Decision ID: 2a647140-0324-4be3-8622-7b027d357b07
Year: 2022
Language: de
Court: GR_VG
Chamber: GR_VG_005
Canton: GR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

I. Sachverhalt:
1. Mit Eingabe vom 7. Januar 2022 gelangte A._ (nachfolgend
Beschwerdeführer) an das Amt für Gemeinden (AFG). Deren Überschrift
lautete "Gemeinde B._ / Gemeindevorstand / Aufsichtsrechtliche
Beschwerde, Rechtsverweigerung". Darin führte er aus, er habe den
Gemeindevorstand mit Schreiben vom 18. Oktober 2021 und wiederholt
auf Pendenzen aufmerksam gemacht und gleichzeitig um Erledigung bis
30. Oktober 2021 gebeten. Am 27. Oktober 2021 habe der
Gemeindeschreiber den Erhalt der Eingabe bestätigt, die bis heute nicht
erledigt sei. Am 3. November 2021 habe er sich an die GPK gewandt.
Diese habe ihn am 24. Dezember 2021 zuständigkeitshalber an das AFG
verwiesen. Er bitte darum, sich umgehend der Angelegenheit
aufsichtsrechtlich wegen mehrfacher Rechtsverweigerung durch die
Gemeinde bzw. deren Vorstand anzunehmen, die erforderlichen
Weisungen zu drei Pendenzen (1. "C._", 2. Zuweisung Teilstück in
Intensivlandwirtschaftszone, 3. KRL-Fragen) zu erteilen und die
Gemeinde anzuweisen, damit diese innert Kürze und verbindlich erledigt
werden können. Er wirft der Gemeinde nicht nachvollziehbares,
unbegründetes, hinauströlerisches Verhalten und Ignoranz vor.
2. Am 11. Januar 2022 überwies das AFG besagte Eingabe des
Beschwerdeführers samt Beilagen zur weiteren Bearbeitung an das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden.
3. In ihrer Vernehmlassung vom 16. Februar 2022 beantragte die Gemeinde
B._ (nachfolgend Beschwerdegegnerin), die Beschwerde sei
abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerdeführers. Nicht darauf
einzutreten sei deshalb, weil der Beschwerdeführer u.a. gleiche Themen
vorbringe, welche bereits im Verfahren des Verwaltungsgerichts R 21 52
behandelt worden seien. Es fehle sodann an einem Anfechtungsobjekt.
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Aus den Behauptungen sei nicht nachvollziehbar, worin die Untätigkeit der
Gemeinde liegen solle, geschweige denn, dass überhaupt eine Pflicht zum
Tätigwerden der Gemeinde bestünde.
4. In seiner Replik vom 28. Februar 2022 stellte der Beschwerdeführer u.a.
folgende Rechtsbegehren: Auf die Beschwerde sei einzutreten und "die
Beschwerdegegnerin sei zu rügen und zu verbindlichen, schriftlichen
Aussagen betreffend Information, Vorgehensweise und
Aufgabenverteilung "C._", B._, aufzufordern". Durch die über
Jahre hinweg ergangene und mehrfache Unterlassung der
Auskunftspflicht respektive mehrerer, vorsätzlicher unterlassener
Antworten liege eine Rechtsverweigerung und -verzögerung vor. Zu den
drei in der Eingabe vom 7. Januar 2022 aufgelisteten Pendenzen folgten
umfangreiche Ausführungen. Er legte dafür Emailkorrespondenzen
zwischen ihm bzw. seinem Sohn sowie dem Gemeindepräsidenten ins
Recht. Er wirft der Gemeinde niedere Beweggründe, vorsätzliche
Schikane, vorsätzliches und subtiles Herauszögern sowie wiederholte
hinauströlerische Hinhaltetaktik vor. Dabei erfolgten u.a. eine
Auseinandersetzung mit den Erwägungen des Urteils des
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden (VGU) R 21 52 vom
23. August 2021 sowie den Rücktritt des ehemaligen
Gemeindevizepräsidenten betreffend.
5. Mit Eingabe vom 11. März 2022 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf
die Einreichung einer Duplik.
6. Für das in der Replik vom 28. Februar 2022 gestellte Ausstandsgesuch
gegen die beiden Verwaltungsrichter Meisser und Audétat eröffnete der
Instruktionsrichter Racioppi das Verfahren U 22 19. Nach Stellungnahmen
der Verwaltungsrichter Meisser und Audétat vom 18. bzw. 21. März 2022
wies der Beschwerdeführer mit einer als Orientierungsschreiben
bezeichneten Eingabe vom 19. April 2022 daraufhin, dass seines
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Erachtens der Fall wie gewohnt weiterbehandelt werden könne. Nach
Aufforderung des Instruktionsrichters zu einer klaren Mitteilung, ob das
Ausstandsbegehren zurückgezogen werde oder nicht, teilte der
Beschwerdeführer mit Schreiben vom 25. April 2022 (Datum Poststempel)
den Rückzug des Ausstandsbegehrens mit. In der Folge schrieb der
Instruktionsrichter das Verfahren U 2022 19 mit Verfügung vom 28. April
2022 infolge Rückzugs kostenfällig ab.
7. Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 30. Mai 2022
Beschwerde an das Bundesgericht und beantragte deren Aufhebung.
Darin führte er aus, sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer kein
Ausstandsbegehren gegen die Verwaltungsrichter Meisser und Audétat
gestellt habe und somit auch kein Rückzug eines nicht gestellten
Begehrens erklären könne. Der Beschwerdeführer wehrte sich damit
faktisch noch gegen die Auferlegung der Kosten der
Abschreibungsverfügung.
Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften der Parteien wird, soweit
entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1. Einleitend ist festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer gegen die
Verfügung U 2022 19 vom 28. April 2022 erhobene und bis dato noch am
Bundesgericht hängige Beschwerde unabhängig von deren Ausgang
keine Auswirkung auf die richterliche Zusammensetzung im vorliegenden
Verfahren U 2022 3 hat und dieses somit nicht tangiert.
1.2. Anders als bei der allgemeinen Verwaltungsgerichtsbeschwerde
unterscheidet sich die gegen eine Gemeinde gerichtete
Rechtsverzögerungs- und Rechtsverweigerungsbeschwerde insofern, als
in diesem Fall kein anfechtbarer Entscheid vorliegt, weil eine Gemeinde
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untätig bleibt oder das gebotene Handeln hinauszögert, obgleich sie zum
Tätigwerden verpflichtet wäre. Solche behördlichen Unterlassungen setzt
Art. 49 Abs. 3 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR
370.100) den beim Verwaltungsgericht anfechtbaren Entscheiden gleich.
Durch diese gesetzliche Fiktion wird für formelle Rechtsverweigerungen
sowie Rechtsverzögerungen im Sinne von Art. 29 Abs. 1 BV ein taugliches
Anfechtungsobjekt geschaffen, jedoch nur für den Fall, dass der
verweigerte bzw. verzögerte Entscheid beim Verwaltungsgericht
angefochten werden könnte (vgl. VGU U 19 18 vom 6. August 2020 E.1.2,
U 16 36 vom 16. August 2016 E.1b, V 13 6 vom 4. November 2014 E.1b
m.w.H.). Wird Art. 49 Abs. 3 VRG in diesem Sinne als reine
Verfahrensregel zum Anfechtungsobjekt verstanden, ergibt sich daraus,
dass die Rechtsverzögerungs- bzw. Rechtsverweigerungsbeschwerde
ansonsten grundsätzlich den gleichen Anforderungen wie alle anderen
Verwaltungsbeschwerden zu genügen hat. Sie ist allerdings im Regelfall
nicht an eine Rechtsmittelfrist gebunden. Nur wenn die angegangene
Behörde den Erlass eines anfechtbaren Entscheids ausdrücklich ablehnt,
ist der Beschwerdeführer gehalten, seine Beschwerde innerhalb einer
nach Treu und Glauben zu bestimmenden Frist einzureichen (vgl. VGU U
16 36 vom 16. August 2016 E.1b, V 13 6 vom 4. November 2014 E.1b
m.w.H.).
1.3. Gemäss Art. 50 VRG ist zur Beschwerde u.a. legitimiert, wer durch den
angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an
seiner Aufhebung oder Änderung hat. Zu einer Beschwerde wegen
Rechtsverweigerung ist berechtigt, wer ein schutzwürdiges Interesse
daran hat, dass die Instanz, welche der Vorwurf trifft, in der ihr
unterbreiteten Sache entscheidet. Ein Interesse ist i.d.R. nur
schutzwürdig, wenn es sich nicht nur bei der Beschwerdeeinreichung,
sondern auch noch im Zeitpunkt der Urteilsfällung als aktuell und praktisch
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erweist (vgl. VGU R 14 82 vom 16. Dezember 2014 E.3 m.H.a. PVG 2009
Nr. 21 E.3a).
1.4. Schliesslich entscheidet gemäss Art. 18 Abs. 3 des
Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) und Art. 43 Abs. 3 lit.
b VRG der zuständige Vorsitzende in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn
ein Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet
oder unbegründet ist. Vorliegend erweist sich die Beschwerde als
offensichtlich unbegründet, sofern überhaupt darauf eingetreten werden
kann, weshalb der Vorsitzende der 5. Kammer als Einzelrichter zuständig
ist.
2. Gegenstand der vorliegenden Beschwerde und nachfolgend zu prüfen ist
die Frage, ob eine Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung durch die
Gemeinde vorliegt.
3.1. Jede Person hat in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen
Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung, auf Beurteilung innert
angemessener Frist sowie auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 1 und 2 BV).
Nach der Praxis des Bundesgerichts begeht eine Behörde eine
Gehörsverletzung im Sinne einer formellen Rechtsverweigerung, wenn sie
auf eine ihr frist- und formgerecht unterbreitete Sache nicht eintritt,
obschon sie darüber entscheiden müsste (vgl. BGE 117 Ia 116 E. 3a).
Überspitzter Formalismus als besondere Form der Rechtsverweigerung
wiederum liegt vor, wenn für ein Verfahren rigorose Formvorschriften
aufgestellt werden, ohne dass die Strenge sachlich gerechtfertigt wäre,
wenn die Behörde formelle Vorschriften mit übertriebener Schärfe
handhabt oder an Rechtsschriften überspannte Anforderungen stellt und
damit dem Bürger den Rechtsweg in unzulässiger Weise versperrt (vgl.
BGE 130 V 177 E. 5.4.1 mit Hinweisen). Gerügt werden kann die
Verletzung bundesverfassungsrechtlicher Verfahrensgarantien, deren
Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt (vgl. BGE 133 I
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185 E. 6.2 S. 199; BGE 132 I 167 E. 2.1 S. 168). Dies trifft auf die Rügen
der Rechtsverzögerung (vgl. Art. 29 Abs. 1 BV) zu.
3.2. Vorliegend stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, die
Beschwerdegegnerin habe bei den drei Pendenzen "Bearbeitung
C._" (vgl. Replik S. 4-20; nachfolgend E.4), "Zuweisung Teilstück
Intensivlandwirtschaftszone" (vgl. Replik S. 20-22; nachfolgend E.5.1 und
5.2) sowie "Kommunales Räumliches Leitbild der Gemeinde B._
(KRL, vgl. Replik, S. 23; nachfolgend E.5.3) über Jahre hinweg dessen
(An-)Fragen unbeantwortet gelassen.
4.1. So führte er in seiner Eingabe vom 7. Januar 2022 aus, die Pendenz
"C._" bestehe seit August 2020 und die Beschwerdegegnerin sei
zuständig. Diese hülle sich in Schweigen, während das Amt für
Raumentwicklung Graubünden (ARE) gemäss Stellungnahme vom 24.
Dezember 2021 eine Regelung der Zufahrt verlange. Seine letzte
Korrespondenz mit der Gemeinde datiere auf den August 2021. Die
Gemeinde hielt dem entgegen, der Beschwerdeführer erhebe sinngemäss
Anspruch auf die Verschaffung einer Zufahrtsregelung durch die
Gemeinde. Seine in der Landwirtschaftszone liegende Parzelle D._
könne über den nicht ausparzellierten, im rechtskräftigen GEP
verzeichneten und öffentlich zugänglichen "C._" erreicht werden. Er
habe bereits zahlreiche Baugesuche für beabsichtigte Umbauten bzw.
Nutzungen eingereicht und folgere nun, die Parzelle sei nicht genügend
erschlossen. Er sei jedoch selber dafür verantwortlich und die Gemeinde
sei nicht verpflichtet, ausserhalb der Bauzone Grundstücke zu
erschliessen und den "C._" weiter auszubauen oder gar Leitungen
anzulegen. Der Vorwurf der Rechtsverweigerung ziele ins Leere und die
Beschwerde sei unbegründet (vgl. Vernehmlassung S. 3-5). In der Replik
des Beschwerdeführers folgten u.a. Ausführungen zu den "Aussagen" des
fallführenden Richters in den Erwägungen des VGU R 21 52 (vgl. S. 9-13,
17 f., 20).
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4.2. Der Beschwerdeführer zitierte die Erwägung 3 des besagten Urteils denn
auch selbst (vgl. Replik, S. 9 f.), stellte diese jedoch lediglich als nicht
nachvollziehbare, falsche Sachverhaltsfeststellung dar, welche "allein der
Fantasie des Richters" entspreche (vgl. Replik, S. 11 f.) und bezeichnete
die Erwägungen generell als unzutreffende "Aussagen des fallführenden
Richters" (Replik, S. 9 ff.). Soweit sich nun die Rügen des
Beschwerdeführers auf eine inhaltliche Vertiefung mit den Erwägungen
des unangefochten in Rechtskraft erwachsenen VGU R 21 52 vom 23.
August 2021 begrenzen, erübrigt sich vorliegend eine ausführliche
Auseinandersetzung. Es kann jedoch festgehalten werden, dass das
Verwaltungsgericht im Verfahren R 21 52 in Ermangelung eines
anfechtbaren Entscheids und damit eines tauglichen Anfechtungsobjekts
nicht auf die Beschwerde eintrat. Es hielt jedoch in Erwägung 3 fest, dass,
selbst bei Behandlung und Beurteilung der Streitsache die Beschwerde
offensichtlich unbegründet wäre. So wurde zudem Folgendes
festgehalten: "Anhaltspunkt für eine absichtliche Verweigerungs- oder
böswillige Verzögerungstaktik seitens der Beschwerdegegnerin vermag
das Gericht jedenfalls nicht zu erkennen und wurden vom
Beschwerdeführer auch nicht hieb- und stichfest mittels aussagekräftiger
Beweise vorgebracht. [...] Die Beschwerde vom 4. Juni 2020 wäre daher
auch materiell offensichtlich unbegründet".
4.3. Die Thematik der Erschliessung bzw. des Unterhalts des "C._" war
somit bereits Gegenstand des in Rechtskraft erwachsenen VGU R 21 52
(betr. Baugesuch [Auskunftsverweigerung]). Mit der Rechtskraft des VGU
R 21 52 war also bereits erstellt, dass – die Pendenz des "C._"
betreffend – keine Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung vorlag.
Sämtliche diesbezüglich (erneut) vorgebrachten Rügen hätten im
damaligen Rechtsmittelverfahren geltend gemacht werden müssen. Im
vorliegenden Verfahren kann darauf nicht mehr eingetreten werden.
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5.1. Zur Pendenz "Zuweisung Teilstück Intensivlandwirtschaftszone" hielt der
Beschwerdeführer fest, sein Antrag um Zuweisung eines Teilstücks seiner
Parzelle D._ sei im Jahr 2020 erfolgt und von der
Beschwerdegegnerin unbeantwortet geblieben (vgl. Beschwerde, S.1).
Diese hielt dem entgegen, das Begehren sei bereits Gegenstand der
Verfahren R 20 6 und R 21 45 gewesen, stehe in engem Zusammenhang
mit dem Bauvorhaben der Ökonomiebaute und sei bereits am
Verwaltungsgericht hängig (Anm. des Gerichts: VGU R 21 114,
inzwischen entschieden, mitgeteilt und an das Bundesgericht
weitergezogen [2C_642/2022]). Es könne kein Vorwurf der
Rechtsverweigerung gemacht werden (vgl. Vernehmlassung S. 5-7). In
seiner Replik (S. 20-22) führte der Beschwerdeführer aus, er und Sohn
hätten nichts von der Überlagerung mit der Landschaftsschutzzone
gewusst, die Angelegenheit hätte ihr halbes Leben zerstört und listete
Todesfälle im nahen Umfeld auf.
5.2. Der eine Satz in seiner Beschwerde sowie die Ausführungen in der Replik
vermögen offensichtlich keine Rechtsverweigerung und keine
Rechtsverzögerung nachzuweisen. Stattdessen begnügt sich der
Beschwerdeführer mit reinen Schuldzuweisungen ("massiv hintergangen
und angelogen", "das halbe Leben des Beschwerdeführers oder dessen
Sohnes [...] zerstört", "die Schuld hierfür alleine bei der
Beschwerdegegnerin zu suchen"), oder aber mit allgemeinen, nicht
substantiierten Ausführungen. So tragisch sodann die vom
Beschwerdeführer genannten Todesfälle in seinem näheren Umfeld auch
sind, kann dies vorliegend nicht rechtserheblich sein (vgl. Replik, S. 20-
22).
5.3. Dasselbe gilt schliesslich auch für die dritte Pendenz "KRL". Der
Beschwerdeführer hielt fest, er habe im Jahr 2020 eine umfassende
Stellungnahme eingereicht, welche wiederum unbeantwortet geblieben
sei. Die Beschwerdegegnerin verfüge über sämtliche Daten und
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Unterlagen (vgl. Beschwerde, S. 1). Diese entgegnete ihrerseits, der
Beschwerdeführer bzw. dessen Sohn hätte die Gelegenheit genutzt, sich
während der Mitwirkungsauflage zu äussern. Dies habe sie als
Mitwirkungseingabe entgegengenommen, welche bekanntlich nicht
persönlich beantwortet, sondern im Bericht zum KRL berücksichtigt werde.
Auch hier sei der Vorwurf der Rechtsverweigerung unbegründet (vgl.
Vernehmlassung S. 7 f.). Der Beschwerdeführer seinerseits hält dem
lediglich entgegen, er sei hinsichtlich der – seine Parzelle D._ in der
Landwirtschaftszone überlagernde – Landschaftsschutzzone massiv
hintergangen und angelogen worden. Ihn treffe keine Schuld, während die
Beschwerdegegnerin gegen alle Regeln des Anstandes und
Verfahrensgrundsätze verstosse. Er sei von der Beschwerdegegnerin
angelogen und somit vorsätzlich getäuscht worden (vgl. Replik, S. 23 f.).
Mit der nicht weiter substantiierten, beschwerdeführerischen Behauptung,
seine Fragen seien einmal mehr unbeantwortet geblieben und dass er von
Kommissionsmitgliedern erfahren habe, seine Mitwirkungen seien nicht
berücksichtigt worden, kann der Beschwerdeführer offensichtlich ebenso
wenig eine Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung ableiten.
6.1. Sofern über die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rügen nicht bereits
rechtskräftig entschieden wurde, erschöpfen sich diese in ausufernder Art
und Weise in rein appellatorischer Kritik. Anstelle einer substantiierten
Darlegung, welche den Vorwurf der Rechtsverweigerung und
Rechtsverzögerung bekräftigen würden, begnügt sich der
Beschwerdeführer mehrheitlich und durchgängig mit allgemeinen
Anschuldigungen, Schuldzuweisungen und der Abschiebung sämtlicher
Verantwortung. Anschliessend seien dazu beispielhaft einige aufzuzählen:
"manipulative Irreführungsversuchen" der Beschwerdegegnerin,
"schwerste Opfer-Täter-Umkehr (Victim Blaming)", "vorsätzliche,
bewusste Schikane und Schädigung" des Beschwerdeführers, "niedere
Beweggründe", "Amtsmissbrauch" (Replik, S. 3), "vorsätzliches
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Hinhalten", "auf Zeit spielen", "massives Unrecht", "Zerstörung eines
Hauptteils des Lebens" des Beschwerdeführers sowie seines Sohnes
(Replik, S. 4 f.), "niedere Beweggründe", vorsätzliches subtiles
Herauszögern (Replik, S. 7 und 17), wiederholte, "hinauströlerische
Hinhaltetaktik" (Replik, S. 8), "vorsätzliches Mobbing und Schikane",
"bewusste Schädigungsstrategie" (Replik, S. 13).
6.2. Ferner habe die Beschwerdegegnerin bzw. deren Präsident böswillig und
völlig unnötig Gerichtsverfahren herbeigezwungen und wirft ihr "mutwillige
Prozessführung" vor. Diese sei des vorsätzlichen Auftischens von
Unwahrheiten, unterschiedlichen Aussagen und Darstellungen usw.
erwiesen überführt, während der Beschwerdeführer mit seinen Annahmen
immer richtig gelegen und zudem nach einvernehmlichen Lösungen
bestrebt gewesen sei (vgl. Replik, S. 13 und 17). Von Bestrebungen nach
einvernehmlichen Lösungen kann vorliegend jedoch nicht die Rede sein.
Auf eine Stellungnahme zu den beschwerdeführerischen Ausführungen
zum VGU U 16 6 vom 10. Februar 2015 (vgl. Replik, S. 14-16) kann
sodann mangels Entscheidrelevanz verzichtet werden. Inwiefern sodann
die Ausführungen zum Rücktritt des Gemeindevizepräsidenten (vgl.
Replik, S. 13-17) für den vorliegenden Fall von Bedeutung sein soll,
erschliesst sich dem streitberufenen Gericht ebenso wenig.
6.3. Zusammenfassend kann festgehalten, dass sich die Vorwürfe der
Rechtsverweigerung und -verzögerungen – sofern über bereits
rechtskräftig Entschiedenes hinausgehend – an rein appelatorischer Kritik
erschöpft, weshalb die Beschwerde als offensichtlich unbegründet
abzuweisen ist. Es liegt keine Rechtsverzögerung oder
Rechtsverweigerung durch die Beschwerdegegnerin vor.
7.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt
auf Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten des unterliegenden Beschwerdeführers.
Die Staatsgebühr wird ermessensweise auf CHF 2'000.-- festgelegt (vgl.
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Art. 75 Abs. 2 VRG). Diese geht zusammen mit den Kanzleiauslagen
zulasten des unterliegenden Beschwerdeführers.
7.2. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben
betrauten Organisationen wird in der Regel keine Parteientschädigung
zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen (vgl.
Art. 78 Abs. 2 VRG). Im vorliegenden Fall erscheint es allerdings
gerechtfertigt, der obsiegenden Beschwerdegegnerin eine
Parteientschädigung von pauschal CHF 500.-- zuzusprechen. Ihr entstand
ein von den Beschwerdeführern vermeidbarer Aufwand, verursacht durch
die leichtsinnige Ergreifung des Rechtsmittels. Daher ist der
Beschwerdegegnerin, ausnahmsweise und in Abweichung des
Grundsatzes von Art. 78 Abs. 2 VRG, eine Parteientschädigung
zuzusprechen (vgl. zum Ganzen VGU U 2017 8 E.11.3.2).