insgesamt
noch ein
leicht depressiv wir
kendes Zustandsbild
gezeigt
. Zur
Beurteilung der
en
Schwere
sei
en
insbeson
dere der soziale Kontakt und das Aktivitätsniveau (der
Beschwerdeführer fahre Auto, ha
lt
e
sich die meiste Zeit unter Leuten auf, ar
beite zu 30 Prozent in einer Imbissgaststätte etc.)
zu berücksichtigen
.
Ausserdem
wirke sich eine depressive Störung
auf das Denken, das Verhalten
sowie
den An
trieb aus. Beim Beschwerdeführer
hätten sich
indes
keine schwerwiegenden Beei
n
trächtigungen des Denkens,
des Verhaltens oder des Antriebs feststellen
las
sen.
Demgegenüber
habe
sich eine raschere Ermüdbarkeit erkennen
lassen
(nachmittägliches Schlafen). Die vom
Beschwerdeführer
geschilderte Angst vor einem erneuten Herzinfarkt
sei nachvollziehbar und im Ü
br
igen auch durchaus realistisch. So rauche
dieser
entgegen
ärztlichen Rates
noch immer
mindes
tens 20 Zigaretten am Tag
, was ein
en erheblichen
Risikofaktor für einen
erneuten Infarkt
darstelle
.
Weiter
habe der Beschwerdeführer
von Gereiztheit und Ungeduld im familiären Kontext
berichtet. Ähnliches Ver
halten sei denn auch
im Rahmen der gutachterlichen Untersuchung
leichte
ren
Ausmass
es
manifest geworden
.
Sodann
hätten sich anlässlich der
t
est
psycholo
gischen
Untersuchungen Hinweise auf Selbstlimitierung ergeben
(
Urk.
7/66/14 ff.)
.
Zusammenf
assend leide der Beschwerdeführer
an einem lei
chten depressiven Syndrom, welches gekoppelt sei an die
Angst davor, einen
neuen Herzinfarkt zu erleiden. Unter Mitberücksichtigung der nach Angaben des Beschwerde
führers
zeitweise auftretende
n
vegetative
n
Übererreg
ung (Zittern, Schwitzen)
erfülle
er
damit
alle diagnostischen Leitlinien einer Angst und depressiven Störung, gemischt, gemäss ICD-1
0.
Weitere psychische Störungen könn
t
en ni
cht festgestellt werden. Dies ge
lt
e
insbesondere für eine posttraumatische Belastungsstörung, die von der behandelnden Ps
ychiaterin
als Verdacht
for
muliert wo
rde
n sei
. Hierzu fehl
t
en insbesondere die sogenannten
Kardinals
symptome
der sich aufdrängenden Erinnerungen, Flashbacks oder Tag- beziehungsweise Albträume
. Fraglich
sei
ohnehin, ob ein
Herzinfa
rkt
als traumatisches Ereignis im
Sinne des ICD-10 qualifiziere. Z
u bedenken
sei jedenfalls, dass der Beschwerdeführer
das Krankenhaus
nach dem Herzinfarkt
allein zu Fuss habe
aufsuchen können
(
Urk.
7/66/14 ff.)
.
Dr.
Z._
kam zum Schluss, aus re
in psychiatrischer Sicht ergebe sich keine dauerhafte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh
rers (
Urk.
7/66/16).
5.
5.1
Das
psychiatrische
Gutachten
vom
5.
November 2015
erging in Kenntnis und
– entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
1 S. 6) -
in
hin
reichender
Auseinandersetzung mit den
Vorakten
(vgl.
Urk.
7/66/14 f.)
und den geklagten Beschwerden sowie gestützt auf die Untersuchung vom
2. November 2015
.
Es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation und Zusammenhänge ein und ist hinsichtlich der im Einklang mit den erho
benen Befunden gestellten Diagnosen schlüssig.
5
.2
Demgegenüber
lässt der
Bericht der behandelnden Psychiaterin
Dr.
med.
B._
, Fachärztin FMH für Kinder- und Jugendpsychiatrie,
vom 2
1.
März 2015
(
Urk.
7/56)
in Anbetracht der erhobenen Befunde ein
e
nach
vollziehbare
Begründung für die darin postulierte Diagnose einer schweren depressiven Episode vermissen.
Vielmehr
scheint sich
Dr.
B._
hierfür vor
nehmlich auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers gestützt zu haben. D
ie
sowohl von
Dr.
B._
als auch
seitens der Ärzteschaft
der Klinik
C._
während des Aufenthaltes (22. Oktober bis 11. November 2014)
notierte
schwere depressive Episode erweist sich
denn auch
im Lichte der
(lediglich)
monatlichen
ambulanten
Behandlungskadenz sowie der
gleichzeitig
postu
lierten
Arbeitsfähigkeit
von 50
%
seit Austritt aus der Klinik
C._
, jedenfalls
seit Januar 2015
(vgl. Bericht der Klinik
C._
vom 7. Januar 2015, Urk. 7/59)
und
der seit März 2015
bestehenden
30%igen
Arbeitstätigkeit des
Beschwer
deführers
im Familienbetrieb einer Imbissbude
(vgl.
Urk.
7/56/3) als
nicht hinreichend plausibel.
Schliesslich hat das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass
behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfä
llen eher zu Gunsten ihrer Pati
entinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc)
5.3.
Entgegen dem Beschwerdeführer
(vgl.
Urk.
1 S.
5)
kann
von der Dauer der Untersuchung
resp. Lä
nge
des Untersuchungsberichts
nicht auf die Zuverläs
sigkeit der ärztlichen Stellungnahme geschlossen werden (Urteil des Eidge
nössischen Versicherungsgerichtes vom 20. Januar 2006 in Sachen F.,
I
748/05
, Erwägung 2.2.4). Insofern ist
unerheblich, dass
die Untersuchung
„
lediglich
“
80
Minuten
gedauert hat
resp.
das Gutachten 17 Seiten
umfasst
.
5
.
4
Anhaltspunkte dafür, dass sich der Beschwerdeführer sprachlich nicht gut
hätte
ausdrücken können – so wi
e beschwerdeweise vorgebracht
(
Urk.
1 S. 6)
–
sind dem Gutachten nicht zu entnehmen. Im Gegenteil
wurde
ausdrücklich festgehalten: „Dem Gesagten/Übersetz
ten
nach, kann sich der Explorand mündlich ausreichend ausdrücken, um über seine Gedanken und innere Erfahrungswelt Auskunft zu geben. Das Sprechen ist ungestört“ (
Urk.
7/66/9).
5.5
Nach dem Gesagten ist gestützt
auf das beweiskräftige psychiatrische Gutach
ten von
Dr.
Z._
davon auszugehen, dass
der Beschwerdeführer im Nachgang des Herzinfarktes
Ende 2013
zunächst eine Anpassungs
störung erlitt und
hernach
ein leichtes depressives Syndrom
fortbestand
, gekoppelt mit der Angst, einen neuen Herzinfarkt zu erleiden.
Damit ist auch gesagt, dass
kein weiterer Abklärungsbedarf
besteht
(antizi
pierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
Mit
seinen
übrigen Vorbringen ist der Beschwerdeführer mangels Relevanz nicht zu hören.
5.6
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie nach konsequent und in kooperativer Weise optimal und nachhaltig durchgeführ
ter Therapie sowie nach Ausschöpfung aller aus fachärztlicher Sicht indi
zierten zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten erwiesenermassen therapieresistent sind (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3 mit Hinweis; BGE 140 V 193 E. 3.3; BGE 137 V 64 E. 5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E. 4.1). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depres
sionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind - gesetzlich verlangten Konstellation ist den normativen Anforderungen des Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (BGE 141
V
281 E. 3.7.1 bis 3.7.3). Dabei gilt insbesondere eine leichte depressive Episode grundsätzlich
nicht als geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 9C_337/2015 vom 7. April 2016
E.
4.4.1 mit weiteren Hinweisen).
Letzteres muss umso mehr gelten bei der vor
liegenden
Angst und depressiven Störung, gemischt (ICD-10: F41.2), bei wel
cher Angst und Depression zwar in leichter oder mittlerer Ausprägung vor
liegen, nicht aber die Bedingungen für eine Angststörung oder eine depres
sive Episode erfüllen (vgl.
Klinisch-
diagnostische
Leitlinien der Internationa
len Klassifikation psychischer Gesundheitsstörungen der Weltgesundheitsor
ganisation, ICD-10 Kapitel V (F),
Dilling
/
Mom
-
bour
/Schmidt (Herausgeber),
9. Auflage, Bern 2014, S.
199 f.).
Damit im Einklang kam
Dr.
D._
zum überzeugenden Schluss, der Beschwerdeführer sei aus psychiatrischer Sicht in seiner
Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Sodann
qualifiziert auch
eine
Anpassungsstörung
mangels Dauerhaf
tigkeit nicht als invalidisierendes Leiden.
Die
sog.
Z-Diagnosen
sind
schliesslich
u.a. zur Klassifizierung von Umständen
vorge
-
sehen, die den Gesundheitszustand einer P
erson b
eeinflus
se
n
, an sich aber keine Krankheit oder Schädigung im IV-rechtlichen S
i
nne darstellen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_894/2015 vom 25. April 2016 E. 5.1 mit Hinweis).
Vor diesem Hintergrund ergibt sich auch retrospektive für die Zeit vor dem Gutachten kein invalidisierende
r
Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit.
5.7
Zusammenfassend ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass es dem Be
schwerdeführer bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht zuzumuten ist, einer rentenausschliessenden Erwerbstätigkeit nachzugehen.
Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsge
mäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).