Decision ID: d808d2b5-b84b-461a-8a86-c2e6893e5beb
Year: 2013
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
A._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. E. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21,
Postfach 27, 9004 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rente
Sachverhalt:
A.
A.a A._ meldete sich am 4. März 2009 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 12).
Der Case Manager der AXA Winterthur Unfallversicherung übermittelte der IV-Stelle
einen Bericht der Klinik B._ vom 6. Februar 2009 über eine stationäre Behandlung
vom 12. Januar bis 7. Februar 2009 (IV-act. 16). Gemäss diesem Bericht bestand eine
schmerzhafte Bewegungseinschränkung unklarer Ätiologie der rechten Schulter bei
einem Zustand nach zweimaliger Schulteroperation vom 18. April und vom 7. Oktober
2008. Am 17. Juni 2009 erfuhr die IV-Stelle, dass die Versicherte nochmals operiert
worden war (IV-act. 20). PD Dr. med. C._, FMH Orthopädische Chirurgie, Schulter-
und Ellbogenchirurgie, berichtete am 14. August 2009 (IV-act. 23-5), die Versicherte
werde noch längere Zeit vollständig arbeitsunfähig sein. Erst nach der Rehabilitation
werde eine Beurteilung der Funktionseinschränkung und der Arbeitsfähigkeit möglich
sein. Dr. med. D._, Facharzt FMH Allgemeine Medizin, teilte am 28. Januar 2010 mit
(IV-act. 28), bei der Versicherten sei ein Low-Grade-Infekt der rechten Schulter
diagnostiziert worden. Eine definitive Beurteilung sei noch nicht möglich. Die Firma
E._ gab am 11. Februar 2010 an (IV-act. 29), sie habe die Versicherte von 1998 bis
2008 beschäftigt. Vor Eintritt des Gesundheitsschadens sei ihre Tätigkeit die einer
Reinigungsmitarbeiterin gewesen. Der Lohn habe im Jahr 2007 Fr. 63'700.-- betragen.
Die Kündigung sei erfolgt, weil die Reinigung extern vergeben worden sei. Dr. F._
vom RAD hielt am 7. April 2010 fest (IV-act. 34), der Gesundheitsschaden bestehe in
einer somatoformen Schmerzstörung und einer Belastungsinsuffizienz der rechten
Schulter. Dr. C._ teilte am 4. Juni 2010 mit (IV-act. 36), die Versicherte habe starke
Schmerzen und einen funktionslosen rechten Arm. Man plane am 9. Juni 2010 die
Implantation einer Schultertotalprothese. Im Moment sei die Versicherte auch in einer
angepassten Tätigkeit nicht arbeitsfähig. Am 21. Januar 2011 gab er an (IV-act. 42), es
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gehe der Versicherten viel besser, aber die Schulterfunktion sei immer noch
ungenügend. Die rechte Schulter sei nicht belastbar. Ein beruflicher Wiedereinstieg sei
so noch nicht möglich. Am 7. Juni 2011 berichtete er (IV-act. 47), durch die
Implantation einer inversen Schultertotalprothese sei eine deutliche Besserung
eingetreten. Der rechte Arm sei aber immer noch mässig schmerzhaft und nicht
belastbar. In einer den rechten Arm nicht belastenden Tätigkeit sei die Versicherte zu
etwa 15% arbeitsfähig. Dr. F._ vom RAD empfahl eine Begutachtung (orthopädisch
und psychiatrisch), weil nun bei einem stabilen Zustand eine Somatisierungsstörung im
Raum stehe (IV-act. 48).
A.b Die IV-Stelle beauftragte das Medizinische Gutachtenzentrum in St. Gallen
(MGSG) mit einer Abklärung (IV-act. 50). Dr. med. G._, Spezialarzt Orthopädie FMH,
zertifizierter Gutachter SIM, und Dr. med. H._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger, berichteten in
ihrem Gutachten vom 26. September 2011 (IV-act. 55), die Versicherte habe
angegeben, seit dem letzten Eingriff hätten die stechenden Schulterbeschwerden
rechts zwar nachgelassen, sie bestünden aber weiter und störten den Schlaf. Das
Sitzen und Laufen sei gut möglich, ebenso das Heben und Tragen von Lasten. Arbeiten
über der Horizontalen seien schmerzhaft. In den Armen träten keine Gefühlsstörungen
oder Lähmungen auf. Sie nehme gelegentlich Analgetika ein. Sie glaube nicht, dass sie
je wieder werde arbeiten können. In der orthopädischen Beurteilung wurde ausgeführt,
klinisch sei eine schmerzhafte Einschränkung der rechten Schulter mit einem dolenten
horizontalen Bogen, Hawkinstest und Supraspinatussehnentest aufgefallen. Der
radiologische Befund bei Zustand nach Implantation einer inversen
Schultertotalprothese sei regelrecht. Auf ein MRI sei verzichtet worden, weil die
Aussagekraft wegen der Metallartefakte nicht sehr gross gewesen wäre. Die
Schulterschmerzen könnten nur teilweise auf die insuffiziente Rotatorenmanschette
und den Zustand nach Low-Grade-Infekt mit koagulosenegativen Staphylococcen der
rechten Schulter zurückgeführt werden. Für die Arbeit als Putzfrau (häufig repetitive
Bewegungen der rechten Schulter und nicht selten Arbeiten über der Horizontalen) sei
die Versicherte seit spätestens 06/2011 zu 60% arbeitsunfähig. Für eine körperlich
leichte Tätigkeit, die nicht mit regelmässigem Heben und Tragen von Lasten über 3 kg
sowie mit Arbeiten über der Horizontalen und repetitiven Bewegungen der rechten
Schulter verbunden seien, bestehe seit 01/2011 eine volle Arbeitsfähigkeit. Die
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Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. C._ könne nicht nachvollzogen werden. In
psychiatrischer Hinsicht wurde im Gutachten ausgeführt, die Versicherte habe
angegeben, die Schmerzen im Schulterbereich rechts seien deutlich geringer als vor
der Operation. Sie seien unterschiedlich stark. Die Beweglichkeit im rechten Arm sei
eingeschränkt und beim Heben träten stechende Schmerzen auf. Die Verrichtung des
Haushalts sei eingeschränkt, Bügeln und Fensterputzen seien nicht mehr möglich. Die
Schmerzsymptomatik gehöre inzwischen zu ihr und sie versuche, die Beschwerden zu
akzeptieren. Der Gutachter führte weiter aus, er habe keine psychischen Störungen mit
Krankheitswert erhoben. Es bestünden keine fassbaren Anpassungsstörungen und
keine depressiven Reaktionen. Für die von der Klinik B._ beschriebene
posttraumatische Belastungsstörung gebe es keine eindeutigen Hinweise. Da keine
psychogene Überlagerung der Beschwerden anzunehmen sei, bestehe auch keine
somatoforme Schmerzstörung. Aus psychiatrischer Sicht allein sei die Versicherte zu
100% arbeitsfähig. Die interdisziplinäre Beurteilung ergab eine volle Arbeitsfähigkeit für
adaptierte Tätigkeiten seit Januar 2011. Dr. F._ vom RAD betrachtete dieses
Gutachten am 13. Oktober 2011 als plausibel (IV-act. 57). Er wies darauf hin, dass von
2/2008 bis 12/2010 auch adaptiert eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden
habe. Die IV-Stelle verglich den vom Arbeitgeber genannten Lohn von Fr. 63'700.-- als
Valideneinkommen mit einem anhand des Durchschnittslohns der Hilfsarbeiterinnen
ermittelten Invalideneinkommen von Fr. 51'372.-- und ermittelte so einen
Invaliditätsgrad von 19,35% (IV-act. 58). Mit einem Vorbescheid vom 27. Oktober 2011
kündigte sie der Versicherten die Zusprache einer ganzen Invalidenrente für die Periode
September 2009 (sechs Monate nach der Einreichung der Anmeldung) bis und mit
März 2011 sowie sinngemäss die Verneinung eines Rentenanspruchs für die Zeit ab 1.
April 2011 an (IV-act. 62). Die Versicherte liess durch ihren Rechtsvertreter am 28.
November 2011 einwenden (IV-act. 66), gemäss der Einschätzung von Dr. C._ sei sie
nur zu 15% arbeitsfähig. Deshalb habe sie einen Anspruch auf eine ganze Rente. Mit
einer Verfügung vom 31. Mai 2012 sprach die IV-Stelle der Versicherten für die Periode
September 2009 bis März 2011 eine ganze Invalidenrente zu (IV-act. 74).
B.
B.a Die Versicherte liess am 6. Juli 2012 Beschwerde erheben und sinngemäss die
Zusprache einer ganzen Invalidenrente über den 31. März 2011 hinaus beantragen (act.
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G 1). Ihr Rechtsvertreter wies darauf hin, dass der UVG-Versicherer wegen der
offensichtlichen Mangelhaftigkeit des IV-Gutachtens ein korrektes Gutachten erstellen
lasse. Mit einer Ergänzung der Beschwerde vom 7. November 2012 reichte er ein
Gutachten vom 30. Juli 2012 ein, das die AEH Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie
und Hygiene AG in Zürich zuhanden der AXA Versicherungen erstellt hatte (act. G 7).
Die Sachverständigen der AEH AG hatten darin ausgeführt, das arbeitsbezogen
relevante Problem bestehe in einer schmerzhaft verminderten Belastungstoleranz der
rechten Schulter bei Status nach Schulterprothesenoperation. In den Tests habe die
Beschwerdeführerin ein Schmerz- und Schonverhalten gezeigt. Dabei habe sie den
rechten Oberarm häufig nahe am Oberkörper gehalten und sie habe Bewegungen der
rechten Schulter vermieden. Sie habe die rechte Schulter bei einigen Tests gestützt
und gerieben. Aufgrund der Schmerzen habe sie in den relevanten Tests nicht bis an
die funktionelle Limite herangeführt werden können. Bei den Hebetests sei aufgefallen,
dass sie beim Tragen vor allem den linken Arm eingesetzt habe, wodurch das
Hantieren der Last bei zunehmendem Gewicht unsicher geworden sei. Die
Leistungsbereitschaft der Beschwerdeführerin sei fraglich, die Konsistenz bei den
Tests aber gut gewesen. Infolge des Schmerz- und Schonverhaltens hätten die
Resultate der Belastbarkeitstests nur teilweise verwertet werden können. Die
Belastbarkeit liege allgemein mindestens im Bereich einer leichten bis mittelschweren
Tätigkeit. Die Arbeit in der Reinigung sei aufgrund der häufigen Arbeit über
Schulterhöhe und aufgrund der repetitiven und teilweise mit Kraftaufwand
auszuführenden Bewegungen problematisch. Eine leichte bis mittelschwere Arbeit sei
ganztags zumutbar. Dabei bestünden folgende Einschränkungen: Treppensteigen und
Kniebeugen nur manchmal, kein Leiternsteigen, keine Arbeit über Schulterhöhe und
kein Einsatz des rechten Arms als Kraftarm oder für repetitive Bewegungen.
Abschliessend hielten die Sachverständigen der AEH AG fest, ihre Beurteilung
unterscheide sich nicht von derjenigen im IV-Gutachten. Dort sei lediglich die
adaptierte Tätigkeit nicht präzis ausformuliert worden. Der Beschwerdeergänzung lag
auch ein Bericht von PD Dr. med. I._ vom 7. November 2012 bei. Dr. I._ hatte
ausgeführt, bei einer Ruheschmerzsituation mit VAS 3 und Belastungsschmerzen bis
VAS 10 sei eine Arbeitsfähigkeit von 100% kritisch. Da die Beschwerdeführerin bereits
in Ruhe über Beschwerden klage, sei eine achtstündige Tätigkeit mit Belastungen auf
Brustniveau (dieses Niveau sei - mit erheblicher Schmerzproduktion - maximal erreicht)
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mit Sicherheit nicht tolerierbar. Realistisch sei eine Arbeitsfähigkeit von 50% in einer
adaptierten Tätigkeit. Ein Pensum von 100% werde mit grosser Sicherheit zu
schmerzbedingten langfristigen Ausfallzeiten führen. Abzuwarten bleibe, ob die
schmerzmodulierende Therapie mit Cymbalta die Situation bessern werde. Der
Rechtsvertreter führte in der Beschwerdeergänzung aus, die Beschwerdeführerin
arbeite in einer Spelunke, wobei sie die Gäste einzeln bedienen könne. Für
kräfteraubendere Arbeiten sei sie auf Unterstützung angewiesen. Das bedeute, dass
sie nicht einmal an einem optimal adaptierten Arbeitsplatz eine "normale" Leistung
erbringen könne. Sie verdiene Fr. 1'400.-- monatlich. Die Frage nach der Funktion sei
falsch. Gefragt werden müsse nach dem Grad der Schmerzen, der bei der Arbeit
zumutbar sei. Effektiv sei die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf dem ersten
Arbeitsmarkt nicht zu verwerten. Dr. I._ beharrte in einem Bericht vom 13. November
2012 darauf, dass in einer adaptierten Tätigkeit nur eine Arbeitsfähigkeit von 50%
bestehe, da schon eine geringe rasante Rotationsbewegung zu einer
Schmerzverstärkung führe und im Alltag höhere Bewegungsamplituden - gerade im
Servicedienst - nicht zu vermeiden seien. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
reichte diesen Bericht als zweite Ergänzung der Beschwerde ein (act. G 10).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 7. Dezember 2012 die Abweisung der
Beschwerde (act. G 12). Sie machte sinngemäss geltend, das MGSG-Gutachten
überzeuge, zumal es durch das AEH--Gutachten gestützt werde. Da die
Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit mit einem Einkommen von Fr. 1'400.--
monatlich nicht in zumutbarer Weise ausschöpfe, sei nicht auf dieses abzustellen.
Massgebend sei das Durchschnittseinkommen der Hilfsarbeiterinnen von Fr. 51'047.--,
das allerdings um 10% auf Fr. 45'942.-- zu reduzieren sei. Bei einem
Valideneinkommen von Fr. 63'700.-- resultiere ein Invaliditätsgrad von 28%.
B.c Mit einer dritten Ergänzung zur Beschwerde (act. G 15) reichte der Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers einen Bericht von Dr. D._ vom 11. Dezember 2012 an die
AXA Versicherungen ein. Dr. D._ hatte darin ausgeführt, er könne die
Schlussfolgerungen der Sachverständigen der AEH AG nicht nachvollziehen. Deren
Untersuchung habe nämlich eine ausgeprägte Einschränkung für die Elevation des
rechten Arms aktiv und passiv ergeben und sie habe eine "massivste" Einschränkung
der Abduktion inklusive Aussenrotation gezeigt. Diese Einschränkungen seien auch
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passiv nicht zu überwinden gewesen. Der Hinweis, dass aufgrund des Schmerz-
Schulterverhaltens bei den Tests keine funktionellen Einschränkungen hätten abgeklärt
werden können, sei eigenartig, denn einerseits sei doch bestätigt worden, dass die
Bewegungseinschränkung passiv nicht überwindbar sei, und andererseits sei auf die
fehlende Objektivierbarkeit hingewiesen worden. Weiter hätten die Sachverständigen
auf die Diskrepanz zwischen der ausgeprägten Schonhaltung und der fehlenden
Muskelatrophie hingewiesen. Die Beschwerdeführerin arbeite gezwungenermassen aus
dem Ellbogen heraus, so dass eben keine Muskelatrophie entstehen könne. Er werde
die Beschwerdeführerin für eine neutrale Beurteilung Dr. I._ zuweisen. Der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin leitete aus diesen Ausführungen ab, dass das
AEH-Gutachten genauso wenig die tatsächliche Leistungsmöglichkeit wiederspiegle
wie die früheren Beurteilungen.
B.d Mit seiner Replik reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eine
Stellungnahme von Dr. J._, Spezialarzt FMH Chirurgie, vom 17. April 2012 ein (act. G
16). Dr. J._ erachtete die im Gutachten vom 29. September 2009 eingeschätzte
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 40% als fraglich, unter
Berücksichtigung einer angepassten Tätigkeit aber als zumutbar. In einer
Stellungnahme vom 18. Dezember 2012 zum Gutachten vom 30. Juli 2012 führte er an,
die Beschwerdeführerin sei knapp in der Lage, ihren Ellbogen in sitzender Stellung auf
Sitzhöhe zu setzen. Dies dürfte auch die Zumutbarkeit in einer angepassten Tätigkeit
als äusserst fraglich erscheinen lassen. Der Hinweis im Gutachten, es sollte möglichst
keine Arbeit auf Schulterhöhe vorkommen, stehe im Widerspruch zu den gemessenen
Bewegungsumfängen mit hartem Anschlag. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr.
I._ bezogen auf eine adaptierte Tätigkeit sei nachvollziehbar. Die Schlussfolgerungen
im Gutachten der AEH hingegen seien nicht schlüssig. Der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin legte auch einen Einspracheentscheid der AXA Versicherungen
vom 10. Januar 2013 bei, mit dem der Beschwerdeführerin ab 1. März 2012 eine Rente
bei einem Invaliditätsgrad von 60% zugesprochen worden war. Der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin wies darauf hin, dass er mit einer "60% Rente auch im IV-
Verfahren" einverstanden sei.
B.e Die Beschwerdegegnerin liess sich nicht mehr vernehmen.
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Erwägungen:
1.
Ein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht, wenn die versicherte Person ihre
Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen,
erhalten oder verbessern kann (Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG), wenn die versicherte Person
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40%
arbeitsunfähig gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) und wenn sie nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). Da anzunehmen ist,
dass die Beschwerdeführerin, wäre sie gesund geblieben, weiterhin zu 100%
erwerbstätig gewesen wäre, bemisst sich der Invaliditätsgrad durch einen
Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG), bei dem das Erwerbseinkommen, das sie nach
dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger beruflicher Eingliederungsmassnahmen durch
eine zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Erwerbseinkommen,
das sie erzielen könnte, wenn sie gesund geblieben wäre (Valideneinkommen).
2.
2.1 Die Invalidenkarriere der Beschwerdeführerin besteht in der (hypothetischen)
Ausübung einer ideal behinderungsadaptierten Hilfsarbeit. Relevant für die Bemessung
des zumutbaren Invalideneinkommens ist deshalb nicht die verbliebene
Arbeitsfähigkeit im Reinigungsdienst, sondern die Arbeitsfähigkeit in einer bestmöglich
der Behinderung angepassten Hilfsarbeit. Dieser Umstand ist von den medizinischen
Sachverständigen und von den übrigen mit dem Fall befassten medizinischen
Fachpersonen nicht immer konsequent beachtet worden. Der orthopädische
Sachverständige des MGSG hat im Gutachten vom 24. August 2011 für eine
behinderungsadaptierte Erwerbstätigkeit eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit
angegeben. Er hat eine solche Tätigkeit folgendermassen umschrieben: Körperlich
leicht, ohne regelmässiges Heben oder Tragen von Lasten über 3 kg, ohne Arbeit über
der Horizontalen, ohne repetitive Bewegungen der rechten Schulter. Im Gutachten der
AEH AG vom 30. Juli 2012 ist ebenfalls eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für eine
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behinderungsadaptierte Erwerbstätigkeit angegeben worden. Die Sachverständigen
haben explizit darauf hingewiesen, dass sich ihre Beurteilung mit derjenigen des MGSG
decke. In jenem Gutachten sei einzig die Umschreibung einer behinderungsadaptierten
Erwerbstätigkeit nicht präzis genug gewesen. Adaptiert sei eine Tätigkeit, wenn sie nur
leicht belastend sei, die Arbeitshöhe auf das Bauch-, maximal auf das Brustniveau
beschränkt sei, die rechte Hand lediglich als Hilfshand eingesetzt werden müsse, keine
repetitiven Bewegungen der rechten Hand nötig seien und nur selten eine
Aussenrotationsbewegung nötig sei. Warum die Sachverständigen der AEH AG
allerdings die konkrete Tätigkeit der Beschwerdeführerin im Servicedienst eines
Restaurants als adaptiert betrachtet haben, lässt sich anhand der eben
wiedergegebenen Umschreibung trotz der Beschränkung auf das Tragen einzelner
Getränke und auf das Abkassieren nicht nachvollziehen. Der Operateur Dr. C._ hat
zwar festgestellt, dass der rechte Arm nicht mehr belastbar und immer noch mässig
schmerzhaft sei, dass die Beschwerdeführerin gelegentlich Schmerzmittel einnehme
und dass die rechte Schulter wieder in einem gewissen Umfang beweglich sei, aber er
hat trotzdem eine Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsadaptierten Tätigkeit von
lediglich 15% angegeben. Da die Umschreibung der gesundheitlichen Situation und die
Arbeitsfähigkeitsschätzung weit voneinander abweichen, fehlt eine Begründung für
diese tiefe Arbeitsfähigkeitsschätzung. Möglicherweise hat sich Dr. C._ nicht auf eine
bestmöglich adaptierte Tätigkeit bezogen, sondern an einer Tätigkeit orientiert, die
normalerweise beidhändig ausgeübt wird. Aufgrund dieser Unsicherheit vermag seine
Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht zu überzeugen oder auch nur Zweifel an der Arbeits
fähigkeitsschätzung in den beiden Gutachten zu wecken. Dr. I._ hat die
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in seinem Bericht an den Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin vom 7. November 2012 auf 50% geschätzt. Er hat dies damit
begründet, dass die Beschwerdeführerin die Ruheschmerzen mit VAS 3 und die
Belastungsschmerzen mit bis zu VAS 10 bewertet habe. Diese Schmerzsituation
schliesst seiner Ansicht nach die vollzeitliche Ausübung einer adaptierten
Erwerbstätigkeit aus. Dr. I._ dürfte nicht beachtet haben, dass die aktuelle
Arbeitssituation, welche die Grundlage der Schmerzangaben bei Belastung gebildet
haben dürfte, nicht behinderungsadaptiert ist (auch wenn die Sachverständigen der
AEH AG das Gegenteil behauptet haben), dass die Beschwerdeführerin in der Lage ist,
den eigenen Haushalt weitgehend selbst zu besorgen, obwohl viele Haushaltsarbeiten
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als nicht behinderungsadaptiert zu qualifizieren sind, und dass die Einschätzung der
Stärke der Schmerzen nach einer von 1 bis 10 reichenden Skala notwendigerweise
eine subjektive Gewichtung ist, die zudem nichts darüber aussagt, ob und
gegebenenfalls in welchem Ausmass es der betreffenden Person zumutbar ist, trotz
der Schmerzen zu arbeiten. Unter diesen Umständen vermag die
Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. I._ nicht zu überzeugen. Sie ist auch nicht
geeignet, Zweifel an der Richtigkeit der Arbeitsfähigkeitsschätzung in den beiden
Gutachten zu wecken. Dr. D._ hat sich in seinem Bericht vom 11. Dezember 2012
darauf beschränkt, Widersprüche im Gutachten der AEH AG aufzuzeigen, ohne die
Beschwerdeführerin selbst untersucht zu haben. Er hat auf die im Gutachten
angegebene ausgeprägte Einschränkung der Elevation aktiv und passiv sowie auf die
"massivste" Einschränkung der Abduktion verwiesen, die der im Gutachten
angegebenen Feststellung einer fraglichen Leistungsbereitschaft der
Beschwerdeführerin widersprächen, zumal keine funktionellen Einschränkungen hätten
objektiviert werden können. Dieser Einwand mag teilweise berechtigt sein, ist aber in
Bezug auf Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer adaptierten Erwerbstätigkeit
nicht relevant, denn im Bericht über die EFL ist ausdrücklich darauf hingewiesen
worden, dass die Arbeitsfähigkeitsschätzung auch medizinisch-theoretisch erfolgen
müsse. Zudem erscheint die Feststellung in diesem Bericht, die Beschwerdeführerin
habe sich nicht bis zu ihrer Belastungsgrenze eingesetzt, durchaus plausibel, denn den
die EFL durchführenden Fachpersonen war die Diagnose im Detail bekannt, so dass
sie die objektiven Grenzen der Leistungsfähigkeit in den einzelnen Test durchaus
abschätzen konnten. Auch die Kritik von Dr. D._ vermag deshalb die
Überzeugungskraft der übereinstimmenden Arbeitsfähigkeitsschätzungen in den
beiden Gutachten nicht zu erschüttern.
2.2 Dr. J._ hat in seiner Stellungnahme vom 18. Dezember 2012 aus dem Ausmass
der durch die Sachverständigen der AEH AG festgestellten
Bewegungseinschränkungen den Schluss gezogen, dass die Beschwerdeführerin nur
noch knapp in der Lage sei, ihren Ellbogen in sitzender Stellung auf Sitzhöhe zu setzen.
Ob sich dies mit der Leistung deckt, die von der Beschwerdeführerin im Servicedienst
eines Restaurants erbracht wird, bzw. ob es sich um das Ergebnis einer
Verdeutlichungstendenz der Beschwerdeführerin handelt, ist von Dr. J._ nicht
untersucht worden. Entscheidend erscheint jedoch, dass sich eine optimal
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behinderungsadaptierte Tätigkeit durchaus nach seinen Vorgaben an die Beweglichkeit
und die Einsatzfähigkeit des rechten Arms bzw. der rechten Hand richten kann. Der
Arbeitsmarkt weist erfahrungsgemäss Arbeitsstellen auf, an denen die
Beschwerdeführerin eine volle Leistung erbringen könnte, auch wenn ihre dominante
rechte Hand nur noch als Zudienhand und nur noch bis Sitzhöhe einzusetzen wäre. In
einer solcherart adaptierten Tätigkeit kann auch nach den Vorgaben von Dr. J._ keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehen. Auf die Überlegungen von Dr. J._ im
Hinblick auf die Ausgestaltung einer behinderungsadaptierten Erwerbstätigkeit dürfte
auch der Entscheid der AXA Versicherungen zurückzuführen sein, dass ausgehend von
einem Arbeitsfähigkeitsgrad von lediglich 50% ein Invaliditätsgrad von 60%
anzunehmen sei. Im vorliegenden Zusammenhang ist jedoch von einer mit dem
erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellten
Arbeitsfähigkeitsgrad der Beschwerdeführerin in einer behinderungsadaptierten
Erwerbstätigkeit von 100% auszugehen.
2.3 Die Beschwerdegegnerin ging bei der Bemessung des Valideneinkommens
davon aus, dass die Beschwerdeführerin, wäre sie gesund geblieben, weiterhin für die
Firma E._ tätig gewesen wäre. Die Kündigung auf Ende Oktober 2008 war in einem
Zeitpunkt erfolgt, in welchem die Beschwerdeführerin bereits gesundheitlich
beeinträchtigt und arbeitsunfähig gewesen war (IV-act. 29-12/14). Der zuletzt erzielte
Lohn von Fr. 63'700.-- (2008) für Hilfsarbeiten im Reinigungsdienst - zuvor war sie
langjährig als Hilfslaborantin tätig (vgl. IV-act. 29) - war zwar überdurchschnittlich. Es
fehlt jedoch an konkreten Anhaltspunkten dafür, dass die Beschwerdeführerin diesen
Lohn im Gesundheitsfall nicht weiterhin hätte erzielen können. Der Umstand, dass die
Arbeitgeberin ihr noch Anfang 2008 eine Teilzeittätigkeit im Labordienst angeboten
hatte (IV-act. 29-11/14), spricht dafür, dass eine solche Tätigkeit im Gesundheitsfall
weiterhin möglich gewesen wäre. Das von der Beschwerdegegnerin angenommene
Valideneinkommen ist daher der Invaliditätsbemessung zugrunde zu legen.
2.4 Da die Beschwerdeführerin keine Verweisungstätigkeit aufgenommen hat, welche
ihre zumutbare Arbeitsfähigkeit ausschöpft, ist für die zahlenmässige Bestimmung des
Invalideneinkommens praxisgemäss auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung abzustellen (vgl. BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb). Gemäss LSE-
Tabelle 2008 TA1 beträgt der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven
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Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor bei einer wöchentlichen
Arbeitszeit von 40 Stunden beschäftigten Frauen monatlich Fr. 4'116.-- brutto. Dieser
Betrag ist konkret auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit 2008, d.h. auf
41.6 Stunden, aufzurechnen, woraus ein jährlicher Betrag von Fr. 51'368.-- resultiert.
Nach der Rechtsprechung ist ein Abzug vom Invalideneinkommen gerechtfertigt, wenn
im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine Versicherte, die
gesundheitsbedingt lediglich noch leichtere Hilfsarbeiten ausführen kann, ihre
Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem
erwerblichem Erfolg zu verwerten in der Lage ist. Zudem können weitere persönliche
und berufliche Merkmale (Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad) Auswirkungen auf die Lohnhöhe
haben (vgl. BGE 126 V 75 Erw. 5a mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin kann
Tätigkeiten, welche die rechte Hand belasten, auch dann nicht mehr repetitiv ausüben,
wenn es sich um leichte Arbeit handelt. Auch muss sie unter Umständen nach
langjähriger Tätigkeit in ein neues Tätigkeitsgebiet wechseln (vgl. dazu Urteil des
Bundesgerichts vom 4. August 2008, 8C_404/2007, E. 4.2.2). Im Weiteren ist davon
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin an einem adaptierten Arbeitsplatz nicht das
Durchschnittseinkommen, sondern nur ein tieferes Einkommen erzielen könnte, weil sie
im Vergleich zu gesunden Hilfsarbeiterinnen gewisse Nachteile aufwiese, die ein
potentieller Arbeitgeber als indirekte Lohnnebenkosten taxieren würde. Zu diesen
Nachteilen gehören etwa die Gefahr überdurchschnittlicher Krankheitsabsenzen, die
Unfähigkeit, Überstunden zu leisten oder bei dringendem Bedarf vorübergehend an
einem anderen, nicht adaptierten Arbeitsplatz tätig sein, und ein Bedarf nach
besonderer Rücksichtnahme bei allenfalls schwankender Schmerzsituation. Die
Beschwerdeführerin ist faktisch insofern Einhänderin, als mit dem rechten Arm bzw.
der dominanten Hand nur noch Zudienfunktionen ausgeübt werden können. Zu
beachten sind auch die in den medizinischen Berichten dargelegte Schmerzsituation
sowie das Alter (55 Jahre im Verfügungszeitpunkt). Die Konkurrenznachteile gegenüber
gesunden Hilfsarbeiterinnen, welche dieselbe Tätigkeit ausüben könnten, sind damit
praxisgemäss als überdurchschnittlich zu werten, so dass ein Tabellenlohnabzug von
25% als angemessen erscheint. Damit ergibt sich ein zumutbares Invalideneinkommen
(2008) von Fr. 51'368.--. Eine Aufrechnung auf das Jahr der Verfügung kann
unterbleiben, nachdem auch das Valideneinkommen auf den Verhältnissen des Jahres
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2008 basiert. Aus dem Vergleich von Validen- und Invalideneinkommen resultiert ein IV-
Grad von 39.52% bzw. aufgerundet 40%. Damit hat die Beschwerdeführerin Anspruch
auf eine Viertelsrente.
2.5 Die Anmeldung zum Leistungsbezug datiert vom 4. März 2009. Ein
Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten seit der
Anmeldung (Art. 29 Abs. 1 IVG). Diese Frist ist im vorliegenden Fall am 4. September
2009 abgelaufen, d.h. die Beschwerdeführerin kann frühestens ab September 2009
einen Anspruch auf eine Invalidenrente haben. Dr. C._ berichtete am 14. August
2009, die Beschwerdeführerin sei am 19. Juni 2009 operiert worden. Die Rehabilitation
werde längere Zeit dauern. Während dieser Zeit sei sie zu 100% arbeitsunfähig. Dr.
F._ vom RAD hielt am 15. Juni 2010 fest, mindestens bis Ende 2010 werde keine
Arbeitsfähigkeit bestehen. Bei der Verlaufskontrolle vom 15. November 2010 gab Dr.
C._ sinngemäss weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit an. Am 7. Juni 2011
berichtete der Arzt, der Zustand habe sich durch die Operation deutlich gebessert. Der
rechte Arm sei aber nicht belastbar und immer noch mässig schmerzhaft. Die
Arbeitsfähigkeit adaptiert betrage maximal 15%. Der orthopädische Sachverständige
des MGSG ging von einer Arbeitsfähigkeit adaptiert von 100% ab Januar 2011 aus.
Praxisgemäss ist die Rechtsprechung zu Art. 88a Abs. 1 IVV bei der rückwirkenden
Rentenzusprache analog anzuwenden, d.h. der Anspruch auf eine ganze Rente endet
erst drei Monate nach dem Wegfall der vollständigen Arbeitsunfähigkeit in jeder Art von
Erwerbstätigkeit, also am 31. März 2011. Die Beschwerdegegnerin sprach der
Beschwerdeführerin somit zu Recht für die Periode September 2009 bis und mit März
2011 ausgehend von einer vollständigen Invalidität eine ganze Invalidenrente zu. Ab
April 2011 besteht Anspruch auf eine Viertelsrente.
3.
3.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die
Verfügung vom 31. Mai 2012 (IV-act. 74) insoweit aufgehoben wird, dass der
Beschwerdeführerin ab April 2011 eine Viertelsrente zuzusprechen ist. Zur Festsetzung
der Rentenhöhe ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/14
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St.Galler Gerichte
3.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--
erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem
Ausgang des Verfahrens entsprechend sind sie vollumfänglich der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
3.3 Beim erwähnten Verfahrensausgang wird die bewilligte unentgeltliche
Rechtsverbeiständung gegenstandslos. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende
beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die
Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht
auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das
Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75)
pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint mit Blick
auf vergleichbare Fälle eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP