Decision ID: c6fe308b-f996-45f8-8fe5-25fbc3beacc6
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ zeigte der IV-Stelle im "Meldeformular für Erwachsene: Früherfassung" vom
5. Februar 2010 an, er leide an einer Dermatomyositis (Haut-Muskel-Entzündung) und
er sei seit 21. Dezember 2009 zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 1). Auf Aufforderung der
IV-Stelle hin (IV-act. 9) reichte der Versicherte am 10. März 2010 das Formular
"Anmeldung für Erwachsene: Berufliche Integration/Rente" ein (IV-act. 10). Der
behandelnde Dr. med. B._, Facharzt FMH für Innere Medizin, berichtete am 26.
August 2010, der Versicherte leide mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an einer
Dermatomyositis (Erstdiagnose im Juli 2009). Für die zuletzt ausgeübte (befristete)
Tätigkeit im Bereich "Stammdatenpflege SAP" (siehe hierzu die Angaben der
damaligen Arbeitgeberin vom 29. März 2010, IV-act. 16) bescheinigte er dem
Versicherten ab 21. Dezember 2009 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Behandlungsziel
sei eine gute Einstellung der Grunderkrankung. Bei Erfolg sei mit einer erneuten
Arbeitsfähigkeit in einer Bürotätigkeit zu rechnen (IV-act. 34-1 ff.; zu den von Dr. B._
eingereichten fachärztlichen Unterlagen siehe IV-act. 34-8 ff.). Am 14. Oktober 2010
teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, sie werde seinen Anspruch auf
Rentenleistungen prüfen. Zur Begründung gab sie an, aufgrund seines
Gesundheitszustands seien zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen
möglich (IV-act. 45).
A.b Zur Abklärung von Gedächtnisstörungen wurde der Versicherte am 17. November
2010 in der Klinik für Neurologie am Universitätsspital Zürich untersucht. Die
neurologischen Experten führten aus, eindeutige mnestische Defizite bzw.
Anhaltspunkte für eine dementielle Entwicklung hätten sich nicht feststellen lassen. Die
geklagten Gedächtnisstörungen könnten Ausdruck einer psychiatrischen
Beschwerdesymptomatik sein (IV-act. 55-3 ff.). Dr. B._ berichtete am 14. April 2011
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von einem stationären Krankheitsverlauf (IV-act. 55-1 f.). Eine am 26. Mai 2011
durchgeführte MRI-Untersuchung des Gehirns einschliesslich der Schädelkalotte ergab
eine leichte cerebrale Atrophie, keine pathologische Kontrastmittelanreicherung
cerebral oder leptomeningeal und keine Hinweise für einen Tumor oder eine
Raumforderung (Bericht der Klinik für Neuroradiologie am Universitätsspital Zürich vom
31. Mai 2011, IV-act. 93-17). Dr. med. C._, Facharzt FMH u.a. für Pneumologie,
diagnostizierte u.a. ein schweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom. Mit der CPAP-
Behandlung habe eine Abnahme der Tagesmüdigkeit und ein guter Effekt erzielt
werden können (IV-act. 93-16). Vom 2. bis 5. August 2011 befand sich der Versicherte
zur Behandlung der Dermatomyositis in der Dermatologischen Klinik am
Universitätsspital Zürich. Die dort behandelnden medizinischen Fachpersonen hielten
im Austrittsbericht vom "3. August" 2011 fest, der Eintritt des Versicherten sei zur
hochdosierten i.v.-Immunglobulintherapie bei persistierenden Hautveränderungen
erfolgt; aktuell keine Myopathie. Derzeit bestehe eine geringe entzündliche Restaktivität
im Sinn eines diffusen Erythems im Bereich der lichtexponierten Areale. Der CDASI-
Score habe 6/1 (Activity/Damage) betragen, was einer geringen Krankheitsaktivität
entspreche (IV-act. 93-5 ff.). Eine am 25. August 2011 in der Klinik für Neurologie des
Universitätsspitals Zürich durchgeführte EEG-Untersuchung des Gehirns ergab eine
normale Grundaktivität und einen intermittierenden mässigen Herdbefund temporal
links mit irritativen Potentialen. Epilepsietypische Potentiale hätten sich nicht gezeigt
(IV-act. 91).
