Decision ID: fad1831d-4228-4c7d-8082-8bb97d6799fa
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
19
90
,
wurde am 16
.
April 1997 durch seine Eltern
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbe
zug
für Minderjährige
an
gemeldet
(Urk.
6
/
1)
.
Am 9. März 2008 meldete er sich sodann bei der Invalidenver
siche
rung zum Leistungsbezug für Erwachsene an (Urk. 6/90).
Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
, gewährte dem Ver
sicherten berufliche Massnahmen im Sinne einer IV-Anlehre als Elektroaus
rüster von August 2007 bis Juli 2009 (Urk. 6/103-104), welche er erfolgreich abschloss. Mit Verfügung vom 22. Dezember 2009 (Urk. 6/115) sprach die IV-Stelle ihm eine ganze Rente ab August 2009 bei einem Invaliditätsgrad von 80 % zu.
In der Folge schloss er im August 2015 eine Lehre als Metallbaupraktiker EBA erfolgreich ab (vgl. Urk. 6/118, Urk. 6/140, Urk. 6/203). Mit Mitteilung vom 29. Juli 2015 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten Kostengutsprache für Arbeitsvermittlung (Urk. 6/179), welche Ende Januar 2016 erfolgreich abgeschlossen wurde (Urk. 6/195). Im Februar 2016 trat der Versicherte eine Festan
stellung mit einem Pensum von 100 % bei der Y._ GmbH als Metall
baupraktiker an (Urk. 6/199), wobei die IV-Stelle Kostengutsprache für einen Einarbeitungszuschuss während der Anlern- oder Einarbeitungszeit gewährte (Urk. 6/209). Per 1. August 2016 wurde der Arbeitsvertrag zwischen dem Ver
sicherten und der Y._ GmbH abgeändert (Pensum von 100 % bei Leistungs
lohn von 60 %; Urk. 6/215, vgl. auch Urk. 6/218).
Im Rahmen einer Rentenrevision setzte die IV-Stelle n
ach durchgeführtem Vor
be
scheidverfahren
(
Urk. 6/223-224
)
mit Ver
fü
gung vom 10. Februar 2017 die ganze Rente des Versicherten auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats bei einem Invaliditätsgrad von 40 % auf eine Viertelsrente herab (Urk. 6/228 und Urk. 6/230 = Urk. 2).
2.
Der
Versicherte erhob am 10. März 2017
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Ver
fügung vom 10. Februar 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihm
eine Dreiviertelsrente zuzusprechen (S. 2 Ziff. 1), eventuell sei ihm eine halbe Rente zuzusprechen (S. 2 Ziff. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2. Mai 2017 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom 10. Mai 2017 (Urk. 7) wurde der Arbeitgeber des Versicherten aufgefordert, darzulegen, ob der ver
trag
lich vereinbarte Lohn der Leistung des Versicherten entspreche beziehungs
weise weshalb er in dieser Höhe festgesetzt worden sei. Mit Eingabe vom 19. Mai
2017 (Urk. 10) nahm der Arbeitgeber des Versicherten Stellung, was der Gegen
partei am 7. Juni 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder
herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men),
in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi
tätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom
mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) aus,
dass der Beschwerdeführer seit August 2016 im Stahl- und Metallbau tätig sei und sie sich für die Berechnung des Invaliditätsgrades auf die Angaben des Bun
desamtes für Statistik für einfache Tätigkeiten körperlicher oder hand
werk
licher Art gestützt habe. Der Beschwerdeführer könnte dabei ohne gesund
heitliche Einschränkungen in einem vollen Pensum ein Einkommen von Fr. 66'796.-- erwirtschaften. Gemäss der medizinischen Beurteilung sei dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit bei einer Leistung von 60 % zu
mutbar. Dabei könnte er ein Gehalt von Fr. 39'838.-- erzielen, was einen Inva
liditätsgrad von 40 % ergebe (Verfügungsteil 2 S. 1 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), dass das von der Beschwerdegegnerin im Rahmen des Vorbescheides gewählte
LSE-Valideneinkommen von Fr. 71'432.-- grundsätzlich korrekt beziehungs
wese
noch angemessen zu erhöhen sei, denn im Gesundheitsfall würde er mit einer Anlehre zum Elektroausrüster, einer abgeschlossenen Lehre zum Metallbau
praktiker und zusätzlichen Weiterbildungen entsprechend mehr verdienen und mindestens das Anforderungsniveau 2 erreichen (S. 3 oben). Beim Invalidenein
kommen sei sodann der effektiv verdiente Lohn zu berücksichtigen. So liege ein stabiles Arbeitsverhältnis vor und der erzielte Lohn entspreche seiner effektiven Leistungsfähigkeit von 60 %, welche von Dr. med. Z._ im Bericht vom 12. August 2016 einleuchtend und nachvollziehbar begründet worden sei. Die IV-Bemessung ergebe somit einen IV-Grad von 60 %, womit er Anspruch auf eine Dreiviertelsrente habe (S. 3 f.).
2.3
S
trittig ist die Berechnung des Invaliditätsgrades und dabei insbesondere die Höhe des Invalideneinkommens.
3.
Dr. med. Z._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 12. August 2016 (Urk. 6/214/6-11) und nannte folgende Diag
no
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1):
-
frühkindliches psychoorganisches Syndrom (GG 404)
-
Diagnose ADHS
-
emotionale Entwicklungsstörung
-
soziale und schulische Integrationsschwierigkeiten
-
Sonderschulung in Kleinklassen
-
berufliche Anlehre im Integrationsprogramm Zürich West
-
psychosomatische Symptomatik mit
-
Schlafstörungen
-
Kopfschmerzen
-
allergisches Asthma
-
Psoriasisarthritis
Er führte aus, dass die Prognose beim heute 26-jährigen Beschwerdeführer günstig erscheine. Die aktuelle Behandlung bestehe in allmonatlichen Thera
piesitzungen klientenzentrierter, supportiver Ausrichtung. Es bestehe eine wahr
scheinlich dauerhafte 40%ige Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als Metall
bau
schlosser. Es bestünden sowohl geistige, psychische als auch leichte körperliche Einschränkungen. Die massgeblichsten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit seien durch Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sowie durch die Selbstwertproblematik bedingt (S. 3 Ziff. 1.4-1.7). Für die berufliche Tätigkeit werde ein 100%-Zeitrahmen empfohlen, der wahrscheinlich einer 60%igen Ergie
bigkeit entsprechen dürfte (S. 4 Ziff. 1.7).
4.
4.1
Unbestritten und gemäss vorliegender Aktenlage ausgewiesen ist, dass der Be
schwerdeführer aufgrund des schweren infantilen organischen Psychosyndroms in der angestammten Tätigkeit als Metallbaupraktiker zu 60 % arbeitsfähig ist.
Strittig ist hingegen insbesondere die Höhe des Invalideneinkommens des Be
schwerdeführers, namentlich ob auf Tabellenlöhne oder auf das effektiv erzielte Einkommen ab
zustellen ist (vorstehend E. 2.1-2.2).
4.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frü
hest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensent
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versi
cherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstruk
tur
erhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall ge
ge
benenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berück
sichtigen sind (BGE 139 V 28
E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundes
gerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
4.3
Der Beschwerdeführer hat von August 2007 bis Juli 2009 eine Anlehre als Elektroausrüster (vgl. Urk. 6/103-104) und in der Folge eine Lehre als Metallbaupraktiker EBA absolviert (vgl. Urk. 6/118, Urk. 6/140, Urk. 6/203).
Für die Ermitt
lung des Valideneinkommens stellte die Beschwerdegegnerin im Vorbescheid (Urk. 6/223, vgl. auch Urk. 6/221) auf die
Tabellenlöhne
des Wirt
schaftszweiges Ziff. 24-25 Metallerzeugung
gemäss den vom Bundesamt für
Statistik periodisch her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE 2014, Tabelle
TA1_tirage_skill_level, Ziff. 24-25, Männer, Kompetenzniveau 2) ab. In der Ver
fügung (Urk. 2) stellte die Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des Validen
einkommens sodann auf das Kompetenzniveau 1 derselben Branche ab.
Es rechtfertigt sich angesichts der absolvierten Anlehre sowie einer abge
schlossenen Lehre als Metallbaupraktiker EBA mit den entsprechenden Zusatz
zertifikaten (Urk. 6/202) entsprechend dem Vorbescheid der Beschwerdegeg
nerin
auf den
Zentral
wert für mit
praktischen
Tätigkeiten
(Kompetenzniveau 2)
im Sektor
Produktion, Metallerzeugung (Ziff. 24-25),
beschäftigte Männer
abzu
stellen. Dieser betrug
im Jahr 2014 im privaten Sektor
Fr. 5'717.-- pro Monat
(LSE
2014
,
Tabelle TA1_tirage_skill_level, Ziff. 24-25, Männer, Kompetenz
ni
veau 2) beziehungs
weise Fr. 68'604.-- pro Jahr. Unter Berücksichtigung der Lohnent
wick
lung in Höhe von 0.4 % im Jahr 2015 und 0.7 % im Jahr 2016 (
www.bfs.admin.ch
) sowie der durchschnittlichen betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden angepasst ergibt sich ein hypothetisches Valideneinkommen von Fr. 72'308.-- (Fr. 68'604.-- x 1.004 x 1.007 : 40 x 41.7).
4.4
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch rea
li
sierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Er
werbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/aa).
4.5
Dem Beschwerdeführer ist die angestammte Tätigkeit als
Metallbaupraktiker EBA noch zu 60 % zumutbar (vgl. vorstehend E. 3). Er arbeitete seit Februar 2016 bei der Y._ GmbH in einem Pensum von 100 % bei einem Lohn von monatlich Fr. 4'000.-- (vgl. Urk. 6/199). Per August 2016 wurde eine Vertrags
änderung vorgenommen und der Lohn des Beschwerdeführers auf Fr. 2'400.-- reduziert (vgl. Urk. 6/215). Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwer
de
führer somit 100 % bei einem Leistungslohn von 60 % arbeitet (vgl. Urk. 6/218, vgl. auch Urk. 6/200 und Urk. 6/212). Auf Nachfrage des Gerichts bestätigte der Arbeitgeber des Beschwerdeführers, dass Letztgenannter nicht in der Lage sei, die übliche produktive Leistung eines Metallbaupraktikers zu erbringen. Der Beschwerdeführer erbringe seit einiger Zeit eine konstante Leistung von 60 % bei einer Anwesenheit von 100 %. Deshalb sei eine Vertragsanpassung erfolgt. Der Beschwerdeführer verdiene Fr. 2'400.-- pro Monat plus einen 13. Monats
lohn gemäss Landesgesamtarbeitsvertrag (LGAV) für das Schweizerische Schlosser-,
Metallbau-, Landmaschinen-, Schmiede- und Stahlbaugewerbe. Der Mindestlohn Metallbaupraktiker EBA betrage ab dem 3. und 4. Jahr Berufs
erfahrung zurzeit Fr. 3'750.-- pro Monat oder Fr. 48'750.-- pro Jahr bei einer 100%igen Arbeitsleistung (Urk. 10).
Gemäss LGAV für das Schweizerische Schlosser-, Metallbau-, Landmaschinen-, Schmiede- und Stahlbaugewerbe beträgt der Mindestlohn für Metallbau
prak
tiker EBA im 1. und 2. Jahr Fr. 3'600.-- pro Monat oder Fr. 46'800.-- pro Jahr (www.gav-service.ch).
4.6
Zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 10. Februar 2017 (Urk. 2) war seit dem Arbeitsantritt bei der Y._ GmbH bereits rund ein Jahr verstrichen, weshalb vorliegend das zwingende Erfordernis des
besonders stabilen Arbeits
ver
hältnis
ses als erfüllt betrachtet werden kann
(vgl. vorstehend E. 4.4).
D
ies gilt umso mehr, als
das Arbeitsverhältnis selbst vom Job-Coaching als stabil bezeichnet wurde (vgl. Urk. 6/218 S. 1, Urk. 6/219 S. 1).
Auch ein Soziallohn liegt nicht vor. Der Ausschluss eines Soziallohnes soll ver
hindern, dass ein Einkommen angerechnet wird, welches nicht überwiegend wahr
scheinlich erzielt werden kann. Vorliegend kann in Anbetracht der Aus
füh
rungen des Arbeitgebers des Beschwerdeführers mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit festgestellt werden, dass der erzielte Lohn der effektiven Leis
tungs
fähigkeit des Beschwerdeführers entspricht (vgl. vorstehend E. 4.5). Zudem schöpft der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit vollumfänglich aus. Der Beschwerdeführer beruft sich somit nicht auf ein tieferes Einkommen, während ihm die Erzielung eines Höheren zumutbar wäre.
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens rechtfertigt es sich deshalb, auf das
tatsächlich erzielte Einkommen abzustellen. Dies ergibt ein Invalidenein
kommen
von rund
Fr. 31'200.-- (Fr. 2’400.-- x 13 gemäss LGAV und Arbeitsvertrag) für das Jahr 2016
bei einem
60%-Pensum.
4.7
Der Vergleich des Valideneinkommens von Fr. 72'308.-- (vgl. vorstehend E. 4.3) mit dem Invalidenein
kom
men von Fr. 31'200.-- (vgl. vorstehend E. 4.6) ergibt eine Einkommenseinbusse von Fr. 41'108.-- und damit einen eine halbe Rente begründenden Invaliditätsgrad von rund 57 %.
Zusammenfassend ergibt sich, dass in Gutheissung der Beschwerde die Ver
fü
gung vom 10. Februar 2017 aufzuheben und festzustellen ist, dass der Be
schwer
deführer ab April 2017 Anspruch auf eine halbe Rente
hat.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zu
legen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) u
nd auf Fr. 6
00.-- an
zu
setzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerde
gegnerin
auf
zu
erlegen.
5.2
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).
In Anwendung
obiger
Kriterien
sowie unter Berücksichtigung der späten Man
datierung des Rechtsvertreters im vorliegenden Verfahren (vgl. Urk. 12)
ist die Parteientschädigung
beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüg
lich Mehrwertsteuer)
vorliegen
d
auf Fr.
900.--
(inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen und ausgangs
gemäss der Beschwerdegegnerin aufzu
er
legen.