Decision ID: f58a92c5-7bb6-48ef-9e95-897789a0b475
Year: 2022
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1977,
war seit
März
2002
bei der
Y._
AG
als
LKW-Chauffe
u
r
in einem
100
%-Pensum angestellt und da
durch bei der
Schwei
ze
rischen Unfallver
siche
rungs
anstalt (Suva) gegen die Fol
gen von Un
fäl
le
n ver
si
chert, als
er
am
2
7.
September 2017 einen Autounfall hatte
und sich
die linke Hand brach
sowie
eine Thorax-Prellung
zuzog (vgl. Unfallmeldung vom
3. Ok
to
ber
2017, Urk.
8/3
).
Die Erstbehandlung erfolgte im Spital
Z._
in der chirur
gischen Klinik, wo
gestützt auf bildgebende Befunde
eine Luxationsfraktur
meta
carpal
IV und V H
and links, eine Rissquetschwunde
Dig
IV und V Hand links sowie
Reflux
be
schwerden
diagnostiziert wurden
(
Urk.
8/23)
. Am Folgetag wurde
der Versicherte zur operativen Versorgung in die Handchirurgie des
Spitals A._
über
wiesen (
Urk.
8/15). Die Suva erbrachte in der Folge die gesetz
lichen Leistungen (Heilbe
handlung, Taggeld; Urk. 8/11).
Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung vom
5.
April 2019 (
Urk.
8/233) und aus
gehend da
von, dass dem Versicherten unter Berücksichtigung des Zumut
bar
keitsprofils körperlich
mittelschwere Tätigkeiten
- mithin auch die angestammte Tätigkeit (vgl.
Urk.
8/254
,
Urk.
8/260
) -
auch mit den vorhandenen Un
fall
folgen zumutbar seien, stellte die Suva
ihre Taggeldleistungen per 1.
Juli
2019 ein (vgl. Schreiben vom
18
.
Juni
2019
,
Urk. 8/
263
)
und verneinte m
it Verfü
gung vom 17.
Juni 2019 sowohl einen An
spruch auf eine Invaliden
rente der Unfall
ver
siche
rung als auch einen Anspruch auf eine Integritäts
ent
schädigung (Urk. 8/256).
Da
gegen erhob der Versicherte u
nter Beilage eines neurologischen Untersuchungs
berichts von Dr.
med. B._
, Facharzt FMH für Neurologie
,
vom 2
4.
Juli 2019 (U
rk.
8/274/
7-
10
) am 1
9.
August 2019 Einsprache (
Urk.
8/273). In der Folge zog die Suva ihren Entscheid zurück und nahm weitere Abklärungen vor (vgl. Schrei
ben vom 18. März 2020, U
rk.
8/288).
Gestützt auf
die ärztliche Be
urteilung von Dr.
med. C._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
to
logie,
(Urk. 8/278) verneinte die Suva m
it Verfügung vom 2
3.
Dezember 2020 aber
mals so
wohl einen Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfall
versicherung als auch einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (Urk. 8/326).
Die da
gegen er
ho
be
ne Ein
spra
che vom
1.
Fe
bruar 2021
(Urk. 8/
331
)
wurde mit
Einspra
che
ent
scheid
vom
6.
April 2021
ab
gewie
sen (Urk. 8/
33
8
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am 1
1.
Mai 2021 Beschwerde (
Urk.
1
) gegen den
Ein
spra
cheentscheid
vom
6.
April 2021 und beantragte, dieser sei aufzuheben und es sei ein gerichtliches Gutachten in Auftrag zu geben. Alsdann sei neu über seine Ver
sicherungsansprüche zu entscheiden. Eventualiter sei die
Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2
4.
Juni
2021
(Urk. 7) unter Hinweis auf die von ihr eingereichten Akten (
Urk.
8/1-343) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 3
0.
Juni 2021 wurde dem Be
schwer
deführer die Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
9
). Am 1
3.
Juli 2021 reichte der Beschwerdeführer eine weitere Stellungnahme ein (
Urk.
10) und legte
den Arztbericht vo
n
Dr.
B._
vom 16. November 2020 ins Recht (
Urk.
11), was der Beschwerdegegnerin mit Mitteilung vom 20. Juli 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungs
leistun
gen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung
entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
an
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerb
s
unfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworde
n wäre (sog.
Valideneinkommen
).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsin
ter
nen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid vom
6.
April 2021 (
Urk.
2) sowie in ihrer Beschwer
de
antwort vom 2
4.
Juni 2021 (
Urk.
7) ging die Beschwerdegegnerin gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass
der medizinische Endzustand im April 2019 erreicht gewesen sei und
eine namhafte Besserung im Sinne einer Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit in der an
ge
stammten Tätigkeit nicht
mehr
zu erwarten sei. D
em Beschwerdeführer
seien jedoch
leicht
e
bis mittelschwere Tätigkeiten unter Berücksichtigung des Zumutbar
keits
profils voll
zeitig zumutbar (
Urk.
2
S
. 11f.
)
.
Es sei davon auszugehen, dass
er ein renten
aus
schliessendes Erwerbseinkommen erzielen könne. Ebenso sei keine Integritäts
ent
schädigung geschuldet, da die
Erheblichkeitsgrenze
nicht überschritten sei
(Urk.
2 S.
16
)
.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom
11
.
Mai
202
1
(
Urk.
1) sowie der
Stellungnahme
vom
1
3.
Juli 2021 (
Urk.
10
) zusammen
gefasst geltend,
den Ausführungen des Kreisarztes könne nicht gefolgt werden.
Die medizinische Befundlage sowie die Erkenntnisse des Arbeitsversuches würden zeigen, dass das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil zu undifferenziert ausgefallen sei.
Für die Beurteilung des Anspruchs sei eine externe Begutachtung erforderlich. B
etreffend die Bestimmung des Invaliditätsgrades
rügte er, angesichts dessen, dass er die linke Hand nur noch als Hilfshand einsetzen könne, ihm nur noch eine begrenzte Auswahl an Verweistätigkeiten zur Verfügung stünden und er Aus
länder ohne berufliche Grundausbildung sei, sei ihm ein leidensbedingter Abzug von 25 % zu gewähren
.
3.
3.1
Nach einem Verkehrsunfall am 2
7.
September 2017 wurde der Beschwerdeführer notfallmässig ins Spital
Z._
zugewiesen, wo computertomographisch
eine Luxationsfraktur
carpo
metacarpal
IV/V links mit mehrfragmentärer Fraktur Os
hamatum
sowie eine Rissquetschwunde streckseitig
intermetacarpal
IV/V links festgestellt wurden (
Urk.
8/15, vgl. auch
Urk.
8/23).
Bei persistierenden Handge
lenks
schmerzen
erfolgte die Überweisung an die Handchirurgie des
Spitals A._
,
wo die zugezogenen Verletzungen operativ mittels offener Reposition,
Trans
fixation
carpometacarpal
IV/V sowie
Kirschnerdraht
-Osteosynthese Os
ham
a
tum
versorgt wurden (vgl. Operations
bericht vom 12. Ok
tober 2017, Urk. 8/13/2).
Im Austrittsbericht wurde festgehalten, p
ostoperativ habe der Be
schwerde
führer über Nacken- und
Thorax
schmerzen
geklagt. Konventionell-radiologisch würden sich weder Frakturen an der Halswirbelsäule oder den Rip
pen noch ein
Pneumo
- oder
Hämathothorax
zeigen
(vgl.
Urk.
8/34)
, sodass der Beschwerde
führer am 2. Ok
tober 2017 in gutem Allgemeinzustand nach Hause habe ent
las
sen werden kön
nen (
Urk.
8/13/4).
Die
Kirschnerdrahtentfernung
er
folgte a
m 10.
November 2017
(vgl.
Urk.
8/30)
.
Im Verlauf
wurden deut
lich ausge
prägte trophische Störun
gen fest
ge
stellt und ein komplexes regio
na
les Schmerz
syndrom (CRPS) Typ I dia
gnostiziert (vgl. Arzt
bericht vom 2
0.
Dezember 2017, Urk. 8/47). In der Folge empfahl
Dr.
med. D._
, leitender Arzt Hand
chirurgie des
Spitals A._
,
er
gän
zend zur Analgesie
eine Vita
min C
-
Medi
ka
tion und die Anwendung der DMSO-Salbe 50 % sowie
die Fort
führung der Ergo
therapie
(vgl.
Arztbericht vom 7.
De
zember 2017,
Urk.
8/30)
.
D
urch
die medi
kamentöse und ergothera
peu
tische CRPS-Behandlung
hätten
stetig Fortschritte erzielt werden können.
So habe der
Be
schwer
de
führer über eine etwas verbesserte Funk
tionalität im Alltag be
richtet.
Schmerzen würden mal mehr und mal weniger auftreten, wobei die Beschwerden bewegungs- und belastungsabhängig seien. Die Unter
suchung z
eige eine
regre
diente
trophische Störung
mit nur noch diskreter
Schwel
lung. Kon
ven
tionell-radiologisch wür
den sich
ossär
intakte Stellungsver
hältnisse mit Zeichen einer
Osteopenie
(CRPS/Inaktivität) zeigen (vgl. Arztbe
rich
t
e
vom
23. Ja
nuar 2018
[
Urk.
8/56
], 2
8.
Juni 2018 [
Urk.
8/112]
).
3.2
Zur Beweglichkeit- und Belastbarkeitssteigerung der linken Hand sowie des Rückens war der Beschwerdeführer vom 1
7.
Januar bis 2
1.
Februar 2018 in der Rehaklinik
E._
in stationärer Behandlung.
Die behandelnden Ärzte kon
sta
tier
ten in ihrem Austrittsbericht vom 2
3.
Februar 2018 (
Urk.
8/61), i
m Vor
der
grund stehe die eingeschränkte Beweglichkeit der linken Hand
. Hinzu komme eine Anpassungs
störung mit depressiver und
psychotraumatologischer
Sympto
ma
tik, abklingend (ICD-10: F43.28), welche eine schwere arbeitsrelevante Leis
tungs
minderung be
gründe. Die bisherige Tätigkeit als LKW-Chauffeur sei nicht zumutbar, da die Hand dabei gezielt feinmotorisch eingesetzt werden können müsse, was aktuell nicht möglich sei. Auch aus psychiatrisch-psycho
logischer Sicht sei sie nicht zu empfehlen, da sich die
psychotraumatologische
Sympto
matik vor allem im Strassenverkehr äussere. Nach einer intensiven Psycho
the
ra
pie sei eine
Reevalua
tion
der Arbeitsfähigkeit zu empfehlen. Hin
sicht
lich anderer
Tätigkeiten, die keinen Bezug zum Strassenverkehr hätten, be
stehe aus psy
chi
scher Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Da beim CRPS je
doch noch kein Endzustand erreicht sei, werde die Zumutbarkeit einer solchen beruflichen Tätigkeit noch nicht festgelegt.
Im Zuge einer Stellungnahme vom 17. Juli 2018 (Urk.
8/129)
revidierten
die Ärzte
der Rehaklinik
E._
ihre Einschätzung und hielten fest, aus ver
si
cherungs
psychiatrischer Sicht bestehe keine arbeitsrelevante Leis
tungs
minde
rung bzw. lasse sich eine solche durch eine Anpassungsstörung nicht begründen.
Zu
dem wurde bestätigt, dass aufgrund bildgebender Befunde keine strukturellen Lä
sio
nen an der Halswirbelsäule vorliegen würden.
Die vom Beschwerdeführer be
schriebenen Beschwerden im HWS-Bereich seien als
myo
faszial
, bei leichten de
generativen Veränderungen in den unteren HWS-Segmen
ten, zu interpretieren.
Ein im
Spital A._
durchgeführtes MRI der Hals
wirbelsäule zeige bei C5/6 eine leichte
Chondrose
, ventrale Spondylose und dor
sa
les
Bulging
mit leichten degenerativen
foraminalen
Stenosen. Die übrigen Segmente an der Halswirbel
säule und der oberen Brustwirbelsäule seien unauf
fällig. Wirbelkörperfrakturen seien keine ersichtlich (
Urk.
8/131).
Ein MRI des linken Handgelenks zeige eine STT-Arthrose sowie eine
R
hizarthrose
mit zys
tischen V
eränderungen, Gelenk
spalt
verschmälerungen sowie
Osteophyten
.
Aus
ser
dem seien degenerative Verän
de
rungen
metakarpokarpal
Dig
.
V und eine Knor
pel
ausdünnung radiokarpal er
sicht
lich
. Für einen Morbus
Sudeck
gebe es keine Hinweise (
Urk.
8/137).
3.3
Betreffend die berufliche Situation empfahl
Dr.
D._
eine kreisärztliche Beur
tei
lung, im Rahmen derer auch die psychiatrische Krankengeschichte miteinzu
be
ziehen sei (vgl. Arztbericht vom
6.
September 2018,
Urk.
8/150).
Dr.
med. F._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie sowie
Ver
trau
ens
arzt der Beschwerdegegnerin
,
verwies
dies
be
züg
lich
auf die von den
Ärz
te
n
der Rehaklinik
E._
empfohlene
Durch
führung einer
Evalua
tion der funktio
nellen Leistungsfähigkeit (EFL; vgl.
8/152
)
.
In der Folge wurde der Be
schwer
de
führer am
9.
Oktober 2018 zur Abklärung der unfall
kausal begründeten Arbeits
unfähigkeit aus psychischen Gründen kreisärzt
lich untersucht (Urk.
8/176). Kreis
arzt
med.
pract
. G._
, FMH Psychiatrie und Psycho
therapie,
diagnos
ti
zierte
eine Anpassungsstörung mit allgemeiner affek
ti
ver Irri
ta
bilität und ein
zelnen
psy
chotraumatischen Symp
to
men, insgesamt deut
lich rückläufig (ICD-10: F43.
28). Der psychiatrische Kreis
arzt
beschrieb einen ambi
va
lenten Eindruck. Auf der psy
chischen Seite zeige sich eine noch leichte psychi
sche Irritabilität mit einer gewissen
Dünnhäutigkeit
, Affektinkontinenz und noch wenigen und deut
lich ab
ge
ebbten, isolierten psychotraumatischen Symptomen, die sich aber - ein Jahr
nach dem Unfallereignis - allesamt auch nahe der normal
psycho
lo
gischen Band
breite bewegen würden.
Ein Vermeidungs
verhalten sei nicht mehr vor
han
den.
Auf der körperlichen Ebene bestehe eine fassbare und somatisch-medizinisch offenbar durchaus auch erklärbare Restsym
pto
matik an der linken Hand. Diese Symptome und Beschwerden würden vom Beschwerde
führer adäquat, mit um
schriebener, lokaler Begrenztheit und wechselnd starker Ausprägung, prä
zise und ohne Hinweise für eine Ag
gra
va
tion beschrieben
. Einer an si
ch vorhandenen Auf
wärtsbewegung
so
wohl auf der psychi
schen Seite und aufgrund der verschie
de
nen hand
chirur
gischen Konsiliarberichte auch auf der somatisch
-medizini
schen Seite
stehe eine pro
tra
hiert und gebremst wirkende Entwicklung bezüglich der beruf
lichen Wiederein
glie
derungsschritte gegenüber. Diese Diskre
panz, die viel mehr wahr
zunehmen sei, als dass sie wirklich durch bestimmte Fakten belegt wer
den könne, könnte gleichwohl ein Hinweis dafür sein, dass der Beschwerde
führer verschiedene, an sich unfallfremde Belastungen und unge
klärte persön
liche, psycho
soziale Fragen mit sich herumtrage, die durch den Ver
lust der Arbeit und die ungewisse beruf
liche Zukunft in ihrer Wirkung möglicher
weise zuge
nommen hätten. Damit sei möglicherweise auch jetzt eine gewisse
Dysfunktio
nalität
im Umgang mit den psychischen und den körperlichen Sym
pto
men ver
bunden, die in der Exploration zwar spürbar, aber nicht deutlich fass
bar werde und die auch in gewissen ärzt
li
chen Berichten anklinge. Einer be
ruf
lichen Wie
der
eingliederung stehe aber
nicht
s
entgegen und aus psychia
tri
scher Sicht würde
n sich auch keine weiteren Ein
schränkungen der Arbeits
fähig
keit und der Zumut
barkeit, als wie aus soma
tisch-me
dizinischer Sicht begrün
det
, er
geben.
3.4
Aus dem
Ergotherapiebericht
vom 2
5.
Januar 2019 (
Urk.
8/201) ergibt sich, dass der Be
schwer
deführer im Verlauf der ergotherapeutischen Behandlung eine Ver
bes
se
rung der Beweglichkeit und Kraft für den
Handeinsatz im Alltag erreichte
. In letzter Zeit hätten die Fortschritte jedoch stagniert. Es werde eine zeit
nahe Wie
der
eingliederung in den Beruf empfohlen, da regelmässiges und ange
messe
nes Nutzen der Hand im (Berufs-)Alltag für die Erhaltung der Beweglichkeit und Kraft von grosser Wichtigkeit sei
(vgl. auch A
rztbericht der Klinik H._
vom 2
2.
Oktober 2018,
Urk.
8/165)
.
Dr.
med.
I._
, Oberarzt Hand
chi
rur
gie
in
der Klinik H._
,
erachtete, abgesehen von Tätigkeiten bei denen schwere Gegenstände gehoben und mit der linken Hand Kraft aufgewendet wer
den muss, jede stehende oder sitzende Tätigkeit mit einem maximalen Kraftauf
wand von ca. 10 kg auf die linke Hand möglich (
Urk.
8/172).
Gemäss
Dr.
D._
bestand nunmehr
eine akzeptable Funktion der linken Hand mit geringem
Anal
ge
tikage
brauch
, sodass die linke Hand als Hilfshand für zahlreiche berufliche Tätig
keiten
den funktionellen An
sprüchen genüge. Aus handchirurgischer Sicht seien keine weiteren Folge
ein
griffe indiziert (vgl. Arztbericht vom
6.
März 2019, Urk. 8/216).
3.5
Im Rahmen einer kreisärztlichen Untersuchung am
5.
April 2019 (Urk. 8/233) konstatierte Dr.
C._
,
es würden Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule, des Nackens, der linken Schultergelenksregion sowie der linken Handgelenks
region und der Finger vier und fünf links bestehen. An der Hand bestehe eine Kraft
minderung und Bewegungseinschränkung sowie belastungsabhängige Be
schwer
den mit Beschwerdeverstärkung nach Belastung im Fitnesscenter. Die aktuell geklagten Beschwerden seien klinisch auf ein Mischbild aus unfall
kau
sa
len
und unfallfremden
, krankheits
bedingten Be
schwer
den
zurückzuführen. MR-tomographisch zeige sich an der Halswirbelsäule eine Bandscheibendegeneration C5/6 sowie eine leichte bis mässige Facetten
gelenks-Arthrose der unteren Hals
wirbelsäule. Im Bereich des linken Handgelenks sei
en
neben den unfallkausalen Veränderungen eine Radiocarpalarthrose, STT-Arthrose und
Rhizarthrose
ersicht
lich. Diese Pathologien seien nach derzeitigem medizinischen Wissensstand über
wiegend wahrscheinlich nicht unfallkausal, sondern auf ein degeneratives Ver
schleiss
leiden zurückzuführen. Der Beschwer
de
führer habe das Prädilektionsalter für Verschleiss erreicht, anamnestisch wür
den verschleissbedingte Beschwerden seit 2010 bestehen.
Zeichen einer be
wussten oder unbewussten Schonung der linken oberen Extremität würden sich im Rahmen der durchgeführten Exploration nicht finden.
Unter Berücksich
ti
gung der Unfallfolgen an der linken Hand seien dem Beschwerdeführer leichte bis mit
tel
schwere Tätigkeiten vollzeitig zumutbar. Nicht zumutbar seien Arbeiten auf Leitern und Gerüsten sowie Arbeiten mit
rüttelnden, schlagenden oder vibrie
ren
den Maschinen, welche mit der linken Hand
betätigt werden müssten. Betreffend Integritätsentschädigung führte Dr.
C._
aus, dem Beschwerde
führer sei auf
grund des
Ereignisses keine erhebliche und
dauernde Schädigung der körper
lichen Integrität entstanden
(vgl. auch
Urk.
8/251
)
.
Hinsichtlich
Unfallkausalität präzisierte
Dr.
C._
in seiner Stellungnahme vom 17. September 2019 (Urk. 8/278),
u
nter spezieller Berücksichtigung des bild
gebend perfekt dokumentierten Verletzungs
musters der linken Hand sei davon auszugehen, dass es bei dem Ereignis zu einer aussenseitigen Druckvermehrung im Bereich des Handgelenks gekommen sei und diese Druckbelastung durch Über
schreiten der Belastungsgrenze des IV und V Mittelhandknochens des Hakenbeins zu den Luxationsfrakturen geführt habe. Dieser Mechanismus schliesse ausdrück
lich eine unfallkausale Mitbeteiligung der innenseitigen Hand
gelenksstrukturen aus, da es durch die anatomische Konfi
gu
ration zu keiner erhöhten Druckbe
las
tung im Bereich der
speichen
seitigen
Hand
gelenksstrukturen zeitgleich kommen
könne.
Somit seien die
speichenseitig
geklagten Beschwerden nicht mit überwie
gen
der Wahrscheinlichkeit unfallkausal, sondern auf ein de
ge
ne
ratives Ver
schleiss
leiden zurückzuführen,
denn zeitnah zum Ereignis hät
ten in diesem Be
reich
bildgebend
keine Pathologien dargestellt werden können.
3.6
Aufgrund chronischer posttraumatischer und postoperativer Handschmerzen lin
ks mit initial CRPS Typ I wurde der Beschwerdeführer zur Klärung weiterer the
ra
peutischer Optionen im Schmerzambulatorium des
Universitätsspitals J._
vorstellig. Im Arztbericht vom 1
2.
September 2019 (
Urk.
8/277) wurde fest
gehal
ten, es zeige sich ein chronisch komplexes Schmerzbild, aktuell liege aber kein
florides
CRPS vor. Neuropathische Ursachen seien nicht auszu
schlies
sen, insbe
sondere im Schmerzbereich
Metacarpal
IV/V. Im Rahmen der langen Kran
ken
geschichte und der lang bestehenden schmerzbedingten Einschränkun
gen der Finger und der Handbeweglichkeit seien
myofasziale
Dekonditionie
run
gen
gut möglich. Dies würde die rasche Ermüdbarkeit der Muskulatur erklären.
Bild
ge
bende Befunde würden unter anderem eine geringe Fingerendgelenks
poly
arthros
e, eine geringe
Rhizarthrose
sowie eine geringe Arthrose OS-
Hamatum
zeigen (vgl.
Urk.
8/303).
Am 1
9.
November 2019 erfolgte eine Infiltration
in das
CMC
-
IV
-
Gelenk der linken Hand
mit
Lidocain
1 % und
Kenacort
à 40 mg (vgl. Opera
tionsbericht vom
8.
Januar 2020,
Urk.
8/315).
Im Rahmen der Verlaufs
kontrolle am 1
8.
Februar
2020 (
Urk.
8/319)
berichtete
der Beschwerdeführer über eine signi
fikante Beschwerdelinderung
nach der Infiltration
. Diese Beschwer
de
linde
rung habe etwa zwei Monate angehalten. Jetzt würden die Schmerzen wieder zu
nehmen.
Diese seien diffus und mit zum Teil «teigiger Schwellung» der Finger
kombiniert.
Dr.
med. K._, Oberärztin Handchirurgie J._
,
kon
sta
tierte
, das Ansprechen der Infiltra
tion signalisiere, dass die CMC-
IV
-
und V
-
Arthrose mit starker Gelenksspalt
ver
schmäle
rung den gros
sen Teil der Beschwer
den aus
mache. Der Rest sei wahrscheinlich durch das durch
gemachte CRPS er
klär
bar. Für eine operative Therapie komme noch eine Ver
steifung vom CMC IV und V in Frage. Hierfür fühle sich der Be
schwerdeführer jedoch noch nicht bereit.
3.7
Dr.
B._
erachtete den Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als LKW-Chauffeur nicht arbeitsfähig, da die Belastung der linken Hand bei Ab- und Auf
laden von Mulden nicht zumutbar sei. Als angepasste Tätigkeit käme die Tätigkeit als Taxifahrer ohne Gepäck in Frage, wobei auch hier die Leistung auf
grund vermehrter Schmerzen in der linken Hand reduziert sei. Der Beschwer
de
führer könne maximal 1.5 bis 2 Stunden am Stück arbeiten. Dann benötige er eine Pause von 15 bis 30 Minuten. Insgesamt schätze er die Arbeitsfähigkeit auf 50 % (vgl.
Urk.
8/316/5
; Bericht vom 8. Juni 2020
).
Ein Arbeitsversuch, im Rahmen dess
en der Beschwerde
führer
Kleidersäcke in die Briefkästen habe verteilen und später
zurück
holen müssen, habe bereits nach
drei Tagen zu
Schmerzen im Bereich des linken Handgelenks
ulnar
und den Fingern IV und V
geführt, sodass die Arbeitsfähigkeit auf 50 % habe reduziert werden müssen. Zwischenzeitlich sei
der Beschwerde
führer 100 % arbeitsunfähig gewesen. Die Schmerzen
würden na
ch proximal bis in die HWS
aus
strahlen, wobei eine
chiropraktische
Behand
lung einen positiven Effekt mit Verminderung der Schmerzen
cervicobrachial
gehabt
habe
(vgl. Urk. 8/316)
.
Im Bericht vom 16. November 2020 hielt Dr.
B._
fest, dass sich die gleichen Befunde mit defizit
ärem
Faustschlag zeigen würden (Urk.
11).
3.8
Mit Bericht vom 30. März 2021 nahm Dr.
C._
Stellung zu den Ausführungen von Dr.
B._
. Er erklärte, bei der kreisärztlichen Untersuchung habe sich eine Handkraft von 26 kg linksseitig ohne
Dekonditionierung
der
adominanten
linken Hand oder des linken Arms gezeigt. Dr.
B._
stelle bei seiner Beurteilung einzig auf die geklagten Beschwerden ab. Dr.
C._
hielt daran fest, dass dem Be
schwerdeführer eine mittelschwere Tätigkeit vollumfänglich zumutbar sei (Urk.
8/336)
.
4.
4.1
Aufgrund der Aktenlage ist schlüssig und nachvollziehbar, dass der medizinische
Endzustand der unfallkausalen Gesundheitsschädigung erreicht wurde – was auch
seitens der Parteien unbestritten blieb (vgl.
E. 2
).
4.2
Vorab zu klären ist,
welche weiterhin bestehenden Beschwerden noch als unfall
kausal zu werten sind.
Diesbezüglich stützte si
ch die Beschwerdegegnerin im an
ge
fochtenen Entscheid im Wesentlichen auf die Beurteilung von Kreisarzt Dr.
C._
vom 5. April 2019 (Urk. 8/233).
Der betreffende Untersuchungsbericht wurde von einem Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungs
apparates erstattet, beruht auf all
seitigen Un
tersuchungen des Beschwerdeführers (Urk. 8/233 S. 7 ff.), berück
sich
tigt auch die von ihm geklagten Beschwerden (Urk. 8/233 S. 6 f.), wurde in Kennt
nis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben (Urk. 8/233 S. 1-6), leuchtet in der Darle
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi
nischen Situa
tion ein und die Schlussfolge
run
gen des Experten wurden begründet (Urk. 8/233 S. 10 f.). Damit erfüllt der kreis
ärzt
liche Untersuchungsbericht vom 5. April 2019 grundsätzlich die Voraussetz
un
gen an eine beweiskräftige
Entscheidgrundlage
(vgl. E.
1.4
).
4.3
Gemäss
Dr.
C._
sind die Radiokarpal
gelenks
arthrose, die STT-Arthrose und die
Rhizarthrose
an der linken Hand sowie das degenerative Verschleissleiden an der Halswirbelsäule nicht auf das Ereignis vom 27. September 2017 zurück
zu
führen.
Soweit der Beschwerdeführer geltend mach
te, D
r.
C._
habe die Nicht-
Kausalität der STT-Arthrose und
Rhizarthrose
ein
zig mit dem Prädi
lek
tions
alter begründet
(Urk. 1 S. 7),
ist darauf hinzuweisen, dass der Kreisarzt im Rahmen der ärztlichen Beurteilung vom 1
7.
September
2019 erklärt hat, dass es bei
m Ereignis
vom 2
7.
September 2017 zu einer aussenseitigen Druckver
meh
rung im Bereich des
Handgelenks gekommen sei
und diese Druckbelastung durch Über
schreiten der Belastungsgrenze des
4.
und
5.
Mittelhandknochens und des Haken
beins zu den Luxationsfrakturen geführt habe. Dieser Mechanismus schliesse eine unfallkau
sale Mitbeteiligung der innenseitigen Handgelenks
struk
tu
re
n jedoch aus
drücklich aus, da
es durch die anatomische Konfiguration zu keiner erhöh
ten Druckbe
las
tung im Bereich der
speichenseitigen
Handgelenks
struk
turen zeit
gleich kommen könne (E. 3.5,
Urk.
8/278).
Mithin hat Dr.
C._
nachvollziehbar begründet,
weshalb die
speichenseitig
geklagten Beschwerden nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 27. Sep
tember 2017 zurückzuführen sind.
Was die fachärztliche Kompetenz betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass die Kreisärzte der Suva nach ihrer Funktion und beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin sind und unab
hän
gig von ihrem ursprünglich erwor
benen Facharzttitel über besonders ausgeprägte
traumatologische
Kenntnisse und Erfahrungen verfügen (vgl. Urteil des Bundes
gerichts 8C_510/2007 vom
3.
Okto
ber 2008 E. 7.5.4, Urteil des Bundesgerichts 8C_316/2019 vom 2
4.
Oktober 2019 E. 5.4).
Vor diesem Hintergrund ist
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 8)
kein Grund ersichtlich, weshalb Dr.
C._
vorliegend die Kompe
tenz abzusprechen wäre, den Gesundheits
schaden an der linken Hand sowie die Frage der Kausalität zum Unfallereignis verlässlich beurteilen zu können.
5.
5.1
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit d
es Beschwerdeführers im Zeitpunkt des Fallab
schlusses ist
unbestritten, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als LKW-Chauffeur nicht mehr arbeitsfähig ist (vgl.
Urk.
1 S. 11f.
). Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit stützte sich die Beschwerdegegnerin insbesondere auf die
grundsätzlich
beweiskräftige (vgl. E. 4.
2
hiervor)
kreis
ärztliche Beurteilung vom 9. April 2019 und das darin defi
nierte Zumutbar
keitsprofil (E.
3.5
).
5
.
2
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
C._
vom
9.
April 2019
ist anhand der
Vorakten
nachvollziehbar und das erstellte Zumutbarkeitsprofil nimmt auf die bestehenden Einschränkungen angemessen Rücksicht.
Die Ein
schätzung von Dr.
C._
stimmt insbesondere auch mit der Beurteilung von Dr.
D._
vom
6.
März 2019 überein (vgl. E. 3.4 in
fine
). Demnach bestehe eine akzeptable Funktion der linken Hand mit geringem
Analgetikagebrauch
, sodass die linke Hand als Hilfshand für zahlreiche berufliche Tätigkeiten den funktionel
len Ansprüchen genügen sollte. Auch Dr.
I._
erachtete den Beschwerde
führer in jeder stehenden oder sitzenden Tätigkeit mit einem maximalen Kraftauf
wand von ca. 10 kg auf die linke Hand als arbeitsfähig (E. 3.4). Einzig Dr.
B._
bescheinigte dem Beschwerdeführer aufgrund der Schmerzen in der linken Hand auch in einer leidens
angepassten Tätigkeit unter Berücksichtigung der verringer
ten Belastbarkeit der linken Hand und einer Ausdauerspanne von 1,5 bis maximal 2 Stunden eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (E. 3.7). Er stützte sich dabei überwiegend auf die sub
jektiv geklagten Schmerzen des Beschwerdeführers. Diesbezüglich ist darauf hin
zu
weisen, dass
Schmerzen,
Druckdolenzen
, klinisch feststellbare Bewe
gungs
ein
schrän
kun
gen,
Muskulaturverhärtungen
und Verspannungen jedenfalls aus juris
tischer Sicht für sich allein kein klar fassbares organisches Korrelat eines Be
schwerde
bildes zu begründen vermögen (vgl. etwa Urteil U 9/05 des damaligen Eid
genös
sisch
en Versicherungsgerichts vom 3.
August 2005 E. 4; Urteile des Bun
desge
richts U
354/06 vom
4.
Juli 2007 E. 7.2, U 328/06 vom 2
5. Juli 2007 E.
5.2 sowie 8C_369/2007 vom
6.
Mai 2008 E.
3)
und
sich hieraus auch noch keine Ar
beits
unfähigkeit ableiten lässt
.
Vor diesem Hintergrund und angesichts dessen, dass sich im Rahmen der kreis
ärzt
lichen Untersuchung eine Handkraft von 26 kg links
seitig ohne Zeichen einer
Dekonditionierung
der
adominanten
linken Hand oder des linken Arms ge
zeigt hat (vgl.
Urk.
8/233 S. 9), der Beschwerdeführer regel
mässig im Fitnesscenter trainiert und neben dem Training mit Geräten ein zusätzliches Hanteltraining mit 3kg-Hanteln durchführt, wobei hierdurch
erklär
termassen
keine Be
schwer
den auftreten würden (vgl. Urk. 8/233 S. 7), erweist sich die Einschätzung von
Dr.
B._
nicht nach
voll
ziehbar
und mithin nicht geeignet, auch nur geringe Zweifel an der Einschätzung von Dr.
C._
zu
w
ecken
.
Wes
halb die
Arbeitsfähig
keit in quantitativer Hinsicht bzw. das Wertschöp
fungs
potential um mindestens 50
% eingeschränkt sein soll, leuchtet nicht ein
.
Die funk
tio
nel
len Einschränkun
gen, na
ment
lich die eingeschränkte Beweglichkeit in
Dor
sal
flexion,
Palmarflex
ion
, Radial- und
Ulnaduktion
mit endphasiger Schmerz
haftig
keit so
wie die ein
ge
schränkte Beweglichkeit der Finger IV und V und der unvoll
ständige Faust
schluss der linken Hand wurden in der kreisärztlichen Beur
teilung voll
um
fänglich ge
würdigt und bei der Erstellung des Zumutbarkeitsprofils für eine
leidensan
ge
passte Tätigkeit berücksichtigt. Entgegen den Ausführungen des Be
schwerde
führers wurden die von
Dr.
B._
im Rahmen seiner klinischen Be
fund
erhebung festgehaltene verminderte
Ulnardeviation
links sowie das Faust
schluss
defizit für die Finger IV und V links (vgl.
Urk.
8/316/3) vom Kreisarzt be
rück
sichtigt.
Ebenso war Dr.
C._
die von
Dr.
K._
festgehaltene «tei
gige Schwellung» der Finger bekannt (vgl.
Urk.
8/336 S. 3).
Aus dem Umstand, dass
ein Arbeitsversuch gemäss eigenen Angaben aufgrund ver
mehrter Schmerzen habe
abgebrochen werden müssen (
Urk.
1 S.
5
), kann der Be
schwerdeführer schliesslich nichts zu seinen Gunsten ableiten.
Die effektive Eingliederung in den realen Arbeitsmarkt und die wirt
schaft
liche Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem aus
ge
glichenen Ar
beits
markt können nicht gleich
gesetzt werden.
Insofern kann auf das kreisärzt
liche Zumutbarkeits
profil abgestellt werden und es ist von einer voll
stän
digen Ar
beits
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätig
keit auszu
gehen.
Da der medizinische Sachverhalt mit genügender Klarheit feststeht, ist
sodann nicht zu beanstanden, dass keine Evaluation der Leistungsfähigkeit durch
geführt wurde.
6
.
6
.1
Im Weiteren ist zu prüfen, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
6
.2
Die Beschwerdegegnerin bemass das
Valideneinkommen
(
Fr. 71'200.--)
gestützt auf die
Angaben
der Arbeitgeberin
vom
2.
April 2020
(
Urk.
8/293
), was an sich nicht strittig ist. Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne Er
krankung weiterhin als
LKW-Chauffeur
zum angestammten Pensum von 100
% arbeiten würde.
6
.3
6
.3.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
ge
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herang
ezogen werden (BGE 139 V 592 E.
2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142
V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E.
7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu
Art.
28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
6
.3.2
Die Beschwerdegegnerin bemass das Invalideneinkommen gestützt auf das stan
dar
disierte monatliche Einkommen von
Fr.
5'417.-- für männliche Hilfskräfte gemäss LSE
2018
(TOTAL in der Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer), was grundsätzlich nicht strittig ist. Das standardisierte monatliche Einkommen von
Fr.
5'417.-- ist unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr
2020
von 41,7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, U 4) sowie der Nominallohnentwicklung (Indexstand Männer 2018 von 2'260 Punkten, Indexstand Männer 2020 von 2'298 Punkten; Tabelle T39, Entwicklung der Nominallöhne) auf ein Jahres
ein
kommen von
Fr.
68'906.10 hochzurechnen (
Fr.
5'417.-- x 12 : 40 x 41,7 : 2'260 x 2'298).
6
.3.3
Die Beschwerdegegnerin
nahm unter Berücksichtigung des eingeschränkten Zu
mutbarkeits
profils einen Leidensabzug von 5
%
vor (
Urk.
8/321
).
Dem Einwand des Beschwerdeführers, dass ihm im Rahmen der Bemessung des Invaliden
ein
kommens ein Leidensabzug
von 25 %
hätte gewährt werden müssen, da
er Aus
länder sei, keine abgeschlossene Berufsausbildung habe, ihm nur noch eine be
grenzte Auswahl an Verweistätigkeiten zur Verfügung stehe und er die linke Hand ausserdem nur noch als Hilfshand einsetzen könne, mithin eine faktische
Einhändigkeit
bestehe
(
Urk.
1 S. 9), kann nicht beigepflichtet werden.
Dass die ungenü
gen
de Ausbildung des Be
schwer
de
führers die Stellensuche faktisch nega
tiv be
einflussen
kann
, muss als invaliditätsfremder Faktor grundsätzlich unbe
rück
sich
tigt bleiben, da
diese
m
As
pekt
bei der Wahl des Kompetenzniveaus Rech
nung zu tragen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 26.
November 2019 E. 7.7), was vorliegend mit dem Kompetenzniveau 1 gemacht wurde.
Was den Ausländerstatus anbelangt, ist ebenfalls kein Abzug angezeigt, verdienen Männer mit Niederlassungsbewilligung (Kategorie C, was auf den Beschwerde
führer zutrifft, Urk. 8/61 S. 6) ohne Kaderfunktion zwar weniger als Schweizer (LSE 2014, Tabelle T12_b, Männer, Median), aber dennoch mehr als das für die Invaliditätsbemessung heranzuziehende Vergleichseinkommen (LSE 2014, TA1, Kompetenzniveau 1, Männ
er, Position 10-33; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_401/2018 vom 6. November 2018 E. 5.2.3).
Ferner rechtfertigt ge
mäss bundes
ge
richt
licher Rechtsprechung auch die Tatsache, d
ass der Be
schwerdeführer ge
mäss seinem Zu
mutbarkeitsprofil auf
leichte
Tätigkeiten an
gewiesen ist,
grund
sätz
lich keinen Abzug vom Tabellenlohn, umfasst doch der Tabellenlohn im Kompe
tenz
niveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätig
keiten (Ur
teile des Bun
desgerichts 9C_507/2020 vom 29.
Ok
tober 2020 E. 3.3.3.2
mit Hin
weisen, 9C_833/2017 vom 2
0.
April
2018 E.
5.1 mit Hinweisen, 8C_805/2016 vom 2
2.
März 2017 E. 3.4.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013
E.
4.4 und 9C_386/2012 vom 18.
Sep
tember 2012 E. 5.2).
Eine faktische
Ein
händigkeit
oder die Beschränkung der dominanten Hand als
Zudien
hand
stellen nach der Rechtsprechung Tatbestände einer erheb
lich er
schwer
ten Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausge
gli
che
nen Arbeitsmarkt dar. Dennoch wurde von der Rechtsprechung wiederholt bestätigt, dass auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend realistische Betä
ti
gungs
mög
lich
keiten für Personen, welche funktionell als Einarmige zu be
trach
ten sind und überdies nur noch leichte Arbeit verrichten können, zu finden sind. Längst nicht alle im Arbeits
prozess im weitesten Sinne notwendigen Aufgaben und Funktionen im Rahmen der Überwachung und Prüfung werden durch Com
puter und automa
ti
sche Maschinen ausgeführt. Abgesehen davon müssen solche Geräte auch bedient und ihr Einsatz ebenfalls überwacht und kontrolliert werden. Zu denken ist dem
nach an einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontroll
tätig
keiten sowie an die Be
die
nung und Überwachung von (halb-)automatischen Ma
schi
nen oder Produk
tions
einheiten, die keinen Einsatz der dominanten Hand voraus
setzen (Urteil des Bun
des
gerichts 8C_
1050/2009 vom 2
8.
April 2010 E.
3.4 mit weiteren Hinwei
sen). Eine faktische
Einarmigkeit
liegt beim Beschwerde
führer
jedoch
nicht vor, weil seine dominante rechte Hand
nicht beeinträchtigt ist und
die linke Hand grundsätzlich für leichte bis mittelschwere
Tätig
keiten einge
setzt werden kann.
Im Übrigen berücksichtigte d
ie Be
schwerdegegnerin bei der Invaliditätsbe
mes
sung
den Um
stand, dass die linke,
adominante
Hand
nicht mehr voll eingesetzt werden kann.
Insgesamt
gewährte
sie
einen Lei
dens
abzug von 5 %
(Urk. 2, Urk
.
8/321
)
, was
im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens liegt
.
Nach Ab
zug des demnach nicht zu bea
nstandenden Leidensabzugs von 5
%
resultiert ein Invalidenein
kom
men von
Fr.
65'460.80
(0,9
5
x
Fr.
68'906.10
).
6
.4
Die Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen ergibt eine
un
fall
bedingte
Einkommenseinbusse von
Fr.
5’739
.
20, was einem
Invaliditäts
grad von
gerundet
8
%
entspricht und keinen Rentenanspruch ergibt (vgl. E. 1.
3
)
.
7
.
7
.1
Hinsichtlich der Frage des Integritätsschadens
machte der Beschwerdeführer gel
tend, es sei erstellt, dass eine deutliche Bewegungseinschränkung mit erheb
lichem Kraftverlust der linken Hand bestehe.
Dr.
C._
begründe nicht, wes
halb die Bewegungseinschränkung und der Kraftverlust keinen Integritäts
schaden darstel
len würden (
Urk.
1 S. 8).
7.2
7.2.1
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schä
digung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie An
spruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
der Verordnung über die Unfallversicherung (
UVV)
Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dau
er
nd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder
psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark
beein
trächtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsent
schädi
gung die Richtlinien des Anhangs
3.
Fallen mehrere körper
liche, geistige oder psy
chische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Be
ein
trächtigung fest
ge
setzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchstbetrag des versicherten Jahres
verdienstes
nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädi
gungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Voraus
sehbare Verschlimme
run
gen des Integri
täts
schadens werden angemessen berück
sichtigt. Revisionen sind nur im Aus
nahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
7.2.2
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Inte
gritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht ab
schlies
senden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Für die darin genannten Integri
täts
schäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschä
di
gung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2).
7.2.3
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundes
rät
lichen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versi
cher
ten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
7.3
Dr.
C._
zeigte nachvollziehbar auf, dass beim Beschwerdeführer infolge des Ereignisses vom 2
7.
September 2017 keine bzw. nur sehr geringe
Funktions
stö
rungen nachweisbar sind, so dass – entgegen den Ausführungen des Be
schwer
de
führers – gestützt auf die Suva-Tabelle 1 «Integritätsschaden bei Funk
tions
störungen an den oberen Extremitäten» keine Integritätsentschädigung zu leisten ist.
Daran vermag das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass ein erheblicher Kraft
verlust der linken Hand sowie ein deutlich eingeschränkter Bewegungsumfang
nachgewiesen sei
(
Urk. 1.
S. 8), nichts zu ändern.
Gemäss der Suva-Tabelle 1 zur Integrationsentschädigung
muss eine Aufhebung der Pronation oder Supination oder eine Steifheit im Bereich der Hand vorliegen, was vorliegend nicht der Fall ist.
Die persistierenden Bewegungseinschränkungen und die Kraftminderung der linken Hand entsprechen keiner erheblichen und dauernden Schädigung der kör
perlichen Integrität im unfallversicherungsrechtlichen Sinne. D
r.
C._
wies überdies darauf hin, dass selbst die unfallfremde Arthrose gemäss Tabelle 5
«Inte
gritätsschaden bei Arthrosen» zu keiner Integritätsentschädigung führen würde,
müsste doch eine mindestens mässig bis schwere Handwurzelarthrose vorliegen
(
Urk.
8/251). Bildgebende Befunde würden jedoch nur eine geringe Arthrose OS-
Hamatum
zeigen (vgl.
Urk.
8/303). Insofern wäre die
Erheblich
keits
grenze
nicht erreicht und eine Integritätsentschädigung wäre zu verneinen.
8.
Zusammenfassend erweist sich der Sachverhalt als
rechtsgenüglich
abgeklärt und der angefochtene
Einspracheentscheid
als rechtens, womit die Beschwerde voll
um
fänglich abzuweisen ist.