Decision ID: b19489e5-d14e-45f2-b8a0-ca7da654ae90
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Der im Jahre 1968 geborene
X._
ist gelernter Forstarbeiter und begann 1988 in
Z._
ein Studium der Landwirtschaft, welches er aufgrund des Bür
gerkrieges 1991 abbrechen musste (
Urk.
7/10,
Urk.
7/159). Nach seiner Einreise in die Schweiz im Dezember 1993 übte er verschiedene Hilfsarbeitertätigkeiten aus, zuletzt als Gipser für die
A._
AG (
Urk.
7/15,
Urk.
7/10). Im Zusammen
hang mit einer Diskushernie mu
sste er
diese
Tätigkeit
im September 1998
auf
geben und
meldete sich am 6. Februar 1999 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
(SVA)
, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/10 S. 7). Mit Verfügung vom 17. Dezember 1999 wies diese das Rentenbegehren des Versicherten ab, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 38
%
(
Urk.
7/32). Die dagegen erhobene Beschwerde
h
ies
s
das hiesige Gericht in dem Sinne gut, als es die Sache zu weiteren Abklärungen an die Vor
instanz zurückwies (
Urk.
7/34).
In der Folge klärte die IV-Stelle den medizinischen Sachverhalt ver
tieft ab (Gutachten von
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für orthopädische Chi
rurgie, vom 27. April 2001,
Urk.
7/50; Schlussbericht
C._
vom
11. Januar 2002,
Urk.
7/67) und sprach dem Versicherten
mit Verfügung vom
7. Mai 2002 und Wirkung ab 1. September 1999 eine ganze Rente zu,
ausgehend von
einem Invaliditätsgrad von 67
%
(
Urk.
10
).
Eine im Januar 2004 in die Wege geleitete Rentenrevision ergab keine Verände
rung des Invaliditätsgrades. Mit Verfügung vom
2.
April 2004 und Wirkung ab 1. Juni 2004 sprach die IV-Stelle dem Versicherten unter Berücksichtigung der 4. IV-Revision eine
Dreiviertelsrente
zu (
Urk.
7/86). Im Mai 2009 wurde der Rentenanspruch des Versicherten einer erneuten revisionsweisen Überprüfung unterzogen (
Urk.
7/96). In diesem Zusammenhang erfolgte eine umfassende Ab
klärung in rheumatologischer und psychiatrischer Hinsicht sowie bezüglich der funktionellen Leistungsfähigkeit (
Urk.
7/ 105-107).
Im Anschluss daran wurden im September 2010 Eingliederungsmassnahmen zugesprochen (
D._
,
Urk.
7/
11
3
). Aufgrund der
Unterstützung durch
D._
konnte der Versicherte am
8.
August 2011 eine Festanstellung als Lagermitarbeiter antreten, bei einem Pensum von 2 Stunden pro Tag (
Urk.
7/129 S. 3). Im Rahmen der Überprüfung des Rentenanspruchs wurde in der Folge ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag gegeben (MEDAS-Gutachten vom 27. Oktober 2013,
Urk.
7/156).
Mit Vorbescheid vom 20. März 2014 stellte die IV-Stelle die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 1. Juni 2002 (richtig: 7. Mai 2002) in Aussicht und verneinte einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 39
%
(
Urk.
7/169). An dieser Einschätzung hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom
29. August 2014 fest, unter dem Hinweis darauf, dass der Invaliditätsgrad lediglich 24
%
betrage (
Urk.
7/181 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Vertreterin des Versicherten am 2
2.
September 2014 Be
schwerde und beantragte, es
sei weiterhin eine Teilrente auszurichten, eventua
liter seien weitere Abklärungen vorzunehmen; unter Kosten- und
Entschädi
gungsfolgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 28. Oktober 2014 beantragte die
Beschwerdegegne
rin
die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Be
schwerdeführer mit Schreiben vom 29. Oktober 2014 mitgeteilt wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG
in der seit 1.
Januar 2004 geltenden Fassung)
.
1.3
Nach Art. 17 ATSG sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzuset
zen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede we
sentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
In
validitätsgrad
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Ob eine solche Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demje
nigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 105 V 29).
Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen, so kann die
Rentenverfü
gung
lediglich nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln abgeändert werden. Danach ist die Verwaltung befugt, auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Ge
genstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn sich diese als zweifellos unrichtig erweist und ihre Berichtigung von er
heblicher Bedeutung ist (Art. 53
Abs.
2 ATSG; BGE 110 V 176 E. 2a, E. 1 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass der medizinische Sachverhalt im Rahmen der erstmaligen
Rentenzusprache
(Verfügung vom
1.
Juni 2002, richtig:
7.
Mai 2002) nicht hinreichend abgeklärt worden sei. Insbesondere beruhe der
C._
-Schlussbericht ausschliesslich auf den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und sei medizinisch nicht be
gründet, was zur wiedererwägungsweisen Aufhebung der ursprünglich
leis
tungszusprechenden
Verfügung führen müsse. Gestützt auf die Ergebnisse des MEDAS-Gutachtens vom 2
7.
Oktober 2013 sei in einer angepassten Tätigkeit von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen, was zu einem rentenausschlies
senden Invaliditätsgrad von 24
%
führe (
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber machte die Vertreterin des Beschwerdeführers im Wesentlichen geltend, dass
nicht von einer zweifellosen Unrichtigkeit der ursprünglich
leis
tungszusprechenden
Rentenverfügung ausgegangen werden könne. Darüber hinaus sei gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 2
7.
Oktober 2013 wie auch
auf
d
as
rheumatologische Gutachten von
Dr.
med.
E._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, vom 2
0.
Mai 2010, von ei
nem unveränderten Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit 1999 aus
zugehen (
Urk.
1 S. 6 f.).
2.3
I
m vorliegenden
V
erfahren
ist die zweifellose Unrichtigkeit der
Verfügung vom
7.
Mai 2002
zu prüfen
, mit welcher dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab dem
1.
September 1999
und ausgehend von einem Invaliditätsgrad von
67
%
eine ganze Rente zugesprochen wurde (
Urk.
10
). In medizinischer Hinsicht stützte
sich die genannte Verfügung im Wesentlichen auf den
C._
-Schlussbericht vom 1
1.
Januar 2002, wobei die involvierten Fachpersonen dem Beschwerde
führer in einer leichten und rückenadaptierten Tätigkeit eine 50%ig
e Arbeitsfä
higkeit attestierten (
Urk.
7/67 S. 5).
Aufgrund der wiedererwägungsweisen Aufhebung der ursprünglich
leistungszu
sprechenden
Verfügung ist im Folgenden zunächst zu prüfen, ob die damalige Einschätzung des medizinischen Sachverhalts als zweifellos unrichtig zu be
zeichnen ist.
3.
3.1
Im Anschluss an den Rückweisungsentscheid des hiesigen Gericht
s
(Urteil vom 2
0.
Juni 2000,
Urk.
7/34) holte die Beschwerdegegnerin zunächst einen ärztli
chen Bericht bei der
Klinik F._
ein, wo der Beschwerdeführer sich in der Zeit vom 1
3.
Juli bis
3.
August 2000 stationär aufhielt.
Die für den Bericht vom 2
0.
Oktober 2000 verantwortlichen Fachärzte attestier
ten dem Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht
für leichte bis mittel
schwere Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50
%
. Die bestehende schmerzhafte funktionelle Einschränkung der Wirbelsäulenbeweglichkeit sollte durch Muskelaufbautraining aufgehoben werden können. Sie würden eine er
gänzende Abklärung der Arbeitsunfähigkeit als notwendig erachten (
Urk.
7/39).
3.2
Nachdem
Dr.
med.
G._
vom RAD die eingeholten Auskünfte der
Klinik F._
als schwammig bezeichnet und sich dahingehend
ge
äussert
hatte
, dass hier wohl eine volle Arbeitsfähig
keit vorliege (
Urk.
7/41), wurden weitere Abk
lärung
en
in die Wege geleitet.
3.3
PD
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Neurochirurgie, diagnostizierte in sei
nem Bericht
5.
Februar 2001 schwere degenerative Veränderungen der ganzen LWS (
Osteochondrose
L1/2/3 und L4/5, nicht
kompressive
Diskusprotrusion
me
dian L5/S1/
Spondylarthrose
, Status nach Diskushernie L5/S1 links, nicht mehr nachweisbar).
Auszugehen sei von einem chronischen und invalidisierenden
Lumboverte
-
bralsyn
drom
, wobei es praktisch unmöglich sei, hier einen Zusam
menhang zwischen einem einzelnen Bewegungssegment und der diffusen Schmerzsymptomatik zu finden. Entsprechend gebe es hier auch keine chirur
gische Antwort auf das Problem. Der Beschwerdeführer habe mit einer
Rücken
operation
keine guten Aussichten, anschliessend besser dazustehen als heute.
Vielmehr sollte er jetzt aus den restlichen körperlichen Möglichkeiten eine be
friedigende Berufstätigkeit finden, am besten mit Hilfe des Zentrums in
I._
(
Urk.
7/51).
3.4
Dr.
B._
diagnostizierte in seinem Gutachten vom 2
7.
April 2001 eine chro
nisch rezidivierende
Lumboischialgie
links bei Diskushernie L5/S1 links, ein chronisch rezidivierendes
Cervikalsyndrom
und
Lumbovertebralsyndrom
bei generell engem Spinalkanal und beginnenden degenerativen Veränderungen.
Der Patient klage über lumbale Rückenbeschwerden mit Ausstrahlungen zum linken Bein (bis zur Fusssohle) sowie über leichte Kniebeschwerden beim Knien. Die Beschwerden seien
seit
über zwei Jahre
n
mehr oder weniger unverändert. Seines Erachtens gehöre der Patient umgehend einem Neurochirurgen vorge
stellt und müsse operiert werden. Bis zu einer wirksamen Behandlung würden sich weitere Kommentare zur Arbeitsunfähigkeit erübrigen (
Urk.
7/50).
3.5
Die für den
C._
-Schlussbericht verantwortlichen Fachpersonen stützten sich in diagnostischer Hinsicht auf die Einschätzungen von PD
Dr.
H._
sowie
Dr.
B._
. Die Abklärung habe in der Zeit vom
5.
bis 3
0.
November 2001 statt
gefunden.
Der Beschwerdeführer sei bei allen Arbeiten stark verlangsamt, meist unkonzentriert sowie in Gedanken versunken gewesen und habe insgesamt ei
nen antriebs- und kraftlosen Eindruck gemacht.
Auch bei einer Verkürzung der Arbeitszeit auf 6 Stunden sei er lediglich auf eine Leistung zwischen 10 und 20
%
gekommen. Trotz seines im Laufe der dritten Woche zunehmend spürba
ren Einsatzes und dem Versuch, sein Möglichstes zu zeigen, sei er schliesslich nicht über eine Leistung von 40
%
bei knapp 6 Stunden täglich hinausgekom
men, was einer Gesamtleistung von rund 30
%
entspreche.
Die angestammte Tätigkeit als Gipser könne der Beschwerdeführer
behinderungs
bedingt
nicht mehr ausüben. In einer leichten und
rückenadap
tierten
Tätigkeit könne dem Beschwerdeführer eine 50%ige Arbeitsfähigkeit zu
gemutet werden (
Urk.
7/67)
, was die entsprechende Beurteilung des Hausarztes
Dr.
med.
J._
vom
7.
Juni 2001 bestätigte (vgl.
Urk.
7/54/3).
4.
4.1
Die von der Beschwerdegegnerin im Anschluss an das Urteil des hiesigen Ge
richt
s
vom 2
0.
Juni 2000 getätigten Abklärungen sind zumindest aus damaliger Sicht als umfangreich zu bezeichnen. So wurde keineswegs leichtfertig auf eine erste Einschätzung der medizinischen Sachlage durch die
Klinik F._
abgestellt, sondern weitere Abklärungen angestrengt, letztlich auch durch eine Abklärung der funktionellen Leistungsfähigkeit im
C._
. Dass sich der
C._
-Schlussbericht ausschliesslich auf die subjekti
ven Angaben des Beschwerdeführers stützen soll,
trifft
aufgrund der vorliegen
den Akten
klar
nicht
zu.
V
ielmehr
beruht
die Einschätzung
auf einer vier
wöchi
gen Abklärung
, wobei sowohl
Dr.
med.
K._
,
Facharzt
FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, sp
ez. Rheumatologie (siehe vor all
em Anhang in
Urk.
7/67/7-9) als auch die
dipl.
Berufsberaterin
L._
daran beteiligt wa
ren.
Z
umindest
ab
der dritten Woche
kann gemäss der Zusammenfassung der Abklärungsergebnisse auch
nicht mehr von einer erheblichen Selbstlimitierung aus
gegangen werden
.
Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin im Rahmen der ursprünglichen
Leistungszusprache
ist
jedenfalls
vor diesem H
intergrund nicht zu beanstanden;
keinesfalls erscheint es
als
zweifellos unrichtig.
4.2
Darüber hinaus ist anzumerken, dass die ursprüngliche
Leistungszusprache
mit Verfügung vom
7.
Mai 2002 erfolgte.
Das Bundesgericht hielt in diesem Zu
sammenhang mehrfach fest, dass
Berentungen bei Verhältnissen wie den vor
liegenden seinerzeit einer weit verbreiteten Rechtspraxis
entsprochen hätten
und insbesondere auch vereinbar mit dem damals seitens der
Durchführungsor
gane
noch nicht einlässlich hinterfragten subjektiven Krankheitsbegriff in der praktizierenden Medizin
gewesen seien
. Gegenläufige objektivierende Gesichts
punkte
seien
erst mit der
4.
und
5.
IV-Revision und der Begründung der Recht
sprechung BGE 130 V 352 zur anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 683/03 vom 1
2.
März 2004) in den Vordergrund
gerückt (Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2013 vom 1
2.
Februar 2014 E. 4.3.2 und 9C_994/2010 vom 1
2.
April 2011 E. 3.2.2).
Selbst wenn man somit davon ausginge, dass im Rahmen der damaligen Einschät
zung der Arbeitsfähigkeit auch
beziehungsweise
zu sehr
auf die subjektiven Anga
ben des Beschwerdeführers abge
stellt worden wäre, könnte die ursprünglich leistungszusprechende Verfügung nicht als
qualifiziert
unrichtig bezeichnet werden.
Insgesamt kann die mit Verfügung vom
7.
Mai 2002 erfolgte
Leistungszuspra
che
nicht als zweifellos unrichtig bezeichnet werden, so dass eine
wiedererwä
gungsweise
Aufhebung derselben ausser Betracht fällt.
4.3
Grundsätzlich unbestritten ist vorliegend, dass es zu keiner wesentlichen Verbes
serung des gesundheitlichen Zustandes gekommen ist, welche
revisions
rechtlich
beachtlich sein könnte
(
Urk.
2 und
7/167 S. 5 und 7 f.)
. Dies ergibt sich auch aus
dem rheumatologischen Gutachten von
Dr.
E._
vom 2
0.
Mai 2010 sowie dem MEDAS-Gutachten vom 2
7.
Oktober 2013 (
Urk.
7/105
S. 41,
Urk.
7/156 S. 37).
Ein weitgehend unveränderter Zustand ergibt sich auch aus dem MRI der LWS vom 1
8.
September 2014 (
Urk.
7/189).
Vor diesem Hin
tergrund fällt eine Revision des Leistungsanspruches gestützt auf
Art.
17 ATSG ausser Betracht.
Zusammenfassend führt dies
zur
Aufhebung der angefochtenen Verfügung
mit der
Feststellung, dass der Beschwerdeführer weiterhin Anspruch auf die bisher ausgerichtete
Dreiviertelsrente
hat.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerde
führer eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen
dung von
Art.
61
lit
. g ATSG, namentlich unter Berücksichtigung der Bedeu
tung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf
Fr.
2
'
0
00.-- (in
klusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.