Decision ID: 29170eed-4eb8-5c5a-872f-43e75a3c85d1
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Entscheid Verwaltungsgericht, 23.01.2015 Nichteinhaltung landwirtschaftlicher Gewässerschutzvorschriften. Art. 3, 6 und 14 GSchG (SR 814.20). Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP (sGS 951.1).Zur Begründung seiner Beschwerde verwies der Beschwerdeführer im Wesentlichen auf seine Argumentation im Rekurs und reichte die Stellungnahmen im vorinstanzlichen Verfahren ein, ohne sich mit den Feststellungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid konkret auseinanderzusetzen. Nicht Aufgabe der Beschwerdeinstanz ist es, in vorinstanzlichen Eingaben der Beteiligten nach Gründen zu suchen, aus denen der angefochtene Entscheid unrichtig sein könnte. Nichteintreten auf die Beschwerde mangels ausreichender Begründung.Anfügung einer Eventualbegründung in dem Sinn, dass die Beschwerde, selbst wenn darauf einzutreten wäre, abgewiesen werden müsste. Bestätigung der vorinstanzlichen Feststellung des Bestehens einer konkreten Gefahr einer Verunreinigung der Gewässer durch Abschwemmen oder Versickern von Exkrementen (Verwaltungsgericht, B 2013/237).Entscheid vom 23. Januar 2015 BesetzungPräsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder; Gerichtsschreiber SchmidVerfahrensbeteiligteX.Y., Beschwerdeführer,gegenBaudepartement des Kantons St. Gallen, Rechtsabteilung, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,Vorinstanz,GegenstandNichteinhalten landwirtschaftlicher Gewässerschutzvorschriften 2012Das Verwaltungsgericht stellt fest:A.
a. X.Y. führt in der Gemeinde A. einen Landwirtschaftsbetrieb mit einer Nutzfläche von
rund 10.7 ha. Auf dem Grundstück Nr. 000, Grundbuch A., befinden sich das
Wohnhaus (Vers.-Nr. 001), ein freistehender Hauptstall (Vers.-Nr. 0002) und ein
weiteres dazwischenliegendes Gebäude (Vers.-Nr. 003). Der Laufhof mit angrenzender
Weide liegt nördlich des Hauptstalls. Eine weitere Weidemöglichkeit besteht westlich
der erwähnten Gebäude. Die Milchkuhhaltung erfolgt im Hauptstall, im Laufhof und auf
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der Weidefläche. Das Jungvieh ist im Gebäude Vers.-Nr. 003 untergebracht. Das
Grundstück Nr. 000 befindet sich gemäss Gewässerschutzkarte des Kantons St. Gallen
im Gewässerschutzbereich A (act. G 11/15). Mit Verfügung vom 23. Oktober 2009
verpflichtete das Amt für Umwelt und Energie (AFU) X.Y., mit Blick auf das vorhandene
Güllenlagervolumen den Viehbestand in den Wintermonaten November bis März auf
maximal 21 Milchkühe und 8 Kälber zu reduzieren. Im Weiteren wurde festgehalten,
dass für eine Anhebung des Viehbestandes in den Wintermonaten über die erwähnte
Anzahl hinaus vorgängig die Lagerkapazität für Gülle erhöht werden müsse. Die
Zumiete der Güllengrube bei S.J. (Nachbarbetrieb) werde dann nicht mehr
berücksichtigt (act. G 11/10/3). Nach Durchführung eines Augenscheins am 23.
September 2010, Gewährung des rechtlichen Gehörs und einer Nachkontrolle am 17.
August 2011 ordnete das AFU mit Verfügung vom 6. September 2011 zum einen an,
die Nutzung des permanent zugänglichen, nicht in die Güllengrube entwässerten
Auslaufs mit Tieren müsse unverzüglich eingeschränkt werden. Solange der Auslauf
sachgemäss betrieben oder rein gehalten werde, erübrigten sich weitergehende
Sanierungsmassnahmen; ansonsten müsse der Auslauf bis zum nächstfolgenden 30.
September gewässerschutzkonform saniert werden. Sodann müsse der permanente
Zugang der Tiere zur Weide unverzüglich auf den kontrollierten Viehauf- und -abtrieb
eingeschränkt werden. Solange die Grasnarbe im Bereich der Treibwege intakt und
trittfest sei, erübrigten sich weitergehende Sanierungsmassnahmen; ansonsten
müssten die Treibwege bis zum nächstfolgenden 30. September
gewässerschutzkonform saniert werden. Schliesslich verfügte das AFU die Sanierung
gewässerschutzrelevanter Anlagen (act. G 11/10/4).
b. Im Nachgang zu einem am 8. Oktober 2012 vom Bauverwalter der Gemeinde A.
vorgenommenen Augenschein auf dem Betrieb von X.Y. (act. G 11/10/5) eröffnete das
AFU letzterem mit Verfügung vom 26. Oktober 2012, die am 23. Oktober 2009
festgelegte Obergrenze für den Viehbestand sei gemäss Tierverkehrsdatenbank (TVD)
sowohl im Winter 2010/2011 (Haltung von insgesamt 29.3 Grossvieheinheiten [GVE])
als auch im Winter 2011/2012 (Haltung von 31.01 GVE) deutlich überschritten worden,
ohne dass die Lagerkapazität für Gülle vergrössert worden sei. Gemäss Verfügung vom
6. September 2011 hätte unter anderem die Nutzung des permanent zugänglichen,
nicht in die Güllengrube entwässerten Auslaufs mit Tieren eingeschränkt werden
müssen. Der Bauverwalter habe am 8. Oktober 2012 mitgeteilt, dass der durch die
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nicht sachgemässe Nutzung des nicht in die Güllengrube entwässerten Auslaufs mit
Tieren anfallende Hofdünger versickere. Die Nichteinhaltung von
Gewässerschutzvorschriften habe eine Kürzung von Direktzahlungen zur Folge. Das
AFU stelle daher für den Landwirtschaftsbetrieb von X.Y. die Nichteinhaltung
landwirtschaftsrelevanter Gewässerschutzvorschriften im Jahr 2012 fest. Die
Einschränkungen gemäss den erwähnten Verfügungen seien nicht eingehalten worden
und die Sanierungspflicht sei nicht erfüllt worden. Durch die nicht sachgemässe
Nutzung des nicht in die Güllengrube entwässerten Auslaufs mit Tieren versickere der
dabei anfallende Hofdünger (act. G 11/10/6). Den gegen diese Verfügung erhobenen
Rekurs (act. G 11/1, 11/3) wies das Baudepartement des Kantons St. Gallen, nachdem
das AFU eine Stellungnahme vom 8. Februar 2013 (act. G 11/10) eingereicht hatte und
am 6. Mai 2013 ein Augenschein durchgeführt worden war (act. G 11/13 f.), mit
Entscheid vom 21. Oktober 2013 ab (act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhob X.Y. mit Eingabe vom 31. Oktober 2013 Beschwerde
mit dem sinngemässen Antrag auf Aufhebung des Entscheids (act. G 1). Am 14.
Dezember 2013 reichte er die Beschwerdeergänzung ein (act. G 7 f.).
b. In der Vernehmlassung vom 20. Dezember 2013 beantragte die Vorinstanz, auf die
Beschwerde sei nicht einzutreten; eventuell sei sie abzuweisen (act. G 10). Der
Beschwerdeführer verzichtete auf eine Stellungnahme (act. G 12).
c. Auf die Darlegungen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für
den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer
ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1
VRP). Im Weiteren erfüllen die Beschwerdeeingabe vom 31. Oktober 2013 und ihre
Ergänzung vom 14. Dezember 2013 die gesetzlichen Anforderungen in zeitlicher und
sachlicher Hinsicht (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
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VRP). In inhaltlicher Hinsicht verweist der Beschwerdeführer in der
Beschwerdeergänzung jedoch im Wesentlichen auf seine Argumentation im Rekurs
und reicht die Stellungnahmen im vorinstanzlichen Verfahren ein, ohne sich mit den
Feststellungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid konkret
auseinanderzusetzen (vgl. act. G 7 f.). Damit stellt sich - wie die Vorinstanz zu Recht
vorbringt (act. G 10) - die Frage der genügenden Begründung der Beschwerde (vgl.
VerwGE B 2012/1 vom 12. Juni 2013, E. 1.3 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Da es
nach ständiger Rechtsprechung nicht Aufgabe der Beschwerdeinstanz ist, in
vorinstanzlichen Eingaben der Beteiligten nach Gründen zu suchen, aus denen der
angefochtene Entscheid unrichtig sein könnte (vgl. VerwGE B 2012/105 vom 13.
November 2012 E. 1.3, www.gerichte.sg.ch; Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit
im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 921 mit Hinweisen) kann auf die Beschwerde
mangels ausreichender Begründung nicht eingetreten werden.
Selbst wenn auf die Beschwerde einzutreten wäre, müsste sie - wie nachstehend
dargelegt wird - abgewiesen werden.
2.
2.1. Nach Art. 3 des Gewässerschutzgesetzes (SR 814.20, GSchG) ist jedermann
verpflichtet, alle nach den Umständen gebotene Sorgfalt anzuwenden, um nachteilige
Einwirkungen auf die Gewässer zu vermeiden. Damit wird eine allgemeine
Sorgfaltspflicht statuiert. Auch wenn keine Gefahr besteht, dass ein Gewässer die
Anforderungen an die Wasserqualität nicht erfüllen kann, muss das Zumutbare
vorgekehrt werden, um eine Verunreinigung zu vermeiden bzw. möglichst gering zu
halten (BGer 1C_390/2008 vom 15. Juni 2009 E. 2.1 mit Hinweis auf 1C_43/2007 vom
9. April 2008 E. 2.2). Ergänzend zu Art. 3 GSchG verbietet Art. 6 Abs. 1 GSchG generell
das mittelbare oder unmittelbare Einbringen und Versickernlassen von Stoffen, die
Wasser verunreinigen können. Nach Art. 6 Abs. 2 GSchG ist es auch untersagt, solche
Stoffe ausserhalb eines Gewässers abzulagern oder auszubringen, sofern dadurch die
konkrete Gefahr einer Verunreinigung des Wassers entsteht. Damit wird ein generelles
Verunreinigungsverbot statuiert. Die konkrete Gefahr einer Verunreinigung liegt vor,
wenn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge eine Verunreinigung der Gewässer mit
grosser Wahrscheinlichkeit früher oder später, beispielsweise durch Abschwemmen
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oder Versickern von Gülle, Mistwässern, Silosäften usw. eintreten wird (BGer
1C_390/2008 vom 15. Juni 2009 E. 2.2 mit Hinweis auf BBl 1987 II 1109). Nach Art. 4
lit. d GSchG liegt eine Verunreinigung bei einer nachteiligen physikalischen,
chemischen oder biologischen Veränderung des Wassers vor. Als "nachteilig" zu
qualifizieren ist jede messbare Mehrbelastung gegenüber dem Ausgangszustand, d.h.
unabhängig vom ursprünglichen Reinheitsgrad des Wassers. Es gilt das
gewässerschutzrechtliche Reinhaltungsgebot (BGer 1C_390/2008 vom 15. Juni 2009
E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 125 II 29 E. 3a S. 37 und BGer 1C_43/2007 E. 2.4). Gemäss
Art. 4 lit. g GSchG bedeutet Hofdünger Gülle, Mist und Silosäfte aus der
Nutztierhaltung. Gülle ist Flüssigmist bzw. flüssiger Hofdünger, der aus Harn und Kot
der Nutztiere sowie aus Wasser besteht. Der Gesetzgeber ging bei der Regelung nach
Art. 6 GSchG davon aus, dass Gülle, die versickert oder abgeschwemmt wird,
Gewässer verunreinigen kann; hingegen soll die fachgerechte Verwertung von
Hofdünger nicht als Verunreinigung gelten (BBl 1987 II 1109 ff.). Dementsprechend
verlangt Art. 14 Abs. 2 GSchG, dass Hofdünger umweltverträglich und entsprechend
dem Stand der Technik landwirtschaftlich oder gartenbaulich verwertet wird. Im Betrieb
müssen hinreichende Lagereinrichtungen vorhanden sein, um eine fachgerechte
Verwertung des Hofdüngers zu ermöglichen (Art. 14 Abs. 3 GSchG).
2.2. Gülle und Mist sind aufgrund des Nährstoffgehalts für die Erhaltung der
Fruchtbarkeit des Bodens wertvoll. Eine Überdüngung des Bodens hat jedoch
schädliche Auswirkungen auf das Grundwasser. Grundsätzlich sind bei der
Nutztierhaltung Schutzmassnahmen zur Vermeidung einer Mehrbelastung des
Grundwassers zu ergreifen (BGer 1C_390/2008 vom 15. Juni 2009 E. 3.2 mit
Hinweisen). Ein vollständiges Versickerungsverbot für Hofdünger ist nur für einzelne
Anlagen in Landwirtschaftsbetrieben vorgeschrieben, so für Lagerbehälter von
Hofdünger einschliesslich Leitungen. Für andere Anlagen - wie Laufhöfe - fehlen
demgegenüber auf Bundesebene entsprechende gewässerschutzrechtliche
Vollzugsvorschriften. Für Betriebe ausserhalb besonders gefährdeter
Grundwasserbereiche lässt sich bei derartigen Anlagen ein absolutes
Versickerungsverbot für die Abgänge der Tiere bzw. für deren Hofdünger nicht direkt
aus Art. 3 und Art. 6 GSchG ableiten. Nach der Rechtsprechung ist es nicht so, dass
keinerlei Ausscheidungen von Rindvieh im Untergrund versickern dürfen. Vielmehr sei
das Versickern von Ausscheidungen auf einem Laufhof insofern zulässig, als die Natur
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grundsätzlich in der Lage sei, die Stoffmenge abzubauen. Unter diesen Umständen
bleibe die gesetzlich geforderte Reinhaltung des Grundwassers gewahrt. Mit anderen
Worten müsse der Boden des Laufhofs mit Blick auf die Abbaubarkeit der tierischen
Ausscheidungen nicht weitergehend befestigt oder gar abgedichtet werden, als dies -
zusammen mit anderen Massnahmen wie Bewuchs des Bodens, Einstreuung,
periodische Reinigung, Sicherungen gegen Abflüsse in oberirdische Gewässer - nötig
sei. Bei der Beurteilung der Frage, ob eine hinreichende Abbaubarkeit der Stoffmenge
gegeben sei, komme es auch auf weitere Faktoren an, wie etwa Anzahl der Tiere,
beanspruchte Bodenfläche, vorgesehene Benutzungsdauer und den Grad der
Durchlässigkeit des Bodens (BGer 1C_390/2008 vom 15. Juni 2009 E. 3.3 und 3.4).
Gemäss der Vollzugshilfe "Baulicher Umweltschutz in der Landwirtschaft - Hinweise für
Bau und Unterhalt" des BAFU/BLW, Stand Mai 2012 (nachstehend: Vollzugshilfe) sind
Laufhöfe Anlagen mit beschränktem Platzangebot ausserhalb des Stalls, welche die
Tiere permanent oder zeitweise aufsuchen können. Hierbei werden befestigte Laufhöfe
mit dichtem Belag und unbefestigte bzw. teilbefestigte Laufhöfe unterschieden.
Permanent zugängliche Laufhöfe bilden eine bauliche Einheit mit dem Stall und
verfügen in der Regel über einen dichten Belag. Nicht permanent genutzte Laufhöfe
müssen lediglich ausserhalb der nicht besonders gefährdeten Bereiche nicht
abgedichtet werden. Auch in den nicht besonders gefährdeten Bereichen ist die
Bildung von Morast zu verhindern, z.B. durch die Erhöhung der Mindestfläche pro Tier
oder durch Befestigung (Vollzugshilfe, S. 40 f.).
2.3. Der Landwirtschaftsbetrieb des Beschwerdeführers befindet sich gemäss
Gewässerschutzkarte des Kantons St. Gallen im Gewässerschutzbereich A (act. G
11/15). Dieser dient dem Schutz eines nutzbaren Grundwasservorkommens und gilt
daher als besonders gefährdeter Bereich. Laufhöfe/Ausläufe mit undichtem Belag
erfordern im Gewässerschutzbereich A eine Bewilligung der zuständigen Behörde
nach Art. 19 Abs. 2 GschG in Verbindung mit Art. 32 GschV (Vollzugshilfe, S. 9 und S.
42). Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, aufgrund der Fotos
(vgl. Stellungnahme Veterinärdienst vom 16. Januar 2013, act. G 11/10/9) und
anlässlich des Rekursaugenscheins (act. G 11/13 f.) habe festgestellt werden können,
dass der nicht permanent zugängliche Auslauf auf dem Hof des Beschwerdeführers
unbefestigt sei. Die Grasnarbe sei aufgrund zu starker Beanspruchung durch die Tiere
verschwunden. Es sei davon auszugehen, dass sich der Boden bei Regen in einen
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tiefen Morast verwandle. Dasselbe gelte auch für den Zugangsbereich zu den Weiden;
auch dort sei die Grasnarbe zerstört. Diese Flächen würden demnach von den Tieren
so häufig und intensiv genutzt, dass sich keine Grasnarbe mehr entwickeln könne. Es
sei offensichtlich, dass bei dieser Ausgangslage in diesem Bereich vermehrt Kot und
Harn anfallen würden und die Gefahr einer Gewässerverunreinigung deutlich erhöht sei.
Der Einwand des Beschwerdeführers, diese Flächen würden regelmässig mit
Holzschnitzeln eingestreut und sachgerecht genutzt, sei nicht stichhaltig. Eine
Holzschnitzelschicht sei nicht dicht. Auch wenn Holzschnitzel durchaus geeignet sein
könnten, einen Teil der Exkremente zu binden, sei offensichtlich, dass trotzdem in
erheblichem Mass Sickersäfte ins Erdreich gelangen würden. Um eine Versickerung zu
unterbinden, sei es unumgänglich, den Auslauf und den Zugang zu den Weiden im
Sinn der Vollzugshilfe dicht auszugestalten und die anfallenden Säfte in eine
Güllengrube zu leiten bzw. die Nutzung dieser Bereiche erheblich einzuschränken (act.
G 2 S. 7 f.).
2.4. Der Beschwerdeführer bringt nichts vor, was die Schlussfolgerungen der
Vorinstanz in Frage zu stellen vermöchte. Insbesondere hilft es für die Klärung der
Frage der Gewässerschutzes bzw. für den Nachweis des Fehlens einer
diesbezüglichen Gefährdung nicht weiter, wenn der Beschwerdeführer auf die
Tatsache des felsigen Untergrunds des Grundstücks und die Betonierung des
Eingangsbereichs des Laufstalls hinweist und beteuert, dass der Laufhof absolut kein
Problem und gesetzeskonform sei (act. G 8.1). Auch die Einwalzung mit Schotter und
die Belegung mit Betonrösten (act. G 8.1) vermag eine Gefährdung nicht zu beseitigen
bzw. das Abschwemmen und Versickern von Exkrementen nicht zu verhindern. Die
Behauptung des Beschwerdeführers, dass sich sein Grundstück in keiner
(Gewässer-)Schutzzone befinde (act. G 8.2), trifft offensichtlich nicht zu (act. G 11/15).
Wenn er im Weiteren zum Vergleich auf die Zulässigkeit der Mutterkuhhaltung bzw. von
Kälberiglus auf dem offenen Feld hinweist (act. G 8.2 S. 4), ist festzuhalten, dass nach
der in diesem Zusammenhang ergangenen Rechtsprechung die Iglus auf einer
flüssigkeitsdichten Unterlage mit Entwässerung in die Güllegrube aufzustellen sind
(VerwG B 2012/152 vom 3. Dezember 2012, E. 4.3). Auf den Umstand, dass die
Zumiete der Güllengrube bei S.J. (vgl. act. G 8.2 S. 7) im Fall der Erhöhung des
Viehbestandes auf mehr als 21 Milchkühe und 8 Kälber nicht mehr berücksichtigt
werde, wies das AFU bereits in der Verfügung vom 23. Oktober 2009 (act. G 11/10/3)
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hin; aus der Zumiete kann der Beschwerdeführer somit nichts zu seinen Gunsten
ableiten.
Angesichts der geschilderten Umstände liesse es sich - soweit auf die Beschwerde
einzutreten wäre - nicht beanstanden, dass die Vorinstanz die vom AFU bejahte
konkrete Gefahr einer Verunreinigung der Gewässer durch Abschwemmen oder
Versickern von Exkrementen bestätigte. Anhaltspunkte für sachverhaltsmässig
unrichtige Annahmen werden weder geltend gemacht noch ergeben sich solche aus
den Akten.
3. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist auf die Beschwerde nicht
einzutreten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 7, Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie wird mit dem geleisteten
Kostenvorschuss verrechnet und der Rest von Fr. 1'000.-- dem Beschwerdeführer
zurückerstattet.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).