Decision ID: 6738e355-e8ca-4bc5-878b-f102a506313a
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Bodenmann, Waisenhausstrasse 17,
Postfach, 9001 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._, geboren am 4. Oktober 1974 (IV-act. 1), erlitt am 12. Juni 2002 einen
Motorradunfall und zog sich u.a. eine offene Luxationsfraktur des linken oberen
Sprunggelenks (OSG) zu (IV-act. 7). Am 12. Juni 2002 wurde er operiert. Am 25. Juni
2002 und am 15. Juli 2002 folgten weitere operative Eingriffe (vgl. Gutachten Balgrist;
UV-act. 189). Nach anfänglicher 100%iger Arbeitsunfähigkeit in seiner bisherigen
Tätigkeit als Verchromer (IV-act. 10) – der Versicherte hatte in den Jahren 1991 bis
1993 eine Anlehre als Fahrzeugwart absolviert (IV-act.12), ab dem Jahr 2000 aber als
Hilfsarbeiter beziehungsweise Verchromer gearbeitet – nahm er ab März 2003 dieselbe
Tätigkeit wieder zu 50% auf (IV-act. 7). Am 12. Dezember 2003 meldete er sich
erstmals zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des
Kantons St. Gallen an (IV-act. 1).
A.b Am 21. Dezember 2003 erstattete Dr. med. B._, FMH Innere Medizin, einen
Arztbericht (IV-act. 7). Er diagnostizierte beim Versicherten einen Status nach
drittgradiger offenener OSG Luxationsfraktur links am 12. Juni 2002, einen Status nach
offener Reposition, einen Status nach Hauttransplantation sowie chronische
belastungsabhängige Schmerzen im linken Bein. Er hielt fest, dass der Versicherte vom
12. Juni 2002 bis zum 18. März 2003 zu 100% arbeitsunfähig in der zuletzt ausgeübten
Tätigkeit gewesen und ab dem 19. März 2003 bis auf weiteres zu 50% arbeitsfähig sei.
A.c Am 23. Dezember 2003 erstattete die Arbeitgeberin des Versicherten der IV-Stelle
einen Bericht (IV-act. 10), worin sie ausführte, dass der Versicherte seit Januar 2002
einen Jahreslohn von Fr. 53'950.-- erhalte und im Jahr 2004 ohne Gesundheitsschaden
ein Einkommen von Fr. 55'250.-- generieren würde. Der Versicherte sei zu 50% in
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seiner bisherigen Tätigkeit tätig (mit zeitweisen Unterbrüchen wegen temporärer
100%iger Arbeitsunfähigkeit).
A.d Am 14. März 2004 erstattete Dr. B._ einen weiteren Arztbericht (IV-act. 17). Er
hielt darin fest, beim Versicherten bleibe bis auf weiteres eine Einschränkung der
Arbeitskapazität von 50% in seiner bisherigen Tätigkeit bestehen, eine Steigerung
scheine derzeit nicht möglich. Eine andere Tätigkeit sei ihm derzeit nicht zumutbar.
A.e Am 13. Juli 2004 erstattete Dr. med. C._, Spezialarzt FMH, der SUVA einen
Bericht, worin er festhielt, dass beim Versicherten ab sofort eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit in angepasster, d.h. sitzender Tätigkeit, bestehe (IV-act. 19).
A.f Mit Verfügung vom 8. Dezember 2004 verneinte die IV-Stelle des Kantons
St. Gallen infolge einer vollen Arbeitsfähigkeit für sitzende Tätigkeiten eine Kostengut
sprache für berufliche Massnahmen und hielt fest, dass über den Rentenanspruch
nach erfolgtem SUVA-Entscheid verfügt werde (IV-act. 32).
A.g Am 12. Dezember 2004 stürzte der Versicherte zu Hause und verletzte sich am
linken Fuss (Gutachten Balgrist, S. 9, UV-act. 189).
A.h Per Dezember 2004 wurde dem Versicherten seine Anstellung als Verchromer
gekündigt (vgl. IV-act. 49).
A.i Am 5. Dezember 2008 fand eine Begutachtung in der Universitätsklinik Balgrist,
Zürich, statt. Im Gutachten, am 22. Dezember 2009 zu Handen der SUVA erstattet (UV-
act. 189), wurde Folgendes diagnostiziert: Posttraumatische OSG-Arthrose links,
diffuse Hypästhesie und Hypalgie des linken Unterarms und der linken Hand, Psoriasis-
Arthritis, Psoriasis vulgaris und Osteopenie im Bereich der Lendenwirbelsäule. Hin
sichtlich der Arbeitsfähigkeit wurde darin ausgeführt, dass der Versicherte in einer
sitzenden Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei; dies ebenso in einer leichten wechsel
belastenden Tätigkeit, wobei nur kurze Distanzen gehend zurückgelegt werden
könnten. Für stehende und belastende Tätigkeiten mit Heben von Gewichten sei der
Versicherte nicht mehr arbeitsfähig. Eine OSG-Arthrodese sei bereits indiziert worden,
werde vom Versicherten jedoch abgelehnt.
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A.j Am 22. Dezember 2009 wurde beim Versicherten in der Klinik für Orthopädische
Chirurgie, Kantonsspital St. Gallen, eine Arthroskopie OSG links mit Abtragung
ventraler Osteophyten durchgeführt (UV-act. 190).
A.k In seiner Stellungnahme vom 2. Mai 2010 führte Dr. med. D._ vom Regionalen
Ärztlichen Dienst (RAD; IV-act. 48) aus, dass die medizinische Aktenlage klar sei. Er
bestätigte beim Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten
Tätigkeit als Verchromer. Für leichte sitzende Tätigkeiten sowie in leichten, wechselbe
lastenden Tätigkeiten mit kurzen Gehdistanzen bestehe – gültig ab Begutachtungs
datum der Uniklinik Balgrist – eine 100%ige Arbeitsfähigkeit adaptiert (IV-act. 48).
A.l Mit Mitteilung vom 21. Mai 2010 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten
Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (IV-act. 51 und IV-act. 54).
A.m Mit zwei Vorbescheiden vom 30. August 2010 (IV-act. 58 und 59) kündigte die IV-
Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens betreffend berufliche Massnahmen und
Invalidenrente an.
A.n Mit Einwand vom 5. Oktober 2010 (IV-act. 61) hielt der Versicherte im
Wesentlichen fest, ihm sei basierend auf einem Invaliditätsgrad von 50% eine Rente
zuzusprechen und es seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen,
namentlich sei ein aktuelles, interdisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben. Er
monierte erstens, das Gutachten der Universitätsklinik Balgrist dürfe nicht als
Grundlage der Verfügung der IV-Stelle dienen, da diejenigen gesundheitlichen
Beschwerden, die nicht als Folge des Unfalls gelten würden, seitens der Gutachter
lediglich am Rande berücksichtigt würden, indessen relevant seien. Zweitens sei das
Gutachten veraltet, setze sich nicht mit der Arbeitsunfähigkeit im Zeitverlauf
auseinander und nehme keine Stellung zu divergierenden Einschätzungen anderer
Ärzte. Schliesslich führe das Gutachten auf S. 20 die bisherigen
Arbeitsfähigkeitseinschätzungen auf, ohne allerdings zu diesen Einschätzungen
Stellung zu nehmen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch in der
Vergangenheit Arbeitsunfähigkeiten vorgelegen hätten. Die IV-Stelle sei aufgrund des
Untersuchungsgrundsatzes verpflichtet, sämtliche für die Beurteilung der An
gelegenheit erforderlichen Abklärungen von sich aus durchzuführen. Da sich das Gut
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achten allerdings nicht mit früheren Einschätzungen auseinandersetze, dürfe nicht
gestützt auf dieses Gutachten eine Verfügung erlassen werden. Sollte – wider Erwarten
– auf das Gutachten abgestützt werden, könne der Einkommensberechnung nicht ge
folgt werden. Es sei auf das Einkommen aus dem Jahr 2002 abzustellen. Betreffend
Höhe des Invalideneinkommens beanstandete er, es müsse hier von einer Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden und dabei würde bereits bei
einer Arbeitsunfähigkeit von 20% und einem gerechtfertigten Leidensabzug von 20%
ein Invaliditätsgrad von mehr als 40% resultieren, womit er mindestens Anspruch
auf eine Viertelsrente habe. Der Eingabe wurden der Operationsbericht von Dr. med.
E._, Operateur, Klinik für Orthopädische Chirurgie, Kantonsspital St. Gallen, vom
22. Dezember 2009 und ein Arztbericht von Dr. med. F._, Orthopädie G._, Klinik
G._, datiert vom 23. April 2010 (IV-act. 61), beigelegt. In Letzterem wurde eine
posttraumatische OSG-Arthrose auf der linken Seite mit vollständiger
Gelenkdestruktion diagnostiziert und festgehalten, dass seit der Arthroskopie vom
22. Februar (recte: Dezember) 2009 die Beschwerden sich eher verstärkt hätten und
die Beweglichkeit weiter eingeschränkt sei.
A.o Mit Stellungnahme vom 12. Oktober 2010 (IV-act. 63) hielt Dr. D._ vom RAD
fest, dass seine medizinische Beurteilung vom 2. Mai 2010 nach wie vor Gültigkeit be
sitze und der Bericht des Kantonspitals St. Gallen vom 8. Februar 2010 inklusive der
Befunde vom 4. Februar 2010 und vom 22. Dezember 2010 (recte: 22. Dezember
2009), (Arthroskopie) in die Beurteilung einbezogen worden seien. Rein medizinisch sei
die Arbeitsfähigkeit adaptiert für sitzende Tätigkeiten mit oder ohne Arthrodese des
OSG 100%. Das versteifte Fussgelenk würde durch eine Arthrodese schmerzfrei, die
bereits jetzt beurteilte 100%ige Arbeitsfähigkeit für adaptierte (vorwiegend sitzende)
Tätigkeiten bliebe jedoch auch nach einer Arthrodese bestehen. Die Operation wirke
sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus und die medizinischen Einwände würden sich
alle (nur) um die Arthrodese drehen.
A.p Mit Eingabe vom 15. Oktober 2010 liess der Versicherte der IV-Stelle die ihn
betreffende Patientenaufklärung der Schulthess Klinik, datiert vom 4. Oktober 2010,
zukommen (IV-act. 64). Darin wurde vermerkt, dass aufgrund der Diagnose Gelenk
verschleiss (Arthrose) des oberen Fussgelenks (Sprunggelenk) eine Versteifung (Arthro
dese) des oberen Fussgelenks (Sprunggelenkes) vorgesehen sei. Der Versicherte bat
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darum, das IV-Verfahren bis zum Vorliegen der Ergebnisse dieser Operation zu
sistieren.
A.q Auf Anfrage der IV-Stelle reichte die ehemalige Arbeitgeberin mit Schreiben vom
26. Oktober 2010 die Lohnangaben für den Versicherten in den Jahren 2001 und 2002
ein (vgl. IV-act. 67).
A.r Mit Eingabe vom 26. Oktober 2010 (IV-act. 65) gelangte der Versicherte an die IV-
Stelle und informierte diese, dass zwischenzeitlich der Bericht der Schulthess Klinik
vom 4. Oktober 2010 (IV-act. 66) eingetroffen sei, dem entnommen werden könne,
dass er sich am 7. Januar 2011 einer Operation unterziehen werde. Die Klinik halte fest,
dass die Arbeitsunfähigkeit nach der Arthrodese des OSG voraussichtlich drei bis vier
Monate betragen werde. Inwiefern die Arbeitsfähigkeit des Versicherten wieder
hergestellt werden könne, müsse nach Abschluss der Behandlung neu beurteilt
werden, zumal noch eine Psoriasis-Arthritis vorliege. Daher gehe er davon aus, dass
seine gesundheitliche Entwicklung nach der Operation abgewartet werden müsse.
A.s Mit Stellungnahme vom 16. November 2010 (IV-act. 68) hielt Dr. D._ vom
RAD fest, die neuen Akten würden belegen, dass am 7. Januar 2011 eine versteifende
Operation am Fussgelenk links geplant sei. Bei üblichem Verlauf sei für eine sitzende
Tätigkeit keine Arbeitsunfähigkeit von länger als vier Monaten zu erwarten.
A.t Am 17. November 2010 verfügte die IV-Stelle den Abschluss der
Arbeitsvermittlung (IV-act. 69). Im Wesentlichen wurde dies damit begründet, dass die
Eingliederungsmassnahmen nicht erfolgsversprechend seien, da beim Versicherten
andere Prioritäten im Vordergrund stünden als eine Arbeitsaufnahme. Mit gleichentags
erfolgter Verfügung verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch (IV-act. 70). Zur
Begründung wurde ausgeführt, der Versicherte hätte in seiner angestammten Tätigkeit
im Jahr 2009 ein Jahreseinkommen von Fr. 57'522.-- erzielen können. Dieses
Einkommen setze sich zusammen aus dem Jahreseinkommen im Jahr 2002 (Fr.
53'950.--) gemäss den Angaben seiner ehemaligen Arbeitgeberin plus
Nominallohnentwicklung. Mit Behinderung sei dem Versicherten aus medizinischer
Sicht nach ergänzenden medizinischen Abklärungen weiterhin eine leidensadaptierte
Tätigkeit zu 100% zumutbar, woran festgehalten werde. Die ergänzenden
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medizinischen Abklärungen beim RAD hätten ergeben, dass rein medizinisch die
Arbeitsfähigkeit adaptiert für sitzende Tätigkeiten mit oder ohne Arthrodese des OSG
bei 100% festzusetzen sei. Die Operation habe somit keine Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten.
B.
B.a Mit Beschwerde vom 3. Januar 2011 (act. G 1) beantragte der Beschwerdeführer
die Aufhebung der Verfügung vom 17. November 2010 und die Zusprache einer
Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100%. Zudem sei das
vorliegende Verfahren bis zur anstehenden Operation am 7. Januar 2011 zu sistieren,
da letztere vermutlich eine wesentliche Änderung der Sachlage nach sich ziehen
werde. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten. Das
Gutachten sei mangelhaft, nicht mehr aktuell und die IV-Stelle sei fälschlicherweise im
Verfügungszeitpunkt von einem stabilen Gesundheitszustand ausgegangen. Falls das
Verfahren nicht sistiert werde und keine weiteren Abklärungen gemacht würden, könne
der Einkommensberechnung nicht gefolgt werden. Er wiederholte die im Einwand vom
5. Oktober 2010 (vgl. oben lit. A.o und IV-act. 61) aufgeführten Argumente und schloss,
dass ihm mindestens eine Viertelsrente zuzusprechen sei.
B.b Am 6. Januar 2011 bestätigte das Versicherungsgericht den Eingang der Be
schwerde und sistierte das Verfahren antragsgemäss bis 30. April 2011 (act. G 2).
B.c Mit Eingabe vom 7. Januar 2011 reichte der Beschwerdeführer sein Gesuch um
un
entgeltliche Prozessführung samt Unterlagen ein (act. G 4).
B.d Mit Eingabe vom 21. April 2011 (act. G 5) setzte der Beschwerdeführer das
Gericht in Kenntnis darüber, dass am 7. Januar 2011 die Operation am Fussgelenk in
der Schulthess Klinik Zürich stattgefunden habe. Der Eingabe lagen zwei Berichte des
Zentrums für Fusschirurgie, Schulthess Klinik, vom 23. Februar 2011 und vom 5. April
2011 bei. Der Beschwerdeführer bat gleichzeitig um Verlängerung der Verfahrens
sistierung bis 31. Mai 2011, da noch eine Computertomographie geplant sei. Dem
Antrag wurde am 28. April 2011 entsprochen (act. G 6).
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B.e Es folgten wiederholt Sistierungsverlängerungen (vgl. act. G 8, G 10, G 12, G 14)
bis zuletzt am 31. Dezember 2011.
B.f Mit Eingabe vom 31. Oktober 2011 (act. G 13) reichte der Beschwerdeführer
einen Bericht des Zentrums für Fusschirurgie, Schulthess Klinik, Zürich, vom 13.
September 2011 zu den Akten (act. G 13.1). Diagnostiziert wurde im Bericht ein Status
nach Arthrodese oberes Sprunggelenk links bei symptomatischer posttraumatischer
Arthrose oberes Sprunggelenk links.
B.g Mit Eingabe vom 30. Dezember 2011 (act. G 15) reichte der Beschwerdeführer
einen Bericht des Zentrums für Fusschirurgie, Schulthess Klinik, vom 14. November
2011 ein. Im Bericht werden neben der bereits am 13. September 2011 festgehaltenen
Diagnose zusätzlich Schmerzen im Subtalar-Gelenk links und depressive Verstimmung
diagnostiziert; es bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für einen laufenden oder
stehenden Beruf und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für einen sitzenden Beruf. Das
Verfahren könne gestützt auf diesen Bericht nun weitergeführt werden, da hier offen
sichtlich berufliche Massnahmen indiziert seien.
B.h Am 3. Januar 2012 wurde die Sistierung des Verfahrens aufgehoben (act. G 16).
B.i Mit Beschwerdeantwort vom 14. Februar 2012 (act. G 17) beantragte die Be
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie im
Wesentlichen aus, im Gutachten sei erwogen worden, dass dem Beschwerdeführer
vorwiegend sitzende Tätigkeiten zu 100% zumutbar seien. Die neu eingereichten
Unterlagen vermöchten das Gutachten nicht umzustossen. Diese Berichte seien durch
den RAD gewürdigt worden. In seiner Stellungnahme vom 9. Januar 2012 (IV-act. 83)
habe Dr. D._ vom RAD festgehalten, es bestünden Restbeschwerden (Schmerzen)
vor allem im unteren Sprunggelenk elf Monate nach Arthrodese OSG links bei guter
ossärer Heilung und Metallage. Im Wesentlichen habe er ausgeführt, für vorwiegend
sitzende Tätigkeiten bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Daraus würde
sich keine Einschränkung in einer adaptierten Tätigkeit ergeben. Unfallfremde Faktoren
seien keine bekannt und seien auch keine angeführt worden. Daher könne ohne
Weiteres auf das Gutachten abgestellt werden und es sei somit von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit auszugehen. Des weiteren sei obsolet, welches Invalideneinkommen
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angenommen werde, da selbst beim behaupteten Valideneinkommen keinen
rentenbegründender Invaliditätsgrad erreicht würde. Auch ein Abzug vom
Invalideneinkommen von nicht gerechtfertigten 20% ergäbe bei einer anzunehmenden
Arbeitsfähigkeit von 100% keinen Rentenanspruch.
B.j Mit Verfügung vom 20. Februar 2012 wurde dem Beschwerdeführer die un
entgeltliche Rechtspflege bewilligt (act. G 18).
B.k Mit Replik vom 21. März 2012 (act. G 20) hielt der Beschwerdeführer an den mit
Beschwerde vom 3. Januar 2012 gestellten Anträgen fest.
B.l Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik.
B.m Mit Eingabe vom 6. Juni 2012 (act. G 24) reichte der Beschwerdeführer einen
Bericht des Zentrums für Fusschirurgie, Schulthess Klinik, Zürich, vom 23. Mai 2012
ein.

Erwägungen:
1.
Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch des Beschwerdeführers
zu Recht verneint hat.
1.1 Versicherte haben einen Rentenanspruch, falls sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können,
während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinn von Art. 6 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) gewesen sind und
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid im Sinn von Art. 8 ATSG sind
(Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetztes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]).
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1.2 Ob ein Anspruch besteht und - bejahendenfalls - in welcher Höhe eine Invaliden
rente ausgerichtet wird, bestimmt sich nach dem Invaliditätsgrad (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40% vor, besteht Anspruch auf eine Viertels
rente. Aus einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% resultiert ein Anspruch auf
eine halbe Rente. Eine Dreiviertelsrente steht denjenigen Versicherten zu, die einen
Invaliditätsgrad von mindestens 60% aufweisen und eine ganze Rente denjenigen,
deren Invaliditätsgrad mindestens 70% beträgt (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der ver
sicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozial
versicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln,
sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125
V 352 E. 3a mit Hinweisen).
2.
Zunächst ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine rechts
genügliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.
2.1 Die Beschwerdegegnerin stützt ihren Entscheid auf das Gutachten der Universität
Balgrist vom 22. Dezember 2009. Die Begutachtung erfolgte indessen bereits am
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5. Dezember 2008 (vgl. oben lit. A.i). Im Gutachten (UV-act. 189) diagnostizierten die
untersuchenden Ärzte Dr. med. H._, Universitätsklinik Balgrist und Dr. med. I._,
Oberarzt i.V. Folgendes: Posttraumatische OSG-Arthrose links, diffuse Hypästhesie
und Hypalgie des linken Unterarms und der linken Hand, Psoriasis-Arthritis, Psoriasis
vulgaris und Osteopenie im Bereich der Lendenwirbelsäule. Aufgrund der überwiegend
wahrscheinlichen Unfallfolgen sei der Versicherte hauptsächlich durch die
posttraumatische OSG-Arthrose wesentlich eingeschränkt. In einer sitzenden Tätigkeit
sollte er aber zu 100% arbeitsfähig sein, ebenso in einer leichten wechselbelastenden
Tätigkeit, wenn nur kurze Distanzen gehend zurückgelegt werden müssten. Für
stehende und belastende Tätigkeiten mit Heben von Gewichten sei der Versicherte
nicht mehr arbeitsfähig. Der Arbeitsfähigkeitsgrad würde daher angepasst werden
müssen, je nachdem, wie gross der Anteil von solchen belastenden Tätigkeiten sei. Da
die Psoriasis-Arthritis im Moment hauptsächlich belastungsabhängige Beschwerden
verursache, lägen für die oben beschriebenen zumutbaren Tätigkeiten keine weiteren
Einschränkungen vor, da diese bereits durch die Einschränkungen der OSG-Arthrose
abgedeckt seien. Aufgrund der Schmerzen in den Gelenken beider Hände seien wohl
insbesondere belastende manuelle Tätigkeiten nicht zumutbar. Eine OSG-Arthrodese
sei bereits indiziert worden. Der Versicherte lehne diese jedoch ab. Aufgrund der nun
über Jahre dauernden Schmerzproblematik mit in den Verlaufsberichten nachweislich
fehlender Motivation des Exploranden, eine Beschwerdeverbesserung zu erfahren,
solle diese Indikation mittels Infiltrationen erneut geprüft werden.
2.2 Der Beschwerdeführer bringt zwar zutreffend vor, dass das Gutachten für die
SUVA erstellt wurde und die Fragestellung daher im Hinblick auf die unfallabhängigen
Leistungen der SUVA erfolgte. Die medizinischen Ausführungen im Gutachten sind
jedoch – wie dargelegt – umfassend und beschränken sich nicht nur auf die Leiden, die
vom Unfall herrühren, sondern behandeln alle Beschwerden unter dem Aspekt der
Arbeitsfähigkeit. Die Krankheitsgeschichte wird im Gutachten detailliert aufgeführt und
der wesentliche Inhalt aller aktenkundigen ärztlichen Untersuchungen wiedergegeben.
Den Rügen des Beschwerdeführers, wonach sich das Gutachten nicht mit Berichten
anderer Ärzte auseinandersetze, kann daher nicht gefolgt werden. Insgesamt ist dem
Gutachten für das vorliegende Verfahren voller Beweiswert beizumessen.
3.
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3.1 Der Beschwerdeführer rügt zweitens, die Beschwerdegegnerin dürfe sich nicht
auf das Gutachten vom 22. Dezember 2009 abstützen, da die Untersuchungen, die
dem Gutachten zugrunde lägen, bereits im Dezember 2008 stattgefunden hätten, und
dieses somit nicht mehr aktuell sei. Zudem sei das Gutachten vor der im Januar 2011
erfolgten Operation erstattet worden. Diese sei abzuwarten beziehungsweise es sei
abzuwarten, ob sich der Gesundheitszustand stabilisiere. Danach würden weitere
medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten sein, die sich insbesondere mit der
Frage auseinanderzusetzen hätten, ob er trotz der offensichtlich verstärkten
Beschwerden seit der Begutachtung in der Uniklinik Balgrist zu 100% arbeitsfähig sei,
wie die Beschwerdegegnerin fälschlicherweise annehme. Dem Bericht der Orthopädie
G._ vom 23. April 2010 könne entnommen werden, dass sich die Beschwerden des
Beschwerdeführers nach durchgeführter Arthroskopie im Dezember 2009 eher
verstärkt hätten und die Beweglichkeit eingeschränkt sei. Es dürfe daher nicht
angehen, dass einzig aufgrund einer Rückmeldung des RAD, der eng mit der
Beschwerdegegnerin verbunden sei und deshalb kaum als objektivierbare Meinung
interpretiert werden könne oder dürfe, von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
adaptierten Tätigkeit ausgegangen werde.
3.2 Im Gutachten war erwähnt worden, dass durch eine OSG-Arthrodese die Arbeits
fähigkeit, insbesondere für wechselbelastende Tätigkeiten, steigerbar wäre (Balgrist-
Gutachten, S. 28). Die IV-Stelle wartete die anstehende Operation jedoch nicht ab,
sondern verfügte und stützte sich dabei auf die Beurteilung des RAD, wonach rein
medizinisch die Arbeitsfähigkeit adaptiert für sitzende Tätigkeiten mit oder ohne Arthro
dese des OSG bei 100% festzusetzen sei und die anstehende Operation somit keine
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe. Der RAD hielt weiter fest, bei einem
üblichen Verlauf sei für eine sitzende Tätigkeit keine rententangierende längerdauernde
Arbeitsunfähigkeit zu erwarten. Es ist fraglich, ob die IV-Stelle im Verfügungszeitpunkt
zu Recht von einem stabilen Gesundheitszustand für die Zukunft ausgegangen war.
Diese Frage ist anhand der (zeitlich auf das Gutachten folgenden) Berichte zu prüfen.
3.3 Die im Gutachten erwogene 100%ige Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten
wurde in den folgenden ärztlichen Berichten stets bestätigt: Im Bericht der Schulthess
Klinik vom 4. Oktober 2010 (IV-act. 66) wurde zwar ausgeführt, dass die
Arbeitsunfähigkeit nach der Operation 3 bis 4 Monate betragen werde; dies jedoch bei
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stehendem Beruf. Die Bemerkung, dass nach Abschluss der Behandlung neu beurteilt
werden müsse, inwiefern die Arbeitsfähigkeit nach der Operation wieder hergestellt
werden könne, bezieht sich ebenfalls auf die angestammte Tätigkeit. Es wird weiter
festgehalten, dass langfristig eine sitzende Tätigkeit anzustreben sei. Zur
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit äussert sich der Bericht nicht. Auch die
Berichte des Zentrums für Fusschirurgie, Schulthess Klinik, widersprechen den
Einschätzungen des Gutachtens nicht. Dem Bericht vom 23. Februar 2011 (act. G 5) ist
im Wesentlichen zu entnehmen, dass anhand der ersten postoperativen Kontrolle ein
guter Verlauf sichtbar sei und der Patient ebenfalls zufrieden gewesen sei. Aus diesen
Ausführungen lässt sich keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes
herauslesen. Der Bericht vom 5. April 2011 (act. G 5) enthält keine Angaben über eine
leidensadaptierte Arbeitsfähigkeit. Der Arzt führte aus, es seien zwar deutliche
Restbeschwerden im Rahmen der Belastungssteigerung vorhanden und der
Beschwerdeführer sei auf die Einnahme von Schmerzmitteln angewiesen, es
bestünden klinisch jedoch absolut stabile Verhältnisse und klinisch sowie radiologisch
zeige sich rund drei Monate nach der Operation ein guter Verlauf. Im Bericht vom
13. September 2011 (IV-act. 79-3 f.) wurde neben dem seither diagnostizierten Status
nach Arthrodese oberes Sprunggelenk links erstmals eine symptomatische
posttraumatische Arthrose oberes Sprunggelenk links diagnostiziert. Es wurde dazu
festgehalten, dass aufgrund der Restbeschwerden eine Adaption des Schuhwerks
empfohlen und eine erneute Kontrolle in zirka zwei Monaten geplant sei, wenn der
Beschwerdeführer mit dem Schuh ein wenig eingelaufen sei. Zu dieser Zeit werde das
weitere Prozedere beziehungsweise die Arbeitsfähigkeit neu evaluiert werden. Im
Bericht der Schulthess Klinik vom 14. November 2011 (IV-act. 81 f.) werden neben der
bereits am 13. September 2011 festgehaltenen Diagnose zusätzlich Schmerzen im
Subtalar-Gelenk links und eine depressive Verstimmung diagnostiziert. Im Bericht wird
weiter festgehalten, dass der Beschwerdeführer eine Verbesserung der Stabilität mit
dem Künzli-Schuh beschreibe. Jedoch würden die Schmerzen persistieren und
vorwiegend unter Belastung auftreten. Für das obere Sprunggelenk ergäben
sich stabile Verhältnisse. Im Subtalar-Gelenk würden sich vereinzelt Arthrosen und
Schmerzen zeigen. Es werde eine Infiltration empfohlen. Es bestehe eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit für einen laufenden oder stehenden Beruf und eine 100%ige Arbeits
fähigkeit für einen sitzenden Beruf. Im neusten Bericht der Fusschirurgie, Schulthess
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Klinik, Zürich, vom 23. Mai 2012 (act. G 24), wird festgehalten, aufgrund der akuten
Psoriarsis-Arthritis sei eine Arbeitsfähigkeit aktuell bei Vorliegen von akuten Synovitiden
nicht gegeben. Unter einer konsequent durchgeführten, adäquaten Basistherapie sei
jedoch eine volle Krankheitssuppression zu erwarten und somit von einer Arbeitsfähig
keit für zumindest leichte körperliche Arbeiten in Zukunft wieder auszugehen. Inwieweit
eine Limitierung der Arbeitsfähigkeit durch die OSG-Arthrose bestehe, sei gegebenen
falls über eine funktionelle Leistungstestung zu erfassen.
3.4 Das massgebliche Gutachten der Universitätsklinik Balgrist vom Dezember 2009
erscheint – jedenfalls zunächst für den Untersuchungszeitpunkt Dezember 2008 –
beweiskräftig, d.h. eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten, vorwiegend
sitzenden Tätigkeit oder einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit, die nur kurze
Gehstrecken erfordert, ist überwiegend wahrscheinlich. Gestützt auf die bis zum Ver
fügungszeitpunkt (November 2010) vorliegenden Arztberichte lässt sich – trotz per
manent bestehender Indikation für eine Arthrodese des linken OSG – keine Ver
änderung an dieser Einschätzung, namentlich keine Verringerung der Arbeitsfähigkeit in
einer adaptierten Tätigkeit begründen. Die RAD-Beurteilung, wonach sich als Folge
einer erfolgreich durchgeführten Arthrodese bezüglich Arbeitsfähigkeit nichts ändern
dürfte (bestenfalls eine Erweiterung möglicher adapatierter Tätigkeiten, vgl. Balgrist-
Gutachten, S. 28), ist ebenfalls überzeugend. Die Frage, ob aufgrund der geplanten
Arthrodese im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung der Gesundheits
zustand des Versicherten mit Blick auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht stabil war –
und daher die Verfügung zu früh ergangen wäre, kann anhand der während des Be
schwerdeverfahrens vom Beschwerdeführer eingereichten Arztberichte letztlich
verneint werden. Aus letzteren Arztberichten lässt sich keine rentenbegründende
Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten (vorwiegend sitzenden Tätigkeit) herleiten. Der
aktuellste Bericht der Schulthess Klinik vom 23. Mai 2012 (vgl. G 24) bescheinigt zwar
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Indessen ist diese bedingt durch die akuten
Synovitiden im Rahmen der vorbestehenden aktiven Psoriarsis-Arthritis. Sie ist
vorübergehender Natur – und selbst wenn sie länger anhalten sollte, wäre sie als
Verschlechterung des Gesundheitszustands zu qualifizieren, die nach Erlass der
angefochtenen Verfügung eingetreten und daher in diesem Beschwerdeverfahren nicht
mehr zu berücksichtigen wäre. Vielmehr könnte eine anhaltende Verschlechterung
Anlass zu einer Revision beziehungsweise zu einer Neuanmeldung geben.
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3.5 Zusammenfassend ist die vom Beschwerdeführer behauptete eingeschränkte
Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit nicht medizinisch belegt, im Gegenteil, die nach
dem Gutachten entstandenen Berichte bestätigen allesamt die Einschätzungen des
Gutachtens. Insgesamt sprechen die medizinischen Berichte klar dafür, dass dem Be
schwerdeführer nach wie vor leichte, sitzende Tätigkeiten zu 100% zuzumuten sind.
4.
Es bleibt zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch des
Beschwerdeführers ab dem Verfügungszeitpunkt (pro futuro) zu Recht verneint hat.
4.1
4.1.1 Was die Ermittlung des Valideneinkommens anbelangt, ist entscheidend,
was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich
verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung
und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es
empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 Erw. 4.3.1). Die IV-Stelle berechnete,
ausgehend von den Angaben der Arbeitgeberin für das Jahr 2002 (Jahreslohn
Fr. 53'950.--; vgl. IV-act. 10) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung,
für das Jahr 2009 einen Betrag von Fr. 57'522.--. Zur Begründung führte sie aus, nach
Rücksprache mit der ehemaligen Arbeitgeberin sei festgestellt worden, dass der
Beschwerdeführer im Jahr 2001 nur deshalb mehr Einkommen erzielt habe, weil ihm
Überzeit und Sonntagsarbeit gutgeschrieben worden seien. Im Januar 2002 habe er
nur noch das Einkommen erzielt, welches vertraglich vereinbart worden sei. Der
Beschwerdeführer hielt dem berechtigterweise entgegen, aus dem individuellen
Kontoauszug gehe hervor, dass er im Jahr 2000 ein Einkommen in der Höhe von
Fr. 51'392.-- für 10 Monate habe erzielen können, was hochgerechnet einem jährlichen
Einkommen von 61'670.40 entspreche. Im Jahr 2001 habe er sodann ein Einkommen
von Fr. 63'319.-- erzielen können. Im Jahr 2002, als er den Unfall erlitten habe, habe er
nur noch ein Einkommen von Fr. 54'913.-- erzielen können. Hätte er den Unfall nicht
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erlitten, wäre ihm jedoch unter Berücksichtigung der Teuerung ein Einkommen von
Fr. 68'701.-- möglich gewesen. Da sein Unfall im Jahre 2002 stattgefunden habe, sei
auf die Einkommensverhältnisse der Jahre 2000 und 2001 abzustellen. Es rechtfertigt
sich bei diesen Umständen auf das AHV-pflichtige Einkommen der Jahre 2000 und
2001 abzustellen, welches die letzte Arbeitgeberin abgerechnet hat.
4.1.2 Im Jahre 2000 wurde dem Beschwerdeführer für eine 10monatige Be
schäftigungsdauer (ab März 2000) eine Lohnsumme von Fr. 51'392.-- ausbezahlt, was
aufgerechnet auf 12 Monate ein Jahressalär von Fr. 61'670.-- ergibt. Für das Jahr 2001
ist eine Summe von Fr. 63'319.-- ausgewiesen. Der Durchschnitt beider Jahressaläre
beträgt Fr. 62'495.--. Unter Berücksichtigung der Indexstände der Nominallöhne
Männer (2001: 1902; 2002: 1933) ergibt sich für das Jahr 2002 ein Valideneinkommen
von gerundet Fr. 63'514.-- ([Fr. 62'495.-- / 1902] x 1933).
4.2 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist
kein effektives Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung
statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1,
Bundesgerichtsentscheid i/S C. vom 19. Juni 2008, 9C_81/2008). Eine Aufrechnung
des Valideneinkommens auf das Jahr 2009 kann unterbleiben, wenn auch das
Invalideneinkommen anhand der Zahlen der Jahres 2002 ermittelt wird. Gemäss LSE-
Tabelle 2002, Privater Sektor, Anforderungsniveau 4, lag der Durchschnittslohn für
einen Mann bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden bei Fr. 4'557.--.
Aufgerechnet auf die 2002 durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden
(vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabschnitten)
ergibt sich ein Jahreseinkommen für 2002 von Fr. 57'008.--.
4.3 Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre ge
sundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug von den
Tabellenlöhnen zu gewähren. Der Leidensabzug ist anhand des Einflusses aller Merk
male auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre,
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Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) unter Würdigung der Um
stände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Der Ab
zug vom statistischen Lohn ist auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (vgl.
BGE 126 V 75 E. 5 b bb und cc S. 80 mit weiteren Hinweisen). Der Beschwerdeführer
macht geltend, ein Leidensabzug von 20% sei gerechtfertigt, da er aufgrund seiner
gesundheitlichen Beschwerden im Vergleich zu anderen Arbeitnehmern seines Alters
weniger verdienen werde. Es ist damit zu rechnen, dass er als Hilfsarbeiter nur noch für
leichte sitzende Tätigkeiten, jedenfalls wechselbelastend, arbeitsfähig ist, und daher im
Vergleich zu gesunden Mitbewerbern um eine entsprechende Stelle auf dem Arbeits
markt ein geringeres Einkommen erzielen wird. Tabellenlöhne werden bei gesunden
Arbeitnehmern erhoben. Insgesamt erscheint beim Beschwerdeführer somit ein Ta
bellenlohnabzug von 10% angemessen.
4.4 Ausgehend von einer 100%igen leidensangepassten Arbeitsfähigkeit und einem
Abzug vom Tabellenlohn von 10% resultiert im Rahmen des Einkommensvergleichs ein
nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 19% [Valideneinkommen – Invaliden
einkommen] x 100) : Valideneinkommen, namentlich: ([63'514 - 57'008*0.9] x 100:
63'514).
5.
Im Ergebnis ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin bei ihrer
Verfügung von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit ausgegangen
ist und Rentenleistungen für die Zukunft abgelehnt hat.
6.
Zu prüfen bleibt ein allfälliger rückwirkender Rentenanspruch.
6.1 Diesbezüglich ist auf die Rüge des Beschwerdeführers einzugehen, das
Gutachten führe auf S. 20 Arbeitsfähigkeitseinschätzungen auf, die vor der
Begutachtung datierten, ohne allerdings zu diesen Einschätzungen Stellung zu
nehmen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass auch in der Vergangenheit,
namentlich vor Ergehen des Gutachtens, Arbeitsunfähigkeiten vorgelegen hätten. Die
IV-Stelle sei aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes verpflichtet, sämtliche für die
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Beurteilung der Angelegenheit erforderlichen Abklärungen von sich aus durchzuführen.
Da sich das Gutachten allerdings nicht mit früheren Einschätzungen auseinandersetze,
dürfe nicht gestützt auf dieses Gutachten eine Verfügung erlassen werden.
6.2 Die Aktenlage für die Zeit zwischen dem Unfall vom 12. Juni 2002 und dem Ver
fügungszeitpunkt präsentiert sich wie folgt: Das Balgrist-Gutachten (SUVA-act. 189,
S. 20) führt die Arbeitsunfähigkeit im Zeitraum zwischen Juni 2002 und Dezember 2008
auf (Begutachtungszeitpunkt). Aufgrund von Angaben, die sich auf die beigezogenen
medizinischen Berichte stützen (Aktenzusammenzug im Gutachten, S. 3 ff.; nicht voll
ständig übereinstimmend mit Auflistung auf S. 20) ist nach Ablauf des Wartejahres
(Juni 2003) eine rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit von 50% gegeben gewesen. Im
Februar 2004 wurde dies von Seiten des Orthopäden Dr. C._ nochmals bestätigt für
die angestammte und noch immer ausgeübte Tätigkeit; es wurde auf eine
Steigerungsmöglichkeit hingewiesen bei einer Tätigkeit im Sitzen. Im Juli 2004 wurde
von Dr. C._ definitiv eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für eine sitzende Tätigkeit be
scheinigt; dies wurde bestätigt durch die kreisärztliche Beurteilung im Oktober 2004.
Auf den Sturz am 11. Dezember 2004 folgte wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
Gemäss Vereinbarung mit der SUVA war der Beschwerdeführer ab 1. Juli 2005 dann
wieder voll arbeitsfähig in adaptierter Tätigkeit (bestätigt von Dr. C._, auch ohne
inzwischen indizierter Arthrodese). Ab Januar 2006 bestand sodann erneut eine vor
übergehende 50%ige Arbeitsunfähigkeit für leichte Arbeit (Dr. C._), indessen wurde
seitens der SUVA bereits ab Mai 2006 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit für eine
adaptierte Tätigkeit angenommen. Eine volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit
wurde im Oktober 2007 durch den Kreisarzt bestätigt. Im Gutachten von Ende De
zember 2008 wurde der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers eingehend medi
zinisch untersucht. Darin wurde dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
für adaptierte Tätigkeiten attestiert. Somit ist im Zeitraum Januar 2006 bis zum Gut
achtenszeitpunkt Dezember 2008 keine erhebliche dauerhafte Verschlechterung des
Gesundheitszustandes ersichtlich. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass in
diesem Zeitraum keine IV-Grad beeinflussende dauerhafte Änderung des Gesundheits
zustands vorlag und sich somit diesbezüglich kein Rentenanspruch ergibt.
7.
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7.1 Im Falle einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter Umständen
notwendig, den Invaliditätsgrad für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach
Massgabe der jeweiligen Erwerbsunfähigkeit unterschiedlich hoch zu bemessen (vgl.
BGE 106 V 16; BGE 109 V 125). Bei der rückwirkenden stufenweisen
Rentenzusprechung richtet sich der Zeitpunkt einer Rentenerhöhung ausschliesslich
nach Art. 88a Abs. 2 IVV. Art. 88 Abs. 1 IVV findet keine Anwendung (vgl. BGE
109 V 125). Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine anspruchsbeeinflussende Änderung bei
einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne
wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Art. 29 IVV ist sinngemäss
anwendbar.
7.2 Wie soeben dargelegt, bestanden beim Beschwerdeführer folgende rentenbe
gründende Arbeitsunfähigkeiten in einer adaptierten Tätigkeit: 50% von Juni 2003 bis
Ende Oktober 2004, 100% von April 2005 bis Ende September 2005.
8.
Ausgehend von den vorgenannten Arbeitsunfähigkeiten sind die erwerblichen Aus
wirkungen zu prüfen.
8.1 Betreffend einen allfälligen zukünftigen Rentenanspruch wurde oben bereits ein
Einkommensvergleich vorgenommen (vgl. oben lit. 4.1 und 4.2). Es rechtfertigt sich
vorliegend, der Berechnung des rückwirkenden vorübergehenden Rentenanspruchs
denselben Einkommensvergleich zugrunde zu legen. Unter Berücksichtigung der be
scheinigten Arbeitsunfähigkeiten resultieren für die Dauer vom 1. Juni 2003 bis Ende
Oktober 2004 ein 55%iger Invaliditätsgrad: ([63'514 – 28'504] x 100)/ (63'514) und für
die Dauer vom 1. April 2005 bis Ende September 2005 ein 100%iger Invaliditätsgrad.
Dem Beschwerdeführer ist demnach von 1. Juni 2003 bis 31. Oktober 2004 eine halbe
Invalidenrente und ab 1. April 2005 bis 30. September 2005 eine ganze Rente zu
zusprechen.
9.
9.1 Gemäss den Erwägungen ist die Beschwerde, was den Rentenanspruch ab Ver
fügungszeitpunkt betrifft, abzuweisen. Soweit sie den Rentenanspruchs zwischen
bis
bis
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Unfall und Zeitpunkt der Verfügung betrifft, ist sie insoweit gutzuheissen, als dem
Beschwerdeführer von 1. Juni 2003 bis 31. Oktober 2004 eine halbe Invalidenrente und
ab 1. April 2005 bis 30. September 2005 eine ganze Rente zuzusprechen ist.
9.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Ver
sicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Sie sind ermessensweise auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Dem teilweisen Obsiegen
entsprechend haben die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdeführer die Gerichts
gebühr je im Betrag von Fr. 300.-- zu bezahlen. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege mit Präsidialverfügung vom 20. Februar 2012 ist der Beschwerdeführer
von der Bezahlung seines Teils der Gerichtsgebühr zu befreien.
9.3 Da der Beschwerdeführer teilweise obsiegt, hat er einen reduzierten Anspruch auf
eine Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei
insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen
ist. Bei vollständigem Obsiegen wäre eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inkl.
Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Wegen des nur teilweisen Obsiegens
erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 1'750.-- als gerechtfertigt. Die Beschwerde
gegnerin hat dem Beschwerdeführer somit eine Parteientschädigung von Fr. 1'750.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Für die restlichen Kosten hat
zufolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung vom 20. Februar
2012 der Staat den Rechtsbeistand des Beschwerdeführers zu entschädigen, wobei
das Honorar um einen Fünftel herabgesetzt wird (vgl. Art. 31 Abs. 3 AnwG/SG;
sGS 963.70). Der Staat hat dem Beschwerdeführer somit eine Entschädigung von
Fr. 1'400.-- (80% von Fr. 1'750.-- inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu be
zahlen.
9.4 Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse es gestatten, kann der Beschwerdeführer
zur Nachzahlung der zufolge unentgeltlicher Rechtspflege vom Staat übernommenen
Gerichts- und Parteikosten verpflichtet werden (vgl. Art. 123 ZPO i.V.m. Art. 99 Abs. 2
VRP/SG).
bis
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Demgemäss hat das Versicherungsgericht