A.c Der seit 2. November 2010 behandelnde Dr. med. D._, Facharzt für Psychiatrie
und Psychotherapie FMH, diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine
Dermatomyositis und eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion
(ICD-10: F43.21). Die gesundheitlichen Leiden würden eine verwertbare
(Arbeits-)Leistung verunmöglichen (Bericht vom 29. September 2011, IV-act. 82; vgl.
auch den weiteren Verlaufsbericht vom 7. Februar 2012, IV-act. 112). Dr. B._ gab im
Verlaufsbericht vom 8. November 2011 an, der Gesundheitszustand habe sich seit der
letzten Beurteilung vom 14. April 2011 verschlechtert. Die Grunderkrankung sei unter
Methotrexate und Spiricort nur knapp stabilisiert. Der Versicherte leide zunehmend an
kognitiven Problemen. Nach wie vor bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act.
88). Am 21. Dezember 2011 erhielt die IV-Stelle einen neuropsychologischen
Untersuchungsbericht der Klinik für Neurologie am Universitätsspital Zürich vom 12.
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Juli 2011 (Demenzabklärung bei subjektiv berichteter Vergesslichkeit/
Gedächtnisstörungen). Die medizinischen Fachpersonen stellten darin einen
grösstenteils unauffälligen Mentalstatus mit insbesondere überdurchschnittlichen
quantitativen Leistungen im verbalen und figuralen episodischen Gedächtnis fest.
Vereinzelt hätten sich im attentionalen und exekutiven Bereich leichte Defizite gezeigt.
Aus neuropsychologischer Sicht seien diese Befunde am ehesten durch eine
schwankende Konzentration sowie eine leichte kognitive Antriebsminderung erklärbar
und würden die subjektiv wahrgenommenen kognitiven Defizite im Alltag
widerspiegeln. Es hätten sich keine Anhaltspunkte für eine dementielle Entwicklung
ergeben. Ätiologisch seien die leichten Konzentrationsschwierigkeiten am ehesten im
Rahmen der Depression und psychosozialer Faktoren zu interpretieren (IV-act. 98). Der
behandelnde Prof. Dr. med. E._, Facharzt FMH für Dermatologie, Allergologie und
Immunologie, berichtete am 31. Mai 2012, aktuell bestehe von Seiten der
Hautveränderungen wieder eine verstärkte Entzündungsaktivität, bei erhöhtem CRP.
Die CPK sei nach wie vor nicht erhöht. Für den Versicherten stünden unklare
neurologische und neuropsychologische Symptome im Vordergrund, die er (Prof.
E._) weder der Dermatomyositis noch der MTX-Therapie zuordnen könne (IV-act.
119). Im Verlaufsbericht vom 29. Juni 2012 stellte Dr. B._ folgende Diagnosen: prä/
amyopathische Dermatomyositis mit/bei Rest-Hautsymptomen trotz laufender
immunsuppressiver Therapie (Methotrexat) und fehlender relevanten systemischen
Beteiligung > amyopathische Verlaufsform; progrediente neuropsychologische/
kognitive Defizite mit/bei depressiver Symptomatik. Der Versicherte sei zurzeit nicht
arbeitsfähig, dies aber nicht aufgrund der Dermatomyositis, sondern aufgrund der
psychischen Situation (IV-act. 128-3 f.; vgl. auch das ärztliche Zeugnis von Dr. B._
vom 28. Juni 2012, IV-act. 154-36). Dr. D._ bescheinigte im Verlaufsbericht vom 14.
Juli 2012 einen verschlechterten Gesundheitszustand. Seit Frühjahr 2012 bestünden
eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.10) und eine generalisierte
Angststörung (ICD-10: F41.1). Der Versicherte sei zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 130).
