Decision ID: d9c8fec3-8280-530e-91c1-64a119bf8c3a
Year: 2011
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ A., geb. 1956, ist Staatsangehöriger von Serbien und Montenegro. Geboren und
aufgewachsen ist er in Prizren, das heute zu Kosovo gehört. Er reiste am 16. Dezember
1998 illegal in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Am 16. Juli 1999 heiratete er
in St. Gallen die Schweizer Staatsangehörige M., geb. 1964. In der Folge erteilte ihm
das Ausländeramt eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs. Sein
Asylgesuch zog er in der Folge zurück. Am 20. Juli 2004 wurde ihm die
Niederlassungsbewilligung erteilt. Am 15. März 2005 liessen sich die Eheleute
scheiden.
Das Vormundschaftsamt der Stadt St. Gallen reichte am 22. März 2005 gegen A.
Strafanzeige wegen Verdachts sexueller Handlungen mit Kindern ein. A. wurde
verdächtigt, mit seiner am 5. Juli 1994 geborenen Stieftochter und deren am
28. August 1994 geborenen Schulkameradin sexuelle Handlungen begangen zu haben.
Das Kantonsgericht St. Gallen sprach A. mit Urteil vom 19. November 2008 der
mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern und der mehrfachen Pornographie
schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten. Deren Vollzug
wurde bedingt aufgeschoben und eine Probezeit von zwei Jahren angesetzt.
Das Ausländeramt widerrief mit Verfügung vom 6. November 2009 die
Niederlassungsbewilligung von A.. Es führte zur Begründung an, A. habe zu schweren
Klagen Anlass gegeben. Ausserdem komme er seinen finanziellen Verpflichtungen nicht
ordnungsgemäss nach. Sein Verschulden wiege in fremdenpolizeilicher Hinsicht
äusserst schwer.
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B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob A. durch seinen Rechtsvertreter mit
Eingabe vom 23. November 2009 Rekurs, der vom Sicherheits- und Justizdepartement
mit Entscheid vom 9. August 2010 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 23. August 2010 erhob A. Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Entscheid des Sicherheits- und
Justizdepartements vom 9. August 2010 bzw. die Verfügung des Ausländeramts vom
6. November 2009 seien aufzuheben und es sei festzustellen, dass die
Voraussetzungen für einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht erfüllt seien,
eventualiter sei der Widerruf der Niederlassungsbewilligung im Wiederholungs- oder im
Unterlassungsfall anzudrohen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur
Begründung wird im wesentlichen vorgebracht, die Voraussetzungen für einen Widerruf
der Niederlassungsbewilligung seien aufgrund der Verurteilung grundsätzlich gegeben,
allerdings sei der Widerruf der Niederlassung unverhältnismässig. Der
Beschwerdeführer habe nach dem Juli 2004 keine strafrechtlich relevanten Handlungen
mehr begangen und zudem eingesehen, dass die von ihm begangenen Handlungen
unakzeptabel gewesen seien. Der Beschwerdeführer stelle keine Gefährdung der
öffentlichen Sicherheit und Ordnung dar. Es könne ihm deshalb eine äusserst positive
Prognose gestellt werden.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 23. September 2010 unter
Hinweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der
Beschwerde.
Die Erwägungen des angefochtenen Entscheids sowie die weiteren vom
Beschwerdeführer vorgebrachten Ausführungen werden, soweit wesentlich, in den
nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
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Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 23. August 2010
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2. Nach Art. 63 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden,
wenn die Voraussetzungen nach Art. 62 lit. a oder b AuG erfüllt sind (lit. a) oder wenn
der Ausländer in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung
in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere
oder die äussere Sicherheit gefährdet (lit. b). Die Niederlassungsbewilligung von
Ausländern, die sich seit mehr als fünfzehn Jahren ununterbrochen und
ordnungsgemäss in der Schweiz aufhalten, kann nur aus Gründen von Art. 63 Abs. 1
lit. b und Art. 62 lit. b AuG widerrufen werden (Art. 63 Abs. 2 AuG). Nach Art. 62 lit. b
AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn der Ausländer zu
einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt oder gegen ihn eine strafrechtliche Massnahme
im Sinn von Art. 64 oder 61 StGB angeordnet wurde.
2.1. Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr gelten nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung als längere Freiheitsstrafen im Sinn von Art. 62 lit. b AuG und bilden
einen Grund für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung (vgl. BGE 135 II 377).
2.2. Art. 63 AuG gewährt der zuständigen Behörde beim Entscheid über den Widerruf
einer Niederlassungsbewilligung einen Ermessensspielraum. Der Tatbestand ist als
"Kann-Bestimmung" formuliert. Das Gesetz schreibt nicht zwingend den Widerruf der
Niederlassung vor, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Der Widerruf
einer Niederlassungsbewilligung ist anzuordnen, wenn er bei sorgfältiger Abwägung
der Interessen verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung, SR 101,
abgekürzt BV). Die Behörden berücksichtigen gemäss Art. 96 Abs. 1 AuG die
öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der
Integration, wobei namentlich die Schwere des Verschuldens, die Dauer der
Anwesenheit in der Schweiz sowie die dem Ausländer und seiner Familie drohenden
Nachteile ins Gewicht fallen (BGE 135 II 377 E. 4.3 mit Hinweisen). Dabei sind umso
strengere Anforderungen an den Widerruf einer Niederlassung bzw. an eine
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Wegweisung zu stellen, je länger ein Ausländer in der Schweiz anwesend war. Es ist
aber in Betracht zu ziehen, dass der Widerruf der Niederlassung und die Wegweisung
selbst gegenüber Ausländern der zweiten Generation, welche ihr gesamtes Leben in
der Schweiz verbracht haben, grundsätzlich zulässig ist (BGE 130 II 176 E. 4.4.2 mit
Hinweisen auf die Praxis zum ANAG, welche auch für das AuG gilt, BGer 2C_832/2009
vom 29. Juni 2010, E. 4.3). Nach der Praxis des Bundesgerichts ist eine Wegweisung
im übrigen umso eher zulässig, wenn der Ausländer selbst nach längerer Anwesenheit
in der Schweiz sich nicht oder nur wenig integriert hat, hauptsächlich mit Landsleuten
zusammen ist, enge Beziehungen zu seinem Heimatland pflegt sowie dessen Sprache
spricht (vgl. BGer 2A.540/2001 vom 4. März 2002).
2.3. Das Kantonsgericht St. Gallen sprach den Beschwerdeführer mit Urteil vom
19. November 2008 der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern und der
mehrfachen Pornographie schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von
18 Monaten. Der Vollzug wurde aufgeschoben und eine Probezeit von zwei Jahren
angesetzt. Diese Verurteilung erfüllt unbestrittenermassen den Widerrufsgrund nach
Art. 63 Abs. 1 lit. a bzw. 62 lit. b AuG. Zutreffend ist, dass es sich bei dieser
Verurteilung um die einzige strafrechtliche Verfehlung des Beschwerdeführers handelt.
Das Gesetz schliesst allerdings den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung beim
Vorliegen einer einzelnen Verurteilung zu einer längeren Freiheitsstrafe im Sinne von
Art. 62 lit. b AuG nicht aus. Zutreffend hat die Vorinstanz darauf hingewiesen, dass
nach der Praxis des Bundesgerichts namentlich bei Sexual-, Gewalt- und
Drogendelikten ein strenger Massstab anzusetzen ist (BGE 125 II 527). Das
Bundesgericht hat zudem im Zusammenhang mit einer Ausweisung, die auf einer
Verurteilung wegen sexueller Handlungen mit einem Kind und Pornografie sowie
weiterer Sexualdelikte beruhte, ausdrücklich festgehalten, dass der Gesichtspunkt der
Rückfallgefahr zwar auch bei der Beurteilung von Ausweisungen eine Rolle spielt, dass
ihm jedoch ausserhalb des Geltungsbereichs des Freizügigkeitsabkommens keine
vorrangige Bedeutung zukomme und eine günstige Prognose hinsichtlich der
Resozialisierungschancen eine Ausweisung nicht ausschliesse (BGE 2C_282/2008 vom
11. Juli 2008, E. 3.2.). Die Vorstrafenlosigkeit des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der
Verurteilung wurde von der Strafkammer im übrigen ausdrücklich berücksichtigt. Ob
der Beschwerdeführer tatsächlich eingesehen hat, dass die von ihm begangenen
Handlungen nicht nur unakzeptabel, sondern kriminell sind und ob er sich geläutert hat
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und seine Handlungen bedauert, wie in der Beschwerde festgehalten wird, erscheint
zweifelhaft, kann aber offen bleiben. Jedenfalls hat der Beschwerdeführer im
Strafverfahren die ihm vorgeworfenen Delikte stets bestritten, selbst im
Berufungsverfahren. Hinzu kommt, dass dem Beschwerdeführer in fremdenpolizeilicher
Hinsicht weitere verpönte Handlungen vorzuwerfen sind. Zu Recht weist die Vorinstanz
darauf hin, dass der Beschwerdeführer erheblich verschuldet ist und ein Verlustschein
über Fr. 45'695.35 vorliegt. Ob darin ein Grund für den Widerruf der
Niederlassungsbewilligung nach Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zu erblicken ist, kann aber
offen bleiben.
Der Beschwerdeführer reiste illegal in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Dabei
erklärte er gegenüber den Behörden, seine Ehefrau und seine drei Töchter im Alter von
achtzehn, sechzehn und zwölf Jahren wohnten in Kosovo. Nachdem er die Schweizerin
M. kennengelernt hatte, reichte der Beschwerdeführer Papiere aus dem Herkunftsstaat
ein, welche vorgaben, dass er unverheiratet sei. In der Folge heiratete er M.. Diese gab
anlässlich der Strafuntersuchung gegen den Beschwerdeführer zu Protokoll, ihr
Ehemann habe in Prizren/Kosovo noch eine Frau und Kinder. Es habe Probleme mit ihr
und dem Geld gegeben, und darum habe der Beschwerdeführer unverhofft dorthin
reisen müssen. Sie wisse nicht, ob der Beschwerdeführer mit jener Frau verheiratet
gewesen sei oder ob sie nur zusammengelebt hätten. Er sei mit ihr in Kosovo
zusammengewesen und habe mit ihr drei Kinder. Mehr wisse sie nicht. Weiter erklärte
M., der Beschwerdeführer habe ein separates Zimmer in der Wohnung gehabt. Nur die
Küche und das Bad hätten sie und der Beschwerdeführer geteilt. Sie seien getrennte
Wege gegangen. Dies sei schon seit Beginn der Ehe so gewesen. Sie habe die Kinder
des Beschwerdeführers nie gesehen. Dieser sei meist zwischen Weihnachten und
Neujahr zu den Kindern gereist. Bei der Hausdurchsuchung stellte die Polizei Bilder
fest, die gemäss der Anklageschrift den Beschwerdeführer mit seinen Kindern und
deren Mutter zeigen. Den Aussagen von M. ist zu entnehmen, dass der
Beschwerdeführer mit ihr offenbar keine eheliche Gemeinschaft eingehen wollte. Ob
geradezu eine Scheinehe vorliegt, kann offen bleiben. Fest steht jedenfalls, dass die
Ehe mittlerweile geschieden ist und der Beschwerdeführer sich zur Begründung seines
Aufenthaltsanspruchs in der Schweiz nicht auf Art. 8 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK) stützen kann.
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Der Beschwerdeführer reiste Ende 1998 in die Schweiz ein. Bereits nach weniger als
sechs Jahren beging er schwerwiegende Straftaten. Von einem lang andauernden
Aufenthalt in der Schweiz, welcher bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit in
erheblichem Mass zugunsten des Beschwerdeführers ins Gewicht fällt, kann daher
vorliegend nicht gesprochen werden. Im weiteren ist zu berücksichtigen, dass der
Beschwerdeführer enge Verbindungen, insbesondere auch in persönlicher Hinsicht, zu
seinem Herkunftsstaat hat. Seine erwachsenen Töchter sowie seine ehemalige
Lebenspartnerin leben im Herkunftsstaat. Der Beschwerdeführer selbst ist nach
eigenen Angaben Besitzer einer Wohnung in Prizren. Er erklärte anlässlich des
Strafverfahrens, die Wohnung gehöre ihm; es wohne niemand darin. Ausserdem hat
der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben eine Ausbildung als Goldschmied
gemacht. Er war zudem in verschiedenen Funktionen als Chauffeur tätig. Die
beruflichen Voraussetzungen für eine Rückkehr in den Herkunftsstaat sind daher
vergleichsweise günstig. Es ist nicht nachvollziehbar, inwiefern der Beschwerdeführer
aus seinem gewohnten beruflichen und privaten Beziehungsnetz in der Schweiz
herausgerissen werden würde, falls die Niederlassungsbewilligung widerrufen würde.
Jedenfalls macht der Beschwerdeführer keine näheren Angaben über sein privates
Beziehungsnetz. Hinzu kommt, dass er nach den Feststellungen der Vorinstanz
arbeitslos ist. In der Beschwerde wird zwar vorgebracht, der Beschwerdeführer sei seit
über zehn Jahren in der Schweiz wohnhaft und gehe hier einer Erwerbstätigkeit nach.
Einen Arbeitgeber nennt er aber nicht. Nach den Feststellungen des Ausländeramts
wurde der Beschwerdeführer von April bis Juni 2009 vom Sozialamt unterstützt, wobei
es sich um eine Bevorschussung von Arbeitslosentaggeldern handelte. Nach den
Feststellungen der Vorinstanz bezieht der Beschwerdeführer Arbeitslosentaggelder.
Falls er nunmehr wieder eine Arbeitsstelle gefunden hätte, hätte er den Namen des
Arbeitgebers nennen müssen. Bei dieser Sachlage kann jedenfalls nicht von einem
beruflichen Beziehungsnetz gesprochen werden, das bei einer Rückkehr in den
Herkunftsstaat zerstört würde. Der Beschwerdeführer hat sich bei der Befragung zur
Person im Strafverfahren im übrigen nie dahingehend geäussert, dass ihm der
Herkunftsstaat fremd geworden und ihm daher eine Rückkehr nicht zumutbar sei.
Aufgrund der vergleichsweise günstigen beruflichen Voraussetzungen sowie der
Tatsache, dass der Beschwerdeführer über eine Wohnung in Prizren verfügt, lässt sich
eine Rückkehr ohne unzumutbare Schwierigkeiten bewerkstelligen.
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2.4. Zusammenfassend gelangt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass die
öffentlichen Interessen am Widerruf der Niederlassungsbewilligung die privaten
Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz überwiegen. Obwohl
nur eine einzelne strafrechtliche Verurteilung vorliegt, fallen die widersprüchlichen
Angaben hinsichtlich der Familienverhältnisse, der fehlende Wille, mit der Schweizer
Ehegattin eine Lebensgemeinschaft zu führen, das Fehlen familiärer Bindungen sowie
die vergleichsweise günstigen Voraussetzungen für eine Rückkehr nach Prizren bei der
Interessenabwägung auch ins Gewicht und lassen das öffentliche Interesse an der
Fernhaltung des Beschwerdeführers angesichts der Verurteilung wegen eines
schwerwiegenden Sexualdelikts gegenüber dem privaten Interesse am Verbleib in der
Schweiz überwiegen. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung erweist sich daher
als rechtmässig und verhältnismässig. Die blosse Androhung des Widerrufs der
Niederlassung im Wiederholungs- oder Unterlassungsfall ist nicht gerechtfertigt. Das
Risiko einer weiteren gleichartigen Delinquenz ist nicht vertretbar. Daher ist die
Beschwerde als unbegründet abzuweisen.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher
Höhe ist anzurechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht