Decision ID: c20904b4-4922-5230-b569-30a5bd4fbe90
Year: 2017
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A.a A._ (nachfolgend: Versicherte) wurde am 9. Juni 2000 als Beifahrerin eines
Personenwagens in einen Unfall verwickelt und zog sich dabei eine subcapitale
Humerusfraktur mit Abriss des Tuberculum majus rechts zu (Suva-act. 1 ff.). Die
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) erbrachte insbesondere gestützt auf
das polydisziplinäre Gutachten der Klinik Valens vom 7. Juli 2004 (Suva-act. 163) für
die verbleibende Beeinträchtigung aus dem Unfall ab 1. März 2005 eine Invalidenrente
von 50% (Suva-act. 185).
A.b Für die Zeit vom 1. Juni 2001 bis 31. Dezember 2003 hatte die
Invalidenversicherung der Versicherten eine ganze Rente zugesprochen (Suva-act. 212;
vgl. dazu den die Versicherte betreffenden Entscheid des Versicherungsgerichtes des
Kantons St. Gallen vom 28. November 2006, IV 2005/168). Im Februar 2012 meldete
sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an (vgl.
Suva-act. 262-19). Diese veranlasste eine polydisziplinäre Begutachtung bei der SMAB
AG (Swiss Medical Assessment- and Business-Center; nachfolgend SMAB). Gestützt
auf das am 10. Oktober 2013 ergangene Gutachten (Suva-act. 262) setzte die
Invalidenversicherung den Invaliditätsgrad mit Verfügung vom 15. April 2014 auf 20%
fest und verneinte einen Rentenanspruch (Suva-act. 283). Die Verfügung erwuchs
unangefochten in Rechtskraft.
A.c Nach Durchführung des von der Suva eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens
(Suva-act. 285 ff.) setzte diese mit Verfügung vom 24. September 2014 – ausgehend
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vom SMAB-Gutachten sowie der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med. B._,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
FMH, vom 4. September 2014 (Suva-act. 290) – die Rente mit Wirkung ab 1. Oktober
2014 auf 20% herab (Suva-act. 291). Die dagegen am 27. Oktober 2014 erhobene und
am 28. November 2014 begründete Einsprache (Suva-act. 298, 301) wies die Suva mit
Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2015 ab (Suva-act. 308).
B.
B.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess die Versicherte (nachfolgend:
Beschwerdeführerin) durch Rechtsanwalt Martin Frey, St. Gallen, am 23. November
2015 Beschwerde erheben und beantragen, der angefochtene Einspracheentscheid sei
aufzuheben und der Beschwerdeführerin seien die gesetzlichen Leistungen zu
erbringen. Eventuell sei das Verfahren zu weiteren Abklärungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G
1).
B.b Mit Beschwerdeantwort vom 11. Januar 2016 beantragte die Suva (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung des
Einspracheentscheids vom 21. Oktober 2015 (act. G 3).
B.c Mit Replik vom 4. April 2016 hielt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am
Beschwerdeantrag fest (act. G 9). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die
Einreichung einer Duplik (act. G 11).
B.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der
übrigen Akten wird, soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.

Erwägungen
1.
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Am 1. Januar 2017 sind die aufgrund der 1. UVG-Revision geänderten Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der
dazugehörenden Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft
getreten. Nachdem vorliegend Bestimmungen zur Anwendung gelangen, die mit der
Revision keine Änderung erfahren haben, erübrigt sich eine intertemporalrechtliche
Beurteilung.
2.
Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist, ob die
Beschwerdegegnerin die mit rechtskräftiger Verfügung vom 23. Februar 2005 seit 1.
März 2005 zugesprochene Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von
50% (Suva-act. 185) zu Recht per 1. Oktober 2014 auf eine Invalidenrente basierend
auf einen Invaliditätsgrad von 20% herabgesetzt hat.
2.1 Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10% invalid (Art.
8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des
Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
2.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur
Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die
geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.
Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des
Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen
Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich
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verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5). Eine Veränderung der gesundheitlichen
Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in
seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat
(Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mai 2009, 9C_261/2009, E. 1.2). Dagegen stellt die
bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen
unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein
genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (Urteil des
Bundesgerichts vom 3. Oktober 2013, 8C_211/2013, E. 2.2). Im Bereich der
obligatorischen Unfallversicherung ist die erforderliche Erheblichkeit der
Sachverhaltsänderung gegeben, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5% verändert (BGE
140 V 87 E. 4.3).
2.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht.
Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für
die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a je mit
Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die
Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im
Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als
im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus
dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Selbstverständlich
greift diese obgenannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und – im
Beschwerdefall – das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich
nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu
vermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu
entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b).
Ist eine vorliegend zu prüfende anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts nicht
mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast
beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Dezember 2012,
8C_549/2012, E. 2).
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2.4 Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der
freien Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das Gericht die
Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das
Gericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen
und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere
medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist
entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den
Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht
oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3.a). Die Invaliditätsschätzung der
Invalidenversicherung entfaltet gegenüber dem Unfallversicherer keine
Bindungswirkung und bei der beweismässigen Auswertung medizinischer Berichte und
Gutachten sind die von der Rechtsprechung vorgegebenen Regeln zu beachten (Urteil
des Bundesgerichts vom 25. August 2011, 8C_543/2011, E. 3).
3.
Die Frage der wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen beurteilt sich
durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenverfügung bestanden hat (bzw. der letzten rechtskräftigen Verfügung, welche
auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs beruht), mit demjenigen zur Zeit der streitigen
Revisionsverfügung (BGE 134 V 132 f. E. 3). Die ursprüngliche Verfügung der
Beschwerdegegnerin, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs der
Beschwerdeführerin beruht, datiert vom 23. Februar 2005 (Suva-act. 185), die streitige
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Revisionsverfügung wurde am 24. September 2014 erlassen (Suva-act. 291). Zu prüfen
ist damit, ob eine wie in E. 2.2 beschriebene wesentliche Änderung in den
tatsächlichen Verhältnissen zwischen Februar 2005 und 24. September 2014 vorliegt,
womit ein Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG gegeben wäre.
3.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der ursprünglichen Rentenzusprache
insbesondere auf das polydisziplinäre Gutachten der Klinik Valens vom 7. Juli 2004.
Deren Ärzte diagnostizierten mindestens mit Wahrscheinlichkeit durch das Ereignis
vom 9. Juni 2000 verursacht ein chronifiziertes Impingement-Syndrom der rechten
Schulter insbesondere mit/bei möglicher neurogener Komponente nach partieller
Nervenläsion des rechten Nervus axillaris im Sinne einer Neuropathie und Zeichen einer
erheblichen Frozen shoulder mit deutlich reduziertem Gelenksvolumen (Arthro-MRI 9.
Oktober 2003, Suva-act. 128), ein chronifiziertes zervikovertebrales und
zervikozephales Schmerzsyndrom rechts, eine Anpassungsstörung mit längerer
depressiver Reaktion sowie ohne Zusammenhang mit dem Unfallereignis ein
panvertebrales Schmerzsyndrom ohne sichere Hinweise auf eine Fibromyalgie. In einer
stressarmen und körperlich adaptierten Tätigkeit sei in Anbetracht der Unfallfolgen eine
50%-ige Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit
möglich. In zeitlicher Hinsicht sollte die Beschwerdeführerin halbtags arbeitsfähig sein.
Nicht mehr zumutbar seien Tätigkeiten, die ein gutes Gleichgewicht verlangen würden.
Arbeiten über Kopf, Tätigkeiten mit gehaltenen Armpositionen rechts und vorgeneigtem
Stehen sollten nur selten vorkommen. Vorgeneigtes Sitzen, Kriechen, Knien,
Hockestellung, wiederholtes Kniebeugen, Treppen- und Leiternsteigen sollten nur
manchmal ausgeübt werden. Die zeitliche Limitierung ergebe sich v.a. durch eine
negative Veränderung der Grundstimmung, eine vermehrte Reizbarkeit und
Konzentrationsstörungen neben den Funktionsbehinderungen des rechten Armes und
der Halswirbelsäule. Auch die psychiatrische Diagnose spiele demnach eine Rolle in
der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit, womit auch eine Tätigkeit ohne jeglichen Einsatz
der rechten Schulter resp. der oberen Extremität nur halbtags möglich wäre. Es müsse
unbedingt auch die psychiatrische Komponente in die Belastbarkeit einbezogen
werden (Suva-act. 163-49 ff.).
3.2
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3.2.1 Das SMAB-Gutachten vom 10. Oktober 2013, das für die
Beschwerdegegnerin u.a. Grundlage für den streitigen Einspracheentscheid war, nennt
als Diagnosen eine mittel¬gradige depressive Episode sowie eine MRT-gesicherte
Supraspinatus- und Subscapularistendinopathie der rechten Schulter und eine mässige
AC-Gelenkarthrose. Diese Gesundheitsschäden hätten negative Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit. Weiter erwähnen die Gutachter eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung, einen Status nach Autounfall am 9. Juni 2000 mit dabei erlittener und
am 19. Juni 2000 korrekt osteosynthetisch versorgter subcapitaler Oberarmfraktur
sowie Abrissfraktur des Tuberculum majus (OSME am 19. September 2000), eine
cervicovertebrale und lumbovertebrale Skoliosefehlhaltung und Chondrosen,
Spondylosen und Spondylarthrosen ohne wesentliche funktionsrelevante Klinik,
anamnestisch einen Status nach Cholezystektomie sowie eine Adipositas (Suva-act.
262-30 f.). Diese Beeinträchtigungen hätten keine Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit. Bei den Bewegungsprüfungen der Schultergelenke seien die
Globalfunktionen des Überkopf-, Nacken- und Schulterblattgriffes rechts wie links
vollständig gelungen. Bei den passiven Bewegungsprüfungen habe die
Beschwerdeführerin mit einer jeweils endphasigen Schmerzauslösung der rechten
Schulter in allen Ebenen reagiert. Es bestehe aber kein messbares Defizit. Weiter
bestünden keine klinischen Aspekte einer Rotatorenmanschettenruptur und
Supraspinatus-/Infraspinatus-/Subscapularistendinopa-thie oder einer anderweitigen
funktionsrelevanten Schultergelenkbinnenschädigung. Beide Schultern seien ohne
Zeichen einer Instabilität und eines Impingements (Suva-act. 262-25). Die in der MRT-
Arthrographie des rechten Schultergelenkes und Röntgen rechte Schulter vom 28.
August 2013 beschriebenen Befunde einer Läsion der Supraspinatussehne und einer
Strukturverdickung der Subscapularissehne würden also klinisch asymptomatisch
verlaufen (Suva-act. 262-27). Die früher beschriebenen funktionellen
Beeinträchtigungen würden allesamt aktuell nicht mehr vorliegen; der erwähnte Befund
einer Frozen shoulder liege nicht mehr vor und die Schulterbeweglichkeit sei nicht
messbar beeinträchtigt (Suva-act. 262-32). Die Beschwerdeführerin sei für
altersassoziierte leichte bis mittelschwere Tätigkeiten geeignet. Tätigkeiten in
wiederholter oder häufiger Überschulterposition mit dem rechten Arm seien mit
Hinweis auf die aktuellen MRI-Abklärungsergebnisse der Supraspinatus- und der
Subscapularissehnenbefunde ungünstig und würden ein Risiko bergen, bei einer
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übermässigen Beanspruchung Beschwerden zu verursachen. Das Heben, Tragen und
Bewegen von Lasten sei mit dem rechten Arm mit 10 kg, mit dem linken Arm mit 15 kg
sowie beidarmig mit 12.5 kg limitiert. Die zuletzt bis zum Ereignis vom 9. Juni 2000
ausgeübte Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin in einer Pilzfarm sei hinreichend
angepasst und könne bei einem vollen Pensum und einer Minderung der
Leistungsfähigkeit von 20% wieder aufgenommen werden. Die Minderung der
Leistungsfähigkeit gehe zu Lasten von auch in angepassten Tätigkeiten nicht gänzlich
vermeidbaren, rechtsseitigen Schultergelenksbeschwerden (Suva-act. 262-32).
Aufgrund der aktenanamnestischen Angaben und der Angaben der
Beschwerdeführerin sei der Beginn einer psychiatrisch bedingten Arbeitsunfähigkeit
nicht sicher beschreibbar. Eine verstärkte depressive Symptomatik werde ab 2010
beschrieben. Der Beginn der höhergradigen, psychiatrisch bedingten
Arbeitsunfähigkeit werde von der behandelnden Psychiaterin auf den 28. Juni 2011
datiert. Es könne davon ausgegangen werden, dass ab diesem Zeitpunkt eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gegeben sei. Die Einschränkung gelte für die
bisherige wie auch für eine leidensangepasste Arbeit. Der im letzten psychiatrischen
Arztbericht vom 18. Januar 2013 angegebenen durchgehenden Arbeitsunfähigkeit von
100% ab dem 28. Juni 2011 könne hingegen aufgrund der gemachten Untersuchung
nicht gefolgt werden. Das Ausmass der depressiven Symptomatik sei vor allem von
den psychosozialen Belastungen getriggert. Es könne sein, dass im Verlauf zeitweise
eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe. Eine durchgängige
Arbeitsunfähigkeit von 100% sei aber nicht ableitbar. Vom Ausmass der Depression
zum Untersuchungszeitpunkt her lasse sich eine knapp mittelgradige Episode
beschreiben. Die Beschwerdeführerin gebe nicht an, dass die depressive Symptomatik
seit Mitte 2011 anhaltend deutlich ausgeprägter gewesen sei als zum
Untersuchungszeitpunkt. Auch sei zu erwarten, dass durch eine weitere Reduktion der
psychosozialen Belastungsfaktoren die depressive Symptomatik rückläufig sein werde.
Bei zumutbarer Willensanstrengung sei deshalb eine höhergradige Arbeitsfähigkeit
gegeben. Aufgrund dieser Ausführungen würden die Einschätzungen im Gutachten zu
jener der behandelnden Psychiaterin differieren. Mit dem angegebenen Zeitrahmen des
Auftretens einer Arbeitsunfähigkeit ab dem 28. Juni 2011 stimme man jedoch überein
(Suva-act. 262-33 f.). Es bestehe aus psychiatrischer Sicht sowohl in der bisherigen als
auch in einer Verweistätigkeit (bei Arbeiten, welche nur einfache bis mässig
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anspruchsvolle Anforderungen an die kognitive Leistungsfähigkeit stellen [Suva-act.
262-32]) seit 28. Juni 2011 eine Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 80%
(volles Pensum und Minderung der Leistungsfähigkeit um 20%, Suva-act. 262-44).
Auch in der Gesamtbeurteilung beider Fachgebiete (orthopädisch und psychiatrisch)
ergebe sich in angestammter und adaptierter Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80%
(Suva-act. 262-33).
3.2.2 Dr. med. C._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates FMH, Kreisarzt, auf dessen Bericht sich der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin stützt, beschreibt in seinem Bericht anlässlich der Untersuchung
vom 19. Februar 2014, welche aufgrund einer Abklärung bezüglich Indikation weiterer
physiotherapeutischer Therapien anberaumt wurde (Suva-act. 271), dass sich die
Beweglichkeit der rechten Schulter gemäss Beschwerdeführerin nicht verbessert habe.
Objektiv bestehe eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit im rechten Schultergelenk
mit maximal isolierter Anteversion 100 Grad, Abduktion 90 Grad, fehlender
Aussenrotation bei 90 Grad flektiertem Ellbogengelenk, knapp durchführbarem
Schürzengriff tieflumbal und Nackengriff bis cervical mit angelegtem Oberarm. Die
Muskelkonditionierung an beiden Armen sei nahezu gleichseitig ausgeprägt. 13 Jahre
nach dem Unfallereignis könne von weiterer Physiotherapie keine namhafte Besserung
der Beweglichkeit im rechten Schultergelenk erwartet werden (Suva-act. 275-5).
3.2.3 Dr. B._ führt in seiner Beurteilung vom 4. September 2014 unter Hinweis auf
das SMAB-Gutachten aus, dass sich der Zustand des rechten Schultergelenkes
anhand objektiv zu erhebender Befunde unzweifelhaft gebessert habe. Es würden sich
keine Anhaltspunkte für Atrophien finden und das rechte Schultergelenk sei mittlerweile
frei beweglich. Funktionseinschränkungen, wie sie noch in der kreisärztlichen
Abschlussuntersuchung vom 19. August 2002 (Suva-act. 88) geschildert worden seien,
liessen sich nicht mehr feststellen. Das im SMAB-Gutachten formulierte
Zumutbarkeitsprofil könne gestützt auf den orthopädischen Schulterbefund aus
kreisärztlicher Sicht vollumfänglich übernommen werden. Bezüglich weiterer
medizinischer Massnahmen werde auf die kreisärztlichen Ausführungen vom 19.
Februar 2014 verwiesen (Suva-act. 290-3).
4.
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Zu prüfen ist, ob aufgrund der vorgenannten medizinischen Berichte mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, dass bei der Beschwerdeführerin eine objektive
Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten ist und damit eine gesteigerte
Arbeitsfähigkeit vorliegt.
4.1 Das SMAB-Gutachten vom 10. Oktober 2013 entspricht den praxisgemässen
Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise vollumfänglich. Es ist für die
streitigen Belange umfassend, beantwortet es doch die Frage nach den
gesundheitlichen Beeinträchtigungen, der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und
auch der Veränderung des Gesundheitszustandes. Es beruht im Übrigen auf den
notwendigen allseitigen Untersuchungen in orthopädischer und psychiatrischer
Hinsicht, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und legt der Beurteilung auch
aktuelle bildgebende Unterlagen zugrunde. Die Gutachter schildern ausführlich die von
der Beschwerdeführerin erwähnten Leiden und Einschränkungen und setzen sich
detailliert damit sowie mit dem Verhalten der Beschwerdeführerin und den
verschiedenen Inkonsistenzen (vgl. Suva-act. 262-29) auseinander. Die Expertise
wurde sodann in Kenntnis der Vorakten (vgl. Suva-act. 262-4 ff.) abgegeben und sie
leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung
der medizinischen Situation ein. In diesem Sinne erscheinen die Schlussfolgerungen als
begründet.
4.2 Auffällig sind zwar – wie von der Beschwerdeführerin moniert – die
unterschiedlichen aktuellen Befunde in Bezug auf die Beweglichkeit der rechten
Schulter. Während der orthopädische SMAB-Gutachter und gestützt darauf Dr. B._
von einem frei beweglichen rechten Schultergelenk ausgehen (vgl. vorstehende E. 3.2.1
und 3.2.3), spricht Dr. C._ von einer deutlich eingeschränkten Beweglichkeit (vgl. E.
3.2.2) in einem Umfang, wie sie bereits bei der ursprünglichen Rentenzusprache
bestand (vgl. zu den ähnlichen Beweglichkeitswerten Suva-act. 163-14, 163-46,
275-4). Wie die Beschwerdegegnerin aber richtig ausführt, stützte sich Dr. C._ bei
seiner Einschätzung bezüglich Zustand der rechten Schulter lediglich auf eine manuelle
Untersuchung, welche zwar klinische, aber keine ausreichend objektivierbaren
Ergebnisse hervorbringen kann (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Oktober 2008,
8C_124/2008, E. 6.1). Bei der Prüfung der Beweglichkeit der Schultern hatte sich Dr.
C._ offensichtlich von den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin leiten zu
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lassen. Seiner Beurteilung lagen dabei – im Gegensatz zum orthopädischen Gutachter
der SMAB – weder aktuelle bildgebende Befunde zugrunde (vgl. dazu Suva-act. 262-26
f.) noch würdigte er die Beobachtung, dass die Beschwerdeführerin spontan mit der
rechten Hand ihren Mantel an einen ca. 15 cm über Kopf positionierten Kleiderhaken
aufhängte (Suva-act. 275-3), was auf eine bewusste oder unbewusste
Symptomausweitung/Aggravation bei der klinischen Untersuchung hindeutet.
Nachdem sich – wie erwähnt – Dr. C._ in seinem Bericht lediglich zur Frage der
Indikation weiterer physiotherapeutischer Therapien zu äussern hatte, fand – im
Gegensatz zum SMAB-Gutachten – verständlicherweise keine umfassende Würdigung
statt. Dies führt indes dazu, dass sein Bericht auch in Bezug auf die Einschränkungen
durch die rechte Schulter keine konkreten Indizien gegen die Beweiskraft des SMAB-
Gutachtens begründet. Insbesondere sprechen gerade auch der Wegfall bedeutender
Diagnosen (Impingementsyndrom, Frozen shoulder [Suva-act. 262-25, 32]) und die
nahezu identische Muskelkonditionierung, wie es sich aus dem Bericht von Dr. C._
ergibt (Suva-act. 275-4), für den gezogenen Schluss im SMAB-Gutachten, dass
bezüglich Beschwerden der rechten Schulter eine Verbesserung – im Vergleich zum
Jahr 2004 – eingetreten ist. Auch aus dem Umstand, dass die orthopädischen
Untersuchungen der SMAB früher (August 2013, Suva-act. 262-1) als jene von Dr.
C._ (Februar 2014, Suva-act. 275-1) durchgeführt wurden, kann die
Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Veränderungen im
Schulterbereich zwischen August 2013 und Februar 2014 werden weder geltend
gemacht noch sind solche ersichtlich. Insgesamt ist damit ein Revisionsgrund
rechtsgenüglich ausgewiesen.
4.3
4.3.1 Laut medizinischen Akten ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit auch von einem psychisch verbesserten Gesundheitszustand
auszugehen. Die Parteien haben zwar die Entwicklung desselben nicht thematisiert.
Der Beurteilung einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit lag jedoch nebst den somatischen
Leiden auch eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion nicht
unerheblich zugrunde (Suva-act. 157-16 f., 163-49, 53). Es kommt hinzu, dass im
Gutachten der Klinik Valens vom 7. Juli 2004 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
davon ausgegangen wurde, dass ohne Unfallverletzung mit den nachfolgend
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anhaltenden Schmerzen das psychische Störungsbild nicht entstanden wäre (Suva-act.
163-47). Der Unfall wurde somit als natürlich kausal für die psychischen Leiden
beschrieben; deren Entwicklung ist damit revisionsrechtlich auch von Relevanz.
4.3.2 Die Beschwerdeführerin leidet nach wie vor an einer depressiven
Symptomatik. Während ursprünglich eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver
Reaktion diagnostiziert wurde (Suva-act. 163-49), wird im SMAB-Gutachten aktuell
eine mittelgradige depressive Episode beschrieben (Suva-act. 262-30). Anlässlich der
psychiatrischen Exploration am 20. Mai 2004 hatte die Beschwerdeführerin ein
tendenziell zunehmendes depressives Syndrom mit verminderter Freudfähigkeit,
Reizbarkeit, konkreten Suizidgedanken, Grübelneigung, Insuffizienzgefühlen sowie
Konzentrationsstörungen gezeigt (Suva-act. 163-47). Die Gutachter hatten leichte
Einschränkungen in der Aufmerksamkeit und der Konzentration während der
Exploration sowie eine leicht gedrückte, mit verminderter Freudfähigkeit und
gelegentlicher Reizbarkeit versehene Grundstimmung beschrieben (Suva-act. 157-13).
Demgegenüber ergibt sich aus den psychiatrischen Befunden gemäss Expertise des
SMAB folgendes Bild: Die Konzentration und die Aufmerksamkeit vermochte die
Beschwerdeführerin während der ganzen Untersuchungsdauer aufrecht zu halten, ohne
nachzulassen. Der formale Gedankengang war geordnet und kohärent, flüssig, nicht
depressiv gehemmt oder gar gesperrt. Im inhaltlichen Denken zeigte sich eine
vermehrte Beschäftigung mit ihren Schmerzen und Einschränkungen; die
Beschwerdeführerin blieb aber darin gedanklich nicht gefangen. Sie habe sich zwar
etwas schwunglos gezeigt, aber nicht erschöpft und eine psychomotorische Unruhe sei
nicht auszumachen gewesen. Eine Suizidalität wurde verneint (Suva-act. 262-40 f.).
Selbst wenn sich leicht- bis mittelgradige Einschränkungen der Merkfähigkeit gezeigt
haben und die affektive Schwingungsfähigkeit reduziert und mässig zum depressiven
Pol verschoben war (vgl. wiederum Suva-act. 262-40 f.), belegt der Vergleich der
zitierten Befunde auch ohne eingehende Prüfung der Kausalität zwischen dem Unfall
im Jahr 2000 und dem aktuellen psychischen Leiden, dass sich der psychische
Gesundheitszustand seit dem Jahr 2004 zumindest leicht verbessert hat. Dafür
sprechen auch die regelmässigen und ausgiebigen Sozialkontakte, welche die
Beschwerdeführerin pflegt (Suva-act. 262-37, 43). Insgesamt ist festzuhalten, dass sich
gestützt auf das SMAB-Gutachten auch der psychische Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin, zumindest der unfallkausale, seit dem Jahr 2004 verbessert hat.
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5.
Ist ein Revisionsgrund gegeben, ist der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig
und vollständig festgestellten Sachverhaltes neu und ohne Bindung an frühere
Invaliditätsschätzungen zu ermitteln (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Oktober 2014,
9C_378/2014, E. 4.2).
5.1 Wie bereits erwähnt, entspricht das SMAB-Gutachten vom 10. Oktober 2013 den
Anforderungen, welche die Praxis an den Beweiswert einer Expertise stellt (E. 4.1) und
nimmt inhaltlich genügend Bezug auf die revisionsrechtlich relevanten Fragestellungen.
Damit besteht eine 80%-ige Arbeitsfähigkeit (bei vollem Pensum und einer 20%-igen
Minderung der Leistungsfähigkeit) in der bis zum Unfall ausgeführten Tätigkeit als
Betriebsmitarbeiterin in einer Pilzfarm als auch in weiteren angepassten Tätigkeiten
(Suva-act. 262-33). Die um 20% verminderte Leistungsfähigkeit resultiert sowohl aus
den Schulterbeschwerden (Suva-act. 262-28) als auch aufgrund der psychischen
Beeinträchtigungen (Suva-act. 262-30). Damit besteht die 20%-ige Einschränkung,
selbst wenn der kausale Zusammenhang zwischen den aktuellen psychischen Leiden
und dem Unfallereignis nicht mehr gegeben wäre.
5.2 Nicht bestritten und nicht zu beanstanden ist das von der Beschwerdegegnerin für
die Bemessung des Invaliditätsgrades herangezogene Valideneinkommen (Suva-act.
283-2, 299-2). Faktisch hat die Beschwerdegegnerin einen Prozentvergleich
vorgenommen, was angesichts der Tatsache, dass das Validen- und
Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn, nämlich demjenigen von
Frauen für Tätigkeiten mit Kompetenzniveau 1 aller Wirtschaftszweige (vgl.
Gesetzestexte 1. Säule, Aktualisierte Anhänge, AHV, in www.ahv-iv.ch > Webshop >
Gesetzestexte 1. Säule), zu berechnen ist, nicht zu beanstanden ist. Diesfalls entspricht
der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines
allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juli 2012,
8C_365/2012, E. 7).
5.3 Zu prüfen bleibt, ob von diesem Tabellenlohn zur Ermittlung des
Invalideneinkommens ein Abzug vorzunehmen ist. Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu
berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten
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Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und
entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind
und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird
dem Umstand Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale
einer versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe
haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3). Die lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt wird
sich lohnsenkend auswirken (vgl. u.a. Urteile des Bundesgerichts vom 10. Februar
2011, 9C_617/2010, E. 4.3, vom 15. Juli 2009, 9C_524/2008, E. 4 und 4.2, und vom 4.
Mai 2012, 9C_22/2012, E. 3.2). Dasselbe gilt in Bezug auf den Umstand, dass auch
leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit zusätzlichen Einschränkungen (Limitierungen
beim Heben, Tragen und Bewegen von Lasten, keine übermässige Beanspruchung mit
dem rechten Arm [Suva-act. 262-32]) einhergehen. Es ist aber auch zu beachten, dass
sich die Abwesenheit vom Arbeitsmarkt bei Tätigkeiten mit Kompetenzniveau 1 nur
geringfügig auswirkt. Insgesamt erweist sich ein Abzug (nach gesundheitlicher
Verbesserung in Abweichung zum Entscheid des Versicherungsgerichtes des Kantons
St. Gallen vom 28. November 2006, IV 2005/168, E. 2.f, wo ein solcher von 15%
vorgenommen wurde) von noch 10% als angemessen.
5.4 Unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 10% resultiert bei 80%-iger
Arbeitsfähigkeit ein Invaliditätsgrad von 28% (20% + [80% x 0.1]).
6.
6.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass der
angefochtene Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2015 aufgehoben und der
Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2014 eine Invalidenrente entsprechend einem 28%-
igen Invaliditätsgrad zugesprochen wird. Zur Festsetzung und Ausrichtung der
Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen hat die
obsiegende Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Parteientschädigung gegenüber
der Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese
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ermessensweise – wie in vergleichbar aufwändigen Fällen üblich – auf pauschal Fr.
4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.