Decision ID: 5fa0aacd-4d6f-487d-b8ae-51f2defabecf
Year: 2021
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt:
1. A._ sind Eigentümer der Parzelle G._ in I._, welche am
nördlichen Dorfrand unterhalb des J._ im Gebiet K._ liegt und
mit einem Wohnhaus überbaut ist. Im östlichen Bereich grenzt die
Liegenschaft an den J._ (Strassenparzelle L._ und M._),
über welche sie, wie auch die Liegenschaft Parzelle N._ von B._
verkehrsmässig erschlossen ist. Nordöstlich der Liegenschaft von
A._ befindet sich die im Eigentum der Gemeinde D._ stehende
unüberbaute Parzelle O._ im Halte von 3'432 m2, die im südöstlichen
Bereich in der Dorfzone, im mittleren Bereich in der Dorferweiterungszone
und im nördlichen Bereich in der Landwirtschaftszone sowie in der Zone
übriges Gemeindegebiet liegt.
2. Die Gemeinde I._ beschloss am 7. Dezember 2011 die Totalrevision
der Ortsplanung I._ mit dem Zonen- und Generellen Gestaltungsplan
(ZP/GGP) 1:1000 und Generellen Erschliessungsplan (GEP) 1:2000,
welche durch die Regierung am 15. Mai 2012 genehmigt wurde. Der
J._ ist gemäss noch heute geltendem GEP 'Verkehr' vom
7. Dezember 2011 als 'Quartierstrasse' klassifiziert, der primär der
verkehrsmässigen Erschliessung des überbauten Gebietes dient. Der
GEP beinhaltet zudem eine 'Quartierstrasse geplant', welche von der
bestehenden Quartierstrasse P._ (Parzelle Q._) abzweigt und
von Norden her zum Bauzonenteil der Parzelle O._ heranführt,
unterbrochen von der Festsetzung 'Fussweg'.
3. Der Vorstand der ehemaligen Gemeinde I._ beschloss am
8. Dezember 2014 den Arealplan (AP) E._ für die gemeindeeigene
Parzelle O._ und die gemeindeeigene Wegparzelle M._. Mit
Beschluss vom 22. August 2017 hob der Gemeindevorstand D._ den
Arealplan vom 8. Dezember 2014 wieder auf und erliess stattdessen einen
neuen Arealplan E._, bestehend aus dem Arealplan, dem
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Gestaltungsplan 1:500 und den Arealplanbestimmungen (APB). Die
Gemeinde reichte zudem einen Planungs- und Mitwirkungsbericht ein. Auf
der Arealplanparzelle O._ sollte durch die aus Teilen der I._
Bevölkerung aktivierte neue 'Wohnbaugenossenschaft R._
(H._) eine erschliessungs- und kostenmässig günstigere
Überbauung des Gebiets E._ unter Beizug des Architekten S._
erfolgen. Der neue Arealplan beinhaltete diverse Abweichungen und
Konkretisierungen gegenüber der rechtskräftigen Ortsplanung vom
7. Dezember 2011, unter anderem betrug die Erhöhung der Gesamthöhe
nach Art. 13 Baugesetz der ehemaligen Gemeinde I._ (BG) bezogen
auf das geplante Haus T._ allein rund 25 % resp. +2.30 m.
4. Gegen den neuen Arealplan erhoben am 14. Oktober 2017 A._
(Planungs-)Beschwerde an die Regierung des Kantons Graubünden
(nachfolgend Regierung) und beantragten, die Firsthöhe (Kote +11.30) für
das am Südwestrand geplante Gebäude sei zu hoch und müsse im
Arealplan um mindestens ein Stockwerk tiefer festgelegt werden (Ziff. 1),
zudem seien die nach Baugesetz verlangten Parkplätze (inkl.
Besucherparkplätze) zwingend in der Tiefgarage der neuen Überbauung
zugunsten von frei nutzbarem Grünraum anzuordnen (Ziff. 2). Zur
Begründung führten die (Planungs-)Beschwerdeführer im Wesentlichen
an, dass mit der Umsetzung des vorliegenden Arealplans die Typologie
von I._, der Siedlungscharakter des Dorfes, 'weitergesponnen' und in
ihm grundsätzlich ein Gespür für die örtlichen Begebenheiten erkannt
werde. Eine Ausnahme bilde hingegen das freistehende Volumen der in
den Südwesten, unmittelbar an den J._ gestellten Baute, welche
wenig Rücksicht auf die gewachsenen Strukturen der direkten
Nachbarschaft nehme. Dieses massige, dreistöckige Gebäude, vom
Architekten als 'Kontrapunkt' innerhalb der Überbauung gedacht, lasse
den bis anhin sehr feinen Dorfeingang extrem grob erscheinen und schotte
sich durch seinen Massstabsprung ab und schliesse gleichzeitig das
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bestehende E._-Quartier aus. Die am 15. Oktober 2017 eingereichte
(Planungs-)Beschwerde von B._ (Eigentümer der Parzelle N._)
sowie C._ (Mieter im Gebäude der Parzelle N._) behandelte die
Regierung (irrtümlicherweise) nicht. Mit Eingabe vom 19. Dezember 2017
zogen die (Planungs)
Beschwerdeführer A._ und die ebenfalls unterzeichnenden B._
sowie C._ das Rechtsbegehren betreffend die Parkplätze wieder
zurück.
5. Unter gleichzeitiger Abweisung der (hier nicht relevanten) (Planungs-
)Beschwerde, AA._, genehmigte die Regierung die Aufhebung
des bisherigen Arealplans E._ vom 8. Dezember 2014 im Sinne der
Erwägungen (Ziff. 1) und den neuen Arealplan vom 22. August 2017 mit
einer Korrektur, einem Vorbehalt und einem Hinweis (Ziff. 2). Sie
korrigierte den Eintrag betreffend die Firsthöhe (Ziff. 2a) und sistierte das
Genehmigungsverfahren für die Arealplaninhalte betreffend das
Einzelgebäude Südwest 'Baufeld Hauptbauten', 'Baubereich
Hauptbauten', 'Baulinien', 'Firstrichtung' und 'Höhenkote' angesichts der
noch pendenten Beschwerde, A._, bis die konkrete
Bauprojektierung und/oder eine gütliche Einigung vorliege (Ziff. 2b). Sie
wies den Gemeindevorstand darauf hin, dass aus
Verkehrssicherheitsgründen entlang des J._ keine
sichtbehindernden Elemente wie Mauern, Zäune, Bepflanzungen oder
Container erstellt werden dürften (Ziff. 2c) und sistierte das Verfahren zur
Behandlung der (Planungs-)Beschwerde A._ (Ziff. 3).
6. Nachdem die Gemeinde D._ mit Eingabe vom 26. November 2019
die Wiederaufnahme des sistierten Genehmigungsverfahren für die fünf
Arealplanfestlegungen betreffend das Haus T._ sowie auch das
sistierte Beschwerdeverfahren A._ beantragt hatte, hob die
Regierung die Sistierung (stillschweigend) auf. Mit Stellungnahme vom
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27. Januar 2020 formulierte die neu mandatierte Rechtsanwältin der
Beschwerdeführer A._ folgende Rechtsbegehren:
1. Die Firsthöhe (Kote + 11.30 m) für das am Südwestrand geplante Einzelgebäude ('Haus T._') ist zu hoch und muss im Arealplan um mindestens ein Stockwerk tiefer festgelegt werden. Die Höhenkote darf maximal auf 7.50 m festgelegt werden.
2. Der Arealplan ist dahingehend abzuändern, als dass das Baufeld und der Baubereich des am Südwestrand geplanten Einzelgebäudes ('Haus T._') auf folgendes Mass redimensioniert wird: 8.56 m x 9.76 m.
3. Der Arealplan ist dahingehend abzuändern, als dass die Baulinie, das Baufeld und der Baubereich des Einzelgebäudes Südwest ('Haus T._') um mindestens 2.50 m nach Osten verschoben werden und als dass die Quartierstrasse J._ durchgehend ist.
4. Eventualiter sei der Arealplan an die Vorinstanz zur Überarbeitung im Sinne der Erwägungen zurückzuweisen.
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gemeinde D._.
6. Prozessualer Antrag: Die Stellungnahme der Wohnbaugenossenschaft R._ vom 28. Oktober 2019 sei aus dem Recht zu weisen.
7. Am 18. März 2020 reichten die Beschwerdeführer eine Noveneingabe ein,
womit sie geltend machten, dass sich aus dem Plan 'Vorentscheid der
Gemeinde: Einstufung als autofreies Projekt' ergebe, dass etliche
Parkplätze oberirdisch entlang des J._ geplant würden, woraus sich
Sicherheitsprobleme ergäben, die zwingend dazu führten, dass das Haus
T._ den ordentlichen Grenzabstand von 2.50 m zum J._
einhalten müsse.
8. Mit Beschluss hiess die Regierung die (Planungs-)Beschwerde von
A._ betreffend das Haus T._ (Arealplan E._ vom 22. August
2017) teilweise gut, reduzierte die Höhenkote für den First um 0.70 m, d.h.
neu auf 10.60 m (Ziff. 1.1), verschob die Baulinie entlang der Wegparzelle
M._ resp. die südliche Baulinie um 1.54 m bergwärts resp. um 2.20 m
in nord-nordwestlicher Richtung (Ziff. 1.2), so dass das 'Baufeld
Hauptbauten' eine Verkleinerung um ca. 57 m2 auf neu ca. 207 m2 (statt
ursprünglich ca. 264 m2) und der 'Baubereich Hauptbauten' entsprechend
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eine Verkleinerung um ca. 46 m2 auf neu ca. 127 m2 (statt ursprünglich ca.
173 m2) erfuhren und demgemäss festgelegt wurden (Ziff. 1.3). Sie
entschied weiter, dass die in Art. 8 Abs. 1 Satz 2 der
Arealplanbestimmungen vorgesehene Möglichkeit zur Unterschreitung
der Baubereiche beim Baubereich Haus T._ maximal –10 % (statt
maximal –5 %) betragen dürfe, dies zur Ermöglichung kleinerer
Gebäudeflächen, insbesondere als Folge der Baulinienverschiebung
gemäss Ziff. 1.2 (Ziff. 1.4) und die Firstrichtung um 90 Grad gedreht werde
(Ziff. 1.5). Im Übrigen wies die Regierung die (Planungs-)Beschwerde ab,
soweit darauf eingetreten werden konnte. Sie legte die Verfahrenskosten
zu 5/6 den Beschwerdeführern A._ sowie zu 1/6 solidarisch der
Gemeinde D._ und der H._ auf.
9. Gegen diesen Entscheid erhoben am 25. Mai 2020 A._, B._
sowie C._ (nachfolgend Beschwerdeführer 1–3) Beschwerde beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit folgenden Anträgen:
1. Der Beschluss der Regierung des Kantons Graubünden betreffend die Teilrevision der Ortsplanung D._ (Arealplan E._, I._) sei aufzuheben und dahingehend anzupassen, als dass
- die Beschwerdeführer B._ sowie C._ als legitimierte, beschwerdeführende Parteien aufgenommen werden;
- die Firsthöhe (Kote + 10.60 m) für das am Südwestrand geplante Einzelgebäude (Haus T._) um mindestens ein Stockwerk tiefer festgelegt wird. Die Höhenkote darf maximal auf 7.50 m festgelegt werden.
- die Baulinie, das Baufeld und der Baubereich des Einzelgebäudes Südwest (Haus T._) einen Strassenabstand von mindestens 2.50 m einhalten und dementsprechend nach Osten verschoben werden.
2. Eventualiter sei der Beschluss der Regierung des Kantons Graubünden N betreffend die Teilrevision der Ortsplanung D._ (Arealplan E._, I._) aufzuheben, und die Sache sei an die Regierung des Kantons Graubünden zur ergänzenden Sachverhaltsabklärung und Neuentscheidung zurückzuweisen.
3. Subeventualiter sei der Beschluss der Regierung des Kantons Graubünden betreffend die Teilrevision der Ortsplanung D._ (Arealplan E._, I._) dahingehend aufzuheben und anzupassen, als dass die Prozesskosten einerseits zu 3⁄4 zu Lasten der Gemeinde D._ und allenfalls in Solidarhaftung mit der Wohnbaugenossenschaft R._ und andererseits zu 1⁄4 zu Lasten der Beschwerdeführer gehen, wobei den Beschwerdeführern eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen sei.
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4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerinnen.
5. Prozessualer Antrag: Der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu erteilen.
6. Es seien die Akten der Vorinstanz beizuziehen.
Weiter beantragten die Beschwerdeführer die Einholung einer schriftlichen
Auskunft von der Kantonspolizei Graubünden, Abteilung Verkehrstechnik,
betreffend die Verkehrssicherheit zum geplanten Arealplan, inkl. Ein- und
Ausfahrt der Tiefgarage; die Edition der Stellungnahmen der
Mitwirkungsauflage bei der Gemeinde D._ betreffend den vormaligen
Arealplan E._ vom 8. Dezember 2014 sowie die Edition der
(Planungs-)Beschwerde von B._ sowie von C._ vom
15. Oktober 2017 bei der H._. Schliesslich beantragten die
Beschwerdeführer, es sei ein Augenschein an diversen Standorten
durchzuführen und die Gemeinde D._ und/oder die H._
anzuweisen, die Profilierung zu erstellen. Die Beschwerdeführer führen
dazu u.a. an, dass die Vorinstanz die Beschwerdeführer B._ sowie
C._, die am 15. Oktober 2017 form- und fristgerecht (Planungs-
)Beschwerde erhoben hätten, versehentlich nicht als Partei zugelassen
hätten, was es zu korrigieren gelte. Neben der Firsthöhe des Hauses
T._ sei auch dessen Volumen und Lage Beschwerdegegenstand,
ansonsten von einem überspitzten Formalismus auszugehen sei.
10. In der Vernehmlassung vom 4. Juni 2020 nahm der Kanton Graubünden
(nachfolgend Beschwerdegegner), vertreten durch die Regierung und
wiedervertreten durch das Departement für Volkswirtschaft und Soziales
Graubünden (DVS), Stellung zur Beschwerde und beantragte, in teilweiser
Gutheissung der Beschwerde seien B._ sowie C._ als
Beschwerdeführer aufzunehmen, mit entsprechender Anpassung der
Kostentragungspflicht im Dispositiv des angefochtenen
Regierungsentscheids (solidarische Kostentragungspflicht für 5/6 der
Verfahrenskosten; Fehlerkorrektur), im Übrigen sei die Beschwerde
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abzuweisen (Ziff. 1). Im Weiteren beantragte er die Beiladung der H._
(Ziff. 2), alles unter gesetzlicher Kostenfolge (Ziff. 3). Zur Begründung
verwies der Beschwerdegegner im Wesentlichen auf den angefochtenen
(Planungs-)Beschwerdeentscheid.
11. Mit Vernehmlassung vom 5. Juni 2020 beantragte die Gemeinde D._
(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde,
unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführer.
12. Mit Vernehmlassung vom 10. Juni 2020 beantragte die H._
(Bauherrschaft in spe; nachfolgend Beigeladene) die Abweisung der
Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
Beschwerdeführer.
13. Die Beschwerdeführer 1–3 hielten am 23. Juni 2020 replicando an ihren
Anträgen und Begründungen fest.
14. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 25. Juni 2020 erkannte der
zuständige Instruktionsrichter der Beschwerde gestützt auf Art. 53 VRG
die aufschiebende Wirkung zu.
15. Die Beschwerdegegnerin hielt am 2. Juli 2020 an ihren Anträgen und
Begründungen und der Beschwerdegegner am 27. August 2020
duplicando an seinen Anträgen und Begründungen fest.
16. Die Beigeladene hielt am 27. August 2020 duplicando an ihren Anträgen
und Begründungen fest.
17. Mit Eingabe vom 26. November 2020 wiesen die Beschwerdeführer darauf
hin, dass die Beschwerdegegnerin gemäss Schreiben vom 11. November
2020 im KRL-Plan die durchgehende Verbindung zwischen J._ und
P._ für den motorisierten Verkehr aufgenommen habe. Das KRL sei
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behördenverbindlich und bilde die Grundlage für die anstehende
Ortsplanrevision. Mit diesem Novum seien die Ausführungen der
Beschwerdegegner widerlegt, wonach die Verbindung zwischen E._
und der P._ nicht durchgehend als Verkehrsstrasse vorgesehen sei.
Baulinie, Baufeld und Baubereich des Hauses T._ seien folglich unter
Aufnahme eines Strassenabstandes von mindestens 2.50 m nach Osten
zu verschieben.
18. Zu dieser Eingabe nahmen am 2. Dezember 2020 die Beigeladene, am
8. Dezember 2020 die Beschwerdegegnerin und am 9. Dezember 2020
der Beschwerdegegner Stellung.
19. Am 14. September 2021 beantragten die Beschwerdeführer die Edition
sämtlicher Akten des Baubewilligungsverfahrens betreffend das Gesuch
AL 2019-08 aus den Händen der Beschwerdegegnerin.
20. Am 20. September 2021 führte das Verwaltungsgericht (5. Kammer) einen
Augenschein vor Ort durch, an welchem die Beschwerdeführer 1–3 mit
ihrem (stellvertretenden) Rechtsvertreter, wobei die Beschwerdeführer 3
selber durch F._ vertreten waren, der Beschwerdegegner vertreten
durch den Juristischen Mitarbeiter Raumplanung, Pius Derungs, die
Beschwerdegegnerin vertreten durch den Vizepräsidenten U._ und
den Leiter Bauamt V._ sowie die Beigeladene, vertreten durch den
Geschäftsleiter W._, anwesend waren. Anlässlich des Augenscheins
wurde den Anwesenden Gelegenheit geboten, sich an Ort und Stelle zur
Sache und den eingenommenen Standorten zu äussern. Seitens des
Gerichts wurden Fotoaufnahmen gemacht und dem Augenscheinprotokoll
angefügt. Dieses wurde den Parteien am 22. September 2021, mitsamt
der Information der Beigeladenen vom 21. September 2021, wonach die
Modellfotos (Modell inkl. Styropormodell des Hauses T._ gemäss
Informations-Tafel) im Masstab 1:50 und damit die dreigeschossige
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Variante dargestellt worden sei, zur (freiwilligen) Stellungnahme
zugestellt.
21. Mit Eingabe vom 27. September 2021 präzisierte die Beigeladene das
Augenscheinprotokoll hinsichtlich Seite 6 (8. Absatz, 2. Satz, wonach
anstelle „Die Gebäude seien....ˮ präziser „Der westliche First des
Gebäude Z._ ist ....ˮ zu vermerken sei, um Missverständnissen
vorzubeugen. Am 26. Oktober 2021 wies die Beigeladene zudem darauf
hin, dass ein neues, am 21. Oktober 2021 publiziertes Baugesuch
eingereicht worden sei, so dass vielmehr diese Akten zu edieren seien.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, den
(Planungs-)Beschwerdeentscheid des Beschwerdegegners vom 21.,
mitgeteilt am 22. April 2020, sowie die weiteren Akten, wird sofern
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegend zu beurteilende Beschwerde richtet sich gegen den
Regierungsbeschluss vom 21., mitgeteilt am 22. April 2020 (Prot.-
Nr. 327), betreffend die Beschwerdeangelegenheit A._, welcher
die Teilrevision der Ortsplanung D._ bzw. den neuen Arealplan
E._ zum Gegenstand hat. Im angefochtenen (Planungs-
)Beschwerdeentscheid hiess die Regierung des Kantons Graubünden die
(Planungs-)Beschwerde von A._ teilweise gut und wies die
Beschwerde im Übrigen ab, soweit darauf eingetreten werden konnte.
Gemäss Art. 102 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton
Graubünden (KRG; BR 201.100) i.V.m. Art. 49 Abs. 1 lit. d des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) können Entscheide
der Regierung über die Genehmigung von kommunalen Grundordnungen
sowie über (Planungs-)Beschwerden mit Beschwerde an das
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Verwaltungsgericht weitergezogen werden. Somit ist das angerufene
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zur Beurteilung der
vorliegenden Angelegenheit örtlich und sachlich zuständig. Das
Verwaltungsgericht entscheidet gemäss Art. 43 Abs. 2 lit. a VRG in
Fünferbesetzung über Beschwerden gegen Entscheide der Regierung,
womit das vorliegende, in Fünferbesetzung ergangene Urteil, auch
hinsichtlich der funktionellen Zuständigkeit die gesetzlichen Vorgaben
erfüllt. Zur Beschwerde legitimiert ist nach Art. 50 VRG, wer vom
angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an
seiner Aufhebung oder Änderung hat
oder wer durch besondere Vorschrift dazu ermächtigt ist (vgl. dazu auch
bereits die Beschwerdelegitimation gemäss Art. 101 Abs. 2 KRG für die
Planungsbeschwerde). Gemäss Art. 33 Abs. 3 lit. a des Bundesgesetzes
über die Raumplanung (RPG; SR 700) hat das kantonale Recht die
Beschwerdelegitimation (gegen Verfügungen und Nutzungspläne die sich
auf das RPG oder seine eidgenössischen oder kantonalen
Ausführungsbestimmungen stützen) mindestens im gleichen Umfang wie
für die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das
Bundesgericht zu gewährleisten (siehe dazu Art. 89 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]; BGE 141 II
50 E.2.2 und 136 II 281 E.2.1 f.; Urteile des Bundesgerichts 1C_547/2019
vom 16. April 2020 E.3.1 f., 1C_475/2019 vom 29. Januar 2020 E.3.3.1
und 1C_566/2017 vom 22. März 2018 E.2; vgl. dazu auch Art. 111 Abs. 1
BGG). Die Beschwerdeführer 1 sind vom angefochtenen Beschluss
formell beschwert, da ihrem Antrag in der (Planungs-)Beschwerde nicht
entsprochen und ihre (Planungs-)Beschwerde nur teilweise gutgeheissen
wurde. Die beantragte Aufnahme der Beschwerdeführer 2 und 3 als
legitimierte beschwerdeführende Parteien wurde von der Regierung
anerkannt. Diese Beschwerdeführer, die vom Beschwerdegegner
irrtümlicherweise nicht als Parteien zugelassen wurden, haben jedoch mit
Eingabe vom 15. Oktober 2017 frist- und formgerecht beim
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Beschwerdegegner (Planungs-)Beschwerde erhoben, so dass sie auch
aus diesem Grund als Beschwerdeführer legitimiert sind (vgl.
beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 12 f.). Die Beschwerdeführer 2 und
3 haben als Eigentümer bzw. Mieter der in der näheren Umgebung des
von der Ortsplanungsrevision bzw. dem Arealplanperimeter betroffenen
Gebiet gelegenen Liegenschaft (Parzelle N._) unbestrittenermassen
eine hinreichende Beziehungsnähe zur vorliegenden, strittigen
Angelegenheit. Die Beschwerdeführer 1–3 sind vom angefochtenen
Entscheid berührt und weisen im Rahmen der vorliegend vor
Verwaltungsgericht zulässigen Vorbringen ein schutzwürdiges Interesse
an dessen Aufhebung oder Änderung auf. Da die Beschwerde zudem frist-
und formgerecht erhoben wurde, ist auf sie einzutreten (Art. 52 Abs. 1 und
Art. 38 f. VRG).
2. Zur Kognition des Verwaltungsgerichts im vorliegenden Verfahren ist
folgendes zu bemerken. Das Verwaltungsgericht wirkt als zweite
kantonale Rechtsmittelinstanz, womit in solchen raumplanungsrechtlichen
Angelegenheiten bloss die (ordentliche) Kognition nach Art. 51 Abs. 1
VRG gilt. Demnach überprüft das Verwaltungsgericht den Sachverhalt und
die Rechtsfragen frei. Der Prüfungsumfang beschränkt sich bezüglich der
Ermessensausübung aber auf eine Rechtskontrolle, das heisst auf die
Prüfung, ob die Ermessensausübung mit Rechtsfehlern im Sinne der
Ermessensüberschreitung bzw. eines Ermessensmissbrauchs behaftet ist
(vgl. zum Ganzen Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden [VGU] R 18 69 vom 7. Januar 2020 E.2, R 18 60 vom
2. Dezember 2019 E.2, R 17 44 vom 2. Dezember 2019 E.1.2, R 17 50
vom 2. Dezember 2019 E.1.2, R 17 63 vom 14. November 2017 E.4a f., R
16 51 vom 10. Januar 2017 E.1b und R 14 3 vom 21. Oktober 2014 E.2d
m.w.H.).
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3.1. Mit (Planungs-)Beschwerde A._ vom 14. bzw. 15. Oktober 2017
an die Regierung (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 1/1) wurde
Folgendes beantragt:
1. Die Firsthöhe (Kote +11.30) für das am Südwestrand geplante Gebäude ist zu
hoch und muss im Arealplan um mindestens ein Stockwerk tiefer festgelegt
werden.
2. Wir fordern, dass die nach Baugesetz verlangten Parkplätze (inkl. Besucher-PP)
zwingend in der Tiefgarage der neuen Überbauung zugunsten von frei nutzbarem
Grünraum angeordnet werden.
Das Begehren betreffend die Parkplätze (Ziff. 2) zogen die
Beschwerdeführer am 19. Dezember 2017 wieder zurück (vgl. Bf-act. 9 =
Bg-act. 8). In der (Planungs-)Beschwerde wurde somit schliesslich nur der
Antrag auf Änderung im Zusammenhang mit der beantragten Senkung der
im Arealplan festgelegten Firsthöhe für das Haus T._, das heisst eine
Reduktion von 11.30 m auf 7.50 m, gestellt. Damit ist die Regierung des
Kantons Graubünden in ihrem Entscheid über die (Planungs-)Beschwerde
A._, zu Recht nur auf diesen Punkt eingetreten.
3.2. Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden vom
25. Mai 2020 wurde von den Beschwerdeführern beantragt, dass die
Firsthöhe (jetzt noch Höhenkote +10.60 m) für das am Südwestrand
geplante Haus T._ um mindestens ein Stockwerk tiefer festgelegt
werden müsse (Höhenkote maximal 7.50 m). Vorliegend geht es
korrekterweise um die Gesamthöhe im Sinne von Ziff. 5.1 des Anhanges
zur Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der
Baubegriffe in der Schweiz (IVHB; vgl. dazu den Verweis in Art. 15 des
nach wie vor gültigen Baugesetzes der Gemeinde I._ vom
7. Dezember 2011, RRB 15. Mai 2012). Die Gesamthöhe ist als Ersatz für
die bisher sehr unterschiedlichen kantonalen Definitionen bei der
Gebäude- und bei der Firsthöhe gedacht. Die bisherigen Firsthöhen
entsprechen am ehesten der neuen Gesamthöhe gemäss Ziff. 5.1 (vgl.
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IVHB-Erläuterungen zu Ziff. 5.1, Stand 3. September 2013, m.H.). Der
Kanton Graubünden hat die bisherigen Definitionen durch die neuen
Konkordatsbegriffe 'Gesamthöhe' und 'Fassadenhöhe' abzulösen. Die
Gesamthöhe ist der grösste Höhenunterschied zwischen dem höchsten
Punkt der Dachkonstruktion und den lotrecht darunter liegenden Punkten
auf dem massgebenden Terrain (vgl. IVHB – Anhang 1: Begriffe und
Messweisen vom 31. Juli 2014, Ziff. 5.1). Bei den höchsten Punkten der
Dachkonstruktion handelt es sich bei Giebeldächern um die Firsthöhe, bei
Flachdächern um die Dachfläche, beziehungsweise um den
Dachflächenbereich über dem tiefstgelegenen Teil des massgebenden
Terrains. Als massgebendes Terrain gilt der natürlich gewachsene
Geländeverlauf (vgl. Musterbotschaft IVHB Teil 2; Erläuterungen der
einzelnen Definitionen des Anhangs, Stand 31. Juli 2014, Ziff. 1.1 und
5.1).
3.3. Nach Art. 51 Abs. 2 VRG können die Parteien Rechtsbegehren, die sie im
vorinstanzlichen Verfahren gestellt haben, nicht ausdehnen. Auf den im
vorliegenden Beschwerdeverfahren neu vorgebrachten Antrag der
Beschwerdeführer, wonach Baulinie, Baufeld und Baubereich für das
Haus T._ einen Strassenabstand von mindestens 2.50 m einzuhalten
und dementsprechend nach Osten verschoben werden müssten, ist somit,
da er Art. 51 Abs. 2 VRG verletzt, konsequenterweise durch das
Verwaltungsgericht nicht einzutreten. Daran ändert nichts, dass die
Regierung in ihrem (Planungs-)Beschwerdeentscheid, ohne dazu
verpflichtet gewesen zu sein, gewisse Zugeständnisse gemacht hat
(Reduktion der Gesamthöhe Haus T._, Verschiebung der südlichen
Baulinie um 1.54 m bergwärts resp. um 2.20 m in nord-nordwestliche
Richtung, dadurch bewirkte Verkleinerung des Baufeldes Hauptbauten
insb. Verkleinerung des Baufeldes T._ und des Baubereichs
Hauptbauten, etc.; vgl. Bf-act. 9).
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3.4. Weiter beantragen die Beschwerdeführer vor Verwaltungsgericht
eventualiter die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und
Rückweisung der Sache an die Regierung zur ergänzenden
Sachverhaltsabklärung und neuer Entscheidung (Ziff. 2) sowie
subeventualiter die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und
Anpassung, als dass einerseits die Prozesskosten zu 3⁄4 zu Lasten der
Gemeinde und allenfalls in Solidarhaftung mit der H._ und
andererseits zu 1⁄4 zulasten der Beschwerdeführer gingen, wobei letzteren
eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen sei (Ziff. 3). Auf
die Anträge 2 (Rückweisungsantrag) und 3 (Kostenverteilungsantrag)
kann seitens des Verwaltungsgerichts nur im Rahmen von Antrag 1
(Höhenkote) eingetreten werden.
3.5. Dem Antrag der Beschwerdeführer, vor Ort an diversen Standorten einen
Augenschein vorzunehmen, kam das Gericht am 20. September 2021
nach, womit der in diesem Zusammenhang stehende Antrag um
Profilierung hinfällig geworden ist. Eine Profilierung zur Visualisierung der
maximal möglichen Bauten gemäss vorliegendem Arealplan und der
maximal zulässigen Höhe gemäss Zonenplan, wäre indes in antizipierter
Beweiswürdigung ebenfalls abzuweisen gewesen, da eine solche
(voraussichtlich) im Rahmen des Bauverfahrens erfolgen wird und damit
zum jetzigen Zeitpunkt nicht von Relevanz ist bzw. die Ausmasse der
geplanten Überbauung auf der Parzelle O._ aus den vorliegenden
Unterlagen genügend ersichtlich sind (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 131 I 153
E.3).
3.6. Eine schriftliche Auskunft der Kantonspolizei über die Verkehrssicherheit
zum geplanten Projekt/Arealplan, inkl. Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage,
wie sie von den Beschwerdeführern beantragt wurde, wäre, selbst wenn
die Verkehrssicherheit hier Thema wäre, (momentan) nicht notwendig, da
die Erschliessung von der P._ her schon aufgrund der Pläne kurz und
übersichtlich ist und somit durch das Verwaltungsgericht ohne Beizug von
- 17 -
Spezialisten beurteilt werden könnte, und es überdies ohnehin Sinn
macht, allenfalls eine Stellungnahme der Kantonspolizei erst aufgrund
eines konkreten Bauprojektes einzuholen. Dieser Schluss ist auch aus den
Ausführungen der Beschwerdegegnerin zu entnehmen, wonach eine
Stellungnahme der Kantonspolizei nicht nötig sei, da die Ein- und Ausfahrt
der Tiefgarage sowie die detaillierte Ausgestaltung der Zufahrt zur
Überbauung R._ von der P._ her im Rahmen des
Baubewilligungsverfahrens geprüft würde. Im Übrigen richtet sich die
Strassenbenützung nach dem gültigen Generellen Erschliessungsplan
vom 15. Mai 2012 (GEP), welcher den J._ gerade nicht als
Durchgangsstrasse für den motorisierten Verkehr klassifiziert (vgl. Bg-act.
5; Flugbild Bg-act. 6). Auch der beschwerdeführerische Einwand
betreffend Kommunalen räumlichen Leitbildes (KRL) geht ins Leere. Ein
KRL bildet die Grundlage für eine künftige Ortsplanung. Eine
grundeigentümerverbindliche Festlegung des KRL ist erst im Rahmen der
Revision der Ortsplanung möglich, wozu die Zustimmung der
Gemeindeversammlung notwendig ist. Auch wenn das KRL
behördenverbindlich ist, hat sich die Gemeinde an der rechtskräftigen
Ortsplanung zu orientieren. Somit ist das KRL vorliegend nicht
massgebend, wurde der Arealplan doch bereits mit (rechtskräftigem)
Beschluss der Regierung hinsichtlich der vorgebrachten Thematik
genehmigt. Auch dieser Antrag ist somit in antizipierter Beweiswürdigung
abzuweisen.
3.7. Zum Editionsantrag sämtlicher Stellungnahmen der Mitwirkungsauflage
betreffend den vormaligen Arealplan E._ vom 8. Dezember 2014 ist
festzuhalten, dass nicht ersichtlich ist, zu was die Stellungnahmen dienen
sollten, da jener Arealplan aufgehoben wurde und damit vorliegend nicht
von Relevanz ist, womit auch dieser Antrag abzuweisen ist.
- 18 -
3.8. Dem Antrag um Edition der (Planungs-)Beschwerde samt Zustellkuvert
vom 15. Oktober 2017, unterzeichnet von den Beschwerdeführern 2 und
3, wurde durch entsprechenden Beizug der Akten entsprochen.
4.1. Materielles Prozessthema ist nach dem Gesagten lediglich die Höhe des
Hauses T._. Strittig ist, ob sich dieses in die Umgebung einfügt, was
u.a. am Augenschein des Gerichts verifiziert werden konnte, bzw. ob die
festgesetzte Gesamthöhe des Hauses T._ rechtmässig ist.
4.2. Mit angefochtenem Beschluss wies der Beschwerdegegner das Begehren
um Reduktion der Firsthöhe auf 7.50 m ab, reduzierte aber im Interesse
und zugunsten der Beschwerdeführer und unter Berücksichtigung der
Firsthöhe im Vorprojekt dennoch die im Arealplan festgelegte Höhenkote
für den First ('Kote First') um 0.70 m neu auf +10.60 m. Der
Beschwerdegegner begründete seinen Entscheid damit, dass einzig auf
den Antrag um Senkung der im Arealplan festgelegten Firsthöhe für das
Haus T._ materiell einzutreten sei, da es sich um das einzige
(ausdrückliche) verbleibende Rechtsbegehren gemäss Beschwerdeschrift
handle. Auch wenn auf die Begehren um Redimensionierung des
Baubereichs resp. des Baufeldes beim Haus T._ nicht eingetreten
werden könne, rechtfertige es sich trotzdem, an den sistierten
Arealplanfestlegungen gewisse Korrekturen vorzunehmen, die im
Interesse der Beschwerdeführer lägen, nachdem die Beigeladene selbst
in ihrer Eingabe vom 18. Februar 2020 entsprechende Änderungsanträge
gestellt habe. Im Weiteren trat der Beschwerdegegner auf die Anträge
betreffend Anzahl und Lage der Pflichtparkplätze und um Abänderung des
Arealplans zwecks Gewährleistung eines durchgehenden J._ bis zur
P._, nicht ein.
4.3. Die Beschwerdeführer rügen im Wesentlichen, dass der Arealplan
E._ in verschiedenster Hinsicht die Grundsätze nach Art. 46 KRG
missachte, es seien zahlreiche massive Abweichungen vom Zonenplan
- 19 -
und von der Regelbauweise vorgesehen, ohne dass dabei Rücksicht auf
die überwiegenden nachbarschaftlichen Interessen genommen werde.
Beim Einzelgebäude Südwest (Haus T._) spitze sich dies in einem
nicht vertretbaren Ausmass zu. Das Haus T._ wirke wie ein riesiger,
ortsfremder Turm, der den Liegenschaften der Beschwerdeführer die
Aussicht und die Besonnung nehme und das Dorfbild verunstalte. Durch
die Reduktion der Höhe des Hauses T._ werde der fliessende
Übergang hin zu den nachbarschaftlichen Gebäuden (Angleichung an
Stall X._) und den Gebäuden im Quartier gewährleistet. Das Haus
T._ stehe zudem, nicht wie von der Vorinstanz behauptet, im Norden,
sondern im Osten der Liegenschaft der Beschwerdeführer, also dort, wo
die Sonne aufgehe und habe damit eine massive Beeinträchtigung der
Parzellen der Beschwerdeführer zur Folge, was ein Augenschein
verdeutlichen würde.
4.4. Der Beschwerdegegner genehmigte den neuen Arealplan 'E._', der –
mit Ausnahme der Arealplaninhalte betreffend das Baufeld 'Haus T._'
– in Rechtskraft erwachsen ist (vgl. Bg-act. 4). Beim Arealplan handelt es
sich – obwohl er wie der Quartierplan nach Art. 51 ff.
Raumplanungsgesetz für den Kanton Graubünden [KRG; BR 801.100])
ein (fakultatives) Planungsmittel der Folgeplanung darstellt – um einen
Plan der Grundordnung, der der Genehmigung durch die Regierung
bedarf (siehe Art. 49 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 2 KRG, Art. 19a Abs. 2
Ziffer 1 KRG und Art. 25 Abs. 2 Satz 2 KRG; Botschaft der Regierung des
Kantons Graubünden an den Grossen Rat vom 11. Mai 2004 zur Revision
des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden [KRG-Revision],
Heft Nr. 3/2004-2005, S. 304, 322 und 327). Der Arealplan legt gemäss
Art. 46 Abs. 1 KRG die Entwicklung, Gestaltung und Erneuerung von
Siedlungen sowie von Projekten in der Landschaft fest. Er kann Elemente
des Zonenplans (ZP), des Generellen Gestaltungsplans (GGP) und des
Generellen Erschliessungsplans (GEP) enthalten und mit Vorschriften
- 20 -
ergänzt werden. Abweichungen vom Zonenplan und von der
Regelbauweise sind nach Art. 46 Abs. 2 KRG zulässig, wenn keine
überwiegenden nachbarlichen Interessen entgegenstehen. Art und Mass
der Nutzung dürfen nur für räumlich begrenzte Flächen zur Entflechtung
von Nutzungen oder Herstellung zweckmässiger Zonengrenzen geändert
werden. Gemäss Art. 25 Abs. 4 KRG können die Gemeinden vorsehen,
dass im Rahmen von Quartierplänen und Arealplänen von der (in den
Zonenvorschriften für Bauzonen des Baugesetzes zu regelnden)
Regelbauweise im Sinne von Art. 25 Abs. 1 KRG abgewichen werden
darf, wobei die Voraussetzungen und der Umfang der Abweichungen im
Baugesetz festzulegen sind. Bei Arealplänen betrifft dies nur die im
Vergleich zur ohnehin bestehenden Abweichungsmöglichkeit gemäss
Art. 46 Abs. 2 KRG hinausgehenden Abweichungen (siehe Botschaft der
Regierung des Kantons Graubünden an den Grossen Rat vom 26. Juni
2018 zur Teilrevision des kantonalen Raumplanungsgesetzes, Heft
Nr. 5/2018-2019, S. 439). Ist das Mass der Nutzung für einzelne
Bauzonen als Richtwert oder Rahmen bestimmt, legt der Arealplan die
genauen Gebäudeabmessungen und Nutzungsziffern fest (Art. 46 Abs. 2
Satz 3 KRG). Der Arealplan wird erlassen für Gebiete, für die (in einem
Bestandteil der Grundordnung) eine Folgeplanung festgelegt ist, und er
kann für weitere Gebiete innerhalb oder ausserhalb der Bauzonen
erlassen werden (Art. 46 Abs. 3 KRG). Wird (bereits) im Zonenplan eine
Arealplanung als Folgeplanung vorgesehen, legen die Gemeinden
zusammen mit der Abgrenzung des Gebietes die Rahmenbedingungen für
die Folgeplanung fest (Art. 46 Abs. 4 KRG). Zuständig für den Erlass von
Arealplänen ist der Gemeindevorstand, sofern die Gemeinden dafür nicht
ausdrücklich den Gemeinderat (Gemeindeparlament) für zuständig
erklären (siehe Art. 48 Abs. 2 KRG; Botschaft KRG 2004, S. 326). Das
rechtskräftige, von der Gemeindeversammlung am 7. Dezember 2011
beschlossene Baugesetz der Gemeinde I._ ändert die Zuständigkeit
des Gemeindevorstandes für den Erlass von Arealplänen nicht ab, womit
- 21 -
dessen (bereits im vom Grossen Rat des Kantons Graubünden erlassenen
KRG vorgesehene) Kompetenz hinreichend demokratisch legitimiert ist.
4.5. Laut Zonenschema der Gemeinde I._ liegt die Parzelle O._
grösstenteils in der Dorferweiterungszone (DE), die eine Gesamthöhe der
Gebäude von 9 +z m (z maximal 3 m) erlaubt. Die maximalen Höhen
(Gesamthöhe, traufseitige Fassadenhöhen) ergeben sich im geneigten
Gelände aus den festgelegten Höhen und einem Zuschlag z, welcher der
halben Höhendifferenz des massgebenden Terrains gemessen bei den
berg- und talseitigen Eckpunkten der projizierten Fassadenlinie entspricht
(Art. 13 und 15 BG). Vorliegend setzte der Beschwerdegegner die
Gesamthöhe des Hauses T._ auf 10.60 m fest, womit es zu prüfen
gilt, ob diese Abweichung der Gesamthöhe vom Zonenplan im Lichte der
Voraussetzungen gemäss Art. 46 Abs. 2 KRG zulässig ist.
4.6. Betreffend die Rüge der (Planungs-)Beschwerdeführer, wonach die im
Arealplan für das Haus T._ vorgesehene Firsthöhe die zulässige
Gesamthöhe gemäss Baugesetz (Grundordnung) um ein im Lichte von
Art. 46 Abs. 2 KRG nicht vertretbares Mass überschreite, stellt sich der
Beschwerdegegner im – mit voller Kognition nach Art. 101 Abs. 3 KRG zu
treffenden – (Planungs-)Beschwerdeentscheid auf den Standpunkt, dass
der Arealplan in der Tat nachbarliche Interessen tangiere. Es benötige
jedoch überwiegende nachbarliche Interessen, damit ein Arealplan nicht
genehmigt werden dürfe, wobei eine Interessenabwägung der privaten
Interessen einerseits und der öffentlichen Interessen an der Planung
andererseits vorzunehmen sei. Solche überwiegenden nachbarlichen
Interessen seien vorliegend nicht gegeben, die geplante Überbauung und
damit auch das Haus T._ befänden sich auf der Nordseite der
Liegenschaft der Beschwerdeführer 1 (Parzelle G._), nicht auf der
bevorzugten Süd-Südwestseite, und damit auf der für die Aussicht und
Besonnung weniger bedeutenden Seite. Das Haus T._ bringe
bezüglich Besonnung anscheinend überhaupt keine Nachteile. Aber auch
- 22 -
wenn das Haus T._ die Aussicht in eine bestimmte Himmelsrichtung
beeinträchtigen würde, wäre das hinzunehmen. Es gebe – vor allem vor
dem Hintergrund der Revision der Raumplanungsgesetzgebung (RPG1)
– keinen Anspruch auf ewige Beibehaltung einer einmal bestehenden
Besonnungs- und Aussichtssituation. Die privaten Interessen würden
deshalb gegenüber dem öffentlichen Interesse an einer konzeptionell
hochwertigen und bodensparenden Bauplanung nicht überwiegen. Zudem
sehe das kommunale Baugesetz in Art. 11 Abs. 3 vor, dass im Rahmen
einer Quartierplanung Höhenmasse unlimitiert erhöht werden dürften,
wenn die Vorrausetzungen des haushälterischen Umgangs mit dem
Boden bei überdurchschnittlicher Wohn- und Gestaltungsqualität erfüllt
seien. Dies müsse gemäss Rechtsprechung und Praxis auch für die
Arealplanung gelten, da beide Instrumente Folgeplanungen darstellten
und die Voraussetzungen gemäss Art. 11 Abs. 3 BG vorliegend erfüllt
seien. Bezüglich der beschwerdeführerischen Rüge, wonach die geplante
Überbauung angesichts des dreistöckigen Hauses T._ unter dem
Aspekt der Einordnung in das gewachsene feingliedrige Siedlungsmuster
von E._ nicht tragbar sei, schloss sich der Beschwerdegegner der
Argumentation des für das Gestaltungskonzept und den neuen Arealplan
verantwortlichen Architekten S._:
[...] Wichtig für die Abgeschlossenheit – die erst die Bebauung zu einem Ensemble macht
– ist das kleinere Haus T._. Von entscheidender Bedeutung ist vor allem seine Höhe.
Dadurch wird das Haus einerseits Teil des neuen Ensemble, andererseits entsteht ein
harmonischer Übergang zum Dorf. Das Haus ist ein Vermittler zwischen dem Alten und
dem Neuen. Durch das Fehlen dieses Hauses oder mit der Reduktion der Gebäudehöhe
– beispielsweise durch das Weglassen eines Geschosses – wäre E._ ein
Wohnviertel und kein Ensemble. Zudem wird mit dem Haus T._ die Präsenz der
hinteren (höheren) Bebauung relativiert. Eine Frontalansicht ist durch die räumliche
Mehrschichtigkeit erst aus der Nähe möglich. [...].
Das Musterbaugesetz für Bündner Gemeinden empfehle für
Dorferweiterungszonen zwei- bis dreistöckige Gebäude und das geplante
- 23 -
dreistöckige Haus T._ lasse sich auch im Lichte der Revision der
Raumplanungsgesetzgebung nicht beanstanden. Architektonisch
resultiere eine überdurchschnittliche Wohn- und Gestaltungsqualität. Der
Arealplan könne gesamthaft betrachtet als Resultat einer guten und
zweckmässigen Planung zur Ergänzung des Siedlungsgebietes und
dessen Einpassung in die bestehende Dorfstruktur betrachtet werden.
Daraus ergebe sich, dass die im Arealplan vorgesehenen Abweichungen
von der Grundordnung im Rahmen der in Art. 46 Abs. 2 KRG
abgesteckten Möglichkeiten lägen und als zulässig betrachtet werden
könnten, so dass auch keine Teilrevision der Grundordnung nach
Art. 47 ff. KRG durchzuführen sei.
In seiner Vernehmlassung nahm der Beschwerdegegner auch Bezug auf
das näher liegende Grundstück der Beschwerdeführer 2 (Parzelle
N._), und wies darauf hin, dass das Haus T._ auch
diesbezüglich, trotz der geplanten Höhe, indessen praktisch keinen
Einfluss auf die Besonnungsverhältnisse habe. Es könnte höchstens der
unüberbaute Bauplatz auf Parzelle N._ in den längsten Tagen wegen
des Hauses T._ morgens um wenige Minuten später besonnt sein,
ein entsprechender Nachweis liege jedoch nicht vor. Nur weil die Sonne
auf einem Grundstück eventuell um wenige Minuten später aufgehe,
reiche dies nicht aus, um die vorgenommene Interessenabwägung ins
Gegenteil zu verkehren.
4.7. Auch die Beschwerdegegnerin bestreitet in ihrer Vernehmlassung die
gerügte massive Beeinträchtigung der Besonnung betreffend die Parzelle
N._. Der Schattenwurf durch den Berg am Horizont bestehe
unabhängig davon, ob das Haus T._ aus einem oder zwei
Obergeschossen oder gar nicht bestehe. Vermutungsweise könnte einzig
der unüberbaute Bauplatz auf der Parzelle N._ an den längsten
Tagen um wenige Minuten leicht tangiert sein. Fakten legten die
Beschwerdeführer dazu keine vor. Im übrigen Jahresverlauf gehe die
- 24 -
Sonne südöstlicher auf, womit eine Beschattung mit Sicherheit
ausgeschlossen werden könne. Eine Beschattung des Bauplatzes auf der
Parzelle N._ sei durch die beiden Gebäude der Beschwerdeführer in
einem Ausmass selbst möglich, wie es in Dörfern üblich sei. Ein
überwiegend nachbarliches Interesse könne damit nicht begründet
werden.
4.8. Das Gericht kann sich den Ausführungen des Beschwerdegegners und
der Beschwerdegegnerin anschliessen. Der Beschwerdegegner legt die
der Arealplanung zugrundeliegende Interessenabwägung, insbesondere
hinsichtlich der Abweichung der Gesamthöhe des Hauses T._
nachvollziehbar dar, und diese ist, auch unter der Berücksichtigung der
dem Verwaltungsgericht vorliegend zustehenden Kognition, nicht zu
beanstanden. Dies auch mit Blick auf die Vorgaben des
Raumplanungsgesetzes sowie der (kantonalen) Richtplanung, wonach die
Beschwerdegegnerin zur kompakten Besiedelung bzw. der inneren
Verdichtung von (bereits ausgeschiedenen) Bauzonen innerhalb des
Siedlungsgebietes gehalten ist, was dem im öffentlichen Interesse
liegenden Ziel der haushälterischen Bodennutzung dient (vgl. dazu Art. 1
Abs. 2 lit. abis, Art. 3 Abs. 3 lit. abis, Art. 8a Abs. 1 lit. c RPG; Urteile des
Bundegerichts 1C_300/2020 vom 1. Dezember 2020 E.2.5, 1C_128/2019,
1C_134/2019 vom 25. August 2020 E.9.2; AEMISEGGER/KISSLING, in:
AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], Praxiskommentar RPG:
Nutzungsplanung, Zürich/Basel/Genf 2016, Vorb. zur Nutzungsplanung
Rz. 40). Im Weiteren erscheint die unbelegte Behauptung der
Beschwerdeführer, der Schattenwurf durch das Haus T._
beeinträchtige überwiegende nachbarliche Interessen, wenig glaubhaft.
Das Haus T._ liegt gemäss dem GEP 2012 und dem Arealplan
bergseitig am nördlichen Rand des Ortskerns I._ und in nordöstlicher
Richtung hinter den Liegenschaften der Beschwerdeführer 1 und 2. Diese
- 25 -
Art von Schattenwurf ist, auch als Resultat des Augenscheins, von den
Nachbarn bzw. Beschwerdeführern hinzunehmen.
4.9. Diese Beurteilung wird auch durch den Bericht der Bauberatung, Y._
AG für Raumplanung, vom 14. September 2021, betreffend Prüfung der
Ortsbildverträglichkeit und Gestaltung (vgl. Art. 3 und 9 APB, Bg-act. 4)
des Bauvorhabens auf der Parzelle O._, gestützt, womit die
Bauberatung in der Beurteilung des Beschwerdegegners eine
zeitgemässe, den Anforderungen an die haushälterische
Siedlungsentwicklung einerseits und der angepassten Integration ins
Ortsbild angemessene Ausformulierung andererseits, entsprechende
Ausgestaltung des Bauvorhabens erkennt. Gemäss Vorprüfungsbericht
des Amts für Raumentwicklung (ARE) zum Arealplanentwurf vom 26. April
2017 sei das Überbauungskonzept des Architekten S._ in der
Vorprüfung bezogen auf die Notwendigkeit einer ˮeinheitlichen und
gesamthaften Überbauungˮ mit ˮausreichender hoher Dichteˮ und eine
ˮangemessene Wohnqualität bei guter Einbettung der Bauten ins Orts-
und Landschaftsbildˮ als architektonisch hochwertig und ortsbaulich
verträglich, sowie effizient und verdichtet bewertet worden. Die
Bauberaterin weist darauf hin, dass das Gesamtensemble teils auch von
der Setzung und der Volumetrie des künftigen Baukörpers im Baufeld
'Haus T._' mitbestimmt werde. Sie unterstützt die Beurteilung des
Beschwerdegegners im Genehmigungsbeschluss vom 1. Mai 2018,
wonach durch die ˮdrei- bis viergeschossigen, jeweils dicht aneinander
liegenden Gebäudegruppen entlang der Gassen eine gute Einordnung in
das historische Bebauungsmuster und das Ortsbild von I._
gewährleistet werdeˮ. Die Gliederung und Gestaltung der angestrebten
Dichte der Bauten könnten als neuer nördlicher Abschluss des Dorfes ein
neues Wahrzeichen von I._ mit eigenem, städtebaulichem Parameter
bilden, wodurch die geforderte Lenkung der Siedlungsentwicklung nach
innen durch eine qualitativ hochwertige Verdichtung der Siedlungsfläche
- 26 -
erreicht werden könne. Die Genehmigung des Arealplans E._ durch
die Regierung unterstütze somit eine neue Gestaltung des Dorfrandes
(vgl. Edition Akten Baubewilligungsverfahren, Gerichtsakte F.19).
Aufgrund des Gesagten erweist sich damit die Rüge der
Beschwerdeführer als unbegründet, so dass die Beschwerde in diesem
Punkt abzuweisen ist.
5.1. Mit ihrer Beschwerde an das Verwaltungsgericht beantragen die
Beschwerdeführer überdies, dass die Baulinie, das Baufeld und der
Baubereich des Hauses T._ einen Strassenabstand von mindestens
2.50 m einzuhalten hätten und dementsprechend nach Osten verschoben
werden sollten. Die Baulinie des Hauses T._ sei unter dem Aspekt
der Verkehrssicherheit zu prüfen. Betreffend den Strassenabstand seien
Art. 17 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 13 BG I._ anwendbar und damit
für den Grenzabstand massgebend, ob die Strasse öffentlich sei oder
öffentlichen Zwecken diene, was vorliegend beim J._ der Fall sei, so
dass der Strassenabstand von 2.50 m aus Sicherheitsgründen zwingend
einzuhalten sei, was eine entsprechende Verschiebung der Baulinie, des
Bauvorhabenfeldes und des Baubereichs des Hauses T._ nach
Osten zur Folge habe.
5.2. In seinem Beschluss trat der Beschwerdegegner auf das Begehren der
(Planungs-)Beschwerdeführer um Redimensionierung des Baubereichs
resp. Baufeldes beim Haus T._ auf 83.55 m2 sowie um Verschiebung
der Baulinie und des Baubereichs resp. Baufeldes um mindestens 2.50 m
Richtung Osten wegen verspätetem Begehren nicht ein. Er hielt dazu fest,
dass diese Begehren – wollte man gleichwohl auf sie eintreten – materiell
abgewiesen werden müssten. Es handle sich vorliegend um ein
architektonisch hochwertiges Überbauungskonzept der gemeindeeigenen
Randparzelle E._, das hohen Ansprüchen bezüglich
Siedlungsgestaltung, Ortsbildverträglichkeit und haushälterischer
Bodennutzung genüge. Es seien keine Gründe oder rechtliche
- 27 -
Grundlagen ersichtlich, die gegen die dem Gesamtkonzept
zugrundeliegenden und aufeinander abgestimmten Baufelder,
Baubereiche und Firsthöhen in der festgelegten Dimension und Lage
sprechen würden. Die Siedlungsplanungen hätten sich aufgrund der
Teilrevision des RPG1 sowie des neuen Kantonalen Richtplans Siedlung
(KRIP-S) im Vergleich zum im Jahre 2000 erlassenen Quartierplan
E._ komplett geändert, es entstünden kompaktere, dichtere und
voluminösere Bebauungen. Betreffend Baulinie könnten höchstens
Gründe der Verkehrssicherheit zu einer materiellen Gutheissung führen.
Mit dem Argument eines durchgehenden J._ lasse sich das Begehren
um Verschiebung der Baulinie um 2.50 m bergwärts jedoch nicht
begründen. Tatsache sei, dass der J._ gemäss GEP 2012 gerade
nicht als durchgehende Strasse ausgestaltet werden würde, die Signatur
Quartierstrasse geplant schliesse sich im GEP nicht unmittelbar an die
Signatur Quartierstrasse bestehend an, er weise vielmehr ein als
bestehender Fussweg klassifiziertes Zwischenstück von ca. 14 m auf, was
wiederum darauf schliessen lasse, dass das geplante neue Quartier auf
der Gemeindeparzelle O._ ausschliesslich von Norden resp. der
P._ her erschlossen werden solle, und der J._ ausschliesslich
der Erschliessung der bereits bestehenden Überbauung (inkl. Bauplatz auf
Parzelle N._) dienen solle. Andere verkehrssicherheitstechnische
Argumente für eine Verschiebung der Baulinie beim Haus T._ um
2.50 m nach Osten seien nicht ersichtlich. Im Weiteren sei der Arealplan
E._ mit Ausnahme der Festlegungen bezüglich des Hauses T._
rechtskräftig genehmigt, was auch für die darin enthaltenen
Erschliessungsfestlegungen (wie Signatur 'private Erschliessung', 'Zufahrt
Garage', 'Zufahrt Fussgänger/Abstellplätze Velo' und 'öffentliche
Erschliessung') gelte, nachdem der Regierungsbeschluss Nr. 343 vom
1. Mai 2018 zur Genehmigung des neuen Arealplans E._
unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei.
- 28 -
5.3. Auch betreffend diese Rüge kann sich das Gericht den Ausführungen des
Beschwerdegegners anschliessen. Wie bereits erläutert, wurde als
einziges Rechtsbegehren der (Planungs-)Beschwerde A._ die
Senkung der Firsthöhe des Hauses T._ vorgebracht, womit der
Beschwerdegegner zu Recht auf das neue und damit verspätet
eingebrachte Rechtsbegehren um Einhaltung des Strassenabstandes von
mindestens 2.50 m und entsprechender Verschiebung der Baulinie, des
Baufeldes und des Baubereiches des Hauses T._ nach Osten, nicht
eingetreten ist. Selbst wenn jedoch darauf eingetreten würde, wäre das
Begehren – wie der Beschwerdegegner zu Recht dargelegt hat –
abzuweisen. Der beschwerdeführerische Einwand, dass der J._
gemäss GEP eine Quartierstrasse und durchgehend bis zur P._
geplant sei und der vormalige (aufgehobene) Arealplan eine
durchgehende Verbindung über die Quartierstrasse auf Parzelle M._
vorgesehen habe, geht ins Leere, da diese Frage nicht Gegenstand der
(Planungs-)Beschwerde war. Der J._ ist gemäss gültigem GEP 2012
vom 7. Dezember 2011 gerade nicht als durchgehende Strasse
ausgestaltet, die Signatur Quartierstrasse geplant schliesst sich im
GEP 2012 nicht unmittelbar an die Signatur Quartierstrasse bestehend
(J._) an, sondern weist ein als bestehenden Fussweg klassifiziertes
Zwischenstück von ca. 14 m auf (vgl. Bg-act. 5). Die Frage, ob der J._
durchgehend auszugestalten sei, wird vom rechtskräftig genehmigten Teil
des Arealplans vom 1. Mai 2018 beantwortet, da jener in diesem Punkt
nicht angefochten wurde (vgl. Bg-act. 4). Art. 10 APB bestimmt zudem als
einzige Zufahrt für die Bauparzelle für den motorisierten Verkehr die
öffentliche Erschliessung von der P._ her (vgl. Bg-act. 4). Somit ist
der J._ eben gerade nicht als durchgehend auszugestalten, so dass
auch deswegen keine Veranlassung für einen Strassenabstand von
mindestens 2.50 m beim Haus T._ besteht. Auch das Vorbringen,
dass die Quartierstrasse bis zur nördlichen Grenze der Parzelle M._
als Quartier- und Erschliessungsstrasse ausgebaut und nicht nur mit
- 29 -
Koffermaterial, sondern auch mit einem Bitumenüberzug versehen sei,
überzeugt nicht, da nicht der Belag der Strasse, sondern vielmehr der
Arealplan massgebend ist.
5.4. Baulinien dienen u.a. der Freihaltung von Flächen im Interesse des
Ortsbildes und des Natur- und Umweltschutzes (Art. 55 Abs. 1 KRG). Sie
gehen allen anderen öffentlich-rechtlichen Abstandsvorschriften vor und
bestimmen die Grenze, bis zu der ober- und unterirdisch gebaut werden
darf (Art. 55 Abs. 2 KRG). Bereits der Arealplan 2014 legte die Baulinie
bei 1.50 m entlang des Wegs fest (vgl. act. E.1A und E.1B). Die Einwände
der Polizei betreffend Verkehrssicherheit führten damals zur
Zurückversetzung der Garageneinfahrt des Gebäudes 2 (entspricht Haus
Z._) um rund zwei bis drei Metern. Die Baulinie des
Einfamilienhauses (Haus T._) wurde hingegen bei 1.50 m
Strassenabstand belassen, obwohl damals eine durchgehende Strasse
geplant war (vgl. Bg-act. 7; act. E.2). Auch wenn die Strasse nach Art. 35
BG öffentlich ist und öffentlichen Zielen dient, ist der Strassenabstand
gemäss BG I._ nicht mehr anwendbar, da Baulinien gemäss Art. 55
Abs. 2 Satz 1 KRG allen anderen öffentlich-rechtlichen
Abstandsvorschriften vorgehen, was sich auch aus Art. 17 Abs. 4 letzter
Satz BG, wonach der Vorbehalt von Bau- und Gestaltungslinien gilt, ergibt.
Damit erweist sich auch diese Rüge als unbegründet.
5.5. Aus dem beigezogenen Bau- und Einspracheentscheid der
Beschwerdegegnerin betreffend das Gesuch Nr. AL 2019-08 vom 27. April
2021 lässt sich für den vorliegenden Entscheid – entgegen den
Ausführungen der Beschwerdeführer – nichts herleiten, äussert sich
dieser doch lediglich zur Nichteinhaltung der baugesetzlichen Vorschriften
über die Pflichtabstellplätze für Motorfahrzeuge sowie die Verletzung des
Baugesetzes und Arealplanbestimmungen durch den Kreuzgang und
Parkplätze, was wie bereits ausgeführt, nicht Gegenstand des
vorliegenden Verfahrens bildet.
- 30 -
5.6. Zusammenfassend ergibt sich damit, dass die Vorinstanz das Begehren
um Senkung der im Arealplan vom 22. August 2017 festgelegten Firstkote
zu Recht abgewiesen und auf die übrigen Begehren nicht eingetreten ist,
womit der angefochtene (Planungs-)Beschwerdeentscheid – abgesehen
von der (versehentlichen) Nichtberücksichtigung der Beschwerdeführer 2
und 3 als Parteien – nicht zu beanstanden ist und sich als rechtmässig
erweist, so dass die dagegen erhobene Beschwerde teilweise
gutzuheissen (Aufnahme der beschwerdelegitimierten Beschwerdeführer
2 und 3) und im Übrigen abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden
kann.
6.1. Die Beschwerdeführer beantragen subeventualiter die Anpassung des
angefochtenen Entscheids, als dass die Prozesskosten einerseits zu 3⁄4 zu
Lasten der Beschwerdegegnerin und allenfalls in Solidarhaftung mit der
Beigeladenen und andererseits zu 1⁄4 zu Lasten der Beschwerdeführer
gehen sollten, wobei den Beschwerdeführern eine angemessene
Parteientschädigung zuzusprechen sei.
6.2. Der Beschwerdegegner berücksichtigte im angefochtenen Entscheid bei
der Verteilung der Verfahrenskosten, dass die Beschwerdeführer mit ihren
Hauptanliegen betreffend Reduktion der Firsthöhe auf 7.50 m sowie der
Verschiebung der Baulinie um 2.50 m bergwärts nicht hätten
durchzudringen vermögen und auferlegte die Verfahrenskosten zu 5/6 zu
Lasten der Beschwerdeführer und zu 1/6 solidarisch zu Lasten der
Beschwerdegegnerin und der Beigeladenen. Eine Parteientschädigung
sprach er den Beschwerdeführern für ihre anwaltliche Vertretung keine zu,
da die von der Rechtsanwältin gestellten neu eingebrachten
Rechtsbegehren abzuweisen waren, soweit überhaupt auf sie eingetreten
wurde.
6.3. Im Rechtsmittel- und Klageverfahren hat in der Regel die unterliegende
Partei die Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Beschwerdeführer
- 31 -
sind grundsätzlich im (Planungs-)Beschwerdeverfahren unterlegen, wäre
doch die Beschwerde (Begehren um Reduktion der Höhe des Hauses
T._) abzuweisen gewesen, soweit darauf hätte eingetreten werden
können. Lediglich die Korrekturen an den bislang sistierten Festlegungen
beim Haus T._, die grösstenteils auf Zugeständnissen zur Erzielung
einer Einigung beruhten und entsprechend von der Beigeladenen im
Rahmen des Schriftenwechsels gleichwohl noch eingebracht wurden,
führten zu einer teilweisen Gutheissung der Beschwerde, womit sich die
Kostenfolge als rechtmässig erweist. Weiter ergibt sich, dass eine
Einigung anlässlich der Einigungsverhandlung vom 17. September 2019
(vgl. Bg-act. 2) materiell zum selben Ergebnis betreffend das Haus
T._ geführt hätte, womit der Beizug der Rechtsanwältin keinen
Beitrag geleistet hat und eine Parteientschädigung deshalb unbegründet
wäre. Damit erweist sich auch die Rüge gegen den Kostenentscheid der
Vorinstanz als unbegründet, so dass sie abzuweisen ist. Die Aufnahme
der Beschwerdeführer 2 und 3 als Prozessparteien ins Rubrum des
angefochtenen Regierungsentscheids führt zu einer entsprechenden
Anpassung der (solidarischen) Kostentragungspflicht im Dispositiv des
angefochtenen Entscheids für die 5/6 der Verfahrenskosten.
7.1. Schliesslich ist auch noch über die Kosten- und Entschädigungsregelung
für das verwaltungsgerichtliche Verfahren zu befinden. Gemäss Art. 73
Abs. 1 VRG hat im Rechtsmittel- und Klageverfahren in der Regel die
unterliegende Partei die Kosten zu tragen. Mehrere Parteien tragen ihre
Kosten zu gleichen Teilen, soweit die Behörde nichts Anderes entscheidet
(Art. 73 Abs. 2 VRG). Der Kanton Graubünden (Regierung) amtete
vorliegend als Planungsbeschwerde- und Genehmigungsbehörde im
Sinne von Art. 26 RPG bzw. Art. 49 und Art. 101 Abs. 1 KRG. In diesem
Zusammenhang ist festzuhalten, dass der Kanton bzw. die Regierung in
dieser Eigenschaft in der Regel keine Verfahrenskosten zu tragen hat und
auch nicht entschädigungspflichtig wird (vgl. dazu etwa VGU R 21 51 vom
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26. Oktober 2021 E.7.1, R 20 33 vom 16. Juni 2020 E.3.1). Indem der
Beschwerdegegner jedoch die Beschwerden der Beschwerdeführer 2 und
3 nicht behandelt hat, hat er einen klaren formellen Fehler begangen. Die
beschwerdeführenden Parteien 2 und 3 fehlen im Rubrum, ein
Eröffnungsfehler liegt indes nicht vor, wurde der Entscheid doch der
Rechtsvertreterin, die auch die beschwerdeführenden Parteien 2 und 3
vertritt, zugestellt. Damit rechtfertigt es sich – entgegen dem obgenannten
Grundsatz – auch dem Beschwerdegegner Kosten aufzuerlegen. Bei
diesem Ausgang des Verfahrens sind die Verfahrenskosten des
vorliegenden Beschwerdeverfahrens, bestehend aus der Staatsgebühr
sowie den Kanzleiauslagen (Art. 75 Abs. 1 VRG), somit gemäss Art. 72
Abs. 2 sowie Art. 73 Abs. 1 und 2 VRG den teilweise unterliegenden
Beschwerdeführern 1–3 zu gleichen Teilen und unter solidarischer
Haftbarkeit zu 9/10 und dem Beschwerdegegner zu 1/10 aufzuerlegen.
Die Staatsgebühr beträgt höchstens CHF 20'000.--, sie richtet sich nach
dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Interesse
und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kostenpflichtigen (Art. 75
Abs. 2 VRG). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren wird die
Staatsgebühr in Anwendung von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 5'000.--
festgesetzt und zusammen mit den Kanzleiausgaben auferlegt.
7.2. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei in der Regel
verpflichtet, der obsiegenden Partei die durch den Rechtsstreit
verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen. Wie bereits bei der
Kostenregelung (siehe E.7.1) ausgeführt, wird der Kanton Graubünden
(Regierung) als Planungsbeschwerde- und Genehmigungsbehörde in der
Regel nicht entschädigungspflichtig. Davon ist vorliegend jedoch aufgrund
des teilweisen Unterliegens des Beschwerdegegners (Aufnahme von
B._ sowie C._ als legitimierte, beschwerdeführende Parteien)
bzw. bloss teilweisen Obsiegens der Beschwerdeführer abzuweichen und
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der Beschwerdegegner zu verpflichten, den Beschwerdeführern
entsprechend 1/10 der Parteikosten zu ersetzen.
Die Beschwerdeführer machen für die Zeit vom 16. Januar 2019 bis zum
3. September 2020 einen Aufwand von insgesamt CHF 21'004.80 (77 h à
CHF 240.-- zzgl. 3 % Kleinspesenzulage von CHF 568.05 und 7.7 %
MWST) geltend. Da der angefochtene Entscheid am 21. April ergangen
bzw. am 22. April 2020 mitgeteilt wurde, ist für das verwaltungsgerichtliche
Verfahren lediglich der geltend gemachte Aufwand im Zeitraum vom
23. April 2020 bis am 3. September 2020 von insgesamt CHF 9'131.85
(total 34.3 h à CHF 240.-- [CHF 8'232.--], plus Spesen von 3 % [CHF 246.96] und 7.7 % MWST [CHF 652.87]) zu berücksichtigen. Die vor
dem 23. April 2020 geltend gemachten Kosten betreffen hingegen den
(vorliegend nicht zu berücksichtigenden) Aufwand betreffend die
Planungsbeschwerde. Zum geltend gemachten Aufwand hinzuzurechnen
ist ausserdem der Aufwand für den Augenschein vom 21. September
2021, d.h. die Hin- und Rückfahrt (Kornplatz 2, Chur, bis J._, I._,
gemäss Google Maps 2 x 27 Min.) sowie die Dauer des Augenscheins von
einer halben Stunde, damit insgesamt rund 1.5 h (CHF 360.--). Daraus
ergibt sich ein vorliegend zu berücksichtigender Aufwand von insgesamt
CHF 9'531.20 (total 35.8 h à CHF 240.-- [CHF 8'592.--], plus Spesen von 3 % [CHF 257.76] und 7.7 % MWST [CHF 681.43]). Der
Beschwerdegegner hat somit die Beschwerdeführer gestützt auf Art. 78
Abs. 1 VRG mit 1/10 bzw. CHF 953.10 (inkl. Spesen und MWST) zu
entschädigen.
Der nicht anwaltlich vertretenen Beigeladenen ist keine
Parteientschädigung zuzusprechen, eine solche wurde auch nicht
anbegehrt. Gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG wird Bund, Kanton und
Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten
Organisationen in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen,
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wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen
besteht vorliegend kein Anlass, weshalb weder der Vorinstanz noch der
Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung zuzusprechen sind.