Decision ID: 8faed7cc-6e74-4e18-9f5b-3636dae59c91
Year: 2008
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1 X._, geboren 1951, war seit 1973 als Badangestellter (ab 1976 Badmeister, vgl. Urk. 9/1/1) bei Y._ tätig (Urk. 9/3/5). Im September 2001 beklagte er sich bei seinem Hausarzt, Dr. med. Z._, Innere Medizin FMH, Zürich, über Leistungseinbusse, Anstrengungsdyspnoe und vermehrte Müdigkeit. Die internistische Abklärung zeigte eine mittelschwere Aortenstenose und als EKG-Befund einen AV-Block dritten Grades, weshalb am 20. November 2001 im Spital A._ ein Herzschrittmacher implantiert wurde (Bericht Dr. Z._ vom 3. Juni 2002, Urk. 9/18/30). Nachdem der Herzschrittmacher richtig eingestellt war (vgl. Urk. 9/18/16-28), bescheinigte Dr. med. B._, Innere Medizin FMH, Zürich, Vertrauensarzt der Pensionskasse der Y._, in seinem Bericht vom 17. September 2002 (Urk. 9/18/13-15) X._ ab dem 1. Oktober 2002 wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (volle Arbeitsfähigkeit mit vollem Arbeitseinsatz inkl. Rettungsdienst). Gemäss dem Arbeitgeberbericht vom 2. August 2002 wurde er ab August 2002 wieder im normalen Schichtbetrieb eingesetzt (Urk. 9/6/6).
Ab Juli 2004 traten erneut belastungsabhängige coronare Beschwerden auf, weshalb ihm Dr. Z._ eine vollständige Arbeitsunfähig ab dem 21. Dezember 2004 bescheinigte (Bericht vom 24. Juli 2005, Urk. 9/10/5-7). Aufgrund der Diagnose einer schweren diffusen, stark progredienten Dreigefäss-Erkrankung wurde am 30. März 2005 im Stadtspital Triemli eine Bypass- und Aortenklappenersatz-Operation durchgeführt (Urk. 9/10/12-13). Auch nach einem Rehabilitationsaufenthalt in der C._ vom 8. bis 22. April 2005 (vgl. Austrittsbericht vom 25. April 2005, Urk. 9/10/14-15) stellte Dr. med. D._, Kardiologie und Inner Medizin FMH, Zürich, Vertrauensärztin der Pensionskasse der Y._, anlässlich ihrer Untersuchung vom 4. Juli 2005 ergometrisch immer noch eine leicht bis mässig eingeschränkte Leistungsfähigkeit fest (Urk. 9/18/5). Dementsprechend schätzte sie den Versicherten als in der bisherigen Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig ein, attestierte ihm aber in einer weniger exponierten Tätigkeit mit einem 50%igen Anteil an leichten körperlichen Belastungen (Stehen, Gehen, leichte Lasten bis zu 10 kg) und 50 % sitzender Arbeit oder in einer 100%igen Beschäftigung in sitzender Position volle Erwerbsfähigkeit (Urk. 9/18/6).
1.2
1.2.1 Am 7. Juli 2005 meldete sich X._ bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 9/3). Nach dem Beizug von Berichten der behandelnden Ärzte (Dr. med. E._, Kardiologie FMH, Zürich, Urk. 9/5; Dr. Z._, Urk. 9/10 und Urk. 9/17), der Akten der Pensionskasse der Y._ (Urk. 9/18) sowie eines Arbeitgeberberichts (Urk. 9/6) legte die IV-Stelle die medizinischen Akten ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vor und ermittelte, gestützt auf dessen Anweisung, hinsichtlich der Restarbeitsfähigkeit der Beurteilung Dr. D._s zu folgen (Urk. 9/19/3), einen Invaliditätsgrad von 45 %, indem sie dem gemäss dem Arbeitgeberfragebogen vom 19. Juli 2005 ohne Gesundheitsschaden aktuell erzielbaren Bruttogrundlohn von Fr. 79'725.-- (Urk. 9/6/2) einen Invalidenlohn von Fr. 43'745.-- (75 % des standardisierten Bruttolohns für Hilfsarbeiter in der Höhe von Fr. 58'326.-- gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2004) gegenüberstellte (Urk. 9/20/1). Dementsprechend sprach sie X._ mit Verfügung vom 9. Februar 2006 mit Wirkung ab 1. Dezember 2005 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zu (Urk. 9/31).
1.2.2 Dagegen liess X._ am 21. März 2006 Einsprache erheben mit dem Antrag, es sei der Rentenanspruch neu zu überprüfen und ihm eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu gewähren (Urk. 9/34). Zur Begründung verwies er auf den Bericht Dr. D._s vom 2. März 2006 an die Pensionskasse (Urk. 9/36), gemäss welchem noch eine - bereits eingeleitete - psychiatrische Abklärung nötig sei.
Nach Einsicht in den von der IV-Stelle eingeholten Bericht von Dr. med. F._, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, G._, vom 18. Mai 2006 (Urk. 9/39) erteilte der RAD am 12. Oktober 2006 die Anweisung, es sei auch nach den zusätzlichen medizinischen Abklärungen von einer vollen Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepasster Tätigkeit (entsprechend dem Zumutbarkeitsprofil Dr. D._s vom 6. Juli 2005) auszugehen (Urk. 9/42/2). Demgemäss berechnete die IV-Stelle das Invalideneinkommen neu (nunmehr ausgehend von einem Tabellenlohn in der Höhe von Fr. 57'831.-- und wiederum einem Leidensabzug von 25 %) auf Fr. 43'373.--, woraus sich im Vergleich mit dem unveränderten Validenlohn in Höhe von Fr. 79'725.-- ein Invaliditätsgrad von 46 % ergab (Urk. 9/43) und wies mit Entscheid vom 16. März 2007 die Einsprache ab (Urk. 9/45 = Urk. 2).
2.
2.1 Dagegen liess X._ am 30. April 2007 Beschwerde erheben mit dem Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin aufzuheben und ihm eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen; eventualiter sei das Verfahren zur Ergänzung der medizinischen Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Nebst nicht korrekter Würdigung der medizinischen Akten und ungenügender Abklärung des diesbezüglichen Sachverhalts (Urk. 1 S. 5 ff.) rügte er, dass bei der Ermittlung des Valideneinkommens verschiedene Lohnzulagen nicht berücksichtigt worden seien (Urk. 1 S. 3 f.).
2.2 Dass bei der Ermittlung des Valideneinkommens verschiedene Lohnzulagen nicht berücksichtigt worden seien, anerkannte die Beschwerdegegnerin insofern, als sie in ihrer Vernehmlassung vom 5. Juli 2007 (Urk. 8) ein unregelmässiges Jahreseinkommen vor Eintritt der Invalidität anerkannte und sich für die Festsetzung des Valideneinkommens aufgrund des durchschnittlichen Jahreslohns aus den Jahren 2000 - 2004 aussprach; auch aufgrund des so ermittelten Valideneinkommens von Fr. 81'056.30 (aufgerechnet auf das Jahr 2005), welches Nacht- und Schichtzulagen berücksichtige, resultiere jedoch kein höherer Invaliditätsgrad. Dass weitere medizinische Abklärungen, insbesondere psychiatrische, nötig seien, bestritt die Beschwerdegegnerin.
2.3 In seiner Replik vom 13. Juli 2007 (Urk. 12) legte der Beschwerdeführer dar, weshalb auch das in der Vernehmlassung ermittelte Valideneinkommen seiner Ansicht nach nicht dem ohne Behinderung möglich gewesenen Erwerbseinkommen entspreche (Urk. 12 S. 2 f.) und weshalb weitere psychiatrische Abklärungen entgegen beschwerdegegnerischer Auffassung nötig seien (Urk. 12 S. 3 f.).
2.4 Daraufhin duplizierte die Beschwerdegegnerin nicht mehr, weshalb mit Verfügung vom 20. September 2007 der Schriftenwechsel als geschlossen erklärt wurde (Urk. 15).

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 6. Oktober 2006 und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 28. September 2007 sowie das Bundesgesetz über die Schaffung und die Änderung von Erlassen zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) vom 6. Oktober 2006 in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 Erw. 1, 126 V 136 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Weil sich der hier zu beurteilende Sachverhalt vor dem 1. Januar 2008 verwirklicht hat, gelangen die revidierten materiellen Vorschriften des IVG und der IVV im vorliegenden Fall noch nicht zur Anwendung. Bei den im Folgenden zitierten Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen handelt es sich deshalb - soweit nichts anderes vermerkt wird - um die Fassungen, wie sie bis Ende 2007 in Kraft gewesen sind.
1.2 Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 105 V 159 Erw. 2a). Bei erwerbstätigen Versicherten wird diese Einbusse ohne Rücksicht darauf bestimmt, wie sich die gesundheitliche Beeinträchtigung auf das erzielbare Einkommen auswirkt. Während bei der Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) die Schadenminderungspflicht unter anderem in dem Sinne eine erhebliche Rolle spielt, als von der versicherten Person im Rahmen des Zumutbaren verlangt wird, eine andere als die angestammte Tätigkeit auszuüben, sofern sich dadurch die verbleibende Arbeitsfähigkeit finanziell besser verwerten lässt, bildet einzig der bisherige Beruf den Bezugspunkt der für den Rentenbeginn relevanten Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG. Diese ist auf der Grundlage der medizinischen Stellungnahmen zu beurteilen (BGE 130 V 99 Erw. 3.2 mit Hinweisen).
1.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).
1.4 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG in der seit dem 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Fassung).
1.5 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG (seit 1. Januar 2004: in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 349 Erw. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.6 Nach der Rechtsprechung ist beim Einkommensvergleich unter Verwendung statistischer Tabellenlöhne zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann ist dem Umstand Rechung zu tragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. In BGE 126 V 75 ff. hat das Eidgenössische Versicherungsgericht die bisherige Praxis dahin gehend präzisiert, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) abhängig ist. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 481 Erw. 4.2.3 mit Hinweisen).
2. Soweit der Beschwerdeführer eine nicht korrekte Würdigung der medizinischen Akten und eine ungenügender Abklärung des diesbezüglichen Sachverhalts rügt, ist vorab festzuhalten, was sich aus den Akten ergibt.
2.1 Entgegen beschwerdeführerischer Behauptung (Urk. 1 S. 4) vertritt Dr. D._, auf deren Beurteilung der somatisch bedingten Einschränkungen der funktionellen Arbeitsfähigkeit die Beschwerdegegnerin abgestellt hat, in ihrem Bericht vom 4. Juli 2005 nicht die Auffassung, der Beschwerdeführer könne auch körperlich sehr leichte Tätigkeiten nur noch zu 50 % ausüben, hingegen rein sitzende Tätigkeiten zu 100 %. Vielmehr ist ihre Beurteilung vernünftigerweise so zu verstehen, dass der Beschwerdeführer in allen wechselbelastenden leichten Tätigkeiten mit einem Anteil sitzender Arbeit von mindestens 50 % voll arbeitsfähig ist (Urk. 9/18/6; vgl. Sachverhalt Ziff. 1.1). Die Beurteilung der somatisch bedingten Einschränkungen der funktionellen Arbeitsfähigkeit durch Dr. D._ ist daher nicht widersprüchlich, sondern vom Beschwerdeführer falsch verstanden worden.
Dass der Beschwerdeführer in leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten mit einem Anteil sitzender Arbeit von mindestens 50 % voll arbeitsfähig ist, entspricht sowohl dem von Dr. D._ erhobenen ergometrischen Befund einer nur noch leicht bis mässig eingeschränkten Leistungsfähigkeit als auch den von ihr festgehaltenen anamnestischen Angaben, gemäss denen der Beschwerdeführer lediglich bei schwerer körperlicher Belastung, vor allem beim langen und raschen Bergaufgehen, über Atembeschwerden klagt, jedoch ohne Beschwerden Lasten bis zu 10 kg tragen und auch schwere Haushaltarbeiten problemlos bewältigen sowie morgendliche Märsche von 8 bis 10 km durchführen und danach weitere körperliche Aktivitäten entwickeln kann (Urk. 9/18/5). Angesichts dieser bemerkenswerten Fitness, insbesondere auch Gehfähigkeit, kann sich höchstens die Frage stellen, weshalb dem Beschwerdeführer zumutbare Arbeiten auf überwiegend sitzende Tätigkeiten beschränkt sein sollen. Diese Frage wird zwar in der Beurteilung Dr. D._s nicht nachvollziehbar beantwortet, was aber ohne Belang ist, da die Beschwerdegegnerin bei der Evaluation der möglichen Verweisungstätigkeiten trotzdem auf das Zumutbarkeitsprofil Dr. D._s abstellt.
2.2 Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten fachärztlich bescheinigten vollen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit aus psychischen Gründen (Urk. 12 S. 3) ist richtigzustellen, dass Dr. F._ anlässlich der Behandlungen/Abklärungen in der Zeit vom 29. März bis zum 7. April 2006 eine nach ICD-10: F32.0 zu klassifizierende reaktive depressive Reaktion auf Arbeitsverlust diagnostiziert, aber weder eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlungsbedürftigkeit, noch eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht attestiert hat (Urk. 9/39). Die Frage, ob noch eine behinderungsangepasste Tätigkeit zumutbar sei, beantwortet sie zwar mit „eher nein“ (Urk. 9/39/4), verweist zur Begründung aber auf ihren Bericht, wo von einer signifikanten Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit aus psychischen Gründen keine Rede ist, sondern lediglich auf die volle Arbeitsunfähigkeit als Bademeister aufgrund der somatischen Krankheit hingewiesen wird (Urk. 9/39/2). Die Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht steht - entgegen beschwerdeführerischer Behauptung (Urk. 12 S. 3 f.) - keineswegs in Widerspruch, sondern völlig in Einklang mit der Diagnose einer leichten depressiven Episode im Sinne von ICD-10: F32.0. Wäre die Arbeitsfähigkeit in der körperlichen Behinderung angepassten Tätigkeiten aus psychischen Gründen erheblich vermindert, läge eine ausgeprägte Aktivitätseinschränkung durch die Depression vor, was gemäss den diagnostischen Leitlinien zu ICD-10: F32.0 der Diagnose einer nur leichten depressiven Episode widersprechen würde.
Die fachärztliche Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit aus psychischen Gründen durch Dr. F._ stützt demnach das vom Beschwerdeführer selbst und von Dr. D._ (Bericht vom 2. März 2006 an die Pensionskasse, Urk. 9/36/5) - welche nicht über die diesbezügliche fachärztliche Kompetenz verfügt - erhobene Postulat einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht. Ebenso wenig besteht nach fachärztlicher Beurteilung ein über die Medikation hinausgehender Behandlungs- und Abklärungsbedarf (Urk. 9/39/2, Ad 6).
2.3 Bei dieser Aktenlage durfte die Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des Invalideneinkommens ohne weitere Abklärungen allein auf das fachärztliche somatische Zumutbarkeitsprofil Dr. D._s abstellen und ist demzufolge davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in allen wechselbelastenden leichten Tätigkeiten mit einem Anteil sitzender Arbeit von mindestens 50 % voll arbeitsfähig ist.
3.
3.1 Soweit der Beschwerdeführer rügt, dass bei der Festsetzung des Valideneinkommens verschiedene Lohnbestandteile, insbesondere Zulagen für Schicht-, Nacht- und Sonntagsarbeit nicht berücksichtigt worden seien (Urk. 1 S. 3 f. und Urk. 12 S. 2 f.), ist vorab auf das Urteil U 268/04 des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 9. Mai 2005 hinzuweisen, gemäss dessen Erwägung 3.1 Zulagen zum Brutto-Grundlohn entweder sowohl beim Validen- als auch beim Invalidenlohn oder gar nicht berücksichtigt werden müssen, wenn feststeht, dass die versicherte Person im Hinblick auf ihren Gesundheitszustand in der Lage ist, Arbeiten zu verrichten, die zu solchen Zuschlägen führen. Aus den medizinischen Akten ergeben sich keinerlei Hinweise dafür, dass die kardiologische Problematik des Beschwerdeführers es diesem nicht mehr erlauben würde - wie vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens - am Sonntag oder am Abend zu arbeiten.
3.2 Allerdings ist nicht zu verkennen, dass Abend- und Sonntagsarbeit heute vorwiegend im Verkauf, im Gesundheitswesen und in der Gastro- sowie Unterhaltungsbranche verrichtet wird und dass es sich dabei überwiegend nicht um Tätigkeiten handelt, welche vornehmlich sitzend ausgeübt werden können, wie dies das im angefochtenen Entscheid berücksichtigte Zumutbarkeitsprofil des Beschwerdeführers verlangt. Dazu, wie diese arbeitsmarktliche Einschränkung der Möglichkeit, Arbeiten zu verrichten, die zu Schichtzuschlägen führen, bei der Invaliditätsbemessung zu berücksichtigen ist, äussert sich die höchstrichterliche Rechtsprechung nicht.
3.2.1 Grundsätzlich lässt sich die Problematik unter die persönlichen und beruflichen Merkmale einer versicherten Person subsumieren, welche einen Abzug vom Tabellenlohn im Sinne von Erwägung 1.6 rechtfertigen. Dies kann im vorliegenden Fall allerdings nicht zu einer Verminderung des im angefochtenen Entscheid angerechneten Invalidenlohnes führen, da die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer bereits den nach der Rechtsprechung höchstzulässigen Abzug von 25 % vom Tabellenlohn gewährt hat.
3.2.2 Wollte man die aus arbeitsmarktlichen Gründen verringerte Möglichkeit, lohnwirksame Schichtzulagen zu generieren, - in Anlehnung an die Vorgehensweise bei medizinischer Unzumutbarkeit von Schichtarbeit - mit der (allenfalls teilweisen) Anrechnung von Schichtzulagen (nur) beim Validenlohn berücksichtigen, müsste man aber auch in Rechnung stellen, dass der höchstzulässige Abzug vom Tabellenlohn praxisgemäss nur bei Kumulation und starker Ausprägung von mehreren lohnmindernden Kriterien gewährt wird. Der Beschwerdeführer kann zwar in fortgeschrittenem Alter - aufgrund des dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegenden Zumutbarkeitsprofils - nur noch überwiegend sitzende Tätigkeiten ausüben, sonst behindern ihn aber keine weiteren Erschwernisse bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Die Einschränkung im noch zumutbaren Tätigkeitsspektrum sowie in der Umstellungsfähigkeit ist insgesamt daher nicht derart ausgeprägt, dass sich - unter dem Gesichtspunkt der rechtsgleichen Anwendung des ermessensweisen Abzugs vom Tabellenlohn - ein maximaler Abzug von 25 % rechtfertigen liesse.
3.2.3 Zusammenfassend ergibt sich also, dass sich der dem Beschwerdeführer im angefochtenen Entscheid gewährte maximale Abzug von 25 % vom Tabellenlohn unter dem Gesichtspunkt der rechtsgleichen Anwendung dieser Billigkeitskorrektur gerade noch rechtfertigen lässt, wenn damit auch die aus arbeitsmarktlichen Gründen verringerte Möglichkeit, Lohnzulagen zu generieren, mitberücksichtigt wird. Wenn hingegen dieser Einschränkung mit der Berücksichtigung von Zulagen nur beim Validenlohn Rechnung getragen würde, wäre der Abzug vom Tabellenlohn entsprechend zu reduzieren. Unter diesen Umständen erübrigen sich weitere Ausführungen (und Abklärungen) zu den nach Ansicht des Beschwerdeführers ungenügend berücksichtigten Zulagen beim Validenlohn. Der angefochtene Einspracheentscheid trägt im Ergebnis der aus arbeitsmarktlichen Gründen verringerten Möglichkeit, Lohnzulagen zu generieren, hinreichend Rechnung, weshalb der ihm zugrunde liegende Invaliditätsgrad von 46 % der richterlichen Überprüfung Stand hält und die Beschwerde abzuweisen ist.
4. Abweichend von Art. 61 lit. a ATSG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1
bis
Satz 1 IVG). Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
Satz 2 IVG). Sie betragen im vorliegenden Fall Fr. 600.-- und sind dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.