Decision ID: 9427bc00-e4a9-4d33-8f27-96e0eac52b80
Year: 2020
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956, meldete sich im Februar 2011 bei der Invalidenversi
cherung zum Leistungsbezug an (Urk.
7/
8). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, verneinte mit Verfügung vom 12. Januar 2012 einen Rentenanspruch (Urk.
7/
36).
Nach erneuter Anmeldung vom 17. Dezember 2012 (Urk.
7/
39) verneinte die IV
Stelle mit Verfügung vom 17. Februar 2014 einen Rentenanspruch (Urk.
7/
92). Die dagegen am 17. März 2014 erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 5. August 2014 im Verfahren Nr. IV.2014.00315 gut und wies die Sache zu ergänzenden Abklärungen an die IV-Stelle zurück (Urk.
7/
99).
Diese holte in der Folge unter anderem ein polydisziplinäres Gutachten ein, das von den Ärzten des
Y._
am 16. September 2015 erstattet wurde (Urk.
7/
133).
Mit Verfügung vom 5. Februar 2016 verneinte die IV-Stelle einen Rentenan
spruch (Urk.
7/
157). Dies wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 2
0.
Juni 2016 im Verfahren Nr. IV.2016.00260 (
Urk.
7/
160) bestätigt.
1.2
Am 3
0.
August 2016 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/
163). Die IV-Stelle zog unter anderem Akten der Suva (
Urk.
7/
169,
Urk.
7/
173) bei und holte beim
Y._
ein weiteres Gutachten ein, das am 2
0.
August 2018 erstattet wurde (
Urk.
7/
225).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/
227,
Urk.
7/
233,
Urk.
7/
237) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
7.
Dezember 2018 einen Leistungs
anspruch (
Urk.
7/
239 =
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am
1.
Februar 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
7.
Dezember 2018 (
Urk.
2) mit den Anträgen (
Urk.
1 S. 2), diese sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen
(
Ziff.
2), eventuell sei ein Gutachten einzuholen (
Ziff.
2), subeventuell sei die Sache zu weiteren, näher genannten Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Ziff.
3).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
7.
März 2019 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
3.
März 2019 zur Kenntnis gebracht wurde. Dieser reichte weitere ärztliche Unterlagen
ein
(
Urk.
10,
Urk.
12,
Urk.
14,
Urk.
16,
Urk.
18
,
Urk.
20
)
.
3.
Am 2
2.
März 2016 erlitt der Beschwerdeführer einen bei der Suva versicherten Unfall (
Urk.
7/209/1). Diese stellte die von ihr erbrachten Leistungen mangels Adäquanz mit
Einspracheentscheid
vom 2
6.
April 2017 per
7.
Februar 2017 ein (
Urk.
7/209/110). Nach einer vorsorglich eingereichten Rückfallmeldung vom 22.
September 2017 (
Urk.
7/209/117/1) verneinte die Suva eine Leistungspflicht mit Schreiben vom 1
3.
Oktober 2017 (
Urk.
7/209/1-2).
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesent
lichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver
halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beur
teilung eines im Wesentlichen gleich
gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, seit der letzten Begutachtung im Juli 2015 seien keine wesentlichen Ände
rungen der Leistungsfähigkeit aufgetreten, in einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe weiterhin eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
(S. 1 unten). Auch aus einem weiteren, den Gutachtern nicht verfügbar gewesenen
B
ericht gingen keine neuen, nicht bereits von den Gutachtern beurteilte Befunde und Tatsachen hervor (S. 2 oben).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
1),
er habe am 2
2.
März 2016 einen Verkehrsunfall erlitten, der im Urteil vom 2
0.
Juni
2016 nicht berücksichtigt worden sei (S. 4 f.). Den Gutachtern habe ferner der
von
der
Chiropraktorin
Dr.
Z._
verfasste Verlaufsbericht vom 1
8.
Mai 2018 (vgl.
Urk.
7/236) nicht vorgelegen (S. 6
Ziff.
7). Das Gutachten leide an - näher dargelegten - Mängeln (S. 9 ff.
Ziff.
8). Entgegen seinem Antrag sei weder eine funktionsorientierte medizinische Abklärung (FOMA) noch eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit erfolgt (S. 13 f.
Ziff.
10). Die Beschwerde
gegnerin habe zu Unrecht auf einen Einkommensvergleich verzichtet, und eine Restarbeitsfähigkeit sei für ihn als 63-Jähriger nicht mehr verwertbar (S. 14 f.
Ziff.
11).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand seit der letzten rechts
kräftigen Beurteilung relevant verändert hat.
3.
Am 16. September 2015 erstatteten die Ärzte des
Y._
ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegne
rin
(Urk.
7/
133/1-26). Sie stützten sich dabei auf die ihnen überlassenen Akten (S. 3
ff.) und die am 27. und 30. Juli 2015 erfolgten Untersuchungen, über welche in Teil
gutachten orthopädisch-
traumatologischer
(Urk.
7/
133/27-40), internisti
scher (Urk.
7/
133/41-51),
neurologischer (Urk.
7/
133/52-58) und psychiatrischer (Urk.
7/
133/59-67) Richtung berichtet wurde.
Die Gutachter nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit (S. 18
lit
. D1):
-
transmurale
Ruptur der ventralen
Supraspinatus
-Sehne mit Retraktion bis auf Höhe des AC-Gelenks,
Tendinopathie
mit
artikularseitiger
Parti
al
ruptur der verbliebenen Sehnenfasern der
posterioren
distalen
Supra
spi
natus-Sehne
, leichte Atrophie des
Musculus
supraspinatus
mit dis
kreter Verfettung,
Tendinopathie
der
Subscapularis
-Sehne,
Delamination
der distalen
Infraspinatus
-Sehne, Partialruptur der Bizeps-Sehne sowie AC-Gelenksarthrose linkes Schultergelenk mit eingeschränkter Belast
barkeit und Beweglichkeit
-
radiokarpale Arthrose rechtes Handgelenk bei
Pseudarthrose
des Os
luna
tum
mit 2 grossen,
randsklerosierten
Frakturfragmenten mit einge
schränkter Belastbarkeit und Beweglichkeit
-
chronisch rezidivierendes
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom mit leichter
radikulärer
Reizung der Spinalnervenwurzel L5 links bei
kaudalwärts
zunehmender
Chondrose
sowie einer mittelgradigen
Osteochondrose
und moderaten Retrospondylose mit
Spondylarthrose
im Segment L5/S1 und Verdacht auf eine grossvolumige, links
extraforaminale
Diskushernie mit Abdrängung der Spinalnervenwurzel L5 links
-
Coxarthrose
links
-
koronare Herzkrankheit mit:
-
Status nach
ST-Hebungsinfarkt (STEMI)
am 21. August 2010; damals PCI/DE-Stent eines subtotalen RIVA-Verschlusses
-
Status nach NSTEMI am 18. Juli 2013 bei angiographisch subtotaler thrombotischer
ostialer
Stenose erster
Septalast
; daneben subtotale periphere Stenose zweiter Diagonalast; keine Intervention
-
normaler Auswurffraktion (60 % im Echo 9. April 2015)
-
rezidivierende depressive Störung, nicht näher bezeichnet (F33.9)
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 18 f.
lit
.
D2):
-
rezidivierende Arthralgie linkes oberes Sprunggelenk bei reizlosem Knor
pel
schaden an der lateralen
Talusschulter
-
Senk-Spreiz-Plattfuss beidseits
-
kardiovaskuläre Risikokonstellation mit:
-
persistierendem Nikotinabusus
-
koronare Herzkrankheiten (KHK) in der Familie
-
Dyslipidämie
- behandelt
-
gastrooesophageales
Refluxleiden
-
Verdacht auf Prostata-Hyperplasie
-
Hypästhesie und
Hypalgesie
im Bereiche des linken Unterschenkels an der Aussenseite betont unklarer Ätiologie, Differentialdiagnose (DD)
residuell
, funktionell
Die Gutachter führten sodann aus, aus orthopädisch-
traumatologischer
Sicht bestünden zusammenfassend beurteilt beim Versicherten eine Einschränkung der Beweglichkeit und Belastbarkeit des linken Schultergelenkes, des rechten Hand
gelenkes, der rechten Hand und des linken Hüftgelenkes sowie vor allem nicht
radikulär
bedingte Beschwerden im Bereich der Hals- und Lendenwirbel
säule. Die bisherige Tätigkeit als angelernter Maler sei bei diesen teilweise erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen des Versicherten aus
orthopä
disch-traumato
lo
gischer
Sicht nicht mehr durchführbar. Für leichte Tätigkeiten mit Wechsel von Sitzen, Stehen und Gehen sei der Versicherte hingegen mit voller Arbeitszeit und Leistung arbeitsfähig. Ausgeschlossen seien schwere und mittel
schwere Arbeiten mit häufigem Bücken, Tätigkeiten mit häufigen Zwangs
haltungen der Wirbel
säule, Tätigkeiten mit Klettern auf Gerüsten und Leitern sowie Über-Kopf-Arbei
ten (S. 19 f.).
Von den internistischen Störungen gingen nur von Seiten der koronaren Herz
krankheit gewisse Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit aus. In einer Ver
weistätigkeit, welche dem Belastungsprofil entspreche, könne eine volle Arbeits
fähigkeit von internistisch-kardiovaskulärer Seite her postuliert werden (S. 20 oben).
Von neurologischer Seite her sei die Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung feh
lender motorischer gravierender Störungen und einem negativen
Lasègue
nicht eingeschränkt; die Arbeitsfähigkeit als Maler sowie in einer Verweistätig
keit betrage 100 % (S. 20 Mitte).
Von psychiatrischer Seite liege derzeit nur eine mässige depressive Symptoma
tik vor, wie sich sowohl im Untersuchungsgespräch gezeigt habe, aber auch anhand der vom Versicherten beschriebenen üblichen Tagesaktivitäten sehr deutlich geworden sei. Es lägen weder eine Antriebsminderung noch ein Verlust von Interesse und Lebensfreude vor, und auch die vorliegende depressive Ver
stim
mung sei eher mässig ausgeprägt. Es seien erhebliche Inkonsistenzen auf
gefallen. So habe der Versicherte
über
Lustlosigkeit
g
eklagt, aber auf der anderen Seite durchaus Interessen und Aktivitäten (wie sich regelmässig mit Kollegen treffen, sich im Fernsehen Sendungen anschauen, im Internet Filme anschauen etc.) beschrieben, was gegen „Lustlosigkeit" spreche. Der Versicherte habe des Weite
ren
über
kognitive Störungen (Gedächtnisschwäche, Konzentrationsstörung)
g
eklagt; in der Untersuchungssituation hätten sich diesbezüglich aber keine Einschränkungen gezeigt (S. 20 unten). Gegen eine stärker ausgeprägte Depres
sion spreche weiter, dass die Medikation seit 2010 (gemäss Angaben des Ver
si
cherten) nicht verändert worden sei,
ferner
dass bislang keinerlei teil- oder vollstationäre psychiatrische Behandlung erfolgt sei, ferner auch, dass die Psychopharmaka-Spiegel unterhalb des therapeutischen Bereichs lägen, was am ehesten als Hinweis auf eine unregelmässige Einnahme der Medikation auf
grund weniger stark ausgeprägten Leidensdrucks anzusehen sei (S. 20 f.). Über die Depression hinaus lägen keine anderen
komorbiden
psychischen Störungen und keine (gegebenenfalls ressourcenhemmenden) persönlichkeitsstrukturellen Auffälligkeiten vor. Aus rein psychiatrischer Sicht liege eine arbeitsunfähig
keitsrele
vante rezidivierende depressive Störung mit Fähigkeitsstörungen in den Berei
chen Durchhaltevermögen, Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sowie emo
tio
nale Belastbarkeit vor. Es ergebe sich daraus eine quantitative Verringe
rung der Arbeitsfähigkeit um 20 % (S. 21 oben).
Das zusammenfassende Belastungs-/Ressourcenprofil im polydisziplinären Konsens wurde wie folgt umschrieben (S. 21):
Zu empfehlen sind leichte, gut strukturierte, überwiegend sachorientierte Tätig
keiten mit regelmässigem Wechsel von Sitzen, Stehen und Gehen. Aus
geschlos
sen sind schwere und mittelschwere Arbeiten mit häufigem Bücken, Tätigkeiten mit häufigen Zwangshaltungen der Wirbelsäule, Tätigkeiten mit Klettern auf Gerüsten und Leitern, Über-Kopf-Arbeiten, Arbeiten unter starkem Tempodruck (Akkordarbeiten), Tätigkeiten mit hektischen, raschen und hefti
gen motorischen Aktivitäten, Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an die Durchhaltefähigkeit, die Flexibilität und die Umstellungsfähigkeit, die Dauer
aufmerksamkeit sowie die emotionale Belastbarkeit.
Zusammenfassend sei die bisherige Tätigkeit des Versicherten als angelernter Maler bei den teilweise erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen vor allem aus orthopädisch-
traumatologischer
Sicht nicht mehr durchführbar (S. 21).
In einer leidensadaptierten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80 %, da aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung mit Fähigkeitsstörungen in den
Bereichen Durchhaltevermögen, Flexibilität, Umstellungsfähigkeit sowie emotio
naler Belastbarkeit eine quantitative Verringerung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten um 20 % resultiere (S. 20 unten).
Zum Verlauf wurde ausgeführt, der Versicherte sei aus gutachterlicher Sicht in der leidensadaptierten Tätigkeit vom Beginn des Infarktereignisses am 21. August 2010 bis zirka 21. November 2010 zu 100 % arbeitsunfähig gewe
sen. Bis zu sei
nem erneuten Arbeitsunfall am 24. Februar 2012 sei er mit voller Arbeitszeit und Leistung arbeitsfähig gewesen. Durch den Arbeitsunfall am 24. Februar 2012 habe zirka bis Ende Mai 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit bestanden. Ab Juni 2012 habe für leichte Tätigkeiten mit Wechsel von Sitzen, Stehen und Gehen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Ab dem 17. Dezember 2012 werde eine psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von überwiegend 20 % eingeschätzt. Ab dem Ereignis vom 18. Juli 2013, bei dem das Koronarsyndrom nur leichten Grades gewesen sei, habe für zirka 4 Wochen eine 50%ige Arbeitsminderung bestanden (S. 22 Mitte).
4.
4.1
Gemäss Bericht vom 2
2.
März 2016 der Ärzte des
A._
(
Urk.
8/16
2/1
2)
wurde der Beschwerdeführer dort gleichentags ambulant behan
delt (S. 1). Es wurden die folgenden, hier verkürzt angeführten Diagnosen gestellt (S. 2 oben):
-
Autounfall am 2
1.
(richtig: 22.)
März 2016 mit / bei:
-
Distorsion der Halswirbelsäule (HWS)
-
Kontusion von Brust- und Lendenwirbelsäule (BWS/LWS)
-
Hüftkontusion rechts
-
koronare
Eingefässerkrankung
-
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
-
Diskushernie L5 (unter Physiotherapie)
-
Depression
Es wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
vom 2
1.
bis 2
8.
März 2016 attestiert.
4.2
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin
, nannte in ihrem Bericht vom
1
7.
Mai 20
16
(
Urk.
8/1
6
2/8)
folgende Diagnosen: Nach Autounfall vom 2
1.
(richtig: 22.)
März 2016 mit HWS-Distorsion, BWS/LWS-Kontusion, Hüftkontusion rechts und Verdacht auf posttraumatische Belastungs
störung (Ziff. 1).
Die Frage nach einer Arbeitsaufnahme verneinte sie (
Ziff.
4).
4.3
Dr.
med. C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom 1
0.
Juni 2016 (
Urk.
8/162/9-10) aus,
der Patient befinde sich seit 2010 in seiner ambulanten Behandlung (S. 1 Mitte).
Seit dem Unfall am 2
2.
März 2016 leide er zusätzlich an einer posttraumatischen Belastungsstörung, weshalb die Sitzungsfrequenz von 1-2 Mal pro Monat auf 1
x wöchentlich habe erhöht werden müssen (S. 1).
Die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht sei aufgrund der komplexen und multifaktoriell bedingten Situation schwierig. Subjektiv fühle sich der Patient seit dem Unfall zu 100
%
arbeitsunfähig, dem er aus psychiatri
scher Sicht kaum widersprechen könne und demnach weitgehend zustimme (S. 2 oben).
4.4
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Neurologie, führte mit Bericht vom
8.
September 2016 (
Urk.
8/182/17-20) aus, ihres Erachtens manifestiere sich im Gesicht eine sensible Irritation der Wurzeln C1/2 und auch C3; die Sensibilitäts
störung im Bereich des linken Beins passe zum L5/S1 betreffenden MRI-Befund (S. 2 unten).
4.5
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Physikalische Medizin, nannte mit Bericht vom
2
6.
Januar 20
17
die folgenden, hier verkürzt angeführten Diagnosen
(
Urk.
8/182/19)
:
-
Autounfall 2
2.
März 2016 mit Distorsion Wirbelsäule, Schulter und Bein links
-
koronare
Eingefässerkrankung
mit Status nach Myokardinfarkt 2013
-
chronische
Lumboischialgien
bei
radikulärem
Reizsyndrom L5 links
-
chronische Schulterschmerzen links bei
transmuraler
Supraspinatusseh
nenruptur
und
Tendinopathie
Subscapularis
und
Infraspinatus
-
chronische Handgelenksschmerzen rechts bei
Pseudarthrose
des Os
lunatum
sowie Radiokarpalarthrose
Im aktuellen MRI der Schulter zeige sich eine im Vergleich zur Voruntersuchung stationäre
transmurale
Supraspinatussehnenruptur
. Damit dränge sich im Moment keine operative Intervention auf.
4.6
Dr.
B._
(vorstehend E. 4.
2
)
attestierte mit Bericht vom
1
8.
Mai 20
17
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
vom 1
2.
Januar bis
5.
Februar 2016, von 50
%
vom
6.
Feb
ruar bis 3
1.
März 2016 und von 100
%
seit 2
1.
März 2016
(
Urk.
8/182/7-13
Ziff.
1.6
)
.
Am 1
5.
August 20
17
berichtete
Dr.
B._
über
eine anhaltende Schmerzsymptomatik im Bereich der Wir
belsäule und der Extre
mitäten. Die Sensibilitätsstörungen im Gesicht seien unverändert weiter vorhan
den und es erfolge aktuell eine neurologische Abklä
rung
(
Urk.
8/184/1)
.
4.7
Ein M
RI
des Schädels am
4.
September 20
17
ergab im Vergleich zum
3.
Juni 2016 keine Befundänderung
(
Urk.
8/196/1 = 8/201/3)
. Ein MRI der HWS am 2
1.
September 2017 ergab
eine mehrsegmentale stationäre Diskushernie bezie
hungsweise
Diskusprotrusionen
sowie einzelne
Spondylarthrosen
(
Urk.
8/196/2 =
Urk.
8/201/5).
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte am
8.
Februar 2018 aus, der Patient sei seit 2012 bei ihm wegen eines Rückenleidens in Behandlung (
Urk.
8/204/1) und verwies auf Sprechstundeneinträge vom 1
2.
November 2012 (
Urk.
8/204/2) bis 2
3.
November 2017 (
Urk.
8/204/9).
Dr.
E._
(vorstehend E. 4.5) führte im Bericht vom 2
6.
März 2018 (
Urk.
8/211) aus, sie behandle den Beschwerdeführer seit dem
7.
Juni 2012 (
Ziff.
3.1), nannte die bekannten Diagnosen (
Ziff.
1.2), und führte aus, seit dem Autounfall vor 2 Jahren bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
auch in einer körperlich leichten Tätigkeit (
Ziff.
2.1).
Dr.
Z._
,
Chiropraktorin
, führte mit Bericht vom 1
4.
Mai 2018 (
Urk.
8/236) aus, sie behandle den Patienten seit 3
0.
März 2015 wegen Rücken-Becken-Bein
beschwerden, dies regelmässig mit Ausnahme mehrerer Monate nach dem Unfall vom 2
2.
März 2016 (S. 1 Mitte). Sie berichtete über die von ihr erhobenen Befunde und statischen und funktionellen Beschwerden (S. 2 f.). Ferner führte sie aus, ein gewisser Anteil der Beschwerden sei in der Therapie erkennbar und objektivierbar, doch das Gesamtausmass der Beschwerden sei höher als das objektivierbare. Eine IV-Berechtigung sei klar gegeben; die eigentliche Frage wäre, wie der Patient in diesem Zustand arbeitsfähig sein solle (S. 3 Mitte).
Dr.
C._
(vorstehend E. 4.3) berichtete am
3.
Juli 2018, die Konsultationen fänden nur noch in monatlichen Abständen statt (
Urk.
8/225/101-102 S. 1 unten).
Am 1
8.
Juli 2018 wurde über ein am
3.
Juli 2018 erstelltes MRI Herz berichtet (
Urk.
8/225/124-125).
4.8
4.8.1
Die Ärzte des
Y._
(vorstehend E. 3) erstatteten am 2
0.
August 2018 ein
Folge
gutachten
im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
8/225/1-14)
. Sie nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 8 oben):
-
t
ransmurale
Ruptur der ventralen
Supraspinatus
-Sehne mit Retraktion bis auf Höhe des
AC-Gelenks, leichter Atrophie des
Musculus
supraspinatus
mit
diskreter Verfettung,
Tendinopathie
der
Subscapularis
-Sehne und der Bizeps-Sehne sowie AC
-
Gelenksarthrose
linkes Schultergelenk
-
r
adiokarpale Arthrose rechtes Handgelenk bei
Pseudarthrose
des Os
luna
tum
-
p
seudoradikuläres
Lumbalsyndrom rechts
-
Coxarthrose
links
-
r
ezidivie
rende depressive Störung (ICD-10 F33.9)
-
k
oronare Herzkrankheit
-
mit
Stenting
einer subtotalen RIVA-Stenose bei akutem STEMI 2010
-
mit Non-STEMI ohne Intervention 2013
-
kein Hinweis auf Herzinsuffizienz bei normaler Auswurffraktion
Als
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfäh
i
gkeit
bezogen auf die letzte Tätigkeit nannten sie (S. 8 unten):
-
Hypästhesie und
Hypalgesie
im Bereich des linken Unterschenkels und des Fussrückens
passend zu Residuum L5 links
-
a
rterielle Hyperton
i
e
-
Dyslipidämie
-
Prostatahyperplas
i
e
-
Senk-Spreiz-Plattfuss beidseits
4.8.2
Die Gutachter
führten aus, der Versicherte haben auf Befragen folgende Beschwerden angegeben: S
chmerzen am rechten Becken, eine Taubheit im medi
alen Anteil beider Beine mit
gelegentlichem Kontrollverlust über das rechte Bein, Schmerzen an der linken Schulter, am linken
B
ru
stkorb, dem rechten Handgelenk sowie eine Arthrose des linken Hüftgelenkes
(S.
5
).
4.8.3
Im Rahmen der
orthopädisch-
traumatologischen
Untersuchung
habe
trotz teilweise ausgeprägten
Verdeutlichungstendenzen und Diskrepanzen in Bezug auf die Wirbe
l
säule, das linke Schulter- und
Hüftgelenk sowie das rechte Handgelenk ein nahezu unveränderter Gesundheitszustand
bestanden. H
inweise auf eine Rei
zung zervikaler, thorakaler oder lumbaler Nervenwurzeln
hätten nicht
bestanden
.
Die Befunde des MRI der Halswirbelsäule vom 2
1.
September
2017 und des MRI der Lendenwirbelsäule
vom 2
2.
September
2017
(vgl. vorstehend E. 4.7)
seien
ebenfalls im Vergleich zu den vorhandenen Voraufnahmen nahezu unverändert
gewesen
.
Die angegebene Taubheit auf der Innenseite beider Beine (media
l
e Seite) entspr
eche
keinem
Dermatom
.
Der vom Versicherten beschriebene gele
gentlich auftretende Kontrollverlust des rechten Beines
könne
von
orthopädisch-trau
ma
tologischer
Seite
bei seitengleich vorhandener Ober- und
Unterschenkelmuskula
tur beidseits nicht nachvollzogen werden
(S.
5
unten)
. Die angegebenen Schmerzen im
Bereich des linken Brustkorbes könn
t
en anhand des erhobenen orthopä
disch-
traumatologischen
Untersuchungsbefundes ebenfalls nicht nac
h
v
oll
zogen werden, w
ü
rden jedoch möglicherweise im
Zusammenhang mit den im ambulan
ten Assessment der
G._
vom 1
1.
Juli
2016
erwähn
ten Rippen
frakturen links 2004 eingeschätz
t (S.
5
f.)
. Seitens des linken Sprung
gelenkes
seien
vom
Versicherten aktuell keine Beschwerden mehr angegeben
worden (S. 6
oben)
.
4.8.4
A
b 2005
hätten sich
im Zusammenhang mit orthopädischen Beschwerden
bezie
hungsweise
einer Schmerzsymptomatik depressive Verstimmungen im Sinne einer rezidivierenden
depressiven Störung
entwickelt.
Seit Ende 2010 erfolg
e
eine
ambulante psychiatrische Behandlung. Im Rahmen der
psychiatr
i
schen Explora
tion e
rgebe
sich aktuell ein ganz ähnliches Bild wie bei der Erstbegutachtung
201
5.
Es lieg
e
nur eine m
ä
ssige depressive Symptomatik vor, wie sich sowohl im
Untersuchungsgespräch
gezeigt habe als
auch anhand der vom Versicherten beschriebenen üblichen
Tagesaktivitäten sehr deutlich
geworden sei
. Es l
ä
gen nicht einmal die Voraussetzungen für eine leichte
depressive Episode F33.0 vor. Es erg
ebe
sich, wie bereits im Rahmen der Erstbegutachtung 2015, die Diagnose
F33.9
(
rezidivierende depressive Störung, nicht näher bezeichnet
).
Im Zusammen
hang mit dem Unfall
vom 2
2.
März
2016 finde sich in den Unterlagen teilweise die Diagnose einer posttraumatischen
Belastungsstörung (F43.1). Diese Diagnose lieg
e
jedoch nicht vor, die gemäss ICD-10 typischen
Symptome
seien nicht vorhanden (S.
6
Mitte).
4.8.5
Bei der neurolog
i
schen Untersuchung
hätten
an objektivierbaren Befunden unverändert, wie im
Jahr
2015, sensible Störungen am linken Unterschenke
l
,
an der Aussenseite und am Fussrücken
links, passend zu Residuen einer L5-Läsion links
,
vorgelegen
. An der diagnostischen und funktionel
l
en
Einschätzung dieser Sensibilitätsstörung ha
be
sich im Vergleich zu 2015 nichts geändert. Es besteh
e
hierdurch keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Seit der letzten Begutach
tung ha
be
der Versicherte
einen Autounfall erlitten. Er beschreib
e
, dass er seither erhebliche Probleme mit dem Kopf habe und
insbesondere unter Schmerzen und Gefühlsstörungen im Gesicht leide. Die gemachten Angaben
seien
auf neurol
ogi
s
chem Gebiet nicht nachvollziehbar. Es finde sich keine
organische erklärende Ursache
,
weder durch die neurologische Untersuchung noch die Aktenlage.
Viel
mehr erg
ä
ben sich relevante Diskrepanzen in der Anamnese und während der neurologischen
Untersuchung. Der Versicherte
habe
widersprüchliche und diffuse Angaben bezüglich
der
Lokalisation der Schmerzen und Gefühlsstörungen im Gesicht
gemacht
,
ein
mal
seien
sie rechts,
ein
mal links,
ein
mal
beidseits. Eine Reproduzierbarkeit
sei
nicht
gelungen
. Er
habe
weiter an
gegeben
, dass er gar keine körperlichen
Tätigkeiten mehr ausüben könne
, b
eschreib
e
aber gleichzeitig, dass er seinen Haushalt alleine
versorgen würde, einschliesslich kochen. Eine gesundheitliche Verschlechterung lieg
e
auf
neurologischem Gebiet im Vergleich zur Begutachtung von 2015 nicht vor,
e
s besteh
e
keine Minderung
der Arbeits
fähigkeit auf neurologischem Gebiet
(S. 6 unten).
4.8.6
Auf
interni
stischem Gebiet erg
ä
ben sich im Vergleich zum Vorgutachten vom September 2015 keine
wesentlichen Änderungen. Der Versicherte ha
be
eine koronare Herzkrankheit (KHK). Seit dem
Vorgutachten
sei
kein akutes Koronar
syndrom mehr aufgetreten. Der Versicherte klag
e
weiterhin
,
wie bereits im Vorgutachten aufgeführt,
über
Brustbeschwerden.
Insgesamt ha
be
sich an der
Einschätzung des Vorgutachtens,
nämlich
dass die Brustschmerzen eher nicht ischämisch bedingt s
eien
,
nichts geändert
.
Rhythmusstörungen l
ä
gen nicht vor
, eine Herzinsuffi
zienz
ebenfalls nicht
.
Es ergebe
sich auch kein Anhalt
dafür, dass die Dyspnoe des Versicherten kardial bedingt
sei
. Die kardialen Risikofaktoren
seien
unverändert vorhanden: Es besteh
e
ein fortgesetzter Nikotinabusus, es finde sich eine (allerdings
geringgradige
)
Hypertriglyceridämie
. Insgesamt
werde
damit die Beurteilung aus dem Vorgutachten vom
September 2015 unverändert übernommen. Aus internistischer Sicht
sei
ferner
noch
eine arterielle Hypertonie
zu nennen
, die
gut eingestellt
sei;
es erg
ä
ben sich keine Hinweise auf
Endor
ganschä
den
.
Die Prostatahyperplasie beding
e
ebenfalls keine funktionellen Einschrän
kungen. Der
Versicherte
klag
e
über eine gewisse Kurzatmigkeit
, deren Ursache w
ie erwähnt
nicht kardial
sei.
Eine
zuletzt am 3
0.
Oktober 2017 durch
geführte
Spirometrie
habe keinen
Anhalt für eine obstruktive oder
restriktive Ventilati
onsstörung ergeben. Es erg
ä
ben sich somit keine Einschränkungen der
Arbeitsfä
higkeit (S. 7)
.
4.8.7
Zu den f
unktionelle
n
Auswirkungen der Befunde
und
Diagnosen
führten die Gutachter aus, a
nhand des klinischen und radiologischen Untersuchungsbefundes der Halswirbelsäule
bestünden
von
orthopädisch-
traumatologischer
Seite auch weiterhin Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit
für Tätigkeiten mit Zwangshal
tungen des Kopfes und für häufige Über-Kopf-Arbeiten. Aufgrund des
Untersu
chungsbefundes der Lendenwirbelsäu
l
e
werde
auch weiterhin eine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit für leicht
e
bis mittelschwere Tätigkeiten mit Zwangshaltun
gen der Lendenwirbelsäule
und vermehrtem Bücken eingeschätzt. Aufgrund der kernspintomograph
i
sch sichtbaren massiven
Ruptur und Retraktion der
Supra
spinatussehne
des linken
Schultergelen
kes seien
Einschränkungen der Seitwärts
bewegung des linken Armes nachvollziehbar. Aufgrund der
degenerativen Veränderungen des
linken Schultergelenkes bestünden
auch weiterhin Einschrän
kungen
der Arbeitsfähigkeit für Über-Kopf-Tätigke
i
ten mit dem linken Arm. Seitens des rechten Handgelenkes
besteh
e
eine gering eingeschränkte Beweglich
keit mit einer Schmerzangabe bei sämtlichen
Bewegungen des rechten Handge
lenkes. Eine zusätzliche Einschränkung der dominanten rechten
Hand
habe
sich mit einem inkompletten grossen und kleinen Faustschluss rechts nach alter Verletzung
des PIP-Gelenkes des rechten Zeigefingers
gefunden
. Aufgrund der vorhandenen degenerativen Veränderungen
des rechten Handgelenkes best
ünd
en auch weiterhin Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit für
Tätigkeiten mit vermehrten Bewegungen des rechten Handgelenkes, wie sie
beispielsweise
in der bisherigen
Tätigkeit als Maler,
etwa
beim Arbeiten mit einem Pinsel, vork
ä
men
.
Aufgrund der degenerativen
Veränderungen des linken Hüftgelenkes best
ünd
en ebenfalls weiterhin Einschränkungen der
Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten mit ver
mehrtem Stehen und Gehen und für Tätigkeiten
mit häufigem Hocken
.
Seitens des linken Sprunggelenkes
seien
vom Versicherten aktuell keine
Beschwerden mehr angegeben
worden
. Von orthopädisch-
traumatologischer
Seite besteh
e
unverändert eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als angelernter Maler. In einer
le
i
densadaptierten, dem Belastungsprofil entsprechen
den Tätigkeit
werde
jedoch auch weiterhin von
einer 100%
i
gen Arbeitsfähigkeit des Versicherten ausgegangen
(S. 9)
.
Von psych
i
atrischer Seite besteh
e
aufgrund der Fähigkeitsstörungen in den Bereichen
Durchhaltevermögen, Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sowie emotionale Belastbarkeit eine
quantitative Verringerung der Arbeitsfä
higkeit um 20
%
. Auf neurologischem Gebiet liege im Vergleich zur Begutachtung von 2015 keine
gesundheitliche Verschlechterung vor
und es
besteh
e
keine
Minderung der Arbeitsfähigkeit
(S. 9 unten).
Von internistischer Seite
werde
die Beurteilung aus dem Vorgutachten vom September 2015
unverändert übernommen:
Für die Tätigkeit
als Maler
, die
auch rasches Arbeiten mit schweren Lasten
beinhalte, sei
eine Arbeitsfäh
i
gkeit von 50
%
zu veranschlagen, wobei die Minderung ungefähr
gleichteilig auf die Arbeitszeit und das Arbeitstempo (Rendement) aufzuteilen
sei
. In einer
Verweistätigkeit besteh
e
keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Von Akkordarbeit, von Arbeiten
unter starkem Tempodruck, von hektischen raschen und heftigen motorischen Aktivitäten
sei
abzuraten
(S. 10 oben).
Die Gutachter nannten folgendes
Belastungsprofil: Körperlich leichte, wechselbe
lastende Tätigkeiten ohne Zwangshalt
u
ngen der
Wirbelsäule, ohne häufige
s
Bücken, ohne Über-Kopf-Arbeiten sowie nicht auf Gerüsten und Leit
ern; g
eeignet
seien
gut strukturierte, überwiegend sachorient
i
erte Tätigkeit
en
ohne erhöhte Anforderungen an
die Durchhaltefähigkeit, die Flexibilität und Umstellungsfä
higkeit, die Daueraufmerksamkeit und die
emotionale Belastbarkeit. Von Akkord
arbeit, von Arbeiten unter starkem Tempodruck, von hektischen
raschen und heftigen motorischen Aktivitäten
sei
abzuraten
(S. 10 Ziff. 4.5).
4.8.8
Betreffend
Konsistenzprüfung
führten sie aus, es bestünden
nur geringe Ein
schränkungen des
Aktivitätenniveaus
in vergleichbaren Lebensbereichen.
Die geklagten Symptome und Funktionseinbussen
seien
durch die Untersuchungser
gebnisse nur zum
Teil valide nachvollziehbar.
Der Versicherte
sehe
sich krank
heitsbedingt nicht arbeitsfähig. Dies
sei
diskrepant zu den angegebenen
Aktivi
täten in den Bereichen Freizeit u
n
d Haushalt. Auch die Möglichkeit des regelmäs
sigen
Unternehmens von Flugreisen,
beispielsweise
nach Mazedonien, sowie die fehlende beziehungsweise deutlich
geringere (als angegeben) Einnahme von Paracetamol
seien
diskrepant zu den angegebenen Schmerzen und Einschränkun
gen
(S. 10
Ziff.
4.6)
.
I
m Rahmen der aktuellen orthopädisch-
traumatologischen
Untersuchung
hätten
sich teilweise
erhebliche Verdeutlichungstendenzen
gezeigt
. Auffällig
gewesen sei
eine deutlich eingeschränkt demonstrierte
Beweglichkeit der gesamten Wirbelsäule und der Schultergelenke
bei
spontan nur
geringgradig
eingeschränkte
r
Beweglichkeit. Bei der Untersuchung der Wirbelsäule
seien
sämtliche
Waddell
-Zeichen (Überreaktion, Ablenkung, Neuroanatomie, Schein
ma
nö
ver, Empfindlichkeit) als Hinweis auf
eine nichtorganische Pathologie positiv
gewesen (S. 10 unten)
. Während der Untersuchung
seien
diffuse Schmerz
anga
ben, ein permanentes Stöhnen, muskuläres Gegenspannen und Reiben schmerz
hafter
Areale
erfolgt (S. 10 f.)
. Das Stehen erfolg
e
zu Beginn mit 20° vornüber geneigtem Oberkörper
, i
m Verlauf der
Untersuchung steh
e
der Versicherte gerade. Das Trendelenburg-Zeichen
sei
nicht prüfbar, da der
Versi
cherte ang
ebe
, dass der
Einbeinstand
nicht möglich sei
, was zum flüssigen Gangbild diskrepant sei.
Während der Finger-Boden-Abst
and im Stehen mit 57
cm vorgeführt
werde
, betr
age
der Finger-Zehenspitzen-Abstand im schmerz
frei vorführbaren
Langsitz
auf der Untersuchungsliege lediglich 12
cm. W
ä
hrend das Drehen des Kopfes bei der gezielten Untersuchung lediglich mit 10° nach beiden
Seiten erfolg
e
,
werde
der Kopf in Bauchlage auf der Untersuchungsliege spontan und ohne
Schmerzan
gabe mit 50° nach beiden Seiten gedreht
(S. 11 oben).
Die im Rahmen der neurologischen Untersuchung angegebenen sensiblen Stö
rungen am linken
Unterschenkel, an der Aussenseite und am Fussrücken links, passend zu Residuen
einer L5-Läsion
links,
seien
d
iskrepan
t
zu
r
angegebenen Taubheit im media
l
en Anteil beider Beine mit
gelegentlichem Kontrollverl
ust
ü
ber das rechte Bein. Die gemachten Angaben
seien
auf neurologischem Gebiet nicht nachvollziehbar. Es
habe
sich keine organische erklärende Ursache
weder durch die neurologische Untersuchung noch die Aktenlage
gefunden
. Vielmehr
hätten
sich relevante
Diskrepanzen in der Anamnese und w
ä
hrend der neurologischen Untersuchung
ergeben
. Der Versicherte
habe
widersprüchliche und diffuse Anga
ben bezüglich der Lokalisation der Schmerzen und
Gefühlsstörungen im Gesicht
gemacht.
Eine Reproduzierbarkeit
sei
nicht
gelungen
. Er
habe
weiter an
gege
be
n
, dass er gar keine körperlichen Tätigkeiten mehr ausüben könne
, b
eschreib
e
aber, dass er seinen Haushalt alleine versorgen würde
(S. 11)
.
4.8.9
In der
bisherigen Tätigkeit
betrage die L
eistungsfähigkeit
0
%
.
Die Beurteilung
erfolg
e
seit dem Erstgutachten
vom 1
6.
September
2015, so dass ab diesem Zeit
punkt auch
weiterhin von einer
100%igen Arbeitsunfähigkeit
in der bisherigen Tätigkeit
ausgegangen
werde (S. 11
Ziff.
4.7)
.
Die Arbeitsfähigkeit
in leidensangepassten Tätigkeiten
betrage 6.8
Stunden pro Tag
mit einer Leistungsfähigkeit von 1
00
%
. Bereits bei
m
Erstgutachten
von 2015 habe die Arbeitsfähigkeit in einer l
eidensadaptierten Tätigkeit, rein psychiatrisch betrachtet, 80
%
betragen
. Dabei
sei es
geblieben
(S. 11
Ziff.
4.8)
.
Die
Arbeitsunfähigkeit
von 100
%
in der bisherigen Tätigk
eit als angelernter Maler ergebe
sich hauptsächlich von orthopädisch-
traumatologischer
, jedoch auch von internistischer und
psychiatrischer Seite. Die
Arbeitsfähigkeit von 8
0
%
in einer leidensadaptierten Tätigkeit
erg
ebe
sich ausschliesslich von psychiatri
scher Seite
(S. 12
Ziff.
4.9)
.
Empfehlenswert
sei
eine Optimierung der antidepressiven Medikation
. D
erzeit lieg
e
der Spiegel des
Antidepressivums
Escitalopram
deutlich unterhalb des Referenzbereiches. Am ehesten
sei
anzunehmen, dass der Versicherte
es
nicht regelmässig einn
ehme
.
Das sollte mit ihm
besprochen werden
.
Es w
erde
einge
schätzt, dass bei optimaler antidepressiver Behandlung eine
Stimmungsverbesse
rung und eine Steigerung der
Arbeitsfähigkeit
um
zirka
10
% innerhalb von drei Monaten
erreichbar sei (S. 12
Ziff.
4.10)
.
Die Frage, ob
sich der Gesundheitszustand des Versicherten
seit dem Zeitpunkt der letzten Begutachtung im Jahr 2015 (mit Untersuchungen im Juli 2015)
wesentlich
verändert
habe, verneinten die Gutachter.
Trotz des Unfalles vom 22.
März 2
016 ha
be sich der Gesundheitszustan
d seit der
letzten Begutachtung im Juli 2015 nicht wesentlich verändert
(S. 12
Ziff.
1)
.
B
ei fehlendem Nachweis frischer Ver
l
etzungsfolgen
werde
nach dem Unfall vom 2
2.
März 2
016 von
einer vorübergehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit
von maximal 4 Wochen in einer leidensadaptierten
Tätigkeit ausgegangen
(S. 12 Ziff. 2)
.
4.9
Dr.
B._
(vorstehend E. 4.2) führte mit Schreiben vom
2
0.
Dezember 20
18
(
Urk.
3/2)
aus, sie bestätige die 100%ige Arbeitsunfähigkeit des Patienten.
Sie führte chronische Schulterschmerzen links bei einer
transmuralen
Supraspi
natussehnen
r
uptur
und einer
Tendinopathie
des
Musculus
subscapularis
und des
Musculus
infraspinatus
, eine
Coxarthrose
links, chronische
Lumboischialgien
bei einem
radikulären
Reizsyndrom L5 links, chronische Handgelenksschmerzen rechts bei Pseudoarthose des Os
lunatum
, eine Radiokarpalarthrose sowie eine seit dem Unfall vom 2
2.
März 2016 anhaltende Sensibilitätsstörung im Gesicht
links, akzentuierte Schmerzen der Schulter, der
Lumboischialgien
links und ein
Zervikozephalsyndrom
an.
Zudem sei der Patient auch nicht in der Lage, den Kopf frei zu bewegen. Es se
i
ihr absolut unerklärlich, wie der Patient aufgrund der multiplen Einschränkungen im Bereich des Bewegungsapparates noch arbeitsfähig sein sollte. Er könne nicht auf einer Leiter sehen, den Kopf nicht frei bewegen und er sei nicht in der Lage, Überkopf-Arbeiten durchzuführen.
5.
5.1
Im Gutachten von 2015 (vorstehend E. 3), welches der gerichtlich bestätigten Verfügung vom
5.
Februar 2016 zugrunde lag, wurden als Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt: eine
Supraspinatussehnenruptur
, eine Handgelenksarthrose (rechts), ein
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom, eine
Coxarthrose
(links), eine koronare Herzkrankheit und eine nicht näher bezeich
nete rezidivierende depressive Störung. Für die angestammte Tätigkeit als Maler wurde eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und für näher umschriebene, den somatischen
Beeinträchtigungen angepasste Tätigkeit
en
wurde eine psychiatrisch begründete Einschränkung von 20
%
attestiert.
5.2
Im Folgegutachten vom 2
0.
August 2018 wurden die gleichen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wie 2015 genannt
(vorstehend E. 4.8.1)
. Ebenso wurde für
die angestammte Tätigkeit als Maler eine vollständige Arbeits
unfähigkeit und für näher umschriebene, den somatischen Beeinträchtigungen angepasste Tätigkeit
en
eine psychiatrisch begründete Einschränkung von 20
%
attestiert
(vorstehend E. 4.8.9)
.
5.3
Das Gutachten umfasste Untersuchungen aus internistischer, orthopädischer, neurologischer und psychiatrischer Sicht. Darin wurden die geklagten Beschwer
den berücksichtigt (vorstehend E. 4.8.2). Sodann lagen den Gutachtern alle rele
vanten ärztliche
n Berichte vor.
I
n eine
m von ihnen
nicht erwähnten Verlaufsbericht
führte die
Chiropraktorin
Dr.
Z._
unter anderem aus, nur ein Teil der Beschwerden sei objektivierbar, und äusserte sich
zum
ihres Erachtens gegebenen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers (vorstehend E. 4.7). Welche für die gutachterliche Beurteilung verwertbaren zusätzlichen Erkenntnisse sich aus diesem Bericht hätte
n
ergeben sollen, ist nicht ersichtlich. Die diesbezügliche Mängelrüge (
Urk.
1 S. 8
Ziff.
7) ist nicht stichhaltig.
Zum
Einbeinstand
, den er nicht ausführen könne, bemerkte der Beschwerdeführer einmal, dies werde im Gutachten nicht erwähnt, und einmal, es werde nicht gewürdigt (
Urk.
1 S. 11). Beides trifft nicht zu. Der Umstand wurde sowohl erwähnt als auch gewürdigt, nämlich als Inkonsistenz angesichts des festgestell
ten flüssigen Gangbildes (vorstehend E. 4.8.8).
Ebenfalls unzutreffend ist, dass die Beeinträchtigungen am rechten Handgelenk nicht gewürdigt worden seien (
Urk.
1 S. 11). Diese fanden sehr wohl Beachtun
g, nämlich als ein Element, das
zur Bestätigung einer vollen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten, das Handgelenk stark b
elastenden Tätigkeit als Maler (vorste
hend E. 4.8.7) veranlasste. Dass im Belastungsprofil für angepasste Tätigkeiten daraus keine zusätzliche Einschränkung abgeleitet wurde, lässt darauf schliessen, dass die Gutachter die Beeinträchtigungen als im Rahmen von leichten und wech
selbelastenden Tätigkeiten nicht erheblich beurteilten.
Sodann wurden die angegebenen kardiologischen Beschwerden im Gutachten eingehend gewürdigt (vorstehend E. 4.8.6)
und sogar im Belastungsprofil insoweit
berücksichtigt, als dieses auf körperlich leichte Tätigkeiten beschränkt ist (vorste
hend E. 4.8.7).
Aus welchen Gründen die vom Beschwerdeführer genannten - in der Beschwer
deschilderung unerwähnt gebliebenen (vorstehend E. 4.8.2) - Schlafstörungen, ein verlangsamter breiter Gang sowie Miktionsstörungen hätten im Belastungs
profil berücksichtigt werden
sollen
(
Urk.
1 S. 11 Mitte), wurde vom Beschwerde
führer nicht ausgeführt und ist nicht ersichtlich.
Ebensowenig
äusserte sich der Beschwerdeführer zu den doch zahlreichen und erheblichen im Gutachten aufgrund sorgfältiger Beobachtungen festgehaltenen Inkonsistenzen (vorstehend E. 4.8.8).
Schliesslich ergibt sich aus der Stellungnahme von
Dr.
B._
(vorstehend E. 4.9) ein zusätzlicher Hinweis auf die Schlüssigkeit und Verlässlichkeit der gutachterlichen Beurteilung, decken sich
doch
die von ihr aufgelisteten Gesund
heitsschäden und daraus abgelei
teten Beeinträchtigungen und die im Gutachten genannten praktisch vollständig.
Dass
Dr.
B._
als langjährig behan
delnde Ärztin daraus auf eine vollständige Arbeitsunfähigkeit schloss, ist zur Kenntnis zu nehmen, vermag aber mangels einer diesbezüglichen Begründung die Feststellungen der Gutachter nicht in Frage zu stellen.
5.4
Aus den genannten Gründen ist festzuhalten, dass das 2018 erstattete Gutachten die praxisgemässen Anforderungen (vorstehend E. 1.3) vollumfänglich erfüllt, so dass darauf abzustellen ist.
Dies gilt namentlich für die Feststellung, dass sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit Erlass der Verfügung von 2016 nicht erheblich geändert haben und dass weiterhin für Tätigkeiten, die den soma
tisch bedingten Einschränkungen angepasst sind, eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
besteht.
Dies schliesst vorliegend einen Rentenanspruch aus.
5.5
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, seine
(
erhebliche
)
Restarbeits
fähigkeit sei angesichts seines Alters auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr verwertbar (
Urk.
1 S. 15), ist auf die massgebende
bereits im Urteil von 2016 angeführte (
Urk.
7/160 S. 4 ff. E. 1.4) und seither ergangene
(
BGE 143 V 431
E. 4.5.2
, Urteile des Bundesgerichts Urteil 8C_117/2018 vom 3
1.
August 2018 E. 4, 8C_892/2017 vom 2
3.
August 2018 E. 3.3.1, , 8C_133/2018 vom 2
6.
Juni 2018
, 8C_36/2018 vom
6.
Juni 2018 E. 5.2, 9C_312/2017 vom 1
8.
Mai 2018 E. 6.3, 9C_580/2017 vom 1
6.
Januar
2018 E. 4.1, 8C_390/2017 vom
9.
November 2017 E. 6.1,
8C_403/2017 vom 2
5.
August 2017 E. 5.4,
9C_254/2017 vom 2
1.
August 2017 E. 5.4,
9C_825/2016 vom 1
0.
Juli 2017 E. 4.5,
9C_88/2017 vom 3
0.
März 2017 E. 3.3.2,
9C_677/2016 vom
7.
März 2017 E. 4.3, 8C_771/2016 vom 1
8.
Januar 2017
E. 5.2.5
; s. auch: Marco Weiss,
Verwertbarkeit der Restarbeits
fähigkeit aufgrund vorgerückten Alters
,
Rechtsprechungstendenzen, SZS 2018
, S. 630 ff.)
- ausgesprochen zurückhaltende Rechtsprechung des Bundesgerichts zu verweisen.
Dass, sollte die Verwertbarkeit bejaht werden, die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer Integrationshilfe leisten müsste (
Urk.
1 S. 15), trifft nicht zu: Befähigende Massnahmen zur Verwertung eines bestimmten Leistungspoten
t
ials
können bei einer revisionsweisen Rentenaufhebung nach
langjährigem Renten
bezug
oder ab einem bestimmten Alter angezeigt sein (Urteil des Bundesgerichts 9C_163/2009 vom 1
0.
September 2010 =
SVR 2011 IV Nr. 30 E.
4.2.2).
5.6
Zusammenfassend erweist sich die Verfügung, mit welcher die Beschwerdegeg
nerin einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers vernei
nt hat, als rechtens.
Dies führt zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde.
6.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Inva
lidenversicherung (IVG) sind ermessensweise auf
Fr.
800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.