Decision ID: f36108dd-d1f7-5e88-a102-6905b606cd1a
Year: 2014
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
gegen
CSS Versicherung AG, Recht & Compliance, Tribschenstrasse 21,
Postfach 2568, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Versicherungsleistungen / Invalidenrente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war als Lehrbeauftragter an der Kantonsschule
B._ beim Kanton St. Gallen angestellt und dadurch bei der CSS Versicherung AG
(nachfolgend: CSS) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am
25. Juli 2009 im Urlaub in Island auf einer gemeinsamen Wanderung mit seinem _-
jährigen Sohn stürzte. Die Erstversorgung erfolgte im Krankenhaus der isländischen
Stadt C._. Laut Bericht des behandelnden Arztes, Dr. med. D._, HNO-Spezialist,
vom 30. Juli 2009 war der Versicherte nach dem Sturz während ca. 5-10 Minuten
bewusstlos. Anschliessend seien er und sein Sohn zum Mietauto gelaufen. Am
nächsten Tag seien sie durch Personen einer organisierten Rettungsaktion im Auto
schlafend gefunden worden. Das Krankenhaus hätten sie also am 26. Juli 2009, 30
Stunden nach dem Unfallereignis erreicht. Das Computertomogramm (CT) des
Schädels habe keine Zeichen auf eine intrakranielle Blutung oder andere Störungen
gezeigt. Ein CT des Gesichts habe hingegen eine Fraktur in der rechten Maxilla mit
Dyslokation des Arcus zygomaticus und Depression des Orbitalbodens
hervorgebracht. Als Diagnosen hielt Dr. D._ eine Malar- und Maxillarknochenfraktur
(S02.4) sowie eine Gehirnerschütterung (S06.0) fest. Die Behandlung sei unter
konservativen Massnahmen erfolgt. Der Versicherte zeige eine vollständige Amnesie für
fast die gesamte letzte Woche. Am 30. Juli 2009 erfolgte nach einem weiteren Schädel-
CT ohne Zeichen einer intrakraniellen Blutung die Entlassung aus dem Krankenhaus
und der Heimtransport mit einem Sanitätsflugzeug der E._ nach Österreich (UV-act.
1-3, 14, 26, 36, 144). Der Versicherte wurde gleichentags ins Landeskrankenhaus F._
eingewiesen, wo laut ärztlichem Bericht vom 18. August 2009 eine CT-Untersuchung
des Schädels/Gesichtsschädels vom 31. Juli 2009 eine Maxillarknochen- und
Jochbogenfraktur mit Orbitabodenfraktur gezeigt hatte. Cerebral waren die Befunde
weiterhin unauffällig ohne Hinweis auf eine Einblutung oder Raumforderung. Laut
Konsilien der Psychiatrie und Augenklinik des Landeskrankenhauses F._ vom 6. bzw.
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8. August 2009 waren das hirnorganische Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma am
Abklingen und die ophtalmologischen Befunde unauffällig. Am 7. August 2009 hatte die
operative Sanierung der zentralen Mittelgesichtsfrakturen mittels Osteosynthese sowie
eine Rekonstruktion der Orbitawand stattgefunden. Am 9. August 2009 wurde der
Versicherte aus dem Krankenhaus entlassen (UV-act. 17 f., 21). Nachfolgend
konsultierte er Dr. med. G._, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, der in seinem
Bericht vom 7. September 2009 - gestützt auf das Ergebnis einer durch Dr. med. H._,
Magnet Resonanz Institut I._ AG, vorgenommenen magnetresonanztomographischen
(MRT-) Untersuchung des Schädels vom 21. August 2009 (UV-act. 23) - einen Zustand
nach Schädelhirntrauma mit psychoorganischem Syndrom diagnostizierte und
feststellte, dass beim Versicherten bei Belastung Konzentrations-, Raumorientierungs-
sowie Antriebsstörungen auftreten würden. In seiner Tätigkeit als Lehrer sei er 0%
arbeitsfähig (UV-act. 25). Am 28. September 2009 folgte eine testpsychologische
Untersuchung mit Befundaufnahme durch Mag. Dr. J._, Klinischer- und
Gesundheitspsychologe, Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter
Sachverständiger, Psychotherapeut i.A. (UV-act. 35). Am 16. Oktober 2009 wurde der
Versicherte von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva),
welche für die CSS die Schadenabwicklung vornahm, zu seinen körperlichen
Beschwerden und kognitiven Fähigkeiten befragt (UV-act. 29). Auf Zuweisung von Dr.
G._ hielt sich der Versicherte vom 4. Januar bis 5. Februar 2010 in der Klinik Valens
zu einer ambulanten neurologischen Rehabilitation und psychotherapeutischen
Begleitung auf (UV-act. 101). Der zuweisende Arzt hatte der Klinik Valens am 27.
Oktober 2009 berichtet, dass der Versicherte aktuell noch leicht irritiert, vergesslich,
perseverierend und unkonzentriert sei und erneuerte die Diagnose eines
Schädelhirntraumas mit psychorganischem Syndrom. Als Vorzustand vermerkte er eine
depressive Episode nach der Trennung von der Ehefrau mit einer ausweglosen
juristischen Situation. Der Versicherte habe zwei Kinder im Alter von 10 und 13 Jahren
(UV-act. 34). Am 16. Februar 2010 übermittelte Dr. med. K._, Facharzt für
Psychiatrie, Psychotherapeut für KIP, bei dem sich der Versicherte vom 27. Februar
2004 bis 27. Dezember 2006 in fachärztlicher Behandlung befunden hatte, die damals
von ihm angelegte Krankengeschichte (UV-act. 63-96). Ab 19. Februar 2010 war der
Versicherte erneut bei Dr. K._ in psychiatrischer Behandlung (UV-act. 111). Am 27.
Mai 2010 berichtete der Versicherte der Suva über sein aktuelles Befinden (UV-act.
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113). Mit Vorbescheid vom 6. Juli 2010 lehnte die Invalidenversicherung (IV) den Antrag
des Versicherten auf berufliche Massnahmen (konkret die Ausbildung zum Mediator an
einer fremdsprachigen ausländischen Universität; UV-act. 127, 133) oder
Rentenleistungen ab. Gemäss ihren medizinischen Unterlagen habe eine
vorübergehende Arbeitsunfähigkeit bestanden. Seit spätestens Anfang Juni 2010 sei
der Versicherte jedoch in seiner angestammten Tätigkeit als Lehrer wieder voll
erwerbsfähig (UV-act. 115). Prof.
Dr. med. L._, Chefarzt der Klinik Valens, reagierte hierauf mit Schreiben vom 12. Juli
2010 an den Hausarzt des Versicherten, Dr. med. M._, Facharzt FMH für Innere
Medizin und die IV mit der Feststellung, dass der Versicherte zurzeit bis auf Weiteres
medizinisch begründet dienstunfähig sei im Rahmen des Beschäftigungsgrades für die
zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Lehrperson an der Kantonsschule B._. Der
Gesundheitszustand sei allerdings besserungsfähig (UV-act. 117, 136). Mit Schreiben
vom 4. August 2010 bestätigte Prof. Dr. L._ gegenüber dem IV-internen Regionalen
Ärztlichen Dienst (RAD) eine Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf als Lehrer. Die
Suche nach einer angepassten erwerblichen Tätigkeit sollte unterstützt werden (UV-
act. 125). Mit Berichten vom 21., 29. und 31. Juli 2010 sowie vom 6. August 2010
liessen sich auch Dr. K._, Dr. M._, RAD-Arzt Dr. med. N._, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie
Zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, und Dr. med. O._, Klinische Psychologin,
Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin, IfS-Beratungsstelle, Institut für
Sozialdienste Vorarlberg, gegenüber der Suva, der Versicherungskasse für das
Staatspersonal des Kantons St. Gallen bzw. der IV zur Arbeitsfähigkeit des
Versicherten vernehmen (UV-act. 130, 132 f., 135). Mit Eingabe vom 27. August 2010
erhob dieser gegen den Vorbescheid der IV Einwand (UV-act. 138). Am 3. September
2010 nahm lic. phil. P._, Psychologe FSP, Fachpsychologe für Psychtherapie FSP,
St. Gallen, der den Versicherten nach dem Rabilitationsaufenthalt in der Klinik Valens in
der Zeit der beruflichen Neurorientierung und Reintegration begleitet hatte, zur Frage
der Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf und der Umschulung zum Mediator sowie
zur psychosozialen Situation des Versicherten Stellung (UV-act. 141).
A.b Nach Einholung einer psychiatrischen Beurteilung von med. pract. Q._, Facharzt
FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Versicherungspsychiatrischer Dienst der
Suva, vom 8. Oktober 2010 (UV-act. 144) und einer neurologischen Beurteilung von Dr.
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med. R._, Facharzt für Neurologie FMH, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
Zertifizierter medizinischer Gutachter FMH, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva,
vom 25. Januar 2011 (UV-act. 160.1) zu den Fragen, wie der natürliche
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 25. Juli 2009 und den heute
bestehenden Beschwerden sowie die unfallbedingte Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit aus psychiatrischer und neurologischer Sicht einzuschätzen und
ob weitere Untersuchungen zur Abklärung dieser Fragen notwendig seien, teilte die
Suva dem Versicherten mit Schreiben vom 1. Februar 2011 mit, dass die
Unfallversicherungsleistungen mit einer Übergangsfrist per 28. Februar 2011 eingestellt
würden. Begründend wurde festgehalten, dass auf neurologischem und
neuropsychologischem Gebiet insofern keine weiterführenden Untersuchungen
indiziert seien, als sie keinen Nachweis von organischen Unfallfolgen erwarten liessen.
Eine Einschränkung der zeitlichen und leistungsmässigen Arbeitsfähigkeit des
Versicherten in seiner angestammten Tätigkeit oder einer Verweistätigkeit könne nicht
mit wahrscheinlich unfallbedingten strukturellen Schädigungen des Gehirns begründet
werden. Spätestens ab Ende August 2010 habe keine unfallbedingte
Arbeitsunfähigkeit, weder in der Tätigkeit als Kantonsschullehrer noch in einer anderen
zumutbaren Tätigkeit, mehr vorgelegen (UV-act. 160).
A.c Nachdem die IV inzwischen mit Schreiben vom 3. Januar 2011 an ihrer
Leistungsablehnung vom 6. Juli 2010 (UV-act. 115) festgehalten hatte (UV-act. 157),
hielt der Rechtsvertreter des Versicherten im Rahmen des IV-Verfahrens (vgl. UV-act.
211), Rechtsanwalt lic. iur. D. Studer, Kreuzlingen, seinerseits am Einwand vom 27.
August 2010 (UV-act. 138) fest (UV-act. 172). Rechtsanwalt Studer erhob sodann im
UV-Verfahren am 28. April 2011vorsorglichen Einwand. Er machte geltend, dass eine
definitive Beurteilung der Leistungspflicht der Suva bzw. CSS zum heutigen Zeitpunkt
verfrüht sei. Die reinen Aktenbeurteilungen von med. pract. Q._ und Dr. R._ allein
vermöchten den Wegfall der Leistungspflicht der Unfallversicherung nicht zu
begründen. Im vorliegenden Fall sei eine polydisziplinäre Begutachtung - wie im IV-
Verfahren bereits subeventualiter beantragt - auch im Unfallversicherungsverfahren
unabdingbar (UV-act. 174). Am 15. Juli 2011 erfolgte die verfügungsweise Ablehnung
des Leistungsbegehrens des Versicherten durch die IV (UV-act. 176). Mit
Abschreibungsentscheid vom 26. Oktober 2011 trat das Bundesverwaltungsgericht auf
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die vom Versicherten gegen die IV-Verfügung vom 15. Juli 2011 erhobene Beschwerde
vom 16. September 2011 zufolge verspäteter Einreichung nicht ein (UV-act. 180 ff.).
A.d Am 5. Juni 2012 übermittelte der Versicherte der Suva einen Bescheid der
Pensionsversicherungsanstalt der Landesstelle Wien vom 14. Mai 2012, wonach ihm
diese eine bis 31. Oktober 2013 befristete Berufsunfähigkeitspension gewährte (UV-
act. 195 f.). Die Suva ersuchte die Pensionsversicherungsanstalt hierauf um Zustellung
medizinischer Akten (UV-act. 197, 201). Mit Schreiben vom 1. August 2012 reichte
diese einen Bericht ("Detailed Medical Report") von Dr. med. S._, Newton
Massachusetts (USA), vom 28. Februar 2012 ein (UV-act. 205 f.). Am 29. November
2012 legte der Versicherte einen Einstellungsbeschluss des Bezirksgerichts Bregenz
vom 26. August 2011 betreffend Bestellung eines Sachwalters für ihn vor (UV-act. 210
f.). Mit E-Mail vom 27. Dezember 2012 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie
an ihrem Entscheid vom 1. Februar 2011 (UV-act. 160) festhalte (UV-act. 212).
Nachdem sich der Versicherte in einer weiteren E-Mail vom 31. Dezember 2012
abermals gegen die Leistungseinstellung gestellt hatte (UV-act. 212), erliess die Suva
am 18. März 2013 nach Rückfrage bei ihrem Kreisarzt Dr. med. T._ (UV-act. 213), ob
sich durch den Bericht von Dr. S._ neue Tatsachen oder Beweismittel ergeben
hätten, die zu einem der Beurteilung von Dr. R._ vom 25. Januar 2011 (UV-act. 160.1)
gegenteiligen Schluss führen würden, eine einsprachefähige Verfügung (UV-act. 214).
B.
B.a Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic.
iur. M. Bührer, St. Gallen, mit Eingabe vom 19. April 2013 vorsorglich Einsprache. Am
30. Mai 2013 reichte Rechtsanwältin M.A. HSG in Law, K. Herzog, St. Gallen, die
Einsprachebegründung ein (act. 12.1).
B.b Mit Einspracheentscheid vom 17. Dezember 2013 wies die CSS die Einsprache ab
(act. G 1.1).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom
17. Januar 2014 Beschwerde (act. G 1). Er beantragte, die Verfügung vom 18. März
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2013 bzw. sinngemäss der angefochtene Einspracheentscheid vom 17. Dezember
2013 seien aufzuheben und es seien weitere Abklärungen vorzunehmen sowie dem
Versicherten ab 1. März 2011 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, unter Kosten-
und Entschädigungsfolge. Zusammen mit der Beschwerde reichte der
Beschwerdeführer unter anderem einen ärztlichen Bericht des Landeskrankenhauses
Feldkirch vom 17. August 2009 (act. G 1.3), einen weiteren Bericht von Dr. K._ vom
6. September 2010 (act. G 1.5), einen Bescheid der Pensionsversicherungsanstalt der
Landesstelle Wien vom 16. Dezember 2013 (act. G 1.6) sowie ein nervenfachärztliches
Gutachten von Dr. med. U._, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Allgemein
beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger, vom 11. Oktober 2013 ein (act.
G 1.7).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 13. Februar 2014 beantragte die Beschwerde
gegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G 3).
C.c Mit Replik vom 5. März 2014 (act. G 5) bestätigte der Beschwerdeführer seine
Anträge und ergänzte diese am 25. März 2014 durch ein weiteres Schreiben (act. G 7)
und einen Beschluss des Bezirksgerichts Bregenz vom 19. März 2014 betreffend
Pflegschaftssache (act. G 7.1).
C.d Mit Schreiben vom 24. April 2013 (richtig: 2014) stellte die Beschwerdegegnerin
fest, dass auf den Beschluss des Bezirksgerichts Bregenz sowie auf das Gutachten
von Dr. U._ nicht abgestellt werden könne. Im Übrigen verzichtete sie auf die
Einreichung einer Duplik (act. G 9).
C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in
den medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.

Erwägungen:
1.
1.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Heilkosten- und Taggeldleistungen, welche dem
Beschwerdeführer von der Beschwerdegegnerin im Anschluss an das Unfallereignis
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vom 25. Juli 2009 ausgerichtet wurden, auf den 28. Februar 2011 eingestellt werden
durften oder nicht. Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen
Einspracheentscheid die Bestimmung über die Leistungspflicht des Unfallversicherers
(Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]) bzw.
die diesbezügliche Voraussetzung des natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden
(einschliesslich Schleudertrauma der Halswirbelsäule und diesem äquivalenten
Verletzungen) zutreffend dar. Gleiches gilt in Bezug auf den in diesem Zusammenhang
massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit und den
Beweiswert von medizinischen Berichten, insbesondere denjenigen von Berichten
versicherungsinterner Ärzte (Erwägungen 2.2 und 2.3). Darauf kann verwiesen werden.
Während es Aufgabe des Arztes ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu
beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten
Kausalzusammenhang zu beantworten (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2 sowie in
BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009,
je mit Hinweisen). Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, so entfällt die Leistungspflicht des
Unfallversicherers erst, sobald der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate
Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder
der (allenfalls krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall
bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem
schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher
oder später eingestellt hätte (Status quo sine) erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326;
A. Rumo-Jungo/A.P. Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/
Basel/Genf 2012, S. 54).
1.2 Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid ausserdem
die Voraussetzungen des Anspruchs auf Heilbehandlung und Taggeld dar. Eine
Prüfung derselben hat nur solange zu erfolgen, als zwischen dem Unfall und den
geklagten Beschwerden sowohl die natürliche als auch die adäquate Kausalität zu
bejahen ist. Andernfalls entfällt zum Vornherein ein Anspruch auf Heilbehandlung und
Taggeld. Bei fehlendem natürlichen Kausalzusammenhang ist demzufolge auch die im
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Rahmen eines Taggeldanspruchs relevante Voraussetzung einer Arbeitsunfähigkeit und
in Bezug auf die Heilbehandlung die Frage, ob von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden
kann, nicht weiter zu prüfen (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 116 V 44 E. 2c; A. Maurer,
Schweizerisches
Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 274).
1.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen;
vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im
Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess
tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit
der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Beim Nachweis des Dahinfallens jeder kausalen
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens handelt es sich
um eine leistungsaufhebende Tatfrage. Die entsprechende Beweislast liegt hier- anders
als bei der Frage, ob im Grundfall oder auch bei Rückfällen und Spätfolgen ein
(erneuter) leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht
bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Selbstverständlich greift
die vorgenannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und - im
Beschwerdefall - das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich
nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu
ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit hat, der Wirklichkeit zu entsprechen
(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; A. Rumo-Jungo/A.P. Holzer, a.a.O.,
S. 3 ff.; BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen).
2.
Gemäss Art. 49 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) hat der Versicherungsträger über Leistungen,
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Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene
Person nicht einverstanden ist, schriftlich Verfügungen zu erlassen. Leistungen,
Forderungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen, können
nach Art. 51 Abs. 1 ATSG in einem formlosen Verfahren behandelt werden; diesfalls
räumt Abs. 2 dieser Bestimmung der betroffenen Person die Möglichkeit ein, den
Erlass einer Verfügung zu verlangen. Gemäss Art. 124 lit. b der Verordnung über die
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) ist eine Verfügung insbesondere über die
Kürzung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu erlassen. Die Einstellung
der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen durch die Beschwerdegegnerin per 28.
Februar 2011 infolge Dahinfallens der Unfallkausalität erfolgte zunächst nur mit dem
einfachen Schreiben vom 1. Februar 2011 im Sinn von Art. 51 Abs. 2 ATSG (UV-act.
160). Grundsätzlich erlangt auch ein solches, möglicherweise den vorstehend
geschilderten rechtlichen Anforderungen nicht genügendes Schreiben, Verbindlichkeit,
wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (BGE 134 V
145 E. 5). Nachdem der damalige Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit
Schreiben vom 28. April 2011 gegen die Leistungseinstellung "vorsorglich Einwand"
erhoben bzw. eine polydisziplinäre Begutachtung als unabdingbar erachtet hatte (UV-
act. 174), in der Folge von Seiten der Beschwerdegegnerin das Verwaltungsverfahren
betreffend ihrer Leistungspflicht fortgesetzt wurde, indem Handlungen getätigt wurden,
welche davon ausgehen liessen, dass offensichtlich auch sie nicht von einem
rechtskräftigen Fallabschluss ausging (vgl. UV-act. 197, 201, 212 f.), und sich der
Beschwerdeführer dabei erneut gegen die Leistungeinstellung stellte (UV-act. 212),
gehen die Verfahrensparteien übereinstimmend (für die Beschwerdegegnerin vgl. act.
G 1.1) und richtigerweise davon aus, dass das Schreiben vom 1. Februar 2011 keine
Rechtskraft erlangt hat. Ein Revisionsverfahren im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG fällt
damit unbestrittenermassen ausser Betracht. Entsprechend ist auch die E-Mail des
Beschwerdeführers vom 31. Dezember 2012 nicht als Revisionsgesuch zu verstehen,
zumal auch ihr Wortlaut keine solche Interpretation nahe legt (UV-act. 212). Die
Einstellung der Leistungen wegen Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von
unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens per 28. Februar 2011 erfolgte
sodann formell richtig mit der Verfügung vom 18. März 2013 (UV-act. 214; Art. 49 Abs.
1 ATSG). Die Beschwerdegegnerin spricht zwar darin fälschlicherweise von einem
Gesuch des Beschwerdeführers um prozessuale Revision. Der den
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Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildende Einspracheentscheid
vom 17. Dezember 2013 (act. G 1.1) beinhaltet jedoch nochmals eine umfassende,
nicht auf die Revisionsvoraussetzungen begrenzte, materiell rechtliche Prüfung der
vorliegenden Streitfrage des Zeitpunkts der Leistungseinstellung unter
Berücksichtigung des massgebenden, bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen
Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalts (vgl. BGE 131 V 243 E. 2.1, 129 V 4
E. 1.2 und 129 V 169 E. 1, je mit Hinweis). Streitig und umfassend zu prüfen ist mithin
im Folgenden, ob für Heilbehandlungen und Arbeitsunfähigkeiten wegen
fortbestehender gesundheitlicher Störungen über den 28. Februar 2011 hinaus eine
Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht.
3.
3.1 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sind den medizinischen Akten
keine Anhaltspunkte zu entnehmen, wonach die vom Beschwerdeführer über den
Zeitpunkt der Leistungseinstellung (28. Februar 2011) hinaus geklagten Beschwerden
mit klar ausgewiesenen organischen (neurologischen) Befunden im Sinn nachweisbarer
unfallkausaler struktureller Veränderungen erklärbar wären.
3.2 Der Beschwerdeführer erlitt anlässlich des Unfalls vom 25. Juli 2009 verschiedene
Frakturen im Bereich des Gesichtsschädels, welche am 7. August 2009 im
Landeskrankenhaus Feldkirch operativ behandelt wurden. Der operative sowie
postoperative Verlauf war im Wesentlichen komplikationslos und der Beschwerdeführer
konnte am 9. August 2009 aus dem Krankenhaus entlassen werden (UV-act. 17, 21). In
ihrem Kostengutsprachegesuch vom 1. Februar 2010 an die Beschwerdegegnerin zur
Weiterführung der ambulanten Therapien (Physiotherapie mit Schwerpunkt
Gesichtsbehandlung für zunächst drei Monate ab 11. Februar 2010) führte die Klinik
Valens im Rahmen der Diagnose eines Status nach Schädelhirntrauma durch Sturz mit
Gesichtsfrakturen ein noch liegendes Metallosteosynthesematerial in der rechten
Gesichtshälfte mit Schwierigkeiten beim weiten Kieferöffnen sowie Schmerzen und
Sensiblitätsstörungen an (UV-act. 59). Am 10. Februar 2010 legte der
Beschwerdeführer gegenüber der Suva dar, dass die Wangenknochen permanent
schmerzen würden, der Schmerz jedoch auszuhalten sei. Wovon der Schmerz
herrühre, könne er nicht sagen. Immerhin sei die Osteosyntheseplatte noch drin und
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werde voraussichtlich auch immer drin bleiben. Oberhalb des rechten Auges schmerze
es ab und zu. Aktuell knacke es im Kiefer, doch sei die Mundöffnungsmöglichkeit
durch die intensive Therapie in der Klinik Valens grösser geworden (UV-act. 61). In
ihrem Bericht vom 12. Februar 2010 betreffend den ambulanten
Rehabilitationsaufenthalt vom 4. Januar bis 5. Februar 2010 (UV-act. 101) hielt die
Klinik Valens als neurologischen Status eine Hypästhesie in der rechten Gesichtshälfte
und dortige Schmerzangabe bei Status nach Osteosynthese mit noch liegendem
Osteosynthesematerial fest. Im Rahmen der physiotherapeutischen Massnahmen habe
insbesondere im Bereich des rechten Gesichts eine Gewebsauflockerung und in der
Folge auch eine Schmerzreduktion erreicht werden können. Für die ambulante
Weiterbehandlung sei die Fortführung der physiotherapeutischen Gesichtsbehandlung
organisiert worden. Am 27. Mai 2010 gab der Beschwerdeführer gegenüber der Suva
an, dass er nach wie vor Schmerzen im Bereich der Operationsstelle habe. Mit diesen
Schmerzen, die auf der Schmerzskala im optimalsten Fall einem Wert von 2 und im
schlechtesten Fall einem Wert von 4 oder gar 5 entsprechen würden, oder auch einem
druckähnlichen Gefühl könne er leben. Besondere Massnahmen würden deshalb nicht
getroffen (UV-act. 113). In den nachfolgenden medizinischen Akten werden
Beschwerden im Zusammenhang mit den Gesichtsfrakturen nicht mehr thematisiert.
Selbst wenn gestützt auf die Ausführungen des Beschwerdeführers in der Beschwerde
vom 17. Januar 2013 (act. G 1) im Zusammenhang mit den Gesichtsfrakturen noch von
gewissen Unfallrestfolgen auszugehen wäre, beansprucht er diesbezüglich offenbar
keine Leistungen des Unfallversicherers mehr.
3.3 Hingegen geht der Beschwerdeführer davon aus, dass er beim Unfall vom 25. Juli
2009 eine schwere organische Hirnverletzung in Form eines organischen
Psychosyndroms erlitten habe, aufgrund welcher er über das Datum der
Leistungseinstellung hinaus unter Einschränkungen der kognitiven und körperlichen
Leistungsfähigkeit sowie psychischen Veränderungen leide (vgl. dazu UV-act. 111, act.
G 15). Die Beschwerdegegnerin verneint das Bestehen einer schweren, unheilbaren
organischen Hirnverletzung und stützt sich dabei auf die - wie die nachfolgenden
Erwägungen zeigen - überzeugende und schlüssige neurologische Aktenbeurteilung
von Dr. R._ vom 25. Januar 2011 (UV-act. 160.1).
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3.3.1 Der Umstand, dass Dr. R._ seine Beurteilung ausschliesslich aufgrund der
Akten abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht hat, steht dem
Beweiswert seiner Beurteilung nicht entgegen (vgl. dazu PVG 1996, 267 E. 3b; RKUV
1988 Nr. U 56 S. 371 E. 5b). Der Neurologe führt die für seine Beurteilung
massgebenden medizinischen Unterlagen ("Bilddokumentation", "neurologisch
relevante Aktenlage") an. Die medizinischen Akten belegen, dass beim
Beschwerdeführer infolge des Unfalls vom 25. Juli 2009 ein organisches
Psychosyndrom diagnostiziert wurde (UV-act. 11, 28, 32, 34, 101). Dr. R._ stellt die
Diagnose in seiner Beurteilung nicht in Abrede. Im Folgenden gilt es jedoch zu
beachten, dass mit der Diagnose eines psychoorganischen Syndroms nicht bereits
eine konkrete Hirnverletzung definiert wird, sondern alle psychischen Veränderungen
bezeichnet werden bzw. ein Beschwerdebild beschrieben wird, dem eine
hirnorganische - traumatische oder krankheitsbedingte - Ursache zu Grunde liegt (vgl.
dazu Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1532; Pschyrembel, Klinisches
Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, S. 1730). Die Diagnose eines Syndroms
bedeutet nicht automatisch das Vorliegen unfallkausaler struktureller
Gesundheitsschädigungen. Laut Roche Lexikon Medizin (a.a.O., S. 1791) handelt es
sich bei einem Syndrom um ein sich stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen,
d.h. einer Symptomatik mit weitgehend identischem "Symptommuster"
manifestierendes, mit verschiedenen Ätiogenesen mögliches Krankheitsbild.Im
Weiteren ist zu berücksichtigen, dass eine Hirnverletzung nicht in jedem Fall eine
Hirnschädigung mit Langzeitfolgen darstellt (vgl. Roche Lexikon Medizin, a.a.O., S.
1641 f.). Entsprechend kann die Diagnose "organisches Psychosyndrom nach
Schädelhirntrauma" auch für die Beschreibung des akuten Beschwerdeverlaufs nach
einer leichten, voll reversiblen Hirnverletzung ohne anatomische Veränderung (vgl. dazu
Roche Lexikon Medizin, a.a.O. S. 353) gebraucht, sollte aber nicht für die
Charakterisierung des Langzeitverlaufs verwendet werden (vgl. S. Johannes/R.
Schaumann-Von Stosch, Grundlegende Aspekte der leichten traumatischen
Hirnverletzung, Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 78 [2007], 74-77). Die
erstbehandelnden Ärzte des Spitals C._ sowie des Landeskrankenhauses stellten in
ihren Berichten vom 30. bzw. 31. Juli 2009 die einer leichten traumatischen
Hirnverletzung entsprechende Diagnose einer Gehirnerschütterung bzw. Commotio
cerebri (UV-act. 36, 20) und der nachbehandelnde Arzt Dr. G._ die übereinstimmende
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Diagnose eines Status nach Schädel-Hirntrauma (UV-act. 28; vgl. auch UV-act. 26
[Commotio cerebri]). Angesichts des konkreten Unfallmechanismus und der
unmittelbaren Unfallfolgen des Beschwerdeführers (Sturz mit Bewusstlosigkeit,
Amnesie und kognitive Einschränkungen sowie Gesichtsschädelfrakturen) erscheint die
Zuordnung zu den vorgenannten Diagnosen grundsätzlich ohne weiteres
nachvollziehbar (UV-act. 34, 36, act. G 1.3, vgl. auch S. Johannes/R. Schaumann-Von
Stosch, a.a.O., 74-77). Gleich stellt auch Dr. R._ in seiner neurologischen Beurteilung
fest, dass eine leichte traumatische Hirnverletzung (MTBI) der klinischen Kategorie 3
nach der Definition der Europäischen Vereinigung der neurologischen Gesellschaft
EFNS aufgrund der anamnestischen Angaben bezüglich des für den 25. Juli 2009
angegebenen Unfalls angenommen werden könne. Die Diagnose Gehirnerschütterung
bzw. Schädelhirntrauma erfolgt aufgrund bestimmter Symptome nach kranialen
Traumen und bedeutet nicht schon, dass eine objektiv nachweisbare Funktionsstörung
vorliegt. Hierzu bedarf es einer feststellbaren intrakraniellen Läsion oder eines
messbaren Defektzustands in Form neurologischer Ausfälle. Fehlt es hieran, ist die
Adäquanz der Unfallkausalität im gegebenen Fall nach der für Schleudertraumen der
HWS und Schädel-Hirntraumen ohne nachweisbare Funktionsausfälle geltenden
Rechtsprechung zu beurteilen (Urteil des EVG vom 29. März 2006, U 197/04, E. 3.1 mit
Hinweisen auf die medizinische Literatur). Die Beschwerdegegnerin hat nach dem
Unfall vom 25. Juli 2009 unfallkausale gesundheitliche Störungen des
Beschwerdeführers anerkannt und während rund eindreiviertel Jahren Taggeld- und
Heilbehandlungskostenleistungen erbracht. Streitig und zu prüfen ist jedoch, wie
bereits erwähnt, ob beim Beschwerdeführer für die Zeit danach, d.h. ab 1. März 2011,
noch von einer objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen Hirnverletzung
auszugehen ist. Von einer solchen kann erst dann gesprochen werden, wenn die im
Zeitpunkt der Leistungseinstellung erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden
Abklärungen bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 109 E. 9, 117 V 359 E. 5d/aa; SVR 2007
UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]). Diese Untersuchungsmethoden
müssen zugleich wissenschaftlich anerkannt sein (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweisen;
Urteile des Bundesgerichts [bis 31. Dezember 2006: Eidgenössisches
Versicherungsgericht, EVG] vom 17. Oktober 2008, 8C_124/2008, sowie vom 7.
Februar 2008, U 13/07, E. 3.2 und 3.3, und vom 22. September 2010, 8C_240/2010).
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3.3.2 Das Ergebnis der im Landeskrankenhaus Feldkirch am 31. Juli 2009
durchgeführten CT-Untersuchung des Kopfes zeigte sich laut ärztlichem Bericht vom
18. August 2009 cerebral unauffällig ohne Hinweis auf eine Einblutung oder
Raumforderung (UV-act. 21). Eine am 2. August 2009 wiederholte CT-Untersuchung
blieb ebenfalls ohne pathologischen Befund (UV-act. 19 f.). Dr. R._ beurteilte die
Bilddokumentation vom 31. Juli 2009 spezifisch neurologisch. Im Bereich der
Frontbasis beidseits seien (überwiegend wegen Knochenartefakten) keine klaren
Aussagen bezüglich Hirnkontusionen oder Hirnblutungen zu machen. Eine vereinzelte
Hypo- oder Hyperdensität könne nicht ausgeschlossen werden. Einzelne punktförmige
Hyperdensitäten (z.B. fronto-parietal links) seien nicht sicher von Gefäss-Artefakten zu
unterscheiden. Es liege eine wahrscheinlich anlagebedingte Ventrikelasymmetrie der
Seitenventrikel mit engerem linksseitigem Seitenventrikel vor. Zeichen für eine
Einblutung in die Ventrikel seien nicht zu finden. In den Aufnahmen vom 2. August 2009
zeige sich ein weitgehend gleichartiger (unauffälliger) Befund wie am 31. Juli 2009. Die
zum Unfall vom 25. Juli 2009 zeitnahen CT-Aufnahmen liessen keine eindeutige
Schädigung des Hirnparenchyms und keine
sicheren Hinweise auf intrazerebrale Einblutungen erkennen. Anhand der Ergebnisse
der CT-Untersuchungen lässt sich gestützt auf die Ausführungen von Dr. R._ keine
überwiegend wahrscheinliche organische Hirnverletzung nachweisen. Angesichts
dessen, dass seine Beurteilung, wie von ihm festgehalten, den radiologischen Befund
des Landeskrankenhauses Feldkirch bestätigt, bereits das CT des Spitals C._
unauffällig ohne Blutung war (UV-act. 36) und auch im nachfolgenden MRT-
Untersuchungsergebnis (vgl. nachfolgende Erwägung 3.3.3) der Befund einer
Asymmetrie der Seitenventrikel beschrieben wird, besteht kein Anlass, sie in Frage zu
stellen. Dr. R._ fügt zwar an, dass die anamnestische Angabe einer Bewusstlosigkeit
im Rahmen des Unfalls für das Vorliegen einer diffusen axonalen Schädigung des
Gehirns spreche, hält dann aber einschränkend fest, dass die Tatsache von
Gesichtsschädel-Frakturen für sich genommen keine klare Unterscheidung zwischen
einer leichten traumatischen Hirnschädigung und einer sogenannten Scher-Verletzung
(DAI = diffuse axonal injury) des Gehirns erlaube.
3.3.3 Dr. H._ erhob am 21. August 2009 folgende MRT-Befunde: Multiple kleine,
im Mittel ca. 2 bis 3 mm messende Hämosiderinablagerungen im Marklager beider
Grosshirnhemisphären insbesondere frontal, hier frontobasal betont;
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Hämosiderinablagerungen im dritten Ventrikel; kleine punktförmige Demyelinisierungen
im frontalen Marklager rechts; eine Asymmeetrie der Seitenventrikel zugunsten rechts;
keine stattgehabte transependymale Liquordiapedese und Diffusionsrestriktion (UV-
act. 23). Dr. R._ schreibt hierzu, in den vorliegenden T1- und T2-gewichteten axialen
Sequenzen und Hämosiderin-empfindlichen Sequenzen seien die von radiologischer
Seite beschriebenen Zeichen früherer kleiner Einblutungen in allenfalls minimaler
Ausprägung im sogenannten entorhinalen Cortex nachzuvollziehen, mit leichter
Rechtsbetonung auch subkortikal im frontalen Marklager. Die Hinweise auf
Hämosiderinablagerungen im 3. Ventrikel könnten jedoch in der neurologischen
Beurteilung nicht eindeutig nachvollzogen werden. Zum einen wäre eine isolierte
Einblutung in den 3. Ventrikel im Rahmen eines Schädelhirntraumas ein
ungewöhnlicher Befund, zum andern könne das Suszeptibilitäts-Defizit, welches in den
vorliegenden Hämosiderin-empfindlichen Aufnahmen erkennbar sei, einen Artefakt
darstellen, insbesondere da in den echtzeitlichen CT's dort keine Blutungszeichen
erkennbar seien. Die Schlussfolgerung von Dr. H._, dass "diskrete punktförmige
Demyelinisierungen im frontalen Marklager rechts" im Kontext ebenfalls
postkontusionell zu werten seien, sei in der neurologischen Beurteilung nicht zu
bestätigen. Es sei eher von unspezifischen Marklagerveränderungen, ohne
wahrscheinliche Beziehung zum Unfall vom 25. Juli 2009 auszugehen. Dr. R._ räumt
zwar ein, dass in der neurologischen Beurteilung der MRT-Aufnahmen Befunde
nachvollziehbar seien, die auf eine erlittene sogenannten diffuse axonale Schädigung
des Gehirns im Rahmen des Unfalls vom 25. Juli 2009 hinweisen könnten. Es seien
jedoch keine ausgedehnten Hirnparenchymschädigungen zu erkennen, welche eine
wahrscheinliche Folge des fraglichen Schädelhirntraumas darstellen könnten. Die
neurologische Beurteilung der MRT-Bildgebung des Kopfes des Beschwerdeführers
zeige keine sicheren Hinweise auf Zeichen früherer Einblutungen im Bereich des
Balkens (Corpus collosum); dies weise auf eine nicht sehr ausgedehnte DAI hin. Der
fehlende klinische Hinweis auf eine Störung des beidseitigen Geruchvermögens (z. B.
im neurologischen Status des Berichts der Klinik Valens vom 12. Februar 2010 [UV-act.
101]) könne als Zeichen für eine eher geringfügige Schädigung des fronto-basalen
Gehirns (sog. entorhinaler Cortex) gewertet werden. Eine leichtgradige, frontal-betonte
Hirnschädigung sei als Unfallfolge nicht auszuschliessen. Sowohl im Falle der
Annahme einer leichten traumatischen Hirnverletzung als auch für den Fall einer
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leichten diffusen axonalen Schädigung des Gehirns sei allerdings jeweils zu erwarten,
dass anfängliche unspezifische Beschwerden in den Wochen bis spätestens Monaten
nach der Schädigung abklingen würden. Beim Beschwerdeführer seien zu keinem
Zeitpunkt Ausfälle im klinischen-neurologischen Untersuchungsbefund beschrieben
worden (vgl. dazu UV-act. 26, 101). Dr. R._ setzt sich ausführlich mit den MRT-
Befunden vom 21. August 2009 auseinander und legt schlüssig und überzeugend dar,
dass selbst die als unfallkausal nachzuvollziehenden Befunde aufgrund ihrer
Geringfügigkeit keiner bleibenden Schädigung des Gehirns entsprechen. Insbesondere
auch der Hinweis auf das Fehlen klinisch-neurologischer Untersuchungsbefunde
rundet seine Einschätzung der radiologischen MRT-Dokumentation ab und lässt
insgesamt offensichtlich nur vom möglichen Sachverhalt einer dauerhaften
unfallkausalen Hirnschädigung ausgehen. Im Sozialversicherungsrecht ist jedoch der
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit notwendig (BGE 126 V 360 E. 5b).
Es besteht keine Veranlassung, nicht auf die Beurteilung von Dr. R._ abzustützen.
Der Bericht von Dr. S._ vom 28. Februar 2012 (UV-act. 205) führt zu keinen anderen
Erkenntnissen. Auch er stellte die Diagnose "organic brain syndrome", erhob jedoch
insgesamt "nur" Normalbefunde. Mit dem alleinigen Befund "flat affect" kann keine
Hirnverletzung angenommen werden. Seine Diagnose "2° Trauma" entbehrt jeglicher
Begründung und der blosse Vermerk "21. August 2009 MRI" bildet zwar einen
Bestandteil des vorliegenden Sachverhalts, doch ist nicht bekannt, was Dr. S._
daraus ableitet.
3.3.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die vom Beschwerdeführer
angegebenen Beschwerden jedenfalls für die Zeit ab 1. März 2011 nicht auf eine
objektivierbare organische (neurologische) Hirnschädigung zurückführen lassen, die mit
dem Unfall vom 25. Juli 2009 in Zusammenhang zu bringen wäre. Der im konkreten Fall
gestellten Diagnose eines organischen Psychosyndroms nach Schädelhirntrauma liegt
somit keine überwiegend wahrscheinlich nachgewiesene, irreversible Hirnverletzung zu
Grunde, womit die fragliche Diagnose selbst keine unfallkausalen Langzeitfolgen zu
begründen vermag.
3.4 Es gibt Fälle, in denen bei sonst unauffälligen Untersuchungsbefunden
neuropsychologische Abklärungen Hirnleistungsstörungen aufzeigen können und der
neuropsychologische Befund der einzige verlässliche Parameter ist (BGE 117 V 378 E.
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3d). Sodann kann der neuropsychologischen Diagnostik bei eindeutigem, nicht
diffusem Befund - im Rahmen der neurologischen Gesamtwürdigung - nach der
Rechtsprechung auch bei der Kausalitätsbeurteilung ein Aussagewert zukommen (BGE
119 V 343 E. 3c). Hingegen vermag es die Neuropsychologie nicht, selbständig die
Beurteilung der Genese abschliessend vorzunehmen (RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316 E.
3). Nach B.P. Radanov (Über den Stellenwert der neuropsychologischen Diagnostik bei
Patienten nach HWS-Distorsion, SZS 1996, S. 471 ff.) sind psychologische Probleme
(und eingenommene Medikamente) geeignet, die kognitiven Leistungen negativ zu
beeinflussen (S. 477). Psychologische Probleme bzw. die Interrelation psychologischer
und kognitiver Funktionen könnten die reduzierte Leistungsfähigkeit miterklären (S.
475).
3.4.1 Mag. Dr. J._ beschrieb in seinem Bericht vom 28. September 2009 eine
deutliche depressive Verstimmung des Beschwerdeführers und eruierte psychische
Belastungen. Relevante kognitive Einbussen konnten demgegenüber von ihm keine
erhoben werden und er hielt zusammenfassend fest, dass zum Zeitpunkt der
Untersuchung mit dem verwendeten Verfahren keine Hinweise auf kognitive Einbussen
bzw. mnestische Defizite fassbar gewesen seien. Die Konzentrationsfähigkeit und
Aufmerksamkeitsleistung sowie die Umstellungsfähigkeit auf neue Details seien gut
ausgeprägt. Der Denkprozess erscheine nicht verlangsamt. Auffällig seien hingegen die
eruierte überdurchschnittliche psychische Belastung und die vorherrschende
depressive Verstimmung (UV-act. 35). Das kognitive Leistungsprofil der
neuropsychologischen Untersuchung der Klinik Valens vom 14. Januar 2010 zeigte
(zusammengefasst) leichte bis mittelgradige Verminderungen (von 18 geprüften
Funktionen waren vier mittelschwer und zwei leicht beeinträchtigt, die restlichen
Funktionen zeigten Normalbefunde). Berücksichtige man jedoch die psychische
Komponente, so würden sich Hauptschwierigkeiten im Antrieb und Arbeitstempo sowie
in der Belastbarkeit, Umstellfähigkeit und Handlungsdurchführung ergeben. Je nach
Verfassung könne die obgenannte Diagnose mehr beeinträchtigt sein (UV-act. 101). Dr.
K._ berichtete der IV am 20. April 2010 unter anderem, dass sich der
Beschwerdeführer aufgrund einer mittelgradig bis schwer ausgeprägten depressiven
Episode (Depression im Sinne einer Anpassungsstörung) vom 27. Februar 2004 bis 27.
Dezember 2006 bei ihm in regelmässiger psychiatrischer Behandlung befunden habe.
Seit dem 19. Februar 2010 betreue er den Beschwerdeführer neuerlich psychiatrisch
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und psychotherapeutisch. Die damalige depressive Störung sei einerseits durch einen
schweren Partnerkonflikt und Konflikte am Arbeitsplatz, andererseits durch eine
äusserst rigide Persönlichkeitsstruktur mit zwanghaften und schizoiden
Persönlichkeitsanteilen mitverursacht gewesen. Aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur
sei es dem Beschwerdeführer nur sehr schwer möglich gewesen, mit den multiplen
Konfliktsituationen adäquat umzugehen und diese in seinen Lebensplan zu integrieren.
Trotz intensiver Psychotherapie und einer medikamentösen Therapie sei es im Verlauf
der depressiven Erkrankung zu einer chronischen Suizidalität und fast zu einer
Invalidisierung gekommen. Aufgrund der beschriebenen Situation bestehe seit Jahren
ein dysthymes Zustandsbild, welches sich bei exogenen Belastungsmomenten zu
mittelgradig bis schwer ausgeprägten depressiven Episoden entwickeln könne und
sich in der Vergangenheit auch entwickelt habe. Als Diagnosen stellte Dr. K._ eine
rezidivierende Störung (gegenwärtig leichtgradige Episode ohne somatisches Syndrom)
und Dysthymie (double depression) bei zugrunde liegender kombinierter
Persönlichkeitsstörung mit zwanghaften und schizoiden Persönlichkeitsanteilen
(ICD-10 Nr. : F33.00/F34.1/F61.0) sowie ein organisches Psychosyndrom nach
Schädelhirntrauma (ICD-10 Nr.: F07.2; UV-act. 111). In seinem Bericht an die Suva vom
31. Juli 2010 erklärte er, dass allein durch das in seinem Bericht vom 20. April 2010
beschriebene psychische Störungsbild eine beträchtliche Leistungseinschränkung
bestehe (UV-act. 130). Lic. phil. P._ erlebte den Beschwerdeführer laut seinem
Bericht vom 3. September 2010 (UV-act. 141) sehr motiviert und leistungsbereit. Die
festgestellte Symptomatik (kognitive Defizite in der gerichteten Aufmerksamkeit,
Umstellungsfähigkeit, reduzierte Belastbarkeit, erhöhte Ermüdbarkeit, verringertes
Arbeitstempo) sei noch vorhanden. Die psychosoziale Situation des
Beschwerdeführers sei in der Tat sehr belastend für ihn. Er leide zwischenzeitlich an
depressiven Störungen. Aktuell sei allerdings keine sozialphobische Problematik
auszumachen. Die grossen Kränkungen betreffend Trennung, Scheidung, Sorgerecht,
Besuchsrechte) hätten anfangs 2009 stattgefunden. Der Beschwerdeführer sei als
Lehrer immer voll arbeitsfähig gewesen. Erst der Unfall habe zu den festgestellten
neurologischen und neuropsychologischen Problemen geführt. Es sei daher nicht
logisch, jetzt die psychosozialen Gründe kausal in die Argumentation gegen berufliche
Massnahmen einzubringen. Am 6. September 2010 berichtete Dr. K._ der IV, dass
zum jetzigen Zeitpunkt ein organisches Psychosyndrom bestehe, welches durch eine
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mittelschwer beeinträchtigte kognitive Leistungsstörung vor allem im Bereich des
Arbeitstempos, der Aufmerksamkeit und des verbalen Gedächtnisses bestehe. Dies sei
testpsychologisch verifiziert worden. Aufgrund der kognitiven Beeinträchtigungen sei
der Beschwerdeführer nach Schädelhirntrauma und der vorbestehenden dysthymen
Stimmungslage den Anforderungen des Schulunterrichts nicht gewachsen und es
werde bei Arbeitsaufnahme als Lehrer rasch wieder zu einer reaktiv-depressiven
Störung kommen, welche eine Arbeitsunfähigkeit verursache (act. G 1.5).
3.4.2 Zum neuropsychologischen Untersuchungsergebnis der Klinik Valens hält
Dr. R._ zunächst allgemein schlüssig und nachvollziehbar fest, dass in Bezug auf die
Ergebnisse neuropsychologischer Untersuchungen grundsätzlich auf die beste vom
Beschwerdeführer erbrachte Leistung abgestellt werden könne. Verschlechterungen
nach vorangehenden guten Leistungen könnten nicht mit organischen neurologischen
Unfallfolgen erklärt werden. Die Befunde der neuropsychologischen Untersuchung der
Klinik Valens seien offenbar ohne Verwendung von Symptomvalidierungstests (zur
Überprüfung der Verlässlichkeit der Befunde) durchgeführt worden. Sie zeigten nicht
sehr spezifische und überwiegend leichtgradige Minderleistungen, welche durch
psychische Einflüsse (zum Beispiel durch die gleichzeitig beschriebene "schwankende
Stimmung, Verdacht auf Depression") erklärt werden könnten. Die mittelschwere
Beeinträchtigung im Parameter "Ausmass der psychischen Energie (b 1300)" sei aus
neurologischer Sicht eher nicht als objektiver neuropsychologischer Parameter
(welcher mit einem Normalkollektiv verglichen werden könne) zu werten. Von Seiten der
Untersucher sei eine Ausbildung zum "Coach/Mediator" für möglich erachtet worden;
dies weise auf eine fehlende bis geringfügige Auswirkung der beschriebenen
Auffälligkeiten auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hin. Die Beschwerden
und Symptome des Beschwerdeführers nach Abschluss der neurologischen
stationären Rehabilitationsbehandlung bis zum Februar 2010 in der Klinik Valens
könnten aus neurologischer Sicht nicht mehr von den Symptomen und Beschwerden
des Beschwerdeführers unterschieden werden, die in der psychiatrischen Behandlung
des Beschwerdeführers durch Dr. K._ dokumentiert worden seien (UV-act. 63-96).
Die vorliegenden Beschreibungen des Verhaltens des Beschwerdeführers im Zeitraum
nach dem Unfall vom 25. Juli 2009 wiesen im Vergleich zu den Berichten der Jahre
2004 bis 2006 nicht auf eine wesentliche Verhaltens- oder Persönlichkeitsveränderung
hin. Dr. R._ geht mithin davon aus, dass sich auch auf neuropsychologischem Gebiet
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kein selbständiger, klar abgrenzbarer Befund im Sinne einer organischen
Hirnverletzung nachweisen lässt.
3.4.3 Aufgrund der in Erwägung 3.4.2 dargelegten medizinischen Aktenlage
erscheint die Beurteilung von Dr. R._ schlüssig und überzeugend. So wird von Seiten
der Klinik Valens, aber auch von Dr. K._ eine eindeutige Wechselwirkung psychischer
und kognitiver Probleme beschrieben und geht aus den Berichten von Dr. Köb und Dr.
K._ eine massgebende psychische Problematik des Beschwerdeführers hervor;
vorbestehend, aber auch aktuell. Dementsprechend geht Dr. K._ aufgrund der
Persönlichkeitsstruktur des Beschwerdeführers mit einem seit Jahren bestehenden
dysthymen Zustandsbild davon aus, dass sich bei exogenen Belastungsmomenten -
wie in den Jahren 2004 bis 2006 - jederzeit wieder eine mittelgradig bis schwere
Depression entwickeln könne. Er diagnostizierte am 20. April 2010 (UV-act. 111) eine
rezidivierende depressive Störung und nannte in seinem Bericht vom 31. Juli 2010 (UV-
act. 130) eine allein durch das im Bericht vom 20. April 2010 beschriebene psychische
Störungsbild verursachte beträchtliche Leistungseinschränkung. Der Parameter
"Temperament & Persönlichkeit - Psychische Stabilität" im neuropsychologischen
Bericht der Klinik Valens wurde als mittelschwer beeinträchtigt beurteilt. Gemäss der
von Dr. K._ vom 27. Februar 2004 bis 27. Dezember 2006 angelegten
Krankengeschichte war die psychische Stabilität des Beschwerdeführers jedoch
bereits früher sehr schwankend (vgl. UV-act. 63, 73 ff., 85, 87 f., 90). Die psychische
Beeinflussung der kognitiven Funktionen wird sodann dadurch bekräftigt, dass der von
Dr. R._ für fraglich erachtete objektive Beweiswert des Parameters "Ausmass der
psychischen Energie (b 1300) auch für den mittelschwer eingeschränkten Parameter
"Temperament & Persönlichkeit/Psychische Stabilität" gelten dürfte, handelt es sich
dabei doch ebenfalls um einen typischen, den rein psychischen Zustand eines
Menschen beschreibenden Faktor. Lic. phil. P._ (UV-act. 141) und Dr. K._ (UV-act.
111) erwähnen schliesslich die von der Klinik Valens durch die psychische Komponente
sich ergebenden Hauptschwierigkeiten im Antrieb und Arbeitstempo sowie in der
Belastbarkeit, Umstellfähigkeit und Handlungsdurchführung als kognitive Defizite,
woraus eine weitere Wechselbeziehung zwischen psychologischen Problemen und
kognitiven Leistungen abzuleiten ist. Insgesamt rechtfertigt es sich damit, der Aussage
von Dr. R._, die Beschwerden und Symptome des Beschwerdeführers nach
Abschluss der neurologischen stationären Rehabilitationsbehandlung bis zum Februar
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2010 in der Klinik Valens könnten aus neurologischer Sicht nicht mehr von den
Symptomen und Beschwerden unterschieden werden, die in der psychiatrischen
Behandlung vom 27. Februar 2004 bis 27. Dezember 2006 durch Dr. K._
dokumentiert worden seien (UV-act. 63-96), zu folgen. Wie von Dr. R._ formuliert,
fehlt es für den Nachweis organischer neurologischer Unfallfolgen an einer seit dem
Unfall wesentlichen, sich vom Vorzustand abhebenden Verhaltens- oder
Persönlichkeitsveränderung. Damit muss beim Beschwerdeführer von einer
Beeinflussung/Überlagerung der kognitiven Funktionen durch psychische Probleme
ausgegangen werden, weshalb auch die im Rahmen der neuropsychologischen
Abklärungen festgestellten Einschränkungen nicht im Rahmen einer organischen
(neurologischen) Hirnverletzung gesehen werden können.
3.5 Gestützt auf die Berichte bzw. Schreiben von Prof. Dr. L._ vom 12. Juli und 4.
August 2010 (UV-act. 117, 125), von Dr. M._ vom 29. Juli 2010 (UV-act. 132), von Dr.
O._ vom 21. Juli 2010 (UV-act. 135) und von lic. phil. P._ vom 3. September 2010
(UV-act. 141), worin der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Lehrer
zu 100% arbeitsunfähig beurteilt wird, können die fortdauernden Beschwerden des
Beschwerdeführers medizinisch ebenfalls keiner fassbaren organischen, irreparablen
Hirnverletzung zugeschrieben werden. Eine Arbeitsunfähigkeit kann auf verschiedenen
Ursachen beruhen. Wie von Dr. R._ festgehalten, finden sich jedoch in keinem der
obgenannten Berichte bzw. Schreiben konkrete objektive neurologische bzw.
neuropsychologische Befunde entsprechend einer unfallkausalen organischen
Hirnleistungsstörung, auf welche die Arbeitsunfähigkeit zurückgeführt wird.
3.6 Ebenfalls keine Hinweise auf eine unfallkausale organische Hirnverletzung lassen
sich aus dem Beschluss des Bezirksgerichts Bregenz vom 26. August 2011 (UV-act.
210), dem nervenärztlichen Gutachten von Dr. U._ vom 11. Oktober 2013 (act. G 1.7)
sowie den Bescheiden der Pensionsversicherungsanstalt Landesstelle Wien vom
14. Mai 2012 (UV-act. 195) und 16. Dezember 2013 (act. G 1.6) ableiten. Die Fest
stellung im Beschluss des Bezirksgerichts, der Betroffene habe am 25. Juli 2009 nach
einem Sturz in Island ein organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma erlitten,
ist unbestritten. Die weitere Aussage, der Beschwerdeführer sei aus gesundheitlichen
Gründen nicht mehr in der Lage, seinen Beruf als Lehrer auszuüben, überzeugt sodann
die im vorliegenden unfallversicherungsrechtlichen Beschwerdeverfahren
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massgebende Frage der Unfallkausalität. Der Beschluss des Bezirksgerichts Bregenz
setzt sich in keiner Weise mit der medizinischen Situation des Beschwerdeführers
auseinander; vielmehr geht es dabei allein um die Bestellung eines Sachwalters. Dies
zeigt auch die Aussage, es habe nicht festgestellt werden können, ob die
medizinischen Voraussetzungen zur Bestellung eines Sachwalters beim
Beschwerdeführer vorliegen würden, was im konkreten Fall jedoch ohne Bedeutung für
die Frage der Bestellung des Sachwalters sei. Dem nervenärztlichen Gutachten von Dr.
U._ kommt sodann - wie von der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort
vom 13. Februar 2014 (act. G 3) zutreffend festgestellt - für das vorliegende Verfahren
insofern kein Beweiswert zu, als es ebenfalls im Rahmen eines anderen Verfahrens
("Pflegschaftssache") erstellt wurde und darin kein direkter Bezug auf das
Unfallereignis vom 25. Juli 2009 bzw. die Kausalitätsfrage der gesundheitlichen
Beschwerden des Beschwerdeführers genommen wird. Dr. U._ spricht zwar in
seinem Gutachten von kognitiven Störungen sowie psychischen Problemen nach einer
schweren Kopfverletzung. Eine Differenzierung, inwiefern die Kopfverletzung schwer ist
und die kognitiven sowie psychischen Störungen auf die Kopfverletzung
zurückzuführen sind, findet jedoch im Gutachten nicht statt. Der Umstand, dass der
Gutachter wiederholt von einem Fahrradunfall spricht, stellt den Beweiswert des
fraglichen Gutachtens weiter in Frage. Auch im Zusammenhang mit der geschätzten
Arbeitsunfähigkeit äussert sich Dr. U._ in keiner Weise zur Frage, inwiefern diese auf
das Ereignis vom 25. Juli 2009 zurückzuführen ist. Wenn er feststellt, beim
Beschwerdeführer bestehe jedenfalls seit dem Fahrradunfall mit schwerer
Kopfverletzung im Sommer 2009 eine erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigung, die
zur Folge habe, dass der Betroffene bis auf Weiteres arbeitsunfähig für eine
Erwerbstätigkeit sei, und er sei insbesondere nicht in der Lage, seinen Beruf als Lehrer
auszuüben, fehlt zudem die Antwort, für welchen Zeitraum nach dem Unfall eine
Arbeitsunfähigkeit bestand. Auch die Beschwerdegegnerin hat nach dem Unfall bis 28.
Februar 2011 Heilbehandlungskostenleistungen sowie Taggeldleistungen erbracht,
stellte jedoch ihre Leistungen wegen Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von
unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens per vorgenanntem Datum ein.
Kein genügender Beweiswert kommt schliesslich auch den Bescheiden der
Pensionsversicherungsanstalt der Landesstelle Wien zu, deren Entscheidgrundlagen -
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wie von der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zutreffend bemerkt - nicht
weiter bekannt sind. Der Unfall vom 25. Juli 2009 wird darin mit keinem Wort erwähnt.
4.
4.1 Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist nun aber bekannt, dass
bei Schleuderverletzungen sowie äquivalenten Verletzungen wie Distorsionen der HWS
sowie Schädelhirntraumata (vgl. Urteil des EVG vom 17. August 2004, U 243/03; RKUV
2000 Nr. U 395 S. 316, E. 3; BGE 117 V 369) auch ohne nachweisbare pathologische
bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle
verschiedenster Art auftreten können. Neuropsychologische Einschränkungen - wie
auch diejenigen psychischer Art - können Teil des typischen Beschwerdebildes nach
einem leichten Schädelhirntrauma bilden. Das Vorliegen eines Schädelhirntraumas,
worunter sämtliche Hirnfunktionsstörungen mit oder ohne morphologisch fassbare
Schädigung des Gehirns subsumiert werden, rechtfertigt die analoge Anwendung der
Schleudertrauma-Praxis, wenn die erlittene Hirnerschütterung mindestens im
Grenzbereich zwischen Commotio und Contusio cerebri liegt. Leichte
Hirnerschütterungen hingegen reichen hierfür nicht aus (vgl. Urteile des EVG vom 6.
Mai 2003, U 6/03, und vom 13. Juni 2005, U 276/04. E. 2.2.1). Vorliegend ist wie
erwähnt von einer Commotio cerebri auszugehen, womit die Schleudertrauma-Praxis
zur Anwendung gelangt. Die Adäquanz beurteilt sich damit grundsätzlich nach
Massgabe der in BGE 117 V 359 E. 6 entwickelten und in BGE 134 V 109 E. 10
präzisierten Kriterien. Auch bei Vorliegen einer schleudertraumaähnlichen Verletzung
steht jedoch der Nachweis offen, dass es sich bei den nach einem Unfall aufgetretenen
psychischen Störungen nicht um eine unfallkausale psychische Beeinträchtigung
handelt (RKUV 2001 Nr. U 412 S. 79) oder dass eine ausgeprägte psychische
Problematik ganz im Vordergrund steht (RKUV 1999 Nr. U 341 E. 3b). Sodann ist - wie
in den vorerwähnten Fällen - dort, wo keine mit dem Status nach leichter traumatischer
Hirnverletzung in engem Zusammenhang stehende psychische Problematik, sondern
eine selbständige sekundäre Gesundheitsschädigung vorliegt, die
Adäquanzbeurteilung auch dann nach BGE 115 V 133 (d.h. nach der sogenannten
"Psycho-Praxis") vorzunehmen, wenn das psychische Beschwerdebild die körperlichen
Beschwerden nicht eindeutig in den Hintergrund gedrängt hat (Urteil des EVG vom 23.
Mai 2006, U 5/06, E. 3.2.2 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 17.
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Oktober 2008, 8C-124/2008, E. 72, mit welchem der st. gallische Entscheid vom 20.
Dezember 20. Dezember 2007, UV 2007/24, bestätigt wurde).
4.2 In den medizinischen Akten ist regelmäßig von einer vorbestehenden sowie
aktuellen psychischen Problematik des Beschwerdeführers die Rede (vgl. Erwägung
3.4.1). Med. pract. Q._ nimmt in seiner psychiatrischen Beurteilung vom 8. Oktober
2010 (UV-act. 144) zur Frage Stellung, ob die jetzigen psychischen Beschwerden in
einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 25. Juli 2009
stehen und stellt fest, dass die psychische Problematik im konkreten Fall ganz im
Vordergrund steht, es sich dabei aber nicht eine unfallkausale psychische
Beeinträchtigung handelt. Ausgehend von dieser Betrachtungsweise würde sowohl
eine Adäquanzbeurteilung in Anwendung der "Schleudertrauma-Praxis", aber auch
eine solche nach der "Psycho-Praxis" ausser Betracht fallen.
4.3 Med. pract. Q._ beginnt seine Einschätzung mit dem zutreffenden Hinweis auf
den Bericht von Mag. Dr. J._ vom 28. September 2009 (UV-act. 35), aus welchem
hervorgehe, dass schon zum damaligen Zeitpunkt eine überdurchschnittliche
psychische Belastung und deutlich vorherrschende depressive Verstimmung auffallend
gewesen seien. Es seien keine neuropsychologischen, wohl aber psychologische und
psychotherapeutische Massnahmen (Entspannungsübungen, Erlernen anderen
Umgangs mit Emotionen und Kognitionen, allenfalls Medikation) empfohlen und
durchgeführt worden (vgl. auch UV-act. 111). Med. pract. Q._ folgert schlüssig, dass
bereits ab diesem Zeitpunkt das Bestehen einer unfallbedingten neuropsychologischen
Beeinträchtigung zugunsten einer psychisch bedingten Ursache der gemeldeten
Beschwerden anzunehmen gewesen sei. Im weiteren Verlauf habe der
Beschwerdeführer Akzeptanzschwierigkeiten seiner limitierten kognitiven Leistungen
gezeigt und diese auf die Hirnerschütterung und nicht auf eine grundlegende
psychische Problematik zurückgeführt. Im Rahmen des Neurorehabiliationsaufenthalts
in der Klinik Valens sei ebenfalls darauf hingewiesen worden, dass die psychische
Komponente die neuropsychologische Beeinträchtigung beeinflusse. Im Rahmen der
dortigen Untersuchung seien die psychische Instabilität des Beschwerdeführers und
sein Leidensdruck wieder ersichtlich gewesen. Diese Ergebnisse, in Kombination mit
der ersten neuropsychologischen Untersuchung unterstreiche die Annahme, dass eine
psychische Störung im Sinne einer depressiven Störung und keine neurokognitive
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Beeinträchtigung mehr bestanden habe. Dieser Schlussfolgerung ist mit Blick auf die
Erwägungen in Ziff. 3.4.3 zu folgen. Med. pract. Q._ weist sodann darauf hin, dass
aus psychiatrischer Sicht zuerst eine posttraumatische Reaktion mit Depressivität
vermutet worden sei. Obwohl der Beschwerdeführer über kein direktes traumatisches
Erlebnis berichtet habe, hätten sich die ersten psychotherapeutischen Behandlungen
auf die Verarbeitung des Traumas bzw. die Folgen der Hirnverletzung bezogen.
Allmählich seien verschiedene unfallfremde Faktoren bekannt geworden, die den
psychischen Zustand des Beschwerdeführers massgeblich beeinflusst hätten, deren
psychische Folgen sich als neurokognitive Störungen gezeigt und das kognitive
Leistungsprofil des Beschwerdeführers beeinflusst hätten. So würden eine schwere
soziale Phobie und eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung mit
zwischenmenschlichen Beziehungsschwierigkeiten mindestens seit der Adoleszenz
des Beschwerdeführers, eine rezidivierende depressive Störung mit Episoden im Jahre
2004 und 2007 und - vermutlich schon vor dem Islandaufenthalt im Juli 2009 - eine
aktuelle depressive Episode mit Ablehnung einer antidepressiven Medikation sowie
zahlreiche psychosoziale Belastungsfaktoren
(Verletzungsverarbeitungsschwierigkeiten, Scheidung und Trennung von seinen
Kindern mit persistierenden juristischen Streitereien, angstbedingte Rückkehr an seine
Lehrertätigkeit im Frontalunterricht, Fehlen eines tragfähigen, sozialen Umfeldes an
seinem Wohnort, Fixierung auf eine Mediationsausbildung in den USA als alleinige
richtungsweisende Zukunftsperspektive) beschrieben. Der von med. pract. Q._
angeführte psychische Vorzustand des Beschwerdeführers ist insbesondere der von
Dr. K._ dokumentierten Krankengeschichte vom 27. Februar 2004 bis 27. Dezember
2006 (UV-act. 63-96) detailliert zu entnehmen. Ein psychischer Vorzustand kann
erfahrungsgemäss massgebende Auswirkungen auf eine Beschwerdesymptomatik
haben und stellt ein Indiz gegen die Unfallkausalität psychischer Beschwerden dar.
Sodann zeigen die Berichte von Dr. K._, wie bereits erwähnt, auf, dass beim
Beschwerdeführer das unfallfremde dysthyme Zustandsbild als Vorzustand, aber auch
nach dem Unfall bestand. Dieses bildete bzw. bildet die Grundlage für die Entwicklung
depressiver Episoden. In diesem Sinn ist die von Dr. K._ im Bericht vom 20. April
2010 (UV-act. 110) gestellte psychiatrische Diagnose (rezidivierende depressive
Störung [gegenwärtig leichtgradige Episode ohne somatisches Syndrom] sowie
Dysthymie [double depression] bei zugrundeliegender kombinierter
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Persönlichkeitsstörung mit zwanghaften und schizoiden Persönlichkeitsanteilen) als
selbständige und nicht als aus dem Unfall hervorgehende psychiatrische Diagnose zu
werten. Insgesamt wird in den medizinischen Akten im Zusammenhang mit der
aktuellen psychischen Komponente des Beschwerdeführers immer wieder auf dessen
Vorzustand Bezug genommen. Der Unfall wird hingegen als Ursache nicht
massgebend thematisiert. Das Thema bzw. die Hinweise auf das dysthyme
Zustandsbild setzten sich nach dem Unfall im Wesentlichen gleichermassen fort. Med.
pract. Q._ hält folglich schlüssig fest, dass - ausser dem postulierten organischen
Psychosyndrom - sämtliche psychiatrischen Diagnosen unfallfremd seien. Allenfalls
seien sie durch die Folgen des Sturzes vom 25. Juli 2009 vorübergehend verstärkt
worden, doch sei im jetzigen Zeitpunkt anzunehmen, dass dadurch kaum mehr ein
Einfluss auf deren Weiterbestehen ausgeübt werde. Mit seiner Aussage im Bericht vom
20. April 2010 (UV-act. 111) - die aktuelle Situation werde durch den stattgehabten
Unfall am 25. Juli 2009 in Island noch verkompliziert - weist Dr. K._ gleichfalls auf
eine Verschlimmerung der psychischen Problematik durch den Unfall hin. Es bestehen
in den medizinischen Akten jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich hierbei
nicht nur um eine vorübergehende, spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung
dahingefallene Verkomplizierung handelte. Zumindest konkretisierte auch Dr. K._
seine Aussage in keiner Weise. In seinem späteren Bericht vom 6. September 2010
stellte er wieder nur allgemein fest, dass die jetzige Dienstunfähigkeit als Lehrer
letztendlich aus den Folgen eines schweren Unfalls mit Schädelhirntrauma vom 25. Juli
2009 resultiere. Er weist jedoch auch hier, ohne jeglichen Bezug auf den Unfall vom 25.
Juli 2009, insbesondere auf die vorbestehende dysthyme Stimmungslage und die bei
Aufnahme der Lehrertätigkeit wieder rasch entstehenden reaktiv-depressiven
Störungen hin, zu denen sich das dysthyme Zustandsbild entwickeln könne (vgl. UV-
act. 111, act. G 1.5). Zur Beantwortung der Frage des weiteren Bestehens des von Dr.
K._ ebenfalls diagnostizierten organischen Psychosyndroms empfahl med. pract.
Q._ eine neurologische Beurteilung, welche durch Dr. R._ vorgenommen wurden.
Wie in Erwägung 3.3 dargelegt ist das Weiterbestehen des organischen
Psychosyndroms nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen, womit eine
diesbezügliche unfallkausale psychische Problematik ausser Betracht fällt. Auch von
den Aussagen von lic. phil. P._ im Bericht vom 3. September 2010 (UV-act. 141; vgl.
Erwägung 3.4.1) lassen sich keine unfallkausalen psychischen Beschwerden mehr
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ableiten. Bei ihnen steht nicht die Unfallkausalitätsfrage, sondern die Frage, inwieweit
die IV-fremden sozialpsychologischen Gründe gegen berufliche Massnahmen sprechen
würden, im Vordergrund. Soweit lic. phil. P._ auf den Unfall Bezug nimmt, indem er
von neurologischen und neuropsychologischen Unfallfolgen ausgeht, gilt es dies zu
bestätigen, doch ist im Zeitpunkt der Leistungseinstellung von deren Dahinfallen
auszugehen (vgl. Erwägung 3.2, 3.4). Der Beschwerdeführer selbst gab im Übrigen am
27. Mai 2010 gegenüber der Suva an, dass ihm die familiäre Situation nach wie vor zu
schaffen mache. Seit dem Unfall habe er nur noch mehr verloren, den Job und auch
die Kinder. Mit ihnen habe er letztmals im Dezember 2009 Kontakt gehabt. Er sei
einmal in der Woche bei Dr. O._ in der Therapie, wo es insbesondere um die
emotionale Verarbeitung des Verlustes seiner Kinder gehe (UV-
act. 113). Die unfallfremde psychosoziale Belastungssituation stand damit offenbar
durchaus im Raum.
4.4 Angesichts des Gesagten und entsprechend der Schlussfolgerung von med.
pract. Q._ kann zusammengefasst nicht als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
belegt betrachtet werden, dass der Unfall vom 25. Juli 2009 im Zeitpunkt der
Leistungseinstellung (28. Februar 2011) noch eine natürlich-kausale (Teil-)Ursache der
psychischen Beschwerden des Beschwerdeführers bildete. Im konkreten Fall ist von
einer eigenständigen, vorbestehenden, nicht mit dem Status nach leichtem
Schädelhirntrauma in Zusammenhang stehenden psychischen Problematik
auszugehen. Deren allfällige unfallkausale Verstärkung wirkte lediglich vorübergehend
bzw. fiel spätestens per 28. Februar 2011 dahin. Med. pract. Q._ legte in seiner
psychiatrischen Beurteilung die Anamnese lückenlos dar und setzte sich damit
schlüssig und nachvollziehbar auseinander. Es bestehen keine konkreten
Anhaltspunkte für unrichtige Annahmen oder Würdigungen. Da der vorliegende
Schadenfall ausreichend mit medizinischen Berichten dokumentiert ist und nicht
anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung des
vorliegenden Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann darauf verzichtet werden
(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 90 E. 4b, 136 I 229 E. 5.3). Mangels
natürlich-kausaler psychischer Unfallrestfolgen erübrigt sich eine Adäquanzprüfung.
5.
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Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 17. Dezember
2013 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.
Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39
VRP