Decision ID: b5c2320e-795d-43ed-91fa-5638ccd2f902
Year: 2014
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Haag, Häfliger Haag Häfliger,
Schwanenplatz 7, Postfach 6756, 6000 Luzern 6,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
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Beschwerdegegnerin,
betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 20. Oktober 2007 (Eingang SVA: 28. November 2007) zum
Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (Rente) an. Dabei gab er an, er leide
an Fibromyalgie, Depressionen, diversen Problemen am Bewegungsapparat sowie an
den Füssen und Handgelenken (act. G 4.1/1). Mit "Beiblatt zur IV-Anmeldung" (Eingang
trotz mehrfacher Nachfrage erst am 30. März 2009) führte der Hausarzt Dr. med. B._,
FMH Innere Medizin, aus, der Versicherte leide an einem Fibromyalgiesyndrom mit
vegetativen Begleitbeschwerden und einem Verdacht auf eine depressive
Stimmungslage. Im Weiteren diagnostizierte er ein chronisches schweres
generalisiertes Schmerzsyndrom mit u.a. einem chronischen zervikospondylogenen
Syndrom, Wirbelsäulenfehlhaltung und Fehlform mit Hyperlordose und Hyperkyphose,
degenerativen Veränderungen (Osteochondrose) und Zustand nach Distorsion der
HWS, Keildeformität der unteren Brustwirbelsäule und Knick-Senk-Spreizfuss. Die
Schmerzen seien belastungsabhängig. Nach einem vollen Arbeitstag in der Küche und
im Service (seines Restaurants) müsse der Versicherte die Arbeit wegen der
Schmerzexazerbation für ein oder zwei Tage ruhen lassen. Mehr als 50 % könne er
seiner Arbeit als Koch nicht nachgehen. In Zukunft sei eher mit einer Verschlechterung
zu rechnen (act. G 4.1/42). Den Akten der Taggeldversicherung liegt sodann ein Bericht
der Klinik C._ vom 2. April 2007 über einen stationären Aufenthalt vom 14. August bis
29. September 2006 bei. Die behandelnden Ärzte diagnostizierten eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (F33.11) sowie eine
Fibromyalgie. Über den Grad der Arbeitsunfähigkeit nach Klinikaustritt konnte die Klinik
retrospektiv keine genauen Angaben machen, ging aber von einer Einschränkung aus
(act. G 4.1/23.29).
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A.b Am 25. Juli 2009 unterzog sich der Versicherte auf Grund eines Knick-/Plattfusses
in der D._-Klinik einer Arthroereisis Sinus tarsi rechts mit Schraubenosteosynthese
des Os tibialis externum medialer Fuss rechts (act. G 4.1/68.5 ff.). In der Folge war er
bis Ende 2009 zu 100 %, danach bis 26. März 2010 zu 80 % arbeitsunfähig
geschrieben (act. G 4.1/71.2). Am 29. März 2010 berichtete der behandelnde Arzt der
D._-Klinik, Dr. med. E._, FMH Chirurgie, an Dr. B._, der Versicherte habe bisher
eine Leistungsfähigkeit von 20 % erreicht (act. G 4.1/76).
A.c Am 22. September 2009 wurde eine Abklärung der Verhältnisse an Ort und Stelle
(AOS) für Selbständigerwerbende durchgeführt. Diese ergab eine Arbeitsfähigkeit von
29 % (Invaliditätsgrad auf Grund Betätigungsvergleich 71 % [act. G 4.1/51.6 und 51.9]).
A.d Im Verlaufsbericht vom 26. Mai 2010 führte Dr. B._ die Diagnose (mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) eines schweren Knick-/Plattfusses rechts bei
symptomatischem Os tibiale esternum, Insuffizienz des supromedialen Anteils des
Spring-Ligamentes, Sinus tarsi-Impingement sowie konsekutiver Fehlhaltung Knie bis
ISG rechts, einer muskulären Dysbalance, eines chronischen zervikospondylogenen
Syndroms, eines Fibromyalgiesyndroms und einer intermittierenden depressiven
Entgleisung auf. In seiner Tätigkeit als Koch sei der Versicherte praktisch zu 100 %
eingeschränkt. Es seien aktuell nur wenige Stunden Präsenz pro Woche möglich. Als
Gastronom bestehe eine um mindestens 80 % verminderte Leistungsfähigkeit. Diese
Arbeitsunfähigkeit bestehe voraussichtlich bis Ende 2010, danach sei wegen der
komplexen körperlichen Probleme eine berufliche Eingliederung höchstens zu 30 %
möglich (act. G 4.1/82).
A.e Mit Verlaufsbericht vom 27. Juli 2010 meldete Dr. E._ eine Verbesserung des
Gesundheitszustands, indem sich der postoperativ aufgetretene Morbus Sudeck
zurückgebildet habe. Auch habe die Schmerzmitteltherapie etwas reduziert werden
können. Klinisch und radiologisch liege eine achsengerechte Stellung des rechten
Fusses vor. Prognostisch könne nach weiterer Verbesserung der Knochenstruktur
eventuell der linke Fuss angegangen werden, der noch immer eine starke Knick-/
Senkfuss-stellung aufweise. Als Koch und im Service des Restaurationsbetriebs
bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit von 50 - 75 % (act. G 4.1/83).
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A.f Am 8. November 2010 wurde dem Versicherten mitgeteilt, es sei eine medizinische
Abklärung notwendig (act. G 4.1/86). Diese wurde am 4. und 20. April 2011 durch die
MEDAS Ostschweiz durchgeführt (rheumatologisch/psychiatrisch). Die Gutachter
diagnostizierten (mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) ein primäres
Fibromyalgiesyndrom mit vegetativer Begleitsymptomatik, ein cervicovertebrales
spondylogenes und lumbovertebrales Schmerzsyndrom, ein chronisches
belastungsabhängiges Schmerzsyndrom am rechten Fuss, eine chronische
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren sowie eine depressive
Störung schwankender Ausprägung, derzeit leichte Episode mit somatischem
Syndrom. Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als selbständiger
Gastronom schätzten die Experten ab dem Begutachtungszeitpunkt auf 50 %. Dabei
bestehe aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung von 20 % (reduziertes
Rendement). Die höhere Einschätzung der Gesamtarbeitsunfähigkeit beruhe auf dem
chronisch persistierenden Schmerzsyndrom des rechten Fusses nach operativem
Eingriff mit kompliziertem Heilungsverlauf. Aus somatischer Sicht erscheine eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit ab Juli 2009 und von 80 % ab Oktober 2010 plausibel.
Die vom Hausarzt attestierte dauerhafte, mindestens 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit ab
Oktober 2005 sei dagegen nicht nachvollziehbar. Der Versicherte sei in der bisherigen
Tätigkeit als selbständiger Gastronom optimal eingegliedert. In anderen, körperlich
leichten bis gelegentlich mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeiten ohne
ausschliesslich stehend/gehend ausgeführte Tätigkeiten bestehe gesamthaft eine
(steigerungsfähige) Arbeitsunfähigkeit von 50 % (act. G 4.1/102.13 ff.).
A.g Mit Stellungnahme vom 26. September 2011 führte Dr. F._, RAD Ostschweiz,
aus, die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter überzeuge nicht vollends. So sei
nicht einleuchtend, dass die adaptierte Arbeitsfähigkeit gleich hoch sein soll wie die
angestammte als Gastronom. Plausibel sei, dass bei administrativen (also leichten)
Tätigkeiten keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht bestehe,
was die Experten im Gutachten auch so ausführten. Demgegenüber seien bei der
Beurteilung der angestammten Tätigkeit als Gastronom die unterschiedlichen
Tätigkeitsprofile der verschiedenen Aufgaben zu wenig berücksichtigt worden. Da
jedoch der Betätigungsvergleich vorliege, könne das Gutachten verwertet werden. Aus
psychiatrischer Sicht bestehe auf Grund der leichten Depression nachvollziehbar eine
Arbeitsunfähigkeit von 20 %. Die Fibromyalgie sei per se nicht invalidisierend. Aus
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somatischer Sicht (Knick-Plattfuss) sei zu berücksichtigen, dass nur 80 % der
Tätigkeiten als Gastronom körperlich anspruchsvoll seien. 20 % seien adaptiert.
Demzufolge ergebe sich ab April 2011 eine Einschränkung als Gastronom von lediglich
40 % (50 % von 80 %). Adaptiert, wie etwa Betriebsführung, Gästebetreuung oder
medizinisch-theoretische, leichte Wechselbelastung ohne längere Gehstrecken oder
längeres Stehen, ergebe sich eine Arbeitsfähigkeit von 20 % ab Oktober 2010 und von
100 % ab April 2011. Polydisziplinär sei somit von einer Arbeitsfähigkeit angestammt
von 60 %, adaptiert von 80 % auszugehen. Der Gesundheitszustand habe sich aber
nach der Begutachtung insofern verschlechtert, als im Juni 2011 eine Radikulopathie
C8 rechts bei Diskushernie C7/Th1 klinisch manifest geworden sei. Es bestehe somit
ein instabiler Gesundheitszustand (act. G 4.1/109).
A.h In der Folge holte die IV-Stelle St. Gallen weitere Arztberichte bei den
behandelnden Ärzten ein. Dr. med. G._, Facharzt Neurologie FMH, diagnostizierte in
seinem Bericht vom 11. November 2011 rezidivierende Depressionen sowie einen
"Weichteilrheumatismus", beide seit Jahren bestehend. Ohne Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er eine Radikulopathie C8 rechts, bestehend seit
Sommer 2011. Von neurologischer Seite, auf Grundlage der Radikulopathie C8
beständen derzeit keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit (act. G 4.1/117.1 f.). Dr.
B._ führte in seinem Bericht vom 24. November 2011 auf, der Versicherte leide unter
anderem an einem chronischen Schmerzsyndrom mit neu einer Radikulopathie C8
rechts mit kleinem intraforaminalem Bandscheibenvorfall BWK 7/8 rechts sowie einer
schweren psychischen Dekompensation bei chronischem Schmerzsyndrom und
schwieriger sozialer Situation. Durch die anhaltende Schmerzproblematik von Seiten
des Fusses und der symptomatischen Bandscheibenproblematik habe sich auch die
depressive Symptomatik dramatisch verschlechtert, was sich in einer absoluten
Hilflosigkeit bis zur Suizidalität manifestiere. Damit habe sich die Arbeitsfähigkeit auf
null reduziert (act. G 4.1/121). Dr. med. H._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, diagnostizierte in seinem Bericht vom 26. Januar 2012 eine
rezidivierende Depression, gegenwärtig mittelgradige Episode (F33.1), eine
Agoraphobie mit Panikstörung (F40.01) sowie "somatische Erkrankungen". Die
somatischen Probleme ständen im Vordergrund. Diese wirkten sich aber verstärkend
auf die depressive Symptomatik aus. Aus psychiatrischer Sicht sei dem Versicherten
die bisherige Tätigkeit zurzeit im Umfang von ca. 30 - 50 % zumutbar (act. G 4.1/131).
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A.i Am 12. April 2012 wurde dem Versicherten mitgeteilt, die Abklärung der
Leistungsansprüche bedürfe einer polydisziplinären medizinischen
Verlaufsbegutachtung (act. G 4.1/134). Am 22. November 2012 erstattete die MEDAS
Ostschweiz, gestützt auf ihre Untersuchungen vom 6. und 9. August 2012, ihr
rheumatologisch-neurologisch-psychiatrisches Gutachten. Polydisziplinär ergaben sich
die Diagnosen eines chronischen fibromyalgiformen Schmerzsyndroms (M54.9) mit/bei
u.a. vegetativer Begleitsymptomatik, nichtorganneurologischen Sensibilitätsstörungen
Arm links und Bein links, bewegungs-/belastungskorrelierten Cervikalgien und
Lumbalgien sowie Status nach Cervikobrachialgie rechts, eines chronischen
belastungsabhängigen Schmerzsyndroms (M79.6) Fuss rechts bei/nach Arthroereisis
mit Hypocure und Fusion des Os tibiale externum rechts wegen dekompensiertem
Knick-/Plattfuss rechts mit symptomatischem Os tibiale externum, Insuffizienz des
supramedialen Anteils des Springligaments und Impingement des Sinus tarsi rechts.
Die Gutachter schätzten die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als
Gastronom erneut mit 50 % ein. In körperlich leichten, wechselbelastenden,
überwiegend sitzend ausgeführten beruflichen Tätigkeiten ohne repetitives Heben/
Tragen grösserer Lasten (>10kg) betrage die Einschränkung aus polydisziplinärer Sicht
30 % bis höchstens 40 % (act. G 4.1/152.25 ff.).
A.j Mit erneuter Stellungnahme vom 4. Dezember 2012 führte der RAD aus, in Bezug
auf die angestammte Tätigkeit gelte das bereits in der Stellungnahme vom
26. September 2011 Gesagte. In Bezug auf eine adaptierte Tätigkeit sei im Gutachten
vom 9. September 2011 ausdrücklich festgehalten worden, dass in administrativen
Tätigkeiten aus somatischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe.
Demgegenüber werde im aktuellen Gutachten, bei leicht verbessertem
Gesundheitszustand, eine solche von 30 - 40 % zugestanden. Dieser Widerspruch löse
sich teilweise dadurch auf, dass die Gutachter diese Angaben auf eine leichte bis
mittelschwere Tätigkeit beziehen. Massgeblich für die Rentenprüfung sei jedoch die
Arbeitsfähigkeit in leichten Tätigkeiten. Polydisziplinär sei somit von einer
Arbeitsfähigkeit adaptiert von 100 % auszugehen (act. G 4.1/153).
A.k Mit Vorbescheid vom 13. Dezember 2012 teilte die IV-Stelle St. Gallen dem Ver
sicherten mit, er habe bei einem Invaliditätsgrad von 14 % keinen Anspruch auf eine
Invalidenrente (act. G 4.1/157).
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A.l Mit Einwand vom 4. Februar 2013 machte der damalige Rechtsvertreter des Ver
sicherten geltend, der RAD habe den Gutachtern der MEDAS keine Fehler nachweisen
können, weshalb nicht vom Gutachten abgewichen werden dürfe. Ausserdem wird der
Einkommensvergleich bemängelt (act. G 4.1/160).
A.m Mit Verfügung vom 16. April 2013 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren wie
angekündigt ab. Die Begründung folgte im Wesentlichen den Ausführungen des RAD
vom 4. Dezember 2012 (act. G 4.1/162).
B.
B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 16. Mai 2013
mit dem Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Dem Beschwerdeführer
sei sodann ab Oktober 2006 eine halbe, ab Juli 2009 eine ganze und ab November
2012 eine Dreiviertelsrente auszurichten. Die IV-Stelle habe den Sachverhalt nicht
vollständig abklären lassen. So habe die IV-Stelle die Psychiater, die den
Beschwerdeführer nach den Suizidversuchen in den Jahren 2003 und 2007 behandelt
hätten, nicht um Berichterstattung ersucht. Es fehlten auch die Berichte über die
Hospitalisation in der Klinik I._ und über den im Februar 2004 erlittenen
Verkehrsunfall. Die MEDAS habe sich gemäss Auftrag nicht mit den Auswirkungen der
auf das Jahr 2003 zurückgehenden Arbeitsunfähigkeit befassen müssen. Das
psychiatrische Teilgutachten sei ohne Beweiswert, habe doch der Gutachter eine
Exploration unterlassen. Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung bestehe sodann
kein Recht des Versicherungsträgers, eine second opinion zum bereits in einem
Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passe.
Vielmehr wären Zweifel mit den Verfassern des ersten Gutachtens zu klären gewesen.
Das Bundesgericht habe ausserdem festgestellt, dass den Berichten
versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen nicht dieselbe Beweiskraft
zukomme wie einem gerichtlichen oder in einem Verfahren nach Art. 44 ATSG vom
Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten. Der Beweiswert der Beurteilung
des RAD-Arztes sei somit bescheiden, zumal er den Gutachtern keine fachlichen Fehler
habe nachweisen können. Im Weiteren sei auch der Einkommensvergleich fehlerhaft.
Es sei von einem Valideneinkommen von Fr. 87'983.-- und einem Invalideneinkommen
von Fr. 31'724.-- auszugehen. Dies ergebe einen Invaliditätsgrad von 64 %, womit der
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Beschwerdeführer ab September 2011 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente habe (act.
G 1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 14. August 2013 beantragt die Verwaltung
Abweisung der Beschwerde. Angesichts von zwei durchgeführten MEDAS-
Begutachtungen erscheine der Sachverhalt genügend abgeklärt. In somatischer
Hinsicht stehe fest, dass beim Beschwerdeführer weder schwere degenerative
Änderungen ausgewiesen seien, noch Instabilitäten oder eine ausgeprägte Fehlstatik
vorlägen. Bei diesen Gegebenheiten sei mit dem RAD zu schliessen, dass in einer
körperlich leichten Tätigkeit ohne längeres Stehen oder Gehen keine quantitative
Einschränkung der Leistungsfähigkeit infolge eines körperlichen Leidens begründet
werden könne, zumal auch im Bereich des operierten rechten Fusses keine
ausgeprägten Befunden vorlägen. Die leichtgradige depressive Störung erreiche, selbst
wenn sie als selbstständiges, von der Schmerzstörung losgelöstes Leiden anzusehen
wäre, nicht die erforderliche Schwere, Ausprägung und Dauer. Die übrigen Kriterien,
die eine ausnahmsweise Unüberwindbarkeit der Schmerzstörung begründen könnten,
seien ebenfalls nicht erfüllt. Es liege somit keine iv-rechtlich relevante
Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen vor. In Bezug auf den Verlauf sei aus
somatischer Sicht eine volle Arbeitsunfähigkeit ab Juli 2009 und von 80 % ab Oktober
2010 nachvollziehbar. Ab dem Zeitpunkt des ersten Gutachtens lasse sich eine
Arbeitsunfähigkeit über 50 % nicht mehr begründen. Die beiden Expertisen seien in
Bezug auf den medizinischen Sachverhalt beweiskräftig. Entgegen den gutachterlichen
Schlussfolgerungen sei der Beschwerdeführer aber in einer somatischerseits optimal
angepassten Tätigkeit als vollständig arbeitsfähig zu betrachten. Bei einem
Valideneinkommen von Fr. 83'136.-- und einem Invalideneinkommen in einer
unselbstständigen Tätigkeit von Fr. 61'414.-- ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 26 %,
woraus kein Rentenanspruch resultiere (act. G 4).
B.c Mit Replik vom 23. September 2013 hält der Beschwerdeführer an seiner Kritik
betreffend Sachverhaltsabklärung fest. Die beiden Suizidversuche 2003 und 2007 seien
keine Bagatellen gewesen. Ebenso sei die 6-wöchige Hospitalisation in einer
psychiatrischen Klinik im Jahr 2007 in Bezug auf den psychiatrischen Verlauf
entscheidend gewesen. Dabei handle es sich um wesentliche Aspekte der
Krankengeschichte. Es werde weiter bestritten, dass die depressive Störung keine
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psychiatrische Komorbidität nach Foerster darstelle. So könne auch eine leichte bis
mittelgradige depressive Episode eine iv-rechtlich relevante Beeinträchtigung der
Arbeitsfähigkeit bewirken. Sodann lägen beim Beschwerdeführer unbefriedigende
Behandlungsergebnisse, chronische körperliche Begleiterkrankungen und ein
mehrjähriger Krankheitsverlauf bei unveränderter oder progredienter Symptomatik vor.
Betreffend Einkommensvergleich sei gar von einem Valideneinkommen von
Fr. 91'000.--, eventualiter mindestens von dem von der Beschwerdegegnerin
zugestandenen Einkommen von Fr. 83'136.-- auszugehen. Bezüglich des
Invalideneinkommens werde die Zumutbarkeit der Berufsaufgabe bestritten, habe der
Beschwerdeführer doch nur Berufserfahrung in der Gastronomie und verfüge über
keine abgeschlossene Berufslehre. Selbst wenn auf das Tabelleneinkommen
abzustellen wäre, wäre ein Leidensabzug von 15 % zu gewähren. Bei einem
Valideneinkommen von Fr. 91'000.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 30'718.--
ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 66 % und damit ein Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente (act. G 9). Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act.
G 11).

Erwägungen:
1.
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
1.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50%
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besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.
1.3 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und
demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist,
auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet
sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Nach der Rechtsprechung ist es dem
Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf die
(versicherungsinterne) Beurteilung des RAD zu entscheiden. In solchen Fällen sind an
die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei
auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen
Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind. Ein Anspruch auf eine
versicherungsexterne Begutachtung besteht gemäss Rechtsprechung nicht (BGE 135
V 465).
2.
2.1 Die Beschwerdegegnerin stützte ihre abweisende Verfügung in medizinischer
Sicht insbesondere auf das MEDAS-Verlaufsgutachten vom 22. November 2012 ab.
Darin diagnostizierten die Experten ein chronisches fibromyalgieformes
Schmerzsyndrom (M54.9) mit/bei unter anderem vegetativer Begleitsymptomatik, nicht
organneurologischen Sensibilitätsstörungen Arm links und Bein links, bewegungs- und
belastungskorrelierten Cervikalgien und Lumbalgien, anamnestisch intermittierenden
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Cervikocephalgien und Status nach Cervikobrachialgie rechts nach Remission nach
PRT der Nervenwuzel C8 rechts im August 2011 sowie ein chronisches
belastungsabhängiges Schmerzsyndrom (M79.6) am Fuss rechts bei/nach Arthroereisis
mit Hypocure und Fusion des Os tibiale externum rechts wegen dekompensiertem
Knick-/Plattfuss rechts mit symptomatischem Os tibiale externum, Insuffizienz des
supramedialen Anteils des Springligaments und Impingement des Sinus tarsi rechts,
postoperativem CRPS I (Morbus Sudeck). Relevante psychiatrische Diagnosen konnten
keine gestellt werden (act. G 4.1/152.25 f.). In Bezug auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung
wich die Beschwerdegegnerin gemäss Angaben von Dr. F._, RAD Ostschweiz, von
den Angaben des Gutachtens ab.
2.2 Zunächst ist auf den Vorwurf des Beschwerdeführers der unvollständigen
Sachverhaltsabklärung einzugehen. Diesbezüglich moniert der Rechtsvertreter, den
Gutachtern hätten die Unterlagen über die beiden Suizidversuche in den Jahren 2003
und 2007 sowie der Bericht über die Hospitalisation vom 15. Oktober bis
29. November 2007 in der psychiatrischen Klinik gefehlt. Ebenso fehlten die Akten über
die Auffahrkollision, die der Beschwerdeführer im Februar 2004 erlitten habe. Mit der
Beschwerdegegnerin ist jedoch davon auszugehen, dass der Sachverhalt genügend
abgeklärt ist. So war dem psychiatrischen Gutachter die Vorgeschichte im
Wesentlichen bekannt. Im Gutachten vom 9. September 2011 wird im Aktenverzeichnis
(act. G 4.1/102.6) nebst dem Austrittsbericht der Klinik C._ vom 3. Oktober 2006
betreffend die Hospitalisation vom 14. August bis zum 26. September 2006 (vgl. act.
G 4.1/68.1), auch ein Bericht dieser Klinik vom 2. April 2007 erwähnt. Darin beschreibt
die Klinik auch den Suizidversuch im Jahr 2003 (vgl. act. G 4.1/23.29). Der Bericht der
gleichen Klinik vom 3. Dezember 2007 über die Hospitalisation vom 15. Oktober bis
zum 29. November 2007 liegt zwar nicht bei den IV-Akten. Der Beschwerdeführer
brachte ihn aber anlässlich der ersten psychiatrischen Begutachtung selber mit, sodass
dem Experten dessen Inhalt bekannt war (act. G 4.1/102.10). Nicht bekannt war dem
Experten offenbar ein Bericht der Klinik I._ betreffend den stationären Aufenthalt vom
28. September bis zum 2. Oktober 2007 (vgl. act. G 4.1/131.1) sowie allfällige Berichte
der ambulant behandelnden Ärzte Dr. med. J._ sowie Dr. med. K._, Facharzt FMH
Psychiatrie und Psychotherapie. Trotzdem ist davon auszugehen, dass sich Dr. L._
betreffend den psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ein
umfassendes Bild machen konnte und insbesondere über die drei Suizidversuche samt
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den jeweils folgenden Hospitalisation - auch jener in der Klinik I._ - im Bild war, wie
er auch in seinem Konsiliargutachten erwähnte (vgl. act. G 4.1/102.12). Betreffend den
Unfall im Jahr 2004 diagnostizierte Dr. B._ einen Zustand nach Distorsion HWS, wie
auch den Experten bekannt war (act. G 4.1/42.1, 102.7 und 102.14). Die Klinik Z._
führte in ihrem Bericht vom 18. Oktober 2005 dazu aus, dass nach dem HWS-
Distorsionstrauma im Februar 2004 (gemäss Patientenangabe) viele Monate
Beschwerdefreiheit bestanden habe, welcher Bericht den Experten ebenfalls bekannt
war (act. G 4.1/62.1 und 102.5). Dr. B._ führte in seinem Verlaufsbericht vom 26. Mai
2010 den Status nach HWS-Distorsionstrauma nicht mehr auf und mass diesem auch
keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu (act. G 4.1/82.5). Ansonsten gibt es in den
Akten soweit ersichtlich keine Hinweise auf eine stattgefundene Behandlung,
geschweige denn auf eine im Zeitpunkt der Begutachtung noch vorhandene
einschränkende Wirkung dieser Unfallfolgen, welche den Gutachtern nicht bekannt
gewesen wäre. Der Rechtsvertreter gibt denn auch nicht konkret an, welche
diesbezüglichen Berichte den Experten nicht vorgelegen haben sollen. Wie die
Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt, kann schliesslich unter dem Gesichtswinkel
der bundesrechtlichen Anforderungen an die Beweiskraft einer fachärztlichen Expertise
nicht verlangt werden, dass den begutachtenden Ärzten stets sämtliche bei irgendeiner
Versicherung oder bei irgendeiner medizinischen Fachperson allenfalls vorhandenen
Akten vorliegen müssen, würde doch sonst die Durchführung einer rechtskonformen
Begutachtung massiv erschwert und in vielen Fällen gar verunmöglicht
(Bundesgerichtsurteil 8C_924/2008 vom 8. April 2009 E. 3.3 mit Hinweis auf Urteil
9C_174/2007 vom 22. Juni 2007). Vorliegend ist nicht ersichtlich, dass die Gutachter
einen wesentlichen Aspekt der Krankheitsgeschichte unberücksichtigt gelassen hätten,
weshalb diesbezüglich nichts gegen die Verwendung der Administrativgutachten
spricht.
2.3 Der Rechtsvertreter macht sodann geltend, die Beschwerdegegnerin habe nicht
das in Art. 72 Abs. 2 IVV vorgeschriebene Zufallsprinzip bei der Auswahl der
Gutachterstelle durchgeführt, da sie eine Verlaufsbegutachtung habe durchführen
wollen. Diese Absicht sei jedoch der MEDAS nicht mitgeteilt worden. So sei dieses Mal
anstelle des beim ersten Gutachten beteiligten Dr. med. L._, Facharzt FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie, PD Dr. med. M._, deutscher Facharzt für Neurologie
und Psychiatrie und Psychotherapie zum Zuge gekommen. Dieser habe auf eine
bis
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eigentliche psychiatrische Exploration verzichtet und habe demzufolge auf diesem
Gebiet keine Diagnosen eruieren können. Dies trifft jedoch nachweislich nicht zu. Dr.
M._ übernahm neu die neurologische Untersuchung, während Dr. N._ und
Dr. L._ wie zuvor die allgemeine/rheumatologische und die psychiatrische
Begutachtung übernahmen (vgl. auch act. G 4.1/140). Der MEDAS Ostschweiz wurde
in der Auftragserteilung mitgeteilt, dass es sich um eine Verlaufsbegutachtung handle
(act. G 4.1/138.1). Dr. L._ gab sodann an, dass ein auf Spanisch geführtes
Explorationsgespräch von ca. 75 Minuten Dauer geführt worden sei (act. G 4.1/152.11).
Dies entspricht der üblichen Dauer. Zudem begründete Dr. L._ ausführlich, weshalb
nach seiner Ansicht zum Untersuchungszeitpunkt keine psychische Erkrankung und
demzufolge keine Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen vorlag. Dass dem
neurologischen Gutachter Dr. M._, der auch über einen Facharzttitel für Psychiatrie
und Psychotherapie FMH verfügt, anlässlich seiner neurologischen Exploration keine
offensichtlichen psychischen Probleme aufgefallen sind, rundet das Bild nur ab (vgl.
act. G 4.1/152.20).
2.4 Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, die MEDAS habe die geklagten
cervikozephalen Schmerzen nicht abgeklärt. Wegen anhaltender Schmerzen im rechten
Arm und Dysästhesien der ulnaren Finger rechts habe der Hausarzt im Mai 2011 eine
Überweisung an Dr. med. G._, Facharzt FMH für Neurologie, veranlasst. Die
neurologische Untersuchung und die vom Neurologen veranlasste MRI-Untersuchung
der HWS hätten gemäss Bericht Dr. G._ vom 5. Juli 2011 den Nachweis einer
neuroforaminalen Diskushernie C7/Th1 rechts ergeben. Die Behandlung sei mit NSAR,
Analgetika, Oxycontin und Physiotherapie erfolgt, habe aber keine nachhaltige
Besserung gezeigt (vgl. act. G 4.1/17.4 f.). Dem ist jedoch entgegen zu halten, dass Dr.
G._ der von ihm im genannten Bericht diagnostizierten Radikulopathie C8 rechts mit
kleinem intraforaminalen Bandscheibenvorfall BWK7 (richtig wohl: HWK7)/BWK1 selber
keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen hat (act. G 4.1/117.1 f.). Der
neurologische Gutachter führte sodann explizit an, dass sich in der Untersuchung kein
Hinweis für eine C7/8-Symptomatik finde, so sei insbesondere der TSR
(Triplexsehnenreflex) gut auslösbar. Es beständen keine Atrophien der kleinen
Handmuskulatur, die Fingerab- und -adduktionsmuskulatur sowie der Musculus digiti
minimi seien regelrecht innerviert. Das Adson- und Abduktionsmanöver lösten keine
Kribbeldysästhesien oder Sensibilitätsdefizite aus. Auch träten keine Paresen oder ein
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Pulsdefizit auf (act. G 4.1/152.20). Mithin trifft nicht zu, dass die vom Beschwerdeführer
geltend gemachten Schmerzen am rechten Arm und Dysästhesien der ulnaren Finger
rechts nicht untersucht worden wären.
2.5 Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass das Gutachten in Bezug auf die
Diagnosestellung vollständig erscheint, stützen sich doch dabei die Experten auf die
(wesentliche) Kenntnis der Anamnese, auf vollständige eigene Untersuchungen und
haben auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt. Schliesslich steht die
Diagnosestellung nicht im wesentlichen Widerspruch zu den behandelnden Ärzten. So
attestierte auch Dr. B._ in seinem Bericht vom 24. November 2011, der Anlass für die
Neubegutachtung war, dass das erste MEDAS-Gutachten die gesamte
Grundproblematik sehr genau erfasst und beurteilt habe (act. G 4.1/129.1). Die von ihm
in diesem Schreiben neu genannte C8-Radikulopathie rechts sowie die schwere
psychische Dekompensation konnten die Gutachter dagegen mit entsprechender
Begründung nicht verifizieren. Weiter geht auch der behandelnde Psychiater davon
aus, dass die somatischen Probleme im Vordergrund ständen (act. G 4.1/131.3). Dr.
G._ ging schliesslich im November 2011, wie gesagt, ebenfalls von einer Remission
der C8-Radikulopathie aus (act. G 4.1/117.1 f.).
2.6 In Bezug auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung weicht die Beschwerdegegnerin von
der Schätzung der Gutachter ab. So gehen die Gutachter gegenüber dem
Erstgutachten unverändert von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in der angestammten
Tätigkeit aus. In somatischer Hinsicht bestehe ab Juli 2009 eine volle, ab Oktober 2010
eine 80 %-ige Arbeitsunfähigkeit. Ab dem Begutachtungszeitpunkt (April 2011) lasse
sich eine Arbeitsunfähigkeit über 50 % aus somatischer Sicht nicht mehr begründen. In
psychiatrischer Sicht attestieren die Gutachter nur für die Dauer der Klinikaufenthalte
vom 14. August bis zum 29. September 2006 sowie vom 15. Oktober bis zum
29. November 2007 jeweils eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (act. G 4.1/102.17). Der
psychiatrische Gutachter attestierte in seinem Konsilium vom 27. April 2011 sodann
eine andauernde Arbeitsunfähigkeit von 20 % seit 2005 (act. G 4.1/102.24).
Demgegenüber sehen sie die Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten, überwiegend
sitzend ausgeführten Tätigkeit mit der Möglichkeit einer Wechselposition und ohne
repetitives Heben/Tragen grösserer Lasten bei einem Pensum von 60 bis 70 %. Dabei
beruhe die quantitative Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit auf den
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objektivierbaren pathologischen Befunden aus somatischer Sicht. Aus psychiatrischer
Sicht lasse sich eine Arbeitsunfähigkeit in körperlich adaptierten Tätigkeiten spätestens
ab März 2012 nicht (mehr) belegen (act. G 4.1/152.30). Im ersten Gutachten
postulierten die Experten noch eine Einschränkung von 50 % in einer körperlich
leichten bis gelegentlich mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit ohne
ausschliesslich stehend/gehend ausgeführte Tätigkeiten, was noch steigerungsfähig
sei (act. G 4.1/102.17). Mit dem RAD ist zunächst festzustellen, dass in der
angestammten Tätigkeit als Gastwirt von einer Einschränkung von lediglich 40 % (bzw.
45,5 %, wie gleich zu zeigen ist) auszugehen ist. So macht Dr. F._ zu Recht darauf
aufmerksam, dass die Gutachter im ersten Gutachten davon ausgingen, dass in
administrativen Tätigkeiten aus somatischer Sicht keine Einschränkung bestehe (act.
G 4.1/102.17). Die Einschränkung von 50 % bei der Gästebetreuung und bei
Tätigkeiten in der Küche ergibt - nachdem diese gemäss Tätigkeitsvergleich 85 %
ausmachen (Kochtätigkeit, Service und Gästebetreuung [act. G 4.1/51.6]) - somit nur
50 % von 85 % (= 42,5 %) aus. Die psychisch bedingte Einschränkung von 20 %
besteht demgegenüber auch bei administrativen Tätigkeiten (act. G 4.1/102.17), so
dass hier korrekterweise bis Februar 2012 von einer (zusätzlichen) Einschränkung von
3 % auszugehen ist (20 % von 15 %). Gesamthaft resultiert daraus eine Einschränkung
von 45,5 %. Ab März 2012 ist keine psychische Beeinträchtigung mehr zu
berücksichtigen, so dass von einer Einschränkung von 42,5 % auszugehen ist.
2.7 Bezüglich einer adaptierten Tätigkeit ging der RAD nach der ersten Begutachtung
von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % aus, die sich aus der
psychischen Einschränkung ergebe (act. G 4.1/109.4). Nach Vorliegen des
Verlaufsgutachtens geht der RAD wegen der Remission der psychischen
Einschränkung nunmehr von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit aus (act. G 4.1/153.3). Zwar ist mit Dr. F._ festzustellen, dass die
ursprünglich von den Experten angenommene Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von
50 % in einer adaptierten Tätigkeit als hoch erscheint. Indessen kann entgegen Dr.
F._ nicht einfach von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. So bezieht
sich das von ihm aufgeführte Zitat im Gutachten, wonach für administrative Tätigkeiten
keine Einschränkung bestehe, ausdrücklich auf die angestammte Tätigkeit als
selbstständig erwerbender Gastronom (act. G 4.1/102.17). In dieser Tätigkeit machte
die Betriebsführung 15 % aus (act. G 4.1/51.6). Daraus kann jedoch nicht automatisch
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der Schluss gezogen werden, dass bei einer ganztags ausgeübten administrativen
Tätigkeit ebenfalls keine Einschränkung bestehen würde. Vielmehr sind administrative
Tätigkeiten typischerweise Tätigkeiten, die vorwiegend, wenn nicht gar ausschliesslich
sitzend ausgeübt werden. Der Beschwerdeführer benötigt aber infolge seines
Schmerzsyndroms eine wechselbelastende Tätigkeit. Stehende und gehende
Tätigkeiten sind aber wiederum wegen der Fussproblematik eingeschränkt, sodass
plausibel erscheint, dass der Beschwerdeführer auch in einer leichten Tätigkeit
eingeschränkt ist. Es besteht somit kein Anlass, von der gutachterlichen Schätzung der
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit abzuweichen, zumal die neuere
Schätzung insofern nicht im Widerspruch zum ersten Gutachten steht, als von einem
leicht gebesserten Gesundheitszustand auszugehen ist, und sich die Umschreibung -
wie auch Dr. F._ bemerkt - nur noch auf leichte, nicht mehr auch auf intermittierend
mittelschwere Tätigkeiten bezieht (vgl. aber auch Gutachten, S. 29 [act. G 4.1/152.29],
wo ebenfalls von einer gelegentlich mittelschweren Tätigkeit die Rede ist).
Zusammenfassend ist somit mit Dr. F._ von einer psychisch bedingten
Arbeitsunfähigkeit von 20 % ab (Oktober) 2005 (während der Hospitalisationen August/
September 2006 und Oktober/November 2007: 100%) und einer vollständigen
Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht bis zur Fussoperation am 25. Juli 2009 auszu
gehen. Ab Juli 2009 ist sodann mit Dr. F._ von einer vollständigen, ab Oktober 2010
von einer 80 %-igen Arbeitsunfähigkeit aus somatischer Sicht auszugehen (alle
Tätigkeiten; vgl. Aufstellung der Arbeitsfähigkeit gemäss Stellungnahme vom
26. September 2011 [act. G 4.1/109.4]). Ab April 2011 ist von einer Einschränkung von
45,5 % in der angestammten Tätigkeit und von 50 % in adaptierten Tätigkeiten
auszugehen. Ab März 2012 ist schliesslich von einer Arbeitsfähigkeit in der
angestammten Tätigkeit von 57,5 % und in einer adaptierten Tätigkeit von 65 %
auszugehen, wobei die Gutachter für den leicht verbesserten somatischen
Gesundheitszustand keinen genauen Zeitpunkt nennen.
2.8 Für die Bemessung des Valideneinkommens ging die Beschwerdegegnerin
zunächst von einem Wert von Fr. 64'385.-- aus. Dabei stützte sie sich auf die
Lohnstrukturerhebung des Bundes (Bereich Gastronomie [Pos 56], Anforderungsniveau
2 [act. G 4.1/155.2 f.]). In der Beschwerdeantwort vom 14. August 2013 geht sie
nunmehr von den in den Jahren 1998 bis 2004 tatsächlich erzielten (bzw. im IK
verbuchten) Einkommen aus und passte die jeweiligen Einkommen der
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Nominallohnentwicklung an. Auf diese Weise errechnete sie ein durchschnittliches
Einkommen von Fr. 83'136.-- (act. G 4 S. 9). Demgegenüber beantragt der
Beschwerdeführer, es sei von einem Valideneinkommen von Fr. 87'983.-- auszugehen,
wobei er grundsätzlich von den gleichen Grundlagen (IK-Auszug) ausgeht, jedoch unter
Ausschluss des Jahres 2004, ab welchem das Einkommen des Beschwerdeführers
infolge des Unfalls und wegen der diversen Erkrankungen reduziert gewesen sei (act.
G 1 S. 4). Allerdings nimmt er für 1998 irrtümlich ein Einkommen von Fr. 83'823.-- an,
wurde doch der Betrag von Fr. 7'623.-- wieder ausgebucht (act. G 4.1/29.2). In der
Replik vom 23. September 2013 möchte der Beschwerdeführer nur noch auf die Jahre
1998 bis 2002 abstellen, da das Einkommen bereits 2003 zu sinken begonnen habe.
Somit sei von einem Valideneinkommen von Fr. 91'000.-- auszugehen (act. G 9 S. 4).
Dem ist mit der Beschwerdegegnerin entgegen zu halten, dass das Einkommen auch
vor Eintritt des Gesundheitsschadens stark schwankte. Es rechtfertigt sich somit, auf
die von der Beschwerdegegnerin gewählte, und in Bezug auf deren Beginn nicht
bestrittene Zeitspanne von 1998 bis 2004 gemäss IK-Auszug, und damit auf ein
durchschnittliches Einkommen von Fr. 83'136.-- (inkl. Nominallohnentwicklung bis
2010), abzustellen, gibt doch auch der Beschwerdeführer anlässlich der Begutachtung
vom April 2011 an, dass die aktuellen Beschwerden 2005 begonnen hätten (act.
G 4.1/102.2 und 102.21). Damit bleibt jedenfalls eine allfällige krankheitsbedingte
Einkommenseinbusse ab 2005 ausgeklammert, wobei mit der Beschwerdegegnerin
davon auszugehen ist, dass auch geschäftliche Fehlentscheide (Ausweitung auf zwei
Restaurants mit entsprechender Vergrösserung der Kostenbasis) zu einem
Gewinneinbruch geführt haben dürften. Ob sich dagegen bereits 2003 allfällige
depressive Beschwerden auf den Geschäftsgang ausgewirkt haben, kann nicht mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit festgestellt werden, gab es doch auch vor 2001
Jahre mit geringen (aber auch sehr hohen) Einkommen (act. G 4.1/29.1 f.). Selbst wenn
man auf den Betriebsgewinn gemäss Erfolgsrechnung abstellen wollte, ergäbe sich für
den Zeitraum von 2001 bis 2004 (also unter Ausschluss der verlustreichen Jahre 2005
bis 2007) ein Einkommen von lediglich rund Fr. 77'250.-- (Gewinn 2001 gerundet:
Fr. 87'600.--; 2002: Fr. 86'200.--; 2003: 72'200.--; 2004: 63'000.-- [act. G 4.2/
Fremdakten]). Auch wenn man noch das Jahr 2000 einbezieht, in welchem der
Beschwerdeführer ein Einkommen von gerundet Fr. 94'800.-- (inkl. [sich allerdings im
Rahmen der übrigen Jahre bewegende] "ausserordentliche" Abschreibungen von
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Fr. 41'756.--) angerechnet haben will (vgl. Beschwerde S. 4 und act. G 1.4), ergäbe
sich ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 80'760.-- (Gewinn 2000 gerundet:
Fr. 94'800.-- [inkl. Abschreibungen]; 2001: Fr. 87'600.--; 2002: Fr. 86'200.--; 2003:
72'200.--; 2004: 63'000.--). Inwiefern die Abschreibungen im Jahr 2000 für Maschinen
und Einrichtungen (Kto. 6900) in Höhe von Fr. 36'155.82 sowie Büromobiliar, Büro- und
EDV-Geräte (Kto. 6920) in Höhe von Fr. 5'600.--, total Fr. 41'755.82 (act. G 1.4),
allerdings ausserordentlich gewesen sein sollen, ist nicht ersichtlich, wurden doch auch
in den nachfolgenden Jahren Abschreibungen in ähnlicher prozentualer Höhe getätigt
(jeweils rund 25 % bei den Maschinen u. Einrichtungen bzw. rund 40 % beim
Büromobiliar und EDV-Geräten [vgl. act. G 4.2/Fremdakten, Erfolgsrechnungen 2001 -
2007]). Nicht zulässig erscheint dagegen die vom Rechtsvertreter vorgenommene
Vermischung von Einkommen gemäss IK und solchen gemäss Erfolgsrechnung.
Insgesamt erscheint die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers als
Gesunder (Validenkarriere) - unter Ausklammerung einer (einmaligen)
unternehmerischen Fehlentscheidung, die als nicht repräsentativ angesehen werden
kann - mit einem Einkommen von Fr. 83'136.-- fair bewertet (Stand 2010), weshalb
darauf abzustellen ist.
2.9 Beim Invalideneinkommen ging die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen
Verfügung von einem Wert von Fr. 61'776.-- aus und stützte sich dabei auf die
Lohnstrukturerhebung 2010 (wohl unter Aufrechnung der Teuerung bis 2011), Niveau 4,
und gewährte einen Leidensabzug von 10 %, was einen Betrag von Fr. 55'598.--
ergab. In der Beschwerdeantwort vom 14. August 2013 macht sie nunmehr geltend, es
sei kein Leidensabzug geschuldet, da der Beschwerdeführer in einer
leidensadaptierten, körperlich leichten Tätigkeit vollständig arbeitsfähig sei. Es sei
somit von einem Invalideneinkommen von Fr. 61'414.-- (2010) auszugehen.
Demgegenüber macht der Beschwerdeführer in der Beschwerde geltend, das
Tabelleneinkommen 2002 sei gemäss seiner Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit um 35 % zu reduzieren. Zudem sei ein Leidensabzug von 15 % vorzunehmen,
sodass von einem Invalideneinkommen von Fr. 31'724.-- auszugehen sei. In der Replik
vom 23. September 2013 bestreitet der Beschwerdeführer primär die Zumutbarkeit
eines Berufswechsels, habe er doch nur noch wenig mehr als zehn Berufsjahre vor
sich. Er verfüge über keine Berufslehre, habe aber mehr als 20 Jahre Berufserfahrung
in der Gastronomie. Selbst wenn die LSE anwendbar wäre, müsste ein Leidensabzug
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von 15 % berücksichtigt werden. Somit sei von einem Invalideneinkommen von
Fr. 30'718.-- auszugehen, wobei der Rechtsvertreter hier wohl irrtümlich vom bereits
um einen Leidensabzug von 10 % reduzierten Wert von Fr. 55'598.-- (gemäss
Verfügung vom 16. April 2013) ausgeht, der dann - unter Berücksichtigung der
Restarbeitsfähigkeit - (nochmals) um einen Leidensabzug von 15 % reduziert werden
soll (act. G 9 S. 11). Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin kann nach dem in
vorstehender Erwägung 2.7 Gesagten nicht von einer vollständigen, sondern nur von
einer 65 %-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ausgegangen werden.
Somit würde bei Abstellen auf den Tabellenlohn (2010, TA1, Total, kein Leidensabzug)
selbst bei Anwendung von Niveau 3 (Fr. 5'909.-- : 40 x 41.6 x 12 = Fr. 73'744.-- x 65 %
= Fr. 47'934.--) noch eine Viertelsrente resultieren ([Fr. 83'136.-- - Fr. 47'934.--] : Fr.
83'136.-- x 100 % = 42,3 %). Bei Zugrundelegung von Niveau 4 (Fr. 61'414.-- x 65 % =
Fr. 39'919), wie dies die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort getan hat,
würde sogar ein Anspruch auf eine halbe Rente resultieren ([Fr. 83'136.-- -
Fr. 39'919.--] : Fr. 83'136.-- x 100 % = 52 %). Unter Zugrundelegung des Lohnes in der
Gastronomie (Ziff. 56) würde selbst bei Anwendung von Niveau 1 + 2 (Jahreslohn:
Fr. 5'108.-- x 12 : 40 x 41,6 x 65 % = Fr. 41'436.--) noch ein Anspruch auf eine halbe
Rente resultieren ([Fr. 83'136.-- - Fr. 41'436.--] : Fr. 83'136.-- x 100 % = 50,1 %).
Nachdem somit ein Wechsel in eine andere Tätigkeit nicht zu einer Schadenminderung
führt, und der Beschwerdeführer zudem in seiner Tätigkeit als selbstständiger
Gastronom optimal eingegliedert erscheint - wie dies auch von den Gutachtern
attestiert wird (act. G 4.1/102.17) - kann vom Beschwerdeführer nicht die Aufnahme
einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit verlangt werden. Dies steht schliesslich im
Einklang damit, dass der Beschwerdeführer offenbar seit Januar 2013 als
Geschäftsführer mit Einzelunterschrift das Restaurant O._ in P._ führt (vgl. Online-
Handelsregisterauszug betreffend O._ GmbH, abgerufen am 9. Juli 2014). Für den
Grad der Einschränkung ist somit auf die Arbeitsunfähigkeit in der angestammten
Tätigkeit abzustellen.
2.10 Nachdem der Beschwerdeführer am 25. Juli 2009 eine Arthroereisis am rechten
Fuss durchführen lassen musste und ab diesem Datum eine 100 %-ige
Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten bestanden hatte, war die Bedingung einer
durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % mit anschliessender
Erwerbsunfähigkeit in mindestens gleicher Höhe (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; vgl.
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auch Urteil des Bundesgerichts vom 5. Mai 2011 [9C_996/2010] E. 7.1 mit Hinweis auf
BGE 121 V 264 E. 6b/cc S. 274) im Oktober 2009 erfüllt ([3 x 100 %] + [9 x 20 %] : 12 =
40 %). Der Beschwerdeführer hat somit ab dem 1. Oktober 2009 Anspruch auf eine
Viertelsrente (vgl. Art. 29 Abs. 3 IVG). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist
nach Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche
Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Daraus folgt gemäss der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung, dass die Erhöhung des Rentenanspruchs eine
relevante Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit von lediglich drei Monaten, nicht aber
eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit des gleichen Umfangs während der
gesetzlichen Wartezeit voraussetzt. Dies gilt nicht nur bei der revisionsweisen
Neufestsetzung einer laufenden Rente, sondern auch dann, wenn gleichzeitig
rückwirkend eine halbe (bzw. vorliegend eine Viertels-)Rente und eine diese ablösende
ganze Rente zugesprochen wird (BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweisen). Demnach
besteht ab 1. Januar 2010 Anspruch auf eine ganze Rente. Ab April 2011 ist von einer
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 45,5 %, ab März 2012 noch von 42,5 %
auszugehen (vgl. vorstehende Erwägung 2.7). Somit besteht ab 1. Juli 2011 noch ein
Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV).
3.
3.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die
angefochtene Verfügung vom 16. April 2013 aufzuheben. Dem Beschwerdeführer ist
sodann ab 1. Oktober 2009 eine Viertelsrente und ab 1. Januar 2010 eine ganze Rente
zuzusprechen. Ab dem 1. Juli 2011 steht dem Beschwerdeführer wiederum eine
Viertelsrente zu. Die Sache ist zur Festsetzung der Rentenhöhe an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
3.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- erscheint
in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen
(vgl. betreffend Überklagung das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons
bis
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St. Gallen vom 19. Dezember 2011, IV 2009/459, E. 5.2 f.). Der Kostenvorschuss von
Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
3.3 Der Beschwerdeführer hat sodann Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die
Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). Im hier zu beurteilenden Fall erscheint mit
Blick auf vergleichbare Fälle eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'500.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP