Decision ID: 239abc81-5001-56b6-8853-08efaf94a1ee
Year: 2013
Language: de
Court: SG_VG
Chamber: SG_VG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Seilbahn Palfries wurde 1941 für militärische Zwecke erstellt und 1980 erneuert.
Die Talstation befindet sich auf dem Grundstück Nr. 1834 auf dem Talgrund des Alviers
im Gebiet Ludi-Ragnatsch in Heiligkreuz (Politische Gemeinde Mels), die Bergstation
auf dem Grundstück Nr. 2880 im Gebiet Palfries (Politische Gemeinde Wartau).
Eigentümerin der beiden Grundstücke und der Anlagen ist die Schweizerische
Eidgenossenschaft. Da das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und
Sport die Seilbahn nicht mehr benötigt, steht sie zurzeit ausser Betrieb.
Die 1998 gegründete Genossenschaft "Seilbahn Palfries" bezweckt, die Anlage zu
erwerben, in eine zivile Nutzung zu überführen und als Kleinbahn für die Zukunft zu
sichern. Das Betriebskonzept vom August 2002 mit den Nachträgen I vom Januar 2008
und II vom Januar 2010 sieht neben einem WC-Anbau an die Bergstation und dem
Einbau eines Kassahäuschens, eines Büros, eines Aufenthaltsraums und von zwei WC-
Räumen in der Talstation die Erstellung von 41 Parkplätzen für Personenwagen und
eines Carparkplatzes auf dem Grundstück Nr. 1834 und dem südwestlich
angrenzenden Grundstück Nr. 1185 vor (vgl. Nachtrag zum Baugesuch vom 15. Januar
2010; act. 12.3/6 und 7). Talstation und Parkplätze werden von der Staatsstrasse her
durch den 4 bis 4,20 Meter breiten und rund siebzig Meter langen, als
Gemeindestrasse dritter Klasse eingeteilten und Teil des Grundstücks Nr. 1834
bildenden Ludiweg erschlossen. In Spitzenzeiten soll ein Shuttle-Bus fünfzig weitere
Parkplätze auf einem zwei Kilometer von der Talstation entfernten, der
Schweizerischen Eidgenossenschaft gehörenden Grundstück erschliessen. Die
Betriebszeiten für Passagierfahrten werden auf die Sommersaison (Auffahrt bis
Saisonende des Berggasthauses Palfries bzw. längstens 15. November) beschränkt
und dauern je nach Bedarf und Witterung von 8 bis 20 Uhr (montags bis donnerstags
und sonntags) bzw. bis 22 Uhr (freitags und samstags auf Bestellung von mindestens
16 Personen). Die Zahl der Nachtfahrten zwischen 20 und 22 Uhr ist auf 25 pro Saison
beschränkt. Der Transport von Fluggeräten ist untersagt (vgl. Nachtrag II zum
Betriebskonzept vom 15. Januar 2010, act. 12.3/5). Bei einer Fahrgeschwindigkeit von
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fünf Metern pro Sekunde beträgt die Fahrzeit elf Minuten. Die beiden Kabinen bieten je
zehn Personen Platz (vgl. www.seilbahninventar.ch). Im zivilen Betrieb wird die
Kapazität auf acht Personen je Kabine beschränkt, so dass von einer Personenleistung
von 32 Personen pro Stunde und Fahrtrichtung ausgegangen werden kann.
B./ Die Regierung des Kantons St. Gallen bewilligte am 14. März 2000 die zivile
Umnutzung der Seilbahn, hob die Bewilligung jedoch am 28. August 2000
wiedererwägungsweise auf (act. 12.2/111). Unter Rückzug eines zweiten, vom 24. Juli
bis 6. August 2001 öffentlich aufgelegten Baugesuchs reichte die Genossenschaft am
18. September 2002 ein drittes Gesuch ein (act. 12.2/135-143). Das Baudepartement
bewilligte am 6. Dezember 2004 die Umnutzung gestützt auf das Betriebskonzept vom
August 2002. Die Gesamtverfügung enthielt auch die Zustimmung des Amtes für
Raumentwicklung zur Baubewilligung - damals lagen die Talstation im übrigen
Gemeindegebiet und die auf einer Fläche von rund 850 m in einer Entfernung von rund
300 Metern geplanten vierzig Parkplätze in der Landwirtschaftszone - und die
gewässerschutzrechtliche Bewilligung sowie die Baubewilligungen der Gemeinderäte
von Wartau und Mels. Die Einsprachen wurden, soweit auf sie eingetreten wurde,
abgewiesen (act. 12.2/233). Die Regierung wies die gegen die Gesamtverfügung
erhobenen Rekurse am 6. Dezember 2005 ab, soweit sie darauf eintrat.
Das Verwaltungsgericht hiess die von X. und Y.Z. sowie von J.H., dem
Rechtsvorgänger von U.V., gegen den Regierungsentscheid erhobenen Beschwerden
am 3. Juli 2006 teilweise gut, hob den angefochtenen Entscheid sowie die ihm
zugrunde liegende Gesamtverfügung des Baudepartements samt den dazugehörigen
Verfügungen auf und wies die Angelegenheit im Sinn der Erwägungen zu neuer
Entscheidung an die Politischen Gemeinden Mels und Wartau zurück (B 2005/234, act.
12.2/291). Es erwog im Wesentlichen, die Überführung der militärischen Seilbahn in
den zivilen Betrieb habe zwar keine Veränderungen der technischen Einrichtungen zur
Folge. Das Änderungspotential werde aber derart ausgeschöpft, dass kein Raum mehr
für die Bewilligung einer Erweiterung bestehe und das Bauvorhaben nicht als teilweise
Änderung im Sinn des Baurechts bewilligt werden könne. Die geplanten Parkplätze
stünden weder in offensichtlicher Abhängigkeit noch in räumlicher Beziehung zur
Talstation. Es stelle sich die Frage der Standortgebundenheit der Seilbahn und
allenfalls der "abgeleiteten Standortgebundenheit" der Parkplätze.
2
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C./ Nachdem das Gebiet Ludi-Ragnatsch mit Zonenplanänderung vom 1. Dezember
2009 (vom Baudepartement am 14. Mai 2010 genehmigt; act. 12.2/387) der Bauzone -
die Grundstücke Nrn. 1834 und 1185 mit der Talstation und den neu geplanten
Parkplätzen der Zone für öffentliche Bauten, die übrigen überbauten Flächen der
Wohn- und Gewerbezone WG3 - zugeteilt worden war, stimmte das kantonale Amt für
Raumentwicklung und Geoinformation am 31. Mai 2011 einer Bewilligung der
geplanten baulichen Veränderungen zu, soweit sie Bauten und Anlagen ausserhalb der
Bauzone (Bergstation) betraf. Das Baudepartement, handelnd durch den Leiter des
Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation, bewilligte am 1. Juni 2011 die
Umnutzung für zivile Zwecke entsprechend dem Betriebskonzept vom August 2002
samt Nachträgen. Die Baubewilligungen wurden vom Gemeinderat Wartau am 8. Juni
2011 und vom Gemeinderat Mels am 10. Juni 2011 – mit den Auflagen, bei der
Talstation eine 2,5 Meter hohe Sicht- und Lärmschutzwand zu erstellen und die
Warnklingel durch ein Warnlicht vor der Abfahrt der Bahn zu ersetzen - erteilt. Die
Einsprachen von X. und Y.Z. sowie von U.V. wurden abgewiesen, soweit auf sie
einzutreten war.
Die von X. und Y.Z. sowie von U.V. durch ihren gemeinsamen Rechtsvertreter gegen
die Bewilligungen und Einspracheentscheide erhobenen Rekurse überwies das
Baudepartement wegen Vorbefassung dem Departement des Innern zur weiteren
Bearbeitung. Dieses führte am 19. Oktober 2011 bei der Talstation der Seilbahn einen
Augenschein durch. Dabei wurden der Bahnbetrieb unter Beizug von Militärpersonen
simuliert und von einer Fachperson des kantonalen Amts für Umwelt Schallmessungen
auf dem Grundstück Nr. 0000 durchgeführt. Die Beteiligten verzichteten in
gegenseitigem Einvernehmen auf weitere Messungen während des Augenscheins. Die
Regierung wies die Rekurse am 6. März 2012 ab.
D./ Gegen den am 9. März 2012 versandten Entscheid der Regierung (nachfolgend
Vorinstanz) erhoben X. und Y.Z. (Miteigentümer der Grundstücke Nrn. 0000 und 0001)
sowie U.V. (Eigentümer des Grundstücks Nr. 0002; nachfolgend Beschwerdeführer)
durch ihren gemeinsamen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 26. März 2012 und
Ergänzung vom 21. Mai 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den Anträgen,
unter Kosten- und Entschädigungsfolge seien der angefochtene Entscheid sowie die
ihm zugrunde liegenden Entscheide und Bewilligungen aufzuheben und das
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Baugesuch abzuweisen, eventualiter sei die Angelegenheit an die erstinstanzlichen
Bewilligungsbehörden zurückzuweisen.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 11. Juni 2012 die Abweisung der
Beschwerde. Die Genossenschaft "Seilbahn Palfries" (nachfolgend
Beschwerdegegnerin) beantragte durch ihren Rechtsvertreter mit Vernehmlassung vom
3. Juli 2012, die Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen,
soweit darauf einzutreten sei. Die Politische Gemeinde Wartau verzichtete am 14. Juni
2012 auf eine Vernehmlassung. Die Politische Gemeinde Mels (nachfolgend
Beschwerdebeteiligte) beantragte am 2. Juli 2012 die Abweisung der Beschwerde,
soweit auf sie einzutreten sei. Die Schweizerische Eidgenossenschaft verzichtete
stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Die Beschwerdeführer nahmen zu den
Vernehmlassungen keine Stellung.
Auf die Ausführungen der Beschwerdeführer, der Vorinstanz, der Beschwerdegegnerin
und der Beschwerdebeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird, soweit erforderlich,
in den Erwägungen eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. In verfahrensrechtlicher Hinsicht bezweifeln die Beschwerdeführer die kantonale
Zuständigkeit (vgl. dazu nachfolgend E. 2.1.). Sodann rügen sie eine Verletzung der
Ausstandsregeln (vgl. dazu nachfolgend E. 2.2.) und des Anspruchs auf rechtliches
Gehör (vgl. dazu nachfolgend E. 2.3.). Schliesslich machen sie geltend, soweit die
Vorinstanz auf das Rechtsmittel nicht eingetreten sei, sei ihnen zu Unrecht die
Legitimation abgesprochen worden (vgl. dazu nachfolgend E. 2.4.).
2.1. Die Beschwerdeführer machen geltend, die Erteilung der Bewilligung falle nicht in
die kantonale Zuständigkeit. Massgebend sei die tatsächliche Transportkapazität von
zehn Personen je Kabine, welche eine Bundesbewilligung erfordere. Die Vorinstanz
stellt darauf ab, dass die Bewilligung die Kapazität auf maximal acht Personen je Fahrt
(und Richtung) beschränkt. Das Bundesamt für Verkehr, das für die Erteilung der
Bundesbewilligung zuständig wäre (Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Seilbahnen
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zur Personenbeförderung [Seilbahngesetz; SR 743.01, abgekürzt SebG]), und die
Kontrollstelle des Interkantonalen Konkordates für Seilbahnen und Skilifte (nachfolgend
Kontrollstelle) teilen in ihren Mitberichten vom 15. August 2011 und vom 31. August
2011 die Auffassung der Vorinstanz (vgl. act. 12.1/11 und 15).
Gemäss Art. 2 Abs. 1 lit. a des Konkordats über die nicht eidgenössisch
konzessionierten Luftseilbahnen und Skilifte (sGS 712.1, nachfolgend Konkordat)
bezieht sich das Konkordat auf alle Luftseilbahnen für Personen- oder
Warentransporte, ausgenommen die Luftseilbahnen, die der eidgenössischen
Konzessionspflicht unterstehen. In die Zuständigkeit der Bundesbehörden fallen
namentlich Luftseilbahnen, die der Personenbeförderung dienen und für die eine
Personenbeförderungskonzession notwendig ist (vgl. Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 3 Abs. 1 SebG). Lediglich eine kantonale Bewilligung braucht, wer eine Seilbahn,
insbesondere einen Skilift oder eine Kleinluftseilbahn, bauen oder betreiben will, die
keine Konzession nach dem Personenbeförderungsgesetz benötigt (Art. 3 Abs. 2
SebG). Kleinseilbahnen sind gemäss Art. 3 Abs. 2 der Verordnung über Seilbahnen zur
Personenbeförderung (Seilbahnverordnung; SR 743.011, abgekürzt SebV) Seilbahnen
einschliesslich Sonderanlagen, die für den Transport von höchstens acht Personen je
Fahrtrichtung zugelassen sind. Diese Regelung ist kongruent mit den Bestimmungen
des Bundesgesetzes über die Personenbeförderung (Personenbeförderungsgesetz; SR
745.1, abgekürzt PBG). Nach Art. 7 Abs. 1 PBG, welcher die Personenbeförderung von
geringer Bedeutung betrifft, benötigen Skilifte und Kleinseilbahnen ohne
Erschliessungsfunktion eine Bewilligung des Kantons, wobei der regelmässigen und
gewerbsmässigen Personenbeförderung gemäss Art. 3 Abs. 1 PBG dann eine
Erschliessungsfunktion zukommt, wenn sie ganzjährig bewohnte Ortschaften
erschliesst. Art. 8 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die Personenbeförderung (SR
745.11, abgekürzt VPB) nimmt Fahrten mit nicht spurgeführten Fahrzeugen, die nach
ihrer Bauart und Ausstattung nicht dazu bestimmt und geeignet sind, mehr als neun
Personen, einschliesslich der Fahrerin oder des Fahrers, zu befördern, vom
Personenbeförderungsregal aus.
Sowohl Art. 8 Abs. 1 lit. a VPB, welche an die Zweckbestimmung des Fahrzeugs, als
auch Art. 3 Abs. 2 SebV, welcher an der Zulassung anknüpft, stellen nicht auf die
theoretische Transportkapazität ab. Dieses Verständnis legt auch Art. 19 Ziff. 1 des
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Reglements über Bau und Betrieb der nicht eidgenössisch konzessionierten
Seilbahnen, Skilifte und Schrägaufzüge (sGS 712.11, aktuelle Version auf www.ikss.ch,
nachfolgend Reglement) nahe. Danach ist im Fahrzeug die zulässige Personenzahl
deutlich und dauerhaft anzuschlagen. Der Wortlaut dieser Regelung ist ebenfalls dahin
gehend zu verstehen, dass die tatsächliche Kapazität über die bestimmungsgemässe
und bewilligte Kapazität hinaus gehen kann. Die zuständige Bundesbehörde verweist in
diesem Zusammenhang auf Werksbahnen, welche bis zu fünfzig Personen fassen, bei
denen jedoch die gewerbsmässige Beförderung mit der kantonalen Betriebsbewilligung
auf acht Personen beschränkt wird (vgl. act. 12.1/11). Die Beschwerdeführer
begründen ihren Standpunkt im Übrigen einzig damit, die Beschränkung werde
möglicherweise nicht eingehalten. Die Möglichkeit, dass Bedingungen und Auflagen,
die mit einer Bewilligung verbunden sind, nicht eingehalten werden, führt zu
Sanktionen im Widerhandlungsfall, schliesst aber die Erteilung einer Bewilligung nicht
aus. So führt beispielsweise der Umstand, dass auf Strassen
Geschwindigkeitsbeschränkungen gelten, deren Einhaltung lediglich punktuell
überwacht werden kann, nicht dazu, dass Fahrzeuge, welche in der Lage sind, sie zu
überschreiten, nicht zum Verkehr zugelassen werden.
2.2. Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung von Art. 7 Abs. 2 VRP und Art. 29 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, abgekürzt BV), da
der Vorsteher des Baudepartements bei der Behandlung der Rekursangelegenheit in
der Regierung zwar nicht mitgestimmt, aber mitberaten habe. Die Vorinstanz führt dazu
aus, Art. 7 Abs. 2 VRP schliesse die beratende Mitwirkung nicht aus. Die
Anforderungen an den Ausstand seien nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
in den verwaltungsinternen Rechtsmittelverfahren nicht gleich hoch wie bei den
gerichtlichen Verfahren.
Gemäss Art. 7 Abs. 2 VRP sind Behördemitglieder, die in einer Streitsache bereits bei
einer Vorinstanz mitgewirkt haben, nicht stimmberechtigt. Der von der Regierung
behandelte Rekurs richtete sich gegen Verfügungen und Entscheide der Gemeinderäte
Mels und Wartau sowie des Baudepartements und der Abteilung Bauen ausserhalb
Bauzonen des kantonalen Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation. Der den
seilbahnrechtlichen Teil der Bewilligung betreffende Entscheid des Baudepartements
ist vom dafür zuständigen Leiter des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation
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unterzeichnet (vgl. Art. 25 lit. f des Geschäftsreglements der Regierung und der
Staatskanzlei, sGS 141.3; Nr. BD.A.11 des Anhangs zur Ermächtigungsverordnung,
sGS 141.41). Der Verwaltungsakt ist zwar dem Baudepartement zuzurechnen. Er wurde
jedoch nicht vom Departementsvorsteher getroffen. Damit liegt kein Fall von Art. 7
Abs. 2 VRP vor. Abgesehen davon stimmte der Vorsteher des Baudepartements beim
angefochtenen Rekursentscheid der Regierung nicht mit und wäre damit – dem
Wortlaut der Bestimmung entsprechend – einer allfälligen Ausstandspflicht
nachgekommen.
Die Teilnahme des Vorstehers des Baudepartements an der Beratung der
Rekursangelegenheit durch die Regierung steht auch nicht im Widerspruch zu Art. 29
Abs. 1 BV. Aus dieser Bestimmung ergibt sich der Anspruch auf richtige
Zusammensetzung der Verwaltungsbehörde bzw. darauf, dass diese vollständig und
ohne Anwesenheit Unbefugter entscheidet (vgl. BGer 2P.26/2003 in: ZBl 106/2005
S. 103 E. 3.4). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind politische Behörden
(Kantonsregierungen, Gemeindeexekutiven usw.) aufgrund ihres Amtes, anders als ein
Gericht, nicht allein zur (neutralen) Rechtsanwendung oder Streitentscheidung berufen.
Sie tragen zugleich eine besondere Verantwortung für die Erfüllung bestimmter
öffentlicher Aufgaben (BGer 2A.364/1995 vom 14. Februar 1997 in ZBl 99/1998 S. 289
E. 3b). Unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten kann deshalb nicht beanstandet
werden, wenn bei der Behandlung einer Beschwerde im Gesamtregierungsrat der
Vorsteher der Direktion mitwirkt, deren Entscheid angefochten ist (BGer 5P.284/2000
vom 8. September 2000 E. 4 mit Hinweisen). Dies darf jedenfalls dann gelten, wenn der
Departementsvorsteher wie vorliegend am Vorentscheid nicht tatsächlich mitgewirkt
und deshalb lediglich eine systembedingte Nähe zum Entscheidträger bestanden hat
(vgl. B. Schindler, Die Befangenheit der Verwaltung, Zürich 2002, S. 164 ff.).
2.3. Die Beschwerdeführer rügen, es sei ihnen bezüglich der Betriebsbewilligung vom
9. September 2010 und der Inspektion vom 16. April 2010 der Kontrollstelle keine
Akteneinsicht gewährt worden. Der Inspektionsbericht vom 16. April 2010 wurde von
der Beschwerdegegnerin zusammen mit der Rekursvernehmlassung eingereicht
(act. 12.1/13-8) und dem Rechtsvertreter vom verfahrensleitenden Departement am
12. September 2011 unter Ansetzung einer Frist zur weiteren Ergänzung des Rekurses
bis 30. September 2011 zur Kenntnis gebracht; die Kanzlei des Rechtsvertreters
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bestätigte, das Schreiben samt den darin aufgeführten Akten erhalten zu haben
(vgl. act. 12.1/18). Auch die Betriebsbewilligung vom 9. September 2010 war Teil der
Vorakten (act. 12.2/391), deren Aushändigung die Kanzlei am 30. September 2011
bestätigte. Die Rüge ist deshalb unbegründet.
2.4. Die Beschwerdeführer beanstanden, dass die Vorinstanz nicht auf sämtliche
Rügen eintrat. Nach der aktuellen bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGer
1C_296/2010 vom 25. Januar 2011) könne der Einsprecher sämtliche Abweichungen
des Baugesuchs vom geltenden Recht rügen, auch wenn ihn einzelne Punkte nicht
direkt beträfen. Entscheidend sei, ob bei Gutheissung der entsprechenden Rügen ein
praktischer Nutzen entstehe. Sie beanstanden, dass die Vorinstanz auf die Rügen, die
Umnutzung sei mit der Lage im Objekt Nr. 1613 des Bundesinventars für Landschaften
und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung und mit dem Flachmoor von nationaler
Bedeutung Nr. 942 im Gebiet Palfries nicht vereinbar, nicht eintrat. Vorab ist
anzumerken, dass die Rekursinstanz gemäss Dispositiv die Rechtsmittel abgewiesen
und keinen – partiellen – Nichteintretensentscheid gefällt hat.
Gemäss Art. 33 Abs. 3 lit. a des Bundesgesetzes über die Raumplanung
(Raumplanungsgesetz; SR 700, abgekürzt RPG) gewährleistet das kantonale Recht
gegen Verfügungen betreffend die Raumplanung die Legitimation mindestens im
gleichen Umfang wie für die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an
das Bundesgericht. Art. 89 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht
(Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, abgekürzt BGG) verlangt, dass der
Beschwerdeführer über eine spezifische Beziehungsnähe zur Streitsache verfügt und
einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen
Entscheids zieht. Die Nähe der Beziehung zum Streitgegenstand muss bei
Bauprojekten insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein. Ein schutzwürdiges
Interesse liegt vor, wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation des
Beschwerdeführers durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst werden kann
(vgl. BGE 137 II 30 E. 2.2.1 und 2.2.2). Ist die besondere Beziehungsnähe in räumlicher
Hinsicht gegeben, braucht das Anfechtungsinteresse nicht mit dem Interesse
übereinzustimmen, das durch die vom Beschwerdeführer als verletzt bezeichneten
Normen geschützt wird. Der Nachbar kann mithin die Überprüfung eines Bauvorhabens
im Licht all jener Rechtssätze verlangen, die sich rechtlich oder tatsächlich in dem Sinn
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auf seine Stellung auswirken, dass ihm im Fall des Obsiegens ein praktischer Nutzen
entsteht. Nicht zulässig ist hingegen das Vorbringen von Beschwerdegründen, mit
denen einzig ein allgemeines öffentliches Interesse an der richtigen Anwendung des
Rechts verfolgt wird, ohne dass dem Beschwerdeführer im Fall des Obsiegens ein
Vorteil entsteht (vgl. BGE 137 II 30 E. 2.2.3 mit Hinweis auf BGE 133 II 249 E. 1.3.2).
Kann ein Bauvorhaben nicht wie geplant realisiert werden, wenn die Beschwerdeführer
mit ihrer Rüge durchdringen, sind sie deshalb zum Rechtsmittel legitimiert (vgl. BGE
137 II 30 E. 2.3).
Soweit die Beschwerdeführer sich gegen den WC-Anbau an die Bergstation wenden,
fehlt ihnen ein schutzwürdiges Interesse, da sie aus der Verhinderung dieses
Bauvorhabens keinen praktischen Nutzen ziehen könnten. Gemäss Art. 17 Ziff. 12
Reglement sind in mindestens einer Station oder in zumutbarer Entfernung davon ein
heizbarer Aufenthaltsraum sowie Toilettenanlagen vorzusehen. Weitergehende
Anforderungen lassen sich aus dem allgemeinen Baurecht nicht ableiten. Angesichts
des vorgesehenen Einbaus von WC-Räumen in der Talstation hängt die Bewilligung der
zivilen Umnutzung der Seilbahn nicht davon ab, dass der WC-Anbau an die Bergstation
bewilligt wird. Insoweit hätte die Vorinstanz in diesem Punkt einen
Nichteintretensentscheid fällen dürfen.
Anderes gilt für die Einwände der Beschwerdeführer, es fehle an den
Durchleitungsrechten sowie am Nachweis eines rentablen Betriebs der Anlage und die
zivile Nutzung der Seilbahnanlage sei mit deren Lage im Objekt Nr. 1613 "Speer-
Churfirsten-Alvier" gemäss Anhang der Verordnung über das Bundesinventar der
Landschaften und Naturdenkmäler (SR 451.11, abgekürzt VBLN) und dem Objekt
Nr. 942 "Palfries" gemäss Anhang 1 der Verordnung über den Schutz der Flachmoore
von nationaler Bedeutung (Flachmoorverordnung; SR 451.33, abgekürzt FMV) nicht
vereinbar. Würden die Beschwerdeführer mit diesen Einwänden durchdringen, dürfte
die zivile Umnutzung nicht oder allenfalls nicht im vorgesehenen Umfang bewilligt
werden. Die Vorinstanz hat sich zu diesen Punkten auch in materieller Hinsicht
geäussert und festgehalten, in den Akten fänden sich zwischen den Eigentümern der
Grundstücke Nrn. 349, 2072, 1833 und 2073 einerseits und der Eigentümerin des
Grundstücks Nr. 1834 anderseits abgeschlossene Dienstbarkeitsverträge sowie
nachvollziehbare Überlegungen zur Rentabilität des Betriebs, und das bewilligte
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Vorhaben lasse sich mit den erwähnten Schutzobjekten vereinbaren, da die geringe
Transportkapazität und die eingeschränkten Betriebszeiten deren weitgehende
Unversehrtheit gewährleisteten und die Linienführung das Flachmoor nicht tangiere
(act. 2, angefochtener Entscheid E. 12d, S. 28 f.).
Insgesamt erweist sich das Dispositiv des angefochtenen Entscheides deshalb nicht
als fehlerhaft. Zudem ist den Beschwerdeführern kein Nachteil entstanden, da sich die
Vorinstanz auch zu jenen Rügen in der Sache abschlägig geäussert hat, bei denen sie
eine Legitimation zum Rekurs bezweifelt hat.
3. In materiell-rechtlicher Hinsicht ist von den Regeln des Konkordates auszugehen.
Gemäss dessen Art. 5 Abs. 1 erteilen die Kantone die Bewilligung zum Bau oder zum
Betrieb einer Anlage erst dann, wenn das Projekt oder die Anlage in baulicher,
technischer und finanzieller Hinsicht den Bestimmungen des Konkordates und des
zugehörigen Reglements entspricht und wenn insbesondere die vorgeschriebenen
Versicherungen abgeschlossen sind. Für die baulichen Anlagen gelten gemäss Art. 6
Abs. 1 Reglement subsidiär die einschlägigen Vorschriften des Bundes und der
Kantone. Das Bundesrecht verbietet die Erteilung der kantonalen Bewilligung, wenn die
Anlage öffentliche Interessen des Bundes, wie namentlich Interessen der
Raumplanung, des Waldes, des Natur- und Heimatschutzes, des Umweltschutzes oder
der Landesverteidigung verletzt oder konzessionierte Transportunternehmen
wesentlich konkurrenziert (vgl. Art. 4 Abs. 3 lit. a und b SebV).
4. Umstritten sind zwischen den Verfahrensbeteiligten Fragen des Seilbahnrechts
(vgl. dazu nachfolgend E. 4.1.), des Raumplanungs-, Bau- und Strassenrechts
(vgl. dazu nachfolgend E. 4.2.), des Umweltschutzrechts (vgl. dazu nachfolgend E. 4.3.)
und des Natur- und Heimatschutzrechts (vgl. dazu nachfolgend E. 4.4.).
4.1. In seilbahnrechtlicher Hinsicht rügen die Beschwerdeführer nicht nachgewiesene
Durchleitungsrechte (vgl. dazu nachfolgend E. 4.1.1.) und Rentabilität (vgl. dazu
nachfolgend E. 4.1.2.) sowie eine unzulässige Neuerschliessung (vgl. dazu nachfolgend
E. 4.1.3.).
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4.1.1. Die Beschwerdeführer machen geltend, die gemäss Art. 4 Ziff. 1 lit. c Reglement
erforderlichen Durchleitungsrechte seien nicht genügend nachgewiesen. Für das
Grundstück Nr. 1833 fehle eine Durchfahrtsbewilligung. Die Vorinstanz hält dem
entgegen, die Durchleitungsrechte ergäben sich aus den von den Eigentümern der
Grundstücke Nrn. 349 (O.M.), 2072 (R.D.), 1833 und 2073 (F.A.) und 1834
(Schweizerische Eidgenossenschaft) abgeschlossenen Grunddienstbarkeitsverträgen.
Die Seilbahn Palfries führt über die Grundstücke Nrn. 1834, 1833, 2072, 2073 und 349
(Grundbuch Mels) sowie über die Grundstücke Nrn. 2800 und 2880 (Grundbuch
Wartau). Aus der Zeit der Erstellung der Bahn liegen Dienstbarkeitsverträge für
Durchleitungsrechte zulasten verschiedener Grundstücke vor (vgl. act. 12.2/2 für das
damalige Grundstück Nr. 2068, heute Nr. 1833; act. 12.2/3 für das Grundstück
Nr. 2072, abzuleiten aus dem Baurecht für den Seilbahnmast; act. 12.2/4 für die
Grundstücke Nrn. 2800 und 2880 sowie für dieselben Grundstücke
Grunddienstbarkeitsvertrag vom 15. Dezember 1949, act. 12.2/259, und die
Vereinbarung vom 3. Juli 2001, welche im Übrigen auch eine allenfalls erforderliche
Niveauanpassung der die Bahn unterhalb der Bergstation kreuzenden Strasse regelt,
act. 12.2/129). Insbesondere zulasten des Grundstücks Nr. 1833, Grundbuch Mels,
besteht eine Dienstbarkeit, welche ausdrücklich das Recht einräumt, die Liegenschaft
"mit einer Seilbahnanlage zu überspannen, dieselbe jederzeit und uneingeschränkt für
militärische und zivile Zwecke zu benützen, zu unterhalten und unbegrenzt weiter
bestehen zu lassen".
4.1.2. Die Beschwerdeführer machen sodann geltend, die in den Betriebskonzepten
vorgelegten Zahlen genügten den Anforderungen an Kostenvoranschlag,
Finanzierungsplan und Rentabilitätsrechnung nicht. Die Seilbahn könne nicht
wirtschaftlich betrieben werden. Die Vorinstanz hält dem entgegen, die erforderlichen
Unterlagen seien eingereicht worden. Aufgrund der Überlegungen des
Baudepartements könne der Betrieb der Seilbahn nicht von vornherein als unrentabel
bezeichnet werden. Eine absolute Gewissheit sei kaum je gegeben und dürfe auch von
der Seilbahn Palfries nicht verlangt werden.
Dem Gesuch um Erteilung der Baubewilligung sind unter anderem gemäss Art. 4 Ziff. 1
lit. d Reglement Kostenvoranschlag, Finanzierungsplan und Rentabilitätsberechnung
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beizulegen. Die Prüfung von Kostenvoranschlag und Finanzierungsplan kann
verhindern, dass Vorhaben mangels finanzieller Mittel baulich nicht abgeschlossen
werden können. Da die Seilbahn Palfries bereits erstellt ist, die zusätzlichen
Investitionen relativ gering sind und die Eigenmittel der Genossenschaft in der
Grössenordnung von 400'000 Franken für deren Realisation ausreichend erscheinen,
ist die vorinstanzliche Beurteilung, dass die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt
sind, nicht zu beanstanden. Hinsichtlich der Rentabilität ist anzumerken, dass weder
Art. 4 Ziff. 1 lit. d Reglement noch eine andere Bestimmung einen quantifizierten
Mindestnachweis verlangen. Die Aufstellung der Beschwerdegegnerin zur
Betriebsrechnung, auf welche sich die Vorinstanz stützt, geht je Saison von Ausgaben
von rund 100'000 Franken einerseits und von Einnahmen in der Grössenordnung von
120'000 Franken, d.h. bei 150 Betriebstagen von täglich 800 Franken, bei einem
Fahrpreis von 12 Franken rund sechzig Passagieren, anderseits aus. Diese Prognose
erscheint unter Berücksichtigung des Umstandes, dass die Höhe der Kosten auch vom
Auslastungsgrad abhängt und dass die Betreiber nicht in erster Linie wirtschaftliche
Interessen verfolgen einigermassen vorsichtig, so dass die vorinstanzliche Beurteilung,
die Anforderungen von Art. 4 Ziff. 1 lit. d Reglement seien erfüllt, nicht zu beanstanden
ist.
4.1.3. Die Beschwerdeführer bringen vor, neue Gebiete dürften mit Seilbahnen nur
erschlossen werden, wenn sie überdurchschnittliche Standortvorteile aufwiesen.
Besonders wertvolle Landschaften seien überhaupt nicht zu erschliessen. Die
Vorinstanz hält dem entgegen, das Gebiet Palfries sei mit zwei Berggasthäusern
(Palfries mit Zubringerstrasse, Stralrüfi) und einer Gipfelhütte (Alvier) bereits
erschlossen.
Nach Art. 7 SebV dürfen mit Seilbahnen neue Gebiete nur erschlossen werden, wenn
sie überdurchschnittliche Standortvorteile aufweisen (Abs. 2); besonders wertvolle
Landschaften sollen nicht erschlossen werden (Abs. 3). Im angefochtenen Entscheid
wird in diesem Zusammenhang zu Recht darauf verwiesen, dass das Gebiet Palfries, in
welches die Seilbahn führt, strassenmässig erschlossen ist. Deshalb kann offen
bleiben, ob die zivile Umnutzung der militärischen Seilbahn überhaupt als neue
Erschliessung zu behandeln ist.
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4.2. In planungs-, bau- und strassenrechtlicher Hinsicht ist umstritten, ob die
Voraussetzungen für die Erteilung einer Bewilligung gestützt auf Art. 24c RPG erfüllt
sind (vgl. dazu nachfolgend E. 4.2.1.), genügend tatsächlich und rechtlich gesicherte
Parkplätze zur Verfügung stehen (vgl. dazu nachfolgend E. 4.2.2.) und diese sowie die
Talstation strassenmässig ausreichend erschlossen sind (vgl. dazu nachfolgend
E. 4.2.3.).
4.2.1. Die Beschwerdeführer bringen vor, eine Bewilligung gestützt auf Art. 24 RPG
habe sich wohl unverändert als nicht möglich erwiesen, wenn sie wiederum gestützt
auf Art. 24c RPG erteilt worden sei. Die Militärseilbahn geniesse keinen
Bestandesschutz. Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts im Entscheid vom 3. Juli
2006 sei es aber schwierig, bei militärischen Bauten und Anlagen eine zivile
Folgenutzung zu finden, mit welcher die Identität der Baute im Sinn von Art. 42 der
Raumplanungsverordnung (SR 700.1, abgekürzt RPV) in den wesentlichen Zügen
gewahrt bleibe. Es sei mit mehr Fahrten und damit auch Auswirkungen auf Raum und
Umwelt auf der ganzen Strecke zu rechnen. Eine private Seilbahn mit beschränktem
und geschlossenem Benutzerkreis widerspreche dem Zweck der Zone für öffentliche
Bauten und Anlagen. Als Kleinluftseilbahn diene sie weder der Erschliessung von
Ortschaften noch sei sie von erheblicher touristischer Bedeutung.
Soweit die zur Seilbahn gehörenden Bauten und Anlagen samt den Parkplätzen in der
Zone für öffentliche Bauten – und damit nicht mehr ausserhalb des Baugebietes -
liegen, können sie nicht als zonenwidrig bezeichnet werden. Der Begriff der öffentlichen
Bauten und Anlagen wird in Art. 18 BauG zwar nicht umschrieben. Da die Seilbahn -
worauf die Vorinstanz zu Recht hinweist – jedoch der Allgemeinheit zur Benützung
offen steht, erscheint sie unabhängig von ihrer Transportkapazität als zonenkonform
(vgl. zur reichhaltigen Praxis: Waldmann/Hänni, Raumplanungsgesetz, Stämpflis
Handkommentar, Bern 2006, N 50 zu Art. 22 RPG; Talstationen von Luftseilbahnen
werden zonenmässig unterschiedlich behandelt: Hoher Kasten, Talstation Brülisau
Kernzone, Kirche usw. Zone für öffentliche Bauten; Ebenalp, Talstation Wasserauen
Landwirtschaftszone, angrenzender Bahnhof Zone für öffentliche Bauten; Kronberg,
Talstation Jakobsbad Wohn- und Gewerbezone WG3, angrenzender Bahnhof Zone für
öffentliche Bauten). Was die Talstation und die Parkplätze anbelangt, erübrigt sich
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damit eine Anwendung von Art. 24c RPG, welcher die Änderung bestehender
zonenwidriger Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone regelt.
Weiterhin ausserhalb der Bauzone liegen die Masten und Seile sowie die Bergstation
der bisher militärisch und neu zivil genutzten Seilbahn. Die Umnutzung erfordert an
Masten und Seilen keine baulichen Massnahmen im Sinn des Raumplanungsrechts.
Die Zweckänderung ist gemäss Art. 24a Abs. 1 RPG deshalb zu erteilen, wenn dadurch
keine neuen Auswirkungen auf Raum, Erschliessung und Umwelt entstehen (lit. a) und
sie nach keinem anderen Bundeserlass unzulässig ist (lit. b). Sobald die
Zweckänderung mit einer Mehrbelastung der Erschliessung und Umwelt verbunden ist,
fällt eine Bewilligung gemäss Art. 24a RPG ausser Betracht (vgl. BGer 1A.214/2002
vom 12. September 2003, teilweise veröffentlicht in ZBl 106/2005 S. 152 ff., E. 5.1.1
und 5.2.2). Eine Interessenabwägung findet nicht statt. Ergeben sich aus der
Zweckänderung Auswirkungen auf Raum, Erschliessung und Umwelt, ist eine
Bewilligung nach Art. 24a RPG ausgeschlossen, selbst wenn ihr keine anderen
Interessen entgegenstehen oder solche sogar überwiegend für eine Zweckänderung
sprechen (vgl. BGer 1A.214/2002 vom 12. September 2003, a.a.O., E. 5.1.2). Zwischen
den Verfahrensbeteiligten ist unbestritten, dass die Umnutzung einerseits zu einer
Reduktion des Betriebs im Winterhalbjahr, anderseits aber zu einer Erhöhung der
Anzahl Fahrten im Sommerhalbjahr und damit zu einer Mehrbelastung der Umwelt
führen wird. Die Bewilligung der Umnutzung lässt sich damit nicht auf Art. 24a RPG
stützen.
Nach Art. 24c Abs. 1 RPG werden bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und Anlagen
ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, in ihrem Bestand
geschützt und können erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder
wiederaufgebaut werden, sofern sie rechtmässig erstellt oder geändert worden sind.
Eine Zweckänderung ist als teilweise zu betrachten, soweit hinsichtlich Umfang,
äusserer Erscheinung sowie Zweckbestimmung die Wesensgleichheit der Baute oder
Anlage gewahrt wird und keine wesentlichen neuen Auswirkungen auf
Nutzungsordnung, Erschliessung und Umwelt geschaffen werden. Auch wenn sie nicht
mit einer flächenmässigen Ausdehnung verbunden sind, gelten Zweckänderungen nur
dann als teilweise Änderungen, wenn sie nicht zu einer völlig neuen wirtschaftlichen
Zweckbestimmung führen, sondern zu einer Nutzung, die von der bisherigen nicht
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grundlegend abweicht. Es ist dabei von einer Gesamtbetrachtung aller die Identität
einer Baute oder Anlage bestimmenden Faktoren (Nutzungsart, -intensität, Emissionen,
Erschliessung etc.) auszugehen (vgl. BGE 132 II 21 E. 7.1.1 und 7.1.2). Das
Verwaltungsgericht hat im Entscheid vom 3. Juli 2006 die Umnutzung dieser
militärischen in eine zivile Seilbahn aufgrund der nahen Verwandtschaft der Nutzungen
noch als teilweise Änderung im Sinn von Art. 24c RPG beurteilt, aber eine gleichzeitige
Erweiterung als über das zulässige Änderungspotenzial hinausgehend beurteilt
(vgl. dazu VerwGE B 2005/234 E. 2d/aa mit Hinweis auf Bundesamt für
Raumentwicklung, Erläuterungen zur Raumplanungsverordnung, S. 44). Da das
aktuelle Umnutzungsprojekt die vom Verwaltungsgericht als unzulässige Erweiterung
beurteilte Errichtung von Parkplätzen in der Landwirtschaftszone in einer Entfernung
von rund dreihundert Metern von der Talstation nicht mehr vorsieht, steht Art. 24c RPG
im Einklang mit dem in dieser Sache bereits im Jahr 2006 ergangenen Entscheid des
Verwaltungsgerichts einer Bewilligung nicht mehr entgegen.
Die Beschwerdeführer sind sodann der Auffassung, die touristische Umnutzung der
militärischen Seilbahn komme mangels Bestandesschutzes einer Neubewilligung
gleich. Gestützt auf den Grundtatbestand von Art. 24 RPG kann eine Zweckänderung
für Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone bewilligt werden, wenn der Zweck
einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert (lit. a) und keine überwiegenden
Interessen entgegenstehen (lit. b). Strassen und andere Erschliessungsanlagen
ausserhalb der Bauzone bedürfen – abgesehen von den Fällen der Planungspflicht –
einer Bewilligung im Sinn von Art. 24 RPG (vgl. Waldmann/Hänni, Stämpflis
Handkommentar, Bern 2006, N 16 zu Art. 24 RPG). Die positive Standortgebundenheit
der noch ausserhalb der Bauzone liegenden Bauten und Anlagen der Seilbahn -
Masten, Seile und Bergstation - zur militärischen oder zivilen Erschliessung des
Gebietes Palfries ist offenkundig. Alle sich widerstreitenden – öffentlichen und privaten
– Interessen sind gegeneinander abzuwägen (vgl. statt vieler BGE 129 II 68).
Ausgangspunkt der Interessenabwägung ist vorliegend der Umstand, dass die
Seilbahn bereits erstellt ist. Insoweit bedeutet die künftige zivile Nutzung an der Stelle
der früheren militärischen keine Veränderung des Objektes Nr. 1613 des
Bundesinventars der geschützten Landschaften und Naturdenkmäler. Vielmehr wird
das Erscheinungsbild der geschützten Landschaft, zu welcher auch die Seilbahn
gehört, erhalten. Die Anlage liegt unbestrittenermassen räumlich ausserhalb des
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national geschützten Flachmoores Nr. 942. Die Ausdehnung des Betriebs im
Sommerhalbjahr führt nicht zu einem neuartigen Eingriff in die Natur. Der – zusätzliche
- Eingriff beschränkt sich auf die höhere Häufigkeit von Geräuschimmissionen auf
einem relativ tiefen Niveau, welches die örtliche Wildpopulation in ihrem Bestand nicht
gefährdet. Der weitere Betrieb der Anlage steht sodann insoweit im öffentlichen
Interesse, als damit eine inventarisierte Seilbahn von regionaler Bedeutung erhalten
werden kann. Im wirtschaftlichen Interesse der Region liegt die damit verbundene
mässige Ausweitung der Kapazität in einem touristisch bereits erschlossenen Gebiet.
Die von der Vorinstanz erteilte Bewilligung der zivilen Umnutzung hält damit auch vor
Art. 24 RPG stand (vgl. dazu auch E. 4.4.).
4.2.2. Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass anlässlich der Sonderfahrten vom
17./19. Juni 2011 maximal 45 Parkplätze belegt gewesen seien und bei der Talstation
der Seilbahn 41 Parkplätze geschaffen werden. Sie beurteilt diese Anzahl unter
Berücksichtigung der beschränkten Kapazität der Seilbahn als genügend, zumal in
Spitzenzeiten die Möglichkeit bestehe, fünfzig Parkplätze auf einem rund zwei
Kilometer entfernt liegenden Grundstück, das mit einem Shuttle-Bus mit der Talstation
verbunden werden könne, benützt werden könnten. Die Beschwerdeführer begründen
ihre Bedarfsschätzung von 80 bis 100 Parkplätzen nicht weiter.
Art. 4 Ziff. 1 lit. b Reglement verlangt einen Parkplatznachweis, ohne quantitative
Vorgaben zu machen. Art. 2 Reglement verweist für die baulichen Anlagen ergänzend
auf die einschlägigen Vorschriften des Bundes und der Kantone. Auf Bundesebene
enthalten weder das Seilbahngesetz noch die Seilbahn- und die
Pendelbahnverordnung Vorschriften über die Erstellung von Parkplätzen. Nach Art. 72
Abs. 1 des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz;
sGS 731.1, abgekürzt BauG) kann der Bauherr bei Neuerstellung, Zweckänderung oder
Erweiterung von Bauten und Anlagen verpflichtet werden, auf privatem Grund
Abstellflächen für Motorfahrzeuge der Benützer oder Besucher zu schaffen. Es handelt
sich um eine Kann-Vorschrift. Wenn die politische Gemeinde keine Verpflichtung
vorgesehen hat – in der Regel im Baureglement oder in einem separaten
Parkplatzreglement – müssen keine Parkplätze erstellt werden. Eine einzelfallweise
Anordnung direkt gestützt auf Art. 72 BauG ist nicht zulässig (vgl. B. Heer, St.
Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 710). Art. 26 des Baureglements
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der Politischen Gemeinde Mels vom 15. Dezember 2009 (vgl. www.mels.ch, Online-
Schalter/ Publikationen) regelt das Erfordernis der Anzahl Parkplätze. Für Bauten und
Anlagen, bei denen es sich weder um Wohnbauten, Büros, Läden, Ateliers,
Kleingewerbe oder Restaurationsbetriebe handelt, bestimmt der Gemeinderat die
Anzahl der Pflichtparkplätze.
Indem der Gemeinderat der Politischen Gemeinde Mels die Baubewilligung für die
Parkplätze erteilt hat, hat er deren Anzahl in Ausübung seines Ermessens als genügend
erachtet. Die Vorinstanz ist von dieser Beurteilung nicht abgewichen. Sie ist unter
Berücksichtigung des konkreten Bedarfs beim Probebetrieb im Juni 2011, für den ein
der Exklusivität des Anlasses entsprechendes hohes Publikumsinteresse angenommen
werden darf, nicht zu beanstanden. Hinzu kommt, dass die Talstation – wenn auch mit
tiefer Frequenz – durch den öffentlichen Verkehr (Mels/Heiligkreuz Ragnatsch Linie 433)
erschlossen ist.
Der geltend gemachten fehlenden rechtlichen Sicherung der Parkplätze hält die
Vorinstanz zu Recht entgegen, das Bau- und Umnutzungsgesuch enthalte auch die
Unterschriften der Eigentümer der Grundstücke Nrn. 1185, 1833, 1834 und 3719
(vgl. act. 12.3/7). Die Vorinstanz hat gestützt auf den vom verfahrensleitenden
Departement durchgeführten Augenschein und die in den Akten liegenden Pläne in
nachvollziehbarer Weise geschlossen, es sei nicht ersichtlich, weshalb die Parkplätze
faktisch nicht erstellt und ohne die Beanspruchung der Grundstücke der
Beschwerdeführer genutzt werden können sollten. Ebensowenig sei ersichtlich, dass
eine zweckentsprechende Nutzung des Ludiwegs einer Nutzung der Parkplätze
entgegenstehe. Die Beschwerdeführer behaupten erstmals im Beschwerdeverfahren
(vgl. Beschwerdeergänzung S. 15), für die Seilbahn müsse eine neue Trafostation
gebaut werden, was wohl oder übel zu Lasten eines oder mehrerer Parkplätze auf den
Grundstücken Nrn. 1185 und 1834 gehen werde. Nachdem die massgebende
Rechtsordnung keine präzisen Vorgaben zur Zahl der erforderlichen Parkplätze macht,
ist nicht von Belang, ob die allfällige Erstellung der neuen Trafostation allenfalls
zulasten der für Parkplätze zur Verfügung stehenden Fläche geht. Ob es sich
abgesehen davon um ein unbeachtliches neues Vorbringen handelt, kann damit offen
bleiben. Das Ausmass der Beteiligung der einzelnen erschlossenen Grundstücke an
den Unterhaltskosten für den Ludiweg ist schliesslich nicht Gegenstand des
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vorliegenden Verfahrens, sondern richtet sich nach den einschlägigen Regeln des
Strassengesetzes.
4.2.3. Dem Einwand der Beschwerdeführer, die Erschliessung sei ungenügend, hält die
Vorinstanz entgegen, die Breite des Ludiwegs genüge, um die Hin- und Wegfahrt zu
den Anliegern zu gewährleisten. Ein Kreuzen sei möglich. Angesichts der
eingeschränkten Betriebszeit und der geringen Beförderungskapazität der Bahn sei
davon auszugehen, dass der Ludiweg durch den Zu- und Wegverkehr zur Talstation
nicht übermässig in Anspruch genommen werde und seine Nutzung im Rahmen seiner
Zweckbestimmung für alle Anlieger gewährleistet bleibe. Eine ungenügende
Erschliessung könne nicht mit einer nicht mehr gemeinverträglichen Nutzung durch
einen einzelnen – am vorliegenden Verfahren im Übrigen nicht beteiligten - Anlieger
begründet werden.
In der Beschwerde wird unter Hinweis auf einen Bauentscheid vom 28. Juni 2011 und
auf datierte Fotos (act. 9/2-4) geltend gemacht, solange die Verkehrssituation auf dem
Ludiweg ungenügend sei, sei die Zufahrt zu den für die Seilbahn vorgesehenen
Parkplätzen nicht gewährleistet und dürfe keine zusätzliche Nutzung bewilligt werden.
Das Seilbahnprojekt dürfe nicht anderen Projekten im Erschliessungsgebiet
vorgezogen werden. Da das Gebiet Ludi-Ragnatsch mit einem Teilzonenplan eingezont
worden sei, müsse zunächst der Ludiweg auf diese neu zulässigen Zwecke
ausgerichtet werden. Dazu gehöre auch die Erschliessung mit Elektrizität, wofür
offenbar eine relativ grosse Trafostation erforderlich sei. Die Gemeinde und die
Beschwerdegegnerin tolerierten die Zustände auf dem Ludiweg seit Jahren. Der
Eigentümer des Grundstücks Nr. 0003 halte sich in Absprache mit der
Beschwerdegegnerin nicht an den zulässigen Nutzungsrahmen. Eine Gemeindestrasse
dritter Klasse genüge für die Erschliessung einer öffentlichen Bauzone und von zwölf
Grundstücken nicht, da sie dem allgemeinen Motorfahrzeugverkehr nicht offen stehe.
Der Ludiweg sei deshalb zunächst in eine Gemeindestrasse zweiter Klasse
aufzuklassieren und auszubauen (Güterumschlag, Wendemöglichkeit und
Schleppkurven für Lastwagen). Unabhängig davon, ob solche Noven im
Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht überhaupt noch zulässig sind, gilt
Folgendes:
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Gemäss Art. 49 BauG dürfen Bauten und Anlagen nur auf erschlossenem Land
errichtet oder geändert werden (Abs. 1); Land ist erschlossen, wenn es insbesondere
über hinreichende Zu- und Wegfahrten verfügt (Abs. 2 lit. a). Eine Zufahrt ist dann als
hinreichend zu betrachten, wenn sie tatsächlich so beschaffen ist, dass sie bau- und
verkehrstechnisch der bestehenden und der geplanten Überbauung genügt, den zu
erwartenden Fahrzeugen und Fussgängern sicheren Weg bietet und von den
öffentlichen Diensten (namentlich Feuerwehr, Sanität, Kehrichtabfuhr und
Schneeräumung) ungehindert benützt werden kann, und – wenn sie über fremdes
Grundeigentum führt – rechtlich gesichert ist. Nach der Rechtsprechung des
Bundesgerichts gehört zu einer hinreichenden Zufahrt nach Art. 19 Abs. 1 RPG auch
das Verbindungsstück von der öffentlich zugänglichen Strasse zum Baugrundstück. In
Betracht zu ziehen sind die örtlichen Gegebenheiten sowie die Anlage und
Zweckbestimmung der Gebäude, denen die Zufahrt zu dienen hat. Stets ist das
gesamte Gebiet, welches von einer Strasse erschlossen wird, zu berücksichtigen
(vgl. a.a.O. Heer, Rz. 513 ff.).
Sachenrechtlich ist die Zufahrt zur Talstation ohne Weiteres gesichert, da der Ludiweg
Teil desselben Grundstücks bildet. Den Beschwerdeführern ist beizupflichten, wenn sie
vorbringen, die Erschliessung müsse sowohl dem Bedarf der öffentlichen Bauzone für
die Seilbahn als auch dem Bedarf der anliegenden Wohn- und Gewerbezone genügen.
Davon darf indessen ausgegangen werden, wenn die Fläche, welche als öffentliche
Strasse klassiert wurde, von den Anliegern zweckentsprechend – d.h. insbesondere
nicht im Sinn eines gesteigerten Gemeingebrauchs als Abstellfläche - genutzt wird. Der
Ludiweg erschliesst neben der Talstation wenige Häuser. Die mit einer Revision des
Strassenplans angestrebte Anpassung des Strassenverlaufs mit Schleppkurven und
Wendehammer steht im Zusammenhang mit der gewerblichen Nutzung des
Grundstücks Nr. 0003. Diese Nutzung wird zwar mit den Änderungen erleichtert, aber
mit dem aktuellen Zustand der Strasse nicht ausgeschlossen. Die Zu- und Wegfahrt mit
Personenwagen zu und von den Parkplätzen auf den Grundstücken Nrn. 1185 und
1834 ist angesichts der Breite des Ludiwegs von vier und mehr Metern und den
Einverständnissen der Eigentümer der Grundstücke Nrn. 3719, welches unmittelbar an
die Staatsstrasse grenzt, und Nr. 1185, auf welchem 34 Parkplätze geplant sind, ohne
Weiteres möglich (vgl. act. 12.3/7). Die sieben Parkplätze auf dem Grundstück Nr. 1834
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sind entsprechend der Kontrollstelle bei einer Höhenbeschränkung von 2,50 Metern für
Fahrzeuge auch während des Bahnbetriebs ohne Weiteres nutzbar.
Der Ludiweg ist als Gemeindestrasse dritter Klasse eingestuft. Gemeindestrassen
dritter Klasse dienen gemäss Art. 8 Abs. 3 des Strassengesetzes (sGS 732.1,
abgekürzt StrG) der übrigen Erschliessung, d.h. weder dem örtlichen und dem
überörtlichen Verkehr (Gemeindestrasse erster Klasse) noch der Groberschliessung
des Baugebietes und der Erschliessung grösserer Siedlungsgebiete ausserhalb des
Baugebietes (Gemeindestrasse zweiter Klasse), und stehen dem allgemeinen
Motorfahrzeugverkehr nicht offen. Die dritte Klasse ist eine Auffangklasse.
Gemeindestrassen dritter Klasse sind "beschränkt öffentliche Strassen", an denen der
Gemeingebrauch auf die ihrem Zweck und ihrer Beschaffenheit entsprechenden
Benutzungsarten beschränkt ist. Sie umfassen nur jene Strassen, die nicht für den
allgemeinen Motorfahrzeugverkehr bestimmt sind. Das Verbot des allgemeinen
Motorfahrzeugverkehrs bedeutet allerdings nicht, dass die Strasse nicht befahren
werden darf. Insbesondere ist der Zubringerdienst grundsätzlich gestattet (vgl. G.
Germann, in: Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz, St. Gallen 1989, N 16
ff. zu Art. 8 StrG). Allgemeiner Motorfahrzeugverkehr liegt vor, wenn sich der
tatsächlich bestehende Motorfahrzeugverkehr nicht nur aus Ziel-, Anlieger- und
Quellverkehr zusammensetzt (vgl. GVP 2001 Nr. 98 E. 2c/aa). Die Klassierung des
Ludiwegs schliesst deshalb dessen Benützung zum Zweck der Erschliessung der
Talstation der Seilbahn Palfries nicht aus.
In der Beschwerde wird vorgebracht, ein Autobus, der entlang der Talstation parkieren
können soll, könne ohne Benützung des Grundstücks Nr. 0001 des Beschwerdeführers
nicht wenden. In der seilbahnrechtlichen Baubewilligung des Baudepartements wurde
dazu ausgeführt, ein Car könne auf dem Grundstück Nr. 1834 ohne Gefährdung des
allgemeinen Fahrzeugverkehrs durch ein Rückwärtsmanöver problemlos wenden
(vgl. act. 12.1/1, E. 6k). Die Planunterlagen (vgl. act. 12.3/7) machen deutlich, dass die
Zu- und Wegfahrt zur Talstation mit einem Car – sei es mit dem beschriebenen
Wendemanöver, sei es mit einer kürzeren Rückwärtsfahrt – ohne Inanspruchnahme des
Grundstücks Nr. 0001 möglich ist.
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4.3. In umweltschutzrechtlicher Hinsicht ist umstritten, ob der Bewilligung der
Umnutzung eine Umweltverträglichkeitsprüfung (abgekürzt UVP) vorauszugehen hat
(vgl. dazu nachfolgend E. 4.3.1.) und die lärmschutzrechtlichen Voraussetzungen für
die Erteilung der Bewilligung erfüllt sind (vgl. dazu nachfolgend E. 4.3.2.).
4.3.1. Die Vorinstanz begründet die fehlende UVP mit der Regelung im Anhang der
eidgenössischen Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung (SR 814.011,
abgekürzt UVPV), wonach eine solche Prüfung bei Seilbahnen mit Bundeskonzession
(Nr. 60.1), bei Skiliften zur Erschliessung neuer Geländekammern oder für den
Zusammenschluss von Schneesportgebieten (Nr. 60.2), und für Parkhäuser und
Parkplätze für mehr als 500 Motorwagen (Nr. 11.4) erforderlich ist.
Bevor eine Behörde über die Planung, Errichtung oder Änderung von Anlagen
entscheidet, prüft sie gemäss Art. 10 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (SR
814.01, abgekürzt USG) möglichst frühzeitig die Umweltverträglichkeit (Abs. 1). Der
UVP unterstellt sind Anlagen, welche Umweltbereiche erheblich belasten können, so
dass die Einhaltung der Vorschriften über den Schutz der Umwelt voraussichtlich nur
mit projekt- oder standortspezifischen Massnahmen sichergestellt werden kann
(Abs. 2). Der Bundesrat bezeichnet die Anlagetypen, die der UVP unterstehen (Abs. 3).
Im Bereich von Sport, Tourismus und Freizeit besteht eine solche Pflicht für Seilbahnen
mit Bundeskonzession sowie für Skilifte zur Erschliessung neuer Geländekammern
oder für den Zusammenschluss von Schneesportgebieten (Nrn. 60.1 und 2 des
Anhangs der UVPV). Selbst wenn die Seilbahn Ragnatsch-Palfries neu erstellt würde,
müsste nach dieser Regelung keine UVP durchgeführt werden (vgl. auch oben E. 2.1.
zur kantonalen Zuständigkeit). Umso weniger unterliegt deren Umnutzung dieser
Pflicht.
4.3.2. Für die Beurteilung der schädlichen und lästigen Einwirkungen legt der
Bundesrat gestützt auf Art. 13 Abs. 1 USG durch Verordnung Immissionsgrenzwerte
fest. Die Immissionsgrenzwerte für Lärm sind so festzulegen, dass nach dem Stand der
Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser Werte die Bevölkerung
in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören (vgl. Art. 15 Abs. 1 USG). Hinsichtlich der
Belastungsgrenzwerte sind Luftseilbahnen, welche regelmässig während längerer Zeit
betrieben werden, den Industrie- und Gewerbeanlagen gleichgestellt (vgl. Ziff. 1 Abs. 2
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des Anhangs 6 der Lärmschutz-Verordnung; SR 814.41, abgekürzt LSV). In der
Empfindlichkeitszone III, zu welcher gemäss Art. 43 Abs. 1 lit. c LSV namentlich Wohn-
und Gewerbezonen gehören (umgesetzt in Art. 9 des Baureglements der Politischen
Gemeinde Mels), gelten Planungswerte von 60 dB(A) tags bzw. 50 dB(A) nachts,
Immissionsgrenzwerte von 65 dB(A) tags bzw. 55 dB(A) nachts und Alarmwerte von 70
dB(A) tags bzw. 65 dB(A) nachts (vgl. Ziff. 2 des Anhangs 6 LSV), wobei als Nacht die
Zeit zwischen 19.00 und 07.00 Uhr gilt (vgl. Ziff. 31 des Anhangs 6 LSV).
Lärmmessungen bei der Balkontüre des Wohnhauses der Beschwerdeführer I
anlässlich des Augenscheins vom 19. Oktober 2011, welche die Auswirkungen des
technischen Betriebs der Bahn und der Personen erfassten, die sich in und bei der
Talstation aufhielten, ergaben einen Beurteilungspegel von 59 dB(A). Führt die mit der
Auflage zur Bewilligung angeordnete Lärmschutzwand zu einer Reduktion des Pegels
um 8 dB(A), müsste die nächtliche Betriebszeit zur Einhaltung des Planungswertes auf
9,5 Stunden reduziert werden (act. 12.3/25). Es ist davon auszugehen, dass die
Immissionsgrenzwerte, welche gemäss Art. 8 LSV bei geänderten ortsfesten Anlagen
zu beachten sind, jedenfalls bei Realisation der vorgeschriebenen Lärmschutzwand
eingehalten werden können. Anders als der Ersatz einer Pendel- durch eine
leistungsfähigere Umlaufbahn mit Achtergondeln, welche im Abstand von rund zwanzig
Sekunden die offen konstruierten Stationen durchlaufen (vgl. dazu VerwGE B 2011/7
vom 17. Januar 2012, einsehbar unter www.gerichte.sg.ch), stellt die zivile Umnutzung
einer früher militärisch genutzten Seilbahn keine vollständige Zweckänderung dar (vgl.
Art. 2 Abs. 2 LSV), so dass die tieferen Planungswerte (vgl. Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV) nicht
eingehalten werden müssen. Die Prognosen schliessen die Einhaltung selbst dieser
Werte bei Realisation wirkungsvoller Lärmschutzmassnahmen auch ohne zusätzliche
Beschränkungen der Betriebszeiten ab 19.00 Uhr indessen nicht von vornherein aus.
Die Vorinstanz durfte aus dem Ergebnis der Schallmessung und dem Betriebskonzept
ohne Rechtsverletzung schliessen, es sei nicht zu erwarten, dass der Betrieb der
Seilbahn auf den Grundstücken der Beschwerdeführer zu übermässigen
Lärmimmissionen führen werde. Das konkrete Ausmass der Lärmbelastung wird
ohnehin erst während des Betriebs und nach Errichtung der Lärmschutzwand – aus
deren Bezeichnung durchaus geschlossen werden kann, dass sie schallabsorbierend
auszugestalten sein wird – festzustellen sein.
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Die Beschwerdeführer beantragen die Anordnung eines unabhängigen
Lärmgutachtens. Das Amt für Umwelt, welches die Lärmmessung am Augenschein
durchgeführt habe, sei von der Beschwerdegegnerin – und nicht von der
Verfahrensleitung – aufgeboten worden und Teil des in den Ausstand getretenen
Baudepartements. Damit sei einer "Parteiaussage" das Gewicht eines amtlichen
Gutachtens zugemessen worden. Es fehle jegliche Dokumentation über die Messungen
(Messprotokoll mit Windstärken). Eine Videoaufnahme auf youtube lasse zudem nur
den Schluss zu, dass die Bahn nicht mit vollem Tempo gefahren sei.
Die Beschwerdeführer waren spätestens seit 26. September 2011 über die
Durchführung von Lärmmessungen durch eine Fachperson des kantonalen Amtes für
Umwelt anlässlich des Augenscheins vom 19. Oktober 2011 im Bild. Ihre - bereits
damals vertretene – Auffassung, es handle sich dabei um ein Parteigutachten, hätte sie
veranlassen können, die Beauftragung einer von ihr konkret bezeichneten, ihrer
Auffassung nach unabhängigen Fachperson mit einer parallelen Messung zu verlangen.
Damit wären beide Messungen unter denselben Bedingungen entstanden und deren
Ergebnisse hätten verglichen werden können. Die Beschwerdeführer bringen nichts
vor, was auf eine falsche Messung hinweisen würde. Von der mehrmals ausdrücklich
angebotenen Möglichkeit, weitere Messungen an anderen Punkten durchführen zu
lassen, haben sie anlässlich des Augenscheins keinen Gebrauch gemacht. Unter
welchen Umständen die von den Beschwerdeführern eingereichten privaten
Schallmessungen zustande gekommen sind, ist nicht bekannt. Insbesondere ist nicht
ersichtlich, dass – wie bei den vom Amt für Umwelt durchgeführten Messungen – die
Parteien zugegen waren. Eine objektive Beurteilung der Bedeutung der behaupteten
Werte ist deshalb nicht möglich. Schliesslich wurde die Videoaufnahme auf youtube –
nach Darstellung in der Beschwerde – am 17. Juni 2011 "hochgeladen", so dass
daraus ohnehin nicht auf die Verhältnisse anlässlich des Augenscheins am 19. Oktober
2011 geschlossen werden kann. Die Filmsequenz ist deshalb von vornherein nicht
geeignet, einen Schluss auf einen Betrieb mit reduzierter Geschwindigkeit anlässlich
des Augenscheins zuzulassen.
Insgesamt erweist sich deshalb die Anordnung des beantragten Lärmgutachtens als
nicht erforderlich. Dies gilt umso mehr, als ihm wiederum entgegengehalten werden
könnte, es gebe nicht die Verhältnisse beim tatsächlichen Betrieb wieder.
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4.4. Die Beschwerdeführer rügen die Unvereinbarkeit der zivilen Nutzung der Seilbahn
Palfries mit deren Lage im Gebiet des Objektes Nr. 1613 "Speer-Churfirsten-Alvier"
gemäss Anhang VBLN, zu dem auch das Flachmoor Nr. 942 "Palfries" gemäss Anhang
1 FMV gehört.
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (SR 451,
abgekürzt NHG) wird durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in
ein Inventar des Bundes dargetan, dass es in besonderem Mass die ungeschmälerte
Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen
Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient (Abs. 1); ein Abweichen von
der ungeschmälerten Erhaltung im Sinne der Inventare darf bei Erfüllung einer
Bundesaufgabe nur in Erwägung gezogen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder
höherwertige Interessen von ebenfalls nationaler Bedeutung entgegenstehen (Abs. 2).
Der von den Inventaren ausgehende Schutz ist damit im Grundsatz an eine
Interessenabwägung geknüpft; diese fällt umso strenger aus, als Eingriffe in
Schutzobjekte von nationaler Bedeutung einer qualifizierten Rechtfertigung im Sinn von
gleich- oder höherwertigen Interessen von nationaler Bedeutung bedürfen (vgl. BGE
135 II 209 E. 2.1).
Das bundesrechtlich geschützte Flachmoor "Palfries" wird vom Verlauf der Seilbahn
nicht berührt (vgl. http://betrachter.rgdi.ch, Naturschutzinventare Bund und Kantone).
Die zivile Nutzung der Seilbahn führt zu keinem neuen Eingriff in die geschützte
Landschaft des Gebietes "Speer-Churfirsten-Alvier". Insoweit bleibt sie – wie die
Schutzvorschrift verlangt - ungeschmälert erhalten. Die Seilbahn selbst ist Teil des
geschützten grossflächigen Landschafts- und Kulturraums und ihrerseits ein Objekt,
dessen Erhaltung als Bestandteil des Seilbahninventars ebenfalls geschützt ist. Art. 6
NHG kann deshalb der zivilen Umnutzung der Seilbahn Palfries nicht entgegen stehen.
5. Soweit den Einsprachen privatrechtliche Natur zukommt und der Tatbestand einer
übermässigen Einwirkung auf fremdes Eigentum im Sinn von Art. 684 des
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210) streitig ist, sind sie gemäss Art. 86 Abs. 1
BauG im öffentlich-rechtlichen Verfahren zu prüfen. Die Vorinstanz legt dar, das
zulässige Immissionsmass werde im Bereich des Umweltschutzes weitgehend durch
die umfassenden öffentlich-rechtlichen Regelungen des Bundesrechts bestimmt. Die
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Beschwerdeführer machten in ihrer Argumentation denn auch keine Gründe geltend,
die über den öffentlich-rechtlich geregelten Immissionsschutz hinausgehen.
6. Die Beschwerdeführer haben vor Vorinstanz die Auferlegung der Kosten in den
Einspracheentscheiden des Gemeinderates der Politischen Gemeinde Mels und des
Baudepartementes von je Fr. 500.- bzw. je Fr. 2'200.- beanstandet. Die Vorinstanz
verweist dazu auf Art. 95 Abs. 1 VRP, wonach in Streitigkeiten – zu denen auch ein
erstinstanzliches Einspracheverfahren gezählt werden könne – die Kosten nach
Obsiegen und Unterliegen zu verlegen seien. Die Gebühren erschienen als relativ hoch,
seien aber nicht unangemessen. In der Beschwerde wird dagegen geltend gemacht,
die angefochtene Baubewilligung gehe auf ein Baugesuch aus dem Jahr 2002 zurück.
All die bisherigen Rückweisungen und Änderungen des Baugesuchs zeigten, dass die
Einwendungen der Einsprecher sehr wohl berechtigt gewesen seien. Der lange
Verfahrensgang sei allein auf nicht bewilligungsfähige Baugesuche und das
unzulängliche Verfahren vor den Vorinstanzen zurückzuführen. Es sei nicht Sache der
Beschwerdeführer, die Kosten dafür zu tragen. Das gleiche gelte für das
Rekursverfahren. Das Baugesuch sei laufend nachgebessert worden, was dazu hätte
führen müssen, die Kosten auch teilweise der Bauherrschaft aufzuerlegen.
Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, die Zusicherungen zu den im
Rekursverfahren nachgereichten Unterlagen seien bereits längst vorher vorgelegen und
auch Verfahrensgegenstand gewesen. Andernfalls hätten die zuständigen Behörden
die entsprechenden Bewilligungen gar nicht erteilen können. Die Beschwerdeführer
hätten zudem an ihren Einwänden unverändert festgehalten, einen Entscheid verlangt
und diesen – mit einer Verzögerung von zwei Monaten mittels -
Beschwerdebegründung angefochten.
Die Höhe der beanstandeten Kosten bewegt sich im Rahmen der Vorgaben von
Art. 100 VRP in Verbindung mit Art. 3 der Verordnung über Kosten und
Entschädigungen im Verwaltungsverfahren (Verwaltungsgebührenverordnung, sGS
821.1) und Nr. 10.01 (Allgemeine Gebühren/Verfügung oder Entscheid Fr. 50.- bis
Fr. 5'000.-, nicht erfasst von Nr. 26.71 und 72 Bau- und Betriebsbewilligung
Kleinskilifte, nicht erfasst von Nr. 50.24.02 Baubewilligungen nach Art. 87 BauG) und
Nr. 26.83 (Baudepartement/Verfahrenskoordination Fr. 100.- bis Fr. 5'000.-) des
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Gebührentarifs für die Kantons- und Gemeindeverwaltung (sGS 821.5) und erscheint
dem Aufwand angemessen. Die Verlegung entspricht den Regeln, wie sie aus Art. 95
Abs. 1 VRP abzuleiten sind (vgl. R. Hirt, Die Verlegung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, St. Gallen 2004, S. 83 f. für die solidarische
Haftbarkeit). Den Beschwerdeführern stand es offen, Einsprachen und Rechtsmittel
nach den von ihnen bewirkten Anpassungen des Baugesuchs zurückzuziehen, um so
die amtlichen Kosten für die in der Sache ergangenen Entscheide zu vermeiden. Da sie
aber offenkundig der Auffassung waren, ihren Anliegen sei noch ungenügend
Rechnung getragen worden, hielten sie daran fest, so dass die Verlegung der Kosten
durch die Vorinstanzen nicht zu beanstanden ist. Dies gilt auch für die aus einer
Entscheidgebühr von Fr. 4'800.- bestehenden amtlichen Kosten des Rekursverfahrens,
welche die Vorinstanz angesichts des Umstandes, dass das Rechtsmittel, soweit
darauf eingetreten werden konnte, abzuweisen war, zu Recht den Beschwerdeführern
auferlegte.
Die Vorinstanz hat die Beschwerdeführer sodann verpflichtet, die Beschwerdegegnerin
unter solidarischer Haftbarkeit mit Fr. 4'800.- (einschliesslich Barauslagen, zuzüglich
Mehrwertsteuer) ausseramtlich zu entschädigen. Die Festlegung der Höhe und die
Verlegung dieser Entschädigung bewegen sich im Ermessensspielraum, der von Art. 19
und Art. 22 Abs. 1 lit. a der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten
(sGS 963.75, abgekürzt HonO) abgesteckt wird.
7. (...).
8. (...).