Decision ID: f1009615-c128-5226-abcc-895d15cb8a0f
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Gemäss eigenen Angaben verliess der Beschwerdeführer seinen Heimat-
staat am (...) 2015 und suchte am (...) August 2021 in der Schweiz um Asyl
nach. Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (EU-
RODAC) ergab, dass der Beschwerdeführer am (...) 2015 in Österreich um
Asyl nachgesucht hatte.
Anlässlich des Dublin-Gesprächs vom (...) August 2021 wurde dem
Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichteintre-
tensentscheid und der Möglichkeit einer Überstellung nach Österreich ge-
währt, welches gemäss Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien
und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-
nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-
gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist
(nachfolgend: Dublin-III-VO), grundsätzlich für die Behandlung seines Asyl-
gesuchs zuständig sei. Dabei machte der Beschwerdeführer geltend, nicht
nach Österreich zurückkehren zu wollen, da er dort einen Ausreisebefehl
erhalten habe und ihm Haft angedroht worden sei, sollte er das Land nicht
verlassen. Ihm drohe somit das Ausschaffungsgefängnis sowie die Rück-
reise nach Irak, wo er grosse Probleme habe. Hinsichtlich des medizini-
schen Sachverhalts gab er zu Protokoll, dass (...). Sonst habe er keine
Beschwerden.
B.
B.a Gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO ersuchte die Vorinstanz
die österreichischen Behörden am 30. August 2021 um Wiederaufnahme
des Beschwerdeführers.
B.b Die österreichischen Behörden hiessen das Wiederaufnahmeersu-
chen gestützt auf die von der Vorinstanz angerufene Bestimmung am
10. September 2021 gut.
C.
Mit Verfügung vom 14. September 2021 – tags darauf eröffnet – trat das
SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein und verfügte die Überstellung
nach Österreich. Es beauftragte den zuständigen Kanton mit dem Vollzug
der Wegweisung und stellte fest, einer allfälligen Beschwerde gegen den
Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu.
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D.
Mit Eingabe vom 15. September 2021 teilte die damalige Rechtsvertretung
dem SEM die Beendigung des Mandatsverhältnisses mit.
E.
Mit Beschwerde vom 17. September 2021 an das Bundesverwaltungsge-
richt beantragt der Beschwerdeführer, die Verfügung des SEM sei aufzu-
heben und es sei festzustellen, dass der Vollzug der Überstellung nach
Österreich unzulässig und unzumutbar sei. Es sei die unentgeltliche Pro-
zessführung zu gewähren, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu
verzichten und ein amtlicher Rechtsbeistand einzusetzen. Eventuell sei die
aufschiebende Wirkung wiederherzustellen.
F.
Mit superprovisorischer Massnahme vom 20. September 2021 setzte die
Instruktionsrichterin den Vollzug der Überstellung des Beschwerdeführers
gestützt auf Art. 56 VwVG per sofort einstweilen aus.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
1.2 Die Beschwerde ist zulässig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. VGG). Die übri-
gen Sachurteilsvoraussetzungen (Legitimation [Art. 48 Abs. 1 VwVG], Frist
[Art. 108 Abs. 3 AsylG] und Form [Art. 52 VwVG] sind offensichtlich erfüllt.
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich
Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt
werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2.
Die Beschwerde erweist sich – wie im Folgenden zu zeigen ist – als offen-
sichtlich unbegründet, weshalb sie im Verfahren einzelrichterlicher Zustän-
digkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer
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zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schrif-
tenwechsels und mit summarischer Begründung, zu behandeln ist (Art.
111a Abs. 1 und 2 AsylG).
3.
3.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-
chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des
Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a
Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-
weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG).
3.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem
einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III (Art.
8 - 15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch Art. 7
Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mit-
gliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein
Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Rahmen des Wie-
deraufnahmeverfahrens (Art. 23 -25 Dublin-III-VO) findet grundsätzlich
keine (neue) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III Dublin-III-VO mehr
statt (vgl. zum Ganzen: BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1).
4.
Die Zuständigkeit Österreichs zur Durchführung des Asyl- und Wegwei-
sungsverfahrens ist gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO grund-
sätzlich gegeben und wird vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten.
5.
Das Bundesverwaltungsgericht hat keinen Grund zur Annahme, das Asyl-
verfahren und die Aufnahmebedingungen in Österreich wiesen für Perso-
nen in der Situation des Beschwerdeführers systemische Mängel im Sinne
von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO auf (vgl. dazu anstelle vieler
Urteile des BVGer F-1346/2021 vom 1. April 2021 E. 5.1 und F-4030/2020
vom 18. August 2020 E. 4.3 und E. 4.4). Etwas Anderes wird vom Be-
schwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Folglich bestand für die Vor-
instanz kein Anlass zur Übernahme der Zuständigkeit gestützt auf die ge-
nannte Bestimmung.
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6.
Es bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz trotz der grundsätzlichen Zuständig-
keit Österreichs das Selbsteintrittsrecht nach Art. 17 Abs. 1 erster Satz
Dublin-III-VO, konkretisiert in Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, hätte ausüben müs-
sen.
6.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe in Österreich bereits
zwei negative rechtskräftige Asylentscheide erhalten. Bei einer Überstel-
lung nach Österreich würde ihm daher eine Abschiebung in seine Heimat
drohen, was gravierende Konsequenzen für ihn hätte, zumal er dort grosse
Probleme habe und ihm eine Verfolgung drohe. Weiter seien die Hürden in
Österreich für eine erneute Prüfung seiner Asylgründe angesichts der be-
reits abgelehnten Gesuche extrem hoch. Entgegen der Auffassung der Vor-
instanz würde eine Überstellung ebenfalls bedeuten, dass er einzig Not-
hilfe erhalten würde und seine medizinischen Beschwerden kaum adäquat
abgeklärt und behandelt würden.
6.2 Österreich ist Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtstellung der Flüchtlinge (FK,
SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 3. Januar 1967 (SR
0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-
tungen nach.
6.3 Auch ist anzunehmen, dieser Staat anerkenne und schütze die Rechte,
die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des Europäischen Parla-
ments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen
Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des internationalen
Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29. Juni 2013) so-
wie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Auf-
nahme von Personen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnah-
merichtlinie, ABl. L 180/96 vom 29. Juni 2013) ergeben.
6.4 Zwar kann die Vermutung, Österreich halte seine völkerrechtlichen Ver-
pflichtungen ein, im Einzelfall widerlegt werden. Dafür braucht es aber kon-
krete Indizien, die gegebenenfalls vom Betroffenen glaubhaft darzutun sind
(vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.; Urteil des BVGer D-5698/2017 vom 6. März
2018 E. 5.3.1).
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6.5 Die Ausführungen des Beschwerdeführers genügen diesen Anforde-
rungen offensichtlich nicht. Der Beschwerdeführer hat kein konkretes und
ernsthaftes Risiko dafür dargetan, dass sich Österreich im Falle einer Über-
stellung weigern könnte, ihn wiederaufzunehmen oder ihm in Bezug auf
Unterbringung und Betreuung die ihm zustehenden minimalen völkerrecht-
lichen Ansprüche zu gewähren. Den Akten sind auch keine Gründe für die
Annahme zu entnehmen, Österreich werde in seinem Fall den Grundsatz
des Non-Refoulement missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwin-
gen, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund
nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde,
zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden. Der Vollständig-
keit halber ist festzustellen, dass ein definitiver Entscheid über ein Asylge-
such und die Wegweisung in das Heimatland nicht per se eine Verletzung
des Non-Refoulement-Prinzips darstellen. Das Prinzip der Überprüfung ei-
nes Asylgesuchs durch einen einzigen Mitgliedstaat ("one chance only")
dient im Gegenteil der Vermeidung von multiplen Asylgesuchen in ver-
schiedenen Staaten (sogenanntes "asylum shopping"; vgl. BVGE 2017
VI/5 E. 8.5.3.3). Vorliegend führt die Überstellung des Beschwerdeführers
nach Österreich gemäss Akten nicht zu einer Kettenabschiebung, welche
gegen das Non-Refoulement-Prinzip verstossen würde, wie es in Art. 33
FK verankert ist (und sich ausserdem aus Art. 4 der EU-Grund-
rechtecharta, Art. 3 EMRK oder Art. 3 FoK ableiten lässt).
Auch wenn das Asylverfahren in Österreich bereits rechtskräftig abge-
schlossen ist, obliegt es den dortigen Behörden, den weiteren Aufenthalt
bis zu einem allfälligen Wegweisungsvollzug beziehungsweise einer ande-
ren ausländerrechtlichen Regelung im Einklang mit den völkerrechtlichen
Verpflichtungen zu regeln (vgl. Urteile des BVGer F-1346/2021 vom 1. April
2021 E. 6.3.3; F-1186/2021 vom 24. März 2021 E. 5.4; F-658/2020 vom
14. Februar 2020 E. 6.4; F-6848/2019 vom 10. Januar 2020 E. 7.3).
6.6
Der Beschwerdeführer macht geltend, sein Gesundheitszustand stehe ei-
ner Überstellung entgegen; das SEM habe den medizinischen Sachverhalt
ungenügend abgeklärt.
6.6.1 Rechtsprechungsgemäss stellt die zwangsweise Rückführung von
Personen mit gesundheitlichen Problemen nur ganz ausnahmsweise einen
Verstoss gegen Art. 3 EMRK dar. Dies ist insbesondere dann der Fall,
wenn die betroffene Person sich in einem fortgeschrittenen oder terminalen
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Krankheitsstadium und bereits in Todesnähe befindet, nach einer Überstel-
lung mit dem sicheren Tod rechnen müsste und dabei keinerlei soziale Un-
terstützung erwarten könnte (vgl. BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die
damalige Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
[EGMR]). Eine weitere vom EGMR definierte Konstellation betrifft Schwer-
kranke, die durch die Abschiebung – mangels angemessener medizini-
scher Behandlung im Zielstaat – mit einem realen Risiko konfrontiert wür-
den, einer ernsten, raschen und unwiederbringlichen Verschlechterung ih-
res Gesundheitszustands ausgesetzt zu werden, die zu intensivem Leiden
oder einer erheblichen Verkürzung der Lebenserwartung führen würde
(vgl. Urteil des EGMR Paposhvili gegen Belgien 13. Dezember 2016,
Grosse Kammer 41738/10, §§ 180–193 m.w.H.).
6.6.2 Eine solche Situation ist vorliegend nicht gegeben. Anlässlich des
Dublin-Gesprächs gab der Beschwerdeführer an, abgesehen von (...)
keine gesundheitlichen Probleme zu haben (vgl. SEM-Akten 1105454-
12/2). Das SEM hat dennoch bei der Pflege des BAZ Informationen zum
Gesundheitszustand und allfälligen Behandlungen des Beschwerdeführers
eingeholt. Gemäss Auskunft der Pflege hat sich der Beschwerdeführer bis
zum 14. September 2021 – bis auf ein einmaliges Vorsprechen in
B._ aufgrund von (...) – nie bei der Pflege gemeldet und auch keine
Medikamente erhalten (vgl. SEM-Akten 1105454-26/1). Gegenteiliges
wurde von der Rechtsvertretung – die dem Beschwerdeführer bis zum Ent-
scheid des SEM zur Seite gestanden hat – nicht geltend gemacht. Die Vo-
rinstanz hat damit dem Gesundheitszustand des Beschwerdeführers aus-
reichend Rechnung getragen und war auch nicht zu weiteren Abklärungen
verpflichtet. Die auf Beschwerdeebene vorgebrachten psychischen Belas-
tungen werden nicht näher erläutert oder dokumentiert. Insgesamt ist nicht
ersichtlich, dass aufgrund der gesundheitlichen Situation sich eine Über-
stellung als unzulässig erweisen würde oder aus humanitären Gründen da-
von abgesehen werden müsste.
6.6.3 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er werde in Österreich
keine adäquate medizinische Versorgung erhalten, ist festzuhalten, dass
Österreich über eine ausreichende medizinische Infrastruktur verfügt. Die
Mitgliedstaaten sind verpflichtet, den Antragstellern die erforderliche medi-
zinische Versorgung, die zumindest die Notversorgung und die unbedingt
erforderliche Behandlung von Krankheiten und schweren psychischen Stö-
rungen umfasst, zugänglich zu machen (Art. 19 Abs. 1 Aufnahmerichtlinie);
den Antragstellern mit besonderen Bedürfnissen ist die erforderliche medi-
zinische oder sonstige Hilfe (einschliesslich nötigenfalls einer geeigneten
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psychologischen Betreuung) zu gewähren (Art. 19 Abs. 2 Aufnahmerichtli-
nie). Es liegen keine Hinweise vor, wonach Österreich dem
Beschwerdeführer eine adäquate medizinische Behandlung verweigern
würde. Die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefoch-
ten Verfügung beauftragt sind, werden den medizinischen Umständen bei
der Bestimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung des
Beschwerdeführers Rechnung tragen und die österreichischen Behörden
vorgängig in geeigneter Weise über die spezifischen medizinischen Um-
stände informieren (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO).
6.7 Andere Gründe, die der Schweiz Anlass geben könnten, von ihrem
Selbsteintrittsrecht nach Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO Gebrauch zu
machen, werden weder geltend gemacht noch sind solche ersichtlich. Da-
bei gilt auch zu beachten, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden
kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen
(vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3).
7.
Das SEM ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten. Da
der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Nie-
derlassungsbewilligung ist, wurde die Überstellung nach Österreich in An-
wendung von Art. 44 AsylG ebenfalls zu Recht angeordnet (Art. 32 Bst. a
AsylV 1). Da das Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Vorausset-
zung des Nichteintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG
ist, sind allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG (SR
142.20) unter diesen Umständen nicht mehr zu prüfen (vgl. BVGE 2015/18
E. 5.2 m.w.H.).
8.
8.1 Die Beschwerde ist aus den dargelegten Gründen abzuweisen und die
Verfügung der Vorinstanz ist zu bestätigen.
8.2 Mit dem vorliegenden Urteil fällt der am 20. September 2021 angeord-
nete Vollzugsstopp dahin. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden
Wirkung ist gegenstandslos geworden.
8.3 Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und
der amtlichen Rechtsverbeiständung sind abzuweisen, da die Begehren –
wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu
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bezeichnen sind. Die Verfahrenskosten sind dem Beschwerdeführer auf-
zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen
(Art. 1‐3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-
schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
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