Decision ID: ecad3784-17a4-4128-b21e-730431698ad1
Year: 2021
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1979 geborene
X._
,
verheiratet und
Mutter eines Sohnes (gebo
ren 2012)
, war
von September 2015 bis Dezember 2016
teilzeitlich
als Crew-Mitarbeiterin bei
Y._
in
Z._
tä
tig (Urk. 7/23
). Am
28. September 2017
meldete sie sich
unter Hinweis auf einen
Schlittschuh-
Unfall bei der Inva
lidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/3
, Urk. 7/9/16-17 S. 1
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und zog unter anderem die Akten des Unfall
ver
sicherers (Urk. 7/9, Urk. 7/36) bei.
Am 1. März 2018 teilte die IV-Stelle der Ver
sicherten mit, dass aufgrund deren Gesundheitszustand
s
aktuell keine Eingliede
rungsmassnahmen möglich seien (Urk. 7/25).
Mit Vorbescheid vom 28. Oktober 2019 (Urk. 7/64) stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung des Leis
tungs
begehrens in Aussicht, wogegen letztere am 28. November 2019 Einwand (Urk. 7/67) erhob. Am 11. Februar 2020 wies die IV-Stelle das
Renten
begehren der Versicherten verfügungsweise ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 13. März 202
0
unter Auflage neuer medi
zi
nischer Unterlagen (Urk. 3/2-3)
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, es sei der angefochtene Entscheid vom 11. Februar 2020 aufzuheben und es sei ihr Leis
tungsbegehren gutzuheissen
und
ihr eine (Teil-)Rente zuzusprechen. Eventuell sei ihr Gesundheitszustand genauer abzuklären und insbesondere ein unabhängiges Gutachten einzuholen. In formeller Hinsicht stellte die Beschwerdeführerin das
Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (S. 2). Mit Be
schwer
deantwort vom 29. April 2020 (Urk. 6) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 10. Juni 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Gleichzeitig wurde das Gesuch um unent
geltliche Rechtspflege
mangels Substantiierung d
er Bedürftigkeit abgewiesen.
3.
Die
zuständige
Unfallversicherung stellte mit Verfügung vom 24. Juli 2018 die im Zusammenhang mit dem Unfall vom 12. Dezember 2016
ausgerichteten
Tag
g
e
ldle
istungen
per 15.
Mai 2018 ein (Urk. 7/36/196-198), wogegen die Beschwer
deführerin Einsprache
(Urk. 7/36/316-318)
erhob.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den leistungsabweisenden Entscheid damit,
dass
die Beschwerdeführerin aufgrund der Fussverletzung vom 12. Dezember 2016
in ihrer
bisherigen
Tätigkeit als Crew-Mitarbeiterin bei
Y._
voll
stän
dig eingeschränkt gewesen
sei
. Im August 2017 habe
sie (
die Beschwerdeführerin
)
diese Arbeit wieder zu 50 % ihres ursprünglichen 50 %-Pensums aufgenommen und sich
im
Oktober 2017 zum Bezug von IV-Leistungen angemeldet.
Gemäss
der medizinischen
Beurteilung bestehe in der
angestammten
Tätigkeit eine dauerhafte 50%ige Arbeitsunfähigkeit.
Die Ausübun
g einer angepassten Tätigkeit (
überwie
gend sitzend mit leichter Wechselbel
astung)
sei der Beschwerdeführerin indes
mit
einem Vollpensum zumutbar.
Letztere
habe vor dem Unfall
mit
einem 50 %-Pensum gearbeitet und dabei ein Jahreseinkommen von Fr. 24'084.60 erzielt. In einer angepassten Tätigkeit bestünden laut statistischer Werte die gleichen Ver
dienstmöglichkeiten, weshalb im Erwerbsbereich keine Erwerbseinbusse resul
tiere
. Die restlichen 50 % entfielen in den Haushaltsbereich, wobei
in der Ausübung der Haushaltsarbeiten im Hinblick auf das Krankheitsbild und
die
Schaden
min
derungspflicht des Ehepartners keine relevanten Einschränkungen begründet seien
. Entsprechend resultiere ein Invaliditätsgrad von 0 %, weshalb kein Anspruch auf Rentenleistungen bestehe (S. 1 f.).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), die Beschwerdegegnerin habe sich bei ihrem Entscheid auf den Arztbericht von Dr. med.
A._
, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates FMH,
Klinik
B._
,
vom 3. September 2019 abgestützt. Dieser Bericht sei indes nicht überzeugend, da er im Wider
spruch zu den Berichten von Dr.
med.
univ.
C._
, Allgemeine Innere Medizin,
vom 6. April
und 14. September 2019 stehe,
i
n
welchen
in einer angepassten Tätigkeit von einer 80%igen Arbeits
un
fähigkeit ausgegangen werde. Es sei
zudem
nicht plausibel, dass die Angstzustände und die Depression der Beschwerdeführerin gemäss Dr.
A._
keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
hätten
. Die Beschwer
deführerin sei in einer angepassten Tätigkeit höchstens zu 20 % arbeitsfähig. Im Weiteren bestünden auch im Haushaltsbereich relevante Einschränkungen,
wobei im Zusammenhang mit der Schadenminderungspflicht des Ehegatten der Be
schwerdeführerin zu berücksichtigen sei, dass dieser ebenfalls gesundheitlich ein
geschränkt sei (S. 3 f.). Die Beschwer
degegnerin habe sodann
nicht
das
Resultat
einer gar noch nie vorgenommenen
neurologischen Abklärung
abgewartet, obschon sie im Einwand auf die
geplante Untersuchung
hingewiesen worden sei
. Somit sei die gesundheitliche Situation der Beschwerde
führerin
nur ungenügend abgeklärt worden und die Beschwerdegegnerin habe sich vor
schnell auf den Bericht von Dr.
A._
abgestützt. Bei der vorliegenden Sachlage sei ein unab
hängiges Gutachten über den Gesundheitszustand einzuholen, bei welchem in Anwendung des strukturierten Beweisverfahrens zu ermitteln sei, inwieweit sich die gestellten Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung (insbesondere das
Complex
Regional
Pain
Syndrome
[
CRPS
]
und das chronische
lumbovertebrale
Schmerz
syndrom) auf die
Arbeitsfähigkeit
in angepasster Tätigkeit und im Haushalts
be
r
eich
auswirk
t
en. Es sei
insbesondere
eine genaue Abklärung vorzunehmen, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin im Haushaltsbereich eingeschränkt sei (S. 4).
3.
3.1
In ihrem Bericht vom 15. Mai 2018 (Urk. 7/58/23-24) stellte
Dr.
med.
D._
, Leitende Oberärztin Neurologie
,
Klinik
E._
, folgende Diagnosen (S. 1):
-
Status nach osteosynthetisch versorgter Aussenknöchelfraktur Typ Weber B 12/2016 und OSME 01/2018
-
klinisch:
Druckdolenz
im Bereich des Sinus
tarsi
und
Vorfuss
rechts
-
Elektromyographie
und
-
neurographie
(
EMNG
)
15.05.2018: normale Nerven des rechten Fusses, insbesondere keine Anhaltspunkte für eine Pathologie
N.
peroneus
superficialis
Die Ärztin wies auf ein bestehendes
chronifiziertes
Schmerzsyndrom
des rechten Fusses bei CRPS Typ
I
in partieller Remission hin. Klinisch zeigten sich keine Hinweise für ein Nerv
enengpass-Syndrom im Bereich d
es vorderen und hinteren
Tarsaltunnels
oder über dem
Fibulaköpfchen
. Elektrophysiologisch hätten sich hochnormale Befunde
gezeigt
(S. 2).
3.2
Dr.
med.
F._
, Leitender Arzt Rheumatologie
,
und
Dr.
med.
G._
,
Assistenz
ärztin Rheumatologie, Klinik
E._
,
nannten
am 27. Nove
mber 2018 fol
gen
de
Diagnosen
(Urk. 7/58/30-31 S. 1):
-
CRPS
I in partieller Remission OSG rechts
-
Budapest-Kriterien anamnestisch erfüllt
-
Status nach osteosynthetisch versorgter Aussenknöchelfraktur Typ Weber B 12/2016 und OSME 01/2018
-
Na
rbenplatte des Ligamentum
fibulot
alare
anteri
u
s
. Keine Hinweise für
Knochenmarksödem oder
osteochondrale
Läsionen (MRI OSG rechts 05/
2018)
-
keine Hinweise für Nervenengpass-Syndrom im Bereich des vorderen und hinteren
Tarsaltunnels
oder des
Fi
b
ularköpfchens
, EMNG normal (neuro
logische Beurteilung 05/2018)
-
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
-
leichte Haltungsinsuffizienz mit vermehrter
Beckenprotrusion
-
Übergangsanomalie mit
6
LWK
und
Sacrum
arcuatum
, leichte
Spondyl
arthrose
Anamnestisch als Nebendiagnose hielten die berichtenden Rheumatologen rezidi
vierende Angstzustände mit Verschlimmerung der Schmerz-Symptomatik fest. Sie
führten aus, dass es der Beschwerdeführerin seit der letzten Konsultation etwas
besser gehe
. Es bestünden weiterhin noch anhaltende Beschwerden, ins
besondere werd
e ein Ameisenlaufen mit
Dysästhe
sien
im Bereich des lateralen
Malleoulus
mit stressbedingt verstärkten lateralen Fussbeschwerden
beklagt, eben
so bestehe eine erhöhte Druckempfindlichkeit. Die Rückenschmerzen stün
den aktu
ell nicht mehr im Vordergrund, bestünden jedoch weiterhin insbesondere rechts
seitig im
lumbosacralen
Übergang. Die Wirbelsäulenbeweglichkeit zeige sich un
ein
geschränkt, ohne klare Schmerzprovokation. Im Röntgenbild der Wirbelsäule zeige sich eine leichte Übergangsanomalie mit
Lumbalisierung
des obersten
Sakralwirbels und rudimentärem Bandscheibenfach SWK1/SWK2
sowie
ein
nebe
n
befundliches
Sacrum
arcuatum
mit Hinweis auf eine beginnende Facetten
ge
l
e
nksarthrose der kau
dalen LWS, möglicherweise ursächlich für die intermittie
renden tieflumbalen Beschwerden (S. 1 f.).
3.
3
In seinem Bericht vom 17. Juni 2019 (Urk. 7/51)
führte
Dr.
A._
folgende Diagnosen
auf
(S. 1):
-
Verdacht auf
Lumboischialgien
mit S1-Wurzelreizung Bein rechts
-
u
nklare OSG-Beschwerden posttraumatisch
Der Arzt führte aus, dass aufgrund des MRI
des
rechten
Rückfus
se
s
vom 8.
Mai 2018 keine Anhaltspunkte für eine
oste
o
chondrale
Läsion bei kongruenter Ge
lenksstellung ohne Anhaltspunkte für eine Fibula-Verlängerung/
-
Verkürzung bestünden. Ebenso wenig könne eine Fehlrotation sicher eruiert werden (S. 1).
Anamnestisch und klinisch passten die Beschwerden am wahrscheinlichsten zu einer S1-Wurzelreizung im Sinne einer
Lumboischalgie
. Eine OSG-Symptomatik könne nicht das ganze
Bein hochstrahlen
. Entsprechend hätte
n
sie eine diagnos
tische und therapeutische Infiltration der Nervenwurzel S1 vereinbart. Bei Persi
stenz der Beschwerden müsste ein
Spect
-CT des Rückfusses rechts angefertigt werden
(S. 2)
.
3.
4
Am 3. S
eptember 2019 äusserte sich Dr.
A._
zuhanden der Beschwerde
gegnerin zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und
reichte eine Kopie der Krankengeschichte (
Urk.
7/56/7)
ein
. Darin
befundet
e
er die nach der erfolg
losen Infiltration im Juli 2019 angefertigten
Spect
-CT-Untersuchungsbilder und
führte aus, dass die diffusen Restbeschwerden am rechten Fuss kein anatomisch strukturelles Korrelat zeigten, weshalb der Schmerz ak
tuell durch weitere medizi
nisch-
therapeutische
Massnahmen
nicht verbessert werden könne. Mit
der erwähn
ten
Diagnose müsste die Beschwerdeführerin eigentlich zu 50 % erwerbstätig sein, auch in einer mehrheitlich stehenden und gehenden Tätigkeit, welche nicht mehr als vier Stunden am Stück beinhalte. Für angepasste
Verrichtungen,
mehr
heitlich sitzend mit kurzen Wechseln zum Stehen und Gehen
,
sei sie aufgrund des Fussproblems zu 100 % arbeitsfähig.
Diese Einschätzung gelte ab dem 17. Juni 2019,
dem Datum
der ersten Konsultation der Beschwerdeführerin
bei
Dr.
A._
(Urk. 7/56/8-9).
3.
5
Die Hausärztin der Beschwerdeführerin,
Dr.
C._
,
nannte
am 14. Septem
ber 2019 folgende Diagnosen
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 7/58/1-3 S.
1 Ziff. 1.2):
-
Status nach osteosynthetisch versorgter Aussenknöchelfraktur Typ Weber B
12/2016 und OSME 01/2018
-
CRPS in partieller Remission OSG rechts
-
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
-
Angstzustände
-
Depression
Ein flüssiges Gangbild sei kaum möglich mit deutlichem Schonhinken und einer
Dolenz
im Bereich des
anterolateralen
OSG bei jedoch guter Beweglichkeit.
Die Ärztin ging von einer Verminderung der Leistungsfähigkeit von 80 % aus und postulierte eine Belastbarkeit von maximal zwei Stunden pro Tag mit entspre
chenden Pausen (S. 2 Ziff. 2.2., S. 3 Ziff. 4.2).
3.
6
In seiner Stellungnahme vom 1. Oktober 2019 (Urk. 7/63/6-7)
führte
der Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Beschwerdegegnerin
,
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Chirurgie,
folgende Diagnosen
auf
:
-
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Zustand nach osteosynthetisch versorgter Aussenknöchelfraktur Typ Weber B (12.12.2006)
-
Zustand nach OSME (04.01.2018)
-
CRPS in partieller Remission OSG rechts
-
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
-
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Angstzustände
-
Depression
In
der bisherigen
Tätigkeit als Mitarbeiterin bei
Y._
attestierte der
RAD-Arzt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die Zeit vom 12. Dezember 2016 bis 31. Juli 2017 sowie eine solche von 50 % seit 1. August 201
7.
Unter dem Titel funktionelle Einschränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit führte er aus, dass Verrichtungen mit Heben/Tragen/Transportieren von Lasten, mit Ersteigen von Treppen/Leitern/Gerüsten, mit Gehen auf unebenem Grund sowie mit über
wiegender Geh-/Stehbelastung zu vermeiden seien. In einer angepassten Tätigkeit gemäss Belastungsprofil sei von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die Periode vom 12. Dezember 2016 bis 31. Juli 2017 sowie von einer solchen von 0 % seit 1. August 2017 auszugehen. Als angepasste
Verrichtungen
nannte
der RAD-Arzt überwiegend sitzend ausgeübte Tätigkeiten mit leichter Wechselbe
lastung.
3.
7
Dr.
med.
I._
,
Facharzt FMH Neurologie,
diagnostizierte
am
9. März 2020 (Urk. 3/2) chronische persistierende Fussschmerzen, höchstwahrscheinlich infolge
eines
CRPS mit Status nach
Malleo
l
ar
-Fraktur Weber B (2016). Im Rahmen des Nervenultraschalls hät
t
en sich keine Hinweise für ein
Tinelzeichen
im Verlauf des
Nervus
peron
a
eus
superficialis
rechts
als Ursache der persistierenden
postope
rativ
en Schmerzen der rechten unteren
Extremität gezeigt. Der
Nervus
peron
a
eus
superficialis
am Unterschenkel - insbesondere auch auf der Höhe des OSG –
,
der
Nervus
cutaneus
dorsalis
intermedius
und
dorsalis
lateralis
hätten sich
im proxi
malen Bereich des Fussrückens normal dargestellt. Ebenso wenig hätten Hinweise für
eine Läsion des
Nervus
tibialis
sowie
des
Nervus
suralis
klinisch und
neuro
sonografisch
objektiviert werden können. Insgesamt g
ing
Dr.
I._
von Resi
dual
schmerzen nach CRPS aus (S. 2).
4.
4.1
Die Fussbeschwerden der Beschwerdeführerin wurden orthopädisch, rheumato
lo
gisch und neuro
logisch abgeklärt, wobei die behandelnden Ärzte übereinstim
mend
von einem
CRPS I
in parti
eller Remission ausgingen
(Urk. 7/58/23-34, Urk. 7/58/30
-31,
Urk. 3/2
)
.
Gestützt auf das MRI vom 8. Mai 2018 (Urk. 7/36/213)
wurden eine Signalalteration des Knochenmarks und eine ödematöse Verände
run
g der Weichteile ausgeschlossen und es zeigten sich normale Gelenke am
Rückfuss
ohne Knorpelschäden oder Ergüsse, normale Bänd
er sowie keine Sehnenpatho
logie. Entsprechend
verneinten
die behandelnden Ärzte
namentlich
das Vorliegen einer
osteochondralen
Läsion
im Bereich des rechten OSG
(Urk. 7/51 S. 1
, Urk. 7/47/18-20 S. 2
).
Im
Spect
-CT
des rechten Rückfusses
vom Juli 2019 war eine Signalalteration im Bereich des
calcaneocuboidalen
Gelenks sowie des medialen Rückfusses
unter dem
Malleolus
medialis
ersichtlich, wobei
sich
indes keine Degenerat
ion de
r entsprechenden Gelenke zeigte
und die Signalalteration gemäss dem
behandelnden
Orthopäden nicht mit einem klinischen Schmerz korrelierte (Urk. 7/56/7).
Im Weiteren ergab
en
sich im Rahmen de
r
EMNG
vom 15. Mai 2018 keine Hinweise für ein Nervenengpass-Syndrom im Bereich des vorderen und hinteren
Tarsaltunn
e
ls
respektive über
dem
Fibulaköpfchen
und
es lagen
auch
in
elektrophysiologisch
er Hinsicht
hochnor
male Befunde vor (Urk. 7/58/23-2
4 S. 2).
Gleichermassen
zeigte sich bei der Nervenultraschall
unter
suchung vom 9. März 2020 eine normale Darstellung des
Nervus
peronaeus
superficialis
rechts
am Unterschenkel - insbesondere auch auf der Höhe des OSG
-
sowie des
Nervus
cutaneus
dorsalis
intermedius
und
dorsalis
lateralis
und es konnten
neurosonografisch
keine Hinweise für eine Läsion des
Nervus
tibialis
und des
Nervus
suralis
objektiviert werden
(Urk. 3/2).
Die Beschwerdeführerin sprach
gegenüber
den behandelnden Ärzten von mehrheitlich belastungsab
hän
gigen Beschwerden über dem lateralen
Rückfuss
respektive von Ameisenlaufen mit
Dysästhesien
im Bereich des lateralen
Malleloulus
mit stressbedingt ver
stärkten lateralen Fussbeschwerden (Urk. 7/51 S. 1, Urk. 7/58/30-31 S. 1 f.)
.
Im Zusammenhang mit den von der Beschwerdeführerin geklagten Rücken
be
schwerden gingen die behandelnden Rheumatologen
am 27. November 2018
unter Hinweis
auf das Röntgenbild der Wirbelsäule
von einer leichten Haltungs
insuffizienz mit vermehrter
Beckenprotrusion
sowie
einer Übergangsanomalie mit
sechs Lendenwirbelkörpern
und
Sacrum
arcuatum
und mit
einer leichten
Spon
dylarthose
aus (Urk. 7/58/30-31 S. 1).
Der
im
rheumatologischen
Arztbericht vom 25. September 2018
noch geäusserte
Verdacht auf
radikuläre
Beteiligung L5 und S1 rechts (Urk. 7/47/21-23 S. 1)
war
am 27. November 2018
kein Thema mehr
.
Die Rückenbeschwerden standen gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin vom
27. November 2018 nicht mehr im Vordergrund
(Urk. 7/58/30
-31 S. 1) und wurden in den
späteren
Arztberichten (
Urk. 7/51,
Urk. 3/2
) nicht mehr thema
ti
siert.
4.2
Vor diesem Hintergrund
ist die
Einschätzung
des RAD-Arztes vom 1. Oktober 2019, wonach seit 1. August 2017 in
der angestammten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % und in
einer angepassten Tätigkeit von einer
solchen von 100%
auszugehen ist, nachvollziehbar
(Urk. 7/63/7)
.
Die attestierte Arbeits
fähigkeit deckt sich mit der vom behandelnden Orthopäden am 3. September 2019 statuierten Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer mehrheitlich stehenden und gehenden und einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten
Tätigkeit
(Urk. 7/56/8-9 S. 1) sowie
mit
den vom Spital
J._
ausgestellten Arztzeug
nissen
vom 11. Juli
und 26. Oktober 2017 (Urk. 7/36/38, Urk. 7/36/120)
, in wel
c
hen ab 1. August 2017
respektive ab 26. Oktober 2017
mindestens in der ange
stammten Tätigkeit von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit
ausgegangen wurde. Unte
r Berücksichtigung der von der Beschwerdeführerin geklagten Fuss- und Rücken
beschwerden erweist sich das vom RAD-Arzt beschriebene Belastungsprofil als schlüssig, zumal es mehrheitlich stehende und gehende Tätigkeiten sowie das Heben, Tragen und Transportieren von Lasten ausschliesst und im
Wesentlichen
auch dem vom behandelnden Orthopäden postulierten Anforderungsprofil (Urk. 7/56/8-9 S. 1) entspricht.
7/63/4).
4.3
An dieser Beurteilung vermögen die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Einwände nichts zu ändern.
Sie
macht
e
geltend, der Arztbericht des behandeln
den Orthopäden vom 3. September 2019 (Urk. 7/56/8-9) sei deshalb nicht über
zeug
end, weil er im Wi
derspruch zu de
r
von
der Hausärztin
postulierten
80%igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit
stehe
(Urk. 1 S. 3). Bei Dr.
C._
handelt e
s sich – im Gegensatz zu Dr. A._
– um keine in orthopädischer Chirurgie ausgebildete Fachärztin. Die von der Hausärztin
am 6. April
und 14. September 2019 postulierte
80%ige Arbeitsunfähigkeit
wurde sodann
nicht näher begründet und es
wurde
insbesondere nicht dargelegt, weshalb aufgrund
der genannten Funktionseinschränkungen –
Stehen, lang andauerndes Gehen und
Heben
seien
unmöglich
–
auch
eine angepasste respektive sitzende
wechsel
be
lastende
Tätigkeit
in quantitativer Hinsicht
derart
wesentlich eingeschränkt sein soll
(Urk. 7/47/1-4 S. 3 Ziff. 3.3, Urk. 7/58/1-3 S. 2 Ziff. 2.2)
.
Was den Hinweis
angeht
, es sei nicht
nachvollziehbar
, weshalb den Angst
zuständen und Depressionen
der Beschwerdeführerin
keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen worden seien (Urk. 1 S.
3
)
,
ist Folgendes zu be
mer
ken:
Das Vorliegen der psychischen Störungen wurde durch
keinen psychia
tri
schen Bericht untermauert
. Die Hausärztin stellte die entsprechenden Diagno
sen
ohne jegliche Begründung (Urk. 7/47/1-4 S. 2 Ziff. 2.6, Urk. 7/58/1-3 S. 1 Ziff. 1.2
)
und es liegen im Übrigen einzig die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin vor, wonach während der Arbeit
ausgeprägte Angstzustände aufträten, die darum kreisen würden, dass sie sich erneut eine Fussverletzung zuziehen könnte (Urk. 7/58/25-27 S. 1 f.).
So stellten auch d
ie Ärzte der Klinik
E._
in psy
chischer Hinsicht keine eigenen (Verdachts)
di
agnosen
, sondern vermerkten solche
anamnestisch als Nebendiagnosen (vgl. E. 3.2). Die Aufnahme einer psy
chia
trischen Behandlung wurde von keinem der behandelnden (Fach)
ärzte
angeraten, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass kein relevantes Ausmass der beklagten Symptomatik festzustellen war.
Damit erübrigen sich auch weitere Abklärungen (vgl. BGE 124 V 90 E. 4b).
Bezüglich des
Einwand
s
, die Beschwerdegegnerin habe einen Entscheid gefällt, obwohl sie gewusst habe, da
s
s
noch
eine neurologische Abklärung ausstehend sei (Urk. 1 S. 4), ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin
aktenkundig bereits im
Mai
2018 neurologisch abgeklärt wurde, wobei insbesondere auch ein
e
EMNG –
zu einer
solchen
wurde die Beschwerdeführerin am 2. März 2020 eingeladen (Urk. 3/2)
–
vorgenommen
wurde (Urk. 7/58/23-24 S. 1).
Die erneuten neurologi
schen Untersuchungen vom
9.
März 2020 haben keine neuen Erkenntnisse gebracht (vgl. E. 3.7). Die
Beschwerdeführerin
verzichtete denn auch darau
f,
den Bericht von
Dr.
med.
K._
betreffend
die
Untersuchung
vom 17. März 2020 (vgl. Urk. 3/2)
im Rahmen des
Beschwerdeverfahrens
einzureichen.
4.4
Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit seit August 2017 zu 100 % arbeitsfähig ist.
5.
5.1
Die Parteien gehen zu Recht übereinstimmend davon aus
, dass die Be
schwer
deführerin als zu 50 % Erwerbstätige und zu 50 % im Haushalt Tätige zu qua
lifizieren ist
(Urk. 7/23, Urk. 7/7, Urk. 1 S. 3)
.
5.2
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgaben
bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen).
Gemäss dem in Art. 27
bis
Abs. 2–4 der
Verordnung über die Invalidenver
siche
rung (IVV)
per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbs
täti
gen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert (Art. 27
bis
Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invalidi
tätsgrads in Bezug auf die Erwerbs
tätig
keit richtet sich nach Art. 16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht in
va
lid geworden wäre, auf eine Vollerwerbs
tätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. a IVV) und die prozentuale
Erwerbseinbusse anhand des Beschäfti
gungs
grads,
den
die versicherte Person hätte
, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. b IVV). Für die Berechnung des Inva
liditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozen
tuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im
Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre
, ermittelt. Der Anteil wird anhand der Diffe
renz zwischen dem Beschäftigungsgrad nach Absatz 3
lit
. b und einer Voller
werbstätigkeit gewichtet (Art. 27
bis
Abs. 4 IVV).
5.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lich
keit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
ge
passten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s
ein (BGE 144 I 103 E. 5.3, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1,
134 V 322 E. 4.1).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werb
lichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein
solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen
gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss
der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
her
an
gezo
gen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1).
5.4
Die Beschwerdegegnerin stellte bei der Berechnung des
Validen
einkommens
auf das im
Jahre 2016 von der Beschwerdeführerin bei
Y._
erzielte Ein
kom
men von Fr. 23'869.30 ab und legte unter Berücksichtigung der Nominallohn
ent
wicklung für das massgebende Jahr 2018 ein
en
Validen
lohn
von Fr. 24'084.60 fest.
Unter Hinweis auf die 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätig
keit und gestützt
auf
die LSE 2016 (TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Brutto
lohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor,
Total Frauen,
Kompetenzniveau
1
)
ermittelte sie ein der Nominal
lohnentwicklung angepasstes Invalideneinkommen von Fr. 55
'073.
45
(Urk. 7/62, Urk. 7/23).
Diese
Vorgehensweise
ist nicht zu beanstanden und
blieb
im Übrigen
unbestritten
.
Bei einer
hypothetischen Vollerwerbstätigkeit
(vgl. E. 5.2)
ist
von ein
em
Validen
einkommen
von Fr. 48'1
69.20 auszugehen. Unter Berücksichtigung des Inva
li
deneinkommens von Fr. 55'073.45
resultiert bei
einer uneingeschränkten Leis
tungsfähigkeit im Haushaltsbereich
(vgl. Urk. 7/6
3 S. 8)
ein
rentenausschliess
en
der Invaliditätsgrad von 0 % (vgl. Urk.
2 S. 2
).
Bei diesem Ergebnis braucht auch nicht geprüft zu werden, ob das von der Beschwerdeführerin tatsächlich erzielte
Erwerbseinkommen branchenspezifisch
unterdurchschnittlich gewesen ist, was eine sogenannte Parallelisierung der Vergleichseinkommen nach sich ziehen würde (vgl. hierzu BGE 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
5.5
An dieser Beurteilung vermag der Einwand der Beschwerdeführerin,
die Be
schwer
degegnerin habe zu Unrecht keine Abklärung betreffend die Einschrän
kungen im Haushaltsbereich vorgenommen und der Ehemann der Beschwerde
führerin sei ebenfalls gesundheitlich beeinträchtigt, weshalb er im Haushalt nicht oder nur begrenzt Unterstützung bieten könne (Urk. 1
S. 3 f.), nichts zu ändern.
Unter Berücksichtigung
einer fehlenden Erwerbseinbusse (vgl. E. 5.4) respektive
eines
Invaliditätsgrads von 0 % im
Erwerbsbereich
und
eines
verbleibenden Pen
sums neben der Erwerbstätigkeit von 50 % (vgl. E. 5.1) würde ein rentenbegrün
dender
Gesamti
nvaliditätsgrad von
wenigstens
40 % (vgl. E. 1.2) eine Einschrän
kung im Aufgabenbereich von
mindestens
80 % voraussetzen
.
Ein
e
solch hohe
Einschränkung
im Aufgabenbereich ist angesichts der 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
(vgl. E. 4.4)
und
des entsprechenden Belastungs
profils indes nicht plausibel, weshalb
der Verzicht der Beschwerdegegnerin
auf die
Durchführung
eine
r
Haushaltsabklärung
(Urk. 7/63 S. 8) nicht zu beanstanden ist
(antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E
.
4b, BGE 122 V 157 E. 1.d, BGE 136 I 229 E
.
5.3).
Im Übrigen machte die Beschwerdeführerin
keine kon
kreten Angaben zur gesundheitlichen Beeinträchtigung
ihres
Ehegatten. Gemäss der Hausärztin ist der Ehemann beidseitig taub (Urk. 7/58/1-3 S. 3 Ziff. 4.4), was eine Unterstützung im Haushalt nicht automatisch verunmöglicht.
5.6
Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
8
00.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden
Beschwer
defüh
rerin
aufzuerlegen.