Decision ID: 90554c34-b873-456a-b6cb-e5b77c246848
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A.A. ist Halter des Rottweilerrüden C.B. (geb. 8. April 2012, Chip-Nr. 000 000
000 000 000, fortan „Nero“), den er als Wachhund auf seinem Hof in X. hielt. Gemäss
dem Strafbefehl des Kantonalen Untersuchungsamts vom 19. Februar 2013 gegen A.A.
(act. Vi/6.2/1) belästigte „Nero“ auf der am Hof vorbeiführenden Strasse mehrere Male
einen Radfahrer, indem er diesen zähnefletschend und knurrend verfolgt und an den
Beinen zu schnappen versucht habe. Im Weiteren liess sich „Nero“ am 28. Dezember
2014 gemäss der Verfügung der Kantonspolizei vom 28. Dezember 2014 (act. Vi/6.2/3)
einen Beissvorfall zum Schaden einer Passantin, die mit einem Hund (Rhodesian
Ridgeback Rüde) auf der öffentlichen Strasse am Hof von A.A. vorbeispazierte, „zu
Schulden kommen“. Gleichentags wurde „Nero“ auf Anordnung der Polizei im
Einverständnis des zuständigen Staatsanwalts vorübergehend sichergestellt und ins
Tierheim in Y. verbracht. Mit Schreiben vom 30. Dezember 2014 (act. Vi/6.2/5) verfügte
die Stadt X. unter anderem, dass „Nero“ bis zur Vornahme einer Wesensprüfung sowie
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weiterer Abklärungen und dem Entscheid über weitere Massnahmen beschlagnahmt
bleibe, auferlegte A.A. die Kosten für den Wesenstest und für die Unterbringung des
Rüden und entzog einem allfälligen Rekurs die aufschiebende Wirkung.
In der Folge liess die Stadt X. am 9. Januar 2015 durch das Amt für Verbraucherschutz
und Veterinärwesen (AVSV) eine Verhaltensabklärung durchführen. Die Fachexperten
empfahlen, „Nero“ umzuplatzieren oder unter bestimmten Auflagen betreffend die
Hundehaltung auf dem Hof an A.A. zurückzugeben (act. Vi/6.2/13).
Mit Anordnung vom 25. Februar 2015 (act. Vi/6.2/20) verfügte der Stadtrat X., der
Rottweilerrüde „Nero“ werde A.A. entzogen und umplatziert (Ziff. 1), auferlegte A.A. die
amtlichen Kosten samt Barauslagen (Ziff. 2 und 3) und verneinte einen Anspruch auf
Entschädigung der ausseramtlichen Kosten (Ziff. 4). Die Umplatzierung „Neros“ wurde
im Wesentlichen damit begründet, dass A.A. nicht bereit sei, die fachlich begründeten
Auflagen einzuhalten.
Gegen diese Verfügung erhob A.A. durch Rechtsanwalt Dr. iur. André Hutter mit
Eingabe vom 10. März 2015 (act. Vi/2) Rekurs beim AVSV. Er beantragte, die Verfügung
des Stadtrats X. vom 25. Februar 2015 sei aufzuheben (Ziff. 1); der Rottweilerrüde
„Nero“ sei dem Rekurrenten unter bestimmten Auflagen zurückzugeben (Ziff. 2); „Nero“
sei A.A. für die Dauer des Verfahrens unter bestimmten Auflagen zurückzugeben
(Ziff. 3); unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (Ziff. 4). Mit Schreiben vom 19. März
2015 (act. Vi/1) leitete das AVSV die Rekurseingabe samt Beilagen
zuständigkeitshalber an das Gesundheitsdepartement weiter.
Mit Verfügung vom 8. April 2015 (act. Vi/6.1) entzog der Stadtrat X. dem Rekurs die
aufschiebende Wirkung. Mit Zwischenentscheid des Gesundheitsdepartements vom
7. Mai 2015 (act. Vi/10) wurde das Gesuch von A.A. um Wiederherstellung der
aufschiebenden Wirkung und mit Entscheid des Gesundheitsdepartements vom
10. August 2015 (act. 2) wurde der Rekurs in der Sache abgewiesen.
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.A. (Beschwerdeführer), vertreten durch
Rechtsanwalt Dr. iur. André Hutter, mit Eingabe vom 17. August 2015 (act. 1)
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Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte, der angefochtene Entscheid und
die Verfügung des Stadtrats X. vom 25. Februar 2015 seien aufzuheben (Ziff. 1); der
Rottweilerrüde „Nero“ sei dem Beschwerdeführer unter Auflagen im Sinne der in der

Beschwerdeschrift angestellten Erwägungen zurückzugeben (Ziff. 2); eventualiter sei
der Rüde dem Beschwerdeführer unter vom Gericht zu bestimmenden recht- und
verhältnismässigen Auflagen zurückzugeben (Ziff. 3); unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen (Ziff. 4).
Mit Schreiben vom 8. September 2015 (act. 8) beantragte die Vorinstanz Abweisung
der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin schloss mit Eingabe vom 24. September
2015 (act. 12) auf Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge.
Auf die Vorbringen von Beschwerdeführer und Beschwerdegegnerin, den
angefochtenen Entscheid und die Akten wird – soweit erforderlich – in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der
Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Entscheids und als Halter des
Hundes zur Erhebung der Beschwerde befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1
VRP). Die Beschwerde wurde mit Eingabe vom 18. August 2015 (act. 1) rechtzeitig
erhoben und erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf
die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist auf die
Beschwerde, soweit damit die Aufhebung der Verfügung des Stadtrats X. vom
25. Februar 2015 beantragt wird. Diese ist durch den angefochtenen Entscheid ersetzt
worden bzw. gilt inhaltlich als mitangefochten (sogenannter Devolutiveffekt, vgl. BGer
2C_17/2012 vom 24. Januar 2012 E. 2.1).
bis
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2. Umstritten ist vorliegend die Frage, ob die Vorinstanz das Begehren des
Beschwerdeführers um Rückgabe von „Nero“ zu Recht abgewiesen bzw. dessen
Umplatzierung zu Recht bestätigt hat. Die Vorinstanz begründete ihren abschlägigen
Entscheid im Wesentlichen damit, dass der Beschwerdeführer mit den
vorgeschlagenen Auflagen, welche mittels Abklärung durch Fachexperten erarbeitet
worden seien, zu Unrecht nicht einverstanden gewesen sei bzw. deren
Rechtmässigkeit bestritten habe. Ohne diese Auflagen könne nicht ausgeschlossen
werden, dass „Nero“ erneut ein Verhalten entwickle wie jenes, das zum Beissvorfall
vom 28. Dezember 2014 geführt habe. Daran ändere nichts, dass der
Beschwerdeführer beabsichtige, „Nero“ seinem Sohn B.B. bzw. dessen Partnerin C.C.
zu übertragen, weil auch sie offenbar mit den von den Fachexperten empfohlenen
Auflagen nicht einverstanden seien.
2.1. Gemäss Art. 23 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes vom 16. Dezember 2005 (SR
455, TSchG) kann die zuständige Behörde insbesondere das Halten von Tieren auf
bestimmte oder unbestimmte Zeit den Personen verbieten, die wegen wiederholter
oder schwerer Zuwiderhandlung gegen Vorschriften des Tierschutzgesetzes und seiner
Ausführungserlasse oder gegen Verfügungen bestraft worden sind (lit. a) oder die aus
anderen Gründen unfähig sind, Tiere zu halten oder zu züchten (lit. b). Ein solches von
einem Kanton ausgesprochenes Verbot ist in der ganzen Schweiz gültig (Art. 23 Abs. 2
TSchG). Wird festgestellt, dass Tiere vernachlässigt oder unter völlig ungeeigneten
Bedingungen gehalten werden, so schreitet die zuständige Behörde unverzüglich ein.
Sie kann die Tiere vorsorglich beschlagnahmen und auf Kosten der Halterin/des Halters
an einem geeigneten Ort unterbringen; wenn nötig, lässt sie die Tiere verkaufen oder
töten (Art. 24 Abs. 1 TSchG).
Art. 68 ff. der eidgenössischen Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (SR 455.1,
TSchV) enthalten nähere Vorschriften über die Hundehaltung. Einzelne Bestimmungen
verfolgen dabei das Ziel der Sicherheit von Menschen und Tieren (Art. 77–79 TSchV).
Wer einen Hund hält, hat die nötigen Vorkehrungen zu treffen, dass der Hund
Menschen und Tiere nicht gefährdet (Art. 77 TSchV). Für Feststellungen über Hunde,
die Menschen oder Tiere erheblich verletzt haben oder ein übermässiges
Aggressionsverhalten zeigen, besteht eine Meldepflicht zuhanden der zuständigen
kantonalen Stelle, welche die "erforderlichen Massnahmen" anzuordnen hat (vgl.
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Art. 78 und Art. 79 TSchV). Zuständig für den Erlass und die Anwendung von
Vorschriften, welche die Hundehaltung aus Gründen der öffentlichen Sicherheit
beschränken, sind die Kantone (zum Ganzen siehe BGer 2C_545/2014 vom 9. Januar
2015 E. 2.2; BGer 2C_1200/2012 vom 3. Juni 2013 E. 4.1; BGer 2C_386/2008 vom 31.
Oktober 2008 E. 2.1).
Die Bestimmungen des kantonalen Hundegesetzes (sGS 456.1, HG) über die
Hundehaltung bezwecken in erster Linie den Schutz von Mensch und Tier vor
Beeinträchtigungen durch eine mangelhafte Hundehaltung. Art. 6 HG weist die
Hundehalterin und den Hundehalter im Sinn eines allgemeinen Gebots an, den Hund so
zu halten, dass er Menschen und Tiere nicht gefährdet oder belästigt und fremdes
Eigentum nicht beschädigt. Die die Hundehalterin und den Hundehalter treffende
Beaufsichtigungspflicht wird bestimmt durch den Charakter und das Verhalten des
Hundes. Hunde, die Anlass zu Befürchtungen geben, dass sie Menschen oder Tiere
gefährden könnten, müssen streng beaufsichtigt werden. Die Verantwortung für den
Hund liegt bei der Hundehalterin und beim Hundehalter. Kann nicht ausgeschlossen
werden, dass ein Hund Menschen oder Tiere beisst, darf die Halterin oder der Halter
den Hund nicht unbeaufsichtigt lassen, und sie oder er muss die geeigneten Vorkehren
treffen, damit der Hund keine Verletzungen zufügen kann (Botschaft und Entwurf der
Regierung Nachtragsgesetz zum Hundegesetz vom 5. März 2002, in: ABl 2002 S. 586
ff., S. 589). Gemäss Art. 9 Abs. 1 HG ordnet die politische Gemeinde die erforderlichen
Massnahmen an, wenn der Halter den Pflichten nach Art. 6 HG nicht nachkommt,
wobei Art. 9 Abs. 2 HG einen nicht abschliessenden Katalog möglicher Massnahmen
enthält. Demnach kann die politische Gemeinde insbesondere:
· Weisungen über Erziehung, Beaufsichtigung, Pflege, Unterbringung oder
Haftpflichtversicherung des Hundes erlassen (lit. a);
· zu einem Hundeerziehungskurs aufbieten (lit. b);
· verfügen, dass der Hund ausserhalb der Wohnung an der Leine zu führen ist (lit.
c);
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· verfügen, dass der Hund ausserhalb der Wohnung einen Maulkorb zu tragen hat
(lit. d);
· verbieten, den Hund bestimmten Personen anzuvertrauen (lit. e);
· bauliche Massnahmen verlangen, welche Dritte vor Angriffen des Hundes
schützen (lit. f);
· einen Wesenstest des Hundes durch eine Fachperson anordnen (lit. g);
· verbieten, mehr als einen Hund zu halten (lit. h);
· verbieten, bestimmte Hunderassen zu halten (lit. i);
· die Beseitigung des Hundes anordnen (lit. k);
· die Hundehaltung verbieten (lit. l).
Gemäss Art. 9 Abs. 3 HG werden die Beseitigung des Hundes und das Verbot der
Hundehaltung nur angeordnet, wenn der Halter mildere Massnahmen missachtet oder
der Hund Mensch und Tier ernstlich gefährdet.
Eine auf Art. 6 in Verbindung mit Art. 9 HG gestützte hundepolizeiliche Verfügung ist in
den meisten Fällen dann zu erlassen, wenn sich ein Vorfall, der auf eine pflichtwidrige
Hundehaltung schliessen lässt (Angriff eines Hundes, Bissverletzung), zugetragen hat.
Zwar ist nach dem Wortlaut des Gesetzes auch schon einzuschreiten, wenn der Hund
Mensch und Tier „nur“ belästigt. Doch müssen die Belästigungen eine gewisse
Intensität aufweisen und im Streitfall nachgewiesen werden, um Grundlage für eine
einschränkende Verfügung zu bilden. Auch eine präventive Massnahme ist
grundsätzlich möglich, wenn der Hund Mensch oder Tier gefährdet, was gemäss der
Botschaft der Regierung jedoch schwierig nachzuweisen ist, solange der Hund
niemanden angegriffen hat (zum Ganzen ABl 2002 S. 586 ff., S. 593).
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2.2. Bei der Anordnung und Auswahl der erforderlichen Massnahmen steht der
Vollzugsbehörde ein weites Ermessen zu. Dies bedeutet nicht, dass die
Vollzugsbehörde in ihrer Entscheidung, welche Massnahme zu treffen ist, völlig frei ist.
Vielmehr hat sie das ihr zustehende Ermessen pflichtgemäss auszuüben. Dies bedeutet
insbesondere, dass sie das Rechtsgleichheitsgebot, das Verhältnismässigkeitsprinzip,
die Pflicht zur Wahrung der öffentlichen Interessen sowie das Gebot von Treu und
Glauben zu befolgen hat und dass die Ermessensausübung unter dem Blickwinkel des
Sinns der gesetzlichen Ordnung zweckmässig sein muss (vgl. Ulrich Häfelin/Georg
Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., 2010, Rz. 441).
Die Entziehung und Umplatzierung eines Hundes stellt einen Eingriff in die
Eigentumsfreiheit (Art. 26 der Bundesverfassung [SR 101, BV]) und, soweit der Halter
eine enge emotionale Beziehung zum Hund hat, unter Umständen auch einen Eingriff in
das Grundrecht der persönlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) dar (BGE 134 I 293 E. 5.2).
Einschränkungen von Grundrechten müssen durch ein öffentliches Interesse oder
durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt und verhältnismässig sein
(Art. 36 Abs. 2 und 3 BV). Die gegenüber dem Beschwerdeführer getroffenen
Massnahmen müssen damit zur Verwirklichung eines im öffentlichen Interesse
liegenden Ziels geeignet, erforderlich und zumutbar sein. Eine Massnahme ist dann
nicht erforderlich, wenn eine gleich geeignete, aber mildere Massnahme für den
angestrebten Erfolg ausreicht. Schliesslich verlangt das Kriterium der Zumutbarkeit,
dass der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen
steht, die dem Privaten auferlegt werden (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 581 ff.).
2.3. Das Verwaltungsgericht überprüft eine angefochtene Entscheidung nicht mit
voller Kognition (Art. 61 VRP). Es ist lediglich zur Rechts- und Sachverhaltskontrolle
befugt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Das Verwaltungsgericht schreitet damit nur ein,
wenn die Rekursinstanz das ihr zustehende Ermessen überschritten oder missbraucht
(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz.
740), eine andere Rechtsverletzung begangen oder den Sachverhalt nicht richtig oder
unvollständig festgestellt hat.
3.
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3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die angefochtene Entscheidung beruhe
auf einer falschen und unvollständigen Sachverhaltsfeststellung. Es sei unklar und
unbewiesen, welcher Hund – „Nero“ oder der von der Passantin mitgeführte Rhodesian
Ridgeback Rüde – die Passantin beim Beissvorfall vom 28. Dezember 2014 in den Arm
gebissen habe. Der Beschwerdeführer habe bereits anlässlich seiner Einvernahme
durch die Staatsanwaltschaft am 27. Januar 2015 bestritten, dass die Bisswunden von
„Nero“ stammen würden. Überdies habe es sich bei der Kopfverletzung des Opfers
gemäss einer mündlichen Mitteilung durch die Polizei um eine Verletzung aus stumpfer
Gewalt und nicht um einen Biss gehandelt. Ein von der Staatsanwaltschaft auf Antrag
des Beschwerdeführers in Auftrag gegebenes Gutachten, das sich mit diesen
Unklarheiten befassen sollte, liege bislang nicht vor. Auch verweigere ihm der
zuständige Staatsanwalt bislang jede Akteneinsicht.
3.2. Es ist unbestritten, dass „Nero“ bereits mehrfach einen Radfahrer auf der an
den Hof des Beschwerdeführers angrenzenden öffentlichen Strasse in gefährlicher
Weise bedrängt hat. Auch zieht der Beschwerdeführer nicht in Zweifel, dass dem
Beissvorfall vom 28. Dezember 2014 auf der öffentlichen Strasse ein Angriff „Neros“
gegen die Passantin bzw. den Rhodesian Ridgeback Rüden vorausging (vgl.
Rekursschrift, S. 5, act. Vi/2). Ob der Angriff in erster Linie der Passantin selbst oder
deren Hund galt, spielt keine entscheidende Rolle. Der Beschwerdeführer kam seiner
Sorgfaltspflicht nicht nach, als er es seinem Hund ermöglichte, sich vom privaten
Grundstück zu entfernen und sein Revier auf der unmittelbar angrenzenden öffentlichen
Strasse gegenüber einem anderen Rüden, der dort an der Leine spazieren geführt
wurde, zu verteidigen (VerwGE B 2010/82 vom 24. August 2010 E. 3.2.,
www.gerichte.sg.ch). Zu Recht hat die Vorinstanz darauf hingewiesen, dass die
hundepolizeilichen Vorschriften sowohl dem Schutz von Menschen als auch
demjenigen von Tieren vor Beeinträchtigungen durch eine mangelhafte Hundehaltung
dienen. Unter diesen Umständen kann als hinreichend erstellt gelten, dass „Nero“ in
seiner bisherigen Haltung bereits mehrfach eine Gefahr für Menschen bzw. Tiere im
Sinn von Art. 6 HG darstellte. Es kann der Vorinstanz in dieser Hinsicht keine falsche
oder unvollständige Sachverhaltsermittlung vorgeworfen werden. Die Unklarheiten
darüber, ob die Bissverletzungen der Passantin – wie diese im Polizeirapport (act. Vi/
6.2/3) zu Protokoll gab – tatsächlich von „Nero“ stammten oder ob der Passantin die
Bissverletzungen in der Hitze des Hundekampfes vom eigenen Hund zugefügt wurden,
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ändern daran nichts. Unerheblich mit Blick auf das vorliegende Beschwerdeverfahren
ist ferner, ob das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Gutachten bereits
vorliegt bzw. ob dem Beschwerdeführer ein Recht auf Akteneinsicht im Verfahren vor
der Staatsanwaltschaft zusteht.
4. Aus dem Gesagten wird klar, dass die Entziehung und Umplatzierung von
„Nero“ dem Schutz der öffentlichen Sicherheit bzw. Gesundheit und mithin legitimen
öffentlichen Interessen dient. Konkret soll mit der Massnahme die Sicherheit und
Unversehrtheit von Passanten (Fussgänger und Velofahrer) und von anderen Tieren,
insbesondere Hunden, gewährleistet werden.
5. Der Beschwerdeführer bringt vor, die Entziehung und Umplatzierung von
„Nero“ sei aus mehreren Gründen unverhältnismässig.
5.1. Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, er habe von Anfang an klar
gemacht, dass er gewillt sei, alle (rechtmässigen) Auflagen zu akzeptieren, die ihm
hinsichtlich der Hundehaltung gemacht würden. Nicht verhältnismässig und damit nicht
rechtmässig sei indes die Auflage, dass „Nero“ in einem Zwinger zu halten sei und er
sich nicht mehr im Stalleingangsbereich aufhalten solle. Im Stall lebten rund 150
Mastmunis. Überall seien Tierquäler, Schelme, Vandalen und andere dunkle Gestalten
unterwegs. Der Hof liege abgelegen. Ein grosser Hofhund in der Nähe des
Stalleingangsbereichs sei der beste Schutz gegen unberechtigte Eindringlinge. „Nero“
müsse daher vor dem Stalleingang platziert werden. Entgegen der Meinung der
Vorinstanz verlangten die Experten gar nicht ausschliesslich den Bau eines Zwingers
neben dem Stall. Vielmehr bestehe mit dem Vorschlag des Beschwerdeführers, den
Hund nicht mehr an einer starren Kette zu halten, sondern ihm ein Anbindesystem mit
Laufbandrolle zur Verfügung zu stellen und dadurch den Bewegungskreis des Hundes
deutlich zu erweitern, eine mildere Massnahme, welcher gegenüber der Zwingerhaltung
der Vorzug zu geben sei.
5.1.1. In ihrem Bericht vom 11. Januar 2015 zur Verhaltensabklärung von „Nero“ (act.
Vi/6.2/13) kamen die amtlichen Fachexperten Hundewesen Dr. D.D., Amtstierärztin SG,
und E.E., Chef Diensthundewesen Kapo SG, zum Schluss, dass es sich beim
Rotweilerrüden „Nero“ um einen typischen Vertreter seiner Rasse handle, bei welchem
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anlässlich der Wesensabklärung keine übermässige oder krankhafte Aggression habe
festgestellt werden können. Der übergewichtige „Nero“ sei von sicherem Wesen, offen
und mit Menschen gut sozialisiert. Auch wenn „Nero“ als nicht gefährlicher als jeder
Hund dieser Masse und Grösse eingeschätzt werde, sei festzuhalten, dass er in der
bisherigen Haltung zur Gefahr geworden sei. Durch das Halten an einer starren Kette,
die mangelnde Erziehung und die Erwartungshaltung der Familie, dass „Nero“ als
Schutz dienen sollte, sei er in seinem Verhalten nicht korrigiert worden. Dieses
Territorialverhalten sei in der heutigen Gesellschaft untragbar. Die Fachexperten
äusserten die Vermutung, dass der Beissvorfall vom 28. Dezember 2014 ursprünglich
durch eine früher aufgebaute Aggression des angeketteten „Nero“ gegenüber dem
vorbeispazierenden Rhodesian Ridgeback Rüden ausgelöst worden sei. Es sei
durchaus möglich, dass dieses Verhalten „Neros“ auch gegenüber anderen Hunden
oder Menschen aufgebaut werden könnte, sofern er in der bisherigen Haltung bleibe.
Die Fachexperten waren im Weiteren der Ansicht, dass der Rüde angesichts seiner
Masse, des ungenügenden Gehorsams und seiner Vorgeschichte nicht unkontrolliert
frei laufen gelassen werden dürfe. Sie empfahlen, Nero sei entweder umzuplatzieren
oder die Haltung „Neros“ beim Beschwerdegegner sei nur unter bestimmten Auflagen
zu gewähren. Diesbezüglich schlugen sie vor:
· „Der Hund darf nicht mehr vor dem Stall an einer starren Kette gehalten und
ohne Kontrolle frei laufen gelassen werden.
· Es sind bauliche Massnahmen zu treffen. Beispielsweise könnte ein grosser
Zwingerauslauf neben dem Stall (ohne Sicht zum Vorplatz und Strasse) errichtet
werden (Tierschutzgesetzgebung).
· Im geschlossenen Stall soll er weiterhin frei laufen können. Allenfalls wäre auch
zu überlegen, ob der Hund nicht teilweise im Haus gehalten werden könnte.
· Der massige Rüde kann von Frau C.C. und auch Herrn B.B. nur kontrolliert
ausgeführt werden, wenn erzieherische Massnahmen ergriffen werden. Das heisst: es
ist während mindestens einem halben Jahr regelmässig ein- bis zweimal wöchentlich
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eine Hundeschule für Alltagshunde zu besuchen. Mit dem Ziel, das Hochspringen
abzugewöhnen und eine klare Führung zu erlernen.
· Frau C.C. muss den SKN Kurs in Theorie absolvieren.
· Der Besuch des praktischen Kurses sollte beiden Personen auferlegt werden.“
5.1.2. Aus dem Fachbericht geht hervor, dass die amtlichen Sachverständigen eine
Ursache des problematischen Verhaltens „Neros“ darin verorteten, dass der Hund
angekettet und in Sichtkontakt mit den auf der öffentlichen Strasse vorbeigehenden
Passanten gehalten wurde. Die Vorinstanz hielt in ihrer Stellungnahme vom
8. September 2015 (act. 8) mit Recht fest, dass die Fachexperten unter anderem den
Ort der Haltung „Neros“ offensichtlich als wesentlich erachteten. Die von der
Beschwerdegegnerin als Voraussetzung für eine allfällige Rückgabe verlangte Auflage,
dass „Nero“ an einem Ort ohne Sicht zum Vorplatz und der Strasse zu halten sei,
erscheint unter diesen Umständen als zweckmässig und nachvollziehbar. Es soll
nämlich damit verhindert werden, dass der Rüde weiterhin durch die visuelle
Wahrnehmung der auf der öffentlichen Strasse vorbeigehenden Menschen und Tiere in
Aufregung versetzt wird. Dass dadurch die Gefahr, dass „Nero“ erneut ein aggressives,
nicht mehr gemeinverträgliches Verhalten entwickelt, verringert wird, ist durchaus
plausibel.
Angesichts dessen erweist sich die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene alternative
Hundehaltung in einem Anbindesystem mit Laufbandrolle vor dem Stall offensichtlich
als weniger geeignet, um bei „Nero“ den Aufbau gefährlicher Aggressionen künftig zu
vermeiden. Dass die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene Haltung im Einklang mit
den Vorschriften des Tierschutzgesetzes sein mag, führt nicht zu einem anderen
Ergebnis. Ebenso gilt dies für die zutreffende Bemerkung des Beschwerdeführers, dass
die Experten den Bau eines Zwingers nur als Beispiel zu treffender baulicher
Massnahmen vorschlugen. Der Beschwerdeführer verkennt im Übrigen die von den
Fachexperten zum Ausdruck gebrachte Bedeutung des Sichtkontakts zur öffentlichen
Strasse, wenn er vorbringt, sein Vorschlag decke alles ab, was gemäss den
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Fachexperten zur Verbesserung der Verhältnisse und zur Verhinderung einer
neuerlichen Fehlentwicklung vorgeschlagen worden sei.
5.1.3. Des Weiteren vermag der Beschwerdeführer aus seinem Vorbringen, er würde
„Nero“ in Zukunft stets unter Kontrolle halten, nicht herzuleiten, dass die verlangte
Zwingerhaltung ohne Sicht zur Strasse eine unverhältnismässige Massnahme darstellt.
Wenn er geltend macht, der Hund werde verlässlich auf Kommandos reagieren, sobald
die von den Fachexperten empfohlenen erzieherischen Massnahmen abgeschlossen
seien, übersieht er, dass der von den Fachexperten vorgeschlagene Besuch der
Hundeschule mindestens ein halbes Jahr dauern würde. Daraus folgt, dass der
Beschwerdeführer unmittelbar nach einer Rückgabe „Neros“ die Kontrolle über den
Hund selbst nach seiner eigenen Darstellung noch nicht hinreichend gewährleisten
könnte, sondern erst nachdem der empfohlene Besuch der Hundeschule
abgeschlossen wäre. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer die Absicht hat,
„Nero“ nach seiner allfälligen Rückgabe während den Arbeiten im Garten, im Stall und
um den Stall als Begleiter bei sich zu haben, ohne ihn anzuleinen. Mit Blick darauf hat
die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme vom 8. September 2015 (act. 8) zutreffend
bemerkt, dass es dem Beschwerdeführer dabei nicht möglich wäre, den Hund dauernd
zu überwachen bzw. die Kontrolle über ihn auszuüben.
5.1.4. Der Beschwerdeführer bringt sodann sinngemäss vor, die verlangte
Zwingerhaltung „Neros“ sei insofern unverhältnismässig, als die von „Nero“
ausgehende Gefahr für Tier und Mensch bereits mit den vorgeschlagenen
Erziehungsmassnahmen (Besuch der Hundeschule) auf ein gesellschaftsverträgliches
Mass reduziert werden könne. Dem Beschwerdeführer ist zwar darin beizupflichten,
dass die von den Fachexperten vorgeschlagenen Erziehungsmassnahmen darauf
abzielen, ein Weiterleben von „Nero“ auf dem Hof des Beschwerdeführers zu
ermöglichen. Nicht gefolgt werden kann ihm aber, wenn er sich auf den Standpunkt
stellt, dass die Fachexperten die vorgeschlagenen erzieherischen Massnahmen für sich
allein als ausreichend erachteten, um die von „Nero“ ausgehende Gefahr für Mensch
und Tier auf ein akzeptables Mass herabzusetzen. Angesichts der Formulierung der
Empfehlungen sowie des inneren Zusammenhangs des Fachberichts ist in
Übereinstimmung mit der Vorinstanz vielmehr davon auszugehen, dass dem
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Beschwerdeführer nach Ansicht der Fachexperten sämtliche vorgeschlagenen
Massnahmen je einzeln kumulativ auferlegt werden sollten.
5.1.5. Schliesslich ist die verlangte Zwingerhaltung als zumutbar zu beurteilen: Zwar
steht auf der einen Seite ein privates Interesse des Beschwerdeführers, „Nero“ nach
seinen Vorstellungen auf dem Hof zu halten. Auf der anderen Seite besteht jedoch ein
gewichtiges öffentliches Interesse, die Passanten und andere Hunde vor Angriffen
„Neros“ zu schützen. Angesichts der konkret nachgewiesenen Gefährlichkeit „Neros“
besteht im vorliegenden Fall kein Missverhältnis zwischen den privaten Interessen und
dem Schutz der Bevölkerung, zumal der Schutz der Gebäude auf dem Hofgelände
auch mit anderen Vorkehren wie z.B. mit der Installation von Alarmanlagen
gewährleistet werden kann.
5.1.6. Somit erweist sich die an die Rückgabe „Neros“ geknüpfte Bedingung, wonach
der Beschwerdeführer „Nero“ auf dem Hofgelände in einem Zwinger ohne Sichtkontakt
zur angrenzenden öffentliche Strasse zu halten hat, weder als unverhältnismässig noch
als ermessensmissbräuchlich, zumal diese Bedingung den von den Fachexperten im
Fachbericht vorgeschlagenen Massnahmen entspricht und der Fachbericht selbst
schlüssig ist.
5.2. Weiter ist nicht erkennbar, was der Beschwerdeführer aus seiner zutreffenden
Feststellung, es bliebe ihm mit der blossen Umplatzierung „Neros“ unbenommen,
sofort einen anderen Hund derselben Grösse anzuschaffen und ihn im
Stalleingangsbereich zu platzieren, zu seinen Gunsten abzuleiten vermöchte. Es
versteht sich von selbst, dass der Beschwerdeführer auch in einem solchen Fall nicht
darum herumkäme, die Vorgaben von Art. 6 HG einzuhalten, d.h. auch der neu
angeschaffte Hund wäre so zu halten, dass er Menschen und Tiere nicht gefährdet
oder belästigt. Dies war bei der Haltung „Neros“ gerade nicht der Fall.
5.3. Aufgrund des bisherigen Verhaltens des Beschwerdeführers durfte die
Vorinstanz – wie auch die Beschwerdegegnerin als erstverfügende Behörde – davon
ausgehen, dass der Beschwerdeführer im Falle einer Rückgabe „Neros“ die zur
künftigen Gefahrenabwehr erforderlichen Auflagen nicht einhalten würde. Dass die
Vorinstanzen aus dieser Überlegung bislang von einer Rückgabe „Neros“ an den
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Beschwerdeführer abgesehen haben, ist nicht zu beanstanden. Wenn der
Beschwerdeführer dies verneint, indem er vorbringt, dass ihm die Vorinstanz zu
Unrecht Uneinsichtigkeit vorgeworfen habe und dass der Entzug „Neros“ zu einer
Entfremdung zwischen Tier und Halter führe und gerade die von den Fachexperten
empfohlenen erzieherischen Massnahmen erschwere, übersieht er offensichtlich, dass
der Zweck der hundepolizeilichen Gefahrenabwehr durch eine Rückgabe „Neros“ unter
den gegebenen Umständen vereitelt worden wäre.
5.4. Schliesslich ist der Beschwerdeführer der Ansicht, die Weigerung der
Behörden, „Nero“ dem Beschwerdeführer zurückzugeben, sei deshalb
unverhältnismässig, weil für ihn dadurch monatliche Kosten von mehr als CHF 1‘500
Franken entstünden. Mit diesem Vorbringen übersieht der Beschwerdeführer, dass die
Ursache für die auswärtige Unterbringung „Neros“ ihm selbst zuzurechnen ist, weil er
seinen Pflichten als Hundehalter aus Art. 6 HG nicht ausreichend nachgekommen ist.
Gemäss dem in Art. 94 Abs. 1 VRP verankerten Verursacherprinzip hat derjenige, der
eine Amtshandlung zum eigenen Vorteil oder durch sein Verhalten veranlasst, die
vorgeschriebene Gebühr zu entrichten und kann überdies zum Ersatz der Barauslagen
der Behörde verpflichtet werden. In den Kosten, die dem Beschwerdeführer für die
auswärtige Unterbringung „Neros“ auferlegt wurden, kann folglich kein Umstand
erkannt werden, welcher zur Unverhältnismässigkeit der Massnahme führen würde.
Daran ändert nichts, dass es dem Beschwerdeführer – wie er zutreffend vorbringt –
unbenommen ist, die verlangten Auflagen auf dem Rechtsmittelweg anzufechten. Das
Risiko allfälliger durch die Anfechtung entstehender Mehrkosten für die länger
dauernde auswärtige Unterbringung hat er aufgrund des Verursacherprinzips allerdings
selbst zu tragen.
5.5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass den Behörden kein rechtswidriges
Verhalten vorgeworfen werden kann, insofern sie „Nero“ nicht an den
Beschwerdeführer zurückgegeben haben.
6. Nicht zu folgen ist dem Beschwerdeführer überdies, wenn er zur Beurteilung
des von ihm vorgeschlagenen Anbindesystems einen zusätzlichen Bericht der
Hundeexperten oder eine Drittexpertise verlangt. Wie bereits dargelegt durfte die
Vorinstanz gestützt auf den bereits erwähnten Bericht der Fachexperten die Auffassung
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 16/16
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St.Galler Gerichte
vertreten, dass der Gefahr erneuter Angriffe „Neros“ gegenüber Mensch und Tier mit
der vom Beschwerdeführer vorgeschlagenen Haltung nur unzureichend begegnet
werden kann. Mangels Erforderlichkeit weiterer diesbezüglicher Abklärungen kann
weder der Vorinstanz noch der Beschwerdegegnerin zum Vorwurf gemacht werden,
dass sie zur konkreten Frage, ob das vom Beschwerdeführer vorgeschlagene
Anbindesystem auch ein gangbarer Weg sei, keine weitere Fachmeinung eingeholt
haben. Eine Verletzung der behördlichen Untersuchungspflicht ist nicht erkennbar,
weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
7. (...).