Decision ID: 16d9ee81-11b8-465c-949c-9430d0f4fd92
Year: 2022
Language: de
Court: BL_KG
Chamber: BL_KG_001
Canton: BL
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

A. Der 1958 geborene A._ ist gelernter Metallbauschlosser und arbeitet seit 2015 als Selbständigerwerbender in der B._, wobei er daran zu 75% beteiligt ist. Am 11.  2017 (Eingang) meldete er sich unter Hinweis auf Beschwerden des Bewegungsapparats bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle  (IV-Stelle) klärte in der Folge den gesundheitlichen und erwerblichen Sachverhalt ab.
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Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. März 2021 einen Rentenanspruch des Versicherten gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 24 % (ab Juni 2018) bzw. 13 % (ab Januar 2019) ab.
B. Dagegen erhob A._, vertreten durch Advokat Dr. Axel Delvoigt, mit Eingabe vom 23. April 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung  (Kantonsgericht), und beantragte, es sei die Verfügung vom 9. März 2021 aufzuheben und es sei ihm ab dem 1. Juni 2018 mindestens eine Viertelsrente zuzusprechen, unter o/e-. Eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung an die IV-Stelle . In der Beschwerde wurde im Wesentlichen geltend gemacht, dass der Invaliditätsgrad falsch berechnet worden sei, da die IV-Stelle sowohl das Validen- als auch das  in nicht korrekter Weise ermittelt habe. Bestritten wurde sodann die von der IV-Stelle  Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, wobei dieser Frage nur dann  zukomme, wenn abweichend von der bisherigen Berechnung der IV-Stelle das  aufgrund einer angepassten Tätigkeit ermittelt werde.
C. Mit Vernehmlassung vom 17. Juni 2021 hielt die IV-Stelle fest, dass dem  insoweit zuzustimmen sei, als die streitige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer  insoweit vernachlässigbar sei, als die Ermittlung des Invalideneinkommens sich auf die effektiv vom Beschwerdeführer in seinem Beruf als Schlosser erzielten Einkommen abstütze. Die Beschwerdegegnerin verwies im Übrigen auf den Abklärungsbericht für Selbstän- vom 16. Juni 2021, wonach gemäss neuer Berechnung ein Invaliditätsgrad von 31.45 % resp. 36.22 % ermittelt wurde. Demzufolge beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.
D. Mit Replik vom 31. August 2021 nahm der Beschwerdeführer zu den in der  neu vorgebrachten Argumenten Stellung, beantragte neu eine halbe Rente ab dem 1. Juni 2018, unter o/e-Kostenfolge, und reichte zudem diverse Unterlagen zu den Akten.
E. Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Duplik vom 27. Oktober 2021 eine teilweise Gutheissung der Beschwerde. Die IV-Stelle verwies auf einen am 27. Oktober 2021 neu erstellten Abklärungsbericht. Darin wurde ein Invaliditätsgrad von 48.93 % im Jahr 2018 resp. 49.53 % im Jahr 2019 ermittelt. Demzufolge bestehe Anspruch auf eine Viertelsrente. Gleichzeitig machte die IV-Stelle geltend, dass der Beschwerdeführer ihr im Verwaltungsverfahren entscheidrelevante Unterlagen vorenthalten habe. Somit sei er seiner Mitwirkungspflicht nicht genügend  und habe mutwillig eine Prozessführung veranlasst. Folglich beantragte sie, die Verfahrens- und Parteikosten seien trotz teilweiser Gutheissung der Beschwerde vollumfänglich vom  zu tragen.
F. Mit Schreiben vom 19. November 2021 nahm der Beschwerdeführer zu den Anträgen in der Duplik der Beschwerdegegnerin Stellung und hielt an seinen Rechtsbegehren fest.

Das Kantonsgericht zieht i n E r w ä g u n g :
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1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem  am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden  bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons  gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte  vom 23. April 2021 ist demnach einzutreten.
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 (" der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts und des zeitlich  Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des  (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet.
2. Vorliegend streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder  Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch  der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der  auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der  Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
3.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre  oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), die  eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 %  (Art. 6 ATSG) gewesen (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssen kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im
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entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (Urteile des Bundesgerichts vom 21.  2013, 8C_174/2013, E. 3.2 und vom 5. Mai 2011, 9C_996/2010, E. 7.1, je mit Hinweisen). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei  Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
3.3.1 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten – auch von  – ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Demnach wird für die  des Invaliditätsgrads das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger  durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage  könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie  könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der  hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen  ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des ; BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). Insoweit die fraglichen  ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen  miteinander zu vergleichen.
3.3.2 Namentlich bei Selbständigerwerbenden kann sich eine zuverlässige Ermittlung der  hypothetischen Vergleichseinkommen als schwierig oder unmöglich erweisen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen weder zuverlässig ermitteln noch schätzen, so ist ausnahmsweise in Anlehnung an Art. 27 IVV ein Betätigungsvergleich durchzuführen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten  in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen (sog. ausserordentliches ; BGE 128 V 29 E. 1; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Oktober 2009, 9C_236/2009, E. 3 und 4). Zunächst ist anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen; sodann ist diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung  zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen Leistungsvermögen eines Erwerbstätigen kann zwar, braucht aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge zu haben. Eine gesetzliche Regelung, welche Bemessungsmethode bei  anzuwenden ist, gibt es nicht. Welche Methode Anwendung findet, hängt in erster Linie davon ab, ob sich die hypothetischen Erwerbseinkommen zuverlässig schätzen  (allgemeine Methode) oder nicht (ausserordentliche Methode). Anzufügen ist in diesem , dass den Verwaltungsbehörden bezüglich der Auswahl der Methode ein gewisser Ermessensspielraum zusteht, in den das Gericht nicht ohne Not eingreift (Urteil des  vom 7. November 2021, 9C_424/2012, E. 5.3).
4.1 Die Ermittlung des Invaliditätsgrades basiert auf der Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig ist.
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4.2 Im vorliegenden Fall gehen die Parteien übereinstimmend davon aus, dass der  in der angestammten Tätigkeit als selbständiger Schlosser aus gesundheitlichen Gründen nur noch zu 70 % bzw. maximal 80 % arbeitsfähig ist. Die Einschätzungen der  Ärzte, Dr. med. C._, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des , und Dr. med. D._, FMH Innere Medizin, einerseits und des Regionalen  Dienstes (RAD) andererseits decken sich insoweit weitgehend und sind absolut schlüssig. Streitig ist die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, da die IV-Stelle diesbezüglich  auf die Beurteilungen von Dr. med. E._, FMH Orthopädische Chirurgie und  des Bewegungsapparates, RAD, in seiner Beurteilung vom 24. April 2019 von einer  von 50 % ab 25. April 2018 bzw. 80 % ab 2. Juli 2018 ausgeht, während sich der  insoweit auf die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der behandelnden Ärzte stützt. Letztere differenzieren jedoch, wie die Beschwerdegegnerin zurecht geltend macht, nicht zwischen angestammter Tätigkeit und möglicher Verweistätigkeit. Diese Diskrepanz ist aber  solange unerheblich, als wie hier auch das Invalideneinkommen auf der Basis des  noch erzielten Einkommens des Beschwerdeführers als selbständigem Schlosser  wird. Vor diesem Hintergrund kann auf weitere Ausführungen zur gesundheitlichen Situation und der daraus resultierenden medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit verzichtet werden.
5. Zu prüfen sind nachfolgend die erwerblichen Auswirkungen der Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit.
6.1 Die Beschwerdegegnerin hat den Invaliditätsgrad zunächst gestützt auf die  Lohnstrukturerhebung LSE (Valideneinkommen) einerseits und die Angaben aus dem  Konto (IK) der Ausgleichskasse für das Jahr 2018 andererseits (Invalideneinkommen) errechnet und gelangte zu einem Invaliditätsgrad von 24 % ab 25. April 2018 und von 13 % ab 1. Januar 2019. Im Verlauf des Beschwerdeverfahrens gelangte die IV-Stelle gestützt auf einen weiteren Abklärungsbericht vom 16. Juni 2021 mittels geänderter Berechnungsmethode unter Berücksichtigung der Einwände des Beschwerdeführers und der Geschäftsunterlagen zum , dass der Beschwerdeführer im Jahr 2018 eine Erwerbseinbusse von 31,45 % und im Jahr 2019 eine solche von 36,22 % erlitten habe, womit sich nach wie vor kein rentenbegründender Invaliditätsgrad ergebe. Im Nachgang zur Replik des Beschwerdeführers wurde ein weiterer  erstellt, welcher vom 27. Oktober 2021 datiert. In dieser Berechnung ermittelte die Beschwerdegegnerin zunächst auf Basis eines Betätigungsvergleichs, dass die Tätigkeit des Beschwerdeführers in den Bereichen Administration, Kundenberatung, Materialbeschaffung/ und Reinigung mit einem Gesamtanteil von 19 % unter Berücksichtigung der Schadenminderung in Etappen und verlangsamt im bisherigen Rahmen umsetzbar sei und  keine Einschränkung vorliege. In den Bereichen Schlosser- und Montagearbeiten mit  von 81 % habe der Beschwerdeführer 56,7 Stunden pro Woche gearbeitet. Bei der Berechnung der Mehrkosten für diese beiden Bereiche sind deshalb die ausgewiesenen , welche aufgrund des Gesundheitsschadens angefallen sind, bei einer 42- auf 56,7 Stunden pro Woche hochgerechnet worden. Die Restarbeitsfähigkeit des  wurde sodann wieder in Abzug gebracht. Konkret wurde zur Berechnung des  das Nettoeinkommen gemäss Lohnausweis 2018, der Anteil des  am Betriebserfolg (im Umfang von 75 %) sowie ein Anteil der entstandenen Mehrkosten
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durch die Anstellung von Ersatzmitarbeitern addiert. Das Invalideneinkommen ergab sich aus dem Nettoeinkommen gemäss Lohnausweis 2018 zuzüglich dem Anteil am Betriebserfolg. Die Berechnung von Validen- und Invalideneinkommen 2019 erfolgte in gleicher Weise unter  der Angaben für das Jahr 2019. Daraus ergab sich für 2018 eine Erwerbseinbusse von Fr. 78'830.-- und damit ein Invaliditätsgrad von 48.93 % und für 2019 eine Erwerbseinbusse von Fr. 83'265.-- und folglich ein Invaliditätsgrad von 49.53 %.
Damit hat die Beschwerdegegnerin ihre Berechnung des Invaliditätsgrads – entsprechend den Vorgaben von Gesetz und Rechtsprechung – auf die konkret vorliegenden Zahlen abgestützt, wobei sie die Mehrkosten, welche dem Beschwerdeführer auf Grund der Anstellung von  entstanden sind, anhand eines Betätigungsvergleichs der versicherten Person  und berücksichtigt hat. Da der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der im Dezember 2017 erfolgten Anmeldung und dem frühestens sechs Monate später möglichen Rentenbeginn unbestrittenermassen frühestens ab Juni 2018 Anspruch auf eine IV-Rente hat, wurden die  der Jahre 2018 und 2019 berücksichtigt.
6.2 Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist im Grundsatz nicht zu beanstanden, wie auch der Beschwerdeführer anerkennt. Soweit sich auf dieser Basis für das Jahr 2019 ein  von 49,53 % ergibt, führt dies – entgegen dem Antrag der Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 27. Oktober 2021 – nicht zu einer Viertels-, sondern zu einer halben Rente, da bei dieser Sachlage gemäss Rechtsprechung (vgl. BGE 130 V 121) eine Rundung zu erfolgen hat, was einen Invaliditätsgrad von 50 % ergibt. Nachdem auch der Beschwerdeführer ab dem Jahr 2019 eine halbe Rente beantragt hat, sind weitere Ausführungen dazu entbehrlich.
6.3 Zu beurteilen bleibt damit die Höhe des Rentenanspruchs für den Zeitraum Juni bis  2018. Die Beschwerdegegnerin geht insoweit von einem Anspruch auf eine Viertelsrente aus, während der Beschwerdeführer auch hier einen Anspruch auf eine halbe Rente geltend macht. Der Beschwerdeführer rügt, dass er während des ganzen Jahres 2018 auf einen  angewiesen gewesen sei, nicht nur während der 10,5 Monate, welche die IV-Stelle bei den Kosten der Angestellten F._ und G._ berücksichtigt habe. Andererseits übe seit Mai 2018 allein G._ die Position des Beschwerdeführers aus, bei dem höhere Lohnkosten als bei F._ anfallen würden. F._ habe nicht die nötigen Fähigkeiten besessen, den  zu vertreten, und sei auch nicht mehr für die Firma tätig. Die IV-Stelle hat sich zu diesen Vorbringen nicht mehr geäussert. Die Argumentation des Beschwerdeführers überzeugt nicht. So ergibt sich einerseits aus den Akten, dass die Herren F._ und G._ nicht nacheinander beim Beschwerdeführer tätig waren, sondern gleichzeitig. Gemäss Lohnausweis war G._ ab Mai 2018 beim Beschwerdeführer angestellt, F._ vom 17. September bis 30. November 2018. Andererseits ist auch der Umstand, dass in der Berechnung vom 27. Oktober 2021 lediglich  für 10,5 Monate berücksichtigt wurden, entgegen der Auffassung des  nicht zu beanstanden, da sich aus den Akten zweifelsfrei ergibt, dass im Jahr 2018  nur während insgesamt 10,5 Monaten Dritte für den Beschwerdeführer tätig waren.
6.4 In der Berechnung der Beschwerdegegnerin nicht berücksichtigt wurde jedoch, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2018 nach einer Operation während zweieinhalb Monaten vollständig
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arbeitsunfähig war (vgl. dazu RAD-Bericht von Dr. E._ vom 24. April 2019). In dieser Zeit konnte er keine neuen Aufträge akquirieren, was sich zweifellos auf den Betriebserfolg  hat. Wird der von der Beschwerdegegnerin eingesetzte Anteil am Betriebserfolg  hochgerechnet, ergibt sich ein Betrag von Fr. 15'129.-- (Fr. 11'977.-- / 9,5 x 12). Damit erhöht sich das Valideneinkommen auf Fr. 164'246.--, was bei einem Invalideneinkommen von Fr. 82'264.-- zu einer Erwerbseinbusse von Fr. 81'982.-- oder 49,9 % führt. Entsprechend den bereits erwähnten Rundungsregeln (vgl. E. 6.2 hiervor) ergibt sich somit auch für das Jahr 2018 ein Anspruch auf eine halbe IV-Rente, beginnend am 1. Juni 2018.
7. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen ist, als die angefochtene Verfügung vom 9. März 2021 aufzuheben und festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer ab Juni 2018 Anspruch auf eine halbe Rente hat.
8. Es bleibt, über die Verlegung der Kosten zu befinden.
8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Im Weiteren hält Art. 61 lit. g ATSG fest, dass die obsiegende  Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten hat. Beim Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist somit grundsätzlich auf den Prozessausgang abzustellen (sog. Unterlieger- bzw. Obsiegerprinzip).
8.1.1 Nach dem Gesagten wären im vorliegenden Beschwerdeverfahren die ordentlichen  der unterliegenden IV-Stelle zu auferlegen und diese zu verpflichten, dem obsiegenden  eine Parteientschädigung zu bezahlen. Die IV-Stelle macht nun allerdings , dass die Kosten in Abweichung vom Unterliegerprinzip dem Beschwerdeführer zu  seien.
8.1.2 In ständiger Rechtsprechung zum Parteientschädigungsrecht hat das damalige  Versicherungsgericht (heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilung) im Rahmen der bundesrechtlichen Vorschriften über die Parteientschädigung im kantonalen  – wie etwa der damaligen Bestimmungen von Art. 85 Abs. 2 lit. f des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 und Art. 108 Abs. 1 lit. g des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 – das  anerkannt. Danach hat unnötige Kosten zu bezahlen, wer sie verursacht hat (BGE 125 V 375 E. 2b). Dementsprechend kann keine Parteientschädigung beanspruchen, wer zwar im Prozess obsiegt, sich aber den Vorwurf gefallen lassen muss, er habe den unnötigen Prozess durch Verletzen der Mitwirkungspflicht selber zu verantworten (SVR 2004 ALV Nr. 8 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. zum Ganzen auch: MARTIN BERNET, Die Parteientschädigung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, Zürich 1986, S. 136 ff.). Die im Rahmen von Art. 85 Abs. 2 lit. f AHVG sowie Art. 108 Abs. 1 lit. g UVG entwickelten Grundsätze zum Anspruch auf Parteientschädigung im kantonalen Beschwerdeverfahren haben unter der Herrschaft des ATSG
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weiterhin Geltung und sind demnach für die Auslegung von Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG  (SVR 2004 ALV Nr. 8 E. 3.1).
8.1.3 Die IV-Stelle macht zur Begründung ihres Standpunkts geltend, dass das vorliegende Beschwerdeverfahren hätte verhindert werden können, wenn der Versicherte sämtliche, das  beeinflussende Unterlagen bereits im Verwaltungsverfahren eingereicht hätte. Durch das Vorenthalten relevanter rechtserheblicher Tatsachen sei er seiner Mitwirkungspflicht nicht gehörig nachgekommen und habe den vorliegenden Prozess unnötig verursacht. Die damit verursachten Kosten habe er somit selbst zu tragen.
8.1.4 Der Beschwerdeführer wiederum verweist darauf, dass die IV-Stelle das  provoziert habe, indem sie in ihrer Verfügung vom 9. März 2021 behauptet habe, es könne kein Einkommensvergleich vorgenommen werden und sich stattdessen sowohl für das Invaliden- als auch für das Valideneinkommen auf Statistiklöhne gestützt habe. Weiter bringt er vor,  Fragen beantwortet und die gewünschten Unterlagen eingereicht zu haben.
8.1.5 Es trifft zwar zu, dass der Beschwerdeführer im Verwaltungsverfahren wiederholt  werden musste, Unterlagen einzureichen. Allerdings hat die IV-Stelle die angefochtene Verfügung auf einen Einkommensvergleich unter Zugrundelegung von Tabellenlöhnen bzw.  gestützt, ohne dass dies mit der fehlenden Einreichung von Unterlagen begründet  wäre. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens hat sie dann korrekterweise die  geändert. Damit kann aber keine Rede davon sein, dass der Beschwerdeführer der  Unterlagen vorenthalten und dadurch das Verfahren unnötigerweise verursacht hat. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch nicht näher dargelegt, welche Unterlagen ihr konkret  sein sollen und bei rechtzeitiger Vorlage zu einer anderslautenden Verfügung geführt . Somit liegen keine Gründe vor, um von den gesetzlich vorgesehenen  abzuweichen. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens sind daher der IV-Stelle als unterliegender Partei zu auferlegen.
8.1.6 Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom  im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (vgl. § 19 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die Gebühren der Gerichte vom 15. November 2010). Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die  in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Diese Kosten sind gemäss den vorstehenden Ausführungen von der IV-Stelle zu tragen. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss ist ihm zurückzuerstatten.
8.2 Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat überdies Anspruch auf eine . Sein Rechtsvertreter hat in seiner Honorarnote vom 19. November 2021 einen  von 25 Stunden und 18 Minuten und Auslagen von Fr. 252.50 geltend gemacht, was zwar hoch, unter Berücksichtigung der Komplexität der Rechtsfrage, der verschiedenen  und des doppelten Schriftenwechsels indessen noch als angemessen erscheint. Die  sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss zur Anwendung  Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Dem Beschwerdeführer ist deshalb für
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die im vorliegenden Beschwerdeverfahren erbrachten Bemühungen seines Rechtsvertreters eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 7'083.95 (25.3 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 252.50 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen.