Decision ID: 337263fb-0ac1-4c6f-9848-60236f71c9bc
Year: 2009
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
D._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch lic. iur. Andrea Kaiser, c/o Advokaturbüro Adrian Fiechter,
Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a D._ meldete sich mit Antrag vom 12. November 2002 zum Bezug von Leistungen
der IV an (Berufsberatung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Rente; act. G 7.1/1). Mit
Bericht vom 14. Januar 2003 diagnostizierte die Hausärztin, Dr. med. A._, einen
Status nach plantarisierender verkürzender Chevron-Osteotomie Metatarsale I und V,
Hammerzehenkorrekturen Zehen II bis IV links im Januar 2001 und einem Status nach
plantarisierender und verkürzender Chevronosteotomie I, Kapselraffung MP I mit
Zentrierung der Sesambeine, Zehenkorrekturen II bis IV, Chevronosteotomie V mit
Resektion der Pseudoexostose im Januar 2001. Ohne Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit diagnostizierte sie eine chronische Bronchitis bei Bronchiektasien
sowie eine leichte Thrombopenie. Im Weiteren gab sie an, die bisherige Tätigkeit (als
"Betriebsmitarbeiter" der B._ AG) sei noch halbtags möglich. Im Übrigen sei eine
körperlich leichte Arbeit, die teils stehend, teils sitzend auszuführen sei, zumutbar (act.
G 7.1/15.1 - 4). Mit Verlaufsbericht vom 9. September 2003 bestätigte Dr. A._ ihre
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (act. G 7.1/18.1 - 5).
A.b Mit Verfügung vom 27. November 2003 wies die IV-Stelle des Kantons St. Gallen
das Gesuch um eine IV-Rente ab. Dabei ging sie gestützt auf die Angaben der
Arbeitgeberin von einem Valideneinkommen von Fr. 64'987.--, einem
Invalideneinkommen von Fr. 57'864.-- und damit von einem Invaliditätsgrad von 11 %
aus (act. G 7.1/21). Mit Einsprache vom 9. Dezember 2003 machte der Versicherte
geltend, dass er von seinem Orthopäden, Dr. med. C._, ab 30. Juni 2003 bis auf
weiteres zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben sei (act. G 7.1/25 - 26). Mit Verfügung
vom 24. Dezember 2003 hob die IV-Stelle ihre Verfügung vom 27. November 2003 auf
und kündigte weitere Abklärungen an (act. G 7.1/31). Mit Bericht vom 2. Februar 2004
hielt Dr. C._ die Diagnosen von chronischen Vorfussbeschwerden beidseits bei
ausgeprägter Spreizfussproblematik mit therapierestistenten Metatarsalgien sowie
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chronischen rezidivierenden Lumbalgien mit Schmerzausstrahlungen ins rechte Gesäss
fest. Zur Arbeitsfähigkeit führte er aus, dass in der angestammten Tätigkeit ab 8.
November 2002 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestehe. Für Tätigkeiten, die teils
sitzend, teils stehend auszuführen sind, bestehe jedoch eine volle Arbeitsfähigkeit,
insbesondere, wenn dabei keine grossen Lasten zu tragen seien (act. G 7.1/37).
A.c Mit Verfügung vom 27. Februar 2004 gelangte die IV-Stelle - bei gleichen
Bemessungsparametern - zu einem Invaliditätsgrad von 10,96 % und wies folglich das
Rentengesuch erneut ab (act. G 7.1/40). Mit Eingabe vom 25. März 2004 und
Ergänzung vom 2. August 2004 liess der Versicherte erneut Einsprache erheben. Zur
Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, das Valideneinkommen sei zu tief,
das Invalideneinkommen zu hoch angesetzt worden (act. G 7.1/70.1 - 70.12). Da der
Versicherte am 18. Mai 2004 wegen zusätzlich aufgetretener psychischer Probleme ein
neues Rentengesuch stellte, widerrief die IV-Stelle die angefochtene Verfügung am 2.
November 2004 erneut und ordnete zudem am 23. November 2004 eine medizinische
Begutachtung im Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB), MEDAS, Basel an
(act. G 7.1/100 und 101). Das am 28. Februar 2006 erstattete Gutachten des ZMB kam
zum Schluss, dass der Versicherte für körperlich belastende Tätigkeiten praktisch
arbeitsunfähig sei. In einer leidensangepassten Tätigkeit in vorwiegend sitzender
Haltung, mit der Möglichkeit zu Stellungswechseln, ohne Rückenbelastung und ohne
Luftnoxen erachtete das ZMB den Versicherten als zu 70 % arbeitsfähig (act. G
7.1/124.24 - 124.25).
A.d Mit Mitteilung vom 29. Januar 2007 gab die IV-Stelle dem Versicherten den
Abschluss der Arbeitsvermittlung bekannt (act. G 7.1/149). Mit Vorbescheid gleichen
Datums sprach sie ihm gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 44 % eine Viertelsrente,
beginnend am 1. November 2003, zu (act. G 7.1/151). Mit Einwand vom 1. März 2007
und Ergänzung vom 23. März 2007 liess der Versicherte durch seinen damaligen
Rechtsvertreter die Ausrichtung mindestens einer Dreiviertelsrente ab 1. Januar 2002
beantragen. Zur Begründung wurde geltend gemacht, es sei das Valideneinkommen
von Fr. 69'458.-für die Zeit von 2000 bis 2006 mit mindestens 10 % der Reallohn- und
Teuerungsentwicklung anzupassen, sodass ein Valideneinkommen von Fr. 76'404.--
resultiere. Demgegenüber sei das von der Verwaltung eingesetzte Valideneinkommen
von Fr. 61'841.-- viel zu tief angesetzt, habe doch der Einwender bereits in den Jahren
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vor der Invalidität (ohne Teuerungsaufrechnung) erheblich mehr verdient. In Bezug auf
das Invalideneinkommen verlangte der Beschwerdeführer die Berücksichtigung eines
25 %igen (anstatt 15 %igen) Leidensabzugs. Nachdem der Einwender im Januar 2001
operiert worden sei, beginne die einjährige Wartezeit in diesem Zeitpunkt. Der
Anspruch auf Rente bestehe damit ab Januar 2002 (act. G 7.1/157). Mit Verfügung vom
25. Juli 2007 sprach die IV-Stelle St. Gallen dem Versicherten eine Viertelsrente ab 1.
November 2003 zu (act. G 7.1/168 und 172).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 14.
September 2007 mit dem Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Dem
Beschwerdeführer sei mit Wirkung spätestens ab dem 1. Januar 2002 mindestens eine
Dreiviertelsrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 %
auszurichten. Dem Beschwerdeführer sei zudem die unentgeltliche Prozessführung zu
bewilligen. Zur Begründung werden im Wesentlichen die Ausführungen im Einwand
vom 1./23. März 2007 wiederholt (act. G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 26. November 2007 beantragt die Verwaltung
Abweisung der Beschwerde. Aus den Angaben von Dr. C._ und der B._ AG sei
ersichtlich, dass der Beschwerdeführer ab November 2002 nicht mehr voll arbeitsfähig
gewesen sei, weshalb dieser Zeitpunkt den Beginn des Wartejahres markiere. Nach
den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin würde das Einkommen heute nur noch Fr.
4'757.-- pro Monat oder Fr. 61'841.-- pro Jahr betragen. Selbst unter Annahme eines
Valideneinkommens von Fr. 66'135.-- (Basis 2002) würde nicht ein so viel höherer
Invaliditätsgrad resultieren, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Rente
hätte. Der Leidensabzug von 15 % sei in Ordnung. Ein höherer Leidensabzug infolge
Teilzeitarbeit und ausländischer Nationalität sei nicht vorzunehmen (act. G 7). Mit
Replik vom 14. Januar 2008 hält der Beschwerdeführer an seinen Ausführungen in der
Beschwerde fest (act. G 10).
B.c Mit Präsidialverfügung vom 29. November 2007 wurde dem Beschwerdeführer die
unentgeltliche Prozessführung bewilligt (act. G 8).

Erwägungen:
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1.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) sowie des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass
der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des
angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den
materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467
E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 25. Juli
2007 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der sogar vor dem Inkrafttreten
der revidierten Bestimmungen der 4. IV-Revision am 1. Januar 2004 begonnen hat. Da
der vorliegende Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über die noch nicht
rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen
Regeln bis zum 31. Dezember 2003, und danach bis zum 31. Dezember 2007 auf die
jeweils gültig gewesenen Bestimmungen abzustellen.
1.2 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen
Fassung) besteht ab einem Invaliditätsgrad von 40 % Anspruch auf eine Viertels-, ab
einem Invaliditätsgrad von 50 % auf eine halbe und ab einem Invaliditätsgrad von 66
2/3 % auf eine ganze Rente. In Härtefällen besteht auch bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40 % Anspruch auf eine halbe Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG). Nach der vom
1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Regelung besteht bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % zudem Anspruch auf eine Dreiviertels-, und bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG).
1.3 Unter Invalidität wird bei als Gesunden voll erwerbstätigen Personen die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Erwerbsunfähigkeit
ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
bis
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ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen
Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen
Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person
nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und
zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen
könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
2.
2.1 Vorliegend ist in medizinischer Hinsicht unbestritten, dass der Beschwerdeführer
für körperlich schwere Tätigkeiten praktisch arbeitsunfähig ist. Ebenso ist unbestritten,
dass er in einer körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit gemäss Gutachten
ZMB vom 28. Februar 2006 auf Grund des vermehrten Pausenbedarfs zu 30 % in der
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist (vgl. act. G 7.1/124.25). Umstritten ist in erster Linie
das dem Einkommensverglich zu Grunde zu legende Valideneinkommen sowie die
Höhe des Leidensabzugs bei der Bemessung des Invalideneinkommens. Weiter ist der
Beginn des Rentenanspruchs umstritten.
2.2 Diesbezüglich beanstandet der Beschwerdeführer die Festlegung des
Rentenbeginns auf den 1. November 2003. Er begründet dies damit, dass der
Beschwerdeführer im Januar 2001 operiert worden sei, und demzufolge das Wartejahr
im Januar 2002 geendet habe. Diese Beurteilung decke sich auch mit dem Schreiben
des ZMB vom 14. August 2006, worin dieses ausführt, dass seit etwa Mitte 2001 eine
Einschränkung in der adaptierten Arbeitsfähigkeit bestehe (vgl. act. G 7.1/140).
Demgegenüber geht die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Angaben im Bericht von
Dr. C._ vom 2. Februar 2004 davon aus, dass beim Beschwerdeführer ab dem 8.
November 2002 eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit bestanden habe,
womit das Wartejahr im November 2003 geendet habe.
Gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG (in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen
Fassung) beginnt der Rentenanspruch frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die
versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
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durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen war. Ein wesentlicher
Unterbruch liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinander
folgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29 IVV).
Aus den Berichten der Hausärztin vom 14. Januar 2003 und dem Bericht der
Orthopädie am Kantonsspital St. Gallen vom 23. Oktober 2001 ergibt sich, dass der
Beschwerdeführer im Januar und Juli 2001 zwei Fussoperationen durchführen liess
und dafür in der Zeit vom 19. Januar 2001 bis 23. Oktober 2001 zu 100 %
arbeitsunfähig war. Danach war er für zwei weitere Wochen zu 50 % arbeitsunfähig
geschrieben (act. G 7.1/15.1 und 15.13). In den Akten findet sich sodann der bereits
erwähnte Bericht von Dr. C._ vom 2. Februar 2004, wonach der Beschwerdeführer
ab 8. November 2002 zu 50 % arbeitsunfähig war (act. G 7.1/37.1).
Diese Angaben stimmen denn auch mit der Absenzenübersicht der ehemaligen
Arbeitgeberin überein. Danach war der Beschwerdeführer von 18. Januar 2001 bis 23.
Oktober 2001 wegen Krankheit (ab 12. Oktober 2001 wegen Unfall) - mit Ausnahme
der Zeit vom 1. - 12. Oktober 2001, wo er halbtags arbeitete - zu 100 % arbeitsunfähig.
Ab 24. Oktober 2001 arbeitete der Beschwerdeführer wieder zu 50 % bis 9. November
2001. Ab 12. November 2001 wies der Beschwerdeführer keine krankheitsbedingten
Fehlzeiten mehr auf. Für 2002 weist die Absenzenübersicht - abgesehen von vier
Kurzabsenzen im April, Mai, Juli und Oktober - erst ab 11. November 2002 wieder
durchgehende, krankheitsbedingte Absenzen auf (act. G 7.2.2). Mithin ist mit der
Beschwerdegegnerin festzustellen, dass vor November 2002, und insbesondere in der
geltend gemachten Zeit von Januar 2001 bis Januar 2002, keine einjährige
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % ohne wesentlichen Unterbruch stattgefunden
hat. Vielmehr erfüllte der Beschwerdeführer dieses Kriterium erst im November 2003.
Die angefochtene Verfügung erweist sich damit in diesem Punkt als korrekt.
2.3 Im Weiteren beanstandet der Beschwerdeführer die Berechnung des
Invaliditätsgrades. Für die Ermittlung des Einkommens, welches der Versicherte ohne
Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was er im Zeitpunkt
des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdient hätte (BGE 129 V 222 E. 4.2 und
4.3.1, mit Hinweis auf RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 E. 3b). Dabei wird in der Regel am
ter
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zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung (bis
zum Verfügungserlass) angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer
Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden
fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
erstellt sein (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 E. 3b).
2.4 Die Beschwerdegegnerin ging zunächst in ihren wieder aufgehobenen Verfügungen
vom 27. November 2003 und 27. Februar 2004 von einem Valideneinkommen von Fr.
64'987.-- aus, entsprechend den Angaben der B._ AG eines zuletzt erzielten
monatlichen Einkommens von Fr. 4'999.-- (X 13; act. G 7.1/6.2, 21 und 40). Die
Eingliederungsberaterin ging in ihrem Schlussbericht vom 4. Juli 2006 sodann von
einem Valideneinkommen von Fr. 75'501.-- aus. Dabei berücksichtigte sie das im Jahr
2000 erzielte Einkommen von Fr. 69'458.--, aufgerechnet mit einem Reallohn- und
Teuerungsausgleich bis 2005 von 8,7 % (act. G 7.1/134.2). Nach einer Rückfrage bei
der ehemaligen Arbeitgeberin gab die B._ AG am 29. November 2006 an, der
Beschwerdeführer würde "heute" ein ahv-pflichtiges Einkommen von Fr. 4'757.-- pro
Monat erzielen, wobei der Grundlohn Fr. 4'492.-- betragen würde. Zusätzlich kämen
eine durchschnittliche "Verpackungsprämie" von Fr. 200.-- sowie eine
Wegentschädigung von Fr. 65.-- hinzu (act. G 7.1/146.1). Auf weitere Anfrage der
Beschwerdegegnerin erklärte die Arbeitgeberin am 9. Mai 2007, die Diskrepanz der
angegebenen Einkommen von Fr. 4'999.-- und Fr. 4'757.-- rühre daher, dass ab 19.
Januar 2004 keine Schichtarbeit mehr geleistet worden sei. Die durchschnittliche
Schichtzulage habe 7,5 % auf dem Bruttolohn betragen (act. G 7.1/166). In der Folge
setzte die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen auf Fr. 61'841.-- (Fr. 4'757.-- X
13) fest (act. G 7.1/168).
Demgegenüber will der Beschwerdeführer das im Jahr 2000, als letztes Jahr mit voller
Arbeitsfähigkeit, erzielte Einkommen von Fr. 69'458.-- als Ausgangsbasis, zuzüglich
Teuerung bis 2006 (10 %), somit Fr. 76'404.--, angerechnet haben. Mit der
Beschwerdegegnerin ist zunächst festzustellen, dass die Einkommen in den Jahren vor
der Invalidität teilweise stark schwankten. Es erscheint jedoch gerechtfertigt, als
Ausgangsbasis auf das von der ehemaligen Arbeitgeberin angegebene (potentielle)
Einkommen von Fr. 4'999.-- pro Monat bzw. rund Fr. 65'000.-- pro Jahr abzustellen
(vgl. act. G 7.1/6.2). Diese Grösse entspricht ziemlich genau dem 10-jährigen
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Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2000 von rund Fr. 65'600.-- (gemäss IK-Auszug, act.
G 7.1/14). Sie weicht zudem nur geringfügig vom Durchschnitt der letzten drei ("guten")
Jahre vor der Invalidität bzw. zwischen den Jahren, in welchen sich der
Beschwerdeführer jeweils einer Fussoperation unterziehen musste (1998 - 2000) von
rund Fr. 66'200.-- ab (vgl. act. G 7.1/14). Mithin ist nicht davon auszugehen, dass das
von der Arbeitgeberin angegebene potentielle Einkommen von Fr. 4'999.-- bereits (zu)
stark von den einsetzenden gesundheitlichen Problemen des Beschwerdeführers
beeinträchtigt war. Darauf ist abzustellen.
Im Weiteren ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer gemäss den Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin im Januar 2004
im Validenfall eine Einkommenseinbusse hätte hinnehmen müssen, da die
Schichtarbeit - und damit die Schichtzulage - in seiner Abteilung weggefallen sind (act.
G 7.1/166). Insbesondere ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen
(vgl. vorstehende Erwägung 2.2), dass der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt (im
55. Altersjahr stehend) und mit seinen fehlenden Qualifikationen eine andere
Arbeitsstelle gesucht hätte. Vielmehr ist davon auszugehen, dass er die entsprechende
Lohneinbusse von 7,5 % auf dem Bruttolohn akzeptiert hätte.
Selbst wenn man zu Gunsten des Beschwerdeführers jeweils die Teuerung
hinzurechnet - die Arbeitgeberin bezog ihre Lohnangaben allerdings auf den jeweiligen
Berichtszeitpunkt, d.h. auf Dezember 2002 (act. G 7.1/6.2 bzw. November 2006 (act. G
7.1/146.1) - ergibt sich damit für das Jahr 2003 folgendes Valideneinkommen:
Ausgehend von der Basis im Jahr 2000 von Fr. 4'999.-- ist für die Jahre von 2001 bis
2003 die Teuerung von 2,5 %, 1,8 % und 1,4 % hinzuzurechnen (vgl.
www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/key/ neues Fenster
lohnentwicklung/nominal_und_real.html). Mithin ist für 2003 von einem Einkommen von
Fr. 5'289.-- pro Monat bzw. rund Fr. 68'800.-- im Jahr auszugehen.
Ab Januar 2004 fiel die Schichtzulage von durchschnittlich 7,5 % auf dem Bruttolohn
weg, so dass das Einkommen ab 2004 (inkl. bis dahin aufgelaufene Teuerung, und
damit in Abweichung der Angaben der Arbeitgeberin) Fr. 4'912.-- betragen hätte (Fr.
5'289.-- - Fr. 265.-- [Verpackungsprämie und Wegzulage] X 0,925 + Fr. 265.--). Dies
ergibt ein Valideneinkommen ab Februar 2004 von rund Fr. 63'900.--.
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/03/04/blank/key/
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2.5 Für die Berechnung des Invalideneinkommens ging die Beschwerdegegnerin von
der Lohnstrukturerhebung LSE 2006, privater Sektor, Niveau 4, aus und setzte das
Invalideneinkommen unter Berücksichtigung einer Arbeitsfähigkeit von 70 % und eines
Leidensabzugs von 15 % auf Fr. 34'700.-- fest. Nachdem das Invalideneinkommen
zunächst für die Zeitspanne ab Anspruchsbeginn bis zum Wegfall der Schichtzulage
(November 2003 bis Januar 2004) zu bemessen ist, ist auf die LSE 2002 (zuzüglich
Nominallohnentwicklung) abzustellen. Der entsprechende Wert für das Jahr 2003
(betriebsübliche Arbeitszeit 41,7 Wochenstunden) beträgt Fr. 57'745.-- (Anhang 2, IVG-
Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV).
Nachdem ab Januar 2004 die Schichtzulage weggefallen war, ist für die Berechnung
des Invaliditätsgrades ab Februar 2004 auf die LSE 2004 abzustellen. Gemäss deren
TA1, privater Sektor, Männer, Niveau 4, ergibt sich demgegenüber ein monatliches
Einkommen von Fr. 4'588.--. Aufgerechnet auf die betriebsübliche Arbeitszeit von
durchschnittlich 41,6 Wochenstunden ergibt sich damit ein jährliches Einkommen von
Fr. 57'258.-- (vgl. Anhang 2, IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV).
Unbestrittenermassen ist von diesen Tabelleneinkommen die Arbeitsunfähigkeit von 30
% in Abzug zu bringen. Im Weiteren ist ein Leidensabzug vorzunehmen.
Diesen setzte die Beschwerdegegnerin auf 15 % fest. Demgegenüber beantragt der
Beschwerdeführer, es sei ein Leidensabzug von 25 % vorzunehmen. Zur Begründung
macht er geltend, es sei ein zusätzlicher Abzug von je 5 % wegen der nurmehr
möglichen Teilzeittätigkeit sowie der ausländischen Nationalität und langen
Betriebszugehörigkeit des Beschwerdeführers vorzunehmen. Nach der
Rechtsprechung ist die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne
herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des
konkreten Einzelfalles (wie leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre,
Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) abhängig (BGE 129 V 472
E. 4.2.3 S. 481, 126 V 75). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, d.h.
dass nicht für jedes Merkmal der entsprechende Abzug zu quantifizieren ist und die
einzelnen Abzüge zusammenzuzählen sind. Schliesslich ist der Abzug auf höchstens
25% zu begrenzen. Bei der Überprüfung des gesamthaft vorzunehmenden Abzugs darf
das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle
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desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen
können, die seine abweichende Ermessensausübung als nahe liegender erscheinen
lassen.
Vorliegend kann der Beschwerdeführer in leidensadaptierten Tätigkeiten vollzeitlich
arbeiten. Dabei erbringt er eine um 30 % reduzierte Arbeitsleistung. Diese Tatsache
wurde bereits im 30 %igen Abzug berücksichtigt. Als erschwerender Faktor ist vor
allem das Alter zu nennen. Zudem ist gemäss der genannten Rechtsprechung zu
berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer bei der ehemaligen Arbeitgeberin eine
lange Dienstzeit von rund 17 Jahren vorweisen konnte. Zwar ergaben die Nachfragen
bei der ehemaligen Arbeitgeberin, dass dieser Umstand offenbar gerade nicht stark
gewichtet worden wäre, gab doch die B._ AG auch für 2006 noch einen Monatslohn
von Fr. 4'757.-- an (act. G 7.1/146). Die Frage kann indessen offen bleiben. Indem die
Beschwerdegegnerin einen (zusätzlichen) Abzug von 15 % vorgenommen hat, hat sie
allfällige Erschwernisse über die blosse verminderte Arbeitsfähigkeit hinaus bereits
berücksichtigt. Insbesondere ist kein zusätzlicher Teilzeitabzug vorzunehmen. Ebenso
ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer auf Grund seiner Nationalität auf
dem für ihn in Frage kommenden Arbeitsmarkt eingeschränkt sein soll. Insgesamt hat
die Beschwerdegegnerin ihr Ermessen beim Leidensabzug nicht rechtsfehlerhaft
ausgeübt, so dass das Versicherungsgericht nicht in das Ermessen der Verwaltung
eingreift.
Ausgehend von einem Jahreslohn von Fr. 57'745.-- (vgl. oben) ergibt sich damit für
2003 ein Invalideneinkommen von Fr. 34'358.-- (Fr. 57'745.-- X 70 % X 85 %). Für 2004
ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 34'068.-- (Fr. 57'258.-- X 70 % X 85 %).
Der Invaliditätsgrad beträgt damit für 2003 50 % ([Fr. 68'800.-- - Fr. 34'358.--] : Fr.
68'800.-- X 100), ab Februar 2004 46,7 % ([Fr. 63'900.-- - Fr. 34'068.--] : Fr. 63'900.--
X 100). Damit hat der Beschwerdeführer für die Zeit ab November 2003 bis Januar
2004 Anspruch auf eine halbe Rente, ab Februar 2004 auf eine Viertelsrente.
3.
3.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unter teilweiser Aufhebung der
angefochtenen Verfügung vom 25. Juli 2007 insofern teilweise zu schützen, als dem
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Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. November 2003 bis 31. Januar 2004 eine halbe
Rente zuzusprechen ist; im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
3.2 Nach Art. 69 Abs. 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen
Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Nach
Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen
Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden.
Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Prozessführung und
Rechtsverbeiständung am 29. November 2007 bewilligt (act. G 8). Wenn die
wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers es gestatten, kann er jedoch zur
Nachzahlung der Gerichtskosten, der Auslagen für die Vertretung und der vom Staat
entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288 Abs. 1 ZPO/SG i.V.m. Art. 99
Abs. 2 VRP/SG).
Der vorliegende Verfahrensausgang führt insgesamt nur zu einer ganz geringfügigen
Verbesserung bei der Rentenzusprache, so dass kostenmässig von einem
vollständigen Unterliegen des Beschwerdeführers auszugehen ist. Die Gerichtskosten
von Fr. 600.-- sind deshalb dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Infolge der
gewährten unentgeltlichen Rechtspflege ist der Beschwerdeführer von deren
Bezahlung zu befreien.
3.3 Die Vertreterin des Beschwerdeführers hat am 14. Januar 2008 eine Kostennote für
die Bemühungen im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung von
Fr. 2'182.15 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) eingereicht (act. G 10.1). Diese
Entschädigung erscheint angemessen. Entsprechend ist der Staat zu verpflichten, die
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit Fr. 2'182.15 zu entschädigen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG