Decision ID: 24d20868-cf93-410c-933b-56a439f59c00
Year: 2005
Language: de
Court: ZH_VG
Chamber: ZH_VG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: public_law

I. A, geboren 1961, trat am 1. Juli 1999 als Sekretärin (70-%-Pensum) in den Dienst der Stadt Winterthur. Anfangs Februar 2004 kündigte die Stadt Winterthur As Anstellungsverhältnis per 31. Mai 2004.
Die dagegen von A erhobene Einsprache wies der Stadtrat Winterthur mit Beschluss vom 18. August 2004 ab und bestätigte die Kündigung mit hinausgeschobener Wirkung per 30. November 2004.
II.
A rekurrierte gegen diesen Stadtratsentscheid an den Bezirksrat Winterthur. Dieser lehnte den Rekurs mit Beschluss vom 28. Januar 2005 ab.
III.
Dagegen liess A am 3. März 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht erheben und beantragen, ihr eine Entschädigung und eine Abfindung je in der Höhe von vier Monatslöhnen zu bezahlen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Stadt Winterthur.
Sowohl der Stadtrat Winterthur in seiner Beschwerdeantwort als auch der Bezirksrat Winterthur in seiner Vernehmlassung beantragten die Abweisung der Beschwerde.

Die Kammer zieht in Erwägung:
Die Kammer zieht in Erwägung:
1. Die Beschwerde richtet sich gegen einen erstinstanzlichen Rekursentscheid des Bezirksrats über eine personalrechtliche Anordnung (die Mehrstufigkeit des innerkommunalen Verfahrens ist in diesem Zusammenhang nicht von Belang; dazu Bea Rotach Tomschin, Die Revision des Zürcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes, ZBl 98/1997, S. 433 ff., 455 f.). Gemäss § 74 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) ist das Verwaltungsgericht für die Behandlung zuständig (dazu Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 74 N. 6). Die Beschwerdeführerin ist sodann durch den Entscheid der Vorinstanz offenkundig beschwert (vgl. §§ 80c und 70 in Verbindung mit § 21 lit. a VRG); auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist mithin einzutreten.
Die Beschwerdeführerin fordert insgesamt die Zahlung von acht Monatslöhnen. Damit muss ihre Forderung den Streitwert von Fr. 20'000.- übersteigen, sodass gerichtsintern die Kammer zur Behandlung der Beschwerde zuständig ist (§ 38 Abs. 2 VRG).
Die Beschwerdeführerin fordert insgesamt die Zahlung von acht Monatslöhnen. Damit muss ihre Forderung den Streitwert von Fr. 20'000.- übersteigen, sodass gerichtsintern die Kammer zur Behandlung der Beschwerde zuständig ist (§ 38 Abs. 2 VRG).
2. Das Anstellungsverhältnis zwischen den Parteien, und damit auch die Frage der Rechtmässigkeit der Kündigung, bestimmt sich nach dem Personalstatut der Stadt Winterthur vom 12. April 1999 (PST) sowie nach der Vollzugsverordnung zum Personalstatut der Stadt Winterthur vom 9. Juni 1999 (VVO PST).
2.1 Zuständig zur Kündigung ist die Anstellungsinstanz (§ 19 Abs. 1 Satz 1 PST). Anstellungsinstanz ist die Departementsleitung, soweit diese Kompetenz nicht dem Stadtrat vorbehalten ist oder zulässigerweise an die Leitung eines Bereichs oder einer nachgeordneten Verwaltungseinheit delegiert wurde (§§ 4 und 13 PST in Verbindung mit § 7 VVO PST). Nach § 19 Abs. 1 PST ist die Kündigung durch die Anstellungsinstanz schriftlich mitzuteilen. Innerhalb der Kündigungsfrist kann die oder der Angestellte eine Begründung der Kündigung verlangen, wobei das Recht auf die Anfechtung verwirkt wird, wenn der Begründungsanspruch nicht geltend gemacht wird. In der Kündigung ist auf den Begründungsanspruch und die Verwirkungsfolge hinzuweisen.