Decision ID: b285c880-d4ad-4531-9bc7-a5efae6b118a
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1966, Mutter zweier Söhne mit Jahrgang 1989 und 1992, hat im Kosovo eine Ausbildung zur Laborantin abgeschlossen. Sie war nach ihrer Einreise in die Schweiz zuletzt vom März 2008 bis Januar 2013 bei der Y._ AG als Wäschereimitarbeiterin tätig (Urk. 7/1; Urk. 7/20/2), wobei sie vom 1. März 2008 bis 30. September 2012 in einem Pensum von 56.55 % und vom 1. Oktober 2012 bis 7. Januar 2013 in einem 89%-Pensum arbeitete (Urk. 7/25/2). Ab dem 8. Januar 2013
wurde
sie
zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben (Urk. 7/6/8).
Die Versicherte meldete sich unter Hinweis auf eine Psoriasis-Arthritis und Depressionen am 17. Januar 2013 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1; Urk. 7/3). Das Arbeitsverhältnis wurde auf Ende Januar 2014 aufgelöst (Urk. 7/35/91).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm erwerbliche (Urk. 7/4; Urk. 7/20; Urk. 7/21) und medizinische Abklärungen (Urk. 7/6; Urk. 7/7; Urk. 7/13; Urk. 7/30; Urk. 7/31) vor und holte die Akten des Kranken
versicherers, der Helsana Versicherungen AG (Urk. 7/14; Urk. 7/22), und der Pensionskasse, der BVK Personenvorsorge des Kantons Zürich, ein (Urk. 7/25; Urk. 7/27). Sodann liess sie die Versicherte
bidisziplinär
rheumatologisch und psychiatrisch begutachten (Internistisch-rheumatologisches Gutachten vom 13. August 2014 [Urk. 7/35/1-48] und psychiatrisches Gutachten vom 20. Oktober 2014 [Urk. 7/41]). Am 25. November 2014 schloss die IV-Stelle nach einer Eingliederungsberatung (Urk. 7/53) die Arbeitsvermittlung ab und erklärte, dass Integrationsmassnahmen aufgrund der gesundheitlichen Verfas
sung der Versicherten derzeit nicht möglich seien (Urk. 7/43). Weiter qualifizier
te sie die Versicherte als zu 89 % Erwerbstätige und als zu 11 % im Haushalts
bereich Tätige (Urk. 7/49/11).
Gestützt auf ihre Abklärungen stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbe
scheid 13. Juli 2015 (Urk. 7/52) infolge eines errechneten Invaliditätsgrades von 34 % die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aussicht. Dage
gen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin
MLaw
Mirja Santschi, am 11. August 2015 einen vorsorglichen (Urk. 7/57) und am 5. Oktober 2015 einen begründeten Einwand (Urk. 7/66) erheben. Mit Letzterem reichte sie drei Arztberichte nach (Urk. 7/63; Urk. 7/64; Urk. 7/65). Unter Stellungnahme zu den Einwänden verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 17. Mai 2016 (Urk. 7/68 = Urk. 2) den Anspruch auf eine Invalidenrente
wie angekündigt.
2.
Hiergegen liess
X._ am 17. Juni 2016 Beschwerde (Urk. 1) erheben mit den Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr eine unbefristete Invalidenrente zu gewähren. Eventuell sei die Beschwerdegeg
nerin zu verpflichten, zur Vervollständigung des Sachverhaltes unverzüglich weitere medizinische Abklärungen über den Gesundheitszustand sowie die Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit vorzunehmen oder zu veranlassen (insbeson
dere auch arbeitsmedizinische Abklärungen / BEFAS-Gutachten etc.).
Subeven
tualiter
sei ihr eine befristete Rente zuzusprechen. Alles unter Kosten- und Ent
schädigungsfolgen zulasten der IV-Stelle (Urk. 1 S. 2). Zusammen mit der Beschwerde liess die Versicherte zwei neue Arztberichte einreichen (Urk. 3/4; Urk. 3/5).
Die IV-Stelle beantragte mit
Vernehmlassung
vom 5. August 2016 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde de
r
Versicherten am 8. August 2016 zur Kenntnis gebracht
(Urk. 8).
Mit Verfügung vom 2
5.
Oktober 2017 (Urk. 9) s
etzte
das Gericht den Parteien eine Frist zur Stellungnahme, weil die Aktenlage nach einer ersten Durchsicht womöglich anders als durch die Beschwerdegegnerin beurteilt werde. Mit Schreiben 15. November 2017
(Urk. 11)
verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine Stellungnahme. Mit Eingabe von 8. Dezember 2017 (Urk. 13) liess die Beschwerdeführerin innert erstreckter Frist Stellung nehmen und einen Arztbe
richt einreichen (Urk. 14). Mit Schreiben vom 15. Januar 2018 (Urk. 16) verzich
tete die Beschwerdegegnerin auf eine Stellungnahme hierzu, was der Beschwer
deführerin zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 17).
Mit Verfügung vom 21. Februar 2018 (Urk. 18) s
etzte
das Gericht den Parteien erneut eine Frist zur Stellungnahme, diesmal
,
um sich zur
neuen Depressions
rechtsprechung
des Bundesgerichts zu äussern, die seit dem 14. Dezember 2017 veröffentlicht war
.
Am 5. März 2018
liess die Versicherte
eine Stellungnahme einreichen und nunmehr eventuell anstelle einer Rückweisung zu weiteren Abklärungen ein Gerichtsgutachten verlangen (Urk. 20). Die IV-Stelle verzichte
te am 16. März 2018 auf eine Stellungnahme (Urk. 21). Die Schreiben wurden den Parteien zur Kenntnis gebracht (Urk. 22).
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine
Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG
,
BGE 139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne
W
eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti
vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl.
BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hin
weis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2
).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsäch
liche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit
BGE 143 V 418
hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätz
lich sämtliche psychischen
Erkrankungen
einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen
(E. 7)
und ob die allgemeinen rechtlichen Beweiskriterien gemäss BGE 134 V 231 E. 5.1 eingehalten sind (vgl. BGE 141 V 281 E. 10.1.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_195/2015 vom 24. November 2015 E. 3.2.2)
.
In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngemäss wie in BGE 137 V 210 (betreffend die rechtsstaatlichen Anforderungen an die medizinische Begutach
tung) vorzugehen. Nach diesem Entscheid verlieren gemäss altem Verfahrens
standard eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 137 V 210 E. 5 in
initio
). In sinngemässer Anwendung auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die beigezogenen
administrativen und/oder gerichtlichen Sach
verständigengutachten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und –dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (BGE 141 V 281 E. 8; Urteil des Bundesgerichts 9C_195/2015 vom 24. November 2015 E. 3.2.3).
1.
3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder
herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung gestützt auf die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 7. November 2014 (Urk. 7/49/8-9) auf den Standpunkt, aufgrund der medizi
nischen Abklärungen sei die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit als Wäschereimitarbeiterin aus somatischer Sicht seit dem 8. Januar 2013 noch zu 30 % und
aus psychiatrischer Sicht seit 1. Juli 2013 zu 50 % arbeitsfähig. Eine leidensangepasste Tätigkeit sei ihr aus somatischer Sicht zu 100 % und aus psychiatrischer Sicht noch zu 50 % zumutbar. Daraus schloss die IV-Stelle im Erwerbsbereich aus psychischen Gründen auf eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit. Ausgehend von einer 89%igen Erwerbstätig
keit im Gesundheitsfall errechnete sie im Erwerbsbereich so eine Einschränkung von 38 %. Im Haushaltsbereich verneinte sie eine Einschränkung. Im Ergebnis schloss sie so auf einen Invaliditätsgrad von gerundet 34 %. Unter Bezugnahme auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin im
Vorbescheidverfahren
ergänzte sie, dass eine Haushaltsabklärung, eine Parallelisierung und ein leidensbedingter Abzug beim Einkommensvergleich nicht angezeigt seien (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin lässt in der Beschwerdeschrift vom 17. Juni 2016 (Urk. 1) vorbringen, sie sei mit dem rheumatologischen Gutachten von Dr. med. Z._, Fachärztin für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin (vom 13. August 2014 [Urk. 7/35/1-48]), und dem psychiat
rischen Gutachten von PD Dr. med. A._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (vom 20. Oktober 2014 [Urk. 7/41]), nicht einverstanden. Viel
mehr sei auf die Berichte der behandelnden Rheumatologin, Dr. med. B._, Fachärztin für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, vom 1. Oktober 2015 (Urk. 7/63) und 16. Juni 2016 (Urk. 3/5) sowie den Bericht von Dr. med. C._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera
pie, vom 13. Juni 2016 (Urk. 3/4) abzustellen. Gestützt auf diese Berichte seien in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % sowohl aus psychiatrischer als auch somatischer Sicht und in einer leidensangepassten Tätigkeit eine
Arbeitsunfähigkeit
von 100 % aus psychiatrischer Sicht
und eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50 % aus somatischer Sicht
ausgewiesen.
Deshalb sei ihr eine ganze Invalidenrente auszurichten. Selbst wenn von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgegangen würde, sei der Invaliditätsgrad nicht korrekt berechnet worden, da einerseits beim
Valideneinkommen
keine Parallelisierung und andererseits beim Invali
deneinkommen kein Leidensabzug vorgenommen worden sei. Ausserdem leide sie auch im Haushaltsbereich unter erheblichen Einschränkungen, die nicht berücksichtigt worden seien. Deshalb müsse eine Abklärung vor Ort durchge
führt werden. Sofern das Gericht diesen Einschätzungen nicht folge, gelte es festzuhalten, dass die gesundheitliche Situation im Zeitpunkt des Entscheides nicht hinreichend aktuell und die Beschwerdegegnerin damit der Unter
suchungspflicht nicht genügend nachgekommen sei. Deshalb sei eventualiter ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben und zudem eine arbeitsme
dizinische (BEFAS-) Abklärung vorzunehmen.
3.
3.1
Im Zeitpunkt des Erlasses der zu beurteilenden Verfügung vom 17. Mai 2016 präsentierte sich der medizinische Sachverhalt im Wesentlichen wie folgt:
Am 7. Januar 2013 litt die Beschwerdeführerin unter derart starken Gelenk
schmerzen, dass dies ihr letzter Arbeitstag war (Urk. 7/41/4). Im Arztbericht vom 28. Februar 2013 (Urk. 7/6) hielt Dr. B._ als Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine Psoriasis-Arthritis, eine
Kalziumpyro
phosphatarthropathie
und depressive Episoden fest. Bei der Psoriasis-Arthritis würden ein axialer Befall und eine beidseitige
Iliosakralgelenk
(ISG)-Arthritis vorliegen. Es sei ein peripherer Gelenksbefall vor allem der Hand-, Sprung- und Kniegelenke sowie eine Psoriasis
vulgaris
festzustellen. Bei der
Kalziumpy
rosphosphatarthropathie
sei eine
Chondrokalzinose
im
Bereich beider Kniege
lenke mit sekundärer Arthrose vorhanden (Urk. 7/6/7). Als Wäschereiangestellte sei die Beschwerdeführerin seit 8. Januar 2013 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 7/6/8). Es bestünden Einschränkungen bezüglich der Hände und der Schultern. Daneben bestünden Einschränkungen aufgrund der
Chondrokalzi
nose
mit sekundärer Arthrose im Bereich der Kniegelenke, welche ein längeres Stehen erschweren würden. Weiter lägen Einschränkungen wegen der Rücken- und ISG-Beschwerden sowie wegen der Fersen vor. Eine leichte wechselbelas
tende Tätigkeit, welche die Möglichkeiten zu sitzen beinhalte, sollte theoretisch zu 50 % möglich sein (Urk. 7/6/9).
3.2
Vom 21. März bis zum 16. Mai 2013 hielt sich die Beschwerdeführerin zur
sta
tionären Behandlung in der Privatklinik D._ auf. Im Bericht vom 24. Mai 2013 (Urk. 7/13) nannten die Ärzte eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; ICD-10 F43.1). Es bestünden wechselnde Schmerzen in verschiedenen Gelenken, eine psychische Erschöpfung, ein sozialer Rückzug und diffuse Ängste. Eine Rück
kehr an den alten Arbeitsplatz sei nicht mehr zumutbar, eine Teilzeitbeschäfti
gung sei jedoch grundsätzlich indiziert (Urk. 7/13/3-4).
3.3
Im psychiatrischen Gutachten vom 10. Juli 2013 (Urk. 7/27) berichtete Dr. med. E._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Vertrauensarzt der BVK Personenvorsorge des Kantons Zürich, von folgen
den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Rezidivierende, deut
lich angstgetönte depressive Störung mittleren Grades (ICD-10 F33.1) im Zusammenhang mit Schwierigkeiten am Arbeitsplatz (ICD-10 Z56) und Schwie
rigkeiten durch negative Kindheitserlebnisse (ICD-10 Z61.4: Probleme mit Bezug auf den vermuteten sexuellen Missbrauch eines Kindes durch eine Person innerhalb des engeren Familienkreises; ICD-10 Z61.7: Persönliches angsterre
gendes Erlebnis in der Kindheit).
Unter dem Titel „psychiatrische Beurteilung“ führte Dr. E._ aus, die Stimmung der Beschwerdeführerin sei bedrückt. Sie sei geknickt, sobald die Kindheit, vielmehr aber noch die Arbeitsplatzsituation zur Sprache komme. Es gebe dann heftige Reaktionen mit dramatischer Erregung, Hyperventilation und Verzweiflung. Sie fühle sich gekränkt, verletzt, ungerecht behandelt, und sie habe diese Sache in keiner Art und Weise überwunden. Die Aufmerksamkeit und Konzentration seien zwar klinisch eingeschränkt, die übrigen psychischen Grundfunktionen jedoch nicht grob gestört. Die Beschwerdeführerin leide unter Verfolgungsträumen in der Nacht, wobei darin jedoch weder der Arbeitsplatz noch Kindheitserinnerungen eine Rolle spielten. Sie habe am Morgen oft Nackenverspannungen, sei schlechter Stimmung, verspüre Nervosität und habe Angst, verrückt zu werden. Sie berichte, im Verlauf des Tages sei die Stimmung wechselnd. Oft folge auf ein Morgentief eine Besserung am Nachmittag. Die Konzentration sei dann immer noch sehr schlecht und sie fühle sich erschöpft. Der Appetit sei wechselhaft und sie zeige Rückzugsverhalten. Die ganze Symp
tomatik entspreche einer mittelgradig depressiven, deutlich angstgetönten Depression, ausgelöst durch sehr schwierige Verhältnisse am Arbeitsplatz und basierend auf dem Hintergrund traumatischer Erfahrungen in der Jugendzeit, wie z.B. ein Vergewaltigungsversuch des Vaters und die ständige Angst vor des
sen irrationalen Wutausbrüchen (Urk. 7/27/7).
Gemäss Dr. E._ schränken die Symptome der Depression
im Einzel
nen die erhebliche Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit, der Konzentrations
fähigkeit und der Konzentrationsdauer, die erhebliche Stimmungslabilität, die Erschöpfbarkeit, die Verängstigung und die Angstbereitschaft – die Arbeits
fähigkeit am bisherigen Arbeitsplatz weiterhin zu 100 % ein. Er hielt fest, daran werde sich bezüglich des bisherigen Arbeitsplatzes in
absehbarer Zeit nichts mehr ändern. Es sei eine rasche Auflösung des Arbeitsverhältnisses anzustreben. Weiter sei aktuell die depressive Symptomatik noch derart ausgeprägt, dass auch an einem anderen Arbeitsort in vergleichbarer Tätigkeit keine Arbeits
fähigkeit gegeben sei. Grundsätzlich sei aber davon auszugehen, dass an einem anderen, vergleichbaren Arbeitsort mit günstigerem Arbeitsklima
und nach rheumatologischen Gesichtspunkten angepasst an die Beschwerden, die durch die Psoriasis-Arthritis verursacht werden – zumindest wieder eine Teilarbeits
fähigkeit erreicht werden könne. Ein zeitlicher Verlauf könne derzeit jedoch noch nicht angegeben werden (Urk. 7/27/8).
Dr. E._ führte letztlich in seiner Stellungnahme zu den
Vorakten
an, dass er die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung
im Gegensatz zur Privatklinik D._ (Urk. 7/13), welche die Diagnose posttraumatische Belastungsstörung ohne genaue Begründung stelle
nicht als richtig erachte. Denn es handle sich bei der dramatischen Erregung, die ausgelöst werde, wenn Erinnerungen zur Sprache kämen, nicht um ein intrusives Erleben, das sich auf
dränge. Es würden in den Träumen auch keine Flashbacks vorkommen. Deshalb sehe er die ungünstigen Jugenderinnerungen lediglich als zusätzlichen Belas
tungsfaktor (Urk. 7/27/9).
3.
4
Am 29. August 2013
erhob
Dr. med.
F._
, Fachärztin für Allgemeine Medizin, Vertrauensärztin der BVK, in ihrem Gutachten (Urk. 7/25) im Wesent
lichen dieselben somatischen Diagnosen
(Urk. 7/25/6) wie die Rheumatologin
Dr.
B._
am 26. Februar 2013 (Urk. 7/6).
Dr. F._ konstatierte, dass bei der Beschwerdeführerin bereits im Jahr 2008 die Diagnose einer Psoriasis-Arthritis gestellt worden sei. Danach sei eine adäquate medikamentöse Therapie eingeleitet worden. Trotz der eingesetzten Medikamente habe sich eine Persis
tenz der Gelenkbeschwerden gezeigt. Diese seien belastungsabhängig verstärkt aufgetreten. Aufgrund der
Beschwerden sei es zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit gekommen. Es seien gewisse Anpassungen am Arbeitsplatz erfolgt, da gewisse Maschinen nicht mehr bedient hätten werden können. Diese Anpassungen hätten aber auf Dauer nicht genügt. Nach Erhöhung des Arbeits
pensums habe die Beschwerdeführerin aufgrund einer
Beschwerdeexacerbation
und einer psychischen Krankheitsproblematik krankgeschrieben werden müssen. Aus somatischer beziehungsweise rheumatologischer Sicht sei der Beschwerde
führerin die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar. Sie sei als 100 % berufsunfähig einzustufen. In einer behinderungsadaptierten Tätigkeit, die kör
perlich leicht sei, kein Heben von Gewichten über 10 kg beinhalte, wechselbe
lastend und nicht
handlastig
sei sowie ohne Einnahme von Zwangshaltungen, ohne rezidivierendes Bücken beziehungsweise Knien, ohne wiederholtes Trep
pen- beziehungsweise Leiternsteigen ausgeübt werden könne, sei die Beschwer
deführerin aus somatischer Sicht ab sofort zu 100 % arbeitsfähig einzustufen (Urk. 7/25/7-8). Weiter fügte Dr. F._ an, dass die damalige Erhöhung des Arbeitspensums nicht vertretbar gewesen sei, da die Beschwerdeführerin bereits bei einem Pensum von 56.55 % über ausgeprägte Gelenkschmerzen geklagt habe. Die Erhöhung des Arbeitspensums habe zu einer Krankschreibung und Exacerbation der Beschwerden führen müssen (Urk. 7/25/9).
3.
5
Im internistisch-rheumatologischen
Gutachten vom 13. August 2014 (Urk. 7/3
5/1-48) nannte Dr. Z._
folgende rheumatologischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Psoriasis
vulgaris
(Erstdiagnose etwa 1997) mit
o
Psoriasis-Arthritis (Erstdiagnose im Oktober 2008) in
-
voller Remission unter Basistherapie
Humira
ab Juli 2010 und
Leflunomid
ab Juni 2012 mit axialem Befall
der ISG (rechts Grad 3 und links Grad 1), aktuell ohne
entzündliche
Ak
-
tivität
gemäss Single Photon Emission
Computered
Tomography
(SPECT)
und Szintigraphie im Juli 2014. Zudem möglicher peripherer Befall, aber
aktuell kein Nachweis von
Synovitiden
und ohne
erosive
Veränderungen
der Hände und Füsse und ohne entzündliche Aktivität nach Szintigraphie
und Röntgen im Juli 2014.
-
Verminderte Belastbarkeit und Beschwerden der Halswirbelsäule (HWS) bei
o
leichten multisegmentalen degenerativen Veränderungen und Diskuspro-
trusion
C6/C7 links mit wahrscheinlichem Kontakt zur Nervenwurzel C7
links (Magnetresonanztomographie [MRI] im April 2014) ohne Kompression
-
szintigraphisch ohne vermehrte Aktivität im Juli 2014
-
Verminderte Belastbarkeit und Beschwerden beider Knie bei
o
Chondrokalzinose
beider Knie mit diskreter
Pangonarthrose
links mehr als
rechts mit leichter Aktivierung links (Szintigraphie im Juli 2014).
Dr. Z._ führte unter dem Titel „rheumatologische Beurteilung“ an, dass bei der Beschwerdeführerin im Oktober 2008 eine Psoriasis-Arthritis diagnos
tiziert worden sei. Ab Juli 2012 habe sie als Basistherapie den
Tumornekrose
faktor
(TNF)-Hemmer und ab Juni 2012 zusätzlich
Leflunomid
erhalten. Dadurch hätten sich sowohl ihre Hautläsionen wie auch die Arthritiden gebessert. Im April 2014 seien leichte multisegmentale degenerative Veränderungen der HWS ohne Kompression neuraler Strukturen festgestellt worden. Die Beschwerdefüh
rerin klage nun über Schmerzen im ganzen Körper, vor allem im Nacken. Weiter sei keine Psoriasis
vulgaris
vorhanden. Der Gang sei normal. Es sei eine leichte s-förmige Skoliose sichtbar, wobei das Lot von C7 nicht von der Normallage abweiche. Alle drei Wirbelsäulenabschnitte (HWS, Brustwirbelsäule [BWS] und Lendenwirbelsäule [LWS]) seien normal beweglich. Radikuläre Zeichen seien nicht vorhanden. Der Lasègue sei beidseits normal. Alle grossen peripheren Gelenke seien normal beweglich. Gelenksergüsse,
Synovitiden
oder überwärmte Gelenke seien nicht vorhanden. Beide Hände wie auch beide Füsse würden kei
ne Deviationen und
Synovitiden
oder überwärmte Gelenke aufweisen. Die Bio
impedanz-Analyse zeige eine erfreulich kräftige Muskelmasse von 47 %, welche trotz des Übergewichts den Normwert von 40 % deutlich übertreffe. Eine lang andauernde körperliche Schonung könne daraus nicht abgeleitet werden. Die MRI-Untersuchung der HWS vom April 2014 zeige detailliert beschriebene Befunde. Diese seien keinesfalls gravierend. Die Röntgenuntersuchung beider Hände und Füsse im Juli 2014 würden keine entzündlichen oder degenerativen Veränderungen zeigen. Szintigraphisch bestehe wie bereits seit Oktober 2008 auch im Juli 2014 keine Aktivierung im Bereich der Hände und Füsse. Die Röntgenuntersuchung beider Knie im Juli 2014 zeige die bekannte
Chondrokal
zinose
sowie eine diskrete
Pangonarthrose
links mehr als rechts. Szintigraphisch bestehe eine leichte Aktivierung im linken, jedoch nicht im rechten Knie. In der Szintigraphie mit SPECT der LWS und des Beckens vom Juli 2014 sei eine mäs
sige vermehrte Aktivität im Segment L5/S1 rechts erkennbar, jedoch keine ver
mehrte Aktivität im Bereich beider ISG und der Facettengelenke. Zusammenfas
send seien die bildgebenden Befunde alle wenig gravierend (Urk. 7/35/41). Bei der Beschwerdeführerin sei eine Psoriasis-Arthritis vorhanden, die unter der aktuellen Basistherapie in voller Remission sei. Dennoch habe die Psoriasis-Arthritis Auswirkungen auf ihre Leistungsfähigkeit. Ausserdem bestünden strukturelle Veränderungen der HWS und beider Knie, die ihre
Leistungsfähig
keit einschränkten. Letztlich sei aufgefallen, dass der Handeinsatz der Beschwerdeführerin bei der Untersuchung normal gewesen sei. Sie sei mit einer mittelgrossen Handtasche sowie einem Plastiksack voll medizinischer Unterla
gen gekommen, die sie problemlos gehandhabt habe. Diskrepant dazu sei die gezeigte maximale Handkraft von rechts 7 % und links 12 % der Norm. Bei kli
nisch und radiologisch völlig unversehrten Händen und ohne
szintigraphische
Aktivierung im Bereich der Hände gebe es keine Ursache für eine derart ver
minderte Handkraft beidseits. Hier bestehe sicher eine Selbstlimitierung (Urk. 7/35/42).
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit führte die Gut
achterin Dr. Z._ aus, dass die Beschwerdeführerin seit dem 8. Januar 2013 zu 100 % arbeitsunfähig sei (Urk. 7/35/45). Sie sei durch die Psoriasis-Arthritis und die Einschränkungen im Bereich der HWS und beider Knie limitiert, was sich gemäss Empfehlungen der Swiss Insurance Medicine wie folgt auswirke: Hinsichtlich der rheumatoiden Arthritis (Chronische Polyarthritis) würden sich je nach Lokalisation und Schweregrad der Erkrankung unterschiedliche Ein
schränkungsmuster ergeben. Generell seien Tätigkeiten in Nässe, Kälte und unter Temperaturschwankungen zu meiden. Hinsichtlich der Kniegelenkte stehe fest, dass sich aus Gonarthrosen mit Gelenkinstabilität Einschränkungen für das Besteigen von Leitern und Gerüsten, für das Arbeiten in kauernder, kniender oder (bedingt) stehender Position sowie für das Gehen in unebenem Gelände, für längeres Abwärtsgehen und für das Hinunterspringen ergeben könnten. Meist bestünden keine Einschränkungen für wechselbelastende Tätigkeiten und für im Sitzen zu verrichtende Tätigkeiten ohne Zwangshaltung für das betroffe
ne Bein. Hinsichtlich der Einschränkungen der HWS seien Überkopfarbeiten sowie Vibrationen zu meiden. Das längere Verharren in vornüber
geneigter Hal
tung – ob stehend oder sitzend – sei zu vermeiden. Eher günstig seien wechsel
belastende Tätigkeiten. Insgesamt könne die Beschwerdeführerin Lasten bis zu 7.5 kg heben oder tragen, was einem sehr leichten bis leichten Belastungsniveau gleichkomme. Tätigkeiten, die dem hier beschriebenen Profil entsprechen wür
den, könne die Beschwerdeführerin bezogen auf ein Pensum von 100 % zu 100 % ausüben (Urk. 7/35/44). In einer leidensangepassten Tätigkeit habe aus somatischer Sicht nie eine lang andauernde Arbeitsunfähigkeit bestanden (Urk. 7/35/45).
3.6
Am 20. Oktober 2014 bestätigte PD Dr. A._ in einem 23-seitigen psychiat
rischen Gutachten (Urk. 7/41) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) und eine rezidivierende mittelschwere depressive Störung (ICD-10 F33.1). Ausserdem führte er eine generalisierte Angststörung (ICD-10 F 41.1) an (Urk. 7/41/11).
Der begutachtende Psychiater erklärte, die Beschwerdeführerin sei psychisch vorbelastet, da sie als Adoleszente durch ihren Vater mehrere Jahre lang täg
liche Gewalt, teilweise auch sexuelle Missbrauchserfahrungen erlebt habe. Nachdem ihr Vater 1978 nach einer sechsjährigen, politisch begründeten Gefängnisstrafe frei gelassen worden sei, sei er total verändert in die Familie zurückgekehrt; er sei dann äusserst aggressiv und unberechenbar gewesen. Die Schilderungen der Beschwerdeführerin zu diesen Erfahrungen während der Adoleszenz seien eindrücklich und würden darauf hinweisen, dass sie damals eine schwere psychische Traumatisierung erlebt und im Rahmen derselben eine erhebliche
Fragilisierung
ihrer innerpsychischen Struktur erfahren habe. Es sei von zentraler Bedeutung, diese innerpsychische
Fragilisierung
bereits an dieser Stelle hervorzuheben, weil sie die psychische Fehlentwicklung der Beschwerde
führerin, insbesondere die depressiven Symptome wie auch die
Angststörung zu erklären vermöchten. Eindrücklich sei auch das Verhalten der Beschwerdeführe
rin gewesen, als sie über diese frühen Gewalt- und Missbrauchserfahrungen gesprochen habe, nämlich dass sie beim Sprechen ins Stocken geraten und kurzatmig geworden sei, psychomotorisch äusserst agitiert gewesen sei und das Fenster im Sprechstundenzimmer weit habe öffnen müssen. Sie habe also eine erhebliche psychovegetative Begleitreaktion gezeigt, und im Rahmen dieses Verhaltens sei ein deutliches Vermeidungsverhalten ersichtlich geworden. Dass die Beschwerdeführerin mitgeteilt habe, sie habe in ihrer Adoleszenz über Jahre hinweg täglich Todesängste vor ihrem Vater haben müssen, untermaure, dass hier der geforderte „Stressor“ vorliege, um überhaupt die Diagnose einer post
traumatischen Belastungsstörung (PTBS) diskutieren zu können. Nebst dem Vermeidungsverhalten und dem deutlich erhöhten Erregungsniveau berichte die Beschwerdeführerin über Albträume und Intrusionen im Sinne von Flashbacks, die zwar im Vergleich zu früher seltener vorkommen würden, aber alleine durch den Umstand, dass sie noch vorhanden seien, die Diagnose einer posttrauma
tischen Belastungsstörung untermauern würden. Einzig Symptome der Dissozia
tion würden fehlen. Es seien aber die meisten Kardinalkriterien für eine PTBS erfüllt, was angesichts der Angaben der Beschwerdeführerin zu ihren früheren traumatisierenden Erfahrungen nicht erstaune. Eine eigentliche komplexe PTBS sei jedoch eher auszuschliessen. Denn im Gegensatz zur PTBS, wo Traumata des sogenannten Typus I vorliegen würden, würden bei der komplexen PTBS anhal
tende oftmals emotionale Traumatisierungen innerhalb von Beziehungen zu wichtigen, häufig primären Bezugspersonen vorkommen, wobei die ent
sprechenden Patienten dann viel mehr ein anhaltendes Gefühl der Entfremdung erleben, eine misstrauische Haltung anderer Menschen gegenüber einnehmen und einen Verlust des sozialen Bezugs erleiden würden (Urk. 7/41/12).
Gemäss PD Dr. A._ kam die Entwicklung der Psoriasis-Arthritis im Oktober 2008 nicht mit einer blanden prämorbiden innerpsychischen Struktur, sondern mit einer erheblich
fragilisierten
innerpsychischen Struktur zusammen. Daher erstaune es keineswegs, dass die somatische Erkrankung unterdessen zu einer anhaltenden psychischen Dekompensation geführt habe. Es sei nicht zu verges
sen, dass die Beschwerdeführerin bereits als Adoleszente immer wieder depres
sive Episoden erlebt habe, auch nach der Einreise in die Schweiz längere Zeit in ambulant-psychologischer Behandlung gestanden sei und schon längere Zeit bei Frau
lic
. phil. G._, Fachpsychologin für Psychotherapie, in ambu
lanter psychotherapeutischer Behandlung stehe. Solange die Beschwerdeführe
rin sich auf ihre Körperkraft habe verlassen können, hätten
trauma
-assoziierte Phänomene wie Albträume, Intrusionen oder Vermeidungsverhalten „gebunden“ beziehungsweise „in Schach gehalten“ werden können. Dies sei ein sehr häufig zu beobachtendes Phänomen, dass auch bei schwersttraumatisierten Patienten
trauma
-assoziierte Phänomene lange Zeit klinisch wenig Relevanz hätten, solange die entsprechenden Patienten einer alltäglichen Tätigkeit nachgehen und wie oben formuliert diese Phänomene „binden“ könnten. Mit Einsetzen der somatischen Beschwerden im Rahmen der Psoriasis-Arthritis habe dieses von Beginn weg labile Gleichgewicht zu kippen begonnen (Urk. 7/41/13).
PD Dr. A._ erklärte ferner, in der hiesigen Untersuchung habe die Beschwer
deführerin subjektive Beschwerden geschildert, die sehr gut die Kardinalkrite
rien gemäss ICD-10 für eine depressive Episode erfüllen würden (Urk. 7/41/13). Der objektive Untersuchungsbefund habe im Gesichtsausdruck eine mittelgradig ausgeprägte Müdigkeit und immer wieder auch eine Depressivität gezeigt, nicht aber eine
Avitalität
. Psychomotorisch habe sie immer wieder längere Momente einer deutlichen Agitation gezeigt, und
zwar dann, wenn sie über ihre frühen Lebenserfahrungen berichtet habe. Mimik und Gestik hätten während der Unter
suchung fluktuiert; manchmal habe diese keinerlei, manchmal deutlichere Ein
schränkungen gezeigt (Urk. 7/41/8-9). Im formalen Denken habe die Beschwer
deführerin eine deutliche Einengung um ihre körperliche Beeinträchtigung, aber auch um ihre depressive Stimmungslage gezeigt. Die Grundstimmung habe in den ersten Minuten
euthym
imponiert. Bald sei aber klargeworden, dass hinter dieser anfänglichen „Fassade” eine Depressivität stehe, die vor allem dann, als die Beschwerdeführerin über ihre frühen traumatisierenden Erfahrungen und die Konflikte am letzten Arbeitsplatz berichtet habe, sehr deutlich geworden seien. In diesen Momenten habe sie authentisch verzweifelt, hilf- und ratlos und ins
gesamt mittelgradig depressiv gewirkt. Es habe dann aber wieder Momente gegeben, in denen sie etwas weniger depressiv gewirkt habe. Eine
eutyhme
Stimmungslage habe sie während der Untersuchungsdauer aber nicht mehr erreicht. Ausserdem habe sie eine gewisse Affektverarmung, nicht aber eine Affektverflachung oder gar Affektstarre gezeigt. Immer wieder sei eine erheb
liche Affektlabilität aufgefallen, nämlich beim Ansprechen der negativen Lebenserfahrungen (Urk. 7/41/10).
Zur Stellung der Diagnose einer schweren depressiven Episode wäre zu erwarten gewesen, dass die Beschwerdeführerin über noch ausgeprägtere subjektive Ein
schränkungen und Beeinträchtigungen berichtet hätte (Urk. 7/41/13). Sie habe
nicht eine anhaltende Freudlosigkeit beschrieben. Vielmehr habe sie von weni
gen Aktivitäten erzählt, denen sie mit viel Freude nachgehe. Ebenso könne sie einige Therapien aufsuchen und im Haushalt ein paar Tätigkeiten ausüben. Sie pflege zudem Kontakte zu ihren Geschwistern und wenige soziale Kontakte noch zu Kolleginnen.
Auch im objektiven Psychostatus habe die Beschwerde
führerin zu keinem Zeitpunkt eine schwere
depressive Symptomatik gezeigt. Es sei eine sehr gute Kongruenz zwischen den subjektiven Angaben der Beschwer
deführerin und den objektiven Untersuchungsbefunden gegeben, so dass festge
stellt werden könne, dass hier eine mittelgradige depressive Episode im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung vorliege. An dieser Stelle sei auch zu erwähnen, dass zu keinem Zeitpunkt Hinweise für eine Verdeutlichungstendenz, eine Aggravation oder eine Begehrlichkeit bestanden hätten. Die Beschwerde
führerin wirke jederzeit authentisch und affektiv leidend (Urk. 7/41/14).
Was die generalisierte Angststörung betreffe, so sei diese klar eine Sekundär
folge der zugrundeliegenden traumatisierten und früh
fragilisierten
innerpsychi
schen Struktur. Sie habe sich im Rahmen der depressiven Entwicklung verstärkt. Die Beschwerdeführerin habe beschrieben, dass sie schon als Jugendliche immer wieder Ängste gehabt habe, was vor dem Hintergrund der früheren trauma
tischen Erfahrungen nachvollziehbar sei (Urk. 7/41/14).
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit führte der psychiatrische Gutachter an, dass gemäss versicherungsmedizinischen Richtlinien der Swiss Insurance Medicine (SIM) beim Vorliegen einer mittelgradigen depressiven Episode qualitative Funktionseinbussen in der Höhe von 50 % attestiert werden
könnten, wobei hier eine erhöhte Ermüdbarkeit, eine Antriebsminderung sowie eine generell reduzierte psychische Belastbarkeit berücksichtigt seien. Die Beschwerdeführerin könne einigen Tätigkeiten im Alltag nachgehen, und gerade die objektive Beur
teilung jener Parameter, die sehr gut die innerpsychische Vitalität abzubilden vermöchten, zeige, dass hier keine vollständig darniederliegende innerpsychi
sche Vitalität bestehe. Diese Beobachtungen und Beurteilungen würden in einer guten Kongruenz mit den versicherungsmedizinischen Richtlinien
der SIM ste
hen. Was aber auf keinen Fall vernachlässigt werden könne, sei die Berücksich
tigung der im Detail beschriebenen innerpsychischen Struktur der Beschwerde
führerin, die früh traumatisiert und
fragilisiert
worden sei (Urk. 7/41/15). Aus psychiatrischer Sicht bestehe in der angestammten Tätigkeit und auch in einer Verweisungstätigkeit eine 50 % Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/41/16). Diese Einschät
zung der Arbeitsfähigkeit gelte im Wesentlichen seit 8. Januar 2013. Die in den
Vorakten
attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit sei hingegen nicht vollumfäng
lich belegt und könne entsprechend auch nicht nachvollzogen werden (Urk. 7/41/16-17).
Die generalisierte Angststörung führe nicht zu einer höheren Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, weil sie wie oben erwähnt klar ein sekundäres Phänomen der
fragilisierten
und traumatisierten innerpsychischen Struktur darstelle und in engem Zusammenhang mit der depressiven Störung stehe (Urk. 7/41/16).
3.7
In der
bidisziplinären
Zusammenfassung vom 21. Oktober 2014 (Urk. 7/40) hiel
ten die beiden Gutachter Dr. Z._ und PD Dr. A._ fest, aus
bidisziplinä
rer
Sicht könne die Beschwerdeführerin seit 8. Januar 2013 eine angepasste Tätigkeit zu 50 % ausüben bezogen auf ein Pensum von 100 %. Der berufliche Wiedereinstieg solle schrittweise innert sechs bis höchstens 12 Monaten in einem gut vorbesprochenen und abgestimmten Procedere erfolgen. Es bleibe offen, ob die Beschwerdeführerin wieder eine Arbeitsfähigkeit erlangen könne, die 50 % übersteige (Urk. 7/40).
3.8
Am 13. Juli 2015 erging gestützt auf die
bidisziplinäre
Zusammenfassung vom 21. Oktober 2014 (Urk. 7/40) der Vorbescheid, in welchem der Beschwerdefüh
rerin die Verneinung des Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aussicht gestellt wurde (Urk. 7/52). Danach reichte die Beschwerdeführerin noch die Arztberichte von Dr. med. H._, Facharzt für Neurologie, vom 4. Juni
(Urk. 7/64), von Dr. med. I._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Hausarzt der Versicherten, vom 22. September (Urk. 7/65), und von Dr. B._ vom 1. Oktober 2015 (Urk. 7/63) ein.
Dr. H._ erhob im Bericht vom 4. Juni 2015 (Urk. 7/64) neu die Diagnose eines beidseitigen Karpaltunnelsyndroms, links mehr als rechts. Die Beschwerdeführe
rin
klage
über ein unangenehmes Ameisenlaufen in den Fingerendgliedern I bis IV und über nächtliche Schmerzen bis zu den Ellbogen. Die Symptomatik beste
he schon lange; letztes Jahr habe sie eine Infiltration bekommen, die etwas geholfen habe.
Die neurologischen Befunde seien wenig spektakulär, wegen der reduzierten Nervenleitgeschwindigkeit des
Nervus
medianus links jedoch pathologisch, und auch auf der rechten Seite sei der Befund gut mit einem Karpaltunnelsyndrom vereinbar. Aufgrund der chronischen Beschwerden und des grossen Leidens
drucks rate er zur Operation, vorerst auf der linken Seite.
Dr. I._ äusserte sich im Schreiben vom 22. September 2015 (Urk. 7/65) zum Gutachten von PD Dr. A._ und Dr. Z._. Er stimmte sowohl der Beschreibung der Psychopathologie als auch der Schlussfolgerung, aus psychi
atrischer Sicht bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit, zu. Er stellte indes in Frage, ob die Beschwerdeführerin ohne Weiteres in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert werden könne, und empfahl eine berufliche Abklärung in einer geschützten Abklärungsstätte. Auch das rheumatologische Gutachten von Dr. Z._ bemängelte er nicht, lediglich die Schlussfolgerung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht erachtete er als zu optimistisch, da insbesondere die Ausdauer noch abgeklärt werden sollte.
Dr. B._
erklärte am 1. Oktober 2015, dass sie dem Ergebnis der Begut
achtung durch
Dr. Z._
(vgl. Urk. 7/35/1-48)
nur zum Teil zustimmen kön
ne. Im
Wesentlichen führte sie an, die Beschwerden beziehungsweise
die
Schwellungen der Beschwerdeführerin seien fluktuierend und nicht immer vor
handen, so dass in Anbetracht des Gutachtens von
Dr. Z._
der Eindruck entstehen könne, dass die Beschwerdeführerin in Remission sei. Die Beschwer
deführerin sei jedoch nicht in Remission, da immer wieder entzündliche Verän
derungen im Bereich verschiedener Gelenke auszumachen seien.
Der Beschwer
deführerin sei die ursprüngliche Tätigkeit nicht mehr zumutbar. In einer ange
passten Tätigkeit könne sie aus rheumatologischer Sicht maximal 50 % arbei
ten, sofern es sich um eine wechselbelastende Tätigkeit handle, in der häufige Pausen möglich seien. Im Haushaltsbereich könnten in kleinen Etappen Haus
haltstätigkeiten durchgeführt werden, wobei Staubsaugen aufgrund der chroni
schen Rückenbeschwerden eher ungünstig sei. Bei genügend Pausen sollten aber praktisch alle Tätigkeiten möglich sein (Urk. 7/63/2).
3.9
Mit Verfügung vom 17. Mai 2016 (Urk. 7/68) verneinte die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf eine Invalidenrente. Mit der Beschwerde vom 17. Juni 2016 (Urk. 1) liess die Beschwerdeführerin noch einen Arztbericht von Dr. C._ vom 13. Juni 2016 (Urk. 3/4) und einen weiteren Bericht von Dr. B._ vom 16. Juni 2016 (Urk. 3/5) einreichen.
Dr. C._
äusserte sich
z
um psychiatrischen Gutachten von PD Dr.
A._
.
Die
ses sei umfassend und beruhe auf einer soliden Untersuchung. Die Beschwerde
führerin sei in der ursprünglichen Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit müsste neu überprüft werden, da auch der zusammenfassende Bericht von Dr. Z._ offengelassen habe, ob die Beschwerdeführerin je wieder mehr als 50 % arbeiten könne. Im Übrigen beurteile sie den psychischen Gesundheitszustand in ihrer Behandlung schlechter als er im Gutachten von PD Dr. A._ dargestellt worden sei. Der depressive Zustand sei rigider als beschrieben. Inzwischen kämen als weitere
typische Symptome der Traumatisierung neben dem fehlenden Antrieb neu Dis
soziationen und starke, vor allem soziale Ängste dazu. Sie habe aufgrund ihrer Geschichte massive Ängste vor psychisch kranken Menschen. Deshalb habe sie sich noch nicht in einer Tagesklinik behandeln lassen und nehme gegenwärtig auch an keinen gruppentherapeutischen Angeboten teil. Aus ihrer Sicht sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig und bedürfe einer entsprechenden Rente (Urk. 3/4).
Dr. B._ nahm Stellung zur leistungsverweigernden Verfügung vom 17. Mai 2016 und erklärte erneut, dass sie im Gegensatz zum Gutachten von Dr. Z._ entzündliche Veränderungen festgestellt habe. Überdies habe sich der Zustand der Beschwerdeführerin in den letzten zwei Jahren aus somatischer Sicht verschlechtert. Es bestünden Probleme, eine geeignete Basistherapie zu finden. Die Arbeitsunfähigkeit betrage in der Tätigkeit als Wäschereiangestellte nach wie vor 100 %. Allenfalls könne eine leichte wechselbelastende Tätigkeit zu maximal 50 % ausgeübt werden. Dies sei aber aufgrund der Schmerzschübe mit zum Teil auch starker Einschränkung der Gehfähigkeit bei Kniegelenkergüs
sen nicht durchgängig. Die Beschwerdeführerin sei in diesen Schüben nicht arbeitsfähig (Urk. 3/5).
4.
4.1
Strittig ist in erster Linie der Anspruch auf eine Invalidenrente. Zu prüfen ist in diesem Zusammenhang, welche somatischen und psychischen Gesundheitsbe
schwerden zu anerkennen sind und welche Auswirkung sie auf die Arbeits
fähigkeit haben.
Die rheumatologische Gutachterin Dr. Z._ diagnostizierte im Wesentlichen eine Psoriasis
vulgaris
mit Psoriasis-Arthritis seit Oktober 2008, eine verminder
te Belastbarkeit
und Beschwerden der HWS bei leichten multisegmentalen dege
nerativen Veränderungen und
Diskusprotrusion
C6/C7 mit wahrscheinlichem Kontakt zur Nervenwurzel C7 sowie eine verminderte Belastbarkeit beider Knie bei
Chondrokalzinose
beider Knie (Urk. 7/35/40). Sie erachtete die Beschwerde
führerin in einer leidensangepassten Tätigkeit trotz dieser somatischen Beschwerden als zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 7/35/45). Die Diagnosen und die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit stehen im Wesentlichen im Einklang mit den Diagnosen und der Arbeitsfähigkeit, die Dr. F._ bereits am 29. August 2013 festgestellt hatte (Urk. 7/25/6-8). Dr. Z._ hat gestützt auf eine Röntgenun
tersuchung beider Hände und Füsse nachvollziehbar festgehalten, dass keine entzündlichen oder degenerativen Veränderungen vorliegen würden. Szintigra
phisch bestehe nach wie vor keine Aktivierung im Bereich der Hände und Füsse; im linken Knie sei eine leichte Aktivierung erkennbar und im Bereich der LWS und des Beckens eine mässig vermehrte Aktivität im Segment L5/S1. Zusammenfassend seien die bildgebenden Befunde alle wenig gravierend (vgl. Urk. 7/35/41). Die Aussage von Dr. B._, es würden immer wieder entzündliche Veränderungen in verschiedenen Gelenken auftreten, so dass nicht – wie das Gutachten allenfalls vermuten lasse - von einer Remission auszuge
hen sei (Urk. 7/63 und Urk. 3/5), steht damit nicht im Gegensatz zum Gutachten von Dr. Z._, da auch sie – wie dargelegt – entzündliche Veränderungen fest
stellte und im Gutachten festhielt. Ferner kann auf das ebenfalls von der Beschwerdeführerin eingereichte Schreiben von Dr. I._ vom 22. Septem
ber 2015 (Urk. 7/65) hingewiesen werden, in dem er das Gutachten von Dr. Z._ ausdrücklich als objektiv und korrekt erstellt bezeichnete.
Das von Dr. H._ am 4. Juni 2015 diagnostizierte Karpaltunnelsyndrom ver
mag keine langandauernde, für die Invalidität massgebende Einschränkung in der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit zu bewirken, so dass nicht weiter darauf
ein
zugehen ist. Auch die von Dr. B._ im Schreiben vom 16. Juni 2016 (Urk. 3/5) postulierte Verschlechterung des Gesundheitszustands in den letzten zwei Jahren vermag an der Schlüssigkeit des Gutachtens von Dr. Z._ nichts zu ändern. Die Kniegelenkschmerzen und die Beschwerden in der Wirbel
säule wurden im Gutachten berücksichtigt; bei der
Fasziitis
plantaris
handelt es sich – wie beim Karpaltunnelsyndrom – um ein behandelbares und damit für die Invaliditätsbeurteilung irrelevantes Leiden. Sodann ging auch Dr. Z._ von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit als Wäschereimitarbeiterin aus. Die von Dr. B._ attestierte Arbeitsfähigkeit von maximal 50 % in einer leichten, leidensangepassten Tätigkeit beruht auf ihrer persönlichen Einschät
zung als behandelnde Ärztin und vermag die auf objektiven gutachterlichen Untersuchungen basierende Beurteilung von Dr. Z._ nicht zu entkräften.
Da das Gutachten von Dr. Z._ sämtliche von der Rechtsprechung verlang
ten Voraussetzungen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351
E. 3a) erfüllt, inhaltlich überzeugt und mit den weiteren Arztberichten überein
stimmt beziehungsweise von abweichenden ärztlichen Aussagen nicht ernsthaft in Frage gestellt wird, ist darauf abzustellen. Eine neue Abklärung ist trotz der langen Zeit von gut anderthalb Jahren zwischen Gutachten und angefochtener Verfügung nicht erforderlich.
4.2
Bezüglich der psychischen Befunden stellt sich die Frage, auf welche Diagnose aus rechtlicher Sicht abzustellen ist und ob Auswirkungen auf die Arbeitsfähig
keit anzuerkennen sind. Zur Diskussion stehen als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende mittelgradige depressive Störung (ICD-10 F33.1)
und eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1).
4.2.1
Die Diagnose einer rezidivierenden mittelschweren depressiven Störung (ICD-10 F33.1) wird von allen psychiatrischen Gutachterinnen und Gutachtern (Urk. 7/27/6; Urk. 7/35/93; Urk. 7/41/11) sowie von den behandelnden Ärztin
nen und Ärzten (Urk. 7/7; Urk. 7/13; Urk. 7/14/5-7) beziehungsweise von der behandelnden Fachpsychologin (Urk. 7/10; Urk. 7/31) durchwegs überzeugend und nachvollziehbar gestellt. Es besteht somit kein Grund, an dieser Diagnose zu zweifeln. Auf sie ist für die
Entscheidfindung
abzustellen.
4.2.2
Die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung
wurde erstmals
in der Privatklinik
D._
erhoben
, wo sich die Beschwerdeführerin vom 21. März bis am 17. Mai 2013 stationär aufgehalten hatte (Austrittsbericht vom 5. Juni 2013 [Urk. 7/22/7]). Auch die behandelnde Psychologin
lic
. phil.
G._
stellte nach dem stationären Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Privatklinik
D._
nunmehr die Diagnose einer PTBS (Urk. 7/31
)
.
Der psychiatrische Gutachter PD Dr.
A._
diagnostizierte
ebenfalls
eine posttraumatische Belas
tungsstörung und brachte seine Meinung zum Ausdruck, wonach sich dieser Gesundheitsschaden auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Er erklärte mitunter, die frühe Traumatisierung und
Fragilisierung
der Beschwerdeführerin habe zu einer dauerhaft verletzten innerpsychischen Struktur geführt, die dafür verantwortlich sei, dass sie zeitlebens immer wieder depressiv
dekompensiere
(Urk.
7/41/15).
Demgegenüber verneinte Dr. E._ im psychiatrischen Gutachten
vom 10. Juli 2013
(Urk. 7/27
/1-9
)
das Vorliegen einer PTBS
mit verständlichen Argumenten. Aus seiner Sicht hand
le
es sich bei der dramatischen Erregung, wenn Erinnerungen zur Sprache
kämen,
nicht um intrusives Erleben, welches sich aufdränge. Auch kämen in den Träumen keine Flashbacks vor, weshalb die ungünstigen Jugenderinnerungen lediglich als zusätzlicher
Belastungsfaktor zu diagnostizieren seien (Urk. 7/27/9). Auch
Dr. med. Marcel
Bahro
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
stellte in seinem 6-seitigen Untersuchungs
bericht
vom 8. März 2014
die Diagnose
einer
PTBS nicht (Urk. 7/35/89-94).
Werden die sich hinsichtlich der PTBS
-Diagnose
widersprechenden Arztberichte vor dem Hintergrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung betrachtet,
fällt auf, dass
in den
entsprechenden Gutachten und Berichten nicht
darauf einge
gangen
wird
, dass
sich
eine solche Störung gemäss ICD-Code
10
(F43.1) nach dem Trauma mit einer Latenz von in der Regel wenigen Wochen bis maximal sechs Monaten entwickelt und „bei wenigen Patienten über viele Jahre einen chronischen Verlauf nimmt und dann in eine andauernde Persönlichkeitsände
rung (ICD-10 F62.0) übergeht“ (
Horst
Dilling
/Werner
Mombour
/Martin H. Schmidt [Hrsg.],
Internationale
Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10, Kapitel V (F), 10. Auflage 2015, F43.1 S. 208)
; Urteil des Bundesgerichts 9C_687/2013 vom 24. Juni 2014 E. 4.2).
Die erstmals im Bericht der Privatklinik D._ am 24. Mai 2013 diagnostizierte PTBS wurde auf traumatische Kind
heitserlebnisse der Beschwerdeführerin in den Jahren ab 1978 zurückgeführt, mithin auf Ereignisse, die rund 35 Jahre zurücklagen. Sodann fehlen aktenkun
dige
Hinweise auf eine regelmässige medizinische
Behandlung in Kosovo. Nach der Einreise
in d
ie
Schweiz
im Jahre 1993 hat sich die Beschwerdeführerin angeblich seit circa 1995
phasenweise
eine
r
ambulante
n psychiatrischen
Behandlung
unterzogen
(
vgl. Urk. 7/31/1;
Urk. 7/41/13
; Urk. 14 S. 2). Eine solche ist
ab 30. Januar 2012
bei
lic
. phil.
G._
ausgewiesen
(vgl. Urk. 7/31/1)
.
Aufgrund dieser Aktenlage
bestehen Hinweise dafür, dass es
d
er
diagnostizierten PTBS, welche erst Jahrzehnte nach den angeschuldigten trau
matisierenden Ereignissen diagnostiziert wurde, an schlüssiger
Beweisbarkeit
mangeln könnte. Das würde gegen die Anerkennung dieser Diagnose sprechen.
Hinzu kommt, dass sich d
ie angebliche PTBS offensichtlich während einer sehr langen Phase nicht auf die Leistungsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
ausge
wirkt
hat
. So hatte die Beschwerdeführerin trotz den traumatischen Erfahrun
gen, die 1978 nach dem Gefängnisaufenthalt des Vaters begannen, von 1980 bis 1984 eine vierjährige Ausbildung zur Laborantin in Gjilan (Kosovo) abge
schlossen und dort anschliessend von 1984 bis 1989 fünf Jahre als Laborantin gearbeitet (Urk. 7/35/43; Urk. 7/41/
2-
3). Seit der Einreise in die Schweiz 1993 hatte sie vom 1. März 2008 bis am 7. Januar 2013 vier Jahre und 10 Monate in der
Y._
gearbeitet
(vgl. Urk. 7/35/43)
. Sie konnte demnach nach den traumatisierenden Ereignissen drei Mal in Folge über
mindestens
vier Jahre hinweg einer Ausbildung oder Erwerbstätigkeit nachgehen, ohne durch das Trauma in der Arbeitsfähigkeit
nachweislich
eingeschränkt
gewesen
zu sein. Daher lässt es seltsam anmuten, wenn
eine allfällige seit Kindheit bestehende PTBS
nach so langer Zeit uneingeschränkter Leistungsfähigkeit plötzlich die
(Mit-)
Ursache für eine Arbeitsunfähigkeit sein soll.
Nach dem Gesagten
sprechen
einige
Anhalt
s
punkte dafür, dass
an der
Diagnose einer PTBS
, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt,
gewisse Zweifel ange
bracht sind
. Die Frage nach dem Vorliegen einer PTBS braucht indes nicht abschliessend beantwortet zu werden, weil d
ie ressourcenhemmenden Faktoren, die für eine PTBS sprechen,
im Rahmen
des strukturierten Beweisverfahrens zur Beurteilung der Auswirkungen der Depression auf die Arbeitsfähigkeit berück
sichtigt werden können
(
zur Komorbidität:
vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1)
, auch wenn die Frage, ob eine PTBS mit invalidisierender Wirkung vorliegt, offen
bleibt.
4.3
4.3.1
Zu prüfen bleibt, ob gestützt auf die medizinischen Feststellungen von PD Dr. A._ eine Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit anerkannt wer
den kann
.
Entscheidend ist, ob sich die psychischen Leiden im Lichte der mass
geblichen Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 auf die Arbeits- beziehungsweise Erwerbsfähigkeit auswirken.
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res
sourcen) anderseits -
,
das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; 141 V 547 E. 2).
4.
3.2
Vorerst sind die Indikatoren zum Komplex „Gesundheitsschädigung” näher zu betrachten. Massgeblich sind demnach die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde, der Behandlungs- und Eingliederungserfolg respektive die –
resistenz
und allfällige Komorbiditäten (BGE 141 V 281 E. 4.3.1).
Aufgrund der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (Urk. 7/41/8-10; vgl. Urk. 7/41/12; vgl. Urk. 7/41/14) sowie der zur Depression bestehenden psychi
schen (vgl. Urk. 7/41/12) und somatischen Komorbiditäten (vgl. Urk. 7/35/40), welche
ressoucrenhemmend
wirken, bestehen zwar einige Anhaltspunkte für einen erheblichen Schweregrad des Leidens. Allerdings gilt es h
insichtlich des Indikators „Behandlungs- und E
ingliederungserfolg respektive -
resistenz”
Fol
gendes festzuhalten: Gestützt auf die Angaben von PD Dr. A._ kann die ambulante Behandlung bei
lic
. phil. G._ nicht als erfolgreich bezeichnet werden, weil die Beschwerdeführerin zwischendurch Termine abgesagt hat und weil er eine andere Behandlungsform (teilstationär statt ambulant) für geeigne
ter hielt
(Urk. 7/41/10
;
Urk. 7/41/17)
. Aus der erfolglos gebliebenen ambulanten Behandlung, die sich im Falle der Beschwerdeführerin als ungeeignet erwies, kann daher noch nichts für den Schweregrad der Störung abgeleitet werden (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2).
Ferner kann den
Ang
aben der Beschwerdeführerin, wonach
die
gutachterlich
empfohlene tage
s
klinische Behandlung
an
ihrer massiven Angst vor psychisch kranken Menschen gescheitert
sei
(vgl. Urk. 20 S. 3)
, nicht Glauben geschenkt werden
.
Dem Arztbericht von Dr. C._ (Urk. 3/4), auf den sich
diese Aussage der Beschwerdeführerin stützt, lässt sich nicht ein „Scheitern” einer tageskli
nischen Behandlung entnehmen. Vielmehr bestehen aufgrund der Formulierung, sie habe sich noch nicht in einer Tagesklinik behandeln lassen können (vgl. Urk. 3/4 S. 1), Anhaltspunkte dafür, dass eine solche gar noch nicht versucht wurde. Auch wenn die nunmehr behandelnde Psychiaterin Dr. C._ massive Ängste vor psychisch kranken Menschen als Grund für die Nichtteilnahme an einer tagesklinischen Behandlung anführt (vgl. Urk. 3/4 S. 1), überzeugt dies vor dem Hintergrund der gutachterlich nachvollziehbaren Empfehlung einer tagesklinischen Behandlung (vgl. Urk. 7/41/17) nicht, zumal anhand der Vor
bringen nicht ersichtlich ist, weshalb die Beurteilung von Dr. C._ gegenüber jener des psychiatrischen Gutachters PD Dr. A._ vorzuziehen wäre. Erfah
rungsgemäss sagen behandelnde Ärzte aufgrund ihrer Vertrauensstellung im Zweifelsfalle eher zugunsten ihrer Patienten aus (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc. Demgegenüber erscheint der Sinn der gutachterlich empfohlenen tagesklinischen Behandlung nachvollziehbar dargelegt (vgl. Urk. 7/41/17) und eine solche daher auch als zumutbar. Aus diesem Grund kann nicht von einer Behandlungsresistenz gesprochen werden.
Was die Prognose betrifft, hielt PD Dr. A._ ausserdem fest, dass eine 50%ige Arbeitsfähigkeit nach der Optimierung der medizinischen Massnahmen und Durchführung beruflicher Massnahmen erlangt werden könne, und dass allen
falls mit der Zeit auch eine höhere Arbeitsfähigkeit möglich sei (vgl. Urk. 7/41/16). Die Prognose sei günstig (Urk. 7/41/14). Damit ist auch die Limi
tation des Eingliederungserfolgs nicht ausgewiesen. Daran
ändert der Bericht von
lic
. phil.
J._
vom 1
5.
November 2017 (
Urk.
14), die die Beschwerdeführerin als Psychotherapeutin betreut,
nichts
. Der Bericht schildert die körperlichen und psychischen Symptome der Beschwerdeführerin, die bereits
aus den früheren Arztberichten und dem Gutachten bekannt sind, und lässt
weder
auf eine Verschlechterung
des Gesundheitszustands noch auf eine Behandlungsresistenz
schliessen.
Insgesamt stehen im Komplex „Gesundheitsschädigung” demnach gewichtige Elemente im Raum, die auch gegen einen invalidenversicherungsrechtlich rele
vanten Gesundheitsschaden sprechen.
4.3.3
Was die Komplexe „Persönlichkeit” und „sozialer Kontext” (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 und 4.3.3) anbelangt, so scheinen sich die positiven (Urk. 7/41/14) und die negativen (vgl. Urk. 7/41/12) Auswirkungen auf das
Leistungsver
-
mögen sowie die Indizien für einen teilweisen sozialen Rückzug einerseits (Urk. 7/41/7) und mobilisierende Ressourcen wie Familien- und Eheleben (vgl. Urk. 7/41/6-7) beziehungsweise Freundes- und Verwandtenkreis andererseits (vgl. Urk. 7/41/13) etwa die Waage zu halten.
4.3.4
In der Kategorie „Konsistenz” ist in Bezug auf die Einschränkung des
Aktivitä
tenniveaus
in vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 141 V 281 E. 4.4.1) zwar grundsätzlich keine Ungleichmässigkeit ersichtlich. PD Dr. A._ erkannte kei
ne vollständige Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen, sondern eine Ein
schränkung von 50 %. Die Schilderungen zum Tagesablauf (ausserhalb der Schmerzkrisen) und zum Sozialen würden mit der attestierten Restarbeitsfähig
keit grundsätzlich im Einklang stehen. So kann die Beschwerdeführerin täglich kleinere Einkäufe erledigen (vgl. Urk. 7/41/7). Der begutachtende Psychiater hielt letztlich die Angaben und das Verhalten der Versicherten für authentisch wirkend und affektiv leidend. Es seien keine Verdeutlichungstendenzen oder dergleichen feststellbar (vgl. Urk. 7/41/17). Anhaltspunkte für ein inkonsistentes Verhalten bestehen insofern keine.
Was jedoch den behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidensdruck (BGE 141 V 281 E. 4.4.2) angeht, ist nicht von der Hand zu wei
sen, dass die psychiatrische Therapie ausbaufähig ist, weil die Beschwerdeführe
rin offenbar immer wieder Behandlungstermine absagte, und deshalb zur Gewährleistung der notwendigen Intensität der Behandlung eine teilstationäre Behandlung empfohlen wurde (Urk. 7/41/17). Wie oben beschrieben (vgl. vorne E.
4.
3.2), ist nicht ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin die gutachterlich empfohlene tagesklinische Behandlung (vgl. Urk. 7/41/17) aufgenommen hat, obwohl ihr diese überwiegend wahrscheinlich zumutbar gewesen wäre. Daraus erhellt, dass von einer unzureichenden
Insanspruchnahme
von Therapien und einer diesbezüglich mangelnden Kooperation ausgegangen werden muss, und damit ein erheblicher Leidensdruck nicht ausgewiesen ist. Hinweise für eine mangelnde Compliance aufgrund einer Unfähigkeit zur Krankheitseinsicht bestehen keine.
4.3.5
Insgesamt fehlt es aufgrund der fehlenden Behandlungsresistenz und der empfohlenen Therapiekonsequenz am Nachweis, dass die geltend gemachte Ein
schränkung durch eine versicherte Gesundheitsbeeinträchtigung begründet ist. Gemäss dem Grundsatz Eingliederung vor Rente erscheint es trotz mittelgradi
ger Depression und allfälliger PTBS nicht sachgerecht, eine rechtlich relevante Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit anzuerkennen. Die Überwindung zu einer kon
sequenten und gutachterlich für zumutbar erklärten Therapie ist schlichtweg essentiell, um einen Rentenanspruch der Invalidenversicherung erfolgreich gel
tend machen zu können.
Daraus folgt, dass
weder
auf die gutachterlichen Ein
schätzungen der Arbeitsunfähigkeit von 50 %
noch auf die behauptete Arbeits
unfähigkeit von 100 % (vgl. Urk. 3/4)
abgestellt werden kann
.
4.4
Im Ergebnis bedeutet dies, dass die Beschwerdeführerin aus juristischer Sicht nicht als arbeitsunfähig zu gelten hat.
Es ist von einer 100%igen Arbeitsfähig
keit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen. Somatische und psychi
sche Einschränkungen sind im Rahmen der nachfolgenden Invaliditätsbemes
sung zu berücksichtigen.
5.
5.1
5.1.1
Da die Beschwerdeführerin nur noch in einer leidensangepassten Tätigkeit arbeitsfähig ist, ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen. Die Beschwerde
gegnerin hat die Beschwerdeführerin zu Recht als Teilerwerbstätige qualifiziert, da sie in der Anmeldung zum Leistungsbezug einen Teilerwerbstätigkeitsgrad von 89 % angegeben hatte und keine Anhaltspunkte für die Annahme bestehen, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung nicht weiterhin in diesem Pen
sum tätig gewesen wäre.
Etwas Anderes wird denn auch
im Beschwerdeverfah
ren
nicht geltend gemacht.
5.1.2
Am 1. Januar 2018 sind die geänderten Bestimmungen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 1. Dezember 2017 in Kraft getreten. Mit dieser Änderung wurde für die Festlegung des Invaliditätsgrades von teilerwerbstäti
gen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a
Abs.
3
IVG
) in
Art.
27
bis
Absatz 2 – 4 IVV ein neues Berechnungsmodell eingeführt.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die galten, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE
130 V 445 E.
1.2.1, 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinwei
sen).
Die angefochtene Verfügung ist am
17. Mai 2016 (Urk. 2)
und somit vor dem Inkrafttreten
der Verordnungsänderung am 1.
Januar 2018 ergangen, weshalb die revidierten
Bestimmungen noch nicht zur Anwendung gelangen. Nachfol
gend wird daher auf das bisherige Recht und die dazu ergangene Recht
sprechung Bezug genommen.
5.1.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
), worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 13
0 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs. 2 IVG
festgelegt. Danach wird darauf abge
stellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen. Sodann sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behin
derung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). Die Gesamtinvalidität ergibt sich aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditä
ten
(BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9.
5.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls
der Teuerung und der realen Einkom
mensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah
rung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortge
setzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hin
weis).
Die Beschwerdegegnerin hat das
Valideneinkommen
gestützt auf das von der Beschwerdeführerin tatsächlich erzielte Einkommen und angepasst an die Nominallohnentwicklung auf Fr. 42'022.10 bei einem Arbeitspensum von 89 % festgesetzt (Urk. 7/48/1, vgl. auch Urk. 7/20/2 und Urk. 7/21/2).
Die Beschwerdeführerin rügt, die IV-Stelle habe zu Unrecht keine Parallelisie
rung vorgenommen (Urk. 1 S. 3).
Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutschkenntnisse, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen
Saisonnierstatus
) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist diesem Umstand nach der bundesge
richtlichen Rechtsprechung bei der Invaliditätsbemessung Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnügen wollte. In diesem Falle kann entweder auf Seiten des
Valideneinkommens
eine entsprechende Herauf
setzung des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten des Invaliden
einkommens eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wertes erfolgen (Parallelisierung der Einkommen). Diese Rechtsprechung will sicherstellen, dass die beiden Vergleichseinkommen auf gleichen Grundlagen ermittelt werden; sie ist aber nicht so zu verstehen, dass allen invaliditätsfremden (namentlich auch wirtschaftlichen) Aspekten, die zu einem unterdurchschnittlichen
Validenein
kommen
geführt haben, ohne Weiteres durch Aufrechnung auf ein durch
schnittliches
Einkommen Rechnung zu tragen wäre. Die Grundüberlegung, auf der die genannte Rechtsprechung beruht, ist die Folgende: Wenn eine versicher
te Person in derjenigen Tätigkeit, die sie als Gesunde ausgeführt hat, einen deutlich unterdurchschnittlichen Lohn erzielt, weil ihre persönlichen Eigen
schaften die Erzielung eines Durchschnittslohnes verunmöglichen, dann ist nicht anzunehmen, dass sie mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung behaf
tet einen (anteilmässig) durchschnittlichen Lohn erzielen könnte. Die Paralleli
sierung der Einkommen trägt somit dem Umstand Rechnung, dass die versicher
te Person als Invalide realistischerweise nicht den Tabellenlohn erzielen kann, weshalb ein entsprechend tieferes Invalideneinkommen anzunehmen ist. Kann tatsächlich oder
zumutbarerweise
ein durchschnittliches Invalideneinkommen erzielt werden, dann besteht kein Grund, ein aus wirtschaftlichen Gründen unterdurchschnittliches
Valideneinkommen
auf ein durchschnittliches hochzu
rechnen (BGE 135 V 58 E. 3.1 und 3.4.3 mit Hinweisen).
Die Beschwerdeführerin ist gelernte Elektrolaborantin (Urk. 7/41/3). Sie lebt seit 1993 in der Schweiz und besitzt seit März 2008 das Schweizer Bürgerrecht. Vor ihrer Tätigkeit in der Zentralwäscherei war sie in verschiedenen Haushaltungen als Hauswirtschafterin tätig; zudem beherrscht sie die deutsche Sprache (Urk. 7/41/3). Es bestehen daher keine Anhaltspunkte für die Annahme, dass sie aufgrund ihrer persönlichen Eigenschaften (Ausbildung, Sprachkenntnisse, Bür
gerrecht) nur ein Invalideneinkommen erzielen kann, das unter dem Tabellen
lohn gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) liegt. Damit liegt kein Grund für eine Paralleli
sierung von Validen- und Invalideneinkommen vor, unabhängig davon, ob das in der
Zentralwäscherei tatsächlich erzielte Einkommen einem durchschnitt
lichen Einkommen entsprach oder nicht.
Es ist deshalb vom
Valideneinkommen
von Fr. 42'022.10 bei einem Arbeitspen
sum von 89 % auszugehen.
5.3
Die Beschwerdegegnerin hat das Invalideneinkommen richtigerweise gestützt auf die LSE 2012, Tabelle TA1 S. 34, Kompetenzniveau 1 für Frauen, ermittelt und angepasst an die Lohnerhöhung für das Jahr 2014 auf Fr. 52'163.80 bei einem 100%igen Arbeitspensum festgesetzt (Urk. 7/48/2). Der Beschwerdeführe
rin ist nach dem in Erwägung 4.4 Gesagten ein volles Pensum beziehungsweise ein Pensum von 89 % wie vor Eintritt des Gesundheitsschadens zumutbar, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 46'425.80 (89 % von Fr. 52'163.80) führt.
Zu prüfen bleibt, ob beim Invalideneinkommen antragsgemäss ein Leidensabzug vorzunehmen ist,
da
die vorhandenen Limitierungen nicht mit einer graduellen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt werden.
Mit dem sogenannten Leidensabzug
soll
dem Umstand
Rechnung getragen wer
den
, dass persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben
kön
nen. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Per
-
son
wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch
schnitt
lichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkom
men unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen
und insgesamt
auf höchstens 25
% des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Gan
zen BGE 126 V 75).
Aus dem rheumatologischen Gutachten von Dr. Z._ ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin durch die Psoriasis-Arthritis und die Einschränkungen im Bereich der HWS und der Knie limitiert ist. Tätigkeiten in Nässe, Kälte und unter Temperaturschwankungen sind zu meiden. Von Arbeiten, bei denen das Besteigen von Leitern und Gerüsten vorgesehen ist, die kauernd, kniend oder in bedingt stehender Position ausgeübt werden, ist abzusehen. Das Gehen in unebenem Gelände, längeres Abwärtsgehen oder Hinunterspringen gilt es zu vermeiden. Wechselbelastende Tätigkeiten und im Sitzen zu verrichtende Tätig
keiten ohne Zwangshaltung für das betroffene Bein sind grundsätzlich möglich. Überkopfarbeiten sowie Vibrationen sind aufgrund der HWS-Probleme ebenfalls zu vermeiden. Das gleiche gilt für längeres Verharren in vornüber geneigter Haltung, ob stehend oder sitzend. Ebenso sind unerwartete, asymmetrische Lasteinwirkungen auszuschliessen. Es können Lasten bis zu 7.5 kg gehoben oder getragen werden (sehr leichtes bis leichtes Belastungsniveau; Urk. 7/35/44). Ebenso ist aufgrund des psychischen Leidens eine reduzierte psychische Belast
barkeit vorhanden (vgl. Urk. 7/41/15), so dass ein Arbeitsumfeld mit wenig Druck erforderlich ist. Es braucht angenehme Umgangsformen ohne Vorwürfe und Hektik (Urk. 7/41/18). Da somit aufgrund dieses Belastungsprofils soma
tische und psychische Limitierungen vorliegen, die nicht in einer graduellen Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt werden, rechtfertigt sich ein maximaler Lei
densabzug von 25 %. Daraus resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 34'819.35.
Im Erwerbsbereich ergibt sich damit ein Teilinvaliditätsgrad von
25 %.
5.4
Die Durchführung eines Haushaltsabklärungsberichts zur Klärung einer allfälli
gen Einschränkung im Haushaltsbereich
erscheint angesichts dieser Umstände nicht notwendig. Zwar stellt d
ie von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Massgabe des
Art.
69
Abs.
2 IVV; vgl. auch
Rz
3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invaliden
versicherung [KSIH]) für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil
des Bundesgerichts
9C_201/2011 vom 5. September 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV
Nr. 19 S. 86).
Wenn aber wie hier selbst eine 100%ige Einschränkung im Haus
haltsbereich
– die ohnehin nicht zu gewähren wäre
nicht zu einer Invaliden
rente führen würde, kann davon abgesehen werden. Eine 100%ige Einschrän
kung im Haushaltsbereich würde zu einem Teilinvaliditätsgrad von 11 % (1 x 0.11) führen. Zusammen mit dem Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich würde sich lediglich ein rentenausschliessender Gesamtinvaliditätsgrad von 36 % (25 % + 11 %)
ergeben. Letztlich ist gestützt auf den eigens durch die Beschwerdeführerin eingereichten Bericht der Rheumatologin Dr. B._ vom 1. Oktober 2015 (Urk. 7/63) eine hochgradige Einschränkung im Haus
haltsbereich ohnehin nicht überwiegend wahrscheinlich, wird in diesem Bericht doch dargelegt, dass Haushaltstätigkeiten in kleinen Etappen durchgeführt wer
den können und dass zwar Staubsaugen bei chronischen Rückenbeschwerden eher ungünstig sei, jedoch bei genügend Pausen praktisch alle Tätigkeiten mög
lich sein sollten (vgl. Urk. 7/63/2). Daraus folgt, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht von einer Haushaltsabklärung abgesehen hat.
5.5
Nach dem Gesagten ist insgesamt von einer Gesamtinvalidität von 25 % auszu
gehen (25 % im Erwerbsbereich + 0 % im Haushaltsbereich).
6.
Bei dieser Sach- und Rechtslage kann von weiteren medizinischen Abklärungen abgesehen werden, da eine
zusätzliche nachträgliche Abklärung keine präzi
seren Angaben liefern könnte, und die Sachlage für die rechtliche Beurteilung ausreicht.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass nach einer
Indikatorenprüfung
eine graduelle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätig
keit nicht ausgewiesen ist. Die Beschwerdegegnerin hat demnach den Anspruch auf eine Invalidenrente im Ergebnis zu Recht verneint. Die Verfügung ist zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.
7.
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festge
legt.
Ausgangsgemäss sind sie im Betrag von Fr. 800.-- der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.