Decision ID: 457a2cec-63fc-5a19-bc92-e94d3f4cdfa9
Year: 2008
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ G. L., geb. 1973, ist Staatsangehöriger von Kosovo. Er reiste 1990 in die Schweiz
ein und stellte ein Asylgesuch. 1991 heiratete er in Wil die Schweizerin J.Z. In der Folge
erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs, und sein
Asylgesuch wurde abgeschrieben. 1998 wurde ihm die Niederlassung erteilt. Die Ehe
blieb kinderlos und wurde im Jahr 2001 geschieden.
G. L. wurde in der Schweiz mehrmals verurteilt. Zwischen 1990 und 2000 wurde er
wegen ANAG-Widerhandlungen, SVG-Delikten und weiteren Verstössen mit mehreren
Freiheitsstrafen und Bussen bestraft. Am 10. Dezember 2004 verurteilte ihn das
Obergericht des Kantons Zürich wegen Raubes zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus.
Am 19. August 2005 gebar die mazedonische Staatsangehörige Miruse B. ein Kind von
G. L.. Mutter und Kind sind im Besitz einer Niederlassungsbewilligung.
Mit Verfügung vom 6. Juni 2007 wies das Ausländeramt G. L. für die Dauer von fünf
Jahren aus der Schweiz aus.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob G. L. durch seinen Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 8. Juni 2007 Rekurs.
Das Obergericht des Kantons Zürich sprach G. L. mit Urteil vom 11. September 2007
des Raubes und des Vergehens gegen das Waffengesetz schuldig und verurteilte ihn
zu einer Freiheitsstrafe von achtzehn Monaten.
Am 15. Februar 2008 heirateten G. L. und Miruse Beljuli in St. Gallen.
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Mit Entscheid vom 3. März 2008 wies das Sicher-heits- und Justizdepartement den
Rekurs von G. L. ab.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 12. März 2008 (Poststempel) erhob G. L.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom
3. März 2008 und die Verfügung des Ausländeramts seien aufzuheben, es sei von einer
Ausweisung abzusehen und lediglich eine Verwarnung auszusprechen, eventualiter sei
anstatt der Niederlassungsbewilligung lediglich eine Jahresaufenthaltsbewilligung,
verbunden mit geeigneten Auflagen und Bedingungen, zu erteilen, subeventualiter sei
die Ausweisung wesentlich kürzer zu befristen, alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen. Ausserdem stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung.
Der Präsident des Verwaltungsgerichts wies das Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege und Rechtsverbeiständung mit Verfügung vom 13. März 2008 ab.
In seiner Beschwerdeergänzung vom 7. April 2008 hielt der Beschwerdeführer an
seinen Anträgen fest. Ausserdem stellte er das Begehren, das Beschwerdeverfahren
sei bis zur vollständigen Strafverbüssung oder bis kurz vor Vollzugsende zu sistieren.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 14. April 2008 unter Hinweis auf
die Erwägungen des angefochtenen Entscheides und die Akten auf Abweisung der
Beschwerde.
Am 16. April 2008 reichte der Beschwerdeführer ein Arbeitszeugnis seiner Ehefrau ein.
Die Erwägungen des angefochtenen Entscheids sowie die vom Beschwerdeführer
vorgebrachten Ausführungen werden, soweit wesentlich, in den nachstehenden
Erwägungen dargelegt und gewürdigt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
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Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 13. März und deren
Ergänzung vom 7. April 2008 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer stellt den Antrag, das Verfahren sei bis zur Strafverbüssung
bzw. kurz vor Vollzugs-ende zu sistieren. Eine Sistierung ist zulässig, wenn sie der
Vereinfachung des Verfahrens dient und keine überwiegenden privaten oder
öffentlichen Interessen entgegenstehen (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 1092 f.). Der Beschwerdeführer befindet sich
derzeit im Strafvollzug. Eine bedingte Entlassung ist nächstes Jahr grundsätzlich
möglich. Es liegen keine zwingenden Gründe vor, den Beschwerdeentscheid bis zu
einer Entlassung auszusetzen. Auch ein überdurchschnittlich gutes Verhalten im
gesamten Strafvollzug vermöchte, wie nachfolgend näher auszuführen ist, einen
Verbleib in der Schweiz nicht zu rechtfertigen (vgl. unten E. 4). Die Ausweisung wird im
übrigen erst nach der Entlassung aus der Strafanstalt vollzogen. Dem Antrag auf
Sistierung des Verfahrens ist daher nicht stattzugeben.
3. Am 1. Januar 2008 trat das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) in Kraft. Dieses enthält in Art. 126
Uebergangsbestimmungen. Nach Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt auf Gesuche, die vor dem
Inkrafttreten dieses Gesetzes eingereicht worden sind, das bisherige Recht anwendbar.
Das Verfahren richtet sich gemäss Art. 126 Abs. 2 AuG nach dem neuen Recht.
Die Uebergangsbestimmung von Art. 126 Abs. 1 AuG gilt nicht nur für Verfahren, denen
Gesuche zugrundeliegen, sondern für sämtliche im Zeitpunkt des Inkrafttretens des
AuG hängigen Verfahren, weshalb auf diese materiell das Bundesgesetz über
Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (BS 1, 121 mit seither ergangenen
Aenderungen, abgekürzt ANAG) anzuwenden ist (vgl. VerwGE B 2008/25 vom 3. April
2008 i.S. J.M. mit Hinweisen, in: www.gerichte.sg.ch).
4. Nach Art. 10 Abs. 1 ANAG kann ein Ausländer aus der Schweiz ausgewiesen
werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde
(lit. a) oder wenn sein Verhalten im allgemeinen und seine Handlungen darauf
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schliessen lassen, dass er nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die im Gaststaat
geltende Ordnung einzufügen (lit. b). Die Ausweisung soll nur verfügt werden, wenn sie
nach den gesamten Umständen angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG).
4.1. Nach der Praxis zum ANAG ist bei einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren oder
mehr eine Ausweisung grundsätzlich zulässig. Zu berücksichtigen ist u.a. die Dauer des
Aufenthalts in der Schweiz (Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung zum ANAG, AS
1949, 228 mit seither ergangenen Aenderungen, abgekürzt VV zum ANAG) und damit
die Integration. Auch ist zu prüfen, ob die Massnahme verhältnismässig ist (Art. 11 Abs.
3 ANAG).
Art. 10 Abs. 1 ANAG ist eine typische "Kann-Bestimmung". Das Gesetz schreibt beim
Vorliegen bestimmter Voraussetzungen nicht zwingend die Anordnung einer
Ausweisung vor, sondern es räumt der Verwaltung diesbezüglich einen
Ermessensspielraum ein. Das Verwaltungsgericht ist zur Ueberprüfung der
Angemessenheit einer Verfügung oder eines Entscheides nicht befugt (Art. 61 Abs. 1
und 2 VRP). Es darf daher auch bei der Prüfung der Angemessenheit im Sinne von
Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG nicht sein eigenes Ermessen - im Sinne einer Prüfung der
Opportunität bzw. der Zweckmässigkeit der Massnahme - anstelle des Ermessens der
Verwaltung stellen (VerwGE vom 11. November 2003 i.S. M.B.A. mit Hinweis auf
VerwGE vom 17. August 1999 i.S. J. und S.R.; BGE 125 II 107). Es kann nur
überprüfen, ob der Entscheid der Verwaltung auf einer Ueberschreitung bzw. einem
Missbrauch des Ermessens beruht und damit rechtswidrig ist (GVP 1996 Nr. 9 mit
Hinweisen).
Für die Beurteilung der Angemessenheit der Ausweisung im Sinne von Art. 11 Abs. 3
ANAG bzw. der Verhältnismässigkeit sind namentlich die Schwere des Verschuldens
des Ausländers, die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz sowie die ihm und seiner
Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 3 VV zum ANAG, vgl.
statt vieler BGE 125 II 521 ff.).
4.2. Die Verhältnismässigkeit ist auch im Lichte von Art. 8 Ziff. 1 und 2 der
Europäischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK) zu prüfen,
indem zu untersuchen ist, ob eine Massnahme verhältnismässig bzw. als in einer
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demokratischen Gesellschaft notwendig erscheint (BGE 120 Ib 130 f.). Die Ausweisung
kann zu einem Eingriff in das Familienleben führen. Ein solcher Eingriff ist nach Art. 8
Ziff. 2 EMRK zulässig, falls er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt,
die in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche
Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der
Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der
Gesundheit und der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer
notwendig ist. ANAG und EMRK verlangen somit eine Abwägung der sich
gegenüberstehenden privaten Interessen an einem Verbleib in der Schweiz und dem
öffentlichen Interesse an der Beendigung des Aufenthalts. Im Rahmen der
Interessenabwägung ist auch zu prüfen, ob den hier anwesenheitsberechtigten
Familienangehörigen zugemutet werden kann, dem Ausländer, dessen Bewilligung
widerrufen wird, ins Ausland zu folgen. Die Frage der Zumutbarkeit ist unter
Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse der Betroffenen und aller Umstände
objektiv zu beurteilen. Wird eine allfällige Unzumutbarkeit der Ausreise für die in der
Schweiz lebenden Angehörigen festgestellt, führt dies aber nicht zwingend zur
Unzulässigkeit des Bewilligungswiderrufs (BGE 122 II 5 f.).
4.3. Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die
fremdenpolizeiliche Interessenabwägung ist nach der ständigen Praxis die vom
Strafrichter verhängte Strafe (vgl. statt vieler BGE 129 II 260).
Der Beschwerdeführer wurde 1990 wegen Widerhandlung gegen das ANAG mit einem
Verweis bestraft. 1993 wurde er wegen Hehlerei und mehrfachen Führens eines
Motorfahrzeuges ohne Führerausweis mit einem Monat Gefängnis bestraft. Am 23.
August 1994 wurde er wegen einer SVG-Uebertretung mit Fr. 120.-- gebüsst. Mit Urteil
vom 27. Oktober 1994 wurde er wegen einfacher Körperverletzung und Raufhandels zu
fünf Monaten Gefängnis bedingt verurteilt. Am 12. Mai 1998 wurde er wegen
mehrfacher Widerhandlung gegen die Verordnung über den Erwerb und das Tragen
von Schusswaffen durch jugoslawische Staatsangehörige und verbotenen
Waffenbesitzes mit zehn Tagen Gefängnis und Fr. 300.-- Busse bestraft. Am
29. Dezember 2000 wurde er wegen Führens eines Motorfahrzeuges in angetrunkenem
Zustand und Nichtabgabe der Kontrollschilder trotz behördlicher Aufforderung mit
Fr. 1'100.-- gebüsst. Das Obergericht des Kantons Zürich sprach ihn am 10. Dezember
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2004 des Raubes schuldig und verurteilte ihn zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus. Acht
Monate nach dieser Verurteilung beging er erneut einen Raubüberfall, der am
11. September 2007 zu einer Verurteilung wegen Raubes zu achtzehn Monaten
Freiheitsstrafe führte.
Der Beschwerdeführer beging zahlreiche, zum Teil schwere Straftaten. Die gesamte
Dauer der ausgesprochenen Freiheitsstrafen beträgt über fünfeinhalb Jahre.
Ausserdem beging der Beschwerdeführer in den ersten Jahren seines Aufenthalts in
der Schweiz eher leichtere Delikte. Trotz Bussen und bedingter Freiheitsstrafen
besserte er sich nicht, sondern fuhr mit der deliktischen Tätigkeit fort und liess sich
immer schwerere Straftaten zuschulden kommen. Gravierend ins Gewicht fallen vor
allem die beiden Verurteilungen wegen Raubes. Der Beschwerdeführer liess sich nicht
nur eine einzige schwere Straftat zuschulden kommen, sondern delinquierte während
Jahren mit einer gewissen Regelmässigkeit, und das strafbare Verhalten gipfelte in
zwei Raubtaten. Nur rund acht Monate nach der Verurteilung durch das Zürcher
Obergericht zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus beging der Beschwerdeführer erneut
einen Raub. Hinsichtlich des Verschuldens kann auf die zutreffenden Erwägungen im
angefochtenen Entscheid verwiesen werden (E. 5 b, aa, bb). Die Straftaten begründen
ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Ausweisung des Beschwerdeführers. Das
Obergericht des Kantons Zürich hielt in seinem Urteil vom 11. September 2007 fest,
der Beschwerdeführer und sein Komplize hätten beim Raubüberfall eine erhebliche
Gefährlichkeit manifestiert, die ihr Verhalten in die Nähe des qualifizierten Tatbestandes
von Art. 140 Ziff. 2 Abs. 3 StGB (besondere Gefährlichkeit) rücke. Dass sich der
Beschwerdeführer lediglich acht Monate nach der empfindlichen Freiheitsstrafe wegen
Raubes wiederum sehr aktiv an einem Ueberfall nach genau gleichem Muster beteiligt
habe, lasse auf einen ausgeprägten deliktischen Willen und eine eklatante
Uneinsichtigkeit schliessen. Das wiederholte Verüben von Raubüberfällen begründet
ungeachtet eines korrekten Verhaltens im Strafvollzug in fremdenpolizeilicher Hinsicht
eine erhebliche Rückfallgefahr und ein gewichtiges öffentliches Interesse an der
Ausweisung des Beschwerdeführers.
4.4. Offen bleiben kann, ob der Beschwerdeführer auch den Tatbestand von Art. 10
Abs. 1 lit. b ANAG erfüllt.
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4.5. Der Beschwerdeführer lebt seit 1990 und damit seit rund achtzehn Jahren in der
Schweiz. Die lange Aufenthaltsdauer fällt grundsätzlich zugunsten des
Beschwerdeführers ins Gewicht. Sie wird aber dadurch in einem gewissen Mass
relativiert, dass der Beschwerdeführer bereits 1993 erstmals zu einer bedingten
Gefängnisstrafe verurteilt worden war und ein erheblichter Teil seines bisherigen
Aufenthalts von Straftaten geprägt war.
4.6. Unbestritten ist, dass die Ausweisung die Ehefrau und das gemeinsame Kind
erheblich treffen wird. Die Ehefrau ist seit 1991 in der Schweiz ansässig. Lange vor der
Heirat wusste sie aber um die Straffälligkeit ihres Ehemannes. Sie wurde am 1. April
2003 der Begünstigung schuldig gesprochen, da sie zugunsten des
Beschwerdeführers, ihres damaligen Freundes, falsch aussagte. Als sie den
Beschwerdeführer während des Rekursverfahrens heiratete, konnte sie nicht damit
rechnen, dass ihr Ehemann künftig in der Schweiz bleiben kann. Zudem ist das
gemeinsame Kind erst rund zweieinhalb Jahre alt und damit in einem Alter, in dem es
sich einer fremden Umgebung noch gut anpassen kann. Die Ehefrau ist überdies nicht
verpflichtet, mit ihrem Kind auszureisen. Aufgrund der Straftaten bzw. des Strafvollzugs
hat der Beschwerdeführer bisher keine enge Beziehung zum Kind aufbauen können.
Wenn die Ehefrau geltend macht, es komme für sie nicht in Frage, nach Kosovo zu
ziehen, so muss ihr entgegengehalten werden, dass sie den Beschwerdeführer in
einem Zeitpunkt geheiratet hat, als das Ausweisungsverfahren bereits hängig war. Die
schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse in Kosovo lassen jedenfalls eine Rückkehr des
Beschwerdeführers nicht unzumutbar erscheinen, zumal noch enge Verwandte dort
leben. Auch diesbezüglich kann auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen
Entscheid verwiesen werden (E. 5 c). Die persönliche Situation des Beschwerdeführers
im Falle einer Rückkehr nach Kosovo unterscheidet sich nicht grundlegend von der
Lage zahlreicher Landsleute, die nach langjährigem Aufenthalt in der Schweiz in den
Herkunftsstaat zurückkehren müssen.
4.7. Eine Verletzung der UNO-Kinderrechtekonvention liegt nicht vor. Diese verbietet es
nicht, straffällige Ausländer auszuweisen, auch wenn diese ihre Kinder dadurch in der
Schweiz zurücklassen müssen und der Kontakt mit ihnen erschwert wird. Im übrigen ist
der Eingriff in das Recht auf Familienleben wie erwähnt verhältnismässig (oben E. 4.3).
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4.8. In zeitlicher Hinsicht ist die Ausweisung von fünf Jahren verhältnismässig,
insbesondere auch im Verhältnis zu ähnlich gelagerten Fällen (vgl. VerwGE B 2006/54
vom 9. Mai 2006 und VerwGE B 2008/25 vom 3. April 2008, in: www.gerichte.sg.ch).
Eine Reduktion auf die Minimaldauer von zwei Jahren gemäss Art. 11 Abs. 1 ANAG ist
nicht gerechtfertigt.
4.9. Auch kommt eine Verwarnung unter Androhung des Widerrufs der
Niederlassungsbewilligung nicht in Frage, nachdem die im Jahr 1993 ausgesprochene
Verwarnung den Beschwerdeführer offenbar in keiner Weise beeindruckt hatte.
4.10. Die Rückstufung eines Niedergelassenen auf den Status eines
Jahresaufenthalters ist im Gesetz nicht vorgesehen. Eine solche Massnahme wäre
zudem aufgrund der Schwere der Delikte nicht angezeigt. Der Vorinstanz ist keine
Ermessensüberschreitung vorzuwerfen, dass sie die Zweckmässigkeit einer milderen
Massnahme als einer Ausweisung verneinte.
4.11. Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid im Rahmen der Prüfung der
Verhältnismässigkeit zutreffend fest, die Rückkehr nach Kosovo begründe keinen
Härtefall. Von einem Härtefall im Sinn von Art. 13 lit. f BVO könnte gesprochen werden,
wenn ein Betroffener durch die Rückkehr in den Herkunftsstaat übermässig
schwerwiegend belastet würde. Dies ist beim Beschwerdeführer nicht der Fall (vgl.
oben E. 4.6.).
4.12. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
5. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'500.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht