Decision ID: 5c94747f-d7ee-52c3-a4dd-62eb991bf861
Year: 2016
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ leidet − wie sein Zwillingsbruder − am Bardet-Biedl-Syndrom und damit
verbunden unter anderem an einer hochgradigen Visusminderung (siehe z.B. IV-act.
147 und 19). Ab dem 11. August 2003 besuchte der Versicherte eine Sonderschule im
Kanton B._ (Kostengutsprache der IV-Stelle des Kantons St. Gallen vom 29. Juli
2003, IV-act. 56). Im August 2012 begann er ein Vorlehrjahr im Verein C._, um sich
auf eine kaufmännische Ausbildung vorzubereiten (Kostengutsprache vom 10.
September 2012, IV-act. 189).
A.b Im September 2012 reichte der Versicherte das Formular "Anmeldung für
Erwachsene: Berufliche Integration/Rente“ ein (IV-act. 190). Er gab an, seinen
gesetzlichen Wohnsitz in B._ zu haben. Eine IV-Sachbearbeiterin resp. ein IV-
Sachbearbeiter notierte auf dem Anmeldeformular, dass der gesetzliche Wohnsitz des
Versicherten gemäss dem kantonalen Einwohnerregister in E._ (Kanton St. Gallen)
sei.
A.c Die Eingliederungsverantwortliche notierte am 9. April 2013 (IV-act. 204), es sei der
Wunsch des Versicherten gewesen, über eine Handelsschule zum Kaufmann
ausgebildet zu werden. Die schulischen Voraussetzungen dazu seien aber nicht erfüllt.
Zudem sei es aufgrund der Sehbehinderung für eine spätere Verwertbarkeit der
Ausbildung zentral, dass sich der Versicherte viel Übung im praktischen Bereich
aneignen könne, weshalb eine geeignete Ausbildungsinstitution gesucht worden sei,
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die einen geschützten Rahmen biete. Eine Kurzabklärung in der Stiftung F._ (Kanton
B._) habe gezeigt, dass der Versicherte dank der intensiven Vorbereitung die
Voraussetzungen für eine Ausbildung auf Attest-Niveau erfülle. Ab dem 29. April 2013
wurde der Versicherte in der Stiftung F._ während zwei Tagen pro Woche im
praktischen Bereich auf die Ausbildung zum Büroassistenten vorbereitet
(Kostengutsprache vom 17. April 2013, IV-act. 206).
A.d Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 31. Juli 2013 mit (IV-act. 223), dass sie die
Mehrkosten der erstmaligen beruflichen Ausbildung zum Büroassistenten EBA bei der
Stiftung F._ ab 1. August 2013 bis 31. Juli 2014 übernehme (siehe auch ergänzende
Kostengutsprache vom 15. Oktober 2013, IV-act. 230). Der Versicherte teilte der
Eingliederungsverantwortlichen am 16. April 2014 mit (IV-act. 240), dass er ab August
2014 die EFZ-Ausbildung beginnen wolle. Die Eingliederungsverantwortliche
antwortete am 23. April 2014 (IV-act. 241), dass es aufgrund der Rückmeldungen der
Ausbildungsinstitution unrealistisch sei, den EFZ-Abschluss weiterzuverfolgen. Am 12.
Juni 2014 erteilte die IV-Stelle eine Kostengutsprache für die Mehrkosten des 2.
Lehrjahres der erstmaligen beruflichen Ausbildung zum Büroassistenten EBA vom 1.
August 2014 bis 31. Juli 2015 (IV-act. 245).
A.e Die Stiftung F._ hielt im Bericht vom 15. Februar 2015 fest (IV-act. 254), dass der
Versicherte nun kurz vor dem Lehrabschluss zum Büroassistenten EBA stehe. Bereits
im ersten und vor allem nun auch im zweiten Lehrjahr seien seitens des Versicherten
viele Bemühungen für ein externes Praktikum erfolgt. Alle Anfragen seien erfolglos
geblieben. Häufig sei im ersten Kontakt ein Interesse vorhanden gewesen, bei näherer
Abklärung habe sich dann aber gezeigt, dass der Arbeitsbereich nicht geeignet sei
oder dass die Hilfsmittel nicht kompatibel seien mit den Strukturen des
Praktikumanbieters. Der Versicherte habe seine Bemühungen nun auf eine Lehrstelle
als Kaufmann EFZ ausgerichtet. Bezüglich der schulischen Leistungsziele sei der
Versicherte nach wie vor sehr engagiert. Der Ausbildungsalltag im Lehrbetrieb gestalte
sich aber schwierig. Die Arbeitsqualität habe sich zwar verbessert, sei aber noch nicht
optimal. Zurzeit werde die Option einer Zusatzausbildung zum Kaufmann EFZ geprüft.
Dies entspreche einem grossen Wunsch des Versicherten. Im schulischen Lernfeld
böten sich ihm mehr Möglichkeiten, vorwärtszukommen. Zudem könnte eine höhere
Qualifizierung eventuell zu besseren Eingliederungschancen beitragen.
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A.f Die Eingliederungsverantwortliche beantragte am 17. Juli 2015 die
Kostengutsprache für eine erstmalige berufliche Ausbildung zum Kaufmann EFZ (IV-
act. 270). Sie erklärte, dank dem grossen Einsatz und Willen des Versicherten hätten
alle Ausbildungsziele erreicht werden können. Um sein Ziel (EFZ-Abschluss) erreichen
zu können, habe er zusätzlich zum regulären Unterricht Passarellenkurse absolviert.
Ausserdem habe er sehr viel in die Lehrstellensuche investiert, jedoch keinen
Ausbildungsplatz finden können. Deshalb sei der schulische Ausbildungsweg geprüft
worden. Die bessere Qualifikation würde ein breiteres Einsatzgebiet ermöglichen, was
die Integration und spätere Leistungsfähigkeit, die durch die Sehbehinderung deutlich
eingeschränkt sei, erhöhen würde. Grundsätzlich sollte es dem Versicherten möglich
sein, die Ausbildung in der freien Wirtschaft zu absolvieren. Eine weitere Verzögerung
würde sich auf die Eingliederungschancen nachteilig auswirken, weshalb dem
schulischen Ausbildungsweg zugestimmt worden sei.
A.g Die Stiftung F._ berichtete am 15. August 2015 (IV-act. 275), dass der
Versicherte die zweijährige Ausbildung zum Büroassistenten EBA im Juli 2015
erfolgreich abgeschlossen habe. Aus der Sicht des Ausbildungsbetriebes könne zwar
nicht bestätigt werden, dass ein Potenzial für den Kaufmann EFZ bestehe. Allerdings
sei die Ansicht vertreten worden, dass mit einer höheren Qualifikation eventuell weitere
Bildungswege offen stehen würden. Eine behinderungsbedingte Leistungsminderung
sei gegeben. Beim Aufbereiten von Daten sowie beim Anpassen bzw. Einsatz der
technischen Hilfsmittel bestehe eine Verlangsamung resp. eine Minderleistung. Alle
visuellen Elemente müssten mit einer Assistenz bearbeitet werden. Aufgrund der
Sehbehinderung sei die Erarbeitung der praktischen Leistungsziele eingeschränkt
gewesen. Es sei davon auszugehen, dass in Teilbereichen eine Vermittelbarkeit
gegeben sei.
A.h Am 15. September 2015 wurde dem Versicherten eine Kostengutsprache für die
Mehrkosten der erstmaligen beruflichen Ausbildung zum Kaufmann EFZ ab 1. August
2015 bis 31. Juli 2017 erteilt (IV-act. 281). Die Ausbildung finde im G._ statt. Dabei
entstünden keine behinderungsbedingten Mehrkosten. Das Wohnen erfolge in der
Aussenwohngruppe mit Betreuung und sozialpädagogischem Wohncoaching der
Blindenschule H._. Die entsprechenden Kosten würden nach IV-Tarif vergütet.
Zusätzlich würden die Kosten für das Coaching durch den Ambulanten Dienst der
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Blindenschule H._ und für die Lehrmittelübertragung durch die Lehrmittelabteilung
der Blindenschule H._ (150 Stunden pro Ausbildungsjahr à Fr. 85.--) sowie die
Reisekosten (wochentags: J._ - B._, an den Wochenenden: J._ - E._)
übernommen. Bei auswärtiger Verpflegung ausserhalb einer Eingliederungsstätte
könne der Versicherte bei Abwesenheit vom Wohnort von fünf bis acht Stunden Fr.
11.50 je Tag und bei Abwesenheit vom Wohnort von mehr als acht Stunden Fr. 19.-- je
Tag in Rechnung stellen. Während der Dauer der Massnahme erhalte der Versicherte
ein Taggeld, das separat verfügt werde. Gegen diese Mitteilung liess der Versicherte
am 29. Oktober 2015 einwenden (IV-act. 283), er sei der Ansicht, dass die Kosten der
Ausbildung zum Kaufmann invaliditätsbedingt seien. Er habe erfolglos eine Lehrstelle
gesucht. Dass er keine Lehrstelle gefunden habe, liege daran, dass der Aufwand für
einen Lehrbetrieb aufgrund seiner Blindheit grösser sei. Die Vertreterin des
Versicherten bat die IV-Stelle darum, auf den Entscheid zurückzukommen oder eine
beschwerdefähige Verfügung zu erlassen. Die Eingliederungsverantwortliche notierte
am 25. November 2015 (IV-act. 287), dem Versicherten sei frühzeitig mitgeteilt worden,
dass die IV eine weiterführende Unterstützung zum Abschluss EFZ nur übernehme,
falls diese zu einer besseren wirtschaftlichen Verwertbarkeit führe. Neben dem
Abschluss an sich sei eine bessere wirtschaftliche Verwertbarkeit insbesondere dann
gewährleistet, wenn die restliche Ausbildungszeit in der freien Wirtschaft erfolgen
könne. Als Bedingung für die Weiterführung sei deshalb das Finden einer Lehrstelle auf
dem ersten Arbeitsmarkt vorausgesetzt worden. Der Versicherte habe nach einem
Ausbildungsplatz in der freien Wirtschaft gesucht, im Gegensatz zu seinem Bruder, der
an der gleichen Beeinträchtigung leide, aber keinen gefunden. Der Bruder habe
gezeigt, dass es trotz der Sehbehinderung möglich sei, einen Ausbildungsplatz zu
finden. Da beide Brüder bisher denselben Ausbildungsweg bestritten hätten und das
"Zurückbleiben" für den Versicherten eine grosse psychische Belastung dargestellt
hätte, sei man ihm entgegengekommen und habe ihm die Möglichkeit eröffnet, ihn mit
Taggeldleistungen beim schulischen Ausbildungsweg im G._ zu unterstützen. Damit
der Versicherte optimale Startbedingungen in der erweiterten Ausbildungszeit vorfinde,
sei davon abgesehen worden, ihn nochmals ein Jahr einen Ausbildungsplatz suchen zu
lassen. Mit dem Taggeld sei gewährleistet, dass der Versicherte die Schulkosten tragen
könne.
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A.i Eine IV-Sachbearbeiterin notierte am 11. Januar 2016 (IV-act. 290), dass die
Unterstützung der IV im Rahmen der erstmaligen beruflichen Ausbildung grundsätzlich
mit dem Abschluss einer Lehre mit Eidgenössischem Berufsattest beendet sei. Im
vorliegenden Fall sei dem Versicherten aufgrund der positiven Entwicklung jedoch die
Möglichkeit eines Wechsels des Ausbildungsniveaus in Aussicht gestellt worden. Die
Kostengutsprache für die Ausbildung zum Kaufmann sei als reines Entgegenkommen
zu werten. Korrekterweise habe es sich dabei nämlich um eine berufliche
Weiterausbildung gehandelt, bei welcher zwar keine invaliditätsbedingte Notwendigkeit
vorliegen müsse, aber nur die wesentlichen Mehrkosten übernommen würden.
A.j Am 11. Januar 2016 (IV-act. 291) verfügte die IV-Stelle die Kostengutsprache für die
erstmalige berufliche Ausbildung zum Kaufmann. Die Verfügung entsprach inhaltlich
der Mitteilung vom 15. September 2015. Zu den Einwänden vom 29. Oktober 2015
erwiderte die IV-Stelle, dass dem Versicherten eine Lehrstelle im ersten Arbeitsmarkt
zumutbar wäre und die schulische Ausbildung somit ohne behinderungsbedingte
Notwendigkeit gewählt worden sei.
B.
B.a Gegen diese Verfügung liess der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am
9. Februar 2016 Beschwerde erheben (act. G 1). Seine Rechtsvertreterin beantragte,
dass die Schulkosten für die Ausbildung zum Kaufmann EFZ durch die IV-Stelle
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu übernehmen seien. Zur Begründung führte sie
an, aus den beiliegenden Unterlagen gehe hervor, dass sich der Beschwerdeführer vor
dem Abschluss der EBA auf eine Vielzahl von KV-Lehrstellen beworben habe. Auch
jetzt wieder suche der Beschwerdeführer einen Praktikumsplatz. Für die negativen
Antworten spiele der Mehraufwand, den eine Firma bei der Betreuung eines blinden
Praktikanten/Lehrlings hätte, eine wesentliche Rolle. Bereits anlässlich der Ausbildung
EBA sei es für den Beschwerdeführer nicht möglich gewesen, eine Praktikumsstelle zu
finden. Trotz intensiver Suche habe er auch keine KV-Lehrstelle gefunden. Auch jetzt
gestalte sich das Finden einer Praktikumsstelle im Rahmen der Ausbildung an G._ als
äusserst schwierig. Dass der Zwillingsbruder eine KV-Lehrstelle gefunden habe, sei als
Glücksfall und nicht als Normalfall zu betrachten. Die Annahme der
Beschwerdegegnerin, dem Beschwerdeführer sei eine Lehrstelle auf dem ersten
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Arbeitsmarkt zumutbar, treffe also offensichtlich nicht zu. Die schulische Ausbildung sei
somit behinderungsbedingt notwendig.
B.b Eine IV-Sachbearbeiterin notierte am 30. März 2016 (IV-act. 311), dass die
erfolglosen Lehrstellen- und Praktikumsbemühungen des Versicherten umso mehr
bewiesen, dass er die Voraussetzungen für eine Weiterführung der erstmaligen
beruflichen Ausbildung auf dem Niveau EFZ eigentlich gar nie erfüllt habe und die
Beschwerdegegnerin diese Massnahme aus reinem Entgegenkommen zugesprochen
habe. So wie es von der Rechtsvertreterin geschildert worden sei, bestünden starke
Zweifel, ob der Versicherte nach der kaufmännischen Ausbildung auf Niveau EFZ
gegenüber der bereits abgeschlossenen Ausbildung auf Niveau EBA ein
rententangierendes Einkommen erzielen werde. Im Übrigen wählten auch Menschen
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung häufig den schulischen Ausbildungsweg, wenn
die Lehrstellensuche erfolglos geblieben sei. Die Schulkosten müssten dann ebenfalls
selber getragen werden.
B.c Die Beschwerdegegnerin beantragte am 6. April 2016 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie an, es sei unbestritten, dass der
Beschwerdeführer mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zum
Büroassistenten EBA per Ende Juni 2015 seine erstmalige berufliche Ausbildung
beendet habe und in der Lage sei, eine entsprechende Tätigkeit auf dem ersten
Arbeitsmarkt auszuüben. Der Beschwerdeführer erhoffe sich mit der Absolvierung einer
Ausbildung zum Kaufmann wohl bessere Chancen auf dem Stellenmarkt. Allerdings
erscheine es nicht zweckmässig, eine solche Ausbildung einzig schulisch, d.h. ohne
entsprechende Lehrstelle, zu absolvieren. Der Einwand, der Beschwerdeführer finde
wegen seiner Invalidität keine Lehrstelle, sei ein Problem der drohenden
Arbeitslosigkeit, das IV-rechtlich unbeachtlich sei. Weil somit die schulbedingten
Mehrkosten nicht invaliditätsbedingt seien, sei eine Vergütung dieser Kosten nach Art.
16 Abs. 1 IVG ausgeschlossen.
B.d Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers brachte in ihrer Replik vom 8. Juni
2016 ergänzend vor (act. G 8), die Begründung der Beschwerdegegnerin, dass die
Massnahme der erstmaligen beruflichen Eingliederung mit erfolgreichem Abschluss
zum Büroassistenten EBA bereits abgeschlossen worden sei, stehe in klarem
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Widerspruch zur Mitteilung vom 15. September 2015, mit der die Kosten für die
erstmalige berufliche Ausbildung zum Kaufmann EFZ übernommen worden seien.
Während der Ausbildung zum Büroassistenten habe sich gezeigt, dass der
Beschwerdeführer besonders in den schulischen Leistungen gute Noten erziele, da ihm
das Kognitive im Vergleich zum Praktischen aufgrund seiner Erblindung besser liege.
Eine rein schulische Ausbildung zum Kaufmann EFZ sei deshalb für den
Beschwerdeführer gerade als besonders zweckmässig zu erachten. Dass sich der
Beschwerdeführer durch die Ausbildung EFZ bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt
erhoffe, entspreche der Auseinandersetzung mit dem aktuellen Arbeitsmarkt. Der
Beschwerdeführer habe aufgrund seiner Sehbehinderung einen grossen Nachteil bei
der Stellensuche. Durch die Ausbildung zum Kaufmann EFZ könne er sich einen Vorteil
auf dem Arbeitsmarkt verschaffen, wodurch er viel eher einen für ihn günstigen
Arbeitsplatz finde. Da der Beschwerdeführer die schulischen Voraussetzungen
mitbringe, sei der Abschluss zum Büroassistenten EBA in seiner Situation als
ungenügend zu bezeichnen. Am 15. Juni 2016 reichte die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers eine E-Mail von I._, Prüfungsexpertin der Branche D & A,
Laufbahn- und Karriereberatung, Kaufmännischer Verband X._, vom 13. Juni 2016
ein (act. G 10). Diese hatte berichtet, dass das EBA eine Grundbasis resp. ein
Eintrittsticket darstelle. Das EFZ berge viel mehr Möglichkeiten und Chancen und habe
einen Namen auf dem Arbeitsmarkt. Der Einstieg nach der Lehre in einen anderen
Betrieb sei bei einem EFZ möglich, beim EBA nicht leicht resp. schwer oder sogar
chancenlos. Ein junger Mensch mit einem EBA (alleine) komme heute nicht weit. Die
Chancen, danach ausserhalb des angestammten Betriebs eine Stelle zu erhalten, seien
fragwürdig und dürftig. Das Niveau des EBA liege sehr stark unter demjenigen des
EFZ. Die Chancen mit einem EFZ wüchsen um ein mehrfaches und der Nutzen für die
Zukunft sei unverkennbar.
B.e Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. act. G 11 f.).

Erwägungen
1.
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Gemäss Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG, SR
831.20) ist in der Regel die IV-Stelle, in deren Kantonsgebiet die versicherte Person im
Zeitpunkt der Anmeldung ihren Wohnsitz hat, zuständig. Der Bundesrat ordnet die
Zuständigkeit in Sonderfällen an (siehe Art. 40 und 88 der Verordnung über die
Invalidenversicherung, IVV, SR 831.201). Zwar hat der Beschwerdeführer im
Anmeldeformular vom September 2012 angegeben, dass sein gesetzlicher Wohnsitz in
J._ im Kanton B._ sei. Gemäss dem kantonalen Einwohnerregister befindet sich
der Wohnsitz des Beschwerdeführers jedoch nach wie vor in E._ im Kanton St.
Gallen. Aus den Akten ist ersichtlich, dass er an den Wochenenden jeweils bei seinen
Eltern in St. Gallen wohnt, d.h. lediglich Wochenaufenthalter im Kanton B._ ist. Die
Beschwerdegegnerin ist somit zuständig gewesen, den Anspruch des
Beschwerdeführers auf berufliche Eingliederungsmassnahmen zu prüfen.
2.
2.1 Strittig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Invalidenversicherung die Schulkosten
für die vom 1. August 2015 bis 31. Juli 2017 dauernde Ausbildung des
Beschwerdeführers zum Kaufmann EFZ beim G._ übernehmen muss oder nicht.
2.2 Versicherte Personen, die noch nicht erwerbstätig waren und denen infolge
Invalidität bei der erstmaligen beruflichen Ausbildung in wesentlichem Umfang
zusätzliche Kosten entstehen, haben Anspruch auf Ersatz dieser Kosten, sofern die
Ausbildung ihren Fähigkeiten entspricht (Art. 16 Abs. 1 IVG). Der erstmaligen
beruflichen Ausbildung gleichgestellt ist nach Abs. 2 lit. c dieser Bestimmung die
berufliche Weiterausbildung im bisherigen oder in einem anderen Berufsfeld, sofern sie
geeignet und angemessen ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich
erhalten oder verbessert werden kann.
2.3 Die Ausbildung muss der Behinderung angepasst sein und den Fähigkeiten der
versicherten Person entsprechen. Sie muss zudem einfach und zweckmässig und auf
die Eingliederung in das Erwerbsleben ausgerichtet sein. Nicht übernommen werden
Kosten für eine Ausbildung, die voraussichtlich zu keiner wirtschaftlich ausreichend
verwertbaren Arbeitsleistung führen wird (Rz. 3010 des Kreisschreibens über die
Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art, KSBE, Stand 1. Januar 2016). Zwischen
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Ausbildungsdauer und wirtschaftlichem Erfolg der Massnahme muss ein vernünftiges
Verhältnis bestehen (ZAK 1972 S. 56). Sonderfälle, in denen eine längere
Ausbildungsdauer beantragt wird, sind ausreichend und stichhaltig zu begründen. Zu
ihnen können Fälle gehören, in denen dank der positiven Entwicklung der versicherten
Person ein Wechsel im Ausbildungsniveau möglich wird (z.B. Wechsel von einer
Attestausbildung EBA zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis EFZ; Rz. 3020 f. KSBE).
3.
3.1 Zunächst ist zu prüfen, ob es sich bei der Ausbildung zum Kaufmann EFZ um eine
erstmalige berufliche Ausbildung im Sinne von Art. 16 Abs. 1 IVG handelt. Die
erstmalige berufliche Ausbildung soll es einer versicherten Person ermöglichen, trotz
ihrer invaliditätsbedingten Beeinträchtigungen einen Beruf zu erlernen, der ihren
Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Die Fähigkeit, einen Beruf zu erlernen, ist beim
Beschwerdeführer durch die hochgradige Visusminderung beeinträchtigt. Er hat somit
den Anspruch, möglichst diejenige berufliche Qualifikation zu erlangen, die er als
Gesunder erlangt hätte. Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer als
Gesunder nicht nur eine Ausbildung zum Büroassistenten, sondern direkt eine
Ausbildung zum Kaufmann EFZ absolviert hätte. Soweit die Ausbildung zum Kaufmann
EFZ seinen Fähigkeiten und Neigungen entspricht, hat der Beschwerdeführer daher
das Anrecht darauf, sich zum Kaufmann EFZ ausbilden zu lassen. Die berufliche
Eingliederung hört also nicht auf der tiefsten Stufe (hier die Ausbildung zum
Büroassistenten) auf. Ob ein Ausbildungsziel direkt, d.h. im Anschluss an die
abgeschlossene Volksschule, oder indirekt, d.h. über eine Lehre als Büroassistent
erreicht wird, darf keine Rolle spielen. Vielmehr ist es im vorliegenden Fall sinnvoll
gewesen, dass der Beschwerdeführer zunächst die Ausbildung zum Büroassistenten
absolviert hat, da unklar gewesen ist, ob er den Anforderungen der höherwertigen
Ausbildung des Kaufmanns EFZ gewachsen ist. Hätte er direkt im Anschluss an das
Vorlehrjahr eine Lehre als Kaufmann begonnen, hätte nämlich die Gefahr bestanden,
dass diese Lehre hätte abgebrochen werden müssen und der Beschwerdeführer ohne
Ausbildung dagestanden wäre. Für Fälle wie den vorliegenden sieht Rz. 3020 KSBE
denn auch die Möglichkeit des Wechsels im Ausbildungsniveau vor.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die Ausbildung zum
Kaufmann richtigerweise als erstmalige berufliche Ausbildung i.S.v. Art. 16 Abs. 1 IVG
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und nicht als berufliche Weiterausbildung i.S.v. Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG qualifiziert hat,
da es sich bei der Ausbildung zum Büroassistenten lediglich um einen Zwischenschritt
zum eigentlichen Ausbildungsziel, nämlich der Ausbildung zum Kaufmann EFZ,
gehandelt hat.
3.2 Als Nächstes ist zu prüfen, ob die Ausbildung zum Kaufmann EFZ der Behinderung
des Beschwerdeführers angepasst ist, seinen Fähigkeiten entspricht, einfach und
zweckmässig und auf die Eingliederung ins Erwerbsleben ausgerichtet ist. Die
Beschwerdegegnerin hat im Beschwerdeverfahren vorgebracht, dass es nicht
zweckmässig erscheine, eine Ausbildung zum Kaufmann einzig schulisch, d.h. ohne
entsprechende Lehrstelle, zu absolvieren. Aus den Akten geht hervor, dass der
Beschwerdeführer in schulischer Hinsicht die Voraussetzungen für die Ausbildung zum
Kaufmann EFZ erfüllt (vgl. die Berichte der Stiftung F._ vom 15. Februar 2015 und
der Eingliederungsverantwortlichen vom 17. Juli 2015). I._, Prüfungsexpertin des
Kaufmännischen Verbands X._, hat am 13. Juni 2016 erklärt, dass der Einstieg nach
der Lehre in einen anderen Betrieb mit einem Eidgenössischen Berufsattest (EBA)
schwer oder sogar chancenlos sei. Das Niveau des EBA liege sehr stark unter
demjenigen des Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ). Das EFZ biete viel mehr
Möglichkeiten und Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Bereits gesunde Personen mit einer
EBA-Ausbildung haben es also sehr schwer, eine Arbeitsstelle zu finden. Für gesunde
Personen, die eine Ausbildung zum Büroassistenten absolviert haben und die die
schulischen Voraussetzungen für die Ausbildung zum Kaufmann EFZ mitbringen, ist es
deshalb eigentlich ein „Muss“, diese Zusatzausbildung zu absolvieren. Durch die
hochgradige Seheinschränkung ist der Beschwerdeführer auf dem Arbeitsmarkt
gegenüber gesunden Arbeitnehmern unbestrittenermassen benachteiligt, da er
einerseits in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist und andererseits für einen
Arbeitgeber einen grösseren Aufwand verursacht als ein gesunder Arbeitnehmer
(Hilfsmittel am Arbeitsplatz, mehr Betreuung). Für den Beschwerdeführer ist eine
qualifizierte Berufsausbildung somit umso wichtiger, um auf dem ersten Arbeitsmarkt
eine reelle Chance zu haben. Der Beschwerdegegnerin ist insoweit beizupflichten, als
die Ausbildung zum Kaufmann EFZ über einen Lehrbetrieb sicher die optimalere
Lösung gewesen wäre als der rein schulische Ausbildungsweg. Allerdings hat der
Beschwerdeführer trotz intensiver Stellenbemühungen keine Lehrstelle für die
Ausbildung zum Kaufmann EFZ gefunden. Mit der Eingliederungsverantwortlichen ist
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davon auszugehen, dass es sich auf die Eingliederungschancen nachteilig ausgewirkt
hätte, wenn der Beschwerdeführer ein weiteres Jahr mit der Lehrstellensuche
„verloren“ hätte. Hinzu kommt, dass die Chancen, eine Lehrstelle zu finden,
erfahrungsgemäss sinken, je länger die Suche dauert. Unter Berücksichtigung der
genannten Umstände ist es somit zweckmässig gewesen, dass der Beschwerdeführer
die Ausbildung zum Kaufmann EFZ auf dem rein schulischen Weg begonnen hat.
3.3 Zu prüfen bleibt, ob es sich bei den Schulkosten um invaliditätsbedingte
Mehrkosten handelt. Namentlich stellt sich die Frage, ob es dem Beschwerdeführer
nicht möglich gewesen wäre, die Ausbildung zum Kaufmann EFZ über einen
Lehrbetrieb zu absolvieren, wodurch die Schulkosten hätten vermieden werden
können. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer den Anforderungen an eine Lehre
als Kaufmann EFZ auf dem ersten Arbeitsmarkt grundsätzlich gewachsen wäre. Wie
bereits ausgeführt, hat er jedoch keinen Ausbildungsplatz gefunden. Es stellt sich
daher die Frage, ob der Beschwerdeführer aufgrund seiner Invalidität keine Lehrstelle
gefunden hat oder ob die Lehrstellensuche auch erfolglos geblieben wäre, wenn er
gesund wäre. Der Beschwerdeführer hat gemäss der Eingliederungsverantwortlichen
sehr viel in die Lehrstellensuche investiert. Aus der im Beschwerdeverfahren
eingereichten Liste seiner Bewerbungsbemühungen für eine KV-Lehrstelle geht hervor,
dass er sich über 60 Mal beworben hat (act. G 1.3). Der Beschwerdeführer hat
aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen grosse Nachteile bei der
Lehrstellensuche: Erstens ist seine Leistungsfähigkeit vermindert. Zweitens benötigt er
aufgrund seiner Sehschwäche einen auf seine speziellen Bedürfnisse eingerichteten
Arbeitsplatz. Drittens benötigt er eine intensivere Betreuung als ein gesunder Lehrling.
Und viertens werden auch die Mitarbeiter Rücksicht auf die speziellen Bedürfnisse des
Beschwerdeführers nehmen müssen. Dass sich die Sehschwäche negativ auf die
Stellensuche auswirkt, haben auch die Bewerbungen auf die Praktikumsstellen gezeigt.
Die Absagen sind unter anderem damit begründet worden, dass es den Betrieben nicht
möglich wäre, auf die speziellen Bedürfnisse des Beschwerdeführers einzugehen (act.
G 1.4 S. 1), dass die Stelle auf Dauer nicht der ideale Platz für den Beschwerdeführer
wäre (act. G 1.4 S. 3) oder dass keine ausführliche Betreuung, Unterstützung und
Anleitung geboten werden könnte (act. G 1.4 S. 6). Vor diesem Hintergrund muss
davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer ohne seine erheblichen
gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei dem von ihm gezeigten Engagement mit
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überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Lehrstelle als Kaufmann gefunden hätte.
Daraus, dass der Zwillingsbruder des Beschwerdeführers, der an derselben Krankheit
leidet, eine Lehrstelle als Kaufmann gefunden hat, kann nichts anderes abgeleitet
werden: Entscheidend ist nicht, ob der Beschwerdeführer rein theoretisch eine
Lehrstelle hätte finden können, sondern dass er trotz ausreichender Bemühungen
wegen seiner Invalidität auf dem konkreten Arbeitsmarkt keine Lehrstelle gefunden hat.
Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, wonach es kein IV-rechtliches, sondern
ein Problem der drohenden Arbeitslosigkeit sei, dass der Beschwerdeführer wegen
seiner Invalidität keine Lehrstelle finde, ist vor dem Hintergrund, dass der
Beschwerdeführer gerade wegen seiner Invalidität keine Lehrstelle gefunden hat, nicht
nachvollziehbar. Bei den Schulkosten handelt es sich somit um invaliditätsbedingte
Mehrkosten.
3.4 Die Beschwerdegegnerin hat einerseits einen Anspruch des Beschwerdeführers
auf eine erstmalige berufliche Ausbildung zum Kaufmann EFZ beim G._ bejaht, in
Widerspruch dazu aber andererseits nicht alle invaliditätsbedingten Mehrkosten
(namentlich die Schulkosten) übernehmen wollen. Aus den Akten ist ersichtlich, dass
die Beschwerdegegnerin − fälschlicherweise − davon ausgegangen ist, dass im
vorliegenden Fall nicht alle Voraussetzungen für die Übernahme der
invaliditätsbedingten Mehrkosten für die Ausbildung zum Kaufmann EFZ erfüllt sind.
Offenbar aus Kulanzgründen hat sie dem Beschwerdeführer aber ein Taggeld
zusprechen wollen, damit dieser in der Lage ist, die Schulkosten zu finanzieren (vgl. IV-
act. 270). Die Beschwerdegegnerin kann jedoch nur Leistungen zusprechen, die
gesetzlich vorgesehen sind. Kommt sie also zum Schluss, dass die Voraussetzungen
für die Kostenzusprache für die eine erstmalige berufliche Ausbildung nicht erfüllt sind,
hat sie den Leistungsanspruch zu verneinen mit der Konsequenz, dass die versicherte
Person auch keinen Taggeldanspruch hat. Kommt sie jedoch zum gegenteiligen
Schluss, d.h. dass die versicherte Person Anspruch auf eine erstmalige berufliche
Ausbildung hat, hat sie alle mit dieser Ausbildung einhergehenden invaliditätsbedingten
Mehrkosten zu übernehmen (und ein Taggeld zuzusprechen). Die angefochtene
Verfügung ist auch aus diesem Grund rechtswidrig.
3.5 Die behinderungsbedingten zusätzlichen Kosten werden ermittelt, indem die
Kosten der Ausbildung der invaliden Person den mutmasslichen Aufwendungen
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gegenübergestellt werden, die bei der Ausbildung einer nicht invaliden Person zur
Erreichung des gleichen beruflichen Zieles notwendig wären (Art. 5 Abs. 3 Satz 1 IVV).
Dadurch, dass der Beschwerdeführer die vom 1. August 2015 bis 31. Juli 2017
dauernde Ausbildung zum Kaufmann EFZ beim Feusi Bildungszentrum absolviert,
fallen Schulkosten an, die bei der Ausbildung zum Kaufmann EFZ über einen
Ausbildungsbetrieb nicht angefallen wären. Der Beschwerdeführer hat somit Anspruch
auf die Übernahme dieser Schulkosten, soweit sie die Kosten der Ausbildung zum
Kaufmann EFZ über einen Ausbildungsbetrieb übersteigen.
3.6 In Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung insoweit
aufzuheben, als die dem Beschwerdeführer invaliditätsbedingt zusätzlich anfallenden
Schulkosten für die vom 1. August 2015 bis 31. Juli 2017 dauernde Ausbildung zum
Kaufmann EFZ im G._ von der Beschwerdegegnerin zu tragen sind. Die Sache ist zur
Ermittlung der Höhe der Schulkosten an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4.
4.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer
zurückzuerstatten.
4.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom
Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der
Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In
der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art.
22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. In einem Fall
mit mittlerem Aufwand und Schwierigkeitsgrad wird praxisgemäss eine
Pauschalentschädigung von Fr. 3'500.--ausgerichtet. Die Beschwerdegegnerin hat den
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/15
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Beschwerdeführer entsprechend mit Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) zu entschädigen.