Decision ID: 1abafdb3-4eda-597d-b88f-6b59c2849120
Year: 2020
Language: de
Court: CH_BVGE
Chamber: CH_BVGE_001
Canton: CH
Region: Federation
Law Area: 

Sachverhalt:
A.
A.a Die Beschwerdeführenden und ihre Kinder reisten am 10. Juni 2016 in
die Schweiz ein und suchten gleichentags um Asyl nach. Am 16. Juni 2016
befragte die Vorinstanz die Beschwerdeführenden sowie die Kinder
C._ und D._ zur Person (BzP).
A.b Der Beschwerdeführer gab an, er sei irakischer Staatsangehöriger,
kurdischer Ethnie und stamme aus H._, I._. Er habe weder
eine Schul- noch Berufsausbildung. Wohlhabende Personen aus dem Dorf
hätten die Familie finanziell unterstützt. Im Januar 2016 hätten sie den Irak
wegen seines schlechten Gesundheitszustandes, der (...) des Sohnes
C._, der fehlenden Arbeit sowie der schlechten Lage im Irak verlas-
sen.
A.c Die Beschwerdeführerin führte aus, sie sei irakische Staatsangehö-
rige, kurdischer Ethnie und habe in H._, I._, gelebt. Sie habe
keine Schul- oder Berufsausbildung. Sie hätten den Irak verlassen, weil der
Beschwerdeführer sowie C._ krank seien und die Lage im Irak
schlecht sei.
A.d C._ gab anlässlich der BzP zu Protokoll, er kenne die Gründe
für die Ausreise nicht.
A.e D._ sagte, sie hätten ihren Heimatstaat verlassen, weil sie arm
gewesen seien und es dem Vater sowie C._ gesundheitlich nicht
gut gehe.
B.
B.a Die Vorinstanz hörte C._, D._, E._ und die Be-
schwerdeführerin am 3. August 2018 und den Beschwerdeführer am 15.
August 2018 vertieft zu den Asylgründen an.
B.b Der Beschwerdeführer führte zu den Asylgründen aus, sein Bruder
J._ sowie sein Cousin K._ (Bruder Beschwerdeführerin)
seien durch einen einflussreichen Mann getötet worden. Diese Person
habe auch ihn bedroht. Nach dem Tod von J._ habe er sich nicht
mehr zu Hause, sondern in einem Dorf (...) bei einem (...) aufgehalten.
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B.c Die Beschwerdeführerin gab an, sie seien wegen der Tötung ihres Bru-
ders K._ und ihres Cousins J._ (Schwager/Bruder Ehe-
mann) durch eine einflussreiche Person ausgereist. Diese Person habe
auch den Beschwerdeführer töten wollen, weshalb er sich nicht mehr zu
Hause aufgehalten habe.
B.d C._ erklärte, die Familie sei aus dem Irak ausgereist, weil zwei
seiner Onkel von einem mächtigen Mann getötet worden seien. Dieser
habe auch den Beschwerdeführer umbringen wollen.
B.e D._ gab zur Protokoll, die Beschwerdeführenden hätten ihr in
der Schweiz gesagt, dass die beiden Onkel umgebracht worden seien und
die Täter auch den Beschwerdeführer töten wollen.
B.f E._ führte aus, in der Schweiz habe er erfahren, dass sie wegen
der Tötung der beiden Onkel durch einen einflussreichen Mann ausgereist
seien. Im Irak hätten sie sich um die Sicherheit des Beschwerdeführers
gesorgt, da dieser nicht viel zu Hause gewesen sei.
C.
Mit Verfügung vom 22. November 2018 stellte die Vorinstanz fest, die Be-
schwerdeführenden und ihre Kinder erfüllten die Flüchtlingseigenschaft
nicht, lehnte die Asylgesuche ab, verfügte die Wegweisung aus der
Schweiz und schob den Vollzug der Wegweisung wegen Unzumutbarkeit
zugunsten einer vorläufigen Aufnahme auf.
D.
Mit Eingabe vom 17. Dezember 2018 reichten die Beschwerdeführenden
gegen diesen Entscheid Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein.
Sie beantragen, ihnen sei vollumfänglich Einsicht in die Akten A4/16,
A5/15, A6/15, A7/15 sowie A13/1 zu gewähren. Eventualiter sei das recht-
liche Gehör zu den Akten A4/16, A5/15, A6/15, A7/15 sowie A13/1 zu ge-
währen. Nach der Gewährung der Akteneinsicht und eventualiter des
rechtlichen Gehörs sei ihnen eine angemessene Frist zur Einreichung ei-
ner Beschwerdeergänzung anzusetzen. Die angefochtene Verfügung sei
aufzuheben und die Sache der Vorinstanz zur vollständigen und richtigen
Abklärung und Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und zur
Neubeurteilung zurückzuweisen. Eventualiter sei die angefochtene Verfü-
gung aufzuheben und es sei die Flüchtlingseigenschaft festzustellen und
ihnen Asyl zu gewähren. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei
zu verzichten. Sie seien weiter von der Bezahlung der Verfahrenskosten
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zu befreien. Eventualiter sei ihnen eine angemessene Frist zur Bezahlung
eines Gerichtskostenvorschusses beziehungsweise zur Einreichung einer
Sozialhilfebestätigung anzusetzen.
Als Beweismittel lagen der Beschwerde die Übersetzungen der Sterbeur-
kunden von J._ und K._ bei.
E.
Mit Zwischenverfügung vom 7. Januar 2019 wies die Instruktionsrichterin
das Gesuch um Einsicht in die Aktenstücke A4/16, A5/15, A6/15, A7/15 so-
wie A13/1 ab, ebenso den Antrag um Fristansetzung zur Beschwerdeer-
gänzung, hiess das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-
führung gut, verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses und
lud die Vorinstanz zur Einreichung einer Vernehmlassung ein.
F.
Mit Vernehmlassung vom 29. Januar 2019 schloss die Vorinstanz auf Ab-
weisung der Beschwerde. Das Gericht stellte den Beschwerdeführenden
die Vernehmlassung am 30. Januar 2019 zur Kenntnisnahme zu.
G.
Infolge verschiedener gleichlautender Briefe der Beschwerdeführenden,
die an das Gericht, die Vorinstanz sowie an das Bundeshaus adressiert
waren, äusserte sich die Instruktionsrichterin mit Schreiben vom 10. Sep-
tember 2019 zum Stand des Verfahrens.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Am 1. März 2019 ist die Teilrevision des AsylG vom 26. Juni 1998 (AS 2016
3101; SR 142.31) in Kraft getreten. Für das vorliegende Verfahren gilt das
bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung
des AsylG vom 25. September 2015).
2.
2.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den
Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-
waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne
von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher
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zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-
det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-
ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-
son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche
Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb
das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet.
2.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG,
soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).
2.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-
schwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-
men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben
ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung; sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105
und aArt. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf
die Beschwerde ist einzutreten.
3.
3.1 Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Flüchtlingseigen-
schaft, der Asylpunkt sowie die verfügte Wegweisung. Der Wegweisungs-
vollzug ist nicht mehr zu prüfen, nachdem die Vorinstanz die Beschwerde-
führenden und ihre Kinder in der Schweiz vorläufig aufgenommen hat.
3.2 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-
gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG.
4.
4.1 Zunächst ist auf die formellen Rügen in der Beschwerde einzugehen,
da diese bei berechtigtem Vorbringen zur Kassation der angefochtenen
Verfügung führen können.
4.2 Die Beschwerdeführenden machen geltend, die Vorinstanz habe den
Untersuchungsgrundsatz verletzt. Sie habe betreffend den Beschwerde-
führer sowie C._ die Bemerkungen der anwesenden Hilfswerksver-
tretung (HWV) ausser Acht gelassen. Zudem sei die Vorinstanz nicht auf
die von der HWV festgehaltenen Mängel bei der Anhörung der Beschwer-
deführerin eingegangen. Die Vorinstanz hätte die Beschwerdeführerin zu
einer weiteren Anhörung einladen müssen.
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4.3 Gemäss Art. 12 VwVG stellt die Behörde den Sachverhalt von Amtes
wegen fest und bedient sich nötigenfalls der unter Buchstaben a–e aufge-
listeten Beweismittel. Der Untersuchungsgrundsatz findet seine Grenze an
der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden (Art. 8 AsylG; Art. 13 VwVG).
Unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher
und aktenwidriger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch
gewürdigt worden sind; unvollständig ist sie, wenn nicht alle für den Ent-
scheid rechtswesentlichen Sachumstände berücksichtigt werden (vgl.
KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechts-
pflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 1043).
4.4 Dem Anhörungsprotokoll der Beschwerdeführerin lässt sich entneh-
men, dass zu Beginn der Anhörung vermerkt wurde, die Tochter D._
müsse in der Nähe der Beschwerdeführerin sein, da diese oft (...) habe
und dann auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen sei. Nur die
Tochter kenne die richtigen Medikamente (vgl. SEM-Akte A40/13 S. 2). Auf
die Frage des Fachspezialisten, wie es ihr gesundheitlich gehe, antwortete
die Beschwerdeführerin, sie sei gesundheitlich angeschlagen, müsse Tab-
letten einnehmen, sei in psychiatrischer Behandlung und werde häufig (...)
(vgl. a.a.O. F5). Im späteren Verlauf der Anhörung erlitt sie gemäss Proto-
koll einen (...), woraufhin die Tochter ihr Medikamente ([...]) verabreichte
(vgl. a.a.O. F66). Im Zusammenhang mit der Rückübersetzung wurde im
Protokoll sodann notiert, der Dolmetscher habe auf Seite 7 darauf hinge-
deutet, die Beschwerdeführerin folge der Rückübersetzung nicht mehr und
der zuständige Fachspezialist habe sie darauf hinweisen müssen, bis zum
Ende aufmerksam zu bleiben (vgl. a.a.O. S. 12). Anschliessend vermerkte
der zuständige Fachspezialist, dass der Fragekatalog Irak aufgrund des
Zustandes der Beschwerdeführerin nicht habe abgefragt werden können
(vgl. a.a.O. S. 12). Schliesslich geht aus dem Bericht der HWV hervor, dass
die Beschwerdeführerin nach der Einnahme der Medikamente benommen
respektive abwesend gewirkt habe. Die HWV hielt fest, aufgrund der
schlechten psychischen Verfassung habe der Sachverhalt nur sehr knapp
abgeklärt werden können. Nach der Tabletteneinnahme sei die Beschwer-
deführerin nicht mehr ausreichend konzentriert gewesen und die Qualität
der Antworten habe abgenommen. Fragen hätten wiederholt werden müs-
sen. Während der Rückübersetzung sei sie sodann eingeschlafen und
habe geweckt werden müssen (vgl. a.a.O. S. 13).
Hinsichtlich der Anhörung des Beschwerdeführers merkte die HWV an, die-
ser habe müde und etwas verwirrt gewirkt (SEM-Akte A43/16 S. 16). Zur
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Anhörung von C._ stellte die HWV fest, die Anwesenheit der Mutter
sei nicht optimal gewesen. Diese habe sich negativ über C._ ge-
äussert, was eine einschüchternde Wirkung auf ihn gehabt haben könnte
(SEM-Akte A37/10 S. 10).
4.5 In der Vernehmlassung hielt die Vorinstanz fest, die Fragen seien ein-
fach formuliert und bei Unklarheiten sei nachgefragt worden. Mehrere Fra-
gen seien umformuliert und wiederholt worden. Dies belege, dass sich die
befragende Person bemüht habe, dem psychischen Zustand der Be-
schwerdeführenden sowie ihrem Alter und Hintergrund gerecht zu werden.
Die Beschwerdeführerin habe nach dem (...) angegeben, sie könne die
Anhörung fortsetzen.
4.6 Es wird nicht in Abrede gestellt, dass der Fachspezialist der Vorinstanz
darum besorgt war, die Anhörungen der Beschwerdeführenden und ihrer
Kinder dem Bildungsstand sowie dem persönlichen Hintergrund entspre-
chend durchzuführen und die Fragen adressatengerecht zu formulieren.
Allerdings ist die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung nicht auf den
protokollierten sowie von der HWV angemerkten schlechten psychischen
Zustand der Beschwerdeführerin an der Anhörung, namentlich ihr (...), ein-
gegangen. Entgegen den Ausführungen in der Vernehmlassung geht aus
dem Anhörungsprotokoll der Beschwerdeführerin nicht hervor, dass sie an-
gegeben hat, für eine Weiterführung der Anhörung im Stande zu sein (vgl.
SEM-Akte A40/13 F66). Angesichts der vorstehenden Ausführungen (siehe
E. 4.4.) wäre es angezeigt gewesen, die Anhörung der Beschwerdeführerin
nach dem (...) und der Einnahme von (...) abzubrechen und einen neuen
Termin anzusetzen. Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführe-
rin spätestens nach der Einnahme der Tabletten nicht mehr in der Lage
war, der Anhörung konzentriert zu folgen, insbesondere auch nicht der
Rückübersetzung, da sie während dieser eingeschlafen ist. Zudem wurde
– wie der Fachspezialist angemerkt hat – der Fragekatalog zum Irak auf-
grund der Verfassung der Beschwerdeführerin nicht gestellt. Hinsichtlich
der Bemerkungen der HWV betreffend den Beschwerdeführer sowie
C._ wäre es ebenfalls geboten gewesen, diese in die angefochtene
Verfügung aufzunehmen und entsprechend zu berücksichtigen.
4.7 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz den Sachverhalt
unvollständig festgestellt und dadurch den Untersuchungsgrundsatz ge-
mäss Art. 12 VwVG verletzt hat.
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5.
5.1 Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungsge-
richt in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit verbindlichen
Weisungen an die Vorinstanz zurück. Eine Kassation und Rückweisung an
die Vorinstanz ist insbesondere angezeigt, wenn weitere Tatsachen festge-
stellt werden müssen und ein umfassendes Beweisverfahren durchzufüh-
ren ist (WEISSENBERGER/HIRZEL, in: Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016,
Art. 61 N 16 S. 1264). Die in diesen Fällen fehlende Entscheidungsreife
kann grundsätzlich zwar auch durch die Beschwerdeinstanz selbst herge-
stellt werden, wenn dies im Einzelfall aus prozessökonomischen Gründen
angebracht erscheint; sie muss dies aber nicht (vgl. BVGE 2008/47 E. 3.3.4
S. 676).
5.2 Vorliegend liegt der Mangel in einer unvollständigen Sachverhaltsfest-
stellung und es rechtfertigt sich eine Kassation der angefochtenen Verfü-
gung. Es ist zumindest erforderlich, die Beschwerdeführerin zu einer wei-
teren Anhörung vorzuladen sowie die Anmerkungen der HWV betreffend
die Anhörungen des Beschwerdeführers und C._ bei der neuen
Entscheidfindung zu berücksichtigen. Im Übrigen bleibt auf diese Weise
der Instanzenzug erhalten, was umso wichtiger ist, als das Bundesverwal-
tungsgericht letztinstanzlich entscheidet. Angesichts der Rückweisung der
Sache ist auf die übrigen Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe nicht ein-
zugehen.
5.3 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen. Die Verfügung
vom 22. November 2018 ist betreffend die Ziffern 1 bis 3 aufzuheben und
die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
6.
6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben
(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG).
6.2 Den vertretenen Beschwerdeführenden ist angesichts ihres Obsiegens
in Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die
ihnen notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen.
Es wurde keine Kostennote eingereicht, weshalb die notwendigen Partei-
kosten aufgrund der Akten zu bestimmen sind (Art. 14 Abs. 2 in fine
VGKE). Gestützt auf die in Betracht zu ziehenden Bemessungsfaktoren
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(Art. 9–13 VGKE) ist den Beschwerdeführenden zulasten der Vorinstanz
eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 1’200.– (inkl. Auslagen und
Mehrwertsteuerzuschlag) zuzusprechen.
(Dispositiv nächste Seite)
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