Decision ID: c330d916-086c-50a2-beb9-e48fbb842b7f
Year: 2015
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 23.03.2015 Art. 6 UVG: Verneinung der Kausalität zwischen einem Unfall mit Schulterkontusion und leichtem Schädelhirntrauma und zwei Jahre nach dem Unfall gemeldeten Schulter-, HWS- und BWS-Beschwerden sowie Kopfschmerzen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. März 2015, UV 2014/8).Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), VersicherungsrichterinnenMiriam Lendfers und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Peter WohnlichEntscheid vom 23. März 2015in SachenA._,Beschwerdeführer,gegenHelsana Unfall AG, Recht, Postfach, 8081 Zürich Helsana,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war als Fitnessinstruktor bei der B._ GmbH, im
Verkauf tätig und dadurch bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: Helsana) gegen die
Folgen von Unfällen versichert, als ihm laut Unfallmeldung der Arbeitgeberin vom 19.
März 2012 am 24. September 2011 beim Herunternehmen einer Fitnessmaschine diese
aus der Hand rutschte und ihn am Kopf und der rechten Schulter traf (act. K1). Der
Versicherte begab sich gleichentags ins Kantonsspital St. Gallen, wo die Ärzte der
Neurochirurgie nach einer computertomographischen (CT-) Untersuchung des
Neurokraniums bzw. Gehirnschädels und der HWS sowie einer konventionellen
röntgenologischen Untersuchung der Schulter und der Clavikula rechts ein leichtes
Schädelhirntrauma im Rahmen eines Unfalls bei Transport eines Fitnessgeräts
diagnostizierten. Der Versicherte wurde noch am Unfalltag entlassen. Eine
Arbeitsunfähigkeit hatte der Unfall nicht zur Folge (act. M1, K1). Die Helsana
anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte Heilkostenleistungen (vgl. dazu act. K2).
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A.b Am 29. August 2013 reichte der Versicherte der Helsana einen Fragebogen für
Rückfälle ein, worin er festhielt, dass die unfallbedingte Behandlung für ihn nicht
abgeschlossen sei. "Die ganze Zeit" seien wieder Beschwerden aufgetaucht (act. K3).
A.c Laut UVG-Zwischenbericht vom 31. August 2013 hatte sich der Versicherte wegen
einer intermittierenden/wechselnden Symptomatik im Nacken-/Schulterbereich, vor
allem bei Belastung, vom 28. Juni bis 5. Juli 2013 bei Dr. med. C._, Facharzt für
Allgemeinmedizin, in Behandlung befunden. Dr. C._ stellte die Diagnosen eines
Status nach Commotio cerebri und einer Schulterkontusion rechts am 24. September
2011 mit posttraumatischem Nacken-/Schultersyndrom und verneinte das Mitspielen
unfallfremder Faktoren im Heilungsverlauf (act. M4). Laut Arztbericht vom 18.
September 2013 von Dr. med. D._, Orthopädie (act. M5), hatte sich der Versicherte
am 5. Juli 2013 auch orthopädisch untersuchen lassen. Dr. D._ diagnostizierte
persistierende Schulterschmerzen rechts bei Status 2 Jahre nach Schultertrauma und
veranlasste in der Radiologie Nordost, Diagnosezentrum St. Gallen, eine MR-
Arthrographie der rechten Schulter, die am 9. Juli 2013 durch Dr. med. F._
durchgeführt wurde (act. M3). Am 15. Juli 2013 besprach Dr. D._ mit dem
Versicherten das Ergebnis der radiologischen Untersuchung und stellte basierend
darauf die Diagnosen einer Akromioklavikular- (AC-) Gelenksarthrose, eines
subacromialen Impingements sowie einer Intervallläsion und Signalstörung der langen
Bizepssehne. Am 26. August 2013 führte Dr. D._ eine Verlaufskontrolle durch, wobei
er eine allfällige MRI-Untersuchung der HWS als notwendig bezeichnete (act. M5).
A.d Am 25. September 2013 unterbreitete die Helsana den Schadenfall ihrem
beratenden Arzt, Dr. med. E._, Praktischer Arzt FMH, FA manuelle Medizin FMH, FA
Vertrauensarzt FMH (act. M6). Gestützt auf dessen Beurteilung vom 7. Oktober 2013
(act. M7) teilte sie dem Versicherten mit Verfügung vom 28. Oktober 2013 mit, dass ein
natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 24. September 2011
und den nun geltend gemachten Beschwerden nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit erstellt sei. Die Helsana sei demzufolge nicht leistungspflichtig (act.
K8).
B.
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Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache vom 31. Oktober 2013 (act. K10)
wurde mit Einspracheentscheid vom 4. Februar 2014 abgewiesen (act. K22).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom 13.
Februar 2014 (act. G1) und Ergänzung vom 20. Februar 2014 (act. G3) Beschwerde mit
dem sinngemässen Antrag, die Beschwerden seien als Folge des Unfallereignisses
vom 24. September 2011 zu qualifizieren und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen
zu erbringen. Zusammen mit der Beschwerdeergänzung vom 20. Februar 2014 reichte
der Beschwerdeführer einen Bericht von Dr. F._ vom 23. September 2013 über eine
auf Zuweisung von Dr. D._ gleichentags durchgeführte kernspintomographische
Untersuchung der HWS ein (act. G3.1).
C.b Mit Eingabe vom 4. März 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin unter Verzicht
auf eine einlässliche Beschwerdeantwort Abweisung der Beschwerde (act. G5).
C.c Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik.
C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften und die Ausführungen in
den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:
1.
1.1 Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die auch
bei Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung
[UVV; SR 832.202]) geltende rechtliche Voraussetzung des für eine Leistungspflicht des
Unfallversicherers erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs
zwischen einem Unfall und in dessen Folge eingetretener Gesundheitsschädigungen
(Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]; BGE
129 V 181 E. 3.1) zutreffend dar. Darauf ist zu verweisen. Die Beurteilung des
natürlichen Kausalzusammenhangs erfolgt aufgrund der Feststellungen bei den
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medizinischen Untersuchungen und ist Aufgabe des Arztes oder der Ärztin.
Demgegenüber obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten
Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 und BGE 112 V 30; PVG 1984
Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat allerdings die Adäquanz gegenüber dem
natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 138 V
250 f. E. 4 mit Hinweisen, 118 V 291 f. E. 3a).
1.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch
die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in
der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen
des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert
eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels
noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als
Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Den
Berichten versicherungsinterner Ärzte oder Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss
gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen,
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f. E. 1b).
1.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen,
vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im
Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess
tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit
der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich Rückfällen und Spätfolgen zu
erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten natürlichen
Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende Tatsache. Die
diesbezügliche Beweislast liegt hier - anders als bei der Frage, ob das Dahinfallen jeder
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kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens
nachgewiesen ist - nicht beim Unfallversicherer, sondern bei der versicherten Person
(vgl. dazu A. Rumo-Jungo/A. P. Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/
Basel/Genf 2012, S. 4, 79; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b). Die Verwaltung als
verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur
dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung
eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 119 V 337 E. 1, 118 V 289 E.
1b, 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen).
2.
Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen des Grundfalls die Leistungspflicht für das
Unfallereignis vom 24. September 2011 anerkannt und ist für die gleichentags erfolgte
Heilbehandlung im KSSG aufgekommen. Offensichtlich infolge Behandlungsab
schlusses wurden die Versicherungsleistungen eingestellt (vgl. act. K3). Nach Lage der
Akten erging jedoch keine schriftliche Mitteilung im Sinn von Art. 51 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR
830.1) oder eine schriftliche Verfügung (Art. 49 Abs. 1 ATSG). Grundsätzlich wurde
damit kein rechtskonformer Abschluss des Grundfalls vorgenommen (vgl. BGE 132 V
412 und 134 V 145). Während die dargelegte Sachlage für einen fortdauernden
Grundfall spricht, ist demgegenüber zu beachten, dass nach der einzigen, echtzeitlich
in den Akten dokumentierten Behandlung im KSSG am 24. September 2011 (act. M 1)
bis zur nächsten ärztlichen Behandlung bei Dr. C._ am 28. Juni 2013 (act. M4) und
der hier streitigen Schadensmeldung vom 29. August 2013 (act. K3) rund zwei Jahre
vergingen. Dieser zeitliche Ablauf liesse es wiederum als gerechtfertigt erscheinen, von
einem Rückfall auszugehen (vgl. dazu Franz Schlauri, Verfahrensfragen in der
Sozialversicherung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Veröffentlichungen
des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse, Band 40, S. 57). Indem die
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer für die erneute Schadenmeldung den
"Fragebogen für Rückfälle" zustellte und sich auch der Verfügungswortlaut vom 28.
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Oktober 2013 entsprechend darstellt, geht die Beschwerdegegnerin offensichtlich von
einem Rückfall aus. Wie es sich letztlich mit der Beweislastverteilung bzw. der Frage,
ob im vorliegenden Fall von einem Rückfall oder einem fortdauernden Grundfall
auszugehen ist, verhält, kann jedoch im Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen
offen bleiben. Denn die Frage, wer die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen
hat, stellt sich erst, wenn es sich als tatsächlich unmöglich erweist, in Ausübung des
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu
ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu
entsprechen (A. Rumo-Jungo/A. P. Holzer, a.a.O., S. 4), was vorliegend - wie
nachfolgend zu zeigen ist - nicht zutrifft. Im Übrigen ist im konkreten Fall entscheidend
und hat als unbestritten zu gelten, dass der Beschwerdeführer Versicherungsleistungen
erst (wieder) ab Beginn der Behandlung der Schmerzen im Nacken- und
Schulterbereich ab 28. Juni 2013 (zunächst bei Dr. C._, nachfolgend bei Dr. D._,
Dr. F._ und Dr. med. G._, Orthopädie H._, sowie in der Physiotherapie der
Orthopädie H._) geltend macht (vgl. act. K13, K16 ff., act. M5).
3.
Streitig und zu prüfen ist mithin im Folgenden, ob zwischen den vom
Beschwerdeführer ab 28. Juni 2013 geklagten und ärztlich behandelten Beschwerden,
insbesondere im Bereich der rechten Schulter, und seinem am 24. September 2011
erlittenen Unfall ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Diese Frage wird von
der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilung ihres beratenden Arztes Dr. E._
vom 7. Oktober 2013 (act. M7) verneint. Gegenüber Dr. C._ sowie in der
Beschwerdeergänzung vom 20. Februar 2014 klagte bzw. spricht der
Beschwerdeführer zusätzlich über Nacken- und Kopfschmerzen sowie über Schmerzen
im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS; act. G3). Entsprechend wurde am 23.
September 2013 auch eine kernspintomographische Untersuchung der HWS durch Dr.
F._ durchgeführt, in dessen Bericht unter der Rubrik "Indikation" persistierende
Schmerzen im Bereich der HWS mit Ausstrahlung in die rechte Schulter vermerkt sind
(act. G3.1).
4.
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4.1 Dr. E._ hält in seiner Beurteilung vom 7. Oktober 2013 (act. M7) fest, dass die
Schmerzen in der rechten Schulter nur möglicherweise natürlich kausal zum Unfall
ereignis vom 24. September 2011 seien. Der Beschwerdeführer habe sich anlässlich
des fraglichen Ereignisses nachgewiesenermassen keine strukturellen Verletzungen im
Bereich der Schulter zugezogen. Auch wäre eine hypertrophe AC-Gelenksarthrose
innerhalb von nur 2 Jahren nicht gut erklärbar. Weitere Weichteilbefunde, welche im
MRI zur Darstellung kämen, wiesen auf eine Überlastung der rechten Schulter,
wahrscheinlich im Rahmen der sportlichen Betätigung, hin. Anhaltspunkte für eine klar
überzeugende Unfallverletzung, welche mit dem Ereignis vom 24. September 2011 in
Zusammenhang gebracht werden könnten, seien nicht vorhanden. Andererseits lägen
aber deutliche degenerative Veränderungen und Überlastungszeichen im Bereich der
Schulterweichteile und des AC-Gelenks vor. Seines Erachtens bestünden also keine
überwiegend wahrscheinlichen Unfallfolgen in der rechten Schulter, auch wenn der
Versicherte ein Ereignis im Bereich der rechten Schulter erlitten habe. Dieses sei aber
nicht geeignet, die aktuellen Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu
unterhalten.
4.2 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine
strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares
Korrelat verlangt. Als objektiviert gilt eine solche Läsion, wenn sie durch einen
entsprechenden radiologischen Untersuchungsbefund erhoben wird. Im Rahmen der
von Dr. F._ am 9. Juli 2013 durchgeführten MR-Arthrographie der rechten Schulter
wurden eine mässige hypertrophe AC-Gelenksarthrose, ein Akromionsporn Typ II nach
Bigliani ohne Nachweis eines subakromialen Impingements, eine chronische
Ansatztendinopathie der Subscapularsehne im kranialen Sehnenabschnitt mit
moderater humeralseitiger Partialruptur, eine fortgeschrittene chronische Tendiopathie
der langen Bizepssehne mit interstitieller/longitudinaler Partialruptur mit diskreter
Subluxation am Eingang des Sulcus bicipitalis sowie eine Synovialitis des
Rotatorenintervalls im Sinn einer Pulley-Läsion erhoben. Im Übrigen zeigte sich ein
regelrechtes Kernspintomogramm des Schultergelenks (act. M3). Bei sämtlichen,
vorgenannten Gesundheitsschäden handelt es sich eindeutig um organische
Gesundheitsschäden, welche Beschwerden, insbesondere Schmerzen, zu verursachen
vermögen (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4.
Aufl. Berlin 2002, S. 586, S. 728, S. 731 f., S. 735, S. 1107; Roche Lexikon Medizin, 5.
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Aufl. München 2003, S. 134, S. 534 "Entzündung", S. 585 ff., S. 726, S. 915
"Impingementsyndrom", S. 1792; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl.
Berlin 2012, S. 42, 172 f., S. 594 "Entzündung", S. 1835, S. 2043, S. 2065). Eine
Arthrose, ein Akromionsporn, eine Tendinopathie sowie eine Synovialitis stellen
krankheitsbedingte Leiden bzw. degenerative Veränderungen dar, die als unfallkausale
Gesundheitsschäden höchstens sekundär, d.h. als (Spät-)Folge einer primären
Verletzung, beispielsweise einer Fraktur, Ruptur oder Luxation, auftreten (vgl.
Debrunner, a.a.O., S. 580 f., S. 727 f., S. 740; Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 143, S.
1792, S. 1808, ; Pschyrembel, a.a.O., S. 42, 172, 2043). Sehnenrupturen sowie
Subluxationen können hingegen sowohl als Befunde im Rahmen eines degenerativen
Prozesses, aber auch als (primär) unfallkausale gesundheitliche Störungen auftreten
(vgl. Debrunner, a.a.O., S. 628, S. 635, S. 721; Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S. 1142
f., S. 1623, S. 1681; Pschyrembel, a.a.O., S. 1247 f., S. 1835, S. 1913). Nachfolgend ist
damit zu entscheiden, ob die radiologisch erhobenen Gesundheitsschäden im Bereich
des rechten Schultergelenks mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit durch den Unfall vom 24. September 2011 verursacht wurden.
4.3 Massgebende Ausgangspunkte für traumatische Folgeschäden bzw. die
Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung bilden die unmittelbar nach dem Unfall
gestellten Unfalldiagnosen und erhobenen Befunde sowie der zeitliche Ablauf. Dies in
dem Sinne, dass in der Regel nur ein beim Unfall verletzter Körperteil nachfolgende
Beschwerden zeitigen kann, massgebende Verletzungen im Regelfall zu Schmerzen
führen und unmittelbar im Anschluss an den Unfall oder zumindest unfallnah auch im
entsprechenden Umfang wahrgenommen und im Rahmen einer ärztlichen
Untersuchung diagnostiziert werden. Eine traumatische Verletzung ist radiologisch
echtzeitlich am besten sichtbar. Nachfolgend schliesst der Heilungsprozess an, was in
der Regel zu einer stetigen Abnahme der Erkennbarkeit von Verletzungen führt. Auch
klinisch zeigen sich Unfallverletzungen - wie auch traumatisch bedingte
Sehnenverletzungen und Sehnenluxationen - in der Regel unmittelbar nach dem Unfall
am auffälligsten, d.h. präsentieren sich - wie bereits erwähnt - mit den entsprechenden
Schmerzen und Funktionseinschränkungen und werden damit zumindest klinisch
vermutet.
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4.4 Die ursprünglich im KSSG am Unfalltag bzw. am 24. September 2011
durchgeführte röntgenologische Untersuchung der rechten Schulter und der Clavikula
förderte keine traumatischen Läsionen, insbesondere keine Frakturen, zutage, und die
untersuchenden Ärzte hielten in ihrem Bericht vom 27. September 2011 keine Befunde
und Diagnosen mit Hinweis auf eine Schulterverletzung fest (act. M1). Darauf verweist
auch Dr. D._ in seinem Bericht vom 18. September 2013 im Zusammenhang mit der
Konsultation vom 5. Juli 2013 (act. M5). Ohne Schultergelenksverletzung bleibt jedoch
für die in Erwägung 4.2 angeführten (sekundär) traumatisch bedingten
Gesundheitsschädigungen kein Raum, zumal diese, wie bereits erwähnt, im Regelfall
rein degenerativ bzw. krankheitsbedingt vorkommen. Denjenigen Gesundheitsschäden,
die auch als primäre Verletzungen vorkommen, fehlt es sodann an einer
entsprechenden echtzeitlichen Diagnose. Bei einer Sehnenruptur und einer
Sehnensubluxation handelt es sich im Regelfall um schmerzhafte,
behandlungsbedürftige Verletzungen, von denen anzunehmen ist, dass sie von den
untersuchenden Ärzten erkannt werden. Aktenmässig dokumentiert ist nach dem Unfall
ausserdem einzig die Untersuchung im KSSG am Unfalltag. Der Unfall vom 24.
September 2011 hatte offensichtlich weder eine weitergehende gezielte Therapie noch
eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge. Auch diese Tatsachen sprechen gegen eine
traumatische Schulterverletzung. Eine unfallbedingte Ruptur sowie Subluxation ist
sodann umso unwahrscheinlicher, als die diagnostizierte AC-Gelenksarthrose
zusammen mit den zusätzlichen am 9. Juli 2013 radiologisch erhobenen
Gesundheitsschäden eine umfassende degenerative Problematik im Bereich des
rechten Schultergelenks bildet. Die Sehnenrupturen sowie die Subluxation wurden im
Übrigen im Zusammenhang mit chronischen Tendinopathien beschrieben. Der Begriff
"chronisch" steht jedoch dem Begriff "traumatisch" entgegen. Während letzterer einen
akut aufgetretenen Zustand beschreibt, bedeutet chronisch "langsam sich entwickelnd,
langsam verlaufend" (Pschyrembel, a.a.O., S. 389; Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S.
334). Entsprechend des Gesagten ersetzte Dr. D._ am 15. Juli 2013 seine Diagnose
persistierender Schulterschmerzen rechts bei Status 2 Jahre nach Schultertrauma vom
5. Juli 2013 nach erfolgter MRI-Untersuchung des rechten Schultergelenks durch die
erhobenen degenerativen Gesundheitsschäden (act. M5). Die von Dr. C._ im UVG
Zwischenbericht vom 31. August 2013 gestellten schulterbezogenen Diagnosen einer
Schulterkontusion sowie eines posttraumatischen Schulterschmerzsyndroms (act. M4)
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bilden ebenfalls keinen Hinweis auf eine am 24. September 2011 erlittene Verletzung
mit fortdauernden Folgen. Bei einer Prellung (Kontusion) handelt es sich um eine
Weichteilverletzung ohne strukturelle Schädigung der Gelenke und Knochen, die auch
ohne spezifische Behandlung immer innert kurzer Zeit folgenlos ausheilt (vgl.
Debrunner, a.a.O., S. 412). Dieser medizinische Erfahrungssatz darf im Rahmen des
Wahrscheinlichkeitsbeweises berücksichtigt werden. Medizinische Erfahrungssätze
beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf medizinische Sachverhalte, die sich im
konkreten Regelfall gleich dargestellt haben. Eine Ausnahme von der Regel ist
grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche präsentieren.
Im vorliegenden Fall liegen keine Hinweise für einen Ausnahmefall vor. Die Diagnose
von Dr. C._ erscheint zwar angesichts des Unfallmechanismus - ein Fitnessgerät
schlug gegen die rechte Schulter des Beschwerdeführers - naheliegend, doch sind im
Bericht des KSSG nicht einmal typische Kontusionsfolgen wie Hämatome und
Schwellungen festgehalten (act. M1). Ein posttraumatisches Schmerzsyndrom vermag
schliesslich juristisch gesehen ebenfalls nichts über eine Kausalität in Bezug auf das
Unfallereignis vom 24. September 2011 auszusagen, sondern drückt lediglich aus,
dass gewisse Beschwerden nach einem Unfall aufgetreten sind. Dieser zeitliche Aspekt
allein liefert indessen keine wissenschaftlich genügende Erklärung. Andernfalls würde
man sich mit dem blossen Anschein des Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit
begnügen und davon ausgehen, dass eine gesundheitliche Schädigung schon dann
durch den Unfall verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat (vgl. A. Maurer,
Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 460 N 1205; BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb
in fine). Bei einem Syndrom handelt es sich laut Roche Lexikon Medizin (a.a.O., S.
1791) um ein sich stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer
Symptomatik mit weitgehend identischem "Symptommuster" manifestierendes
Krankheitsbild mit unbekannter, vieldeutiger, durch vielfältige Ursachen bedingter oder
nur teilweise bekannter Ätiogenese. Zur fraglichen Diagnose führt mithin eher das vom
jeweiligen Patienten subjektiv angegebene "Symptommuster" als ein objektiv
erhobener (allenfalls traumatisch bedingter) organischer Befund. Die Erklärungen des
Beschwerdeführers im Fragebogen für Rückfälle vom 29. August 2013 (act. K3) und in
der Beschwerdeergänzung vom 20. Februar 2014 (act. G3) - die ganze Zeit über seien
wieder Beschwerden aufgetreten bzw. er habe erstmals am 28. Juni 2013 wieder einen
Arzt aufgesucht, weil zwischenzeitlich keine Besserung der Schmerzen eingetreten sei,
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er habe schmerzbedingt körperliche Arbeiten und Sport eingestellt und unter noch
mehr Schmerzen nur noch die nötigsten Arbeiten ausgeführt - vermögen den nötigen
Nachweis eines Unfalls mit Gesundheitsschädigung ebenfalls nicht zu erbringen. Auch
hier handelt es sich einzig um subjektiv geprägte Ausführungen, die mangels
echtzeitlich ausgewiesener Brückensymptomatik nicht als erwiesen gelten und als
solche allein keine Leistungspflicht des Unfallversicherers begründen können. Der
vorliegende zeitliche Ablauf ohne aktenmässig dokumentierte ärztliche Konsultationen
sowie Arbeitsunfähigkeiten von rund zwei Jahren zwischen Unfall bzw. echtzeitlicher
ärztlicher Behandlung sowie erneuter ärztlicher Behandlung lässt eine Unfallkausalität
als unwahrscheinlich erscheinen. Vielmehr lässt eine Latenzzeit dieser Dauer Raum für
die Entwicklung bzw. das Auftreten anderer Ursachen, wie beispielsweise
Degenerationen.
4.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich - wie von Dr. E._ angenommen
und schlüssig begründet - aufgrund der ursprünglich gestellten Unfalldiagnosen, der
zwei Jahre später erhobenen radiologischen Untersuchungsergebnisse bzw. der von
Dr. C._ und Dr. D._ erhobenen Diagnosen sowie des zeitlichen Ablaufs - keine
Anhaltspunkte für eine natürliche Unfallkausalität der am 29. August 2013 gemeldeten
Schulterbeschwerden ergeben. Der Umstand, dass Dr. E._ seine Beurteilung
ausschliesslich aufgrund der Akten abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst
untersucht hat, steht dem Beweiswert seiner Beurteilung nicht entgegen (vgl. dazu
PVG 1996, 267 E. 3b; RKUV 1988 Nr U 56 S. 371 E. 5b). Der beratende Arzt legt die
Anamnese ("Aktenauszug", "Auszug aus medizinischen Akten") bzw. die Ergebnisse
der im konkreten Fall durchgeführten persönlichen ärztlichen Untersuchungen
lückenlos dar. Er nimmt in seiner ärztlichen Beurteilung vom 7. Oktober 2013 (act. M7)
gestützt auf die medizinischen Akten die oben dargelegten - für die Beurteilung der
Unfallkausalität massgebenden - Gegebenheiten auf und kommt überzeugend zum
Schluss, dass keine überwiegend wahrscheinlichen Unfallfolgen in der rechten Schulter
vorliegen. Die nicht begründete Verneinung unfallfremder Faktoren durch Dr. C._ im
UVG-Zwischenbericht vom 31. August 2013 (act. M4) vermag nicht zu genügen und
damit die Beurteilung von Dr. E._ nicht in Frage zu stellen. Dies, zumal sie für einen
Behandlungszeitraum vor dem massgebenden Arthro-MRI-Untersuchungsergebnis
vom 9. Juli 2013 erfolgt ist (vgl. act. M3).
5.
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5.1 Was die Nacken- bzw. HWS-Beschwerden betrifft, stellt sich die Sachlage
übereinstimmend mit derjenigen der rechten Schulter dar. Weder echtzeitlich noch von
Dr. D._ wurden diesbezüglich auffällige Befunde erhoben oder Diagnosen gestellt.
Während die echtzeitliche computertomographische Untersuchung der HWS vom 24.
September 2011 im KSSG keine strukturellen Läsionen, insbesondere keine Frakturen,
hervorbrachte (act. M1), zeigte sich im Rahmen der von Dr. D._ rund zwei Jahre nach
dem Unfall eingeleiteten kernspintomographischen Untersuchung der HWS vom 23.
September 2013 durch Dr. F._ (act. G3.1) ein umfassendes degeneratives Bild mit
einer breitbasigen rechtsforaminal reichenden Diskusprotrusion/Hernie C6/7 mit
höhergradiger Einengung des Neuroforamens der Wurzel C7 rechts, einer degenerativ
bedingten mässigen Foraminalenge C6/7 links sowie einer mässigen Spondylose (vgl.
dazu Debrunner, a.a.O., S. 801, S. 852 ff., S. 858, S. 878 ff.; Roche Lexikon Medizin,
a.a.O., S. 182 "Bandscheibenprolaps, -hernie, -vorfall", S. 1737 "Spondyopathia, -
pathie"; Pschyrembel, a.a.O., S. 230 "Bandscheibenvorfall", S. 1974 "Spondylosis
deformans"). Eine Wirbelkörperfraktur wurde abermals verneint. Angesichts dieser rund
zwei Jahre nach dem Unfall erhobenen radiologischen, degenerativen
Untersuchungsergebnisse und dem Umstand, dass ein Bandscheibenvorfall nur unter
bestimmten Voraussetzungen traumatisch bedingt sein kann (vgl. RKUV 2000 Nr. U
379 S. 192, 193 E. 2a mit Hinweisen; Urteile des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche Abteilungen des
Bundesgerichts] vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3.1, und vom 18. Februar 2002, U
459/00, E. 3b; Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 68 [1995], S. 17), ist ein
unfallkausaler Gesundheitsschaden im Bereich der HWS mit dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszuschliessen. Hinsichtlich der BWS-
Beschwerden kommt hinzu, dass von solchen erstmals in der Beschwerdeergänzung
die Rede ist. Die Unfallschilderung beinhaltet keine Tangierung der BWS.
Diesbezügliche medizinische Abklärungen wurden offensichtlich nie als notwendig
erachtet, womit in den medizinischen Akten auch keine entsprechenden Befunde oder
Diagnosen dokumentiert sind. Dass nach einer Latenzzeit von rund zwei Jahren neu
auftretende Schmerzen Folge eines vorangegangenen Unfalls sind, erscheint umso
unwahrscheinlicher, als gerade auch BWS-Beschwerden im Regelfall degenerativ
bedingt sind (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 848 ff.). Der Beschwerdeführer selbst schreibt
offensichtlich die HWS- und BWS-Beschwerden nicht einer gesundheitlichen Störung
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der HWS bzw. BWS zu, sondern beschreibt diese als von der rechten Schulter
ausstrahlende Schmerzen (act. G3). Da die HWS, aber auch die BWS in unmittelbarer
Nähe der Schultermuskulatur liegen, erscheint ein solcher Zusammenhang ohne
weiteres nachvollziehbar. Nachdem jedoch die Schulterbeschwerden - wie in
Erwägung 4.4 dargelegt - keine überwiegend wahrscheinlichen Restfolgen des Unfalls
vom 24. September 2011 darstellen, gilt dies ebenso für die HWS- und BWS-
Schmerzen.
5.2 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bezüglich der geklagten HWS- und
BWS-Beschwerden mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
ebenso nicht von Unfallfolgen auszugehen ist.
6.
6.1 Laut Unfallschilderung (act. K1, M1) wurde der Beschwerdeführer vom
Fitnessgerät auch am Kopf getroffen. Was die in der Beschwerdeergänzung
angeführten Kopfschmerzen angeht, kann jedoch gleichermassen nicht von
überwiegend wahrscheinlichen Unfallfolgen ausgegangen werden. Aufgrund der
computertomographischen Untersuchung des Gehirnschädels am Unfalltag (24.
September 2011) ist kein klar fassbares organisch/somatisches Korrelat für eine
Hirnverletzung, insbesondere weder eine intrakranielle Blutung noch Fraktur an Neuro-
und Viszerokranium, ausgewiesen (act. M1).
6.2 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, dass
bei Schleudertraumaverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen (u.a. Schädel-
Hirntrauma; vgl. dazu RKUV 1999 Nr. U 341 S. 408 E. 3b; BGE 117 V 369 E. 3) auch
ohne nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem
Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass
die für ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung typischen Beschwerden
nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm,
EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen
Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Ist ein Schleudertrauma
oder eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung diagnostiziert und liegt ein für
diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie
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diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen,
Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität,
Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang
zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in
der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e).
6.3 Angesichts des Unfallmechanismus einer Kopfkontusion, des von den Ärzten des
KSSG im Bericht vom 27. September 2011 (act. M1) diagnostizierten leichten
Schädelhirntraumas sowie den innerhalb der erforderlichen Latenzzeit aufgetretenen
Beschwerden (Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, verschwommenes Sehen; vgl.
dazu BGE 134 V 116 E. 6.2.1, 119 V 338 E. 1, 117 V 360 E. 4b; RKUV 2000 Nr. U 359
S. 29 E. 5e; Urteil des Bundesgerichts vom 15. März 2007, U 258/06) liegen
massgebende Hinweise für eine durch den Unfall vom 24. September 2011 erlittene
schleudertraumaähnliche Verletzung vor.
6.4 Nachdem jedoch im konkreten Fall während rund zwei Jahren nach der Unter
suchung im KSSG am 24. September 2011 weder eine Arbeitsunfähigkeit noch eine
Behandlungsbedürftigkeit wegen typischer Beschwerden nach einem
Schädelhirntrauma aktenkundig sind (vgl. dazu auch Erwägung 4.4), im Zeitpunkt der
Wiederaufnahme der ärztlichen Behandlung bei Dr. C._ ab 28. Juni 2013 kein
typisches Beschwerdebild nach Schädelhirntrauma mehr dokumentiert ist, sondern der
Beschwerdeführer "nur noch" über Kopfschmerzen klagt, solche jedoch als Leit - und
Begleitsymptom verschiedenster Krankheiten vorkommen (vgl. dazu Roche Medizin
Lexikon, a.a.O., S. 1040, Pschyrembel, a.a.O., S. 1126), lassen sich daraus mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit keine Restfolgen aus dem am 24.
September 2011 erlittenen leichten Schädelhirntrauma ableiten. Auch die
Kopfschmerzen werden im Übrigen vom Beschwerdeführer als Reaktion auf die
Schulterschmerzen beschrieben.
7.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der natürliche Kausalzusammenhang
zwischen den vom Beschwerdeführer am 29. August 2013 gemeldeten Schulter-,
HWS- und BWS-Beschwerden sowie den Kopfschmerzen und dem Unfallereignis vom
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24. September 2011 nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht erforderlichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist. Damit hat die
Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht aus der obligatorischen Unfallversicherung
zu Recht verneint.
8.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid vom 4. Februar 2014 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu
erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP