Decision ID: f8c8dce1-5ef3-5430-9465-283765acd4d2
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
F._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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IV-Leistungen (Rente)
Sachverhalt:
A.
A.a F._, geboren 1973, meldete sich am 12. Mai 2005 zum Bezug von IV-Leistungen
an. Sie machte geltend, an einer neurologischen Krankheit zu leiden (act. G 6.1/1.1 ff.).
Im Arztbericht vom 31. Mai 2005 diagnostizierte der behandelnde Arzt, Dr. med. A._,
FMH Innere Medizin, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf
Charcot-Marie-Tooth-Hoffmann-Krankheit (Typ II; ICD-10: G60). Es bestehe eine
zunehmende Behinderung beim Gehen wegen Atrophie und leichten Paresen der
Fussmuskulatur. Die bisherige Tätigkeit im Hausdienst des Kantonsspitals St. Gallen
(nachfolgend KSSG) sei ihr für 3 Stunden pro Tag zumutbar. Dabei bestehe eine um
50% verminderte Leistungsfähigkeit. In einer leidensadaptierten Tätigkeit bestehe eine
50%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 6.1/8.5. ff.).
A.b Anlässlich der von der IV-Stelle durchgeführten Haushaltsabklärung vom 17.
Januar 2006 gab die Versicherte an, dass sie trotz der gesundheitlichen
Einschränkungen leichtere Hausarbeiten erledige, die Mahlzeiten zubereite und die
Wäsche besorge. Das Staubsaugen bereite ihr Mühe. Das Abendessen bereite der
Ehegatte der Versicherten zu. Sie habe früher immer effektiv zu 60% gearbeitet. Ohne
Gesundheitsschäden würde sie auch heute noch 60% arbeiten. Die IV-Stelle ermittelte
im Haushaltsbereich eine Einschränkung von 20.2% (act. G 6.1/22.1 ff.).
A.c Im Verlaufsbericht vom 18. Januar 2006 gab Dr. med. A._ an, der
Gesundheitszustand der Versicherten habe sich verschlechtert. Zum bisherigen
Beschwerdebild seien lumbale Rückenschmerzen hinzugetreten. Die bisherige Tätigkeit
sei ihr nicht mehr zumutbar. In einer leidensadaptierten Tätigkeit könne sie täglich
während 2 Stunden eine volle Leistung erbringen (act. G 6.1/17.1 ff.).
A.d Am 7. März 2006 beauftragte die IV-Stelle den Neurologen Dr. med. B._ mit einer
medizinischen Begutachtung (act. G 6.1/25.1). Im Gutachten vom 11. April 2006
(Datum des Eingangs bei der IV-Stelle) diagnostizierte dieser mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit eine Charcot-Marie-Tooth-Hoffmann-Krankheit Typ II, eine reaktive
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Depression sowie ein chronisches Lumbovertebralsyndrom. Die bisherige Tätigkeit sei
der Versicherten nicht mehr zumutbar. Eine leidensadaptierte Tätigkeit (einfache
Tätigkeiten in wechselnd sitzender und stehender Position ohne Heben schwerer
Lasten und ohne feinmotorische Fähigkeiten sowie ohne Gehen von Strecken von mehr
als 10 Metern) sei ihr in einem täglichen Pensum von 4 Stunden zumutbar. Bei diesem
Pensum bestehe keine verminderte Leistungsfähigkeit. Der Versicherten seien
Tätigkeiten als Telefonistin, Postbeamtin oder Receptionistin im genannten Umfang
zumutbar (act. G 6.1/26.1 ff.).
A.e Am 6. Juni 2006 gab die IV-Stelle ein psychiatrisches Gutachten bei Dr. med.
C._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, in Auftrag (act. G 6.1/30). Dr. med. C._
diagnostizierte im Gutachten vom 5. Dezember 2006 eine Anpassungsstörung mit
Ängsten, Stimmungsschwankungen, Sorgen und Anspannungen (ICD-10: F43.23). Aus
psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit der Versicherten auf dem freien
Arbeitsmarkt um 30% reduziert (act. G 6.1/31.1 ff.).
A.f Nach einer Absprache mit Dr. med. C._ kam Dr. med. B._ in der Stellungnahme
vom 8. Januar 2007 zum Schluss, dass unter Berücksichtigung der psychiatrisch
festgestellten Einschränkungen in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit bestehe. Das zumutbare tägliche Pensum betrage 4 Stunden (act. G
6.1/34.1).
A.g Im Vorbescheid vom 12. Februar 2007 stellte die IV-Stelle der Versicherten
mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrades die Ablehnung eines Rentenanspruchs
in Aussicht (act. G 6.1/40).
B.
B.a Am 19. Februar 2007 teilte Dr. med. B._ der IV-Stelle mit, dass das körperliche
Handicap für Haushaltsarbeiten nicht geringer sei als für eine berufliche Tätigkeit. Aus
ärztlicher Sicht sei bezüglich der Beurteilung der Einschränkungen im Haushaltsbereich
eine Neuevaluation angezeigt (act. G 6.1/41).
B.b Im Einwand vom 26. Februar 2007 beantragte die Versicherte die Ausrichtung von
mindestens einer Teilrente. Für die Teilerwerbstätigkeit sei eine Hilfe der
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Invalidenversicherung zur Umschulung und/oder Eingliederung erwünscht (act. G
6.1/42).
B.c Dr. med. A._ teilte der IV-Stelle mit Schreiben vom 27. Februar 2007 mit, dass
bei der Versicherten gesamthaft von einer 80%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei
(act. G 6.1/43).
B.d In der Verfügung vom 8. März 2007 ermittelte die IV-Stelle, ausgehend von einer
Aufteilung von 60% für die Erwerbstätigkeit und 40% für die Haushaltsführung, einen
Invaliditätsgrad von 34% und lehnte einen Rentenanspruch ab (act. G 6.1/45). Bei der
Berechnung des Invalideneinkommens berücksichtigte sie einen Leidensabzug von
25% (act. G 6.1/37.2).
C.
C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde
vom 11. April 2007. Die Beschwerdeführerin beantragt unter Kosten- und
Entschädigungsfolge deren Aufhebung und mindestens die Zusprache einer halben
Rente ab Januar 2007. Eventualiter sei ihr ab Januar 2007 eine Viertelsrente
auszurichten. Die Beschwerdeführerin ersucht um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege. Sie macht geltend, dass das von Dr. med. B._ zugemutete
Arbeitspensum 4 Stunden betrage. Dies entspreche im Vergleich mit der
durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,6 Stunden einem Pensum von
48%. Die Einschränkung im Erwerbsbereich betrage somit nicht 50%, sondern 52%.
Daraus resultiere ein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Des Weiteren rügt die
Beschwerdeführerin die von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der
Haushaltsabklärung ermittelten Einschränkungen. Diese seien zu tief. Sie bringt weiter
vor, dass der erwerbliche Teil mit einem Pensum von mindestens 70% zu gewichten
sei (act. G 1).
C.b In der Eingabe vom 1. Mai 2007 reicht die Beschwerdeführerin ein
Kostenübernahmegesuch des KSSG vom 11. April 2007 zu Handen der
Krankenversicherung ein. Sie macht geltend, dass damit die Haushalthilfe über die
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Spitex ärztlicherseits bestätigt werde. Wer weder Haushalt noch Kinderbetreuung
selbst bewerkstelligen könne, sei mit Sicherheit nicht erwerbsfähig (act. G 5).
C.c Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 21. Mai 2007
die Beschwerdeabweisung. Sie macht geltend, es sei für den Erwerbsbereich von
einem 60%igen Pensum auszugehen. Bei der Bemessung des Invaliditätsgrades sei
gestützt auf die Gutachten der Dres. B._ und
C._ zu Recht von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leichten körperlichen
Tätigkeit ausgegangen worden. Vorliegend fehle es an aussagekräftigen konkreten
Anhaltspunkten für die Einkommensermittlung, weshalb bei der Bestimmung des
Validen- und Invalideneinkommens auf die LSE-Löhne abzustellen sei. Unter
Berücksichtigung eines Abzuges vom Tabellenlohn bei der Ermittlung des
Invalideneinkommens von 15% resultiere eine Einschränkung im Erwerbsbereich von
25% und ein Teilinvaliditätsgrad von 15%. Die ermittelten Einschränkungen im
Haushaltsbereich seien zutreffend. Insgesamt resultiere ein Invaliditätsgrad von 23%,
der deutlich unter demjenigen der angefochtenen Verfügung (34%) liege (act. G 6).
C.d Am 23. Mai 2007 gewährte das Versicherungsgericht der Beschwerdeführerin die
unentgeltliche Prozessführung (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung; act. G 7).
C.e In der Replik vom 12. Juni 2007 bringt die Beschwerdeführerin vor, es sei nicht
nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort im
Gegensatz zur angefochtenen Verfügung nur noch einen 15%igen Leidensabzug
vornehme. Es sei nach wie vor von einem 25%igen Leidensabzug auszugehen. Des
Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, bei der Ermittlung des
Valideneinkommens sei nicht auf die LSE-Löhne, sondern auf den Lohn des KSSG
abzustellen. Im Übrigen entspricht die Begründung der Replik im Wesentlichen
derjenigen der Beschwerde vom 11. April 2007 (act. G 9).
C.f Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 11).
C.g Mit Eingabe vom 20. Dezember 2007 reicht die Beschwerdeführerin betreffend ihre
Rückenbeschwerden Arztberichte des KSSG vom 29. Oktober 2007 (act. G 14.2) sowie
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vom 15. November 2007 (act. G 14.1) ein. Am 5. Mai 2008 stellt die
Beschwerdeführerin dem Versicherungsgericht eine Stellungnahme von Dr. med. B._
vom 16. Januar 2008 zu. Dieser gibt darin an, dass die Beschwerdeführerin auf eine
Haushalthilfe angewiesen sei (act. G 16.1).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des IVG in
Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes
Geltung haben (BGE 127 V 467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis
zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt
abzustellen ist (BGE 121 V 366 E. 1b), sind vorliegend die bis zum 31. Dezember 2007
geltenden materiellen Bestimmungen anzuwenden.
2.
2.1 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder
geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
2.2 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die
Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich
tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 aIVG festgelegt. In
diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im
Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in
beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 2 Satz 3 aIVG).
ter
ter
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2.3 Praxisgemäss wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der
Tätigkeit im Aufgabenbereich bestimmt, wobei sich die Frage, in welchem Ausmass die
versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, mit
Rücksicht auf die gesamten Umstände, insbesondere die persönlichen, familiären,
sozialen und erwerblichen Verhältnisse, beurteilt (BGE 125 V 150 E. 2c mit Hinweisen).
Die Invalidität bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein
Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird,
wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten
und gewichteten Teilinvaliditäten ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3).
2.4 Die Rentenabstufungen des Art. 28 Abs. 1 aIVG geben bei einem Invaliditätsgrad
von mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente.
2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von
Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel
eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Diese
Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen
Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Führen die im
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden
Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger,
objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 400 E. 4.1) zur
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V
360 E. 5b mit Hinweisen) und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem
feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme
weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (SVR 2001 IV
Nr. 10 S. 28 E. 4b mit Hinweisen).
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2.6 Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als
vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und
Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das
im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde
zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle
Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Dies bedeutet nicht, dass Parteigutachten durch
den Umstand allein, dass sie von einer Partei eingeholt und in das Verfahren
eingebracht wurden, ohne weiteres minder beweiskräftig sind. Denn auch sie können
nützliche Äusserungen zum medizinischen Sachverhalt enthalten. Daraus folgt
wiederum nicht, dass sie den gleichen Rang wie ein vom Gericht oder vom
Sozialversicherer nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten
besitzen. Relevant werden sie nur, wenn ihre Aussagen die Auffassungen und
Schlussfolgerungen des förmlich bestellten Gutachtens in rechtserheblichen Fragen
derart zu erschüttern vermögen, dass davon abzuweichen wäre (BGE 125 V 351 E. 3c).
Was Berichte von Hausärzten angeht, so darf diesen nicht zum Vorneherein jede
Glaubwürdigkeit abgesprochen werden. Indes muss die Erfahrungstatsache
mitberücksichtigt werden, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen zu Gunsten ihrer Patienten
aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2005
i.S. A., 4P.254/2005, E. 4.2).
2.7 Für die Invaliditätsbemessung im Haushalt stellt der nach Massgabe der
Verwaltungsweisungen des BSV (Rz 3084 ff. des Kreisschreibens über Invalidität und
Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], Stand 1. Januar 2008) eingeholte
Abklärungsbericht im Haushalt eine geeignete und im Regelfall genügende Grundlage
dar. Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer
versicherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von
Arztberichten (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu
berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person
verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den
aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und
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Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu
berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht
aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und
angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in
Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft dies alles
zu, ist der Abklärungsbericht beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2). Sofern der
Abklärungsbericht im Sinne der vorstehend genannten Rechtsprechung eine
zuverlässige Entscheidungsgrundlage darstellt, greift das Gericht in das Ermessen der
Abklärungsperson nur ein, wenn – etwa im Lichte der ärztlichen Stellungnahme zur
Arbeitsfähigkeit im Haushalt – klar feststellbare Fehleinschätzungen oder
Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsergebnisse (z.B. infolge von
Widersprüchlichkeiten) vorliegen (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 mit Hinweis; Urteil des
Bundesgerichts vom 30. Oktober 2007 i.S. T., I 246/05, E. 5.2.1 mit Hinweisen).
3.
3.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, der erwerbliche Teil sei mit mindestens
70% zu gewichten (act. G 1, S. 7). Die Beschwerdegegnerin gewichtete in der
angefochtenen Verfügung den Erwerbsbereich mit 60% (act. G 6.1/45).
3.2 Die Frage, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ohne gesundheitliche
Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich unter Berücksichtigungen der
persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse (vgl. vorstehend E.
2.3). Die Beschwerdeführerin gab anlässlich der Haushaltabklärung an, im
Gesundheitsfall wie bisher zu 60% erwerbstätig zu sein (act. G 6.1/22.2). In der
Anmeldung vom 12. Mai 2005 bezeichnete sie als Hauptbeschäftigung ihre Tätigkeit als
Hausfrau (act. G 6.1/1). Damit stimmt überein, dass ihr Ehegatte voll erwerbstätig ist
und ihr daher grösstenteils die Betreuung und Beaufsichtigung ihrer beiden Söhne
(Jahrgang 1997 und 2000; act. G 4.1/22.3) sowie die Besorgung des Haushaltes oblag.
Zwar arbeitete die Beschwerdeführerin vom 1. Juli 1999 bis 31. Mai 2000 im Rahmen
eines 80%igen Pensums für das Kinderdorf Pestalozzi (act. G 6.1/36). Dabei ist aber zu
berücksichtigen, dass dieses Pensum noch vor der Geburt des zweiten Sohnes
(Geburtsdatum 7. Oktober 2000; act. G 6.1/1.2) geleistet wurde. Wie der Anmeldung
vom 12. Mai 2005 (act. G 6.1/1.5) sowie dem Auszug aus dem individuellen Konto (act.
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G 6.1/7) zu entnehmen ist, leistete die Beschwerdeführerin seit der Geburt des zweiten
Sohnes kein über 60% liegendes Pensum mehr (vgl. act. G 6.1/9ff. und 6.1/19). Aus
der betraglichen Höhe der ab November 2003 bis November 2004 bezogenen
Arbeitslosenentschädigung im Vergleich zur vorherigen (befristeten) Tätigkeit im
Hausdienst des KSSG (vgl. act. G 6.1/7) ist ferner zu schliessen, dass die
Beschwerdeführerin in dieser Zeit keine Arbeitsstelle mit einem höheren Arbeitspensum
suchte. Nach dem Gesagten ist unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen
Rechtsprechung betreffend die "Aussagen der ersten Stunde" (vgl. hierzu BGE 121 V
47 E. 2a) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die
Beschwerdeführerin im vorliegend zu beurteilenden Zeitpunkt ohne
Gesundheitsschaden einer Arbeitstätigkeit im Rahmen eines 60%igen Pensums
nachgehen würde.
4.
4.1 Die Beschwerdeführerin rügt, dass die von der Beschwerdegegnerin
angenommene Arbeitsfähigkeit von 50% in einer leidensadaptierten Tätigkeit
unzutreffend sei.
4.1.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich zur Bestimmung der Arbeitsfähigkeit auf die
Konsensbeurteilung vom 8. Januar 2007 der Dres. B._ und C._ (act. G 6.1/34.1)
sowie auf die dieser Beurteilung zugrunde liegenden Gutachten der genannten Ärzte
(neurologisches Gutachten von Dr. med. B._ [act. G 6.1/26]; psychiatrisches
Gutachten von Dr. med. C._ [act. G 6.1/31]). Die Gutachter kommen zum Schluss,
dass der Beschwerdeführerin eine adaptierte Tätigkeit in einem täglichen Pensum von
4 Stunden zumutbar sei. Dabei bestehe keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit
(act. G 6.1/34.1).
4.1.2 Die Beweistauglichkeit der ärztlichen Aktenlage wird von der Beschwerdeführerin
nicht bestritten. Die ärztlichen Gutachten der Dres. B._ und C._ erfüllen sämtliche
praxisgemässen Anforderungen an beweistaugliche Gutachten. Es ist deshalb auf die
medizinischen Beurteilungen der Dres. B._ und C._ abzustellen. Die ärztliche
Stellungnahme von Dr. med. A._ vom 27. Februar 2007, worin er von einer 80%igen
Arbeitsunfähigkeit berichtet, vermag daran nichts zu ändern (act. G 6.1/43). Zum einen
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ist darauf hinzuweisen, dass es sich hierbei nicht um eine fachärztliche Stellungnahme
handelt. Andererseits beruht die von Dr. med. A._ vorgenommene
Arbeitsfähigkeitsschätzung auf einer blossen Addition der körperlichen und
psychischen Einschränkungen. Dies ist nicht zulässig (vgl. Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 3. März 2003 i.S. E., I 850/02, E. 6.4.1 mit Hinweisen).
4.1.3 Wie die Beschwerdeführerin jedoch zutreffend ausführt, kann gestützt auf die
medizinische Stellungnahme vom 8. Januar 2007 nicht unbesehen auf eine 50%ige
Restarbeitsfähigkeit abgestellt werden. Denn die von den Dres. B._ und C._
attestierte 50%ige Restarbeitsfähigkeit wurde von den Ärzten auf ein tägliches Pensum
von 4 Stunden limitiert (act. G 6.1/34.1). Ausgehend von einer durchschnittlichen
wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2006 (Die Volkswirtschaft 11/2007,
S. 98, Tabelle B 9.2) ergibt sich unter Berücksichtigung des zumutbaren 20-stündigen
wöchentlichen Pensums eine effektive Restarbeitsfähigkeit von 48% ([20 / 41.7] x 100).
4.2 Bestritten ist weiter die Höhe des Valideneinkommens. Während die
Beschwerdegegnerin im Verwaltungsverfahren noch ein (aus den Akten im Detail nicht
nachvollziehbares) Valideneinkommen von Fr. 31'184.-- (act. G 6.1/37.2 und 45.2)
ermittelte, erachtet sie im Beschwerdeverfahren ein Abstellen auf die LSE-Löhne für
zutreffend, da die Beschwerdeführerin nie über längere Zeit in einem konstanten
Arbeitsverhältnis gestanden sei (act. G 6, S. 8).
4.2.1 Vorliegend kann die Frage offen gelassen werden, ob das zuletzt erzielte
Einkommen als Betriebsangestellte im Hausdienst des KSSG auf stabilen Verhältnissen
beruhte. Denn selbst bei Bejahung dieser Frage, wäre bezüglich der Bestimmung des
Valideneinkommens auf die Durchschnittslöhne der LSE abzustellen, da der ab 1.
Januar 2005 von der Beschwerdeführerin erzielte Stundenlohn von Fr. 19.37 (vgl. act.
G 6.1/9.2) weit unter demjenigen gemäss LSE liegt (vgl. Urteil des EVG vom 9. August
2005 i.S. B., I 151/05, E.
4.1.3). Der LSE-Stundenlohn für Tätigkeiten mit Anforderungsniveau 4, Frauen, betrug
bereits im Jahr 2004 pro Woche Fr. 898.40 (Fr. 3'893.-- / 4.333) bzw. pro Stunde Fr.
22.46 (Fr. 898.40 / 40).
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4.2.2 Gemäss ersten Ergebnissen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2006
beträgt der relevante LSE-Lohn im Anforderungsniveau 4, Frauen, unter
Berücksichtigung einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden
(Die Volkswirtschaft 11/2007, S. 98, Tabelle B 9.2) monatlich Fr. 4'190.-- bzw. Fr.
50'278.-- pro Jahr. Unter Berücksichtigung des 60%igen Arbeitspensums resultiert ein
Valideneinkommen von Fr. 30'167.-- (Fr. 50'278.-- x 0.6). Das Invalideneinkommen
beträgt Fr. 24'133.-- (Fr. 50'278.-- x 0.48).
4.2.3 Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt
werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer
gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht
erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu
verwerten in der Lage sind. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen
behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78 E. 5a/bb). Nach der Rechtsprechung
hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von
sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen – auch von invaliditätsfremden
Faktoren – des konkreten Einzelfalles ab (namentlich leidensbedingte Einschränkung,
Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal
zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des
Leidensabzuges ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und
BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).
4.2.4 Im Verwaltungsverfahren berücksichtigte die Beschwerdegegnerin einen Abzug
vom Tabellenlohn von 25% (act. G 6.1/37.2). Im Beschwerdeverfahren erachtete sie
demgegenüber einen geringeren 15%igen Abzug als zutreffend. Den 15%igen Abzug
begründet sie damit, dass die Beschwerdeführerin auch in einer leidensangepassten
Tätigkeit nicht voll belastbar sei (act. G 6, S. 8). Ein 15%iger Abzug vom Tabellenlohn
hält einer Ermessensüberprüfung nicht stand. Denn dieser gründet ausschliesslich auf
der verminderten Belastbarkeit der Beschwerdeführerin. Hingegen wird die
Schwierigkeit der Umstellung von einer schweren, grobmotorisch ausgerichteten
Tätigkeit in eine leichte Tätigkeit, die rasche Ermüdbarkeit (act. G 6.1/17.2), die
limitierenden Schwächezustände in den Händen (act. G 6.1/43), das erhöhte
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Unfallrisiko wegen Stolperns und der Ungeschicklichkeit der Hände (act. G 6.1/8.8) und
das mit der chronisch progredienten Erkrankung (act. G 6.1/26.3) verbundene erhöhte
Krankheitsrisiko nicht gebührend berücksichtigt. Insgesamt wirken sich mehrere
persönliche Merkmale zum Teil einschneidend auf die Leistungsfähigkeit der
Beschwerdeführerin und auf den auf dem Arbeitsmarkt zu erwartenden Lohn aus,
weshalb der von der Beschwerdegegnerin im Verwaltungsverfahren angewandte
Tabellenlohnabzug von 25% zu bestätigen ist.
4.2.5 Nach der Vornahme eines 25%igen Abzuges beträgt das Invalideneinkommen Fr.
18'100.-- (Fr. 24'133.-- x 0.75) und die Erwerbseinbusse Fr. 12'067.-- (Fr. 30'167.-- –
Fr. 18'100.--). Daraus ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 40% ([Fr. 12'067.-- /
Fr. 30'167.-] x 100) bzw. ein gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gewichteter
Teilinvaliditätsgrad von 24% (40% x 0.6).
5.
5.1 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass die von der Beschwerdegegnerin
im Haushaltsbereich ermittelte Einschränkung von 20% zu niedrig sei.
5.2 Die Beschwerdeführerin kritisiert die von der Abklärungsperson im Haushalt
erhobenen behinderungsbedingten Einschränkungen unter Hinweis auf die
abweichende ärztliche Stellungnahme von Dr. med. B._ vom 19. Februar 2007 (act.
G 6.1/41) als zu tief angesetzt. Wie bereits in vorstehender Erwägung 2.7 ausgeführt,
steht zwar grundsätzlich bei der Haushaltsabklärung gerade nicht die medizinische
Beurteilung im Vordergrund, weshalb es genügt, wenn die Abklärungsperson Kenntnis
der sich aus den medizinischen Diagnosen ergebenden Beeinträchtigungen und
Behinderungen hat. Diese massgeblichen medizinischen Fakten – insbesondere die
Einschätzung der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit – sind in den ärztlichen
Stellungnahmen der Dres. B._ und C._ aufgeführt. Diese wurden aber erst ein paar
Monate nach der Abklärung vom 17. Januar 2006 (act. G 6.1/22.1) erstellt. Die
Abklärung erfolgte auch vor Eingang des Verlaufsberichtes von Dr. med. A._ vom 18.
Januar 2006 (am 30. Januar 2006 bei der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen
eingegangen; act. G 6.1/17.1). Der Abklärungsperson war demnach im Zeitpunkt der
Abklärung vom 17. Januar 2006 (act. G 6.1/22.1) in medizinischer Hinsicht lediglich die
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Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von Dr. med. A._ vom 31. Mai 2005 bekannt. Darin
berichtete dieser, dass der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit noch 3 Stunden
täglich zumutbar sei (act. G 6.1/8.5). Keine Kenntnis hatte die Abklärungsperson von
der am 18. Januar 2006 von Dr. med. A._ festgestellten erheblichen
Verschlechterung des Gesundheitszustandes (act. G 6.1/17.4 f.) bzw. den seither
hinzugetretenen invalidisierenden psychischen und körperlichen Beschwerden
(Depression und chronisches Lumbovertebralsyndrom; act. G 6.1/26.2), wie sie von
Dres. B._ und C._ dargestellt wurden. Allein gestützt auf die neuen Erkenntnisse
von Dr. med. A._ hätte die Beschwerdegegnerin hinreichenden Anlass gehabt,
ergänzende Haushaltsabklärungen vorzunehmen. Da der Abklärungsbericht nicht in
Kenntnis der gesundheitlichen Verschlechterung, der massgebenden medizinischen
Diagnosen und der sich daraus ergebenden Beeinträchtigungen erstellt wurde, vermag
er nicht die Anforderungen an beweistaugliche Abklärungsberichte zu erfüllen. Auf den
Abklärungsbericht kann daher nicht abgestellt werden.
6.
Die vorliegenden Akten erlauben keine zuverlässige Beurteilung der Einschränkungen
im Haushaltsbereich bzw. des Gesamtinvaliditätsgrades und des Leistungsanspruches
der Beschwerdeführerin. Die Sache ist daher zur Vornahme einer ergänzenden
Abklärung bezüglich der Einschränkungen im Haushalt unter Berücksichtigung der bis
zum 8. März 2007 (Datum der angefochtenen Verfügung; act. G 6.1/45) eingetretenen
gesundheitlichen Verschlechterung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Nach
erfolgter Abklärung hat die Beschwerdegegnerin noch die Fragen zu klären, ob im
vorliegend zu beurteilenden Fall leistungsmindernde Wechselwirkungen infolge der
Teilerwerbstätigkeit neben Haushaltsführung und Kinderbetreuung zu berücksichtigen
sind und ob ein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht.
6.1 Nach dem Gesagten ist die Verfügung vom 8. März 2007 aufzuheben und die
Sache zur Anordnung ergänzender Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu
entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
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1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von insgesamt Fr. 600.--
erscheint vorliegend als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt
praxisgemäss als volles Obsiegen (ZAK 1987 S. 268 E. 5a). Somit unterliegt die
Beschwerdegegnerin vollumfänglich. Da sie gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. b des st.
gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (sGS 350.1) Teil der
Sozialversicherungsanstalt und damit Teil einer selbständigen öffentlich-rechtlichen
Anstalt ist, kommt Art. 95 Abs. 3 VRP (Befreiung von der Pflicht zur Übernahme
amtlicher Kosten) nicht zur Anwendung (vgl. Urs Peter Cavelti/Thomas Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl., 2003, Rz 792). Die Beschwerdegegnerin hat deshalb
die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Auf die Erhebung eines
Kostenvorschusses wurde aufgrund der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege
verzichtet, weshalb eine entsprechende Rückerstattung vorliegend entfällt.
6.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf
Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen
werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). Der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin reichte am 24. September 2007 eine
Honorarnote von Fr. 3'495.15 (einschliesslich Barauslagen von Fr. 48.30 und
Mehrwertsteuer von Fr. 246.85) ein (act. G 13). Der Bedeutung der Streitsache und
dem Aufwand erscheint die geltend gemachte Parteientschädigung angemessen. Bei
diesem Prozessausgang erübrigt sich die Festlegung einer Entschädigung aus
unentgeltlicher Rechtsverbeiständung.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG