Decision ID: 41e3189b-62c6-4f4d-89c3-2c8b49a4c956
Year: 2020
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
K._, geb. 2009, besuchte nach dem zweiten Kindergartenjahr das Einschulungsjahr
und trat im August 2017 in die erste Regelklasse ein. Im Jahr 2018 wurde er durch die
Schulische Heilpädagogin im Umfang von vier Wochenstunden unterstützt. Die in der
Folge auf Antrag der Klassenlehrperson veranlasste Psychomotorik-Abklärung ergab
gemäss Bericht vom 30. Januar 2019 die Notwendigkeit einer Psychomotorik-Therapie
(act. G 6/11/15). Am 21. Februar 2019 verfügte der zuständige Schulleiter
Psychomotorik-Therapie im Umfang von einer Wochenstunde für ein halbes Jahr.
A.a.
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Nachdem K._ die Therapie nicht besuchte, verwarnte der Schulleiter die Eltern am
26. März 2019. K._ blieb indes der Therapie weiterhin fern (act. G 6/11/10-12). Im
Abklärungsbericht des Schulpsychologischen Dienstes (SPD) des Kantons St. Gallen
vom 6. März 2019 war unter anderem festgehalten worden, dass K._ sich auf die
Untersuchungssituation eingelassen und stets gut mitgearbeitet habe.
Zusammenfassend hielt der Schulpsychologe fest, die Testergebnisse würden auf
einen Jungen mit einer unterdurchschnittlichen intellektuellen Leistungsfähigkeit
hinweisen, mit einer Schwäche im Bereich der Verarbeitungsgeschwindigkeit und der
sprachlichen Fähigkeiten, auch im Rechnen sei er ebenfalls noch nicht auf dem Stand
der zweiten Klasse. Die Lehrperson berichte, dass K._ im Unterricht die Aufträge nicht
gut verstehe und oft auf weitere Erklärungen angewiesen sei. Aktuell erreiche er die
Lernziele nicht und im Hinblick auf die dritte Klasse wäre er ohne weitere Unterstützung
durch die schulische Heilpädagogin überfordert. Aufgrund der vorliegenden Resultate
und der Angaben der Lehrperson sei aus schulpsychologischer Sicht eine
Kleinklassenbeschulung indiziert. Eine Repetition sei aufgrund des Potentials von K._
wie auch des bereits erfolgten Besuchs des Einschulungsjahres nicht indiziert. Der
Schulpsychologe beantragte daher den Übertritt in die Kleinklasse bei Nichterreichen
der Lernziele (act. G 6/11/13).
Am 26. April 2019 teilte die Klassenlehrerin den Eltern mit, dass K._s Leistungen in
NMG (Natur, Mensch, Gesellschaft), Deutsch sowie Mathematik oft ungenügend seien.
Er erreiche aktuell die Notensumme 9.1, wohingegen für die definitive Promotion in die
dritte Klasse eine Promotion von 12.0 erforderlich wäre. Seine Promotion sei
dementsprechend gefährdet (act. G 6/11/8). Im Bericht vom 5. Juni 2019 stellte die
schulische Heilpädagogin unter anderem fest, dass K._ nach wie vor beträchtliche
Schwierigkeiten in der deutschen Sprache habe. In der Mathematik brauche er sehr viel
Zeit, bis ein neues Thema gefestigt sei. Sein Arbeitstempo sei eher langsam. Durch das
schnellere Tempo in der nächsten Klasse dürfte es ihm kaum mehr möglich sein, den
vorgegebenen Stoff in der zur Verfügung stehenden Zeit zu bewältigen. Es falle ihm
schwer, ruhig zu sitzen und er könne sich auch erst für eine sehr kurze Zeitspanne
konzentrieren. Seit seiner Einschulung habe er alle Therapien erhalten, die möglich
seien. Trotzdem habe er es mit seinen schulischen Leistungen nicht geschafft, die
gesetzten Ziele zu erreichen (act. G 6/11/7). Im Nachgang zu einem Elterngespräch
vom 11. Juni 2019 (act. G 6/11/6) verfügte die zuständige Schulleitung am 17. Juni
2019 auf das Schuljahr 2019/20 den Übertritt von K._ in die dritte Kleinklasse (act. G
7/11/6). Den gegen diese Verfügung von K._s Eltern erhobenen Rekurs (act. G 6/11/4)
A.b.
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B.
wies die Rekurskommission des Schulrates X._ mit Entscheid vom 2. Juli 2019 ab
(act. G 6/11/3).
Dagegen erhoben die Eltern von K._ mit Eingabe vom 13. Juli 2019 Rekurs bei der
Rekursstelle Volksschule St. Gallen - Rorschach (act. G 6/1). Diese überwies den
Rekurs zuständigkeitshalber an den Erziehungsrat (act. G 6/3). Während des
Verfahrens besuchte ein Experte K._ in der Schule und führte Gespräche mit den
Lehrpersonen, dem Schulleiter sowie den Eltern. Im Expertenbericht vom 4. Dezember
2019 hielt er seine Erkenntnisse fest. Er kam zum Schluss, der Abklärungsbericht vom
6. März 2019 sei klar und eindeutig. Die Schwierigkeiten, die K._ in verschiedenen
Leistungsbereichen aufzeige, gefährdeten seine schulische Laufbahn. Die Kleinkasse
erscheine als einzige Möglichkeit, um seine schulischen und sozialen Kompetenzen
alters- und niveaugerecht fördern zu können (act. G 6/16). Derzeit besucht K._
(aufgrund der aufschiebenden Wirkung der Rechtsmittel) die dritte Regelklasse in X._
(act. G 6/11/2). Mit Entscheid vom 18. März 2020 wies der Erziehungsrat den Rekurs
ab und stellte fest, dass K._ ab Eintritt der Rechtskraft des Entscheids die dritte
Kleinkasse besuchen werde (act. G 6/19).
A.c.
Gegen diesen Rekursentscheid erhoben die Eltern von K._ mit Eingabe vom 2. April
2020 (Poststempel: 17. April 2020) Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, ihr
Sohn sei nicht der Kleinkasse zuzuweisen (act. G 1).
B.a.
In der Vernehmlassung vom 28. April 2020 beantragte die Vorinstanz Abweisung der
Beschwerde, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer. Zur Begründung
verwies sie auf den angefochtenen Entscheid (act. G 5). Der Beschwerdegegner
beantragte in der Vernehmlassung vom 18. Mai 2020 Abweisung der Beschwerde,
unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer. Zur Begründung verwies er auf den
angefochtenen Entscheid (act. G 9). Am 3. Juni 2020 nahm der Beschwerdeführer
zusammen mit seiner Tochter Einsicht in die Verfahrensakten (act. G 11).
B.b.
Auf die Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für den
Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
B.c.
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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeführer
sind als Adressaten des Entscheids zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64
in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Aus der Beschwerdeeingabe vom 2. April 2020
ist das Nichteinverständnis der Beschwerdeführer mit dem vorinstanzlichen Entscheid
sowie das sinngemässe Rechtsbegehren, den Entscheid betreffend Kleinklassen-
Zuweisung von K._ aufzuheben, ersichtlich (act. G 1). Die von Laien verfasste Eingabe
entspricht im Rahmen einer Gesamtwürdigung zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1
VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.
bis
Nach Art. 51 des Volksschulgesetzes (sGS 213.1, VSG) hat das im Kanton wohnhafte
Kind das Recht, jene öffentliche Schule oder anerkannte private Sonderschule zu
besuchen, die seinen Fähigkeiten entspricht und deren Anforderungen es erfüllt. Unter
dem Titel "Fördernde Massnahmen" sorgt die Schulgemeinde gegebenenfalls für
Therapien und Stützunterricht beim Besuch der Regelklasse (vgl. Art. 34 VSG). Als
Fördermassnahme kann der Schulrat Kinder mit Schulschwierigkeiten nach Anhören
der Eltern und der Lehrperson auch Kleinklassen zuweisen (vgl. Art. 35 und 36 VSG).
Massstab ist der Förderbedarf des Kindes. Erlaubt es der besondere Förderbedarf,
wird während oder in Ergänzung des Unterrichts in der Regelklasse eine Therapie oder
Stützunterricht verfügt. Erfordert es der besondere Förderbedarf, wird an Stelle des
Unterrichts in der Regelklasse der Besuch einer Kleinklasse oder die Sonderschulung
verfügt. Der Besuch einer Kleinklasse wird durch den Schulrat auf Basis eines Berichts
des Schulpsychologischen Dienstes (SPD) als Abklärungsstelle und nach Anhörung der
Eltern und der Lehrkraft verfügt (vgl. Art. 35 und 36 VSG; J. Raschle, Schulrecht der
Volksschule im Kanton St. Gallen, 2. Aufl., St. Gallen 2008, S. 152).
2.1.
bis
bis
Kleinklassen sind ein höherschwelliges, separatives Mittel zur Förderung von Kindern
mit Schulschwierigkeiten. Schulkinder, die auch mit Therapien und Stützunterricht in
der Regelklasse nicht adäquat gefördert werden können, verlassen diese und treten in
einen besonderen, grundsätzlich auf Sonderpädagogik ausgerichteten Klassenverband
ein. In Kleinklassen wird der Stoff dem Lernvermögen und dem Verhalten der
2.2.
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Schulkinder angepasst. Dies wird insbesondere durch Klassenverbände ermöglicht, die
kleiner als Regelklassen sind und es der Lehrkraft erlauben, vermehrt individuell auf die
Schülerinnen und Schüler einzugehen (VerwGE B 2013/102 vom 16. April 2014 E. 4.2.;
Raschle, a.a.O., S. 150; H. Plotke, Schweizerisches Schulrecht, Bern 2003, S. 129). Bei
der Anordnung von fördernden Massnahmen nach Art. 34 ff. VSG ist der Grundsatz der
Verhältnismässigkeit zu beachten (VerwGE B 2011/210 vom 17. Januar 2012 E. 3.1):
Die Massnahme muss zur Verwirklichung des angestrebten Ziels geeignet und
notwendig sein. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem vernünftigen
Verhältnis zu den Belastungen stehen, die dem Privaten damit auferlegt werden. Im
Bereich der fördernden Massnahmen ist mithin zu prüfen, ob die vorgesehene
Massnahme geeignet und notwendig ist, um das Kind nach seinen Fähigkeiten und
Bedürfnissen bestmöglich bzw. besser als ohne die Massnahme zu fördern. Sind für
die Förderung des Kindes verschiedene zielführende Massnahmen denkbar, ist die für
das Kind am wenigsten einschneidende Massnahme anzuordnen.
Für die Würdigung von (verwaltungs- bzw. gerichtsexternen)
Sachverständigengutachten ist von der Richtlinie auszugehen, dass nicht ohne
zwingende Gründe von der Einschätzung des Experten abzuweichen ist, zumal es
gerade dessen Aufgabe ist, seine Kenntnisse in den Dienst von Verwaltungsbehörden
und Gerichten zu stellen. In der Praxis wird sodann auch amtlichen Stellungnahmen
von Fachstellen, die vom Gesetzgeber als sachkundige Beurteilungsinstanzen
eingesetzt wurden, ein erhöhter Beweiswert zugemessen, sofern diese den Charakter
eines Gutachtens (amtliche Expertise) aufweisen (vgl. Waldmann/Weissenberger Hrsg.,
Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2009,
Rz. 21 zu Art. 19 VwVG mit Hinweisen). Lediglich bei Zweifeln an der Richtigkeit der
Feststellungen in der amtlichen Expertise sind weitere Abklärungen vorzunehmen (vgl.
auch VerwGE B 2017/184 vom 13. Dezember 2018 E. 4.1).
2.3.
Vorliegend ist streitig, ob K._ der Regel- bzw. Realklasse oder der Kleinklasse
zuzuweisen ist. Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid unter anderem fest,
die Abklärungen des Schulpsychologen (act. G 6/11/13) würden sich mit den
Erfahrungen und Beobachtungen der Lehrpersonen sowie den Feststellungen des
Experten und der Schulleitung decken (act. G 6/16). Der SPD-Bericht (act. G 6/11/13)
belege umfassende Schwierigkeiten von K._ in mehreren Teilleistungsbereichen. Dass
er trotz des Besuchs des Einschulungsjahres mit anschliessendem Übertritt in die erste
Klasse weiterhin auf eine 1:1-Betreuung angewiesen sei, zeige, dass er in der
2.4.
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Regelklasse überfordert sei. Gemäss Bericht der schulischen Heilpädagogin (act. G
6/11/7) habe K._ trotz möglicher ISF-Stunden (Integrative Schulungsform, ISF) und
einer Pool-Lektion die gesetzten Lernziele nicht erreicht. Mit Blick darauf, dass die
Schule X._ gemäss ihrem Förderkonzept nur im Kindergarten und während der ersten
beiden Primarschuljahre Unterstützung durch die schulische Heilpädagogin anbiete, sei
mit dem Schulpsychologen davon auszugehen, dass sich die offensichtliche
Überforderung von K._ in der anschliessenden dritten Regelklasse noch weiter
verschärfen werde. Auch der erziehungsrätliche Experte (act. G 6/16) habe anlässlich
seines Schulbesuchs in der dritten Regelklasse feststellen können, dass die
anhaltenden Schwierigkeiten von K._ in verschiedenen Leistungsbereichen dessen
schulische Laufbahn gefährden würden. Diese Feststellungen würden sich mit der
Einschätzung der derzeitigen Lehrperson decken, wonach K._s Schwierigkeiten einer
speziellen Förderung bedürften. Nach übereinstimmender Einschätzung der beteiligten
Fachpersonen sei K._ auf das Lernumfeld einer Kleinklasse mit individueller Förderung
angewiesen, um Fortschritte machen zu können, aber auch um in schulischer Hinsicht
motiviert zu bleiben. Unter dem Blickwinkel der Verhältnismässigkeit sei zu
berücksichtigen, dass mit dem Einschulungsjahr, der Unterstützung durch die
schulische Heilpädagogin, dem DAZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache, DAZ), der
Logopädie Therapie und der Anordnung der Psychomotorik Therapie seitens der
Schule weitreichende Massnahmen ergriffen worden seien, um eine angemessene
Beschulung sicherzustellen. Die Möglichkeiten der Regelschule zur Förderung sei
ausgeschöpft worden, ohne dass die angeordneten Massnahmen zum gewünschten
Erfolg geführt hätten. Der Übertritt in die Kleinklasse erscheine als die einzige
geeignete Massnahme, um K._ nach seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen fördern zu
können. Der dortige Unterricht orientiere sich am jeweiligen Entwicklungsstand. Von
daher erschienen die Bedenken der Beschwerdeführer, dass K._ wegen des
schulischen Niveaus der Mitschüler in der Kleinklasse schulische Rückschritte machen
könnte, unbegründet. Auch die Vorbringen bezüglich fehlendem Austausch von K._
mit den bisherigen Freunden könnten nicht ins Gewicht fallen, zumal K._ beim
Übertritt in die Kleinklasse im selben Schulhaus bleibe und sämtliche Veranstaltungen
des Schulhauses mit allen Klassen gemeinsam durchgeführt würden. Der Befürchtung,
dass mit der Kleinklassenzuteilung Chancen auf eine gute berufliche Zukunft verpasst
würden, könne insofern begegnet werden, als dass der Schulrat jährlich die Möglichkeit
der Rückversetzung in die Regelklasse zu prüfen habe und Eltern sowie Lehrpersonen
grundsätzlich jederzeit die Prüfung der Rückversetzung verlangen könnten
(Sonderpädagogik-Konzept des Kantons St. Gallen, Ziffer 4.27, https://www.sg.ch/
bildung-sport/volksschule/rahmenbedingungen/rechtliche-grundlagen/konzepte; act. G
6/19).
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Die Beschwerdeführer bringen vor, sie hätten Erfahrungen mit Kleinklassen schon bei
ihren anderen Kindern gemacht. Diese seien nicht genügend geschult worden und
hätten einen anderen Schulstoff durchgemacht wie die Kinder in der Regelklasse. Ihre
Deutschkenntnisse und ihr Allgemeinwissen seien nicht so gut. Zwei von ihren Kindern
hätten demgegenüber die Realschule (Regelklasse) absolviert. Der Unterschied sei sehr
gross. Der Übertritt in die Kleinklasse sei für K._ nicht die einzige geeignete
Massnahme. Er könnte zum Beispiel auch das Schulhaus wechseln (act. G 1).
2.5.
Aufgrund der Akten hat als ausgewiesen zu gelten, dass bei K._ ein besonderer
Förderbedarf besteht. Die Zuweisung in die Kleinklasse ist nach den
übereinstimmenden, schlüssig und überzeugend begründeten Beurteilungen der
beteiligten Lehrpersonen, des Schulpsychologen, der Schulischen Heilpädagogin und
des vorinstanzlichen Experten sachlich gerechtfertigt und geboten. Ein milderes Mittel
scheidet offenkundig aus, nachdem die verschiedenen Massnahmen der Regelschule
(Einschulungsjahr, Unterstützung durch die Schulische Heilpädagogin, DAZ-Unterricht,
Logopädie Therapie, Anordnung der Psychomotorik Therapie) nicht den gewünschten
Erfolg zeitigten. Die Zuweisung zur Kleinklasse erweist sich bei dieser Sachlage als
gesetz- und verhältnismässig. Auch wenn positiv ist, dass K._ nach Angaben der
Eltern zur Zeit "richtig Gas" (act. G 11) gibt, kann dies jedoch angesichts der klaren und
im Ergebnis unbestrittenen Sachverhaltsermittlung durch die Vorinstanz nicht zur
Gutheissung der Beschwerde führen. K._s schulische Situation macht vielmehr seine
individuelle Förderung und Beschulung in der Kleinklasse unumgänglich. Der
einlässlich und überzeugend begründete vorinstanzliche Entscheid ist von daher zu
bestätigen.
Einer allfälligen Beschwerde an das Bundesgericht gegen den vorliegenden Entscheid
kommt keine aufschiebende Wirkung zu. Die Zuteilung in die neue Klasse kann daher
umgehend und auf Anfang des nächsten Schuljahres erfolgen. Für die definitive
Zuteilung ist unklar, ob am vorinstanzlichen Entscheid (betreffend Zuweisung in die
dritte Kleinklasse) festgehalten werden kann, nachdem K._ während des Verfahrens
ein weiteres volles Jahr in der dritten Regelklasse unterrichtet worden ist (vgl. act. G
6/16 S. 2 f.). Es rechtfertigt sich, die Streitsache in Anwendung von Art. 64 in
Verbindung mit Art. 56 Abs. 2 VRP zur Entscheidung (Neuverfügung) über die genaue
Zuteilung (dritte oder vierte Kleinkasse) an den Beschwerdegegner zurückzuweisen.
Bei der vorliegenden Sachlage wird der Beschwerdegegner beachten müssen, dass
2.6.
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3.