Decision ID: 8f7520d9-dd21-4232-a8a4-5132938095fe
Year: 2018
Language: de
Court: CH_BSTG
Chamber: CH_BSTG_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: penal_law

Sachverhalt:
A. Das kroatische Amt zur Bekämpfung von Korruption und organisierten Kri-
minalität führt ein Strafverfahren gegen A. und weitere Personen wegen des
Verdachts der Bestechung und Geldwäscherei. In diesem Zusammenhang
gelangten die kroatischen Behörden mit ergänzendem Rechtshilfeersuchen
vom 15. Januar 2018 an die Schweiz und ersuchten unter anderem um Über-
mittlung von Unterlagen und Informationen betreffend die bei der Bank E.
und Bank F. auf G. AG, A., D. und B. lautenden Konten (Verfahrensakten
RHI 2018 13, Sichtmäppchen, Urk. 1).
B. Am 5. Februar 2018 ernannte das Bundesamt für Justiz (nachfolgend „BJ“)
den Kanton Zug zum Leitkanton (Verfahrensakten RHI 2018 13, Sichtmäpp-
chen, Urk. 1). Mit Eintretensverfügung vom 29. März 2018 entsprach die
Staatsanwaltschaft des Kantons Zug (nachfolgend „StA ZG“) dem Ersuchen
und forderte die Banken E. und F. auf, ihr diverse Auskünfte zu erteilen sowie
Kontounterlagen zu den in der Verfügung erwähnten, auf G. AG, A., D. und
B. lautenden Konten einzureichen (Verfahrensakten, Sichtmäppchen,
Urk. 2). Die Banken E. und F. kamen der Aufforderung der StA ZG am
16. April und 2. Mai 2018 nach (Verfahrensakten RHI 2018 13, Sichtmäpp-
chen, Urk. 3 und 4).
C. Mit Schlussverfügung vom 13. Juni 2018 verfügte die StA ZG die Heraus-
gabe von in der Verfügung genannter Unterlagen zu den bei den Banken E.
und F. auf G. AG, A., D., B. und C. lautenden Konten (act. 1.3).
D. Dagegen liessen A., B., D. und C. bei der Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts am 16. Juli 2018 Beschwerde erheben und beantragen, die
Schlussverfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben
und die Rechtshilfe zu verweigern (act. 1).
E. Die Schreiben der StA ZG und des BJ vom 31. Juli 2018, mit welchen sie auf
eine begründete Beschwerdeantwort verzichteten und die kostenfällige Ab-
weisung der Beschwerde beantragten, wurden A., B., D. und C. am 3. Au-
gust 2018 zur Kenntnis gebracht (act. 6-8).
- 3 -
F. Die vom Gericht angeforderten Unterlagen betreffend die früheren Rechts-
hilfeersuchen der kroatischen Behörden reichte die StA ZG am 13. Au-
gust 2018 ein (act. 9, 10), welche am 29. August 2018 unter anderem dem
Vertreter der Beschwerdeführer zugestellt wurde (act. 13). Die in der Folge
eingereichte Eingabe vom 14. September 2018, mit welcher A., B., D. und
C. zu den angeforderten Unterlagen Stellung nahmen, wurde der StA ZG
gleichentags zur Kenntnis zugestellt (act. 14, 15).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, sofern
erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genommen.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1.
1.1 Für die Rechtshilfe zwischen Kroatien und der Schweiz sind in erster Linie
das Europäische Übereinkommen vom 20. April 1959 über die Rechtshilfe in
Strafsachen (EUeR; SR 0.351.1) sowie das II. Zusatzprotokoll vom 8. No-
vember 2001 zum Europäischen Übereinkommen über die Rechtshilfe in
Strafsachen (SR 0.351.12; Zweites Zusatzprotokoll) massgebend. Ebenso
zur Anwendung kommt das Übereinkommen vom 8. November 1990 über
Geldwäscherei sowie Ermittlung, Beschlagnahme und Einziehung von Erträ-
gen aus Straftaten (Geldwäschereiübereinkommen, GwUe; SR 0.311.53).
1.2 Soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen weder ausdrücklich noch
stillschweigend regeln, bzw. das schweizerische Landesrecht geringere An-
forderungen an die Rechtshilfe stellt (sog. Günstigkeitsprinzip; BGE 142 IV
250 E. 3; 140 IV 123 E. 2; 136 IV 82 E. 3.1; 135 IV 212 E. 2.3; ZIMMERMANN,
La coopération judiciaire internationale en matière pénale, 4. Aufl. 2014,
N. 229), sind das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale
Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) und die dazugehörige Verord-
nung vom 24. Februar 1982 (IRSV; SR 351.11) anwendbar (Art. 1 Abs. 1
IRSG; BGE 143 IV 91 E. 1.3; BGE 136 IV 82 E. 3.2; 130 II 337 E. 1; vgl. auch
Art. 54 StPO). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte
(BGE 139 II 65 E. 5.4 letzter Absatz; 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c;
ZIMMERMANN, a.a.O., N. 211 ff., 223 ff., 680 ff.).
Auf das vorliegende Beschwerdeverfahren sind zudem die Bestimmungen
des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021; Art. 39 Abs. 2 lit. b
- 4 -
i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG; BGE 139 II 404 E. 6/8.2; ZIMMERMANN,
a.a.O., N. 273) anwendbar.
2.
2.1 Die Schlussverfügung der ausführenden kantonalen Behörde unterliegt der