Decision ID: 347a86ce-14b8-4075-b8d8-9475861574f1
Year: 2008
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Entscheid Versicherungsgericht, 03.04.2008 Art. 17 ATSG; anpassungsweise Renteneinstellung, Würdigung eines formell gravierend mangelhaften medizinischen Gutachtens. Konkret erwiesene Veränderung im Sachverhalt und nicht bloss eine andere Beurteilung des im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustands (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. April 2008, IV 2006/217).
Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Marie
Löhrer; Gerichtsschreiberin Fides Hautle
Entscheid vom 3. April 2008
in Sachen
V._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Alex Beeler, Frankenstrasse 3, Postfach 2219,
6002 Luzern,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rentenrevision
Sachverhalt:
A.
A.a Die 1963 geborene V._ meldete sich am 20./21. Januar 2000 wegen einer
unfallbedingten Schulterverletzung links zum Bezug von Leistungen der
Invalidenversicherung an und beantragte namentlich eine Rente. Sie habe eine Anlehre
als Konfektionsschneiderin gemacht und hernach als Betriebsarbeiterin und als
Serviceangestellte gearbeitet. Gemäss dem Arztzeugnis UVG vom 3. November 1998
hatte sie am 4. Oktober 1998 bei einem Autounfall eine HWS-Distorsion, eine
Kontusion der Schulter links und eine leichte Kontusion von Becken links und
Achsenskelett erlitten. Dr. med. A._, Orthopädische Chirurgie FMH, diagnostizierte in
seinem IV-Arztbericht vom 21. Februar 2000 ein posttraumatisches Cervicalsyndrom,
eine persistierende Impingementsymptomatik linke Schulter und einen Z. n. Defilée-
Erweiterung am 30.06.99. Die Versicherte sei seit dem 4. Oktober 1998 zu 100 %
arbeitsunfähig. Die BEFAS Appisberg berichtete am 8. Dezember 2000 über den
Abklärungsaufenthalt vom 30. Oktober bis 24. November 2000, es bestehe für
angepasste Arbeiten (körperlich und speziell die linke obere Extremität nur leicht
belastende Tätigkeiten, bei denen die linke Hand für wenig belastende Hilfsfunktionen
auf Tischhöhe eingesetzt werden könne) eine Arbeitsfähigkeit von 70 %. In Frage käme
eine Tätigkeit als Änderungsschneiderin, wegen der geringen sozialen Kompetenzen
allenfalls zu Hause auszuüben. Der für den medizinischen Abklärungsteil zuständige
Dr. med. B._, FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, spez.
Rheumatologie, gab an, zumutbar seien intellektuell und körperlich wenig
anspruchsvolle Tätigkeiten mit der Möglichkeit des Einnehmens von
Wechselpositionen ohne längerdauernden Einsatz am PC. Verschiedene alternative
Tätigkeiten könnten aus berufsberaterischer Sicht bei behinderungsunabhängig
geringen verwertbaren Ressourcen nicht vorgeschlagen werden. Der IV-Berufsberater
teilte am 20. Dezember 2000 mit, an einer Massnahme - etwa einer Einarbeitung in den
Arbeitsbereich als Änderungsschneiderin - sei die Versicherte nicht interessiert
gewesen, sondern habe einen Bescheid zu ihrer Rentenberechtigung erwartet.
Daneben wolle sie sich selber um eine Anstellung bemühen. Der Berufsberater stellte
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einen Vergleich zwischen einem Valideneinkommen als Serviceangestellte von
Fr. 48'750.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 25'439.-- an, das er der
Lohnstatistik für die Textilbranche entnommen hatte (bei einer Arbeitsfähigkeit von
70 % und einem Abzug von 10 %). Mit Verfügungen vom 14. November 2001 sprach
ihr die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen schliesslich bei
einem Invaliditätsgrad von 46 % (Valideneinkommen Fr. 46'836.-- und
Invalideneinkommen Fr. 25'439.--) ab 1. Oktober 1999 eine Viertelsrente zu.
A.b Auf Beschwerde hin hob das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die
Verfügungen mit Urteil vom 8. Oktober 2002 auf und wies die Sache zu ergänzenden
Abklärungen an die Verwaltung zurück. Die psychische Situation der Versicherten sei
ergänzend durch einen Facharzt abzuklären. In einem Gutachten zuhanden der
Unfallversicherung vom 18. Januar 2001 hatte die Schulthess Klinik festgehalten, die
Versicherte sei - bei einem chronischen Impingement-Syndrom Stadium II, Verdacht
auf traumatisiertes AC-Gelenk links, Myofascialem Schmerz-Syndrom der oberen
Extremität links, St. nach PW-Selbstunfall als Beifahrerin vom 4.10.98, neurologischer
Untersuchung vom 14.10.98 mit diagnostiziertem cervico-cerebralem Syndrom und
links spondylogener Komponente, und aktuell minimem, für die Gesamtbeschwerden
unwesentlichem Cervicalsyndrom links bei St. nach vermutlich indirektem HWS-
Trauma vom 4.10.98 - in der manuellen körperlichen Arbeit als Serviceangestellte ganz
arbeitsunfähig. Eine Arbeit bei fast vollständigem Verzicht auf den Gebrauch der linken
oberen Extremität für schwere, kraftabhängige Arbeiten sei ganz zumutbar. Als
Konfektionsschneiderin sei die Versicherte zu 80 % arbeitsfähig, kontrollierende und
sortierende Tätigkeiten mit Einsatz der linken oberen Extremität ohne vermehrten
Kraftaufwand (max. 1 bis 2 kg) seien zu 50 % zumutbar.
A.c Dr. med. C._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und
Jugendpsychiatrie, der mit der IV-Begutachtung betraut worden war, gab in seinem
Gutachten vom 4. April 2003 (act. 66), das sich unter anderem auf den Bericht von
Dr. med. D._, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen,
vom 27. März 2003 stützte, bekannt, bei der Versicherten bestehe (erstens) eine leichte
depressive Episode mit somatischem Syndrom, (zweitens) der V. a. eine
Somatisierungsstörung, (drittens) ein chronisches Impingement, (viertens) der V. a. ein
traumatisiertes AC-Gelenk links, und (fünftens) ein myofasziales Schmerzsyndrom der
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oberen Extremität links. Die Versicherte sei gegenwärtig aus psychiatrischer Sicht zu
maximal 50 % arbeitsfähig. Die Arbeitsfähigkeit betrage insgesamt maximal 50 %, und
zwar für körperlich leichte Arbeiten und Tätigkeiten in kleinen, klar umschriebenen
Teams, beispielsweise leichte Näharbeiten mit der rechten Hand unter leichter Mithilfe
des linken Armes. Dr. D._ hatte der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 60 %
bei praktischer Gebrauchsunfähigkeit des linken Armes attestiert, wobei sie nur in
geschütztem Arbeitsumfeld (z.B. Sortier- oder Kontrolltätigkeit kleiner Gegenstände,
bei der die linke Hand nur zum passiven Halten unter Brusthöhe benutzt werden
müsse) einsetzbar sei.
A.d Der IV-Eingliederungsberater verglich am 5. Juni 2003 ein Valideneinkommen von
Fr. 48'750.-- im Jahr 2000 mit einem Invalideneinkommen von Fr. 4'800.--, das sich bei
einer Beschäftigung in geschütztem Rahmen zu 50 % ergebe. Die Arbeitsfähigkeit der
Versicherten sei wohl nur noch im geschützten Rahmen verwertbar, so lasse vor allem
Dr. D._ verlauten und sei es wegen des praktisch vollständig ausfallenden linken
Armes anzunehmen.
A.e Mit Verfügung vom 13. August 2003 sprach die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle
des Kantons St. Gallen der Versicherten ab 1. Oktober 1999 bei einem Invaliditätsgrad
von 90 % eine ganze Invalidenrente zu.
A.f Die Liechtensteinische Invalidenversicherung sah gemäss Vorbescheid vom
21. Oktober 2003 vor, der Versicherten ab 1. Oktober 1999 eine Rente bei einem
Invaliditätsgrad von 90 % zuzusprechen.
A.g Die Unfallversicherung sprach der Versicherten mit Verfügung vom 25. März 2004
eine Komplementärrente bei einem Invaliditätsgrad von 90 % zu.
B.
B.a Am 8. Juli 2005 wurde ein Revisionsverfahren aufgenommen. Nach Angaben der
Versicherten im Fragebogen vom 21. Juli 2005 hat sich ihr Gesundheitszustand nicht
verändert. Als behandelnden Arzt bezeichnete sie Dr. med. E._, Spezialarzt für
Neurologie FMH. Der Arzt erklärte am 22. August 2005, die Versicherte habe ihn am
5. April 2004 letztmals konsultiert. Am 11. November 2005 erstattete er einen
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Verlaufsbericht, nachdem am 27. September 2005 eine ärztliche Kontrolle erfolgt war.
Der Gesundheitszustand der Versicherten sei stationär, die Diagnose habe sich nicht
geändert.
B.b Am 16. Dezember 2005 ersuchte das Ärztliche Begutachtungsinstitut ABI die
Invalidenversicherung um Zustellung der Akten. Der Haftpflichtversicherer des
Autolenkers hatte am 17. Oktober 2005 dort ein Gutachten in Auftrag gegeben.
B.c Die IV-Stelle gab der Versicherten am 5. Januar 2006 bekannt, die Überprüfung
des Invaliditätsgrades habe keine rentenwirksame Änderung aufgezeigt.
B.d Am 14. Juni 2006 machte die Liechtensteinische Invalidenversicherung auf das
ABI-Gutachten vom 14. Februar 2006 aufmerksam, aus dem sich wohl ein wesentlich
niedrigerer Invaliditätsgrad ergeben werde. Die liechtensteinische Versicherung
beschloss, die Rente einzustellen.
B.e Das ABI hatte gemäss dem Gutachten vom 14. Februar 2006 als Diagnosen mit
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit erhoben: (erstens) ein persistierendes subakromiales
Rest-Impingement Schulter links, bei Status nach vermutlich direktem Schultertrauma
bei Verkehrsunfall am 4.10.98 und Status nach offener vorderer Akromioplastik am
30.6.99, und (zweitens) ein leicht bis mässig ausgeprägtes linksseitiges
Zervikobrachialsyndrom bei Zustand nach HWS-Distorsion am 14.10.1998 (wohl:
4.10.1998). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien ein Status nach leichtgradiger
depressiver Episode im Rahmen einer Anpassungsstörung und eine Adipositas bei
labormässig leichter Hepatopathie. Als Serviceangestellte sei die Versicherte voll
arbeitsunfähig. Für sämtliche körperlich leichten Tätigkeiten, die keine Bewegungen der
Arme oberhalb von 60° und hinter der Körperebene verlangten, betrage die
Arbeitsfähigkeit 80 %, bei vollzeitlicher Präsenz. Die Einschränkung der Leistung
beruhe auf einem etwas erhöhten Pausenbedarf (S. 30, 32). Die Intensität der
Beschwerden sei nicht klar abzuschätzen, denn die anamnestischen Angaben über
grosse Schmerzen bei gleichzeitig fast fehlender Analgetikaeinnahme sowie die
objektivierbaren Befunde und die Schmerzäusserungen anlässlich der Untersuchung
(trotz Angabe starker Schmerzen fehle eine vegetative Begleitsymptomatik, S. 16)
würden nicht exakt korrelieren. Auch die Gefühlsstörung und die geltend gemachte
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Schwäche des linken Armes hätten nicht objektiviert werden können (S. 32). Durch die
mögliche Schmerzausweitung sei kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit entstanden. Aus
psychiatrischer und internistischer Sicht bestünden keine Einschränkungen der
Arbeitsfähigkeit.
B.f Nach Rückfrage beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der
Invalidenversicherung stellte der IV-Fachmitarbeiter einen neuen Einkommensvergleich
an. Das Valideneinkommen betrage (für das Jahr 2006) Fr. 52'513.--, das
Invalideneinkommen nach den Tabellen bei einer Arbeitsfähigkeit von 80 % und einem
Leidensabzug von 15 % Fr. 32'272.--. Am 9. August 2006 stellte die IV-Stelle des
Kantons St. Gallen der Versicherten in Aussicht, die Rente bei einem Invaliditätsgrad
von 28 % einzustellen.
B.g Mit Stellungnahme vom 17. August 2006 liess die Versicherte einwenden, der
Neurologe und der Orthopäde des ABI würden von einer ursprünglich höheren
Arbeitsfähigkeit ausgehen. Es handle sich lediglich um eine andere Beurteilung. Eine
Verbesserung sei nicht eingetreten. Das Gutachten sei ausserdem nicht schlüssig. Sie
leide immer noch unter erheblichen Beschwerden, die keine ausgedehntere
Erwerbstätigkeit zuliessen.
B.h Mit Verfügung vom 21. September 2006 stellte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen
den Rentenanspruch der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 28 % (auf Ende
Oktober 2006) ein. Das Valideneinkommen 2006 mache Fr. 52'513.--, das
Invalideneinkommen Fr. 37'968.-- aus. Die liechtensteinische Versicherung hatte die
Einstellung am 14. September 2006 bei einem Invaliditätsgrad von 37 % verfügt.
C.
Gegen die Verfügung vom 21. September 2006 richtet sich die von Rechtsanwalt lic.
iur. Alex Beeler für die Betroffene am 19. Oktober 2006 erhobene Beschwerde. Der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragt, die Verfügung aufzuheben und
festzustellen, dass sie weiterhin Anspruch auf die mit Verfügungen vom 13. August
2003 zugesprochenen Renten habe, unter Entschädigungsfolgen. Dem ABI-Gutachten
komme kein Beweiswert zu. Der neurologische Gutachter habe bestätigt, dass sein
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(beigelegtes) Teilgutachten ohne Rücksprache mit ihm abgeändert worden sei. Es
seien die (weiteren) Teilgutachten zu edieren. Dem Gutachten könne keine
Glaubwürdigkeit und Seriosität beigemessen werden. Den Gutachtern habe ausserdem
kein einziges HWS-Röntgenbild zur Verfügung gestanden. Das MRI der Schulter sei
bereits sechs Jahre alt gewesen. Die Sachverhaltsabklärung sei daher ungenügend.
Die geltend gemachte Verbesserung könne mit dem Gutachten nicht bewiesen werden.
Die Beurteilung des psychiatrischen Gutachters sei für die Invalidenversicherung nicht
brauchbar, da er die psychischen Beschwerden, die nach seiner Auffassung nicht
unfallkausal seien, nicht habe berücksichtigen müssen. Eine Verbesserung des
Gesundheitszustandes behaupte er im Übrigen nicht. Auch seien die Symptome
unbestritten, würden aber anders beurteilt. Die Beurteilung von Dr. C._ sei aber nach
der Beurteilung des RAD korrekt. Ein Revisionsgrund bestehe aus psychiatrischer Sicht
nicht. Der orthopädische Gutachter berichte von einem seit Jahren weitestgehend
unveränderten Verlauf, weshalb auf die Anfertigung neuer Bilddokumente verzichtet
werde. Der Hinweis auf die angeblich korrekte Beurteilung im Gutachten der
Schulthess Klinik zeige, dass der ABI-Hauptgutachter nicht von einer Veränderung
ausgegangen sei, sondern die Beurteilung von Dr. D._ für nicht korrekt halte. Eine
Revision sei daher unzulässig und die Verfügung aufzuheben. Gegen das
Valideneinkommen von Fr. 52'513.-- und das Grund-Invalideneinkommen von
Fr. 47'460.-- sei nichts einzuwenden. Hingegen sei zusätzlich ein Leidensabzug
vorzunehmen. Das Eidgenössische Versicherungsgericht habe in einem Entscheid vom
7. August 2001 (wohl: SVR 2002 UV Nr. 15, 47) festgehalten, bei einer Person mit einer
Schulterverletzung, die quasi nur noch einarmig tätig sein könne, sei ein Leidensabzug
von 25 % vorzunehmen. Damit ergäbe sich ein maximales Invalideneinkommen von
Fr. 23'476.-- und ein Invaliditätsgrad von mindestens 46 %. Der neurologische
Gutachter hatte der Beschwerdeführerin in seinem Teilgutachten vom 3. Januar 2005
aus neurologischer Sicht in einer angepassten Tätigkeit (ohne Schultergürtelbelastung
und mit nur geringer Belastung des adominanten linken Armes) eine Arbeitsfähigkeit
von 80 % attestiert. Im Haushalt liege eine Einschränkung bei den schweren Arbeiten
vor, die gesamthaft auf 25 % einzuschätzen sei. Die medizinisch-theoretische
Invalidität hatte er auf 20 % geschätzt.
D.
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D.a Die Beschwerdegegnerin hat am 8. Dezember 2006 eine Stellungnahme des RAD
vom 5. Dezember 2006 und eine Anfrage an das ABI vom gleichen Tag eingereicht.
D.b In ihrer Beschwerdeantwort vom 16. Februar 2007 beantragt die
Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Der Invaliditätsgrad der
Beschwerdeführerin werde ausschliesslich anhand des Einkommensvergleichs
bestimmt, weshalb die den Haushaltbereich betreffenden Rügen nicht zu
berücksichtigen seien. Das ABI-Gutachten habe die Arbeitsfähigkeitsschätzung des
neurologischen Gutachters wörtlich übernommen. Es genüge im Übrigen, wenn das
Gutachten von allen Gutachtern unterzeichnet sei. Das ABI habe die fehlenden
Unterschriften am 30. Oktober 2006 beigebracht. Diejenige des neurologischen
Gutachters habe nicht eingeholt werden können, da er nicht mehr in der Institution
arbeite. Das schade allerdings nicht, weil sein Teilgutachten vorliege und die
Übereinstimmung überprüft werden könne. Das ABI habe in einer Stellungnahme vom
24. Januar 2007 dargelegt, eine Indikation zu bildgebenden Massnahmen der HWS
(nämlich das Vorliegen entsprechender klinischer Korrelate) habe - bei minimaler
Degeneration im MRI vom 19. März 1999 - nicht bestanden. Aufgrund des
geschilderten Verlaufs und der objektivierbaren Untersuchungsbefunde sei ausserdem
davon auszugehen gewesen, dass sich seit September 2000 keine bildgebend
dokumentierbare Veränderung an der Schulter ergeben habe. Solche Verfahren führten
im Übrigen in vielen Fällen zu Befunden, die keine klinische Relevanz besässen, aber
zur Verunsicherung des Patienten beitrügen. Aus den Schilderungen zum psychischen
Gesundheitszustand gehe des Weiteren eindeutig hervor, dass dieser umfassend, und
nicht allein auf die Unfallkausalität hin untersucht worden sei. Die psychische
Symptomatik habe sich offensichtlich seit der Verfügung vom 13. August 2003
erheblich verbessert. Auch aufgrund der wesentlich verbesserten Befunde im Bereich
der linken Schulter sei ein Revisionsgrund gegeben. Auf das ABI-Gutachten sei
vollumfänglich abzustellen. Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin betrage 80 %.
Sowohl für das Validen- wie das Invalideneinkommen könne auf den selben
Tabellenlohn abgestellt werden. Bei 80 % Arbeitsfähigkeit und einem Abzug von 10 %
ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 28 %.
E.
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Mit Replik vom 12. März 2007 bringt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vor,
es wäre für das Begutachtungsinstitut ein Leichtes gewesen, von allen Teilgutachtern
eine Bestätigung korrekter Wiedergabe einzuholen, und zwar auch vom neurologischen
Gutachter, obwohl er nicht mehr in der betreffenden Institution arbeite. Verwaltung und
Gerichte seien auf eine seriöse Arbeitsweise der medizinischen Experten angewiesen.
Die vorliegenden Ungereimtheiten seien mit diesem Anspruch nicht vereinbar. Bei der
Begutachtung durch Dr. D._ hätten radiologisch objektivierbare Befunde vorgelegen,
derentwegen die entsprechende Einschränkung attestiert worden sei. Wenn eine
Verbesserung eingetreten sein sollte, müssten die objektivierbaren Beschwerden
nachgelassen haben. Ein solcher Nachweis bedürfe einer radiologischen Abklärung.
Das ABI habe aber offensichtlich lediglich eine andere Beurteilung vorgenommen. Das
gelte auch für die psychiatrische Beurteilung, die allerdings weniger ins Gewicht falle,
weil die von Dr. D._ attestierte Einschränkung von 60 % zur Berentung geführt habe.
Hilfsarbeiten im Produktions- und Dienstleistungssektor wiesen einen hohen Anteil an
repetitiven Tätigkeiten auf, die gerade die schmerzhafte Schultereinschränkung der
Beschwerdeführerin noch verstärkten. Es sei daher ein Abzug von 25 % am Platz.
F.
Die Beschwerdegegnerin hat am 19. März 2007 auf die Erstattung einer Duplik
verzichtet.

Erwägungen:
1.
1.1 Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen
Verfügung vom 21. September 2006 entwickelt hat, sind die auf den 1. Januar 2008 in
Kraft getretenen Rechtsänderungen nicht anwendbar.
1.2 Im Streit liegt die Verfügung vom 21. September 2006, mit welcher die
Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin bei einem
Invaliditätsgrad von 28 % anpassungsweise einstellte.
2.
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2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 gültig
gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 %
besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die Bemessung der Invalidität von
erwerbstätigen Versicherten ist gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (in der vom 1. Januar 2004
bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) Art. 16 ATSG anwendbar.
2.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur
Rentenrevision gibt nach der auch unter dem ATSG massgeblichen Rechtsprechung
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist
nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich
gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f.
E. 3.5). Eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich
gebliebenen Sachverhaltes stellt dagegen praxisgemäss keine revisionsbegründende
Änderung dar (BGE 112 V 372 E. 2b; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 203). Ob eine
revisionsbegründende Änderung eingetreten ist, beurteilt sich nach einer neuen
Rechtsprechung durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten (der
versicherten Person eröffneten) rechtskräftigen Verfügung bestand, welche auf einer
materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten
für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht
(BGE 133 V 108), mit demjenigen zur Zeit der streitigen Neubeurteilung (BGE 130 V 351
E. 3.5.2; BGE 125 V 369 E. 2).
3.
Bei der Zusprechung der ganzen Rente bei einem Invaliditätsgrad von 90 % am
13. August 2003 war die Beschwerdegegnerin von einer Arbeitsfähigkeit der
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Beschwerdeführerin von 50 % für eine Tätigkeit in geschütztem Rahmen
(Invalideneinkommen Fr. 4'800.--) ausgegangen. Gemäss dem Gutachten von Dr. C._
vom 4. April 2003 hatte die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bei maximal 50 %
gelegen, und zwar für körperlich leichte Arbeiten und Tätigkeiten in kleinen, klar
umschriebenen Teams. Auch aus psychiatrischer Sicht hatte gemäss diesem
Gutachten eine auf maximal 50 % beschränkte Arbeitsfähigkeit bestanden. Daneben
hatten (unter somatischen Gesichtspunkten) eine Arbeitsfähigkeitsschätzung von
Dr. A._ vom 21. Februar 2000 von null, der BEFAS Appisberg (vgl. Dr. B._) vom
8. Dezember 2000 von 70 % für körperlich und speziell die linke obere Extremität nur
leicht belastende Tätigkeiten, bei denen die linke Hand für wenig belastende
Hilfsfunktionen auf Tischhöhe eingesetzt werden könne, und der Schulthess Klinik vom
18. Januar 2001 von 80 % als Konfektionsschneiderin sowie von 50 % für angepasste
Kontroll- oder Sortierarbeiten vorgelegen. Der Invaliditätsbemessung lag die Annahme
zugrunde, die Restarbeitsfähigkeit sei lediglich noch in geschütztem Rahmen
verwertbar.
4.
4.1 Anlass zur Anpassung bot der Beschwerdegegnerin das zuhanden des
Haftpflichtversicherers erstellte ABI-Gutachten vom 14. Februar 2006. Danach ist der
Beschwerdeführerin bei vollzeitlicher Präsenz eine Arbeitsfähigkeit von 80 % zumutbar,
und zwar für sämtliche körperlich leichten Tätigkeiten, die keine Bewegungen der Arme
oberhalb von 60° und hinter der Körperebene verlangen. Die Leistungsreduktion
ergebe sich wegen eines etwas erhöhten Pausenbedarfs.
4.2 Das Gutachten wird zunächst in seinem Beweiswert als solchem beanstandet. Es
stützt sich auf eine Kenntnisnahme von den umfangreichen medizinischen Vorakten,
von der Anamnese und von den angegebenen Beschwerden sowie auf eigene
Untersuchungen der Gutachter. Die Abklärung erfolgte unter orthopädischer
Fallführung und Einbezug eines neurologischen und eines psychiatrischen
Teilgutachtens. Die Teilgutachten wurden in das Gutachten integriert, ohne dass sie als
solche beigefügt worden wären. Das Gutachten wurde von keinem der beteiligten
Gutachter selber, sondern vom visierenden Arzt als solchem und in Vertretung der
beteiligten Begutachter unterzeichnet. Nachträglich haben der fallführende Orthopäde
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und der psychiatrische Gutachter das Gutachten noch unterschrieben (vgl. Beilage
zum Schreiben des ABI vom 30. Oktober 2006), nicht aber der Neurologe. Der
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat dessen Teilgutachten mit der Beschwerde
eingereicht und geltend gemacht, der Neurologe habe bestätigt, sein Teilgutachten sei
ohne Rücksprache mit ihm abgeändert worden. Der Gutachter hatte in einem
Schreiben an ihn vom 26. September 2006 erklärt, tatsächlich fänden sich
bedauerlicherweise im Gutachten der Beschwerdeführerin Abweichungen.
4.3 Ein Vergleich des Teilgutachtens und dessen Wiedergabe im Gesamtgutachten
zeigt, dass anstelle des Satzes: "Im Haushalt besteht eine Beeinträchtigung, die ich in
etwa den schweren Haushaltarbeiten auf 25 % einschätze." (Teilgutachten S. 8 unten)
der Satz steht: "Im Haushalt besteht eine Beeinträchtigung bei den schweren
Haushaltarbeiten, die gesamthaft auf 20 % einzuschätzen ist." (S. 18). Die Übertragung
ist an dieser Stelle nicht wörtlich und im Prozentsatz falsch.
4.4 Im Gesamtgutachten ist die Frage nach der Arbeitsfähigkeit im Haushalt im
Ergebnis - vor der Auseinandersetzung mit den detaillierten einzelnen Betätigungen -
so beantwortet, dass dabei körperlich belastende Tätigkeiten und Arbeiten mit
Bewegungen des linken Armes oberhalb der Horizontalen ausgeschlossen seien,
welche in einem durchschnittlichen Haushalt 20 % nicht überschreiten dürften. Im
neurologischen Teilgutachten war die Auffassung vertreten worden, insgesamt sei von
einer 25%igen Einschränkung in der Tätigkeit als Hausfrau auszugehen. Diese
Diskrepanz in der Beurteilung zwischen Untergutachten und Gesamtgutachten erklärte
das ABI in der Stellungnahme vom 24. Januar 2007, indem es ausführte, die veränderte
Einschätzung begründe sich durch die übereinstimmende Beurteilung der übrigen
beteiligten Gutachter, die teilweise einen Haushalt mit Kindern führten oder zumindest
mitführten, wonach der Anteil körperlich schwerer Arbeiten in einem durchschnittlichen
Haushalt höchstens 20 % betrage. Der Neurologe habe Einschränkungen nur bei den
schweren Haushaltarbeiten für gegeben gehalten und habe sich ausserdem mit dem
verwendeten Ausdruck "in etwa" nicht auf einen ganz exakten Prozentsatz festgelegt.
Während im Gutachten unter Ziff. 6 festgehalten worden war, die Konklusion dieses
Gutachtens sei durch einen multidisziplinären Konsensus mit den oben erwähnten
Untersuchern erarbeitet worden (S. 28), ist gemäss der Stellungnahme vom 24. Januar
2007 von einem Konsens der übrigen Gutachter - ohne den Neurologen - auszugehen,
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worauf auch dessen Schreiben vom 26. September 2006 schliessen lässt. Die
Bemerkung in Ziff. 6 des Gesamtgutachtens, es habe Gesamtkonsens vorgelegen, war
demnach unzutreffend. Des Weiteren lässt sich festhalten, dass in der
Gesamtbeurteilung des Gutachtens die medizinisch-theoretische Invalidität der
Beschwerdeführerin mit 15 % bewertet wurde, während der Neurologe diese auf 20 %
eingeschätzt hatte. Diese im Vergleich zu dessen Standpunkt geänderte
Schlussfolgerung hatte ihren Grund gemäss der Stellungnahme des ABI vom
24. Januar 2007 (Ziff. 1b, S. 2) darin, dass das Mass der Einschränkung auf die
massgeblichen Suva-Tabellen für die Integritätsschäden musste abgestützt werden
können.
4.5 Das Gutachten ist daher in zweierlei Hinsicht mit einem Mangel behaftet. Es
stammt offenbar aus einer Zeit, da von Konsensbesprechungen unter Beteiligung aller
Teilgutachter in unzulässiger Weise nach Gutdünken abgesehen wurde. Es kann z.B.
nicht angehen, dass die ganzheitliche Beurteilung des Gesundheitszustands nur mit
einem Teil der Teilgutachter durchgeführt wird, oder dass ein verantwortlicher, allein
unterzeichnender Gutachter stellvertretend und eigenmächtig aus den Teilgutachten
eine Gesamtmeinung ableitet, diese aber als Gesamtmeinung wiedergibt. Ganz
entschieden muss missbilligt werden, wenn eigenmächtig an
Arbeitsfähigkeitsschätzungen von Teilgutachten herumkorrigiert wird, um das
Gesamtresultat "auszuglätten", wie das hier offenbar geschehen ist.
4.6 Mit Blick auf die festgestellten Mängel fragt sich, ob diese Mangelhaftigkeit dazu
führen müsse, dem Gutachten wegen formeller Mängel jede Beweiskraft
abzusprechen. Das Gericht hält dafür, dass der grob fehlerhafte Begutachtungsablauf
nur hingenommen werden kann, weil die in Frage stehenden Differenzen geringfügig
und nicht rentenerheblich erscheinen. Die materiellen Retuschen sind aus der Sicht der
Invalidenversicherung als völlig unnötig zu bezeichnen, und die Offenlegung der
Differenzen wie auch des konkreten "abgekürzten" Begutachtungsablaufs hätte in den
konkreten Umständen die Überzeugungskraft der Begutachtung nicht gefährden
können. Im Gegenteil wäre der offene Hinweis auf die abweichende Bemessung der
"medizinisch-theoretischen Invalidität" wegen ihrer Bedeutung für den UVG-
Integritätsschaden sachdienlich gewesen. Daraus folgt, dass der Beweiswert des
Gutachtens wegen der Verfahrensfehler nicht von vornherein zerstört ist (vgl. etwa den
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Entscheid des Bundesgerichts i/S D. vom 4. Mai 2007, I 1051/06). Offen ist, ob das
mangelhafte Gutachten trotz der gerügten Fehler im Ergebnis den Anforderungen der
Praxis an eine aussagekräftige Expertise (BGE 125 V 352; Entscheid des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S D. vom 26. Januar 2006, I 268/05) genügen
kann. Trifft das zu, so käme eine Rückweisung zur Neubegutachtung einem
verfahrensökonomischen Leerlauf gleich, der weder der Beschwerdeführerin noch der
Beschwerdegegnerin zugemutet werden kann.
5.
5.1 Der materielle Gehalt des Gutachtens erscheint verlässlich und stichhaltig. Auch
der Neurologe war in seinem Teilgutachten zu der (im Gesamtgutachten bestätigten)
Auffassung gelangt, die Beschwerdeführerin sei in einer angepassten Tätigkeit ohne
Schultergürtelbelastung und mit nur geringer Belastung des adominanten linken Armes
zu 80 % arbeitsfähig. Der Psychiater, welcher das Gutachten noch im Nachhinein
unterzeichnet hat, hat keine die Arbeitsfähigkeit beeinflussende psychiatrische
Diagnose gestellt. Die Begründungen sind nachvollziehbar, widerspruchsfrei und
überzeugend. Das Ergebnis wäre auch bei strikter Einhaltung der üblichen
Begutachtungsmodalitäten nicht anders herausgekommen.
5.2 Hieran vermag insbesondere nichts zu ändern, dass die Beschwerdeführerin die
Abklärung als ungenügend rügen lässt, weil keine aktuellen Bilder von Halswirbelsäule
und Schulter erstellt worden seien. Im Gutachten wird dies mit einem jahrelang
unveränderten Verlauf erklärt, eine detailliertere Begründung der fehlenden Indikation
gab der Gutachter in der Stellungnahme vom 24. Januar 2007 ab. Der Entscheid,
welche Abklärungsmassnahmen notwendig und geeignet sind, gehört in die ärztliche
Beurteilung. Vorliegend erscheint er ausreichend plausibel und es besteht kein
Anhaltspunkt für die Annahme, der Verzicht auf den Einsatz bildgebender Verfahren sei
nicht sachgerecht gewesen. Auf das Ergebnis der Begutachtung kann demnach
vorliegend abgestellt werden.
6.
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6.1 Strittig ist des Weiteren, ob das Gutachten eine Verbesserung des
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin aufzeige oder ob die Gutachter, wie die
Beschwerdeführerin geltend macht, diesen lediglich anders beurteilt haben als
Dr. C._. In somatischer Hinsicht lässt sich feststellen, dass das ABI-Gutachten eine
weitgehende Übereinstimmung mit der Beurteilung durch die Schulthess Klinik von
2001 beschreibt, sowohl was die Diagnosestellung als auch was die
Arbeitsfähigkeitsschätzung betreffe (S. 31). Der neurologische Gutachter bezog sich
ausserdem auf die medizinische Einschätzung anlässlich des BEFAS-Aufenthalts
(S. 18). Der orthopädische ABI-Gutachter hielt dafür, der Verlauf sei seit Jahren
weitestgehend unverändert gewesen (S. 27). Ersichtlich ist, dass die Abduktion der
Schulter aktiv in beiden Vergleichszeitpunkten auf 80°möglich war (passiv beim ABI
allerdings höher, nämlich 110°; S. 24 und act. 66-12/15). In der Stellungnahme vom
24. Januar 2007 wird dargelegt, die von Dr. D._ diagnostizierte "zervikobrachiale
Dysästhesie mit hochgradiger (funktioneller?) motorischer Innervationsstörung des
linken Armes" habe sich fachärztlich-neurologisch nicht bestätigen lassen, so dass es
sich retrospektiv wohl um eine rein funktionelle Einschränkung gehandelt haben müsse,
wie dies Dr. D._ bereits in Erwägung gezogen habe. Das würde erklären, weswegen
er einen praktisch gebrauchsunfähigen Arm habe vorfinden können. Dies sei aber ganz
offensichtlich nur im Überkopfbereich strukturell durch objektive Befunde begründbar.
Unter psychiatrischem Aspekt ist zu berücksichtigen, dass der ABI-Gutachter ebenso
wie Dr. C._ von einer Schmerzfehlverarbeitung ausgeht, dass er aber dessen
Diagnosestellung (leichte depressive Episode mit somatischem Syndrom und Verdacht
auf Somatisierungsstörung) für nicht gerechtfertigt hält. All diese Elemente deuten
darauf hin, dass die ABI-Gutachter eine andere Beurteilung des im Wesentlichen gleich
gebliebenen Gesundheitszustandes abgegeben haben könnten.
6.2 Anderseits erklärten die ABI-Gutachter allerdings, (auch) das (von Dr. D._
diagnostizierte) posttraumatische Zervikalsyndrom sei nur noch als leicht bis höchstens
mittelgradig anzusehen (S. 31). In der Stellungnahme vom 24. Januar 2007 wird die
Behauptung, dass die Beurteilung von Dr. D._ als unzutreffend bezeichnet worden
sei, als nicht nachvollziehbar betrachtet. Was den psychiatrischen Zustand betrifft,
wurde im ABI-Gutachten dargelegt, die deutliche Abweichung im Vergleich zur
Beurteilung durch Dr. C._ erkläre sich dadurch, dass sich keine depressiven
Verstimmungszustände mehr hätten erheben lassen. Das lasse sich durch die aktive
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Lebensführung bestätigen (S. 30 f.). Dr. C._ hatte unter anderem noch festgestellt,
affektiv sei lediglich ein knapp genügender Rapport herstellbar, die Beschwerdeführerin
habe affektlabil bis
-instabil mit leicht gedrückter Grundstimmung und in Mimik und Gestik verarmt
gewirkt, das Denken sei formal leicht verlangsamt gewesen, es habe eine
geringgradige Hoffnungs-, Energie- und Perspektivelosigkeit bestanden, unterschwellig
sei die Beschwerdeführerin verbal leicht fremdaggressiv gewesen. Bei der ABI-
Begutachtung hingegen konnten eine ausgeglichene Stimmung und adäquate Mimik
und Gestik vorgefunden werden; eine Verminderung der affektiven
Modulationsfähigkeit oder der Vitalität musste nicht festgestellt werden. Insofern ist
demnach zumindest eine gewisse Veränderung der Befunde im Sinne einer
Verbesserung erfolgt. Diagnostiziert wurde denn auch vom psychiatrischen Gutachter
ein die Arbeitsfähigkeit nicht tangierender Status nach leichtgradiger depressiver
Episode im Rahmen einer Anpassungsstörung. Auf eine eigentliche Veränderung im
Sachverhalt deutet ausserdem auch hin, dass die Beschwerdeführerin nach Angaben
im ABI-Gutachten seit damals ca. zwei Jahren - d.h. seit etwa Februar 2004 - mit
gelegentlicher Ausnahme von Schmerzpflastern keine Medikation mehr verwendet
(S. 10). Es ist offenbar auch eine gewisse "Angewöhnung" (S. 30) eingetreten. Nach der
ursprünglichen Schätzung war die Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen zu 50 %
eingeschränkt, gemäss der ABI-Beurteilung aus psychischen Gründen nicht mehr.
6.3 Unter diesen Umständen ist ausgewiesen, dass sich im massgeblichen Zeitraum
insgesamt eine erhebliche Verbesserung im gesundheitlichen Zustand mit Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit eingestellt hat, womit eine Anpassung der Verfügung vom
13. August 2003 gerechtfertigt erscheint.
7.
7.1 Die Ermittlung des Invaliditätsgrades erfolgt im Revisionsverfahren nach den
allgemeinen, für die Invaliditätsbemessung geltenden Vorschriften. Gemäss Art. 16
ATSG wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
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Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
7.2 Was das Valideneinkommen betrifft, ist die Beschwerdegegnerin für das Jahr 2006
von einem Betrag von Fr. 52'513.-- ausgegangen, der unbestritten geblieben ist. Wird
aus der Arbeitgeberbescheinigung vom 2. Februar 2000 (IV-act. 9) geschlossen, dass
die Beschwerdeführerin auch noch im Jahr 2000 ein Einkommen von Fr. 48'750.--
erzielt hätte, so errechnet sich anhand der Tabelle T1.39 der Lohnentwicklung 2006 bei
Anpassung an die Nominallohnentwicklung der Frauenlöhne bis in jenes Jahr ein
Betrag von Fr. 53'803.--.
7.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher eine versicherte
Person konkret steht. Ist - wie hier - kein tatsächlich erzieltes, zumutbares
Erwerbseinkommen vorhanden, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt
des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue
Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so dürfen nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne
beigezogen werden (vgl. BGE 124 V 321 E. 3b/aa). Das rechtfertigt sich vorliegend. Es
kann davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführerin auf einem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausreichend viele adaptierte Arbeitsmöglichkeiten offen
stehen. Gemäss der Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE 2006
des Bundesamtes für Statistik konnten Frauen mit einfachen und repetitiven
Tätigkeiten im privaten Sektor in jenem Jahr durchschnittlich (statistisches Mittel,
Zentralwert; vgl. AHI 1999 S. 50) Fr. 48'228.-- (12mal Fr. 4'019.--) verdienen. Bezogen
auf die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von damals 41.7 Stunden (statt
40 Stunden, wie sie der Tabelle TA1 zugrunde liegen) macht dies Fr. 50'277.-- aus. Das
Invalideneinkommen beträgt damit bei der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von
80 % Fr. 40'222.-- und der ohne Abzug berechnete Invaliditätsgrad 25 %. Die
Beschwerdeführerin ist in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt auf körperlich leichte
Tätigkeiten, die keine Bewegungen der Arme oberhalb von 60° und hinter der
Körperebene verlangen. Sie kann aber ein volles Pensum einhalten. Der erhöhte
Pausenbedarf ist bereits in der medizinischen Arbeitsfähigkeitsschätzung enthalten.
Selbst wenn aber unter diesen Umständen ein Abzug von - höchstens - 10 % am Platz
wäre, ergäbe sich mit rund 33 % ein Invaliditätsgrad, der einen Rentenanspruch
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ausschlösse. Da der Beschwerdeführerin ein blosser Wechsel von einer Hilfstätigkeit in
eine andere möglich wäre, ist anzunehmen, dass die früher bestehende
Erwerbsunfähigkeit sich - ohne dass Eingliederungsmassnahmen nötig wären -
rentenausschliessend verringert hat.
7.4 Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung
von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie
voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen,
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und
voraussichtlich weiterhin andauern wird. Nach Art. 88 Abs. 2 lit. a IVV erfolgt die
Herabsetzung oder Aufhebung der Renten frühestens vom ersten Tag des zweiten der
Zustellung der Verfügung folgenden Monats an. Die angefochtene
Anpassungsverfügung (Renteneinstellung) erweist sich daher als rechtmässig.
8.
8.1 Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.
8.2 Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu
bezahlen, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festgelegt
werden (Art. 69 Abs. 1 IVG, vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP). Diese sind ermessensweise auf
Fr. 600.-- zu veranschlagen. Mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe
sind diese Kosten getilgt.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht