Decision ID: 09bfbce0-15bc-44c1-802f-bec8c76e0ae9
Year: 2021
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
Am 13. Oktober 2017 liess sich die A._ GmbH im Handelsregister des Kantons
St. Gallen eintragen. Einziger Gesellschafter und Geschäftsführer war B._ (Suva-act.
I-18).
A.a.
Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) als obligatorischer
Unfallversicherer legte ihren Prämienrechnungen vom 9. April 2019 für das Jahr 2017
eine Lohnsumme von Fr. 13'000.-- (Prämientotal Fr. 1'288.40 [Prämienverdoppelung]),
für das Jahr 2018 von Fr. 59'828.-- (Prämientotal Fr. 5'929.45 [Prämienverdoppelung])
und für das Jahr 2019 von Fr. 65'000.-- (Prämientotal Fr. 3'545.35) zugrunde (Suva-act.
I-29 ff.). Die Prämien wurden nicht beglichen, die A._ GmbH im Juli 2019 betrieben
(Suva-act. I-43) und im November 2019 ein Verlustschein ausgestellt (Suva-act. I-45).
A.b.
Mit Schreiben vom 11. November 2019 ersuchte D._ von C._, in Vertretung
der A._ GmbH bzw. von B._ um Anpassung der Prämien. Im Jahr 2017 habe die
Lohnsumme Fr. 0.-- und im Jahr 2018 Fr. 18'000.-- betragen (Suva-act. I-44). In
Beachtung dieses Ersuchens forderte die Suva für eine allfällige Korrektur der
Prämienrechnungen Unterlagen der A._ GmbH ein (Suva-act. I-47, 52). In der Folge
reichte B._ Buchhaltungsunterlagen ein (Bilanz- und Erfolgsrechnung 2017/2018
sowie Belege und Rechnungen zu Einnahmen und Ausgaben; Suva-act. I-61 ff.).
Daraus ergaben sich Barzahlungen an die E._ GmbH (einziger Gesellschafter und
Geschäftsführer F._, Konkurseröffnung am 5. September 2018; Suva-act. I-94,
II-77-1) in Höhe von Fr. 226'023.45 (Suva-act. I-61-2, 74).
A.c.
Im Januar 2020 bezahlte B._ die Prämienrechnungen, woraufhin die Suva das
Konkursbegehren gegen die A._ GmbH zurückzog (Suva-act. I-81 ff.) und das
A.d.
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B.
Am 30. April 2020 erhob D._ im Namen der A._ GmbH Einsprache (Suva-act.
I-113). Mit Entscheid vom 14. Oktober 2020 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-
act. I-124).
C.
Kreisgericht St. Gallen das Verfahren als erledigt abschrieb (Suva-act. I-83). Am 22.
Januar 2020 forderte die Suva B._ auf, weitere Unterlagen einzureichen (Suva-act.
I-89). Diesem Ersuchen kam D._ am 4. Februar 2020 nach (Suva-act. I-90). Mit
Schreiben vom 17. Februar 2020 ersuchte die Suva um Beantwortung verschiedener
Fragen in Bezug auf die Barzahlungen an die E._ GmbH (Suva-act. I-93). Am 23.
März 2020 teilte B._ der Suva telefonisch mit, dass er den Namen des Empfängers
der Barzahlungen nicht liefern könne (Suva-act. 99-1). Mit E-Mail vom 26. März 2020
führte D._ aus, dass er gemäss B._ der Suva ausrichten dürfe, dass die
Bargeldzahlungen einer Person Mitte 40 übergeben worden seien, wobei sich B._ nur
noch an den Firmennamen erinnern könne, sonst an nichts (Suva-act. I-101-1).
Am 30. März 2020 teilte die Suva der A._ GmbH mit, dass sie die Barzahlungen
(exklusive Materialkosten) des Jahres 2018 in Höhe von Fr. 186'212.-- an die E._
GmbH (Fr. 169'355.-- vor Konkurseröffnung, Fr. 16'857.-- danach) als prämienpflichtige
Zahlungen an Arbeitnehmende der A._ GmbH qualifizieren und bei der Lohnsumme
aufrechnen würde. Im Weiteren sei unglaubwürdig, dass solch hohe Barbeträge an eine
unbekannte Person übergeben worden seien (Suva-act. I-103 ff.). Entsprechend stellte
die Suva der A._ GmbH eine Prämienrechnung nach Revision 2018 in Höhe von Fr.
18'455.05 aus (Suva-act. I-106).
A.e.
Anlässlich eines Gesprächs bei der Suva führte B._ am 21. April 2020 erneut aus,
dass er keine genauen Angaben zur Person machen könne, der er die Barzahlungen
übergeben habe. Es basiere alles auf Vertrauen. Er zahle in bar, weil niemand aufgrund
seiner Vergangenheit mit ihm Geschäfte mache, wenn er nicht bar zahle (Suva-act.
I-109).
A.f.
Gegen den Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2020 liess die A._ GmbH
(nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch B._, am 13. November 2020
C.a.
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Erwägungen
1.
Streitig ist, ob die von der Beschwerdeführerin im Jahr 2018 geleisteten Barzahlungen
in Höhe von Fr. 186'212.-- (exklusive Materialkosten) an die E._ GmbH als
prämienpflichtige (Lohn-)Zahlungen zu qualifizieren sind.
Beschwerde erheben. Er beantragte darin die Aufhebung des Einspracheentscheids.
Die Revisionsrechnung 2018 sei für nichtig zu erklären und die Prämien seien gemäss
der deklarierten Lohnsumme zu berechnen. Bei den Leistungen an die selbständige
E._ GmbH handle es sich um betriebliche Aufwendungen und nicht um
Lohnzahlungen (act. G 1).
In der Beschwerdeantwort vom 19. April 2021 beantragte die Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung des
Einspracheentscheids (act. G 9).
C.b.
Mit Replik vom 30. Juni 2021 hielt die Beschwerdeführerin unverändert an den
Anträgen gemäss Beschwerde fest (act. G 10).
C.c.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine umfassende Duplik und hielt mit
Schreiben vom 13. September 2021 unverändert am Antrag auf Abweisung der
Beschwerde fest (act. G 12).
C.d.
Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in
den Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
C.e.
Gemäss Art. 1a Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR
832.20) sind die in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer obligatorisch nach UVG
versichert, wobei die Prämien vom Arbeitgeber geschuldet sind (Art. 91 Abs. 3 UVG;
vgl. bezüglich Aufteilung die Abs. 1 und 2). Als Arbeitnehmer gilt dabei nach Art. 1 der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202), wer eine unselbständige
Erwerbstätigkeit im Sinne der Bundesgesetzgebung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) ausübt.
1.1.
Die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht Erwerbstätiger richtet sich unter
anderem danach, ob das in einem bestimmten Zeitraum erzielte Erwerbseinkommen
1.2.
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als solches aus selbstständiger oder aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit zu
qualifizieren ist (Art. 5 und 9 AHVG sowie Art. 6 ff. der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung [AHVV; 831.101]). Nach Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt als
massgebender Lohn jedes Entgelt für in unselbstständiger Stellung auf bestimmte oder
unbestimmte Zeit geleistete Arbeit; als Einkommen aus selbstständiger
Erwerbstätigkeit gilt nach Art. 9 Abs. 1 AHVG jedes Einkommen, das nicht Entgelt für in
unselbstständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt. Nach der Rechtsprechung
beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall selbstständige oder unselbstständige
Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht aufgrund der Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses
zwischen den Parteien. Entscheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen
Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnisse vermögen dabei allenfalls gewisse
Anhaltspunkte für die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation zu bieten, ohne
jedoch ausschlaggebend zu sein (BGE 144 V 112 f. E. 4.2).
Charakteristische Merkmale einer selbständigen Erwerbstätigkeit sind die Tätigung
erheblicher Investitionen, die Benützung eigener Geschäftsräumlichkeiten sowie die
Beschäftigung von eigenem Personal. Das spezifische Unternehmerrisiko besteht
dabei darin, dass unabhängig vom Arbeitserfolg Kosten anfallen, die der Versicherte
selber zu tragen hat. Für die Annahme selbständiger Erwerbstätigkeit spricht sodann
die gleichzeitige Tätigkeit für mehrere Gesellschaften in eigenem Namen, ohne
indessen von diesen abhängig zu sein. Massgebend ist dabei nicht die rechtliche
Möglichkeit, Arbeiten von mehreren Auftraggebern anzunehmen, sondern die
tatsächliche Auftragslage. Von unselbständiger Erwerbstätigkeit ist auszugehen, wenn
die für den Arbeitsvertrag typischen Merkmale vorliegen, d.h. wenn der Versicherte
Dienst auf Zeit zu leisten hat, wirtschaftlich vom Arbeitgeber abhängig ist und während
der Arbeitszeit auch in dessen Betrieb eingeordnet ist, praktisch also keine andere
Erwerbstätigkeit ausüben kann. Indizien dafür sind das Vorliegen eines bestimmten
Arbeitsplans, die Notwendigkeit, über den Stand der Arbeiten Bericht zu erstatten,
sowie das Angewiesensein auf die Infrastruktur am Arbeitsort. Das wirtschaftliche
Risiko des Versicherten erschöpft sich diesfalls in der (alleinigen) Abhängigkeit vom
persönlichen Arbeitserfolg oder, bei einer regelmässig ausgeübten Tätigkeit, darin,
dass bei Dahinfallen des Erwerbsverhältnisses eine ähnliche Situation eintritt, wie dies
beim Stellenverlust eines Arbeitnehmers der Fall ist (BGE 122 V 172 f. E. 3c mit
Hinweisen). Aus diesen Grundsätzen allein lassen sich indessen noch keine
einheitlichen, schematisch anwendbaren Lösungen ableiten. Die Vielfalt der im
wirtschaftlichen Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche
Stellung einer erwerbstätigen Person jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände
des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zu
1.3.
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2.
Tage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser Merkmale im
konkreten Fall überwiegen (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Oktober 2019,
8C_218/2019, E. 2.2, mit Hinweisen).
In der Regel üben Akkordanten eine unselbständige Erwerbstätigkeit aus. Als
Selbständigerwerbender gilt ein Akkordant grundsätzlich nur, wenn er Inhaber eines
eigenen Betriebs ist und so als gleichgeordneter Geschäftspartner mit eigenem
Unternehmerrisiko für den Akkordvergeber arbeitet (Ueli Kieser, Rechtsprechung zur
AHV, 3. Auflage, 2012, N 28 zu Art. 5).
1.4.
Zu prüfen ist im Folgenden, ob mit den Zahlungen der Beschwerdeführerin an die
E._ GmbH im Jahr 2018 in Höhe von Fr. 186'212.-- eine Forderung gegenüber einer
selbständigen Gesellschaft (bzw. einem selbständigen Subunternehmen) beglichen
wurde oder damit Arbeiten bezahlt wurden, welche die Arbeitskräfte der E._ GmbH in
unselbständiger Tätigkeit gegenüber der Beschwerdeführerin erledigt haben, anders
gesagt die Beschwerdeführerin diesbezüglich als Arbeitgeberin aufgetreten ist. Im
ersteren Fall wären auf die Zahlungen keine Prämien der Beschwerdegegnerin zu
entrichten, im letzteren schon. Wie unter vorstehender E. 1.3 festgehalten, ist diese
Statusfrage unter Würdigung der gesamten Umstände zu beantworten bzw. hat sich
der Entscheid danach zu richten, ob die Merkmale für eine selbständige oder für eine
unselbständige Erwerbstätigkeit überwiegen.
2.1.
Im vorliegenden Fall überwiegen die Merkmale für eine unselbständige Tätigkeit
seitens der Arbeitskraft, welche formell von der E._ GmbH gestellt wurde, klar. Zwar
sprechen auch Punkte für eine selbständige Tätigkeit. Namentlich trat die E._ GmbH
seit Frühling 2017 bis zur Konkurseröffnung am 5. September 2018 (Suva-act. II-77-1)
als selbständige Gesellschaft mit Eintrag im Handelsregister auf (Suva-act. II-48; [...]
eingesehen am 13. Dezember 2021). Im Weiteren beschäftigte sie gemäss eigenen
Angaben nebst dem einzigen Gesellschafter und Geschäftsführer F._ zumindest
zeitweise Mitarbeiter (G._ und H._), für welche Prämien an die Unfallversicherung
geschuldet waren (Suva-act. I-94-6, II-67-1, 72) und auch Versicherungsleistungen
bezogen wurden (Suva-act. II-69-2). Im Übrigen spricht indes nichts für eine
selbständige Erwerbstätigkeit in Bezug auf die Arbeiten für die Beschwerdeführerin. Die
E._ GmbH betrieb keine eigenen Geschäftsräumlichkeiten (Suva-act. I-94-6), die
Maschinen für die Arbeit wurden jeweils von den Arbeitgebern/Auftraggebern zur
Verfügung gestellt (Suva-act. I-94-9) und es sind keine Betriebskosten erkennbar,
welche unabhängig vom Arbeitserfolg angefallen wären. Im Weiteren wurden die
2.2.
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3.
Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2020
nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.
Arbeiten für die Beschwerdeführerin in den Quittungen als Aushilfsarbeiten betitelt
(Suva-act. 74-1 ff.), was nicht für eine gleichgeordnete Geschäftspartnerschaft spricht.
Auch lassen die hohen Zahlungen der A._ GmbH bzw. die geleisteten Arbeitsstunden
(Suva-act. I-74-1 ff.) darauf schliessen, dass die E._ GmbH respektive die (wenigen)
Arbeitskräfte, welche im Namen der E._ GmbH tätig waren, im Jahr 2018 wohl
ausschliesslich für die Beschwerdeführerin tätig waren. Letztlich spricht insbesondere
der Umstand, dass auch nach der Konkurseröffnung vom 5. September 2018 die
Zahlungen weiterhin im Namen der E._ GmbH quittiert wurden (vgl. dazu Suva-act.
I-74-1, 16 f.), dafür, dass schlicht die Arbeitskraft angeboten wurde, völlig unabhängig
davon, ob die Gesellschaft noch existierte oder nicht. Anders gesagt deutet dieser
Umstand darauf hin, dass es sich lediglich der Form halber um Arbeitskräfte der E._
GmbH handelte, faktisch aber von zur A._ GmbH entsandten Arbeitskräften und von
deren Arbeitnehmern auszugehen ist. Damit kommt hier die rechtliche Selbständigkeit
der E._ GmbH aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht nicht zum Tragen.
Zusammengefasst ist festzuhalten, dass eine Abwägung der Merkmale dazu führt,
dass in Bezug auf die Arbeiten der E._ GmbH für die Beschwerdeführerin aus
sozialversicherungsrechtlicher Sicht überwiegend wahrscheinlich von einer
unselbständigen Tätigkeit auszugehen bzw. die Beschwerdeführerin diesbezüglich als
Arbeitgeberin aufgetreten ist. Es trifft zwar zu, dass Verfehlungen wie mangelnde
Buchführung der E._ GmbH (act. G 9.2), welche allenfalls Anhaltspunkte in Bezug auf
die Statusfrage liefern könnten, nicht der Beschwerdeführerin angelastet werden
können. Indem B._ indes konkrete mündliche oder schriftliche Auskünfte bezüglich
der hohen Bargeldzahlungen an die E._ GmbH verweigert bzw. in unglaubwürdiger
Weise geltend macht, er könne diesbezüglich keine Informationen liefern (Suva-act.
I-101-1, 109), kann der Beschwerdegegnerin auch keine Verletzung ihrer
Untersuchungspflicht vorgeworfen werden. In dem Sinne offeriert B._ keine Beweise
und es sind auch keine weiteren Abklärungsmassnahmen ersichtlich, welche das
Pendel zugunsten einer selbständigen Tätigkeit ausschlagen lassen könnten.
Entsprechend sind die von der Beschwerdeführerin im Jahr 2018 geleisteten
Barzahlungen in Höhe von Fr. 186'212.-- (exklusive Materialkosten) an die E._ GmbH
als prämienpflichtige (Lohn-)Zahlungen an Arbeitskräfte/Arbeitnehmer (natürliche
Personen) der Beschwerdeführerin zu qualifizieren, wobei in masslicher Hinsicht die
Prämienforderung bzw. Prämienaufrechnung unbestritten geblieben ist.
2.3.
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Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in der bis 31.
Dezember 2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch
anwendbaren Fassung). Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).