A.d Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 12. und 14. November 2012
sowie am 3. Dezember 2012 in der ABI Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH
polydisziplinär (allgemein-internistisch, rheumatologisch, dermatologisch,
psychiatrisch, neurologisch und neuropsychologisch) untersucht. Mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit diagnostizierten die Gutachter: eine Dermatomyositis (subjektiv,
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klinisch, radiomorphologisch und elektrodiagnostisch Muskelbeteiligung 2009/2010;
aktenanamnestisch keine Muskelbeteiligung mehr seit 08/2011; aktuell unter Therapie
mit tiefdosiertem Prednisolon sowie parenteralem Methotrexat keine Hinweise mehr für
eine Muskelbeteiligung; mit Hautveränderungen und diskreter entzündlicher Aktivität)
und eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0). Sie gingen davon aus, dass ab
Herbst 2009 bei der dokumentierten Aktivität der Dermatomyositis mit
Muskelbeteiligung eine weitgehend vollständige Arbeitsunfähigkeit auch für adaptierte
Tätigkeiten bestanden habe. Diese Arbeitsunfähigkeit könne während 2 Jahren
bestätigt werden. Spätestens ab August 2011, nachdem eine weitere
Muskelbeteiligung ausgeschlossen worden sei, habe aus somatischer Sicht keine
Arbeitsunfähigkeit (auch für die angestammte Tätigkeit) mehr bestanden. Die
psychische Problematik habe sich gemäss Angaben von Dr. B._ anfangs 2012
verstärkt. Eine Bestätigung sei durch Dr. D._ in seinem Bericht vom 14. Juli 2012
erfolgt. Ein genauer Verlauf der Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2012 könne nicht festgelegt
werden. Die depressive Symptomatik sei naturgemäss etwas schwankend. Eine
durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit in höherem Grad, als sie im Rahmen der
Begutachtung festgestellt worden sei (20%ige Arbeitsunfähigkeit), habe wahrscheinlich
nicht bestanden. Sicher gelte die für die angestammte als auch für eine andere
körperlich leidensangepasste Tätigkeit gutachterlich bescheinigte 80%ige
Arbeitsfähigkeit ab dem Untersuchungszeitpunkt im November 2012, wahrscheinlich
ab Anfang 2012 (Gutachten vom 18. März 2013, IV-act. 154). RAD-Arzt Dr. F._,
Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, hielt die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung
für überzeugend. Die vom Versicherten beklagten neuropsychologischen Defizite
hätten bei der gutachterlichen Untersuchung erneut nicht bestätigt werden können
(Stellungnahme vom 7. Juni 2013, IV-act. 161). Mit Schreiben vom 12. Juni 2013 (IV-
act. 162) reichte der Versicherte der IV-Stelle ein ärztliches Zeugnis von Dr. B._ ein,
worin dieser ihm eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigte (IV-act. 163). RAD-Arzt
Dr. F._ erblickte darin keine neuen Gesichtspunkte, die von den Gutachtern nicht
gewürdigt worden seien (Stellungnahme vom 29. Juni 2013, IV-act. 164).
A.e Ausgehend von einer 80%igen Restarbeitsfähigkeit ermittelte die IV-Stelle einen
20%igen Invaliditätsgrad und stellte dem Versicherten die Abweisung seines
Rentengesuchs in Aussicht (Vorbescheid vom 10. Juli 2013, IV-act. 169). Dagegen
erhob der Versicherte am 14. August 2013 Einwand (IV-act. 170). In der ergänzenden
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Begründung vom 27. September 2013 beantragte er die Ausrichtung einer "vollen"
Rente mit Wirkung ab 1. Dezember 2010 (IV-act. 173-1 ff.) und reichte einen
neuropsychologischen Untersuchungsbericht der Klinik für Neurologie am
Universitätsspital Zürich vom 4. September 2013 ein. Darin führten die medizinischen
Fachpersonen aus, die Arbeitsfähigkeit sei aus neuropsychologischer Sicht kaum
reduziert. Die psychiatrischen Beeinträchtigungen würden sich allerdings erheblich
negativ auf das kognitive Leistungsniveau auswirken und sollten bei der
Arbeitsfähigkeitseinschätzung ein besonderes Gewicht erhalten (IV-act. 173-10 ff.). In
einer weiteren Eingabe vom 13. November 2013 (IV-act. 174-1 ff.) legte er einen Bericht
des behandelnden Psychologen G._ vom 29. Oktober 2013 ins Recht, worin dieser
Stellung zum ABI-Gutachten nahm (IV-act. 174-5 ff.). RAD-Arzt Dr. med. H._,
Facharzt FMH u.a. für Innere Medizin, gelangte in Würdigung der vom Versicherten
eingereichten medizinischen Unterlagen zur Auffassung, es sei weiterhin auf die
gutachterlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit abzustellen (Stellungnahme vom 7.
Februar 2014, IV-act. 176). Am 14. Februar 2014 verfügte die IV-Stelle die Abweisung
des Rentengesuchs (IV-act. 178).
B.
B.a Gegen die Verfügung vom 14. Februar 2014 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 18. März 2014. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten-
und Entschädigungsfolge die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen. Zur
Begründung führt er im Wesentlichen aus, eine allfällige Restarbeitsfähigkeit sei
aufgrund seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr verwertbar. Die gutachterlich
bescheinigte 80%ige Restarbeitsfähigkeit sei nicht schlüssig. Aktuell könne höchstens
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Des Weiteren rügt er die
Höhe des von der Beschwerdegegnerin berücksichtigten Valideneinkommens. Bei der
Bestimmung des Invalideneinkommens sei ein 20%iger Tabellenlohnabzug
angemessen. Gestützt auf das ABI-Gutachten sei sodann für die Zeit von Dezember
2009 bis August 2011 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen, was von
der Beschwerdegegnerin übersehen worden sei (act. G 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 23. Mai 2014
die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt vor, das ABI-Gutachten sei beweiskräftig.
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Das diagnostizierte Leiden einer leichten depressiven Episode erfülle den Rechtsbegriff
der invalidisierenden Krankheit nicht, weshalb keine Beeinträchtigung der
Erwerbsfähigkeit bestehe. Es bestehe kein Anlass, die Verwertbarkeit der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu verneinen. Die Vergleichseinkommen seien
in der angefochtenen Verfügung korrekt bestimmt worden. Zum Rentenbeginn sei in
der angefochtenen Verfügung Stellung genommen worden. Darauf sei zu verweisen
(act. G 4).
B.c In der Replik vom 26. August 2014 hält der Beschwerdeführer unverändert an den
gestellten Rechtsbegehren fest (act. G 10).
B.d Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 12).

Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch
des Beschwerdeführers.
1.1 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a),
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%
arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40%
invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für
die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
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liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2
ATSG).
1.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht
ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40%
ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.
In einem ersten Schritt ist die Frage zu beantworten, ob der medizinische Sachverhalt
rechtsgenüglich abgeklärt worden ist. Der Beschwerdeführer bestreitet ausschliesslich
die Beweiskraft der psychiatrischen Einschätzung des ABI-Gutachtens vom 18. März
2013 (act. G 1 und G 10). Gegen das übrige ABI-Gutachten bringt er keine Mängel vor.
Solche sind auch nicht ersichtlich.
2.1 Am psychiatrischen Teil des ABI-Gutachtens bemängelt der Beschwerdeführer,
dieser sei mit der Einschätzung von Dr. D._ vom 14. Juli 2012 und dem
behandelnden Psychotherapeuten vom 29. Oktober 2013 nicht zu vereinbaren,
insbesondere mit der darin dargestellten gesundheitlichen Verschlechterung (act. G 1,
Rz 5a, Rz 5c und Rz 8; act. G 10, Rz 1 f.). Ferner gehe aus dem neuropsychologischen
Untersuchungsbericht vom 4. September 2013 hervor, dass der Schweregrad der
Depression mittelgradig sei (act. G 1, Rz 6).
2.1.1 Zu beachten ist zunächst, dass es die unterschiedliche Natur von
Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und
Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits
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nicht zulässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden medizinischen
Fachpersonen zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden
medizinischen Fachpersonen wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher
Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai
2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2 mit Hinweisen).
2.1.2 Der psychiatrische Gutachter setzte sich ausführlich mit dem Bericht von Dr.
D._ vom 14. Juli 2012 und der darin diagnostizierten mittelgradigen depressiven
Episode auseinander. Er legte u.a. in Diskussion der Ressourcen plausibel dar, weshalb
er von einem leichten Schweregrad ausging (IV-act. 154-17 f.). Darauf wird verwiesen.
Des Weiteren ergeben sich aus dem Bericht von Dr. D._ (IV-act. 130) keine objektiven
Aspekte, die der psychiatrische Gutachter ausser Acht gelassen hätte. Die von Dr.
D._ für jegliche Tätigkeit bescheinigte vollständige Arbeitsunfähigkeit leuchtet weder
aufgrund der Diagnosen noch der objektiven Befunde ein; dies umso weniger, als aus
der Einschätzung keine objektiv-prüfende Würdigung der Leidensklagen bzw. der
Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers oder der festgestellten "hypochondrischen
Tendenz" (IV-act. 130-2) erkennbar ist.
2.1.3 Gleiches gilt mit Blick auf die Stellungnahme des behandelnden Psychologen
vom 29. Oktober 2013 (IV-act. 174-5 ff.). Sie beinhaltet eine andere (nicht
fachpsychiatrische) Würdigung des gleichen Sachverhalts, wie er vom psychiatrischen
Gutachter beurteilt worden ist. Aus ihr ergeben sich ebenfalls keine objektiven Aspekte,
die im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung unberücksichtigt geblieben worden
sind.
2.1.4 Aus dem neuropsychologischen Untersuchungsbericht der Klinik für Neurologie
am Universitätsspital Zürich vom 4. September 2013 (IV-act. 173-10 ff.) vermag der
Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Zwar führten die dortigen
Abklärungspersonen aus, die psychiatrischen Beeinträchtigungen würden sich
erheblich negativ auf das kognitive Leistungsniveau auswirken und sollten bei der
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ein besonderes Gewicht erhalten (IV-act. 173-12).
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Angesichts dessen, dass die neuropsychologische Untersuchung gerade keine
wesentlichen kognitiven Beeinträchtigungen ergeben hat, ist nicht nachvollziehbar,
weshalb aus psychiatrischer Sicht erhebliche Beeinträchtigungen bestehen sollen, die
über die gutachterlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit von 20% hinausgehen. Dies
umso weniger, als die Abklärungspersonen der Klinik für Neurologie am
Universitätsspital Zürich die erwähnten psychiatrischen Beeinträchtigungen nicht näher
begründeten. Damit ist der neuropsychologische Untersuchungsbericht nicht geeignet,
die Beurteilung des psychiatrischen ABI-Gutachters, welche die vom
Beschwerdeführer geklagten Leiden vollumfänglich umfasst (insbesondere auch den
ausführlichen von ihm erstellten Leidenskatalog, IV-act. 154-37 ff.), in Frage zu stellen.
2.2 Des Weiteren ist es für den Beschwerdeführer unklar, ob und welche Testverfahren
der psychiatrische Gutachter durchgeführt habe (act. G 1, Rz 5a-aa). Dessen Aussage,
es könne nicht gleichzeitig eine generalisierte Angststörung und eine depressive
Episode diagnostiziert werden, sei nicht nachvollziehbar (act. G 1, Rz 5a-dd). Alsdann
falle auf, dass im ABI-Gutachten die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung gestellt
werde. Die Begründung, wieso diese Diagnose keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
haben solle, überzeuge nicht (act. G 1, Rz 5b).
2.2.1 Entscheidend für eine psychiatrische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sind die
klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und
Verhaltensbeobachtung. Testpsychologischen Verfahren kommt lediglich ergänzende
Funktion zu (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 2011, 9C_209/2011 E. 3.2; vgl.
auch Qualitätsleitlinien für psychiatrische Gutachten in der Eidgenössischen
Invalidenversicherung, Februar 2012, S. 8, Ziff. 4.3.2.2, und S. 15 oben). Hinsichtlich
der im Vordergrund stehenden geklagten kognitiven Leiden fand eine
neuropsychologische Begutachtung des Beschwerdeführers statt, die - im Einklang mit
den übrigen neuropsychologischen Akten (IV-act. 173-10 ff. und IV-act. 98) - keine
wesentlichen Beeinträchtigungen der kognitiven Leistungsfähigkeit ergab (IV-act.
154-27 f.). Im Licht dieser Umstände vermag das Fehlen von (weiteren) Testverfahren
das psychiatrische Teilgutachten nicht in Zweifel zu ziehen. Der Beschwerdeführer
benennt denn auch konkret keine Testverfahren, die vorliegend für eine
aussagekräftige psychiatrische Beurteilung erforderlich gewesen wären. Im Übrigen
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rügt der behandelnde Psychologe in der kritischen Stellungnahme vom 29. Oktober
2013 nicht das Fehlen von Testverfahren (vgl. IV-act. 174-5 ff.).
2.2.2 Der psychiatrische Gutachter führte im Rahmen der Diskussion des
Verlaufsberichts von Dr. D._ vom 14. Juli 2012 aus, bei der Diagnose einer
generalisierten Angststörung könne nach ICD-10 nicht auch gleichzeitig eine
depressive Episode diagnostiziert werden bzw. eine solche sei zuerst auszuschliessen
(IV-act. 154-17 unten). Diese Sichtweise bestätigte der behandelnde Psychologe
ausdrücklich (IV-act. 174-6). Deshalb und weil sich der psychiatrische Gutachter
ausführlich mit der Einschätzung von Dr. D._ auseinandersetzte und seine
abweichende Beurteilung nachvollziehbar begründete, ist die Kritik des
Beschwerdeführers unbegründet.
2.2.3 Entgegen der nicht näher substanziierten Darstellung des Beschwerdeführers
legte der psychiatrische Gutachter schlüssig dar, weshalb er den abhängigen
Persönlichkeitszügen (ICD-10: Z73.1) keine (über die von ihm bescheinigte 20%ige
Arbeitsunfähigkeit hinausgehende) Beeinträchtigung beigemessen hat. Gegen die
Achse-2-Diagnose einer Persönlichkeitsstörung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
spreche vor allem der Verlauf mit vor der Erkrankung doch normaler Sozialisation und
voller Arbeitsfähigkeit. Ein sozialer Rückzug in allen Bereichen seines Lebens sei nicht
erwiesen. Hinweise auf unbewusste Konflikte bestünden nicht, ein primärer
Krankheitsgewinn sei nicht gegeben (IV-act. 154-16). Damit geht einher, dass auch Dr.
D._ unter dem Aspekt der Persönlichkeit des Beschwerdeführers keine Diagnose mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt hat. Bei den Z-Kodierungen handelt es sich
im Übrigen um Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur
Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen. Die Kategorien Z00-Z999 sind für
Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als "Diagnosen" oder "Probleme" angegeben
sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder äussere Ursache unter den Kategorien
A00-Y89 klassifizierbar sind (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Juni 2012,
9C_537/2011, E. 3.1 mit Hinweisen). Die Behauptung des Beschwerdeführers, der
psychiatrische Gutachter habe eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, erweist sich
zudem als aktenwidrig (siehe IV-act. 154-15 und IV-act. 154-29). Dieser hat lediglich
die mögliche Diagnose einer Persönlichkeitsstörung diskutiert und ist dabei zum
Schluss gelangt, dass eine solche gerade nicht besteht (IV-act. 154-16).
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2.3 Bei der Würdigung des ABI-Gutachtens, insbesondere von dessen
psychiatrischem Teil, fällt ins Gewicht, dass es auf eigenständigen polydisziplinären
Abklärungen beruht und für die streitigen Belange umfassend ist. Die medizinischen
Vorakten wurden verwertet. Die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden sowie
dessen Ressourcen (siehe hierzu IV-act. 154-17) wurden berücksichtigt und gewürdigt.
Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür und solche ergeben sich auch nicht aus den
Akten, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Vor
diesem Hintergrund ist ein weiterer medizinischer Abklärungsbedarf zu verneinen. Es
besteht namentlich kein Anlass, die Akten des behandelnden Psychologen beizuziehen
(zum entsprechenden Antrag des Beschwerdeführers siehe act. G 1, Rz 8). Gestützt auf
die Beurteilung der ABI-Gutachter ist bezogen auf die bisher ausgeübten sowie
leidensangepassten Tätigkeiten von folgenden Arbeitsunfähigkeiten auszugehen:
somatisch begründete 100%ige Arbeitsunfähigkeit während der Dauer vom 11. August
2009 bis 31. Juli 2011; psychiatrisch begründete Arbeitsunfähigkeit von 20% ab
Anfang 2012. In der Zeit zwischen 1. August 2011 bis 31. Dezember 2011 bestand für
die angestammte sowie andere körperlich leichte Tätigkeiten keine Arbeitsunfähigkeit
(IV-act. 154-31 und IV-act. 154-21 f.; siehe auch die RAD-Stellungnahme vom 7. Juni
2013, IV-act. 161-2; betreffend den Beginn der Arbeitsun¬fähigkeit am 11. August 2009
siehe IV-act. 10-7, IV-act. 16-4 und den Bericht von Dr. B._ vom 17. September
2009, act. G 4.2).
3.
Der Beschwerdeführer bestreitet die Verwertbarkeit der gutachterlich bescheinigten
Arbeitsfähigkeit (act. G 1, Rz 2 ff., und G 10, Rz 3).
3.1 Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf
nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere
kann von einer verwertbaren Arbeitsgelegenheit dort nicht gesprochen werden, wo die
zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der
ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht
realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre
und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum vornherein als
ausgeschlossen erscheint. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist ein theoretischer und
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abstrakter Begriff. Er berücksichtigt die konkrete Arbeitsmarktlage nicht, umfasst in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vorhandene Stellenangebote
und sieht von den fehlenden oder verringerten Chancen Teilinvalider, eine zumutbare
und geeignete Arbeitsstelle zu finden, ab (BGE 134 V 71 E. 4.2.1 mit Hinweis). Die
wirtschaftliche Verwertbarkeit der noch zumutbaren Restarbeitsfähigkeit auf dem als
ausgeglichen gedachten Arbeitsmarkt bedeutet eine Einschätzung der Chancen der
versicherten Person, trotz der im Einzelfall einzuhaltenden Restriktionen bezüglich
Arbeitsplatz, Arbeitshaltung, Arbeitszeit und Art der Tätigkeit von einem
durchschnittlichen Arbeitgeber noch angestellt zu werden. Es geht dabei um die
konkrete Beurteilung der für die versicherte Person realistischerweise noch
vorhandenen oder nicht mehr vorhandenen Arbeitsmarktchancen (Urteil des
Bundesgerichts vom 17. Dezember 2008, 9C_854/2008, E. 3.2; vgl. auch Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche
Abteilungen des Bundesgerichts] vom 10. März 2003, I 617/02, E. 3.1 mit Hinweisen).
3.2 Der Umstand allein, dass der Beschwerdeführer im fortgeschrittenen Alter steht
(Jahrgang 1953, IV-act. 1), spricht nicht gegen eine realistische Verwertbarkeit auf dem
massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt, zumal im Zeitpunkt der angefochtenen
Verfügung vom 14. Februar 2014 immerhin noch eine knapp 4-jährige Dauer bis zum
ordentlichen AHV-Rentenalter vor ihm lag. Von Bedeutung ist zudem, dass die
bescheinigte Restarbeitsfähigkeit auch für die bisher vom Beschwerdeführer
ausgeübten Tätigkeiten gilt (vgl. vorstehende E. 2.3) und damit kein Umstellungs- oder
Anpassungsbedarf besteht. Hinzu kommt weiter, dass der Beschwerdeführer seit
Anfang 2012 über eine lediglich geringfügig um 20% eingeschränkte Arbeitsfähigkeit
verfügt und die Arbeitsfähigkeit zuvor vom 1. August 2011 bis 31. Dezember 2011 nicht
wesentlich eingeschränkt gewesen ist (vgl. vorstehende E. 2.3). Des Weiteren sind
keine Hinweise für eine eingetretene arbeitsmarktliche Desintegration ersichtlich, die
gegen eine realistische Verwertbarkeit sprechen.
4.
Zu bestimmen bleiben die aus den Arbeitsunfähigkeiten hervorgehenden
Erwerbsunfähigkeiten. Die vom Beschwerdeführer gemäss IK-Auszug als Gesunder
erheblich schwankenden erzielten Jahresverdienste (IV-act. 15) vermögen keine
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aussagekräftige Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens zu bilden.
Daher und da die bisher von ihm ausgeübten Tätigkeiten einer leidensangepassten
Tätigkeit entsprechen (IV-act. 154-32), ist zur Bestimmung des Invaliditätsgrads ein
Prozentvergleich vorzunehmen. Für die für die Zeit vom 11. August 2009 bis 31. Juli
2011 aufgrund rein somatischer Beeinträchtigungen bescheinigte vollständige
Arbeitsunfähigkeit beträgt der Invaliditätsgrad 100%. In der Zeit vom 1. August 2011
bis 31. Dezember 2011 verfügte der Beschwerdeführer über eine vollständige
Arbeitsfähigkeit, womit ein Invaliditätsgrad von 0% resultiert. Ob die seit Anfang 2012
aus psychiatrischer Sicht bescheinigte 20%ige Arbeitsunfähigkeit
invalidenversicherungsrechtlich relevant ist, was die Beschwerdegegnerin bestreitet
(act. G 4, Rz 3), kann offen bleiben. Gleiches gilt mit Blick auf die Frage eines
Tabellenlohnabzugs. Denn selbst wenn im Rahmen des Prozentvergleichs der vom
Beschwerdeführer beantragte Abzug von 20% berücksichtigt würde, resultierte ein
nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 36% (20% + [80% x 20%]). Das
Wartejahr im Sinn von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG war im August 2010 erfüllt. Das
Anmeldeformular reichte der Beschwerdeführer im März 2010 ein. Zu beachten gilt
allerdings, dass er bereits im Februar 2010 eine Schadensanzeige mit dem
"Meldeformular für Erwachsene: Früherfassung" bei der Beschwerdegegnerin
vorgenommen hat. Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen,
dass der Beschwerdeführer einen Leistungsanspruch gegenüber der
Invalidenversicherung geltend machen wollte. Diese Sichtweise wird dadurch bestätigt,
als dass er anlässlich des Gesprächs mit der Eingliederungsberatung vom 24. Februar
2010 ein Gesuch um Unterstützung bei der Wiedereingliederung gestellt hat (IV-act.
6-3). Eine nicht formgerechte Anmeldung schadet der versicherten Person mit Bezug
auf die damit verbundenen Rechtswirkungen nicht (Art. 29 Abs. 3 ATSG). Der Anspruch
auf die (befristete) ganze Rente beginnt damit in Nachachtung von Art. 29 Abs. 1 IVG
am 1. August 2010. In Berücksichtigung der 3-monatigen Frist gemäss Art. 88a Abs. 2
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) endet der
Rentenanspruch am 31. Oktober 2011.
5.
5.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 14. Februar 2014
aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab 1. August 2010 bis 31. Oktober 2011 eine
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ganze Rente zuzusprechen. Zur Bestimmung der Rentenhöhe und zur Festsetzung der
Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Übrigen
ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Da die Beschwerde
lediglich teilweise betreffend einen rückwirkenden befristeten Rentenanspruch
gutgeheissen wird, ist von einem hälftigen Obsiegen auszugehen. Eine Gerichtsgebühr
von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als
angemessen. Dem teilweisen Obsiegen entsprechend bezahlen die
Beschwerdegegnerin und der Beschwerdeführer die Gerichtsgebühr je im Betrag von
Fr. 300.--. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer im
Umfang von Fr. 300.-- daran anzurechnen und im Umfang von Fr. 300.--
zurückzuerstatten.
5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Die
Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit einer Pauschale von Fr. 1’800.--
(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen, was der Hälfte der
praxisgemäss jeweils zugesprochenen Pauschale entspricht.