Decision ID: c477af83-5d4a-586b-ac80-2de3f9e2002f
Year: 2008
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 19. Februar 2008 seinen Heimatstaat verlassen hat und am 20. Februar 2008 in die Schweiz einreiste, wo er am selben Tag um Asyl nachsuchte,
dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und  C._ vom 25. Februar 2008 sowie der direkten  vom 29. Februar 2008 zur Begründung des Asylgesuchs im  geltend machte, er sei während des Krieges im Juli/August 2006, unter dem Verdacht mit dem Feind zu kollaborieren, 27 Tage von der Hizbollah inhaftiert worden, wobei er mehrmals befragt und  worden sei,
dass er sich nach der Haftentlassung weiterhin beobachtet gefühlt habe, da die Hizbollah gedroht habe, er werde in einem nächsten Krieg auf ihrer Seite kämpfen müssen,
dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung überdies zur Begründung, weshalb er erst im Jahr 2008 ausgereist sei, erwähnte, wegen der angespannten Beziehungen zwischen Libanon und Israel, welche jederzeit wieder zu einem Krieg führen könnten, unter enormen (psychischen) Druck gestanden zu sein, von der Hizbollah in den Krieg eingezogen zu werden,
dass sich überdies die Situation seit der Ermordung von Hajj Radwan am 13. Februar 2008 besonders verschärft habe,
dass der Beschwerdeführer keine Identitätspapiere zu den Akten reichte,
dass das BFM mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 11. März 2008 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des  nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,
dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der  habe den Asylbehörden innerhalb der ihm  Frist von 48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere , wofür keine entschuldbaren Gründe vorlägen,
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dass es an der zeitlichen Kausalität zwischen der geltend gemachten Verfolgung – der Haft im Sommer 2006 – und der Ausreise im Februar 2008 mangle, da sich seit Sommer 2006 nichts mehr ereignet habe,
dass der Beschwerdeführer auch keine nachvollziehbaren Gründe  habe, weshalb er so lange mit seiner Ausreise zugewartet habe,
dass er diesbezüglich lediglich angegeben habe, er habe sich zuerst ausruhen müssen, um ein wenig zu vergessen, was jedoch nicht mit einer akuten Verfolgungssituation zu vereinbaren sei,
dass die Schilderungen des Beschwerdeführers zudem in weiten  substanzlos geblieben seien,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. März 2008 (: 18. März 2008) beim Bundesverwaltungsgericht die  der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung der Sache zur materiellen Prüfung des Asylgesuches an die Vorinstanz ,
dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der  Prozessführung und um Verzicht auf die Erhebung eines  ersuchte,
dass er zusammen mit seiner Beschwerde eine fremdsprachige „“ in Kopie einreichte, deren Original er später  könne,
dass er zur Begründung seiner Beschwerde vorbringt, es sei zu , dass er eine äusserst beschwerliche Flucht aus seinem Heimatland hinter sich habe, was das Nichtbeibringen von  entschuldige,
dass er ferner – ohne auf die Begründung des BFM einzugehen und ohne weitere Erläuterungen – feststellt, es handle sich vorliegend um einen Fall, bei dem weitere Abklärungen notwendig seien,
dass für die weitere Beschwerdebegründung auf die Akten zu  ist,
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dass die vorinstanzlichen Akten am 19. März 2008 beim  eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden  Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM  (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des  vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung  Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),
dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde  ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),
dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der  grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,
dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den  als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen  Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl.  und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),
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dass indessen im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch  Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),
dass dementsprechend in einem diesbezüglichen  ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft  bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),
dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs der Wegweisung materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,
dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in  Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters  einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),
dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen  verzichtet wurde,
dass das BFM in der angefochtenen Verfügung genügend ausführlich und - nach Prüfung der Akten auch aus Sicht des  - überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe ,
dass es dabei zu Recht festgestellt hat, der Beschwerdeführer habe seit der - im Übrigen in einer ihm verständlichen Sprache abgefassten (vgl. Akte A3) - Aufforderung zur Papierbeschaffung vom 20. Februar 2008, welche anlässlich der nachfolgenden Befragungen vom 25. und 29. Februar 2008 wiederholt wurde, noch nichts unternommen, weil gemäss seiner Aussage vom 29. Februar 2008 „sein Kopf (...) hier noch nicht zur Ruhe gekommen“ sei (vgl. Akte A9, S. 8),
dass der Beschwerdeführer erst auf Beschwerdeebene eine mit einer Fotografie versehene, fremdsprachige „Registerurkunde“ in Kopie ,
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dass er es jedoch unterliess, zu erklären, worum es sich bei diesem Dokument genau handelt, wie er zu dieser Fotokopie gekommen ist und weshalb sie nicht bereits früher hätte eingereicht werden können, zumal der Beschwerdeführer über eine grössere Anzahl von  im Libanon verfügt, die er bestimmt zu diesem Zweck hätte  können,
dass der Beschwerdeführer mithin keine entschuldbaren Gründe für das Fehlen respektive das verspätete Beibringen von Dokumenten  hat, welche insbesondere dann anzunehmen wären, wenn spezifische Fluchtumstände im Vordergrund stünden, die zum Verlust der Papiere geführt hätten oder die es nicht erlaubt hätten, solche ,
dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu Recht weder die Flüchtlingseigenschaft festgestellt noch zusätzliche Abklärungen zu deren Feststellung beziehungsweise derjenigen von Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,
dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich nach der summarischen Befragung vom 25. beziehungsweise der Direktanhörung vom 29. Februar 2008 darstellt, unter Verzicht auf  tatbeständliche oder rechtliche Abklärungen im Rahmen  bloss summarischen Prüfung der eindeutige Schluss gezogen  kann, dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft  nicht erfüllt und ebenso offensichtlich einem Vollzug seiner Wegweisung keine Hindernisse entgegenstehen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG),
dass zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist (vgl. Art. 109 Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 6 AsylG),
dass der Beschwerdeführer die von ihm eingereichte  hinsichtlich der Feststellungen zur Flüchtlingseigenschaft in der angefochtenen Verfügung nicht ergänzt, mithin nicht auf die  des BFM bezüglich des fehlenden Kausalzusammenhangs zwischen seiner Haft im Sommer 2006 und seiner Ausreise im Februar 2008 eingeht,
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dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,
dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,
dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den  Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern , wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),
dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn  Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),
dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land  werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),
dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen,  das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder  droht,
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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als  erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),
dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine konkrete  im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der  der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,
dass der Beschwerdeführer in seinem Heimatstaat über ein  und soziales Beziehungsnetz verfügt und erst vor kurzer Zeit ausgereist ist (vgl. Akte A1, S. 3), was ihm eine Rückkehr  erleichtern wird,
dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, er würde bei einer Rückkehr in eine seine Existenz vernichtende  geraten, die als konkrete Gefährdung zu werten wäre,
dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den  schliesslich entgegen seiner in der Rechtsmittelschrift  Behauptung möglich ist, da keine Vollzugshindernisse  (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),
dass er diesbezüglich gemäss seinen Angaben zudem bereits über das Original des in Kopie eingereichten Registerauszugs verfügt,
dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG),
dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde  ist,
dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines  durch den direkten Entscheid in der Hauptsache gegenstandslos wird,
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dass eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag hin von der Bezahlung von Verfahrenskosten befreit wird,  ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG),
dass eine Beschwerde dann als aussichtslos gilt, wenn die  beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und  kaum als ernsthaft bezeichnet werden können (vgl. BGE 125 II 265 E. 4b S. 275),
dass aufgrund der voranstehenden Erwägungen die  als aussichtslos erscheinen, womit es an den materiellen  zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt,
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege deshalb abzuweisen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
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