Decision ID: 6ac8ba2f-afdb-5058-ae23-416d2d24e61c
Year: 2019
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1959, war seit dem 2
3.
Juli 2012 als Hilfsmechaniker
bei der
Y._
in
Z._
angestellt und damit bei der Suva für Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert, als er am 2
8.
August 2016 beim Wan
dern s
türzte und sich am rechten Ell
bogen und an der rechten Schulter
verletzte (
Urk.
7/1
). Die Suva erbrachte die
gesetzlichen Leistungen (vgl.
Urk.
7/5
).
Mit Schreiben vom 2
6.
Oktober 2016 (
Urk.
7/14) wurden die Versicherungsleistungen vorsorglich
eingestellt
.
Mit Verfügung vom 1
4.
Februar 2017 (
Urk.
7/45) lehnte die Suva eine Leistungs
pflicht über den 2
6.
Oktober 2016 hinaus ab, da die danach geltend gemachten Beschwerden nicht mehr unfallkausal seien. Die dagegen vom Versicherten erho
bene Einsprache (
Urk.
7/
53
) wies die Suva mit
Einspracheentschei
d
vom 1
7.
Oktober 2017 (
Urk.
7/55
=
Urk.
2) ab.
2.
Der Versicherte erhob am 1
6.
November 2017 Beschwerde gegen den
Einsprache
entscheid
vom 1
7.
Oktober 2017 (
Urk.
2) und beantragte sinngemäss dessen Auf
hebung (
Urk.
1). Die Suva beantragte mit Beschwerdeantwort vom
4.
Januar 2018 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
5.
Januar 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Am
6.
März 2018 fand eine Instruktionsverhandlung statt (vgl. Protokoll S.
2).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber
2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu be
urteilende Unfall hat sich am 2
8.
August 2016
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetr
etenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind a
lle Umstände, ohne deren Vorhan
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetr
eten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass e
in Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen
ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Beding
ungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohn
e dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne
Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis
grad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hie
r
bei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbe
gründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu ge
lten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge
und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeiz
uführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei
lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin aller
dings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stützte sich für
die Ablehnung der Leistungspflicht
auf die kreisärztliche Beurteilung. Es
seien keine Gründe ersichtlich, welche gegen die Schlussfolgerungen des Kreisarztes sprechen würden.
Das
Unfallereignis
habe zu
keinen strukturellen Läsionen an der rechten Schulter
geführt
.
Vielmehr
hätten
sich bildgebend
degenerative Veränderungen gezeigt
.
Es
sei
zwar
eine vorüber
gehende
Verschlimmerung
eingetreten
, welche
jedoch
späte
stens am 2
9.
Septem
ber 2016
abgeheilt
sei
.
Ferner
sei der Unfallmechanismus nicht geeignet, eine Ruptur der
Supraspinatussehne
zu verursachen.
Die geklagten Beschwerden an der rechten Schulter seien nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis, sondern ausschliesslich auf die unfallfremden degenerativen Vor
zustände zurückzuführen (vgl.
Urk.
2 S. 7 f.).
In der Beschwerdeantwort (
Urk.
6) führte sie ergänzend aus, es sei irrelevant, ob der Beschwerdeführer einen Kreislaufko
llaps erlitten habe oder nicht, da der Sturz aus aufrechter Haltung mit dem Ellbogen aufgefangen worden sei, was auch zu einer Schürfung am Ellbogen geführt habe. Es sei kaum vorstellbar, dass bei dieser
Ausgangslage eine Distorsion des rechten Schultergelenks stattgefunden habe, zumal der Arm des Beschwerdeführers am Kör
per anliegend gewesen sei
. Schmerzen hätten zwar untermittelbar nach dem Sturz bestanden, was aber als eine vorübergehende Verschlimmerung eines stummen Vorzustandes zu werten sei (S
. 3).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (
Urk.
1),
die Begründung basiere auf einer falschen Sachverhaltsdarstellung. Er sei
beim berg
auf W
andern gestürzt und habe sich dabei am rechten Ellbogen und
an
der rech
ten Schulter verletzt. Er habe zu keinem Zeitpunkt einen Kreislaufkollaps erlitten. Das Unfallmeldeformular habe er weder ausgefüllt noch unterschrieben. Vor dem Unfallereignis habe er keine Probleme an der rechten Schulter gehabt
. Die gefor
derten Zeugenbefragungen hätten nie stattgefunden
(S. 1 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf weitere Leistungen der Beschwerdegegnerin hat und dabei insbesondere das Vorliegen des Kausalzusammenhangs betreffend die
nach dem Zeitpunkt des Fallab
schlusses
noch bestehenden Beschwerden.
3.
3.1
Am 2
8.
August 2016 stürzte der Beschwerdeführer laut Unfallmeldung vom 3
1.
August 2016 beim Wandern infolge eines Kreislaufkollaps und verletzte sich dabei an der rechten Schulter und am rechten Ellbogen
. Als
Art der
Verletzung
wurde
eine Bänderdehnung/Zerrung der rechten Schulter sowie eine Schürfung am rechten Ellbogen erwähnt
(vgl.
Urk.
7/1
Ziff.
4,
Ziff.
6
,
Ziff.
9
).
3.2
Die
am 2
9.
Septemb
er 2016 durchgeführte
Arthro
-Magnetresonanztomographie (MRI)
des rechten Schultergelenks zeigte nebst einem begleitenden Kontusions
ödem im
Tuberculum
majus
und minus eine wahrscheinlich traumatisch bedingte
transmurale
Ruptur der
Supraspinatussehne
ansatznah sowie interstitielle und gelenkseitige Partialrupturen der
Infraspi
natussehne
. Ausserdem wurde eine
Akromionform
nach
Bigliani
Typ II mit
ventrolateralen
subakromialen
Osteo
phyten
und eine
wahrscheinlich vorbestehende
geringgradige
Tendinopathie
der langen
Bizepssehne
bei intaktem
Bizepsanker
und Bizeps-
Pulley
erwähnt (vgl.
Bericht vom 2
9.
September 2016,
Urk.
7/
23
S. 1 f.).
3.3
Am
2.
November 2016
erfolgte
in der
A._
eine
intervalle
Eröffnung und Rekonstruktion der
Supraspinatussehne
sowie eine
Bizepstenotomie
der rechten
Schulter. Der Beschwerdeführer war bis am
6.
November 2016 hospitalisiert, wobei sich der
peri
- und postoperative Verlauf so
weit komplikationslos gestaltet habe
(vgl. Austrittsbericht vom
7.
November 2016,
Urk.
7/24;
vgl. auch
Opera
tionsbericht vom
2.
November 2016,
Urk.
7/25).
3.4
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, erklärte mit Arztzeugnis vom 1
4.
November 2016 (
Urk.
7/22), dass die Erstbe
handlung am 3
0.
August 2016 erfolgt sei und der Beschwerdeführer über eine Präsynkope mit Sturz auf einer Wanderung und seither bestehenden Schmerzen an der rechten Schulter berichtet habe (
Ziff.
1-2).
Die Elevation sei bis 30 ° mög
lich und es bestehe eine
Druckdolenz
über der
Supraspinatussehne
und am
Coracoid
.
Als Diagnose nannte er einen traumatisch bedingten
Supraspinatusriss
rechts (
Ziff.
4-
5). Der Beschwerdeführer
sei seit dem 2
9.
August 2016 vollständig
arbeitsunfähig. Am 1
9.
September 2016 habe er die Arbeit in einem Pensum von 50
%
aufgenommen. Ab dem
2.
November 2016 bestehe wiederum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
8-9).
3.5
Eine erste kreisärztliche Beurteilung
durch
Dr.
med. C._
, Facharzt für Chirurgie,
erfolgte am 2
9.
November 201
6.
Dieser
hielt fest, dass die geltend gemachten Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis zurückzuführen seie
n, da es sich um keinen geeigneten
Unfallher
gang handle.
Ein
direkte
r
Sturz auf den Arm zerreisse die
S
upraspinatuss
ehne
nicht
(vgl.
Urk.
7/26 S. 1).
3.6
Anlässlich einer am 1
6.
Dezember 2016 erfolgten Besprechung des Beschwerde
führers mit einem Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin wurde folgender Unfall
hergang geschildert:
Er sei am 2
8.
August 2016 über einen steinigen, kiesigen Feldweg, das heisse nic
ht asphaltiert mit Unebenheiten
, gelaufen
. Der W
eg habe leicht aufwärts geführt
.
Er sei unverhofft und plötzlich wohl über einen grösseren Stein gestolpert, und habe sich nicht mehr halten können,
habe sich etwas zur Seite gedreht und sei auf seine rechte Körperseite gefallen.
Den
Sturz auf den steinigen Fusswegboden hab
e er grossmehrheitlich mit s
einem rechten Ellbogen aufgefangen.
Er habe eine zünftige,
fünfliber
grosse Abschürfung am rechten Ellbogen
, eine blutende Wunde,
geh
abt. Sein
rechte
r
Arm sei nicht vom Oberkör
per abgespreizt
, sondern eher anliegend gewesen. Es habe ein Anprall am Ellbo
gen rechts und
an der
Schulter rechts aussen auf dem Feldwegboden stattgefun
den. Es sei ein starker Schlag über den Ellbogen in die Schulter übertragen worden. Er habe
sich nirgendwo festhalten können.
Er könne sich nicht a
n jedes einzelne Detail erinnern.
Es habe sich kein Dritt- od
er Fremd
verschulden zuge
tragen
(vgl.
Urk.
7/30 S. 1).
3.7
Kreisarzt
Dr.
C._
erklärte am
5.
Januar 2017, dass der Unfall zu einer vorüber
gehenden Verschlimmerung des Gesundheitszustandes geführt habe und der Status quo sine am 2
9.
September 2016 erreicht gewesen sei (vgl.
Urk.
7/34).
3.8
In der
ärztliche
n
Beurteilung
vom
8.
Februar 2017 (
Urk.
7/41) hielt
Kreisarzt
Dr.
C._
fest,
es sei nicht nachvollziehbar,
dass d
er Radi
o
loge der Meinung
sei
, dass es sich wahrscheinlich um einen traumatisch bedingten Riss handle. Dies insbesondere, da er
auch
eine
Akromionform
nach
Bigliani
Typ II mit
ventrola
teralen
subakromialen
Osteophyten
sowie
eine vorbestehende
Tendinopathie
bei Signalanhebung der Sehne
beschreibe
. Somit sei die mit Wahrscheinlichkeit behauptete traumatisch bedingte Ruptur nicht nachvollziehbar. Der Sturzmecha
nismus werde vom Beschwerdeführer
anlässlich
der Aussendienstbefragung genau beschrieben. H
i
erbei zeige sich kein adäquates Ereignis für
eine
Ruptur
der
Supraspinatussehne
.
Nur Bewegungen im Schultergelenk mit Zugbelastung der
Rotatorenmanschette
könnten diese zerreissen, in erster Linie Rotationsbe
wegungen aber auch
Abspreizbewegungen
. Ungeeignet sei dagegen eine direkte Krafteinwirkung auf die Schulter (Sturz, Prellung, Schlag).
Der Status quo sine sei am 2
9.
September 2016 erreicht gewesen, da nicht mit dem geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ein ursächlicher Zusammen
hang zwischen dem Trauma und der
Rotatorenmanschettenruptur
gesehen wer
den könne.
Es liege w
esentlich wahrscheinlicher
eine
degenerative Veränderung vor (S. 2).
3.9
Dem im Rahmen der Instruktionsverhandlung eingereichten Bericht von
Dr.
med. D._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, vom 2
1.
Februar 2018 (
Urk.
11)
ist zu entnehmen, dass sie die erstbehandelnde Ärztin gewesen sei. Der Beschwerdeführer sei zuvor noch nie wegen Schulterbeschwerden behandelt wor
den. Er habe sich zwei Tage nach dem Sturz auf den rechten Arm mit einer aus
geprägten Bewegungseinschränkung (Elevation 30 °) und Schmerzen an der rech
ten Schulter (nebst der Schürfung am Ellbogen) präsentiert. Insbesondere sei
auch
eine
Druckdolenz
über der
Supraspinatussehne
dokumentiert worden, deren Ruptur später
anlässlich des
MRI festgestellt worden sei. Sie habe
keine
Zweifel an der Kausalität zwischen den Beschwerden und dem Unfall. Trotz Hinweise
n
für degenerative Prozesse in der
Rotatorenmanschette
scheine es sehr unwahr
scheinlich, dass
ohne den
Unfall
ein solcher Verlauf und eine Operationsindika
tion entstanden
wären.
4.
4.1
Vorab gilt es hinsichtlich des Unfallherganges festzuhalten, dass der Beschwer
de
führer diesen anlässlich der im Dezember 2016 erfolgten Besprechung mit einem Mitarbeiter der Beschwerde
gegnerin
ausführlich und detailgetreu umschri
eben hat (vorstehend E. 3.6
). Diese Schilderungen blieben
unbestritten. Der Beschwerde
führer bestreitet einzig den in den Akten teilweise erwähnte
n
Kreis
laufko
llaps (vgl.
Urk.
1 S. 1 f.;
Urk.
7/1
Ziff.
6;
Urk.
7/3;
Urk.
7/22
Ziff.
2
).
Ein solcher wäre indessen
– nebst dem Stolpern -
lediglich Auslöser des Sturzes gewesen und hätte auf den geschilderten Unfallmechanismus keinen zusätzlichen Einfluss, weshalb es nicht
weiter
von Bedeutung ist, ob sich ein solcher tatsäch
lich ereignet hat. Weitere Ausführungen hierzu erübrigen sich deshalb.
4.2
Zur Frage der vorliegend strittigen Unfallkausalität
der Schulterbeschwerden
erfolgte
eine eingehende medizinische Beurteilung durch Kreisarzt
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.5, E. 3.7-3.8). Dieser legte in Kenntnis
sämtlicher
Vorakten
sowie
des vom Beschwerdeführer geschilderten Unfallherganges schlüssig und nach
vollziehbar dar, weshalb der Status quo sine überwiegend wahrscheinlich bereits Ende September 2016 erreicht war und das Unfallereignis vom August 2016 lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des krankhaften Vorzu
standes geführt hat.
Darauf ist abzustellen.
Wesentlich dabei ist, dass
bildgebend nebst dem
Riss der
Supraspinatussehne
eine
Akromionform
nach
Bigliani
Typ II mit
ventrolateralen
subakromialen
Osteophy
ten
sowie eine vorbestehende
Tendinopathie
bei Signalanhebung der Sehne ersichtlich war (vgl.
Urk.
7/23 S. 1).
In Kenntnis dieses Vorzustandes sowie des geschilderten Unfallmechanismus ist die kreisärztliche Schlussfolgerung, wonach der Unfallhergang nicht geeignet sei, eine
Rotatorenmanschettenruptur
zu verur
sachen
und der Unfall lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes geführt habe
, plausibel und nachvollziehbar. Dabei wies
Dr.
C._
insbesondere darauf hin, dass nur Bewegungen im Schultergelenk mit Zugbe
lastung der
Rotatorenmans
chette
diese zerreissen können
(vgl.
Urk.
7/41 S. 2). Solche Bewegungen wurden durch den Beschwerdeführer nicht geschildert
. Viel
mehr erklärte er, dass sein rechter Arm nicht vom Oberkörper abgespreizt, son
dern eher anliegend gewesen sei. Es habe ein Anprall am Ellbogen rechts und an der Schulter rechts aussen auf dem Feldwegboden stattgefunden. Es sei ein starker Schlag über den Ellbogen in die Schulter übertragen worden. Er habe sich nirgendwo festhalten können
(vgl.
Urk.
7/30 S. 1).
4.3
Daran vermögen die übrigen
medizinischen Einschätzungen
nichts zu ändern. Soweit
vereinzelt
eine
«
traumatisch
»
bedingte Ruptur der
Supraspinatussehne
erwähnt wird
(vgl.
Urk.
7/23 S. 1;
Urk.
7/25 S. 1), genügt dies ohne weitere Begründung nicht als Beweis für ein unfallkausales Leiden
, zumal diese Berichte nach Lage der Akten ohne Kenntnis des geschilderten Unfallherganges verfasst wurden
. Auch die Darlegung
des Beschwerdeführers, wonach vor diesem Ereignis keinerlei Beschwerden an der Schulter bestanden hätten (vgl.
Urk.
1 S. 2), vermag nicht zu überzeugen. Damit folgt er der Argumentation nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», wonach eine gesundheitliche Schädigung schon
deshalb
als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist. Dies ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum Beweis eines natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundes
gerichts 8C_355/2018 vom 2
9.
Juni 2018 E. 3.2).
Folglich
ist auch das Vorbringen von
Dr.
D._
, wonach der Beschwerdeführer zuvor noch nie wegen Schulter
beschwerden behandelt worden sei (vgl.
Urk.
11),
unbehelflich
. Soweit sie sich ferner darauf beruft, dass sie keine Zweifel an der Kausalität habe und es trotz Hinweisen für degenerative Prozesse in der
Rotatorenmanschette
sehr unwahr
scheinlich scheine, dass ohne den Unfall ein
solcher Verlauf und
eine
Operat
ion
sindikation
entstanden wären (vgl.
Urk.
11), vermag
sie einzig dadurch
noch
keine Zweifel an der nachvollziehbaren kreisärztlichen Begründung zu erwecken.
4.4
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass der Status quo sine hinsichtlich der geklag
ten Schulterbeschwerden überwiegend wahrscheinlich bereits Ende September 2016 erreicht war, weshalb die seither geltend gemachten Beschwerden nicht kausal auf das Ereignis vom August 2016 zurückzuführen sind. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin eine weitere Leistungspflicht verneinte.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.