Decision ID: afdeba92-f4b6-4708-9851-1c4f15b522a9
Year: 2019
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherter) war aufgrund seiner Tätigkeit als Hauswart der
Stockwerkeigentümergemeinschaft B._ bei der Schweizerischen Mobiliar
Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar) obligatorisch unfallversichert, als
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er am 24. Oktober 2016 mit dem Fahrrad stürzte (UV-act. 2/1). Die Erstbehandlung
fand am 31. Oktober 2016 durch Dipl. med. C._, Fachärztin Allgemeine Innere
Medizin und Geriatrie, statt, die als Befunde eine Rötung und Schwellung am linken
distalen Unterschenkel mit einem grossflächigen Hämatom erhob, ein altes prätibiales
Hämatom Unterschenkel links nach Fahrradsturz (24. Oktober 2016) sowie eine
Prellung diagnostizierte und eine medikamentöse Schmerztherapie veranlasste. Eine
Arbeitsunfähigkeit wurde nicht bescheinigt (UV-act. 3/M4).
A.b Am 7. November 2016 erfolgte eine Notfallkonsultation des Versicherten im Spital
D._, dessen Ärzte nach einer klinischen und röntgenologischen Untersuchung des
linken Unterschenkels und linken Knies sowie einer sonographischen Untersuchung
des linken Unterschenkels die Diagnosen altes prätibiales Hämatom Unterschenkel
links und Verdacht auf Innenbandläsion Knie links stellten, das Hämatom punktierten
und eine MRI-Untersuchung des linken Knies veranlassten (UV-act. 3/M2; vgl. auch
UV-act. 3/M1). Die MRI-Untersuchung wurde am 8. November 2016 durchgeführt und
brachte eine trikompartimentelle Gonarthrose, medialbetont mit mehrfacher
Chondropathie Grad III bis IV, eine fortgeschrittene Degeneration des Innenmeniskus
mit Volumenreduktion des Innenmeniskushinterhorns und komplexem Riss am
Hinterhorn, eine höhergradige, femoralseitig betonte MCL-Läsion (Ligamentum
collaterale mediale = Innenband des Knies) mit signalangehobenen elongierten
Bandstrukturen, einen moderaten Kniegelenkserguss, eine leichte Zerrung des
vorderen Kreuzbandes sowie ein ausgeprägtes Weichteilödem in der Kniekehle und
medialbetont zur Darstellung (UV-act. 3/M3). Die untersuchenden Ärzte des Spitals
D._ stellten anlässlich einer Sprechstunde vom 11. November 2016 anhand von
klinischen Untersuchungsergebnissen und den Angaben des Versicherten einen
erfreulichen Verlauf fest und empfahlen ihm, das betroffene linke Bein regelmässig zu
schonen und hochzulagern, um die endgültige Resorption des ursprünglichen
Hämatoms am prätibialen distalen Unterschenkel links zu beschleunigen. Aufgrund des
MRI-Befunds wurde die Möglichkeit einer operativen Versorgung mittels
Kniearthroskopie oder Knieendoprothese erörtert. In Anbetracht der fehlenden Klinik
wurde jedoch gemeinsam entschieden, eine solche erst bei erneuter
Beschwerdezunahme nochmals zu diskutieren (UV-act. 3/M3). Am 2. Mai 2017 reichte
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Dipl. med. C._ der Mobiliar das Arztzeugnis über die Arbeitsunfähigkeit ein, laut
welchem der Versicherte letztmals am 1. Februar 2016 (richtig: 1. Februar 2017) bei ihr
in Behandlung gewesen war, bei unauffälligem lokalem Befund noch unter
belastungsabhängigen Knieschmerzen links litt und mit Physiotherapie behandelt
wurde (UV-act. 3/M5; vgl. auch UV-act. 1/5).
A.c Nach Vorlage des Schadenfalls bei ihrem beratenden Arzt Dr. med. E._, Facharzt
für Chirurgie (UV-act. 3/M6), teilte die Mobiliar dem Versicherten mit Schreiben vom 31.
Mai 2017 mit, es müsse davon ausgegangen werden, dass die Beschwerden ab
Februar 2017 nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit
dem Ereignis vom 24. Oktober 2016 stünden und deshalb ein Anspruch auf
Versicherungsleistungen ab dem 1. Februar 2017 abgelehnt werden müsse (UV-act.
1/6 f.).
A.d Nachdem sich der Versicherte mit Schreiben vom 6. Juni 2017 mit der
Leistungsablehnung nicht einverstanden erklärt und die Vergütung weiterer
Heilbehandlungskosten sowie die Übernahme der Reisekosten zu drei ärztlichen
Untersuchungen ins Spital D._ und 18 Fahrten zur Physiotherapie beantragt hatte
(UV-act. 1/9 f.), hielt die Mobiliar mit Verfügung vom 13. Juni 2017 an ihrer
Leistungsablehnung ab dem 1. Februar 2017 fest. Betreffend Reisekosten bis zum 1.
Februar 2017 ersuchte sie den Versicherten um eine Aufstellung der konkreten Reisen
(Strecke, Datum, Kilometer). Diese würden dann zu Fr. 0.60/km entschädigt (UV-act.
1/12 f.).
B.
B.a Nach einem Telefongespräch mit der Mobiliar am 21. Juni 2017 (UV-act. 1/17) und
dem Ersuchen um eine Fristerstreckung zur Einreichung einer Einsprache (UV-act.
1/24) erhob der Versicherte mit Fax vom 19. Juni 2017 (UV-act. 16) vorsorglich
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Einsprache, die er am 12. Juli 2017 begründete und unterzeichnete (UV-act. 28).
Zusammen mit einem Schreiben vom 18. September 2017 (UV-act. 1/35) reichte der
Versicherte Bestätigungen der F._ vom 15. und 18 September 2017 betreffend der
bei ihm durchgeführten Physiotherapiebehandlungen ein (UV-act. 1/32 ff.).
B.b Mit Einspracheentscheid vom 27. September 2017 wies die Mobiliar die
Einsprache des Versicherten vom 19. Juni bzw. 12. Juli 2017 ab. Für entstandene
Reisekosten bis zum 31. Januar 2017 bestehe bei einem Kilometer-
Entschädigungsansatz von Fr. 0.60/km ein Leistungsanspruch in der Höhe von Fr.
156.60. Dieser Betrag sei dem Versicherten überwiesen worden (UV-act. 1/36 ff.).
C.
C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 10. Oktober 2017 Beschwerde mit den
sinngemässen Anträgen, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und
es seien ihm bis 31. Januar 2017 die Reisekosten basierend auf einem Kilometer-
Entschädigungsansatz von mehr als Fr. 0.60/km zu entschädigen (vgl. act. G 1.5) und
auch über den 1. Februar 2017 hinaus die gesetzlichen Leistungen auszurichten (act. G
1).
C.b In der Beschwerdeantwort vom 5. Dezember 2017 beantragte die Mobiliar
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde in Bestätigung
des Einspracheentscheids vom 27. September 2017 (act. G 5).
C.c Mit Replik vom 15. Januar 2018 erneuerte der Beschwerdeführer sinngemäss seine
Beschwerdeanträge (act. G 7). Mit Duplik vom 16. Februar 2018 hielt auch die
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Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (act. G 9).
Mit Schreiben vom 22. März und 31. August 2018 nahm der Beschwerdeführer
nochmals zur Duplik Stellung (act. G 11, G 13).

Erwägungen
1.
Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur
Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem
Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden
daher, nachdem der Streitigkeit ein Ereignis aus dem Jahr 2016 zu Grunde liegt, die bis
31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.
2.
Strittig und zu prüfen ist im vorliegenden Fall, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht
einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Versicherungsleistungen über den 31.
Januar 2017 hinaus abgelehnt hat. Konkret beantragt der Beschwerdeführer die
Übernahme von Heilbehandlungskosten in Form von Physiotherapie ab Februar 2017
sowie die Vergütung von Reisekosten.
3.
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3.1 Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer bei Vorliegen eines Unfalls
(Art. 4 ATSG) für einen Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als
dieser in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten
Ereignis steht (ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz
über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Der Beweis des
natürlichen Kausalzusammenhangs (bzw. des Wegfalls desselben) wird in erster Linie
mittels Angaben der medizinischen Fachpersonen geführt (RUMO-JUNGO/HOLZER,
a.a.O., S. 55). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche
Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung
des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 135 V 250 E. 4 mit Hinweisen, 118 V
291 f. E. 3.a, 117 V 365 mit Hinweisen; SVR 2000 Nr. 14 S. 45). Das Vorliegen eines
natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung
von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
verneint werden können bzw. nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich
fehlender Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (THOMAS LOCHER/THOMAS
GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.;
RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4).
3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen;
vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im
Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess
tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit
der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Beim Nachweis des Dahinfallens jeder kausalen
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens handelt es sich
um eine leistungsaufhebende Tatfrage. Die entsprechende Beweislast liegt hier -
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anders als bei der Frage, ob im Grundfall oder auch bei Rückfällen ein (erneuter)
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der
versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2
mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER,
a.a.O., S. 4, 79).
3.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die
urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln
sowie umfassend und pflichtgemäss, zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, N 120 zu
Art. 61 ATSG). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw.
der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind. Den Berichten und
Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren
eigenen bzw. beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, kann rechtsprechungsgemäss
ebenfalls Beweiswert beigemessen werden (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353
f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Art. 8 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 6 Ziff.
1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) geben keinen
formellen Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung, wenn Leistungsansprüche
streitig sind. Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen
tatsächlichen Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als
schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung
eines Gerichtsgutachtens - abschliessen. In solchen Fällen sind an die
Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7;
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RKUV 1997 Nr. U 281 E. 1a S. 281 f.). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auch
eine reine Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von Dr. E._ erstellt
wurde (UV-act. 3/M6), beweiskräftig sein kann, sofern ein lückenloser Befund vorliegt
und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich
feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung
mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom
18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1). Ob letztlich auf die Aktenbeurteilung von Dr.
E._ abgestellt werden kann, ist im Rahmen der nachfolgenden Beweiswürdigung zu
prüfen.
4.
Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin, dass der Beschwerdeführer am 24.
Oktober 2016 einen Unfall im Sinne von Art. 4 UVG erlitten und sich dabei am linken
Unterschenkel und am linken Knie verletzt hat. Gestützt auf die Beurteilung von Dr.
E._ vom 24. Mai 2017 (UV-act. 3/M6) geht sie jedoch davon aus, die
Unfallverletzungen seien am 31. Januar 2017 ausgeheilt gewesen und fortdauernde
Beschwerden des Beschwerdeführers stünden nicht mehr in einem natürlichen
Kausalzusammenhang mit dem Unfall. Laut Arztzeugnis von Dipl. med. C._ vom 2.
Mai 2017 litt der Beschwerdeführer auch noch im Zeitpunkt der Leistungseinstellung
unter belastungsabhängigen Knieschmerzen links (UV-act. 3/M5). In der Beschwerde
vom 10. Oktober 2017 macht er ausserdem geltend, sein linkes Bein sei noch nicht
ganz ausgeheilt (act. G 1). Konkret beschreibt er in Bezug auf den linken
Unterschenkel, die ursprünglichen Verletzungsstellen seien noch sichtbar, und
bemängelt die Vorgehensweise von Dipl. med. C._ (UV-act. 1/10, act. G 1).
5.
5.1 Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine
strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares
Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die mittels apparativer
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Untersuchungsmethoden (wie Röntgen, Sonographie, Kernspintomographie,
Computertomographie, Arthroskopie) erhoben worden sind (vgl. BGE 134 V 121 E. 9,
134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen, 117 V 363 E. 5d/aa; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4
mit Hinweisen [U 479/05]; Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2008,
8C_806/2007, E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen).
5.2 Beim Beschwerdeführer wurde am 8. November 2016 und damit in zeitlicher Nähe
zum Unfall vom 24. Oktober 2016 eine MRI-Untersuchung des linken Knies
durchgeführt, welche strukturelle Gesundheitsschäden (eine höhergradige MCL-Läsion
und eine leichte Zerrung des vorderen Kreuzbandes), einen moderaten
Kniegelenkserguss und ein ausgeprägtes Weichteilödem in der Kniekehle und medial
betont zur Darstellung brachte (UV-act. 3/M3). Anlässlich der Untersuchung im Spital
D._ vom 7. November 2016 wurde ausserdem ein altes prätibiales Hämatom im
Bereich des linken Unterschenkels diagnostiziert (UV-act. 3/M2; vgl. auch UV-act. 3/
M3). Was die vorgenannten Gesundheitsschäden betrifft, geht Dr. E._ unangefochten
von primären traumatischen Verletzungen aus (UV-act. 3/M6). Die diesbezügliche
Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt, sobald die Unfallverletzungen verheilt
sind.
5.3
5.3.1 Kernspintomographisch wurde sodann am 8. November 2016 im linken Knie
eine trikompartimentelle Gonarthrose mit vor allem medial betonten
Chondropathieschäden Grad III - IV (UV-act. 3/M3) festgestellt. Eine Arthrose kann
definitionsgemäss keine primäre Unfallverletzung, sondern einzig eine degenerative
Erkrankung sein. Im Regelfall entsteht sie im Rahmen des normalen
Alterungsprozesses oder durch Überbeanspruchung, kann aber im Einzelfall auch als
sekundärer unfallkausaler Gesundheitsschaden in Form einer Spätfolge einer primären
Verletzung - hauptsächlich nach einer schlecht verheilten intraartikulären Fraktur,
geheilt ohne anatomisch exakte Reposition; nach Verletzungen von
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Gelenkweichteilstrukturen (z.B. Menisci) oder des Gelenkknorpels - auftreten (vgl. dazu
ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S.
579 ff., S. 700 f., S. 735; PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin
2017, S. 152 f.; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 134 f.). Der
Beschwerdeführer erlitt zwar strukturelle Verletzungen im Bereich des Kniegelenks (vgl.
Erwägung 5.2). Angesichts des kurzen Zeitraums zwischen dem Unfall und der nur
einige Tage später radiologisch erhobenen weit fortgeschrittenen und ausgedehnten
(trikompartimentellen) Gonarthrose geht jedoch Dr. E._ nachvollziehbar von einem
Vorzustand aus (UV-act. 3/M6). Auch in den übrigen medizinischen Akten wird eine
unfallbedingte (sekundäre) Arthrose in Bezug auf den Unfall vom 24. Oktober 2016
nicht diskutiert.
5.3.2 Eine unfallkausale Gesundheitsschädigung kommt in diesem Fall höchstens
als vorübergehende oder richtunggebende Verschlimmerung eines Vorzustandes in
Betracht. Von einer richtunggebenden Verschlimmerung spricht die Rechtsprechung
nur dann, wenn medizinischerseits feststeht, dass weder der Status quo ante noch der
Status quo sine je wieder erreicht werden können (RUMO-JUNOG/HOLZER, a.a.O., S.
54). Die lediglich vorübergehende unfallbedingte Verschlimmerung eines Vorzustandes
basiert auf dem Wissen, dass es im Unfallversicherungsrecht Fälle gibt, bei denen die
Unfallfolgen bzw. deren Anteil an einer Gesundheitsschädigung im Rahmen des
posttraumatischen Verlaufs nie konkret beschrieben bzw. radiologisch als strukturelle
Verletzung der Gelenke oder Knochen sichtbar gemacht werden können. Dennoch wird
bei einem adäquaten Ereignis in einer ersten Phase von einer schädigenden Einwirkung
auf den Körper ausgegangen. Die in der Folge aufgetretenen bzw. ausgelösten
Beschwerden werden allerdings nach einem bestimmten Zeitraum - trotz ihres
möglichen Fortdauerns - aufgrund einer medizinischen Erfahrungstatsache nicht mehr
dem Unfall angelastet. Die Unfallversicherung übernimmt in diesen Fällen nur den
durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, d.h. sie hat bis zum Erreichen
des Status quo sine vel ante Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit
dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen (vgl. nachfolgende Erwägung 7.2;
vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, E. 5.3, vom 9.
Januar 2012, 8C_601/2011, E. 3.2, und vom 24. Juni 2008, 8C_326/2008, E. 3.2 und 4;
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vgl. auch RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 55 f.). Als Beispiele dafür gelten
insbesondere Weichteilverletzungen in Form einer Zerrung oder Kontusion. Ihre
Diagnosen definieren eine schädigende Einwirkung des Unfalls auf den Körper, die
insbesondere anhand klinischer Befunde - wie Hämatome, Schwellungen,
Druckdolenzen, Bewegungseinschränkungen, Muskelverhärtungen - objektiviert wird
(vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 412; ROCHE LEXIKON, S. 357, 441;
PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 420).
5.4 Nachfolgend gilt es zu prüfen, ob gestützt auf die Beurteilung von Dr. E._ vom
24. Mai 2017 (UV-act. 3/M6) mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit per 31. Januar 2017 von einer Heilung der anerkannten
Unfallverletzungen (vgl. Erwägung 5.2) und einem Status quo sine vel ante in Bezug auf
die Gonarthrose (vgl. Erwägung 5.3) ausgegangen werden kann.
6.
Im Bereich des linken Unterschenkels (vgl. Erwägung 5.2) erhoben die Ärzte des Spitals
D._ anlässlich der Sprechstunde vom 11. November 2016 als Befunde lediglich eine
ca. Handteller grosse leichte Schwellung distal sowie eine diskrete Druckdolenz. Die
übrigen Befunde waren unauffällig. Sie empfahlen dem Beschwerdeführer, das linke
Bein regelmässig zu schonen und hochzulagern. Ebenso befürworteten sie weiterhin
die Versorgung mit Hemeran Gel. Weitere ärztliche Behandlungen und Untersuchungen
wurden nicht geplant. Nur bei Beschwerdeprogredienz, Überwärmung oder Fieber
wurde eine erneute zeitnahe ärztliche Vorstellung empfohlen (UV-act. 3/M3). Nachdem
Dipl. med. C._ im Arztzeugnis vom 2. Mai 2017 unter Angabe einer letzten Kontrolle
am 1. Februar 2016 (gemeint wohl: 2017) das Weichteilhämatom unter der Rubrik
"aktuelle Symptome/aktueller Zustand" nicht aufführte (UV-act. 3/M5), kann mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einer Heilung des
Weichteilödems spätestens im Leistungseinstellungszeitpunkt ausgegangen werden.
Der Beschwerdeführer macht denn auch in seinen Eingaben hauptsächlich
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Kniebeschwerden geltend (act. G 1, G 7, G 11). In der Stellungnahme vom 6. Juni 2017
führte er einzig aus, die Stellen am Bein, wo noch länger Brandwasser gelegen habe,
seien noch gut sichtbar (UV-act. 1/9 f.). Dieser Umstand allein weist nicht auf
weiterdauernde Unfallfolgen im Sinne einer unfallbedingten Gesundheitsschädigung
hin. Eine solche bedarf im Regelfall einer medizinischen Untersuchung oder
Behandlung oder hat eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge (vgl. die entsprechende
Definition der Krankheit gemäss Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Krankenversicherung [KVG; SR 832.10]; Kommentar zum schweizerischen
Sozialversicherungsrecht, [Hrsg.: MARC HÜRZELER/UELI KIESER], UVG
Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Bern 2018, Art. 6 N 36). Sichtbare Zeichen
einer früheren Unfallverletzung können indes nicht einer Gesundheitsschädigung
gleichgesetzt werden. So kommt es durchaus vor, dass eine frühere Verletzung zu
einer fortdauernd optischen körperlichen Veränderung führt.
7.
7.1 In Bezug auf die unfallunabhängige Gonarthrose (vgl. Erwägung 5.3) geht Dr. E._
in seiner Beurteilung vom 24. Mai 2017 (UV-act. 3/M6) einleuchtend von einer
vorübergehenden Verschlimmerung bzw. einer temporären Aktivierung derselben
aufgrund der Zerrungen des medialen Bandapparates und auch des vorderen
Kreuzbandes aus. Allfällige richtunggebende Verschlimmerungen müssen radiologisch
ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben (vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 25. Oktober 2007, 8C_467/2007, E. 3.1; vgl. auch RUMO-
JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 56). Die medizinischen Akten liefern keine Hinweise dafür,
dass sich die Gonarthrose im Zeitpunkt des Unfalls massiv verändert hätte (vgl.
insbesondere UV-act. 3/M3). Vorliegend kommt hinzu, dass angesichts der von Dr.
E._ zutreffend als erheblich eingestuften Gonarthrose (trikompartimentelle
Gonarthrose, medialbetont mit mehrfahrer Chondropathie Grad III - IV) kaum Raum für
eine richtunggebende Verschlimmerung gegeben ist.
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7.2 Nach der medizinischen Erfahrung heilen Zerrungen ohne spezifische Behandlung
innert kurzer Zeit folgenlos aus und die mit ihr verbundenen Beschwerden bilden sich
demzufolge gänzlich zurück (DEBRUNNER, a.a.O., S. 412). Dieser medizinische
Erfahrungssatz darf grundsätzlich im Rahmen des Wahrscheinlichkeitsbeweises
berücksichtigt werden und ist auch von Dr. E._ angewendet worden, indem er
erklärt, spätestens nach drei Monaten könne davon ausgegangen werden, dass es zu
einem Status quo sine gekommen sei; ab Februar 2017 habe nur noch ein Vorzustand
bestanden (UV-act. 3/M6). Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, dass die
Heilung eines traumatisch bedingt symptomatisch gewordenen degenerativen
Vorzustandes kontinuierlich erfolgt. Insofern ist eine zeitlich genaue Erfassung des
Heilungszeitpunkts bzw. eine exakte Differenzierung zwischen überwiegend
wahrscheinlich unfallbedingten und unfallfremden Aspekten nicht möglich. Ein Arzt
oder eine Ärztin bestimmt deshalb aufgrund der medizinischen Erfahrung
normalerweise einen Zeitpunkt, ab welchem von einem Status quo sine vel ante
auszugehen ist.
7.3 Die Frage, ob ein Abklingen der vorübergehend verschlimmerten Gonarthrose
bereits nach spätestens drei Monaten eingetreten war oder eine solche Heilungsdauer
eher optimistisch erscheint, kann jedoch offengelassen werden. Dr. E._ bezieht die
dreimonatige Heilungsdauer offensichtlich nur auf die vorübergehende
Verschlimmerung der Gonarthrose. Die entsprechende Leistungseinstellung der
Beschwerdegegnerin per 31. Januar 2017 betrifft jedoch auch die in Erwägung 5.2
aufgeführten unfallbedingten Bänderläsionen im linken Knie sowie das Weichteilödem
in der Kniekehle und medialbetont. Wie die nachfolgenden Ausführungen in Erwägung
8 zeigen, ist der überwiegend wahrscheinliche Beweis einer Heilung der weiteren
Unfallverletzungen und damit eines Dahinfallens der Unfallkausalität der fortdauernden
Kniebeschwerden nicht erbracht. Ein allfälliger Beschwerdeanteil infolge einer
weiterdauernden vorübergehenden Verschlimmerung der Gonarthrose dürfte sich nur
schwer oder kaum beurteilen oder von den unfallbedingten Verletzungen abgrenzen
lassen.
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8.
8.1 Laut Sprechstundenbericht vom 15. November 2016 waren die Kreuzbänder am
11. November 2016 stabil. Im Bereich der kernspintomographisch als höhergradig
eingestuften MCL-Läsion zeigte sich weiterhin eine etwas vermehrte mediale
Aufklappbarkeit im Vergleich zur Gegenseite (UV-act. 3/M3). Eine Heilung dieser
Unfallverletzung per 31. Januar 2017 sieht Dr. E._ einzig im Umstand begründet,
dass der Beschwerdeführer laut eigenen Angaben bei der Untersuchung durch die
Ärzte des Spitals D._ vom 8. (richtig: 11.) November 2016 bereits wieder gut zu Fuss
gewesen sei und auch wieder habe Velo fahren können. Dem Beschwerdeführer sei
von den Ärzten empfohlen worden, das Bein zu schonen (UV-act. 3/M6). Die
Feststellungen von Dr. E._ lassen zwar auf eine gewisse wiedererlangte
Funktionsfähigkeit des linken Knies schliessen, doch greifen sie allein für den Nachweis
einer Heilung zu kurz. Als Beweis für die Verneinung länger dauernder Unfallfolgen
vermögen sie jedenfalls nicht zu genügen.
8.2 Die höhergradig eingestufte MCL-Verletzung war erst rund zweieinhalb Monate vor
der Leistungseinstellung, d.h. am 8. November 2016, radiologisch erhoben worden,
was nicht einmal eine Heilungsdauer von drei Monaten ergibt. Die Ärzte des Spitals
D._ sprachen zwar damals von einem erfreulichen Verlauf (UV-act. 3/M3). Ein solcher
bestätigt jedoch weder eine Heilung noch das Nichtbestehen einer
Heilbehandlungsbedürftigkeit. Die Ärzte äussern sich zwar im Sprechstundenbericht
vom 15. November 2016 nicht zur Notwendigkeit einer weiteren Behandlung der MCL-
Läsion. Angesichts der kernspintomographisch als höhergradig eingestuften MCL-
Läsion und dem zusätzlich erhobenen ausgeprägten Weichteilödem in der Kniekehle
und medialbetont kann jedoch nicht ohne Weiteres auf die fehlende Notwendigkeit
einer Behandlung geschlossen werden. Aktenkundig ist jedenfalls, dass der
Beschwerdeführer am 22. Dezember 2016 mit einer physiotherapeutischen
Behandlung begann (UV-act. 1/32), welche er bis 6. März 2017 weiterführte (UV-act.
1/33 f.), und sich damit über den 31. Januar 2017 hinaus behandeln liess. Bei der
Physiotherapie handelt es sich um eine ambulante Heilbehandlung im Sinne des UVG,
welche im Regelfall auf Anordnung eines Arztes durch eine medizinische Hilfsperson,
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unter anderem einen Physiotherapeuten oder eine Physiotherapeutin, durchgeführt
wird (vgl. dazu Art. 1 Abs. 1 lit. a UVG in Verbindung mit Art. 69 UVV und Art. 46 Abs. 1
lit. a der Verordnung über die Krankenversicherung [KVV; SR 832.102]). Der
Unfallversicherer übernimmt bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen deren
Kosten. Von welchem Arzt oder welcher Ärztin und zu welchem Zweck oder zur
Behandlung welchen Gesundheitsschadens die Physiotherapie beim
Beschwerdeführer verordnet worden ist, geht aus den Akten nicht hervor. Jedenfalls
befand er sich laut Arztzeugnis vom 2. Mai 2017 vom 31. Oktober 2016 bis 1. Februar
2017 bei Dipl. med. C._ in Behandlung und diese erwähnte im Arztzeugnis eine
physiotherapeutische Behandlung. Als Diagnose führte Dipl. med. C._ zwar die MCL-
Läsion nicht auf, markierte jedoch eine unfallbedingte Ursächlichkeit in Bezug auf die
Diagnosen, verwies unter der Rubrik "Anamnese" (Ziff. 4) auf den Bericht des Spitals
D._ und hielt belastungsabhängige Knieschmerzen links fest (UV-act. 3/M5). In
medizinischen Nachschlagewerken wird die Physiotherapie schliesslich als eine
typische Behandlung bei Seitenbandläsionen mit dem Ziel der Muskulaturkräftigung
beschrieben (PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 189; DEBRUNNER, a.a.O., S. 291 ff., 1097).
Das Behandlungsziel wird in der Physiotherapie, anders als bei einer Operation, durch
eine wiederholte Vornahme und häufig längerfristige Planung erreicht und erfordert
gemeinhin Geduld (DEBRUNNER, a.a.O., 275 ff., S. 291 ff.).
8.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass kein aussagekräftiger ärztlicher
Untersuchungsbericht vorliegt, der Aufschluss hinsichtlich der Frage der Heilungsdauer
der Unfallverletzungen, insbesondere der MCL-Läsion, geben würde. Die Angaben von
Dipl. med. C._ im Arztzeugnis über Arbeitsunfähigkeit vom 2. Mai 2017 (UV-act. 3/
M5) sind äusserst rudimentär und auch der Sprechstundenbericht der Ärzte des Spitals
D._ vom 15. November 2016 vermag die Beweislücke vor dem Hintergrund des
Gesagten nicht zu füllen. Am 8. November 2016 liess sich radiologisch eine
höhergradige Seitenbandläsion sowie ein ausgeprägtes Weichteilödem in der
Kniekehle und medialbetont objektivieren, was ohne weitere Begründung nicht mit dem
erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit die Heilung der
Bandläsion am 31. Januar 2017 belegt und einen Behandlungsabschluss am
vorgenannten Zeitpunkt nicht zulässt. Wie gesagt, bildet diesbezüglich auch die
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Beurteilung des beratenden Arztes Dr. E._ keine zuverlässige Grundlage (vgl.
Erwägung 8.1). Der erforderliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit für
den Beweis des Dahinfallens einer unfallkausalen Ursächlichkeit der Kniebeschwerden
ist damit nicht ohne jeden Zweifel erreicht. Die Beschwerdegegnerin wäre gestützt auf
den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zur Vornahme weiterer
medizinischer Abklärungen hinsichtlich der Unfallkausalität gehalten gewesen.
Nachdem bereits geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der Feststellungen
versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte ergänzende Abklärungen erforderlich
machen, wird sie solche nachzuholen haben. Die Angelegenheit ist mithin zur
Veranlassung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
9.
Die Beschwerdegegnerin hat mit angefochtenem Einspracheentscheid vom 27.
September 2017 einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Vergütung von
Reisekosten mit dem Privatauto bis 31. Januar 2017 in der Höhe von insgesamt Fr.
156.60 (Fr. 81.-- [9 Physiotherapiesitzungen x 15 km x Fr. 0.60] + Fr. 75.60 [3
Untersuchungen im Spital D._ x 42 km x Fr. 0.60] anerkannt (vgl. dazu UV-act. 1/32
f., UV-act. 1/35). Während der Beschwerdeführer im Einspracheverfahren noch die
Vergütung der Reisekosten mit dem Privatauto basierend auf einer Kilometer-
Entschädigung von Fr. 0.70 (UV-act. 1/35) verlangte, äusserte er sich im
Beschwerdeverfahren dazu nicht mehr konkret und beantragte die Bezahlung der
"üblichen" Fahrspesen (act. G 1). Auch beschwerdeweise wird jedoch von einem
impliziten Antrag auf Entschädigung der Reisekosten basierend auf einer Kilometer-
Entschädigung von Fr. 0.70 ausgegangen. Die Beschwerdegegnerin hat den
Beschwerdeführer mit Schreiben vom 27. September 2017 (UV-act. 1/47)
richtigerweise auf die Empfehlung der Ad-hoc-Kommission Schaden UV Nr. 1/94 vom
29. Juni 1994 aufmerksam machte, welche von den Unfallversicherern angewendet
wird, und wonach die Kilometer-Entschädigung gemäss revidierter Fassung vom 16.
November 2018 Fr. 0.60/km beträgt. Sie kann bezahlt werden für Fahrten zum Arzt,
Physiotherapeuten usw. Die gewährte Entschädigung ist also nicht zu beanstanden.
Das Gesagte hätte im Sinne eines obiter dictum auch für eine allfällige Leistungspflicht
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der Beschwerdegegnerin für solche über den 31. Januar 2017 hinaus entstandene
Reisekosten Geltung.
10.
10.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 10. Oktober
2017 unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 27. September 2017
dahingehend gutzuheissen, dass die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im
Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit
damit höhere Kilometerentschädigungen für Fahrten mit dem Privatauto geltend
gemacht werden.
10.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).