Decision ID: 791d9533-3087-50da-be7a-a6d2c65cbe77
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rudolf Sutter, Toggenburgerstrasse 24, 9500 Wil,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
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Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 24. April 2009 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1). Der
Hausarzt des Versicherten, Dr. med. B._, Allgemeinmedizin FMH, hatte gemäss
einem Frühinterventions(FI)-Gesprächsprotokoll des RAD vom 6. Mai 2009 folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt: Status nach Epicondylitis-
OP 01/09 rechts und 03/07 links, Status nach Hammerzehen-OP beidseits 05/08 sowie
Status nach Handwurzelfraktur links bei Velosturz 08/08. Er hatte angegeben, der
Versicherte sei in leichten bis mittelschweren Tätigkeiten überwiegend im Sitzen, ohne
repetitive manuelle Tätigkeiten, ohne besondere Kraftanstrengung der Hände und ohne
Heben und Tragen von schweren Lasten für 8 Stunden pro Tag arbeitsfähig. In der
angestammten Tätigkeit sei das Erreichen einer vollen Arbeitsfähigkeit fraglich (vgl. IV-
act. 9, 12).
A.b Am 26. Mai 2009 berichtete der Arbeitgeber des Versicherten, die A._ GmbH,
dass der Versicherte seit dem 13. Februar 2006 als Maschinenbediener in der
Waschanlage mit einem vollen Pensum (42 Stunden pro Woche) tätig sei. Diese
Tätigkeit übe er auch nach Eintritt des Gesundheitsschadens weiterhin aus. Dazu
gehörten das Kistenheben mit dem Kran, das Umfüllen der Kisten mit Schneidezahn
magazinen sowie das Fahren mit einem Deichselstapler. Seit dem 14. Januar 2009
bestehe eine dauernde krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit, welche seit dem 18. Mai
2009 und bis auf Weiteres 25% betrage (IV-act. 16).
A.c Gemäss seinem Bericht vom 6. Oktober 2009 führte der Hausarzt Dr. B._
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf: Status nach
Epicondylitis-OP mit aktuell persistierenden Schmerzen beidseits, Morton Fuss
beidseits bei Status nach Hohmann-OP III und IV von 2008 und Status nach
Metatarsale-Verkürzungs-Osteotomie II bis IV von 08/09 mit aktuell persistierenden
Schmerzen in den Füssen beidseits, sowie eine seit 2009 bestehende reaktive
Depression, aktuell leichtgradige Episode. Gestützt auf den Bericht der Klinik für
Orthopädische Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) attestierte er eine 100%-
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ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit vom 24. August bis 4. Oktober 2009
(IV-act. 26-42). Er hielt fest, dass die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausschliesslich
durch die Schmerzen im Bereich beider Vorfüsse sowie beider Ellenbogen bedingt sei.
Die bisherige Tätigkeit sei zurzeit nicht zumutbar. Hingegen sei der Versicherte in einer
körperlich leichten Tätigkeit ohne längeres Stehen zu 100% arbeitsfähig. Er erachte
eine Beurteilung durch die behandelnden Orthopäden des KSSG für sinnvoll. Der
Versicherte befinde sich noch in der medizinischen Phase, wobei das
Remissionspotential noch nicht ausgeschöpft sei (IV-act. 26). Gemäss einem vom
Hausarzt eingereichten Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie am KSSG vom
6. August 2009 hatte der Versicherte angegeben, dass die Operationen im Bereich des
Epicondylus humeri radialis zu keinerlei Linderung der bereits seit mehreren Jahren
bestehenden Schmerzen geführt hätten. Der behandelnde Arzt hatte festgehalten, dass
der Versicherte im Anschluss an die Operation im Bereich des Ellenbogens beidseits
mehrfach infiltriert worden sei, wodurch sich die Schmerzen ebenfalls nicht gebessert
hätten. Die Beschwerden seien gemäss den Angaben des Versicherten vor allem im
Zusammenhang mit seiner beruflichen Tätigkeit besonders stark ausgeprägt.
Schmerzmittel nehme der Versicherte aktuell keine ein. Da die bereits zahlreichen
Therapiemassnahmen wie Physiotherapie, TENS, Ultraschall, Elektrotherapie, das
Tragen eines Epicondylitisbrace und wiederholte Infiltrationen im Bereich beider
Ellenbogengelenke zu keiner Besserung der Beschwerden geführt hätten und eine
weitere operative Intervention als wenig erfolgsversprechend erscheine, sei aktuell
wahrscheinlich ein relativer Endzustand erreicht. Es könnten dem Versicherten zurzeit
keine weiteren therapeutischen Massnahmen angeboten werden (IV-act. 26-40).
Bezüglich der Fussbeschwerden hatten die behandelnden Orthopäden des KSSG am
31. August 2009 berichtet, dass der Versicherte seit ca. 3 Jahren nach längeren
Gehstrecken bestehende starke brennende Schmerzen im Bereich beider Füsse
beklage. Die Voroperationen, namentlich die Hohmann-OP sowie die Infiltrationen,
hätten keine Linderung gebracht. Am 25. August 2009 sei aufgrund der Diagnose eines
Morton Fusses beidseits mit Überlänge Metatarsale II bis IV eine Metatarsale-
Verkürzungs-osteotomie beidseits II bis IV durchgeführt worden. Nach einem
komplikationslosen intra- und postoperativen Verlauf habe der Versicherte nach Hause
entlassen werden können (IV-act. 26-41). Anlässlich einer Nachkontrolle vom
8. Oktober 2009 hielten die behandelnden Ärzte fest, der Versicherte beklage weiterhin
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starke Schmerzen in beiden Vorfüssen, besonders beim Laufen. Als Befunde gaben sie
eine starke Schwellung im Bereich beider Vorfüsse, Druckdolenz im Bereich der
Operationsnarbe sowie Bewegungsschmerz der Digiti II bis IV an. Sie attestierten eine
zurzeit 100%-ige Arbeitsunfähigkeit und setzten eine Verlaufskontrolle nach 6 Wochen
an (IV-act. 27).
A.d In einem FI-Assessmentprotokoll vom 25. August 2009 hielt die
Eingliederungsverantwortliche fest, es werde die Frage diskutiert, ob der Versicherte
nach dem Wiedereintritt der Arbeitsfähigkeit am bisherigen oder einem adaptierten
Arbeitsplatz eingesetzt werden könne. Am bisherigen Arbeitsplatz sei dem Versicherten
bereits eine Tätigkeit in der Kettenendkontrolle angeboten worden, die der Versicherte
jedoch ohne zu überlegen abgelehnt habe. Für einen vom Versicherten selbst
gewünschten Einsatz in der Qualitätssicherung bringe er gemäss Arbeitgeber nicht die
nötigen Fachkenntnisse und Ressourcen mit. Der Versicherte gehe davon aus, nicht
mehr arbeiten zu können und zeige keinerlei Motivation (IV-act. 28).
A.e Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der IV-Stelle hielt in einer Aktennotiz vom
16. November 2009 fest, dass der Gesundheitszustand des Versicherten instabil sei.
Gemäss einem Verlaufsprotokoll der Eingliederungsverantwortlichen habe der Ver
sicherte am 5. November 2009 mitgeteilt, dass er am 6. November 2009 wegen post
operativen Komplikationen ins Spital eintreten müsse. Zudem habe er angegeben, dass
ihm der Arbeitgeber per 31. Januar 2010 gekündigt habe. Aufgrund des Spitaleintritts
bestehe derzeit weder in der bisherigen noch in einer adaptierten Tätigkeit eine
Arbeitsfähigkeit. Ob in absehbarer Zeit (ca. 6 Monaten) eine mindestens 50%-ige
Arbeitsfähigkeit erreicht werden könne, sei nach dem bisherigen Krankheitsverlauf
unsicher (IV-act. 29). Am 19. November 2009 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit,
dass aufgrund seines Gesundheitszustandes zurzeit keine beruflichen
Eingliederungsmassnahmen möglich seien (IV-act. 31).
A.f Am 26. Februar 2010 erstattete Dr. med. D._ von der Klinik für Orthopädische
Chirurgie am KSSG einen Bericht. Er hielt fest, der Versicherte habe in der
Sprechstunde vom 15. Dezember 2009 berichtet, dass die Schmerzsymptomatik im
Bereich der Füsse im Vergleich zu vor der Operation schlimmer geworden sei.
Daraufhin sei am 5. Februar 2010 eine komplette Metallentfernung an beiden Füssen
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nach stattgehabter Verkürzungsosteotomie des Metatarsale II bis IV beidseits
durchgeführt worden. Prognostisch sei zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage möglich.
Von Seiten der Orthopädie seien die Verlaufskontrollen nach der kompletten
Metallentfernung abgeschlossen (IV-act. 42).
A.g Zur Dokumentation des aktuellen Befundes und zur Klärung der Frage der Arbeits-
resp. Eingliederungsfähigkeit des Versicherten nahm der RAD am 13. April 2010 eine
Standortbestimmung vor. Gemäss dem entsprechenden Bericht vom 21. April 2010
waren ein persistierendes Schmerzsyndrom an beiden Füssen bei Status nach
Verkürzungsosteotomie der Metatarsale II bis IV beidseits im August 2009 bei Morton-
Anomalie beidseits und Metallentfernung im Februar 2010 sowie persistierende
Schmerzen des rechten Epicondylus humeri radialis bei Status nach
Denervationsoperation im Januar 2009 wegen therapieresistenter Epicondylitis
diagnostiziert worden. Der RAD hielt bei der Beurteilung fest, dass bezüglich der
Ellenbogen keine objektiven Funktionseinschränkungen bestünden. Bezüglich der
anhaltenden Fussbeschwerden habe bisher keine organische Ursache gefunden
werden können. Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, die Belastbarkeit der Füsse sei
eingeschränkt. Adaptiert seien deshalb nur leichte bis mittelschwere Tätigkeiten
überwiegend im Sitzen, zumindest aber in Wechselbelastung, möglich. Aufgrund der
persistierenden Schmerzen im rechten Ellenbogen bei bekannter chronischer
Epicondylitis sollten Tätigkeiten mit häufiger, kraftvoller Beanspruchung des rechten
Armes und der rechten Hand (Drehbewegungen oder Vibrationsbelastungen)
vermieden werden. In einer solchen angepassten Tätigkeit bestehe eine volle
Arbeitsfähigkeit (IV-act. 53).
A.h Am 9. Juni 2010 wurde der Versicherte von der Klinik für Neurologie des KSSG
untersucht. Im Bericht wurde festgehalten, dass die Zuweisung des Versicherten zur
neurologischen Abklärung seiner Schmerzsymptomatik, insbesondere im Hinblick auf
eine Polyneuropathie erfolgt sei. Diesbezüglich berichte der Versicherte keine typische
Symptomatik mit lediglich belastungsabhängigen, sockenförmigen Schmerzen beider
Beine, jedoch ohne das Vorhandensein von Sensibilitätsstörungen oder motorischen
Ausfällen. Auch zeige die klinisch-neurologische Untersuchung einen weitgehend
unauffälligen Befund. Somit werde klinisch nicht von einer Polyneuropathie
ausgegangen. Die belastungsabhängigen Schmerzen sprächen eher für eine
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Claudicatio-Symptomatik, möglicherweise eine Claudicatio spinalis, wobei es sich
auch hierfür nicht um eine typische Symptomatik handle (IV-act. 70).
A.i Am 26. November 2010 hielt die Eingliederungsverantwortliche fest, dass der
Versicherte seit dem 25. Oktober 2010 in einem Einsatzprogramm über das RAV im
E._ tätig sei. Dem Versicherten sei es bisher nicht möglich gewesen, länger als zwei
Stunden im Einsatzprogramm zu verbleiben, wobei er in dieser Zeit eine gute Leistung
erbringe. Er habe angegeben, bereits nach kurzer Zeit Sitzen, Stehen oder Gehen unter
starken Schmerzen zu leiden. Diese seien von den Füssen bis in die Beine ziehend,
verbunden mit Gefühllosigkeit und Schwellungen. Daneben sei er durch den rechten
Ellenbogen limitiert. Der Versicherte erachte eine weitere Steigerung nicht mehr für
möglich. Vor diesem Hintergrund könne keine Arbeitsvermittlung angeboten werden
(IV-act. 72, 73).
A.j Mit einem Vorbescheid vom 3. Dezember 2010 wurde dem Versicherten die Ab
weisung
des Begehrens um berufliche Massnahmen in Aussicht gestellt (IV-act. 76).
Am 16. Dezember 2010 teilte der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur.
R. Sutter, mit, dass er die mit dem Vorbescheid angekündigte Verfügung akzeptiere
und bat um die Prüfung eines Rentenanspruchs. In diesem Zusammenhang legte er
eine von der zuständigen Krankenkasse veranlasste vertrauensärztliche Beurteilung
von Dr. med. F._, Innere Medizin FMH, vom 24. Mai 2010 bei. Dieser hatte fest
gehalten, dass beim Versicherten insgesamt 3 Fussoperationen durchgeführt worden
seien, dies unter der Diagnose eines Morton Fusses. Die Metatarsale-Verkürzungs
osteotomie im August 2009 habe keinerlei Verbesserung des Beschwerdebildes ge
bracht. Die dabei eingesetzten Cerclagen und Verschraubungen seien mittlerweile
entfernt worden. Bis zum heutigen Zeitpunkt leide der Versicherte unter erheblichen
Schmerzen in beiden Füssen. Die Schmerzen hätten sich ausgeweitet und strahlten
mittlerweile bis in den Beckenbereich beidseits aus. Bei der Untersuchung fänden sich
Versteifungen der Zehen beider Füsse und eine Verlagerung der Belastung auf beide
Grosszehen. Der Versicherte trage orthopädische Schuhe, womit er laufen könne. Die
Gehstrecke sei aber weiterhin eingeschränkt. Theoretisch bestehe beim Versicherten
nach Ausbau der analgetischen Therapie eine Teilarbeitsfähigkeit für eine rein sitzend
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ausgeübte Tätigkeit. Dies unter der Voraussetzung, dass eine befriedigende
Schmerzmedikation gefunden werden könne. Anders als der RAD, welcher eine 100%-
ige Arbeitsfähigkeit für rein sitzende Tätigkeit attestiert habe, gehe er von einer
maximalen Teilarbeitsfähigkeit von 50% aus. Dies auch unter Berücksichtigung der
Ellenbogen. Die Einschränkung begründe sich durch chronifizierte Schmerzen und die
erheblich eingeschränkte Mobilität. Auch wenn das gesamte Beschwerdebild des
Versicherten durch die Fussproblematik allein nicht hinreichend erklärt werden könne,
so liege aufgrund der gegenwärtigen Situation an beiden Füssen eine erhebliche
Behinderung und eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für alle
fussbelastenden Tätigkeiten vor. Mit einer Besserung des Zustandsbildes könne nicht
mehr gerechnet werden; die Zehen seien versteift und die Schmerzen bis zu einem
gewissen Mass plausibel. Bis auf die interdisziplinäre Schmerzsprechstunde seien
keine weiteren somatischen Abklärungen angezeigt (IV-act. 82).
A.k Dr. med. G._, Rheumatologie FMH, hielt am 10. Dezember 2010 fest, dass beim
Versicherten mit einem wahrscheinlich unsinnigen orthopädisch-chirurgischen Eingriff
zusätzliche Probleme verursacht worden seien. Er gehe davon aus, dass am
Beschwerdebild eine Polyneuropathie oder allenfalls eine dystrophische Muskel
erkrankung beteiligt sein könnte. Eine detaillierte neurologische Beurteilung sei in
dieser Situation wichtig (IV-act. 84).
A.l Am 3. Februar 2011 wurde der Versicherte von Dr. med. H._, Neurologie FMH,
untersucht. Dieser hielt in seinem Bericht vom 7. Februar 2011 fest, der klinisch-
neurologische Untersuchungsbefund zeige beim Versicherten eine etwas
hypertrophierte kleine Fussmuskulatur sowie eine Hypopathie im Bereich der Füsse
beidseitig. Die Reflexe seien seitengleich mittellebhaft auslösbar und das
Vibrationsempfinden normwertig, so dass eine klinisch sehr ausgeprägte
Polyneuropathie nicht nachweisbar sei. Eine elektrophysiologisch nachweisbare
Neuropathie könne ausgeschlossen werden. Bezüglich der beklagten Schmerzen im
Bereich der Unterarme bestehe aufgrund der klinischen Symptomatologie ein
neuropathisches Schmerzsyndrom. Erwähnenswert sei beim Versicherten die Diagnose
eines Diabetes mellitus Typ II. Auf Grundlage der Anamnese bestehe ein chronifiziertes
Schmerzsyndrom mit aktuell neuropathischen Schmerzen, möglicherweise im Rahmen
einer diabetischen, vorwiegend sensiblen Polyneuropathie. Differentialdiagnostisch
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könne eine small fibre-Erkrankung vorliegen. Durch die erfolgten operativen
Massnahmen werde keine Linderung der neuropathischen Schmerzen eintreten. Es
handle sich um ein Schmerzsyndrom, welches am ehesten im Bereich des zentralen
Nervensystems getriggert werde, so dass schmerzmodulatorische Massnahmen
notwendig seien. Zudem müsse der Diabetes mellitus optimal eingestellt werden, um
das auch durch den Diabetes induzierte neuropathische Schmerzsyndrom ausreichend
zu behandeln. Die beklagten Missempfindungen und das Taubheitsgefühl in der
rechten Hand seien auf das ständige Tragen der Ellenbogengelenksmanschette
zurückzuführen, wovon er dem Versicherten abgeraten habe (IV-act. 95-5). Bezüglich
der Arbeitsfähigkeit hielt Dr. H._ am 25. Februar 2011 fest, dass aufgrund der
klinischen Beschwerden eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliege. Aus
neurologischer Sicht sei von einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen, wobei eine
körperlich leichte Tätigkeit ohne häufiges Stehen oder Laufen günstig wäre (IV-
act. 95-1)
A.m Der RAD stellte am 30. März 2011 fest, dass die Ursache der Beschwerden an den
Füssen und am rechten Ellenbogen nicht klar sei. Zur Abklärung, ob ein organisches
Korrelat vorliege, werde ein neurologisches Konsilium empfohlen (IV-act. 96). Der damit
beauftragte Prof. Dr. med. I._, Neurologie FMH, erstattete am 17. Mai 2011 einen
Bericht. Er hielt fest, es zeige sich in der klinisch-neurologischen Untersuchung eine
diskrete Sensibilitätsstörung an den Füssen beidseits mit Hypalgesie und
Thermahypästhesie sowie eine milde Pallhypästhesie. Im Gegensatz zum Vorbefund
von 2010 werde das Vibrationsempfinden mit 3-4/8 angegeben. Die Ursache der
leichten akral betonten Sensibilitätsstörungen an den unteren Extremitäten sei eine
ausschliesslich sensible, demyelinisierende Polyneuropathie geringer Ausprägung. Die
Nervenleitgeschwindigkeiten seien beidseits verzögert, so dass dieser Befund am
ehesten zu einer diabetogenen Polyneuropathie passe. Die motorische Neurographie
sei dagegen unauffällig. Die sensible Polyneuropathie begründe zwar die leichten
Sensibilitätsstörungen an den Füssen, sei aber nicht hinreichend ausgeprägt, um die in
der Anamnese geschilderte schwere Schmerzsymptomatik zu erklären. Auffällig sei,
dass es sich im Wesentlichen um einen Belastungsschmerz handle, weniger um einen
für Polyneuropathien typischen Ruheschmerz. Auch die Tatsache, dass die
Beschwerden in keiner Weise durch bisherige medikamentöse und
schmerzmodulatorische Therapien hätten beeinflusst werden können, spreche gegen
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einen im Wesentlichen neuropathisch ausgelösten Schmerz. Vor diesem Hintergrund
sei wahrscheinlich von einer überwiegend somatoformen Schmerzgenese auszugehen.
Die vorliegende Polyneuropathie führe üblicherweise nicht zu einer Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit (IV-act.100-5).
A.n Gemäss einer Stellungnahme vom 6. Juni 2011 kam der RAD zum Schluss, dass
die vom Versicherten angegebenen Schmerzen in den Füssen und im rechten
Ellenbogen organisch nicht erklärt werden könnten. Es handle sich, wie von Prof.
Dr. I._ erwähnt, um ein Phänomen auf nicht organisch-struktureller Grundlage. Damit
seien aber die versicherungsmedizinischen Voraussetzungen nicht gegeben, um eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit anerkennen zu
können. Die im RAD-Abklärungsbericht vom 21. April 2010 gemachten Angaben,
wonach der Versicherte in der bisherigen Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig, in einer
adaptierten Tätigkeit jedoch 100% arbeitsfähig sei, hätten weiterhin Geltung. Der
Beginn der andauernden Arbeitsunfähigkeit sei auf den Zeitpunkt der Kündigung durch
den Arbeitgeber im Januar 2010 festzusetzen (IV-act. 101).
A.o Die IV-Stelle führte einen Einkommensvergleich durch, woraus sich ein
Invaliditätsgrad von 0% ergab (IV-act. 103, 104). Mit einem Vorbescheid vom 24. Juni
2011 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung des Rentengesuchs in
Aussicht. Zur Begründung führte sie an, dass gemäss den zur Verfügung stehenden
Unterlagen eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit vorliege.
Demzufolge könne er etwa das gleiche Jahreseinkommen erzielen wie bisher, womit
kein Rentenanspruch bestehe (IV-act. 106). Gegen diesen Vorbescheid liess der
Versicherte am 25. August 2011 Einwand erheben. Der Rechtvertreter führte darin aus,
dass anlässlich der Nachkontrolle im KSSG am 3. Februar 2011 festgestellt worden sei,
dass die Fussbeschwerden nicht nachgelassen hätten. Es sei eine Arbeitsfähigkeit von
lediglich 20% in einer adaptierten Tätigkeit attestiert worden. Bei der darauffolgenden
Nachkontrolle vom 4. Juli 2011 hätten die behandelnden Ärzte für eine sitzende
Tätigkeit mit regelmässiger Möglichkeit, die Beine hochzulagern, eine 20 - 40%-ige
Arbeitsfähigkeit angegeben. Der Hausarzt habe in seiner Stellungnahme vom 23. Juli
2011 ausgeführt, dass die beklagten Schmerzen ihr organisches Korrelat in den
ursprünglich vorhandenen Hammerzehen, welche operativ behandelt worden seien,
fänden. Es sei nicht auszuschliessen, dass eine somatoforme Aetiologie mitspiele,
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diese sei als alleinige Ursache der Beschwerden jedoch unwahrscheinlich. Die
Arbeitsfähigkeit habe der Hausarzt entsprechend der fachärztlichen Einschätzung auf
20 - 40% festgelegt. Somit beurteilten die behandelnden Ärzte die Restarbeitsfähigkeit
des Versicherten fast einhellig auf 20 - 40%, womit der Versicherte Anspruch auf
Rentenleistungen habe. Der Rheumatologe Dr. G._ habe in seiner Stellungnahme
vom 12. August 2011 die Zuweisung des Versicherten zur Beurteilung an einen
anerkannten Fusschirurgen wie Dr. med. J._ empfohlen (IV-act. 107). Dem Schreiben
legte der Rechtsvertreter zwei Berichte der Klinik für Orthopädische Chirurgie am
KSSG vom 7. Februar und 6. Juli 2011, die Stellungnahme des Hausarztes Dr. B._
vom 23. Juli 2011 sowie einen Bericht von Dr. G._ vom 12. August 2011 bei (vgl. IV-
act. 107-4 ff.).
A.p Der RAD stellte am 4. November 2011 zum Einwand des Rechtsvertreters fest,
dass in den beigelegten medizinischen Berichten eine neurologische, mechanische
(orthopädische) und teils somatoforme Ursache der Fussschmerzen beidseits postuliert
werde. Aufgrund dieser Unterlagen allein könne eine mechanische Ursache nicht
ausgeschlossen werden. Erforderlich sei das Ergebnis des von Dr. G._ empfohlenen
fusschirurgischen Konsiliums bei Dr. J._(IV-act. 110). In seinem Bericht vom 4. Ok
tober 2011 hielt Dr. med. J._, Leitender Arzt Fusszentrum Orthopädische Klinik des
Kantonsspitals Aarau, fest, dass der Versicherte von der Klinik für Orthopädische
Chirurgie am KSSG am 4. Juli 2011 ausführlich untersucht und beurteilt worden sei. Da
es sich offensichtlich nicht um eine orthopädische Problemstellung handle, sei die
Durchführung einer schmerzmodularischen Therapie empfohlen worden. Seines
Erachtens mache eine erneute Beurteilung aus orthopädischer Sicht bei offensichtlich
fehlenden orthopädisch behandelbaren Problemen keinen Sinn (IV-act. 112). Der RAD
folgerte am 14. Dezember 2011, dass somit die RAD-Stellungnahme vom 6. Juni 2011
weiterhin volle Gültigkeit habe. Es werde in diesem Zusammenhang auch auf das
neurologische Konsilium von Prof. Dr. I._ vom Mai 2011 verwiesen. Weitere
Abklärungen seien nicht indiziert (IV-act. 115). Mit einer Verfügung vom 14. Dezember
2011 wurde der Anspruch des Versicherten auf eine Rente abgewiesen (IV-act. 116).
B.
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B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 24. Januar
2012. Darin beantragt der Beschwerdeführer die Aufhebung der Verfügung vom
14. Dezember 2011, die Zusprache einer ganzen, eventualiter einer halben Rente ab
1. November 2010 sowie subeventualiter die Rückweisung der Sache zur weiteren
Abklärung an die Vorinstanz. Der Rechtsvertreter führt zur Begründung im
Wesentlichen an, dass verschiedene Ärzte zu einer völlig anderen
Arbeitsfähigkeitsschätzung als Prof. Dr. I._ in seinem Konsiliar-Gutachten vom
17. Mai 2011, worauf sich der RAD gestützt habe, gekommen seien. So sei Dr. F._ in
seinem Gutachten vom 24. Mai 2010 von einer maximalen Teilarbeitsfähigkeit von 50%
ausgegangen. In der Klinik für Orthopädie des KSSG sei dem Beschwerdeführer
lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 20 - 40% in einer leidensadaptierten Tätigkeit
attestiert worden. Auch der Hausarzt habe in seiner Stellungnahme vom 23. Juli 2011
festgehalten, dass Arbeitsversuche in einer angepassten Tätigkeit eine
Teilarbeitsfähigkeit bewiesen hätten. Eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit sei aus Sicht der
orthopädischen Fachärzte und aus Sicht des Hausarztes nicht gegeben. Die
Beschwerdegegnerin habe sich mit diesen ärztlichen Einschätzungen in keiner Weise
auseinandergesetzt und habe ohne nähere Begründung weitere Abklärungen
abgelehnt. Gegenstand einer erneuten Begutachtung müssten nun aber nicht die
orthopädischen Probleme des Beschwerdeführers sein, sondern die Frage der
Verwertbarkeit einer allfällig bestehenden Restarbeitsfähigkeit. Diese Verwertbarkeit sei
vorliegend nicht gegeben. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt seien keine den
Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers gerecht werdenden Stellen ersichtlich (act.
G 1).
B.b Am 15. März 2012 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Be
schwerde. Sie hält fest, es könne nicht auf den Bericht von Dr. F._ abgestellt werden,
da dieser als Allgemeinmediziner nicht fachärztlich qualifiziert sei, die vom
Beschwerdeführer geltend gemachten Beschwerden an den Füssen und am rechten
Ellenbogen zu würdigen. Zudem habe dieser Arzt schwergewichtig auf die Angaben
des Beschwerdeführers abgestellt. Geltend gemachte Schmerzen dürften aber nur
insofern in die Beurteilung miteinbezogen werden, als diese durch entsprechende
Befunde hinreichend erklärbar seien, was beim Beschwerdeführer nicht der Fall sei.
Auch die Klinik für orthopädische Chirurgie stütze ihre pessimistische
Arbeitsfähigkeitsschätzung von 20 - 40% nicht auf entsprechende Befunde ab.
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Schliesslich vermöge auch die Beurteilung von Dr. B._ nicht zu überzeugen. Dieser
stelle bei seiner gegenüber früher geänderten, viel pessimistischeren
Arbeitsfähigkeitsschätzung zum einen auf Arbeitsversuche des Beschwerdeführers ab,
was nicht zulässig sei, da die Arbeitsfähigkeit ausschliesslich medizinisch-theoretisch
zu bestimmen sei. Zum anderen stütze er sich auf den Bericht der Klinik für
orthopädische Chirurgie ab, welcher nicht schlüssig sei. Demgegenüber könne auf das
nachvollziehbare Gutachten von Dr. I._, welcher den Beschwerdeführer umfassend
untersucht habe, abgestellt werden. Dessen Beurteilung stimme auch mit dem RAD-
Untersuchungsbericht überein. Der RAD habe zudem in seinen Stellungnahmen vom
6. Juni 2011 und 23. Februar 2012 zu Recht festgehalten, dass die geltend gemachten
erheblichen Leiden des Beschwerdeführers organisch nicht erklärbar seien. Die
Arbeitsfähigkeit sei daher nur qualitativ eingeschränkt. Die von mehreren Ärzten
attestierte Schmerzstörung sei nicht invalidisierend, weil keine psychische
Komorbidität ersichtlich sei und auch nicht geltend gemacht werde. Weitere
Abklärungen seien unnötig. Es sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. Der Einkommensver
gleich ergebe einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 5%. Bezüglich des
Invalideneinkommens sei festzuhalten, dass eine Vielzahl von Stellen im Produktions-
und Dienstleistungssektor offen stünden. Für den Beschwerdeführer seien Tätigkeiten
geeignet wie etwa leichtere Maschinenbedienungs-, Kontroll-, Sortier-, Prüf- sowie
Verpackungsarbeiten und leichtere Arbeiten bei der Lager- und
Ersatzteilbewirtschaftung (act. G 4).
B.c Mit einer Replik vom 20. April 2012 hält der Beschwerdeführer an den
Beschwerdeanträgen fest. Der Rechtsvertreter erklärt im Wesentlichen, die
Beschwerdegegnerin habe die Glaubwürdigkeit der Einschätzungen der privaten Ärzte
mit dem Hinweis auf deren Befangenheit zu Unrecht verneint. Die Einschätzung von
Dr. F._ stimme mit derjenigen des Hausarztes Dr. B._ sowie des Neurologen
Dr. H._, welche alle von einer höchstens 50%-igen Arbeitsfähigkeit ausgingen,
überein. Weiter sei die Behauptung der Beschwerdegegnerin, wonach beim
Beschwerdeführer keine psychische Komorbidität ersichtlich sei, falsch. Bei der ersten
Konsultation im Schmerzzentrum des KSSG habe der leitende Arzt unter
Komorbiditäten den Verdacht auf eine schwere depressive Störung aufgeführt. Eine
Untersuchung in der Abteilung Psychosomatik des KSSG habe diese Einschätzung
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bestätigt, womit die Leiden des Beschwerdeführers invalidisierend seien (act. G 6). Als
Beilagen hat der Rechtsvertreter Berichte des KSSG, Schmerzzentrum, vom
30. November 2011 und des KSSG, Psychosomatik, vom 23. Dezember 2011 sowie
eine Stellungnahme von Dr. B._ vom 11. April 2012 eingereicht.
B.d Gemäss dem Bericht der psychosomatischen Abteilung am KSSG vom
23. Dezem-ber
2011 waren anlässlich der ambulanten Untersuchung vom 2. Dezember 2011 folgende
Diagnosen erhoben worden: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
mittelgradige Episode, Verdacht auf andauernde Persönlichkeitsveränderung nach
Extrembelastung sowie chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen
Faktoren. Die behandelnde Ärztin hielt fest, eine antidepressive Behandlung sei beim
Beschwerdeführer klar indiziert. Grundsätzlich sei beim Ausmass seines
Beschwerdebildes ein stationärer Aufenthalt z.B. in der Klinik Valens angezeigt,
einerseits um die Medikation zu optimieren, sich ein Bild über seine tatsächlichen
beruflichen Möglichkeiten zu verschaffen, und ihm auch eine gewisse Distanzierung
von seiner häuslichen Situation zu ermöglichen (act. G 6.2).
B.e Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 8).

Erwägungen:
1.
1.1 Streitig und zu prüfen ist im Folgenden der Anspruch des Beschwerdeführers auf
eine Rente der Invalidenversicherung.
1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte
Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens
zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein
Anspruch auf eine Viertelsrente. Gemäss Art. 16 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ist zur Bemessung
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des Invaliditätsgrades das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt
der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
1.3 Das ausschlaggebende Element der Bemessung des zumutbaren Invalidenein
kommens – und damit indirekt des Invaliditätsgrades – ist grundsätzlich der Grad der
verbliebenen Arbeitsfähigkeit, so dass dessen Ermittlung in der Regel den ersten
Schritt bei der Erhebung des massgebenden Sachverhalts bildet. Um den Grad der
Arbeitsunfähigkeit bestimmen zu können, sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen
angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu
stellen haben. Aufgabe der ärztlichen Sachverständigen ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4 mit Hinweisen). In beweisrechtlicher Hinsicht gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegebrteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).
2.
2.1 Zu klären ist die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine rechtsgenügende Be-
urteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.
2.2 In somatischer Hinsicht liegen diverse Arztberichte und Arbeitsfähigkeitsschät
zungen vor. Der Beschwerdeführer ist internistisch, orthopädisch sowie neurologisch
untersucht, behandelt und beurteilt worden.
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2.2.1 Die Schmerzen im Bereich der Ellenbogen und Füsse sind zunächst orthopädisch
behandelt worden. Es haben bezüglich der Ellenbogenschmerzen Epicondylitis-
Operationen 01/09 rechts und 03/07 links stattgefunden (vgl. IV-act. 12-1 ff.). In einem
Bericht vom 6. August 2009 haben die behandelnden Ärzte des KSSG betreffend die
auch postoperativ anhaltenden Schmerzen festgehalten, dass sämtliche
durchgeführten Therapiemassnahmen zu keiner Besserung geführt hätten und eine
weitere operative Intervention als wenig erfolgsversprechend erscheine. Damit sei ein
Endzustand in dem Sinne erreicht, dass keine weiteren therapeutischen Massnahmen
mehr angeboten werden könnten (vgl. IV-act. 26-39). Im Hinblick auf die
Fussbeschwerden ist eine Hammerzehen-OP beidseits 05/08 sowie eine Metatarsale-
Verkürzungsosteotomie II bis IV 08/09 erfolgt (IV-act. 12-4, 26-41). Nach der dritten
Operation am 5. Februar 2010, bei der das Metall aus beiden Füssen komplett entfernt
wurde, hat der behandelnde Orthopäde am 26. Februar 2010 die Verlaufskontrollen als
abgeschlossen erklärt (IV-act. 42-4). Rund ein Jahr später ist eine Nachkontrolle in der
Klinik für Orthopädische Chirurgie des KSSG erfolgt. Der behandelnde Arzt hat dabei
eine lediglich 20%-ige Arbeitsfähigkeit attestiert mit der Begründung, dass die
Schmerzsymptomatik des Beschwerdeführers nur unzureichend oder gar nicht auf die
Schmerz- und Medikamententherapie anspreche (vgl. IV-act. 107-4). Anlässlich der
folgenden Nachkontrolle vom 4. Juli 2011 haben die behandelnden Orthopäden erklärt,
dass die Behandlung von ihrer Seite abgeschlossen sei, da dem Beschwerdeführer aus
orthopädischer Sicht bei einem unauffälligen Röntgenbefund keine Möglichkeit zur
Beschwerdeverbesserung angeboten werden könne. Die Arbeitsfähigkeit betrage
momentan 20 - 40% (vgl. IV-act. 107-8). Der orthopädische Fusschirurg Dr. J._ hat
am 4. Oktober 2011 nach Einsicht in den Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie
am KSSG festgestellt, dass beim Beschwerdeführer kein orthopädisches Problem
vorliege, womit eine weitere Beurteilung von diesem Fachgebiet keinen Sinn mache
(vgl. IV-act. 112). Bezüglich der Ellenbogenschmerzen ist die orthopädische
Behandlung bereits im August 2009 mangels weiterer Therapiemöglichkeiten
abgeschlossen worden. Im Hinblick auf die Fussbeschwerden ergibt sich aus dem
Verlauf, dass nach der dritten Operation im Februar 2010 kein orthopädischer Befund
mehr nachweisbar gewesen ist, welcher die anhaltenden bzw. schlimmer gewordenen
Fussschmerzen des Beschwerdeführers zu erklären vermochte. Die attestierten
Arbeitsunfähigkeiten in den postoperativen Phasen sind für eine gewisse Zeit
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nachvollziehbar. Jedoch stützen sich die zwei zuletzt getätigten fachärztlichen
Arbeitsfähigkeitsschätzungen von 20% bzw. 20 - 40% mangels eines objektiven
Befunds lediglich auf die subjektiven Schmerzangaben des Beschwerdeführers. Daher
kann auf diese Einschätzungen nicht abgestellt werden.
2.2.2 In neurologischer Hinsicht ist der Beschwerdeführer erstmals am 9. Juni 2010 im
KSSG abgeklärt worden. Dabei hat sich in der klinisch-neurologischen Untersuchung
ein weitgehend unauffälliger Befund gezeigt; es wurde keine Polyneuropathie als
Ursache der Beschwerden festgestellt (vgl. IV-act. 70-2). In der Folge ist der
Beschwerdeführer am 7. Februar 2011 von Dr. H._ untersucht worden. Dieser hat
festgehalten, dass eine klinisch sehr ausgeprägte Poyneuropathie nicht nachweisbar
sei. Unter Berücksichtigung des im Dezember 2011 neu diagnostizierten Diabetes
mellitus Typ II hat er die mögliche Ursache der neuropathischen Schmerzen in einer
diabetischen, vorwiegend sensiblen Polyneuropathie gesehen (vgl. IV-act. 95-7 f.). Die
Arbeitsfähigkeit hat er in einer leidensadaptierten Tätigkeit auf 50% geschätzt (vgl. IV-
act. 95-1). Auch Prof. Dr. I._ hat anlässlich seiner Untersuchung vom 13. Mai 2011
eine leichte sensible, demyelinisierende Polyneuropathie, am ehesten diabetogen
bedingt, diagnostiziert. Gleichzeitig hat er festgehalten, dass sich die vom
Beschwerdeführer geklagten Schmerzen aus neurologischer Sicht nicht hinreichend
erklären liessen, weshalb wahrscheinlich von einer überwiegend somatoformen
Schmerzgenese auszugehen sei. Die vorliegende Polyneuropathie führe üblicherweise
nicht zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 100-8). Den
neurologischen Beurteilungen lässt sich entnehmen, dass beim Beschwerdeführer –
wenn überhaupt – eine Polyneuropathie von nur geringer Ausprägung vorliegt. Vor
diesem Hintergrund erscheint die von Dr. H._ aus neurologischer Sicht attestierte
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50% nicht nachvollziehbar. Es ist davon
auszugehen, dass Dr. H._ die vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen
massgebend bei seiner Beurteilung berücksichtigt hat. Demgegenüber hat Prof. Dr.
I._ die neurologisch überwiegend nicht erklärbaren Schmerzen einer somatoformen
Schmerzstörung zugeordnet und die Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht als nicht
eingeschränkt betrachtet. Diese Beurteilung erscheint angesichts der gestellten
Diagnose überwiegend wahrscheinlich zutreffend.
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2.2.3 Aus internistischer Sicht hat der Hausarzt Dr. B._ anlässlich eines Gesprächs
mit dem RAD am 6. Mai 2009 eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer
leidensangepassten Tätigkeit attestiert (vgl. IV-act. 9, 12). Diese Arbeitsfähigkeits
schätzung hat er gemäss seinem Bericht vom 6. Oktober 2009 selbst kurz nach der
Metatarsale-Verkürzungsosteotomie im August 2009 noch beibehalten und hat nur die
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als eingeschränkt erachtet (vgl. IV-act. 26-2
f.). Der von der zuständigen Krankenkasse eingesetzte Vertrauensarzt Dr. F._ hat am
24. Mai 2010 erklärt, dass, obwohl das Beschwerdebild nicht allein durch die
Fussproblematik erklärt werden könne, die Arbeitsfähigkeit aufgrund der chronifizierten
Schmerzen und der erheblich eingeschränkten Mobilität beeinträchtigt sei. Auch unter
Berücksichtigung des Ellenbogens betrage die Arbeitsfähigkeit in einer
leidensadaptierten Tätigkeit maximal 50% (vgl. IV-act. 82-3 f.). Dr. B._ hat am 23. Juli
2011 festgehalten, dass eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die
Arbeitsversuche in angepassten Tätigkeiten bewiesen sei. Entsprechend der ortho
pädisch fachärztlichen Einschätzung gehe er von einer 20 - 40%-igen Arbeitsfähigkeit
aus (vgl. IV-act. 107-12). Dazu ist festzuhalten, dass diese orthopädische
Arbeitsfähigkeitsschätzung – wie bereits ausgeführt – ohne entsprechenden Befund nur
mit den subjektiven Schmerzangaben des Beschwerdeführers begründet werden kann,
womit nicht darauf abzustellen ist. Die Arbeitsfähigkeit lässt sich denn auch nicht
anhand eines Arbeitsversuchs – vorliegend das Einsatzprogramm des RAV, wobei der
Beschwerdeführer nur 2 Stunden pro Tag arbeitsfähig gewesen ist – beurteilen,
sondern ist medizinisch-theoretisch zu bestimmen. Die von Dr. B._ gegenüber seinen
früheren Einschätzungen geltend gemachte, erheblich verschlechterte Arbeitsfähigkeit
lässt sich nicht nachvollziehen, zumal sich die gesundheitliche Situation des
Beschwerdeführers seit dem Bericht vom 6. Oktober 2009 nicht wesentlich verändert
hat. Aus diesem Grund kann ebenso wenig auf die Einschätzung von Dr. F._
abgestellt werden.
2.3 Zusammengefasst lässt sich in somatischer Hinsicht weder aus orthopädischer,
neurologischer noch internistischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in
einer leidensadaptierten Tätigkeit begründen. Entsprechend dem Abklärungsbericht
des RAD vom 21. April 2010 sowie dessen Stellungnahmen vom 6. Juni und
14. Dezember 2011 lassen sich die vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen nicht
hinreichend mit einem organischen Korrelat erklären. Es ist daher nachvollziehbar, dass
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der RAD aus somatischer Sicht nur von einer qualitativ eingeschränkten
Arbeitsfähigkeit ausgegangen ist. Diese Einschränkung führt gemäss dem RAD in der
bisherigen Tätigkeit zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit, hingegen besteht in einer
leidensadaptierten Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 53, 101, 115).
Auf diese somatische Einschätzung kann ohne weitere Abklärungen abgestellt werden.
2.4 In psychiatrischer Hinsicht hat der Hausarzt Dr. B._ gemäss seinem Bericht vom
6. Oktober 2009 eine seit 2009 bestehende reaktive Depression mit einer aktuell
leichten depressiven Episode diagnostiziert (IV-act. 26-1). Es fehlen jedoch weitere
Ausführungen zu dieser Diagnose. Die Arbeitsfähigkeit hat er gemäss seinen Angaben
nur durch somatische Beschwerden als eingeschränkt erachtet (vgl. IV-act. 26-2). Im
Verlauf sind keine weiteren psychiatrischen Abklärungen erfolgt. Der Rechtsvertreter
hat mit der Replik vom 20. April 2012 Berichte eingereicht, welche u.a. den
psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers betreffen (vgl. act. G 6). Für
die richterliche Beurteilung eines Falls sind grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse
zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Verfügung massgebend (BGE 121 V 366
E. 1 b mit Hinweisen). Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch
insoweit zur berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem
Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Verfügungserlasses zu beeinflussen. Anlässlich der Schmerzsprechstunde im KSSG ist
gemäss dem Bericht vom 30. November 2011 als Komorbidität zum chronifizierten
Schmerzsyndrom der Verdacht auf eine schwere depressive Störung genannt worden.
Bei der Beurteilung hat der behandelnde Arzt u.a. festgehalten, dass die
Fussschmerzen den Beschwerdeführer in die soziale Isolation hineingeführt hätten.
Innerfamiliär hätten die angespannte Stimmung des Beschwerdeführers, die
Zukunftsangst und das Unverständnis den Ärzten gegenüber zu einer schwierigen Lage
geführt. Die Familienmitglieder hätten angegeben, dass der Beschwerdeführer ein
anderer Mensch geworden sei. Mit dem Vorschlag einer psychologischen
Begutachtung der Schmerzsituation sei der Beschwerdeführer einverstanden gewesen
(vgl. act. G 6.1). Am 2. Dezember 2011 ist der Beschwerdeführer in der
psychosomatischen Abteilung des KSSG untersucht worden. Gemäss dem Bericht
vom 23. Dezember 2011 sind folgende Diagnosen gestellt worden: Rezidivierende de
pressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, Verdacht auf andauernde
Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung sowie chronische Schmerzstörung
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mit somatischen und psychischen Faktoren. Als Befunde hat die behandelnde Ärztin
angegeben, die Auffassung, Konzentration und Merkfähigkeit des Beschwerdeführers
seien leichtgradig eingeschränkt. Formal sei er eingeengt auf die Schmerzproblematik
und die schwierige soziale Situation. Im Affekt sei er mittelgradig deprimiert und im
Antrieb vermindert. Bei der Beurteilung hat sie festgehalten, dass eine antidepressive
medikamentöse Behandlung klar indiziert sei. Grundsätzlich sei beim Ausmass des
Beschwerdebildes des Beschwerdeführers ein stationärer Aufenthalt, z.B. in der Klinik
Valens, angezeigt, um die Medikation zu optimieren, sich ein Bild über seine tatsäch
lichen beruflichen Möglichkeiten zu verschaffen und ihm auch eine gewisse Distan
zierung von seiner häuslichen Situation zu ermöglichen. Zur Arbeitsfähigkeit hat sich
die behandelnde Ärztin nicht geäussert (vgl. act. G 6.2). Die beiden nach dem Erlass
der angefochtenen Verfügung vom 14. Dezember 2011 eingereichten Berichte
betreffen den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers auch vor dem
Verfügungserlass und sind daher bei der vorliegenden Beurteilung zu berücksichtigen.
Angesichts der gestellten Diagnosen kann eine relevante Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht jedenfalls nicht ausgeschlossen werden. Die
vorliegenden medizinischen Akten reichen somit nicht aus, um das Mass der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit festzulegen. Es sind diesbezüglich weitere
Abklärungen, allenfalls in Form einer psychiatrischen Begutachtung, angezeigt. In
diesen Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass beim Beschwerdeführer gemäss
Prof. Dr. I._ eine somatoforme Schmerzstörung vorliegen soll (vgl. IV-act. 100-8).
Auch bei einer somatoformen Schmerzstörung ist ein psychiatrisches Gutachten
notwendig, bevor die Rechtsfrage nach der Überwindbarkeit der Schmerzen beurteilt
werden kann (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.5; Urteil des Bundesgerichts vom 27. Oktober
2010, 8C_420/2010, E. 4.3). Folglich ist die Sache zur weiteren medizinischen
Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
3.
3.1 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung
der angefochtenen Verfügung vom 14. Dezember 2011 teilweise gutzuheissen, und die
Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abklärung im Sinne der Erwägungen und
entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
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3.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Ver
sicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden
Angelegenheit angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als
volles Obsiegen (BGE 132 V 235 E. 6). Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat
deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der vom
Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm zurückzuerstatten.
3.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei An
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungs
gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG).
In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach
Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der
durchschnittliche Vertretungsaufwand rechtfertigt in der vorliegenden Angelegenheit
eine praxisgemäss pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer). Die Beschwerdegegnerin hat somit dem
Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der genannten Höhe zu bezahlen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
VRP entschieden:
1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom
14. Dezember 2011 aufgehoben; die Sache wird zur weiteren medizinischen Abklärung
im Sinne der Erwägungen und anschliessender neuer Verfügung an die
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.
2. Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; der
vom Beschwerdeführer in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss ist ihm zurück
zuerstatten.
3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von
Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
bis
Publikationsplattform St.Galler Gerichte Entscheid Versicherungsgericht, 17.12.2013 Art. 28 IVG. Würdigung der medizinischen Aktenlage aus somatischer und psychiatrischer Sicht. Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung; psychische Komorbidität fraglich. Rückweisung zur weiteren medizinischen Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Dezember 2013, IV 2012/38).
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