Decision ID: 288913b5-6267-4793-a454-443e301d1ec0
Year: 2017
Language: de
Court: ZH_SVG
Chamber: ZH_SVG_001
Canton: ZH
Region: Zürich
Law Area: social_law

Sachverhalt:
1.
Die 1963 geborene
X._
arbeitete seit dem 16. August 2001 als schulische Audiopädagogin a
m Y._,
seit dem 24. Februar 2014
bei einem 80.59%-Pensum (Urk. 8/2
, Urk. 8/12
und Urk. 8/19). Am 5.
Januar 2015 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/2). Daraufhin tätigte die
IV-Stelle medizinische und erwerbliche Abklärungen.
Trotz durchgeführtem Case-Management (Urk. 8/12) und
nach Reduktion des Arbeitspensums per 1. November 2014 auf rund 65 %
, wurde das Arbeitsverhältnis per Ende Schuljahr 2015 gekündigt (Urk. 8/22).
Mit Vorbescheid vom 28. April 2015 wurde der Versicherten die Abweisung ihres Leistungsbegehrens in Aussicht gestellt (Urk. 8/24), wogegen sie am 6. Mai 2015 Einwand erhob (Urk. 8/25). In der Folge aktualisierte die IV-Stelle die medizinischen Abklärungen. Mit Verfügung vom 5.
Februar 2016 verneinte die IV-S
telle einen Rentenan
spruch von
X._
(Urk. 2).
2.
Am 25. Februar 2016
ging bei der IV-Stelle die
Beschwerde vom
23. Februar 2016
(Urk. 1) ein, welche am
16. März 2016
an
s
hiesige Gericht weiter
geleitet wurde
(Urk. 4). Mit Beschwerdeantwort vom 28. April 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-42), was der Beschwerdeführerin am 4. Mai 2016 mit
geteilt wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird
–
so
-
weit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegan
gen.
Das Gericht

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsgerichts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines
Einkommensver
gleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Validen
einkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechts
anspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) davon aus, dass zwar ein dauerhafter Gesundheitsschaden vorliege, welcher einen relevanten Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe und dass auch die einjäh
rige Wartezeit erfüllt sei. Da jedoch ab Januar 2015 nur noch von einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei, entstehe kein Rentenanspruch.
2.2
Die Beschwerdeführerin ist demgegenüber der Ansicht, dass sich die 30%ige Arbeitsunfähigkeit auf das
bereits aus gesundheitlichen Gründen auf 64 % reduzierte Pensum beziehe, weshalb eine gesundheitlich bedingte Arbeits
un
fähigkeit von 55 % resultiere, was
zu einem entsprechenden Anspruch auf eine Invalidenrente führe (Urk. 1).
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
, Allgemeinmedizin,
diagnostizierte
in ihrem vertrauens
ärztlichen Bericht vom 26. Mai 2014 (Urk. 8/9) zuhanden der BVK Personalvorsorge
eine Migräne ohne Aura.
Bei der Beschwerdeführerin bestehe eine langjährige Migräneproblematik. Die medikamentöse Behand
lung sei über die Jahre immer w
ieder verändert/
angepasst worden, wobei die aktuelle Therapie mit
Topamax
sowohl objektiv wie auch subjektiv zu einer
Verbesserung der Situation geführt habe. Aktuell komme es zu 3 bis 4
Mig
räneanfällen
pro Monat
mit kurzfristigen/unvorhersehbaren stunden- bis tageweise
n Absenzen
.
Diese unvorhersehbaren Arbeitsausfälle müssten vom Arbeitgeber getragen/toleriert werden.
Durch eine weitere Optimierung der medikamentösen
Therapie
, welche nach Angaben des
behandelnden
Neuro
logen noch nicht ausgeschöpft sei, sei mit ei
nem weiteren Rückgang der Anfäl
le zu rechnen. Ziel wären 1 bis 2 Migräneanfä
lle pro Monat
. Auch von einer (geplanten) stationären
Rehabilitation
in
A._
(Schmerzprogramm für Migränepatienten) dürfe eine Besserung der
Situation
erwartet werden, vor allem in Bezug auf den Umgang mit den Schmerzen (Erlernen von
Schmerzcoping
-Strategien).
Auch der bestehende Erschöpfungszustand sollte in einem stationären Setting günstig beeinflusst werden können. Allenfalls auch mit Hilfe von Gesprächstherapien. Bei dennoch anhaltender
Erschöp
fungssymptomatik
mit subjektiv verminderter Belastungs-/Stressintoleranz empfehle sich allenfalls der Zuzug eines Psychiaters mit gegebenenfalls Ein
satz eines schmerzmodulierenden Antidepressivums. Aus Gutachtersicht fän
den sich keine Hinweise für eine Berufsunfähigkeit. Das Leistungs-/Präsenzverhältnis betrage 1:
1.
Massnahmen beruflicher Art zur Verbesse
rung der Arbeitsfähigkeit seien nicht notwendig. Die Beschwerdeführerin habe zudem bisher sämtliche ihr zumutbaren Massnahmen zur
Schadens
minderung
ergriffen. Es beständen auch keine
medizinalfremden
Gründe, welche die berufliche Reintegration erschweren könnten.
3.2
Im Austrittsbericht der Klinik
G._
vom 4. Februar 2015 (Urk. 8/18/11-13)
, in welcher die Beschwerdeführerin vom 8. September bis 1. Oktober 2014 hospitalisiert war,
wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt.
-
Neurasthenie (ICD-10: F 48.0)
-
Migräne (ICD-10: G 43.9)
-
Differentialdiagnostisch: anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
(ICD-10: F 45.40)
-
Verdacht auf
Traumafolgestörung
Typ II nach S
ack, Sachse,
Schellong
(2013, partielle post
t
rau
matische Belastungsstörung plus
trauma
-
kompensatorische Symptomatik)
Der Eintritt der Patientin
sei
in einem Zustandsbild
erfolgt
, welches von einem starken
Erschöpfungsgefühl, Muskel
schmerzen, starker Empfindlich
keit auf Lärm und
elektromagnetische Wellen
sowie häufigen
Migräneanfäl
len
geprägt
gewesen sei
.
Die Beschwerdeführerin habe
dankbar das stationäre Therapieangebot an
genommen
und an den umfangreichen Therapien enga
giert teil
genommen
.
Es sei
ein anthroposophisches Therapiekonzept mit anthroposophischer Medikation, äusseren Anwendungen, intensiver
Bezugs
pflege
, intensiven ärztlich-therapeutischen Gesprächen, künstlerischer Thera
pie (wie Malen/
Plastizieren
und Musiktherapie) und Physiotherapie (wie Rhythmische Massagen)
veranlagt worden
. Die allopathische Migräne-Medi
kation als Bedarfsmedikation mit
Relpax
und
Naramig
sei beibehalten wor
den
. Insgesamt
habe die Beschwerdeführerin
während des stationären Auf
enthaltes an zwei Tagen eine Tablette
Relpax
aus der Reservemedikation
ein
genommen
. An drei Tagen
habe sie
eine Kurzinfusion mit verschiedenen
Anthroposophika
gegen Migräne
erhalten
, auf welche sie eine gute Wirkung gegen ihre Migräneschmerzen zurück
gemeldet habe
. Die zu Beginn des stati
onären Aufenthaltes starke Lärmempfindlichkeit
sei
im Verlauf dessen leicht zurück
gegangen
, die Empfindlichkeit auf elektromagnetische Wellen
habe sie
als unverändert in der Intensität
gemeldet
. Nach den physiotherapeutischen Behandlungen
habe die Beschwerdeführerin
eine Verminderung ihrer Mus
kelschmerzen
berichtet
.
Sie habe
viele Spaziergänge und auch Ausflüge mit dem mitgebrachten Mountainbike
unternommen
. In den psychotherapeuti
schen Gesprächen
seien
vor allem die Kindheitserfahrungen der
Beschwer
deführerin
, welche sie al
s das vorletzte von insgesamt 9 leiblichen Geschwistern
sowie sechs Pflegekindern in der Familie, und ein
em sehr früh verstorbenen Vater
als häufig schwierig
geschildert habe
,
thematisiert wor
den
. Die Beziehungserfahrungen mit einem Teil ihrer Geschwister
habe sie
als oft angsteinflössend, abwertend und einschüchternd
beschrieben
. Heute habe sie im Prinzip zu keinem ihrer Geschwister noch Kontakt.
Die Beschwerde
führerin habe
bei den Gesprächen zu Beziehungserfahrungen mit ihren Geschwistern in der Kindheit mehrmals deutliche Affekte
gehabt
, daher
sei davon auszugehen, dass eine Bezieh
ungstraumatisierung in der Kindheit
vorliege
, welche einen Einfluss auf die vorliegenden Symptomatik ha
be
. Weiter
sei
in den Gesprächen der Umgang mit Grenzen thematisiert
worden
,
wobei es gelungen sei
, die selbstfürsorglichen Fähigkeiten der Patientin zu stärken, indem sie
gelernt habe
, klar ihre Bedürfnisse zu äussern. Insgesamt betrachtet,
hätten sich
die Symptome
der Beschwerdeführerin
während des Aufenthaltes leicht
reduziert
, die von ihr erhoffte starke Besserung
sei hinge
gen nicht eingetreten. Für den Zeitraum vom 8. September bis 31.
Oktober 2014 sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und für den Zeitraum vom 1. November bis 31.
Dezember 2014 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit zu attestieren.
3.3
Dr.
med.
B._
, FMH Allgemeine Medizin, nannte in ihrem Bericht vom 6. Februar 2015 (Urk. 8/16) zuhanden der Beschwerdege
g
nerin folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Myalgien Schulter/Hüftgürtel, Ätiologie unklar und in Abklärung (seit
Oktober 2014)
-
Schwere Migräne-Attacken seit 1
3.
Altersjahr, circa
einmal
wö
chentlich
-
Hypersensibilität auf Geräusche/Gerüche/Elektrosmog
Die Prognose sei noch nicht absehbar. Seit dem 1. Januar 2014 sei die Beschwerdeführerin in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Audiopäd
agog
in zu 50 % arbeitsunfähig.
Die bisherige Tätigkeit sei aktuell in reduziertem Pensum zu 50 % zumutbar.
Sie könne sich wegen ihrer Schmerzen schlecht konzentrieren und benötige eine lange Anlaufzeit, um ihre Aufgaben zu ver
richten.
3.4
Dr.
med.
C._
, Neurologie FMH, schloss in seine
m Bericht vom 12. Februar 2015 (
Urk. 8/17) zuhanden der Beschwerdegegnerin das Vorlie
gen einer Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aus. Ohne Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit verbleibe aber eine chronische Migräne (teil
weise mit Aura). Klinisch-neurologisch hätten sich nie irgendwelche Ausfälle feststellen lassen. Auch das CT des Schädels sei normal.
Bei der Beschwer
deführerin hätten während der Behandlung (vom 2
6.
November 2007 bis 13. Mai 2014) keine körperlichen, geistigen oder psychischen Einschränkun
gen über längere Zeit bestanden. Dass während einer Migräneattacke die Betroffenen stundenweise nicht einsatzfähig seien, liege auf der Hand. Die
bisherige
Tätigkeit
sei
der Beschwerdeführerin weiterhin zumutbar und zwar im zeitlichen Rahmen von 8.5 Stunden täglich, ausser im Falle einer
Migrä
neattacke
. Migränepatienten sollten einen flexiblen Arbeitsplatz haben, an dem sie unter Umständen später beginnen oder zwischendurch (im Zusam
menhang mit der Medikamenteneinnahme) eine Pause einschalten könnten.
3.5
Dr.
med.
D._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, welche die Beschwerdeführerin seit November 2010 psychiatrisch
(zwei-wöchentlich)
behandelt, stellte in ihrem Bericht vom 13. Februar 2015 (Urk. 8/18) zuhanden der Beschwerdegegnerin als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schwere Migräne seit Kindheit. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben eine Anpassungsstörung auf Schmerzen (ICD-10: F 43.8). Körperschmerzen
seien
in Abklärung.
Die Prognose sei
psychiatrischerseits
gut, wenn der Beschwerdeführerin bei ihrer Migräne geholfen werden könne. Für die angestammte Tätigkeit als Audiopädagogin habe vom 7. September bis 1. November 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Die Beschwerdeführerin habe aus gesundheit
lichen Gründen ihr 80%-Pensum per
1.
November 2014 auf ein 65%-Pensum reduziert. Seither sei sie zu 50 % arbeitsunfähig, woraus bei einem 100%-Pensum eine 32%ige Arbeitsfähigkeit resultiere.
Die Beschwerdeführerin sei vermindert leistungsfähig, da sie bei Migräne häufig nicht arbeitsfähig sei.
3.6
Im Rahmen des
Einwandverfahrens
fanden folgende weitere Berichte Ein
gang in die Akten:
3.6.1
Dr.
D._
nahm am 15. Mai 2015 Stellung zum ergangenen ablehnenden Vor
bescheid (Urk. 8/27) und hielt fest, dass noch weitere neurologische Abklä
rungen bei
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurologie FMH sowie Fach
arzt für
Psychiatrie und Psychotherapie FMH
notwendig und
am laufen seien. Seit etwa einem
Jahr verschlechtere sich der körpe
rliche Zustand der Beschwerdefüh
rer
in und die Abklärung der Ursache sei nicht abgeschlossen. Durch die zunehmenden (unfreiwilligen) Absenzen am Arbeitsplatz sei der gerne und leidenschaftlich mit Kindern arbeitenden Beschwerdeführerin als Audiopädagogin gekündigt worden. Dies habe selbstverständlich die Symp
tome der Anpassungsstörung verstärkt, wobei die psychiatrische Symptoma
tik bisher nicht IV-relevant gewesen sei.
Die
Beschwerdeführerin sei auf Grund ihrer
gesundheitlichen Einschränkungen seit Monaten nicht mehr in der Lage, ihr aktuelles Pensum von 60 % zu erbringen. Auch die frühere Reduktion des Arbeitspensums auf 60 % sei schon damals wegen der einge
schränkten Leistungsfähigkeit erfolgt. Die aktuelle Kündigung sei wegen der krankheitsbedingten Absenzen erfolgt. Es werde schwer sein, eine Anstellung zu finden bei einem Arbeitgeber, der die schwankende Einsatzfähigkeit akzeptiere, sodass bei der Beschwerdeführerin sowohl ein Anspruch auf
eine (T
eil-)Rente als auch auf berufliche Massnahmen und Arbeitsver
m
ittlung geprüft werden solle.
3.6.2
M
ed.
pract
.
F._
, FMH Allgemeine Innere Medizin,
stellte in sei
nem Bericht (u
ndatiert, eingegangen am 24. September 2015, Urk. 8/30) zuhanden der Beschwerdegegnerin folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Migräne seit dem 13. Lebensjahr
-
Hypersensibilität mit ausgeprägter Geräusch- und Elektrosensibilität
(ICD-10: T 78.4)
-
(Wahrscheinlich neurologisches) Schmerzsyndrom linke Schulter (seit
Oktober 2014)
-
Differentialdiagnostisch:
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10:
F 45.40).
Die Beschwerdeführerin habe eine seit Kindheit bestehende schwere Migräne sowie eine multiple Hypersensibilität. Die Prognose sei eher schlecht.
Anga
ben zur medizinisch be
g
ründeten Arbeitsunfähigkeit seien be
i der behan
delnden Hausärztin
Dr.
B._
zu erfragen. Die Beschwerdeführerin sei aber vermindert belastbar und falle bei Migräneanfällen aus. Die bisherige Tätig
keit sei ihr nicht mehr zumutbar und eine Arbeit sei ihr nur in stiller und
ortsgebundener
Umgebung möglich.
Nach einer Umschulung beziehungs
weise in einer angepassten Tätigkeit sei mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit zu rechnen. So sei die Beschwerdeführerin ausgespro
chen arbeitswillig und sei sehr zu einer Umschulung bereit.
3.6.3
Dr.
E._
diagnostizierte in seinem Bericht vom 21. September 2015 (Urk. 8/31/1-7) zuhanden der Beschwerdegegnerin eine typische Aura mit Migränekopfschmerz (ICD-10: G 43.10). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit verbleibe eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10: F 45.40), wobei für weitere Diagnosen auch auf die beiliegenden Berichte verwiesen werde.
Die Beschwerdeführerin
leide an wiederkehrender Kopfschmerzerkrank
ung, die sich in Attacken von 4
-72 Stunden Dauer manifestier
t
en.
Die
Kopf
schmerzcharakteristika
seien
meist einseitiger Lokalisation,
wobei sie auch während der Attacke von frontal nach temporal wander
te
n, überwiegend pulsierender Charakter
aufwiesen
, manchma
l auch stechend seien und ein Druckgef
ühl
verursachten. Die
Intensität
sei bei
VAS 10/10
stark
.
D
urch kör
perliche Routineaktivitäten
komme es zu einer Verstärkung
und
einem
begleitende
n
Auftreten von Übelkeit
. D
arüber hinaus
zeige sie eine Licht- und Lärmüberempfindlichkeit. Z
udem
würden
vollständig reversible visuelle Symptome mit po
sitiven (z.B. flackernde Lichter,
Punkte oder Linien) und/oder negativen Merkmalen beklagt. Eine andere Erkrankung
,
insbeson
dere ein sekundärer Kopfschmerz
,
sei
aufgrund der
durchgeführten
MRI-
Un
-
tersuchungen
unauffällig.
Die a
ktuel
le Frequenz der Migräneattacken sei
4
M
al pro Monat (Dauer 3 Tage,
wobei sie nicht mehr ertrage).
Provokations
faktoren
seien
viele Umwe
lteinflüsse, Elektrobelastung,
Licht und
Geräusch
überflutung
, schlechte Luft, Gerüche, künstliches Licht
. Ausserdem auch
wenig Bewegung und
wenig Schlaf
,
wobei sie
dies
beeinflussen könne. Seit Kindheit
bestände eine
diffuse Schmerzsymptomatik im ganzen Körper. Seit
Ende 2014
komme es zu einer
Exazerbation der Symptomatik.
Die Beschwer
deführerin
sei in regelmässiger psychiatrisch-psych
otherapeutischer Behandlung bei
Dr.
D._
. Sie habe aufgrund
ihrer Migräne-Erkrankung
Topamax
erhalten, wo
runter sie viel an Gewicht verloren
habe
.
Verschiedene
rheumatologische, neurologische und somatische Abklärungen
hätten
bis d
ato
-
bis auf
die bekannte Migräne -
keine Hinweise auf eine organische Ursache der Beschwerden ergeben. Diverse medikamentöse Versuche seien aufgrund von
Nebenwirkungen
oder keiner Wirkung abgesetzt worden. MRI-S und Verlaufskontrolle
hätten
keine Hinweise auf eine sekundäre Genese der Kopfschmerzen ergeben.
Es fänden sich keine fokal neurologischen Defizite. Die Prognose sei schlecht, da die Erkrankung seit Jahren bestehe und alle bisherigen therapeutischen Massnahmen keinen Erfolg gebracht hätten. Die Behandlung der Migräne sei komplex und umfasse die medikamentöse Akuttherapie, eine
Migränepro
phylaxe
,
interventionelle
Verfahren, nicht-medikamentöse Verfahren sowie eine psychotherapeutische Behandlung. Alle diese Massnahmen seien von der Beschwerdeführerin ausprobiert und seien aufgrund von Nebenwirkungen oder fehlendem therapeutischen Erfolg beendet worden. Im Weiteren werde auf die gängigen Leitlinien zur Behandlung von Migränekopfschmerzen ver
wiesen.
Bisher habe er keine Arbeitsunfähigkeiten attestiert. Die Beschwer
deführerin sei angestammt als Audiopädagogin bei einem Arbeitspensum von 65-100 % tätig gewesen. Vor einem Jahr sei das Arbeitspensum
krank
heitsbedingt
reduziert worden. Später habe sie vom Arbeitgeber die Kündi
gung erhalten, da keine
Umplatzierung
möglich gewesen sei. Aus neurologi
scher Sicht bestehe in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit und allen Tätigkeiten mit ähnlichem Belastungsprofil eine 30%ige Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit.
Dies insbesondere aufgrund der Arbeitsabsenzen aufgrund der bis zu
72
Stunden dauernden Migräneattacken mit einer Frequenz von bis zu 4 Mal pro Monat. Zudem bestehe ein Bedarf nach gehäuften Pausen.
Inwieweit
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit auf rheumatologischem und psychiat
rischem Fachgebiet beständen, müsse durch die entsprechenden Behandler beurteilt werden.
Im Rahmen von Kopfschmerzattacken komme es zur Abwesenheit am Arbeitsplatz, die Konzentration sei vermindert, die Belast
barkeit und
leistungsfähigkeit
nicht gegeben. Es bestehe eine Phono- und Fotophobie sowie eine
Aurasymptomatik
und eine ausgeprägte vegetative Symptomatik. Die bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin in einem reduzierten Arbeitspensum bei verminderter Leistungsfähigkeit
noch zumut
bar. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit (bei einem konfliktarmen Arbeit
geber ohne viel Elektrobelastung, ohne Licht und Geräuschüberflutung, ohne Gerüche und ohne künstliches Licht) sei ihr zu 70 %, ausgehend von 8.5 Stunden täglich, möglich. Berufliche Massnahmen seien dabei erfolgs
versprechend.
4.
4.1
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren
Invaliditätsbemessungsme
thode
.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungsver
gleich
, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet wer
den könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst
wirk
lichkeitsgerechte
Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypotheti
sche Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts
9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufga
benbereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchti
gung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
).
Ist jedoch anzunehmen, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teilerwerbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, ohne daneben in einem andern Aufga
benbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität aus
schliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 e
contrario
). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (
Art.
27
bis
IVV). Das
Valideneinkommen
ist nach Mass
gabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzule
gen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversicherung ein
zustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vor
gaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende – Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbemes
sungsmethode
und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypo
thetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf
Beweiswürdi
gung
beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Fol
gerungen, die ausschliesslich – losgelöst vom konkreten Sachverhalt – auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus fest
gestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom
8.
November 2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013, je
mit Hinweisen).
4.2
Die Beschwerdeführerin arbeitete seit
Februar 2014
bei einem 80.
59%-Pen
sum
beim
Y._
, bis sie ihr Pensum im August 2014 aus gesundheitlichen Gründen auf 64.51 % reduzierte (Urk. 8/2
, Urk. 8/12
und Urk. 8/19). Sie ist kinderlos und lebt mit ihrem Ehemann
in einem Reiheneinfamilienhaus.
Aufgrund dieser persönlichen, familiären und sozialen Verhältnisse wurde die Beschwerdeführerin mit 80.59 % im Erwerbsbereich und mit 19.41 % im Haushaltsbereich qualifiziert (Urk. 8/32 S. 4).
Im Rahmen der Beschwerde (Urk. 1) gab die Beschwerdeführerin zwar an, dass ihr Wunschpensum 100 % betragen würde. Aus den Akten ergeben sich aber keine erhärtenden Hinweise, dass sie im Gesundheitsfall bei einem Pensum von 100 % gearbeitet hätte. Zwar leide
t
sie bereits seit ihrem 13.
Lebensjahr an Migräne, doch re
icht
dieser Umstand alleine nicht aus, um anzunehmen, dass sie aus eben diesen gesundheitlichen Gründen nur zu 80 % tätig war. Die Arbeit beim
Y._
erfordert
ein sehr hohes Mass an Flexibilität durch die diversen Arbeitsorte (pro Woche circa 5 bei einem 60%-Pensum), diverse Bezugssysteme (pro Arbeitsort circa 4-6 Personen, Fahrzeiten pro Lektion von etwa 30-40 Minuten sowie Ände
rungen durch
Lektionsausfälle
, die
verschoben werden müssten (vgl.
Fragebogen für Arbeitgeber vom 5. März 2015, Urk. 8/19). Aufgrund dieser Arbeitsausgestaltung ist es sehr unwahrsch
einlich, dass
aus organisa
torischen Gründen
ein höheres Pensum
überhaupt möglich gewesen wäre.
Ausserdem
ergibt sich aufgrund
der
gelebten
Wohnsituation (2-Personen
-
haus
halt ohne Kinder)
kein
zu berücksichtigender
Aufgabenbereich
, weshalb entgegen der Invaliditätsberechnung im Herstellungsblatt (Urk. /32/4)
die Invalidität ausschliesslich nach de
n Grundsätzen für Erwerbstätige und
somi
t nach
Art.
16 ATSG zu bemessen ist
(
Art.
28a
Abs.
3 e
contrario
IVG
).
4.3
Folglich
ist
die Beschwerdeführerin
als Erwerbstätige bei einem Pensum von
80.59 %
zu qualifizieren
.
5.
Die Klinik
G._
attestierte für den Zeitraum vom 8. September bis 31. Oktober 2014 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit, anschliessend bis zum 31. Dezember 2014 eine solche von 50 % (E. 3.2.). Allgemeinärztin Dr.
B._
stellte Körperbeschwerden unklarer Ätiologie
sowie schwere Migräne-Attacken
fest
, weshalb sie eine 50%ige Einschränkung der Arbeits
fähigkeit attestierte
(E. 3.3)
. Der Neurologe Dr.
C._
erhob die chronische Migräne - ohne klinisch relevanten Befund - als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (E. 3.4). Die behandelnde Psychiaterin Dr.
D._
attestierte der Beschwerdeführerin eine seit November 2014 bestehende 50%ige Arbeitsunfähigkeit und hielt dabei explizit fest, dass beim aktuellen Pensum von 65 % nur noch eine 32%ige Arbeitsfähigkeit resultiere (E. 3.5). Sie ver
wies zudem auf die laufenden neurologischen Abklärungen bei Dr.
E._
und stellte fest, dass sich seit etwa einem Jahr auch der körperliche Zustand der Beschwerdeführerin verschlechtere, wobei die Abklärung der Ursache noch nicht abgeschlossen sei (E. 3.6.1). Dr.
E._
klärte die Beschwerdeführerin neurologisch umfassend ab und konnte keine Hinweise für eine organische Ursache der beklagten Beschwerden eruieren. Aufgrund dessen schätzte er die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus neurologischer Sicht in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit auf 70 %, ausgehend von 8.5 Stunden täglich. Dr.
E._
liess
zwar explizit offen
, ob zu dieser 30%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht zusätzlich eine solche auf rheumatologischem und psychiatrischem Fachge
biet bestehe
(vgl. E. 3.6.3)
,
indessen hatte Dr.
D._
als behandelnde Psychia
terin zuvor nebst der Migräne keine weiteren invalidisierenden Diagnosen aufgeführt, weshalb zur neurologischen Einschränkung keine psychiatrische zu addieren ist. Somit attestierte nur Dr.
D._
als behandelnde Psychiaterin eine längerdauernde Arbeitsfähigkeit unter 50 %. Unter Berücksichtigung der Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351
E.
3b/cc), kann auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr.
D._
nicht abgestellt werden.
Zusammenfassend erscheint daher überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin - ausser im Zusammenhang mit der kurzen Hospitali
sierung in der Klinik
G._
- gemessen an einem 100%-Pensum über den gesamten fraglichen Zeitpunkt höchstens bzw. nie mehr als zu 50 % arbeits
unfähig war.
6.
Damit war und ist die Beschwerdeführerin in ihrem Pensum von 80.59 % einer Vollzeitstelle, das sie ohne Gesundheitsschaden ausüben würde, im Umfang von höchstens 30,59 % einer Vollzeitstelle eingeschränkt, da ihr die Ausübung mindestens eines halben Pensums möglich war und ist. Aus einer krankheitsbedingten Reduktion des Pensums von 80.59 % um höchstens 30.59 % auf 50 % resultiert ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von höchstens 38 % (30.59
% :
80.59 %). Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7
.
Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- und Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf Fr. 600.-- anzusetzen und
aus
gangsgemäss
der
Beschwerdeführerin
als unterliegender Partei aufzuerlegen.