Decision ID: 3314db30-dac9-5d83-b90b-00686b391cdb
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

umfassend zu überwachen. Zu beachten sei sodann, dass er bereits vor der Ausreise politische Aktivitäten ausgeübt habe. Die  dieses Sachverhaltselements sei im Urteil der ARK vom 26.  2004 offen gelassen worden. Er habe im Falle der Rückkehr mit ernsthaften Nachteilen zu rechnen. Es bestehe eine konkrete . Entsprechend erfülle er die Flüchtlingseigenschaft  subjektiver Nachfluchtgründe. In vergleichbaren Fällen habe die Asylbehörde die Flüchtlingseigenschaft festgestellt und die  als Flüchtlinge vorläufig aufgenommen. Der Vollzug der  würde mithin gegen die relevanten gesetzlichen Bestimmungen verstossen. Der Eingabe lagen ein NZZ-Artikel zur Situation vor Ort und eine Bestätigung für die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers bei. Die Nachreichung einer Ausgabe der Zeitschrift Kanoun wurde in  gestellt.
K. Mit Zwischenverfügung vom 31. August 2007 hiess das  das Gesuch um Erlass allfälliger Verfahrenskosten gut und verzichtete auf die Auferlegung eines Kostenvorschusses.
L. Am 6. September 2007 (Poststempel) reichte der Beschwerdeführer die in Aussicht gestellte Publikation nach.
M. Mit Vernehmlassung vom 14. September 2007 hielt das BFM an  Ausführungen vollumfänglich fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Die Stellungnahme der Vorinstanz wurde dem  am 17. September 2007 zur Kenntnis gebracht.
N. Mit Eingabe vom 15. Oktober 2009 machte der Beschwerdeführer ein fortgesetztes exilpolitisches Engagement für die DVF geltend. _. Als Beweismittel gab er _ (Dokumentationsmaterial für die Aktionen: Flugblätter, Artikel und Aufnahmen [aus dem ]) zu den Akten.
Seite 6
D-5713/2007

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet endgültig über  gegen Verfügungen des BFM auf dem Gebiet des Asyls (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31 - 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).
1.2 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige  des rechtserheblichen Sachverhalts und die  gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
2. Der Beschwerdeführer ist legitimiert; auf die frist- und formgerecht  Beschwerde ist einzutreten (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]).
3. 3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person , wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei - ner bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen  ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder  sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG).
3.2 Die Flüchtlingseigenschaft ist nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält (Art. 7 AsylG).
4. 4.1 Subjektive Nachfluchtgründe sind gemäss Praxis dann , wenn eine asylsuchende Person erst durch die Flucht aus dem
Seite 7
D-5713/2007
Heimat- oder Herkunftsstaat oder wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG zu befürchten hat. Personen mit subjektiven Nachfluchtgründen erhalten zwar gemäss Art. 54 AsylG kein Asyl, werden jedoch als Flüchtlinge vorläufig . Massgebend ist, ob die heimatlichen Behörden das  des Asylsuchenden als staatsfeindlich einstufen und dieser  bei einer Rückkehr in den Heimatstaat eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG befürchten muss. Es bleiben damit die Anforderungen an den Nachweis einer begründeten Furcht massgeblich (Art. 3 und 7 AsylG). Der Asylausschlussgrund von Art. 54 AsylG ist absolut zu  und mithin unabhängig davon anzuwenden, ob  missbräuchlich gesetzt worden sind oder nicht. Es ist daher nicht entscheidend, welchen mutmasslichen Zweck die asylsuchende  durch ihre exilpolitischen Tätigkeiten zu erreichen versucht hat.
4.2 Der Beschwerdeführer begründet sein zweites Asylgesuch mit exilpolitischen Aktivitäten. Die blosse Behauptung anlässlich der  vom 3. Juli 2007, das Schicksal seiner Angehörigen sei nach der geltend gemachten Festnahme ungewiss, erscheint vorliegend  nicht als konkreter Anhaltspunkt für eine allfällig asylrelevante Verfolgungssituation respektive objektive Nachfluchtgründe, zumal in der Beschwerde darauf nicht eingegangen wird.
4.3 Sodann ist festzustellen, dass die politische Betätigung für  Organisationen im Ausland seit der Neufassung des  Strafrechts im Jahr 1996 unter Strafe gestellt ist. Einschlägigen Berichten zufolge wurden in der Vergangenheit denn auch bereits  verhaftet, angeklagt und verurteilt, welche sich unter anderem im Internet kritisch zum iranischen Staat äusserten (vgl. die Auskunft der SFH-Länderanalyse vom 4. April 2006 ["Iran: Rückkehrgefährdung für AktivistInnen und Mitglieder exilpolitischer Organisationen -  iranischer Behörden"] S. 3, mit weiteren ). Es ist überdies allgemein bekannt und unbestritten, dass die  Behörden die politischen Aktivitäten ihrer Staatsangehörigen im Ausland überwachen und systematisch erfassen. Mittels Einsatz moderner Software dürfte es den iranischen Behörden auch ohne  möglich sein, die im Internet vorhandenen riesigen  ohne allzu grossen Aufwand gezielt und umfassend zu  und gegebenenfalls nach Stichworten zu durchsuchen. In  Hinsicht ist ferner festzuhalten, dass nach konstanter Praxis bei iranischen Asylsuchenden das blosse Einreichen eines Asylgesuches
Seite 8
D-5713/2007
keinen subjektiven Nachfluchtgrund im Sinne von Art. 54 AsylG  (vgl. BVGE 2009/28 E. 7.4.4). Demgegenüber bleibt im Einzelfall zu prüfen, ob die in der Schweiz entwickelten exilpolitischen  bei einer allfälligen Ausschaffung in den Iran mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ernsthafte Nachteile im asylrechtlichen Sinne nach sich ziehen würden (vgl. wiederum BVGE 2009/28 E.7.4.3). Es ist  davon auszugehen, dass sich die iranischen Geheimdienste auf die Erfassung von Personen konzentrieren, die über die  und niedrigprofilierten Erscheinungsformen exilpolitischer  hinaus Funktionen wahrgenommen und/oder Aktivitäten  haben, welche die jeweilige Person aus der Masse der mit dem Regime Unzufriedener herausheben und als ernsthaften und  Regimegegner erscheinen lassen. Somit sind die Mitgliedschaft in einer exilpolitischen Organisation, die Teilnahme an regimekriti - schen Demonstrationen und das hierbei übliche Tragen von Plakaten und Rufen von Parolen nicht für die Einschätzung einer  von Bedeutung, sondern Positionen, Form und Einfluss von  (vgl. SFH-Bericht, a.a.O. S. 7).
4.4 Einleitend ist festzuhalten, dass im ersten Asylverfahren eine flüchtlingsrechtlich relevante Gefährdung des Beschwerdeführers im Heimatland verneint wurde. Hingegen trifft im Sinne der  zu, dass die Frage, ob er vor Ort an Manifestationen  habe, offengelassen wurde. Allein dadurch ist aber auch im aktuellen Zeitpunkt eine entsprechende Gefährdung nicht dargetan. Dem vom Beschwerdeführer eingereichten Bestätigungsschreiben der DVF _ ist zwar zu entnehmen, dass er Mitglied dieser  ist. Sein Rechtsvertreter hält dazu in der Beschwerde- und den Folgeeingaben fest, sein Mandant habe immer wieder an  Aktionen teilgenommen. Dies ist aufgrund der eingereichten  nicht zu bestreiten. Fraglich ist aber, inwiefern er sich dabei allenfalls exponiert hat. Den Akten sind nur beschränkt diesbezügliche Anhaltspunkte zu entnehmen. Allein durch die dokumentierte  an zahlreichen Aktionen namentlich der DVF verbunden mit  Bildaufnahmen und deren Veröffentlichung im Internet und im Publikationsorgan der DVF ist jedenfalls noch nicht davon , dass er das gesteigerte Interesse der iranischen  auf sich gezogen haben könnte. Andererseits ist er laut dem DVF-Schreiben vom _ zusammen mit anderen  bei der DVF für _ zuständig. Diese Funktion übt er aber gemäss dem Schreiben unter einer verantwortlichen Leitung aus. Dass
Seite 9
D-5713/2007
er in seiner Funktion markant in Erscheinung getreten wäre _, kann den Akten jedenfalls nicht entnommen werden _. Im  lässt auch die von ihm geltend gemachte Aufgabe, _ Neumitglieder zu werben, nicht auf ein herausragendes Engagement schliessen. Ferner hat der Beschwerdeführer offenbar vier Artikel (_) publiziert. Diese Artikel sind zwar teilweise angriffig , gehen aber insgesamt nicht über das hinaus, was oftmals von Mitgliedern der Exilgemeinde ins Netz gestellt wird oder in  erscheint. Anzumerken ist, dass er letztmals am _ und mithin vor mehr als drei Jahren geltend machte, einen solchen Artikel verfasst zu haben. Gleichzeitig fällt auf, dass er mit Eingabe vom 16. Oktober 2009 die erneute Teilnahme an Veranstaltungen der Jahre 2007 und 2008, nicht aber für das Jahr 2009 vorbrachte und belegte. Sein exilpolitisches Engagement unterliegt also möglicherweise  Schwankungen. Im Weiteren ist gemäss der eingangs gemachten Feststellung sowie der unter Bst. A vorstehend skizzierten  nicht davon auszugehen, dass er bereits vor der Ausreise die Aufmerksamkeit der iranischen Behörden in relevantem Ausmass auf sich gezogen hat. Entsprechend rechtfertigt sich der Schluss, dass er vor der Absetzung in den Westen durch die iranischen Behörden  nicht als staatsgefährdender Politaktivist fichiert war. Seine exilpolitischen Aktivitäten können denn auch insofern mit derjenigen einer Vielzahl seiner Landsleute in Übereinstimmung gebracht werden, als sich diese nach dem Gesagten kaum und insbesondere nicht  von denen anderer Iraner abheben. Es ist entgegen den  daher nicht davon auszugehen, dass die  Behörden beim Beschwerdeführer von einer Bedrohung für das Regime ausgehen. Die Funktionen des Beschwerdeführers – sollten die iranischen Behörden überhaupt davon Kenntnis erlangen  erlangt haben – sind aufgrund der gesamten Umstände jedenfalls nicht geeignet, ihn als eine Person mit klar definierten  Vorstellungen und persönlichem Agitationspotenzial, welche zu einer Gefahr für das Regime im Iran werden könnte, erscheinen zu lassen. Die durch den Beschwerdeführer öffentlich vorgetragene Kritik am Regime weist demnach insgesamt nicht den nötigen  auf, um bei den iranischen Behörden den Eindruck zu , dass sie zu einer Gefahr für den Bestand ihres Regimes . Zudem weist nichts darauf hin, dass in seinem Heimatstaat ein Strafverfahren oder andere behördliche Massnahmen eingeleitet  wären. Einzuräumen ist, dass solche wohl nur schwer zu belegen wären. Entsprechende Massnahmen scheinen indes auch im Falle der
Seite 10
D-5713/2007
Rückkehr nicht überwiegend wahrscheinlich. Schliesslich vermag der Beschwerdeführer aus der Tatsache, dass in anderen Fällen iranischer Asylsuchender aufgrund ausgeübter Exilaktivitäten die  festgestellt wurde, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, da im Rahmen der Einzelfallprüfung in pflichtgemässer Ausübung des  den jeweiligen Sachverhaltselementen genau Rechnung zu tragen ist.
4.5 Zusammenfassend ist festzustellen, dass die geltend gemachten subjektiven Nachfluchtgründe nicht geeignet sind, eine  relevante Verfolgungsfurcht zu begründen, weshalb der  nicht als Flüchtling anerkannt werden kann. An dieser Einschätzung vermögen weder die weiteren Ausführungen in den  noch die beigelegten Beweismittel und die Hinweise auf Publi - kationen etwas zu ändern, weshalb darauf verzichtet werden kann,  weiter einzugehen.
4.6 Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände folgt, dass der Beschwerdeführer keine Gründe nach Art. 3 AsylG nachweisen oder glaubhaft machen konnte. Die Vorinstanz hat die  demnach zu Recht verneint und zutreffend das Asylgesuch .
5. 5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der  der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
5.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine  Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG).
6.
Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des  vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).
Seite 11
D-5713/2007
6.1
6.1.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche  der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des  in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat  (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land  zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der  [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR ), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und  (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder  oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.
6.1.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem  nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.
6.1.3 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des  noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher  einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des  Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses müsste er eine konkrete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EGMR, Bensaid gegen Grossbritannien, Urteil vom 6. Februar 2001, Recueil des arrêts et décisions 2001-I, S. 327 ff., und Saadi ge - gen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008 [Application no. 37201/06]).
Seite 12
D-5713/2007
Dies ist ihm unter Hinweis auf die Erwägungen zum Flüchtlingspunkt nicht gelungen. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im Iran lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht als  erscheinen.
6.1.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.
6.2 6.2.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder  auf Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige Aufnahme zu gewähren.
6.2.2 Vorliegend ist der Vollzug als zumutbar zu erachten, weil keine Hinweise dafür bestehen, dass der Beschwerdeführer bei einer  in den Iran einer konkreten Gefährdung ausgesetzt wäre. Das Bundesverwaltungsgericht erachtet den Wegweisungsvollzug in den Iran gestützt auf die allgemeine Lage als nach wie vor generell . Es sind sodann keine individuellen Vollzugshindernisse erkennbar. In diesem Zusammenhang kann grundsätzlich auf die Erwägungen  Ziffer 7c im ARK-Urteil vom 26. Februar 2004 sowie Ziffer 4.2  verwiesen werden. Auch wenn die Etablierung vor Ort  der langen Landesabwesenheit naturgemäss mit gewissen oder sogar erheblichen Schwierigkeiten verbunden sein kann, entsteht  nicht der Eindruck, der Beschwerdeführer könnte in eine exi - stenzgefährdende Situation geraten. Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung als zumutbar.
6.3 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der  Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr  Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).
6.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass das BFM den Vollzug der Wegweisung zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erachtet hat. Die Anordnung der vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser  (Art. 83 Abs. 1-4 AuG).
Seite 13
D-5713/2007
6.5 Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist demnach abzuweisen.
7. Es bleibt zu prüfen, ob die angefochtene Verfügung insofern  ist, als darin eine Verfahrensgebühr von Fr. 1'200.– erhoben wurde.
Nicht durchzudringen vermag der Beschwerdeführer, indem er , er sei bedürftig und das Verfahren sei nicht aussichtslos , weshalb bereits deshalb vom BFM keine Verfahrensgebühr  gewesen wäre. Der Beschwerdeführer stellte erst im Verfahren vor der Rekursinstanz ein Gesuch gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG und brachte eine Bestätigung für seine Bedürftigkeit bei. Demzufolge war das BFM nicht gehalten, auf Verfahrensgebühren zu verzichten (vgl. Art. 17b Abs. 1 und 4 AsylG; Art. 7c Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]).  sein Gesuch nun auch in zweiter Instanz abgewiesen wurde, ist die Vorgehensweise des BFM sowohl ex nunc wie auch ex tunc nicht zu beanstanden.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten dem  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 des  vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]). Da sein Gesuch im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG mit Zwischenverfügung vom 31. August 2007 gutgeheissen wurde, ist von der Kostenauflage .
(Dispositiv nächste Seite)
Seite 14
D-5713/2007