Decision ID: f3d465d9-052c-45e4-b8b9-46fdcc6d4865
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1970,
erwarb im Oktober 1989 den Fähigkeitsausweis als Podologin (
Urk.
6/6/1) und das Lehrmeisterinnen-Diplom im Juli 1993 (
Urk.
6/6/5),
ist
seit 1994
als
selbständig
erwerbende
Podologin
tätig
und
mel
dete sich am 10. Februar 2004 mit Hinweis auf
in den Jahren 1995 und 2002 erlittene Unfälle bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Rente) an (
Urk.
6/7
Ziff.
7.3 und 7.8). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte unter anderem ein Gutachten ein, das am 4. April 2006 erstattet wurde (
Urk.
6/42 =
Urk.
3/7), und stellte der Versicherten mit Vorbescheid vom 11. August 2010 die Zusprache einer ganzen
Rente ab Februar 2003
und
einer
halben Rente
ab April 2005
in Aussicht (
Urk.
6/77).
Dagegen erhob diese Einwände (
Urk.
6/79), worauf die IV-Stelle ein Gutachten veranlasste, das am 19. April 2011 erstattet wurde (
Urk.
6/85
=
Urk.
3/6
).
Dage
gen erhob die Versicherte Einwände (
Urk.
6/88), worauf die IV-Stelle ein rheu
matologisches Gutachten einholte, das am 7. März 2012 erstattet wurde (
Urk.
6/113 =
Urk.
3/4).
Mit Vorbescheid
vom 26. Juli 2012 stellte die IV-Stelle der Versicherten in Aus
sicht, einen Rentenanspruch zu verneinen (
Urk.
6/116), wozu diese am 28. Au
gust 2012 (
Urk.
6/118)
und am 28. Januar 2013 (
Urk.
6/125)
Stellung nahm.
Mit Verfügung vom 11. März 2013 verneinte die IV-Stelle einen Rentenan
spruch (
Urk.
6/127 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am
8. April 2013
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 11. März 2013 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und die Sache sei mit der Auflage, im Rahmen eines interdisziplinären Gutachtens die versäumten Leistungstests nachholen zu lassen, an die IV-Stelle zurückzuweisen (
Urk.
1
S.- 4).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 6. Mai 2013 (
Urk.
5) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 10. Mai 2013 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8).
3.
Der zuständige Unfallversicherer sprach der Versicherten mit Verfügung vom 20. März 2007 und Einspracheentscheid vom 31. Januar 2008 unter anderem eine Invalidenrente entsprechend einem Invaliditätsgrad von 66
%
zu, was
vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 7. November 2009 im Verfahren
Nr. UV.2008.00069 bestätigt wurde
, dies unter Abweisung der Anträge der Versi
cherten, die darüber hinausgehende Ansprüche erhoben hatte
(
Urk.
7).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
B
ei der Würdigung des invalidisierenden Charakters von
Folgen
einer
V
er
letzung
der Halswirbelsäule
(
HWS
) ohne organisch nachweisbare Funktionsfälle werden rechtsprechungsgemäss die im Bereich der somatoformen Schmerzstö
rungen entwickelten Grundsätze analog angewendet (BGE 136 V 279)
.
Eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung begründet als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprä
gung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankun
gen; ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiese
ner sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeu
tisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich miss
glückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krank
heitsgewinn;
„
Flucht in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes Behandlungser
gebnis
trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Be
handlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und geschei
terte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenan
strengung (kooperative Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Krite
rien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2,
BGE 139
V 547 E. 3 ff.
).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar
beitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor
den wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
-
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass auf das zuletzt eingeholte rheumatologische Gutachten abgestellt wer
den könne und somit eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 80
%
in angepasster Tätigkeit bestehe (S. 2 oben). Die von der Beschwerdeführerin gegenüber dem Gutachten angebrachten Vorbehalte seien - aus näher dargelegten Gründen - nicht stichhaltig (S. 3).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) auf den Standpunkt, es sei von der im Gutachten von 200
6
festgestellten
Ein
schränkung von 50
%
auszugehen (S. 1 f.), der rheumatologische Gutachter hätte Leistungstests durchführen sollen (S. 2 oben), er habe die Akten nur se
lektiv berücksichtigt (S. 2 Mitte) und seiner Einschätzung widersprächen alle früheren Beurteilungen (S. 2), die keineswegs mangelhaft gewesen seien (S. 2 f.)
. Gemäss den früheren Gutachten sei sie als Podologin nicht mehr arbeitsfähig, sie könne keine 5-10 Minuten auch nur 2 kg Gewicht heben (S. 3).
2.3
Strittig und zu prüfen ist mithin, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit verhält und auf welche Beurteilungen diesbezüglich abzustellen ist.
3.
3.1
Die Ärzte des
Z._
erstatteten am 4. April 2006 ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
6/42). Darin stellten sie folgende Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 34 f.
Ziff.
4.1):
vaskulär betontes Thoracic-outlet-Syndrom links sowie Überlastungsbra
chialgie links bei
Status nach Claviculatrümmerfraktur links am 2
2.
November 1995 mit
Plattenosteosynthese mit
nachfolgender
delayed union und Implan
tatausriss
Reosteosynthese der linken Clavicula Dezember 1995
Entfernung der Osteosyntheseplatte am 25. April 1997
postoperative Totalthrombose der Vena subclavia und axillaris sowie Parti
althrombose der Vena basilica links bei Reosteosynthese der linken Clavicula Dezember 1995
erfolglose Katheterdilatation der Vena subclavia links Dezember 1999
axillo-jugulärer autologer Venenbypass am 27. Dezember 1999 mit to
talem Frühverschluss
chronisches cervicocephales Schmerzsyndrom
Status nach
HWS-
Distorsion Januar 2002
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter (S. 35
Ziff.
4.2):
lupoide Kollagenose mit Arthralgien im Bereiche der Hände und der Sprunggelenke
Status nach arthroskopischer Meniskusoperation des linken Kniegelenkes
histrionische Persönlichkeitsstörung
Status nach Glassplitterverletzung beider Augen 1995
Zur
Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, aufgrund der eingeschränkten Funktiona
lität des linken Arms sei die Explorandin als Podologin praktisch nicht mehr arbeitsfähig
(S. 37 unten)
. Arbeitsfähigkeit bestehe hingegen für sämtliche Tätigkeit
en
als Geschäftsführerin ihres eigenen Betriebes
, also etwa Beaufsichtigung der Angestellten, administrative Tätigkeiten, dies auch PC; dies
e
seien der Explorandin gesamthaft im Umfang von zirka vier Stunden täg
lich, am besten über den Tag verteilt, zumutbar (S. 37 f.)
.
3.2
Am 6. November 2008 wurde die Beschwerdeführerin in der rheumatologi
-
schen Poliklinik des
A._
untersucht, worüber am 10. No
vember 2008 berichtet wurde (
Urk.
6/81/6-7
=
Urk.
6/85/38-39; vgl.
Urk.
6/85/34-37
). Dabei wurden folgende - hier verkürzt angeführte - Diagno
sen gestellt:
lupoide Kollagenose (Erstdiagnose 2002)
Thoracic-outlet-Syndrom links
Verdacht auf vasomotorische Rosacea
Status nach Auffahrkollision am 14. Januar 2002 mit Beschleunigungs
trauma der HWS
Status nach Meniskektomie linkes Knie vor Jahren
Zum Vorgehen wurde in erster Linie eine vor allem aktiv orientierte Phy
-
siothera
pie zur Kräftigung und Stabilisation der Rumpf- und Rückenmus
kulatur sowie der Schulter-Nacken-Muskulatur und Haltungskorrektur empfoh
len. Begleitend erscheine jedoch auch eine Psychotherapie zur Schmerzverar
beitung und Vermittlung von Coping-Strategien dringend indiziert (S. 2 Mitte).
Am 7. Oktober 2010 erstattete
Dr.
med.
B._
, Arzt für Allgemeine Medizin FMH, einen Bericht (
Urk.
6/81/1-5) und führte unter anderem aus, dass
er
die Be
schwerdeführerin seit Jahren in grossen Abständen - letztmals am
23. Februar 2010 - behandle (
Ziff.
1.2).
3.3
Am 19. April 2011 erstatteten die Ärzte des
C._
ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
6/85/1-25)
. Darin nannten sie folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 17 lit. E.1):
arterielles und nervales Thoracic outlet Syndrom links nach Clavicu
latrümmerfraktur am 2
2.
November 1995, Plattenosteosynthese der lin
ken Clavicula 24. November 1995 mit nachfolgender delayed union und Implantatausriss, Zustand nach Re-Osteosynthese der linken Clavicula am 27. Dezember 1995 und Totaltthrombose der Vena subclavia und axillaris sowie Partialthrombose der Vena basilica links, axillo-jugulä
rem autologen Venenbypass am 27. Dezember 1999, danach totaler Frühverschluss
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 17 lit. E. 2):
anamnestisch lupoide Kollagenose, Diagnosestellung 1
2.
Dezember 2012, aktuell kein Anhalt für das Vorliegen einer Kollagenose (weder klinisch noch immunologisch)
initiale Heberden-/Bouchard-/Rhizarthrose, ohne Funktionseinschränk
-
un
gen
rezidivierende
s
Cervicalsyndrom, insbesondere linksseitig, Zustand nach HWS-Distorsionstrauma 2002 (QTF I-II), ohne bleibende Veränderungen, statisch myalgisch bedingt bei Schon-/Fehlhaltung der linken Schulter
region, ohne radikuläre Symptomatik
rezidivierende
s
Lumbovertebralsyndrom ohne Funktionseinschränkung, ohne radikuläre Symptomatik, am ehesten statisch myalgisch bei Fehl
haltung und muskulärer Dysbalance
Pseudoischialgie links bei ISG-Blockierung
Nikotinabusus
In der angestammten Tätigkeit als Podologin mit praktischer Arbeit bestehe eine Gesamtarbeitsfähigkeit von 50
%
(mit zwischenzeitlichen Pausen). Für die Lehr
-
tätigkeit sowie die administrativen Aufgaben mit 3 Betrieben bestehe eine Ar
-
beitsfähigkeit von 80
%
. Eine leichte
bis mittelschwere Tätigkeit ohne länge
ren Einsatz des linken Armes, ohne Heben und Tragen von Lasten linksseitig, ohne Überkopfarbeiten linksseitig, ohne Kraftbelastung des linken Armes sei möglich; in einer solchen Verweistätigkeit könne eine Gesamtarbeitsfähigkeit von 80
%
erreicht werden (S. 19 oben).
3.4
3.4.1
Am 7. März 2012 erstattete
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Rheumatolo
gie und für Innere Medizin, ein rheumatologisches Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
6/113/1-39).
Er
stütz
t
e sich auf die ihm überlassenen
(S. 2 ff.) und zusätzlich eingeholten
(S. 19 ff.) Akten, die Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der Explo
-
ration vom 8. Februar 2012 (S. 23 ff.) und die von ihm erhobenen Befunde
(S. 27 ff.).
3.4.2
Der Gutachter nannte folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 31
Ziff.
4.1):
chronische Brachialgie links mit / bei
Status nach
Claviculatrümmerfraktur am 2
2.
November 1995
Status nach
Plattenosteosynthese
am
24. November 1995 mit nachfol
gender delayed union und Implantatausriss
Status n
ach Re-Osteosynthese der linken Clavicula am
19
. Dezember 1995
Status nach postoperativer
Totaltthrombose der Vena subclavia und axillaris sowie Partialthrombose der Vena basilica links
am 29. De
zember 1995
Status nach erfolgloser Katheterdilatation der Vena subclavia links am 10. Dezember 1999
Status nach
axillo-jugulärem autologen Venenbypass am 27. Dezem
ber 1999
mit
totale
m
Frühverschluss
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte der Gutachter (S. 31
Ziff.
4.2):
lupoide Kollagenose mit / bei
anamnestisch Arthralgien im Bereich der Hände und Füsse (Dif
-
ferential
diagnose: Arthralgien im Rahmen der Menopause?)
normalem rheumatologischem Status, klinisch keine Hinweise für Ent
zündungsaktivität
aktuell normale Rheumaserologie, labormässig keine Hinweise für ent
zündliche Aktivität
Coccygodynie
chronisches cervicocephales Schmerzsyndrom mit / bei
Status nach Distorsion der HWS am 14. Januar 2002
Status nach arthroskopischer Meniskusoperation
des laterale
n
Vorder
horns linkes Kniegelenk am 29. April 1997
3.4.3
Zur Arbeitsfähigkeit führte der Gutachter aus, im angestammten Beruf als Podolo
gin bestehe aufgrund der Einschränkung der repetitiven Belastung der linken oberen Extremität eine reduzierte Arbeitsfähigkeit, nämlich eine solche von 50
%
(S. 35
Ziff.
5.2).
Eine Tätigkeit, bei welcher die Beschwerdeführerin mit der linken oberen Extremi
tät nicht über 5 kg heben, stossen oder ziehen müsse und mit dem lin
ken Arm nicht auf oder über Schulterhöhe arbeiten müsse, was beispielsweise einer Bürotätigkeit entspreche, sei ihr heute zu 80
%
zumutbar. Die Einschrän
kung von 20
%
komme durch die Schmerzsymptomatik auf organischem Hin
tergrund zustande (S. 35
Ziff.
5.3).
3.4.4
Bezüglich allfälliger Diskrepanzen zu früheren Beurteilungen führte der Gutach
ter unter anderem aus, er komme zu einer anderen Beurteilung der Arbeitsfä
higkeit für eine Verweistätigkeit, die im
Z._
-Gutachten auf 4 Stunden über den Tag verteilt gelautet habe. Dies, weil sich im Status keinerlei Atrophien fänden, die Muskulatur werde also regelmässig eingesetzt. Auch fänden sich keinerlei Zeichen einer aktiven entzündlich-rheumatologischen Erkrankung
(S. 36). In den Berichten der Rheumaklinik des
A._
von 2006 und 2008 sei über eine rein symptomatische Therapie berichtet worden und es hätten sich im No
vember 2008 im Status
,
wie heute
,
keinerlei Synovitiden gefunden (S. 36 f.).
Als einzige Diskrepanz zwischen seiner Beurteilung und den subjektiven Anga
ben der Versicherten nannte der Gutachter die Beschreibung von Arthralgien im Bereiche der Hände und Füsse, wo sich - trotz der Angabe der Beschwerdefüh
rerin, sie
sei
derzeit in einem Schub - ein normaler Befund gefunden habe (S. 37
Ziff.
5.8).
3.5
Zu einigen der von der Beschwerdeführerin gegenüber dem Gutachten angebrach
ten Vorbehalten (vgl.
Urk.
6/
118) nahm der Gutachter am 15. Oktober 2012 Stellung (
Urk.
6/123), wozu sich die Beschwerdeführerin am 28. Januar 2013 noch einmal äusserte (
Urk.
6/125).
4.
4.1
Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin nicht aus eigenem Antrieb mehrere Gutachten eingeholt hat, sondern weil die Beschwerdeführerin gegen das erste und das zweite Gutachten jeweils Einwände erhoben hat
(vgl.
Urk.
6/79,
Urk.
6/88).
4.2
Im Urteil des hiesigen Gerichts vom 7. November 2009 im Verfahren
Nr. UV.2008.00069 wurde unter anderem auf das 2006 erstattete
Z._
-Gut
-
achten abgestellt (
Urk.
7 S. 6 E. 2.2). In diesem Gutachten wurde unter den
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit unter anderem ein chro
-
nisches cer
vicocephales Schmerzsyndrom bei Status nach HWS-Distorsion ge
-
nannt (vor
stehend E. 3.1).
Der Leitentscheid BGE 13
6 V 279
, dem gemäss die Folgen von HWS-Distorsio
nen analog der Praxis zu den somatoformen Schmerzstörungen beurteilt wer
den
(vorstehend E. 1.2)
, datiert vom 30. August 2010, existierte im Zeitpunkt des genannten Urteils also noch nicht. Ob
die im
Z._
-Gutachten genannte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit auch im Rahmen de
r Rechtsanwendung gemäss BGE 136 V 279
hätte
berücksichtigt werden können, muss an dieser Stelle offen bleiben.
Fest steht jedoch, dass vor diesem Hintergrund die aktuelle Rechtsanwendung nicht unbesehen auf das
Z._
-Gutachten abstellen kann.
4.3
Einer der von der Beschwerdeführerin erhobenen Einwände (vorstehend E. 2.2) geht dahin, der rheumatologische Gutachter hätte bestimmte Leistungstests ver
anlassen sollen.
Zur
Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL)
hat das Bundesgericht
F
olgendes
festgehalten (Urteil 8C_547/2008 vom 16. Januar 2009 = SVR 2009 IV Nr. 26, E. 4.2.1):
Für eine valide Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit ist in man
chen Fällen neben den medizinischen Befunden und Diagnosen auch eine ar
beitsorientierte Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit wünschbar oder sogar erforderlich. In einem solchen ergonomischen Assessment kann an
hand von Arbeitssimulationstests (wie Heben und Tragen, Arbeit über Kopf
höhe oder Leitersteigen) das arbeitsbezogene Leistungsvermögen generell und mit Blick auf die angestammte berufliche Tätigkeit konkret beurteilt werden. In der Regel wird eine EFL unter ärztlicher Supervision von einer physio- oder er
gotherapeutischen Fachperson durchgeführt, wobei mehrere Etappen durch
schritten werden: Eine Patienteninformation, eine auf den Gesundheitszustand und die beruflichen Aspekte zentrierte Anamnese, das Ausfüllen von Fragebo
gen über Schmerzen und funktionelle Behinderung, eine klinische Untersu
chung, funktionelle Tests sowie die Beobachtung (Kooperation, Leistungs
kohärenz, Niveau der gezeigten Leistungen, Verhalten gegenüber physischer Belastung und Schmerzen, Körperschema, Sicherheit der Durchführung). Die untersuchende Person vergleicht hierauf die gezeigten funktionellen Leistun
gen mit den physischen Anforderungen der häufigsten Arbeiten am Arbeits
platz. Schliesslich liefert sie einen Bericht, der in seinen Schlussfolgerungen über die Art, wie die Klientin oder der Klient die funktionellen Tests durchge
führt hat, das erreichte globale Leistungsniveau, den Kooperationsgrad sowie das Kohärenzniveau der Leistungen Auskunft gibt und eine Schätzung der Fä
higkeiten, die häufigsten Aufgaben am Arbeitsplatz zu erfüllen, enthält. Emp
fehlungen können sodann auch in Bezug auf die funktionelle Rehabilitation, den Reintegrationsprozess oder auf allfällige einfache Massnahmen in der Ge
staltung des Arbeitsplatzes abgegeben werden. Die EFL misst somit die Fähig
keit eines Individuums, manuelle Tätigkeiten zu verrichten, und schätzt den Zeitraum, während dessen die Klientin oder der Klient diese im Verlaufe eines ganzen Tages auszuüben imstande ist. Das umfassende Testverfahren ermög
licht zudem relevante Aussagen zum Leistungsverhalten und zur Konsistenz der versicherten Person, wobei gerade eine allfällig beobachtete Symptomaus
weitung und Selbstlimitierung im Rahmen eines chronifizierten Zustandes für die Bewertung der Zumutbarkeit bedeutsam sein kann. Neben der Moment
aufnahme ist auch die zukünftige Entwicklungsperspektive - sei dies hinsicht
lich der medizinisch-prognostischen Faktoren oder in Bezug auf die Abschät
zung des Rehabilitationspotentials für arbeitsrelevante Verbesserungen - in der Beurteilung zu berücksichtigen. Die EFL hat demgegenüber nicht das Ziel, die Natur der multiplen und komplexen Ursachen, die einer wiederholten Selbstli
mitierung der Leistung und dem Nachweis mehrfacher Inkohärenzen zugrunde liegen, zu erforschen. Ferner ist sie nicht geeignet, kognitive oder verhaltens
orientierte Fähigkeiten am Arbeitsplatz zu schätzen oder Leistungseinschrän
kungen aufzuzeigen, die auf Erkrankungen ausserhalb des Bewegungsappara
tes zurückzuführen sind (Michael Oliveri, Was sollen wir messen: Schmerz oder Funktion? Die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit als Mittel für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, in: Schmerz und Arbeitsfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 389 ff, insb. S. 406; Gilles Rivier
/
Monika Seewer, Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit, SUVA-Medizinische Mitteilungen, Nr. 73, Frühling 2002, S. 33 ff.).
Rechtsprechungsgemäss ist eine EFL nicht immer indiziert; massgebend ist insbe
sondere, ob sie von ärztlicher Seite
ausdrücklich als zweckmässigste Mass
nahme
für eine
zuverlässige
und anders nicht mögliche
Einschätzung
der Leis
tungsfähigkeit empfohlen wurde (Urteil
des Bundesgerichts
8C_620/2009 vom 26. Oktober 2009 E. 4.2.2). Nicht angezeigt ist eine EFL dort, wo die versicherte Person von einer tieferen als der ärztlich attestierten Arbeitsfähigkeit überzeugt ist (Urteile
des Bundesgerichts
8C_967/2010 vom 23. Februar 2011 E. 5.5, 9C_512/2009 vom 25. November 2009 E. 5.3).
Vor diesem Hintergrund ist nicht
zu
beanstanden, dass keine EFL durchgeführt wurde, denn zu keinem Zeitpunkt wurde von ärztlicher Seite die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit als dermassen erschwert erachtet, dass eine EFL empfohlen worden wäre. Die massgebende Einschränkung ergibt sich aus der Beeinträchti
gung im Bereich der linken Schulter. Eben dieser Beeinträchtigung hat der rheumatologische Gutachter vollumfänglich Rechnung getragen, indem er ein Belastungsprofil formuliert hat, das einer Bürotätigkeit ohne nennenswerte Be
anspruchung des linken Arms entspricht (vorstehend E. 3.4.3). Es ist nicht er
sichtlich, welche darüber hinaus reichenden Erkenntnisse ein Belastungstest zu vermitteln vermöchte.
4.4
Ein weiterer Kritikpunkt
seitens der Beschwerdeführerin
lautete, der rheu
-
matolo
gische Gutachter habe die Akten nur selektiv berücksichtigt
, nämlich nicht alle im
Z._
-Gutachten genannten Daten betreffend Arbeitsunfähigkeit erwähnt (
Urk.
1 S. 3 unten). Im
Z._
-Gutachten (
Urk.
6/42) wurden die seiner
zeit von den Ärzten des
A._
attestierten Arbeitsunfähigkeiten von November 1995 bis Ende 2004 (zwischen 30 und 100
%
) und sodann ab 2005 (70
%
) auf
gelistet (S. 11 Mitte).
Die von der Beschwerdeführerin als selektiv gerügte Er
wähnung einer Arbeitsunfähigkeit von 30
%
ab 1. Oktober 2000 findet sich im rheumatologischen Gutachten als Antwort auf die Zusatzfrage, seit wann eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von mindestens 20
%
bestanden habe (
Urk.
6/113/1-39 S. 38 f.
Ziff.
5.9.2).
Als Antwort auf diese Frage ist die Angabe im Gutachten korrekt, laut den Akten bestand ab 1. Oktober 2010 eine Arbeits
unfähigkeit von mindestens 20
%
, nämlich eine solche von (damals) 30
%
.
4.5
Der Einwand sodann, gemäss früheren Gutachten sei sie als Podologin nicht mehr arbeitsfähig (
Urk.
1 S. 3), kann schon deshalb nicht entscheidrelevant sein,
weil
für die Bestimmung de
s
Invaliditätsgrades nicht
die
Arbeits(un)fähigkeit in der angestammten Tätigkeit massgebend ist, sondern jene in adaptierten Tätig
keiten (vorstehend E. 1.4).
Soweit der Einwand sinngemäss auch auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten zu beziehen wäre, vermag er nicht zu überzeugen, da einerseits im rheumatologischen Gutachten die vom
Z._
-Gutachten abwei
chende Beurteilung nachvollziehbar begründet wurde (vorstehend E. 3.4.4), und andererseits zum
C._
-Gutachten keine Differenz besteht.
4.6
Schliesslich machte die Beschwerdeführerin sinngemäss geltend, aus bestimm
ten Werten im Blutbild sei auf das Vorliegen einer bestimmten Krankheit zu schliessen (
Urk.
1 S. 4).
Diesbezüglich hatte schon der Gutachter ausgeführt, da laborserolo
gisch und klinisch
keine Entzündungszeichen vorhanden gewesen seien, habe die betreffende Diagnose (lupoide Kollagenose) keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/123 S. 3 oben). Inwiefern dies unzutreffend sein sollte, ist weder ersichtlich noch von der Beschwerdeführerin nachvollziehbar geltend gemacht worden.
4.7
Zusammengefasst erweisen sich die von der Beschwerdeführerin gegenüber dem rheumatologischen Gutachten erhobenen Einwände als nicht stichhaltig. Viel
mehr erfüllt dieses alle praxisgemässen Kriterien (vorstehend E. 1.5) vollum
fänglich, so dass darauf abzustellen
ist
.
Demnach ist der medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt, dass der Be
schwerdeführerin eine Tätigkeit zu 80
%
zumutbar
ist
, bei welcher sie mit der linken oberen Extremität nicht über 5 kg heben, stossen oder ziehen und mit dem linken Arm nicht auf oder über Schulterhöhe arbeiten muss (beispielsweise eine Bürotätigkeit).
5.
5.1
Im (rechtskräftigen) Urteil des hiesigen Gerichts betreffend Unfallversicherung (
Urk.
7) wurde zum Valideneinkommen unter anderem ausgeführt, die Be
schwerdeführerin sei - nach dem Unfall im November 1995 - von Ende Februar 1996 bis Dezember 1999 voll arbeitsfähig gewesen (S. 8 E. 3.3.2); ab dem Jahr 2000 hätten bestimmte Beschwerden zugenommen (S. 8 E. 3.3.3).
Mit Blick auf widersprüchliche Angaben im Auszug aus dem individuellen Konto
und
in den Steuerakten wurde festgehalten, dass die Beschwerdeführerin während der leis
tungsfähigen Zeit bis ins Jahr
1999
nie auch nur annähernd das damals veran
schlagte Einkommen von
Fr.
91‘000.--
erzielt
hatte (S. 9 E. 3.3.4).
Die Beschwerdegegnerin nahm im Einkommensvergleich vom 10. August 2010 ein Valideneinkommen von
Fr.
83‘359.-- an (
Urk.
6/73), dies gestützt auf die entsprechenden Überlegungen im Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 28. Mai 2010 (
Urk.
6/72 S. 7 unten).
Gemäss Feststellungsblatt vom 26. Juli 2012 (
Urk.
6/114) rechnete sie diesen Betrag am 13. Juli 2012
auf rund
Fr.
84‘014.-- im Jahr 2012 hoch (S. 10 Mitte).
Das Valideneinkommen ist
b
eschwerde
weise unbestritten geblieben und auch nach Lage der Akten nicht zu beanstanden. Auszugehen ist somit von einem
hypothetischen
Valideneinkommen von
Fr.
83‘359.--, dies (aus Praktikabilitäts
gründen) im Jahr 2010.
5.2
Gemäss dem im Gutachten umschriebenen Anforderungsprofil sind der Beschwer
deführerin alle Bürotätigkeiten ohne erhebliche Beanspruchung des linken Arms im Umfang von 80
%
zumutbar (vorstehend
E
. 3.4.3).
Die Beschwerdeführerin hat nicht nur eine abgeschlossene Berufsausbildung als Podologin mit entsprechender Praxiserfahrung, sondern - unter anderem - auch das entsprechende Diplom als Lehrmeisterin (vgl.
Urk.
6/6). Sie verfügt gemäss eigener Einschätzung über eine „
teilmedizinische Ausbildung
“
(
Urk.
6/125 S. 2 unten)
.
Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, zur Bestimmung des hypotheti
schen Invalideneinkommen
s
auf die Tabellenlöhne gemäss Lohnstrukturerhe
bung des Bundesamtes für Statistik (LSE) abzustellen, und
z
war
auf
diejenigen im Wirtschaftszweig „Gesundheitswesen“. An und für sich wären der Beschwer
deführerin mit ihrer jahrelangen Erfahrung im Management der eigenen Praxis auch Führungsfunktionen zuzutrauen, womit die Löhne von Niveau 1+2 mass
gebend wären. Zu ihren Gunsten ist jedoch auf den Lohn lediglich von Niveau 3 (vorausgesetzte Berufs- und Fachkenntnisse) zurückzugreifen.
Umgekehrt beste
hen damit keine Anhaltspunkte, die noch zusätzlich einen Abzug vom Tabel
lenlohn (vorstehend E. 1.4) rechtfertigen würden.
Der mittlere von Frauen mit Berufs- und Fachkenntnissen im Gesundheits
weisen im Jahr 2010 erzielte Lohn betrug
Fr.
5‘782.-- (LSE 2010, S. 27, Tab. TA1,
Ziff.
86, Niveau 3, Frauen), der branchenüblichen Wochenarbeitszeit von 41.5 Stunden (Die Volkswirtschaft 4/2014 S. 90 Tab. B9.2 lit. Q) angepasst so
wie bei einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
mithin
rund
Fr.
57‘
5
89.-- (
Fr.
5‘782.-- x 12 : 40.0 x 41.5 x 0.80) im Jahr 2010.
5.3
Der Vergleich des Valideneinkommens von
Fr.
83‘359.-- (vorstehend E. 5.1) mit dem Invalideneinkommen von
Fr.
57‘
5
89.-- (vorstehend E. 5.2) ergibt eine Ein
kommenseinbusse von
Fr.
25‘
7
70.--, was einem Invaliditätsgrad von rund 31
%
entspricht.
Bei diesem Invaliditätsgrad besteht kein Rentenanspruch. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.
6.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die In
-
vali
denversicherung (IVG) sind ermessensweise auf
Fr.
900.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.