Decision ID: cfdb04a2-418a-571a-83db-854b64500071
Year: 2018
Language: de
Court: AR_OG
Chamber: AR_OG_002
Canton: AR
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A. Übersicht
a) Am 13. März 2015 wurde in Wolfhalden festgestellt, dass A_ mit seinem
Personenwagen AR XXXXX ohne Tragen der Sicherheitsgurten und ohne Licht
unterwegs war. A_ wurde eine Busse von CHF 100.00 auferlegt. Gegen die
Zahlungserinnerung vom 21. April 2015 legte dieser Einsprache ein. Mit Strafbefehl vom
19. Januar 2016 verurteilte die Staatsanwaltschaft A_ wegen einfacher Verletzung von
Verkehrsregeln gemäss Art. 96 VRV i.V.m. Art. 3a Abs. 1 VRV zu einer Busse von CHF
100.00. Gegen diesen Strafbefehl erhob der Beschuldigte mit Eingabe vom 22. Januar
2016 Einsprache (Verfügung und Urteil vom 27. November 2017, act. 2, E. A.).
b) Am 19. Juni 2016 wurde in Lutzenberg, Haufen, Fahrtrichtung Rheineck, das
Motorfahrzeug AR XXXXX einer Geschwindigkeitskontrolle unterzogen. Dabei wurde
festgestellt, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerorts von 60 km/h um rechtlich
relevante 4 km/h überschritten wurde. Dem Lenker wurde eine Busse von CHF 40.00
auferlegt. Da dieser der Zahlungsaufforderung nicht nachkam, verurteilte die
Staatsanwaltschaft A_ mit Strafbefehl vom 25. Oktober 2016 wegen einfacher
Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG und
Art. 22 Abs. 1 SSV zu einer Busse von CHF 40.00. Der Strafbefehl wurde am 25. Oktober
2016 eingeschrieben der Post übergeben und mangels Abholung am 4. November 2016
Seite 3
der Staatsanwaltschaft retourniert. Der Strafbefehl wurde sodann mittels A-Post
nachgesandt. Mit Eingabe vom 16. November 2016 erhob der Beschuldigte Einsprache
gegen den Strafbefehl vom 25. Oktober 2016 (Verfügung und Urteil vom 27. November
2017, act. 2, E. B.).
c) Am 14. Dezember 2016 wurde A_ zu den Verfahrensgegenständen beider Strafbefehle
von der Staatsanwaltschaft einvernommen. Die Staatsanwaltschaft überwies die
Strafbefehle vom 19. Januar 2016 und 25. Oktober 2016 am 7. September 2017 dem
Kantonsgericht (Verfügung und Urteil vom 27. November 2017, act. 2, E. C.).
d) Der Einzelrichter des Kantonsgerichts trat am 27. November 2017 auf die Einsprache
gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Appenzell Ausserrhoden vom 25. Oktober
2016 (Verfahren Nr. SV 16 1812) betreffend die einfache Verletzung der Verkehrsregeln
im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 22 Abs. 1 SVG (recte:
SSV; Anm. der Unterzeichneten), begangen am 19. Juni 2016, nicht ein und sprach A_
der mehrfachen einfachen Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 96 VRV i.V.m.
Art. 3a Abs. 1 VRV und im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 41 Abs. 1 SVG,
begangen am 13. März 2015, schuldig. Dafür wurde er zu einer Busse von CHF 100.00,
bei schuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 1 Tag, verurteilt.
Ausserdem wurden ihm sowohl für die Nichteintretens-Verfügung als auch für den
Schuldspruch Verfahrenskosten in Höhe von je CHF 550.00 auferlegt (Verfügung und
Urteil vom 27. November 2017, act. 2, S. 6 f.).
e) Gegen die Nichteintretens-Verfügung resp. das Urteil des Einzelrichters des
Kantonsgerichts vom 27. November 2017 erhob A_ (auch) Berufung beim Obergericht
(Verfahren Nr. O1S 2017 4, act. B 1). Weil die Berufungsschrift den gesetzlichen
Vorgaben nicht entsprach und der Berufungskläger seine Eingabe innert der angesetzten
Nachfrist nicht verbesserte, trat das Obergericht am 3. April 2018 auf das Rechtsmittel
androhungsgemäss nicht ein (Verfahren Nr. O1S 2017 4, act. B 8).
Seite 4
B. Prozessgeschichte
a) Mit Schreiben vom 20. Dezember 2017 stellte der Gesuchsteller beim Kantonsgericht
Appenzell Ausserrhoden ein Ausstandsbegehren gegen Dr. B_ als zuständigen
Einzelrichter im Verfahren SE3 17 6 (Postaufgabe, act. 1).
b) Mit Verfügung vom 8. Januar 2018 wurde Dr. B_ eine Kopie des Ausstandsgesuchs
zugestellt und ihm Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme innert Frist von 14 Tagen
gegeben (act. 3).
c) Die Vernehmlassung des Einzelrichters des Kantonsgerichts datiert vom 11. Januar 2018
(act. 5).
d) Am 16. Januar 2018 wurde dem Gesuchsteller sowie der Staatsanwaltschaft die
Stellungnahme des Einzelrichters des Kantonsgerichts zugestellt und gleichzeitig
angezeigt, dass auf einen zweiten Schriftenwechsel und eine mündliche Verhandlung
verzichtet wird. In der Folge äusserten sich die Verfahrensbeteiligten nicht mehr (act. 7
und 8).
Auf die Ausführungen in den vorstehend aufgeführten Eingaben kann verwiesen werden;
soweit für die Beurteilung des Gesuches erforderlich, ist darauf im Rahmen der
nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
C. Beschluss des Obergerichts
Das Obergericht führte seine Beratung am 24. April 2018 durch und eröffnete den
Parteien seinen Beschluss anschliessend im Dispositiv (act. 9).
Seite 5

Erwägungen
1. Formelles
1.1. Im Kanton Appenzell Ausserrhoden legt das Justizgesetz vom 13. September 2010
(JG, bGS 145.31) die ab 1. Januar 2011 für die Strafrechtspflege zuständigen Behörden
fest. Nach Art. 26 JG ist das Obergericht Berufungs- und Beschwerdeinstanz in der
allgemeinen Strafrechtspflege, unter Vorbehalt der Befugnisse des Einzelrichters (letztere
beschränken sich laut Art. 27 JG auf den Bereich des Zwangsmassnahmerechts).
Für die Behandlung eines strittigen Ausstandsgesuchs gegen das erstinstanzliche Gericht
ist gemäss Art. 59 Abs. 1 lit. b StPO die Beschwerdeinstanz die zuständige Behörde; die
StPO regelt die Zuständigkeit selbst und geht damit der allgemeinen Bestimmung in Art.
47 Justizgesetz als lex specialis vor.
Der Gesuchsteller hat mit Schreiben vom 20. Dezember 2017 beim Kantonsgericht ein
Ausstandsgesuch gegen Dr. B_ in dessen Funktion als Einzelrichter beim
Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden eingereicht. Dieses hat das Gesuch am
21. Dezember 2017 zuständigkeitshalber an das Obergericht Appenzell Ausserrhoden
weitergeleitet (act. 1). Das vorliegende Ausstandsgesuch wurde somit der für die
Beurteilung zuständigen Beschwerdeinstanz gemäss Art. 59 Abs. 1 lit. b StPO i.V.m.
Art. 58 Abs. 1 StPO unterbreitet.
1.2. Nach Art. 58 Abs. 1 StPO können lediglich die Parteien den Ausstand einer in einer
Strafbehörde tätigen Person verlangen. Der beschuldigten Person kommt gemäss
Art. 104 Abs. 1 lit. a StPO Parteistellung zu.
Beim Gesuchsteller handelt es sich um den Beschuldigten im Strafverfahren (SV 15 840 /
FWU), weshalb er berechtigt ist, ein Ausstandsbegehren zu stellen.
1.3 Nach Art. 58 Abs. 2 StPO hat die betroffene Person zum Gesuch Stellung zu nehmen. Die
herrschende Lehre befürwortet auch ein Äusserungsrecht der übrigen
Seite 6
Verfahrensbeteiligten1. Entsprechend wurde auch der Staatsanwaltschaft die Möglichkeit
zur Stellungnahme gegeben (act. 6).
1.4 Will eine Partei den Ausstand einer in einer Strafbehörde tätigen Person verlangen, so hat
sie gemäss Art. 58 Abs. 1 StPO der Verfahrensleitung ohne Verzug ein entsprechendes
Gesuch zu stellen, sobald sie vom Ausstandsgrund Kenntnis hat. Der Ausstand ist so früh
wie möglich, d.h. in den nächsten Tagen nach Kenntnisnahme des Ausstandsgrundes, zu
verlangen, wobei die Partei die Rechtzeitigkeit des Gesuchs bzw. den Zeitpunkt der
Entdeckung des Befangenheitsgrundes nachzuweisen hat2. Ein Gesuch, das erst nach
Ablauf von zwei bis drei Wochen gestellt wird, ist verspätet. Weiter verstösst es gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung gegen Treu und Glauben, sich auf ein Verfahren
einzulassen und bei ungünstigem Verlauf im Nachhinein geltend zu machen, dass ein
Ausstandsgrund vorgelegen habe3.
Am 7. September 2017 hat die Staatsanwaltschaft die Strafbefehle vom 19. Januar 2016
und 25. Oktober 2016 an das Kantonsgericht überwiesen. Die Hauptverhandlung unter
dem Vorsitz von Dr. B_ fand am 13. November 2017 statt (Verfügung und Urteil vom
27. November 2017, act. 2, E. C.) und das begründete Urteil wurde dem Gesuchsteller
am 11. Dezember 2017 zugestellt (Verfahren Nr. SE3 17 6, act. 8).
Sein Ausstandsgesuch begründet A_ damit, dass Dr. B_ ihm gegenüber die
Legitimierung des Gerichts sowie das rechtliche Gehör verweigert habe und auf seine
Einwände/Vorfragen nicht eingegangen sei. Die den Ausstand begründenden Umstände
waren A_ folglich seit dem 13. November 2017 bekannt. Gemäss den vorstehenden
rechtlichen Ausführungen erfüllt das vom Gesuchsteller am 20. Dezember 2017
(Postaufgabe, act. 1) eingereichte Ausstandsbegehren, welches mehr als fünf Wochen
nach der Hauptverhandlung und Kenntnis der den Ausstand begründenden Tatsachen
gestellt wurde, die Voraussetzung der Rechtzeitigkeit nicht. Es gilt als klar verspätet und
entsprechend ist darauf nicht einzutreten.
1.5 Der Gesuchsteller hat das Ausstandsbegehren gegen den Einzelrichter des
Kantonsgerichts nach Empfang des begründeten Urteils und während laufender
1 MARKUS BOOG, in: Basler Kommentar, StPO, 2. Aufl. 2014, N. 11 zu Art. 58 StPO; differenziert
ANDREAS J. KELLER, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 14 zu Art. 58 StPO.
2 MARKUS BOOG, a.a.O., N. 5 zu Art. 58 StPO. 3 Urteil des Bundegerichts 6B_882/2008 vom 31. März 2009 E. 1.3.
Seite 7
Rechtsmittelfristen gestellt (Verfahren Nr. SE3 17 6, act. 8). Hier ist nach MARKUS BOOG4
ein Ausstand im Rechtsmittelverfahren geltend zu machen. Auch aus diesem Grund kann
somit nicht auf das Ausstandsbegehren eingetreten werden.
2 Materielles - Ausstandsbegehren
2.1 Der Gesuchsteller begründet sein Ausstandsbegehren damit (act. 1), Dr. B_
- habe seine Einwände nicht überprüft und den Sachverhalt unrichtig festgestellt;
- habe ihm die Legitimierung des Gerichts zwei Mal verweigert; dies sei erst im Urteil
nachgeholt worden;
- die formellen Fehler seien nicht in die Bewertung miteinbezogen worden;
- an der Verhandlung sei das rechtliche Gehör nicht gewährt worden.
2.2 Der Gesuchsgegner hielt dem entgegen (act. 5),
- wenn der Ausstandsgrund erst nach Eröffnung des Endentscheids, aber vor Eintritt
der Rechtskraft entdeckt werde, müsse die Partei die Verletzung der Ausstandspflicht
gemäss Lehre und Praxis mit dem Rechtsmittel gegen den Entscheid rügen;
- das Ausstandsbegehren werde mit angeblichen Verfahrensfehlern begründet; selbst
wenn solche vorliegen sollten, wären diese im Rechtsmittelverfahren zu rügen und
würden keinen Ausstandsgrund begründen;
- die Auffassung des Gesuchstellers, dass das Gericht seine Fragen zu beantworten
habe, sei nicht zutreffend; das Gericht habe vielmehr über die Parteianträge zu
befinden und einen Entscheid zu fällen.
Zusammenfassend liege kein Ausstandsgrund vor und das Begehren sei abzuweisen,
soweit überhaupt darauf einzutreten sei.
2.3 Der Gesuchsteller begründet sein Ausstandsbehren mit Mängeln in der
Verfahrensführung, einen speziellen Ausstandsgrund (vgl. Art. 56 lit. a-e StPO) macht er
nicht geltend und ein solcher ergibt sich auch nicht aus den Akten.
4 MARKUS BOOG, a.a.O., N. 6 zu Art. 58 StPO; vgl. auch BGE 139 III 466 E. 3.4, welcher allerdings
ein Zivilverfahren betraf.
Seite 8
Zu prüfen ist deshalb, ob ein Ausstandsgrund gemäss Art. 56 lit. f StPO gegeben ist.
Gemäss Art. 56 lit. f StPO hat eine in einer Strafbehörde tätige Person in den Ausstand zu
treten, wenn sie aus anderen Gründen befangen sein könnte. Unter anderen Gründen ist
u.a. Fehlverhalten zu verstehen. Damit ein solches einen Ausstandsgrund darstellt, muss
es sich um besonders schwere oder wiederholte Fehlleistungen gegenüber der gleichen
Partei handeln5 oder ein grob ungebührliches Verhalten6 vorliegen.
2.4 A_ macht zunächst geltend (act. 1), der Einzelrichter des Kantonsgerichts sei auf seine
Vorfragen und Einwände nicht eingegangen und habe ihm die Legitimierung des Gerichts
zwei Mal verweigert.
Der Vorwurf der fehlenden Legitimierung des Gerichts geht ins Leere, wie das Urteil
bzw. die Verfügung vom 27. November 2017 zeigt (act. 2, E. 6). Der Einzelrichter war
nicht verpflichtet, sich diesbezüglich gegenüber dem Gesuchsteller an der
Hauptverhandlung zu erklären.
Bezüglich der Verletzung des rechtlichen Gehörs sowie dem Behandeln von Vorfragen
und Einwänden ergibt sich aus den für das Obergericht notorischen Berufungsakten O1S
17 14 was folgt:
Nach Eingang der Überweisungsverfügung der Staatsanwaltschaft wurde die Vorladung
für die Hauptverhandlung erlassen (act. B 4/2). Aus dem Protokoll der Hauptverhandlung
folgt, dass Dr. B_ auf die Vorfragen des Gesuchstellers eingegangen ist (S. 2) und
dieser auch Gelegenheit hatte, sich zur Sache zu äussern (S. 4). Die Verfügung bzw. das
Urteil vom 27. November 2017 wurde am 8. Dezember 2017 verschickt und dem
Gesuchsteller am 11. Dezember 2017 zugestellt (act. B 4/8).
Das rechtliche Gehör wurde A_ also im üblichen Rahmen gewährt und es wurde auch
kurz auf seine Einwände eingegangen. Dazu kann festgehalten werden, dass der Richter
nicht verpflichtet ist, sich gegenüber einer Partei im Detail zu erklären, sondern in erster
Linie die sich stellenden Rechtsfragen zu entscheiden hat. Dies hat Dr. B_ in der
Verfügung bzw. dem Urteil vom 27. November 2017 getan.
5 ANDREAS J. KELLER, a.a.O., N. 41 zu Art. 56 StPO. 6 ANDREAS J. KELLER, a.a.O., N. 42 zu Art. 56 StPO.
Seite 9
Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die Hauptverhandlung im
normalen Rahmen ablief und die Verhandlungsführung nicht zu beanstanden ist. Die
Behauptungen des Gesuchstellers vermögen somit auch keinen Ausstandsgrund nach
Art. 56 lit. f StPO zu belegen.
2.5 Selbst wenn auf das Gesuch eingetreten werden könnte (was gemäss den obigen
Erwägungen gerade nicht der Fall ist, E. 1.4 und 1.5), wäre es mangels Vorliegen eines
Ausstandsgrundes abzuweisen.
3. Kosten
Gemäss Art. 59 Abs. 4 StPO gehen die Verfahrenskosten für das Ausstandsbegehren zu
Lasten der gesuchstellenden Person, wenn das Gesuch abgewiesen wird oder wenn es
offensichtlich verspätet oder mutwillig war. Da auf das Gesuch nicht eingetreten wird, sind
die Verfahrenskosten A_ aufzuerlegen.
Die Gerichtsgebühr wird vorliegend mit Rücksicht auf die beschränkten finanziellen Mittel
des Gesuchstellers auf Fr. 300.-- festgesetzt (Art. 29 Abs. 1 lit. a Gebührenordnung,
bGS 233.3).
Eine Entschädigung ist dem Gesuchsteller ausgangsgemäss nicht zuzusprechen (Art. 429
Abs. 1 StPO).
4. Rechtsmittel
Gestützt auf Art. 92 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG, SR
173.110) ist bei selbständig eröffneten Vor- und Zwischenentscheiden über
Ausstandsbegehren die Beschwerde in Strafsachen zulässig7.
7 ANDREAS J. KELLER, a.a.O., N. 13 zu Art. 59 StPO.
Seite 10