Decision ID: 1526d674-b68f-57b0-99ab-ccdb834653e6
Year: 2019
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ meldete sich am 21./23. Juli 2014 zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an. Sie habe den Beruf der F._ erlernt und sei Mutter eines
19_ geborenen Kindes und seit 2010 geschieden. Sie leide seit Geburt an einer
rheumatologischen Erkrankung der Hände und seit der Geburt des Kindes an einer
Magen-Darm-Erkrankung. Seit 2008 sei sie voll arbeitsunfähig (IV-act. 2).
A.b Am 21. August 2014 (IV-act. 9) teilte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des
Kantons St. Gallen der Versicherten mit, berufliche Eingliederungsmassnahmen seien
für sie nicht angezeigt, weil sie gemäss den Unterlagen vorwiegend als Hausfrau tätig
sei.
A.c Dr. med. B._, FMH Allgemeine Innere Medizin, gab im IV-Arztbericht vom 15.
September 2014 (IV-act. 11) an, wie den Beilagen zu entnehmen sei, bestehe bei der
Versicherten eine breite Allergiesituation, begleitet von rezidivierenden abdominalen
Beschwerden, die glaubhaft in den letzten Jahren die Arbeitsfähigkeit in Frage gestellt
hätten. Das Ausmass könne er retrospektiv kaum beurteilen. Er selber habe bis anhin
keine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Gemäss den Abklärungen bestünden wahrscheinlich
ein Colon irritabile mit Abdominalgien mit teils massivster Obstipation, begleitet von
massiver Müdigkeit und einem Leistungsknick, sowie eine psychische Belastung
aufgrund der Polymorbidität. Als Diagnosen bestünden (verkürzt wiedergegeben; 1.) ein
V. a. ein atypisches Raynaud-Syndrom (DD habituelle Akrozyanose, EM 1990), (2.) ein
Colon irritabile mit diffusen Abdominalgien, Meteorismus und Bauchdistension (Spital
K._ Juni 2014), (3.) eine psychische Dekompensation/Erschöp¬fungssymptomatik,
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(4.) eine langjährige sekundäre Amenorrhoe nach Sectio 19_, (5.) Müdigkeit/
abdominale Beschwerden/insuff. KG-Zunahme/Raynaud, (6.) multiple Allergien, (7.)
eine Dyspnoe/Thorakale Schmerzen (DD i.R. massiven Meteorismus), (8.) ein gut diff.
invasives Plattenepithelkarzinom, (9.) ein V. a. eine Perianalvenenthrombose bei 9 Uhr,
(10.) ein rezidivierender Eisenmangel, (11.) langjähriges Untergewicht, (12.) chronisch
rezidivierende unklare abdominelle Beschwerden, (13.) eine makrozytäre hyperchrome
Anämie, (14.) Hypercholesterinämie, (15.) eine kleine Nabelhernie, (16.) eine kortikale
Nierenzyste rechts und (17.) ein St. n. Einnahme von ätherischen Ölen, seither
Reizsituation 11/12. Es sei von einer Teilarbeitsfähigkeit der Versicherten auszugehen.
Die genaue Belastbarkeit dürfte auch aufgrund des eindrücklichen Raynaud-
Phänomens von der Umgebungstemperatur und der manuellen Belastung abhängig
sein. Die noch junge Versicherte wolle sich unbedingt in den Arbeitsprozess
reintegrieren. - In einem beigelegten Bericht vom 16. Juni 2014 (IV-act. 11-6 ff.) hatte
das Spital K._ [Endokrinologie] als Diagnosen bezeichnet: langjährige sekundäre
Amenorrhoe nach Sectio einer gesunden Tochter 19_, langjähriges Untergewicht,
chronisch rezidivierende unklare abdominelle Beschwerden, V. a. chronisches
Raynaud-Syndrom, makrozytäre hyperchrome Anämie und Hypercholesterinämie. -
Das Spital K._ [Gastroenterologie], am hatte am 21. Juli/15. August 2014 (IV-act.
11-9 ff.) als Diagnosen benannt: C-IBS mit diffusen Abdominalgien, vermehrtem
Meteorismus und Bauchdistension, kleine Nabelhernie, kortikale Nierenzyste rechts
(DD Bosniak II F), Ausschluss einer Erkrankung aus dem rheumatologischen
Formenkreis (DD initial Verdacht auf Sklerodermie, Raynaud-Syndrom), anamnestisch
Verdacht auf Sheehan Syndrom, Dislipidämie und diskreter Zinkmangel. Die
Versicherte wolle leider auf eine osteopathische bzw. Narben-Therapie verzichten.
Sollten alle Massnahmen keine Verbesserung erbringen, wären eine diagnostische
Laparoskopie mit der Frage nach Adhäsionen und gegebenenfalls eine Adhäsiolyse zu
empfehlen (vgl. Bericht des Spitals K._ [Gastroenterologie] vom 21. Juli/15. August
2014).
A.d Mit IV-Arztbericht vom 17. Dezember 2014 (IV-act. 19) gab das Spital K._
[Gastroenterologie] bekannt, als Diagnosen bestünden ein obstipationsbetontes
chronisches Reizdarmsyndrom (seit 19_), eine Polyallergie (seit Kindheit), eine
Osteoporose, anamnestisch (bekannt seit 2014), und ein Raynaud-Syndrom rechts >
links (seit Kindheit). Die vorgeschlagenen Medikamente seien wegen der Polyallergien
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nicht toleriert worden. Eine FODMAP-Therapie habe ebenfalls nicht den gewünschten
Effekt gebracht. In den letzten Jahren habe praktisch immer eine Arbeitsunfähigkeit
bestanden. Die Versicherte könne aufgrund der Abdominalschmerzen kaum sitzen und
verspüre dann ein ausgeprägtes Stechen im Bauch. Sie sei rasch erschöpft. Zuletzt sei
sie vor ca. vier Jahren in einem J._-laden als Verkäuferin tätig gewesen. Zur Frage
ihrer Arbeitsunfähigkeit in dieser Tätigkeit wurde vermerkt "Arbeitsunfähigkeit gemäss
Hausarzt" und "Beurteilung gemäss Hausarzt". Die Klinik könne die Arbeitsfähigkeit
nicht beurteilen, da die Versicherte lediglich zweimal konsultativ untersucht worden sei.
Die Versicherte wünsche grundsätzlich, wieder einer Tätigkeit nachzugehen. Invasive
Abklärungen seien nicht durchgeführt worden, unter anderem auch weil sich die
Versicherte durch vorhergegangene Abklärungen am Spital K._ traumatisiert gefühlt
habe. Weitere Abklärungen durch das Spital K._ [Gastroenterologie] wünsche sie
nicht. Zurzeit erfolge eine Evaluation der Polyallergie durch die Allergologie am Spital
L._.
A.e Im "Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt" gab
die Versicherte am 30. Dezember 2014 (IV-act. 20) unter anderem an, sie sei seit 2008
aus gesundheitlichen Gründen nicht erwerbstätig. Bis ca. 2013 habe sie sich noch um
Stellen beworben. - Daraufhin erachtete die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle eine
Qualifikation als Vollerwerbstätige am 6. Januar 2015 als nachvollziehbar (IV-act. 21-1).
A.f Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung hielt am 19. Januar
2015 (IV-act. 21) dafür, eine rheumatologische Diagnose sei (bezüglich Raynaud-
Symptomatik) ausgeschlossen worden. Auch für die Verdauungsprobleme habe keine
relevante Ursache gefunden werden können (sondern nur ein Colon irritabile bei
Obstipation und Nahrungsmittelunverträglichkeiten/Allergisierungen). Dagegen bestehe
ein Nikotinabusus. Wie hoch die medizinische zumutbare Arbeitsfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit sei, sei unklar und es liege auch kein Arbeitsplatzprofil vor.
Eine Arbeitsunfähigkeit sei nicht attestiert worden; die Versicherte sei seit vier Jahren
keiner ausserhäuslichen Tätigkeit nachgegangen, angeblich wegen gesundheitlicher
Beschwerden. Die Aktenlage sei medizinisch gesehen zu dünn und die Befunde seien
nach ausgedehnten Abklärungen wenig relevant, um dies überzeugend bestätigen zu
können. In adaptierter Tätigkeit sei aufgrund der langjährigen Arbeitskarenz mit einer
Beschäftigung zu 50 % zu beginnen, zügig steigerbar auf ein volles Pensum. Es
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bestehe Eingliederungspotenzial. Die zumutbaren Therapien würden laufen bzw. seien
gelaufen. Bis jetzt sei die rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit überwiegend mit
einem pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebild ohne
nachweisbare organische Grundlage begründet. Es bestünden keine relevanten
Komorbiditäten. Nach den vielen Abklärungen ohne relevante Resultate könne an
suboptimales Leistungsverhalten bzw. an relevante Inkonsistenzen gedacht werden.
A.g Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle hielt am 20. Januar 2015 fest, gemäss
dem RAD bestehe bei der Versicherten aus versicherungsmedizinischer Sicht kein
relevanter Gesundheitsschaden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Es werde ihr
empfohlen, aufgrund der langen Arbeitsabstinenz in einem Pensum von 50 % mit der
Arbeit zu starten. Auf den Abschluss der beruflichen Massnahmen habe die Versicherte
nicht reagiert, so dass davon ausgegangen werden könne, dass sie auch nun an
Eingliederungsbemühungen nicht interessiert sei (IV-act. 23). - Mit Vorbescheid vom
20. Januar 2015 (IV-act. 24) stellte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle der
Versicherten eine Abweisung ihres Leistungsgesuchs in Aussicht. Sie sei als
Erwerbstätige zu betrachten, weil sie bis 2010 einer Erwerbstätigkeit nachgegangen
sei. Für adaptierte Tätigkeiten bestehe aus versicherungsmedizinischer Sicht volle
Arbeitsfähigkeit. Ein Invaliditätsgrad ergebe sich nicht.
A.h Am 18. Februar 2015 (IV-act. 27) wandte die Versicherte ein, sie sei aufgrund von
diversen Erkrankungen nicht in der Lage, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Zurzeit
seien noch medizinische Abklärungen im Gang (Allergietests am Spital L._). Das
Untersuchungsergebnis sei abzuwarten. - Am 26. März 2015 (IV-act. 29) wandte sich
Dr. B._ für die Versicherte an die IV-Stelle. Er mache sich Sorgen um die künftige
Entwicklung der erst 4_-jährigen Versicherten. Im Spital K._ hätten weite
Abklärungen stattgefunden. Initial sei ein V. auf eine Sklerodermie - auch der
Versicherten gegenüber - geäussert worden. Es bestehe ein Raynaud-Syndrom mit
einer Intensität, die er trotz zweijähriger Tätigkeit auf der Rheumatologie an der Klinik
C._ bisher kaum gesehen habe. Die Versicherte sei mit den begleitend teils
massivsten Abdominalgien, der Polyallergie, chronischem Untergewicht aufgrund
multipler Unverträglichkeit, der Osteoporose und einer konsekutiven
Erschöpfungssymptomatik höchst belastet. Die gelernte F._ und G._ müsste vor
allem mit den Händen arbeiten, doch scheine dies bei dem Raynaud-Phänomen -
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ebenso wie das Ausüben einer von ihr auch schon innegehabten Tätigkeit im
Gastgewerbe wegen der dort vorkommenden Temperaturunterschiede - kaum möglich.
Es scheine eine myofasziale Grundproblematik vorzuliegen, die bisher noch nicht klar
habe erfasst werden können. Nach dem Abklärungsmarathon im Spital K._ mache
eine erneute rheumatologische Abklärung im Spital L._ zurzeit keinen Sinn, doch
könnte er sich vorstellen, eine solche eventuell in den nächsten Jahren zu veranlassen.
Er ersuche, die Situation der Versicherten zu beurteilen und zu klären, ob und wie ihr
finanziell oder besser im Rahmen einer Umschulung geholfen werden könne. Sie wäre
motiviert, möglichst wieder in den Arbeitsprozess einzusteigen.
A.i Der RAD hielt daraufhin am 20. Mai 2015 (IV-act. 30) fest, es sei für die Tätigkeiten
als H._, als F._/G._ oder im Service von einer bleibenden Arbeitsunfähigkeit der
Versicherten von mindestens 20 % auszugehen. Für leidensadaptierte Tätigkeiten ohne
hohe Anforderungen an die Finger/Hände und nur in gut temperierter Umgebung
bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 %, beginnend mit 50 % und steigerbar. Hinweise
auf suboptimales Leistungsverhalten bzw. relevante Inkonsistenzen gebe es eher nicht.
A.j Im Verlaufsbericht vom 11. Juni 2015 (IV-act. 31) gab Dr. B._ an, die
allergologische Abklärung im Spital L._ sei initiiert, aber nicht vollendet worden. Die
Versicherte habe sich aufgrund einer erneuten massiven Allergie beim Pricktest gegen
eine weitere Abklärung entschieden. - Die Klinik für Radiologie [...] am Spital K._
hatte gemäss beigelegtem Bericht ehemals am 13. August 2014 (IV-act. 31-2 f.)
angegeben, es sei ein frühzeitiger Abbruch der Untersuchung (MRI Intestinaltrakt mit
KM i. v.) durch die Versicherte nach Kontrastmittelabgabe bei allergischer Reaktion
erfolgt. Sie habe mit einem Angioödem und Hautausschlag auf die Kontrastmittelgabe
reagiert und sei sofort medikamentös behandelt und auf die zentrale Notfallstation
verlegt worden.
A.k Die Dermatologische Klinik am Spital L._ gab im IV-Arztbericht vom 21. Juli 2015
(Eingangsdatum, IV-act. 35) an, als Diagnosen ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit lägen eine Hypersensibilität auf Kontrastmittel (08/2014), eine
Medikamenten-Unverträglichkeit (vor 20 J), Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und ein
Vd. a. ein atypisches Raynaud-Syndrom vor. Zur Frage nach Diagnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde vermerkt "unklar". Es habe vor einer KM-
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Gabe (falls dringend nötig) eine Prämedikation zu erfolgen. Die Arbeitsfähigkeit sei
nicht bekannt.
A.l Der RAD stellte am 29. Juli 2015 (IV-act. 37) fest, die Arbeitsfähigkeit der
Versicherten in
adaptierter Arbeit betrage 100 %.
A.m Auf eine zweite Anhörung (IV-act. 38) hin teilte die Versicherte am 31. August 2015
(IV-act. 39) unter anderem mit, ihr Hausarzt initiiere eine psychiatrische Behandlung. -
Mit einem Schreiben vom 10. September 2015 (IV-act. 40) überwies Dr. B._ sie an
das Psychiatrie-Zentrum D._. Die Versicherte sei zurzeit in einem
Wiedereingliederungsprogramm und ihr Zustand sei auch schon vom
Sozialpsychiatrischen Dienst beurteilt worden. Dort sei von einem ADHS die Rede
gewesen. Es seien stationär die Wiedereingliederungsmöglichkeiten abzuklären und zu
beurteilen. - Auf diverse Fragen der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle antwortete die
Versicherte am 22. Januar 2016 (IV-act. 49-2) unter anderem, sie stehe in
regelmässiger psychiatrischer Behandlung, ein stationärer Aufenthalt sei nicht geplant.
Sie arbeite zurzeit in einem Pensum von 50 % in einem E._-Programm.
A.n Das Psychiatrie-Zentrum D._ berichtete im IV-Arztbericht vom 2. Februar 2016
(IV-act. 50), bei der Versicherten bestünden als Hauptdiagnosen somatisch ein Vd. auf
ein Raynaud-Syndrom sowie Koliken unklarer Genese. Ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit sei eine leichte depressive Störung ohne somatisches Syndrom
(bestehend seit ca. Winter 2014/2015). Aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht
bestünden ge¬legentlich leichte Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen, die sich
in Form eines erhöhten Erholungsbedarfs nach geleisteten Arbeitseinsätzen
auswirkten. Die Versicherte habe sich am aktuellen Arbeitsplatz hauptsächlich durch
ausgeprägte Schmerzen, Steifheit der Hände und Müdigkeit eingeschränkt gezeigt. Sie
habe eine zufriedenstellende Leistung erbracht, aber häufige Krankheitsausfälle
aufgewiesen. Die Arbeitsfähigkeit sei zwar nicht (bzw.) bis maximal zu 10 %
eingeschränkt. Das hohe Leistungsmotiv und die perfektionistischen
Persönlichkeitszüge der Versicherten seien jedoch mögliche Risikofaktoren für eine
depressive Entwicklung bei fortbestehenden körperlichen Beschwerden. Es wäre eine
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umfassende somatische und psychische Abklärung indiziert. Da die Versicherte für sie
schwierige Erfahrungen mit Ärzten gemacht und im Sommer 2014 eine als traumatisch
empfundene allergische Reaktion im Spital K._ [Gastroenterologie] erlebt habe, sei
sie im Rahmen der aktuellen ärztlichen Abklärungen deutlich geängstigt. Sie versuche
dennoch, die ärztlichen und beruflichen Vorgaben zu erfüllen und arbeite bei ärztlichen
Abklärungen kooperativ mit.
A.o Dr. B._ erklärte am 23. und 24. Februar 2016 (IV-act. 51-2 und 51-23) unter
anderem, in den letzten Monaten hätten die Beschwerden der Versicherten erneut
zugenommen. Im Winter sei nun ein massives Aufquellen beider Hände mit aktuell
starken Schmerzen, zunehmend auch in den Füssen, eingetreten. Es müssten
deswegen immer wieder Arbeitsunfähigkeiten attestiert werden. Überlagernd bestehe
eine problematische Ernährungssituation mit starker Reizdarmsymptomatik. Die
Arbeitslosigkeit bei grundsätzlicher Wiedereingliederungsmotivation führe zu starken
psychischen Schwankungen. Endlich scheine eine korrelierende Diagnostik mit dem
Verdacht auf eine Kollagenose die Situation zu bestätigen. Die Versicherte sei auch in
regelmässiger psychologischer Betreuung (IV-act. 51-2). Die bisherige Tätigkeit sei der
Versicherten nicht mehr zumutbar, weil sie zurzeit im Rahmen eines Arbeitsprogramms
tätig sei. Auf die Frage, ob dabei eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe, erklärte
Dr. B._, falls es sich um eine Tätigkeit in Räumen, ohne Heben sehr schwerer Lasten
und (wegen der Handproblematik) ohne Kundenkontakt handle, "könne eine 50 - 70 %
Tätigkeit denkbar sein" (IV-act. 51-23 i.V.m. IV-act. 50-9). Die Versicherte wäre dazu
sehr motiviert. - In einem beigelegten Bericht vom 2. Februar 2016 (IV-act. 51-5 f.) hatte
die Klinik für Rheumatologie am Spital L._ (verkürzt wiedergegeben; 1.) einen Vd. a.
eine undifferenzierte Kollagenose mit u.a. ausgeprägten puffy fingers seit 11/14 [IV-act.
51-5; bzw. 11/15, IV-act. 51-6] und pathologischer Kapillarmikroskopie 01/16:
Riesenkapillaren, Tendenz zur Rarefizierung und organische Mikroangiopathie, (2.)
einen Reizdarm, (3.) eine Polyallergie mit multiplen Medikamenten, und (4.) ein lumbo-
spondylogenes Syndrom (mit Skoliose, Hüftimpingement rechts und myofaszialer
Problematik ischiocrural und gluteal rechts) diagnostiziert. Die Verdachtsdiagnose
beziehe sich auf eine milde Ausprägung. Die Prognose sei sicherlich positiv, doch
sollte ein Organscreening durchgeführt werden. - Das Psychiatrie-Zentrum D._ hatte
am 8. Oktober 2015 (IV-act. 51-3 f.) berichtet, es lägen eine leichte depressive Störung
ohne somatisches Syndrom und akzentuierte Persönlichkeitszüge mit sehr
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leistungsorientierten, perfektionistischen und dependenten Persönlichkeitsanteilen vor.
Die Versicherte sei vor allem an einer ADHS-Diagnostik interessiert.
A.p In einem IV-Arztbericht vom 15. April 2016 (IV-act. 54-2) gab die Klinik für
Rheumatologie am Spital L._ an, es lägen als Hauptdiagnosen (verkürzt
wiedergegeben) eine undifferenzierte Kollagenose, eine Osteoporose der LWS bei
Osteopenie im Bereich der Femora und ein intermittierendes lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom vor. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien die
Reizdarmsymptomatik sowie Polyallergien und Unverträglichkeiten mit multiplen
Medikamenten. Seit November 2015 und zum aktuellen Zeitpunkt sei der Versicherten
eine die Hände stark belastende Tätigkeit nicht möglich. Für eine die Hände nicht
belastende angepasste Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Die
Einschränkungen würden sich durch medizinische Massnahmen vermindern lassen,
nämlich durch weiterführende Handtherapie einschliesslich Lymphdrainage, weiteres
Tragen der Kompressionshandschuhe, konsequenten Wärmeschutz und gute
Handpflege, Vermeiden von Verwundungen an den Händen und, falls sich im Verlauf an
den Händen noch zusätzlich entzündliche Gelenksveränderungen zeigen sollten,
allenfalls durch Beginn einer Basistherapie. Grundsätzlich könnte dadurch bei gutem
Ansprechen auf die Therapie zumindest eine Teilarbeitsfähigkeit erreicht werden. Eine
prozentuale Aussage sei jedoch schwierig, weil zurzeit das Therapieansprechen
abzuwarten bleibe.
A.q Am 13. Juli 2016 (IV-act. 55) reichte das Sozialamt der Gemeinde für die
Versicherte den Schlussbericht des Arbeitsintegrationseinsatzes ein. Der seit 30. Juni
2015 laufende Einsatz zu 50 % sei wegen der gesundheitlichen Probleme und der
laufenden medizinischen Untersuchungen auf den 30. April 2016 beendet worden. - Im
Bericht des E._ (IV-act. 56) war zu den fachlichen Kompetenzen angemerkt worden,
die Versicherte habe immer Schmerzen gehabt und unausgeglichen gewirkt. Einmal
habe sie schwatzhaft und lebendig gewirkt, tags darauf zurückgezogen und
dünnhäutig. Nach und nach sei sie produktiver geworden und habe keine Pausen mehr
eingelegt. Es bleibe offen, wie stark die Schmerzen Arbeitsgeschwindigkeit und
Arbeitsqualität beeinflusst hätten. Die Versicherte habe sich mehrheitlich mit ihrer
Krankheit definiert. Die persönlichen Kompetenzen waren (bei einer Skala von 1 bis 6)
mit Bewertungen von 3 (bei Ausdauer, Belastbarkeit; Konzentrationsfähigkeit;
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Flexibilität) bis 4.5 (z.B. Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit; Arbeitsmotivation) bewertet
worden, darunter die Lern- und Leistungsbereitschaft mit 4. Bei den sozialen
Kompetenzen war überwiegend eine 5 (z.B. Umgang mit Kunden) erreicht worden.
A.r Die Dermatologische Klinik am Spital L._ gab am 27. Juli 2016 (IV-act. 58)
bekannt, mehr als die im Bericht vom Juli 2015 enthaltenen Informationen seien nicht
vorhanden.
A.s Dr. B._ berichtete am 26. September 2016 (IV-act. 61), er habe die Versicherte
seit dem letzten Bericht einmal (am 2. August 2016) gesehen und zweimal
telefonischen Kontakt gehabt, ausserdem habe sie sein Kollege einmal (am 25. Juli
2016) gesehen. Die Situation habe sich nicht wesentlich verändert. Die Versicherte sei
mittlerweile in alternativmedizinischer Betreuung. - Das Psychiatrie-Zentrum D._
hatte gemäss dem beigelegten Bericht vom 1. März 2016 (IV-act. 61-2 f.) einzig noch
die Diagnose einer leichten depressiven Störung ohne somatisches Syndrom
angegeben. Die Versicherte habe bisher eine ausgeprägte Leistungsorientierung und
perfektionistische Überzeugung gezeigt. Im Rahmen der
Wiedereingliederungsversuche im E._ habe sie diese Vorgaben an sich selbst
anpassen und den eigenen physischen und psychischen Zustand besser akzeptieren
können. Eine ADHS-Diagnose habe ausgeschlossen werden können.
A.t Die Klinik für Rheumatologie am Spital L._ gab im Bericht vom 21. September
2016 (IV-act. 63) unter anderem an, die Diagnose betreffend die Gelenke werde jetzt
als Arthritis eingestuft. Es bestünden Schmerzen vor allem der Handgelenke/Hände.
Eine die Hände nicht belastende Tätigkeit sei der Versicherten zumutbar. Abhängig von
der Belastung sei auch eine normale Arbeitszeit zumutbar.
A.u Der RAD erklärte am 9. Dezember 2016 (IV-act. 66), eine undifferenzierte
Kollagenose ohne erosive Arthritis sei keine für eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
relevante Diagnose. Es spreche nichts für eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in
einer leidensadaptierten Tätigkeit. Weitere Abklärungen seien nicht angezeigt. Wenn im
Arbeitsprogramm nicht mehr habe geleistet werden können, sei dies als Hinweis auf
suboptimales Leistungsverhalten der Versicherten zu werten. Gegen Ende sei das
Pensum von 50 % immerhin ohne Pauseneinlagen möglich gewesen.
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A.v Nach einer dritten Gewährung des rechtlichen Gehörs am 12. Dezember 2016 (IV-
act. 67) ohne nachfolgende Reaktion der Versicherten wies die
Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Leistungsgesuch mit
Verfügung vom 13. Januar 2017 (IV-act. 68) ab. Es liege kein Invaliditätsgrad vor.
B.
Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsagent Edwin Bigger, RGB
Consulting, für die Betroffene am 13. Februar 2017 erhobene Beschwerde. Der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei
aufzuheben und die Sache zur Durchführung weiterer Abklärungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche
Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren. In den für eine entscheidende
Frage massgebenden Bereichen habe die Beschwerdegegnerin als
Sozialversicherungsträgerin den Sachverhalt (gemäss Ueli Kieser, ATSG-Kommentar zu
Art. 43) bis zu seiner zweifelsfreien Eruierung abzuklären. Der Verzicht der
Beschwerdegegnerin auf die Erhebung notwendiger oder beantragter Beweismittel im
Sinn der antizipierten Beweiswürdigung sei nach der Rechtsprechung des
Bundesgerichts nur statthaft, wenn der Sachverhalt aufgrund der eigenen
umfassenden Abklärungen rechtsgenüglich erstellt sei. Auf RAD-Berichte könne nur
abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an
einen ärztlichen Bericht genügten. Wenn es im Wesentlichen nur um die Beurteilung
eines feststehenden medizinischen Sachverhaltes gehe und sich neue Untersuchungen
erübrigten, sei nicht zwingend erforderlich, dass die versicherte Person untersucht
werde. Diesfalls könne auch ein reines Aktengutachten voll beweiswertig sein. Doch
seien dann bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Eine fehlende
fachspezifische Qualifikation stelle ein Indiz gegen die Zuverlässigkeit und den
Beweiswert eines ärztlichen Berichts dar. Auf eine blosse RAD-Aktenbeurteilung könne
die Beschwerdegegnerin nicht abstellen. Über den Zustand der Beschwerdeführerin
befinde sich in den Akten bis anhin kein fachärztliches Gutachten, das auf allseitigen
Untersuchungen und den vollständigen Vorakten beruhe, die geklagten Beschwerden
berücksichtige und nachvollziehbar begründet sei. Die Aktenlage sei vielmehr äusserst
dürftig und lückenhaft und in wesentlichen Belangen unzureichend. Die Frage nach der
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tatsächlichen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten
Tätigkeit trotz der unterschiedlichen Erkrankungen und Beeinträchtigungen sei nicht
geklärt worden. Dieser Frage sei die Beschwerdegegnerin gar nie gezielt
nachgegangen. Sie stelle sich auf den Standpunkt, es spreche nichts für eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit. Das sei jedoch
eine blosse Annahme. Die Akten gäben dazu keine Antwort. Ausserdem lägen lediglich
monodisziplinäre Einschätzungen vor, während keine Gesamtbetrachtung
stattgefunden habe. Bei der polymorbiden und komplexen Gesundheitsproblematik
wäre aber wichtig, die Wechselwirkungen der Leiden aus den einzelnen Disziplinen zu
betrachten und zu würdigen. Es müsse zwingend eine Arbeitsfähigkeitseinschätzung
eingeholt werden, die allen Beschwerden interdisziplinär Rechnung trage. Selbst wenn
die Beschwerdeführerin nämlich aus rein psychiatrischer, rein rheumatologischer und
rein internistischer Sicht praktisch uneingeschränkt arbeitsfähig sein sollte, sei damit
noch nicht gesagt, dass gesamthaft betrachtet keine wesentliche Einschränkung
vorliege und sie eine volle Arbeitsleistung zu erbringen vermöge. Die
Beschwerdeführerin habe zudem mehrfach dargelegt, dass sie sehr an einer
Wiedereingliederung interessiert sei. Die Beschwerdegegnerin habe nach der zu
Unrecht ergangenen Mitteilung, berufliche Massnahmen seien nicht angezeigt, weil die
Beschwerdeführerin Hausfrau sei, keinerlei Überlegungen im Hinblick auf eine
Unterstützung bei einer möglichen Wiedereingliederung mehr angestellt. Sie sei passiv
geblieben, obwohl sie erkannt habe, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall
voll erwerbstätig wäre, obwohl der RAD Eingliederungspotenzial angenommen und
einen Arbeitsbeginn mit einem 50 %-Pensum empfohlen habe und obwohl Dr. B._
sie (die Beschwerdegegnerin) um diesbezügliche Unterstützung der
Beschwerdeführerin ersucht habe. Die Begründung, es sei anzunehmen, die
Beschwerdeführerin sei an Eingliederungsmassnahmen nicht interessiert, weil sie auf
die Mitteilung nicht reagiert habe, sei stossend. Die Vorgehensweise sei nicht
zielführend und nicht adäquat; dem Namen als Eingliederungsversicherung werde die
IV damit jedenfalls nicht einmal ansatzweise gerecht. Die Beschwerdeführerin habe ihre
Bereitschaft zur Rückkehr in den Arbeitsprozess mehrfach geäussert und damit implizit
um Hilfe gebeten und habe trotz seitens der Beschwerdegegnerin ausgebliebener Hilfe
eine Tätigkeit von 50 % in einem Einsatzprogramm für Stellenlose begonnen. Die
Tätigkeit habe sie nach einigen Monaten wegen gesundheitlicher Probleme aufgeben
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müssen. Das alles sei von der Beschwerdegegnerin nicht berücksichtigt worden. Die
IV-Berufsberater hätten festzustellen, inwieweit eine versicherte Person die
Arbeitsfähigkeit in konkret zu bezeichnenden Berufen verwerten könne. Es bleibe völlig
unklar, welche konkrete leidensangepasste Hilfsarbeitertätigkeit sich die
Beschwerdegegnerin für die Beschwerdeführerin, die in allen bisherigen Tätigkeiten
stark mit den Händen habe arbeiten müssen, vorstellen könne. Auch ein einmal - hier
vorschnell - gefällter Entscheid, den Fall zur Rentenprüfung weiterzugeben, dürfe nicht
dazu führen, dass weitere Eingliederungsbemühungen ein für alle Mal ausser Betracht
fielen, zumal beispielsweise Integrationsmassnahmen selbst bei Rentenbezügern in
Frage kommen könnten (wie in Art. 8a IVG vorgesehen). Es wäre wichtig, vorliegend ein
interdisziplinäres Case Management aufzuziehen. Die Beschwerdegegnerin hätte
abklären müssen, ob die vom RAD grundsätzlich bejahte Eingliederungsfähigkeit mit
Hilfe von Integrationsmassnahmen voraussichtlich erreicht oder verbessert werden
könne. Hierfür genüge eine mindestens sechs Monate dauernde Arbeitsunfähigkeit von
mindestens 50 %; Erwerbsunfähigkeit oder Invalidität seien nicht vorausgesetzt. Die
Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei aber noch nicht rechtsgenüglich
abgeklärt. Selbst wenn genügend verwertbare Ressourcen bestünden, sei eine
Selbsteingliederung der Beschwerdeführerin angesichts des bisherigen Verlaufs und
der multimorbiden Problematik äusserst unwahrscheinlich und werde mit zunehmender
Dauer der Untätigkeit eine Wiedereingliederung unrealistischer. Die lange
Verfahrensdauer ohne jegliche Unterstützung durch die Beschwerdegegnerin sei
zusätzlich kontraproduktiv gewesen. Für die psychische Verfassung der
Beschwerdeführerin wäre es wichtig, ihr Perspektiven aufzuzeigen. Sie sei nicht in
erster Linie an einer Rente interessiert, sondern an aktiver Unterstützung, um mittel-
und langfristig wieder im ersten Arbeitsmarkt eingegliedert zu sein und ohne fremde
Hilfe auszukommen.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 30. März 2017 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Selbst von den behandelnden Ärzten werde der
Beschwerdeführerin keine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Aus psychiatrischer Sicht
bestehe nicht einmal eine Diagnose mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Somatisch
betrachtet sei - einzig - auf die Einschränkungen bezüglich der Hände (Kälteschutz)
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Rücksicht zu nehmen. Alle Fachärzte würden der Beschwerdeführerin eine volle
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit attestieren. Eine polydisziplinäre Betrachtung
sei daher nicht notwendig. Ein Gesundheitsschaden, der die Arbeitsfähigkeit
einschränken würde, sei nicht ausgewiesen. Eine Bestätigung dieses Faktums durch
ein Gutachten erachte sie (die Beschwerdegegnerin) aus antizipierter Beweiswürdigung
als nicht erforderlich. Die Beschwerdeführerin erfülle auch nicht das Kriterium von Art.
6 ATSG, denn sie sei nicht arbeitsunfähig. Daher habe sie nicht nur keinen Anspruch
auf eine Rente, sondern auch weder Anspruch auf Integrationsmassnahmen noch auf
sonstige berufliche Massnahmen.
D.
Am 3. April 2017 ist dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege
(Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung) entsprochen worden.
E.
Mit Replik vom 17. Mai 2017 bringt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vor,
die fachärztlichen Einschätzungen äusserten sich nicht über die Arbeitsfähigkeit in
einer leidensadaptierten Tätigkeit. Die Klinik für Rheumatologie am Spital L._ habe
zwar erklärt, es bestehe für eine angepasste Arbeit volle Arbeitsfähigkeit, gleichzeitig
aber auch, bei gutem Ansprechen auf die Therapie könne zumindest eine
Teilarbeitsfähigkeit erreicht werden. Eine prozentuale Aussage sei schwierig; das
Therapieansprechen sei abzuwarten. Wie eine auf dem Arbeitsmarkt auch tatsächlich
vorhandene, der Beschwerdeführerin zumutbare Tätigkeit ohne Belastung der Hände
tatsächlich aussehen könnte, bleibe ausserdem unklar. Der ihr ohne weitergehende
Ausbildungen zugängliche Arbeitsmarkt beschränke sich auf Stellen, bei denen sie die
Hände auch weiterhin im bisherigen Umfang müsste einsetzen können. Die
Einschätzung der Klinik für Rheumatologie am Spital L._ sei wesentlich
zurückhaltender als von der Beschwerdegegnerin dargestellt. Wenn die
Beschwerdegegnerin lediglich den Kälteschutz als notwendige Vorkehrung betreffend
die Hände erwähne, bagatellisiere sie die Einschränkungen im Widerspruch zur
ausgewiesenen tatsächlichen Problematik. Der Wiedereingliederungsversuch habe
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aufgrund der Schmerzen beendet werden müssen, obschon die Beschwerdeführerin
keine körperlich schweren Arbeiten mit übermässiger Belastung der Hände habe
verrichten müssen und bei konstanten Temperaturen drinnen habe arbeiten können. Es
frage sich, welche Tätigkeiten tatsächlich noch zumutbar seien und ob die
verbleibende Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise noch nachgefragt werde. Nicht erst eine übermässige
Beanspruchung der Hände führe offensichtlich zu erheblichen Problemen. Das
Psychiatrie-Zentrum D._ erachte die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin gemäss
dem Bericht vom 2. Februar 2016 zwar als um maximal 10 % eingeschränkt, erwähne
aber bei fortbestehenden körperlichen Beschwerden, die hier feststünden, das Risiko
einer depressiven Entwicklung. Zur späteren Entwicklung könne mangels neuerer
Berichte keine Aussage gemacht werden. Dass die RAD-Ärztin zum Schluss komme,
es spreche nichts für eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
in einer adaptierten Tätigkeit, sei nicht verwunderlich, weil sich den Akten hierzu kaum
Antworten entnehmen liessen. Eine Diskussion der Wechselwirkungen zwischen den
verschiedenen Leiden fehle.
F.
Die Beschwerdegegnerin hat am 14. Juni 2017 auf die Erstattung einer Duplik
verzichtet.

Erwägungen
1.
1.1 Im Streit liegt die Verfügung vom 13. Januar 2017, mit welcher die
Beschwerdegegnerin gemäss dem Dispositiv "das Leistungsgesuch" der
Beschwerdeführerin vom 21./23. Juli 2014 abgewiesen hat. Die Begründung nimmt
allein auf den (bei Invaliditätsgrad null abzulehnenden) Rentenanspruch Bezug.
1.2 Berufliche Eingliederungsmassnahmen hatte die Beschwerdegegnerin zunächst
mit einer Mitteilung vom 21. August 2014 abgelehnt, weil sie für die
Beschwerdeführerin als Hausfrau nicht angezeigt seien. Nachdem sie ihre
diesbezügliche Beurteilung geändert (Qualifikation der Beschwerdeführerin als
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Vollerwerbstätige) und der RAD ein Eingliederungspotenzial der Beschwerdeführerin
beschrieben hatte, nahm die Beschwerdegegnerin die Eingliederungsfrage am 20.
Januar 2015 jedoch nochmals auf. Aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin
auf die Mitteilung vom 21. August 2014 nicht reagiert hatte, schloss sie auf deren
Desinteresse (IV-act. 23). Sie erliess dazu allerdings keine Verfügung und versandte
auch keine Mitteilung. Dr. B._ ersuchte im zeitlichen Rahmen des
Vorbescheidsverfahrens am 26. März 2015 für die Beschwerdeführerin um Prüfung von
beruflichen Massnahmen. Er besass keine Vertretungsmacht, die Beschwerdegegnerin
machte ihn jedoch nicht darauf aufmerksam. Bei dieser Sachlage ist im Ergebnis davon
auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin mit der angefochtenen Verfügung -
entsprechend dem Dispositiv - auch jeglichen Anspruch der Beschwerdeführerin auf
Massnahmen ausschloss. In der Beschwerdeantwort begründete sie denn auch, es
fehle hierzu an der erforderlichen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin. Auch die
entsprechenden Ansprüche bilden somit Streitgegenstand.
1.3 Die Beschwerdeführerin lässt mit der Beschwerde eine Rückweisung zur
ergänzenden Abklärung beantragen. Als beanspruchte Leistungen werden nicht nur
Rentenleistungen, sondern hauptsächlich berufliche Massnahmen bezeichnet.
2.
2.1 Nach Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität bedrohte
versicherte Personen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese
notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im
Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern (lit.
a), und soweit die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen
erfüllt sind (lit. b). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem in
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Art. 8 Abs.
3 lit. abis IVG) und in den Massnahmen beruflicher Art selber (Berufsberatung,
erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; Art. 8
Abs. 3 lit. b IVG). - Arbeitsunfähige Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben
Anspruch auf eine aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes
(Art. 18 Abs. 1 lit. a IVG).
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2.2 Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.
2.3 Art. 8 Abs. 1 ATSG umschreibt Invalidität als die voraussichtlich bleibende oder
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
(als Folge unter anderem von Krankheit, vgl. Art. 4 Abs. 1 IVG) verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor,
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). - Eine
Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann entsprechend nur relevant sein, wenn sie
Folge einer fachärztlich einwandfrei diagnostizierten Gesundheitsbeeinträchtigung ist
(vgl. Bundesgerichtsentscheid 9C_125/2015 E. 5.3, BGE 130 V 396).
2.4 Rechtsprechungsgemäss sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu
stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens
entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende
Abklärungen vorzunehmen (Bundesgerichtsentscheid 9C_524/2017 E. 5.1, BGE 143 V
58 E. 5.1).
3.
3.1 Nach der medizinischen Aktenlage wurden bei der Beschwerdeführerin in
verschiedener Hinsicht fachärztliche Abklärungen getroffen. Zusammenfassend ergab
sich dabei unter den einzelnen Disziplinen diagnostisch Folgendes:
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3.1.1 Rheumatologisch betrachtet wurden nachstehende Leiden fachärztlich
festgestellt: ein Vd. a. eine [milde] undifferenzierte Kollagenose (mit u.a. Raynaud-
Syndrom seit Jugend, ausgeprägten puffy fingers und pathologischer
Kapillarmikroskopie 01/16) und ein lumbo-spondylogenes Syndrom (mit Skoliose,
Hüftimpingement rechts und myofaszialer Problematik ischiocrural und gluteal rechts;
vgl. Bericht der Klinik für Rheumatologie am Spital L._ vom 2. Februar 2016, IV-act.
51-5). Gemäss IV-Arztbericht vom 15. April 2016 (IV-act. 54-2) lag ausserdem eine
Osteoporose der LWS bei Osteopenie im Bereich der Femora vor. Im Bericht vom 21.
September 2016 wurde (nebst einem Hinweis auf den Bericht vom 15. April 2016)
erklärt, "Gelenke: jetzt als Arthritis eingestuft" (IV-act. 63-3).
3.1.2 Gastroenterologisch wurden erhoben: ein obstipationsbetontes chronisches
Reizdarmsyndrom (vgl. Bericht des Spitals K._ [Gastroenterologie], IV-act. 19; bzw.
C-IBS mit diffusen Abdominalgien, vermehrtem Meteorismus und Bauchdistension, IV-
act. 11-9), eine kleine Nabelhernie, eine kortikale Nierenzyste rechts (DD Bosniak II F),
Dislipidämie und diskreter Zinkmangel (vgl. Bericht des Spitals K._
[Gastroenterologie] vom 21. Juli/15. August 2014, IV-act. 11-9 f). Weitere Abklärungen
auf der gastroenterologischen Klinik hat die Beschwerdeführerin abgelehnt.
3.1.3 Die endokrinologische Abklärung ergab eine langjährige sekundäre Amenorrhoe
(hypogonadotroper Hypogonadismus, aktuell grenzwertig), langjähriges Untergewicht
(ak¬tuell BMI 20.2 kg/m2), eine makrozytäre hyperchrome Anämie und eine
Hypercholesterinämie (vgl. Bericht des Spitals K._ [Endokrinologie] vom 16. Juni
2014, IV-act. 11-6; im gastroenterologischen Bericht vom 21. Juli/15. August 2014, IV-
act. 11-10, war erwähnt worden, dass anamnestisch der Verdacht auf ein Sheehan
Syndrom bestanden habe, vgl. Bericht des Spitals K._ [Endokrinologie] vom 16. Juni
2014, IV-act. 11-7). - Es wurde darauf hingewiesen, dass bei Persistenz der
abdominellen Symptome allenfalls nochmals eine gastroenterologische und
gynäkologische Abklärung erfolgen müsste. Eine gastroenterologische Abklärung ist -
so weit oben geschildert - erfolgt.
3.1.4 Dermatologisch bestehen eine Hypersensibilität auf Kontrastmittel,
Medikamenten-Unverträglichkeit und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten (vgl. IV-
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Arztbericht der Dermatologischen Klinik am Spital L._ vom 21. Juli 2015, IV-act.
35-2; vgl. IV-act. 58).
3.1.5 Psychiatrisch schliesslich wurde eine leichte depressive Störung ohne
somatisches Syndrom diagnostiziert (Berichte des Psychiatrie-Zentrums D._ vom 2.
Februar 2016, IV-act. 50-3, und vom 1. März 2016, IV-act. 61-2), vormals waren
zusätzlich akzentuierte Persönlichkeitszüge mit sehr leistungsorientierten,
perfektionistischen und dependenten Persönlichkeitsanteilen genannt worden (vgl.
Bericht vom 8. Oktober 2015, IV-act. 51-3). Ein ADHS war ausgeschlossen worden (IV-
act. 61-2 f.).
3.2 Was die medizinisch zumutbare Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin betrifft,
zeigte sich zusammengestellt was folgt.
3.2.1 Gemäss dem Bericht der Klinik für Rheumatologie am Spital L._ vom 15. April
2016 ist eine Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin für eine die Hände stark
belastende Tätigkeit nicht gegeben, für eine die Hände nicht belastende, angepasste
Tätigkeit ist sie hingegen zu 100 % vorhanden (IV-act. 54-4). Gleichzeitig wurde bei der
Frage nach einer Verminderungsmöglichkeit der Einschränkungen durch medizinische
Massnahmen festgehalten, bei gutem Ansprechen auf eine (für den Fall, dass sich im
Verlauf entzündliche Gelenksveränderungen an den Händen noch zusätzlich zeigen
würden, einzusetzende) Basistherapie könne mindestens Teilarbeitsfähigkeit erreicht
werden. Im jüngeren Bericht vom 21. September 2016 wurde bestätigt, die bisherige
Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar; es bestünden Schmerzen
vor allem der Handgelenke/Hände. Eine diesbezüglich nicht belastende Tätigkeit sei
zumutbar, und zwar abhängig von dieser Belastung auch während einer normalen
Arbeitszeit (IV-act. 63-4).
3.2.2 Das Spital K._ [Gastroenterologie] wies für die Arbeitsfähigkeit am 17.
Dezember 2014 (IV-act. 19) auf die Beurteilung des Hausarztes hin. Sie [die Klinik]
selbst könne die Arbeitsfähigkeit nicht beurteilen, da die Beschwerdeführerin nur
zweimal konsultativ untersucht worden sei. Es wurde dargelegt, dass in den letzten
Jahren praktisch immer eine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Die
Beschwerdeführerin könne aufgrund der Abdominalschmerzen kaum sitzen und
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verspüre dann ein ausgeprägtes Stechen im Bauch und sei ausserdem rasch
erschöpft.
3.2.3 Vom Spital K._ [Endokrinologie] wurden keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit
gemacht.
3.2.4 Den dermatologischen Diagnosen wurde kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
beigemessen. Die Arbeitsfähigkeit (sc. insgesamt) sei nicht bekannt.
3.2.5 Aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht bestehen gemäss den
entsprechenden Berichten keine Einschränkungen der Leistungsfähigkeit (IV-act. 50-5)
bzw. es habe seit ca. Herbst 2014/2015 eine diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit von null
bis maximal 10 % bestanden (IV-act. 50-4).
4.
4.1 Es zeigt sich nach dem Dargelegten, dass bei der Beschwerdeführerin fachärztlich
festgestellte Leiden verschiedener Art zusammenfallen.
4.2
4.2.1 Eine Relevanz für die Arbeitsfähigkeit kommt nach der gegenwärtigen Aktenlage
namentlich den rheumatologischen Einschränkungen der Beschwerdeführerin zu,
machen sie doch eine Arbeit in einer die Hände stark belastenden Tätigkeit für sie
unzumutbar. Dabei liegen die im Bericht der Klinik für Rheumatologie am Spital L._
vom 15. April 2016 angegebenen Arbeitsunfähigkeitseinschätzungen für eine "die
Hände stark belastende" Tätigkeit und für eine "die Hände nicht belastende" Tätigkeit
diametral auseinander. Dasselbe zeigt sich bei Würdigung des Berichts vom 21.
September 2016, nach welchem das Ausmass der zumutbaren Arbeitsleistung vor
allem vom Umfang der Belastung der Handgelenke/Hände abhängig ist. Bei
geringfügiger Belastung wird eine normale Arbeitszeit für zumutbar gehalten, für die
bisherige Tätigkeit besteht keine Arbeitsfähigkeit. Eine nähere Umschreibung der
Belastungsprofile, von denen dabei je ausgegangen wurde, fehlt. Angesichts der
ausschlaggebenden Differenz in der Arbeitsfähigkeitsschätzung (100 %/null) ist eine
diesbezügliche Konkretisierung allerdings - namentlich im Hinblick auf die nachfolgend
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erforderliche Beurteilung der erwerblichen Möglichkeiten der Beschwerdeführerin
(unten E. 5.3) - unabdingbar.
4.2.2 Die Angabe im Bericht der Klinik für Rheumatologie am Spital L._ vom 15. April
2016, wonach bei gutem Ansprechen auf eine Basistherapie mindestens
Teilarbeitsfähigkeit erreicht werden könne, scheint sich auf Tätigkeiten mit starker
Handbelastung bezogen zu haben, wo Arbeitsunfähigkeit angenommen wurde. Das
wird zu klären sein. Die entsprechende Behandlung ist danach zudem nur für den Fall
indiziert, dass sich im Verlauf zusätzlich entzündliche Gelenksveränderungen an den
Händen zeigen würden. Im späteren Bericht der Klinik für Rheumatologie am Spital
L._ vom 21. September 2016 wurde in der Folge wie erwähnt darauf hingewiesen,
dass das Gelenksleiden der Beschwerdeführerin nun als Arthritis eingestuft werde. Der
RAD hatte eine undifferenzierte Kollagenose ohne erosive Arthritis zuvor als für die
Arbeitsfähigkeit irrelevante Diagnose betrachtet. Wie es sich jedoch angesichts der
Diagnoseänderung mit der zumutbaren Arbeitsfähigkeit verhält, ist ungeklärt geblieben.
4.2.3 Dazu kommt, dass es sich bei dem massiven Aufquellen beider Hände mit
starken Schmerzen bzw. den ausgeprägten puffy fingers nach Lage der gegenwärtig
vorhandenen Akten um eine Beeinträchtigung handelt, die in der kalten Jahreszeit
verstärkt auftritt. Es fragt sich damit, wie es sich diesbezüglich mit der Arbeitsfähigkeit
verhält, das heisst, ob Schwankungen anzunehmen seien. Ausserdem erwähnte Dr.
B._, dass zunehmend auch die Füsse betroffen seien, was mitzuberücksichtigen ist.
4.3 Fachärztlich-gastroenterologisch betrachtet war (im Dezember 2014) wie erwähnt
erklärt worden, in den letzten Jahren habe praktisch immer eine Arbeitsunfähigkeit der
Beschwerdeführerin bestanden. Dies lässt sich nach der Aktenlage jedoch nicht - wie
von der Klinik offenbar angenommen - auf Atteste von Dr. B._ stützen; jener Arzt
hatte bis September 2014 nämlich keine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Eine aktuelle
eigene Arbeitsfähigkeitsschätzung wurde vom Spital K._ [Gastroenterologie] nicht
abgegeben; die Arbeitsfähigkeit könne nicht beurteilt werden. Zwar hatte die
Beschwerdeführerin einerseits weitere diesbezügliche Abklärungen der betreffenden
Klinik nicht gewünscht (vgl. IV-act. 19-3) und hat anderseits die Klinik für
Rheumatologie am Spital L._ in ihrem Bericht vom 15. April 2016 (nebst den
Polyallergien und Unverträglichkeiten) auch die ("fachfremde") Reizdarmsymptomatik
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der Beschwerdeführerin (mit-) berücksichtigt und sie als Diagnose ohne Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit bezeichnet. Letzteres genügt indessen für eine stichhaltige
gastroenterologische Arbeitsfähigkeitsbeurteilung bei den vorliegenden Gegebenheiten
nicht.
4.4 Nebst dem bereits dargelegten Abklärungsbedarf fällt vorliegend vor allem auch
ins Gewicht, dass bei vielfältige Aspekte betreffenden gesundheitlichen
Beeinträchtigungen, wie sie bei der Beschwerdeführerin zusammenkommen, für das
Ergebnis der Leistungsfähigkeit eine gesamthafte Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
erforderlich ist, die vorliegend bis anhin fehlt. Im dermatologischen Bericht, der als
solcher bei gegebenem Aktenstand darauf hindeutet, dass rein unter diesem Aspekt
keine Arbeitsunfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit besteht, ist entsprechend zu
Recht festgehalten worden, die Arbeitsfähigkeit insgesamt sei nicht bekannt. Das
Psychiatrie-Zentrum D._, das der Beschwerdeführerin für eine angepasste Tätigkeit
gemäss den bis anhin vorliegenden Akten wie erwähnt keine bzw. keine relevante
Arbeitsunfähigkeit (null bis maximal 10 %) attestierte, erwähnte, es wäre aus seiner
Sicht eine umfassende somatische und psychiatrische Abklärung angezeigt (vgl. IV-act.
50-4). Das Zusammenfallen gesundheitlicher Beeinträchtigungen kann denn auch eine
(zusätzliche) Erschwernis bedeuten (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des
Kantons St. Gallen vom 19. Juni 2014, IV 2012/188 E. 3.8). Eine ganzheitliche
Beurteilung hat allen Beschwerden und den gegenseitigen Wechselwirkungen
Rechnung zu tragen. Selbst aus einer in verschiedenen Disziplinen festgestellten je
praktisch uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit kann nicht ohne Weiteres auf eine
gesamthaft vorliegende volle Arbeitsfähigkeit geschlossen werden (vgl. betreffend den
dort beurteilten Sachverhalt den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.
Gallen vom 11. Mai 2015, IV 2013/187 E. 2.3).
4.5 Dass Dr. B._ als den Gesamtzustand der Beschwerdeführerin betrachtender
Hausarzt (zunächst) bis zum 15. September 2014 keine Arbeitsunfähigkeit attestierte,
vermag die erforderliche fachärztliche Gesamtbeurteilung im Übrigen nicht zu ersetzen,
denn die Beschwerdeführerin war bereits seit Februar 2010 (vgl. IV-act. 63) nicht mehr
erwerbstätig gewesen, so dass von keinem Arbeitgeber
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen erwartet worden waren. Für die Annahme einer
vollen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin genügt auch nicht etwa, dass der
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Beweiswert der von Dr. B._ später abgegebenen Arbeitsunfähigkeitsbeurteilungen
dadurch geschwächt ist, dass der Arzt, wie sich aus den Angaben zu Ziff. 1.2 und der
Formulierung der Antwort bei Ziff. 1.3 schliessen lässt, dabei nicht die medizinisch-
theoretische Arbeitsfähigkeit allein (vgl. Ziff. 1.2) beurteilt, und sich wesentlich auf die
Angaben der Beschwerdeführerin (vgl. Ziff. 1.3) abgestützt zu haben scheint.
4.6 Im Übrigen sind fachärztlich für bestimmte Sachverhaltskonstellationen mögliche
Abklärungsmassnahmen vorgeschlagen worden. Unter der Voraussetzung einer trotz
Massnahmen (Ernährungsberatung, osteopathische bzw. Narben-Therapie)
ausbleibenden Besserung hatte das Spital K._ [Gastroenterologie] eine diagnostische
Laparoskopie mit der Frage nach Adhäsionen (mit ggf. anschliessender Adhäsiolyse)
empfohlen. Das Spital K._ [Endokrinologie; die Klinik] ihrerseits hatte für den Fall
einer Persistenz der abdominellen Symptome allenfalls noch eine gynäkologische
Abklärung befürwortet. Beide Abklärungen haben nach der Aktenlage bis anhin nicht
stattgefunden oder sind nicht dokumentiert. Ob sie erforderlich seien, ist bei gegebener
Aktenlage nicht beurteilbar. - Die Beschwerdeführerin ist in diesem Zusammenhang
allerdings nebenbei daran zu erinnern, dass sich eine versicherte Person den für eine
Beurteilung notwendigen und zumutbaren Untersuchungen zu unterziehen hat (vgl. Art.
43 Abs. 2 ATSG).
5.
5.1 Die Beschwerdegegnerin wird demnach - zusammenfassend - ergänzende
fachärztliche medizinische Abklärungen zu treffen haben.
5.2 Falls sich dabei in psychiatrischer Hinsicht eine Arbeitsunfähigkeit ergeben sollte,
würden rechtsprechungsgemäss die Standardindikatoren zu berücksichtigen sein.
5.3 Anlässlich der ergänzenden medizinischen Abklärung wird wie erwähnt (vgl. E.
4.2.1) insbesondere näher zu beschreiben sein, welche Arbeiten für die
Beschwerdeführerin krankheitsbedingt nicht mehr in Betracht fallen und welche ihr
noch zumutbar sind; nach gegenwärtigem Aktenstand fragt sich namentlich, welche
Tätigkeiten die Hände medizinisch gesehen stark und welche sie nicht belasten. Denn
bis anhin ist von ärztlicher Seite erst allgemein umschrieben worden, dass die
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Beschwerdeführerin Arbeiten vermeiden muss, welche die Hände stark beanspruchen
oder in Kälteexposition stattfinden (bzw. sie muss auf Wärmeschutz achten).
Massgebend werden in der Folge die Arbeitsmöglichkeiten der Beschwerdeführerin auf
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt sein, wie er für die Ermittlung des
Invalideneinkommens zu fingieren ist. Dieser ist gekennzeichnet durch ein gewisses
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage für Arbeitskräfte und weist einen
Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf, und zwar sowohl bezüglich der dafür
verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des
körperlichen Einsatzes. Von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten darf nicht
ausgegangen werden. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und
Verdienstaussichten sind zwar keine übermässigen Anforderungen zu stellen. Da bei
der Beschwerdeführerin die Hände beeinträchtigt sind, deren Einsatz für jegliche
Tätigkeiten mehr oder weniger vorausgesetzt ist, wird jedoch vorliegend erforderlich
sein, ihre Arbeitsmöglichkeiten konkreter als bisher abzuklären und zu beschreiben.
6.
6.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 13. Januar 2017 teilweise gutzuheissen und die Sache
ist zur ergänzenden medizinischen Abklärung, gebotener Weise in Form einer
polydisziplinären Begutachtung, im Sinn der Erwägungen und zu entsprechender neuer
Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.2 Eine solche Rückweisung stellt praxisgemäss aus prozessualer Sicht ein
vollständiges Obsiegen (der Beschwerdeführerin) dar (vgl. BGE 137 V 57). Es
rechtfertigt sich daher, der Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten, die nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festgelegt werden (Art. 69 Abs.
1bis IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP/SG). Eine Entscheidgebühr
von Fr. 600.-- erscheint angemessen. - Die am 3. April 2017 bewilligte unentgeltliche
Prozessführung (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung) braucht nicht in Anspruch genommen zu werden.
6.3 Die Beschwerdeführerin hat bei diesem Ausgang des Verfahrens gegenüber der
Beschwerdegegnerin Anspruch auf Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht ohne
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Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der
Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff.
VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand angemessen
erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer).