Decision ID: 63d1f6c0-b349-4372-af79-436085cd7e5a
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1971, meldete sich am
1.
Juni 2016 zur Arbeitsver
mittlung an (
Urk.
9/1) und beantragte
Arbeitslosenentschädigung ab dem selben Datum (
Urk.
9/11).
Mit Verfügung vom 1
4.
Oktober 2016 (
Urk.
9/60)
setzte die
Unia
Arbeitslosenkasse (nachfolgend
Unia
) den versicherten Verdienst auf
Fr.
851.-- fest.
Im Rahmen des
Einspracheverfahrens
(
Urk.
9/68)
wurden weitere Abklärungen getätigt
. Am 2
1.
April 2017 verfügte die
Unia
die Sistierung des Verfahrens
betreffend die Höhe des versicherten Verdienstes
bis zur rechts
kräfti
gen Entscheidung über die Anspruchsberechtigung des Versi
cherten (
Urk.
9/115).
Mit Verfügung vom 1
9.
Mai 2017 (
Urk.
9/123)
verneinte die
Unia
einen Anspruch des Versicherten auf Arbeitslosenentschädigung infolge arbeitgeberähnlicher Stellung
ab
1.
April 201
7.
Die dagegen am
7.
Juni 2017 erhobene Einsprache (
Urk.
9/128) wies die
Unia
mit
Einspracheentscheid
vom
1
4.
November 2017 ab (
Urk.
9/141).
Auf die dagegen am
8.
Januar 2018 erhobene Beschwerde (
Urk.
9/148/1) trat das hiesige Gericht mit
Beschluss vom 1
1.
Januar 2018 nicht ein (Prozess Nr. AL.2018.00008;
Urk.
9/148),
was vom Bundesgericht mit
Urteil vom 1
2.
März 2018 bestätigt wurde (Prozess Nr. 8C_164/2018;
Urk.
9/155).
1.2
Mit Verfügung vom 2
3.
Februar 2018 (
Urk.
9/152-153)
forderte die
Unia
vom Versicherten sowie von der Stadt Zürich ausgerichtete Arbeitslosentaggelder zurück. Dagegen erhob der Versicherte am 1
4.
März 2018 Ein
sprache (
Urk.
9/156), die die
Unia
mit
Einspracheentscheid
vom 1
8.
September 2018 abwies (
Urk.
9/161).
Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Mit Verfügung vom
4.
Juli 2018 (
Urk.
9/158) verneinte die
Unia
sodann einen Anspruch des Versicherten auf Arbeitslosenentschädigung vom
1.
Juni 2016 bis 3
1.
März 201
7.
Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
Mit Entscheid vom
5.
Juli 2018 hob die
Unia
die am 2
1.
April 2017 verfügte Sistierung auf und schrieb das
Einspracheverfahren
als gegenstandslos geworden ab (
Urk.
9/159
=
Urk.
2
).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
5.
Juli 2018 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am 2
9.
August 2018 (Datum des Poststempels) Beschwerde und beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheides, die Anpassung des
versicherten Ver
dienstes, die Feststellung, dass er keine arbeitgeberähnliche Stellung innehabe sowie die Auszahlung der Taggelder (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
2.
Oktober 2018 (
Urk.
7) beantragte die
Unia
die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am
4.
Oktober 2018 mitgeteilt wurde (
Urk.
11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versicherungsträger schriftlich eine Verfügung zu erlassen (
Art.
49
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Gegen Verfügungen kann innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben wer
den (
Art.
52
Abs.
1 ATSG). Gegen
Einspracheentscheide
oder Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, kann beim kantonalen Versicherungs
gericht Beschwerde erhoben werden (
Art.
56
Abs.
1 ATSG). Gegen Entscheide der kantonalen Versicherungsgerichte kann nach Massgabe des Bundesgerichtsgesetz Beschwerde geführt werden (
Art.
62
Abs.
1 ATSG).
1.2
Mit
ungenutztem
Ablauf der Rech
tsmittelfrist
oder
nach
Ausschöpfung sämtli
cher Rechtsmittel erwächst ein Entscheid in formelle Rechtskraft und kann nicht mehr mit einem ordentlichen Rechtsmittel angefochten werden.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte mit Verfügung vom 1
9.
Mai 2017 einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung ab
1.
April 2017 infolge arbeitgeberähnlicher Stellung. Die dagegen
am
7.
Juni 2017 erhobene Ein
sprache (
Urk.
9/128) wies sie
mit
Einspracheentscheid
vom 1
4.
November 2017 ab (
Urk.
9/141).
Der Beschwerdeführer erhob gegen diesen
Einspracheentscheid
am
8.
Januar 2018 Beschwerde (
Urk.
9/148/1). Darauf trat das hiesige Gericht mit Beschluss
vom 1
1.
Januar 2018 nicht ein (Prozess
Nr. AL.2018.00008;
Urk.
9/148). Das Bundesgericht bestätigte dies mit
Urteil vom 1
2.
März 2018 (Prozess Nr. 8C_164/2018;
Urk.
9/155)
.
Damit wurden sämtliche Rechtsmittel gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
4.
November 2017 ausgeschöpft; dieser ist somit in Rechtskraft erwachsen. Mit anderen Worten wurde rechtskräftig entschieden, dass der Beschwerdeführer infolge arbeitgeberähnlicher Stellung keinen Anspruch auf Arbeitslosenent
schä
digung ab
1.
April 2017 hat.
Für eine Beurteilung der Frage, wie hoch der versi
cherte Verdienst ist, bleibt bei rechtskräftiger Verneinung der Anspruchs
berech
tigung kein Raum.
2.2
Demzufolge ist die mit dem vorliegend angefochtenen Entscheid vorgenommene Aufhebung der Sistierung und Abschreibung des
Einspracheverfahrens
, welches die Höhe des versicherten Verdienstes betraf,
nicht zu beanstanden
. Di
eses Ver
fahren wurde infolge der Rechtskraft des
Einspracheentscheides
vom 1
4.
Novem
ber 2017
betreffend Anspruchsberechtigung
gegenstandslos
.
2.3
Auf die materiellen Vorbringen des Beschwerdeführers kann somit nicht mehr eingetreten werden. Diese wären mittels einer Einsprache gegen die Verfügung vom
4.
Juli 2018 (
Urk.
9/158), womit die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung vom
1.
Juni 2016 bis 3
1.
März 2017 verneinte, vorzubringen gewesen. Diese Verfügung erwuchs jedoch unangefochten in Rechtskraft, ebenso wie die Rückforderungsverfügung vom 2
3.
Februar 2018 (
Urk.
9/152-153) beziehungsweise der
diese betreffende
Einspracheentscheid
vom 1
8.
September 2018 (
Urk.
9/161).
2.4
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten wird.
3.
Das Verfahren ist kostenlos.
Der Beschwerdeführer wird
jedoch
darauf aufmerk
sam gemacht, dass seine Beschwerde aussichtslos und an der Grenze zur Mut
willigkeit einzuordnen ist. Das Gericht behält sich im Falle der erneuten Erhebung einer aussichtslosen Beschwerde eine Kostenauflage wegen Mutwilligkeit vor (
§
33
Abs.
2
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).