Decision ID: 8611e680-5b83-5e44-b87f-553c63876497
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
Firma A._,
Beschwerdeführerin,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,
6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
sozialversicherungsrechtliche Stellung von N._
Sachverhalt:
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A.
A.a Am 5. Mai 2008 führte die Suva bei der Firma A._ eine Revision durch. Dabei
wurde festgestellt, dass N._ in den Jahren 2006 und 2007 für die Firma A._ als
Aushilfe tätig war und dafür im Jahr 2006 mit Fr. 3'500.-- und im Jahr 2007 mit
Fr. 43'012.-- entschädigt wurde (act. G 3.2/1 und 2).
A.b Die Suva stellte anlässlich der Revision fest, dass die Firma A._ in den Jahren
2003 bis 2007 auf den an verschiedene Aushilfen ausgerichteten Löhnen, darunter
auch die an N._ in den Jahren 2006 und 2007 ausgerichteten Löhne, keine Prämien
für die obligatorische Berufsunfall- und Nichtberufsunfallversicherung entrichtet hatte
(act. G 3.2/1-3). Sie stellte deshalb am 5. Juni 2008 Rechnung für nicht entrichtete
Prämien im Umfang von Fr. 6'183.-- (act. G 3.2/4). Davon entfallen Fr. 4'190.90 auf die
in den Jahren 2006 und 2007 an N._ bezahlten Löhne (vgl. act. G 3.2/7).
B.
B.a Gegen die Rechnung vom 5. Juni 2008 erhob die Firma A._ gestützt auf Art. 105
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) am 18. Juni 2008
Einsprache bei der Suva. Sie machte geltend, dass N._ selbstständig erwerbend sei,
was von diesem am 28. Dezember 2006 auch schriftlich bestätigt wurde. Zudem
verfüge N._ selber über eine Unfallversicherung und rechne auch seine AHV selber
ab (act. G 3.2/5). Am 30. Juni 2008 wurde N._ von der Suva die Gelegenheit
eingeräumt, ebenfalls Einsprache zu erheben (act. G 3.2/7 und act. G 1.3). N._ hat
jedoch innert Frist keine Einsprache erhoben.
B.b Seit 1. Januar 2005 ist N._ bei der Ausgleichskasse des Kantons B._ für den
Bereich Floh- und Antikmarkt als Selbstständigerwerbender erfasst. Mit Schreiben an
die Ausgleichskasse des Kantons B._ vom 18. September 2008 teilte N._ mit, dass
er Mitte 2007 eine Änderung betreffend seiner Selbstständigkeit beantragt habe. Seit
gut einem Jahr mache er nun Maler- und Gipserarbeiten. Er habe über die Suva
erfahren, dass diese Änderung nicht vorgenommen worden sei und ersuche die
Ausgleichskasse, dies nachzuholen (act. G 3.2/11). Ebenfalls mit Schreiben vom 18.
September 2008 teilte N._ dies auch der Suva mit und ersuchte diese, ihm
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mitzuteilen, was er unternehmen müsse, damit er bei ihr versichert und gemeldet sei.
Mit Antwort vom 30. September 2008 ersuchte die Suva N._, ihr das Schreiben, das
er an die AHV/IV gesandt hatte, zuzustellen. Anschliessend werde sich ein Suva-
Kundenberater mit ihm in Verbindung setzen, damit seine sozialversicherungsrechtliche
Stellung neu überprüft und das weitere Vorgehen sowie die
Versicherungsmöglichkeiten besprochen werden könnten. Weiter orientierte die Suva
N._ über die Einsprache der Firma A._ und teilte ihm mit, er müsse bis zum
Vorliegen des Einspracheentscheids keine Zahlungen leisten (act. G 3.2/10 und G 1.2).
Am 23. Oktober 2008 ersuchte die Ausgleichskasse des Kantons B._ N._, den
Fragebogen betreffend seiner "neuen" Tätigkeiten als Maler und Gipser vollständig
auszufüllen und bis spätestens 21. November 2008 zuzustellen. Gemäss Mitteilung der
Ausgleichskasse an die Suva vom 2. Dezember 2008 habe sich N._ bis zum
damaligen Zeitpunkt nicht bei ihr gemeldet (act. G. 3.2/11).
B.c Mit Einspracheentscheid der Suva vom 4. Dezember 2008 (act. G 1.1) wurde die
Einsprache abgewiesen mit der Begründung, die Tätigkeit von N._ für die Firma
A._ sei als unselbstständige Erwerbstätigkeit (vgl. Art. 1a Abs. 1 UVG; Art. 1 der
Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) zu qualifizieren, weshalb
die Firma A._ gemäss Art. 91 UVG zur Abrechnung der Prämien verpflichtet sei.
C.
C.a Gegen den Einspracheentscheid hat die Firma A._ am 23. Dezember 2008
Beschwerde beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen erhoben. Sie hält an
ihrem Standpunkt fest, dass N._ nicht als Arbeitnehmer, sondern als selbstständiger
Unterakkordant für die Firma A._ tätig sei (act. G 1).
C.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 27. Januar 2009 beantragt die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde vom 23. Dezember 2008 und die
Bestätigung des Einspracheentscheids vom 4. Dezember 2008 (act. G 3).
C.c Mit Replik vom 12. März 2009 bestreitet die Beschwerdeführerin die
Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 27. Januar 2009 vollumfänglich und
hält an ihrem Standpunkt fest, wonach N._ als beigezogener selbstständiger Arbeiter
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für die Beschwerdeführerin gearbeitet habe und beantragt die Gutheissung der
Beschwerde (act. G 9). Die Beschwerdegegnerin hat die ihr eingeräumte Gelegenheit
zur Einreichung einer Duplik nicht wahrgenommen (act. G 10 und G 11).

Erwägungen:
1.
1.1 Vorliegend ist streitig, ob die von N._ in den Jahren 2006 und 2007 für die
Beschwerdeführerin ausgeübte Tätigkeit als unselbstständige oder als selbstständige
Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist. Gemäss Art. 1a Abs. 1 UVG sind die in der Schweiz
beschäftigten Arbeitnehmer, einschliesslich der Heimarbeiter, Lehrlinge, Praktikanten,
Volontäre sowie der in Lehr- oder Invalidenwerkstätten tätigen Personen obligatorisch
nach UVG versichert. Als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gelten Personen, die in
unselbstständiger Stellung Arbeit leisten und dafür massgebenden Lohn nach dem
jeweiligen Einzelgesetz beziehen (Art. 10 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).
1.2 Ist eine Tätigkeit als unselbstständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren, ist der
Arbeitgeber gemäss Art. 91 UVG zur Abrechnung der Prämien verpflichtet. Die Prämien
werden von den Versicherern in Promillen des versicherten Verdienstes festgesetzt
(Art. 92 Abs. 1 UVG). Als versicherter Verdienst gilt gemäss Art. 22 Abs. 2 UVV mit
gewissen Abweichungen der nach der Bundesgesetzgebung über die AHV
massgebende Lohn (vgl. Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.20]).
2.
2.1 Der Begriff des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin ist auch nach
Inkrafttreten des ATSG ein sozialversicherungsrechtlich selbstständiger Begriff und ist
nicht identisch mit dem Arbeitnehmerbegriff im Arbeitsvertragsrecht (Art. 319 ff. des
Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches
(Fünfter Teil: Obligationenrecht)[OR; SR 220]) oder im Arbeitsgesetz (Art. 1 der
Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz [ArGV 1; SR 832.111]). Wohl ist jede Person, die einen
Arbeitsvertrag abgeschlossen hat, auch im Sinn des Sozialversicherungsrechts
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Arbeitnehmerin, der sozialversicherungsrechtliche Begriff geht jedoch weit über den
zivilrechtlichen Begriff hinaus (Thomas Locher, Grundriss des
Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, 2003, § 22 Rz. 17; vgl. Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, 2. Auflage, 2009, Art. 10 Rz. 5). Weil Art. 10 ATSG die bisherige Regelung
des AHV-Rechts sinngemäss übernommen hat, ist auch die dazugehörige
Rechtsprechung weiterhin beachtlich (Ueli Kieser, a.a.O., Art. 10 Rz. 13 ff.).
2.2 Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall selbstständige
oder unselbstständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht aufgrund der Rechtsnatur des
Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Entscheidend sind vielmehr die
wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnisse vermögen dabei
allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation zu
bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein. Als unselbstständig erwerbstätig ist im
Allgemeinen zu betrachten, wer von einem Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher bzw.
arbeitsorganisatorischer Hinsicht abhängig ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko
trägt. Aus diesen Grundsätzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen,
schematisch anwendbaren Lösungen ableiten. Die Vielfalt der im wirtschaftlichen
Leben anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung eines
Erwerbstätigen jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu
beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zutage treten, muss sich
der Entscheid oft danach richten, welche dieser Merkmale im konkreten Fall
überwiegen (BGE 122 V 281 E. 2a; BGE 119 V 161 E. 2; BGE 110 V 72 E. 4a je mit
Hinweisen; Wegleitung über den massgebenden Lohn in der AHV/IV und EO, Stand 1.
Januar 2009, Rz. 1013 ff.).
2.3 Charakteristische Merkmale einer selbstständigen Erwerbstätigkeit sind das
Handeln in eigenem Namen und auf eigene Rechnung (u.a. das Tragen der Folgen für
Fehlverhalten), die Tätigung erheblicher Investitionen, die frei gewählte Organisation,
die Benützung eigener Geschäftsräumlichkeiten sowie die Beschäftigung von eigenem
Personal. Das spezifische Unternehmerrisiko besteht dabei darin, dass unabhängig
vom Arbeitserfolg Kosten anfallen, die die versicherte Person selber zu tragen hat.
Dazu kommen das Verlustrisiko sowie das Inkasso- und Delkredererisiko. Für
selbstständige Erwerbstätigkeit spricht sodann das gleichzeitige Tätigwerden für
mehrere Kunden im eigenen Namen, ohne jedoch von ihnen abhängig zu sein. Von
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unselbstständiger Erwerbstätigkeit ist auszugehen, wenn die für den Arbeitsvertrag
typischen Merkmale vorliegen, d.h. wenn die versicherte Person Dienst auf Zeit zu
leisten hat, wirtschaftlich vom "Arbeitgeber" abhängig ist und während der Arbeitszeit
auch in dessen Betrieb eingeordnet ist, praktisch also keine andere Erwerbstätigkeit
ausüben kann. Indizien dafür sind das Vorliegen eines bestimmten Arbeitsplans, die
Notwendigkeit, über den Stand der Arbeiten Bericht zu erstatten, sowie das
Angewiesensein auf die Infrastruktur am Arbeitsort. Das wirtschaftliche Risiko der
versicherten Person erschöpft sich diesfalls in der (alleinigen) Abhängigkeit vom
persönlichen Arbeitserfolg oder, bei einer regelmässig ausgeübten Tätigkeit, darin,
dass bei Dahinfallen des Erwerbsverhältnisses eine ähnliche Situation eintritt, wie dies
beim Stellenverlust eines Arbeitnehmers der Fall ist (BGE 122 V 169 E. 3c; BGE 122 V
281 E. 2b; BGE 119 V 161 E. 3b je mit Hinweisen). Die Frage des Beitragsstatuts
beurteilt sich somit nicht aufgrund eines einzelnen Kriteriums. Vielmehr ist auf der Basis
des Anstellungsvertrages, dem Hinweiswert zukommt, sowie unter Würdigung der
tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse abzuklären, welche Abgrenzungskriterien
überwiegen und damit den Ausschlag geben (BGE 122 V 281 E. 3 mit Hinweisen).
3.
3.1 Dem Gericht liegt kein schriftlicher Vertrag vor, der Aufschluss über die
zivilrechtliche Qualifikation des Verhältnisses zwischen der Beschwerdeführerin und
N._ geben könnte.
3.2 Die Beschwerdeführerin bringt mehrere Argumente vor, die für das Vorliegen
einer selbstständigen Erwerbstätigkeit von N._ sprechen: Er habe keine
Präsenzpflicht in der Firma, er habe keinen Anspruch auf bezahlte Ferien- oder
Feiertage, er habe keinen Lohnanspruch bei Krankheit oder Militär usw. und es bestehe
keine Kündigungsfrist. Zudem bestehe keine Bindung, was seine Arbeitseinsätze
betreffe. Wenn er nicht da sei, wisse die Beschwerdeführerin nicht, ob er allenfalls einer
anderen Tätigkeit nachgehe. N._ verwende auch sein eigenes Werkzeug, verarbeite
dabei aber Materialien, die von der Beschwerdeführerin oder der Bauherrschaft gestellt
würden (act. G 1). In ihrer Replik (act. G 9) bringt die Beschwerdeführerin weiter
zugunsten einer selbstständigen Erwerbstätigkeit vor, N._ habe gewisse Vorarbeiten
selbstständig ausgeführt. Dabei habe er zwar einen Terminplan einhalten müssen, um
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einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Wann diese Tätigkeiten genau ausgeführt
wurden, sei für die Beschwerdeführerin nicht relevant und werde auch nicht kontrolliert;
die Zeiteinteilung habe N._ oblegen. Entscheidend sei nur die Einhaltung des
Fertigstellungstermins. Die von N._ ausgeführten Arbeiten seien nachträglich von der
Beschwerdeführerin begutachtet und erst danach bezahlt worden. Es sei auch
vorgekommen, dass N._ seine Arbeit auf Eigenregie habe verbessern müssen, womit
er auch ein gewisses Unternehmerrisiko getragen habe.
3.3 Demgegenüber bestehen auch Anhaltspunkte, die für eine unselbstständige
Erwerbstätigkeit sprechen. So verfügt N._ über keine Ausbildung als Gipser, sondern
nach Angaben der Beschwerdeführerin als Schreiner (act. G 9). Dies könnte allenfalls
auf ein Unterordnungsverhältnis hinweisen. Ebenfalls für eine unselbstständige Stellung
spricht, dass N._ nicht im Handelsregister eingetragen ist (vgl. www.zefix.ch). Für
eine unselbständige Erwerbstätigkeit spricht auch, dass N._ von der
Beschwerdeführerin im Jahre 2007 mit Fr. 43'012.- entschädigt wurde (act. G 3.2/2).
Dem Gericht liegt eine Rechnung von N._ an die Beschwerdeführerin für im
Dezember 2007 geleistete Arbeiten vor (act. G 3.2/5). Daraus ergibt sich, dass N._ im
Dezember 2008 während insgesamt 16 Tagen für die Beschwerdeführerin tätig war und
dafür Fr. 4'139.- verrechnete. Diese Zahlen machen deutlich, dass N._ einen
erheblichen Teil seiner Arbeitskraft der Beschwerdeführerin zur Verfügung gestellt hat.
Es besteht deshalb die Möglichkeit, dass N._ bei Verlust der Tätigkeit für die
Beschwerdeführerin in eine ähnliche Situation geraten wäre, wie ein Arbeitnehmer, der
arbeitslos wird, was für eine unselbstständige Erwerbstätigkeit spricht.
3.4 Die Beschwerdeführerin macht wiederholt geltend, dass N._ mit der AHV selber
abrechne (act. G 1 und act. G 9). Es ist zutreffend, dass N._ bei der Ausgleichskasse
des Kantons B._ als Selbstständigerwerbender gemeldet ist. Diese Meldung bezieht
sich jedoch auf eine Tätigkeit im Bereich Antik- und Flohmarkt (act. G 3.2/10 und 11).
Übt jemand mehrere Erwerbstätigkeiten aus, ist für jede Tätigkeit gesondert zu prüfen,
ob eine selbstständige oder eine unselbstständige Erwerbstätigkeit vorliegt (vgl. Art. 12
Abs. 2 ATSG). Dies wurde N._ von der Ausgleichskasse bei seiner Anmeldung als
Selbstständigerwerbender auch nachweislich so mitgeteilt (Schreiben vom 11. Januar
2005; act. G 3.2/11). Die Tatsache, dass N._ für seine Tätigkeit im Bereich Antik- und
Flohmarkt mit der Ausgleichskasse des Kantons B._ als Selbstständigewerbender
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abrechnet, ist deshalb für seine Tätigkeit bei der Beschwerdeführerin ohne Belang.
Zwar hat N._ nach eigenen Angaben Mitte 2007 eine Änderung betreffend seiner
Selbstständigkeit beantragt, wonach er als Maler und Gipser arbeite (Schreiben an die
Ausgleichskasse des Kantons B._ vom 18. September 2008; act. G 3.2/11). Nach
Information der Ausgleichskasse war N._ jedoch auch per Ende 2008 noch als
Selbstständigerwerbender für den Bereich Floh- und Antikmarkt erfasst (Fax der
Ausgleichskasse des Kantons B._ an die Suva vom 2. Dezember 2008; act.
G 3.2/11). In den Jahren 2006 und 2007, auf welche sich die Prämienforderung der
Beschwerdegegnerin an die Beschwerdeführerin bezieht, war N._ somit bei der
Ausgleichskasse B._ nicht als Selbstständigerwerbender für den Bereich Maler- und
Gipserarbeiten gemeldet.
3.5 Die Beschwerdeführerin führt auch aus, dass N._ selber über eine
Unfallversicherung verfüge (act. G 1 und G 9). Es ist jedoch nicht nachgewiesen, ob
N._ eine Unfallversicherung für eine Tätigkeit als Maler- und Gipser oder lediglich für
eine andere Tätigkeit mit geringeren Risikoprämien abgeschlossen hat.
4.
Obwohl Indizien bestehen, dass die Tätigkeit von N._ für die Firma A._ als
unselbstständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist, bestehen doch auch Hinweise,
die für eine selbstständige Erwerbstätigkeit sprechen. Insgesamt basiert die
Argumentation der Beschwerdegegnerin praktisch ausschliesslich auf Mutmassungen.
Aus den Akten ergibt sich auch nicht, dass die Beschwerdeführerin - wie im Schreiben
vom 30. September 2008 (act. G 3.2/10) angekündigt - einen Kundenberater zu N._
geschickt hat, um dessen sozialversicherungsrechtliche Stellung abzuklären. Der
Sachverhalt erweist sich somit als ungenügend abgeklärt, weshalb dem Gericht eine
Beurteilung der sozialversicherungsrechtlichen Stellung von Herrn N._ aufgrund der
vorliegenden Akten nicht möglich ist. Die Sache ist deshalb zur ergänzenden Abklärung
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.
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5.1 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 4.
Dezember 2008 (act. G 1.1) aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer
Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu entsprechender neuer Verfügung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.2 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG