Decision ID: 52eabd5a-76c1-4749-a73c-c05097d09ddb
Year: 2018
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ wurde am 12. November 2014 über seine Arbeitgeberin, die C._ AG, bei
der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet (IV-act. 1, 2). Am 18.
April 2013 waren beim Versicherten eine medial betonte Gonarthrose beidseits, eine
angedeutete Retropatellararthrose beidseits, eine minimale Coxarthrose beidseits
sowie eine Pistol-Grip Deformität beidseits durch Röntgenaufnahmen diagnostiziert
worden (Bericht Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, Kantonsspital St. Gallen [KSSG], IV-act. 45). Das betriebliche
Gesundheitsmanagement der C._ AG hatte am 12. August 2014 entschieden, dass
der Versicherte aus Gründen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes nicht
mehr im Rangierdienst eingesetzt werden dürfe (vgl. Ausführungen in der Kündigung
vom 18. Februar 2016, IV-act. 49; Einwand vom 1. Juli 2016, IV-act. 65-2; Beschwerde,
act. G 1 S. 3). Gemäss seinem Hausarzt, Dr.med. D._, Facharzt Innere Medizin FMH,
war der Versicherte nach einer Leistenbruchoperation ab 22. September 2014 zu 100%
adaptiert (Büroreinigung, Unterhaltsarbeiten Aussenbereich, Hauswart) arbeitsfähig und
tätig gewesen. Die Tätigkeit als Rangierarbeiter war nicht mehr zumutbar
(Arbeitsfähigkeit 0%) bzw. zu verantworten, da die Knie beim Bewegen zwischen Puffer
und Schotter ihren Dienst versagten (Arztberichte Dr. D._ vom 2. Dezember 2014, IV-
act. 12, vom 15. Juli 2015, IV-act. 39-7, und vom 11. Dezember 2015, IV-act. 39-2 ff.).
A.b Die IV-Stelle organisierte eine berufliche Abklärung an der BEFAS Appisberg vom
13. bis 24. April 2015 (Mitteilung vom 3. März 2015, IV-act. 24). In ihrem Schlussbericht
vom 30. April 2015 hielt die Institution fest, der Versicherte verfüge über praktisch
zupackende, handwerklich-technische Neigungen und weniger über intellektuell-
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schulische Ressourcen. Im handwerklichen Bereich eigne er sich am ehesten für mittel-
bis grob¬motorische Aufgaben ohne hohe Anforderungen an Fingerfertigkeit und
Feinmotorik (IV-act. 28-3 f.). Behinderungsbestimmend seien bilaterale Gonarthrosen,
kompliziert durch eine morbide Adipositas. Treppensteigen und Gehen auf unebener
Unterlage seien nicht mehr zumutbar, weshalb zusammen mit der
Beweglichkeitsstörung durch Adipositas der Einsatz als Rangierarbeiter nicht mehr
möglich sei. In einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit, bei der zwischendurch bei
Bedarf eine sitzende Position eingenommen werden könne, ohne Arbeiten in
Zwangshaltungen vor allem kniend könne bei ganztägiger Anwesenheit
abklärungsgestützt in einfacher Tätigkeit eine Leistung von ca. 60% erzielt werden. Die
Leistungsminderung erkläre sich durch die kognitiv bedingte Langsamkeit, verminderte
Lernfähigkeit und Flexibilität (IV-act. 28-6). Behinderungsangepasst seien Tätigkeiten
als Staplerfahrer in einem vollautomatisierten Lager, Maschinenbedienungen und -
überwachungen sowie Verpackungs-, Versand- und Montagearbeiten. Nur bedingt
geeignet seien Unterhalts- und Reinigungsarbeiten. Dabei benötige der
Beschwerdeführer die Möglichkeit, sich gelegentlich hinsetzen zu können (IV-act. 28-7).
Einsätze in der technischen Reinigung, in der Wäscherei und in der Bahnhofsreinigung
seien nicht ideal, da die sitzenden Anteile jeweils gering seien. Entsprechend sei in den
drei genannten Einsatzbereichen kaum eine volle Leistung möglich (IV-act. 28-7).
Während der BEFAS-Abklärung habe der Beschwerdeführer eine Leistung von rund
50% gezeigt bei einfachen, seriellen Montagearbeiten. Im Rahmen der Holzwerkstatt
habe er eine Leistung von bis zu 60% bei einfachen seriellen Arbeiten erreicht (IV-act.
28-7).
A.c Ab Juni 2015 erfolgte ein Arbeitsversuch in der Bahnhofsreinigung (Notiz
Schlussgespräch BEFAS Appisberg vom 31. August 2015, IV-act. 31). Der
Gesundheitsmanager der C._ AG hielt in einem Mail an die IV-Stelle vom 5.
November 2015 fest, die vorgesehene Integrationsstelle für den Versicherten könne
nicht geschaffen werden. Einerseits, weil nicht genügend angepasste Arbeiten – mit
diversen Schonauflagen – angeboten werden könnten, und andrerseits, weil die
Ressourcen des Versicherten stark eingeschränkt seien. Der Versicherte habe zwar
guten Einsatz gezeigt, bei aber nun kälter werdendem Wetter häuften sich Absenzen
bzw. frühzeitiges Arbeitsende (IV-act. 32). Die Eingliederungsverantwortliche schloss
den Fall am 12. November 2015 ab, da die Unterstützungsmöglichkeiten ausgeschöpft
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seien (IV-act. 34). Die IV-Stelle erliess am 25. November 2015 eine entsprechende
Mitteilung an den Versicherten (IV-act. 36).
A.d Der Gesundheitsmanager der C._ AG hielt in einem Mail an die IV-Stelle vom 16.
Dezember 2015 fest, der Versicherte arbeite mit 100% Präsenz in der
Bahnhofreinigung. Die Leistung sei mit maximal 20% einzuschätzen, da die
körperlichen Einschränkungen die manuellen Tätigkeiten doch erheblich einschränkten.
Auch bezüglich Tempo könne er keinesfalls mit den Arbeitskollegen mithalten. Das
Wetter spiele bezüglich Leistung/Präsenz ebenfalls eine grosse Rolle. Es bestehe keine
Möglichkeit einer wirtschaftlich sinnvollen Tätigkeit und das Arbeitsverhältnis müsse
vermutlich per Ende August 2016 aufgelöst werden (IV-act. 40; vgl. auch Mail vom 5.
November 2015, IV-act. 32).
A.e RAD-Arzt Dr.med. E._, Facharzt für Innere Medizin, nahm am 7. Januar 2016
zum BEFAS-Bericht Stellung, in einem körperlich adaptierten Tätigkeitsprofil, das um
die Forderung kognitiv anspruchsloser Arbeitsabläufe ergänzt werde, könne davon
aus-gegangen werden, dass die Arbeitsfähigkeit zwar nicht bei 100%, aber bei 80%
liege (IV-act. 44).
A.f Die C._ AG löste das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten am 18. Februar
2016 "wegen mangelnder medizinischer Tauglichkeit" auf den 31. August 2016 auf. Die
am 12. August 2014 festgestellte Untauglichkeit liege auch heute noch vor. Im Rahmen
des laufenden Anspruchs auf Lohnfortzahlung seien verschiedene
Reintegrationsbestrebungen getroffen worden, um die Wiedereingliederung in den
Arbeitsprozess zu ermöglichen. Trotz beidseitiger Bemühungen hätten diese
Bestrebungen nicht zum angestrebten Ziel geführt. Eine Reintegration bei der C._ bis
zum Ablauf des Anspruchs auf Lohnfortzahlung am 4. August 2016 sei deshalb nicht
möglich und auch nicht absehbar (IV-act. 49-2 f.).
A.g Auf Empfehlung des RAD (Stellungnahme vom 19. Februar 2016, IV-act. 50),
beauftragte die IV-Stelle Dr.med. F._, Spezialarzt Orthopädie FMH, Medizinisches
Gutachtenzentrum Region St. Gallen GmbH, mit der Erstattung eines orthopädischen
Gutachtens (vom 4. April 2016, Untersuchungen vom 18. März 2016, IV-act. 56). Der
Gutachter diagnostizierte eine Varuspangonarthrose links und eine Pangonarthrose
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rechts mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 56-7). Die Kniegelenkschmerzen
rechts und links und die abnormen Untersuchungsbefunde der Kniegelenke seien mit
der radiologisch dokumentierten Pangonarthrose beidseits mit Varusfehlstellung links
erklärt (IV-act. 56-8). Die Arbeitsfähigkeit als Reinigungsangestellter bei C._,
körperlich leicht, nicht selten in kalter und feuchter Umgebung, vorwiegend stehend
und gehend, mit gelegentlichem Laufen auf Treppen, betrage seit dem Zeitpunkt der
aktuellen Begutachtung bei voller Stundenpräsenz 60%. Körperlich leichte Tätigkeiten
in temperierten Räumen, abwechslungsweise sitzend und stehend, ohne häufiges
Gehen, insbesondere auf Treppen, Leitern und unebenem Boden und ohne kniende
Positionen, könnten seit dem Zeitpunkt der aktuellen Begutachtung bei voller
Stundenpräsenz zu 90% zugemutet werden (IV-act. 56-9).
A.h Nachdem der RAD das Gutachten als hinreichend umfassend und
widerspruchsfrei und die versicherungsmedizinischen Konklusionen als plausibel
bezeichnet hatte (Stellungnahme vom 26. Mai 2016, IV-act. 57), errechnete die IV-Stelle
einen Invaliditätsgrad von 23% und stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 27.
Mai 2016 die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 60). Dagegen erhob
die C._ AG in Vertretung des Versicherten am 2. Juni 2016 (IV-act. 61) bzw. am 1.
Juli 2016 (IV-act. 65) Einwand und machte geltend, gemäss BEFAS-Abklärung sei von
einer Arbeitsfähigkeit von durchschnittlich 55% auszugehen, woraus ein
Invaliditätsgrad von 53,87% und ein Anspruch auf eine halbe Rente resultierten (IV-act.
65).
A.i Mit Verfügung vom 6. Juli 2016 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren um Rente
ab. Die Begutachtung beruhe auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtige die
Vorakten, lege die medizinischen Zusammenhänge dar und beurteile die medizinische
Situation einleuchtend. Die Schlussfolgerungen seien begründet und für den RAD
nachvollziehbar. Es werde deshalb aus medizinischer Sicht an der 90%-igen
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit festgehalten. Das Valideneinkommen
entspreche dem vom Arbeitgeber angegebenen AHV-pflichtigen Jahreseinkommen von
Fr. 75'952.--. Keinen Lohnbestandteil bildende Fahrvergünstigungen und nicht jedes
Jahr anfallende Treueprämien dürften nicht berücksichtigt werden. Da der resultierende
Invaliditätsgrad von 23% unter 40% liege, bestehe kein Rentenanspruch (IV-act. 66).
B.
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B.a Am 19. Juli 2016 lässt A._, vertreten durch B._, gegen die Verfügung vom 6.
Juli 2016 Beschwerde erheben und beantragen, die angefochtene Verfügung sei
aufzuheben und es sei ihm ab dem 1. August 2015 eine halbe Invalidenrente
zuzusprechen. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
durch Dr. F._ sei nicht nachvollziehbar, da er von der angestammten Tätigkeit als
Reinigungsangestellter und nicht als Rangierarbeiter ausgegangen sei. Die
Stellungnahmen des Medical Service liessen hingegen hinreichend zuverlässige
Schlüsse aus den Observationsergebnissen zu. Gemäss Bericht des Medical Service
vom 12. August 2014 bestehe aus betriebsärztlicher Sicht eine medizinisch begründete
Untauglichkeit für einen uneingeschränkten Einsatz in der angestammten Tätigkeit als
Rangierangestellter. Somit bestehe für die angestammte Tätigkeit als Rangierarbeiter
eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Die medizinische Einschätzung der
Leistungsfähigkeit durch Dr. F._ stehe in offensichtlicher und erheblicher Diskrepanz
zu der Leistung, wie sie der Beschwerde¬führer im Rahmen der mehrtätigen
beruflichen Abklärung in der BEFAS Appisberg habe realisieren können. Dort sei
festgestellt worden, dass er in einfacher Tätigkeit eine Leistung von durchschnittlich
55% erzielen könne bei einer Präsenzzeit von 100%. Die Beurteilungen der BEFAS-
Experten seien begründet und nachvollziehbar. Der Bericht sei umfassend und gehe
auf die geklagten Beschwerden ein. Aus diesen Gründen dürfe der BEFAS-Abklärung
nicht jegliche Aussagekraft für die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit abgesprochen
werden. Bei den Fahrvergünstigungen (70% des Generalabonnements) handle es sich
um einen AHV-pflichtigen (und somit auch für das Valideneinkommen zu
berücksichtigenden) Lohnbestandteil. Auch die effektive, pro rata ausgerichtete
Treueprämie sei an das Einkommen anzurechnen. Es resultiere ein Valideneinkommen
für das Jahr 2015 von Fr. 79'624.--. Bei der angestammten Arbeit handle es sich um
Schwerarbeit. Zum Zeitpunkt "des Rentenanspruchs" sei der Beschwerdeführer 57-
jährig gewesen und habe 42 Dienstjahre bei der C._ AG gearbeitet. Zudem
bestünden für eine leidensangepasste Tätigkeit gehäufte Schonauflagen. Zusätzlich sei
die Leistungsfähigkeit eingeschränkt, da das Arbeitstempo aufgrund der Schmerzen
verlangsamt sei und er mehr Pausen benötige. Zwar sei eine Präsenzzeit von 100%
möglich, doch habe sich eine stark verminderte Leistungsfähigkeit gezeigt. Bei einem
Invalideneinkommen von Fr. 36'731.90 (Fr. 66'785.25 x 55%) resultiere ein
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Invaliditätsgrad von 53,87%, was einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente
begründe (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 23. August 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Es sei Aufgabe des Arztes zu beurteilen, in welchen
Tätigkeiten und in welchem Ausmass es einer versicherten Person zumutbar sei, zu
arbeiten. Aufgabe des Berufsberaters bzw. der beruflichen Abklärungsstellen sei es
demgegenüber festzustellen, inwieweit die versicherte Person die ärztlich festgestellte
Arbeitsfähigkeit in konkreten Berufen verwerten könne und wie sich die
invaliditätsbedingten Faktoren auf die Vermittlungsfähigkeit und die
Erwerbsmöglichkeiten auswirkten. Es gehe daher nicht an, die Arbeitsfähigkeit einer
versicherten Person aufgrund der Ergebnisse einer beruflichen Abklärung festzulegen.
Es sei nämlich nicht möglich, den Anteil allfälliger Motivationsmängel vom willentlich
nicht steuerbaren Unvermögen, eine volle Leistung zu erbringen, auszuscheiden.
Demnach sei nicht auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung der BEFAS, sondern auf das
Gutachten von Dr. F._ abzustellen, zumal der Beschwerdeführer keine substantiellen
Einwände gegen das Gutachten vorbringe. Für das Valideneinkommen müsse sich der
Beschwerdeführer auf den Eintrag im individuellen Konto behaften lassen; für das Jahr
2011 betrage es Fr. 76'889.--. Da der Beschwerdeführer nicht mehr arbeite, könne das
Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen berechnet werden. Dem
Beschwerdeführer stünden nach Eintritt der Invalidität eine Vielzahl von Stellen im
Produktions- und Dienstleistungssektor offen. Für den Beschwerdeführer geeignete
Tätigkeiten seien etwa leichtere Maschinenbedienungs-, Kontroll-, Sortier-, Prüf- sowie
Verpackungsarbeiten, leichtere Arbeiten bei der Lager- und Ersatzteilbewirtschaftung
oder eine Beschäftigung an einem Empfang oder als Telefonist. Der Beschwerdeführer
könne nur noch leichte Tätigkeiten ausführen; demnach sei ein Tabellenlohnabzug von
10% vorzunehmen. Das Invalideneinkommen betrage somit Fr. 50'147.--, woraus ein
Invaliditätsgrad von 35% resultiere. Der Beschwerdeführer habe keinen Anspruch auf
eine Invalidenrente (act. G 4).
B.c Mit Replik vom 13. September 2016 wird geltend gemacht, Beobachtungen aus
dem Praxisalltag könnten massgebende Hinweise zuhanden der beurteilenden Ärzte
geben. Diese seien in der Beurteilung der medizinischen Fachperson zu
berücksichtigen. Beim Beschwerdeführer hätten keine Motivationsmängel festgestellt
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werden können. Da eine Leistungsbeurteilung durch Vorgesetzte Qualität und Quantität
der Arbeit umfasse, habe sie in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit eine hohe Aussagekraft
und könne nicht leichthin umgangen werden. Das BEFAS-Fachpersonal sei spezialisiert
auf die Abklärung und Beratung von Menschen mit körperlicher, geistiger und/oder
psychischer Beeinträchtigung. Für die ganzheitliche Betrachtung arbeite es eng mit
Berufsberaterinnen, Fachärzten, medizinischen Gutachtern und Berufsabklärern
zusammen. Es seien keine Hinweise dafür ersichtlich, dass das
Untersuchungsergebnis der BEFAS Appisberg unrichtig oder unvollständig
zusammengefasst worden wäre. Weiter hält der Beschwerdeführer am Validenlohn für
das Jahr 2015 von Fr. 79'624.-- (einschliesslich Fahrvergünstigung und Treueprämie
pro rata) sowie am Invaliditätsgrad von 53,87% fest. Aufgrund der multiplen
krankheitsbedingten sachlichen und zeitlichen Limitierungen der Leistungsfähigkeit
sowie in Anbetracht des fortgeschrittenen Alters könne nicht einfach damit gerechnet
werden, dass ein durchschnittlicher Arbeitgeber sowohl auf alle bereits vorhandenen
Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit Rücksicht nehme als auch zusätzlich das
Risiko einer weiteren Verschlimmerung der Krankheit in Kauf nehme. Demzufolge
würde im Vergleich zu gesunden und voll einsetzbaren Mitarbeitenden kein voller Lohn
ausgerichtet (act. G 6).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 8).

Erwägungen
1.
1.1 Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
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Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar
ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person
mindestens zu 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60%, auf eine
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50%, und auf eine Viertelsrente, wenn sie
mindestens zu 40% invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).
1.3 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt
und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Soweit die fraglichen Erwerbseinkommen
ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im
Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen
Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (BGE 128 V 30 E. 1). Für den
Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des
Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf
zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der
Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V
222, E.4.3.1).
1.3.1 Als Valideneinkommen gilt dasjenige Einkommen, das die versicherte Person im
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohne die Gesundheitsschädigung erzielt hätte.
Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer
Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden
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fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
erstellt sein. Insbesondere um eine berufliche Weiterentwicklung mit einem daraus
resultierenden höheren Einkommen mitzuberücksichtigen, müssen konkrete
Anhaltspunkte dafür gegeben sein, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein
beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höherer Verdienst tatsächlich realisiert
worden wären (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2016, 8C_728/2016, E.
3.1, mit weiteren Verweisen).
1.3.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte
Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei
der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen
ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft,
und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und
nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als
Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben,
namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat,
so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom
Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 475, E. 4.2.1, mit weiteren
Verweisen; Urteil vom 25. November 2016, 9C_532/2016, E. 4.1.1). Von diesen
Voraussetzungen bezweckten die zwei erstgenannten, dass der versicherten Person
nicht ein zu hohes, nicht erzielbares Invalideneinkommen angerechnet werde, während
das Erfordernis der voll ausgeschöpften Restarbeitsfähigkeit als Ausfluss der
Schadenminderungspflicht verhindere, dass sich die versicherte Person auf ein tieferes
als ihr zumutbares Einkommen berufen könne (Urteil vom 11. Februar 2013,
9C_720/2012, E. 2.3.2).
1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
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Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind
(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen
Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).
1.5 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und
Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a).
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den
streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben
Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen
stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht,
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht.
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E.
5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).
1.6 Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgeblich, ob eine invalide Person unter
den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob
sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein
Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften bestünde
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(ausgeglichener Arbeitsmarkt, Art. 16 ATSG). An der Massgeblichkeit des theoretisch
ausgeglichenen Arbeitsmarktes vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass es
für die versicherte Person im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich ist, im
tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden. Der ausgeglichene
Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und
Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von
Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Eine Unverwertbarkeit der
Restarbeitsfähigkeit ist hingegen in denjenigen Fällen anzunehmen, in denen die
zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der
ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem
Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden
einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil
des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2 und E. 3.3.1 mit
Hinweisen). Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt
eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze
Invalidenrente begründet (BGE 138 V 460 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen).
2.
2.1 Zunächst ist zu prüfen, ob die Aktenlage eine zuverlässige Beurteilung des
Gesundheitszustandes sowie der Arbeitsfähigkeit in angestammter sowie adaptierter
Tätigkeit erlaubt.
2.2 Betreffend die angestammte Tätigkeit bezeichnet Dr. F._ im Gutachten vom 4.
April 2016 irrtümlich die Tätigkeit als Reinigungsangestellter bei der C._ als
angestammte Tätigkeit und attestiert für diese eine Arbeitsfähigkeit von 60% (IV-act.
56-9, Ziff. 8.1). Bei der Darstellung der Funktionseinschränkungen führt jedoch auch er
aus, dass körperlich mittelschwere und schwere Arbeiten in kalter und feuchter
Umgebung, auf Treppen und Leitern sowie auf unebenem Boden mit häufigen
knienden Positionen nicht mehr (vollumfänglich) zumutbar seien (IV-act. 56-8, Ziff. 7.3).
In Anbetracht der ansonsten übereinstimmenden Berichte ist davon auszugehen, dass
der Beschwerdeführer die angestammte körperlich schwere Tätigkeit als
Rangierangestellter bei den C._ seit dem 4. August 2014 aus gesundheitlichen
Gründen nicht mehr ausüben kann (vgl. unter anderem Bericht des Hausarztes vom 2.
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Dezember 2014, Ziff. 3, IV-act. 12-1; Bericht BEFAS Appisberg vom 30. April 2015, Ziff.
3.1, S. 6, IV-act. 28-6; RAD-Stellungnahmen vom 5. Dezember 2014 und vom 7. Januar
2016, IV-act. 14-1 und 44-2; vgl. Ausführungen in der Kündigung vom 18. Februar
2016, IV-act. 49, betreffend den Entscheid des betrieblichen
Gesundheitsmanagements der C._ AG, dass der Versicherte aus Gründen der
Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes ab 12. August 2014 nicht mehr im
Rangierdienst eingesetzt werden dürfe).
2.3 Während der Beschwerdeführer davon ausgeht, dass seine adaptierte
Arbeitsfähigkeit gemäss den Feststellungen im BEFAS-Bericht auf 55% festzulegen ist,
stützt sich die Beschwerdegegnerin alleine auf die Einschätzung des orthopädischen
Gutachters ab und geht von einer 90%-igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten
aus. Steht eine medizinische Einschätzung der Leistungsfähigkeit in offensichtlicher
und erheblicher Diskrepanz zu einer Leistung, wie sie während einer ausführlichen
beruflichen Abklärung bei einwandfreiem Arbeitsverhalten/-einsatz einer versicherten
Person effektiv realisiert und gemäss Einschätzung der Berufsfachleute objektiv
realisierbar ist, vermag dies ernsthafte Zweifel an den ärztlichen Annahmen zu
begründen und ist das Einholen einer klärenden medizinischen Stellungnahme
grundsätzlich unabdingbar (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juli 2008, 9C_833/2007,
E. 3.3.2 sowie Urteil des Bundesgerichts vom 17. September 2012, 9C_148/2012, E.
2.3.2). Mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten widersprechen sich
die Feststellungen des BEFAS-Berichtes sowie jene des orthopädischen Gutachters
jedoch lediglich auf den ersten Blick. Gemäss BEFAS-Bericht entfallen für den
Beschwerdeführer Tätigkeiten mit Treppensteigen, Gehen auf unebenem Grund,
ausschliesslich im Stehen sowie mit Heben und Tragen von Lasten über 7 kg und
Arbeiten in Zwangshaltungen vor allem kniend (BEFAS-Bericht Ziff. 3.1, IV-act. 26-6).
Der orthopädische Gutachter bestätigt damit übereinstimmend, dass körperlich leichte
Tätigkeiten in temperierten Räumen, abwechslungsweise sitzend und stehend, ohne
häufiges Gehen, insbesondere auf Treppen, Leitern und unebenem Boden und ohne
kniende Positionen zugemutet werden könnten (Gutachten Ziff. 8.2, IV-act. 56-9).
Während der BEFAS-Bericht für eine wechselbelastende Tätigkeit bei ganztägiger
Anwesenheit in einfacher Tätigkeit abklärungsgestützt eine Leistung von ca. 60% für
möglich hält, attestiert der orthopädische Gutachter eine Arbeitsfähigkeit von 90% bei
voller Stundenpräsenz (Gutachten Ziff. 8.2, IV-act. 56-9). Gemäss BEFAS-Bericht sei
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die Leistungsminderung durch die kognitiv bedingte Langsamkeit, verminderte
Lernfähigkeit und Flexibilität bedingt. Der Arbeitsrhythmus sei zeitlebens geprägt
gewesen durch kürzere intensive Einsätze und längere Pausen (BEFAS-Bericht Ziff. 3.1,
IV-act. 28-6). Die Einschränkung der Leistung ergab sich bei den Arbeitsversuchen
gemäss Bericht aufgrund der höheren Anforderungen bei der manuellen
Geschicklichkeit beim Löcher Bohren, Draht Biegen sowie beim Verleimen von
Rohrschellen. Der Beschwerdeführer bekundete offenbar Mühe, die Löcher für das
Brettspiel genau zu bohren und kam beim für ihn gewöhnungsbedürftigen Drahtbiegen
mit seiner Fingerfertigkeit an die Grenzen. Dementsprechend wurde ihm auch eine
Eignung für mittel- bis grobmotorische Aufgaben ohne hohe Anforderungen an die
Fingerfertigkeit und Feinmotorik attestiert. Die Verlangsamung rührte also von der
Ungewöhnlichkeit der Arbeit sowie dem hohen Anspruch an die Fingerfertigkeit her.
Von kognitiven Einschränkungen wurde an dieser Stelle im Bericht nichts vermerkt (vgl.
BEFAS-Bericht Ziff. 2.3, IV-act. 28-4 f.). Es ist deshalb mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in Tätigkeiten, die
kein feinmotorisches Geschick benötigen, nicht derart verlangsamt ist. Selbst wenn
kognitive Einschränkungen vorliegen würden, könnte dem mit der Auswahl
entsprechender Tätigkeiten Rechnung getragen werden. So hatte denn auch der RAD
in der noch vor der Erteilung des Gutachtensauftrags abgegebenen Stellungnahme
vom 7. Januar 2016 (IV-act. 44) bereits festgehalten, dass er eine Arbeitsfähigkeit in
adaptierten Tätigkeiten ohne Anforderungen an die Kognition von 80% für möglich hält.
2.4 Nachdem in den Akten sonst an keiner Stelle Hinweise auf kognitive
Einschränkungen oder Probleme aufscheinen, solche bzw. eine Verschlechterung vom
Beschwerdeführer selbst auch nicht geltend gemacht werden und insbesondere auch
vom orthopädischen Gutachter nicht festgestellt worden sind, durfte die
Beschwerdegegnerin auf Abklärungen in dieser Hinsicht verzichten und sind auch jetzt
keine weiteren Abklärungen in diese Richtung angezeigt (vgl. Urteil des Bundesgerichts
vom 20. August 2018, 8C_137/2018, E.4.2.1, wo im Hinblick auf das Vorliegen von
somatischen Einschränkungen festgestellt wurde, dass keine weiteren Abklärungen
nötig waren). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer im BEFAS-Bericht mehrfach
als gemütlicher Mensch bezeichnet wurde. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass
sein Arbeitsrhythmus ein sehr spezieller gewesen sei. Trotz dieser Eigenschaften bzw.
Voraussetzungen darf von ihm erwartet werden, dass er in einer angepassten Tätigkeit
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die Arbeitsfähigkeit voll ausschöpft. Als behinderungsangepasst beurteilt wurden
Tätigkeiten als Staplerfahrer in einem vollautomatisierten Lager,
Maschinenbedienungen und -überwachungen sowie Verpackungs-, Versand- und
Montagearbeiten (BEFAS-Bericht Ziff. 3.2, IV-act. 28-7). Das Gutachten erfüllt überdies
die von der Rechtsprechung verlangten Anforderungen, gegen dessen
Schlussfolgerungen wurde konkret nichts vorgebracht und nicht zuletzt gab der
Gutachter seine Einschätzung in Kenntnis des BEFAS-Berichts ab (vgl. IV-act. 56-2
und 9). Es ist demnach von der vom orthopädischen Gutachter ermittelten adaptierten
Arbeitsfähigkeit von 90% auszugehen.
3.
Für den Zeitpunkt, in welchem die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei
vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen
Zumutbarkeit der (Teil-) Erwerbsfähigkeit abzustellen (BGE 138 V 461 E. 3.3, vgl. auch
Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2014, 8C_248/2014, E. 2). Im Zeitpunkt, als
die medizinisch zumutbare Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers auf Grund des
Gutachtens vom 4. April 2016 feststand, war der Beschwerdeführer 58 Jahre und 4
Monate alt. Gestützt auf die strenge Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. dazu
eine Auflistung in: Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22.
Januar 2016, IV 2013/633, E. 3, sowie Urteil des Bundesgerichts vom 31. August 2018,
8C_117/2018, E. 3.3.4) ist die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers trotz des eingeschränkten leidensadaptierten Tätigkeitsbereichs zu
bejahen. So wären für die bis zum Erreichen des Rentenalters der AHV verbleibenden
fünfeinhalb Jahre diverse adaptierte Tätigkeiten möglich (vgl. z.B. BEFAS-Bericht, IV-
act. 28-7). Auch wenn der Beschwerdeführer ein Berufsmann ist, ist er nicht allein
deswegen davon zu entlasten, sich in einem anderen Gebiet zu betätigen. Bei einem
Wechsel in eine angepasste Tätigkeit ist nicht ein grösserer sozialer Abstieg zu
befürchten. Zudem wird die weniger anforderungsreiche Arbeit bzw. die nicht zwingend
nötige Berufsausbildung und das üblicherweise vorgenommene „Learning by Doing“
bei der Anrechnung eines tieferen Lohns bzw. des Tabellenlohns für Hilfsarbeiter
berücksichtigt, was nicht zum Nachteil des Beschwerdeführers gereicht.
4.
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Es bleibt der Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich anhand eines Einkommensvergleichs
(Art. 16 ATSG) zu ermitteln: Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht
invalid geworden wäre (Valideneinkommen).
4.1 Der Beschwerdeführer war seit dem 4. August 2014 arbeitsunfähig für die
angestammte Tätigkeit. Das Wartejahr lief am 4. August 2015 ab. Die IV-Anmeldung
erfolgte am 12. November 2014. In Anwendung von Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG i.V.m. Art. 6
ATSG sowie Art. 29 Abs. 2 IVG steht ein allfälliger Rentenanspruch ab dem 1. August
2015 zur Diskussion. Für den Einkommensvergleich sind deshalb die Zahlen für 2015
massgebend. Die ehemalige Arbeitgeberin meldete der Beschwerdegegnerin am 27.
Januar 2016 einen mutmasslich entgangenen Lohn für das Jahr 2015 von Fr. 79'624.--
(IV-act. 47). Diesen macht auch der Beschwerdeführer geltend. Er setzt sich aus einem
Jahreslohn von Fr. 70'013.--, ahv-pflichtigen Zulagen von Fr. 5'885.--,
Fahrvergünstigungen für das Personal in Höhe von Fr. 2'559.-- und einer Pro-rata-
Treueprämie in Höhe von Fr. 1'167.-- zusammen (IV-act. 47 und act. G 1,12). Die
Beschwerdegegnerin geht in der Beschwerdeantwort demgegenüber von einem
Valideneinkommen gemäss IK von Fr. 76'889.-- aus (und vergleicht die Zahlen aus dem
Jahr 2011 bzw. führt an, auf eine Aufrechnung könne verzichtet werden). Sie macht
geltend, dass es nicht zulässig sei, von einem höheren als dem Lohn, auf welchem
AHV-Beiträge bezahlt worden seien, auszugehen. Für das Jahr 2012 sind im IK Fr.
77'280.-- und für 2013 Fr. 75'952.-- verbucht. Für das Jahr 2014 hat die Arbeitgeberin
keine vollständigen Angaben gemacht (vgl. Arbeit¬geberbericht vom 12. November
2014, IV-act. 3-4). Unkostenentschädigungen gehören gemäss Art. 9 Abs. 1 der
Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) nicht
zum massgebenden Lohn. Keine Unkostenentschädigungen sind regelmässige
Entschädigungen für die Fahrt des Arbeitnehmers vom Wohnort zum Arbeitsort. Sie
gehören zum massgeblichen Lohn (Art. 9 Abs. 2 AHVV). Die schweizerische
Steuerkonferenz hat die steuerliche Behandlung der Gehaltsnebenleistungen an
Mitarbeitende der dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) angeschlossenen
Unternehmen (wozu auch die C._ gehören) im Dezember 2012 ab dem 1. Januar
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2014 geregelt (seither sind weitere Fassungen geregelt worden). Unter anderem wurde
festgeschrieben, dass bei geschäftlich nicht notwendigen Fahrvergünstigungen für das
Personal in Form eines Generalabonnementes 2. Klasse 70% des kommerziellen
Preises eines GA für Erwachsene als steuerbare Gehaltsnebenleistung gilt. Dieser
Privatanteil wird auch im Lohnausweis entsprechend aufgeführt. Gemäss der
Wegleitung über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO (WML, Stand 1.
Januar 2013) sollen die Ausgleichskassen den Entscheid der Steuerbehörden
übernehmen, wenn diese ein Spesenreglement genehmigt haben (Rz 3012).
Zusätzliche Monatslöhne (z.B. 13. Monatslohn), Gratifikationen, Treueprämien,
Gewinnbeteiligungen, Dienstaltersgeschenke und Prämien für gute Vorschläge gehören
in vollem Umfang zum massgebenden Lohn, unbekümmert um deren Höhe und ohne
Rücksicht darauf, ob die Arbeitnehmenden einen rechtlichen Anspruch auf sie haben
(Art. 7c lit. c AHVV, WML Rz 2006). Demnach ist von einem Valideneinkommen von Fr.
79'624.-- auszugehen.
4.2 Der Beschwerdeführer konnte zunächst an einer anderen Stelle beim bisherigen
Arbeitgeber weiterarbeiten und erhielt eine Lohnfortzahlung. Per 31. August 2016
wurde jedoch diese Anstellung gekündigt (IV-act. 48f.). Seit Beendigung dieses
Arbeitsverhältnisses ist der Beschwerdeführer ohne Arbeit bzw. hat seit dem 1.
September 2016 Anspruch auf eine Invalidenpension der C._. Für den
Einkommensvergleich ist nicht auf den im Rahmen der Lohnfortzahlung erhaltenen
Betrag abzustellen, sondern dieser ist anhand der Tabellenlöhne zu ermitteln.
Nachdem er sein ganzes Berufsleben lang bei den C._ gearbeitet hat, über keinerlei
Büroerfahrung oder ähnliches verfügt, ist von einem Hilfsarbeiterlohn gemäss den
Zahlen der Lohnstrukturerhebung auszugehen. Für das Jahr 2015 wäre ein Jahreslohn
von Fr. 66'633.-- möglich gewesen (IV-Textausgabe 2018, Informationsstelle AHV/IV,
2018, S. 222). Bei einer Arbeitsfähigkeit von 90% wäre ein Lohn von Fr. 59'969.70
erzielbar.
4.3 Das Alter des Beschwerdeführers, die mit der Aufnahme einer adaptierten Tätigkeit
erforderliche Umstellung sowie die erheblichen Einschränkungen selbst bei einer
leichten Tätigkeit rechtfertigen gemäss vorstehenden Ausführungen zwar nicht die
Annahme der Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit, jedoch einen höheren
Tabellenlohnabzug. Der Beschwerdeführer verrichtete über sehr lange Zeit die
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körperlich anstrengende sowie in Intervallen zu erbringende Tätigkeit als
Rangierarbeiter. Nun ist er auch bei leichten Arbeiten erheblich eingeschränkt. Da der
Beschwerdeführer bereits 58-jährig ist und für ihn ein Wechsel zu einem anderen
Arbeitgeber in ein anderes Tätigkeitsfeld eine massive Umstellung darstellt, ist ein
Tabellenlohnabzug von gesamthaft 20% zu gewähren. Mithin ist von einem
Invalideneinkommen von Fr. 47'976.-- auszugehen. Im Vergleich zum
Valideneinkommen von Fr. 79'624.-- ergibt sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 31'648.--
und ein IV-Grad von 39.74%, der aufgerundet auf 40% einem Anspruch auf eine
Viertelsrente der IV entspricht.
4.4 Nachdem der Beschwerdeführer nach Ablauf des Wartejahres am 5. August 2015
zu 40% invalid ist, entsteht der Rentenanspruch per 1. August 2015 (vgl. Art. 29 Abs. 3
IVG).
5.
5.1 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 6. Juli 2016 in teilweiser
Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und der Beschwerdeführer hat ab 1. August
2015 Anspruch auf eine Viertelsrente. Zur Festsetzung und Ausrichtung der
Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Hinsichtlich der
Beschwerde gegen die Rentenverfügung gilt es zu beachten, dass gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung zur Überklagung in
sozialversicherungsrechtlichen Rentenfällen von einem vollständigen Obsiegen des
Beschwerdeführers auszugehen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Januar 2016,
9C_288/2015, E. 4.2). Die Beschwerdegegnerin hat daher die gesamten Gerichtskosten
von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete Kostenvorschuss ist dem Beschwerdeführer
zurückzuerstatten.