Decision ID: 97a1cb4c-343d-44ab-840e-820e2e7c09a1
Year: 2016
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
Der 1967 geborene X._
war
seit dem 3. Mai 2011
als
Fahrzeug
auf
bereiter
bei der
Y._
tätig
und bei der Schweizerischen
Unfall
versi
cherungsanstalt
(SUVA)
obligatorisch
gegen die Folgen von Unfällen ver
si
chert
, als er am 8. März 2013 auf einer Treppe ausrutschte und das rechte Knie ver
drehte (
Schadenmeldung vom 27. Juni 2013,
Urk.
8/
7).
Am
27. März 2013
konsultierte
der Versicherte
deswegen
erstmals einen
Arzt (Urk.
8/15
).
Das MRI
vom 7. Juni
2013 ergab keine eindeutig posttraumatische Veränderung im Be
reich
des rechten Kniegelenkes,
es wurde
aber ein mässige
r
Gelenkerguss mit medialer
rupturierter
Bakerzyste
sowie als Nebenbefund ein kleines
intraossäres
Ganglion im Ansatzbereich der Gelenkkapsel
postero
-lateral
festgestellt
(Urk. 8/12
).
Am 11. Juli 2013 erfolgte eine Kniearthroskopie mit Biopsien
in der
Z._
. Im Operationsbericht
vom
11.
Juli 2013
wurde
n
die Diag
no
se
n
einer medi
alen Meniskusläsion, eines Knorpelschadens
tibial
lateral und
retropatellär
und einer ausgeprägten
Synovialitis
gestellt
. Es wurde
n
eine Naht des medialen Me
niskus, eine Versiegelung des
tibialen
Knorpels lateral
und retropatellar, drei Biopsien der
Synovia
sowie eine
Synovektomie
des gesamten
Recessus
supra
patellaris
und des lateralen und medialen
Recessus
durchgeführt
(Urk. 8/17).
Die SUVA kam für die Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus
(
Urk.
8/27)
.
Das Arbeits
verhältnis des Versicherten wurde von Seiten de
r
Arbeitgeberin am 23.
Oktober
2013
aus wirtschaftli
chen Gründen per 31. Dezem
ber 2013 aufgelöst (Urk. 8/54).
Am 20. Februar 2014 wurde der Versicherte von
Kreisarzt
Dr.
med.
A
._
, Fach
arzt für Orthopädie und Rheuma
tologie, Physikalische Medizin und Reha
bilita
tion FM
H
,
untersucht (Urk. 8/100).
Am 28. März 2014 wurde der Beschwerde
führer darauf hingewiesen, dass der medizinische Endzustand erreicht sei (Urk. 8/123).
Mit Verfügung vom 3. April 2014
verneinte die SUVA einen
Leis
tungsanspruch
des Versicherten in Bezug auf seine rheumatische Erkrankung
(Urk.
8/126). Diese Verfügung blieb unan
ge
fochten.
Nach weiteren Abklärungen verneinte sie mit
Verfügung vom 11. Juni
2014 einen Anspruch auf eine Invalidenrente sowie auf eine
Integritätsent
schä
digung
(Urk. 8/157).
Sodann teilte sie dem Versicherten mit Schreiben vom 1
7.
Juni 2014 mit, dass die Taggelder demzufolge per 3
0.
Juni 2014 eingestellt würden (
Urk.
7/161). Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1
0.
Juli 2014 Einsprache und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und es seien Tag
gelder weiterhin für die Dauer von vier Monaten zu entrichten, sodann seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen und hernach nochmals über den Rentenanspruch und die Integritätsentschädigung zu verfügen (Urk.
8/169).
Mit Entscheid vom
15. September 2014
wies die SUVA die Ein
sprache des Versicherten ab (Urk. 8/
174
= Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 17. Oktober 2014 Beschwerde und beantragte, der angefochtene
Einspracheentscheid
sei aufzuheben
und
die
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
ein orthopädisches Gutachten einzu
ho
len, um hernach nochmals über die Ansprüche zu entscheiden. Eventualiter sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten,
bis zum 30
. September 2014 Tag
gelder zu leisten (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom
19. November 2014
be
antragte
die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk.
7
).
In seiner Replik
vom 17. März 2015 hielt der Beschwerdeführer an seinen
Be
schwerdeanträgen
fest
(
Urk.
13).
Innert der angesetzten Frist reichte die
Be
schwerdegegnerin
keine Duplik ein, was dem Beschwerdeführer am 20. Mai 2015 mitgeteilt wurde (Urk. 16).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für
die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
einzu
ge
hen
.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) sind
Versicherungsleistungen - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - bei Be
rufs
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die
Leis
tungspflicht
des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versi
cher
ten Ereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und ein adä
quate
r Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1-2 mit Hinweisen).
1.2
Nach
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung der Unfallfolgen.
1.3
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des
Sozialversicherungs
rechts
[ATSG]
), so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit,
mithin im Zeit
punkt der vollen Wiedererlangung der Fähigkeit, im bisherigen oder in einem anderen Beruf zumutbare Arbeit zu leisten (Art.
16 Abs.
1 und 2 UVG
i.V.m
. Art.
6 ATSG; BGE
137 V 199 E.
2.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_639/2014 vom 2.
Dezember 2014 E.
3),
mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der ver
sicherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG). Das Taggeld der Unfallversicherung wird nicht gewährt, solange Anspruch auf ein Taggeld der Invaliden
ver
siche
rung besteht (Art. 16 Abs. 3 UVG).
1.4
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
In diesem Zeitpunkt ist der
Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E. 7.2 mit Hin
weis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist
. Die Verwendung des Be
griffes „
namhaft" in Art.
19 Abs.
1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art.
10 Abs.
1 UVG er
hoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen
–
wie etwa einer Badekur
–
zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
führung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versi
cherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen
beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai
2014 E. 4.
1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE
134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_6
39/2014 vom 2. Dezember 2014 E.
3).
Für die Einstellung der vorübergehenden Leistungen braucht der Entscheid der Invalidenversicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht abgewartet zu werden, wenn von weiterer ärztlicher Behandlung keine namhafte gesundheit
liche Besserung mehr erwartet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 Urteil vom 16.
Januar 2014 E. 3.3) und keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass durch allfällige Eingliederungsmassnahmen das der
Invaliditäts
bemessung
der SUVA gestützt auf die medizinischen Abklärungen zugrunde gelegte Invalideneinkommen verbessert und so der die Invalidenrente der Un
fall
versicherung bestimmende Invaliditätsgrad beeinflusst werden kann (vgl. Urteil des Bundesgericht 8C_588/2013 vom 16.
Januar 2014 E. 3.5).
1.5
Steht fest, dass die versicherte Person unter dem Blickwinkel der
Schaden
min
de
rungspflicht
einen Berufswechsel vorzunehmen hat, so hat der Versiche
rungsträger sie dazu aufzufordern und ihr zur Anpassung an die ver
änderten Verhältnisse sowie zur Stellensuche eine angemessene Übergangsfrist einzu
räumen, während welcher das bisherige Taggeld geschuldet bleibt (RKUV 2000 Nr. KV 112 S. 122, K 14/99 E. 3a mit weiteren Hinweisen). Diese
Über
gangsfrist
bemisst sich nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalles. In der Praxis der sozialen Krankenversicherung, welche sinngemäss auch im Bereich der sozialen Unfallversicherung gilt (RKUV 1987 Nr. U 27 S. 394), wurden Zei
ten von drei bis fünf Monaten als angemessen betrachtet
(BGE 114 V 289 E. 5b und Urteil des Bundesgerichts 8C_803/2010 vom 17. Dezember 2010 E.
3.1.2, je mit Hin
weisen).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.7
#BeginnUV055
<Beweiswert intern eingeholter medizinischer Berichte < letzte Revision: 12/15#
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
#EndeUV055#
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin,
der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung
vom 20. Februar 2014
sei zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
aufgrund der Unfallfolgen am rechten Knie
ganztags arbeits
fähig sei
mit Ausnahme von Tätigkeiten mit langandauernden tiefen
Hock
po
sitionen
sowie Tragen schwerer Lasten auf Treppen und unebenem Unter
grund. Die
vorgeschlagenen Arbeitsplätze
(Mechaniker, Empfangsmitarbeiter,
Monta
gear
beiter
, Prüfer,
Schlusskon
trolleur
)
seien mit der Zumutbarkeitsbeurteilung vereinbar.
Es ergebe sich ein durchschnittlicher
Invaliden
lohn von Fr. 65‘178.--
.
Bei
einem
Vali
den
lohn
von Fr. 68‘900.
--
resultiere ein
rentenausschliesse
nde
r
Invaliditätsgrad von 5.4 %
.
Anlässlich der
kreisärztliche
n
Untersuchung v
om 20.
Februar 2014
habe der Kreisarzt
einen entschädigungspflichtigen
Integri
täts
schaden
verneint
. Der
medizinische Endzustand
sei
bereits
im Zeitpunkt dieser
Untersuchung erreicht gewesen
. Es
seien keine weiteren
Taggeld
leis
tungen
und auch keine Rente
und / oder Integritäts
entschädigung
geschuldet
(Urk. 2 S. 4 ff.)
.
2.2
Der Beschwerdeführer machte
in seiner Beschwerde vom 17. Oktober 2014
im Wesentlichen geltend,
d
ie medizinische Aktenlage sei nicht übereinstimmend. Relevante medizinische Fragen seien unbeantwortet. Eine externe medizinische Begutachtung erweise sich als notwendig. Die Beschw
erdegegnerin stütz
e ihren Entscheid auf eine mangelhafte med
izinische Grundlage und verletz
e damit den Untersuchungsgrundsatz.
Im Zeitpunkt der
angekündigten
Leistungseinstellung habe er an
Se
kundärfolgen
(erhebliche Muskelatrophie) der initialen
Knieschä
digung
gelitten, welche funktionelle Einschrän
kungen zur Folge gehabt hätten. Die Beschwerdegegnerin habe für diese Sekundärfolge ebenfalls aufzukommen.
Wie die Medizi
ner festgehalten hätten, sei zum Erreichen des Status quo sine
ein Muskelaufbau von drei bis vier Monaten notwendig gewesen. Während dieser
Zeit habe die Beschwerdegegnerin Taggelder zu entrichten. Der Endzustand sei im Zeitpunkt der Verfügung nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit erreicht gewesen
(Urk. 1 S.
8
ff)
.
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort vom 19. November 2014 brachte die
Beschwerde
gegnerin
vor,
von
ergänzenden medizinischen Abklärungen seien vorliegend keine
neuen Erkenntnisse zu erwarten. Bezüglich der Einstellung der Taggelder sei darauf hinzuweisen, dass diese gestützt auf die medizinischen Beurteilungen von
Dr.
A._
schon früher hätte
erfolgen können. Die medizinische Be
handlung sei abgeschlossen gewesen. Dem Beschwerdeführer sei lediglich ein Muskelaufbautraining empfohlen worden. Für die Berechnung des
Validenein
kommens
sei es aufgrund der Berufserfahrungen des Beschwerdeführers im Dienstleistungssektor sachgerecht, vom Wert TA1, 2012, Total Männer, Kat. 1, Sektor Dienstleistungen, auszugehen. Demnach sei ihm ein zumutbares mut
massliches
Valideneinkommen
in der Höhe von Fr. 64‘311.-- anzurechnen. Ver
gleiche man dieses mit dem unbestritten gebliebenen Inval
i
deneinkommen
von Fr.
65‘178.
--
,
sei keine rentenrelevante Invalidität a
usgewiesen (Urk. 7 S. 5 ff.).
2.4
In seiner Replik vom 17. März 2015
hielt
der Beschwerdeführer
an seinen
be
schwerdeweise
vorgebr
achten Ausführungen fest (
Urk. 13
).
3.
3.1
Dr. med. B._
, Facharzt für Chirurgie FMH, führte in seinem Bericht vom 12.
November 2013 aus, der B
eschwerdeführer habe ihn am
12.
September 2011
wegen seines
rechten Knie
s
aufgesucht
. Er habe angegeben,
vor ca. zehn Jahren ohne vorgängigen Unfall einen Knieerguss
gehabt zu haben
,
und laut seinen Angaben
seien
120 ml Flüssigkeit
abpunktiert
worden. Seither hab
e
er
ca. einmal pro Jahr eine Überwärmung des rechten Knies mit Schwellung
.
In der letzten Zeit vor dem
12.
September 2011 sei das rechte Knie wieder ge
schwollen und überwärmt ge
wesen. Klinisch sei das linke Knie unauffällig ge
wesen. Das rechte Knie mit leichtem Erguss, sehr gut stabil,
Zohlentest
negativ und auch keine
Meniskus
zeichen
. Das MRI
des
rechten Kniegelenk
s
vom 16. September 2011
habe einen
Gelenkerguss und eine leichte
Synovitis
(rheu
ma
tischer Genese
?
)
, einen Knorpeldefekt über der
Trochlea
medial
und sonst kein
en
Nachweis einer Binnenläsion ergeben. Über der
Trochlea
habe sich ein 10x10 mm grosser Knorpelde
fekt mit kleinster
Osteophytenb
il
dung
und am
oberen Patellarpol eine kleinste Verknöcherung im Ansatzbereich der
Quadri
ze
ps
sehne
gefunden (Urk. 8/70 S. 1 f.).
3.2
Nach dem Unfall vom
8. März
2013
konsultierte
der Beschwerdeführer am
27. März
2013
Dr.
B._
. Dieser
hielt
in seinem Arztzeugnis vom
10. Juli 2013
eine Schwellung des rechten Knies, vor allem in der Kniekehle, und eine wahrscheinliche
Bakerzyste
fest. Klinisch
bestehe
kein Hinweis auf eine Throm
bose
.
Das rechte Knie sei überwärmt und die
Synovia
palpatorisc
h
normal dick
.
Eine definitive Diagnose sei verfrüht.
Es handle sich um
rezidivierende
Kniege
lenksergüsse
und nach dem Sturz vom 8. März 2013 wahrscheinlich eine medi
ale
Meniskushinterhornruptur
. Er gehe von einer vorbestehenden Gichtarthritis aus, welche durch de
n Sturz akzentuiert worden sei
(Urk. 8/15).
3.3
Am 7.
Juni 2013 wurde ein MRI des rechten Knies durchgeführt. Es wurde keine eindeutige posttraumatische Veränderung im Bereich des rechten Kniegelenkes festgestellt, aber ein mässiger Gelenkerguss mit medialer
rupturierter
Baker
zyste
. Als Nebenbefund wurde ein kleines
intraossäres
Ganglion im
Ansatzbe
reich
der Gelenkkapsel
postero
-lateral genannt (Urk. 8/12).
3.4
Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie,
von der
Z._
diagnostizierte am 10.
Juni 2013 eine
rupturierte
Bakerzyste
Knie rechts und hielt fol
gende Befund
e
fest: Nur leichte Überwärmung des
rechten Knies, a
usgeprägtes Schonhinken, mässiger Gelenk
s
erguss,
Druckdolenz
im Bereich der proximalen Wadenmuskulatur,
Steinmann-Test für den medialen
Me
nis
kus äusserst schmerzhaft
im Bereich der lateralen Kniekehle, etwas w
e
nige
r
im Bere
i
ch d
e
s medialen Meniskus
selbst, k
eine
retropatellären
Schmer
zen,
Druckdolenz
über dem medialen Gelenkspalt, leicht
e
Druckdolenz
auch
posterolateral
. Stabiles VKB und HKB, Flex-/ Extension 120/0/0°.
Am 14
.
Juni 2013
führte
Dr.
C._
an, klinisch bestünden Hinweise für eine mediale
Menis
kusläsion
, im MRI erscheine der mediale Meniskus jedoch intakt. Es gebe zwar gelegentlich falsch-negative Befunde, jedoch wolle er zunächst eine rheumato
logische Ursache ausschliessen, zumal der Beschwerdeführer über vergrösserte Lymphknoten
ingeniual
berichte sowie auch über weitere Schmerzen im Bereich
Epikondylus
humeri
medialis
beidseits (
Urk.
8/9).
3.5
Dr.
med. D._
, FMH Rheumatologie / Innere Medizin,
vom
Rheu
mazentrum
der Klinik
E._
nannte in seinem Bericht vom 15. Juli 2013 betreffend die ambulante Behandlung vom 18. Juni 2013 folgende Diagnosen:
Irritation Knie rechts mit/bei
zweimaliger Kniedistorsion
residuell
Baker-Zyste
unauffällige Kniebinnenstruktur
Epicondylopathie
lateral beidseits
abklingend
Er führte aus, zusammenfassend bestehe eine schmerzhafte und funktionell ein
schränkende Knieirritation rechts nach zweimaliger Distorsion, wobei klinisch und im MRI kein Anhaltspunkt für eine Strukturläsion bestehe. Differenzialdi
agnostisch habe er keine Hinweise für eine entzündliche rheumatische
Syste
m
erkrankung
, insbesondere eine rheumatoide Arthritis, eine Spondylarthritis oder eine Kollagenose, gefunden. Ein
infektreaktives
Geschehen sei unwahr
scheinlich (Urk. 8/39/3-4).
3.6
Am 24.
Juni 2013 hielt
Dr.
C._
folgende
Befund
e
fest: Aktuell kein
Gelenk
erguss
mehr. Weiterhin
Druckdolenz
über dem medialen Gelenkspalt,
Stein
manntest
für den medialen Meniskus jedoch
negativ, MRI Knie rechts vom 7.
Juni
2013: Mediale
Meniskushinterhornläsion
, Knorpelschaden lateraler
Femur
kon
d
ylus
und
Tibi
a
plateau
(Urk. 8/9).
3.7
Im Bericht
der
Orthopädie der
Uniklinik
G._
vom 17. Juli 2013 betreffend die Konsultation vom 4. Juli 2013 wurde die Diagnose eines
unklaren post
traumatischen
Be
schwerdebildes
nach Kniedistorsion im März 2013 mit/bei erhebli
chem musku
lärem Rehabilitationsdefizit gestellt. Die
Beschwerdesymp
to
matik
sei insgesamt diffus und nicht klar einem strukturellen
pathoana
to
mischen
Korrelat zuzuord
nen
.
Extern sei die Indikation für eine
Kniear
thros
kopie
gestellt worden. Es werde nicht davon ausgegangen, dass der Beschwer
deführer davon profitieren könne, insbesondere, da MR-tomographisch keine klare
Risskompo
nente
im Meniskus vorhanden sei sowie die klinische Unter
suchung nicht kor
reliere. Es bestehe sicherlich auch ein deutliches muskuläres
Rehabilitationsdefi
zit
, welches durch konsequente Physiotherapie verbessert werden sollte (
Urk.
8/19).
3.8
Am 1
1.
Juli 2011 nahm
Dr.
C._
eine Kniearthroskopie vor (vgl. Sachverhalt Ziffer 1). Zum Procedere hielt
Dr.
C._
im betreffenden Operationsbericht unter anderem fest, dass die Nachbehandlung gemäss Schema „Meniskusnaht“ er
folgen solle. Zudem sollte das Ergebnis der Biopsie abgewartet werden. Unklar
bleibe, warum ein derart kleiner Riss solch starke Schmerzen auf der Innenseite verursache
(Urk. 8/17).
3.
9
Am 5.
August
2013 (klinische
Verlaufskontrolle vier Wochen postoperativ
)
nannte
Dr.
C._
als Befund
e
eine reizlose Narbe, kein Gelenkse
rguss, eine leichte
Druckdolenz
im
dorsomedialen
Gelenkspalt und eine
deutliche Hypo
trophie der Oberschenkelmuskulatur.
Der Steinmanntest sei für den medialen Me
niskus noch diskret positiv. Die Flexion/Extension betrage 95/5/0°.
Der Be
schwerdeführer habe sich in der Zwischenzeit bei
Dr.
H._
abklären lassen. Hier sei eine Polymyalgie festgestellt worden. Es bestünden aktuell Schmerzen im Bereich der Oberarm-, Rumpf- und Rückenmuskulatur sowie auch im Bereich der Beine. Im
Biopsat
der drei Biopsien intraoperativ rechts seien keine Kristalle nachgewiesen worden. Für das rechte Knie sei jetzt wichtig, dass die Beweglichkeit verbessert werde, zusätzlich sollte ein intensiver Kraftaufbau
stattfinden. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 3
1.
August 201
3
.
Danach empfehle er einen langsamen Arbeitsaufbau.
Zusammenfassend könne festgehalten werden, dass der
Riss im medialen Meniskus unfallbedingt und die Polymyalgie krankheitsbedingt
sei
(Urk. Urk. 8/24).
3.
1
0
Dr.
C._
erhob
an
der Verlaufskontrolle vom 2. September 2013
die
folgende
n Befunde
: Noch Schonhinken rechts, reizlose Narbe, kein Gelenkserguss, Stein
mann-Test für den medialen Meniskus negativ, noch leichte
Druckdolenz
über dem
dorsomedialen
Gelenkspalt, wahrscheinlich im Bereich des Meniskusankers, stabile Seitenbänder, Flexion bis 150° mit gutem federndem Widerstand, voll
ständige Streckung möglich. Er führte aus, seitens des rechten Kniegelenkes zeige sich ein regelrechter Verlauf.
Es sei nun wichtig, dass das Knie muskulär stabilisiert werde
. Der Muskelaufbau sei jedoch erst möglich, sobald die gesamte Schmerzsymptomatik
rückläufig sei. Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit für insgesamt zweieinhalb Monate postoperativ bis zum 30. Septem
ber 2013 (
Urk.
8/39/2).
3.11
Dr.
med.
H._
, FMH Allgemeinmedizin, führte in seinem Ärztlichen Zwi
schenbericht vom 1
7.
September 2013 als Diagnose eine Kniedistorsion rechts an. Die Prognose sei günstig. Differentialdiagnose: Im Rahmen des rheuma
to
logischen Leidens. Ein akutes
polymyalgisches
Syndrom könne den
Heilungs
ver
lauf
ungünstig beeinflussen. Die Wiederaufnahme der Arbeit zu 100 % sei vor
gesehen auf Oktober 2013 (
Urk.
8/39/1).
3.
12
Kreisarzt
Dr.
med. I._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, führte in seiner Aktennotiz vom 19. September
2013 be
treffend das Telefongespräch mit
Dr.
C._
aus,
er habe diesem das Projekt „Früh-Reha“ erläutert.
Dr.
C._
berichte, dass der Be
schwerdeführer
ausser
ge
wöhnlich starke Schmerzen im Vergleich zu dem in
t
ra
operativ gefundenen eher kleinen Riss
habe. Es hätten sich nachfolgend dann weitere Schmerzen in ver
schiedenen Körperregionen eingestellt, welche zur Di
agnose einer
Polymyalgia
rheumatica
geführt hätten. Diese werde nun vorran
gig rheumatologisch behan
delt
.
Dr.
C._
mache im Dezember 2013 noch eine Abschlussuntersuchung. Da allerdings die rheumatologische Behandlung nun im Vordergrund stehe, könne gegenwärtig keine stationäre Rehabilitationsbehandlung bezüglich der Folgen am rechten Knie durchgeführt werden. Kreisarzt
Dr.
I._
fügte in der Akten
notiz an, dass diese Situation seines Erachtens Folgen für die
Schaden
ab
wicklung
habe. Es sollte der Fallabschl
uss geprüft werden (
Urk.
8/34).
3.
13
Dr.
D._
nannte in seinem Bericht vom 17. Oktober
2013 betreffend d
ie ambulante Behandlung vom 21. Juni bis 23.
September
2013 die folgenden Diag
nosen:
Irritation Knie rechts mit/bei
zweimaliger Kniedistorsion
residuell
Baker-Zyste
unauffälliger Kniebinnenstruktur
Epicondylopathie
lateral
bds
.
abklingend
Polymyalgiformes
Syndrom
DD:
Polymyalgia
rheumatica
Er hielt fest, beim Beschwerdeführer seien ab Anfang Juli
2013
morgendlich
betonte, ausgeprägt immobilisierende Schultergürtelbeschwerden mit gutem An
sprechen auf
Prednisongabe
im Sinne eines
polymyalgiformen
Syndrom
s
aufge
treten. Differentialdiagnostisch lasse das tiefe Alter an einer echten
Polymyalgia
rheu
matica
zweifeln. Allerdings seien die Symptome dafür charakteristisch
,
und ausserdem hätten sich keine Hinweise auf eine sonstige entzündlich-rheuma
tische Systemerkrankung, insbesondere eine rheumatoide Arthritis von aggressi
vem Charakter, gefunden. Die bisherigen Untersuchungen hätten darüber hinaus auch keinen Anhaltspunkt für eine zu Grunde liegende viszerale Erkrankung er
geben (Urk. 8/87).
3.
1
4
Im Bericht der Klinik für Rheumatologie des Universitätsspitals
J._
(
J._
)
vom 27. September 2013 wurden die folgenden Diagnosen gestellt:
Unklare Polyarthralgien
DD: Periphere Spondylarthritis
Klinik:
Epicondylopathia
humeri
radialis
bds
.
Periarthropathia
humeroscapularis
bds
.
anamnestisch Arthritiden der MCP-Gelenke II und III
bds
.
chronischer Reizzustand recht
e
s Kniegelenk
Arthralgien MTP-Gelenke IV-V links
Myalgien der Oberarme, Schultergürtelmuskulatur und der Waden
Therapie:
i.a.
Di
phrophos
3
ml Knie rechts mit 70 % Beschwerdereduktion (5/2013?)
Steroiddauertherapie mit durchschnittlich 20 mg Prednison seit 07/2013 mit gutem Ansprechen. Absetzen am 28.09.2013 mit Auf
flammen der
enthesiopathischen
Beschwerden ohne CRP- oder BSR-Anstieg 14.10.2013
NSAR ab 28.09.2013
St. n. traumatischer Meniskusläsion medial rechts nach Treppensturz am 08.03.2013
Gonarthrose rechts
Unklare Hepatopathie
Vit
. B12-Mangel
St.n
. Bauchtrauma (Schussverletzung) 1982 mit 4maliger Darmoperation
St.n
. Hundebiss Oberschenkel links 1992
St.n
. Tonsillektomie als Kind
Es w
u
rd
e
ausgeführt, zurzeit lasse sich das Beschwerdebild noch nicht ab
schlies
send eingrenzen. Auf der einen Seite bestehe ein
degeneratives Leiden mit traumatisch begünstigter Meniskusläsion
, die genäht worden sei,
arthros
ko
pisch
diagnostizierten Knor
pelläsionen im rechten Knie im S
inne einer Gon
arthrose und einem ausge
p
rägten Reizzustand mit
synovialen
Proliferationen, volumi
nöser
,
im Verlauf wahrscheinlich
rupturierter
Ba
kerzyste
und nicht ent
zündli
chem
Gelenkspunktat.
Auf der anderen Seite
fänden
sich multiple
Enthe
siopa
thien
mit ausgeprägten morgendlichen Beschwerden über zwei Stunden,
Stei
figkeitsgefühl
, leichter intermittierender humoraler Aktivität, Status nach ingui
naler
Lymphadenopathie
und Anreicherung diskreter Natur in der
Skeletts
zin
t
i
graphie
im Bereich der MCP Gelenke, Handwurzel rechts und der AC-Ge
lenke, die für ein
entzü
ndlich rheumatisches Leiden
sprä
chen, am ehesten für eine pe
riphere Spondylarthritis. Die eingehenden Laboruntersuchungen hätten bisher keine weiter wegweisenden Befunde ergeben. Das HLA-B27 sei noch ausste
hend.
Therapeutisch sei mit gutem Erfolg über drei Monate Cortison in einer mittelhohen Dosis von 20mg/d eingesetzt worden mit Verstärkung der Beschwerden, aber fehlendem humoralem Aufflammen nach Absetzen Ende Sep
tember 201
3.
Das erstmals Ende September eingesetzte
Vimovo
habe nur eine leichte Verbesserung erbracht. Die Optionen seien durch eine schon über
Jahre bekannte Hepatopathie, die nie fachärztlich abgeklärt worden sei
, limi
tie
rt
.
Ne
benbefundlich
liege ein
Vitamin B12-Mangel bei ungenügender Resor
p
tion im terminalen Ileum nach Resektion vor. Ein Zusammenhang des Mangels mit dem Beschwerdebild sei nicht ersichtlich (Urk. 8/
52).
3.1
5
Dr.
C._
hielt anlässlich
der Abschlusskontrolle vom 25.
November 2013 fol
gende Befunde fest: Hypotrophie der
Quadrizepsmuskulatur
rechts im Vergleich zu links. Flexion/Extension 130/0/0°, diskreter Gelenkserguss rechts, deutliche
Druckdolenz
über dem MCL
femoralseitig
, Schmerzverstärkung in diesem Be
reich
bei
Valgusstress
, leichte
Druckdolenz
auch über dem Innenmeniskus, Schmer
z
vers
tärkung beim Steinmanntest. Lateral
unauffällig. Als Diagnose nannte
er einen Status nach
KAS
r
echts 11.07.2013 mit Naht medial
er
Menis
kus, Ve
r
sie
gelung
tibialer
Knorpel lateral
und retropatellar,
Synovektomie
Re
c
essus
supra
patellaris
. Er habe mit dem Beschwerdeführer vereinbart, dass nun die Abklä
rungen von Dr.
H._
und vom
J._
abgewartet würden. Sollte nach drei bis vier Monaten keine Besserung eingetreten sein, halte er ein Verlaufs-MRI des rechten Knies für gerechtfertigt (
Urk.
8/60 =
Urk.
8/90).
3.16
Im Bericht der Rheumaklinik des
J._
vom 2
0.
Dezember 2013 wurde eine peri
phere Spondylarthritis diagnostiziert. Im Übrigen wurden die gleichen Diag
nosen
gestellt wie im Bericht dieser Klinik vom 2
7.
September 2013 (vgl. E. 3.14). Der Beschwerdeführer stelle sich vor zur Besprechung des weiteren Vorgehens nach Leberbiopsie. Die Histopathologie habe unspezifische leicht entzündliche Ver
än
derungen gezeigt. Die
Symptome seien weitgehend unverändert geblieben und machten einen regelmässigen Einsatz von Schmerzmitteln nötig. Klinisch prä
sen
tiere
sich das rechte Knie leicht überwärmt, aber nicht geschwollen.
Sono
grafisch
zeige
sich ein ganz leichter Gelenkerguss und eine
Synoviaverdickung
im Bereich der bekannten
Bakerzyste
ohne Flüssigkeitskollektion
.
Die
Labor
untersuchungen
ergäben heute persistierend erhöhte Leberwerte. Die Indikation für eine Basistherapie mit
Salazopyrin
sei gegeben (
Urk.
8/96).
3.17
Am
8.
Januar 2014 wurde ein MRI des rechten Knies durchgeführt. Laut
Dr.
med.
K._
, FMH Radiologie, ergab dieses
ein unauffälliges
Kno
chen
marksignal
. Der laterale Meniskus weise im
Vorder
horn
und im
Hinterhorn
kleine radiäre Einrisse auf, in den tragenden Anteilen Knorpelsignalirregularität am
femoralen
Knorpel. Der mediale Meniskus weise im
Hinterhorn
einen frag
lich kleinen horizontalen Riss auf. Der Knorpel des medialen Kompartiments stelle sich regelrecht dar. Der
retropatelläre
Knorpel sei an der
medialen Schuppe bis über die Me
diane hin deutlich aufgeraut mit Rissbildung zum Teil bis auf die
subchondrale
Lamelle. Der
trochläre
Knorpel weise ein
en
Knorpel
ul
kus
in
der
Medianen auf. Die Bandstrukturen des Kniege
lenks seien intakt. Es bestehe kein Kniegelenkserguss, keine Baker-Zyste (Urk. 8/86).
3.1
8
Am 20.
Februar 2014 wurde der Beschwerdeführer kreisärztlich untersucht.
Dr.
A._
führte in seinem Bericht vom
20. Februar 2014
sowie Nachtrag vom 12. März 2013
aus, es bestehe ein geringes Flexionsdefizit im rechten Kniegelenk unter Angabe von Schmerzen im Bereich der
Femurkondylen
rechts sowohl krankheitsbedingt wegen rheumatologisch nachgewiesener
seronega
tiver
HLA-B 27 positiver
,
peripherer
Spondyloarthritis
,
als auch
anamnestisch verstärk
t durch den Treppensturz vom 8.
März 2013 mit
arthroskopisch
nach
gewiesenenem
und dabei operativ saniertem
Innenmeniskushinterhornriss
. Anamnestisch sei aus rheumatologischer Sicht wichtig, dass der Beschwerde
führer vor ca. zehn Jahren ohne vorgängigen Unfall einen Knieerguss gehabt habe und 120 ml Flüssigkeit
abpunktiert
worden seien. Seither habe er ca. ein
mal pro Jahr eine Überwärmung im rechten Kniegelenk mit Schwellung beo
b
achtet.
Hierauf angesprochen, äussere der Beschwerdeführer, diese Angabe
stimme nicht.
Im Vordergrund des Beschwerdevortrages stünden Schmerzen diffus
im rechten Kniegelenk, die bei weiterem Befragen punktuell
engum
schrieben
in die Kniekehle mit Hinweis auf eine bestehende
Bakerzyste
loka
li
siert würden
, ferner eine Schmerzangabe über den
Femurkondylen
bei
end
pha
siger
Beugung. Bei der klinischen Untersuchung könne
popliteal
keine Vor
wölbung getastet werden, der Bandapparat sei stabil. Bei der Prüfung der Meniskuszeichen gebe der Be
schwerdeführer Schmerzen an. Es bestehe
kein retropatellarer Schmerz, die Überstreckfähigkeit betrage 5°, bei Kniebeugung ab 115° bestehe muskuläres Gegenspannen mit Schmerzangabe. Radiologisch lägen die Bilder und Berichte der Kernspintomographie vom 16. September 2011 und 7. Juni 2013 vor. In beiden Fällen bestehe keine Binnenläsion. Es sei
keine
eindeutig
posttraumati
sche Veränderung nachweisbar
. In beiden
Fällen sei ein
Gelenk
erguss
nachge
wiesen, im Jahr 2013 mit medialer
rupturierter
Bakerzyste
, im Befund von 2011 mit leichter
Synovitis
. Zwischen dem klinischen Befund ohne Gelenkerguss, ohne tastbare
Poplitealzyste
und ohne sicht- oder tastbare
Gelenkkapsel
schwellung
und dem Beschwerdevortrag finde sich eine Inkonsi
stenz.
Bezüglich der Unfallfolgen sei der Endzustand erreicht
. Krankheitsbedingt
befinde sich der Beschwerdeführer
weiterhin in Behandlung in der r
heumato
lo
gischen Klinik des Universitätsspitals
J._
. Dort werde er unter der Diagnose periphere
Spondy
l
o
arthritis
seit Dezember 2013 behandelt. Die früher in Erwä
gung gezogene Di
agnose einer Gichtarthritis werde nicht mehr aufgegriffen.
Das muskuläre Defi
zit des rechten Oberschenkels mit einer maximalen
Um
fangs
minderung
von 2,5 cm im Seitenvergleich sei mit Muskelaufbautraining zu beseitigen
. Ausschliess
lich bezogen auf den traumatischen Anteil der ange
gebenen Kniebeschwerden sei der Beschwerdeführer vollschichtig arbeitsfähig ausser in langandauernden tiefen Hockpositionen und Tragen schwerer Lasten auf Treppen und unebenem Untergrund. Krankheitsbedingt (periphere
Spondy
l
o
arthritis
) sei die Arbeitsfä
higkeit vonseiten des Rheumatologen einzuschätzen. Eine
Integritätsentschädi
gung
sei nicht geschuldet, da die
Erheblichkeitsgrenze
nicht überschritten werde
(Urk. 8/100
und Urk. 8/108
).
3.19
Dr.
C._
erhob am 7. März 2014 die folgenden Befunde: Muskelhypotrophie der rechten Oberschenkelmuskulatur deutlich sichtbar
im Vergleich zur Gegen
seite. Ak
t
u
ell allenfall
s
minimer Gelenkerguss, leichte
Druckdolenz
über dem
dorsomedialen
Gelenkspalt, Steinmanntest jedoch nur diskret positiv für den medialen Meniskus. Krepitationen im Bereich des lateralen
femoropatellaren
Gleit
lagers beim Übergang Flexion in die Extension, diskrete
Druckdolenz
auch über dem
anterioren
und lateralen Gelenkspalt und dem lateralen Meniskus. MRI: Narbe im Bereich des
Innenmeniskushinterhorn
, keine Rissbildung sicht
bar, Knorpelausdünnung im lateralen Kompartiment mit Extrusion des lateralen Meniskus. Keine Knorpelschädigung sichtbar im Bereich des lateralen
femoro
patellaren
Gleitlagers (Urk. 8/109).
3.20
Zur Konsultation vom 14.
März
2014 hielt
Dr.
C._
fest, die
intraartikläre
Infilt
ration des rechten Kniegelenkes habe für einige Stunden
eine
fast voll
ständige
Beschwerdefreiheit erbracht, womit die intraartikuläre
Beschwerde
ursache
bewiesen zu sein scheine.
Dr.
C._
nannte
die folgen
den Befunde:
Weiter
hin
Druckdolenz
dorsomedialer
Gelenkspalt, Steinmanntest für den media
len Menis
kus positiv. Ebenfalls
Druckdolenz
lateraler Meniskus, Steinmanntest jedoch ne
gativ. MRI Knie rechts vom 8. Januar 2014: Extrusion des lateralen Meniskus nach lateral, zwei kleinere radiäre Einrisse im lateralen
Meniskus
vorderhorn
und –
hinterhorn
. Verdacht auf kleinen horizontalen Einriss im medialen
Menis
kushinterhorn
, DD: Narbe nach Naht.
Chondropathie
latera
les und mediales Kompartiment sowie retropatellar
.
Aufgrund der doch deutlichen Extrusion des lateralen Meniskus wolle er den Beschwerdeführer
Dr.
L._
, FMH Chirurgie, von der
Z._
zuweisen mit der Frage, ob hier ein Meniskusersatz indiziert sei
(Urk. 8/109).
3.21
Am 24. März 2014 erhob
Dr.
L._
die folgenden Befunde: Hinkendes Gang
bild, 145/0/5°, einwandfreie Stabilität, diffuse
Druckdolenzen
lateral und medial.
Als Hauptbefund
aber wirklich
groteske muskuläre Atrophie.
MRI vom 8. Januar 2014: Der laterale Meniskus ist nicht ganz sauber und im
Hinterhorn
wahrscheinlich ein Status nach Naht mit Narbenbildung. Leichtes Durchhängen des vorderen Kreuzbandes
. Es bestehe keine Indikation für eine Re-Intervention
oder sogar Implantation eine
s
Kollagenmeni
s
kus. Die Hauptproblematik sei
wirklich
das muskuläre Defizit
.
Deshalb bedürfe der Beschwerdeführer eines intensiven Reha-Trainings, um diese Defizite zu vermindern
. Es stelle sich auch die Frage, ob dieses nicht stationär in der Rehaklinik
M._
durchgeführt werden sollte
(Urk. 8/119).
3.22
Dr.
H._
führ
t
e in seinem ärztlichen Zwischenbericht vom 2
3.
März 2014 als Diagnosen eine periphere Spondylarthritis sowie eine Meniskusläsion (März 2013) an. Der Verlauf sei vom
Knie her weiter symptomatisch.
Der
Heilungs
verlauf
könne durch Krankheit
ungünstig
beeinflusst werden. Gegenwärtig werde
der Beschwerdeführer mit
Salazopyrin
behandelt (Urk.
8/121).
3.23
Dr.
C._
na
nnte anlässlich der Konsul
tation vom 3. April 2014 die folgenden Befunde: Kein Gelenkserguss,
Druckdolenz
über dem medialen und lateralen Gelenkspalt, Steinmann-Test für den medialen und lateralen Meniskus positiv
.
Aufgrund des nun protrahierten Verlaufes empfehle auch er eine stationäre
.
Rehabilitation in der Klin
ik
M._
für mehrere Wochen (
Urk.
8/131).
3.24
Auf Nachfrage von
Dr.
A._
vom
8.
April 2014 (
Urk.
8/1
33) hin erklärte
Dr.
K._
in ihrem Schreiben vom 14.
April 2014 betreffend das MRI vom
8. Januar 2014
, dass der Meniskus tatsächlich subluxiert stehe (Urk. 8/143).
3.25
Am 23. April 2014 führte
Dr.
A._
aus
, dass unter der Operation vom 11.
Juli 2013 der Aussenmeniskus intakt gewesen sei. Somit bleibe keine andere Interpretation, als dass der ca. sechs Monate postoperativ dargestellte
Aussen
meniskusschaden
in der Zeit nach
dem operativen Eingriff vom 11.
Juli 2013 ent
standen sein müsse; dies sei mit
überwiegender
Wahrscheinlichkeit am ehes
ten einem degenerativen Prozess
zuzuordnen, da zw
ischenzeitlich kein weitere
r ge
meldeter Unfall eingetreten sei
(Urk.
8/147; vgl. Urk.
8/132).
Konsequen
ter
weise ändere sich das von ihm
abgegebene Zumutbarkeitsprofil vom 2
0.
Febru
ar 2014 n
icht, weil sich die Inhalte ausschliesslich auf unfallbezogene und nicht auf degenerative und entzündlich-rheumatische Veränderungen zu
beziehen hätten
.
3.26
Am 4. Juni 2014 hielt
Dr.
A._
fest, ausschliesslich unfallbedingt sei eine Zeit des postoperativen
Auftrainierens
der Oberschenkelmuskulatur nach
arthroskopischer
Innenmeniskus-Teilresektion von
maxiaml
4-5 Monaten an
zusetzen (Urk. 8/156).
4.
4
.1
Die Beschwerdegegnerin stützt ihre Auffassung, wonach der medizinische End
zustand im Zeitpunkt der Rentenprüfung (Juni 2014) erreicht gewesen sei (Urk.
2 S.
5, Urk.
7 S.
5 und 6), auf den Bericht von Kreisarzt
Dr.
A._
vom 20.
Februar
2014 (Urk. 8/100) samt Nachträgen resp. ergänzenden Stellung
nahmen vom 1
7.
März 2014 (
Urk.
8/108), 2
7.
März 2014 (Urk. 8/132), 2
3.
April 2014 (
Urk.
8/147) und 4. Juni 2014 (Urk. 8/156).
4.2
4.2.1
Die darin von Kreisarzt
Dr.
A._
- aufgrund der den Verlauf seit der Kniedistorsion vom 8.
März
2013 lückenlos dokumentierenden Berichte der be
handelnden Ärzte - vorgenommene Beurteilung
basiert auf einer eigenen Unter
suchung und wurde in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) erstellt.
Dr.
A._
hat de
taillierte Befunde und Diagnosen erhoben und sich mit den vom Beschwerde
führer geklagten Beschwerden auseinandergesetzt. Er hat die medi
zi
n
i
schen Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und seine Schlussfolge
rungen
nach
vollziehbar begründet.
Somit liegt eine den recht
sprechungsgemäss erfor
der
lichen Kriterien entsprechende ärztliche
Entscheid
grundlage
vor
(vgl. E.
1.6 und E. 1.7).
4.2.2
Dr.
A._
k
a
m in seinem Bericht vom 20.
Februar 2014
,
wie erwähnt
,
zum
Schluss,
dass der Beschwerdeführer am rechten Kniegelenk sowohl
krankheits
bedingt
wegen
rheumatologisch nachgewiesener
seronegativer
und HLA-B 27
positiver peripherer
Spondyloarthritis
als auch
anamnestisch verstärkt durch den
Unfall vom 8. März
2013 mit
arthroskopisch
nachgewiesenem und operativ sanier
tem
Innenmeniskushinerhornriss
ein geringes Flexionsdefizit aufweist.
Er präzisiert
e
seine
n
Bericht am 1
7.
März 2014
dahingehend, dass d
er Unfall nicht die rheumatische Er
krankung
beeinflusse
, sondern den Befund des geringen Flexionsdefizites und die damit verbundenen Schmerzen (Urk. 8/100 und Urk. 8/108).
Aufgrund der
Befundkorrektur zum MRI vom
8.
Januar 2014
, wo
nach der
laterale
Meniskus
subluxiert
stehe
(
Urk.
8/133 und
Urk.
8/143)
, ergebe sich keine Änderung seiner Einschätzung. Unter der Operation vom 11.
Juli 2013 sei der
Aussen
meniskus
intakt gewesen. Der circa sechs Monate postope
rativ dargestellte Aussenmeniskusschaden müsse in der Zeit nach dem opera
tiven Eingriff ent
standen sein. Dies sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ei
nem degenerati
ven Prozess zuzuordnen (Urk. 8/147).
B
ezüglich der Unfall
folgen
(
Innenmenis
kushinterhornriss
, operativ versorgt am 11.
Juli 2013)
sei der End
zustand
vier bis fünf Monate postoperativ erreicht gewesen (
Urk.
8/156).
B
ezo
gen auf den traumatischen Anteil der angegebenen
Kniebeschwer
den
sei der Beschwerdeführer vollschichtig arbeitsfähig ausser in langandauern
den tiefen Hockpositionen und
abgesehen vom
Tragen schwerer Lasten auf Treppen und unebenem Untergrund
(
Urk.
8/100 und
Urk.
8/147).
4.3
4.3.1
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers enthalten die weiteren medi
zini
schen Akten keine Angaben, welche Zweifel an dieser Beurteilung von Dr.
A._
aufkommen lassen würden.
4.3.2
Was zunächst die Schlussfolgerung von
Dr.
A._
, wonach der ca. sechs Monate postoperativ dargestellte Aussenmeniskusschaden nach dem operativen Eingriff vom 11.
Juli
2013 entstanden sein müsse und überwiegend wahrschein
lich einem degenerativen Prozess zuzuordnen sei, betrifft, ist zu bemerken, dass sich laut ausdrücklicher Feststellung von Dr.
C._
im Operationsbericht vom 1
1.
Juli 2013 anlässlich dieses Eingriffes im lateralen Kompartiment ein intakter Aussenmeniskus gefunden hatte (Urk. 8/17). Im Rahmen der von Dr.
C._
durchgeführten Verlaufskontrollen vom 5.
August und 2.
September
2013 fanden sich offenbar ebenfalls keine Anhaltspunkte für einen
Aussenmenis
kus
schaden
(vgl. E.
3.9 und E.
3.10). Anlässlich der Abschlusskontrolle vom 25.
November 2013 hielt
Dr.
C._
sodann ausdrücklich fest, dass der
Stein
manntest
lateral unauffällig sei (vgl.
E. 3.15). Es erscheint daher in der Tat nicht überwiegend wahrscheinlich, dass es sich beim im MRI vom
8.
Januar 2014 dargestellten Aussenmeniskusschaden um eine Folge des Unfalls vom
8.
März 2013 handelt.
Im Übrigen zeigte sich anlässlich der von
Dr.
C._
– nach der kreisärztlichen Untersuchung vom 2
0.
Februar 2014 – durchgeführten Verlaufsuntersuchung vom 1
4.
März 2014 zwar nach wie vor eine
Druckdolenz
lateraler Meniskus rechts. Der Steinmanntest war aber wiederum negativ (vgl. E. 3.20).
Dr.
L._
stellte anlässlich der Untersuchung vom 2
4.
März 2014 zwar, wie erwähnt, ein hinkendes Gangbild fest; die „Beugung/Streckung“ lag jedoch bei 145/0/5°, die Stabilität war einwandfrei, und es fanden sich lediglich diffuse
Druckdolenzen
lateral und medial (vgl. E. 3.21). Diese – massgeblichen – klinischen Befunde lassen aber nicht darauf schliessen, dass der im MRI vom
8.
Januar 2014 dar
gestellte Meniskusschaden lateral zu einer stärkeren Beeinträchtigung der Be
weg
lichkeit des rechten Knies führt, als Kreisarzt Dr.
A._
im Februar 2014 angenommen hatte.
4.3.3
Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellte, der Endzustand sei – entgegen den Angaben von
Dr.
A._
– nicht erreicht und der
Fall
abschluss
per Ende Juni 2014 deshalb verfrüht gewesen, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Der Beschwerdeführer übersieht, dass gemäss den An
ga
ben der behandelnden Ärzte der Heilungsverlauf bezüglich der
unfallbe
dingten
Kniebeschwerden rechts möglicherweise durch die in den genannten Berichten des
J._
aufgeführten, als polyarthritisch bezeichneten zahlreichen weiteren Beschwerden (vgl. E. 3.14 und E. 3.16) ungünstig beeinflusst wurde und jeden
falls ab September 2013 die rheumatologische Behandlung im Vordergrund stand (vgl. insbesondere Berichte von
Dr.
H._
vom 17. September 2013 und vom 2
3.
März 2014, E. 3.11 und E. 3.22, sowie die Angaben von
Dr.
C._
vom 2. September und 19. September 2013, E. 3.10 und E. 3.12).
Im Zeitpunkt des Fallabschlusses
stand auch keine
medizinische Behandlung
mehr zur Dis
kussion, von welcher eine namhafte Besserung des
unfallbedingten Gesundheitsschadens
hätte erwartet werden können.
So hielt
Dr.
L._
in seinem Bericht vom 24.
März 2014 fest, es bestehe keine Indikation fü
r eine Re-
I
ntervention oder sogar Im
plantation eine
s
Kollagenmen
is
kus. Die
Hauptproble
matik
sei das muskuläre Defizit (Urk. 8/119).
Das
erhebliche muskuläre
Reha
bi
litationsdefizit
wurde
dabei
bereits
vor der Operation vom 1
1.
Juli 2013
an
lässlich der Konsultation vom 4. Juli 2013
in
der Uniklinik
G._
festgestellt
(Urk.
8/19
)
,
und
auch
Dr.
C._
erwähnte in seinem Bericht betreffend die klinische Verlaufskontrolle vier Wochen
postoperativ eine deutli
che
Hypo
tro
phie der Oberschenkelmuskulatur
(Urk.
8/24
)
.
Für das postoperative
Auftrai
nie
ren
der Oberschenkelmuskulatur setzte
Dr.
A._
eine Zeit
spanne von maximal vier b
is fünf Monaten an (Urk. 8/156)
, was sachgerecht und ange
messen er
scheint. Diese Zeitspanne war im Zeitpunkt der kreisärztlichen Unter
suchung (Februar 2014) längst verstrichen. Gestützt auf die überzeugende Beur
teilung von Kreisarzt
Dr.
A._
kann sodann ohne Weiteres
davon aus
gegangen werden, dass in Bezug auf die Unfallfolgen spätestens im
Februar 2014
wieder eine volle Arbeitsfähigkeit in einer
leidens
angepassten Tätigkeit bestand.
4.3.4
Was die Behandlung der
im Dezember 2013 letztlich diagnostizierten
Spondy
lo
arthri
tis
betrifft, wurde eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin
mangels
Un
fallkausalität
mit Verfügung vom 3. April 2014 rechtskräftig abgelehnt.
Ob
sich die Diagnose einer
Spondyloarthritis
bestätigt hat oder nicht (
Urk.
13 S. 6)
, ist
für den vorliegend zu beurteilenden
Fallab
schluss
nicht relevant.
4.4
Somit ist zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass im Februar 2014 von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung der unfallbedingten Beschwerden mehr zu erwarten war
(vgl. E.
1.4 und Urteil des Bundesgerichtes 8C_132/2016 vom
9.
Mai 2016 E. 2 mit Hinweis). Den Akten lässt sich sodann
entnehmen, dass der Beschwer
deführer anlässlich eines Telefon
gesprächs mit der SUVA am 28. März 2014 über das Erreichen des medizini
schen Endzustandes sowie das von
Dr.
A._
festgelegte
Zumutbarkeits
profil
informiert worden war (
Urk.
8/123). Da
mit kann als erstellt gelten, dass der
– seit Januar 2014 arbeitslose –
Beschwer
deführer seit Ende März 2014 um seine volle medizinisch-theore
tische Arbeits
fähigkeit in einer dem Leide
n angepassten Tätigkeit wusste. Er war daher gehalten, eine
entsprechende
Tätigkeit zu suchen. Die von Ende März bis Ende Juni
2014
gewährte Anpassungsfrist von drei Monaten erscheint den ge
geben
Verhältnissen angemessen
(vgl. E.
1.5 und Urteil des Bundesgerichtes 8C_889/201
4 vom 2
3.
Februar 2015 E. 4.3.2)
.
4.5
Somit
hat die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht abgeschlossen und die
Tag
geldl
eis
tunge
n
per 30.
Juni 2014 eingestellt.
5.
5.1
Zu prüfen ist weiter, ob
der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung hat
.
5.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG
[in der ab 1. Juli 2001 geltenden Fassung]
). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkom
m
en
,
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
5.3
Für die Bestimmung des Inva
liditätsgrades wird gemäss Art.
16 ATSG das Er
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der In
validität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner
Ar
beits
marktlage
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
5.4
Das Invalideneinkommen ermittelte die Beschwerdegegnerin anhand ihrer inter
nen Dokumentation zu ausgewählten Arbeitsplätzen (DAP, Urk. 8/153). Das Abstellen auf DAP-Löhne setzt voraus, dass zusätzlich zur Auflage von min
des
tens fünf DAP-Blättern Angaben über die Gesamtzahl der aufgrund der ge
ge
benen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der entspre
chen
den Gruppe
gemacht werden (BGE 129 V 472).
Bei den
von der Beschwerdegegnerin
angeführten Arbeitsplätzen handelt es sich um Stellen als
Mechaniker (DAP-Nr. 2556
),
Empfangsmitarbeiter
(DAP-Nr.
355782
),
Montagearbeiter (DAP-Nr. 6349
)
, Prüfer (DAP-Nr. 2601)
und
Schluss
kontrolleur
(DAP-Nr. 10047
). Der Durchschnittslohn dieser fünf Arbeits
plätze für das Jahr
2014
beträgt Fr.
65‘178
.--. Dabei wählte die
Beschwerde
gegnerin
fünf Arbeitsplätze aus, welche dem von
Dr.
A._
erstellten
Zumutbar
keitsprofil
(
vollschichtig arbeitsfähig ausser in langandauernden tiefen
Hockpo
sitionen
und Tragen schwerer Lasten auf Treppen und unebenem Unter
grund
) entsprechen, gab die Gesamtzahl der in Anbetracht der Einschränkung der Be
schwerdeführerin in Frage kommenden Arbeitsplätze, deren Höchst- und
Tiefstlohn
sowie den Durchschnittslohn der dem Behinderungsprofil entspre
chenden Gruppe an. Damit sind vorliegend sämtliche Voraussetzungen
eines
Einkommensvergleich
s
gestützt auf die DAP-Löhne
erfüllt
.
Bei den von der Beschwerdegegnerin genannten Tätigkeiten handelt es sich
durchwegs um sehr leichte Tätigkeiten, welche mit dem durch den Kreisarzt festgelegten
Zumutbar
keitsprofil
vereinbar sind.
Allfällige Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit aufgrund der rheumatisch bedingten Beschwerden sind auch hier mangels Unfallkausalität nicht zu berücksichtigen.
Die Beschwerdegegnerin hat gestützt auf die DAP-Profile ein
zumutbarerweise
noch erzielbares Invalideneinkommen von Fr. 65‘178.
-- ermittelt, was nicht zu beanstanden ist.
5.5
Für die Bemessung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was die versi
cher
te
Person im massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns (vgl. BGE 129 V 222 mit Hinweis) nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdie
nen könnte. Die Ermittlung des
Valideneinkommens
muss so konkret wie mög
lich erfolgen. Da die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden erfahrungs
gemäss fortgesetzt worden wäre, ist in der Regel vom letzten Einkommen aus
zugehen, das vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erz
ielt wurde (SVR 2008 IV Nr. 35
S. 118 E. 3.2.2). Dies setzt freilich voraus, dass der entsprechende Ar
beitsplatz im Zeitpunkt des vorzunehmenden Einkommensvergleichs noch be
steht. Falls ein Versicherter unabhängig von seinen gesundheitlichen Beschwer
den nicht mehr an seinem angestammten Arbeitsplatz tätig wäre – beispiels
weise wegen Stellenabbau aus strukturellen Gründen –, kann der vor Eintritt der Invalidität konkret bezogene Lohn nicht mehr zur Bestimmung des
Validen
einkommens
herangezogen werden. In einem solchen Fall ist vielmehr danach zu fragen,
welche Tätigkeit ein Versicherter im Gesundheitsfall ausüben würde und welches
Salär er damit erzielen könnte. Hierzu kann auf
lohnstatis
tische
Angaben zurückgegriffen und ein Tabellenlohn herangezogen werden (vgl. Ur
teile des Bun
desgerichts I 175/06 vom 19. April 2006 E. 3 und I 1/03 vom 15. April 2003 E. 4.3).
Der Beschwerdeführer arbeitete vor dem Unfall
als
Fahrzeugaufbereiter
bei der
Y._
.
Das
Arbeitsverhältnis
wurde
von Seiten des Arbeitgebers
aus wirtschaftlichen Gründen
per 31.
Dezember 2013
gekündigt
(Urk. 8/
54
). Somit
erfolgte der Stellenverlust
aus unfallfremden Gründen
.
Da
der Beschwerdeführer
somit
auch im Gesundheitsfall nicht mehr an dieser Arbeitsstelle tätig
wäre
,
kann
das dort erzielte Einkommen nicht zur Bestimmung des
Validenein
kommens
herangezogen werden, sondern
es sind
Tabellenlöhne
heranzuziehen
.
Von daher ist die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 19. Novem
ber 2014 (
Urk.
7) zu Recht auf das von ihr im
Einspracheentscheid
vom 15. September 2014 (
Urk.
2) auf der Basis des Lohnes bei der
Y._
er
mit
telte
Valideneinkommen
von
Fr.
68‘900.-- (= 5‘300.-- x 13; vgl.
Urk. 8/158) zurückgekommen und hat dieses aufgrund der Lohnstrukturerhebung des Bun
des
amtes für Statistik (LSE) neu berechnet (
Urk.
7 S. 6-7). Ob die
Beschwer
degegnerin
zu Recht den Tabellenlohn gemäss LSE
2012, Tabelle TA1, Sektor Dienstleistungen
, Kompetenzniveau 1,
von
– lediglich -
Fr.
4‘
760
.-- pro Monat bzw. Fr.
57‘120
.-- pro Jahr
herangezogen hat, kann offen bleiben, ergäbe sich doch bei einem Invalideneinkommen von
Fr.
65‘178.-- auch dann kein
rentenbe
grün
dender
Invaliditätsgrad von mindestens 10
%
, wenn von einem
Validenein
kommen
2014 in der Grössenordnung des mutmasslichen Einkommens bei der
Y._
von
Fr.
68‘900.-- (vgl.
Urk.
2 S. 5) ausgegangen würde.
Zu erwähnen bleibt, dass der Beschwerdeführer gemäss Aktenlage am 12. Februar 2014 per
1.
April 2014 einen Arbeitsvertrag abgeschlossen
hat
, gemäss welchem er als Automobilverkäufer mit einem Pensum von 20
%
Fr.
1‘200.-- pro Monat (x 13) verdient (
Urk.
8/141/2). Zwar kann daraus nicht ohne Wei
teres geschlossen werden, dass er als Automobilverkäufer mit dem ihm zumut
ba
ren 100%igen Pensum einen Monatslohn von
Fr.
6‘000.-- (x 5) resp. ein Jahres
einkommen von
Fr.
78‘000.-- (x 13) erzielen könnte. Der besagte Arbeits
vertrag stützt jedoch die Annahme der Beschwerdegegnerin, wonach die
unfall
bedingte
Beeinträchtigung des Beschwerdeführers nicht zu einer
rentenbe
gründenden
Erwerbseinbusse führe.
5.6
Mit der Festsetzung einer Invalidenrente oder, falls kein Rentenanspruch be
steht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung ist eine angemessene
In
te
gritätsentschädigung
festzulegen, sofern die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy
chischen Integrität erlitten hat (Art. 24 UVG in Verbindung mit Art. 36 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV] und Anhang 3 zur UVV). Die medi
zinische Abteilung der SUVA hat weitere Bemessungsgrundlagen in tabel
lari
scher Form (sog. Feinraster) erarbeitet
.
Soweit diese lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbe
handlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie nach der Recht
sprechung mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
Kreisarzt Dr.
A._
hielt
in seinem B
ericht vom 20. Februar 2014 in Bezug auf die Integritätsentschädigu
ng fest, dass die
Erheblichkeits
grenze
(vgl. SUVA-Tabelle 2)
nicht überschritten werde (Urk. 8/100 S. 9)
, was angesichts des lediglich geringen
unfallbedingten
Flexionsdefizites einleuchtet
.
Somit
besteht kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung
.
5.7
Von weiteren medizinischen Abklärungen sind – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann
(antizipierte Beweiswürdigung,
BGE 124 V 90 E. 4b; 122 V 157 E. 1d).
6.
Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtmässig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.