Decision ID: 3b307a37-bd06-45d3-a079-7019592071cd
Year: 2015
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
X._
, gebor
en 1956, war seit
1.
Januar 2005
bei der
Y._
GmbH
,
Z._
, als M
aurer
tätig (
Urk.
6/18
Ziff.
2.1,
Ziff.
2.7
)
.
Unter
Hinweis auf Rückenprobleme meldete sich der Versicherte am
1.
Januar 2014
bei
der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/1
Ziff.
6.5
). Die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizini
sche und erwerbl
iche Situation ab, zog Akten des Krankentaggeld
- und des
Unfallver
sicherers
bei (
Urk.
6/2 und
Urk.
6/16
) und
verneinte nach
durchge
führt
em
Vor
bescheidverfahren
(
Urk.
6/22;
Urk.
6/25
) mit Verfügung vom
5.
November 2014
einen Rentenanspruch (
Urk.
6/28 =
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am
2.
Dezember 2014
Beschwerde
gegen die Verfügung
vom
5.
November 2014 (
Urk.
2) und beantragte
sinngemäss
, diese sei aufzuhe
ben
und es sei
en weitere fachärztliche Abklärungen vorzunehmen
(
Urk.
1 S.
1 f.
).
Die IV-Stelle beantra
gte mit Beschwerdeantwort vom 2
6.
Januar 2015 (
Urk.
5
)
die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 2
4.
Febru
ar 2015 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7).
Mit Eingabe vom 3. März 2015 (Urk. 8) reichte der Beschwerdeführer dem Gericht eine Ergänzung zur Beschwerde ein.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der
Invaliditäts
grad
gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund ei
nes Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalidenein
kommen
),
in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Vali
deneinkommen
). Der
Einkommensver
gleic
h
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander ge
genübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invalidi
tätsgrad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit,
die Arbeits
unfähigkeit von 50
%
in der
Tätigkeit
als Maurer
seit dem
1.
Juni 2013
sei nach
vollziehbar.
Hingegen sei es dem Beschwerdeführer zumutbar
,
einer
behin
de
rungs
angepassten
Tätigkeit im Umfang von 100
%
nachzugehen.
Nachdem er sogar die sicher nicht rückenschonende Tätigkeit als Kundenmau
r
er noch zu 50
%
ausüben könne und keine weiteren Einschränkungen vorhanden seien, bestünden keine Hinweise auf Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in einer kör
perlich leichten, behi
nderungsangepassten Tätigkeit.
Unter Berücksichtigung eines
leidensbedingten Abzuges von 15
%
resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 25
%
(
Urk.
2
S. 1 f.
,
Urk.
5 S. 1
).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend, gemäss hausärztlicher Verordnung dürfe er lediglich leichtere körperliche Tätig
keiten zu einem Pensum von 50
%
ausüben und müsse längere
Erholungspha
se
n
einhalten. Es sei ihm daher keine Vollzeitbeschäftigung möglich. Weshalb daher
von einer Arbeitsfähigkeit von 100
%
in behinderungsangepasster Tätig
keit aus
gegangen werde, könne er nicht nachvollziehen. Das Belastungsprofil sei erstellt worden, ohne dass eine unabhängige Stelle dieses überprüft hätte. Sein Zustand
müsse von einer unabhängigen Fachkraft
unter Berücksichtigung sämtlicher me
di
zinischer Unterlagen
genau
beurteil
t
werden (S. 1 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invali
denrente und in diesem Zusammenhang, ob die Beschwerdegegnerin den medi
zinischen Sachverhalt genügend abgeklärt hat.
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Oberarzt der
Klinik B._
,
stellte in seinem
Bericht vom
6.
Januar 2011 (
Urk.
6/2/4-5 =
Urk.
6/17/10-11)
folgende Diagno
sen
(S. 1)
:
Status nach
interlaminären
Fensterung L4/5 mit
Rezessotomie
und Ent
fernung einer
Diskushernie am
1.
November 2010
Status nach Revisionsfensterung L5/S1 links und Entfernung der Re
zidiv-Diskushernie am 2
1.
Juli 2005
Status nach Dekompression L5/S1 mit
Rezessotomie
S1 am
5.
Juli 2000
Dr.
A._
führte aus, der Patient habe im Rahmen der postoperativen Kon
trolle berichtet
, er sei seit der Operation beschwerdefrei.
Das Gangbild sei flüssig und die Narbe lumbal reizlos. Es bestehe kein sensomotorisches Defizit der un
te
ren Extremitäten. Das postoperative Ergebnis sei regelrecht und der Patient schmerzfrei. Der Patient könne sich nun
zunehmends
belasten. Nachdem er eine
schwere Tätigkeit habe, sei die Arbeitsunfähigkeit bis zum 1
5.
Januar 2011 ver
längert worden. Aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht sei dies der Abschluss der Behandlung (S. 1 f.).
3.2
Dr.
med.
C._
,
Facharzt für Innere Medizin, stellte in seinem
Bericht vom 2
4.
Februar 2014 (
Urk.
6/17/5-9)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(
Ziff.
1.1):
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom
Status nach Dekompression L5/S1 links und
Rezessotomie
2000
Status nach Revisionsfensterung L5/S1 links und Entfernung der
Re
zidivdiskushernie
2005
Diskushernienoperation
L4/5 links 2010
Status nach Sturz vom Gerüst mit Commotio cerebri, Schädelkontusion mit kleiner Kontusionsblutung links frontal,
Kalottenfraktur
links tem
poral, Felsenbeinfraktur links, Radiusfraktur links
Tsunami-Opfer, Status nach multiplen Schnittverletzungen 2004
Dr.
C._
führte aus, der Beschwerdeführer sei seit 1998 bei ihm in Behand
lung und die letzte Kontrolle sei am 1
5.
Juli 2013 gewesen (
Ziff.
1.2). Der Pati
ent
leide unter chronischen Rückenbeschwerden. Er habe bereits dreimal wegen
Dis
kushernien
operiert werden müssen und es sei erstaunlich, dass er bis vor kur
zem die schwere Arbeit als Maurer habe ausüben können. Es sei jedoch im
mer häufiger zu
Schmerzexazerbationen
mit
Analgetikabedarf
und Fehlzeiten bei der Arbeit gekommen. Der langjährige Arbeitgeber habe immer mehr Rück
sicht auf die verminderte Belastbarkeit des Patienten nehmen müssen.
Dr.
C._
führte aus, er habe
den Beschwerdeführer
deshalb ab dem
1.
Juni 2013 zu 50
%
ar
beitsunfähig geschrieben. So könne die Belastung reduziert und zu Gunsten der
Erholung verschoben werden. Tatsächlich habe sich
der Zustand damit stabi
li
siert
, sodass von einer dauerhaften Teilarbeitsunfähigkeit ausgegangen werden müsse. Der Patient habe die Möglichkeit
,
sich als Maurer mit 60 Jahren frühzei
tig pensionieren zu lassen (GAV FAR), wovon er 201
3
Gebrauch machen werde. Die Prognose sei ungünstig (
Ziff.
1.4). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Maurer bestehe seit dem
1.
Juni 201
3
eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
. Der Beschwerdeführer könne keine schweren Lasten länger tragen (
Ziff.
1.6-7). Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei seit dem
1.
Juni 2013 halbtags
im Umfang von 50
%
möglich (
Ziff.
3).
3.
3
Dr.
med.
D._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato
logie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst
(
RAD
)
,
führte in seiner
Stellungnahme vom
8.
Mai 2014 (
Urk.
6/21
/3-4) aus, bei dem Beschwer
deführer sei ein somatischer Gesundheitsschaden ausgewiesen, einschliesslich der
sich daraus ergebenden Einschränkungen der funktionellen Leistungsfähig
keit.
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit sei die vom Hausarzt angegebene Arbeits
un
fähigkeit von 50
%
ab dem
1.
Juni 2013 auf die Dauer ohne weiteres nach
voll
ziehba
r, sodass darauf abzustellen sei
. Dass eine angepasste Tä
tigkeit aller
dings
nur halbtags
bei uneingeschränktem Be
lastungsprofil
möglich sei, sei nicht plau
sibel, sodass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem Miss
verständnis dahingehend auszugehen sei, dass mit dieser „halbtägigen“ Ar
beitsfähigkeit die Restarbeitsfähigkeit als Maurer gemeint gewesen sei.
Für eine wirklich optimal angepasste körperlich leichte bis selten mittelschwere Tätigkeit ohne häufiges Bücken, ohne verdrehte Zwangshaltungen des Rumpfes und Arbeiten über Kopf, sei medizinisch-theoretisch von einer uneingeschränk
ten Arbeitsfähigkeit von 100
%
auszugehen.
4.
4.1
Die Beschwerdeführerin
ging gestützt auf die Einschätzung von
Dr.
D._
, RAD, vom Mai 2014 (vorstehend E.
3.3) sowie gestützt auf die
Annahme,
dass wenn es dem Beschwerdeführer schon möglich sei,
nach
wie
vor
der körperlich
belas
tenden
Tätigkeit als Kundenmaurer
zu einem Pensum von 50
%
nachzugehen
,
davon aus, dass in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine
vollumfäng
lich Arbeitsfähigkeit
gegeben sei
(vorstehend E. 2.1).
4.2
Die Angaben zur Art der derzeit vom Beschwerdeführer im Umfang von
50
%
aus
geführten Tätigkeit
sind
jedoch widersprüchlich.
Einerseits gab der Be
schwer
deführer bei seiner
Anmeldung zum Leistung
sbezug an, er arbeite derzeit in
einem Pensum von 50
%
als Kundenmaurer (
Urk.
6/1
Ziff.
5.4).
Andererseits führte er anlässlich des Standortgespräches vom 1
0.
Februar 2014
(
Urk.
6/10)
aus, er arbeite seit Juni 2013 zu 50
%
in angepasster Tätigkeit. So arbeite er im Service und nicht mehr auf dem Bau. Es sei deswegen zusätzlich jemand angestellt w
orden
(Ziff.
2)
.
Dies lässt sich aber so dem
Arbeit
geber
be
richt
vom
April 2014
nicht entnehmen (vgl.
Urk.
6/18
Ziff.
2.7-8
)
.
Weiter
klagte der Beschwerdeführer
anlässlich des Standortgespräches
,
an star
ken Rückenschmerzen mit Ausstrahlungen in Arme und Beine zu leiden. Er sei insgesamt dreimal am Rücken operiert worden. In Absprache mit seinem lang
jährigen Hausarzt sei das Ar
beitspensum per Juni 2013 auf 50
%
reduziert wor
den
,
und er arbeite nicht mehr auf dem Bau sondern im Service
(
Urk.
6/10
Ziff.
2
und
Ziff.
5).
In der Folge teilte die Abklärungsperson gemäss interner Notiz vom 1
1.
Februar 2014 mit, dass der Versicherte in angepasster Tätigkeit zu 50
%
arbeite und daher optimal eingegliedert sei, weshalb berufliche Mass
nahmen
nicht nötig seien (vgl.
Urk.
6/11). Eine entsprechende Mitteilung an den Be
schwerdeführer erging am 1
2.
Februar 2014 (
Urk.
6/12).
Betreffend die derzeit ausgeübte Tätigkeit und auch betreffend die Arbeitsfähig
keit an sich zeigen sich auch die Angaben
des Hausarztes
Dr.
C._
(vorste
hend E. 3.2)
nur wenig aufschlussreich.
So sprach
Dr.
C._
sowohl im Rahmen
seines medizinischen Berichtes zu
han
den des Krankentaggeldversichere
r
s vom November 2013 (
Urk.
6/2/1-3
Ziff.
4)
als auch in dem von der Beschwerdegegnerin eingeholten Bericht
vom Februar 2014
(vorstehend E.
3.
2
) von einer seit dem
1.
Juni
2013 bestehenden Arbeits
un
fähigkeit als Maurer von 50
%
, wobei er
ausführte
, dass er es ohnehin er
staunlich finde, dass der Beschwerdeführer diese Tätigkeit bei den vorliegen
den Befunden solange
habe ausüben können. Sodann führte
Dr.
C._
expli
zit aus, der Beschwerdeführer könne eine angepasste Tätigkeit lediglich noch im Um
fang von 50
%
ausüben.
Nebst der
derzeit
vom Beschwerdeführer
ausgeübten
Tätigkeit wurde
auch die medizinische Situation
von der Beschwerdegegnerin
nur ungenügend abgeklärt.
So datiert der das Rückenleiden betreffende
fachärztliche
Bericht
vom
Jahr 2011
,
somit von
einem Zeitpunkt, wo der Beschwerdeführer noch
in seinem ursprüng
lichen
Pensum in der angestammten Tätigkeit
tätig war,
und die
vom Unfall
versicherer ein
geholten medizinischen Berichte
betreffen lediglich eine
Zysten
ope
ration
an der Hand
(vgl.
Urk.
6/16) und lassen keine Rückschlüsse auf die Arbeitsfähigkeit zu.
4.3
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die
Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Ver
fah
ren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Pro
zess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt
eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Be
gehren über
haupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheid
re
le
vante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
4.4
Insgesamt
fehlt es
vorliegend
an verlässlichen medizinisch
en Grundlagen zur
Be
urteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und damit an der Grund
lage für einen Entscheid.
Zur Beurteilung der invalidenversicherungsrechtlichen Ansprüche des Be
schwer
deführers
bedarf es daher zusätzlicher medizinischer Grundlagen und
auch Klar
heit betreffend die Frage, welche Tätigkeit er seit dem
1.
Juni 2013 genau aus
übt.
D
ie angefochtene Verfügung vom
5.
November 2014
(
Urk.
2) ist folglich aufzu
he
ben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Erwä
gungen und zu erneutem Entschei
d über den Leistungsanspruch des Be
schwer
de
führers
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG) und auf
Fr.
6
00.-- anzu
setzen.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden
Be
schwe
r
degegnerin
aufzuerlegen.