Decision ID: dc3cf2ac-fc83-5246-b47f-18899613e2b4
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
S._,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Storchenegger, Rorschacher Strasse 107,
9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
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betreffend
Rente
Sachverhalt:
A.
A.a S._, geboren 1975, erlitt am 25. September 2004 mit seinem Fahrzeug eine
seitlich-frontale Kollision mit einem anderen Fahrzeug. Als Unfallfolge diagnostizierte
der behandelnde Dr. med. A._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, im Bericht vom
18. Oktober 2004 eine Distorsion der Halswirbelsäule. Am Beschwerdebild seien auch
unfallfremde Faktoren mitbeteiligt, nämlich ein bereits vorbestehendes chronisches
cervicovertebrales und lumbovertebrales Syndrom (act. G 16.3). Der Versicherte
meldete sich am 15. September 2005 wegen einer HWS-Kontusion/Distorsion sowie
einem chronischen lumbospondylogenen Schmerzsyndrom zum Bezug von IV-
Leistungen an (act. G 6.1).
A.b Am 10. und 11. Januar 2006 wurde der Versicherte im Auftrag der SUVA in der
MEDAS Universitätsspital Basel polydisziplinär begutachtet. Im Gutachten vom 30.
Januar 2006 (nachfolgend Basel-Gutachten) diagnostizierten die Experten mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches zervikokephales bis zervikospondylogenes
Syndrom (ICD-10: M53.0 bzw. M53.1), ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom
links (ICD-10: M54.4), einen Status nach HWS-Distorsionstrauma vom 25. September
2004 und ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.4). Ohne
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine Anpassungsstörung mit Angst und
depressiver Reaktion gemischt (ICD-10: F43.22). Die Arbeitsfähigkeit im bisherigen
Beruf als Hilfsarbeiter in einer Plastikspritzerei betrage 60%, entsprechend 5 Stunden
pro Tag. Für eine körperlich leichte Arbeit sei bei einer 100%igen Präsenz eine 80%ige
Arbeitsfähigkeit gegeben (act. G 16.1).
A.c Mit Vorbescheiden vom 21. November 2006 stellte die IV-Stelle dem Versicherten
in Aussicht, einen Anspruch auf Rentenleistungen zu verneinen (act. G 6.51) und die
Arbeitsvermittlung abzuschliessen (act. G 6.54). Mit Verfügung vom 3. Januar 2007
erklärte sie die Arbeitsvermittlung als abgeschlossen (act. G 6.60). Am 4. Januar 2007
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verfügte sie, dass kein Rentenanspruch bestehe (act. G 6.61). Diese beiden
Verfügungen widerrief die IV-Stelle am 8. Januar 2007 und setzte dem Versicherten je
eine neue Einwandfrist, nachdem der Versicherte gerügt hatte, die Verfügungen seien
in unzulässiger Weise vor angesetzter Einwandfrist ergangen (act. G 6.62 ff.).
A.d Im Einwand vom 23. Januar 2007 nahm der Versicherte zu den Vorbescheiden vom
21. November 2006 Stellung. Im Wesentlichen machte er darin geltend, das Basel-
Gutachten und die darin enthaltene Beurteilung der Leistungsfähigkeit seien nicht
überzeugend, da es auf rein unfallkausalen Fragestellungen beruhe (act. G 6.67).
A.e Am 9. Juli 2007 beauftragte die IV-Stelle die MEDAS Ostschweiz mit einer
polydisziplinären Begutachtung. Am 3. und 11. September 2007 wurde der Versicherte
rheumatologisch-orthopädisch, internistisch und psychiatrisch untersucht. Im
Gutachten vom 30. Oktober 2007 (nachfolgend MEDAS-Gutachten) diagnostizierten
die Experten mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit eine anhaltende
somatoforme Schmerz-störung (ICD-10: F54.4), eine dysthyme Störung (ICD-10:
F34.1), eine Schmerzverarbeitungsstörung mit depressiver und ängstlicher
Symptomatik sowie narzisstischer Wut (ICD-10: F54 und M53/54), ein cervicocranial-
und cervicospondylogenes Syndrom (ICD-10: M54.2), ein ausgedehntes myofasziales
Schmerzsyndrom im Bereich des Schultergürtels beidseits mit reaktiver Brachialgie
beidseits (ICD-10: M75.0) und ein anamnestisch lumbospondylogenes Syndrom mit
pseudoradikulären Ausstrahlungen links (ICD-10: M54.5). In der zuletzt ausgeübten
Tätigkeit als Hilfsarbeiter in einer Plastikspritzerei bestehe eine 70%ige Arbeitsfähigkeit
(vollzeitig mit vermindertem Rendement). Die zuvor ausgeübte Tätigkeit als Gipser sei
ungünstig und nicht mehr in einem vernünftigen Ausmass realisierbar. Für
leidensadaptierte Tätigkeiten (ohne häufige körperliche Schwerarbeiten, ohne
langdauernde stereotype Tätigkeiten in unergonomischer Rückenstellung, ohne häufige
Überkopfarbeiten und ohne den Schultergürtel stark belastende Arbeiten rotatorischer
oder elevatorischer Art) bestehe eine 70%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 6.87).
A.f Gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 30. Oktober 2007 stellte die IV-Stelle dem
Versicherten mit Vorbescheid vom 14. November 2007 in Aussicht, einen
Rentenanspruch zu verneinen (act. G 6.95).
B.
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B.a Gegen den Vorbescheid erhob der Versicherte am 3. Dezember 2007 Einwand und
rügte die Ermittlung des Invalideneinkommens als zu hoch. Es seien hiervon ein
Leidensabzug von 15% und ein Abzug wegen des Ausländerstatus von 7.5%
vorzunehmen. Unter Berücksichtigung dieser Abzüge resultiere ein Invaliditätsgrad von
55.25%, mithin ein Anspruch auf eine halbe Rente (act. G 6.98).
B.b Die IV-Stelle verfügte am 11. Dezember 2007 entsprechend dem Vorbescheid vom
14. November 2007 und lehnte einen Anspruch auf Rentenleistungen ab. Nach
fachmedizinischer Beurteilung sei es dem Versicherten möglich, auch in der zuletzt
ausgeübten Tätigkeit als Hilfsgipser bei vollzeitiger Anwesenheit eine 70%ige Leistung
zu erbringen und ein entsprechendes Invalideneinkommen zu erzielen. Eine
Berechnung nach Tabellenlohn mit Leidens- und Ausländerabzügen sei deshalb nicht
statthaft (act. G 6.99).
C.
C.a Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 28. Januar 2008. Der Beschwerdeführer
beantragt darin unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Ausrichtung einer halben
IV-Rente. Er ersucht weiter um die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Das
Argument der Beschwerdegegnerin, er verfüge in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit
als Hilfsgipser bei vollzeitlicher Anwesenheit über eine 70%ige Arbeitsfähigkeit, sei
offensichtlich aktenwidrig und falsch. Die MEDAS-Gutachter hätten ausdrücklich
festgehalten, dass die vorher ausgeübte Tätigkeit als Gipser als ungünstig anzusehen
und nicht mehr in einem vernünftigen Ausmass realisierbar sei. Dies hätten im Übrigen
bereits auch die Vorgutachter festgestellt. Für die Bestimmung des
Invalideneinkommens seien die LSE-Tabellenlöhne heranzuziehen. Statistisch sei
erwiesen, dass schweizerische Arbeitnehmende höhere Löhne bezögen als
ausländische Personen. Vorliegend sei von einer 7.5%igen Schlechterstellung
auszugehen und der Tabellenlohn in diesem Umfang zu kürzen. Aufgrund weiterer zu
berücksichtigender Einschränkungen (vermehrte Pausen, keine langdauernden
stereotypen Tätigkeiten in einer unergonomischen Belastungshaltung, die Vermeidung
von Überkopfarbeiten und den Schultergürtel kraftmässig belastende Arbeiten) sei ein
zusätzlicher Abzug vom Invalideneinkommen von mindestens 15%, eher 20%,
gerechtfertigt. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 50% (act. G 1).
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C.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 26. Februar
2008 die Beschwerdeabweisung. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass aus
juristischer Sicht nicht auf die medizinisch-theoretische Einschränkung der
Leistungsfähigkeit aufgrund der somatoformen Schmerzstörung abgestellt werden
dürfe. Denn rechtsprechungsgemäss bestehe die Vermutung, dass eine somatoforme
Schmerzstörung in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität führende
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirke. Vorliegend sei ein Ausnahmefall nicht
dargetan, da es vorab an einer hierfür relevanten psychischen Komorbidität sowie an
weiteren massgeblichen Faktoren fehle. Dem Beschwerdeführer könne eine
Überwindung der Schmerzen und der Situation zugemutet werden, was auch aus der
Beurteilung von Dr. med. B._, Fachärztin FMH für Allgemeinmedizin, vom 7. Januar
2008 hervorgehe. Somit würden sich Ausführungen zu einem Leidensabzug erübrigen.
Mangels Invalidität habe der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf IV-Leistungen
(act. G 6).
C.c Der Beschwerdeführer macht replikweise geltend, die Beschwerdegegnerin gehe
zu Unrecht davon aus, dass lediglich die somatoforme Schmerzstörung die
Leistungsfähigkeit beeinträchtige. Es bestünden vielmehr weitere gesundheitliche
Beeinträchtigungen (Veränderungen lumbal, im Schultergürtel mit Nackensteife,
depressive Problematik). Ferner werde die These, die somatoforme Schmerzstörung
könne von ihm überwunden werden, bestritten. Es gehe nicht an, eine einzelne
Äusserung von Dr. B._ ("Natürlich kann ihm eine Überwindung der Schmerzen und
der Situation mit seinem Willen zugemutet werden") zum Anlass zu nehmen, die
diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung zur Bedeutungslosigkeit zu degradieren.
Denn im 2. Satzteil frage Dr. B._, ob er (der Beschwerdeführer) zur Überwindung
fähig sei, um die Antwort dann gleich selbst zu geben, bis jetzt, seit 2001, sei ihm dies
nicht gelungen. Es sei im Übrigen unzulässig, dass die Beschwerdegegnerin mit einer
eigenen, im MEDAS-Gutachten nicht enthaltenen Interpretation, ihm den Willen, mit
einer zumutbaren Willensanstrengung die Schmerzen zu überwinden, einfach
abspreche (act. G 11).
C.d Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 13).

Erwägungen:
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1.
Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V
467 E. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses
der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen ist (BGE 121 V 366
E. 1b), sind vorliegend (Erlass der angefochtenen Verfügung am 11. Dezember 2007)
die bis zum 31. Dezember 2007 geltenden materiellen Bestimmungen anzuwenden.
2.
Im vorliegenden Verfahren ist einzig der Anspruch des Beschwerdeführers auf
Rentenleistungen streitig.
2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 aIVG). Erwerbsunfähigkeit
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 aIVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn
die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn
sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50%
besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Um den Invaliditätsgrad
bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang
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und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V
261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch
zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).
2.3 Rechtsprechungsgemäss können somatoforme Schmerzzustände oder
Schmerzverarbeitungsstörungen unter gewissen Umständen eine Arbeitsunfähigkeit
verursachen. Sie fallen unter die Kategorie der psychischen Leiden, für die
grundsätzlich ein psychiatrisches Gutachten erforderlich ist, wenn es darum geht, über
die durch sie bewirkte Arbeitsunfähigkeit zu befinden (AHI 2000 S. 159 E. 4b mit
Hinweisen). Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes auch eine
diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche noch keine
Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung
oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind.
Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant
behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil
die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen
notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet
sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung
einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer.
Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: chronische körperliche
Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizierter Verlauf einer an sich
missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer
Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent
durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem
therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person (BGE 131
V 50 E 1.2). Je mehr diese Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die
entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die
Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 131 V 51
E. 1.2).
3.
Zunächst gilt es die medizinische Situation zu beurteilen.
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3.1 Der angefochtenen Verfügung liegt im Wesentlichen das MEDAS-Gutachten vom
30. Oktober 2007 zugrunde. Die Experten kamen darin auf der Grundlage einer
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, einer dysthymen Störung, einer
Schmerzverarbeitungsstörung mit depressiver und ängstlicher Symptomatik sowie
narzisstischer Wut, eines Cervicocranial- und cervicospondylogenen Syndroms, eines
ausgedehnten myofaszialen Schmerzsyndroms im Schultergürtel beidseits mit reaktiver
Brachialgie beidseits und einem anamnestisch lumbospondylogenen Syndrom mit
pseudoradikulären Ausstrahlungen links zum Schluss, dass der Beschwerdeführer in
der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hilfsarbeiter in einer Plastikspritzerei nur noch über
eine 70%ige Arbeitsfähigkeit verfüge. Die zuvor ausgeübte Tätigkeit als Gipser sei als
ungünstig anzusehen und nicht mehr in einem vernünftigen Ausmass realisierbar. Für
leidensadaptierte Tätigkeiten gelte eine 70%ige Arbeitsfähigkeit. Diese sei
vorzugsweise ganztags mit reduzierter Leistung in Form vermehrter Pausen zur
Verhinderung verstärkter Verspannungen zu verwerten. Rein von Seiten des
Bewegungsapparates bestünden dabei folgende qualitative Einschränkungen: keine
häufigen körperlichen Schwerarbeiten (häufiges Heben und Tragen schwerer Gewichte
über 20 bis 30 kg vereinzelt zumutbar), keine langdauernden stereotypen Tätigkeiten in
unergonomischer Rückenstellung (Flexion, Hyperextension, Rumpfrotation) und wegen
der myofaszialen Schmerzproblematik im Schultergürtel und cervikal keine häufigen
Überkopfarbeiten und/oder den Schultergürtel stark belastende Arbeiten rotatorischer
oder elevatorischer Art (act. G 6.87).
3.2 Das MEDAS-Gutachten beruht auf umfassenden Untersuchungen, erfolgte in
Kenntnis und Würdigung der Vorakten. Die von den Experten gezogenen
Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und vermögen zu überzeugen. Der
Beweiswert der gutachterlichen Feststellungen wird von den Parteien nicht bestritten
und es ergeben sich auch aus den Akten keine Anhaltspunkte, die deren Beweiswert
zu erschüttern vermöchten. Aus medizinischer Sicht ist daher davon auszugehen, dass
der Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Tätigkeit über eine 70%ige
Arbeitsfähigkeit verfügt.
3.3 Im Gegensatz zum im Verwaltungsverfahren vertretenen Standpunkt ist die
Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren neu der Auffassung, die medizinisch
bescheinigte teilweise Arbeitsunfähigkeit sei aus juristischer Sicht nicht invalidisierend.
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Dem Beschwerdeführer sei eine Schmerzüberwindung zumutbar (act. G 6). Ob diese
Auffassung zutrifft, erscheint in Anbetracht des MEDAS-Gutachtens zwar fraglich, kann
aber letztlich offen gelassen werden, weil auch bei einer adaptierten Arbeitsfähigkeit
von 70% kein Rentenanspruch gegeben ist, wie nachfolgend zu zeigen ist.
4.
Bei Zugrundelegung einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit sind die erwerblichen
Auswirkungen zu prüfen.
4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte
Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (RKUV 1993
Nr. U 168 S. 100 E. 3). Die Beschwerdegegnerin legte dem Valideneinkommen den als
Hilfsgipser im Jahr 2001 gemäss individuellem Konto (IK) erzielten Verdienst von
Fr. 56'960.-- zu Grunde, was unter Berücksichtigung von Reallohnerhöhung und
Teuerung für das Jahr 2007 einen Betrag von Fr. 61'967.-- ergab (act. G 6.99; vgl. act.
G 6.92). Dieser wird vom Beschwerdeführer ausdrücklich anerkannt. Da sich aus den
Akten keine Anhaltspunkte ergeben, die gegen das von der Beschwerdegegnerin
ermittelte Valideneinkommen sprechen würden, ist darauf abzustellen und für das Jahr
2007 von einem Betrag von Fr. 61'967.-- auszugehen.
4.2 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch
realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Übt die versicherte Person keine Erwerbstätigkeit mehr aus und ist somit kein
tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, so ist rechtsprechungsgemäss auf
die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische
Lohnstrukturerhebung abzustellen. Für den Verwendungszweck des
Einkommensvergleichs ist dabei auf die im Anhang enthaltene Statistik der Lohnsätze,
d.h. der standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A), abzustellen (BGE 126 V 76 E.
3b).
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4.2.1 Noch im Vorbescheid vom 14. November 2007 ermittelte die
Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen aufgrund der LSE-Durchschnittslöhne
(act. G 6.95; vgl. act. G 6.42). Erst im Nachgang zur einwandweisen Rüge betreffend
die Vornahme eines Leidensabzuges hielt die Beschwerdegegnerin ein Abstellen auf
den bisher als Hilfsgipser erzielten Verdienst für sachgerecht. Zur Begründung stellte
sie sich auf den Standpunkt, dass es dem Beschwerdeführer gemäss
fachmedizinischer Beurteilung zumutbar sei, in der angestammten Tätigkeit als
Hilfsgipser bei ganztägiger Anwesenheit eine 70%ige Leistung zu erbringen (act.
G 6.99.2).
4.2.2 Der Beschwerdeführer hat hierzu richtig bemerkt, dass die begutachtenden
Experten der MEDAS Ostschweiz die bisherige Tätigkeit als Hilfsgipser nicht mehr
zumutbar hielten (vgl. act. G 6.87.27: "als ungünstig anzusehen und nicht mehr in
einem vernünftigen Ausmass realisierbar"). Im Basel-Gutachten vom 30. Januar 2006
äusserten sich die Gutachter nicht zur Tätigkeit als Hilfsgipser, sondern lediglich zur
Hilfsarbeitertätigkeit in einer Plastikspritzerei. Darin erblickten sie den
Beschwerdeführer allerdings lediglich zu 60% arbeitsfähig, wobei sie diese Tätigkeit als
körperlich mittelschwere Arbeit erachteten (act. G 16.1, S. 12). Auch aus den übrigen
medizinischen Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte, welche die Behauptung der
Beschwerdegegnerin zu stützen vermöchten. Deren Annahme, der Beschwerdeführer
sei gemäss fachmedizinischer Beurteilung in der Tätigkeit als Hilfsgipser bei
ganztägiger Anwesenheit zu 70% arbeitsfähig, ist daher aktenwidrig. Im Übrigen
verkennt die Beschwerdegegnerin bei ihrer Argumentation die für das
Invalideneinkommen geltenden Bemessungsgrundsätze (vgl. hierzu vorstehende
E. 4.2). Denn da der Beschwerdeführer zurzeit keine Erwerbstätigkeit ausübt, sind
unabhängig davon, ob er als Hilfsgipser noch über eine 70%ige Arbeitsfähigkeit
verfügt, Tabellenlöhne zur Ermittlung des Invalideneinkommens heranzuziehen.
4.2.3 Gemäss Tabelle TA1 der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2006
betrug der monatliche Durchschnittslohn des privaten Sektors, Anforderungsniveau 4,
Männer, Fr. 4'732.--. Hochgerechnet von 40 auf die betriebsübliche durchschnittliche
Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden resultiert ein Monatseinkommen von Fr. 4'933.--
(Fr. 4'732.-- / 40 x 41,7) bzw. ein Jahreseinkommen von Fr. 59'197.-- (Fr. 4'933.-- x 12).
Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung des Jahres 2007 (+ 1.6%) sowie
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der 70%igen Arbeitsfähigkeit ergibt sich ein Invalideneinkommen von gerundet
Fr. 42'101.-- (Fr. 60'144.-- x 0.7).
4.3 Zu beantworten ist des Weiteren die Frage, ob und in welchem Umfang ein
zusätzlicher Abzug vom Invalideneinkommen, sogenannter Leidensabzug,
vorzunehmen ist. Der Beschwerdeführer erachtet vorliegend einen Abzug von 15%,
eher 20%, unter Berücksichtigung eines zusätzlichen "Ausländerabzuges" als
gerechtfertigt (act. G 1).
4.3.1 Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt
werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer
gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht
erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg zu
verwerten in der Lage sind. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen
behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78 E. 5a/bb). Nach der Rechtsprechung
hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von
sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen – auch von invaliditätsfremden
Faktoren – des konkreten Einzelfalles ab (namentlich leidensbedingte Einschränkung,
Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Eine schematische
Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI
2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).
4.3.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass ihm ein Teilzeitabzug zu gewähren sei
(act. G 1, S. 5). Die Gutachter der MEDAS Ostschweiz erachteten die Verwertung der
verbliebenen Restarbeitsfähig als ganztägig zumutbar (act. G 6.87.19 f.). Ein
eigentlicher Teilzeitabzug kann deshalb nicht gewährt werden. Allerdings ist zu
berücksichtigen, dass die höchstrichterliche Rechtsprechung, wie bereits in RKUV
1999 S. 412 ff., im Entscheid 9C_603/07 vom 8. Januar 2008 anerkannte, nicht nur
Teilzeitarbeit als solche, sondern auch ein ganztägiger Einsatz bei reduzierter
Leistungsfähigkeit rechtfertige die Vornahme eines Abzugs (eingehend hierzu Urteile
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. Januar 2009, IV 2007/192,
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E. 3.3.2 und vom 29. September 2008, IV 2007/242, E. 4.3.4). Dem Beschwerdeführer
ist somit unter diesem Aspekt ein Abzug vom Invalideneinkommen zu gewähren.
4.3.3 Aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfes sowie der Anforderungen an eine
leidensadaptierte Tätigkeit (Vermeidung häufiger körperlicher Schwerarbeiten,
insbesondere keine langdauernden stereotypen Tätigkeiten in einer unergonomischen
Belastungshaltung, Vermeidung von Überkopfarbeiten und den Schultergürtel
kraftmässig belastende Arbeiten) hält der Beschwerdeführer einen weiteren Abzug vom
Invalideneinkommen für gerechtfertigt (act. G 1, S. 5). Dem kann nicht gefolgt werden.
Denn der vermehrte Pausenbedarf ist vorliegend bei der Umschreibung der reduzierten
Arbeitsfähigkeit bereits enthalten (act. G 6.87.19 f.) und kann damit nicht nochmals im
Rahmen des Leidensabzuges Berücksichtigung finden. Was die Anforderungen an eine
leidensadaptierte Tätigkeit anbelangt, ist davon auszugehen, dass ein ausgeglichener
Arbeitsmarkt im Segment Hilfsarbeit zahlreiche passende Stellen enthält, die diese
Anforderungen erfüllen. Zumindest kann vorliegend nicht gesagt werden, dem
Beschwerdeführer stände auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur noch ein kleines
Spektrum an Tätigkeiten offen, zumal ihm aus medizinischer Sicht selbst noch
körperliche Schwerarbeiten - wenn auch erheblich beschränkt - zugemutet werden
können (act. G 6.87.27).
4.3.4 Nach der Auffassung des Beschwerdeführers, Inhaber der
Niederlassungsbewilligung C (act. G 6.2.5), rechtfertigt der Umstand, dass
ausländische Staatsangehörige statistisch schlechter entlöhnt würden als Inhaber der
schweizerischen Staatsangehörigkeit, einen weiteren Abzug von 7.5% (act. G 1, S. 9).
Wie bereits erwähnt (vgl. vorstehende E. 4.3.1), sind bei der Bemessung eines
zusätzlichen Abzuges vom Invalideneinkommen nur Faktoren zu berücksichtigen, die
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu einem unterdurchschnittlichen erwerblichen
Erfolg führen. Ausschlaggebend ist dabei das allgemeine durchschnittliche Lohnniveau
und nicht das Verhältnis zu den von Schweizern durchschnittlich erzielten Löhnen.
Gemäss Bundesamt für Statistik, Schweizerische Lohnstrukturerhebung 2006, TA12,
Monatlicher Bruttolohn, SchweizerInnen und AusländerInnen, Privater Sektor, beträgt
das durchschnittliche Monatslohnniveau bei Männern mit Anforderungsniveau 4 bei
einer Arbeitszeit von 40 Wochenarbeitsstunden Fr. 4'798.--, dasjenige von Inhabern
einer Niederlassungsbewilligung Fr. 4'838.--. Damit ist - statistisch gesehen - nicht
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davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Restarbeitsfähigkeit wegen seines
Aufenthaltsstatus nur noch unterdurchschnittlich zu verwerten vermöchte. Damit
korrespondiert, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als
Hilfsgipser im Vergleich zu den Durchschnittslöhnen keinen Lohnnachteil erleiden
musste (vgl. vorstehende E. 4.1. und 4.2.3).
4.4 Unter Berücksichtigung der konkreten Umstände erscheint deshalb ein
Leidensabzug von höchstens 10% angemessen. Das Invalideneinkommen beträgt
damit mindestens Fr. 37'891.-- (Fr. 42'101.-- x 0.9) und die invaliditätsbedingte
Erwerbseinbusse höchstens Fr. 23'986.-- (Fr. 61'967.-- - Fr. 37'981.--). Unter diesen
Umständen resultiert ein Invaliditätsgrad von gerundet (vgl. zu den Rundungsregeln
BGE 130 V 121) 39% ([Fr. 23'986.-- / Fr. 61'967.--] x 100). Die Ablehnung eines
Rentenanspruchs durch die Beschwerdegegnerin erfolgte somit im Ergebnis zu Recht.
5.
5.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2 Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Rechtspflege am 6. März 2008
bewilligt (act. G 7). Wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse dem Beschwerdeführer es
gestatten, kann er jedoch zur Nachzahlung der Gerichtskosten, der Auslagen für die
Vertretung und der vom Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden (Art. 288
Abs. 1 ZPO/SG i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).
5.3 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem
unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.--
aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu
befreien.
5.4 Der Staat ist zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung zu verpflichten, für die
Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers aufzukommen. Die
Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht
bis
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St.Galler Gerichte
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das
Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.--
bis Fr. 12'000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers machte in der Replik vom
22. April 2008 pauschal (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) einen Betrag von
Fr. 4'500.-- für die gehabten Aufwendungen geltend. Bei einer Rechtsvertretung im
gesamten Beschwerdeverfahren wird in invalidenversicherungsrechtlichen Fällen mit
durchschnittlichem Aufwand praxisgemäss eine mittlere pauschale
Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer)
gesprochen. Ein höherer Aufwand erscheint vorliegend mit Rücksicht auf vergleichbare
Fälle nicht angemessen. Die Pauschalentschädigung von Fr. 3'500.-- ist sodann
zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31
Abs. 3 AnwG). Somit hat der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
pauschal (BGE 125 V 201) mit Fr. 2'800.-- zu entschädigen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG