Decision ID: 8cc3036e-a661-42ec-995d-13752047aa04
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Mattias Dolder, Poststrasse 23, 9001 St. Gallen,
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
Ergänzungsleistung zur IV
Sachverhalt:
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A.
A.a Der 1956 geborene A._ meldete sich am 10./29. Januar 2007 zum Bezug von
Ergänzungsleistungen zur IV an. Er gab unter anderem an, kein Erwerbseinkommen zu
erzielen und ein Krankentaggeld zu beziehen. Er selber sei seit 1986, seine ebenfalls
1956 geborene Ehefrau sei seit 1987 in der Schweiz wohnhaft. Am 5. Dezember 2006
hatte die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten
- aufgrund eines Gesuchs vom 3. Juni 2004 - ab 1. April 2004 eine Dreiviertelsrente bei
einem Invaliditätsgrad von 60 % zugesprochen.
A.b Am 15. Februar 2007 teilte die Sozialversicherungsanstalt dem Versicherten mit,
sie habe zu prüfen, ob und in welchem Umfang von seiner gegenwärtig nicht
erwerbstätigen Ehefrau eine Erwerbstätigkeit erwartet werden könne, und stellte ihm
hierzu einen Fragebogen zu. Die Ehefrau bestätigte im Fragebogen vom 22. Februar
2007, sie habe keine berufliche Ausbildung und sei Hausfrau. Sie sei krankheitshalber
erwerbsunfähig, wie das beiliegende Arztzeugnis zeige. Wegen der Krankheit und
mangels Deutschkenntnissen habe sie sich nicht um eine Arbeitsstelle beworben. Im
erwähnten Arztbericht vom 24. Februar 2007 bescheinigte Dr. med. B._, FMH Allg.
Medizin, die Ehefrau des Versicherten könne zuhause - mit Unterbrüchen und ohne
anstrengendere Tätigkeiten - arbeiten, eine Anstellung mit (erforderlicher)
Leistungsstabilität sei dagegen nicht möglich. Sie könne ihre Knie- und Hüftgelenke
nicht belasten und HWS-Faszettenschmerzen würden eine gleichförmige Arbeit auch
leichter Art verhindern. Im August 2006 habe eine IV-Beurteilung stattgefunden. Im
Haushalt habe eine Arbeitsfähigkeit von 60 % bestanden. Als Diagnosen gab er an: ein
chronisches cervico-lumbospondylogenes Syndrom, Ermüdungsschmerzen,
Polyarthrose (Gonarthrosen beids., Patellararthrosen, Coxarthrose beidseits),
somatoforme Schmerzstörung, depressives Zustandsbild, Adipositas permagna,
chronische venöse Insuff./Ödeme, Bridenbeschwerden/Ileozökalresektion 1992, rec.
Bridenbeschwerden, St. n. akuter Appendizitis 1973.
A.c Auf Anfrage nach dem Arbeitsplatzangebot in den Jahren 2004 bis 2007 für ein
umschriebenes Personen- und Anforderungsprofil (EL-act. 34) teilte das örtliche
Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) am 17. April 2007 mit, für den
beschriebenen Personenkreis sei der Stellenmarkt sehr angespannt gewesen und sei
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es noch. Ohne genauere Details zu kennen, werde als nicht unmöglich erachtet, eine
leichtere Hilfsarbeit zu finden.
A.d Mit Verfügung vom 7. Juni 2007 sprach die Sozialversicherungsanstalt dem
Versicherten ab 1. Januar 2007 eine (ordentliche) Ergänzungsleistung von Fr. 631.-- pro
Monat (Minimalgarantie) zu. Für die Zeit ab 1. Juni 2004 (bis 31. Dezember 2006)
ergaben ihre Berechnungen keinen EL-Anspruch. Bei den Berechnungen waren als
Einnahmen jeweils hypothetische Einkommen für das Ehepaar angerechnet worden (für
das Jahr 2007 beispielsweise Fr. 6'047.-- für den Versicherten und Fr. 28'214.-- für die
Ehefrau; vgl. EL-act. 29-1/1 und EL-act. 39-3/4). Als Ausgabe war der Beitrag an die
AHV/IV/EO für Nichterwerbstätige des Versicherten berücksichtigt.
A.e Mit Verfügung vom 4. Juli 2007 setzte die Sozialversicherungsanstalt den EL-
Anspruch des Versicherten ab 1. Januar 2007 nochmals neu fest. Sie rechnete neu
auch den Nichterwerbstätigen-Beitrag der Ehefrau des Versicherten an. Eine
Anspruchsänderung wurde dadurch (wegen der Minimalgarantie) nicht bewirkt.
A.f Der Versicherte liess am 4. Juli 2007 gegen die Verfügung vom 7. Juni 2007
Einsprache erheben mit dem Antrag, sie aufzuheben und dem Versicherten die ihm
gesetzlich zustehenden Ergänzungsleistungen zuzusprechen, wobei insbesondere auf
die Aufrechnung eines hypothetischen Einkommens seiner Ehefrau zu verzichten sei.
Die Ehefrau des Versicherten sei in der Schweiz nie erwerbstätig gewesen, sondern
habe sich soweit gesundheitlich möglich dem Haushalt gewidmet. Diese seit mehr als
20 Jahren gelebte eheliche Aufgabenteilung sei auch ergänzungsleistungsrechtlich
anzuerkennen. Bei der Bemessung ihrer Invalidität sei sie denn auch als Hausfrau
eingestuft worden. Eine Vollzeittätigkeit könnte von ihr (wegen der Betreuungspflichten
gegenüber dem 14-jährigen Sohn, insbesondere des fortgeschrittenen Alters von
51 Jahren und der fehlenden Ausbildung) nicht einmal im Rahmen eines
Scheidungsverfahrens verlangt werden. Gegen die Anrechnung sprächen auch die
fehlenden Sprachkenntnisse und die konkrete Arbeitsmarktlage. Bei der Anfrage an
das RAV sei zu Unrecht davon ausgegangen worden, es seien genügende
Deutschkenntnisse und bei einer leichten Tätigkeit keine gesundheitlichen
Einschränkungen vorhanden. Der Bericht des Departements Innere Medizin,
Rheumatologie und Rehabilitation, am Kantonsspital St. Gallen vom 7. November 2006
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belege erhebliche gesundheitliche Beschwerden. Bei den angerechneten
Krankentaggeldleistungen habe es sich zu einem grossen Teil um Vorschussleistungen
gehandelt, die dem Versicherten nicht zusätzlich zu den vollen Leistungen der IV und
der Pensionskasse zustünden und die zurückgefordert würden. Ausserdem seien
Unstimmigkeiten bei den Beiträgen und beim Freibetrag festzustellen.
A.g Am 13. Juli 2007 liess der Versicherte auch gegen die Verfügung vom 4. Juli 2007
mit analogem Antrag und entsprechender Begründung Einsprache erheben.
A.h Am 19. Juli 2007 wies der Rechtsdienst der Sozialversicherungsanstalt den
Rechtsvertreter des Versicherten darauf hin, dass für den Versicherten irrtümlich ein zu
tiefes hypothetisches Einkommen angerechnet worden sei, was ab 1. Januar 2007 zu
korrigieren erwogen werde und zu einer Verneinung des Anspruchs führen würde.
A.i Der Rechtsvertreter des Versicherten hielt am 17. August 2007 an seinen
Einsprachen fest. Die Einschränkungen der Ehefrau des Versicherten im
Erwerbsbereich hätten in ihrem IV-Verfahren keine Bedeutung gehabt. Wolle die
Sozialversicherungsanstalt nicht auf die Zeugnisse von Dr. B._ und des
Kantonsspitals abstellen, so hätte sie Abklärungen veranlassen müssen. Auch als
Hausfrau sei der Ehefrau des Versicherten eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit
attestiert worden. Es gehe nicht an, dem zu 60 % invaliden Versicherten ein
hypothetisches Einkommen anzurechnen und gleichzeitig zu erwarten, dass er zu 40 %
Tätigkeiten im Haushalt übernehme. Im Familienrecht werde davon ausgegangen, dass
bei einem Kind zwischen zehn und sechzehn Jahren nur eine Teilzeiterwerbstätigkeit
von etwa 30 bis höchstens 50 % möglich sei. Eine Erwerbstätigkeit höheren
Ausmasses könne von der Ehefrau des Versicherten von vornherein nicht erwartet
werden.
A.j Mit Entscheid vom 6. September 2007 wies die Sozialversicherungsanstalt die
Einsprachen ab, soweit sie nicht gegenstandslos geworden seien. Die Verfügung vom
4. Juli 2007 hob sie auf und stellte fest, dass der Versicherte keinen Anspruch auf
Ergänzungsleistungen habe. Sie forderte Ergänzungsleistungen von Fr. 5'048.-- zurück
und verrechnete die Rückforderung mit einem allfälligen IPV-Anspruch. Im Restbetrag
erliess sie die Rückforderung. Die Verfügung vom 7. Juni 2007 sei durch jene vom
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4. Juli 2007 aufgehoben worden, womit das erste Einspracheverfahren gegenstandslos
geworden sei. Die IV sei bei der Invaliditätsbemessung für den Versicherten von einer
Arbeitsfähigkeit von 40 % und einem erzielbaren Einkommen von Fr. 24'744.--
ausgegangen. Die Verwertbarkeit der Arbeitskraft dürfe vermutet werden; sie habe sie
nicht zu belegen. Stattdessen habe der Versicherte - beispielsweise durch erfolglose
Bewerbungen - zu belegen, dass keine Verwertbarkeit bestehe. Der Versicherte habe
aber nicht einmal behauptet, sich um Arbeit bemüht zu haben. Die Anrechnung von
Fr. 11'760.-- bzw. Fr. 12'093.-- sei ausgesprochen moderat. In den angefochtenen
Verfügungen sei irrtümlich ein zu tiefes hypothetisches Einkommen eingesetzt worden.
Ein solches Einkommen sei aber erst nach dem Auslaufen der Krankenkassentaggelder
Ende April 2005 zu berücksichtigen. Diesbezüglich sei die Berechnung zu korrigieren.
Im Zeitpunkt des frühestmöglichen EL-Anspruchs im Juni 2004 sei der Sohn rund
elfeinhalb Jahre alt und also schulpflichtig gewesen. Er habe zuhause keiner
lückenlosen Beaufsichtigung mehr bedurft. Einen erheblichen Teil dieser Aufgabe
könnte der Versicherte - selbst bei Ausübung einer Teilerwerbstätigkeit - übernehmen.
Seiner Ehefrau sei ein hypothetisches Einkommen in der Höhe von 60 % der
Durchschnittslöhne von Hilfsarbeiterinnen (Fr. 28'214.--) angerechnet worden. Die
Reduktion um 40 % sei grosszügigerweise mit Lohnnachteilen wegen des Alters und
der fehlenden Arbeitserfahrung begründet worden. Ein solches Einkommen könne die
Ehefrau auch in einem Teilpensum erzielen. Die EL-Durchführungsstelle sei nicht an die
IV-rechtliche Qualifikation gebunden. Von der Ehefrau dürfe zur Vermeidung einer
finanziellen Notlage die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit erwartet werden. Für eine
leichtere Arbeit im Sitzen sei sie nach Angaben des Hausarztes voll arbeitsfähig.
Trotzdem habe sie nichts unternommen, um sich erwerblich einzugliedern. Weder habe
sie die Sprache zu erlernen noch eine Stelle zu finden versucht. Es könne davon
ausgegangen werden, dass bei der aktuell guten Wirtschaftslage auch für Personen mit
ihren Möglichkeiten ausreichend geeignete Stellen zur Verfügung stünden. Vom
Wohnort C._ aus sei auch der Grossraum Zürich innert nützlicher Frist zu erreichen.
Korrekturen seien bezüglich der Anrechnung der Sozialversicherungsbeiträge und der
Krankenkassentaggelder vorzunehmen. Anrechenbar seien pro Jahr Taggelder von
Fr. 11'245.-- (Fr. 51'353.-- für dreizehn Monate abzüglich Fr. 39'169.-- Rückforderung,
umgerechnet auf zwölf Monate). Eine Neuberechnung zeige einen
Einnahmenüberschuss.
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B.
Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Dr. Mattias
Dolder für den Betroffenen am 3. Oktober 2007 erhobene Beschwerde. Der
Rechtsvertreter beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien
dem Beschwerdeführer die ihm gesetzlich zustehenden Ergänzungsleistungen
zuzusprechen, wobei insbesondere auf die Anrechnung eines hypothetischen
Einkommens seiner Ehefrau zu verzichten sei. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 40 % und
weniger, kombiniert mit einer Beschränkung auf leichteste Arbeiten, bestehe nach der
Rechtsprechung des angerufenen kantonalen Gerichts keine natürliche Vermutung für
die Verwertbarkeit der Restarbeitskraft auf dem realen Arbeitsmarkt mehr. Dem
Beschwerdeführer, dem für leichte, wechselbelastende Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit
von 40 % attestiert worden sei, dürfe daher kein hypothetisches Einkommen
angerechnet werden, da ihm nicht nachgewiesen worden sei, dass er sich nicht
beworben oder eine angebotene Stelle nicht angenommen habe. Es könne nicht
angehen, die Ehefrau des Beschwerdeführers für denselben Zeitraum
sozialversicherungsrechtlich einmal als Hausfrau und einmal als Vollerwerbstätige
einzustufen. Die Haushaltführung verbleibe bei der Ehefrau, der hierfür im IV-Verfahren
eine gesundheitliche Beeinträchtigung attestiert worden sei. Die verlangte
Erwerbstätigkeit sei angesichts der Betreuungspflichten, des Alters und der fehlenden
Ausbildung unzumutbar. Die familienrechtliche Beistandspflicht könne im
sozialversicherungsrechtlichen Verfahren nicht weiter gehen als im familienrechtlichen.
Im angefochtenen Entscheid werde angenommen, die Ehefrau des Beschwerdeführers
könne ein Einkommen von Fr. 28'214.-- mit einer Teilzeiterwerbstätigkeit erzielen. Die
Durchführungsstelle sei noch davon ausgegangen, hierfür sei eine Vollzeitanstellung
erforderlich. Der Hinweis auf die Erreichbarkeit des zürcherischen Stellenangebots
erscheine realitätsfremd. Die Einschätzung, aktuell herrsche eine gute Wirtschaftslage,
widerspreche der Auskunft des RAV, das im Übrigen aber von zu positiven Annahmen
ausgegangen sei. Dass der Hausarzt die Ehefrau des Beschwerdeführers für leichtere
Arbeit als voll arbeitsfähig betrachte, finde in den Akten keine Stütze. Vielmehr habe er
ihr eine Arbeitsfähigkeit von null attestiert. Medizinische Berichte aus dem IV-Verfahren
würden nicht bei den Akten liegen und dürften deshalb bei der Entscheidfindung nicht
berücksichtigt werden. In einem jüngsten Zeugnis vom 7. September 2007 bescheinige
Dr. B._ der Ehefrau des Beschwerdeführers eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für
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externe Arbeit. Dass ihre Gesundheit angeschlagen sei, zeigten auch die Berichte eines
Röntgeninstituts und einer Chirurgischen Praxis (Dr. med. D._, FMH Chirurgie). Sie
habe sich Mitte September 2007 erneut bei der IV angemeldet. Von einem Verzicht auf
Erwerbseinkommen könne nicht gesprochen werden.
C.
In ihrer Beschwerdeantwort vom 16. Oktober 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin
Abweisung der Beschwerde. Der angerufene kantonale Entscheid sei nicht
rechtskräftig. Im Übrigen seien dem Beschwerdeführer nicht nur noch leichteste
Arbeiten zumutbar. Es handle sich um eine gesetzliche, nicht um eine natürliche
Vermutung, die durch den Nachweis einer erfolglosen Stellensuche umzustossen sei.
Beim Beschwerdeführer sei, da er keine Arbeit gesucht habe, von selbstverschuldeter
Arbeitslosigkeit auszugehen. Es könne durchaus erwartet werden, dass die Eheleute
ihre Aufgabenteilung anpassten. Der Hinweis auf die familienrechtliche Situation
verfange nicht, seien doch die in die EL-Berechnung einbezogenen Personen
sozusagen als Einheit mit einem ökonomischen Potential zur Erzielung von Einkommen
zu betrachten. Nach der Schilderung von Dr. B._ vom 31. Oktober 2005 sei die
Ehefrau des Beschwerdeführers in einer leichten, vorwiegend im Sitzen zu
verrichtenden Arbeit voll arbeitsfähig. Das Problem liege demnach in der Weigerung,
etwas an der Aufgabenteilung zu ändern. Auch die Empfehlung des Hausarztes, eine
Heimarbeit zu verrichten, sei nicht medizinisch, sondern sozial begründet. In diesem
Sinn sei auch das ärztliche Zeugnis vom 7. September 2007 auszulegen, das von einer
seit 2005 geltenden - also wohl unveränderten - Beurteilung spreche. Wenn Dr. D._
festhalte, es könne nicht mit Sicherheit von Schmerzfreiheit ausgegangen werden, so
sei zu betonen, dass dies nicht Voraussetzung einer Arbeitsfähigkeit sei. Eine
Arbeitsunfähigkeit, die eine Erwerbsaufnahme verunmöglichen würde, liege nicht vor.
Dr. B._ hatte in seinem Arztzeugnis vom 31. Oktober 2005 angegeben, die Ehefrau
des Beschwerdeführers leide an einer beidseitigen Femoropatellararthrose
fortgeschritten re mehr als li, an leichten degenerativen Veränderungen der LWS, einer
chronischen Lumbago, funktionellen Colonirritationen mit Diarrhoe/Obstipation i.S.
eines Reizkolons, St. n. multiplen Laparotomien 1992-1993/Dünndarmileus 1993, und
an einer depressiven Persönlichkeit, wahrscheinlich reaktiv, involutiv. Die Arbeit im
Haushalt sei ihr möglich. Sie habe nie einen Beruf ausgeübt. Arbeit ausser Hauses sei
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ihr kaum möglich (Knie-/Rückenschmerzen), sie sei aber auch kaum integrierbar. Der
Beschwerdeführer lehne eine Arbeitstätigkeit ihrerseits ab. Objektiv sei sie für eine
leichte Arbeit vorwiegend im Sitzen voll arbeitsfähig.
D.
Mit Replik vom 31. Oktober 2007 legt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein
Arztzeugnis von Dr. B._ vom 24. Oktober 2007 ein. Danach sei der Beschwerdeführer
von Januar bis April 2005 voll arbeitsunfähig gewesen, und es bestehe eine volle
Arbeitsunfähigkeit fort. Diese stehe der Verwertbarkeit der im IV-Verfahren ermittelten
theoretischen Restarbeitsfähigkeit entgegen. Familienrechtliche Grundsätze seien in
der EL zu berücksichtigen. Die Ehefrau des Beschwerdeführers sei vollumfänglich
arbeitsunfähig. In Verletzung des rechtlichen Gehörs stütze sich die
Beschwerdegegnerin nun neu auf ein etwa zwei Jahre altes Zeugnis von Dr. B._, das
wohl aus den IV-Akten der Ehefrau des Beschwerdeführers stamme und das er trotz
Antrags auf vollumfängliche Akteneinsicht nicht zugestellt erhalten habe. Selbst wenn
diese Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt werden könnte, wäre das
Nachschieben von neuen Akten beim Entscheid über die Parteientschädigung
mitzuberücksichtigen. Es sei eine willkürliche Beweiswürdigung erfolgt. Die
Beschwerdegegnerin wolle die gesundheitliche Situation auf eine reine
Schmerzproblematik verkürzen. Damit werde sie der Lage nicht gerecht, was der
Bericht von Dr. D._ zeige, wo der Ehefrau als Behandlungsalternative eine
Knietotalprothese in Aussicht gestellt worden sei.
E.
In ihrer Duplik vom 15. November 2007 hält die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag
fest. Die vorübergehende volle Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers sei
unbeachtlich. Er habe des Weiteren im Rahmen des Beschwerdeverfahrens zum
Arztbericht vom 31. Oktober 2005 betreffend seine Ehefrau Stellung nehmen können,
so dass eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt wäre. Angesichts des
stichwortartig verfassten, auslegungsbedürftigen und kaum verwertbaren Arztberichts
vom 24. Februar 2007 sei es angezeigt gewesen, auf den Bericht aus den IV-Akten
zurückzugreifen. Das bestätige sich im Bericht vom 7. September 2007, wo der Arzt die
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Beurteilung bis 2005 zurück beziehe. Die geänderte Beurteilung sei dadurch zu
erklären, dass es nicht dem individuellen Konzept der Familie entspreche, dass die
Ehefrau einer ausserhäuslichen Arbeit nachgehe. Dr. D._ habe eine Knietotalprothese
lediglich für den Fall der Zunahme der Beschwerden erwogen. Da eine angepasste
Tätigkeit vorwiegend im Sitzen zu verrichten sei, werde die Arbeitsfähigkeit von der
Knieproblematik kaum berührt.
F.
Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat zu den vom Gericht am 19. Februar
2008 beigezogenen IV-Akten der Ehefrau des Beschwerdeführers am 10. März 2008
Stellung genommen und vorgebracht, diese würden bestätigen, dass die Ehefrau
weder über eine Schul- noch über eine Berufsausbildung verfüge und praktisch keine
Deutschkenntnisse aufweise. Sie habe nach Angaben des zuständigen IV-
Fachbearbeiters keine persönlichen oder berufsspezifischen Ressourcen vorzuweisen.
Sie sei als reine Hausfrau eingestuft worden. Es sei unzulässig, sie nun als
Vollerwerbstätige zu betrachten, für welche der Arbeitsmarkt eine Nachfrage biete.
Insbesondere die Akten des Revisionsverfahrens (recte wohl: des Verfahrens der
Neuanmeldung) würden belegen, dass nicht eine reine Schmerzproblematik vorliege.
Die Ehefrau des Beschwerdeführers sei als Hausfrau erheblich eingeschränkt, die
Einschränkungen im Erwerbsbereich seien dagegen im IV-Verfahren nicht von
Bedeutung. Gemäss Dr. B._ sei sie jedoch im Erwerbsbereich nach wie vor voll
arbeitsunfähig. Auf diesen Arztbericht habe sich die IV-Stelle bei der Abweisung des
Gesuchs gestützt.

Erwägungen:
1.
1.1 Das auf den 1. Januar 2008 hin in Kraft getretene ELG vom 6. Oktober 2006 ist
vorliegend, da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Erlass des
angefochtenen Einspracheentscheids vom 6. September 2007 entwickelt hat, nicht
anwendbar.
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1.2 Im Streit liegt der Einspracheentscheid, der eine Abweisung des EL-Anspruchs
des Beschwerdeführers (ab 1. Juni 2004) beinhaltet. Daneben stellte die
Beschwerdegegnerin eine Rückforderung der für die Zeit vom 1. Januar 2007 bis
31. August 2007 bezogenen ordentlichen Ergänzungsleistungen im Betrag von
Fr. 5'048.--.
1.3 Die Beschwerdegegnerin stellte des Weiteren fest, dass diese Rückforderung mit
der allfälligen (KV-)IPV-Forderung des Beschwerdeführers verrechnet werde, und
erliess den Restbetrag der Rückforderung. Zur Verrechnung ist zu erwähnen, dass sie
durch die zur Ausrichtung der Leistung verpflichtete Sozialversicherung zu verfügen ist
(Franz Schlauri, Die zweigübergreifende Verrechnung und weitere Instrumente der
Vollstreckungskoordination des Sozialversicherungsrechts, in: René Schaffhauser/
Franz Schlauri, Sozialversicherungsrechtstagung 2004, St. Gallen 2004, S. 158 f.). Zur
Verfügung über die Verrechnung eines allfälligen IPV-Anspruchs ist somit die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen zuständig, welche nach Art. 3 des
st. gallischen Einführungsgesetzes zur Bundesgesetzgebung über die
Krankenversicherung (sGS 331.11) die Bestimmungen über die Prämienverbilligung
vollzieht. Auf die Festsetzung der Nachzahlung der allfälligen KV-IPV ist verzichtet
worden. Weil eine IPV-Nachzahlungsverfügung fehlt, hat die im Einspracheentscheid
enthaltene Verrechnungsverfügung keine Grundlage, so dass es bei einer fingierten KV-
IPV-Nachzahlung und ihrer Verrechnung zugunsten der EL-Rückforderung bleibt. Dass
der rechnerische Rückforderungssaldo erlassen wird, ist dagegen anfechtbar
entschieden worden. Dieser Punkt ist ebenso wenig angefochten worden wie die
fehlende IPV-Nachzahlungsverfügung und die entsprechende fingierte Verrechnung.
Strittig ist nur der EL-Anspruch in den Berechnungsgrundlagen der hypothetischen
Erwerbseinkommen der beiden Ehegatten.
2.
Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die
anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 3a Abs. 1
ELG). Als Einnahmen anzurechnen sind nach Art. 3c Abs. 1 ELG unter anderem
Erwerbseinkünfte in Geld oder Naturalien (lit. a) und Einkünfte, auf die verzichtet
worden ist (lit. g). Eine Verzichtshandlung liegt unter anderem vor, wenn die versicherte
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Person aus von ihr zu verantwortenden Gründen von der Ausübung einer möglichen
und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht (Entscheid des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S Y. vom 9. Juli 2002, P 18/02; BGE 121 V 205 E. 4a; AHI 2001
S. 133 E. 1b).
3.
3.1 Dem Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin ein hypothetisches
Einkommen von Fr. 11'760.-- (ab 1. Mai 2005) bzw. von Fr. 12'093.-- (ab 1. Januar
2007) angerechnet. Basierend auf Art. 3a Abs. 7 lit. c ELG betreffend die Anrechnung
von Einkommen aus einer zumutbaren Erwerbstätigkeit bei Teilinvaliden sieht nämlich
Art. 14a ELV vor, dass Invaliden als Erwerbseinkommen grundsätzlich der Betrag
angerechnet wird, den sie im massgebenden Zeitraum tatsächlich verdient haben
(Abs. 1), dass Invaliden unter 60 Jahren aber bei einem Invaliditätsgrad von 60 bis unter
70 % mindestens zwei Drittel des Höchstbetrags für den Lebensbedarf von
Alleinstehenden nach Art. 3b Abs. 1 lit. a ELG anzurechnen ist (Art. 14a Abs. 2 lit. b
ELV, vgl. lit. a).
3.2 Der Beschwerdeführer lässt geltend machen, ein hypothetisches Einkommen
dürfe ihm nicht angerechnet werden, weil die Beschwerdegegnerin ihm nicht
nachgewiesen habe, dass er sich um eine konkrete offene Stelle nicht beworben oder
eine angebotene Stelle nicht angenommen hätte. Nach der Rechtsprechung kann
indessen im Hinblick auf die berechtigten Interessen der Vereinfachung und der
rascheren Behandlung von Einzelfällen grundsätzlich davon ausgegangen werden,
dass es einer teilinvaliden versicherten Person vermutungsweise möglich und zumutbar
ist, im Rahmen ihres von den Organen der Invalidenversicherung festgestellten
verbliebenen Leistungsvermögens die in Art. 14a ELV festgelegten Grenzbeträge zu
erzielen. Die gesetzliche Vermutung kann durch den Beweis des Gegenteils
umgestossen werden, indem der Ansprecher auch Umstände geltend machen kann,
welche bei der Bemessung der Invalidität ohne Bedeutung waren, ihm jedoch
verunmöglichen, seine theoretische Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich zu nutzen. Bei
der Prüfung der Frage, ob der teilinvaliden versicherten Person die Ausübung einer
Tätigkeit in grundsätzlicher wie masslicher Hinsicht möglich und zumutbar ist, sind -
entsprechend der Zielsetzung der Ergänzungsleistungen - sämtliche Umstände zu
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berücksichtigen, welche die Realisierung eines Einkommens verhindern oder
erschweren, wie Alter, mangelnde Ausbildung oder Sprachkenntnisse, aber auch
persönliche Umstände, die es dem Leistungsansprecher verunmöglichen, seine
verbliebene Erwerbsfähigkeit in zumutbarer Weise auszunützen (BGE 117 V 156 E. 2c).
3.3 Beim Beschwerdeführer liegt gemäss der IV-Verfügung vom 5. Dezember 2006
ein Invaliditätsgrad von 60 % vor. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen ging nach
übereinstimmenden Angaben der Parteien davon aus, dass er noch zu 40 %
arbeitsfähig sei, der Beschwerdeführer gibt an, möglich seien gemäss dem MEDAS-
Gutachten noch leichte, wechselbelastende Tätigkeiten. Wenn der Beschwerdeführer
vorbringen lässt, gemäss dem Attest von Dr. B._ vom 24. Oktober 2007 bestehe (seit
2005) eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, welche der Verwertbarkeit der im IV-
Verfahren ermittelten theoretischen Restarbeitsfähigkeit entgegenstehe, so ist ihm
entgegenzuhalten, dass sich die EL-Organe in Bezug auf die invaliditätsbedingte
Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit grundsätzlich an die Invaliditätsbemessung
durch die Invalidenversicherung zu halten haben. Sie selber haben lediglich, aber
immerhin zu prüfen, ob invaliditätsfremde Gründe bestehen, welche die Verwertung der
verbleibenden Erwerbsfähigkeit verunmöglichen (Entscheid des Bundesgerichts i/S
M. vom 9. Oktober 2007, P 35/06 E. 2.2). Inwiefern es solche invaliditätsfremden
Faktoren geben könnte, welche dem Beschwerdeführer die Verwertung der
Restarbeitsfähigkeit auf dem konkreten Arbeitsmarkt verunmöglichten, wird nicht
dargetan und ist auch nicht ersichtlich. Die Anrechnung, wie sie die
Beschwerdegegnerin vorgenommen hat, ist nicht zu beanstanden.
4.
4.1 Unter dem Titel des Verzichtseinkommens nach Art. 3c Abs. 1 lit. g ELG ist
gemäss der Rechtsprechung auch ein hypothetisches Einkommen der in seine EL-
Berechnung einbezogenen Ehefrau eines EL-Ansprechers anzurechnen, sofern diese
auf eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder auf deren zumutbare Ausdehnung verzichtet,
obwohl sie nach Art. 163 ZGB zum Ausüben einer Erwerbstätigkeit verpflichtet ist
(BGE 117 V 287; vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S H.K.
vom 13. August 2001). Art. 163 ZGB verpflichtet nämlich die Ehegatten, gemeinsam für
den Unterhalt der Familie zu sorgen. Droht ansonsten eine
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Ergänzungsleistungsbedürftigkeit, muss grundsätzlich der Ehefrau des eine IV-
Invalidenrente beziehenden Beschwerdeführers eine Erwerbstätigkeit zugemutet
werden. Nach Eintritt der Teilinvalidität ihres Ehemannes (Eröffnung der Wartezeit nach
der Aktenlage im April 2003, Rentenanspruch ab April 2004) musste demnach von der
Ehefrau des Beschwerdeführers im Grundsatz (bei Vorliegen der entsprechenden
Möglichkeiten, nachfolgend E. 4.2) ein Beitrag in Form eines Erwerbseinkommens
erwartet werden. Hieran vermag die Wahl der Bemessungsmethode ihrer Invalidität
(nämlich des Betätigungsvergleichs für im Haushalt tätige versicherte Personen) durch
die IV-Stelle nichts zu ändern. Es fragt sich höchstens, ob nicht angesichts der
Umstände auch dort vom Einkommensvergleich ausgegangen werden müsste, da der
Status einer voll erwerbstätigen IV-Versicherten durch die vorangegangene Invalidität
des Ehegatten begründet sein könnte.
4.2 Nach der höchstrichterlichen Praxis ist im Einzelfall zu prüfen, ob vom Ehegatten
eines Leistungsansprechers die Ausübung einer Erwerbstätigkeit verlangt werden kann
und es ist gegebenenfalls der Lohn festzusetzen, den dieser bei gutem Willen erzielen
könnte (ZAK 1992 S. 328 E. 3c). Dementsprechend ist auf das Alter, den
Gesundheitszustand, die Sprachkenntnisse, die Ausbildung, die bisherige Tätigkeit, die
konkrete Arbeitsmarktlage sowie gegebenenfalls auf die Dauer der Abwesenheit vom
Berufsleben abzustellen (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S Y.
vom 9. Juli 2002, P 18/02; vgl. AHI 2001 S. 133 E. 1b). Beim ganzen oder teilweisen
Fehlen von Einkommen und Vermögen handelt es sich um anspruchsbegründende
Tatsachen (vgl. BGE 121 V 204; Entscheide des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts i/S F. vom 17. November 2003, P 4/03, und i/S B. vom 3. März
2003, P 42/02). Bleiben sie beweislos, hat der Leistungsansprecher den Nachteil zu
tragen (nicht veröffentlichter Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons
St. Gallen i/S Y.O. vom 28. Juni 2006).
4.3 Die Beschwerdegegnerin hat der Ehefrau des Beschwerdeführers ein
hypothetisches Erwerbseinkommen angerechnet. In erster Linie bringt der
Beschwerdeführer dagegen vor, seine Frau sei gesundheitlich beeinträchtigt. Nach
Angaben von Dr. B._ vom 31. Oktober 2005 war die Ehefrau des Beschwerdeführers
damals für eine leichte, vorwiegend im Sitzen zu verrichtende Arbeit objektiv voll
arbeitsfähig. Auch im Haushalt bestehe keine wesentliche Einschränkung. Wenn der
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Arzt beschreibt, Arbeit ausser Hauses sei kaum möglich, so erwähnt er als Grund
hierfür nicht nur die Beschwerden, sondern die mangelnde Integrierbarkeit, und er
erwähnt, der Beschwerdeführer lehne ab, dass seine Frau ausserhäuslich erwerbstätig
wäre. Die Zumutbarkeit einer Heimarbeit beschränkte Dr. B._ wegen des Haushalts
(bzw. des Umstands, dass die dortige Mithilfe des Ehemannes ausbleibe) auf ein
halbes Pensum. Am 24. Februar 2007 gab der Arzt dann an, eine Anstellung mit
(erforderlicher) Leistungsstabilität sei der Ehefrau des Beschwerdeführers nicht
möglich; nach einer halben bis einer Stunde benötige sie einen Unterbruch. Sie könne
ihre Knie- und Hüftgelenke nicht belasten und HWS-Faszettenschmerzen würden eine
gleichförmige Arbeit auch leichter Art verhindern. Am 7. September 2007 erklärte
Dr. B._, für Haushaltarbeit/leichte Arbeit sei die Ehefrau des Beschwerdeführers zu
50 % arbeitsfähig, für externe Arbeit hingegen nicht einsatzfähig. Diese Sachlage
bestehe seit dem Jahr 2005. Im jüngsten Verlaufsbericht vom 15. Dezember 2007 legte
Dr. B._ schliesslich dar, der Gesundheitszustand sei stationär. Eine körperliche Arbeit
ausser Hauses sei nicht möglich. Zuhause werde die leichte Haushaltarbeit mit
grösserem Zeitaufwand und Arbeitspausen erledigt. Mehr als leichte Haushaltarbeit sei
nicht möglich. Leichte Kontrollarbeit wäre eventuell möglich, es wären aber zu viele
Arbeitsunterbrüche während des Tages notwendig, sodass höchstens eine
Teilzeitarbeit zuhause zumutbar sei, allerdings kaum leistungsbezogen.
4.4 Die Schilderungen von Dr. B._ vom 24. Februar 2007 könnten auf den ersten
Blick im Vergleich zur Beurteilung vom 31. Oktober 2005 auf eine erhebliche
Verschlechterung des Gesundheitszustands schliessen lassen, werden doch nun
insbesondere die HWS-Beschwerden für vielfältig nötige Unterbrechungen bei der
Arbeit verantwortlich gemacht, welche eine auswärtige Erwerbstätigkeit unzumutbar
erscheinen lassen. Im Arztzeugnis vom 7. September 2007 bezieht Dr. B._ seine
Beurteilung der Situation allerdings zurück bis ins Jahr 2005, was gegen eine
Veränderung (der Arbeitsfähigkeit) spricht. Auch am 15. Dezember 2007 berichtete
Dr. B._ von einem stationären Gesundheitszustand. Leichte Kontrollarbeit hält der
Arzt dort grundsätzlich für möglich, allerdings wegen der nötigen Unterbrüche nicht
auswärts. Aufgrund dieser (zwischen 100 % und null liegenden) Angaben lässt sich die
Arbeitsfähigkeit der Ehefrau des Beschwerdeführers für eine Erwerbstätigkeit - mit ihrer
allfälligen Entwicklung in dem zeitlichen Rahmen, der vorliegend von Bedeutung ist
(nämlich bis 6. September 2007) - nicht ausreichend zuverlässig beurteilen. Da die
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Kenntnis der zumutbaren Arbeitsfähigkeit Grundlage für die
ergänzungsleistungsrechtliche Frage eines allfälligen Einkommensverzichts darstellt,
sind ergänzende medizinische Abklärungen unumgänglich. Eine spezialärztliche
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer Erwerbstätigkeit erscheint angezeigt. Bei den
Akten liegen zwar verschiedene spezialärztliche Berichte. So sind etwa die von
Dr. B._ am 24. Februar 2007 benannten Diagnosen gemäss dem Bericht des
Departements Innere Medizin, Rheumatologie und Rehabilitation, am Kantonsspital
St. Gallen vom 7. November 2006 dort erhoben worden. Abklärung hat etwa auch die
vollständige Ruptur im Hinterhorn des medialen Meniskus links gefunden.
Arbeitsfähigkeitsschätzungen fehlen allerdings. Ungeachtet des Umstands, dass sich
die Kniebeschwerden bei Auswahl einer angepassten Tätigkeit auf die Arbeitsfähigkeit
nicht wesentlich auswirken mögen, ist angesichts des ausserdem auch die Hals- und
Lendenwirbelsäule sowie die Hüfte betreffenden Leidens ohnehin eine
rheumatologische Abklärung am Platz, allenfalls wegen des depressiven Zustandsbilds
und des geäusserten Verdachts auf eine somatoforme Schmerzstörung bidisziplinär
auch eine psychiatrische. Inwiefern die Beschwerdegegnerin dabei mit der
Invalidenversicherung zusammenwirken kann, ist bis anhin fraglich, beabsichtigt diese
doch gemäss dem Vorbescheid vom 20. Februar 2008, auf die IV-Neuanmeldung vom
13./14. September 2007 der Ehefrau des Beschwerdeführers, welche sie gemäss dem
Einspracheentscheid vom 27. November 2006 als Hausfrau betrachtet hatte, nicht
einzutreten. Die Beschwerdegegnerin, an welche die Sache zurückzuweisen ist, wird je
nach dem Ergebnis der Abklärungen in der neuen Entscheidung zu beachten haben,
dass die in E. 1.3 festgestellten Verfahrensfehler sich nicht wiederholen.
5.
5.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des
angefochtenen Einspracheentscheids vom 6. September 2007 teilweise zu schützen.
Die Sache ist zur Vornahme ergänzender Abklärungen im Sinne der vorstehenden
Erwägungen und zu entsprechender neuer Entscheidung an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
5.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG, vgl. Rechtslage vor der
Änderung des IVG vom 16. Dezember 2005, lit. a der betreffenden
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Übergangsbestimmungen). Hingegen hat der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang
des Verfahrens Anspruch auf Ersatz der Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen werden (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS
951.1). Eine Rückweisung zur weiteren Abklärung der Streitsache und anschliessender
neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin stellt praxisgemäss aus prozessualer
Sicht ein vollständiges Obsiegen dar, das einen Anspruch auf eine volle
Parteientschädigung entstehen lässt (für den IV-Bereich vgl. SVR 1995 IV Nr. 51 S. 143;
ZAK 1987 S. 266 E. 5a). Der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand erscheint
eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und
Mehrwertsteuer) angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG