Decision ID: 8426b974-ec9b-5d1f-b394-c32c771cf082
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ D. R., geb. 1976, ist Staatsangehöriger von Mazedonien. Er gelangte 1983 im
Rahmen des Familiennachzugs zu seinen im Kanton St. Gallen wohnhaften Eltern. In
der Folge wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Am 30. Dezember 1996
heiratete er in seinem Heimatstaat seine Landsfrau O. D. 1997 wurde ihm die
Niederlassungsbewilligung erteilt. Am 3. September 1999 wurde die Tochter Leonita
und am 30. Dezember 2000 der Sohn Denis geboren. Die Ehefrau und die beiden
Kinder verfügen ebenfalls über eine Niederlassungsbewilligung.
Mit Entscheid des Kreisgerichts Werdenberg-Sargans vom 20. Juni 2006 wurde
festgestellt, dass die Eheleute getrennt leben. Die beiden Kinder wurden unter die
elterliche Obhut der Mutter gestellt. Dem Vater wurde ein Besuchsrecht eingeräumt,
und er wurde zu Unterhaltsleistungen verpflichtet.
Zwischen 2002 und 2009 wurde D. R. wiederholt straffällig und wegen verschiedener
Delikte bestraft. Unter anderem wurde er am 9. November 2006 wegen mehrfachen
Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie grober Verletzung der
Verkehrsregeln zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, wobei der Vollzug der
Freiheitsstrafe zugunsten einer ambulanten Massnahme aufgeschoben wurde.
D. R. ist beim Betreibungsamt Sennwald mit laufenden Betreibungen von Fr. 25'850.20
und 20 Verlustscheinen von insgesamt Fr. 34'305.40 verzeichnet. Beim Betreibungsamt
Buchs ist er mit laufenden Betreibungen von Fr. 45'797.25 und 24 Verlustscheinen über
Fr. 49'745.95 verzeichnet. Der offene Saldo beim Sozialamt Sennwald beträgt
Fr. 13'281.85. Der Rückstand an Alimentenzahlungen beträgt Fr. 43'186.50.
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Mit Verfügung vom 20. April 2009 widerrief das Ausländeramt die
Niederlassungsbewilligung von D. R. und wies diesen an, die Schweiz am Tag der
Beendigung der ambulanten Massnahme zu verlassen. Zur Begründung führte es an,
D. R. habe zu schweren Klagen Anlass gegeben. Sein Verschulden wiege aus
fremdenpolizeilicher Sicht schwer. Das öffentliche Interesse an seiner Fernhaltung
überwiege sein privates Interesse, in der Schweiz bleiben zu können.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob D. R. durch seinen Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 5. Mai 2009 Rekurs, der vom Sicherheits- und Justizdepartement mit
Entscheid vom 23. Juni 2009 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingaben seines Rechtsvertreters vom 9. Juli und 1. September 2009 erhob D.
R. Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die Verfügung des
Ausländeramts bzw. der Rekursentscheid des Sicherheits- und Justizdepartements
seien aufzuheben und es sei von einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung
abzusehen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung wird im
wesentlichen vorgebracht, es könne nicht pauschal davon ausgegangen werden, der
Beschwerdeführer sei künftig weder gewillt noch fähig, sich an die schweizerische
Rechtsordnung zu halten. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung sei
unverhältnismässig. Auch sei dem Beschwerdeführer eine Rückkehr nach Mazedonien
nicht zuzumuten. Auf die einzelnen Vorbringen wird, soweit wesentlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 7. September 2009 unter
Hinweis auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid die Abweisung der
Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 9. Juli und 1.
September 2009 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
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Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Nach Art. 63 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden,
wenn die Voraussetzungen nach Art. 62 lit. a oder b AuG erfüllt sind (lit. a), wenn der
Ausländer in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in
der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder
die äussere Sicherheit gefährdet (lit. b) oder wenn der Ausländer oder eine Person, für
die er zu sorgen hat, dauerhaft und in erheblichem Masse auf Sozialhilfe angewiesen
ist (lit. c). Die Niederlassungsbewilligung von Ausländern, die sich seit mehr als
fünfzehn Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss in der Schweiz aufhalten, kann
nur aus Gründen von Art. 63 Abs. 1 lit. b und Art. 62 lit. b AuG widerrufen werden.
Nach Art. 62 lit. b AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn
der Ausländer zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt wurde oder gegen ihn eine
strafrechtliche Massnahme im Sinn von Art. 64 oder 61 StGB angeordnet wurde.
2.1. Die Vorinstanz stützte ihren Entscheid auf Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 62
lit. b und Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG. Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr gelten als
längere Freiheitsstrafen im Sinn von Art. 62 lit. b AuG und bilden einen Grund für den
Widerruf der Niederlassung (Urteil des Bundesgerichts 2C_295/2009 vom
25. September 2009, E. 4.2., vgl. auch VerwGE B 2008/199 vom 9. Juli 2009, in:
www.gerichte.sg.ch). Der Beschwerdeführer wurde am 9. November 2006 zu einer
Zuchthausstrafe von drei Jahren verurteilt. Der Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. b AuG
ist beim Beschwerdeführer somit erfüllt. Dies wird denn auch in der Beschwerde zu
Recht nicht bestritten oder in Frage gestellt.
2.2. Ob auch der Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1
lit. b AuG besteht, kann offen bleiben. Der Beschwerdeführer ist gravierend
verschuldet. Nach den unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz ist er beim
Betreibungsamt Sennwald mit laufenden Pfändungen von Fr. 25'850.20 und
20 Verlustscheinen über insgesamt Fr. 34'305.40 und beim Betreibungsamt Buchs mit
laufenden Betreibungen von Fr. 45'797.25 und 24 Verlustscheinen über total
Fr. 49'745.95 verzeichnet. Der offene Saldo beim Sozialamt Sennwald beträgt
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Fr. 13'281.85; zudem beträgt der Rückstand an Alimentenzahlungen gemäss
Feststellung des Sozialamtes Buchs Fr. 43'186.50. Dabei ist allerdings zu
berücksichtigen, dass sich der Beschwerdeführer bereits seit 1983 in der Schweiz
aufhält und dass er unter anderem im Zusammenhang mit der Aufnahme einer
selbständigen Erwerbstätigkeit erhebliche Schulden einging. Neben der erwähnten
Verurteilung wegen schwerer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz
wurde er allerdings noch wiederholt wegen anderer Delikte verurteilt. Im Streitfall
braucht aber nicht abschliessend über die Anwendung von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG
entschieden zu werden.
2.3. Art. 63 AuG gewährt der zuständigen Behörde beim Entscheid über den Widerruf
der Niederlassungsbewilligungen einen Ermessensspielraum. Der Tatbestand ist als
"Kann-Bestimmung" formuliert. Das Gesetz schreibt nicht zwingend den Widerruf der
Niederlassung vor, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Der Widerruf
einer Niederlassungsbewilligung ist anzuordnen, wenn er bei sorgfältiger Abwägung
der Interessen verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung, SR 101,
abgekürzt BV). Die Behörden berücksichtigen gemäss Art. 96 Abs. 1 AuG die
öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der
Integration, wobei namentlich die Schwere des Verschuldens, die Dauer der
Anwesenheit in der Schweiz sowie die dem Ausländer und seiner Familie drohenden
Nachteile ins Gewicht fallen (Weisungen des Bundesamts für Migration, Ziff. 8.2.1.2).
Dabei sind umso strengere Anforderungen an den Widerruf einer Niederlassung bzw.
an eine Wegweisung zu stellen, je länger ein Ausländer in der Schweiz anwesend war.
Es ist aber in Betracht zu ziehen, dass der Widerruf der Niederlassung und die
Wegweisung selbst gegenüber Ausländern der zweiten Generation, welche ihr
gesamtes Leben in der Schweiz verbracht haben, grundsätzlich zulässig ist (Weisungen
des Bundesamts für Migration, Ziff. 8.2.1.2.1. mit Hinweis auf BGE 122 II 433 ff.). Nach
der Praxis des Bundesgerichts ist eine Wegweisung im übrigen umso eher zulässig,
wenn der Ausländer selbst nach längerer Anwesenheit in der Schweiz sich nicht oder
nur wenig integriert hat, hauptsächlich mit Landsleuten zusammen ist, enge
Beziehungen zu seinem Heimatland pflegt sowie dessen Sprache spricht (vgl. BGE 2A.
540/2001 vom 4. März 2002).
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2.4. Das Untersuchungsamt Altstätten bestrafte den Beschwerdeführer am 18. Juni
2002 wegen Beschäftigens eines Ausländers ohne Bewilligung mit einer Busse von
Fr. 300.--. Am 15. Oktober 2003 bestrafte es ihn wegen grober Verletzung von
Verkehrsregeln mit einer Busse von Fr. 800.--. Für die Löschung im Strafregister wurde
eine Probezeit von zwei Jahren festgesetzt. Das Bezirksgericht Dielsdorf sprach den
Beschwerdeführer am 9. November 2006 des mehrfachen Verstosses gegen das
Betäubungsmittelgesetz sowie der groben Verletzung von Verkehrsregeln schuldig und
verurteilte ihn zu drei Jahren Zuchthaus. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde
zugunsten einer ambulanten Massnahme aufgeschoben. Das Untersuchungsamt
Altstätten bestrafte D. R. am 6. Mai 2008 wegen Übertretung des Bundesgesetzes über
Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer durch verspätetes Anmelden bei
Wohnsitzwechsel innerhalb des Kantons zu einer Busse von Fr. 200.--. Am
11. November 2008 sprach das Untersuchungsamt Altstätten den Beschwerdeführer
ausserdem der Vernachlässigung von Unterhaltspflichten schuldig und verurteilte ihn,
teilweise im Zusatz zum Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 9. November 2006, zu
einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je Fr. 50.--. Der Vollzug der bedingt
ausgesprochenen Geldstrafe wurde aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von
zwei Jahren. Am 27. Januar 2009 sprach das Untersuchungsamt Altstätten gegenüber
dem Beschwerdeführer eine Busse von Fr. 1'000.-- wegen mehrfacher Übertretung des
Betäubungsmittelgesetzes durch Erwerb, Besitz und Konsum von Heroin aus.
Das Bezirksgericht Dielsdorf hielt in seinem Urteil zur Frage eines Aufschubs der Strafe
und der vom Staatsanwalt beantragten ambulanten Massnahme im Sinn von Art. 44
Ziff. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 43 Ziff. 2 Abs. 2 StGB fest, dass im Gutachten dem
Angeschuldigten eine Beeinträchtigung der geistigen Gesundheit zufolge
Heroinabhängigkeit zum Tatzeitpunkt attestiert werde. Hinzu gekommen sei eine
Alkoholabhängigkeit, die einen episodischen Verlauf genommen habe, weshalb die
Massnahmebedürftigkeit ausgewiesen sei. Seit seiner Einweisung in die
Untersuchungshaft lebe der Angeklagte abstinent, was grösstenteils auf seine sofortige
Therapiewilligkeit zurückzuführen sei. An der Massnahmewilligkeit bestünden keine
Zweifel, denn er befinde sich seit längerem freiwillig in einer Gesprächstherapie in
Behandlung. Zwischen der Tat und der Suchtproblematik sowie der
Alkoholabhängigkeit bestehe gemäss Gutachten ein kausaler Zusammenhang. Das
Gutachten führe zudem aus, dass es grundsätzlich Behandlungsmöglichkeiten gebe,
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die für diese Patienten einen gewissen Erfolg versprechen würden. Eine gegen den
Willen des Angeklagten angeordnete Behandlung in einer stationären Unterbringung
würde jedoch nicht zum Erfolg führen. Es lasse sich eine ambulante Behandlung in
einem breit abgestützten Setting vertreten. Der Gutachter komme zum Schluss, dass
auch eine Massnahme nach Art. 44 StGB (wegen der Drogensucht) in Frage komme.
Sicher sei Therapie erforderlich, welche die Legalprognose des Angeklagten deutlich
verbessere. In der Therapie werde die psychische Entwöhnungsbehandlung von einer
Gesprächstherapie begleitet. Bezüglich des Aufschubs der Strafe halte das Gutachten
fest, dass keine fachspezifische Notwendigkeit für den Strafaufschub bestehe;
allerdings bestehe der Sinn der Behandlung in der konstanten Abstinenz des
Angeklagten, was sinnvollerweise in dessen Freiheit zu erproben sei. Somit rechtfertige
es sich, den Vollzug der auszufällenden Freiheitsstrafe im Sinn von Art. 43 Ziff. 2 Abs. 2
Satz 1 StGB zwecks ambulanter Behandlung aufzuschieben.
Der Gutachter PD Dr. Mario Gmür hielt in seinem Gutachten vom 7. April 2006 fest,
dass die Drogenabhängigkeit des Beschwerdeführers einer Therapie bedürfe, bei der
Ziele und Methoden mit einem einzigen Begriff "Abstinenz" zu fassen seien. Durch die
rund sieben Monate dauernde Untersuchungshaft habe der Beschwerdeführer den
körperlichen Entzug bereits bewerkstelligt. Prognostisch günstig sei die Tatsache, dass
er früher auch schon die Abhängigkeit (damals von Alkohol) wieder habe überwinden
können. Auch seine zum Teil guten Ich-Funktionen resp. sozialen Bewährungen und
auch sein Wille zur Abstinenz seien als günstige Faktoren zu bezeichnen. Eine
stationäre Behandlung sei nicht erforderlich, wobei diese Feststellung auf den
Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung zu beziehen sein werde. Bei Rückfällen in einen
Substanzmissbrauch müsste später allenfalls auch einmal eine Hospitalisierung ins
Auge gefasst werden. Bei erfolgreicher Behandlung sei die Legalprognose deutlich
verbessert. Die Frage einer Behandlung gegen den Willen des Exploranden stehe nicht
zur Diskussion. Auf die Frage des Gerichts hielt der Gutachter fest, dass beim
Beschwerdeführer aus forensisch-psychiatrischer Sicht bei Rückfällen in den
Drogenkonsum eine erhöhte Gefahr neuerlicher Straftaten bestehe.
Der Beschwerdeführer transportierte mit seinem Personenwagen mehrere Kilogramm
Heroin in die Schweiz. Mit dem Erlös aus dem Drogentransport beabsichtigte er nach
eigenen Angaben, seine Schulden zu reduzieren. Bei schwerwiegenden Delikten gegen
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das Betäubungsmittelgesetz sowie bei wiederholter Straffälligkeit und Verurteilungen
zu längeren Freiheitsstrafen ist von einem schweren Verstoss und einem
überwiegenden öffentlichen Interesse an der Fernhaltung des Ausländers auszugehen
(BGE 125 II 526 ff; 129 II 215 ff.).
Fest steht weiter, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2007/2008 offensichtlich
einen Rückfall in den Drogenkonsum hatte. Er wurde vom Untersuchungsamt Altstätten
am 27. Januar 2009 der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im
fraglichen Zeitraum durch Erwerb, Besitz und Konsum von ca. 50 Gramm Heroin
schuldig gesprochen und zu einer Busse von Fr. 1'000.-- verurteilt.
2.5. Das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich hielt in seinem Bericht vom
15. Dezember 2008 fest, der Beschwerdeführer habe die Behandlung bei der
Beratungsstelle der Sozialen Dienste Werdenberg meist regelmässig und zuverlässig
wahrgenommen. Die familiäre Situation sei weitgehend stabil. Der Beschwerdeführer
wohne weiterhin bei seinen Eltern, pflege überaus regelmässig den Kontakt zu seinen
Kindern und nehme seine Rolle als Vater sehr gewissenhaft wahr. Beruflich habe er im
Jahr 2008 Erfolge verzeichnen können. Er habe eine GmbH gegründet und habe seine
Autowerkstatt wieder eröffnen können. Zeitweise könne er sogar einen Automechaniker
beschäftigen und im Herbst 2008 habe er gar einen Lehrling einstellen können.
Dadurch sei die organisatorische und finanzielle Belastung gestiegen. Diese
Schwierigkeiten, aber auch die Beziehungsprobleme, gehe er in der Behandlung offen
und aktiv an. So sei es ihm auch gelungen, zweimal einen kurzfristigen Drogenkonsum
während des letzten Jahres aufzufangen und die Hintergründe und alten Muster dazu
offen zu legen und zu bearbeiten. Der Beschwerdeführer befinde sich momentan in
einer sensiblen Situation, in der er um die letztes Jahr erreichte Stabilität kämpfen
müsse. Dennoch sei der behandelnde Therapeut zuversichtlich, dass gerade aufgrund
der 2008 aufgetretenen Krisen alte Verhaltens- und Bewältigungsmuster verändert
werden könnten und es dem Beschwerdeführer auch künftig gelingen werde, ein
deliktfreies Leben zu führen. Im Januar 2009 finde die jährliche Prüfung der ambulanten
Massnahme statt. Sie dauere bereits seit zwei Jahren und könne je nach Verlauf noch
weitere drei Jahre fortgeführt werden.
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In strafrechtlicher Hinsicht ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer wegen eines
schweren Betäubungsmitteldelikts und grober Verletzung von Verkehrsregeln zu drei
Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Die anderen Verurteilungen sind nicht durchwegs
von geringer Schwere. Insbesondere die am 15. Oktober 2003 ausgefällte Busse von
Fr. 800.-- betraf ebenfalls eine grobe Verkehrsregelverletzung. Auch bei der am 11.
November 2008 ausgefällten Busse wegen Vernachlässigung der
Unterstützungspflichten handelt es sich nicht um eine Bagatellstrafe. Der
Beschwerdeführer macht dazu geltend, die Bestrafung sei insofern zu relativieren, als
ihm nicht angelastet worden sei, er habe trotz ausreichendem Einkommen keine
Unterhaltsbeiträge bezahlt. Ihm sei vielmehr zum Vorwurf gemacht worden, er habe
sich in Kenntnis seiner Unterhaltsverpflichtungen selbständig gemacht und somit aus
eigenem Beschluss darauf verzichtet, seine Arbeitskraft im Rahmen des Zumutbaren
optimal ökonomisch zu nutzen. Den Ausführungen des Beschwerdeführers ist insoweit
zu folgen, als es nachvollziehbar erscheint, dass jemand in seiner Situation in einer
selbständigen Erwerbstätigkeit grössere Chancen erblickt als in einem Versuch, eine
Anstellung zu finden.
Weiter fällt ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer nicht ausschliesslich eine einzige
schwerwiegende Straftat beging, sondern zahlreiche Straftaten, wobei insbesondere
neben der Drogendelinquenz auch die beiden groben Verkehrsregelverletzungen ins
Gewicht fallen. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer trotz Probezeiten
delinquierte. Erschwerend fällt weiter ins Gewicht, dass er auch während der
ambulanten Massnahme rückfällig wurde und wieder Heroin konsumierte. Dieser
Rückfall wird im Bericht des Amts für Justizvollzug des Kantons Zürich ungenügend
erörtert. Insbesondere werden die Gründe für den Rückfall nicht dargelegt, und es wird
letztlich nur der Hoffnung Ausdruck gegeben, es werde dem Beschwerdeführer auch
künftig gelingen, ein deliktsfreies Leben zu führen. Dies ist ihm aber bis zum fraglichen
Zeitpunkt gerade nicht gelungen.
Angesichts der hohen Zahl der verhängten Strafen, der wiederholten Delinquenz trotz
strafrechtlicher Sanktionen und der Dauer der Freiheitsstrafe von insgesamt drei Jahren
muss das öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung des
Beschwerdeführers als hoch eingestuft werden. Aufgrund des Verhaltens nach der
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Verurteilung und des Rückfalls in den Drogenkonsum muss mit den Feststellungen des
Gutachters von einer erheblichen Rückfallgefahr ausgegangen werden.
2.6. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es drohe ihm bei einer Rückkehr in
sein Heimatland eine konkrete Gefahr für Leib und Leben, und zwar einerseits durch
die beiden Brüder, welche Abnehmer der von ihm in die Schweiz transportierten
Drogen gewesen und massgeblich aufgrund seiner Aussagen verurteilt worden seien.
Einer der Brüder habe bereits zwei Drittel seiner Strafe verbüsst und sei ausgeschafft
worden. Er sei zwar Serbe, stamme aber aus einem Dorf nahe der Grenze zu
Mazedonien bzw. zu Kumanova, seinem Heimatort auf mazedonischer Seite. Dieser
Mann habe ihm bereits Vergeltungsmassnahmen angedroht, sollte er wieder im
Heimatort auftauchen. Es dürfe als notorisch betrachtet werden, dass solche
Drohungen gegenüber sogenannten Verrätern schwerwiegend seien und im höchsten
Grade ernst genommen werden müssten.
Diese Ausführungen vermögen eine Unzumutbarkeit der Rückkehr in den
Herkunftsstaat nicht zu begründen. Allgemeine Ausführungen über Drohungen und
Rachegelüste von ehemaligen Komplizen sind bei verurteilten Straftätern häufig. Der
Beschwerdeführer macht keine genauen Angaben, wer zu welchem Zeitpunkt und auf
welche Art die fraglichen Drohungen gemacht hat.
2.7. Fest steht, dass der Beschwerdeführer bereits seit 1983 und damit seit rund
27 Jahren in der Schweiz ansässig ist. Er war als siebenjähriger Schüler im Rahmen
des Familiennachzugs in die Schweiz eingereist. Die lange Aufenthaltsdauer ist
unbestrittenermassen zu seinen Gunsten zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer
vermochte sich offensichtlich in der Schweiz nicht bzw. nur teilweise zu integrieren.
Aufgrund des Berichts des psychiatrischen Gutachters gelang es ihm nicht, sich aus
dem Einflussbereich seines in der Kultur des Herkunftslandes verhafteten Vaters zu
lösen und sich den hiesigen Lebensgewohnheiten und Wertvorstellungen anzunähern.
Unbegründet ist im weiteren das Argument, die Heroinabhängigkeit des
Beschwerdeführers sei der Grund dafür und ausschlaggebend gewesen, dass er den
fatalen Drogentransport in die Schweiz überhaupt ausgeführt habe. Diese Folge von
Ursache und Wirkung wird vom psychiatrischen Gutachter verneint.
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2.8. Weiter fällt in Betracht, dass sich der Beschwerdeführer zwar grundsätzlich auf
Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK)
berufen kann. Allerdings lebt er von seiner Ehefrau und den beiden Kindern getrennt.
Die elterliche Obhut wurde der Mutter zugesprochen. Der Beschwerdeführer kann
somit die Beziehung zu seinen Kindern nur im Rahmen von Besuchen pflegen. Zudem
erfüllt er seine finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Kindern ungenügend. Bei
dieser Sachlage steht eine Wegweisung in den Herkunftsstaat Art. 8 EMRK nicht
entgegen bzw. befindet sich die Wegweisung im Einklang mit Art. 8 Ziff. 2 EMRK.
2.9. Der Beschwerdeführer macht geltend, er bewege sich nicht vornehmlich im Kreis
seiner Landsleute. Die von der Vorinstanz gemachte Feststellung sei unzulässig.
Allerdings nennt er keine Schweizer Freunde und Bekannten, und aufgrund der Akten
ist nicht ersichtlich, dass er enge Kontakte mit Schweizerinnen oder Schweizern pflegt.
Fest steht weiter, dass er den Drogentransport gemeinsam mit Personen aus dem
ehemaligen Jugoslawien begangen hat. Unbegründet ist insbesondere auch das
Argument, die Eheschliessung in Mazedonien sei deshalb zwingend notwendig
gewesen, weil die Braut nicht über ein Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfügt habe
und erst nach erfolgter Heirat im Rahmen des Familiennachzugs dem Ehemann in die
Schweiz habe folgen können. Der Beschwerdeführer hätte für die Ehefrau eine
Einreise- und Aufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Heirat beantragen können.
Dies hat er offenbar nicht gemacht.
Wenig überzeugend ist im weiteren das Argument, der Beschwerdeführer habe sich
beruflich aufgefangen und betreibe eine Garage, in der er einen Angestellten und einen
Lehrling beschäftige. Der Beschwerdeführer ist als Inhaber eines Lehrabschlusses als
Automonteur gar nicht berechtigt, Lehrlinge auszubilden (vgl. die verschiedenen
Ausbildungsreglemente für Berufe der Automobilbranche, in: www.bbt.admin.ch). Er
hat denn auch keinen Anstellungs- und keinen Lehrvertrag eingereicht. Als
Automonteur bzw. Garagist hat der Beschwerdeführer indes die Möglichkeit, auch in
seinem Heimatstaat beruflich Fuss zu fassen.
2.10. Werden die öffentlichen Interessen an der Fernhaltung des Beschwerdeführers
gegen seine privaten Interessen am Verbleib in der Schweiz abgewogen, so erweist
sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung als verhältnismässig. Die
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schwerwiegende, über Jahre andauernde Delinquenz, das gravierende
Betäubungsmitteldelikt bzw. die Strafe von drei Jahren Zuchthaus sowie der Rückfall
während der ambulanten Massnahme rechtfertigen trotz des sehr langen Aufenthalts in
der Schweiz einen Widerruf der Niederlassung, zumal der Beschwerdeführer von seiner
Ehefrau und den Kindern getrennt lebt und eine Rückkehr nach Mazedonien zumutbar
ist. Folglich ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht