Decision ID: 4319a87e-ed86-4d21-9e98-d4f1c7621352
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1954, arbeitete seit
1.
Januar 1990 als Baureinigerin und Unterhaltsreinigerin bei der
A._
GmbH, ehe diese das Arbeits
verhältnis am 2
9.
März
2017
auf den 3
0.
Juni 2017 auflöste (
Urk.
6/12
;
Urk.
6/19
Ziff.
14
). Am 12.
April 2017
meldete sich die Versicherte beim Regionalen Arbeitsver
mittlungs
zentrum (RAV) Thalwil zur Arbeitsvermittlung an (
Urk.
6/1) und stellte am
2.
Mai 2017 respektive am
4.
Oktober 2017 Antrag auf Arbeitslosenent
schädigung ab 1.
Juli 2017 (
Urk.
6/11 =
Urk.
6/19,
Urk.
6/20). Die Arbeitslosen
kasse des Kantons Zürich (ALK)
lehnte mit Verfügung vom 1
0.
Oktober 2017 einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung mit der Begrün
dung, dass die versicherte Person als Ehegattin des Arbeitgebers keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung habe, ab (
Urk.
6/21).
Die dagegen von der Versicherten erhobene Einsprache (
Urk.
6/23) wies die ALK mit
Einspracheentscheid
vom 2
6.
Januar 2018 (
Urk.
6/49 =
Urk.
2) ab.
2.
Die Versicherte erhob
am
2
3.
Februar 2018 Beschwerde gegen den
Einsprache
entscheid
vom 2
6.
Januar 2018 und beantragte, dieser sei aufzuheben und es sei ihr
ab
1.
Juli 2017
ein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung zuzuerkennen (
Urk.
1 S. 2).
Die ALK beantragte mit Beschwerdeantwort vom 13.
März 2018 (
Urk.
5) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde de
r
Beschwerdeführer
in
am 1
6.
März 2018 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 31 Abs. 3
lit
. c
des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeits
losenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG)
haben Personen, die in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglieder eines obersten betrieblichen Entscheidungs
gremiums die Ent
scheidun
g
en des Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beein
flussen können, sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten keinen Anspruch auf Kurz
arbeitsent
schädigung. Hinsichtlich des Anspruchs auf Arbeitslosenent
schädigung findet sich zwar in Art. 8 ff. AVIG keine Regelung, die dieser Norm zur Kurzarbeit ent
sprechen würde. Nach der
Rechtsprechung gilt diese Regelung jedoch grund
sätzlich auch für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (BGE 123 V 234 E. 7b/
bb
).
Die Frage, ob eine
arbeitnehmende
Person einem obersten betrieblichen Entschei
dungsgremium angehört und ob sie in dieser Eigenschaft massgeblich Einfluss auf die Unternehmensentscheidungen nehmen kann, ist aufgrund der internen betrieblichen Struktur zu beantworten. Keine Prüfung des Einzelfalles ist erfor
derlich, wenn sich die massgebliche Entscheidungsbefugnis bereits aus dem Gesetz selbst (zwingend) ergibt (BGE 123 V 234 E. 7a).
1.2
Damit eine versicherte Person in arbeitgeberähnlicher Stellung oder deren mitar
beitender Ehegatte Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, muss sie mit dem Ausscheiden aus dem Betrieb definitiv auch die arbeitgeberähnliche Stellung verlieren. Behält sie nach der Entlassung ihre arbeitgeberähnliche Stellung im Betrieb bei und kann sie dadurch die Entscheidungen des Arbeit
gebers weiterhin bestimmen oder massgeblich beeinflussen, verfügt sie nach wie vor über die unternehmerische Dispositionsfreiheit, den Betrieb jederzeit zu reaktivieren und sich bei Bedarf erneut als Arbeitnehmer einzustellen. Ein solches Vorgehen läuft auf eine rechtsmissbräuchliche Umgehung der Regelung des
Art.
31
Abs.
3
lit
. c AVIG hinaus, welche ihrem Sinn nach der Missbrauchsverhütung dient und in diesem Rahmen insbesondere dem Umstand Rechnung tragen will, dass der Arbeitsausfall von arbeitgeberähnlichen Personen praktisch unkon
trollier
bar ist, weil sie ihn aufgrund ihrer Stellung bestimmen oder massgeblich beeinflussen können. Diese Rechtsprechung will nicht bloss dem ausgewiesenen Missbrauch an sich begegnen, sondern bereits dem Risiko eines solchen, welches der Aus
richtung von Arbeitslosenentschädigung an arbeitgeber
ähnliche Personen inhärent ist (Urteile des Bundesgerichts C 255/05 vom 2
5.
Januar 2006 und C
92/02 vom 14. April 2003; vgl. Barbara Kupfer Bucher, Rechtsprechung des Bundes
gerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obliga
tori
sche Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent
schädigung, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, S. 15 ff. mit Hinweisen zur Rechtsprechung).
1.3
Eine besondere Situation mit erhöhter Missbrauchsgefahr liegt rechtsprechungs
gemäss auch dann vor, wenn verschiedene Firmen, welche von Mitgliedern der gleichen Familie beherrscht werden, ein Firmenkonglomerat bilden. Ein solches ist dann anzunehmen, wenn verschiedene in ihrer Geschäftstätigkeit vergleich
bare Firmen eng verflochten sind und fast identisch zusammengesetzte Ent
schei
dungsgremien aufweisen, so dass sie als ein einziges kompaktes
Ganzes erschei
nen.
Versicherte,
die von einem - Teil eines Firmenkonglomerats dar
stellen
den - Erstbetrieb entlassen wurden, und welche gleichzeitig in einem zum gleichen Konglomerat gehörenden Drittbetrieb eine arbeitgeberähnliche Stellung inneha
ben, könnten sich bei Bedarf in einem anderen von der Geschäftstätigkeit her vergleichbaren Betrieb des Konglomerats wieder anstellen lassen. Aus diesem Grund gelten diese Personen auch in Bezug auf den Erstbetrieb als arbeitgeber
ähnliche Person. Bei Verlust der Anstellung im Erstbetrieb besteht daher kein Versicherungsschutz. Arbeitslosenversicherungsrechtlich wird ein Firmen
konglo
merat daher nicht anders behandelt, als eine Firma, welche verschiedene Abtei
lungen und Betriebe hat (BJM 2003 S. 131; Urteile des Bundesgerichts C 376/99 vom 1
4.
März 2001 E. 3 und C 219/02 vom 1
7.
März 2003 E. 2.3).
Bei einer solchen Vernetzung der Firmen kann es nicht genügen, um den Umgehungstatbestand nicht zu erfüllen, sich im Handelsregister als Gesellschafter und Geschäftsführer der einen Firma streichen zu lassen, wenn damit die weit
reichenden Bestimmungsmöglichkeiten über die Entscheide des anderen Betriebs nicht verloren gehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_143/2012 vom 19. September 2012 E. 4.3).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte in ihrem
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) eine Anspruchsberechtigung der Beschwerdeführerin mit der Begründung,
die
A._
GmbH und die
B._
könnten nicht als unabhängig voneinander bezeichnet werden. Vielmehr sei davon aus
zugehen, dass zwischen den beiden Unternehmen in faktischer Hinsicht eine per
sonelle, sachliche und örtliche Verbindung bestehe. Nicht nur der Name der bei
den Unternehmen sei fast gleich. Beide Unternehmen würden von der gleichen Familie geführt, würden den gleichen Zweck verfolgen und befänden sich an der identischen Adresse, die mit der Wohnadresse der Beschwerdeführerin überein
stimme
(S. 3)
. Bei der
A._
GmbH und der
B._
handle es sich um zwei miteinander sowohl personell als auch sachlich und örtlich sehr eng verbundene Gesellschaften. Sie würden als ein ein
ziges, kompaktes Ganzes, ein sogenanntes Konglomerat erscheinen, innerhalb dessen die Beschwerdeführerin eine arbeitgeberähnliche Stellung sowie mass
ge
bliche Einflussnahme innehabe.
Zusammenfassend bestehe kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (S. 4).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend, dass sie
bei der ehemaligen Arbeitgeberin
A._
GmbH keine arbeitgeberähnliche Stellung
innegehabt
habe und eine solche auch nicht nach ihrem Austritt aus dem Betrieb beibehalten worden sei. Auch könne sie nicht als mitarbeitende Ehegattin einer Person mit arbeitgeberähnlichen Stellung bei der
A._
GmbH gelten, weil ihr Ehemann
bei
der
A._
GmbH keine derartige Funktion bekleide (S. 3
Ziff.
4.1). Zudem habe sie mit der Einzelfirma
B._
nie in einem Arbeitsverhältnis gestanden und habe somit keine arbeitgeberähnliche Stellung gehabt. Somit sei sie auch nie eine «mitarbeitende Ehegattin» gewesen. Der Umstand, dass sie einzelzeichnungsberechtigt sei, ändere daran nichts, da der Wortlaut von
Art.
31
Abs.
3
lit
. c AVIG klar verlange, dass die Einzelfirma
B._
ihre Arbeitgeberin gewesen sein müsse, was nie der Fall gewesen sei und auch nicht der Fall sein werde. Die Einzelfirma sei betriebswirtschaftlich inaktiv, was
aus
dem Kontoauszug für das Jahr 2017 her
vorgehe. Geschäftsbewegungen wie etwa Lohnzahlungen, Kreditoren
zahlungen oder Debitoreneingänge würden nicht existieren (S. 3
Ziff.
4.2). Dass es sich bei der
A._
GmbH und der
B._
um ein
Konglomerat handle, sei ebenfalls falsch.
Insbesondere fehle es an einer personellen Verflechtung zwischen der GmbH und der Einzel
firma, da in den beiden Unternehmen nicht dieselben Familienmitglieder als Ent
scheidungs
träger fungieren würden. In der
A._
GmbH sei ihr Sohn Inhaber aller Stammanteile und alleiniger Geschäftsführer. Inhaber der Ein
zel
firma
B._ se
i hingegen ihr Ehemann, in welcher sie und ihr Ehemann einzelzeichnungsberechtigt seien. Die Ent
schei
dungs
gremien beider Unternehmen seien somit nicht identisch zusammen
gesetzt, weshalb das Gebilde schon allein vor diesem Hintergrund nicht als ein ein
ziges, kompaktes Ganzes erscheinen könne, innerhalb dessen sie eine arbeit
geberähnli
che Stellung innehabe beziehungsweise innegehabt habe und damit ihre Einfluss
nahme auch nach der Kündigung des Arbeitsverhältnisses mit der
A._
GmbH beibehalten habe. Es bestehe trotz gleichem Zweck keine sachliche Verbindung. Auch genüge eine gleiche Domiziladresse nicht, um von einem Kon
glomerat zu sprechen (S. 4
Ziff.
5.1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Arbeitslosen
entschädigung ab
1.
Juli 2017.
3.
3.1
Aus den Akten ergibt sich, dass
die Beschwerdeführerin
seit 1990 als Bau- und Unterhaltsreinigerin bei der
A._
GmbH arbeitete
(vgl.
Urk.
6/11,
Urk.
6/12,
Urk.
6/19).
Ein schriftlicher Arbeitsvertrag über diese Tätigkeit bestand erst seit 3
1.
Dezember 2001 (vgl. Arbeitsvertrag,
Urk.
6/35 =
Urk.
6/42). Welche Stellung oder
welche Aufgaben die Beschwerdeführerin im Betrieb innehatte, ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag nicht. Aus dem Vertrag ist einzig ersichtlich, dass die der Arbeitnehmerin vom Arbeitgeber übertragenen Aufgaben wie bisher mündlich erfolgen.
Aus dem Handelsregistereintrag der
A._
GmbH
ist ersichtlich
, dass die Beschwerdeführerin vom 2
0.
Mai 1997 bis
3
0.
No
vember
2009 als Gesellschafterin ohne Zeichnungsberechtigung eingetragen war (vgl.
Urk.
6/48).
Mit der Löschung der Beschwerdeführerin sowie auch ihres Ehe
mannes im Handelsregister war von nun an der Sohn der Beschwerdeführerin
(vgl.
Urk.
6/32)
,
als
allein
i
ger
Gesellschafter und Geschäftsführer
der
A._
GmbH
im Handelsregister eingetragen
(vgl.
Urk.
6/48).
Am 12.
Januar 2009 liessen die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann die Einzel
firma
C._
im Handelsregister eintragen, wobei der Ehemann als Inhaber und beide Eheleute mit Einzelunterschrift aufgeführt werden. Diese Einzelfirma wurde schliesslich am 1
3.
Februar 2017 in
B
._
umbenannt (vgl.
Urk.
6/14)
.
3.2
Aus den Akten ergibt sich weiter, dass der Zweck
und Geschäftsbereich
der beiden Firmen im Wesentlichen identisch
sind
. Sowohl die
A._
GmbH als auch die
B
._
bezwecken die Reinigung und den Unterhalt von
Gebäuden/
Liegenschaften. Weiter steht fest,
dass die
Inhaber und Gesellschafter beider Unternehmen Mitglieder der gleichen Familie sind, zu welcher auch die Beschwerdeführerin gehört. Darüber hinaus ist
der Gesellschaftssitz respektive die Adresse beider Firmen identisch und
stimmen
mit de
r
Privatadres
se der Beschwerdeführerin
und
ihres Ehemannes
überein.
Damit steht fest, dass zwei f
unktionell und personell eng verbundene Firmen vor
liegen
, die einer einzigen Familie gehören, wobei angesichts der engen familiären Verflechtung der Firmen ein Missbrauchspotential nicht von der Hand zu weisen ist.
3.
3
Angesichts dieser Gegebenheiten ging die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass die
A._
GmbH und die
B
._
aufgrund ihrer engen personellen, örtlichen und sachlichen Verbindung ein Konglomerat bilden.
Die Beschwerdeführerin
war bis am 3
0.
November 2009 als Gesellschafterin der
A._
GmbH im Handelsregister aufgeführt
, verlor jedoch diese Anstellung.
Sodann ist die Beschwerdeführerin seit dem 1
2.
Januar 2009 mit Ein
zel
unterschrift bei der
B
._
im Handels
re
gister eingetragen.
Somit wurde sie vom Erstbetrieb - der
A._
GmbH - entlassen, hat aber gleichzeitig im Drittbetrieb - der
B
._
- eine arbeitgeberähnliche Stellung inne, weshalb sie auch in Bezug auf den Erstbetrieb als arbeitgeberähnliche Person gilt und bei Verlust der Anstellung im Erstbetrieb keinen Versicherungsschutz
beanspruchen kann (vgl. vorstehend E. 3.1).
Angesichts der verwandtschaftlichen Bande zu ihrem Sohn und der familiären Verflechtung
beider Firmen
besteht daher durch
aus die Möglichkeit, dass
die Beschwerdeführerin
weiterhin
(mit-)bestimmen oder aber zumindest massgeblich beeinflussen konnte und damit Einfluss
auf
beide Firmen ausübt
.
Weiter fällt auf,
dass
die Beschwerdeführerin
i
m ersten Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom
2.
Mai 2017 (vgl.
Urk.
6/11
Ziff.
28) sowie dessen Ergänzung (vgl.
Urk.
6/19
Ziff.
28)
angegeben hat, dass sie oder ihr Ehe
gatte am Betrieb des letzten Arbeitgebers beteiligt
sind
oder einem obersten betriebli
chen Entscheidungsgremium angehört
en
.
Mit Schreiben vom 26.
Sep
tember 2017 wurde die Beschwerdeführerin wegen fehlender Unterlagen unter anderem gefragt, in welchem Betrieb sie oder ihr Ehegatte beteiligt sind (vgl.
Urk.
6/15), worauf
s
ie im Antrag auf Arbeits
losen
entschädigung vom
4.
Oktober 2017, welcher nunmehr nicht mehr von Hand, sondern mit dem Computer ausgefüllt wurde, die Frage nach einer Beteiligung auf einmal doch verneinte (
Urk.
6/20).
3.
4
In Würdigung der gesamten Umstände
liegt damit bei der vorliegenden Kon
stellation zweier
eng verflochtener
Familienbetriebe ein Risiko einer miss
bräuch
lichen Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung vor,
was nach der Recht
spre
chung genügt, um den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung einer arbeitgeberähnlichen Person auszuschliessen (
vgl. Urteil des Bundesgerichts C
52/05 E. 2,
ARV 2003 Nr. 22).
So will die zur arbeitgeberähnlichen Stellung ergangene Rechtsprechung nicht nur dem ausgewiesenen Missbrauch als solchem begegnen, sondern bereits dem Risiko eines solchen, welche der Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung an arbeitgeberähnliche Personen
und deren im Betrieb mitarbeitenden Ehegatten
inhärent ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_509/2007 E. 3.2, so auch
C 117/04 E. 2.4 mit Verweis auf Urteil C 92/02).
Dass die
B
._
nie Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin war, ändert an einem nicht auszuschliessenden Miss
brauchsrisiko ebenso wenig wie die Tatsache, dass
die Firma
B
._
betriebswirtschaftlich inaktiv ist
(vgl.
Urk.
1 S. 3 f.
)
. So ist die Firma
B
._
weiterhin als aktive Firma im Handelsregister eingetragen
(vgl.
Urk.
6/14)
und
wäre
die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Stellung und Einflussmöglichkeiten innerhalb des Konglomerats
wohl in der Lage, sich von einem in den anderen Betrieb verschieben zu lassen und dort neu anstellen zu lassen, so dass die Kündigung nichts an der Disposi
tionsfreiheit geändert hat
(vgl. vorstehend E. 1.2)
.
3.
5
Nach dem Gesagten
ging
d
ie Beschwerdegegnerin
zu Recht von eine
r
arbeitge
ber
ähnlichen Stellung
aus und hat demnach
einen Anspruch der Beschwerde
führerin ab dem
1.
Juli 2017 zu Recht verneint.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.