Decision ID: 6dc1d46b-9f73-5550-9a9d-b0b8535645c5
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Der Beschwerdeführer ist türkischer Staatsbürger kurdischer Ethnie und stammt aus C._ (Landkreis D._, Provinz Sanliurfa); seit dem Jahr 1992 war er in Gaziantep wohnhaft. Gemäss eigenen Angaben verliess er seinen Heimatstaat anfangs September 2009. Am 11. September 2009 reiste er illegal in die Schweiz ein und stellte am 15. September 2009 beim Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Basel ein Asylgesuch. Am 24. September 2009 wurde er im EVZ Basel summarisch und am 12. Oktober 2009 eingehend zu seinen  befragt. Am 13. Oktober 2009 wurde er für die Dauer des  dem Kanton Solothurn zugewiesen.
B. Anlässlich der durchgeführten Befragungen machte der  im Wesentlichen Folgendes geltend: Als Jugendlicher habe er mit dem Jugendverband der kurdischen Partei HADEP (Halkin  Partisi; Demokratiepartei des Volkes) sympathisiert und an deren Versammlungen und Kundgebungen teilgenommen. Deswegen sei er im Jahr 1999 einmal durch die Polizei verprügelt worden. Später habe er ab und zu Newroz-Kundgebungen und andere Veranstaltungen , die durch die DTP (Demokratik Toplum Partisi; Partei der  Gesellschaft) organisiert worden seien. Der DTP habe er ausserdem gelegentlich Geld gespendet, sei aber nicht Mitglied dieser oder einer anderen Partei gewesen und habe sich ansonsten auch nicht politisch engagiert. Im November 2008 sei er einmal  und für einige Stunden bei der Sicherheitsdirektion von  festgehalten worden. Dies habe er indessen nicht als Problem erlebt, und es sei auch ohne weitere Folgen geblieben. Am 4. April 2009, dem Geburtstag Abdullah Öcalans, habe er sich mit einem Verwandten namens E._ und einigen Bekannten aus Gaziantep auf den Weg gemacht, um im Dorf Ömerli (Landkreis Halfeti, Provinz Sanliurfa), dem Geburtsort Öcalans, an einer Kundgebung teilzunehmen. In der Stadt Birecik hätten sie sich mit ihrem Fahrzeug einem Konvoi angeschlossen, der sich nach Ömerli bewegt habe. Dieser Konvoi, der mehrere tausend Personen umfasst habe, sei unterwegs durch die Gendarmerie und die Polizei aufgehalten worden. Die Menge habe Parolen gerufen, und er selbst habe ein Poster  Öcalans in den Händen gehalten. Es sei zu Zusammenstössen zwischen Demonstrierenden und den Sicherheitskräften gekommen, in
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deren Verlauf Dutzende von Menschen verletzt und zwei Personen getötet worden seien. Er selbst sei unbehelligt nach Gaziantep . Einige Tage später habe er indessen von seiner Mutter erfahren, dass er zuhause von der Polizei gesucht worden sei. Die  hätten während der Ereignisse vom 4. April 2009 Film- und Photoaufnahmen gemacht, und er gehe davon aus, dass zwei Freunde, die bei den Zusammenstössen verhaftet worden seien,  Namen verraten hätten. Aus Angst, selbst verhaftet zu werden, sei er dann nach Istanbul gereist, wo er sich bis zu seiner Ausreise aus der Türkei aufgehalten habe.
C. Mit Verfügung vom 21. Oktober 2009 (eröffnet am 29. Oktober 2009) lehnte das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab, ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz an und erachtete den Vollzug als zulässig, zumutbar und möglich. Zur Begründung der Ablehnung des Asylgesuchs führte das Bundesamt im Wesentlichen aus, die  des Beschwerdeführers seien nicht asylrelevant.
D. Mit Eingabe seines Rechtsvertreters an das BFM vom 29. Oktober 2009 ersuchte der Beschwerdeführer um Einsicht in die . Diesem Ersuchen entsprach das Bundesamt mit Schreiben vom 3. November 2009.
E. Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 30. November 2009 focht der Beschwerdeführer die Verfügung des BFM beim  an. Dabei beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur Feststellung des vollständigen  sowie zur erneuten Beurteilung an das Bundesamt . Eventualiter sei seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen und es sei ihm in der Schweiz Asyl zu gewähren. Subeventualiter sei die Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen. Auf die dabei vorgebrachte Begründung wird, soweit für den Entscheid , in den Erwägungen eingegangen. Als Beweismittel wurde mit der Beschwerdeschrift ein Ausdruck eines Zeitungsartikels aus dem Internet eingereicht.
F. Mit Zwischenverfügung vom 8. Dezember 2009 wurde der Beschwer-
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deführer zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 600.-- .
G. Mit Einzahlung vom 23. Dezember 2009 leistete der Beschwerdeführer fristgerecht den verlangten Kostenvorschuss.
H. Mit Vernehmlassung vom 15. Januar 2010 hielt das BFM  an seinen Erwägungen fest und beantragte die Abweisung der . Dem Beschwerdeführer wurde davon durch das  mit Schreiben vom 20. Januar 2010 Kenntnis .

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Über Beschwerden gegen Verfügungen, die gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch das BFM  worden sind, entscheidet das Bundesverwaltungsgericht  (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich Missbrauch und  des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige  des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Der Beschwerdeführer ist legitimiert; auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 105 AsylG und Art. 37 VGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG).
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3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. Als Flüchtling wird eine Person anerkannt, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten  Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen  ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten  die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).
3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft  oder zumindest glaubhaft machen. Glaubhaft gemacht ist die Flüchtlingseigenschaft, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit  Wahrscheinlichkeit für gegeben hält. Unglaubhaft sind  Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig  oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel  werden (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 Mit Blick auf die Asylvorbringen des Beschwerdeführers ist zwar nicht völlig auszuschliessen, dass die türkischen Sicherheitskräfte im unmittelbaren Anschluss an die Ereignisse vom 4. April 2009 ein  Interesse daran gezeigt haben könnten, den Beschwerdeführer an seinem letzten Wohnsitz in Gaziantep aufzusuchen und ihn zu sei - ner Beteiligung an den Vorfällen zu befragen. Indessen ist es als  zu bezeichnen, dass die türkischen Behörden  dem Beschwerdeführer darüber hinaus ein asylrechtlich  Verfolgungsinteresse entwickelten.
4.1.1 Diesbezüglich ist zunächst festzuhalten, dass die geltend  Probleme aus dem Jahr 1999, die auf die Mitwirkung des Beschwerdeführers beim Jugendverband der damaligen HADEP  gewesen seien, offensichtlich nicht zu einem  Verfolgungsinteresse der türkischen Behörden geführt haben. So geht aus den durchgeführten Befragungen hervor, dass der  in den Jahren 2001 und 2003, nachdem er jeweils in Deutschland beziehungsweise in Italien erfolglos um Asyl ersucht , legal über den Flughafen Istanbul wieder in die Türkei zurückreisen konnte. Dabei wurde er zwar jeweils während zweier beziehungsweise
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dreier Tage durch die türkische Einreisebehörde festgehalten – so  Abklärungen in Bezug auf seine Militärdienstpflicht –, war jedoch ansonsten mit keinerlei Schwierigkeiten konfrontiert (Protokoll der eingehenden Befragung, S. 5 f.). Bezüglich der kurzzeitigen  im November 2008 führte der Beschwerdeführer selbst aus, dies sei für ihn kein Problem gewesen (ebd., S. 4 f.). Es ist auch angesichts der nachfolgenden Erwägungen kein Grund zur Annahme ersichtlich, die vereinzelten Konfrontationen mit den Sicherheitsbehörden in den Jahren 1999 und 2008 würden sich – wie mit der Beschwerdeschrift behauptet – zusammen mit den geltend gemachten Ereignissen vom 4. April 2009 kumulieren, so dass insgesamt ein reelles asylrelevantes Verfolgungsinteresse der türkischen Behörden resultiere.
4.1.2 Hinsichtlich des Vorbringens, der Beschwerdeführer sei aufgrund seiner Beteiligung am Konvoi vom 4. April 2009 in asylrelevanter  gefährdet, ist zunächst festzuhalten, dass sich der Genannte  seinen Aussagen anlässlich der durchgeführten Befragungen seit dem Jahr 1999 lediglich insofern politisch engagierte, als er ab und zu Newroz-Kundgebungen und andere Veranstaltungen besuchte sowie der DTP gelegentlich Geld spendete. Hingegen war er weder Mitglied einer Partei noch anderweitig politisch aktiv. Somit ist , dass der Beschwerdeführer jedenfalls in den letzten zehn Jahren vor seiner Ausreise kein politisches Engagement an den Tag legte, das ihn in den Augen der türkischen Behörden als politischen Aktivisten hätte erscheinen lassen. Weiter ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer am 4. April 2009 lediglich – nach seinen Aussagen – unter vielen tausend anderen Teilnehmern am Konvoi nach Ömerli beteiligt war. Zwar habe er ein Poster Abdullah Öcalans in den Händen gehalten; ansonsten war er nach seinen Angaben jedoch nicht direkt in die Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften involviert. Vor diesem Hintergrund und angesichts des Umstands, dass der  ansonsten keine spezifischen politischen Aktivitäten entfaltete, ist nicht ersichtlich, weshalb die türkischen Behörden gegenüber dem Genannten ein anhaltendes Verfolgungsinteresse aufbringen sollten. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass anlässlich des Konvois vom 4. April 2009 eine sehr grosse Zahl von Personen ebenfalls ein Poster mit dem Konterfei Abdullah Öcalans getragen haben dürfte, so dass sich der Beschwerdeführer auch diesbezüglich nicht besonders exponierte.
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4.1.3 Zwar ist den Ausführungen in der Beschwerdeschrift insofern zuzustimmen, als in der Türkei auch in jüngster Zeit Personen auf - grund des blossen Umstands strafrechtlichen Verfahren unterworfen wurden, dass sie anlässlich von Demonstrationen Bilder oder  mit sich trugen, die als Unterstützung der PKK (Partiya Karkerên Kurdistan; Arbeiterpartei Kurdistans) und insofern als Unterstützung separatistischer Bestrebungen gewertet wurden. Es kann jedoch  ausgegangen werden, dass solche Fälle der Strafverfolgung  vergleichsweise unspezifischer politischer  lediglich von lokalen Behörden ausgehen. Somit ist mit  Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der Beschwerdeführer den geltend gemachten Behelligungen seitens der  in Gaziantep durch einen Wechsel des Wohnorts innerhalb der Türkei hätte entgehen können. In diesem Zusammenhang ist – wie bereits ausgeführt – zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer aussagte, er sei selbst nicht in spezifischer Weise politisch aktiv  und es sei nie eine Anklage gegen ihn erhoben oder ein  eröffnet worden. Angesichts des Fehlens eines eigenen politi - schen Profils des Beschwerdeführers besteht somit keinerlei Grund zur Annahme, dieser sei in der Türkei einer landesweiten  Verfolgung seitens des türkischen Staats ausgesetzt gewesen oder immer noch ausgesetzt. Vielmehr ist davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer der geltend gemachten Nachforschung örtlicher Angehöriger der Sicherheitskräfte ohne weiteres im Sinne einer in - nerstaatlichen Fluchtalternative durch einen Wechsel des  in der Türkei hätte entziehen können.
4.1.4 Im Übrigen ist festzustellen, dass das mit der Beschwerdeschrift eingereichte Beweismittel – ein Ausdruck eines Zeitungsartikels aus dem Internet – zwar die soeben erwähnte Tatsache bestätigt, dass in der Türkei Fälle willkürlicher behördlicher Verdächtigung der  der PKK und der Einleitung entsprechender Strafverfahren vorkommen. Indessen ist keinerlei konkreter Bezug zu den Vorbringen des Beschwerdeführers zu erkennen, womit dem Beweismittel für die Beurteilung der individuellen Asylvorbringen keine Beweistauglichkeit zukommt.
4.2 Des Weiteren sind auch keine relevanten Anhaltspunkte dafür gegeben, der Beschwerdeführer sei mit ausreichender  in der Türkei im Sinne einer Reflexverfolgung (Sippenhaft) der Gefahr asylrelevanter Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt
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gewesen oder habe künftig solche zu befürchten. Zwar macht der  geltend, ein Verwandter namens E._ habe engere Verbindungen zur DTP gehabt und für diese Partei  vor Wahlen Propaganda betrieben. Indessen ist damit in keiner Weise dargetan, dass E._ durch die türkischen Behörden in einer Weise als missliebiger politischer Exponent wahrgenommen und verfolgt würde, die eine Gefährdung seiner Verwandten aufgrund einer Reflexverfolgung wahrscheinlich erscheinen liesse.
4.3 Schliesslich ist auf das Vorbringen des Beschwerdeführers , der Sachverhalt sei durch das BFM nicht vollständig und kor - rekt erhoben worden, weshalb die Sache zum Zweck weiterer  an die Vorinstanz zurückzuweisen sei. Dabei stellt er sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, aufgrund seiner Schilderung  der durchgeführten Befragungen, zwei ihm bekannte Personen – F._ und G._ – seien beim Zusammenstoss zwischen Teilnehmern des Konvois und den Sicherheitskräften am 4. April 2009 verhaftet worden, hätte das BFM näher abklären müssen, was mit den beiden Genannten weiter geschehen sei. Indessen ist aufgrund der Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich seiner Befragungen nicht ersichtlich, inwiefern eine allfällige weitere Inhaftierung der beiden genannten Personen für die Beurteilung der Gefährdungssituation des Beschwerdeführers von entscheidwesentlicher Bedeutung sein könnte, hat er doch – abgesehen von einer nicht näher definierten Bekannt - schaft – keinerlei Ausführungen dazu gemacht, in welchem Verhältnis diese Personen zu ihm standen. Die blosse, durch keine konkreten Hinweise untermauerte Vermutung, die beiden genannten Personen könnten gegenüber den Behörden den Namen des Beschwerdeführers verraten haben, vermag die Notwendigkeit weiterer Abklärungen nicht hinreichend zu begründen. Auch sonst sind keine entsprechenden Gründe ersichtlich. Somit ist auch der mit der Beschwerdeschrift  Antrag abzuweisen, das Bundesverwaltungsgericht habe  Abklärungen selbst durchzuführen, sollte dem Begehren auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz nicht entsprochen .
4.4 Aus dem Gesagten ergibt sich zusammenfassend, dass das BFM zu Recht zur Beurteilung gelangt ist, die Vorbringen des  seien nicht asylrelevant, und er erfülle somit die  im Sinne des Art. 3 AsylG nicht.
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5. 5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung ei - ner solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. auch EMARK 2001 Nr. 21).
6. 6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das  nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige  von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
6.2 6.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land ge - zwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der  [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der  der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende  oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung  werden.
6.2.2 Der Vollzug der Wegweisung durch Rückschaffung in die Türkei ist unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig, weil der Beschwer - deführer – wie zuvor dargelegt – dort keinen Nachteilen im Sinne von
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Art. 3 AsylG ausgesetzt wäre. Aus den Vorbringen des  ergeben sich ausserdem auch keine konkreten und  Anhaltspunkte für die Annahme, dass er im Falle einer Ausschaf - fung in die Türkei mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 S. 122, 2001 Nr. 17 S. 130 f.; aus der Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte etwa die Urteile i.S. Bensaid, Rep. 2001-I, S. 303, sowie i.S. Saadi vom 28. Februar 2008 [Grosse Kammer], Beschwerde Nr. 37201/06, Para. 124 ff., jeweils mit weiteren Hinweisen). Auch die allgemeine Menschenrechtssituation in der Türkei bietet zum heutigen Zeitpunkt keinen konkreten Anlass zur Annahme, dem Beschwerdeführer drohe eine entsprechende . Der Vollzug der Wegweisung ist somit sowohl im Sinne der asylgesetzlichen als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen .
6.3 6.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3818).
6.3.2 Die allgemeine Lage in der Türkei ist weder von Bürgerkrieg noch von allgemeiner Gewalt gekennzeichnet, so dass der Vollzug der Wegweisung dorthin grundsätzlich zumutbar erscheint. Es bestehen ferner auch sonst keine Anhaltspunkte, die darauf schliessen liessen, der Beschwerdeführer sei bei einer Rückkehr in die Türkei einer  Gefährdung im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG ausgesetzt.  ist auch davon auszugehen, dass es dem jungen und soweit aktenkundig gesunden Beschwerdeführer, der nach eigenen Angaben vor seiner Ausreise im Baugewerbe tätig war, möglich sein wird, sich in der Türkei wieder eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen. Überdies besitzt der Beschwerdeführer in der Türkei ein familiäres Netz (Eltern und fünf Geschwister, darunter drei volljährige Brüder, in Gaziantep), das ihm gegebenenfalls entsprechende Unterstützung wird leisten können. Der Vollzug der Wegweisung ist somit auch als zumutbar zu bezeichnen.
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6.4 Schliesslich ist festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung mangels aktenkundiger objektiver Hindernisse auch möglich im Sinne von Art. 83 Abs. 2 AuG ist.
6.5 Die durch die Vorinstanz verfügte Wegweisung und deren Vollzug stehen somit in Übereinstimmung mit den zu beachtenden  und sind zu bestätigen. Nach dem Gesagten fällt eine Anordnung der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
7. Aus den angestellten Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen  richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dessen Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Die Kosten werden auf Fr. 600.-- festgesetzt (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem  [VGKE, SR 173.320.2] i.V.m. Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG). Des Weiteren sind die Verfahrenskosten mit dem in glei - cher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen, womit sie  gedeckt sind.
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