Decision ID: e65e4b17-8818-5a24-b775-8c2effbf0d52
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
G._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Benno Lindegger, Marktgasse 20, 9000 St.
Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a G._ (Jahrgang 1960) meldete sich am 23. Dezember 2003 zum Bezug von
Invalidenversicherungsleistungen an. Er gab an, er habe die Ausbildung als
Maschinenzeichner, Fahrlehrer und Verkehrsinstruktor absolviert und sei seit 1986
selbständiger Fahrlehrer. Zur Art der Behinderung gab er ein Schleudertrauma an (IV-
act. 1). Dr. med. A._, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, berichtete der IV-Stelle
des Kantons St. Gallen am 22. Januar 2004, der Versicherte habe am 18. Februar
2002, am 10. Juni 2002 und am 11. Dezember 2003 je einen Auffahrunfall erlebt und
sich dabei an der Halswirbelsäule verletzt (IV-act. 6). Der Rechtsvertreter des
Versicherten reichte der IV-Stelle am 13. Oktober 2004 die Buchhaltungsunterlagen
sowie eine Aktennotiz an die drei beteiligten Haftpflichtversicherungen vom 7. Oktober
2004 ein. In dieser Notiz hatte der Rechtsvertreter festgehalten, die Arbeitsunfähigkeit
des Versicherten aus den Unfallereignissen habe zu erheblichen Erwerbsausfällen
geführt. Die Jahresrechnungen seien dazu nicht repräsentativ. Viel aussagekräftiger
seien die monatlich erteilten Lektionen. Bei der Beurteilung der Lektionenzahl sei den
saisonalen Schwankungen sowie den verzögerten Akquisitionsmöglichkeiten
Rechnung zu tragen. Im Ergebnis sei festzuhalten, dass der Versicherte bei einer
100%igen Arbeitsfähigkeit über 100 Lektionen pro Monat erteilt habe und bei einer
Arbeitsfähigkeit von 50% noch ein Pensum von 40 bis 50 Stunden absolvieren könne.
Bei einem Stundenlohn von Fr. 90.-- betrage das Monatseinkommen Fr. 4'500.--,
abzüglich der variablen Kosten von 20% Fr. 3'600.--. Die Fixkosten wie Auto,
Versicherungen und Theorielokalmiete würden unabhängig vom Arbeitspensum
anfallen (IV-act. 18).
A.b Das Ambulatorium der Rheinburg-Klinik AG, St. Gallen, berichtete der IV-Stelle am
30. April 2004, der Versicherte leide an kognitiven Leistungs-schwankungen mit
reduzierter Dauerbelastbarkeit bei St. n. HWS-Distorsion Februar 02, Juni 02 und
Dezember 03 sowie an einem rezidivierenden zervikozephalem Syndrom. Die
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Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit betrage seit Juli 2004 unter regelmässiger
Medikamenteneinnahme 50% (IV-act. 21).
A.c Am 24. April 2005 fand die Abklärung vor Ort für Selbständigerwerbende statt.
Dabei gab der Versicherte an, vor Eintritt des Gesundheitsschades habe er
durchschnittlich 100 Lektionen pro Monat erteilt, aktuell seien es noch 40 Lektionen
pro Monat (plus/minus 10). Er könne die Stosszeiten ab 16 Uhr nicht maximal nutzen.
Tagsüber könne er die eine oder andere Lektion erteilen, doch der Markt gebe nicht
mehr her. Die Konkurrenz sei in den letzten Jahren grösser geworden, die Nachfrage
habe dagegen stagniert. Saisonal gebe es Schwankungen. Dienstagabends sei er im
Theorielokal präsent, wobei er sich seit 2002 wiederholt von seiner Ehefrau vertreten
lasse. Dazu bezahle er ihr einen Lohn von Fr. 2'400.-- im Jahr. Durchschnittlich führe er
einen Kurs von vier mal zwei Stunden pro Monat als Verkehrsleiter durch, womit er
einen Nebenerwerbsverdienst von Fr. 200.-- pro Monat erzielen könne. Zudem erledige
er nach wie vor die anfallenden administrativen Arbeiten. Die Abklärungsperson
ermittelte insgesamt eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 54.8%. Der
Versicherte erklärte am 6. Juni 2005, dass er mit dem Ergebnis des
Betätigungsvergleichs einverstanden sei (IV-act. 38).
A.d Nach mehrmaliger Aufforderung liess der Versicherte am 10. Februar 2006 die
Jahresrechnung 2004 sowie das Arbeitspapier zur Schadensregulierung der drei
Verkehrsunfälle vom 7. Februar 2006 einreichen. In diesem Arbeitspapier wurde
angegeben, der Gesundheitszustand des Versicherten habe sich nicht verändert. Die
medizinische Arbeitsunfähigkeit betrage nach wie vor 50%. Diese decke sich mit dem
Erwerbsausfall auf der Basis der erteilten Lektionen. Der Reingewinn habe 2001 Fr.
43'727.-- betragen, 2002 Fr. 24'938, 2003 Fr. 20'458 und 2004 Fr. 2'274.-- (IV-act. 34).
A.e In der Stellungnahme zum Abklärungsbericht fügte die Abklärungsperson am
17. März 2006 an, gemäss ihren Berechnungen hätte der Versicherte vor Eintritt des
Gesundheitsschadens etwa 95 Lektionen pro Monat erteilt. Der Umsatz des
Versicherten habe sich während den von den Unfällen betroffenen Jahren 2002/2003
nur um etwa 15% gesenkt (Fr. 76'685.-- im Vergleich zum Mittelwert im Jahr
2000/2001 von Fr. 89'000.--), der Betriebserfolg habe sich jedoch praktisch um die
Hälfte reduziert. Dies hänge mit den unfallbedingten Neuanschaffungen der Fahrzeuge
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zusammen, womit sich die Abschreibungen um Fr. 8'000.-- bis Fr. 10'000.-- erhöht
hätten. Im Jahr 2004 sei der Erfolg überdurchschnittlich gesunken, weil sich der dritte
Unfall vollumfänglich ausgewirkt habe. Aus der Erfolgsrechnung sei ersichtlich, dass
sich die Arbeitsstunden in etwa bei 50% des ursprünglichen Niveaus eingependelt
hätten. Sodann zeige der bei Dr. phil. B._, SPV; Psychotherapie und
Psychotraumatologische Beratung, eingeholte Bericht vom 13. März 2006 (IV-act. 37),
dass nach wie vor eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe (IV-act. 38).
A.f Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) Ostschweiz empfahl der IV-Stelle am
20. April 2006 eine polydisziplinäre Begutachtung (IV-act. 39). Am 18. September 2006
beauftragte die IV-Stelle das Ärztliche Begutachtungsinstitut (ABI), Basel, mit der
Begutachtung (IV-act. 42). Das ABI erstattete am 13. November 2006 das Gutachten.
Die Ärzte gaben mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen an:
1.Chronische Kopfschmerzen
- aktuell Analgetika-induziertes Kopfweh (ICD-10: G44.4)
- phänomenologisch Spannungstyp-Kopfweh (ICD-10: G44.2)
- St.n. HWS-Distorsionstraumen (ICD-10: S13.6).
2.Chronisches rechtsseitiges Zervikalsyndrom (ICD-10: M50.8)
3.St. n. HWS-Distorsionstraumen (Heckkollisionen) 2/02, 6/02 und 12/03 (ICD-10:
S13.6)
- milde traumatische Hirnschädigung möglich (ICD-10: S06.0)
4. leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0).
Dazu kamen (ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) folgende Diagnosen:
5. Beginnendes metabolisches Syndrom
- Adipositas (BMI 35 kg/m ) (ICD-10: E66.0)2
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- Dyslipidämie, bisher unbehandelt (ICD-10: E78.2)
- Verdacht auf arterielle Hypertonie, unbehandelt (ICD-10: I10)
6. Fortgesetzter Nikotinkonsum.
Die Ärzte führten aus, aus neurologischer Sicht ergebe sich eine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit durch die chronischen Kopfschmerzen, das rechtsseitige
Zervikalsyndrom und allenfalls vorliegende neurokognitive Defizite. Kopfschmerzen
würden nicht per se eine Leistungseinschränkung bedingen. Beim Versicherten
erfordere die Tätigkeit als Fahrlehrer ein hohes Mass an Konzentration und
Aufmerksamkeit. Es bestehe somit eine verminderte kognitive Belastbarkeit, weshalb
die Arbeitsfähigkeit als Fahrlehrer ab 18. Februar 2002 50% betrage. In einer
alternativen körperlich leichten Tätigkeit mit weniger hohen Anforderungen an
Konzentration und Aufmerksamkeit und ohne Zwangshaltungen oder Überkopfarbeiten
liege die Arbeitsfähigkeit zum aktuellen Zeitpunkt bei 60%. Aus psychiatrischer Sicht
bestehe auf Grund der leichten depressiven Episode ergänzend eine 20%ige
Einschränkung, weil der Versicherte weniger belastbar und in seinem Antrieb
geringfügig vermindert sei (IV-act. 45). Der RAD erachtete das Gutachten in seiner
Stellungnahme vom 19. Februar 2007 als sorgfältig und umfassend (IV-act. 46).
A.g Der Berufsberater gab in seinem Schlussbericht vom 29. März 2007 an, der
Versicherte arbeite gerne als Fahrlehrer und habe die Infrastruktur dazu. Er kenne keine
Tätigkeit mit geringeren Ansprüchen an die Konzentrationsfähigkeit und
Zwangshaltungen, in welcher der Versicherte mehr leisten beziehungs-weise mehr
verdienen könnte und die eine Umschulung als sinnvoll erscheinen liesse. Der
Versicherte könne die Fahrlehrertätigkeit weitgehend einteilen und sich zwischen den
Lektionen erholen. Nach 20 Jahren Selbständigkeit sei die Einfügung in eine Anstellung
erschwert. Angesichts der kleinen Erhöhung von 10% in einer leidensadaptierten
Tätigkeit und der unsicheren Verdienstmöglichkeit sehe er von der Suche nach
adaptierter Tätigkeit und entsprechender Umschulung ab (IV-act. 48).
A.h Mit Vorbescheid vom 2. Mai 2007 stellte die IV-Stelle die Abweisung des
Anspruchs auf berufliche Massnahmen in Aussicht. Sie fügte an, ihre Abklärungen
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hätten ergeben, dass der Versicherte in einem Pensum von 50% seiner selbständigen
Erwerbstätigkeit als Fahrlehrer nachgehe. Auf Grund der geringen Differenz zur
Arbeitsfähigkeit von 60% in einer leidensadaptierten Tätigkeit werde von der Suche
nach einer adaptierten Tätigkeit und einer Umschulung abgesehen (IV-act. 53).
A.i Gleichentags teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit einem weitern Vorbescheid
die Ausrichtung einer Viertelsrente mit. Sie führte dazu aus, gemäss ihren Abklärungen
könnte er ohne Behinderung in seiner angestammten Tätigkeit ein Einkommen im Jahr
2006 von Fr. 61'408.-- erzielen. Dieses Einkommen setze sich zusammen aus den
durchschnittlich erzielten Einkommen in den Jahren 1999/2000 und 2001 von
insgesamt Fr. 152'073.--. Dividiert durch 32 Monate x 12 Monate ergebe dies für das
Jahr 2002 ein durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 57'027.--. Angepasst an die
Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2006 resultiere ein Valideneinkommen von Fr.
61'408.--. Mit Behinderung sei ihm die bisherige selbständige Tätigkeit zu 50%
zumutbar, eine leidensangepasste Tätigkeit zu 60%. Gemäss den Durchschnittslöhnen
der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2006 sei ihm in einem 60% Pensum
ein Einkommen von Fr. 34'992.-- zumutbar. Im Vergleich zum Valideneinkommen
resultiere ein Erwerbseinbusse von Fr. 26'416.-- beziehungsweise ein Invaliditätsgrad
von 43%. Damit habe er einen Anspruch auf eine Viertelsrente (nach Ablauf des
Wartejahrs) ab 18. Februar 2003 (IV-act. 56). Dagegen liess der Versicherte am 3. Juni
2007 einwenden, er akzeptiere das Ergebnis zu den beruflichen Massnahmen und
lehne das Ergebnis zur Invalidenrente ab. Er verlange die Zusprache einer ganzen
Rente. Er bleibe aus Sicht der behandelnden Ärzte zur Unterstützung der Therapien
und Stabilisierung seiner heutigen eingeschränkten Arbeitsfähigkeit weiterhin im
Fahrlehrerberuf tätig. Das ABI-Gutachten sei insbesondere in der Beurteilung der
adaptierten Tätigkeit oberflächlich und im Ergebnis nicht nachvollziehbar (IV-act. 57).
A.j Auf Nachfrage der IV-Stelle berichtete Dr. med. C._ vom Departement
Interdisziplinäre medizinische Dienste sowie Palliativzentrum des Kantonsspitals St.
Gallen am 19. November 2007, der Gesundheitszustand des Versicherten sei stationär
und er sei in seiner Tätigkeit als Fahrlehrer zu 50% eingeschränkt. Die Belastbarkeit sei
deutlich vermindert. Eine Teilarbeitsfähigkeit mit reduzierter Leistung sei nicht während
eines ganzen Tages sinnvoll (IV-act. 70). Das ABI nahm am 27. Dezember 2007 dazu
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Stellung und gab an, ihres Erachtens stehe der vorliegende Bericht nicht im
Widerspruch zu ihrem Gutachten (IV-act. 74).
A.k Mit Verfügung vom 22. Januar 2008 wies die IV-Stelle den Anspruch auf berufliche
Massnahmen ab (IV-act. 76). Diese Verfügung ist in Rechtskraft erwachsen.
A.l Mit zwei weiteren Verfügungen vom 14. Februar 2008 sprach die IV-Stelle dem
Versicherten eine Viertelsrente ab dem 18. Februar 2003 zu. Zu den Einwänden des
Rechtsvertreters führte sie aus, ihre ergänzenden medizinischen Abklärungen hätten
ergeben, dass keine neuen Tatsachen bekannt seien. Sie hielten deshalb an der
zumutbaren 60%igen Leistungsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit fest.
Gemäss dem Ergebnis des Einkommensvergleichs stehe ihm deshalb ab 18. Februar
2003 eine Viertelsrente zu (IV-act. 78).
B.
B.a Gegen die Verfügungen vom 14. Februar 2008 lässt der Versicherte am 7. April
2008 Beschwerde erheben. Er beantragt die Aufhebung der Verfügungen und die
Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Dezember 2002. Vorab rügt
der Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. In der Verfügung fehle
es an einer konkreten, nachvollziehbaren inhaltlichen Auseinandersetzung mit den
vorgebachten Einwänden im Vorbescheidsverfahren. Damit sei der Begründungspflicht
nicht Genüge getan. Dieser Mangel könne im Gerichtsverfahren auch nicht geheilt
werden. Jedoch sei von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen
Gehörs an die Verwaltung abzusehen, weil die Beschwerde auf Grund der
nachfolgenden Ausführungen gutzuheissen sei. Die medizinische Einschätzung der
Arbeitsfähigkeit als Fahrlehrer werde nicht bestritten und werde auch in anderen
Arztberichten bestätigt. Allerdings sei beim Invalideneinkommen von einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit auszugehen. Entgegen des Antrags des Berufsberaters, von einer
Umschulung abzusehen und eine Rente auf Grund der 50%igen Arbeitsfähigkeit zu
prüfen, sei man von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Als Fahrlehrer sei
der Beschwerdeführer jedoch optimal eingegliedert. Er könne weiterhin seinen Betrieb
selbständig führen und die Arbeit einteilen, weshalb bei der Invalidentätigkeit von einer
Tätigkeit als Fahrlehrer auszugehen sei. Allein schon der Betätigungsvergleich habe
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eine Einschränkung von 45.2% (richtig 54.8%) ergeben, weshalb der ermittelte
Invaliditätsgrad von 43% nicht nachvollziehbar sei. Die Fixkosten eines Fahrlehrers
blieben auch bei einer teilzeitlichen Tätigkeit gleich hoch. Im Jahr 2004 habe lediglich
noch ein Reingewinn von Fr. 2'274.-- resultiert. Im Vergleich zu einem
Valideneinkommen von Fr. 61'408.-- ergäbe sich ein Invaliditätsgrad von 96.29%,
weshalb er Anspruch auf eine ganze Rente habe. Schliesslich sei in Anbetracht der
2007 neu eingeführten 2-Phasen-Ausbildung für Neulenker mit einem höheren
Valideneinkommen zu rechnen. Gemäss Auskunft des Strassenverkehrsamtes des
Kantons St. Gallen betrage dies wenigstens Fr. 70'000.-- im Jahr (G act. 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 17. Juni 2008
die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Feststellung, dass der
Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe. Eventuell sei die
Beschwerde abzuweisen. Die Beschwerdegegnerin führt zur Invaliditätsbemessung
aus, der Beschwerdeführer habe seit 1986 als selbständiger Fahrlehrer gearbeitet. Aus
dem Auszug des Individuellen Kontos (IK) sei ersichtlich, dass seine
teuerungsbereinigten Einkommen stetig gesunken seien, was auf eine verschärfte
Konkurrenzsituation zurückgeführt werden könne. Es sei deshalb nicht anzunehmen,
dass sich die Situation für selbständige Fahrlehrer auf absehbarer Zeit verbessert hätte,
weshalb auf das zuletzt erzielte Einkommen abzustellen sei. Das Valideneinkommen
betrage somit Fr. 61'408.--. Aus dem ABI-Gutachten ergebe sich, dass der
Beschwerdeführer als Fahrlehrer zu 50% und in einer leidensadaptierten Tätigkeit zu
60% arbeitsfähig sei. Der Beschwerdeführer sei als Fahrlehrer optimal eingegliedert.
Hingegen ergebe sich aus der eindrücklichen Darlegung in der Beschwerde, dass er
seine Resterwerbsfähigkeit in selbständiger Tätigkeit nicht optimal verwerte. Es könne
deshalb von ihm verlangt werden, dass er seine berufliche Situation verändere. In
erster Linie biete sich dabei die Annahme einer Teilzeitstelle bei einer Fahrschule an.
Dies hätte den Vorteil, dass er die hohen Fixkosten nicht mehr allein zu tragen hätte
und auch die Kunden nicht mehr selbst akquirieren müsste. Seine Leistungsfähigkeit
sei damit auf die Erteilung der Fahrstunden und allenfalls Theoriestunden konzentriert.
Nach Auskunft der Fahrlehrerfachschule könnte er dabei einen Lohn von 40 bis 60
Franken pro Stunde erwarten, je nachdem, ob er ein eigenes Fahrzeug benütze. Wenn
er jährlich 950 Stunden bei einem Lohn von Fr. 40.-- arbeiten könnte, vermöchte er ein
Einkommen von Fr. 38'000.-- zu erzielen. Im Vergleich zum Valideneinkommen
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resultiere ein Invaliditätsgrad von 38%, weshalb kein Rentenanspruch bestehe. Bei
Annahme einer Hilfsarbeitertätigkeit zu 60% würde ein Einkommen von Fr. 35'519.--
resultieren und daraus ein Invaliditätsgrad von 40.5%, weshalb ein Anspruch auf eine
Viertelsrente berechtigt wäre. Ohne Willkür könne auch angenommen werden, dass
sich sein Lohn auf dem Anforderungsniveau 3 bewegen würde, weshalb das
Invalideneinkommen auf Fr. 43'080.-- festzusetzten sei, woraus wiederum ein
Invaliditätsgrad von 30% und somit kein Anspruch auf eine Rente ausgewiesen wäre
(G act. 4).
B.c Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen weist den Beschwerdeführer am
19. Juni 2008 darauf hin, dass das Gericht, sofern es dem Antrag der
Beschwerdegegnerin folgen müsste, dem Beschwerdeführer unter Umständen gar
keine Rente zusprechen würde. Dieser "reformatio in peius", das heisst eine
Verschlechterung der vorprozessualen Situation durch ein Gerichtsurteil, könnte der
Beschwerdeführer durch einen Rückzug der Beschwerde entgehen (G act. 5).
B.d Mit Replik vom 24. September 2008 hält der Beschwerdeführer an seinem Antrag
fest. Er führt zum Antrag der reformatio in peius durch die Beschwerdegegnerin aus,
dass er davon unbeeindruckt sei. Der in der Beschwerdeschrift dargelegte
Invaliditätsgrad sei zutreffend. Die wirtschaftliche Situation der selbständigen
Fahrlehrer in der Schweiz sei in den vergangenen Jahren angespannt gewesen. Auf
den 1. Januar 2007 sei die 2-Phasen-Ausbildung für Neulenker eingeführt worden. Der
Unterricht werde von Fahrlehrern erteilt, die sich hierzu zum Moderator ausbilden
liessen. Der Beschwerdeführer hätte ohne die gesundheitliche Einschränkung diese
Weiterbildung absolviert und damit seine Einkommenssituation verbessert. Die heutige
Invalidität hindere ihn, als Moderator zu arbeiten, weil er keine ganztägigen Kurse
erteilen könne. Sodann sei auf den 1. Januar 2008 die Fahrlehrerausbildung reformiert
worden und der Beruf des Fahrlehrers werde nun eidgenössisch anerkannt. Dazu habe
der erforderliche Ausbildungsauf-wand um einen Drittel zugenommen. Die neue
Fahrlehrerausbildung bewirke zusammen mit der Moderatorentätigkeit bei Neulenkern
eine Markregulierung und eine verbesserte Einkommenssituation, so dass ein
Valideneinkommen von wenigstens Fr. 70'000.-- realisierbar wäre. Zur Festlegung des
Invalideneinkommens gibt der Beschwerdeführer an, dass entgegen der Ansicht der
Beschwerdegegnerin der schweizerische Markt praktisch keine angestellten Fahrlehrer
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kenne. Dazu sei der Fahrlehrerverband und nicht der Leiter der Fahrlehrerberufsschule
D._ zu befragen. Die von der Beschwerdegegnerin genannte Leistungsfähigkeit von
950 Stunden im Jahr für ein 50% Pensum sei unrealistisch. Kein Fahrlehrer erreiche bei
einer 100%igen Tätigkeit ein Pensum von beinahe 2000 Stunden. Sodann werde ein
angestellter Fahrlehrer ohne eigenes Auto deutlich unter Fr. 40.-- pro Stunde
verdienen. Selbst nach der Berechnung der Beschwerdegegnerin resultiere ein
Invaliditätsgrad von deutlich über 50%. Der Beschwerdeführer sei als selbständiger
Fahrlehrer optimal eingegliedert, weshalb die Annahme einer leidensangepassten
Tätigkeit nicht angehe. Weil er über keine Berufs- oder Fachausbildung in einer
anderen Tätigkeit verfüge, könne selbst bei Annahme einer anderen Tätigkeit nicht auf
die Durchschnittslöhne gemäss Anforderungsniveau 3 abgestellt werden. Sodann sei
mindestens ein zusätzlicher Abzug von 15% vorzunehmen, weil Teilzeitangestellte eine
Lohneinbusse in Kauf nehmen müssten. Ausgehend vom Tabellenlohn gemäss
Verfügung vom 14. Februar 2008 würde unter Berücksichtigung dieses zusätzlichen
Abzuges ein Invaliditätsgrad von 51.1% resultieren, weshalb er bereits Anspruch auf
eine halbe Rente hätte (G act. 16).
B.e Die Beschwerdegegnerin hält in ihrer Duplik vom 24. Oktober 2008 an ihren
Anträgen fest. Sie fügt an, bei der Bestimmung des Valideneinkommens sei auf die
Situation im Zeitpunkt des Rentenbeginns abzustellen, weshalb die weitere
Entwicklung unbeachtlich sei. Sodann sei nicht bewiesen, dass der Beschwerdeführer
die Weiterbildung als Moderator ohne weiteres hätte absolvieren können, weil er dazu
sein 100% Pensum hätte reduzieren müssen. Ausserdem sei nicht erstellt, dass die
neuen Kurse besser entlöhnt seien als die normale Fahrlehrertätigkeit. Die behaupteten
besseren Verdienstmög-lichkeiten würden mittelfristig dazu führen, dass mehr
Fahrlehrer auf den Markt drängen würden, so dass sich die Konkurrenzsituation wieder
verschärfen würde. Dasselbe Szenario drohe bei der neu eingeführten Fachausbildung
zum Fahrlehrer. Die Beschwerdegegnerin führt aus, sie gingen tatsächlich von einer
guten Eingliederung als Fahrlehrer aus, jedoch sei er als selbständig erwerbender
Fahrlehrer nicht optimal eingegliedert. Weil es Stellen für unselbständige Fahrlehrer
gäbe, könne davon ausgegangen werden, dass der invalidenversicherungsrechtlich
relevante ausgeglichene Arbeitsmarkt genügend Stellen offenhalte. Möglicherweise
seien 2000 Fahrstunden im Vollpensum nicht üblich. Dies hänge aber wesentlich damit
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zusammen, dass dieser Beruf auch Theoriestunden und Instruktorentätigkeit umfasse
(G act. 18).

Erwägungen:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-rechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz,
dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der
zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V
467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtenen Verfügungen sind am
14. Februar 2008 ergangen. Dennoch ist ein Sachverhalt zu beurteilen, der vor dem
Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008
begonnen hat. Daher ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen
Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen
und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur
4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juni 2006
[I 428/04] E. 1). Für die Invaliditätsbemessung ergibt sich dadurch keine substanzielle
Änderung. Neu normiert wurde hingegen der Zeitpunkt des Rentenbeginns, der, sofern
die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind (Art. 28 Abs. 1 IVG),
gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens sechs Monate nach Geltendmachung des
Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Es fragt sich, ob und unter
welchen Voraussetzungen bei Verfügungen unter neuem Recht für den
Anspruchsbeginn dennoch die bisherigen Bestimmungen anzuwenden sind. Der
Gesetzgeber hat keine diesbezügliche Übergangsbestimmung erlassen. Das
Bundesamt für Sozialversicherungen hat im Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember
2007 vorgesehen, grundsätzlich auf den Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls
abzustellen, aber auch für Sachverhalte mit Eintritt des Rentenfalls im Jahr 2008 altes
Recht anzuwenden, wenn die Anmeldung ebenfalls noch im Jahr 2008 erfolgt ist. Das
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Bundesgericht hat gestützt auf das Rundschreiben, wenn der Rentenanspruch vor dem
1. Januar 2008 entstanden wäre, altes Recht angewendet (etwa Urteile des
Bundesgerichts i/S S. vom 28. August 2008 [8C_373/2008] und i/S P. vom 9. März
2009 [8C_491/08]). Bezüglich des allfälligen Rentenbeginns rechtfertigt es sich
vorliegend, angesichts der IV-Anmeldung vom 23. Dezember 2003 und des Eintritts der
Arbeitsunfähigkeit im Februar 2002 die bis zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen
Bestimmungen (im Folgenden angeführt) anzuwenden.
1.2 Der Beschwerdeführer rügt, die Beschwerdegegnerin sei in der Verfügung nicht
oder nur unzureichend auf ihre Einwände eingegangen und habe damit die
Begründungspflicht verletzt. Jedoch sei von einer Rückweisung der Sache zur
Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung abzusehen, weil die Beschwerde
auf Grund der nachfolgenden Ausführungen gutzuheissen sei. Damit hat der
Beschwerdeführer seine Rüge der Gehörsverletzung sinngemäss wieder
zurückgezogen. Auf eine nähere Prüfung der behaupteten Gehörsverletzung kann
deshalb verzichtet werden.
1.3 Streitig und im vorliegenden Verfahren zu beurteilen ist, ob der Beschwerdeführer
Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Umstritten ist dabei insbesondere die Wahl der
Methode zur Invaliditätsbemessung.
2.
2.1 Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die Bemessung der Invalidität
von erwerbstätigen Versicherten ist gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG Art. 16 ATSG
anwendbar. Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
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sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Der Einkommensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
gegenübergestellt werden; sie können aber auch nach Massgabe der im Einzelfall
bekannten Umstände geschätzt werden (AHI 1998 S. 119). Es kann ferner auch eine
Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen (Prozentvergleich; vgl. BGE 114 V
312 E. 3a). Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht
zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für
Nichterwerbstätige (aArt. 28 Abs. 2 IVG; Art. 27 IVV) ein Betätigungsvergleich
anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen
der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu
bestimmen (vgl. BGE 128 V 30 f. E. 1; AHI 1998 S. 119).
2.2 Bei selbstständigerwerbenden versicherten Personen kann sich unter Umständen
die Frage stellen, ob ihnen nach Eintritt des invalidisierenden Gesundheitsschadens die
Aufgabe der selbstständigen und die Aufnahme einer unselbstständigen
Erwerbstätigkeit zumutbar seien. Die Rechtsprechung leitet die Pflicht der versicherten
Person zur beruflichen Neueingliederung aus dem Gebot der Schadenminderung ab
(vgl. BGE 130 V 99 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). Die versicherte Person soll alles ihr
Zumutbare unternehmen, um die erwerblichen Folgen ihres Gesundheitsschadens
bestmöglich zu mindern, denn die Sozialversicherung soll nicht Schäden ausgleichen
müssen, die die versicherte Person durch zumutbare geeignete Vorkehren selbst
beheben oder vermindern kann. Die Frage, ob eine und gegebenenfalls welche
berufliche Neueingliederung von einer versicherten Person im Rahmen ihrer Pflicht zur
Schadenminderung verlangt werden kann, beantwortet sich nach dem Grundsatz der
Zumutbarkeit, der als Teilgehalt im verfassungsmässigen Grundsatz der
Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) verankert ist (Locher Thomas, Grundriss des
Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, § 4, Rz 26 ff.). Von der versicherten
Person kann daher nur eine berufliche Umstellung verlangt werden, die ihr unter
Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des
Einzelfalles zumutbar ist, d.h. es darf sich nicht um realitätsfremde und in diesem Sinn
unmögliche oder unverhältnismässige Vorkehren handeln. Für die Beurteilung der
Zumutbarkeit eines Berufswechsels sind insbesondere das Alter der versicherten
Person, die Art und Dauer ihrer bisherigen Berufstätigkeit, deren selbstständige oder
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unselbstständige Ausübung, die mit einer beruflichen Neueingliederung verbundene
Veränderung der sozialen Stellung der versicherten Person, ihre persönlichen und
familiären Verhältnisse sowie die entsprechend grössere oder geringere Flexibilität
hinsichtlich ihres Wohn- und Arbeitsortes massgebend. Ins Gewicht fällt auch die Art
und Dauer der beanspruchten Versicherungsleistungen sowie deren Kosten. Denn die
Anforderungen an die Schadenminderungspflicht sind zulässigerweise dort strenger,
wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Sozialversicherung in Frage steht, wie dies
beispielsweise bei Rentenleistungen an relativ junge Versicherte der Fall ist, denen in
einer neuen beruflichen Tätigkeit noch eine lange Aktivitätsperiode verbleibt (vgl. Urteil
des Bundesgerichts vom 23. Dezember 2004 [I 316/2004] E. 2.2 m.w.H.).
2.3 Der Beschwerdeführer arbeitet seit über 20 Jahren als selbständiger Fahrlehrer.
Nach seinem ersten und zweiten Auffahrunfall am 18. Februar und 10. Juni 2002 war er
in unterschiedlichen Graden (im Durchschnitt etwa 50%) arbeitsunfähig. Seit dem
dritten Auffahrunfall vom 11. Dezember 2003 besteht eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit,
wie die Ärzte übereinstimmend festgestellt haben (vgl. ABI-Gutachten vom
13. November 2006 [IV-act. 45] und Arztbericht von Dr. C._ vom Kantonsspital St.
Gallen vom 19. November 2007 [IV-act. 70]). Der Beschwerdeführer leidet
hauptsächlich an chronischen Kopfschmerzen sowie einem chronischen rechtsseitigen
Zervikalsyndrom. Der Neurologe des ABI hat dazu festgehalten, Kopfschmerzen
würden nicht per se eine Leistungseinschränkung bedingen. Die Tätigkeit als Fahrlehrer
erfordere jedoch ein hohes Mass an Konzentration und Aufmerksamkeit. Es bestehe
somit eine verminderte kognitive Belastbarkeit. In einer leidensadaptierten Tätigkeit ist
dem Beschwerdeführer gemäss ABI-Gutachten eine 60%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar
(IV-act. 45). Diese Arbeitsfähigkeitsschätzung ist unbestritten. Auf Grund der geringen
Steigerungsmöglichkeit der Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit sowie
den unsicheren Verdienstmöglichkeiten hat die Beschwerdegegnerin von einer
Umschulung sowie der Suche nach einer adaptierten Tätigkeit abgesehen. Mit
Verfügung vom 22. Januar 2008 hat sie deshalb das Gesuch um berufliche
Massnahmen abgewiesen (IV-act. 76). Diese Verfügung ist unangefochten geblieben
und somit rechtskräftig. Die Rentenberechtigung ist deshalb grundsätzlich vor dem
Hintergrund der Weiterführung der selbständigen Erwerbstätigkeit zu prüfen. In den
Rentenverfügungen vom 14. Februar 2008 ist der Beschwerdeführer betreffend sein
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Invalideneinkommen jedoch so gestellt worden, wie wenn ihm die Aufgabe der
Selbständigkeit und eine Arbeit als Hilfsarbeiter zuzumuten wäre.
2.4 Die Frage, ob die Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit persönlich zumutbar
wäre, kann offenbleiben, denn der Beschwerdeführer hat vor Eintritt des
Gesundheitsschadens einen Umsatz von durchschnittlich Fr. 93'600.-- (1040 Stunden
à Fr. 90.-- [IV-act. 38]) erzielt. Aus dem Abklärungsbericht vor Ort für Selbständige ist
ersichtlich, dass der Beschwerdeführer im Durchschnitt 95 Lektionen pro Monat
beziehungsweise 1040 Stunden pro Jahr erteilt hat. Der Preis pro Lektion beträgt Fr.
90.--. Ohne Nebeneinkünfte und vor Abzug der fixen und variablen Kosten beträgt der
Umsatz deshalb Fr. 93'600.--. Mit den Nebeneinkünften aus der Tätigkeit als
Verkehrslehrer von durchschnittlich Fr. 8'335.-- (Durchschnitt der Jahre 1998 bis 2005)
beträgt das Jahreseinkommen somit Fr. 101'935.-- (vgl. IV-act. 38). Als Hilfsarbeiter
könnte der Beschwerdeführer gemäss LSE 2006 in einem 60% Pensum Fr. 34'992.--
verdienen. Noch vor Berücksichtigung eines allfälligen zusätzlichen Abzuges (sog.
Leidensabzug) wird damit klar, dass beim massgebenden hohen Valideneinkommen
(unabhängig von der Konkurrenzlage), ein Invaliditätsgrad von über 60% resultieren
würde. Deshalb darf offensichtlich ohne weiteres darauf verzichtet werden, vom
Beschwerdeführer zu verlangen, die selbständige Erwerbstätigkeit aufzugeben. Eine
Umstellung wäre schon bei einer Grobbetrachtung nicht zielführend. Der Wechsel in
eine Hilfsarbeitertätigkeit würde rentenmässig offenbar keine Ersparnisse bringen.
2.5 Selbst wenn man in einer feineren Berechnungsweise die fixen und variablen
Kosten berücksichtigen würde, würde das Valideneinkommen weit mehr als Fr.
60'000.-- betragen. Aus dem Vergleich der Abschreibungen ergibt sich, dass diese im
Jahr 2002 bis 2004 überdurchschnittlich auf Fr. 12'330.--, Fr. 15'395.-- und Fr. 7'918.--
gestiegen sind. Davor bewegten sie sich in einem Rahmen von Fr. 4'599.--, Fr.
6'212.--, Fr. 3'290.-- und Fr. 3'800.--. Ohne Berücksichtigung der ausserordentlichen
Abschreibungen auf Grund der Neuanschaffungen von Fahrzeugen beträgt der
Mittelwert der Abschreibungen etwa Fr. 4'000.--. Hinzukommen die jährlichen
Mietkosten von etwa Fr. 8'000.-- für das Theorielokal und der Lohn an die Ehefrau von
Fr. 2'400.-- pro Jahr. Insgesamt machen die fixen Kosten so mindestens Fr. 14'400.--
aus (vgl. IV-act. 38). Zusätzlich sind noch die variablen Kosten von etwa 20% zu
berücksichtigen. Bei einem Valideneinkommen von Fr. 101'935.-- wären dies Fr.
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20'387.-- (vgl. G act. 1). Insgesamt würde das Netto-Einkommen somit Fr. 67'148.--
(Fr. 101'935.-- abzüglich Fr. 14'400.-- und abzüglich Fr. 20'387.-) betragen. Damit
würde der Beschwerdeführer auch bei einem Wechsel in eine Hilfsarbeitertätigkeit nicht
aus dem Anspruch auf eine Invalidenrente herausfallen.
2.6 Sodann ist nicht zu erwarten, dass bei den vorliegenden medizinischen
Vorbedingungen eine Anstellung als Fahrlehrer wirtschaftlich zu einer Verbesserung der
Resterwerbsfähigkeit führen würde. Vielmehr ist davon auszugehen, dass den
Einschränkungen auf Grund der Kopfschmerzen in einer selbständigen Tätigkeit besser
begegnet werden kann, weil dem Beschwerdeführer mehr Gestaltungsfreiheit bleibt.
Schliesslich sind die Vorstellungen der Beschwerdegegnerin betreffend Einkommen als
angestellter Fahrlehrer nicht nachvollziehbar. So geht sie bei einem 50% Pensum
davon aus, der Beschwerdeführer könne 950 Stunden unterrichten, obwohl er bisher
ohne Gesundheitsschadens 1040 Stunden unterrichtet hatte.
2.7 Obwohl die Beschwerdegegnerin eine Abklärung im Betrieb durchführte, ermittelte
sie den Invaliditätsgrad schliesslich gestützt auf die allgemeine Methode des
Einkommensvergleichs. Dieses Vorgehen ist gerechtfertigt, wenn sich die beiden
hypothetischen Vergleichseinkommen zuverlässig ermitteln oder schätzen lassen. Das
Valideneinkommen wurde auf Grund der Umsatzzahlen für die Jahre 1999 bis 2001 auf
Fr. 61'408.-- festgesetzt (IV-act. 38 und 51). Unbestrittenermassen hat die angespannte
Konkurrenzlage seit Jahren den Umsatz des Beschwerdeführers sinken lassen. Solche
invaliditätsfremde Faktoren sind jedoch bei der Festlegung des Validen- und
Invalideneinkommens nicht zu berücksichtigen, weil das tatsächliche
Leistungsvermögen beurteilt werden soll (vgl. Entscheid des Versicherungsgericht des
Kantons St. Gallen vom 24. März 2009 i/S. D [IV 2007/419] E. 3.2). Es ist deshalb nicht
wahrscheinlich, dass der durchschnittliche Umsatz von Fr. 61'408.-- die tatsächliche
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers vor Eintritt des Gesundheitsschadens
wiederspiegelt. Zu berücksichtigen wären dabei auch die plausibel geltend gemachten
Weiterbildungsmöglichkeiten des Beschwerdeführers. Auch betreffend das
Invalideneinkommen kann nicht auf die tatsächlichen Einkommenszahlen abgestellt
werden. Wie aus den eingereichten Buchungsunterlagen hervorgeht, hat sich der
Reingewinn und damit das reine Betriebseinkommen des Beschwerdeführers von Fr.
20'559.-- im Jahr 2003 auf Fr. 2'274.-- im Jahr 2004 markant verschlechtert, obwohl
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die gesundheitliche Einschränkung in etwa gleich geblieben ist. Ins Gewicht sind
einerseits der Umsatzrückgang vom Vorjahr von Fr. 75'545.-- auf Fr. 45'146.-- im 2004
sowie die überdurchschnittlich hohen Abschreibungen gefallen. Auf Grund der Unfälle
hat sich der Beschwerdeführer neue Fahrzeuge anschaffen müssen, die in den ersten
Jahren nach der Neuanschaffung eine überdurchschnittliche Abschreibung erfahren
haben (IV-act. 38). Gleichzeitig hat sich der Grad der Arbeitsfähigkeit nicht in gleichem
Ausmass verändert. Daher kann nicht von der Einkommenseinbusse auf den
Invaliditätsgrad geschlossen werden. Sodann fehlen die Buchhaltungsunterlagen für
die Jahre 2005 und 2006. Der (allenfalls einmalige) massive Rückgang des
Einkommens im Jahr 2004 kann nicht massgebend für die Verwertung der
Resterwerbsfähigkeit sein. Es ist deshalb die ausserordentliche Bemessungsmethode
anzuwenden.
3.
3.1 In der Abklärung an Ort und Stelle wurde der Tätigkeitsbereich "Betriebsführung,
Rechnungen, Buchhaltung, Schülerblätter führen" mit 7% gewichtet. Auf Grund des
Schülerrückgangs hat sich der entsprechende Aufwand um die Hälfte reduziert. Die
Einschränkung der Leistungsfähigkeit wurde auch mit 50% angegeben. Gemäss dem
Neurologen des ABI beruht die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf den chronischen
Kopfschmerzen und des rechtsseitigen Zervikalsyndroms. Dadurch werde die kognitive
Belastbarkeit vermindert. Dies wirke sich insbesondere in der Fahrlehrertätigkeit aus,
wo eine hohe Konzentration und Aufmerksamkeit gefordert werde. Aber auch in einer
leidensadaptierten Tätigkeit hat der Neurologe nur eine Leistungssteigerung von 10%
angegeben (IV-act. 45). Unter diesen Umständen ist nachvollziehbar, dass der
Beschwerdeführer auch für administrative Tätigkeiten verlangsamt und somit um
mindestens 40% eingeschränkt sein soll. Der Bereich "Fahrlehrertätigkeit" wurde mit
83% gewichtet. Die Einschränkung wurde auf 60% gesetzt, was anteilsmässig einer
Teilarbeitsfähigkeit von 33.2% entspricht, weil der Beschwerdeführer noch 40 statt
früher 100 Lektionen pro Monat bewältigen könne. Diese Einschränkung von 60%
erscheint eher hoch, weil sich das Pensum des Beschwerdeführers auf etwa 50
Lektionen eingependelt hat und somit nur eine Einschränkung von 50% statt 60%
rechtfertigen würde. Das ABI-Gutachten geht denn auch von einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit als Fahrlehrer aus (IV-act. 45). Der Bereich "Theorie, Kundenkontakte,
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Akquirierung" wurde mit 5% gewichtet. Weil ihn die Ehefrau verschiedentlich vertreten
müsse, wurde die verbliebene Leistungsfähigkeit auf 70% festgesetzt. Wie sich aus der
Lohnaufstellung zeigt, vertritt ihn die Ehefrau seit 2002 vollumfänglich. Jedoch ist
anzunehmen, dass die Akquisition neuer Kunden sowie die Präsenz im Theorielokal
dem Beschwerdeführer mindestens zu 60% zumutbar ist. Demgemäss ist die
Einschränkung von 30% nachvollziehbar. Der Bereich "Verkehrslehrer" von 5% ist
dagegen uneingeschränkt möglich. Insgesamt hat die Abklärungsperson eine
verbliebene Arbeitsfähigkeit von 45.2% ermittelt (IV-act. 38). Korrigiert man die
Einschränkung in der Fahrlehrertätigkeit auf 50 statt 60%, anteilsmässig 41.5%, würde
die verbliebene Arbeitsfähigkeit 53.5% betragen. Die von der Abklärungsperson
ermittelte Arbeitsfähigkeit von 45.2% liegt damit leicht unter der medizinischen
Arbeitsfähigkeitsschätzung von 50%. Doch selbst wenn man von einer Arbeitsfähigkeit
von 45.2% gemäss Abklärungsbericht ausginge, ist der Betätigungsvergleich noch
erwerblich zu gewichten.
3.2 Nach der Rechtsprechung ist die Teilerwerbsfähigkeit von
Selbstständigerwerbenden in der Regel höher zu bewerten als die medizinische
Schätzung der körperlichen Arbeitsfähigkeit, weil die für den Betriebsertrag
wesentlichen leitenden Funktionen von körperlichen Behinderungen kaum
beeinträchtigt werden (ZAK 1971 S. 338). Im vorliegenden Fall ist dieser Umstand nicht
gegeben. Die Haupteinnahmequelle des Beschwerdeführers liegt in der
Fahrlehrertätigkeit, worin sich auch die gesundheitliche Einschränkung auf Grund der
reduzierten kognitiven Belastbarkeit am meisten auswirkt. Über 80% seiner Arbeitszeit
ist vor Eintritt des Gesundheitsschadens als Fahrlehrer aufgewendet worden. Im
Gegensatz zu einem Handwerkerbetrieb, wo die körperlich schwerere Arbeit an einen
Hilfsarbeiter delegiert werden kann und somit nur eine verhältnismässig geringe
Einbusse des Betriebsertrags resultiert, kann der Beschwerdeführer die
Fahrlehrertätigkeit nicht delegieren, ohne den Hauptteil seines Einkommens wieder als
Lohn ausbezahlen zu müssen. Zwar könnte der Beschwerdeführer die
Verkehrslehrertätigkeit ausbauen. Diese ist aber abhängig von der Nachfrage in der
Fahrlehrertätigkeit. Wie aus den Zahlen zur den Nebeneinkünften hervorgeht, hat der
Beschwerdeführer im Vergleich zu den Jahren 2002 bis 2004 diese Referententätigkeit
zwar wieder etwas ausgebaut. Er hat im Gegensatz zu 2004, wo er noch Fr. 7'800.-- für
seine Verkehrslehrertätigkeit erhalten hat, im Jahr 2005 Fr. 9'165.-- verdient. Eine
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massgebliche Steigerung der Verkehrslehrertätigkeit stellt dies jedoch nicht dar.
Sodann wirken sich Fixkosten bei einer Teilerwerbstätigkeit stärker aus als bei einer
vollzeitigen Erwerbstätigkeit. Bei diesen Gegebenheiten führt die erwerbliche
Gewichtung des Betätigungsvergleichs zum Schluss, dass sich die gesundheitlichen
Einschränkungen vollumfänglich auf die Leistungsfähigkeit in der Tätigkeit als
Fahrlehrer auswirken. Der Beschwerdeführer hat 83% seiner Arbeitszeit als Fahrlehrer
eingesetzt. Zusätzlich drücken die Fixkosten auf den Umsatz. Wird die erwerbliche
Gewichtung mit Lohnzahlen durchgeführt (vgl. KSIH Rz 3105), ergibt sich, dass der
Beschwerdeführer für seine Fahrstunden Fr. 93'600.-- erzielen konnte. Nach Eintritt des
Gesundheitsschadens reduzierte sich die Fahrlehrertätigkeit auf 50%, weshalb noch
ein Lohn von Fr. 46'800.-- möglich ist. Zieht man von diesen Beträgen je die Fixkosten
von Fr. 14'400.-- ab, so bleibt ein Betrag von Fr. 79'200.-- beziehungsweise Fr.
32'400.-- nach Eintritt des Gesundheitsschadens. Ohne nun die zusätzlichen
Nebeneinkünfte zu berücksichtigen und die administrative Arbeit zu bewerten, die er ja
fast uneingeschränkt weiter ausüben kann, resultiert aus diesem beispielshaften
Einkommensvergleich ein Invaliditätsgrad von 59%. ‒ Aus all dem folgt, dass der
Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Rente hat.
4.
4.1 Ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen ist dem Beschwerdeführer
somit nicht möglich. Nach dem hier anwendbaren aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG entsteht ein
Rentenanspruch (frühestens) in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 %
arbeitsunfähig gewesen war. Unter Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 lit. b
IVG ist die durch den Gesundheitsschaden bedingte qualitative und/oder quantitative
Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder
Aufgabenbereich zu verstehen (BGE 130 V 99 E. 3.2). Die einjährige Wartezeit gilt als
eröffnet, sobald eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20% vorliegt (AHI 1998 S. 124
E. 3c). Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn die
versicherte Person an mindestens dreissig aufeinanderfolgenden Tagen voll
arbeitsfähig war (Art. 29 IVV). Auch vor der Anmeldung liegende Zeiten von
Arbeitsunfähigkeit sind zu berücksichtigen (ZAK 1966 S. 58; BGE 117 V 26 E. 3b; BGE
121 V 264; Urteil des Bundesgerichts vom 2. März 2000 i/S C. [I 307/99]).
ter
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4.2 Der Beschwerdeführer war in seiner angestammten Arbeit ab 18. Februar 2002 bis
3. März 2002 zu 100%, anschliessend bis zum 18. März 2002 75% arbeitsunfähig
erklärt worden. Vom 19. März bis 14. April 2002 war ihm eine 50%ige und ab 15. April
eine 25%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Nach dem zweiten Unfall resultierte
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis am 23. Juni 2002, die wiederum auf 75% bis am
30. Juni reduziert werden konnte. Danach folgte eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bis am
4. September 2002, die von einer 25%igen Arbeitsunfähigkeit bis zum 3. Unfall
abgelöst wurde. Ein Unterbruch von einem Monat ist nicht festzustellen, da der 2.
Unfall bereits am 10. Juni 2002 eintrat, nachdem am 14. Mai 2002 eine vollzeitige
Arbeitsfähigkeit attestiert worden ist (IV-act. 38 und 45). Innerhalb des Wartejahrs bis
zum 17. Februar 2003 bestand insgesamt eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von
36% (28 Tage à 100%, 21 Tage à 75%, 62 Tage à 50% und 226 Tage à 25% geteilt
durch 365 Tage). Ab dem 3. Unfall bestand eine Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 11.
Dezember 2003 bis 5. Januar 2004 und von 70% bis am 29. Februar 2004. Seither
besteht eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Die durchschnittliche 40% Arbeitsunfähigkeit ist
am 12. Juni 2004 erfüllt (241 Tage 25%, 26 Tage 100%, 55 Tage 70 % und 43 Tage
50%). Der Beschwerdeführer hat somit Anspruch auf eine halbe Rente ab 12. Juni
2004.
5.
5.1 Im Sinne der vorstehenden Ausführungen sind die angefochtenen Verfügungen in
teilweiser Gutheissung der Beschwerde dahingehend abzuändern, dass der
Beschwerdeführer ab 12. Juni 2004 Anspruch auf eine halbe Rente hat. Die
Beschwerdegegnerin wird die daraus resultierenden Leistungen festzusetzen haben.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Die Beschwerdegegnerin unterliegt vollumfänglich. Da sie
gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. b des st. gallischen Einführungsgesetzes zur
Bundesgesetzgebung über die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS
350.1) Teil der Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-
rechtlichen Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur
bis
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Übernahme amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti/Thomas
Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren
vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat
deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.
5.3 Die obsiegende beschwerdeführende Partei hat bei diesem Verfahrensausgang
einen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die Parteientschädigung bemisst sich
gemäss Art. 61 lit. g ATSG nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit
des Prozesses. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erweist sich eine
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als
angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG