Decision ID: 15a13cfe-7ed5-4ee2-bec1-9bf115348333
Year: 2014
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1975 geborene
X._
ist gelernter Zimmermann und arbeitete zuletzt bis 20. April 2008 als
Angestellter im Hallenbad
Y._
(
Urk.
7/78/5 ff.,
Urk.
7/82/9 ff.)
. Am 16. September 2008 meldete er sich unter Hinweis auf
eine psychische Beeinträchtigung, welche se
ine Arbeitsfähigkeit einschränk
e, bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (berufliche Massnahmen; Rente) an (
Urk.
7/78/7
ff.). Die IV-Stelle klärte
daraufhin
den
medizinischen und erwerblichen Sachverhalt ab
.
Gestützt auf den ermittelten Invaliditätsgrad von 0
%
verneinte
sie -
nach Durchführung des
Vorbescheid
verfahrens
(
Urk.
7/178
,
Urk.
7/182-190
)
-
mit Verfügung vom 16. Juli 2013 das Bestehen eines Rentenanspruchs (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte, vertreten
durch Rechtsanwalt Felix Schwarz,
Horgen,
mit Eingabe vom 13. September 2013 Beschwerde und beantragte die Zusprechung einer Invalidenrente, eventualiter die Rückweisung der Sache an die IV-Stelle zur weiteren Abklärung des Sachverhalts. Zudem sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und ein unentgeltlicher Rechtsver
treter in der Person von Rechtsanwalt Felix Schwarz zu bestellen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 14. Oktober 2013 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Mit Verfügung vom 18. Oktober 2013 gewährte das Gericht dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung und bestellte ihm Rechtsanwalt Felix Schwarz als unentgeltlichen Rechtsvertre
ter (
Urk.
9).
Am
6. März 2014
(
Urk.
22)
reichte der Beschwerdeführer das von ihm in Auf
trag gegeben
e
psychiatrische
Gutachten
von
Dr.
med.
Z._, Oberarzt der
Psychiatrie
A._
,
vom 4. März 2014
zu den Akten
(
Urk.
23)
. Mit Replik vom
31. März 2014
hielt er
an seinen Anträgen
fest
(
Urk.
25)
.
Unter Hinweis auf die Stellungnahme von Dipl. med.
B._
, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), vom 23. Mai 2014 zum Gutachten vom 4. März 2014 (
Urk.
29) stellte die IV-Stelle in ihrer Duplik vom 26. Mai 2014 neu den Antrag, in Gutheissung der Beschwerde sei dem Beschwerdeführer ab April 2009 eine halbe Rente zuzusprechen (
Urk.
28). D
er Beschwerdeführer
liess sich dazu
nochmals
mit Eingabe vom
10. Juni 2014 vernehmen
(
Urk.
32
).
D
ie zum Verfahren beigeladene BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich
(
Urk.
35) beantragte mit Stellungnahme vom 16. September 2014
ebenfalls
die Gutheissung der Beschwerde in dem Sinne, dass dem Beschwerdeführer
ab April 2009 eine halbe Rente zuzusprechen sei (
Urk.
39).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1
Bundesgesetz über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (
Abs.
1). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbe
zahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (
Abs.
3).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen
Durch
-
schnitts
werten
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
2.
Es ist unbestritten
(
Urk.
28,
Urk.
32
,
Urk.
39 S. 3
)
und durch das
psychiatrische
Gutach
t
en
von
Dr.
med.
Z._
vom 4. März 2014
(
Urk.
23) und die Stellung
nahme vom 23. Mai 2014 von Dipl. med.
B._
vom RAD (
Urk.
29)
ausge
wiesen, dass der Beschwerdeführer ab April 2008 wegen einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung
in
der bisherigen Tätigkeit als Bademeister vollständig und in einer
leidensangepassten Tätigkeit ohne höhere Anforderungen an die Teamfähigkeit und ohne Überwachungsaufgaben
, etwa in einer Bürotätigkeit mit einfacher Sachbearbeitung,
zu 50
%
arbeitsfähig ist. Funktionell einschrän
kend wirken sich
aus psychiatrischer Sicht
Schwierigkeiten und Belastungen im Rahmen impulsiver Verhaltensweisen und interpersoneller Konflikte, eine ver
minderte Durchhaltefähigkeit
sowie die narzisstischen Grundannahmen und Selbstkonzepte, welche zu krankheitsbedingten Motivationsproblemen führen
,
aus
(
Urk.
23 S.
52 ff. und 66 ff.). Dem interdisziplinären Gutachten
der MEDAS Oberaargau vom 18. Juli 2012
ist sodann zu entnehmen, dass dem Beschwer
deführer aus rheumatologischer Sicht wegen eines generalisierten
weichteil
rheumatischen
Beschwerdebildes
nur noch körperlich leichte bis mittelschwere
, wechselbelasten
de
Tätigkeiten
ohne monoton-stereotype Arbeiten und solche in Zwangshaltung
zumutbar ist
(
Urk.
7/171/50 ff.).
3.
3.1
Unbestritten ist
weiter
, dass für die Invaliditätsbemessung mittels Einkommens
-
ver
gleich
ein
Valideneinkommen
für
das Jahr 2012
von Fr. 74‘863
.--
einzu
-
setzen ist
(
Urk.
1,
Urk.
2 S. 2,
Urk.
39 S. 3)
.
3.2
Die IV-Stelle
stellte
für die Festsetzung des zumutbaren Invalideneinkommens auf die statistischen Werte
der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE
2010, Tabelle TA1,
ab
. Dabei
ging
sie vom Durchschnittslohn für sämtliche Tätigkeiten im privaten Sektor, welche Berufs- und Fachkenntnisse vorausset
zen (Anforderungsniveau 3), aus und
ermittelte
für 2012
ein
Invalideneinkom
men
von Fr.
75‘227.--
bei einem Vollzeitpensum und von Fr. 37‘613.50 beim noch zumutbaren 50%-Pensum
(
Urk.
2; vgl. auch
Urk.
28 S. 2,
Urk.
32).
Zu beachten ist aber
, dass der Beschwerdeführer wegen seiner psychischen Beschwerden die angestammte Tätigkeit als Bademeister und wegen seiner kör
perlichen Einschränkungen den erlernten, körperlich eher schweren Beruf als Zimmermann nicht mehr ausüben kann (vgl. auch das Verlaufsprotokoll der Berufsberatung der IV-Stelle vom 14. Juli 2010 [
Urk.
7/174,
Urk.
7/176
/7 f.
]). Aufgrund seiner invaliditätsbedingten Einschränkungen kann er seine
Restar
beitsfähigkeit
folglich nicht mehr in einem angestammten Beruf verwerten.
Ferner
kann nicht gesagt werden, dass er über
besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt, welche
auch in a
nderen Berufsfeldern verwertbar sind,
etwa in einer
von
Dr.
Z._
als zumutbar bezeichneten
Bürotätigkeit
mit einfacher Sachbearbeitung (
Urk.
23 S. 52 ff.).
Für die Bemessung des
zumutbarerweise
erzielbaren Invalideneinkommens
kann
somit nicht
auf den Tabellenlohn für Tätigkeiten mit dem Anforderungsniveau 3, welche Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzen, abgestellt werden (vgl. zum Ganzen das Urteil des Bundesgerichts 8C_386/2013 vom 15. Oktober 2013, E.
6.1-2).
Vielmehr ist der
Durchschnitts
lohn
für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anf
orderungsniveau 4)
heranzu
ziehen
. Die IV-Stelle führte in der angefochtenen Verfügung denn auch an, dem Beschwerdeführer seien leichte Montagetätigkeiten, Kontroll- oder
Überwa
chungsarbeiten
zumutbar. Solche
Tätigkeiten
entsprechen in der Regel
dem
Anforderungsniveau 4 (
Urk.
2 S. 2).
Aus der LSE 2010
ergibt sich für
einfache und repetitive
Tätigkeiten im privaten Sektor ein
standardisierter Monatslohn
(Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden)
für Männer von Fr. 4‘901.-- (Tabelle TA1, Total).
Wird dieser Lohn auf die im Jahr 2012 geltende
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7
Stunden (Die Volkswirtschaft, 10
-2014,
S. 84,
Tabelle B9.2) hochgerechnet und an die
Nomi
nallohnentwicklung
angepasst (Bundesamt für Statistik [BFS], Schweizerisc
her Lohnindex nach Branche [2010
= 100; im Internet abrufbar], Nominallohnindex Mä
nner [T1.1.10], Total; 2010: 100.0; 2012: 101.7
), resultiert ein jährl
iches Bruttoeinkommen von Fr. 62'353.80 bei
einem Vollzeitpensum und von
Fr. 31‘176.90 beim noch zumutbaren 50
%
-Pensum.
3.3
Der Beschwerdeführer macht geltend,
vom
aufgrund statistischer Werte ermittel
ten Invalideneinkommen sei
ein leidensbedingter Abzug von 10 – 25
%
vorzunehmen, da er behinderungsbedingt nur noch in einem eingeschränkten Umfang in einer angepassten Tätigkeit arbeitsfähig sei und zwar ausschliesslich in einer Teilzeiterwerbstätigkeit (
Urk.
32 S. 2 f.).
Dr.
Z._
legte in seinem Gutachten vom 4. März 2014 dar,
die Belastungen im Rahmen impulsiver Verhaltensweisen und interpersoneller Konflikte und die verminderte Durchhaltefähigkeit
hätten zur Folge
, dass dem Beschwerdeführer nur noch eine verkürzte Arbeitszeit von 5-6 Stunden zumutbar sei (
Urk.
23
S. 66). Zusätzlich bestehe wegen der kran
k
heitsbedingten Motivationsprobleme eine um 25
%
verminderte Leistungsfähigkeit. Insgesamt bestehe eine um etwa 50
%
verminderte Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ohne höhere Anforderungen an die Teamfähigkeit und ohne Überwachungsarbeiten.
Damit
berücksichtigte
Dr.
Z._
bereits
die zum verminderten zeitlich zumut
baren Arbeitspensum hinzutretende, durch die psychische Problematik bedingte qualitative
und
/oder
qua
ntitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(vgl. auch
Urk.
39 S. 4)
. Sodann sollten auf dem ausgeglichen Arbeitsmarkt (vgl. E. 1.1) genügend Arbeitsstellen vorhanden sein, welche keine höheren Anforderungen an die Teamfähigkeit stellen und nicht die Vornahme von
Überwachungsarbei
ten
erfordern. Deshalb
bleibt
kein Raum für einen zusätzlichen
behinderungsbe
dingten
Abzug
aufgrund der psychischen Beschwerden
.
Sodann ist zu berücksichtigen, dass
d
ie gesundheitlich bedingte
U
nmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht auto
matisch zu einer Verminderung des hypothetischen Invalidenlohnes
führt
, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4).
Hingegen
anerkennt
d
ie Rechtsprechung unter dem Titel Beschäftigungsgrad bei Männern, welche aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilzeitlich erwerbs
tätig sein können, einen Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75
(Urteil des Bundesgerichts
8C_20/2012 vom 4. April 2012 E. 3.2). Damit soll dem Um
stand Rechnung getragen werden, dass bei Männern statistisch gesehen Teil
zeitarbeit vergleichsweise weniger gut
entlöhnt
wird als eine Vollzeittätigkeit (vgl. die nach dem Beschäftigungsgrad differenzierenden Tabellen T2* in der LSE 06 S. 16 und T6* in der LSE 04 S. 25; Urteil des Bundesgerichts
9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E. 3.1.2 mit Hinweisen
).
Unter Würdigung dieser Umstände rechtfertigt sich ein behinderungsbedingter Abzug von gesamthaft 10
%
, was zu einem Invalideneinkommen von
Fr.
28‘059.20
beim noch zumutbaren Beschäftigungsgrad von 50
%
führt.
3.4
Der Vergleich von
Valideneinkommen
(
Fr.
74‘863.--)
und Invalideneinkommen
(
Fr.
28‘059.20)
ergibt bei einer invaliditätsbedingten Erwerbseinbusse von
Fr.
46‘803.80
einen Invaliditätsgrad von
aufgerundet
63
%
.
Damit hat der Be
schwerdeführer Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
. Unbestrittenermassen be
ginnt der Rentenanspruch nach Ablauf der einjährigen Wartezeit im April 2009 (vorstehend E. 1.2).
4.
4.1
Ausgangsgemäss gehe
n die Verfahrenskosten von
Fr.
6
00.-- zulasten der IV-Stelle (Art. 69
Abs.
1
bis
IVG).
4.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende
b
eschwerdeführende
Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Unter Berücksichtigung dieser Kriterien und n
ach Einsicht in die
Kostennote von Rechtsanwalt
Felix Schwarz vom 1
4.
Juli 2014 (
Urk.
34)
ist dem
unentgelt
lichen Rechtsvertreter des
Beschwerdeführer
s
eine Parteientschädigung von
Fr.
4‘831.90
(inkl. Barauslagen und
MWSt
)
zuzusprechen.