Decision ID: 90bd7dea-e507-40fa-92b8-afe7258a90f8
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1983
geborene
X._
, Polymechaniker mit Fähigkeitsausweis
und diplomierter
Bach
e
lor
of
Arts ZFH in Kommunikation,
war
zuletzt als Redaktor bei der
Y._
AG mit einem 50 %-Pensum
tätig. Am 13. Juli
respektive
20. September
2018
meldete
er sich
unter Hinweis
auf rezidivierende
De
pressionen und eine
Angst- und Panikstörung als Folge einer psychotischen Episode (2009)
bei der Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug
an (
Urk. 7/4,
Urk. 7/11
).
In der Folge
nahm
die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
erwerbliche und medizinische
Abklärungen vor
und teilte dem Ver
sicherten am 28. September 2018 mit, dass Eingliederungsmassnahmen nicht angezeigt seien, da eine
Pensumserhöhung
aufgrund des Gesundheitszustands aktu
ell nicht möglich sei und er am Arbeitsplatz keine Unterstützung benötige (Urk. 7/15).
Mit Vorbescheid vom 22. März 2019 (Urk. 7/23) stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen der Versicherte am
7. Mai 2019
unter Auflage eines neuen Arztberichts (Urk. 7/30)
Einwand (Urk. 7/
27, Urk. 7/31) erhob. Am 21. Juni 2019 verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 17. Juli 2019 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die Verf
ügung vom 21. Juni 2019
sei aufzuheben und
es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 29. August 2019 (Urk. 6) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 8. September 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE
145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
2.1, 130 V 396
E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objek
tivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE
145 V 215 E. 5.3.2,
143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13
9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktio
nelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbs
tätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
beurteilen die RAD die medizi
nischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersu
chungs
ergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wer
tung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie wür
digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
ge
richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG be
tref
fend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver
fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxis
gemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungs
interner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Okto
ber 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Be
schwerdegegnerin begründete die
leistungsabweisende Verfügung vom 21. Ju
ni 2019
(Urk. 2) damit, dass dem
Beschwerdeführer gemäss medizinischen Abklärungen eine angepasste Tätigkeit unter Vermeidung eines hektischen und fordernden Arbeitsumfelds mit hohem sozialem Leistungsdruck zu 80 % zumut
bar sei.
Im Rahmen des Einkommensvergleichs resultiere gestützt auf die Quali
fikation des Beschwerdeführers als zu 80 % Erwerbstätiger (Einschränkung 25 %) respektive zu 20 % im Haushalt Tätiger (Einschränkung 0 %)
ein rentenaus
schliessender Invaliditätsgrad von 20 %
(S. 1 f.)
.
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (Urk.
1), die Beurteilung der RAD-Ärztin könne nicht als Grundlage für die Be
messung der Arbeitsfähigkeit in angepasste
r
Tätigkeit dienen
, da sie mit gravierenden Mängeln behaftet sei. Entsprechend sei auf die Ausführungen des Beschwerdeführers sowie der behandelnden Ärzte abzustellen respektive
– sollte das Gericht zum Schluss kommen, diesen nicht folgen zu können -
ein polydisziplinäres Gutachten einzu
holen.
Im Rahmen des
Einkommensvergleich
s
sei
ferner
von einer invaliditäts
bedingten Arbeitsfähigkeit von höchstens 50 % auszugehen, andererseits recht
fer
tige sich ein leidensbedingter Abzug von 25 % (S. 7 f.
).
3.
3.1
Am
25. Mai 2018 (Urk. 7/18/2-6)
berichteten
Dr.
Z._
, Oberärztin und Fachärztin für Neurologie, Oberpsychologe
A._
und Psychologin
B._
,
Klinik
C._
,
über den zweiten stationären Aufenthalt des Be
schwerdeführers vom 13. März bis 3. Mai 2018, wobei sie folgende Diagnosen stellten
(S. 1):
-
psychiatrisch:
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
-
Panikstörung (ICD-10 F41.0)
-
schädlicher Gebrauch von Benzodiazepinen (ICD-10 F13.1)
-
psychische und Verhaltensstörungen durch Tabak: Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F17.2)
-
paranoide Schizophrenie (einmalige psychotische Episode 2009, ICD-10 F20.0)
-
somatisch
:
-
allergische
Rhinopathie
(ICD-10 J30.3)
-
Schlafapnoe (ICD-10 G47.38)
-
Bandscheibenschäden (ICD-10
M51.8
)
-
Status
nach Unfall mit dem Mountainbike in der Jugend
Die
C._
-Fachpersonen wiesen auf das Vorliegen von Konzentrationsstörungen
sowie
die
Verminderung der emotionalen Schwingungsfähigkeit, des Antriebs und
der Psychomotorik hin. Der Beschwerdeführer sei auf Versagens- und Zukunfts
ängste fokussiert und im Affekt
dysthym
und es bestünden generalisierte
Ängste sowie Panikattacken (S. 2).
Betreffend die exzerpierten lumbalen Beschwerden zeige der aktuelle radiologi
sche Befund eine neu nachweisbare links paramediane, nach kaudal orientierte Bandsc
heibenextrusion LWK5/
SWK1 mit
recessaler
Kompression der S1-Wurzel links sowie eine mediane Bandscheibenprotrusion LWK4/5 ohne Nervenkom
pression. Eine gezielte neurologische Untersuchung zeige im Verlauf keine objektivierbaren Pathologien und bei Angabe einer deutlichen Schmerzreduktion lumbal sowie im linken Bein seien keine weiteren Sc
hritte eingeleitet worden (S. 4; vgl. auch Urk. 7/18
/15
)
.
Im Weiteren führten die
C._
-Fachpersonen
aus, der Beschwerdeführer sei a
m 3. Mai 2018 in Teilremission bezüglich der initialen Symptomatik und ohne Anhalt für akute Selbst- und Fremdgefährdung aus der Klinik ausgetreten. Ihm sei ein Arztzeugnis bis 30. Juni 2018 (100%ige Arbeitsunfähigkeit) mitgegeben worden. Ab 14. Mai 2018 sei ein Arbeitsversuch über vier Wochen geplant mit folgender gradueller Steigerung des Arbeitspensums: 14.
Mai bis 3. Juni 2018: 20 % respektive 8 Stunden;
4.
bis 30. Juni 2018: 40 % respektive 16 Stunden. Weiterhin seien regelmässige Gespräche mit dem Vorgesetzten über Unterstüt
zungsmöglichkeiten zur Konsolidierung der erreichten Stabilität empfehlenswert (S. 4).
Z
ur weiteren Stabilisierung und im Sinne der Rückfallprophylaxe
werde
die Fort
setzung der etablierten Psychopharmakotherapie
empfohlen
. Trotz der Besse
rung der Befindlichkeit im geschützten Rahmen bedürfe der Transfer der erlernten Strategien in den Alltag sicherlich weiterer regelmässiger engmaschiger Beglei
tung
(medikamentöse und psychologische Therapie).
Sofern es zu einer Progre
dienz der l
umbalen Beschwerden komme, sei
eine orthopädische Konsultation
empfehlenswert
(S. 4).
3.2
In ihrem Bericht v
om 22. Oktober 2018 (Urk. 7/20/1
-7) nannte die behandelnde Psychiaterin Dr.
D._
,
Fachärztin für Psychiatrie und Psycho
the
rapie,
folg
ende Diagnosen (S. 4 Ziff. 2.5 f.
):
-
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
r
ezidivierende depressive Störung, Status nach mittelgradiger Episode März bis Juni 2018
(ICD-10 F33.1
), seit Jugendalter
-
Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.0
1
), seit Jugendalter
-
soziale Phobie (ICD-10 F40.1), seit Jugendalter
-
Status nach einmaliger psychotischer Episode bei paranoider Schizophrenie (ICD-10 F20.0), 2009
-
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
sekundär aufgetretener schädlicher Gebrauch von Benzodiazepinen, primär medizinisch verordnet, ohne Entzugssyndrom (ICD-10 F13.1), im Laufe der letzten Jahre
-
Nikotinabhängigkeit (ICD-10 F
17.2)
Dr.
D._
führte aus, dass im Vergleich
zum
Zustand während der depressiven Episode im Frühjahr 2018 aktuell eine weitgehend remittierte depres
sive Symptoma
tik vorliege. Allerdings bestünden
weiterhin eine gedr
ückte Stim
mungslage und
wiederkehrende (seit Sommer 2018 dreimal dokumentierte) suizi
dale Phasen auf äussere Belastungen hin, bedingt durch teilweise schwere inter
personelle Konflikte und begünstigt durch die reduzierte emotionale Belastbarkeit des Beschwerdeführers. Es
lägen zudem Insuffizienzgefühle,
fehlende Perspek
tiven
und
eine seit Jahren anhaltende, auch durch verschiedene therapeutische Interventionen wenig beeinflussbare Angstsymptomatik (vor allem agora
-
und sozialphobische Ängste) mit starker Vermeidungstendenz vor, wobei der Antrieb nicht beein
trächtigt sei
(S. 4 Ziff. 2.4).
Unter dem Titel Prognose zur Arbeitsfähigkeit hielt die behandelnde Psychiaterin fest, dass das gegenwärtige Pensum von 50 % vom Beschwerdeführer knapp bewältigt werden könne und ein höheres Pensum aktuell aus gesundheitlichen Gründen nicht vorstellbar/zumutbar sei. Derzeit sei
eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustands nicht
in dem Masse
absehbar,
dass sich auch die Arbeits
fähigkeit verbessern würde. Der Beschwerdeführer sei sowohl bei der Arbeit wie auch sonst im Alltag durch die psychi
sche
Erkrankung stark beein
trächtigt. Hinzukomme eine starke Chronifizierung, so das
s es ihm schwerfalle,
über Jahre eingeübtes Vermeidungsverhalten zu überwinden. Die emotionale Belastbarkeit im Alltag
sei reduziert und es sei auch
künftig mit weiteren depressiven und suizidalen respektive schweren depressiven Episoden zu rechnen
. Unklar sei sodann, ob die in der neuropsychologischen Testung im Jahre 2009 beschriebenen Defizite bei
m
Gedächtnis und
bei den
exekutiven Fähigkeiten nach wie vor vorhanden seien und für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit relevant sein könnten. Der Beschwerdeführer habe zwar keine weiteren psychotischen Episoden mehr erlitten, die psychische Situation habe sich indessen in den letzten Jahren nicht verbessert. Es sei gut denkbar, dass die chronische Erkrankung
zu einer die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende
n
Negativsymptomatik geführt habe, was sich in einer Testung
niederschlagen würde. Allenfalls wäre deshalb eine Wiederholung der neuropsychologischen Testung zu erwäge
n
(S. 4 Ziff. 2.7).
Dr.
D._
führte weiter aus, dass beim Beschwerdeführer eine reduzierte
allgemeine
Belastbarkeit und ein erhöhter Erholungsbedarf bestehe. Der allgemein hohe Zeitdruck, und der Druck, Arbeiten fristgerecht abliefern zu müssen, werde schnell als belastend erlebt, verstärkt durch Angst vor Fehlern und negativer Arbeit. Das Arbeiten am Abend und an freien Tagen führe dazu, dass sich der Beschwerdeführer nicht immer genügend erholen könne. Im Weiteren sei die Arbeit im Grossraumbüro durch wenig Rückzugsmöglichkeiten und Ablen
kung durch Umgebungslärm gekennzeichnet.
Im Zusammenhang mit den sozia
len Ängsten nannte die Psychiaterin d
e
n
Kontakt mit
Vorgesetzten, welcher wegen
der Angst vor Fehlern,
der
kritische
n
Begutachtung und negative
n
Be
wertung
belastet sei
. Beim Kontakt mit Aussenstehenden bestehe die Angst, diese könnte
n
seine
Verunsicherung bemerken
. Betreffend die agora
phobischen Ängste
wies Dr.
D._
auf Panikattacken bei Arbeiten ausser Haus sowie eine eingeschränkte Mobilität hin
(S. 6 Ziff. 3.4).
Im Zusammenhang mit Beeinträchtigungen bei Aufgaben im Haushalt
nannte
die
Psychiaterin
Einschränkungen bei potenziell angstauslösenden Situation
en
(Ago
ra
phobie; beispielsweise beim Einkaufen, bei längeren Ausflügen/Wegen ausser Haus, Fahr
t
en mit öffentli
chem Verkehr) sowie
eine reduzie
rte emotionale Belast
barkeit
(S. 7 Ziff. 4.5).
3.3
Die RAD-Ärztin
Dr.
E._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho
therapie,
ging in ihrer Stellungnahme vom 4. Januar 2019 (Urk. 7/22/3-5) von folgenden Diagnosen aus:
-
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Agoraphobie mit Panikstörung, seit Jugendalter (ICD-10 F40.01; Dr.
D._
)
-
soziale Phobie, seit Jugendalter (ICD-10 F40.1; Dr.
D._
)
-
schädlicher Gebrauch von Benzodiazepinen (ICD-10 F13.1,
Klinik
C._
25. Mai 2018)
-
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
rezidivierende depressive Störung, Status nach mittelgradiger Episode März bis Juni 2019, seit Jugendalter (ICD-10 F33.1;
Dr.
D._
)
-
Status nach einmaliger psychotischer E
pisode in 2009
-
allergische
Rhinopathie
-
Schlafapnoe
-
Bandscheibenschäden
Die RAD-Ärztin führte aus, dass die Fähigkeit
zur Anwendung
fachlicher Kom
petenzen durch die sozial
-
und agoraphobische Erkrankung
und
die Durch
halte
fähigkeit durch die Angsterkrankung mit starker innerer
Belastung
eingeschränkt sei
en. Die Selbstbehau
p
t
ungsfähigkeit sei durch die sozialphobische Erkrankung reduziert und die Kontaktfähigkeit zu Dritten sei durch die Sozialphobie beein
trä
chtigt. Die Gruppenfähigkeit sei
durch die Angsterkrankung leicht einge
schränkt, ebenso sei die Verkehrsfähigkeit durch die Agoraphobie (beispielsweise bei Fahrten mit dem öffentlichen Verkehr) beeinträchtigt (Urk. 7/22/3).
Unter dem Titel
Belastungsprofil hielt die RAD-Ärztin fest, das soziale Arbeits
umfeld sollte weder hektisch noch sehr fordernd sein und damit wenig sozialen Leistungsdruck
verlangen
. Eine Tätigkeit mit geringem Publikumsverkehr
und ange
nehmem Arbeitsklima
, ohne soziales Exponieren
und
mit
der Möglichkeit, sich bei hoher Anspannung kurz zurückziehen zu können, sei förderlich, wobei die Arbeit in einem
Grossraumbüro zu vermeiden sei
(Urk. 7/22/3).
In der bisherigen Tätigkeit als Redaktor bestehe eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit
vom 13. März bis 30. Juni 2018
, wobei der Beschwerdeführer
seit 1. Juli 2018
wieder
mit
einem 50 %-Pensum
arbeite
.
In optimal angepasster Tätigkeit sei
medizintheoretisch
ein Arbeitspensum von 80 % zu erwarten.
Unter leidens
ge
rechten Arbeitsbedingungen
und weiterer ambulanter psychiatrischer Behand
lung und psychiatrischer Spitex sei langfristig eine Besserung/Stabilisierung zu erwarten
. Derzeit werde durch die psychiatrische Spitex ein Expositionstraining zur Behandlung der Angsterkrankung durchgeführt. Da es sich um eine bereits verfestigte Störung handle, sollte dies über einen längeren Zeitraum
weitergeführt werden
(Urk. 7/22/4)
.
Die RAD-Ärztin führte weiter aus, dass es sich bei der Arbeit als Redaktor um keine leidensangepasste Tätigkeit handle. Trotz einer sozialen Phobie
(starke Angst vor sozialen Situationen/negativen Bewertungen)
sei seine Berufstätigkeit mit
dem
Sprechen vor anderen Menschen, Meetings, Interviews und dem Arbeiten unter Zeitdruck verbunden. Es sei medizintheoretisch davon auszugehen, da
ss der Beschwerdeführer an einem
optimal angepassten Arbeitsplatz in der Lage sei, ein höheres Pensum zu leisten.
3.4
In ihrem Bericht vom 12. Juni 2019
(Urk. 7/30)
wiederholte
Dr.
D._
im Wesentlichen
die von ihr
am
22. Oktober 2018 (vgl. E. 3.2 hievor) genannten Diagnosen (Urk. 7/30 S. 2)
. Sie führte aus,
dass bis
Anfang 2019 zeitweise noch leichtere depressive Symptome wahrgenommen worden
seien und
d
er
Beschwer
deführer
seither
bezüglich Depression beschwerdefrei
sei. Angstbedingt bestün
den indessen weiterhin starke Einschränkungen
im Beruf und Privatleben
(S. 2).
In den letzten Wochen sei es zu Phasen mit ausgeglichener Stimmungslage ge
kommen, situativ bedingt habe es indessen auch Zeiten mit gedrückter grüble
rischer Stimmung, latenter Suizidalität und Stimmungsinstabilität gegeben. Es habe eine überdauernde Angstsymptomatik vorgelegen und es sei zu wieder
holten Panikattacken mit agora
-
und sozialphobischen Anteilen gekommen. Es bestünden eine Vermeidung von üblicherweise angstauslösenden Situationen, ein sozialer Rückzug, eine reduzierte allgemeine Belastbarkeit und ein erhöhter Erholungsbedarf (S. 2).
Die behandelnde Psychiaterin attestierte eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der bis
herigen wie auch in
einer angepassten
Tätigkeit (S. 2).
Mit Bezug auf die
RAD-
Stellungnahme vom 4. Januar 2019 (vgl. E. 3.3)
führte die behandelnde Psychiaterin aus,
dass sie die von
Dr.
E._
genannten Ein
schränkungen betreffend die bisherige Tätigkeit als Redaktor ähnlich beurteile, sie – Dr.
D._
–
indessen
noch den Punkt Flexibilität und Umstell
fähigkeit hinzunehme
, da hier ebenfalls eine mässig ausgeprägte Beeinträch
tigung aufgrund der Angsterkrankung vorliege. Unzulässig sei es aber aus ihrer Sicht, die 2009 diagnostizierte psychotische Erkrankung bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auszuklammern. In der damaligen neuropsychologischen Unter
suchung seien deutliche bis mittelschwere Defizite nachgewiesen worden, welche Hinweise dafür lieferten, dass
die Kompensationsleistung
unter erschwerten Be
dingungen -
b
eispielsweise Stresssituationen -
einbrechen könne. Eine Angster
krankung mit Minussymptomatik aufgrund einer psychotischen Grunderkran
kung lasse sich therapeutisch schwieriger
angehen
,
sei für Betroffene
nicht ein
fach überwindbar und neige zu chronifizier
en (Therapieresistenz
)
.
A
uch wenn eine adaptierte Tätigkeit im Idealfall in einzelnen Punkten Entlastung bringen könnte (beispielsweise regelmässige Arbeitsstunden, weniger Zeitdruck, optimal e
ingerichteter Arbeitsplatz),
würden andere Bereiche kaum tangiert. Auch in einer angepassten Tätigkeit wäre der Beschwerdeführer mit Auswirkungen der sozialen Phobie konfrontiert, welche sich im Arbeitsbereich namentlich in der Wahrneh
mung und Äusserung von Bedürfnissen, der Stellung von Forderungen, im Um
gang mit Konflikten und im Anbringen und in der Entgegennahme von Kritik zeigen würden. Wegen der Tendenz, potentiell angstauslösende Situationen zu vermeiden, seien die krankheitsbedingten Einschränkungen und der Leidensdruck von aussen oft nicht auf den ersten Blick sichtbar. Die Tatsache, dass
der Be
schwer
deführer auch durch die über
Jahre chronifizierte Angsterkrankung, mög
licherweise durch eine Negativsymptomatik und das daraus folgende Vermei
dungsverhalten selbst im Privatleben stark eingeschränkt sei, weise darauf hin, dass er mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch in einer angepassten Tätigkeit davon betroffen wäre
(S. 3)
.
3.5
Am 19. Juni 2019 hielt die Kundenberaterin im Zusammenhang mit dem Bericht von Dr.
D._
vom 12. Juni 2019 (vgl. E. 3.4 hievor) fest, dass nach Rücksprache mit RAD-Ärztin Dr.
E._
an der Beurteilung festgehalten werde. Die Begründungen der Psychiaterin seien zwar nachvollziehbar, jed
och könne dem Beschwerdeführer
ein Pensum von 80 % in einer angepassten Tätig
keit zugemutet werden (Urk. 7/34/3).
4.
4.1
4.1.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihre Beurteilung, wonach
eine 8
0%ige Arbeits
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zumutbar sei
,
auf
die Einschätzung ihres RAD (vgl. E. 3.3
, E. 3.5
hievor) ab
(Urk. 2 S. 1)
.
Während die RAD-Ärztin und die behandelnde Psychiaterin (vgl. E. 3.2, E. 3.4 hievor) von identischen psychia
tri
schen Diagnosen ausgingen, bestehen betreffend die zumutbare Arbeitsfäh
igkeit abweichende Auffassungen:
Dr.
E._
attestierte
eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit in der
angestammten
Tätigkeit
respektive
80%ige
Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit, Dr.
D._
postulierte eine
Arbeitsfähigkeit von
50 % in jeglicher Tätigkeit
.
Die RAD-Ärztin, welche den Beschwerdeführer nicht persönlich untersuchte,
ging
in ihren
Einschätzungen
nicht (näher)
auf die
Bericht
e
der behandelnden Ärzte respektive Dr.
D._
ein
und hielt
einzig
fest, dass die vorliegenden medizinischen Berichte konsistent und nachvollziehbar (Urk. 7/22/4) respektive die Begründungen der Psychiaterin nachvollziehbar seien (Urk. 7/34/3). Sie setzte sich insbesondere nicht mit der von Dr.
D._
attestierten Arbeits
fähigkeit von 50 % in angepasster Tätigkeit
und
an der RAD-Stellungnahme vom 4
.
Januar 2019 geübten Kritik auseinander
.
Wenn die Ausführungen von Dr.
D._
einerseits als nachvollziehbar bezeichnet werden, gleich
zeitig aber ohne nähere Begründung an der eigenen – naturgemäss ermessens
geprägten - Einschätzung festgehalten wird, so ist dies widersprüchlich und ver
mag nicht zu überzeugen. Zudem stellt sich zumindest die Frage, ob der mit einer von der RAD-Ärztin als zumutbar bezeichneten «Schreibtischarbeit im Hinter
grund» wohl verbundene Berufswechsel (vgl. Urk. 7/34/3) dem Beschwerdeführer gesundheitsbedingt tatsächlich zumutbar wäre.
Nach dem Gesagten durfte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungsablehnung nicht auf die
Einschätzung ihrer
RAD-Ärztin
abstützen.
4.1.2
Auch die weiteren fachärztlichen Beurteilungen stellen keine rechtsgenügliche medizinische
Entscheidgrundlage
dar, auf welche abschliessend abgestellt werden könnte.
Die
C._
-Fachpersonen machten in ihren Bericht vom 25. Mai 2018 (vgl. E. 3.1 hievor) insbesondere keine Angaben betreffend eine angepasste Tätig
keit respektive inwiefern der Beschwerdeführer durch die psychischen Störungen in seiner Arbeitsfähigkeit konkret beeinträchtigt ist. Die behandelnde Psychia
terin wies am 2
2. Oktober 2018 und 12.
Juni 201
9
(v
gl. E. 3.2, E.3.4 hievor)
auf die Unklarheit
bezüglich
der
in der
neuropsychologischen Testung vom Jahre 2009 festgestellten deutlichen
bis mittelschweren Defizite i
m
Gedächtnis und
in
den
exekutiven Fähigkeit
en
hin, wobei unklar sei, ob diese Einschränkungen nach wie vor vorhanden und für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit relevant
seien
.
Im Übrigen ist die Erfahrungstatsache zu berücksichtigen, dass behandelnde
Ärzt
innen
und
Ärzte
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
4.2
4.2.1
Im
Protokoll
betreffend
Früherfassung vom 7. August 2018 (Urk. 7/7) hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass gemäss den Angaben des Beschwerdeführers sein Salär
aus dem
50 %-Pensum nicht ausreiche und er bis anhin von den Eltern unterstützt worden sei. Der Arbeitgeber h
abe
ihm angeboten,
er könne mehr arbeiten
, seine Therapeutin habe ihm aber aus gesundheitlichen Gründen
davon
abgeraten. Er arbeite seit einigen Monaten wieder im angestammten 50 %-Pen
sum, er würde aber bei guter Gesundheit mehr arbeiten
. Gegenüber der Einglie
de
rungsberatung (EB) habe
er ein 80 %-Pensum erwähnt (S. 1
).
In der Folge qua
li
fizierte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer
unter Hinweis darauf, dass der Beschwerdeführer auch bei vollständiger
Arbeitsunfähigkeit im Haus
halt
bereich keinen Invaliditätsgrad von 40 % erreichen würde -
als zu 80 % im Erwerb und zu 20 % im Haushalt Tätiger (
Urk. 7/22 S.
6,
Urk. 7/34 S. 3).
4.2.2
Diese Qualifikation überzeugt nicht vollends.
Aufgrund des Wortlauts
im Früher
fassungsprotokoll
(vgl. E. 4.2.1 hievor) ist fraglich
,
ob
sich
das vom Beschwer
de
führer erwähnte 80 %
-Arbeitspensum
tatsächlich
auf
das hypothetische Ausmass der Erwerbstätigkeit
im
Falle voller Gesundheit
bezog, zumal der Beschwerde
führer
seit seiner Jugend gesundheitlich beeinträchtigt ist, er
bislang finanziell von den Eltern unterstützt werden musste und zudem Alimente für seinen Sohn (geboren 2012, Urk. 7/11) zu entrichten hat.
Im Weiteren ist aufgrund der Akten
nicht erstellt
,
dass
es sich beim
Beschwerde
führer
– wie von der Beschwerdegegnerin angenommen -
um eine teilerwerbs
tätige Person mit Aufgabenbereich im Sinne von Art. 27
IVV
handelt
(vgl. hierzu BGE 131 V 51 E. 5.1.2; wiede
rgegeben in BGE 142 V 290 E. 5),
da
die
Beschwer
de
gegnerin
namentlich
keine Haushaltabklärung durch
geführt hat
.
Offen gelasse
n
wurde
seitens der Beschwerdegegnerin
, ob und wenn ja, in welchem Umfang der Beschwerdeführer bei der Haushaltführung aufgrund der psychischen Störungen
beeinträchtigt
ist,
wobei
Dr.
D._
von einer entsprechenden Ein
schränkung ausging
(Urk. 7/20 S. 7 Ziff.
4.5).
Im Zusammenhang mit dem von der Beschwerdegegnerin durchgeführten Ein
kommensvergleich (Urk. 7/33), wo bei der Ermittlung des Invaliden
einkommens auf den
Lohn für Allgemeine Bürokräfte abgestellt wurde, ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer über keine Bürofachlehre verfügt und in den Akten auch keine Hinweise darauf
vorliegen
, dass er in den letzten Jahren als eigentliche Bürokraft tätig war.
4.3
Nach dem Gesagten erweist sich sowohl der medizinische als auch der erwerbliche Sachverhalt als unklar. Die Sache ist deshalb an die Beschwerdegegnerin zurück
zuweisen, damit
sie zusätzliche Abklärungen
veranlasse
, namentlich eine externe psychiatrische Beurteilung einhole
und hernach über die Rentenfrage neu ent
scheide
. Im Zusammenhang mit den psychischen Störungen drängt sich
zudem ergänzend
das Einholen der Berichte betreffend die im November 2009 durch
ge
führte neuropsychologische Untersuchung sowie die im Dezember 2014 erfolgte
Intervention
im
Kriseninterventionszentrum der i
ntegrierten Psychiatrie
F._
auf
.
In so
matischer Hinsicht sind die beim
Beschwerdeführer
vorliegenden
lumbalen Rückenschmerzen (vgl. Urk. 7/18/2-6 S. 4, Urk. 7/18/15) zu berück
sichtigen.
Die Beschwerde ist entsprechend gutzuheissen.
5.
5.1
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rah
men
s (Fr.
20
0.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 8
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
, in Verbindung mit Art. 61
lit
. g ATSG). Es
ist dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung dieser Grundsätze eine Pro
zess
ent
schädigung von Fr.
2
’
0
00
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu
zu
sprechen.