Decision ID: 9ccbd685-b792-491e-9f6a-495019d724e0
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der 1958 geborene
X._
arbeitete seit August 2008
als Account
Delivery
Executive bei
der
Y._
GmbH und
war
in dieser Eigenschaft gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (folgend: Allianz) versichert (Unfallmeldung vom 1
6.
Oktober 2015,
Urk.
8/1). Am 1
6.
Oktober 2015 wurde der Allianz angezeigt, dass der Ver
sicherte am 1
5.
Oktober 2015
mit dem
Auto
auf der Strasse «Im
Sc
hörli
» gefahren sei
,
als er
von einem Auto, welches mit hoher Geschwindigkeit aus dem Parkplatz
gefahren sei
, seitlich gerammt
wo
rde
n sei
(
Urk.
8/1). Die erstbehandelnde Ä
rzt
in
Dr.
Z._
, Fachä
rzt
in
für Allgemeine Medizin, diagnostizierte am 2
0.
Oktober 2015 ein
cervicocephales
und
cervicobrachiales
Schmerzsyndrom
nach seitlichem Beschleunigungstrauma und verordnete Physiotherapie (
Urk.
8/6).
Die Allianz tätigte weitere Abklärungen und holte insbesondere die medizinische Beurteilung
von
Dr.
A._
, Facharzt für Neurologie, vom 1
6.
Januar 2017 ein (
Urk.
8/39). Mit Verfügung vom 1
4.
März 2017
teilte die Allianz dem Ver
sicherten mit, dass die Versicherungsleistungen per 3
1.
Mai 2016 eingestellt würden (
Urk.
8/47). Nachdem der Versicherte am 1
0.
April 2017 hiergegen Ein
sprache erhoben
hatte (
Urk.
8/51), hiess
die Allianz mit
Einspracheentscheid
vom
2
6.
Juli 2017 (
Urk.
8/62) die Einsprache teilweise gut und stellte die Versiche
run
gs
leistungen per 3
1.
August 2016
ein (
Urk.
8/62).
2.
Die Allianz überwies in der Folge die vom Versicherten bei ih
r
eingereichte Beschwerde vom 2
6.
August 2017
an das hiesige Gericht (
Urk.
1;
Urk.
4).
Dar
in
beantragte
der Beschwerdeführer sinngemäss, dass weiterhin Leistungen auszu
richten seien. Mit Beschwerdeantwort vom 1
9.
September 2017 (
Urk.
7 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8/1-67) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, worüber der Beschwerdeführer am
2.
Oktober 2017 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin hielt dafür
(
Urk.
8/62
;
Urk.
7
)
,
dass gestützt auf die Aus
führungen von
Dr.
A._
davon auszugehen sei, dass die Beschwerden spätestens per
1.
Mai 2016 nicht mehr mit dem Unfall ursächlich in einem Zusammenhang stünden. Der Sachverhalt erweise sich mit den gutachterlichen Ausführungen von
Dr.
A._
, welche die Beurteilung von
Dr.
B._
, Facharzt für Nuklearmedizin,
vom 1
7.
August 2016
bestätig
t
e
n
, als
rechtsgenüglich
abgeklärt, indem die natürliche Kausalität zufolge erreichtem Status quo sine zwischen den
noch bestehenden Halswirbelsäulen(HWS)-Beschwerden und dem Unfall en
tfallen sei. Bis dahin habe der Unfallversicherer jedoch in aller Regel die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, womit sich die rückwirkend per
1.
Mai 2016 verfügte Leistungseinstellung als unzulässig erweise. Der Versicherungsfall
sei
demnach per 1
7.
August 2016 abzuschliessen, wobei die effektive Leistungseinstellung – entgegenkommend – per 3
1.
August 2016 erfolge.
Selbst bei Annahme der natürlichen Kausalität
sei die adäquate Kausalität nach der sogenannten HWS-Praxis zu beurteilen. Vorliegend habe es sich um einen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen gehandelt
. Da keines der erforderlichen Kriterien zur Bejahung der adäquaten Kausalität nach der HWS-Praxis erfüllt sei, seien die anhaltenden Beschwerden über den 1
7.
August 2016 hinaus weder natürlich noch adäquat kausal zum Unfall vom 1
5.
Oktober 201
5.
1.2
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, dass der
Ein
spracheentscheid
auf einem falschen Unfallhergang basiere. So sei er vom Auto des Unfallverursachers so heftig angefahren
worden
, dass er mit seinem Auto weit über die Gegenfahrbahn geworfen worden sei. Der Unfallverursacher habe sich mit überhöhter Geschwindigkeit aus dem Parkplatz in den Verkehr einfügen wollen. Auch habe der Unfall im fliessenden Verkehr und nicht auf einem Park
platz stattgefunden. Die Unfallschwere sei entsprechend neu zu beurteilen. Ent
sprechend seien weiterhin alle Heilbehandlung
en
inklusive der aufgelaufenen Mahngebühren zu übernehmen (
Urk.
1).
2.
2.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am
9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes
über die
Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallver
siche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
5.
Oktober 2015
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
2.2
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
geh
enden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
ch
en Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver
sicher
ten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschl
ossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundes
gerichts 8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähig
keit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist
. Die Verwendung des Begriffes «
namhaft
»
in Art.
19 Abs.
1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch
weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte
Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen
–
wie etwa einer Badekur
–
zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der
Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes
ondere
auf BGE
134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_6
39/2014 vom 2. Dezember 2014 E.
3).
2.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.4
Ist ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstörungen
, Reizbarkeit, Affektlabilität, De
pres
sion, Wesensveränderung und so weiter vor, so ist der natürliche Kausalzu
sammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen. Es ist zu betonen, dass es gemäss obiger Begriffsumschreibung für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt, wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheit
liche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 359 E. 4b).
2.5
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
2.6
Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Beein
trächtigungen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurückzu
führen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Bundesgerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psy
chische Störungen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise der Erwerbsunfähigkeit zukommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere auf
weist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adäquate Kausal
zusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträchtigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittleren Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzu
beziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere heran
gezogen werden.
Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:
-
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalles;
-
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
-
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
-
erhebliche Beschwerden;
-
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
-
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
-
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bundesgericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psychischen Fehlentwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beur
teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleu
dertrauma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur be
zeich
net werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E. 5d/
aa
und 367 E. 6a).
3.
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich folgendermassen:
3.1
Dr.
Z._
hielt in ihrem Bericht vom
3.
November 2015 über die Erst
be
handlung vom 2
0.
Oktober 2015 fest, dass eine
Druckdolenz
in der linken Schul
ter
muskulatur, dem
Proc
.
Maxillaris
links und der Nackenmuskulatur
bestehe
. Die HWS-Beweglichkeit sei leicht eingeschränkt. Sie diagnostizierte ein
cervico
ce
phales
und
cervicobrachiales
Schmerzsyndrom nach seitlichem Be
schleu
nigungs
trauma und verordnete Physiotherapie (
Urk.
8/6).
3.2
Im Bericht vom 1
3.
April 2016 führte
Dr.
Z._
aus, dass gegenwärtig noch regelmässige Physiotherapie stattfinde und die Symptome medikamentös behan
delt würden. Der Verlauf sei etwas protrahiert, aber insgesamt sei es deutlich besse
r. Die Prognose sei gut (
Urk.
8/12).
3.3
Dr. Z._
konstatiert
e
in ihrem Bericht vom 1
0.
August 2016
,
dass noch Physiotherapie stattfinde und der Verlauf prolongiert sei, da der Beschwerde
führer
nicht ganz beschwerdefrei sei (
Urk.
8/17).
3.4
In der von der Beschwerdegegnerin eingeholten Beurteilung vom 1
7.
August 2016
führte
Dr.
B._
aus, dass ohne wesentliche sichtbare traumatische Verände
rungen in der Bildgebung die behandelbaren Unfallfolgen erfahrungsgemäss drei Monate nach dem Ereignis behoben seien und ein Status quo sine/quo ante erreicht sei. Der
Beschwerdeführer sei erst am fünften Tag nach dem Unfall zum Arzt gegangen (
Urk.
8/19).
3.5
Dr.
Z._
hielt im Dokumentationsbogen für die Erstkonsultation nach
kranio
-zervikalem Beschleunigungstrauma
vom 1
5.
November 2016
als vor
läuf
ige Diagnose Nackenbeschwerden und
muskuloskelettale
Befunde fest (
Urk.
8/33). Der Beschwerdeführer habe geschildert, dass er am 1
5.
Oktober 2015 mit ca. 20
km/h mit dem Oldtimer-Auto gefahren sei als er unvorhergesehen seitlich von rechts gerammt worden sei. Dabei sei er mit dem Kopf und der linken Schulter am Wageninnenraum angeprallt.
Eine Bewuss
t
losigkeit, Gedächtnislücke oder Angst- und/oder Schreckreaktion hätten nicht vorgelegen. Der Glasgow
Coma
Score (
GCS
) habe 15 betragen.
Der Beschwerdeführer habe Kopf- und Nacken
schmerzen angegeben,
welche
nach ca. 5 Stunden aufgetreten seien.
3.6
Dr.
A._
diagnostizierte in seinem von der Beschwerdegegnerin eingeholten Aktengutachten vom 1
6.
Januar 2017 ein seitliches HWS-Distorsionstra
uma, eine Schulter- und Kopfkontusion und ein
Zervikalsyndrom
(
Urk.
8/39/3).
Vorbefunde seien nicht bekannt. Der Beschwerdeführer selber sage, dass er bisher nie Nackenschmerzen gehabt habe, welche einer ärztlichen Behandlung bedurft hätten.
Die aktuellen
Beschwerden, wie sie jetzt vorlä
gen,
seien
nicht mit überwiegender Wahrscheinli
chkeit auf den Unfall vom 1
5.
Oktober
2015 zurückzuführen.
Zwar sei
es initial zu Beschwerden
gekommen
, welc
he durch den Unfall ausgelöst wo
rden
seien, es sei
zu Schmerzen im Bereich der HWS, des Nackens und der oberen hinteren Schulterpartie sowie durch Kontusion der Schulter zu Schulter
schmerzen
gekommen. Diese Beschwerden hätt
en sich dann auch in der Folge bis April (siehe dazu ärztlicher Bericht
Dr.
Z._
) weitgehend
zurück
gebildet. Während anfangs
noch von einem
zervikozephalen
Syndrom ausge
gangen
worden sei
, h
ätten
sich dann zu diesem Zeitpunkt di
e Schmerzen nur noch im Nacken-/
Schulterbereich gezeigt. Die Heilungsfortschritte
seien durchaus noch passend zum i
nitialen Unfallgeschehen
gewesen.
Dies auch
,
wenn schon zu diesem Zeitpunkt der Unfallver
l
auf a
ls prolon
giert
habe bezeichnet werden mü
ss
en. Es kö
nn
e
also angenommen werden, dass unter Berücksichtigung des Jahrgangs des
Beschwerdeführers
und unter Annahme von etwas ungünstigen Bedingu
ngen unfallbedingte
behandlungs
bedürftige
Beschwerden bis Ende April vorhanden
gewesen seien
. Spätestens ab
1.
Mai 2016 aber könn
t
en die Beschwer
den nicht mehr mit dem Unfal
l ursächlich in Zusammenhang ge
bracht werden.
Die rein unfallbedingten V
erletzungen respektive hervorgeru
fenen Beschwerden h
ätten
zu keiner bleibende
n
Schädigung der körperlichen und/oder geistigen Inte
grität geführt
.
Der Beschwerdeführer berufe
sich darauf, dass er früher nie Nackenbeschwerden
gehabt habe
. Somit
scheine
ein natürlicher Kausalzusammenhang vo
rzuliegen. Dagegen zu halten sei
, dass das Bagatelltrauma entsprechend der Krankheits
ge
schichte, dem Umstand,
dass keine strukturellen Verletzungen passiert
und dass keine neurol
ogischen Ausfälle vorhanden seien, nicht geeignet gewesen sei, länger
fristige Beschwer
den zu bewirken. Ebenfalls m
ü
ss
e bedacht
werden, dass Nackenschmerz
en ein sehr häufiges Problem sei
en
. Ein erhe
blicher Teil der Bevölkerung sei
damit
meist ohne äussere Einwirkung
konfrontiert, teils behand
lungsbedürftig, teils mit Selb
stbehandlung. Im Weiteren stelle
sich unabhängig von der Kausalität die Frage, ob mit Physiotherapie noch eine weitere
Verbesse
rung
e
r
bracht werden kö
nn
e
respektive ob nicht regelmässige Heim-Übungen ge
nüg
ten. Abschliessend kö
nn
e
also die Einschätzu
ng der
C._
durchaus nach
vollzogen und unter
stützt werden. Unter Berücksichtigung, dass es gelegentlic
h auch etwas kompliziertere Verläufe geben kö
nn
e, könnte aus s
einer Sicht eine Übernah
me der Behandlungskosten bis En
de April 2016 befürwortet werden.
4.
Die Beschwerdegegnerin verneinte die natürliche Kausalität zwischen den über den 1
7.
bzw. 3
1.
August 2016 hinausgehenden Beschwerden und dem Unfall vom 1
5.
Oktober 2015
.
4.1
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist ein natürlicher Kausalzu
samme
n
hang in der Regel anzunehmen, wenn ein Schleudertrauma der HWS fest
gestellt wird und ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und
Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstörungen
, Reizbarkeit
, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderungen usw. vorliegt (BGE 117 V 359 E. 4b).
Es ist davon auszugehen, dass die beim Beschwerdeführer anfänglich aufgetre
tenen Kopf- und Nackenschmerzen (vgl. E. 3.5; E. 3.1) in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall stehen. Fraglich ist, ob die ab September 2016 bestehenden Beschwerden weiterhin kausal zum Unfallereignis zu qualifizieren sind.
4.2
Dr.
Z._
hielt in ihrem Bericht vom 1
0.
August 2016 fest, dass nur bei Bedarf noch Beratungen stattfänden, der Beschwerdeführer aber immer noch in der Physiotherapie sei. Sie gehe von einer voraussichtlichen Dauer bis Ende 2016 aus (
Urk.
8/17). Entsprechend
war von einer weiteren Heilbehandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr zu erwarten und erfolgte der
Fallabschluss zu Recht per Ende August 201
6.
4.3
Vorliegend ist unbestritten, dass die im Zeitpunkt des Fallabschlusses noch ge
klagten Beschwerden kein
organisches Korrelat aufweisen: V
on organisch objek
tiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst dann gesprochen werden, wenn die Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die hier
bei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind
(Urteil des Bundesgerichts 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 2 mit Hinweis).
Soweit dies aus den vorliegenden Akten ersichtlich ist, erachtete
n
weder
Dr.
Z._
noch
die anderen beurteilenden Ärzte eine Bildgebung als not
wen
dig (vgl.
Urk.
8/33, E. 3). Entsprechend sind auch keine objektivierbaren struk
turellen und traumatischen Verletzungen nachgewiesen.
Bei allfälligen natürlich unfallkausalen verbliebenen Schädigungen infolge eines Schleudertraumas, wozu auch die seit dem Unfall
beklagten
Beschwerden
ge
hören
würden
, wäre daher die Adäquanz gesondert zu prüfen (
vgl.
E. 2.
5-2.6
). Ergibt sich, dass es an der Adäquanz fehlt, erübrigen sich auch Weiterungen zur natürlichen Kausalität (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_70/2009 vom 31. Juli 2009 E. 3 mit Hinweisen).
4.4
Ob
eine Prüfung der Adäquanz nach der Psycho-Praxis
oder der Schleuder
trauma-Praxis zu erfolgen hat, kann vorliegend
offen bleiben
, da
die Adäquanz
bereits nach der für die versicherten Personen günstigeren Schleudertrauma-Praxis (BGE 117 V 359) zu verneinen
ist
, wie sich aus den
nachfolgenden Erw
ä
gungen ergibt (vgl. hierzu:
Rumo-Jungo
/Holzer, Rechtsprechung des Bundes
ge
richts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Zürich/Basel/Genf 2012, S. 60).
5.
5.1
Vorab ist der Unfall zunächst nach seiner Schwere zu qualifizieren.
Bei der Adäquanzprüfung ist die Schwere des Unfalls aufgrund des augenfälligen Ge
scheh
ensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (BGE 134 V 109 E.
10.1).
Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass ein anderer Fahrzeuglenker bei der Ein-/Ausfahrt zum Parkplatz Lidl in Dübendorf aus seinem Parkplatz fuhr und dabei mit der linken Wagenseite des
Beschwerdeführers
kolliderte
und wertete dies als mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen (
Urk.
8/62/10).
Der Beschwerdeführer führte dagegen aus, dass er auf der
Strasse
in Richtung Westen gefahren sei, als er vom Auto des Unfallverursachers rechts so heftig an
ge
fahren worden sei, dass er mit seinem Auto weiter als über die Gegenfahrbahn der
Strasse
gew
orfen worden sei. Der Unfallver
ursacher habe sich mit überhöhter Geschwindigkeit aus dem Lidl Parkplatz wieder in den Verkehr einfügen wollen, w
obei er aus dem Parkplatz nach l
inks abgebogen und dabei mit voller Wucht gegen die rechte Seite seines Autos gefahren sei (
Urk.
1; vgl.
Urk.
8/64).
Aktenkundig ist, dass das Auto des
anderen Lenker
s in die rechte Seite des Autos des Beschwerdeführers gefahren ist (vgl. Fot
o
Urk.
8/64) und das Auto des Be
schwerdeführers dabei verschoben wurde.
Dr.
Z._
hielt im Dokumen
ta
tionsbogen für Erstkonsultation nach
kranio
-zervikalem Beschleunigungs
trauma fest, dass der Beschwerdeführer selbst mit ca. 20 km/h gefahren sei. Er habe den Sicherh
eitsgurt getragen – Airbags sei
en nicht vorhanden. Eine Bewusstlosigkeit oder Gedächtnislücken
hätten
nicht vorgelegen (
Urk.
8/34).
Vom Bundesgericht werden
einfache Auffahrkollision
en
auf ein haltendes Fahr
zeug in der Regel als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Un
fällen betrachtet
(vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_714/2009
vom
1
4.
April 2010
E. 6.2) – vorliegend ist der Unfall unter Berücksichtigung der fehlenden Be
wusstlosigkeit, welche auf eine geringe Aufprallgeschwindigkeit hinweist, eben
falls als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen zu betrachten.
5.2
Bei einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen wäre die
Adäquanz zu bejahen, wenn ein einzelnes der in die Beurteilung einzu
be
ziehenden Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder mindestens vier der zu berücksichtigenden Kriterien gegeben wären (Urteil des Bundesge
richts 8C_487/2009 vom 7. Dezember 2009 E. 5).
5.2
.1
Ob
besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfall
e
s vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens
beziehungsweise
Angstgefühls der versicherten Person. Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann. Es wird nur das Unfallgeschehen an sich und nicht die dabei erlittene Ver
letzung betrachtet. Der nachfolgende Heilungsprozess wird bei diesem Kriterium nicht einbezogen (Urteil des Bundesgerichts 8C_372/2013 vom 2
8.
Oktober 2013 E. 7 m
it Hinweisen auf nicht publizierte E.
3.5.1 des Urteils
BGE 137 V 199
; SVR 2013 UV Nr. 3 S. 7 E. 6.1 sowie Urteil 8C_15/2013 vom 24. Mai 2013 E. 7.1)
.
Aus den Akten oder
den Vorbringen
des Beschwerdeführers gehen keinerlei An
haltspunkte hervor, welche auf besonders dramatische Begleitumstände oder eine
besondere Eindrücklichkeit schliessen lassen würde
n
, womit dieses Kriterium nicht
erfüllt ist.
5.
2
.2
Die Diagnose einer HWS-Distorsion (oder einer anderen, adäquanzrechtlich gleich zu behandelnden Verletzung) genügt für sich allein nicht zur Bejahung des Krite
riums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung. Zur Bejahung dieses Kriteriums bedarf es einer besonderen Schwere der für das Schleuder
trau
ma beziehungsweise für die adäquanzrechtlich äquivalente Verletzung typi
schen Beschwerden oder besonderer Umstände, die das Beschwerdebild beein
flussen können. Es kann sich dabei zum Beispiel um eine beim Unfall eingenommene spezielle Körperhaltung und die dadurch bewirkten Komplikationen handeln. Auch erhebliche Verletzungen, welche sich die versicherte Person neben dem Schleudertrauma, der äquivalenten Verletzung der HWS oder dem Schädel-Hirn
trauma beim Unfall zugezogen hat, können bedeutsam sein (
BGE 134 V 109
E.
10.2.2).
Der Beschwerdeführer hat gestützt auf die ärztlichen Berichte keine Verletzungen erlitten, welche schwer oder von besonderer Art
waren
(vgl. E. 3)
.
Eine Arbeits
unfähigkeit hat nie bestanden (Urk. 8/17).
Damit ist dieses Kriterium nicht ge
geben.
5.2
.3
Das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung bis zum Fallabschluss (
BGE 134 V 109
E. 10.2.3) bedingt, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen
Planmässigkeit
auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer.
Blosse
ärztliche Verlaufskontrollen und
Abklärungsmassnahmen
sowie
manualtherapeutische
und medikamentöse Behandlungen vermögen das Krite
rium
nicht zu erfüllen (
Urteil des Bundesgerichts 8C_62/2013 vom 1
1.
September 2013 E. 8.3
). Dies gilt auch fü
r ärztlich/physiotherapeutische Behandlungen
, medizinische Trainingstherapie sowie
für einen
stationäre
n
Aufenthalt in einer Rehaklinik, soweit sich die
Behandlungen
in einem nach HWS-Distorsionen üblichen Umfang bewegen. Insbesondere können Behandlungen mit Massage, Heimgymnastik, Atlastherapie,
Kraniosakraltherapie
, Neuraltherapie sowie
Korti
son
infiltration
oder Lymphdrainage nicht als überdurchschnittlich belastend im Sinne der Rechtsprechung bezeichnet werden;
praxisgemäss
werden an dieses Kriterium deutlich höhere Anforderungen gestellt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_635/2013 vom 9.
April 2014 E.
4.4.3
mit Hinweis
auf Urteil 8C_910/2009 vom 13.
Januar 2010 E.
4.4
).
Daran ändert auch nichts, wenn Schmerzmittel verab
reicht oder Psychopharmaka eingenommen wurden und letztere allenfalls Neben
wirkungen aufwiesen (vgl. Urteile
des Bundesgerichts
8C_377/2013 vom 2.
Okto
ber 2013 E.
7.3.2 und
8C_29/2010 vom 27.
Mai 2010 E. 5.3).
Das Kriterium ist bei lediglich noch durchgeführter Physiotherapie und ärztlichen Verlaufskontrollen
nur bei Bedarf
klarerweise zu verneinen.
5.2
.4
Adäquanzrelevant können nur in der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (
Urteil des Bundesgerichts 8C_682/2013 vom 1
4.
Februar
2014 E.
11.2
mit Hinweis auf BGE 134 V 109 E. 10.2.4).
Dr.
Z._
führte im Bericht vom 1
3.
April 2016
aus, dass gegenwärtig noch regelmässige Physiotherapie stattfinde und die Symptome medikamentös behan
delt würden. Der Verlauf sei etwas protrahiert, aber insge
samt sei es deutlich besser (vgl. E. 3.2
).
Am
1
0.
August 2016
konstatierte sie,
dass noch Physiothe
rapie stattfinde und der Verlauf prolongiert sei, da der Beschwerdeführer nicht ganz beschwerdefrei sei (
vgl. E. 3.3
).
Aus diesen Berichten geht klar hervor, dass die Beschwerden des Beschwerde
führers sich im Nachgang zum Unfall verbesserten und keinesfalls als erheblich qualifiziert werden können, so dass dieses Kriterium nicht erstellt ist.
5.
2
.5
Aufgrund der Akten ist auch eine Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheb
lich verschlimmert
hätte
oder ein schwieriger Heilungsverlauf und das Vor
liegen von erheblichen Komplikationen zu verneinen, was auch seitens des Beschwerdeführers
nicht bestritten wurde.
Eine Arbeitsunfähigkeit wurde von den Ärzten nie attestiert, womit auch dieses Kriterium zu vernein
en
ist (vgl. E. 3).
5.3
Zusammenfassend ist keines der Kriterien erstellt, womit die über den 3
1.
August 2016 hinausgehenden Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich adäquat kausal zum Unfall vom 1
5.
Oktober 2015 sind.
Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass die Adäquanz auch bei Quali
fi
kation
des Unfalls als mittelschwerer
Unfall im engeren Sinne zu verneinen wäre, da dabei ein Kriterium ausgeprägt oder aber drei Kriterien erfüllt sein müsste
n – was vorliegend nicht der Fall ist
.
5.4
Die vom Beschwerdeführer über den 3
1.
August 2016
weiterhin beklagten Ge
sund
heitsstörungen stehen damit in keinem überwiegend wahrscheinlichen adä
quaten Kausalzusammenhang zum Verkehrsunfall vom
1
5.
Oktober 2015.
Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, kann unter diesen Umständen
offen gelassen
werden (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 8C_571/2015 vom 14. Oktober 2015 E. 2.2.5).
Der
Einspracheentscheid
vom 2
6.
Juli 2017 erweist sich damit als rechtens und die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen.
6.
Das Verfahren ist kostenlos.
Der Grundsatz des kostenlosen Verfahrens hat zur Folge, dass der Beschwerdegegneri
n, bzw. dem jeweiligen Versiche
rungsträger, keine Parteientschädigung zusteht (vgl.
Kieser
,
ATSG
-Kommentar,
3.
Aufl., Zürich/
Basel/Genf 2015., N 58 zu
Art.
61).