Decision ID: 193b131d-8cc4-5291-bf1b-d5ab5eaaad0b
Year: 2018
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. K.Y. (geb. 1961) zog zusammen mit seinem Sohn S.Y. (geb. 2000) im Mai 2014 von
Q. nach X. Seit dem Zuzug leistet die Politische Gemeinde X. finanzielle Sozialhilfe.
K.Y. und S.Y. bezogen zunächst eine Wohnung an der A.-gasse 0, deren Mietzins
CHF 1'830 betrug. Den Mietzins finanzierte K.Y. teilweise mit Unterstützung seiner
Brüder. Die Sozialen Dienste X. (nachfolgend: Soziale Dienste) orientierten ihn in der
Folge über die Mietzins-Richtlinien der politischen Gemeinde X., welche für einen
Zweipersonen-Haushalt einen maximalen Mietzins von CHF 1'000 vorsehen.
Zusammen mit seinem Sohn bezog K.Y. per 1. Oktober 2014 eine Vierzimmer-
Wohnung an der B.-strasse 01 zu einem monatlichen Mietzins von CHF 1'394 (inkl.
Nebenkosten).
B. Mit der Begründung, K.Y. habe im Wissen um die unterstützungsrechtliche
Mietzinsobergrenze von CHF 1'000 erneut eine zu teure Wohnung gemietet und er
könne die Wohnkosten nicht aufbringen, ohne den Betrag für den Grundbedarf
massgeblich anzutasten, eröffneten ihm die Sozialen Dienste am 3. Oktober 2014
folgende Verfügung:
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1. K.Y. wird gemäss den Mietzins-Richtwerten der Stadt X. ein Betrag von CHF 1'000
für die Miete des Zweipersonenhaushaltes ausbezahlt.
2. K.Y. hat uns folgende Unterlagen bis 20. Oktober 2014 einzureichen:
- Bestätigungen der Brüder, wann und mit welchen Beträgen er von seinen Brüdern bei
der Mietzinszahlung unterstützt wurde;
- Mietzinsquittungen Mai, Juni und September 2014 über die gesamte Miete von
CHF 1'830;
- Kündigungsbestätigung und Kopie Kündigungsschreiben (Wohnung A.-gasse 0);
- Neuer Mietvertrag (Wohnung B.-strasse).
Sollte K.Y. dieser Auflage nicht fristgerecht nachkommen, wird sein Grundbedarf um
15% gekürzt und die Mietzinszahlung wird eingestellt bis uns die Unterlagen
vollständig vorliegen.
3. K.Y. wird verpflichtet, monatlich per 10. eines jeden Monats, erstmals per
10. Oktober 2014, die Mietzinsquittung über die jeweils aktuelle Miete vorzulegen bzw.
uns zukommen zu lassen. Sollte K.Y. dieser Auflage nicht fristgerecht nachkommen,
wird sein Grundbedarf für den darauffolgenden Monat um 15% gekürzt und es wird
ihm kein Betrag für die nächste Miete ausbezahlt.
4. K.Y. wird verpflichtet, sich bis spätestens 31. März 2015 eine den Mietzins-
Richtwerten der Stadt X. entsprechende neue Wohnung zu einem Mietzins von max.
Fr. 1'000.-- (inkl. Nebenkosten) zu suchen.
5. Für diese Verfügung werden keine Kosten erhoben.
C. Den von K.Y. gegen diese Verfügung erhobenen Rekurs hiess das Departement des
Innern mit Entscheid vom 5. Juni 2015 teilweise gut (Dispositiv Ziff. 1). Es stellte fest,
dass eine Kürzung, die insgesamt über 15 Prozent des hälftigen Anteils des
Rekurrenten am Grundbedarf liege sowie die Einstellung der Mietzinszahlung bis zur
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vollständigen Einreichung der verlangten Unterlagen unzulässig seien. Im Übrigen –
insbesondere in Bezug auf die Höhe der Mietzinsvergütung und die Verpflichtung zum
Umzug – wies das Departement des Innern den Rekurs ab. Die Frist für den erneuten
Umzug verlängerte es bis zum 30. September 2015.
D. (Verfahren B 2015/110)
Hiergegen erhob zunächst die Politische Gemeinde X. (Beschwerdeführerin 1)
Beschwerde beim Verwaltungsgericht (Eingabe vom 18. Juni 2015; Verfahren
B 2015/110). Sie beantragte, Ziff. 1 Bst. a des Rekursentscheides sei aufzuheben und
die Verfügung der Sozialen Dienste in Ziffer 2 (betreffend Kürzung und Einstellung) und
Ziffer 3 (betreffend Kürzung) zu bestätigen (act. 110/1). Auf Nachfrage des
Verwaltungsgerichtspräsidenten erläuterte die Beschwerdeführerin 1 ihr
Rechtsbegehren: Sie gehe mit der Vorinstanz einig, dass die angedrohte Kürzung des
Grundbedarfs um 15 Prozent nur den hälftigen Anteil von K.Y. betreffen dürfe. Der
Rekursentscheid sei diesbezüglich jedoch missverständlich und bedürfe der Klärung.
Vor dem Hintergrund, dass sich K.Y. noch immer weigere, die in Ziffer 2 der Verfügung
verlangten Unterlagen einzureichen, gehe es ihr vor allem um gerichtliche Beurteilung
der Frage, ob in solchen Fällen (nebst der von der Vorinstanz als rechtmässig
beurteilten Kürzung) auch die Einstellung der Mietzinszahlung (im Sinne einer
temporären Zurückbehaltung) zulässig sei (act. 110/3).
Das Departement des Innern (Vorinstanz) beantragte mit Vernehmlassung vom
4. August 2015 Abweisung der Beschwerde (act. 110/10). Auch K.Y.
(Beschwerdegegner 1) reichte eine Stellungnahme ein; dieser lässt sich jedoch kein
Antrag entnehmen (act. 110/13, 16 und 19). Die Beschwerdeführerin 1 reichte am
15. September 2015 eine weitere Stellungnahme ein; sie hielt an ihren Anträgen fest.
E. (Verfahren B 2015/120)
Auch K.Y. (Beschwerdeführer 2) erhob gegen den Rekursentscheid des Departements
des Innern Beschwerde beim Verwaltungsgericht (Eingabe vom 26. Juni 2015;
Verfahren B 2015/120). Er beantragte sinngemäss, die Anordnung eines erneuten
Wohnungswechsels sei aufzuheben bzw. bis zum Abschluss seines derzeit laufenden
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Arbeitsintegrationstrainings auszusetzen (act. 120/1). Die Vorinstanz beantragte am
4. August 2015 Abweisung der Beschwerde (act. 120/6). Die Sozialen Dienste
beantragten für die Politische Gemeinde X. (Beschwerdegegnerin 2) ebenfalls, die
Beschwerde sei abzuweisen (act. 120/11). Der Beschwerdeführer 2 nahm am
28. September 2015 zu den beiden Vernehmlassungen Stellung.
F. Mit Eingaben vom 17. März 2016 brachte die Beschwerdeführerin 1 dem
Verwaltungsgericht zur Kenntnis, dass der Beschwerdeführer 2 mit Entscheid der
Einzelrichterin des Kreisgerichts X. vom 30. November 2015 per 21. Dezember 2015
aus seiner Wohnung ausgewiesen worden sei. Seit 11. März 2016 bewohne er eine
Wohnung an der C.-strasse 02 (act. 110/20.1 bzw. 120/15.1). Seine Beschwerde gegen
die Aufforderung, sich eine den Mietzins-Richtlinien entsprechende Wohnung zu
suchen, sei damit "obsolet" geworden. Am 24. März 2016 reichte die
Beschwerdeführerin 1 den neuen Mietervertrag des Beschwerdeführers 2 ein
(act. 110/22 bzw. 120/17). Dieser liess sich zum Ganzen nicht mehr vernehmen.
Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten, den angefochtenen Entscheid und die
Akten ist – soweit erforderlich – in den nachstehenden Erwägungen einzugehen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
1.1. Beschwerden, die sich auf denselben Streitgegenstand beziehen und die
nämlichen Tatbestands- und Rechtsfragen aufwerfen, können verfahrensrechtlich
vereinigt und in einem einzigen Entscheid erledigt werden (GVP 1972 Nr. 30). Die
Verfahren B 2015/110 und B 2015/120 richten sich beide gegen denselben
Rekursentscheid des Departements des Innern vom 5. Juni 2015 und betreffen die
nämlichen Verfahrensparteien. Die sich in den Verfahren stellenden Fragen hängen
aktenmässig und inhaltlich eng zusammen. Vor diesem Hintergrund erscheint eine
Vereinigung der beiden Verfahren und Erledigung der Beschwerden in einem Entscheid
sachgerecht.
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1.2. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist hinsichtlich beider
Beschwerden gegeben (Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP).
1.3. Hinsichtlich der Sachurteilsvoraussetzungen im Verfahren B 2015/110 ist
folgendes zu bemerken: Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 VRP räumt der
zuständigen Behörde einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft oder einer selbständigen
öffentlich-rechtlichen Anstalt das Recht zur Beschwerde ein, wenn diese im
umstrittenen Bereich öffentliche Interessen zu wahren hat. Praxisgemäss setzt die
Legitimation eines Gemeinwesens voraus, dass dieses den streitigen Entscheid durch
Setzen eines Rechtsaktes im eigenen Aufgabenbereich erlassen und damit bestimmte
öffentliche Interessen vertreten hat (GVP 1992 Nr. 43). Das ist nur der Fall, wenn es im
Bereich einer ihm obliegenden Aufgabe tätig wurde und dabei lokale Interessen
wahrgenommen hat. Unerheblich ist, ob es sich dabei um autonome Belange oder
übertragene Befugnisse handelt. Der Aufgabenkreis der öffentlich-rechtlichen
Körperschaften oder Anstalten ergibt sich aus der Zuständigkeitsordnung des
kantonalen Rechts. Massgebend ist letztlich, ob der betreffenden Körperschaft oder
Anstalt eigene Verfügungskompetenz zukommt (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 453 f.). In diesem
Sinn ist die Beschwerdebefugnis der politischen Gemeinden namentlich in
Sozialhilfestreitigkeiten gegeben, weil es sich dabei um eine den Gemeinden
übertragene Aufgabe handelt (vgl. Art. 3 Abs. 1 des Sozialhilfegesetzes, sGS 381.1,
SHG) und sich der Streitgegenstand aus der Verfügungskompetenz der
Beschwerdeführerin 1 ergibt. Die Beschwerdeeingabe vom 18. Juni 2015 entspricht
den gesetzlichen Anforderungen in zeitlicher, formaler und inhaltlicher Hinsicht (Art. 64
in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
1.4. Für das Verfahren B 2015/120 ist folgendes festzuhalten. Die Beschwerdebefugnis
setzt ein eigenes schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des
angefochtenen Entscheids voraus (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP).
Das Anfechtungsinteresse muss aktuell sein, was bedeutet, dass der Ausgang des
Verfahrens einen Einfluss auf die rechtliche oder tatsächliche Situation des
Beschwerdeführers haben muss (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 400; B. Waldmann, in:
bis
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Niggli/Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Bundesgerichtsgesetz,
2. Aufl. 2011, N 17 zu Art. 89 BGG). Vom Erfordernis des aktuellen schutzwürdigen
Interesses ist ausnahmsweise abzusehen, wenn sich die mit der Beschwerde
aufgeworfenen grundsätzlichen Fragen unter ähnlichen Umständen wieder stellen
können, ohne dass im Einzelfall rechtzeitig eine gerichtliche Prüfung möglich wäre, und
deren Beantwortung im öffentlichen Interesse liegt (VerwGE B 2014/138 vom
11. November 2014 E. 1, www.gerichte.sg.ch, mit Hinweis auf BGE 138 II 42 E. 1.3 und
137 I 23 E. 1.3.1). Ändert sich der Sachverhalt während des Rechtsmittelverfahrens,
stellt sich zunächst die Frage, ob das aktuelle Interesse bestehen bleibt oder ob es
dahingefallen ist; nur im letzteren Fall ist zu prüfen, ob deshalb auch das
Rechtsschutzinteresse weggefallen ist oder ob ausnahmsweise auf das Erfordernis des
aktuellen Interesses zu verzichten ist (zum Ganzen vgl. VerwGE B 2014/247 vom
30. Juni 2015 E. 1.2, www.gerichte.sg.ch; vgl. M. Bertschi, in: A. Griffel [Hrsg.],
Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014,
N 24 zu § 21 VRG).
In seiner Beschwerde vom 26. Juni 2015 macht der Beschwerdeführer 2 geltend, er
könne aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zum 30. September 2015 erneut die
Wohnung wechseln. Auf die entsprechende, durch den Rekursentscheid bestätigte
Auflage sei zu verzichten, solange er an einer von der SVA koordinierten
Eingliederungsmassnahme teilnehme (act. 1). Am 17. März 2016 teilte die
Beschwerdegegnerin 2 mit, dass der Beschwerdeführer 2 mit Entscheid der
Einzelrichterin des Kreisgerichts X. vom 30. November 2015 aus der im
Verfügungszeitpunkt bewohnten Wohnung an der B.-strasse 01 ausgewiesen worden
sei. Der Vollzug der Ausweisung wurde auf den 3. März 2016 festgelegt (vgl. act. 15.1
und 15.2). Am 24. März 2016 reichte die Beschwerdegegnerin 2 dem Gericht einen
neuen Mietvertrag für eine 4-Zimmer-Wohnung an der C.-strasse 02, X., ein. Sie wies
das Gericht darauf hin, dass deren Mietzins von CHF 1'200 erneut über ihren
Richtlinien liege (act. 17 f.).
Im angefochtenen Entscheid wurde der Beschwerdeführer 2 verpflichtet, sich bis
30. September 2015 eine den Mietzins-Richtwerten der Stadt X. entsprechende neue
Wohnung zu einem Mietzins von maximal CHF 1'000 (inkl. Nebenkosten) zu suchen.
Aus der Verfügung der Beschwerdegegnerin 2 vom 3. Oktober 2014 ergibt sich, dass
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sich die dem Beschwerdeführer 2 auferlegte Umzugsverpflichtung auf das
Mietverhältnis an der B.-strasse 01 bezog, wofür ein monatlicher Mietzins von
CHF 1'392 geschuldet war (vgl. act. 3.1 S. 2 ff.). Mit dem Umzug in eine andere
Wohnung ist diese Auflage teilweise erfüllt worden, zumal der aktuelle Mietzins
wesentlich tiefer ist derjenige, auf den sich die Verfügung bezog. Die
Beschwerdegegnerin 2 macht zwar geltend, auch die neue Wohnungsmiete liege über
ihren Richtlinien. Eine weitere Verpflichtung zum Umzug müsste sich indessen auf den
aktuellen Sachverhalt beziehen und wäre erneut zu verfügen. Dabei wäre zu
berücksichtigen, dass lediglich geringfügig überhöhte Wohnkosten nach der
Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts aus der Leistung für den Grundbedarf
bezahlt werden dürfen (VerwGE B 2015/134 vom 27. September 2016 E. 2.3.2.,
www.gerichte.sg.ch). Weil der Beschwerdeführer 2 der von ihm als rechtsfehlerhaft
gerügten Auflage (teilweise und unfreiwillig) nachgelebt und sich damit der Sachverhalt
entscheidend geändert hat, fehlt es ihm an einem aktuellen schutzwürdigen Interesse
an der Aufhebung der streitigen Verfügungsbestimmung. Diesen Standpunkt vertritt
auch die Beschwerdegegnerin 2 in ihrer Eingabe vom 17. März 2016 (act. 15.1).
Umstände, die dennoch für eine materielle Behandlung der Beschwerde sprechen
würden, sind nicht ersichtlich. Dies gilt umso mehr, als die sich im Zusammenhang mit
über den Richtlinien liegenden Wohnkosten stellenden Fragen in einem Entscheid des
Verwaltungsgerichts unlängst diskutiert worden sind (vgl. VerwGE B 2015/134, a.a.O.).
Auf die Beschwerde B 2015/120 ist demnach nicht einzutreten.
2.
2.1. Die Vorinstanz hiess den Rekurs des Beschwerdegegners 1 / Beschwerdeführers 2
teilweise gut. Sie stellte fest, dass eine Kürzung der finanziellen Sozialhilfe, die
insgesamt über 15 Prozent über dem hälftigen Anteil des Rekurrenten am Grundbedarf
liege sowie die Einstellung der Mietzinszahlung bis zur vollständigen Einreichung der
verlangten Unterlagen unzulässig seien. Vom Dispositiv der angefochtenen Verfügung
hob sie Ziff. 2 Abs. 2 betreffend Einstellung der Mietzinszahlung ("Sollte K.Y. dieser
Auflage nicht fristgerecht nachkommen, wird sein Grundbedarf um 15% gekürzt und
die Mietzinszahlung wird eingestellt bis uns die Unterlagen vollständig
vorliegen.") und Ziff. 3 Satz 2 ("Sollte K.Y. dieser Auflage nicht fristgerecht
nachkommen, wird sein Grundbedarf für den darauffolgenden Monat um 15%
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gekürzt und es wird ihm kein Betrag für die nächste Miete ausbezahlt") auf. Die
genannten Auflagen an sich, nämlich Unterlagen gemäss Ziff. 2 der streitigen
Verfügung einzureichen (Bestätigungen der Brüder, wann und mit welchen Beträgen er
bei der Mietzinszahlung unterstützt wurde; Mietzinsquittungen Mai, Juni und
September 2014 über die gesamte Miete von CHF 1'830; Kündigungsbestätigung und
Kopie Kündigungsschreiben bezüglich Wohnung A.-gasse 0; Mietvertrag für die
Wohnung an der B.-strasse) und gemäss Ziff. 3 bis zum 10. jeden Monats die Quittung
der Mietzinszahlung beizubringen, hat die Vorinstanz als zulässig beurteilt (E. 5 und 6
des angefochtenen Entscheids).
2.2. Nach Auffassung der Beschwerdeführerin 1 stimmt zunächst das Dispositiv des
angefochtenen Entscheids hinsichtlich der Kürzung des Grundbedarfs nicht mit dessen
Erwägungen überein, weil letztlich der ganze 2. Satz von Ziff. 3 aufgehoben worden sei.
2.2.1. In E. 6 des angefochtenen Entscheids setzte sich die Vorinstanz mit der
Verfügungsbestimmung auseinander, wonach der Beschwerdegegner 2 jeweils bis zum
zehnten Tag des Folgemonats die zweckmässige Verwendung des
Wohnkostenbeitrages nachzuweisen habe (durch Einreichen einer Quittungskopie). Sie
hielt fest, die Fristansetzung für die Einreichung von Unterlagen liege im
pflichtgemässen Interesse der Sozialhilfebehörden. Es sei trotz der geltend gemachten
Depression nicht ersichtlich, dass der Beschwerdegegner 2 dieser Verpflichtung nicht
nachkommen könnte. Die Verpflichtung sei rechtmässig; deren Verletzung könne
grundsätzlich zu einer Kürzung des Grundbedarfs (bzw. des hälftigen Anteils des
Beschwerdegegners 2) um 15 Prozent führen. Nicht rechtmässig sei es aber, die
Mietzinszahlung für den Folgemonat einzustellen.
2.2.2. Im Dispositiv hat die Vorinstanz uneingedenk dieser Erwägung auch den
Verfügungspassus betreffend Kürzung des Grundbedarfs aufgehoben. Konsequent
wäre gewesen, den 2. Satz von Ziff. 3 nur betreffend Einstellung der Mietzinszahlung
aufzuheben. Die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen und das Dispositiv des
angefochtenen Entscheids entsprechend zu korrigieren. Dispositiv-Ziff. 1.a 2. Satz des
angefochtenen Rekursentscheids ist – ohne das Ergebnis der weiteren Rügen
vorwegzunehmen – wie folgt neu zu fassen: "Ziff. 2 Abs. 2 betreffend Einstellung der
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Mietzinszahlung und Ziff. 3 betreffend Einstellung der Mietzinszahlung werden
aufgehoben."
2.3. Nach Art. 9 SHG hat Anspruch auf finanzielle Sozialhilfe, wer für seinen
Lebensunterhalt nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln
aufkommen kann. Im Sozialhilfegesetz sind indes nicht nur Ansprüche, sondern auch
Pflichten verankert. Wer um finanzielle Sozialhilfe ersucht, hat nach Art. 16 Abs. 1 SHG
wahrheitsgetreu und vollständig Auskunft zu erteilen (lit. a) sowie Amtsstellen und Dritte
zu ermächtigen, Auskünfte zu erteilen (lit. b). Wer finanzielle Sozialhilfe bezieht, ist nach
Art. 16 Abs. 2 SHG verpflichtet, Tatsachen umgehend zu melden, die Anspruch oder
Berechnung verändern. Nach Art. 17 SHG wird finanzielle Sozialhilfe verweigert,
gekürzt oder eingestellt, wenn die hilfesuchende Person keine oder unrichtige
Auskünfte erteilt (lit. a), verlangte Unterlagen nicht einreicht (lit. b), Bedingungen und
Auflagen missachtet (lit. c) oder ihren Fähigkeiten entsprechende Arbeit ablehnt (lit. d).
2.4. Für die Anordnung von Weisungen, Auflagen oder Bedingungen fehlt eine explizite
gesetzliche Grundlage im SHG. Art. 17 lit. c SHG bestimmt immerhin die möglichen
Konsequenzen für den Fall, dass derartige Nebenbestimmungen nicht eingehalten
werden. Die Zulässigkeit von Nebenbestimmungen kann sich indessen nicht nur aus
dem Gesetz selbst, sondern auch direkt aus dem mit dem Gesetz verfolgten Zweck
bzw. aus einem mit der Hauptanordnung zusammenhängenden öffentlichen Interesse
ergeben. Mit solchen Nebenbestimmungen strebt die Sozialhilfebehörde an, ein aus
ihrer Sicht erwünschtes Verhalten der unterstützten Person zu erreichen. Unzulässig
sind unverhältnismässige oder sachfremde Auflagen oder Bedingungen, welche sich
nicht auf die Sozialhilfegesetzgebung abstützen können und nicht fürsorgerischen
Zwecken dienen bzw. nicht geeignet sind, die konkrete Situation im Hinblick auf eine
Ablösung von der Sozialhilfe zu verbessern (VerwGE B 2015/134 vom 27. September
2016 E. 2.3.1; F. Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. Aufl. 1993, S. 111 f.;
U. Vogel, Rechtsbeziehungen: Rechte und Pflichten der unterstützten Person und der
Organe der Sozialhilfe, in: C. Häfeli [Hrsg.], Das Schweizerische Sozialhilferecht, Luzern
2008, S. 183 f.; vgl. auch BGE 131 I 166 E. 4.4 f.; zu Nebenbestimmungen im
allgemeinen vgl. auch Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht,
7. Aufl. 2016, Rz. 913 ff.).
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Als "Bedingung" ist eine Nebenbestimmung zu bezeichnen, wenn die Rechtswirkungen
einer Verfügung von einem ungewissen, künftigen Ereignis abhängig gemacht werden.
Im Sozialhilferecht sind sowohl Suspendiv- als auch Resolutivbedingungen anzutreffen.
Bei der Suspensivbedingung tritt eine Rechtswirkung (z.B. der Anspruch auf gewisse
Sozialhilfeleistungen) erst ein, wenn die Bedingung erfüllt ist und dauert nur solange,
wie sie erfüllt ist. Bei der Resolutivbedingung fällt die Rechtswirkung bei Eintritt der
Bedingung weg. Bedingungen sind eng auf den Zweck der Sozialhilfe zu beziehen und
müssen verhältnismässig sein. Bei deren Wegfall resp. Nichteintritt entfällt der
Anspruch auf Sozialhilfe automatisch, womit deren Verweigerung oder Einstellung
verbunden ist (vgl. P. Mösch Payot, "Sozialhilfemissbrauch?!" in: Häfeli [Hrsg.], a.a.O.,
S. 310).
2.5. Die Beschwerdeführerin 1 macht geltend, es sei zulässig, den Mietzinsanteil der
finanziellen Sozialhilfe zurückzubehalten, bis der Nachweis über die rechtmässige
Verwendung der letzten Zahlung erbracht (Ziff. 3 der Verfügung) bzw. die
Einkommensverhältnisse geklärt seien (Ziff. 2 der Verfügung). Die eingeforderten
Unterlagen seien zur Prüfung, ob die unterstützte Person ihren Verpflichtungen
gegenüber dem Vermieter nachkomme und zur Berechnung der zu vergütenden
Wohnkosten erforderlich. Werde die Miete vollumfänglich bezahlt, obwohl der
Beschwerdegegner 2 weiterhin durch seine Brüder unterstützt werde, könne die
Mietzinszahlung zweckwidrig und missbräuchlich verwendet werden bzw. sei die
Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips gefährdet. Das Zurückbehalten der
Leistungskürzung sei keine Sanktion im Sinne einer Leistungskürzung gemäss Art. 17
SHG. Es entspreche dem Zweck des Unterstützungsverhältnisses, dass die
zweckentsprechende Verwendung der Geldleistungen kontrolliert werde. Eine
Kündigung habe die unterstützte Person vielmehr dann zu befürchten, wenn keine
Nachweise eingefordert würden. Das Zurückbehalten der Miete bis zum Vorliegen der
geforderten Unterlagen sei deshalb neben der Kürzung des Grundbedarfs als
rechtmässig anzusehen.
2.5.1. Gemäss Art. 17 lit. b SHG können Leistungen der finanziellen Sozialhilfe
eingestellt werden, wenn die unterstützte Person verlangte Unterlagen nicht einreicht.
Die Beschwerdeführerin 1 hat dies in Form einer Resolutivbedingung verfügt: Der
Anspruch auf Übernahme der Wohnkosten soll dahinfallen, wenn die von der Behörde
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verlangten Unterlagen nicht eingereicht wurden. Weil deren Eintritt oder Nichteintritt
allein vom Willen der unterstützten Person abhängt, handelt es sich um sog.
Potestativbedingungen. Derartige Bedingungen bezwecken, ein aus Sicht der
Behörden erwünschtes Verhalten der unterstützten Person zu erreichen.
Beiträge für Mietzinse und Wohnnebenkosten stellen eine zweckgebundene finanzielle
Unterstützung dar und stehen – anders als die pauschale Leistung für den Grundbedarf
– nicht zur freien Disposition der unterstützen Person. Die Sozialhilfebehörden müssen
sicherstellen, dass die zweckgebundenen Mittel entsprechend verwendet werden.
Werden mit Blick auf die zweckmässige Verwendung Nebenbestimmungen verfügt,
müssen diese geeignet und erforderlich sein, das erwünschte Verhalten zu fördern
bzw. sicherzustellen, und dürfen für die unterstützte Person nicht unzumutbar sein.
Dies ergibt sich aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Bedingungen sind
zudem eng auf den Zweck der Sozialhilfe zu beziehen und müssen verhältnismässig
sein (vgl. E. 2.4 hiervor).
2.5.2. Der geforderte enge Bezug zwischen der verlangten Mitwirkung und der
Sozialhilfeleistung ist hinsichtlich Ziff. 2 der streitigen Verfügung nicht ersichtlich. Ein
Zusammenhang zwischen den aufgrund der Mitwirkungspflicht verlangten Unterlagen
(Bestätigung über Unterstützung seitens der Brüder des Beschwerdegegners 2,
Mieszinsquittungen Mai, Juni und September 2014, Kündigungsbestätigung der
Wohnung an der A.-gasse 0, neuer Mietvertrag der Wohnung an der B.-strasse) und
den künftigen Mietzinsbeiträgen besteht heute nicht mehr. Der Beschwerdegegner
sollte mit der angedrohten Einstellung der Mietzinszahlung veranlasst werden, die
verlangten Unterlagen beizubringen. Diese Unterlagen sind jedoch aufgrund des
Zeitablaufs nicht mehr geeignet, über den Anspruch und die künftige Verwendung
dieser Zahlungen Aufschluss zu geben. Folglich ist es nicht (mehr) zulässig, bis zur
Beibringung dieser Dokumente Mietzinsbeiträge zurückzubehalten. Dies gilt umso
mehr, als die Beschwerdeführerin die Einstellung der Mietzinszahlung nicht als
zusätzliche Sanktion zur angedrohten Kürzung des Grundbedarfs verstanden haben
will.
Ob die Bedingung im Zeitpunkt der Verfügung rechtmässig war, kann offen bleiben. Die
Beschwerdeführerin macht mit gewissem Recht geltend, dass diese Unterlagen zur
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Prüfung des Anspruchs auf Sozialhilfe erforderlich waren und dass es dem
Beschwerdeführer ein Leichtes gewesen wäre, diese einzureichen. Hingegen überzeugt
auch die vorinstanzliche Auffassung, wonach sich diese Belege auf eine frühere
Wohnung bezogen und in keinem direkten Zusammenhang mit den mit der Einstellung
bedrohten Mietzinsvergütungen mehr standen.
2.5.3. Anders zu beurteilen wäre (die in dieser Hinsicht nicht angefochtene) Ziff. 3 der
streitigen Verfügung, wonach die Ausrichtung der Mietzinsvergütung von der Vorlage
der jeweils letzten Mietzinsquittung abhängig sein soll. Im Sinne eines obiter dictums
ist folgendes zu bemerken:
Die Bedürftigkeit kann von der Sozialhilfebehörde nur in beschränktem Umfang selbst
festgestellt werden. Die Behörde ist bereits bei der Erstellung des
Unterstützungsbudgets auf die Beibringung diverser Belege angewiesen. Nur so kann
sie rechtsgenüglich eruieren, ob die Eigenmittel zur Deckung des notwendigen
Lebensunterhalts ausreichen oder nicht. Die Bedürftigkeit mit ihren diversen Variablen
(z.B. Wohnsituation, Zivilstand, Dritteinnahmen, Vermögensanfall) unterliegt einer
ausserordentlichen Dynamik, die es der Behörde verunmöglicht, stets alle
Veränderungsprozesse im unterstützungsrechtlichen Dauerschuldverhältnis von sich
aus zu berücksichtigen. Die relevanten Ereignisse entstammen naturgemäss dem
Herrschaftsbereich der unterstützten Person. Die Untersuchungsmaxime wird daher
durch die gesetzlich statuierte Auskunfts- und Meldeobliegenheit erheblich ergänzt (zur
Mitwirkungspflicht im Allgemeinen vgl. BGE 132 II 113 E. 3.2). Auf Anfrage hin sind die
unterstützten Personen verpflichtet, über die im Hinblick auf das sozialhilferechtliche
Unterstützungsverhältnis rechtserheblichen finanziellen und persönlichen Ereignisse
Auskunft zu geben, sachdienliche Belege einzureichen und allfällige Änderungen
selbständig zu melden. Die Mitwirkungspflicht kann nicht weitergehen, als es zur
Eruierung des Sachverhalts zwingend erforderlich ist (vgl. Wizent, a.a.O., S. 521 ff.).
Werden die Leistungen der Sozialhilfe eingestellt oder verweigert, weil die
Anspruchsgrundlagen wegen missachteter Auskunftspflichten unbewiesen sind, ist
dies keine sanktionelle Kürzung (vgl. C. Hänzi, Die Richtlinien der schweizerischen
Konferenz für Sozialhilfe, Diss. Basel 2011, S. 153). Generell sind Auflagen und
Weisungen – auch hinsichtlich der Mitwirkungspflichten – nur zulässig, wenn sie
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sozialhilferechtlichen Zwecken dienen, d.h. sich auf die richtige Verwendung der
Beiträge beziehen oder geeignet sind, die Lage der unterstützten Person und ihrer
Angehörigen zu verbessern. Zudem müssen sie verhältnismässig sein (vgl. Wizent,
a.a.O., S. 247 mit Hinweisen und E. 2.3 hiervor).
Diese Voraussetzungen wären im konkreten Fall erfüllt: Die verlangte Mitwirkung
besteht darin, bis um 10. jeden Monats die Mietzinsquittung einzureichen. Wird dies
unterlassen, darf die Beschwerdeführerin 1 die nächste Mietzinsvergütung
zurückbehalten, bis dieser Nachweis erbracht ist. Dies ist nicht als Sanktion zu
verstehen, sondern als Folge des unterbliebenen Nachweises über die richtige
Verwendung der finanziellen Sozialhilfe. Die in diesem Sinn konkretisierte
Mitwirkungspflicht wäre zum Nachweis der richtigen Verwendung der Leistungen
geeignet. Der Beschwerdegegner 1 hat mit seinem Verhalten in der Vergangenheit
Zweifel erweckt, ob er die Mietzinsbeiträge der Beschwerdeführerin 1 dem Zweck
entsprechend verwende. Zum einen wurde er (in unbekanntem Ausmass) familiär
unterstützt, und zum andern wurde er aus der Wohnung an der B.-strasse aufgrund
von Mietzinsausständen letztlich ausgewiesen. Vor diesem Hintergrund wäre es
erforderlich, künftige Mietzinsvergütungen vom Nachweis der richtigen Verwendung
abhängig zu machen. Schliesslich wäre es dem Beschwerdegegner 1 ohne weiteres
zumutbar, diesen Nachweis zu erbringen, genügte es doch, die Quittung im Original
oder als Kopie jeweils der Beschwerdeführerin 1 umgehend zukommen zu lassen. Dies
gälte auch angesichts der geltend gemachten Depressionen, zumal es dem
Beschwerdegegner 1 unbenommen wäre, seinen bald volljährigen Sohn hinsichtlich
der administrativen Belange um Unterstützung zu bitten. Allerdings müsste eine
derartige Auflage auch in zeitlicher Hinsicht verhältnismässig sein und deshalb zeitlich
begrenzt werden.
3. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde B 2015/110 insoweit
gutzuheissen ist, als das Dispositiv von Ziff. 1.a im Sinne von E. 2.2 hiervor zu
präzisieren ist. Im übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Auf die Beschwerde B
2015/120 ist mangels Rechtsschutzinteresse nicht einzutreten.
4. Bei diesem Verfahrensausgang – teilweise Gutheissung in einem untergeordneten
Punkt im Verfahren B 2015/110 bzw. Nichteintreten im Verfahren B 2015/120 – haben
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/15
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St.Galler Gerichte
sowohl die Beschwerdeführerin 1 als auch der Beschwerdeführer 2 die amtlichen
Kosten des jeweiligen Beschwerdeverfahrens zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
reduzierte Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren B 2015/110 von CHF 1'500
ist angemessen (Art. 7 Abs. 1 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf
die Erhebung ist nicht zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Für das Beschwerdeverfahren
B 2015/120 ist eine Entscheidgebühr von CHF 800 angemessen. Auf die Erhebung ist
der Umstände halber zu verzichten (Art. 97 VRP).