Decision ID: e28272bb-34d1-5696-a02e-50a0ba68f7b2
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherter) war aufgrund seiner Tätigkeit als Bauarbeiter für
die B._ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin) bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von
Unfällen versichert, als er am 20. Mai 2015 während des Abschalens einer Decke
stürzte und auf die rechte Schulter aufschlug (Suva-act. 2). Ab dem 21. Mai 2015
attestierte ihm sein Hausarzt Dr. med. C._ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Suva-
act. 1). Ein MRT des rechten Schultergelenks vom 29. Mai 2015 ergab eine
Partialruptur der Subscapularissehne kranial mit diskreter medialer Subluxation der
langen Bizepssehne sowie vermehrt Flüssigkeit in der Bursa subacromialis/
subdeltoidea, fraglich eine zarte Unterflächenläsion auch im angrenzenden
Supraspinatussehnenansatz, einen zarten Gelenkserguss, keinen Hinweis auf eine
frische Fraktur und eine moderate AC-Gelenksarthrose (Suva-act. 13). Die Suva
sicherte dem Versicherten am 12. Juni 2015 die gesetzlichen Leistungen
(Heilbehandlung und Taggeld) für die Folgen des Berufsunfalls vom 20. Mai 2015 zu
A.a.
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(Suva-act. 4). Am 23. Juni 2015 besuchte der Versicherte die orthopädische
Sprechstunde am Spital D._. Aufgrund der fehlenden Subluxationsstellung der
langen Bizepssehne und bei klinisch nur sehr diskreter Bizepssehnensymptomatik
wurde der konservative Therapieweg eingeschlagen (Suva-act. 16). Dementsprechend
wurde die rechte Schulter am 29. Juni 2015 intraartikulär infiltriert (Suva-act. 15) und
der Versicherte wurde in der Folge mit Analgesie und Physiotherapie behandelt (vgl.
Suva-act. 20). Ab dem 17. August 2015 war er wieder vollzeitlich arbeitstätig (Suva-act.
21).
Per 25. April 2016 erhielt der Versicherte von der Arbeitgeberin die Kündigung (vgl.
Suva-act. 62 S. 1). Während der Kündigungsfrist liess der Versicherte der Suva am 27.
Mai 2016 durch die Arbeitgeberin einen Rückfall zum Unfall vom 20. Mai 2015 melden
und mitteilen, dass er am 20. Mai 2016 beim Heben einer schweren Platte einen
Schmerz in der rechten Schulter gespürt habe (Suva-act. 24 und 25). Er sei am 23. Mai
2016 wieder zur Arbeit gegangen, habe aber immer noch Schmerzen gehabt (Suva-act.
29). Ab diesem Datum wurde ihm von Dr. C._ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert (Suva-act. 28). Der Hausarzt wies den Versicherten dem Spital D._ zur
Abklärung zu. Am 31. Mai 2016 wurde er dort untersucht und es wurde eine neuerliche
MRI-Untersuchung des rechten Schultergelenks angeordnet (vgl. Suva-act. 40), welche
am 15. Juni 2016 vorgenommen wurde. Sie ergab den Verdacht auf eine superiore
Labrumläsion mit Ausdehnung nach dorsal sowie eine Ansatztendinopathie der
Supraspinatus- und weniger ausgeprägt der Subscapularissehne, einen diskreten
intratendinösen Riss der Supraspinatussehne am footprint und eine hypertrophe AC-
Gelenksarthrose ohne Aktivierung oder Bursitis (Suva-act. 31).
A.b.
Am 27. Juni 2016 legte die Suva den Fall einem Kreisarzt vor, welcher zum
Schluss kam, dass die geltend gemachten Beschwerden an der rechten Schulter mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 20. Mai 2015 zurückzuführen
seien (Suva-act. 35). Gestützt darauf teilte sie dem Versicherten am 29. Juni 2016 mit,
dass sie die Versicherungsleistungen für die Folgen des Rückfalls zum Berufsunfall
vom 20. Mai 2015 übernehme (Suva-act. 36).
A.c.
Am 7. Juli 2016 ging bei der Suva ein Bericht des Spitals D._ vom 28. Juni 2016
betreffend eine Schultersprechstunde vom 21. Juni 2016 mit der Diagnose
A.d.
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Ansatztendinopathie der Supraspinatus- und der Subscapularissehne mit AC-
Gelenksarthrose und Bursitis subacromialis rechts ein. In dieser Sprechstunde wurde
dem berichtenden Arzt zufolge eine glenohumerale und subacromiale Infiltration rechts
vorgenommen und Physiotherapie angeordnet (Suva-act. 39). Am 12. Juli 2016
besuchte der Versicherte erneut die Schultersprechstunde am Spital D._, anlässlich
welcher ihm bei der Diagnose Tendinopathie der langen Bizepssehne Schulter rechts
und wegen der Therapieresistenz der Schmerzen eine Schulterarthroskopie empfohlen
wurde (Suva-act. 44). Diese wurde am 23. August 2016 im Spital D._ von Dr. med.
E._, Arzt Chirurgie, mit Tenotomie der langen Bizepssehne, Teilsynovektomie,
Acromioplastik und AC-Gelenksresektion durchgeführt (Suva-act. 52). Am 26. August
2016 wurde der Versicherte bei der Diagnose Impingementsymptomatik mit
Tendinopathie der langen Bizepssehne Schulter rechts in beschwerdearmem Zustand
nach Hause entlassen (Suva-act. 53). Einem Bericht des Spitals D._ vom 5. Oktober
2016 betreffend "6-Wochen-Kontrolle" ist zu entnehmen, dass der Versicherte nach
wie vor dieselben Schmerzen wie vor der Operation angebe. Das nach wie vor sehr
schmerzhafte Schultergelenk sei möglicherweise darauf zurückzuführen, dass vorher
eine längere Schmerzphase bestanden habe. Die Beweglichkeit sei nicht schlecht
(Suva-act. 65).
Am 26. Oktober 2016 fand eine Besprechung zwischen dem Versicherten und
einem Mitarbeiter der Suva statt (Suva-act. 59). Am 27. Oktober 2016 legte die Suva
das Dossier "zur Sicherstellung der Kausalität" erneut einem Kreisarzt vor, welcher am
28. Oktober 2016 die Kausalität bejahte und erklärte, das Ereignis vom 20. Mai 2015
habe zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung eines krankhaften Vorzustandes
geführt (Suva-act. 60).
A.e.
Am 8. November 2016 besuchte der Versicherte 11 Wochen nach der Operation
erneut die Schultersprechstunde am Spital D._. Dr. E._ berichtete am 11.
November 2016 gestützt darauf und unter Berücksichtigung von am 8. November 2016
erstellten Röntgenbildern der rechten Schulter, der Versicherte mache einen sehr
leidenden Eindruck. Er bekomme langsam den Eindruck, dass dieser gar nicht wirklich
gesund werden wolle. Der Schmerz liege vermutlich im AC-Gelenk, er habe eine
Infiltration dieses Gelenks vornehmen wollen, was der Versicherte abgelehnt habe. Er
bitte um Prüfung einer stationären Rehabilitation (Suva-act. 69). Der bezüglich dem
A.f.
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Rehabilitationsaufenthalt befragte Kreisarzt bat Dr. E._ mit Schreiben vom 25.
November 2016, den Versicherten noch einmal aufzubieten, um die diagnostisch-
therapeutische Infiltration durchzuführen. Denn sollte diese zu einer deutlichen
Schmerzverbesserung führen, wäre die Resektion des AC-Gelenks die geeignete
Therapieform und die stationäre Rehabilitation würde lediglich das Schmerzbild
verstärken (Suva-act. 74). Am 30. November 2016 wies die Suva den Versicherten in
Zusammenhang mit dieser Infiltration auf seine Mitwirkungspflicht hin und forderte ihn
auf, sich bei der Invalidenversicherung (IV) anzumelden (Suva-act. 75 bis 77). Letzteres
tat der Versicherte am 5. Dezember 2016 (Suva-act. 80). Am 13. Dezember 2016
berichtete Dr. E._ über die zwischenzeitlich erfolgte Infiltration des AC-Gelenks.
Dieses Gelenk sei arthrotisch deformiert, es habe sich bei der Infiltration aufgeweitet.
Im Anschluss hätten die Beschwerden leicht gebessert. Er sei nach wie vor skeptisch,
was den Willen des Versicherten betreffe, gesund zu werden (Suva-act. 84). Dem
nächsten Schultersprechstundenbericht von Dr. E._ vom 3. Januar 2017 ist zu
entnehmen, dass die Infiltration vom 13. Dezember 2016 die Beschwerden für vier
Tage vollständig zum Verschwinden gebracht habe. Aktuell sei das Schmerzniveau
gleich wie vor der Operation. Anlässlich dieser Operation sei das AC-Gelenk nicht
reseziert worden, da insbesondere auch im MRI keine entzündliche Läsion vorgelegen
habe. Dies habe sich leider als falsch erwiesen. Der hartnäckige Schmerz müsse
aufgrund der klinischen Untersuchung sowie des positiven wenn auch kurzfristigen
Ansprechens auf die Infiltration dem AC-Gelenk zugeordnet werden. Deshalb empfehle
er die Rearthroskopie mit Resektion des AC-Gelenks (Suva-act. 88). Diese fand am 24.
Januar 2017 wiederum durch Dr. E._ im Spital D._ statt (Suva-act. 104 und 105).
Per 31. Januar 2017 endete das Arbeitsverhältnis zwischen der Arbeitgeberin und
dem Versicherten (Suva-act. 92).
A.g.
Anlässlich der sechs Wochen nach der Operation am 14. März 2017 erfolgten
Kontrolle gab der Versicherte Dr. E._ zufolge weiterhin säbelhiebförmige Schmerzen
über dem AC-Gelenk an (Suva-act. 107). Bei der nächsten Kontrolle, welche am 11.
April 2017 stattfand, stellte Dr. E._ fest, der Versicherte habe nun doch Fortschritte
gemacht. Allenfalls könnte eine stationäre Behandlung eine schnellere Rehabilitation
nach sich ziehen (Suva-act. 111). Der von der Suva hierzu befragte Kreisarzt Dr. med.
F._, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
A.h.
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Bewegungsapparates, erachtete am 24. April 2017 eine stationäre Reha als sinnvoll
(Suva-act. 112). Diese absolvierte der Versicherte vom 8. Mai bis 13. Juni 2017 in der
Rehaklinik Bellikon. Beim Austritt wurden von den dort behandelnden Ärzten die
Diagnosen mittelgradig-schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome,
dilatative Kardiomyopathie, arterielle Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus Typ
2, COPD, Hyperurikämie und Adipositas Grad II gestellt. Die zu diesem Zeitpunkt noch
vorhandenen Probleme wurden mit eingeschränkter Beweglichkeit der rechten
Schulter, belastungs- und bewegungsabhängigen Schmerzen im rechten AC-Gelenk,
druckdolentem Bizepssulkus, Kraftminderung der rechten Schulter sowie allgemeiner
Dekonditionierung angegeben. Es werde eine Serie Medizinische Trainingstherapie, die
Fortsetzung des instruierten Heimprogramms und die Aufnahme einer
Ausdauersportart sowie einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung
empfohlen. Die festgestellte psychische Störung begründe aktuell eine mittelschwere
arbeitsrelevante Leistungsminderung. Bis zur Stabilisierung der depressiven
Symptomatik sei eine Beschäftigung mit reduzierter Leistungsanforderung zu
empfehlen (Suva-act. 124 S. 1 f.). Aus unfallkausaler Sicht sei aktuell eine leichte bis
mittelschwere, perspektivisch maximal mittelschwere Tätigkeit ganztags zumutbar.
Aktuell dürfe diese keine Arbeiten über Schulterhöhe oder mit Ersteigen von Leitern/
Gerüsten beinhalten (Suva-act. 124 S. 3).
Dem Schultersprechstundenbericht von Dr. E._ vom 21. Juni 2017 ist zu
entnehmen, dass der Verlauf erfreulich sei. Ausstehend sei nun die berufliche
Reintegration. Bei ihm seien keine weiteren Kontrollen geplant (Suva-act. 120).
A.i.
Am 18. September 2017 fand eine kreisärztliche Untersuchung bei Dr. F._ statt.
Dieser berichtete in der Folge, es würden sich gewisse Hinweise auf eine
Symptomausweitung zeigen. Die Schilderungen des Versicherten korrelierten nicht mit
pathologischen objektivierbaren klinischen Befunden. Er empfehle den intensiven
Versuch einer Mobilisierung der rechten Schulter im Rahmen weiterer konsequenter
physiotherapeutischer Behandlungen und einen Termin zur Jahreskontrolle beim
Operateur (Suva-act. 131). Am 30. Januar 2018 wurde der Versicherte auf Geheiss der
Suva bei Dr. E._ vorstellig, welcher am 2. Februar 2018 über persistierende
Beschwerden des Versicherten im Bereich des rechten AC-Gelenks berichtete. Dieser
mache einen depressiven Eindruck und die Bewegungen seien allesamt verlangsamt.
A.j.
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Im direkten Anschluss an die vorgenommene Infiltration sei keine wesentliche
Besserung eingetreten (Suva-act. 148). Am 13. Februar 2018 fand eine
Kontrolluntersuchung durch Dr. E._ statt. Dem diesbezüglichen Bericht ist zu
entnehmen, dass die Infiltration vom 30. Januar 2018 für zwei Tage zu einer Besserung
geführt habe. Nun berichte der Versicherte über eine Verschlechterung des Zustands
mit vermehrten Schmerzen. Eine weitere operative Intervention verbiete sich sicherlich.
Er (Dr. E._) habe nochmals eine Verordnung zur Physiotherapie ausgestellt, da der
Versicherte berichtet habe, dass ihm die Therapie gutgetan habe. Er glaube kaum,
dass damit eine deutliche Linderung eintreten werde (Suva-act. 147).
Am 12. März 2018 untersuchte Kreisarzt Dr. F._ den Versicherten erneut (Suva-
act. 160 S. 1) und hielt im Anschluss fest, vergleichsweise zur letzten kreisärztlichen
Untersuchung im September 2017 berichte der Versicherte über einen unveränderten
Zustand der rechten Schulter trotz Physiotherapie und Infiltrationsbehandlung (Suva-
act. 160 S. 3). Auch aktuell liessen sich ihm zufolge die subjektiven Schilderungen nicht
mit pathologisch objektivierbaren klinischen Befunden vereinbaren. Es empfehle sich
eine versicherungsmedizinisch-psychiatrische Stellungnahme zur Beurteilung der
somatisch beklagten Beschwerden. Es stünden keine weiteren medizinischen
Massnahmen zur Verfügung, die zu einer Verbesserung des somatischen Zustands
führen würden (Suva-act. 160 S. 4). Vergleichsweise zur klinischen Untersuchung in der
Rehaklinik Bellikon sei keine wesentliche Besserung des Zustandes eingetreten,
weshalb an jener Zumutbarkeitsbeurteilung festgehalten werden könne (Suva-act. 161
S. 1). Am 5. April 2018 schätzte Dr. F._ den vom Versicherten erlittenen
Integritätsschaden auf 14%. Dies gestützt auf den Befund einer eingeschränkten,
aktiven Schulterbeweglichkeit mit maximaler Abduktion von 90°, Anteversion 100° und
aktiver Aussenrotationsfähigkeit bis maximal 35° (Suva-act. 163).
A.k.
Mit Schreiben vom 9. April 2018 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie die
Taggelder und Heilkostenleistungen per 30. April 2018 einstelle, da von der
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Verbesserung der Unfallfolgen
mehr erwartet werden könne (Suva-act. 164).
A.l.
Am 19. April 2018 teilte die zuständige IV-Stelle dem Versicherten mit, dass er
keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen der IV habe, da er sich nicht in der Lage
A.m.
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B.
C.
fühle, wieder einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Gemäss den medizinischen
Abklärungen sei ihm jedoch eine dem Leiden angepasste Tätigkeit vollumfänglich
zumutbar (Suva-act. 171).
Am 25. April 2018 verfügte die Suva, dass bei einer Einkommenseinbusse von
5.15% kein Anspruch auf eine Invalidenrente und bei einer Integritätseinbusse von
14% ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von Fr. 17'640.-- bestehe (Suva-
act. 174).
A.n.
Gegen diese Verfügung liess der Versicherte am 25. Mai 2018 durch seinen
Rechtsvertreter Einsprache erheben und eine volle Invalidenrente und eine
angemessene Integritätsentschädigung von mindestens 30% beantragen (Suva-act.
180). Zusammen mit der Einsprache reichte er ein Schreiben von Dr. C._ vom 23.
Mai 2018 zu den Akten. Darin hatte Dr. C._ festgehalten, dass er und die
betreuenden Orthopäden die noch zumutbare Arbeitsleistung deutlich geringer
einschätzen würden als die Suva. Er erachte die von der Suva gefolgerten möglichen
Monatseinkommen als unrealistisch. Allenfalls seien sehr leichte bis leichte Arbeiten
vollzeitig zumutbar. Neben den Tätigkeiten über Schulterhöhe sowie dem Besteigen
von Leitern und Gerüsten erachte er auch repetitive Arbeiten und einseitig belastende
Arbeiten als nicht zumutbar. Zudem müsse bei diesen Anforderungen von einer
prognostisch ungünstigen Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgegangen
werden (Suva-act. 182; vgl. auch Arztbericht vom 4. Juni 2018 in Suva-act. 191).
B.a.
Am 29. Juni 2018 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers die
Begründung seiner Einsprache ein (Suva-act. 188).
B.b.
Mit Einspracheentscheid vom 13. Juli 2018 wies die Suva die Einsprache des
Versicherten ab (Suva-act. 193).
B.c.
Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vorliegend zu beurteilende
Beschwerde vom 13. September 2018 mit den Anträgen, dem Versicherten
(nachfolgend: Beschwerdeführer) seien unter Kosten- und Entschädigungsfolgen die
C.a.
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gesetzlichen Leistungen, insbesondere Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen,
rückwirkend ab dem 30. April 2018 weiterhin zu erbringen und es sei ab Erreichens des
Endzustands eine Rente von mindestens 50% auszurichten sowie eine
Integritätsentschädigung von mindestens 30% zu prüfen. Zur Begründung wurde
vorgebracht, die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) hätte angesichts der sich
widersprechenden medizinischen Einschätzungen eine Begutachtung anordnen
müssen. Aufgrund der Stagnation und der nach wie vor vorhandenen Beschwerden
müsse davon ausgegangen werden, dass der Zustand von vor dem Unfall nicht mehr
erreicht werden könne. Da die Adäquanz zu bejahen sei, seien Rentenleistungen und
eine angemessene Integritätsentschädigung zu prüfen. Da der Beschwerdeführer
aufgrund der unfallbedingt eingeschränkten Leistungsfähigkeit seit dem 20. Mai 2015
eine Lohneinbusse von 50% hinnehmen müsse, habe er bei Erreichen des
Endzustands Anspruch auf Rentenleistungen auf der Basis von mindestens 50%. Bis
zum noch gutachterlich abzuklärenden Erreichen des Endzustands habe die
Beschwerdegegnerin das Taggeld im Rahmen der attestierten Arbeitsunfähigkeit zu
erbringen. Für den Beschwerdeführer seien der Unfall und der ein Jahr darauf erfolgte
neuerliche Unfall traumatisch gewesen und hätten ihn nachhaltig, gerade auch
psychisch beeinträchtigt. Für die Beurteilung des Integritätsschadens habe sich die
Beschwerdegegnerin lediglich auf den einen Bericht des Kreisarztes Dr. F._ vom 5.
April 2018 gestützt. Der langjährige behandelnde Arzt des Beschwerdeführers
widerspreche dem kreisärztlichen Bericht klar (act. G 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 14. Januar 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde und führte aus, der Fall sei per 30. April 2018
abschlussreif gewesen. Die Adäquanzkriterien seien beim als mittelschwer
einzustufenden Unfall vom 20. Mai 2015 nicht im erforderlichen Ausmass erfüllt.
Demzufolge sei die Adäquanz der nicht auf einem organischen Substrat beruhenden
bzw. psychischen Beschwerden nicht gegeben, weshalb sowohl die
Zumutbarkeitsbeurteilung als auch die Beurteilung des Integritätsschadens zu Recht
ausschliesslich anhand der auf einem unfallkausalen organischen Substrat beruhenden
Folgen vorgenommen worden seien. Der Hausarzt differenziere in seinen Ausführungen
nicht zwischen den auf einem organischen Substrat beruhenden Unfallfolgen sowie
den weiteren Beschwerden, weshalb seine Ausführungen keine Zweifel an den
C.b.
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Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2015 mit Rückfall im Jahr 2016 zur
Diskussion steht, die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
kreisärztlichen Beurteilungen oder an der Zumutbarkeitsbeurteilung der Rehaklinik
Bellikon zu begründen vermöchten (act. G 11).
Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf die Einreichung einer
Replik (vgl. act. G 12 und 13)
C.c.
Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der
Einspracheentscheid vom 13. Juli 2018 (Suva-act. 193), dem die Verfügung vom 25.
April 2018 (Suva-act. 174) zugrunde liegt. Darin erklärte die Beschwerdegegnerin
zunächst, u.a. auf ihr Schreiben vom 9. April 2018 zurückzukommen, worin sie die
Einstellung der Heilkosten- und Taggeldleistungen per 30. April 2018 angekündigt
hatte, weil von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung
der Unfallfolgen mehr erwartet werden könne. Anschliessend verneinte sie den
Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente und sprach ihm eine
Integritätsentschädigung von 14% zu (Suva-act. 164). Streitig ist, ob die im Nachgang
zum Ereignis vom 20. Mai 2015 erbrachten Heilkosten- und Taggeldleistungen zu
Recht per 30. April 2018 eingestellt wurden und, wenn ja, ob dem Beschwerdeführer
für die Folgezeit eine Rente und eine höhere als die 14%ige Integritätsentschädigung
zuzusprechen sind.
2.1.
Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art.
6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 UVG). Sie hat zudem
Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die
2.2.
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versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10% invalid, so hat sie Anspruch
auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den
Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene
Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Nach Gesetz und Praxis ist der Fall
unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) und
Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente abzuschliessen, wenn allfällige
Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der
versicherten Person mehr erwartet werden kann. Mit dem Rentenbeginn fallen die
Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin. Die Integritätsentschädigung wird mit
der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der
Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). Das Erreichen
des medizinischen Endzustandes bildet demgemäss die Voraussetzung für die Prüfung
der Rentenfrage und der Integritätsentschädigung. Für die Bejahung des medizinischen
Endzustands wird keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (Art. 19 Abs. 1
UVG; BGE 134 V 112 ff. E. 3 und 4; Philipp Geertsen, in: Kommentar zum
schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung
[UVG], Bern 2018 [nachfolgend: UVG Kommentar], N 11 ff. zu Art. 19 UVG ; BSK UVG-
Thomas Flückiger, Basel 2019, N 6 ff. zu Art. 19 UVG; Alexandra Rumo-Jungo/André
Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 143,
145). Ebenfalls nicht verlangt wird, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger
erforderlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. November 2008, 8C_467/2008,
E. 5.2.2.2). Angesichts des Gesagten kann also ein Endzustand auch in einem
Gesundheitszustand mit unfallkausalen Restbeschwerden bestehen, der sich jedoch
zumindest im Zeitpunkt des Fallabschlusses und damit der Rentenprüfung als stabil
bzw. beständig darstellen muss. Dies in dem Sinn, dass Invalidität die voraussichtlich
bleibende und längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit ist (Art. 8
Abs. 1 ATSG).
2.3.
Angesichts der in Erwägung 2.2 angeführten gesetzlichen Bestimmungen bildet
die Unfallkausalität Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der
Unfallversicherung. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur
für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten
Unfallereignis zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3; André
2.3.1.
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Nabold, in: UVG Kommentar, a.a.O., N 48 ff. zu Art. 6 UVG; BSK UVG-Irene Hofer,
Basel 2019, N 63 ff. zu Art. 6 UVG; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 53 ff.). Für die
Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im
Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und
Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist
demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis
entwickelten Regeln zu beurteilen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 21. August 2015,
8C_331/2015, E. 2.3.1; UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 53 und 59 zu Art. 6 UVG;
BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 66 und 74 zu Art. 6 UVG; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55,
58). Bei physischen Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus
dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des
Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 118 V 291 f. E. 3a, 117 V 365 mit
Hinweisen; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht
(hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht
automatisch auch die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs. In diesen
Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung nach der Rechtsprechung gemäss
BGE 115 V 133 E. 6c/aa vorzunehmen. Obwohl diese Rechtsprechung als "Psycho-
Praxis" bezeichnet wird, wird nicht nur die Adäquanz psychischer Unfallfolgen nach
diesen Kriterien geprüft, sondern alle Fälle, in denen nicht objektivierbare Beschwerden
bestehen (BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 84 zu Art. 6 UVG; vgl. hierzu auch nachfolgend E.
2.3.2). Das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs muss sodann mit dem
im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss
des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.).
Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird grundsätzlich eine
strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares
Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der
Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten bzw. der Patientin
unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen
Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit -
wissenschaftlich anerkannten - apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen,
MRT, CT, EEG) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit
Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2; SVR
2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]).
2.3.2.
Gemäss Art. 11 UVV werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und
Spätfolgen gewährt. Diese schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis
2.3.3.
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3.
Vorab ist mithin zu prüfen, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen des
Beschwerdeführers als Rückfall zum Unfall vom 20. Mai 2015 zu beurteilen und damit
für die Festlegung seiner Ansprüche relevant sind.
an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur auslösen,
wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim
versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater
Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 296 f. E. 2c).
Die separate Adäquanzprüfung (vgl. E. 2.3.1) ist bei Anwendung der Praxis
gemäss BGE 115 V 133 in jenem Zeitpunkt vorzunehmen, in dem die sich in
tatsächlicher Hinsicht stellenden Fragen bezüglich der Natur der gesundheitlichen
Beeinträchtigung und des natürlichen Kausalzusammenhangs (gutachterlich) geklärt
sind, von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitsschadens mehr erwartet
werden kann und überdies allfällige Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen
sind. Wie bereits erwähnt, entsteht in diesem Zeitpunkt ein allfälliger Rentenanspruch
und es fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin. Da beim
Fallabschluss der Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung
insgesamt zur prüfen ist, muss dieser für die psychischen und somatischen
Beschwerden gleichzeitig erfolgen (BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 85 zu Art. 6 UVG mit
Hinweisen).
2.3.4.
Es ist erstellt, dass der Beschwerdeführer anlässlich des Unfallereignisses vom 20.
Mai 2015 eine Bizepssehnensubluxation infolge Subscapularisläsion mit sekundärer
Veränderung des Bizepsankers erlitt (Suva-act. 13, 35). Er wurde konservativ behandelt
(Suva-act. 20) und war ab dem 17. August 2015 wieder vollzeitlich arbeitstätig (Suva-
act. 21). Am 27. Mai 2016 liess er einen Rückfall zum Unfall vom 20. Mai 2015 melden
(Suva-act. 24). Das nach der Rückfallmeldung erstellte MRI vom 15. Juni 2016 ergab
den Verdacht auf eine superiore Labrumläsion mit Ausdehnung nach dorsal sowie eine
Ansatztendinopathie der Supraspinatus- und weniger ausgeprägt der
Subscapularissehne, einen diskreten intratendinösen Riss der Supraspinatussehne am
footprint und eine hypertrophe AC-Gelenksarthrose ohne Aktivierung oder Bursitis
(Suva-act. 31). Wegen der Therapieresistenz der Schmerzen wurde am 23. August
2016 bei der Diagnose Tendinopathie der langen Bizepssehne Schulter rechts eine
Arthroskopie mit Tenotomie der langen Bizepssehne, Teilsynovektomie, Acromioplastik
und AC-Glenksresektion durchgeführt (Suva-act. 52). Nachfolgend persistierten
3.1.
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allerdings die Schmerzen, welche in der Folge dem AC-Gelenk zugeordnet werden
konnten (Suva-act. 88). Infolgedessen wurde am 24. Januar 2017 eine Rearthroskopie
mit Resektion des AC-Gelenks durchgeführt (Suva-act. 104 f.). Im Austrittsbericht der
Rehaklinik Bellikon vom 3. Juli 2017 wurden eine eingeschränkte Beweglichkeit der
rechten Schulter, Belastungs- und bewegungsabhängige Schmerzen AC-Gelenk
rechts, ein druckdolenter Bizepssulkus sowie eine Kraftminderung der rechten Schulter
festgestellt und die zumutbare Erwerbstätigkeit wurde durch physische,
schulterbezogene Gesundheitsbeeinträchtigungen als qualitativ eingeschränkt
beschrieben: die angestammte Tätigkeit sowie mehr als mittelschwere Tätigkeiten und
Tätigkeiten über Schulterhöhe und mit Ersteigen von Leitern/Gerüsten wurden von der
Zumutbarkeit ausgeschlossen (vgl. Suva-act. 124 S. 2 f.). Damit übereinstimmend
stellte der Kreisarzt Dr. F._ anlässlich der Untersuchung vom 18. September 2017
eine verbliebene Bewegungseinschränkung der rechten Schulter mit
Belastungsschmerzen sowie anlässlich der Abschlussuntersuchung vom 12. März 2018
eine Bewegungseinschränkung der rechten Schulter mit Bewegungs- und
Belastungsschmerzen fest (vgl. Suva-act. 131 S. 4 und 160 S. 3). In der
Integritätsschadensschätzung vom 5. April 2018 nannte er als Befunde eine
eingeschränkte, aktive Schulterbeweglichkeit mit maximaler Abduktion von 90°,
Anteversion 100° und einer aktiven Aussenrotationsfähigkeit bis maximal 35° (Suva-act.
163 S. 1 Ziff. 1). Die vom Beschwerdeführer beschriebenen und von Dr. C._ in
seinem Bericht vom 4. Juni 2018 wiedergegebenen Beschwerden an der rechten
Schulter (Suva-act. 191) konnten vom Kreisarzt jedoch nicht vollumfänglich einem
organischen Substrat zugeordnet werden resp. korrelierten nicht vollumfänglich mit
pathologisch objektivierbaren klinischen Befunden (vgl. hierzu Suva-act. 131 S. 3 ff.
sowie 160 S. 2 ff.). Hervorzuheben ist hinsichtlich der beiden kreisärztlichen
Untersuchungen vom September 2017 und März 2018 in diesem Zusammenhang,
dass am rechten Ober- und Unterarm seitenvergleichend kein auffallendes muskuläres
Defizit auf eine chronische Minderbelastung des rechten Arms schliessen liess.
Vielmehr stellte der Kreisarzt seitenvergleichend eine muskelkräftigere Mittelhand bei
Rechtsdominanz fest, was gegen die vom Beschwerdeführer erwähnte
Minderbelastung spreche (Suva-act. 160 S. 4). Und auch der behandelnde/operierende
Dr. E._ verweist in seinem Bericht vom 15. Februar 2018 auf die von Dr. F._
festgestellte Symptomausweitung (Suva-act. 147), nachdem er bereits am 11.
November und 13. Dezember 2016 den Willen des Beschwerdeführers, gesund zu
werden, angezweifelt hatte (Suva-act. 69 und 84). Angesichts der vorgenannten
medizinischen Akten liegen beim Beschwerdeführer also gewisse objektivierbare
organische Gesundheitsschäden im Bereich des rechten Schulter vor, die dem
Unfallereignis vom 20. Mai 2015 zuzuschreiben sind, was auch seitens der
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Beschwerdegegnerin unbestritten ist (vgl. dazu auch nachfolgend E. 5.2 und 6.2).
Darüber hinaus bestehen Beschwerden, welche sich keinem organischen Substrat
zuordnen lassen (vgl. nachfolgend E. 3.2).
Im Folgenden ist zu überprüfen, ob die vom Beschwerdeführer über die
Bewegungs- und Belastungsschmerzen hinausgehend geklagten Beschwerden im
Bereich der rechten Schulter sowie die geltend gemachten psychischen
Beeinträchtigungen in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 20. Mai
2015 stehen.
3.2.
Psychische Beschwerden des Beschwerdeführers sind lediglich dem
Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon, dem zweitletzten Bericht von Dr. E._ vom 2.
Februar 2018 und dem Arztbericht von Dr. C._ vom 4. Juni 2018 zu entnehmen
(Suva-act. 124, 148 und 191). Einzig der erstgenannte Bericht stammt von einem
Facharzt. Die dem Beschwerdeführer von den behandelnden Ärzten resp. der
behandelnden Psychologin der Rehaklinik empfohlene psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung hat er aktenkundig nie aufgenommen (vgl. Suva-
act. 124 S. 12). Ob natürlich kausale unfallbedingte psychische Störungen zu bejahen
sind, kann - wie nachfolgende Erwägungen zeigen - mangels eines adäquaten
Kausalzusammenhangs allerdings offengelassen werden.
3.2.1.
Die Beschwerdegegnerin hat zu Recht per 30. April 2018 die Adäquanzprüfung
nach BGE 115 V 133 vorgenommen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juli 2017,
E. 2.2, sowie vorstehende E. 2.3.4). In diesem Zeitpunkt konnte von der Fortsetzung
der auf die organisch nachgewiesenen Schulterbeschwerden rechts gerichteten,
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitsschadens mehr
erwartet werden. Der die Schulter operierende und behandelnde Chirurg Dr. E._ vom
Spital D._ hatte bereits im Juni 2017 erklärt, bei ihm seien keine weiteren Kontrollen
geplant (Suva-act. 120). Die bei ihm dennoch erfolgte nochmalige Vorstellung des
Versicherten im Januar 2018 mit Kontrolle im Februar 2018 geschah auf Veranlassung
des Kreisarztes Dr. F._ hin (Suva-act. 131). Nach der letzten aktenkundigen
Schultersprechstunde vom 13. Februar 2018 hielt Dr. E._ fest, eine weitere operative
Intervention verbiete sich sicherlich. Er habe nochmals eine Physiotherapieverordnung
ausgestellt, er glaube jedoch kaum, dass mit der Therapie eine deutliche Linderung
eintreten werde (Suva-act. 147 S. 1). Dr. F._ bestätigte nach einer Untersuchung des
Versicherten vom 12. März 2018 die Feststellung des zuständigen Chirurgen, dass
zurzeit keine weiteren medizinischen Massnahmen zur Verfügung stünden, die zu einer
Verbesserung des somatischen Zustands führen könnten (Suva-act. 160 S. 4). Dies
3.2.2.
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korreliert mit dem Umstand, dass der Beschwerdeführer anlässlich der zweiten
kreisärztlichen Untersuchung im März 2018 von einem im Vergleich zum ersten
kreisärztlichen Untersuch vom September 2017 unveränderten Zustand der rechten
Schulter berichtete (Suva-act. 160 S. 3). Im Übrigen spricht der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers ebenfalls von einer Stagnation (act. G 1 S. 11). Die vom
Beschwerdeführer in der Beschwerde als dem entgegenstehend angerufenen
Einschätzungen der behandelnden Ärzte (vgl. act. G 1 S. 10 Ziff. 13) sind aus den
Akten nicht ersichtlich. Dr. C._ führte in seinen beiden aktenkundigen Schreiben vom
23. Mai und 4. Juni 2018 weder medizinische Massnahmen an, die zu einer namhaften
Besserung der Beschwerden an der rechten Schulter des Beschwerdeführers führen
könnten, noch machte er geltend, dass der Beschwerdeführer medizinische
Massnahmen ab Mai 2018 überhaupt noch in Anspruch genommen hätte (vgl. Suva-
act. 182 und 191). Der behandelnde Chirurg und der kreisärztlich untersuchende
Orthopäde sind sich sodann wie vorstehend erwähnt darin einig, dass Unfallfolgen, die
einer namhaften Besserung durch ärztliche Massnahmen noch zugänglich gewesen
wären, im Frühjahr 2018 nicht mehr bestanden. Zu diesem Zeitpunkt waren auch die
Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen (vgl. Suva-act. 171).
Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem
Unfall besteht, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der
Beschwerden zukommt. In objektivierter Betrachtungsweise werden die Unfälle nach
ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in
banale und leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits und in einen
dazwischen liegenden Bereich der mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen kann
der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und psychischen
Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der
allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden kann, dass ein solcher
Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu
verursachen. Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang
in der Regel zu bejahen, denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der
allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische
Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 115 V 139 ff. E. 6a f.).
3.2.3.
Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen dem Unfall
und der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang
besteht, nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere,
objektiv fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang
stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine
3.2.4.
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Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders
dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die
Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre
erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; eine
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen;
eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie der Grad und die
Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Im gesamten mittleren Bereich kann
ein einziges Kriterium zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs genügen,
wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Ansonsten bedarf es zur Erfüllung
mehrerer Kriterien (BGE 115 V 140 f. E. 6b). Mit Urteil vom 29. Januar 2010
(8C_897/2009 E. 4.5) hat das Bundesgericht die Rechtsprechung zur Anzahl der zu
erfüllenden Adäquanzkriterien bei mittelschweren Unfällen präzisiert (Urteil des
Bundesgerichts vom 3. September 2008, 8C_484/2007, E. 6.3; UVG Kommentar-
Nabold, a.a.O., N 53 zu Art. 6 UVG; BSK UVG-Hofer, a.a.O., Art. 6 N 88 ff.; Rumo-
Jungo/Holzer, a.a.O., S. 67). Bei der Prüfung der Kriterien nach der Psycho-Praxis sind
psychische Aspekte ausser Acht zu lassen bzw. nur die organisch ausgewiesenen
Unfallfolgen zu berücksichtigen (BGE 115 V 140 E. 6c/aa; Urteil des Bundesgerichts
vom 29. April 2016, 8C_892/2015, E. 4.1 mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer ist am 20. Mai 2015 während des Abschalens einer Decke
gestolpert und mit dem Abschalelement in den Händen aus 2.7 Metern Höhe auf den
ausgestreckten rechten Arm gestürzt (vgl. Unfallschilderungen in Suva-act. 2, 29 und
59 S. 1). Hierbei ist höchstens von einem mittelschweren Ereignis im engeren Sinne
auszugehen (vgl. dazu auch die Rechtsprechung in Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 64
ff.). Folglich müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs
mindestens drei der relevanten Kriterien oder ein einzelnes Kriterium in besonders
ausgeprägter Weise erfüllt sein (Urteil des Bundesgerichts vom 3. September 2008,
8C_484/2007, E. 6.3; UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 53 zu Art. 6 UVG; BSK UVG-
Hofer, a.a.O., Art. 6 N 88 ff.; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 67).
3.2.5.
Der Beschwerdeführer macht geltend, der Unfall habe ihn traumatisiert (vgl. act.
G 1 S. 12). Er vermag jedoch keine konkreten Umstände anzuführen, welche für die
Erfüllung des Kriteriums der besonders dramatischen Begleitumstände oder der
besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls sprechen würden. Dem Sturz aus etwa 2.7
Metern Höhe ist eine gewisse Eindrücklichkeit zwar nicht abzusprechen. Es ist jedoch
zu beachten, dass den meisten mittelschweren Unfällen eine gewisse Eindrücklichkeit
eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann
3.2.6.
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(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 8C_39/2008, E. 5.2). Darüber
hinaus sind bei der Beurteilung dieses Kriteriums objektive Massstäbe anzuwenden.
Nicht was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall psychisch vorgeht, soll
entscheidend sein, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei ihr
psychische Vorgänge auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc). Vor diesem
Hintergrund ist der Beschwerdegegnerin (vgl. Ausführungen in act. G 2 E. 5b) darin
zuzustimmen, dass keine Umstände aktenkundig sind, die das Unfallereignis als
besonders dramatisch oder besonders eindrücklich erscheinen liessen, weshalb das
Kriterium zu verneinen ist. Auch das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der
erlittenen Verletzung an der rechten Schulter, insbesondere ihre erfahrungsgemässe
Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, ist nicht erfüllt. Eine ärztliche
Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, ist nicht
ersichtlich. Zu Recht weist die Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang darauf
hin (vgl. act. G 2 E. 5f), dass eine solche nicht bereits dann vorliegt, wenn eine
Massnahme zweckmässigerweise bereits zu einem früheren Zeitpunkt hätte
durchgeführt werden sollen - wie dies vorliegend gemäss dem behandelnden/
operierenden Chirurgen hinsichtlich der zweiten Operation rückblickend der Fall war
(vgl. Suva-act. 88). Bezüglich des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs und
erheblicher Komplikationen bedürfte es für die Erfüllung besonderer Gründe, welche
die Heilung beeinträchtigt haben. Den Akten sind jedoch keine Hinweise auf besondere
Komplikationen zu entnehmen. Die Einnahme vieler Medikamente und die
Durchführung verschiedener Therapien genügen nicht zur Bejahung dieses Kriteriums.
Gleiches gilt für den Umstand, dass trotz regelmässiger Therapien weder eine
Beschwerdefreiheit noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten
Tätigkeit erreicht werden konnten (Urteil des Bundesgerichts vom 22. August 2008,
8C_623/2007, E. 8.6). Das Kriterium wird deshalb nur selten bejaht (Rumo-Jungo/
Holzer, a.a.O., S. 72 f.). Hinsichtlich des Kriteriums der nach Grad und Dauer
erheblichen, physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit erklärt die Beschwerdegegnerin zu
Recht unter Hinweis auf ein Urteil des Bundesgerichts vom 18. Oktober 2012,
8C_657/2012, E. 4, und mit Hinweis auf RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544, U 56/00 E. 3d/
aa, dass dieses praxisgemäss in der Regel nicht erfüllt ist, wenn - wie vorliegend - die
körperlichen Einschränkungen die Ausübung einer angepassten Tätigkeit im Rahmen
einer vollen Arbeitsfähigkeit zulassen (act. G 2 E. 5g; vgl. nachstehend E. 5.2). Dieses
Kriterium ist somit ebenfalls zu verneinen. Was das Kriterium der Dauerbeschwerden
betrifft, so ist zu berücksichtigen, dass die als körperlich imponierenden, organisch
jedoch nicht hinreichend erklärbaren Beschwerden bei der Prüfung der Adäquanz nach
der Psycho-Praxis nicht in die Beurteilung miteinzubeziehen sind (vgl. Urteil des
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4.
Nach dem Gesagten sind nachfolgend lediglich die somatischen Beeinträchtigungen
im Bereich der rechten Schulter zu berücksichtigen. Die Einstellung der
Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen und die Prüfung der Dauerleistungen
bezüglich des Unfalls vom 20. Mai 2015 ist zu Recht per 30. April 2018 erfolgt.
Bundesgerichts vom 9. April 2009, 8C_825/2008, E. 4.6). In mehreren ärztlichen
Berichten ist von einer Symptomausweitung die Rede und die vom Beschwerdeführer
geklagten Beschwerden lassen sich mit den objektivierbaren Unfallfolgen nicht
vollumfänglich erklären (vgl. vorstehend E. 3.1). Andererseits sind gewisse
Restbeschwerden ausgewiesen, weshalb das Kriterium der Dauerbeschwerden
möglichweise erfüllt sein könnte, jedoch mit Blick auf die medizinische Aktenlage
jedenfalls nicht in besonders ausgeprägter Weise (vgl. vorstehend E. 3.1). Selbiges gilt
hinsichtlich des Kriteriums der allenfalls ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen
Behandlung. Der Beschwerdeführer befand sich nach dem Unfall vom 20. März 2015
während einiger Monate und nach dem Rückfall vom 20. März 2016 während rund zwei
Jahren in ärztlicher/therapeutischer Behandlung wegen seiner Schulterbeschwerden
rechts. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass Abklärungsmassnahmen oder blossen
ärztlichen Kontrollen, kreisärztlichen Untersuchungen oder bildgebenden
Untersuchungen zur Klärung der Beschwerden nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung nicht die Qualität einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung
zukommt, die zur Annahme einer besonders langen Dauer der ärztlichen Behandlung
führen könnte. Für die Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung wird auf die
kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des
Gesundheitszustands gerichtete ärztliche Behandlung abgestellt (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 27. Februar 2008, U 11/07, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Die Folgen
der organisch nicht ausgewiesenen Beschwerden sind auch hier nicht in die
Beurteilung einzubeziehen (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 71). Das Kriterium könnte
also möglicherweise erfüllt sein, jedoch unter Berücksichtigung der relevanten
Arztberichte nicht in besonders ausgeprägter Weise. Zusammenfassend ist
festzuhalten, dass höchstens zwei Adäquanzkriterien erfüllt sind, jedoch keines in
ausgeprägter Weise. Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem
Unfallereignis vom 20. Mai 2015 und den subjektiven Beschwerden ohne organisches
Korrelat und den allenfalls vorhandenen psychischen Beschwerden ist deshalb zu
verneinen. Infolgedessen hat die Beschwerdegegnerin zurecht auf die Einholung der
von Dr. F._ empfohlenen versicherungsmedizinisch-psychiatrischen Stellungnahme
verzichtet (vgl. Suva-act. 160 S. 4).
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5.
Im Folgenden gilt es zu prüfen, ob der Beschwerdeführer wegen seiner somatischen
Unfallrestfolgen Anspruch auf eine Invalidenrente im Sinn von Art. 18 ff. UVG hat.
Unter Invalidität wird laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden.
Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf
dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der
Grad der für den Rentenanspruch massgebenden Invalidität ist gemäss Art. 16 ATSG
durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln, bei dem das Einkommen, das die
versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen, das sie
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Grundlage
der Bemessung des Invalideneinkommens bilden die Arbeitsfähigkeitsgradschätzung
und die Umschreibung der trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und
zumutbaren Tätigkeiten. Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen zu können,
ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben
(BGE 125 V 261 E. 4).
5.1.
Der Beschwerdeführer liess in der Beschwerde ausführen, dass er aufgrund der
unfallbedingt eingeschränkten Leistungsfähigkeit ab dem 20. Mai 2015 eine
Lohneinbusse von 50% hinnehmen müsse (vgl. act. G 1 S. 11), und stellte sich damit
sinngemäss auf den Standpunkt, zu 50% in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt zu
sein. Die Beschwerdegegnerin erachtete den Beschwerdeführer demgegenüber
gestützt auf die Beurteilung im Austrittsbericht der Rehaklinik Bellikon vom 3. Juli 2017
in adaptierten Tätigkeiten als zu 100% arbeitsfähig (vgl. act. G 2 E. 7). Als
Adaptationskriterien nannten die berichtenden Ärzte der Rehaklinik Bellikon leichte bis
mittelschwere Tätigkeiten ohne Tätigkeiten über Schulterhöhe und ohne Ersteigen von
Leitern/Gerüsten (Suva-act. 124 S. 3). Diese Zumutbarkeitsbeurteilung, welche auf
einer gut fünfwöchigen Beobachtungszeit beruhte und die vom Beschwerdeführer
geklagten Beschwerden sowie die objektivierten Unfallrestfolgen berücksichtigte, ist
nachvollziehbar und schlüssig. Folglich verwies Dr. F._ bezüglich des
5.2.
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Zumutbarkeitsprofils im Nachgang zu seiner ebenfalls nachvollziehbaren und
überzeugenden kreisärztlichen Stellungnahme vom 19. März 2018 am 5. April 2018 zu
Recht auf diese Einschätzung (Suva-act. 161). Dr. E._ vom Spital D._ äusserte sich
aktenkundig nicht zur Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers. Dr. C._ hielt in
seiner "Einsprache" vom 23. Mai 2018 fest, allenfalls seien sehr leichte bis leichte
Arbeiten vollzeitig zumutbar (Suva-act. 182 und 191). Der Beschwerdeführer verspüre
jedoch weiterhin Schmerzen bereits beim unbelasteten Anheben des Armes. Auch bei
Alltagstätigkeiten sei er beim Anheben vor allem von rechter Schulter/Arm
schmerzgeplagt (Suva-act. 191). Allein die subjektiven Angaben des
Beschwerdeführers dürften die Grundlage für die Einschätzung von Dr. C._, repetitive
Arbeiten und einseitig belastende Arbeiten seien dem Beschwerdeführer ebenfalls nicht
zumutbar, darstellen. Denn von ihm erhobene Befunde sind seinen Berichten keine zu
entnehmen. Darüber hinaus schied Dr. C._ den allfälligen Einfluss psychischer
Beschwerden und der über ein organisches Korrelat hinausgehenden körperlichen
Beschwerden auf seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht aus - wie die
Beschwerdegegnerin zu Recht geltend macht (vgl. G 11 Ziff. 17). Die von Dr. C._ als
massgeblich erachtete prognostisch ungünstige Verschlechterung des
Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers hat sodann unbeachtet zu bleiben,
handelt es sich doch dabei nur um eine Vermutung und keine abschätzbare
Verschlechterung. Konkrete Beanstandungen an der Zumutbarkeitsbeurteilung der
Rehaklinik Bellikon oder an den Einschätzungen von Dr. F._ äussert Dr. C._
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht. Seine Ausführungen vermögen
nach dem Gesagten weder an der Zumutbarkeitsbeurteilung der Rehaklinik Bellikon
noch an der Einschätzung von Dr. F._ Zweifel zu wecken. Weitere medizinische
Abklärungen sind folglich nicht vonnöten. Dem Beschwerdeführer wäre
zusammenfassend überwiegend wahrscheinlich eine Arbeit ohne Tätigkeiten über
Schulterhöhe und ohne Ersteigen von Leitern/Gerüsten zu 100% zumutbar. Basierend
auf dieser Arbeitsfähigkeit ist der Invaliditätsgrad zu ermitteln.
Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund
ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen
Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der
Regel vom zuletzt - d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten ganzen oder
teilweisen Arbeitsunfähigkeit - erzielten Verdienst auszugehen (BGE 139 V 30 E. 3.3.2,
je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1).
Die durch die Beschwerdegegnerin vorgenommene Festlegung des jährlichen
Valideneinkommens auf Fr. 66'690.--, welche sich auf die Angaben der früheren
5.3.
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Arbeitgeberin bezüglich des hypothetischen Jahreslohnes des Beschwerdeführers im
Jahr 2017 ohne erlittenen Unfall stützt (Suva-act. 100), ist grundsätzlich nicht zu
beanstanden. Auch der Beschwerdeführer wendet gegen die Berechnung des
Valideneinkommens nichts ein (vgl. act. G1). Da der hypothetische Rentenbeginn
jedoch im Jahr 2018 liegt, ist die Nominallohnbereinigung (2017: 2249; 2018: 2260)
vorzunehmen, was zu einem Valideneinkommen von Fr. 67'016.20 führt.
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein
solch tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die
versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine
an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können entweder LSE-
Tabellenlöhne oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit
Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2010, 8C_579/2009, E. 2.1). Der
Beizug von DAP-Zahlen zur Festsetzung des Invalidenlohns ist demnach vorliegend
nicht zu beanstanden, nachdem der Beschwerdeführer nach der Kündigung seitens der
Arbeitgeberin aktenkundig keine Arbeitstätigkeit mehr aufgenommen hat. Gegen die
von der Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Profile (1109: Hilfsarbeiter, 15350804:
Mitarbeiter Komponenten / Vormontage Bestuhlung, 6894: Montagearbeiter, 9847:
Mitarbeiter Sortierung und 7469: Wirbelsintern) mit einem durchschnittlichen Lohn von
Fr. 63'257.70 (Suva-act. 170; Basis 2017) brachte der Beschwerdeführer keine
konkreten Einwände vor. Da die ausgewählten Arbeitsplätze auch in Anbetracht der
körperlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers als angemessen und realisierbar
erscheinen (alles sehr leichte oder leichte Tätigkeiten, welche keine Überkopfarbeiten
und kein Ersteigen von Gerüsten/Treppen beinhalten), ist auf deren durchschnittlichen
Lohn abzustellen. Hieran vermag das Vorbringen von Dr. C._ in seiner Einsprache
vom 23. Mai 2018, er erachte das mögliche jährliche Einkommen gemäss den
Präferenzen (DAP) als unzulässig (Suva-act. 186), nichts zu ändern, begründete er doch
bezüglich keiner der fünf ausgewählten Tätigkeiten ein Unvermögen des
Beschwerdeführers. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass alle
ausgewählten Arbeiten beidhändig ausübbar sind und damit auch einer steten
Bewegungswiederholung entgegengewirkt werden kann (vgl. Suva-act. 170).
Insgesamt spricht nichts gegen das von der Beschwerdegegnerin ermittelte
Invalideneinkommen. Auch hier ist jedoch die Nominallohnbereinigung (2017: 2249;
2018: 2260) vorzunehmen, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 63'567.10 führt.
5.4.
Stellt man dem Valideneinkommen von Fr. 67'016.20 das Invalideneinkommen von
Fr. 63'567.10 gegenüber, so resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 3'449.10 und ein
5.5.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 23/24
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St.Galler Gerichte
6.
Weiter beantragt der Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung basierend auf
einem Integritätsschaden von mindestens 30% statt den zugesprochenen 14%.
Invaliditätsgrad von 5.14% (3'449.10 x 100 / 67'016.20). Folglich besteht kein Anspruch
auf eine Invalidenrente.
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche
Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie
Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die
Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der Schwere
des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist der
Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen.
Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei unberücksichtigt (BGE
124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des Integritätsschadens hängt somit
nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls ab; es geht vielmehr um die
medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen und/oder
geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V
147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die Integritätsentschädigung gemäss den
Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. Dieser Anhang enthält eine als
gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte Skala. Die medizinische Abteilung
der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche
Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet.
Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten
gewährleistet werden soll; sie sind mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32
E. 1c mit Hinweis).
6.1.
Da beim Beschwerdeführer eine Bewegungseinschränkung der rechten Schulter
mit Bewegungs- und Belastungsschmerzen verblieben ist, liegt eine dauerhafte
Schädigung der körperlichen Integrität vor. Dr. F._ befand anlässlich seiner
Untersuchung vom 12. März 2018 eine klinisch vergleichsweise zur kreisärztlichen
Untersuchung vom 18. September 2017 und zur ambulanten Untersuchung im Spital
D._ vom 30. Januar 2018 nahezu unverändert eingeschränkte, aktive
Schulterbeweglichkeit mit maximaler Abduktion von 90°, Anteversion 100° und
vergleichsweise zur kreisärztlichen Untersuchung vom September 2017 einer eher
etwas geringeren aktiven Aussenrotationsfähigkeit bis maximal 35° (Suva-act. 163 S. 1
Ziff. 1). Vor diesem Hintergrund schätzte er den Integritätsschaden am 5. April 2018 auf
14%. Er verwies dabei auf die Suva-Tabelle 1 "Integritätsschaden bei
6.2.
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7.