Decision ID: 8beed4d7-b728-49fb-86f8-e598a0df2e0f
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1956, arbeitete seit 1. September 2002 bei der Y._ als Maler und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallver
sicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert (Urk. 13/1). Am 12. März 2014 war er als Beifahrer mit dem Fahrzeug seiner Arbeitgeberin der Marke “Citroën Berlingo“ unterwegs. Als die Fahrerin vor der Einfahrt zu einem Kreisverkehrsplatz abbremsen musste, fuhr das nachfolgende Fahrzeug des Modells “Mercedes C T CGI“ auf das Heck des “Citroën“ auf (Urk. 13/1 S. 1, Urk. 13/7 S. 1, Urk. 13/55 S. 2). Wegen Kopf- und Nackenschmerzen sowie
Schwindel (vgl. Urk. 13/6 S. 2) begab sich der Versicherte gleichentags ins
Z._
, wo die Halswirbelsäule (HWS) des Versicherten geröntgt (Urk. 13/11)
und eine HWS-Distorsion Quebec-Task-Force (QTF) I diagnostiziert wurde (Urk. 13
/6 S. 3). Die Suva erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldleis
tungen (vgl. Urk. 13/2-3).
Die Hausärztin des Versicherten, A._, Praktische Ärztin, veran
lasste die MRI-Untersuchung in der
B._
vom 24. Apr
il 2014 (Urk. 13/73). Trotz der durchgeführten Behandlung, zu welcher insbesondere Physiotherapie gehörte (vgl. Urk. 13/20 S. 2), persistierten jedoch Schmerzen in der rechten Schulter und im Nacken rechts (vgl. Urk. 13/21,
Urk. 13/59). Am 21. Juli 2014 untersuchte die Neurologin Dr. med.
C._
den Versicherten (Urk. 13/37). Die Suva gab unter anderem das ambu
lante Assessement in der D._ vom 3. Juni 2014 (Urk. 13/20) sowie die bio
mechanische Kurzbeurteilung (Triage) der E._ vom 22. Septem
ber 2014 (Urk. 13/55) in Auftrag. Am 29. Januar 2015 nahm der Suva-Kreisarzt Stellung (Urk. 13/88). Gestützt darauf stellte die Suva ihre Ver
sicherungs
leistungen mit Verfügung vom 17. Februar 2015 per 28. Februar 2015
ein (Urk. 13/91). Am 18. März 2015 wurde in der F._ eine Facetten
gelenksinfiltration durchgeführt (Urk. 13/113). Der Ver
sicherte erhob
am
19. März
2015 Einsprache gegen die Verfügung vom 17. Februar
2015 (Urk. 13/
97).
Die Suva zog diese Verfügung am 6. Oktober 2015 zurück und richtete wieder Versicherungsleistungen aus (Urk. 10/124).
Hernach tätigte sie weitere Abklärungen (vgl. Urk.
10/128, Urk. 10/136, Urk.
10/138, Urk.
10/144). Am 4. März 2016 kam es in der F._ zu einer weiteren Facetten
gelenksinfiltration (Urk.
10/148). Die F._ teilte der Suva am 14. April 2016 sodann mit, dass keine weitere Konsultation geplant sei (Urk.
10/150). Daraufhin legte die Suva das Dossier erneut ihrem Kreisarzt vor (Urk.
10/151). Mit Verfügung vom 9. Juni 2016 stellte sie ihre Versicherungs
leistungen per 13. Juni 2016 ein (Urk. 10/155). Dagegen erhob der Ver
sicherte am 13. Juli 2016 wiederum Einsprache (Urk. 10/157). Die Suva zog die ärztliche
Beurteilung ihres Kreisarztes vom 11. Januar 2017 (Urk. 10/173) bei. Danach wies
sie die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 30. Januar 2017 ab (Urk. 2).
2.
2.1
Dagegen erhob
X._
am 3. März 2017 Beschwerde und beantragte (Urk. 7
S. 2):
„
1.
Der Einsprache-Entscheid vom 30. Januar 2017 und die Verfügung vom 9. Juni 2016 der Beschwerdegegnerin seien aufzuheben.
2.
Es seien weiterhin Taggelder in Höhe der ärztlich dokumentierten Leis
tungs
unfähigkeit auszurichten und die Heilbehandlungskosten zu über
nehmen
.
3.
Eventualiter sei dem Beschwerdeführer eine Rente und eine Integritätsent
schädigung zu leisten von der Beschwerdegegnerin.
4.
Subeventualiter sei ein polydisziplinäres (orthopädisches, rheumatolo
gisc
hes und neurologisches) Gerichtsgutachten in die Wege zu leiten.
Unter Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.“
2.2
Mit Beschwerdeantwort vom 6. Juni 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (Urk. 12, unter Beilage ihrer Akten [Urk. 13/1-181]), was dem Beschwerdeführer am 8. Juni 2017 mitgeteilt wurde (Urk. 14).
2.3
Der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 26. Juni 2017 (Urk. 15) weitere Unterlagen (Urk. 16/4-6) ein, wovon die Beschwerdegegnerin am 29. Juni 2017 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 17).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
Weil der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in G._/Kanton Zürich hat (vgl. Urk. 1 S. 2, Urk. 5), ist die örtliche Zuständigkeit des hiesigen Gerichts gegeben
(Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG] i.V.m. Art. 58
Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts [ATSG]).
2.
2.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestim
mungen des UVG und der Verord
nung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der ge
nannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
12. März 2014
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
2.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behand
lung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsun
fähig (Art. 6 ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und
allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abge
schlossen
sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag
geldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
2.3
2.3.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.3.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber
der
jenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines kra
nk
haften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Ge
sundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U
363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/aa).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich hiebei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbe
gründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als
auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
mas
s
gebend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
2.3.3
Es entspricht
sodann
einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfall
versicherungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen de
ge
nerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur aus
nahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Be
tracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Dis
kus
hernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofor
tiger Arbeitsunfähigkeit auftreten (
Urteil des Bundesgerichts 8C_669/2015 vom 3. November 2015 E. 2.2 mit Hinweis auf SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1 und
RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192, U 138/99
E. 2a).
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers umfasst auch die Beeinträchtigung
durch Beschwerden, welche aus einer unfallbedingten (vorübergehenden oder rich
tunggebenden) Verschlimmerung einer vorbestandenen Diskushernie her
rühre
n. Ist die Diskushernie allerdings bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversiche
rung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall
stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizi
nischem Wiss
ens
stand kann das Erreichen des Status quo sine bei post
trauma
tischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung röntgeno
logisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenera
tiven Vor
zustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (Urteil
des Bundesgerichts 8C_571/2015 vom 14. Oktober 2015
E. 2.2.3 mit weiteren Hin
weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_42/2017 vom 16. Februar 2017 E. 4.3 mit Hinweis
).
2.3.4
Die oben erwähnten Beweisgrundsätze gelten auch in Fällen mit Schleuderver
letzung der Hals
wirbelsäule, Schädelhirntraumata und äquivalenten Ver
let
zung
en. Ist ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnis
stö
rung
en, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizba
rkeit, Affektla
bi
li
tät, Depression, Wesensveränderung und so weiter vor, so ist der natürliche Kausalzusam
menhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen. Es ist zu betonen, dass es gemäss obiger Begriffsumschreibung für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt, wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 359 E. 4b).
2.4
2.4.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
sal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
2.4.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
2.4.3
Nach der Rechtsprechung ist bei der Beurteilung der Adäquanz von psychischen Unfallfolgeschäden wie folgt zu differenzieren: Zunächst ist abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder ein Schädel
Hirntrauma erlitten hat. Ist dies der Fall, sind bei Unfällen aus dem mittleren Bereich die in BGE 117 V 359 E. 6a und 382 E. 4b um
schrie
benen Kriterien anzuwenden. Andernfalls erfolgt die Adäquanzbeurteilung in den dem mittleren Bereich zuzuordnenden Fällen nach den Kriterien gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa (siehe zur Begründung der teilweise unterschiedlichen Kriterien: BGE 117 V 359 E. 6a, letzter Absatz).
Ergeben die Abklärungen, dass die versicherte Person ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine diesem äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirn
trauma erlitten hat, ist zusätzlich zu beurteilen, ob die zum typischen Be
schwer
debild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hinter
grund treten. Ist dies der Fall, sind für die Adäquanzbeurteilung bei Fällen aus
dem mittleren Bereich die in BGE 115 V 133 E. 6c/aa für Unfälle mit psychi
schen
Folgeschäden festgelegten Kriterien (und nicht jene für Fälle mit Schleuder
trauma der Halswirbelsäule, äquivalenter Verletzung oder Schädel-Hirntrauma gemäss BGE 117 V 359 E. 6a und 382 E. 4b) massgebend (BGE 127 V 102 E. 5b/bb, 123 V 98 E. 2a
).
2.4.4
Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer ge
wissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Beein
trächtigun
gen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurück
zu
führen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Bundesgerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Störun
gen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeu
tung für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise der Erwerbsun
fähigkeit zu
kommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit ande
ren Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Dem
nach ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu be
trachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adä
quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträch
tigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittle
ren Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzu
beziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden.
Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:
-
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
-
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
-
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
-
erhebliche Beschwerden;
-
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
-
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
-
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun
des
gericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Beurtei
lung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psy
chischen Fehlentwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Be
urteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleu
dertrauma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Dif
ferenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht ent
scheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psy
chischer Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E. 5d/aa und 367 E. 6a).
2.5
2.5.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück
sichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
leuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.5.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick
auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialver
siche
rung
s
recht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/ee, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin wegen der Folgen des Unfalls vom 12. März 2014 über den 13. Juni 2016 hinaus Leistungen zu er
bringen hat, mithin, ob die nach diesem Zeitpunkt geklagten Beschwerden noch in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall
ereignis vom 12. März 2014 stehen.
Die Beschwerdegegnerin prüfte im angefochtenen Einspracheentscheid vom 30. Januar 2017 ebenfalls, ob eine Berufskrankheit vorliegt (Urk. 2 S. 11-12).
Weil der Beschwerdeführer dies mit seiner Beschwerde vom 3. März 2017 (Urk
. 1, Urk. 7) nicht mehr geltend macht, gehört diese Frage nicht zum Streit
gegen
stand des vorliegenden Verfahrens (vgl. dazu: BGE 125 V 413 E. 1a) und muss deshalb nicht geprüft werden.
3.2
Mit angefochtenem Einspracheentscheid vom 30. Januar 2017 erwog die Be
schwer
degegnerin, dass gestützt auf die Beurteilung ihres Kreisarztes vom 18. Januar 2017 nicht von objektivierbaren Folgen des Unfalls vom 12. März 2014 im Sinne von strukturellen Veränderungen auszugehen sei (Urk. 2 S. 7). Von ent
scheidender Bedeutung sei daher, ob die nach wie vor geklagten Be
schwer
den in einem adäquaten Kausalzusam
menhang zum Unfall vom 12. März 2014 stünden (Urk. 2 S. 8). Die Prüfung der Adäquanz per 13. Juni 2016 sei nicht verfrüht gewesen (Urk. 2 S. 9). Gemäss den vorgängigen Mitteilungen der behandelnden Ärztin sowie des Beschwerde
führers und seines Rechtsvertreters hätten sich nämlich seit längerer Zeit keine Verbesserun
gen des Gesundheits
zustandes mehr ergeben (Urk. 2 S. 8-9). Die Adäquanzprüfung sei nach der sog.
Schleudertrauma-Praxis des Bundesgerichts durchzuführen und ergebe vorlie
g
end, dass keine adäquaten Unfallfolgen gegeben seien (Urk. 2 S. 9-10). Die
Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen seien daher zu Recht per 13. Juni 2016
eingestellt worden. Zudem würden auch weitere Leistungen wie eine Invaliden
rente und/oder eine Integritätsentschädigung entfallen (Urk. 2 S. 10).
3.3
Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber im Wesentlichen vor, dass nach der zweiten und der dritten Infiltration an der Wirbelsäule jeweils keine Besserung des Gesundheitszustandes mehr eingetreten sei. Nach der dritten Infiltration 2016 sei er wieder zu 100 % arbeitsunfähig gewesen (Urk. 7 S. 4). Wohl sei von einem Vorzustand am Achsenskelett auszugehen, gemäss seinem Arbeitgeber habe dieser Vorzustand aber vor dem Unfall vom 12. März 2014 nie zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt (Urk. 7 S. 7-9). In diesem Zusammenhang sei ferner darauf hinzuweisen, dass er zwischen 2002 und 2014 bei seinem Arbeitgeber nur elf Tage krankheitsbedingt gefehlt habe (Urk. 15 S. 1). Hinzu komme, dass seine Leistungseinschränkung, die er durch den Unfall erlitten habe, bildgebend zweifellos auf ein organisches Korrelat (Diskushernie) zurückgeführt werden
könnte. Bei organisch nachgewiesenen Beschwerden spiele im Sozialversiche
rungsrecht die adäquate Kausalität keine eigenständige Rolle, da sie mit der natür
lichen Kausalität kong
ruent sei. Bereits aufgrund der vorl
iegenden Be
richte könnten seine Beschwerden organisch nachgewiesen werden. Even
tualiter sei vom Gericht ein polydiszipli
näres Gutachten einzu
holen (Urk. 7 S. 9).
4.
4.1
Die Röntgenuntersuchung HWS und Dens vom 12. März 2014 in der Radiologie des Z._ ergab degenerative Veränderungen, eine Atlantoaxialarthrose sowie eine Unko
vertebralarthrose, jedoch keine dislozierten Frakturen und keine prävertebralen Weichteilerweiterung (Urk. 13/11).
4.2
Bei der von Dr. med. H._, Facharzt für Radiologie FMH, befundeten MRI-Untersuchung der HWS nativ vom 24. April 2014 zeigten sich eine vor
be
stehende Degeneration im Sinne einer Chondrosis intervertebralis, eine reflekto
rische Steilstellung, Anulus-fibrosus-Risse, vor allem C4/5 und C5/6 mit kleiner Diskushernie C4/5 rechts und breitflächiger Pro
tru
sion C5/6 linksbetont. Dr. H._ hielt weiter fest, dass vor allem eine Reizung des Nervs C5 rechts
möglich sei. Auf Höhe C6/7 be
stehe eine rechtsbetonte Protrusion mit möglicher Reizung des Nervs C7 rechts. Des Weiteren seien keine relevante Spinal
kanal
enge, keine Kompression des Myelons, keine Zeichen einer zervikalen Myleo
pathie und keine ossäre Läsion feststellbar gewesen (Urk. 13/73 S. 1).
4.3
Die Ärzte der D._ führten im Bericht zum ambulanten Assesse
ment vom 3. Juni 2014 die folgende Diagnose an (Urk. 13/20 S. 1):
HWS-Distorsion Quebec-Task-Force (QTF) I mit/bei:
-
12.03.2014 Röntgen HWS, Dens: Frakturausschluss. Degenerative Verän
derungen, Atlanto-Axialarthrose, Uncovertebralarthrose.
-
24.04.2014 MRI HWS: Vorbestehende Degeneration im Sinne einer Chondrosis intervertebralis, Anulus fibrosus Risse, vor allem C4/5 und C5/6 mit kleiner Diskushernie C4/5 rechts und breitflächiger Protrusion C5/6 linksbetont sowie Protrusion C6/7 rechtsbetont. Mögliche Reizung der Nerven C5 rechts und C7 rechts.
4.4
Dr.
C._
, Fachärztin Neurologie, stellte nach der Untersuchung des Be
sch
wer
de
führers vom 21. Juli 2014 die Diagnose Status nach HWS-Schleudertrauma Grad II. Dazu führte sie insbesondere aus, dass das MRI eine (reflektorische) Steilstellung der HWS gezeigt habe, die durchaus als Folge des Unfalls diskutiert werden dürfe. Daneben zeige sich neben einer Neuroforamenstenose C7 und einer Tan
gierung C5 rechts auch eine gewisse cervikale spinale Enge mit Auf
brauch des Liquorsaums insbesondere bei den Halswirbelkörpern (HWK) 4 bis HWK 6. Denkbar sei, dass dieser gewiss vorbestehende Befund eine sehr un
güns
tige Voraussetzung gewesen sei, so dass das HWS-Schleudertrauma stärke
re Wirkung habe entfalten können. Entsprechend der Neuroforamenstenose finde sich ein Wurzelreizsyndrom C7 rechts, jedoch kein Zeichen der signifikanten Wurzel
kompression, das erst seit dem Unfall störe (Urk. 13/37 S. 2).
4.5
Suva-Kreisarzt Dr. med. I._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, hielt in seiner ärzt
lichen Beurteilung vom 29. Januar 2015 fest, es könne nicht mehr von Unfall
folgen ausgegangen werden, da im MRI der HWS vom 24. April 2014 die ge
nannten Veränderungen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als Unfall
folgen zu werten seien und daher auch mit überwiegender Wahrschein
lichkeit keine strukturell objek
tivierbaren Folgen des Unfalls vom 12. März 2014 ange
geben werden könnten. Unfallbedingte Behandlungsmassnahmen seien daher nicht mehr notwendig (Urk. 13/88 S. 4).
4.6
In seiner ärztlichen Beurteilung vom 11. Januar 2017 schrieb Dr. I._, dass die im MRI (vom 24. April 2014) beschriebenen degenerativen Veränderun
gen vorbestehend seien. Traumatische Bandscheibenschäden seien zudem selten und bedingten allermeist ein Rasanztrauma in Verbindung mit einem oder meh
reren Wirbelkörperfrakturen, die hier nicht vorliegen würden. Bei vorbestehen
den Degenerationen sei die Wahrscheinlichkeit, dass die Bandscheibenschäden ebenfalls degenerativen Veränderungen zuzuordnen seien, auch überwiegend. Die im MRI festgestellte HWS-Steilhaltung sei sehr häufig in der gesunden Nor
mal
bevölkerung ohne weitere Degenerationen und erst recht bei Personen im 6. Dezennium sowohl mit als auch ohne Beschwerden bei entsprechenden Dege
nerationen zu finden, ohne dass diese einen Krankheitswert hätten (Urk. 13/173 S. 1). Die dargestellte spinale Stenose und die von der Neurologin Dr. C._ miterwähnte Foraminalstenose seien Ausdruck degenerativer Verän
derungen. Die Steilhaltung der HWS habe mit überwiegender Wahrschein
lichkeit degene
rative Ursachen. Ferner sei zu berücksichtigen, dass das ambu
lante Assessement der D._ eine mässige Symptomaus
weitung gezeigt habe, sodass allein durch die dezidierte Darstellung der Gründe für diese Symptomaus
weitung die Glaubwürdigkeit der vorgetragenen Beschwerden infrage stehe (Urk. 13/173 S. 2).
5.
5.1
Zu prüfen ist vorab, ob die Beschwerdegegnerin mit der Leistungseinstellung ab 13. Juni 2016 den Fall zu Recht auf diesen Zeitpunkt hin abgeschlossen hat.
5.2
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschl
ossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E. 7.2 mit Hin
weis
auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist
. Die Verwendung des Begriffes “
namhaft" in Art.
19 Abs.
1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art.
10 Abs.
1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen
–
wie etwa einer Badekur
–
zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
führung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der ver
sicher
ten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beur
teilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE
134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_6
39/2014 vom 2. Dezember 2014 E.
3).
5.3
5.3.1
Der Beschwerdeführer bringt vor, dass sich sein Gesundheitszustand nach der dritten Facettengelenksinfiltration am 24. August 2016 verschlechtert statt ver
bessert habe. In der Folge habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, welche zu Beginn des Jahres 2017 wieder auf eine 50%ige Arbeitsfähigkeit habe gesteigert werden können. Der Fallabschluss durch die Beschwerdegegnerin per 13. Juni 2016 sei daher zu früh erfolgt (Urk. 7 S. 4). Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, dass der status quo sine an sich bereits am 12. September 2014 erreicht gewesen sei. Dies könne der Beurteilung von Dr. I._ (Urk. 13/128) entnommen werden. Deswegen sei die Leistungseinstellung per 13. Juni 2016 keinesfalls zu früh er
folgt (Urk. 12 S. 7).
5.3.2
Bei der MRI-Untersuchung der HWS vom 24. April 2014 zeigten sich vorbe
stehende degenerative Veränderungen, insbesondere eine Chondrosis inter
verte
bralis, jedoch keine ossäre Läsionen (Urk. 13/73 S. 1). Die Elektro
physiologie-Untersuchung durch Dr. C._ ergab sodann keine Zeichen einer signifikanten Wurzelkompression, keine frische Denervierung sowie ein nor
males EMG Kenn
muskulatur C5-C8 rechts (Urk. 13/37 S. 3-4). Ausser einer ein
geschränkten Beweglichkeit bei Prüfung der unteren HWS bei Drehung nach rechts und Empfindungsstörung (Dysästhesie), insbesondere Dermatom C7, blieb die neuro
logische Untersuchung durch Dr. C._ ohne Befund (Urk. 13/37 S. 3). Von einem
Unfallereignis von besonderer Schwere
, welches
geeignet
gewesen
w
ä
r
e
, eine Schädigung der Bandscheibe
n der HWS
herbeizuführen
(E. 2.3.3), kann gestützt darauf nicht ausgegangen werden. Zudem führte Dr. H._ in seiner Beur
tei
lung des MRI der HWS vom 24. April 2014 aus, es könne anhand der Unter
suchungsbefunde nicht ge
sagt werden, inwiefern die beschriebenen Band
scheibenbefunde traumaassoziiert seien. Es sei möglich, dass die Veränderungen degenerativ und vorbe
stehend seien. Die reflektorische Steilstellung sei wahr
scheinlich durch das Trauma bedingt (Urk. 13/73 S. 1). Dazu hielt Dr. I._ fest, dass eine dege
nerative Schädigung der Bandscheibe in mehreren Etagen zu einer Höhenminderung der ventralen anatomischen Strukturanteile der HWS
führe und so nicht nur eine Steilhaltung, sondern sogar eine kypho
tische Haltung resultieren müsste (Urk. 13/173 S. 2). Diese Beurteilung über
zeugt. Dass die Steilhaltung der HWS und die Bandscheiben
befunde mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit (statt vieler: BGE 126 V 353 E. 5b mit Hin
weisen) auf den Unfall vom 12. März 2014 zu
rück
zuführen wären, lässt sich der Beurteilung von Dr. H._ nicht entnehmen. Entgegen der Darstellung des Beschwerde
führers (Urk. 1 S. 6) kann gerade nicht gesagt werden, aufgrund der Beurteilung Dr. H._ zur MRI-Untersuchung vom 24. April 2014 (Urk. 13/73) sei eine unfallbedingte Ursache wahrschein
li
cher als eine degenerative Ursache. Unter Berücksichtigung der eingangs wie
der
gege
benen Rechtsprechung (E. 2.3.3) vermag die Beurteilung von Dr.
I._
, wonach der unfallkausale medizinische Endzustand am 19. September 2014 erreicht gewesen sei (Urk. 13/128), ebenfalls zu über
zeugen. Die Aus
füh
rungen von Dr. C._, wonach es denkbar sei, dass der “gewiss“ vorbe
steh
ende Befund eine sehr ungünstige Voraussetzung gewesen sei und das HWS-
Schleudertrauma deswegen eine stärkere Wirkung habe entfalten können (Urk.
13/37), stehen dieser Beurteilung von Dr. I._ nicht entgegen. Zur voraussichtlichen Dauer dieser Verschlimmerung äusserte sich Dr. C._ näm
lich nicht. Dr. I._ führte am 23. März 2016 ferner aus, aufgrund des langen Verlaufs ohne struk
turell nachgewiesene Traumafolgen, der fehlenden neurologischen Ausfälle in der QTF-Klassifikation und des in der biomecha
nischen Beurteilung (vgl. Urk. 13/55) eher nicht erklärbaren Zusammenhangs zwischen Beschwerden und Kollision sei es wahr
scheinlich, dass nur noch die spinale Stenose von C4 bis C6 wirke (Urk. 13/144). Gestützt darauf kann nicht gesagt werden, dass die dritte Facettengelenksinfilt
ration vom 23. August 2016 (vgl. Urk. 13/164) oder die von der Hausärztin des Beschwerdeführers verord
nete Physiotherapie am 1. September 2016 (Urk. 13/170) der weiteren Behand
lung von Unfallfolgen diente. Nicht massge
bend ist daher auch, dass die Haus
ärztin den Beschwerde
führer – ohne dies in einem Verlaufsbericht oder sonst wie zu begründen – im Unfallschein ab 2. September 2016 wieder zu 100 % arbeitsunfähig schrieb und ihm ab 13. Januar 2017 eine 50%ige Arbeitsfähig
keit attestierte (Urk. 3). Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, er sei vor dem Unfall nie durch Schmer
zen im Nacken bei seiner Arbeit eingeschränkt gewesen (Urk. 7 S. 7, Urk. 15, Urk. 16/4-6).
Diesbezüglich ist darauf hinzu
weisen, dass die Argumentation “post hoc, ergo propter hoc“, bei der eine Schädigung bereits deshalb als durch einen Unfall verursacht erachtet wird, weil sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. Alfred Maurer, Schweizerisches Unfall
ver
sicherungsrecht, 2.
Auflage, Bern 1989, S.
460, Anm. 1205), für die Annahme eines Kausal
zu
sammenhangs rechtspre
chungsgemäss nicht genügt (BGE 119 V 335 E.
2b/bb).
5.3.3
Da nach Lage der Akten auch keine Eingliederungsmassnahmen der Invaliden
versicherung pendent sind (vgl. die leistungsablehnende Verfügung der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
vom 21. Oktober 2015 [Urk. 13/126 S. 2-3]), ist der Fallabschluss durch die Beschwerdegegnerin per 13. Juni 2016 nicht zu beanstanden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt waren keine weitere Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen mehr geschuldet.
6.
6.1
Soweit der Beschwerdeführer darüber hinaus noch eine Schmerzstörung sowie Schlaflosigkeit geltend macht (Urk. 7 S. 5), ist folgendes festzuhalten:
Ob die
se
noch geklagten Beeinträchtigungen, welchen kein klar fassbares unfallbedingtes organisches Kor
relat zugrunde
liegt, in einem natürlichen Kausalzusammen
hang zum versicher
ten Unfallereignis stehen (was mit Blick auf die Ergebnisse der biomechanischen Kurzbeurteilung des
E._
vom
22
.
September 2014
[Urk. 13/55] und die Beurteilungen von Dr.
I._
[Urk. 13/88, Urk
. 13/128, Urk. 13/144, Urk. 13/151, Urk. 13/173])
wohl eher zu verneinen wäre), kann offen gelassen werden. Denn diesbezüglich ist – anders als bei Gesundheits
schädi
gungen mit einem klaren unfallbedingten organischen Sub
strat, bei welchen der adäquate Kausalzusam
menhang in der Regel mit dem natürlichen bejaht werden kann (BGE 127 V 102 E. 5b/bb mit Hinweisen) – eine besondere Adäquanz
prü
fung vorzunehmen. Ob diese nach den in BGE 115 V 133 genannten Kriterien (Psycho-Praxis) oder nach den für die Folgen eines Schleudertraumas der HWS, eines Schädelhirntraumas oder einer dem Schleu
dertrauma ähnlichen Verletzung in BGE 117 V 359 ent
wickel
ten und in BGE 134 V 109 präzisierten Regeln zu erfolgen hat, kann offenblei
ben, da auch die Beurteilung nach letz
terer Praxis – wie im Folgenden zu zei
gen ist – zur Ver
neinung der Adäquanz führt.
6.2
Mit angefochtenem Einspracheentscheid vom 30. Januar 2017 qualifizierte die Beschwerdegegnerin den Unfall vom 12. März 2014 als mittelschwer im Grenz
bereich zu den leichten Ereignissen (Urk. 2 S. 10). Dies ist nicht zu beanstanden. Aufgrund der Schadenbilder (Urk. 13/41 S. 10-15, Urk. 13/44 S. 24-35) und der
an den Fahrzeugen entstandenen Reparaturkosten (Urk. 13/41 S. 2-9, Urk. 13/
44 S. 2-22) ist zu schliessen, dass beim Auffahrunfall vom 12. März 2014 nicht all
zu starke Kräfte gewirkt haben. Der biomechanischen Kurzbeur
teilung (Triage) der E._ vom 22. September 2014 ist sodann zu entnehmen, dass die
kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (delta-v) beim Unfall vom 12. März
2014 unterhalb oder knapp innerhalb eines Bereiches von 10 bis 15 km/h ge
legen hat (Urk. 13/55 S. 4). Heckauffahrkollisionen mit vergleichbaren Schaden
bildern werden von der Recht
sprechung regel
mässig als mittelschwere Unfälle an der Grenze zu den leichten qualifiziert
(
vgl. etwa Urteil
e
des Bundes
gerichts 8C_655/2008 vom 9. Oktober 2008 E. 3
und 8C_635/2013 vom 9. April 2014 E.
4.2
[Auffahrkollision
en
mi
t einem delta-v von 10
15 km/h]
; Urteil U 408/05 vom 26. Januar 2007 E. 9 [Auffahrunfall mit einem delta-v von 12-17 km/h])
.
Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs wäre somit nur dann zu bejahen, wenn
von den weiteren massgeblichen Kriterien (vgl. E. 2.3.4) entweder ein ein
zelnes in ausgeprägter Weise oder aber mindestens vier in gehäufter oder auf
fallender Weise gegeben wären
(Urteil des Bundesgerichts 8C_487/2009 vom 7. Dezember 2009 E.
5 mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_421/2009
vom 2. Oktober 2009
).
6.3
Das Kriterium “besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Ein
drücklichkeit des Unfalls“ ist nach der Rechtsprechung objektiv zu beurteilen und nicht auf
grund des subjektiven Empfindens beziehungsweise Angstgefühls der ver
sicherten Person. Zudem ist zu beachten, dass jedem mindestens mittel
schweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_910/2009 vom 13. Januar 2010 E. 4.3 mit weiteren Hin
wei
sen). Aufgrund der eigenen Hergangsschilderung des Beschwerdeführers (Urk. 13/
7 S. 1), welcher zudem eine Angst- und/oder Schreckreaktion verneinte (Urk. 13/6 S. 1),
ist dieses Kriterium vorliegend nicht gegeben. Eine HWS-Distorsion, welche auf degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule trifft, erfüllt das Kriterium “Schwere oder besondere Art der erlittenen Ver
letzungen“ rechtsprechungsgemäss noch nicht
(vgl. Urteil
8C_1028/2010 vom 6. Juni 2011 E. 6.4). Andere beim Unfall erlittene Verletzungen sind nicht dokumentiert (vgl. hierzu auch: E. 5.3.2
).
Einzig aufgrund des Umstandes, dass der Beschwerde
führer seine Schmerzen seit dem Unfall bei verschiedenen Ärzten und Insti
tutionen zu lin
dern ver
suchte, kann noch nicht auf eine spezifische, belastende
ärztliche Behandlung geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_910
/2009 vom 13. Januar 2010 E.
4.4
).
Durch die ärztliche Behandlung müsste
sodann
eine er
heb
liche Mehr
belastung aussergewöhnlicher Natur resul
tieren (Urteil des Bun
desgerichts
8C_209/2008
vom 2. Dezember 2008 E. 5.4)
, was vorliegend nicht der Fall ist.
Adäquanz
relevant können nur diejenigen Beschwerden sein, die in der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch bestehen, wobei sich deren Erheb
lichkeit nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung beur
teilt, welche die verunfallte Person in ihrem Lebensalltag erfährt (Urteil des Bundesgerichts 8C_768/2007 vom 4. August
2008 E. 4.2).
Zu prüfen ist, ob es dem
Beschwer
de
führer nach dem Unfall nach wie vor möglich
war
, gewisse häus
liche und
ausser
häusliche Akti
vitäten auszuüben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_209/200
8 vom 2. Dezember 2008 E. 5.5).
Hierzu ist den vorliegenden Akten wenig zu entnehmen. In der D._ berichtete der Beschwerde
führer am 24. Mai 2014, dass er seit dem Unfall nicht mehr Auto fahre, weil ihm seine Hausärztin wegen der Einnahme der vielen Tabletten davon abge
raten habe (Urk. 13/20). Er unternahm in der Folge am 30. Juni 2014 einen Arbeits
versuch. Autofahren war ihm nach wie vor nicht möglich (Urk. 13/26 S.
1). Danach gab er bei der Untersuchung durch Dr. C._ vom 21. Juli 2014 an, dass vor wenigen Wochen der Versuch eines beruflichen Wiedereinstiegs mit einem Arbeitspensum von 20 % wegen heftigen Schmerzen habe beendet werden müssen (Urk. 13/37 S.
3). Von seit dem Unfall ohne wesentlichen Unter
bruch bestehenden Schmerzen kann vorliegend nicht ausgegangen werden. Der Arbeitgeber des Beschwerdeführers führte am 15.
Juni 2016 nämlich aus, dass der Beschwerdeführer jeweils montags, dienstags und mittwochs arbeite. An diesen drei Arbeitstagen erbringe der Beschwerdeführer die volle Leistung als Maler auf der Baustelle. Er fahre auch selber Auto. Weshalb der Beschwer
deführer nicht zu 100 % arbeiten könne, wisse er (sein Arbeitgeber) nicht. Er habe “halt immer noch ein Zeugnis vom Arzt“ (Urk. 13/138). Das Kriterium “erhebliche Beschwerden“ ist nach dem Gesagten nicht erfüllt. Das Kriterium “
ärztliche Fehlbehand
lung, welche die Unfall
folgen erheblich verschlimmert“
,
muss aufgrund der vorliegenden Akten ohne weiteres verneint werden
.
Auch
das Kriterium
“
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen“ kann
nicht bejaht werden. Nach der Recht
spre
chung des Bundesgerichts bedarf es hierzu besonderer Gründe, welche die Heilung beein
trächtigt haben. Die Ein
nahme vieler Medikamente und die Durchführung verschiedener Therapien genü
gen ebenso wenig, wie der Um
stand, dass trotz regelmässiger Therapien weder eine Beschwerdefreiheit noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit erreicht wer
den konnten (Urteil des Bundesgerichts 8C_252/2007 vom 16. Mai 2008 E.
7.6). Schliesslich ist b
ei der Prüfung des Kriteri
ums einer
“
erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausge
wie
se
nen Anstren
gungen“ dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei einem leichten bis mittel
schwe
ren Schleudertrauma der HWS ein länger
er
oder gar dau
ernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen Standpunkt aus als eher unge
wöhn
lich er
scheint. Nicht die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher mass
gebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu über
winden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt. Darin liegt der Anreiz für die versicherte Person, alles daran zu setzen, wieder ganz oder teilweise arbeitsfähig zu werden. Gelingt es ihr trotz solcher Anstren
gun
gen nicht, ist ihr dies durch Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar sein, sich durch aktive Mitwirkung raschmöglichst wieder optimal in
den Arbeitspro
zess einzugliedern, was schon der allgemeine sozialversiche
ru
ngs
rechtliche Grundsatz der Schadenminderungspflicht
gebietet. Solche Anstren
gungen der versicherten Personen können sich insbe
son
dere in ernsthaften Arbeits
versu
chen trotz allfälliger persönlicher Unanneh
m
lichkeiten manifestie
ren. Dabei ist auch der persönliche Einsatz im Rahmen von medi
zi
nischen Thera
piemass
nahmen zu berücksichtigen
(Urteil des Bundesgericht 8C_987/2008 vom 31. März 2009 E. 6.7.1).
Nach Lage der Akten, insbesondere aufgrund der bereits wiedergegeben Ausführungen des Arbeitgebers des Beschwerde
führers vom 15. Januar 2016 (Urk. 13/138), ist da
s Kriterium
“
erhebliche Arbeitsun
fähig
keit trotz aus
gewiesener Anstrengungen“
ebenfalls
nicht erfüllt.
6.4
Nach dem Gesagten ist die Beschwerdegegnerin für die geklagten Gesund
heits
beeinträchtigungen mangels adäquaten Kausalzusammenhangs mit dem versi
cherten Unfallereignis nicht über den 13. Juni 2016 hinaus leistungs
pflichtig. Eine Invalidenrente und/oder eine Integritätsentschädigung sind ebenfalls nicht geschuldet. Bei diesem Ergebnis erübrigen sich weitere Abklärungen.
7.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.