Decision ID: f2ed5ac5-51c5-4642-a80a-08dfbb68a7f0
Year: 2020
Language: de
Court: SG_KGN
Chamber: SG_KGN_999
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

Sachverhalt
A.
A._ (nachfolgend: Versicherter), gelernter Chemielaborant mit
Zusatzqualifikationen und Berufserfahrung im Qualitätsmanagement, arbeitete zuletzt
(bis Ende August 2012) als Leiter Qualitätsmanagement in einem Produktionsbetrieb für
Nahrungsergänzungsmittel, Medizinprodukte, rezeptfreie Arzneimittel und
Lebensmittel. Anschliessend war er Stellensuchender und betreute seinen Sohn
(Jahrgang 20_), für welchen ihm das alleinige Sorgerecht zugesprochen worden war
(IV-act. 1, 2-5ff., 5-2ff., 8).
A.a.
Ab Sommer 2014 war der Versicherte bei Dr. med. B._, Facharzt für Psychiatrie
und Psychotherapie, in Behandlung. Im Arztzeugnis vom 30. Januar 2015
diagnostizierte Dr. B._ eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11). Er bescheinigte
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit 1. September 2014 (IV-act. 3).
A.b.
Am 8. Februar 2015 meldete sich der Versicherte bei der IV-Stelle zum
Leistungsbezug an (IV-act. 1). Im Mai 2015 sprach ihm die IV-Stelle
Integrationsmassnahmen in Form eines Aufbautrainings für die Zeit vom 25. Mai bis 30.
November 2015 und Verlängerung bis 29. Februar 2016 zu (Durchführungsstelle C._;
IV-act. 31, 34, 46, 49; vgl. IV-act. 51, 67). Dr. B._ ging bezogen auf diese Tätigkeit im
geschützten Rahmen von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus (IV-act. 36-3, 40-4f.). Im
Weiteren gewährte die IV-Stelle Frühinterventionsmassnahmen in Form von
Berufsberatung (IV-act. 50; vgl. IV-act. 57). Zudem erhielt der Versicherte vom 1. März
bis 31. August 2016 und Verlängerung bis 28. Februar 2017 Unterstützung bei der
Stellensuche von der C._ (Coaching mit Arbeitsvermittlung; IV-act. 60, 63f., 70).
A.c.
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Im März 2016 wurde der Versicherte in der Psychiatrischen Klinik D._
testpsychologisch untersucht. Erhoben wurden u.a. eine leichte depressive
Symptomatik, grenzwertige verbale mnestische Funktionen sowie eine schizoide
Persönlichkeitsakzentuierung, welche als Hinweis auf eine entsprechende
Persönlichkeitsstörung gewertet wurde (IV-act. 77-6ff.). In Berücksichtigung der
Untersuchungsergebnisse diagnostizierte Dr. B._ nach einer weiteren Untersuchung
vom 19. Mai 2016 im gleichentags verfassten Untersuchungsbericht eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom
(ICD-10: F33.11), und eine schizoide Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.1). Er ging
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten aus (IV-act. 77-2ff.). Am
18. Mai 2016 berichtete med. prakt. E._, praktischer Arzt, über die versuchte
Entfernung von Osteosynthesematerial, womit der Versicherte im Rahmen einer vor
acht Jahren erlittenen Mittelgesichtsfraktur versorgt worden war (IV-act. 78, vgl. IV-act.
95ff.). In der Stellungnahme vom 30. Mai 2016 ging RAD-Ärztin Dr. med. F._ von
einer 50%igen Arbeitsfähigkeit des Versicherten aus. Dabei setzte sie voraus, dass es
sich um einen verständnisvollen Arbeitgeber handle. Eine Steigerung der
Arbeitsfähigkeit erachtete sie als fraglich (IV-act. 80). Im Schlussbericht vom
15./26. September 2016 bescheinigte die C._ AG dem Versicherten eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit
könne nicht erwartet werden (IV-act. 86). Am 30. September 2016 erklärte die IV-Stelle
die beruflichen Massnahmen als abgeschlossen (IV-act. 88).
A.d.
Anfangs 2017 veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre Begutachtung des
Versicherten (Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie und
ergänzend Neuropsychologie; IV-act. 101). Durchgeführt wurde diese von der Medas
Interlaken GmbH, Unterseen (nachfolgend: Medas; IV-act. 104f., 112). Die ärztlichen
Untersuchungen fanden am 22. März, 11. April sowie 6. und 22. Mai 2017 statt. Das
Gutachten stammt vom 11. Juli 2017 (IV-act. 115). Gemäss dem orthopädischen
Teilgutachten zeigten sich diverse intermittierende, teils belastungsabhängige
Beschwerden, welche sich jedoch nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirken würden (IV-
act. 115-14/31ff.). Die neurologische Untersuchung ergab keine Gründe für eine
Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 115-14f./35ff.). Die neuropsychologische Begutachtung
brachte leichte kognitive Minderleistungen in den Bereichen Aufmerksamkeit und
A.e.
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B.
verbales Gedächtnis zu Tage. Aus rein neuropsychologischer Sicht wurde die
Leistungsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit auf 70% und für eine angepasste
Tätigkeit auf 90% geschätzt (IV-act. 115-15f./38ff.). Im psychiatrischen Teilgutachten
diagnostizierte Dr. med. G._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, ein
rezidivierendes depressives Zustandsbild im Sinne einer Major Depression mit aktuell
mittelgradiger depressiver Episode und depressivem somatischem Syndrom (ICD-10:
F33.11). Diesem Befund mass er Einfluss auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit zu.
Aus rein psychiatrischer Sicht sei diese gegenwärtig um 50% eingeschränkt (IV-act.
115-15/47ff.). In der Gesamtwürdigung gingen die Medas-Gutachter von einer um 50%
eingeschränkten Arbeitsfähigkeit in der bisherigen wie auch in einer angepassten
Tätigkeit aus. Aus somatischer Sicht wurde eine Tätigkeit mit wechselnder körperlicher
Belastung als sinnvoll erachtet (IV-act. 115-23).
In der Stellungnahme vom 7. August 2017 erachtete der RAD das Medas-
Gutachten als plausibel und nachvollziehbar. Es gebe keine Hinweise auf suboptimales
Leistungsverhalten bzw. auf relevante Inkonsistenzen. Auf die Begutachtung könne
abgestellt werden. Die 50%ige Arbeitsunfähigkeit betreffe alle beruflichen Tätigkeiten.
Aus somatischer Sicht seien wechselbelastende Tätigkeiten sinnvoll (IV-act. 116).
A.f.
Mit Vorbescheid vom 13. Oktober 2017 (IV-act. 123) teilte die IV-Stelle dem
Versicherten - insbesondere gestützt auf die Stellungnahme des Rechtsdienstes vom
13. Oktober 2017 (IV-act. 120) - mit, dass kein Anspruch auf eine Invalidenrente
bestehe. Zur Begründung wurde insbesondere ausgeführt, dass nicht von einem
anhaltenden, therapieresistenten Zustand ausgegangen werden könne, denn die
ambulante Therapie mit bloss einer Konsultation pro Monat sei für eine konsequente
Depressionstherapie klar ungenügend und hinsichtlich der nicht optimal eingestellten
Medikation bestehe Verbesserungspotential. Da nicht von einer Therapieresistenz
ausgegangen werden könne, liege keine psychische Störung mit invalidisierender
Wirkung vor. Dem Versicherten sei es zumutbar, sein früheres Einkommen zu erzielen.
A.g.
Am 21. November 2017 erhob der Versicherte Einwand gegen den Vorbescheid.
Er machte insbesondere geltend, sowohl die Begutachtung als auch das neunmonatige
Arbeitstraining hätten gezeigt, dass nur noch eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe.
B.a.
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C.
Zum Vorwurf der fehlenden Therapieresistenz (bemängelte Ausschöpfung der
Therapiemöglichkeiten bzw. der zu geringen Therapieintensität) erklärte er, dass er die
Medikamente nach ärztlicher Verordnung einnehme und es keine Anhaltspunkte für
eine nicht adäquate Medikamenteneinstellung gebe. In therapeutischer Hinsicht werde
er konstant und adäquat behandelt und gemäss Dr. B._ würden sich keine anderen
medizinischen Massnahmen aufdrängen (IV-act. 127).
Mit Verfügung vom 30. November 2017 wies die IV-Stelle - mit gleicher
Begründung wie im Vorbescheid - einen Anspruch auf eine Invalidenrente ab. Die
Einwände würden nichts zu ändern vermögen, da aus
invalidenversicherungsrechtlicher Sicht das Vorliegen einer mittelgradigen depressiven
Episode kein invalidisierendes Leiden darstelle (IV-act. 129).
B.b.
Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde
vom 11. Januar 2018. Der Beschwerdeführer beantragt sinngemäss die Aufhebung der
Verfügung und die Ausrichtung einer Invalidenrente sowie die Gewährung der
unentgeltlichen Rechtspflege. Zur Begründung verweist der Beschwerdeführer
insbesondere auf die gutachterlich erhobene und durch das Arbeitstraining bestätigte
50%ige Arbeitsfähigkeit. Gemäss dem behandelnden Arzt würden sich andere
medizinische Massnahmen nicht aufdrängen. Hinsichtlich der von der
Beschwerdegegnerin angeführten fehlenden Therapieresistenz weist der
Beschwerdeführer zudem auf die geänderte bundesgerichtliche Rechtsprechung bei
Fällen mit psychischen Leiden (Anspruchsbeurteilung gestützt auf ein strukturiertes
Beweisverfahren) hin (act. G1).
C.a.
Am 6. Februar 2018 reichte der Beschwerdeführer ergänzende Unterlagen zum
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein (act. G4).
C.b.
Mit Beschwerdeantwort vom 5. März 2018 beantragt die Beschwerdegegnerin die
Abweisung der Beschwerde. Erklärt wird, dass die medizinische Aktenlage eine
schlüssige Beurteilung im Lichte der Standartindikatoren von BGE 141 V 281 erlaube.
Zur Begründung der Leistungsablehnung wird insbesondere ausgeführt, dass eine
rentenbegründende Invalidität nur dann anzunehmen sei, wenn funktionelle
C.c.
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Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei
festgestellt werden könnten. Bei der Anspruchsprüfung seien - auch nach der neuen
Rechtsprechung - der Verlauf und der Ausgang von Therapien wichtige
Schweregradindikatoren. Gegen eine Behandlungsresistenz spreche vorliegend die
zuletzt niedrige Frequenz der ambulanten Behandlung und auch, dass zu keinem
Zeitpunkt eine stationäre Behandlung in Anspruch genommen worden sei. Ein
erheblicher Leidensdruck sei daher fraglich. Die Merkfähigkeit, die Aufmerksamkeit, die
Wachheit und das Durchhaltevermögen, das situative Sprachverhalten, die Intelligenz
und die Auffassungsgabe seien nicht relevant eingeschränkt. Ein ausgeprägter sozialer
Rückzug liege nicht vor, denn der Beschwerdeführer habe mit seinem Sohn eine gute
Beziehung, führe seit längerem eine (stabile) Wochenendbeziehung zu einer Partnerin
und habe regelmässige Kontakte zu zwei langjährigen Kollegen. Damit weise der
soziale Kontext gewisse Ressourcen auf, auf die der Beschwerdeführer zurückgreifen
könne. Aus der Schilderung des Tagesablaufes liessen sich keine relevanten
Einschränkungen in der Haushaltsführung und in den Alltagsaktivitäten entnehmen.
Das Aktivitätsniveau lasse sich nicht vereinbaren mit der Aussage im Gutachten, dass
der Beschwerdeführer in allen Alltagsaktivitäten und in allen Lebensbereichen in
vergleichbarer Art und Weise eingeschränkt sei. Die im psychiatrischen Teilgutachten
postulierten funktionellen Auswirkungen der erhobenen Befunde auf die
Arbeitsfähigkeit seien daher beweismässig nicht hinreichend erstellt. Folglich liege kein
invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden vor (act. G5).
Am 8. März 2018 wurde dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten) entsprochen (act. G6).
C.d.
In der Replik vom 22. April 2018 macht der Beschwerdeführer geltend, dass von
einer Therapieresistenz auszugehen sei, da die lege artis durchgeführten Therapien
selbst nach drei Jahren keine Remission herbeigeführt hätten, sondern sich ein Status
quo manifestiert habe. Nicht nachvollziehbar sei die Begründung der
Beschwerdegegnerin, er habe ein lebendiges soziales Umfeld, denn dieses sei bedingt
durch das Leiden extrem geschrumpft. Gemäss den Gutachtern sei er in allen
Lebensbereichen in vergleichbarer Art und Weise eingeschränkt. Die von der
Beschwerdegegnerin als Gegenbeweis angeführten Aktivitäten seien entweder nicht
C.e.
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Erwägungen
1.
Mit der im Streit liegenden Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen
Rentenanspruch abgelehnt, da sie den Beschwerdeführer aus versicherungsrechtlichen
Gründen - entgegen der gutachterlichen Einschätzung - als voll arbeitsfähig erachtet.
Der Beschwerdeführer erachtet dagegen seine Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen
Gründen als eingeschränkt und beantragt deshalb eine Rente. Streitgegenstand bildet
daher der Anspruch auf eine Rente.
2.
(mehr) zutreffend oder nicht geeignet, die gutachterliche Einschätzung zu widerlegen
(act. G8).
Mit Schreiben vom 30. April 2018 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die
Einreichung einer Duplik (act. G10).
C.f.
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a),
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens
40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens
40 % invalid sind (lit. c).
2.1.
Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach
Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), jedoch
frühestens im Monat der auf die Vollendung des 18. Altersjahrs folgt (Art. 29 Abs. 1
IVG). Der Anspruch entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art.
22 beanspruchen kann (Abs. 2). Die Rente wird vom Beginn des Monats ausbezahlt, in
dem der Rentenanspruch entsteht (Abs. 3).
2.2.
Art. 8 Abs. 1 ATSG umschreibt Invalidität als voraussichtlich bleibende oder
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist
der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem
2.3.
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in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). Nach
Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die
versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie
wenigstens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine
Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist.
2.4.
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im
Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des
Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung
zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte
Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen, 115 V 134 E. 2).
2.5.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten
begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen, 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer
Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von
externen Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4, 125 V 353 E. 3b/bb).
2.6.
Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und
Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige
Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a).
2.7.
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3.
Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den
streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben
Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen
stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der
Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte
hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht,
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V
360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).
Sowohl die Beschwerdegegnerin als auch der Beschwerdeführer gehen davon
aus, dass das Medas-Gutachten die Anforderungen der neuen bundesgerichtlichen
Rechtsprechung (vgl. BGE 143 V 409) zu erfüllen vermag. Ferner gehen beide Parteien
vom Vorliegen einer depressiven Störung aus. Der Beschwerdeführer hält
entsprechend dem polydisziplinären Gutachten der Medas vom 11. Juli 2017 eine
50%ige Arbeitsfähigkeit für ausgewiesen (vgl. act. G1, G8). Die Beschwerdegegnerin
dagegen geht aus invalidenversicherungsrechtlichen Gründen nicht von einer 50%igen,
sondern von einer vollen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit aus. Sie
begründet dies insbesondere damit, dass die Therapiemöglichkeiten nicht
ausgeschöpft seien bzw. die Therapieresistenz noch nicht erstellt sei. Zudem sei die
Medikation nicht optimal eingestellt bzw. es gebe diesbezüglich
Verbesserungspotential (vgl. act. G5, IV-act. 129).
3.1.
3.2.
Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann zunächst nur relevant sein,
wenn sie Folge einer fachärztlich einwandfrei diagnostizierten
Gesundheitsbeeinträchtigung ist (vgl. Bundesgerichtsentscheid vom 15. Mai 2017,
8C_95/2017; BGE 130 V 396). Da die diagnostische Einordnung einer psychischen
Störung allein das objektiv bestehende tatsächliche Leistungsvermögen nicht festlegt,
sind die funktionellen Folgen der Gesundheitsschädigung qualitativ zu erfassen und
quantitativ einzuschätzen (vgl. BGE 141 V 281 E. 3.1, BGE 143 V 418 E. 4.1.2).
3.2.1.
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1f.) sind
grundsätzlich (bei Ausnahmen nach dem jeweiligen Beweisbedarf) sämtliche
psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281
zu unterziehen. Für die Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens sind gemäss
3.2.2.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 10/15
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BGE 141 V 281 also in der Regel diverse Standardindikatoren beachtlich. Diese hat das
Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3): Kategorie
"funktioneller Schweregrad" mit den Komplexen
"Gesundheitsschädigung" (Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und
Symptome; Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz; Komorbiditäten),
"Persönlichkeit" (Persönlichkeitsentwicklung und -struktur, grundlegende psychische
Funktionen) und "sozialer Kontext" sowie Kategorie "Konsistenz" (Gesichtspunkte des
Verhaltens) mit den Faktoren gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in
allen vergleichbaren Lebensbereichen und behandlungs- und
eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck.
Das der angefochtenen Verfügung vom 30. November 2017 (IV-act. 129)
zugrundeliegende Gutachten der Medas vom 11. Juli 2017 (IV-act. 115) wurde vor dem
BGE 143 V 418 (vom 30. November 2017) erstellt, welcher die Anwendbarkeit des
strukturierten Beweisverfahrens gemäss BGE 141 V 281 auf sämtliche psychische
Erkrankungen ausdehnte. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung verlieren
vor BGE 141 V 281 (bzw. vor BGE 143 V 418) erstattete medizinische (psychiatrische)
Gutachten ihren Beweiswert nicht per se. Vielmehr ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen,
ob die Sachverständigengutachten, gegebenenfalls im Kontext mit weiteren
fachärztlichen Berichten, eine schlüssige Beurteilung im Licht der massgeblichen
Indikatoren erlauben oder nicht (vgl. BGE 141 V 281 E. 8; vgl. Urteil des
Bundesgerichts vom 18. Mai 2017, 8C_842/2016).
3.3.
Der psychiatrische Gutachter Dr. G._ hat sich - wenn auch (da noch) in
Unkenntnis der heute geltenden bundesgerichtlichen Terminologie nur sinngemäss -
mit dem funktionellen Schweregrad der Beeinträchtigung auseinandergesetzt.
3.4.
Im Gutachten erhob Dr. G._ die Gesundheitsschädigungen und deren
Ausprägungen (IV-act. 115-47ff.; vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1). Gestützt u.a. auf die
Aktenlage, eine ausführliche Anamnese, die Blutuntersuchung, die durchgeführte
Testdiagnostik sowie den Bericht über die neuropsychologische Untersuchung von lic.
phil. H._, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, stellte er die Diagnose
rezidivierendes depressives Zustandsbild im Sinne einer Major Depression mit aktuell
mittelgradiger depressiver Episode und depressivem somatischem Syndrom (ICD-10:
F33.11). Im Weiteren erklärte er, wieso er nicht wie der behandelnde Psychiater auch
noch von einer schizoiden Persönlichkeitsstörung ausgehe (IV-act. 115-57). In
Anbetracht der Aktenlage und der fachärztlich erhobenen Befunde ist die
diagnostische Beurteilung nachvollziehbar und schlüssig. Zudem haben weder die
3.5.
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4.
Im Weiteren ist auf die Einwände der Beschwerdegegnerin einzugehen.
Beschwerdegegnerin noch der RAD diesbezüglich Einwände vorgebracht. Auf die
gutachterlich erhobenen Befunde und Diagnosen ist daher abzustellen.
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit zeigte der psychiatrische Gutachter Dr. G._
detailliert und systematisch sowie nachvollziehbar und schlüssig auf, welche Faktoren
bzw. Störungen beim Beschwerdeführer leistungslimitierend sind. So setzte sich Dr.
G._ mit den depressiven Symptomen auseinander und gewichtete diese (u.a. in
Anwendung des AMDP-Moduls Depression). Ergänzend führte er mehrere
psychometrische Testverfahren durch. Anschliessend beurteilte er die mentalen
Funktionen (IFAP1) und deren potentielle Auswirkungen auf die Arbeits- und
Leistungsfähigkeit (IFAP2). Als mittelgradig eingeschränkt erachtete er die Funktionen
von Temperament und Persönlichkeit, die Umgänglichkeit, die psychische Stabilität,
die Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen, die Funktionen der psychischen Energie
und des Antriebs und die emotionalen Funktionen. Bei den Aktivierungs- und
Partizipationsstörungen nannte er als mittelgradig eingeschränkt die Anpassung an
Regeln und Routinen, die Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Flexibilität, die
Umstellungsfähigkeit, die Anwendung fachlicher Kompetenzen, die Durchhaltefähigkeit,
die Selbstbehauptungsfähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten, die Gruppenfähigkeit
und die Spontanaktivitäten. Zudem legte Dr. G._ offen, aufgrund welcher Kriterien er
aus rein psychiatrischer Sicht von einer gegenwärtigen Einschränkung der Arbeits- und
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers von 50% ausging (IV-act. 115-51ff.).
Nachvollziehbar wird damit, wieso er nicht der Einschätzung des behandelnden
Psychiaters Dr. B._, welcher von einer gänzlichen Arbeitsunfähigkeit ausging, gefolgt
ist. Festzuhalten ist, dass die gutachterliche Arbeitsfähigkeitseinschätzung von 50%
aufgrund der detaillierten und systematisierten Aussagen im Gutachten zu überzeugen
vermag.
3.6.
Hinsichtlich der in Frage gestellten Therapieresistenz (vgl. BGE 141 V 281 E.
4.3.1.2) ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer wegen seines psychischen
Leidens seit Herbst 2014 ununterbrochen bei Dr. B._ in fachärztlicher Behandlung ist.
Die Behandlungsintensität - zuletzt ein Behandlungstermin alle 4 bis 6 Wochen - wurde
durch den Facharzt festgelegt. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, dass zur
Verbesserung des Gesundheitszustandes anhaltend eine höhere Behandlungsintensität
erforderlich oder gar ärztlicherseits empfohlen worden wäre. So haben weder der RAD
noch die Beschwerdegegnerin je den Beschwerdeführer bzw. den behandelnden
4.1.
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Psychiater aufgefordert, die Behandlungsintensität zu erhöhen oder sich stationär
behandeln zu lassen. Von medizinischer Seite wurde eine entsprechende Indikation im
Übrigen weder bestätigt noch überhaupt diskutiert. Diesbezüglich wurde denn auch nie
ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt. Hinzu kommt, dass der
psychiatrische Gutachter andere medizinische Massnahmen aktuell als nicht
erforderlich erachtete (IV-act. 115-60). Aus dem Gesagten ist zu folgern, dass die
fachärztliche Behandlung zweckmässig und angemessen erscheint, weshalb eine
Leistungsabweisung nach mehrjähriger Behandlung nicht damit begründet werden
kann, es habe keine adäquate Behandlung stattgefunden bzw. die Therapieresistenz
sei (noch) nicht erstellt.
Zur erhobenen Kritik an der Medikation ist festzustellen, dass die
Blutuntersuchung nicht etwa eine zu geringe, sondern eine eher zu hohe Konzentration
der Wirkstoffe ergeben hat. Dass sich dies negativ auf die gesundheitliche Situation
ausgewirkt hätte bzw. dies leistungsmindernd gewesen wäre, wurde jedoch weder von
der Beschwerdegegnerin noch ärztlicherseits (bspw. vom Gutachter oder vom RAD) je
geltend gemacht. Anzumerken ist, dass gemäss fachärztlicher Literatur
Medikamentenspiegel nur eine begrenzte Aussagekraft haben, denn die
Plasmakonzentration der Antidepressiva könne zwischen einzelnen Patienten erheblich
variieren (vgl. Edith Holsboer-Trachsler et. al., Die Akutbehandlung depressiver
Episoden, Die somatische Behandlung der unipolaren depressiven Störungen: Update
2016, Teil 1, Richtlinien, Swiss Medical Forum 2016, 16(35), S. 716-724; abrufbar unter:
www.sgad.ch/wordpress/wp-content/uploads/2016/08/
Die-Akutbehandlung-depressiver-Episoden_20160831.pdf). Eine Leistungsabweisung
kann daher nicht mit einer (einmalig festgestellten) zu hohen Wirkstoffkonzentration
begründet werden.
4.2.
Aus dem Gesagten ist zu folgern, dass die mehrjährige fachärztliche Behandlung
mit Einsatz von Psychopharmaka ein starkes Indiz für das Vorliegen einer
versicherungsrechtlich relevanten psychischen Störung ist, zumal anzunehmen ist,
dass ohne die adäquate fachärztliche Behandlung in Kombination mit den von der
Beschwerdegegnerin verfügten Integrations- und Unterstützungsmassnahmen der
Arbeitsunfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers aktuell wohl über dem gutachterlich
erhobenen Wert von 50% liegen dürfte (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2).
4.3.
Zur von der Beschwerdegegnerin vorgetragenen fehlenden Konsistenz
(gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren
Lebensbereichen und behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener
Leidensdruck ist anzumerken, dass die Medas-Gutachter dazu - auch in Anbetracht
4.4.
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5.
der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung - in ausreichendendem Masse
Stellung bezogen haben. Die Aussage, dass der Beschwerdeführer in allen
Alltagsaktivitäten und in allen Lebensbereichen in vergleichbarer Art und Weise
eingeschränkt sei, ist gestützt auf die im Gutachten enthaltene Anamnese sowie die
Ausführungen zum sozialen Kontext nachvollziehbar und schlüssig. Dass der
Beschwerdeführer zusammen mit seinem (zum Verfügungszeitpunkt fast erwachsenen)
Sohn lebt, eine (Wochenend-) Beziehung mit einer langjährigen Partnerin hat und zu
zwei früheren Kollegen Kontakt pflegt, sind - entgegen der Ansicht der
Beschwerdegegnerin - keine ausreichenden Hinweise für eine Inkonsistenz, zumal
nicht eine 100%ige, sondern "nur" eine 50%ige Leistungsminderung im Raum steht.
Anzufügen bleibt, dass auch die während mehrerer Monate durchgeführten
Integrationsmassnahmen gezeigt haben, dass der Beschwerdeführer zwar fähig ist,
weiterhin fachlich hochstehende Arbeiten zu erledigen (qualitativer Aspekt), die dabei
erbrachte Leistung jedoch nur einem 50%-Pensum entspricht (quantitativer Aspekt; IV-
act. 86). Auch der RAD war mit dieser Einschätzung einverstanden, erklärte er doch,
dass auf das Medas-Gutachten abgestellt werden könne (IV-act. 116). In
Gesamtwürdigung der Situation sind bezüglich der Konsistenz keine Diskrepanzen
ersichtlich. Folglich ist die Konsistenz kein Grund, in invalidenversicherungsrechtlicher
Sicht nicht auf die gutachterliche Arbeitsfähigkeitseinschätzung von 50% abzustellen.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Gutachten in ausreichendem Masse
die nach neuer Rechtsprechung für sämtliche psychiatrischen Diagnosen erforderlichen
Indikatoren des strukturierten Beweisverfahrens berücksichtigt. Für eine abweichende
rechtliche Beurteilung hinsichtlich der invalidenversicherungsrechtlichen Relevanz der
psychiatrischen Diagnosen bleibt somit kein Raum. Das Gutachten berücksichtigt die
geklagten Beschwerden und die vorhandenen medizinischen Akten. Insbesondere
erscheint die gegenüber dem behandelnden Arzt abweichende Beurteilung des
psychiatrischen Gutachters (welcher auch eine Persönlichkeitsstörung und eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte) mit Blick auf die erhobenen Befunde und
Diagnosen, aber auch mit Blick auf die Tatsache, dass sich die Schätzung auf die
bisherige und zugleich auch adaptierte Tätigkeit bezieht, als nachvollziehbar. Auf das
Gutachten ist daher abzustellen. Somit bestand im vorliegend relevanten Zeitraum eine
invalidenversicherungsrechtlich relevante 50%ige Arbeitsunfähigkeit.
4.5.
Dem Beschwerdeführer sind die angestammte wie auch eine angepasste Tätigkeit
in einem 50%-Pensum zumutbar. Da der erzielbare Verdienst in der angestammten
Tätigkeit deutlich höher sein dürfte als derjenige in einer leidensangepassten Tätigkeit
5.1.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
6.