Decision ID: 4a161c82-4daf-4eab-8ce7-2cd037a5aa47
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1957,
ist
ausgebildete
medizinische P
raxis
as
sistentin (MPA
,
Urk. 7/6/4
,
Urk. 7/9/8). Sie war
zuletzt
seit dem 3
1
. Januar 2012
als Pflegeassistentin
bei der
A._
in einem 50%-Pensum tätig (Urk. 7/9/7), wobei ab dem 1. Mai 2013 ein 80%-Pensum geplant war (
vgl.
Urk. 7/12/
2). Am 24. Januar 2013 rutschte sie auf Glatteis aus und zog sich am linken oberen Sprunggelenk (
OSG
) eine
erstgradig
offene Luxationsfraktur zu (Urk. 7/6/5
,
Urk. 7/9/5
). Seit dann war sie zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben (Urk. 7/9/7).
Unter Hinweis auf
die eingangs erwähnte
gesundheitliche Beeinträchtigung
mel
dete
sie
sich am 4. Juli 2013 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/6). Das Arbeitsverhältnis wurde
von der
A._
per 31. Dezember 2013
aufgelöst (
Urk. 7/12/10
).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stel
le, nahm erwerbliche (Urk. 7/11,
Urk. 7/12
) und medizinische Abklärungen (
Urk. 7/20,
Urk. 7/22
,
Urk. 7/31
,
Urk. 7/35) vor
und
holte die Akten de
r
Unfallversicherung
, der Helsana Versicherungen AG (Urk. 7/9
,
Urk. 7/14
,
Urk.
7/16-17,
Urk. 7/21
,
Urk. 7/25
,
Urk. 7/29
,
Urk. 7/32
,
Urk. 7/38
,
Urk. 7/41
,
Urk. 7/47
) ein. Am 6. November 2015 verneinte sie aufgrund des somatischen Gesundheitszustands der Versicherten einen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen (Urk. 7/49).
Sie zog
daraufhin
weitere Akten de
r
Unfallversicher
ung
bei, dar
unter auch das Gutachten von
Dr.
B._
, Facharzt für
o
rthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 25. Mai 2016 (Urk. 7/
54-
55). Am 20. Oktober 2016 verfügte die Helsana Versicherungen AG
bei einem Invaliditätsgrad von 49 %
rückwirkend
a
b dem 1. Januar 2016 eine Invalidenrente von monatlich Fr. 1'374.--
und eine Integritätsentschädigung von Fr. 18'900.-- bei einer Integ
ritätseinbusse von 15 % (Urk. 7/65).
Am 22. November 2016
liess
die IV-Stelle
einen Abklärungsbericht erstellen, um die unklare Qualifikation (50 oder 80 % im Erwerbsbereich) zu klären und um
allfällige
Einschränkungen im Haushalts
bereich zu ermitteln (Urk. 7/73). Zudem holte sie noch einen neurologischen Arzt
bericht (Urk. 7/79) und
Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) ein (Urk. 7/82/8
-
10).
Ausgehend von der Qualifikation als zu 80 % erwerbstätig und zu 20 % im Haus
halt tätig, von Einschränkungen wegen somatischen Beschwerden von 51 % im erwerblichen Bereich und von 15 % im Aufgabenbereich im Zeitraum vom Januar 2014 bis Januar 2015 sowie von 22 % im erwerblichen Bereich und von 8 % im Aufgabenbereich ab Februar 2015, und von einem Invaliditätsgrad von 44 % vom Januar 2014 bis Januar 2015 und 19 % ab Februar 2015 (vgl. Feststellungsblatt
für den Beschluss vom 5. April 2017 [Urk. 7/82/11]),
stellte die IV-Stelle der Ver
sicherten mit Vorbescheid vom 5. April 2017 (Urk. 7/
84
) vom 1. Januar 2014 bis Ende Mai 2015 die Zusprechung einer befristeten
Viertelsr
ente
in Aussicht
. Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Mark A.
Glavas
, am 22. Mai 2017 Einwand erheben (Urk. 7/87). Am 14. Juli 2017 verfügte die IV-Stelle im a
ngekündigten Sinne (Urk. 7/95).
2.
Hiergegen liess die Versicherte am 14.
September
2017 Beschwerde erheben mit den Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung vom 14. Juli 2017 sei aufzu
heben und ihr sei ab 1. Januar 2014
eine ganze Invalidenrente
und ab
Juni 2015 mindestens eine
Viertelsrente
auszurichten
(Urk. 1)
.
Zusammen mit der Beschwerde liess sie bereits aktenkundige Unterlagen (Urk. 3/3
=
Urk. 7/9/47, Urk. 3/4 = Urk. 7/38/4-5, Urk. 3/5 = Urk. 7/55, Urk. 3/6 = Urk. 7/65, Urk. 3/7 = Urk. 7/32/3-6
) einreichen
.
Mit Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2017 (Urk. 6) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde, was der Versicherten am 19. Oktober 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Mit Verfügung vom 17. Juni 2018 (Urk. 9) wurde die
Profond
Vorsorgeeinrich
tung zum Prozess beigeladen. Sie reichte innert der 30tägigen Frist keine Stel
lungnahme ein,
womit sie auf eine solche verzichtete
.
Auf
die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise - bei Versicherten, die vor der Beeinträchtigung ihrer Gesundheit nicht erwerbstätig waren - die Unmöglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8
Abs.
1 des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Tei
l des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1 des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsun
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich
die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
windbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig und daneben im Aufgabenbereich tätig sind, wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a
Abs.
2 IVG
fest
gelegt. Danach wird darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Da die angefochtene Verfügung am 1
4.
Juli 2017 erlassen wurde, ist für die Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode die
bis 3
1. Dezember 2017 gültige
Gerichts- und Verwaltungspraxis
beachtlich (grundlegend BGE 125 V 146). Gemäss dieser wird
zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und der
je
nige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (vgl. Art. 27
der Verordnung über die Invalidenversicherung [
IVV
] in der bis 3
1.
Dezember 2017 gültigen Fassung
) ermittelt. Die Invalidität bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbe
reich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorge
nommen wird, wobei im Erwerbsbereich praxisgemäss berücksichtigt wird, was die versicherte Person im Gesundheitsfall
mit
ihrer Teilerwerbstätigkeit erzielen würde. Die Gesamtinvalidität ergibt sich aus der Addi
tion
der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
(
BGE
131 V 51 E. 5.5.1, 130 V 393 E. 3.3, 125 V 146 E. 2b und 5c).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
F
ür den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer ver
sicherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnis
sen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchti
gungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklä
rungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haus
halt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinwei
sen
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stellt
e
sich in ihre
r
befristeten
rentenzusprechenden Ver
fügung
zusammengefasst
auf den Standpunkt
, dass die
Beschwerdeführerin als zu 80 % e
rwerbstätig
und zu 20 % im Haushalt
t
ätig
zu qualifizieren sei, und dass
ihr die bisherige Tätigkeit als Pflegeassistentin
aus somatischen Gründen seit 2013
nicht mehr zumutbar
sei
. Eine angepasste Tätigkeit sei ihr jedoch unter einem
angepassten
Belastungsprofil noch zu 50 % zumutbar. Vor diesem Hinter
grund habe die Beschwerdeführerin anfangs 2014
eine Einschränkung
im Erwerb
sbereich
von 51 % und im Haushalt
sbereich
von 15 %
gehabt
. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 44 %
(80 % x 51 % + 20 % x 15 %)
und damit
der Anspruch auf eine
Viertelsrente
ab 1. Januar 201
4.
Danach habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin gemäss den medizinischen Akten ab Februar 2015 soweit verbessert, dass ihr ab diesem Zeitpunkt eine angepasste Tätigkeit unter einem
angepassten
Belastungsprofil vollschichtig zumutbar gewesen
sei
. Unter diesen Umständen habe
im Erwerb
sbereich
lediglich noch eine Einschränkung von 22 % und im Haushalt eine solche von 8 % bestanden, was einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 19 % (80 % x 22 % + 20 % x 8 %) ergeben habe.
Daher werde die
Viertelsrente
per 3
1
. Mai 2015 aufgehoben
(Urk. 2
).
2.2
Die Beschwerdeführerin lässt demgegenüber in ihrer Beschwerde vom 14. November 2017
einerseits
geltend machen,
ihr sei ab dem 1. Januar 2014 nicht nur eine
Viertelsrente
, sondern eine ganze Rente auszurichten. Andererseits lässt sie
ab
dem 1. Juni 2015 mindestens eine
Viertelsrente
beantragen
(Urk. 1 S. 2). In
der
Begründung
wird ausgeführt
, die Beschwerdegegnerin habe auf aktenwidrige Ausführungen des RAD abgestellt,
wonach
ab dem 1. Januar 2014 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit angenommen werde.
Stattdessen sei
in der Zeit vom Januar 2014 bis
Mai 2015
von einem
Invaliditäts
grad von 80
%
allein im Erwerbsbereich
auszugehen, weil
gestützt auf
die medi
zinischen Akten frühestens per Februar 2015 eine angepasste Tätigkeit
theore
tisch denkbar gewesen
sei. Dadurch
bestehe von
Januar 201
4 bis Mai 2015 Anspruch auf eine ganze Rente (Urk. 1 S. 5-6). Selbst wenn wider Erwarten
bereits
ab Januar 2014
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit
in angepasster Tätig
keit
ausgegangen würde,
sei
immer noch das
Invalideneinkommen falsch berech
net worden. Denn die Beschwerdegegnerin habe sie zu Unrecht im Kompetenz
niveau 2
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) eingestuft. Vielmehr sei
für
sie
das Kompetenzniveau 1 der LSE anzuwenden
. Das gelte auch bei
der Annahme
eine
s
zumutbaren
80%-Pensum
s
ab Februar 2015 (Urk. 1 S. 6). Aus
serdem sei ein
Leidensabzug von 25 %
zu gewähren (Urk. 1 S. 6-7). Ferner müsse
von Beginn weg im Haushalt eine höhere Einschränkung
berücksichtigt werden, weil de
r
b
loss am Wochenende anwesende
und Miete zahlende Mitbewohner nicht
zur Mithilfe im Haushalt verpflichtet sei
(Urk. 1 S. 4-5). Letztlich würde auch unter Annahme einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ab Januar 2014 ein Teilinvaliditätsgrad im Erwerb von 67 % bestehen, so dass unter Berücksichtigung der gemischten Methode auf jeden Fall mindes
tens ein Invaliditätsgrad von 50 % erreicht würde. Ab Juni 2015 würde sich dann ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ergeben, was einer
Viertelsrente
ent
spreche
(Urk. 1 S.
7
).
3.
3.1
Am 24. Januar 2013 rutschte die Beschwerdeführerin auf Glatteis aus und zog sich am linken oberen Sprunggelenk (
OSG
) eine
erstgradig
offene Luxationsfrak
tur zu. Gleichentags operierte die Chirurgische Klinik des Spitals
P.
_
die Beschwerdeführerin. Sie nahm eine geschlossene Reposition des Knochenbruchs vor, führte eine Wundrandausschneidung und ein
Débridement
durch und legte einen OSG-überbrückenden Fixateur externe links an (Urk. 7/9/46). Am 8. Feb
ruar 2013 führte dann die Klinik für Unfallchirurgie des Universitätsspitals
C._
eine offene Reposition
durch
und
nahm
eine Plattenosteosynthese am
Malleolus
lateralis
(7-Loch 3,5
Locking
-
Compression
-Platte [
LCP
] laterale
Fibu
laformplatte
), am Volkmann-Dreieck (4-Loch Drittelrohrplatte) sowie eine Schraubenosteosynthese am
Malleolus
medialis
links
vor
.
Die Ärzte berichteten, dass
die Beschwerdeführerin
postoperativ
über Hyposensibilität und Kribbel
parästhesien im gesamten linken Bein geklagt
habe
. Im Verlauf hätten sich die Beschwerden dann aber deutlich gebessert, so dass die Beschwerdeführerin bei insgesamt unauffälligem Verlauf mit guter Schmerzkompensation bei subjekti
vem Wohlbefinden und mit reizlosen Wundverhältnissen am 15. Februar 2013 mit der Spitex in die ambulante Weiterbehandlung und das häusliche Umfeld habe entlassen werden können (Urk. 7/9/41).
3.2
Am 21. März 2013 äusserten die Ärzte des
C._
einen Verdacht auf Morbus
Sudeck
(
Complex
Regional
Pain
Syndrome I [CRPS I] bzw. komplexes regionales Schmerzsyndrom I). Am oberen Sprunggelenk seien eine Hyperalgesie bei leich
tester Berührung und eine teigige Schwellung festzustellen. Die Durchblutung und die Motorik seien erhalten, jedoch sei letztere schmerzbehaftet. Die Arbeits
unfähigkeit betrage 100 % (Urk. 7/9/27). Am 18. Juni 2013 erwähnte der Haus
arzt, Dr.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, dass die Behandlung zur minimen Besserung geführt habe, so dass eine Teilbelastung des Beins möglich sei. Die Sudeck-Symptomatik sei rückgängig (Urk. 7/9/30). D
ie Arbeitsunfähigkeit betrage
noch immer
100 % (Urk. 7/9/31).
3.3
Im Arztbericht der Universitätsklinik
E._
vom 15. August 2013 (Urk. 7/14/66-67) wurde die Diagnose eines
CRPS am linken Fuss bestätigt. Dr.
F._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation und Chefarzt an der Universitätsklinik
E._
, meinte, die
Beschwerdeführerin habe über eine deutliche Besserung des Zustandes
berichtet
, insbesondere seien die sensiblen Veränderungen
regredient
und die Funktionsfähigkeit könne allmählich gesteigert werden. Sie habe insgesamt das Gefühl, dass es aufwärtsgehe. Sie sei aber noch immer zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 7/14/67). Im Weiteren berichtete
die Universitätsklinik
E._
am
17. Oktober 2013, zurz
eit stehe noch die Stei
figkeit im oberen Sprunggelenk bei
Plantarflexion
im Vordergrund. Die Beschwerdeführerin könne aber in der Zwischenzeit an einem Gehstock gehen, zu Hause teilweise sogar ohne Entlastung (Urk. 7/16/2). Weiterhin bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als
Schwester bei der
A._
. Mittel- bis längerfristig sei nicht mit
einer vollen Einsetzbarkeit
zu rechnen.
Ab Anfang 2014 sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin für eine leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeit für mindestens 50 % arbeitsfähig sein werde (Urk. 7/16/3).
3.4
Am
6.
Dezember 2013 erklärte Dr.
D._
, dass die Beschwerdeführerin während der Kontrolluntersuchung vom 4. Dezember 2013 angegeben habe, dass es ihr bezüglich der Schmerzen deutlich
besser gehe
. Das Treppensteigen sei noch erschwert. Seitliche Bewegungen im Sprunggelenk würden starke Schmerzen ver
ursachen. Sie
klage
über eine ausgeprägte Müdigkeit sowie eine deutliche Kraft
verminderung im linken Bein. Objektiv sei
en
die Extension und Flexion deutlich besser. Sie könne den Fuss wieder abrollen. Es bestünden aber zunehmend Schmerzen im Bereich des
Osteosynthesematerials
. Je nach Konsolidation des Befundes der Knochendichte, welche ja deutlich unter den
Sudek
abgenommen habe, empfehle er baldmöglichst eine Entfernung des störenden
Osteosynthese
materials
. Da diese im Februar 2014 geplant sei, könne sie im jetzigen Zeitpunkt die Arbeit als Pflegeassistentin in der
A._
nicht in einem 50%-Pensum auf
nehmen. Ziel sei es, dass sie bis Ende März 2014 ihre Arbeit wieder vollständig aufnehmen könne (Urk. 7/17/2-3, vgl. Urk. 7/17/4).
3.5
Am 24. Januar 2014 wurde im Spital
G._
die Entfernung des
Osteosynthese
materials
besprochen und eine entsprechende Operation im Frühjahr 2014 vor
gesehen (Urk. 7/22/6-7). Am 25. März 2014 hielt Dr.
H._
, Facharzt für Chirurgie und leitender Arzt im Spital
G._
, in Bestätigung der bisherigen Diag
nosen im Wesentlichen fest, dass
mittels Operation eine
Osteosyn
thesemate
rialentfernung
stattgefunden habe
. Der intra- und postoperative Verlauf sei prob
lemlos gewesen.
