Decision ID: 77358904-3340-4959-9d13-fc6d10625a79
Year: 2005
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_004
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

Sachverhalt jedoch nicht.
Am 3. Dezember 2004 liess die Bauherrschaft ... ein Projektänderungsgesuch
einreichen. Anstelle des vorgesehenen Autounterstandes direkt neben dem
Gebäude wurde neu ein gedeckter Sitzplatz mit einem darauf befindlichen
Balkon geplant. Das Terrain sollte dort um 50 cm und der Autounterstand um
56 cm (unter Berücksichtigung der in der ersten Baubewilligung verfügten
Absenkung gar um insgesamt 1,06 m) erhöht werden. Auf der Westseite war
eine Erhöhung um 15 cm (bzw. unter Berücksichtigung der ursprünglich
verfügten Terrainabsenkung um 65 cm) vorgesehen. Auf der Nordseite war
eine geringfügige Absenkung von ca. 20 cm (unter Berücksichtigung der
ursprünglich verfügten Absenkung von 50 cm aber eine Mehrhöhe von 30 cm)
geplant.
Die dagegen von den Eheleuten ... erhobene Einsprache wies die Gemeinde
mit Entscheid vom 31. Januar 2005 ab und erteilte gleichentags die
anbegehrte Baubewilligung. Sie bewilligte einerseits die geänderte
Höhenkote 0.00 gleich 785.47 m ü.M. und anderseits auch die neue
Höhenkote für das Terrain beim Hauseingang (minus 0.20 = 785.27), soweit
es sich innerhalb des Baufensters befinde. Eine eventuell zu erstellende
Treppe werde als auskragender Gebäudeteil betrachtet und dürfe demzufolge
höchstens 1 m über das Baufeld hinausragen. Der Anhebung des Terrains
auf der Ost- und Nordseite wurde demgegenüber die Bewilligung verweigert.
Hier, wie auch für den Autounterstand, gelte unverändert die bewilligte
Höhenkote von 784.77 m ü.M. Die Terrainanhebungen auf der Westseite
würden bewilligt, weil sich rund die Hälfte des 4 m breiten Vorplatzes innerhalb
des Baufensters befinde. Ebenso werde die niveaugleiche Verbindung von
der Westseite zum gedeckten Sitzplatz bewilligt.
2. a) Dagegen liessen ... (Rekurrenten 1) am 22. Februar 2005 beim
Verwaltungsgericht frist- und formgerecht Rekurs (R 05 27) erheben mit dem
Antrag, es sei der Baubescheides betreffend die bewilligte Erhöhung des
Terrains auf der Westseite und die niveaugleiche Verbindung von der
Westseite zum gedeckten Sitzplatz auf Parzelle 734 aufzuheben. Gemäss Art.
15 QPB seien im fraglichen Bereich nur massvolle Terrainveränderungen zur
Anpassung an den ...weg zulässig. Die Gemeinde habe in der ursprünglichen
Baubewilligung vom Juli 2004 festgestellt, dass mit der bewilligten Höhenkote
von 784.77 m ü.M. für die Terrainaufschüttung die Einhaltung von Art. 15 Abs.
2 QPB erfüllt sei. Die damals verfügte Absenkung des Terrains um 50 cm sei
rechtskräftig.
b) Gleichentags liessen auch ... (Rekurrenten2/Rekursgegner 2) beim
Verwaltungsgericht frist- und formgerecht Rekurs (R 05 28) erheben und
beantragten, der angefochtene Entscheid sei, soweit die Anhebung des
Terrains auf der Ost- und Nordseite nicht bewilligt worden sei, aufzuheben
und ihnen die Anhebung des Terrains auch in diesem Bereich gemäss
Baueingabe vom 4. Dezember 2004 zu bewilligen. Die Ablehnung der
nachgesuchten Terrainveränderungen werde nicht begründet; darin sei eine
Verletzung des rechtlichen Gehörs zu erblicken. Für Terrainveränderungen
gelte die Bewilligungspflicht und die Bewilligung sei zu erteilen, soweit das
Orts- und Landschaftsbild nicht beeinträchtigt werde (Art. 15 Ziff. 13 und Art.
20 Abs. 1 BG). Art. 15 Abs. 2 QPV lasse massvolle Terrainveränderungen zur
Anpassung an den ...weg zu. Der Quartierplan wolle die Überbauung auf den
Grundstücken 133, 734 und 134 auf das Niveau des ...weges anheben, was
mit dem Abänderungsgesuch angestrebt werde.
3. a) Mit separaten Vernehmlassungen beantragte die Gemeinde ... die
Abweisung der beiden Rekurse, sofern darauf eingetreten werden könne.
Hinsichtlich des Rekurses R 05 27 legte sie dar, dass zugunsten der
Bauherrschaft Art. 15 QPB derart ausgelegt werde, als dass maximal 1 m
noch als massvoll erachtet würden. Mit der zugestandenen
Terrainveränderung sei die Zufahrt vom ...weg mit minimalem
Niveauunterschied bequem möglich. Auch der Kanalisationsanschluss sei
gegen den ...weg hin oder nach Westen hin möglich, was die Auflage der
maximalen Terrainaufschüttung rechtfertige. Es sei Sache der Bauherrschaft,
aufgrund der vorgegebenen Terrainhöhe das Gebäude zu senken oder mit
einer Treppe auf das Gelände zu gelangen. Der Bauherrschaft sei in der
ersten Baubewilligung nicht die Tiefersetzung des Gebäudes, sondern die
maximale Terrainhöhenkote von 784.77 m ü.M. vorgeschrieben worden. Der
Bereich des Haupteinganges liege innerhalb des Baufeldes, womit eine
Projektänderung mit auskragender Treppe bewilligbar wäre. Auch der Bereich
der Südwestecke des Gebäudes liege zum Teil innerhalb des Baufeldes. Bei
Ablehnung der Terrainanhebung könnte die Bauherrschaft ein Projekt für eine
podestartige Holz- oder Betonterrasse eingeben, was ästhetisch schlecht,
gesetzlich aber möglich wäre. Deshalb sei die Terrainanhebung innerhalb des
Baufeldes plus 2 m darüber hinaus optisch besser. Der gewählte Kompromiss
(Beschränkung der Terrainerhöhung einzig auf die Südwestecke) sei
vertretbar und angemessen und entspreche der tolerierten Abweichung beim
Neubau .... Die Anhebung des Autounterstandes sei im Hinblick auf eine
zukünftige Überbauung der verbleibenden Parzelle 133 vorgenommen
worden.
Hinsichtlich des Rekurses R 05 28 bestritt sie vorweg die gerügte Verletzung
des rechtlichen Gehörs. Aus dem Bau- und Einspracheentscheid gehe
hinreichend klar hervor, weswegen das Gesuch teilweise nicht bewilligt
worden sei. Die Gemeinde habe in ihrem Entscheid Bezug auf die
unverändert bewilligte Höhenkote von 787.44 m gemäss Baubescheid vom
22. Juni 2004 genommen, welcher längst unangefochten in Rechtskraft
erwachsen sei. Auf die angestrebte Anhebung des Terrains auf der Ost- und
Nordseite hätte die Gemeinde gar nicht eintreten müssen, weswegen sie
keine Begründungspflicht treffe. Einem Rückkommen auf die ursprünglich
verfügte Kote stehe die materielle Rechtskraft entgegen.
b) Die Eheleute ... beantragten Abweisung des Rekurses R 05 27, soweit darauf
eingetreten werden könne. Zur Begründung vertieften sie in materieller
Hinsicht im Wesentlichen die bereits in ihrer Einsprache vorgebrachten
Überlegungen. Vorweg stellten sie noch die Rekurslegitimation der Eheleute
... in Frage, weil die beanstandeten Terrainveränderungen auf der von ihrem
Haus abgekehrten Seite zu liegen kämen. Ferner stellten sie sich auf den
Standpunkt, dass der Behandlung der Projektänderung keine materielle
Rechtskraft entgegen gehalten werden könne. Die weitere Begründung folgt
derjenigen der Vernehmlassung zur Einsprache.
4. Am 20. Mai 2005 führte die IV. Kammer des Verwaltungsgerichts einen
Augenschein durch, an welchem die Eheleute ... und die Eheleute ..., beide
jeweils in Begleitung ihrer Rechtsvertreter, sowie der kommunale Baufachchef
zusammen mit dem Anwalt der Gemeinde teilnahmen. Allen Anwesenden
wurde dabei Gelegenheit erteilt, sich anhand der Örtlichkeiten auch noch
mündlich ausführlich zu allen aufgeworfenen Fragen zu äussern.
Auf die Ausführungen am Augenschein, wie auch auf die weiteren
Darlegungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den
Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Weil die Rekurse R 05 27 und R 05 28 sich gegen dieselbe Verfügung richten,
denselben Sachverhalt und identische Rechtsfragen beschlagen, mithin in
tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht gleich liegen, rechtfertigt es sich die
beiden Verfahren gestützt auf Art. 32 Abs. 2 VGG zu vereinigen und in einem
einzigen Urteil zu erledigen.
2. a) Anfechtungsobjekt ist der kommunale Baubescheid vom 31. Januar 2005, mit
welchem die von den Rekurrenten 2 vorgesehenen Projektänderungen (so
u.a. geänderte Höhenkoten, die Anhebung des Terrains auf der Nord-, Ost-
und der Westseite und die niveaugleiche Verbindung auf der Westseite zum
Sitzplatz) nur teilweise bewilligt worden sind. Während die Rekurrenten 1 die
Aufhebung sowohl der von der Gemeinde bewilligten Anhebung des Terrains
auf der Westseite als auch und die niveaugleiche Verbindung auf der
Westseite zum gedeckten Sitzplatz verlangen, wehren sich die Rekurrenten 2
gegen die Verweigerung der von ihnen anbegehrten Anhebung des Terrains
auf der Ost- und Nordseite des Wohnhauses.
b) Die Rekursgegner 2 stellen in ihrer Vernehmlassung die Rekurslegitimation
der Rekurrenten 1 in Frage. Diesen würden aus der Terraingestaltung auf der
West- und Südseite weder Vor- noch Nachteile erwachsen. Entsprechend sei
aber auch kein hinreichendes Interesse ersichtlich, das ausreichenden Anlass
für eine Überprüfung der streitigen Verfügung biete. Ihnen kann nicht gefolgt
werden. Im Lichte der jüngeren verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung
betrachtet (vgl. zum Ganzen PVG 2003 Nr. 34) ist diesem Antrag bereits
deshalb kein Erfolg beschieden, weil in Fällen wie dem vorliegenden, wo die
Rekurslegitimation der Rekurrenten als Nachbarn und Eigentümer einer direkt
an das Baugrundstück angrenzenden Liegenschaft angesichts ihrer
Beziehungsnähe und der daraus resultierenden stärkeren Betroffenheit als
jede Drittperson bereits dem Grundsatze nach zu bejahen ist, alle Rügen
zulässig sind, die den Streitgegenstand betreffen und für die Position der
Partei Vorteile, z.B. einen praktischen oder ideellen Nutzen, erwarten lassen.
Dies hat zur Folge, dass auf den Rekurs der Rekurrenten 2 ohne weiteres
einzutreten ist, wobei von einer rechtsmissbräuchlichen Rekurserhebung
keine Rede sein kann.
c) Soweit die Rekurrenten 2 die Aufhebung des angefochtenen Baubescheides
mit dem Einwand der ungenügenden Begründung, bzw. der Einrede der
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV)
verlangen, kann ihrem Antrag nicht stattgegeben werden. Zwar trifft es zu,
dass die Gemeinde die Ablehnung der nachgesuchten Terrainveränderung im
angefochtenen Entscheid nicht näher begründet hat. Darin ist in der Tat eine
Verletzung des Gehörsanspruches der Rekurrenten zu erblicken.
Verfügungen oder Entscheide, die unter Missachtung des rechtlichen Gehörs
ergangen sind, sind nach der strengen Praxis des Verwaltungsgerichtes
grundsätzlich aufzuheben und zur Durchführung eines ordnungsgemässen
Verwaltungsverfahrens an die Verwaltungsbehörden zurückzuweisen (statt
vieler: PVG 1996 Nr. 107; 1987 Nr. 85). Wenn es sich jedoch - wie vorliegend
- bereits aus verfahrensökonomischen Gründen geradezu aufdrängt, ist die
Heilung einer allfälligen Gehörsverletzung im Rechtsmittelverfahren
zuzulassen (vgl. PVG 1996 Nr. 107). Die Rekurrenten 2 konnten im
vorliegenden Rekursverfahren umfassend zu allen sich stellenden
tatsächlichen und rechtlichen Fragen Stellung nehmen. Die angefochtene
Verfügung würde im Falle einer blossen Rückweisung von der Vorinstanz
nicht anders begründet, als sie dies im Schriftenwechsel vor
Verwaltungsgericht getan hat, weshalb eine Aufhebung ohne materielle
Beurteilung einem prozessualen Leerlauf gleichkäme.
d) Nicht gefolgt werden kann den Rekurrenten 1, soweit sie dem Bauvorhaben
die formelle und materielle Rechtskraft der (ersten) Baubewilligung vom 22.
Juni 2004 entgegenhalten. Vielmehr steht es jedem Bauherrn jederzeit frei,
im Verlaufe der Bauausführung bei der Baubehörde Projektänderungen bzw.
Ergänzungen zum ursprünglichen Baugesuch einzureichen, was in der Praxis
denn auch relativ häufig vorkommt. Die Baubehörde hat diesfalls denn auch
einzig und allein zu prüfen, ob sich die Projektänderungen/Ergänzungen im
Rahmen der massgebenden bundes-, kantonal- und kommunalrechtlichen
Vorgaben bewilligen lassen oder nicht. Einmal bewilligten Baugesuchen
kommt nur unter dieser Einschränkung formelle und materielle Rechtskraft zu;
vorbehalten bleiben die Wiedererwägung und die Revision von Amtes wegen.
Entspricht eine nachgesuchte Projektänderung den gesetzlichen Vorgaben,
ist sie zu bewilligen, andernfalls abzuweisen. Die angeführte PVG 1995 Nr.
92 ist in diesem Zusammenhang nicht einschlägig.
e) Ohne Belang für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens sind die in den
Rechtsschriften vorgebrachten gegenseitigen Vorhalte der Rekurrenten 1 und
2, rechtswidrig gebaut zu haben, nachdem diese Fragen nicht Gegenstand
des vorinstanzlichen Verfahrens bildeten.
3. a) Für die Beurteilung der streitigen Projektänderung massgebend sind im
Wesentlichen die von der Gemeinde am 21. Januar 2003 erlassenen
Quartierplanvorschriften ... (QPV). Soweit vorliegend von Interesse ergibt sich
aus diesen Vorschriften u.a., dass innerhalb der Baufelder die Bestimmungen
des kommunalen Baugesetzes über Grenz- und Gebäudeabstände nicht zur
Anwendung gelangen (Art. 11 QPV). Terrainveränderungen sind gemäss Art.
15 Abs. 1 QPV zu unterlassen. Nach Absatz 2 dieser Bestimmung sind im
Bereich der Parzellen Nr. 133 und 134 jedoch massvolle
Terrainveränderungen zur Anpassung an den ...weg zulässig.
Mit der Gemeinde ist davon auszugehen, dass sich das
Terrainveränderungsverbot nicht auf den Bereich der eigentlichen Baufelder
(vgl. Art. 11 QPV für Hauptbauten und Art. 12 QPV für An- und Nebenbauten)
bezieht. In diesen darf im Rahmen der QPV gebaut werden, was
Terrainveränderungen einschliesst. Damit steht aber ohne weiteres fest, dass
Terrainveränderungen innerhalb der beiden Baufelder - somit also die
Erhöhung von etwa der Hälfte des auf der Westseite des Hauses geplanten
(ca. 4 m breiten) Vorplatzes sowie auch der auf der Südseite für den anstelle
des Unterstandes 1 geplanten, niveaugleichen gedeckten Sitzplatz - ohne
weiteres zulässig sind. In diesen Bereichen gilt denn auch die neue
Höhenkote von 785.42 m.ü.M. Weil innerhalb der Baufelder bis auf die Grenze
gebaut werden darf und weil überdies gestützt auf Art. 10 Abs. 2 QPV
auskragende Gebäudeteile maximal 1 m über das Baufeld hinausragen
dürfen, erhellt, dass massvolle Anböschungen (auch wenn sie in den Bereich
ausserhalb der Baufenster ragen) zulässig sind. In diesem Rahmen, und nur
in diesem, ist eine niveaugleiche Verbindung zwischen dem gedeckten
Sitzplatz und dem (zulässigen Teil des) Vorplatzes auf der Westseite auf der
neuen Höhenkote bewilligbar. Insoweit erweist sich auch der Rekurs R 05 27
als unbegründet.
b) Als begründet erweist sich Rekurs R 05 27 demgegenüber, soweit die
Gemeinde auf der Westseite des Einfamilienhauses den Vorplatz (abgesehen
von einer massvollen Anböschung) auch für den ausserhalb des Baufeldes
liegenden Bereich (ca. die Hälfte des Vorplatzes) sowie auf der Südseite eine
niveaugleiche Verbindung zwischen Sitzplatz und Vorplatz bewilligt hat. Nach
der klaren und unmissverständlichen Regelung in den QPV sind in diesem
Bereich Terrainveränderungen wie die zur Beurteilung stehenden unzulässig,
weil das Terrainveränderungsverbot gemäss den Bestimmungen des QPV
generell für die ausserhalb der Baufelder liegenden Flächen gilt; lediglich zur
Anpassung an den ...weg wird es nach Art. 15 Abs. 2 QPV durchbrochen. Die
anbegehrten Terrainerhöhung auf der West- und auf der Südseite des Hauses
der Rekurrenten 2 liegen zur Hälfte (Vorplatz) bzw. fast vollumfänglich
(Verbindung zwischen Sitzplatz und Vorplatz) ausserhalb der vorgesehenen
Baufelder und dienen auch nicht zur Anpassung an den im Osten des Hauses
liegenden ...weg. Entsprechend muss für diesen Teil die ursprünglich verfügte
Kote von 784.77 m gelten. Was die Rekurrenten 2 und die Rekursgegnerin 1
dagegen vorbringen, zielt ins Leere. Der Rekurs R 05 27 ist daher im
dargelegten Sinne teilweise gutzuheissen und der Baubescheid vom 31.
Januar 2005, soweit damit Terrainerhöhungen auf der West- und der Südseite
des Wohnhauses der Rekurrenten 2 im Bereich ausserhalb der eigentlichen
Baufelder bewilligt worden sind, aufzuheben.
4. Zu prüfen bleiben damit noch die Einwendungen der Rekurrenten 2 im
Rekursverfahren R 05 28. Im angefochtenen Baubescheid hat die Gemeinde
die anbegehrte Anhebung des Terrains auf der Ost- und Nordseite für den
Bereich ausserhalb der Baufelder die Bewilligung verweigert und damit
gleichzeitig die in der ersten Baubewilligung festgelegte Höhenkote von
784.77 m ü.M. bestätigt. Im Lichte des oben Dargelegten (generelles
Terrainveränderungsverbot für den Bereich ausserhalb der Baufelder;
Anpassungen nur im Bereich zum ...weg hin zulässig; im Bereich [ausserhalb
der Baufelder] um das Haus rechtskräftig festgelegte Höhenkote von 784.77
m ü.M.) erweist sich der Rekurs R 05 28 als vollumfänglich unbegründet. Der
Einwand der Verletzung des rechtlichen Gehörs zufolge Verletzung der
Begründungspflicht vermag - wie oben unter Ziff. 2c bereits ausgeführt - an
diesem Ergebnis nichts zu ändern. Im Übrigen liegt es im Ermessen der
Gemeinde, wenn sie die (bereits einmal rechtskräftig verfügte) Höhenkote für
den Bereich ausserhalb der Baufelder als Grundlage für eine gemäss den
QPV zulässige, massvolle Terrainveränderung zur Anpassung an den ...weg
bestätigt und weiteren Erhöhungen eine Absage erteilt hat. Jedenfalls kann
nicht gesagt werden, dass sie mit ihrer Auslegung von Art. 15 Abs. 2 QPV
eine Rechtsverletzung begangen oder die Bestimmung willkürlich ausgelegt
hätte. Unzutreffend ist die rekurrentische Auffassung, dass der QP die
Überbauung der Grundstücke auf das Niveau des Weges anheben wolle.
Solches lässt sich den QPV, wo lediglich von massvollen Anpassungen des
Terrains an den Weg die Rede ist, gerade nicht entnehmen. Unbeachtlich ist
angesichts der klaren und unmissverständlichen Regelung in den QPV
sodann auch der Hinweis auf das ebenfalls im QP-Gebiet liegende
Postgebäude, dass ein noch höheres Niveau aufweise; von einer
unzulässigen, rechtsungleichen Behandlung kann jedenfalls keine Rede sein.
Auch aus den übrigen Vorbringen (so insbesondere die behauptete
Beeinträchtigung der Einleitung des Abwassers) können die Rekurrenten
nichts zu ihren Gunsten ableiten. Der Rekurs R 05 28 erweist sich im Lichte
des Ausgeführten als vollumfänglich unbegründet und ist daher abzuweisen.
5. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zu zwei Dritteln zulasten
der Rekurrenten 2, und zu je einem Sechstel zulasten der Rekurrenten 1
sowie der Rekursgegnerin 1. Die Rekurrenten 2 haben überdies die anwaltlich
vertretene Rekursgegnerin 1 für das Verfahren R 05 28 angemessen
aussergerichtlich zu entschädigen. Im Übrigen rechtfertigt es sich angesichts
des Verfahrensausganges die aussergerichtlichen Kosten für beide
Rekursverfahren wettzuschlagen.