Decision ID: f6e4b561-476f-4be0-8116-ee4c5b6bd397
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1975,
ist Staatsangehöriger
von
Österreich
und
zog
im Oktober 2016 von
Österreich
in die Schweiz (
Urk.
8/1/9).
Mit Schreiben vom
8.
November 2016
(
Urk.
8/1
/2
) machten die Städtischen Gesundheitsdienste
der
Stadt
Zürich
X._
auf das schweizerische
Versicherungsobligatorium
auf
merk
sam, woraufhin
dieser
am 2
8.
November 2016 einen Antrag auf Befrei
ung von der Krankenversicherungspflicht stellte
(
Urk.
8/1/4-5).
Mit Verfügung
vom 1
5.
Dezember
2016
(
Urk.
8/2) wies die Gesundheitsdirektion das Gesuch u
m Be
freiung vom
Kranken
versicherungsobligatorium
ab und verpflichtete
X._
,
bis spätestens 3
1.
März 2017 bei einer anerkannten Schweizer Kranken
ver
sicherung eine Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung)
abzuschlies
sen
.
Die
von
X._
dagegen am
1
7.
Januar 2017
erhobene Einsprache (
Urk.
8/5 =
Urk.
8/7
) wies die Gesundheitsdirektion mit Entscheid vom
2
8.
Febru
ar 2017
(
Urk.
8/8
=
Urk.
2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
8.
Februar 2017 (
Urk.
2) erhob
X._
am
1
7.
März 2017
Beschwerde
und beantragte die Befreiung von der Kran
kenversicherungspflicht (
Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom
7.
April 2017 (
Urk.
7)
schloss die Gesundheitsdirektion auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am
1
9.
April 2017
zur Kenntnis gebrac
ht wurde (
Urk.
9
).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1
.
1
.1
Der Beschwerdeführer ist
S
taatsangehöriger
von
Österreich
und lebt und arbei
tet
in der Schweiz (
Urk.
8/
1/4
). Zu prüfen ist deshalb zunächst, ob ein Sach
verhalt vorliegt, der vom Personenfreizügig
keitsabkommen (Abkommen vom 2
1.
Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit, FZA) erfasst ist.
1.2
Nach
Art.
1
Abs.
1 des auf der Grundlage des
Art.
8 des FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Abkommens bildenden (
Art.
15 FZA) Anhangs II („Koordi
nie
rung der Systeme der sozialen Sicherheit") des FZA in Verbindung mit Ab
schnitt A dieses
Anhangs wenden die Vertragsparteien
untereinander insbeson
dere die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen P
arlaments und des Rates vom 2
9.
April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicher
heit (kurz: VO 883/2004) und die Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Euro
päi
schen P
arlaments und des Rates vom 1
6.
September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der VO 883/2004 (kurz: VO 987/2009) oder gleichwertige Vorschriften an.
1.3
Die beiden genannten gemeinschaftsrechtlichen Verordnungen sind für die Schweiz
durch den Beschluss Nr. 1/2012 des
Gemischten Ausschusses vom 3
1.
März
2012 zur Ersetzung des Anhangs II des Abkommens über die Koor
di
nie
rung der Systeme der sozialen Sicherheit
per
1.
April 2012 in Kra
ft getre
ten (AS 2012 2345; vgl. BGE 138 V 533 E. 2.1 mit Hinweis) und
in zeitlicher Hin
sicht auf d
en vorliegenden Fall anwendbar.
In persönlicher Hinsicht sind das FZA beziehungsweise die darin als anwendbar erklärte VO 883/2004 anwendbar, da der Beschwerdeführer Staatsangehöriger
der Republik
Österreich
und damit Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates ist, für welche
n
die Rechtsvorschriften eines oder mehrerer Mitgliedstaaten
gelten (
Art.
1 FZA,
Art.
2
Abs.
1 VO 883/2004).
In sachlicher Hinsicht sind das FZA und die VO 883/2004 ebenfalls anwendbar, da Leistungen bei Kra
nkheit im Sinne von
Art.
3
Abs.
1
lit
. a der Verordnung VO 883/2004 zur Diskussion stehen.
2.
2
.1
Gestützt auf das FZA beziehungsweise die VO 883/2004 ist
zunächst
das anwendbare Landesrecht festzulegen.
2.2
Der Titel II der VO 883/2004 umfasst unter der Überschrift „Bestimmung des anwe
ndbaren Rechts“ die
Art.
11-1
6.
Gemäss
Art.
11
Abs.
1 VO 883/2004 unterliegen Personen, für die diese Verordnung gilt, den Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaats. Vorbehaltlich der in den
Art.
12-16 VO 883/2004 gereg
el
ten Konstellationen, welche auf den Beschwerdeführer nicht zutreffen, bestimmt sich das anw
endbare Recht nach
Art.
11
Abs.
3
lit
. a-e VO 883/200
4.
Gemäss
Art.
11
Abs.
3
lit
. a
VO 883/2004
unterliegt eine Person, die in einem Mit
glied
staat eine Beschäftigung oder selbständige Erwerbstätigkeit ausübt, den Rechts
vorschriften dieses Mitgliedstaates.
2.3
Der Beschwerdeführer
ist in der Schweiz erwerbstätig und somit unstreitig als Person zu qualifizieren, die im Sinne von
Art.
11
Abs.
3
lit
. a VO 883/2004 in der Schweiz beschäftigt ist (vgl.
Art.
1
lit
. a VO 883/2001). Deshalb gelten für ihn die schweizerischen Rechtsvorschriften.
3
.
3
.1
Nach
Art.
3 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) muss sich jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz innert drei Monaten nach der
Wohn
sitznahme
in der Schweiz für Kranke
npflege versichern lassen (
Abs.
1). Der Bundesrat kann zum einen die Versicherungspflicht auf Personen ohne Wohn
sitz in der Schweiz ausdehnen, insbesondere auf solche, die in der Schweiz tätig sind oder dort ihren gewöhnlichen Aufenthalt habe
n (
Abs.
3
lit
. a). Zum andern kann er Ausnahmen von der Vers
icherungspflicht vorsehen (
Abs.
2).
3
.2
Art.
1 der vom Bundesrat erlassenen
Verordnung über die Krankenversicherung
(KVV)
präzisiert, dass Personen mit Wohnsitz
in der Schweiz nach den Artikeln
23-2
6 des Zivilgesetzbuches (ZGB)
der Versicherungspflicht na
ch
Art.
3 KVG unterstehen (
Abs.
1). Zudem unterstellt er unter anderem Personen mit einer Kurzaufenthalts- oder einer Aufenthaltsbewilligung nach dem FZA oder dem EFTA-Abkommen, die mindestens drei Monate gültig ist,
der Versicherungs
pflicht (
Abs.
2
lit
. f).
Nach
Art.
23
Abs.
1 ZGB befindet sich der Wohnsitz einer Person an dem Ort, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält.
3
.3
Die gestützt auf
Art.
3
Abs.
2 KVG erlassenen Ausnahmebestimmu
ngen finden sich in
Art.
2
Abs.
1-8 KVV und in
Art.
6
Abs.
1 KVV. In
Art.
2
Abs.
1 KVV und in
Art.
6
Abs.
1 KVV werden die Personenkategorien aufgezählt, die von vorn
herein vom
Versicherungsobligatorium
ausgenommen
sind. Sodann ist in
Art.
2
Abs.
2-8 KVV die Möglichkeit für verschiedene Personenkategorien geregelt, auf Gesuch
hin vom
Versicherungsobligatorium
befreit zu werden
.
Unter
anderem ermöglicht
Art.
2
Abs.
8 KVV denjenigen Personen auf Gesuch hin eine Ausnahme von der Versicherungspflicht, für welche eine Unterstellung
unter die schweizerische Versicherung eine klare Verschlechterung des bisheri
g
en Versicherungsschutzes oder der bisherigen Kostendeckung zur Folge hätte und die sich aufgrund ihres Alters und/oder ihres Gesundheitszustandes nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzver
sichern könnten
(Satz 1). Dem Gesuch ist eine schriftliche Bestätigung der zu
ständigen ausländischen Stelle mit allen erforderlichen Angaben beizulegen (Satz 2).
4
.
4
.1
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer vom schweizerischen
Ver
sicherungsobligatorium
befreit werden kann.
4
.2
Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Befreiungsgesuchs da
mit, dass der Beschwerdeführer die Altersgrenze, ab welcher anzunehmen sei, dass er sich in der Schweiz nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversichern könne, noch nicht erreicht habe, und auch nicht ersichtlich sei, dass sein Gesundheitszusta
nd Entsprechendes zur Folge hab
e.
Zudem sei bei der bestehenden Versicherung des Beschwerdeführers der Versicherungsschutz für die Kosten ambulanter Heilbehandlung auf
€
4‘300.-- begrenzt.
Daher falle eine Befreiung gestützt auf die Härtefallregelung
gemäss
Art.
2
Abs.
8
KVV
ausser
Betracht und der Beschwerdeführer könne auch unter keinem anderen Titel von der Versicherungspflicht befreit werden (
Urk.
2 S. 3 f.
Ziff.
4-5
,
Urk.
7 S. 2 f.
Ziff.
2-7
).
4
.3
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend, er verfüge in
Österreich
über eine private Krankenversicherung, über welche er auch im
Ausland
(und
da
mit auch in der Schweiz)
versichert sei, womit er der obligatorischen Kran
ke
n
versicherung nachkomme.
Die Aufgabe der bestehenden Krankenversiche
rung zugunsten einer Schweizer Krankenversicherung wäre mit einer wesentlichen Schlechterstellung in Bezug auf Leistungen (Kostendeckung) und fixe Kosten (Prämienhöhe) verbunden. Es sei überdies in der Schweiz nicht möglich, eine
Krankenversicherung
abzuschliessen
, die volle Kostendeckung gewähre, da im
mer
eine Mindestfranchise von
Fr.
300.-- vereinbart werde. Diverse - näher genannte
- Leistungen seien sodann nur über Zusatzversicherungen oder gar nicht ver
sicherbar. Deshalb seien die Voraussetzungen für eine Befreiung von der Kran
ken
versicherungspflicht gegeben beziehungsweise
sei
die bestehende ausländi
sch
e Versicherung anzuerkennen (
Urk.
1).
5.
5.1
Der Beschwerdeführer
wohnt in der Schweiz und ist im Besitz einer Aufent
haltsbewilligung B EU/EFTA (
Urk.
8/1/4,
Urk.
8/1/9). Damit untersteht er sowohl gestützt auf
Art.
1
Abs.
1 als auch gestützt auf
Art.
1
Abs.
2
lit
. f KVV
grund
sätzlich
der schwe
izerischen Versicherungspflicht, was
er
auch nicht bestreitet (vgl.
Urk.
1 S. 2).
5.2
Ein Sachverhalt, aufgrund dessen der Beschwerdeführer von vornherein von der schweizerischen Versicherungspflicht ausgenommen wäre (
Art.
2
Abs.
1 KVV und
Art.
6
Abs.
1 KVV), liegt
nach Lage der Akten
nicht vor.
In Bezug auf die Bestimmungen, die eine Befreiung vom schweizerischen
Versicherungsobligato
rium
auf Gesuch hin vorsehen
(
Art.
2
Abs.
1-8 KVV)
, ist
sodann
- wie die Beschwerdege
gnerin zutreffend erkannte
- einzig
Art.
2
Abs.
8 KVV näher zu prüfen
, da die anderen Befreiungstatbestände in Bezug auf den vorliegenden Sachverhalt
ausser
Betracht fallen.
Gegenteiliges
machte der
Beschwerdef
ührer auch nicht geltend
.
6.
6.1
Mit Blick auf die gesetzgeberisch gewollte Solidarität zwischen Gesunden und Kranken sind die Ausnahmen von der Versicherungspflicht generell eng zu halten und es ist der Befürchtung des Gesetzgebers Rechnung zu tragen, dass
sich das schweizerische Obligatorium unterlaufen
liesse
, wenn beispielsweise der Nach
weis einer ausländischen freiwilligen privaten Versicherung allgemein als Befreiungsgrund akzeptiert würde (BGE 132 V 310 E.
8.5.6). Der Zweck des Obli
gatoriums besteht mithin nicht nur darin zu verhindern, dass infolge Fehlens einer Versicherung unter Umständen bei Risikoeintritt das Gemein
we
sen für höhere oder alle Kosten aufkommen muss, sondern er liegt auch darin, die Solidarität zwischen Gesunden und Kranken zu
gewährleisten (BGE 132 V 310 E.
8.5.6 mit Hinwe
is). Für die Anwendung von
Art.
2
Abs.
8 KVV sind
daher strenge
Massstäbe
anzuwenden. Insbesondere darf diese Bestimmung n
icht dazu dienen,
blosse
Nachteile zu verhindern, die eine Person dadurch erleidet, dass das schweizerische System den Versicherungsschutz, den sie bisher unter dem ausländischen System genoss, überhaupt nicht oder nicht zu gleich güns
tigen Bedingungen vorsieht (Urteile des Bundesgerichts 9C_921/2008 vom 2
3.
April 2009 E. 4.3 und 9C_510/2011
vom 1
2.
September 2011 E. 2.2).
Was das Kriterium des Gesundheitszustandes anbelangt, so weist das Bundes
amt für So
zialversicherung (BSV) in seinem Informationsschreiben
zuhanden der Kantone zu den Auswirkungen des Abkommens über die Freizügigkeit mit der Europäischen Gemeinschaft auf die Krankenversi
cherung vom Februar 2002
(
nachfolgend: Informationsschreiben BSV;
vgl.
www.bag.admin.ch; Themen
/
Ver
sicherungen
/
Krankenversicherung
/
Versicherer und Aufsicht
/
Kreis- und Infor
mationsschreiben
/
Informationsschreiben Internationales)
darauf hin, dass die Zusatzversicherer bereits beim Vorliegen einer geringfügigen Krankheit die Aufnahme ablehnen oder Vorbehalte anbringen könnten, weshalb für die Be
jah
ung des entsprechenden Befreiungskriteriums das Bestehen (irgend)einer Krank
heit genüge, die medizinische Untersuchungen oder Behandlungen erfordere, und
dass auch frühere Krankheiten, die
erfahrungsgemäss
zu Rückfällen führ
ten, befreiungsrelevant seien. In Bezug auf das Kriterium des Alters nennt das BSV ein Alter von 55 Jahren als Erschwernisgrenze, da die meisten
grossen
schwei
ze
rischen Krankenversicherer das Höchsteintrittsalter für den Abschluss einer Spitalzusatzversicherung auf 55 oder auf 60 Jahre festgelegt hätten (
Informa
tions
schreiben BSV S. 26 f.
Ziff.
10.5.
).
6.2
Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführte, hat der 1975 geborene Be
schwer
deführer die Altersgrenze, ab welcher anzunehmen ist, dass er sich nicht oder nur zu kaum tragbaren Beding
ung
en im bisherigen Umfang zusatzver
si
chern ka
nn, noch nicht erreicht und lassen sich weder den
Akten
noch den
Vor
bringen
des Beschwerdeführers
Hinweise auf Krankheiten
entnehmen, welche dem
Abschluss bestimmter Zusatzversicherungen
entgegenstehen könnten. In diesem Zusammenhang ist mit der Beschwerdegegnerin (
Urk.
7 S. 3
Ziff.
7) auch darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer
im (ersten
aktenkundigen
) Antrags
formular zur Befreiung von der Krankenversicherungspflicht
vom
2
8.
Novem
ber 2016
den Zusatz „und kann mich in der Schweiz aufgrund meines
Alters (über 55 Jahre) und/oder Gesundheitszustandes nicht im bisherigen Umfang versichern“ gar explizit durchgestrichen hat (
Urk.
8/1/4 S. 2 oben).
Nachdem die
materiell-rechtlichen Befreiungsvoraussetzungen
von
Art.
2
Abs.
8 KVV (klare Verschlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes oder der bis
herigen Kostendeckung sowie Abschluss von Zusatzversicherungen im bishe
rigen
Umfang auf Grund des Alters und/oder des Gesundheitszustandes nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen
möglich
)
kumulativ
erfüllt
sein müssen und
im Falle des
Beschwerdeführer
s
die z
weitgenannte
Voraussetzung
nicht ge
geben ist
, fällt eine Befreiung vom
Versicherungsobligatorium
ausser
Betracht, selbst wenn - wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht - davon auszugehen wäre, dass eine Unterstellung unter die
schweizerische Versicherung eine klare Verschlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes oder der bisherigen Kosten
deckung zur Folge hätte.
6.3
Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass die erste
der restriktiv zu handhabenden
Befreiungsvoraussetzung
en
von
Art.
2
Abs.
8 KVV (klare Ver
schlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes od
er der bisherigen Kosten
deckung) nur dann zu bejahen ist, wenn die
um Befreiung ersuchende Person über eine
ausländi
sche Privatversicherung verfügt
, deren Deckung weit über die Leistungen nach KVG hinausgeht, also
über
eine Privatversiche
rung mit welt
weiter oder zumindest innerhalb der europäischen Gemeinschaft bestehender um
f
assender Versicherungsdeckung (Informationsschreiben BSV S. 26 f.
Ziff.
10.5).
Wie die
Beschwerdegegnerin zutreffend
ausführte (
Urk.
7 S.
3
Ziff.
6)
, ist der mass
gebenden Poli
c
e der bestehenden
Privatversicherung
aus
Österreich
des Beschwerdeführers zu entnehmen, dass unter
anderem für ambulante Heil
be
han
d
l
ung Kostenersatz gemäss Tarif 2AV geleistet wird (
Urk.
8/1/7 S. 5 unten), wobei Tarif 2AV eine Begrenzung der ambulanten Heilbehandlung auf eine Gesamtsumme von € 4‘200.-- vorsieht
(
Urk.
8/1/7 S. 8 unten)
.
Eine umfassende, weit
über die
Leistungen nach KVG hinausgehende Versicherungsdeckung liegt daher nicht vor, womit auch die
erste
Befreiungsvoraussetzung nach
Art.
2
Abs.
8 KVV (klare Verschlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes oder der bisherigen Kostendeckung)
nicht erfüllt ist.
7.
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu Rec
ht nicht vom schweizerischen
Versicherungsobligatorium
befreit.
Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Be
schwerde abzuweisen ist.