Die Beschwerdeführerin
habe am 28.
März 2014 in gutem All
gemeinzustand und mit reizlosen Wundverhältnissen nach Hause entlassen wer
den können.
E
ine schmerzadaptierte Vollbelastung
sei erlaubt und es werde initial
eine physiotherapeutische Unterstützung
empfohlen (Urk. 7/22/10)
.
3.6
Am 23. April 2014 berichtete Dr.
D._
von einem protrahierten Verlauf nach der Metallentfernung mit erneuter massiver Schwellung des gesamten Fusses. Die Arbeitsunfähigkeit betrage weiterhin 100 % (Urk. 7/21/3). Am 18. Juni 2014 bestätigte er, dass die Beschwerdeführerin weiterhin über Schmer
zen und Bewegungseinschränkungen im Bereich des oberen Sprunggelenks
klage.
Klinisch habe sie einen erneuten Schub des CRPS gehabt nach der
Osteosynsthe
sematerialentfernung
mit Überwärmung, vermehrtem Schwitzen und Rötung im Bereich des gesamten Fusses. Sie könne ohne Stöcke gehen, das Abrollen im Bereich des Fusses sei aber noch nicht vollständig möglich. Deshalb bestehe noch ein hinkender Gang. Sie sehe sich nicht in der Lage einer Arbeit nachzugehen. Aus medizinischer Sicht sei ihr jedoch
ab August 2014
eine sitzende Tätigkeit zu 50 % zumutbar (Urk. 7/25/3).
3.7
Mit Hausarztbericht vom 29. Juli 2014 hielt
Dr.
D._
fest, dass das linke Knie gut beweglich sei. Der linke Fuss habe weiter Zeichen des CRPS mit Über
wärmung, vermehrten Schmerzen, vermehrtem Schwitzen und Bewegungsein
schränkung
gezeigt
. Die Beschwerdeführerin fühle sich weiter ausser Stande einer Arbeit nachzugehen.
E
ine sitzende Tätigkeit wäre
aber
aus medizinischer Sicht möglich (Urk. 7/29/25-26).
3.8
Dr.
F._
von der Universitätsklinik
E._
erklärte am 20. August 2014, die Beschwerdeführerin
habe
über anhaltende, vor allem belastungsabhängige Schmerzen im linken distalen Unterschenkel bzw.
Rückfuss
berichtet
. Die Beschwerden würden nach circa 10 bis 15 Minuten Gehen auftreten. Es bestehe ein Schonhinken links. Sie entlaste ihr linkes Bein mit Hilfe einer Krücke. Es sei eine leichte Schwellung über dem lateralen Unterschenkel feststellbar. Es bestehe eine persistierende Hypästhesie und eine
Hypalgesie
über dem lateralen
Fussrand
(Urk. 7/29/23-24). In Röntgenaufnahmen vom 20. August 2014 wurde eine
Refrakturierung der Fibula
ersichtlich. Es wurde eine
Fibulafraktur
links mit einem erwe
iterten distalen
tibiofibularen
Abstand mit minimaler Subluxation der
Talusrolle
diagnostiziert (Urk. 7/29/20). Am 28. August 2014 wurden dann nach einer Computertomographie (CT) des oberen linken Sprun
g
gelenkes und des lin
ken Rückfusses sowie nach einer Magnetresonanztomographie (MRI) des oberen linken Sprunggelenks (Urk. 7/29/13) die Diagnosen einer posttraumatischen Knochennekrose der distalen Tibia links und einer Pseudoarthrose der Fibula links gestellt. Es habe sich neben der
Pseudarthrose
am distalen
Fibulaschaft
eine kon
solidierte mehrfragmentäre distale intraartikuläre
Tibiafraktur
mit einer circa 2 x 2.5 cm grossen zentralen Veränderung im
Pilon
mit Verdacht auf eine
Osteonek
rose
gezeigt. Ausserdem seien mehrere, teils tiefe Knorpeldefekte im OSG im Sinne einer posttraumatischen Arthrose feststellbar gewesen (vgl. Urk. 7/29/13). Die Ärzte empfahlen die Durchführung einer
Arthrod
ese
und Interposition eines
vask
ularisierten
Knochenspanes, welcher vom medialen
Femur
k
ondylus
t
ransfe
riert werden könnte.
3.9
Das
Kantonsspital
I._
bestätigte am 12. September 2014 im Wesentlichen die Diagnosen der Universitätsklinik
E._
(vgl. Urk. 7/29/8-14).
Er
nannte ebenfalls
eine posttraumatische Arthrose des oberen Sprunggelenks mit zentraler Knochennekrose im Bereich der distalen Tibia und eine
Pseudarthrose
der linken Fibula nach der OSG-Luxationsfraktur vom 24. Januar 201
3.
Auch die Ärzte des Kantonsspitals
I._
meinten, dass aufgrund der
Osteonekrose
eine kleinere Operation kaum Sinn mache.
Die
Meinung der Ärzte im
E._
sei
zu bestätigen,
wonach
eine allfällige
Arthrodese
mit der Interposition eines gut durchbluteten Knochenspans kombiniert werden müsste. Der Leidensdruck der Beschwerdefüh
rerin scheine aber im Moment nicht gross genug zu sein, so dass sie mit einem operativen Vorgehen zuwarten wolle (Urk. 7/29/6-7).
3.10
Am 22. September 2014 erklärte Dr.
J._
, Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie beratender Arzt der Helsana Versicherungen AG, der diskutierte Eingriff sei aufgrund zahl
reicher Risiken nicht zumutbar. Es könne daraus eine sehr lange Rehabilitation erfolgen und ein Wiederauftreten des CRPS resultieren. Eine Tätigkeit bei der
A._
sei nach einer allfälligen Operation mit einem versteiften OSG eher als problematisch einzustufen. Ferner liege eine eher schwere posttraumatische Arth
rose des OSG vor, weshalb entsprechend des bekannten Tabellenwerkes der der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) eine Integrationsentschädi
gung von 15 % geschätzt werde (Urk. 7/32/
3-
6).
3.11
Der neue Hausarzt Dr.
K._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Praxiskollege vom früheren Hausarzt Dr.
D._
(vgl. Urk. 7/38/10), bestä
tigte am 5. Februar 2015 die zuletzt gestellten Diagnosen der Universitätsklinik
E._
(vgl. Urk. 7/29/8-14) und des Kantonsspitals
I._
(Urk. 7/29/6-7). Im Gesamtverlauf sei es der Beschwerdeführerin nun eher leicht
besser
gegangen
, jedoch bestünden immer noch Probleme mit dem Abrollen. Die therapeutische Situation sei sehr schwierig. Es werde versucht mit einer verbesserten Schuhver
sorgung eine Änderung zu erreichen. Ein operatives Vorgehen sei mit viel Risiko verbunden. Es bestehe seit dem 24. Januar 2013 eine nachvollziehbare Arbeits
unfähigkeit in der angestammten Tätigkeit, welche aus seiner medizinischen Sicht wohl langfristig und vollständig sei. Der Transfer zu einem Arbeitsplatz mit sitzender Tätigkeit scheine aufgrund der aktuellen Beschwerden noch unrealis
tisch zu sein.
Überdies bestünden i
m Haushaltsbereich zahlreiche Einschränkun
gen und Verlangsamungen. Da der Fuss nicht abgerollt werden könne, brauche es vor allem für die Treppe ein Geländer und es werde nur immer ein Schritt pro Tritt genommen (Urk. 7/35/6-7).
3.12
Am 18. Februar 2015 hielt
Dr
.
J._
fest, dass inzwischen ein operativer Eingriff zumutbar sei, da die Ergebnisse einer Blutgefässuntersuchung vorliegen würden. Diese hätten am 9. Januar 2015 eine günstige Durchblutung gezeigt (Urk. 7/41/8).
Zur Arbeitsfähigkeit erklärte er, dass ein geh- und stehaktives Tätigkeitsprofil auch nach der Operation nicht mehr in Frage komme. Insofern seien die beruflichen Optionen
bei der
A._
und Pflegeassistenz kaum realisierbar.
Eine sitzende Tätigkeit könne hingegen schon jetzt realisiert werden.
Dabei müsse von einer reduzierten Leistungsfähigkeit ausgegangen werden, da der Fuss gelegent
lich hoch gelagert werden müsse und da das Zurücklegen auch von kurzen Wegen erschwert sei. Vermutlich seien dazu auch Vorstellungen seitens der Invaliden
versicherung entwickelt worden. Die zeitliche Beanspruchung für einen sitzenden Beruf könne nahe bei einem
100%-Pensum liegen, wobei dieses circa jede Stunde mit Pausen von 10 Minuten unterbr
o
chen
werden müsse, um in dieser Zeit das Bein hochzulegen (Urk. 7/41/8-9). Am 25. März 2015 ergänzte
Dr.
J._
, dass aufgrund der somatischen Gegebenheiten zunächst eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in praktisch ausschliesslich im Sitzen zu absolvierenden Tätig
keiten vorliege. Diese könne anschliessend in Schritten von 10 % alle ein bis zwei Monate gesteigert werden (Urk. 7/41/4).
3.13
Am 25. Mai 2016 erstattete
Dr
.
B._
vom Fusszentrum
L._
sein
orthopädisches
Gutachten (Urk. 7/55/2-23).
Er
stellte
folgende Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/55/11):
Posttraumatisches
OSG
-Arthrose links in
Valgusstellung
mit zentraler
Knochennekrose der distale
n Tibia und
Fibula
pseudarthrose
bei Status nach
o
OSG-Luxationsfraktur links am 24. Januar 2013
o
Status nach geschlossener Reposition und Fixateur extern am
24. Januar 2013
o
Status nach offener Reposition und Platten- und Schraubenosteo
synthese
des Aussenknöchels, des
Volkmannschen
Dreiecks sowie des
I
nnen
knöchels
am 8. Februar 2013
o
Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
am 25. März 2014
o
Status nach CRPS linker Fuss im Jahre 2013 (aktuell keine Hinweise für ein
Rezidiv)
Die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass sie die empfohlene Versteifungs
operation am oberen Sprunggelenk nicht durchgeführt habe, weil ein hohes Kom
plikationsrisiko bestehe und der Defekt im Schienbeinknochen, wie auch die Fraktur im Wadenbein, sie nicht schmerzen würden. Am linken oberen Sprung
gelenk habe sie hingegen nach wie vor sehr intensive Schmerzen und auch die Beweglichkeit sei erheblich eingeschränkt (Urk. 7/55/7). Daher könne sie weitge
hend nicht mehr Heben und Tragen sowie nicht mehr Knien und
keine
Kniebeu
gen
mehr
machen. Stehen sei wegen der rasch auftretenden Schmerzen im linken Kniegelenk und in der rechten Hüfte nur für sehr kurze Zeit möglich, nicht länger
als 15 Minuten. Gehen sei 10 bis 15 Minuten bis zum Auftreten stärkerer Schmer
zen möglich. Treppensteigen könne sie nur mit Geländer. Sitzen gehe hingegen auch über längere Zeit gut (Urk. 7/55/8). Durch diese Einschränkungen sei sie auch bei ihren Haushaltsarbeiten beeinträchtigt (Urk. 7/55/7). Die bisherige Tätigkeit als Pflegeassistentin erscheine ihr nicht mehr realisierbar, da die erwähnten und intensiven Schmerzen bereits nach kurzer Zeit auftreten würden. Im Weiteren habe sie
(
mit Blick auf eine sitzende Tätigkeit im administrativen Bereich
)
keine kaufmännische Ausbildung. Sie habe aber im Rahmen ihrer Bürotätigkeit normale Korrespondenz im 10-Finger-System gelernt. An Kennt
nissen in der Buchhaltung fehle es ihr aber (
Urk.
7/55/8).
Im Rahmen der Untersuchung stellte der orthopädische Gutachter fest, dass die Beschwerdeführerin im Barfussgang ein deutliches Schonhinken links bei ausge
prägter
Valgusabweichung
des linken Rückfusses zeige. Der Zehen- und Fersen
gang sei links schmerzbedingt nicht realisierbar. Der linke Unterschenkel und Fuss seien etwas livide verfärbt. Über den Innen- und Aussenknöchel bestehe ein
e starke Druckschmerzhaftigkeit und
die aktive und passive Beweglichkeit des
lin
ken
Sprunggelenkes seien deutlich eingeschränkt. Der Oberschenkel-
, Waden- und Knöchelumfang sei
links gegenüber rechts vermindert (Urk. 7/55/11). Im Röntgenbefund vom 21. Januar 2016
sei
eine lateral betonte Arthrose des oberen Sprunggelen
ks mit angrenzender St
r
u
kturinhomogenität in der Tibia und
Tro
chlea
tali
(Nekrose) mit vermehrter
Sklerosierung
und
leckiger
Osteopenie
erho
ben werden. Weiter würde sich 3 cm oberhalb des oberen Sprunggelenkes in der Fibula ein Knochendefekt entsprechend der früher beschriebenen
Pseudarthrose
finden. Es bestehe auch distal des Defektes eine
Synostose
z
wischen der Tibia und der Fibula
(Urk. 7/55/9).
Die verschiedentlich vorgeschlagene
Arthrodesierung
des oberen Sprunggelenkes unter Verwendung eines
gefässgestielten
Beckenkammspanes erscheine ihm zwar als theoretische Verbesserungsmöglichkeit. Sie sei aber mit einem erheblichen technischen Aufwand und ebenso erheblichen Risiken für weitere Komplikatio
nen behaftet. Ausserdem werde sie durch die Beschwerdeführerin abgelehnt. Ins
gesamt würden diese Massnahmen daher nicht als zumutbar erscheinen, zumal das Eintreffen des erwarteten Erfolges einer Operation lediglich als möglich bezeichnet werden könne (Urk. 7/55/12).
Zur Arbeitsfähigkeit hielt der Gutachter
Dr
.
B._
fest, die bisherige Tätig
keit als Pflegeassistentin sei der Beschwerdeführerin aufgrund der bereits oben ausgeführten schmerzbedingten Einschränkungen nicht mehr zumutbar (Urk. 7/55/12). Eine angepasste Tätigkeit müsse ganz überwiegend im Sitzen und damit im administrativen Bereich erfolgen, vielleicht auch im Rahmen der früher
praktizierten Tätigkeit als Herstellungsassistentin in einer Pharmaproduktion. Dabei seien erhebliche Einschränkungen beim Heben und Tragen zu berücksich
tigen (Urk. 7/55/15), weil der Beschwerdeführerin aufgrund der verstärkten
arthrotischen
Beschwerden in ihrem linken oberen Sprunggelenk auch
das Heben und Tragen
leichtere
r
Lasten nicht
mehr regelmässig zumutbar sei
(Urk. 7/55/12). Ferner sei für die Beschwerdeführerin eine
an sich zumutbare
sitzende Tätigkeit angesichts ihrer beruflichen Ausbildung, ihres Alters und wegen der depressiven Stimmung kaum
umsetzbar (Urk. 7/55/16-17).
3.14
Dr
.
B._
erwähnte in seinem Gutachten einen Bericht des Psychiatriezent
rums
M._
vom 8. Juli 2015, worin die Diagnose einer gegenwärtig leichten depressiven Episode und ein Problem in Verbindung mit der Berufstätigkeit res
pektive Arbeitslosigkeit gestellt worden sei. Es sei eine psychotherapeutische Behandlung mit Betreuung durch ambulante Ergotherapie zur Unterstützung im Alltag empfohlen worden. Im Verlaufsbericht vom 24. August 2015 hätten die Psychiater sodann festgehalten, die Beschwerdeführerin verzichte auf die Ein
nahme von Schmerzmitteln und eine additive Schmerzbehandlung mit Psycho
pharmaka (vgl. Urk. 7/55/6 und Urk. 7/55/10).
3.15
In ihrer Stellungnahme vom 15. Juli 2016 erklärte die RAD-Ärztin
N._
, Fachärztin für
orthopädische
Chirurgie und Traumato
logie, das Gut
achten von
Dr
.
B._
sei umfassend und nachvollziehbar. Grundsätzlich könne darauf abgestellt werden. Jedoch müsse einschränkend festgehalten wer
den, dass der orthopädische Gutachter keine Angaben zum Verlauf der Arbeits
unfähigkeit und zu zumutbaren
Pensen
für eine angepasste Tätigkeit gemacht habe. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit erfolge daher medizinisch-theoretisch gestützt auf die bisherigen ärztlichen Einschätzun
gen. Es sei demnach gestützt auf das orthopädische Gutachten von einer post
traumatischen OSG-Arthrose links mit Fehlstellung und einer
Osteonekrose
nach Fraktur im Januar 2013 auszugehen. Überwiegend sitzende Tätigkeiten mit gele
gentlichem Stehen bis zu 15 Minuten seien gestützt auf das orthopädische Gut
achten weiterhin zumutbar. Danach könne auch das seltene Heben und Tragen von leichten Lasten, nicht über 15 Minuten am Stück, zugemutet werden. Die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Pflegeassistentin betrage seit Januar 2013 100 %. Gestützt auf den Arztbericht der Universitätsklinik
E._
vom 17. Oktober 2013 (vgl.
Urk. 7/16/2-3) sei
jedoch
ab dem 1. Januar 2014 von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Weiter sei gestützt auf den Bericht des beratenden Arztes der Helsana Versicherungen AG,
Dr.
J._
(Urk. 7/41/4), ab März 2015 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit anzunehmen, welche anschliessend alle 1-2 Monate um 10 % hätte gesteigert werden können. Weiter könne aus dem Gutachten von
Dr
.
B._
ab Mai 2016
eine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 80 % abgeleitet werden, weil der Gutachter rein medizinisch eine Umschulung für sinn
voll halte, eine solche aber lediglich angesichts des Alters der Beschwerdeführerin nicht empfehle (vgl. Urk. 7/55/16).
Schliesslich
sei gestützt auf den Hausarzt
bericht von Dr.
K._
vom 15. (recte: 5.) Februar 2015 (vgl. Urk. 7/35/6-7) davon auszugehen, dass eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bereits schon wieder ab Februar 2015 bestanden habe. Dies, weil er einerseits bereits dann die aktuelle Diagnose einer posttraumatischen Arthrose des OSG festgestellt gehabt habe, und weil er andererseits festgehalten habe, dass es der Beschwerdeführerin im Gesamtverlauf
besser gehe
. Es sei aus medizinischer Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb
Dr.
K._
damals eine sitzende Tätigkeit aufgrund von eingeschränkter
Trans
fer
fähigkeit für ausgeschlossen gehalten habe, weil die Beschwerdeführerin offenbar in der Lage gewesen sei, Ärzte aufzusuchen. Sie habe lediglich über Einschränkungen beim Abrollen berichtet. Un
ter diesen Umständen sei keine Transfer
unfähigkeit anzunehmen (Urk. 7/82/8-9).
3.16
Im Arztbericht vom 13. Februar 2017 (Urk. 7/79) diagnostizierte Dr.
O._
, Facharzt für Neurologie, eine Schädigung des
Nervus
Peron
a
eus
rechts im Rahmen einer Distorsion des oberen Sprunggelenks im September 201
6.
Die Beschwerdeführerin habe berichtet, dass sie vor circa 4 Wochen den rechten Fuss „verknackst” habe, wobei lokaler Schmerz und eine Schwellung über dem Fuss entstanden sei. Circa drei Tage später habe sie eine
Fussheberschwäche
und ein Taubheitsgefühl über dem Fussrücken bis in den Unterschenkel
ventro
-lateral rechts ziehend verspürt.
Dr.
O._
erhob eine
Fussheberparese
rechts, eine
Plegie
der Zehenhebung rechts und eine Hypästhesie am
ventro
-lateralen Unterschenkel und am medialen Fussrücken rechts. Die Arbeitsunfähigkeit sei durch den Zustand nach OSG-Luxationsfraktur links im Januar 2013 bedingt. Die trauma
tische Schädigung des
Nervus
Peron
a
eus
rechts im September 2016 trage kaum zur Arbeitsunfähigkeit bei. Die Arbeitsfähigkeit im Haushaltsbereich sei mehr oder weniger gegeben. Die Beschwerdeführerin brauche hierbei bei schweren Belastungen die Unterstützung durch ihren Lebenspartner (Urk. 7/79/1-3).
3.17
Die RAD-Ärztin
N._
meinte in ihrer Stellungnahme dazu, dass sich an
ihren
Feststellungen vom 15. Juli 2016 (vgl. Urk. 7/82/8-9) im Wesent
lichen nichts ändere (Urk. 7/82/10).
4.
Vorweg gilt es festzuhalten, dass ein
invalidisierender psychischer
Gesundheits
schaden
zu Recht nicht
strittig
ist. Es bestehen zwar aufgrund der
der im Gutach
ten von
Dr.
B._
erwähnten
Berichte des Psychiatriezentrums
M._
vom 8. Juli und 24. August 2015 (Urk. 7/55/6) Anhaltspunkte für eine leichte depres
sive
Episode
verbunden mit
psychosoziale
n
Belastungsfaktoren. In diesem Zusammenhang wird aber weder durch die Beschwerdeführerin vorgebracht noch ist gestützt auf die Akten ersichtlich, dass sich
dies
erheblich auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit auswirkt
,
d
ie
Beschwerdeführerin
auf die Einnahme von Schmerzmitteln und eine additive Schmerzbehandlung mit Ps
y
chopharmaka ver
zichtet
(vgl. Urk. 7/55/6)
. Weitergehende Ab
klärungen hierzu erübrigen sich
.
5.
5.
1
In somatischer Hinsicht diagnostizierte
der Gutachter
Dr
.
B._
am 25. Mai 2016
eine posttraumat
ische
OSG
-Arthrose links in
Val
g
u
sstellung
mit zentraler Knochennekrose der d
istalen Tibia und eine
Fibula
pseudarthrose
(vgl. Urk. 7/55/11). Diese Diagnosen stehen im Einklang mit jenen, welche die
Ärzte der
Universitätsklinik
E._
und de
s
Kantonsspital
s
I._
in ihren Berich
ten gestellt hatten (vgl. Urk. 7/29/15, Urk. 7/29/6-7).
Sie
sind nicht weiter umstritten.
Umstritten ist hingegen die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ab Januar 201
4.
Während die Beschwerdegegnerin gestützt auf RAD-Stellungnahmen ab Januar 2014 von einer 50%igen Arbeits- und Erwerbsun
fähigkeit ausg
ing
(vgl. Urk. 2), bringt die Beschwerdeführerin
in ihrer Beschwerde
vor
, dass zu diesem Zeitpunkt
eine
vollständige
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit
bestanden habe
(vgl. Urk. S. 1 S. 5).
5.2
Die Beschwerdegegnerin hat gestützt auf die medizinische Aktenlage ab Januar 2014 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit angenommen, indem sie sich auf die im Bericht der Universitätsklinik
E._
vom 17. Oktober 2013 (Urk. 7/16/2-3) gestellte Prognose einer Arbeitsfähigkeit von 50 % ab Januar 2014 abstützte (vgl. Urk. 7/82/8). Diese Prognose plausibilisierte Dr.
D._
im Bericht vom 6. Dezember 2013 dahingehend, dass er angab, der Beschwerdeführerin gehe es bezüglich der Schmerzen deutlich besser und Extension sowie Flexion des linken OSG hätten zugenommen (
Urk.
7/17/2-3). Der Eingriff zur Entfernung des
Osteosynthesematerials
sodann wurde gemäss Bericht des Spitals
G._
vom 28. März 2014 im März 2014 problemlos durchgeführt. Die Beschwerdeführerin hielt sich drei Tage stationär in der Klinik auf und bei Austritt war eine schmerz
adaptierte Vollbelastung erlaubt (Urk. 7/22/10). Somit stand dieser Eingriff der Annahme einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für sitzende Tätigkeiten ab Januar 2014 nicht entgegen. Die attestierte Arbeitsfähigkeit von 50
%
für eine sitzende Tätig
keit stand auch im Einklang mit den Berichten von Dr.
D._
vom 18. Juni (Urk. 7/25/3) und 29. Juli 2014 (Urk. 7/29/25
)
, der ab August 2014 nachvollzieh
bar eine sitzende Tätigkeit in einem 50%-Pensum als möglich einstufte. Daran änderte sich auch durch den Bericht von
Dr
.
J._
vom 22. September 2014 nichts. Dieser stufte nach einer allfälligen operativen
Arthrodese
des
OSG
in erster
Linie die Tätigkeit bei der
A._
und nicht eine angepasste als proble
matisch ein (vgl. Urk. 7/32/5 f.). Auch aus den Sprechstundenberichten der Uni
versitätsklinik
E._
vom 20. (Urk. 7/29/22-24), 22. (Urk. 7/29/20-21), 27. (Urk. 7/29/18-19) und 28. August (Urk. 7/29/13-16) sowie vom 4. September 2014 (Urk. 7/29/11-12) und dem Bericht des Kantonsspitals
I._
vom 12. September 2014 (Urk. 7/29/6-7) lässt sich nichts Abweichendes schliessen, da die in diesen Berichten im Wesentlichen diskutierte
Arthrodese
in der Folge nicht durchgeführt
wurde. Eine mit einem solchen Eingriff zumindest verbundene tem
poräre Reduktion der Arbeitsfähigkeit ergab sich somit nicht. Vor diesem Hinter
grund überzeugt das Argument der Beschwerdeführerin nicht, den
Akten
lasse sich
erst ab Februar 2015 eine Arbeitsfähigkeit in einer
angepassten Tätigkeit entnehmen
, weil zuvor noch kein definitiver Gesundheitszustand vorgelegen habe und die verschiedenen Ärzte versucht hätten
,
die Beschwerden zu lindern (vgl. Urk. 1 S. 5).
Insoweit ging die Beschwerdegegnerin ab Januar 2014 zu Recht von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus.
5.3
Gemäss Auffassung der Beschwerdegegnerin bestand ab Februar 2015 eine Rest
arbeitsfähigkeit von 80
%
. Die vom RAD am 15. Juli 2016 (Urk. 7/82/8-9) gestützt auf das Gutachten von Dr.
B._
vom 25. Mai 2016 (Urk. 7/55/16) und den Bericht von Dr.
K._
vom 5. Februar 2015 (vgl. Urk. 7/35/6-7) gezogenen Rückschlüsse sind indessen nicht plausibel. Das Gut
achten von
Dr
.
B._
äusserte sich nur zum Belastungsprofil, indem es fest
hielt, eine angepasste Tätigkeit müsse überwiegend im Sitzen und damit im administrativen Bereich erfolgen und es müssten Einschränkungen beim Heben und Tragen beachtet werden (vgl. Urk. 7/55/22). Es äusserte sich aber nicht zum zumutbaren Arbeitspensum im zeitlichen Verlauf (vgl. Urk. 7/55/12,
Urk.
7/55/15 f., Urk. 7/55/22). Aus den Ausführungen von Dr.
K._
vom 5. Februar 2015 lässt sich ebenfalls nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 80%ige Arbeitsfähigkeit ableiten, denn in seinem Bericht finden keine klaren Angaben zur Besserung des Gesundheitszustandes. Der Arzt erklärte lediglich, im Gesamt
verlauf gehe es der Beschwerdeführerin nun leicht besser (vgl. Urk. 7/35/6). Im Übrigen kam er zum Schluss, es bestehe noch eine volle Arbeitsunfähigkeit und der Transfer zu einer sitzenden Tätigkeit scheine noch unrealistisch (vgl. Urk. 7/35/7).
Dr
.
J._
führte im Bericht vom 18. Februar 2015 aus, mit einer sitzenden Tätigkeit sei künftig nahezu ein volles Pensum realisierbar. Gelegentlich müsse der Fuss hochgelegt werden (10 Minuten je Stunde) und das Zurücklegen selbst von kurzen Wegstrecken sei erschwert (vgl. Urk. 7/41/8 f.). In der Stellungnahme vom 25. März 2015 erklärte
Dr
.
J._
sodann,
dass zunächst von einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit auszugehen sei und diese in Schritten von 10 % alle ein bis zwei Monate erhöht werden könne (vgl. Urk. 7/41/4). Diese Prognose ver
mag
angesichts der vom Gutachter
Dr
.
B._
und auch von den behandeln
den Ärzten festgestellten stetigen Stabilisierung des Zustandsbildes mit Rückgang der funktionell einschränkenden Symptome zu überzeugen. Es ist somit ausge
hend von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
beginnend ab Februar 2015 von einer Steigerung von 10
%
jedenfalls alle zwei Monate auszugehen, was zu folgenden Arbeitsfähigkeiten in einer angepassten Tätigkeit führt: 50
%
ab Februar 2015, 60
%
ab April 2015, 70
%
ab Juni 2015 und 80
%
August 201
5.
D
a d
ie
Beschwer
deführerin
als zu 80 % teilerwerbstätig
zu qualifizieren ist (vgl.
Urk.
7/73)
,
braucht e
ine weitere Erhöhung der Arbeitsfähigkeit
nicht
beurteilt
zu werden
.
5.4
Zusammenfassend ist somit von Januar 2014 bis und mit März 2015 von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
, ab April 2015 von einer Arbeitsfähigkeit von 60
%
, ab Juni 2015 von einer Arbeitsfähigkeit von 70
%
und ab August 2015 von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
in einer angepassten Tätigkeit auszugehen.
6.
6.1
Im Bericht zur Haushaltabklärung vom 2
2.
November 2016
(
vgl.
Urk. 7/73
)
hielt die Beschwerdegegnerin fest, es sei bei der Ermittlung der Beeinträchtigung von zwei Phasen auszugehen: In der ersten Phase bis und mit Januar 2015 habe die Beschwerdeführerin zusätzlich zur Tätigkeit im Haushalt ihre Mutter unterstützt. Ab Februar 2015 sei dies nicht mehr der Fall gewesen.
In der ersten Phase sei bei der Ernährung mit einer Gewichtung von 40 % eine Einschränkung von 10 %, bei der Wohnungspflege mit einer Gewichtung von 18 % eine Einschränkung von 10 %, bei der Betreuung der Mutter mit einer Gewichtung von 10 % eine Einschränkung von 80 % und unter der Rubrik „Ver
schiedenes” (Hunde- und Katzenhaltung) mit einer Gewichtung von 8 % eine Ein
schränkung von 15 % festgesellt worden. In dieser ersten Phase sei von einer Beeinträchtigung im Aufgabenbereich von 15 % und somit von einen Teilinvali
ditätsgrad von 3 % auszugehen (20 % x 0,15; Urk. 7/73/5 ff.
Ziff.
6).
In der zweiten Phase sei bei der Ernährung mit einer Gewichtung von 44 % eine Einschränkung von 10 %, bei der Wohnungspflege mit einer Gewichtung von 20 % ebenfalls eine Einschränkung von 10 %, und bei der Tierhaltung mit einer Gewichtung von 10 % eine Einschränkung von 15 % festgestellt worden. Es sei von einer Behinderung von 7.9 % und somit von einem Teilinvaliditätsgrad von 1.58 % auszugehen (20 % Haushaltsbereich x 0,079; Urk. 7/73/5 ff.
Ziff.
6). Mit
berücksichtigt worden sei jeweils die Mithilfe des im gleichen Haushalt lebenden Wohnpartners (Urk. 7/73/5 ff.
Ziff.
6).
6.2
Die Beschwerdeführerin macht geltend, es handle sich bei diesem nur um einen Mitbewohner. Dieser bezahle einen Mietzins von monatlich Fr. 900.--, so dass er nicht noch weitere Aufgaben übernehmen müsse (vgl. Urk. 1 S. 4). Aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin bei der Begutachtung durch
Dr
.
B._
(Urk. 7/55/7) ist indessen davon auszugehen, dass es sich beim Mitbewohner effektiv um den Lebenspartner der Beschwerdeführerin handelt. Zu diesem Schluss gelangte auch die Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 7/73/5).
Die Beschwerdeführerin wandte auch ein, es sei von einem Mitbewohner auszu
gehen, weil dieser nur jeweils an den Wochenenden anwesend sei und aus
schliesslich sein Zimmer und ein Bad benütze (Urk. 1 S. 4
Ziff.
4). Bei der Haus
haltabklärung gab die Beschwerdeführerin an, für sich und ihn zu kochen. Somit steht fest, dass die Malzeiten grundsätzlich gemeinsam eingenommen werden, was auf eine gelebte Haushaltgemeinschaft hindeutet (Urk. 7/73/6
Ziff.
6.2). Sodann ergibt sich aus dem Abklärungsbericht, dass die Abwesenheit des Wohn
partners während der Woche vorübergehender Natur ist (Urk. 7/73/3
Ziff.
2.3.1). Ferner benützen die Beschwerdeführerin und der Wohnpartner gemeinsam das Bad (Urk. 7/73/7
Ziff.
6.3). Es liegen somit keine hinreichenden Gründe dafür vor, dem Standpunkt der Beschwerdeführerin zu folgen.
Da von einer Lebensgemeinschaft mit geteilten Aufgaben auszugehen ist, recht
fertigt es sich als Massstab der Schadenminderungspflicht in analoger Weise jener der Schadenminderungspflicht für Familienangehörige heranzuziehen, von denen im Haushalt eine entsprechende Unterstützung erwartet werden darf (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_828/2011 vom 27. Juli 2012 E. 4.5). Die Beschwerdegeg
nerin hat die Mithilfe des Wohn- respektive Lebenspartners in ihrem Abklärungs
bericht somit zu Recht berücksichtigt.
6.3
Aufgrund der Schadenminderungspflicht des Wohnpartners rechtfertigt sich keine höhere Einschränkung bei der Ernährung. Dessen Mithilfe bei der gründ
lichen Reinigung der Küche und das Bereitstellen von Kochutensilien stellen eine massvolle Beteiligung dar (Urk. 7/73/6
Ziff.
6.2). Das Abstauben, das Staub
saugen, das Feuchtaufnehmen der Böden und die gründliche Reinigung des Bades sind dem Partner ebenfalls zumutbar. Gleiches gilt auch für die Mithilfe beim Beziehen des Bettes der Versicherten mit frischer Wäsche (vgl. Urk. 7/73/6 f.
Ziff.
6.3). Unter Berücksichtigung dessen, was die Beschwerdeführerin trotz der Behinderung noch selber zu erledigen vermag, ist die festgestellte Einschränkung von je 10
%
in den Bereichen Ernährung und Wohnungspflege nicht zu bean
standen. Nicht zu beanstanden sind ferner die Feststellungen betreffend Einkäufe und Besorgungen sowie bei der Wäsche. Besorgungen kann der Lebenspartner
zumutbarerweise
übernehmen oder benötigte Dinge könnte via das Internet
bestellt werden. Bei der Wäsche ist die erforderliche Mithilfe, das heisst das Tra
gen der Wäsche, ohne Weiteres zumutbar (Urk. 7/73/7
Ziff.
6.4 f.). Die gegentei
lige Auffassung der Beschwerdeführerin in den genannten Punkten (Urk. 1 S. 4
Ziff.
4 f.) ist unbegründet. Insgesamt erweisen sich die ermittelten Einschränkun
gen im Haushalt als nachvollziehbar, weswegen kein Anlass besteht, davon abzuweichen.
7.
7.1
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothe
tischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invali
deneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige renten
wirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 22
2 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174).
Da die Arbeitsunfähigkeit am 24. Januar 2013 eingetreten ist und sich die Beschwerdeführerin am 12. Juli 2013 angemeldet hat (vgl. Urk. 7/82/11), hat die Beschwerdegegnerin die Wartezeit richtig berechnet und den Rentenbeginn zu Recht auf den 1. Januar 2014 festgesetzt.
7.2
Die Beschwerdegegnerin ging basierend vom Jahresbruttoeinkommen der Beschwerdeführerin im Jahr 2013 (Urk. 7/12) bei ihrer letzten Arbeitsstelle auf
gerechnet auf das Jahr 2014 von einem
Valideneinkommen
von Fr. 61'359.12 in einem 80%-Pensum aus (Urk. 7/81/1). Diese nachvollziehbare Berechnung des
Valideneinkommens
stellte die Beschwerdeführerin nicht in Frage.
7.3
Zur Berechnung des Invalidenlohns hat die Beschwerdegegnerin den Tabellen
lohn der Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 für eine Frau im Kompetenzniveau 2 (Praktische Tätigkeiten wie u.a. Datenverarbei
tung und Administration/Bedienen von Maschinen und elektronischen Geräten) gewählt (Urk. 7/81/1). Die Beschwerdeführerin erachtet demgegenüber die Berechnung des Invalideneinkommens mit dem Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) als sachgerecht (Urk. 1 S. 6).
Wenn die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität nicht auf einen ange
stammten Beruf zurückgreifen kann, rechtfertigt sich die Anwendung vo
m
Kom
petenzniveau 2
(seit LSE 2012; bis LSE 2010 Anforderungsniveau 3
) nach der bundesgerichtlichen Praxis nur dann, wenn sie über besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt (so
im Fall des ehemaligen Spitzensportlers, der eine Matu
raprüfung vorweisen konnte und zum Zeitpunkt des Unfalls erst 30-jährig gewe
s
en war, Urteil I 779/03 vom 22. Juni 2004 E.
4.3.4; beim Versicherten, der bereits
verschiedene Berufe [Lastwagen- und Buschauffeur, Inserate-Akquisiteur, selbst
ständiger Herausgeber einer Zeitschrift] ausgeübt hatte, Urteil I 822/04 vom 2
1.
April 2005 E.
5.2; beim früheren Spengler-/Sanitärinstallateur mit überdurch
schnittlichen handwerklichen Fähigkei
ten, Urteil 8C_192/2013 vom 16.
August 2013 E.
7.3.2). Ansonsten zog das Bundesgericht den Durchschn
ittslohn des Anforderungsniveaus 4 (seit LSE 2012
Kompetenzniveau 1) heran (so namentlich im Fall eines Heizungsmonteurs, der zwischenzeitlich
zwar als Aussendienstmit
arbeiter bei einer Versicherung tätig war, aber über keine kaufmännische Ausbil
dung verfügte, SVR 2010 IV Nr. 52 S. 160,
Urteil des Bundesgerichts
9C_125/2009
vom 1
9.
März 2010 E. 4.3 und 4.4;
oder bei einem 45-jährigen, seit annähernd 20 Jahren bei der gleichen Arbeitgeberin Angestellten, der dort zuletzt eine lei
tende Stellung bekleidet hatte, jedoch nur in diesem Beruf als Sicherheitschef, den er behinderungsbed
ingt nicht mehr ausüben konnte
, Urteil
des Bundesge
richts
8C_386/2013 vom 1
5.
Oktober 2013 E. 6.2 und 6.3; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_457/2017 vom 11. Oktober 2017 E. 6.3).
Die Beschwerdeführerin hat den Beruf zur medizinischen Praxisassistentin erlernt (Urk. 7/6/4; Urk. 7/9/8) und im Jahr 2013 bis zur Arbeitsunfähigkeit als Pflegeas
sistentin bei der
A._
gearbeitet (vgl. Urk. 7/9/7). Sie hat bei ihrer Tätigkeit im Rahmen der Bürotätigkeit für normale Korrespondenz das 10-Finger-System erlernt, besitzt aber weder eine kaufmännische Ausbildung noch Kenntnisse in der Buchhaltung (vgl. Urk. 7/55/8). Sie verfügt somit über keine besonderen Fer
tigkeiten und Kenntnisse im Sinne der vorzitierten Rechtsprechung. Demnach lagen dem von der Beschwerdeführerin zuletzt erzielten Einkommen mit Fr. 2'920.75
(Urk. 7/12/2)
deutlich tiefere Ansätze als dem von der Beschwerde
gegnerin als realisierbar erachteten Einkommen von Fr. 4'808.-- gemäss LSE 2014, Kompetenzniveau 2 (Urk. 7/81/1) zu Grunde. Letztlich wählte auch die Helsana Versicherungen AG zur Berechnung der Invalidenrente der Unfallver
sicherung das Kompetenzniveau 1 (vgl. Urk. 7/65/2). Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der zitierten Rechtsprechung rechtfertigt es sich nicht, der Beschwerdeführerin den Durchschnittslohn (Total) für Datenverarbeitung und Administration entsprechend dem Kompetenzniveau 2 anzurechnen. Sachgerecht ist das Kompetenzniveau 1.
Der standardisierte Bruttomonatslohn für Frauen gemäss LSE 2014 (Vollzeit
-
äqui
valent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden) auf dem
Kompe
tenz
niveau 1
(
einfache körperliche
und handwerkliche Tätigkeiten
)
betrug Fr. 4'300.-- (Zentralwert
nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht
; Pri
vater Sektor; TA1_tirage_skill_level). Dieser Betrag ist auf die damalige betriebs
übliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden hochzu
rechnen (vgl. Bundes
amt für Statistik [BFS], Betriebsübliche Arbeitszeit nach
Wirtschaftsabteilungen, in Stunden pro Woche; im Internet abrufbar). Daraus resultiert ein jährliches Bruttoeinkommen von Fr. 53'793.-- (Fr. 4'300.-- x
12 :
40 x 41,7). Gemessen am zumutbaren Pensum von 50 % ab Januar 2014 resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 26'896.50.
7.4
Im Weiteren lässt die Beschwerdeführerin einen Leidensabzug vom Invalidenein
kommen mit der Begründung beantragen, sie sei selbst in einer angepassten Tätigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ferner sei die Fortbewegung in flachem Gelände eingeschränkt und sie dürfe auch leichte Lasten nur für kurze Zeit tragen (Urk. 1 S. 6-7). Die betreffenden Aspekte sind im gutachterlich umschriebenen Belastungsprofil bereits berücksichtigt (Urk. 7/55/14 f., Urk. 7/55/22). Bei einer in erster Linie sitzenden Tätigkeit fällt das Zurücklegen von Wegstrecken oder das Treppensteigen nicht massgeblich ins Gewicht. Die Beschwerdegegnerin ver
zichtete somit zu Recht auf einen Leidensabzug.
7.5
Wird das
Valideneinkommen
von Fr. 61'359.12 (vgl. vorstehende E. 7.2) mit dem Invalideneinkommen von Fr. 26'896.50
verglichen
(vgl. vorstehende E. 7.3)
,
ergibt sich ein Minderverdienst von Fr. 34'462.62 und damit eine Erwerbsein
busse von 56.17 %. Wird diese entsprechend dem Anteil Erwerbstätigkeit von 80% gewichtet, ergibt sich ein Teilinvaliditätsgrad von 44.93 % für die Zeit ab Januar 201
4.
Hinzu kommt im Haushaltsbereich ein Teilinvaliditätsgrad von 3.00 %
.
Dies ergibt ab Januar 2014 einen Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet 48 % (44.93 % + 3.00 %; zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2). Ab dann bestand somit Anspruch auf eine
Viertelsrente
. Ab Februar 2015 betrug der Invaliditäts
grad im Haushalt nur noch 1,58
%
(Urk. 7/73/9). Auf den Rentenanspruch hat die Verbesserung indessen keine Folgen.
Ab April 2015 sodann bestand eine verwertbare Restarbeitsfähigkeit von 60
%
(vgl. vorstehende E. 5.4). Beträgt die Restarbeitsfähigkeit 60
%
, erhöht sich das Invalideneinkommen bei ansonsten unveränderten Parametern auf
Fr.
32'275.80 (Fr. 53'793 x 0,6; vgl. vorstehende E. 7.3). Wird das
Valideneinkommen
von Fr. 61'359.12 mit dem Invalideneinkommen von Fr. 32'275.80
verglichen,
ergibt sich ein Minderverdienst von Fr. 29'083.32 und damit eine Erwerbseinbusse von 47,40 %. Wird diese entsprechend dem Anteil Erwerbstätigkeit von 80
%
gewich
tet, ergibt sich ein Teilinvaliditätsgrad 37,92 %. Zusammen mit der Einschrän
kung im Haushalt von 1,58
%
ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 39,5 %. Unter Beachtung der Rundungsregeln (BGE 130 V 121 E. 3.2) ist dieser Wert auf 40
%
aufzurunden. Bei einem Invaliditätsgrad von 40
%
besteht weiterhin Anspruch auf eine
Viertelsrente
.
Ab Juni 2015 bestand eine verwertbare Restarbeitsfähigkeit von 70
%
(vgl. vor
stehende E. 5.4). Beträgt die Restarbeitsfähigkeit 70
%
, erhöht sich das Invaliden
einkommen bei ansonsten unveränderten Parametern auf
Fr.
37'655.10 (Fr. 53'793 x 0,7; vgl. vorstehende E. 7.3). Wird das
Valideneinkommen
von Fr. 61'359.12 mit dem Invalideneinkommen von Fr. 37'655.10
verglichen,
ergibt sich ein Minderverdienst von Fr. 23'704.-- und damit eine Erwerbseinbusse von 38,63 %. Wird diese entsprechend dem Anteil Erwerbstätigkeit von 80
%
gewich
tet, ergibt sich ein Teilinvaliditätsgrad 30,90 %. Zusammen mit der Einschrän
kung im Haushalt von 1,58
%
ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 33,48 %. Bei einem Invaliditätsgrad von unter 40
%
besteht kein Rentenanspruch mehr. Die Anpassung der Leistung, das heisst die Aufhebung der Rente hat gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV per Ende August 2015 zu erfolgen.
Zusammenfassend hat die Beschwerdeführerin somit ab Januar 2014
bis
und mit August
2015
Anspruch auf eine
Viertelsrente
. Hernach besteht kein Rentenan
spruch mehr. Die Beschwerde ist demgemäss teilweise gutzuheissen.
7.6
Da ab September 2015 mit der Anwendung der bisherigen gemischten Methode ein rentenausschliessender Gesamtinvaliditätsgrad berechnet wurde, ist die Beschwerdeführerin darauf hinzuweisen, dass sie sich neu bei der Invalidenver
sicherung anmelden kann, falls sie eine Überprüfung des Invaliditätsgrades nach der neuen, ab 1. Januar 2018 gültigen Berechnungsmethode wünscht. Gemäss
Absatz 2 der Übergangsbestimmung
zur Änderung der IVV vom 1. Dezember 2017
wird eine neue Anmeldung geprüft, wenn die Berechnung des Invaliditäts
grads nach Artikel 27
bis
Absätze 2–4 IVV voraussichtlich zu einem Rentenan
spruch
führt.
8.
8.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
900.-- anzusetzen.
Die Beschwerdeführerin obsiegt im Vergleich zur im angefochtenen Entscheid verfügten Zusprechung einer befristeten
Viertelsrente
vom Januar 2014 bis Ende Mai 2015 (vgl.
Urk.
2)
in dem Sinne
,
dass sie zusätzlich noch bis Ende August
2015 eine
Viertelsrente
ausbezahlt erhält. Darum, und weil sie mit ihren Anträgen auf eine ganze Rente ab Januar 2014 und eine
unbefristete
Viertelsrente
ab Juni
2015 (vgl.
Urk.
1)
unterliegt
, rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten zu drei Vier
teln (
Fr.
600.--) der Beschwerdeführerin und zu einem Viertel (
Fr.
200.--) der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Die zur Parteientschädigung ergangene bundesgerichtliche Rechtsprechung zum „Überklagen“ ist nicht auf die Verteilung der Gerichtskosten im kantonalen Ver
fahren übertragbar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_568/2010 vom 3. Dezember 2010 E. 4.1 f.).
8.2
Bei Obsiegen hat die vertretene Partei gestützt auf
§
34
Abs.
1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) Anspruch auf eine Prozessentschä
digung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses festzusetzen. Unter Berücksichtigung dieser Grunds
ätze erweist sich eine Parteientschädigung von Fr. 2‘400.-- (inkl. Barauslage und Mehrwertsteuer) als angemessen.
Obwohl dem Begehren
der Beschwerdeführerin nur teilweise
entsprochen wurde, hat
ihr
„Überklagen“ den Prozessaufwand nicht wesentlich beeinflusst. Von einer Kürzung der Prozessentschädigung ist damit abzusehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_568/2010 vom
3.
Dezember 2010 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).
Die Prozessentschädigung ist somit nicht zu kür
zen.