Decision ID: df84fecd-4cb6-49c4-9017-dc950f7ca15e
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1965, war ab Dezember 1998 bei der
Y._
zunächst zu 80
% und
aus gesundheitlichen Gründen
ab Januar 2000 zu 60
% als Betriebsmitarbeiterin Hotellerie angestellt
(Urk. 6/27/2)
. Ab Frühling 2003 verzeichnete sie verschiedene Grade von Arbeitsun
fähigkeiten
(Urk. 6/9)
. Am 29.
September 2003 meldete sie sich unter Hinweis auf eine seit längerer Zeit bestehende Müdigkeit und einen Gewichtsverlust bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leistungsbe
zug
an
(Urk. 6/1)
. Nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen
(Urk. 6/6, Urk. 6/10, Urk. 6/14, Urk.
6/16, Urk.
6/20, Urk.
6/21, Urk.
6/26)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 15.
August 2005
(Urk.
6/28)
sowie mit
Ein
spracheentscheid
vom 24.
November 2005
(Urk.
6/34)
einen Rentenanspruch.
1.2
Am 12.
Mai 2006 meldete sich die Versicherte nach einer am 16.
November 2005 erfolgten Darmoperation erneut zum Leistungsbezug an
(Urk. 6/39)
. Die IV-Stelle zog verschiedene Arztberichte
der behandelnden Ärzte
bei
(Urk. 6/44, Urk. 6/49)
und gab bei der
Z._
das Gutachten vom 3. März 2008 in Auftrag
(Urk. 6/56)
. Mit Verfügung vom 8.
Januar 2009 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch und hielt fest, ab dem 16. November 2005 sei die Versicherte arbeitsunfähig gewesen, doch seit dem 1. Juli 2006 sei
sie
in ihrer angestammten Tätigkeit wieder im ursprüngli
chen Pensum arbeitsfähig
,
und im Haushaltsbereich sei sie nicht eingeschränkt
(Urk. 6/78)
. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 11.
Februar 2009 am hiesigen Gericht Beschwerde
(Urk. 6/81/3-12). Mit Urteil vom 24.
November 2010
im Verfahren Nr. IV.2009.00151
hiess das Sozialversicherungsgericht
die Beschwerde
in dem Sinne gut, dass
es die angefochtene Verfügung vom 8.
Januar 2009 aufhob und die Sache an die IV-Stelle zu weiteren Abklärungen
und zu einem Neuentscheid
zurückwies.
1.3
Die IV-Stelle holte in Umsetzung des Urteils vom 24.
November 2010
(Urk.
6/90)
Arztberichte der behandelnden Psychiaterin
Dr.
med.
A._
,
Fach
ärztin
für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 14.
April 2011 (Urk. 6/9
7
) und des behandelnden Hausarztes
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, vom 23.
Juni 2011 (Urk.
6/
98, Urk.
6/100) ein
.
Daraufhin gab sie ein
bidisziplinäres
G
utachten beim
C._
in Auftrag (Urk.
6/101, Urk.
6/108, Urk.
6/118, Urk.
6/120), welches am 22.
Oktober 2012 erstattet wurde (Urk.
6/123).
Mit Vorbescheid vom 6.
Dezember 2012 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, da die Arbeitsfähigkeit aus
versicherungsmedizinischer Sicht nicht eingeschränkt sei (Urk.
6/126). Am 24.
Januar 2013 liess die Versicherte Ein
wand erheben (Urk.
6/129). Daraufhin stellte die IV-Stelle dem
C._
mit Schreiben vom 7.
März 2013 (Urk.
6/134) diverse Zusatzfragen, welche am 30.
Apri
l 2013 beantwortet wurden (Urk. 6/136). Mit Verfügung vom 14.
November 2013 entschied die IV-Stelle im Sinne ihres Vorbescheids (
Urk.
2).
2.
Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Barbara Laur, am 12.
Dezember 2013 Beschwerde erheben
.
Sie beantragte, es sei ihr eine Invalidenrente auszurichten. Zudem stellte sie den prozessualen Antrag, ihr sei die unentgeltliche Prozessführung
zu bewilligen und in der Person von Barbara Laur eine unentgeltliche Rech
ts
vertreterin
zu bestellen (Urk. 1). Mit Eingabe vom 27.
Januar 2014 beantragte die IV-Stelle die
Abweisung der Beschwerde (Urk. 5). Mit Verfügung vom 18.
März 2014 wurde der Versicherten die unent
geltliche Prozessführung gewährt und Barbara Laur als unentgeltliche
Rechts
vertreterin
bestellt. Zudem wurde ein zweiter Sc
hriftenwechsel angeordnet (Urk.
1
1). Die Versicherte liess am 3.
Juli 2014 die Replik erstatten
(Urk.
15) und die IV-S
telle teilte mit Eingabe vom 2.
September 2014 den Ver
zicht auf eine Duplik mit (Urk.
17).
Am 23. September 2014 reichte Rechtsanwältin Barbara Laur auf telefonische Aufforderung hin ihre Kostennote ein (Urk. 19, Urk. 20).
Mit Verfügung vom 28. Oktober 2014 wurde die BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich zum Prozess beigeladen und ihr Frist zur Stellungnahme ange
setzt (Urk. 21). Am 3. Februar 2015 beantragte die BVK, die Beschwerde sei abzuweisen (Urk. 26). Mit Verfügung vom 6. Februar 2015 wurde den Parteien Frist angesetzt
,
um sich zur Stellungnahme der Beigeladenen zu äussern
(Urk.
28), worauf die IV-Stelle mit Eingabe vom 16. Februar 2015 verzichtete (Urk. 30). Die Versicherte liess am 26. Februar 2015 mitteilen, dass sie an ihren Anträgen und deren Begründung festhalte (Urk. 31).
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die massgeblichen rechtlichen Grundlagen
zur Invaliditätsbemessung, d
en
Renten
abstufungen
und der Neuanmeldung
wurden bereits im Urteil vom 24.
November 2010 wiedergegeben
.
An diesen hat
auch die IV-Revision 6a
, die am 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist,
nichts geändert
.
Angesichts der erwähnten rechtlichen Grundlagen ist zu ergänzen
, dass Beein
trächtigungen der psychischen Gesundheit in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4
Abs.
1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung
(IVG)
in Verbindung mit Art. 8 des Bun
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) bewirken können. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.
2
D
ie Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht)
ist
,
um den
Invaliditäts
grad
bemessen zu können
,
auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderli
chen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berück
sichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person aus
einander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen
Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräu
mende Unsicherheiten
und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
1.
3
Gemäss Art.
29 Abs.
2 der Bundesverfassung haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit
wirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung ein
greifenden Entscheids zur Sache zu äusse
rn, erhebli
che Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Er
hebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 S. 370 mit Hinweisen).
Nach der Rechtsprechung kann eine
nicht besonders schwerwiegende
Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E. 3d/
aa
S. 437). Von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leer
lauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer
beförder
-
lichen
Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1 S. 390 mit Hinweis).
2.
2.1
Die Versicherte rügt
e
eine
Missachtung ihrer Mitwirkungsrechte
, da sie keine Möglichkeit geha
b
t habe, zu den Zusatzfragen Stellung zu nehmen, welche die IV-Stelle der Gutachterstelle
C._
mit Schreiben vom
7. März 2013
unterbreitet hab
e
,
und
da
sie auch keine Gelegenheit erhalten habe, ihrers
e
its Zusatzfragen zu stellen. Zudem habe sie die Beantwortung dieser Fragen
zwar anschliessend zugestellt
erhalten
, doch die IV-Stelle habe ihre Verfügung erlassen
,
ohne ihre Stellungnahme abzuwarten. Wenn eine Amtsstelle eine Frist ohne Hinweis auf
eine letztmalige Gewährung erstrecke, könne praxisgemäss mit einer weiteren Erstreckung gerechnet werden. Die angefochtene Verfügung sei schon alleine wegen der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör aufzuheben
(Urk.
1
S.
5-6
, Urk.
15)
.
2.2
Im
Vorbescheidverfahren
unterbreitete die IV-Stelle dem
C._
nach Eingang des Einwands der Versicherten vom 24.
Januar 2013 (Urk. 6/129) am 7. März 2013 diverse Zusatzfra
gen (Urk.
6/134)
, welche am 30.
April 2013 beantwortet wurd
en (Urk.
6/136).
Mit Schreiben vom 29.
August 2013 setzte die IV-Stelle der Versicherten eine zwanzigtägige Frist
,
um sich zu
diesen
von ihr neu getätigt
en Abklärungen zu äussern (Urk.
6/137).
Am 4.
September 2013 liess die Versicherte um Fristerstreckung ersuchen und ausführen, dass sie neben den Antworten des
C._
auch den Fragekatalog benötige, um Stellung nehmen zu können
(Urk.
6/138). Die IV-Stelle stellte der Ver
sicherten mit Schreiben vom 19.
September 2013 das Angeforderte zu und setzte eine neue Frist von zwanzig Tagen ab Erhalt dieser Mitteilung
an (Urk.
6/139)
. Mit Schreiben vom 3.
Oktober 2010 liess die Versicherte um eine Fristerstreckung bis zum 7. November 2013 ersuchen
(Urk.
6/140). Dieses Ges
uch wurde mit Schreiben vom 10. Oktober 2013 bewilligt (Urk.
6/141). Mit Schreiben vom 7.
November 2013 ersuchte die Vertreterin der Versicherten unter Hinweis auf längeren krankheitsbedingten Ausfall um eine weitere Fristerstreckung bis
am
7.
Dezember 2013 (Urk.
6/143). Am 14.
November 2013 erging d
ie angefochtene Verfügung (Urk.
2).
2.
3
Die IV-Stelle hätte der Versicherten Gelegenheit geben müssen, dem
C._
eben
falls Zusatzfragen zu unterbreiten und sie
hätte
bei Abweisung des Gesuchs um Fristerstreckung vom 7. November 2013
eine kurze Notfrist einräumen müssen, da die
vorangegangene
Fristerstreckung nicht als letztmalige bezeichnet worden war. Doch die Versicherte konnte sich im Rahmen des vorliegenden Verfahrens mittels zweier Eingaben
(Urk. 1, Urk.
15)
ausführlich zur Sache und somit auch zu den dem
C._
gestellten Zusatzfragen sowie deren Beantwortung äussern. Dabei verfügt das Sozialversicherungsgericht im vorliegenden Verfahren über eine umfassende Kognition.
Der
A
ntrag
der Versicherten
lautet nicht auf
Rück
weisung
der Sache
, sondern auf Ausrichtung einer Invalidenrente
(Urk. 1
S. 2)
,
und
sie äussert sich ausführlich materiell zur Sache (Urk. 1). Die Versicherte
legt weder dar, welche Zusatzfragen sie dem
C._
hätte stellen noch welche Fragen
der IV-Stelle
sie hätte bemängeln wollen
(Urk. 1)
.
Anzumerken ist, dass
sich diese Zusatzfragen und die darauf erteilten knappen Antworten
des
C._
im vorliegenden Verfahren nicht als
entscheidrelevant
erweisen
. Unter diesen Um
ständen würde die Rückweisung
an die Verwaltung
zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu
einer
unnötigen Verzögerung
in diesem bereits mehr als acht Jahre dauernden Verfahren
führen
.
Von einer Rückweisung wegen Verlet
zung des rechtlichen Gehörs ist daher abzusehen und i
m Folgenden
ist
die Frage des Anspruchs auf eine Invalidenrente zu beurteilen
.
2.
4
Anzumerken bleibt, dass der
Behandlungszeitpunkt des Gesuchs um Bestellung der unentgeltlichen Rechts
vertreterin
im Verwaltungsverfahren, welcher durch die Versicherte als verspätet kritisiert wurde (Urk.
1, Urk.
15), nicht Thema des vorliegenden Verfahrens
ist
, weshalb
dazu keine
weitere
n
Ausführungen
erfol
gen
.
Vielmehr ist zu prüfen, ob sich
z
wischen November 2005 und der ange
fochtenen Verfügung
vom 14. November 2013
eine rentenrelevante Verände
rung ergeben hat.
3
.
3
.1
Im Urteil vom 24.
November 2010 wurde festgehalten, dass die Gutachter des
Z._
im Gutachten vom 3. März 2008 (Urk. 6/56)
einzig die psychiatrische Diagnose als relevant erachtet hätten und davon ausgegangen sei
en
, aufgrund der psychischen Störung
resultiere
ei
ne Arbeitsunfähigkeit von 10
%
. D
ie erhöhte Erschöpf
barkeit
der Versicherten
hätten die Gutachter zwar zum Teil
im Rahmen einer rezidivierenden Anämie gesehen, hierfür jedoch keine Arbeits
unfähigkeit attestiert, da sie von einer Behandelbarkeit dieser gesundheitlichen Störung ausgegangen seien. Solange eine gesundheitliche Störung nicht mit nachhaltigem Ergebnis therapiert sei, sei sie
jedoch
zu berücksichtigen und gegebenenfalls bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit miteinzubeziehen.
Nach Gutachtenserstellung habe sich die Versicherte zur Hysterektomie entschlossen, doch es gehe aus den gegenwärtigen Akten nicht hervor, wie sich hierauf die Erschöpfungsproblematik entwickelt habe.
Die Sache wurde daher zur erneuten Begutachtung und Beurteilung des Rentenanspruchs zurückgewiesen
(Urk.
6/90)
. In Nachachtung dieses Urteils gab die IV-Stelle ein
bidisziplinäres
Gutachten
(internistisch/psychiatrisch)
beim
C._
in Auftrag
(Urk.
6/102, Urk.
6/118, Urk.
6/119)
.
3
.2
Das Gutachten de
s
C._
vom 22.
Oktober 2012 basiert neben den Akten auf Untersuchungen vom 27.
August und 4.
September 201
2.
Es wurden
im Gut
achten zunächst
die Krankengeschichte, die Familien
-
, Berufs- und Arbeits-, die Sozial- und Systemanamnese sowie die geklagten Beschwerden erhoben
(Urk. 6/123/1-20)
.
Die Versicherte berichtete
den Gutachtern
, die seit Jahren bestehenden Probleme wie Erschöpfung, Müdigkeit und Anspannung habe sie
noch immer
. Darüber hinaus
leide sie
seit Jahren
an
psychische
n
Beschwerden, die niemals besser
geworden seien.
Sie leide an körperlichen und an psychischen Beschwerden gleichermassen.
Aktuell leide sie an massiven Darmentleerungsstörungen und Darmschwierigkeiten. Der Leib sei aufgebläht und sie könne nicht alles essen, sie müsse sich
glutenfrei
ernähren. Durch die permanenten Beschwerden sei sie sehr müde und erschöpft und leide an Kreislaufbeschwerden. Ihr Darm sei ihr Hauptproblem. Sie habe massive Blähungen, welche teilweise sehr schmerzhaft seien. Es gehe ihr kaum
je
besser, nur selten sei mal ein Tag weniger mühsam. Psychisch sei sie wegen ihren Darmproblemen deutlich belastet. Sie leide unter ständigen Blähungen und vermeide verständlicherweise soziale Kontakte. Durch die
Antidepressiva sei es besser gewo
rden, die
se
hätten ihr allerdings nicht vollständig geholfen. Nur wenn sie diese einnehme, könne sie gut schlafen. Durch die Darmprobleme fühle sie sich immens bedrückt und habe auch Ängste, wie es weitergehen solle. Oft habe sie keine Lust, sich zu verschiedenen Dingen aufzuraffen. Der Alltag und das Leben fielen ihr schwer. Zur behandelnden Psychiaterin gehe sie ungefähr einmal
im
Monat zum Gespräch. Die Psycho
therapie fände in deutscher Sprache statt. Man könne sich verständigen, obwohl sie nur weni
ge Brocken Deutsch verstehe -
sie könne nicht im Detail wiederge
ben wie diese Gespräche abliefen
(Urk.
6/123/19-20)
.
Die Versicherte gab an, sie sei kaum in der Lage, den Haushalt selbst zu bewälti
gen und erledige nur kleinere einfachere Tätigkeiten
,
mit angepassten Pausen und ihrem Rhythmus entsprechend. Treffen mit einem Freundeskreis fänden aufgrund ihrer Beschwerden und massiver Blähungen nicht regelmässig statt. Man telefoniere alle zwei bis drei Wochen. Die Verwandten lebten bis auf eine Schwester in der
D._
. Es bestehe ein gutes Verhältnis und
es
fänden
regelmässige Anrufe
statt
. In ihrer Freizeit gehe sie gelegentlich spazieren oder ins Schwimmbad, doch da sie schnell erschöpft sei, führe sie diese Tätigkeiten nicht lange aus. Meist ruhe sie sich daheim aus, lese oder sehe selten TV. Im letzten Sommer sei sie nach
E._
geflogen und dort drei Wochen bei Ver
wandten verblieben
(Urk.
6/123/17)
.
Sie beschrieb
zum Tagesablauf
, sie stehe meist um ungefähr sieben Uhr auf. Schon morgens habe sie Bauchschmerzen und Blähungen, sie verbringe den „halben Tag“ auf der Toilette. Sie trinke danach ein Glas Wasser und nehme ein kleines Frühstück ein. Anschliessend erledige sie den Haushalt, räume auf und gehe spazieren. Je nach Befinden sei sie zu Hause, ruhe sich aus und nehme das Mittagessen ein. Danach erledige sie wieder den Haushalt und mache nichts Besonderes. Sie lese oder versuche eine andere Beschäftigung zu finden. Dann koche sie das Abendessen, welches man zusammen um 18 Uhr einnehme. Die weitere Zeit verbringe sie zusammen mit der Familie und gehe früh zu Bett
(Urk.
6/123/17)
.
3
.3
Es wurde
von der psychiatrischen Gutachterin
Dr.
med.
F._
festgehalten, dass die Versicherte den Blic
kkontakt aktiv aufrecht erhalte
und die Fragen aktiv mit spontanen Angaben beantwortet habe. Die Grundstimmung habe sich als
situa
tionsangepasst
, freundlich und ausgeglichen dargestellt. Allerdings habe die Versicherte eine situationsbezogene Bedrücktheit gezeigt, als ihre Beschwerden zur Sprache gekommen seien. Klinisch hätten sich keine Anhaltspunkte für Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen gezeigt. Eine Erschöpfungs
-
ten
denz
oder eine Müdigkeit im Rahmen der gutachterlichen Untersuchung seien nicht ausgemacht worden. Depressionstypische Denkinhalte seien nicht festge
stellt worden. Insbesondere habe die Versicherte das Vorhandensein von Insuf
fizienzgefühlen, Gefühlen der Wertlosigkeit, Schuldgefühlen oder dergleichen verneint. Ein Interessensverlust, welcher alle Belange des alltäglichen Lebens betreffen würde, sei nicht festgestellt worden und aus psychiatrischen Gründen
seien
keine Einschränkungen im sozialen und im Integrationsniveau festgestellt worden. Die Freudfähigkeit sei vorhanden und die Affektivität erscheine unbe
einträchtigt. Es sei keine depressionstypische psychomotorische Verlangsamung vorgelegen, es sei
en
kein Morgentief
und
keine andere depressionstypische Schlafstörung auszumachen. Suizidalität und Gedanken an Lebensüberdruss seien seitens der Versicherten verneint worden
(Urk.
6/123/26-27)
.
3
.4
Die Laborwerte
lagen
mit Ausnahme des
Kreatinin im Serum und des TSH
im Normbereich,
i
nsbesondere
auch
die
Ferritin
-Werte und die Hämoglobin-Werte
(Urk.
6/123/23
, Urk.
6/123/36
)
.
In Sachen Medikamentenspiegel wurde festge
stellt, dass die Versicherte das Medikament
Efexor
einnahm, das Medikament
Remeron
jedoch unter dem Refer
e
nzbereich vorlag, obwohl die Versicherte eine antidepressive Behandlung mit
Remeron
und
Efexor
geltend gemacht habe
(Urk. 6/29-30).
Es wurden keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
gestellt
(Urk. 6/123/32).
Als Diagnosen ohne Einfluss a
uf die Arbeitsfähigkeit wurden gestellt
(Urk. 6/123/32):
Neurasthenie (ICD-10 F48.0), Zustand nach depressiver Reaktion, akten
kundig und aktuell vollumfänglich remittiert
Status nach Hashimoto Thyreoiditis (aktenkundig erwähnt)
Sprue
(aktenkundig erwähnt)
Status nach Hämorrhoidalthrombose
Status nach Hysterektomie
3
.5
Insbesondere das Vorliegen einer depressiven Störung
wurde
verneint. Es wurde ausgeführt,
es seien
von den geforderten Kriterien nach ICD-10 weder eine anhaltende depressive Affektivität noch eine typisch depressionsbedingte psychomotorische Antriebsminderung oder Einschränkung der Freudfähigkeit bei der psychiatrischen Exploration sowie gemäss den eigenen Angaben
der Versicherten
festgestellt worden.
Den
Arztberichten und aufgeführten Befunden, welche eine Depression erwähnten, seien keine Symptome und kein genauer psychopathologischer Befund zu entnehmen, welche eine depressive Störung im Sinne der ICD-10 Kriterien begründen würden. Allerdings könne das Vorliegen einer solchen depressiven Störung aufgrund der gesamthaft vorliegenden
Arzt
berichte
n
auch nicht gänzlich von der Hand gewiesen werden. Da sich die psychische Situation im Verlauf trotz schlechter Compliance stabil gehalten habe, könne von einer Remission der depressiven Symptomatik unter anti
-
depressiver Medikation ausgegangen werden (Urk.
6/123/28-30).
Es
wurde von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausgegangen und festge
halten, die Versicherte sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Reini
gungsangestellte
zu 100
%
arbeitsfähig.
Es werde auch retrospektiv kein anhal
tender Gesundheitsschaden attestiert und
es
habe nur für den Zeitpunkt der
Hospitalisationen
eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit zu maximal 100
%
bestanden
(Urk. 6/123/37-38)
.
Zur Neurasthenie wurde ausgeführt, diese begründe keine Annahme eines anhal
tenden Gesundheitsschadens und schränke die Arbeitsfähigkeit nicht ein. Dabei wurde
,
unter Anwendung der sogenannten Foerster-Kriterien festgehal
ten, dass
es der Versicherten bei ausreichender Willensanstrengung möglich sein sollte, die von ihr beschriebenen subjektiven Beschwerden zu überwinden
(Urk.
6/123/31)
.
4
.
4
.1
4.1.1
Mit Urteil vom 24. November 2010
war
das Verfahren an die Verwaltung insbe
sondere
deshalb
zurückgewiesen
worden
, um die Auswirkungen der rezidivie
renden Anämie auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten abzuklären (Urk
. 6/90)
. Aus den im Rahmen des Gutachten
s
des
C._
durchgeführten Laborunter
-
suchungen ergibt sich nun, dass sich die
Ferritinwerte
(Eisenwerte)
und
die im Zusammenhang mit einer Anämie relevanten
Hämoglobinwerte nach erfolgter Hysterektomie sowie weiteren Folgeoperationen normalisierten (Urk. 6/123/23, Urk. 6/123/36). Dies deckt sich mit den Feststellungen des behandelnden Haus
arztes
Dr.
B._
, welcher im
Schreiben
vom 24. Januar 2013 festhielt, er habe nach der Hysterektomie keine Eisenmangelanämie mehr feststellen kön
nen, das Gewicht
der zuvor untergewichtigen Versicherten
sei konstant
,
und unter Substitution mit
Eltroxin
sei die Hashimoto-
Threoiditis
optimal
behandelt.
Entsprechend führte
Dr.
B._
aus, insgesamt
habe sich
der
Zustand der
Versicherten von der somatischen Seite her
ab Anfang 2009 schleichend stabi
lisiert (Urk.
6/131)
.
4.1.2
D
ie Versicherte
kritisiert
das Fehlen einer
endokrinologischen
Beurteilung
im Gutachten
, wobei sie im Einwand vorgebracht hatte, dies sei bei nachgewiesener Schilddrüsenerkrankung unabdingbar (Urk.
1 S.
6, Urk.
6/129/3).
Bezüglich der Schilddrüsenerkrankung
wurde von der IV-Stelle im Rahmen der Rückweisung keine weitere Abklärung verlangt
(Urk. 6/90)
, weshalb der
Beizug
eines Endo
krinologen als Gutachter nicht notwendig war. Im Rahmen der Messungen für das
C._
-Gutachten fiel zwar der TSH-Wert niedrig aus, die T4
-
und T3
-
Werte lagen jedoch im normalen Rahmen (Urk.
6/123/23). Im Übrigen wären bei einer Hypothyreose erhöhte TSH-Werte zu erwarten, während
im Rahmen der
C._
-Messung
die TSH-Werte niedrig ausfielen, was allenfalls mit der
Hormonsub
stitution
zusammenhängt, welche regelmässig zu kontrollieren und anzupassen ist. Anzumerken ist, dass d
ie Substit
ution mit
Eltroxin
auch gemäss dem behan
delnde
n
Arzt
Dr.
B._
grundsätzlich
funktioniert
und im Oktober 2012 normale Messwerte zu verzeichnen waren (Urk. 6/131)
.
Es ist somit festzuhalten, dass von somatischer Seite her
zum Zeitpunkt des
C._
-Gutachtens
keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu stellen
war
.
4.1.3
Zu prüfen bleibt, ob die Versicherte
in der Zeit zwischen
November 2005
und der Erstattung des
C._
-Gutachten
vom 22. Oktober 2012
jemals längere Zeit aus somatischen Gründen arbeitsunfähig war
.
D
ie Versicherte
meldete sich am 15. November 2005 wegen starker analer Schmerzen bei
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Chirurgie
,
und
musste sich am
16. November 2005
einer Hämor
rhoiden-Operation unterziehen, welche aufgrund einer ausgedehnten
Thrombo
sierung
des Häm
orrhoidal-Ple
xus nötig w
ar
und teilstationär durchgeführt wurde (Urk. 6/41/3). Nach dieser Operation trat eine
ano
-rektale Blutung auf, weshalb
sich
die Versicherte a
m 25. November 2005
erneut op
erier
en lassen
musste, wobei die Anlage eines doppelläufigen Anus
praeter
notwendig war (Urk. 6/41/4). A
m 24. April 2006
erfolgte eine weitere Operation, um den Anus
praeter
zu
rückzuverlegen (Urk.
6/41/5).
Im Bericht vom
17. Juni 2006 hielt
Dr.
B._
unter Verweis auf diese Krankengeschichte eine
vollständige
Arbeitsunfähigkeit fest (Urk. 6/41/1-2).
Dr.
B._
bestätigte am 9. Juni 2007
erneut eine
vollständige
Arbeitsunfähigkeit, wobei er insbesondere auf eine diffuse Müdigkeit und Kraftlosigkeit verwies (Urk. 6/49/2).
Nach
einer am 29.
Januar 2008 erfolgten Blutentnahme wurde
im Labor
ein ausgeprägter Eisen
mangel und eine milde Anämie festgestellt
(Urk. 6/56/2
1-22, Urk. 6/56/27-30
).
Am 1. April
2008
unterzog die Versicherte sich zur Behandlung der Anämie und des Eisenmangels einer leichten therapeutischen Hysteroskopie (Level II), wobei diese Operation von der Klinik für Gynäkologie des
H._
ambulant durchgeführt wurde (Urk. 6/75/3-4).
Dr.
B._
hielt am 11. Sep
tember 2008 fest, dass trotz bereits fünf Mal durchgeführte
r
intravenöser Eisensubstitution
weiterhin ein
massiv
er
Eisenmangel bestehe. Ohne totale Hysterektomie sei keine Besserung zu erwarten (Urk. 6/75/1-2, Urk. 6/75/5).
A
m 15. Oktober
2008 führte die Klinik für Gynäkologie des
H._
zur Behandlung der Anämie eine abdominale Hysterektomie durch und die Versicherte wurde nach einem stationären Spitalaufenthalt am 21. Oktober 2008 entlassen (Urk. 6/81/41-44).
Aufgrund von anschliessend aufgetretenen Komplikationen in Form eines Darmverschlusses war am 7. November 2008 eine weitere Operation in der Klinik für Viszeral- und Transplantationschirurgie des
H._
notwendig. Nach der Operation bestand der Ver
dacht eines Wundinfekts, welcher behandelt wurde, bevor die Versicherte am 25. November
2008
in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden konnte (Urk. 6/81/46-47).
Wie bereits erwähnt
hielt
Dr.
B._
am 24. Ja
nuar 2013
fest, nach der
im
Herbst 2008
durchgeführten Hysterektomie
habe er keine Eisenmangelanämie mehr festgestellt. Von der somatischen Seite her habe sich der Zustand ab Anfang 2009 schleichend stabilisiert (Urk. 6/131).
Die somatischen Arzt- und Operationsberichte aus den Jahren 2005 bis 2008 legen dar, dass die Versicherte in diesen Jahren massiv unter somatischen Beschwerden litt und sich insgesamt, auch wegen jeweils aufgetretenen Kompli
kationen, sechs Mal operieren lassen musste
(Urk. 6/41/3, Urk. 6/41/4, Urk. 6/41/5, Urk. 6/75/3-4, Urk. 6/81/41-44, Urk. 6/81/46-47)
. Zudem litt sie wäh
rend dieser Zeit
vor der Durchführung der abdominalen Hysterektomie,
wie sich
aus
dokumentierten Laboruntersuchungen ihres Blutes ergab, unter Eisenmangel und Anämie
(Urk. 6/56/21-22, Urk. 6/56/27-30, Urk. 6/75/1-2, Urk. 6/75/5)
.
Wenn auch
für diesen Zeitraum - insbesondere
von Mitte des
Jahres
2006 bis
zum Anfang
des Jahres 2008
-
nur wenige echtzeitliche somatische Arztberichte vorhanden sind, so ist aufgrund dieser doch mit überwiegender Wahrschein
lichkeit davon auszugehen, dass die damaligen Beschwerden der Versicherten massgeblich
somatisch bedingt waren und insbesondere
mit dem
dannzumal
unbehandelten Eisenmangel und der
unbehandelten
Anämie zusammenhingen. Wie im Urteil vom 24. November 2010 festgehalten wurde, sind auch grund
sätzlich behandelbare Beschwerden versicherungsrechtlich relevant,
solange deren
Behandlung
noch
nicht erfolgt ist (Urk. 6/90
)
.
4.1.4
Es ist somit festzuhalten, dass die Versicherte aufgrund der zahlreichen Operatio
nen, Spitalaufenthalte und somatischen Beschwerden, insbesondere der damals noch unbehandelten Anämie, vom 1
6
. November 2005 bis Ende Dezem
ber 2008
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
nicht arbeitsfähig
war und auch ihre Aufgaben im Haushalt nicht erfüllen konnte
.
Im
Gutachten des
C._
vom 22. Oktober 2012 wurde zwar
verneint, dass ausser während der Dauer der
Hospit
a
lisationen
je eine mindestens 20%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe (Urk. 6/123/38), doch dies erscheint angesichts der
echtzeitlichen
Kran
kengeschichte
für die Zeit
von November
2005 bis
Dezember
2008 nicht
zutreffend
und wurde für diese Zeitspanne
von den Gutachtern des
C._
auch nicht nachvollziehbar begründet
, weshalb in Bezug auf diese Frage vom
C._
-Gutachten abzuweichen ist
.
4.1.5
Die Neuanmeldung
zum Leistungsbezug
erfolgte am 1
2.
Mai 2006 (Urk. 6/39).
Bis
am
31. Dezember 2007 galt
rechtlich
Folgendes:
Ein
Rentenanspruch nach Artikel 2
9
aIVG
en
tstand
frühestens in dem Zeitpunkt, in dem
die versicherte Person
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art. 6 ATSG
) gewesen war. Die Rente
wurde nach den damaligen Bestimmungen v
om Beginn des Monats an ausge
richtet, in dem der Anspruch
entstand (
Art. 29
Abs.
1
lit
. b und
Abs.
2 Satz 1
a
IVG
).
Die Versicherte hatte ihr Pensum aus gesundheitlichen Gründen von 80
%
auf 60
%
reduziert (Urk. 6/27/2). Nach unbestritten gebliebener Aussage würde sie im Gesundheitsfall 80
%
arbeiten (Urk. 6/81/30).
D
a die
gänzliche
Arbeitsunfähigkeit
(
und
die
Unfähigkeit
,
im Haushalt tätig zu sein
)
am 1
6
. No
vember 2005
(Zeitpunkt der ersten Operation =
Urk. 6/41/3)
begann
en
, entstand der
Rentenanspruch
für eine ganze Rente
somit ab dem 1. November 2006. Da die letzte Operation am 7. November 2008 stattfand, die Versicherte am 25. No
vember 2008
aus dem Spital
entlassen werden konnte
(
Urk. 6/81/46-47)
und
erst
nach der Hysterektomie keine
Eisenmangelanämie mehr festgestellt
wurde (
Urk. 6/131, Urk. 6/123/23, Urk. 6/123/36)
, ist von einer
erneuten
Arbeitsfähig
keit ab Januar 2009 auszugehen. Aufgrund von Art. 88a
Abs.
1
der Verordnung über die Invalidenversicherung
(IVV)
ist diese Verbesserung der Arbeitsfähigkeit nach einer Dauer von drei Monaten
zu berücksichtigen, weshalb die ganze Invalidenrente bis am 31. März 2009 zu befristen ist.
4.1.
6
Nachdem feststeht, dass die Versicherte
allein
aufgrund ihrer somatischen Beschwerden für die Zeit vom 1. November 2006 bis am 31. März 2009 Anspruch auf eine befristete ganze Invalidenrente hat, bleibt zu prüfen, ob sie aufgrund psychischer Beschwerden einen über diese Zeit hinausgehenden Anspruch hat.
4
.
2
4.2.1
Die
psychiatrische Diagnose einer Neurasthenie wurde sowohl im Gutachten de
s
Z._
vom 3. März 2008
als auch im
C._
-Gutachten
22. Oktober 2012
gestellt (Urk.
6/56/21, Urk.
6/123/32). Im Jahr 2005 und 2006 war diese Diagnose auch durch die behandelnde Psychiaterin
Dr.
A._
gestellt worden (Urk.
6/39/2, Urk.
6/44/1). Zudem
wurde
diese Diagnose einer Neurasthenie im
C._
-Gutachten
überzeugend begründet, indem
dargetan w
u
rd
e
, dass aufgrund der Krankheitsgeschichte und der geklagten Beschwerden die Symptomatik dieser Störung gemäss den ICD-10 Kriterien
vorliege
. Die Versicherte klage sei
t
über zehn Jahren über neurasthenische Beschwerden. Darunter falle auch die rasche Ermüdbarkeit, über welche sie klage. Zudem
passten
die Spannungskopfschmer
zen, somatischen Beschwerden, Kreislaufprobleme und das regelmässige Schwarzwerden vor Augen, über welches die Versicherte berichte, zu dieser Diagnose (Urk.
6/123/30-31).
Im Gutachten der
Z._
vom 3. März 2008
wurde davon ausgegangen, dass die Neurasthenie die Arbeitsfähigkeit um 10
% beein
trächtige
,
und im
C._
-Gutachten
vom 2
2.
Oktober 2012
wurde davon
ausge
gangen, dass
eine
volle Arbeitsfähigkeit vorliege (Urk.
6/56/25, Urk.
6/123/37-38).
4.2.2
Soweit der behandelnde Hausarzt
Dr.
B._
im Bericht vom 23.
Juni 2011 als Diagnose eine depressive Störung mit somatischen Symptomen bei diversen psychosozialen Belastungssituationen aufführte (Urk.
6/98/2), ist dazu anzu
merken, dass diese Diagnose keinem ICD-10 Code entspricht. Zudem ist Dr.
B._
kein psychiatrischer Facharzt. Auf seine
psychiatrische
Diagnose sowie die gemäss ihm bestehende Arbeitsfähigkeit von maximal zweieinhalb Stunden pro Tag (Urk.
6/98/
1) kann somit nicht abgestellt werden
,
und diese vermag die psychiatrischen Diagnosen und Einsc
hätzungen der Arbeitsfähigkeit im
Gutachten des
C._
vom
22. Oktober 2012
nicht in
Zweifel zu ziehen
.
Das
selbe gilt für die Einschätzung von Dr.
B._
im Schreiben vom 24.
Januar 2013, in welchem er eine mittelgradige Depression aufführte und zudem erklärte, die Versicherte leid
e seit Jahren an einem
Anismus
(Urk. 6/131
/1-2
).
4.2.3
Die behandelnde Psychiaterin
Dr.
A._
führte im Bericht vom 14.
Februar 2011 aus, es liege ein chronisches depressives Zustandsbild vor. Als Differ
e
ntialdiag
nose hielt sie eine reaktive Depression (ICD-10
:
F32) fest (
U
rk.
6/97/1). Dabei führte sie aus, dass sich die Versicherte seit Januar 2005 vor allem wegen der depressiven Symptomatik
bei ihr in
Behandlung befinde. Als Symptome seien aktuell ein Stimmungstief, Hoffnungslosigkeit und Müdigkeit
vorhanden
. Die Versicherte sei müde, blass, traurig, freundlich und gefühlsmässig gut zugäng
lich. Sie klage über Insuffizienz und Schuldgefühle, da sie so wenig belastbar und leistungsfähig sei
(Urk.
6/97/2)
.
Dr.
A._
hielt fest, die depressive Ver
stimmung schränke die Arbeitsfähigkeit im Sinne einer reduzierten Belastbar
keit und Müdigkeit ein. Aus psychiatrischer Sicht könne sie den Grad der Arbeitsunfähigkeit nicht beurteilen, da dieser ihres Erachtens zunächst soma
tisch bedingt sei. Da die Versicherte schon den eigenen Haushalt nur mit Hilfe ihres Ehemannes und ihrer Schwester bewältigen könne, sei eine Arbeit als Reinigungskraft
zur Zeit
nicht zumutbar (Urk.
6/97
/2-3).
Dr
.
A._
gab bei der von ihr diagnostizierten
Depression keinen Schweregrad an
. Zudem führte sie
im Bericht vom 14. Februar 2011
(Urk. 6/97)
nicht aus, weshalb sie die
in den Jahren 2005 und 2006
gestellte Diagnose einer Neurasthenie
(Urk. 6/39/2, Urk. 6/44/1) in
eine Depression geändert hatte
.
S
o
hielt sie
in diesem Bericht
fest, dass sie die Arbeitsfähigkeit nicht einschätzen könne und diese aus ihrer Sicht vor allem aufgrund somatischer Leiden eingeschränkt werde
(Urk. 6/97/2)
,
was gegen eine
relevante
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatri
scher Sicht spricht
.
4.2.4
Im Übrigen
ging
die IV-Stelle
in ihrer Verfügung vom 14.
November 2013
(Urk.
2)
zu Recht
davon
aus
, dass die
Neurasthenie nach Massgabe der
Recht
sprechung
nur ausnahmsweise, bei
Vorliegen einer psychischen Komorbidität von e
rheblicher Schwere, Intensität,
Ausprägung und Dauer oder dem V
orhan
densein anderer Kriterien,
invalidisierenden Charakter auf
weist
(
vergleiche Urteil
des Bundesgerichts
9C_454/2013 vom 29.
Oktober 2013
, E.
4.1
)
. Das Bundesgericht qualifizierte
die Rechtsprechung betreffend
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern entgegen der von der Versicherten vorgebrachten Kritik (Urk. 1 S. 8)
auch nach Auseinandersetzung mit dem von der Versicherten im Einwand erwähnten Gutachten von
Müller/
Kradolfer
(Urk
. 6/129
/4-5
) als
nicht diskriminierend (vgl.
BGE 139 V 547)
.
Nach
der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung begründet eine
fach
ärzt
lich (psychiatrisch) diagnostizierte anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren
Willens
anstrengung
überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die
Schmerzbe
wältigung
intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllte Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjäh
riger,
chronifizierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein ausgewiesener sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; „Flucht in die Krankheit"); ein
unbefriedigendes Behandlungsergebnis
trotz konsequent durchgeführter ambulanter und/oder stationärer Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte
Rehabilita
-
tionsmassnahmen
bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung (koopera
tive Haltung) der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - aus
nahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352, 131 V 49 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3).
Die im Bereich der
somatoformen
Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdigung des invalidisierenden Charakters von Neurasthenie (Urteile
des Bundesgerichts
9C_
662/2009 vom 17. August 2010 E.
2.3
,
9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2 und I
70/07 vom 14. April 2008 E.
5
)
analog angewendet
.
Die Versicherte liess rügen, dass das
C._
bereits eine rechtliche Würdigung vorgenommen ha
be
(Urk. 1 S. 8)
. Doch
ein medizinisches Gutachten
kann und soll sich
zum Vorliegen der Nichtüberwindbarkeitskriterien äussern, wenn es um die Beurteilung von Leiden geht, bei welchen diese von der Rechtsprechung
angeführten Kritik
angewandt werden (vgl. Anhang 2 der Qualitätsleitlinien für psychiatrische Gutachten in der Eidgenössischen Invalidenversicherung der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie vom Februar 2012; Urteil des Bundesgerichts 9C_408/2010 vom 22.
November 2010 E.
6
mit weiteren Hinweisen). Zur Erwerbsfähigkeit oder zur Invalidität äusserte sich das
C._
-Gutachten
22. Oktober 2012
nicht und es ist grundsätzlich
Sache des
Gericht
s
, die
ärztlichen
Ausführungen zu den Kriterien der Unzumutbarkeit der willentlichen Überwindbarkeit im Rahmen der Würdigung des als Beweismittel vorliegenden Gutachtens zu berücksichtigen.
4.2.5
Bei der Versicherten liegt keine psychische Komorbidität
von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer
vor (vgl. E. 4.2.2 und
E.
4.2.3). Die Versicherte
gab den
C._
-Gutachte
r
n
an, sie
telefonier
e regelmässig
mit Personen aus dem Freundeskreis
, welche sie aufgrund der Darmprobleme nicht regelmässig sehe,
sowie mit ihren Verwandten, welche bis auf eine Schwester in der
D._
leb
t
en.
Im Sommer 2012 habe sie
drei
Ferienwochen
bei Verwandten
in der
D._
ver
bracht
.
Als Aktivitäten
gab
sie
spazieren oder ins Schwimmbad
gehen an
.
Meist ruh
e
sie sich daheim aus, l
ese
und
s
chaue
selten TV.
Zudem erledige sie
kleinere einfachere Tätigkeiten
im Haushalt, koche
jeweils das Abendessen, welches m
an
um 18 Uhr einnehme, verbringe den Abend zusammen mit
ihrem Mann und ihren beiden Söhnen
und gehe früh zu Bett (Urk. 6/123/17, Urk. 6/123/17). Aufgrund dieser Schilderung
von
soziale
n
Kontakt
en
und Aktivitäten
ist ledig
lich von einem leichten sozialen Rückzug auszugehen.
Weiter
fehlt
es aktuell
an einer noch bestehenden chronischen körperlichen Begleiterkrankung
(vgl. E. 4.1). Für einen ausgeprägten Krankheitsgewinn bestehen keine Hinweise.
Ein
mehrjährige
r
Krankheitsv
erlauf
ohne längerfristige oder vollständige Remission
liegt vor. In dem Zusammenhang ist
auf eine zum Teil im Rahmen der Behand
lungen mangelhafte Compliance
der Versicherten
hinzuweisen
(Urk. 6/123/29-30).
Vor diesem Hintergrund muss festgehalten werden, dass die Kriterien, die ein Abweichen von der Überwindbarkeitsvermutung erlauben würden, nicht oder nicht in genügendem Ausmass erfüllt sind, weshalb die durch die Neuras
thenie veru
rsachten Beschwerden invalidenversicherungs
-
rechtlich als über
windbar erscheinen
.
Im
C._
-Gutachten
vom 22. Oktober 2012
wurde ausgeführt, die Möglichkeit, dass in der Vergangenheit eine depressive Störung vorgelegen habe, könne nicht gänzlich von der Hand gewiesen werden
. Aufgrund der Aktenlage könne das psychopathologische Bild nicht gänzlich rekonstruiert werden. Bezüglich einer allfälligen depressiven Störung lasse sich kein genauer
Remissionszeit
punkt
bestimmen
(Urk. 6/123/29)
.
Tatsächlich
kann aufgrund der Berichte der behandelnden Psychiaterin
Dr.
A._
(Urk. 6/39/2, Urk.
6/44/1, Urk. 6/97)
sowie der übrigen Aktenlage
für keinen Zeitraum
eine depressive Störung mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
mit dem notwendigen Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit nachg
e
wiesen
werden.
Es bleibt daher bei der aus somatischen Gründen zuzusprechenden befristeten Invalidenrente
.
4
.3
Die
Beschwerde vom 1
2.
Dezember 2013 (Urk. 1) ist insofern teilweise gutzuheis
sen, dass die Verfügung
vom 14. November 2013 (Urk. 2)
in dem Sinne
abzuändern ist, dass der Versicherten für die Zeit vom 1. November 2006 bis am 31. März 2009 eine befristete ganze Invalidenrente zuzusprechen ist. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
5
.
5
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen der gesetzlichen Vorgabe (Art.
69 Abs.
1
bis
IVG) auf
Fr.
75
0.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der
mehrheitlich
unterliegenden Beschwerdeführerin
zu zwei Dritteln und der mehrheitlich obsiegenden Beschwerdegegnerin zu einem Drittel
aufzuerlegen
. Der auf die Beschwerdeführerin entfallende Kostenanteil ist jedoch
zufolge der ihr gewährten unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf §
16 Abs.
4 des Geset
zes über das Sozialversicherungsgericht.
5.2
Mit Honorarnote vom 23. September 2014 machte
die unentgeltliche
Rechtsver
treterin
der Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin Barbara Laur
einen Aufwand von 9 Stunden und 20 Minuten sowie Barauslagen von
Fr.
98.50 geltend
(Urk. 20). Dieser Aufwand ist dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache ange
messen. Die Entschädigung beläuft sich unter Berücksichtigung des
gerichtsüb
lichen
Stundenansatzes
bis Ende 2014
von
Fr.
200.-- auf
Fr.
2‘122.40 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).
Für ihren zusätzlichen Aufwand für die Stellungnahme zur geäusserten Auffassung der Beigeladenen (Urk. 26, Urk. 31), der 2015 getätigt wurde und der mit dem Studium dieses Urteils anfallen wird, von schätzungsweise 1 Stunde, ist ab 2015 ein Ansatz von
Fr.
220.-- (zuzüglich 8
%
Mehrwertsteuer) anzuwenden, so dass ein gesamt
-
hafter
Betrag von
Fr.
2‘360.-- zu entschädigen ist.
Dieser Betrag ist aufgrund des Ausgangs des Verfahren
s
zu einem Drittel
als reduzierte
Prozessent
-
schädigung
der IV-Stelle aufzuerlegen
(
Fr.
786.--)
und zu zwei Dritteln
(
Fr.
1‘574.--)
auf die Staatskasse zu nehmen.