Decision ID: 9a22a105-b748-5933-a5bb-50c62537cdf6
Year: 2010
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
P._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, St. Leonhard-Strasse 20,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a P._, geb. 1975, erlitt am 22. Juli 2001 bei einem Autounfall eine HWS-Distorsion.
Im Juli 2002 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an
und beantragte berufliche Massnahmen und eine Rente (IV-act. 3). Dr. med. A._
attestierte im Arztbericht vom 29. August 2002 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit seit
16. Oktober 2000. Zunächst sei die Versicherte wegen Rückenschmerzen und
Schwangerschaft bei ihm in Behandlung gewesen. Seit dem Autounfall klage sie über
ständige starke Kopf- und Nackenschmerzen. Auch habe sie
Konzentrationsschwierigkeiten. Eine psychiatrische Behandlung sei geplant (IV-act. 8).
Nach einem ersten Arbeitsversuch im Umfang von 50% vom 18. bis 26. März 2002
schrieb Dr. A._ die Versicherte ab 27. März 2002 erneut vollständig arbeitsunfähig.
Ab 27. Januar 2003 nahm sie ihre Tätigkeit als Verkäuferin wieder zu 50% auf (vgl.
Suva-act. 65 und 68). Dr. med. B._, Leitender Arzt der Abteilung Psychosomatik der
Klinik Gais, diagnostizierte im Bericht vom 9. Juli 2003 eine Panikstörung,
einhergehend mit einer Anpassungsstörung mit Angst und Depression gemischt sowie
den Verdacht auf eine undifferenzierte Somatisierungsstörung. Aus psychiatrischer
Sicht sei die Versicherte 50% arbeitsunfähig, eine ambulante psychotherapeutische
Begleitung sei indiziert (IV-act. 16). Am 3. Oktober 2003 bestätigte Dr. A._ erneut eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit ab 30. September 2003 (Suva-act. 88).
A.b Mit Verfügung vom 7. November 2003 stellte die Suva die Versicherungsleistungen
auf den 9. November 2003 ein. Sie befand, aufgrund der vorhandenen Akten lägen
keine somatischen Unfallfolgen mehr vor. Gemäss fachärztlicher Beurteilung seien vor
allem psychische Gründe für die noch geklagten Beschwerden verantwortlich. Da diese
krankheitsbedingt seien, bestehe dafür kein Leistungsanspruch gegenüber dem
Unfallversicherer (Suva-act. 90). Die dagegen erhobene Einsprache wies die Suva mit
Entscheid vom 22. März 2004 ab. Diesen Einspracheentscheid bestätigten auf
Beschwerde hin sowohl das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit
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Entscheid vom 16. Juni 2005 (UV 2004/52) als auch das Eidgenössische
Versicherungsgericht mit Entscheid vom 29. März 2006 (U 308/05; IV-act. 29-3ff.)
A.c Aufgrund einer internen Anfrage hielt Dr. med. C._ vom Regionalen Ärztlichen
Dienst (RAD) am 18. September 2006 fest, zur Feststellung der Arbeitsfähigkeit sei eine
MEDAS-Begutachtung notwendig. Es seien zunächst aktuelle Arztzeugnisse der derzeit
behandelnden Ärzte einzuholen (IV-act. 34). Im Verlaufsbericht vom 28. September
2006 hielt Dr. A._ fest, am 15. Oktober 2005 habe die Versicherte eine erneute HWS-
Distorsion bei einem Autounfall im Ausland erlitten, weshalb sie wieder erhebliche
Kopf- und Nackenschmerzen mit Ausstrahlungen in den linken Arm habe und wieder
vermehrt an Schwindel leide (IV-act. 37).
A.d Am 13. und 25. September sowie am 8. und 25. Oktober 2007 erfolgte eine
interdisziplinäre Untersuchung (internistisch, psychiatrisch, orthopädisch und
otoneurologisch) der Versicherten bei der MEDAS Bern im Inselspital. Im Gutachten
vom 13. Dezember 2007 hält die MEDAS als Diagnose mit Einschränkung der
zumutbaren Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) fest. Der
Versicherten sei die bisherige Tätigkeit als Kioskverkäuferin noch zu vier Stunden
arbeitstäglich regelmässig, also zu 50%, zumutbar. In adaptierten Tätigkeiten könne
die Versicherte vier bis fünf Stunden arbeitstäglich regelmässig leisten. Sie sei in der
Lage, sämtliche Tätigkeiten im Haushalt auszuüben. Es sei davon auszugehen, dass
unter konsequenter regelmässiger psychiatrischer Fachbehandlung, unter Einschluss
von Psychopharmako-Therapie, innerhalb der nächsten sechs Monate eine deutliche
Stabilisierung der psychischen Grundfunktionen erzielt werden könne. Sollte eine
nachhaltige Stabilisierung nicht eintreten, wäre eine psychiatrische Hospitalisierung der
Versicherten zu erwägen (IV-act. 54).
A.e Gestützt auf das Gutachten erachtete Dr. med. D._ vom RAD das Vorliegen einer
dauerhaften invalidisierenden Erkrankung nicht als gegeben. Bei der behandelnden
Psychiaterin sei nach einem Jahr ein Arztbericht einzuverlangen. Zudem sei die
Qualifikation der Versicherten kritisch zu prüfen (IV-act. 57). Der Rechtsvertreter der
Versicherten machte demgegenüber geltend, bei der Begutachtung sei zu Unrecht kein
Neurologe beigezogen worden. Auf die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit im
Haushalt könne nicht abgestellt werden, da die Gutachter diese nicht begründet hätten
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(IV-act. 64). Am 8. Februar 2008 reichte er einen Arztbericht von Dr. med. E._ vom 7.
Februar 2008 ein. Darin bestätigt die behandelnde Psychiaterin eine andauernde
depressive Entwicklung mittelschwerer Ausprägung mit im Vordergrund stehenden
Angstzuständen mit Angstattacken, generalisierten Schmerzen, Störungen der
Vitalgefühle, Appetenz- und Schlafstörungen sowie Libidoverlust (ICD-10 F 38.8).
Entgegen der Prognose des MEDAS-Gutachtens sei es trotz zweier potenter
Antidepressiva und einer intensiven Gesprächstherapie seit August 2007 lediglich zu
einer leichten Linderung der Angstzustände und Schlafstörungen gekommen. Die
Versicherte sei daher in einer leichten behinderungsangepassten Tätigkeit zu maximal
50% arbeitsfähig (IV-act. 70).
A.f Anlässlich der Haushaltsabklärung am 21. Februar 2008 erklärte die Versicherte,
ohne Gesundheitsschaden wäre sie (weiterhin) zu 85% ausserhäuslich erwerbstätig
geblieben. Die Kinderbetreuung sei durch den Ehemann gewährleistet, da dieser im
Unternehmen seines Bruders mitarbeite und sich die Arbeitszeiten selber einteilen
könne (IV-act. 72). Aufgrund der Angaben der Versicherten ermittelte die
Abklärungsperson eine Einschränkung im Haushalt von 42,6 %, dies unter dem
Vorbehalt der medizinischen Bestätigung (IV-act. 72-10). Dr. D._ vom RAD
bezweifelte die Qualifikation von 85% Erwerb und erachtete die im Haushalt
festgestellte Arbeitsunfähigkeit von 43% als nicht plausibel, diese werde durch das
MEDAS-Gutachten relativiert (IV-act. 73).
A.g Mit Vorbescheid vom 29. Mai 2008 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass ihr
Leistungsbegehren abgewiesen werde, da der Invaliditätsgrad 35% betrage (IV-act.
81). Mit Einwand vom 24. Juni 2008 machte der Vertreter der Versicherten
insbesondere geltend, das Invalideneinkommen sei falsch berechnet worden. Mit ihrer
Stelle bei der F._ schöpfe die Versicherte ihre Restarbeitsfähigkeit bestmöglich aus.
Es sei ihr aus gesundheitlichen und betrieblichen Gründen nicht möglich, an der
aktuellen Arbeitsstelle mehr zu arbeiten. Zudem sei bezüglich Einschränkung im
Haushalt auf die Haushaltsabklärung abzustellen (IV-act. 84).
A.h Mit Verfügung vom 6. August 2008 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der
Versicherten ab (IV-act. 86).
B.
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B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde des Rechtsvertreters der
Versicherten vom 10. September 2008 mit dem Rechtsbegehren, die Verfügung sei
aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei ab 1. Juli 2001 (richtig: 2002) mindestens
eine halbe Rente samt drei Kinderrenten auszurichten, unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen. In der Begründung hält der Vertreter der Beschwerdeführerin
fest, diese wäre ohne Gesundheitsschaden zu 85 % erwerbstätig und zu 15 % im
Haushalt tätig, weshalb richtigerweise die gemischte Methode zur Anwendung gelangt
sei. Gemäss Gutachten könne die Beschwerdeführerin nur noch vier Stunden täglich
arbeiten, was pro Woche 20 Stunden ergebe. Gemessen an der normalen Arbeitszeit
von 43 Stunden pro Woche ergebe dies eine Arbeitsfähigkeit von 46,5 % bzw. ein
Invalideneinkommen von Fr. 20'494.--. Von diesem Invalideneinkommen sei ein
Leidensabzug von 20% vorzunehmen. Aus betrieblichen Gründen sei es sodann der
Beschwerdeführerin nicht möglich, ihre medizinisch theoretische Arbeitsfähigkeit voll
auszuschöpfen. Es sei ihr auch nicht zumutbar, stattdessen eine andere
leidensadaptierte Tätigkeit zu suchen. Der Teilinvaliditätsgrad im erwerblichen Bereich
betrage damit 59,4%. Bei der Tätigkeit im Haushalt sei sodann auf den
Abklärungsbericht abzustellen, da der Beschwerdeführerin die dort vorhandenen
mittelschweren und schweren Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien. Insgesamt liege
damit der Invaliditätsgrad deutlich über 60%, womit ein Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente ausgewiesen sei (act. G 1).
B.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 29. Oktober 2008 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie weist darauf hin, dass sich
der Ehemann der Beschwerdeführerin im September 2008 bei der IV angemeldet und
dabei Arbeitszeiten von 15 Stunden täglich geltend gemacht habe. Seit Juli 2008 sei er
Betreiber des Kiosks und dadurch Arbeitgeber der Beschwerdeführerin. Aufgrund der
Akten erscheine nicht glaubwürdig, dass die Beschwerdeführerin trotz eines 5-
Personen-Haushalts im Gesundheitsfall zu 85% erwerbstätig wäre, nachdem sie auch
vor der Geburt des ersten Kindes nur zu 80% gearbeitet habe. Sie sei daher als
höchstens 50% Erwerbstätige zu betrachten. Gemäss MEDAS-Gutachten bestünden
keine Einschränkungen aus somatischer Sicht. Da sich die Tätigkeiten im Haushalt
einteilen liessen, bestehe aufgrund des psychischen Leidens keine Einschränkung im
Haushalt (act. G 5).
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B.c In der Replik vom 2. Februar 2009 weist der Vertreter der Beschwerdeführerin
darauf hin, dass diese von Juli 1999 bis Mai 2001 eine weitere Teilzeittätigkeit gesucht
und deshalb Arbeitslosentaggelder bezogen habe. Ab 1. Juni 2001 habe sie eine
weitere Anstellung von wöchentlich 15 Stunden gefunden. Insgesamt habe damit die
wöchentliche Arbeitszeit der Beschwerdeführerin vor dem Unfall 351⁄4 Stunden
betragen. Der Neurologe Dr. med. G._ habe sodann in seinem neurologischen
Gutachten vom 18. Juni 2004 die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Haushalt
auf 70% geschätzt, wobei schwere, körperlich anstrengende Hausarbeiten wie
Fensterputzen, Staubsaugen, Wäsche aufhängen oder das Heben und Tragen
schwerer Lasten nicht zumutbar seien. Es sei nicht nachvollziehbar, wenn das MEDAS-
Gutachten der Beschwerdeführerin in einer leidensadaptierten Tätigkeit aus
psychischen Gründen eine Arbeitsunfähigkeit von 50% bestätige, gleichzeitig jedoch
keine Einschränkung im Haushalt (act. G 15).
C.
Mit Schreiben vom 3. Dezember 2008 teilte die Abteilungspräsidentin des Gerichts
dem Vertreter der Beschwerdeführerin mit, das gestellte Gesuch um unentgeltliche
Prozessführung werde wegen fehlender Bedürftigkeit abgelehnt (act. G 12). Die
Beschwerdeführerin bezahlte daraufhin den verlangten Kostenvorschuss von Fr. 600.--.

Erwägungen:
1.
1.1 Angefochten ist eine Verfügung, die nach Inkrafttreten der 5. IV-Revision am
1. Januar 2008 ergangen ist. Mangels einer übergangsrechtlichen Norm rechtfertigt es
sich, für die vor diesem Zeitpunkt massgebenden Verhältnisse (Rentenanspruch mit
Anspruchsbeginn bei Anmeldung unter altem Recht) die im Folgenden zitierten, bis
zum 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Bestimmungen anzuwenden.
1.2 Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit, es sei denn, eine versicherte Person sei vor dem Eintritt der
Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen und es habe ihr auch nicht
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zugemutet werden können, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall gilt
gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
als Invalidität. Die Invalidität gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG wird durch einen
Einkommensvergleich ermittelt (Art. 16 ATSG). Die Methode zur Bemessung der
konkreten Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wird vom ATSG nicht
geregelt. Diese Lücke füllt aArt. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20). Es ist darauf abzustellen, in welchem Mass die
betreffende Person behindert ist, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Als
Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Person gelten insbesondere die übliche
Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische
Tätigkeiten (Art. 27 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).
Die Bestimmung von aArt. 28 Abs. 2 IVG regelt die so genannte gemischte Methode
der Invaliditätsbemessung bei Personen, die zum Teil erwerbstätig und zum Teil im
Aufgabenbereich tätig sind. In einem solchen "gemischten" Fall sind der Anteil der
Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen, und der
Invaliditätsgrad ist entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen.
1.3 Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens
zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht
Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% auf
eine Viertelsrente (aArt. 28 Abs. 1 IVG). Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können,
ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der
versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit
Hinweisen).
2.
bis
ter
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2.1 Im vorliegenden Fall steht fest, dass die Beschwerdeführerin auch im
Gesundheitsfall nur teilweise erwerbstätig wäre. In der angefochtenen Verfügung geht
die Beschwerdegegnerin von einer Teilerwerbstätigkeit von 85% aus, was von der
Beschwerdeführerin ausdrücklich anerkannt wird. In der Beschwerdeantwort macht die
Beschwerdegegnerin neu geltend, die Teilerwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin im
Gesundheitsfall betrage maximal 50%.
2.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als
nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen
unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung
bestünde (BGE 125 V 150 E. 2c). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen
sind nach der Rechtsprechung die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen
Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber
Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die
persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt
sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung
entwickelt hätten, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall
ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150
E. 2c; BGE 117 V 194 f. E. 3b; AHI 1997 S. 288 ff. E. 2b je mit Hinweisen). Nebst dem
früheren Arbeitsverhalten sind im Wesentlichen die Absicht der versicherten Person
und ihre Vorstellungen und Pläne zum Alltag ohne Gesundheitsschaden zu
berücksichtigen (vgl. Urteil des EVG vom 20. Juni 2003 i.S. A., I 635/02, E. 3.3). Die
konkrete Situation und die Vorbringen der Versicherten sind nach Massgabe der
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b mit Hinweis). Zu
beachten ist allerdings, dass der Entscheid über die Statusfrage immer ein solcher über
eine Hypothese bleibt, da sie sich immer stellt, wenn in Wirklichkeit eine
gesundheitliche Beeinträchtigung (schon seit längerer oder kürzerer Zeit) eingetreten
ist. Die Arbeitseinteilung in der Vergangenheit kann für die massgebliche Hypothese
nur ein Indiz darstellen; die spätere reale Einteilung ist andererseits meist bereits durch
die Invalidität beeinflusst (nicht veröffentlichter Entscheid des Versicherungsgerichts
des Kantons St. Gallen vom 2. Februar 2006 i.S. L., IV 2005/53, E. 2c).
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2.3 Die Beschwerdeführerin ist Mutter von drei Kindern, geboren 1999, 2000 und 2004.
Bis zur Geburt des ersten Kindes arbeitete sie im Umfang von 80% beim H._. Diese
Arbeitsstelle gab sie auf, weil sie für ihr erstes Kind keine Kinderbetreuung hatte (vgl.
IV-act. 72-5 sowie IV-act. 31-4). Kurze Zeit später bezog sie
Arbeitslosenentschädigung (Juli 1999 bis Mai 2001) und begann zudem ab August
1999 bei der F._ im Stundenlohn zu arbeiten (vgl. IV-act. 32). In der Unfallmeldung
vom 27. August 2001 bestätigte die F._ eine durchschnittliche Arbeitszeit von 12.4
Stunden pro Woche, dies bei betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitsstunden von 43
Stunden. Unmittelbar vor dem Unfall hatte die Beschwerdeführerin allerdings
überdurchschnittlich viel gearbeitet. Für die letzten drei Monate betrug die Arbeitszeit
bei der F._ total 263.25 Stunden, was einer wöchentlichen Arbeitszeit von 20.25
Stunden bzw. bezogen auf die betriebsübliche Normalarbeitszeit von 43 Stunden
einem Pensum von 47% sowie einem Jahreslohn von Fr. 17'708.-- entspricht (vgl. act.
G 15.2, [bf.act.4], Lohn ohne Kinderzulagen). Ab 1. Juni 2001 wurde die
Beschwerdeführerin zudem bei der I._ als Raumpflegerin/Objektchefin für 15
Stunden pro Woche angestellt, was bezogen auf die normale Arbeitszeit von 42.5
Stunden im Betrieb einem Arbeitspensum von 35% entsprach (IV-act. 17). Bei der I._
handelt es sich um das Unternehmen des Schwagers der Beschwerdeführerin. Auf
entsprechende Nachfrage der IV-Stelle erklärte die Beschwerdeführerin bereits im
November 2003 schriftlich, wenn sie gesund wäre, würde sie sechs bis acht Stunden
pro Tag bei der F._ arbeiten (IV-act. 22). Im Rahmen der Haushaltsabklärung gab sie
zudem zu Protokoll, dank seiner flexiblen Arbeitszeit im Geschäft seines Bruders wäre
der Ehemann in der Lage, die Kinderbetreuung während ihren Arbeitszeiten zu
übernehmen (vgl. IV-act. 72). Dazu im Widerspruch stehen nun allerdings die Aussagen
des Ehemannes im eigenen IV-Verfahren, wonach er üblicherweise 15 Arbeitsstunden
pro Tag im Betrieb leisten müsse (IV-act. 92-2). Festzuhalten gilt, dass die
Beschwerdeführerin vor dem Unfall im Umfang von 82% (351⁄4 Stunden je Woche)
erwerbstätig war. Wenig wahrscheinlich erscheint, dass sie dieses Arbeitspensum im
Gesundheitsfall noch weiter erhöht hätte. Aus den Aussagen der Beschwerdeführerin
ist denn auch zu schliessen, dass sie dieses Arbeitspensum beibehalten hätte.
Auszugehen ist damit von einem maximalen Erwerbsanteil von 82%.
3.
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3.1 Streitig und zu prüfen ist sodann die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin.
Seitens der Beschwerdeführerin wird dabei insbesondere geltend gemacht, ihr seien
nur noch leichte Tätigkeiten im Umfang von 50% zumutbar.
3.2 Das orthopädischen Teilgutachten der MEDAS hält fest, die beklagten
Beschwerden nuchal und lumbal erklärten sich aus der Fehlstatik und
Haltungsinsuffizienz der Wirbelsäule bei muskulärem Hartspann und verschmächtigter
Rumpfmuskulatur. Dringend notwendig sei die Aufnahme sportlicher Freizeitaktivitäten,
damit es zu einer körperlichen Roborierung und zu Muskelaufbau komme. Ein
nervenwurzelbezogenes neurologisches Defizit bestehe nicht. Die Gelenke der
Extremitäten seien altersentsprechend frei in allen Funktionsebenen. Hände und Füsse
wiesen normale Gebrauchsschwielen vor. Auch lägen keine Schonungsatrophien vor.
Die Beschwerdeführerin könne uneingeschränkt ihre Tätigkeit als Hausfrau und Mutter
mit drei Kindern in vollem Umfang verrichten. Bezogen auf den allgemeinen
Arbeitsmarkt ergebe sich bei einem eher schmächtigen Habitus für körperlich leichte
bis gelegentlich mittelschwere Arbeiten ein volles Arbeitsvermögen ohne
Einschränkungen der Leistungsfähigkeit (vgl. IV-act. 52-11f.). Im otoneurologischen
Teilgutachten wird ebenfalls eine Arbeitsfähigkeit von 100% bestätigt (IV-act. 52-14f.).
Die MEDAS kommt in der Gesamtbeurteilung zum Schluss, objektivierbare gravierende
Funktionsbeeinträchtigungen auf der körperlichen Ebene bestünden nicht (IV-act.
54-17). Aufgrund des MEDAS-Gutachtens ist somit davon auszugehen, dass die
Beschwerdeführerin aus somatischen Gründen in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht
eingeschränkt ist. Dass ihr schwere Arbeiten (Heben und Tragen von Lasten über 25
kg) nicht zumutbar sind, wird in erster Linie mit ihrem schmächtigen Habitus und nicht
etwa mit gesundheitlichen Einschränkungen begründet. Daran vermag auch das
neurologische Gutachten von Dr. G._ nichts zu ändern. Wie das kantonale
Versicherungsgericht bereits im Entscheid vom 16. Juni 2005, UV 2004/52, in E. 3b mit
einlässlicher Begründung festgehalten hat, können dem Bericht von Dr. G._ keine
somatischen Gesundheitsstörungen entnommen werden, welche die Arbeitsfähigkeit
beeinträchtigen. Auch das Eidgenössische Versicherungsgericht hat in seinem
Entscheid vom 29. März 2006 explizit festgehalten, die Beschwerdeführerin leide weder
an somatischen Beschwerden noch an den Folgen eines Schleudertraumas der HWS
oder einer äquivalenten Verletzung. Allenfalls bestehe eine psychische Fehlentwicklung
(U 308/05, E. 2.4).
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3.3 Als einzige Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hält das MEDAS-
Gutachten eine mittelgradige depressive Episode fest. Im psychiatrischen
Teilgutachten wird dazu festgehalten, seit 2 1⁄2 Jahren habe sich bei der
Beschwerdeführerin eine zunehmend depressive Störung herausgebildet. Auf der
Symptomebene bestünden Traurigkeit im Wechsel mit Gereiztheit, Gedanken von
Lebensmüdigkeit, Antriebsminderung, ständige Kopfschmerzen, Schwindelgefühle,
Libidoverlust, rezidivierende Heisshungeranfälle, Freudlosigkeit und Schlafstörungen.
Die akut vorliegende Depression, bei der es sich um eine gut behandelbare Erkrankung
handle, setze die Arbeitsfähigkeit um 50% herab. Bei konsequenter Therapie wäre
innerhalb weniger Monate eine Besserung zu erwarten (IV-act. 52-6). In der
Gesamtbeurteilung kommen die MEDAS-Gutachter zum Schluss, die
Beschwerdeführerin sei in der Lage, ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Verkaufskraft in
einem Kiosk auszuüben. Diese Tätigkeit sei ihr vier Stunden arbeitstäglich regelmässig,
also zu 50%, zumutbar. Dabei bestehe keine verminderte Leistungsfähigkeit. Die
medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit sei seit ca. 2 1⁄2 Jahren plausibel zu machen,
eine Veränderung sei in dieser Zeit nicht eingetreten. Die Beschwerdeführerin könne
sodann sämtliche mittelschweren Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
ausüben. Körperliche Zwangshaltungen seien allerdings auszuschliessen. In
adaptierten Tätigkeiten könne die Beschwerdeführerin vier bis fünf Stunden
arbeitstäglich regelmässig arbeiten. Sie sei in der Lage, sämtliche Tätigkeiten im
Haushalt auszuüben (IV-act. 54-21).
4.
4.1 Bezüglich der Tätigkeit als Verkäuferin geht das MEDAS-Gutachten davon aus,
dass die Beschwerdeführerin vier Stunden arbeitstäglich bzw. zu 50% arbeitsfähig ist.
Wie dem Arbeitgeberbericht der J._ zu entnehmen ist, beträgt die normale Arbeitszeit
pro Tag 7.17 Stunden bzw. pro Woche 43 Stunden, dies weil an sechs Tagen pro
Woche gearbeitet wird (vgl. IV-act. 77-2). Soweit der Beschwerdeführerin vier Stunden
arbeitstäglich zumutbar sind, sind das somit wöchentlich 24 Stunden, was gemessen
an der normalen Arbeitszeit von 43 Stunden einer Arbeitsfähigkeit von mehr als 50%
entspricht. Der Annahme des Vertreters der Beschwerdeführerin, wonach diese
lediglich 20 Arbeitsstunden pro Woche leisten könne, womit gemessen an der
normalen Arbeitszeit von 43 Stunden pro Woche die Arbeitsfähigkeit als Verkäuferin
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lediglich 46.5% betragen würde, kann jedenfalls nicht gefolgt werden. Da die
Beschwerdeführerin vorwiegend nachmittags arbeitet, fallen bei ihrer jetzigen Tätigkeit
grundsätzlich keine schweren Arbeiten an. Sie selbst bezeichnete denn auch am 18.
Februar 2003 gegenüber der Suva diese Arbeit als eine eigentlich leichte Arbeit (Suva-
act. 68).
4.2 Im Weiteren ist die Beschwerdeführerin gemäss MEDAS-Gutachten auch in jeder
anderen leichten bis mittelschweren Tätigkeit ohne Zwangshaltung auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt arbeitstäglich vier bis fünf Stunden arbeitsfähig. Auch
Reinigungsarbeiten, wie sie die Beschwerdeführerin vor dem Unfall für das
Unternehmen ihres Schwagers ausgeübt hat, sind ihr gemäss Gutachten zumutbar (vgl.
IV-act. 54-17). Soweit es der Beschwerdeführerin aus betrieblichen Gründen nicht
möglich sein sollte, ihre Restarbeitsfähigkeit voll auszuschöpfen, stehen ihr eine
Vielzahl von anderen Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt offen, die sie im
Umfang von 50% ausüben könnte.
5.
Streitig und zu prüfen ist sodann die Invaliditätsbemessung, insbesondere die
Berechnung des Invalideneinkommens.
5.1 Beim Valideneinkommen ist die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen
Verfügung bei einem Arbeitspensum von 85% von einem Betrag von Fr. 37'462.--
ausgegangen, was von der Beschwerdeführerin als richtig anerkannt wird. Aus den IV-
Akten ist allerdings nicht ersichtlich, wie die IV das dem Valideneinkommen zugrunde
gelegte Einkommen für ein 100% Pensum von Fr. 44'073.-- berechnet hat. Es erscheint
auch im Vergleich zu den Lohnzahlungen, welche die Beschwerdeführerin von der
J._ erhalten hat, als zu tief. Nachdem die IV-Stelle jedoch beim Valideneinkommen
von der gleichen Grundlage ausgegangen ist wie beim Invalideneinkommen und diese
Parallelisierung der Vergleichseinkommen auch von der Beschwerdeführerin als richtig
anerkannt wurde, kann auf eine ziffernmässige Festsetzung des Valideneinkommens
verzichtet werden. Jedoch ist gestützt auf die Ausführungen unter Erwägung 2.3 von
einem maximalen Erwerbsanteil von 82% auszugehen.
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5.2 Beim Invalideneinkommen steht fest, dass die Beschwerdeführerin zur Zeit der
angefochtenen Verfügung nur im Ausmass von 13 Stunden pro Woche als Verkäuferin
tatsächlich tätig war, was bezogen auf die Normalarbeitszeit von 43 Stunden pro
Woche einem Arbeitspensum von lediglich 30% entspricht. Soweit die
Beschwerdeführerin geltend macht, es sei ihr aus betrieblichen Gründen nicht möglich,
ihr Arbeitspensum zu erhöhen, gilt festzuhalten, dass sie diese Behauptung in keiner
Weise belegt hat. Aufgrund ihrer Angaben im Abklärungsbericht Haushalt, wonach sie
bereits mit dem jetzigen Pensum überfordert sei, erscheint es auch wenig
wahrscheinlich, dass sie sich in zumutbarer Weise um eine Ausweitung ihrer aktuellen
Tätigkeit bemüht hat. Zudem ist der Beschwerdeführerin auch jede andere
mittelschwere Tätigkeit ohne Zwangshaltung im Umfang von 50% zumutbar,
insbesondere gemäss MEDAS-Gutachten die bisherige Reinigungstätigkeit für das
Unternehmen ihres Schwagers. Mit der ausgeübten Tätigkeit als Verkäuferin im
Umfang von 13 Wochenstunden schöpft folglich die Beschwerdeführerin ihre
verbliebene Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise aus. Es ist daher davon
auszugehen, dass es der Beschwerdeführerin möglich und zumutbar ist, ein
Erwerbseinkommen im Umfang von 50% einer vollen Erwerbstätigkeit zu erzielen.
5.3 Der Vertreter der Beschwerdeführerin macht zusätzlich einen Leidensabzug von
20% geltend. In der Praxis werden die zur Bestimmung des Invalideneinkommens
herangezogenen Tabellenlöhne gekürzt, wenn Versicherte, die in ihrer letzten Tätigkeit
körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für
leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, wenn sie - unabhängig von der
früher ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen leichter
Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder wenn weitere
persönliche und berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit,
Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die
Lohnhöhe haben. Der Abzug ist nicht schematisch vorzunehmen. Vielmehr ist der
Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im
Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Letztlich ist der
Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden
Merkmale auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 75)
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5.4 Gemäss MEDAS ist die Beschwerdeführerin innerhalb der verbliebenen
Arbeitsfähigkeit von 50% nicht weiter eingeschränkt. Es ist damit davon auszugehen,
dass allfällige Arbeitsausfälle wegen Angstzuständen mit Panikattacken,
Schwindelattacken mit Übelkeit und Schlafstörungen in der Arbeitsfähigkeitsschätzung
der MEDAS bereits angemessen berücksichtigt sind. Ein zusätzlicher Leidensabzug
erscheint damit nicht ausgewiesen, umso mehr als es der Beschwerdeführerin gemäss
Gutachten auch möglich ist, ihre Arbeitsfähigkeit in den angestammten
Tätigkeitsbereichen (Verkauf und Reinigung) zu realisieren.
5.5 Nachdem die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu maximal 82% erwerbstätig
wäre, beträgt damit der Invaliditätsgrad im erwerblichen Bereich maximal 32%
(82%-50%).
6.
6.1 Streitig und zu prüfen ist schliesslich, inwiefern die Beschwerdeführerin im Haushalt
eingeschränkt ist. Das MEDAS-Gutachten hält diesbezüglich fest, dass die
Beschwerdeführerin in der Lage sei, sämtliche Tätigkeiten im Haushalt auszuüben. In
der Haushaltsabklärung hat die Beschwerdeführerin demgegenüber wiederholt geltend
gemacht, nur noch leichte Tätigkeiten ausüben zu können.
6.2 Um feststellen zu können, in welchem Mass eine versicherte Person im Haushalt
zufolge ihrer gesundheitlichen Beschwerden eingeschränkt ist, bedarf es im Regelfall
einer Abklärung vor Ort (vgl. Art. 69 Abs. 2 IVV). Der Abklärungsbericht ist seiner Natur
nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter
Beeinträchtigungen zugeschnitten. Seine grundsätzliche Massgeblichkeit erfährt daher
praxisgemäss Einschränkungen, wenn die versicherte Person an psychischen
Beschwerden leidet. Zwar stellt der Abklärungsbericht Haushalt grundsätzlich auch
dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch
bedingten Invalidität geht, d.h. die Beurteilung psychischer Erkrankungen im
Vordergrund steht. Im Falle eines Widerspruchs zwischen den Ergebnissen der
Abklärung vor Ort und den fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der
versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist jedoch den ärztlichen
Stellungnahmen in der Regel mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die
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Haushaltsabklärung (AHI 2004 S. 137). Diese prinzipielle Gewichtung hat ihren Grund
darin, dass es für die Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das
Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu
erkennen (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 2008, 8C_671/2007, E. 3.2.1 mit
Hinweisen).
6.3 Im vorliegenden Fall geht die Beschwerdeführerin zu Unrecht davon aus, ihr seien
mittelschwere Tätigkeiten im Haushalt nicht mehr zumutbar. Die von ihr im
Abklärungsbericht Haushalt geltend gemachten Einschränkungen beruhen
offensichtlich auf dieser Krankheitsüberzeugung. Dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung
der MEDAS im Haushaltsbereich von derjenigen im Erwerbsbereich abweicht, lässt
sich ohne weiteres darauf zurückführen, dass im Haushalt ein grösserer Spielraum
hinsichtlich der Einteilung der Arbeit sowie der Art und Weise, wie sie ausgeführt wird,
besteht (SVR 2006 IV Nr. 42 S. 151, E. 6.2). Zwar mag die mittelgradige Depression vor
allem im Bereich der Kinderbetreuung zu relevanten Einschränkungen führen. Zu
berücksichtigen gilt aber, dass die Beschwerdeführerin bei einer Erwerbstätigkeit von
82% auch im Gesundheitsfall auf die Hilfe Dritter bzw. des Ehemannes im Haushalt
bzw. bei der Betreuung und Erziehung der Kinder angewiesen wäre. Unter den
gegebenen Umständen ist die Beschwerdegegnerin zu Recht von keiner relevanten
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Haushalt ausgegangen. Anzumerken bleibt, dass
selbst bei der von Dr. G._ geltend gemachten Einschränkung im Haushalt von 30%
nur ein Teilinvaliditätsgrad von 5,4% resultieren würde (18% x 30%), was zusammen
mit dem Invaliditätsgrad von 32% im Erwerbsteil ebenfalls keinen rentenbegründenden
Invaliditätsgrad ergäbe.
7.
Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
8.
Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bis
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erscheint als angemessen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist sie der
Beschwerdeführerin aufzuerlegen unter Anrechnung des von ihr bezahlten
Kostenvorschusses von Fr. 600.--.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG