Decision ID: e70f865b-aee7-47de-9c49-9b5aee361c36
Year: 2022
Language: de
Court: AG_OG
Chamber: AG_OG_007
Canton: AG
Region: Northwestern_Switzerland
Law Area: 

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten:
1. Die 1981 geborene Beschwerdeführerin, zuletzt als Unterhalts- und  angestellt, meldete sich am 15. Mai 2019 (Posteingang: 25. Juni 2019) wegen "Quetschung der Nerven im oberen " bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen ( Integration/Rente) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Nach Vornahme entsprechender Abklärungen und Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) stellte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Vorbescheid vom 11. Februar 2020 die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Nachdem die Beschwerdeführerin  Einwände erhoben hatte, veranlasste die Beschwerdegegnerin auf Empfehlung des RAD eine polydisziplinäre Begutachtung bei der  Abklärungsstelle Bern ZVMB GmbH (MEDAS). Gestützt auf das am 9. Juni 2021 ergangene MEDAS-Gutachten verneinte die  mit Verfügung vom 6. August 2021 einen Anspruch der  auf eine Rente und berufliche Massnahmen.
2. 2.1. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 13. September 2021  und stellte folgende Rechtsbegehren:
" 1. Die Verfügung vom 6. August 2021 sei aufzuheben und der  die ihr gesetzlich zustehenden Leistungen, insbesondere berufliche Massnahmen, zuzusprechen.
2. Eventualiter: Die Angelegenheit sei zur rechtserheblichen  an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und in der Folge sei der Beschwerdeführerin die ihr gesetzlich zustehenden , insbesondere berufliche Massnahmen, auszurichten.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der ."
2.2. Mit Vernehmlassung vom 8. Oktober 2021 beantragte die  die Abweisung der Beschwerde.
2.3. Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 12. Oktober 2021 wurde die aus den Akten erkennbare berufliche Vorsorgeeinrichtung der  zum Verfahren beigeladen und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme . Mit Eingabe vom 8. November 2021 teilte die Beigeladene mit, dass sie "auf die Verfahrensteilnahme verzichte[ ]".
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Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung:
1. Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 6.  2021 davon aus, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig und damit in der Lage sei, ein über dem Valideneinkommen liegendes, rentenausschliessendes  zu erzielen. Ein Anspruch auf eine Umschulung bestehe mangels eines invaliditätsbedingten Minderverdienstes von "mindestens" 20 % nicht. Auch die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung seien nicht erfüllt (Vernehmlassungsbeilage [VB] 112 S. 1 f.).
Die Beschwerdeführerin bringt dagegen im Wesentlichen vor, es sei ihr  der massiven gesundheitlichen Einschränkungen – jedenfalls ohne vorgängige Eingliederungsmassnahmen (Berufsberatung, , Einarbeitungszuschuss) – nicht möglich, das ihr verbliebene  auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten. Die Beschwerdegegnerin habe es bei der Berechnung des Invaliditätsgrads fälschlicherweise unterlassen, die Vergleichseinkommen zu parallelisieren sowie beim Invalideneinkommen einen leidensbedingten Abzug vom  zu gewähren. Sie sei invalid bzw. sicherlich von Invalidität , weshalb sie Anspruch auf Leistungen der IV, insbesondere auf , habe (Beschwerde S. 12).
Damit ist streitig und nachfolgend zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 6.  2021 zu Recht abgewiesen hat.
2. 2.1. Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen des IVG vom 19. Juni 2020 (" der IV") bzw. der IVV vom 3. November 2021 in Kraft . Mit ihnen sind zahlreiche Bestimmungen im Bereich des  geändert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht  diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben, und das Gericht bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (vorliegend: 6. August 2021) eingetretenen Sachverhalt abstellt (vgl. BGE 147 V 308 E. 5.1 und 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220, je mit Hinweisen), sind im vorliegenden Fall die bis zum 31. Dezember 2021 geltenden materiellrechtlichen Bestimmungen anwendbar. Sie werden im Folgenden denn auch in dieser Fassung zitiert. Dies gilt ebenfalls für die bis Ende 2021 geltenden (und ab 1. Januar 2022 teilweise geänderten) Bestimmungen des ATSG.
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2.2. Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch  mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 IVG).
2.3. Invalide oder von einer Invalidität bedrohte versicherte Personen haben Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit a) diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit sich im  zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und b) die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen  erfüllt sind (Art. 8 Abs. 1 IVG). Die Eingliederungsmassnahmen  unter anderem in Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung,  berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG).
2.4. Invalidität gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 7 f. ATSG bedeutet im  den durch die Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibenden ganzen oder teilweisen Verlust der  auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen  (MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, N. 102 zu Art. 4 IVG mit Hinweis auf BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).
3. 3.1. In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin auf das bei der MEDAS eingeholte polydisziplinäre Gutachten vom 9. Juni 2021 (VB 104), in welchem folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die  gestellt wurden (VB 104.1 S. 6):
" • Chronisches Schulter-Arm-Syndrom rechts bei einem gelenkseitigen Unterflächeneinriss der Supraspinatussehne
sowie Tendinopathie der langen Bizepssehne mit nachfolgenden  des rechten Schultergelenkes
• Chronisches zervikodorsales Schmerzsyndrom bei rechts foraminaler Diskusprotrusion C5/C6 mit allenfalls möglicher präforaminaler  der rechten C6-Wurzel
klinisch-neurologisch und elektromyografisch aber nicht belegbar".
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Hinsichtlich der funktionellen Auswirkungen der Befunde bzw. Diagnosen hielten die Gutachter fest, die Beschwerdeführerin sei in der Lage, leichte bis teilweise mittelschwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von  bis 15 kg in "rückenschulgerechter" Haltung, in temperierten Räumen im Wechsel zwischen Gehen, Stehen und Sitzen zu verrichten. Vermieden werden sollten teilweise mittelschwere und schwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gewichten über 15 kg, "ausserhalb des Körperlotes",  Bewegungen, Erschütterungen, Überstreckungen der  sowie Heben des rechten Armes über Schulter- und Kopfhöhe. Die Beschwerdeführerin sollte keiner Kälte, Nässe und Zugluft ausgesetzt  (VB 104.1 S. 7). Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in der  sei in der früheren Form nicht mehr möglich. Eine Verweistätigkeit könne die Beschwerdeführerin bei Berücksichtigung des Fähigkeitsprofils in einem ganztägigen Arbeitspensum ohne Leistungsminderung ausüben (VB 104.1 S. 8). Bezüglich des retrospektiven Verlaufs sei die Ausübung der bisherigen Tätigkeit seit 22. August 2018 nicht mehr möglich. In einer leidensadaptierten Tätigkeit sei seit April 2019 von einer 100%igen  auszugehen (VB 104.1 S. 8; VB 104.3 S. 13).
3.2. Die Beschwerdeführerin wurde im Rahmen der Begutachtung fachärztlich umfassend und unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden sowie der Vorakten (VB 104.2) untersucht. Dabei beurteilten die Gutachter die medizinischen Zusammenhänge einleuchtend und begründeten die Schlussfolgerungen nachvollziehbar. Dass der im MEDAS-Gutachten vom 9. Juni 2021 dokumentierte medizinische Sachverhalt sowie die  Arbeitsfähigkeitsbeurteilung unrichtig wären, wird von der  – nach Lage der Akten zu Recht – nicht geltend gemacht. Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 9. Juni 2021 wird somit den Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Stellungnahme , was von der Beschwerdeführerin denn auch nicht in Frage gestellt wird (vgl. Beschwerde S. 4, S. 6 ff.). Dementsprechend ist auf die  Angaben zur Arbeitsfähigkeit abzustellen (zum Beweiswert von medizinischen Gutachten i.S.v. Art. 44 ATSG vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353) und davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit seit April 2019 zu 100 % arbeitsfähig ist.
4. 4.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die ihr verbleibende  in einer angepassten Tätigkeit sei – zumindest ohne vorgängige  Massnahmen – nicht verwertbar.
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4.2. 4.2.1. Die Frage der Verwertbarkeit der (Rest-)Arbeitsfähigkeit beurteilt sich  auf den hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 und Art. 7 Abs. 1 ATSG). Es handelt sich dabei um einen theoretischen und abstrakten Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht  (BGE 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70 f.) und dazu dient, den Leistungsbereich der IV von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Er  einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen , der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob der Invalide die Möglichkeit hat, seine restliche Erwerbsfähigkeit zu  und ob er ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen  oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 318 E. 3 S. 320 f.). Für die Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzustellen, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen  werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene  noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ‒ auf dem für sie nach ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten in Betracht fallenden Teil des  (BGE 130 V 343 E. 3.3 S. 347) – die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprächen (AHI 1988 S. 287; MEYER/, a.a.O., N. 131 ff. zu Art. 28a IVG). Zum gesamten, für einen  in Frage kommenden Arbeitsmarkt gehören auch Institutionen,  Zweck es ist, Invaliden eine Erwerbsmöglichkeit unter Anpassung an ihre Behinderung zu verschaffen (BGE 109 V 25 E. 3d S. 28 f.; /REICHMUTH, a.a.O., N. 136 zu Art. 28a IVG) und sogenannte , also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_345/2016 vom 1. September 2016 E. 5). Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht mehr gesprochen , wenn die zumutbare Tätigkeit nurmehr in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines  Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_644/2019 vom 20. Januar 2020 E. 4.2 mit ).
4.2.2. Die Beschwerdeführerin ist, wie dargelegt (E. 3.), in einer angepassten  zu 100 % arbeitsfähig. Entgegen ihrer Auffassung steht ihr aufgrund des Belastungsprofils möglicher Verweistätigkeiten (vgl. VB 104.1 S. 7) ein durchaus noch weites Betätigungsfeld auf dem in Frage kommenden  offen, welches unter Berücksichtigung der objektiven und  Gegebenheiten zumutbar erscheint. In Betracht fallen würden etwa
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Kontroll- und Überwachungstätigkeiten, einfache und ungefährliche  sowie Hilfsarbeiten wie Montage-, -, Prüf- und Verpackungstätigkeiten in Produktions- und . Es liegt damit keine Unverwertbarkeit der  vor, zumal in temperierten Räumen auszuübende körperlich leichte bis teilweise mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten in  Haltung auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in genügender Zahl  sind (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 9C_141/2021 vom 8. Juli 2021 E. 5.1 und 8C_51/2017 vom 9. März 2017 E. 3.2.2).  hat die Beschwerdeführerin mit Jahrgang 1981 offensichtlich noch kein fortgeschrittenes Alter erreicht, welches allenfalls zu einer  der Restarbeitsfähigkeit führen könnte (vgl. hierzu BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 460).
5. 5.1. In ihrer Verfügung vom 6. August 2021 ermittelte die Beschwerdegegnerin anhand der allgemeinen Methode der Bemessung des Invaliditätsgrades mittels Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) per Dezember 2019 (sechs Monate nach der am 25. Juni 2019 bei der Beschwerdegegnerin  ‒ angesichts der seit dem 22. August 2018 bestehenden  der Arbeitsfähigkeit (VB 104.1 S. 8) verspäteten – Anmeldung [VB 1]; vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) einen Invaliditätsgrad von 0 % (VB 112 S. 2). Dabei stellte sie für das Valideneinkommen auf das von der Beschwerdeführerin (bis zum Stellenverlust aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 2019 [vgl. VB 1 S. 6; 31 S. 1]) bei der früheren Arbeitgeberin erzielte Einkommen ab (VB 1 S. 6; 47) und ermittelte das Invalideneinkommen gestützt auf den  für Hilfsarbeitertätigkeiten gemäss der schweizerischen  (LSE), was zu Recht nicht beanstandet wurde.  ist anzumerken, dass die Beschwerdegegnerin auf die Werte der im Verfügungszeitpunkt vom Bundesamt für Statistik (BfS) bereits  Tabelle LSE 2018 statt auf die Lohnangaben der LSE 2016 hätte abstellen müssen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_202/2021 vom 17. Dezember 2021 E. 6.2 mit Hinweisen) sowie das Invalideneinkommen auf den Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (2019) hätte der Nominallohnentwicklung anpassen müssen (BGE 129 V 222; 128 V 174). Ausgehend von einem Jahreseinkommen von Fr. 52'452.00 (LSE 2018, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Total, Frauen = Fr. 4'371.00;  12) und angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit (Fr. 52'452.00  40  41.7 [vgl. BfS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in  pro Woche, 1990–2019, Total, 2018 = 41.7 h] = 54'681.00 [gerundet]) sowie indexiert auf das Jahr 2019 (BfS, T1.2.10, Nominallohnindex Frauen 2011-2019, Total; 2019 =107, 2018 =105.9) hätte dabei – zu Ungunsten der Beschwerdeführerin – ein leicht höheres Invalideneinkommen von  Fr. 55'249.00 resultiert (Fr. 54'681.00  105.9  107.0).
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5.2. Die Beschwerdeführerin bringt vor, das von ihr erzielte Valideneinkommen sei deutlich unterdurchschnittlich gewesen und deshalb zu parallelisieren. Ferner bringt sie vor, sie sei aufgrund ihrer rechtsseitigen  massiv eingeschränkt und könne die rechte Hand nicht richtig einsetzen; sie macht unter Verweis auf ihren ausländerrechtlichen Status (Niederlassungsbewilligung C) geltend, es sei eine Kürzung des  von 20% vorzunehmen (Beschwerde S. 10 f.).
5.3. 5.3.1. Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B.  Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde ) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnügen wollte. Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde  zurückzuführenden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig zu  sind. Diese Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss  auf Seiten des Valideneinkommens durch eine Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten des  durch eine Herabsetzung des statistischen Wertes erfolgen (BGE 135 V 297 E. 5.1 S. 300 f.; 135 V 58 E. 3.1 S. 59; 134 V 322 E. 4.1 S. 326.; 129 V 222 E. 4.4 S. 225). Ist aber ein durchschnittliches  realistischerweise erzielbar bzw. zumutbar, so ist ein aus  Gründen unterdurchschnittliches Valideneinkommen nicht auf ein durchschnittliches aufzurechnen (BGE 135 V 58 E. 3.4.1 - 3.4.6 [ E. 3.4.4] S. 60 ff.). Der tatsächlich erzielte Verdienst gilt dann im Sinne der Rechtsprechung als deutlich unterdurchschnittlich, wenn er  5 % vom branchenüblichen Tabellenlohn abweicht; eine  der Vergleichseinkommen hat jedoch ‒ bei Erfüllung der übrigen Voraussetzungen – nur in dem Umfang zu erfolgen, in welchem die  Abweichung den Erheblichkeitsgrenzwert von 5 % übersteigt (BGE 135 V 297 E. 6.1.2 und 6.1.3 S. 302 ff.).
Die Beschwerdeführerin war, wie dargelegt, vor Eintritt des  als Unterhalts- und Spezialreinigerin tätig (vgl. VB 1 S. 6, VB 12 S. 7). Gemäss Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Reinigungsbranche in der Deutschschweiz betrug der Minimallohn für die als Spezialreinigerin der Kategorie I tätig gewesene Beschwerdeführerin (vgl. nicht datierter Lebenslauf der Beschwerdeführerin in VB 24 S. 2) im Jahr 2019 Fr. 20.90 pro Stunde (exkl. Ferienzuschlag). Bei einem Wochenpensum von 42  ergibt dies ein Jahresmindesteinkommen von Fr. 49'449.40 (Fr. 20.90 pro Stunde  52 Wochen zu 42 Stunden zuzüglich 13. Monatslohn
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[Fr. 45'645.60  12  13]; vgl. damals geltende Fassung des GAVs,  unter www.gav-service.ch, zuletzt besucht am 20. Januar 2022). Das von der Beschwerdeführerin vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens  Einkommen von rund Fr. 4'117.00 pro Monat bzw. Fr. 49'404.00 pro Jahr (vgl. VB 1 S. 6) ist somit als branchenüblich einzustufen. Gemäss  Rechtsprechung kann es damit nicht als  bezeichnet werden, selbst wenn es erheblich unter dem LSE- liegt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_721/2017 vom 26.  2018 E. 3.4.2; vgl. zudem Urteil des Bundesgerichts 8C_607/2018 vom 20. Februar 2019 E. 2.3 mit Hinweisen [betreffend GAV-LMV ]). Damit besteht vorliegend kein Anlass für eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen.
5.3.2. 5.3.2.1. Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen  ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne  sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen  des konkreten Einzelfalls ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person  eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit  Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall  zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des  zu begrenzen (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 134 V 322 E. 5.2 S. 327 f. 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75 [insbesondere E. 5 S. 78 ff.]).
5.3.2.2. Soweit sich die Beschwerdeführerin zur Begründung des von ihr  Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Beschwerde S. 11) auf ihre  Einschränkungen beruft, ist darauf hinzuweisen, dass diese bei der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung im angegebenen Profil einer Verweistätigkeit hinreichend berücksichtigt sind, weshalb sie nicht zusätzlich in die  eines allfälligen leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (vgl. statt vieler BGE 146 V 16 E. 4.1 S. 20 mit Hinweis). Insofern ist nicht , dass die Beschwerdeführerin aufgrund der beschränkten  der Wirbelsäule bzw. Schultern (vgl. VB 104.1 S. 8) das Heben und Tragen von Lasten über 15 kg, ausserhalb des Körperlotes, ruckartige , Erschütterungen, Überstreckungen der Halswirbelsäule sowie
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das Heben des rechten Armes über Schulter- und Kopfhöhe vermeiden sollte (vgl. VB 104.1 S. 7), da derartigen Einschränkungen mit der  im Kompetenzniveau 1 Rechnung getragen wurde. Diesbezüglich gilt es insbesondere auch zu beachten, dass die gesundheitlich bedingte , körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht automatisch zu einem leidensbedingten Abzug führt. Sodann sind der Beschwerdeführerin dem gutachterlich definierten Belastungsprofil entsprechende Tätigkeiten in einem vollen Pensum ohne Leistungseinschränkung zumutbar (a.a.O.). Dass die Beschwerdeführerin ausserdem keiner Kälte, Nässe und Zugluft ausgesetzt sein sollte (VB 104.1 S. 7), vermag das Spektrum der  Verweisungstätigkeiten nicht signifikant einzuschränken. Mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil einer angepassten Tätigkeit sind demnach keine Umstände ersichtlich, welche auf dem vorliegend relevanten  Arbeitsmarkt als ausserordentlich zu bezeichnen wären. Aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin rechtfertigt sich demzufolge kein leidensbedingter Abzug (vgl. statt vieler Urteil des Bundesgerichts 8C_61/2018 vom 23. März 2018 E. 6.5.2 mit Hinweisen). Mit Blick auf den Ausländerstatus ist festzuhalten, dass Frauen mit  (Kategorie C) ‒ was auf die Beschwerdeführerin  (VB 2 S. 1) – ohne Kaderfunktion zwar weniger verdienen als  (LSE 2018, Tabelle T12_b, Frauen, Median), aber dennoch mehr als das von der Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des  herangezogene Medianeinkommen (LSE 2016, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Frauen, Total). Auch begründen mangelnde  regelmässig keinen Abzug vom Tabellenlohn; diesem Umstand – wie auch den fehlenden Berufskenntnissen in einer Verweistätigkeit – wurde mit der Einteilung in das niedrigste Kompetenzniveau 1 bereits Rechnung getragen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_702/2020 vom 1. Februar 2021 E. 6.3.2 mit Hinweisen). Weitere Merkmale, welche einen Abzug rechtfertigen würden, sind nicht ersichtlich und werden von der  auch nicht dargetan.
In Gesamtwürdigung der Umstände ist demzufolge nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin keinen Abzug vom Tabellenlohn gewährt hat.
5.4. Nachdem die Vergleichseinkommen nicht zu parallelisieren sind und beim Invalideneinkommen auch kein Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt ist, resultiert ein das Valideneinkommen der Beschwerdeführerin deutlich übersteigendes Invalideneinkommen, womit es beim von der  errechneten (rentenausschliessenden) Invaliditätsgrad von 0 % sein Bewenden hat.
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6. 6.1. Zu prüfen bleibt der Anspruch der Beschwerdeführerin auf berufliche .
6.2. 6.2.1. Anspruch auf Berufsberatung im Sinne von Art. 15 IVG, wie er von der  geltend gemacht wird (vgl. Beschwerde S. 9), haben , die infolge Invalidität in der Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind. Eine Berufsberatung entfällt , wenn für eine notwendige berufliche Neuorientierung keine  Kenntnisse über die Möglichkeiten behinderungsangepasster  erforderlich sind, weil der betroffenen Person eine Vielzahl solcher  offen steht, bzw. wenn die versicherte Person ohne  wie Berufswahlgespräche, Neigungs- und Begabungstests in der Lage ist, einen ihren Verhältnissen angepassten Beruf zu wählen (SILVIA BUCHER, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, 2011, N. 605 S. 308 f. mit Hinweisen). So steht Versicherten ein weites Spektrum an  offen, wenn ihnen bei voller Leistung , körperlich nicht zu schwere Tätigkeiten zumutbar sind (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 210/05 vom 10. November 2005 E. 4 i.V.m. E. 3.5).
Ausweislich der Akten hat die im Heimatland als ausgebildete Buchhalterin tätig gewesene Beschwerdeführerin sich nach ihrer Einreise in der Schweiz im Januar 2013 (VB 2 S. 1) beruflich neu orientiert und in der  Fuss fassen können (vgl. Lebenslauf der Beschwerdeführerin in VB 24 S. 2 ff.; vgl. zudem VB 104.3 S. 5, 104.5 S. 4, 104.6 S. 3 f. sowie Beschwerde S. 6). Der zuletzt ausgeübten Tätigkeit kann sie zwar nicht mehr nachgehen. In einer angepassten Tätigkeit ist sie dagegen in der Lage, ohne Leistungseinbusse ein Pensum von 100 % zu erbringen (vgl. E. 3.2.), was von ihr nicht bestritten wird (vgl. Beschwerde S. 4). Die Beschwerdeführerin legt nicht dar und es ist nicht ersichtlich, inwiefern ihre Fähigkeit für eine (weitere) berufliche Neuorientierung infolge ihres  eingeschränkt wäre. Eine Unterstützung durch die  bei der Berufswahl ist bei dieser Ausgangslage nicht , womit ein Anspruch auf Berufsberatung zu verneinen ist.
6.2.2. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts setzt ein Anspruch auf  bei qualitativ und quantitativ voller Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit zusätzlich eine spezifische Einschränkung gesundheitlicher Art bei der Stellensuche voraus. Dies trifft z. B. zu, wenn wegen Stummheit oder mangelnder Mobilität kein Bewerbungsgespräch
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möglich ist oder dem potenziellen Arbeitgeber die besonderen  und Grenzen der versicherten Person erläutert werden müssen (z.B. welche Tätigkeiten trotz Sehbehinderung erledigt werden können), damit sie überhaupt eine Chance hat, den gewünschten Arbeitsplatz zu erhalten. Ist die fehlende berufliche Eingliederung nicht auf gesundheitlich bedingte Schwierigkeiten bei der Stellensuche zurückzuführen, sondern auf  Probleme, sind die Voraussetzungen für Arbeitsvermittlung durch die Invalidenversicherung gemäss Art. 18 Abs. 1 IVG nicht erfüllt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_329/2020 vom 6. August 2020 E. 3.2.3 und 8C_641/2015 vom 12. Januar 2016 E. 2, je mit Hinweisen; SILVIA , a.a.O., N. 829 f.).
Das gutachterlich definierte Belastungsprofil einer der Beschwerdeführerin noch zumutbaren Tätigkeit enthält keine spezifischen medizinischen , welche gegenüber potenziellen Arbeitgebern  wären bzw. eine spezielle fachliche Arbeitsvermittlung rechtfertigen würden, und enthält auch keine besonderen Anforderungen an einen , welche zur Unterstützung der Arbeitssuche das Fachwissen der Beschwerdegegnerin erforderlich machen würden. Die Voraussetzungen von Art. 18 IVG sind somit nicht erfüllt. Ein Anspruch auf Ausrichtung eines Einarbeitungszuschusses gemäss Art. 18b IVG (vgl. Beschwerde S. 9 f.) fällt damit von Vornherein ausser Betracht. Angesichts der beweiskräftigen Arbeitsfähigkeitseinschätzung der MEDAS-Gutachter erübrigt sich ferner die Abklärung der Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Rahmen eines Arbeitsversuchs. Es besteht daher auch kein Anspruch auf einen  nach Art. 18a Abs. 1 IVG (vgl. Beschwerde S. 10).
6.3. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin auch einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf berufliche Massnahmen zu Recht verneint hat.
7. Die vorliegenden Akten gestatten eine schlüssige Beurteilung der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Leistungsansprüche. Der  Sachverhalt erweist sich vor diesem Hintergrund als vollständig abgeklärt, weshalb von weiteren Abklärungen, wie sie von der  eventualiter beantragt wurden (vgl. Beschwerdeantrag 2), keine entscheidrelevanten Ergebnisse zu erwarten sind. Entsprechend kann  in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (vgl. statt vieler BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368 f. mit Hinweisen).
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8. 8.1. Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdeführerin weder Anspruch auf eine Rente noch auf Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art. Die  ist demzufolge abzuweisen.
8.2. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem  der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
8.3. Der Beschwerdeführerin steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als  (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf Parteientschädigung zu.