Decision ID: 1eaa24db-cdec-5716-a3f1-43f9a0c1d4fd
Year: 2010
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A. Die Beschwerdeführenden (A._, Personalausweis Nr. [...]; B._, Personalausweis Nr. [...]) ersuchten mit an die  Botschaft in Bogota gerichteter Eingabe vom 14. Februar 2007 (Eingang Botschaft: 15. Februar 2007) um Gewährung von Asyl. Im in spanischer Sprache gehaltenen und von beiden unterzeichneten Schreiben machen die Beschwerdeführenden im Wesentlichen , sie seien aufgrund ihrer sexuellen Orientierung (Homosexualität) von Jugendlichen attackiert worden. Sie seien auch von ihren Familien diskriminiert worden. Die kolumbianischen Behörden seien via E-Mails um Hilfe gebeten worden. Diese hätten aber nicht reagiert.
Mit Schreiben vom 14. Februar 2007 überwies die schweizerische  in Bogota das Asylgesuch dem BFM (Eingang BFM: 28. Februar 2007). Unter anderem merkte sie an, dass im Zusammenhang mit  Gesuch den Beschwerdeführenden kein Fragebogen zugestellt worden sei.
B. Mit Verfügung vom 29. März 2007 wies das BFM das Einreisebewilli - gungs- und Asylgesuch ab. Im Wesentlichen stützte es seinen Ent - scheid auf eine fehlende, asylrechtlich relevante Gefährdung der  hinsichtlich der erwähnten Übergriffe durch private Dritte aufgrund ihrer sexuellen Orientierung (Vorhandensein einer staatlich funktionierenden und effizienten Schutzinfrastruktur,  Polizeiapparat sowie Rechts- und Justizsystem; keine  Bestimmungen hinsichtlich eines Verbots der Homosexualität; Recht für Homosexuelle, eine Form von registrierter Partnerschaft ; Zumutbarkeit der persönlichen Anzeigeerstattung bei den  Behörden gegen die erwähnten Übergriffe Dritter;  Fluchtalternative). Im Übrigen könne das Asylgesuch auch gestützt auf Art. 52 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) abgelehnt werden (keine besondere  zur Schweiz; Zumutbarkeit um Aufnahmebemühungen u.a. in  der Nachbarstaaten [Brasilien, Ecuador, Panama und Peru], die Vertragsparteien des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die  der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30] als auch des  vom 31. Januar 1967 seien; grössere Bezugsnähe zu diesen Staaten aus geografischen, sprachlichen und kulturellen Gründen). Vor
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diesem Hintergrund sei den Beschwerdeführenden die Einreise in die Schweiz nicht zu bewilligen und ihr Asylgesuch abzuweisen.
Diese Verfügung wurde den Beschwerdeführenden durch Vermittlung der schweizerischen Botschaft in Bogota eröffnet.
C. Am 11. September 2008 übermittelte die schweizerische Botschaft in Bogota dem Bundesverwaltungsgericht (Eingang: 23. September 2008) eine Kopie des Rekurses der Beschwerdeführenden vom 16. Mai 2007 betreffend den negativen Asylentscheid vom 29. März 2007. Im Überweisungsschreiben wurde ferner ausgeführt, der  des BFM sei seitens der Botschaft am 16. April 2007 versandt worden. Der Rekurs sei am 16. Mai 2007 eingetroffen. Im Dossier  sich lediglich eine Kopie der Beschwerde; leider wisse man nicht was mit dem Original passiert sei. Gemäss BFM sei keine Beschwerde erfasst worden.
Die in spanischer Sprache verfasste Eingabe der  vom 16. Mai 2007 wurde in der Folge als Beschwerde  und von Amtes wegen übersetzt; ebenfalls wurde eine Übersetzung des schriftlichen Asylgesuchs vom 14. Februar 2007 . Auf die Begründung der Beschwerde wird, soweit , in den Erwägungen eingegangen.
D. Am 11. Mai 2010 übermittelte das BFM dem  das Original der Beschwerdeschrift vom 16. Mai 2007 und die  eingereichten Beweismittel (... [allesamt in Kopie]).
E. Mit Instruktionsverfügung vom 14. Mai 2010 wurden die  unter Fristansetzung aufgefordert, ein fortbestehendes Rechtsschutzinteresse darzutun, da sie bis zu diesem Zeitpunkt weder ergänzende Rechtsschriften hinsichtlich des von ihnen eingeleiteten Beschwerdeverfahrens eingereicht noch sich jemals nach dem  in ihrer Angelegenheit erkundigt hätten. Gleichzeitig wurde ihnen die Möglichkeit eingeräumt, im Rahmen einer allfälligen  zwischenzeitliche für das Beschwerdeverfahren entscheidwesentliche Vorkommnisse darzulegen. Für den Fall der  wurde festgehalten, dass von einem Wegfall des Rechts-
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schutzinteresses auszugehen und das Verfahren als gegenstandslos abzuschreiben wäre.
F. Am 13. Juli 2010 übermittelte die schweizerische Botschaft in Bogota dem Bundesverwaltungsgericht die einzig von A._  Eingabe vom 22. Juli 2010 (recte: 22. Juni 2010). Nebst  des festgestellten Sachverhalts in allgemeiner Form geht aus ihr unter anderem auch hervor, dass er (A._) nunmehr mit einem anderen Lebenspartner (C._, Personalausweis Nr. [...]) zusammenlebt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht  gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Dazu gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz; das Bundesverwaltungsgericht entscheidet auf dem Gebiet des Asyls  (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des  vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Gemäss ständiger Praxis erstreckt sich sodann die Zuständigkeit der Beschwerdeinstanz  des engen sachlichen Zusammenhangs auch auf die  der Einreisebewilligung im Sinne von Art. 20 Abs. 2 AsylG (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen  [EMARK] 2000 Nr. 12).
1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die  oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen  und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).
1.3 Die Beschwerde ist nicht in einer Amtssprache des Bundes . Aus prozessökonomischen Gründen und aufgrund der  Umstände (vgl. oben Sachverhalt Bst. C und D.) wurde die in spa-
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nischer Sprache verfasste Beschwerdeeingabe wie auch die übrigen in derselben Sprache eingereichten Rechtsschriften von Amtes wegen ins Deutsche übersetzt. Mithin kann ohne weiteres über das  Verfahren befunden werden.
1.4 Die Beschwerde ist – abgesehen vom vorgenannten sprachlichen Mangel – form- und fristgerecht eingereicht; die Beschwerdeführenden sind legitimiert (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 und 50 und 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
2. 2.1 Das schriftliche Asylgesuch sowie die Beschwerde wurden jeweils von beiden im Rubrum genannten Beschwerdeführenden . Aufgrund der inzwischen eingetretenen Sachlage (vgl. Bst. E und F hiervor) ist in Bezug auf B._, Geburtsdatum unbekannt, , von einem Wegfall des Rechtsschutzinteresses auszugehen und die Beschwerde hinsichtlich seiner Person als gegenstandslos  abzuschreiben.
2.2 Lediglich der Vollständigkeit halber ist sodann festzuhalten, dass C._ (siehe oben Bst. F.) von der hier angefochtenen Verfügung des BFM vom 29. März 2007 nicht berührt ist und ihm daher im vor  Beschwerdeverfahren keine Parteistellung zukommt.
3. Auf die Durchführung eines Schriftenwechsels wird verzichtet (Art. 111a Abs. 1 AsylG).
4. 4.1 In formeller Hinsicht ist zunächst festzuhalten, dass gemäss Art. 19 AsylG ein Asylgesuch im Ausland bei einer schweizerischen Vertretung gestellt werden kann, welche es mit einem Bericht an das Bundesamt überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG). Die schweizerische  führt mit der asylsuchenden Person in der Regel eine  durch (Art. 10 Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]). Ist dies nicht möglich, so wird die asylsuchende Person von der Vertretung aufgefordert, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Das  hat in Auslegung dieser Bestimmungen in  Entscheid vom 27. November 2007 i.S. E-6148/2006 (publiziert
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unter BVGE 2007/30) erkannt, dass sich die Unmöglichkeit einer  aus organisatorischen oder kapazitätsmässigen Gründen bei der jeweiligen Vertretung, aus faktischen Hindernissen im betreffenden Land oder aus bei der asylsuchenden Person liegenden persönlichen Gründen ergeben kann (vgl. BVGE a.a.O. E. 5.2 und 5.3). Da die  der Sachverhaltserstellung sowie der Gewährung des  Gehörs dient (vgl. BVGE a.a.O. E. 5.5), ist die asylsuchende  bei gegebener Unmöglichkeit einer Anhörung unter Hinweis auf  Mitwirkungspflicht in einem individualisierten Schreiben mittels  Fragen aufzufordern, ihre Asylgründe schriftlich festzuhalten; ein standardisiertes Schreiben vermag diesen Anforderungen damit in  Regel nicht zu genügen (BVGE a.a.O. E. 5.4). Allerdings kann sich eine Befragung beziehungsweise eine schriftliche  erübrigen, wenn der Sachverhalt bereits aufgrund des  Asylgesuchs als entscheidreif erstellt erscheint; der asylsuchenden Person ist aber diesfalls immerhin im Sinne des rechtlichen Gehörs die Gelegenheit zu geben, sich zu einem abzusehenden negativen  zumindest schriftlich zu äussern (BVGE a.a.O. E. 5.7). Schliesslich ist das Bundesamt in jedem Fall gehalten, das Absehen von einer Befragung in der Verfügung über das Asylgesuch zu  (BVGE a.a.O. E. 5.6 sowie 5.7).
4.2 4.2.1 Im vorliegenden Fall wurde der Beschwerdeführer weder von der schweizerischen Vertretung in Bogotá zu seinem Asylgesuch vom 14. Februar 2007 befragt, noch wurde er mittels eines  Schreibens zur weiteren Konkretisierung seiner Asylgründe  (vgl. Bst. A hiervor).
Angesichts der ausführlichen schriftlichen Begründung des  in der Eingabe des Beschwerdeführers vom 14. Februar 2007, aus welcher sich insgesamt alle entscheidrelevanten Informationen in Bezug auf die Urheber und Aktualität der Verfolgung sowie die vom Beschwerdeführer unternommenen Schritte zum Erhalt  Schutzes ergeben, erscheint indessen der rechtserhebliche Sachverhalt genügend abgeklärt, so dass sich eine Befragung  eine schriftliche Aufforderung zu weiteren  der Angaben erübrigten; insoweit hat das Bundesamt demnach den gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich der  Genüge getan.
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4.2.2 Nach der oben stehend zitierten Rechtsprechung des  hätte das BFM indessen einerseits dem  Gelegenheit geben müssen, sich zum abzusehenden negativen Entscheid zu äussern, und andererseits in der Verfügung vom 29. März 2007 den Verzicht auf eine Befragung begründen . Die Nichtbeachtung dieser Grundsätze stellt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, welche angesichts dessen formeller Natur grundsätzlich zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung führen  (vgl. dazu EMARK 2004 Nr. 28 E. 7e S. 184 f.).
4.2.3 Es ist festzuhalten, dass die Schweizerische  (ARK) und seit dem 1. Januar 2007 auch das Bundesverwal  als deren Nachfolgeorganisation die Praxis des Bundesamtes im Zusammenhang mit der Frage der Anhörung von asylsuchenden Personen, welche ihr Asylgesuch bei einer schweizerischen Vertretung im Ausland stellten, nie gerügt hat. Mit dem Urteil BVGE 2007/30 vom 27. November 2007 ist das bisherige Vorgehen des Bundesamtes  als nicht rechtskonform zu bezeichnen; die Vorinstanz ist  der gesetzlichen Bestimmungen gehalten, das rechtliche Gehör zu gewähren. Die Aufhebung eines Entscheides des BFM, vor dessen Ausfällung das Bundesamt diesem Erfordernis nicht nachgekommen ist, erscheint allerdings dennoch nicht in jedem Fall zwingend.  in Fällen, in welchen das BFM den erstinstanzlichen  betreffend die Fragen der Einreisebewilligung und des Asyls vor Ergehen des genannten Urteils des Bundesverwaltungsgerichts  hat, kann es angezeigt erscheinen, den Verfahrensmangel zu  (vgl. dazu EMARK 1999 Nr. 3 E. 3c S. 20 f.), sofern aufgrund der Akten davon ausgegangen werden kann, dass der asylsuchenden  in materieller Hinsicht kein Nachteil erwachsen ist; diese  ist gegeben, wenn der entscheidwesentliche Sachverhalt  der schriftlichen Begründung des Asylgesuches und allfälliger Beweismittel als hinreichend erstellt zu erachten ist und der  Person zumindest auf Beschwerdeebene die Möglichkeit , sich nochmals einlässlich zu ihren Asylgründen zu äussern.
4.3 Im vorliegenden Fall sind die Voraussetzungen für eine Heilung der festgestellten Verletzung des rechtlichen Gehörs ohne weiteres ; die Verfügung des BFM datiert vom 29. März 2007, mithin einem Zeitpunkt vor dem Entscheid BVGE 2007/30, und der rechtserhebliche Sachverhalt ist angesichts der Aktenlage – wie in E. 3.2.1 ausgeführt – als erstellt zu bezeichnen. Ferner hatte der Beschwerdeführer nebst
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der Beschwerdeeingabe im Rahmen einer Beschwerdeergänzung (vgl. Bst. D und E hiervor) Gelegenheit, seine Asylgründe erneut  darzulegen, wobei von der Möglichkeit der Beschwerdeergänzung einzig A._ Gebrauch machte. Bei dieser Sachlage ist von einer Kassation der angefochtenen Verfügung abzusehen und in materieller Hinsicht zu prüfen, ob das BFM dem Beschwerdeführer zu Recht die Einreise in die Schweiz verwehrt und sein Asylgesuch abgewiesen hat.
5. 5.1 Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn die asylsuchenden Personen keine Verfolgung glaubhaft machen können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet  kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das BFM Asylsuchenden die Einreise zur  des Sachverhaltes, wenn ihnen nicht zugemutet werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen.
5.2 Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzungen zur Erteilung  Einreisebewilligung grundsätzlich restriktiv zu umschreiben, wobei den Behörden ein weiter Ermessensspielraum zukommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit der  durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit zur  Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Eingliederungs- und Assimilationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen (vgl. die  zutreffende Praxis der ARK in EMARK 1997 Nr. 15, insbesondere S. 131 ff., welcher angesichts bloss redaktioneller Änderungen bei der letzten Totalrevision des Asylgesetzes nach wie vor Gültigkeit hat). Ausschlaggebend für die Erteilung der Einreisebewilligung ist dabei die Schutzbedürftigkeit der betroffenen Personen (vgl. EMARK 1997 Nr. 15 E. 2c S. 130), mithin die Prüfung der Fragen, ob eine  im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der Verbleib am Aufenthaltsort für die Dauer der Sachverhaltsabklärung zugemutet werden kann.
6. 6.1 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zunächst zum Schluss, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Ver-
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fügung zutreffend festgestellt hat, die Beschwerdeführenden  der (verbleibende) Beschwerdeführer hätte in seinem Gesuch keine besonders nahen Beziehungen zur Schweiz geltend gemacht. Im  hat das Bundesamt zu Recht erwogen, dass es dem  zuzumuten sei, in einem anderen Land um Asylgewährung nachzusuchen (vgl. Art. 52 Abs. 2 AsylG). So sind beispielsweise die Nachbarstaaten Brasilien, Ecuador und Peru Vertragsparteien sowohl des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 als auch des betreffenden Zusatzprotokolls vom 31. Januar 1967. Diese Länder verfügen über ein eigenes, gesetzlich geregeltes  zur Anerkennung von Flüchtlingen. Zudem halten sie sich gemäss den Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichts grundsätzlich an das Gebot des Non-Refoulements von Art. 33 FK. Für die praktische Möglichkeit und die Zumutbarkeit der anderweitigen Schutzsuche spricht im Weiteren die Möglichkeit der visumsfreien Einreise nach Brasilien, Ecuador und Peru sowie der Umstand, dass jährlich mehrere tausend kolumbianische Staatsangehörige in den Nachbarländern – namentlich in Ecuador – um Asyl nachsuchen und dort zu einem  Teil auch tatsächlich als Flüchtlinge anerkannt werden. In Bezug auf den vorliegenden Fall ist sodann ergänzend anzufügen, dass namentlich Brasilien gemäss öffentlich zugänglichen Quellen  der Gleichbehandlung von Homosexuellen im internationalen Vergleich als besonders fortschrittlich gilt. Insgesamt ergeben sich  keine Anhaltspunkte, die darauf schliessen liessen, es sei dem noch an der Beschwerde festhaltenden Beschwerdeführer (A._; vgl. auch E. 1.4) praktisch unmöglich oder objektiv , sich in einen der oben erwähnten Nachbarstaat zu begeben (vgl. EMARK 2004 Nr. 20 sowie 1997 Nr. 15, Erw. 2f, S. 132). Dies  mehr, als aus den Akten ersichtlich ist, dass es sich beim  nicht um eine landesweit bekannte Persönlichkeit , die aufgrund seiner besonders exponierten Stellung auch bei  Flucht ins nahe Ausland allenfalls befürchten müsste, weiterhin verfolgt zu werden.
6.2 Festzuhalten ist sodann, dass in Kolumbien – wie die Vorinstanz zu Recht festhielt – homosexuelle Handlungen legal sind. Gestützt auf vorstehende Erwägungen kann sodann letztlich offen bleiben, ob sich der Beschwerdeführer den geltend gemachten Benachteiligungen  seiner sexuellen Orientierung (Homosexualität) allenfalls durch eine innerstaatliche Wohnsitzverlegung entziehen könnte.
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6.3 Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Akten namentlich über keine  zur Schweiz verfügt, hingegen die Möglichkeit der  Schutzsuche hat. Unter diesen Umständen hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer zu Recht die Erteilung der Einreisebewilligung verweigert und das Asylgesuch abgewiesen. Auf die übrigen  in der Beschwerde und der Beschwerdeergänzung braucht daher nicht mehr eingegangen zu werden.
7. Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die  ist nach dem Gesagten abzuweisen, soweit sie nicht  geworden ist (vgl. E. 1.4 hiervor).
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Verfahrenskosten ( bezüglich Abweisung sowie Abschreibungsentscheid infolge  der Beschwerde) an sich den  aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG); aus  Gründen ist indessen in Anwendung von Art. 6 Bst. b des  vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht vom (VGKE, SR 173.320.2) auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten.
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