Decision ID: 5dc9058b-b926-4142-8227-4eca8341b13f
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1969 geborene
X._
arbeitete von 1998 bis 2010 vorerst vollzeitlich und ab dem 10. September 2007 noch
teilzeitlich
als Servicefachangestellte im Restaurationsbetrieb
Y._
(Urk.
6
/11). Unter Hinweis auf Rückenbe
schwerden und eine daraus resultierende 50%ige Arbeitsunfähigkeit meldete sich die Versicherte am 23. Juni 2008 bei der Invalidenversicherung zum Leis
tungs
bezug an (Urk.
6
/4). Mit Verfügung vom 16. September 2009 wies die Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, das Gesuch der Versi
cherten um
Zusprechung
eine
r
Invalidenrente ab (Urk.
6
/42). Nach hiergegen am 16. Oktober 2009 erhobener Beschwerde hob das
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
mit Urteil
IV.2009.01008
vom 20. Dezem
ber 2010 die angefochtene Verfügung auf und wies die Sache zur interdisziplinären medizinischen Abklä
rung und Neuverfügung an die IV-Stelle zurück (Urk.
6
/55).
1.2
In der Folge nahm die IV-Stelle weitere Berichte der behandelnden Ärzte zu den Akten (Urk.
6
/60,
6
/62-63,
6
/65,
6
/77 und
6
/81) und liess
die Versicherte
durch die MEDAS
Z._
ortho
pädisch
,
psychiatrisch
und
neurologisch
begutachten
(
Gutachten vom 3. Juni 2011
;
Urk.
6
/68).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
6/84,
Urk.
6/89)
verfügte die IV-Stelle am 24. Mai 2013 die Ausrichtung einer
Viertels
rente
ab 1. September
2008 (Urk. 6/109
).
Die dagegen
am 26. Juni 2013 unter Beilage weiterer Arztbe
richte
erhobene
Beschwerde
(Urk. 6/
124) hiess das hiesige Gericht mit Urteil IV.2013.00598
vom 3
1.
Dezember 2013 gut und stellte fest
, dass die Versicherte ab
1.
September 2008 Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung
ha
be
(Urk. 6/
133)
.
Dieser Entscheid erwuchs unangefoch
ten in Rechtskraft.
1.3
Im Rahmen der im
April 2016
von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision
(vgl.
Urk.
6/158
/3
) nahm die IV-Stelle den von der Versicherten ausgefüllten Revisionsfragebogen vom
2.
Mai 2016 samt Lohnausweisen betreffend das Jahr 2015
(Urk. 6/
159)
zu den Akten und liess einen aktuellen Auszug aus ihrem individuellen
Konto erstellen (IK-Auszug,
Urk.
6/164). Sodann holte sie medizi
nische Verlaufsberichte ein
(Urk. 6/
163,
Urk.
6/165,
Urk.
6/171) und tätigte weitere erwerbliche Abklärungen
(Urk. 6/
168-169
,
Urk.
6/175,
Urk.
6/177
).
Nach Vorlage des Dossiers bei ihrem Regionalen
Ärztliche
n
Dienst
(RAD)
, für welchen
med.
pract
.
A._
, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Traumatologie, am 2
4.
August 2016
(
Urk.
6/180/3) sowie am
1
2.
Mai 2017
(Urk. 6/
180/4-5)
Stellung nahm
, führte die IV-Stelle
einen Einkommensvergleich durch
(Urk. 6/
179).
Gestützt darauf stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom 7. Juni 2017 die Aufhebung ihrer Invalidenrente per Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats in Aussicht
(Urk. 6/
181). Dage
gen erhob die
Versicherte
am 1
0.
Juli 2017
(Urk. 6/
182), ergänzt am 13. Septem
ber 2017
(Urk. 6/
189)
, Einwand. Daraufhin
wurden
weitere medizinische
Berichte zu den Akten genommen
(Urk. 6/
192-193,
Urk.
6/195
, Urk. 6/197). Am 1
2.
Februar 2018 folgte eine weitere Stellungnahme der Beschwerdeführerin
(Urk. 6/
202) und am 1
2.
Dezember 2017 sowie am 20. Februar 2018 jene des RAD-Arztes
Dr.
med.
B._
,
Facharzt
für Orthopä
dische Chirurgie und
Traumatologie
des Bewegungsapparates
und Facharzt für Chirurgie
(Urk. 6/
204/3-4).
Am 2
9.
März 2018 verfügte die IV-Stelle wie angekündigt die Aufhebung der Invalidenrente per Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats
(Urk. 6/
203 =
Urk.
2).
2.
Gegen die rentenaufhebende Verfügung erhob die
Versicherte
am
7.
Mai 2018 Beschwerde und
beantragte, die Beschwerdegegnerin sei in Aufhebung der ange
fochtenen Verfügung
zu ver
pflichten, ihr
die halbe Invalidenrente rückwirkend ab dem Einstellungszeitpunkt weiterhin auszubezahlen (
Urk.
1 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin nahm am 1
2.
Juni 2018 erneut Rücksprache mit
Dr.
B._
(Urk. 6/
208) und schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 18. Juni 2018
unter Vornahme eines neuen Einkommensvergleichs auf
Abweisung der Beschwerde
. Eventualiter beantragte sie die Rückweisung der Sache zu weiteren Abklärungen
(Urk.
5). In ihrer Replik vom 2
6.
September 2018 hielt die Beschwer
deführerin an den beschwerdeweise gestellten Anträgen fest (
Urk.
9 S. 3).
Mit Eingabe vom
2
5.
Oktober 2018
verzichtete die
Beschwerdegegnerin
auf das Ein
reichen einer
Duplik (Urk. 11
), was der
Beschwerdeführerin am 2
9.
Oktober 2018
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 1
2
).
Mit Eingabe vom 2
2.
Juli 2019 machte die Beschwerdeführerin unter Beilage von zwei Arztberichten eine Verschlechte
rung ihres psychischen Gesundheitszustands geltend (
Urk.
13 und
Urk.
14/1-2). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 21. August 2019 auf eine Stellungnahme dazu (
Urk.
16),
was der Beschwerdeführerin am 2
2.
August 2019 mitgeteilt wurde (
Urk.
17).
Mit Gerichtsverfügung vom 20. Februar 2020 wurde die HOTELA Vorsorgestiftung zum Prozess beigeladen (
Urk.
18). Diese verzichtete am 1
3.
März 2020 auf das Einreichen einer Stellungnahme und merkte an, dass sie für die gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht zuständig sei
, nachdem die
Beschwer
deführerin seit dem 1
6.
März 2010 nicht mehr im Betrieb
Y._
in
C._
angestellt sei
(
Urk.
19).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts
bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions
rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Eine weitere Diagnosestellung bedeutet nur dann eine revisionsrechtlich relevante Gesundheitsverschlechterung oder eine weggefallene Diagnose eine verbesserte gesundheitliche Situation, wenn diese veränderten Umstände den Rentenan
spruch berühren
(Urteil des Bundesgerichts
9C_357/2019 vom 1
7.
Dezember 2019 E.
3 und E. 5).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Entscheid auf den Stand
punkt, die
neu erhobenen
Befunde zeigten eine Verbesserung des Gesundheitszu
standes der Beschwerdeführerin
, insbesondere aus psychiatrischer Sicht,
und es liege nun eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für eine angepasste, wirbelsäulenscho
nende Tätigkeit vor (
Urk.
2 S. 1).
Bei einem Invaliditätsgrad von 27
%
bestehe kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente (
Urk.
2 S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin
brachte
dagegen
beschwerdeweise
vor, aus orthopä
discher Sicht habe sich ihr Gesundheitszustand im Vergleich zum massgebenden Referenzzeitpunkt vom 19. Mai 2014 unbestrittenermassen nicht verändert (
Urk.
1 S. 7).
Bezüglich des psychischen Zustands könne gestützt auf die vorhan
denen Berichte nicht angenommen werden, die psychiatrische Erkrankung sei vollständig ausgeheilt und verursache keine Arbeitsunfähigkeit mehr. Selbst beim Vorliegen einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands liege indes kein Revisionsgrund vor, da dieser gesundheitliche Aspekt
gemäss dem
Z._
-Gutachten
nicht
rentenrelevant gewesen sei, sondern die bisherige halbe Invali
denrente einzig wegen der Rückenprobleme zugesprochen worden sei
(Urk.
1 S. 7-
9
).
Im Übrigen gehe die Beschwerdegegnerin selber weiterhin von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit aus
und der Leidensabzug sei
auch weiterhin angezeigt, zumal eine Schulterproblematik neu hinzugetreten sei. Demnach liege der Invaliditätsgrad nach wie vor über 50
%
(
Urk.
1 S. 9-10).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort
führte
die Beschwerdegegnerin
aus
,
die Begründung ihrer Verfügung sei falsch. Nachdem sich nur in psychiatrischer, nicht aber in orthopädischer Hinsicht eine Verbesserung ergeben habe, bestehe nach wie vor eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 30
%
. Jedoch verändere sich infolge des Wegfalls der psychischen Beeinträchtigung das Belastungsprofil und der Beschwerdeführerin stehe nun ein grösseres Spektrum an Arbeitsplätzen offen. Folglich sei eine allseitige Neuprüfung zulässig. Das
Valideneinkommen
, welches sich durch eine Hochrechnung auf ein Vollzeitpensum und eine Anpassung an d
ie Nominallohnentwicklung ergebe
, sei im Vergleich zur
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
nicht plausibel. Ferner würden sich Arbeitgeberfragebögen und IK-Auszug wider
sprechen und es sei nicht klar, zu welchem Pensum die Beschwerdeführerin effektiv tätig gewesen sei (
Urk.
5 S. 2). Das
Valideneinkommen
sei daher gestützt auf die LSE zu ermitteln. Es resultiere (bei einer Arbeitsfähigkeit von 70
%
in einer angepassten Tätigkeit) ein Invaliditätsgrad von 27
%
, weshalb sich die Renteneinstellung im Ergebnis als korrekt erweise (
Urk.
5 S. 3).
2.4
Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Replik geltend,
die Depression habe bei der Festlegung des Belastungsprofils nie eine Rolle gespielt, weshalb kein Revisi
onsgrund gegeben sei (
Urk.
9 S. 2).
Die von der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vorgenommene plötzliche Kürzung des
Valideneinkommens
widerspreche Treu und Glauben und stehe im Widerspruch zum gerichtlich durch
geführten Einkommensvergleich. Dieser sei - da gerichtlich vorgenommen - verbindlich (
Urk.
9 S. 2-3).
3.
3.1
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet
d
er
letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige
Entscheid
, welche
r
auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
Diese Voraussetzung erfüllt das
Urteil des hiesigen Gerichts IV.2013.00598 vom 3
1.
Dezember 2013
(Urk. 6/133)
, mit dem die
Verfügung der IV-Stelle vom 2
4.
Mai
2013
aufgehoben und der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine halbe Rente festgestellt wurde
.
3.2
Die Rentenzusprechung basierte im Wesentlichen auf dem polydisziplinären
Z._
-Gutachten vom
3.
Juni 201
1.
Darin war
en
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
lumbovertebrales
und
lumbospondylogenes
Schmerz
syn
drom sowie eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) diagnostiziert worden (Urk. 6/68/16). In Einklang mit den gutachterlichen Schlussfolgerungen ging
das hiesige Gericht davon aus, die bisherige Tätigkeit als Serviceangestellte sei
der Beschwerdeführerin
aufgrund der verminderten Belastbarkeit der Wirbel
säule nicht mehr zumutbar. In einer angepassten Tätigkeit bestehe hingegen eine Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 70 % beziehungsweise eine 70%ige Leistungsfähigkeit bei einer vollschichtigen Tätigkeit. Angepasst sei eine leichte und gelegentlich mittelschwere rückenadaptierte und somit wechselbelastende Arbeit, bei welcher die Beschwerdeführerin ihre Arbeitspositionen zwischen Sitzen, Stehen und Umhergehen ungehindert wechseln könne. Zu meiden seien repetitive Bewegungsanforderungen an den Rumpf und an Hals, Nacken und Kopf. Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten sei auf 15 kg limitiert (Urk. 6/133/
7
E.
4.1
,
Urk. 6/68/18 und Urk. 6/68/21).
Dabei war die Beschwerde
führerin aus orthopädischer Sicht um 30
%
in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt (Urk. 6/68/15) und aus psychiatrischer Sicht um 25
%
(Urk. 6/68/16), wobei insgesamt von einer Einschränkung um 30
%
ausgegangen wurde, da die Beschwerdeführerin sich während der somatisch bedingten Pausen auch psychisch erholen könne (Urk. 6/133/7 E. 4.1).
Dass sich die Schmerzen am rechten Fuss nach der Begutachtung verschlimmer
ten und in einer Operation mündeten, änderte nichts an der Zumutbarkeit einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit (Urk. 6/133/7-8 E. 4.2). Mitbe
rücksichtigt wurden die zusätzlichen Beeinträchtigungen am rechten Fuss und die dadurch häufigere Notwendigkeit eines Wechsels der Arbeitsposition indes bei der Festlegung des Leidensabzugs
. Dieser wurde gewährt, weil die Beschwer
deführerin aus somatischen Gründen auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig war
(Urk. 7/133/
11-12
E. 5.4).
3.3
Nach dem Gesagten hatte
das
psychische
Leiden
im Ergebnis weder Einfluss auf die Höhe der Arbeitsfähigkeit noch auf das Zumutbarkeitsprofil oder auf die Bemessung des Invalideneinkommens respektive die Höhe des Leidensabzugs. Folglich ist der Beschwerdeführerin darin
zuzustimmen
, dass eine Verbesserung ihres psychischen Zustandsbildes
für sich allein
nicht geeignet ist, den Invalidi
tätsgrad zu beeinflussen
respektive
nicht rentenrelevant sein kann und daher
keinen Revisionsgrund darstellt
(vgl. E. 1.3 vorstehend).
Demzufolge ist das Vorliegen einer wesentlichen gesundheitlichen Veränderung zu verneinen.
Da auch keine anderen rentenrelevanten Veränderungen ersichtlich sind, fe
hlt es an einem Revisionsgrund.
4.
Fällt demnach eine Aufhebung oder Herabsetzung der bisherigen halben Rente aufgrund einer Sachverhaltsänderung im Sinne von
Art.
17 ATSG ausser Betracht, so bleibt zu prüfen, ob einer der
Rückkommenstitel
nach Art. 53 ATSG die strittige Rentenaufhebung zu rechtfertigen vermag, wobei für das Vorliegen einer erheblichen neuen Tatsache nach Art. 53 Abs. 1 ATSG jegliche Anhalts
punkte fehlen. Von einer zweifellosen Unrichtigkeit der Rentenzusprechung im Sinne der
Rückkommensvoraussetzung
der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann von vornherein nicht ausgegangen werden, da dazumal eine
materielle richterliche
Beurteilung erfolgt war
(
BGE 110 V
176 E. 2a, E. 1 mit Hin
wei
sen
, Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2015.00418 vom 30. Oktober 2015 E. 5
)
.
Somit rechtfertigt sich keine Neuevaluation des Einkommensvergleichs (vgl.
Urk.
5 S. 2 f.).
Entsprechend hält die
Rentenaufhebung der gerichtli
chen Überprüfung nicht stand und die angefochtene Verfügung ist in Gutheissung der Beschwerde aufzu
heben.
5.
Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sachver
halt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE
131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E.
1b).
Infolge
dessen ist nicht näher auf die
für das Jahr 2019 geltend gemachte gesund
heitliche Verschlechterung aus psychiatrischer Sicht (vgl.
Urk.
1
3
und
Urk.
14/1-2)
einzugehen.
6
.
6.1
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgesetzt. Vorlie
gend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 800.-- als angemessen. Ausgangsgemäss sind die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.2
Ausgangsgemäss hat d
i
e vertretene Beschwerdeführer
in
gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Diese ist gemäss § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) unter Berücksichti
gung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses festzusetzen. Unter Berücksichtigung der genannten Aspekte erweist sich eine Entschä
digung von Fr.
2
’
2
00.-- als angemessen (inkl. Mehrwertsteuer und Bar
auslagen).