Decision ID: ee4d6b2e-03df-4288-a59f-afdbc0cbfc6c
Year: 2018
Language: de
Court: ZH_OG
Chamber: ZH_OG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: civil_law

betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen)
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen  am Bezirksgericht Meilen vom 26. März 2018 (FE160068-G)
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Schlussanträge:
der Klägerin (Urk. 6/149 S. 1f.): 1.1. Es sei der Beklagte für die Dauer des Scheidungsverfahrens zu
monatlichen Kindesunterhaltsbeiträgen für die gemeinsamen Kinder C._ (*tt.mm.2008) und D._ (*tt.mm.2008) von mindestens je Fr. 8'250.– zu verpflichten, zahlbar zum voraus auf den 1. eines jeden Monats, zuzüglich allfälliger  und/oder vertraglicher Kinderzulagen, rückwirkend per 01.02.2014;
1.2. es sei der Beklagte für die Dauer des Scheidungsverfahrens zu monatlichen Ehegattenunterhaltsbeiträgen an die Klägerin i.H.v. Fr. 11'400.– zu verpflichten, zahlbar zum voraus auf den 1.  jeden Monats, rückwirkend per 01.02.2014;
2.1. eventualiter sei der Beklagte für die Dauer des  zu monatlichen Kindesunterhaltsbeiträgen für die  Kinder C._ (*tt.mm.2008) und D._ (*tt.mm.2008) von mindestens je Fr. 3'000.– zu verpflichten, zahlbar zum voraus auf den 1. eines jeden Monats, zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen, rückwirkend per 01.02.2014;
2.2 eventualiter sei der Beklagte für die Dauer des  zu monatlichen Ehegattenunterhaltsbeiträgen an die Klägerin i.H.v. Fr. 21'900.– zu verpflichten, zahlbar zum voraus auf den 1. eines jeden Monats, rückwirkend per 01.02.2014;
3.1. [...] 3.2. [...] 4. [...]
des Beklagten: Eingabe vom 7. Juni 2017 (Urk. 6/146 S. 1): 1. Kinderunterhalt
Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin monatliche  von Fr. 1'000.– je Kind zzgl. allfälliger Zulagen zu bezahlen.
2. Nachehelicher Unterhalt und Unterhalt vorsorgliche  Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin monatliche  von Fr. 2'000.– zu bezahlen.
3. Es sei festzustellen, dass der Beklagte berechtigt ist, in  an seine Unterhaltsverpflichtung gegenüber der Klägerin die Kosten der Krankenkasse, die Handy- und Internetkosten
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und die Kosten für die Fahrzeugversicherung und die  direkt zu bezahlen.
4. Es sei festzustellen, dass der Beklagte während der Zeit seit dem 27. April 2016 monatliche Leistungen von Fr. 7'488.50  dem Titel Unterhalt erbracht hat.
Eingabe vom 28. August 2017 (Urk. 6/166 S. 1f.): 1. Die Anträge der Klägerin und des Kinderprozessbeistandes für
die Zeit bis am 31. Dezember 2016 zum Kinderunterhalt und zum ehelichen Unterhalt der Klägerin seien abzuweisen, soweit sie von den Anträgen des Beklagten gemäss seiner Eingabe vom 7. Juni 2017 abweichen;
2. Es seien für die Zeit ab 1. Januar 2017 für die Dauer der  Kinderunterhaltsbeiträge von je Fr. 1'700.– als Barunterhalt zulasten des Beklagten festzulegen und eheliche  für die Klägerin von Fr. 4'085.–, jeweils pro Monat.
Eventualiter: Sollte für die Kinder ein höherer Barunterhalt oder zusätzlich ein Betreuungsunterhalt zulasten des Beklagten vom Gericht  werden, so ist der entsprechende Unterhaltsbeitrag für die Klägerin derart zu reduzieren, dass der Gesamtbeitrag für die Kinder und die Klägerin den Betrag von Fr. 7'485.50 nicht .
[...]
der Verfahrensbeteiligten (Urk. 6/151): 1. Der Vater sei zu verpflichten, der Mutter ab 1. Mai 2015 je Kind
einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in Höhe von Fr. 1'780.– zzgl. allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinderzulagen zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.
Bereits geleistete Unterhaltsbeiträge seien anzurechnen. 2. Der Vater sei zu verpflichten, der Mutter ab 1. Januar 2017 je
Kind einen monatlichen Unterhaltsbeitrag für den Barunterhalt in Höhe von Fr. 2'620.– zzgl. allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinderzulagen sowie je Kind einen monatlichen  in Höhe von Fr. 2'245.– zu bezahlen, zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.
Bereits geleistete Unterhaltsbeiträge seien anzurechnen. 3. Der Vater sei zu verpflichten, die ausserordentlichen Auslagen
für die Kinder nach vorgängiger Absprache (z.B. für , schulische Fördermassnahmen, Privatschulkosten und
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ähnliches) zu übernehmen, soweit nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, für diese Kosten aufkommen.
Urteil des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 26. März 2018 (Urk. 2 S. 63 ff.):
1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für die Dauer des zwischen den
Parteien hängigen Scheidungsverfahrens folgende monatlichen Unterhalts-
beiträge, zahlbar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, zu bezahlen:
Fr. 13'706.– rückwirkend auf den 27. April 2016 bis 31. Dezember
2016, unter Anrechnung für diesen Zeitraum bereits ge-
leisteter Unterhaltsbeiträge;
Fr. 10'532.– ab 1. Januar 2017 bis 31. Juli 2017, unter Anrechnung
für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
Fr. 10'382.– ab 1. August 2017 bis 30. September 2018, unter An-
rechnung für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unter-
haltsbeiträge;
Fr. 10'382.– ab 1. Oktober 2018.
Im Übrigen wird das Massnahmebegehren Ziff. 1.1. der Klägerin abgewie-
sen.
2. Der Beklagte wird verpflichtet, für den Sohn C._, geboren am
tt.mm.2008, für die Dauer des Verfahrens folgende monatlichen Unterhalts-
beiträge (Kinderzulagen darin enthalten) zu bezahlen:
Fr. 4'210.– erstmals rückwirkend auf den 27. April 2016 bis
31. Dezember 2016, unter Anrechnung für diesen Zeit-
raum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
Fr. 5'797.– ab 1. Januar 2017 bis 31. Juli 2017 (davon Fr. 1'587.–
als Betreuungsunterhalt), unter Anrechnung für diesen
Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
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Fr. 5'345.– ab 1. August 2017 bis 30. September 2018 (davon
Fr. 1'587.– als Betreuungsunterhalt), unter Anrechnung
für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
Fr. 4'345.– ab 1. Oktober 2018 (davon Fr. 587.– als Betreuungs-
unterhalt).
Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar und zwar monatlich im
Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.
Im Übrigen wird das Massnahmebegehren Ziff. 1.2. der Klägerin betreffend
C._ abgewiesen.
3. Der Beklagte wird verpflichtet, für den Sohn D._, geboren am
tt.mm.2008, für die Dauer des Verfahrens folgende monatlichen Unterhalts-
beiträge (Kinderzulagen darin enthalten) zu bezahlen:
Fr. 3'866.– erstmals rückwirkend auf den 27. April 2016 bis
31. Dezember 2016, unter Anrechnung für diesen Zeit-
raum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
Fr. 5'453.– ab 1. Januar 2017 bis 31. Juli 2017 (davon Fr. 1'587.–
als Betreuungsunterhalt), unter Anrechnung für diesen
Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
Fr. 5'345.– ab 1. August 2017 bis 30. September 2018 (davon
Fr. 1'587.– als Betreuungsunterhalt), unter Anrechnung
für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
Fr. 4'345.– ab 1. Oktober 2018 (davon Fr. 587.– als Betreuungs-
unterhalt).
Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar und zwar monatlich im
Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.
Im Übrigen wird das Massnahmebegehren Ziff. 1.2. der Klägerin betreffend
D._ abgewiesen.
4. Die Berechnung der Unterhaltsbeiträge basiert auf folgenden Einkommens-
und Bedarfszahlen:
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Einkommen (netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen
separat):
– Klägerin: Fr. 0.– bis und mit Ende August 2018;
Fr. 2'000.– ab 1. Oktober 2018 (Hypothetisches  50% Pensum);
– Beklagter: Fr. 37'330.– mindestens
Bedarf (reduziert um 25 %):
- Klägerin: Fr. 13'706.– bis Juli 2017 (Fr. 3'174.–  enthalten)
Fr. 13'556.– ab August 2017 (Fr. 1'174.–  enthalten)
- Beklagter: unbekannt - C._: Fr. 4'210.– bis Juli 2017 Fr. 3'758.– ab August 2017
- D._: Fr. 3'866.– bis Juli 2017 Fr. 3'758.– ab August 2017
5. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 3 und 4 basieren auf dem Landesindex
der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Februar
2018 von 101.1 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind je-
weils auf den 1. Januar jedes Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2019, dem
Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzupassen. Die An-
passung erfolgt nach folgender Formel:
Neuer Unterhaltsbeitrag = alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index
alter Index
Fällt der Index unter den Stand von Ende Februar 2018, berechtigt dies nicht
zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.
6. Die Editionsbegehren der Klägerin (Erwägung III.8.) werden abgewiesen.
7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 10'000.–.
8. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
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9. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen.
10. [Mitteilungssatz]
11. [Rechtsmittelbelehrung]
Berufungsanträge:
des Beklagten und Berufungsklägers (Urk. 1):
Der angefochtene Entscheid sei wegen Verletzung des rechtlichen  des Beklagten aufzuheben und der Vorinstanz zurückzuweisen zur zusätzlichen Befragung der Klägerin, Einholung einer  und zum neuen Entscheid; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt zu Lasten der Klägerin.
Eventualiter
In Aufhebung von Dispositiv-Ziff. 1, 2, 3 und 4 der angefochtenen  sei die Unterhaltsverpflichtung des Berufungsklägers wie folgt zu regeln: "1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für die Dauer des zwi-
schen den Parteien hängigen Scheidungsverfahrens folgende monatlichen Unterhaltsbeiträge, zahlbar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, zu bezahlen:
− Fr. 4'663.– rückwirkend auf den 27. April 2016 bis 31. Dezember 2016, unter Anrechnung für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
− Fr. 431.– ab 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2018, unter  für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
− Fr. 200.– ab 1. Juli 2018, unter Anrechnung für diesen  bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge.
2. Der Beklagte wird verpflichtet, für den Sohn C._, geboren am tt.mm.2008, für die Dauer des Verfahrens folgende monatlichen Unterhaltsbeiträge (Kinderzulagen darin enthalten) zu bezahlen:
− Fr. 2'258.– erstmals rückwirkend auf den 27. April 2016 bis 31. Dezember 2016, unter Anrechnung für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
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− Fr. 4'374.– ab 1. Januar 2017 bis 31. März 2017 (davon Fr. 2'116.– als Betreuungsunterhalt), unter  für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
− Fr. 3'950.– ab 1. April 2017 bis 30. Juni 2018 (davon Fr. 2'116.– als Betreuungsunterhalt), unter  für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
− Fr. 1'834.– ab 1. Juli 2018, unter Anrechnung für diesen  bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge.
Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar und zwar  im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.
3. Der Beklagte wird verpflichtet, für den Sohn D._, geboren am tt.mm.2008, für die Dauer des Verfahrens folgende monatlichen Unterhaltsbeiträge (Kinderzulagen darin enthalten) zu bezahlen:
− Fr. 1'834.– erstmals rückwirkend auf den 27. April 2016 bis 31. Dezember 2016, unter Anrechnung für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
− Fr. 3'950.– ab 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2018 (davon Fr. 2'116.– als Betreuungsunterhalt), unter  für diesen Zeitraum bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge;
− Fr. 1'834.– ab 1. Juli 2018, unter Anrechnung für diesen  bereits geleisteter Unterhaltsbeiträge.
Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar und zwar  im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats.
4. Die Berechnung der Unterhaltsbeiträge basiert auf folgenden - und Bedarfszahlen:
Einkommen (netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn,  separat):
- Klägerin: Fr. 0.– bis und mit Ende Juni 2018; Fr. 4'500.– ab 1. Juli 2018 (Hypothetisches
Einkommen 80% Pensum); - Beklagter: Fr. 27'000.– Bedarf: - Klägerin: Fr. 4'663.– bis Juli 2017 (Fr. 3'174.– Lebens-
haltungskosten enthalten) - Beklagter: unbekannt
- C._: Fr. 2'258.– bis Ende März 2017
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Fr. 1'834.– ab April 2017 - D._: Fr. 1'834.– ˶ unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulasten der
Berufungsbeklagten.
der Klägerin und Berufungsbeklagten (Urk. 14 S. 2):
"1. Es sei der Antrag des Beklagten um Aufhebung der mit  des Bezirksgerichts Meilen vom 26. März 2018, Prozess-Nr. FE160068, angeordneten vorsorglichen Massnahmen bei  Antrag auf Rückweisung zur zusätzlichen Befragung der Klägerin, Einholung einer Stellungnahme und zum neuen  an die Vorinstanz, vollumfänglich abzuweisen;
2. es seien die angeordneten Massnahmen zu bestätigen; 3. es sei der Eventualantrag des Beklagten um Aufhebung der Dis-
positiv-Ziff. 1, 2, 3 und 4 der Verfügung des Bezirksgerichts  vom 26. März 2018, Prozess-Nr. FE160068, vollumfänglich abzuweisen und die angeordneten Massnahmen zu bestätigen;
4. eventualiter seien die mit Verfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 26. März 2018, Prozess-Nr. FE160068, angeordneten  Massnahmen in Bezug auf die laufenden  für die Dauer des Scheidungsverfahrens zu ;
5. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7,7 % Mwst. zu Lasten des Beklagten."
der Verfahrensbeteiligten (Urk. 18):
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Erwägungen:
I.
1. Die Parteien sind seit dem tt. September 2004 verheiratet. Sie haben zwei
gemeinsame Kinder: C._ und D._, beide geboren am tt.mm.2008 (Urk.
6/1A). Mit Eingabe vom 12. September 2014 hatte die Klägerin und Berufungsbe-
klagte (fortan Klägerin) ein Eheschutzverfahren beim Einzelgericht im summari-
schen Verfahren am Bezirksgericht Meilen anhängig gemacht (Urk. 6/22/1). Das
Verfahren wurde mit Verfügung vom 26. April 2016 als zufolge Rückzugs des Ge-
suchs erledigt abgeschrieben (Urk. 6/22/121). Gleichentags machte die Klägerin
vor Vorinstanz ein Scheidungsverfahren anhängig. Sie stellte verschiedene An-
träge zur Regelung der Nebenfolgen. Gleichzeitig ersuchte sie um den Erlass von
vorsorglichen Massnahmen (Urk. 6/1 S. 3). Mit Verfügung vom 20. Juli 2016 wur-
de C._ und D._ Dr. iur. Z._ als Prozessbeistand im Sinne von Art.
299 Abs. 1 ZPO bestellt (Urk. 6/21). Die Knaben wurden mit Verfügung vom 1.
Dezember 2016 für die Dauer des Scheidungsverfahrens unter die alleinige Ob-
hut der Klägerin gestellt. Dem Beklagten und Berufungskläger (fortan Beklagter)
wurde ein gerichtsübliches Besuchsrecht eingeräumt. Zudem wurde eine Be-
suchsrechtsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet (vgl. Urk. 6/92
S. 6f.; Urk. 6/100 S. 3). Dieser Entscheid ist in Rechtskraft erwachsen. Mit Verfü-
gung vom 13. April 2017 wurde festgestellt, dass die Urkunden 6/29/44-46,
6/29/48-53, 6/29/61 und 6/107/12/1-2 als Beweismittel nicht zu beachten sind
(Urk. 6/136). Betreffend den weiteren Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens
kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 2 S. 4ff.). Mit
der eingangs angeführten Verfügung vom 26. März 2018 wurden die vom Beklag-
ten an C._ und D._ sowie die Klägerin zu zahlenden Unterhaltsbeiträge
geregelt (Urk. 2).
2. Der Beklagte hat gegen den Entscheid der Vorinstanz fristgerecht Beru-
fung erhoben (Urk. 1; Urk. 6/188/1). Er hat die eingangs erwähnten Anträge ge-
stellt. Mit Verfügung vom 3. Mai 2018 wurde der Berufung für die bis und mit Ende
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April 2018 geschuldeten Ehegatten- und Kinderunterhaltsbeiträge die aufschie-
bende Wirkung erteilt. Im Übrigen wurde das entsprechende Gesuch des Beklag-
ten abgewiesen (Urk. 10). Die Berufungsantwort datiert vom 4. Juni 2018 (Urk.
14). Mit Verfügung vom 7. Juni 2018 wurde der Antrag der Klägerin um Entzug
der aufschiebenden Wirkung für die rückwirkend geschuldeten Ehegatten- und
Kinderunterhaltsbeiträge bis und mit Ende April 2018 abgewiesen (Urk. 17). Die
weiteren Eingaben der Parteien sowie der Verfahrensbeteiligten wurden je den
anderen Parteien zur Kenntnis gebracht (Urk. 18; Urk. 21-31/1-2).
3. Der Beklagte hat einen Kostenvorschuss von Fr. 7'000.– geleistet (Urk. 5;
Urk. 7).
4.1. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine un-
richtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).
Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und
Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemes-
senheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26.4.2013, E. 3.1). In der schriftlichen
Berufungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwie-
fern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft
zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne
einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass der
Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich
argumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präziser Verwei-
sungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärun-
gen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen
sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verwei-
sung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genügen nicht (vgl.
BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 28.5.2015, E. 2.1). Was nicht
oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen entsprechenden
Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu
werden; diese hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich
auf die Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, die in der schriftlichen
Begründung formgerecht gegen den erstinstanzlichen Entscheid erhoben werden
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(vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.w.Hinw.; BGer 5A_111/2016 vom 6.9.2016,
E. 5.3). Die Berufungsantwort hat die gleichen Begründungsanforderungen zu er-
füllen wie die Berufung. Der Berufungsbeklagte, der in erster Instanz (teilweise)
obsiegt hat und eine Gutheissung der Berufung befürchten muss, ist daher gehal-
ten, eine allfällige unrichtige Rechtsanwendung sowie ihm nachteilige Sachver-
haltsfeststellungen formgerecht zu rügen (vgl. hierzu BGer 4A_496/2016 vom
8.12.2016, E. 2.2.2 m.Hinw.). Die Ausübung des sogenannten freiwilligen Replik-
rechts dient nicht dazu, die bisherige Kritik zu vervollständigen oder gar neue vor-
zutragen (BGE 142 III 413 4. 2.2.4).
4.2. Im Berufungsverfahren sind neue Tatsachenvorbringen und Beweismit-
tel nur zulässig, wenn sie trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz
vorgebracht werden konnten (und ohne Verzug vorgebracht werden; Art. 317
Abs. 1 ZPO). Dies gilt nicht für Verfahren, welche der umfassenden Untersu-
chungsmaxime unterstehen, vorliegend also bezüglich der Kinderunterhaltsbei-
träge. Hier können die Parteien Noven vorbringen, selbst wenn die Vorausset-
zungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 351 E. 4.2.1). Wer
sich – ausserhalb der unbeschränkten Untersuchungsmaxime – auf neue Tatsa-
chen beruft, hat zu substantiieren und zu beweisen, dass er die entsprechenden
Noven unverzüglich nach ihrer Entdeckung vorgebracht hat und dass er sie trotz
Anwendung zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz hat vorbringen
können (Reetz/Hilber, in: Sutter-Somm et al., ZPO Komm., Art. 317 N 34; BGer
5A_456/2016 vom 28.10.2016, E. 4.1.1). Die diversen Einwendungen der Partei-
en, es würden unzulässige Noven vorgebracht (vgl. z.B. Urk. 21 S. 17ff.), sind da-
her von Vorneherein nicht zu hören, insoweit die geltend gemachten Tatsachen
unter den Anwendungsbereich der unbeschränkten Untersuchungsmaxime fallen.
5. Mit der vorliegenden Berufung nicht angefochten wird Dispositivziffer 6
(Abweisung Editionsbegehren Klägerin; Urk. 2 S. 66). Die Rechtskraft dieser Dis-
positivziffer ist vorzumerken. Die Indexklausel (Dispositivziffer 5) wurde (sinnge-
mäss) angefochten (Urk. 1 S. 41).
6. Der Beklagte hat den Mietvertrag für die vormals eheliche Liegenschaft an
der ...strasse ... in E._ per Ende September 2018 gekündigt (Urk. 21 S. 20).
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Es blieb unwidersprochen, dass der Beklagte nunmehr an der ...strasse ... in
F._ wohnhaft ist (Urk. 30 S. 3). Das Rubrum ist entsprechend anzupassen.
7. Auf die Ausführungen der Parteien wird nachfolgend nur soweit für die
Entscheidfindung notwendig eingegangen.
II.
1. Der Beklagte verlangt mit dem Hauptantrag die Aufhebung der Verfügung
vom 26. März 2018 wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs. Das Verfahren sei
zur zusätzlichen Befragung der Klägerin, zur Einholung einer Stellungnahme und
zur Fällung eines neuen Entscheids an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk. 1
S. 2).
2.1. Der Beklagte rügt, er habe keine Gelegenheit erhalten, um der Klägerin
Ergänzungsfragen zu den von dieser anlässlich ihrer Befragung vom 26. Septem-
ber 2017 gemachten Äusserungen zu stellen (Urk. 1 S. 6f.). Der Beklagte erwähnt
die Themen, zu welchen er die Klägerin noch hätte befragen wollen. Dabei weist
er auf die entsprechenden Seiten im vorinstanzlichen Protokoll hin (z.B. Refe-
renzperiode [Protokoll S. 53], Erwerbsaufnahme, Haushaltshilfe [Protokoll S. 53
unten] etc.). Weiter führt er die Ergänzungsfragen an, welche er zu stellen beab-
sichtigte (Urk. 1 S. 7f.).
2.2. Das Recht zur Stellung von Ergänzungsfragen an die Gegenpartei ist
ein Ausfluss des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 53 Abs. 1 ZPO). Am
26. September 2017 fand vor Vorinstanz die Einigungsverhandlung, die Verhand-
lung betreffend vorsorgliche Massnahmen sowie die Verhandlung betreffend un-
entgeltliche Rechtspflege und Prozesskostenvorschuss statt (Prot. Vi S. 51). Im
Rahmen der Verhandlung wurde die Klägerin unter Hinweis auf Art. 191 ZPO be-
fragt (Prot. Vi S. 52). Die Befragung bezog sich auf das Einkommen der Klägerin
(Prot. Vi S. 53ff.) sowie ihren und den Bedarf der Kinder (Prot. Vi S. 55ff.). Im An-
schluss an die Befragung durch die Einzelrichterin stellten sowohl der Vertreter
des Beklagten (Prot. Vi S. 68f.) als auch der anwesende Vertreter der Klägerin
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(Rechtsanwalt lic. iur. Y1._) Ergänzungsfragen (Prot. Vi S. 69f.). Hernach er-
folgte die Befragung des Beklagten, ebenfalls unter Hinweis auf Art. 191 ZPO
(Prot. Vi S. 70ff.). Der Beklagte wurde zuerst zum Bedarf der Klägerin und der
Kinder befragt (Prot. Vi S. 70ff.). Nach Abschluss dieses Themenbereichs stellten
der Vertreter der Klägerin und der Prozessbeistand der Kinder Ergänzungsfragen
(Prot. Vi S. 83f.). Im Anschluss daran wurde der Beklagte zu seinen finanziellen
Verhältnissen befragt (Prot. Vi S. 84ff.). Am Ende dieser Befragung führte der
Vertreter der Klägerin auf die Frage der Einzelrichterin, ob die Gegenparteien Er-
gänzungsfragen hätten, an, dass "diese zeitlich zu knapp seien", da der Vertreter
des Beklagten die Verhandlung demnächst verlassen müsse. In Anbetracht, dass
die Verhandlung im Dezember fortgesetzt werde, hätte er [der Vertreter der Klä-
gerin] gerne vorgängig das ausgefertigte Protokoll, um dann an der Fortsetzungs-
verhandlung seine Ergänzungsfragen stellen zu können (Prot. Vi S. 97f.).
2.3. Aus dem Gesagten erhellt, dass die Befragung der Klägerin anlässlich
der Verhandlung vom 26. September 2017 abgeschlossen war. Dem Vertreter
des Beklagten war Gelegenheit eingeräumt worden, der Klägerin zu den nunmehr
von ihm angeführten Themenbereichen (vgl. Urk. 1 S. 7f.) Ergänzungsfragen zu
stellen. Damit wurde das rechtliche Gehör des Beklagten gewahrt. Es sind keine
Gründe ersichtlich, weshalb der Beklagte bzw. sein Vertreter darauf hätte vertrau-
en dürfen, dass ihm anlässlich der Fortsetzung der Befragung des Beklagten das
Recht zustehen würde, die Klägerin erneut bzw. ergänzend zu befragen. So stan-
den gemäss der Protokollnotiz der Vorinstanz nur noch Ergänzungsfragen betref-
fend die Befragung des Beklagten an (Prot. Vi S. 97f.). So wurde denn auch am
30. Oktober 2017 dem Vertreter des Beklagten telefonisch mitgeteilt, dass im Pro-
tokoll vermerkt sei, dass anlässlich der Fortsetzungsverhandlung im Dezember
2017 Ergänzungsfragen zur Befragung des Beklagten anstehen würden (Prot. Vi
S. 99). Eine Reaktion des Beklagten bzw. seines Rechtsvertreters auf diese Mit-
teilung erfolgte nicht. Die Rüge des Beklagten ist unbegründet.
3.1. Von der Klägerin wurde zur Fortsetzung der Einigungsverhandlung und
Verhandlung betreffend vorsorgliche Massnahmen vom 14. Dezember 2017 ein
weiterer Vertreter, Rechtsanwalt lic. iur. Y2._, zugezogen. Rechtsanwalt
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Y2._ reichte einen Ordner mit zahlreichen Unterlagen ein (vgl. Urk. 6/183/1-
35) und befragte den Beklagten dazu (vgl. Prot. Vi S. 103ff.). Der Beklagte sieht
eine weitere Verletzung seines rechtlichen Gehörs darin, dass er zu den neu ein-
gereichten Unterlagen "zu ganz neuen Themen" nicht habe Stellung nehmen
können. Vielmehr habe die Vorinstanz im Anschluss an die Verhandlung ohne
Weiterungen entschieden (Urk. 1 S. 6f.).
3.2. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann eine - nicht beson-
ders schwerwiegende - Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als
geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer
Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage
frei überprüfen kann. Von einer Rückweisung der Sache ist selbst bei einer
schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und
soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnöti-
gen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) In-
teresse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht
zu vereinbaren wären (vgl. hierzu BGE 133 I 201 E. 2.2 m.Hinw. und BGer
4A_453/2016 vom 16.2.2017, E. 4.2.2 bis 4.2.4. m.w.Hinw.).
3.3. Dem Beklagten wurden die von Rechtsanwalt Y2._ eingereichten
Unterlagen vorgehalten. Er beantwortete die zu den jeweiligen Dokumenten ge-
stellten Fragen (vgl. Prot. Vi S. 103ff.). Folglich konnte er die neu eingereichten
Urkunden einsehen und dazu Stellung nehmen. Seinem Rechtsvertreter war so-
dann im Anschluss an die Befragung die Möglichkeit zur Stellung von Ergän-
zungsfragen eingeräumt worden (vgl. Prot. Vi S. 145). Eine Gehörsverletzung
kann somit nur darin gesehen werden, dass dem Beklagten unter Berücksichti-
gung der Tatsachen, dass er anlässlich der Verhandlung davon überrascht wurde,
dass die Klägerin einen zweiten Anwalt beigezogen hatte, und er mit zahlreichen
neuen Unterlagen konfrontiert wurde, das Recht hätte eingeräumt werden müs-
sen, im Nachgang zur Befragung noch schriftlich zu den gemachten Aussagen
und den neu eingereichten Dokumenten Stellung zu beziehen. Die Beantwortung
dieser Frage kann vorliegend jedoch offen bleiben. Selbst wenn das Vorgehen
der Vorinstanz eine Gehörsverletzung darstellen würde, wäre diese nicht als
- 17 -
schwerwiegend zu qualifizieren. Die Berufungsinstanz kann sowohl den Sachver-
halt als auch die Rechtslage frei überprüfen. Sodann können gemäss der neusten
Rechtsprechung des Bundesgerichtes im Anwendungsbereich der unbeschränk-
ten Untersuchungsmaxime in der Berufung uneingeschränkt Noven vorgebracht
werden (vgl. vorne I./E. 4.2.). Der Beklagte hat denn in der Berufungsbegründung
(soweit von Relevanz) zu seinen anlässlich der Verhandlung vom 14. Dezember
2017 gemachten Aussagen Stellung bezogen und die dazumal neu eingereichten
Unterlagen kommentiert (vgl. Urk. 1 S. 23ff.). Eine allfällige Verletzung des recht-
lichen Gehörs ist als geheilt anzusehen. Die Rüge des Beklagten ist unbegründet.
4. Es liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beklagten vor. Der
Hauptberufungsantrag ist abzuweisen. Nachfolgend sind die Eventualanträge zu
prüfen.
III.
1. Umstritten ist die Höhe der vom Beklagten ab dem 27. April 2016 zu zah-
lenden Ehegatten- und Kinderunterhaltsbeiträge. Die Vorinstanz berechnete die
Beiträge nach der einstufigen Methode, d.h. anhand der konkret berechneten Le-
benshaltung. Die Wahl der Berechnungsmethode blieb unangefochten (Urk. 1
S. 12; Urk. 14). Dabei stellt der in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebte Lebens-
standard den Massstab für die Bemessung des (maximalen) gebührenden Unter-
halts dar. Er ist als Basis für die Unterhaltsberechnung beizuziehen, soweit die
Einkommensverhältnisse beider Parteien und die trennungsbedingten Mehrkosten
dies zulassen (vgl. hierzu Urk. 1 S. 10; Urk. 2 S. 9ff., insbesondere S. 11f.). Die
Vorinstanz ging bei der Klägerin von einem (hypothetischen) Einkommen ab dem
1. Oktober 2018 von Fr. 2'000.– netto für ein 50% Pensum aus (Urk. 2 S. 16). Die
Leistungsfähigkeit des Beklagten setzte sie für das Jahr 2017 auf mindestens
Fr. 37'331.26 pro Monat fest (Urk. 2 S. 29). Für das Jahr 2014 sah die Vorinstanz
Einkünfte von Fr. 67'809.71 und für das Jahr 2016 von Fr. 39'903.29 pro Monat
als glaubhaft an (Urk. 2 S. 24). Den Bedarf der Klägerin berechnete die Vorin-
stanz bis und mit Juli 2017 mit Fr. 18'275.– und hernach mit Fr. 18'075.–. Bei
- 18 -
C._ wurde bis und mit Juli 2017 von einem Bedarf von Fr. 5'614.– und ab
August 2017 von Fr. 5'010.– ausgegangen. Der Bedarf von D._ wurde bis
und mit Juli 2017 auf Fr. 5'154.– festgesetzt und hernach ebenfalls auf Fr. 5'010.–
(Urk. 2 S. 32). Den Bedarf des Beklagten hat die Vorinstanz nicht berechnet. Den
gesamthaft vom Beklagten zu leistenden Unterhalt von Fr. 29'043.– bis und mit
Juli 2017 und von Fr. 28'095.– ab August 2017 hat die Vorinstanz zufolge des
vom Beklagten im Jahre 2017 gegenüber dem Zeitpunkt der Trennung erzielten
geringeren Einkommens um 25% auf Fr. 21'782.– bzw. Fr. 21'071.– reduziert
(Urk. 2 S. 56). Basierend auf diesen Zahlen sprach sie die eingangs angeführten
Ehegatten- und Kinderunterhaltsbeiträge zu. Der Beklagte beantragt mit seinem
Eventualantrag die Herabsetzung der Beiträge. Umstritten sind die Leistungsfä-
higkeit der Klägerin und des Beklagten sowie die Höhe der berücksichtigten Be-
darfe.
2. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, sind im vorliegenden Massnahme-
verfahren die Bestimmungen über die Eheschutzmassnahmen sinngemäss an-
wendbar (Art. 276 Abs. 1 ZPO; Urk. 2 S. 7). Das Verfahren ist summarischer Na-
tur und die tatsächlichen Verhältnisse sind lediglich glaubhaft zu machen (vgl.
Urk. 2 S. 8). Betreffend die Kinderbelange gelten die Offizial- und Untersu-
chungsmaxime (Art. 58 Abs. 2 ZPO; Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Das Gericht er-
forscht den Sachverhalt von Amtes wegen (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Es gilt die un-
eingeschränkte Untersuchungsmaxime. Bezüglich der persönlichen Unterhaltsbei-
träge gelten die Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO) und der eingeschränkte
Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 272 ZPO). Da Ehegatten- und Kinderunter-
haltsbeiträge mit Blick auf die Leistungsfähigkeit des Schuldners ein Ganzes bil-
den, dessen einzelne Teile nicht vollständig unabhängig voneinander festgesetzt
werden können, gilt die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime gemäss Art.
296 Abs. 1 ZPO mit Blick auf die Leistungsfähigkeit der Parteien jedoch vollum-
fänglich. Da sich die Leistungsfähigkeit aus dem Einkommen abzüglich dem eige-
nen Bedarf berechnet, gilt die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime für beide
Kriterien. Sodann richtet sich die Höhe der Kinderunterhaltsbeiträge nicht nur
nach der Leistungsfähigkeit der Eltern, sondern insbesondere auch nach deren
Lebensstellung (vgl. Art. 285 Abs. 1 ZGB). Insoweit sind in Fällen, in welchen
- 19 -
Kinderunterhaltsbeiträge festzusetzen sind, auch die Bedarfspositionen der Par-
teien von der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime gedeckt, da sie für die
Bestimmung des gelebten Lebensstandards und damit der Lebensstellung der
Parteien massgebend sind. Daraus resultiert, worauf der Beklagte zu Recht hin-
weist (Urk. 1 S. 9), dass die (uneingeschränkte) Untersuchungsmaxime auch zu-
gunsten des Pflichtigen gilt (OG ZH LY160030 vom 31.3.2017, B./E. 5.).
3.1. Die Geltung der Offizial- und Untersuchungsmaxime befreit die Parteien
nicht davor, das Tatsächliche vorzutragen und bei der Sammlung des massge-
benden Prozessstoffs mitzuwirken. Insbesondere obliegt es ihnen, dem Gericht
das Tatsachenmaterial mit vollständigen und bestimmten Behauptungen zu un-
terbreiten und die Beweismittel zu bezeichnen. Das Gericht ist indes an die An-
träge und tatsächlichen Vorbringen der Parteien nicht gebunden (vgl. OG ZH
LY160030 vom 31.3.2017, B./E. 5.). Es darf und muss gestützt auf die im Recht
liegenden Beweismittel und vorhandenen Tatsachenbehauptungen unabhängig
von den Anträgen und Sachverhaltsschilderungen der Parteien eigene Berech-
nungen und Würdigungen zur Leistungsfähigkeit und Lebensstellung der Parteien
vornehmen. Das Gericht darf und muss eigene Beweismittel erheben und hat
sämtliche Beweismittel frei zu würdigen (vgl. hierzu auf BK ZPO-Hurni, Art. 55
ZPO N 54ff.). Wie aus den vorangehenden Ausführungen erhellt, greifen diese
Kriterien auch mit Bezug auf den bei der einstufig-konkreten Methode für den be-
rechtigten Ehegatten zu bestimmenden Bedarf, insoweit, als dieser den gelebten
Lebensstandard und damit dessen Lebensstellung abbildet. Der Beklagte will die-
se Grundsätze beschränken. Die bewusste Besserstellung einer ansprechenden
Partei bezüglich der Beweisführungslast müsse ihre Grenzen in der Mitwirkungs-
pflicht dieser Partei finden. Diese Pflicht müsse umso grösser sein, je höher die
im Streite liegenden Unterhaltsbeiträge. In Verhältnissen, in denen ein Unterhalt
nach der einstufig-konkreten Methode im Raume stehe, habe ab einer gewissen
gewährleisteten Unterhaltsgrösse die sich aus der Untersuchungsmaxime erge-
bende Pflicht des Gerichtes hinter die Pflicht der Parteien zurückzutreten, sowohl
den früheren Lebensstandard als auch die Leistungsfähigkeit des leistungsver-
pflichteten Ehegatten zu behaupten, zu beziffern und zu belegen bzw. glaubhaft
zu machen (Urk. 1 S. 10f.). Die zu gewährleistende Höhe sieht der Beklagte bei
- 20 -
Kinderunterhaltsbeiträgen von Fr. 1'250.– pro Monat gemäss der "Zürcher Kin-
derkosten Tabelle". Der Beklagte hält dafür, ab dieser Grenze dürfe nur noch auf
das Vorbringen der ansprechenden Partei abgestellt werden. Habe diese ihre
Mitwirkungspflicht nicht erfüllt, sei das Gericht nicht gehalten, im Rahmen der Un-
tersuchungsmaxime einen noch höheren Unterhalt von Amtes wegen festzustel-
len (vgl. hierzu Urk. 1 S. 8 und insbesondere S. 11).
3.2. Dem Gesetz können keine Anhaltspunkte dafür entnommen werden,
dass - selbst bei anwaltlich vertretenen Parteien - die Offizial- und Untersu-
chungsmaxime ab einer gewissen Höhe der Unterhaltsbeiträge dahinfallen bzw.
gelockert werden sollten. Gründe für ein solches Vorgehen sind denn auch nicht
ersichtlich. Es erscheint nicht angemessen, dass ein minderjähriges Kind, wel-
ches bis anhin in sehr guten Lebensverhältnissen aufgewachsen ist, nach der
Trennung seiner Eltern den gelebten Lebensstandard nur deshalb nicht beibehal-
ten darf, weil es seine Vertreter unterlassen haben, genügend substantiierte Be-
hauptungen aufzustellen. Ein solches Vorgehen ist mit dem Sinn und Zweck von
Art. 285 Abs. 1 ZGB, welcher das Anrecht des Kindes darauf festhält, dass der
Unterhaltsanspruch nach der Leistungsfähigkeit und der Lebensstellung der El-
tern bestimmt wird, nicht vereinbar. Vielmehr hat das Gericht, wo das Gesetz die
"Erforschung" des Sachverhalts anordnet (vgl. Art. 296 Abs. 1 ZPO), auch ohne
Parteianträge von sich aus jede Abklärung zu treffen, die nötig oder geeignet ist,
den massgeblichen Sachverhalt zu ermitteln (vgl. Botschaft zur Schweizerischen
Zivilprozessordnung, S. 7366). Diese Pflicht obliegt dem Gericht unabhängig von
der im Raum stehenden Höhe der Unterhaltsbeiträge. Damit gilt die Offizial- und
Untersuchungsmaxime auch im Falle der Berechnung der Ehegatten- und Kin-
derunterhaltsbeiträge nach der einstufigen Methode vollumfänglich.
- 21 -
A. Leistungsfähigkeit/Einkommen Klägerin
1. Die Vorinstanz hielt im Wesentlichen dafür, die Klägerin habe während
der 14 Jahre dauernden Ehe nie gearbeitet. Sie habe sich zuerst der Haushalts-
führung und nach der Geburt der Zwillinge überwiegend der Kinderbetreuung ge-
widmet. Unter Berücksichtigung der Lehre und Rechtsprechung könne daher von
ihr in der aktuellen Situation (Betreuung von zwei Kindern im Alter von neun Jah-
ren) nicht ohne Übergangsfrist verlangt werden, durch eine Arbeitstätigkeit zum
Familienunterhalt beizutragen. Am tt.mm.2018 würden die Zwillinge zehn Jahre
alt. Dann sei der Klägerin die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit im Teilzeitpensum
zumutbar. Bei den konkreten Erwerbsaussichten sei die persönliche Qualifikation,
die Berufserfahrung und die branchenspezifische Arbeitsmarktlage zu berücksich-
tigen. Nach Abschluss des Studiums im Jahre 2003 habe die Klägerin im Jahre
2004 den Beklagten geheiratet. Sie sei nie erwerbstätig gewesen, weshalb es ihr
an Berufserfahrung mangle. Sodann sei unklar, ob ihr Abschluss in der Schweiz
überhaupt anerkannt würde. Die Vorinstanz kam zum Schluss, es sei der Klägerin
unter weiterer Berücksichtigung ihres Ausbildungsgrades, Alters und ihrer
Sprachkenntnisse ab dem 1. Oktober 2018 ein hypothetisches Einkommen von
Fr. 2'000.– netto für ein 50% Pensum anzurechnen (Urk. 2 S. 15f.).
2.1. Der Beklagte rügt, die Klägerin müsse seit der Trennung während der
Woche und den üblichen Geschäftszeiten keinerlei Betreuungsaufgaben nach-
kommen. Die beiden Kinder würden von Montag bis Freitag von morgens 7 Uhr
bis 18 Uhr in der Sprachheilschule G._ betreut und verpflegt. Überdies wür-
den sie von und zur Schule gebracht. Eine Ausnahme bilde allenfalls der Mitt-
wochnachmittag. Es sei der Klägerin daher eine Erwerbstätigkeit von mindestens
80% anzurechnen (Urk. 1 S. 15f.).
2.2. Bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge ist vom tatsächlich erzielten
Einkommen des unterhaltsberechtigten Ehegatten auszugehen. Soweit dieses
Einkommen nicht ausreicht, um den ausgewiesenen Bedarf zu decken, kann ein
hypothetisches Einkommen angerechnet werden, sofern dieses zu erreichen zu-
mutbar und möglich ist (vgl. BGer 5A_239/2017 vom 14.9.2017, E. 2.1 m.Hinw.).
Betreffend die Frage, ob und inwieweit einem Ehegatten im Rahmen von vorsorg-
- 22 -
lichen Massnahmen eine (Wieder-)Aufnahme oder Ausdehnung der Erwerbstätig-
keit zumutbar ist, kann vorab auf die Ausführungen der Kammer in den Urteilen
LE150071 vom 10. Februar 2016, Erwägung 4., und LE170034 vom 22. Novem-
ber 2017, Erwägung 3.3.2., verwiesen werden. Die Ausführungen erfolgten in ei-
nem Eheschutzverfahren. Aus ihnen erhellt jedoch, dass (auch) beim Entscheid
über die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens im Rahmen von vorsorg-
lichen Massnahmen nicht ausser Acht gelassen werden darf, dass die Ehebande
und damit die gegenseitigen Beistands- und Unterstützungspflichten nach wie vor
bestehen und Art. 163 ZGB (und nicht Art. 125 ZGB) die Grundlage für die Fest-
setzung des Trennungsunterhalts bildet. Es ist daher bei der Festsetzung der Un-
terhaltsbeiträge primär von der zwischen den Ehegatten vereinbarten Lastenver-
teilung auszugehen. Das Gericht hat sich von der bisherigen, ausdrücklich oder
stillschweigend getroffenen Vereinbarung der Ehegatten über Aufgabenteilung
und Geldleistungen, die der ehelichen Gemeinschaft eine bestimmte Struktur ge-
geben hat, leiten zu lassen. Hingegen ist im Rahmen von vorsorglichen Mass-
nahmen im Rahmen des Scheidungsverfahrens mit einer Wiederaufnahme des
Zusammenlebens nicht mehr zu rechnen, weshalb das Ziel der wirtschaftlichen
Selbstständigkeit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es sind beim Entscheid da-
her auch die für den nachehelichen Unterhalt geltenden Kriterien von Art. 125
ZGB miteinzubeziehen. Das bedeutet aber nicht, dass in einem solchen Fall aus-
schliesslich die Kriterien von Art. 125 ZGB zur Anwendung gelangen. Es ist zu
prüfen, ob und in welchem Umfang einem Ehegatten im Lichte dieser Kriterien al-
lenfalls schon während der Dauer der vorsorglichen Massnahmen des Schei-
dungsprozesses eine (Wieder-)Aufnahme oder Ausdehnung der Erwerbstätigkeit
und damit die Erzielung eines eigenen oder höheren Erwerbseinkommens zuzu-
muten ist. Dadurch soll der betroffene Ehegatte in der Trennungszeit zwar einer-
seits den Schutz erhalten, den ihm die Ehe bietet; andererseits trifft ihn aber auch
die Pflicht, sich im Rahmen des Zumutbaren auf die absehbare Auflösung der
Ehe vorzubereiten. Angesichts dieser Doppelnatur stellt sich die Frage der Ei-
genversorgungskapazität im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen noch weni-
ger akzentuiert als bei der Festsetzung des nachehelichen Unterhalts. In diesem
Sinne betont denn auch das Bundesgericht in seinem am 21. September 2018
- 23 -
betreffend die Frage der Aufrechterhaltung der 10/16-Regel gefällten Leitent-
scheid (BGer 5A_384/2018) sowohl mit Bezug auf den Betreuungsunterhalt als
auch den gestützt auf Art. 125 ZGB festzusetzenden nachehelichen Unterhalt,
dass das "elternautonom festgelegte Betreuungskonzept" bzw. die damit verbun-
dene Aufgabenteilung vorerst für eine gewisse Zeit weitergeführt werden soll (vgl.
E. 4.5. und 4.8.2). Massgebend für die Beurteilung bzw. für die Anrechnung eines
hypothetischen Einkommens sind stets die konkreten Verhältnisse des Einzelfalls.
Darunter fallen die Ehedauer, die bisher gelebte Aufgabenverteilung, die zeitliche
Verfügbarkeit, das Alter, die Ausbildung, die Berufserfahrung, die gesundheitliche
Verfassung und die aktuelle finanzielle Lage (Einkommen und Vermögen) der
Parteien. Es handelt sich um einen Ermessensentscheid im Sinne von Art. 4 ZGB,
bei welchem dem Gericht ein weites Ermessen zukommt (vgl. OG ZH LE150071
vom 10.2.2016, E. 4., und LE170034 vom 22.11.2017, E. 3.3.2.).
2.3. Die Ehe der Parteien war lebensprägend (Urk. 1 S. 1; Urk. 2 S. 9). Sie
heirateten im Jahre 2004. Die Kinder der Parteien kamen im Jahre 2008 zur Welt.
Die Klägerin arbeitete während der Ehe nie. Sie ging somit auch während der
Zeit, als die Parteien noch keine Kinder hatten, keiner Erwerbstätigkeit nach.
Nach der Geburt von C._ und D._ stand ihr eine Vollzeit-Nanny zur Ver-
fügung (vgl. hinten III./E. C. 16.1.). Die bis zur Trennung langjährig gelebte Auf-
gabenteilung sah somit die Aufnahme einer Arbeitstätigkeit durch die Klägerin
nicht vor. Dies behauptet der Beklagte denn auch nicht. Sodann lebten und - was
sich aus den nachfolgenden Ausführungen ergibt - leben die Parteien nach wie
vor in sehr guten finanziellen Verhältnissen. Unter diesen Umständen sind keine
Gründe ersichtlich, wieso der Klägerin im Rahmen der vorsorglichen Massnah-
men ein höheres Arbeitspensum als 50% angerechnet werden müsste. Dies gilt
selbst dann, wenn ihr die Bewältigung eines höheren Pensums aufgrund der Tat-
sache, dass die Kinder derzeit eine Tagesschule besuchen, zeitlich möglich sein
sollte. Entsprechend müssen die umstrittenen Schulzeiten nicht näher abgeklärt
werden (vgl. Prot. Vi S. 54; Urk. 6/28 S. 25). Die Rüge des Beklagten ist unbe-
gründet. Es ist der Klägerin sowohl mit Bezug auf den Betreuungs- als auch den
Ehegattenunterhalt ein Arbeitspensum von 50% anzurechnen.
- 24 -
3.1. Der Beklagte rügt weiter die Höhe des von der Vorinstanz festgesetzten
Einkommens von Fr. 4'000.– netto pro Monat bei einem 100%-Pensum. Er ver-
langt die Anrechnung eines Bruttolohnes von Fr. 6'500.– (Urk. 1 S. 16).
3.2. Die Klägerin ist 37 Jahre alt und gesund. Sie spricht (akzentfrei)
Deutsch, Russisch, Englisch, Französisch und Ukrainisch (vgl. Urk. 1 S. 15;
Urk. 14 S. 27). Die Klägerin schloss im Jahre 2003 in der Ukraine ein Ökonomie-
studium ab (Prot. Vi S. 54f.). Unangefochten blieb, dass sie in der Folge nie gear-
beitet hat. Sie heiratete im Jahre 2004 den Beklagten und kümmerte sich fortan
um den Haushalt und die gemeinsamen Kinder. Der Klägerin fehlt somit jedwel-
che Berufserfahrung. Unangefochten blieben sodann die Ausführungen der Vorin-
stanz, dass ungewiss sei, ob der Universitätsabschluss der Klägerin in der
Schweiz überhaupt anerkannt würde. Nicht gefolgt werden kann dem Beklagten,
wenn er geltend macht, er habe in einer Kurzrecherche aufzeigen lassen, dass es
in der Region Zürich für russischsprachige Menschen mit Matura und ökonomi-
schem Universitätsabschluss Stellenangebote in ausreichendem Masse gebe,
und zwar vorab im Bankensektor sowie in anderen, gut bezahlten Branchen (Urk.
1 S. 15 m.Hinw. auf Urk. 6/12/1-8). Bei den vom Beklagten eingereichten Anzei-
gen fällt auf, dass bei der Grossmehrheit der Stellen mindestens zwei Jahre Be-
rufserfahrung verlangt werden (Urk. 6/12/12/1+2+3+5). Zwei Anstellungen sind
sodann befristet (Urk. 6/12/12/4+6). Die Anstellung als Auslandredaktorin kommt
schon aufgrund der damit verbundenen Reisetätigkeit nicht in Frage (Urk.
6/12/12/7). Die restlichen Stellen entfallen, da es sich um 100% Pensen handelt
(Urk. 6/12/12/1+8). Im Ergebnis erfüllt die Klägerin für keine Stelle die angeführ-
ten Kriterien. Aus den aufgezeigten Stellen wird kein Arbeitsmarkt der Klägerin
"im Bankensektor sowie in anderen, gut bezahlten Branchen" glaubhaft (Urk. 1
S. 15). Vielmehr erscheint für die Klägerin gestützt auf ihre Ausbildung und die
guten Sprachkenntnisse der Einstieg in das Berufsleben wohl am Ehesten in einer
Funktion im Verkauf oder als Sachbearbeiterin in einem Reisebüro oder einer an-
deren Branche mit Auslandbezug als realistisch. Doch wird die Klägerin nicht in
einer Kaderfunktion starten können. Zur Berechnung der Lohnaussichten der Klä-
gerin kann von Amtes wegen auf das "Salarium" (www.lohnrechner.bfs.admin.ch)
abgestellt werden (vgl. hierzu OG ZH LY160030 vom 31.03.2017, E. C./1.2.d.).
- 25 -
Beim "Salarium" (individueller Lohnrechner) müssen im Internet mindestens
sechs obligatorische Kriterien angegeben werden. Weitere Angaben sind freiwil-
lig. Wenn keine Kategorie ausgewählt wird, verwendet das "Salarium" den häu-
figsten Wert, der in der Erhebung für diese Branche beobachtet wurde. Da die
Klägerin über einen ausländischen Hochschulabschluss verfügt und sie überhaupt
keine Berufserfahrung vorweisen kann, wird beim Kriterium Ausbildung Matura
eingesetzt. Es werden zwei Berechnungen vorgenommen; eine im Detailhandel
und eine in Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen für Unternehmen und Pri-
vatpersonen.
Region: Zürich (ZH, Wohnsitz Klägerin) Branche: 47 Detailhandel Berufsgruppe: 52 Verkaufskräfte Stellung im Betrieb: Stufe 5: Ohne Kaderfunktion Wochenstunden: 21 Ausbildung: Matura Alter: 37 Dienstjahre: 0 Unternehmensgrösse: 50 und mehr Beschäftigte (häufigster Wert Salarium) 12 / 13 Monatslohn: 13 Monatslohn Sonderzahlungen: Nein Monats- / Stundenlohn: Monatslohn
Bei Anwendung dieser Kriterien resultiert für die Klägerin (Schweizerin) ein Medi-
anbruttolohn von Fr. 2'544.–.
Region: Zürich (ZH, Wohnsitz Klägerin) Branche: 82 Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen für Unter-
nehmen und Privatpersonen Berufsgruppe: 42 Bürokräfte mit Kundenkontakt Stellung im Betrieb: Stufe 5: Ohne Kaderfunktion Wochenstunden: 21 Ausbildung: Matura Alter: 37 Dienstjahre: 0 Unternehmensgrösse: 50 und mehr Beschäftigte (häufigster Wert Salarium) 12 / 13 Monatslohn: 13 Monatslohn Sonderzahlungen: Nein Monats- / Stundenlohn: Monatslohn
Bei Anwendung dieser Kriterien resultiert ein Medianbruttolohn von Fr. 2'829.–.
Damit ergibt sich ein durchschnittlicher Wert von Fr. 2'686.50 brutto pro Monat
bzw. nach Abzug von 16,225% Sozialabzügen (inklusive Pensionskasse) ein Net-
- 26 -
tolohn von Fr. 2'250.60. Unter Berücksichtigung der sehr guten Sprachkenntnisse
der Klägerin erscheint es angemessen, ihr ein (hypothetisches) Einkommen für
50% von Fr. 2'500.– netto pro Monat anzurechnen.
4.1. Der Beklagte rügt weiter, die der Klägerin bis Ende September 2018
gewährte Übergangsfrist sei auf "spätestens" drei Monate ab der erstmaligen rich-
terlichen Eröffnung der Umstellungsfrist zu verkürzen. Er verlangt die Anrechnung
eines hypothetischen Einkommens bereits ab dem 1. Juli 2018 (Urk. 1 S. 15f.).
4.2. Wird die Pflicht zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bejaht und von der
betreffenden Partei durch die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens ei-
ne Umstellung ihrer Lebensverhältnisse verlangt, ist der verpflichteten Partei hin-
reichend Zeit zu lassen, die rechtlichen Vorgaben in die Tat umzusetzen. Die
Dauer dieser Übergangsfrist bestimmt sich nach den Umständen des Einzelfalls
(vgl. BGer 5A_224/2016 vom 13.06.2016, E. 3.2). Sie ist nach Möglichkeit gross-
zügig zu bemessen (BGer 5A_384/2018 vom 21.9.2018, E. 4.6). Im Regelfall sind
es drei bis sechs Monate ab der erstmaligen richterlichen Eröffnung der Umstel-
lungsfrist. Gestützt auf die vorangehend in Erwägung 2.3. dargelegten Umstände
erscheint es angemessen, der Klägerin ab dem Zeitpunkt, in welchem die Zwillin-
ge das zehnte Altersjahr vollendet haben, ein hypothetisches Einkommen anzu-
rechnen. Zwar musste der Klägerin, wie vom Beklagten angeführt (vgl. Urk. 1
S. 15f.), ab Einreichung des Scheidungsbegehrens klar sei, dass sie in der Zu-
kunft einer Arbeitstätigkeit wird nachgehen müssen. Doch durfte sie gestützt auf
die gegebenen Umstände sowie die bis vor kurzem geltende 10/16-Regel darauf
vertrauen, dass dies erst ab dem 1. Oktober 2018 der Fall sein wird.
5. Zusammenfassend ist damit der Klägerin ab dem 1. Oktober 2018 ein
(hypothetisches) Einkommen von Fr. 2'500.– netto anzurechnen.
- 27 -
B. Leistungsfähigkeit/Einkommen Beklagter
1. Der Beklagte ist Wirtschaftsanwalt. Er ist (Mit-)Inhaber der Kanzlei
H._. Sodann wurde der Beklagte von der Staatsanwaltschaft Riga für 30 bis
40 lettische Unternehmungen als "Kurator" eingesetzt. Dabei handelt es sich um
Firmen des Oligarchen I._. Gemäss den Ausführungen des Beklagten schaff-
te es I._, sich nach dem Abzug der Russen als Bürgermeister der Hafenstadt
... [Stadt in Lettland] ein Imperium von Hafen- und Transportgesellschaften anzu-
eignen. Wegen dieser Handlungen stehe I._ seit bald 10 Jahren zusammen
mit seinem Sohn und dem Strohmann J._ vor dem Kriminalgericht in Riga.
Er, der Beklagte, sei früher in Unkenntnis der Delikte beratend für die Familie
I._ tätig gewesen. Später sei er von der lettischen Staatsanwaltschaft darauf
hingewiesen worden, dass ganz erhebliche Verdachtsmomente bestehen würden,
wonach I._ im grossen Stil betrogen und erpresst hätten. Er habe daraufhin
mit der Staatsanwaltschaft kooperiert, was schliesslich zur Verhaftung der I._
geführt habe. Danach sei er (im Jahre 2007) für die Dauer der Untersuchung als
Kurator der beschlagnahmten Gesellschaftsanteile und Aktien eingesetzt worden.
Seine Aufgabe sei die Verwaltung der Anteile und Aktien. Für die Tätigkeit als Ku-
rator erhalte er keine Entschädigung. Hingegen habe er gemäss der General-
staatsanwaltschaft das Recht und die Pflicht, die Stimmrechte der beschlagnahm-
ten Gesellschaftsanteile auszuüben. Durch diese Funktion habe er in verschiede-
nen Betriebsgesellschaften vertrauenswürdige Mitglieder in das "Management
Board" berufen. In diesen Gesellschaften sei er selbst als Mitglied oder Vorsitzen-
der des Aufsichtsrats gewählt. Die Tätigkeiten im Aufsichtsrat würden entlöhnt.
Von denjenigen Gesellschaften, in denen er ein Amt als Mitglied oder Vorsitzen-
der des Aufsichtsrats ausübe, erhalte er somit ein Salär (vgl. Prot. Vi S. 120; Urk.
1 S. 24f. und Urk. 21 S. 9; vgl. auch Urk. 6/11 S. 15). Weiter bezieht der Beklagte
unbestrittenermasssen ein Entgelt von der K._ GesmbH in Wien (Urk. 6/11
S. 17).
2. Die Vorinstanz ging beim Beklagten gestützt auf die im Recht liegenden
Urkunden sowie die von den Parteien gemachten Aussagen von folgenden Ein-
künften aus (vgl. Urk. 2 S. 16ff., Übersicht S. 24):
- 28 -
Hernach äusserte sich die Vorinstanz zur Mitwirkung des Beklagten im Verfahren
(vgl. Urk. 2 S. 24ff.). Sie zog den Schluss, insgesamt habe der Beklagte nicht
glaubhaft machen können, dass er seinen Lebensstandard seit der Trennung in
irgendeiner Weise den von ihm geltend gemachten verschlechterten finanziellen
Verhältnissen angepasst habe. Eine Verschlechterung der Einkommensverhält-
nisse des Beklagten sei aufgrund der erhaltenen Einkommenszahlen im Vergleich
zu 2014 und wohl auch früher [jedoch] ersichtlich. Das Gesamteinkommen des
Beklagten sei schwer eruierbar. Der Beklagte sei leistungsfähig und es sei für die
Berechnung der Unterhaltsansprüche von einem Einkommen von mindestens
Fr. 37'331.26 netto pro Monat für das Jahr 2017 auszugehen (Urk 2 S. 28f.).
3.1. Gemäss Beklagtem hat sich sein Einkommen im Jahre 2016 auf
Fr. 26'073.– pro Monat belaufen. Ab dem Jahre 2017 sei von Einkünften von
Fr. 27'277.– pro Monat auszugehen (Urk. 1 S. 23).
3.2. Die Klägerin berief sich vor Vorinstanz darauf, das Einkommen des Be-
klagten sei anhand "seines Aufwandes einzuschätzen" (Urk. 6/1 S. 43). In der Be-
rufungsantwort (Urk. 14) äussert sich die Klägerin auf den Seiten 8 bis 17 zu den
- 29 -
"undurchschaubaren" Firmenkonstrukten des Beklagten, den vom Beklagten bis
Ende April 2018 geleisteten Unterhaltszahlungen und zu dessen (angeblich) ex-
zessivem Ausgabeverhalten. Eine Auseinandersetzung mit der von der Vorin-
stanz vorgenommenen Einkommensberechnung fehlt hingegen weitestgehend,
weshalb auf diese Ausführungen nur insoweit einzutreten ist, als damit konkrete -
von der Vorinstanz nicht berücksichtigte, weitere - Einkünfte des Beklagten be-
hauptet werden (vgl. vorne I./E. 4.1.). Eine Auseinandersetzung mit dem
vorinstanzlichen Entscheid kann auch den Ausführungen in der Eingabe vom
17. September 2018 nicht entnommen werden (vgl. Urk. 30 S. 2f.). Eine Ausnah-
me bildet die neu vorgebrachte Tatsache, dass gemäss dem ... Tagblatt vom tt.
April 2018 die britischen den schweizerischen Behörden gemeldet hätten, dass
der Beklagte seit 2004 Aktionär einer Briefkastenfirma auf den British Virgin Island
sei, welche 77,8 Mio. Pfund auf einem Konto halte (Urk. 14 S. 8f.; Urk. 9; wieder-
holt in Urk. 24 S. 2 m.Hinw. auf einen Artikel vom tt. Juli 2018 in der ... Zeitung).
Der Beklagte bestreitet die Tatsache (Urk. 21 S. 5). Sie wird allein durch die ein-
gereichten Zeitungsartikel nicht glaubhaft. Dabei hat es im Rahmen der vorsorgli-
chen Massnahmen sein Bewenden. Sodann äussert sich die Vorinstanz - wie be-
reits erwähnt - in ihrem Entscheid zwar über mehrere Seiten zum Aussageverhal-
ten des Beklagten sowie zu dessen Mitwirkung im Verfahren (vgl. Urk. 2 S. 24ff.).
Hingegen leitet sie für die Berechnung des beklagtischen Einkommens hieraus
nichts Konkretes ab (vgl. Urk. 2 S. 28f.). Auf die einzelnen Vorgänge und die von
den Parteien diesbezüglich gemachten Ausführungen braucht somit nur insoweit
eingegangen zu werden, als die Klägerin gestützt darauf die Anrechnung von zu-
sätzlichen Einkünften des Beklagten geltend macht (vgl. insbesondere Urk. 1 S.
24ff.; Urk. 14 S. 33ff.; Urk. 21 S. 16ff.).
4.1. Unangefochten blieben die von der Vorinstanz für das Jahr 2016 und
2017 berücksichtigen Bezüge aus den lettischen Gesellschaften (Urk. 1 S. 16;
Urk. 14 S. 27f.). Aus der Sachdarstellung des Beklagten (vgl. Urk. 1 S. 16ff., ins-
besondere S. 21) ergibt sich, dass diese Zahlungen zwar auf das Konto Nr. ....
Privatbezüge A._, welches der Beklagte bei der Anwaltskanzlei H._ be-
sitzt, einbezahlt werden. Sie fungieren jedoch nicht in der Erfolgsrechnung
A._ (vgl. beispielsweise Urk. 4/4 S. 2). Damit sind sie im für den Beklagten
- 30 -
ausgewiesenen Gewinn ("Ergebnis") aus der Anwaltskanzlei nicht enthalten. Sie
werden denn auch in Lettland versteuert (vgl. Prot. Vi S. 89). Entsprechend sind
sowohl die Bezüge von den lettischen Gesellschaften als auch der aus der An-
waltskanzlei realisierte Gewinn dem Beklagten als Einkünfte anzurechnen. Dieses
(von der Vorinstanz gewählte) Vorgehen wird denn in der Berufung auch nicht ge-
rügt (vgl. Urk. 1 S. 16ff.). Gleich verhält es sich mit den Einkünften aus der
K._ GesmbH. Umstritten ist in der Berufung, ob der Beklagte - nebst den be-
rücksichtigten sieben Gesellschaften - noch von anderen lettischen Unterneh-
mungen Entschädigungen bezogen hat. Insoweit diesbezüglich konkrete Bezüge
behauptet werden, wird nachfolgend darauf eingegangen. Fehl gehen in diesem
Zusammenhang die Ausführungen des Beklagten, die anlässlich seiner Befra-
gung von Rechtsanwalt Y2._ eingereichten Unterlagen seien verspätet ge-
wesen und daher nicht mehr zu beachten (vgl. beispielsweise Urk. 21 S. 18). Im
Rahmen der Untersuchungsmaxime sind Noven bis zur Urteilsberatung zu be-
rücksichtigen (Art. 229 Abs. 3 ZPO). Sodann können sie im Rahmen der Geltung
der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime auch im Berufungsverfahren ohne
weiteres vorgebracht werden (vgl. vorne I./E. 4.2.).
4.2. Zu den verarrestierten Werten von I._ gehört gemäss den Parteien
die S._ AG (Urk. 1 S. 27; Urk. 14 S. 37f.). Die Klägerin beruft sich darauf, der
Beklagte sei Aktionär der S._ AG und habe über Jahrzehnte in deren Verwal-
tungsrat gesessen. Hierfür habe er ein Verwaltungsratshonorar erhalten (vgl. Prot.
Vi S. 37). Die jährliche Dividende der Gesellschaft sei dem Beklagten im Umfang
seiner Beteiligung von 2 bis 3 % als Einkommen bzw. Vermögensertrag anzu-
rechnen. Die geäufneten Verwaltungsratshonorare seien als Vermögen auszu-
weisen (Urk. 14 S. 38). In der Folge blieb jedoch unwidersprochen, dass die
S._ AG noch nie Dividenden ausbezahlt und seit dem Jahre 2010 keine
Verwaltungsratshonorare mehr vergütet hat (Urk. 21 S. 19; Urk. 24). Damit er-
scheinen keine Zahlungen als glaubhaft. Dem Beklagten ist aus dieser Beteili-
gung im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen weder ein Einkommen noch ein
Vermögensertrag anzurechnen.
- 31 -
4.3.1. Die S._ AG hat gegen den Beklagten im Kanton Zug eine aktien-
rechtliche Verantwortlichkeitsklage anhängig gemacht. Mit Datum vom 28. Januar
2016 liess sich der Beklagte von der T._ Holdings Inc., BVI (T._) eine
Darlehensforderung von Fr. 150'000.–, welche die T._ gegenüber der
S._ AG hatte, abtreten. Gemäss Abtretungserklärung erfolgte die Abtretung
"akonto unbezahlte VR-Honorare" für die T._ sowie "akonto Anwaltshonorare
(jeweils seit Anfang 2002)" (vgl. Urk. 6/183/33). Der Beklagte hat die abgetretene
Darlehensforderung im Verfahren vor dem Kantonsgericht Zug der Forderung der
S._ AG verrechnungsweise entgegengehalten. Er wendet ein, bei diesem
Vorgehen seien keine Gelder geflossen (Urk. 1 S. 28). Eine Zahlung habe nie
stattgefunden, weder als Honorar noch unter anderem Titel (Urk. 21 S. 20). Die
Klägerin beantragt, die Fr. 150'000.– seien dem Beklagten im Jahre 2016 als Ein-
kommen anzurechnen (Urk. 14 S. 39).
4.3.2. Mit dem Beklagten ist davon auszugehen, dass ihm bei dem von ihm
gewählten Vorgehen die Fr. 150'000.– im Jahre 2016 nicht effektiv ausbezahlt
wurden. Da unwidersprochen blieb, dass die S._ AG überschuldet ist (Urk.
21 S. 19; Urk. 24) und damit das vom Beklagten von der T._ zahlungshalber
erhaltene Darlehen effektiv nicht einforderbar und damit wertlos gewesen wäre,
ist es im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen beim Beklagten nicht als Ein-
kommen zu berücksichtigen. Für die Bestimmung der - insbesondere zukünftigen
- Leistungsfähigkeit des Beklagten darf hingegen das Folgende nicht unbeachtet
bleiben: Aus der im Recht liegenden Abtretungserklärung erhellt, dass der Be-
klagte offenbar gegenüber der T._ eine offene Forderung von Fr. 150'000.–
für ausstehende Honorare aus seiner Tätigkeit als beratender Anwalt und Verwal-
tungsrat hatte. Er hat denn der T._ eine Rechnung über Fr. 150'000.– ge-
stellt (vgl. 6/183/34 und 35). Gestützt auf die Abtretungserklärung erscheint
glaubhaft, dass die Bezahlung der Fr. 150'000.– nur akonto an die "seit Anfang
2002" unbezahlten Anwalts- und Verwaltungsratshonorare geleistet wurde (Urk.
6/183/33). Der Beklagte besitzt somit zumindest gegenüber der T._ noch of-
fene Forderungen, welche er - bei Bedarf - abrufen kann.
- 32 -
4.4. Aus dem Gesagten erhellt, dass dem Beklagten für das Jahr 2016 als
Einkünfte aus den lettischen Gesellschaften die von der Vorinstanz festgesetzten
und von ihm anerkannten Fr. 166'635.– anzurechnen sind (Fr. 20'824.20,
Fr. 34'872.60, Fr. 41'344.80, Fr. 27'558.60, Fr. 14'476.20 und Fr. 27'558.60; Urk.
2 S. 24). Für das Jahr 2017 ergeben sich Fr. 179'860.23 (Fr. 20'753.27,
Fr. 34'749.50, Fr. 41'203.49, Fr. 27'468.90, Fr. 14'478.96, Fr. 27'471.52 und
Fr. 13'734.59). Ab dem Jahre 2018 ist auf den Durchschnitt der in den letzten drei
Jahren erzielten Einkünfte abzustellen (vgl. BGer 5A_364/2010 vom 29.7.2010,
E. 2.1 m.Hinw.). Vorliegend ist unbestritten, dass der Beklagte im Jahre 2014 aus
den lettischen Unternehmungen Einkünfte von Fr. 211'003.20 erzielt hat (Urk. 2
S. 24). Die Zahlen für das Jahr 2015 sind nicht bekannt. Es ergibt sich ein Durch-
schnitt (2014, 2016 und 2017) von Fr. 185'832.81. Die Einkünfte im Jahre 2016
sanken gegenüber dem Jahre 2014 um rund einen Fünftel. Doch ist zu beachten,
dass im Jahre 2017 wiederum eine Zunahme erfolgte. Zudem nimmt die Anzahl
an lettischen Unternehmungen, bei welchen der Beklagte ein Salär bezieht, seit
dem Jahre 2014 stetig zu. Es erscheint daher im Rahmen der vorsorglichen
Massnahmen als angemessen, ab dem Jahre 2018 von einem Einkommen von
Fr. 190'000.– auszugehen.
5.1. Dem Beklagten wurden im Jahre 2017 Boni von Fr. 68'547.70 ausbe-
zahlt (Fr. 19'546.64 Bonus M'._, Fr. 40'29.41 Bonus R'._ und Fr.
8'781.66 Bonus P'._). Gemäss dem Beklagten ist die Kumulation der Boni im
Jahre 2017 zufällig gewesen. Er habe keinen Anspruch auf Boni. In den vorange-
henden Jahren habe er nie höhere Boni als umgerechnet rund Fr. 19'000.– pro
Jahr erhalten. Die im Jahre 2017 von den Firmen R'._ und P'._ ausbe-
zahlten Boni von insgesamt Fr. 49'000.– seien in der Zukunft völlig ungesichert.
Sie seien nicht zu berücksichtigen. Es sei nebst den ausgewiesenen Salären im
Zusammenhang mit den lettischen Firmen nur ein jährlicher Bonus von Fr.
19'000.– aufzurechnen (Urk. 1 S. 17).
5.2. Dem Beklagten wurden im Jahre 2016 Fr. 18'286.83 und im Jahre 2017
Fr. 68'547.70 an Boni ausbezahlt. Für die rückwirkend geschuldeten Unterhalts-
beiträge sind diese Zahlen massgebend. Im Jahre 2014 hat der Beklagte einen
- 33 -
Bonus von Fr. 18'876.– bezogen (Urk. 2 S. 24). Es ergibt sich für die drei bekann-
ten Jahre ein Durchschnittswert von Fr. 35'236.65. Zwar erscheinen die dem Be-
klagten im Jahre 2017 ausbezahlten Boni gegenüber dem Jahre 2014 und 2016
in der Tat als hoch. Doch gilt es - wie vorangehend - dargelegt, auch diesbezüg-
lich zu beachten, dass die Anzahl der lettischen Unternehmungen, von denen der
Beklagte ein Salär und damit eventuell auch einen Bonus bezieht, stetig zuge-
nommen haben. Es erscheint daher im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen
durchaus als angemessen, auf den errechneten Durchschnittswert abzustellen.
Ab dem Jahre 2018 sind damit glaubhafte Einkünfte aus Bonuszahlungen von
Fr. 35'000.– pro Jahr zu berücksichtigen.
6. Unangefochten blieben die Bezüge von der K._ GesmbH in Wien
(Urk. 2 S. 20f.; Urk. 1 S. 17; Urk. 14 S. 28). Offensichtlich übersehen hat die Vor-
instanz diesbezüglich jedoch, dass dem Beklagten am 7. September 2016 total
Fr. 26'353.20 (Fr. 12'913.25 + Fr. 13'439.95) an Lohnnachzahlungen für die Jahre
2012 bis 2015 auf sein "Privatkonto ZKB" ausbezahlt wurden (vgl. Urk. 6/181/12).
Diese im Jahre 2016 erfolgten Nachzahlungen sind als Einkommen zu berück-
sichtigen, weshalb im Jahre 2016 von gesamthaften Zahlungen der K._
GesmbH von Fr. 32'677.20 (Fr. 6'324.– + Fr. 26'353.20) auszugehen ist. Sodann
erhellt dieser Vorgang, dass dem Beklagtem offensichtlich gegenüber mehren Un-
ternehmungen offene Honorarforderungen zustehen bzw. zustanden, welche er
bei Bedarf abrufen kann.
7.1. Der Beklagte besitzt, wie bereits angeführt (vgl. vorne III./E. 4.1.), bei
der Anwaltskanzlei H._ das Konto Nr. ... Privatbezüge A._. Über dieses
Konto begleicht der Beklagte seine Miete, seine Kreditkartenabrechnungen, die
Steuern, die Miete und den Unterhalt an die Klägerin etc. (vgl. für das Jahr 2014
Urk. 6/141/113/6). Im Gegenzug werden auf diesem Konto, was ebenfalls bereits
erwähnt wurde, dem Beklagten die Saläre und Boni der lettischen Unternehmun-
gen gutgeschrieben. Die Vorinstanz hat dem Beklagten den Saldo des Kontos
(Privatbezüge abzüglich eingegangene Gelder) als Einkommen angerechnet. Sie
ging für das Jahre 2014 von Fr. 472'645.26 (Urk. 6/141/113/6), für das Jahr 2016
von Fr. 181'849.52 (Urk. 6/181/11) und für das Jahr 2017 von Fr. 87'534.– aus
- 34 -
(vgl. Urk. 2 S. 21 ff.; Urk. 6/181/15). Der Beklagte widersetzt sich dieser Anrech-
nung. Es seien ihm neben den von den lettischen Unternehmungen erhaltenen
Salären und Boni vielmehr die gemäss seinen Erfolgsrechnungen aus der An-
waltskanzlei H._ ausgewiesenen Gewinne als Einkommen anzurechnen (vgl.
Urk. 1 S. 17ff.).
7.2. Im summarischen Verfahren ist das Einkommen eines Selbständiger-
werbenden grundsätzlich anhand von Geschäftsabschlüssen, Bilanzen und Er-
folgsrechnungen zu ermitteln, sofern nicht gewichtige Anhaltspunkte dafür vor-
handen sind, dass diese Zahlen nicht der Realität entsprechen bzw. nicht schlüs-
sig sind (vgl. hierzu ZK-Bräm/Hasenböhler, Art. 163 ZGB N 76). Massgebend ist
der Gewinn korrigiert durch Aufrechnungen von ausserordentlichen Abschreibun-
gen, unbegründeten Rückstellungen und Privatbezügen (BGer 5A_364/2010 vom
29.7.2010, E. 2.1. m.Hinw.).
7.3. Der Beklagte hat gemäss den eingereichten Erfolgsrechnungen im Jah-
re 2014 einen Gewinn von Fr. 98'359.95 (Urk. 4/4; Urk. 6/113/4), im Jahre 2015
von Fr. 150'037.10 (Urk. 4/5) und im Jahre 2016 von Fr. 113'848.75 erzielt (Urk.
4/6). Gewichtige Anhaltspunkte dafür, dass die Zahlen der H._ nicht der Rea-
lität entsprechen würden, werden nicht behauptet und sind nicht ersichtlich. Auf
den Einwand der Klägerin, der Beklagte rechne Beratungshonorare über auslän-
dische Firmen ab, wird nachfolgend eingegangen (Urk. 14 S. 30ff., vgl. III./E.
7.4.). Es ist daher primär auf die im Recht liegenden Erfolgsrechnungen abzustel-
len. Für das Jahr 2017 und inskünftig ist, da sich die Schwankungen im üblichen
Rahmen bewegen, von einem durchschnittlichen Einkommen von Fr. 120'748.60
bzw. gerundet Fr. 121'000.– auszugehen ([Fr. 98'359.95 + Fr. 150'037.10 + Fr.
113'848.75] : 3). Für das Jahr 2016 sind Fr. 113'848.75 einzusetzen. Zu prüfen
bleibt, ob dem Beklagten ein zusätzliches Einkommen anzurechnen ist, weil der
Saldo des Kontos Nr. ... Privatbezüge A._ Ende Jahr jeweils den erzielten
Gewinn überstieg. Die Frage muss nur noch mit Bezug auf das Jahr 2016 beant-
wortet werden. Ab dem Jahre 2017 hat die Vorinstanz einen tieferen als den
nunmehr vom Beklagten anerkannten Betrag von (gerundet) Fr. 121'000.– (vgl.
Urk. 1 S. 21), nämlich Fr. 87'534.–, eingesetzt (Urk. 2 S. 22 und 24). Damit ist
- 35 -
noch zu entscheiden, ob dem Beklagten für das Jahr 2016 anstatt des ausgewie-
senen Gewinns von Fr. 113'848.75, der Saldo des Kontos Nr. ... von
Fr. 181'849.52 als Einkommen anzurechnen ist (vgl. Urk. 6/181/11; Urk. 4/6 Seite
2). Hingegen käme eine Aufrechnung von vorneherein nur in Frage, wenn glaub-
haft erschiene, dass sämtliche Auslagen effektiv für private Zwecke verwendet
wurden. Nun hat der Beklagte in der Parteibefragung ausgeführt, dass die Privat-
bezüge, insbesondere die seinerseits bezahlten Kreditkartenabrechnungen, zu
einem erheblichen Anteil Geschäftsspesen betroffen hätten (Flugtickets, Hotelun-
terkünfte, Geschäftsessen, etc.; vgl. beispielsweise Prot. Vi S. 87f.). Aufgrund
seiner angeschlagenen Gesundheit sei er mit der Rückforderung der Spesen in
Verzug geraten (Urk. 1 S. 17). Im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen sind
keine Gründe ersichtlich, um an dieser Sachdarstellung ernsthaft zu zweifeln.
Entsprechend ist für das Jahr 2016 von einem Ertrag aus der Anwaltskanzlei von
Fr. 113'848.75 auszugehen. Doch sei bereits an dieser Stelle darauf hingewiesen,
dass gestützt auf die Tatsache, dass der Beklagte erhebliche Auslagen seines
täglichen Lebens via Geschäftsspesen bestreiten konnte, davon auszugehen ist,
dass die von ihm selbst zu zahlenden Auslagen entsprechend tiefer ausfielen (vgl.
nachfolgend III./E. D.).
7.4.1. Die Klägerin macht geltend, der Beklagte habe Beraterhonorare über
(zumindest) eine andere Firma als die H._ abgerechnet. So habe der Beklag-
te im Jahre 2015 von der N._ via die U._ EUR 666'000.– bzw.
Fr. 695'970.– für anwaltliche Beratungstätigkeiten im Zeitraum vom 2. Februar
2015 bis 23. Juli 2015 erhalten. Gemäss Handelsregisterauszug der U._ sei
deren einzige Aktionärin die V._ International Ltd., BVI (fortan V._). Bei
dieser Unternehmung sei der Beklagte (direkt oder indirekt) Direktor bzw. Bevoll-
mächtigter. Er habe die Kontrolle über die Firma. Diese Beratungshonorare seien
dem Beklagten als Einkommen anzurechnen (Urk. 14 S. 30f.).
7.4.2. Entgegen der Ansicht des Beklagten sind die Behauptungen der Klä-
gerin in der Berufung als Noven zulässig (vgl. vorne I./E. 4.2.). Es muss daher
nicht beurteilt werden, ob sie vor Vorinstanz bereits rechtmässig erhoben wurden
(vgl. Urk. 21 S. 15). Der Beklagte bestreitet die im Zusammenhang mit der Ein-
- 36 -
kommensanrechnung "irgendwelcher Beratungshonorare" aufgestellten Behaup-
tungen. Ihm seien nur die in der Buchhaltung ausgewiesenen, dem Gericht mitge-
teilten und belegten Honorare ("VR oder Andere") zugeflossen. Weiter weist der
Beklagte darauf hin, dass er bei den lettischen Gesellschaften, bei denen er als
Aufsichtsrat amte, die Stellung eines Angestellten habe (Urk. 21 S. 16).
7.4.3. Aus der im Recht liegenden Aufstellung für das Geschäftsjahr 2015
wird glaubhaft, dass die Firma N._ vom 2. Februar 2015 bis 23. Juli 2015 to-
tal über EUR 666'000.– an die U._ mit dem Vermerk (übersetzt) Beratungs-
kosten (Urk. 6/183/28) und Ratschläge (Urk. 6/183/29) "A._" überwiesen hat
(Urk. 6/183/27). Einzige Aktionärin der U._ ist gemäss deren Handelsregis-
terauszug die V._. Der Beklagte bestätigte anlässlich seiner Befragung, dass
er "direkt oder indirekt" Organ der V._ sei (Prot. Vi S. 124). Es handle sich
dabei um eine Treuhandgesellschaft, welche für verschiedene Gesellschaften
Leistungen erbringe (Prot. Vi S. 124). Auf die Frage, ob die U._ über die
V._ unter seiner Kontrolle stehe, antwortete der Beklagte, dass er über die
V._ "Kontrolle" ausüben könne (Prot. Vi S. 126). Er wich damit der Frage
aus, bestätigte aber, dass er die Kontrolle über die Alleinaktionärin der U._
inne hat. Der Beklagte weiss "nicht auswendig", wer Aktionär der V._ ist.
Wirtschaftlich berechtigt an der Firma sei die Familie W._ (Prot. Vi S. 124).
W._ kennt der Beklagte seit vielen Jahren. Er ist ein österreichischer Buch-
halter und Steuerberater (Pro. Vi S. 112). In einigen Gesellschaften, bei welchen
der Beklagte als Kurator bestellt ist, sitzt er im Aufsichtsrat (vgl. Prot. Vi S. 112f.).
Der Beklagte besitzt am Wohnort von W._ in ... (Österreich) einen Neben-
wohnsitz (Prot. Vi S. 136). Aus dem Gesagten ergeben sich gewichtige Anzeichen
dafür, dass der Beklagte über die U._ oder die V._, nicht über die An-
waltskanzlei H._ abgerechnete Honorare bezieht bzw. bei Bedarf beziehen
kann. Doch genügen die Anzeichen nicht, um dem Beklagten, insbesondere für
die Zeit ab dem Jahre 2016, konkrete (zusätzliche) Einkünfte glaubhaft nachzu-
weisen. Im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen ist diesbezüglich von Weite-
rungen abzusehen. Gleich verhält es sich mit der Behauptung der Klägerin, der
Beklagte sei wirtschaftlich Berechtigter der V._ oder beziehe zumindest ein
"anständiges Honorar" von dieser Gesellschaft (vgl. Urk. 14 S. 36f.).
- 37 -
8.1. Es ist unbestritten, dass der Beklagte "von den lettischen Gesellschaf-
ten" einen Assistenten, der auch als Fahrer amtet, und eine Haushaltshilfe gestellt
bekommt (vgl. Urk. 1 S. 22; Urk. 2 S. 23). Der Lohn für beide Personen beläuft
sich auf Fr. 104'868.– pro Jahr. Die Summe wird auf ein Konto der AA._ AG
einbezahlt. Diese Aktiengesellschaft gehört dem Beklagten. Die Vorinstanz hat
dem Beklagten die Fr. 104'868.– als Naturallohn angerechnet (Urk. 2 S. 23f.). Der
Beklagte verlangt mit der Berufung die Streichung des Betrages (Urk. 1 S. 22f.).
8.2. Der Beklagte erhält die Fr. 104'868.–, um damit die Löhne der Ange-
stellten zu bezahlen. Die Klägerin macht nicht geltend, und es bestehen auch kei-
ne Hinweise dafür, dass der Beklagte die Gelder weiterhin erhalten würde, wenn
er keine Angestellten mehr hätte. Damit erzielt der Beklagte aus diesen Zahlun-
gen kein Einkommen. Vielmehr erhält er insoweit einen finanziellen Vorteil, als er
aus seinen Einkünften keine Hausangestellte und keinen Chauffeur bezahlen
muss. Dies führt dazu, dass er einen entsprechend tieferen gebührenden Bedarf
hat. Diese Tatsache wird bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Beklagten
zu berücksichtigen sein. Die Lohnkosten sind dem Beklagten nicht als Einkom-
men anzurechnen (vgl. zum Ganzen Urk. 1 S. 22f.).
9. Nach dem Gesagten ist beim Beklagten von folgenden Einkünften auszu-
gehen:
2016 2017 ab 2018 Entgelt lettische  Fr. 166'635.– Fr. 179'860.23 Fr. 190'000.– Boni Fr. 18'286.83 Fr. 68'547.70 Fr. 35'000.– K._ GesmbH Fr. 32'677.20 Fr. 7'200.15 Fr. 7'165.15 Anwaltskanzlei H._ Fr. 113'848.75 Fr. 121'000.– Fr. 121'000.– Summe pro Jahr Fr. 331'447.78 Fr. 376'608.08 Fr. 353'165.15 pro Monat (gerundet) Fr. 27'600.– Fr. 31'400.– Fr. 29'500.–
Aufgrund der nachfolgenden Erwägungen erübrigt sich eine genauere Abklärung
des behaupteten Gesundheitszustandes des Beklagten (vgl. Urk. 1 S. 16; Urk. 14
S. 27; Urk. 21 S. 11; Urk. 24 S. 8).
C) Bedarf Klägerin, C._ und D._
- 38 -
1. Die Vorinstanz ging bei der Klägerin ab dem 27. April 2016 bis zum
31. Juli 2017 von einem Bedarf von total Fr. 18'275.– und hernach von
Fr. 18'075.– aus. Für C._ berechnete sie bis und mit Juli 2017 einen Bedarf
von Fr. 5'614.– und ab August 2017 von Fr. 5'010.–. Der Bedarf von D._
wurde bis und mit Juli 2017 auf Fr. 5'154.– festgesetzt, hernach ebenfalls auf
Fr. 5'010.– (Urk. 2 S. 30ff.). Gemäss dem Beklagten ist der Bedarf der Klägerin
auf Fr. 4'663.– festzusetzen. Den Bedarf von C._ beziffert er bis März 2017
mit Fr. 1'834.– und ab dem 1. April 2017 mit Fr. 2'258.–. Der Bedarf für D._
sei auf Fr. 1'834.– festzusetzen (Urk. 1 S. 31).
2.1. Die Vorinstanz ging von einer Trennung der Parteien im Februar 2014
aus (Urk. 2 S. 11). Sie hat den Bedarf der Klägerin und der Kinder gestützt auf die
von der Klägerin für das Jahr 2013 behaupteten Auslagen berechnet (Urk. 2
S. 32ff.). Die Klägerin hat anlässlich ihrer Befragung am 26. September 2017 be-
stätigt, dem Beklagten anfangs Juli 2013 gesagt zu haben, dass sie sich scheiden
lassen wolle. Seit Mitte Juli 2013 habe man dann getrennt auf verschiedenen
Stockwerken im selben Haus gelebt. Anfangs Februar 2014 sei sie ausgezogen
(Prot. Vi S. 53). Somit ist von einer Trennung der Parteien bereits anfangs Juli
2013 auszugehen. Zur Festsetzung des während der Ehe geführten Lebensstan-
dards, auf dessen Fortführung die Klägerin und die beiden Söhne bei genügend
vorhandenen Mitteln Anspruch haben, ist auf das Jahr vor der Trennung, somit
auf die Monate Juli 2012 bis und mit Juni 2013 abzustellen. Der Beklagte führt in
der Berufung nicht konkret an, wieso bereits im ersten Halbjahr 2013 von einem
"taktisch motivierte[n] Ausgabeverhalten" der Klägerin auszugehen wäre (vgl.
Urk. 1 S. 12). Er machte denn vor Vorinstanz auch noch geltend, es sei auf die
Monate Mai 2012 bis Mai 2013 abzustellen (vgl. Urk. 6/11 S. 5 und S. 22;
Urk. 6/76 S. 11).
2.2.1. Der Beklagte wendet ein, dass wer eine einstufig-konkrete Unterhalts-
berechnung verlange, die Zahlen aus der korrekten Referenzperiode vortragen
müsse. Werde nichts vorgebracht oder glaubhaft gemacht, sei für alle unbelegten
Positionen einzig mit einem einfachen Grundbetrag zu rechnen. Eventualiter
könnten zugunsten der Klägerin die Zahlen des ersten Halbjahres 2013, d.h. der
- 39 -
Phase vor der offiziellen Ankündigung des Scheidungswunsches, auf das Jahr
2013 hochgerechnet bzw. auf den Monat herunter gebrochen und als Basis für
die Berechnung des Lebensstandards während der Dauer des (ungetrübten) Zu-
sammenlebens genommen werden (Urk. 1 S. 32).
2.2.2. Die Klägerin hat vor Vorinstanz basierend auf der einstufig-konkreten
Methode für sich und die Kinder einen Bedarf von gesamthaft Fr. 28'084.05 (ohne
Steuern) behauptet (Urk. 6/1 S. 5f.). Sie hat zu den geltend gemachten Bedarfs-
positionen für das Jahr 2013 die im Einzelnen getätigten Ausgaben unter Nen-
nung des Datums, Empfängers, Ortes, Betrages und der benutzten Kreditkarte
angegeben (beispielsweise 15.1.2013, Confiserie ..., Zürich, Fr. 30.20, ... Visa
Gold; vgl. Urk. 6/1 S. 12). Sodann wurden teils weitere, erläuternde Ausführungen
gemacht (vgl. beispielsweise Urk. 6/1 S. 13). Als Beweismittel hat die Klägerin
insbesondere auf die Kreditkartenabrechnungen des Jahres 2013 (Urk. 6/3/21/1-
12) und die Auszüge von der Raiffeisenbank (Urk. 6/3/22 = Urk. 6/29/9/1-12; vom
1.1.2012 bis 11.9.2014) verwiesen. Mit Eingabe vom 14. Juli 2016 (Urk. 6/28)
reichte die Klägerin dann mitunter auch die Kreditkartenabrechnungen des Jahres
2012 ins Recht (Urk. 6/29/8/1-12). Fehl geht der Beklagte, wenn er kritisiert, die
Vorinstanz habe teils in "unglaublicher Akribie" Kleinstpositionen der Klägerin zu-
sammengestellt und so den Grundsatz der unbeschränkten Untersuchungsmaxi-
me einseitig zugunsten einer Partei ausgelebt (vgl. Urk. 1 S. 35). Die Klägerin hat
in Nachachtung ihrer Mitwirkungspflichten in ihrer Schrift "Tabellen" zu den getä-
tigten Auslagen aufgestellt (vgl. Urk. 1 S. 25ff.; Einkauf Lebensmit-
tel/Haushaltsbedarf) und die Vorinstanz hat anhand der genannten Beweismittel
(Urk. 6/3/21/1-12 = Urk. 6/29/9/1-12; Urk. 6/3/22) überprüft, ob diese Listen
glaubhaft erscheinen (Urk. 2 S. 42ff.). Dies entspricht der gesetzlich vorgeschrie-
benen Vorgehensweise.
2.2.3. Vorliegend wird der gebührende Bedarf der Klägerin und der Kinder
gestützt auf die Monate Juli 2012 bis und mit Juni 2013 zu ermitteln sein. Für das
zweite Halbjahr 2012 hat die Klägerin keine konkreten Behauptungen aufgestellt,
hingegen liegen ihre diesbezüglichen Kreditkartenabrechnungen sowie die Aus-
züge der Raiffeisenbank im Recht (Urk. 6/3/22; Urk. 6/29/8/6-12), womit die Be-
- 40 -
träge daraus ermittelt werden können. Wie bereits dargelegt, besteht vorliegend
keine Veranlassung dazu, die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime einzu-
schränken (vgl. vorne III./E. 3.2.). In Übereinstimmung mit der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung können auch bei der einstufig-konkreten Berechnungsme-
thode gewisse Pauschalisierungen vorgenommen werden. Sodann kann von der
Klägerin nicht verlangt werden, dass sie für sämtliche Behauptungen (vollständi-
ge) Quittungen oder Kreditkartenauszüge vorlegt (vgl. hierzu die zutreffenden
Ausführungen der Vorinstanz, Urk. 2 S. 29). Hingegen liegt die Beweislast für ih-
ren und den Bedarf der Kinder nach wie vor bei der Klägerin.
3. Unangefochten blieben die Positionen Krankenkasse (KVG/VVG) der
Klägerin von Fr. 687.– und der Söhne von je Fr. 115.–, Selbstbehalt/Franchise
von Fr. 42.– und je Fr. 20.– und Kommunikation von Fr. 95.– und je Fr. 60.–. Wei-
ter sind im Bedarf der Klägerin Fr. 38.– für die Billag und Fr. 43.– für die Haft-
pflicht- und Hausratsversicherung einzusetzen (Urk. 1 S. 31; Urk. 2 S. 31).
4.1. Die Vorinstanz berücksichtigte bei der Klägerin und den beiden Kindern
je einen Wohnkostenanteil (inkl. Nebenkosten) von Fr. 1'875.– pro Monat, damit
total Fr. 5'625.– (Urk. 2 S. 32f.). Der Beklagte beantragt die Reduktion der Positi-
on auf Fr. 3'180.–. Es seien bei der Klägerin Fr. 1'590.– und bei den Söhnen je
Fr. 794.– einzusetzen (vgl. Urk. 1 S. 31 und S. 32f.).
4.2. Die Klägerin lebt mit den beiden Kindern seit der Trennung in einer
5-Zimmerwohnung (Urk. 3/2). Der Mietzins beträgt Fr. 2'958.– (Urk. 3/2; Urk. 3/4).
Für die Garage bezahlt die Klägerin Fr. 180.– pro Monat (Urk. 3/3, Urk. 3/4). Es
sind Gesamtkosten von Fr. 3'138.– belegt. Weiter sind Stromkosten von Fr. 40.–
pro Monat glaubhaft (vgl. Urk. 3/6/5). Diese Beträge hat die Klägerin vor Vorin-
stanz geltend gemacht (Urk. 6/1 S. 5, insbesondere Urk. 6/115 S. 4). Entgegen
der Ansicht der Vorinstanz (vgl. Urk. 2 S. 32) besteht keine Veranlassung dazu,
auch bei der Klägerin und den Kindern einen (fiktiven) Wohnkostenanteil von
Fr. 7'500.– (vgl. Urk. 2 S. 32f., wobei die Vorinstanz dann effektiv nur total
Fr. 5'625.– berücksichtigte) einzusetzen. So gab die Klägerin anlässlich ihrer Be-
fragung an, die Wohnung selbst ausgesucht zu haben (Prot. Vi S. 60). Damit sind
unter der Position Wohnkosten (inkl. Nebenkosten) total Fr. 3'178.– einzusetzen.
- 41 -
Hiervon sind zwei Drittel (Fr. 2'118.–) im Bedarf der Klägerin und je ein Sechstel
(Fr. 530.–) bei C._ und D._ zu berücksichtigen.
5.1. Die Klägerin machte vor Vorinstanz unter dem Titel öffentliche Ver-
kehrsmittel Fr. 25.– (Urk. 6/1 S. 15f.) und zusätzlich Fr. 600.– Mobilitätskosten
geltend (Urk. 6/1 S. 9ff.). Sie sei mit zwei Kindern auf ein Auto angewiesen. Der
Beklagte stelle ihr derzeit einen auf ihn eingelösten Dodge Durango zur Verfü-
gung. Dieses Fahrzeug habe sie schon bis zum Februar 2014 gefahren (Urk. 6/1
S. 9ff.). Die auf Fr. 630.– aufgerundeten Kosten verteilte die Klägerin je zu einem
Drittel (Fr. 210.–) auf sich und die beiden Söhne (Urk. 6/115 S. 4). Die Vorinstanz
sah Parkplatzgebühren von Fr. 180.– sowie Auslagen von Fr. 395.– pro Monat als
belegt an. Sie erwog weiter, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der
Hausangestellte ab und zu getankt habe, rechtfertige es sich, der Klägerin Mobili-
tätskosten von Fr. 600.– pro Monat anzurechnen. Darüber hinaus anfallende Re-
paraturkosten, Pneuwechsel etc. seien vom Grundbetrag zu decken (Urk. 2
S. 34f.).
5.2. Der Beklagte beruft sich vorab darauf, es sei mangels genügender Mit-
wirkungspflicht bei der Klägerin einzig ein Grundbetrag einzusetzen (Urk. 1 S. 33).
Dem kann, wie dargelegt, nicht gefolgt werden (vgl. vorne III./E. C.2.2.1.ff.). Wei-
ter beantragt er, es seien gestützt auf die für das erste Halbjahr 2013 belegten
Auslagen bei der Klägerin Fr. 106.– pro Monat zu berücksichtigen (Urk. 1 S. 31
und 33). Wie bereits dargelegt, ist nicht allein auf die Belege des ersten Halbjah-
res 2013 abzustellen (vgl. vorne III./E. C.2.2.3.).
5.3. Entgegen den Behauptungen des Beklagten (vgl. Urk. 1 S. 34) hat die
Klägerin bereits während des Zusammenlebens öffentliche Verkehrsmittel be-
nutzt. Vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 ergeben sich belegte Ausgaben
von total Fr. 341.40 (23.8.2012 Fr. 72.– [Urk. 6/29/8/8], 28.9.2012 Fr. 36.–
[Urk. 6/29/8/10], 28.9.2012 Fr. 6.40, 23.10.2012 Fr. 79.– [Urk. 6/29/8/11],
29.12.2012 Fr. 56.– [Urk. 6/29/9/1], 12.1.2013 Fr. 49.80 [Urk. 6/29/9/2], 28.1.2013
Fr. 35.60 und 22.4.2013 Fr. 6.60 [Urk. 6/29/9/5]). Damit ist der von der Klägerin
geltend gemachte Betrag von Fr. 25.– pro Monat glaubhaft.
- 42 -
5.4.1. Ein Fahrzeug hat unbestrittenermassen zum Lebensstandard der Par-
teien gehört. Die Klägerin fuhr einen Dodge Durango, welcher dem Beklagten ge-
hörte und auf ihn eingelöst war. Sie hat dem Beklagten das Fahrzeug am 23. Mai
2018 zurückgegeben. Es erscheint glaubhaft, dass der Beklagte bis zur Retour-
nierung des Fahrzeuges dessen Versicherungsprämie und die Strassenverkehrs-
abgaben bezahlt hat. Weiter bezahlte der Beklagte die Reparaturen und die Kos-
ten für den Service (vgl. Urk. 6/1 S. 11f.; Prot. Vi S. 75). Im Bedarf der Klägerin
sind somit für die Zeit von April 2016 bis und mit Ende Mai 2018 nur die effektiv
angefallenen Kosten für Benzin, Parkgebühren etc. zu berücksichtigen. Diese
Kosten belaufen sich für das erste Halbjahr 2013 auf anerkannte Fr. 544.10 (Urk.
2 S. 34f.; Urk. 1 S. 33). Vergessen gingen die Auslagen vom 4. Januar 2013 von
Fr. 11.– (Urk. 6/29/9/1). Für das zweite Halbjahr 2012 sind total Fr. 274.55
(25.7.2012 Fr. 28.– [Urk. 6/29/8/8], 25.8.2012 Fr. 19.40, 27.8.2012 Fr. 5.–,
4.9.2012 Fr. 11.–, 19.9.2012 Fr. 36.15, 10.10.2012 Fr. 23.– [Urk. 6/29/8/10],
10.11.2012 Fr. 147.– und 26.11.2012 Fr. 5.– [Urk. 6/29/8/12]) glaubhaft und damit
zu berücksichtigen. Vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 ergeben sich total
Fr. 829.65 (Fr. 544.10 + Fr. 11.– + Fr. 274.55) bzw. Fr. 69.15 pro Monat. Zu be-
achten ist jedoch, dass das Fahrzeug der Klägerin vor der Trennung der Parteien
im Sommer 2013 regelmässig vom Hausangestellten aufgetankt wurde (vgl. Prot.
Vi S. 61 und 75). Zudem wurde für die Reisen nach Frankreich etc. wohl das
Fahrzeug des Beklagten benutzt. So finden sich in den Kreditkartenabrechnungen
der Klägerin vor dem Juli 2013 kaum Auslagen für Benzin. Dies änderte sich nach
der Trennung (vgl. Urk. 2 S. 34f.). Gestützt auf diese Zahlen erscheint es ange-
messen, bei der Klägerin rund Fr. 200.– pro Monat für Benzin einzusetzen. Die
restlichen Ausgaben sind mit Fr. 50.– pro Monat zu veranschlagen, womit ein Be-
trag von Fr. 250.– pro Monat als angemessen erscheint. Hingegen erscheinen
damit sämtliche im Zusammenhang mit dem Fahrzeug glaubhaft gemachten Aus-
lagen als gedeckt. Die Kosten von Fr. 180.– pro Monat für die Miete der Garage
wurden bereits bei der Bedarfsposition Wohnkosten berücksichtigt. Von den
Fr. 250.– sind Fr. 170.– bei der Klägerin und je Fr. 40.– bei den Söhnen einzuset-
zen.
- 43 -
5.4.2. Ende Mai 2018 gab die Klägerin den Dodge Durango dem Beklagten
zurück. Entsprechend hat sie ab dem 1. Juni 2018 Anspruch auf die für ein Fahr-
zeug anfallenden Kosten. Die Klägerin macht hierfür einen Betrag von Fr. 600.–
geltend (Urk. 14 S. 43). Es blieb unbestritten und ist belegt, dass der Beklagte ihr
zuvor diesen Betrag von den zugesprochenen Unterhaltsbeiträgen für die Benüt-
zung des Dodge Durango abgezogen hat (vgl. Urk. 1 S. 43; Urk. 16/1; Urk. 21
S. 20). Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass in den vorangehend berechne-
ten Ausgaben von Fr. 250.– die Versicherungsprämien und die Strassenver-
kehrsabgaben von (für den Dodge Durango) total Fr. 299.30 (Urk. 6/3/7+8) nicht
berücksichtigt wurden und auch allfällig anfallende Leasingraten einzuberechnen
sind, erscheint der geltend gemachte Betrag von Fr. 600.– pro Monat als ange-
messen. Hiervon sind Fr. 400.– bei der Klägerin und je Fr. 100.– bei C._ und
D._ einzusetzen.
5.5. Zusammenfassend ergeben sich damit bei der Klägerin vom 27. April
2016 bis und mit 31. Mai 2018 Mobilitätskosten von Fr. 195.– (Fr. 170.– plus
Fr. 25.– öffentlicher Verkehr) und bei C._ und D._ von je Fr. 40.–. Ab
dem 1. Juni 2018 erhöhen sich die Kosten bei der Klägerin auf Fr. 425.–
(Fr. 400.– plus Fr. 25.– öffentlicher Verkehr) und bei den Söhnen auf je Fr. 100.–.
6.1. Unter der Position Restaurant hielt die Vorinstanz dafür, dass durch-
schnittliche Ausgaben von Fr. 115.– pro Monat belegt seien. Weiter zog sie ge-
stützt auf die Aussagen der Parteien anlässlich ihrer Befragung den Schluss, dass
diese einmal pro Woche in einem guten Restaurant gegessen hätten und der Be-
klagte jeweils die Rechnung bezahlt habe. Die Klägerin habe die Rechnungen be-
zahlt, wenn sie mit den Kindern unterwegs gewesen sei. Gestützt hierauf sah die
Vorinstanz Auslagen der Klägerin von monatlich Fr. 400.– und der Kinder von je
Fr. 150.– als glaubhaft an (Urk. 2 S. 35f.).
6.2. Der Beklagte beruft sich vorab darauf, es sei bei der Klägerin mangels
genügender Mitwirkungspflicht einzig ein Grundbetrag einzusetzen (Urk. 1 S. 33).
Dem kann, wie dargelegt, nicht gefolgt werden. Weiter beantragt er, es seien ge-
stützt auf die für das erste Halbjahr 2013 belegten Auslagen bei der Klägerin
Fr. 65.– pro Monat und bei den Söhnen je Fr. 10.– zu berücksichtigen (Urk. 1
- 44 -
S. 31 und 33). Wie bereits dargelegt, ist nicht allein auf die Belege des ersten
Halbjahres 2013 abzustellen. Die Vorinstanz ging gestützt auf die Aussagen der
Parteien zu Recht davon aus, dass diese in der Regel einmal wöchentlich in ein
gutes Restaurant (die Klägerin spricht von Kosten von Fr. 100.– pro Person) aus-
wärts Essen gingen. Dabei bezahlte der Beklagte jeweils die Rechnung (vgl. Prot.
Vi S. 62 und 76; Urk. 2 S. 35f.). Diese Ausführungen wurden vom Beklagten in
der Berufung nicht gerügt. Weiter sind anerkanntermassen für das erste Halbjahr
2013 von der Klägerin selbst bezahlte Auslagen von Fr. 85.– pro Monat ausge-
wiesen (Urk. 1 S. 33). Darin inbegriffen sind insbesondere die Ausgaben für die
Confiserien ... und .... Die im zweiten Halbjahr 2012 aus den Kreditkartenabrech-
nungen sich ergebenden - in der Schweiz (vgl. nachfolgend III./E. C.7.2.) - getä-
tigten Ausgaben belaufen sich auf total Fr. 958.30 (24.8.2012 Fr. 40.– [Urk.
6/29/8/9], 25.8.2012 Fr. 24.80, 5.9.2012 Fr. 41.80, 6.9.2012 Fr. 45.40, 14.9.2012
Fr. 23.40 [Urk. 6/29/8/10], 2.10.2012 Fr. 137.60, 9.11.2012 Fr. 55.60 [Urk.
6/29/8/11], 22.11.2012 Fr. 419.30 [Urk. 6/29/8/12], 27.11.2012 Fr. 48.80,
8.12.2012 Fr. 72.60 und 18.12.2012 Fr. 49.–). Es resultieren für die Zeit vom
1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 Fr. 122.35 pro Monat (6 x Fr. 85.– + Fr. 958.30
: 12). Nach dem Gesagten sind im Bedarf der Klägerin die von ihr behaupteten
und von der Vorinstanz zugesprochenen Fr. 400.– einzusetzen (Urk. 2 S. 35f.;
Urk. 14 S. 41 und 46). Bei C._ und D._ erscheinen je Fr. 60.– als an-
gemessen.
7.1. Die Vorinstanz sah bei der Position Körper- und Gesundheitspflege für
das Jahr 2013 Kosten von Fr. 170.– pro Monat als belegt an. Die Hälfte würde auf
die Klägerin und je ein Viertel auf die Kinder entfallen. Entsprechend berücksich-
tigte sie im Bedarf der Klägerin Fr. 85.– und bei den Söhnen je Fr. 42.– (Ur. 2
S. 31 und S. 36f.). Der Beklagte beantragt, sofern nicht nur ein Grundbetrag ein-
gesetzt werde, die Reduktion der Beträge auf Fr. 68.– für die Klägerin und je
Fr. 10.– für die Söhne (Urk. 1 S. 31 und 33).
7.2. Mit Bezug auf die Einwände des Beklagten, dass nur ein Grundbetrag
einzusetzen und allein auf die Zahlen des ersten Halbjahres 2013 abzustellen wä-
re, ist auf die vorangehenden Ausführungen zu verweisen. Sodann ist an dieser
- 45 -
Stelle der folgende Einschub angezeigt: Die Parteien haben während des Zu-
sammenlebens unbestrittenermassen viel Zeit im Ausland verbracht. So insbe-
sondere in Lettland und die Klägerin, teils auch mit den Kindern allein, in ihrer
Heimat der Ukraine. Während diesen Aufenthalten machte die Klägerin regelmäs-
sig Einkäufe (vgl. beispielsweise Urk. 6/29/8/10 und Urk. 6/29/9/5) und besuchte
unter anderem auch Beauty Salons (vgl. beispielsweise Urk. 6/29/8/10, Eintrag
vom 8.5.2013). Diese im Ausland getätigten Ausgaben hat die Klägerin in ihrer
Bedarfsaufstellung nicht unter die Positionen Körper- und Gesundheitspflege oder
Betrag zur freien Verfügung etc. subsumiert, sondern sie machte sie unter der
Position Ferien und Auslandaufenthalte geltend (vgl. Urk. 6/1 S. 17ff., beispiels-
weise S. 20 die vorgenannte Ausgabe). Werden nun die im Ausland getätigten
Ausgaben für Kosmetika weder bei der Position Körperpflege noch bei den Feri-
enkosten berücksichtigt, führt dies zu keinem sachgerechten Ergebnis, da die
Auslagen zum Lebensstandard der Parteien gehörten. Vorliegend wird so verfah-
ren, dass die Auslagen, welche die Klägerin unter der Position Ferien und Aus-
landaufenthalte geltend gemacht hat, auch dort berücksichtigt werden. Dies be-
zieht sich auch auf im Ausland bezogenes Bargeld. Das Gesagte gilt es bei den
nachfolgenden Ausführungen im Auge zu behalten.
7.3. Für das erste Halbjahr 2013 sind gemäss dem erstinstanzlichen Ent-
scheid Auslagen von Fr. 480.– anerkannt (Urk. 2 S. 37). Vergessen gingen die
geltend gemachten (Urk. 6/1 S. 14) und belegten Fr. 41.40 vom 22.1.2013 (Urk.
6/29/9/1). Die im zweiten Halbjahr 2012 aus den Kreditkartenabrechnungen sich
ergebenden - in der Schweiz - getätigten Ausgaben belaufen sich auf total
Fr. 585.85 (9.7.2012 Fr. 45.– [Urk. 6/29/8/7], 23.7.2012 Fr. 8.35 [Urk. 6/29/8/8],
28.7.2012 Fr. 16.80, 11.10.2012 Fr. 86.55 [Urk. 6/29/8/10], 23.10.2012 Fr. 67.80
[Urk. 6/29/8/11], 20.11.2012 Fr. 147.90 [Urk. 6/29/8/12], 22.11.2012 Fr. 29.60,
23.11.2012 Fr. 23.05, 21.12.2012 Fr. 49.90 [Urk. 6/29/9/1] und 21.12.2012
Fr. 110.90). Es resultieren für die Zeit vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013
Fr. 92.30 pro Monat (Fr. 480.– + Fr. 41.40 + Fr. 585.85 : 12). Es erscheint somit
glaubhaft, dass die Klägerin rund Fr. 60.– pro Monat für sich persönlich und je
Fr. 16.– für die Knaben für Gesundheits- und Körperpflege ausgegeben hat.
- 46 -
8.1. Die Klägerin hat Fr. 45.– unter der Position Horoskope und Spiritualität
geltend gemacht (Urk. 6/1 S. 16; Urk. 6/115 S. 4). Sie subsumiert darunter Ausla-
gen für ... und ... AG (Urk. 6/1 S. 16f.). Die Vorinstanz sah Fr. 37.– pro Monat als
glaubhaft an (Urk. 2 S. 37). Gemäss dem Beklagten ist bei dieser Position Fr. 0.–,
allenfalls Fr. 15.– einzusetzen (Urk. 1 S. 33f.).
8.2. Mit Bezug auf die Einwände des Beklagten, dass nur ein Grundbetrag
einzusetzen und allein auf die Zahlen des ersten Halbjahres 2013 abzustellen wä-
re, ist auf die vorangehenden Ausführungen zu verweisen. Für das erste Halbjahr
2013 sind Fr. 92.– ausgewiesen und anerkannt (vgl. Urk. 2 S. 37). Für das zweite
Halbjahr 2012 sind einzig Fr. 28.– am 11.11.2012 belegt (vgl. Urk. 6/29/8/11). Es
ergeben sich damit vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 glaubhafte Ausgaben
von Fr. 10.– (Fr. 92.– + Fr. 28.– : 12) pro Monat.
9.1. Die Klägerin machte vor Vorinstanz geltend, die Parteien seien während
der Ehe regelmässig gemeinsam als Familie oder je für sich allein ins Ausland ge-
reist. Man sei regelmässig in Frankreich, Griechenland, Lettland und in der Ukrai-
ne gewesen. Die Winterferien habe man in der Schweiz verbracht (Urk. 6/1
S. 17). Die Kosten für die Unterkünfte und die Flüge seien meistens durch den
Beklagten beglichen worden. Hierfür listete die Klägerin für das Jahr 2013 Kosten
von Fr. 21'033.90 auf (Urk. 6/1 S. 18). Die von ihr persönlich während der Ferien-
und Auslandaufenthalte bezahlten Ausgaben für Essen, Benzin, Restaurantbesu-
che, Einkäufe in Kleiderboutiquen, Bargeldbezüge etc. bezifferte die Klägerin mit
Fr. 16'865.10 (Urk. 6/1 S. 18ff.). Gestützt auf diese Zahlen machte sie für Ferien
und Auslandaufenthalte einen monatlichen Betrag von Fr. 3'500.– geltend (Urk.
6/1 S. 24), Fr. 1'500.– für sich persönlich und je Fr. 1'000.– für C._ und
D._ (Urk. 6/115 S. 4).
9.2. Die Vorinstanz folgte dem Antrag der Klägerin. Sie sah es als glaubhaft
an, dass sich die monatlichen Ausgaben der Klägerin im Zusammenhang mit Aus-
landaufenthalten im Jahre 2013 auf Fr. 1'205.– beliefen (Urk. 2 S. 38ff.). Weiter
hielt sie dafür, es sei glaubhaft, dass der Beklagte neben den vielen Geschäftsrei-
sen auch einen Teil der Ferien bezahlt habe. Bei den von der Klägerin bezahlten
Flügen und Hotelzimmern sei jeweils der Anteil des Beklagten in Abzug zu brin-
- 47 -
gen. Der Beklagte bestreite nicht, dass er sehr häufig zusammen mit der Klägerin
und den Kindern auf Geschäftsreisen gegangen oder "sonstige Ferien" mit ihnen
gemacht habe. Unbestritten sei auch, dass sich die Familie neben dem Aufenthalt
in den Häusern in Frankreich und auf Kreta Fünfsternehotels geleistet habe. Da
die Klägerin nach der Trennung weder das Haus in Frankreich noch dasjenige auf
Kreta benutzen könne, dies aber unbestritten zu ihrem Lebensstandard gehört
habe, habe sie grundsätzlich Anspruch auf eine ähnliche Unterkunft. Die von der
Klägerin geltend gemachten Ferienkosten seien bei diesem glaubhaft gemachten
Lebensstil nachvollziehbar (Urk. 2 S. 41f.). Der Beklagte beantragt mit der Beru-
fung die Senkung des berücksichtigen Betrages von total Fr. 3'500.– auf Fr. 635.–
pro Monat (Urk. 1 S. 35f.), Fr. 273.– für die Klägerin und je Fr. 181.– für die bei-
den Söhne (Urk. 1 S. 31).
9.3. Wie dargelegt (vgl. vorne III./E. C.7.2.) ist unter der Position Ferien und
Auslandaufenthalte vorab der Betrag zu bestimmen, welchen die Klägerin im Aus-
land für Shoppingtouren etc. ausgegeben hat. Darunter sind auch die Kosten für
die Lebensmittel zu subsumieren, sofern sie nicht in AB._ [Ortschaft in der
Schweiz] getätigt wurden (vgl. nachfolgend III./E. C.11.). Nicht berücksichtigt wer-
den die von der Klägerin bezahlten Flugtickets (vgl. nachfolgend III./E. C.9.4.). Für
das erste Halbjahr 2013 sind Zahlungen gemäss dem vorinstanzlichen Urteil von
total Fr. 3'809.05 belegt (Urk. 2 S. 38f.). Nach Abzug von Fr. 376.75, welche am
5. Mai 2013 für Flugtickets ausgegeben wurden, verbleiben Fr. 3'432.30. Verges-
sen gingen behauptete und belegte Ausgaben von Anfang Januar von total
Fr. 493.60 (8.1.2012 Fr. 25.15 [Urk. 6/29/9/1], 11.1.2013 Fr. 1.15, 11.1.2013 Fr.
14.35, 11.1.2013 Fr. 61.79 und 18.1.2013 Fr. 391.25; vgl. Urk. 6/1 S. 19; Urk.
6/29/9/1). Sodann wurden im zweiten Halbjahr 2012 Ausgaben von total Fr.
8'860.35 getätigt (9.7.2012 Fr. 69.95 [Urk. 6/29/8/7], 9.7.2012 Fr. 33.45,
17.7.2012 Fr. 45.35, 18.7.2012 Fr. 170.35, 19.7.2012 Fr. 339.– [Urk. 6/29/8/8],
20.7.2017 Fr. 2.60, 20.7.2012 Fr. 2.60, 2.8.2012 Fr. 5.15, 3.8.2012 Fr. 367.85,
3.8.2012 Fr. 83.10, 5.8.2012 Fr. 368.–, 5.8.2012 Fr. 245.60, 6.8.2012 Fr. 22.40,
7.8.2012 Fr. 367.85, 8.8.2012 Fr. 172.85, 8.8.2012 Fr. 18.75, 8.8.2012 Fr. 17.55,
8.8.2012 Fr. 13.05, 9.8.2012 Fr. 216.65, 9.8.2012 Fr. 145.70, 3.8.2012 Fr. 46.–,
3.8.2012 Fr. 47.20, 7.8.2012 Fr. 10.20, 8.8.2018 Fr. 51.30, 8.8.2012 Fr. 23.70,
- 48 -
8.8.2012 Fr. 72.80, 9.8.2012 Fr. 42.30, 9.8.2012 Fr. 445.40, 9.8.2012 Fr. 18.–,
9.8.2012 Fr. 9.–, 11.8.2012 Fr. 36.05, 11.8.2012 Fr. 11.25, 11.8.2012 Fr. 55.35,
11.8.2012 Fr. 14.80, 14.8.2012 Fr. 20.85, 14.8.2012 Fr. 29.90, 14.8.2012
Fr. 24.45, 15.8.2012 Fr. 6.90, 16.8.2012 Fr. 24.75, 16.8.2012 Fr. 6.80, 16.8.2012
Fr. 93.80, 10.8.2012 Fr. 54.35 [Urk. 6/29/8/9], 10.8.2012 Fr. 15.65, 11.8.2012
Fr. 178.05, 11.8.2012 Fr. 24.70, 14.8.2012 Fr. 101.40, 14.8.2012 Fr. 145.65,
15.8.2012 Fr. 329.90, 16.8.2012 Fr. 367.80, 16.8.2012 Fr. 91.70, 17.8.2012
Fr. 89.70, 18.8.2012 Fr. 13.–, 18.8.2012 Fr. 43.–, 18.8.2012 Fr. 39.25, 3.10.2012
Fr. 1.25 [Urk. 6/29/8/10], 5.10.2012 Fr. 126.05, 5.10.2012 Fr. 1.15, 7.10.2012
Fr. 300.70, 10.10.2012 Fr. 32.10, 10.10.2012 Fr. 24.40, 16.10.2012 Fr. 70.55,
16.10.2012 Fr. 5.70, 17.10.2012 Fr. 117.75, 17.10.2012 Fr. 101.05, 17.10.2012
Fr. 29.–, 17.10.2012 Fr. 66.–, 17.10.2012 Fr. 25.50, 18.10.2012 Fr. 117.30,
18.10.2012 Fr. 352.40, 18.10.2012 Fr. 204.20, 18.10.2012 Fr. 381.55, 18.10.2012
Fr. 105.30, 18.10.2012 Fr. 37.90, 18.10.2012 Fr. 120.20, 18.10.2012 Fr. 46.55,
18.10.2012 Fr. 53.50, 19.10.2012 Fr. 117.30, 19.10.2012 Fr. 48.45, 19.10.2012
Fr. 12.05, 20.10.2012 Fr. 33.95, 26.10.2012 Fr. 33.90 [Urk. 6/29/8/11], 29.10.2012
Fr. 327.–, 1.1.2012 Fr. 30.50, 2.11.2012 Fr. 160.65, 3.11.2012 Fr. 313.55,
5.11.2012 Fr. 42.20, 5.11.2012 Fr. 14.05, 5.11.2012 Fr. 1.15, 9.11.2012 Fr. 24.95,
9.12.2012 Fr. 25.05 [Urk. 6/29/8/12], 10.12.2012 Fr. 14.30, 10.12.2012 Fr. 47.30
und 10.12.2012 Fr. 1.15). Es resultieren vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013
von der Klägerin im Ausland getätigte Zahlungen von insgesamt Fr. 12'786.25
(Fr. 3'432.30 + Fr. 493.60 + Fr. 8'860.35) bzw. Fr. 1'065.50 pro Monat. Unter Be-
rücksichtigung der Tatsache, dass bei den Zahlungen für Lebensmittel wohl auch
ein auf den Beklagten fallender Anteil enthalten ist, rechtfertigt es sich, von glaub-
haften Ausgaben von Fr. 1'000.– pro Monat auszugehen.
9.4. Unbestritten und belegt ist (vgl. Urk. 1 S. 34 und Urk. 6/29/8/1ff.), dass
die Parteien jeweils die Winterferien in AB._ verbracht haben. Sodann reis-
ten sie mehrmals pro Jahr auf das landwirtschaftliche Gut des Beklagten in Frank-
reich. Die Klägerin verbrachte regelmässig Zeit in der Ukraine. Weiter weilten die
Parteien im ersten Halbjahr 2013 mehrfach - teils mit den Kindern - auf Kreta (vgl.
Urk. 6/1 S. 17; Urk. 6/3/23-25 und 28). Eine rege Reisetätigkeit gehörte zum Le-
bensstandard der Parteien. Die Klägerin und die Kinder haben Anspruch auf de-
- 49 -
ren Fortführung. Für das zweite Halbjahr 2012 sind von der Klägerin bezahlte
Flüge von insgesamt Fr. 7'494.65 belegt (27.7.2012 Fr. 1'435.10, Fr. 1'800.55 und
Fr. 1'690.55 [Urk. 6/29/8/8], 26.9.2012 Fr. 493.45 [Urk. 6/29/8/10], 29.10.2012
Fr. 337.85 [Urk. 6/29/8/11], 12.11.2012 Fr. 975.80 [Urk. 6/29/8/12], 13.11.2012
Fr. 270.45 und 20.11.2012 Fr. 490.90). Im ersten Halbjahr 2013 beliefen sich die
Ausgaben für die Flugtickets der Familie in etwa auf denselben Betrag. Die Zah-
lungen erfolgten jedoch über die Kreditkarte des Beklagten (vgl. Urk. 6/1 S. 18;
Urk. 6/3/23-28). Zu berücksichtigen ist, dass in beiden Jahreshälften zumindest
einmal die Angestellten der Parteien (samt Kindern) mitflogen. Es erscheint daher
angezeigt, den ausgewiesenen Halbjahresbetrag um Fr. 1'800.– zu senken (vgl.
Urk. 6/3/26). Sodann sind die Tickets für den Beklagten - soweit dieser mitflog - in
den genannten Beträgen ebenfalls enthalten. Der Beklagte flog zumindest jeweils
nach Kreta mit. Es rechtfertigt sich daher ein weiterer Abzug von Fr. 800.– (vgl.
Urk. 6/3/25) pro Halbjahr. Damit erscheinen vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni
2013 Flugkosten für die Klägerin und die Kinder von total Fr. 815.75 als glaubhaft
(2 x [Fr. 7'494.65 - Fr. 1'800.– - Fr. 800.–] : 12). Nach AB._ und Frankreich
fuhren die Parteien im Auto. Diese Kosten werden mit den Mobilitätskosten abge-
golten. Weiter hat die Klägerin Anspruch darauf, ihre Ferien in einer dem gelebten
Lebensstandard entsprechenden Unterkunft verbringen zu können. Für das Haus
auf Kreta bezahlten die Parteien jeweils rund EUR 1'800.– bzw. Fr. 2'175.– pro
Woche (Urk. 6/3/32 und 36; Umrechnungskurs 1.20). Unter Berücksichtigung der
Tatsache, dass nunmehr nur noch die Klägerin und die Kinder verreisen, erschei-
nen Fr. 1'500.– pro Woche als angemessen. Für die Unterkünfte in AB._ und
Frankreich sind die vom Beklagten behaupteten (Urk. 1 S. 34) und unbestritten
gebliebenen (Urk. 14 S. 48) Fr. 1'000.– pro Woche einzusetzen. Es ist davon
auszugehen, dass die Parteien auch bei einem weiteren Zusammenleben nach
dem Eintritt der Kinder in die Schule nur noch höchstens während 12 Wochen im
Jahr gemeinsam hätten unterwegs sein können. Zudem hätte die Klägerin einen
Teil der Ferien mit den Kindern in der Ukraine verbracht. Dort fallen ihr keine Kos-
ten für eine Unterkunft an. Zumindest werden keine solchen Ausgaben behauptet.
Berücksichtigt man weiter, dass dem Beklagten das Recht zuerkannt wurde, die
Kinder vier Wochen pro Jahr zu sich in die Ferien zu nehmen (vgl. Urk. 6/92 S. 7,
- 50 -
Dispositivziffer 3), rechtfertigt es sich, Kosten für Unterkünfte von Fr. 6'000.– pro
Jahr (1 Wochen AB._, 2 Wochen Frankreich, 2 Wochen Kreta) bzw. Fr.
500.– pro Monat zu berücksichtigen. Unbestritten ist sodann, dass die Parteien
anfangs Dezember 2012 für eine Woche in Dubai weilten (Prot. Vi S 77). Aus den
eingereichten Kreditkartenabrechnungen erscheint glaubhaft, dass die Kinder bei
dieser Reise mit dabei waren (vgl. Urk. 6/29/8/12; 30.11.2012 und 5.12.2012; Be-
zahlung von jeweils vier Flugtickets durch den Beklagten). Die Reise hat ausge-
wiesene Kosten von Fr. 12'834.05 verursacht (Urk. 6/29/8/12). Der Beklagte be-
ruft sich zwar darauf, es habe sich dabei um eine Geschäftsreise gehandelt. Es
hätten alle Geschäftspartner an dieser Reise teilgenommen (Prot. Vi S. 77). Einen
Beleg dafür, dass insbesondere auch die Kosten für die Klägerin und die beiden
Söhne vom "Geschäft" bezahlt wurden, fehlt hingegen. Somit war die Reise zu-
mindest für die Klägerin und die Kinder ein Ferienaufenthalt. Hingegen kann die
Klägerin nicht aufzeigen, dass die Parteien auch in den Jahren vor 2012 Fernrei-
sen unternommen hätten. Die Reise nach Dubai scheint daher eine Ausnahme
gewesen zu sein. Sie bleibt im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen unbe-
rücksichtigt. Dennoch darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Klägerin
das Anrecht hat, während der Zeit, in welcher die Kinder mit dem Vater in den Fe-
rien weilen, ebenfalls in den Urlaub zu fahren. Da die Flugkosten nicht reduziert
wurden, ist hierfür nur ein zusätzlicher Betrag für die Unterkunft der Klägerin ein-
zusetzen. Es erscheint angemessen, zusätzlich Fr. 700.– für drei Wochen, damit
Fr. 2'100.– pro Jahr bzw. Fr. 175.– pro Monat zu berücksichtigen.
9.5. Zusammenfassend ergeben sich glaubhafte Ausgaben von gerundet
Fr. 2'500.– (Fr. 1'000.– + Fr. 815.75 + Fr. 500.– + Fr. 175.–). Hiervon sind
Fr. 1'500.– bei der Klägerin einzusetzen, da davon auszugehen ist, dass der
Grossteil der Fr. 1'000.– an Auslagen für Shopping etc. auf sie entfällt. Bei
C._ und D._ sind je Fr. 500.– einzusetzen.
10.1. Die Klägerin hat für Freizeit und Vergnügungen Fr. 90.– pro Monat gel-
tend gemacht (Urk. 1 S. 6). Sie subsumierte darunter die Auslagen für Kinobesu-
che mit den Kindern, Nähutensilien sowie das Schwimmbad ... (Urk. 6/1 S. 24f.).
Die Kosten berücksichtigte sie voll und ganz in ihrem Bedarf (Urk. 6/115 S. 4). Die
- 51 -
Vorinstanz sah Fr. 90.– pro Monat als glaubhaft an (Urk. 2 S. 42). Der Beklagte
beantragt die Kürzung des Betrages auf Fr. 10.– (Urk. 1 S. 35).
10.2. Für das erste Halbjahr 2013 ergeben sich anerkannte Auslagen von
Fr. 61.10 (vgl. Urk. 2 S. 42; Urk. 1 S. 35). Im zweiten Halbjahr 2012 sind am
29. August 2012 Ausgaben von Fr. 470.– für das Schwimmbad ... belegt (Urk.
6/29/8/9). Hiervon sind Fr. 280.– für die Jahreskarte der Klägerin zu berücksichti-
gen (vgl. 6/3/18/3). Die restlichen Fr. 190.– bleiben unberücksichtigt. Es ist davon
auszugehen, dass es sich um Zahlungen im Zusammenhang mit den Jahreskar-
ten und den Schwimmkursen der Kinder handelte (vgl. Urk. 6/3/18/2+3). Diese
Positionen werden nachfolgend separat behandelt. Weiter sind Zahlungen von to-
tal Fr. 358.85 belegt (4.9.2012 Fr. 59.– [Urk. 6/29/8/9], 30.10.2012 Fr. 57.85 [Urk.
6/29/8/11], 14.11.2012 Fr. 14.– und 13.12.2012 Fr. 228.– [Urk. 6/29/8/12]). Es re-
sultieren belegte Zahlungen vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 von
Fr. 699.95 (Fr. 61.10 + Fr. 280.– + Fr. 358.85) bzw. (gerundet) Fr. 60.– pro Monat.
Hiervon sind Fr. 40.– bei der Klägerin und je Fr. 10.– bei C._ und D._
einzusetzen.
11.1. Für Lebensmittel/Haushaltsbedarf hat die Klägerin vor Vorinstanz Aus-
gaben von Fr. 19'125.45 behauptet (Urk. 6/1 S. 25ff.). Darin enthalten sind die
Einkäufe bei Kiosk, Nespresso, Migros, Coop, Coop Bau und Hobby, Denner, Aldi
etc. Sie machte einen Betrag von Fr. 1'600.– pro Monat geltend (Urk. 6/1 S. 32),
wovon sie bei sich und den Knaben je einen Drittel, damit (aufgerundet) Fr. 540.–,
berücksichtigte (Urk. 6/115 S. 4). Die Vorinstanz sah gestützt auf die eingereich-
ten Belege Fr. 1'485.– pro Monat als glaubhaft an. Dabei berücksichtigte sie auch
die Zahlungen für die Lebensmitteleinkäufe während der Ferien in AB._, wel-
che die Klägerin unter der Position Ferien und Auslandaufenthalte geltend ge-
macht hatte (vgl. Urk. 2 S. 43; Urk. 6/1 S. 19). Weiter hielt die Vorinstanz dafür,
ein darüber hinausgehender Anteil, der - wie von der Klägerin behauptet - von
den Hausangestellten eingekauft worden sei, habe die Klägerin aus dem ange-
rechneten Grundbetrag zu decken. Von den ausgewiesenen Fr. 1'485.– berück-
sichtigte die Vorinstanz Fr. 743.– und damit rund die Hälfte im Bedarf der Kläge-
rin. Bei den Söhnen setzte sie je Fr. 371.– ein (Urk. 2 S. 31 und S. 42ff.). Der Be-
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klagte akzeptiert die bis Mitte 2013 angeführten Beträge von durchschnittlich Fr.
992.– pro Monat (Urk. 1 S. 35). Hiervon berücksichtigt er Fr. 496.– bei der Kläge-
rin und je Fr. 248.– bei C._ und D._ (Urk. 1 S. 31). Weiter sei zu beach-
ten, dass er glaubhaft ausgesagt habe, dass die Haushaltsangestellten nie den
Einkauf besorgt hätten (Urk. 1 S. 35).
11.2. Für das erste Halbjahr 2013 ergeben sich anerkannte Auslagen von
Fr. 5'952.– (6 x Fr. 992.–). Vergessen gingen die geltend gemachten (Urk. 6/1
S. 26) und belegten Zahlungen von insgesamt Fr. 399.80 von anfangs Januar
2013 (3.1.2013 Fr. 140.25, 4.1.2013 Fr. 35.65, 5.1.2013 Fr. 11.80, 5.1.2013
Fr. 105.–, 7.1.2013 Fr. 16.90, 7.1.2013 Fr. 44.35, 7.1.2013 Fr. 24.90 und 8.1.2013
Fr. 20.95 [Urk. 6/29/9/1]). Die im zweiten Halbjahr 2012 aus den Kreditkartenab-
rechnungen und den Kontoauszügen der Raiffeisenbank sich ergebenden - in der
Schweiz - getätigten Ausgaben belaufen sich auf total Fr. 8'853.80 (7.7.2012
Fr. 40.55 und 27.7.2012 Fr. 44.90 [Urk. 3/22], 2.7.2012 Fr. 36.65 [Urk. 6/29/8/7],
3.7.2012 Fr. 75.10, 3.7.2012 Fr. 47.10, 4.7.2012 Fr. 121.10, 5.7.2012 Fr. 111.90,
5.7.2012 Fr. 30.90, 6.7.2012 Fr. 52.40, 6.7.2012 Fr. 30.40, 10.7.2012 Fr. 12.90,
10.7.2012 Fr. 55.80, 10.7.2012 Fr. 33.75, 24.7.2012 Fr. 2.95 [Urk. 6/29/8/8],
24.7.2012 Fr. 111.25, 25.7.2012 Fr. 39.95, 28.7.201 Fr. 172.90, 30.7.2012
Fr. 58.70, 31.7.2012 Fr. 129.60, 2.8.2012 Fr. 12.40, 18.8.2012 Fr. 45.75 [Urk.
6/29/8/9], 21.8.2012 Fr. 42.40, 22.8.2012 Fr. 85.90, 24.8.2012 Fr. 103.90,
28.8.2012 Fr. 100.45, 28.8.2012 Fr. 44.80, 29.8.2012 Fr. 128.20, 29.8.2012
Fr. 16.70, 31.8.2012 Fr. 84.40, 3.9.2012 Fr. 149.75, 6.9.2012 Fr. 281.70, 8.9.2012
Fr. 86.90, 11.9.2012 Fr. 9.95, 11.9.2012 Fr. 78.75, 12.9.2012 Fr. 91.60, 15.9.2012
Fr. 111.40, 13.9.2012 Fr. 9.30 [Urk. 6/29/8/10], 15.9.2012 Fr. 22.65, 17.9.2012
Fr. 274.–, 17.9.2012 Fr. 78.75, 18.9.2012 Fr. 63.70, 24.9.2012 Fr. 68.65,
25.9.2012 Fr. 78.15, 25.9.2012 Fr. 65.80, 27.9.2012 Fr. 137.95, 28.9.2012
Fr. 24.30, 1.10.2012 Fr. 231.45, 1.10.2012 Fr. 87.35, 8.10.2012 Fr. 134.75,
9.10.2012 Fr. 39.80, 9.10.2012 Fr. 104.55, 9.10.2012 Fr. 67.40, 11.10.2012
Fr. 304.70, 24.10.2012 Fr. 24.60, 10.10.29012 292.05 [Urk. 6/29/8/11],
13.10.2012 Fr. 132.55, 13.10.2012 Fr. 12.90, 22.10.2012 Fr. 103.80, 22.10.2012
Fr. 217.60, 23.10.2012 Fr. 55.80, 24.10.2012 Fr. 18.65, 26.10.2012 Fr. 26.75,
26.10.2012 Fr. 110.05, 29.10.2012 Fr. 117.15, 29.10.2012 Fr. 15.85, 31.10.2012
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Fr. 19.45, 1.11.2012 Fr. 21.85, 5.11.2012 Fr. 502.60, 9.11.2012 Fr. 127.85,
12.11.2012 Fr. 81.20, 12.11.2012 Fr. 37.75, 14.11.2012 Fr. 9.90 [Urk. 6/29/8/12],
14.11.2012 Fr. 82.65, 14.11.2012 Fr. 254.40, 16.11.2012 Fr. 76.95, 16.11.2012
Fr. 39.60, 19.11.2012 Fr. 17.55, 19.11.2012 Fr. 139.75, 22.11.2012 Fr. 94.70,
23.11.2012 Fr. 94.40, 26.11.2012 Fr. 19.80, 26.11.2012 Fr. 199.80, 26.11.2012
Fr. 25.80, 26.11.2012 Fr. 27.50, 27.11.2012 Fr. 116.70, 29.11.2012 Fr. 56.70,
10.12.2012 Fr. 364.05, 10.12.2012 Fr. 72.90, 12.12.2012 Fr. 125.50, 13.12.2012
Fr. 131.85 [Urk. 6/29/9/1], 14.12.2012 Fr. 74.95, 15.12.2012 Fr. 91.05, 19.12.2012
Fr. 37.60, 19.12.2012 Fr. 68.30, 19.12.2012 Fr. 15.80, 20.12.2012 Fr. 87.20,
27.12.2012 Fr. 73.95 und 27.12.2012 Fr. 59.–). Damit resultieren glaubhafte Zah-
lungen vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 von Fr. 1'267.15 pro Monat
([Fr. 5'952.– + Fr. 399.80 + Fr. 8'853.80] : 12). Offen bleiben kann, ob zusätzlich
Einkäufe durch den Chauffeur getätigt wurden. Zwar verpflegte sich der Beklagte
über Mittag überwiegend und oftmals auch am Abend auswärts (vgl. Urk.
6/29/8/7ff.), dennoch ist im ausgewiesenen Betrag ein Anteil an Lebensmittelkos-
ten des Beklagten enthalten. Durch die gemässigte Reduktion der Fr. 1'267.15
auf Fr. 1'000.– werden allenfalls durch den Chauffeur getätigte Einkäufe sowie
einzelne Beträge, welche die Klägerin unter keiner Bedarfsposition explizit anführ-
te (vgl. Chemische Reinigung vom 22.8.2012 Fr. 18.50 [Urk. 6/29/8/8]), abgegol-
ten. Von den Fr. 1'000.– ist die Hälfte, mithin Fr. 500.–, im Bedarf der Klägerin
einzusetzen. Bei den Söhnen sind je Fr. 250.– zu berücksichtigen.
12.1. Die Klägerin hat einen Betrag von Fr. 700.– "zur freien Verfügung" gel-
tend gemacht (Urk. 6/1 S. 6; Urk. 6/115 S. 4). Darin enthalten sind primär die Aus-
lagen für Kleider und Schuhe sowie für Spielsachen, Schmuck, Fotos und Sport-
artikel (Urk. 6/1 S. 32ff.). Die Vorinstanz sah basierend auf den belegten Zahlun-
gen für das Jahr 2013 die Fr. 700.– als glaubhaft an. Sie berücksichtigte im Be-
darf der Klägerin unter der Position Betrag zur freien Verfügung/Kleidung hiervon
die Hälfte, damit Fr. 350.–. Für C._ und D._ setzte sie je Fr. 175.– ein
(Urk. 2 S. 46ff.). Der Beklagte beruft sich auch diesbezüglich darauf, dass die
Zahlen ab dem 1. Juli 2013 nicht mehr zu berücksichtigen seien. Aus den Zahlen
des ersten Halbjahres ergebe sich ein Betrag von Fr. 386.– (Urk. 1 S. 35), womit
- 54 -
Fr. 192.– für die Klägerin und je Fr. 97.– für die Söhne resultieren würden (Urk. 1
S. 31).
12.2. Für das erste Halbjahr 2013 sind Zahlungen von Fr. 2'319.75 aner-
kannt (vgl. Urk. 2 S. 46f.). Vergessen gingen die Zahlungen vom 8. Januar 2013
über insgesamt Fr. 97.50 (Fr. 49.90, Fr. 18.– und Fr. 29.60 [Urk. 6/29/9/1]). Für
das zweite Halbjahr 2012 sind Ausgaben von total Fr. 3'022.70 belegt (25.7.2012
Fr. 87.– [Urk. 6/29/8/8], 31.7.2012 Fr. 39.–, 31.7.2012 Fr. 134.90, 21.8.2012
Fr. 50.–, 21.8.2012 Fr. 398.95, 27.8.2012 Fr. 50.50, 27.8.2012 Fr. 22.–, 11.9.2012
Fr. 33.60, 11.9.2012 Fr. 43.–, 11.9.2012 Fr. 61.–, 11.09.2012 Fr. 19.–, 11.9.2012
Fr. 242.15, 17.9.2012 Fr. 39.– [Urk. 6/29/8/10], 9.10.2012 Fr. 39.80, 13.10.2012
Fr. 79.90 [Urk. 6/29/8/11], 14.11.2012 Fr. 200.90 [Urk. 6/29/8/12], 14.11.2012
Fr. 72.– [Urk. 6/29/8/11], 16.11.2012 Fr. 59.80, 26.11.2012 Fr. 172.–, 26.11.2012
Fr. 19.80, 12.12.2012 Fr. 128.–, 12.12.2012 Fr. 69.–, 12.12.2012 Fr. 68.–,
12.12.2012 Fr. 83.30, 14.12.2012 Fr. 75.–, 18.12.2012 Fr. 118.– [Urk. 6/29/9/1],
19.12.2012 Fr. 32.–, 20.12.2012 Fr. 89.70, 21.12.2012 Fr. 199.80, 21.12.2012
Fr. 29.90, 21.12.2012 Fr. 29.90, 21.12.2012 Fr. 69.80, 21.12.2012 Fr. 57.– und
22.12.2012 Fr. 109.– [Urk. 6/3/22]). Damit resultieren glaubhafte Ausgaben für die
Zeit vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 von Fr. 5'439.95 (Fr. 2'319.75 +
Fr. 97.50 + Fr. 3'022.70) bzw. von Fr. 453.35 pro Monat. Es erscheint angemes-
sen hiervon (gerundet) Fr. 220.– im Bedarf der Klägerin und je Fr. 117.– bei
C._ und D._ einzusetzen.
13.1. Die Klägerin hat vor Vorinstanz Fr. 3'510.– pro Monat für Angestell-
te/Haushaltshilfe geltend gemacht (Urk. 6/1 S. 6 und 36; Urk. 6/115 S. 4). Die Vor-
instanz sah es im Wesentlichen als unbestritten an, dass eine Haushalthilfe zum
zuletzt gelebten ehelichen Standard gehörte. Die Parteien hätten Anspruch auf
die Fortführung des gleichen Lebensstandards, sofern dieser unter Berücksichti-
gung der trennungsbedingten Mehrkosten noch finanzierbar sei. Sie kam zum
Schluss, dass aufgrund der dargelegten Einkommensverhältnisse des Beklagten
auch für die Klägerin noch eine Haushaltshilfe finanzierbar sei und berücksichtigte
in deren Bedarf Fr. 3'500.– (Urk. 2 S. 31 und 49). Der Beklagte beantragt die
Streichung der Position (Urk. 1 S. 36f.).
- 55 -
13.2. Dem Beklagten werden anerkanntermassen ein persönlicher Assistent
(auch Chauffeur) und eine Haushaltshilfe bezahlt (vgl. vorne III./E. B.8.). Die bei-
den Angestellten haben zum von den Parteien zuletzt gelebten Lebensstandard
gehört. So konnten die Klägerin und die Kinder gemäss Aussage des Beklagten
die Angestellten "mitbeanspruchen" (Prot. Vi S. 81). Insbesondere wurden der
Klägerin von der Hausangestellten die Putzarbeiten und die Reinigung der Wä-
sche abgenommen (Prot. Vi S. 81). Ob die Angestellten dem Beklagten nun, wie
behauptet, "unentgeltlich" von seinem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden
oder nicht, und ob der Beklagte sich die Dienste geleistet hätte, wenn ihm die An-
gestellten nicht vom Arbeitgeber bezahlt worden wären (Urk. 1 S. 37), spielt dabei
keine Rolle. Die Klägerin hat auch nach der Trennung der Parteien Anspruch da-
rauf, dass sie die Putzarbeiten sowie das Reinigen der Wäsche nicht selber erle-
digen muss. Daran ändert nichts, dass die Klägerin bis anhin nicht gearbeitet hat
(vgl. Urk. 1 S. 36). Dies hat sie während des Zusammenlebens auch nicht getan
und dennoch stand ihr eine Haushaltshilfe zur Seite.
13.3. Gestützt auf die Tatsache, dass die Klägerin nunmehr in einer
5-Zimmerwohnung lebt und nur noch die Wäsche für sich und die Kinder zu be-
wältigen hat, erscheint es angemessen, ihr eine Haushaltshilfe à fünf Tagen die
Woche für je 3 Stunden, mithin fünfzehn Stunden pro Woche, zuzugestehen.
Ausgehend von einem Stundenlohn von Fr. 30.– ergeben sich damit Kosten von
Fr. 450.– pro Woche bzw. Fr. 1'800.– pro Monat. Umgerechnet auf 11 Monate, da
die Hilfe Ferien beanspruchen kann und auch die Klägerin bei Ferienabwesenhei-
ten nicht oder zumindest nicht im gleichen Umfang auf die Mithilfe im Haushalt
angewiesen ist, ergibt sich ein zu berücksichtigender Betrag von Fr. 1'650.– pro
Monat.
14.1. Für Barbezüge/kleinere Auslagen hat die Klägerin vor Vorinstanz
Fr. 1'500.– pro Monat geltend gemacht (Urk. 6/1 S. 6 und 37f.). Die Vorinstanz
sah gestützt auf die belegten Bezüge im Jahre 2013 einen Betrag von Fr. 1'140.–
pro Monat als glaubhaft an. Sie wies den Betrag vollumfänglich der Klägerin zu
(Urk. 2 S. 49f.). Der Beklagte verlangt, ausgehend von anerkannten Bezügen von
Fr. 2'000.– im ersten Halbjahr 2013, die Herabsetzung des Betrages auf Fr. 333.–
- 56 -
(Urk. 1 S. 37), wobei er ebenfalls den ganzen Betrag der Klägerin zuhält (Urk. 1
S. 31).
14.2. Auch diesbezüglich ist auf die vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013
in der Schweiz getätigten Bezüge abzustellen. Die Barbezüge im Ausland wurden
unter der Position Ferien und Auslandaufenthalte bereits berücksichtigt. Aus den
Akten erhellt, dass die Klägerin im zweiten Halbjahr 2012 Barbezüge von total
Fr. 7'000.– getätigt hat (25.7.2012 Fr. 1'000.– [Urk. 6/29/8/8], 6.9.2012 Fr. 1'000.–
[Urk. 6/29/8/9], 2.10.2012 Fr. 1'000.– [Urk. 6/29/8/10], 13.10.2012 Fr. 1'000.–
[Urk. 6/29/8/11], 15.11.2012 Fr. 1'000.– [Urk. 6/29/8/12], 29.11.2012 Fr. 1'000.–
und 20.12.2012 Fr. 1'000.– [Urk. 6/29/9/1]). Es ergeben sich damit relevante Be-
züge von Fr. 9'000.– (Fr. 2'000.– + Fr. 7'000.–). Entsprechend sind Fr. 750.– pro
Monat glaubhaft. Es ist davon auszugehen, dass die Klägerin aus diesen Barbe-
zügen nicht nur Kleider etc. für sich selbst bar bezahlt hat. Vielmehr wurden mit
den Geldern wohl auch Auslagen für die Kinder beglichen. Nicht ersichtlich und
auch nicht behauptet wurde, dass die Klägerin in namhaftem Umfange Barausla-
gen des Beklagten beglichen hätte. Es rechtfertigt sich daher, von den Fr. 750.–
je Fr. 125.– im Bedarf von C._ und D._ und Fr. 500.– bei der Klägerin
einzusetzen.
15.1. Weiter beantragte die Klägerin Fr. 350.– pro Monat für Geschen-
ke/Elektronik/Möbel (Urk. 6/1 S. 6; Urk. 6/115 S. 4). Unter dieser Position machte
sie die im FUST AG, in der IKEA und bei Amazon getätigten Ausgaben geltend
(Urk. 6/1 S. 6 und S. 38). Die Vorinstanz sah einen Betrag von Fr. 7'364.50 als
glaubhaft an. Entsprechend berücksichtigte sie im Bedarf der Klägerin und der
Söhne je Fr. 200.– (Urk. 2 S. 31 und S. 50f.). Gemäss dem Beklagten ist der Ge-
samtbetrag basierend auf den Kreditkartenauszügen des ersten Halbjahres 2013
auf Fr. 84.– pro Monat zu reduzieren (Urk. 1 S. 37). Hiervon seien Fr. 42.– bei der
Klägerin und je Fr. 21.– bei den Söhnen einzusetzen (Urk. 1 S. 31).
15.2. Von den von der Vorinstanz als glaubhaft angesehenen Positionen für
das erste Halbjahr 2013 sind einzig die Fr. 44.90 vom 9. Januar 2013 und die
Fr. 264.75 vom 4. Mai 2013 zu berücksichtigen (Urk. 2 S. 51). Bei den restlichen
Zahlungen handelt es sich um Ausgaben im Zusammenhang mit Tieren. Diese
- 57 -
fallen nach Aussage der Klägerin nicht mehr an (vgl. Prot. Vi S. 66). Im zweiten
Halbjahr des Jahres 2012 wurden in den vorgenannten Geschäften Einkäufe per
Kreditkarte für total Fr. 366.– getätigt (17.9.2012 Fr. 119.80 [Urk. 6/29/8/10],
18.12.2012 Fr. 80.45 [Urk. 6/29/8/1], 22.8.2012 Fr. 89.95 [Urk. 6/3/22],
15.11.2012 Fr. 29.95 und 13.12.2012 Fr. 45.85). Es resultieren damit glaubhafte
Ausgaben vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013 von Fr. 675.65 bzw. Fr. 56.30
pro Monat. Es erscheint mit Bezug auf diese Position in der Tat so, dass die Klä-
gerin nach der (hausinternen) Trennung im Juli 2013 hohe Auslagen tätigte, wel-
che nicht dem zuvor gelebten Lebensstandard entsprachen. Die Ausgaben sind
erklärbar mit dem geplanten und bevorstehenden Auszug in eine eigene Woh-
nung. Sie sind hingegen beim für die Berechnung der Unterhaltsbeiträge relevan-
ten Standard nicht zu beachten. Vielmehr erscheint es angemessen, im Bedarf
der Klägerin Fr. 40.– und bei C._ und D._ je Fr. 10.– einzusetzen. Keine
Rolle spielt dabei, dass der Beklagte an sich einen höheren Betrag anerkannt hat.
Die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime gilt auch zu seinen Gunsten.
16.1. Die Parteien hatten seit der Geburt der Zwillinge bis ins Jahr 2013 eine
Vollzeit-Nanny angestellt (vgl. Urk. 2 S. 48f.; Urk. 1 S. 36). Entsprechend machte
die Klägerin vor Vorinstanz unter der Position Aupair/Kindermädchen Fr. 2'430.–
pro Monat geltend (Urk. 6/1 S. 6 und S. 35f.). Die Vorinstanz hielt dafür, die Zwil-
linge seien nun älter und würden eine Ganztagesschule besuchen. In ihrem Be-
darf seien daher nur noch Kosten für eine stundenweise Fremdbetreuung, wenn
die Klägerin zum Beispiel abends einen Termin habe, von je Fr. 250.– pro Monat
einzusetzen (Urk. 2 S. 48f.). Gemäss Beklagtem sind lediglich total Fr. 300.– bzw.
Fr. 150.– pro Kind zu berücksichtigen (Urk. 1 S. 36).
16.2. Mit Bezug auf die Rüge der Verletzung der Mitwirkungspflicht kann auf
die voranstehenden Ausführungen verwiesen werden. Weiter verkennt der Be-
klagte, dass die Klägerin nicht die ihr nach der Trennung für die Fremdbetreuung
der Söhne angefallenen Kosten zu behaupten und zu beweisen hat (vgl. Urk. 1
S. 36). Vielmehr ist auf den während der Ehe gelebten Lebensstandard abzustel-
len. Zu diesem gehörte es, dass die Klägerin, trotz der Tatsache, dass sie nicht
erwerbstätig war, auf eine Hilfe bei der Betreuung der Kinder zählen konnte. Da-
- 58 -
rauf hat sie, soweit finanzierbar, grundsätzlich auch heute noch Anspruch. Da
C._ und D._ in einer Ganztagesschule sind, müssen sie jedoch wäh-
rend grossen Teilen des Tages nicht mehr betreut werden. Die Klägerin hat je-
doch Anspruch darauf, dass sie abends, wie sie dies während des Zusammenle-
bens mit dem Beklagten auch getan hat, alleine weggehen kann. Dies nicht nur,
wie vom Beklagten zugestanden (vgl. Urk. 1 S. 36), drei Mal pro Monat. Geht man
davon aus, dass die Betreuung von C._ und D._ durch eine "lokale jun-
ge Erwachsene für beide Kinder" Fr. 100.– pro Abend kostet (Urk. 1 S. 36), kann
die Klägerin mit den ihr von der Vorinstanz zuerkannten Fr. 500.– an fünf Aben-
den pro Monat einen Babysitter anheuern. Dies erscheint angemessen. Entspre-
chend sind im Bedarf von C._ und D._ je Fr. 250.– pro Monat für
Fremdbetreuung einzusetzen.
17.1. Für die Verpflegungskosten der Kinder, welche die Klägerin an die
Gemeinde E._ bezahlen muss, hat die Vorinstanz je Fr. 128.– eingesetzt
(Urk. 2 S. 51f.). Belegt sind Fr. 120.50 pro Kind (Urk. 6/116/5), weshalb - wie vom
Beklagten beantragt (Urk. 1 S. 38) - nur dieser Betrag bzw. gerundet Fr. 121.– zu
berücksichtigen ist.
17.2. Die Kosten von Fr. 424.– pro Monat für die Spieltherapie von C._
blieben unangefochten (Urk. 1 S. 31; Urk. 2 S. 52). Die Klägerin hat anlässlich ih-
rer Befragung ausgeführt, dass die Kosten ab April von der Krankenkasse über-
nommen würden (Prot. Vi S. 67). Entsprechend sind sie - wie vom Beklagten be-
antragt (Urk. 1 S. 38) - im Bedarf von C._ nur bis und mit März 2017 zu be-
rücksichtigen (Urk. 2 S. 52). Hiervon geht auch die Klägerin aus (Urk. 14 S. 52).
17.3. Die Vorinstanz hat bis und mit Juli 2017 bei C._ Fr. 180.– und bei
D._ Fr. 144.– pro Monat für das Russische ...zentrum ... berücksichtigt (Urk.
2 S. 32 und S. 51). Die Kosten sind belegt (Urk. 6/3/12+13). Die Verträge mit dem
Zentrum datieren jedoch vom 26. Juni 2014. Die Kinder nahmen somit den Rus-
sischunterricht erst nach der Trennung der Parteien auf. Dies deckt sich mit den
Ausführungen des Beklagten, dass der Russischunterricht erst nach der Tren-
nung aufgenommen wurde bzw. abgemacht war, dass man mit den Kindern
Deutsch spricht (Prot. Vi S. 82). Der Besuch von Russischstunden hat somit nicht
- 59 -
zum gelebten Lebensstandard gehört. Entsprechend sind die Kosten im Bedarf
der Söhne nicht zu berücksichtigen.
17.4.1. Weiter berücksichtigte die Vorinstanz im Bedarf von C._ und
D._ je Fr. 52.– pro Monat für den Schwimmkurs, Fr. 5.– für das Schwimm-
bad-Abo, Fr. 3.– für die Bibliothek, Fr. 120.– für Malkurse und Fr. 44.– für Kung
Fu (Urk. 2 S. 32 und S. 52). Nicht angefochten sind die Kosten von Fr. 5.– für das
Schwimmbad-Abo sowie Fr. 3.– für die Bibliothek. Die restlichen Positionen sind
gemäss dem Beklagten zu streichen (Urk. 1 S. 31 und 38).
17.4.2. Aus den im Recht liegenden Urkunden sowie gestützt auf die Aussa-
gen der Klägerin erscheint weder mit Bezug auf die Schwimm- und Malkurse noch
das Kung Fu glaubhaft, dass C._ und D._ die entsprechenden Kurse ab
dem 27. April 2016 noch besuchten. Die Aktivitäten haben auch nicht zum vor der
Trennung gelebten Standard gehört (vgl. Schwimmkurse Urk. 6/3/18/1, Prot. Vi
S. 67 und Urk. 14 S. 52; Kung Fu Urk. 1 S. 38, Urk. 6/3/20 und Prot. Vi S. 68;
Malkurse Urk. 3/19/1+2 und Urk. 6/1 S. 39). Hingegen ist zu beachten, dass die
Zwillinge im Zeitpunkt der Trennung der Parteien erst knapp fünf Jahre alt waren.
Sodann waren die Parteien vor dem Schuleintritt der Kinder sehr häufig mit ihnen
auf Reisen. Es erscheint daher nachvollziehbar, dass sie keinen Hobbies nach-
gingen. Ab April 2016 besuchten C._ und D._ die Schule. Sie konnten
nicht mehr so viel reisen. Es ist davon auszugehen, dass sie ab diesem Zeitpunkt,
wenn die Parteien noch zusammengelebt hätten und die Klägerin über die not-
wendigen finanziellen Mittel verfügt hätte, mit der Ausübung von Freizeitaktivitä-
ten wie Schwimmkurse, Musikunterricht etc. begonnen hätten. Es erscheint daher
den Lebensumständen der Parteien angemessen im Bedarf von D._ und
C._ je Fr. 1'200.– pro Jahr bzw. Fr. 100.– pro Monat (inkl. der anerkannten
Fr. 8.–) für Hobbies einzusetzen.
18. Die Vorinstanz hat bei der Klägerin und den beiden Söhnen noch je ei-
nen Grundbetrag von Fr. 1'350.– bzw. Fr. 400.– gemäss den Richtlinien des
Obergerichts des Kantons Zürich für die Berechnung des betreibungsrechtlichen
Existenzminimums vom 16. September 2009 eingesetzt (Urk. 2 S. 30). Sie hielt
dafür, es erscheine glaubhaft, dass der Beklagte zusätzliche Ausgaben für die
- 60 -
Familie, insbesondere auswärtiges Essen bezahlt habe, und dass die Angestell-
ten einzelne Einkäufe für die Familie getätigt hätten. Es rechtfertige sich daher, für
die in der Bedarfsaufstellung nicht berücksichtigten Ausgaben einen einfachen
pauschalen Grundbetrag zu veranschlagen (Urk. 2 S. 30 und S. 46). Ferner ver-
weist die Vorinstanz bei der Position Mobilität darauf, dass anfallende Reparatur-
kosten, Pneuwechsel etc. aus dem Grundbetrag zu decken seien (Urk. 2 S. 35).
Wie sich aus den vorangehenden Erwägungen ergibt, wurden vorliegend sowohl
die Bezahlung von auswärtigen Essen durch den Beklagten (vgl. vorne III./E.
C.6.), das Einkaufen der Angestellten (vgl. vorne III./E. C.11.) als auch die Repa-
ratur- und Servicekosten für das Fahrzeug (vgl. vorne III./E. C.5.4.) in der Be-
darfsberechnung bereits berücksichtigt, weshalb es sich nicht rechtfertigt, zusätz-
lich bei der Klägerin und den beiden Söhnen noch je einen Grundbetrag einzuset-
zen.
19.1. Die Vorinstanz hat bei der Klägerin Steuern von Fr. 5'500.– pro Monat
bis Juli 2017 und hernach von Fr. 5'300.– eingesetzt (Urk. 2 S. 32 und S. 52f.).
Gestützt auf die von ihm vorgenommene Bedarfsrechnung beantragt der Beklagte
die Berücksichtigung von Fr. 7'000.– pro Jahr (Urk. 1 S. 39).
19.2. Die Steuerlast ist im Rahmen des Erlasses von vorsorglichen Mass-
nahmen vom Richter nach pflichtgemässem Ermessen zu schätzen. Dabei kann,
wie dies die Vorinstanz getan hat (Urk. 2 S. 52), auf den Steuerrechner für den
Kanton Zürich abgestellt werden. Wird der Steuerrechner verwendet, ist hingegen
nicht nur das geschätzte steuerbare Monatseinkommen anzugeben. Vielmehr
sind die weiteren Parameter anzugeben, nach welchen die Berechnung vorge-
nommen wird (getätigte Abzüge, angewandter Tarif etc.). Auf den Einbezug der
Vermögenssteuer wird vorliegend verzichtet. Die Klägerin hat keine Angaben über
ihr Vermögen gemacht.
19.3. Für die Berechnung der Steuern ist von durchschnittlichen Nettoein-
künften der Klägerin von (gerundet) Fr. 157'000.– auszugehen ([Fr. 13'210.– +
Fr. 12'786.– + Fr. 13'136.–] : 3 = Fr. 13'044.– x 12). Hiervon sind bei den Staats-
und Gemeindesteuern Fr. 18'000.– und bei den direkten Bundessteuern
Fr. 13'000.– für die Kinderabzüge abzuziehen. Damit ergeben sich relevante Net-
- 61 -
toeinkommen von Fr. 139'000.– und Fr. 144'000.–. Zu beachten ist im Weiteren,
dass die Klägerin konfessionslos ist (vgl. Urk. 6/12/7). Er ergeben sich Staats-
und Gemeindesteuern (Verheirateten- und Einelterntarif, Konfession andere,
Steuerjahr 2017) von Fr. 14'886.10 bzw. Fr. 1'240.50 pro Monat. Die direkten
Bundessteuern (Verheirateten- und Einelterntarif, Steuerjahr 2017, zwei Kinder im
eigenen Haushalt) betragen Fr. 4'790.– bzw. Fr. 399.15 pro Monat. Es ergibt sich
eine Steuerlast von (abgerundet) Fr. 1'600.– pro Monat.
20. Zusammenfassend resultieren für die Klägerin und die beiden Söhne die
nachfolgenden Bedarfe:
Bedarfsposition C._ D._ Klägerin
Wohnkosten (inkl. Nebenkosten) 530.– 530.– 2'118.– Krankenkasse (KVG/VVG) 115.– 115.– 687.– Selbstbehalt/Franchise 20.– 20.– 42.– Kommunikationskosten 60.– 60.– 95.– Billag 0.– 0.– 38.– Haftpflicht- und  43.– Mobilitätskosten inkl. ÖV bis Mai 2018 ab Juni 2018
40.–
100.–
40.–
100.–
195.– 425.–
Restaurant 60.– 60.– 400.– Körper-/Gesundheitspflege 16.– 16.– 60.– Horoskop/Spiritualität 10.– Ferien, Auslandreisen 500.– 500.– 1'500.– Freizeit, Vergnügen 10.– 10.– 40.– Einkauf Lebensmittel,  250.– 250.– 500.– Betrag zur freien /Kleidung 117.– 117.– 220.– Fremdbetreuung 250.– 250.– Angestellte, Haushaltshilfe 1'650.– Barbezüge, kleinere Auslagen 125.– 125.– 500.– Geschenke, Elektronik, Möbel 10.– 10.– 40.– Verpflegungsbeitrag Schule 121.– 121.– Spieltherapie bis März 2017 424.–
- 62 -
Bedarfsposition C._ D._ Klägerin
Hobbies Kinder 100.– 100.–
Total exkl. Steuern bis März 2017 bis Mai 2018 ab Juni 2018
2'748.– 2'324.– 2'384.–
2'324.– 2'324.– 2'384.–
8'138.– 8'138.– 8'368.–
Steuern 0.– 0.– 1'600.–
Total inkl. Steuern bis März 2017 bis Mai 2018 ab Juni 2018
2'748.– 2'324.– 2'384.–
2'324.– 2'324.– 2'384.–
9'738.– 9'738.– 9'968.–
D. Berechnung der Unterhaltsbeiträge
1. Vom 27. April 2016 bis zum 31. Dezember 2016
Die Klägerin und die beiden Söhne weisen einen Gesamtbedarf von Fr. 14'810.–
auf (Fr. 2'748.– + Fr. 2'324.– + Fr. 9'738.–). Der Beklagte hat im Jahre 2016 ein
durchschnittliches Nettoeinkommen von Fr. 27'600.– erzielt. Das Einkommen der
Klägerin betrug Fr. 0.–. Für die Miete an der ...strasse in E._ überwies der
Beklagte regelmässig Fr. 7'400.– (Urk. 6/181/11). Damit verbleiben ihm Fr.
5'390.– pro Monat zur Bestreitung seines weiteren Lebensunterhalts (Fr. 27'600.–
- Fr. 14'810.– - Fr. 7'400.–). Der Beklagte hat während des gesamten Verfahrens
geltend gemacht, dass ein erheblicher Teil seiner Auslagen für (phasenweise fast
tägliche) Restaurantbesuche im In- und Ausland, Hotelkosten, Flugtickets, IT-
Geräte, Benzinkosten etc. (vgl. beispielsweise Urk. 1 S. 11 und 17; Urk. 6/76
S. 13; Prot. Vi S. 77 betreffend Reisen, Prot. Vi S. 76 betreffend auswärts Essen,
Urk. 77/5+6) mittels Geschäftsspesen gedeckt werden. Sodann werden die Löhne
der Haushaltshilfe und des Chauffeurs von den lettischen Unternehmungen be-
zahlt. Entsprechend bezifferte der Beklagte die vor der Trennung pro erwachsene
Person ausgegebenen Lebenshaltungskosten (ohne Mietzins) mit maximal
Fr. 5'000.– (vgl. Urk. 6/76 S. 11). Weiter konnte der Beklagte den Mietvertrag (mit
fester Vertragsdauer) für die ehemals eheliche Liegenschaft in E._ per Ende
September 2018 kündigen. Er ist nach F._ gezogen. Gemäss seinen Ausfüh-
- 63 -
rungen reduzieren sich seine Mietkosten zufolge dieses Umzugs "massiv" (Urk. 1
S. 29). Die Kosten würden deutlich unter die Mietkosten der Klägerin (von
Fr. 3'178.–) fallen (Urk. 1 S. 32). Damit stehen dem Beklagten (wie sich aus den
nachfolgenden Erwägungen ergibt; vgl. insbesondere E. 6) ab Oktober 2018 rund
Fr. 14'000.– zur Deckung seiner Lebenshaltungskosten (ohne Mietzinsen) zur
Verfügung. Diese Tatsache wiegt allfällige, eher knappe Verhältnisse bis und mit
September 2018 auf. Kommt hinzu, dass wie bereits dargelegt, der Beklagte of-
fensichtlich über finanzielle Rückstellungen verfügt, die er nötigenfalls aktivieren
kann (vgl. vorne III./E. B.4.3.2. und B.6.). Es erscheint im Rahmen der vorsorgli-
chen Massnahmen daher glaubhaft, dass der Beklagte ohne Einschränkung sei-
nes eigenen Lebensstandards Fr. 14'810.– pro Monat an Unterhalt an die Kläge-
rin und die beiden Söhne bezahlen kann. Da der Beklagte die Unterhaltsbeiträge
aus seinem Einkommen decken kann, müssen seine Vermögensverhältnisse
nicht abgeklärt werden. Die Unterhaltsbeiträge von C._ und D._ sind auf
Fr. 2'748.– bzw. Fr. 2'324.– festzusetzen, wobei allfällige vom Beklagten bezoge-
ne gesetzliche oder vertragliche Kinderzulagen darin enthalten sind. Der Unter-
haltsanspruch der Klägerin beläuft sich auf Fr. 9'738.–.
2. Vom 1. Januar 2017 bis zum 31. März 2017
Per 1. Januar 2017 sind die neuen Bestimmungen zum Kindesunterhaltsrecht in
Kraft getreten. Nach Art. 13cbis Abs. 1 SchlT ZGB findet auf Verfahren, die beim
Inkrafttreten der Änderung am 1. Januar 2017 rechtshängig sind, das neue Recht
Anwendung. Neu ist den Kindern neben dem Barunterhalt, welcher alle direkten
Kosten des Kindes, wie beispielsweise Ernährung, Unterkunft, Bekleidung, Kran-
kenkassenprämien, Fremdbetreuung, Schulauslagen, etc., deckt ein Betreuungs-
unterhalt zuzusprechen. Der Betreuungsunterhalt deckt die indirekten Kosten,
welche durch die persönliche Betreuung durch einen Elternteil entstehen. Rech-
nerisch ergibt sich der Betreuungsunterhalt aus den Lebenshaltungskosten des
betreuenden Elternteils, welche grundsätzlich dem familienrechtlichen Existenz-
minimum (= Notbedarf) entsprechen, abzüglich dessen eigenen Einkommen (vgl.
BGer 5A_454/2017 vom 17.5.2018, E. 7.1. [wird publ.]; OGer ZH LE160071 vom
30. März 2017, E. 2.). Der persönliche Unterhaltsbeitrag des betreuenden Eltern-
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teils berechnet sich entsprechend als Differenz zwischen dem für den Betreu-
ungsunterhalt relevanten familienrechtlichen Existenzminimum und dem gebüh-
renden Unterhalt (vgl. BGer 5A_384/2018 vom 21.9.2018, E. 4.8.3 [wird publ.]).
Beim Beklagten ist ab dem 1. Januar 2017 von einem Nettoeinkommen von
Fr. 31'400.– pro Monat auszugehen. Das Einkommen der Klägerin beträgt nach
wie vor Fr. 0.–. Die Barunterhalte von C._ und D._ belaufen sich unver-
ändert Fr. 2'748.– und Fr. 2'324.– pro Monat. Bei der Klägerin ist von einem ge-
bührenden Bedarf von Fr. 9'738.– auszugehen. Die Vorinstanz hat die Lebenshal-
tungskosten der Klägerin auf Fr. 4'232.– festgesetzt (Grundbetrag Fr. 1'350.–,
Miete [ohne Anteil Kinder] Fr. 1'875.–, Krankenkasse KVG/VVG Fr. 687.–, zusätz-
liche Gesundheitskosten Fr. 42.–, Hausratsversicherung Fr. 43.–, Billag Fr. 40.–,
Kommunikation Fr. 95.– und Steuern Fr. 100.–; Urk. 2 S. 54f.). Dies blieb unange-
fochten (Urk. 1 S. 39; Urk.14 S. 53) und ist zu bestätigen. Ebenso blieb unange-
fochten, dass der Betreuungsunterhalt von Fr. 4'232.– je hälftig auf die Zwillinge
zu verteilen ist. Damit resultiert für C._ ein Unterhaltsanspruch von total
Fr. 4'864.– (Fr. 2'748.– + Fr. 2'116.–) und für D._ von Fr. 4'440.– (Fr. 2'324.–
+ Fr. 2'116.–). Der Unterhaltsanspruch der Klägerin beläuft sich auf Fr. 5'506.–
(Fr. 9'738.– - Fr. 4'232.–). Dem Beklagten verbleiben Fr. 16'590.– (Fr. 31'400.– -
Fr. 14'810.–). Mit diesem Betrag kann der Beklagte seinen gebührenden Bedarf
selbst dann decken, wenn der Mietzins für die vormals eheliche Liegenschaft
während dieser Zeitspanne tatsächlich Fr. 8'900.– pro Monat (Urk. 21 S. 8) be-
trägt. Es kann auf die vorangehenden Ausführungen verwiesen werden.
3. Vom 1. April 2017 bis zum 31. Dezember 2017
Es ist auf die vorangehenden Ausführungen zu verweisen. Gegenüber den ersten
drei Monaten des Jahres 2017 verändert sich einzig der Barbedarf von C._.
Er sinkt von Fr. 2'748.– auf Fr. 2'324.–. Damit beträgt der gesamte gebührende
Bedarf der Klägerin und der Kinder neu Fr. 14'386.– (Fr. 9'738.– + Fr. 2'324.– +
Fr. 2'324.–). Die Lebenshaltungskosten betragen unverändert Fr. 4'232.– und der
Betreuungsunterhalt für die Zwillinge je Fr. 2'116.–. Entsprechend ist C._ und
D._ je ein Barunterhalt von Fr. 2'324.– und ein Betreuungsunterhalt von
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Fr. 2'116.–, damit total Fr. 4'440.– zuzusprechen. Der Unterhaltsanspruch der
Klägerin verbleibt bei Fr. 5'506.– (Fr. 9'738.– - Fr. 4'232.–). Dem Beklagten steht
neu ein Betrag von Fr. 17'014.– (Fr. 31'400.– - Fr. 14'386.–) zur Deckung seines
Unterhalts zur Verfügung. Diesbezüglich wird auf die vorangehenden Ausführun-
gen verwiesen.
4. Vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Mai 2018
Beim Beklagten ist ab dem 1. Januar 2018 von einem Nettoeinkommen von
Fr. 29'500.– pro Monat auszugehen. Das Einkommen der Klägerin beträgt nach
wie vor Fr. 0.–. Die Barunterhalte von C._ und D._ betragen je
Fr. 2'324.–. Bei der Klägerin ist von einem gebührenden Bedarf von Fr. 9'738.–
auszugehen. Die Lebenshaltungskosten betragen unverändert Fr. 4'232.– und der
Betreuungsunterhalt für die Zwillinge je Fr. 2'116.–. Entsprechend ist C._ und
D._ je ein Barunterhalt von Fr. 2'324.– und ein Betreuungsunterhalt von
Fr. 2'116.–, damit total Fr. 4'440.– zuzusprechen. Der Unterhaltsanspruch der
Klägerin beträgt unverändert Fr. 5'506.– (Fr. 9'738.– - Fr. 4'232.–). Dem Beklag-
ten verbleibt neu ein Betrag von Fr. 15'114.– (Fr. 29'500.– - Fr. 14'386.–) zur De-
ckung seines Unterhalts. Es kann auf die vorangehenden Ausführungen verwie-
sen werden.
5. Vom 1. Juni 2018 bis zum 30. September 2018
Die Einkommensverhältnisse der Parteien verbleiben unverändert. Der gebühren-
de Bedarf der Klägerin erhöht sich auf Fr. 9'968.– und jener der Zwillinge auf je
Fr. 2'384.–. Damit resultiert ein gesamter gebührender Bedarf von Fr. 14'736.–.
Die Lebenshaltungskosten betragen unverändert Fr. 4'232.– und der Betreuungs-
unterhalt für die Zwillinge je Fr. 2'116.–. Entsprechend ist C._ und D._ je
ein Barunterhalt von Fr. 2'384.– und ein Betreuungsunterhalt von Fr. 2'116.–, da-
mit total Fr. 4'500.– zuzusprechen. Der Unterhaltsanspruch der Klägerin beträgt
Fr. 5'736.– (Fr. 9'968.– - Fr. 4'232.–). Dem Beklagten verbleibt ein Betrag von
Fr. 14'764.– (Fr. 29'500.– - Fr. 14'736.–) zur Deckung seines Unterhalts. Es kann
auf die vorangehenden Ausführungen verwiesen werden.
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6. Ab dem 1. Oktober 2018
Beim Beklagten ist von einem Nettoeinkommen von Fr. 29'500.– pro Monat aus-
zugehen. Der Klägerin ist ein (hypothetisches) Einkommen von Fr. 2'500.– anzu-
rechnen. Die gebührenden Bedarfe der Klägerin und der Zwillinge betragen un-
verändert Fr. 9'968.– bzw. Fr. 2'384.–. Neu vermag die Klägerin ihre Lebenshal-
tungskosten im Umfang von Fr. 2'500.– selbst zu decken, weshalb der Betreu-
ungsunterhalt der Zwillinge auf je Fr. 866.– ([Fr. 4'232.– - Fr. 2'500.–] : 2) festzu-
setzen ist. Entsprechend ist C._ und D._ je ein Barunterhalt von
Fr. 2'384.– und ein Betreuungsunterhalt von Fr. 866.–, damit total Fr. 3'250.– zu-
zusprechen. Der Unterhaltsanspruch der Klägerin beträgt unverändert Fr. 5'736.–
(Fr. 9'968.– - Fr. 2'500.– - Fr. 1'732.–). Dem Beklagten verbleibt ein Betrag von
Fr. 17'264.– (Fr. 29'500.– - Fr. 3'250.– - Fr. 3'250.– - Fr. 5'736.–) zur Deckung
seines Unterhalts, wobei sich die Wohnkosten noch auf maximal Fr. 3'178.– pro
Monat belaufen (vgl. Urk. 1 S. 29 und 32). Damit kann der Beklagte seinen ge-
bührenden Bedarf problemlos decken.
7. Fazit
Damit hat der Beklagte der Klägerin die folgenden Beiträge zu bezahlen: 27. April 2016 bis 31. Dezember 2016 Fr. 9'738.–
1. Januar 2017 bis 31. Mai 2018 Fr. 5'506.–
ab 1. Juni 2018 und für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens Fr. 5'736.–
Für C._ hat der Beklagte die folgenden Kinderunterhaltsbeiträge zu leisten: 27. April 2016 bis 31. Dezember 2016 Fr. 2'748.–
1. Januar 2017 bis 31. März 2017 Fr. 4'864.– (davon Fr. 2'748.– Barunterhalt und Fr. 2'116.– Betreuungsunterhalt)
ab 1. April 2017 bis 31. Mai 2018 Fr. 4'440.– (davon Fr. 2'324.– Barunterhalt und Fr. 2'116.– Betreuungsunterhalt)
ab 1. Juni 2018 bis 30. September 2018 Fr. 4'500.– (davon Fr. 2'384.– Barunterhalt und Fr. 2'116.– Betreuungsunterhalt)
ab 1. Oktober 2018 und für die weitere Dauer des Scheidungsverfahren Fr. 3'250.– (davon Fr. 866.– Betreuungsunter-
halt)
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Fasst man die Beiträge vom 1. Januar 2017 bis zum 30. September 2018 zusammen,  sich Unterhaltsbeiträge von durchschnittlich Fr. 4'515.– (davon Fr. 2'396.–  und Fr. 2'116.– Betreuungsunterhalt).
Für D._ hat der Beklagte die folgenden Kinderunterhaltsbeiträge zu leisten: 27. April 2016 bis 31. Dezember 2016 Fr. 2'324.–
1. Januar 2017 bis 31. Mai 2018 Fr. 4'440.– (davon Fr. 2'324.– Barunterhalt und Fr. 2'116.– Betreuungsunterhalt)
ab 1. Juni 2018 bis 30. September 2018 Fr. 4'500.– (davon Fr. 2'384.– Barunterhalt und Fr. 2'116.– Betreuungsunterhalt)
ab 1. Oktober 2018 und für die weitere Dauer des Scheidungsverfahren Fr. 3'250.– (davon Fr. 866.– Betreuungsunter-
halt)
Fasst man die Beiträge vom 1. Januar 2017 bis zum 30. September 2018 zusammen,  sich Unterhaltsbeiträge von durchschnittlich (gerundet) Fr. 4'452.– (davon Fr. 2'336.– Barunterhalt und Fr. 2'116.– Betreuungsunterhalt).
Praxisgemäss sind die Unterhaltsbeiträge im Rahmen der vorsorglichen Mass-
nahmen nicht zu indexieren (vgl. Urk. 1 S. 41). Dispositivziffer 5 des vorinstanzli-
chen Entscheids ist nicht zu bestätigen.
8. Die Vorinstanz hat die persönlichen Unterhaltsbeiträge der Klägerin sowie
diejenigen der Zwillinge mit einer nicht quantifizierten Anrechnungsklausel verse-
hen (vgl. Urk. 2 S. 63f.). Eine Quantifizierung der anrechenbaren bereits getätig-
ten Zahlungen fehlt auch in der Begründung (Urk. 2 S. 59). Damit kann das erst-
instanzliche Urteil, insbesondere auch im Hinblick auf die Kinderunterhaltsbeiträ-
ge, für die rückwirkend zugesprochenen Beiträge nicht vollstreckt werden (vgl.
BGE 135 III 315 Regeste; BGE 138 III 583 = Pra 102 [2013] Nr. 25). Der Beklagte
verlangt mit der Berufung die Anrechnung der von ihm bereits geleisteten Unter-
haltsbeiträge, ohne diese jedoch näher zu beziffern (Urk. 1 S. 40). Hingegen an-
erkennt die Klägerin, dass der Beklagte "bis und mit April 2018" Fr. 7'633.85 pro
Monat an Unterhaltsbeiträgen bzw. Direktzahlungen geleistet hat (Urk. 14 S. 9).
Damit ist der Beklagte berechtigt, für die rückwirkend zu bezahlenden Beiträge ab
dem 1. April 2016 bis zum 30. April 2018 Fr. 7'633.85 pro Monat in Anrechnung
zu bringen.
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IV.
1. Die Vorinstanz hat die Entscheidgebühr für das erstinstanzliche Verfahren
auf Fr. 10'000.– festgesetzt. Die Kosten wurden den Parteien je zur Hälfte aufer-
legt und die Parteientschädigungen wettgeschlagen (Urk. 2 S. 66, Dispositivziffern
7 bis 9). Diese Regelungen blieben unangefochten und sind zu bestätigen.
2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist gestützt auf § 6
Abs. 1 i.V.m. § 5, § 8 Abs. 1 und § 13 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 7'000.– festzuset-
zen. Die Entschädigung für die Vertretung des Kindes gehört zu den Gerichtskos-
ten (Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO) und ist im Entscheiddispositiv festzusetzen (Kriech,
DIKE-ZPO-Komm, Art. 238 N 8). Die Bemessung der Entschädigung ist bundes-
rechtlich nicht geregelt. Vielmehr setzen die Kantone die Tarife fest (Art. 96 ZPO).
Rechtsgrundlage für die Festsetzung der Entschädigung für die anwaltliche Kin-
desvertretung ist im Kanton Zürich die Anwaltsgebührenverordnung (§ 1 Anw-
GebV). Vorliegend erscheint angesichts des notwendigen Zeitaufwands des Kin-
desvertreters und der Schwierigkeit des Falls die von ihm geltend gemachte und
von den Parteien nicht beanstandete Entschädigung von insgesamt Fr. 933.60
(inkl. MwSt.; vgl. Urk. 32 und Urk. 33) als angemessen. Da im Berufungsverfahren
auch Kinderunterhaltsbeiträge zu behandeln waren und die Parteien mit Bezug
auf die persönlichen Unterhaltsbeiträge der Klägerin in etwa je zur Hälfte unterlie-
gen, erscheint es angemessen, die Kosten des Berufungsverfahren von total
Fr. 7'933.60 den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen. Sie werden vorab aus dem
vom Beklagten geleisteten Kostenvorschuss bezogen. Im Mehrbetrag wird der
Klägerin Rechnung gestellt. Die Klägerin hat dem Beklagten Fr. 3'033.20 zurück-
zuerstatten.
2.2. Für das Berufungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zu-
gesprochen.
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