Decision ID: e974b0e0-5126-55ef-b27a-8b4668c299d3
Year: 2021
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
Am 26. Oktober 2018 reichte die X._ AG beim Bundesamt für Ver-
kehr (BAV) ein Plangenehmigungs- und Konzessionsgesuch für den Bau
und Betrieb der Dreiseilumlaufkabinenbahn (3S-Bahn) Mythenquai – Zü-
richhorn ein.
Das Projekt sieht eine rund 1.3 km lange Seilbahnverbindung vom Raum
Mythenquai über das untere Seebecken des Zürichsees zum Raum Zü-
richhorn vor. Die Seilbahn soll für eine Dauer von längstens fünf Jahren
betrieben werden und anschliessend wieder zurückgebaut werden. Das
Projekt umfasst zwei Seilbahnstationen: Eine davon befindet sich im südli-
chen Teil des Strandbads Mythenquai und die andere im südöstlichen Teil
der Blatterwiese. Weiter sollen zwei Stützen mit einer Höhe von je 78 bis
88 m über dem mittleren Seespiegel errichtet und in einer Entfernung zum
Seeufer von rund 75 m (Seeseite Mythenquai) und 60 m (Seeseite Zürich-
horn) in das Seebecken gesetzt werden.
B.
Das BAV eröffnete am 30. Oktober 2018 das ordentliche Plangenehmi-
gungsverfahren. Während der öffentlichen Planauflage wurden mehrere
Einsprachen erhoben, darunter die gemeinsame Einsprache der im
Rubrum aufgeführten Beschwerdeführenden.
C.
Am 17. September 2019 führte das BAV einen Augenschein in Anwesen-
heit von zwei Vertretern der Beschwerdeführenden durch.
D.
Mit Verfügung vom 8. Juni 2020 trat das BAV auf die gemeinsame Einspra-
che der Beschwerdeführenden nicht ein mit der Begründung, dass sie nicht
zur Einsprache berechtigt seien.
E.
Die Beschwerdeführenden erheben mit Eingabe vom 14. August 2020 Be-
schwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit dem Begehren, die Verfü-
gung vom 8. Juni 2020 sei aufzuheben und das Gesuch um Genehmigung
des Baus und Betriebs der Seilbahn über den Zürichsee sei abzuweisen.
Eventualiter sei die Sache zur weiteren Instruktion und zu neuem Ent-
scheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.
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F.
Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 15. September 2020,
die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
G.
Mit Beschwerdeantwort vom 30. September 2020 beantragt die Beschwer-
degegnerin ebenfalls die Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie ein-
getreten werden könne.
H.
Mit Replik vom 9. November 2020 nehmen die Beschwerdeführerin zu den
Eingaben der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin Stellung.
I.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die bei den Akten liegenden
Schriftstücke wird, soweit entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwä-
gungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Beim angefochtenen Entscheid vom 8. Juni 2020 handelt es sich um
eine Verfügung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. c des Verwaltungsverfah-
rensgesetzes (VwVG, SR 172.021), welche von einer Vorinstanz im Sinne
von Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes (VGG, SR 173.32) er-
lassen wurde. Da keine Ausnahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt, ist das
Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde zuständig
(Art. 31 ff. VGG).
1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach
dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).
1.3 Die Vorinstanz hat den angefochtenen Akt als «Zwischenverfügung»
bezeichnet. Wird das Verfahren aber (lediglich) für einen Teil der Verfah-
rensbeteiligten abgeschlossen oder über einen Teil der gestellten Rechts-
begehren verfügt, liegt ein Teilentscheid vor (vgl. BGE 133 V 477 E. 4.1 ff.;
Urteile des BVGer A-3505/2011 vom 26. März 2012 E. 7.2, B-2948/2017
vom 21. Dezember 2017 E. 1.2.2, je mit Hinweisen). Der Teilentscheid ist
eine Variante des Endentscheids (vgl. BGE 133 V 477 E. 4.1.2). Indem die
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Vorinstanz das Plangenehmigungsverfahren für die Beschwerdeführenden
– anders als für andere Einsprechende – durch Nichteintreten abschloss,
fällte sie somit einen Teilentscheid. Die besonderen Voraussetzungen, un-
ter denen Zwischenverfügungen selbständig anfechtbar sind (Art. 46
Abs. 1 VwVG), müssen folglich nicht vorliegen bzw. nicht geprüft werden
(vgl. auch Urteil des BVGer A-504/2018 vom 28. Dezember 2018 E. 1.8).
1.4 Die Beschwerdeführenden haben sich durch Einsprache am Plange-
nehmigungsverfahren beteiligt (vgl. Art. 13 Abs. 1 Satz 2 des Bundesge-
setzes vom 23. Juni 2006 über Seilbahnen zur Personenbeförderung [Seil-
bahngesetz, SebG, SR 743.01]). Mit der angefochtenen Verfügung ist die
Vorinstanz auf ihre Einsprache nicht eingetreten. Unabhängig davon, ob
die Beschwerdeführenden zur Anfechtung des Entscheids in der Sache
selbst berechtigt wären, sind sie daher befugt, im Beschwerdeverfahren
überprüfen zu lassen, ob der Nichteintretensentscheid zu Recht ergangen
ist (vgl. Urteile des BVGer A-1053/2020 vom 3. August 2020 E. 1.2,
A-1773/2018 vom 15. Januar 2019 E. 1.2 f., A-4929/2017 vom 31. Januar
2018 E. 1.2.3; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bun-
desverwaltungsgericht, 2013, Rz. 2.77). Insoweit sind die Beschwerdefüh-
renden zur Beschwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG).
1.5 Streitgegenstand im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bil-
det das Rechtsverhältnis, das Gegenstand der angefochtenen Verfügung
bildet oder nach richtiger Gesetzesauslegung hätte sein sollen, soweit es
im Streit liegt. Fragen, über welche die erstinstanzlich verfügende Behörde
nicht entschieden hat, darf die zweite Instanz nicht beurteilen; sonst würde
in die funktionelle Zuständigkeit der ersten Instanz eingegriffen. Wird ein
Nichteintretensentscheid angefochten, so prüft das Bundesverwaltungsge-
richt einzig, ob die Vorinstanz die Eintretensvoraussetzungen zu Recht ver-
neint hat. Hingegen können keine Begehren in der Sache selbst gestellt
und beurteilt werden (statt vieler: Urteile des BVGer A-2877/2020 vom
11. November 2020 E. 1.4; A-4929/2017 vom 31. Januar 2018 E. 1.2.4;
MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 2.8, 2.164, 2.213).
1.6 Der Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens beschränkt sich so-
mit auf die Frage, ob die Vorinstanz auf die Einsprache der Beschwerde-
führenden zu Recht nicht eingetreten ist. Deren Hauptbegehren, wonach
das Plangenehmigungsgesuch abzuweisen sei und das Gericht aus pro-
zessökonomischen Gründen in der Sache selbst von Amts wegen ent-
scheiden solle, geht darüber hinaus, weshalb darauf nicht eingetreten wer-
den kann.
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Entsprechend nicht zu behandeln sind die in der Sache erhobenen Vor-
bringen gegen die Plangenehmigung. Insbesondere betrifft dies die Rügen,
dass das geplante Seilbahnprojekt einen vom Bundesrat genehmigten
Sachplan voraussetze, dass keine Alternativstandorte geprüft worden
seien und das Projekt weder die raumplanungsrechtlich erforderlichen Nut-
zungseinschränkungen entlang des Seeufers noch die für eine Renaturie-
rung der Gewässer nötigen Räume respektiere. Dasselbe gilt für die Ein-
wände, wonach ein unzulässiger Eingriff in das schützenswerte Ortsbild
vorliege und das Projekt zu Unrecht nicht im kantonalen Richtplan des Kan-
tons Zürich eingetragen sei. Letztere Frage bildet Gegenstand des kanto-
nalen Gestaltungsplanverfahrens und des entsprechenden Rechtsmittel-
verfahrens (vgl. nachstehende E. 3 und Entscheid des Baurekursgerichts
des Kantons Zürich (BRGE) I Nrn. 0172-0175/2019 vom 13. Dezember
2019 E. 4 f.).
1.7 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 50 und
Art. 52 VwVG) ist somit lediglich im dargelegten Umfang einzutreten.
2.
Das Bundesverwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf
Rechtsverletzungen, einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-
stellung des rechterheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Aus-
übung des Ermessens (Art. 49 Bst. a und b VwVG). Zudem prüft es die
Verfügung auf Angemessenheit hin (Art. 49 Bst. c VwVG).
3.
Die Beschwerdeführenden stellen den prozessualen Antrag, es seien die
Akten des Verfahrens [...] des Verwaltungsgerichts Zürich beizuziehen.
3.1 Im genannten Verfahren ficht die Beschwerdegegnerin den Entscheid
des Baurekursgerichts des Kantons Zürich vom 13. Dezember 2019 an.
Das Baurekursgericht hob darin den am 26. April 2019 von der kantonalen
Baudirektion festgesetzten Gestaltungsplan «Seilbahn Mythenquai-Zürich-
horn» auf. Ebenfalls verneinte es im Entscheid die Legitimation der Be-
schwerdeführenden zum Rekurs gegen den Gestaltungsplan (E. 2.4.6 ff.).
Die Beschwerdeführenden haben selbst keine Beschwerde gegen das Ur-
teil des Baurekursgerichts erhoben.
3.2 Das Bundesverwaltungsgericht nimmt die ihm angebotenen Beweise
ab, wenn diese zur Abklärung des Sachverhaltes tauglich erscheinen
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(Art. 33 Abs. 1 VwVG). Es kann von beantragten Beweismitteln insbeson-
dere absehen, wenn bereits Feststehendes bewiesen werden soll, wenn
zum Voraus gewiss ist, dass der angebotene Beweis keine wesentlichen
Erkenntnisse zu vermitteln vermag oder wenn die Behörde den Sachver-
halt auf Grund eigener Sachkunde ausreichend würdigen kann (sog. anti-
zipierte Beweiswürdigung: Urteile des BVGer A-2700/2018, A-2735/2018
und A-2739/2018 vom 2. September 2020 E. 4.2; A-407/2019 vom 14. Mai
2020 E. 2.2; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O. Rz. 3.144).
3.3 Das Bundesverwaltungsgericht hat im Instruktionsverfahren die nöti-
gen Unterlagen von der Vorinstanz eingefordert. Den Projektunterlagen
und Verfahrensakten des Plangenehmigungsverfahrens lassen sich die re-
levanten Sachverhaltselemente für die Beurteilung der Einspracheberech-
tigung in genügender Klarheit entnehmen. Sie erlauben damit eine ausrei-
chende Würdigung des rechtserheblichen Sachverhalts. Bei den Akten be-
finden sich im Übrigen auch der Raumplanerische Bericht sowie der kan-
tonale Gestaltungsplan, bestehend aus den Gestaltungsplanvorschriften,
dem Situations- und Längenprofilplan, dem Detailplan und dem Raumpla-
nungsbericht im Sinne von Art. 47 der Raumplanungsverordnung (RPV).
Es ist weder ersichtlich noch näher dargelegt, inwieweit von den Akten des
kantonalen Verfahrens wesentliche und weitergehende Erkenntnisse hin-
sichtlich der streitigen Legitimationsfrage zu erwarten wären. Auf deren
Beizug ist deshalb zu verzichten.
4.
Streitig und zu prüfen ist gemäss dem Streitgegenstand des Verfahrens,
ob die Vorinstanz den Beschwerdeführenden die Berechtigung zur Ein-
sprache zu Recht abgesprochen hat.
4.1 Wer nach den Vorschriften des VwVG oder des Bundesgesetzes vom
20. Juni 1930 über die Enteignung (EntG, SR 711) Partei ist, kann während
der Auflagefrist bei der Genehmigungsbehörde Einsprache erheben
(Art. 13 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 SebG). Nach Art. 6 VwVG gelten als Par-
teien Personen, deren Rechte oder Pflichten die Verfügung berühren soll,
und andere Personen, Organisationen oder Behörden, denen ein Rechts-
mittel gegen die Verfügung zusteht. Zu den Parteien zählen damit neben
materiellen Verfügungsadressaten, deren Rechte oder Pflichten die Verfü-
gung betrifft, auch Dritte, die nach Art. 48 VwVG beschwerdeberechtigt
sind (Urteil des BVGer A-4929/2017 vom 31. Januar 2018 E. 3.1; BVGE
2010/12 E. 2.2). Dazu müssen sie durch die angefochtene Verfügung be-
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sonders berührt sein und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung oder Änderung besitzen (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Dritte müssen damit
stärker als jedermann betroffen sein und in einer besonderen Beziehungs-
nähe zur Streitsache stehen. Zudem ist erforderlich, dass sie ein persönli-
ches Interesse daran haben, einen materiellen oder ideellen Nachteil zu
vermeiden, den der angefochtene Entscheid mit sich bringen würde. Die
Beschwerdebefugnis soll die Popularbeschwerde ausschliessen und den
Charakter des Beschwerderechts als Instrument des Individualrechts-
schutzes unterstreichen. Wo die Grenze zur Popularbeschwerde verläuft,
ist jeweils für jedes Rechtsgebiet und anhand der konkreten Umstände ge-
sondert zu beurteilen (vgl. BGE 142 II 80 E. 1.4.1; BGE 142 II 451 E. 3.4.1;
BGE 131 II 361 E. 1.2; Urteile des BVGer A-2669/2016 vom 22. August
2016 E. 3.2; A-4929/2017 vom 31. Januar 2018 E. 4.1.2; ISABELLE HÄNER,
in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum VwVG, 2. Aufl. 2019,
Art. 48 Rz. 12).
Sofern die Beschwerdeführenden die erforderlichen Voraussetzungen der
Beschwerdelegitimation Dritter erfüllen, steht ihnen gleichsam das seil-
bahnrechtliche Einspracherecht zu. In diesem Fall hat die Vorinstanz sie
zum weiteren Verfahren zuzulassen und die gemeinsame Einsprache ma-
teriell zu prüfen.
4.2 Die Beschwerdeführenden begründen ihre Legitimation insbesondere
mit Lärmimmissionen aus dem zusätzlichen Verkehr und Parkplatz-Such-
verkehr infolge des Projekts, mit einer Verknappung des Parkplatzange-
bots, Einschränkungen der Aussicht und einer Beeinträchtigung durch
Licht, dem Entzug und der Entwertung von Erholungsraum in Wohnnähe,
der beeinträchtigten Nutzung des Strandbads Mythenquai sowie dem
Schutz des Seeufers und des Landschaftsbildes.
4.3 Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin sind im Wesentlichen der
Ansicht, dass die Beschwerdeführenden durch das Seilbahnvorhaben un-
ter keinem dieser Aspekte besonders und mehr als jedermann betroffen
seien.
4.4 Für die Beschwerdelegitimation nach Art. 48 Abs. 1 VwVG wird unter
anderem wie erwähnt verlangt, dass die beschwerdeführende Person über
eine besondere Beziehungsnähe zur Streitsache verfügt. Als wichtiges Kri-
terium für die Beurteilung der besonderen Betroffenheit durch ein umstrit-
tenes Bauvorhaben dient in der Praxis die räumliche Distanz. Das Bundes-
gericht hat in seiner Rechtsprechung die Beschwerdebefugnis Dritter, die
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in einer Distanz bis zu 100 m von einem Bauvorhaben wohnen, regelmäs-
sig bejaht. Es handelt sich bei dieser Entfernung jedoch nicht um einen
starren, verbindlichen Wert. Vielmehr sind Dritte grundsätzlich dann zur
Beschwerde berechtigt, wenn sie mit Sicherheit oder grosser Wahrschein-
lichkeit durch Immissionen (Lärm, Staub, Erschütterungen, Licht oder an-
dere Einwirkungen), welche der Bau oder Betrieb einer geplanten Anlage
hervorruft, hinreichend betroffen sind (vgl. BGE 140 II 214 E. 2.3; Urteile
des BGer 1C_263/2017 vom 8. November 2017 E. 2.2; 1C_112/2019 vom
3. Dezember 2019 E. 3.1.3, Urteile des BVGer A-2700/2018, A-2735/2018
und A-2739/2018 vom 2. September 2020 [noch nicht rechtskräftig]
E. 1.3.3, A-1251/2012 vom 15. Januar 2014 E. 1.2). Es ist – insbesondere
bei grossen Anlagen – möglich, dass die Beschwerdeführenden nur für be-
stimmte, ihnen zugewandte Anlagenteile über eine genügende Bezie-
hungsnähe verfügen. In diesem Fall darf und muss das Gericht seine Prü-
fung auf diese Anlagenteile beschränken. Allerdings darf die Legitimation
nicht so eng gefasst werden, dass dadurch die Beurteilung funktional zu-
sammenhängender Teile einer Anlage auseinandergerissen wird (vgl. BGE
140 II 214 E. 2.1; Urteile des BVGer A-2700/2018, A-2735/2018 und
A-2739/2018 vom 2. September 2020 E. 1.3.3).
4.5 Es ist zunächst unbestritten, dass alle Beschwerdeführenden deutlich
weiter als 100 m von den geplanten Stationen der Seilbahn entfernt woh-
nen: Die Distanz der Beschwerdeführenden 1, 2, 3, und 12 zur Seilbahn-
anlage beträgt rund 180 m, diejenige der Beschwerdeführenden 4, 5, 8, 9,
10 und 16 rund 250 m. Die Entfernung der Beschwerdeführenden 13 und
14 beläuft sich auf 400 m, diejenige der Beschwerdeführerin 6 auf 600 m.
Weiter als 1 km entfernt von der Anlage liegen die Wohnräume der Be-
schwerdeführenden 7, 15 und 17. Da die räumliche Distanz zum geplanten
Bauvorhaben somit nicht für ihre Legitimation spricht, ist weiter zu prüfen,
ob die Beschwerdeführerin aufgrund des projektierten Vorhaben durch Ein-
wirkungen im Sinne der Rechtsprechung hinreichend betroffen sind.
Ausserdem unstreitig ist, dass die Beschwerdeführerin 11 zwischenzeitlich
weggezogen ist und in [...] wohnt. Es fehlt ihr somit offensichtlich an der
erforderlichen Legitimation, welche für sie nicht mehr weiter abzuklären ist.
5.
Die Beschwerdeführenden begründen ihre Betroffenheit zunächst mit ei-
nem erhöhten Verkehrsaufkommen und dem zusätzlichen Verkehr zufolge
der Suche nach Parkplätzen durch Seilbahngäste (Suchverkehr).
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Seite 10
5.1 In diesem Zusammenhang werfen sie der Vorinstanz zunächst eine
Verletzung des Koordinationsgebots vor, weil sie die Auswirkungen des
Mehrverkehrs nicht als Gegenstand des Plangenehmigungsverfahrens er-
achtet und sie deshalb zu Unrecht vom Verfahren ausgeschlossen habe.
Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung zwar ausgeführt, die
verkehrsbezogenen Auswirkungen auf Raum und Umwelt seien zuständig-
keitshalber und stufengerecht im Rahmen der planerischen Grundlagen,
d.h. auf der Stufe des kantonalen Gestaltungsplans, materiell zu beurteilen
und mit Massnahmen einzudämmen (vgl. zum Gegenstand der seilbahn-
rechtlichen Plangenehmigung und dem Verhältnis zu kantonalen Plänen:
Urteile des BVGer A-2700/2018, A-2735/2018 und A-2739/2018 vom
2. September 2020 E. 3.1 u. E. 20 [noch nicht rechtskräftig]; aus kantonaler
Sicht: Urteil VB.2013.00722 des VGer ZH vom 4. September 2014 E. 5 f.).
Gleichwohl hat sie anschliessend die verfahrensrechtliche Frage der Legi-
timation anhand der streitigen Auswirkungen des zur Genehmigung bean-
tragten Vorhabens und des damit verbundenen Mehrverkehrs auf die Stel-
lung der Beschwerdeführenden geprüft, wobei sie sich detailliert mit deren
Einwänden auseinandergesetzt hat. Abweichend von der Sichtweise der
Beschwerdeführenden trifft somit von Vornherein nicht zu, dass die
Vorinstanz ihre Einsprachebefugnis aufgrund einer zu engen Definition des
Verfahrensgegenstands abgelehnt habe und der angefochtene Entscheid
bereits deshalb aufzuheben sei.
5.2 Bei Lärm, der durch eine Anlage oder deren Zubringerverkehr verur-
sacht wird, bejaht das Bundesgericht die Legitimation, wenn die Zunahme
deutlich wahrnehmbar ist. Ob dies der Fall ist, wird anhand von qualitativen
(Art des Verkehrsgeräuschs) und quantitativen Kriterien (Erhöhung des
Lärmpegels) beurteilt (vgl. BGE 136 II 281 E. 2.3.2 und E. 2.5.4; BGE 140
II 214 E. 2.3; Urteil des BGer 1C_204/2012 vom 25. April 2013 E. 4; Urteil
des BVGer A-1251/2012 vom 15. Januar 2014 E. 1.2 mit Hinweisen).
5.2.1 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung unter Verweis
auf den Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) und das Verkehrskonzept
aus, es sei im Zusammenhang mit der Seilbahn von einem umweltrelevan-
ten Mehrverkehr von täglich rund 875 Fahrten insgesamt in der Stadt Zü-
rich und rund 360 Fahrten bis ins Umfeld der beiden Seilbahnstationen
durch Seilbahnbesuchende auszugehen (motorisierter Individualverkehr
und Cars). Anzunehmen sei, dass diese Fahrten sich je hälftig (180 Fahr-
ten) auf die beiden Stationen Zürichhorn und Mythenquai und nochmals zu
je 50% auf die An- und Rückfahrt in Richtung Norden oder Süden aufteilten.
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Seite 11
Damit resultiere auf den angrenzenden Zubringerstrassen bzw. «Haupt-
achsen» – Bellerivestrasse und Mythenquai – gemessen am heute durch-
schnittlichen täglichen Verkehrsaufkommen (DTV) von rund 21'500 Fahr-
zeugen (Bellerivestrasse) und 24'300 Fahrzeugen (Mythenquai) eine prog-
nostizierte Verkehrszunahme vom rund 0.5%.
Damit hat sich die Vorinstanz – hinsichtlich der hauptsächlichen Zubrin-
gerstrassen – an der Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Legitimation
bei Lärmimmissionen zufolge des (Zubringer-)Verkehrs bei geplanten Bau-
vorhaben orientiert: Eine Beurteilung der Legitimation anhand zahlenmäs-
siger Kriterien fällt in Betracht, wo sich zu den Auswirkungen eines Bauvor-
habens einigermassen zuverlässige quantitative Aussagen machen las-
sen. Als Leitlinie geht das Bundesgericht in diesen Fällen davon aus, dass
eine Steigerung des DTV um 25 % zu einer Erhöhung des Verkehrslärm-
pegels um 1dB(A) führt und eine solche wahrnehmbar sei (Urteil des BGer
1A.148/2005 vom 20. Dezember 2005 E. 3.5; ferner BGE 136 II 281
E. 2.3.2; Urteil des BGer 1C_204/2012 vom 25. April 2013 E. 4 und E. 6).
Für eine bereits stark belastete Verkehrsachse bezeichnete das Bundes-
gericht bei Immissionen des Verkehrs zu einem Einkaufszentrum die Legi-
timation ab einer Zunahme des DTV von 10 % als recht- und zweckmässig
(Urteil des BGer 1A.148/2005 vom 20. Dezember 2005 E. 3.5 f.; vgl. BGE
136 II 281 E. 2.3.2), wobei es sich um keinen absoluten Wert handelt (Urteil
des BGer 1C_346/2011 vom 1. Februar 2012 E. 2.5).
5.2.2 Vor diesem Hintergrund hält die Vorinstanz zunächst einleuchtend
fest, dass die Hauptachsen (Bellerivestrasse und Mythenquai) heute be-
reits sehr stark befahren sind und von diesen daher angesichts der prog-
nostizierten Verkehrszunahme keine deutlich wahrnehmbaren, zusätzli-
chen Lärmimmissionen infolge des Projekts ausgehen. Auch nach Wahr-
nehmung der Beschwerdeführenden habe der Verkehr auf diesen Strassen
gerade an Wochenende bereits heute die Kapazitätsgrenze erreicht. Selbst
wenn die Berechnung im Verkehrskonzept gewisse Unwägbarkeiten auf-
weisen sollte, wie sie rügen, ist in Relation zur Vorbelastung äusserst un-
wahrscheinlich, dass die Zunahme des Verkehrs das für die Legitimation
erforderliche Mass überschreiten würde. Daran ändert insbesondere ihr
Verweis auf die technische Kapazität der Seilbahn von maximal 2000 Fahr-
gästen pro Stunde und Richtung nichts: Die Prognose beruht, wie im Ver-
kehrskonzept detailliert dargelegt, auf einer Verteilung der ermittelten Ge-
samtnachfrage auf verschiedene Verkehrsmittel und -wege («Modalsplit»).
In Bezug auf die Hauptverkehrsachsen Mythenquai und Bellerivestrasse,
an der die Beschwerdeführende 6 wohnt, lässt sich entsprechend keine
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Seite 12
besondere Betroffenheit aus einer verkehrsbedingten Lärmzunahme ablei-
ten.
5.2.3 Die Beschwerdeführenden 1 – 5, 12, 13 und 14 wohnen auf der Seite
der Station Zürichhorn an Quartierstrassen, die unmittelbar an die Belleri-
vestrasse anschliessen oder in deren Nähe im Seefeldquartier auf der
Seite Zürichhorn liegen. Sie stützen ihr Einspracherecht darauf, dass durch
die erhöhte Nachfrage nach Parkplätzen der Suchverkehr auf den Quar-
tierstrassen massgeblich zunehmen werde.
In dieser Hinsicht ist unbestritten, dass der Suchverkehr im Quartier zwi-
schen den Strassenzügen der Bellerive- und der Mühlebachstrasse bereits
heute relativ intensiv ist (so auch BRGE I Nrn. 0172-0175/2019 vom
13. Dezember 2019 E. 2.4.10). Die Vorinstanz geht zudem, gestützt auf
Messungen der Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich, etwa für die
Hornbachstrasse von einem DTV von 1900 Fahrzeugen (an Wochenenden
1300) und für die Dufourstrasse von 2400 Fahrzeugen (an Wochenenden
1200) aus, was die Beschwerdeführenden nicht in Abrede stellen. Der UVB
hält fest, dass die gebührenpflichtigen Abstellplätze in der Umgebung der
Stationen (mit maximal 500 m Distanz) schon heute stark genutzt seien
und der Parkierungsdruck hinsichtlich der weiteren Parkplätze in den Quar-
tieren (blaue Zone) ebenfalls bereits sehr hoch sei.
Hinsichtlich des zu erwartenden Mehrverkehrs auf den Quartierstrassen
enthält der UVB keine Prognose. Indessen liegen die Strassen mit den
Wohnräumen der Beschwerdeführenden in einem städtischen Gebiet, in
welchem mehrere Quartier- und Seitenstrassen sowie Suchwege für die
Parkplatzsuche in Frage kommen. Daraus ergibt sich zum einen, dass sich
der seilbahnbedingte Mehrverkehr heute kaum verlässlich den einzelnen,
im Rubrum genannten Quartierstrassen zuordnen und für diese durch zu-
verlässige quantitative Angaben erheben lässt (vgl. Urteile des BGer
1C_204/2012 vom 25. April 2013 E. 6 f. und 1C_405/2008 vom 18. März
2009 E. 2.4 f.). Der Einwand, die Vorinstanz habe die mehrverkehrsbeding-
ten Immissionen in den Quartieren nicht hinreichend durch Lärmerhebun-
gen abgeklärt, verfängt daher hinsichtlich der Legitimationsfrage nicht.
Zum andern folgt, dass sich der zusätzliche Suchverkehr, soweit er in das
betroffene Quartier und nicht auf ausserhalb liegende Parkplätze gelangt,
in gewissem Mass auf die Quartier- und Seitenstrassen des Seefelds ver-
teilen wird. Die relevanten Strassen wären mithin nicht von allen zusätzli-
chen Fahrten gleichermassen betroffen. Unter anderem wohnen keine Be-
schwerdeführenden an der Dufourstrasse, welche sich nach Vermutung
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Seite 13
der Vorinstanz von Süden für die Einfahrt ins Quartier und als
Ausgangspunkt der Suche anbietet. Laut Vorinstanz ist aufgrund des
durchgeführten Augenscheins und der unbestrittenen Parkplatzknappheit
naheliegend, dass sich suchende Seilbahngäste nach der Durchfahrt auf
einer Strasse – mit Blick in die zuparkierten Seitenstrassen – relativ rasch
weiterfahren und ein öffentliches Parkhaus aufsuchen würden. Allgemein
fällt zudem in Betracht, dass sich die gesamthaft prognostizierte Verkehrs-
zunahme in Nähe der Station – mit rund 90 Anfahrten pro Tag – auch im
Verhältnis zum bestehenden Verkehrsniveau im Quartier bzw. dem für ein-
zelne Strassen bekannten DTV – in Grenzen halten dürfte.
5.2.4 Ferner weist die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hin, dass im
UVB und im Verkehrskonzept Massnahmen aufgezeigt sind, um den Such-
verkehr einzudämmen. Darin sind «Pull-Massnahmen» definiert, die an-
dere Verkehrsmittel attraktiver machen sollen. Unter anderem werden von
Beginn weg intensive Massnahmen zur Kommunikation der Pull-Massnah-
men sowie Monitoring-Massnahmen zur Erkennung von unerwünschten
verkehrlichen Wirkungen umgesetzt. Als Pull-Massnahme ist unter ande-
rem vorgesehen, das fehlende Parkplatzangebot prominent zu kommuni-
zieren. Zu den Monitoring-Massnahmen gehört auch die Erhebung des
Parksuchverkehrs in Quartierstrassen in der Nähe von Parkplätzen. Dabei
wird vor Inbetriebnahme der Seilbahn im Sommer ein Ausgangszustand
erhoben und die laufenden Monitoring-Ergebnisse werden durch Vertreter
der Stadt und des Kantons begleitet. Zudem sind «vorbehaltene»
Massnahmen aufgeführt, welche zu prüfen sind und ergriffen werden kön-
nen, wenn der Anteil des motorisierten Individualverkehrs entgegen der
Prognose zu gross und der Parksuchverkehr zu stark würde.
5.2.5 Soweit die Beschwerdeführenden zusätzlichen Suchverkehr auf-
grund der Parkplätze in der blauen Zone befürchten [...], ist zunächst, wie
im Verkehrskonzept dargelegt, auf die Beschränkung der Parkzeit und de-
ren verkehrslenkende Wirkung hinzuweisen. In der blauen Zone ist die
Parkzeit werktags und samstags auf eine Stunde beschränkt. Dieses Zeit-
fenster reicht weder für eine einfache Seilbahnfahrt und die Rückkehr zur
anderen Seeseite aus (zu Fuss oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln) noch
liegt darin eine realistische Option für eine Hin- und Rückfahrt mit der Seil-
bahn.
Die Beschwerdeführenden befürchten eine Zunahme des Suchverkehrs
vorab in eng begrenzten Zeitfenstern, d.h. an sonnigen Wochenendnach-
mittagen und Sommerabenden, während die übrige und meiste Zeit des
A-4114/2020
Seite 14
Jahres nicht im Fokus ihrer Argumente zur Betroffenheit steht. Am Sonntag
und abends besteht, wie sie zutreffend betonen, keine zeitliche Beschrän-
kung in der blauen Zone. Insofern besteht gemäss dem Verkehrskonzept
(S. 43) tatsächlich die Aussicht, dass Besuchende der Seilbahn die Park-
felder in der blauen Zone benutzen möchten.
Für diese Zeitabschnitte führen die Vorinstanz und die Beschwerdegegne-
rin aus, die Parkplätze seien dann erfahrungsgemäss fast vollständig von
den Anwohnenden belegt, sodass Besucher der Seilbahn nicht mit freien
Parkplätzen rechnen könnten. Die Beschwerdeführenden hingegen erach-
ten es auch an Abenden und Wochenenden als möglich, nach einer gewis-
sen Suche ein Parkfeld zu finden, zumal als Ausweichlösung immer noch
Parkhäuser in geeigneter Nähe vorhanden seien. Sie bezweifeln zudem
die hinreichende Wirkung einer aktiven Kommunikation.
Jedenfalls aber steht unstreitig fest, dass die verfügbaren Parkplätze auch
in Zeiten ohne Beschränkung bereits stark belastet sind. Dieser Umstand
leuchtet für das am See und nahe von Freizeitanlagen gelegene Quartier
in der bevölkerungsreichsten Stadt des Landes umgehend ein. Nicht an-
ders verhält es sich insbesondere an den in der Beschwerde hervorgeho-
benen Sommerabenden, an denen die Seilbahn bis 22.00 Uhr in Betrieb
sein soll. Für Sonntagnachmittage im Sommer untermauern die Beschwer-
deführenden mit Bildaufnahmen, dass bei schönem Wetter bereits heute
eine sehr angespannte Parkplatzsituation aufgrund des beträchtlichen
Freizeitverkehrs durch Seeufergäste herrscht. Es ist einerseits gut begreif-
lich, dass ihnen der sich aus der Lage des Quartiers ergebende Suchver-
kehr missfällt. Aufgrund der bestehenden Belastung, der Verteilung im
Quartier und der geplanten Massnahmen, für deren Wirkungslosigkeit
keine triftigen Anzeichen bestehen, fehlen andererseits gewichtige Hin-
weise, dass der zusätzliche Suchverkehr in klar wahrnehmbaren Umfang
mehr Lärm erzeugt und als eigenständige Belastung in die Wohnräume
einwirkt, weil sich Seilbahngäste in hoher Zahl eine aufwändige Parkplatz-
suche zumuten. Angesichts der bestehenden Nutzung der Quartierstras-
sen liegt zudem keine Konstellation vor, in der die Zusammensetzung des
Verkehrs und die Art oder Qualität der Verkehrsgeräusche durch die Zu-
nahme des Suchverkehrs erheblich verändert und deshalb deutlich wahr-
nehmbar würde.
5.3 Insgesamt dürfte der zusätzliche Suchverkehr somit nicht im von der
Rechtsprechung geforderten Mass vom allgemeinen (Such-)Verkehr an
den vorbelasteten Quartierstrassen zu unterscheiden sein. Im Ergebnis ist
A-4114/2020
Seite 15
der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass das Seilbahnvorhaben nicht mit
hoher Wahrscheinlichkeit zu deutlich intensiver wahrnehmbaren Lärmim-
missionen bei den Wohnungen der Beschwerdeführenden führt. Demnach
lässt sich nicht von einer besonderen Betroffenheit der Beschwerdeführen-
den durch Mehr- und Suchverkehr sprechen.
5.4 Die auf der Seite der Station Mythenquai an der [...]strasse wohnhaften
Beschwerdeführenden 8, 9, 10 und 16 sowie der Beschwerdeführer 17 ma-
chen keine Betroffenheit durch Lärm wegen Parksuchverkehr geltend. Es
kann somit auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen
werden: Die Seestrasse ist durch die Bahnlinie vom vielbefahrenen My-
thenquai getrennt, sodass in der Umgebung (insbesondere Bellaria- und
Mutschellenstrasse) kaum mit massgeblich erhöhtem Suchverkehr und
Lärm zu rechnen ist (ebenso: BRGE I Nrn. 0172-0175/2019 vom 13. De-
zember 2019 E. 2.4.10).
5.5
5.5.1 Weiter begründen die Beschwerdeführenden ihre besondere Betrof-
fenheit mit einer deutlichen Abnahme des bisher bestehenden Parkplatz-
angebots in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung. Auf der Seite der Station
Mythenquai bilde der öffentliche Parkplatz «Mythenquai Parking» die
nächstgelegene Parkmöglichkeit für die Gäste der Beschwerdeführenden
8, 9, 10 und 16. Weil der Parkplatz nur rund 250m von der Station entfernt
liege, seien Nutzungskonflikte mit den Seilbahnbenutzern vorprogram-
miert. Auf der Seite der Station Zürichhorn werde die durch die Seilbahn
erhöhte Nachfrage nach Parkplätzen ebenfalls zu einer noch stärkeren Be-
einträchtigung der Beschwerdeführenden führen.
5.5.2 In dieser Hinsicht hat die Vorinstanz überzeugend ausgeführt, dass
die Anwohnenden keinen Anspruch auf die (garantierte) Nutzung von öf-
fentlichen Parkplätzen und kein «Vorrecht» gegenüber Seilbahnbesuchen-
den haben. Insoweit können sie aus konkurrierenden Interessen an freiem
Parkraum keine besondere Betroffenheit ableiten. Hinzu kommt wiederum,
dass das Parkplatzangebot gemessen an der Nachfrage bereits heute sehr
beschränkt ist. Die Beschwerdeführenden sprechen von einer in Stosszei-
ten «prekären Parkplatzsituation». In der Umgebung der Wohnungen auf
der Seite Zürichhorn prägen, insbesondere an schönen Wochenenden,
mehrheitlich volle Parkfelder das Bild, wie sie mit Verweis auf die einge-
reichten Bildaufnahmen ausführen. Der Augenschein an einem Werktag
A-4114/2020
Seite 16
ergab überdies, dass im Quartier nahezu keine freien Parkplätze vorhan-
den und überwiegend Fahrzeuge mit Dauerparkkarten anzutreffen waren.
Unter diesen Umständen ist nicht nachvollziehbar oder hinreichend glaub-
haft gemacht, inwieweit sich die quartiertypische Knappheit an Parkplätzen
durch Seilbahnbesuchende massiv verschärfen könnte.
6.
Überdies machen die Beschwerdeführenden geltend, dass sie durch die
Sichtverbindung zur geplanten Seilbahn und die Beeinträchtigung der Aus-
sicht besonders betroffen seien.
6.1 In dieser Hinsicht tragen sie vor, die Seilbahnstützen und die bewegten
Gondeln bewirkten eine gravierende Störung der Aussicht, insbesondere
von den Wohnungen der Beschwerdeführenden 8, 9, 10 und 16 an der
[...]strasse auf der Seite der Station Mythenquai und der Beschwerdefüh-
rerin 12 auf der Seite Zürichhorn. Wo heute der Fernblick über den See auf
die Hügelsilhouette der gegenüberliegenden Seeseite möglich sei, werde
künftig die riesige Seilbahnstütze stehen, die mit ihrer sichtbaren Höhe al-
les überrage, was sich gegenwärtig im Sichtfeld der Wohnungen befinde.
Die Entfernung der Wohnorte relativiere sich durch die Höhe der Stützen
und die Länge der Anlage. Der Blick zu einer 90 m hohen Stütze steige
noch in 300 m Entfernung in demselben Winkel an wie jener zu einem 30 m
hohen Hochhaus in 100 m Entfernung.
6.2 Die Vorinstanz führt hingegen im Wesentlichen aus, die Wirkung der
Stützen weise kein hinreichendes Ausmass einer Störung der bestehenden
Aussicht auf. Dies habe nicht zuletzt der durchgeführte Augenschein erge-
ben. Zudem weist sie auf das Urteil des Baurekursgerichts vom 13. De-
zember 2019 (E. 2.4.10) hin, wonach bei Projekten in grösseren Städten
und Agglomerationen wie Zürich mehr als eine blosse Sichtverbindung zu
fordern sei und eine teilweise beeinträchtigte Aussicht durch temporäre
Bauten und Anlagen in der Stadt Zürich ohne weiteres hinzunehmen sei.
Insbesondere hätten die Beschwerdeführenden keine Wertminderung der
Liegenschaften zu befürchten, da die Beeinträchtigung der Aussicht nach
dem Abbau der Seilbahn ohne weiteres entfalle.
6.3 Die Beschwerdegegnerin vertritt die Ansicht, dass die Seilbahn den
Ausblick der Beschwerdeführenden in Anbetracht der bestehenden Ver-
hältnisse nicht besonders beeinträchtige. Die massgebliche Rechtspre-
chung spreche gegen eine besondere Betroffenheit. Insbesondere recht-
A-4114/2020
Seite 17
fertige sich keine Abweichung von der rechtlichen Beurteilung des Baure-
kursgerichts. Zu bedenken sei zudem, dass bei einer ideellen Beeinträch-
tigung, wie sie die Veränderung der Seelandschaft darstelle, ein wesentlich
stärkerer Eingriff vorhanden sein müsse, um die Legitimation zu bejahen.
6.4 Die nächstgelegenen Wohnungen der Beschwerdeführenden auf der
Seite Zürichhorn ([...]strasse) befinden sich mehr als 300 m von der im See
geplanten Seilbahnstütze und diejenigen auf der Seite Mythenquai
([...]strasse) rund 400 m von der Stütze entfernt. Bei grösseren Distanzen
zu einer Anlage, wie sie vorliegend bestehen, müssen konkrete Interessen
vorliegen und dargetan werden, die durch das Projekt beeinträchtigt wer-
den könnten. Der Beeinträchtigung muss ein gewisses Gewicht zukom-
men, um eine Betroffenheit zu begründen, die grösser ist als diejenige der
Allgemeinheit. Dazu reicht eine direkte Sichtverbindung oder eine gering-
fügige Beeinträchtigung der Aussicht noch nicht aus (vgl. Urteile des BGer
1C_263/2017, 1C_677/2017 vom 20. April 2018 E. 6, 1C_124/2016 vom
7. Juli 2016 E. 3.3.1, 1C_101/2016 vom 21. November 2016 E. 3.5,
1P.164/2004 vom 17. Juni 2004 E. 2.6). Steht primär die Beeinträchtigung
des Landschaftsbilds im Sinne einer rein ideellen Beeinträchtigung in
Frage, muss diese im Regelfall ein ungleich stärker störendes Mass an-
nehmen als sogenannt materielle Immissionen wie Lärm oder Luftverun-
reinigungen, damit die Legitimation bejaht werden kann. Daher besteht
nicht zu jeder baulichen Veränderung im Blickfeld oder in der Umgebung
eines Grundstücks eine besondere Beziehungsnähe (vgl. Urteile des BGer
1A.98/1994 vom 8. März 1995 E. 2c, in: ZBl 96/1995, S. 527, 1A.118/2006
vom 10. November 2006 E. 2.5; WIEDERKEHR/EGGENSCHWILER, Die allge-
meine Beschwerdebefugnis Dritter, 2018, Rz. 52, 87).
6.5 Aus dem blossen Umstand, dass die Stützen von den Wohnungen zu-
mindest der Beschwerdeführenden 1, 8, 9, 10, 12 und 16 aus teilweise
sichtbar sein werden, ist somit keine besondere Beziehungsnähe abzulei-
ten. Wie ferner aus dem Protokoll zum Augenschein vom 17. September
2019 und den darin festgehaltenen Bildaufnahmen ersichtlich ist, werden
die Beschwerdeführenden beschränkt in ihrer bestehenden Aussichtsqua-
lität tangiert: Keine der betroffenen Wohnungen liegt unmittelbar am See.
Zwischen diesen und den Seilbahnstationen befinden sich insbesondere
Strasseninfrastrukturen, Gebäude und Bepflanzungen, welche eine räum-
liche Trennung und Mittelbarkeit zum Vorhaben schaffen und die Blickrich-
tung seewärts erheblich einschränken. Bereits heute besteht im überbau-
ten Gebiet weitgehend keine freie und ungestörte Aussicht auf den See,
auf die Umgebung ins Grüne und auf die gegenüberliegende Seeseite.
A-4114/2020
Seite 18
Vielmehr wird der Blick von den Wohnungen, wie die Vorinstanz zutreffend
festhält und aus dem Protokoll sowie den Beilagen zur Einsprache hervor-
geht, von anderen Gebäuden, von Bäumen und Baumgruppen teilweise
verdeckt. Diesbezüglich kann auf die detaillierten Ausführungen der
Vorinstanz zu den einzelnen Wohnungen verwiesen werden.
6.6 Mehr in Erscheinung als bei den übrigen Parteien tritt die jeweilige
Stütze mit Blick von der Dachterrasse der Beschwerdeführerin 12 (Seite
Zürichhorn), vom Garten der Beschwerdeführenden 8 / 9 und von den Lie-
genschaften der Beschwerdeführenden 10 und 16 an erhöhter Lage auf
der Seite Mythenquai. Letztere beiden haben, im Unterschied zu den an-
deren Beschwerdeführenden, eine «frontale» Sicht in Richtung der Stütze.
Indessen ist auch für diese Parteien die betreffende Stütze aufgrund von
Gebäuden und Bäumen während des ganzen Jahres nicht in ihrer Gesamt-
heit zu sehen. Wenn im Winter die Stützen ohne das Laub der vorstehen-
den Bäume laut den Beschwerdeführenden besser erkennbar sei, so dürfte
in dieser Zeit auch die Bedeutung und Nutzung der Aussicht – vorab von
der Dachterrasse der Beschwerdeführenden 12 und vom Gartensitzplatz
der Beschwerdeführenden 8 / 9 – abnehmen. Die Stützen sind zwar mit
ihrer Höhe von fast 90 m, worauf die Beschwerdeführenden zu Recht hin-
weisen, durchaus von markanter Ausprägung. Die geltend gemachte At-
traktivität der Weitsicht auf die Hügelsilhouette der anderen Seeseite ergibt
sich aber nicht zuletzt aus einer gewissen horizontalen Breite und Öffnung
des sichtbaren Landschaftsbilds. Aufgrund der Breite der Stützen (30 m)
und ihrer durchblickbaren, «gerüstähnlichen» Konstruktion entsteht – zu-
mindest aus der Entfernung der Beschwerdeführenden – nicht der Ein-
druck, dass die Stützen den Weit- und Panoramablick, soweit er heute be-
steht, mit besonders einschneidender Wirkung verdrängen würden. Dies
legen auch die Visualisierungen in der Gesuchsdokumentation nahe. Viel-
mehr dürften die Stützen von vielen Standorten im städtischen Raum Zü-
rich aus in ähnlicher Weise wahrnehmbar sein. Hier eine besondere Be-
troffenheit aufgrund der Sichteinschränkung anzunehmen, liefe auf eine
kaum mehr zu begrenzende Öffnung der Legitimation im Sinne einer Po-
pulareinsprache hinaus (vgl. E. 4.1).
Des Weiteren ist der Betrieb der Seilbahn gemäss Projekt auf fünf Jahre
begrenzt. Der Regierungsrat hat denn mit Beschluss (RRB) Nr. 576/2017
vom 21. Juni 2017 den regionalen Richtplaneintrag Nr. 61 zur Seilbahn ma-
ximal für diese befristete Zeitdauer genehmigt. Da die Legitimation anhand
der Auswirkungen des konkreten Verfahrensgegenstands zu beurteilen ist
A-4114/2020
Seite 19
(vgl. Urteil des BVGer A-644/2020 vom 24. Juni 2020 E. 2.3.4), lässt sich
die von den Beschwerdeführenden befürchtete (spätere) Verlängerung der
Betriebsdauer nicht in die Beurteilung einbeziehen. Demnach ist die Ver-
änderung des Blickfelds der Beschwerdeführenden auch in zeitlicher Hin-
sicht beschränkt.
6.7 Die Beschwerdeführenden werden somit in ihrer Aussicht nicht in legi-
timationsbegründender Weise berührt.
7.
Weiter ist zu prüfen, ob sich die Legitimation der Beschwerdeführenden
aus Einwirkungen durch Licht ergibt.
7.1 Diesbezüglich machen die Beschwerdeführenden im Wesentlichen
geltend, die Lichtemissionen von den Seilbahnstützen und bewegten Seil-
bahnkabinen (Gondeln) würden vom Wohnort der Beschwerdeführenden
1, 8, 9, 10, 12 und 16 in direkter Sichtlinie und weit stärker erkennbar sein
als etwa die Strassenbeleuchtung oder Fahrzeugscheinwerfer, bei welchen
es sich um auf den Boden gerichtete, unterhalb der Wohnräume liegende
Lichtquellen handle.
7.2 Die besondere Betroffenheit durch Lichtimmissionen ist in der Regel zu
bejahen, wenn eine direkte Sichtverbindung zur Lichtquelle besteht und
diese deutlich wahrnehmbar ist. Dies wird in einem Umkreis von 100 m
i.d.R. zu bejahen sein, sofern die Beleuchtung eine gewisse Mindeststärke
überschreitet. Bei Fehlen einer direkten Sichtverbindung bzw. grosser Ent-
fernung trägt die Beleuchtung zur Aufhellung des Nachthimmels bei, die für
praktisch alle Bewohner einer Region sichtbar ist. In solchen Fällen müs-
sen spezielle Umstände vorliegen, damit die erforderliche besondere Be-
troffenheit zu bejahen ist. Ob eine Person deutlich wahrnehmbaren, sie
spezifisch treffenden Lichtimmissionen ausgesetzt ist, ist aufgrund qualita-
tiver Kriterien (Art des Lichts) und quantitativer Kriterien (Ausmass der
Raumaufhellung) zu beurteilen. Dabei sind insbesondere die Umgebung
und die darin vorbestehenden Lichtemissionen zu berücksichtigen (zum
Ganzen BGE 140 II 214 E. 2.4; Urteil des BGer 1C_475/2017 vom 21. Sep-
tember 2018 E. 5.1).
7.3 Wie die Vorinstanz überzeugend darlegt, weist die erforderliche Flug-
hindernisbefeuerung der Anlage keine besondere Intensität auf, welche
sich auf dem Gebiet der Stadt Zürich von anderweitigen, weithin üblichen
Lichtimmissionen absetzen würde. Die Lichteinwirkungen in Richtung der
A-4114/2020
Seite 20
Beschwerdeführenden werden weiter durch Gebäude und Baumgruppen
teilweise unterbrochen. Was die Seilbahnkabinen anbelangt, die sich mit
langsamer Geschwindigkeit bewegen, endet nach den Planunterlagen zu-
dem die ab 10.00 Uhr vorgesehene Betriebszeit der Seilbahn um 19.00
Uhr in der Wintersaison (November – April) und um 22.00 Uhr in der Som-
mersaison. Eine spürbare Wohnraumaufhellung oder Blendung in der Dun-
kelheit ist jedenfalls nicht zu befürchten. Es fehlt an deutlich wahrnehmba-
ren Lichtimmissionen, welche die Beschwerdeführenden mit ihrer Distanz
zur Anlage spezifisch treffen.
Wenn die Beschwerdeführenden ferner rügen, dass sich in der Nacht die
Beleuchtung der Stützen und Gondeln von den bewaldeten, unbeleuchte-
ten Hügeln und dem lichtfreien See und Himmel markant abheben würden,
machen sie wiederum eine Beschränkung der Aussicht geltend, welche
nach dem Ausgeführten ebenfalls nicht die erforderliche Intensität für eine
besondere Betroffenheit aufweist (vgl. E. 6).
8.
8.1 Ferner fühlen sich die Beschwerdeführenden durch den Entzug und die
Entwertung von Erholungs- und Grünraum in ihrer unmittelbaren Wohnum-
gebung besonders betroffen. Insbesondere durchschneide und verunstalte
die geplante Seilbahn idyllische Fusswege entlang des Sees, welche sie
regelmässig und sehr gerne nutzten. Am Seeufer würden sie zudem einen
beträchtlichen Teil ihrer Freizeit mit Spazieren, Lesen, Baden und dem
Spiel mit Kindern verbringen.
In dieser Hinsicht ist den Beschwerdeführenden jedoch mit der Vorinstanz
entgegenzuhalten, dass die betroffenen Uferbereiche, Fusswege und see-
seitigen Parkanlagen für die Allgemeinheit zugänglich sind und im dicht be-
siedelten Gebiet von vielen Personen zu Erholungszwecken genutzt wer-
den. Aus der regelmässigen Nutzung der öffentlichen Flächen kann sich
keine besondere Betroffenheit ergeben, andernfalls der Kreis der Berech-
tigten hin zu einer Populareinsprache ausgedehnt würde (vgl. E. 4.1).
8.2 Aus analogen Überlegungen werden die Beschwerdeführenden durch
die Nutzung des Strandbads Mythenquai ebenfalls nicht besonders be-
rührt. Sie sind diesbezüglich zwar der Ansicht, dass die Attraktivität des
Strandbads aufgrund der für die Seilbahn genutzten Teilfläche massiv ab-
nehme und Nutzungskonflikte zwischen Seilbahn- und Badegästen ent-
A-4114/2020
Seite 21
stünden. Zudem bestehe die Gefahr, dass die Badegäste aus den vollver-
glasten Seilbahnkabinen fotografiert und den Teleobjektiven der Touristen
ausgeliefert würden. Die Nutzung des Strandbads als öffentlicher Einrich-
tung ist jedoch, worauf die Beschwerdegegnerin überzeugend hinweist, für
andere Personen in gleicher Weise möglich wie für die Beschwerdeführen-
den. Es mag zutreffen, dass es sich bei der Beschwerdeführerin 7 und dem
Beschwerdeführer 17 um langjährige Badegäste mit Dauerabonnement
handelt und sie gestützt auf ein privatrechtliches (Miet-)Verhältnis an Kabi-
nen im Strandbad berechtigt sind. Die Benützung der Kabinen wird jedoch
durch das Vorhaben nicht tangiert und ist – wie die regelmässige Nutzung
der städtischen Badeanlage – in der Art und Intensität der Betroffenheit
nicht mit einer dinglichen oder obligatorischen Berechtigung an einer Woh-
nung oder Geschäftsliegenschaft in Nähe zum Bauvorhaben vergleichbar
(vgl. WIEDERKEHR/EGGENSCHWILER, Die allgemeine Beschwerdebefugnis
Dritter, 2018, Rz. 20 ff., 70 ff. mit Hinweisen). Folglich verhelfen auch diese
Umstände den Beschwerdeführenden nicht zur Legitimation.
9.
Soweit die Beschwerdeführenden 13, 14 und 16 ihr Einspracherecht aus
zusätzlichen Besucherströmen und entsprechenden Lärm- und Abfallemis-
sionen rund um die Tramhaltestellen [...] und [...] ableiten wollen, kann
ihnen ebenfalls nicht gefolgt werden. Die Liegenschaft der Beschwerdefüh-
renden 13 und 14 wird von der Haltestelle durch mehrere Gebäude abge-
schirmt. Die Wohnung der Beschwerdeführerin 16 liegt nicht direkt an der
Haltestelle [...], sondern in einer gewissen Distanz. Mit Blick auf die er-
wähnten Betriebszeiten der Seilbahn ist nicht mit belästigenden Men-
schenansammlungen an den Haltestellen – über eine in Zürich ohnehin
alltägliche Nutzungsintensität hinaus – zu rechnen. Zudem kommen für die
Seilbahngäste in der Umgebung der Seilbahn mehrere Tramhaltstellen in
Frage. Die Benützung der Seilbahn erscheint zumindest für das Umfeld der
Haltestellen auch nicht in relevanter Weise abfallintensiv. Ins Gewicht fal-
lende Lärm- oder Geruchsimmissionen in die Wohnungen der Beschwer-
deführenden sind daher nicht im erforderlichen Mass erkennbar. Die ge-
wisse Wohnnähe zu den genannten Stationen des öffentlichen Verkehrs
vermag damit, wie dessen Benützung, ebenfalls keine besondere Bezie-
hungsnähe der Beschwerdeführenden zu begründen.
10.
A-4114/2020
Seite 22
10.1 Die Beschwerdeführerinnen 6, 14 und 15 sind sodann Mitglieder des
Vereins Y._. Sie machen in dieser Eigenschaft eine massive Beein-
trächtigung des Clubhauses an der [...]strasse [...] am Zürichhorn mit sei-
ner idyllischen Terrasse geltend. Doch sind sie weder Eigentümer oder
Mieter noch anderweitig an der Liegenschaft mit dem Clubhaus (dinglich
oder obligatorisch) berechtigt. Die blosse Mitgliedschaft im Verein kann in
dieser Konstellation nicht bereits zur besonderen Betroffenheit führen, zu-
mal sonst alle einzelnen Mitglieder anstelle des allenfalls in eigener Sache
legitimierten Vereins auftreten könnten (vgl. auch BRGE I Nrn. 0172-
0175/2019 vom 13. Dezember 2019 E. 2.4.10).
10.2 Weiter monieren die Beschwerdeführenden eine Erschwerung des
Segelbetriebs durch den Bau, Bestand und Rückbau der Seilbahnstützen.
Den Planunterlagen ist indessen zu entnehmen, dass die Stützen in einer
Flachwasserzone in einem räumlich begrenzten Bereich zu stehen kom-
men. Für die aufgrund des Baus und Betriebs wegfallenden Bojenplätze
für Segelboote, die der Stadt Zürich konzessioniert und von ihr dem Verein
vermietet sind, werden Ersatzstandorte eingerichtet. Diese wurden unter
Mitwirkung des Vereins evaluiert. Mit dem Rückbau der Stützen ist die Ein-
richtung der Bojen an ihrer ursprünglichen Lage vorgesehen. Soweit die
Beschwerdeführenden die Seilbahnstützen als Gefahrenquellen im See
und Manövrierhindernisse für sie als segelnde Clubmitglieder erachten,
bleiben ihre Darstellungen vage und ist nicht ersichtlich, inwieweit sich da-
raus eine grössere Gefährdung als aus jedem anderen Hindernis in Ge-
wässern wie dem Zürichsee ergeben könnte. Die Standorte für die Ersatz-
bojen und Anlegeplätze befindet sich nicht in nächster Nähe zu den Stüt-
zen, was die Befürchtungen der Beschwerdeführenden erheblich relativiert
und weshalb die Vorinstanz das Aus- und Einfahren von und zu den Bojen-
plätzen als gefahrlos erachtet. Des Weiteren wären von entsprechenden
Beeinträchtigungen auch zahlreiche andere Benutzer des Sees tangiert.
Die baubedingten Absperrungen oder Unterbrechungen des Zugangs vom
Clubhaus zum See sind zudem vorübergehender und zeitlich begrenzter
Natur.
Unter diesen Umständen können die Beschwerdeführenden, soll der Cha-
rakter der Einsprache als Individualrechtsbehelf gewahrt werden, nicht als
besonders betroffen und legitimiert gelten.
11.
Wenn die Beschwerdeführenden ferner in allgemeiner Weise den Schutz
A-4114/2020
Seite 23
des Seeufers als Ökosystem und als prägenden Bestandteil des Land-
schaftsbildes monieren, führen sie dadurch ausschliesslich allgemeine öf-
fentliche Interessen ins Feld. Als solche begründen diese jedoch keine Par-
teistellung (BGE 142 II 451 E. 3.4.1). Ebenso wenig reicht es aus, einzig
ein allgemeines öffentliches Interesse an der richtigen Anwendung des
Rechts zu verfolgen (BGE 141 II 50 E. 2.1). Vielmehr müsste es sich bei
beim erforderlichen schutzwürdigen Interesse um ein eigenes persönliches
Interesse der Beschwerdeführenden handeln, indem sie durch den ange-
fochtenen Entscheid selbst unmittelbar einen Nachteil erleiden bzw. aus
einem Obsiegen einen praktischen Nutzen ziehen (Urteile des BVGer
A-3116/2016 vom 22. August 2016 E. 3.2.2; A-596/2020 vom 28. Dezem-
ber 2020 E. 5.2; BVGE 2007/1 E. 3.4). Dies ist vorliegend nicht der Fall.
Entsprechend können die Beschwerdeführenden ihre Legitimation nicht
auf die geltend gemachten Aspekte des Natur- und Landschaftsschutzes
stützen.
12.
Schliesslich verweisen die Beschwerdeführenden am Ende ihrer Replik
stichwortartig auf Lärmimmissionen beim Bau und Rückbau der Anlage,
ohne aber Auswirkungen auf ihre Wohnräume darzulegen. In dieser Hin-
sicht hat die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung (E. 7.3.3) bereits
hinlänglich ausgeführt, dass sich aufgrund der Distanz der Beschwerde-
führenden zum Bauvorhaben keine besondere Betroffenheit durch den
temporären Baulärm ergibt.
13.
Die Würdigung der Vorinstanz, wonach sich eine besondere Betroffenheit
der Beschwerdeführenden aus keinem der geprüften Elemente ergibt, ent-
spricht somit den massgebenden Gesetzesgrundlagen (Art. 13 Abs. 1
Satz 1 SebG i.V.m. Art. 6 und 48 VwVG). Dabei ist nach dem Ausgeführten
– entgegen deren Rüge – keine willkürliche Sachverhaltsfeststellung und
keine unhaltbare Würdigung des Sachverhalts ersichtlich. Entsprechend
liegt auch kein Verstoss gegen das Willkürverbot (Art. 9 BV) vor.
14.
14.1 Soweit die Beschwerdeführenden der Vorinstanz eine Rechtsverwei-
gerung vorwerfen, vermögen sie mit dieser Rüge ebenfalls nicht durchzu-
dringen. Zwar verbietet Art. 29 Abs. 1 BV die formelle Rechtsverweigerung,
welche vorliegt, wenn eine Behörde auf eine ihr frist- und formgerecht un-
terbreitete Sache nicht eintritt, obschon sie darüber befinden müsste
A-4114/2020
Seite 24
(BGE 135 I 6 E. 2.1). Dies beurteilt sich jedoch unter Berücksichtigung ver-
fassungsrechtlicher Vorgaben nach dem anwendbaren Verfahrensrecht
(Urteil des BGer 1P.338/2006 vom 12. Februar 2007 E. 3.2). Insoweit ga-
rantiert Art. 29 Abs. 1 BV die ordnungsgemässe Anwendung des Verfah-
rensrechts, räumt aber kein uneingeschränktes Recht auf Zugang zu ei-
nem Gericht ein (vgl. BGE 133 I 49 E. 3.1; BGE 131 II 169 E. 2.2.3; GEROLD
STEINMANN in: Ehrenzeller/Schweizer/Schindler/Vallender, Die schweizeri-
sche Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, Art. 29 N 20). Mithin vermittelt das
Verbot der Rechtsverweigerung den Beschwerdeführenden keinen An-
spruch auf Verfahrensteilnahme ohne Prüfung der geltenden Kriterien zur
verfahrensrechtlich erforderlich Beziehungsnähe zur Sache.
14.2 Aus ähnlichen Überlegungen liegt, anders als gerügt, auch keine Ver-
letzung der verfassungsmässigen Rechtsweggarantie vor. Zwar hat jede
Person bei Rechtsstreitigkeiten nach der Bundesverfassung Anspruch auf
Beurteilung durch eine richterliche Behörde (Art. 29a Satz 1 BV). Die
Rechtsweggarantie verbietet es jedoch grundsätzlich nicht, das Eintreten
auf ein Rechtsmittel von den üblichen Sachurteilsvoraussetzungen nach
der geltenden Verfahrensordnung abhängig zu machen, wie sie die
Vorinstanz im angefochtenen Entscheid angewandt hat (vgl. BGE 137 II
409 E. 4.2; Urteil des BGer 1C_663/2012 vom 9. Oktober 2013 E. 6.2; Ur-
teil des BVGer A-360/2017 vom 5. April 2017 E. 5.5; ANDREAS KLEY, in:
Ehrenzeller/Schweizer/Schindler/Vallender, Die schweizerische Bundes-
verfassung, 3. Aufl. 2014, Art. 29a N 8; für Art. 6 Ziff. 1 EMRK: Urteil des
BGer 2C_871/2015 vom 11. Februar 2016 E. 2.5.3 mit Hinweisen). Es
bleibt somit bei den vorstehenden Ausführungen zur fehlenden Legitima-
tion der Beschwerdeführenden.
14.3 Zu keinem anderen Ergebnis führt die Berücksichtigung des von den
Beschwerdeführenden angerufenen Art. 9 Abs. 3 der Aarhus-Konvention
vom 25. Juni 1998 (SR 0.814.07). Diese Bestimmung enthält für die Ver-
tragsparteien Vorgaben in Bezug auf die Gewährleistung des Zugangs der
Öffentlichkeit zu Überprüfungsverfahren bei Verstössen gegen innerstaat-
liches Umweltrecht (vgl. BGE 141 II 233 E. 4.3.3 [betreffend Verbandsbe-
schwerderecht]). Erheblich bezweifelt wird vorab, ob sie unmittelbar an-
wendbar und hinreichend präzise ist, um Rechte Einzelner zu begründen
(vgl. hierzu DANIELA THURNHERR, Die Aarhus-Konvention in der Rechtspre-
chung des Bundesgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts, URP
2017, S. 524 mit Hinweisen auf die ablehnende EuGH-Rechtsprechung
und Literatur; ASTRID EPINEY, Rechtsprechung des EuGH zur Aarhus-Kon-
vention und Implikationen für die Schweiz, AJP 2011, S. 1514). Ohnehin
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sind der Reglung, wonach die Vertragsstaaten den Verfahrenszugang von
Mitgliedern der Öffentlichkeit sicherstellen, «sofern sie etwaige in ihrem in-
nerstaatlichen Recht festgelegte Kriterien erfüllen», keine Vorgaben hin-
sichtlich der konkreten Ausgestaltung der Beschwerdelegitimation zu ent-
nehmen (EPINEY, AJP 2011, S. 1506; THURNHERR, URP 2017, S. 524). Je-
denfalls verpflichtet sie die Vertragsstaaten nicht dazu, jedermann im Sinne
einer Popularbeschwerde individuellen Rechtsschutz zu gewähren (vgl.
auch Urteil des BGer 1C_37/2019 vom 5. Mai 2020 E. 5.5 [zur Publikation
vorgesehen] und Urteil des VGer ZH VB.2018.00760 vom 8. Juli 2020
E. 2.2). Somit führt der Einbezug der Aarhus-Konvention in die Auslegung
der prozessualen Bestimmungen zur Legitimation ebenfalls nicht dazu,
dass die dargelegten Anforderungen an die Betroffenheit in eigenen Inte-
ressen herabzusetzen wären.
14.4 Schliesslich berufen sich die Beschwerdeführenden auf Art. 8 der
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), wonach jede Person das Recht auf
Achtung ihres Privat‐ und Familienlebens und ihrer Wohnung hat. Der
EGMR leitet in seiner Rechtsprechung aus Art. 8 EMRK gewisse Schutz-
und verfahrensrechtliche Pflichten des Staates gegen die Beeinträchtigung
des Privat- und Familienlebens durch Umweltbelastungen ab (vgl. Ent-
scheid vom 8. Juli 2003 i.S. Hatton c. Vereinigtes Königreich §§ 98 und
122, in: Recueil CourEDH 2003-VIII S. 243 ff.; Entscheid vom 20. Mai 2010
i.S. Oluic c. Kroatien §§ 44 ff. mit Hinweisen; Urteil des BGer 1C_501/2018
vom 15. Mai 2019 E. 3.3; BVGE 2009/1 E. 8.1). Voraussetzung ist jedoch,
dass die beschwerdeführende Person unmittelbar und ernsthaft ("directly
and seriously") betroffen ist, wofür die Immissionen das zumutbare Mass
überschreiten müssen (Urteil des BGer 1C_501/2018 vom 15. Mai 2019
E. 3.3) bzw. mit entsprechendem Schweregrad in die Privatsphäre des Ein-
zelnen hineinreichen müssen (vgl. BVGE 2009/1 E. 8.3).
Aufgrund der Distanz zum geplanten Vorhaben und der dargelegten Aus-
wirkungen des Projekts auf ihre Wohnräume können die Beschwerdefüh-
renden vorliegend nicht in vertretbarer Weise behaupten, im Grundrecht
nach Art. 8 EMRK in rechtlich relevanter Weise betroffen und verletzt zu
sein. Entsprechend können sie nicht als Personen, die in ihren anerkann-
ten Rechten oder Freiheiten verletzt worden sind, aus Art. 13 EMRK einen
Anspruch auf eine wirksame Beschwerde geltend machen (vgl. BVGE
2009/1 E. 8.6; Urteile des BGer 1C_37/2019 vom 5. Mai 2020 E. 7,
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1C_663/2012 vom 9. Oktober 2013 E. 6.2). Somit fällt von Vornherein aus-
ser Betracht, dass sich die Legitimation im Zusammenhang mit der ange-
rufenen Konventionsbestimmung ergeben könnte.
15.
Wie im Übrigen dargelegt, bestimmt sich das Einspracherecht im seilbahn-
rechtlichen Plangenehmigungsverfahren des Bundes nach der spezialge-
setzlichen Bestimmung von Art. 13 Abs. 1 Satz 1 SebG. Die Verweise der
Beschwerdeführenden auf Bestimmungen des Raumplanungsgesetzes
(RPG, SR 700) führen hingegen nicht dazu, dass ihnen das Einsprache-
recht zuerkannt werden könnte. Nichts Gegenteiliges ergibt sich insbeson-
dere aus Art. 4 Abs. 2 RPG, wonach die Planungsaufgaben betrauten Be-
hörden dafür zu sorgen haben, dass die Bevölkerung bei Planungen in ge-
eigneter Weise mitwirken kann. Diese Bestimmung betrifft die Mitwirkung
in der Phase des politischen Meinungsbildungsprozesses bei Planungen
(Planungsentwürfen) nach dem RPG (vgl. für Sachpläne des Bundes i.S.v.
Art. 13 RPG etwa BGE 133 II 120); nicht zum Gegenstand hat sie hingegen
die Anforderungen an die Ausgestaltung des individuellen Rechtsschutzes
etwa auf der Ebene des Plangenehmigungsverfahrens für Seilbahnen, wie
es vorliegend in Frage steht (RUDOLF MUGGLI, in: Aemisegger/Moor/
Ruch/Tschannen, Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz
und Verfahren, 2020, Art. 4 N 7 f., 10 und 17; WALDMANN/HÄNNI, Stämpflis
Handkommentar zum RPG, 2006, Art. 4 N 2; Art. 13 N 43 ff.; vgl. auch
BGE 135 II 286 E. 4.2.3; BGE 114 Ia 233 E. 2cd). Die angerufene Bestim-
mung bietet somit ebenfalls keine Grundlage für die Einspracheberechti-
gung der Beschwerdeführenden.
16.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführenden über keine
besondere Beziehungsnähe zur Streitsache verfügen und ihnen keine Par-
teistellung im Plangenehmigungsverfahren zukommt. Die Vorinstanz hat
eine besondere Betroffenheit der Beschwerdeführenden und ihre Berech-
tigung zur Einsprache zutreffend verneint. Die Beschwerde erweist sich so-
mit als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
17.
Abschliessend ist über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des vorlie-
genden Beschwerdeverfahrens zu befinden.
17.1 Die Verfahrenskosten sind auf Fr. 3'000.– festzusetzen und entspre-
chend dem Verfahrensausgang den unterliegenden Beschwerdeführenden
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aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 1 ff. des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der von ihnen in gleicher Höhe
einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten
verwendet.
17.2 Der obsiegenden Beschwerdegegnerin ist eine Parteientschädigung
zu Lasten der Beschwerdeführenden zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 und
2 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE). Die Entschädigung umfasst die Kosten für
die Vertretung sowie allfällige weitere Auslagen der Partei (Art. 8 ff. VGKE).
Wird keine Kostennote eingereicht, setzt das Gericht die Parteientschädi-
gung aufgrund der Akten fest (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Im vorliegenden Ver-
fahren erweist sich angesichts der Schwierigkeit des Falles und des not-
wendigen Zeitaufwandes eine Entschädigung in der Höhe von insgesamt
Fr. 5'000.– als angemessen.
17.3 Die Vorinstanz hat als Bundesbehörde keinen Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE).
(Das Dispositiv folgt auf der nächsten Seite.)
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