Decision ID: dea45ac7-3564-596a-adb7-a246edf3fc14
Year: 2009
Language: de
Court: SG_VSG
Chamber: SG_VSG_001
Canton: SG
Region: Eastern_Switzerland
Law Area: 

in Sachen
P._,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Susanne Vincenz-Stauffacher,
Schützengasse 6, 9000 St. Gallen,
gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin,
betreffend
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Rentenrevision
Sachverhalt:
A.
A.a P._ (Jahrgang 1952) wurde mit Verfügung vom 14. Januar 1999 bei einem
Invaliditätsgrad von 60% ab 1. Oktober 1996 eine halbe Rente der
Invalidenversicherung zugesprochen. Der Erwerbsausfall resultierte aus den
gesundheitlichen Einschränkungen auf Grund der Folgen eines Unfalls vom 4. April
1994 sowie eines massiven Übergewichts (IV-act. 13). Mit Verfügung vom 10. Januar
2002 reduzierte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen die halbe Rente ab 1. September
1999 auf eine Viertelsrente. Sie führte dazu aus, nachdem von der Schweizerischen
Unfallversicherung (Suva) nun ein Invaliditätsgrad von 40% anerkannt werde und
neben den Unfallbeschwerden keine weiteren, den Invaliditätsgrad beeinträchtigenden
Einschränkungen vorlägen, werde dieser Grad übernommen (IV-act. 41 und 42). Die
Suva stütze sich bei ihrem Entscheid auf das Gutachten von Dr. med. A._,
Fusschirurgie der Schulthess Klinik, vom 4. Dezember 2000. Darin hat Dr. A._
angegeben, die Versicherte leide an einer posttraumatischen Arthrose naviculo-
cuneiforme I-II sowie tarso-metatarsal Gelenk III bei St. n. Luxation des medialen
Lisfranc-Gelenks am 4. April 1994, durchgebauter Arthrodese der tarsometatarsalen
Gelenke I und II und intercuneiformen Gelenks I/II nach viermaligem Eingriff sowie
wahrscheinlicher sekundärer Ansatztendinose im Bereich des Beckenkamms rechts bei
schmerzbedingtem Hinken beziehungsweise pathologischer Gangart. Auf Grund dieser
Diagnosen und der arthrosebedingten Schmerzen schätze er die Arbeitsfähigkeit dieser
Versicherten in einer vornehmlich sitzenden Tätigkeit in einem kaufmännischen Beruf
auf 75% (G act. 4.2).
A.b Anlässlich eines Revisionsverfahrens wurde eine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes aus psychischen Gründen geltend gemacht. Dr. med. B._,
Allgemeine Medizin FMH, gab der IV-Stelle in seinem Bericht vom 17. Januar 2004 an,
er habe die Versicherte ab Oktober 2002 wegen Depression behandelt und eine volle
Arbeitsunfähigkeit attestiert. Ab Dezember 2002 habe er sie an Dr. med. C._,
Spezialärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, überweisen müssen (IV-act.
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50-9/10). Dr. C._ führte in ihrem Bericht vom 19. Mai 2004 aus, die Versicherte leide
insbesondere an einer Depression bei chronischem Schmerzzustand und
Scheidungssituation. Auf Grund der chronischen Schmerzen sowie auch der kognitiven
Defizite im Rahmen der depressiven Störung sei die Versicherte in ihrer
Leistungsfähigkeit 75 bis 80% vermindert (IV-act. 50-3/10). Die IV-Stelle veranlasste in
der Folge am 25. Juni 2004 eine psychiatrische Begutachtung an der Klink Gais (IV-act.
54). Dr. med. D._, Psychiatrie und Neurologie, Psychotherapie/Allgemeinmedizin und
Spitalfacharzt, sowie Dr. med. E._, Psychiatrie und Psychotherapie, erstatteten am
17. September 2004 das Gutachten. Die Psychiater gaben an, die Versicherte leide an
einer Anpassungsstörung mit längerer depressiven Reaktion (ICD-10: F43.22) sowie
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bei Zustand nach Lisfranc-
Luxationsfraktur und 4-facher Revisionsoperation (ICD-10: F45.4). Die Ärzte führten
aus, die auf Grund der eskalierenden Ehekrise erfolgte Trennung im Jahr 2002 habe
eine einschneidende Destabilisierung mit Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit
und Einschränkungen in der persönlichen Haushaltsführung verursacht. Hinsichtlich
der Arbeitsfähigkeit führten die Psychiater aus, es bestehe im Rahmen der depressiven
Störung eine verminderte emotionale Stabilität, emotionale Belastungsintoleranz und
erhöhte Ambivalenz, so dass die Versicherte zwischen Selbstüberforderung und
dekompensierter Schmerzwahrnehmungs- und Schmerzverarbeitungsstörung hin und
her pendle. Dies führe zu Erregungs- und Angstzuständen, welche die Belastung am
Arbeitsplatz verunmöglichten. Auf der geistigen Ebene zeige die Versicherte
verminderte Konzentrations- und Aufmerksamkeitsleistungen. Die bisherige Tätigkeit
als Versicherungsberaterin sei deshalb um 75% eingeschränkt. Dabei bestände
wiederum behinderungsbedingt eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 30%.
Eine engmaschige ambulant-psychiatrische Behandlung könne die Arbeitsfähigkeit
allenfalls auf 50% steigern (IV-act. 56).
A.c Mit Verfügung vom 12. April 2005 hob die IV-Stelle die Viertelsrente ab 1. Oktober
2003 auf eine ganze Rente an. Sie gab an, der Gesundheitszustand habe sich
wesentlich verschlechtert. Seit 2003 bestehe noch eine 11%ige Erwerbsfähigkeit.
Sodann ordnete die IV-Stelle an, im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht habe die
Versicherte eine ambulante psychiatrische Therapie mit mindestens zwei Terminen
wöchentlich über die Dauer von sechs Monaten zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit
wahrzunehmen (IV-act. 71). Den Invaliditätsgrad ermittelte die IV-Stelle auf der
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Grundlage des Valideneinkommens als kaufmännische Angestellte im Jahr 2001
inklusive Teuerung von Fr. 81'000.-- sowie des zumutbaren Einkommens bei einem
25% Pensum mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit (30%) von Fr. 8'625.--. Für das
Invalideneinkommen stellte die IV-Stelle auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung (LSE) 2004, Sektor Dienstleistungen, ab (IV-act. 58).
A.d Dr. C._ berichtete der IV-Stelle am 15. März 2006, der Gesundheitszustand sei
stationär. Die Behandlung der Versicherten, die regelmässig zu den Sitzungen
gekommen sei und sehr motiviert und kooperativ mitgearbeitet habe, habe sich recht
schwierig gestaltet. Die Versicherte habe auf die antidepressive Medikation mit vielen
Nebenwirkungen reagiert. Aus diesem Grund bestehe nach wie vor ein depressives
Zustandsbild mit Einschlafstörungen, mangelnder Belastbarkeit, Müdigkeit, kognitiven
Defiziten und rascher Überforderung. Die Behandlung sei deshalb zur Aufarbeitung der
zu Grunde liegenden Ursachen weiterzuführen, unter anderem auch zur Begleitung in
der schwierigen und belastenden Scheidungssituation. Die Arbeitsfähigkeit in einer
leidensangepassten Tätigkeit betrage etwa 20% (IV-act. 82). Am 24. Mai 2006 verfügte
die IV-Stelle wegen Invalidität des Ehegatten und der Aufhebung der ehelichen
Gemeinschaft die Neuberechnung der ganzen Rente ab 1. Juni 2006 (IV-act. 85). Im
Verlaufsbericht vom 31. März 2006 (richtig 31. Mai 2006) attestierte die Psychiaterin
eine leichte Verbesserung des Gesundheitszustandes der Versicherten (IV-act. 86). Der
Regionale Ärztliche Dienst (RAD) Ostschweiz empfahl in seiner Stellungnahme vom
21. Juli 2006 auf Grund der attestierten leichten Verbesserung des psychischen
Gesundheitszustandes eine bidisziplinäre Begutachtung (IV-act. 91).
A.e Die IV-Stelle beauftragte am 28. Juli 2006 das Medizinische Gutachtenzentrum
St. Gallen (MGSG) mit der Begutachtung der Versicherten. Neben den Standardfragen
wollte die IV-Stelle Auskunft über den Verlauf und mutmassliche Befundänderungen
(orthopädisch und psychiatrisch) seit 2004 sowie über die zumutbare Arbeitsfähigkeit in
einer leichten, vorwiegend sitzenden Tätigkeit (IV-act. 92). Am 21. Februar 2007
erstattete das MGSG das Hauptgutachten. Die Untersuchung fand durch Dr. med.
F._, Spezialarzt Orthopädie FMH, sowie Dr. med. G._, Arzt für Neurologie und
Psychiatrie, Sozialmedizin und Rehabilitationswesen, statt. Die Ärzte führten aus, sie
stützten sich bei ihrer Begutachtung auf die Berichte der orthopädischen Klinik des
Kantonsspitals von 1994 bis 1996, des Orthopäden Dr. H._ von 1997 bis 2000, die
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ärztlichen Berichte der Suva-Ärzte von 1999 und 2000, das Gutachten des Orthopäden
Dr. A._ von 2000 sowie auf die IV-Akten. Als Hauptdiagnose gaben die Ärzte an, die
Versicherte leide an einer Arthrose zwischen Os naviculare und Os cuneiforme II und III
sowie Os cuneiforme III-Metatarsale III und leicht cuboidometatarsal bei St. n.
Arthrodese der Tarsometatarsalgelenke I und II sowie des intercuneiformen Gelenks I/II
nach viermaliger Operation 1995 bis 1998 rechts nach veralteter Lisfranc-Luxation
medial. Sodann bestehe eine Adipositas sowie eine rezidivierende depressive Störung
mit gegenwärtig leichtem Ausprägungsgrad und eine Anpassungsstörung mit
depressiver Reaktion. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit liege eine mässige
Chondropathie des oberen und unteren Sprunggelenks rechts, eine bikompartimentale
Kniegelenksarthrose links mit Kniekehlenzyste, eine akzentuierte Persönlichkeit mit vor
allem abhängigen und selbstunsicheren Zügen, eine Hypothyreose sowie eine
Penicillinallergie vor. Der Orthopäde führt dazu aus, die Schmerzen in der rechten
Fusswurzel seien durch die radiologisch sichtbare Fusswurzelarthrose erklärt.
Ungünstig wirke sich dabei die massive Adipositas (125 kg, 164 cm, BMI 46) aus. Die
Versicherte sei insbesondere in wechselbelastenden Tätigkeiten eingeschränkt.
Vorwiegend sitzende, körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten und trockenen
Räumen entsprechend einer Büroanstellung seien der Versicherten bei voller
Stundenpräsenz zu etwa 75% zumutbar. Weil sich in den vorliegenden Unterlagen
keine orthopädischen Befunde respektive Notizen von 2004 befänden, könne er die
Frage der IV-Stelle nach einer Befundänderung seit 2004 nicht beantworten, weil die
Vergleichsbasis fehle. Der Psychiater führte in seinem Teilgutachten vom 3. Januar
2007 aus, die Kombination der aus psychiatrischer Sicht festgehaltenen Störungen
sowie der anhaltenden belasteten familiären Situation führe zu einer mittelgradigen
Beeinträchtigung des psychischen Funktionsvermögens. Der psychische Zustand der
Versicherten habe sich nach ärztlichem Vergleich der aktuellen Befunde mit den früher
erhobenen Befunden gemäss Akten gebessert. Eine weitere Besserung oder gar
Remission der psychischen Störung werde aber durch die anhaltende psychosoziale
Belastungssituation blockiert. Die Versicherte sei in ihrem Antrieb, ihrer Ausdauer, ihrer
Affektivität, im inhaltlichen Denken und in der Aufmerksamkeit sowie hinsichtlich des
Gedächtnisses beeinträchtigt. Die Arbeitsfähigkeit betrage deshalb 50%. Insgesamt
erachteten die Ärzte sowohl in der bisherigen Tätigkeit sowie in einer angepassten
Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50% als zumutbar (IV-act. 101 und 102). Der RAD
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erachtete das Gutachten am 12. April 2007 als versicherungsmedizinisch plausibel (IV-
act. 106).
A.f Mit Vorbescheid vom 19. April 2007 stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Reduktion der Invalidenrente in Aussicht. Sie führte dazu aus, gemäss ihren Unterlagen
sei ihr eine 50%ige Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten wie auch in einer
leidensadaptierten Tätigkeit zumutbar. Demnach liege ein medizinischer
Revisionsgrund vor. Das zumutbare Einkommen betrage pro Jahr ohne Behinderung
Fr. 85'886.-- und mit Behinderung Fr. 42'943.--, woraus eine Einkommenseinbusse von
Fr. 42'943.-- resultiere beziehungsweise ein Invaliditätsgrad von 50%. Die bisherige
ganze Rente werde deshalb auf eine halbe Invalidenrente herabgesetzt (IV-act. 111).
Dagegen liess die Versicherte am 21. Mai 2007 einwenden, das MGSG-Gutachten
erhelle nicht, inwiefern tatsächlich eine Verbesserung des Gesundheitszustandes
eingetreten sei, die eine Arbeitsfähigkeit von 50% begründen würde. Dr. C._ habe
noch im März 2006 eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 20% attestiert. Zwar sei aus
psychiatrischer Sicht eine leichte Verbesserung eingetreten, aber nicht aus physischer
Sicht. Eine Verbesserung von 30% liege aber nicht vor. Sie habe deshalb weiterhin
Anspruch auf eine ganze Rente (IV-act. 118). In seiner Stellungnahme vom 23. Oktober
2007 berichtete der RAD, eine Verbesserung des Gesundheitszustandes sei im
bidisziplinären Gutachten beschrieben worden, indem eine mittelgradige
Beeinträchtigung des psychischen Funktionsvermögens bei einer leichten Depression
festgehalten worden sei, sodass eine Arbeitsfähigkeit von 50% zumutbar sei. Die
gutachterliche Bewertung sei notwendig geworden, um eine unabhängige und
objektive Beurteilung der Leistungsfähigkeit vornehmen zu können, losgelöst von der
therapeutischen Beziehung einer behandelnden Kollegin (IV-act. 121).
A.g Am 29. November 2007 verfügte die IV-Stelle die Rentenreduktion. Zu den
Einwänden der Versicherten gab sie an, im ersten Gutachten der Klinik Gais vom 7.
September 2004 werde erwähnt, dass eine adaptierte Tätigkeit zu 25% zumutbar sei.
Zudem könne die Arbeitsfähigkeit durch Fortführung einer engmaschigen ambulant-
psychiatrischen Behandlung verbessert werden. Dieser Auflage habe die Versicherte
Folge geleistet. Im orthopädischen Gutachten der Schulthess Klinik vom 4. Dezember
2000 werde für eine adaptierte Tätigkeit eine 75%ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Im
aktuellen orthopädischen Gutachten werde diese Arbeitsfähigkeitsschätzung bestätigt.
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Im psychiatrischen Teilgutachten werde für eine leidensadaptierte Tätigkeit von einer
Arbeitsfähigkeit von 50% ausgegangen. Gesamthaft resultiere eine zumutbare
Arbeitsfähigkeit von 50%. Eine gutachterliche Bewertung sei notwendig geworden, um
eine unabhängige objektive Beurteilung der Leistungsfähigkeit vornehmen zu können.
Die bisherige ganze Rente werde deshalb auf eine halbe Rente herabgesetzt (IV-act.
123 und 122).
B.
B.a Gegen die Verfügung lässt die Versicherte am 18. Januar 2008 Beschwerde
erheben. Sie beantragt die Aufhebung der Verfügung vom 29. November 2007 und die
weitere Ausrichtung einer ganzen Invalidenversicherungsrente. Die Beschwerdeführerin
rügt, die Beschwerdegegnerin habe ohne eine weitere Stellungnahme auf die Einwände
der Beschwerdeführerin die Verfügung zugestellt. Es stelle sich diesbezüglich die Frage
der Verletzung des rechtlichen Gehörs. Der psychiatrische Gutachter anerkenne, dass
die Beschwerdeführerin an verschiedenen Einschränkungen aus psychiatrischer Sicht
leide. Unbestrittenermassen habe sich die psychische Verfassung der
Beschwerdeführerin verbessert. Die Beschwerdeführerin neige jedoch dazu, sich und
ihre Ressourcen zu überschätzen. Dr. C._ erachte denn auch eine Arbeitsfähigkeit
von 50% bei der anhaltenden psychosozial schwierigen Situation nicht als adäquat,
obwohl eine leichte Verbesserung feststehe. Diesbezüglich sei ein Bericht von Dr.
C._ einzuholen. Der orthopädische Gutachter lege in seinem Gutachten nicht dar,
inwiefern sich der Gesundheitszustand verbessert habe. Auf Grund seiner
Ausführungen sei vielmehr davon auszugehen, dass er den Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin anders beurteile als frühere Ärzte. Offenbar würde ihm mangels
Unterlagen aus dem Jahr 2004 die Vergleichsbasis fehlen. Eine bloss unterschiedliche
Beurteilung gehöre nun aber nicht zu den relevanten Änderungen gemäss Art. 17 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG;
SR 830.1). Schliesslich habe Dr. C._ die Beschwerdeführerin ans interdisziplinäre
Zentrum für Schlafmedizin des Kantonsspitals St. Gallen überwiesen. Der zuständige
Arzt sei nach einem ersten Untersuch zum Schluss gekommen, dass auf Grund der
orthopädischen Beschwerden lediglich Schlafintervalle von 13 bis 20 Minuten hätten
verzeichnet werden können. Der entsprechende Schlussbericht stehe noch aus und sei
einzuholen. Weil sich der Gesundheitszustand aus orthopädischer Sicht nicht
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verbessert habe und die Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes
maximal eine Arbeitsfähigkeit von 30% erlaube, reduziere sich der Invaliditätsgrad von
89% höchstens auf 70%, womit eine Halbierung der Rente nicht sachgerecht und die
ganze Invalidenrente weiterzuführen sei (G act. 1).
B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 26. März 2008
die Abweisung der Beschwerde. Sie führt dazu aus, die behandelnde Psychiaterin der
Beschwerdeführerin erachte eine 50%ige Arbeitsfähigkeit nicht als adäquat. Ein
entsprechender Arztbericht sei aber nicht eingereicht worden. Dr. C._ habe jeweils in
ihren Verlaufsberichten angeben, die Beschwerdeführerin leide an einer Depression bei
chronischem Schmerzzustand und Scheidungszustand und der Gesundheitszustand
sei stationär. Die Diagnosestellung des begutachtenden Arztes sei in Kenntnis der
Vorakten erfolgt und sei viel differenzierter als diejenige der behandelnden Psychiaterin.
Ausserdem dürfe die in der Beschwerde geltend gemachte und auch von der
behandelnden Psychiaterin immer wieder thematisierte Belastungssituation durch die
Scheidung invalidenversicherungsrechtlich für die Bestimmung der Arbeitsfähigkeit
nicht als relevant angesehen werden. Die abweichende Einschätzung der
behandelnden Psychiaterin gebe deshalb keinen Anlass, am psychiatrischen
Gutachten vom 3. Januar 2007 zu zweifeln. Eine Verbesserung des psychischen
Gesundheitszustandes sei deshalb ausgewiesen. Betreffend die orthopädische
Begutachtung sei korrekt, dass Dr. F._ nicht dargelegt habe, inwiefern sich der
physische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert haben sollte und
die Frage nach der Entwicklung seit 2004 nicht beantwortet habe. Man sei jedoch in
der Verfügung davon ausgegangen, dass sich aus orthopädischer Sicht gar keine
Veränderung des Gesundheitszustandes beziehungsweise der Arbeitsfähigkeit in einer
leidensadaptierten Tätigkeit ergeben hätten. Im Vergleich zum Gutachten von Dr. A._
vom 4. Dezember 2000 sei eine Arbeitsfähigkeit von 75% durch Dr. F._ bestätigt
worden (G act. 4).
B.c Die Beschwerdeführerin hält in ihrer Replik vom 3. Juni 2008 an ihrem Antrag fest.
Sie macht geltend, das rechtliche Gehör sei auch dadurch verletzt worden, weil die
nach Eingang des Einwandes der Beschwerdeführerin eingeholte "weitere RAD-
Stellungnahme" der Beschwerdeführerin nicht zur Kenntnis gebracht worden sei. Mit
Aktenzustellung durch die Beschwerdeinstanz könne dieser Mangel jedoch als geheilt
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betrachtet werden. In dieser Stellungnahme fehle es jedoch an einer eigenen und
eigenständigen Beurteilung des Gutachtens durch den RAD. Es sei gerade nicht
"plausibel", wie der Gutachter zum Schluss kommen könne, die Beschwerdeführerin
sei aus psychiatrischer Sicht zu 50% arbeitsfähig. Die Beschwerdegegnerin erachte die
Diagnosestellung des begutachtenden Psychiaters für schlüssiger als diejenige der
behandelnden Psychiaterin. Vor diesem Hintergrund sei die Einholung eines Berichts
der behandelnden Psychiaterin unabdingbar. Unabhängig davon sei darauf
hinzuweisen, dass es bei einer psychischen Belastungssituation auf die Ursachen
derselben nicht ankomme. Zudem sei vorliegend das Ende des Scheidungsverfahrens
nicht abzusehen. Betreffend die orthopädische Begutachtung seien der
Beschwerdeführerin die Suva-Akten nicht vorgelegen. Wenn die Beschwerdegegnerin
diesbezüglich von keiner Veränderung ausgehe, so stimme sie dem zu. Hingegen lägen
neuere Gesundheitsbeschwerden vor, indem sich die Beschwerdeführerin zur
Abklärung der Schilddrüsenerkrankung in Spitalpflege habe begeben müssen. Der
entsprechende Austrittsberichts des Spitals Rorschach sei einzuholen. Die bereits in
der Beschwerde erwähnten Schlafprobleme sowie die Verschlechterung des
Krankheitsbildes betreffend die Schilddrüse hätten Einfluss auf die psychische
Verfassung der Beschwerdeführerin. Die anerkannte leichte Verbesserung werde
dadurch wieder rückgängig gemacht (G act. 11).
B.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 9. Juni 2008 auf eine Duplik (G act. 13).

Erwägungen:
1.
Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil
in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei
der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V
467 Erw. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses
der streitigen Verfügungen vom 29. November 2007 eingetretenen Sachverhalt
abzustellen ist (BGE 121 V 366 Erw. 1b), ist auf die angefochtene Verfügungdie bis zum
31. Dezember 2007 geltenden materiellen Bestimmungen anzuwenden.
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2.
2.1 Die Beschwerdeführerin macht eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches
Gehör geltend. Diese Rüge ist vorab zu beurteilen. Einerseits sieht die
Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör verletzt, indem die Beschwerdegegnerin vor
Erlass der Verfügung nicht Stellung zu den Einwänden der Beschwerdeführerin
genommen hat. Die Beschwerdegegnerin ist praxisgemäss erst in der Begründung der
Verfügung auf die Einwände der versicherten Person eingegangen. Eine zusätzliche
Stellungnahme verlangt der Grundsatz des rechtlichen Gehörs nicht, weshalb keine
Verletzung vorliegt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 2005 i/S. D [I 3/05]).
2.2 Andererseits sei das rechtliche Gehör verletzt worden, weil der
Beschwerdeführerin die "weitere RAD-Stellungnahme" nicht zugestellt worden sei. Die
vor Erlass der Verfügung eingeholte interne Stellungnahme des RAD vom 23. Oktober
2007 (IV-act. 121) wurde der Beschwerdeführerin nicht vorgelegt. Die Stellungnahme
des RAD diente der Beschwerdegegnerin zur Entscheidfindung. Sie war eine
"Beweiswürdigungshilfe" bereits vorhandener medizinischer Akten und nicht eine
zusätzliche gutachterliche Würdigung. Sie stellt somit kein neues förmliches
Beweismittel dar. Trotzdem war es nicht zulässig, der Beschwerdeführerin vor Erlass
der Verfügung keine Einsicht in die interne Stellungnahme des RAD vom 23. Oktober
2007 zu gewähren, weil diese eine Aktenerweiterung bewirkte und ihr nicht jede
Aussen- oder Beweiswirkung abgesprochen werden kann. Es handelt sich um ein
entscheidrelevantes Aktenstück (Urteil des Bundesgerichts vom 14. September 2007 i/
S. R [I 143/07] E. 3.3). Das rechtliche Gehör ist sowohl bei RAD-Stellungnahmen nach
Art. 49 Abs. 2 wie Abs. 3 IVV (eigene Exploration bzw. blosse Beratung) zu gewähren
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2008 i/S. H [8C_424/2008] E. 2.2).
Indem sich die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung auch auf diese neue Akte
abgestützt hat, ohne der Beschwerdeführerin vorgängig Einsicht zu gewähren, hat sie
das rechtliche Gehör verletzt. Diese auch in anderen Fällen zu beobachtende Praxis
muss die Beschwerdegegnerin aufgeben. Die Gehörsverletzung wiegt konkret
allerdings nicht so schwer, dass sie zwingend die Rückweisung der Sache an die
Beschwerdegegnerin erfordern würde. Die Beschwerdeführerin erhielt vorliegend die
Möglichkeit, sich vor einer Beschwerdeinstanz (dem kantonalen Versicherungsgericht)
zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann (vgl.
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BGE 126 V 132). Diese Verletzung des rechtlichen Gehörs ist somit geheilt worden, wie
auch die Beschwerdeführerin in der Replik festhält.
3.
3.1 Nach aArt. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente,
wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente,
wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von
mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente. Für die Bemessung der Invalidität
von erwerbstätigen Versicherten ist gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG
anwendbar. Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
3.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur
Rentenrevision gibt nach der auch unter dem ATSG massgeblichen Rechtsprechung
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist
nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustands, sondern auch
dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich
gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 f. E. 3.5).
Eine bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen
Sachverhaltes stellt dagegen praxisgemäss keine revisionsbegründende Änderung dar
(BGE 112 V 372 E. 2b). Ob eine revisionsbegründende Änderung eingetreten ist,
beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten (der
versicherten Person eröffneten) rechtskräftigen Verfügung bestand, die auf einer
umfassenden materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
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Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen
Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108), mit dem Sachverhalt
zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 E. 2).
3.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 ATSG). Danach haben
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen.
Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle
Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach
zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des
streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Gutachtens
ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung entscheidend, ob er für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Gutachters begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).
4.
4.1 Im Zeitpunkt der letzten umfassenden Sachverhaltsabklärung haben die
begutachtenden Psychiater am 17. September 2004 festgestellt, dass die
Beschwerdeführerin an einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion
sowie einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bei Zustand nach Lisfranc-
Luxationsfraktur und 4-facher Revisionsoperation leide. Die Arbeitsfähigkeit betrage
noch 25% und diese sei in der Leistungsfähigkeit um 30% eingeschränkt (IV-act. 56).
Mit Verfügung vom 12. April 2005 hat man der Beschwerdeführerin deshalb eine ganze
Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 89% zugesprochen und eine
psychiatrische Behandlung im Rahmen der Schadenminderungspflicht angeordnet (IV-
act. 71). Da die behandelnde Psychiaterin in ihrem Verlaufsbericht vom 31. Mai 2006
eine leichte Verbesserung des Gesundheitszustandes angeben hat, wurde eine
bidisziplinäre Begutachtung in Auftrag gegeben um den Gesundheitszustand
umfassend zu untersuchen (IV-act. 86 und 92). Im vorliegenden Verfahren ist deshalb
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der Sachverhalt zum Zeitpunkt der Verfügung vom 12. April 2005 mit dem Sachverhalt
zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung vom 29. November 2007 zu prüfen.
4.2 Unbestrittenermassen hat sich die orthopädische Situation der
Beschwerdeführerin seit der Begutachtung im Jahr 2000 nicht verändert. Sie leidet
nach wie vor an einer Arthrose in der rechten Fusswurzel nach viermaliger Operation
einer veralteten Lisfranc-Luxation medial. Die Arbeitsfähigkeit ist dadurch um 25%
eingeschränkt (IV-act. 101). Die Veränderungen des Gesundheitszustandes und ihre
Auswirkungen auf die Resterwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin sind deshalb
hauptsächlich psychischer Art. Diesbezüglich macht die Beschwerdeführerin in der
Replik geltend, die gutachterlich attestierte Verbesserung sei durch die unterdessen
eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes (Schlafprobleme,
Schilddrüsenerkrankung) rückgängig gemacht worden. Sie verlangt deshalb die Edition
der entsprechenden Arztberichte. Aus den Akten ist ersichtlich, dass die
Schlafbeschwerden schon längere Zeit bestehen. Bereits in der Begutachtung von
2004 wurde eine Gesamtschlafdauer von lediglich zwei bis drei Stunden angegeben
(IV-act. 59). Anlässlich der Begutachtung vom 3. Januar 2007 hat die
Beschwerdeführerin angegeben, sie könne schlecht einschlafen und schlafe dann drei
bis vier Stunden pro Nacht. Der Psychiater hat unter anderem eine rezidivierende
depressive Störung mit gegenwärtig leichtem Ausprägungsgrad sowie eine
Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion diagnostiziert (IV-act. 102), zu deren
Beschwerdebild unter anderem auch eine ausgeprägte Müdigkeit und ein gestörter
Schlaf gehören (Internationale Klassifikation psychischer Störungen: ICD-10, Kapitel V
(F); klinisch-diagnostische Leitlinien/Weltgesundheitsbehörde, Ausgabe 2000, S. 145).
Daraus folgt, dass Schlafbeschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in der
früheren Diagnose berücksichtigt waren. Eine Verschlechterung derselben sowie der
Schilddrüsenerkrankung ist erst nach Erlass der Verfügung geltend gemacht worden.
Eine Edition von Arztberichten über den weiteren Verlauf des Gesundheitszustandes
der Beschwerdeführerin kann unterbleiben, weil der Sachverhalt zu beurteilen ist, wie
er sich bis zum Erlass der Verfügung am 29. November 2007 entwickelt hat.
4.3 Die Beschwerdeführerin führt weiter aus, sie stimme zwar einer leichten
Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes zu. Sie neige jedoch zu
Selbstüberschätzung. Die Arbeitsfähigkeit betrage höchstens 30%, weshalb ihr
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weiterhin eine ganze Rente zustehe. Schliesslich sei im Gutachten nicht ausgeführt,
worin die Verbesserung bestehe, weshalb davon ausgegangen werden müsse, dass
lediglich eine andere Bewertung vorliege. Aus dem Gutachten der Klinik Gais vom
17. September 2004 geht hervor, dass die Beschwerdeführerin objektiv im Affekt
dünnhäutig und weinerlich wirkte und unter inneren Ambivalenzen litt. Im
Gedankeninhalt sei sie eingeengt auf die gegenwärtige Kampfscheidungssituation und
auf unerfüllte berufliche Perspektiven gewesen. Subjektiv hätten deutliche
Merkfähigkeits- und Konzentrationseinschränkungen vorgelegen sowie ein teilweise
sensitives Beziehungserleben. Die Beschwerdeführerin habe ausgeprägte
Biorhythmusstörungen und schlafe lediglich zwei bis drei Stunden bei ausgeprägter
Einschlafstörung und Durchschlafstörung (IV-act. 56 S. 3). Diagnostiziert wurden eine
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion sowie eine anhaltende
somatoforme Schmerzstörung. Die Arbeitsfähigkeit betrage noch 25% und die
Leistungsfähigkeit derselben 30% (IV-act. 56 S. 5). Mit Verlaufsbericht vom 31. Mai
2006 attestierte die behandelnde Psychiaterin eine leichte Verbesserung (IV-act. 86).
Anlässlich der Begutachtung vom 3. Januar 2007 hat die Beschwerdeführerin
angegeben, die Psychotherapie habe sehr geholfen, sie sei jetzt stabiler und breche
nicht gerade in Tränen aus. Das Gedächtnis sei 2002 katastrophal schlecht gewesen.
Bis vor einem Dreivierteljahr habe sie häufig im Alltag Dinge vergessen. Dies sei jetzt
besser, aber noch nicht in Ordnung (IV-act. 102 S. 3). Aus objektiver Sicht hat der
begutachtende Psychiater festgehalten, dass die Beschwerdeführerin immer wieder
den Wunsch nach Arbeit und nach Beendigung des quälenden familiären Status
geäussert habe. Im zeitlichen Verlauf der Untersuchung hätten die geistig-emotionale
Präsenz und die Konzentrationsfähigkeit nur unwesentlich nachgelassen. Gegen Ende
der Exploration sei eine zunehmende Durchlässigkeit für einen traurigen Affekt deutlich
geworden, insbesondere gekoppelt an die erneute Erörterung der aktuell belastenden
Familiensituation. Die Beschwerdeführerin habe in der Hamilton-Depressionsskala 13
Punkte erreicht, was dem Übergangsbereich zwischen "ungestörter" und "leichter
Depression" entspreche. Als Diagnosen hat der Psychiater eine rezidivierende
depressive Störung mit gegenwärtig leichtem Ausprägungsgrad und eine
Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion angegeben. Ohne Einwirkung auf die
Arbeitsfähigkeit bestehe eine akzentuierte Persönlichkeit mit vor allem abhängigen und
selbstunsicheren Zügen (IV-act. 102 S. 7). Aus den Akten ist somit eine klare
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Verbesserung aus subjektiver Sicht belegt. Diese wird sodann durch die objektive
Beurteilung des Psychiaters bestätigt, der nur noch eine leichte depressive Störung
feststellen konnte. Dies belegte er unter anderem auch mit dem Ergebnis der Hamilton-
Skala. Dabei handelt es sich um eine Diagnosewerkzeug zur Fremdbeurteilung
(Download unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hamilton-Skala neues Fenster,
eingesehen am 22. Juni 2009). Die auch subjektiv geschilderte Verbesserung des
psychischen Gesundheitszustandes seit 2004 ist somit nicht mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit auf eine Selbstüberschätzung der Beschwerdeführerin
zurückzuführen. Sodann hat der begutachtende Psychiater in seiner Diagnose sowohl
die psychosozial belastende Situation der Beschwerdeführerin als auch die
Auswirkungen der Depression berücksichtigt. Er hat dabei alle vorhandenen
psychiatrisch relevanten Akten beigezogen und in seine Beurteilung mit einfliessen
lassen. Insgesamt hat er eine Arbeitsfähigkeit von 50% als zumutbar erachtet. Beim
vorliegend zu beurteilenden verbesserten Gesundheitszustand, der auch von der
behandelnden Psychiaterin grundsätzlich bestätigt worden ist, erscheint eine
Steigerung der Arbeitsfähigkeit von 25% auf 50% ohne weitere orthopädisch bedingte
Einschränkung der Leistungsfähigkeit als begründet. Dass lediglich eine
Arbeitsfähigkeit von 30% zumutbar sei, wie dies die Beschwerdeführerin geltend
macht, ist demgegenüber nicht schlüssig. Sie hat dazu keine objektiv feststellbaren
Gesichtspunkte vorgebracht, die im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung im
Januar 2007 unerkannt geblieben wären und zu einer tieferen
Arbeitsfähigkeitsschätzung führen würden. Von einer Verbesserung des psychischen
Gesundheitszustandes und einer damit verbundenen gesteigerten Arbeitsfähigkeit bis
zum Verfügungszeitpunkt ist deshalb auszugehen. Auf das Gutachten ist
vollumfänglich abzustellen. Die Einholung eines weiteren Berichts der behandelnden
Psychiaterin kann unter diesen Umständen unterbleiben.
5.
Gemäss der korrekt erhobenen Invaliditätsbemessung besteht ein Invaliditätsgrad von
50%, weshalb der Beschwerdeführerin noch eine halbe Rente zusteht. Die
Herabsetzung der Rente ist somit begründet. Unter diesen Umständen hat die
Beschwerdeführerin grundsätzlich Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen
(namentlich auf Unterstützung bei der Stellensuche und der Einarbeitung an einer
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Stelle; Art. 18 und 18a IVG). Es steht ihr frei, sich hieführ bei der Beschwerdegegnerin
zu melden.
6.
Im Sinne der vorstehenden Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen. Das
Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensaufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint
als angemessen. Als unterliegende Partei hat die Beschwerdeführerin die
Gerichtskosten zu bezahlen (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP). Mit dem von ihr geleisteten
Kostenvorschuss im Verfahren IV 2008/40 in gleicher Höhe ist die geschuldete
Gerichtsgebühr getilgt. Ein Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht nicht.
Demgemäss hat das Versicherungsgericht
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG