Decision ID: c7b734a2-5f9d-46f9-9522-48b18c10e8c1
Year: 2016
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt:
A.- X lebt in A, Gemeinde B. Von Februar bis Dezember 2014 war er für die Z
Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Z) im Rahmen eines befristeten
Aushilfsvertrages für ein Business/IT-Projekt tätig.
X wurde am 1. Dezember 2015 für die Kantons- und Gemeindesteuern 2014 mit einem
steuerbaren Einkommen von Fr. 000‘000.– und einem steuerbaren Vermögen von Fr.
000'000.– und für die direkte Bundessteuer 2014 mit einem steuerbaren Einkommen
von Fr. 000'000.– veranlagt. Dabei reduzierte die Veranlagungsbehörde den
deklarierten Berufskostenabzug von Fr. 35‘254.– auf Fr. 7‘200.–. Dagegen erhob X mit
Schreiben vom 28. Dezember 2015 Einsprache. Er beantragte, es sei nicht nur der
ursprünglich deklarierte Betrag von Fr. 35‘254.–, sondern ein Abzug von Fr. 38‘675.– zu
berücksichtigen. Bei diesem Betrag handle es sich um eine pauschale
Mehrkostenentschädigung der Z, die im Bruttolohn gemäss Lohnausweis des Jahres
2014 mitenthalten sei. Das Kantonale Steueramt wies die Einsprachen mit Entscheiden
vom 13. Juni 2016 ab.
B.- Mit Eingabe vom 29. Juni 2016 erhob X bei der Verwaltungsrekurskommission
gegen die Einspracheentscheide Rekurs und Beschwerde. Er beantragt, der
Berufskostenabzug sei gemäss der offiziellen pauschalen Mehrkostenentschädigungs-
Bestätigung der Z vom 16. Februar 2016 auf den Betrag von Fr. 38‘675.– zu erhöhen.
Das kantonale Steueramt liess sich mit Eingaben vom 23. August 2016 zum Rekurs
und zur Beschwerde vernehmen und beantragte deren Abweisung. X erhielt
Gelegenheit, sich dazu zu äussern, was er mit Eingabe vom 12. September 2016 tat.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete stillschweigend auf eine
Vernehmlassung zur Beschwerde.
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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen:
1.- Angefochten sind die Einspracheentscheide hinsichtlich der Veranlagungen der
Kantons- und Gemeindesteuer 2014 sowie der direkten Bundessteuer 2014. Betrifft
das Verfahren sowohl die Kantons- und Gemeindesteuer als auch die direkte
Bundessteuer, wie dies vorliegend der Fall ist, sind zwei Entscheide zu fällen. Diese
können zwar beide im gleichen Dokument enthalten sein; dieses muss jedoch eine
getrennte Begründung und ein getrenntes Dispositiv aufweisen, oder zumindest ein
Dispositiv, das die beiden Steuern auseinanderhält (BGE 130 II 509 = Pra 2005 Nr. 114
E. 8.3). Nach einem neueren Urteil könne im Dispositiv sogar auf eine Unterscheidung
zwischen beiden Steuern verzichtet werden, wenn die entschiedene Rechtsfrage im
Bundesrecht und im harmonisierten kantonalen Recht gleich geregelt sei und für beide
Kategorien von Steuern gleich begründet werden könne. Aus der Begründung müsse
dann aber klar hervorgehen, dass der Entscheid sowohl für die direkte Bundessteuer
als auch für die Kantons- und Gemeindesteuern gelte (BGE 135 II 260 = Pra 2010 Nr.
37 E. 1.3.1). Gleichwohl entscheidet das Bundesgericht auch bei Fragen, die sowohl
auf Bundes- als auch auf kantonaler Ebene übereinstimmend geregelt sind, mit
separaten Dispositiven (vgl. z.B. Urteile des Bundesgerichts [BGer] 2C_560/2014 und
2C_561/2014 vom 30. September 2015, 2C_164/2013 und 2C_165/2013 vom 28. März
2014). Im Einklang damit werden der Rekurs und die Beschwerde vorliegend in einem
einzigen Dokument behandelt, wobei im gemeinsamen Dispositiv beide Steuern
auseinandergehalten werden.
2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die
Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur
Rekurs- bzw. Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Rechtsmittel sind rechtzeitig
eingereicht worden. Sie erfüllen in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG;
Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11,
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abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte
Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 und Art. 48 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs und die
Beschwerde ist einzutreten.
3.- Umstritten ist im Rekurs- und Beschwerdeverfahren der Berufskostenabzug, der
von der Veranlagungsbehörde auf Fr. 7‘200.– festgesetzt wurde und nach dem Antrag
des Rekurrenten und Beschwerdeführers auf Fr. 38‘675.– zu erhöhen ist.
a) Der Rekurrent und Beschwerdeführer brachte zusammengefasst vor, er sei von
Februar bis Dezember 2014 im Rahmen eines befristeten Aushilfsvertrags für ein
Business/IT-Projekt für die Z tätig gewesen. Bei der Tätigkeit, welche er grösstenteils
von zuhause aus ausgeübt habe, seien erhebliche Mehrkosten angefallen, weshalb ihm
die Z eine pauschale Mehrkostenentschädigung ausbezahlt habe, die im Bruttolohn für
das Jahr 2014 gemäss Lohnausweis mitenthalten gewesen sei. Zur Richtigstellung und
als Ergänzung zum Lohnausweis 2014 habe ihm die Z per 16. Februar 2016 offiziell
bestätigt, dass eine pauschale Mehrkostenentschädigung ausgerichtet worden sei.
Somit könne der eigentliche Arbeitslohn bestimmt und die Veranlagung für das Jahr
2014 korrekt vorgenommen werden. Die pauschale Mehrkostenentschädigung sei zum
Abzug zuzulassen, zumal der entrichtete Betrag nicht Arbeitslohn, sondern nicht
ereignisbezogene Pauschalspesen abgelten würde. Es handle sich um eine
Entschädigung von Mehrkosten für die Arbeit von zuhause aus. Die pauschale
Mehrkostenentschädigung sei mit Fr. 38‘675.– zwar relativ hoch, lasse sich jedoch mit
der unerwartet hohen Stundenanzahl erklären, die er im Rahmen des Projektes
geleistet habe. Die Vorinstanz sei mit keinem Wort auf den vorgebrachten Nachweis für
die pauschale Mehrkostenentschädigung eingegangen.
Die Vorinstanz hielt fest, dass der Rekurrent und Beschwerdeführer
unbestrittenermassen in einem Arbeitsverhältnis zur Z gestanden sei, wobei das
Arbeitsverhältnis in zwei Aushilfsverträgen geregelt worden sei. Die Lohnzahlungen
seien auf der Basis des Vertrages vom 14. Februar 2014 erfolgt, wonach pro Stunde Fr.
66.– ausbezahlt worden seien. Bei diesem Entgelt handle es sich unzweifelhaft um eine
Lohnzahlung. Aus dem Aushilfsvertrag ergebe sich nicht, dass im Bruttolohn von Fr.
66.– noch Spesen enthalten sein sollten. Überdies seien allfällige
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Überstundenentschädigungen auch zu den steuerbaren Erwerbseinkünften
hinzuzurechnen. Den Lohnabrechnungen könne entnommen werden, dass die
Sozialabzüge jeweils auf dem ganzen Bruttolohn abgerechnet worden seien. Dies zeige
eindeutig, dass es sich beim gesamten Bruttolohn um Erwerbseinkommen handle.
Spesen seien unter Position 13 des Lohnausweises separat auszuweisen. Darauf
wären keine Sozialabzüge abzurechnen. Insgesamt seien bei der Steuerveranlagung
2014 die Einkünfte aus unselbständigem Haupterwerb mit Fr. 000‘000.– richtig
festgelegt worden. Überdies sei die Berechnung der abzugsfähigen Berufskosten
richtig erfolgt. Weitere Fr. 38‘675.– – wie vom Rekurrenten und Beschwerdeführer
geltend gemacht – seien nicht zu berücksichtigen. Es bleibe somit beim Betrag von Fr.
7‘200.–. Dem Lohnausweis, den monatlichen Lohnabrechnungen und dem
Aushilfsvertrag vom 14. Februar 2014 sei ein Bruttolohn im Betrag von Fr. 000‘000.– zu
entnehmen. Aus den besagten Dokumenten sei nicht ersichtlich, dass mit den
Lohnzahlungen auch Berufskosten entschädigt oder Spesen- bzw.
Mehrkostenentschädigungen entrichtet worden seien. Im Grundsatz müssten Spesen
als steuerbare Einkünfte aus unselbständiger Erwerbstätigkeit berücksichtigt werden,
wobei diese teilweise wiederum abzugsfähige Berufsauslagen darstellen würden. In der
Praxis werde auf eine Aufrechnung der Spesenentschädigung in der Regel nur
verzichtet, falls diese nicht als Pauschale, sondern nach den tatsächlichen
Aufwendungen pro Kostenereignis ausgerichtet worden seien. Vorliegend seien als
Berufskosten lediglich Fr. 4‘800.– für Bürokosten und Fr. 2‘400.– für IT- und
Telefonkosten effektiv nachgewiesen. Diese Auslagen seien sowohl bei der
Berechnung der direkten Bundessteuer als auch bei der Kantons- und Gemeindesteuer
berücksichtigt worden.
b) Steuerbar sind alle Einkünfte aus privatrechtlichem oder öffentlich-rechtlichem
Arbeitsverhältnis mit Einschluss der Nebeneinkünfte wie Entschädigungen für
Sonderleistungen, Provisionen, Zulagen, Dienstalters- und Jubiläumsgeschenke,
Gratifikationen, Trinkgelder, Tantiemen, geldwerte Vorteile aus Mitarbeiterbeteiligungen
und andere geldwerte Vorteile (Art. 30 Abs. 1 StG und Art. 17 Abs. 1 DBG).
Nach Art. 39 Abs. 1 StG und Art. 26 DBG werden als Berufskosten die notwendigen
Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte (lit. a), die notwendigen
Mehrkosten für Verpflegung ausserhalb der Wohnstätte und bei Schichtarbeit (lit. b),
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die übrigen für die Ausübung des Berufs erforderlichen Kosten (lit. c) sowie die mit dem
Beruf zusammenhängenden Weiterbildungs- und Umschulungskosten (lit. d)
abgezogen. Voraussetzung für die Anerkennung von Berufsauslagen als abzugsfähige
Aufwendungen ist demnach deren Notwendigkeit. Sie müssen mit der Berufsausübung
zusammenhängen. Als notwendig gelten grundsätzlich alle Aufwendungen, deren
Vermeidung dem Steuerpflichtigen nicht zugemutet werden kann (Zigerlig/Oertli/
Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, S. 39). Werden
Spesenentschädigungen entrichtet, sind diese Werte grundsätzlich ebenfalls den
steuerbaren Einkünften zuzurechnen. Ob und inwieweit den ausgerichteten
Spesenvergütungen abzugsfähige Berufskosten gegenüberstehen, entscheidet sich
nach den Vorschriften über die Abzüge bei unselbständigem Erwerb. Möglich sind
Über- oder Unterdeckungen. Es entsteht soweit kein steuerbares Einkommen, als es
sich bei Spesenentschädigungen um reinen Auslagenersatz handelt (Zigerlig/Oertli/
Hofmann, a.a.O., S. 37). Werden Spesen vom Arbeitgeber vergütet, sind sie abziehbar,
wenn die ausgerichtete Entschädigung dem steuerbaren Einkommen zugerechnet
worden ist (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., S. 39). Dabei ist nicht entscheidend, wie
der Steuerpflichtige bzw. der Arbeitgeber eine Entschädigung bezeichnet. Wohl hat
zunächst der Arbeitgeber darüber zu befinden, ob und in welchem Ausmass der
Arbeitnehmer Anspruch auf Spesenersatz hat. Es obliegt indessen nicht dem
Arbeitgeber zu entscheiden, ob und in welchem Umfang die Aufwendungen steuerlich
abzugsfähig sind (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., S. 37). Sofern übrige notwendige
Berufskosten nach Art. 39 Abs. 1 lit. c StG oder Art. 26 lit. c DBG zum Abzug gebracht
werden sollen, ist hinsichtlich der Einkommens- und Vermögenssteuer im Kanton
St.Gallen grundsätzlich ein Pauschalabzug vorgesehen, der auf 2‘400.– beschränkt ist
(Art. 21 Abs. 1 Steuerverordnung; sGS 811.11, abgekürzt: StV). Übersteigen indessen
die übrigen Berufskosten den Pauschalabzug, bleibt der Nachweis höherer
notwendiger Kosten vorbehalten (Art. 21 Abs. 3 StV). Bei der direkten Bundessteuer
bemisst sich der Abzug grundsätzlich auch als Pauschale und beträgt 3% des
Nettolohns, wobei die Pauschale maximal Fr. 4000.– beträgt. Auch hier bleibt der
Nachweis höherer Kosten vorbehalten (Art. 7 Abs. 1 i.V.m. Art. 3 i.V.m. Art. 4 sowie
Anhang der Verordnung des EFD über den Abzug der Berufskosten unselbständig
Erwerbstätiger bei der direkten Bundessteuer; SR 642.118.1, abgekürzt:
Berufskostenverordnung).
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Im Allgemeinen gilt für das Steuerrecht der Grundsatz, dass die Steuerbehörde die
Beweislast für steuerbegründende Tatsachen trägt, während den Steuerpflichtigen die
Beweislast für Tatsachen trifft, die die Steuerschuld aufheben oder mindern (Zigerlig/
Oertli/Hofmann, a.a.O., S. 390). Demzufolge obliegt es dem Beschwerdeführer und
Rekurrenten, darzulegen, dass die geltend gemachten Abzüge abzugsfähige Spesen
bzw. Berufskosten darstellen.
c) Im Lohnausweis für das Jahr 2014 weist der Arbeitgeber einen Bruttolohn von
Fr. 000‘000.– aus. Nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge resultiert ein Nettolohn
von Fr. 000‘000.–. Effektive Spesen oder Pauschalspesen wurden keine ausgewiesen.
Dem ersten, nicht unterzeichneten Aushilfsvertrag vom 13. Februar 2014 ist ein
Bruttostundenlohn von Fr. 55.- zu entnehmen; dem massgeblichen vom 14. Februar
2014 ein solcher von Fr. 66.–. Aus den vorliegenden Akten geht nicht hervor, welche
Umstände zur Erhöhung des Stundenlohnes geführt haben. Solches ergibt sich auch
nicht aus dem Nachtrag zum Aushilfsvertrag. Angemerkt sei, dass die Gründe, weshalb
der Stundenlohn erhöht wurde, für die Beurteilung der Abzüge für die Berufskosten
ohnehin nicht von Bedeutung sind. Die vom Rekurrenten und Beschwerdeführer ins
Recht gelegten Lohnabrechnungen zeigen, dass in der Folge die geleisteten
Arbeitsstunden durch die Z mit einem Stundenansatz von Fr. 66.– brutto vergütet
worden sind. In der Steuererklärung für das Jahr 2014 machte er zunächst Fr. 35‘254.–
an abzuziehender Mehrkosten-Entschädigung geltend. Auf Nachfrage der
Veranlagungsbehörde verlangte er unter dem Titel Berufskosten den Abzug von
nunmehr Fr. 38‘674.75. Dazu legte er eine Zusammenstellung ins Recht, die aufzeigt,
wie viele Stunden er in den Monaten März bis Dezember 2014 gearbeitet hat. Zudem
ist ersichtlich, dass er von einem abzugsfähigen Zuschlag von Fr. 11.– je Stunde
ausgeht, woraus über all die Monate eine angebliche pauschale Mehrkosten-
Entschädigung von Fr. 38‘675.– resultiert. In der Folge liess die Veranlagungsbehörde
den Betrag jedoch nicht zum Abzug zu. Im Rechtsmittelverfahren reichte der Pflichtige
eine von ihm ausgefertigte Aufstellung zur pauschalen Mehrkostenentschädigung
sowie eine Bestätigung, wonach diese Entschädigung im Bruttolohn 2014 mitenthalten
sei, welche von zwei Vertretern der Arbeitgeberin am 16. Februar 2016 unterzeichnet
wurde.
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Wie bereits ausgeführt, obliegt es weder dem Arbeitgeber noch dem Arbeitnehmer zu
entscheiden, ob eine Leistung an den Angestellten steuerlich als Lohn oder als
Spesenentschädigung aufzufassen ist. Diese Qualifikation obliegt vielmehr der
Veranlagungsbehörde, welche anhand objektiver Kriterien und unabhängig von der
konkreten Bezeichnung einer Vergütung darüber zu befinden hat, welcher Kategorie
diese zuzuordnen ist. Im vorliegenden Fall ergibt sich weder aus dem Arbeitsvertrag
noch dem Lohnausweis oder den Lohnabrechnungen, dass im Bruttolohn eine
pauschale Entschädigung für Berufsauslagen enthalten war, die steuerlich als
abzugsfähige Berufskosten gelten. Es ist auch nicht nachvollziehbar, dass eine
Unternehmung auf dem Lohnausweis und den Lohnabrechnungen fälschlicherweise
einen zu hohen Bruttolohn ausweist, zumal sie selber darauf auch die
Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungsabgaben zu entrichten hat. Hätte es sich
tatsächlich um Spesenentschädigungen gehandelt, wären diese – wie von der
Vorinstanz richtigerweise festgestellt – konsequenterweise auf dem Lohnausweis unter
Ziff. 13 aufzuführen gewesen. An diesem Umstand vermag auch die vom Rekurrenten
und Beschwerdeführer eingereichte und von der Arbeitgeberin bestätigte
Zusammenstellung nichts zu ändern. Aus dieser Zusammenstellung ergeben sich nach
objektiven Gesichtspunkten keine Anhaltspunkte, dass im Bruttolohn eine
Spesenkomponente enthalten war. Es handelte sich vielmehr um eine Erhöhung des
Lohns, wobei die Gründe für die Erhöhung nicht ausschlaggebend sind. Ob die
Erhöhung auf erhöhte Leistungsanforderungen in zeitlicher oder sachlicher Hinsicht
zurückzuführen ist, ändert am Charakter als Arbeitsentgelt nichts. Es liegt der Schluss
nahe, dass die Z mit der gewählten Bezeichnung eine betriebswirtschaftlich plausible
Begründung für ihren Mehraufwand gewählt hat. Demzufolge ist davon auszugehen,
dass die Fr. 38‘675.– keine Mehrkosten- bzw. Spesenentschädigung darstellen und
demzufolge nicht abzugsfähig sind.
Im vorliegenden Fall hat der Pflichtige im Rahmen eines Projekts von zu Hause aus für
die Z gearbeitet. Stellt im Einverständnis mit dem Arbeitgeber der Arbeitnehmer selbst
Geräte oder Material für die Ausführung der Arbeit zur Verfügung, so ist er dafür
angemessen zu entschädigen, sofern nichts anderes verabredet oder üblich ist (Art.
227 Abs. 2 OR). Soweit ihm dennoch Berufsauslagen entstehen, kann er diese wie
vorstehend ausführlich dargelegt (E. 3 b) steuerlich von den Einkünften abziehen. Die
Vorinstanz hat ermessensweise für das Arbeitszimmer einen Betrag von Fr. 4‘800.– und
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für Telefon/IT einen Betrag von Fr. 2‘400.–, insgesamt Fr. 7‘200.– zum Abzug
zugelassen. Diese Berufsauslagen sind angemessen, zumal der Pflichtige keinen
Nachweis von höheren Auslagen belegt hat.
d) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz die Berufskosten des
Rekurrenten und Beschwerdeführers angemessen festgesetzt hat. Der Antrag auf ein
Erhöhung auf Fr. 38‘675.– ist unbegründet. Demzufolge sind der Rekurs und die
Beschwerde abzuweisen.
5.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten
und Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine
Entscheidgebühr von je Fr. 600.– (insgesamt Fr. 1‘200.–) erscheint angemessen
(Art. 144 Abs. 5 DBG, Art. 7 Ziff. 122 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Die
geleisteten Kostenvorschüsse von je Fr. 600.– sind zu verrechnen.