Decision ID: 700b40b8-f252-440b-a331-27c5dd3fb17c
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ meldete sich am 20. August 2001 (Datum Posteingang) wegen Depression/
Schizophrenie bei der IV-Stelle des Kantons Zürich zum Bezug von IV-Leistungen an
(IV-act. 34). Der behandelnde Dr. med. B._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, diagnostizierte eine schwere chronische Depression bei Borderline-
Persönlichkeit (ICD-10: F33.2) und einen Status nach vorübergehender psychotischer
Störung (ICD-10: F23.8). Der Versicherte sei seit 28. Oktober 1999 zu 100%
arbeitsunfähig (Bericht vom 27. September 2001, IV-act. 38). Die IV-Stelle des Kantons
Zürich ermittelte einen 100%igen Invaliditätsgrad und sprach dem Versicherten mit
Verfügung vom 21. Dezember 2001 mit Wirkung ab 1. Oktober 2000 eine ganze Rente
zu (IV-act. 63). Im Rahmen von Amtes wegen eingeleiteter Revisionen wurde der
Anspruch des Versicherten auf eine ganze Rente bestätigt (Mitteilungen vom
4. Dezember 2003, IV-act. 83, und vom 10. Juli 2008, IV-act. 157).
A.a.
Die infolge Wohnsitzwechsel des Versicherten nach C._ (IV-act. 185) zuständige
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA sistierte die Auszahlung der Invalidenrente
ab 1. Juli 2016, da der Versicherte gegen die Melde- bzw. Mitwirkungspflicht
verstossen habe. Die IVSTA ersuchte den Versicherten um Beantwortung
verschiedener Fragen, etwa bezüglich seines aktuellen Wohnsitzes (IV-act. 224).
A.b.
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Dessen Mutter beantwortete die Fragen am 20. Juli 2016 und gab u.a. an, der
Versicherte wohne in D._ (IV-act. 226). Am 25. Juli 2016 (Datum
Dokumenteneingang) nahm die IVSTA Nachrichten betreffend die Teilnahme des
Versicherten an einem im Fernsehen ausgestrahlten Gesangswettbewerb zu den Akten
(IV-act. 229; siehe auch separate Disc, act. G 6.3). Daraufhin zahlte die IVSTA die
Rentenbetreffnisse wieder aus (IV-act. 230).
Im Fragebogen für die Rentenrevision gab der Versicherte am 30. August 2016 an,
sein Gesundheitszustand sei seit dem Jahr 2008 gleichgeblieben, wenn nicht sogar
zwischenzeitlich schlechter geworden. Er könne sich nicht um sich selbst kümmern
und habe kein soziales Leben. Er lebe zurückgezogen und für sich alleine (IV-act. 237).
Med. pract. E._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Medizinischer Dienst
der IVSTA, vertrat in der Stellungnahme vom 28. Dezember 2016 die Auffassung, es
müsse eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands seit 2008 vermutet
werden. Gleichzeitig scheine sich im Rahmen einer Gelenkchondromatose ein
chronisches rheumatologisch-orthopädisches Leiden eingestellt zu haben. Er empfahl
die Durchführung einer bidisziplinären (psychiatrisch-rheumatologischen oder
psychiatrisch-orthopädischen) Begutachtung (IV-act. 258). Die IVSTA zeigte dem
Versicherten am 9. Januar 2017 die Sistierung der laufenden Rentenleistung an. Zur
Begründung führte sie aus, er sei seit mehreren Jahren als Geschäftsführer aktiv,
worüber er nie informiert habe. Ebenfalls sei festgestellt worden, dass er an einer
Castingshow teilgenommen und sich dabei als Grafikdesigner ausgegeben habe.
Daraus sei zu schliessen, dass der Versicherte beruflich aktiv sei und sich sein
Gesundheitszustand verbessert habe. Es bestehe der Verdacht eines unrechtmässigen
Leistungsbezugs (IV-act. 261). Hierzu äusserte sich der Versicherte am 18. Januar
2017. Er sei schwer krank und lebe in seiner eigenen Welt. Manchmal gebe es Tage,
die in Ordnung seien und selten sogar Tage, an denen er Glück empfinde. Meist gehe
es ihm eher sehr schlecht. Zwar sei er in einer Gesellschaft als Geschäftsführer
eingetragen. Allerdings sei diese nie aktiv gewesen. Es gebe nicht einmal ein Büro.
Singen sei das Einzige, was ihm manchmal Freude bereite. Er sei von seiner Partnerin
zum Casting geschleppt worden, weil sie gedacht habe, dies würde ihm guttun (IV-
act. 262; zum Inhalt der von ihm angetretenen Organstellungen in verschiedenen
A.c.
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Gesellschaften siehe auch IV-act. 290-3 ff.). Am 30. Januar 2017 verfügte die IVSTA die
Rentensistierung (IV-act. 264).
Vom 14. März bis 10. April 2017 befand sich der Versicherte zur stationären
Behandlung in der F._. Die dort behandelnden medizinischen Fachpersonen
diagnostizierten u.a. eine paranoide Schizophrenie (ICD-10: F20.0) und eine schwere
depressive Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10: F32.3; IV-act. 280 und IV-
act. 333-7 ff.; zur vorübergehenden Hospitalisation vom 19. bis 21. März 2017 im Spital
G._ wegen Thoraxschmerzen und Dyspnoe siehe IV-act. 327-7 ff.). Am 26. April 2017
nahm der Versicherte Wohnsitz im Kanton St. Gallen (IV-act. 326-12).
A.d.
Anlässlich einer Fahrzeugprüfung vom 22. November 2017 beobachtete ein
Mitarbeiter der IV-Stelle den Versicherten und führte mit ihm ein Gespräch. In der
gleichentags erstellten Aktennotiz hielt der Mitarbeiter der IV-Stelle fest, als sich der
Versicherte unbeobachtet gefühlt habe, habe er kein Hinken gezeigt und einen
zufriedenen sowie eher aufgestellten Eindruck hinterlassen (IV-act. 312). Derselbe
Mitarbeiter führte mit dem Versicherten am 12. Dezember 2017 ein Standortgespräch
und befragte ihn u.a. zu seinem Gesundheitszustand, seinen beruflichen sowie
alltäglichen Aktivitäten (IV-act. 319; siehe auch die Aktennotiz vom 15. Dezember 2017,
IV-act. 321).
A.e.
Vom 24. Januar bis 2. März 2018 war der Versicherte in der Abteilung
Akutpsychiatrie und Forensik an der Psychiatrie H._ in I._ hospitalisiert. Die dort
behandelnden medizinischen Fachpersonen nannten als Hauptdiagnose eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen
Symptomen (ICD-10: F33.2), DD: aktenanamnestisch paranoide Schizophrenie
(ICD-10: F20.0). Der Versicherte konnte in psychisch stabilisiertem Zustand bei
fehlender Fremd- oder Selbstgefährdung entlassen werden (Austrittsbericht vom
9. März 2018, IV-act. 337-5 ff.; siehe auch den Bericht vom 26. März 2018, IV-
act. 337-1 ff.). Der seit dem 13. März 2018 behandelnde Dr. med. J._, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte eine paranoide Schizophrenie (ICD-10:
F20), bestehend seit ca. November 1999, und eine schwere depressive Episode mit
psychotischen Symptomen (ICD-10: F32.3), bestehend seit ca. Oktober 1999. Die
Leistungsfähigkeit des Versicherten sei um 100% vermindert (Bericht vom 11. Juli
A.f.
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2018, IV-act. 347; siehe auch den Verlaufsbericht vom 15. Oktober 2018, IV-act. 350).
Dr. med. K._, Fachärztin für Neurologie, Mitarbeiterin der IV-Stelle, gelangte zur
Ansicht, dass sich der psychische Gesundheitszustand seit Rentenzusprache aufgrund
der Aktivitäten und des Verhaltens des Beschwerdeführers zum Zeitpunkt der
Teilnahme an der Fernsehshow, anlässlich der Fahrzeugkontrolle und des
Standortgesprächs signifikant verbessert haben dürfte. Allerdings würden in den
seither eingegangenen psychiatrischen Berichten wiederum schwere psychische
Einschränkungen beschrieben. Ob derartige Fluktuationen der Symptomatik bei den
bestehenden Diagnosen authentisch seien, müsse gutachterlich beurteilt werden.
Dr. K._ empfahl eine psychiatrische und internistische, im Speziellen kardiologische
und rheumatologische Begutachtung des Versicherten (Stellungnahme vom
21. November 2018, IV-act. 355-10).
Vom 13. bis 17. Mai 2019 war der Versicherte nach einem Suizidversuch mit
Tablettenintoxikation erneut in der Abteilung Akutpsychiatrie und Notfall Station an der
Psychiatrie H._ in I._ hospitalisiert. Die dort behandelnden medizinischen
Fachpersonen diagnostizierten eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
schwere Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10: F33.3). Bei Austritt wurde
der psychopathologische Status wie folgt beschrieben: Der Versicherte sei «wach,
bewusstseinsklar und zu allen vier Qualitäten orientiert. Keine Hinweise auf
Aufmerksamkeits- oder Gedächtnisstörungen. Im formalen Denken leichtgradiges
Grübeln, insgesamt kohärent. Keine Hinweise auf Zwänge oder inhaltliche
Denkstörungen. Weiterhin etwas Stimmenhören vorhanden, keine Ich-Störungen. Im
Affekt deprimiert, teilweise parathymes Lachen bei traurigen Inhalten, gut
schwingungsfähig. Antrieb leichtgradig vermindert, psychomotorisch unauffällig. Keine
Selbst- oder Fremdgefährdung» (IV-act. 385-22).
A.g.
Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 20. Juni, 4. und 8. Juli,
12. August und 30. September 2019 polydisziplinär (allgemeininternistisch,
kardiologisch, rheumatologisch, psychiatrisch und neuropsychologisch) in der BEGAZ
GmbH begutachtet. Die Gutachter diagnostizierten mit Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit: 1. eine rezidivierende depressive Störung, V.a. gegenwärtig schwere
Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10: F33.3); 2. eine koronare 2-Gefäss-
Erkrankung (ICD-10: I25.2) und 3. eine idiopathische synoviale Chondromatose im
A.h.
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Bereich der OSG, rechts mehr als links. Eine neuropsychologische Diagnose lasse sich
beim Versicherten mangels gesicherter Authentizität nicht stellen. Relevante kognitive,
attentionale, exekutive und/oder verbalmnestische Funktionsschwächen könnten bei
ihm dennoch vorliegen, in ihren beruflichen und ausserberuflichen Auswirkungen aber
nicht zuverlässig beschrieben werden. Aufgrund des Vorliegens einer schweren
depressiven Episode mit psychotischen Symptomen sei der Versicherte
aktenanamnestisch seit mindestens März 2017 bis jetzt und auf Weiteres zu 100% als
arbeitsunfähig zu beurteilen. Das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit müsse aufgrund der
neuropsychologisch bestätigten Aggravation in Frage gestellt werden. Für die Zeit vor
März 2017 könnten aufgrund der vorliegenden Aktenlage und Anamnese keine
gesicherten Angaben gemacht werden. Seit Ende 2001 bis maximal Januar 2008 habe
der Versicherte in C._ gewohnt und es müsse von einer zumindest teilweisen
Remission der depressiven Episode ausgegangen werden. Danach habe er von 2012
bis 2016 in D._ gelebt und es habe wohl auch eine weitgehende Remission der
depressiven Episode bestanden (IV-act. 379). Dr. K._ gelangte zum Schluss, die
somatischen Teilgutachten würden die geforderten Qualitätskriterien erfüllen.
Demgegenüber vermöge das psychiatrische Teilgutachten nicht zu überzeugen. Die
versicherungsmedizinisch zu klärenden Fragen seien nicht beantwortet worden. Es sei
nicht nachvollziehbar, dass zwar diverse Inkonsistenzen aufgeführt, jedoch nicht in die
Beurteilung miteinbezogen worden seien. Dies sei vor allem auch vor dem Hintergrund
der auffälligen Resultate verschiedener Validierungstests und den
Abklärungsergebnissen der neuropsychologischen Testung sehr erstaunlich. Obschon
klare Hinweise für eine Aggravation der kognitiven Defizite bestehen würden, seien die
subjektiv beklagten Einschränkungen (u.a. massive Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen) - entgegen der neuropsychologischen Beurteilung - als valide
Beeinträchtigungen in die psychiatrische Gesamtbeurteilung eingeflossen. Trotz
multipler Hinweise auf eine teilweise fragliche Glaubwürdigkeit der anamnestischen
Angaben stelle der psychiatrische Gutachter bei seiner Einschätzung der funktionellen
Auswirkungen des Gesundheitsschadens ohne kritische Auseinandersetzung mit den
(u.a. auch von ihm selbst beschriebenen) Inkonsistenzen weitestgehend auf die
subjektiv beschriebene Symptomatik ab. Dr. K._ empfahl die Einholung eines
neuerlichen psychiatrischen Gutachtens (Stellungnahme vom 22. November 2019, IV-
act. 389).
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B.
Daraufhin teilte die IV-Stelle dem Versicherten am 25. November 2019 mit, zur
Klärung der Leistungsansprüche müsse die psychiatrische Begutachtung wiederholt
werden. Gleichzeitig gab sie ihm den vorgesehenen Fragekatalog zur Kenntnis (IV-
act. 390 f.). Hierzu äusserte sich der Versicherte am 28. November 2019 und am
10. Dezember 2019. Er hielt den Sachverhalt für spruchreif abgeklärt und insbesondere
auch den psychiatrischen Teil des BEGAZ-Gutachtens für beweiskräftig, weshalb er
sich gegen eine neuerliche psychiatrische Begutachtung aussprach. Zudem
bemängelte er einzelne Zusatzfragen und stellte eine eigene Ergänzungsfrage (IV-
act. 392 und IV-act. 394). Mit Zwischenverfügung vom 4. Februar 2020 ordnete die IV-
Stelle an, sie halte an der ergänzenden psychiatrischen Abklärung fest und übernehme
die Kosten für eine psychiatrische Begutachtung. Die vom Versicherten bemängelten
Zusatzfragen seien inzwischen angepasst worden (IV-act. 395; zum angepassten
Fragekatalog siehe act. G 1.1).
A.i.
Gegen die Zwischenverfügung vom 4. Februar 2020 richtet sich die vorliegende
Beschwerde vom 4. März 2020. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten-
und Entschädigungsfolge: 1. Von einem weiteren Gutachten sei abzusehen und die
Sistierung der Invalidenrente sei umgehend aufzuheben. 2. Es sei ihm eine ganze
Invalidenrente zuzusprechen. Zur Begründung bringt er im Wesentlichen vor, der
Sachverhalt sei bereits spruchreif abgeklärt und eine weitere psychiatrische
Begutachtung unnötig. Es handle sich dabei um eine unzulässige «second opinion».
Bezüglich des Fragekatalogs macht er geltend, dass es sich bei jeder gestellten
Zusatzfrage um eine Suggestivfrage handle. Bei der Gliederung des
Gutachtensauftrags werde sein angeblich aggravierendes Verhalten in Länge und
Breite beschrieben. Die verschiedenen psychiatrischen Berichte über die stationären
Aufenthalte würden komplett fehlen (act. G 1). Am 1. April 2020 reicht die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers eine Honorarnote ein (act. G 5).
B.a.
Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 28. April 2020
die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Lediglich ein Antrag des
Beschwerdeführers, es sei von einem weiteren Gutachten abzusehen, betreffe den
Gegenstand der angefochtenen Zwischenverfügung. Die anderen beiden Anträge
B.b.
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Erwägungen
1.
Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend darlegt (act. G 6, III, Rz 1), bildet Gegenstand
der angefochtenen Zwischenverfügung ausschliesslich die Anordnung eines
psychiatrischen Gutachtens einschliesslich des Fragekatalogs (IV-act. 395). Nicht
deren Gegenstand und damit nicht Anfechtungsgegenstand im vorliegenden Verfahren
bilden der Rentenanspruch bzw. dessen allfällige revisionsweise Anpassung sowie die
Sistierung der Invalidenrente. Auf die entsprechenden Beschwerdeanträge (act. G 1,
S. 2) ist deshalb nicht einzutreten.
würden nicht den Anfechtungsgegenstand betreffen, weshalb darauf nicht einzutreten
sei. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, in der Beschwerde seien keine
substantiierten Rügen an der Präambel und am Fragekatalog in der letzten und damit
hier relevanten Version vorgetragen worden. Nachdem es der psychiatrische BEGAZ-
Gutachter aus nicht nachvollziehbaren Gründen unterlassen habe, sich mit den
Schlussfolgerungen im neuropsychologischen Gutachten auseinanderzusetzen, und er
sich zudem primär auf die subjektiven Angaben und Selbsteinschätzungen des
Beschwerdeführers abgestützt habe, vermöge das psychiatrische Teilgutachten nicht
zu überzeugen. Es würde insbesondere auch an einer Begründung fehlen, warum die
erhobenen Befunde und die Angaben des Beschwerdeführers valide und zuverlässig
seien. Dies gelte umso mehr, als der psychiatrische BEGAZ-Gutachter das Vorliegen
von zahlreichen Inkonsistenzen ausdrücklich bestätigt habe. Da es also an einer
überwiegend wahrscheinlich richtigen Arbeitsfähigkeitsschätzung mangle, sei eine
erneute Begutachtung vorzunehmen. Zudem seien aufgrund eines ihr (der
Beschwerdegegnerin) anzulastenden Versehens auch die in den Akten enthaltenen
Videosequenzen nicht in die Begutachtung eingeflossen, womit sich das BEGAZ-
Gutachten auf unvollständige Akten stütze (act. G 6).
Das Versicherungsgericht entspricht am 14. Mai 2020 dem Gesuch des
Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung (act.
G 7). In der Eingabe vom 18. Mai 2020 rügt die Beschwerdegegnerin die Höhe des von
der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers geltend gemachten Honorars (act. G 9).
B.c.
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2.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit
der mit Zwischenverfügung vom 4. Februar 2020 angeordneten psychiatrischen
(Ober-)Begutachtung.
Bei der Anordnung eines Gutachtens handelt es sich um eine Zwischenverfügung
(Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 46
des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]). Eine solche
kann unter anderem dann angefochten werden, wenn ein nicht wieder gutzumachender
Nachteil droht (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. April
2010, B 2009/197, E. 2.5; vgl. auch BGE 138 V 275 E. 1.2.1). Für die Beurteilung des
nicht wieder gutzumachenden Nachteils im Kontext des sozialversicherungsrechtlichen
Abklärungsverfahrens mit seinen spezifischen Gegebenheiten ist zu beachten, dass
das medizinische Administrativgutachten in der Regel die wichtigste medizinische
Entscheidgrundlage im Beschwerdeverfahren bildet. Die Mitwirkungsrechte der
versicherten Personen müssen daher bereits vor der Begutachtung durchgesetzt
werden können, bevor präjudizierende Effekte eintreten. Mit Blick auf das begrenzte
Überprüfungsvermögen der rechtsanwendenden Behörden genügt es daher nicht, die
Mitwirkungsrechte erst nachträglich, bei der Beweiswürdigung im Verwaltungs- und
Beschwerdeverfahren, einzuräumen (vgl. BGE 138 V 276 E. 1.2.2). Des Weiteren darf
auch nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Anordnung medizinischer
Untersuchungen an einer Person «zweifellos» einen Eingriff in das Grundrecht der
persönlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) darstellt (BGE 136 V 126 E. 4.2.2.1 mit Hinweisen).
Als solcher muss die angeordnete Begutachtung die Voraussetzungen von Art. 36 BV
erfüllen, was im Bestreitungsfall gerichtlich überprüfbar sein muss (Art. 29a der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]). Auf die
Beschwerde bezüglich der Gutachtensanordnung ist daher einzutreten, was von den
Parteien auch nicht bestritten wird (siehe zum Ganzen den Entscheid des
Versicherungsgerichts vom 27. Mai 2020, IV 2019/309, E. 1.1).
2.1.
Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei
es im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit welchen
Mitteln diese zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser
Ermessensspielraum bezüglich der Notwendigkeit, des Umfangs und der
Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich
2.2.
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aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz hat der
Sozialversicherer den Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass er über den
Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit entscheiden kann. Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch
die Mitwirkungspflichten der versicherten Person. Danach hat sich diese den ärztlichen
oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, wenn sie zumutbar sind. Nach dem
Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 und Abs. 2 ATSG müssen diese aber auch notwendig und
somit von entscheidender Bedeutung für die Erstellung des rechtserheblichen
Sachverhalts sein (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Mai 2007, U 571/2006, E. 4.1 mit
Hinweisen). Diese Grundsätze ergeben sich auch aus der im Rahmen der Beurteilung
der Rechtmässigkeit eines Grundrechtseingriffs vorzunehmenden
Verhältnismässigkeitsprüfung (Art. 36 Abs. 3 BV).
Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen
durchzuführenden notwendigen Abklärungen beinhalten nicht das Recht des
Versicherungsträgers, eine «second opinion» zum bereits in einem Gutachten
festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt. Der versicherten
Person steht diese Möglichkeit ebenfalls nicht offen. Es geht hier namentlich nicht
darum, die Tunlichkeit einer medizinischen Massnahme mittels Einholung einer
Zweitmeinung zu hinterfragen, sondern darum, in welchem Umfang und in welcher
Tiefe Abklärungen vorzunehmen sind, damit der rechtserhebliche Sachverhalt als mit
dem massgebenden Beweisgrad erstellt gelten kann. Dabei ergibt sich die
Notwendigkeit der Anordnung weiterer Abklärungen aus der Beantwortung der Frage,
ob bereits bei den Akten liegende Gutachten die inhaltlichen und beweismässigen
Anforderungen an eine zu erstattende ärztliche Expertise erfüllen. Dies hängt
entscheidend davon ab, ob sie für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend
sind und in diesem Rahmen auf den erforderlichen allseitigen Abklärungen beruhen; die
geklagten Beschwerden wiedergeben und sich damit auseinandersetzen, was vor
allem bei psychogenen Fehlentwicklungen nötig ist; in Kenntnis der und gegebenenfalls
in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden sind; in der Darlegung der
medizinischen Zustände, Entwicklungen und Zusammenhänge einleuchten; und die
Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass
die Rechtsanwender sie kritisch nachvollziehen können (Urteil des Bundesgerichts vom
29. Mai 2007, U 571/2006, E. 4.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a).
2.3.
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Zunächst ist die Frage zu beurteilen, ob der Sachverhalt aus psychiatrischer Sicht
spruchreif abgeklärt wurde.
2.4.
Die Einschätzung eines psychischen Krankheitsbilds und dessen allfällige
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit muss sich - mangels zuverlässiger bzw.
bewährter Messmethodik - zwangsläufig zunächst auf die Angaben und das Verhalten
der versicherten Person stützen. Um Beweiskraft erlangen zu können, muss eine
objektive fachmedizinische Beurteilung insbesondere diesem Umstand Rechnung
tragen. Deshalb ist eine umfassende Prüfung der Konsistenz und der Plausibilität der
Leidensschilderung sowie -präsentation für die Gewährleistung einer möglichst
objektiven fachmedizinischen Beurteilung der gesundheitlichen Beeinträchtigung der
Arbeitsfähigkeit von zentraler Bedeutung. Gemäss Qualitätsleitlinien für
versicherungspsychiatrische Gutachten der Schweizerischen Gesellschaft für
Psychiatrie und Psychotherapie SGPP (3. vollständig überarbeitete und ergänzte
Auflage, 16. Juni 2016) ist eine Stellungnahme zur Authentizität von Beschwerden, von
präsentierten Symptomen und von Leistungseinschränkungen denn auch
obligatorischer Bestandteil eines versicherungspsychiatrischen Gutachtens. Das
beinhaltet eine Stellungnahme zur Frage, ob die berichteten Beschwerden und
präsentierten Symptome in sich konsistent sind oder ob Diskrepanzen, allenfalls sogar
Widersprüche bestehen. Dies gelingt am ehesten durch eine Gegenüberstellung der
erhobenen Informationen mit Hilfe der verschiedensten methodischen Zugänge.
Diesbezüglich sind Hinweise aus der Verhaltensbeobachtung und dem
Anamneseverlauf relevant (Leitlinien, S. 29). Eine besondere Bedeutung bei der
Exploration kommt der detaillierten Beschreibung eines üblichen Tagesablaufs durch
die versicherte Person zu, da sich hieraus häufig Hinweise auf Interessen, Aktivitäten,
Alltagsgewohnheiten und damit Potential und Ressourcen, jedoch auch Diskrepanzen
zu anderen Angaben oder zum Verhalten in der Untersuchung ergeben (Leitlinien,
S. 16).
2.4.1.
Wie Dr. K._ einlässlich plausibel begründete und worauf verwiesen werden
kann (IV-act. 355-7 ff.), zeigte der Beschwerdeführer in der Vergangenheit in
Situationen ausserhalb medizinischer Abklärungen und Behandlungen wiederholt ein
Verhalten, das mit seiner Leidenspräsentation anlässlich der Inanspruchnahme
medizinischer Behandlungen oder Untersuchungen nicht zu vereinbaren ist. Ergänzend
ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer trotz der aus seiner Sicht die
Arbeitsfähigkeit hauptsächlich beeinträchtigenden «starken
Konzentrationsprobleme» (IV-act. 383-8 und 12), die ihm u.a. das Lesen
verunmöglichen würden (IV-act. 383-8 f.), ohne Weiteres in der Lage war, sich täglich
2.4.2.
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stundenlang mit Videospielen zu beschäftigen (IV-act. 337-7). In damit zu
vereinbarender Weise vermochten die in der Psychiatrie H._ behandelnden
medizinischen Fachpersonen bei Austritt (17. Mai 2019) keine Hinweise auf
Aufmerksamkeits- oder Gedächtnisstörungen zu finden (IV-act. 385-22).
Widersprüchlich ist auch, dass der Beschwerdeführer angab, die Menge konsumierter
Zigaretten vermöge er nicht anzugeben (IV-act. 383-7) und er könne sich praktisch u.a.
an Jahreszahlen nicht erinnern (IV-act. 383-11 und -18 oben), hingegen an anderer
Stelle detaillierte Angaben über den Gewichtsverlust in masslicher und zeitlicher
Hinsicht machte (IV-act. 383-13 oben). Vor diesem Hintergrund ist eine objektive
Wahrnehmung des sich unbeobachtet fühlenden Beschwerdeführers und dessen
zwischenmenschlichen Alltagsverhaltens auch im vorliegenden Fall offensichtlich für
die Ermittlung eines allfälligen psychischen Gesundheitsschadens und einer allenfalls
dadurch beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit zentral.
Zwar benannte der psychiatrische BEGAZ-Gutachter diverse Inkonsistenzen (IV-
act. 383-17 f.), ohne dass aus seiner weiteren Beurteilung im Teilgutachten
einleuchtend erkennbar ist, ob bzw. inwiefern diese bei der Bescheinigung einer
vollständigen Arbeitsunfähigkeit Berücksichtigung fanden (IV-act. 383-18 f.). Erst im
Rahmen der polydisziplinären Gesamtbeurteilung findet sich der Vorbehalt, dass die
vom psychiatrischen BEGAZ-Gutachter bescheinigte vollständige Arbeitsunfähigkeit
bzw. deren Ausmass «aufgrund der neuropsychologisch bestätigten Aggravation» in
Frage gestellt werden müsse (IV-act. 379-17 und -18 oben), womit letztlich unklar
bleibt, ob im Rahmen des polydisziplinären Konsenses überhaupt noch mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen wurde, es lägen psychisch
bedingte Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit vor. Diese Unklarheit wird zusätzlich
dadurch verstärkt, als im psychiatrischen Teilgutachten noch vorbehaltlos eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen
Symptomen (ICD-10: F33.3) diagnostiziert wurde, hingegen der psychiatrische
Gutachter im polydisziplinären Gutachtensteil lediglich noch einen Verdacht auf eine
entsprechende Diagnose äusserte (IV-act. 379-18), ohne dass dieser nachträgliche
Vorbehalt und dessen allfällige Auswirkung auf die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
nachvollziehbar erläutert wurden. Hinzu kommt, dass - wie Dr. K._ zutreffend kritisiert
- der psychiatrische Gutachter den Ergebnissen der neuropsychologischen
Untersuchung offenbar kein relevantes Gewicht beimass, zumindest jedoch diese nicht
in erkennbarer Weise diskutierte.
2.4.3.
Wie die Beschwerdegegnerin ausserdem zutreffend ausführt (act. G 6, III. Rz 10),
ist davon auszugehen, dass der psychiatrische BEGAZ-Gutachter die Videodateien
2.4.4.
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(act. G 6.3) nicht anschaute bzw. nicht anschauen konnte (vgl. dessen Ausführungen
zum Fernsehauftritt und zu «allfälligem Observationsmaterial» in IV-act. 383-10 f.) und
seine Beurteilung insoweit auf einer unvollständigen Grundlage beruht.
Unter diesen Umständen leuchtet die Kritik von Dr. K._ ein, dass die
Beurteilung des psychiatrischen BEGAZ-Gutachters nicht überzeugt bzw. die an ihn
gerichteten Fragen (noch) nicht überzeugend beantwortet wurden (IV-act. 389-3 f.). Die
verschiedenen Berichte der behandelnden psychiatrischen Fachpersonen beruhen
nicht auf einer objektiven Konsistenz- und Ressourcenprüfung bzw. auf einer
Diskussion der ausgewiesenen Inkonsistenzen, weshalb sie das Abklärungsdefizit nicht
zu beheben vermögen. Demnach kann der Sachverhalt noch nicht als spruchreif
abgeklärt betrachtet werden.
2.4.5.
Bezüglich der weiteren Abklärungen gilt es das Folgende zu beachten: Der
psychiatrische BEGAZ-Gutachter brachte - wenn auch erst im Rahmen der
polydisziplinären Beurteilung - an der eigenen im Teilgutachten vorgenommenen
Einschätzung nachträglich Vorbehalte an (siehe vorstehende E. 2.4.3). Zumindest einen
Teil des inkonsistenten Verhaltens anerkannte er bereits im Teilgutachten, auch wenn
er dieses noch nicht überzeugend in die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung einfliessen liess
bzw. nachvollziehbar diskutierte. Vor diesem Hintergrund kann davon ausgegangen
werden, dass er ergebnisoffen Stellung zur von Dr. K._ vorgebrachten Kritik unter
Einbezug des noch nicht gesichteten Videomaterials nehmen wird. Angesichts der
bereits umfangreichen medizinischen Abklärungen, insbesondere der bereits erfolgten
polydisziplinären Begutachtung, erscheint zum jetzigen Verfahrensstand eine weitere
psychiatrische Begutachtung bzw. die Erstattung eines psychiatrischen
Obergutachtens durch einen noch nicht mit dem Fall des Beschwerdeführers befassten
Experten nicht unabdingbar. Unter den gegebenen Umständen ist die
Beschwerdegegnerin vor der Anordnung einer weiteren psychiatrischen Begutachtung
in Nachachtung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes verpflichtet, zunächst den
psychiatrischen BEGAZ-Gutachter sowie den fallführenden allgemeininternistischen
BEGAZ-Gutachter (IV-act. 379-4) mit der Kritik von Dr. K._ bzw. der von ihr
wahrgenommenen Unklarheiten zu konfrontieren und ihnen Gelegenheit für eine
Stellungnahme zu geben. Dafür sind ihnen auch die bisher versehentlich nicht
zugestellten Videodateien zur Verfügung zu stellen. Erst danach wären bei
Fortbestehen von Zweifeln bzw. Unklarheiten weitere Abklärungsmassnahmen in Form
eines neuen psychiatrischen (Ober-)Gutachtens verhältnismässig (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 14. Februar 2014, 8C_874/2013, E. 3.3, und Entscheide des
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Januar 2020, IV 2019/240, E. 2.4,
2.4.6.
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3.
und vom 16. Juni 2020, IV 2019/307, E. 3). Die von der Beschwerdegegnerin verfügte
psychiatrische (Ober-)Begutachtung erweist sich zum jetzigen Verfahrensstand somit
als unzulässig. In seiner von der Beschwerdegegnerin einzuholenden Stellungnahme
wird sich der psychiatrische BEGAZ-Gutachter zudem noch zum weiteren
Gesundheitsverlauf, insbesondere zum Austrittsbericht der Psychiatrie H._ vom
21. Mai 2019 (IV-act. 385-20 ff.) zu äussern haben. Bei diesem Ergebnis kann
offenbleiben, ob die Kritik des Beschwerdeführers am Fragekatalog stichhaltig ist.
Nach dem Gesagten ist die angefochtene Zwischenverfügung vom 4. Februar
2020 aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinn der Erwägungen an
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
3.1.
Auf die Beschwerdeanträge betreffend den Rentenanspruch sowie die Aufhebung
der Sistierung des Rentenanspruchs ist nicht einzutreten.
3.2.
Bei Streitigkeiten betreffend die Anordnung für eine Begutachtung im
Verwaltungsverfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Da es
sich vorliegend nicht um eine Streitigkeit betreffend «IV-Leistungen» handelt, findet die
Kostenregelung von Art. 69 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) keine Anwendung.
3.3.
bis
Die obsiegende beschwerdeführende Partei hat Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der
Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der
Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22
Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis
Fr. 15'000.--. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat eine Kostennote
eingereicht, worin sie einen Zeitaufwand von 13.5 Stunden geltend macht (act. G 5).
Allerdings ist zu beachten, dass nicht der geltend gemachte, sondern nur der
notwendige Aufwand zu entschädigen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Februar
2009, 8C_140/2008, E. 11.4 mit Hinweisen; siehe auch Art. 98 Abs. 2 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). Vorliegend enthält die
eingereichte Kostennote auch Aufwände für Anträge, die nicht Anfechtungsgegenstand
bildeten und deshalb auch nicht notwendig waren. Folglich kann nicht auf den von der
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers geltend gemachten Aufwand abgestellt
werden, worauf die Beschwerdegegnerin zutreffend hinwies (act. G 9). Mit Blick auf die
eingeschränkte Streitfrage, den einfachen Schriftenwechsel und auf vergleichbare Fälle
3.4.
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