Decision ID: 5e90eb03-a3ba-414f-a401-451ccc0f626f
Year: 2007
Language: de
Court: SG_VGN
Chamber: SG_VGN_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: public_law

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ D. O., geboren 1981, ist nigerianischer Staatsangehöriger. Er reiste am 17. Juni
2002 in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Mit Verfügung vom 26. November
2002 verfügte das Migrationsamt des Kantons Zürich gegen D. O. ein Verbot, das
Gebiet der Stadt Winterthur zu betreten. Zur Begründung führte es an, D. O. bewege
sich im Umfeld der Drogenszene der Stadt Winterthur. Das Bundesamt für Migration
lehnte das Asylgesuch von D. O. am 12. Dezember 2002 ab und wies den
Gesuchsteller aus der Schweiz weg. Eine gegen diese Verfügung erhobene
Beschwerde wurde von der Schweizerischen Asylrekurskommission am 20. Januar
2003 abgewiesen. In der Folge setzte das Bundesamt für Migration eine Ausreisefrist
bis 20. Februar 2003. Die Aufforderung zur Ausreise befolgte D. O. aber nicht.
Am 20. Mai 2003 stellte die Stadtpolizei St. Gallen dem Ausländeramt einen Antrag auf
Ausgrenzung bzw. Androhung der Ausgrenzung. D. O. war anlässlich einer
Polizeikontrolle angetroffen worden. Dabei hielt er sich in der Drogenszene auf, hatte
Geld in kleiner Stückelung auf sich, hatte Kontakt mit namentlich bekannten
Drogenabhängigen und machte bei der Anhaltung heftige Schluckbewegungen. Das
Ausländeramt drohte ihm hierauf die Ausgrenzung aus dem Gebiet des Kantons St.
Gallen an. Am 9. Juli 2003 wurde D. O. wiederum in der Drogenszene in St. Gallen
angehalten, wobei er bei der Kontrolle starke Schluckbewegungen machte und sich
anschliessend der Kontrolle durch Flucht entziehen wollte.
Am 17. Juli 2003 drohte das Ausländeramt D. O. erneut die Ausgrenzung aus dem
Kanton St. Gallen an, da er sich in der Drogenszene aufgehalten und die öffentliche
Ordnung gestört bzw. gefährdet habe. Am 17. Juli 2003 wurde D. O. von der
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Staatsanwaltschaft St. Gallen wegen Hinderung einer Amtshandlung mit Fr. 600.--
gebüsst.
Am 20. Februar 2004 heiratete D. O. die Schweizer Staatsangehörige M. H. In der
Folge wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs zum
Verbleib bei der Schweizer Ehefrau erteilt. M. H. O. wurde am 24. Juni 2004 am
Flughafen Zürich festgenommen, da sie von Sao Paulo kommend bei der Einreise in
die Schweiz 1,484 Kilogramm Kokain mitführte. In der Folge wurde auch ihr Ehemann
wegen Verdachts der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz
festgenommen. D. O. wechselte am 7. Januar 2005 aus der Untersuchungshaft in den
vorzeitigen Strafvollzug.
Am 25. Januar 2005 gebar M. H. O. den Sohn C. Dieser hat wie seine Mutter die
Schweizer Staatsbürgerschaft.
Das Kreisgericht St. Gallen sprach D. O. am 22. Juni 2005 der qualifizierten sowie der
privilegierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig und
verurteilte ihn zu einer Zuchthausstrafe von 30 Monaten.
Am 24. Februar 2006 wurde D. O. bedingt aus dem Strafvollzug entlassen.
Mit Verfügung vom 21. März 2006 wies das Ausländeramt das Gesuch von D. O. um
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab mit der Begründung, der Gesuchsteller
habe zu schweren Klagen Anlass gegeben und aufgrund seiner Verurteilung zu 30
Monaten Zuchthaus einen Ausweisungsgrund gesetzt. Es bestehe ein gewichtiges
öffentliches Interesse gegen die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Die
Massnahme sei rechtmässig und angemessen.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob D. O. durch seinen Rechtsvertreter
Rekurs, der vom Justiz- und Polizeidepartement mit Entscheid vom 6. Oktober 2006
abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 23. Oktober 2006 erhob D. O.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 6.
Oktober 2006 sei aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern, unter
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Kosten- und Entschädigungsfolge. In der Beschwerdeergänzung vom 12. Dezember
2006 hielt der Beschwerdeführer, nunmehr vertreten durch Rechtsanwältin L., an
seinem Begehren fest. Zur Begründung macht er im wesentlichen geltend, die
Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung sei unverhältnismässig. Auf die einzelnen
Vorbringen des Beschwerdeführers wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden

Erwägungen näher eingegangen.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 19. Dezember 2006 unter
Hinweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids auf Abweisung der
Beschwerde.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 23. Oktober 2006
und deren Ergänzung vom 12. Dezember 2006 entsprechen zeitlich, formal und
inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs.
1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Nach Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) hat der ausländische Ehegatte einer
Schweizer Bürgerin Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung. Der Anspruch erlischt, wenn ein Ausweisungsgrund vorliegt.
Nach Art. 10 Abs. 1 ANAG kann ein Ausländer aus der Schweiz ausgewiesen werden,
wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde (lit. a). Die
Ausweisung soll nur verfügt werden, wenn sie nach den gesamten Umständen
angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG).
2.1. Für die Beurteilung der Angemessenheit der Ausweisung im Sinn von Art. 11 Abs.
3 ANAG bzw. der Verhältnismässigkeit sind namentlich die Schwere des Verschuldens,
die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz sowie die dem Betroffenen und seiner
Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 3 der
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Vollziehungsverordnung zum ANAG, SR 142.201). In der Prüfung der Angemessenheit
im Sinn von Art. 11 Abs. 3 ANAG, d.h. der Verhältnismässigkeit, geht auch diejenige
auf, ob die Massnahme im Sinn von Art. 8 Ziff. 2 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.l01, abgekürzt EMRK) verhältnismässig bzw. als in
einer demokratischen Gesellschaft notwendig erscheint (BGE 120 Ib 130 f.).
Der Beschwerdeführer ist mit einer Schweizerin verheiratet und hat einen Sohn mit
Schweizer Bürgerrecht. Er kann daher gestützt auf Art. 7 Abs. 1 ANAG und Art. 8 Ziff. 1
EMRK einen Rechtsanspruch auf Erteilung bzw. Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung geltend machen. Diesem Rechtsanspruch steht ein
Ausweisungsgrund entgegen. Zu prüfen ist somit im folgenden, ob die Verweigerung
der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers verhältnismässig
ist.
2.2. Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das Familienleben zulässig, falls dieser
gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen
Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, das
wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung
von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und der Moral oder zum
Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die EMRK verlangt somit eine
Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der Erteilung bzw.
Verlängerung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung,
wobei die öffentlichen Interessen im dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der
Eingriff als notwendig erweist. Des weiteren ist im Rahmen der Interessenabwägung zu
fragen, ob den hier anwesenheitsberechtigten Familienangehörigen zugemutet werden
kann, dem Ausländer, dessen Bewilligung nicht verlängert wird, ins Ausland zu folgen.
Die Frage der Zumutbarkeit ist unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse
der Betroffenen und aller Umstände objektiv zu beurteilen. Wird eine allfällige
Unzumutbarkeit der Ausreise für die in der Schweiz lebenden Angehörigen festgestellt,
führt dies aber nicht zwingend zur Unzulässigkeit der Bewilligungsverweigerung (BGE
122 II 5 f.).
2.3. Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die
fremdenpolizeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafrichter verhängte Strafe (BGE
129 II 216).
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Der Beschwerdeführer wurde der qualifizierten sowie der privilegierten Widerhandlung
gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen und zu einer Zuchthausstrafe
von 30 Monaten verurteilt. In der Beschwerde wird geltend gemacht, das Kreisgericht
St. Gallen habe in bezug auf die Beteiligung des Beschwerdeführers am Import von
Kokain durch seine Ehefrau festgehalten, der "Ausflug ins Importgeschäft" sei nicht auf
seine Initiative zustande gekommen. Der Beschwerdeführer habe seine Ehefrau auch
nur zögernd als Mittäter unterstützt. Strafmindernd sei sodann das Ge-ständnis
berücksichtigt worden, ebenso die Tatsache, dass sich die Eheleute in einem
finanziellen Engpass und somit in einer Notsituation befunden hätten. Das Kreisgericht
habe es im weiteren nicht als notwendig erachtet, eine Landesverweisung
auszusprechen, und festgehalten, die geringe Vorstrafe falle wenig ins Gewicht. Auf
diese Erwägungen, welche zugunsten des Beschwerdeführers zu berücksichtigen
seien, sei die Vorinstanz nicht eingegangen.
Zutreffend ist, dass das Kreisgericht in seinem Urteil festhielt, der "Ausflug ins
Importgeschäft" sei nicht auf Initiative des Beschwerdeführers zustande gekommen,
und dieser habe seine Ehefrau auch nur zögernd als Mittäter unterstützt. Die
strafmindernden Umstände wurden aber vom Kreisgericht bei der Strafzumessung
berücksichtigt. Dieses hielt als Einsatzstrafe, d.h. ohne Berücksichtigung von allfälligen
Strafmilderungs- und Strafschärfungsgründen, eine Freiheitsstrafe von drei Jahren
angemessen. Es kann daher der Vorinstanz keine unvollständige bzw. unzutreffende
Würdigung des Verschuldens vorgehalten werden, wenn sie die vom Kreisgericht
angeführten Strafmilderungsgründe nicht ausdrücklich erwähnt bzw. wiederholt hat.
Das Kreisgericht hat festgehalten, die Grenze zum schweren Fall gemäss Art. 19 Ziff. 2
des Betäubungsmittelgesetzes sei klar überschritten. Der Beschwerdeführer müsse als
nicht süchtiger Händler mittlerer Kategorie eingestuft werden, weil bei ihm die
Verkaufstätigkeit im regionalen Handel mit einer Menge zwischen 200 Gramm und
einem Kilogramm sowie der Vielzahl der Geschäfte im Vordergrund stehe. Auch den
übrigen Strafminderungsgründen wurde vom Kreisgericht Rechnung getragen.
Ausserdem ist festzuhalten, dass die Verurteilung des Beschwerdeführers nicht
ausschliesslich darauf gründete, dass sich dieser am Import von knapp 1,5 Kilogramm
Kokain durch die Ehefrau beteiligte. Der Beschwerdeführer hat auch in grösserem
Rahmen in der Schweiz Kokain verkauft. Das Kreisgericht ging aufgrund seiner als
vorsichtig bezeichneten Beurteilung davon aus, dass der Handel mindestens 791
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Gramm Kokaingemisch umfasst habe. Der Beschwerdeführer wurde in der
Strafuntersuchung von einem Abnehmer belastet, für Fr. 100'000.-- bzw. für einen
noch höheren Betrag Kokain verkauft zu haben. Der Anklageschrift ist im übrigen zu
entnehmen, dass die Ehefrau in der Strafuntersuchung angab, sie habe den
Beschwerdeführer kennengelernt, als sie bei diesem Kokain gekauft habe. Der
Beschwerdeführer war somit schon vor der Bekanntschaft mit seiner Ehefrau im
Betäubungsmittelhandel tätig. Die schwerwiegenden Verstösse gegen das
Betäubungsmittelgesetz begründen jedenfalls auch in fremdenpolizeilicher Hinsicht ein
schweres Verschulden. Das Bundesgericht verfolgt im Zusammenhang mit solchen
Straftaten eine strenge Praxis (BGE 125 II 526 f.). Es besteht daher ein sehr
gewichtiges Interesse, dem Beschwerdeführer die Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung zu verweigern.
Zutreffend ist, dass das Kreisgericht keine Landesverweisung ausgesprochen hat.
Diesem Umstand kommt aber im vorliegenden Fall keine besondere Bedeutung zu;
insbesondere lässt sich daraus nicht die Schlussfolgerung ziehen, das Kreisgericht
habe das Verschulden des Beschwerdeführers als vergleichsweise gering beurteilt.
Möglicherweise hat die Anklagebehörde im Hinblick auf das baldige Inkrafttreten des
revidierten Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuchs auf einen entsprechenden Antrag
verzichtet oder ist davon ausgegangen, dass Fernhaltemassnahmen gegen den
Beschwerdeführer vom Ausländeramt angeordnet werden. Das Bundesgericht hat
zudem in ständiger Rechtsprechung festgehalten, die Rechtmässigkeit bzw.
Verhältnismässigkeit einer fremdenpolizeilichen Ausweisung sei nicht nach denselben
Grundsätzen zu beurteilen wie die Frage eines Vollzugs bzw. Aufschubs einer
strafrechtlichen Landesverweisung. Es erwog, die VO.ussetzungen für die beiden
Entfernungsmassnahmen seien nicht deckungsgleich, sondern beruhten auf
unterschiedlichen Interessenlagen. Die strafrechtliche Landesverweisung sei vorab auf
die Person des betreffenden Ausländers ausgerichtet. Demgegenüber stehe beim
Entscheid über die fremdenpolizeiliche Ausweisung das allgemeine Interesse der
öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Vordergrund (BGE 125 II 110 mit Hinweisen).
Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es sei zu seinen Gunsten zu
berücksichtigen, dass er bereue, straffällig geworden zu sein. Er sehe sein Unrecht voll
ein und beteuere, nicht mehr straffällig zu werden. Diesen Beteuerungen kann keine
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ausschlaggebende Bedeutung zugemessen werden. Solche Aeusserungen können
namentlich in einem Verfahren, in dem über einen Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung
entschieden wird, leichthin gemacht werden und lassen keine Rückschlüsse zu,
inwiefern sie ernst gemeint sind. Der Beschwerdeführer wurde weniger als einen Monat
nach seiner Einreise in die Schweiz wegen des Aufenthalts in der Drogenszene mit der
Polizei konfrontiert und anschliessend mit einer Ausgrenzung belegt. Dies hinderte ihn
aber nicht, in grösserem Stil in den Drogenhandel einzusteigen. Als Grund für die
Beteiligung an der Einfuhr von knapp 1,5 Kilogramm durch die Ehefrau gab er unter
anderem finanzielle Schwierigkeiten an. Die Ehefrau bezifferte die Schulden auf Fr.
12'000.--, was im Licht der importierten Menge von knapp 1,5 kg Kokain
vergleichsweise niedrig ist. Unter diesen Umständen ist es fraglich, inwiefern die
Beteuerungen des Beschwerdeführers zum Nennwert zu nehmen sind, selbst wenn
berücksichtigt wird, dass er mittlerweile eine Freiheitsstrafe verbüsst hat.
Auch die vorzeitige bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug kann nicht als
ausschlaggebendes Kriterium berücksichtigt werden. Die vorzeitige bedingte
Entlassung aus dem Strafvollzug wird regelmässig gewährt, wenn nicht gewichtige
Gründe dagegen sprechen. Hinzu kommt, wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, dass
sich der Beschwerdeführer im Strafvollzug nicht klaglos verhalten hat. Aufgrund der
Verfügung der Abteilung Straf- und Massnamenvollzug vom 17. Februar 2006 habe der
Beschwerdeführer versucht, Betreuer gegeneinander auszuspielen, um Dinge zu
erlangen, welche ihm nicht zugestanden seien. Er habe zweimal diszipliniert werden
müssen, einmal wegen einer tätlichen Auseinandersetzung mit einem Mitgefangenen
und einmal wegen einer solidarischen Arbeitsniederlegung.
2.4. Der Beschwerdeführer hält sich seit Juni 2002 und somit seit rund vierdreiviertel
Jahren in der Schweiz auf. Somit liegt noch keine lange Aufenthaltsdauer vor, welche
bei der Interessenabwägung in erheblichem Masse zu seinen Gunsten berücksichtigt
werden könnte.
Auch das gute Arbeitszeugnis ist in diesem Zusammenhang nicht ausschlaggebend,
zumal das Arbeitsverhältnis erst seit relativ kurzer Zeit besteht und der
Beschwerdeführer seine Tätigkeit während der vorzeitigen bedingten Entlassung aus
dem Strafvollzug aufgenommen hat. Es ist daher naheliegend, dass sich der
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Beschwerdeführer während der bedingten Entlassung und während des hängigen
Verfahrens betreffend Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung als
Arbeitnehmer wohlverhält.
2.5. Eine Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des
Beschwerdeführers hat erhebliche Folgen für die Ehefrau und das Kind bzw. stellt
einen Eingriff in das Recht auf Familienleben dar. Ob es der Ehefrau und dem Kind
zuzumuten ist, mit dem Beschwerdeführer nach Nigeria zu übersiedeln, um das
Familienleben weiterhin zu pflegen, kann offen bleiben. Selbst eine allfällige
Unzumutbarkeit der Uebersiedlung der Ehefrau und des Kindes nach Nigeria lässt eine
Ausweisung oder eine Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung nicht
unverhältnismässig erscheinen. Eine allfällige Unzumutbarkeit der Ausreise für die hier
lebenden Angehörigen ist zwar bei der Interessenabwägung zu berücksichtigen. In
Bezug auf die familiären Verhältnisse ist im vorliegenden Fall in Betracht zu ziehen,
dass sich die Eheleute aufgrund der Feststellungen in der Strafuntersuchung anlässlich
der Tätigkeit des Beschwerdeführers als Kokainhändler kennen lernten. Gemeinsam
mit seiner Ehefrau betätigte sich der Beschwerdeführer in der Folge im grösseren
Rahmen als Kokainimporteur. Die familiäre Bindung vermochte ihn jedenfalls nicht von
der Drogendelinquenz abzuhalten. Eine gewisse Rückfallgefahr kann daher nicht
ausgeschlossen werden. Hinzu kommt, dass die Ehefrau wissen musste, dass sie ihr
Familienleben unter Umständen nicht in der Schweiz leben kann, wenn sie einen im
Kokainhandel tätigen Ausländer heiratet. Jedenfalls musste die Ehefrau in Betracht
ziehen, dass ihr Ehemann aufgrund seiner Delinquenz seine im Rahmen des
Familiennachzugs erteilte Aufenthaltsbewilligung riskiert. Sodann ist auch zu
berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer erst seit der bedingten Entlassung aus
dem Strafvollzug und somit erst seit rund einem Jahr mit seiner Ehefrau und dem Kind
zusammenlebt. Dies relativiert die Intensität der von der Ehefrau bestätigten guten
Beziehung des Beschwerdeführes zu seinem Sohn. Die Ehefrau hält fest, der Sohn sei
für sein Alter schon sehr weit entwickelt und habe zu seinem Vater eine sehr enge
Beziehung. Er liebe ihn über alles und habe ihn sehr schnell akzeptiert. Wenn der Vater
abwesend sei, vermisse er ihn sehr und frage den ganzen Tag über nach ihm. Bei einer
Trennung würde dies tiefe seelische Wunden hinterlassen. Diese Ausführungen sind
verständlich und nachvollziehbar. Allerdings ist der Sohn noch im Kleinkindalter, und er
hat wie erwähnt erst seit rund einem Jahr eine engere Beziehung zum Vater eingehen
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können. Hinzu kommt, dass die Folgen einer Trennung der Eltern für ein Kind
ungeachtet des Umstands sehr belastend sein können, ob die Trennung freiwillig
erfolgt oder nicht.
Weiter ist zu berücksichtigen, dass die Distanz zwischen Nigeria und der Schweiz auf
dem Luftweg relativ einfach zu überwinden ist (vgl. VerwGE B 2006/165 vom 30.
November 2006, zur Zeit in; www.gerichte.sg.ch). Die Ehefrau des Beschwerdeführers
ist zudem reisegewandt und hielt sich nach eigenen Angaben bereits einmal in Nigeria
auf. Der Beschwerdeführer muss sich damit abfinden, dass er die Beziehung zu seinem
Sohn nur unter erheblichen Einschränkungen, namentlich durch telefonische Kontakte
und während allfälliger Ferienaufenthalte, ausüben kann. Hinzu kommt, dass die
Ehefrau des Beschwerdeführers ebenfalls eine Verantwortung dafür trägt, dass die Ehe
nicht in der Schweiz gelebt werden kann.
2.6. Weiter fällt in Betracht, dass der Beschwerdeführer nach den Feststellungen der
Asylrekurskommission bei einer Rückkehr nach Nigeria nicht auf sich allein gestellt sein
wird, sondern in Nigeria eine Schwester hat und grundsätzlich imstande ist, eine
Existenz aufzubauen.
2.7. Zusammenfassend gelangt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass das
öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers aufgrund der
schwerwiegenden Delinquenz im Drogenhandel höher zu gewichten ist als seine
persönlichen Interessen sowie die Interessen der Ehefrau und des Kindes an seinem
Verbleib in der Schweiz. Die Vorinstanz hat daher die Verhältnismässigkeit der
Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung zu Recht bejaht. Folglich ist die Beschwerde
als unbegründet abzuweisen.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).