Decision ID: 96e1b061-ddf2-4fac-a84a-8fc2d3a6c85a
Year: 2015
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch B._,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
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A.
A.a A._ meldete sich im Mai 2012 unter Hinweis auf eine schizophrene Erkrankung
zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Er gab an, er habe
keine berufliche Ausbildung absolviert. Seit August 1999 arbeite er als Fabrikarbeiter
für die C._ AG. Sein Lohn betrage 3’600 Franken pro Monat. Die Arbeitgeberin
berichtete am 4. Juni 2012 (IV-act. 10), der Versicherte arbeite als Abnehmer. Sie
werde ihn voraussichtlich bis zu seiner Pensionierung im Februar 2018 beschäftigen.
Der Monatslohn betrage seit dem 1. Januar 2012 4’230 Franken pro Monat. Die
Psychiaterin Dr. med. D._ teilte der IV-Stelle am 7. Juli 2012 mit (IV-act. 13), dass der
Versicherte an einer paranoiden Schizophrenie und einem sekundären Alkoholabusus
leide. Die paranoid-psychotische Symptomatik sei bereits in der frühen Adoleszenz
aufgetreten. Aus psychiatrischer Sicht sei der Versicherte nicht arbeitsfähig. Es sei
erstaunlich, dass er angesichts der erheblichen Krankheitssymptome überhaupt so
lange arbeitsfähig gewesen sei. Theoretisch könne ihm bloss eine
behinderungsadaptierte Tätigkeit während maximal vier Stunden bzw. mit einer
Leistungseinschränkung von mindestens 50 Prozent im geschützten Rahmen
zugemutet werden. Der psychische Zustand des Versicherten sei aufgrund der
ausgeprägten paranoiden Symptomatik so bedenklich, dass (aktuell) unter den
gegenwärtigen Umständen eine Arbeitstätigkeit in der freien Wirtschaft undenkbar sei.
Der Versicherte könne einem Arbeitsumfeld nicht zugemutet werden. Am 28. August
2012 notierte Dr. med. E._ vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD), dass
von einer dauerhaften vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden müsse
und daher die Zusprache einer Rente geprüft werden solle (IV-act. 14).
A.b Die Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle hielt in ihrem Bericht vom
10. September 2012 fest (IV-act. 17), dass sie sich kaum erklären könne, wie der
Versicherte sich in seinem Zustand selbst durchschlagen könne, denn er scheine auch
alltagspraktisch eingeschränkt zu sein, sich selbst zu gefährden und drohe zu
verwahrlosen. Dennoch wolle er weitestgehend selbständig leben. Die Tätigkeit bei der
C._ AG scheine sich positiv auszuwirken, indem sie dem Versicherten eine
Tagesstruktur biete. Der Versicherte, der die Kantonsschule und eine Berufslehre zum
Forstwart abgebrochen habe, sei nicht eingliederungsfähig. Die Arbeitgeberin habe
einen Antrag um eine Reduktion des Pensums, das aktuell bei etwa 80 Prozent liege,
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abgewiesen. Am 23. Oktober 2012 teilte die Personalverantwortliche der Arbeitgeberin
des Versicherten telefonisch mit (IV-act. 23), dass die Arbeitsleistung des Versicherten
seit Jahren bloss etwa bei 50 Prozent liege. Der Versicherte sei nicht in der Lage,
mehrere Arbeitsschritte gleichzeitig vorzunehmen. Zudem sei er im Arbeitstempo stark
verlangsamt. Man wolle ihn aus Goodwill aber weiter beschäftigen, da er keine
beruflichen Alternativen habe. Die IV-Stelle stellte auf diese Angaben ab und sprach
dem Versicherten mit einer Verfügung vom 23. Januar 2013 eine halbe Invalidenrente
mit Wirkung ab dem 1. November 2012 zu (IV-act. 29).
B.
B.a Am 20. Februar 2013 erhob der Versicherte (nachfolgend: der Beschwerdeführer)
eine „vorsorgliche“ Beschwerde gegen die Verfügung vom 23. Januar 2013 (act. G 1).
Er machte geltend, dass er mit einer halben Rente nicht leben könne.
Krankheitsbedingt sei er nicht mehr in der Lage, sein Arbeitsverhältnis aufrecht zu
erhalten. Er wünsche einen Wechsel in eine geschützte Werkstätte. Am 4. März 2013
reichte er eine Vollmacht nach, mit der er seinen Bruder mit der Wahrung seiner
rechtlichen Interessen im Beschwerdeverfahren beauftragt hatte (act. G 3).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 3. Juni 2013 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 8). Sie führte aus, eine telefonische Rückfrage bei der
Arbeitgeberin des Beschwerdeführers habe ergeben, dass dessen Arbeitsplatz bis zur
ordentlichen Pensionierung gesichert sei. Per 1. März 2013 sei ein neuer Arbeitsvertrag
abgeschlossen worden, mit dem eine Reduktion des Arbeitspensums auf 60 Prozent
bei einer Leistung von 50 Prozent vereinbart worden sei. Der Bruttolohn betrage neu
2’130 Franken pro Monat. Dieses Einkommen entspreche „praktisch“ der Hälfte des
davor erzielten Einkommens, weshalb der Invaliditätsgrad zu Recht auf 50 Prozent
festgesetzt worden sei.
B.c Der Beschwerdeführer reichte keine Replik ein (act. G 10).

Erwägungen:
1.
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1.1 Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich
zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen,
erhalten oder verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf
dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind, haben einen Anspruch auf eine
Rente der Invalidenversicherung (Art. 28 Abs. 1 IVG). Für die Bemessung der Invalidität
von erwerbstätigen Versicherten wird das Einkommen, das die versicherte Person nach
dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zum
Erwerbseinkommen gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden
wäre (Art. 28a Abs. 1 IVG und Art. 16 ATSG).
1.2 Der Beschwerdeführer leidet seit der frühen Adoleszenz an einer paranoid-
psychotischen Störung. Folglich hat er weder eine berufliche Ausbildung abschliessen
noch eine Erwerbstätigkeit aufnehmen können, ohne dabei bereits gesundheitsbedingt
beeinträchtigt gewesen zu sein. Seine Gesundheitsbeeinträchtigung hat eine berufliche
Ausbildung verunmöglicht. Er hat die Kantonsschule und eine Berufslehre zum
Forstwart abgebrochen und keinen Beruf erlernt, weshalb er von Beginn weg bloss
Hilfsarbeiten hat verrichten können. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist er
allerdings auch bei der Ausübung der Hilfsarbeiten gesundheitsbedingt in relevanter
Weise beeinträchtigt gewesen. Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer
augenscheinlich gar nie eine Validenkarriere aufnehmen können; er ist von Beginn
seiner beruflichen Karriere an invalid gewesen. Die Beschwerdegegnerin hat verkannt,
dass es sich demzufolge beim zuletzt erzielten Einkommen nicht um das
Valideneinkommen im Sinne von Art. 16 ATSG gehandelt haben kann, sondern dass sie
für die Bestimmung des Valideneinkommens hätte abklären müssen, welche
Berufskarriere der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsbeeinträchtigung überwiegend
wahrscheinlich aufgenommen hätte. Die Bestimmung der plausibelsten hypothetischen
Validenkarriere mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit dürfte allerdings kaum möglich sein. Der Verordnungsgeber hat
aufgrund dieses in Fällen wie diesem regelmässig auftretenden Beweisproblems in
Art. 26 Abs. 1 IVV die Möglichkeit geschaffen, das Valideneinkommen gestützt auf
einen nach dem Alter der versicherten Person abgestuften Prozentsatz des jährlich
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aktualisierten Medianwertes gemäss der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für
Statistik festzusetzen, wenn die versicherte Person wegen der Invalidität keine
zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnte. Die Beweisprobleme werden
also durch die Verwendung eines statistischen Wertes umgangen. Letztlich steht
dahinter die Annahme, dass die versicherte Person – abhängig von ihrem Alter – im
hypothetischen Gesundheitsfall 70–100 Prozent des mittleren Einkommens aller in der
Schweiz Erwerbstätigen hätte erzielen können. Diese Annahme kann aber nicht in
jedem denkbaren Fall massgebend sein. Starke Indizien für eine bestimmte Karriere
sind mit zu berücksichtigen. Wenn eine versicherte Person beispielsweise aus einer
Akademikerfamilie stammt oder all ihre Geschwister eine tertiäre Ausbildung absolviert
haben, dürfte der Mittelwert aller Einkommen in der Schweiz wohl eher zu tief sein,
weshalb das Valideneinkommen höher anzusetzen wäre. Wenn dagegen nebst der
Gesundheitsbeeinträchtigung weitere Umstände ausgewiesen sind, welche die
Erzielung eines durchschnittlichen Einkommens zusätzlich erschwert haben dürften,
wird der Mittelwert aller Einkommen wohl eher zu hoch sein, weshalb das
Valideneinkommen entsprechend tiefer angesetzt werden müsste. Müsste man Art. 26
Abs. 1 IVV so interpretieren, dass er jeden denkbaren Fall absolut und pauschal regeln
wollte, dürfte er sich nicht auf eine ausreichende gesetzliche Grundlage stützen
können. Der Beschwerdeführer hat trotz seiner Gesundheitsbeeinträchtigung die
Kantonsschule besucht, diese Ausbildung dann aber wieder abbrechen müssen. Es
erscheint daher zumindest als möglich, dass er ohne Gesundheitsbeeinträchtigung ein
überdurchschnittliches Einkommen hätte erzielen können. Dieses Indiz rechtfertigt für
sich allein allerdings keine Abweichung von Art. 26 Abs. 1 IVV. Weitere Indizien
sprechen nicht für ein überdurchschnittliches Valideneinkommen, weshalb es auf 100
Prozent des in zeitlicher Hinsicht massgebenden Medianwertes festzusetzen ist.
1.3 Gemäss dem nachvollziehbaren und überzeugenden Bericht der Psychiaterin
Dr. D._ ist der Beschwerdeführer bloss noch zu einer halben Arbeitsleistung in einem
geschützten Rahmen fähig. Die Psychiaterin und die Eingliederungsverantwortliche der
IV-Stelle haben eine Erwerbstätigkeit im freien Arbeitsmarkt als unrealistisch qualifiziert
und überdies Zweifel an der Fähigkeit des Beschwerdeführers, für sich selbst zu
sorgen, geäussert. Trotzdem ist der Beschwerdeführer bis zum Ende des Jahres 2012
einer Erwerbstätigkeit in einem Pensum von 80–100 Prozent nachgegangen. Die
Angaben zum Pensum divergieren, doch ist unabhängig vom zeitlichen Einsatz des
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Beschwerdeführers mit überwiegender Wahrscheinlichkeit jedenfalls davon
auszugehen, dass seine Leistungsfähigkeit bloss 50 Prozent betragen hat. Die
Arbeitgeberin des Beschwerdeführers hat diese reduzierte Leistungsfähigkeit akzeptiert
und mehrfach den Willen bekundet, den Beschwerdeführer bis zum Erreichen des
ordentlichen Rentenalters weiter beschäftigen zu wollen. Die Personalverantwortliche
hat angegeben, dass man den Beschwerdeführer aus Goodwill weiter beschäftige, weil
es undenkbar sei, dass er eine andere Arbeitsstelle finden würde. In gewisser Weise ist
der Beschwerdeführer also in einem geschützten Rahmen tätig gewesen. Damit
decken sich die Angaben der Arbeitgeberin weitgehend mit dem Zumutbarkeitsprofil
der Psychiaterin. Die Arbeitsstelle, die der Beschwerdeführer – nun mit einem
reduzierten Pensum – weiterhin inne hat, ist als ein aussergewöhnlicher Glücksfall zu
qualifizieren. Würde der Beschwerdeführer die Arbeitsstelle verlieren, könnte er
überwiegend wahrscheinlich keine Arbeitsstelle mehr finden. Aufgrund der Zusicherung
der Arbeitgeberin, den Beschwerdeführer weiter beschäftigen zu wollen, und
angesichts des Umstandes, dass dem Beschwerdeführer die weitere Ausübung dieser
Tätigkeit zumutbar ist, ist die Weiterführung dieser Tätigkeit als Invalidenkarriere zu
qualifizieren. Eine andere Karriere fällt realistischerweise nicht in Betracht, zumal der
RAD-Arzt Dr. E._ eine dauerhafte, vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert hat. Zu
berücksichtigen ist allerdings, dass die Arbeitgeberin dem Beschwerdeführer über
Jahre einen Soziallohn ausgerichtet hat. Der effektiv ausgerichtete Lohn entspricht dem
durchschnittlichen regionalen Lohn für einen mit voller Leistung einsetzbaren
Hilfsarbeiter. Der Beschwerdeführer hat aber nur eine halbe Leistung erbracht, weshalb
der Lohn zur Hälfte nicht seine Arbeitsleistung entschädigt hat, sondern aus sozialen
Überlegungen ausgerichtet worden ist. Vor der Reduktion des Pensums hat der der
Arbeitsleistung des Beschwerdeführers entsprechende Lohn folglich nicht 4’230
Franken pro Monat bzw. 55’996 Franken pro Jahr, sondern vielmehr bloss 2’115
Franken pro Monat bzw. 27’998 Franken pro Jahr betragen. Nach der Reduktion des
Pensums ist der Lohn zwar auf diesen Betrag reduziert worden, doch ist
unwahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer in einem Pensum von 60 Prozent eine
Leistung von 50 Prozent eines vollzeitig tätigen, gesunden Hilfsarbeiters erbringen
kann, ist seine Leistung doch vor allem aufgrund seiner Verlangsamung und der
Unfähigkeit, mehrere Arbeiten gleichzeitig zu verrichten, reduziert. Mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit erbringt der Beschwerdeführer eine Leistung von 50 Prozent einer
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„normalen“ Leistung, die während eines Pensums von 60 Prozent erbracht werden
könnte. Die Leistung beträgt mit anderen Worten bloss 50 Prozent von 60 Prozent, das
heisst 30 Prozent einer vollen Leistung. Damit steht fest, dass der neu vereinbarte Lohn
wiederum einen erheblichen Anteil Soziallohn enthält, der bei der Berechnung des
Invaliditätsgrades nicht berücksichtigt werden darf. Das zumutbarerweise erzielbare
Erwerbseinkommen entspricht zusammenfassend dem um den Soziallohn korrigierten
effektiv ausgerichteten Lohn.
1.4 Der Beschwerdeführer ist seit Jahrzehnten invalid und dürfte die Voraussetzungen
für den Bezug einer Invalidenrente gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG schon seit Jahren
erfüllen. Er hat sich allerdings erst im Mai 2012 zum Bezug einer Rente angemeldet,
weshalb der Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG erst ab dem 1. November
2012 hat entstehen können. Für die Bemessung des Valideneinkommens ist somit der
Medianwert für das Jahr 2012 massgebend. Das Valideneinkommen beträgt demnach
gemäss dem IV-Rundschreiben Nr. 317 77’000 Franken. Für die Bezifferung des
zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens ist dagegen nicht auf den im Jahr
2012 noch erzielten Lohn abzustellen, denn die Reduktion des Pensums per 1. März
2013 und die damit verbundene Lohnsenkung hätten schon (spätestens) im Jahr 2012
erfolgen müssen, wie die Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle überzeugend
dargelegt hat. Bis zum Zeitpunkt der verspäteten Reduktion des Pensums hat der
Beschwerdeführer in einem unzumutbar hohen Pensum gearbeitet. Folglich ist der
aktuelle Lohn als zumutbarerweise erzielbares Invalideneinkommen zu qualifizieren,
wobei allerdings der Anteil Soziallohn ausgeschieden werden muss. Das
Invalideneinkommen beträgt folglich 13’845 Franken (= 2’130 Franken ÷ 2 × 13).
Daraus resultiert ein Invaliditätsgrad von 82 Prozent. Folglich hat der Beschwerdeführer
ab dem 1. November 2012 einen Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
2. Die angefochtene Verfügung, mit der dem Beschwerdeführer bloss eine halbe Rente
zugesprochen worden ist, erweist sich demnach als rechtswidrig, weshalb sie
aufzuheben ist. Dem Beschwerdeführer wird eine ganze Rente mit Wirkung ab dem
1. November 2012 zugesprochen. Die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zur
Festsetzung der Rentenbeträge zurückgewiesen. Da der Beschwerdeführer mit seinem
Anliegen voll durchgedrungen ist, hat die Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten von
600 Franken zu bezahlen. Dem Beschwerdeführer wird der von ihm geleistete
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Kostenvorschuss von 600 Franken zurückerstattet. Der nicht anwaltlich vertretene
Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP