Decision ID: 89a0a9bd-53b4-40d6-ae0e-6fe774bd3c9c
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Wiedererwägung / evtl. Rentenrevision (Nichteintreten)
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Sachverhalt:
A.
A.a Der 1950 geborene A._ meldete sich am 3. März 2005 zum Bezug von
Leistungen der Invalidenversicherung (Rente) an (IV-act. 48). In den Arztberichten
wurde ein lumboradikuläres Schmerzsyndrom bei grossvolumiger Diskushernie L4/L5
rechts mit Nervenwurzelkompression L5 rechts und mässiger rechtslateral betonter
Osteochondrose und hypertropher Spondylarthrose L5/S1 mit mittelgradiger
foraminaler Enge L5/S1 diagnostiziert (IV-act. 57-16/18 und 58-1/4). In der zuletzt
ausgeübten Tätigkeit als Küchenhilfe im Spital B._ war der Versicherte seit 17.
Dezember 2004 100% arbeitsunfähig (IV-act. 57-1/18 und 58-2/4). Im Bericht der Klinik
Valens vom 29. März 2005 wurde ausgeführt, dass nur eine leichte, wechselbelastende
Arbeit ohne repetitiven Charakter in Frage komme, solange der Versicherte eine
Operation ablehne (IV-act. 58-3/4 und act. 57-12/18). Nach Berücksichtigung eines im
Auftrag der Krankentaggeldversicherung erstellten psychiatrischen Gutachtens vom 25.
Januar 2006 (IV-act. 70), in welchem keine psychiatrische Diagnose gestellt wurde,
wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 29. März 2006 den Anspruch auf Rente ab, da
dem Versicherten eine leidensangepasste Tätigkeit weiterhin zu 100% zumutbar sei
(IV-act. 81).
A.b Nachdem der Versicherte am 27. April 2006 Einsprache gegen die Verfügung vom
29. März 2006 erhoben hat (IV-act. 83), wurde ihm durch die IV-Stelle am 5. Mai 2006
eine Frist bis 9. Juni 2006 zur ergänzenden Begründung der Einsprache eingeräumt (IV-
act. 85). Nach unbenutztem Ablauf der Nachfrist trat die IV-Stelle mit Entscheid vom
21. Juni 2006 nicht auf die Einsprache ein (IV-act. 86). Dieser Nichteintretensentscheid
vom 21. Juni 2006 ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Gleichzeitig mit dem
Nichteintretensentscheid wurde dem Versicherten mitgeteilt, dass das Schreiben des
Psychiaters Dr. med. C._ (Eingang 20. Juni 2006) als Wiedererwägungsgesuch
betrachtet und an die IV-Stelle weitergeleitet werde. Dr. C._ führte in seinem Bericht
aus, dass der Versicherte seit dem 4. April 2006 bei ihm in psychiatrischer Behandlung
sei. Aufgrund seiner derzeitigen Situation sei an eine Arbeitsfähigkeit von
wirtschaftlichem Wert auch in einer leidensangepassten Tätigkeit zurzeit,
voraussichtlich auch noch längerfristig, nicht zu denken. Dr. C._ bat um
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Wiederaufnahme des Verfahrens und um nochmalige Überprüfung der Arbeitsfähigkeit
(IV-act. 87). Mit Schreiben vom 22. Juni 2006 nahm auch der Hausarzt Dr. med. D._
gegenüber der IV-Stelle Stellung zum Gesundheitszustand des Versicherten (IV-act.
88). Dabei führte er insbesondere aus, dass sich der Versicherte aus Angst noch nicht
zur Operation habe entschliessen können. Sowohl die persistierenden
Rückenbeschwerden als auch die zunehmende Depression würden ihn an der Arbeit
hindern. Mittlerweile sei der Versicherte in eine schwere Depression hinein gerutscht.
Er schliesse sich der Meinung von Dr. C._ an, dass der Patient aus psychischen
Gründen momentan arbeitsunfähig sei.
A.c Aufgrund der eingereichten Stellungnahmen von Dr. C._ und Dr. D._ sowie
nach Rücksprache mit dem regionalen ärztlichen Dienst der IV (RAD) vom 21. August
2006 gab die IV-Stelle ein Gutachten beim medizinischen Gutachtenzentrum St. Gallen
(MGSG) in Auftrag. Im Gutachten des MGSG vom 27. September 2007 wurden
folgende Diagnosen gestellt: mässige Spondylarthrose L3 bis S1 und Osteochondrose,
mässige rechtsforaminale Enge L4/5 und leicht L5/S1 mit eventueller
Nervenwurzelkompression L4 sowie L5 rechts, leichte rechtskonvexer Torsionsskoliose
der LWS, Gefügelockerung L2/3 und L3/4, Präadipositas, mittelgradige depressive
Störung (IV-act. 107-4/7). Aus somatischer Sicht seien körperlich leichte Tätigkeiten in
temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend und stehend durchgeführt
werden können, ohne dass dabei regelmässig unphysiologische gebückte oder rotierte
Körperhaltungen eingenommen und Gegenstände über 10kg gehoben oder getragen
werden müssen, bei voller Stundenpräsenz zu ca. 80% zumutbar. Der psychiatrische
Gutachter attestierte auch in Verweistätigkeiten eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit bei
voller Stundenpräsenz. Die depressive Symptomatik habe sich im Frühjahr 2006
entwickelt und eine fachärztliche Behandlung erforderlich gemacht (IV-act. 108-8/11).
Anlässlich der gemeinsamen orthopädisch-psychiatrischen Beurteilung wurde die
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Küchengehilfe gesamthaft auf 40% und
adaptiert auf 50% festgelegt (IV-act. 107-7/7).
A.d Mit Vorbescheid vom 6. März 2008 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass
er bei einem Invaliditätsgrad von 50% Anspruch auf eine halbe Rente mit Wirkung ab
1. April 2007 habe (IV-act. 115). Den Beginn der einjährigen Wartefrist setzte die IV-
Stelle auf den Beginn der psychiatrischen Behandlung bei Dr. C._ am 4. April 2006
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fest. Nachdem keine Einwände erhoben worden sind, erliess die IV-Stelle am 11. Juli
2008 die Rentenverfügung im Sinne des Vorbescheids (IV-act. 120). Diese Verfügung
ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
B.
B.a Mit Eingabe vom 4. Februar 2009 ersuchte der Versicherte um Wiedererwägung/
Revision der Verfügung vom 11. Juli 2008 hinsichtlich des Rentenbeginns. Die IV-Rente
sei nicht erst ab April 2007, sondern seit 1. Dezember 2005 (Beginn der Wartefrist am
17. Dezember 2004) auszurichten. Gleichzeitig beantragte er, die Verfügung der IV-
Stelle vom 29. März 2006 bzw. den Nichteintretensentscheid vom 21. Juni 2006 sei in
Wiedererwägung/Revision zu ziehen und ersatzlos aufzuheben (IV-act. 127).
B.b Am 25. Februar 2009 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass auf das
Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten werde (IV-act. 129).
B.c Gegen diesen Nichteintretensentscheid vom 25. Februar 2009 richtet sich die
Beschwerde vom 1. April 2009 mit dem Antrag, die Mitteilung vom 25. Februar 2009
sei aufzuheben und auf das Wiedererwägungsgesuch vom 4. Februar 2009 sei
einzutreten, indem die Verfügungen vom 29. März 2006 und vom 11. Juli 2008 sowie
der Nichteintretensentscheid vom 21. Juni 2006 aufzuheben seien, und dem
Beschwerdeführer sei die halbe IV-Rente bereits ab Dezember 2005 auszurichten.
Eventualiter seien die erwähnten Verfügungen revisionsweise aufzuheben und dem
Beschwerdeführer eine halbe IV-Rente bereits ab Dezember 2005 auszurichten. Der
Beschwerdeführer macht insbesondere geltend, über das Wiedererwägungsgesuch
vom 19. Juni 2006 (Dr. C._) sei bis heute nie entschieden worden. Das spätere IV-
Verfahren mit Vorbescheid vom 6. März 2008 könne diesbezüglich nicht als
Wiedererwägung der Verfügung vom 29. März 2006 aufgefasst werden, insbesondere
nicht bezüglich des Beginns der IV-Rente. Die Wiedererwägung des Entscheides vom
21. Juni 2006 bzw. der Verfügung vom 29. März 2006 sei von erheblicher Bedeutung,
weil der falsche Rentenbeginn den Beschwerdeführer der Ansprüche gegenüber der
Pensionskasse beraubt habe, welche sich bis heute weigere, eine BVG-Invalidenrente
auszurichten. Die Beschwerdegegnerin sei ihrer damaligen Abklärungspflicht bis zum
Erlass der Verfügung vom 29. März 2006 nicht nachgekommen. Es liege ein
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Revisionsgrund vor sowohl für die Verfügung vom 11. Juli 2008 als auch insbesondere
betreffend Verfügung vom 29. März 2006. Im Revisionsverfahren bestehe aber ein
Anspruch auf Behandlung des Gesuches, welches nachweist, dass im Zeitpunkt der
Entscheidfällung die entsprechende neue Tatsache bereits vorhanden gewesen sei.
Nachdem die Verfügung vom 11. Juli 2008 offensichtlich den gesetzlichen Vorschriften
widerspreche (die Arbeitsunfähigkeit habe eben nicht am 4. April 2006 begonnen,
sondern am 17. Dezember 2004), bestehe ein Anspruch auf eine nochmalige
Beurteilung, sei dies im Rahmen einer Revision oder einer Wiedererwägung (act. G 1).
B.d Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2009,
auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. Der Entscheid über die Vornahme der
Wiedererwägung sei in das Ermessen des Versicherungsträgers gestellt. Wenn der
Versicherungsträger auf ein Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten sei, sei eine
Anfechtung ausgeschlossen. Es bestehe somit kein gerichtlich durchsetzbarer
Anspruch auf Wiedererwägung und das Gericht könne auf eine Beschwerde gegen ein
Nichteintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch nicht eintreten. In Bezug auf die
geltend gemachte Revision führt die Beschwerdegegnerin aus, dass keine neuen
Tatsachen geltend gemacht würden. Der IV-Stelle seien alle geltend gemachten
Tatsachen bereits bekannt gewesen und seien gewürdigt worden. Daher könne auf die
Verfügung auch revisionsweise nicht zurückgekommen werden.
B.e In der Replik vom 29. Juni 2009 hält der Beschwerdeführer an seinem Antrag fest
(act. G 10). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.

Erwägungen:
1.
1.1 Gemäss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann der Versicherungsträger auf formell
rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese
zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.
Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit
1. Januar 2007 Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) kann die Verwaltung
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weder von den Betroffenen noch vom Gericht zu einer Wiedererwägung angehalten
werden. Das Zurückkommen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder
Einspracheentscheide wird beim Fehlen eigentlicher Revisionsgründe in das Ermessen
des Versicherungsträgers gelegt. Es besteht kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch
auf Wiedererwägung, weshalb Verfügungen, mit denen das Eintreten auf ein
Wiedererwägungsgesuch abgelehnt wird, grundsätzlich nicht anfechtbar sind. Auf eine
Beschwerde gegen ein Nichteintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch kann das
Gericht demzufolge nicht eintreten (BGE 133 V 52 E. 4).
1.2 Nach Erlass der Verfügung vom 29. März 2006, mit welcher ein Rentenanspruch
des Beschwerdeführers abgelehnt worden ist, und nachdem in Bezug auf die dagegen
gerichtete Einsprache ein Nichteintretensentscheid gefällt wurde, hat die IV-Stelle
aufgrund der eingereichten Arztberichte von Dr. C._ und Dr. D._ offensichtlich ein
Wiedererwägungsverfahren eingeleitet (IV-act. 86). Dieses hat nach Einholung eines
interdisziplinären Gutachtens mit der am 11. Juli 2008 verfügten Zusprache einer
halben Rente mit Wirkung ab April 2007 geendet. Demnach ist davon auszugehen,
dass mit der Verfügung vom 11. Juli 2008 auch das Wiedererwägungsverfahren im
Hinblick auf die formell rechtskräftige, rentenabweisende Verfügung vom 29. März
2006 abgeschlossen worden ist. Mithin wurde durch die Verfügung vom 11. Juli 2008
auch diese frühere Verfügung vom 29. März 2006 widerrufen, verbunden mit einem
neuen materiellen Entscheid. Der Ansicht des Beschwerdeführers, wonach über sein
Wiedererwägungsgesuch vom 19. Juni 2006 noch nie entschieden worden sei, kann
somit nicht gefolgt werden.
1.3 Auf das Wiedererwägungsgesuch vom 4. Februar 2009 im Zusammenhang mit der
in Rechtskraft erwachsenen (Wiedererwägungs-)Verfügung vom 11. Juli 2008 ist die
Beschwerdegegnerin mit Mitteilung vom 25. Februar 2009 zweifellos nicht eingetreten.
Es finden sich keinerlei Hinweise, wonach sie Abklärungen im Zusammenhang mit dem
vom Beschwerdeführer bemängelten Zeitpunkt des Rentenbeginns vorgenommen
hätte. Nachdem das Eintreten auf das Wiedererwägungsgesuch im Ermessen der
Beschwerdegegnerin liegt und vorliegend kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf
Wiedererwägung besteht, kann nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
insoweit auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
2.
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2.1 Der Beschwerdeführer beantragt eventualiter die revisionsweise Aufhebung der
Verfügung vom 11. Juli 2008 mit neuer Festlegung des Rentenbeginns auf den 1.
Dezember 2005. Obwohl in Bezug auf die prozessuale Revision keine Verfügung
ergangen ist, rechtfertigt es sich aus prozessökonomischen Gründen, im vorliegenden
Beschwerdeverfahren kurz darauf einzugehen, zumal sich die Beschwerdegegnerin in
ihrer Beschwerdeantwort dazu ebenfalls bereits äussern konnte (act. G 5).
2.2 Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision
gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach
deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren
Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG).
2.3 Es ist vorliegend nicht ersichtlich, welche neuen, vorbestandenen Tatsachen oder
Beweismittel eine prozessuale Revision der Verfügung vom 11. Juli 2008 rechtfertigen
würden. Im Zeitpunkt der Entscheidfällung waren der Beschwerdegegnerin sämtliche
relevanten Umstände und Akten bekannt. Dies trifft insbesondere auch auf die
Arztberichte von Dr. C._ und Dr. D._ sowie das Gutachten des MGSG vom
27. September 2007 zu. Bekannt waren demnach auch die unterschiedlichen
Einschätzungen der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeiten in den entsprechenden
Berichten, wobei sich die Beschwerdegegnerin letztlich in der Verfügung vom 11. Juli
2008 im Hinblick auf den Beginn der relevanten psychischen Beeinträchtigung auf die
Feststellung im entsprechenden fachärztlichen Gutachten (wonach sich eine
ausgeprägtere depressive Symptomatik im Frühjahr 2006 entwickelte; vgl. IV-act.
108-8/11) sowie auf den Behandlungsbeginn beim Psychiater Dr. C._ im April 2006
(IV-act. 87) stützte (vgl. auch IV-act. 109 unten, 111-2/3 und 115-2/3 oben). In
Übereinstimmung mit der Beschwerdegegnerin ist vorliegend auch mittels prozessualer
Revision ein Zurückkommen auf die Verfügung vom 11. Juli 2008 nicht möglich.
Diesbezüglich ist die Beschwerde abzuweisen. Soweit der Beschwerdeführer die
Revision der Verfügung vom 29. März 2006 verlangt, sind - mit den gleichen
Überlegungen - die Voraussetzungen nicht erfüllt.
3.
3.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde vom 1. April 2009 abzuweisen, soweit
darauf einzutreten ist.
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3.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint als angemessen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- kommt zur
Anrechnung.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG