Decision ID: a797355c-4322-420e-a7e6-24aca4705a38
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1963, Mutter dreier Kinder (geboren 1987, 1990 und 1992) arbeitete zuletzt von April 2000 bis Dezember 2008
in einem Teilzeitpensum
im Bereich Reinigung bei der Stadt
Y._
(
Urk.
7/7). Am 2
9.
Oktober 2009 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine operierte Ferse bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/1).
Die IV-Stelle holte den Arbeitgeberbericht der Stadt
Y._
vom 1
2.
November 2009 (
Urk.
7/
7) und
diverse Arztberichte
(
Urk.
7/
8-10 und
Urk.
7/14)
ein. Am 1
8.
Februar 2010 teilte sie
der Versicherten mit, dass aufgrund ihres Gesundheitszustands zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (
Urk.
7/15).
Daraufhin beauftragte die IV-Stelle ihren Abklärungsdienst mit der Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (
B
ericht vom 3
0.
April 2010,
Urk.
7/17). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/
22
, Urk.
7/28 und
Urk.
7/35
)
sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 2
6.
August 2010 bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 41
%
mit Wirkung ab dem
1.
April 2010 eine
Viertelsrente
zu (
Urk.
7/39 und
Urk.
7/43).
1.2
Im Mai 2013 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen ein Revisionsverfahren ein
(
Urk.
7/46) und holte
insbesondere
den Bericht von
Dr.
med.
Z._
, FMH Innere Medizin, vom 2
0.
Januar 2014 (Eingangsdatum,
Urk.
7/58) ein. In
der Folge gab die IV-Stelle bei
m
A._
ein rheumatologisch-psychiatrisches Gutachten
(inkl. Evaluation der funktionellen
Leistungsfähigkeit, EFL
)
in Auftrag, das
am
4.
Juli 2014 (psychiatrisches Gutachten von
Dr.
med.
B._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
Urk.
7/71) resp. 2
8.
Juli 2014 (Gutachten des
A._
,
Urk.
7/72 [rheumatologische Beurteilung von
Dr.
med.
C._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation; EFL; interdisziplinäre Beurteilung])
erstattet wurde
. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vor
bescheid vom
3.
Juli 2015, Urk.
7/78, und Einwand vom
7.
September 2015,
Urk.
7/89) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 3
0.
September 2015 die Verfügung vom 2
6.
August 2010 wiedererwägungsweise auf und stellte die bisherige
Viertelsrente
der Versicherten gestützt auf einen Invaliditätsgrad
von 0
%
mit Wirkung auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am
3.
November 2015 Beschwerde und bean
tragte
, es sei die Verfügung vom 3
0.
September 2015 aufzuheben und es sei ihr weiterhin eine
Viertelsrente
auszurichten (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 3
0.
November 2015 auf Abweisung
der Beschwerde (
Urk.
6), was der
Beschwerdeführer
in
am 1.
Dezember 2015 ange
zeigt wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Verfügung vom
26.
August 2010
zu Recht wiedererwägungsweise aufgehoben
und die
Viertels
rente
d
er Beschwerdeführerin
per Ende
November 2015
eingestellt hat.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit k
önnen in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines
psychischen Ge
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend
objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welch
em Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesun
dheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, ein
zig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie
erwiesener
massen
therapieresistent sind (statt vieler:
BGE 140 V 193
E.
3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind - gesetzlich verlangten Konstellation ist den no
rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (
BGE 141 V 281
E. 3.7.1 bis 3.7.3
). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht
auszuschliessen
sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stati
onären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nach
haltig ausgeschöpft wurden (
BGE 140 V 193
E. 3.3
;
BGE
137 V 64
E.
5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun
desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E.
4.1).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad
gemäss
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
IVG
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Die seit dem 1. Januar 2004
massgeblichen
Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.6
Ändert sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers oder einer Rentenbezügerin in einer für den Anspruch erheblichen Weise, so ist die Rente laut
Art.
17
Abs.
1 ATSG für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzuset
zen oder aufzuheben. Der Revisionsordnung gemäss
Art.
17 ATSG geht jedoch der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 110 V 176 E. 2a;
Art.
53
Abs.
2 ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwal
tung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvorausset
zungen des
Art.
17
Abs.
1 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrich
tigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf
Art.
17
Abs.
1 ATSG gestützte Revisionsverfügung der Verwal
tung mit dieser Begründung schützen (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung lässt sich eine allgemein gültige
betragliche
Grenze für die Voraussetzung der Erheblichkeit der Berichtigung nicht festlegen. Mass
gebend sind vielmehr die gesamten Umstände des Einzelfalles. Bei periodischen Leistungen ist die Erheblichkeit der Berichtigung zu bejahen (BGE 119 V 475
E.
1c; Urteil des Bundesgerichts 9C_11/2008 vom 29. April 2008 E. 4.2 mit Hin
weisen
)
.
1.7
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
2.1.1
Im Rahmen der
Rentenzuspr
ache
vom 2
6.
August 2010 (
Urk.
7/43
) waren im Wesentlichen folgende ärztlichen Beurteilungen aktenkundig:
2.1.2
Dr.
med.
D._
, Leiter Fusschirurgie
der Orthopädischen Klinik des
E._
,
hielt im Bericht vom 1
3.
November 2009 fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (
Urk.
7/9
/1
):
(1)
eine chronische therapieresistente
Achillodynie
beidseits bei ausgeprägter
degenerativer
Insertionstendinopathie
mit Verkalkungen und entzündlichen
Veränderungen
, persistierende
n Schmerzen/protrahiertem postoperativem
Verlauf
nach entlastender
Calcaneusosteotomie
und
Achillessehnendébrid
e
ment
rechts
vom 1
5.
Dezember 2008, bestehend seit ca. 2005
(2)
eine depressive Entwicklung
(3)
ein chronisch
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
nannte er eine Adipositas.
Dr.
D._
erklärte, dass die Beschwerdeführerin in
der
zuletzt aus
geübten
Tätigkeit als Raumpflegerin
/Zimmermädchen
seit dem 15.
Dezember 2008 bis auf
Weiteres
zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Diese
Tätigkeit
werde
aus
schliesslich gehend/stehend ausgeübt mit chronischer Beanspruchung des Rückfusses. In ausschliesslich sitzender
Position
wäre zumindest eine partielle Arbeitsfähigkeit von 50
%
respektive
von
drei bis vier Stunden denkbar (wobei hier evtl. das
lumbospondylogene
Syndrom
limitierend sein könnte). Rein the
oretisch wäre, allein aufgrund der Fussproblematik, für eine vorwiegend sit
zende Tätigkeit zumindes
t eine Arbeitsfähigkeit von 50
bis 100
%
gegeben (
Urk.
7/9/2-3
).
2.1.3
Dr.
med.
F._
, FMH Allgemeine Innere Me
dizin und FMH Rheumatologie, hielt
im Bericht vom 1
9.
November 2009
(
Urk.
7/8/1) – ausser der depressiven Entwicklung – im Wesentlic
hen dieselben Diagnosen wie Dr.
D._
im Bericht vom 1
3.
November 2009 (
Urk.
7/9/1) fest, wobei er aber das festgestellte rezidivierende und wechselseitige
lumbovertebrale
Syndrom als ohne Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit einstufte.
Dr.
F._
gab
an, dass der Beschwer
deführerin Tätigkeiten im Stehen/Gehen gemäss Bericht des
E._
zurzeit noch immer nicht zumutbar seien. Für Tätigkeiten im Sitzen sollte sie uneinge
schränk
t einsatzfähig sein (
Urk.
7/8/
2).
2.1.4
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie,
stellte im Bericht vom
4.
Dezember 2
009 als psychiatrische Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit rezidivierende depressive Störungen bei emotional-instabiler Persönlichkeit mit
histrionischen
Zügen, bestehend mindestens seit 200
6.
Psychiatrische Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er keine.
Dr.
G._
erklärte, dass die Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit
als Putzfrau vom 1.
Januar 2009
bis auf
Weiteres
zu 30 bis 40
%
arbeitsunfähig sei (
aus psychiatrischen Gründen, ohne Berück
sichtigung
der orthopädischen Problematik;
Urk.
7/10
/2-3
).
2.1.5
Dr.
Z._
stellte
im Bericht vom 1
2.
Januar 2010 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf d
ie Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/14/5
):
(1)
eine Anpassungsstörung mit vorwiegender Störung anderer Gefühle (ICD-10
F43.23)
(2)
ein chronisches
lumbospondylogenes
und
cervicocephales
Schmerzsyndrom
(3)
ein protrahierter Verlauf bei chronischer
Achillodynie
-
Status nach
transtendinösem
Achillessehnendébridement
-
degenerative
Insertionstendinopathie
(4)
eine Adipositas
(5)
eine rezidivierende
Cephalgie
ohne neurologische Ausfälle
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeit
sfähigkeit nannte er keine. Dr.
Z._
erklärte, dass die Beschwerdeführerin
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit
als Raumpflegerin seit November 2008 zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Angesichts der fehlenden ob
jektivierbaren Befunde wäre sie
theoretisch arbeitsfähig. Sicherlich wäre
eine nur
reduzierte Arbeitsfäh
igkeit anzustreben (maximal 30
bis 40
%
). Es bestehe
dabei
eine verminderte Leistungsfähigkeit im Ausmass von 50
%
, maximal vier Stunden pro Tag
. Rein sitzende Tätigkeiten seien der Beschwerdeführerin
zumutbar. Rein stehende und we
chsel
bel
astende Tätigkeiten seien ihr
zu 50
%
zumutbar. Nicht zumutbar sei
en
Tätigkeiten, die vorwiegend im Gehen ausgeübt würden, Kauern und auf Leitern und Ger
üste steige
n. Knien und Heben/T
ragen s
eien der Beschwerdeführerin
zu 50
%
zumutbar
. Das Auffassungsvermögen sei leicht, die Anpassungsfähigkeit mit
telschwer und die Belastbarkeit schwer eingeschränkt
(
Urk.
7/14
/6-8
).
2.1.6
Dr.
med.
H._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsapparates, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) erklärte in der Stellungnahme vom 1
6.
Februar 2010, dass
hinsichtlich
der Beurteilung der Rest-Arbeitsfähigkeit
auf den B
ericht
von
Dr.
Z._
abgestellt werden könne
. In der bishe
rigen Tätigkeit al
s Putzfrau sei analog Dr.
Z._
eine 100
%ige Arbeitsunfähigkeit
ab
Dezember 2008
ausgewies
en. I
n einer behin
derungsangepassten Tätigkeit sei
an
alog
Dr.
Z._
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
ab
November 2009 ausgewiesen. Das
Belastungsprofil
sehe wie folgt aus
:
eine
leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne Kauern, Steigen auf Leitern und Gerüste und ohne läng
eres
Gehen in unebenem Gelände (
Urk.
7/20/3).
2.2
2.2.1
Anlässslich
des vorliegenden Revisionsverfahrens äusserten sich die beteiligten Ärzte wie folgt:
2.2.2
Dr.
Z._
stellte im Bericht vom 2
0.
Januar 2014 (Eingangsdatum) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/58/6):
(1)
ein chronisches Schmerzsyndrom
-
Nacken-Schulter-Problematik
(2)
ein chronisches rezidivierendes
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
-
psychische Vorbelastung
-
Migrationsproblematik
(3)
eine chronische depressive Erkrankung
-
Remeron
-Therapie
-
langjährige ambulante Psychotherapie
-
Angstsymptomatik
(4)
eine chronische
Achillodynie
beidseits bei schweren degenerativen Veränderungen
-
Dezember 2008: operative Revision mit
Calcane
uso
steotomie
rechts
-
Juni 2009: Revision rechts
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er (1) eine
Adnexektomie
links
(
Mä
rz 2010)
bei persistierenden
Adnexzysten
und (2) eine arterielle Hypertonie, bestehend seit vielen Jahren.
Dr.
Z._
gab an, dass
die
Beschwerdeführerin insbesondere über starke
Schmerzen
im Nacken-
Schulter- und Beckengürtelbereich sowie an beiden Fersen
klage
.
Seit 2009 sei ihr keine Tätigkeit zumutbar.
Aufgrund ihrer psychischen Verfassung (leidend, passiv) werde es schwierig sein, eine auch nur prozentuale Arbeitsfähigkeit wieder zu erreichen. Die Schmerzen seien durch verschiedenste Analgetika nicht beeinflussbar.
Der Gesundheitszustand sei stationär (
Urk.
7/58/8-
11
).
2.2.3
Dr.
C._
u
nd
Dr.
B._
stellten
im rheumatologisch-psychiatrischen Gutachten vom 2
8.
Juli 2014 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/72/12):
(1)
eine chronische
Achillodynie
rechts bei:
-
chronischer therapieresistente
r
Achillodynie
beidseits
mit ausgeprägter
degenerativer
Insertionstendinopathie
-
Status nach
t
ranstendinösem
Achillessehnend
ébridement
, Augmentation mit
Musculus
planta
ris
und zuklappender
Calcaneusoste
otomie
Rückfuss
rechts am
1
5.
Dezember
2008 bei
-
Schraubenentfern
ung des
Calcaneus
rechts am
8.
Juni
2009
(2)
ein c
hronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom bei/mit:
-
Wirbel
säulenfehlform
-
möglicherweise
degenerativen Veränderungen
-
Ü
berlastung durch Adipositas
-
muskulärer Insuffizienz
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
nannten
Dr.
C._
und
Dr.
B._
(1) eine Adipositas, (2) ein
e arterielle Hypertonie und (3)
anamnestisch
gastronintestinale
Beschwerden. Als psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielten sie sodann eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig leichter
Episode mit somatischen Sympto
men
(ICD-10 F33.01)
fest
. Psychiatrische Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähnten sie keine.
Dr.
C._
und
Dr.
B._
erklärten, dass
die Resultate (der im Rahmen der EFL durchgeführten) Belastbarkeitstests
i
nfolge erheblicher Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz für die Beurteilung nur teilweise verwertbar
seien
.
Die
von der Beschwerdeführerin
zuletzt durchgeführte Tätigkeit als Zimmermädchen/im Bereich Reinigung sei gemäss
Anamneseerhebung (
di
e sich schwierig gestaltet habe)
als leichte bis mittelschwere Tätigkeit zu ta
xieren. Da diese Tätigkeit einen
sehr hohen Anteil an Gehen und Stehen mit sich gebracht habe, sei die Beschwerdeführerin ange
sichts ihrer persistierenden, wenn auch unveränderten, aber glaubhaften
Achil
lessehnenproblematik
weiterhin als nicht arbeitsfähig zu erachten.
Für eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne Kauern, Steigen auf Leitern, Gerüste und ohne längeres G
ehen in unebenem Gelände bestehe unverändert eine 50%ige
Arbei
tsfähigkeit seit November
2009 (seit der Beurte
ilung von
Dr.
Z._
am 1
2.
Januar
2010).
Für eine leichte, überwiegend sitzende Tätigkeit mit gelegentlichen Stehpausen (Stehpausen wegen des Rückens) sei die Beschwerdeführerin aus rein rheumatologisch-orthopädischer Sicht seit November 2009 bei einer Präsenz
zeit
von acht Stunden mit vermehrten Pausen von zwei Stunden, die zum Beispiel
zur Hochlagerung oder im Liegen zur (Schmerz-)Entlastung der unteren Extremitäten durchgeführt werden könnten, als arbeitsfähig zu erachten (somit resultiere eine 75%ige Arbeitsfähigkeit seit November 2009). Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 30 bis 40%ige Arbeits
unfähigkeit seit Januar 200
9.
Aus interdisziplinärer Sicht resultiere somit eine 70%ige Arbeitsfähigkeit seit November 200
9.
Es handle sich im Wesentlichen um einen unveränderten (geringfügig gebesserten, da
die Beschwerdeführerin
stockfrei mobil
sei
) Gesundheitszustand
bezugnehmend auf die
Achillessehnen
problematik
, die Nacken- un
d Lendenwirbelsäulen
- (LWS-)P
roblematik. Hier dürfe darauf
hingewiesen werden, dass im
Bericht von
Dr.
Z._
vom Januar 2010 hinsichtlich Präsenzzeit und allfälliger Leistungsminderung durch Bedarf an Pausen keinerlei Stellung genommen worden sei. Wie eine Arbeits
fähigkeit in Bezug auf eine sitzende Tätigkeit aussähe, sei damals nicht beurteilt worden (
Urk.
7/72/13
-15).
3
.
3.1
Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin
die Beschwerde
-
führ
erin, die zuletzt von April 2000
bis Dezember 2008 in einem teilzeitlichen Pensum von ca. 74
%
im Bereich Reinigung bei der Stadt
Y._
gearbeitet hat (
Urk.
7/7) un
d deren zwei von drei
Kindern
im Zeitpunkt der Begutachtung
bei
Dr.
C._
im Juni 2014
noch
zu Hause
bei ihr und ihrem Ehemann
leb
t
en (
Urk.
7/72/33),
in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2)
im Gesundheitsfall
als
zu 74
% im Erwerbs- und zu
26
% im Aufgaben- bzw. Hau
shaltbereich
tätig eingestuft hat
(vgl. E. 1.5).
Diese Qualifikation wurde von der Beschwerde
-
führerin nicht in Zweifel gezogen
(vgl.
Urk.
1)
und ist auch nicht zu beanstanden
.
3.2
Zu
prüfen ist nun
zunächst
, ob die Verfügung vom
2
6.
August 2010
, mit wel
cher der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 1.
April 2010
eine
Viertels
rente
zugesprochen wurde
(
Urk.
7/43)
, von der Beschwerdegegnerin zu Recht in Wiedererwägung gezogen wurde.
3.3
Die Verwaltung kann auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erhebli
cher Bedeutung ist. Zweifellose Unrichtigkeit im wiedererwägungsrechtlichen Sinn liegt etwa vor, wenn die Verfügung aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlassen oder wenn
massgebliche
Bestimmungen nicht oder unrichtig angewendet wurden. Weiter kann eine zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung auch bei unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts gegeben sein. Darunter fällt insbesondere eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61
lit
. c ATSG). Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient somit der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung
einschliesslich
unrichtiger Feststel
lung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Eine auf keiner nachvollzieh
baren ärztlichen Einschätzung der
massgeblichen
Arbeitsfähigkeit beruhende Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entsprechende Verfü
gung zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Urteil des Bundesgerichts 8C_947/2010 vom 1. April 2011 E. 2.2.1 mit weiteren Hinwei
sen). Auch klar unzutreffende Annahmen, die für die Diagnosestellung von entscheidender Bedeutung sind, können in gleicher Weise wie das Fehlen einer nachvollziehbaren fachärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit eine
Leis
tungszusprechung
als zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinn erscheinen lassen (Urteil des Bundesgerichts 9C_86/2013 vom 30. Ap
ril 2013 E. 2.1 mit Hinweisen).
3.4
Die Beschwerdegegnerin ging bei der
Rentenzusprache
vom
2
6.
August 2010
davon aus, dass der
Beschwerdeführerin
(seit November 2009)
eine
körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne Kauern, Steigen auf Leitern und Gerüste und ohne län
geres Gehen in unebenem Gelände
zu 50
%
zumutbar sei (
Urk.
7/39
/1
). Dieser
Einschätzung
lag
die
Stellungnahme von RAD-Arzt Dr.
H._
vom
1
6.
Februar 2010 zugrunde,
worin dieser angab, dass
hinsicht
lich der Beurteilung der Rest-A
rbeitsfä
higkeit auf den Bericht von Dr.
Z._
vom 1
2.
Januar 2010 abgestellt werden
könne
(
Urk.
7/
2
0/3
).
Dem Bericht des
Allgemeinmediziner
s
und behandelnde
n
Arzt
es
Dr.
Z._
vom 1
2.
Januar 2010
(
Urk.
7/14/5-9)
ist
zur Frage der Beschwerdegegnerin nach den konkreten Einschränkungen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in der bis
herigen Tätigkeit zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin wegen der Adi
positas, der
somato
formen
Schmerzstörung sowie der depressiven Entwicklung zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Zur Frage, in welchem zeitlichen Rahmen ihr die bisherige Tätigkeit zumutbar sei und ob dabei eine verminderte Leistun
gsfähig
keit bestehe, bemerkte
Dr.
Z._
, dass sie angesichts der fehlenden objekti
vierbaren Befunde theoretisch arbeitsfähig wäre. Sicherlich wäre eine nur redu
zierte Arbeitsfähigkeit anzustreben (max. 30 bis 40
%
), wobei eine verminderte Leistungsfähigkeit im Ausmass von 50
%
bestünde.
Zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
stellte
Dr.
Z._
zwar
fest, dass
rein stehende und wechselbelastende T
ätigkeiten
zu
50
%
zumutbar
seien. Rein sitzende Tätigkeiten erachtete er als
zumutbar. Die Frage, in welchem zeitlichen Rahmen eine rein sitzende Tätigkeit zumutbar sei, beantwortete er jedoch nicht.
Dass
RAD-Arzt
Dr.
H._
vor diesem Hintergrund
in der Stellungnahme vom 1
6.
Februar 2010
(
Urk.
7/20/3)
zum Schluss kam
,
in einer
behinderungsange
passten
Tätigkeit
sei
ab November 2009 analog
Dr.
Z._
eine
– lediglich –
50
%
ige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen
,
ist
daher
nicht nachvollziehbar.
Dies gilt umso mehr, als dieser – wie die Beschwerdeführerin insoweit zu Recht bemerkte - bei seiner Beurteilung auch psychisch bedingte Einschränkungen berücksich
tigt hat, wozu er als Facharzt für Allgemeinmedizin jedoch nicht berufen gewesen wäre.
Die Schlussfolgerung von RAD-Arzt
Dr.
H._
, wonach in einer
behinderungs
angepassten
Tätigkeit – generell – eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
b
estehe, findet auch in den weiteren damals vorliegenden Arztberichten keine Stütze. Zwar
erklärte
Dr.
D._
von der
Orthopädischen Klinik des
E._
im Bericht vom 1
3.
November 2009
(
Urk.
7/
9/1-5)
, dass in
ausschliesslich sitzender
Position
zumindest eine partielle Arbeitsfähigkeit von 50
%
respektive
von
drei bis vier Stunden denkbar
sei
(wobei hier evtl. das
lumbospondylogene
Syndrom limitierend sein könnte).
Dr.
D._
hat
jedoch
nicht
begründet
,
aufgrund wel
cher Befunde und Funktionseinschränkungen
die Beschwerdeführerin
damals
selbst in einer sitzenden Tätigkeit zu 50
%
eingeschränkt gewesen sein soll
. Ferner
waren seine Angaben
insofern widersprüchlich, als er an anderer Stelle in seinem Bericht vom 1
3.
November 2009 erklärt
e,
dass r
ein theoretisch, allein aufgrund der Fussproblematik
– Dr.
D._
hat die Beschwerdeführer
in
aus
schliesslich wegen ihrer chronischen Rückfussschmer
zen betreut (
Urk.
7/9/7) -
,
die damals im Rahmen der vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Vordergrund stand,
für eine vorwiegend sitzende Tätigkeit zumindest eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
bis 100
%
bestehe.
Dr.
F._
wies im Bericht vom 1
9.
November 2009
darauf hin, dass die Beschwerdeführerin für Tätigkeiten im Sitzen uneingeschränkt einsa
tzfähig sein sollte (
Urk.
7/8/
2).
Psychiater
Dr.
G._
nahm bei seiner im Bericht
vom
4.
Dezember 2009 (
Urk.
7/10)
gestellten Diagnose einer
rezidivierende
n
depressive
n Störung
bei emotional-instabiler Persönlichkeit mit
histrionischen
Zügen
nicht Bezug auf ein anerkanntes Klassifikationssystem und machte auch sonst keine Angaben zum aktuellen Schweregrad der Störung. Ausserdem äusserte
– auch – er sich nicht zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätig
keit.
3.5
Wie d
ie Beschwerdegegnerin zu Recht feststellte
(
Urk.
2 S. 2), wurde
im R
ah
men der
Rentenzusprache
vom 2
6.
August 2010
die
entscheidr
elevante
Frage,
inwiefern sich die Fussprob
lematik der Beschwerdeführerin
auf eine
v
orwieg
end sitzende Tätigkeit auswirkte
,
somit
nicht erörtert
.
Eine
nachvollziehbare
psychi
atrische
Einsch
ätzung der Arbeitsfähigkeit lag
ebenfalls
nicht vor
.
Die von
RAD-Arzt
H._
angenommene 50%ige Arbeitsunfähigkeit in einer
behinderungs
angepassten Tätigkeit konnte unter diesen Umständen nicht als ausgewiesen betrachtet werden.
Vielmehr wären zur zuverlässigen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sowohl in somatischer als auch psychischer Hinsicht weitere medizinische Abklärungen erforderlich gewesen.
Der Sachverhalt war aufgrund einer klaren Verletzung des
Untersuchungs
grund
satzes
unvollständig abgeklärt, weshalb die
Verfügung vom 2
6.
August 2010
(
Urk.
7/43)
, mit welcher der Beschwer
deführerin mit Wirkung ab April 2010
eine
Viertelsrente
zugesprochen wurde, als zweifellos unrichtig im
wie
dererwägun
gsrechtlichen
Sinne einzustufen ist.
3.6
Da die Berichtigung der Verfügung vom 2
6.
August 2010
(
Urk.
7/43)
, mit der eine Rente bzw. eine periodische Leistung zugesprochen wurde, auch von erheblicher Bedeutung ist, war die Beschwerdegegnerin demnach befugt,
wie
dererwäg
ungsweise
darauf zurückzukommen (vgl. E. 1.6
).
4
.
4.1
Sind die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung erfüllt, müssen die Anspruchsberechtigung und allenfalls der Umfang des Anspruchs pro
futuro
geprüft werden. Wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invaliditätsgrad zu ermitteln (Urteile des Bundesgerichts 9C_837/2010 vom 30. August 2011 E. 3.1 und 9C_960/2008 vom 6. März 2009 E. 1.2 mit Hinwei
sen).
Dabei hat eine freie Beurteilung der Rentenanspruchsvoraussetzungen nach den Verhältnissen im Zeitraum bis zum Erlass der die Rente ex
nunc
et pro
futuro
aufhebenden Wiedererwägungsverfügung vom 3
0.
September 2015 zu erfolgen (Urteil des Bundesgerichts 9C_208/2016 vom 1
7.
Juni 2016 E. 2.2 mit Hinweis).
4.2
Das
bidisziplinäre
Gutachten des
A._
vom 4./2
8.
Juli 2014 beruht
auf den erforderlichen allseitigen fachärztlichen Untersuchungen (rheumatologis
ch
[
Dr.
C._
]
und psychiatrisch
[
Dr.
B._
]
)
sowie einer EFL
und wurde
in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben. Die Gut
achter haben detaillierte Befunde erhoben, die geklagten Beschwerden berück
sichtigt und sich mi
t diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin
aus
einandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zustände und Zusammen
hänge einleuchtend dargelegt.
Das
Gutachten
erfüllt
demnach
grundsätzlich
die
rechtsprechungsgemässen
Anforderungen an beweiskräftige ärztliche
Ents
chei
dungsgrundlagen
(vgl. E. 1.7
).
4.
3
4.
3
.1
Betreffend den
somatischen
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
wurde im
A._
-Gutachten vom 2
8.
Juli 2014 (
Urk.
7/72) nachvollziehbar dargelegt,
dass
der
aktuelle klinische Befund mit einer ohne Stöcke mobilen
Beschwerde
führerin
, einer beidseitigen Konturverdichtung im Bereich der Achillessehne, rechts etwas me
hr als links, dort einer unauffälligen
Narbe,
einer
starken
Druckdolenz
bei Berührung rechts, deutlic
h geringer links, starker Verhorn
ung beider Fersen (hinweisend,
dass die Fersen belastet würden
), ohne relevante Umfangs
unters
chiede der Unterschenkelmuskulatur, ohne Verkürzung d
er Wadenmuskulatur, ohne Rötung und
ohne
Infektzeichen
im Vergleich zur kli
nischen Befundun
g im Februar 2010 ein etwas ver
bessertes Bild
ergebe
.
Die Beschwerdeführerin
zeige
weiterhin ein (aber eher demonstrativ wirkendes) Schonhink
en rechts. An dieser Stelle dürfe
auch darauf hingewiesen werden, dass
sie beim
Test Gehen eine
Strecke
unter
der Norm (190 Meter) zurückgelegt habe
. In unbeobachteten Momenten, also nicht während einer Testung,
habe sie
aber spontan deutlich schneller gehen
könne
n
. In Be
zug auf die
Nacken- und
L
WS-Beschwerden, die subjektiv
nicht als stä
rker an
-
gegeben würden, lägen seit dem Jahr
2
010 keinerlei irgend
wie verwertbare Verlaufsdokumente mit e
iner ausführlichen Anamnese und einer klinischen Befundung vor. Auch bildgebend würden
keine neuen Resultate vor
liegen
. Es sei
lediglich dem einzigen
aktuellen
Verlaufsbericht zuhanden der IV
- gemeint ist der Bericht von
Dr.
Z._
an die Beschwerdegegnerin vom 2
0.
J
anuar 2014 (Eingangsdatum; vgl.
Aktenverzeichnis zu
Urk.
7/1-93; vgl.
Urk.
7/72/5-6
und
Urk.
7/49-51
) –
zu entnehmen,
dass bezüglich der
Nacken- und LWS-
Be
-
schwerden
die früheren Abklärungen keine
Erklärungen für die
Wirbelsäu
lenbe
schwerden
ergeben hätten. Angesichts dessen, dass die
Beschwerdeführe
rin
klinisch lediglich eine
leichte Einschränkung der LWS-Fl
exion und –Exten
sion und
keine Einschränkungen im Rahmen der Beweglichkeit
sprüfung der
Brust- und Halswirbelsäule
ausgewiesen habe
,
hätten sie
explizit auch hier auf eine neue Bildgebung
verzichtet
. Dies auch angesichts dessen, dass keine
rlei Hinweise auf eine
radikulär
e
Problematik,
auf
eine Problematik ein
es engen Spinalkanals oder auf eine bösartige
Problematik im
Bereich der Wirbelsäule vorgelegen hätte
n
. Es sei lediglich davon auszugeh
en, dass im Alter von
51 Jahren inzwischen leichte degenerative Verände
rungen der Wirbelsäule
gege
ben sein könnten.
Zudem
fänden sich aktuell
auch keinerlei Hinweise, dass von Seiten der Wirbelsäule irgendeine Beeinträchtigung in Bezug auf die Belastbarkeit der Beine und
der
Gehfähigkeit vorliegen würde. Die de
rzeit beklagten Beschwerden seien
weiterhin im Sinne
eines chronischen
lumbover
-
tebra
len
/
lumbospondylogenen
Syndroms und einer
myofaszialen
Schmerz
-
problematik im Bereich der
Glutealmuskulatur
sowie im Bereich des
Tractus
iliotibiali
s
rechts anzusehen. Bei der Befundung hätten sich
dann auch Schmerzangaben,
S
chmerzen bei Palpation der seitlichen Beckenkämme und des Gesässes
gefunden
, anal
og, wie dies
im Bericht vom 2
3.
September
2008 von der Rheumaklinik des
E._
besch
rieben worden sei
. Somit
sei
in Bezug auf die beklagten Nacken- und LWS-Beschwerden von einem un
veränderten Zustand auszugeh
en (
Urk.
7/72/11-12
).
Bei der EFL habe die Beschwerdeführerin eine nicht zuverlässige Leistungs
-
bereitschaft gezeigt, und auch die Konsistenz sei schlecht gewesen. Die Beschwerdeführerin habe sich nicht bis an ihre funktionelle Leistungsgrenze belasten lassen. Sie limitiere sich selbst. Somit sei abschliessend die Belastbar
keit/Arbeitsfähig
keit
medizinisch-
theoretisch zu beurteilen (Urk.
7/72/12; vgl.
Urk.
7/72/13 und
Urk.
7/72/17-26).
Die
A._
-Gutachter kamen zum Schluss, dass aus rein somatischer Sicht
für eine leichte, überwiegend sitzende Tätigkeit seit November 2009 eine Arbeitsfä
higkeit von 75
%
resultiere (
Urk.
7/72/
1
4).
4.
3
.2
Diese Einschätzung ist a
ngesichts der genannten Befunde
sowie der dazugehörigen Erläuterungen nachvollziehbar und plausibel.
4.
4
4.
4
.1
Betreffend den
psychischen
Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin
führte
Dr.
B._
im Gutachten vom
4.
Juli 201
4
(
Urk.
7/71)
im Wesentlichen aus, dass
aufgrund der anamnestischen An
gaben weder eine genetische Vul
nerabilität noch Persönlichkeitsfaktoren für die Entwicklung psychiatrischer Erkrankungen festzustellen
seien. Die
Kindheit
der Beschwerdeführerin
sei
ohne gravierende traumatische Ereignisse
verlaufen
, womit sich keine Hinweise auf die Bildung einer Persönlichkeitsstörung ergeben
würden
. Die
Beschwerdeführerin habe
1986 gehei
ratet und drei gesunde Kinder zur Welt gebracht. 1995 sei
sie mit ihren Kindern zum Ehemann in die Schweiz eingereist und ha
be
ein Jahr später neben der
Haushalttätigkeit
auch stundenweise als Raumpflegerin gearbeitet.
Die Beschwerdeführerin sei damit im Er
wachsenenalter den sozialen Anforderungen jahrelang ohne Probleme gewachsen
gewesen. Ihr Ver
haltens
muster in Bezug auf Kognitionen, Wahrnehmungen,
Impulskontrolle und sozi
ale Fer
tigkeiten
habe
auf keine Abweichungen auss
erhalb der gesellschaftlichen
Normen hin
gewiesen
, womit bei ihr prämorbide psychische Probleme mit Krankheitswert inkl. einer Persönlichkeitsstörung
auch im Erwachsenena
lter klar ausgeschlossen werden könn
t
en. Die erste psychische
Krise habe
die
Beschwerdeführerin
im Juni 2007 im Rahmen einer akuten Belast
ungsreaktion mit latenter Suizi
dalität nach einem Konflikt am Arbeitsplatz erlitten, die anamnestisch und aktenmässig zur Entwicklung einer Anpassungsstörung im Verlauf
von 2007 geführt habe
, weshalb
sie
vom
2.
bis
6.
Juni 2007
in der
I._
hospitalisiert gewesen sei.
Ausserdem habe sie
am
6.
Juni 2006 eine ambulante psychiatrische Behandlung
bei
Dr.
G._
aufgenommen. In seinem Bericht vom
4.
Dezember 2009
habe
Dr.
G._
eine rezidivierende depressive Störung bei emotional instabiler Persönlichkeit mit
histrionischen
Zügen seit mindestens 2006
postuliert
und
der Beschwerde
führerin
eine 30
-
bis
40%ige Arbeitsunfähigkeit als Putzfrau seit dem
1.
Januar 2009
attestiert
. Aufgrun
d der anamnestischen Angaben sei
es seit dem letzten p
sychiatrischen Bericht von
Dr.
G._
vom
4.
Dezember
2009 vorwiegend zu einer Verschlechterung der
Schmerzsymptomatik, aber auch des
psychischen Zustandes gekommen,
was
jedoch
objektiv aus psychiat
rischer Sicht anlässlich
der
Exploration vom
1
1.
Juni 2014 nicht bestätigt werden könne
.
Die Beschwerdeführerin habe
anlässlich dieser
Untersuchung objektiv
leichte depressive Symptome im Sinne einer leichten
De
primiertheit
, leicht reduzierten
Konzentrations
ausdauer, leichter
Antriebsstör
ungen und
einer
leicht verminderter Psychomotorik auf
gewiesen. Die objektiven Testverfahren
würden
eben
falls auf leichte
Einschränku
ngen der psychokognitiven Funkti
onen
hindeuten,
wobei die Selbstbeurteilungs-Testverfahren eine deutliche Diskrepanz zu den objektiven Untersuchungs- und Testbefunden gezeigt hätten. Bei der Beschwerdeführerin könne allerdings seit Dezember 2009 von einer mehrheitlich leichten depressiven Symptomatik im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung ausgegangen werden, welche ihre Arbeitsfähigkeit um höchstens 30
%
bis 40
%
auf dem freien Wirtschaftsmarkt einschränke. Für Tätigkeiten im Haushalt bestehe bei der Beschwerdeführerin keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Für die verbleibende 60-70%ige Arbeitsfähigkeit seien Tätigkeiten mit sehr hohen Anforderungen an die Konzentrationsdauer und psychische Belastbarkeit sowie Nachtarbeiten nicht geeignet (
Urk.
7/71/11-12). Unter konsequenter Wei
terführung der etablierten therapeutischen Massnahmen sei mit der Erhaltung einer 60 bis 70%igen Arbeitsfähigkeit zu rechnen, eine weitere Verbesserung sei aber nicht mehr zu erwarten (
Urk.
7/71/12).
4.4.2
Zur Beurteilung von
Dr.
B._
ist festzuhalten, dass sich i
m Rahmen der freien Beweiswürdigung (
Art.
61
lit
. c ATSG) die Verwaltung - und im Streitfall das Gericht - weder über die (den beweisrechtlichen Anforderungen genügenden) medizinischen Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen noch sich die ärztlichen Einschätzungen und Schlussfolgerungen zur (Rest-) Arbeitsfähigkeit unbesehen ihrer konkreten sozialversicherungsrechtlichen Relevanz und Tragweite zu eigen machen darf. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsan
wendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht (BGE 141 V 281 E. 5.2.1; BGE 140 V 193 E. 3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_342/2015 vom 1
0.
November 2015 E. 1.2). Aus rechtlicher Sicht kann von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abgewichen werden, ohne dass sie ihren Beweiswert verliert (vgl. statt vieler: zur Publikation vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_676/2015 vom
7.
Juli 2016 E. 6.1 mit Hinweisen).
Wie eingangs dargelegt, sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts leichte bis mittelgradige depressive Störungen nur invalidisierend, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent sind (vgl. E. 1.3). Anlässlich der psychiatri
schen Begutachtung vom 1
1.
Juni 2014 (
Urk.
7/70/2 und
Urk.
7/71/1) hat sich die Beschwerdeführerin zwar dahingehend geäussert, dass sie immer noch (vgl. E. 2.1
.4) bei Psychiater Dr.
G._
in Behandlung stehe und auch mit Medikamenten versorgt werde (
Urk.
7/71/9). Im Fragebogen für Rentenrevision hatte die Beschwerdeführerin am 1
2.
Juni 2013 zur Frage der
Beschwerdegeg
nerin
, bei wem sie in den letzten zwei Jahren in Behandlung gestanden habe, jedoch lediglich Hausarzt
Dr.
Z._
(bezüglich Nacken-, Rücken- und Fussschmerzen) sowie „diverse Ärzte,
E._
“ (Fachrichtung Therapie [Schwimmen], bezüglich Fuss-, Nacken- und Rückenschmerzen) angeführt
(
Urk.
7/47/2; vgl.
Urk.
7/49-51 und
Urk.
7/72/10-11). Zur aktuellen psychopharmakologische
n
Medikation gab die Beschwerdeführerin anlässlich der psychiatrischen Begutachtung an, sie nehme seit einem Monat
Mirtazapin
30mg (davor
Remeron
, abgesetzt wegen Gewichtszunahme) ein. Darunter
schla
-
fe
sie gut, nehme daneben aber auch noch
Zaldiar
, was sie zusätzlich beruhige (
Urk.
7/71/9). Gegenüber Gutachterin
Dr.
C._
(Untersuchung vom 23./2
4.
Juni 2014) äusserte sie, sie nehme – nebst
Tramal
Paracetamol
–
Reme
-
ron
ein,
die Dosis kenne sie nicht (Urk.
7/72/8). Im Weiteren ist den Akten zu en
tnehmen, dass sie vom 2. bis 7.
Juni 2007 nach einer akuten Belastungsreaktion mit latenter Suizi
dalität
in der
I._
hospitalisiert war (
Urk.
7/14/16 und
Urk.
7/71/11). Abgesehen davon hat sie sich gemäss Aktenlage aber keiner (teil-) stationären, depressionsspezifischen Behandlung unterzogen. Unter diesen Umständen kann nicht von einer optimalen und nachhaltigen Ausschöpfung der zumutbaren Behandlungsmöglichkeiten und damit auch nicht von einer im Sinne überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellten invalidenversicherungsrechtlich relevanten Therapieresistenz gesprochen werden. Dass laut Gutachter
Dr.
B._
auch bei konsequenter Weiterführung der etablierten therapeutischen Massnahmen nicht mit einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu rechnen ist, ändert daran nichts. Damit ist nämlich nicht gesagt, dass eine Intensivierung der Depressionsbehandlung nicht angezeigt sei resp. nicht zielführend sein könnte. Für eine dahingehende Annahme besteht schon deshalb kein Anlass, weil die Beschwerdeführerin gemäss ihren eigenen Angaben unter der Einnahme von
Mirtazapin
30mg gut schlafen kann, mithin dieses – nicht in besonders hoher Dosis verabreichte - Antidepressivum durchaus eine positive Wirkung zeitigt, ebenso offenbar auch das von ihr überdies eingenommene
Tramal
Paracetamol resp.
Zaldiar
.
Da die gutachterlich diagnostizierte rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Episode mit somatischem Syndrom, (noch) nicht als therapieresistent ausgewiesen ist, ist sie – m
it der Beschwerdegegnerin (Urk.
2 S. 4) - aus rechtlicher Sicht nicht als invalidisierend zu betrachten.
4.4.3
Anzumerken bleibt, dass laut
Dr.
B._
die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh
rerin um „höchstens“ 30 bis 40
%
eingeschränkt ist und im
A._
-Gutachten vom 2
8.
Juli 2014 aus interdisziplinärer Sicht
für eine angepasste
Tätigkeit
letztlich
auf 70 % festgelegt wurde (
Urk.
7/71/14
; vgl. dazu E.
5.3
).
4.
5
Zusammenfassend
ist somit
davon
auszugehen
, dass die Beschwerdeführerin in einer leichten, überwiegend sitzenden Tätigkeit seit November 2009 zu 75
%
arbeitsfähig ist.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die e
ingeschränkte Leistungsfähigkeit
der Beschwerdeführerin in wirt
schaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Der von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Invaliditätsbemessung vorge
nommene Einkommensvergleich
(
Urk.
2 S. 3
)
,
der für das Jahr 2015
im
Erwerbsbereich einen Teili
nvalidit
ätsgrad von 0 % ergab, wurde von
der
Beschwerdeführer
in
n
icht in Zweifel gezogen (vgl.
Urk.
1)
. Für eine nähere Prüfung von Amtes wegen besteht kein Anlass (BGE 125 V 413 E. 1b und 2c).
5.3
Im Weiteren ist
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf eine neuerliche
Haushaltabklärung zur Ermittlung einer allfälligen gesundheits
-
bedingten Leistungsei
nbusse der Beschwerdeführerin im
Aufgabenbereich
ver
-
zichtet
hat
.
Aufgrund der gutachterlichen Feststellungen kann nämlich ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass im Haushalt keine höhere Ein
-
schränkung
besteht als im Zeitpunkt der
Rentenzusprache
im Jahr 201
0.
Damals war die Beschwerdegegnerin gestützt auf den Abklärungsbericht vom 3
0.
April 2010 (
Urk.
7/17) davon ausgegangen, dass im Haushaltbereich (Anteil 26
%
) eine E
inschränkung von 31,8 % vorliege
(
Urk.
7/17), was einen
Teilin
-
validitätsgrad
von 8
%
(= 0,26 x 31,8
%
) ergab (
Urk.
7/39/2). Das Vorliegen eines rentenbegründenden Gesamtinvaliditätsgrades (v
gl. E. 1.4-5) von min
-
destens
40
% kann demnach – mit der Beschwerdegegnerin – jedenfalls
ver
-
neint
werden. Daran würde sich auch nichts ändern, wenn auf die im
A._
-Gut
-
achten aus interdisziplinärer Sicht vorgenommene Einschätzung der Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin in angepasster Tätigkeit mit 70
%
(vgl.
E.
4.4.3) abgestellt würde.
5.4
Schliesslich ist mit der Beschwerdegegnerin (
Urk.
2 S. 3) davon auszugehen, dass es der Beschwerdeführerin aufgrund ihres Alters (52 1⁄2 Jahre im
Verfü
gungszeitpunkt
) sowie der Rentenbezugsdauer (fünfeinhalb Jahre im
Verfü
gungszeitpunkt
) möglich und zumutbar ist, sich selbst einzugliedern. Die
Beschwerdeführerin machte denn auch nicht geltend, dass vor der
Rentenauf
hebung
Eingliederungsmassnahmen hätten geprüft werden müssen.
5.
5
Die angefochtene Verfügung vom 3
0.
September 2015
(
Urk.
2)
, mit welcher die
Beschwerdegegnerin die Verfügung vom
2
6.
August 2010
(
Urk.
7/43)
wied
erer
wägungsweise
aufgehoben
und die
Viertelsrente
der Beschwerdeführerin per Ende
November 2015 eingestellt hat, erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwer
t festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.