Decision ID: 71b7cd9d-fd82-5620-b7f1-c5fa72f2e55f
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter), gelernter Sanitärinstallateur, stürzte am 16. Mai
1992 bei der Arbeit als Bodenleger eine Treppe hinunter. Die behandelnden Ärzte des
Kantonsspitals Frauenfeld diagnostizierten unter anderem eine traumatische
Diskushernie L5/S1 links mit abgeschwächtem Zehengang links und Dysästhesie im
Dermatom S1 links (Bericht des Kantonsspitals Frauenfeld vom 1. Juni 1992, IV-act. 8).
Im August 1992 wurde im Kantonsspital St.Gallen eine lumbale Hemilaminektomie und
Diskektomie L5/S1 links sowie eine Erweiterung des Recessus lateralis S1 links
durchgeführt (vgl. IV-act. 7-2). Der Versicherte meldete sich am 7. September 1992
erstmals zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 13). Von Mai bis Juli 1993 nahm der
Versicherte im Rahmen beruflicher Massnahmen an einem Vorkurs zur Vorbereitung auf
eine Umschulung im kaufmännischen Bereich teil (IV-act. 17). Die Weiterführung der
kaufmännischen Umschulung wurde ihm für den Zeitraum von August 1993 bis Juli
1995 zugesprochen (IV-act. 26). Im August 1993 wurde beim Versicherten wegen einer
Rezidivhernie eine Spondylodese durchgeführt, worauf er die Umschulung per Ende
Dezember 1993 abbrechen musste (IV-act. 29, vgl. IV-act. 38, IV-act. 41-2). Mit
Beschluss vom 15. Juni 1994 legte die IV-Kommission des Kantons Thurgau den
Invaliditätsgrad auf 100% seit 1. Januar 1994 fest und verfügte einen entsprechenden
Rentenanspruch bis 31. August 1994 (IV-act. 40, vgl. auch IV-act. 64). Im August 1994
nahm der Versicherte die Umschulung wieder auf (IV-act. 42 f., IV-act. 48), brach diese
aufgrund anhaltender nervlicher Störungen und Schmerzen im November 1994 aber
erneut ab (IV-act. 52). Darauf wurde die Rentenprüfung eingeleitet (IV-act. 53 f.). Vom 6.
bis 9. Februar 1996 wurde der Versicherte durch Ärzte der Medas Zentralschweiz
polydisziplinär begutachtet. Sie beurteilten, in der angestammten und früher
ausgeübten Tätigkeit als selbständiger Parkettleger oder Sanitärinstallateur sei der
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Versicherte nicht mehr arbeitsfähig. In einer körperlich leichten, wechselbelastenden
Tätigkeit, vorwiegend im Büro- und Verwaltungsbereich, bestehe ab 6. März 1996 eine
Arbeitsfähigkeit von 80% (IV-act. 85).
A.b Mit Verfügung vom 15. Oktober 1997 legte die Suva die Erwerbsunfähigkeit auf
30% fest und sprach dem Versicherten ab 1. Juni 1997 eine Rente sowie eine
Integritätsentschädigung zu (IV-act. 114). Mit Verfügung vom 30. November 1998
sprach die IV-Stelle des Kantons Thurgau dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Mai
1995 bis 31. März 1996 eine ganze IV-Rente zu und verneinte ab 1. April 1996 bei
einem Invaliditätsgrad von 30% den Anspruch auf eine IV-Rente (IV-act. 125). Die vom
Versicherten dagegen erhobene Beschwerde (IV-act. 139) wies die AHV/IV-
Rekurskommission des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 31. Mai 1999 ab (IV-act.
143).
A.c In den folgenden Jahren war der Versicherte vorwiegend als Bodenleger tätig,
teilweise selbständigerwerbend (IV-act. 169, IV-act. 107). Im April 2006 gründete der
Versicherte zusammen mit einem weiteren Gesellschafter die B._ GmbH und war für
diese tätig (IV-act. 163). Zudem führte er für die C._ GmbH Arbeiten aus (IV-act. 164).
A.d Am 19. Juni 2006 stürzte der Versicherte bei seiner Tätigkeit für die B._ GmbH in
einen Treppenschacht und schlug dabei mit den Oberarmen gegen einen Stahlträger.
Dr. med. D._ und Dr. med. E._, Kantonsspital St.Gallen, diagnostizierten am 5. Juli
2006 eine undislozierte Fraktur Tuberculum majus links, eine Lumboischialgie rechts
und einen Status nach zweimaliger Rückenoperation lumbal (IV-act. 180-70). Dr. med.
F._, Kantonsspital St.Gallen, diagnostizierte am 6. September 2006 eine
Spinalkanalstenose L3/4, einen Status nach transforaminaler Verschraubung L4/5 und
L5/S1 1992/93, eine progrediente Lumboischialgie rechtsbetont seit Sturz vom 19. Juni
2006 sowie ein subacromiales Impingement Schulter links bei bekannter
Tendinidiskalkaria und AC-Gelenksarthrose links (IV-act. 180-64). Am 2. November
2006 wurde eine Dekompression L3/4 durchgeführt (IV-act. 180-63), eine Woche
später erfolgte eine Nachdekompression L3/4 (IV-act. 180-57). Am 19. Dezember 2006
wurde eine Facettengelenksinfiltration L3/4 vorgenommen (IV-act. 180-54). Am 11.
April 2007 unterzog sich der Versicherte einer weiteren Rückenoperation. Dabei wurde
das Osteosynthesematerial L4-S1 entfernt sowie eine transforaminale lumbale
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interkorporelle Fusion L3/4 und eine dorsale Spondylodese L3/4 durchgeführt mit
Beckenkammspongiosaentnahme dorsal rechts (IV-act. 180-46).
B.
B.a Am 13. Mai 2008 meldete sich der Versicherte unter Angabe des Unfalls vom 19.
Juni 2006 zum Bezug einer IV-Rente an (IV-act. 150). Am 21. Mai 2008 wurde eine
Osteosynthesematerialentfernung L3/4, eine Reinstrumentierung L3/4, eine
Dekompression L2/3 beidseits und eine transforaminale lumbale interkorporelle Fusion
L2/3 monoportal links durchgeführt (IV-act. 180-27 f.). Mit Bericht vom 20. August 2008
stellte Dr. med. G._, Kantonsspital St.Gallen, fest, eine Arbeitswiederaufnahme im
angestammten Beruf als Platten-/Bodenleger sei nicht zu erwarten. Grundsätzlich sei
eine theoretische Arbeitsfähigkeit von 50% (2x2 Stunden) in einer unbelastenden
Tätigkeit in wechselnd sitzender und stehender Position, ohne Heben von Lasten über
10kg, unter Vermeidung lediglich statischer Tätigkeiten im Sitzen oder nur im Stehen,
möglich (IV-act. 159).
B.b Mit Verfügung vom 10. März 2009 wies die IV-Stelle den Anspruch auf berufliche
Eingliederungsmassnahmen ab, da solche aufgrund des Gesundheitszustandes derzeit
nicht möglich seien (IV-act. 173). Am 25. März 2009 erfolgte eine Dekompression L1/2,
ein TLIF L1/2 (Harmscage) und eine dorsale Aufrichtespondylodese Th10-L2 mit
Reinstrumentierung bis L4 sowie Laminotomien Th10-L2 (IV-act. 180-15 f.).
B.c Am 30. Juni 2009 berichteten Dr. G._ und Dr. med. H._, Kantonsspital
St.Gallen, die Durchführung einer unbelastenden Tätigkeit, in wechselnd sitzender oder
stehender Stellung sei wieder zu 50% möglich (IV-act. 180-11 f.). Mit Bericht vom 26.
April 2010 führte Dr. G._ aus, auf Basis der multiplen Operationen im Bereich der
Lendenwirbelsäule mit anschliessender Versteifung von Th10-S1 bestünden
gravierende Einschränkungen für körperliche Tätigkeiten sowie das Heben von Lasten
über 10kg. Ebenfalls bestünden Einschränkungen für statische Verrichtungen wie
langes Stehen und Sitzen. Insgesamt präsentiere sich eine Situation, welche nicht
daran denken lasse, den Versicherten in seinem angestammten Beruf als Bodenleger
wieder einsetzen zu können. Eine Integration in einer unbelastenden Tätigkeit mit
wechselnd sitzend und stehender Position mit freier Positionswahl der Arbeitshaltung
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durch den Versicherten, ohne Heben von Lasten über 10kg wäre zu mindestens 50%
möglich, diese 50% könnten in der Folge wohl ausgebaut werden. Zu vermeiden seien
klar lediglich statische Verrichtungen nur im Sitzen oder im Stehen, ebenfalls vornüber
geneigte Arbeiten sowie Über-Kopf-Arbeiten (IV-act. 180-4). Dr. med. I._, Facharzt
FMH für Chirurgie, Kreisarzt Suva St.Gallen, untersuchte den Versicherten am 3. Juni
2010 und beurteilte, er sei für leichte Tätigkeiten einsetzbar, welche aufgrund der
deutlichen Bewegungseinschränkung und der verlangsamten Bewegungsabläufe auch
zu einer zeitlichen Reduktion führten. Es wären Hilfsmittel wie höhenverstellbare
Ablagen, Tische und Stühle notwendig, um bei optimaler Umgebungsgestaltung eine
etwa 60 bis 70%ige Präsenz zu ermöglichen. Erreichbar sei Gewichte heben und
tragen von ca. 5kg vom Boden ohne Einnahme bückender Stellung und 10kg ab
Tischhöhe ohne über Gehstrecken zu tragen (Bericht vom 3. Juni 2010, bei den Suva-
Akten). RAD-Arzt Dr. J._ beurteilte am 11. August 2010, für die angestammte
Tätigkeit bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100%. Bei ideal adaptierter Arbeit und
ebensolchem Arbeitsplatz bestehe entsprechend der Beurteilung der Zumutbarkeit der
Suva und der Möglichkeit zur Einnahme von Wechselpositionen ca. alle 20 Minuten
eine Arbeitsfähigkeit von 50% (IV-act. 185-2).
B.d Auf Veranlassung der IV-Stelle befand sich der Versicherte vom 20. Juni bis 10.
Juli 2011 in einer beruflichen Abklärung (vgl. IV-act. 193, IV-act. 198, IV-act. 202, IV-
act. 204). Gemäss Schlussbericht der Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) vom 12.
August 2011 wurde die Arbeitszeit während der Abklärung beschwerdebedingt auf 6
Stunden täglich verkürzt. Bei adaptierten Tätigkeiten habe die Leistung des
Versicherten bei 50% gelegen, was einer Tagesleistung von 30% entspreche. Unter
optimalen Arbeitsbedingungen erscheine das Erreichen einer 50%
Gesamtarbeitsleistung bei ca. 60% Präsenzzeit eventuell realisierbar. Seine
Resterwerbsfähigkeit könne vermutlich nur im Rahmen einer Heimarbeit verwertet
werden (IV-act. 215). Nachdem die IV-Eingliederungsberaterin festgehalten hatte, der
Versicherte wünsche keine weitere Unterstützung bei der Eingliederung (IV-act. 219),
teilte ihm die IV-Stelle mit Schreiben vom 21. September 2011 mit, sie weise das
Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen ab (IV-act. 221).
B.e Am 5. April 2012 führte Dr. med. K._, Klinik L._, beim Versicherten eine
Hüfttotalprothesen-Implantation rechts durch (IV-act. 242-3). Dr. K._ berichtete,
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frühestens ein halbes Jahr nach der Operation könne wieder eine adaptierte Tätigkeit
ausgeführt werden. Dabei seien aber lediglich leichte Belastungen möglich mit
wechselnd sitzend-stehender Tätigkeit oder rein sitzender Tätigkeit. Langes Gehen
oder Stehen sei nicht möglich, auch kein Tragen von Lasten schwerer als 10kg. Der
Arbeitsumfang sollte unter Einhaltung der genannten Belastungseinschränkungen
wieder zu 100% möglich sein. Diese Angaben bezögen sich lediglich auf die Hüfte,
nicht die lumbovertebrale Schmerzproblematik (IV-act. 242-1).
B.f RAD-Arzt Dr. M._ führte in seiner Stellungnahme vom 14. Mai 2013 aus, bei der
BEFAS-Abklärung sei festgestellt worden, dass die medizinisch-theoretische
Restarbeitsfähigkeit von 50% auf dem freien Arbeitsmarkt kaum zu realisieren sei und
vermutlich nur im Rahmen von Heimarbeit verwertet werden könne. Die Suva sei dieser
Einschätzung gefolgt und habe eine Rente im Rahmen von 82% Erwerbsunfähigkeit
zugesprochen. Versicherungsmedizinisch stehe dieser Einschätzung nichts entgegen
(IV-act. 251-2). Am 17. Juli 2013 beurteilte Dr. M._ sodann, der Gesundheitszustand
sei erst im Frühjahr 2010 stabil gewesen und es habe dann ab der kreisärztlichen
Abschlussuntersuchung vom 3. Juni 2010 medizinisch-theoretisch eine 50%-ige
Arbeitsfähigkeit vorgelegen (IV-act. 252).
B.g Mit Vorbescheid vom 28. August 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Zusprache einer Viertelsrente ab 1. November 2007 in Aussicht (IV-act. 255). Der
Versicherte erhob am 1. Oktober 2013 Einwand und beantragte, es sei ihm ab dem 1.
November 2007 bis zum 11. August 2011 eine halbe Rente und ab dem 12. August
2011 eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei ihm ab dem 1. November 2007
eine halbe Rente zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (IV-act. 258).
Mit Entscheid vom 23. Juni 2014 verfügte die IV-Stelle basierend auf einer
Arbeitsfähigkeit von 50% und einem Invaliditätsgrad von 48% einen Anspruch auf eine
Viertelsrente ab 1. November 2007 (IV-act. 260).
C.
C.a Gegen die Verfügung vom 23. Juni 2014 richtet sich die vorliegende Beschwerde
vom 28. Juli 2014. Der Beschwerdeführer beantragt, die angefochtene Verfügung vom
23. Juni 2014 sei insoweit aufzuheben, als sie ihm eine höhere als die Viertelsrente
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versage. Dem Beschwerdeführer sei ab 1. November 2007 eine ganze Rente,
eventualiter eine Dreiviertelsrente, zuzusprechen. Alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. Er führt aus, vor dem Unfall im
Jahr 2006 habe er als Geschäftsführer der B._ GmbH und in seiner leitenden Position
bei der C._ GmbH vor allem qualifizierte Arbeiten geleistet. Es sei mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er – wäre er nicht invalid geworden –
diese Tätigkeiten weitergeführt hätte. Da er in den Jahren 1994 bis 1996 teilweise IV-
Renten bzw. IV-Taggelder bezogen habe, sei dieser Zeitraum für die Berechnung des
Valideneinkommens nicht massgebend. Infolge seiner Invalidität von 30% könnten
auch die Folgejahre nicht für die Berechnung des Valideneinkommens herbeigezogen
werden. In den Jahren 2000 bis 2004 weise er gar kein eigenes Einkommen aus und im
Jahr 2005 sei er im Strafvollzug gewesen. Eine Bemessung des Valideneinkommens
basierend auf dem Durchschnittseinkommen mehrerer vergangener Jahre könne
insgesamt nicht aussagekräftig sein. Erst als er im Jahr 2006 als Geschäftsführer der
B._ GmbH bzw. als Stellvertreter des Geschäftsführers der C._ GmbH eine für ihn
adaptierte Tätigkeit gefunden habe, habe er seine noch vorhandene Arbeitsfähigkeit
optimal ausnutzen können. Die Berechnung des Valideneinkommens habe daher –
unter Berücksichtigung der zuletzt ausgeführten, adaptierten Tätigkeit – analog den
Berechnungen der Suva basierend auf den Lohnstrukturerhebungen 2010 zu erfolgen.
Die Suva sei von einer Arbeitsfähigkeit von 50% bei einer Präsenz von 60 bis 70%
ausgegangen, was also einer Arbeitsfähigkeit von 30 bis 35% entspreche. Dieser
Umstand sei bei der Einschätzung durch den RAD, wonach der Beschwerdeführer eine
50%-ige Arbeitsfähigkeit aufweise, nicht berücksichtigt worden. Das
Invalideneinkommen sei daher analog der Suva zu berechnen, womit ein
Invaliditätsgrad von 80% resultiere. Dem Beschwerdeführer sei folglich eine ganze
Rente zuzusprechen (act. G1).
C.b Mit Beschwerdeantwort vom 5. September 2014 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie bringt vor, die
invalidisierenden Leiden des Beschwerdeführers seien bereits seit Juni 1996
aufgetreten. Sein Valideneinkommen könne abstrakt, gestützt auf die schweizerische
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik von 1996, erhoben werden. Die
Arbeitsfähigkeit sei ausschliesslich medizinisch-theoretisch zu bestimmen. Es gehe
nicht an, die Arbeitsfähigkeit eines Versicherten aufgrund der Ergebnisse einer
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beruflichen Abklärung festzulegen. Der Beschwerdeführer weise eine Arbeitsfähigkeit
von mindestens 50% in einer angepassten Tätigkeit auf. Davon gehe auch das
Kantonsspital St.Gallen aus. Das Invalideneinkommen sei anhand der Tabellenlöhne
des Jahres 1996 zu bestimmen. Ein Leidensabzug sei nicht gerechtfertigt, da die
gesundheitlichen Einschränkungen mit der attestierten Arbeitsfähigkeit von nur noch
50% in einer adaptierten Tätigkeit bereits grosszügig berücksichtigt worden seien. Es
resultiere damit ein Invaliditätsgrad von 47% und der Beschwerdeführer habe
Anspruch auf eine Viertelsrente (act. G4).
C.c Mit Replik vom 7. Oktober 2014 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen
fest. Er führt aus, er habe im Jahr 2006 qualifizierte Arbeit geleistet, weshalb mit dem in
der Beschwerde erwähnten Valideneinkommen zu rechnen sei. Es sei gestützt auf den
kreisärztlichen Bericht vom 3. Juni 2010 und den BEFAS-Bericht von einer
Arbeitsfähigkeit bei einer adaptierten Tätigkeit von 30% auszugehen. Beim
Invalideneinkommen sei vom Tabellenwert für Hilfsarbeiter auszugehen. Es sei ein
Leidensabzug von 25% vorzunehmen, da auch im Bereich der Hilfsarbeiten aufgrund
der gesundheitlichen Einschränkungen kaum Anstellungsmöglichkeiten für den
Beschwerdeführer vorhanden seien. Erschwerend kämen das Alter und die Vorstrafen
des Beschwerdeführers hinzu (act. G6).
C.d Die mit Schreiben vom 9. Oktober 2014 (act. G7) zur Einreichung einer Duplik
aufgeforderte Beschwerdegegnerin liess sich innert Frist nicht mehr vernehmen (act.
G8).

Erwägungen
1.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch
des Beschwerdeführers gegenüber der Invalidenversicherung.
1.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird unter Invalidität die voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine
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Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch
massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das
die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) besteht Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine
Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von
mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad
von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.
1.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine
zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen
Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).
2.
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Der Beschwerdeführer hat sich am 13. Mai 2008 zum Bezug einer Invalidenrente
angemeldet (IV-act. 150). Gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des
Leistungsanspruchs. Sofern das sogenannte Wartejahr vor dem 1. Januar 2008 zu
laufen begonnen hat und die Anmeldung noch in der ersten Jahreshälfte 2008 erfolgt
ist, ist jedoch die altrechtliche Regelung des Rentenbeginns weiter anzuwenden (vgl.
IV-Rundschreiben Nr. 253 vom 12. Dezember 2007 sowie BGE 138 V 475). Nach aArt.
29 Abs. 1 lit. b IVG entsteht der Rentenanspruch unmittelbar mit der Erfüllung des
Wartejahres, wobei eine Nachzahlung gemäss aArt. 48 Abs. 2 IVG grundsätzlich
lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangegangenen Monate möglich ist. Da dem
Beschwerdeführer erstmals nach seinem Unfall im Juni 2006 eine Arbeitsunfähigkeit
attestiert wurde, ist ein Rentenanspruch ab Juni 2007 zu prüfen. Eine im Mai 2006
bestehende relevante Arbeitsunfähigkeit (über 20%), welche das Wartejahr eröffnet
hätte, ist nicht ausgewiesen. Entsprechende medizinische Berichte sind nicht
aktenkundig und seine Tätigkeiten für die B._ GmbH und die C._ GmbH lassen
nicht auf eine relevante Arbeitsunfähigkeit schliessen.
3.
Zunächst ist zu prüfen, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt
worden ist.
3.1 Die Beschwerdegegnerin geht in einer adaptierten Tätigkeit bei maximaler Präsenz
von 60-70% von einer Arbeitsfähigkeit von 50% aus (act. G1.2). Sie stützt sich dabei
auf die Einschätzung der RAD-Ärzte sowie nachfolgend erwähnte medizinische Akten.
3.1.1 Der erstbehandelnde Dr. med. N._, FMH Allgemeine Medizin, schätzte den
Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 19. Juni 2006 als zu 100% arbeitsunfähig ein
(vgl. Unfallschein UVG, IV-act. 157-7, Arztzeugnis vom 25. September 2006; bei den
Suva-Akten). Dr. F._ und Dr. med. O._, Kantonsspital St.Gallen, attestierten dem
Beschwerdeführer nach einer Dekompressions-Operation L3/4 am 2. November 2006
(IV-act. 180-63) vom 31. Oktober bis 18. November 2006 eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit, die weitere Beurteilung erfolge durch den Hausarzt (Bericht vom 8.
November 2006; IV-act. 180-60 f., vgl. IV-act. 180-55 f.). Bereits am 9. November 2006
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wurde jedoch eine operative Nachdekompression L3/4 und Wundrevision
vorgenommen (IV-act. 180-57), am 19. Dezember 2006 erfolgte eine
Facettengelenksinfiltration L3/4 (IV-act. 180-54). Am 11. April 2007 kam es zur
operativen Fusion L3/4 (IV-act. 180-46). Dr. G._ und Dr. med. P._, Kantonsspital
St.Gallen, erachteten den Beschwerdeführer vom 10. April 2007 bis 10. Mai 2007 als zu
100% arbeitsunfähig (IV-act. 180-48 f.). Mit Schreiben vom 23. Mai 2007 attestierte Dr.
G._ dem Beschwerdeführer bis zur nächsten Kontrolle 6 Wochen später eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 44 f.). Am 3. Juli 2007 führte Dr. G._ aus, der
Beschwerdeführer sei als Bodenleger zu 100% arbeitsunfähig. Für alternative
Tätigkeiten in wechselnd stehend oder sitzender Position mit freier Positionswahl der
Arbeitshaltung durch den Beschwerdeführer, ohne Heben von Lasten über 10kg, wäre
er ab sofort wieder arbeitsfähig (IV-act. 180-42). Mit Schreiben vom 30. Januar 2008
schätzte Dr. G._ den Beschwerdeführer bis zur geplanten Durchführung einer
lumbalen Myelographie mit Funktionsaufnahmen sowie Myelo-CT zu 100%
arbeitsunfähig ein (IV-act. 180-35; Durchführung Myelographie am 26. März 2008, IV-
act. 180-33). Nach einer weiteren Operation vom 21. Mai 2008 (betreffend die
Segmente L2-4; insbesondere Dekompression und Fusion L2/3; IV-act. 180-29)
attestierten Dr. G._ und Dr. med. Q._, Kantonsspital St.Gallen, dem
Beschwerdeführer bis zum 1. Juli 2008 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act.
180-27 f.). Dr. G._ berichtete am 20. August 2008 eine Arbeitswiederaufnahme im
angestammten Beruf als Platten-/Bodenleger sei nicht zu erwarten. Grundsätzlich sei
ab dem momentanen Zeitpunkt eine theoretische Arbeitsfähigkeit von 50% (2x2
Stunden) in einer unbelastenden Tätigkeit in wechselnd sitzender und stehender
Position “mit freier Position“, ohne Heben von Lasten über 10kg, unter Vermeidung
lediglich statischer Tätigkeiten im Sitzen oder nur im Stehen möglich (IV-act. 159). Der
Beschwerdeführer berichtete bei einer Nachkontrolle vom 27. Januar 2009 über seit ca.
zweieinhalb Monaten zunehmende Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule mit
ischialgieformer Ausstrahlung rechtsseitig (vgl. IV-act. 180-21), worauf eine
Anschlussdegeneration L1/2 festgestellt wurde (IV-act. 180-19). Diese wurde am 25.
März 2009 operativ angegangen (Verlängerungsspondylodese L1/2 mit
Dekompression, IV-act. 180-17). Mit Schreiben vom 13. Mai 2009 berichteten Dr. G._
und Dr. med. Q._, Kantonsspital St.Gallen, seit der Operation vom 25. März 2009
und bis in 6 Wochen sei der Beschwerdeführer zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 180-13
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f., vgl. auch IV-act. 180-15 f.). Am 30. Juni 2009 berichteten Dr. G._ und Dr. H._
sodann, die Durchführung einer unbelastenden Tätigkeit, in wechselnd sitzender oder
stehender Stellung sei wieder zu 50% möglich (IV-act. 180-11 f.). Am 28. Oktober 2009
berichtete Dr. G._, für die Tätigkeit als Bodenleger bestehe weiterhin eine 100%-ige
Arbeitsunfähigkeit. Für eine unbelastende Tätigkeit in wechselnd sitzender und
stehender Position mit selbständiger Bestimmung der Arbeitshaltung durch den
Beschwerdeführer, ohne Heben von Lasten über 10kg würde eine mindestens 50%-ige
Arbeitsfähigkeit wiederum bestehen, welche wohl auch ausgedehnt werden könnte (IV-
act. 180-9 f.). Seine Einschätzung wiederholte er mit Schreiben vom 31. März 2010 (IV-
act. 180-7 f.). Am 26. April 2010 führte Dr. G._ aus, auf Basis der multiplen
Operationen im Bereich der Lendenwirbelsäule mit anschliessender Versteifung von
Th10-S1 bestünden gravierende Einschränkungen für körperliche Tätigkeiten sowie das
Heben von Lasten über 10kg. Ebenfalls bestünden Einschränkungen für statische
Verrichtungen wie langes Stehen und Sitzen. Über das Ausmass der
Restarbeitsfähigkeit müsse ein Belastungsversuch durchgeführt werden. Auf Basis der
guten Jahreskontrolle vom 30. März 2010 wäre eine Integration in einer unbelastenden
Tätigkeit mit wechselnd sitzender und stehender Position mit freier Positionswahl der
Arbeitshaltung, ohne Heben von Lasten über 10kg zu mindestens 50% möglich; diese
50% könnten in der Folge wohl ausgebaut werden. Zu vermeiden seien klar lediglich
statische Verrichtungen, welche nur im Sitzen oder im Stehen verrichtet werden sollten,
ebenfalls vornüber geneigte Arbeiten sowie Über- Kopf-Arbeiten (IV-act. 180-4). Am 22.
März 2011 bestätigten Dr. G._ und R._, Kantonsspital St.Gallen, für eine
unbelastende Tätigkeit mit den genannten Einschränkungen bestehe nach wie vor eine
mindestens 50%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 196).
3.1.2 RAD-Arzt Dr. J._ beurteilte am 30. Juni 2008, es bestehe noch eine instabile
Situation mit ausstehenden Abklärungen und unklaren Therapieoptionen (IV-act.
155-2). Am 24. September 2009 führte er aus, seit Juli 2009 bestehe eine 50%-ige
Arbeitsfähigkeit für sehr leichte Tätigkeiten (bis 5kg) in Wechselbelastung und
rückenergonomischen Stellungen ohne Zwangshaltungen oder Verdrehungen/
Verbiegungen im Rücken und ohne Knien. Für sämtliche andere, also auch
angestammte Tätigkeiten, bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (IV-act. 176). In
seiner Stellungnahme vom 11. August 2010 führte Dr. J._ aus, es bestünden stabile
Verhältnisse mit persistierenden Einschränkungen. Für angestammte Tätigkeiten
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bestehe eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Die Suva habe beurteilt, der
Beschwerdeführer sei für leichte Tätigkeiten einsetzbar, welche aufgrund der
deutlichen Bewegungseinschränkung und der verlangsamten Bewegungsabläufe auch
zu einer zeitlichen Reduktion führten. Bei optimaler Umgebungsgestaltung wäre eine
etwa 60 bis 70%ige Präsenz möglich. Dr. J._ ging bei einer ideal adaptierten Arbeit
und ebensolchem Arbeitsplatz entsprechend der Zumutbarkeitsbeurteilung der Suva
und Einnahme von Wechselpositionen ca. alle 20 Minuten von einer Arbeitsfähigkeit
von 50% aus (IV-act. 185-2). RAD-Arzt Dr. M._ führte am 14. Mai 2013 aus, bei der
BEFAS-Abklärung sei festgestellt worden, dass die medizinisch-theoretische
Restarbeitsfähigkeit von 50% auf dem freien Arbeitsmarkt kaum zu realisieren sei und
vermutlich nur im Rahmen von Heimarbeit verwendet werden könne. Die Suva sei
dieser Einschätzung gefolgt und habe eine Rente im Rahmen von 82%
Erwerbsunfähigkeit zugesprochen. Versicherungsmedizinisch stehe dieser
Einschätzung nichts entgegen (IV-act. 251-2). Dr. M._ beurteilte am 17. Juli 2013
sodann, laut den Suva-Akten und den bisherigen RAD-Stellungnahmen sei der
Gesundheitszustand nach dem Unfall 2006 längere Zeit instabil gewesen, so dass eine
definitive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit noch nicht habe
erfolgen können. Erst im Frühjahr 2010 sei der Gesundheitszustand stabil gewesen und
es habe dann ab der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung am 3. Juni 2010
medizinisch-theoretisch eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit vorgelegen (IV-act. 252).
3.1.3 Zusammengefasst ist ausgewiesen, dass während des seit 19. Juni 2006
laufenden Wartejahrs bis zu dessen Ablauf in der angestammten, nicht
rückenadaptierten Tätigkeit durchgehend eine volle Arbeitsunfähigkeit bestand. Im Juni
2007 war der Beschwerdeführer wegen der Operation vom 11. April 2007 noch voll
arbeitsunfähig. Am 3. Juli 2007 betrachtete Dr. G._ zwar eine (im Pensum nicht
quantifizierte) Arbeitstätigkeit adaptiert als möglich (IV-act. 180-42). Bereits ungefähr im
August 2007 kam es jedoch wiederum zu verstärkten lumbalen Schmerzen (vgl. IV-act.
180-41), die weitere Abklärungen nötig machten (u.a. Bildgebung am 2. und 10.
Oktober 2007, IV-act. 180-40, 180-38; diagnostisch/therapeutische Hüftinfiltration am
17. Dezember 2007; IV-act. 180-37; Myelographie am 26. März 2008, IV-act. 180-35,
180-33) und schliesslich zur Operation vom 21. Mai 2008 führten. Erst im Rahmen der
3-Monats-Nachkontrolle vom 19. August 2008 wurde dem Beschwerdeführer eine
Arbeitsfähigkeit von 50% in rückenadaptierten Tätigkeiten attestiert (IV-act. 180-23).
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Bei diesem Verlauf ist überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer
zwischen 1. Juni 2007 und 18. August 2008 durchgehend für jegliche Tätigkeiten
arbeitsunfähig war.
3.1.4 Offenbar seit ca. November 2008 traten wiederum vermehrte Schmerzen lumbal
auf (vgl. den Bericht über die Nachkontrolle vom 27. Januar 2009, IV-act. 180-21);
ärztliche Angaben zu einer deswegen eingetretenen weiteren Reduktion der
Restarbeitsfähigkeit fehlen jedoch. Damit ist erst seit dem Spitaleintritt für die
Operation vom 25. März 2009 einen Tag zuvor wiederum eine volle Arbeitsunfähigkeit
für jegliche Tätigkeiten belegt, dies bis Ende Juni 2009. Ab Juli 2009 stabilisierte sich
der Zustand bei weiterhin bestehenden Restbeschwerden, sodass ab 1. Juli 2009
wiederum von einer Arbeitsfähigkeit adaptiert von 50% auszugehen ist (vgl. IV-act.
180-11). Die Einschätzungen der behandelnden Ärzte des Kantonsspitals St.Gallen
sind nachvollziehbar und widerspruchsfrei. Sie untersuchten den Beschwerdeführer
seit seinem Unfall im Jahre 2006 regelmässig und waren über seinen gesundheitlichen
Zustand umfassend orientiert. Der RAD stützte sich seinerseits auf die medizinischen
Unterlagen des Kantonsspitals St.Gallen und die Berichte der Kreisärzte (s. unten).
3.2 Der Beschwerdeführer stellt sich gestützt auf den BEFAS-Bericht und die
Einschätzung der Suva auf den Standpunkt, er sei nur zu 30% arbeitsfähig für eine
adaptierte Tätigkeit (act. G1).
3.2.1 Suva-Kreisarzt Dr. I._ untersuchte den Beschwerdeführer am 3. Juni 2010. Er
führte aus, der Beschwerdeführer sei für leichte Tätigkeiten einsetzbar, welche
aufgrund der deutlichen Bewegungseinschränkung und der verlangsamten
Bewegungsabläufe auch zu zeitlicher Reduktion führten. Es wären Hilfsmittel wie
höhenverstellbare Ablagen, Tische und Stühle notwendig, um bei optimaler
Umgebungsgestaltung eine etwa 60 bis 70%ige Präsenz zu erreichen. Gewichte heben
und tragen vom Boden ohne Einnahme einer bückenden Stellung sei bis zu ca. 5kg
erreichbar. Ab Tischhöhe und ohne über Gehstrecken zu tragen, sei das Gewicht auf
10kg zu begrenzen (Bericht vom 3. Juni 2010, bei den Suva-Akten). Der Bericht
verweist unter dem Titel “Anamnese/Aktenlage“ unter anderem auf die Kontrolle vom
30. März 2010 im Kantonsspital St.Gallen, anlässlich derer eine mind. 50%ige
Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten festgestellt wurde. Entgegen den
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Ausführungen des Beschwerdeführers (vgl. act. G1) enthält der Bericht weder eine
eigene Schätzung des Grads der Arbeitsunfähigkeit, noch hat Dr. I._ festgestellt, es
resultiere bei einer Präsenz von 60 bis 70% eine Arbeitsfähigkeit von 30 bis 35%.
3.2.2 Am 29. April 2011 erfolgte eine Untersuchung des Beschwerdeführers durch
Suva Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. S._. Dieser führte aus, seit der Implantation
des Neurostimulators im Dezember 2010 sei von den beiden Schmerzqualitäten
Lumbago und neuralgieformer Ischias-Problematik rechtsbetont letztere nach Angaben
des Beschwerdeführers um 50% reduziert worden. Die Arbeitsfähigkeit und die
Zumutbarkeit hätten sich durch die Implantation nicht grundlegend verändert, da noch
ein erheblicher Anteil an Rückenschmerzen bleibe (bei den Suva-Akten). Auch Dr. S._
äusserte sich nicht konkret zum Grad der Arbeitsunfähigkeit.
3.2.3 Gemäss Schlussbericht der BEFAS vom 12. August 2011 sollte der
Beschwerdeführer möglichst ebenerdig und bei manuellen Verrichtungen überwiegend
auf Tischhöhe an ergonomisch einrichtbarem Arbeitsplatz tätig sein, bei Möglichkeit zu
Wechselpositionen nach Bedarf sitzend/stehend/gehend, wobei möglichst
ununterbrochenes Verharren in der gleichen Körperposition über mehr als 20 Minuten
nicht gefordert werden sollte. Eine behinderungsadaptierte Tätigkeit müsse körperlich
nur leicht belastend und rückenschonend ausgeführt werden können, unter
Vermeidung des Tätigseins in stärker rückenbelastenden Körperpositionen. Nur
kurzzeitig und gelegentlich, in rumpfnaher rückengerechter Körperposition, seien
leichtere Gewichtsbelastungen (bis max. ca. 10 kg) zumutbar. Nicht gefordert werden
sollten Besteigen von Leitern und Gerüsten ebenso wie häufiges Treppengehen.
Zusammenfassend könne bei behinderungsadaptierten Arbeitsverhältnissen eine
täglich 5-stündige Präsenzzeit zugemutet werden, entsprechend einer ca. 60%
Gesamtarbeitszeit resp. ca. 60% Präsenz am Arbeitsplatz. Zur Schmerzlinderung sei er
gezwungen, häufige Pausen einzulegen und müsste sich über Mittag auch hinlegen
können, was seine Leistung innerhalb der verkürzten Arbeitszeit aktuell auf 50%
reduziere. Unter optimalen Arbeitsbedingungen erscheine bei aktuell gezeigter
durchschnittlicher 30% Gesamttagesleistung das Erreichen einer 50% Gesamtleistung
bei ca. 60% Präsenzzeit eventuell realisierbar, bei Gelegenheit zu zusätzlichen kurzen
Entlastungspositionen resp. einem etwas verlangsamten Arbeitstempo. Die
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Resterwerbsfähigkeit bei maximal 50% Gesamtarbeitsleistung könne vermutlich nur im
Rahmen einer Heimarbeit verwertet werden (IV-act. 215-9 ff.).
3.2.4 In ihrer Verfügung vom 20. Dezember 2012 führte die Suva aus, entsprechend
den medizinischen und erwerblichen Abklärungen könne die angestammte Tätigkeit als
Geschäftsführer/manueller Mitarbeiter im Bereich Bodenbeläge wegen der
unfallbedingten Rückenbeschwerden nicht mehr ausgeübt werden. Zumutbar seien
noch körperlich leichte Tätigkeiten bei maximaler Präsenz von rund 60% respektive
eine diesbezügliche Arbeitsleistung von 50% (bei den Suva-Akten). Aus der
Berechnung des Invalideneinkommens geht hervor, dass die Suva von einer
Gesamtarbeitsleistung bzw. einer Arbeitsfähigkeit von 30% ausging. Sie sprach dem
Beschwerdeführer basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 82% eine Monatsrente
von Fr. 4‘336.-- zu (bei den Suva-Akten).
3.2.5 Nachdem die Kreisärzte sich nicht zum Grad der Arbeitsunfähigkeit äusserten,
stützt sich die Annahme der Suva, wonach die Arbeitsfähigkeit nur 30% beträgt, wohl
vorwiegend auf den Bericht der BEFAS. Mangels Begründung für die Festsetzung des
Grads der Arbeitsfähigkeit ist nicht nachvollziehbar, wie die Suva zu ihrer Einschätzung
kam. Dies insbesondere deshalb, weil den weiteren aktenkundigen Arztberichten,
namentlich des Kantonsspitals St.Gallen, ab Juli 2009 durchgehend eine
Arbeitsfähigkeit von 50% für eine adaptierte Tätigkeit zu entnehmen ist. Auch die
BEFAS hielt eine Gesamtleistung von 50% bei einer Präsenzzeit von 60% mindestens
für eventuell realisierbar. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass zwischen Medizinern und
Berufsberatern eine enge, sich gegenseitig ergänzende Zusammenarbeit erforderlich
ist. Der Arzt sagt, inwiefern der Versicherte in seinen körperlichen bzw. geistigen
Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist. Der Berufsberater sagt hingegen,
welche konkreten beruflichen Tätigkeiten aufgrund der ärztlichen Angaben und unter
Berücksichtigung der übrigen Fähigkeiten des Versicherten in Frage kommen, wobei
unter Umständen entsprechende Rückfragen beim Arzt erforderlich sind (BGE 107 V 20
E.2b). Abklärungen, wie sie in der BEFAS vorgenommen werden, sind in erster Linie
dazu bestimmt, im Rahmen der Berufsberatung eine geeignete
Umschulungsmöglichkeit oder die den persönlichen Fähigkeiten und Beschränkungen
der versicherten Person entsprechende Arbeit zu definieren. Sie erweisen sich aber in
der Regel als ungeeignet, den Arbeitsfähigkeitsgrad objektiv zu bestimmen (vgl.
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Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 9. August 2010, IV
2008/508 E. 2.3, abrufbar unter http://www.gerichte.sg.ch/home/dienstleistungen/
rechtsprechung/aktuelle_entscheide1/entscheide_2010/iv_-_invalidenversicherung/
iv_2008_508.html). Obwohl beim BEFAS-Bericht neben Berufsberatern auch Dr. med.
T._ mitgewirkt hatte (vgl. IV-act. 215), ist die Aussagekraft bezüglich des Grads der
Arbeitsunfähigkeit damit gering.
3.3 Dr. med. U._, Facharzt FMH für Neurochirurgie, Klinik V._, diagnostizierte mit
Bericht vom 9. Dezember 2011 einen Status nach Treppensturz 1992 mit x-fachen
Rückenoperationen mit Spondylodese Th12 bis S1, ein Failed back surgery Syndrom
und Flatback Syndrom, ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, einen
Status nach Implantation eines Neurostimulators 2010 und Coxarthrose beidseits
rechtsbetont. Der Versicherte sei bis auf weiteres 100% arbeitsunfähig (IV-act. 226-3
f.). Die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit bezieht sich soweit ersichtlich auf die
zuletzt ausgeübte Tätigkeit des Beschwerdeführers. Dr. U._ vermerkte zwar, es sei
dem Beschwerdeführer eine 100% IV-Rente zuzusprechen, er nahm jedoch nicht zu
einer allenfalls zumutbaren adaptierten Tätigkeit Stellung.
3.4 Dr. med. K._, Klinik L._, führte beim Beschwerdeführer am 5. April 2012 eine
Hüfttotalprothesenimplantation rechts durch. Mit Schreiben vom 17. Juli 2012
berichtete er, nach dem Hüfteingriff bestehe nach wie vor eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit. Langfristig sei davon auszugehen, dass frühestens ein halbes Jahr
nach der Operation eine adaptierte Tätigkeit wieder ausgeführt werden könne. Dabei
seien aber lediglich leichte Belastungen möglich mit wechselnd sitzend-stehender
Tätigkeit oder rein sitzender Tätigkeit. Auch das Tragen von Lasten schwerer als 10kg
sei nicht möglich. Der Arbeitsumfang sollte unter Einhaltung der genannten
Belastungseinschränkungen wieder zu 100% möglich sein, ob dies ein halbes Jahr
oder erst ein Jahr postoperativ möglich sei, müsse im Einzelfall entschieden werden.
Diese Aussagen bezögen sich lediglich auf die Hüfte und nicht auf die bekannte
lumbovertebrale Schmerzproblematik (IV-act. 242-1). Es ist somit davon auszugehen,
dass der Beschwerdeführer aufgrund der Hüftoperation rund ein halbes Jahr, von April
2012 bis Ende September 2012, zu 100% arbeitsunfähig war und sich die
Hüftproblematik bei bereits durch die Rückenbeschwerden eingeschränkter
Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten danach nicht weiter auswirkte.
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3.5 Dr. med. X._, Praktischer Arzt FMH, berichtete am 27. Februar 2013, die
bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Ob und in welchem zeitlichen Rahmen
dem Beschwerdeführer andere Tätigkeiten zumutbar wären, müsste im gegebenen Fall
ausprobiert werden. Ob in diesem Rahmen eine verminderte Leistungsfähigkeit
bestehe, hänge vom Probeversuch ab. Zumutbar seien ihm seit 2006
wechselbelastende Tätigkeiten. Der Beschwerdeführer habe gemäss eigenen Angaben
eine 82% Erwerbsunfähigkeit von der Suva (IV-act. 248-3). Dem Bericht lässt sich
keine Begründung für die Beurteilung entnehmen. Zudem scheint Dr. X._ keine
umfassende Aktenkenntnis gehabt zu haben, zumal er bei der Angabe der
Erwerbsunfähigkeit auf die Aussagen des Beschwerdeführers verwies. Die vagen
Äusserungen bezüglich einer allfälligen Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte Tätigkeit
ohne Quantifizierung derselben lassen keine Rückschlüsse auf die tatsächliche
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu.
3.6 Nach dem Gesagten ist bei der Beurteilung des Rentenanspruchs mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit von folgenden verwertbaren Arbeitsfähigkeiten für
leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen: 0% von Juni 2007 bis 18. August 2008,
50% von 19. August 2008 bis 23. März 2009, 0% von 24. März 2009 bis 30. Juni 2009,
50% von 1. Juli 2009 bis 3. April 2012, 0% von 4. April 2012 bis 30. September 2012
(Hüftoperation) und 50% seit 1. Oktober 2012. Eine durch das Implantieren und
Ersetzen eines Neurostimulators im Dezember 2010 bzw. November 2011 ausgelöste
längerfristige Veränderung der Arbeitsfähigkeit ist nicht ausgewiesen (vgl. IV-act. 218,
IV-act. 226-3, Berichte vom 24. März 2011 und 29. April 2011 bei den Suva-Akten).
4.
Zu bestimmen bleibt die Höhe der umstrittenen Vergleichseinkommen. Die Parteien
sind sich uneinig, ob bei der Ermittlung des Valideneinkommens auf den Verdienst als
Hilfsarbeiter basierend auf den LSE-Tabellenlöhnen von 1996 (act. G3) oder das
Einkommen eines Mannes im privaten Sektor im Baugewerbe für Arbeiten mit Berufs-
und Fachkenntnissen basierend auf den Tabellenlöhnen von 2010 (act. G6) abzustellen
sei.
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4.1 Gemäss Art. 16 ATSG richtet sich das Valideneinkommen danach, was eine
versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Bei der
Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die betroffene Person im
massgebenden Zeitpunkt (frühestmöglicher Rentenbeginn) nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (Urteil des
Bundesgerichts vom 22. September 2009, 8C_143/2009, E. 2.2.1).
4.2 Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer im Jahr 1977 eine
Ausbildung zum Sanitärinstallateur abschloss (act. G6.1). Danach war er jedoch
vorwiegend als Bodenleger tätig, so unter anderem auch bei seinem Unfall im Jahr
1992 (IV-act. 13-3, IV-act. 15). Zwischenzeitlich war er auch als Gerüstbauer oder
Eisenleger tätig (IV-act. 51-4). Die Validenkarriere des Beschwerdeführers ist die eines
Bodenlegers bzw. gegebenenfalls eines Sanitärinstallateurs. Beide Tätigkeiten kann er
aufgrund des Rückenschadens offenkundig und unstrittig nicht mehr ausführen. Nach
dem Unfall von 1992 bezog der Beschwerdeführer aufgrund der gesundheitlichen
Einschränkungen Taggelder und zeitweise eine IV-Rente (IV-act. 40 ff., IV-act. 67). Eine
Umschulung musste er im November 1994 gesundheitsbedingt abbrechen (IV-act. 50,
IV-act. 52). Auch ein Arbeitsversuch von Februar bis Mai 1995 scheiterte (IV-act. 65, IV-
act. 70). Mit Verfügung vom 15. Oktober 1997 legte die Suva die Erwerbsunfähigkeit
auf 30% fest und sprach ihm ab 1. Juni 1997 eine Rente sowie eine
Integritätsentschädigung zu (IV-act. 114). Mit Verfügung vom 30. November 1998
sprach die IV-Stelle des Kantons Thurgau dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Mai
1995 bis 31. März 1996 eine ganze IV-Rente zu und verneinte ab 1. April 1996 bei
einem Invaliditätsgrad von 30% den Anspruch auf eine IV-Rente (IV-act. 125). Von 1992
bis 1996 war die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers somit unfallbedingt stark
eingeschränkt. Per 1. Juni 1997 wurde der Beschwerdeführer unbefristet bei der Firma
Y._, für Baustellenüberwachung, Ausmassarbeiten und Offertwesen zu 84 Stunden
pro Monat, mithin rund 50%, angestellt (IV-act. 107). In der Zeit vom 1. Juni 1997 bis 1.
Juni 2005 erhielt er eine IV-Rente der Suva von 30% und war daneben teilweise
selbständig-, teilweise unselbständigerwerbend tätig. Dem Auszug aus dem
individuellen Konto sind auch in den Jahren 1997 bis 2005 stark schwankende
Einkommen zu entnehmen (IV-act. 209-3). Zudem enthält die Auflistung im
Kundenberechnungsblatt vom 3. Februar 2014 für die Jahre 2000 bis 2004 kein
eigenes Einkommen des Beschwerdeführers, sondern nur seiner Partnerin (IV-act.
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270-6). Dies obwohl er von 2002 bis 2005 für die eigene Z._ GmbH tätig gewesen
war (Gesprächsnotiz der Suva vom 8. Februar 2011, bei den Suva-Akten). Im Jahr 2005
befand sich der Beschwerdeführer sodann im Strafvollzug (IV-act. 1).
Zusammengefasst bilden die Jahre seit 1992 bis 2005 keine verlässliche Grundlage zur
Festsetzung des Valideneinkommens.
4.3 Im April 2006 gründete er zusammen mit einem weiteren Gesellschafter die B._
GmbH und war für diese tätig (IV-act. 163). Im April 2006 erhielt er von der B._
GmbH einen Lohn von brutto Fr. 4850.--, im Mai und Juni 2006 (anteilsmässig) einen
solchen von Fr. 5‘670.-- (bei den Suva-Akten). Daneben arbeitete er in den Jahren 2006
bis 2008 für die C._ GmbH, mit monatlich schwankendem Einkommen (IV-act. 164).
Durch die parallele Tätigkeit für beide Gesellschaften erwirtschaftete er im Jahr 2006
trotz des Unfalls vom 19. Juni 2006 und der seitherigen 100% Arbeitsunfähigkeit ein
Einkommen von Fr. 70‘390.--, was in keinem Verhältnis zu den bisher massiv tieferen
Einkommen steht. Nach der kurzen Tätigkeit von rund 2 Monaten für die neu
gegründete B._ GmbH kann nicht ohne weiteres von einer gleichbleibenden oder gar
steigerungsfähigen Auftragslage und einem entsprechenden Einkommen im Validenfall
ausgegangen werden. Zudem hat bereits das Bundesgericht (vgl. Entscheid vom 23.
August 2011, 8C_156/2011, E. 4.3, bei den Suva-Akten) festgestellt, dass das vom
Beschwerdeführer geltend gemachte Pensum für die C._ GmbH von über 200
Stunden neben der Tätigkeit als Geschäftsführer der B._ GmbH wenig glaubwürdig
erscheint. Das Bundesgericht stützte sich deshalb bei der Festlegung des versicherten
Verdienstes für die Bemessung der Taggelder einzig auf das bei der C._ GmbH
erzielte Einkommen. Der Beschwerdeführer war gemäss eigenen Angaben vorwiegend
als Geschäftsführer der B._ GmbH tätig (act. G1, act. G6). Im Handelsregister war er
jedoch nicht als solcher eingetragen (vgl. den entsprechenden Eintrag auf
www.zefix.ch). Zudem gab der Beschwerdeführer am 20. August 2007 gegenüber der
Suva an, die Büroarbeiten im Zweimannbetrieb seien sehr klein und würden zur
Hauptsache am Abend oder Wochenende ausgeführt (bei den Suva-Akten). Es kann
somit auch nicht von einer hauptsächlichen Tätigkeit als Geschäftsführer ausgegangen
werden. Bei diesem Sachverhalt ist nicht von einem Wechsel der Validenkarriere
auszugehen. Alle Tätigkeiten seit 1992 waren vom Rückenschaden beeinflusst,
erlaubten dem Beschwerdeführer keine uneingeschränkte Tätigkeit und erreichten nie
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eine verlässliche Stabilität. Die effektiven Zahlen seit Beginn der Rückenprobleme
können zur Berechnung des Valideneinkommens folglich nicht verwendet werden.
4.4 Die Einkommenszahlen vor 1992 bilden ebenfalls keine taugliche
Bemessungsgrundlage, waren sie doch sehr schwankend und bilden das
Erwerbspotential bzw. die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers als Bodenleger
oder Sanitärinstallateur nicht ab (vgl. IV-act. 177, IV-act. 270).
5.
5.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es an einer repräsentativen Grundlage für
die Bestimmung eines Valideneinkommens fehlt. Somit ist entsprechend der
Bestimmung des Invalideneinkommens auf die Tabelle TA1 der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik, Total sämtlicher
Wirtschaftszweige, Anforderungsniveau 4 Männer, abzustellen. Betreffend die
Bestimmung des Invalideneinkommens ist mit den Parteien (act. G4, act. G6) ebenfalls
der genannte Tabellenlohn für Hilfsarbeiter heranzuziehen. Da das Valideneinkommen
somit auf derselben Grundlage wie das Invalideneinkommen zu berechnen ist, kann ein
Prozentvergleich vorgenommen werden. Zu klären ist damit lediglich noch die Frage
der Höhe des Tabellenlohnabzugs bei der Bestimmung des Invalideneinkommens.
5.2 Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich
beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind,
im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden
Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen
Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass
weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter,
Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie
Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481
E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2).
5.3 Der Beschwerdeführer ist unfallbedingt selbst bei körperlich leichten Tätigkeiten
eingeschränkt und es sind dabei weitere qualitative Anforderungen zu beachten
(wechselbelastende Tätigkeiten mit Positionswechsel rund alle 20 Minuten,
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selbständiges Bestimmen der Arbeitshaltung, keine Zwangshaltungen, Heben von
Lasten nur unter 5 bzw. 10kg, kein Knien, keine Verbiegung des Rückens, etc.). Er
benötigt immer wieder Pausen, ist verlangsamt und kann bei Präsenz von 60-70% nur
eine Gesamtleistung von 50% erbringen. Er ist im Vergleich zu voll leistungsfähigen
Arbeitnehmern damit lohnmässig benachteiligt und muss mit unterdurchschnittlichen
Lohnansätzen rechnen. Weiter zu berücksichtigen ist das fortgeschrittene Alter des
Beschwerdeführers (Jahrgang 1959) und dass er nur noch als Teilzeitbeschäftigter tätig
sein kann (vgl. zum Ganzen PHILIPP GEERTSEN, Der Tabellenlohnabzug, in Ueli
Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139
ff.). Es rechtfertigt sich damit, den Tabellenlohnabzug auf 15% festzusetzen.
5.4 Ausgehend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten
im Zeitraum von 19. August 2008 bis 23. März 2009, von 1. Juli 2009 bis 3. April 2012
sowie ab 1. Oktober 2012 und unter Berücksichtigung eines 15%igen
Tabellenlohnabzugs resultiert im Rahmen eines Prozentvergleich ein
rentenbegründender Invaliditätsgrad von 57.5% (50% + [50% x 15%]). Von 1. Juni
2007 bis 18. August 2008, 24. März 2009 bis 30. Juni 2009 sowie von 4. April 2012 bis
30. September 2012 ist von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste
Tätigkeiten auszugehen, womit der Invaliditätsgrad 100% beträgt.
5.5 Demnach hat der Beschwerdeführer nach Ablauf des Wartejahres i.S.v. Art. 29
Abs. 1 lit. b IVG (in der bis zum 31. Dezember 2007 gültigen Fassung) ab 1. Juni 2007
Anspruch auf eine ganze Rente. Die im August 2008 eingetretene gesundheitliche
Verbesserung, die bis März 2009 fortgedauert hat, führt unter Berücksichtigung der bei
der Rentenanpassung gemäss Art. 88a Abs. 1 und 2 der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) geltenden dreimonatigen Frist und mit Blick
darauf, dass gemäss Art. 19 Abs. 3 ATSG Renten für den ganzen Kalendermonat im
Voraus ausbezahlt werden, für die Dauer ab 1. Dezember 2008 bis 30. Juni 2009 zu
einem befristeten Anspruch auf eine halbe Rente. Die zwischen 24. März 2009 und 30.
Juni 2009 ausgewiesene gesundheitliche Verschlechterung führt zu einem befristeten
Anspruch auf eine ganze Rente von 1. Juli 2009 bis 30. September 2009. Aufgrund der
gesundheitlichen Verbesserung vom 1. Juli 2009 bis 3. April 2012 besteht sodann von
1. Oktober 2009 bis 31. Juli 2012 ein befristeter Anspruch auf eine halbe Rente. Die
Verschlechterung des Gesundheitszustandes von 4. April 2012 bis 30. September 2012
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 23/24
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führt zu einem befristeten Anspruch auf eine ganze Rente von 1. August 2012 bis 31.
Dezember 2012. Ab dem 1. Januar 2013 hat der Beschwerdeführer wiederum
Anspruch auf eine halbe Rente.
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 23. Juni 2014
aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung vom 1. Juni 2007 bis 30.
November 2008 eine ganze, vom 1. Dezember 2008 bis 30. Juni 2009 eine halbe, vom
1. Juli 2009 bis 30. September 2009 eine ganze, vom 1. Oktober 2009 bis 31. Juli 2012
eine halbe, vom 1. August 2012 bis 31. Dezember 2012 eine ganze und ab 1. Januar
2013 eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der
Leistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Ausgangsgemäss
hat die Beschwerdegegnerin die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer
zurückzuerstatten.
6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr. 12‘000.--. Die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers verzichtete auf das Einreichen einer
Kostennote. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint eine pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
angemessen.