Decision ID: d6fbd950-040f-44cf-a583-5d6a48aaa1c3
Year: 2022
Language: de
Court: AG_OG
Chamber: AG_OG_008
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten:
1. 1.1. Die Kantonale Staatsanwaltschaft führt ein Strafverfahren gegen B. wegen Widerhandlungen gegen das Sportförderungsgesetz (Art. 22 SpoFöG), das Heilmittelgesetz und das Betäubungsmittelgesetz. Der Beschwerdeführer wurde von B. als Verteidiger beigezogen.
1.2. Am 9. Februar 2022 eröffnete die Kantonale Staatsanwaltschaft auch eine Strafuntersuchung gegen D. (Ehefrau von B.), weil der Verdacht bestehe, dass D. in Mittäterschaft mit B. gehandelt habe. Mit Beschlagnahmebefehl vom 16. Februar 2022 ordnete die Kantonale Staatsanwaltschaft die  des Mobiltelefons von D. an. Der Beschlagnahmebefehl wurde am 17. Februar 2022 durch die Kantonspolizei Aargau vollzogen.
1.3. Mit Eingabe vom 21. Februar 2022 teilte der Beschwerdeführer der  Staatsanwaltschaft mit, dass er B. und D. als Anwalt in einer  Angelegenheit vertrete. Er verlangte die umgehende  des Mobiltelefons und stellte einen Siegelungsantrag. Zur  führte er insbesondere aus, dass er mit D. via E-Mail und Threema kommuniziert habe, weshalb die entsprechenden Apps weder eingesehen noch ausgewertet werden dürften.
1.4. Mit Verfügung vom 24. Februar 2022 teilte die Kantonale  dem Beschwerdeführer mit, aufgrund der Tatsache, dass er in einem Mandatsverhältnis mit beiden beschuldigten Personen stehe, liege aus  Sicht ein offenkundiger Interessenkonflikt vor, welcher zu seinem  aus dem Verfahren führe. Die Kantonale Staatsanwaltschaft gab dem Beschwerdeführer Gelegenheit, hierzu Stellung zu nehmen. Daraufhin reichte der Beschwerdeführer am 1. März 2022 eine Stellungnahme ein.
2. Am 7. März 2022 verfügte die Kantonale Staatsanwaltschaft:
" 1. Der freigewählte Verteidiger RA A. wird mit sofortiger Wirkung nicht mehr als Verteidiger des Beschuldigten zugelassen.
Die an RA A. ausgestellte Dauerbesuchsbewilligung wird mit sofortiger Wirkung widerrufen.
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2. Der Beschuldigte wird aufgefordert, innert einer Frist von 3 Tagen einen neuen privaten Verteidiger zu bestimmen. Bei Säumnis wird eine amtliche Verteidigung angeordnet und ein Pikettverteidiger beigezogen (notwendige Verteidigung)."
3. 3.1. Mit Eingabe vom 15. März 2022 erhob der Beschwerdeführer Beschwerde bei der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau und beantragte:
" 1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. März 2022 sei aufzuheben.
2. Es sei festzustellen, dass RA A. berechtigt ist, B. im Strafverfahren AK-Nr. KSTA ST.2021.149 zu vertreten.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuer zu Lasten des Staates."
3.2. Mit Beschwerdeantwort vom 28. März 2022 (Postaufgabe: 29. März 2022) beantragte die Kantonale Staatsanwaltschaft unter Verweis auf die  Verfügung:
" 1. Die Beschwerde sei abzuweisen.
2. Unter Kostenfolgen."
3.3. Am 8. April 2022 reichte der Beschwerdeführer eine weitere Stellungnahme ein. Am 20. April 2022 erfolgte eine weitere Eingabe des .
3.4. Mit Eingabe vom 26. April 2022 (Postaufgabe: 27. April 2022) reichte die Kantonale Staatsanwaltschaft eine Stellungnahme ein.
3.5. Mit Eingabe vom 4. Mai 2022 reichte der Beschwerdeführer eine  ein.
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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1. Die Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft sind gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO mit Beschwerde anfechtbar.  i.S.v. Art. 394 StPO liegen keine vor.
1.2. Jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheids hat, kann ein Rechtsmittel ergreifen (Art. 382 Abs. 1 StPO). Beschwerdelegitimiert sind auch alle weiteren durch Verfahrenshandlungen beschwerten Dritten (Art. 105 Abs. 1 lit. f StPO), mithin jede natürliche oder juristische Person, welche in ihren  unmittelbar betroffen ist (Art. 105 Abs. 2 StPO). Die  setzt eine aktuelle, persönliche Beschwer voraus. Eine Beschwer ist nur zu bejahen, wenn die beschwerdeführende Person selbst in ihren eigenen Rechten unmittelbar und direkt betroffen ist. Die Beschwer ergibt sich allein aus dem Dispositiv des fraglichen Entscheids (SCHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, Rz. 1458 f.; GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer , 2011, Rz. 232 ff., 306). Zu den beschwerdeberechtigten  zählt insbesondere der Verteidiger, soweit die angefochtene hoheitliche Verfahrenshandlung sein Recht einschränkt, seinen Beruf als Anwalt frei auszuüben (GUIDON, a.a.O., Rz. 307).
Mit der angefochtenen Verfügung wurde der Beschwerdeführer als  Verteidiger von B. aus dem Verfahren ausgeschlossen. Er wird  in seinem Recht eingeschränkt, den Anwaltsberuf frei auszuüben. Der Beschwerdeführer ist folglich zur Beschwerdeerhebung legitimiert.
1.3. Die übrigen Eintretensvoraussetzungen sind erfüllt und geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die frist- und formgerecht eingereichte  (vgl. Art. 396 Abs. 1 i.V.m. Art. 385 Abs. 1 StPO) ist einzutreten.
2. Die Kantonale Staatsanwaltschaft begründete die angefochtene Verfügung vom 7. März 2022 wie folgt:
Der Beschwerdeführer vertrete nicht nur die Interessen des Beschuldigten im vorliegenden Verfahren. Während laufender Untersuchungshaft von B. habe sich der Beschwerdeführer von B. und D. eine weitere Vollmacht  lassen. Diese trage den Betreff "allgemeine Beratung", womit eine umfassende Mandatierung vorliege. Den genauen Inhalt dieses Man-
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dats habe der Beschwerdeführer nicht offengelegt. Aufgrund des  der Mandatierung sei ein Sachzusammenhang mit dem Strafverfahren aber mit grosser Wahrscheinlichkeit gegeben.
Inzwischen habe die Strafuntersuchung auf D. ausgedehnt werden , weil der dringende Verdacht auf Mittäterschaft mit ihrem Ehemann . Die verschiedenen Tatbeiträge und die innerhalb der mutmasslichen Bande eingenommenen Rollen der beiden beschuldigten Personen seien Gegenstand weiterer Ermittlungen. Es könne nicht ausgeschlossen , dass im Verlaufe der weiteren Untersuchung eine der beiden  Personen ihre Schuld der anderen anzulasten versuche oder , ihre Schuld zu Lasten der anderen beschuldigten Person zu . Es bestehe deshalb ein konkretes Risiko eines Interessenkonflikts, weshalb der Beschwerdeführer aus dem Verfahren auszuschliessen sei.
3. In der Beschwerde beanstandete der Beschwerdeführer zunächst, dass die Kantonale Staatsanwaltschaft in ihrer Verfügung vom 7. März 2022 nicht auf seine Stellungnahme vom 1. März 2022, zu welcher er mit Verfügung vom 24. Februar 2022 aufgefordert worden sei, eingehe.
Weiter machte er zusammengefasst geltend, es sei zu unterscheiden  einer Mehrfachvertretung im gleichen Strafverfahren (z.B.  mehrerer Beschuldigter) und der Vertretung mehrerer Personen (z.B. eines Ehepaars) im Zivilrecht. Allerdings gehe das Bundesgericht davon aus, dass selbst eine Mehrfachverteidigung in Ausnahmefällen zulässig sein könne. Unbestritten sei, dass die Vertretung widerstreitender  unzulässig sei. Eine solche Konstellation liege hier aber gerade nicht vor. Der Beschwerdeführer führe nicht mehrere Mandate im gleichen . Er habe lediglich B. und D. in einer privatrechtlichen  beraten und dies bevor D. als Mittäterin bezeichnet worden sei. In  privatrechtlichen Angelegenheit würden keine widersprechenden  vorliegen. Die Kantonale Staatsanwaltschaft unterlasse es, , inwiefern durch die privatrechtliche Vertretung im Zivilrecht ein  im Strafverfahren resultieren solle. Es sei grundsätzlich nicht Aufgabe des Beschwerdeführers, sich von seiner Klientschaft vom Anwaltsgeheimnis entbinden zu lassen, nur damit Spekulationen der  Staatsanwaltschaft entkräftet werden könnten. Dennoch habe er B. und D. darum ersucht, ihn vom Anwaltsgeheimnis zu entbinden. D. habe ihn mit E-Mail vom 15. März 2022 entbunden. Die Entbindung von B. stehe noch aus.
Abschliessend sei noch darauf hinzuweisen, dass die Kantonale  seinem Ersuchen um Zustellung sämtlicher Unterlagen, auf die sie das Vorliegen einer Interessenkollision abstütze, nicht nachgekommen
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sei. Somit sei es dem Beschwerdeführer nicht möglich gewesen, das  einer Interessenkollision selbst zu prüfen.
4. In seiner Eingabe vom 8. April 2022 rügte der Beschwerdeführer zunächst obstruierendes Verhalten der Kantonalen Staatsanwaltschaft im  mit seinen Bemühungen, vom inhaftierten B. vom  entbunden zu werden. Sodann führte er aus, er sei von B. nun vom Anwaltsgeheimnis entbunden worden, weshalb er über den Gegenstand des privatrechtlichen Mandats Aufschluss geben könne: Die Bank F. habe aufgrund von Nachfragen der Kantonalen Staatsanwaltschaft beabsichtigt, die Kontobeziehung mit dem Ehepaar B. und D. zu kündigen. Er habe  mit der Bank korrespondiert. Eine Vollmacht von D. sei nur  worden, weil die Konten auf beide Ehegatten laufen würden und  in der Korrespondenz mit der Bank hätten vermieden werden sollen. Dass aus der (vorsichtshalber vorgenommenen) Bevollmächtigung durch beide Eheleute solche Probleme resultieren würden, sei nie und nimmer erwartet worden. Es scheine, dass die Kantonale Staatsanwaltschaft die Gelegenheit ergriffen habe, den ihr unliebsamen Verteidiger aus dem  zu drängen.
5. Mit Eingabe vom 26. April 2022 führte die Kantonale Staatsanwaltschaft aus, B. werde inzwischen durch Rechtsanwältin G., Aarau, amtlich . B. wünsche, nunmehr ausschliesslich durch Rechtsanwältin G.  zu werden und verzichte auf eine (private) Vertretung durch den . Das Beschwerdeverfahren werde damit gegenstandslos.
Im Übrigen sei der Inhalt des Schreibens des Beschwerdeführers an die Bank F. über weite Strecken nachweislich falsch. Sodann stütze sich der Beschwerdeführer in diesem Schreiben auf Bestätigungen der Mutter von B., ohne darauf hinzuweisen, dass diese – wie dem Beschwerdeführer  sei – hochgradig dement sei und den Inhalt der ihr zur Unterschrift vorgelegten Bestätigungen gar nicht habe verstehen können. Dies sei . Die Kantonale Staatsanwaltschaft erhebe daher Anzeige bei der zuständigen Anwaltskommission, indem sie dieser eine Kopie ihrer  zukommen lasse.
6. In seiner Eingabe vom 4. Mai 2022 führte der Beschwerdeführer aus, dass B. die freie Anwaltswahl zustehe und es nicht an der Kantonalen  sei, zu bestimmen, wer B. verteidige. Die Behauptung, B.  ausschliesslich durch Rechtsanwältin G. verteidigt zu werden, sei .
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Soweit die Kantonale Staatsanwaltschaft Vorwürfe gegen ihn erhebe, sei darauf hinzuweisen, dass diese Thematik nicht Verfahrensgegenstand sei. Er verwehre sich jedoch gegen die unbelegten Vorwürfe der Kantonalen Staatsanwaltschaft.
7. Entgegen der Kantonalen Staatsanwaltschaft ist das vorliegende  nicht gegenstandslos. Wollte sich B. nicht mehr durch den Beschwerdeführer verteidigen lassen, so führte dies zwar tatsächlich zur Gegenstandslosigkeit des vorliegenden Verfahrens, da in diesem Fall das Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers entfiele. Der  weist indessen zu Recht darauf hin, dass die Behauptung der Kantonalen Staatsanwaltschaft, B. wolle nicht mehr vom  verteidigt werden, unbewiesen ist. Die Kantonale Staatsanwaltschaft legt nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, woraus sich ergeben soll, dass B. nicht mehr durch den Beschwerdeführer verteidigt werden will. Aus den bei den Akten liegenden handschriftlichen Schreiben von B. geht  das Gegenteil hervor.
8. Zu Recht weist der Beschwerdeführer zudem darauf hin, dass vorliegend weder zu beurteilen ist, ob der Beschwerdeführer gegenüber der Bank F. unrichtige Angaben gemacht hat, noch ob er sich in der Vertretung der  B. und D. gegenüber der Bank F. standeswidrig verhielt. Auf die  Ausführungen der Kantonalen Staatsanwaltschaft ist daher nicht weiter einzugehen.
9. 9.1. Die beschuldigte Person kann im Strafverfahren zur Wahrung ihrer  grundsätzlich einen Rechtsbeistand ihrer freien Wahl bestellen (Art. 127 Abs. 1 StPO). Vorbehalten bleiben die strafprozessualen und  Vorschriften und Zulassungsvoraussetzungen (Urteil des Bundesgerichts 1B_528/2021 vom 21. Dezember 2021 E. 2.2 m.w.H.).
Nach Art. 127 Abs. 3 StPO kann eine Rechtsbeiständin bzw. ein  in den Schranken von Gesetz und Standesregeln im gleichen  die Interessen mehrerer Verfahrensbeteiligter wahren. In diesem Zusammenhang ist insbesondere Art. 12 lit. c BGFA zu beachten, wonach Anwältinnen und Anwälte jeden Konflikt zwischen den Interessen ihrer  und den Personen, mit denen sie geschäftlich oder privat in  stehen, zu meiden haben. Daraus ergibt sich insbesondere das Verbot der Doppelvertretung: Ein Anwalt bzw. eine Anwältin darf nicht in ein und derselben Streitsache Parteien mit gegenläufigen Interessen , weil er oder sie sich diesfalls weder für die eine noch für die andere
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Partei voll einsetzen könnte. Eine bloss theoretische oder abstrakte  des Auftretens gegensätzlicher Interessenlagen reicht nicht aus, um auf eine unzulässige Vertretung zu schliessen; verlangt wird vielmehr ein sich aus den gesamten Umständen ergebendes konkretes Risiko eines . Umgekehrt ist aber nicht erforderlich, dass sich dieser bereits realisiert hat und die Rechtsvertretung ihr Mandat schlecht oder zum Nachteil der Klientschaft ausgeführt hat. Diese Grundsätze sind im Strafverfahren umso wichtiger, wenn es um die Verteidigung beschuldigter Personen geht. Es kann nämlich nicht ausgeschlossen werden, dass im Falle einer Mehrfachvertretung im Verlaufe des Verfahrens eine der  Personen versucht, ihre eigene Schuld zu minimieren oder auf die anderen beschuldigten Personen abzuwälzen. Diese Gefahr besteht selbst dann, wenn der Anwalt oder die Anwältin beabsichtigt, eine  Strategie zu verfolgen und im Namen aller Vertretenen auf  zu plädieren. Eine Mehrfachverteidigung von verschiedenen  Personen in einem Verfahren könnte allenfalls (im Interesse der Verfahrenseffizienz) ausnahmsweise erlaubt sein, sofern die  Personen durchwegs identische und widerspruchsfreie  geben und ihre Prozessinteressen nach den  Umständen nicht divergieren. Bei ihrem Entscheid über die  bzw. Abberufung von Anwältinnen und Anwälten hat die  entsprechenden Interessenkonflikten in jedem Verfahrensstadium vorausschauend Rechnung zu tragen (Urteil des Bundesgerichts 1B_457/2021 vom 28. Oktober 2021 E. 2.1 m.w.H.).
9.2. Dem Beschwerdeführer kann nicht gefolgt werden, wenn er ausführt, es bestehe kein konkretes Risiko eines Interessenkonflikts zwischen seinem Mandat als Verteidiger von B. und seinem Mandat als Rechtsvertreter der Eheleute B. und C. gegenüber der Bank F. Wie dem Schreiben der Bank F. vom 9. Dezember 2021 an die Eheleute B. und D. und dem  des Beschwerdeführers an die Bank F. vom 4. Januar 2022  werden kann, betrifft die Vertretung gegenüber der Bank F. die Abklärung des Hintergrunds diverser Transaktionen. Der Hintergrund  über diese Bankbeziehung bei der Bank F. abgewickelter  ist auch Gegenstand der Strafuntersuchung (vgl. Fragen 172 und 255 der delegierten Einvernahme von B. vom 16. Dezember 2021). Im  der Strafuntersuchung stehen sodann auch Bestellungen über das  bei Händlern in China (Frage 281 der delegierten Einvernahme von B. vom 16. Dezember 2021). Auskunft betreffend Überweisungen nach China (an eine Person mit dem Namen H.) verlangte auch die Bank F. Im Mandat gegenüber der Bank F. ist der Beschwerdeführer verpflichtet, die Interessen sowohl von B. wie auch von D. zu wahren und insbesondere darum besorgt zu sein, dass die Bank F. die Geschäftsbeziehung mit  Eheleuten aufrechterhält. Demgegenüber ist er als Verteidiger von B.
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einzig dessen Interessen verpflichtet. Sollte B. im weiteren Verlauf des  D. hinsichtlich gewisser von dieser über das Konto bei der Bank F. abgewickelter Transaktionen (zu seinen Gunsten) belasten, wird der  ihn dabei nicht unterstützen können, da dies mit seinen Treuepflichten aus dem Mandatsverhältnis mit D. nicht vereinbar ist. Es  daher eine konkrete Gefahr eines Interessenkonflikts. Daran ändert nichts, dass sich der Interessenkonflikt bisher noch nicht verwirklichte oder dass B. und D. ein Ehepaar sind. Es ist nicht selten, dass sich auch  gegenseitig belasten (vgl. hierzu Urteil des Bundesgerichts 1B_457/2021 vom 28. Oktober 2021 E. 2.3.3).
Die Beschwerde erweist sich folglich als unbegründet und ist abzuweisen.
10. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem  aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO) und hat er keinen  auf eine Entschädigung.