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AIDS
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Annie Lennox: Weshalb ich eine HIV/AIDS-Aktivistin binIch möchte Ihnen die Geschichte erzählen, wie es dazu kam, dass ich zur HIV/AIDS-Aktivistin wurde. Und das ist der Name meiner Kampagne, die SING-Kampagne. Im November 2003 wurde ich zur Gründung von Nelson Mandelas 46664-Stiftung eingeladen. Das ist seine HIV/AIDS-Stiftung. Und 46664 ist die Nummer, die Mandela trug, als er in Robben Island im Gefängnis saß. Und hier bin ich mit Youssou N'Dour auf der Bühne, wo ich mich prächtig amüsierte. Am nächsten Tag waren alle Künstler dazu eingeladen, Mandela auf Robben Island zu treffen, wo er vor der Weltpresse eine Konferenz abhielt. Dabei stand er vor seiner ehemaligen Gefängniszelle. Dort können Sie die Gitter des Fensters sehen. Es war für uns alle ein Ereignis von ziemlich großer Tragweite. In diesem Moment teilte Mandela der Weltpresse mit, dass praktisch ein Genozid in seinem Land stattfindet, dass in der Regenbogennation nach dem Ende der Apartheid täglich Tausende sterben und dass die Opfer in erster Linie die verletzlichsten von allen sind, nämlich Frauen und Kinder.Das hat großen Eindruck auf mich gemacht, denn ich bin eine Frau und ich bin eine Mutter und es war mir nicht klar gewesen, dass die HIV/AIDS-Pandemie gerade Frauen derart betraf. Und deshalb habe ich mich verpflichtet -- als ich Südafrika verließ, als ich Kapstadt verließ, sagte ich mir: "Das ist eine Sache, über die ich reden muss. Der ich dienen muss." Und deshalb beteiligte ich mich seither an jeder einzelnen 46664-Veranstaltung, an der ich teilnehmen konnte, und hielt Pressekonferenzen ab, gab Interviews, redete darüber und nutzte meine Plattform als Musikerin für meine Verpflichtung Mandela gegenüber aus Respekt vor der enormen, unglaublichen Arbeit, die er geleistet hatte. Jeder in der Welt respektiert Nelson Mandela. Jeder verehrt Nelson Mandela. Aber wissen die alle, was in Südafrika gerade geschieht, in seinem Land, dem Land mit den häufigsten Fällen von Übertragung des Virus? Ich glaube, wenn ich jetzt raus auf die Straße gehen und den Menschen erzählen würde, was dort passiert, sie wären geschockt.Ein paar Jahre später hatte ich das sehr große Glück, Zackie Achmat zu begegnen, dem Gründer der Treatment Action Kampagne, ein unglaublicher Kämpfer und Aktivist. Ich traf ihn bei einer 46664-Veranstaltung. Er trug ein Shirt wie dieses, das ich anhabe. Das ist ein Werkzeug. Es sagt aus, dass ich mich solidarisiere mit Menschen, die das HI-Virus tragen, Menschen, die mit HIV leben. Und gewissermaßen wegen des Stigmas sage ich, wenn ich dieses Shirt trage: "Ja, wir können darüber reden. Es muss nicht geheim bleiben." Ich wurde ein Mitglied der Treatment Action Kampagne und ich bin sehr stolz, dass ich ein Mitglied dieser unglaublichen Organisation bin. Es ist eine Graswurzelkampagne, wobei 80 Prozent der Mitglieder Frauen sind, die meisten davon sind HIV-positiv. Sie arbeiten vor Ort. Sie erzielen eine enorme Wirkung bei den Menschen, die unmittelbar mit den Folgen des Virus leben. Sie haben Bildungsprogramme. Sie bringen die Probleme des Stigmas an die Oberfläche. Was sie tun, ist ziemlich außergewöhnlich. Und ja, meine SING-Kampagne hat die Treatment Action Kampagne unterstützt, indem ich versucht habe, Bewusstsein zu bilden und versucht habe, auch Mittel zu beschaffen. Viele der Spenden, die ich beschaffen konnte, sind direkt in die Treatment Action Kampagne geflossen und in die unglaubliche Arbeit, die sie leistet und weiterhin in Südafrika leistet.Das ist also meine SING-Kampagne. Die SING-Kampagne besteht im Grunde nur aus mir und etwa drei oder vier wunderbaren Menschen, die dabei helfen, mich zu unterstützen. In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich die ganze Welt bereist. Ich war in etwa 12 verschiedenen Ländern. Hier bin ich in Oslo, Norwegen, einen netten, fetten Scheck entgegennehmed, singend in Hong Kong, bei dem Versuch, die Leute zum Spendensammeln zu bringen. In Johannesburg bekam ich die Gelegenheit vor einem hauptsächlich weißen südafrikanischen Mittelklasse-Publikum aufzutreten, denen am Ende die Tränen kamen, weil ich Filmausschnitte benutzte, die wirklich ans Herz gehen; das gesamte Ausmaß dieser schrecklichen Tragödie, die stattfindet, die die Menschen gerne verdrängen würden, weil sie müde sind, und sie wissen wirklich keine Lösung dafür. Aaron Motsoaledi, der derzeitige Gesundheitsminister, besuchte dieses Konzert und ich hatte die Möglichkeit, ihn zu treffen, und er gab seine verbindliche Zusage, dass er versuchen würde, eine Veränderung herbeizuführen, die absolut notwendig ist. Das ist im schottischen Parlament. Danach wurde ich eine Botschafterin für Schottland und HIV. Und ich teilte meine Erfahrungen mit ihnen und versuchte - wieder - ein Bewusstsein zu bilden. Und wieder einmal, in Edinburg, mit dem wundervollen African Children's Choir, den ich einfach verehre. Und es sind Kinder wie diese, von denen viele in Waisenhäusern leben, weil ihre Familie vom AIDS-Virus betroffen ist.Hier sitze ich in New York mit Michel Sidibe zusammen. Er ist der Direktor von UNAIDS. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass Michel mich erst vor ein paar Monaten eingeladen hat, UNAIDS-Botschafterin zu werden. Und auf diese Weise stärke ich meine Plattform und vergrößere meinen Wirkungskreis. Die Botschaft, die UNAIDS derzeit in der Welt verbreitet, ist, dass wir es schaffen wollen, die Übertragung des Virus von Mutter zu Kind bis 2015 praktisch zu eliminieren. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel, aber wir glauben, dass es mit politischem Willen erreicht werden kann. Es ist zu schaffen.Und hier bin ich mit einer schwangeren Frau, die HIV-positiv ist, und wir lächeln, wir beide lächeln, denn wir sind sehr zuversichtlich, denn wir wissen, dass diese junge Frau eine Behandlung erhält, die ihr Leben verlängern kann, damit sie sich um das Baby, das sie gebären wird, kümmern kann. Und ihr Baby wird PMTCT erhalten, was bedeutet, dass dieses Baby geboren werden kann, ohne sich mit dem Virus zu infizieren. Nun, das ist Vorsorge ganz zu Anfang des Lebens. Es ist eine Möglichkeit der Intervention gegen die AIDS-Pandemie.Nun, ich würde gerne damit enden, Ihnen die kurze Geschichte von Avelile zu erzählen. Das ist Avelile. Sie ist bei mir, wo immer ich auch hingehe. Ich erzähle jedem ihre Geschichte, denn sie steht für eine von Millionen von HIV/AIDS-Waisen. Aveliles Mutter hatte den HI-Virus. Sie starb an einer mit AIDS zusammenhängenden Krankheit. Avelile hatte den Virus. Sie wurde mit dem Virus geboren. Und hier ist sie im Alter von sieben Jahren, nicht schwerer als ein einjähriges Baby. An diesem Punkt ihres Lebens war ihre AIDS-Erkrankung vollständig ausgebrochen und sie hatte eine Lungenentzündung. Wir trafen sie in einem Krankenhaus am Ostkap und verbrachten einen ganzen Nachmittag mit ihr - ein bezauberndes Kind. Die Ärzte und Schwestern waren großartig. Sie setzen sie auf eine sehr spezielle nährstoffreiche Diät und behandelten sie mit großer Sorgfalt. Und als wir das Krankenhaus verließen, wussten wir nicht -- denn wir filmten ihre Geschichte -- wir wussten nicht, ob sie überleben würde. Es war also offensichtlich ... es war eine sehr emotionale Begegnung und diese direkte Erfahrung, dieses eine Kind, Sie wissen schon, diese eine Geschichte, rief stark nachklingende Gefühle bei uns hervor. Fünf Monate später besuchten wir Südafrika erneut, um Avelile wiederzusehen. Und ich bekomme -- die Haare auf meinem -- ich weiß nicht, ob Sie die Haare auf meinen Armen sehen können. Sie stehen hoch, denn ich weiß, was ich Ihnen jetzt zeigen werde. Das ist die Veränderung, die stattgefunden hatte. Ist das nicht außerordentlich?(Applaus)Diesen Applaus verdienen eigentlich die Ärzte und Schwestern des Krankenhauses, die sich um Avelile gekümmert haben. Und ich nehme an, dass Sie diese Art der Veränderung zu schätzen wissen. Ich würde also sagen, dass Sie, jeder hier im Publikum, wenn Sie der Meinung sind, dass jede Mutter und jedes Kind dieser Welt das Recht auf Zugang zu guter Ernährung und guter medizinischer Versorgung haben, und wenn Sie glauben, dass sich alle Regierungen der Welt -- vor allem die in Schwarzafrika -- den Milleniumszielen, besonders Nummer fünf und sechs, verbindlich verpflichten sollten, würden Sie dann bitte aufstehen. Ich denke, es ist angemessen, wenn ich sage, dass das fast alle im Saal sind.Vielen Dank.(Applaus)
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Welches Ereignis brachte Annie Lennox dazu, sich dem Kampf gegen AIDS zu widmen?
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Nelson Mandelas Konferenz für die Weltpresse
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AIDS
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Annie Lennox: Weshalb ich eine HIV/AIDS-Aktivistin binIch möchte Ihnen die Geschichte erzählen, wie es dazu kam, dass ich zur HIV/AIDS-Aktivistin wurde. Und das ist der Name meiner Kampagne, die SING-Kampagne. Im November 2003 wurde ich zur Gründung von Nelson Mandelas 46664-Stiftung eingeladen. Das ist seine HIV/AIDS-Stiftung. Und 46664 ist die Nummer, die Mandela trug, als er in Robben Island im Gefängnis saß. Und hier bin ich mit Youssou N'Dour auf der Bühne, wo ich mich prächtig amüsierte. Am nächsten Tag waren alle Künstler dazu eingeladen, Mandela auf Robben Island zu treffen, wo er vor der Weltpresse eine Konferenz abhielt. Dabei stand er vor seiner ehemaligen Gefängniszelle. Dort können Sie die Gitter des Fensters sehen. Es war für uns alle ein Ereignis von ziemlich großer Tragweite. In diesem Moment teilte Mandela der Weltpresse mit, dass praktisch ein Genozid in seinem Land stattfindet, dass in der Regenbogennation nach dem Ende der Apartheid täglich Tausende sterben und dass die Opfer in erster Linie die verletzlichsten von allen sind, nämlich Frauen und Kinder.Das hat großen Eindruck auf mich gemacht, denn ich bin eine Frau und ich bin eine Mutter und es war mir nicht klar gewesen, dass die HIV/AIDS-Pandemie gerade Frauen derart betraf. Und deshalb habe ich mich verpflichtet -- als ich Südafrika verließ, als ich Kapstadt verließ, sagte ich mir: "Das ist eine Sache, über die ich reden muss. Der ich dienen muss." Und deshalb beteiligte ich mich seither an jeder einzelnen 46664-Veranstaltung, an der ich teilnehmen konnte, und hielt Pressekonferenzen ab, gab Interviews, redete darüber und nutzte meine Plattform als Musikerin für meine Verpflichtung Mandela gegenüber aus Respekt vor der enormen, unglaublichen Arbeit, die er geleistet hatte. Jeder in der Welt respektiert Nelson Mandela. Jeder verehrt Nelson Mandela. Aber wissen die alle, was in Südafrika gerade geschieht, in seinem Land, dem Land mit den häufigsten Fällen von Übertragung des Virus? Ich glaube, wenn ich jetzt raus auf die Straße gehen und den Menschen erzählen würde, was dort passiert, sie wären geschockt.Ein paar Jahre später hatte ich das sehr große Glück, Zackie Achmat zu begegnen, dem Gründer der Treatment Action Kampagne, ein unglaublicher Kämpfer und Aktivist. Ich traf ihn bei einer 46664-Veranstaltung. Er trug ein Shirt wie dieses, das ich anhabe. Das ist ein Werkzeug. Es sagt aus, dass ich mich solidarisiere mit Menschen, die das HI-Virus tragen, Menschen, die mit HIV leben. Und gewissermaßen wegen des Stigmas sage ich, wenn ich dieses Shirt trage: "Ja, wir können darüber reden. Es muss nicht geheim bleiben." Ich wurde ein Mitglied der Treatment Action Kampagne und ich bin sehr stolz, dass ich ein Mitglied dieser unglaublichen Organisation bin. Es ist eine Graswurzelkampagne, wobei 80 Prozent der Mitglieder Frauen sind, die meisten davon sind HIV-positiv. Sie arbeiten vor Ort. Sie erzielen eine enorme Wirkung bei den Menschen, die unmittelbar mit den Folgen des Virus leben. Sie haben Bildungsprogramme. Sie bringen die Probleme des Stigmas an die Oberfläche. Was sie tun, ist ziemlich außergewöhnlich. Und ja, meine SING-Kampagne hat die Treatment Action Kampagne unterstützt, indem ich versucht habe, Bewusstsein zu bilden und versucht habe, auch Mittel zu beschaffen. Viele der Spenden, die ich beschaffen konnte, sind direkt in die Treatment Action Kampagne geflossen und in die unglaubliche Arbeit, die sie leistet und weiterhin in Südafrika leistet.Das ist also meine SING-Kampagne. Die SING-Kampagne besteht im Grunde nur aus mir und etwa drei oder vier wunderbaren Menschen, die dabei helfen, mich zu unterstützen. In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich die ganze Welt bereist. Ich war in etwa 12 verschiedenen Ländern. Hier bin ich in Oslo, Norwegen, einen netten, fetten Scheck entgegennehmed, singend in Hong Kong, bei dem Versuch, die Leute zum Spendensammeln zu bringen. In Johannesburg bekam ich die Gelegenheit vor einem hauptsächlich weißen südafrikanischen Mittelklasse-Publikum aufzutreten, denen am Ende die Tränen kamen, weil ich Filmausschnitte benutzte, die wirklich ans Herz gehen; das gesamte Ausmaß dieser schrecklichen Tragödie, die stattfindet, die die Menschen gerne verdrängen würden, weil sie müde sind, und sie wissen wirklich keine Lösung dafür. Aaron Motsoaledi, der derzeitige Gesundheitsminister, besuchte dieses Konzert und ich hatte die Möglichkeit, ihn zu treffen, und er gab seine verbindliche Zusage, dass er versuchen würde, eine Veränderung herbeizuführen, die absolut notwendig ist. Das ist im schottischen Parlament. Danach wurde ich eine Botschafterin für Schottland und HIV. Und ich teilte meine Erfahrungen mit ihnen und versuchte - wieder - ein Bewusstsein zu bilden. Und wieder einmal, in Edinburg, mit dem wundervollen African Children's Choir, den ich einfach verehre. Und es sind Kinder wie diese, von denen viele in Waisenhäusern leben, weil ihre Familie vom AIDS-Virus betroffen ist.Hier sitze ich in New York mit Michel Sidibe zusammen. Er ist der Direktor von UNAIDS. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass Michel mich erst vor ein paar Monaten eingeladen hat, UNAIDS-Botschafterin zu werden. Und auf diese Weise stärke ich meine Plattform und vergrößere meinen Wirkungskreis. Die Botschaft, die UNAIDS derzeit in der Welt verbreitet, ist, dass wir es schaffen wollen, die Übertragung des Virus von Mutter zu Kind bis 2015 praktisch zu eliminieren. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel, aber wir glauben, dass es mit politischem Willen erreicht werden kann. Es ist zu schaffen.Und hier bin ich mit einer schwangeren Frau, die HIV-positiv ist, und wir lächeln, wir beide lächeln, denn wir sind sehr zuversichtlich, denn wir wissen, dass diese junge Frau eine Behandlung erhält, die ihr Leben verlängern kann, damit sie sich um das Baby, das sie gebären wird, kümmern kann. Und ihr Baby wird PMTCT erhalten, was bedeutet, dass dieses Baby geboren werden kann, ohne sich mit dem Virus zu infizieren. Nun, das ist Vorsorge ganz zu Anfang des Lebens. Es ist eine Möglichkeit der Intervention gegen die AIDS-Pandemie.Nun, ich würde gerne damit enden, Ihnen die kurze Geschichte von Avelile zu erzählen. Das ist Avelile. Sie ist bei mir, wo immer ich auch hingehe. Ich erzähle jedem ihre Geschichte, denn sie steht für eine von Millionen von HIV/AIDS-Waisen. Aveliles Mutter hatte den HI-Virus. Sie starb an einer mit AIDS zusammenhängenden Krankheit. Avelile hatte den Virus. Sie wurde mit dem Virus geboren. Und hier ist sie im Alter von sieben Jahren, nicht schwerer als ein einjähriges Baby. An diesem Punkt ihres Lebens war ihre AIDS-Erkrankung vollständig ausgebrochen und sie hatte eine Lungenentzündung. Wir trafen sie in einem Krankenhaus am Ostkap und verbrachten einen ganzen Nachmittag mit ihr - ein bezauberndes Kind. Die Ärzte und Schwestern waren großartig. Sie setzen sie auf eine sehr spezielle nährstoffreiche Diät und behandelten sie mit großer Sorgfalt. Und als wir das Krankenhaus verließen, wussten wir nicht -- denn wir filmten ihre Geschichte -- wir wussten nicht, ob sie überleben würde. Es war also offensichtlich ... es war eine sehr emotionale Begegnung und diese direkte Erfahrung, dieses eine Kind, Sie wissen schon, diese eine Geschichte, rief stark nachklingende Gefühle bei uns hervor. Fünf Monate später besuchten wir Südafrika erneut, um Avelile wiederzusehen. Und ich bekomme -- die Haare auf meinem -- ich weiß nicht, ob Sie die Haare auf meinen Armen sehen können. Sie stehen hoch, denn ich weiß, was ich Ihnen jetzt zeigen werde. Das ist die Veränderung, die stattgefunden hatte. Ist das nicht außerordentlich?(Applaus)Diesen Applaus verdienen eigentlich die Ärzte und Schwestern des Krankenhauses, die sich um Avelile gekümmert haben. Und ich nehme an, dass Sie diese Art der Veränderung zu schätzen wissen. Ich würde also sagen, dass Sie, jeder hier im Publikum, wenn Sie der Meinung sind, dass jede Mutter und jedes Kind dieser Welt das Recht auf Zugang zu guter Ernährung und guter medizinischer Versorgung haben, und wenn Sie glauben, dass sich alle Regierungen der Welt -- vor allem die in Schwarzafrika -- den Milleniumszielen, besonders Nummer fünf und sechs, verbindlich verpflichten sollten, würden Sie dann bitte aufstehen. Ich denke, es ist angemessen, wenn ich sage, dass das fast alle im Saal sind.Vielen Dank.(Applaus)
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Wer ist der Gründer der SING-Kampagne?
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Annie Lennox
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AIDS
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Annie Lennox: Weshalb ich eine HIV/AIDS-Aktivistin binIch möchte Ihnen die Geschichte erzählen, wie es dazu kam, dass ich zur HIV/AIDS-Aktivistin wurde. Und das ist der Name meiner Kampagne, die SING-Kampagne. Im November 2003 wurde ich zur Gründung von Nelson Mandelas 46664-Stiftung eingeladen. Das ist seine HIV/AIDS-Stiftung. Und 46664 ist die Nummer, die Mandela trug, als er in Robben Island im Gefängnis saß. Und hier bin ich mit Youssou N'Dour auf der Bühne, wo ich mich prächtig amüsierte. Am nächsten Tag waren alle Künstler dazu eingeladen, Mandela auf Robben Island zu treffen, wo er vor der Weltpresse eine Konferenz abhielt. Dabei stand er vor seiner ehemaligen Gefängniszelle. Dort können Sie die Gitter des Fensters sehen. Es war für uns alle ein Ereignis von ziemlich großer Tragweite. In diesem Moment teilte Mandela der Weltpresse mit, dass praktisch ein Genozid in seinem Land stattfindet, dass in der Regenbogennation nach dem Ende der Apartheid täglich Tausende sterben und dass die Opfer in erster Linie die verletzlichsten von allen sind, nämlich Frauen und Kinder.Das hat großen Eindruck auf mich gemacht, denn ich bin eine Frau und ich bin eine Mutter und es war mir nicht klar gewesen, dass die HIV/AIDS-Pandemie gerade Frauen derart betraf. Und deshalb habe ich mich verpflichtet -- als ich Südafrika verließ, als ich Kapstadt verließ, sagte ich mir: "Das ist eine Sache, über die ich reden muss. Der ich dienen muss." Und deshalb beteiligte ich mich seither an jeder einzelnen 46664-Veranstaltung, an der ich teilnehmen konnte, und hielt Pressekonferenzen ab, gab Interviews, redete darüber und nutzte meine Plattform als Musikerin für meine Verpflichtung Mandela gegenüber aus Respekt vor der enormen, unglaublichen Arbeit, die er geleistet hatte. Jeder in der Welt respektiert Nelson Mandela. Jeder verehrt Nelson Mandela. Aber wissen die alle, was in Südafrika gerade geschieht, in seinem Land, dem Land mit den häufigsten Fällen von Übertragung des Virus? Ich glaube, wenn ich jetzt raus auf die Straße gehen und den Menschen erzählen würde, was dort passiert, sie wären geschockt.Ein paar Jahre später hatte ich das sehr große Glück, Zackie Achmat zu begegnen, dem Gründer der Treatment Action Kampagne, ein unglaublicher Kämpfer und Aktivist. Ich traf ihn bei einer 46664-Veranstaltung. Er trug ein Shirt wie dieses, das ich anhabe. Das ist ein Werkzeug. Es sagt aus, dass ich mich solidarisiere mit Menschen, die das HI-Virus tragen, Menschen, die mit HIV leben. Und gewissermaßen wegen des Stigmas sage ich, wenn ich dieses Shirt trage: "Ja, wir können darüber reden. Es muss nicht geheim bleiben." Ich wurde ein Mitglied der Treatment Action Kampagne und ich bin sehr stolz, dass ich ein Mitglied dieser unglaublichen Organisation bin. Es ist eine Graswurzelkampagne, wobei 80 Prozent der Mitglieder Frauen sind, die meisten davon sind HIV-positiv. Sie arbeiten vor Ort. Sie erzielen eine enorme Wirkung bei den Menschen, die unmittelbar mit den Folgen des Virus leben. Sie haben Bildungsprogramme. Sie bringen die Probleme des Stigmas an die Oberfläche. Was sie tun, ist ziemlich außergewöhnlich. Und ja, meine SING-Kampagne hat die Treatment Action Kampagne unterstützt, indem ich versucht habe, Bewusstsein zu bilden und versucht habe, auch Mittel zu beschaffen. Viele der Spenden, die ich beschaffen konnte, sind direkt in die Treatment Action Kampagne geflossen und in die unglaubliche Arbeit, die sie leistet und weiterhin in Südafrika leistet.Das ist also meine SING-Kampagne. Die SING-Kampagne besteht im Grunde nur aus mir und etwa drei oder vier wunderbaren Menschen, die dabei helfen, mich zu unterstützen. In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich die ganze Welt bereist. Ich war in etwa 12 verschiedenen Ländern. Hier bin ich in Oslo, Norwegen, einen netten, fetten Scheck entgegennehmed, singend in Hong Kong, bei dem Versuch, die Leute zum Spendensammeln zu bringen. In Johannesburg bekam ich die Gelegenheit vor einem hauptsächlich weißen südafrikanischen Mittelklasse-Publikum aufzutreten, denen am Ende die Tränen kamen, weil ich Filmausschnitte benutzte, die wirklich ans Herz gehen; das gesamte Ausmaß dieser schrecklichen Tragödie, die stattfindet, die die Menschen gerne verdrängen würden, weil sie müde sind, und sie wissen wirklich keine Lösung dafür. Aaron Motsoaledi, der derzeitige Gesundheitsminister, besuchte dieses Konzert und ich hatte die Möglichkeit, ihn zu treffen, und er gab seine verbindliche Zusage, dass er versuchen würde, eine Veränderung herbeizuführen, die absolut notwendig ist. Das ist im schottischen Parlament. Danach wurde ich eine Botschafterin für Schottland und HIV. Und ich teilte meine Erfahrungen mit ihnen und versuchte - wieder - ein Bewusstsein zu bilden. Und wieder einmal, in Edinburg, mit dem wundervollen African Children's Choir, den ich einfach verehre. Und es sind Kinder wie diese, von denen viele in Waisenhäusern leben, weil ihre Familie vom AIDS-Virus betroffen ist.Hier sitze ich in New York mit Michel Sidibe zusammen. Er ist der Direktor von UNAIDS. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass Michel mich erst vor ein paar Monaten eingeladen hat, UNAIDS-Botschafterin zu werden. Und auf diese Weise stärke ich meine Plattform und vergrößere meinen Wirkungskreis. Die Botschaft, die UNAIDS derzeit in der Welt verbreitet, ist, dass wir es schaffen wollen, die Übertragung des Virus von Mutter zu Kind bis 2015 praktisch zu eliminieren. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel, aber wir glauben, dass es mit politischem Willen erreicht werden kann. Es ist zu schaffen.Und hier bin ich mit einer schwangeren Frau, die HIV-positiv ist, und wir lächeln, wir beide lächeln, denn wir sind sehr zuversichtlich, denn wir wissen, dass diese junge Frau eine Behandlung erhält, die ihr Leben verlängern kann, damit sie sich um das Baby, das sie gebären wird, kümmern kann. Und ihr Baby wird PMTCT erhalten, was bedeutet, dass dieses Baby geboren werden kann, ohne sich mit dem Virus zu infizieren. Nun, das ist Vorsorge ganz zu Anfang des Lebens. Es ist eine Möglichkeit der Intervention gegen die AIDS-Pandemie.Nun, ich würde gerne damit enden, Ihnen die kurze Geschichte von Avelile zu erzählen. Das ist Avelile. Sie ist bei mir, wo immer ich auch hingehe. Ich erzähle jedem ihre Geschichte, denn sie steht für eine von Millionen von HIV/AIDS-Waisen. Aveliles Mutter hatte den HI-Virus. Sie starb an einer mit AIDS zusammenhängenden Krankheit. Avelile hatte den Virus. Sie wurde mit dem Virus geboren. Und hier ist sie im Alter von sieben Jahren, nicht schwerer als ein einjähriges Baby. An diesem Punkt ihres Lebens war ihre AIDS-Erkrankung vollständig ausgebrochen und sie hatte eine Lungenentzündung. Wir trafen sie in einem Krankenhaus am Ostkap und verbrachten einen ganzen Nachmittag mit ihr - ein bezauberndes Kind. Die Ärzte und Schwestern waren großartig. Sie setzen sie auf eine sehr spezielle nährstoffreiche Diät und behandelten sie mit großer Sorgfalt. Und als wir das Krankenhaus verließen, wussten wir nicht -- denn wir filmten ihre Geschichte -- wir wussten nicht, ob sie überleben würde. Es war also offensichtlich ... es war eine sehr emotionale Begegnung und diese direkte Erfahrung, dieses eine Kind, Sie wissen schon, diese eine Geschichte, rief stark nachklingende Gefühle bei uns hervor. Fünf Monate später besuchten wir Südafrika erneut, um Avelile wiederzusehen. Und ich bekomme -- die Haare auf meinem -- ich weiß nicht, ob Sie die Haare auf meinen Armen sehen können. Sie stehen hoch, denn ich weiß, was ich Ihnen jetzt zeigen werde. Das ist die Veränderung, die stattgefunden hatte. Ist das nicht außerordentlich?(Applaus)Diesen Applaus verdienen eigentlich die Ärzte und Schwestern des Krankenhauses, die sich um Avelile gekümmert haben. Und ich nehme an, dass Sie diese Art der Veränderung zu schätzen wissen. Ich würde also sagen, dass Sie, jeder hier im Publikum, wenn Sie der Meinung sind, dass jede Mutter und jedes Kind dieser Welt das Recht auf Zugang zu guter Ernährung und guter medizinischer Versorgung haben, und wenn Sie glauben, dass sich alle Regierungen der Welt -- vor allem die in Schwarzafrika -- den Milleniumszielen, besonders Nummer fünf und sechs, verbindlich verpflichten sollten, würden Sie dann bitte aufstehen. Ich denke, es ist angemessen, wenn ich sage, dass das fast alle im Saal sind.Vielen Dank.(Applaus)
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Aus welchem Land stammt Nelson Mandela?
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Südafrika
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AIDS
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Annie Lennox: Weshalb ich eine HIV/AIDS-Aktivistin binIch möchte Ihnen die Geschichte erzählen, wie es dazu kam, dass ich zur HIV/AIDS-Aktivistin wurde. Und das ist der Name meiner Kampagne, die SING-Kampagne. Im November 2003 wurde ich zur Gründung von Nelson Mandelas 46664-Stiftung eingeladen. Das ist seine HIV/AIDS-Stiftung. Und 46664 ist die Nummer, die Mandela trug, als er in Robben Island im Gefängnis saß. Und hier bin ich mit Youssou N'Dour auf der Bühne, wo ich mich prächtig amüsierte. Am nächsten Tag waren alle Künstler dazu eingeladen, Mandela auf Robben Island zu treffen, wo er vor der Weltpresse eine Konferenz abhielt. Dabei stand er vor seiner ehemaligen Gefängniszelle. Dort können Sie die Gitter des Fensters sehen. Es war für uns alle ein Ereignis von ziemlich großer Tragweite. In diesem Moment teilte Mandela der Weltpresse mit, dass praktisch ein Genozid in seinem Land stattfindet, dass in der Regenbogennation nach dem Ende der Apartheid täglich Tausende sterben und dass die Opfer in erster Linie die verletzlichsten von allen sind, nämlich Frauen und Kinder.Das hat großen Eindruck auf mich gemacht, denn ich bin eine Frau und ich bin eine Mutter und es war mir nicht klar gewesen, dass die HIV/AIDS-Pandemie gerade Frauen derart betraf. Und deshalb habe ich mich verpflichtet -- als ich Südafrika verließ, als ich Kapstadt verließ, sagte ich mir: "Das ist eine Sache, über die ich reden muss. Der ich dienen muss." Und deshalb beteiligte ich mich seither an jeder einzelnen 46664-Veranstaltung, an der ich teilnehmen konnte, und hielt Pressekonferenzen ab, gab Interviews, redete darüber und nutzte meine Plattform als Musikerin für meine Verpflichtung Mandela gegenüber aus Respekt vor der enormen, unglaublichen Arbeit, die er geleistet hatte. Jeder in der Welt respektiert Nelson Mandela. Jeder verehrt Nelson Mandela. Aber wissen die alle, was in Südafrika gerade geschieht, in seinem Land, dem Land mit den häufigsten Fällen von Übertragung des Virus? Ich glaube, wenn ich jetzt raus auf die Straße gehen und den Menschen erzählen würde, was dort passiert, sie wären geschockt.Ein paar Jahre später hatte ich das sehr große Glück, Zackie Achmat zu begegnen, dem Gründer der Treatment Action Kampagne, ein unglaublicher Kämpfer und Aktivist. Ich traf ihn bei einer 46664-Veranstaltung. Er trug ein Shirt wie dieses, das ich anhabe. Das ist ein Werkzeug. Es sagt aus, dass ich mich solidarisiere mit Menschen, die das HI-Virus tragen, Menschen, die mit HIV leben. Und gewissermaßen wegen des Stigmas sage ich, wenn ich dieses Shirt trage: "Ja, wir können darüber reden. Es muss nicht geheim bleiben." Ich wurde ein Mitglied der Treatment Action Kampagne und ich bin sehr stolz, dass ich ein Mitglied dieser unglaublichen Organisation bin. Es ist eine Graswurzelkampagne, wobei 80 Prozent der Mitglieder Frauen sind, die meisten davon sind HIV-positiv. Sie arbeiten vor Ort. Sie erzielen eine enorme Wirkung bei den Menschen, die unmittelbar mit den Folgen des Virus leben. Sie haben Bildungsprogramme. Sie bringen die Probleme des Stigmas an die Oberfläche. Was sie tun, ist ziemlich außergewöhnlich. Und ja, meine SING-Kampagne hat die Treatment Action Kampagne unterstützt, indem ich versucht habe, Bewusstsein zu bilden und versucht habe, auch Mittel zu beschaffen. Viele der Spenden, die ich beschaffen konnte, sind direkt in die Treatment Action Kampagne geflossen und in die unglaubliche Arbeit, die sie leistet und weiterhin in Südafrika leistet.Das ist also meine SING-Kampagne. Die SING-Kampagne besteht im Grunde nur aus mir und etwa drei oder vier wunderbaren Menschen, die dabei helfen, mich zu unterstützen. In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich die ganze Welt bereist. Ich war in etwa 12 verschiedenen Ländern. Hier bin ich in Oslo, Norwegen, einen netten, fetten Scheck entgegennehmed, singend in Hong Kong, bei dem Versuch, die Leute zum Spendensammeln zu bringen. In Johannesburg bekam ich die Gelegenheit vor einem hauptsächlich weißen südafrikanischen Mittelklasse-Publikum aufzutreten, denen am Ende die Tränen kamen, weil ich Filmausschnitte benutzte, die wirklich ans Herz gehen; das gesamte Ausmaß dieser schrecklichen Tragödie, die stattfindet, die die Menschen gerne verdrängen würden, weil sie müde sind, und sie wissen wirklich keine Lösung dafür. Aaron Motsoaledi, der derzeitige Gesundheitsminister, besuchte dieses Konzert und ich hatte die Möglichkeit, ihn zu treffen, und er gab seine verbindliche Zusage, dass er versuchen würde, eine Veränderung herbeizuführen, die absolut notwendig ist. Das ist im schottischen Parlament. Danach wurde ich eine Botschafterin für Schottland und HIV. Und ich teilte meine Erfahrungen mit ihnen und versuchte - wieder - ein Bewusstsein zu bilden. Und wieder einmal, in Edinburg, mit dem wundervollen African Children's Choir, den ich einfach verehre. Und es sind Kinder wie diese, von denen viele in Waisenhäusern leben, weil ihre Familie vom AIDS-Virus betroffen ist.Hier sitze ich in New York mit Michel Sidibe zusammen. Er ist der Direktor von UNAIDS. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass Michel mich erst vor ein paar Monaten eingeladen hat, UNAIDS-Botschafterin zu werden. Und auf diese Weise stärke ich meine Plattform und vergrößere meinen Wirkungskreis. Die Botschaft, die UNAIDS derzeit in der Welt verbreitet, ist, dass wir es schaffen wollen, die Übertragung des Virus von Mutter zu Kind bis 2015 praktisch zu eliminieren. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel, aber wir glauben, dass es mit politischem Willen erreicht werden kann. Es ist zu schaffen.Und hier bin ich mit einer schwangeren Frau, die HIV-positiv ist, und wir lächeln, wir beide lächeln, denn wir sind sehr zuversichtlich, denn wir wissen, dass diese junge Frau eine Behandlung erhält, die ihr Leben verlängern kann, damit sie sich um das Baby, das sie gebären wird, kümmern kann. Und ihr Baby wird PMTCT erhalten, was bedeutet, dass dieses Baby geboren werden kann, ohne sich mit dem Virus zu infizieren. Nun, das ist Vorsorge ganz zu Anfang des Lebens. Es ist eine Möglichkeit der Intervention gegen die AIDS-Pandemie.Nun, ich würde gerne damit enden, Ihnen die kurze Geschichte von Avelile zu erzählen. Das ist Avelile. Sie ist bei mir, wo immer ich auch hingehe. Ich erzähle jedem ihre Geschichte, denn sie steht für eine von Millionen von HIV/AIDS-Waisen. Aveliles Mutter hatte den HI-Virus. Sie starb an einer mit AIDS zusammenhängenden Krankheit. Avelile hatte den Virus. Sie wurde mit dem Virus geboren. Und hier ist sie im Alter von sieben Jahren, nicht schwerer als ein einjähriges Baby. An diesem Punkt ihres Lebens war ihre AIDS-Erkrankung vollständig ausgebrochen und sie hatte eine Lungenentzündung. Wir trafen sie in einem Krankenhaus am Ostkap und verbrachten einen ganzen Nachmittag mit ihr - ein bezauberndes Kind. Die Ärzte und Schwestern waren großartig. Sie setzen sie auf eine sehr spezielle nährstoffreiche Diät und behandelten sie mit großer Sorgfalt. Und als wir das Krankenhaus verließen, wussten wir nicht -- denn wir filmten ihre Geschichte -- wir wussten nicht, ob sie überleben würde. Es war also offensichtlich ... es war eine sehr emotionale Begegnung und diese direkte Erfahrung, dieses eine Kind, Sie wissen schon, diese eine Geschichte, rief stark nachklingende Gefühle bei uns hervor. Fünf Monate später besuchten wir Südafrika erneut, um Avelile wiederzusehen. Und ich bekomme -- die Haare auf meinem -- ich weiß nicht, ob Sie die Haare auf meinen Armen sehen können. Sie stehen hoch, denn ich weiß, was ich Ihnen jetzt zeigen werde. Das ist die Veränderung, die stattgefunden hatte. Ist das nicht außerordentlich?(Applaus)Diesen Applaus verdienen eigentlich die Ärzte und Schwestern des Krankenhauses, die sich um Avelile gekümmert haben. Und ich nehme an, dass Sie diese Art der Veränderung zu schätzen wissen. Ich würde also sagen, dass Sie, jeder hier im Publikum, wenn Sie der Meinung sind, dass jede Mutter und jedes Kind dieser Welt das Recht auf Zugang zu guter Ernährung und guter medizinischer Versorgung haben, und wenn Sie glauben, dass sich alle Regierungen der Welt -- vor allem die in Schwarzafrika -- den Milleniumszielen, besonders Nummer fünf und sechs, verbindlich verpflichten sollten, würden Sie dann bitte aufstehen. Ich denke, es ist angemessen, wenn ich sage, dass das fast alle im Saal sind.Vielen Dank.(Applaus)
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Was sagte Nelson Mandela bei der Pressekonferenz?
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tausende Menschen werden durch AIDS ausgelöscht
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AIDS
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Annie Lennox: Weshalb ich eine HIV/AIDS-Aktivistin binIch möchte Ihnen die Geschichte erzählen, wie es dazu kam, dass ich zur HIV/AIDS-Aktivistin wurde. Und das ist der Name meiner Kampagne, die SING-Kampagne. Im November 2003 wurde ich zur Gründung von Nelson Mandelas 46664-Stiftung eingeladen. Das ist seine HIV/AIDS-Stiftung. Und 46664 ist die Nummer, die Mandela trug, als er in Robben Island im Gefängnis saß. Und hier bin ich mit Youssou N'Dour auf der Bühne, wo ich mich prächtig amüsierte. Am nächsten Tag waren alle Künstler dazu eingeladen, Mandela auf Robben Island zu treffen, wo er vor der Weltpresse eine Konferenz abhielt. Dabei stand er vor seiner ehemaligen Gefängniszelle. Dort können Sie die Gitter des Fensters sehen. Es war für uns alle ein Ereignis von ziemlich großer Tragweite. In diesem Moment teilte Mandela der Weltpresse mit, dass praktisch ein Genozid in seinem Land stattfindet, dass in der Regenbogennation nach dem Ende der Apartheid täglich Tausende sterben und dass die Opfer in erster Linie die verletzlichsten von allen sind, nämlich Frauen und Kinder.Das hat großen Eindruck auf mich gemacht, denn ich bin eine Frau und ich bin eine Mutter und es war mir nicht klar gewesen, dass die HIV/AIDS-Pandemie gerade Frauen derart betraf. Und deshalb habe ich mich verpflichtet -- als ich Südafrika verließ, als ich Kapstadt verließ, sagte ich mir: "Das ist eine Sache, über die ich reden muss. Der ich dienen muss." Und deshalb beteiligte ich mich seither an jeder einzelnen 46664-Veranstaltung, an der ich teilnehmen konnte, und hielt Pressekonferenzen ab, gab Interviews, redete darüber und nutzte meine Plattform als Musikerin für meine Verpflichtung Mandela gegenüber aus Respekt vor der enormen, unglaublichen Arbeit, die er geleistet hatte. Jeder in der Welt respektiert Nelson Mandela. Jeder verehrt Nelson Mandela. Aber wissen die alle, was in Südafrika gerade geschieht, in seinem Land, dem Land mit den häufigsten Fällen von Übertragung des Virus? Ich glaube, wenn ich jetzt raus auf die Straße gehen und den Menschen erzählen würde, was dort passiert, sie wären geschockt.Ein paar Jahre später hatte ich das sehr große Glück, Zackie Achmat zu begegnen, dem Gründer der Treatment Action Kampagne, ein unglaublicher Kämpfer und Aktivist. Ich traf ihn bei einer 46664-Veranstaltung. Er trug ein Shirt wie dieses, das ich anhabe. Das ist ein Werkzeug. Es sagt aus, dass ich mich solidarisiere mit Menschen, die das HI-Virus tragen, Menschen, die mit HIV leben. Und gewissermaßen wegen des Stigmas sage ich, wenn ich dieses Shirt trage: "Ja, wir können darüber reden. Es muss nicht geheim bleiben." Ich wurde ein Mitglied der Treatment Action Kampagne und ich bin sehr stolz, dass ich ein Mitglied dieser unglaublichen Organisation bin. Es ist eine Graswurzelkampagne, wobei 80 Prozent der Mitglieder Frauen sind, die meisten davon sind HIV-positiv. Sie arbeiten vor Ort. Sie erzielen eine enorme Wirkung bei den Menschen, die unmittelbar mit den Folgen des Virus leben. Sie haben Bildungsprogramme. Sie bringen die Probleme des Stigmas an die Oberfläche. Was sie tun, ist ziemlich außergewöhnlich. Und ja, meine SING-Kampagne hat die Treatment Action Kampagne unterstützt, indem ich versucht habe, Bewusstsein zu bilden und versucht habe, auch Mittel zu beschaffen. Viele der Spenden, die ich beschaffen konnte, sind direkt in die Treatment Action Kampagne geflossen und in die unglaubliche Arbeit, die sie leistet und weiterhin in Südafrika leistet.Das ist also meine SING-Kampagne. Die SING-Kampagne besteht im Grunde nur aus mir und etwa drei oder vier wunderbaren Menschen, die dabei helfen, mich zu unterstützen. In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich die ganze Welt bereist. Ich war in etwa 12 verschiedenen Ländern. Hier bin ich in Oslo, Norwegen, einen netten, fetten Scheck entgegennehmed, singend in Hong Kong, bei dem Versuch, die Leute zum Spendensammeln zu bringen. In Johannesburg bekam ich die Gelegenheit vor einem hauptsächlich weißen südafrikanischen Mittelklasse-Publikum aufzutreten, denen am Ende die Tränen kamen, weil ich Filmausschnitte benutzte, die wirklich ans Herz gehen; das gesamte Ausmaß dieser schrecklichen Tragödie, die stattfindet, die die Menschen gerne verdrängen würden, weil sie müde sind, und sie wissen wirklich keine Lösung dafür. Aaron Motsoaledi, der derzeitige Gesundheitsminister, besuchte dieses Konzert und ich hatte die Möglichkeit, ihn zu treffen, und er gab seine verbindliche Zusage, dass er versuchen würde, eine Veränderung herbeizuführen, die absolut notwendig ist. Das ist im schottischen Parlament. Danach wurde ich eine Botschafterin für Schottland und HIV. Und ich teilte meine Erfahrungen mit ihnen und versuchte - wieder - ein Bewusstsein zu bilden. Und wieder einmal, in Edinburg, mit dem wundervollen African Children's Choir, den ich einfach verehre. Und es sind Kinder wie diese, von denen viele in Waisenhäusern leben, weil ihre Familie vom AIDS-Virus betroffen ist.Hier sitze ich in New York mit Michel Sidibe zusammen. Er ist der Direktor von UNAIDS. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass Michel mich erst vor ein paar Monaten eingeladen hat, UNAIDS-Botschafterin zu werden. Und auf diese Weise stärke ich meine Plattform und vergrößere meinen Wirkungskreis. Die Botschaft, die UNAIDS derzeit in der Welt verbreitet, ist, dass wir es schaffen wollen, die Übertragung des Virus von Mutter zu Kind bis 2015 praktisch zu eliminieren. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel, aber wir glauben, dass es mit politischem Willen erreicht werden kann. Es ist zu schaffen.Und hier bin ich mit einer schwangeren Frau, die HIV-positiv ist, und wir lächeln, wir beide lächeln, denn wir sind sehr zuversichtlich, denn wir wissen, dass diese junge Frau eine Behandlung erhält, die ihr Leben verlängern kann, damit sie sich um das Baby, das sie gebären wird, kümmern kann. Und ihr Baby wird PMTCT erhalten, was bedeutet, dass dieses Baby geboren werden kann, ohne sich mit dem Virus zu infizieren. Nun, das ist Vorsorge ganz zu Anfang des Lebens. Es ist eine Möglichkeit der Intervention gegen die AIDS-Pandemie.Nun, ich würde gerne damit enden, Ihnen die kurze Geschichte von Avelile zu erzählen. Das ist Avelile. Sie ist bei mir, wo immer ich auch hingehe. Ich erzähle jedem ihre Geschichte, denn sie steht für eine von Millionen von HIV/AIDS-Waisen. Aveliles Mutter hatte den HI-Virus. Sie starb an einer mit AIDS zusammenhängenden Krankheit. Avelile hatte den Virus. Sie wurde mit dem Virus geboren. Und hier ist sie im Alter von sieben Jahren, nicht schwerer als ein einjähriges Baby. An diesem Punkt ihres Lebens war ihre AIDS-Erkrankung vollständig ausgebrochen und sie hatte eine Lungenentzündung. Wir trafen sie in einem Krankenhaus am Ostkap und verbrachten einen ganzen Nachmittag mit ihr - ein bezauberndes Kind. Die Ärzte und Schwestern waren großartig. Sie setzen sie auf eine sehr spezielle nährstoffreiche Diät und behandelten sie mit großer Sorgfalt. Und als wir das Krankenhaus verließen, wussten wir nicht -- denn wir filmten ihre Geschichte -- wir wussten nicht, ob sie überleben würde. Es war also offensichtlich ... es war eine sehr emotionale Begegnung und diese direkte Erfahrung, dieses eine Kind, Sie wissen schon, diese eine Geschichte, rief stark nachklingende Gefühle bei uns hervor. Fünf Monate später besuchten wir Südafrika erneut, um Avelile wiederzusehen. Und ich bekomme -- die Haare auf meinem -- ich weiß nicht, ob Sie die Haare auf meinen Armen sehen können. Sie stehen hoch, denn ich weiß, was ich Ihnen jetzt zeigen werde. Das ist die Veränderung, die stattgefunden hatte. Ist das nicht außerordentlich?(Applaus)Diesen Applaus verdienen eigentlich die Ärzte und Schwestern des Krankenhauses, die sich um Avelile gekümmert haben. Und ich nehme an, dass Sie diese Art der Veränderung zu schätzen wissen. Ich würde also sagen, dass Sie, jeder hier im Publikum, wenn Sie der Meinung sind, dass jede Mutter und jedes Kind dieser Welt das Recht auf Zugang zu guter Ernährung und guter medizinischer Versorgung haben, und wenn Sie glauben, dass sich alle Regierungen der Welt -- vor allem die in Schwarzafrika -- den Milleniumszielen, besonders Nummer fünf und sechs, verbindlich verpflichten sollten, würden Sie dann bitte aufstehen. Ich denke, es ist angemessen, wenn ich sage, dass das fast alle im Saal sind.Vielen Dank.(Applaus)
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Was ist Annie Lennox' Beruf?
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Musikerin
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AIDS
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Annie Lennox: Weshalb ich eine HIV/AIDS-Aktivistin binIch möchte Ihnen die Geschichte erzählen, wie es dazu kam, dass ich zur HIV/AIDS-Aktivistin wurde. Und das ist der Name meiner Kampagne, die SING-Kampagne. Im November 2003 wurde ich zur Gründung von Nelson Mandelas 46664-Stiftung eingeladen. Das ist seine HIV/AIDS-Stiftung. Und 46664 ist die Nummer, die Mandela trug, als er in Robben Island im Gefängnis saß. Und hier bin ich mit Youssou N'Dour auf der Bühne, wo ich mich prächtig amüsierte. Am nächsten Tag waren alle Künstler dazu eingeladen, Mandela auf Robben Island zu treffen, wo er vor der Weltpresse eine Konferenz abhielt. Dabei stand er vor seiner ehemaligen Gefängniszelle. Dort können Sie die Gitter des Fensters sehen. Es war für uns alle ein Ereignis von ziemlich großer Tragweite. In diesem Moment teilte Mandela der Weltpresse mit, dass praktisch ein Genozid in seinem Land stattfindet, dass in der Regenbogennation nach dem Ende der Apartheid täglich Tausende sterben und dass die Opfer in erster Linie die verletzlichsten von allen sind, nämlich Frauen und Kinder.Das hat großen Eindruck auf mich gemacht, denn ich bin eine Frau und ich bin eine Mutter und es war mir nicht klar gewesen, dass die HIV/AIDS-Pandemie gerade Frauen derart betraf. Und deshalb habe ich mich verpflichtet -- als ich Südafrika verließ, als ich Kapstadt verließ, sagte ich mir: "Das ist eine Sache, über die ich reden muss. Der ich dienen muss." Und deshalb beteiligte ich mich seither an jeder einzelnen 46664-Veranstaltung, an der ich teilnehmen konnte, und hielt Pressekonferenzen ab, gab Interviews, redete darüber und nutzte meine Plattform als Musikerin für meine Verpflichtung Mandela gegenüber aus Respekt vor der enormen, unglaublichen Arbeit, die er geleistet hatte. Jeder in der Welt respektiert Nelson Mandela. Jeder verehrt Nelson Mandela. Aber wissen die alle, was in Südafrika gerade geschieht, in seinem Land, dem Land mit den häufigsten Fällen von Übertragung des Virus? Ich glaube, wenn ich jetzt raus auf die Straße gehen und den Menschen erzählen würde, was dort passiert, sie wären geschockt.Ein paar Jahre später hatte ich das sehr große Glück, Zackie Achmat zu begegnen, dem Gründer der Treatment Action Kampagne, ein unglaublicher Kämpfer und Aktivist. Ich traf ihn bei einer 46664-Veranstaltung. Er trug ein Shirt wie dieses, das ich anhabe. Das ist ein Werkzeug. Es sagt aus, dass ich mich solidarisiere mit Menschen, die das HI-Virus tragen, Menschen, die mit HIV leben. Und gewissermaßen wegen des Stigmas sage ich, wenn ich dieses Shirt trage: "Ja, wir können darüber reden. Es muss nicht geheim bleiben." Ich wurde ein Mitglied der Treatment Action Kampagne und ich bin sehr stolz, dass ich ein Mitglied dieser unglaublichen Organisation bin. Es ist eine Graswurzelkampagne, wobei 80 Prozent der Mitglieder Frauen sind, die meisten davon sind HIV-positiv. Sie arbeiten vor Ort. Sie erzielen eine enorme Wirkung bei den Menschen, die unmittelbar mit den Folgen des Virus leben. Sie haben Bildungsprogramme. Sie bringen die Probleme des Stigmas an die Oberfläche. Was sie tun, ist ziemlich außergewöhnlich. Und ja, meine SING-Kampagne hat die Treatment Action Kampagne unterstützt, indem ich versucht habe, Bewusstsein zu bilden und versucht habe, auch Mittel zu beschaffen. Viele der Spenden, die ich beschaffen konnte, sind direkt in die Treatment Action Kampagne geflossen und in die unglaubliche Arbeit, die sie leistet und weiterhin in Südafrika leistet.Das ist also meine SING-Kampagne. Die SING-Kampagne besteht im Grunde nur aus mir und etwa drei oder vier wunderbaren Menschen, die dabei helfen, mich zu unterstützen. In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich die ganze Welt bereist. Ich war in etwa 12 verschiedenen Ländern. Hier bin ich in Oslo, Norwegen, einen netten, fetten Scheck entgegennehmed, singend in Hong Kong, bei dem Versuch, die Leute zum Spendensammeln zu bringen. In Johannesburg bekam ich die Gelegenheit vor einem hauptsächlich weißen südafrikanischen Mittelklasse-Publikum aufzutreten, denen am Ende die Tränen kamen, weil ich Filmausschnitte benutzte, die wirklich ans Herz gehen; das gesamte Ausmaß dieser schrecklichen Tragödie, die stattfindet, die die Menschen gerne verdrängen würden, weil sie müde sind, und sie wissen wirklich keine Lösung dafür. Aaron Motsoaledi, der derzeitige Gesundheitsminister, besuchte dieses Konzert und ich hatte die Möglichkeit, ihn zu treffen, und er gab seine verbindliche Zusage, dass er versuchen würde, eine Veränderung herbeizuführen, die absolut notwendig ist. Das ist im schottischen Parlament. Danach wurde ich eine Botschafterin für Schottland und HIV. Und ich teilte meine Erfahrungen mit ihnen und versuchte - wieder - ein Bewusstsein zu bilden. Und wieder einmal, in Edinburg, mit dem wundervollen African Children's Choir, den ich einfach verehre. Und es sind Kinder wie diese, von denen viele in Waisenhäusern leben, weil ihre Familie vom AIDS-Virus betroffen ist.Hier sitze ich in New York mit Michel Sidibe zusammen. Er ist der Direktor von UNAIDS. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass Michel mich erst vor ein paar Monaten eingeladen hat, UNAIDS-Botschafterin zu werden. Und auf diese Weise stärke ich meine Plattform und vergrößere meinen Wirkungskreis. Die Botschaft, die UNAIDS derzeit in der Welt verbreitet, ist, dass wir es schaffen wollen, die Übertragung des Virus von Mutter zu Kind bis 2015 praktisch zu eliminieren. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel, aber wir glauben, dass es mit politischem Willen erreicht werden kann. Es ist zu schaffen.Und hier bin ich mit einer schwangeren Frau, die HIV-positiv ist, und wir lächeln, wir beide lächeln, denn wir sind sehr zuversichtlich, denn wir wissen, dass diese junge Frau eine Behandlung erhält, die ihr Leben verlängern kann, damit sie sich um das Baby, das sie gebären wird, kümmern kann. Und ihr Baby wird PMTCT erhalten, was bedeutet, dass dieses Baby geboren werden kann, ohne sich mit dem Virus zu infizieren. Nun, das ist Vorsorge ganz zu Anfang des Lebens. Es ist eine Möglichkeit der Intervention gegen die AIDS-Pandemie.Nun, ich würde gerne damit enden, Ihnen die kurze Geschichte von Avelile zu erzählen. Das ist Avelile. Sie ist bei mir, wo immer ich auch hingehe. Ich erzähle jedem ihre Geschichte, denn sie steht für eine von Millionen von HIV/AIDS-Waisen. Aveliles Mutter hatte den HI-Virus. Sie starb an einer mit AIDS zusammenhängenden Krankheit. Avelile hatte den Virus. Sie wurde mit dem Virus geboren. Und hier ist sie im Alter von sieben Jahren, nicht schwerer als ein einjähriges Baby. An diesem Punkt ihres Lebens war ihre AIDS-Erkrankung vollständig ausgebrochen und sie hatte eine Lungenentzündung. Wir trafen sie in einem Krankenhaus am Ostkap und verbrachten einen ganzen Nachmittag mit ihr - ein bezauberndes Kind. Die Ärzte und Schwestern waren großartig. Sie setzen sie auf eine sehr spezielle nährstoffreiche Diät und behandelten sie mit großer Sorgfalt. Und als wir das Krankenhaus verließen, wussten wir nicht -- denn wir filmten ihre Geschichte -- wir wussten nicht, ob sie überleben würde. Es war also offensichtlich ... es war eine sehr emotionale Begegnung und diese direkte Erfahrung, dieses eine Kind, Sie wissen schon, diese eine Geschichte, rief stark nachklingende Gefühle bei uns hervor. Fünf Monate später besuchten wir Südafrika erneut, um Avelile wiederzusehen. Und ich bekomme -- die Haare auf meinem -- ich weiß nicht, ob Sie die Haare auf meinen Armen sehen können. Sie stehen hoch, denn ich weiß, was ich Ihnen jetzt zeigen werde. Das ist die Veränderung, die stattgefunden hatte. Ist das nicht außerordentlich?(Applaus)Diesen Applaus verdienen eigentlich die Ärzte und Schwestern des Krankenhauses, die sich um Avelile gekümmert haben. Und ich nehme an, dass Sie diese Art der Veränderung zu schätzen wissen. Ich würde also sagen, dass Sie, jeder hier im Publikum, wenn Sie der Meinung sind, dass jede Mutter und jedes Kind dieser Welt das Recht auf Zugang zu guter Ernährung und guter medizinischer Versorgung haben, und wenn Sie glauben, dass sich alle Regierungen der Welt -- vor allem die in Schwarzafrika -- den Milleniumszielen, besonders Nummer fünf und sechs, verbindlich verpflichten sollten, würden Sie dann bitte aufstehen. Ich denke, es ist angemessen, wenn ich sage, dass das fast alle im Saal sind.Vielen Dank.(Applaus)
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Welche Meinung hat Annie Lennox von Nelson Mandela?
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sie achtet ihn
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AIDS
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Annie Lennox: Weshalb ich eine HIV/AIDS-Aktivistin binIch möchte Ihnen die Geschichte erzählen, wie es dazu kam, dass ich zur HIV/AIDS-Aktivistin wurde. Und das ist der Name meiner Kampagne, die SING-Kampagne. Im November 2003 wurde ich zur Gründung von Nelson Mandelas 46664-Stiftung eingeladen. Das ist seine HIV/AIDS-Stiftung. Und 46664 ist die Nummer, die Mandela trug, als er in Robben Island im Gefängnis saß. Und hier bin ich mit Youssou N'Dour auf der Bühne, wo ich mich prächtig amüsierte. Am nächsten Tag waren alle Künstler dazu eingeladen, Mandela auf Robben Island zu treffen, wo er vor der Weltpresse eine Konferenz abhielt. Dabei stand er vor seiner ehemaligen Gefängniszelle. Dort können Sie die Gitter des Fensters sehen. Es war für uns alle ein Ereignis von ziemlich großer Tragweite. In diesem Moment teilte Mandela der Weltpresse mit, dass praktisch ein Genozid in seinem Land stattfindet, dass in der Regenbogennation nach dem Ende der Apartheid täglich Tausende sterben und dass die Opfer in erster Linie die verletzlichsten von allen sind, nämlich Frauen und Kinder.Das hat großen Eindruck auf mich gemacht, denn ich bin eine Frau und ich bin eine Mutter und es war mir nicht klar gewesen, dass die HIV/AIDS-Pandemie gerade Frauen derart betraf. Und deshalb habe ich mich verpflichtet -- als ich Südafrika verließ, als ich Kapstadt verließ, sagte ich mir: "Das ist eine Sache, über die ich reden muss. Der ich dienen muss." Und deshalb beteiligte ich mich seither an jeder einzelnen 46664-Veranstaltung, an der ich teilnehmen konnte, und hielt Pressekonferenzen ab, gab Interviews, redete darüber und nutzte meine Plattform als Musikerin für meine Verpflichtung Mandela gegenüber aus Respekt vor der enormen, unglaublichen Arbeit, die er geleistet hatte. Jeder in der Welt respektiert Nelson Mandela. Jeder verehrt Nelson Mandela. Aber wissen die alle, was in Südafrika gerade geschieht, in seinem Land, dem Land mit den häufigsten Fällen von Übertragung des Virus? Ich glaube, wenn ich jetzt raus auf die Straße gehen und den Menschen erzählen würde, was dort passiert, sie wären geschockt.Ein paar Jahre später hatte ich das sehr große Glück, Zackie Achmat zu begegnen, dem Gründer der Treatment Action Kampagne, ein unglaublicher Kämpfer und Aktivist. Ich traf ihn bei einer 46664-Veranstaltung. Er trug ein Shirt wie dieses, das ich anhabe. Das ist ein Werkzeug. Es sagt aus, dass ich mich solidarisiere mit Menschen, die das HI-Virus tragen, Menschen, die mit HIV leben. Und gewissermaßen wegen des Stigmas sage ich, wenn ich dieses Shirt trage: "Ja, wir können darüber reden. Es muss nicht geheim bleiben." Ich wurde ein Mitglied der Treatment Action Kampagne und ich bin sehr stolz, dass ich ein Mitglied dieser unglaublichen Organisation bin. Es ist eine Graswurzelkampagne, wobei 80 Prozent der Mitglieder Frauen sind, die meisten davon sind HIV-positiv. Sie arbeiten vor Ort. Sie erzielen eine enorme Wirkung bei den Menschen, die unmittelbar mit den Folgen des Virus leben. Sie haben Bildungsprogramme. Sie bringen die Probleme des Stigmas an die Oberfläche. Was sie tun, ist ziemlich außergewöhnlich. Und ja, meine SING-Kampagne hat die Treatment Action Kampagne unterstützt, indem ich versucht habe, Bewusstsein zu bilden und versucht habe, auch Mittel zu beschaffen. Viele der Spenden, die ich beschaffen konnte, sind direkt in die Treatment Action Kampagne geflossen und in die unglaubliche Arbeit, die sie leistet und weiterhin in Südafrika leistet.Das ist also meine SING-Kampagne. Die SING-Kampagne besteht im Grunde nur aus mir und etwa drei oder vier wunderbaren Menschen, die dabei helfen, mich zu unterstützen. In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich die ganze Welt bereist. Ich war in etwa 12 verschiedenen Ländern. Hier bin ich in Oslo, Norwegen, einen netten, fetten Scheck entgegennehmed, singend in Hong Kong, bei dem Versuch, die Leute zum Spendensammeln zu bringen. In Johannesburg bekam ich die Gelegenheit vor einem hauptsächlich weißen südafrikanischen Mittelklasse-Publikum aufzutreten, denen am Ende die Tränen kamen, weil ich Filmausschnitte benutzte, die wirklich ans Herz gehen; das gesamte Ausmaß dieser schrecklichen Tragödie, die stattfindet, die die Menschen gerne verdrängen würden, weil sie müde sind, und sie wissen wirklich keine Lösung dafür. Aaron Motsoaledi, der derzeitige Gesundheitsminister, besuchte dieses Konzert und ich hatte die Möglichkeit, ihn zu treffen, und er gab seine verbindliche Zusage, dass er versuchen würde, eine Veränderung herbeizuführen, die absolut notwendig ist. Das ist im schottischen Parlament. Danach wurde ich eine Botschafterin für Schottland und HIV. Und ich teilte meine Erfahrungen mit ihnen und versuchte - wieder - ein Bewusstsein zu bilden. Und wieder einmal, in Edinburg, mit dem wundervollen African Children's Choir, den ich einfach verehre. Und es sind Kinder wie diese, von denen viele in Waisenhäusern leben, weil ihre Familie vom AIDS-Virus betroffen ist.Hier sitze ich in New York mit Michel Sidibe zusammen. Er ist der Direktor von UNAIDS. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass Michel mich erst vor ein paar Monaten eingeladen hat, UNAIDS-Botschafterin zu werden. Und auf diese Weise stärke ich meine Plattform und vergrößere meinen Wirkungskreis. Die Botschaft, die UNAIDS derzeit in der Welt verbreitet, ist, dass wir es schaffen wollen, die Übertragung des Virus von Mutter zu Kind bis 2015 praktisch zu eliminieren. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel, aber wir glauben, dass es mit politischem Willen erreicht werden kann. Es ist zu schaffen.Und hier bin ich mit einer schwangeren Frau, die HIV-positiv ist, und wir lächeln, wir beide lächeln, denn wir sind sehr zuversichtlich, denn wir wissen, dass diese junge Frau eine Behandlung erhält, die ihr Leben verlängern kann, damit sie sich um das Baby, das sie gebären wird, kümmern kann. Und ihr Baby wird PMTCT erhalten, was bedeutet, dass dieses Baby geboren werden kann, ohne sich mit dem Virus zu infizieren. Nun, das ist Vorsorge ganz zu Anfang des Lebens. Es ist eine Möglichkeit der Intervention gegen die AIDS-Pandemie.Nun, ich würde gerne damit enden, Ihnen die kurze Geschichte von Avelile zu erzählen. Das ist Avelile. Sie ist bei mir, wo immer ich auch hingehe. Ich erzähle jedem ihre Geschichte, denn sie steht für eine von Millionen von HIV/AIDS-Waisen. Aveliles Mutter hatte den HI-Virus. Sie starb an einer mit AIDS zusammenhängenden Krankheit. Avelile hatte den Virus. Sie wurde mit dem Virus geboren. Und hier ist sie im Alter von sieben Jahren, nicht schwerer als ein einjähriges Baby. An diesem Punkt ihres Lebens war ihre AIDS-Erkrankung vollständig ausgebrochen und sie hatte eine Lungenentzündung. Wir trafen sie in einem Krankenhaus am Ostkap und verbrachten einen ganzen Nachmittag mit ihr - ein bezauberndes Kind. Die Ärzte und Schwestern waren großartig. Sie setzen sie auf eine sehr spezielle nährstoffreiche Diät und behandelten sie mit großer Sorgfalt. Und als wir das Krankenhaus verließen, wussten wir nicht -- denn wir filmten ihre Geschichte -- wir wussten nicht, ob sie überleben würde. Es war also offensichtlich ... es war eine sehr emotionale Begegnung und diese direkte Erfahrung, dieses eine Kind, Sie wissen schon, diese eine Geschichte, rief stark nachklingende Gefühle bei uns hervor. Fünf Monate später besuchten wir Südafrika erneut, um Avelile wiederzusehen. Und ich bekomme -- die Haare auf meinem -- ich weiß nicht, ob Sie die Haare auf meinen Armen sehen können. Sie stehen hoch, denn ich weiß, was ich Ihnen jetzt zeigen werde. Das ist die Veränderung, die stattgefunden hatte. Ist das nicht außerordentlich?(Applaus)Diesen Applaus verdienen eigentlich die Ärzte und Schwestern des Krankenhauses, die sich um Avelile gekümmert haben. Und ich nehme an, dass Sie diese Art der Veränderung zu schätzen wissen. Ich würde also sagen, dass Sie, jeder hier im Publikum, wenn Sie der Meinung sind, dass jede Mutter und jedes Kind dieser Welt das Recht auf Zugang zu guter Ernährung und guter medizinischer Versorgung haben, und wenn Sie glauben, dass sich alle Regierungen der Welt -- vor allem die in Schwarzafrika -- den Milleniumszielen, besonders Nummer fünf und sechs, verbindlich verpflichten sollten, würden Sie dann bitte aufstehen. Ich denke, es ist angemessen, wenn ich sage, dass das fast alle im Saal sind.Vielen Dank.(Applaus)
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In welchen europäischen Städten ist Annie Lennox aufgetreten?
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Edinburgh und Oslo
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AIDS
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Annie Lennox: Weshalb ich eine HIV/AIDS-Aktivistin binIch möchte Ihnen die Geschichte erzählen, wie es dazu kam, dass ich zur HIV/AIDS-Aktivistin wurde. Und das ist der Name meiner Kampagne, die SING-Kampagne. Im November 2003 wurde ich zur Gründung von Nelson Mandelas 46664-Stiftung eingeladen. Das ist seine HIV/AIDS-Stiftung. Und 46664 ist die Nummer, die Mandela trug, als er in Robben Island im Gefängnis saß. Und hier bin ich mit Youssou N'Dour auf der Bühne, wo ich mich prächtig amüsierte. Am nächsten Tag waren alle Künstler dazu eingeladen, Mandela auf Robben Island zu treffen, wo er vor der Weltpresse eine Konferenz abhielt. Dabei stand er vor seiner ehemaligen Gefängniszelle. Dort können Sie die Gitter des Fensters sehen. Es war für uns alle ein Ereignis von ziemlich großer Tragweite. In diesem Moment teilte Mandela der Weltpresse mit, dass praktisch ein Genozid in seinem Land stattfindet, dass in der Regenbogennation nach dem Ende der Apartheid täglich Tausende sterben und dass die Opfer in erster Linie die verletzlichsten von allen sind, nämlich Frauen und Kinder.Das hat großen Eindruck auf mich gemacht, denn ich bin eine Frau und ich bin eine Mutter und es war mir nicht klar gewesen, dass die HIV/AIDS-Pandemie gerade Frauen derart betraf. Und deshalb habe ich mich verpflichtet -- als ich Südafrika verließ, als ich Kapstadt verließ, sagte ich mir: "Das ist eine Sache, über die ich reden muss. Der ich dienen muss." Und deshalb beteiligte ich mich seither an jeder einzelnen 46664-Veranstaltung, an der ich teilnehmen konnte, und hielt Pressekonferenzen ab, gab Interviews, redete darüber und nutzte meine Plattform als Musikerin für meine Verpflichtung Mandela gegenüber aus Respekt vor der enormen, unglaublichen Arbeit, die er geleistet hatte. Jeder in der Welt respektiert Nelson Mandela. Jeder verehrt Nelson Mandela. Aber wissen die alle, was in Südafrika gerade geschieht, in seinem Land, dem Land mit den häufigsten Fällen von Übertragung des Virus? Ich glaube, wenn ich jetzt raus auf die Straße gehen und den Menschen erzählen würde, was dort passiert, sie wären geschockt.Ein paar Jahre später hatte ich das sehr große Glück, Zackie Achmat zu begegnen, dem Gründer der Treatment Action Kampagne, ein unglaublicher Kämpfer und Aktivist. Ich traf ihn bei einer 46664-Veranstaltung. Er trug ein Shirt wie dieses, das ich anhabe. Das ist ein Werkzeug. Es sagt aus, dass ich mich solidarisiere mit Menschen, die das HI-Virus tragen, Menschen, die mit HIV leben. Und gewissermaßen wegen des Stigmas sage ich, wenn ich dieses Shirt trage: "Ja, wir können darüber reden. Es muss nicht geheim bleiben." Ich wurde ein Mitglied der Treatment Action Kampagne und ich bin sehr stolz, dass ich ein Mitglied dieser unglaublichen Organisation bin. Es ist eine Graswurzelkampagne, wobei 80 Prozent der Mitglieder Frauen sind, die meisten davon sind HIV-positiv. Sie arbeiten vor Ort. Sie erzielen eine enorme Wirkung bei den Menschen, die unmittelbar mit den Folgen des Virus leben. Sie haben Bildungsprogramme. Sie bringen die Probleme des Stigmas an die Oberfläche. Was sie tun, ist ziemlich außergewöhnlich. Und ja, meine SING-Kampagne hat die Treatment Action Kampagne unterstützt, indem ich versucht habe, Bewusstsein zu bilden und versucht habe, auch Mittel zu beschaffen. Viele der Spenden, die ich beschaffen konnte, sind direkt in die Treatment Action Kampagne geflossen und in die unglaubliche Arbeit, die sie leistet und weiterhin in Südafrika leistet.Das ist also meine SING-Kampagne. Die SING-Kampagne besteht im Grunde nur aus mir und etwa drei oder vier wunderbaren Menschen, die dabei helfen, mich zu unterstützen. In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich die ganze Welt bereist. Ich war in etwa 12 verschiedenen Ländern. Hier bin ich in Oslo, Norwegen, einen netten, fetten Scheck entgegennehmed, singend in Hong Kong, bei dem Versuch, die Leute zum Spendensammeln zu bringen. In Johannesburg bekam ich die Gelegenheit vor einem hauptsächlich weißen südafrikanischen Mittelklasse-Publikum aufzutreten, denen am Ende die Tränen kamen, weil ich Filmausschnitte benutzte, die wirklich ans Herz gehen; das gesamte Ausmaß dieser schrecklichen Tragödie, die stattfindet, die die Menschen gerne verdrängen würden, weil sie müde sind, und sie wissen wirklich keine Lösung dafür. Aaron Motsoaledi, der derzeitige Gesundheitsminister, besuchte dieses Konzert und ich hatte die Möglichkeit, ihn zu treffen, und er gab seine verbindliche Zusage, dass er versuchen würde, eine Veränderung herbeizuführen, die absolut notwendig ist. Das ist im schottischen Parlament. Danach wurde ich eine Botschafterin für Schottland und HIV. Und ich teilte meine Erfahrungen mit ihnen und versuchte - wieder - ein Bewusstsein zu bilden. Und wieder einmal, in Edinburg, mit dem wundervollen African Children's Choir, den ich einfach verehre. Und es sind Kinder wie diese, von denen viele in Waisenhäusern leben, weil ihre Familie vom AIDS-Virus betroffen ist.Hier sitze ich in New York mit Michel Sidibe zusammen. Er ist der Direktor von UNAIDS. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass Michel mich erst vor ein paar Monaten eingeladen hat, UNAIDS-Botschafterin zu werden. Und auf diese Weise stärke ich meine Plattform und vergrößere meinen Wirkungskreis. Die Botschaft, die UNAIDS derzeit in der Welt verbreitet, ist, dass wir es schaffen wollen, die Übertragung des Virus von Mutter zu Kind bis 2015 praktisch zu eliminieren. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel, aber wir glauben, dass es mit politischem Willen erreicht werden kann. Es ist zu schaffen.Und hier bin ich mit einer schwangeren Frau, die HIV-positiv ist, und wir lächeln, wir beide lächeln, denn wir sind sehr zuversichtlich, denn wir wissen, dass diese junge Frau eine Behandlung erhält, die ihr Leben verlängern kann, damit sie sich um das Baby, das sie gebären wird, kümmern kann. Und ihr Baby wird PMTCT erhalten, was bedeutet, dass dieses Baby geboren werden kann, ohne sich mit dem Virus zu infizieren. Nun, das ist Vorsorge ganz zu Anfang des Lebens. Es ist eine Möglichkeit der Intervention gegen die AIDS-Pandemie.Nun, ich würde gerne damit enden, Ihnen die kurze Geschichte von Avelile zu erzählen. Das ist Avelile. Sie ist bei mir, wo immer ich auch hingehe. Ich erzähle jedem ihre Geschichte, denn sie steht für eine von Millionen von HIV/AIDS-Waisen. Aveliles Mutter hatte den HI-Virus. Sie starb an einer mit AIDS zusammenhängenden Krankheit. Avelile hatte den Virus. Sie wurde mit dem Virus geboren. Und hier ist sie im Alter von sieben Jahren, nicht schwerer als ein einjähriges Baby. An diesem Punkt ihres Lebens war ihre AIDS-Erkrankung vollständig ausgebrochen und sie hatte eine Lungenentzündung. Wir trafen sie in einem Krankenhaus am Ostkap und verbrachten einen ganzen Nachmittag mit ihr - ein bezauberndes Kind. Die Ärzte und Schwestern waren großartig. Sie setzen sie auf eine sehr spezielle nährstoffreiche Diät und behandelten sie mit großer Sorgfalt. Und als wir das Krankenhaus verließen, wussten wir nicht -- denn wir filmten ihre Geschichte -- wir wussten nicht, ob sie überleben würde. Es war also offensichtlich ... es war eine sehr emotionale Begegnung und diese direkte Erfahrung, dieses eine Kind, Sie wissen schon, diese eine Geschichte, rief stark nachklingende Gefühle bei uns hervor. Fünf Monate später besuchten wir Südafrika erneut, um Avelile wiederzusehen. Und ich bekomme -- die Haare auf meinem -- ich weiß nicht, ob Sie die Haare auf meinen Armen sehen können. Sie stehen hoch, denn ich weiß, was ich Ihnen jetzt zeigen werde. Das ist die Veränderung, die stattgefunden hatte. Ist das nicht außerordentlich?(Applaus)Diesen Applaus verdienen eigentlich die Ärzte und Schwestern des Krankenhauses, die sich um Avelile gekümmert haben. Und ich nehme an, dass Sie diese Art der Veränderung zu schätzen wissen. Ich würde also sagen, dass Sie, jeder hier im Publikum, wenn Sie der Meinung sind, dass jede Mutter und jedes Kind dieser Welt das Recht auf Zugang zu guter Ernährung und guter medizinischer Versorgung haben, und wenn Sie glauben, dass sich alle Regierungen der Welt -- vor allem die in Schwarzafrika -- den Milleniumszielen, besonders Nummer fünf und sechs, verbindlich verpflichten sollten, würden Sie dann bitte aufstehen. Ich denke, es ist angemessen, wenn ich sage, dass das fast alle im Saal sind.Vielen Dank.(Applaus)
8
Was ist das Ziel von UNAIDS?
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5
zu vermeiden, dass HIV von Müttern auf Kinder übertragen wird
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AIDS
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Annie Lennox: Weshalb ich eine HIV/AIDS-Aktivistin binIch möchte Ihnen die Geschichte erzählen, wie es dazu kam, dass ich zur HIV/AIDS-Aktivistin wurde. Und das ist der Name meiner Kampagne, die SING-Kampagne. Im November 2003 wurde ich zur Gründung von Nelson Mandelas 46664-Stiftung eingeladen. Das ist seine HIV/AIDS-Stiftung. Und 46664 ist die Nummer, die Mandela trug, als er in Robben Island im Gefängnis saß. Und hier bin ich mit Youssou N'Dour auf der Bühne, wo ich mich prächtig amüsierte. Am nächsten Tag waren alle Künstler dazu eingeladen, Mandela auf Robben Island zu treffen, wo er vor der Weltpresse eine Konferenz abhielt. Dabei stand er vor seiner ehemaligen Gefängniszelle. Dort können Sie die Gitter des Fensters sehen. Es war für uns alle ein Ereignis von ziemlich großer Tragweite. In diesem Moment teilte Mandela der Weltpresse mit, dass praktisch ein Genozid in seinem Land stattfindet, dass in der Regenbogennation nach dem Ende der Apartheid täglich Tausende sterben und dass die Opfer in erster Linie die verletzlichsten von allen sind, nämlich Frauen und Kinder.Das hat großen Eindruck auf mich gemacht, denn ich bin eine Frau und ich bin eine Mutter und es war mir nicht klar gewesen, dass die HIV/AIDS-Pandemie gerade Frauen derart betraf. Und deshalb habe ich mich verpflichtet -- als ich Südafrika verließ, als ich Kapstadt verließ, sagte ich mir: "Das ist eine Sache, über die ich reden muss. Der ich dienen muss." Und deshalb beteiligte ich mich seither an jeder einzelnen 46664-Veranstaltung, an der ich teilnehmen konnte, und hielt Pressekonferenzen ab, gab Interviews, redete darüber und nutzte meine Plattform als Musikerin für meine Verpflichtung Mandela gegenüber aus Respekt vor der enormen, unglaublichen Arbeit, die er geleistet hatte. Jeder in der Welt respektiert Nelson Mandela. Jeder verehrt Nelson Mandela. Aber wissen die alle, was in Südafrika gerade geschieht, in seinem Land, dem Land mit den häufigsten Fällen von Übertragung des Virus? Ich glaube, wenn ich jetzt raus auf die Straße gehen und den Menschen erzählen würde, was dort passiert, sie wären geschockt.Ein paar Jahre später hatte ich das sehr große Glück, Zackie Achmat zu begegnen, dem Gründer der Treatment Action Kampagne, ein unglaublicher Kämpfer und Aktivist. Ich traf ihn bei einer 46664-Veranstaltung. Er trug ein Shirt wie dieses, das ich anhabe. Das ist ein Werkzeug. Es sagt aus, dass ich mich solidarisiere mit Menschen, die das HI-Virus tragen, Menschen, die mit HIV leben. Und gewissermaßen wegen des Stigmas sage ich, wenn ich dieses Shirt trage: "Ja, wir können darüber reden. Es muss nicht geheim bleiben." Ich wurde ein Mitglied der Treatment Action Kampagne und ich bin sehr stolz, dass ich ein Mitglied dieser unglaublichen Organisation bin. Es ist eine Graswurzelkampagne, wobei 80 Prozent der Mitglieder Frauen sind, die meisten davon sind HIV-positiv. Sie arbeiten vor Ort. Sie erzielen eine enorme Wirkung bei den Menschen, die unmittelbar mit den Folgen des Virus leben. Sie haben Bildungsprogramme. Sie bringen die Probleme des Stigmas an die Oberfläche. Was sie tun, ist ziemlich außergewöhnlich. Und ja, meine SING-Kampagne hat die Treatment Action Kampagne unterstützt, indem ich versucht habe, Bewusstsein zu bilden und versucht habe, auch Mittel zu beschaffen. Viele der Spenden, die ich beschaffen konnte, sind direkt in die Treatment Action Kampagne geflossen und in die unglaubliche Arbeit, die sie leistet und weiterhin in Südafrika leistet.Das ist also meine SING-Kampagne. Die SING-Kampagne besteht im Grunde nur aus mir und etwa drei oder vier wunderbaren Menschen, die dabei helfen, mich zu unterstützen. In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich die ganze Welt bereist. Ich war in etwa 12 verschiedenen Ländern. Hier bin ich in Oslo, Norwegen, einen netten, fetten Scheck entgegennehmed, singend in Hong Kong, bei dem Versuch, die Leute zum Spendensammeln zu bringen. In Johannesburg bekam ich die Gelegenheit vor einem hauptsächlich weißen südafrikanischen Mittelklasse-Publikum aufzutreten, denen am Ende die Tränen kamen, weil ich Filmausschnitte benutzte, die wirklich ans Herz gehen; das gesamte Ausmaß dieser schrecklichen Tragödie, die stattfindet, die die Menschen gerne verdrängen würden, weil sie müde sind, und sie wissen wirklich keine Lösung dafür. Aaron Motsoaledi, der derzeitige Gesundheitsminister, besuchte dieses Konzert und ich hatte die Möglichkeit, ihn zu treffen, und er gab seine verbindliche Zusage, dass er versuchen würde, eine Veränderung herbeizuführen, die absolut notwendig ist. Das ist im schottischen Parlament. Danach wurde ich eine Botschafterin für Schottland und HIV. Und ich teilte meine Erfahrungen mit ihnen und versuchte - wieder - ein Bewusstsein zu bilden. Und wieder einmal, in Edinburg, mit dem wundervollen African Children's Choir, den ich einfach verehre. Und es sind Kinder wie diese, von denen viele in Waisenhäusern leben, weil ihre Familie vom AIDS-Virus betroffen ist.Hier sitze ich in New York mit Michel Sidibe zusammen. Er ist der Direktor von UNAIDS. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass Michel mich erst vor ein paar Monaten eingeladen hat, UNAIDS-Botschafterin zu werden. Und auf diese Weise stärke ich meine Plattform und vergrößere meinen Wirkungskreis. Die Botschaft, die UNAIDS derzeit in der Welt verbreitet, ist, dass wir es schaffen wollen, die Übertragung des Virus von Mutter zu Kind bis 2015 praktisch zu eliminieren. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel, aber wir glauben, dass es mit politischem Willen erreicht werden kann. Es ist zu schaffen.Und hier bin ich mit einer schwangeren Frau, die HIV-positiv ist, und wir lächeln, wir beide lächeln, denn wir sind sehr zuversichtlich, denn wir wissen, dass diese junge Frau eine Behandlung erhält, die ihr Leben verlängern kann, damit sie sich um das Baby, das sie gebären wird, kümmern kann. Und ihr Baby wird PMTCT erhalten, was bedeutet, dass dieses Baby geboren werden kann, ohne sich mit dem Virus zu infizieren. Nun, das ist Vorsorge ganz zu Anfang des Lebens. Es ist eine Möglichkeit der Intervention gegen die AIDS-Pandemie.Nun, ich würde gerne damit enden, Ihnen die kurze Geschichte von Avelile zu erzählen. Das ist Avelile. Sie ist bei mir, wo immer ich auch hingehe. Ich erzähle jedem ihre Geschichte, denn sie steht für eine von Millionen von HIV/AIDS-Waisen. Aveliles Mutter hatte den HI-Virus. Sie starb an einer mit AIDS zusammenhängenden Krankheit. Avelile hatte den Virus. Sie wurde mit dem Virus geboren. Und hier ist sie im Alter von sieben Jahren, nicht schwerer als ein einjähriges Baby. An diesem Punkt ihres Lebens war ihre AIDS-Erkrankung vollständig ausgebrochen und sie hatte eine Lungenentzündung. Wir trafen sie in einem Krankenhaus am Ostkap und verbrachten einen ganzen Nachmittag mit ihr - ein bezauberndes Kind. Die Ärzte und Schwestern waren großartig. Sie setzen sie auf eine sehr spezielle nährstoffreiche Diät und behandelten sie mit großer Sorgfalt. Und als wir das Krankenhaus verließen, wussten wir nicht -- denn wir filmten ihre Geschichte -- wir wussten nicht, ob sie überleben würde. Es war also offensichtlich ... es war eine sehr emotionale Begegnung und diese direkte Erfahrung, dieses eine Kind, Sie wissen schon, diese eine Geschichte, rief stark nachklingende Gefühle bei uns hervor. Fünf Monate später besuchten wir Südafrika erneut, um Avelile wiederzusehen. Und ich bekomme -- die Haare auf meinem -- ich weiß nicht, ob Sie die Haare auf meinen Armen sehen können. Sie stehen hoch, denn ich weiß, was ich Ihnen jetzt zeigen werde. Das ist die Veränderung, die stattgefunden hatte. Ist das nicht außerordentlich?(Applaus)Diesen Applaus verdienen eigentlich die Ärzte und Schwestern des Krankenhauses, die sich um Avelile gekümmert haben. Und ich nehme an, dass Sie diese Art der Veränderung zu schätzen wissen. Ich würde also sagen, dass Sie, jeder hier im Publikum, wenn Sie der Meinung sind, dass jede Mutter und jedes Kind dieser Welt das Recht auf Zugang zu guter Ernährung und guter medizinischer Versorgung haben, und wenn Sie glauben, dass sich alle Regierungen der Welt -- vor allem die in Schwarzafrika -- den Milleniumszielen, besonders Nummer fünf und sechs, verbindlich verpflichten sollten, würden Sie dann bitte aufstehen. Ich denke, es ist angemessen, wenn ich sage, dass das fast alle im Saal sind.Vielen Dank.(Applaus)
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Warum hat Avelile AIDS?
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weil ihre Mutter das Virus an sie übertragen hat
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AIDS
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Annie Lennox: Weshalb ich eine HIV/AIDS-Aktivistin binIch möchte Ihnen die Geschichte erzählen, wie es dazu kam, dass ich zur HIV/AIDS-Aktivistin wurde. Und das ist der Name meiner Kampagne, die SING-Kampagne. Im November 2003 wurde ich zur Gründung von Nelson Mandelas 46664-Stiftung eingeladen. Das ist seine HIV/AIDS-Stiftung. Und 46664 ist die Nummer, die Mandela trug, als er in Robben Island im Gefängnis saß. Und hier bin ich mit Youssou N'Dour auf der Bühne, wo ich mich prächtig amüsierte. Am nächsten Tag waren alle Künstler dazu eingeladen, Mandela auf Robben Island zu treffen, wo er vor der Weltpresse eine Konferenz abhielt. Dabei stand er vor seiner ehemaligen Gefängniszelle. Dort können Sie die Gitter des Fensters sehen. Es war für uns alle ein Ereignis von ziemlich großer Tragweite. In diesem Moment teilte Mandela der Weltpresse mit, dass praktisch ein Genozid in seinem Land stattfindet, dass in der Regenbogennation nach dem Ende der Apartheid täglich Tausende sterben und dass die Opfer in erster Linie die verletzlichsten von allen sind, nämlich Frauen und Kinder.Das hat großen Eindruck auf mich gemacht, denn ich bin eine Frau und ich bin eine Mutter und es war mir nicht klar gewesen, dass die HIV/AIDS-Pandemie gerade Frauen derart betraf. Und deshalb habe ich mich verpflichtet -- als ich Südafrika verließ, als ich Kapstadt verließ, sagte ich mir: "Das ist eine Sache, über die ich reden muss. Der ich dienen muss." Und deshalb beteiligte ich mich seither an jeder einzelnen 46664-Veranstaltung, an der ich teilnehmen konnte, und hielt Pressekonferenzen ab, gab Interviews, redete darüber und nutzte meine Plattform als Musikerin für meine Verpflichtung Mandela gegenüber aus Respekt vor der enormen, unglaublichen Arbeit, die er geleistet hatte. Jeder in der Welt respektiert Nelson Mandela. Jeder verehrt Nelson Mandela. Aber wissen die alle, was in Südafrika gerade geschieht, in seinem Land, dem Land mit den häufigsten Fällen von Übertragung des Virus? Ich glaube, wenn ich jetzt raus auf die Straße gehen und den Menschen erzählen würde, was dort passiert, sie wären geschockt.Ein paar Jahre später hatte ich das sehr große Glück, Zackie Achmat zu begegnen, dem Gründer der Treatment Action Kampagne, ein unglaublicher Kämpfer und Aktivist. Ich traf ihn bei einer 46664-Veranstaltung. Er trug ein Shirt wie dieses, das ich anhabe. Das ist ein Werkzeug. Es sagt aus, dass ich mich solidarisiere mit Menschen, die das HI-Virus tragen, Menschen, die mit HIV leben. Und gewissermaßen wegen des Stigmas sage ich, wenn ich dieses Shirt trage: "Ja, wir können darüber reden. Es muss nicht geheim bleiben." Ich wurde ein Mitglied der Treatment Action Kampagne und ich bin sehr stolz, dass ich ein Mitglied dieser unglaublichen Organisation bin. Es ist eine Graswurzelkampagne, wobei 80 Prozent der Mitglieder Frauen sind, die meisten davon sind HIV-positiv. Sie arbeiten vor Ort. Sie erzielen eine enorme Wirkung bei den Menschen, die unmittelbar mit den Folgen des Virus leben. Sie haben Bildungsprogramme. Sie bringen die Probleme des Stigmas an die Oberfläche. Was sie tun, ist ziemlich außergewöhnlich. Und ja, meine SING-Kampagne hat die Treatment Action Kampagne unterstützt, indem ich versucht habe, Bewusstsein zu bilden und versucht habe, auch Mittel zu beschaffen. Viele der Spenden, die ich beschaffen konnte, sind direkt in die Treatment Action Kampagne geflossen und in die unglaubliche Arbeit, die sie leistet und weiterhin in Südafrika leistet.Das ist also meine SING-Kampagne. Die SING-Kampagne besteht im Grunde nur aus mir und etwa drei oder vier wunderbaren Menschen, die dabei helfen, mich zu unterstützen. In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich die ganze Welt bereist. Ich war in etwa 12 verschiedenen Ländern. Hier bin ich in Oslo, Norwegen, einen netten, fetten Scheck entgegennehmed, singend in Hong Kong, bei dem Versuch, die Leute zum Spendensammeln zu bringen. In Johannesburg bekam ich die Gelegenheit vor einem hauptsächlich weißen südafrikanischen Mittelklasse-Publikum aufzutreten, denen am Ende die Tränen kamen, weil ich Filmausschnitte benutzte, die wirklich ans Herz gehen; das gesamte Ausmaß dieser schrecklichen Tragödie, die stattfindet, die die Menschen gerne verdrängen würden, weil sie müde sind, und sie wissen wirklich keine Lösung dafür. Aaron Motsoaledi, der derzeitige Gesundheitsminister, besuchte dieses Konzert und ich hatte die Möglichkeit, ihn zu treffen, und er gab seine verbindliche Zusage, dass er versuchen würde, eine Veränderung herbeizuführen, die absolut notwendig ist. Das ist im schottischen Parlament. Danach wurde ich eine Botschafterin für Schottland und HIV. Und ich teilte meine Erfahrungen mit ihnen und versuchte - wieder - ein Bewusstsein zu bilden. Und wieder einmal, in Edinburg, mit dem wundervollen African Children's Choir, den ich einfach verehre. Und es sind Kinder wie diese, von denen viele in Waisenhäusern leben, weil ihre Familie vom AIDS-Virus betroffen ist.Hier sitze ich in New York mit Michel Sidibe zusammen. Er ist der Direktor von UNAIDS. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass Michel mich erst vor ein paar Monaten eingeladen hat, UNAIDS-Botschafterin zu werden. Und auf diese Weise stärke ich meine Plattform und vergrößere meinen Wirkungskreis. Die Botschaft, die UNAIDS derzeit in der Welt verbreitet, ist, dass wir es schaffen wollen, die Übertragung des Virus von Mutter zu Kind bis 2015 praktisch zu eliminieren. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel, aber wir glauben, dass es mit politischem Willen erreicht werden kann. Es ist zu schaffen.Und hier bin ich mit einer schwangeren Frau, die HIV-positiv ist, und wir lächeln, wir beide lächeln, denn wir sind sehr zuversichtlich, denn wir wissen, dass diese junge Frau eine Behandlung erhält, die ihr Leben verlängern kann, damit sie sich um das Baby, das sie gebären wird, kümmern kann. Und ihr Baby wird PMTCT erhalten, was bedeutet, dass dieses Baby geboren werden kann, ohne sich mit dem Virus zu infizieren. Nun, das ist Vorsorge ganz zu Anfang des Lebens. Es ist eine Möglichkeit der Intervention gegen die AIDS-Pandemie.Nun, ich würde gerne damit enden, Ihnen die kurze Geschichte von Avelile zu erzählen. Das ist Avelile. Sie ist bei mir, wo immer ich auch hingehe. Ich erzähle jedem ihre Geschichte, denn sie steht für eine von Millionen von HIV/AIDS-Waisen. Aveliles Mutter hatte den HI-Virus. Sie starb an einer mit AIDS zusammenhängenden Krankheit. Avelile hatte den Virus. Sie wurde mit dem Virus geboren. Und hier ist sie im Alter von sieben Jahren, nicht schwerer als ein einjähriges Baby. An diesem Punkt ihres Lebens war ihre AIDS-Erkrankung vollständig ausgebrochen und sie hatte eine Lungenentzündung. Wir trafen sie in einem Krankenhaus am Ostkap und verbrachten einen ganzen Nachmittag mit ihr - ein bezauberndes Kind. Die Ärzte und Schwestern waren großartig. Sie setzen sie auf eine sehr spezielle nährstoffreiche Diät und behandelten sie mit großer Sorgfalt. Und als wir das Krankenhaus verließen, wussten wir nicht -- denn wir filmten ihre Geschichte -- wir wussten nicht, ob sie überleben würde. Es war also offensichtlich ... es war eine sehr emotionale Begegnung und diese direkte Erfahrung, dieses eine Kind, Sie wissen schon, diese eine Geschichte, rief stark nachklingende Gefühle bei uns hervor. Fünf Monate später besuchten wir Südafrika erneut, um Avelile wiederzusehen. Und ich bekomme -- die Haare auf meinem -- ich weiß nicht, ob Sie die Haare auf meinen Armen sehen können. Sie stehen hoch, denn ich weiß, was ich Ihnen jetzt zeigen werde. Das ist die Veränderung, die stattgefunden hatte. Ist das nicht außerordentlich?(Applaus)Diesen Applaus verdienen eigentlich die Ärzte und Schwestern des Krankenhauses, die sich um Avelile gekümmert haben. Und ich nehme an, dass Sie diese Art der Veränderung zu schätzen wissen. Ich würde also sagen, dass Sie, jeder hier im Publikum, wenn Sie der Meinung sind, dass jede Mutter und jedes Kind dieser Welt das Recht auf Zugang zu guter Ernährung und guter medizinischer Versorgung haben, und wenn Sie glauben, dass sich alle Regierungen der Welt -- vor allem die in Schwarzafrika -- den Milleniumszielen, besonders Nummer fünf und sechs, verbindlich verpflichten sollten, würden Sie dann bitte aufstehen. Ich denke, es ist angemessen, wenn ich sage, dass das fast alle im Saal sind.Vielen Dank.(Applaus)
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Sind sich die Menschen einig, dass Regierungen sich verpflichten sollten, AIDS zu bekämpfen?
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1
ja
1
AIDS
2
2
Bonos Aufruf für AfricaNun, wie Alexander Graham Bell bei seinem berühmten ersten erfolgreichen Telefonat sagte, "Hallo, ist da Domino's Pizza?" (Gelächter) Ich möchte ihnen wirklich danken. Wie ein anderer berühmter Mann, Jerry Garcia, sagte, "Was für eine seltsame, lange Reise" Er hätte sagen sollen, "Was für eine seltsame, lange Reise das wird" Grad in diesem Moment sehen Sie meine obere Hälfte. Meine untere Hälfte erscheint gerade auf einer anderen Konferenz (Gelächter) in einem anderen Land. Man kann, wie man sieht, an zwei Orten zugleich sein. Aber es tut mir trotzdem leid, dass ich nicht persönlich bei Ihnen sein kann. Ich werde das ein anderes Mal erklären.Und obwohl ich ein Rockstar bin, möchte ich versichern, dass keine meiner Wünsche ein heißes Bad beinhaltet. Was mich aber an Technologie wirklich anmacht ist nicht die Möglichkeit mehr Lieder auf den Mp3-Player zu bekommen. Die Revolution -- diese Revolution -- ist viel größer als das. Ich hoffe, ich glaube. Was mich am Digitalen Zeitalter anmacht, was mich persönlich erregt ist, dass Sie die Kluft zwischen Träumen und Handeln geschlossen haben. Sehen sie, es war mal so, dass, wenn man ein Lied aufnehmen wollte, man ein Studio und einen Produzenten brauchte. Nun braucht man nur einen Laptop. Wenn man einen Film machen wollte, brauchte man massig Equipment und ein Hollywood-Budget. Heute braucht man eine Kamera, die in die Handfläche passt. und ein paar Cent für einen DVD-Rohling. Vorstellungskraft wurde von den alten Zwängen entkoppelt. Und das begeistert mich wirklich. Ich bin aufgeregt, wenn ich diese Art Denkerlass erblicke.Was ich gern sehen würde ist Idealismus entkoppelt von allen Zwängen. Politisch, ökonomisch, psychologisch, was auch immer. Die geopolitische Welt muss noch viel von der digitalen Welt lernen. Von der Leichtigkeit mit der Sie Hindernisse aus dem Weg fegen, die niemand auch nur für beweglich hielt. Das ist es worüber ich heute eigentlich reden möchte. Zuerst sollte ich wahrscheinlich erklären warum und wie ich an diesen Ort kam. Es ist eine Reise die vor 20 Jahren begann. Sie dürften sich an das Lied, "We Are the World", oder, "Do They Know It's Christmas?" erinnern. Band Aid, Live Aid. Ein weiterer sehr großer, grauhaariger Rockstar, mein Freund Sir Bob Geldof verfasste die Herausforderung zu "feed the world" (Ernähre die Erde) Das war ein großer Moment und er veränderte mein Leben ganz und gar. In dem Sommer gingen meine Frau Ali und ich nach Äthiopien. Wir gingen klammheimlich um zu sehen was vor sich geht. Wir lebten einen Monat in Äthiopien und arbeiteten in einem Waisenhaus. Die Kinder gaben mir einen Namen. Sie nannten mich, "Das Mädchen mit dem Bart".(Gelächter)Fragen Sie nicht. Wie auch immer, für uns war Afrika ein magischer Ort. Weiter Himmel, große Herzen, ein großer strahlender Kontinent. Wunderschöne, königliche Menschen. Jeder der Afrika jemals etwas gab bekam viel mehr zurück. Äthiopien hat mir nicht nur den Kopf verdreht sondern auch geöffnet. Jedenfalls, an unserem letzen Tag in dem Waisenhaus gab mir ein Mann sein Baby und sagte, "Würdest du meinen Sohn mit dir nehmen?" Er wusste, in Irland würde sein Sohn leben und in Äthiopien würde er sterben. Es war mitten in dieser furchtbaren Hungersnot. Nun, ich wies ihn ab. Das war eine komische Art von schlechtem Gefühl, aber ich wies ihn ab. Und das ist ein Gefühl, das ich niemals mehr vergessen werde. In diesem Moment begann ich diese Reise.In diesem Moment wurde ich das Schlimmste von allem: Ich wurde ein Rockstar mit einem Anliegen. Es sei denn das ist kein Anliegen, nicht wahr? Sechseinhalbtausend Afrikaner sterben jeden Tag an AIDS -- eine verhütbare, behandelbare Krankheit -- weil Medikamenten fehlen, die wir in jeder Apotheke bekommen. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. 11 Millionen AIDS-Waisen in Afrika, 20 Millionen am Ende der Dekade. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Heute, jeden Tag fangen sich 9.000 weitere Afrikaner HIV ein wegen Stigmatisierung und fehlender Bildung. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Worüber wir hier sprechen sind Menschenrechte. Das Recht wie ein Mensch zu leben. Das Recht eine Zeitspanne zu leben. Und was wir in Afrika sehen ist eine unvergleichliche Bedrohung der Menschenwürde und der Gleichberechtigung.Das nächste, worüber ich Klarheit schaffen will, ist, was dieses Problem ist und was es nicht ist. Weil es sich nicht immer um Wohltätigkeit dreht. Es geht um Gerechtigkeit. Wirklich. Es geht nicht um Wohltätigkeit. Es geht um Gerechtigkeit. Richtig. Und das ist schade, denn was Wohltätigkeit angeht sind wir sehr gut. Amerikaner, wie auch Iren, sind gut darin. Sogar die ärmsten Viertel geben mehr als sie sich leisten können. Wir geben gern und wir geben viel. Sehen Sie die Reaktionen auf den Tsunami, wie inspirierend. Doch Gerechtigkeit ist eine stärkerer Standard als Wohltätigkeit. Sehen Sie, Afrika macht unsere Idee von Gerechtigkeit lächerlich. Es lässt unsere Idee von Gleichberechtigung wie ein Witz aussehen. Es verspottet unsere Frömmigkeit. Es zweifelt an unser Sache. Es hinterfragt unser Engagement. Weil wir nicht auf das sehen können, was in Afrika geschieht, und, wenn wir ehrlich sind, daraus folgern, dass das irgendwo anders zugelassen würde.Wie Sie in dem Film hörten, nirgendwo anders, nicht hier. Nicht hier, nicht in Amerika, nicht in Europa. Tatsächlich hat ein Staatsoberhaupt, das Sie alle kennen, dies vor mir zugegeben. Und es ist wirklich wahr. Es ist unmöglich, dass diese Art von Ausblutung menschlichen Lebens irgendwo anders akzeptiert würde als in Afrika. Afrika ist ein Kontinent in Flammen. Und wenn wir wirklich tief in uns akzeptierten, dass Afrikaner uns gleich sind, würden wir alle mehr tun um das Feuer zu löschen. Wir stehen mit Gießkannen rum, wenn wir in Wirklichkeit die Feuerwehr brauchen.Sehen Sie, es ist nicht so dramatisch wie der Tsunami. Das ist verrückt, wirklich, wenn Sie darüber nachdenken. Müssen Dinge heutzutage wie Actionfilme aussehen um in unseren Gehirnen vorn zu stehen? Das langsame Auslöschen von Leben, so scheint es, ist einfach nicht dramatisch genug. Katastrophen, die wir abwehren können sind nicht so interessant wie solche, die wir abwehren könnten. Das ist eigenartig. Wie auch immer, ich glaube, dass diese Denkweise die intellektuelle Strenge in diesem Raum beleidigt. Sechseinhalbtausend Tote am Tag mag Afrikas Krise sein, aber die Tatsache, dass es nicht in den Spätnachrichten ist, dass wir in Europa oder sie in Amerika es nicht wie einen Notstand behandeln -- Ich möchte mit Ihnen darüber verhandeln, dass das unsere Krise ist. Ich möchte darlegen, dass auch wenn Afrika nicht die Frontlinie des Krieges gegen Terror ist es das bald sein könnte. Jede Woche nehmen religiöse Extremisten ein weiteres afrikanisches Dorf ein. Sie versuchen Ordnung ins Chaos zu bringen. Warum machen wir das nicht?Armut bringt Verzweiflung hervor. Wir wissen das. Verzweiflung führt zu Gewalt. Wir wissen das. Ist es in turbulenten Zeiten nicht billiger und intelligenter sich potentielle Feinde zum Freund zu machen, als sich später vor ihnen zu schützen? Der Krieg gegen den Terror ist mit dem Krieg gegen Armut verbunden. Das habe nicht ich gesagt. Colin Powell sagte das. Nun, wenn die Militärs uns sagen, dass dieser Krieg nicht durch militärische Macht allein gewonnen werden kann sollten wir vielleicht zuhören. Es gibt hier eine Gelegenheit, und sie ist real. Das ist keine Spinnerei. Kein Wunschdenken. Die Probleme in den Entwicklungsländern bieten uns in den entwickelten Ländern eine Chance uns in der Welt neu zu beschreiben. Wir werden nicht nur anderer Menschen Leben verändern, sondern auch die Art wie diese anderen Menschen uns sehen. Das dürfte in diesen nervösen, gefährlichen Zeiten schlau sein.Denken Sie nicht, dass auf einer rein kommerziellen Ebene, die Antiretrovirale Medizin nicht eine großartige Werbung für den westlichen Einfallsreichtum und Technologie ist? Steht uns die Barmherzigkeit nicht gut? Lassen Sie uns für ein Sekunde mit dem Unsinn aufhören. In bestimmten Vierteln der Welt, ist die Marke EU, die Marke USA, nicht gerade die Leuchtenste. Die Neonreklame zischt und knackt. Jemand wirft einen Stein durch ein Fenster. Die örtlichen Filialleiter werden nervös. Niemals zuvor wurden wir im Westen so unter die Lupe genommen. Unsere Werte: haben wir welche? Unsere Glaubwürdigkeit? Diese Dinge werden weltweit angegriffen. Die Marke USA könnte etwas Politur gebrauchen. Und das sage ich als ein Fan, verstehen Sie? Als eine Person die die Produkte kauft. Aber denken Sie darüber nach. Mehr Antiretrovirale ergeben Sinn. Aber das ist nur der leichte Teil, oder sollte es sein.Aber Gleichberechtigung für Afrika -- das ist eine große, teure Idee. Sie sehen, das Ausmaß des Leids betäubt uns in eine Art Gleichgültigkeit. Was zum Himmel können wir alle dagegen tun? Nun, viel mehr als wir denken. Wir können nicht jedes Problem lösen, aber das eine, behaupte ich, müssen wir lösen. Weil wir es können, müssen wir es. Das ist die reine Wahrheit, die rechtschaffene Wahrheit. Es ist keine Theorie. Tatsache ist, dass wir die erste Generation sind die Krankheit und dieser extremen Armut in die Augen sehen kann, sehen Sie über den Ozean, sagen sie es und meinen Sie es. Dafür müssen wir nicht stehen. Ein ganzer Kontinent abgeschrieben -- wir müssen nicht dafür stehen.(Beifall)Lassen Sie mich das ohne eine Spur von Ironie sagen -- bevor ich das an einen Haufen Ex-Hippies richte. Vergessen Sie die 60er. Wir können die Welt verändern. Ich kann es nicht, Sie können es nicht, als Individuen, aber WIR können die Welt verändern. Ich glaube das wirklich, die Leute in diesem Raum. Schauen Sie die "Gates Foundation" an. Die haben Unbeschreibliches geleistet. Unglaubliche Dinge. Mit Zusammenarbeit können wir die Welt verändern. Wir können die unvermeidlichen Auswirkungen umkehren und die Qualität von Millionen Leben transformieren welche, beim genauen Hinsehen, genau wie unsere sind. Tut mir leid, dass ich hier lachen muss aber Sie sehen so anders aus als damals in Haight-Ashbury in den 60ern.(Gelächter)Ich behaupte, dass das der Moment ist für den Sie geschaffen wurden. Das ist das Erblühen der Saat die Sie in früheren, impulsiveren Tagen säten. Ideen, die Sie in Ihrer Jugend ausgebrütet haben. Das ist es was mich begeistert. Dieser Raum wurde für diesen Moment geboren. das will ich Ihnen heute Abend sagen. Die meisten von Ihnen wollten die Welt verändern, nicht wahr? Die meisten von Ihnen schafften die digitale Welt. Nun, durch Sie ist es möglich die physische Welt zu verändern. Das ist Fakt. Ökonomen bestätigen das und die wissen viel mehr als ich. Also warum strecken wir nicht unsere Faust in die Luft? Wahrscheinlich weil, wenn wir zugeben etwas tun zu können, wir auch etwas tun müssen. Es geht einem auf die Nerven. Das Gleichberechtigungsgeschäft nervt tatsächlich. Aber zum ersten Mal in der Geschichte haben wir die Technologie, haben wir das Know-How, haben wir das Geld, haben wir die lebensrettende Medizin.Haben wir den Willen? Ich hoffe, das ist eindeutig, aber ich bin kein Hippie. Ich bin nicht für das warme, flauschige Gefühl zu haben. Ich hab keine Blumen im Haar. Eigentlich komme ich vom Punkrock. "The Clash" trugen Armeestiefel, keine Sandalen. Aber ich erkenne Härte, wenn ich sie sehe. Bei all dem Gerede von Frieden und Liebe an der Westküste, war hier der Muskel, der die Bewegung in Gang brachte. Sie sehen, Idealismus ohne Aktion ist nur ein Traum. Aber Idealismus gepaart mit Pragmatismus, die Ärmel hochkrempeln und die Welt ein wenig biegen, das ist aufregend. Es ist sehr real. Es ist sehr stark. Und es ist sehr präsent in einer Menge wie dieser.Letztes Jahr haben wir mit DATA, der Organisation, die ich mit aufbaute, eine Kampagne gestartet um diesen Geist herbeizurufen, im Kampf gegen AIDS und extreme Armut. Wir riefen diese 'ONE'-Kampagne ins Leben. Das basiert auf unserer Überzeugung, dass die Aktion eines Menschen eine Menge verändern kann, aber die Aktion von vielen zusammen als Eines kann die Welt verändern. Nun, wir fühlen, dass jetzt die Zeit ist zu sehen, ob wir richtig lagen. Es gibt Momente in der Geschichte, da definieren sich Zivilisationen neu. Wir glauben das ist so ein Moment. Wir glauben, dass dies die Zeit sein könnte in der die Welt endlich entscheidet, dass der sträfliche Verlust von Leben in Afrika nicht länger hinnehmbar ist. Dies könnte die Zeit sein, wo wir endlich ernst machen und die Zukunft der meisten Menschen auf dem Planeten Erde ändern.Momentum hat sich aufgegebaut. Ein bisschen wacklig aber es wächst. Dieses Jahr ist ein Test für uns, speziell für die Führer der G8 Staaten, die angetreten sind und die Weltgeschichte schaut zu. Ich wurde kürzlich enttäuscht von der Bush-Regierung. Sie haben große Versprechungen für Afrika gemacht. Sie machten einige wirklich großartige Versprechungen, und tatsächlich haben sie viele davon erfüllt. Aber einige auch nicht. Sie können nicht den Ruck von unten fühlen, das ist wahr. Aber meine Enttäuschung hat viel mehr Perspektive wenn ich mit amerikanischen Menschen rede, und ihre Sorgen über das Defizit höre, und das steuerliche Wohlbefinden ihres Landes. Ich verstehe das. Es gibt jedoch einen viel größeren Ruck von unten, als Sie denken würden, wenn wir uns organisieren.Was ich versuche zu vermitteln, und Sie können mir helfen, falls Sie zustimmen, ist, dass Hilfe für Afrika eine gute Geldanlage ist für die Zeit, wenn Amerika es wirklich braucht. Um es mit den krassesten Worten zu sagen, die Investition wird große Gewinne einfahren. Nicht nur in geretteten Leben, sondern in Wohlwollen, Stabilität und Sicherheit, die wir hinzugewinnen. Das ist was ich mir von Ihnen erhoffe, wenn ich so kühn sein darf, und was nicht von meinen Wünschen abgezogen wird.(Gelächter)Was ich hoffe ist, dass Sie - über individuelle barmherzige Taten hinaus - dass sie Politiker dazu bringen für Afrika, für Amerika und für die Welt das Richtige zu machen. Erlauben Sie denen, wenn sie so wollen, ihr politisches Kapital und Ihr finanzielles Kapital, Ihren nationalen Geldbeutel einzusetzen, um das Leben von Millionen von Menschen zu retten. Das ist was ich wirklich von Ihnen will. Weil wir auch Ihr intellektuelles Kapital brauchen: Ihre Ideen, Ihre Fähigkeiten, Ihren Einfalllsreichtum. Und Sie, bei dieser Konferenz, sind in einer einzigartigen Position. Einige der Technologien, über die wir gesprochen haben, Sie erfanden sie oder haben zumindest die Art ihrer Benutzung revolutioniert. Zusammen haben Sie den Zeitgeist von analog zu digital gewandelt und die Grenzen verschoben. Wir hätten gern, dass Sie uns diese Energie geben. Geben Sie uns diese Art des Träumens, die Weise zu handeln.Wie ich sage, zwei Dinge stehen hier auf dem Spiel. Da ist der Kontinent Afrika. Aber da ist auch unsere Bedeutung. Die Leute finden das langsam heraus. Bewegungen entstehen. Künstler, Politiker, Popstars, Priester, Vorstandsvorsitzende, NGOs, Müttervereinigungen, Studentenvereinigungen. Eine Menge Leute kommen zusammen und arbeiten unter dem Schirm von dem ich eben sprach, die ONE Kampagne. Ich denke, sie haben alle einen Gedanken, welcher lautet, wo du auf der Welt lebst sollte nicht bestimmen, ob du auf der Welt lebst.(Beifall)Die Geschichte, genau wie Gott, beobachtet was wir tun. Wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden wird unser Zeitalter, denke ich, wegen drei Dingen erinnert werden. Wirklich, nur drei Dinge aus unserem ganzen Zeitalter, an die man sich erinnern wird. Die digitale Revolution, ja. Der Krieg gegen Terror, ja. Und was wir taten oder nicht taten um die Feuer in Afrika zu löschen. Manche sagen wir können es uns nicht leisten. Ich sage wir können es uns nicht leisten nichts zu tun. Danke, vielen Dank.(Beifall)Okay, meine drei Wünsche. Die mir TED gewährt hat. Sehen Sie, wenn es stimmt, und ich glaube daran, dass die digitale Welt, die Sie alle erschufen die kreative Vorstellungskraft von physischen Zwängen der Materie losgelöst hat. Dann sollte dies hier ein Klacks sein.(Gelächter)Ich sollte hinzufügen, dass diese Wunschliste eigentlich viel länger war. Die meisten unmöglich, einige unpraktisch und ein oder zwei sicherlich unmoralisch.(Gelächter)Dieses Geschäft, es macht süchtig, wenn sie wissen was ich meine, wenn jemand anders die Zeche bezahlt. Wie auch immer, hier ist Nummer eins. Ich wünsche mir, das Sie helfen eine soziale Bewegung zu erschaffen, mit mehr als einer Million amerikanischer Aktivisten für Afrika. Das ist mein erster Wunsch. Ich glaube, dass es möglich ist. Vor ein paar Minuten habe ich über all die Bürgerkampagnen die entstehen gesprochen. Sie wissen, es gibt viele da draußen. Und mit dieser einen Kampagne als unserem Schirm, haben meine Organisation, DATA, und andere Gruppen die Energie und den Enthusiasmus der da draußen von Hollywood bis ins Hinterland von Amerika angezapft. Wir wissen, dass es mehr als genug Energie für diese Bewegung gibt. Wir brauchen nur Ihre Hilfe um es geschehen zu lassen.Wir wollen alle von euch hier, Kirchen Amerika, Firmen Amerika, Microsoft Amerika, Apple Amerika, Coke Amerika, Pepsi Amerika, Streber Amerika, lautes Amerika. Wir können es uns nicht leisten das allein auszusitzen. Ich glaube, wenn wir eine Bewegung, eine Millionen Amerikaner stark, bilden werden wir nicht abgewiesen. Wir werden das Ohr des Kongresses haben. Wir werden die erste Seite in Condi Rices Besprechungsbuch sein, direkt ins Oval Office. Wenn es eine Million Amerikaner gibt -- und ich weiß das wirklich -- die bereit sind Anrufe zu tätigen, die bereit sind Emails zu schreiben. Ich bin absolut sicher, dass wir tatsächlich den Lauf der Geschichte für Afrika buchstäblich ändern können. Wie auch immer, ich möchte Ihre Hilfe um das unterschrieben zu bekommen. Ich weiß, dass John Gage und Sun Microsystems schon mit an Bord sind aber es gibt einige von Ihnen, mit denen wir gern reden würden.Richtig, mein zweiter Wunsch, Nummer zwei. Ich hätte gern einen Medientreffer für jede Person auf dem Planeten die von weniger als einem Dollar am Tag lebt. Das sind eine Milliarde Mediatreffer. Das könnte auf Google oder auf AOL sein. Steve Case, Larry, Sergey - die haben schon viel getan. Es könnte bei NBC sein. Oder ABC. Tatsächlich sprechen wir heute mit der ABC über die Oscars. Wir haben einen Film, produziert von Jon Kamen bei Radical Media. Sie wissen, wir wollen, wir brauchen etwas Sendezeit für unsere Ideen. Wir müssen die Mathematik und die Statistiken zu den amerikanischen Menschen bringen. Ich glaube wirklich an die alte Truman-Zeile, dass wenn man den Amerikanern die Fakten gibt sie das Richtige tun werden. Und was noch wichtig ist ist, dass das nicht Sally Struthers ist. Es muss als Abenteuer beschrieben werden, nicht als Last.(Video): Schritt für Schritt gehen sie vorwärts, eine Krankenschwester, ein Lehrer, eine Hausfrau, und Leben werden gerettet. Das Problem ist gewaltig. Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch. nach drei Sekunden noch einer. Die Situation ist so verzweifelt in Teilen Afrikas, Asiens, selbst Amerikas, dass Hilfsorganisationen, wie beim Tsunami auch, sich zusammenschließen und als eine handeln. Wir können extreme Armut, Hunger und AIDS besiegen. Aber wir brauchen Ihre Hilfe. Eine weitere Person, ein Brief, eine Stimme bedeutet den Unterschied zwischen Leben und Tod für Millionen von Menschen. Bitte machen Sie mit und arbeiten Sie zusammen. Amerikaner haben eine einmalige Möglichkeit. Wir können Geschichte schreiben. Wir können beginnen Armut zur Vergangenheit zu machen. Schritt für Schritt für Schritt. Bitte besuchen Sie ONE auf dieser Adresse. Wir bitten Sie nicht um Geld. Wir bitten Sie um Ihre Stimme.Bono: Nun. Ich wünsche mir, dass TED wahrlich die Kraft der Information zeigt. Seine Kraft die Regeln neu zu schreiben und Leben zu verändern, indem es jedes Hospital, Klinik und Schule in einem afrikanischen Land verbindet. Ich möchte, dass es Äthiopien ist. Ich glaube, wir können alle Schulen in Äthiopien verbinden, jede Klinik, jedes Hospital. Wir können sie mit dem Internet verbinden. Das ist mein Wunsch, mein dritter Wunsch. Ich denke es ist möglich. Ich denke wir haben das Geld und die Gehirne im Raum um das zu tun. Das wäre ein irrer Wunsch, der wahr werden könnte. Ich war in Äthiopien, wie ich bereits sagte. Dort begann alles für mich. Die Idee, dass das Internet, welches alle Ihre Leben verändert hat, ein Land verändern kann -- und einen Kontinent der es gerade so zu Analog schaffte, geschweige denn zu Digital -- verdreht mir den Kopf. Aber so schnell ging es zu Beginn nicht.Die erste Überlandleitung von Boston nach New York wurde 1885 zum Telefonieren benutzt. Nur neun Jahre später war Addis Abeba per Telefon mit Harare, welches 500 km entfernt ist, verbunden. Seit dem hat sich nicht viel verändert. Die durchschnittliche Wartezeit für eine Landverbindung in Äthiopien beträgt tatsächlich zwischen sechs und acht Jahren. Von kabellose Technologie nur zu träumen. Wie auch immer, Ich bin Ire und wie Sie sehen können weiß ich wie wichtig reden ist. Kommunikation ist sehr wichtig für Äthiopien -- und wird das Land verändern. Krankenschwestern bekommen bessere Ausbildung, Apotheker sind in der Lage Nachschub zu bestellen, Ärzte können ihre Kenntnisse in allen Aspekten der Medizin teilen. Es ist ein sehr gute Idee sie zu verkabeln. Und das ist mein dritter und letzter Wunsch an Sie bei der TED Konferenz. Vielen Dank noch einmal.
1
Was ist Bonos Einstellung zum digitalen Zeitalter?
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3
Enthusiasmus
1
AIDS
2
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Bonos Aufruf für AfricaNun, wie Alexander Graham Bell bei seinem berühmten ersten erfolgreichen Telefonat sagte, "Hallo, ist da Domino's Pizza?" (Gelächter) Ich möchte ihnen wirklich danken. Wie ein anderer berühmter Mann, Jerry Garcia, sagte, "Was für eine seltsame, lange Reise" Er hätte sagen sollen, "Was für eine seltsame, lange Reise das wird" Grad in diesem Moment sehen Sie meine obere Hälfte. Meine untere Hälfte erscheint gerade auf einer anderen Konferenz (Gelächter) in einem anderen Land. Man kann, wie man sieht, an zwei Orten zugleich sein. Aber es tut mir trotzdem leid, dass ich nicht persönlich bei Ihnen sein kann. Ich werde das ein anderes Mal erklären.Und obwohl ich ein Rockstar bin, möchte ich versichern, dass keine meiner Wünsche ein heißes Bad beinhaltet. Was mich aber an Technologie wirklich anmacht ist nicht die Möglichkeit mehr Lieder auf den Mp3-Player zu bekommen. Die Revolution -- diese Revolution -- ist viel größer als das. Ich hoffe, ich glaube. Was mich am Digitalen Zeitalter anmacht, was mich persönlich erregt ist, dass Sie die Kluft zwischen Träumen und Handeln geschlossen haben. Sehen sie, es war mal so, dass, wenn man ein Lied aufnehmen wollte, man ein Studio und einen Produzenten brauchte. Nun braucht man nur einen Laptop. Wenn man einen Film machen wollte, brauchte man massig Equipment und ein Hollywood-Budget. Heute braucht man eine Kamera, die in die Handfläche passt. und ein paar Cent für einen DVD-Rohling. Vorstellungskraft wurde von den alten Zwängen entkoppelt. Und das begeistert mich wirklich. Ich bin aufgeregt, wenn ich diese Art Denkerlass erblicke.Was ich gern sehen würde ist Idealismus entkoppelt von allen Zwängen. Politisch, ökonomisch, psychologisch, was auch immer. Die geopolitische Welt muss noch viel von der digitalen Welt lernen. Von der Leichtigkeit mit der Sie Hindernisse aus dem Weg fegen, die niemand auch nur für beweglich hielt. Das ist es worüber ich heute eigentlich reden möchte. Zuerst sollte ich wahrscheinlich erklären warum und wie ich an diesen Ort kam. Es ist eine Reise die vor 20 Jahren begann. Sie dürften sich an das Lied, "We Are the World", oder, "Do They Know It's Christmas?" erinnern. Band Aid, Live Aid. Ein weiterer sehr großer, grauhaariger Rockstar, mein Freund Sir Bob Geldof verfasste die Herausforderung zu "feed the world" (Ernähre die Erde) Das war ein großer Moment und er veränderte mein Leben ganz und gar. In dem Sommer gingen meine Frau Ali und ich nach Äthiopien. Wir gingen klammheimlich um zu sehen was vor sich geht. Wir lebten einen Monat in Äthiopien und arbeiteten in einem Waisenhaus. Die Kinder gaben mir einen Namen. Sie nannten mich, "Das Mädchen mit dem Bart".(Gelächter)Fragen Sie nicht. Wie auch immer, für uns war Afrika ein magischer Ort. Weiter Himmel, große Herzen, ein großer strahlender Kontinent. Wunderschöne, königliche Menschen. Jeder der Afrika jemals etwas gab bekam viel mehr zurück. Äthiopien hat mir nicht nur den Kopf verdreht sondern auch geöffnet. Jedenfalls, an unserem letzen Tag in dem Waisenhaus gab mir ein Mann sein Baby und sagte, "Würdest du meinen Sohn mit dir nehmen?" Er wusste, in Irland würde sein Sohn leben und in Äthiopien würde er sterben. Es war mitten in dieser furchtbaren Hungersnot. Nun, ich wies ihn ab. Das war eine komische Art von schlechtem Gefühl, aber ich wies ihn ab. Und das ist ein Gefühl, das ich niemals mehr vergessen werde. In diesem Moment begann ich diese Reise.In diesem Moment wurde ich das Schlimmste von allem: Ich wurde ein Rockstar mit einem Anliegen. Es sei denn das ist kein Anliegen, nicht wahr? Sechseinhalbtausend Afrikaner sterben jeden Tag an AIDS -- eine verhütbare, behandelbare Krankheit -- weil Medikamenten fehlen, die wir in jeder Apotheke bekommen. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. 11 Millionen AIDS-Waisen in Afrika, 20 Millionen am Ende der Dekade. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Heute, jeden Tag fangen sich 9.000 weitere Afrikaner HIV ein wegen Stigmatisierung und fehlender Bildung. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Worüber wir hier sprechen sind Menschenrechte. Das Recht wie ein Mensch zu leben. Das Recht eine Zeitspanne zu leben. Und was wir in Afrika sehen ist eine unvergleichliche Bedrohung der Menschenwürde und der Gleichberechtigung.Das nächste, worüber ich Klarheit schaffen will, ist, was dieses Problem ist und was es nicht ist. Weil es sich nicht immer um Wohltätigkeit dreht. Es geht um Gerechtigkeit. Wirklich. Es geht nicht um Wohltätigkeit. Es geht um Gerechtigkeit. Richtig. Und das ist schade, denn was Wohltätigkeit angeht sind wir sehr gut. Amerikaner, wie auch Iren, sind gut darin. Sogar die ärmsten Viertel geben mehr als sie sich leisten können. Wir geben gern und wir geben viel. Sehen Sie die Reaktionen auf den Tsunami, wie inspirierend. Doch Gerechtigkeit ist eine stärkerer Standard als Wohltätigkeit. Sehen Sie, Afrika macht unsere Idee von Gerechtigkeit lächerlich. Es lässt unsere Idee von Gleichberechtigung wie ein Witz aussehen. Es verspottet unsere Frömmigkeit. Es zweifelt an unser Sache. Es hinterfragt unser Engagement. Weil wir nicht auf das sehen können, was in Afrika geschieht, und, wenn wir ehrlich sind, daraus folgern, dass das irgendwo anders zugelassen würde.Wie Sie in dem Film hörten, nirgendwo anders, nicht hier. Nicht hier, nicht in Amerika, nicht in Europa. Tatsächlich hat ein Staatsoberhaupt, das Sie alle kennen, dies vor mir zugegeben. Und es ist wirklich wahr. Es ist unmöglich, dass diese Art von Ausblutung menschlichen Lebens irgendwo anders akzeptiert würde als in Afrika. Afrika ist ein Kontinent in Flammen. Und wenn wir wirklich tief in uns akzeptierten, dass Afrikaner uns gleich sind, würden wir alle mehr tun um das Feuer zu löschen. Wir stehen mit Gießkannen rum, wenn wir in Wirklichkeit die Feuerwehr brauchen.Sehen Sie, es ist nicht so dramatisch wie der Tsunami. Das ist verrückt, wirklich, wenn Sie darüber nachdenken. Müssen Dinge heutzutage wie Actionfilme aussehen um in unseren Gehirnen vorn zu stehen? Das langsame Auslöschen von Leben, so scheint es, ist einfach nicht dramatisch genug. Katastrophen, die wir abwehren können sind nicht so interessant wie solche, die wir abwehren könnten. Das ist eigenartig. Wie auch immer, ich glaube, dass diese Denkweise die intellektuelle Strenge in diesem Raum beleidigt. Sechseinhalbtausend Tote am Tag mag Afrikas Krise sein, aber die Tatsache, dass es nicht in den Spätnachrichten ist, dass wir in Europa oder sie in Amerika es nicht wie einen Notstand behandeln -- Ich möchte mit Ihnen darüber verhandeln, dass das unsere Krise ist. Ich möchte darlegen, dass auch wenn Afrika nicht die Frontlinie des Krieges gegen Terror ist es das bald sein könnte. Jede Woche nehmen religiöse Extremisten ein weiteres afrikanisches Dorf ein. Sie versuchen Ordnung ins Chaos zu bringen. Warum machen wir das nicht?Armut bringt Verzweiflung hervor. Wir wissen das. Verzweiflung führt zu Gewalt. Wir wissen das. Ist es in turbulenten Zeiten nicht billiger und intelligenter sich potentielle Feinde zum Freund zu machen, als sich später vor ihnen zu schützen? Der Krieg gegen den Terror ist mit dem Krieg gegen Armut verbunden. Das habe nicht ich gesagt. Colin Powell sagte das. Nun, wenn die Militärs uns sagen, dass dieser Krieg nicht durch militärische Macht allein gewonnen werden kann sollten wir vielleicht zuhören. Es gibt hier eine Gelegenheit, und sie ist real. Das ist keine Spinnerei. Kein Wunschdenken. Die Probleme in den Entwicklungsländern bieten uns in den entwickelten Ländern eine Chance uns in der Welt neu zu beschreiben. Wir werden nicht nur anderer Menschen Leben verändern, sondern auch die Art wie diese anderen Menschen uns sehen. Das dürfte in diesen nervösen, gefährlichen Zeiten schlau sein.Denken Sie nicht, dass auf einer rein kommerziellen Ebene, die Antiretrovirale Medizin nicht eine großartige Werbung für den westlichen Einfallsreichtum und Technologie ist? Steht uns die Barmherzigkeit nicht gut? Lassen Sie uns für ein Sekunde mit dem Unsinn aufhören. In bestimmten Vierteln der Welt, ist die Marke EU, die Marke USA, nicht gerade die Leuchtenste. Die Neonreklame zischt und knackt. Jemand wirft einen Stein durch ein Fenster. Die örtlichen Filialleiter werden nervös. Niemals zuvor wurden wir im Westen so unter die Lupe genommen. Unsere Werte: haben wir welche? Unsere Glaubwürdigkeit? Diese Dinge werden weltweit angegriffen. Die Marke USA könnte etwas Politur gebrauchen. Und das sage ich als ein Fan, verstehen Sie? Als eine Person die die Produkte kauft. Aber denken Sie darüber nach. Mehr Antiretrovirale ergeben Sinn. Aber das ist nur der leichte Teil, oder sollte es sein.Aber Gleichberechtigung für Afrika -- das ist eine große, teure Idee. Sie sehen, das Ausmaß des Leids betäubt uns in eine Art Gleichgültigkeit. Was zum Himmel können wir alle dagegen tun? Nun, viel mehr als wir denken. Wir können nicht jedes Problem lösen, aber das eine, behaupte ich, müssen wir lösen. Weil wir es können, müssen wir es. Das ist die reine Wahrheit, die rechtschaffene Wahrheit. Es ist keine Theorie. Tatsache ist, dass wir die erste Generation sind die Krankheit und dieser extremen Armut in die Augen sehen kann, sehen Sie über den Ozean, sagen sie es und meinen Sie es. Dafür müssen wir nicht stehen. Ein ganzer Kontinent abgeschrieben -- wir müssen nicht dafür stehen.(Beifall)Lassen Sie mich das ohne eine Spur von Ironie sagen -- bevor ich das an einen Haufen Ex-Hippies richte. Vergessen Sie die 60er. Wir können die Welt verändern. Ich kann es nicht, Sie können es nicht, als Individuen, aber WIR können die Welt verändern. Ich glaube das wirklich, die Leute in diesem Raum. Schauen Sie die "Gates Foundation" an. Die haben Unbeschreibliches geleistet. Unglaubliche Dinge. Mit Zusammenarbeit können wir die Welt verändern. Wir können die unvermeidlichen Auswirkungen umkehren und die Qualität von Millionen Leben transformieren welche, beim genauen Hinsehen, genau wie unsere sind. Tut mir leid, dass ich hier lachen muss aber Sie sehen so anders aus als damals in Haight-Ashbury in den 60ern.(Gelächter)Ich behaupte, dass das der Moment ist für den Sie geschaffen wurden. Das ist das Erblühen der Saat die Sie in früheren, impulsiveren Tagen säten. Ideen, die Sie in Ihrer Jugend ausgebrütet haben. Das ist es was mich begeistert. Dieser Raum wurde für diesen Moment geboren. das will ich Ihnen heute Abend sagen. Die meisten von Ihnen wollten die Welt verändern, nicht wahr? Die meisten von Ihnen schafften die digitale Welt. Nun, durch Sie ist es möglich die physische Welt zu verändern. Das ist Fakt. Ökonomen bestätigen das und die wissen viel mehr als ich. Also warum strecken wir nicht unsere Faust in die Luft? Wahrscheinlich weil, wenn wir zugeben etwas tun zu können, wir auch etwas tun müssen. Es geht einem auf die Nerven. Das Gleichberechtigungsgeschäft nervt tatsächlich. Aber zum ersten Mal in der Geschichte haben wir die Technologie, haben wir das Know-How, haben wir das Geld, haben wir die lebensrettende Medizin.Haben wir den Willen? Ich hoffe, das ist eindeutig, aber ich bin kein Hippie. Ich bin nicht für das warme, flauschige Gefühl zu haben. Ich hab keine Blumen im Haar. Eigentlich komme ich vom Punkrock. "The Clash" trugen Armeestiefel, keine Sandalen. Aber ich erkenne Härte, wenn ich sie sehe. Bei all dem Gerede von Frieden und Liebe an der Westküste, war hier der Muskel, der die Bewegung in Gang brachte. Sie sehen, Idealismus ohne Aktion ist nur ein Traum. Aber Idealismus gepaart mit Pragmatismus, die Ärmel hochkrempeln und die Welt ein wenig biegen, das ist aufregend. Es ist sehr real. Es ist sehr stark. Und es ist sehr präsent in einer Menge wie dieser.Letztes Jahr haben wir mit DATA, der Organisation, die ich mit aufbaute, eine Kampagne gestartet um diesen Geist herbeizurufen, im Kampf gegen AIDS und extreme Armut. Wir riefen diese 'ONE'-Kampagne ins Leben. Das basiert auf unserer Überzeugung, dass die Aktion eines Menschen eine Menge verändern kann, aber die Aktion von vielen zusammen als Eines kann die Welt verändern. Nun, wir fühlen, dass jetzt die Zeit ist zu sehen, ob wir richtig lagen. Es gibt Momente in der Geschichte, da definieren sich Zivilisationen neu. Wir glauben das ist so ein Moment. Wir glauben, dass dies die Zeit sein könnte in der die Welt endlich entscheidet, dass der sträfliche Verlust von Leben in Afrika nicht länger hinnehmbar ist. Dies könnte die Zeit sein, wo wir endlich ernst machen und die Zukunft der meisten Menschen auf dem Planeten Erde ändern.Momentum hat sich aufgegebaut. Ein bisschen wacklig aber es wächst. Dieses Jahr ist ein Test für uns, speziell für die Führer der G8 Staaten, die angetreten sind und die Weltgeschichte schaut zu. Ich wurde kürzlich enttäuscht von der Bush-Regierung. Sie haben große Versprechungen für Afrika gemacht. Sie machten einige wirklich großartige Versprechungen, und tatsächlich haben sie viele davon erfüllt. Aber einige auch nicht. Sie können nicht den Ruck von unten fühlen, das ist wahr. Aber meine Enttäuschung hat viel mehr Perspektive wenn ich mit amerikanischen Menschen rede, und ihre Sorgen über das Defizit höre, und das steuerliche Wohlbefinden ihres Landes. Ich verstehe das. Es gibt jedoch einen viel größeren Ruck von unten, als Sie denken würden, wenn wir uns organisieren.Was ich versuche zu vermitteln, und Sie können mir helfen, falls Sie zustimmen, ist, dass Hilfe für Afrika eine gute Geldanlage ist für die Zeit, wenn Amerika es wirklich braucht. Um es mit den krassesten Worten zu sagen, die Investition wird große Gewinne einfahren. Nicht nur in geretteten Leben, sondern in Wohlwollen, Stabilität und Sicherheit, die wir hinzugewinnen. Das ist was ich mir von Ihnen erhoffe, wenn ich so kühn sein darf, und was nicht von meinen Wünschen abgezogen wird.(Gelächter)Was ich hoffe ist, dass Sie - über individuelle barmherzige Taten hinaus - dass sie Politiker dazu bringen für Afrika, für Amerika und für die Welt das Richtige zu machen. Erlauben Sie denen, wenn sie so wollen, ihr politisches Kapital und Ihr finanzielles Kapital, Ihren nationalen Geldbeutel einzusetzen, um das Leben von Millionen von Menschen zu retten. Das ist was ich wirklich von Ihnen will. Weil wir auch Ihr intellektuelles Kapital brauchen: Ihre Ideen, Ihre Fähigkeiten, Ihren Einfalllsreichtum. Und Sie, bei dieser Konferenz, sind in einer einzigartigen Position. Einige der Technologien, über die wir gesprochen haben, Sie erfanden sie oder haben zumindest die Art ihrer Benutzung revolutioniert. Zusammen haben Sie den Zeitgeist von analog zu digital gewandelt und die Grenzen verschoben. Wir hätten gern, dass Sie uns diese Energie geben. Geben Sie uns diese Art des Träumens, die Weise zu handeln.Wie ich sage, zwei Dinge stehen hier auf dem Spiel. Da ist der Kontinent Afrika. Aber da ist auch unsere Bedeutung. Die Leute finden das langsam heraus. Bewegungen entstehen. Künstler, Politiker, Popstars, Priester, Vorstandsvorsitzende, NGOs, Müttervereinigungen, Studentenvereinigungen. Eine Menge Leute kommen zusammen und arbeiten unter dem Schirm von dem ich eben sprach, die ONE Kampagne. Ich denke, sie haben alle einen Gedanken, welcher lautet, wo du auf der Welt lebst sollte nicht bestimmen, ob du auf der Welt lebst.(Beifall)Die Geschichte, genau wie Gott, beobachtet was wir tun. Wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden wird unser Zeitalter, denke ich, wegen drei Dingen erinnert werden. Wirklich, nur drei Dinge aus unserem ganzen Zeitalter, an die man sich erinnern wird. Die digitale Revolution, ja. Der Krieg gegen Terror, ja. Und was wir taten oder nicht taten um die Feuer in Afrika zu löschen. Manche sagen wir können es uns nicht leisten. Ich sage wir können es uns nicht leisten nichts zu tun. Danke, vielen Dank.(Beifall)Okay, meine drei Wünsche. Die mir TED gewährt hat. Sehen Sie, wenn es stimmt, und ich glaube daran, dass die digitale Welt, die Sie alle erschufen die kreative Vorstellungskraft von physischen Zwängen der Materie losgelöst hat. Dann sollte dies hier ein Klacks sein.(Gelächter)Ich sollte hinzufügen, dass diese Wunschliste eigentlich viel länger war. Die meisten unmöglich, einige unpraktisch und ein oder zwei sicherlich unmoralisch.(Gelächter)Dieses Geschäft, es macht süchtig, wenn sie wissen was ich meine, wenn jemand anders die Zeche bezahlt. Wie auch immer, hier ist Nummer eins. Ich wünsche mir, das Sie helfen eine soziale Bewegung zu erschaffen, mit mehr als einer Million amerikanischer Aktivisten für Afrika. Das ist mein erster Wunsch. Ich glaube, dass es möglich ist. Vor ein paar Minuten habe ich über all die Bürgerkampagnen die entstehen gesprochen. Sie wissen, es gibt viele da draußen. Und mit dieser einen Kampagne als unserem Schirm, haben meine Organisation, DATA, und andere Gruppen die Energie und den Enthusiasmus der da draußen von Hollywood bis ins Hinterland von Amerika angezapft. Wir wissen, dass es mehr als genug Energie für diese Bewegung gibt. Wir brauchen nur Ihre Hilfe um es geschehen zu lassen.Wir wollen alle von euch hier, Kirchen Amerika, Firmen Amerika, Microsoft Amerika, Apple Amerika, Coke Amerika, Pepsi Amerika, Streber Amerika, lautes Amerika. Wir können es uns nicht leisten das allein auszusitzen. Ich glaube, wenn wir eine Bewegung, eine Millionen Amerikaner stark, bilden werden wir nicht abgewiesen. Wir werden das Ohr des Kongresses haben. Wir werden die erste Seite in Condi Rices Besprechungsbuch sein, direkt ins Oval Office. Wenn es eine Million Amerikaner gibt -- und ich weiß das wirklich -- die bereit sind Anrufe zu tätigen, die bereit sind Emails zu schreiben. Ich bin absolut sicher, dass wir tatsächlich den Lauf der Geschichte für Afrika buchstäblich ändern können. Wie auch immer, ich möchte Ihre Hilfe um das unterschrieben zu bekommen. Ich weiß, dass John Gage und Sun Microsystems schon mit an Bord sind aber es gibt einige von Ihnen, mit denen wir gern reden würden.Richtig, mein zweiter Wunsch, Nummer zwei. Ich hätte gern einen Medientreffer für jede Person auf dem Planeten die von weniger als einem Dollar am Tag lebt. Das sind eine Milliarde Mediatreffer. Das könnte auf Google oder auf AOL sein. Steve Case, Larry, Sergey - die haben schon viel getan. Es könnte bei NBC sein. Oder ABC. Tatsächlich sprechen wir heute mit der ABC über die Oscars. Wir haben einen Film, produziert von Jon Kamen bei Radical Media. Sie wissen, wir wollen, wir brauchen etwas Sendezeit für unsere Ideen. Wir müssen die Mathematik und die Statistiken zu den amerikanischen Menschen bringen. Ich glaube wirklich an die alte Truman-Zeile, dass wenn man den Amerikanern die Fakten gibt sie das Richtige tun werden. Und was noch wichtig ist ist, dass das nicht Sally Struthers ist. Es muss als Abenteuer beschrieben werden, nicht als Last.(Video): Schritt für Schritt gehen sie vorwärts, eine Krankenschwester, ein Lehrer, eine Hausfrau, und Leben werden gerettet. Das Problem ist gewaltig. Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch. nach drei Sekunden noch einer. Die Situation ist so verzweifelt in Teilen Afrikas, Asiens, selbst Amerikas, dass Hilfsorganisationen, wie beim Tsunami auch, sich zusammenschließen und als eine handeln. Wir können extreme Armut, Hunger und AIDS besiegen. Aber wir brauchen Ihre Hilfe. Eine weitere Person, ein Brief, eine Stimme bedeutet den Unterschied zwischen Leben und Tod für Millionen von Menschen. Bitte machen Sie mit und arbeiten Sie zusammen. Amerikaner haben eine einmalige Möglichkeit. Wir können Geschichte schreiben. Wir können beginnen Armut zur Vergangenheit zu machen. Schritt für Schritt für Schritt. Bitte besuchen Sie ONE auf dieser Adresse. Wir bitten Sie nicht um Geld. Wir bitten Sie um Ihre Stimme.Bono: Nun. Ich wünsche mir, dass TED wahrlich die Kraft der Information zeigt. Seine Kraft die Regeln neu zu schreiben und Leben zu verändern, indem es jedes Hospital, Klinik und Schule in einem afrikanischen Land verbindet. Ich möchte, dass es Äthiopien ist. Ich glaube, wir können alle Schulen in Äthiopien verbinden, jede Klinik, jedes Hospital. Wir können sie mit dem Internet verbinden. Das ist mein Wunsch, mein dritter Wunsch. Ich denke es ist möglich. Ich denke wir haben das Geld und die Gehirne im Raum um das zu tun. Das wäre ein irrer Wunsch, der wahr werden könnte. Ich war in Äthiopien, wie ich bereits sagte. Dort begann alles für mich. Die Idee, dass das Internet, welches alle Ihre Leben verändert hat, ein Land verändern kann -- und einen Kontinent der es gerade so zu Analog schaffte, geschweige denn zu Digital -- verdreht mir den Kopf. Aber so schnell ging es zu Beginn nicht.Die erste Überlandleitung von Boston nach New York wurde 1885 zum Telefonieren benutzt. Nur neun Jahre später war Addis Abeba per Telefon mit Harare, welches 500 km entfernt ist, verbunden. Seit dem hat sich nicht viel verändert. Die durchschnittliche Wartezeit für eine Landverbindung in Äthiopien beträgt tatsächlich zwischen sechs und acht Jahren. Von kabellose Technologie nur zu träumen. Wie auch immer, Ich bin Ire und wie Sie sehen können weiß ich wie wichtig reden ist. Kommunikation ist sehr wichtig für Äthiopien -- und wird das Land verändern. Krankenschwestern bekommen bessere Ausbildung, Apotheker sind in der Lage Nachschub zu bestellen, Ärzte können ihre Kenntnisse in allen Aspekten der Medizin teilen. Es ist ein sehr gute Idee sie zu verkabeln. Und das ist mein dritter und letzter Wunsch an Sie bei der TED Konferenz. Vielen Dank noch einmal.
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Nennen Sie einen Gründer von Band Aid.
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Robert Frederick Zenon Geldof
1
AIDS
2
2
Bonos Aufruf für AfricaNun, wie Alexander Graham Bell bei seinem berühmten ersten erfolgreichen Telefonat sagte, "Hallo, ist da Domino's Pizza?" (Gelächter) Ich möchte ihnen wirklich danken. Wie ein anderer berühmter Mann, Jerry Garcia, sagte, "Was für eine seltsame, lange Reise" Er hätte sagen sollen, "Was für eine seltsame, lange Reise das wird" Grad in diesem Moment sehen Sie meine obere Hälfte. Meine untere Hälfte erscheint gerade auf einer anderen Konferenz (Gelächter) in einem anderen Land. Man kann, wie man sieht, an zwei Orten zugleich sein. Aber es tut mir trotzdem leid, dass ich nicht persönlich bei Ihnen sein kann. Ich werde das ein anderes Mal erklären.Und obwohl ich ein Rockstar bin, möchte ich versichern, dass keine meiner Wünsche ein heißes Bad beinhaltet. Was mich aber an Technologie wirklich anmacht ist nicht die Möglichkeit mehr Lieder auf den Mp3-Player zu bekommen. Die Revolution -- diese Revolution -- ist viel größer als das. Ich hoffe, ich glaube. Was mich am Digitalen Zeitalter anmacht, was mich persönlich erregt ist, dass Sie die Kluft zwischen Träumen und Handeln geschlossen haben. Sehen sie, es war mal so, dass, wenn man ein Lied aufnehmen wollte, man ein Studio und einen Produzenten brauchte. Nun braucht man nur einen Laptop. Wenn man einen Film machen wollte, brauchte man massig Equipment und ein Hollywood-Budget. Heute braucht man eine Kamera, die in die Handfläche passt. und ein paar Cent für einen DVD-Rohling. Vorstellungskraft wurde von den alten Zwängen entkoppelt. Und das begeistert mich wirklich. Ich bin aufgeregt, wenn ich diese Art Denkerlass erblicke.Was ich gern sehen würde ist Idealismus entkoppelt von allen Zwängen. Politisch, ökonomisch, psychologisch, was auch immer. Die geopolitische Welt muss noch viel von der digitalen Welt lernen. Von der Leichtigkeit mit der Sie Hindernisse aus dem Weg fegen, die niemand auch nur für beweglich hielt. Das ist es worüber ich heute eigentlich reden möchte. Zuerst sollte ich wahrscheinlich erklären warum und wie ich an diesen Ort kam. Es ist eine Reise die vor 20 Jahren begann. Sie dürften sich an das Lied, "We Are the World", oder, "Do They Know It's Christmas?" erinnern. Band Aid, Live Aid. Ein weiterer sehr großer, grauhaariger Rockstar, mein Freund Sir Bob Geldof verfasste die Herausforderung zu "feed the world" (Ernähre die Erde) Das war ein großer Moment und er veränderte mein Leben ganz und gar. In dem Sommer gingen meine Frau Ali und ich nach Äthiopien. Wir gingen klammheimlich um zu sehen was vor sich geht. Wir lebten einen Monat in Äthiopien und arbeiteten in einem Waisenhaus. Die Kinder gaben mir einen Namen. Sie nannten mich, "Das Mädchen mit dem Bart".(Gelächter)Fragen Sie nicht. Wie auch immer, für uns war Afrika ein magischer Ort. Weiter Himmel, große Herzen, ein großer strahlender Kontinent. Wunderschöne, königliche Menschen. Jeder der Afrika jemals etwas gab bekam viel mehr zurück. Äthiopien hat mir nicht nur den Kopf verdreht sondern auch geöffnet. Jedenfalls, an unserem letzen Tag in dem Waisenhaus gab mir ein Mann sein Baby und sagte, "Würdest du meinen Sohn mit dir nehmen?" Er wusste, in Irland würde sein Sohn leben und in Äthiopien würde er sterben. Es war mitten in dieser furchtbaren Hungersnot. Nun, ich wies ihn ab. Das war eine komische Art von schlechtem Gefühl, aber ich wies ihn ab. Und das ist ein Gefühl, das ich niemals mehr vergessen werde. In diesem Moment begann ich diese Reise.In diesem Moment wurde ich das Schlimmste von allem: Ich wurde ein Rockstar mit einem Anliegen. Es sei denn das ist kein Anliegen, nicht wahr? Sechseinhalbtausend Afrikaner sterben jeden Tag an AIDS -- eine verhütbare, behandelbare Krankheit -- weil Medikamenten fehlen, die wir in jeder Apotheke bekommen. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. 11 Millionen AIDS-Waisen in Afrika, 20 Millionen am Ende der Dekade. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Heute, jeden Tag fangen sich 9.000 weitere Afrikaner HIV ein wegen Stigmatisierung und fehlender Bildung. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Worüber wir hier sprechen sind Menschenrechte. Das Recht wie ein Mensch zu leben. Das Recht eine Zeitspanne zu leben. Und was wir in Afrika sehen ist eine unvergleichliche Bedrohung der Menschenwürde und der Gleichberechtigung.Das nächste, worüber ich Klarheit schaffen will, ist, was dieses Problem ist und was es nicht ist. Weil es sich nicht immer um Wohltätigkeit dreht. Es geht um Gerechtigkeit. Wirklich. Es geht nicht um Wohltätigkeit. Es geht um Gerechtigkeit. Richtig. Und das ist schade, denn was Wohltätigkeit angeht sind wir sehr gut. Amerikaner, wie auch Iren, sind gut darin. Sogar die ärmsten Viertel geben mehr als sie sich leisten können. Wir geben gern und wir geben viel. Sehen Sie die Reaktionen auf den Tsunami, wie inspirierend. Doch Gerechtigkeit ist eine stärkerer Standard als Wohltätigkeit. Sehen Sie, Afrika macht unsere Idee von Gerechtigkeit lächerlich. Es lässt unsere Idee von Gleichberechtigung wie ein Witz aussehen. Es verspottet unsere Frömmigkeit. Es zweifelt an unser Sache. Es hinterfragt unser Engagement. Weil wir nicht auf das sehen können, was in Afrika geschieht, und, wenn wir ehrlich sind, daraus folgern, dass das irgendwo anders zugelassen würde.Wie Sie in dem Film hörten, nirgendwo anders, nicht hier. Nicht hier, nicht in Amerika, nicht in Europa. Tatsächlich hat ein Staatsoberhaupt, das Sie alle kennen, dies vor mir zugegeben. Und es ist wirklich wahr. Es ist unmöglich, dass diese Art von Ausblutung menschlichen Lebens irgendwo anders akzeptiert würde als in Afrika. Afrika ist ein Kontinent in Flammen. Und wenn wir wirklich tief in uns akzeptierten, dass Afrikaner uns gleich sind, würden wir alle mehr tun um das Feuer zu löschen. Wir stehen mit Gießkannen rum, wenn wir in Wirklichkeit die Feuerwehr brauchen.Sehen Sie, es ist nicht so dramatisch wie der Tsunami. Das ist verrückt, wirklich, wenn Sie darüber nachdenken. Müssen Dinge heutzutage wie Actionfilme aussehen um in unseren Gehirnen vorn zu stehen? Das langsame Auslöschen von Leben, so scheint es, ist einfach nicht dramatisch genug. Katastrophen, die wir abwehren können sind nicht so interessant wie solche, die wir abwehren könnten. Das ist eigenartig. Wie auch immer, ich glaube, dass diese Denkweise die intellektuelle Strenge in diesem Raum beleidigt. Sechseinhalbtausend Tote am Tag mag Afrikas Krise sein, aber die Tatsache, dass es nicht in den Spätnachrichten ist, dass wir in Europa oder sie in Amerika es nicht wie einen Notstand behandeln -- Ich möchte mit Ihnen darüber verhandeln, dass das unsere Krise ist. Ich möchte darlegen, dass auch wenn Afrika nicht die Frontlinie des Krieges gegen Terror ist es das bald sein könnte. Jede Woche nehmen religiöse Extremisten ein weiteres afrikanisches Dorf ein. Sie versuchen Ordnung ins Chaos zu bringen. Warum machen wir das nicht?Armut bringt Verzweiflung hervor. Wir wissen das. Verzweiflung führt zu Gewalt. Wir wissen das. Ist es in turbulenten Zeiten nicht billiger und intelligenter sich potentielle Feinde zum Freund zu machen, als sich später vor ihnen zu schützen? Der Krieg gegen den Terror ist mit dem Krieg gegen Armut verbunden. Das habe nicht ich gesagt. Colin Powell sagte das. Nun, wenn die Militärs uns sagen, dass dieser Krieg nicht durch militärische Macht allein gewonnen werden kann sollten wir vielleicht zuhören. Es gibt hier eine Gelegenheit, und sie ist real. Das ist keine Spinnerei. Kein Wunschdenken. Die Probleme in den Entwicklungsländern bieten uns in den entwickelten Ländern eine Chance uns in der Welt neu zu beschreiben. Wir werden nicht nur anderer Menschen Leben verändern, sondern auch die Art wie diese anderen Menschen uns sehen. Das dürfte in diesen nervösen, gefährlichen Zeiten schlau sein.Denken Sie nicht, dass auf einer rein kommerziellen Ebene, die Antiretrovirale Medizin nicht eine großartige Werbung für den westlichen Einfallsreichtum und Technologie ist? Steht uns die Barmherzigkeit nicht gut? Lassen Sie uns für ein Sekunde mit dem Unsinn aufhören. In bestimmten Vierteln der Welt, ist die Marke EU, die Marke USA, nicht gerade die Leuchtenste. Die Neonreklame zischt und knackt. Jemand wirft einen Stein durch ein Fenster. Die örtlichen Filialleiter werden nervös. Niemals zuvor wurden wir im Westen so unter die Lupe genommen. Unsere Werte: haben wir welche? Unsere Glaubwürdigkeit? Diese Dinge werden weltweit angegriffen. Die Marke USA könnte etwas Politur gebrauchen. Und das sage ich als ein Fan, verstehen Sie? Als eine Person die die Produkte kauft. Aber denken Sie darüber nach. Mehr Antiretrovirale ergeben Sinn. Aber das ist nur der leichte Teil, oder sollte es sein.Aber Gleichberechtigung für Afrika -- das ist eine große, teure Idee. Sie sehen, das Ausmaß des Leids betäubt uns in eine Art Gleichgültigkeit. Was zum Himmel können wir alle dagegen tun? Nun, viel mehr als wir denken. Wir können nicht jedes Problem lösen, aber das eine, behaupte ich, müssen wir lösen. Weil wir es können, müssen wir es. Das ist die reine Wahrheit, die rechtschaffene Wahrheit. Es ist keine Theorie. Tatsache ist, dass wir die erste Generation sind die Krankheit und dieser extremen Armut in die Augen sehen kann, sehen Sie über den Ozean, sagen sie es und meinen Sie es. Dafür müssen wir nicht stehen. Ein ganzer Kontinent abgeschrieben -- wir müssen nicht dafür stehen.(Beifall)Lassen Sie mich das ohne eine Spur von Ironie sagen -- bevor ich das an einen Haufen Ex-Hippies richte. Vergessen Sie die 60er. Wir können die Welt verändern. Ich kann es nicht, Sie können es nicht, als Individuen, aber WIR können die Welt verändern. Ich glaube das wirklich, die Leute in diesem Raum. Schauen Sie die "Gates Foundation" an. Die haben Unbeschreibliches geleistet. Unglaubliche Dinge. Mit Zusammenarbeit können wir die Welt verändern. Wir können die unvermeidlichen Auswirkungen umkehren und die Qualität von Millionen Leben transformieren welche, beim genauen Hinsehen, genau wie unsere sind. Tut mir leid, dass ich hier lachen muss aber Sie sehen so anders aus als damals in Haight-Ashbury in den 60ern.(Gelächter)Ich behaupte, dass das der Moment ist für den Sie geschaffen wurden. Das ist das Erblühen der Saat die Sie in früheren, impulsiveren Tagen säten. Ideen, die Sie in Ihrer Jugend ausgebrütet haben. Das ist es was mich begeistert. Dieser Raum wurde für diesen Moment geboren. das will ich Ihnen heute Abend sagen. Die meisten von Ihnen wollten die Welt verändern, nicht wahr? Die meisten von Ihnen schafften die digitale Welt. Nun, durch Sie ist es möglich die physische Welt zu verändern. Das ist Fakt. Ökonomen bestätigen das und die wissen viel mehr als ich. Also warum strecken wir nicht unsere Faust in die Luft? Wahrscheinlich weil, wenn wir zugeben etwas tun zu können, wir auch etwas tun müssen. Es geht einem auf die Nerven. Das Gleichberechtigungsgeschäft nervt tatsächlich. Aber zum ersten Mal in der Geschichte haben wir die Technologie, haben wir das Know-How, haben wir das Geld, haben wir die lebensrettende Medizin.Haben wir den Willen? Ich hoffe, das ist eindeutig, aber ich bin kein Hippie. Ich bin nicht für das warme, flauschige Gefühl zu haben. Ich hab keine Blumen im Haar. Eigentlich komme ich vom Punkrock. "The Clash" trugen Armeestiefel, keine Sandalen. Aber ich erkenne Härte, wenn ich sie sehe. Bei all dem Gerede von Frieden und Liebe an der Westküste, war hier der Muskel, der die Bewegung in Gang brachte. Sie sehen, Idealismus ohne Aktion ist nur ein Traum. Aber Idealismus gepaart mit Pragmatismus, die Ärmel hochkrempeln und die Welt ein wenig biegen, das ist aufregend. Es ist sehr real. Es ist sehr stark. Und es ist sehr präsent in einer Menge wie dieser.Letztes Jahr haben wir mit DATA, der Organisation, die ich mit aufbaute, eine Kampagne gestartet um diesen Geist herbeizurufen, im Kampf gegen AIDS und extreme Armut. Wir riefen diese 'ONE'-Kampagne ins Leben. Das basiert auf unserer Überzeugung, dass die Aktion eines Menschen eine Menge verändern kann, aber die Aktion von vielen zusammen als Eines kann die Welt verändern. Nun, wir fühlen, dass jetzt die Zeit ist zu sehen, ob wir richtig lagen. Es gibt Momente in der Geschichte, da definieren sich Zivilisationen neu. Wir glauben das ist so ein Moment. Wir glauben, dass dies die Zeit sein könnte in der die Welt endlich entscheidet, dass der sträfliche Verlust von Leben in Afrika nicht länger hinnehmbar ist. Dies könnte die Zeit sein, wo wir endlich ernst machen und die Zukunft der meisten Menschen auf dem Planeten Erde ändern.Momentum hat sich aufgegebaut. Ein bisschen wacklig aber es wächst. Dieses Jahr ist ein Test für uns, speziell für die Führer der G8 Staaten, die angetreten sind und die Weltgeschichte schaut zu. Ich wurde kürzlich enttäuscht von der Bush-Regierung. Sie haben große Versprechungen für Afrika gemacht. Sie machten einige wirklich großartige Versprechungen, und tatsächlich haben sie viele davon erfüllt. Aber einige auch nicht. Sie können nicht den Ruck von unten fühlen, das ist wahr. Aber meine Enttäuschung hat viel mehr Perspektive wenn ich mit amerikanischen Menschen rede, und ihre Sorgen über das Defizit höre, und das steuerliche Wohlbefinden ihres Landes. Ich verstehe das. Es gibt jedoch einen viel größeren Ruck von unten, als Sie denken würden, wenn wir uns organisieren.Was ich versuche zu vermitteln, und Sie können mir helfen, falls Sie zustimmen, ist, dass Hilfe für Afrika eine gute Geldanlage ist für die Zeit, wenn Amerika es wirklich braucht. Um es mit den krassesten Worten zu sagen, die Investition wird große Gewinne einfahren. Nicht nur in geretteten Leben, sondern in Wohlwollen, Stabilität und Sicherheit, die wir hinzugewinnen. Das ist was ich mir von Ihnen erhoffe, wenn ich so kühn sein darf, und was nicht von meinen Wünschen abgezogen wird.(Gelächter)Was ich hoffe ist, dass Sie - über individuelle barmherzige Taten hinaus - dass sie Politiker dazu bringen für Afrika, für Amerika und für die Welt das Richtige zu machen. Erlauben Sie denen, wenn sie so wollen, ihr politisches Kapital und Ihr finanzielles Kapital, Ihren nationalen Geldbeutel einzusetzen, um das Leben von Millionen von Menschen zu retten. Das ist was ich wirklich von Ihnen will. Weil wir auch Ihr intellektuelles Kapital brauchen: Ihre Ideen, Ihre Fähigkeiten, Ihren Einfalllsreichtum. Und Sie, bei dieser Konferenz, sind in einer einzigartigen Position. Einige der Technologien, über die wir gesprochen haben, Sie erfanden sie oder haben zumindest die Art ihrer Benutzung revolutioniert. Zusammen haben Sie den Zeitgeist von analog zu digital gewandelt und die Grenzen verschoben. Wir hätten gern, dass Sie uns diese Energie geben. Geben Sie uns diese Art des Träumens, die Weise zu handeln.Wie ich sage, zwei Dinge stehen hier auf dem Spiel. Da ist der Kontinent Afrika. Aber da ist auch unsere Bedeutung. Die Leute finden das langsam heraus. Bewegungen entstehen. Künstler, Politiker, Popstars, Priester, Vorstandsvorsitzende, NGOs, Müttervereinigungen, Studentenvereinigungen. Eine Menge Leute kommen zusammen und arbeiten unter dem Schirm von dem ich eben sprach, die ONE Kampagne. Ich denke, sie haben alle einen Gedanken, welcher lautet, wo du auf der Welt lebst sollte nicht bestimmen, ob du auf der Welt lebst.(Beifall)Die Geschichte, genau wie Gott, beobachtet was wir tun. Wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden wird unser Zeitalter, denke ich, wegen drei Dingen erinnert werden. Wirklich, nur drei Dinge aus unserem ganzen Zeitalter, an die man sich erinnern wird. Die digitale Revolution, ja. Der Krieg gegen Terror, ja. Und was wir taten oder nicht taten um die Feuer in Afrika zu löschen. Manche sagen wir können es uns nicht leisten. Ich sage wir können es uns nicht leisten nichts zu tun. Danke, vielen Dank.(Beifall)Okay, meine drei Wünsche. Die mir TED gewährt hat. Sehen Sie, wenn es stimmt, und ich glaube daran, dass die digitale Welt, die Sie alle erschufen die kreative Vorstellungskraft von physischen Zwängen der Materie losgelöst hat. Dann sollte dies hier ein Klacks sein.(Gelächter)Ich sollte hinzufügen, dass diese Wunschliste eigentlich viel länger war. Die meisten unmöglich, einige unpraktisch und ein oder zwei sicherlich unmoralisch.(Gelächter)Dieses Geschäft, es macht süchtig, wenn sie wissen was ich meine, wenn jemand anders die Zeche bezahlt. Wie auch immer, hier ist Nummer eins. Ich wünsche mir, das Sie helfen eine soziale Bewegung zu erschaffen, mit mehr als einer Million amerikanischer Aktivisten für Afrika. Das ist mein erster Wunsch. Ich glaube, dass es möglich ist. Vor ein paar Minuten habe ich über all die Bürgerkampagnen die entstehen gesprochen. Sie wissen, es gibt viele da draußen. Und mit dieser einen Kampagne als unserem Schirm, haben meine Organisation, DATA, und andere Gruppen die Energie und den Enthusiasmus der da draußen von Hollywood bis ins Hinterland von Amerika angezapft. Wir wissen, dass es mehr als genug Energie für diese Bewegung gibt. Wir brauchen nur Ihre Hilfe um es geschehen zu lassen.Wir wollen alle von euch hier, Kirchen Amerika, Firmen Amerika, Microsoft Amerika, Apple Amerika, Coke Amerika, Pepsi Amerika, Streber Amerika, lautes Amerika. Wir können es uns nicht leisten das allein auszusitzen. Ich glaube, wenn wir eine Bewegung, eine Millionen Amerikaner stark, bilden werden wir nicht abgewiesen. Wir werden das Ohr des Kongresses haben. Wir werden die erste Seite in Condi Rices Besprechungsbuch sein, direkt ins Oval Office. Wenn es eine Million Amerikaner gibt -- und ich weiß das wirklich -- die bereit sind Anrufe zu tätigen, die bereit sind Emails zu schreiben. Ich bin absolut sicher, dass wir tatsächlich den Lauf der Geschichte für Afrika buchstäblich ändern können. Wie auch immer, ich möchte Ihre Hilfe um das unterschrieben zu bekommen. Ich weiß, dass John Gage und Sun Microsystems schon mit an Bord sind aber es gibt einige von Ihnen, mit denen wir gern reden würden.Richtig, mein zweiter Wunsch, Nummer zwei. Ich hätte gern einen Medientreffer für jede Person auf dem Planeten die von weniger als einem Dollar am Tag lebt. Das sind eine Milliarde Mediatreffer. Das könnte auf Google oder auf AOL sein. Steve Case, Larry, Sergey - die haben schon viel getan. Es könnte bei NBC sein. Oder ABC. Tatsächlich sprechen wir heute mit der ABC über die Oscars. Wir haben einen Film, produziert von Jon Kamen bei Radical Media. Sie wissen, wir wollen, wir brauchen etwas Sendezeit für unsere Ideen. Wir müssen die Mathematik und die Statistiken zu den amerikanischen Menschen bringen. Ich glaube wirklich an die alte Truman-Zeile, dass wenn man den Amerikanern die Fakten gibt sie das Richtige tun werden. Und was noch wichtig ist ist, dass das nicht Sally Struthers ist. Es muss als Abenteuer beschrieben werden, nicht als Last.(Video): Schritt für Schritt gehen sie vorwärts, eine Krankenschwester, ein Lehrer, eine Hausfrau, und Leben werden gerettet. Das Problem ist gewaltig. Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch. nach drei Sekunden noch einer. Die Situation ist so verzweifelt in Teilen Afrikas, Asiens, selbst Amerikas, dass Hilfsorganisationen, wie beim Tsunami auch, sich zusammenschließen und als eine handeln. Wir können extreme Armut, Hunger und AIDS besiegen. Aber wir brauchen Ihre Hilfe. Eine weitere Person, ein Brief, eine Stimme bedeutet den Unterschied zwischen Leben und Tod für Millionen von Menschen. Bitte machen Sie mit und arbeiten Sie zusammen. Amerikaner haben eine einmalige Möglichkeit. Wir können Geschichte schreiben. Wir können beginnen Armut zur Vergangenheit zu machen. Schritt für Schritt für Schritt. Bitte besuchen Sie ONE auf dieser Adresse. Wir bitten Sie nicht um Geld. Wir bitten Sie um Ihre Stimme.Bono: Nun. Ich wünsche mir, dass TED wahrlich die Kraft der Information zeigt. Seine Kraft die Regeln neu zu schreiben und Leben zu verändern, indem es jedes Hospital, Klinik und Schule in einem afrikanischen Land verbindet. Ich möchte, dass es Äthiopien ist. Ich glaube, wir können alle Schulen in Äthiopien verbinden, jede Klinik, jedes Hospital. Wir können sie mit dem Internet verbinden. Das ist mein Wunsch, mein dritter Wunsch. Ich denke es ist möglich. Ich denke wir haben das Geld und die Gehirne im Raum um das zu tun. Das wäre ein irrer Wunsch, der wahr werden könnte. Ich war in Äthiopien, wie ich bereits sagte. Dort begann alles für mich. Die Idee, dass das Internet, welches alle Ihre Leben verändert hat, ein Land verändern kann -- und einen Kontinent der es gerade so zu Analog schaffte, geschweige denn zu Digital -- verdreht mir den Kopf. Aber so schnell ging es zu Beginn nicht.Die erste Überlandleitung von Boston nach New York wurde 1885 zum Telefonieren benutzt. Nur neun Jahre später war Addis Abeba per Telefon mit Harare, welches 500 km entfernt ist, verbunden. Seit dem hat sich nicht viel verändert. Die durchschnittliche Wartezeit für eine Landverbindung in Äthiopien beträgt tatsächlich zwischen sechs und acht Jahren. Von kabellose Technologie nur zu träumen. Wie auch immer, Ich bin Ire und wie Sie sehen können weiß ich wie wichtig reden ist. Kommunikation ist sehr wichtig für Äthiopien -- und wird das Land verändern. Krankenschwestern bekommen bessere Ausbildung, Apotheker sind in der Lage Nachschub zu bestellen, Ärzte können ihre Kenntnisse in allen Aspekten der Medizin teilen. Es ist ein sehr gute Idee sie zu verkabeln. Und das ist mein dritter und letzter Wunsch an Sie bei der TED Konferenz. Vielen Dank noch einmal.
3
Welches afrikanische Land hat Bono Vox besucht?
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4
Abessinien
1
AIDS
2
2
Bonos Aufruf für AfricaNun, wie Alexander Graham Bell bei seinem berühmten ersten erfolgreichen Telefonat sagte, "Hallo, ist da Domino's Pizza?" (Gelächter) Ich möchte ihnen wirklich danken. Wie ein anderer berühmter Mann, Jerry Garcia, sagte, "Was für eine seltsame, lange Reise" Er hätte sagen sollen, "Was für eine seltsame, lange Reise das wird" Grad in diesem Moment sehen Sie meine obere Hälfte. Meine untere Hälfte erscheint gerade auf einer anderen Konferenz (Gelächter) in einem anderen Land. Man kann, wie man sieht, an zwei Orten zugleich sein. Aber es tut mir trotzdem leid, dass ich nicht persönlich bei Ihnen sein kann. Ich werde das ein anderes Mal erklären.Und obwohl ich ein Rockstar bin, möchte ich versichern, dass keine meiner Wünsche ein heißes Bad beinhaltet. Was mich aber an Technologie wirklich anmacht ist nicht die Möglichkeit mehr Lieder auf den Mp3-Player zu bekommen. Die Revolution -- diese Revolution -- ist viel größer als das. Ich hoffe, ich glaube. Was mich am Digitalen Zeitalter anmacht, was mich persönlich erregt ist, dass Sie die Kluft zwischen Träumen und Handeln geschlossen haben. Sehen sie, es war mal so, dass, wenn man ein Lied aufnehmen wollte, man ein Studio und einen Produzenten brauchte. Nun braucht man nur einen Laptop. Wenn man einen Film machen wollte, brauchte man massig Equipment und ein Hollywood-Budget. Heute braucht man eine Kamera, die in die Handfläche passt. und ein paar Cent für einen DVD-Rohling. Vorstellungskraft wurde von den alten Zwängen entkoppelt. Und das begeistert mich wirklich. Ich bin aufgeregt, wenn ich diese Art Denkerlass erblicke.Was ich gern sehen würde ist Idealismus entkoppelt von allen Zwängen. Politisch, ökonomisch, psychologisch, was auch immer. Die geopolitische Welt muss noch viel von der digitalen Welt lernen. Von der Leichtigkeit mit der Sie Hindernisse aus dem Weg fegen, die niemand auch nur für beweglich hielt. Das ist es worüber ich heute eigentlich reden möchte. Zuerst sollte ich wahrscheinlich erklären warum und wie ich an diesen Ort kam. Es ist eine Reise die vor 20 Jahren begann. Sie dürften sich an das Lied, "We Are the World", oder, "Do They Know It's Christmas?" erinnern. Band Aid, Live Aid. Ein weiterer sehr großer, grauhaariger Rockstar, mein Freund Sir Bob Geldof verfasste die Herausforderung zu "feed the world" (Ernähre die Erde) Das war ein großer Moment und er veränderte mein Leben ganz und gar. In dem Sommer gingen meine Frau Ali und ich nach Äthiopien. Wir gingen klammheimlich um zu sehen was vor sich geht. Wir lebten einen Monat in Äthiopien und arbeiteten in einem Waisenhaus. Die Kinder gaben mir einen Namen. Sie nannten mich, "Das Mädchen mit dem Bart".(Gelächter)Fragen Sie nicht. Wie auch immer, für uns war Afrika ein magischer Ort. Weiter Himmel, große Herzen, ein großer strahlender Kontinent. Wunderschöne, königliche Menschen. Jeder der Afrika jemals etwas gab bekam viel mehr zurück. Äthiopien hat mir nicht nur den Kopf verdreht sondern auch geöffnet. Jedenfalls, an unserem letzen Tag in dem Waisenhaus gab mir ein Mann sein Baby und sagte, "Würdest du meinen Sohn mit dir nehmen?" Er wusste, in Irland würde sein Sohn leben und in Äthiopien würde er sterben. Es war mitten in dieser furchtbaren Hungersnot. Nun, ich wies ihn ab. Das war eine komische Art von schlechtem Gefühl, aber ich wies ihn ab. Und das ist ein Gefühl, das ich niemals mehr vergessen werde. In diesem Moment begann ich diese Reise.In diesem Moment wurde ich das Schlimmste von allem: Ich wurde ein Rockstar mit einem Anliegen. Es sei denn das ist kein Anliegen, nicht wahr? Sechseinhalbtausend Afrikaner sterben jeden Tag an AIDS -- eine verhütbare, behandelbare Krankheit -- weil Medikamenten fehlen, die wir in jeder Apotheke bekommen. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. 11 Millionen AIDS-Waisen in Afrika, 20 Millionen am Ende der Dekade. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Heute, jeden Tag fangen sich 9.000 weitere Afrikaner HIV ein wegen Stigmatisierung und fehlender Bildung. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Worüber wir hier sprechen sind Menschenrechte. Das Recht wie ein Mensch zu leben. Das Recht eine Zeitspanne zu leben. Und was wir in Afrika sehen ist eine unvergleichliche Bedrohung der Menschenwürde und der Gleichberechtigung.Das nächste, worüber ich Klarheit schaffen will, ist, was dieses Problem ist und was es nicht ist. Weil es sich nicht immer um Wohltätigkeit dreht. Es geht um Gerechtigkeit. Wirklich. Es geht nicht um Wohltätigkeit. Es geht um Gerechtigkeit. Richtig. Und das ist schade, denn was Wohltätigkeit angeht sind wir sehr gut. Amerikaner, wie auch Iren, sind gut darin. Sogar die ärmsten Viertel geben mehr als sie sich leisten können. Wir geben gern und wir geben viel. Sehen Sie die Reaktionen auf den Tsunami, wie inspirierend. Doch Gerechtigkeit ist eine stärkerer Standard als Wohltätigkeit. Sehen Sie, Afrika macht unsere Idee von Gerechtigkeit lächerlich. Es lässt unsere Idee von Gleichberechtigung wie ein Witz aussehen. Es verspottet unsere Frömmigkeit. Es zweifelt an unser Sache. Es hinterfragt unser Engagement. Weil wir nicht auf das sehen können, was in Afrika geschieht, und, wenn wir ehrlich sind, daraus folgern, dass das irgendwo anders zugelassen würde.Wie Sie in dem Film hörten, nirgendwo anders, nicht hier. Nicht hier, nicht in Amerika, nicht in Europa. Tatsächlich hat ein Staatsoberhaupt, das Sie alle kennen, dies vor mir zugegeben. Und es ist wirklich wahr. Es ist unmöglich, dass diese Art von Ausblutung menschlichen Lebens irgendwo anders akzeptiert würde als in Afrika. Afrika ist ein Kontinent in Flammen. Und wenn wir wirklich tief in uns akzeptierten, dass Afrikaner uns gleich sind, würden wir alle mehr tun um das Feuer zu löschen. Wir stehen mit Gießkannen rum, wenn wir in Wirklichkeit die Feuerwehr brauchen.Sehen Sie, es ist nicht so dramatisch wie der Tsunami. Das ist verrückt, wirklich, wenn Sie darüber nachdenken. Müssen Dinge heutzutage wie Actionfilme aussehen um in unseren Gehirnen vorn zu stehen? Das langsame Auslöschen von Leben, so scheint es, ist einfach nicht dramatisch genug. Katastrophen, die wir abwehren können sind nicht so interessant wie solche, die wir abwehren könnten. Das ist eigenartig. Wie auch immer, ich glaube, dass diese Denkweise die intellektuelle Strenge in diesem Raum beleidigt. Sechseinhalbtausend Tote am Tag mag Afrikas Krise sein, aber die Tatsache, dass es nicht in den Spätnachrichten ist, dass wir in Europa oder sie in Amerika es nicht wie einen Notstand behandeln -- Ich möchte mit Ihnen darüber verhandeln, dass das unsere Krise ist. Ich möchte darlegen, dass auch wenn Afrika nicht die Frontlinie des Krieges gegen Terror ist es das bald sein könnte. Jede Woche nehmen religiöse Extremisten ein weiteres afrikanisches Dorf ein. Sie versuchen Ordnung ins Chaos zu bringen. Warum machen wir das nicht?Armut bringt Verzweiflung hervor. Wir wissen das. Verzweiflung führt zu Gewalt. Wir wissen das. Ist es in turbulenten Zeiten nicht billiger und intelligenter sich potentielle Feinde zum Freund zu machen, als sich später vor ihnen zu schützen? Der Krieg gegen den Terror ist mit dem Krieg gegen Armut verbunden. Das habe nicht ich gesagt. Colin Powell sagte das. Nun, wenn die Militärs uns sagen, dass dieser Krieg nicht durch militärische Macht allein gewonnen werden kann sollten wir vielleicht zuhören. Es gibt hier eine Gelegenheit, und sie ist real. Das ist keine Spinnerei. Kein Wunschdenken. Die Probleme in den Entwicklungsländern bieten uns in den entwickelten Ländern eine Chance uns in der Welt neu zu beschreiben. Wir werden nicht nur anderer Menschen Leben verändern, sondern auch die Art wie diese anderen Menschen uns sehen. Das dürfte in diesen nervösen, gefährlichen Zeiten schlau sein.Denken Sie nicht, dass auf einer rein kommerziellen Ebene, die Antiretrovirale Medizin nicht eine großartige Werbung für den westlichen Einfallsreichtum und Technologie ist? Steht uns die Barmherzigkeit nicht gut? Lassen Sie uns für ein Sekunde mit dem Unsinn aufhören. In bestimmten Vierteln der Welt, ist die Marke EU, die Marke USA, nicht gerade die Leuchtenste. Die Neonreklame zischt und knackt. Jemand wirft einen Stein durch ein Fenster. Die örtlichen Filialleiter werden nervös. Niemals zuvor wurden wir im Westen so unter die Lupe genommen. Unsere Werte: haben wir welche? Unsere Glaubwürdigkeit? Diese Dinge werden weltweit angegriffen. Die Marke USA könnte etwas Politur gebrauchen. Und das sage ich als ein Fan, verstehen Sie? Als eine Person die die Produkte kauft. Aber denken Sie darüber nach. Mehr Antiretrovirale ergeben Sinn. Aber das ist nur der leichte Teil, oder sollte es sein.Aber Gleichberechtigung für Afrika -- das ist eine große, teure Idee. Sie sehen, das Ausmaß des Leids betäubt uns in eine Art Gleichgültigkeit. Was zum Himmel können wir alle dagegen tun? Nun, viel mehr als wir denken. Wir können nicht jedes Problem lösen, aber das eine, behaupte ich, müssen wir lösen. Weil wir es können, müssen wir es. Das ist die reine Wahrheit, die rechtschaffene Wahrheit. Es ist keine Theorie. Tatsache ist, dass wir die erste Generation sind die Krankheit und dieser extremen Armut in die Augen sehen kann, sehen Sie über den Ozean, sagen sie es und meinen Sie es. Dafür müssen wir nicht stehen. Ein ganzer Kontinent abgeschrieben -- wir müssen nicht dafür stehen.(Beifall)Lassen Sie mich das ohne eine Spur von Ironie sagen -- bevor ich das an einen Haufen Ex-Hippies richte. Vergessen Sie die 60er. Wir können die Welt verändern. Ich kann es nicht, Sie können es nicht, als Individuen, aber WIR können die Welt verändern. Ich glaube das wirklich, die Leute in diesem Raum. Schauen Sie die "Gates Foundation" an. Die haben Unbeschreibliches geleistet. Unglaubliche Dinge. Mit Zusammenarbeit können wir die Welt verändern. Wir können die unvermeidlichen Auswirkungen umkehren und die Qualität von Millionen Leben transformieren welche, beim genauen Hinsehen, genau wie unsere sind. Tut mir leid, dass ich hier lachen muss aber Sie sehen so anders aus als damals in Haight-Ashbury in den 60ern.(Gelächter)Ich behaupte, dass das der Moment ist für den Sie geschaffen wurden. Das ist das Erblühen der Saat die Sie in früheren, impulsiveren Tagen säten. Ideen, die Sie in Ihrer Jugend ausgebrütet haben. Das ist es was mich begeistert. Dieser Raum wurde für diesen Moment geboren. das will ich Ihnen heute Abend sagen. Die meisten von Ihnen wollten die Welt verändern, nicht wahr? Die meisten von Ihnen schafften die digitale Welt. Nun, durch Sie ist es möglich die physische Welt zu verändern. Das ist Fakt. Ökonomen bestätigen das und die wissen viel mehr als ich. Also warum strecken wir nicht unsere Faust in die Luft? Wahrscheinlich weil, wenn wir zugeben etwas tun zu können, wir auch etwas tun müssen. Es geht einem auf die Nerven. Das Gleichberechtigungsgeschäft nervt tatsächlich. Aber zum ersten Mal in der Geschichte haben wir die Technologie, haben wir das Know-How, haben wir das Geld, haben wir die lebensrettende Medizin.Haben wir den Willen? Ich hoffe, das ist eindeutig, aber ich bin kein Hippie. Ich bin nicht für das warme, flauschige Gefühl zu haben. Ich hab keine Blumen im Haar. Eigentlich komme ich vom Punkrock. "The Clash" trugen Armeestiefel, keine Sandalen. Aber ich erkenne Härte, wenn ich sie sehe. Bei all dem Gerede von Frieden und Liebe an der Westküste, war hier der Muskel, der die Bewegung in Gang brachte. Sie sehen, Idealismus ohne Aktion ist nur ein Traum. Aber Idealismus gepaart mit Pragmatismus, die Ärmel hochkrempeln und die Welt ein wenig biegen, das ist aufregend. Es ist sehr real. Es ist sehr stark. Und es ist sehr präsent in einer Menge wie dieser.Letztes Jahr haben wir mit DATA, der Organisation, die ich mit aufbaute, eine Kampagne gestartet um diesen Geist herbeizurufen, im Kampf gegen AIDS und extreme Armut. Wir riefen diese 'ONE'-Kampagne ins Leben. Das basiert auf unserer Überzeugung, dass die Aktion eines Menschen eine Menge verändern kann, aber die Aktion von vielen zusammen als Eines kann die Welt verändern. Nun, wir fühlen, dass jetzt die Zeit ist zu sehen, ob wir richtig lagen. Es gibt Momente in der Geschichte, da definieren sich Zivilisationen neu. Wir glauben das ist so ein Moment. Wir glauben, dass dies die Zeit sein könnte in der die Welt endlich entscheidet, dass der sträfliche Verlust von Leben in Afrika nicht länger hinnehmbar ist. Dies könnte die Zeit sein, wo wir endlich ernst machen und die Zukunft der meisten Menschen auf dem Planeten Erde ändern.Momentum hat sich aufgegebaut. Ein bisschen wacklig aber es wächst. Dieses Jahr ist ein Test für uns, speziell für die Führer der G8 Staaten, die angetreten sind und die Weltgeschichte schaut zu. Ich wurde kürzlich enttäuscht von der Bush-Regierung. Sie haben große Versprechungen für Afrika gemacht. Sie machten einige wirklich großartige Versprechungen, und tatsächlich haben sie viele davon erfüllt. Aber einige auch nicht. Sie können nicht den Ruck von unten fühlen, das ist wahr. Aber meine Enttäuschung hat viel mehr Perspektive wenn ich mit amerikanischen Menschen rede, und ihre Sorgen über das Defizit höre, und das steuerliche Wohlbefinden ihres Landes. Ich verstehe das. Es gibt jedoch einen viel größeren Ruck von unten, als Sie denken würden, wenn wir uns organisieren.Was ich versuche zu vermitteln, und Sie können mir helfen, falls Sie zustimmen, ist, dass Hilfe für Afrika eine gute Geldanlage ist für die Zeit, wenn Amerika es wirklich braucht. Um es mit den krassesten Worten zu sagen, die Investition wird große Gewinne einfahren. Nicht nur in geretteten Leben, sondern in Wohlwollen, Stabilität und Sicherheit, die wir hinzugewinnen. Das ist was ich mir von Ihnen erhoffe, wenn ich so kühn sein darf, und was nicht von meinen Wünschen abgezogen wird.(Gelächter)Was ich hoffe ist, dass Sie - über individuelle barmherzige Taten hinaus - dass sie Politiker dazu bringen für Afrika, für Amerika und für die Welt das Richtige zu machen. Erlauben Sie denen, wenn sie so wollen, ihr politisches Kapital und Ihr finanzielles Kapital, Ihren nationalen Geldbeutel einzusetzen, um das Leben von Millionen von Menschen zu retten. Das ist was ich wirklich von Ihnen will. Weil wir auch Ihr intellektuelles Kapital brauchen: Ihre Ideen, Ihre Fähigkeiten, Ihren Einfalllsreichtum. Und Sie, bei dieser Konferenz, sind in einer einzigartigen Position. Einige der Technologien, über die wir gesprochen haben, Sie erfanden sie oder haben zumindest die Art ihrer Benutzung revolutioniert. Zusammen haben Sie den Zeitgeist von analog zu digital gewandelt und die Grenzen verschoben. Wir hätten gern, dass Sie uns diese Energie geben. Geben Sie uns diese Art des Träumens, die Weise zu handeln.Wie ich sage, zwei Dinge stehen hier auf dem Spiel. Da ist der Kontinent Afrika. Aber da ist auch unsere Bedeutung. Die Leute finden das langsam heraus. Bewegungen entstehen. Künstler, Politiker, Popstars, Priester, Vorstandsvorsitzende, NGOs, Müttervereinigungen, Studentenvereinigungen. Eine Menge Leute kommen zusammen und arbeiten unter dem Schirm von dem ich eben sprach, die ONE Kampagne. Ich denke, sie haben alle einen Gedanken, welcher lautet, wo du auf der Welt lebst sollte nicht bestimmen, ob du auf der Welt lebst.(Beifall)Die Geschichte, genau wie Gott, beobachtet was wir tun. Wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden wird unser Zeitalter, denke ich, wegen drei Dingen erinnert werden. Wirklich, nur drei Dinge aus unserem ganzen Zeitalter, an die man sich erinnern wird. Die digitale Revolution, ja. Der Krieg gegen Terror, ja. Und was wir taten oder nicht taten um die Feuer in Afrika zu löschen. Manche sagen wir können es uns nicht leisten. Ich sage wir können es uns nicht leisten nichts zu tun. Danke, vielen Dank.(Beifall)Okay, meine drei Wünsche. Die mir TED gewährt hat. Sehen Sie, wenn es stimmt, und ich glaube daran, dass die digitale Welt, die Sie alle erschufen die kreative Vorstellungskraft von physischen Zwängen der Materie losgelöst hat. Dann sollte dies hier ein Klacks sein.(Gelächter)Ich sollte hinzufügen, dass diese Wunschliste eigentlich viel länger war. Die meisten unmöglich, einige unpraktisch und ein oder zwei sicherlich unmoralisch.(Gelächter)Dieses Geschäft, es macht süchtig, wenn sie wissen was ich meine, wenn jemand anders die Zeche bezahlt. Wie auch immer, hier ist Nummer eins. Ich wünsche mir, das Sie helfen eine soziale Bewegung zu erschaffen, mit mehr als einer Million amerikanischer Aktivisten für Afrika. Das ist mein erster Wunsch. Ich glaube, dass es möglich ist. Vor ein paar Minuten habe ich über all die Bürgerkampagnen die entstehen gesprochen. Sie wissen, es gibt viele da draußen. Und mit dieser einen Kampagne als unserem Schirm, haben meine Organisation, DATA, und andere Gruppen die Energie und den Enthusiasmus der da draußen von Hollywood bis ins Hinterland von Amerika angezapft. Wir wissen, dass es mehr als genug Energie für diese Bewegung gibt. Wir brauchen nur Ihre Hilfe um es geschehen zu lassen.Wir wollen alle von euch hier, Kirchen Amerika, Firmen Amerika, Microsoft Amerika, Apple Amerika, Coke Amerika, Pepsi Amerika, Streber Amerika, lautes Amerika. Wir können es uns nicht leisten das allein auszusitzen. Ich glaube, wenn wir eine Bewegung, eine Millionen Amerikaner stark, bilden werden wir nicht abgewiesen. Wir werden das Ohr des Kongresses haben. Wir werden die erste Seite in Condi Rices Besprechungsbuch sein, direkt ins Oval Office. Wenn es eine Million Amerikaner gibt -- und ich weiß das wirklich -- die bereit sind Anrufe zu tätigen, die bereit sind Emails zu schreiben. Ich bin absolut sicher, dass wir tatsächlich den Lauf der Geschichte für Afrika buchstäblich ändern können. Wie auch immer, ich möchte Ihre Hilfe um das unterschrieben zu bekommen. Ich weiß, dass John Gage und Sun Microsystems schon mit an Bord sind aber es gibt einige von Ihnen, mit denen wir gern reden würden.Richtig, mein zweiter Wunsch, Nummer zwei. Ich hätte gern einen Medientreffer für jede Person auf dem Planeten die von weniger als einem Dollar am Tag lebt. Das sind eine Milliarde Mediatreffer. Das könnte auf Google oder auf AOL sein. Steve Case, Larry, Sergey - die haben schon viel getan. Es könnte bei NBC sein. Oder ABC. Tatsächlich sprechen wir heute mit der ABC über die Oscars. Wir haben einen Film, produziert von Jon Kamen bei Radical Media. Sie wissen, wir wollen, wir brauchen etwas Sendezeit für unsere Ideen. Wir müssen die Mathematik und die Statistiken zu den amerikanischen Menschen bringen. Ich glaube wirklich an die alte Truman-Zeile, dass wenn man den Amerikanern die Fakten gibt sie das Richtige tun werden. Und was noch wichtig ist ist, dass das nicht Sally Struthers ist. Es muss als Abenteuer beschrieben werden, nicht als Last.(Video): Schritt für Schritt gehen sie vorwärts, eine Krankenschwester, ein Lehrer, eine Hausfrau, und Leben werden gerettet. Das Problem ist gewaltig. Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch. nach drei Sekunden noch einer. Die Situation ist so verzweifelt in Teilen Afrikas, Asiens, selbst Amerikas, dass Hilfsorganisationen, wie beim Tsunami auch, sich zusammenschließen und als eine handeln. Wir können extreme Armut, Hunger und AIDS besiegen. Aber wir brauchen Ihre Hilfe. Eine weitere Person, ein Brief, eine Stimme bedeutet den Unterschied zwischen Leben und Tod für Millionen von Menschen. Bitte machen Sie mit und arbeiten Sie zusammen. Amerikaner haben eine einmalige Möglichkeit. Wir können Geschichte schreiben. Wir können beginnen Armut zur Vergangenheit zu machen. Schritt für Schritt für Schritt. Bitte besuchen Sie ONE auf dieser Adresse. Wir bitten Sie nicht um Geld. Wir bitten Sie um Ihre Stimme.Bono: Nun. Ich wünsche mir, dass TED wahrlich die Kraft der Information zeigt. Seine Kraft die Regeln neu zu schreiben und Leben zu verändern, indem es jedes Hospital, Klinik und Schule in einem afrikanischen Land verbindet. Ich möchte, dass es Äthiopien ist. Ich glaube, wir können alle Schulen in Äthiopien verbinden, jede Klinik, jedes Hospital. Wir können sie mit dem Internet verbinden. Das ist mein Wunsch, mein dritter Wunsch. Ich denke es ist möglich. Ich denke wir haben das Geld und die Gehirne im Raum um das zu tun. Das wäre ein irrer Wunsch, der wahr werden könnte. Ich war in Äthiopien, wie ich bereits sagte. Dort begann alles für mich. Die Idee, dass das Internet, welches alle Ihre Leben verändert hat, ein Land verändern kann -- und einen Kontinent der es gerade so zu Analog schaffte, geschweige denn zu Digital -- verdreht mir den Kopf. Aber so schnell ging es zu Beginn nicht.Die erste Überlandleitung von Boston nach New York wurde 1885 zum Telefonieren benutzt. Nur neun Jahre später war Addis Abeba per Telefon mit Harare, welches 500 km entfernt ist, verbunden. Seit dem hat sich nicht viel verändert. Die durchschnittliche Wartezeit für eine Landverbindung in Äthiopien beträgt tatsächlich zwischen sechs und acht Jahren. Von kabellose Technologie nur zu träumen. Wie auch immer, Ich bin Ire und wie Sie sehen können weiß ich wie wichtig reden ist. Kommunikation ist sehr wichtig für Äthiopien -- und wird das Land verändern. Krankenschwestern bekommen bessere Ausbildung, Apotheker sind in der Lage Nachschub zu bestellen, Ärzte können ihre Kenntnisse in allen Aspekten der Medizin teilen. Es ist ein sehr gute Idee sie zu verkabeln. Und das ist mein dritter und letzter Wunsch an Sie bei der TED Konferenz. Vielen Dank noch einmal.
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Was ist der Beruf von Paul David Hewson?
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Rockstar
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AIDS
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Bonos Aufruf für AfricaNun, wie Alexander Graham Bell bei seinem berühmten ersten erfolgreichen Telefonat sagte, "Hallo, ist da Domino's Pizza?" (Gelächter) Ich möchte ihnen wirklich danken. Wie ein anderer berühmter Mann, Jerry Garcia, sagte, "Was für eine seltsame, lange Reise" Er hätte sagen sollen, "Was für eine seltsame, lange Reise das wird" Grad in diesem Moment sehen Sie meine obere Hälfte. Meine untere Hälfte erscheint gerade auf einer anderen Konferenz (Gelächter) in einem anderen Land. Man kann, wie man sieht, an zwei Orten zugleich sein. Aber es tut mir trotzdem leid, dass ich nicht persönlich bei Ihnen sein kann. Ich werde das ein anderes Mal erklären.Und obwohl ich ein Rockstar bin, möchte ich versichern, dass keine meiner Wünsche ein heißes Bad beinhaltet. Was mich aber an Technologie wirklich anmacht ist nicht die Möglichkeit mehr Lieder auf den Mp3-Player zu bekommen. Die Revolution -- diese Revolution -- ist viel größer als das. Ich hoffe, ich glaube. Was mich am Digitalen Zeitalter anmacht, was mich persönlich erregt ist, dass Sie die Kluft zwischen Träumen und Handeln geschlossen haben. Sehen sie, es war mal so, dass, wenn man ein Lied aufnehmen wollte, man ein Studio und einen Produzenten brauchte. Nun braucht man nur einen Laptop. Wenn man einen Film machen wollte, brauchte man massig Equipment und ein Hollywood-Budget. Heute braucht man eine Kamera, die in die Handfläche passt. und ein paar Cent für einen DVD-Rohling. Vorstellungskraft wurde von den alten Zwängen entkoppelt. Und das begeistert mich wirklich. Ich bin aufgeregt, wenn ich diese Art Denkerlass erblicke.Was ich gern sehen würde ist Idealismus entkoppelt von allen Zwängen. Politisch, ökonomisch, psychologisch, was auch immer. Die geopolitische Welt muss noch viel von der digitalen Welt lernen. Von der Leichtigkeit mit der Sie Hindernisse aus dem Weg fegen, die niemand auch nur für beweglich hielt. Das ist es worüber ich heute eigentlich reden möchte. Zuerst sollte ich wahrscheinlich erklären warum und wie ich an diesen Ort kam. Es ist eine Reise die vor 20 Jahren begann. Sie dürften sich an das Lied, "We Are the World", oder, "Do They Know It's Christmas?" erinnern. Band Aid, Live Aid. Ein weiterer sehr großer, grauhaariger Rockstar, mein Freund Sir Bob Geldof verfasste die Herausforderung zu "feed the world" (Ernähre die Erde) Das war ein großer Moment und er veränderte mein Leben ganz und gar. In dem Sommer gingen meine Frau Ali und ich nach Äthiopien. Wir gingen klammheimlich um zu sehen was vor sich geht. Wir lebten einen Monat in Äthiopien und arbeiteten in einem Waisenhaus. Die Kinder gaben mir einen Namen. Sie nannten mich, "Das Mädchen mit dem Bart".(Gelächter)Fragen Sie nicht. Wie auch immer, für uns war Afrika ein magischer Ort. Weiter Himmel, große Herzen, ein großer strahlender Kontinent. Wunderschöne, königliche Menschen. Jeder der Afrika jemals etwas gab bekam viel mehr zurück. Äthiopien hat mir nicht nur den Kopf verdreht sondern auch geöffnet. Jedenfalls, an unserem letzen Tag in dem Waisenhaus gab mir ein Mann sein Baby und sagte, "Würdest du meinen Sohn mit dir nehmen?" Er wusste, in Irland würde sein Sohn leben und in Äthiopien würde er sterben. Es war mitten in dieser furchtbaren Hungersnot. Nun, ich wies ihn ab. Das war eine komische Art von schlechtem Gefühl, aber ich wies ihn ab. Und das ist ein Gefühl, das ich niemals mehr vergessen werde. In diesem Moment begann ich diese Reise.In diesem Moment wurde ich das Schlimmste von allem: Ich wurde ein Rockstar mit einem Anliegen. Es sei denn das ist kein Anliegen, nicht wahr? Sechseinhalbtausend Afrikaner sterben jeden Tag an AIDS -- eine verhütbare, behandelbare Krankheit -- weil Medikamenten fehlen, die wir in jeder Apotheke bekommen. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. 11 Millionen AIDS-Waisen in Afrika, 20 Millionen am Ende der Dekade. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Heute, jeden Tag fangen sich 9.000 weitere Afrikaner HIV ein wegen Stigmatisierung und fehlender Bildung. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Worüber wir hier sprechen sind Menschenrechte. Das Recht wie ein Mensch zu leben. Das Recht eine Zeitspanne zu leben. Und was wir in Afrika sehen ist eine unvergleichliche Bedrohung der Menschenwürde und der Gleichberechtigung.Das nächste, worüber ich Klarheit schaffen will, ist, was dieses Problem ist und was es nicht ist. Weil es sich nicht immer um Wohltätigkeit dreht. Es geht um Gerechtigkeit. Wirklich. Es geht nicht um Wohltätigkeit. Es geht um Gerechtigkeit. Richtig. Und das ist schade, denn was Wohltätigkeit angeht sind wir sehr gut. Amerikaner, wie auch Iren, sind gut darin. Sogar die ärmsten Viertel geben mehr als sie sich leisten können. Wir geben gern und wir geben viel. Sehen Sie die Reaktionen auf den Tsunami, wie inspirierend. Doch Gerechtigkeit ist eine stärkerer Standard als Wohltätigkeit. Sehen Sie, Afrika macht unsere Idee von Gerechtigkeit lächerlich. Es lässt unsere Idee von Gleichberechtigung wie ein Witz aussehen. Es verspottet unsere Frömmigkeit. Es zweifelt an unser Sache. Es hinterfragt unser Engagement. Weil wir nicht auf das sehen können, was in Afrika geschieht, und, wenn wir ehrlich sind, daraus folgern, dass das irgendwo anders zugelassen würde.Wie Sie in dem Film hörten, nirgendwo anders, nicht hier. Nicht hier, nicht in Amerika, nicht in Europa. Tatsächlich hat ein Staatsoberhaupt, das Sie alle kennen, dies vor mir zugegeben. Und es ist wirklich wahr. Es ist unmöglich, dass diese Art von Ausblutung menschlichen Lebens irgendwo anders akzeptiert würde als in Afrika. Afrika ist ein Kontinent in Flammen. Und wenn wir wirklich tief in uns akzeptierten, dass Afrikaner uns gleich sind, würden wir alle mehr tun um das Feuer zu löschen. Wir stehen mit Gießkannen rum, wenn wir in Wirklichkeit die Feuerwehr brauchen.Sehen Sie, es ist nicht so dramatisch wie der Tsunami. Das ist verrückt, wirklich, wenn Sie darüber nachdenken. Müssen Dinge heutzutage wie Actionfilme aussehen um in unseren Gehirnen vorn zu stehen? Das langsame Auslöschen von Leben, so scheint es, ist einfach nicht dramatisch genug. Katastrophen, die wir abwehren können sind nicht so interessant wie solche, die wir abwehren könnten. Das ist eigenartig. Wie auch immer, ich glaube, dass diese Denkweise die intellektuelle Strenge in diesem Raum beleidigt. Sechseinhalbtausend Tote am Tag mag Afrikas Krise sein, aber die Tatsache, dass es nicht in den Spätnachrichten ist, dass wir in Europa oder sie in Amerika es nicht wie einen Notstand behandeln -- Ich möchte mit Ihnen darüber verhandeln, dass das unsere Krise ist. Ich möchte darlegen, dass auch wenn Afrika nicht die Frontlinie des Krieges gegen Terror ist es das bald sein könnte. Jede Woche nehmen religiöse Extremisten ein weiteres afrikanisches Dorf ein. Sie versuchen Ordnung ins Chaos zu bringen. Warum machen wir das nicht?Armut bringt Verzweiflung hervor. Wir wissen das. Verzweiflung führt zu Gewalt. Wir wissen das. Ist es in turbulenten Zeiten nicht billiger und intelligenter sich potentielle Feinde zum Freund zu machen, als sich später vor ihnen zu schützen? Der Krieg gegen den Terror ist mit dem Krieg gegen Armut verbunden. Das habe nicht ich gesagt. Colin Powell sagte das. Nun, wenn die Militärs uns sagen, dass dieser Krieg nicht durch militärische Macht allein gewonnen werden kann sollten wir vielleicht zuhören. Es gibt hier eine Gelegenheit, und sie ist real. Das ist keine Spinnerei. Kein Wunschdenken. Die Probleme in den Entwicklungsländern bieten uns in den entwickelten Ländern eine Chance uns in der Welt neu zu beschreiben. Wir werden nicht nur anderer Menschen Leben verändern, sondern auch die Art wie diese anderen Menschen uns sehen. Das dürfte in diesen nervösen, gefährlichen Zeiten schlau sein.Denken Sie nicht, dass auf einer rein kommerziellen Ebene, die Antiretrovirale Medizin nicht eine großartige Werbung für den westlichen Einfallsreichtum und Technologie ist? Steht uns die Barmherzigkeit nicht gut? Lassen Sie uns für ein Sekunde mit dem Unsinn aufhören. In bestimmten Vierteln der Welt, ist die Marke EU, die Marke USA, nicht gerade die Leuchtenste. Die Neonreklame zischt und knackt. Jemand wirft einen Stein durch ein Fenster. Die örtlichen Filialleiter werden nervös. Niemals zuvor wurden wir im Westen so unter die Lupe genommen. Unsere Werte: haben wir welche? Unsere Glaubwürdigkeit? Diese Dinge werden weltweit angegriffen. Die Marke USA könnte etwas Politur gebrauchen. Und das sage ich als ein Fan, verstehen Sie? Als eine Person die die Produkte kauft. Aber denken Sie darüber nach. Mehr Antiretrovirale ergeben Sinn. Aber das ist nur der leichte Teil, oder sollte es sein.Aber Gleichberechtigung für Afrika -- das ist eine große, teure Idee. Sie sehen, das Ausmaß des Leids betäubt uns in eine Art Gleichgültigkeit. Was zum Himmel können wir alle dagegen tun? Nun, viel mehr als wir denken. Wir können nicht jedes Problem lösen, aber das eine, behaupte ich, müssen wir lösen. Weil wir es können, müssen wir es. Das ist die reine Wahrheit, die rechtschaffene Wahrheit. Es ist keine Theorie. Tatsache ist, dass wir die erste Generation sind die Krankheit und dieser extremen Armut in die Augen sehen kann, sehen Sie über den Ozean, sagen sie es und meinen Sie es. Dafür müssen wir nicht stehen. Ein ganzer Kontinent abgeschrieben -- wir müssen nicht dafür stehen.(Beifall)Lassen Sie mich das ohne eine Spur von Ironie sagen -- bevor ich das an einen Haufen Ex-Hippies richte. Vergessen Sie die 60er. Wir können die Welt verändern. Ich kann es nicht, Sie können es nicht, als Individuen, aber WIR können die Welt verändern. Ich glaube das wirklich, die Leute in diesem Raum. Schauen Sie die "Gates Foundation" an. Die haben Unbeschreibliches geleistet. Unglaubliche Dinge. Mit Zusammenarbeit können wir die Welt verändern. Wir können die unvermeidlichen Auswirkungen umkehren und die Qualität von Millionen Leben transformieren welche, beim genauen Hinsehen, genau wie unsere sind. Tut mir leid, dass ich hier lachen muss aber Sie sehen so anders aus als damals in Haight-Ashbury in den 60ern.(Gelächter)Ich behaupte, dass das der Moment ist für den Sie geschaffen wurden. Das ist das Erblühen der Saat die Sie in früheren, impulsiveren Tagen säten. Ideen, die Sie in Ihrer Jugend ausgebrütet haben. Das ist es was mich begeistert. Dieser Raum wurde für diesen Moment geboren. das will ich Ihnen heute Abend sagen. Die meisten von Ihnen wollten die Welt verändern, nicht wahr? Die meisten von Ihnen schafften die digitale Welt. Nun, durch Sie ist es möglich die physische Welt zu verändern. Das ist Fakt. Ökonomen bestätigen das und die wissen viel mehr als ich. Also warum strecken wir nicht unsere Faust in die Luft? Wahrscheinlich weil, wenn wir zugeben etwas tun zu können, wir auch etwas tun müssen. Es geht einem auf die Nerven. Das Gleichberechtigungsgeschäft nervt tatsächlich. Aber zum ersten Mal in der Geschichte haben wir die Technologie, haben wir das Know-How, haben wir das Geld, haben wir die lebensrettende Medizin.Haben wir den Willen? Ich hoffe, das ist eindeutig, aber ich bin kein Hippie. Ich bin nicht für das warme, flauschige Gefühl zu haben. Ich hab keine Blumen im Haar. Eigentlich komme ich vom Punkrock. "The Clash" trugen Armeestiefel, keine Sandalen. Aber ich erkenne Härte, wenn ich sie sehe. Bei all dem Gerede von Frieden und Liebe an der Westküste, war hier der Muskel, der die Bewegung in Gang brachte. Sie sehen, Idealismus ohne Aktion ist nur ein Traum. Aber Idealismus gepaart mit Pragmatismus, die Ärmel hochkrempeln und die Welt ein wenig biegen, das ist aufregend. Es ist sehr real. Es ist sehr stark. Und es ist sehr präsent in einer Menge wie dieser.Letztes Jahr haben wir mit DATA, der Organisation, die ich mit aufbaute, eine Kampagne gestartet um diesen Geist herbeizurufen, im Kampf gegen AIDS und extreme Armut. Wir riefen diese 'ONE'-Kampagne ins Leben. Das basiert auf unserer Überzeugung, dass die Aktion eines Menschen eine Menge verändern kann, aber die Aktion von vielen zusammen als Eines kann die Welt verändern. Nun, wir fühlen, dass jetzt die Zeit ist zu sehen, ob wir richtig lagen. Es gibt Momente in der Geschichte, da definieren sich Zivilisationen neu. Wir glauben das ist so ein Moment. Wir glauben, dass dies die Zeit sein könnte in der die Welt endlich entscheidet, dass der sträfliche Verlust von Leben in Afrika nicht länger hinnehmbar ist. Dies könnte die Zeit sein, wo wir endlich ernst machen und die Zukunft der meisten Menschen auf dem Planeten Erde ändern.Momentum hat sich aufgegebaut. Ein bisschen wacklig aber es wächst. Dieses Jahr ist ein Test für uns, speziell für die Führer der G8 Staaten, die angetreten sind und die Weltgeschichte schaut zu. Ich wurde kürzlich enttäuscht von der Bush-Regierung. Sie haben große Versprechungen für Afrika gemacht. Sie machten einige wirklich großartige Versprechungen, und tatsächlich haben sie viele davon erfüllt. Aber einige auch nicht. Sie können nicht den Ruck von unten fühlen, das ist wahr. Aber meine Enttäuschung hat viel mehr Perspektive wenn ich mit amerikanischen Menschen rede, und ihre Sorgen über das Defizit höre, und das steuerliche Wohlbefinden ihres Landes. Ich verstehe das. Es gibt jedoch einen viel größeren Ruck von unten, als Sie denken würden, wenn wir uns organisieren.Was ich versuche zu vermitteln, und Sie können mir helfen, falls Sie zustimmen, ist, dass Hilfe für Afrika eine gute Geldanlage ist für die Zeit, wenn Amerika es wirklich braucht. Um es mit den krassesten Worten zu sagen, die Investition wird große Gewinne einfahren. Nicht nur in geretteten Leben, sondern in Wohlwollen, Stabilität und Sicherheit, die wir hinzugewinnen. Das ist was ich mir von Ihnen erhoffe, wenn ich so kühn sein darf, und was nicht von meinen Wünschen abgezogen wird.(Gelächter)Was ich hoffe ist, dass Sie - über individuelle barmherzige Taten hinaus - dass sie Politiker dazu bringen für Afrika, für Amerika und für die Welt das Richtige zu machen. Erlauben Sie denen, wenn sie so wollen, ihr politisches Kapital und Ihr finanzielles Kapital, Ihren nationalen Geldbeutel einzusetzen, um das Leben von Millionen von Menschen zu retten. Das ist was ich wirklich von Ihnen will. Weil wir auch Ihr intellektuelles Kapital brauchen: Ihre Ideen, Ihre Fähigkeiten, Ihren Einfalllsreichtum. Und Sie, bei dieser Konferenz, sind in einer einzigartigen Position. Einige der Technologien, über die wir gesprochen haben, Sie erfanden sie oder haben zumindest die Art ihrer Benutzung revolutioniert. Zusammen haben Sie den Zeitgeist von analog zu digital gewandelt und die Grenzen verschoben. Wir hätten gern, dass Sie uns diese Energie geben. Geben Sie uns diese Art des Träumens, die Weise zu handeln.Wie ich sage, zwei Dinge stehen hier auf dem Spiel. Da ist der Kontinent Afrika. Aber da ist auch unsere Bedeutung. Die Leute finden das langsam heraus. Bewegungen entstehen. Künstler, Politiker, Popstars, Priester, Vorstandsvorsitzende, NGOs, Müttervereinigungen, Studentenvereinigungen. Eine Menge Leute kommen zusammen und arbeiten unter dem Schirm von dem ich eben sprach, die ONE Kampagne. Ich denke, sie haben alle einen Gedanken, welcher lautet, wo du auf der Welt lebst sollte nicht bestimmen, ob du auf der Welt lebst.(Beifall)Die Geschichte, genau wie Gott, beobachtet was wir tun. Wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden wird unser Zeitalter, denke ich, wegen drei Dingen erinnert werden. Wirklich, nur drei Dinge aus unserem ganzen Zeitalter, an die man sich erinnern wird. Die digitale Revolution, ja. Der Krieg gegen Terror, ja. Und was wir taten oder nicht taten um die Feuer in Afrika zu löschen. Manche sagen wir können es uns nicht leisten. Ich sage wir können es uns nicht leisten nichts zu tun. Danke, vielen Dank.(Beifall)Okay, meine drei Wünsche. Die mir TED gewährt hat. Sehen Sie, wenn es stimmt, und ich glaube daran, dass die digitale Welt, die Sie alle erschufen die kreative Vorstellungskraft von physischen Zwängen der Materie losgelöst hat. Dann sollte dies hier ein Klacks sein.(Gelächter)Ich sollte hinzufügen, dass diese Wunschliste eigentlich viel länger war. Die meisten unmöglich, einige unpraktisch und ein oder zwei sicherlich unmoralisch.(Gelächter)Dieses Geschäft, es macht süchtig, wenn sie wissen was ich meine, wenn jemand anders die Zeche bezahlt. Wie auch immer, hier ist Nummer eins. Ich wünsche mir, das Sie helfen eine soziale Bewegung zu erschaffen, mit mehr als einer Million amerikanischer Aktivisten für Afrika. Das ist mein erster Wunsch. Ich glaube, dass es möglich ist. Vor ein paar Minuten habe ich über all die Bürgerkampagnen die entstehen gesprochen. Sie wissen, es gibt viele da draußen. Und mit dieser einen Kampagne als unserem Schirm, haben meine Organisation, DATA, und andere Gruppen die Energie und den Enthusiasmus der da draußen von Hollywood bis ins Hinterland von Amerika angezapft. Wir wissen, dass es mehr als genug Energie für diese Bewegung gibt. Wir brauchen nur Ihre Hilfe um es geschehen zu lassen.Wir wollen alle von euch hier, Kirchen Amerika, Firmen Amerika, Microsoft Amerika, Apple Amerika, Coke Amerika, Pepsi Amerika, Streber Amerika, lautes Amerika. Wir können es uns nicht leisten das allein auszusitzen. Ich glaube, wenn wir eine Bewegung, eine Millionen Amerikaner stark, bilden werden wir nicht abgewiesen. Wir werden das Ohr des Kongresses haben. Wir werden die erste Seite in Condi Rices Besprechungsbuch sein, direkt ins Oval Office. Wenn es eine Million Amerikaner gibt -- und ich weiß das wirklich -- die bereit sind Anrufe zu tätigen, die bereit sind Emails zu schreiben. Ich bin absolut sicher, dass wir tatsächlich den Lauf der Geschichte für Afrika buchstäblich ändern können. Wie auch immer, ich möchte Ihre Hilfe um das unterschrieben zu bekommen. Ich weiß, dass John Gage und Sun Microsystems schon mit an Bord sind aber es gibt einige von Ihnen, mit denen wir gern reden würden.Richtig, mein zweiter Wunsch, Nummer zwei. Ich hätte gern einen Medientreffer für jede Person auf dem Planeten die von weniger als einem Dollar am Tag lebt. Das sind eine Milliarde Mediatreffer. Das könnte auf Google oder auf AOL sein. Steve Case, Larry, Sergey - die haben schon viel getan. Es könnte bei NBC sein. Oder ABC. Tatsächlich sprechen wir heute mit der ABC über die Oscars. Wir haben einen Film, produziert von Jon Kamen bei Radical Media. Sie wissen, wir wollen, wir brauchen etwas Sendezeit für unsere Ideen. Wir müssen die Mathematik und die Statistiken zu den amerikanischen Menschen bringen. Ich glaube wirklich an die alte Truman-Zeile, dass wenn man den Amerikanern die Fakten gibt sie das Richtige tun werden. Und was noch wichtig ist ist, dass das nicht Sally Struthers ist. Es muss als Abenteuer beschrieben werden, nicht als Last.(Video): Schritt für Schritt gehen sie vorwärts, eine Krankenschwester, ein Lehrer, eine Hausfrau, und Leben werden gerettet. Das Problem ist gewaltig. Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch. nach drei Sekunden noch einer. Die Situation ist so verzweifelt in Teilen Afrikas, Asiens, selbst Amerikas, dass Hilfsorganisationen, wie beim Tsunami auch, sich zusammenschließen und als eine handeln. Wir können extreme Armut, Hunger und AIDS besiegen. Aber wir brauchen Ihre Hilfe. Eine weitere Person, ein Brief, eine Stimme bedeutet den Unterschied zwischen Leben und Tod für Millionen von Menschen. Bitte machen Sie mit und arbeiten Sie zusammen. Amerikaner haben eine einmalige Möglichkeit. Wir können Geschichte schreiben. Wir können beginnen Armut zur Vergangenheit zu machen. Schritt für Schritt für Schritt. Bitte besuchen Sie ONE auf dieser Adresse. Wir bitten Sie nicht um Geld. Wir bitten Sie um Ihre Stimme.Bono: Nun. Ich wünsche mir, dass TED wahrlich die Kraft der Information zeigt. Seine Kraft die Regeln neu zu schreiben und Leben zu verändern, indem es jedes Hospital, Klinik und Schule in einem afrikanischen Land verbindet. Ich möchte, dass es Äthiopien ist. Ich glaube, wir können alle Schulen in Äthiopien verbinden, jede Klinik, jedes Hospital. Wir können sie mit dem Internet verbinden. Das ist mein Wunsch, mein dritter Wunsch. Ich denke es ist möglich. Ich denke wir haben das Geld und die Gehirne im Raum um das zu tun. Das wäre ein irrer Wunsch, der wahr werden könnte. Ich war in Äthiopien, wie ich bereits sagte. Dort begann alles für mich. Die Idee, dass das Internet, welches alle Ihre Leben verändert hat, ein Land verändern kann -- und einen Kontinent der es gerade so zu Analog schaffte, geschweige denn zu Digital -- verdreht mir den Kopf. Aber so schnell ging es zu Beginn nicht.Die erste Überlandleitung von Boston nach New York wurde 1885 zum Telefonieren benutzt. Nur neun Jahre später war Addis Abeba per Telefon mit Harare, welches 500 km entfernt ist, verbunden. Seit dem hat sich nicht viel verändert. Die durchschnittliche Wartezeit für eine Landverbindung in Äthiopien beträgt tatsächlich zwischen sechs und acht Jahren. Von kabellose Technologie nur zu träumen. Wie auch immer, Ich bin Ire und wie Sie sehen können weiß ich wie wichtig reden ist. Kommunikation ist sehr wichtig für Äthiopien -- und wird das Land verändern. Krankenschwestern bekommen bessere Ausbildung, Apotheker sind in der Lage Nachschub zu bestellen, Ärzte können ihre Kenntnisse in allen Aspekten der Medizin teilen. Es ist ein sehr gute Idee sie zu verkabeln. Und das ist mein dritter und letzter Wunsch an Sie bei der TED Konferenz. Vielen Dank noch einmal.
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Was war der Zweck von Band Aid?
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Geld zu sammeln zur Erleichterung der Hungersnot
1
AIDS
2
2
Bonos Aufruf für AfricaNun, wie Alexander Graham Bell bei seinem berühmten ersten erfolgreichen Telefonat sagte, "Hallo, ist da Domino's Pizza?" (Gelächter) Ich möchte ihnen wirklich danken. Wie ein anderer berühmter Mann, Jerry Garcia, sagte, "Was für eine seltsame, lange Reise" Er hätte sagen sollen, "Was für eine seltsame, lange Reise das wird" Grad in diesem Moment sehen Sie meine obere Hälfte. Meine untere Hälfte erscheint gerade auf einer anderen Konferenz (Gelächter) in einem anderen Land. Man kann, wie man sieht, an zwei Orten zugleich sein. Aber es tut mir trotzdem leid, dass ich nicht persönlich bei Ihnen sein kann. Ich werde das ein anderes Mal erklären.Und obwohl ich ein Rockstar bin, möchte ich versichern, dass keine meiner Wünsche ein heißes Bad beinhaltet. Was mich aber an Technologie wirklich anmacht ist nicht die Möglichkeit mehr Lieder auf den Mp3-Player zu bekommen. Die Revolution -- diese Revolution -- ist viel größer als das. Ich hoffe, ich glaube. Was mich am Digitalen Zeitalter anmacht, was mich persönlich erregt ist, dass Sie die Kluft zwischen Träumen und Handeln geschlossen haben. Sehen sie, es war mal so, dass, wenn man ein Lied aufnehmen wollte, man ein Studio und einen Produzenten brauchte. Nun braucht man nur einen Laptop. Wenn man einen Film machen wollte, brauchte man massig Equipment und ein Hollywood-Budget. Heute braucht man eine Kamera, die in die Handfläche passt. und ein paar Cent für einen DVD-Rohling. Vorstellungskraft wurde von den alten Zwängen entkoppelt. Und das begeistert mich wirklich. Ich bin aufgeregt, wenn ich diese Art Denkerlass erblicke.Was ich gern sehen würde ist Idealismus entkoppelt von allen Zwängen. Politisch, ökonomisch, psychologisch, was auch immer. Die geopolitische Welt muss noch viel von der digitalen Welt lernen. Von der Leichtigkeit mit der Sie Hindernisse aus dem Weg fegen, die niemand auch nur für beweglich hielt. Das ist es worüber ich heute eigentlich reden möchte. Zuerst sollte ich wahrscheinlich erklären warum und wie ich an diesen Ort kam. Es ist eine Reise die vor 20 Jahren begann. Sie dürften sich an das Lied, "We Are the World", oder, "Do They Know It's Christmas?" erinnern. Band Aid, Live Aid. Ein weiterer sehr großer, grauhaariger Rockstar, mein Freund Sir Bob Geldof verfasste die Herausforderung zu "feed the world" (Ernähre die Erde) Das war ein großer Moment und er veränderte mein Leben ganz und gar. In dem Sommer gingen meine Frau Ali und ich nach Äthiopien. Wir gingen klammheimlich um zu sehen was vor sich geht. Wir lebten einen Monat in Äthiopien und arbeiteten in einem Waisenhaus. Die Kinder gaben mir einen Namen. Sie nannten mich, "Das Mädchen mit dem Bart".(Gelächter)Fragen Sie nicht. Wie auch immer, für uns war Afrika ein magischer Ort. Weiter Himmel, große Herzen, ein großer strahlender Kontinent. Wunderschöne, königliche Menschen. Jeder der Afrika jemals etwas gab bekam viel mehr zurück. Äthiopien hat mir nicht nur den Kopf verdreht sondern auch geöffnet. Jedenfalls, an unserem letzen Tag in dem Waisenhaus gab mir ein Mann sein Baby und sagte, "Würdest du meinen Sohn mit dir nehmen?" Er wusste, in Irland würde sein Sohn leben und in Äthiopien würde er sterben. Es war mitten in dieser furchtbaren Hungersnot. Nun, ich wies ihn ab. Das war eine komische Art von schlechtem Gefühl, aber ich wies ihn ab. Und das ist ein Gefühl, das ich niemals mehr vergessen werde. In diesem Moment begann ich diese Reise.In diesem Moment wurde ich das Schlimmste von allem: Ich wurde ein Rockstar mit einem Anliegen. Es sei denn das ist kein Anliegen, nicht wahr? Sechseinhalbtausend Afrikaner sterben jeden Tag an AIDS -- eine verhütbare, behandelbare Krankheit -- weil Medikamenten fehlen, die wir in jeder Apotheke bekommen. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. 11 Millionen AIDS-Waisen in Afrika, 20 Millionen am Ende der Dekade. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Heute, jeden Tag fangen sich 9.000 weitere Afrikaner HIV ein wegen Stigmatisierung und fehlender Bildung. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Worüber wir hier sprechen sind Menschenrechte. Das Recht wie ein Mensch zu leben. Das Recht eine Zeitspanne zu leben. Und was wir in Afrika sehen ist eine unvergleichliche Bedrohung der Menschenwürde und der Gleichberechtigung.Das nächste, worüber ich Klarheit schaffen will, ist, was dieses Problem ist und was es nicht ist. Weil es sich nicht immer um Wohltätigkeit dreht. Es geht um Gerechtigkeit. Wirklich. Es geht nicht um Wohltätigkeit. Es geht um Gerechtigkeit. Richtig. Und das ist schade, denn was Wohltätigkeit angeht sind wir sehr gut. Amerikaner, wie auch Iren, sind gut darin. Sogar die ärmsten Viertel geben mehr als sie sich leisten können. Wir geben gern und wir geben viel. Sehen Sie die Reaktionen auf den Tsunami, wie inspirierend. Doch Gerechtigkeit ist eine stärkerer Standard als Wohltätigkeit. Sehen Sie, Afrika macht unsere Idee von Gerechtigkeit lächerlich. Es lässt unsere Idee von Gleichberechtigung wie ein Witz aussehen. Es verspottet unsere Frömmigkeit. Es zweifelt an unser Sache. Es hinterfragt unser Engagement. Weil wir nicht auf das sehen können, was in Afrika geschieht, und, wenn wir ehrlich sind, daraus folgern, dass das irgendwo anders zugelassen würde.Wie Sie in dem Film hörten, nirgendwo anders, nicht hier. Nicht hier, nicht in Amerika, nicht in Europa. Tatsächlich hat ein Staatsoberhaupt, das Sie alle kennen, dies vor mir zugegeben. Und es ist wirklich wahr. Es ist unmöglich, dass diese Art von Ausblutung menschlichen Lebens irgendwo anders akzeptiert würde als in Afrika. Afrika ist ein Kontinent in Flammen. Und wenn wir wirklich tief in uns akzeptierten, dass Afrikaner uns gleich sind, würden wir alle mehr tun um das Feuer zu löschen. Wir stehen mit Gießkannen rum, wenn wir in Wirklichkeit die Feuerwehr brauchen.Sehen Sie, es ist nicht so dramatisch wie der Tsunami. Das ist verrückt, wirklich, wenn Sie darüber nachdenken. Müssen Dinge heutzutage wie Actionfilme aussehen um in unseren Gehirnen vorn zu stehen? Das langsame Auslöschen von Leben, so scheint es, ist einfach nicht dramatisch genug. Katastrophen, die wir abwehren können sind nicht so interessant wie solche, die wir abwehren könnten. Das ist eigenartig. Wie auch immer, ich glaube, dass diese Denkweise die intellektuelle Strenge in diesem Raum beleidigt. Sechseinhalbtausend Tote am Tag mag Afrikas Krise sein, aber die Tatsache, dass es nicht in den Spätnachrichten ist, dass wir in Europa oder sie in Amerika es nicht wie einen Notstand behandeln -- Ich möchte mit Ihnen darüber verhandeln, dass das unsere Krise ist. Ich möchte darlegen, dass auch wenn Afrika nicht die Frontlinie des Krieges gegen Terror ist es das bald sein könnte. Jede Woche nehmen religiöse Extremisten ein weiteres afrikanisches Dorf ein. Sie versuchen Ordnung ins Chaos zu bringen. Warum machen wir das nicht?Armut bringt Verzweiflung hervor. Wir wissen das. Verzweiflung führt zu Gewalt. Wir wissen das. Ist es in turbulenten Zeiten nicht billiger und intelligenter sich potentielle Feinde zum Freund zu machen, als sich später vor ihnen zu schützen? Der Krieg gegen den Terror ist mit dem Krieg gegen Armut verbunden. Das habe nicht ich gesagt. Colin Powell sagte das. Nun, wenn die Militärs uns sagen, dass dieser Krieg nicht durch militärische Macht allein gewonnen werden kann sollten wir vielleicht zuhören. Es gibt hier eine Gelegenheit, und sie ist real. Das ist keine Spinnerei. Kein Wunschdenken. Die Probleme in den Entwicklungsländern bieten uns in den entwickelten Ländern eine Chance uns in der Welt neu zu beschreiben. Wir werden nicht nur anderer Menschen Leben verändern, sondern auch die Art wie diese anderen Menschen uns sehen. Das dürfte in diesen nervösen, gefährlichen Zeiten schlau sein.Denken Sie nicht, dass auf einer rein kommerziellen Ebene, die Antiretrovirale Medizin nicht eine großartige Werbung für den westlichen Einfallsreichtum und Technologie ist? Steht uns die Barmherzigkeit nicht gut? Lassen Sie uns für ein Sekunde mit dem Unsinn aufhören. In bestimmten Vierteln der Welt, ist die Marke EU, die Marke USA, nicht gerade die Leuchtenste. Die Neonreklame zischt und knackt. Jemand wirft einen Stein durch ein Fenster. Die örtlichen Filialleiter werden nervös. Niemals zuvor wurden wir im Westen so unter die Lupe genommen. Unsere Werte: haben wir welche? Unsere Glaubwürdigkeit? Diese Dinge werden weltweit angegriffen. Die Marke USA könnte etwas Politur gebrauchen. Und das sage ich als ein Fan, verstehen Sie? Als eine Person die die Produkte kauft. Aber denken Sie darüber nach. Mehr Antiretrovirale ergeben Sinn. Aber das ist nur der leichte Teil, oder sollte es sein.Aber Gleichberechtigung für Afrika -- das ist eine große, teure Idee. Sie sehen, das Ausmaß des Leids betäubt uns in eine Art Gleichgültigkeit. Was zum Himmel können wir alle dagegen tun? Nun, viel mehr als wir denken. Wir können nicht jedes Problem lösen, aber das eine, behaupte ich, müssen wir lösen. Weil wir es können, müssen wir es. Das ist die reine Wahrheit, die rechtschaffene Wahrheit. Es ist keine Theorie. Tatsache ist, dass wir die erste Generation sind die Krankheit und dieser extremen Armut in die Augen sehen kann, sehen Sie über den Ozean, sagen sie es und meinen Sie es. Dafür müssen wir nicht stehen. Ein ganzer Kontinent abgeschrieben -- wir müssen nicht dafür stehen.(Beifall)Lassen Sie mich das ohne eine Spur von Ironie sagen -- bevor ich das an einen Haufen Ex-Hippies richte. Vergessen Sie die 60er. Wir können die Welt verändern. Ich kann es nicht, Sie können es nicht, als Individuen, aber WIR können die Welt verändern. Ich glaube das wirklich, die Leute in diesem Raum. Schauen Sie die "Gates Foundation" an. Die haben Unbeschreibliches geleistet. Unglaubliche Dinge. Mit Zusammenarbeit können wir die Welt verändern. Wir können die unvermeidlichen Auswirkungen umkehren und die Qualität von Millionen Leben transformieren welche, beim genauen Hinsehen, genau wie unsere sind. Tut mir leid, dass ich hier lachen muss aber Sie sehen so anders aus als damals in Haight-Ashbury in den 60ern.(Gelächter)Ich behaupte, dass das der Moment ist für den Sie geschaffen wurden. Das ist das Erblühen der Saat die Sie in früheren, impulsiveren Tagen säten. Ideen, die Sie in Ihrer Jugend ausgebrütet haben. Das ist es was mich begeistert. Dieser Raum wurde für diesen Moment geboren. das will ich Ihnen heute Abend sagen. Die meisten von Ihnen wollten die Welt verändern, nicht wahr? Die meisten von Ihnen schafften die digitale Welt. Nun, durch Sie ist es möglich die physische Welt zu verändern. Das ist Fakt. Ökonomen bestätigen das und die wissen viel mehr als ich. Also warum strecken wir nicht unsere Faust in die Luft? Wahrscheinlich weil, wenn wir zugeben etwas tun zu können, wir auch etwas tun müssen. Es geht einem auf die Nerven. Das Gleichberechtigungsgeschäft nervt tatsächlich. Aber zum ersten Mal in der Geschichte haben wir die Technologie, haben wir das Know-How, haben wir das Geld, haben wir die lebensrettende Medizin.Haben wir den Willen? Ich hoffe, das ist eindeutig, aber ich bin kein Hippie. Ich bin nicht für das warme, flauschige Gefühl zu haben. Ich hab keine Blumen im Haar. Eigentlich komme ich vom Punkrock. "The Clash" trugen Armeestiefel, keine Sandalen. Aber ich erkenne Härte, wenn ich sie sehe. Bei all dem Gerede von Frieden und Liebe an der Westküste, war hier der Muskel, der die Bewegung in Gang brachte. Sie sehen, Idealismus ohne Aktion ist nur ein Traum. Aber Idealismus gepaart mit Pragmatismus, die Ärmel hochkrempeln und die Welt ein wenig biegen, das ist aufregend. Es ist sehr real. Es ist sehr stark. Und es ist sehr präsent in einer Menge wie dieser.Letztes Jahr haben wir mit DATA, der Organisation, die ich mit aufbaute, eine Kampagne gestartet um diesen Geist herbeizurufen, im Kampf gegen AIDS und extreme Armut. Wir riefen diese 'ONE'-Kampagne ins Leben. Das basiert auf unserer Überzeugung, dass die Aktion eines Menschen eine Menge verändern kann, aber die Aktion von vielen zusammen als Eines kann die Welt verändern. Nun, wir fühlen, dass jetzt die Zeit ist zu sehen, ob wir richtig lagen. Es gibt Momente in der Geschichte, da definieren sich Zivilisationen neu. Wir glauben das ist so ein Moment. Wir glauben, dass dies die Zeit sein könnte in der die Welt endlich entscheidet, dass der sträfliche Verlust von Leben in Afrika nicht länger hinnehmbar ist. Dies könnte die Zeit sein, wo wir endlich ernst machen und die Zukunft der meisten Menschen auf dem Planeten Erde ändern.Momentum hat sich aufgegebaut. Ein bisschen wacklig aber es wächst. Dieses Jahr ist ein Test für uns, speziell für die Führer der G8 Staaten, die angetreten sind und die Weltgeschichte schaut zu. Ich wurde kürzlich enttäuscht von der Bush-Regierung. Sie haben große Versprechungen für Afrika gemacht. Sie machten einige wirklich großartige Versprechungen, und tatsächlich haben sie viele davon erfüllt. Aber einige auch nicht. Sie können nicht den Ruck von unten fühlen, das ist wahr. Aber meine Enttäuschung hat viel mehr Perspektive wenn ich mit amerikanischen Menschen rede, und ihre Sorgen über das Defizit höre, und das steuerliche Wohlbefinden ihres Landes. Ich verstehe das. Es gibt jedoch einen viel größeren Ruck von unten, als Sie denken würden, wenn wir uns organisieren.Was ich versuche zu vermitteln, und Sie können mir helfen, falls Sie zustimmen, ist, dass Hilfe für Afrika eine gute Geldanlage ist für die Zeit, wenn Amerika es wirklich braucht. Um es mit den krassesten Worten zu sagen, die Investition wird große Gewinne einfahren. Nicht nur in geretteten Leben, sondern in Wohlwollen, Stabilität und Sicherheit, die wir hinzugewinnen. Das ist was ich mir von Ihnen erhoffe, wenn ich so kühn sein darf, und was nicht von meinen Wünschen abgezogen wird.(Gelächter)Was ich hoffe ist, dass Sie - über individuelle barmherzige Taten hinaus - dass sie Politiker dazu bringen für Afrika, für Amerika und für die Welt das Richtige zu machen. Erlauben Sie denen, wenn sie so wollen, ihr politisches Kapital und Ihr finanzielles Kapital, Ihren nationalen Geldbeutel einzusetzen, um das Leben von Millionen von Menschen zu retten. Das ist was ich wirklich von Ihnen will. Weil wir auch Ihr intellektuelles Kapital brauchen: Ihre Ideen, Ihre Fähigkeiten, Ihren Einfalllsreichtum. Und Sie, bei dieser Konferenz, sind in einer einzigartigen Position. Einige der Technologien, über die wir gesprochen haben, Sie erfanden sie oder haben zumindest die Art ihrer Benutzung revolutioniert. Zusammen haben Sie den Zeitgeist von analog zu digital gewandelt und die Grenzen verschoben. Wir hätten gern, dass Sie uns diese Energie geben. Geben Sie uns diese Art des Träumens, die Weise zu handeln.Wie ich sage, zwei Dinge stehen hier auf dem Spiel. Da ist der Kontinent Afrika. Aber da ist auch unsere Bedeutung. Die Leute finden das langsam heraus. Bewegungen entstehen. Künstler, Politiker, Popstars, Priester, Vorstandsvorsitzende, NGOs, Müttervereinigungen, Studentenvereinigungen. Eine Menge Leute kommen zusammen und arbeiten unter dem Schirm von dem ich eben sprach, die ONE Kampagne. Ich denke, sie haben alle einen Gedanken, welcher lautet, wo du auf der Welt lebst sollte nicht bestimmen, ob du auf der Welt lebst.(Beifall)Die Geschichte, genau wie Gott, beobachtet was wir tun. Wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden wird unser Zeitalter, denke ich, wegen drei Dingen erinnert werden. Wirklich, nur drei Dinge aus unserem ganzen Zeitalter, an die man sich erinnern wird. Die digitale Revolution, ja. Der Krieg gegen Terror, ja. Und was wir taten oder nicht taten um die Feuer in Afrika zu löschen. Manche sagen wir können es uns nicht leisten. Ich sage wir können es uns nicht leisten nichts zu tun. Danke, vielen Dank.(Beifall)Okay, meine drei Wünsche. Die mir TED gewährt hat. Sehen Sie, wenn es stimmt, und ich glaube daran, dass die digitale Welt, die Sie alle erschufen die kreative Vorstellungskraft von physischen Zwängen der Materie losgelöst hat. Dann sollte dies hier ein Klacks sein.(Gelächter)Ich sollte hinzufügen, dass diese Wunschliste eigentlich viel länger war. Die meisten unmöglich, einige unpraktisch und ein oder zwei sicherlich unmoralisch.(Gelächter)Dieses Geschäft, es macht süchtig, wenn sie wissen was ich meine, wenn jemand anders die Zeche bezahlt. Wie auch immer, hier ist Nummer eins. Ich wünsche mir, das Sie helfen eine soziale Bewegung zu erschaffen, mit mehr als einer Million amerikanischer Aktivisten für Afrika. Das ist mein erster Wunsch. Ich glaube, dass es möglich ist. Vor ein paar Minuten habe ich über all die Bürgerkampagnen die entstehen gesprochen. Sie wissen, es gibt viele da draußen. Und mit dieser einen Kampagne als unserem Schirm, haben meine Organisation, DATA, und andere Gruppen die Energie und den Enthusiasmus der da draußen von Hollywood bis ins Hinterland von Amerika angezapft. Wir wissen, dass es mehr als genug Energie für diese Bewegung gibt. Wir brauchen nur Ihre Hilfe um es geschehen zu lassen.Wir wollen alle von euch hier, Kirchen Amerika, Firmen Amerika, Microsoft Amerika, Apple Amerika, Coke Amerika, Pepsi Amerika, Streber Amerika, lautes Amerika. Wir können es uns nicht leisten das allein auszusitzen. Ich glaube, wenn wir eine Bewegung, eine Millionen Amerikaner stark, bilden werden wir nicht abgewiesen. Wir werden das Ohr des Kongresses haben. Wir werden die erste Seite in Condi Rices Besprechungsbuch sein, direkt ins Oval Office. Wenn es eine Million Amerikaner gibt -- und ich weiß das wirklich -- die bereit sind Anrufe zu tätigen, die bereit sind Emails zu schreiben. Ich bin absolut sicher, dass wir tatsächlich den Lauf der Geschichte für Afrika buchstäblich ändern können. Wie auch immer, ich möchte Ihre Hilfe um das unterschrieben zu bekommen. Ich weiß, dass John Gage und Sun Microsystems schon mit an Bord sind aber es gibt einige von Ihnen, mit denen wir gern reden würden.Richtig, mein zweiter Wunsch, Nummer zwei. Ich hätte gern einen Medientreffer für jede Person auf dem Planeten die von weniger als einem Dollar am Tag lebt. Das sind eine Milliarde Mediatreffer. Das könnte auf Google oder auf AOL sein. Steve Case, Larry, Sergey - die haben schon viel getan. Es könnte bei NBC sein. Oder ABC. Tatsächlich sprechen wir heute mit der ABC über die Oscars. Wir haben einen Film, produziert von Jon Kamen bei Radical Media. Sie wissen, wir wollen, wir brauchen etwas Sendezeit für unsere Ideen. Wir müssen die Mathematik und die Statistiken zu den amerikanischen Menschen bringen. Ich glaube wirklich an die alte Truman-Zeile, dass wenn man den Amerikanern die Fakten gibt sie das Richtige tun werden. Und was noch wichtig ist ist, dass das nicht Sally Struthers ist. Es muss als Abenteuer beschrieben werden, nicht als Last.(Video): Schritt für Schritt gehen sie vorwärts, eine Krankenschwester, ein Lehrer, eine Hausfrau, und Leben werden gerettet. Das Problem ist gewaltig. Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch. nach drei Sekunden noch einer. Die Situation ist so verzweifelt in Teilen Afrikas, Asiens, selbst Amerikas, dass Hilfsorganisationen, wie beim Tsunami auch, sich zusammenschließen und als eine handeln. Wir können extreme Armut, Hunger und AIDS besiegen. Aber wir brauchen Ihre Hilfe. Eine weitere Person, ein Brief, eine Stimme bedeutet den Unterschied zwischen Leben und Tod für Millionen von Menschen. Bitte machen Sie mit und arbeiten Sie zusammen. Amerikaner haben eine einmalige Möglichkeit. Wir können Geschichte schreiben. Wir können beginnen Armut zur Vergangenheit zu machen. Schritt für Schritt für Schritt. Bitte besuchen Sie ONE auf dieser Adresse. Wir bitten Sie nicht um Geld. Wir bitten Sie um Ihre Stimme.Bono: Nun. Ich wünsche mir, dass TED wahrlich die Kraft der Information zeigt. Seine Kraft die Regeln neu zu schreiben und Leben zu verändern, indem es jedes Hospital, Klinik und Schule in einem afrikanischen Land verbindet. Ich möchte, dass es Äthiopien ist. Ich glaube, wir können alle Schulen in Äthiopien verbinden, jede Klinik, jedes Hospital. Wir können sie mit dem Internet verbinden. Das ist mein Wunsch, mein dritter Wunsch. Ich denke es ist möglich. Ich denke wir haben das Geld und die Gehirne im Raum um das zu tun. Das wäre ein irrer Wunsch, der wahr werden könnte. Ich war in Äthiopien, wie ich bereits sagte. Dort begann alles für mich. Die Idee, dass das Internet, welches alle Ihre Leben verändert hat, ein Land verändern kann -- und einen Kontinent der es gerade so zu Analog schaffte, geschweige denn zu Digital -- verdreht mir den Kopf. Aber so schnell ging es zu Beginn nicht.Die erste Überlandleitung von Boston nach New York wurde 1885 zum Telefonieren benutzt. Nur neun Jahre später war Addis Abeba per Telefon mit Harare, welches 500 km entfernt ist, verbunden. Seit dem hat sich nicht viel verändert. Die durchschnittliche Wartezeit für eine Landverbindung in Äthiopien beträgt tatsächlich zwischen sechs und acht Jahren. Von kabellose Technologie nur zu träumen. Wie auch immer, Ich bin Ire und wie Sie sehen können weiß ich wie wichtig reden ist. Kommunikation ist sehr wichtig für Äthiopien -- und wird das Land verändern. Krankenschwestern bekommen bessere Ausbildung, Apotheker sind in der Lage Nachschub zu bestellen, Ärzte können ihre Kenntnisse in allen Aspekten der Medizin teilen. Es ist ein sehr gute Idee sie zu verkabeln. Und das ist mein dritter und letzter Wunsch an Sie bei der TED Konferenz. Vielen Dank noch einmal.
6
Wo lebt "das Mädchen mit dem Bart"?
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2
Irland
1
AIDS
2
2
Bonos Aufruf für AfricaNun, wie Alexander Graham Bell bei seinem berühmten ersten erfolgreichen Telefonat sagte, "Hallo, ist da Domino's Pizza?" (Gelächter) Ich möchte ihnen wirklich danken. Wie ein anderer berühmter Mann, Jerry Garcia, sagte, "Was für eine seltsame, lange Reise" Er hätte sagen sollen, "Was für eine seltsame, lange Reise das wird" Grad in diesem Moment sehen Sie meine obere Hälfte. Meine untere Hälfte erscheint gerade auf einer anderen Konferenz (Gelächter) in einem anderen Land. Man kann, wie man sieht, an zwei Orten zugleich sein. Aber es tut mir trotzdem leid, dass ich nicht persönlich bei Ihnen sein kann. Ich werde das ein anderes Mal erklären.Und obwohl ich ein Rockstar bin, möchte ich versichern, dass keine meiner Wünsche ein heißes Bad beinhaltet. Was mich aber an Technologie wirklich anmacht ist nicht die Möglichkeit mehr Lieder auf den Mp3-Player zu bekommen. Die Revolution -- diese Revolution -- ist viel größer als das. Ich hoffe, ich glaube. Was mich am Digitalen Zeitalter anmacht, was mich persönlich erregt ist, dass Sie die Kluft zwischen Träumen und Handeln geschlossen haben. Sehen sie, es war mal so, dass, wenn man ein Lied aufnehmen wollte, man ein Studio und einen Produzenten brauchte. Nun braucht man nur einen Laptop. Wenn man einen Film machen wollte, brauchte man massig Equipment und ein Hollywood-Budget. Heute braucht man eine Kamera, die in die Handfläche passt. und ein paar Cent für einen DVD-Rohling. Vorstellungskraft wurde von den alten Zwängen entkoppelt. Und das begeistert mich wirklich. Ich bin aufgeregt, wenn ich diese Art Denkerlass erblicke.Was ich gern sehen würde ist Idealismus entkoppelt von allen Zwängen. Politisch, ökonomisch, psychologisch, was auch immer. Die geopolitische Welt muss noch viel von der digitalen Welt lernen. Von der Leichtigkeit mit der Sie Hindernisse aus dem Weg fegen, die niemand auch nur für beweglich hielt. Das ist es worüber ich heute eigentlich reden möchte. Zuerst sollte ich wahrscheinlich erklären warum und wie ich an diesen Ort kam. Es ist eine Reise die vor 20 Jahren begann. Sie dürften sich an das Lied, "We Are the World", oder, "Do They Know It's Christmas?" erinnern. Band Aid, Live Aid. Ein weiterer sehr großer, grauhaariger Rockstar, mein Freund Sir Bob Geldof verfasste die Herausforderung zu "feed the world" (Ernähre die Erde) Das war ein großer Moment und er veränderte mein Leben ganz und gar. In dem Sommer gingen meine Frau Ali und ich nach Äthiopien. Wir gingen klammheimlich um zu sehen was vor sich geht. Wir lebten einen Monat in Äthiopien und arbeiteten in einem Waisenhaus. Die Kinder gaben mir einen Namen. Sie nannten mich, "Das Mädchen mit dem Bart".(Gelächter)Fragen Sie nicht. Wie auch immer, für uns war Afrika ein magischer Ort. Weiter Himmel, große Herzen, ein großer strahlender Kontinent. Wunderschöne, königliche Menschen. Jeder der Afrika jemals etwas gab bekam viel mehr zurück. Äthiopien hat mir nicht nur den Kopf verdreht sondern auch geöffnet. Jedenfalls, an unserem letzen Tag in dem Waisenhaus gab mir ein Mann sein Baby und sagte, "Würdest du meinen Sohn mit dir nehmen?" Er wusste, in Irland würde sein Sohn leben und in Äthiopien würde er sterben. Es war mitten in dieser furchtbaren Hungersnot. Nun, ich wies ihn ab. Das war eine komische Art von schlechtem Gefühl, aber ich wies ihn ab. Und das ist ein Gefühl, das ich niemals mehr vergessen werde. In diesem Moment begann ich diese Reise.In diesem Moment wurde ich das Schlimmste von allem: Ich wurde ein Rockstar mit einem Anliegen. Es sei denn das ist kein Anliegen, nicht wahr? Sechseinhalbtausend Afrikaner sterben jeden Tag an AIDS -- eine verhütbare, behandelbare Krankheit -- weil Medikamenten fehlen, die wir in jeder Apotheke bekommen. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. 11 Millionen AIDS-Waisen in Afrika, 20 Millionen am Ende der Dekade. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Heute, jeden Tag fangen sich 9.000 weitere Afrikaner HIV ein wegen Stigmatisierung und fehlender Bildung. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Worüber wir hier sprechen sind Menschenrechte. Das Recht wie ein Mensch zu leben. Das Recht eine Zeitspanne zu leben. Und was wir in Afrika sehen ist eine unvergleichliche Bedrohung der Menschenwürde und der Gleichberechtigung.Das nächste, worüber ich Klarheit schaffen will, ist, was dieses Problem ist und was es nicht ist. Weil es sich nicht immer um Wohltätigkeit dreht. Es geht um Gerechtigkeit. Wirklich. Es geht nicht um Wohltätigkeit. Es geht um Gerechtigkeit. Richtig. Und das ist schade, denn was Wohltätigkeit angeht sind wir sehr gut. Amerikaner, wie auch Iren, sind gut darin. Sogar die ärmsten Viertel geben mehr als sie sich leisten können. Wir geben gern und wir geben viel. Sehen Sie die Reaktionen auf den Tsunami, wie inspirierend. Doch Gerechtigkeit ist eine stärkerer Standard als Wohltätigkeit. Sehen Sie, Afrika macht unsere Idee von Gerechtigkeit lächerlich. Es lässt unsere Idee von Gleichberechtigung wie ein Witz aussehen. Es verspottet unsere Frömmigkeit. Es zweifelt an unser Sache. Es hinterfragt unser Engagement. Weil wir nicht auf das sehen können, was in Afrika geschieht, und, wenn wir ehrlich sind, daraus folgern, dass das irgendwo anders zugelassen würde.Wie Sie in dem Film hörten, nirgendwo anders, nicht hier. Nicht hier, nicht in Amerika, nicht in Europa. Tatsächlich hat ein Staatsoberhaupt, das Sie alle kennen, dies vor mir zugegeben. Und es ist wirklich wahr. Es ist unmöglich, dass diese Art von Ausblutung menschlichen Lebens irgendwo anders akzeptiert würde als in Afrika. Afrika ist ein Kontinent in Flammen. Und wenn wir wirklich tief in uns akzeptierten, dass Afrikaner uns gleich sind, würden wir alle mehr tun um das Feuer zu löschen. Wir stehen mit Gießkannen rum, wenn wir in Wirklichkeit die Feuerwehr brauchen.Sehen Sie, es ist nicht so dramatisch wie der Tsunami. Das ist verrückt, wirklich, wenn Sie darüber nachdenken. Müssen Dinge heutzutage wie Actionfilme aussehen um in unseren Gehirnen vorn zu stehen? Das langsame Auslöschen von Leben, so scheint es, ist einfach nicht dramatisch genug. Katastrophen, die wir abwehren können sind nicht so interessant wie solche, die wir abwehren könnten. Das ist eigenartig. Wie auch immer, ich glaube, dass diese Denkweise die intellektuelle Strenge in diesem Raum beleidigt. Sechseinhalbtausend Tote am Tag mag Afrikas Krise sein, aber die Tatsache, dass es nicht in den Spätnachrichten ist, dass wir in Europa oder sie in Amerika es nicht wie einen Notstand behandeln -- Ich möchte mit Ihnen darüber verhandeln, dass das unsere Krise ist. Ich möchte darlegen, dass auch wenn Afrika nicht die Frontlinie des Krieges gegen Terror ist es das bald sein könnte. Jede Woche nehmen religiöse Extremisten ein weiteres afrikanisches Dorf ein. Sie versuchen Ordnung ins Chaos zu bringen. Warum machen wir das nicht?Armut bringt Verzweiflung hervor. Wir wissen das. Verzweiflung führt zu Gewalt. Wir wissen das. Ist es in turbulenten Zeiten nicht billiger und intelligenter sich potentielle Feinde zum Freund zu machen, als sich später vor ihnen zu schützen? Der Krieg gegen den Terror ist mit dem Krieg gegen Armut verbunden. Das habe nicht ich gesagt. Colin Powell sagte das. Nun, wenn die Militärs uns sagen, dass dieser Krieg nicht durch militärische Macht allein gewonnen werden kann sollten wir vielleicht zuhören. Es gibt hier eine Gelegenheit, und sie ist real. Das ist keine Spinnerei. Kein Wunschdenken. Die Probleme in den Entwicklungsländern bieten uns in den entwickelten Ländern eine Chance uns in der Welt neu zu beschreiben. Wir werden nicht nur anderer Menschen Leben verändern, sondern auch die Art wie diese anderen Menschen uns sehen. Das dürfte in diesen nervösen, gefährlichen Zeiten schlau sein.Denken Sie nicht, dass auf einer rein kommerziellen Ebene, die Antiretrovirale Medizin nicht eine großartige Werbung für den westlichen Einfallsreichtum und Technologie ist? Steht uns die Barmherzigkeit nicht gut? Lassen Sie uns für ein Sekunde mit dem Unsinn aufhören. In bestimmten Vierteln der Welt, ist die Marke EU, die Marke USA, nicht gerade die Leuchtenste. Die Neonreklame zischt und knackt. Jemand wirft einen Stein durch ein Fenster. Die örtlichen Filialleiter werden nervös. Niemals zuvor wurden wir im Westen so unter die Lupe genommen. Unsere Werte: haben wir welche? Unsere Glaubwürdigkeit? Diese Dinge werden weltweit angegriffen. Die Marke USA könnte etwas Politur gebrauchen. Und das sage ich als ein Fan, verstehen Sie? Als eine Person die die Produkte kauft. Aber denken Sie darüber nach. Mehr Antiretrovirale ergeben Sinn. Aber das ist nur der leichte Teil, oder sollte es sein.Aber Gleichberechtigung für Afrika -- das ist eine große, teure Idee. Sie sehen, das Ausmaß des Leids betäubt uns in eine Art Gleichgültigkeit. Was zum Himmel können wir alle dagegen tun? Nun, viel mehr als wir denken. Wir können nicht jedes Problem lösen, aber das eine, behaupte ich, müssen wir lösen. Weil wir es können, müssen wir es. Das ist die reine Wahrheit, die rechtschaffene Wahrheit. Es ist keine Theorie. Tatsache ist, dass wir die erste Generation sind die Krankheit und dieser extremen Armut in die Augen sehen kann, sehen Sie über den Ozean, sagen sie es und meinen Sie es. Dafür müssen wir nicht stehen. Ein ganzer Kontinent abgeschrieben -- wir müssen nicht dafür stehen.(Beifall)Lassen Sie mich das ohne eine Spur von Ironie sagen -- bevor ich das an einen Haufen Ex-Hippies richte. Vergessen Sie die 60er. Wir können die Welt verändern. Ich kann es nicht, Sie können es nicht, als Individuen, aber WIR können die Welt verändern. Ich glaube das wirklich, die Leute in diesem Raum. Schauen Sie die "Gates Foundation" an. Die haben Unbeschreibliches geleistet. Unglaubliche Dinge. Mit Zusammenarbeit können wir die Welt verändern. Wir können die unvermeidlichen Auswirkungen umkehren und die Qualität von Millionen Leben transformieren welche, beim genauen Hinsehen, genau wie unsere sind. Tut mir leid, dass ich hier lachen muss aber Sie sehen so anders aus als damals in Haight-Ashbury in den 60ern.(Gelächter)Ich behaupte, dass das der Moment ist für den Sie geschaffen wurden. Das ist das Erblühen der Saat die Sie in früheren, impulsiveren Tagen säten. Ideen, die Sie in Ihrer Jugend ausgebrütet haben. Das ist es was mich begeistert. Dieser Raum wurde für diesen Moment geboren. das will ich Ihnen heute Abend sagen. Die meisten von Ihnen wollten die Welt verändern, nicht wahr? Die meisten von Ihnen schafften die digitale Welt. Nun, durch Sie ist es möglich die physische Welt zu verändern. Das ist Fakt. Ökonomen bestätigen das und die wissen viel mehr als ich. Also warum strecken wir nicht unsere Faust in die Luft? Wahrscheinlich weil, wenn wir zugeben etwas tun zu können, wir auch etwas tun müssen. Es geht einem auf die Nerven. Das Gleichberechtigungsgeschäft nervt tatsächlich. Aber zum ersten Mal in der Geschichte haben wir die Technologie, haben wir das Know-How, haben wir das Geld, haben wir die lebensrettende Medizin.Haben wir den Willen? Ich hoffe, das ist eindeutig, aber ich bin kein Hippie. Ich bin nicht für das warme, flauschige Gefühl zu haben. Ich hab keine Blumen im Haar. Eigentlich komme ich vom Punkrock. "The Clash" trugen Armeestiefel, keine Sandalen. Aber ich erkenne Härte, wenn ich sie sehe. Bei all dem Gerede von Frieden und Liebe an der Westküste, war hier der Muskel, der die Bewegung in Gang brachte. Sie sehen, Idealismus ohne Aktion ist nur ein Traum. Aber Idealismus gepaart mit Pragmatismus, die Ärmel hochkrempeln und die Welt ein wenig biegen, das ist aufregend. Es ist sehr real. Es ist sehr stark. Und es ist sehr präsent in einer Menge wie dieser.Letztes Jahr haben wir mit DATA, der Organisation, die ich mit aufbaute, eine Kampagne gestartet um diesen Geist herbeizurufen, im Kampf gegen AIDS und extreme Armut. Wir riefen diese 'ONE'-Kampagne ins Leben. Das basiert auf unserer Überzeugung, dass die Aktion eines Menschen eine Menge verändern kann, aber die Aktion von vielen zusammen als Eines kann die Welt verändern. Nun, wir fühlen, dass jetzt die Zeit ist zu sehen, ob wir richtig lagen. Es gibt Momente in der Geschichte, da definieren sich Zivilisationen neu. Wir glauben das ist so ein Moment. Wir glauben, dass dies die Zeit sein könnte in der die Welt endlich entscheidet, dass der sträfliche Verlust von Leben in Afrika nicht länger hinnehmbar ist. Dies könnte die Zeit sein, wo wir endlich ernst machen und die Zukunft der meisten Menschen auf dem Planeten Erde ändern.Momentum hat sich aufgegebaut. Ein bisschen wacklig aber es wächst. Dieses Jahr ist ein Test für uns, speziell für die Führer der G8 Staaten, die angetreten sind und die Weltgeschichte schaut zu. Ich wurde kürzlich enttäuscht von der Bush-Regierung. Sie haben große Versprechungen für Afrika gemacht. Sie machten einige wirklich großartige Versprechungen, und tatsächlich haben sie viele davon erfüllt. Aber einige auch nicht. Sie können nicht den Ruck von unten fühlen, das ist wahr. Aber meine Enttäuschung hat viel mehr Perspektive wenn ich mit amerikanischen Menschen rede, und ihre Sorgen über das Defizit höre, und das steuerliche Wohlbefinden ihres Landes. Ich verstehe das. Es gibt jedoch einen viel größeren Ruck von unten, als Sie denken würden, wenn wir uns organisieren.Was ich versuche zu vermitteln, und Sie können mir helfen, falls Sie zustimmen, ist, dass Hilfe für Afrika eine gute Geldanlage ist für die Zeit, wenn Amerika es wirklich braucht. Um es mit den krassesten Worten zu sagen, die Investition wird große Gewinne einfahren. Nicht nur in geretteten Leben, sondern in Wohlwollen, Stabilität und Sicherheit, die wir hinzugewinnen. Das ist was ich mir von Ihnen erhoffe, wenn ich so kühn sein darf, und was nicht von meinen Wünschen abgezogen wird.(Gelächter)Was ich hoffe ist, dass Sie - über individuelle barmherzige Taten hinaus - dass sie Politiker dazu bringen für Afrika, für Amerika und für die Welt das Richtige zu machen. Erlauben Sie denen, wenn sie so wollen, ihr politisches Kapital und Ihr finanzielles Kapital, Ihren nationalen Geldbeutel einzusetzen, um das Leben von Millionen von Menschen zu retten. Das ist was ich wirklich von Ihnen will. Weil wir auch Ihr intellektuelles Kapital brauchen: Ihre Ideen, Ihre Fähigkeiten, Ihren Einfalllsreichtum. Und Sie, bei dieser Konferenz, sind in einer einzigartigen Position. Einige der Technologien, über die wir gesprochen haben, Sie erfanden sie oder haben zumindest die Art ihrer Benutzung revolutioniert. Zusammen haben Sie den Zeitgeist von analog zu digital gewandelt und die Grenzen verschoben. Wir hätten gern, dass Sie uns diese Energie geben. Geben Sie uns diese Art des Träumens, die Weise zu handeln.Wie ich sage, zwei Dinge stehen hier auf dem Spiel. Da ist der Kontinent Afrika. Aber da ist auch unsere Bedeutung. Die Leute finden das langsam heraus. Bewegungen entstehen. Künstler, Politiker, Popstars, Priester, Vorstandsvorsitzende, NGOs, Müttervereinigungen, Studentenvereinigungen. Eine Menge Leute kommen zusammen und arbeiten unter dem Schirm von dem ich eben sprach, die ONE Kampagne. Ich denke, sie haben alle einen Gedanken, welcher lautet, wo du auf der Welt lebst sollte nicht bestimmen, ob du auf der Welt lebst.(Beifall)Die Geschichte, genau wie Gott, beobachtet was wir tun. Wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden wird unser Zeitalter, denke ich, wegen drei Dingen erinnert werden. Wirklich, nur drei Dinge aus unserem ganzen Zeitalter, an die man sich erinnern wird. Die digitale Revolution, ja. Der Krieg gegen Terror, ja. Und was wir taten oder nicht taten um die Feuer in Afrika zu löschen. Manche sagen wir können es uns nicht leisten. Ich sage wir können es uns nicht leisten nichts zu tun. Danke, vielen Dank.(Beifall)Okay, meine drei Wünsche. Die mir TED gewährt hat. Sehen Sie, wenn es stimmt, und ich glaube daran, dass die digitale Welt, die Sie alle erschufen die kreative Vorstellungskraft von physischen Zwängen der Materie losgelöst hat. Dann sollte dies hier ein Klacks sein.(Gelächter)Ich sollte hinzufügen, dass diese Wunschliste eigentlich viel länger war. Die meisten unmöglich, einige unpraktisch und ein oder zwei sicherlich unmoralisch.(Gelächter)Dieses Geschäft, es macht süchtig, wenn sie wissen was ich meine, wenn jemand anders die Zeche bezahlt. Wie auch immer, hier ist Nummer eins. Ich wünsche mir, das Sie helfen eine soziale Bewegung zu erschaffen, mit mehr als einer Million amerikanischer Aktivisten für Afrika. Das ist mein erster Wunsch. Ich glaube, dass es möglich ist. Vor ein paar Minuten habe ich über all die Bürgerkampagnen die entstehen gesprochen. Sie wissen, es gibt viele da draußen. Und mit dieser einen Kampagne als unserem Schirm, haben meine Organisation, DATA, und andere Gruppen die Energie und den Enthusiasmus der da draußen von Hollywood bis ins Hinterland von Amerika angezapft. Wir wissen, dass es mehr als genug Energie für diese Bewegung gibt. Wir brauchen nur Ihre Hilfe um es geschehen zu lassen.Wir wollen alle von euch hier, Kirchen Amerika, Firmen Amerika, Microsoft Amerika, Apple Amerika, Coke Amerika, Pepsi Amerika, Streber Amerika, lautes Amerika. Wir können es uns nicht leisten das allein auszusitzen. Ich glaube, wenn wir eine Bewegung, eine Millionen Amerikaner stark, bilden werden wir nicht abgewiesen. Wir werden das Ohr des Kongresses haben. Wir werden die erste Seite in Condi Rices Besprechungsbuch sein, direkt ins Oval Office. Wenn es eine Million Amerikaner gibt -- und ich weiß das wirklich -- die bereit sind Anrufe zu tätigen, die bereit sind Emails zu schreiben. Ich bin absolut sicher, dass wir tatsächlich den Lauf der Geschichte für Afrika buchstäblich ändern können. Wie auch immer, ich möchte Ihre Hilfe um das unterschrieben zu bekommen. Ich weiß, dass John Gage und Sun Microsystems schon mit an Bord sind aber es gibt einige von Ihnen, mit denen wir gern reden würden.Richtig, mein zweiter Wunsch, Nummer zwei. Ich hätte gern einen Medientreffer für jede Person auf dem Planeten die von weniger als einem Dollar am Tag lebt. Das sind eine Milliarde Mediatreffer. Das könnte auf Google oder auf AOL sein. Steve Case, Larry, Sergey - die haben schon viel getan. Es könnte bei NBC sein. Oder ABC. Tatsächlich sprechen wir heute mit der ABC über die Oscars. Wir haben einen Film, produziert von Jon Kamen bei Radical Media. Sie wissen, wir wollen, wir brauchen etwas Sendezeit für unsere Ideen. Wir müssen die Mathematik und die Statistiken zu den amerikanischen Menschen bringen. Ich glaube wirklich an die alte Truman-Zeile, dass wenn man den Amerikanern die Fakten gibt sie das Richtige tun werden. Und was noch wichtig ist ist, dass das nicht Sally Struthers ist. Es muss als Abenteuer beschrieben werden, nicht als Last.(Video): Schritt für Schritt gehen sie vorwärts, eine Krankenschwester, ein Lehrer, eine Hausfrau, und Leben werden gerettet. Das Problem ist gewaltig. Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch. nach drei Sekunden noch einer. Die Situation ist so verzweifelt in Teilen Afrikas, Asiens, selbst Amerikas, dass Hilfsorganisationen, wie beim Tsunami auch, sich zusammenschließen und als eine handeln. Wir können extreme Armut, Hunger und AIDS besiegen. Aber wir brauchen Ihre Hilfe. Eine weitere Person, ein Brief, eine Stimme bedeutet den Unterschied zwischen Leben und Tod für Millionen von Menschen. Bitte machen Sie mit und arbeiten Sie zusammen. Amerikaner haben eine einmalige Möglichkeit. Wir können Geschichte schreiben. Wir können beginnen Armut zur Vergangenheit zu machen. Schritt für Schritt für Schritt. Bitte besuchen Sie ONE auf dieser Adresse. Wir bitten Sie nicht um Geld. Wir bitten Sie um Ihre Stimme.Bono: Nun. Ich wünsche mir, dass TED wahrlich die Kraft der Information zeigt. Seine Kraft die Regeln neu zu schreiben und Leben zu verändern, indem es jedes Hospital, Klinik und Schule in einem afrikanischen Land verbindet. Ich möchte, dass es Äthiopien ist. Ich glaube, wir können alle Schulen in Äthiopien verbinden, jede Klinik, jedes Hospital. Wir können sie mit dem Internet verbinden. Das ist mein Wunsch, mein dritter Wunsch. Ich denke es ist möglich. Ich denke wir haben das Geld und die Gehirne im Raum um das zu tun. Das wäre ein irrer Wunsch, der wahr werden könnte. Ich war in Äthiopien, wie ich bereits sagte. Dort begann alles für mich. Die Idee, dass das Internet, welches alle Ihre Leben verändert hat, ein Land verändern kann -- und einen Kontinent der es gerade so zu Analog schaffte, geschweige denn zu Digital -- verdreht mir den Kopf. Aber so schnell ging es zu Beginn nicht.Die erste Überlandleitung von Boston nach New York wurde 1885 zum Telefonieren benutzt. Nur neun Jahre später war Addis Abeba per Telefon mit Harare, welches 500 km entfernt ist, verbunden. Seit dem hat sich nicht viel verändert. Die durchschnittliche Wartezeit für eine Landverbindung in Äthiopien beträgt tatsächlich zwischen sechs und acht Jahren. Von kabellose Technologie nur zu träumen. Wie auch immer, Ich bin Ire und wie Sie sehen können weiß ich wie wichtig reden ist. Kommunikation ist sehr wichtig für Äthiopien -- und wird das Land verändern. Krankenschwestern bekommen bessere Ausbildung, Apotheker sind in der Lage Nachschub zu bestellen, Ärzte können ihre Kenntnisse in allen Aspekten der Medizin teilen. Es ist ein sehr gute Idee sie zu verkabeln. Und das ist mein dritter und letzter Wunsch an Sie bei der TED Konferenz. Vielen Dank noch einmal.
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Warum sterben Menschen in Afrika an AIDS laut Bono?
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aus Mangel an Medikamenten
1
AIDS
2
2
Bonos Aufruf für AfricaNun, wie Alexander Graham Bell bei seinem berühmten ersten erfolgreichen Telefonat sagte, "Hallo, ist da Domino's Pizza?" (Gelächter) Ich möchte ihnen wirklich danken. Wie ein anderer berühmter Mann, Jerry Garcia, sagte, "Was für eine seltsame, lange Reise" Er hätte sagen sollen, "Was für eine seltsame, lange Reise das wird" Grad in diesem Moment sehen Sie meine obere Hälfte. Meine untere Hälfte erscheint gerade auf einer anderen Konferenz (Gelächter) in einem anderen Land. Man kann, wie man sieht, an zwei Orten zugleich sein. Aber es tut mir trotzdem leid, dass ich nicht persönlich bei Ihnen sein kann. Ich werde das ein anderes Mal erklären.Und obwohl ich ein Rockstar bin, möchte ich versichern, dass keine meiner Wünsche ein heißes Bad beinhaltet. Was mich aber an Technologie wirklich anmacht ist nicht die Möglichkeit mehr Lieder auf den Mp3-Player zu bekommen. Die Revolution -- diese Revolution -- ist viel größer als das. Ich hoffe, ich glaube. Was mich am Digitalen Zeitalter anmacht, was mich persönlich erregt ist, dass Sie die Kluft zwischen Träumen und Handeln geschlossen haben. Sehen sie, es war mal so, dass, wenn man ein Lied aufnehmen wollte, man ein Studio und einen Produzenten brauchte. Nun braucht man nur einen Laptop. Wenn man einen Film machen wollte, brauchte man massig Equipment und ein Hollywood-Budget. Heute braucht man eine Kamera, die in die Handfläche passt. und ein paar Cent für einen DVD-Rohling. Vorstellungskraft wurde von den alten Zwängen entkoppelt. Und das begeistert mich wirklich. Ich bin aufgeregt, wenn ich diese Art Denkerlass erblicke.Was ich gern sehen würde ist Idealismus entkoppelt von allen Zwängen. Politisch, ökonomisch, psychologisch, was auch immer. Die geopolitische Welt muss noch viel von der digitalen Welt lernen. Von der Leichtigkeit mit der Sie Hindernisse aus dem Weg fegen, die niemand auch nur für beweglich hielt. Das ist es worüber ich heute eigentlich reden möchte. Zuerst sollte ich wahrscheinlich erklären warum und wie ich an diesen Ort kam. Es ist eine Reise die vor 20 Jahren begann. Sie dürften sich an das Lied, "We Are the World", oder, "Do They Know It's Christmas?" erinnern. Band Aid, Live Aid. Ein weiterer sehr großer, grauhaariger Rockstar, mein Freund Sir Bob Geldof verfasste die Herausforderung zu "feed the world" (Ernähre die Erde) Das war ein großer Moment und er veränderte mein Leben ganz und gar. In dem Sommer gingen meine Frau Ali und ich nach Äthiopien. Wir gingen klammheimlich um zu sehen was vor sich geht. Wir lebten einen Monat in Äthiopien und arbeiteten in einem Waisenhaus. Die Kinder gaben mir einen Namen. Sie nannten mich, "Das Mädchen mit dem Bart".(Gelächter)Fragen Sie nicht. Wie auch immer, für uns war Afrika ein magischer Ort. Weiter Himmel, große Herzen, ein großer strahlender Kontinent. Wunderschöne, königliche Menschen. Jeder der Afrika jemals etwas gab bekam viel mehr zurück. Äthiopien hat mir nicht nur den Kopf verdreht sondern auch geöffnet. Jedenfalls, an unserem letzen Tag in dem Waisenhaus gab mir ein Mann sein Baby und sagte, "Würdest du meinen Sohn mit dir nehmen?" Er wusste, in Irland würde sein Sohn leben und in Äthiopien würde er sterben. Es war mitten in dieser furchtbaren Hungersnot. Nun, ich wies ihn ab. Das war eine komische Art von schlechtem Gefühl, aber ich wies ihn ab. Und das ist ein Gefühl, das ich niemals mehr vergessen werde. In diesem Moment begann ich diese Reise.In diesem Moment wurde ich das Schlimmste von allem: Ich wurde ein Rockstar mit einem Anliegen. Es sei denn das ist kein Anliegen, nicht wahr? Sechseinhalbtausend Afrikaner sterben jeden Tag an AIDS -- eine verhütbare, behandelbare Krankheit -- weil Medikamenten fehlen, die wir in jeder Apotheke bekommen. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. 11 Millionen AIDS-Waisen in Afrika, 20 Millionen am Ende der Dekade. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Heute, jeden Tag fangen sich 9.000 weitere Afrikaner HIV ein wegen Stigmatisierung und fehlender Bildung. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Worüber wir hier sprechen sind Menschenrechte. Das Recht wie ein Mensch zu leben. Das Recht eine Zeitspanne zu leben. Und was wir in Afrika sehen ist eine unvergleichliche Bedrohung der Menschenwürde und der Gleichberechtigung.Das nächste, worüber ich Klarheit schaffen will, ist, was dieses Problem ist und was es nicht ist. Weil es sich nicht immer um Wohltätigkeit dreht. Es geht um Gerechtigkeit. Wirklich. Es geht nicht um Wohltätigkeit. Es geht um Gerechtigkeit. Richtig. Und das ist schade, denn was Wohltätigkeit angeht sind wir sehr gut. Amerikaner, wie auch Iren, sind gut darin. Sogar die ärmsten Viertel geben mehr als sie sich leisten können. Wir geben gern und wir geben viel. Sehen Sie die Reaktionen auf den Tsunami, wie inspirierend. Doch Gerechtigkeit ist eine stärkerer Standard als Wohltätigkeit. Sehen Sie, Afrika macht unsere Idee von Gerechtigkeit lächerlich. Es lässt unsere Idee von Gleichberechtigung wie ein Witz aussehen. Es verspottet unsere Frömmigkeit. Es zweifelt an unser Sache. Es hinterfragt unser Engagement. Weil wir nicht auf das sehen können, was in Afrika geschieht, und, wenn wir ehrlich sind, daraus folgern, dass das irgendwo anders zugelassen würde.Wie Sie in dem Film hörten, nirgendwo anders, nicht hier. Nicht hier, nicht in Amerika, nicht in Europa. Tatsächlich hat ein Staatsoberhaupt, das Sie alle kennen, dies vor mir zugegeben. Und es ist wirklich wahr. Es ist unmöglich, dass diese Art von Ausblutung menschlichen Lebens irgendwo anders akzeptiert würde als in Afrika. Afrika ist ein Kontinent in Flammen. Und wenn wir wirklich tief in uns akzeptierten, dass Afrikaner uns gleich sind, würden wir alle mehr tun um das Feuer zu löschen. Wir stehen mit Gießkannen rum, wenn wir in Wirklichkeit die Feuerwehr brauchen.Sehen Sie, es ist nicht so dramatisch wie der Tsunami. Das ist verrückt, wirklich, wenn Sie darüber nachdenken. Müssen Dinge heutzutage wie Actionfilme aussehen um in unseren Gehirnen vorn zu stehen? Das langsame Auslöschen von Leben, so scheint es, ist einfach nicht dramatisch genug. Katastrophen, die wir abwehren können sind nicht so interessant wie solche, die wir abwehren könnten. Das ist eigenartig. Wie auch immer, ich glaube, dass diese Denkweise die intellektuelle Strenge in diesem Raum beleidigt. Sechseinhalbtausend Tote am Tag mag Afrikas Krise sein, aber die Tatsache, dass es nicht in den Spätnachrichten ist, dass wir in Europa oder sie in Amerika es nicht wie einen Notstand behandeln -- Ich möchte mit Ihnen darüber verhandeln, dass das unsere Krise ist. Ich möchte darlegen, dass auch wenn Afrika nicht die Frontlinie des Krieges gegen Terror ist es das bald sein könnte. Jede Woche nehmen religiöse Extremisten ein weiteres afrikanisches Dorf ein. Sie versuchen Ordnung ins Chaos zu bringen. Warum machen wir das nicht?Armut bringt Verzweiflung hervor. Wir wissen das. Verzweiflung führt zu Gewalt. Wir wissen das. Ist es in turbulenten Zeiten nicht billiger und intelligenter sich potentielle Feinde zum Freund zu machen, als sich später vor ihnen zu schützen? Der Krieg gegen den Terror ist mit dem Krieg gegen Armut verbunden. Das habe nicht ich gesagt. Colin Powell sagte das. Nun, wenn die Militärs uns sagen, dass dieser Krieg nicht durch militärische Macht allein gewonnen werden kann sollten wir vielleicht zuhören. Es gibt hier eine Gelegenheit, und sie ist real. Das ist keine Spinnerei. Kein Wunschdenken. Die Probleme in den Entwicklungsländern bieten uns in den entwickelten Ländern eine Chance uns in der Welt neu zu beschreiben. Wir werden nicht nur anderer Menschen Leben verändern, sondern auch die Art wie diese anderen Menschen uns sehen. Das dürfte in diesen nervösen, gefährlichen Zeiten schlau sein.Denken Sie nicht, dass auf einer rein kommerziellen Ebene, die Antiretrovirale Medizin nicht eine großartige Werbung für den westlichen Einfallsreichtum und Technologie ist? Steht uns die Barmherzigkeit nicht gut? Lassen Sie uns für ein Sekunde mit dem Unsinn aufhören. In bestimmten Vierteln der Welt, ist die Marke EU, die Marke USA, nicht gerade die Leuchtenste. Die Neonreklame zischt und knackt. Jemand wirft einen Stein durch ein Fenster. Die örtlichen Filialleiter werden nervös. Niemals zuvor wurden wir im Westen so unter die Lupe genommen. Unsere Werte: haben wir welche? Unsere Glaubwürdigkeit? Diese Dinge werden weltweit angegriffen. Die Marke USA könnte etwas Politur gebrauchen. Und das sage ich als ein Fan, verstehen Sie? Als eine Person die die Produkte kauft. Aber denken Sie darüber nach. Mehr Antiretrovirale ergeben Sinn. Aber das ist nur der leichte Teil, oder sollte es sein.Aber Gleichberechtigung für Afrika -- das ist eine große, teure Idee. Sie sehen, das Ausmaß des Leids betäubt uns in eine Art Gleichgültigkeit. Was zum Himmel können wir alle dagegen tun? Nun, viel mehr als wir denken. Wir können nicht jedes Problem lösen, aber das eine, behaupte ich, müssen wir lösen. Weil wir es können, müssen wir es. Das ist die reine Wahrheit, die rechtschaffene Wahrheit. Es ist keine Theorie. Tatsache ist, dass wir die erste Generation sind die Krankheit und dieser extremen Armut in die Augen sehen kann, sehen Sie über den Ozean, sagen sie es und meinen Sie es. Dafür müssen wir nicht stehen. Ein ganzer Kontinent abgeschrieben -- wir müssen nicht dafür stehen.(Beifall)Lassen Sie mich das ohne eine Spur von Ironie sagen -- bevor ich das an einen Haufen Ex-Hippies richte. Vergessen Sie die 60er. Wir können die Welt verändern. Ich kann es nicht, Sie können es nicht, als Individuen, aber WIR können die Welt verändern. Ich glaube das wirklich, die Leute in diesem Raum. Schauen Sie die "Gates Foundation" an. Die haben Unbeschreibliches geleistet. Unglaubliche Dinge. Mit Zusammenarbeit können wir die Welt verändern. Wir können die unvermeidlichen Auswirkungen umkehren und die Qualität von Millionen Leben transformieren welche, beim genauen Hinsehen, genau wie unsere sind. Tut mir leid, dass ich hier lachen muss aber Sie sehen so anders aus als damals in Haight-Ashbury in den 60ern.(Gelächter)Ich behaupte, dass das der Moment ist für den Sie geschaffen wurden. Das ist das Erblühen der Saat die Sie in früheren, impulsiveren Tagen säten. Ideen, die Sie in Ihrer Jugend ausgebrütet haben. Das ist es was mich begeistert. Dieser Raum wurde für diesen Moment geboren. das will ich Ihnen heute Abend sagen. Die meisten von Ihnen wollten die Welt verändern, nicht wahr? Die meisten von Ihnen schafften die digitale Welt. Nun, durch Sie ist es möglich die physische Welt zu verändern. Das ist Fakt. Ökonomen bestätigen das und die wissen viel mehr als ich. Also warum strecken wir nicht unsere Faust in die Luft? Wahrscheinlich weil, wenn wir zugeben etwas tun zu können, wir auch etwas tun müssen. Es geht einem auf die Nerven. Das Gleichberechtigungsgeschäft nervt tatsächlich. Aber zum ersten Mal in der Geschichte haben wir die Technologie, haben wir das Know-How, haben wir das Geld, haben wir die lebensrettende Medizin.Haben wir den Willen? Ich hoffe, das ist eindeutig, aber ich bin kein Hippie. Ich bin nicht für das warme, flauschige Gefühl zu haben. Ich hab keine Blumen im Haar. Eigentlich komme ich vom Punkrock. "The Clash" trugen Armeestiefel, keine Sandalen. Aber ich erkenne Härte, wenn ich sie sehe. Bei all dem Gerede von Frieden und Liebe an der Westküste, war hier der Muskel, der die Bewegung in Gang brachte. Sie sehen, Idealismus ohne Aktion ist nur ein Traum. Aber Idealismus gepaart mit Pragmatismus, die Ärmel hochkrempeln und die Welt ein wenig biegen, das ist aufregend. Es ist sehr real. Es ist sehr stark. Und es ist sehr präsent in einer Menge wie dieser.Letztes Jahr haben wir mit DATA, der Organisation, die ich mit aufbaute, eine Kampagne gestartet um diesen Geist herbeizurufen, im Kampf gegen AIDS und extreme Armut. Wir riefen diese 'ONE'-Kampagne ins Leben. Das basiert auf unserer Überzeugung, dass die Aktion eines Menschen eine Menge verändern kann, aber die Aktion von vielen zusammen als Eines kann die Welt verändern. Nun, wir fühlen, dass jetzt die Zeit ist zu sehen, ob wir richtig lagen. Es gibt Momente in der Geschichte, da definieren sich Zivilisationen neu. Wir glauben das ist so ein Moment. Wir glauben, dass dies die Zeit sein könnte in der die Welt endlich entscheidet, dass der sträfliche Verlust von Leben in Afrika nicht länger hinnehmbar ist. Dies könnte die Zeit sein, wo wir endlich ernst machen und die Zukunft der meisten Menschen auf dem Planeten Erde ändern.Momentum hat sich aufgegebaut. Ein bisschen wacklig aber es wächst. Dieses Jahr ist ein Test für uns, speziell für die Führer der G8 Staaten, die angetreten sind und die Weltgeschichte schaut zu. Ich wurde kürzlich enttäuscht von der Bush-Regierung. Sie haben große Versprechungen für Afrika gemacht. Sie machten einige wirklich großartige Versprechungen, und tatsächlich haben sie viele davon erfüllt. Aber einige auch nicht. Sie können nicht den Ruck von unten fühlen, das ist wahr. Aber meine Enttäuschung hat viel mehr Perspektive wenn ich mit amerikanischen Menschen rede, und ihre Sorgen über das Defizit höre, und das steuerliche Wohlbefinden ihres Landes. Ich verstehe das. Es gibt jedoch einen viel größeren Ruck von unten, als Sie denken würden, wenn wir uns organisieren.Was ich versuche zu vermitteln, und Sie können mir helfen, falls Sie zustimmen, ist, dass Hilfe für Afrika eine gute Geldanlage ist für die Zeit, wenn Amerika es wirklich braucht. Um es mit den krassesten Worten zu sagen, die Investition wird große Gewinne einfahren. Nicht nur in geretteten Leben, sondern in Wohlwollen, Stabilität und Sicherheit, die wir hinzugewinnen. Das ist was ich mir von Ihnen erhoffe, wenn ich so kühn sein darf, und was nicht von meinen Wünschen abgezogen wird.(Gelächter)Was ich hoffe ist, dass Sie - über individuelle barmherzige Taten hinaus - dass sie Politiker dazu bringen für Afrika, für Amerika und für die Welt das Richtige zu machen. Erlauben Sie denen, wenn sie so wollen, ihr politisches Kapital und Ihr finanzielles Kapital, Ihren nationalen Geldbeutel einzusetzen, um das Leben von Millionen von Menschen zu retten. Das ist was ich wirklich von Ihnen will. Weil wir auch Ihr intellektuelles Kapital brauchen: Ihre Ideen, Ihre Fähigkeiten, Ihren Einfalllsreichtum. Und Sie, bei dieser Konferenz, sind in einer einzigartigen Position. Einige der Technologien, über die wir gesprochen haben, Sie erfanden sie oder haben zumindest die Art ihrer Benutzung revolutioniert. Zusammen haben Sie den Zeitgeist von analog zu digital gewandelt und die Grenzen verschoben. Wir hätten gern, dass Sie uns diese Energie geben. Geben Sie uns diese Art des Träumens, die Weise zu handeln.Wie ich sage, zwei Dinge stehen hier auf dem Spiel. Da ist der Kontinent Afrika. Aber da ist auch unsere Bedeutung. Die Leute finden das langsam heraus. Bewegungen entstehen. Künstler, Politiker, Popstars, Priester, Vorstandsvorsitzende, NGOs, Müttervereinigungen, Studentenvereinigungen. Eine Menge Leute kommen zusammen und arbeiten unter dem Schirm von dem ich eben sprach, die ONE Kampagne. Ich denke, sie haben alle einen Gedanken, welcher lautet, wo du auf der Welt lebst sollte nicht bestimmen, ob du auf der Welt lebst.(Beifall)Die Geschichte, genau wie Gott, beobachtet was wir tun. Wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden wird unser Zeitalter, denke ich, wegen drei Dingen erinnert werden. Wirklich, nur drei Dinge aus unserem ganzen Zeitalter, an die man sich erinnern wird. Die digitale Revolution, ja. Der Krieg gegen Terror, ja. Und was wir taten oder nicht taten um die Feuer in Afrika zu löschen. Manche sagen wir können es uns nicht leisten. Ich sage wir können es uns nicht leisten nichts zu tun. Danke, vielen Dank.(Beifall)Okay, meine drei Wünsche. Die mir TED gewährt hat. Sehen Sie, wenn es stimmt, und ich glaube daran, dass die digitale Welt, die Sie alle erschufen die kreative Vorstellungskraft von physischen Zwängen der Materie losgelöst hat. Dann sollte dies hier ein Klacks sein.(Gelächter)Ich sollte hinzufügen, dass diese Wunschliste eigentlich viel länger war. Die meisten unmöglich, einige unpraktisch und ein oder zwei sicherlich unmoralisch.(Gelächter)Dieses Geschäft, es macht süchtig, wenn sie wissen was ich meine, wenn jemand anders die Zeche bezahlt. Wie auch immer, hier ist Nummer eins. Ich wünsche mir, das Sie helfen eine soziale Bewegung zu erschaffen, mit mehr als einer Million amerikanischer Aktivisten für Afrika. Das ist mein erster Wunsch. Ich glaube, dass es möglich ist. Vor ein paar Minuten habe ich über all die Bürgerkampagnen die entstehen gesprochen. Sie wissen, es gibt viele da draußen. Und mit dieser einen Kampagne als unserem Schirm, haben meine Organisation, DATA, und andere Gruppen die Energie und den Enthusiasmus der da draußen von Hollywood bis ins Hinterland von Amerika angezapft. Wir wissen, dass es mehr als genug Energie für diese Bewegung gibt. Wir brauchen nur Ihre Hilfe um es geschehen zu lassen.Wir wollen alle von euch hier, Kirchen Amerika, Firmen Amerika, Microsoft Amerika, Apple Amerika, Coke Amerika, Pepsi Amerika, Streber Amerika, lautes Amerika. Wir können es uns nicht leisten das allein auszusitzen. Ich glaube, wenn wir eine Bewegung, eine Millionen Amerikaner stark, bilden werden wir nicht abgewiesen. Wir werden das Ohr des Kongresses haben. Wir werden die erste Seite in Condi Rices Besprechungsbuch sein, direkt ins Oval Office. Wenn es eine Million Amerikaner gibt -- und ich weiß das wirklich -- die bereit sind Anrufe zu tätigen, die bereit sind Emails zu schreiben. Ich bin absolut sicher, dass wir tatsächlich den Lauf der Geschichte für Afrika buchstäblich ändern können. Wie auch immer, ich möchte Ihre Hilfe um das unterschrieben zu bekommen. Ich weiß, dass John Gage und Sun Microsystems schon mit an Bord sind aber es gibt einige von Ihnen, mit denen wir gern reden würden.Richtig, mein zweiter Wunsch, Nummer zwei. Ich hätte gern einen Medientreffer für jede Person auf dem Planeten die von weniger als einem Dollar am Tag lebt. Das sind eine Milliarde Mediatreffer. Das könnte auf Google oder auf AOL sein. Steve Case, Larry, Sergey - die haben schon viel getan. Es könnte bei NBC sein. Oder ABC. Tatsächlich sprechen wir heute mit der ABC über die Oscars. Wir haben einen Film, produziert von Jon Kamen bei Radical Media. Sie wissen, wir wollen, wir brauchen etwas Sendezeit für unsere Ideen. Wir müssen die Mathematik und die Statistiken zu den amerikanischen Menschen bringen. Ich glaube wirklich an die alte Truman-Zeile, dass wenn man den Amerikanern die Fakten gibt sie das Richtige tun werden. Und was noch wichtig ist ist, dass das nicht Sally Struthers ist. Es muss als Abenteuer beschrieben werden, nicht als Last.(Video): Schritt für Schritt gehen sie vorwärts, eine Krankenschwester, ein Lehrer, eine Hausfrau, und Leben werden gerettet. Das Problem ist gewaltig. Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch. nach drei Sekunden noch einer. Die Situation ist so verzweifelt in Teilen Afrikas, Asiens, selbst Amerikas, dass Hilfsorganisationen, wie beim Tsunami auch, sich zusammenschließen und als eine handeln. Wir können extreme Armut, Hunger und AIDS besiegen. Aber wir brauchen Ihre Hilfe. Eine weitere Person, ein Brief, eine Stimme bedeutet den Unterschied zwischen Leben und Tod für Millionen von Menschen. Bitte machen Sie mit und arbeiten Sie zusammen. Amerikaner haben eine einmalige Möglichkeit. Wir können Geschichte schreiben. Wir können beginnen Armut zur Vergangenheit zu machen. Schritt für Schritt für Schritt. Bitte besuchen Sie ONE auf dieser Adresse. Wir bitten Sie nicht um Geld. Wir bitten Sie um Ihre Stimme.Bono: Nun. Ich wünsche mir, dass TED wahrlich die Kraft der Information zeigt. Seine Kraft die Regeln neu zu schreiben und Leben zu verändern, indem es jedes Hospital, Klinik und Schule in einem afrikanischen Land verbindet. Ich möchte, dass es Äthiopien ist. Ich glaube, wir können alle Schulen in Äthiopien verbinden, jede Klinik, jedes Hospital. Wir können sie mit dem Internet verbinden. Das ist mein Wunsch, mein dritter Wunsch. Ich denke es ist möglich. Ich denke wir haben das Geld und die Gehirne im Raum um das zu tun. Das wäre ein irrer Wunsch, der wahr werden könnte. Ich war in Äthiopien, wie ich bereits sagte. Dort begann alles für mich. Die Idee, dass das Internet, welches alle Ihre Leben verändert hat, ein Land verändern kann -- und einen Kontinent der es gerade so zu Analog schaffte, geschweige denn zu Digital -- verdreht mir den Kopf. Aber so schnell ging es zu Beginn nicht.Die erste Überlandleitung von Boston nach New York wurde 1885 zum Telefonieren benutzt. Nur neun Jahre später war Addis Abeba per Telefon mit Harare, welches 500 km entfernt ist, verbunden. Seit dem hat sich nicht viel verändert. Die durchschnittliche Wartezeit für eine Landverbindung in Äthiopien beträgt tatsächlich zwischen sechs und acht Jahren. Von kabellose Technologie nur zu träumen. Wie auch immer, Ich bin Ire und wie Sie sehen können weiß ich wie wichtig reden ist. Kommunikation ist sehr wichtig für Äthiopien -- und wird das Land verändern. Krankenschwestern bekommen bessere Ausbildung, Apotheker sind in der Lage Nachschub zu bestellen, Ärzte können ihre Kenntnisse in allen Aspekten der Medizin teilen. Es ist ein sehr gute Idee sie zu verkabeln. Und das ist mein dritter und letzter Wunsch an Sie bei der TED Konferenz. Vielen Dank noch einmal.
8
In welchem Jahr wurde die Hauptstadt von Äthiopien per Telefon mit Harare verbunden?
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4
1894
1
AIDS
2
2
Bonos Aufruf für AfricaNun, wie Alexander Graham Bell bei seinem berühmten ersten erfolgreichen Telefonat sagte, "Hallo, ist da Domino's Pizza?" (Gelächter) Ich möchte ihnen wirklich danken. Wie ein anderer berühmter Mann, Jerry Garcia, sagte, "Was für eine seltsame, lange Reise" Er hätte sagen sollen, "Was für eine seltsame, lange Reise das wird" Grad in diesem Moment sehen Sie meine obere Hälfte. Meine untere Hälfte erscheint gerade auf einer anderen Konferenz (Gelächter) in einem anderen Land. Man kann, wie man sieht, an zwei Orten zugleich sein. Aber es tut mir trotzdem leid, dass ich nicht persönlich bei Ihnen sein kann. Ich werde das ein anderes Mal erklären.Und obwohl ich ein Rockstar bin, möchte ich versichern, dass keine meiner Wünsche ein heißes Bad beinhaltet. Was mich aber an Technologie wirklich anmacht ist nicht die Möglichkeit mehr Lieder auf den Mp3-Player zu bekommen. Die Revolution -- diese Revolution -- ist viel größer als das. Ich hoffe, ich glaube. Was mich am Digitalen Zeitalter anmacht, was mich persönlich erregt ist, dass Sie die Kluft zwischen Träumen und Handeln geschlossen haben. Sehen sie, es war mal so, dass, wenn man ein Lied aufnehmen wollte, man ein Studio und einen Produzenten brauchte. Nun braucht man nur einen Laptop. Wenn man einen Film machen wollte, brauchte man massig Equipment und ein Hollywood-Budget. Heute braucht man eine Kamera, die in die Handfläche passt. und ein paar Cent für einen DVD-Rohling. Vorstellungskraft wurde von den alten Zwängen entkoppelt. Und das begeistert mich wirklich. Ich bin aufgeregt, wenn ich diese Art Denkerlass erblicke.Was ich gern sehen würde ist Idealismus entkoppelt von allen Zwängen. Politisch, ökonomisch, psychologisch, was auch immer. Die geopolitische Welt muss noch viel von der digitalen Welt lernen. Von der Leichtigkeit mit der Sie Hindernisse aus dem Weg fegen, die niemand auch nur für beweglich hielt. Das ist es worüber ich heute eigentlich reden möchte. Zuerst sollte ich wahrscheinlich erklären warum und wie ich an diesen Ort kam. Es ist eine Reise die vor 20 Jahren begann. Sie dürften sich an das Lied, "We Are the World", oder, "Do They Know It's Christmas?" erinnern. Band Aid, Live Aid. Ein weiterer sehr großer, grauhaariger Rockstar, mein Freund Sir Bob Geldof verfasste die Herausforderung zu "feed the world" (Ernähre die Erde) Das war ein großer Moment und er veränderte mein Leben ganz und gar. In dem Sommer gingen meine Frau Ali und ich nach Äthiopien. Wir gingen klammheimlich um zu sehen was vor sich geht. Wir lebten einen Monat in Äthiopien und arbeiteten in einem Waisenhaus. Die Kinder gaben mir einen Namen. Sie nannten mich, "Das Mädchen mit dem Bart".(Gelächter)Fragen Sie nicht. Wie auch immer, für uns war Afrika ein magischer Ort. Weiter Himmel, große Herzen, ein großer strahlender Kontinent. Wunderschöne, königliche Menschen. Jeder der Afrika jemals etwas gab bekam viel mehr zurück. Äthiopien hat mir nicht nur den Kopf verdreht sondern auch geöffnet. Jedenfalls, an unserem letzen Tag in dem Waisenhaus gab mir ein Mann sein Baby und sagte, "Würdest du meinen Sohn mit dir nehmen?" Er wusste, in Irland würde sein Sohn leben und in Äthiopien würde er sterben. Es war mitten in dieser furchtbaren Hungersnot. Nun, ich wies ihn ab. Das war eine komische Art von schlechtem Gefühl, aber ich wies ihn ab. Und das ist ein Gefühl, das ich niemals mehr vergessen werde. In diesem Moment begann ich diese Reise.In diesem Moment wurde ich das Schlimmste von allem: Ich wurde ein Rockstar mit einem Anliegen. Es sei denn das ist kein Anliegen, nicht wahr? Sechseinhalbtausend Afrikaner sterben jeden Tag an AIDS -- eine verhütbare, behandelbare Krankheit -- weil Medikamenten fehlen, die wir in jeder Apotheke bekommen. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. 11 Millionen AIDS-Waisen in Afrika, 20 Millionen am Ende der Dekade. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Heute, jeden Tag fangen sich 9.000 weitere Afrikaner HIV ein wegen Stigmatisierung und fehlender Bildung. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Worüber wir hier sprechen sind Menschenrechte. Das Recht wie ein Mensch zu leben. Das Recht eine Zeitspanne zu leben. Und was wir in Afrika sehen ist eine unvergleichliche Bedrohung der Menschenwürde und der Gleichberechtigung.Das nächste, worüber ich Klarheit schaffen will, ist, was dieses Problem ist und was es nicht ist. Weil es sich nicht immer um Wohltätigkeit dreht. Es geht um Gerechtigkeit. Wirklich. Es geht nicht um Wohltätigkeit. Es geht um Gerechtigkeit. Richtig. Und das ist schade, denn was Wohltätigkeit angeht sind wir sehr gut. Amerikaner, wie auch Iren, sind gut darin. Sogar die ärmsten Viertel geben mehr als sie sich leisten können. Wir geben gern und wir geben viel. Sehen Sie die Reaktionen auf den Tsunami, wie inspirierend. Doch Gerechtigkeit ist eine stärkerer Standard als Wohltätigkeit. Sehen Sie, Afrika macht unsere Idee von Gerechtigkeit lächerlich. Es lässt unsere Idee von Gleichberechtigung wie ein Witz aussehen. Es verspottet unsere Frömmigkeit. Es zweifelt an unser Sache. Es hinterfragt unser Engagement. Weil wir nicht auf das sehen können, was in Afrika geschieht, und, wenn wir ehrlich sind, daraus folgern, dass das irgendwo anders zugelassen würde.Wie Sie in dem Film hörten, nirgendwo anders, nicht hier. Nicht hier, nicht in Amerika, nicht in Europa. Tatsächlich hat ein Staatsoberhaupt, das Sie alle kennen, dies vor mir zugegeben. Und es ist wirklich wahr. Es ist unmöglich, dass diese Art von Ausblutung menschlichen Lebens irgendwo anders akzeptiert würde als in Afrika. Afrika ist ein Kontinent in Flammen. Und wenn wir wirklich tief in uns akzeptierten, dass Afrikaner uns gleich sind, würden wir alle mehr tun um das Feuer zu löschen. Wir stehen mit Gießkannen rum, wenn wir in Wirklichkeit die Feuerwehr brauchen.Sehen Sie, es ist nicht so dramatisch wie der Tsunami. Das ist verrückt, wirklich, wenn Sie darüber nachdenken. Müssen Dinge heutzutage wie Actionfilme aussehen um in unseren Gehirnen vorn zu stehen? Das langsame Auslöschen von Leben, so scheint es, ist einfach nicht dramatisch genug. Katastrophen, die wir abwehren können sind nicht so interessant wie solche, die wir abwehren könnten. Das ist eigenartig. Wie auch immer, ich glaube, dass diese Denkweise die intellektuelle Strenge in diesem Raum beleidigt. Sechseinhalbtausend Tote am Tag mag Afrikas Krise sein, aber die Tatsache, dass es nicht in den Spätnachrichten ist, dass wir in Europa oder sie in Amerika es nicht wie einen Notstand behandeln -- Ich möchte mit Ihnen darüber verhandeln, dass das unsere Krise ist. Ich möchte darlegen, dass auch wenn Afrika nicht die Frontlinie des Krieges gegen Terror ist es das bald sein könnte. Jede Woche nehmen religiöse Extremisten ein weiteres afrikanisches Dorf ein. Sie versuchen Ordnung ins Chaos zu bringen. Warum machen wir das nicht?Armut bringt Verzweiflung hervor. Wir wissen das. Verzweiflung führt zu Gewalt. Wir wissen das. Ist es in turbulenten Zeiten nicht billiger und intelligenter sich potentielle Feinde zum Freund zu machen, als sich später vor ihnen zu schützen? Der Krieg gegen den Terror ist mit dem Krieg gegen Armut verbunden. Das habe nicht ich gesagt. Colin Powell sagte das. Nun, wenn die Militärs uns sagen, dass dieser Krieg nicht durch militärische Macht allein gewonnen werden kann sollten wir vielleicht zuhören. Es gibt hier eine Gelegenheit, und sie ist real. Das ist keine Spinnerei. Kein Wunschdenken. Die Probleme in den Entwicklungsländern bieten uns in den entwickelten Ländern eine Chance uns in der Welt neu zu beschreiben. Wir werden nicht nur anderer Menschen Leben verändern, sondern auch die Art wie diese anderen Menschen uns sehen. Das dürfte in diesen nervösen, gefährlichen Zeiten schlau sein.Denken Sie nicht, dass auf einer rein kommerziellen Ebene, die Antiretrovirale Medizin nicht eine großartige Werbung für den westlichen Einfallsreichtum und Technologie ist? Steht uns die Barmherzigkeit nicht gut? Lassen Sie uns für ein Sekunde mit dem Unsinn aufhören. In bestimmten Vierteln der Welt, ist die Marke EU, die Marke USA, nicht gerade die Leuchtenste. Die Neonreklame zischt und knackt. Jemand wirft einen Stein durch ein Fenster. Die örtlichen Filialleiter werden nervös. Niemals zuvor wurden wir im Westen so unter die Lupe genommen. Unsere Werte: haben wir welche? Unsere Glaubwürdigkeit? Diese Dinge werden weltweit angegriffen. Die Marke USA könnte etwas Politur gebrauchen. Und das sage ich als ein Fan, verstehen Sie? Als eine Person die die Produkte kauft. Aber denken Sie darüber nach. Mehr Antiretrovirale ergeben Sinn. Aber das ist nur der leichte Teil, oder sollte es sein.Aber Gleichberechtigung für Afrika -- das ist eine große, teure Idee. Sie sehen, das Ausmaß des Leids betäubt uns in eine Art Gleichgültigkeit. Was zum Himmel können wir alle dagegen tun? Nun, viel mehr als wir denken. Wir können nicht jedes Problem lösen, aber das eine, behaupte ich, müssen wir lösen. Weil wir es können, müssen wir es. Das ist die reine Wahrheit, die rechtschaffene Wahrheit. Es ist keine Theorie. Tatsache ist, dass wir die erste Generation sind die Krankheit und dieser extremen Armut in die Augen sehen kann, sehen Sie über den Ozean, sagen sie es und meinen Sie es. Dafür müssen wir nicht stehen. Ein ganzer Kontinent abgeschrieben -- wir müssen nicht dafür stehen.(Beifall)Lassen Sie mich das ohne eine Spur von Ironie sagen -- bevor ich das an einen Haufen Ex-Hippies richte. Vergessen Sie die 60er. Wir können die Welt verändern. Ich kann es nicht, Sie können es nicht, als Individuen, aber WIR können die Welt verändern. Ich glaube das wirklich, die Leute in diesem Raum. Schauen Sie die "Gates Foundation" an. Die haben Unbeschreibliches geleistet. Unglaubliche Dinge. Mit Zusammenarbeit können wir die Welt verändern. Wir können die unvermeidlichen Auswirkungen umkehren und die Qualität von Millionen Leben transformieren welche, beim genauen Hinsehen, genau wie unsere sind. Tut mir leid, dass ich hier lachen muss aber Sie sehen so anders aus als damals in Haight-Ashbury in den 60ern.(Gelächter)Ich behaupte, dass das der Moment ist für den Sie geschaffen wurden. Das ist das Erblühen der Saat die Sie in früheren, impulsiveren Tagen säten. Ideen, die Sie in Ihrer Jugend ausgebrütet haben. Das ist es was mich begeistert. Dieser Raum wurde für diesen Moment geboren. das will ich Ihnen heute Abend sagen. Die meisten von Ihnen wollten die Welt verändern, nicht wahr? Die meisten von Ihnen schafften die digitale Welt. Nun, durch Sie ist es möglich die physische Welt zu verändern. Das ist Fakt. Ökonomen bestätigen das und die wissen viel mehr als ich. Also warum strecken wir nicht unsere Faust in die Luft? Wahrscheinlich weil, wenn wir zugeben etwas tun zu können, wir auch etwas tun müssen. Es geht einem auf die Nerven. Das Gleichberechtigungsgeschäft nervt tatsächlich. Aber zum ersten Mal in der Geschichte haben wir die Technologie, haben wir das Know-How, haben wir das Geld, haben wir die lebensrettende Medizin.Haben wir den Willen? Ich hoffe, das ist eindeutig, aber ich bin kein Hippie. Ich bin nicht für das warme, flauschige Gefühl zu haben. Ich hab keine Blumen im Haar. Eigentlich komme ich vom Punkrock. "The Clash" trugen Armeestiefel, keine Sandalen. Aber ich erkenne Härte, wenn ich sie sehe. Bei all dem Gerede von Frieden und Liebe an der Westküste, war hier der Muskel, der die Bewegung in Gang brachte. Sie sehen, Idealismus ohne Aktion ist nur ein Traum. 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Dies könnte die Zeit sein, wo wir endlich ernst machen und die Zukunft der meisten Menschen auf dem Planeten Erde ändern.Momentum hat sich aufgegebaut. Ein bisschen wacklig aber es wächst. Dieses Jahr ist ein Test für uns, speziell für die Führer der G8 Staaten, die angetreten sind und die Weltgeschichte schaut zu. Ich wurde kürzlich enttäuscht von der Bush-Regierung. Sie haben große Versprechungen für Afrika gemacht. Sie machten einige wirklich großartige Versprechungen, und tatsächlich haben sie viele davon erfüllt. Aber einige auch nicht. Sie können nicht den Ruck von unten fühlen, das ist wahr. Aber meine Enttäuschung hat viel mehr Perspektive wenn ich mit amerikanischen Menschen rede, und ihre Sorgen über das Defizit höre, und das steuerliche Wohlbefinden ihres Landes. Ich verstehe das. 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Weil wir auch Ihr intellektuelles Kapital brauchen: Ihre Ideen, Ihre Fähigkeiten, Ihren Einfalllsreichtum. Und Sie, bei dieser Konferenz, sind in einer einzigartigen Position. Einige der Technologien, über die wir gesprochen haben, Sie erfanden sie oder haben zumindest die Art ihrer Benutzung revolutioniert. Zusammen haben Sie den Zeitgeist von analog zu digital gewandelt und die Grenzen verschoben. Wir hätten gern, dass Sie uns diese Energie geben. Geben Sie uns diese Art des Träumens, die Weise zu handeln.Wie ich sage, zwei Dinge stehen hier auf dem Spiel. Da ist der Kontinent Afrika. Aber da ist auch unsere Bedeutung. Die Leute finden das langsam heraus. Bewegungen entstehen. Künstler, Politiker, Popstars, Priester, Vorstandsvorsitzende, NGOs, Müttervereinigungen, Studentenvereinigungen. Eine Menge Leute kommen zusammen und arbeiten unter dem Schirm von dem ich eben sprach, die ONE Kampagne. Ich denke, sie haben alle einen Gedanken, welcher lautet, wo du auf der Welt lebst sollte nicht bestimmen, ob du auf der Welt lebst.(Beifall)Die Geschichte, genau wie Gott, beobachtet was wir tun. Wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden wird unser Zeitalter, denke ich, wegen drei Dingen erinnert werden. Wirklich, nur drei Dinge aus unserem ganzen Zeitalter, an die man sich erinnern wird. Die digitale Revolution, ja. Der Krieg gegen Terror, ja. Und was wir taten oder nicht taten um die Feuer in Afrika zu löschen. Manche sagen wir können es uns nicht leisten. Ich sage wir können es uns nicht leisten nichts zu tun. Danke, vielen Dank.(Beifall)Okay, meine drei Wünsche. Die mir TED gewährt hat. Sehen Sie, wenn es stimmt, und ich glaube daran, dass die digitale Welt, die Sie alle erschufen die kreative Vorstellungskraft von physischen Zwängen der Materie losgelöst hat. Dann sollte dies hier ein Klacks sein.(Gelächter)Ich sollte hinzufügen, dass diese Wunschliste eigentlich viel länger war. Die meisten unmöglich, einige unpraktisch und ein oder zwei sicherlich unmoralisch.(Gelächter)Dieses Geschäft, es macht süchtig, wenn sie wissen was ich meine, wenn jemand anders die Zeche bezahlt. Wie auch immer, hier ist Nummer eins. Ich wünsche mir, das Sie helfen eine soziale Bewegung zu erschaffen, mit mehr als einer Million amerikanischer Aktivisten für Afrika. Das ist mein erster Wunsch. Ich glaube, dass es möglich ist. Vor ein paar Minuten habe ich über all die Bürgerkampagnen die entstehen gesprochen. Sie wissen, es gibt viele da draußen. Und mit dieser einen Kampagne als unserem Schirm, haben meine Organisation, DATA, und andere Gruppen die Energie und den Enthusiasmus der da draußen von Hollywood bis ins Hinterland von Amerika angezapft. Wir wissen, dass es mehr als genug Energie für diese Bewegung gibt. Wir brauchen nur Ihre Hilfe um es geschehen zu lassen.Wir wollen alle von euch hier, Kirchen Amerika, Firmen Amerika, Microsoft Amerika, Apple Amerika, Coke Amerika, Pepsi Amerika, Streber Amerika, lautes Amerika. Wir können es uns nicht leisten das allein auszusitzen. Ich glaube, wenn wir eine Bewegung, eine Millionen Amerikaner stark, bilden werden wir nicht abgewiesen. Wir werden das Ohr des Kongresses haben. Wir werden die erste Seite in Condi Rices Besprechungsbuch sein, direkt ins Oval Office. Wenn es eine Million Amerikaner gibt -- und ich weiß das wirklich -- die bereit sind Anrufe zu tätigen, die bereit sind Emails zu schreiben. Ich bin absolut sicher, dass wir tatsächlich den Lauf der Geschichte für Afrika buchstäblich ändern können. Wie auch immer, ich möchte Ihre Hilfe um das unterschrieben zu bekommen. Ich weiß, dass John Gage und Sun Microsystems schon mit an Bord sind aber es gibt einige von Ihnen, mit denen wir gern reden würden.Richtig, mein zweiter Wunsch, Nummer zwei. Ich hätte gern einen Medientreffer für jede Person auf dem Planeten die von weniger als einem Dollar am Tag lebt. Das sind eine Milliarde Mediatreffer. Das könnte auf Google oder auf AOL sein. Steve Case, Larry, Sergey - die haben schon viel getan. Es könnte bei NBC sein. Oder ABC. Tatsächlich sprechen wir heute mit der ABC über die Oscars. Wir haben einen Film, produziert von Jon Kamen bei Radical Media. Sie wissen, wir wollen, wir brauchen etwas Sendezeit für unsere Ideen. Wir müssen die Mathematik und die Statistiken zu den amerikanischen Menschen bringen. Ich glaube wirklich an die alte Truman-Zeile, dass wenn man den Amerikanern die Fakten gibt sie das Richtige tun werden. Und was noch wichtig ist ist, dass das nicht Sally Struthers ist. Es muss als Abenteuer beschrieben werden, nicht als Last.(Video): Schritt für Schritt gehen sie vorwärts, eine Krankenschwester, ein Lehrer, eine Hausfrau, und Leben werden gerettet. Das Problem ist gewaltig. Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch. nach drei Sekunden noch einer. Die Situation ist so verzweifelt in Teilen Afrikas, Asiens, selbst Amerikas, dass Hilfsorganisationen, wie beim Tsunami auch, sich zusammenschließen und als eine handeln. Wir können extreme Armut, Hunger und AIDS besiegen. Aber wir brauchen Ihre Hilfe. Eine weitere Person, ein Brief, eine Stimme bedeutet den Unterschied zwischen Leben und Tod für Millionen von Menschen. Bitte machen Sie mit und arbeiten Sie zusammen. Amerikaner haben eine einmalige Möglichkeit. Wir können Geschichte schreiben. Wir können beginnen Armut zur Vergangenheit zu machen. Schritt für Schritt für Schritt. Bitte besuchen Sie ONE auf dieser Adresse. Wir bitten Sie nicht um Geld. Wir bitten Sie um Ihre Stimme.Bono: Nun. Ich wünsche mir, dass TED wahrlich die Kraft der Information zeigt. Seine Kraft die Regeln neu zu schreiben und Leben zu verändern, indem es jedes Hospital, Klinik und Schule in einem afrikanischen Land verbindet. Ich möchte, dass es Äthiopien ist. Ich glaube, wir können alle Schulen in Äthiopien verbinden, jede Klinik, jedes Hospital. Wir können sie mit dem Internet verbinden. Das ist mein Wunsch, mein dritter Wunsch. Ich denke es ist möglich. Ich denke wir haben das Geld und die Gehirne im Raum um das zu tun. Das wäre ein irrer Wunsch, der wahr werden könnte. Ich war in Äthiopien, wie ich bereits sagte. Dort begann alles für mich. Die Idee, dass das Internet, welches alle Ihre Leben verändert hat, ein Land verändern kann -- und einen Kontinent der es gerade so zu Analog schaffte, geschweige denn zu Digital -- verdreht mir den Kopf. Aber so schnell ging es zu Beginn nicht.Die erste Überlandleitung von Boston nach New York wurde 1885 zum Telefonieren benutzt. Nur neun Jahre später war Addis Abeba per Telefon mit Harare, welches 500 km entfernt ist, verbunden. Seit dem hat sich nicht viel verändert. Die durchschnittliche Wartezeit für eine Landverbindung in Äthiopien beträgt tatsächlich zwischen sechs und acht Jahren. Von kabellose Technologie nur zu träumen. Wie auch immer, Ich bin Ire und wie Sie sehen können weiß ich wie wichtig reden ist. Kommunikation ist sehr wichtig für Äthiopien -- und wird das Land verändern. Krankenschwestern bekommen bessere Ausbildung, Apotheker sind in der Lage Nachschub zu bestellen, Ärzte können ihre Kenntnisse in allen Aspekten der Medizin teilen. Es ist ein sehr gute Idee sie zu verkabeln. Und das ist mein dritter und letzter Wunsch an Sie bei der TED Konferenz. Vielen Dank noch einmal.
9
Wer ist einer der Gründer von "Debt, AIDS, Trade in Africa"?
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1
Bono Vox
1
AIDS
2
2
Bonos Aufruf für AfricaNun, wie Alexander Graham Bell bei seinem berühmten ersten erfolgreichen Telefonat sagte, "Hallo, ist da Domino's Pizza?" (Gelächter) Ich möchte ihnen wirklich danken. Wie ein anderer berühmter Mann, Jerry Garcia, sagte, "Was für eine seltsame, lange Reise" Er hätte sagen sollen, "Was für eine seltsame, lange Reise das wird" Grad in diesem Moment sehen Sie meine obere Hälfte. Meine untere Hälfte erscheint gerade auf einer anderen Konferenz (Gelächter) in einem anderen Land. Man kann, wie man sieht, an zwei Orten zugleich sein. Aber es tut mir trotzdem leid, dass ich nicht persönlich bei Ihnen sein kann. Ich werde das ein anderes Mal erklären.Und obwohl ich ein Rockstar bin, möchte ich versichern, dass keine meiner Wünsche ein heißes Bad beinhaltet. Was mich aber an Technologie wirklich anmacht ist nicht die Möglichkeit mehr Lieder auf den Mp3-Player zu bekommen. Die Revolution -- diese Revolution -- ist viel größer als das. Ich hoffe, ich glaube. Was mich am Digitalen Zeitalter anmacht, was mich persönlich erregt ist, dass Sie die Kluft zwischen Träumen und Handeln geschlossen haben. Sehen sie, es war mal so, dass, wenn man ein Lied aufnehmen wollte, man ein Studio und einen Produzenten brauchte. Nun braucht man nur einen Laptop. Wenn man einen Film machen wollte, brauchte man massig Equipment und ein Hollywood-Budget. Heute braucht man eine Kamera, die in die Handfläche passt. und ein paar Cent für einen DVD-Rohling. Vorstellungskraft wurde von den alten Zwängen entkoppelt. Und das begeistert mich wirklich. Ich bin aufgeregt, wenn ich diese Art Denkerlass erblicke.Was ich gern sehen würde ist Idealismus entkoppelt von allen Zwängen. Politisch, ökonomisch, psychologisch, was auch immer. Die geopolitische Welt muss noch viel von der digitalen Welt lernen. Von der Leichtigkeit mit der Sie Hindernisse aus dem Weg fegen, die niemand auch nur für beweglich hielt. Das ist es worüber ich heute eigentlich reden möchte. Zuerst sollte ich wahrscheinlich erklären warum und wie ich an diesen Ort kam. Es ist eine Reise die vor 20 Jahren begann. Sie dürften sich an das Lied, "We Are the World", oder, "Do They Know It's Christmas?" erinnern. Band Aid, Live Aid. Ein weiterer sehr großer, grauhaariger Rockstar, mein Freund Sir Bob Geldof verfasste die Herausforderung zu "feed the world" (Ernähre die Erde) Das war ein großer Moment und er veränderte mein Leben ganz und gar. In dem Sommer gingen meine Frau Ali und ich nach Äthiopien. Wir gingen klammheimlich um zu sehen was vor sich geht. Wir lebten einen Monat in Äthiopien und arbeiteten in einem Waisenhaus. Die Kinder gaben mir einen Namen. Sie nannten mich, "Das Mädchen mit dem Bart".(Gelächter)Fragen Sie nicht. Wie auch immer, für uns war Afrika ein magischer Ort. Weiter Himmel, große Herzen, ein großer strahlender Kontinent. Wunderschöne, königliche Menschen. Jeder der Afrika jemals etwas gab bekam viel mehr zurück. Äthiopien hat mir nicht nur den Kopf verdreht sondern auch geöffnet. Jedenfalls, an unserem letzen Tag in dem Waisenhaus gab mir ein Mann sein Baby und sagte, "Würdest du meinen Sohn mit dir nehmen?" Er wusste, in Irland würde sein Sohn leben und in Äthiopien würde er sterben. Es war mitten in dieser furchtbaren Hungersnot. Nun, ich wies ihn ab. Das war eine komische Art von schlechtem Gefühl, aber ich wies ihn ab. Und das ist ein Gefühl, das ich niemals mehr vergessen werde. In diesem Moment begann ich diese Reise.In diesem Moment wurde ich das Schlimmste von allem: Ich wurde ein Rockstar mit einem Anliegen. Es sei denn das ist kein Anliegen, nicht wahr? Sechseinhalbtausend Afrikaner sterben jeden Tag an AIDS -- eine verhütbare, behandelbare Krankheit -- weil Medikamenten fehlen, die wir in jeder Apotheke bekommen. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. 11 Millionen AIDS-Waisen in Afrika, 20 Millionen am Ende der Dekade. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Heute, jeden Tag fangen sich 9.000 weitere Afrikaner HIV ein wegen Stigmatisierung und fehlender Bildung. Das ist kein Anliegen. Das ist ein Notstand. Worüber wir hier sprechen sind Menschenrechte. Das Recht wie ein Mensch zu leben. Das Recht eine Zeitspanne zu leben. Und was wir in Afrika sehen ist eine unvergleichliche Bedrohung der Menschenwürde und der Gleichberechtigung.Das nächste, worüber ich Klarheit schaffen will, ist, was dieses Problem ist und was es nicht ist. Weil es sich nicht immer um Wohltätigkeit dreht. Es geht um Gerechtigkeit. Wirklich. Es geht nicht um Wohltätigkeit. Es geht um Gerechtigkeit. Richtig. Und das ist schade, denn was Wohltätigkeit angeht sind wir sehr gut. Amerikaner, wie auch Iren, sind gut darin. Sogar die ärmsten Viertel geben mehr als sie sich leisten können. Wir geben gern und wir geben viel. Sehen Sie die Reaktionen auf den Tsunami, wie inspirierend. Doch Gerechtigkeit ist eine stärkerer Standard als Wohltätigkeit. Sehen Sie, Afrika macht unsere Idee von Gerechtigkeit lächerlich. Es lässt unsere Idee von Gleichberechtigung wie ein Witz aussehen. Es verspottet unsere Frömmigkeit. Es zweifelt an unser Sache. Es hinterfragt unser Engagement. Weil wir nicht auf das sehen können, was in Afrika geschieht, und, wenn wir ehrlich sind, daraus folgern, dass das irgendwo anders zugelassen würde.Wie Sie in dem Film hörten, nirgendwo anders, nicht hier. Nicht hier, nicht in Amerika, nicht in Europa. Tatsächlich hat ein Staatsoberhaupt, das Sie alle kennen, dies vor mir zugegeben. Und es ist wirklich wahr. Es ist unmöglich, dass diese Art von Ausblutung menschlichen Lebens irgendwo anders akzeptiert würde als in Afrika. Afrika ist ein Kontinent in Flammen. Und wenn wir wirklich tief in uns akzeptierten, dass Afrikaner uns gleich sind, würden wir alle mehr tun um das Feuer zu löschen. Wir stehen mit Gießkannen rum, wenn wir in Wirklichkeit die Feuerwehr brauchen.Sehen Sie, es ist nicht so dramatisch wie der Tsunami. Das ist verrückt, wirklich, wenn Sie darüber nachdenken. Müssen Dinge heutzutage wie Actionfilme aussehen um in unseren Gehirnen vorn zu stehen? Das langsame Auslöschen von Leben, so scheint es, ist einfach nicht dramatisch genug. Katastrophen, die wir abwehren können sind nicht so interessant wie solche, die wir abwehren könnten. Das ist eigenartig. Wie auch immer, ich glaube, dass diese Denkweise die intellektuelle Strenge in diesem Raum beleidigt. Sechseinhalbtausend Tote am Tag mag Afrikas Krise sein, aber die Tatsache, dass es nicht in den Spätnachrichten ist, dass wir in Europa oder sie in Amerika es nicht wie einen Notstand behandeln -- Ich möchte mit Ihnen darüber verhandeln, dass das unsere Krise ist. Ich möchte darlegen, dass auch wenn Afrika nicht die Frontlinie des Krieges gegen Terror ist es das bald sein könnte. Jede Woche nehmen religiöse Extremisten ein weiteres afrikanisches Dorf ein. Sie versuchen Ordnung ins Chaos zu bringen. Warum machen wir das nicht?Armut bringt Verzweiflung hervor. Wir wissen das. Verzweiflung führt zu Gewalt. Wir wissen das. Ist es in turbulenten Zeiten nicht billiger und intelligenter sich potentielle Feinde zum Freund zu machen, als sich später vor ihnen zu schützen? Der Krieg gegen den Terror ist mit dem Krieg gegen Armut verbunden. Das habe nicht ich gesagt. Colin Powell sagte das. Nun, wenn die Militärs uns sagen, dass dieser Krieg nicht durch militärische Macht allein gewonnen werden kann sollten wir vielleicht zuhören. Es gibt hier eine Gelegenheit, und sie ist real. Das ist keine Spinnerei. Kein Wunschdenken. Die Probleme in den Entwicklungsländern bieten uns in den entwickelten Ländern eine Chance uns in der Welt neu zu beschreiben. Wir werden nicht nur anderer Menschen Leben verändern, sondern auch die Art wie diese anderen Menschen uns sehen. Das dürfte in diesen nervösen, gefährlichen Zeiten schlau sein.Denken Sie nicht, dass auf einer rein kommerziellen Ebene, die Antiretrovirale Medizin nicht eine großartige Werbung für den westlichen Einfallsreichtum und Technologie ist? Steht uns die Barmherzigkeit nicht gut? Lassen Sie uns für ein Sekunde mit dem Unsinn aufhören. In bestimmten Vierteln der Welt, ist die Marke EU, die Marke USA, nicht gerade die Leuchtenste. Die Neonreklame zischt und knackt. Jemand wirft einen Stein durch ein Fenster. Die örtlichen Filialleiter werden nervös. Niemals zuvor wurden wir im Westen so unter die Lupe genommen. Unsere Werte: haben wir welche? Unsere Glaubwürdigkeit? Diese Dinge werden weltweit angegriffen. Die Marke USA könnte etwas Politur gebrauchen. Und das sage ich als ein Fan, verstehen Sie? Als eine Person die die Produkte kauft. Aber denken Sie darüber nach. Mehr Antiretrovirale ergeben Sinn. Aber das ist nur der leichte Teil, oder sollte es sein.Aber Gleichberechtigung für Afrika -- das ist eine große, teure Idee. Sie sehen, das Ausmaß des Leids betäubt uns in eine Art Gleichgültigkeit. Was zum Himmel können wir alle dagegen tun? Nun, viel mehr als wir denken. Wir können nicht jedes Problem lösen, aber das eine, behaupte ich, müssen wir lösen. Weil wir es können, müssen wir es. Das ist die reine Wahrheit, die rechtschaffene Wahrheit. Es ist keine Theorie. Tatsache ist, dass wir die erste Generation sind die Krankheit und dieser extremen Armut in die Augen sehen kann, sehen Sie über den Ozean, sagen sie es und meinen Sie es. Dafür müssen wir nicht stehen. Ein ganzer Kontinent abgeschrieben -- wir müssen nicht dafür stehen.(Beifall)Lassen Sie mich das ohne eine Spur von Ironie sagen -- bevor ich das an einen Haufen Ex-Hippies richte. Vergessen Sie die 60er. Wir können die Welt verändern. Ich kann es nicht, Sie können es nicht, als Individuen, aber WIR können die Welt verändern. Ich glaube das wirklich, die Leute in diesem Raum. Schauen Sie die "Gates Foundation" an. Die haben Unbeschreibliches geleistet. Unglaubliche Dinge. Mit Zusammenarbeit können wir die Welt verändern. Wir können die unvermeidlichen Auswirkungen umkehren und die Qualität von Millionen Leben transformieren welche, beim genauen Hinsehen, genau wie unsere sind. Tut mir leid, dass ich hier lachen muss aber Sie sehen so anders aus als damals in Haight-Ashbury in den 60ern.(Gelächter)Ich behaupte, dass das der Moment ist für den Sie geschaffen wurden. Das ist das Erblühen der Saat die Sie in früheren, impulsiveren Tagen säten. Ideen, die Sie in Ihrer Jugend ausgebrütet haben. Das ist es was mich begeistert. Dieser Raum wurde für diesen Moment geboren. das will ich Ihnen heute Abend sagen. Die meisten von Ihnen wollten die Welt verändern, nicht wahr? Die meisten von Ihnen schafften die digitale Welt. Nun, durch Sie ist es möglich die physische Welt zu verändern. Das ist Fakt. Ökonomen bestätigen das und die wissen viel mehr als ich. Also warum strecken wir nicht unsere Faust in die Luft? Wahrscheinlich weil, wenn wir zugeben etwas tun zu können, wir auch etwas tun müssen. Es geht einem auf die Nerven. Das Gleichberechtigungsgeschäft nervt tatsächlich. Aber zum ersten Mal in der Geschichte haben wir die Technologie, haben wir das Know-How, haben wir das Geld, haben wir die lebensrettende Medizin.Haben wir den Willen? Ich hoffe, das ist eindeutig, aber ich bin kein Hippie. Ich bin nicht für das warme, flauschige Gefühl zu haben. Ich hab keine Blumen im Haar. Eigentlich komme ich vom Punkrock. "The Clash" trugen Armeestiefel, keine Sandalen. Aber ich erkenne Härte, wenn ich sie sehe. Bei all dem Gerede von Frieden und Liebe an der Westküste, war hier der Muskel, der die Bewegung in Gang brachte. Sie sehen, Idealismus ohne Aktion ist nur ein Traum. Aber Idealismus gepaart mit Pragmatismus, die Ärmel hochkrempeln und die Welt ein wenig biegen, das ist aufregend. Es ist sehr real. Es ist sehr stark. Und es ist sehr präsent in einer Menge wie dieser.Letztes Jahr haben wir mit DATA, der Organisation, die ich mit aufbaute, eine Kampagne gestartet um diesen Geist herbeizurufen, im Kampf gegen AIDS und extreme Armut. Wir riefen diese 'ONE'-Kampagne ins Leben. Das basiert auf unserer Überzeugung, dass die Aktion eines Menschen eine Menge verändern kann, aber die Aktion von vielen zusammen als Eines kann die Welt verändern. Nun, wir fühlen, dass jetzt die Zeit ist zu sehen, ob wir richtig lagen. Es gibt Momente in der Geschichte, da definieren sich Zivilisationen neu. Wir glauben das ist so ein Moment. Wir glauben, dass dies die Zeit sein könnte in der die Welt endlich entscheidet, dass der sträfliche Verlust von Leben in Afrika nicht länger hinnehmbar ist. Dies könnte die Zeit sein, wo wir endlich ernst machen und die Zukunft der meisten Menschen auf dem Planeten Erde ändern.Momentum hat sich aufgegebaut. Ein bisschen wacklig aber es wächst. Dieses Jahr ist ein Test für uns, speziell für die Führer der G8 Staaten, die angetreten sind und die Weltgeschichte schaut zu. Ich wurde kürzlich enttäuscht von der Bush-Regierung. Sie haben große Versprechungen für Afrika gemacht. Sie machten einige wirklich großartige Versprechungen, und tatsächlich haben sie viele davon erfüllt. Aber einige auch nicht. Sie können nicht den Ruck von unten fühlen, das ist wahr. Aber meine Enttäuschung hat viel mehr Perspektive wenn ich mit amerikanischen Menschen rede, und ihre Sorgen über das Defizit höre, und das steuerliche Wohlbefinden ihres Landes. Ich verstehe das. Es gibt jedoch einen viel größeren Ruck von unten, als Sie denken würden, wenn wir uns organisieren.Was ich versuche zu vermitteln, und Sie können mir helfen, falls Sie zustimmen, ist, dass Hilfe für Afrika eine gute Geldanlage ist für die Zeit, wenn Amerika es wirklich braucht. Um es mit den krassesten Worten zu sagen, die Investition wird große Gewinne einfahren. Nicht nur in geretteten Leben, sondern in Wohlwollen, Stabilität und Sicherheit, die wir hinzugewinnen. Das ist was ich mir von Ihnen erhoffe, wenn ich so kühn sein darf, und was nicht von meinen Wünschen abgezogen wird.(Gelächter)Was ich hoffe ist, dass Sie - über individuelle barmherzige Taten hinaus - dass sie Politiker dazu bringen für Afrika, für Amerika und für die Welt das Richtige zu machen. Erlauben Sie denen, wenn sie so wollen, ihr politisches Kapital und Ihr finanzielles Kapital, Ihren nationalen Geldbeutel einzusetzen, um das Leben von Millionen von Menschen zu retten. Das ist was ich wirklich von Ihnen will. Weil wir auch Ihr intellektuelles Kapital brauchen: Ihre Ideen, Ihre Fähigkeiten, Ihren Einfalllsreichtum. Und Sie, bei dieser Konferenz, sind in einer einzigartigen Position. Einige der Technologien, über die wir gesprochen haben, Sie erfanden sie oder haben zumindest die Art ihrer Benutzung revolutioniert. Zusammen haben Sie den Zeitgeist von analog zu digital gewandelt und die Grenzen verschoben. Wir hätten gern, dass Sie uns diese Energie geben. Geben Sie uns diese Art des Träumens, die Weise zu handeln.Wie ich sage, zwei Dinge stehen hier auf dem Spiel. Da ist der Kontinent Afrika. Aber da ist auch unsere Bedeutung. Die Leute finden das langsam heraus. Bewegungen entstehen. Künstler, Politiker, Popstars, Priester, Vorstandsvorsitzende, NGOs, Müttervereinigungen, Studentenvereinigungen. Eine Menge Leute kommen zusammen und arbeiten unter dem Schirm von dem ich eben sprach, die ONE Kampagne. Ich denke, sie haben alle einen Gedanken, welcher lautet, wo du auf der Welt lebst sollte nicht bestimmen, ob du auf der Welt lebst.(Beifall)Die Geschichte, genau wie Gott, beobachtet was wir tun. Wenn die Geschichtsbücher geschrieben werden wird unser Zeitalter, denke ich, wegen drei Dingen erinnert werden. Wirklich, nur drei Dinge aus unserem ganzen Zeitalter, an die man sich erinnern wird. Die digitale Revolution, ja. Der Krieg gegen Terror, ja. Und was wir taten oder nicht taten um die Feuer in Afrika zu löschen. Manche sagen wir können es uns nicht leisten. Ich sage wir können es uns nicht leisten nichts zu tun. Danke, vielen Dank.(Beifall)Okay, meine drei Wünsche. Die mir TED gewährt hat. Sehen Sie, wenn es stimmt, und ich glaube daran, dass die digitale Welt, die Sie alle erschufen die kreative Vorstellungskraft von physischen Zwängen der Materie losgelöst hat. Dann sollte dies hier ein Klacks sein.(Gelächter)Ich sollte hinzufügen, dass diese Wunschliste eigentlich viel länger war. Die meisten unmöglich, einige unpraktisch und ein oder zwei sicherlich unmoralisch.(Gelächter)Dieses Geschäft, es macht süchtig, wenn sie wissen was ich meine, wenn jemand anders die Zeche bezahlt. Wie auch immer, hier ist Nummer eins. Ich wünsche mir, das Sie helfen eine soziale Bewegung zu erschaffen, mit mehr als einer Million amerikanischer Aktivisten für Afrika. Das ist mein erster Wunsch. Ich glaube, dass es möglich ist. Vor ein paar Minuten habe ich über all die Bürgerkampagnen die entstehen gesprochen. Sie wissen, es gibt viele da draußen. Und mit dieser einen Kampagne als unserem Schirm, haben meine Organisation, DATA, und andere Gruppen die Energie und den Enthusiasmus der da draußen von Hollywood bis ins Hinterland von Amerika angezapft. Wir wissen, dass es mehr als genug Energie für diese Bewegung gibt. Wir brauchen nur Ihre Hilfe um es geschehen zu lassen.Wir wollen alle von euch hier, Kirchen Amerika, Firmen Amerika, Microsoft Amerika, Apple Amerika, Coke Amerika, Pepsi Amerika, Streber Amerika, lautes Amerika. Wir können es uns nicht leisten das allein auszusitzen. Ich glaube, wenn wir eine Bewegung, eine Millionen Amerikaner stark, bilden werden wir nicht abgewiesen. Wir werden das Ohr des Kongresses haben. Wir werden die erste Seite in Condi Rices Besprechungsbuch sein, direkt ins Oval Office. Wenn es eine Million Amerikaner gibt -- und ich weiß das wirklich -- die bereit sind Anrufe zu tätigen, die bereit sind Emails zu schreiben. Ich bin absolut sicher, dass wir tatsächlich den Lauf der Geschichte für Afrika buchstäblich ändern können. Wie auch immer, ich möchte Ihre Hilfe um das unterschrieben zu bekommen. Ich weiß, dass John Gage und Sun Microsystems schon mit an Bord sind aber es gibt einige von Ihnen, mit denen wir gern reden würden.Richtig, mein zweiter Wunsch, Nummer zwei. Ich hätte gern einen Medientreffer für jede Person auf dem Planeten die von weniger als einem Dollar am Tag lebt. Das sind eine Milliarde Mediatreffer. Das könnte auf Google oder auf AOL sein. Steve Case, Larry, Sergey - die haben schon viel getan. Es könnte bei NBC sein. Oder ABC. Tatsächlich sprechen wir heute mit der ABC über die Oscars. Wir haben einen Film, produziert von Jon Kamen bei Radical Media. Sie wissen, wir wollen, wir brauchen etwas Sendezeit für unsere Ideen. Wir müssen die Mathematik und die Statistiken zu den amerikanischen Menschen bringen. Ich glaube wirklich an die alte Truman-Zeile, dass wenn man den Amerikanern die Fakten gibt sie das Richtige tun werden. Und was noch wichtig ist ist, dass das nicht Sally Struthers ist. Es muss als Abenteuer beschrieben werden, nicht als Last.(Video): Schritt für Schritt gehen sie vorwärts, eine Krankenschwester, ein Lehrer, eine Hausfrau, und Leben werden gerettet. Das Problem ist gewaltig. Alle drei Sekunden stirbt ein Mensch. nach drei Sekunden noch einer. Die Situation ist so verzweifelt in Teilen Afrikas, Asiens, selbst Amerikas, dass Hilfsorganisationen, wie beim Tsunami auch, sich zusammenschließen und als eine handeln. Wir können extreme Armut, Hunger und AIDS besiegen. Aber wir brauchen Ihre Hilfe. Eine weitere Person, ein Brief, eine Stimme bedeutet den Unterschied zwischen Leben und Tod für Millionen von Menschen. Bitte machen Sie mit und arbeiten Sie zusammen. Amerikaner haben eine einmalige Möglichkeit. Wir können Geschichte schreiben. Wir können beginnen Armut zur Vergangenheit zu machen. Schritt für Schritt für Schritt. Bitte besuchen Sie ONE auf dieser Adresse. Wir bitten Sie nicht um Geld. Wir bitten Sie um Ihre Stimme.Bono: Nun. Ich wünsche mir, dass TED wahrlich die Kraft der Information zeigt. Seine Kraft die Regeln neu zu schreiben und Leben zu verändern, indem es jedes Hospital, Klinik und Schule in einem afrikanischen Land verbindet. Ich möchte, dass es Äthiopien ist. Ich glaube, wir können alle Schulen in Äthiopien verbinden, jede Klinik, jedes Hospital. Wir können sie mit dem Internet verbinden. Das ist mein Wunsch, mein dritter Wunsch. Ich denke es ist möglich. Ich denke wir haben das Geld und die Gehirne im Raum um das zu tun. Das wäre ein irrer Wunsch, der wahr werden könnte. Ich war in Äthiopien, wie ich bereits sagte. Dort begann alles für mich. Die Idee, dass das Internet, welches alle Ihre Leben verändert hat, ein Land verändern kann -- und einen Kontinent der es gerade so zu Analog schaffte, geschweige denn zu Digital -- verdreht mir den Kopf. Aber so schnell ging es zu Beginn nicht.Die erste Überlandleitung von Boston nach New York wurde 1885 zum Telefonieren benutzt. Nur neun Jahre später war Addis Abeba per Telefon mit Harare, welches 500 km entfernt ist, verbunden. Seit dem hat sich nicht viel verändert. Die durchschnittliche Wartezeit für eine Landverbindung in Äthiopien beträgt tatsächlich zwischen sechs und acht Jahren. Von kabellose Technologie nur zu träumen. Wie auch immer, Ich bin Ire und wie Sie sehen können weiß ich wie wichtig reden ist. Kommunikation ist sehr wichtig für Äthiopien -- und wird das Land verändern. Krankenschwestern bekommen bessere Ausbildung, Apotheker sind in der Lage Nachschub zu bestellen, Ärzte können ihre Kenntnisse in allen Aspekten der Medizin teilen. Es ist ein sehr gute Idee sie zu verkabeln. Und das ist mein dritter und letzter Wunsch an Sie bei der TED Konferenz. Vielen Dank noch einmal.
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Nennen Sie einen Grund, warum es --laut Bono-- wichtig ist, Äthiopien mit dem Internet zu verbinden?
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1
bessere Berufsausbildung für Krankenschwestern
1
AIDS
3
3
Elizabeth Pisani: Sex, Drogen und HIV -- gehen wir rational heran"Leute machen dumme Sachen. So wird HIV verbreitet." Das war eine Schlagzeile in einer britischen Zeitung, dem Guardian, vor nicht allzu langer Zeit. Ich bin neugierig -- Handzeichen -- wer stimmt dem zu? Nun, ein oder zwei tapfere Seelen.Das ist tatsächlich ein direktes Zitat einer Epidemiologin, die 15 Jahre lang auf dem Gebiet HIV auf vier Kontinenten gearbeitet hat, und sie steht vor Ihnen.Und ich werde nun argumentieren, dass das nur halb stimmt. Leute bekommen HIV, weil sie dumme Sachen machen, aber die meisten von ihnen machen dumme Sachen aus absolut rationalen Gründen. Nun, "rational" ist das vorherrschende Paradigma im Gesundheitswesen. Und wenn man seine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille aufsetzt sieht man, dass wenn wir Leuten die nötigen Informationen darüber geben, was gut für sie ist und was schlecht für sie ist, wenn man ihnen die Dienstleistungen gibt, die sie nutzen können, um nach diesen Informationen zu handeln, ein kleines bisschen Motivation, werden Leute rationale Entscheidungen treffen und lange und gesund leben. Wunderbar.Etwas problematisch für mich, weil ich auf dem Gebiet des HIV arbeite, und obwohl ich mir sicher bin, dass Sie alle wissen, dass es bei HIV um Armut und Ungleichheit der Geschlechter geht, und wenn Sie bei TED '07 waren, dass es um Kaffeepreise geht, geht es bei HIV tatsächlich um Sex und Drogen. Und wenn es zwei Dinge gibt, die menschliche Wesen ein klein wenig irrational machen sind das Erektionen und Abhängigkeit.(Gelächter)Fangen wir also damit an, was für einen Abhängigen rational ist. Nun, ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem indonesischen Freund, Frankie. Wir saßen beim Mittagessen und er erzählte mir davon, wie er im Gefängnis in Bali war, weil er sich Drogen gespritzt hatte. Und jemand hatte Geburtstag, und sie hatten freundlicherweise etwas Heroin in das Gefängnis geschmuggelt, und er teilte das sehr großzügig mit all seinen Kollegen. Und so bildeten alle eine Reihe, all die Heroinabhängigen in einer Reihe. Und der Typ, der Geburtstag hatte zog die Nadel auf und ging hin und fing an, Leute zu spritzen. Er spritzt also den ersten Typ, dann wischt er die Nadel an seinem Hemd ab und er spritzt den zweiten Typ. Und Frankie sagte: "Ich bin als 22. an der Reihe, und ich sehe die Nadel auf mich zukommen, und da ist überall Blut. Sie wird immer stumpfer. Und ein kleiner Teil von mir denkt: 'Das ist so ekelhaft und wirklich gefährlich', aber der größte Teil von mir denkt: 'Bitte lass da noch Heroin übrig sein, wenn sie zu mir kommt. Bitte lass da noch was übrig sein.' " Und dann, wie er mir diese Geschichte erzählt, sagt Frankie: "Weißt du, Drogen machen einen weiß Gott wirklich dumm."Und wissen Sie, man kann ihm seine Richtigkeit nicht vorwerfen, aber tatsächlich war Frankie zu diesem Zeitpunkt ein Heroinabhängiger, und er war im Gefängnis. Seine Wahl war also, entweder diese schmutzige Nadel anzunehmen oder nicht high zu werden. Und wenn es nur einen Ort gibt, an dem man wirklich high werden will, ist das im Gefängnis.Ich bin aber nun Wissenschaftlerin, und ich mache nicht gerne Daten aus Anekdoten, schauen wir uns also ein paar Daten an. Wir sprachen mit 600 Drogenabhängigen in drei Städten in Indonesien und wir sagten: "Na, wissen Sie, wie Sie HIV bekommen?" "O ja. Durch das Teilen von Nadeln." Ich meine, fast 100 Prozent. Ja, durch das Teilen von Nadeln. Und: "Wissen Sie, wo Sie eine saubere bezahlbare Nadel bekommen können, um das zu verhindern?" "O ja." 100 Prozent. "Wir sind Junkies; wir wissen, wo wir saubere Nadeln bekommen können." "Haben Sie also eine Nadel dabei?" Wir befragten tatsächlich Leute auf der Straße, an den Orten, wo sie sich aufhalten und Drogen nehmen. "Haben Sie saubere Nadeln dabei?" Einer von vier, maximal. Keine Überraschung also, dass der Anteil, der tatsächlich saubere Nadeln bei jeder Injektion in der letzten Woche benutzt hatte, nur ungefähr einer von 10 war, und die anderen neun von 10 haben geteilt.Man hat also diese gewaltige Diskrepanz. Jeder weiß, dass er, wenn er teilt, HIV bekommen wird, aber sie teilen alle trotzdem. Worum geht es da? Bekommt man einen besseren Rausch, wenn man teilt oder so? Wir haben das einen Junkie gefragt und der so: "Spinnst du? Du willst eine Nadel genau so wenig teilen wie du eine Zahnbürste teilen willst, selbst mit jemandem, mit dem du schläfst. Da ist einfach eine Art Igitt-Faktor vorhanden. Nein nein. Wir teilen Nadeln, weil wir nicht ins Gefängnis kommen wollen." Wenn man also zu dieser Zeit in Indonesien eine Nadel dabei hatte, und die Polizei einen verhaftete, konnten sie einen ins Gefängnis schicken. Und das ändert die Rechnung ein wenig, nicht wahr. Denn Ihre Wahl ist nun, entweder benutzte ich jetzt meine eigene Nadel, oder ich teile jetzt eine Nadel und bekomme eine Krankheit, die mich vielleicht in 10 Jahren umbringt, oder ich könnte jetzt meine eigene Nadel benutzen und morgen ins Gefängnis kommen. Und obwohl Junkies glauben, dass es eine ganz schlechte Idee ist, sich HIV auszusetzen, glauben sie, dass es eine noch viel schlechtere Idee ist, das nächste Jahr im Gefängnis zu verbringen, wo sie sich wahrscheinlich in Frankies Lage wiederfinden und sich trotzdem HIV aussetzen werden. Plötzlich wird es also absolut rational, Nadeln zu teilen.Schauen wir uns das nun aus der Sicht eines politischen Entscheidungsträgers an. Das ist ein ganz einfaches Problem. Ausnahmsweise passt alles zusammen. Wir haben das, was fürs Gesundheitswesen rational ist. Sie wollen, dass die Leute saubere Nadeln benutzen und Junkies wollen saubere Nadeln benutzen. Wir könnten dieses Problem also lösen, indem wir einfach saubere Nadeln allgemein verfügbar machen und die Angst vor der Festnahme nehmen. Nun, wer das als erster herausgefunden und auf nationaler Ebene etwas dagegen unternommen hat ist die wohlbekannte, liberale, mitfühlende Seele Margaret Thatcher. Und sie hat das erste nationale Nadel-Austauschprogramm auf der Welt aufgesetzt, und andere Länder folgten ihr. Australien, die Niederlande und ein paar andere, und Sie können sehen, dass in all diesen Ländern nicht mehr als vier Prozent der injizierenden Drogenkonsumenten sich je mit HIV infizierten.Nun, Orte, in denen man das nicht gemacht hat, zum Beispiel New York, Moskau, Jakarta, da sprechen wir von auf dem Höhepunkt einem von zwei injizierenden Drogenkonsumenten, die sich mit dieser tödlichen Krankheit infiziert haben. Na, Margaret Thatcher hat das nicht gemacht, weil sie Junkies besonders gerne hat. Sie hat das gemacht, weil sie ein Land regierte, das ein staatliches Gesundheitswesen hatte. Wenn sie also nicht in wirksame Prävention investiert hätte, hätte sie die später die Kosten für die Behandlung übernehmen müssen, und die sind natürlich viel höher. Sie hat also eine politisch rationale Entscheidung getroffen. Wenn ich jetzt meine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille hervorhole und mir diese Daten anschaue, liegt das auf der Hand, nicht wahr. Aber in diesem Land, wo die Regierung sich offenbar nicht verpflichtet fühlt, ihren Bürgern medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen, haben wir einen ganz anderen Ansatz gewählt. Was wir also in den Vereinigten Staaten gemacht haben ist, die Daten zu prüfen, endlos lang die Daten zu prüfen. Das hier ist also ein Überblick über hunderte Studien von allen den hohen Tieren des Wissenschafts-Olymps in den Vereinigten Staaten, und das hier sind die Studien, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme wirksam sind, ziemlich viele davon. Nun, diejenigen, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme nicht wirksam sind -- Sie denken, das hier ist eine dieser nervigen animierten Folien, und ich werde meinen Knopf drücken und der Rest wird erscheinen, aber nein, das ist die ganze Folie.(Gelächter)Es gibt nichts auf der anderen Seite. Völlig irrational also, würde man denken, außer dass, Moment mal, Politiker auch rational sind, und sie reagieren auf das, was sie denken, dass die Wähler wollen. Was wir also sehen ist, dass Wähler sehr gut auf so etwas wie das hier reagieren und nicht ganz so gut auf so etwas wie das.(Gelächter)Es wird also ganz rational, Injizierenden Dienstleistungen vorzuenthalten. Reden wir nun über Sex. Sind wir in Bezug auf Sex rationaler? Na, ich werde die eindeutig irrationalen Positionen von Leuten wie der katholischen Kirche nicht mal ansprechen, die irgendwie glaubt, dass wenn man Kondome verteilt jeder hingehen und Sex haben wird. Ich weiß nicht, ob Papst Benedikt TEDTalks online schaut, aber wenn Sie das tun, habe ich gute Neuigkeiten für Sie, Benedikt. Ich habe die ganze Zeit Kondome dabei, und nie hat jemand mit mir Sex. (Gelächter) So einfach ist das nicht. Hier, vielleicht haben Sie mehr Glück.(Beifall)Okay, im Ernst. Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, HIV sexuell zu übertragen. Das hängt davon ab, wie viel Virus in Ihrem Blut und Ihren Körperflüssigkeiten ist. Und wir haben einen sehr, sehr hohen Gehalt des Virus ganz am Anfang, wenn man sich gerade angesteckt hat, dann fängt man an, Antikörper zu produzieren, und dann hopst das auf ziemlich niedrigem Niveau eine lange Zeit herum, 10 oder 12 Jahre, es gibt Ausschläge, wenn man eine andere sexuell übertragbare Infektion bekommt, aber im Grunde ist da nicht viel los bis Sie anfangen, AIDS-Symptome zu bekommen. Und in dieser Phase, hier drüben, sieht man nicht gut aus, fühlt man sich nicht gut, hat man nicht so viel Sex.Die sexuelle Übertragung von HIV hängt im Wesentlichen davon ab, wie viele Partner man in diesen sehr kurzen Zeiträumen hat, wenn man Virämie-Spitzen hat. Das macht nun die Leute verrückt, weil es bedeutet, dass man darüber sprechen muss, dass manche Gruppen mehr Sexualpartner in kürzeren Zeiträumen haben als andere Gruppen, und das wird als Stigmatisierung betrachtet. Ich war immer etwas gespannt darauf, weil ich denke, dass Stigma etwas Schlechtes ist, wohingegen viel Sex etwas ziemlich Gutes ist, aber lassen wir das. In Wahrheit haben uns 20 Jahre sehr guter Forschung gezeigt, dass es Gruppen gibt, die mit größerer Wahrscheinlichkeit große Mengen von Partnern innerhalb einer kurzen Zeitspanne haben, und diese Gruppen sind weltweit Leute, die Sex verkaufen und ihre regelmäßigeren Partner, es sind homosexuelle Männer in der Partyszene, die im Schnitt drei Mal so viele Partner haben wie heterosexuelle Leute in der Partyszene, und es sind Heterosexuelle, die aus Ländern kommen, die den Brauch der Vielehe und ziemlich hohe Grade weiblicher Autonomie haben, und fast all diese Länder sind in Südost-Afrika. Und das spiegelt sich wider in der Epidemie, die wir heute haben.Sie können also diese entsetzlichen Bilder aus Afrika sehen. Das sind all die Länder in Südafrika, wo zwischen einem von sieben und einem von drei Erwachsenen HIV-infiziert sind. Im Rest der Welt passiert nun im Grunde nichts in der allgemeinen Bevölkerung, sehr, sehr niedrige Level, aber wir haben außergewöhnlich hohe Level von HIV in diesen anderen Gruppen, die das höchste Risiko tragen, also injizierende Drogenkonsumenten, Sexarbeiter und homosexuelle Männer. Und Sie werden bemerkt haben, dass das die lokalen Daten aus Los Angeles sind. 25 Prozent Prävalenz unter homosexuellen Männern. Sie können also natürlich nicht HIV bekommen, indem Sie einfach ungeschützten Sex haben. Sie können nur HIV bekommen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer HIV-positiven Person haben.Im größten Teil der Welt, trotz dieser wenigen Präventions-Versagen, schneiden wir heute ziemlich gut ab bezüglich käuflichem Sex. Die Kondomnutzung liegt zwischen 80 und 100 Prozent für käuflichen Sex in den meisten Ländern. Und das liegt wieder daran, dass alles zusammen passt. Was rational fürs Gesundheitswesen ist, ist auch rational für den einzelnen Sexarbeiter, weil es ganz schlecht fürs Geschäft ist, eine andere sexuell übertragbare Erkankung zu haben. Niemand will das. Und die Kunden wollen auch nicht mit einem Ausfluss nach Hause kommen. Im Grunde kann man also relativ hohe Raten der Kondomnutzung in käuflichem Sex erreichen.Aber in "innigen" Beziehungen ist das viel schwieriger, denn bei seiner Ehefrau oder seinem Freund, oder jemandem, von dem man hofft, dass er das mal wird, haben wir diese Illusion von Romantik und Vertrauen und Intimität, und nichts ist so unromantisch wie die Frage: "Mein Kondom oder deins, Schatz?". Angesichts dessen braucht man also einen ziemlich starken Anreiz, um Kondome zu benutzen.Das hier zum Beispiel. Dieser Herr heißt Joseph. Er kommt aus Haiti und er hat AIDS, und er hat wahrscheinlich im Moment nicht viel Sex, aber er erinnert die Bevölkerung daran, warum man vielleicht Kondome benutzen sollte. Das ist auch in Haiti und es erinnert einen vielleicht daran, warum man Sex haben möchte. Lustigerweise ist das nun auch Joseph, nach sechs Monaten antiretroviraler Behandlung. Nicht umsonst nennen wir das den Lazarus-Effekt. Aber er verändert die Rechnung, was rational ist beim Treffen sexueller Entscheidungen. Was wir also haben -- manche Leute sagen: "Oh, das macht nicht viel aus, weil Behandlung tatsächlich wirksame Vorbeugung ist, weil sie die Viruslast verringert und es deshalb schwieriger macht, HIV zu übertragen." Wenn man sich also diese Virämie-Sache noch mal anschaut, wenn man eine Behandlung beginnt, wenn man krank ist, ist, was passiert, dass die Viruslast sinkt. Aber verglichen womit? Was passiert, wenn man nicht behandelt wird? Nun, man stirbt, also sinkt die Viruslast auf Null. Und all das Grün hier, einschließlich der Ausschläge, die es gibt, weil Sie nicht in die Apotheke gehen konnten oder keine Medikamente mehr haben, oder drei Tage exzessiv Party gemacht und vergessen haben, die Medikamente zu nehmen, oder weil Sie anfangen, resistent zu werden, oder warum auch immer, all das ist Virus, der nicht da wäre, wenn es keine Behandlung gäbe.Sage ich nun, ach ja, super Präventions-Strategie, hören wir einfach auf, die Leute zu behandeln? Natürlich nicht. Natürlich nicht, wir müssen retrovirale Therapie so gut wir können ausbauen. Aber was ich mache, ist die Leute in Frage zu stellen, die sagen, dass mehr Behandlung all die Prävention ist, die wir brauchen. Das stimmt einfach nicht unbedingt, und ich denke, wir können viel von den Erfahrungen homosexueller Männer in reichen Ländern lernen, wo Behandlung jetzt seit 15 Jahren weitgehend verfügbar ist, und wir haben gesehen, dass in der Tat Kondomnutzungsraten, die sehr, sehr hoch waren -- die homosexuelle Gemeinschaft hat sehr schnell auf HIV reagiert, mit ganz wenig Hilfe von Gesundheitswesen-Fanatikern, würde ich sagen -- dass die Kondomnutzungsrate seit der Behandlung drastisch gesunken ist, aus zwei Gründen. Einer ist die Annahme: "Ach ja, wenn er infiziert ist, nimmt er wahrscheinlich Medikamente und seine Viruslast wird gering sein, also bin ich ziemlich geschützt."Und das andere ist, dass die Leute einfach nicht so viel Angst vor HIV haben wie sie vor AIDS hatten, und mit Recht. AIDS war eine entstellende Krankheit, die einen umbrachte, und HIV ist ein unsichtbarer Virus, der bewirkt, dass man jeden Tag eine Tablette nehmen muss. Und das ist langweilig, aber ist es so langweilig wie jedes Mal ein Kondom nutzen zu müssen, wenn man Sex hat, egal wie betrunken man ist, egal wie viele Poppers man genommen hat, was auch immer. Wenn wir uns die Daten anschauen, können wir sehen, dass die Antwort auf diese Frage hmmm ist.Diese Daten sind also aus Schottland. Sie sehen die Spitze der injizierenden Drogenkonsumenten bevor das nationale Nadel-Austauschprogramm angefangen hatte. Dann ist das stark gesunken, und sowohl unter Heterosexuellen, großteils bei käuflichem Sex und unter Drogenkonsumenten, da passiert wirklich nicht viel nach Beginn der Behandlung, und das liegt an der Anreiz-Lage, über die ich vorhin gesprochen habe. Aber unter homosexuellen Männern gibt es einen ziemlich drastischen Anstieg, der drei oder vier Jahre, nachdem Behandlung weithin verfügbar wurde anfing. Das sind Neuansteckungen.Was bedeutet das? Es bedeutet, dass der gemeinsame Effekt von mehr Sorglosigkeit und mehr Virus in der Population, von mehr Leuten, die länger, gesünder leben, und die mit größerer Wahrscheinlichkeit mit HIV Sex haben, den Effekt der niedrigeren Viruslast aufhebt, und das ist sehr besorgniserregend. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass wir umso mehr Prävention machen müssen, je mehr Behandlung wir haben.Und passiert das? Nein, und ich nenne das das Rätsel des Mitgefühls. Wir haben in den letzten paar Tagen viel über Mitgefühl gesprochen. Und was wirklich passiert, ist dass die Leute unfähig sind, sich dazu zu bringen, gute Sexual- und Fortpflanzungsmedizin-Dienstleistungen für Sexarbeiter einzurichten, unfähig, Nadeln an Junkies auszugeben, aber sobald sie von übergriffigen Leuten, deren Verhalten wir nicht dulden wollen zu AIDS-Opfern werden, werden wir mitfühlend und kaufen ihnen unglaublich teure Medikamente für den Rest ihres Lebens. Das macht keinen Sinn aus Sicht des Gesundheitswesens.Ich möchte das beinahe letzte Wort Ines überlassen. Ines ist eine Transgender-Nutte auf den Straßen Jakartas. Sie ist ein Mädchen mit Schwanz. Warum macht sie diesen Job? Na, natürlich, weil sie dazu gezwungen ist, weil sie keine Wahl hat, und so weiter und so fort, und wenn wir ihr nur das Nähen beibringen könnten und ihr einen netten Job in einer Fabrik verschaffen, wäre alles gut. Das verdienen Fabrikarbeiter pro Stunde in Indonesien, im Schnitt 20 Cents. Das variiert ein bisschen von Provinz zu Provinz. Ich spreche mit Sexarbeitern, 15.000 von ihnen, was die Daten auf dieser Folie betrifft. Und das sagen Sexarbeiter, was sie pro Stunde verdienen. Es ist also kein toller Job, aber für viele Leute ist es wirklich eine ziemlich rationale Wahl. Okay, Ines.Wir haben die Werkzeuge, das Wissen und das Geld, und auch die Verpflichtung, HIV vorzubeugen.Ines: Warum steigt die Prävalenz dann noch? Das liegt an der Politik. Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn.Elizabeth Pisani: "Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn." Vom Standpunkt einer Sexarbeiterin ergeben Poltiker also keinen Sinn. Vom Standpunkt eines Gesundheitswesens-Fanatikers machen Junkies dumme Sachen. Ich meine, die Wahrheit ist, dass jeder ein anderes Grundprinzip anlegt. Es gibt so viele unterschiedliche Arten, rational zu sein wie Menschen auf diesem Planeten, und das ist eine der Herrlichkeiten menschlicher Existenz. Aber diese Arten, rational zu sein sind nicht unabhängig voneinander. Es ist also rational für einen Drogen-Injizierenden, Nadeln zu teilen, aufgrund einer dummen Entscheidung, die ein Politiker getroffen hat, und es ist rational für einen Politiker, diese dumme Entscheidung zu treffen, weil sie darauf reagieren, was sie denken, das die Wähler wollen. Aber hier ist der Clou: Wir sind die Wähler. Wir sind natürlich nicht alle Wähler, aber TED ist eine Gemeinschaft von Meinungsführern, und jeder in diesem Raum und jeder, der das draußen im Netz anschaut, hat, denke ich, die Pflicht, von seinen Politikern zu verlangen, dass sie Politik machen, die auf wissenschaftliche Evidenz und gesunden Menschenverstand gründet. Es wird wirklich schwer für uns werden, individuell zu beeinflussen, was für jeden Frankie und jede Ines da draußen rational ist. Aber Sie können wenigstens Ihre Stimme nutzen, um Politiker aufzuhalten, die dumme Sachen machen, die HIV verbreiten.Danke.
1
In welcher akademischen Disziplin arbeitet Elizabeth Pisani?
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4
Epidemiologie
1
AIDS
3
3
Elizabeth Pisani: Sex, Drogen und HIV -- gehen wir rational heran"Leute machen dumme Sachen. So wird HIV verbreitet." Das war eine Schlagzeile in einer britischen Zeitung, dem Guardian, vor nicht allzu langer Zeit. Ich bin neugierig -- Handzeichen -- wer stimmt dem zu? Nun, ein oder zwei tapfere Seelen.Das ist tatsächlich ein direktes Zitat einer Epidemiologin, die 15 Jahre lang auf dem Gebiet HIV auf vier Kontinenten gearbeitet hat, und sie steht vor Ihnen.Und ich werde nun argumentieren, dass das nur halb stimmt. Leute bekommen HIV, weil sie dumme Sachen machen, aber die meisten von ihnen machen dumme Sachen aus absolut rationalen Gründen. Nun, "rational" ist das vorherrschende Paradigma im Gesundheitswesen. Und wenn man seine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille aufsetzt sieht man, dass wenn wir Leuten die nötigen Informationen darüber geben, was gut für sie ist und was schlecht für sie ist, wenn man ihnen die Dienstleistungen gibt, die sie nutzen können, um nach diesen Informationen zu handeln, ein kleines bisschen Motivation, werden Leute rationale Entscheidungen treffen und lange und gesund leben. Wunderbar.Etwas problematisch für mich, weil ich auf dem Gebiet des HIV arbeite, und obwohl ich mir sicher bin, dass Sie alle wissen, dass es bei HIV um Armut und Ungleichheit der Geschlechter geht, und wenn Sie bei TED '07 waren, dass es um Kaffeepreise geht, geht es bei HIV tatsächlich um Sex und Drogen. Und wenn es zwei Dinge gibt, die menschliche Wesen ein klein wenig irrational machen sind das Erektionen und Abhängigkeit.(Gelächter)Fangen wir also damit an, was für einen Abhängigen rational ist. Nun, ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem indonesischen Freund, Frankie. Wir saßen beim Mittagessen und er erzählte mir davon, wie er im Gefängnis in Bali war, weil er sich Drogen gespritzt hatte. Und jemand hatte Geburtstag, und sie hatten freundlicherweise etwas Heroin in das Gefängnis geschmuggelt, und er teilte das sehr großzügig mit all seinen Kollegen. Und so bildeten alle eine Reihe, all die Heroinabhängigen in einer Reihe. Und der Typ, der Geburtstag hatte zog die Nadel auf und ging hin und fing an, Leute zu spritzen. Er spritzt also den ersten Typ, dann wischt er die Nadel an seinem Hemd ab und er spritzt den zweiten Typ. Und Frankie sagte: "Ich bin als 22. an der Reihe, und ich sehe die Nadel auf mich zukommen, und da ist überall Blut. Sie wird immer stumpfer. Und ein kleiner Teil von mir denkt: 'Das ist so ekelhaft und wirklich gefährlich', aber der größte Teil von mir denkt: 'Bitte lass da noch Heroin übrig sein, wenn sie zu mir kommt. Bitte lass da noch was übrig sein.' " Und dann, wie er mir diese Geschichte erzählt, sagt Frankie: "Weißt du, Drogen machen einen weiß Gott wirklich dumm."Und wissen Sie, man kann ihm seine Richtigkeit nicht vorwerfen, aber tatsächlich war Frankie zu diesem Zeitpunkt ein Heroinabhängiger, und er war im Gefängnis. Seine Wahl war also, entweder diese schmutzige Nadel anzunehmen oder nicht high zu werden. Und wenn es nur einen Ort gibt, an dem man wirklich high werden will, ist das im Gefängnis.Ich bin aber nun Wissenschaftlerin, und ich mache nicht gerne Daten aus Anekdoten, schauen wir uns also ein paar Daten an. Wir sprachen mit 600 Drogenabhängigen in drei Städten in Indonesien und wir sagten: "Na, wissen Sie, wie Sie HIV bekommen?" "O ja. Durch das Teilen von Nadeln." Ich meine, fast 100 Prozent. Ja, durch das Teilen von Nadeln. Und: "Wissen Sie, wo Sie eine saubere bezahlbare Nadel bekommen können, um das zu verhindern?" "O ja." 100 Prozent. "Wir sind Junkies; wir wissen, wo wir saubere Nadeln bekommen können." "Haben Sie also eine Nadel dabei?" Wir befragten tatsächlich Leute auf der Straße, an den Orten, wo sie sich aufhalten und Drogen nehmen. "Haben Sie saubere Nadeln dabei?" Einer von vier, maximal. Keine Überraschung also, dass der Anteil, der tatsächlich saubere Nadeln bei jeder Injektion in der letzten Woche benutzt hatte, nur ungefähr einer von 10 war, und die anderen neun von 10 haben geteilt.Man hat also diese gewaltige Diskrepanz. Jeder weiß, dass er, wenn er teilt, HIV bekommen wird, aber sie teilen alle trotzdem. Worum geht es da? Bekommt man einen besseren Rausch, wenn man teilt oder so? Wir haben das einen Junkie gefragt und der so: "Spinnst du? Du willst eine Nadel genau so wenig teilen wie du eine Zahnbürste teilen willst, selbst mit jemandem, mit dem du schläfst. Da ist einfach eine Art Igitt-Faktor vorhanden. Nein nein. Wir teilen Nadeln, weil wir nicht ins Gefängnis kommen wollen." Wenn man also zu dieser Zeit in Indonesien eine Nadel dabei hatte, und die Polizei einen verhaftete, konnten sie einen ins Gefängnis schicken. Und das ändert die Rechnung ein wenig, nicht wahr. Denn Ihre Wahl ist nun, entweder benutzte ich jetzt meine eigene Nadel, oder ich teile jetzt eine Nadel und bekomme eine Krankheit, die mich vielleicht in 10 Jahren umbringt, oder ich könnte jetzt meine eigene Nadel benutzen und morgen ins Gefängnis kommen. Und obwohl Junkies glauben, dass es eine ganz schlechte Idee ist, sich HIV auszusetzen, glauben sie, dass es eine noch viel schlechtere Idee ist, das nächste Jahr im Gefängnis zu verbringen, wo sie sich wahrscheinlich in Frankies Lage wiederfinden und sich trotzdem HIV aussetzen werden. Plötzlich wird es also absolut rational, Nadeln zu teilen.Schauen wir uns das nun aus der Sicht eines politischen Entscheidungsträgers an. Das ist ein ganz einfaches Problem. Ausnahmsweise passt alles zusammen. Wir haben das, was fürs Gesundheitswesen rational ist. Sie wollen, dass die Leute saubere Nadeln benutzen und Junkies wollen saubere Nadeln benutzen. Wir könnten dieses Problem also lösen, indem wir einfach saubere Nadeln allgemein verfügbar machen und die Angst vor der Festnahme nehmen. Nun, wer das als erster herausgefunden und auf nationaler Ebene etwas dagegen unternommen hat ist die wohlbekannte, liberale, mitfühlende Seele Margaret Thatcher. Und sie hat das erste nationale Nadel-Austauschprogramm auf der Welt aufgesetzt, und andere Länder folgten ihr. Australien, die Niederlande und ein paar andere, und Sie können sehen, dass in all diesen Ländern nicht mehr als vier Prozent der injizierenden Drogenkonsumenten sich je mit HIV infizierten.Nun, Orte, in denen man das nicht gemacht hat, zum Beispiel New York, Moskau, Jakarta, da sprechen wir von auf dem Höhepunkt einem von zwei injizierenden Drogenkonsumenten, die sich mit dieser tödlichen Krankheit infiziert haben. Na, Margaret Thatcher hat das nicht gemacht, weil sie Junkies besonders gerne hat. Sie hat das gemacht, weil sie ein Land regierte, das ein staatliches Gesundheitswesen hatte. Wenn sie also nicht in wirksame Prävention investiert hätte, hätte sie die später die Kosten für die Behandlung übernehmen müssen, und die sind natürlich viel höher. Sie hat also eine politisch rationale Entscheidung getroffen. Wenn ich jetzt meine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille hervorhole und mir diese Daten anschaue, liegt das auf der Hand, nicht wahr. Aber in diesem Land, wo die Regierung sich offenbar nicht verpflichtet fühlt, ihren Bürgern medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen, haben wir einen ganz anderen Ansatz gewählt. Was wir also in den Vereinigten Staaten gemacht haben ist, die Daten zu prüfen, endlos lang die Daten zu prüfen. Das hier ist also ein Überblick über hunderte Studien von allen den hohen Tieren des Wissenschafts-Olymps in den Vereinigten Staaten, und das hier sind die Studien, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme wirksam sind, ziemlich viele davon. Nun, diejenigen, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme nicht wirksam sind -- Sie denken, das hier ist eine dieser nervigen animierten Folien, und ich werde meinen Knopf drücken und der Rest wird erscheinen, aber nein, das ist die ganze Folie.(Gelächter)Es gibt nichts auf der anderen Seite. Völlig irrational also, würde man denken, außer dass, Moment mal, Politiker auch rational sind, und sie reagieren auf das, was sie denken, dass die Wähler wollen. Was wir also sehen ist, dass Wähler sehr gut auf so etwas wie das hier reagieren und nicht ganz so gut auf so etwas wie das.(Gelächter)Es wird also ganz rational, Injizierenden Dienstleistungen vorzuenthalten. Reden wir nun über Sex. Sind wir in Bezug auf Sex rationaler? Na, ich werde die eindeutig irrationalen Positionen von Leuten wie der katholischen Kirche nicht mal ansprechen, die irgendwie glaubt, dass wenn man Kondome verteilt jeder hingehen und Sex haben wird. Ich weiß nicht, ob Papst Benedikt TEDTalks online schaut, aber wenn Sie das tun, habe ich gute Neuigkeiten für Sie, Benedikt. Ich habe die ganze Zeit Kondome dabei, und nie hat jemand mit mir Sex. (Gelächter) So einfach ist das nicht. Hier, vielleicht haben Sie mehr Glück.(Beifall)Okay, im Ernst. Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, HIV sexuell zu übertragen. Das hängt davon ab, wie viel Virus in Ihrem Blut und Ihren Körperflüssigkeiten ist. Und wir haben einen sehr, sehr hohen Gehalt des Virus ganz am Anfang, wenn man sich gerade angesteckt hat, dann fängt man an, Antikörper zu produzieren, und dann hopst das auf ziemlich niedrigem Niveau eine lange Zeit herum, 10 oder 12 Jahre, es gibt Ausschläge, wenn man eine andere sexuell übertragbare Infektion bekommt, aber im Grunde ist da nicht viel los bis Sie anfangen, AIDS-Symptome zu bekommen. Und in dieser Phase, hier drüben, sieht man nicht gut aus, fühlt man sich nicht gut, hat man nicht so viel Sex.Die sexuelle Übertragung von HIV hängt im Wesentlichen davon ab, wie viele Partner man in diesen sehr kurzen Zeiträumen hat, wenn man Virämie-Spitzen hat. Das macht nun die Leute verrückt, weil es bedeutet, dass man darüber sprechen muss, dass manche Gruppen mehr Sexualpartner in kürzeren Zeiträumen haben als andere Gruppen, und das wird als Stigmatisierung betrachtet. Ich war immer etwas gespannt darauf, weil ich denke, dass Stigma etwas Schlechtes ist, wohingegen viel Sex etwas ziemlich Gutes ist, aber lassen wir das. In Wahrheit haben uns 20 Jahre sehr guter Forschung gezeigt, dass es Gruppen gibt, die mit größerer Wahrscheinlichkeit große Mengen von Partnern innerhalb einer kurzen Zeitspanne haben, und diese Gruppen sind weltweit Leute, die Sex verkaufen und ihre regelmäßigeren Partner, es sind homosexuelle Männer in der Partyszene, die im Schnitt drei Mal so viele Partner haben wie heterosexuelle Leute in der Partyszene, und es sind Heterosexuelle, die aus Ländern kommen, die den Brauch der Vielehe und ziemlich hohe Grade weiblicher Autonomie haben, und fast all diese Länder sind in Südost-Afrika. Und das spiegelt sich wider in der Epidemie, die wir heute haben.Sie können also diese entsetzlichen Bilder aus Afrika sehen. Das sind all die Länder in Südafrika, wo zwischen einem von sieben und einem von drei Erwachsenen HIV-infiziert sind. Im Rest der Welt passiert nun im Grunde nichts in der allgemeinen Bevölkerung, sehr, sehr niedrige Level, aber wir haben außergewöhnlich hohe Level von HIV in diesen anderen Gruppen, die das höchste Risiko tragen, also injizierende Drogenkonsumenten, Sexarbeiter und homosexuelle Männer. Und Sie werden bemerkt haben, dass das die lokalen Daten aus Los Angeles sind. 25 Prozent Prävalenz unter homosexuellen Männern. Sie können also natürlich nicht HIV bekommen, indem Sie einfach ungeschützten Sex haben. Sie können nur HIV bekommen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer HIV-positiven Person haben.Im größten Teil der Welt, trotz dieser wenigen Präventions-Versagen, schneiden wir heute ziemlich gut ab bezüglich käuflichem Sex. Die Kondomnutzung liegt zwischen 80 und 100 Prozent für käuflichen Sex in den meisten Ländern. Und das liegt wieder daran, dass alles zusammen passt. 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Das ist auch in Haiti und es erinnert einen vielleicht daran, warum man Sex haben möchte. Lustigerweise ist das nun auch Joseph, nach sechs Monaten antiretroviraler Behandlung. Nicht umsonst nennen wir das den Lazarus-Effekt. Aber er verändert die Rechnung, was rational ist beim Treffen sexueller Entscheidungen. Was wir also haben -- manche Leute sagen: "Oh, das macht nicht viel aus, weil Behandlung tatsächlich wirksame Vorbeugung ist, weil sie die Viruslast verringert und es deshalb schwieriger macht, HIV zu übertragen." Wenn man sich also diese Virämie-Sache noch mal anschaut, wenn man eine Behandlung beginnt, wenn man krank ist, ist, was passiert, dass die Viruslast sinkt. Aber verglichen womit? Was passiert, wenn man nicht behandelt wird? Nun, man stirbt, also sinkt die Viruslast auf Null. 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Wo war Elizabeth Pisanis Freund inhaftiert?
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auf dem Archipel der Kleinen Sunda-Inseln
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AIDS
3
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Elizabeth Pisani: Sex, Drogen und HIV -- gehen wir rational heran"Leute machen dumme Sachen. So wird HIV verbreitet." Das war eine Schlagzeile in einer britischen Zeitung, dem Guardian, vor nicht allzu langer Zeit. Ich bin neugierig -- Handzeichen -- wer stimmt dem zu? Nun, ein oder zwei tapfere Seelen.Das ist tatsächlich ein direktes Zitat einer Epidemiologin, die 15 Jahre lang auf dem Gebiet HIV auf vier Kontinenten gearbeitet hat, und sie steht vor Ihnen.Und ich werde nun argumentieren, dass das nur halb stimmt. Leute bekommen HIV, weil sie dumme Sachen machen, aber die meisten von ihnen machen dumme Sachen aus absolut rationalen Gründen. Nun, "rational" ist das vorherrschende Paradigma im Gesundheitswesen. Und wenn man seine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille aufsetzt sieht man, dass wenn wir Leuten die nötigen Informationen darüber geben, was gut für sie ist und was schlecht für sie ist, wenn man ihnen die Dienstleistungen gibt, die sie nutzen können, um nach diesen Informationen zu handeln, ein kleines bisschen Motivation, werden Leute rationale Entscheidungen treffen und lange und gesund leben. Wunderbar.Etwas problematisch für mich, weil ich auf dem Gebiet des HIV arbeite, und obwohl ich mir sicher bin, dass Sie alle wissen, dass es bei HIV um Armut und Ungleichheit der Geschlechter geht, und wenn Sie bei TED '07 waren, dass es um Kaffeepreise geht, geht es bei HIV tatsächlich um Sex und Drogen. Und wenn es zwei Dinge gibt, die menschliche Wesen ein klein wenig irrational machen sind das Erektionen und Abhängigkeit.(Gelächter)Fangen wir also damit an, was für einen Abhängigen rational ist. Nun, ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem indonesischen Freund, Frankie. Wir saßen beim Mittagessen und er erzählte mir davon, wie er im Gefängnis in Bali war, weil er sich Drogen gespritzt hatte. Und jemand hatte Geburtstag, und sie hatten freundlicherweise etwas Heroin in das Gefängnis geschmuggelt, und er teilte das sehr großzügig mit all seinen Kollegen. Und so bildeten alle eine Reihe, all die Heroinabhängigen in einer Reihe. Und der Typ, der Geburtstag hatte zog die Nadel auf und ging hin und fing an, Leute zu spritzen. Er spritzt also den ersten Typ, dann wischt er die Nadel an seinem Hemd ab und er spritzt den zweiten Typ. Und Frankie sagte: "Ich bin als 22. an der Reihe, und ich sehe die Nadel auf mich zukommen, und da ist überall Blut. Sie wird immer stumpfer. Und ein kleiner Teil von mir denkt: 'Das ist so ekelhaft und wirklich gefährlich', aber der größte Teil von mir denkt: 'Bitte lass da noch Heroin übrig sein, wenn sie zu mir kommt. Bitte lass da noch was übrig sein.' " Und dann, wie er mir diese Geschichte erzählt, sagt Frankie: "Weißt du, Drogen machen einen weiß Gott wirklich dumm."Und wissen Sie, man kann ihm seine Richtigkeit nicht vorwerfen, aber tatsächlich war Frankie zu diesem Zeitpunkt ein Heroinabhängiger, und er war im Gefängnis. Seine Wahl war also, entweder diese schmutzige Nadel anzunehmen oder nicht high zu werden. Und wenn es nur einen Ort gibt, an dem man wirklich high werden will, ist das im Gefängnis.Ich bin aber nun Wissenschaftlerin, und ich mache nicht gerne Daten aus Anekdoten, schauen wir uns also ein paar Daten an. Wir sprachen mit 600 Drogenabhängigen in drei Städten in Indonesien und wir sagten: "Na, wissen Sie, wie Sie HIV bekommen?" "O ja. Durch das Teilen von Nadeln." Ich meine, fast 100 Prozent. Ja, durch das Teilen von Nadeln. Und: "Wissen Sie, wo Sie eine saubere bezahlbare Nadel bekommen können, um das zu verhindern?" "O ja." 100 Prozent. "Wir sind Junkies; wir wissen, wo wir saubere Nadeln bekommen können." "Haben Sie also eine Nadel dabei?" Wir befragten tatsächlich Leute auf der Straße, an den Orten, wo sie sich aufhalten und Drogen nehmen. "Haben Sie saubere Nadeln dabei?" Einer von vier, maximal. Keine Überraschung also, dass der Anteil, der tatsächlich saubere Nadeln bei jeder Injektion in der letzten Woche benutzt hatte, nur ungefähr einer von 10 war, und die anderen neun von 10 haben geteilt.Man hat also diese gewaltige Diskrepanz. Jeder weiß, dass er, wenn er teilt, HIV bekommen wird, aber sie teilen alle trotzdem. Worum geht es da? Bekommt man einen besseren Rausch, wenn man teilt oder so? Wir haben das einen Junkie gefragt und der so: "Spinnst du? Du willst eine Nadel genau so wenig teilen wie du eine Zahnbürste teilen willst, selbst mit jemandem, mit dem du schläfst. Da ist einfach eine Art Igitt-Faktor vorhanden. Nein nein. Wir teilen Nadeln, weil wir nicht ins Gefängnis kommen wollen." Wenn man also zu dieser Zeit in Indonesien eine Nadel dabei hatte, und die Polizei einen verhaftete, konnten sie einen ins Gefängnis schicken. Und das ändert die Rechnung ein wenig, nicht wahr. Denn Ihre Wahl ist nun, entweder benutzte ich jetzt meine eigene Nadel, oder ich teile jetzt eine Nadel und bekomme eine Krankheit, die mich vielleicht in 10 Jahren umbringt, oder ich könnte jetzt meine eigene Nadel benutzen und morgen ins Gefängnis kommen. Und obwohl Junkies glauben, dass es eine ganz schlechte Idee ist, sich HIV auszusetzen, glauben sie, dass es eine noch viel schlechtere Idee ist, das nächste Jahr im Gefängnis zu verbringen, wo sie sich wahrscheinlich in Frankies Lage wiederfinden und sich trotzdem HIV aussetzen werden. Plötzlich wird es also absolut rational, Nadeln zu teilen.Schauen wir uns das nun aus der Sicht eines politischen Entscheidungsträgers an. Das ist ein ganz einfaches Problem. Ausnahmsweise passt alles zusammen. Wir haben das, was fürs Gesundheitswesen rational ist. Sie wollen, dass die Leute saubere Nadeln benutzen und Junkies wollen saubere Nadeln benutzen. Wir könnten dieses Problem also lösen, indem wir einfach saubere Nadeln allgemein verfügbar machen und die Angst vor der Festnahme nehmen. Nun, wer das als erster herausgefunden und auf nationaler Ebene etwas dagegen unternommen hat ist die wohlbekannte, liberale, mitfühlende Seele Margaret Thatcher. Und sie hat das erste nationale Nadel-Austauschprogramm auf der Welt aufgesetzt, und andere Länder folgten ihr. Australien, die Niederlande und ein paar andere, und Sie können sehen, dass in all diesen Ländern nicht mehr als vier Prozent der injizierenden Drogenkonsumenten sich je mit HIV infizierten.Nun, Orte, in denen man das nicht gemacht hat, zum Beispiel New York, Moskau, Jakarta, da sprechen wir von auf dem Höhepunkt einem von zwei injizierenden Drogenkonsumenten, die sich mit dieser tödlichen Krankheit infiziert haben. Na, Margaret Thatcher hat das nicht gemacht, weil sie Junkies besonders gerne hat. Sie hat das gemacht, weil sie ein Land regierte, das ein staatliches Gesundheitswesen hatte. Wenn sie also nicht in wirksame Prävention investiert hätte, hätte sie die später die Kosten für die Behandlung übernehmen müssen, und die sind natürlich viel höher. Sie hat also eine politisch rationale Entscheidung getroffen. Wenn ich jetzt meine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille hervorhole und mir diese Daten anschaue, liegt das auf der Hand, nicht wahr. Aber in diesem Land, wo die Regierung sich offenbar nicht verpflichtet fühlt, ihren Bürgern medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen, haben wir einen ganz anderen Ansatz gewählt. Was wir also in den Vereinigten Staaten gemacht haben ist, die Daten zu prüfen, endlos lang die Daten zu prüfen. Das hier ist also ein Überblick über hunderte Studien von allen den hohen Tieren des Wissenschafts-Olymps in den Vereinigten Staaten, und das hier sind die Studien, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme wirksam sind, ziemlich viele davon. Nun, diejenigen, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme nicht wirksam sind -- Sie denken, das hier ist eine dieser nervigen animierten Folien, und ich werde meinen Knopf drücken und der Rest wird erscheinen, aber nein, das ist die ganze Folie.(Gelächter)Es gibt nichts auf der anderen Seite. Völlig irrational also, würde man denken, außer dass, Moment mal, Politiker auch rational sind, und sie reagieren auf das, was sie denken, dass die Wähler wollen. Was wir also sehen ist, dass Wähler sehr gut auf so etwas wie das hier reagieren und nicht ganz so gut auf so etwas wie das.(Gelächter)Es wird also ganz rational, Injizierenden Dienstleistungen vorzuenthalten. Reden wir nun über Sex. Sind wir in Bezug auf Sex rationaler? Na, ich werde die eindeutig irrationalen Positionen von Leuten wie der katholischen Kirche nicht mal ansprechen, die irgendwie glaubt, dass wenn man Kondome verteilt jeder hingehen und Sex haben wird. Ich weiß nicht, ob Papst Benedikt TEDTalks online schaut, aber wenn Sie das tun, habe ich gute Neuigkeiten für Sie, Benedikt. Ich habe die ganze Zeit Kondome dabei, und nie hat jemand mit mir Sex. (Gelächter) So einfach ist das nicht. Hier, vielleicht haben Sie mehr Glück.(Beifall)Okay, im Ernst. Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, HIV sexuell zu übertragen. Das hängt davon ab, wie viel Virus in Ihrem Blut und Ihren Körperflüssigkeiten ist. Und wir haben einen sehr, sehr hohen Gehalt des Virus ganz am Anfang, wenn man sich gerade angesteckt hat, dann fängt man an, Antikörper zu produzieren, und dann hopst das auf ziemlich niedrigem Niveau eine lange Zeit herum, 10 oder 12 Jahre, es gibt Ausschläge, wenn man eine andere sexuell übertragbare Infektion bekommt, aber im Grunde ist da nicht viel los bis Sie anfangen, AIDS-Symptome zu bekommen. Und in dieser Phase, hier drüben, sieht man nicht gut aus, fühlt man sich nicht gut, hat man nicht so viel Sex.Die sexuelle Übertragung von HIV hängt im Wesentlichen davon ab, wie viele Partner man in diesen sehr kurzen Zeiträumen hat, wenn man Virämie-Spitzen hat. Das macht nun die Leute verrückt, weil es bedeutet, dass man darüber sprechen muss, dass manche Gruppen mehr Sexualpartner in kürzeren Zeiträumen haben als andere Gruppen, und das wird als Stigmatisierung betrachtet. Ich war immer etwas gespannt darauf, weil ich denke, dass Stigma etwas Schlechtes ist, wohingegen viel Sex etwas ziemlich Gutes ist, aber lassen wir das. In Wahrheit haben uns 20 Jahre sehr guter Forschung gezeigt, dass es Gruppen gibt, die mit größerer Wahrscheinlichkeit große Mengen von Partnern innerhalb einer kurzen Zeitspanne haben, und diese Gruppen sind weltweit Leute, die Sex verkaufen und ihre regelmäßigeren Partner, es sind homosexuelle Männer in der Partyszene, die im Schnitt drei Mal so viele Partner haben wie heterosexuelle Leute in der Partyszene, und es sind Heterosexuelle, die aus Ländern kommen, die den Brauch der Vielehe und ziemlich hohe Grade weiblicher Autonomie haben, und fast all diese Länder sind in Südost-Afrika. Und das spiegelt sich wider in der Epidemie, die wir heute haben.Sie können also diese entsetzlichen Bilder aus Afrika sehen. Das sind all die Länder in Südafrika, wo zwischen einem von sieben und einem von drei Erwachsenen HIV-infiziert sind. Im Rest der Welt passiert nun im Grunde nichts in der allgemeinen Bevölkerung, sehr, sehr niedrige Level, aber wir haben außergewöhnlich hohe Level von HIV in diesen anderen Gruppen, die das höchste Risiko tragen, also injizierende Drogenkonsumenten, Sexarbeiter und homosexuelle Männer. Und Sie werden bemerkt haben, dass das die lokalen Daten aus Los Angeles sind. 25 Prozent Prävalenz unter homosexuellen Männern. Sie können also natürlich nicht HIV bekommen, indem Sie einfach ungeschützten Sex haben. Sie können nur HIV bekommen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer HIV-positiven Person haben.Im größten Teil der Welt, trotz dieser wenigen Präventions-Versagen, schneiden wir heute ziemlich gut ab bezüglich käuflichem Sex. Die Kondomnutzung liegt zwischen 80 und 100 Prozent für käuflichen Sex in den meisten Ländern. Und das liegt wieder daran, dass alles zusammen passt. Was rational fürs Gesundheitswesen ist, ist auch rational für den einzelnen Sexarbeiter, weil es ganz schlecht fürs Geschäft ist, eine andere sexuell übertragbare Erkankung zu haben. Niemand will das. Und die Kunden wollen auch nicht mit einem Ausfluss nach Hause kommen. Im Grunde kann man also relativ hohe Raten der Kondomnutzung in käuflichem Sex erreichen.Aber in "innigen" Beziehungen ist das viel schwieriger, denn bei seiner Ehefrau oder seinem Freund, oder jemandem, von dem man hofft, dass er das mal wird, haben wir diese Illusion von Romantik und Vertrauen und Intimität, und nichts ist so unromantisch wie die Frage: "Mein Kondom oder deins, Schatz?". Angesichts dessen braucht man also einen ziemlich starken Anreiz, um Kondome zu benutzen.Das hier zum Beispiel. Dieser Herr heißt Joseph. Er kommt aus Haiti und er hat AIDS, und er hat wahrscheinlich im Moment nicht viel Sex, aber er erinnert die Bevölkerung daran, warum man vielleicht Kondome benutzen sollte. Das ist auch in Haiti und es erinnert einen vielleicht daran, warum man Sex haben möchte. Lustigerweise ist das nun auch Joseph, nach sechs Monaten antiretroviraler Behandlung. Nicht umsonst nennen wir das den Lazarus-Effekt. Aber er verändert die Rechnung, was rational ist beim Treffen sexueller Entscheidungen. Was wir also haben -- manche Leute sagen: "Oh, das macht nicht viel aus, weil Behandlung tatsächlich wirksame Vorbeugung ist, weil sie die Viruslast verringert und es deshalb schwieriger macht, HIV zu übertragen." Wenn man sich also diese Virämie-Sache noch mal anschaut, wenn man eine Behandlung beginnt, wenn man krank ist, ist, was passiert, dass die Viruslast sinkt. Aber verglichen womit? Was passiert, wenn man nicht behandelt wird? Nun, man stirbt, also sinkt die Viruslast auf Null. Und all das Grün hier, einschließlich der Ausschläge, die es gibt, weil Sie nicht in die Apotheke gehen konnten oder keine Medikamente mehr haben, oder drei Tage exzessiv Party gemacht und vergessen haben, die Medikamente zu nehmen, oder weil Sie anfangen, resistent zu werden, oder warum auch immer, all das ist Virus, der nicht da wäre, wenn es keine Behandlung gäbe.Sage ich nun, ach ja, super Präventions-Strategie, hören wir einfach auf, die Leute zu behandeln? Natürlich nicht. Natürlich nicht, wir müssen retrovirale Therapie so gut wir können ausbauen. Aber was ich mache, ist die Leute in Frage zu stellen, die sagen, dass mehr Behandlung all die Prävention ist, die wir brauchen. Das stimmt einfach nicht unbedingt, und ich denke, wir können viel von den Erfahrungen homosexueller Männer in reichen Ländern lernen, wo Behandlung jetzt seit 15 Jahren weitgehend verfügbar ist, und wir haben gesehen, dass in der Tat Kondomnutzungsraten, die sehr, sehr hoch waren -- die homosexuelle Gemeinschaft hat sehr schnell auf HIV reagiert, mit ganz wenig Hilfe von Gesundheitswesen-Fanatikern, würde ich sagen -- dass die Kondomnutzungsrate seit der Behandlung drastisch gesunken ist, aus zwei Gründen. Einer ist die Annahme: "Ach ja, wenn er infiziert ist, nimmt er wahrscheinlich Medikamente und seine Viruslast wird gering sein, also bin ich ziemlich geschützt."Und das andere ist, dass die Leute einfach nicht so viel Angst vor HIV haben wie sie vor AIDS hatten, und mit Recht. AIDS war eine entstellende Krankheit, die einen umbrachte, und HIV ist ein unsichtbarer Virus, der bewirkt, dass man jeden Tag eine Tablette nehmen muss. Und das ist langweilig, aber ist es so langweilig wie jedes Mal ein Kondom nutzen zu müssen, wenn man Sex hat, egal wie betrunken man ist, egal wie viele Poppers man genommen hat, was auch immer. Wenn wir uns die Daten anschauen, können wir sehen, dass die Antwort auf diese Frage hmmm ist.Diese Daten sind also aus Schottland. Sie sehen die Spitze der injizierenden Drogenkonsumenten bevor das nationale Nadel-Austauschprogramm angefangen hatte. Dann ist das stark gesunken, und sowohl unter Heterosexuellen, großteils bei käuflichem Sex und unter Drogenkonsumenten, da passiert wirklich nicht viel nach Beginn der Behandlung, und das liegt an der Anreiz-Lage, über die ich vorhin gesprochen habe. Aber unter homosexuellen Männern gibt es einen ziemlich drastischen Anstieg, der drei oder vier Jahre, nachdem Behandlung weithin verfügbar wurde anfing. Das sind Neuansteckungen.Was bedeutet das? Es bedeutet, dass der gemeinsame Effekt von mehr Sorglosigkeit und mehr Virus in der Population, von mehr Leuten, die länger, gesünder leben, und die mit größerer Wahrscheinlichkeit mit HIV Sex haben, den Effekt der niedrigeren Viruslast aufhebt, und das ist sehr besorgniserregend. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass wir umso mehr Prävention machen müssen, je mehr Behandlung wir haben.Und passiert das? Nein, und ich nenne das das Rätsel des Mitgefühls. Wir haben in den letzten paar Tagen viel über Mitgefühl gesprochen. Und was wirklich passiert, ist dass die Leute unfähig sind, sich dazu zu bringen, gute Sexual- und Fortpflanzungsmedizin-Dienstleistungen für Sexarbeiter einzurichten, unfähig, Nadeln an Junkies auszugeben, aber sobald sie von übergriffigen Leuten, deren Verhalten wir nicht dulden wollen zu AIDS-Opfern werden, werden wir mitfühlend und kaufen ihnen unglaublich teure Medikamente für den Rest ihres Lebens. Das macht keinen Sinn aus Sicht des Gesundheitswesens.Ich möchte das beinahe letzte Wort Ines überlassen. Ines ist eine Transgender-Nutte auf den Straßen Jakartas. Sie ist ein Mädchen mit Schwanz. Warum macht sie diesen Job? Na, natürlich, weil sie dazu gezwungen ist, weil sie keine Wahl hat, und so weiter und so fort, und wenn wir ihr nur das Nähen beibringen könnten und ihr einen netten Job in einer Fabrik verschaffen, wäre alles gut. Das verdienen Fabrikarbeiter pro Stunde in Indonesien, im Schnitt 20 Cents. Das variiert ein bisschen von Provinz zu Provinz. Ich spreche mit Sexarbeitern, 15.000 von ihnen, was die Daten auf dieser Folie betrifft. Und das sagen Sexarbeiter, was sie pro Stunde verdienen. Es ist also kein toller Job, aber für viele Leute ist es wirklich eine ziemlich rationale Wahl. Okay, Ines.Wir haben die Werkzeuge, das Wissen und das Geld, und auch die Verpflichtung, HIV vorzubeugen.Ines: Warum steigt die Prävalenz dann noch? Das liegt an der Politik. Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn.Elizabeth Pisani: "Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn." Vom Standpunkt einer Sexarbeiterin ergeben Poltiker also keinen Sinn. Vom Standpunkt eines Gesundheitswesens-Fanatikers machen Junkies dumme Sachen. Ich meine, die Wahrheit ist, dass jeder ein anderes Grundprinzip anlegt. Es gibt so viele unterschiedliche Arten, rational zu sein wie Menschen auf diesem Planeten, und das ist eine der Herrlichkeiten menschlicher Existenz. Aber diese Arten, rational zu sein sind nicht unabhängig voneinander. Es ist also rational für einen Drogen-Injizierenden, Nadeln zu teilen, aufgrund einer dummen Entscheidung, die ein Politiker getroffen hat, und es ist rational für einen Politiker, diese dumme Entscheidung zu treffen, weil sie darauf reagieren, was sie denken, das die Wähler wollen. Aber hier ist der Clou: Wir sind die Wähler. Wir sind natürlich nicht alle Wähler, aber TED ist eine Gemeinschaft von Meinungsführern, und jeder in diesem Raum und jeder, der das draußen im Netz anschaut, hat, denke ich, die Pflicht, von seinen Politikern zu verlangen, dass sie Politik machen, die auf wissenschaftliche Evidenz und gesunden Menschenverstand gründet. Es wird wirklich schwer für uns werden, individuell zu beeinflussen, was für jeden Frankie und jede Ines da draußen rational ist. Aber Sie können wenigstens Ihre Stimme nutzen, um Politiker aufzuhalten, die dumme Sachen machen, die HIV verbreiten.Danke.
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Wie wurde Diamorphin in Frankies Gefängnis genommen?
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durch intravenöse Injektion
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AIDS
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Elizabeth Pisani: Sex, Drogen und HIV -- gehen wir rational heran"Leute machen dumme Sachen. So wird HIV verbreitet." Das war eine Schlagzeile in einer britischen Zeitung, dem Guardian, vor nicht allzu langer Zeit. Ich bin neugierig -- Handzeichen -- wer stimmt dem zu? Nun, ein oder zwei tapfere Seelen.Das ist tatsächlich ein direktes Zitat einer Epidemiologin, die 15 Jahre lang auf dem Gebiet HIV auf vier Kontinenten gearbeitet hat, und sie steht vor Ihnen.Und ich werde nun argumentieren, dass das nur halb stimmt. Leute bekommen HIV, weil sie dumme Sachen machen, aber die meisten von ihnen machen dumme Sachen aus absolut rationalen Gründen. Nun, "rational" ist das vorherrschende Paradigma im Gesundheitswesen. Und wenn man seine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille aufsetzt sieht man, dass wenn wir Leuten die nötigen Informationen darüber geben, was gut für sie ist und was schlecht für sie ist, wenn man ihnen die Dienstleistungen gibt, die sie nutzen können, um nach diesen Informationen zu handeln, ein kleines bisschen Motivation, werden Leute rationale Entscheidungen treffen und lange und gesund leben. Wunderbar.Etwas problematisch für mich, weil ich auf dem Gebiet des HIV arbeite, und obwohl ich mir sicher bin, dass Sie alle wissen, dass es bei HIV um Armut und Ungleichheit der Geschlechter geht, und wenn Sie bei TED '07 waren, dass es um Kaffeepreise geht, geht es bei HIV tatsächlich um Sex und Drogen. Und wenn es zwei Dinge gibt, die menschliche Wesen ein klein wenig irrational machen sind das Erektionen und Abhängigkeit.(Gelächter)Fangen wir also damit an, was für einen Abhängigen rational ist. Nun, ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem indonesischen Freund, Frankie. Wir saßen beim Mittagessen und er erzählte mir davon, wie er im Gefängnis in Bali war, weil er sich Drogen gespritzt hatte. Und jemand hatte Geburtstag, und sie hatten freundlicherweise etwas Heroin in das Gefängnis geschmuggelt, und er teilte das sehr großzügig mit all seinen Kollegen. Und so bildeten alle eine Reihe, all die Heroinabhängigen in einer Reihe. Und der Typ, der Geburtstag hatte zog die Nadel auf und ging hin und fing an, Leute zu spritzen. Er spritzt also den ersten Typ, dann wischt er die Nadel an seinem Hemd ab und er spritzt den zweiten Typ. Und Frankie sagte: "Ich bin als 22. an der Reihe, und ich sehe die Nadel auf mich zukommen, und da ist überall Blut. Sie wird immer stumpfer. Und ein kleiner Teil von mir denkt: 'Das ist so ekelhaft und wirklich gefährlich', aber der größte Teil von mir denkt: 'Bitte lass da noch Heroin übrig sein, wenn sie zu mir kommt. Bitte lass da noch was übrig sein.' " Und dann, wie er mir diese Geschichte erzählt, sagt Frankie: "Weißt du, Drogen machen einen weiß Gott wirklich dumm."Und wissen Sie, man kann ihm seine Richtigkeit nicht vorwerfen, aber tatsächlich war Frankie zu diesem Zeitpunkt ein Heroinabhängiger, und er war im Gefängnis. Seine Wahl war also, entweder diese schmutzige Nadel anzunehmen oder nicht high zu werden. Und wenn es nur einen Ort gibt, an dem man wirklich high werden will, ist das im Gefängnis.Ich bin aber nun Wissenschaftlerin, und ich mache nicht gerne Daten aus Anekdoten, schauen wir uns also ein paar Daten an. Wir sprachen mit 600 Drogenabhängigen in drei Städten in Indonesien und wir sagten: "Na, wissen Sie, wie Sie HIV bekommen?" "O ja. Durch das Teilen von Nadeln." Ich meine, fast 100 Prozent. Ja, durch das Teilen von Nadeln. Und: "Wissen Sie, wo Sie eine saubere bezahlbare Nadel bekommen können, um das zu verhindern?" "O ja." 100 Prozent. "Wir sind Junkies; wir wissen, wo wir saubere Nadeln bekommen können." "Haben Sie also eine Nadel dabei?" Wir befragten tatsächlich Leute auf der Straße, an den Orten, wo sie sich aufhalten und Drogen nehmen. "Haben Sie saubere Nadeln dabei?" Einer von vier, maximal. Keine Überraschung also, dass der Anteil, der tatsächlich saubere Nadeln bei jeder Injektion in der letzten Woche benutzt hatte, nur ungefähr einer von 10 war, und die anderen neun von 10 haben geteilt.Man hat also diese gewaltige Diskrepanz. Jeder weiß, dass er, wenn er teilt, HIV bekommen wird, aber sie teilen alle trotzdem. Worum geht es da? Bekommt man einen besseren Rausch, wenn man teilt oder so? Wir haben das einen Junkie gefragt und der so: "Spinnst du? Du willst eine Nadel genau so wenig teilen wie du eine Zahnbürste teilen willst, selbst mit jemandem, mit dem du schläfst. Da ist einfach eine Art Igitt-Faktor vorhanden. Nein nein. Wir teilen Nadeln, weil wir nicht ins Gefängnis kommen wollen." Wenn man also zu dieser Zeit in Indonesien eine Nadel dabei hatte, und die Polizei einen verhaftete, konnten sie einen ins Gefängnis schicken. Und das ändert die Rechnung ein wenig, nicht wahr. Denn Ihre Wahl ist nun, entweder benutzte ich jetzt meine eigene Nadel, oder ich teile jetzt eine Nadel und bekomme eine Krankheit, die mich vielleicht in 10 Jahren umbringt, oder ich könnte jetzt meine eigene Nadel benutzen und morgen ins Gefängnis kommen. Und obwohl Junkies glauben, dass es eine ganz schlechte Idee ist, sich HIV auszusetzen, glauben sie, dass es eine noch viel schlechtere Idee ist, das nächste Jahr im Gefängnis zu verbringen, wo sie sich wahrscheinlich in Frankies Lage wiederfinden und sich trotzdem HIV aussetzen werden. Plötzlich wird es also absolut rational, Nadeln zu teilen.Schauen wir uns das nun aus der Sicht eines politischen Entscheidungsträgers an. Das ist ein ganz einfaches Problem. Ausnahmsweise passt alles zusammen. Wir haben das, was fürs Gesundheitswesen rational ist. Sie wollen, dass die Leute saubere Nadeln benutzen und Junkies wollen saubere Nadeln benutzen. Wir könnten dieses Problem also lösen, indem wir einfach saubere Nadeln allgemein verfügbar machen und die Angst vor der Festnahme nehmen. Nun, wer das als erster herausgefunden und auf nationaler Ebene etwas dagegen unternommen hat ist die wohlbekannte, liberale, mitfühlende Seele Margaret Thatcher. Und sie hat das erste nationale Nadel-Austauschprogramm auf der Welt aufgesetzt, und andere Länder folgten ihr. Australien, die Niederlande und ein paar andere, und Sie können sehen, dass in all diesen Ländern nicht mehr als vier Prozent der injizierenden Drogenkonsumenten sich je mit HIV infizierten.Nun, Orte, in denen man das nicht gemacht hat, zum Beispiel New York, Moskau, Jakarta, da sprechen wir von auf dem Höhepunkt einem von zwei injizierenden Drogenkonsumenten, die sich mit dieser tödlichen Krankheit infiziert haben. Na, Margaret Thatcher hat das nicht gemacht, weil sie Junkies besonders gerne hat. Sie hat das gemacht, weil sie ein Land regierte, das ein staatliches Gesundheitswesen hatte. Wenn sie also nicht in wirksame Prävention investiert hätte, hätte sie die später die Kosten für die Behandlung übernehmen müssen, und die sind natürlich viel höher. Sie hat also eine politisch rationale Entscheidung getroffen. Wenn ich jetzt meine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille hervorhole und mir diese Daten anschaue, liegt das auf der Hand, nicht wahr. Aber in diesem Land, wo die Regierung sich offenbar nicht verpflichtet fühlt, ihren Bürgern medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen, haben wir einen ganz anderen Ansatz gewählt. Was wir also in den Vereinigten Staaten gemacht haben ist, die Daten zu prüfen, endlos lang die Daten zu prüfen. Das hier ist also ein Überblick über hunderte Studien von allen den hohen Tieren des Wissenschafts-Olymps in den Vereinigten Staaten, und das hier sind die Studien, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme wirksam sind, ziemlich viele davon. Nun, diejenigen, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme nicht wirksam sind -- Sie denken, das hier ist eine dieser nervigen animierten Folien, und ich werde meinen Knopf drücken und der Rest wird erscheinen, aber nein, das ist die ganze Folie.(Gelächter)Es gibt nichts auf der anderen Seite. Völlig irrational also, würde man denken, außer dass, Moment mal, Politiker auch rational sind, und sie reagieren auf das, was sie denken, dass die Wähler wollen. Was wir also sehen ist, dass Wähler sehr gut auf so etwas wie das hier reagieren und nicht ganz so gut auf so etwas wie das.(Gelächter)Es wird also ganz rational, Injizierenden Dienstleistungen vorzuenthalten. Reden wir nun über Sex. Sind wir in Bezug auf Sex rationaler? 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Und wir haben einen sehr, sehr hohen Gehalt des Virus ganz am Anfang, wenn man sich gerade angesteckt hat, dann fängt man an, Antikörper zu produzieren, und dann hopst das auf ziemlich niedrigem Niveau eine lange Zeit herum, 10 oder 12 Jahre, es gibt Ausschläge, wenn man eine andere sexuell übertragbare Infektion bekommt, aber im Grunde ist da nicht viel los bis Sie anfangen, AIDS-Symptome zu bekommen. Und in dieser Phase, hier drüben, sieht man nicht gut aus, fühlt man sich nicht gut, hat man nicht so viel Sex.Die sexuelle Übertragung von HIV hängt im Wesentlichen davon ab, wie viele Partner man in diesen sehr kurzen Zeiträumen hat, wenn man Virämie-Spitzen hat. Das macht nun die Leute verrückt, weil es bedeutet, dass man darüber sprechen muss, dass manche Gruppen mehr Sexualpartner in kürzeren Zeiträumen haben als andere Gruppen, und das wird als Stigmatisierung betrachtet. Ich war immer etwas gespannt darauf, weil ich denke, dass Stigma etwas Schlechtes ist, wohingegen viel Sex etwas ziemlich Gutes ist, aber lassen wir das. In Wahrheit haben uns 20 Jahre sehr guter Forschung gezeigt, dass es Gruppen gibt, die mit größerer Wahrscheinlichkeit große Mengen von Partnern innerhalb einer kurzen Zeitspanne haben, und diese Gruppen sind weltweit Leute, die Sex verkaufen und ihre regelmäßigeren Partner, es sind homosexuelle Männer in der Partyszene, die im Schnitt drei Mal so viele Partner haben wie heterosexuelle Leute in der Partyszene, und es sind Heterosexuelle, die aus Ländern kommen, die den Brauch der Vielehe und ziemlich hohe Grade weiblicher Autonomie haben, und fast all diese Länder sind in Südost-Afrika. Und das spiegelt sich wider in der Epidemie, die wir heute haben.Sie können also diese entsetzlichen Bilder aus Afrika sehen. Das sind all die Länder in Südafrika, wo zwischen einem von sieben und einem von drei Erwachsenen HIV-infiziert sind. Im Rest der Welt passiert nun im Grunde nichts in der allgemeinen Bevölkerung, sehr, sehr niedrige Level, aber wir haben außergewöhnlich hohe Level von HIV in diesen anderen Gruppen, die das höchste Risiko tragen, also injizierende Drogenkonsumenten, Sexarbeiter und homosexuelle Männer. Und Sie werden bemerkt haben, dass das die lokalen Daten aus Los Angeles sind. 25 Prozent Prävalenz unter homosexuellen Männern. Sie können also natürlich nicht HIV bekommen, indem Sie einfach ungeschützten Sex haben. Sie können nur HIV bekommen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer HIV-positiven Person haben.Im größten Teil der Welt, trotz dieser wenigen Präventions-Versagen, schneiden wir heute ziemlich gut ab bezüglich käuflichem Sex. Die Kondomnutzung liegt zwischen 80 und 100 Prozent für käuflichen Sex in den meisten Ländern. Und das liegt wieder daran, dass alles zusammen passt. 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Das ist auch in Haiti und es erinnert einen vielleicht daran, warum man Sex haben möchte. Lustigerweise ist das nun auch Joseph, nach sechs Monaten antiretroviraler Behandlung. Nicht umsonst nennen wir das den Lazarus-Effekt. Aber er verändert die Rechnung, was rational ist beim Treffen sexueller Entscheidungen. Was wir also haben -- manche Leute sagen: "Oh, das macht nicht viel aus, weil Behandlung tatsächlich wirksame Vorbeugung ist, weil sie die Viruslast verringert und es deshalb schwieriger macht, HIV zu übertragen." Wenn man sich also diese Virämie-Sache noch mal anschaut, wenn man eine Behandlung beginnt, wenn man krank ist, ist, was passiert, dass die Viruslast sinkt. Aber verglichen womit? Was passiert, wenn man nicht behandelt wird? Nun, man stirbt, also sinkt die Viruslast auf Null. 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Das stimmt einfach nicht unbedingt, und ich denke, wir können viel von den Erfahrungen homosexueller Männer in reichen Ländern lernen, wo Behandlung jetzt seit 15 Jahren weitgehend verfügbar ist, und wir haben gesehen, dass in der Tat Kondomnutzungsraten, die sehr, sehr hoch waren -- die homosexuelle Gemeinschaft hat sehr schnell auf HIV reagiert, mit ganz wenig Hilfe von Gesundheitswesen-Fanatikern, würde ich sagen -- dass die Kondomnutzungsrate seit der Behandlung drastisch gesunken ist, aus zwei Gründen. Einer ist die Annahme: "Ach ja, wenn er infiziert ist, nimmt er wahrscheinlich Medikamente und seine Viruslast wird gering sein, also bin ich ziemlich geschützt."Und das andere ist, dass die Leute einfach nicht so viel Angst vor HIV haben wie sie vor AIDS hatten, und mit Recht. AIDS war eine entstellende Krankheit, die einen umbrachte, und HIV ist ein unsichtbarer Virus, der bewirkt, dass man jeden Tag eine Tablette nehmen muss. Und das ist langweilig, aber ist es so langweilig wie jedes Mal ein Kondom nutzen zu müssen, wenn man Sex hat, egal wie betrunken man ist, egal wie viele Poppers man genommen hat, was auch immer. Wenn wir uns die Daten anschauen, können wir sehen, dass die Antwort auf diese Frage hmmm ist.Diese Daten sind also aus Schottland. Sie sehen die Spitze der injizierenden Drogenkonsumenten bevor das nationale Nadel-Austauschprogramm angefangen hatte. Dann ist das stark gesunken, und sowohl unter Heterosexuellen, großteils bei käuflichem Sex und unter Drogenkonsumenten, da passiert wirklich nicht viel nach Beginn der Behandlung, und das liegt an der Anreiz-Lage, über die ich vorhin gesprochen habe. Aber unter homosexuellen Männern gibt es einen ziemlich drastischen Anstieg, der drei oder vier Jahre, nachdem Behandlung weithin verfügbar wurde anfing. Das sind Neuansteckungen.Was bedeutet das? Es bedeutet, dass der gemeinsame Effekt von mehr Sorglosigkeit und mehr Virus in der Population, von mehr Leuten, die länger, gesünder leben, und die mit größerer Wahrscheinlichkeit mit HIV Sex haben, den Effekt der niedrigeren Viruslast aufhebt, und das ist sehr besorgniserregend. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass wir umso mehr Prävention machen müssen, je mehr Behandlung wir haben.Und passiert das? Nein, und ich nenne das das Rätsel des Mitgefühls. Wir haben in den letzten paar Tagen viel über Mitgefühl gesprochen. Und was wirklich passiert, ist dass die Leute unfähig sind, sich dazu zu bringen, gute Sexual- und Fortpflanzungsmedizin-Dienstleistungen für Sexarbeiter einzurichten, unfähig, Nadeln an Junkies auszugeben, aber sobald sie von übergriffigen Leuten, deren Verhalten wir nicht dulden wollen zu AIDS-Opfern werden, werden wir mitfühlend und kaufen ihnen unglaublich teure Medikamente für den Rest ihres Lebens. Das macht keinen Sinn aus Sicht des Gesundheitswesens.Ich möchte das beinahe letzte Wort Ines überlassen. Ines ist eine Transgender-Nutte auf den Straßen Jakartas. Sie ist ein Mädchen mit Schwanz. Warum macht sie diesen Job? Na, natürlich, weil sie dazu gezwungen ist, weil sie keine Wahl hat, und so weiter und so fort, und wenn wir ihr nur das Nähen beibringen könnten und ihr einen netten Job in einer Fabrik verschaffen, wäre alles gut. Das verdienen Fabrikarbeiter pro Stunde in Indonesien, im Schnitt 20 Cents. Das variiert ein bisschen von Provinz zu Provinz. Ich spreche mit Sexarbeitern, 15.000 von ihnen, was die Daten auf dieser Folie betrifft. Und das sagen Sexarbeiter, was sie pro Stunde verdienen. Es ist also kein toller Job, aber für viele Leute ist es wirklich eine ziemlich rationale Wahl. Okay, Ines.Wir haben die Werkzeuge, das Wissen und das Geld, und auch die Verpflichtung, HIV vorzubeugen.Ines: Warum steigt die Prävalenz dann noch? Das liegt an der Politik. Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn.Elizabeth Pisani: "Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn." Vom Standpunkt einer Sexarbeiterin ergeben Poltiker also keinen Sinn. Vom Standpunkt eines Gesundheitswesens-Fanatikers machen Junkies dumme Sachen. Ich meine, die Wahrheit ist, dass jeder ein anderes Grundprinzip anlegt. Es gibt so viele unterschiedliche Arten, rational zu sein wie Menschen auf diesem Planeten, und das ist eine der Herrlichkeiten menschlicher Existenz. Aber diese Arten, rational zu sein sind nicht unabhängig voneinander. Es ist also rational für einen Drogen-Injizierenden, Nadeln zu teilen, aufgrund einer dummen Entscheidung, die ein Politiker getroffen hat, und es ist rational für einen Politiker, diese dumme Entscheidung zu treffen, weil sie darauf reagieren, was sie denken, das die Wähler wollen. Aber hier ist der Clou: Wir sind die Wähler. Wir sind natürlich nicht alle Wähler, aber TED ist eine Gemeinschaft von Meinungsführern, und jeder in diesem Raum und jeder, der das draußen im Netz anschaut, hat, denke ich, die Pflicht, von seinen Politikern zu verlangen, dass sie Politik machen, die auf wissenschaftliche Evidenz und gesunden Menschenverstand gründet. Es wird wirklich schwer für uns werden, individuell zu beeinflussen, was für jeden Frankie und jede Ines da draußen rational ist. Aber Sie können wenigstens Ihre Stimme nutzen, um Politiker aufzuhalten, die dumme Sachen machen, die HIV verbreiten.Danke.
4
Warum ist es gefährlich, eine schmutzige Nadel zu gebrauchen?
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3
weil man sich mit HIV infizieren kann
1
AIDS
3
3
Elizabeth Pisani: Sex, Drogen und HIV -- gehen wir rational heran"Leute machen dumme Sachen. So wird HIV verbreitet." Das war eine Schlagzeile in einer britischen Zeitung, dem Guardian, vor nicht allzu langer Zeit. Ich bin neugierig -- Handzeichen -- wer stimmt dem zu? Nun, ein oder zwei tapfere Seelen.Das ist tatsächlich ein direktes Zitat einer Epidemiologin, die 15 Jahre lang auf dem Gebiet HIV auf vier Kontinenten gearbeitet hat, und sie steht vor Ihnen.Und ich werde nun argumentieren, dass das nur halb stimmt. Leute bekommen HIV, weil sie dumme Sachen machen, aber die meisten von ihnen machen dumme Sachen aus absolut rationalen Gründen. Nun, "rational" ist das vorherrschende Paradigma im Gesundheitswesen. Und wenn man seine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille aufsetzt sieht man, dass wenn wir Leuten die nötigen Informationen darüber geben, was gut für sie ist und was schlecht für sie ist, wenn man ihnen die Dienstleistungen gibt, die sie nutzen können, um nach diesen Informationen zu handeln, ein kleines bisschen Motivation, werden Leute rationale Entscheidungen treffen und lange und gesund leben. Wunderbar.Etwas problematisch für mich, weil ich auf dem Gebiet des HIV arbeite, und obwohl ich mir sicher bin, dass Sie alle wissen, dass es bei HIV um Armut und Ungleichheit der Geschlechter geht, und wenn Sie bei TED '07 waren, dass es um Kaffeepreise geht, geht es bei HIV tatsächlich um Sex und Drogen. Und wenn es zwei Dinge gibt, die menschliche Wesen ein klein wenig irrational machen sind das Erektionen und Abhängigkeit.(Gelächter)Fangen wir also damit an, was für einen Abhängigen rational ist. Nun, ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem indonesischen Freund, Frankie. Wir saßen beim Mittagessen und er erzählte mir davon, wie er im Gefängnis in Bali war, weil er sich Drogen gespritzt hatte. Und jemand hatte Geburtstag, und sie hatten freundlicherweise etwas Heroin in das Gefängnis geschmuggelt, und er teilte das sehr großzügig mit all seinen Kollegen. Und so bildeten alle eine Reihe, all die Heroinabhängigen in einer Reihe. Und der Typ, der Geburtstag hatte zog die Nadel auf und ging hin und fing an, Leute zu spritzen. Er spritzt also den ersten Typ, dann wischt er die Nadel an seinem Hemd ab und er spritzt den zweiten Typ. Und Frankie sagte: "Ich bin als 22. an der Reihe, und ich sehe die Nadel auf mich zukommen, und da ist überall Blut. Sie wird immer stumpfer. Und ein kleiner Teil von mir denkt: 'Das ist so ekelhaft und wirklich gefährlich', aber der größte Teil von mir denkt: 'Bitte lass da noch Heroin übrig sein, wenn sie zu mir kommt. Bitte lass da noch was übrig sein.' " Und dann, wie er mir diese Geschichte erzählt, sagt Frankie: "Weißt du, Drogen machen einen weiß Gott wirklich dumm."Und wissen Sie, man kann ihm seine Richtigkeit nicht vorwerfen, aber tatsächlich war Frankie zu diesem Zeitpunkt ein Heroinabhängiger, und er war im Gefängnis. Seine Wahl war also, entweder diese schmutzige Nadel anzunehmen oder nicht high zu werden. Und wenn es nur einen Ort gibt, an dem man wirklich high werden will, ist das im Gefängnis.Ich bin aber nun Wissenschaftlerin, und ich mache nicht gerne Daten aus Anekdoten, schauen wir uns also ein paar Daten an. Wir sprachen mit 600 Drogenabhängigen in drei Städten in Indonesien und wir sagten: "Na, wissen Sie, wie Sie HIV bekommen?" "O ja. Durch das Teilen von Nadeln." Ich meine, fast 100 Prozent. Ja, durch das Teilen von Nadeln. Und: "Wissen Sie, wo Sie eine saubere bezahlbare Nadel bekommen können, um das zu verhindern?" "O ja." 100 Prozent. "Wir sind Junkies; wir wissen, wo wir saubere Nadeln bekommen können." "Haben Sie also eine Nadel dabei?" Wir befragten tatsächlich Leute auf der Straße, an den Orten, wo sie sich aufhalten und Drogen nehmen. "Haben Sie saubere Nadeln dabei?" Einer von vier, maximal. Keine Überraschung also, dass der Anteil, der tatsächlich saubere Nadeln bei jeder Injektion in der letzten Woche benutzt hatte, nur ungefähr einer von 10 war, und die anderen neun von 10 haben geteilt.Man hat also diese gewaltige Diskrepanz. Jeder weiß, dass er, wenn er teilt, HIV bekommen wird, aber sie teilen alle trotzdem. Worum geht es da? Bekommt man einen besseren Rausch, wenn man teilt oder so? Wir haben das einen Junkie gefragt und der so: "Spinnst du? Du willst eine Nadel genau so wenig teilen wie du eine Zahnbürste teilen willst, selbst mit jemandem, mit dem du schläfst. Da ist einfach eine Art Igitt-Faktor vorhanden. Nein nein. Wir teilen Nadeln, weil wir nicht ins Gefängnis kommen wollen." Wenn man also zu dieser Zeit in Indonesien eine Nadel dabei hatte, und die Polizei einen verhaftete, konnten sie einen ins Gefängnis schicken. Und das ändert die Rechnung ein wenig, nicht wahr. Denn Ihre Wahl ist nun, entweder benutzte ich jetzt meine eigene Nadel, oder ich teile jetzt eine Nadel und bekomme eine Krankheit, die mich vielleicht in 10 Jahren umbringt, oder ich könnte jetzt meine eigene Nadel benutzen und morgen ins Gefängnis kommen. Und obwohl Junkies glauben, dass es eine ganz schlechte Idee ist, sich HIV auszusetzen, glauben sie, dass es eine noch viel schlechtere Idee ist, das nächste Jahr im Gefängnis zu verbringen, wo sie sich wahrscheinlich in Frankies Lage wiederfinden und sich trotzdem HIV aussetzen werden. Plötzlich wird es also absolut rational, Nadeln zu teilen.Schauen wir uns das nun aus der Sicht eines politischen Entscheidungsträgers an. Das ist ein ganz einfaches Problem. Ausnahmsweise passt alles zusammen. Wir haben das, was fürs Gesundheitswesen rational ist. Sie wollen, dass die Leute saubere Nadeln benutzen und Junkies wollen saubere Nadeln benutzen. Wir könnten dieses Problem also lösen, indem wir einfach saubere Nadeln allgemein verfügbar machen und die Angst vor der Festnahme nehmen. Nun, wer das als erster herausgefunden und auf nationaler Ebene etwas dagegen unternommen hat ist die wohlbekannte, liberale, mitfühlende Seele Margaret Thatcher. Und sie hat das erste nationale Nadel-Austauschprogramm auf der Welt aufgesetzt, und andere Länder folgten ihr. Australien, die Niederlande und ein paar andere, und Sie können sehen, dass in all diesen Ländern nicht mehr als vier Prozent der injizierenden Drogenkonsumenten sich je mit HIV infizierten.Nun, Orte, in denen man das nicht gemacht hat, zum Beispiel New York, Moskau, Jakarta, da sprechen wir von auf dem Höhepunkt einem von zwei injizierenden Drogenkonsumenten, die sich mit dieser tödlichen Krankheit infiziert haben. Na, Margaret Thatcher hat das nicht gemacht, weil sie Junkies besonders gerne hat. Sie hat das gemacht, weil sie ein Land regierte, das ein staatliches Gesundheitswesen hatte. Wenn sie also nicht in wirksame Prävention investiert hätte, hätte sie die später die Kosten für die Behandlung übernehmen müssen, und die sind natürlich viel höher. Sie hat also eine politisch rationale Entscheidung getroffen. Wenn ich jetzt meine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille hervorhole und mir diese Daten anschaue, liegt das auf der Hand, nicht wahr. Aber in diesem Land, wo die Regierung sich offenbar nicht verpflichtet fühlt, ihren Bürgern medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen, haben wir einen ganz anderen Ansatz gewählt. Was wir also in den Vereinigten Staaten gemacht haben ist, die Daten zu prüfen, endlos lang die Daten zu prüfen. Das hier ist also ein Überblick über hunderte Studien von allen den hohen Tieren des Wissenschafts-Olymps in den Vereinigten Staaten, und das hier sind die Studien, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme wirksam sind, ziemlich viele davon. Nun, diejenigen, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme nicht wirksam sind -- Sie denken, das hier ist eine dieser nervigen animierten Folien, und ich werde meinen Knopf drücken und der Rest wird erscheinen, aber nein, das ist die ganze Folie.(Gelächter)Es gibt nichts auf der anderen Seite. Völlig irrational also, würde man denken, außer dass, Moment mal, Politiker auch rational sind, und sie reagieren auf das, was sie denken, dass die Wähler wollen. Was wir also sehen ist, dass Wähler sehr gut auf so etwas wie das hier reagieren und nicht ganz so gut auf so etwas wie das.(Gelächter)Es wird also ganz rational, Injizierenden Dienstleistungen vorzuenthalten. Reden wir nun über Sex. Sind wir in Bezug auf Sex rationaler? Na, ich werde die eindeutig irrationalen Positionen von Leuten wie der katholischen Kirche nicht mal ansprechen, die irgendwie glaubt, dass wenn man Kondome verteilt jeder hingehen und Sex haben wird. Ich weiß nicht, ob Papst Benedikt TEDTalks online schaut, aber wenn Sie das tun, habe ich gute Neuigkeiten für Sie, Benedikt. Ich habe die ganze Zeit Kondome dabei, und nie hat jemand mit mir Sex. (Gelächter) So einfach ist das nicht. Hier, vielleicht haben Sie mehr Glück.(Beifall)Okay, im Ernst. Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, HIV sexuell zu übertragen. Das hängt davon ab, wie viel Virus in Ihrem Blut und Ihren Körperflüssigkeiten ist. Und wir haben einen sehr, sehr hohen Gehalt des Virus ganz am Anfang, wenn man sich gerade angesteckt hat, dann fängt man an, Antikörper zu produzieren, und dann hopst das auf ziemlich niedrigem Niveau eine lange Zeit herum, 10 oder 12 Jahre, es gibt Ausschläge, wenn man eine andere sexuell übertragbare Infektion bekommt, aber im Grunde ist da nicht viel los bis Sie anfangen, AIDS-Symptome zu bekommen. Und in dieser Phase, hier drüben, sieht man nicht gut aus, fühlt man sich nicht gut, hat man nicht so viel Sex.Die sexuelle Übertragung von HIV hängt im Wesentlichen davon ab, wie viele Partner man in diesen sehr kurzen Zeiträumen hat, wenn man Virämie-Spitzen hat. Das macht nun die Leute verrückt, weil es bedeutet, dass man darüber sprechen muss, dass manche Gruppen mehr Sexualpartner in kürzeren Zeiträumen haben als andere Gruppen, und das wird als Stigmatisierung betrachtet. Ich war immer etwas gespannt darauf, weil ich denke, dass Stigma etwas Schlechtes ist, wohingegen viel Sex etwas ziemlich Gutes ist, aber lassen wir das. In Wahrheit haben uns 20 Jahre sehr guter Forschung gezeigt, dass es Gruppen gibt, die mit größerer Wahrscheinlichkeit große Mengen von Partnern innerhalb einer kurzen Zeitspanne haben, und diese Gruppen sind weltweit Leute, die Sex verkaufen und ihre regelmäßigeren Partner, es sind homosexuelle Männer in der Partyszene, die im Schnitt drei Mal so viele Partner haben wie heterosexuelle Leute in der Partyszene, und es sind Heterosexuelle, die aus Ländern kommen, die den Brauch der Vielehe und ziemlich hohe Grade weiblicher Autonomie haben, und fast all diese Länder sind in Südost-Afrika. Und das spiegelt sich wider in der Epidemie, die wir heute haben.Sie können also diese entsetzlichen Bilder aus Afrika sehen. Das sind all die Länder in Südafrika, wo zwischen einem von sieben und einem von drei Erwachsenen HIV-infiziert sind. Im Rest der Welt passiert nun im Grunde nichts in der allgemeinen Bevölkerung, sehr, sehr niedrige Level, aber wir haben außergewöhnlich hohe Level von HIV in diesen anderen Gruppen, die das höchste Risiko tragen, also injizierende Drogenkonsumenten, Sexarbeiter und homosexuelle Männer. Und Sie werden bemerkt haben, dass das die lokalen Daten aus Los Angeles sind. 25 Prozent Prävalenz unter homosexuellen Männern. Sie können also natürlich nicht HIV bekommen, indem Sie einfach ungeschützten Sex haben. Sie können nur HIV bekommen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer HIV-positiven Person haben.Im größten Teil der Welt, trotz dieser wenigen Präventions-Versagen, schneiden wir heute ziemlich gut ab bezüglich käuflichem Sex. Die Kondomnutzung liegt zwischen 80 und 100 Prozent für käuflichen Sex in den meisten Ländern. Und das liegt wieder daran, dass alles zusammen passt. Was rational fürs Gesundheitswesen ist, ist auch rational für den einzelnen Sexarbeiter, weil es ganz schlecht fürs Geschäft ist, eine andere sexuell übertragbare Erkankung zu haben. Niemand will das. Und die Kunden wollen auch nicht mit einem Ausfluss nach Hause kommen. Im Grunde kann man also relativ hohe Raten der Kondomnutzung in käuflichem Sex erreichen.Aber in "innigen" Beziehungen ist das viel schwieriger, denn bei seiner Ehefrau oder seinem Freund, oder jemandem, von dem man hofft, dass er das mal wird, haben wir diese Illusion von Romantik und Vertrauen und Intimität, und nichts ist so unromantisch wie die Frage: "Mein Kondom oder deins, Schatz?". Angesichts dessen braucht man also einen ziemlich starken Anreiz, um Kondome zu benutzen.Das hier zum Beispiel. Dieser Herr heißt Joseph. Er kommt aus Haiti und er hat AIDS, und er hat wahrscheinlich im Moment nicht viel Sex, aber er erinnert die Bevölkerung daran, warum man vielleicht Kondome benutzen sollte. Das ist auch in Haiti und es erinnert einen vielleicht daran, warum man Sex haben möchte. Lustigerweise ist das nun auch Joseph, nach sechs Monaten antiretroviraler Behandlung. Nicht umsonst nennen wir das den Lazarus-Effekt. Aber er verändert die Rechnung, was rational ist beim Treffen sexueller Entscheidungen. Was wir also haben -- manche Leute sagen: "Oh, das macht nicht viel aus, weil Behandlung tatsächlich wirksame Vorbeugung ist, weil sie die Viruslast verringert und es deshalb schwieriger macht, HIV zu übertragen." Wenn man sich also diese Virämie-Sache noch mal anschaut, wenn man eine Behandlung beginnt, wenn man krank ist, ist, was passiert, dass die Viruslast sinkt. Aber verglichen womit? Was passiert, wenn man nicht behandelt wird? Nun, man stirbt, also sinkt die Viruslast auf Null. Und all das Grün hier, einschließlich der Ausschläge, die es gibt, weil Sie nicht in die Apotheke gehen konnten oder keine Medikamente mehr haben, oder drei Tage exzessiv Party gemacht und vergessen haben, die Medikamente zu nehmen, oder weil Sie anfangen, resistent zu werden, oder warum auch immer, all das ist Virus, der nicht da wäre, wenn es keine Behandlung gäbe.Sage ich nun, ach ja, super Präventions-Strategie, hören wir einfach auf, die Leute zu behandeln? Natürlich nicht. Natürlich nicht, wir müssen retrovirale Therapie so gut wir können ausbauen. Aber was ich mache, ist die Leute in Frage zu stellen, die sagen, dass mehr Behandlung all die Prävention ist, die wir brauchen. Das stimmt einfach nicht unbedingt, und ich denke, wir können viel von den Erfahrungen homosexueller Männer in reichen Ländern lernen, wo Behandlung jetzt seit 15 Jahren weitgehend verfügbar ist, und wir haben gesehen, dass in der Tat Kondomnutzungsraten, die sehr, sehr hoch waren -- die homosexuelle Gemeinschaft hat sehr schnell auf HIV reagiert, mit ganz wenig Hilfe von Gesundheitswesen-Fanatikern, würde ich sagen -- dass die Kondomnutzungsrate seit der Behandlung drastisch gesunken ist, aus zwei Gründen. Einer ist die Annahme: "Ach ja, wenn er infiziert ist, nimmt er wahrscheinlich Medikamente und seine Viruslast wird gering sein, also bin ich ziemlich geschützt."Und das andere ist, dass die Leute einfach nicht so viel Angst vor HIV haben wie sie vor AIDS hatten, und mit Recht. AIDS war eine entstellende Krankheit, die einen umbrachte, und HIV ist ein unsichtbarer Virus, der bewirkt, dass man jeden Tag eine Tablette nehmen muss. Und das ist langweilig, aber ist es so langweilig wie jedes Mal ein Kondom nutzen zu müssen, wenn man Sex hat, egal wie betrunken man ist, egal wie viele Poppers man genommen hat, was auch immer. Wenn wir uns die Daten anschauen, können wir sehen, dass die Antwort auf diese Frage hmmm ist.Diese Daten sind also aus Schottland. Sie sehen die Spitze der injizierenden Drogenkonsumenten bevor das nationale Nadel-Austauschprogramm angefangen hatte. Dann ist das stark gesunken, und sowohl unter Heterosexuellen, großteils bei käuflichem Sex und unter Drogenkonsumenten, da passiert wirklich nicht viel nach Beginn der Behandlung, und das liegt an der Anreiz-Lage, über die ich vorhin gesprochen habe. Aber unter homosexuellen Männern gibt es einen ziemlich drastischen Anstieg, der drei oder vier Jahre, nachdem Behandlung weithin verfügbar wurde anfing. Das sind Neuansteckungen.Was bedeutet das? Es bedeutet, dass der gemeinsame Effekt von mehr Sorglosigkeit und mehr Virus in der Population, von mehr Leuten, die länger, gesünder leben, und die mit größerer Wahrscheinlichkeit mit HIV Sex haben, den Effekt der niedrigeren Viruslast aufhebt, und das ist sehr besorgniserregend. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass wir umso mehr Prävention machen müssen, je mehr Behandlung wir haben.Und passiert das? Nein, und ich nenne das das Rätsel des Mitgefühls. Wir haben in den letzten paar Tagen viel über Mitgefühl gesprochen. Und was wirklich passiert, ist dass die Leute unfähig sind, sich dazu zu bringen, gute Sexual- und Fortpflanzungsmedizin-Dienstleistungen für Sexarbeiter einzurichten, unfähig, Nadeln an Junkies auszugeben, aber sobald sie von übergriffigen Leuten, deren Verhalten wir nicht dulden wollen zu AIDS-Opfern werden, werden wir mitfühlend und kaufen ihnen unglaublich teure Medikamente für den Rest ihres Lebens. Das macht keinen Sinn aus Sicht des Gesundheitswesens.Ich möchte das beinahe letzte Wort Ines überlassen. Ines ist eine Transgender-Nutte auf den Straßen Jakartas. Sie ist ein Mädchen mit Schwanz. Warum macht sie diesen Job? Na, natürlich, weil sie dazu gezwungen ist, weil sie keine Wahl hat, und so weiter und so fort, und wenn wir ihr nur das Nähen beibringen könnten und ihr einen netten Job in einer Fabrik verschaffen, wäre alles gut. Das verdienen Fabrikarbeiter pro Stunde in Indonesien, im Schnitt 20 Cents. Das variiert ein bisschen von Provinz zu Provinz. Ich spreche mit Sexarbeitern, 15.000 von ihnen, was die Daten auf dieser Folie betrifft. Und das sagen Sexarbeiter, was sie pro Stunde verdienen. Es ist also kein toller Job, aber für viele Leute ist es wirklich eine ziemlich rationale Wahl. Okay, Ines.Wir haben die Werkzeuge, das Wissen und das Geld, und auch die Verpflichtung, HIV vorzubeugen.Ines: Warum steigt die Prävalenz dann noch? Das liegt an der Politik. Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn.Elizabeth Pisani: "Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn." Vom Standpunkt einer Sexarbeiterin ergeben Poltiker also keinen Sinn. Vom Standpunkt eines Gesundheitswesens-Fanatikers machen Junkies dumme Sachen. Ich meine, die Wahrheit ist, dass jeder ein anderes Grundprinzip anlegt. Es gibt so viele unterschiedliche Arten, rational zu sein wie Menschen auf diesem Planeten, und das ist eine der Herrlichkeiten menschlicher Existenz. Aber diese Arten, rational zu sein sind nicht unabhängig voneinander. Es ist also rational für einen Drogen-Injizierenden, Nadeln zu teilen, aufgrund einer dummen Entscheidung, die ein Politiker getroffen hat, und es ist rational für einen Politiker, diese dumme Entscheidung zu treffen, weil sie darauf reagieren, was sie denken, das die Wähler wollen. Aber hier ist der Clou: Wir sind die Wähler. Wir sind natürlich nicht alle Wähler, aber TED ist eine Gemeinschaft von Meinungsführern, und jeder in diesem Raum und jeder, der das draußen im Netz anschaut, hat, denke ich, die Pflicht, von seinen Politikern zu verlangen, dass sie Politik machen, die auf wissenschaftliche Evidenz und gesunden Menschenverstand gründet. Es wird wirklich schwer für uns werden, individuell zu beeinflussen, was für jeden Frankie und jede Ines da draußen rational ist. Aber Sie können wenigstens Ihre Stimme nutzen, um Politiker aufzuhalten, die dumme Sachen machen, die HIV verbreiten.Danke.
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Warum kann eine Person, die im Besitz einer Spritze ist, in Indonesien ins Gefängnis kommen?
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1
weil der Konsum von Drogen verboten ist
1
AIDS
3
3
Elizabeth Pisani: Sex, Drogen und HIV -- gehen wir rational heran"Leute machen dumme Sachen. So wird HIV verbreitet." Das war eine Schlagzeile in einer britischen Zeitung, dem Guardian, vor nicht allzu langer Zeit. Ich bin neugierig -- Handzeichen -- wer stimmt dem zu? Nun, ein oder zwei tapfere Seelen.Das ist tatsächlich ein direktes Zitat einer Epidemiologin, die 15 Jahre lang auf dem Gebiet HIV auf vier Kontinenten gearbeitet hat, und sie steht vor Ihnen.Und ich werde nun argumentieren, dass das nur halb stimmt. Leute bekommen HIV, weil sie dumme Sachen machen, aber die meisten von ihnen machen dumme Sachen aus absolut rationalen Gründen. Nun, "rational" ist das vorherrschende Paradigma im Gesundheitswesen. Und wenn man seine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille aufsetzt sieht man, dass wenn wir Leuten die nötigen Informationen darüber geben, was gut für sie ist und was schlecht für sie ist, wenn man ihnen die Dienstleistungen gibt, die sie nutzen können, um nach diesen Informationen zu handeln, ein kleines bisschen Motivation, werden Leute rationale Entscheidungen treffen und lange und gesund leben. Wunderbar.Etwas problematisch für mich, weil ich auf dem Gebiet des HIV arbeite, und obwohl ich mir sicher bin, dass Sie alle wissen, dass es bei HIV um Armut und Ungleichheit der Geschlechter geht, und wenn Sie bei TED '07 waren, dass es um Kaffeepreise geht, geht es bei HIV tatsächlich um Sex und Drogen. Und wenn es zwei Dinge gibt, die menschliche Wesen ein klein wenig irrational machen sind das Erektionen und Abhängigkeit.(Gelächter)Fangen wir also damit an, was für einen Abhängigen rational ist. Nun, ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem indonesischen Freund, Frankie. Wir saßen beim Mittagessen und er erzählte mir davon, wie er im Gefängnis in Bali war, weil er sich Drogen gespritzt hatte. Und jemand hatte Geburtstag, und sie hatten freundlicherweise etwas Heroin in das Gefängnis geschmuggelt, und er teilte das sehr großzügig mit all seinen Kollegen. Und so bildeten alle eine Reihe, all die Heroinabhängigen in einer Reihe. Und der Typ, der Geburtstag hatte zog die Nadel auf und ging hin und fing an, Leute zu spritzen. Er spritzt also den ersten Typ, dann wischt er die Nadel an seinem Hemd ab und er spritzt den zweiten Typ. Und Frankie sagte: "Ich bin als 22. an der Reihe, und ich sehe die Nadel auf mich zukommen, und da ist überall Blut. Sie wird immer stumpfer. Und ein kleiner Teil von mir denkt: 'Das ist so ekelhaft und wirklich gefährlich', aber der größte Teil von mir denkt: 'Bitte lass da noch Heroin übrig sein, wenn sie zu mir kommt. Bitte lass da noch was übrig sein.' " Und dann, wie er mir diese Geschichte erzählt, sagt Frankie: "Weißt du, Drogen machen einen weiß Gott wirklich dumm."Und wissen Sie, man kann ihm seine Richtigkeit nicht vorwerfen, aber tatsächlich war Frankie zu diesem Zeitpunkt ein Heroinabhängiger, und er war im Gefängnis. Seine Wahl war also, entweder diese schmutzige Nadel anzunehmen oder nicht high zu werden. Und wenn es nur einen Ort gibt, an dem man wirklich high werden will, ist das im Gefängnis.Ich bin aber nun Wissenschaftlerin, und ich mache nicht gerne Daten aus Anekdoten, schauen wir uns also ein paar Daten an. Wir sprachen mit 600 Drogenabhängigen in drei Städten in Indonesien und wir sagten: "Na, wissen Sie, wie Sie HIV bekommen?" "O ja. Durch das Teilen von Nadeln." Ich meine, fast 100 Prozent. Ja, durch das Teilen von Nadeln. Und: "Wissen Sie, wo Sie eine saubere bezahlbare Nadel bekommen können, um das zu verhindern?" "O ja." 100 Prozent. "Wir sind Junkies; wir wissen, wo wir saubere Nadeln bekommen können." "Haben Sie also eine Nadel dabei?" Wir befragten tatsächlich Leute auf der Straße, an den Orten, wo sie sich aufhalten und Drogen nehmen. "Haben Sie saubere Nadeln dabei?" Einer von vier, maximal. Keine Überraschung also, dass der Anteil, der tatsächlich saubere Nadeln bei jeder Injektion in der letzten Woche benutzt hatte, nur ungefähr einer von 10 war, und die anderen neun von 10 haben geteilt.Man hat also diese gewaltige Diskrepanz. Jeder weiß, dass er, wenn er teilt, HIV bekommen wird, aber sie teilen alle trotzdem. Worum geht es da? Bekommt man einen besseren Rausch, wenn man teilt oder so? Wir haben das einen Junkie gefragt und der so: "Spinnst du? Du willst eine Nadel genau so wenig teilen wie du eine Zahnbürste teilen willst, selbst mit jemandem, mit dem du schläfst. Da ist einfach eine Art Igitt-Faktor vorhanden. Nein nein. Wir teilen Nadeln, weil wir nicht ins Gefängnis kommen wollen." Wenn man also zu dieser Zeit in Indonesien eine Nadel dabei hatte, und die Polizei einen verhaftete, konnten sie einen ins Gefängnis schicken. Und das ändert die Rechnung ein wenig, nicht wahr. Denn Ihre Wahl ist nun, entweder benutzte ich jetzt meine eigene Nadel, oder ich teile jetzt eine Nadel und bekomme eine Krankheit, die mich vielleicht in 10 Jahren umbringt, oder ich könnte jetzt meine eigene Nadel benutzen und morgen ins Gefängnis kommen. Und obwohl Junkies glauben, dass es eine ganz schlechte Idee ist, sich HIV auszusetzen, glauben sie, dass es eine noch viel schlechtere Idee ist, das nächste Jahr im Gefängnis zu verbringen, wo sie sich wahrscheinlich in Frankies Lage wiederfinden und sich trotzdem HIV aussetzen werden. Plötzlich wird es also absolut rational, Nadeln zu teilen.Schauen wir uns das nun aus der Sicht eines politischen Entscheidungsträgers an. Das ist ein ganz einfaches Problem. Ausnahmsweise passt alles zusammen. Wir haben das, was fürs Gesundheitswesen rational ist. Sie wollen, dass die Leute saubere Nadeln benutzen und Junkies wollen saubere Nadeln benutzen. Wir könnten dieses Problem also lösen, indem wir einfach saubere Nadeln allgemein verfügbar machen und die Angst vor der Festnahme nehmen. Nun, wer das als erster herausgefunden und auf nationaler Ebene etwas dagegen unternommen hat ist die wohlbekannte, liberale, mitfühlende Seele Margaret Thatcher. Und sie hat das erste nationale Nadel-Austauschprogramm auf der Welt aufgesetzt, und andere Länder folgten ihr. Australien, die Niederlande und ein paar andere, und Sie können sehen, dass in all diesen Ländern nicht mehr als vier Prozent der injizierenden Drogenkonsumenten sich je mit HIV infizierten.Nun, Orte, in denen man das nicht gemacht hat, zum Beispiel New York, Moskau, Jakarta, da sprechen wir von auf dem Höhepunkt einem von zwei injizierenden Drogenkonsumenten, die sich mit dieser tödlichen Krankheit infiziert haben. Na, Margaret Thatcher hat das nicht gemacht, weil sie Junkies besonders gerne hat. Sie hat das gemacht, weil sie ein Land regierte, das ein staatliches Gesundheitswesen hatte. Wenn sie also nicht in wirksame Prävention investiert hätte, hätte sie die später die Kosten für die Behandlung übernehmen müssen, und die sind natürlich viel höher. Sie hat also eine politisch rationale Entscheidung getroffen. Wenn ich jetzt meine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille hervorhole und mir diese Daten anschaue, liegt das auf der Hand, nicht wahr. Aber in diesem Land, wo die Regierung sich offenbar nicht verpflichtet fühlt, ihren Bürgern medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen, haben wir einen ganz anderen Ansatz gewählt. Was wir also in den Vereinigten Staaten gemacht haben ist, die Daten zu prüfen, endlos lang die Daten zu prüfen. Das hier ist also ein Überblick über hunderte Studien von allen den hohen Tieren des Wissenschafts-Olymps in den Vereinigten Staaten, und das hier sind die Studien, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme wirksam sind, ziemlich viele davon. Nun, diejenigen, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme nicht wirksam sind -- Sie denken, das hier ist eine dieser nervigen animierten Folien, und ich werde meinen Knopf drücken und der Rest wird erscheinen, aber nein, das ist die ganze Folie.(Gelächter)Es gibt nichts auf der anderen Seite. Völlig irrational also, würde man denken, außer dass, Moment mal, Politiker auch rational sind, und sie reagieren auf das, was sie denken, dass die Wähler wollen. Was wir also sehen ist, dass Wähler sehr gut auf so etwas wie das hier reagieren und nicht ganz so gut auf so etwas wie das.(Gelächter)Es wird also ganz rational, Injizierenden Dienstleistungen vorzuenthalten. Reden wir nun über Sex. Sind wir in Bezug auf Sex rationaler? Na, ich werde die eindeutig irrationalen Positionen von Leuten wie der katholischen Kirche nicht mal ansprechen, die irgendwie glaubt, dass wenn man Kondome verteilt jeder hingehen und Sex haben wird. Ich weiß nicht, ob Papst Benedikt TEDTalks online schaut, aber wenn Sie das tun, habe ich gute Neuigkeiten für Sie, Benedikt. Ich habe die ganze Zeit Kondome dabei, und nie hat jemand mit mir Sex. (Gelächter) So einfach ist das nicht. Hier, vielleicht haben Sie mehr Glück.(Beifall)Okay, im Ernst. Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, HIV sexuell zu übertragen. Das hängt davon ab, wie viel Virus in Ihrem Blut und Ihren Körperflüssigkeiten ist. Und wir haben einen sehr, sehr hohen Gehalt des Virus ganz am Anfang, wenn man sich gerade angesteckt hat, dann fängt man an, Antikörper zu produzieren, und dann hopst das auf ziemlich niedrigem Niveau eine lange Zeit herum, 10 oder 12 Jahre, es gibt Ausschläge, wenn man eine andere sexuell übertragbare Infektion bekommt, aber im Grunde ist da nicht viel los bis Sie anfangen, AIDS-Symptome zu bekommen. Und in dieser Phase, hier drüben, sieht man nicht gut aus, fühlt man sich nicht gut, hat man nicht so viel Sex.Die sexuelle Übertragung von HIV hängt im Wesentlichen davon ab, wie viele Partner man in diesen sehr kurzen Zeiträumen hat, wenn man Virämie-Spitzen hat. Das macht nun die Leute verrückt, weil es bedeutet, dass man darüber sprechen muss, dass manche Gruppen mehr Sexualpartner in kürzeren Zeiträumen haben als andere Gruppen, und das wird als Stigmatisierung betrachtet. Ich war immer etwas gespannt darauf, weil ich denke, dass Stigma etwas Schlechtes ist, wohingegen viel Sex etwas ziemlich Gutes ist, aber lassen wir das. In Wahrheit haben uns 20 Jahre sehr guter Forschung gezeigt, dass es Gruppen gibt, die mit größerer Wahrscheinlichkeit große Mengen von Partnern innerhalb einer kurzen Zeitspanne haben, und diese Gruppen sind weltweit Leute, die Sex verkaufen und ihre regelmäßigeren Partner, es sind homosexuelle Männer in der Partyszene, die im Schnitt drei Mal so viele Partner haben wie heterosexuelle Leute in der Partyszene, und es sind Heterosexuelle, die aus Ländern kommen, die den Brauch der Vielehe und ziemlich hohe Grade weiblicher Autonomie haben, und fast all diese Länder sind in Südost-Afrika. Und das spiegelt sich wider in der Epidemie, die wir heute haben.Sie können also diese entsetzlichen Bilder aus Afrika sehen. Das sind all die Länder in Südafrika, wo zwischen einem von sieben und einem von drei Erwachsenen HIV-infiziert sind. Im Rest der Welt passiert nun im Grunde nichts in der allgemeinen Bevölkerung, sehr, sehr niedrige Level, aber wir haben außergewöhnlich hohe Level von HIV in diesen anderen Gruppen, die das höchste Risiko tragen, also injizierende Drogenkonsumenten, Sexarbeiter und homosexuelle Männer. Und Sie werden bemerkt haben, dass das die lokalen Daten aus Los Angeles sind. 25 Prozent Prävalenz unter homosexuellen Männern. Sie können also natürlich nicht HIV bekommen, indem Sie einfach ungeschützten Sex haben. Sie können nur HIV bekommen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer HIV-positiven Person haben.Im größten Teil der Welt, trotz dieser wenigen Präventions-Versagen, schneiden wir heute ziemlich gut ab bezüglich käuflichem Sex. Die Kondomnutzung liegt zwischen 80 und 100 Prozent für käuflichen Sex in den meisten Ländern. Und das liegt wieder daran, dass alles zusammen passt. Was rational fürs Gesundheitswesen ist, ist auch rational für den einzelnen Sexarbeiter, weil es ganz schlecht fürs Geschäft ist, eine andere sexuell übertragbare Erkankung zu haben. Niemand will das. Und die Kunden wollen auch nicht mit einem Ausfluss nach Hause kommen. Im Grunde kann man also relativ hohe Raten der Kondomnutzung in käuflichem Sex erreichen.Aber in "innigen" Beziehungen ist das viel schwieriger, denn bei seiner Ehefrau oder seinem Freund, oder jemandem, von dem man hofft, dass er das mal wird, haben wir diese Illusion von Romantik und Vertrauen und Intimität, und nichts ist so unromantisch wie die Frage: "Mein Kondom oder deins, Schatz?". Angesichts dessen braucht man also einen ziemlich starken Anreiz, um Kondome zu benutzen.Das hier zum Beispiel. Dieser Herr heißt Joseph. Er kommt aus Haiti und er hat AIDS, und er hat wahrscheinlich im Moment nicht viel Sex, aber er erinnert die Bevölkerung daran, warum man vielleicht Kondome benutzen sollte. Das ist auch in Haiti und es erinnert einen vielleicht daran, warum man Sex haben möchte. Lustigerweise ist das nun auch Joseph, nach sechs Monaten antiretroviraler Behandlung. Nicht umsonst nennen wir das den Lazarus-Effekt. Aber er verändert die Rechnung, was rational ist beim Treffen sexueller Entscheidungen. Was wir also haben -- manche Leute sagen: "Oh, das macht nicht viel aus, weil Behandlung tatsächlich wirksame Vorbeugung ist, weil sie die Viruslast verringert und es deshalb schwieriger macht, HIV zu übertragen." Wenn man sich also diese Virämie-Sache noch mal anschaut, wenn man eine Behandlung beginnt, wenn man krank ist, ist, was passiert, dass die Viruslast sinkt. Aber verglichen womit? Was passiert, wenn man nicht behandelt wird? Nun, man stirbt, also sinkt die Viruslast auf Null. Und all das Grün hier, einschließlich der Ausschläge, die es gibt, weil Sie nicht in die Apotheke gehen konnten oder keine Medikamente mehr haben, oder drei Tage exzessiv Party gemacht und vergessen haben, die Medikamente zu nehmen, oder weil Sie anfangen, resistent zu werden, oder warum auch immer, all das ist Virus, der nicht da wäre, wenn es keine Behandlung gäbe.Sage ich nun, ach ja, super Präventions-Strategie, hören wir einfach auf, die Leute zu behandeln? Natürlich nicht. Natürlich nicht, wir müssen retrovirale Therapie so gut wir können ausbauen. Aber was ich mache, ist die Leute in Frage zu stellen, die sagen, dass mehr Behandlung all die Prävention ist, die wir brauchen. Das stimmt einfach nicht unbedingt, und ich denke, wir können viel von den Erfahrungen homosexueller Männer in reichen Ländern lernen, wo Behandlung jetzt seit 15 Jahren weitgehend verfügbar ist, und wir haben gesehen, dass in der Tat Kondomnutzungsraten, die sehr, sehr hoch waren -- die homosexuelle Gemeinschaft hat sehr schnell auf HIV reagiert, mit ganz wenig Hilfe von Gesundheitswesen-Fanatikern, würde ich sagen -- dass die Kondomnutzungsrate seit der Behandlung drastisch gesunken ist, aus zwei Gründen. Einer ist die Annahme: "Ach ja, wenn er infiziert ist, nimmt er wahrscheinlich Medikamente und seine Viruslast wird gering sein, also bin ich ziemlich geschützt."Und das andere ist, dass die Leute einfach nicht so viel Angst vor HIV haben wie sie vor AIDS hatten, und mit Recht. AIDS war eine entstellende Krankheit, die einen umbrachte, und HIV ist ein unsichtbarer Virus, der bewirkt, dass man jeden Tag eine Tablette nehmen muss. Und das ist langweilig, aber ist es so langweilig wie jedes Mal ein Kondom nutzen zu müssen, wenn man Sex hat, egal wie betrunken man ist, egal wie viele Poppers man genommen hat, was auch immer. Wenn wir uns die Daten anschauen, können wir sehen, dass die Antwort auf diese Frage hmmm ist.Diese Daten sind also aus Schottland. Sie sehen die Spitze der injizierenden Drogenkonsumenten bevor das nationale Nadel-Austauschprogramm angefangen hatte. Dann ist das stark gesunken, und sowohl unter Heterosexuellen, großteils bei käuflichem Sex und unter Drogenkonsumenten, da passiert wirklich nicht viel nach Beginn der Behandlung, und das liegt an der Anreiz-Lage, über die ich vorhin gesprochen habe. Aber unter homosexuellen Männern gibt es einen ziemlich drastischen Anstieg, der drei oder vier Jahre, nachdem Behandlung weithin verfügbar wurde anfing. Das sind Neuansteckungen.Was bedeutet das? Es bedeutet, dass der gemeinsame Effekt von mehr Sorglosigkeit und mehr Virus in der Population, von mehr Leuten, die länger, gesünder leben, und die mit größerer Wahrscheinlichkeit mit HIV Sex haben, den Effekt der niedrigeren Viruslast aufhebt, und das ist sehr besorgniserregend. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass wir umso mehr Prävention machen müssen, je mehr Behandlung wir haben.Und passiert das? Nein, und ich nenne das das Rätsel des Mitgefühls. Wir haben in den letzten paar Tagen viel über Mitgefühl gesprochen. Und was wirklich passiert, ist dass die Leute unfähig sind, sich dazu zu bringen, gute Sexual- und Fortpflanzungsmedizin-Dienstleistungen für Sexarbeiter einzurichten, unfähig, Nadeln an Junkies auszugeben, aber sobald sie von übergriffigen Leuten, deren Verhalten wir nicht dulden wollen zu AIDS-Opfern werden, werden wir mitfühlend und kaufen ihnen unglaublich teure Medikamente für den Rest ihres Lebens. Das macht keinen Sinn aus Sicht des Gesundheitswesens.Ich möchte das beinahe letzte Wort Ines überlassen. Ines ist eine Transgender-Nutte auf den Straßen Jakartas. Sie ist ein Mädchen mit Schwanz. Warum macht sie diesen Job? Na, natürlich, weil sie dazu gezwungen ist, weil sie keine Wahl hat, und so weiter und so fort, und wenn wir ihr nur das Nähen beibringen könnten und ihr einen netten Job in einer Fabrik verschaffen, wäre alles gut. Das verdienen Fabrikarbeiter pro Stunde in Indonesien, im Schnitt 20 Cents. Das variiert ein bisschen von Provinz zu Provinz. Ich spreche mit Sexarbeitern, 15.000 von ihnen, was die Daten auf dieser Folie betrifft. Und das sagen Sexarbeiter, was sie pro Stunde verdienen. Es ist also kein toller Job, aber für viele Leute ist es wirklich eine ziemlich rationale Wahl. Okay, Ines.Wir haben die Werkzeuge, das Wissen und das Geld, und auch die Verpflichtung, HIV vorzubeugen.Ines: Warum steigt die Prävalenz dann noch? Das liegt an der Politik. Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn.Elizabeth Pisani: "Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn." Vom Standpunkt einer Sexarbeiterin ergeben Poltiker also keinen Sinn. Vom Standpunkt eines Gesundheitswesens-Fanatikers machen Junkies dumme Sachen. Ich meine, die Wahrheit ist, dass jeder ein anderes Grundprinzip anlegt. Es gibt so viele unterschiedliche Arten, rational zu sein wie Menschen auf diesem Planeten, und das ist eine der Herrlichkeiten menschlicher Existenz. Aber diese Arten, rational zu sein sind nicht unabhängig voneinander. Es ist also rational für einen Drogen-Injizierenden, Nadeln zu teilen, aufgrund einer dummen Entscheidung, die ein Politiker getroffen hat, und es ist rational für einen Politiker, diese dumme Entscheidung zu treffen, weil sie darauf reagieren, was sie denken, das die Wähler wollen. Aber hier ist der Clou: Wir sind die Wähler. Wir sind natürlich nicht alle Wähler, aber TED ist eine Gemeinschaft von Meinungsführern, und jeder in diesem Raum und jeder, der das draußen im Netz anschaut, hat, denke ich, die Pflicht, von seinen Politikern zu verlangen, dass sie Politik machen, die auf wissenschaftliche Evidenz und gesunden Menschenverstand gründet. Es wird wirklich schwer für uns werden, individuell zu beeinflussen, was für jeden Frankie und jede Ines da draußen rational ist. Aber Sie können wenigstens Ihre Stimme nutzen, um Politiker aufzuhalten, die dumme Sachen machen, die HIV verbreiten.Danke.
6
Warum hat ein früherer britischer Premierminister ein Austauschprogramm für Spritzen eingeführt?
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4
um die Ausbreitung von HIV zu verhindern
1
AIDS
3
3
Elizabeth Pisani: Sex, Drogen und HIV -- gehen wir rational heran"Leute machen dumme Sachen. So wird HIV verbreitet." Das war eine Schlagzeile in einer britischen Zeitung, dem Guardian, vor nicht allzu langer Zeit. Ich bin neugierig -- Handzeichen -- wer stimmt dem zu? Nun, ein oder zwei tapfere Seelen.Das ist tatsächlich ein direktes Zitat einer Epidemiologin, die 15 Jahre lang auf dem Gebiet HIV auf vier Kontinenten gearbeitet hat, und sie steht vor Ihnen.Und ich werde nun argumentieren, dass das nur halb stimmt. Leute bekommen HIV, weil sie dumme Sachen machen, aber die meisten von ihnen machen dumme Sachen aus absolut rationalen Gründen. Nun, "rational" ist das vorherrschende Paradigma im Gesundheitswesen. Und wenn man seine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille aufsetzt sieht man, dass wenn wir Leuten die nötigen Informationen darüber geben, was gut für sie ist und was schlecht für sie ist, wenn man ihnen die Dienstleistungen gibt, die sie nutzen können, um nach diesen Informationen zu handeln, ein kleines bisschen Motivation, werden Leute rationale Entscheidungen treffen und lange und gesund leben. Wunderbar.Etwas problematisch für mich, weil ich auf dem Gebiet des HIV arbeite, und obwohl ich mir sicher bin, dass Sie alle wissen, dass es bei HIV um Armut und Ungleichheit der Geschlechter geht, und wenn Sie bei TED '07 waren, dass es um Kaffeepreise geht, geht es bei HIV tatsächlich um Sex und Drogen. Und wenn es zwei Dinge gibt, die menschliche Wesen ein klein wenig irrational machen sind das Erektionen und Abhängigkeit.(Gelächter)Fangen wir also damit an, was für einen Abhängigen rational ist. Nun, ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem indonesischen Freund, Frankie. Wir saßen beim Mittagessen und er erzählte mir davon, wie er im Gefängnis in Bali war, weil er sich Drogen gespritzt hatte. Und jemand hatte Geburtstag, und sie hatten freundlicherweise etwas Heroin in das Gefängnis geschmuggelt, und er teilte das sehr großzügig mit all seinen Kollegen. Und so bildeten alle eine Reihe, all die Heroinabhängigen in einer Reihe. Und der Typ, der Geburtstag hatte zog die Nadel auf und ging hin und fing an, Leute zu spritzen. Er spritzt also den ersten Typ, dann wischt er die Nadel an seinem Hemd ab und er spritzt den zweiten Typ. Und Frankie sagte: "Ich bin als 22. an der Reihe, und ich sehe die Nadel auf mich zukommen, und da ist überall Blut. Sie wird immer stumpfer. Und ein kleiner Teil von mir denkt: 'Das ist so ekelhaft und wirklich gefährlich', aber der größte Teil von mir denkt: 'Bitte lass da noch Heroin übrig sein, wenn sie zu mir kommt. Bitte lass da noch was übrig sein.' " Und dann, wie er mir diese Geschichte erzählt, sagt Frankie: "Weißt du, Drogen machen einen weiß Gott wirklich dumm."Und wissen Sie, man kann ihm seine Richtigkeit nicht vorwerfen, aber tatsächlich war Frankie zu diesem Zeitpunkt ein Heroinabhängiger, und er war im Gefängnis. Seine Wahl war also, entweder diese schmutzige Nadel anzunehmen oder nicht high zu werden. Und wenn es nur einen Ort gibt, an dem man wirklich high werden will, ist das im Gefängnis.Ich bin aber nun Wissenschaftlerin, und ich mache nicht gerne Daten aus Anekdoten, schauen wir uns also ein paar Daten an. Wir sprachen mit 600 Drogenabhängigen in drei Städten in Indonesien und wir sagten: "Na, wissen Sie, wie Sie HIV bekommen?" "O ja. Durch das Teilen von Nadeln." Ich meine, fast 100 Prozent. Ja, durch das Teilen von Nadeln. Und: "Wissen Sie, wo Sie eine saubere bezahlbare Nadel bekommen können, um das zu verhindern?" "O ja." 100 Prozent. "Wir sind Junkies; wir wissen, wo wir saubere Nadeln bekommen können." "Haben Sie also eine Nadel dabei?" Wir befragten tatsächlich Leute auf der Straße, an den Orten, wo sie sich aufhalten und Drogen nehmen. "Haben Sie saubere Nadeln dabei?" Einer von vier, maximal. Keine Überraschung also, dass der Anteil, der tatsächlich saubere Nadeln bei jeder Injektion in der letzten Woche benutzt hatte, nur ungefähr einer von 10 war, und die anderen neun von 10 haben geteilt.Man hat also diese gewaltige Diskrepanz. Jeder weiß, dass er, wenn er teilt, HIV bekommen wird, aber sie teilen alle trotzdem. Worum geht es da? Bekommt man einen besseren Rausch, wenn man teilt oder so? Wir haben das einen Junkie gefragt und der so: "Spinnst du? Du willst eine Nadel genau so wenig teilen wie du eine Zahnbürste teilen willst, selbst mit jemandem, mit dem du schläfst. Da ist einfach eine Art Igitt-Faktor vorhanden. Nein nein. Wir teilen Nadeln, weil wir nicht ins Gefängnis kommen wollen." Wenn man also zu dieser Zeit in Indonesien eine Nadel dabei hatte, und die Polizei einen verhaftete, konnten sie einen ins Gefängnis schicken. Und das ändert die Rechnung ein wenig, nicht wahr. Denn Ihre Wahl ist nun, entweder benutzte ich jetzt meine eigene Nadel, oder ich teile jetzt eine Nadel und bekomme eine Krankheit, die mich vielleicht in 10 Jahren umbringt, oder ich könnte jetzt meine eigene Nadel benutzen und morgen ins Gefängnis kommen. Und obwohl Junkies glauben, dass es eine ganz schlechte Idee ist, sich HIV auszusetzen, glauben sie, dass es eine noch viel schlechtere Idee ist, das nächste Jahr im Gefängnis zu verbringen, wo sie sich wahrscheinlich in Frankies Lage wiederfinden und sich trotzdem HIV aussetzen werden. Plötzlich wird es also absolut rational, Nadeln zu teilen.Schauen wir uns das nun aus der Sicht eines politischen Entscheidungsträgers an. Das ist ein ganz einfaches Problem. Ausnahmsweise passt alles zusammen. Wir haben das, was fürs Gesundheitswesen rational ist. Sie wollen, dass die Leute saubere Nadeln benutzen und Junkies wollen saubere Nadeln benutzen. Wir könnten dieses Problem also lösen, indem wir einfach saubere Nadeln allgemein verfügbar machen und die Angst vor der Festnahme nehmen. Nun, wer das als erster herausgefunden und auf nationaler Ebene etwas dagegen unternommen hat ist die wohlbekannte, liberale, mitfühlende Seele Margaret Thatcher. Und sie hat das erste nationale Nadel-Austauschprogramm auf der Welt aufgesetzt, und andere Länder folgten ihr. Australien, die Niederlande und ein paar andere, und Sie können sehen, dass in all diesen Ländern nicht mehr als vier Prozent der injizierenden Drogenkonsumenten sich je mit HIV infizierten.Nun, Orte, in denen man das nicht gemacht hat, zum Beispiel New York, Moskau, Jakarta, da sprechen wir von auf dem Höhepunkt einem von zwei injizierenden Drogenkonsumenten, die sich mit dieser tödlichen Krankheit infiziert haben. Na, Margaret Thatcher hat das nicht gemacht, weil sie Junkies besonders gerne hat. Sie hat das gemacht, weil sie ein Land regierte, das ein staatliches Gesundheitswesen hatte. Wenn sie also nicht in wirksame Prävention investiert hätte, hätte sie die später die Kosten für die Behandlung übernehmen müssen, und die sind natürlich viel höher. Sie hat also eine politisch rationale Entscheidung getroffen. Wenn ich jetzt meine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille hervorhole und mir diese Daten anschaue, liegt das auf der Hand, nicht wahr. Aber in diesem Land, wo die Regierung sich offenbar nicht verpflichtet fühlt, ihren Bürgern medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen, haben wir einen ganz anderen Ansatz gewählt. Was wir also in den Vereinigten Staaten gemacht haben ist, die Daten zu prüfen, endlos lang die Daten zu prüfen. Das hier ist also ein Überblick über hunderte Studien von allen den hohen Tieren des Wissenschafts-Olymps in den Vereinigten Staaten, und das hier sind die Studien, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme wirksam sind, ziemlich viele davon. Nun, diejenigen, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme nicht wirksam sind -- Sie denken, das hier ist eine dieser nervigen animierten Folien, und ich werde meinen Knopf drücken und der Rest wird erscheinen, aber nein, das ist die ganze Folie.(Gelächter)Es gibt nichts auf der anderen Seite. Völlig irrational also, würde man denken, außer dass, Moment mal, Politiker auch rational sind, und sie reagieren auf das, was sie denken, dass die Wähler wollen. Was wir also sehen ist, dass Wähler sehr gut auf so etwas wie das hier reagieren und nicht ganz so gut auf so etwas wie das.(Gelächter)Es wird also ganz rational, Injizierenden Dienstleistungen vorzuenthalten. Reden wir nun über Sex. Sind wir in Bezug auf Sex rationaler? Na, ich werde die eindeutig irrationalen Positionen von Leuten wie der katholischen Kirche nicht mal ansprechen, die irgendwie glaubt, dass wenn man Kondome verteilt jeder hingehen und Sex haben wird. Ich weiß nicht, ob Papst Benedikt TEDTalks online schaut, aber wenn Sie das tun, habe ich gute Neuigkeiten für Sie, Benedikt. Ich habe die ganze Zeit Kondome dabei, und nie hat jemand mit mir Sex. (Gelächter) So einfach ist das nicht. Hier, vielleicht haben Sie mehr Glück.(Beifall)Okay, im Ernst. Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, HIV sexuell zu übertragen. Das hängt davon ab, wie viel Virus in Ihrem Blut und Ihren Körperflüssigkeiten ist. Und wir haben einen sehr, sehr hohen Gehalt des Virus ganz am Anfang, wenn man sich gerade angesteckt hat, dann fängt man an, Antikörper zu produzieren, und dann hopst das auf ziemlich niedrigem Niveau eine lange Zeit herum, 10 oder 12 Jahre, es gibt Ausschläge, wenn man eine andere sexuell übertragbare Infektion bekommt, aber im Grunde ist da nicht viel los bis Sie anfangen, AIDS-Symptome zu bekommen. Und in dieser Phase, hier drüben, sieht man nicht gut aus, fühlt man sich nicht gut, hat man nicht so viel Sex.Die sexuelle Übertragung von HIV hängt im Wesentlichen davon ab, wie viele Partner man in diesen sehr kurzen Zeiträumen hat, wenn man Virämie-Spitzen hat. Das macht nun die Leute verrückt, weil es bedeutet, dass man darüber sprechen muss, dass manche Gruppen mehr Sexualpartner in kürzeren Zeiträumen haben als andere Gruppen, und das wird als Stigmatisierung betrachtet. Ich war immer etwas gespannt darauf, weil ich denke, dass Stigma etwas Schlechtes ist, wohingegen viel Sex etwas ziemlich Gutes ist, aber lassen wir das. In Wahrheit haben uns 20 Jahre sehr guter Forschung gezeigt, dass es Gruppen gibt, die mit größerer Wahrscheinlichkeit große Mengen von Partnern innerhalb einer kurzen Zeitspanne haben, und diese Gruppen sind weltweit Leute, die Sex verkaufen und ihre regelmäßigeren Partner, es sind homosexuelle Männer in der Partyszene, die im Schnitt drei Mal so viele Partner haben wie heterosexuelle Leute in der Partyszene, und es sind Heterosexuelle, die aus Ländern kommen, die den Brauch der Vielehe und ziemlich hohe Grade weiblicher Autonomie haben, und fast all diese Länder sind in Südost-Afrika. Und das spiegelt sich wider in der Epidemie, die wir heute haben.Sie können also diese entsetzlichen Bilder aus Afrika sehen. Das sind all die Länder in Südafrika, wo zwischen einem von sieben und einem von drei Erwachsenen HIV-infiziert sind. Im Rest der Welt passiert nun im Grunde nichts in der allgemeinen Bevölkerung, sehr, sehr niedrige Level, aber wir haben außergewöhnlich hohe Level von HIV in diesen anderen Gruppen, die das höchste Risiko tragen, also injizierende Drogenkonsumenten, Sexarbeiter und homosexuelle Männer. Und Sie werden bemerkt haben, dass das die lokalen Daten aus Los Angeles sind. 25 Prozent Prävalenz unter homosexuellen Männern. Sie können also natürlich nicht HIV bekommen, indem Sie einfach ungeschützten Sex haben. Sie können nur HIV bekommen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer HIV-positiven Person haben.Im größten Teil der Welt, trotz dieser wenigen Präventions-Versagen, schneiden wir heute ziemlich gut ab bezüglich käuflichem Sex. Die Kondomnutzung liegt zwischen 80 und 100 Prozent für käuflichen Sex in den meisten Ländern. Und das liegt wieder daran, dass alles zusammen passt. Was rational fürs Gesundheitswesen ist, ist auch rational für den einzelnen Sexarbeiter, weil es ganz schlecht fürs Geschäft ist, eine andere sexuell übertragbare Erkankung zu haben. Niemand will das. Und die Kunden wollen auch nicht mit einem Ausfluss nach Hause kommen. Im Grunde kann man also relativ hohe Raten der Kondomnutzung in käuflichem Sex erreichen.Aber in "innigen" Beziehungen ist das viel schwieriger, denn bei seiner Ehefrau oder seinem Freund, oder jemandem, von dem man hofft, dass er das mal wird, haben wir diese Illusion von Romantik und Vertrauen und Intimität, und nichts ist so unromantisch wie die Frage: "Mein Kondom oder deins, Schatz?". Angesichts dessen braucht man also einen ziemlich starken Anreiz, um Kondome zu benutzen.Das hier zum Beispiel. Dieser Herr heißt Joseph. Er kommt aus Haiti und er hat AIDS, und er hat wahrscheinlich im Moment nicht viel Sex, aber er erinnert die Bevölkerung daran, warum man vielleicht Kondome benutzen sollte. Das ist auch in Haiti und es erinnert einen vielleicht daran, warum man Sex haben möchte. Lustigerweise ist das nun auch Joseph, nach sechs Monaten antiretroviraler Behandlung. Nicht umsonst nennen wir das den Lazarus-Effekt. Aber er verändert die Rechnung, was rational ist beim Treffen sexueller Entscheidungen. Was wir also haben -- manche Leute sagen: "Oh, das macht nicht viel aus, weil Behandlung tatsächlich wirksame Vorbeugung ist, weil sie die Viruslast verringert und es deshalb schwieriger macht, HIV zu übertragen." Wenn man sich also diese Virämie-Sache noch mal anschaut, wenn man eine Behandlung beginnt, wenn man krank ist, ist, was passiert, dass die Viruslast sinkt. Aber verglichen womit? Was passiert, wenn man nicht behandelt wird? Nun, man stirbt, also sinkt die Viruslast auf Null. Und all das Grün hier, einschließlich der Ausschläge, die es gibt, weil Sie nicht in die Apotheke gehen konnten oder keine Medikamente mehr haben, oder drei Tage exzessiv Party gemacht und vergessen haben, die Medikamente zu nehmen, oder weil Sie anfangen, resistent zu werden, oder warum auch immer, all das ist Virus, der nicht da wäre, wenn es keine Behandlung gäbe.Sage ich nun, ach ja, super Präventions-Strategie, hören wir einfach auf, die Leute zu behandeln? Natürlich nicht. Natürlich nicht, wir müssen retrovirale Therapie so gut wir können ausbauen. Aber was ich mache, ist die Leute in Frage zu stellen, die sagen, dass mehr Behandlung all die Prävention ist, die wir brauchen. Das stimmt einfach nicht unbedingt, und ich denke, wir können viel von den Erfahrungen homosexueller Männer in reichen Ländern lernen, wo Behandlung jetzt seit 15 Jahren weitgehend verfügbar ist, und wir haben gesehen, dass in der Tat Kondomnutzungsraten, die sehr, sehr hoch waren -- die homosexuelle Gemeinschaft hat sehr schnell auf HIV reagiert, mit ganz wenig Hilfe von Gesundheitswesen-Fanatikern, würde ich sagen -- dass die Kondomnutzungsrate seit der Behandlung drastisch gesunken ist, aus zwei Gründen. Einer ist die Annahme: "Ach ja, wenn er infiziert ist, nimmt er wahrscheinlich Medikamente und seine Viruslast wird gering sein, also bin ich ziemlich geschützt."Und das andere ist, dass die Leute einfach nicht so viel Angst vor HIV haben wie sie vor AIDS hatten, und mit Recht. AIDS war eine entstellende Krankheit, die einen umbrachte, und HIV ist ein unsichtbarer Virus, der bewirkt, dass man jeden Tag eine Tablette nehmen muss. Und das ist langweilig, aber ist es so langweilig wie jedes Mal ein Kondom nutzen zu müssen, wenn man Sex hat, egal wie betrunken man ist, egal wie viele Poppers man genommen hat, was auch immer. Wenn wir uns die Daten anschauen, können wir sehen, dass die Antwort auf diese Frage hmmm ist.Diese Daten sind also aus Schottland. Sie sehen die Spitze der injizierenden Drogenkonsumenten bevor das nationale Nadel-Austauschprogramm angefangen hatte. Dann ist das stark gesunken, und sowohl unter Heterosexuellen, großteils bei käuflichem Sex und unter Drogenkonsumenten, da passiert wirklich nicht viel nach Beginn der Behandlung, und das liegt an der Anreiz-Lage, über die ich vorhin gesprochen habe. Aber unter homosexuellen Männern gibt es einen ziemlich drastischen Anstieg, der drei oder vier Jahre, nachdem Behandlung weithin verfügbar wurde anfing. Das sind Neuansteckungen.Was bedeutet das? Es bedeutet, dass der gemeinsame Effekt von mehr Sorglosigkeit und mehr Virus in der Population, von mehr Leuten, die länger, gesünder leben, und die mit größerer Wahrscheinlichkeit mit HIV Sex haben, den Effekt der niedrigeren Viruslast aufhebt, und das ist sehr besorgniserregend. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass wir umso mehr Prävention machen müssen, je mehr Behandlung wir haben.Und passiert das? Nein, und ich nenne das das Rätsel des Mitgefühls. Wir haben in den letzten paar Tagen viel über Mitgefühl gesprochen. Und was wirklich passiert, ist dass die Leute unfähig sind, sich dazu zu bringen, gute Sexual- und Fortpflanzungsmedizin-Dienstleistungen für Sexarbeiter einzurichten, unfähig, Nadeln an Junkies auszugeben, aber sobald sie von übergriffigen Leuten, deren Verhalten wir nicht dulden wollen zu AIDS-Opfern werden, werden wir mitfühlend und kaufen ihnen unglaublich teure Medikamente für den Rest ihres Lebens. Das macht keinen Sinn aus Sicht des Gesundheitswesens.Ich möchte das beinahe letzte Wort Ines überlassen. Ines ist eine Transgender-Nutte auf den Straßen Jakartas. Sie ist ein Mädchen mit Schwanz. Warum macht sie diesen Job? Na, natürlich, weil sie dazu gezwungen ist, weil sie keine Wahl hat, und so weiter und so fort, und wenn wir ihr nur das Nähen beibringen könnten und ihr einen netten Job in einer Fabrik verschaffen, wäre alles gut. Das verdienen Fabrikarbeiter pro Stunde in Indonesien, im Schnitt 20 Cents. Das variiert ein bisschen von Provinz zu Provinz. Ich spreche mit Sexarbeitern, 15.000 von ihnen, was die Daten auf dieser Folie betrifft. Und das sagen Sexarbeiter, was sie pro Stunde verdienen. Es ist also kein toller Job, aber für viele Leute ist es wirklich eine ziemlich rationale Wahl. Okay, Ines.Wir haben die Werkzeuge, das Wissen und das Geld, und auch die Verpflichtung, HIV vorzubeugen.Ines: Warum steigt die Prävalenz dann noch? Das liegt an der Politik. Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn.Elizabeth Pisani: "Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn." Vom Standpunkt einer Sexarbeiterin ergeben Poltiker also keinen Sinn. Vom Standpunkt eines Gesundheitswesens-Fanatikers machen Junkies dumme Sachen. Ich meine, die Wahrheit ist, dass jeder ein anderes Grundprinzip anlegt. Es gibt so viele unterschiedliche Arten, rational zu sein wie Menschen auf diesem Planeten, und das ist eine der Herrlichkeiten menschlicher Existenz. Aber diese Arten, rational zu sein sind nicht unabhängig voneinander. Es ist also rational für einen Drogen-Injizierenden, Nadeln zu teilen, aufgrund einer dummen Entscheidung, die ein Politiker getroffen hat, und es ist rational für einen Politiker, diese dumme Entscheidung zu treffen, weil sie darauf reagieren, was sie denken, das die Wähler wollen. Aber hier ist der Clou: Wir sind die Wähler. Wir sind natürlich nicht alle Wähler, aber TED ist eine Gemeinschaft von Meinungsführern, und jeder in diesem Raum und jeder, der das draußen im Netz anschaut, hat, denke ich, die Pflicht, von seinen Politikern zu verlangen, dass sie Politik machen, die auf wissenschaftliche Evidenz und gesunden Menschenverstand gründet. Es wird wirklich schwer für uns werden, individuell zu beeinflussen, was für jeden Frankie und jede Ines da draußen rational ist. Aber Sie können wenigstens Ihre Stimme nutzen, um Politiker aufzuhalten, die dumme Sachen machen, die HIV verbreiten.Danke.
7
Was denkt Elizabeth Pisani über die Haltung der katholischen Kirche zu Sex?
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2
sie denkt, dass sie komplett unlogisch ist
1
AIDS
3
3
Elizabeth Pisani: Sex, Drogen und HIV -- gehen wir rational heran"Leute machen dumme Sachen. So wird HIV verbreitet." Das war eine Schlagzeile in einer britischen Zeitung, dem Guardian, vor nicht allzu langer Zeit. Ich bin neugierig -- Handzeichen -- wer stimmt dem zu? Nun, ein oder zwei tapfere Seelen.Das ist tatsächlich ein direktes Zitat einer Epidemiologin, die 15 Jahre lang auf dem Gebiet HIV auf vier Kontinenten gearbeitet hat, und sie steht vor Ihnen.Und ich werde nun argumentieren, dass das nur halb stimmt. Leute bekommen HIV, weil sie dumme Sachen machen, aber die meisten von ihnen machen dumme Sachen aus absolut rationalen Gründen. Nun, "rational" ist das vorherrschende Paradigma im Gesundheitswesen. Und wenn man seine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille aufsetzt sieht man, dass wenn wir Leuten die nötigen Informationen darüber geben, was gut für sie ist und was schlecht für sie ist, wenn man ihnen die Dienstleistungen gibt, die sie nutzen können, um nach diesen Informationen zu handeln, ein kleines bisschen Motivation, werden Leute rationale Entscheidungen treffen und lange und gesund leben. Wunderbar.Etwas problematisch für mich, weil ich auf dem Gebiet des HIV arbeite, und obwohl ich mir sicher bin, dass Sie alle wissen, dass es bei HIV um Armut und Ungleichheit der Geschlechter geht, und wenn Sie bei TED '07 waren, dass es um Kaffeepreise geht, geht es bei HIV tatsächlich um Sex und Drogen. Und wenn es zwei Dinge gibt, die menschliche Wesen ein klein wenig irrational machen sind das Erektionen und Abhängigkeit.(Gelächter)Fangen wir also damit an, was für einen Abhängigen rational ist. Nun, ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem indonesischen Freund, Frankie. Wir saßen beim Mittagessen und er erzählte mir davon, wie er im Gefängnis in Bali war, weil er sich Drogen gespritzt hatte. Und jemand hatte Geburtstag, und sie hatten freundlicherweise etwas Heroin in das Gefängnis geschmuggelt, und er teilte das sehr großzügig mit all seinen Kollegen. Und so bildeten alle eine Reihe, all die Heroinabhängigen in einer Reihe. Und der Typ, der Geburtstag hatte zog die Nadel auf und ging hin und fing an, Leute zu spritzen. Er spritzt also den ersten Typ, dann wischt er die Nadel an seinem Hemd ab und er spritzt den zweiten Typ. Und Frankie sagte: "Ich bin als 22. an der Reihe, und ich sehe die Nadel auf mich zukommen, und da ist überall Blut. Sie wird immer stumpfer. Und ein kleiner Teil von mir denkt: 'Das ist so ekelhaft und wirklich gefährlich', aber der größte Teil von mir denkt: 'Bitte lass da noch Heroin übrig sein, wenn sie zu mir kommt. Bitte lass da noch was übrig sein.' " Und dann, wie er mir diese Geschichte erzählt, sagt Frankie: "Weißt du, Drogen machen einen weiß Gott wirklich dumm."Und wissen Sie, man kann ihm seine Richtigkeit nicht vorwerfen, aber tatsächlich war Frankie zu diesem Zeitpunkt ein Heroinabhängiger, und er war im Gefängnis. Seine Wahl war also, entweder diese schmutzige Nadel anzunehmen oder nicht high zu werden. Und wenn es nur einen Ort gibt, an dem man wirklich high werden will, ist das im Gefängnis.Ich bin aber nun Wissenschaftlerin, und ich mache nicht gerne Daten aus Anekdoten, schauen wir uns also ein paar Daten an. Wir sprachen mit 600 Drogenabhängigen in drei Städten in Indonesien und wir sagten: "Na, wissen Sie, wie Sie HIV bekommen?" "O ja. Durch das Teilen von Nadeln." Ich meine, fast 100 Prozent. Ja, durch das Teilen von Nadeln. Und: "Wissen Sie, wo Sie eine saubere bezahlbare Nadel bekommen können, um das zu verhindern?" "O ja." 100 Prozent. "Wir sind Junkies; wir wissen, wo wir saubere Nadeln bekommen können." "Haben Sie also eine Nadel dabei?" Wir befragten tatsächlich Leute auf der Straße, an den Orten, wo sie sich aufhalten und Drogen nehmen. "Haben Sie saubere Nadeln dabei?" Einer von vier, maximal. Keine Überraschung also, dass der Anteil, der tatsächlich saubere Nadeln bei jeder Injektion in der letzten Woche benutzt hatte, nur ungefähr einer von 10 war, und die anderen neun von 10 haben geteilt.Man hat also diese gewaltige Diskrepanz. Jeder weiß, dass er, wenn er teilt, HIV bekommen wird, aber sie teilen alle trotzdem. Worum geht es da? Bekommt man einen besseren Rausch, wenn man teilt oder so? Wir haben das einen Junkie gefragt und der so: "Spinnst du? Du willst eine Nadel genau so wenig teilen wie du eine Zahnbürste teilen willst, selbst mit jemandem, mit dem du schläfst. Da ist einfach eine Art Igitt-Faktor vorhanden. Nein nein. Wir teilen Nadeln, weil wir nicht ins Gefängnis kommen wollen." Wenn man also zu dieser Zeit in Indonesien eine Nadel dabei hatte, und die Polizei einen verhaftete, konnten sie einen ins Gefängnis schicken. Und das ändert die Rechnung ein wenig, nicht wahr. Denn Ihre Wahl ist nun, entweder benutzte ich jetzt meine eigene Nadel, oder ich teile jetzt eine Nadel und bekomme eine Krankheit, die mich vielleicht in 10 Jahren umbringt, oder ich könnte jetzt meine eigene Nadel benutzen und morgen ins Gefängnis kommen. Und obwohl Junkies glauben, dass es eine ganz schlechte Idee ist, sich HIV auszusetzen, glauben sie, dass es eine noch viel schlechtere Idee ist, das nächste Jahr im Gefängnis zu verbringen, wo sie sich wahrscheinlich in Frankies Lage wiederfinden und sich trotzdem HIV aussetzen werden. Plötzlich wird es also absolut rational, Nadeln zu teilen.Schauen wir uns das nun aus der Sicht eines politischen Entscheidungsträgers an. Das ist ein ganz einfaches Problem. Ausnahmsweise passt alles zusammen. Wir haben das, was fürs Gesundheitswesen rational ist. Sie wollen, dass die Leute saubere Nadeln benutzen und Junkies wollen saubere Nadeln benutzen. Wir könnten dieses Problem also lösen, indem wir einfach saubere Nadeln allgemein verfügbar machen und die Angst vor der Festnahme nehmen. Nun, wer das als erster herausgefunden und auf nationaler Ebene etwas dagegen unternommen hat ist die wohlbekannte, liberale, mitfühlende Seele Margaret Thatcher. Und sie hat das erste nationale Nadel-Austauschprogramm auf der Welt aufgesetzt, und andere Länder folgten ihr. Australien, die Niederlande und ein paar andere, und Sie können sehen, dass in all diesen Ländern nicht mehr als vier Prozent der injizierenden Drogenkonsumenten sich je mit HIV infizierten.Nun, Orte, in denen man das nicht gemacht hat, zum Beispiel New York, Moskau, Jakarta, da sprechen wir von auf dem Höhepunkt einem von zwei injizierenden Drogenkonsumenten, die sich mit dieser tödlichen Krankheit infiziert haben. Na, Margaret Thatcher hat das nicht gemacht, weil sie Junkies besonders gerne hat. Sie hat das gemacht, weil sie ein Land regierte, das ein staatliches Gesundheitswesen hatte. Wenn sie also nicht in wirksame Prävention investiert hätte, hätte sie die später die Kosten für die Behandlung übernehmen müssen, und die sind natürlich viel höher. Sie hat also eine politisch rationale Entscheidung getroffen. Wenn ich jetzt meine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille hervorhole und mir diese Daten anschaue, liegt das auf der Hand, nicht wahr. Aber in diesem Land, wo die Regierung sich offenbar nicht verpflichtet fühlt, ihren Bürgern medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen, haben wir einen ganz anderen Ansatz gewählt. Was wir also in den Vereinigten Staaten gemacht haben ist, die Daten zu prüfen, endlos lang die Daten zu prüfen. Das hier ist also ein Überblick über hunderte Studien von allen den hohen Tieren des Wissenschafts-Olymps in den Vereinigten Staaten, und das hier sind die Studien, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme wirksam sind, ziemlich viele davon. Nun, diejenigen, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme nicht wirksam sind -- Sie denken, das hier ist eine dieser nervigen animierten Folien, und ich werde meinen Knopf drücken und der Rest wird erscheinen, aber nein, das ist die ganze Folie.(Gelächter)Es gibt nichts auf der anderen Seite. Völlig irrational also, würde man denken, außer dass, Moment mal, Politiker auch rational sind, und sie reagieren auf das, was sie denken, dass die Wähler wollen. Was wir also sehen ist, dass Wähler sehr gut auf so etwas wie das hier reagieren und nicht ganz so gut auf so etwas wie das.(Gelächter)Es wird also ganz rational, Injizierenden Dienstleistungen vorzuenthalten. Reden wir nun über Sex. Sind wir in Bezug auf Sex rationaler? Na, ich werde die eindeutig irrationalen Positionen von Leuten wie der katholischen Kirche nicht mal ansprechen, die irgendwie glaubt, dass wenn man Kondome verteilt jeder hingehen und Sex haben wird. Ich weiß nicht, ob Papst Benedikt TEDTalks online schaut, aber wenn Sie das tun, habe ich gute Neuigkeiten für Sie, Benedikt. Ich habe die ganze Zeit Kondome dabei, und nie hat jemand mit mir Sex. (Gelächter) So einfach ist das nicht. Hier, vielleicht haben Sie mehr Glück.(Beifall)Okay, im Ernst. Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, HIV sexuell zu übertragen. Das hängt davon ab, wie viel Virus in Ihrem Blut und Ihren Körperflüssigkeiten ist. Und wir haben einen sehr, sehr hohen Gehalt des Virus ganz am Anfang, wenn man sich gerade angesteckt hat, dann fängt man an, Antikörper zu produzieren, und dann hopst das auf ziemlich niedrigem Niveau eine lange Zeit herum, 10 oder 12 Jahre, es gibt Ausschläge, wenn man eine andere sexuell übertragbare Infektion bekommt, aber im Grunde ist da nicht viel los bis Sie anfangen, AIDS-Symptome zu bekommen. Und in dieser Phase, hier drüben, sieht man nicht gut aus, fühlt man sich nicht gut, hat man nicht so viel Sex.Die sexuelle Übertragung von HIV hängt im Wesentlichen davon ab, wie viele Partner man in diesen sehr kurzen Zeiträumen hat, wenn man Virämie-Spitzen hat. Das macht nun die Leute verrückt, weil es bedeutet, dass man darüber sprechen muss, dass manche Gruppen mehr Sexualpartner in kürzeren Zeiträumen haben als andere Gruppen, und das wird als Stigmatisierung betrachtet. Ich war immer etwas gespannt darauf, weil ich denke, dass Stigma etwas Schlechtes ist, wohingegen viel Sex etwas ziemlich Gutes ist, aber lassen wir das. In Wahrheit haben uns 20 Jahre sehr guter Forschung gezeigt, dass es Gruppen gibt, die mit größerer Wahrscheinlichkeit große Mengen von Partnern innerhalb einer kurzen Zeitspanne haben, und diese Gruppen sind weltweit Leute, die Sex verkaufen und ihre regelmäßigeren Partner, es sind homosexuelle Männer in der Partyszene, die im Schnitt drei Mal so viele Partner haben wie heterosexuelle Leute in der Partyszene, und es sind Heterosexuelle, die aus Ländern kommen, die den Brauch der Vielehe und ziemlich hohe Grade weiblicher Autonomie haben, und fast all diese Länder sind in Südost-Afrika. Und das spiegelt sich wider in der Epidemie, die wir heute haben.Sie können also diese entsetzlichen Bilder aus Afrika sehen. Das sind all die Länder in Südafrika, wo zwischen einem von sieben und einem von drei Erwachsenen HIV-infiziert sind. Im Rest der Welt passiert nun im Grunde nichts in der allgemeinen Bevölkerung, sehr, sehr niedrige Level, aber wir haben außergewöhnlich hohe Level von HIV in diesen anderen Gruppen, die das höchste Risiko tragen, also injizierende Drogenkonsumenten, Sexarbeiter und homosexuelle Männer. Und Sie werden bemerkt haben, dass das die lokalen Daten aus Los Angeles sind. 25 Prozent Prävalenz unter homosexuellen Männern. Sie können also natürlich nicht HIV bekommen, indem Sie einfach ungeschützten Sex haben. Sie können nur HIV bekommen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer HIV-positiven Person haben.Im größten Teil der Welt, trotz dieser wenigen Präventions-Versagen, schneiden wir heute ziemlich gut ab bezüglich käuflichem Sex. Die Kondomnutzung liegt zwischen 80 und 100 Prozent für käuflichen Sex in den meisten Ländern. Und das liegt wieder daran, dass alles zusammen passt. Was rational fürs Gesundheitswesen ist, ist auch rational für den einzelnen Sexarbeiter, weil es ganz schlecht fürs Geschäft ist, eine andere sexuell übertragbare Erkankung zu haben. Niemand will das. Und die Kunden wollen auch nicht mit einem Ausfluss nach Hause kommen. Im Grunde kann man also relativ hohe Raten der Kondomnutzung in käuflichem Sex erreichen.Aber in "innigen" Beziehungen ist das viel schwieriger, denn bei seiner Ehefrau oder seinem Freund, oder jemandem, von dem man hofft, dass er das mal wird, haben wir diese Illusion von Romantik und Vertrauen und Intimität, und nichts ist so unromantisch wie die Frage: "Mein Kondom oder deins, Schatz?". Angesichts dessen braucht man also einen ziemlich starken Anreiz, um Kondome zu benutzen.Das hier zum Beispiel. Dieser Herr heißt Joseph. Er kommt aus Haiti und er hat AIDS, und er hat wahrscheinlich im Moment nicht viel Sex, aber er erinnert die Bevölkerung daran, warum man vielleicht Kondome benutzen sollte. Das ist auch in Haiti und es erinnert einen vielleicht daran, warum man Sex haben möchte. Lustigerweise ist das nun auch Joseph, nach sechs Monaten antiretroviraler Behandlung. Nicht umsonst nennen wir das den Lazarus-Effekt. Aber er verändert die Rechnung, was rational ist beim Treffen sexueller Entscheidungen. Was wir also haben -- manche Leute sagen: "Oh, das macht nicht viel aus, weil Behandlung tatsächlich wirksame Vorbeugung ist, weil sie die Viruslast verringert und es deshalb schwieriger macht, HIV zu übertragen." Wenn man sich also diese Virämie-Sache noch mal anschaut, wenn man eine Behandlung beginnt, wenn man krank ist, ist, was passiert, dass die Viruslast sinkt. Aber verglichen womit? Was passiert, wenn man nicht behandelt wird? Nun, man stirbt, also sinkt die Viruslast auf Null. Und all das Grün hier, einschließlich der Ausschläge, die es gibt, weil Sie nicht in die Apotheke gehen konnten oder keine Medikamente mehr haben, oder drei Tage exzessiv Party gemacht und vergessen haben, die Medikamente zu nehmen, oder weil Sie anfangen, resistent zu werden, oder warum auch immer, all das ist Virus, der nicht da wäre, wenn es keine Behandlung gäbe.Sage ich nun, ach ja, super Präventions-Strategie, hören wir einfach auf, die Leute zu behandeln? Natürlich nicht. Natürlich nicht, wir müssen retrovirale Therapie so gut wir können ausbauen. Aber was ich mache, ist die Leute in Frage zu stellen, die sagen, dass mehr Behandlung all die Prävention ist, die wir brauchen. Das stimmt einfach nicht unbedingt, und ich denke, wir können viel von den Erfahrungen homosexueller Männer in reichen Ländern lernen, wo Behandlung jetzt seit 15 Jahren weitgehend verfügbar ist, und wir haben gesehen, dass in der Tat Kondomnutzungsraten, die sehr, sehr hoch waren -- die homosexuelle Gemeinschaft hat sehr schnell auf HIV reagiert, mit ganz wenig Hilfe von Gesundheitswesen-Fanatikern, würde ich sagen -- dass die Kondomnutzungsrate seit der Behandlung drastisch gesunken ist, aus zwei Gründen. Einer ist die Annahme: "Ach ja, wenn er infiziert ist, nimmt er wahrscheinlich Medikamente und seine Viruslast wird gering sein, also bin ich ziemlich geschützt."Und das andere ist, dass die Leute einfach nicht so viel Angst vor HIV haben wie sie vor AIDS hatten, und mit Recht. AIDS war eine entstellende Krankheit, die einen umbrachte, und HIV ist ein unsichtbarer Virus, der bewirkt, dass man jeden Tag eine Tablette nehmen muss. Und das ist langweilig, aber ist es so langweilig wie jedes Mal ein Kondom nutzen zu müssen, wenn man Sex hat, egal wie betrunken man ist, egal wie viele Poppers man genommen hat, was auch immer. Wenn wir uns die Daten anschauen, können wir sehen, dass die Antwort auf diese Frage hmmm ist.Diese Daten sind also aus Schottland. Sie sehen die Spitze der injizierenden Drogenkonsumenten bevor das nationale Nadel-Austauschprogramm angefangen hatte. Dann ist das stark gesunken, und sowohl unter Heterosexuellen, großteils bei käuflichem Sex und unter Drogenkonsumenten, da passiert wirklich nicht viel nach Beginn der Behandlung, und das liegt an der Anreiz-Lage, über die ich vorhin gesprochen habe. Aber unter homosexuellen Männern gibt es einen ziemlich drastischen Anstieg, der drei oder vier Jahre, nachdem Behandlung weithin verfügbar wurde anfing. Das sind Neuansteckungen.Was bedeutet das? Es bedeutet, dass der gemeinsame Effekt von mehr Sorglosigkeit und mehr Virus in der Population, von mehr Leuten, die länger, gesünder leben, und die mit größerer Wahrscheinlichkeit mit HIV Sex haben, den Effekt der niedrigeren Viruslast aufhebt, und das ist sehr besorgniserregend. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass wir umso mehr Prävention machen müssen, je mehr Behandlung wir haben.Und passiert das? Nein, und ich nenne das das Rätsel des Mitgefühls. Wir haben in den letzten paar Tagen viel über Mitgefühl gesprochen. Und was wirklich passiert, ist dass die Leute unfähig sind, sich dazu zu bringen, gute Sexual- und Fortpflanzungsmedizin-Dienstleistungen für Sexarbeiter einzurichten, unfähig, Nadeln an Junkies auszugeben, aber sobald sie von übergriffigen Leuten, deren Verhalten wir nicht dulden wollen zu AIDS-Opfern werden, werden wir mitfühlend und kaufen ihnen unglaublich teure Medikamente für den Rest ihres Lebens. Das macht keinen Sinn aus Sicht des Gesundheitswesens.Ich möchte das beinahe letzte Wort Ines überlassen. Ines ist eine Transgender-Nutte auf den Straßen Jakartas. Sie ist ein Mädchen mit Schwanz. Warum macht sie diesen Job? Na, natürlich, weil sie dazu gezwungen ist, weil sie keine Wahl hat, und so weiter und so fort, und wenn wir ihr nur das Nähen beibringen könnten und ihr einen netten Job in einer Fabrik verschaffen, wäre alles gut. Das verdienen Fabrikarbeiter pro Stunde in Indonesien, im Schnitt 20 Cents. Das variiert ein bisschen von Provinz zu Provinz. Ich spreche mit Sexarbeitern, 15.000 von ihnen, was die Daten auf dieser Folie betrifft. Und das sagen Sexarbeiter, was sie pro Stunde verdienen. Es ist also kein toller Job, aber für viele Leute ist es wirklich eine ziemlich rationale Wahl. Okay, Ines.Wir haben die Werkzeuge, das Wissen und das Geld, und auch die Verpflichtung, HIV vorzubeugen.Ines: Warum steigt die Prävalenz dann noch? Das liegt an der Politik. Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn.Elizabeth Pisani: "Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn." Vom Standpunkt einer Sexarbeiterin ergeben Poltiker also keinen Sinn. Vom Standpunkt eines Gesundheitswesens-Fanatikers machen Junkies dumme Sachen. Ich meine, die Wahrheit ist, dass jeder ein anderes Grundprinzip anlegt. Es gibt so viele unterschiedliche Arten, rational zu sein wie Menschen auf diesem Planeten, und das ist eine der Herrlichkeiten menschlicher Existenz. Aber diese Arten, rational zu sein sind nicht unabhängig voneinander. Es ist also rational für einen Drogen-Injizierenden, Nadeln zu teilen, aufgrund einer dummen Entscheidung, die ein Politiker getroffen hat, und es ist rational für einen Politiker, diese dumme Entscheidung zu treffen, weil sie darauf reagieren, was sie denken, das die Wähler wollen. Aber hier ist der Clou: Wir sind die Wähler. Wir sind natürlich nicht alle Wähler, aber TED ist eine Gemeinschaft von Meinungsführern, und jeder in diesem Raum und jeder, der das draußen im Netz anschaut, hat, denke ich, die Pflicht, von seinen Politikern zu verlangen, dass sie Politik machen, die auf wissenschaftliche Evidenz und gesunden Menschenverstand gründet. Es wird wirklich schwer für uns werden, individuell zu beeinflussen, was für jeden Frankie und jede Ines da draußen rational ist. Aber Sie können wenigstens Ihre Stimme nutzen, um Politiker aufzuhalten, die dumme Sachen machen, die HIV verbreiten.Danke.
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Wie lange dauert es von der ersten Ansteckung zum Ausbrechen von AIDS-Symptomen?
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10-12 Jahre
1
AIDS
3
3
Elizabeth Pisani: Sex, Drogen und HIV -- gehen wir rational heran"Leute machen dumme Sachen. So wird HIV verbreitet." Das war eine Schlagzeile in einer britischen Zeitung, dem Guardian, vor nicht allzu langer Zeit. Ich bin neugierig -- Handzeichen -- wer stimmt dem zu? Nun, ein oder zwei tapfere Seelen.Das ist tatsächlich ein direktes Zitat einer Epidemiologin, die 15 Jahre lang auf dem Gebiet HIV auf vier Kontinenten gearbeitet hat, und sie steht vor Ihnen.Und ich werde nun argumentieren, dass das nur halb stimmt. Leute bekommen HIV, weil sie dumme Sachen machen, aber die meisten von ihnen machen dumme Sachen aus absolut rationalen Gründen. Nun, "rational" ist das vorherrschende Paradigma im Gesundheitswesen. Und wenn man seine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille aufsetzt sieht man, dass wenn wir Leuten die nötigen Informationen darüber geben, was gut für sie ist und was schlecht für sie ist, wenn man ihnen die Dienstleistungen gibt, die sie nutzen können, um nach diesen Informationen zu handeln, ein kleines bisschen Motivation, werden Leute rationale Entscheidungen treffen und lange und gesund leben. Wunderbar.Etwas problematisch für mich, weil ich auf dem Gebiet des HIV arbeite, und obwohl ich mir sicher bin, dass Sie alle wissen, dass es bei HIV um Armut und Ungleichheit der Geschlechter geht, und wenn Sie bei TED '07 waren, dass es um Kaffeepreise geht, geht es bei HIV tatsächlich um Sex und Drogen. Und wenn es zwei Dinge gibt, die menschliche Wesen ein klein wenig irrational machen sind das Erektionen und Abhängigkeit.(Gelächter)Fangen wir also damit an, was für einen Abhängigen rational ist. Nun, ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem indonesischen Freund, Frankie. Wir saßen beim Mittagessen und er erzählte mir davon, wie er im Gefängnis in Bali war, weil er sich Drogen gespritzt hatte. Und jemand hatte Geburtstag, und sie hatten freundlicherweise etwas Heroin in das Gefängnis geschmuggelt, und er teilte das sehr großzügig mit all seinen Kollegen. Und so bildeten alle eine Reihe, all die Heroinabhängigen in einer Reihe. Und der Typ, der Geburtstag hatte zog die Nadel auf und ging hin und fing an, Leute zu spritzen. Er spritzt also den ersten Typ, dann wischt er die Nadel an seinem Hemd ab und er spritzt den zweiten Typ. Und Frankie sagte: "Ich bin als 22. an der Reihe, und ich sehe die Nadel auf mich zukommen, und da ist überall Blut. Sie wird immer stumpfer. Und ein kleiner Teil von mir denkt: 'Das ist so ekelhaft und wirklich gefährlich', aber der größte Teil von mir denkt: 'Bitte lass da noch Heroin übrig sein, wenn sie zu mir kommt. Bitte lass da noch was übrig sein.' " Und dann, wie er mir diese Geschichte erzählt, sagt Frankie: "Weißt du, Drogen machen einen weiß Gott wirklich dumm."Und wissen Sie, man kann ihm seine Richtigkeit nicht vorwerfen, aber tatsächlich war Frankie zu diesem Zeitpunkt ein Heroinabhängiger, und er war im Gefängnis. Seine Wahl war also, entweder diese schmutzige Nadel anzunehmen oder nicht high zu werden. Und wenn es nur einen Ort gibt, an dem man wirklich high werden will, ist das im Gefängnis.Ich bin aber nun Wissenschaftlerin, und ich mache nicht gerne Daten aus Anekdoten, schauen wir uns also ein paar Daten an. Wir sprachen mit 600 Drogenabhängigen in drei Städten in Indonesien und wir sagten: "Na, wissen Sie, wie Sie HIV bekommen?" "O ja. Durch das Teilen von Nadeln." Ich meine, fast 100 Prozent. Ja, durch das Teilen von Nadeln. Und: "Wissen Sie, wo Sie eine saubere bezahlbare Nadel bekommen können, um das zu verhindern?" "O ja." 100 Prozent. "Wir sind Junkies; wir wissen, wo wir saubere Nadeln bekommen können." "Haben Sie also eine Nadel dabei?" Wir befragten tatsächlich Leute auf der Straße, an den Orten, wo sie sich aufhalten und Drogen nehmen. "Haben Sie saubere Nadeln dabei?" Einer von vier, maximal. Keine Überraschung also, dass der Anteil, der tatsächlich saubere Nadeln bei jeder Injektion in der letzten Woche benutzt hatte, nur ungefähr einer von 10 war, und die anderen neun von 10 haben geteilt.Man hat also diese gewaltige Diskrepanz. Jeder weiß, dass er, wenn er teilt, HIV bekommen wird, aber sie teilen alle trotzdem. Worum geht es da? Bekommt man einen besseren Rausch, wenn man teilt oder so? Wir haben das einen Junkie gefragt und der so: "Spinnst du? Du willst eine Nadel genau so wenig teilen wie du eine Zahnbürste teilen willst, selbst mit jemandem, mit dem du schläfst. Da ist einfach eine Art Igitt-Faktor vorhanden. Nein nein. Wir teilen Nadeln, weil wir nicht ins Gefängnis kommen wollen." Wenn man also zu dieser Zeit in Indonesien eine Nadel dabei hatte, und die Polizei einen verhaftete, konnten sie einen ins Gefängnis schicken. Und das ändert die Rechnung ein wenig, nicht wahr. Denn Ihre Wahl ist nun, entweder benutzte ich jetzt meine eigene Nadel, oder ich teile jetzt eine Nadel und bekomme eine Krankheit, die mich vielleicht in 10 Jahren umbringt, oder ich könnte jetzt meine eigene Nadel benutzen und morgen ins Gefängnis kommen. Und obwohl Junkies glauben, dass es eine ganz schlechte Idee ist, sich HIV auszusetzen, glauben sie, dass es eine noch viel schlechtere Idee ist, das nächste Jahr im Gefängnis zu verbringen, wo sie sich wahrscheinlich in Frankies Lage wiederfinden und sich trotzdem HIV aussetzen werden. Plötzlich wird es also absolut rational, Nadeln zu teilen.Schauen wir uns das nun aus der Sicht eines politischen Entscheidungsträgers an. Das ist ein ganz einfaches Problem. Ausnahmsweise passt alles zusammen. Wir haben das, was fürs Gesundheitswesen rational ist. Sie wollen, dass die Leute saubere Nadeln benutzen und Junkies wollen saubere Nadeln benutzen. Wir könnten dieses Problem also lösen, indem wir einfach saubere Nadeln allgemein verfügbar machen und die Angst vor der Festnahme nehmen. Nun, wer das als erster herausgefunden und auf nationaler Ebene etwas dagegen unternommen hat ist die wohlbekannte, liberale, mitfühlende Seele Margaret Thatcher. Und sie hat das erste nationale Nadel-Austauschprogramm auf der Welt aufgesetzt, und andere Länder folgten ihr. Australien, die Niederlande und ein paar andere, und Sie können sehen, dass in all diesen Ländern nicht mehr als vier Prozent der injizierenden Drogenkonsumenten sich je mit HIV infizierten.Nun, Orte, in denen man das nicht gemacht hat, zum Beispiel New York, Moskau, Jakarta, da sprechen wir von auf dem Höhepunkt einem von zwei injizierenden Drogenkonsumenten, die sich mit dieser tödlichen Krankheit infiziert haben. Na, Margaret Thatcher hat das nicht gemacht, weil sie Junkies besonders gerne hat. Sie hat das gemacht, weil sie ein Land regierte, das ein staatliches Gesundheitswesen hatte. Wenn sie also nicht in wirksame Prävention investiert hätte, hätte sie die später die Kosten für die Behandlung übernehmen müssen, und die sind natürlich viel höher. Sie hat also eine politisch rationale Entscheidung getroffen. Wenn ich jetzt meine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille hervorhole und mir diese Daten anschaue, liegt das auf der Hand, nicht wahr. Aber in diesem Land, wo die Regierung sich offenbar nicht verpflichtet fühlt, ihren Bürgern medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen, haben wir einen ganz anderen Ansatz gewählt. Was wir also in den Vereinigten Staaten gemacht haben ist, die Daten zu prüfen, endlos lang die Daten zu prüfen. Das hier ist also ein Überblick über hunderte Studien von allen den hohen Tieren des Wissenschafts-Olymps in den Vereinigten Staaten, und das hier sind die Studien, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme wirksam sind, ziemlich viele davon. Nun, diejenigen, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme nicht wirksam sind -- Sie denken, das hier ist eine dieser nervigen animierten Folien, und ich werde meinen Knopf drücken und der Rest wird erscheinen, aber nein, das ist die ganze Folie.(Gelächter)Es gibt nichts auf der anderen Seite. Völlig irrational also, würde man denken, außer dass, Moment mal, Politiker auch rational sind, und sie reagieren auf das, was sie denken, dass die Wähler wollen. Was wir also sehen ist, dass Wähler sehr gut auf so etwas wie das hier reagieren und nicht ganz so gut auf so etwas wie das.(Gelächter)Es wird also ganz rational, Injizierenden Dienstleistungen vorzuenthalten. Reden wir nun über Sex. Sind wir in Bezug auf Sex rationaler? Na, ich werde die eindeutig irrationalen Positionen von Leuten wie der katholischen Kirche nicht mal ansprechen, die irgendwie glaubt, dass wenn man Kondome verteilt jeder hingehen und Sex haben wird. Ich weiß nicht, ob Papst Benedikt TEDTalks online schaut, aber wenn Sie das tun, habe ich gute Neuigkeiten für Sie, Benedikt. Ich habe die ganze Zeit Kondome dabei, und nie hat jemand mit mir Sex. (Gelächter) So einfach ist das nicht. Hier, vielleicht haben Sie mehr Glück.(Beifall)Okay, im Ernst. Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, HIV sexuell zu übertragen. Das hängt davon ab, wie viel Virus in Ihrem Blut und Ihren Körperflüssigkeiten ist. Und wir haben einen sehr, sehr hohen Gehalt des Virus ganz am Anfang, wenn man sich gerade angesteckt hat, dann fängt man an, Antikörper zu produzieren, und dann hopst das auf ziemlich niedrigem Niveau eine lange Zeit herum, 10 oder 12 Jahre, es gibt Ausschläge, wenn man eine andere sexuell übertragbare Infektion bekommt, aber im Grunde ist da nicht viel los bis Sie anfangen, AIDS-Symptome zu bekommen. Und in dieser Phase, hier drüben, sieht man nicht gut aus, fühlt man sich nicht gut, hat man nicht so viel Sex.Die sexuelle Übertragung von HIV hängt im Wesentlichen davon ab, wie viele Partner man in diesen sehr kurzen Zeiträumen hat, wenn man Virämie-Spitzen hat. Das macht nun die Leute verrückt, weil es bedeutet, dass man darüber sprechen muss, dass manche Gruppen mehr Sexualpartner in kürzeren Zeiträumen haben als andere Gruppen, und das wird als Stigmatisierung betrachtet. Ich war immer etwas gespannt darauf, weil ich denke, dass Stigma etwas Schlechtes ist, wohingegen viel Sex etwas ziemlich Gutes ist, aber lassen wir das. In Wahrheit haben uns 20 Jahre sehr guter Forschung gezeigt, dass es Gruppen gibt, die mit größerer Wahrscheinlichkeit große Mengen von Partnern innerhalb einer kurzen Zeitspanne haben, und diese Gruppen sind weltweit Leute, die Sex verkaufen und ihre regelmäßigeren Partner, es sind homosexuelle Männer in der Partyszene, die im Schnitt drei Mal so viele Partner haben wie heterosexuelle Leute in der Partyszene, und es sind Heterosexuelle, die aus Ländern kommen, die den Brauch der Vielehe und ziemlich hohe Grade weiblicher Autonomie haben, und fast all diese Länder sind in Südost-Afrika. Und das spiegelt sich wider in der Epidemie, die wir heute haben.Sie können also diese entsetzlichen Bilder aus Afrika sehen. Das sind all die Länder in Südafrika, wo zwischen einem von sieben und einem von drei Erwachsenen HIV-infiziert sind. Im Rest der Welt passiert nun im Grunde nichts in der allgemeinen Bevölkerung, sehr, sehr niedrige Level, aber wir haben außergewöhnlich hohe Level von HIV in diesen anderen Gruppen, die das höchste Risiko tragen, also injizierende Drogenkonsumenten, Sexarbeiter und homosexuelle Männer. Und Sie werden bemerkt haben, dass das die lokalen Daten aus Los Angeles sind. 25 Prozent Prävalenz unter homosexuellen Männern. Sie können also natürlich nicht HIV bekommen, indem Sie einfach ungeschützten Sex haben. Sie können nur HIV bekommen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer HIV-positiven Person haben.Im größten Teil der Welt, trotz dieser wenigen Präventions-Versagen, schneiden wir heute ziemlich gut ab bezüglich käuflichem Sex. Die Kondomnutzung liegt zwischen 80 und 100 Prozent für käuflichen Sex in den meisten Ländern. Und das liegt wieder daran, dass alles zusammen passt. Was rational fürs Gesundheitswesen ist, ist auch rational für den einzelnen Sexarbeiter, weil es ganz schlecht fürs Geschäft ist, eine andere sexuell übertragbare Erkankung zu haben. Niemand will das. Und die Kunden wollen auch nicht mit einem Ausfluss nach Hause kommen. Im Grunde kann man also relativ hohe Raten der Kondomnutzung in käuflichem Sex erreichen.Aber in "innigen" Beziehungen ist das viel schwieriger, denn bei seiner Ehefrau oder seinem Freund, oder jemandem, von dem man hofft, dass er das mal wird, haben wir diese Illusion von Romantik und Vertrauen und Intimität, und nichts ist so unromantisch wie die Frage: "Mein Kondom oder deins, Schatz?". Angesichts dessen braucht man also einen ziemlich starken Anreiz, um Kondome zu benutzen.Das hier zum Beispiel. Dieser Herr heißt Joseph. Er kommt aus Haiti und er hat AIDS, und er hat wahrscheinlich im Moment nicht viel Sex, aber er erinnert die Bevölkerung daran, warum man vielleicht Kondome benutzen sollte. Das ist auch in Haiti und es erinnert einen vielleicht daran, warum man Sex haben möchte. Lustigerweise ist das nun auch Joseph, nach sechs Monaten antiretroviraler Behandlung. Nicht umsonst nennen wir das den Lazarus-Effekt. Aber er verändert die Rechnung, was rational ist beim Treffen sexueller Entscheidungen. Was wir also haben -- manche Leute sagen: "Oh, das macht nicht viel aus, weil Behandlung tatsächlich wirksame Vorbeugung ist, weil sie die Viruslast verringert und es deshalb schwieriger macht, HIV zu übertragen." Wenn man sich also diese Virämie-Sache noch mal anschaut, wenn man eine Behandlung beginnt, wenn man krank ist, ist, was passiert, dass die Viruslast sinkt. Aber verglichen womit? Was passiert, wenn man nicht behandelt wird? Nun, man stirbt, also sinkt die Viruslast auf Null. Und all das Grün hier, einschließlich der Ausschläge, die es gibt, weil Sie nicht in die Apotheke gehen konnten oder keine Medikamente mehr haben, oder drei Tage exzessiv Party gemacht und vergessen haben, die Medikamente zu nehmen, oder weil Sie anfangen, resistent zu werden, oder warum auch immer, all das ist Virus, der nicht da wäre, wenn es keine Behandlung gäbe.Sage ich nun, ach ja, super Präventions-Strategie, hören wir einfach auf, die Leute zu behandeln? Natürlich nicht. Natürlich nicht, wir müssen retrovirale Therapie so gut wir können ausbauen. Aber was ich mache, ist die Leute in Frage zu stellen, die sagen, dass mehr Behandlung all die Prävention ist, die wir brauchen. Das stimmt einfach nicht unbedingt, und ich denke, wir können viel von den Erfahrungen homosexueller Männer in reichen Ländern lernen, wo Behandlung jetzt seit 15 Jahren weitgehend verfügbar ist, und wir haben gesehen, dass in der Tat Kondomnutzungsraten, die sehr, sehr hoch waren -- die homosexuelle Gemeinschaft hat sehr schnell auf HIV reagiert, mit ganz wenig Hilfe von Gesundheitswesen-Fanatikern, würde ich sagen -- dass die Kondomnutzungsrate seit der Behandlung drastisch gesunken ist, aus zwei Gründen. Einer ist die Annahme: "Ach ja, wenn er infiziert ist, nimmt er wahrscheinlich Medikamente und seine Viruslast wird gering sein, also bin ich ziemlich geschützt."Und das andere ist, dass die Leute einfach nicht so viel Angst vor HIV haben wie sie vor AIDS hatten, und mit Recht. AIDS war eine entstellende Krankheit, die einen umbrachte, und HIV ist ein unsichtbarer Virus, der bewirkt, dass man jeden Tag eine Tablette nehmen muss. Und das ist langweilig, aber ist es so langweilig wie jedes Mal ein Kondom nutzen zu müssen, wenn man Sex hat, egal wie betrunken man ist, egal wie viele Poppers man genommen hat, was auch immer. Wenn wir uns die Daten anschauen, können wir sehen, dass die Antwort auf diese Frage hmmm ist.Diese Daten sind also aus Schottland. Sie sehen die Spitze der injizierenden Drogenkonsumenten bevor das nationale Nadel-Austauschprogramm angefangen hatte. Dann ist das stark gesunken, und sowohl unter Heterosexuellen, großteils bei käuflichem Sex und unter Drogenkonsumenten, da passiert wirklich nicht viel nach Beginn der Behandlung, und das liegt an der Anreiz-Lage, über die ich vorhin gesprochen habe. Aber unter homosexuellen Männern gibt es einen ziemlich drastischen Anstieg, der drei oder vier Jahre, nachdem Behandlung weithin verfügbar wurde anfing. Das sind Neuansteckungen.Was bedeutet das? 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Das macht keinen Sinn aus Sicht des Gesundheitswesens.Ich möchte das beinahe letzte Wort Ines überlassen. Ines ist eine Transgender-Nutte auf den Straßen Jakartas. Sie ist ein Mädchen mit Schwanz. Warum macht sie diesen Job? Na, natürlich, weil sie dazu gezwungen ist, weil sie keine Wahl hat, und so weiter und so fort, und wenn wir ihr nur das Nähen beibringen könnten und ihr einen netten Job in einer Fabrik verschaffen, wäre alles gut. Das verdienen Fabrikarbeiter pro Stunde in Indonesien, im Schnitt 20 Cents. Das variiert ein bisschen von Provinz zu Provinz. Ich spreche mit Sexarbeitern, 15.000 von ihnen, was die Daten auf dieser Folie betrifft. Und das sagen Sexarbeiter, was sie pro Stunde verdienen. Es ist also kein toller Job, aber für viele Leute ist es wirklich eine ziemlich rationale Wahl. Okay, Ines.Wir haben die Werkzeuge, das Wissen und das Geld, und auch die Verpflichtung, HIV vorzubeugen.Ines: Warum steigt die Prävalenz dann noch? Das liegt an der Politik. Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn.Elizabeth Pisani: "Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn." Vom Standpunkt einer Sexarbeiterin ergeben Poltiker also keinen Sinn. Vom Standpunkt eines Gesundheitswesens-Fanatikers machen Junkies dumme Sachen. Ich meine, die Wahrheit ist, dass jeder ein anderes Grundprinzip anlegt. Es gibt so viele unterschiedliche Arten, rational zu sein wie Menschen auf diesem Planeten, und das ist eine der Herrlichkeiten menschlicher Existenz. Aber diese Arten, rational zu sein sind nicht unabhängig voneinander. Es ist also rational für einen Drogen-Injizierenden, Nadeln zu teilen, aufgrund einer dummen Entscheidung, die ein Politiker getroffen hat, und es ist rational für einen Politiker, diese dumme Entscheidung zu treffen, weil sie darauf reagieren, was sie denken, das die Wähler wollen. Aber hier ist der Clou: Wir sind die Wähler. Wir sind natürlich nicht alle Wähler, aber TED ist eine Gemeinschaft von Meinungsführern, und jeder in diesem Raum und jeder, der das draußen im Netz anschaut, hat, denke ich, die Pflicht, von seinen Politikern zu verlangen, dass sie Politik machen, die auf wissenschaftliche Evidenz und gesunden Menschenverstand gründet. Es wird wirklich schwer für uns werden, individuell zu beeinflussen, was für jeden Frankie und jede Ines da draußen rational ist. Aber Sie können wenigstens Ihre Stimme nutzen, um Politiker aufzuhalten, die dumme Sachen machen, die HIV verbreiten.Danke.
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Warum laufen Menschen, die häufigen Geschlechtsverkehr mit vielen verschiedenen Partnern haben, Gefahr sich mit HIV zu infizieren?
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weil die Wahrscheinlichkeit, einen Partner zu treffen, der sich gerade infiziert hat, größer ist
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AIDS
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Elizabeth Pisani: Sex, Drogen und HIV -- gehen wir rational heran"Leute machen dumme Sachen. So wird HIV verbreitet." Das war eine Schlagzeile in einer britischen Zeitung, dem Guardian, vor nicht allzu langer Zeit. Ich bin neugierig -- Handzeichen -- wer stimmt dem zu? Nun, ein oder zwei tapfere Seelen.Das ist tatsächlich ein direktes Zitat einer Epidemiologin, die 15 Jahre lang auf dem Gebiet HIV auf vier Kontinenten gearbeitet hat, und sie steht vor Ihnen.Und ich werde nun argumentieren, dass das nur halb stimmt. Leute bekommen HIV, weil sie dumme Sachen machen, aber die meisten von ihnen machen dumme Sachen aus absolut rationalen Gründen. Nun, "rational" ist das vorherrschende Paradigma im Gesundheitswesen. Und wenn man seine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille aufsetzt sieht man, dass wenn wir Leuten die nötigen Informationen darüber geben, was gut für sie ist und was schlecht für sie ist, wenn man ihnen die Dienstleistungen gibt, die sie nutzen können, um nach diesen Informationen zu handeln, ein kleines bisschen Motivation, werden Leute rationale Entscheidungen treffen und lange und gesund leben. Wunderbar.Etwas problematisch für mich, weil ich auf dem Gebiet des HIV arbeite, und obwohl ich mir sicher bin, dass Sie alle wissen, dass es bei HIV um Armut und Ungleichheit der Geschlechter geht, und wenn Sie bei TED '07 waren, dass es um Kaffeepreise geht, geht es bei HIV tatsächlich um Sex und Drogen. Und wenn es zwei Dinge gibt, die menschliche Wesen ein klein wenig irrational machen sind das Erektionen und Abhängigkeit.(Gelächter)Fangen wir also damit an, was für einen Abhängigen rational ist. Nun, ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem indonesischen Freund, Frankie. Wir saßen beim Mittagessen und er erzählte mir davon, wie er im Gefängnis in Bali war, weil er sich Drogen gespritzt hatte. Und jemand hatte Geburtstag, und sie hatten freundlicherweise etwas Heroin in das Gefängnis geschmuggelt, und er teilte das sehr großzügig mit all seinen Kollegen. Und so bildeten alle eine Reihe, all die Heroinabhängigen in einer Reihe. Und der Typ, der Geburtstag hatte zog die Nadel auf und ging hin und fing an, Leute zu spritzen. Er spritzt also den ersten Typ, dann wischt er die Nadel an seinem Hemd ab und er spritzt den zweiten Typ. Und Frankie sagte: "Ich bin als 22. an der Reihe, und ich sehe die Nadel auf mich zukommen, und da ist überall Blut. Sie wird immer stumpfer. Und ein kleiner Teil von mir denkt: 'Das ist so ekelhaft und wirklich gefährlich', aber der größte Teil von mir denkt: 'Bitte lass da noch Heroin übrig sein, wenn sie zu mir kommt. Bitte lass da noch was übrig sein.' " Und dann, wie er mir diese Geschichte erzählt, sagt Frankie: "Weißt du, Drogen machen einen weiß Gott wirklich dumm."Und wissen Sie, man kann ihm seine Richtigkeit nicht vorwerfen, aber tatsächlich war Frankie zu diesem Zeitpunkt ein Heroinabhängiger, und er war im Gefängnis. Seine Wahl war also, entweder diese schmutzige Nadel anzunehmen oder nicht high zu werden. Und wenn es nur einen Ort gibt, an dem man wirklich high werden will, ist das im Gefängnis.Ich bin aber nun Wissenschaftlerin, und ich mache nicht gerne Daten aus Anekdoten, schauen wir uns also ein paar Daten an. Wir sprachen mit 600 Drogenabhängigen in drei Städten in Indonesien und wir sagten: "Na, wissen Sie, wie Sie HIV bekommen?" "O ja. Durch das Teilen von Nadeln." Ich meine, fast 100 Prozent. Ja, durch das Teilen von Nadeln. Und: "Wissen Sie, wo Sie eine saubere bezahlbare Nadel bekommen können, um das zu verhindern?" "O ja." 100 Prozent. "Wir sind Junkies; wir wissen, wo wir saubere Nadeln bekommen können." "Haben Sie also eine Nadel dabei?" Wir befragten tatsächlich Leute auf der Straße, an den Orten, wo sie sich aufhalten und Drogen nehmen. "Haben Sie saubere Nadeln dabei?" Einer von vier, maximal. Keine Überraschung also, dass der Anteil, der tatsächlich saubere Nadeln bei jeder Injektion in der letzten Woche benutzt hatte, nur ungefähr einer von 10 war, und die anderen neun von 10 haben geteilt.Man hat also diese gewaltige Diskrepanz. Jeder weiß, dass er, wenn er teilt, HIV bekommen wird, aber sie teilen alle trotzdem. Worum geht es da? Bekommt man einen besseren Rausch, wenn man teilt oder so? Wir haben das einen Junkie gefragt und der so: "Spinnst du? Du willst eine Nadel genau so wenig teilen wie du eine Zahnbürste teilen willst, selbst mit jemandem, mit dem du schläfst. Da ist einfach eine Art Igitt-Faktor vorhanden. Nein nein. Wir teilen Nadeln, weil wir nicht ins Gefängnis kommen wollen." Wenn man also zu dieser Zeit in Indonesien eine Nadel dabei hatte, und die Polizei einen verhaftete, konnten sie einen ins Gefängnis schicken. Und das ändert die Rechnung ein wenig, nicht wahr. Denn Ihre Wahl ist nun, entweder benutzte ich jetzt meine eigene Nadel, oder ich teile jetzt eine Nadel und bekomme eine Krankheit, die mich vielleicht in 10 Jahren umbringt, oder ich könnte jetzt meine eigene Nadel benutzen und morgen ins Gefängnis kommen. Und obwohl Junkies glauben, dass es eine ganz schlechte Idee ist, sich HIV auszusetzen, glauben sie, dass es eine noch viel schlechtere Idee ist, das nächste Jahr im Gefängnis zu verbringen, wo sie sich wahrscheinlich in Frankies Lage wiederfinden und sich trotzdem HIV aussetzen werden. Plötzlich wird es also absolut rational, Nadeln zu teilen.Schauen wir uns das nun aus der Sicht eines politischen Entscheidungsträgers an. Das ist ein ganz einfaches Problem. Ausnahmsweise passt alles zusammen. Wir haben das, was fürs Gesundheitswesen rational ist. Sie wollen, dass die Leute saubere Nadeln benutzen und Junkies wollen saubere Nadeln benutzen. Wir könnten dieses Problem also lösen, indem wir einfach saubere Nadeln allgemein verfügbar machen und die Angst vor der Festnahme nehmen. Nun, wer das als erster herausgefunden und auf nationaler Ebene etwas dagegen unternommen hat ist die wohlbekannte, liberale, mitfühlende Seele Margaret Thatcher. Und sie hat das erste nationale Nadel-Austauschprogramm auf der Welt aufgesetzt, und andere Länder folgten ihr. Australien, die Niederlande und ein paar andere, und Sie können sehen, dass in all diesen Ländern nicht mehr als vier Prozent der injizierenden Drogenkonsumenten sich je mit HIV infizierten.Nun, Orte, in denen man das nicht gemacht hat, zum Beispiel New York, Moskau, Jakarta, da sprechen wir von auf dem Höhepunkt einem von zwei injizierenden Drogenkonsumenten, die sich mit dieser tödlichen Krankheit infiziert haben. Na, Margaret Thatcher hat das nicht gemacht, weil sie Junkies besonders gerne hat. Sie hat das gemacht, weil sie ein Land regierte, das ein staatliches Gesundheitswesen hatte. Wenn sie also nicht in wirksame Prävention investiert hätte, hätte sie die später die Kosten für die Behandlung übernehmen müssen, und die sind natürlich viel höher. Sie hat also eine politisch rationale Entscheidung getroffen. Wenn ich jetzt meine Gesundheitswesen-Fanatiker-Brille hervorhole und mir diese Daten anschaue, liegt das auf der Hand, nicht wahr. Aber in diesem Land, wo die Regierung sich offenbar nicht verpflichtet fühlt, ihren Bürgern medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen, haben wir einen ganz anderen Ansatz gewählt. Was wir also in den Vereinigten Staaten gemacht haben ist, die Daten zu prüfen, endlos lang die Daten zu prüfen. Das hier ist also ein Überblick über hunderte Studien von allen den hohen Tieren des Wissenschafts-Olymps in den Vereinigten Staaten, und das hier sind die Studien, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme wirksam sind, ziemlich viele davon. Nun, diejenigen, die zeigen, dass Nadel-Austauschprogramme nicht wirksam sind -- Sie denken, das hier ist eine dieser nervigen animierten Folien, und ich werde meinen Knopf drücken und der Rest wird erscheinen, aber nein, das ist die ganze Folie.(Gelächter)Es gibt nichts auf der anderen Seite. Völlig irrational also, würde man denken, außer dass, Moment mal, Politiker auch rational sind, und sie reagieren auf das, was sie denken, dass die Wähler wollen. Was wir also sehen ist, dass Wähler sehr gut auf so etwas wie das hier reagieren und nicht ganz so gut auf so etwas wie das.(Gelächter)Es wird also ganz rational, Injizierenden Dienstleistungen vorzuenthalten. Reden wir nun über Sex. Sind wir in Bezug auf Sex rationaler? Na, ich werde die eindeutig irrationalen Positionen von Leuten wie der katholischen Kirche nicht mal ansprechen, die irgendwie glaubt, dass wenn man Kondome verteilt jeder hingehen und Sex haben wird. Ich weiß nicht, ob Papst Benedikt TEDTalks online schaut, aber wenn Sie das tun, habe ich gute Neuigkeiten für Sie, Benedikt. Ich habe die ganze Zeit Kondome dabei, und nie hat jemand mit mir Sex. (Gelächter) So einfach ist das nicht. Hier, vielleicht haben Sie mehr Glück.(Beifall)Okay, im Ernst. Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, HIV sexuell zu übertragen. Das hängt davon ab, wie viel Virus in Ihrem Blut und Ihren Körperflüssigkeiten ist. Und wir haben einen sehr, sehr hohen Gehalt des Virus ganz am Anfang, wenn man sich gerade angesteckt hat, dann fängt man an, Antikörper zu produzieren, und dann hopst das auf ziemlich niedrigem Niveau eine lange Zeit herum, 10 oder 12 Jahre, es gibt Ausschläge, wenn man eine andere sexuell übertragbare Infektion bekommt, aber im Grunde ist da nicht viel los bis Sie anfangen, AIDS-Symptome zu bekommen. Und in dieser Phase, hier drüben, sieht man nicht gut aus, fühlt man sich nicht gut, hat man nicht so viel Sex.Die sexuelle Übertragung von HIV hängt im Wesentlichen davon ab, wie viele Partner man in diesen sehr kurzen Zeiträumen hat, wenn man Virämie-Spitzen hat. Das macht nun die Leute verrückt, weil es bedeutet, dass man darüber sprechen muss, dass manche Gruppen mehr Sexualpartner in kürzeren Zeiträumen haben als andere Gruppen, und das wird als Stigmatisierung betrachtet. Ich war immer etwas gespannt darauf, weil ich denke, dass Stigma etwas Schlechtes ist, wohingegen viel Sex etwas ziemlich Gutes ist, aber lassen wir das. In Wahrheit haben uns 20 Jahre sehr guter Forschung gezeigt, dass es Gruppen gibt, die mit größerer Wahrscheinlichkeit große Mengen von Partnern innerhalb einer kurzen Zeitspanne haben, und diese Gruppen sind weltweit Leute, die Sex verkaufen und ihre regelmäßigeren Partner, es sind homosexuelle Männer in der Partyszene, die im Schnitt drei Mal so viele Partner haben wie heterosexuelle Leute in der Partyszene, und es sind Heterosexuelle, die aus Ländern kommen, die den Brauch der Vielehe und ziemlich hohe Grade weiblicher Autonomie haben, und fast all diese Länder sind in Südost-Afrika. Und das spiegelt sich wider in der Epidemie, die wir heute haben.Sie können also diese entsetzlichen Bilder aus Afrika sehen. Das sind all die Länder in Südafrika, wo zwischen einem von sieben und einem von drei Erwachsenen HIV-infiziert sind. Im Rest der Welt passiert nun im Grunde nichts in der allgemeinen Bevölkerung, sehr, sehr niedrige Level, aber wir haben außergewöhnlich hohe Level von HIV in diesen anderen Gruppen, die das höchste Risiko tragen, also injizierende Drogenkonsumenten, Sexarbeiter und homosexuelle Männer. Und Sie werden bemerkt haben, dass das die lokalen Daten aus Los Angeles sind. 25 Prozent Prävalenz unter homosexuellen Männern. Sie können also natürlich nicht HIV bekommen, indem Sie einfach ungeschützten Sex haben. Sie können nur HIV bekommen, wenn Sie ungeschützten Sex mit einer HIV-positiven Person haben.Im größten Teil der Welt, trotz dieser wenigen Präventions-Versagen, schneiden wir heute ziemlich gut ab bezüglich käuflichem Sex. Die Kondomnutzung liegt zwischen 80 und 100 Prozent für käuflichen Sex in den meisten Ländern. Und das liegt wieder daran, dass alles zusammen passt. Was rational fürs Gesundheitswesen ist, ist auch rational für den einzelnen Sexarbeiter, weil es ganz schlecht fürs Geschäft ist, eine andere sexuell übertragbare Erkankung zu haben. Niemand will das. Und die Kunden wollen auch nicht mit einem Ausfluss nach Hause kommen. Im Grunde kann man also relativ hohe Raten der Kondomnutzung in käuflichem Sex erreichen.Aber in "innigen" Beziehungen ist das viel schwieriger, denn bei seiner Ehefrau oder seinem Freund, oder jemandem, von dem man hofft, dass er das mal wird, haben wir diese Illusion von Romantik und Vertrauen und Intimität, und nichts ist so unromantisch wie die Frage: "Mein Kondom oder deins, Schatz?". Angesichts dessen braucht man also einen ziemlich starken Anreiz, um Kondome zu benutzen.Das hier zum Beispiel. Dieser Herr heißt Joseph. Er kommt aus Haiti und er hat AIDS, und er hat wahrscheinlich im Moment nicht viel Sex, aber er erinnert die Bevölkerung daran, warum man vielleicht Kondome benutzen sollte. Das ist auch in Haiti und es erinnert einen vielleicht daran, warum man Sex haben möchte. Lustigerweise ist das nun auch Joseph, nach sechs Monaten antiretroviraler Behandlung. Nicht umsonst nennen wir das den Lazarus-Effekt. Aber er verändert die Rechnung, was rational ist beim Treffen sexueller Entscheidungen. Was wir also haben -- manche Leute sagen: "Oh, das macht nicht viel aus, weil Behandlung tatsächlich wirksame Vorbeugung ist, weil sie die Viruslast verringert und es deshalb schwieriger macht, HIV zu übertragen." Wenn man sich also diese Virämie-Sache noch mal anschaut, wenn man eine Behandlung beginnt, wenn man krank ist, ist, was passiert, dass die Viruslast sinkt. Aber verglichen womit? Was passiert, wenn man nicht behandelt wird? Nun, man stirbt, also sinkt die Viruslast auf Null. Und all das Grün hier, einschließlich der Ausschläge, die es gibt, weil Sie nicht in die Apotheke gehen konnten oder keine Medikamente mehr haben, oder drei Tage exzessiv Party gemacht und vergessen haben, die Medikamente zu nehmen, oder weil Sie anfangen, resistent zu werden, oder warum auch immer, all das ist Virus, der nicht da wäre, wenn es keine Behandlung gäbe.Sage ich nun, ach ja, super Präventions-Strategie, hören wir einfach auf, die Leute zu behandeln? Natürlich nicht. Natürlich nicht, wir müssen retrovirale Therapie so gut wir können ausbauen. Aber was ich mache, ist die Leute in Frage zu stellen, die sagen, dass mehr Behandlung all die Prävention ist, die wir brauchen. Das stimmt einfach nicht unbedingt, und ich denke, wir können viel von den Erfahrungen homosexueller Männer in reichen Ländern lernen, wo Behandlung jetzt seit 15 Jahren weitgehend verfügbar ist, und wir haben gesehen, dass in der Tat Kondomnutzungsraten, die sehr, sehr hoch waren -- die homosexuelle Gemeinschaft hat sehr schnell auf HIV reagiert, mit ganz wenig Hilfe von Gesundheitswesen-Fanatikern, würde ich sagen -- dass die Kondomnutzungsrate seit der Behandlung drastisch gesunken ist, aus zwei Gründen. Einer ist die Annahme: "Ach ja, wenn er infiziert ist, nimmt er wahrscheinlich Medikamente und seine Viruslast wird gering sein, also bin ich ziemlich geschützt."Und das andere ist, dass die Leute einfach nicht so viel Angst vor HIV haben wie sie vor AIDS hatten, und mit Recht. AIDS war eine entstellende Krankheit, die einen umbrachte, und HIV ist ein unsichtbarer Virus, der bewirkt, dass man jeden Tag eine Tablette nehmen muss. Und das ist langweilig, aber ist es so langweilig wie jedes Mal ein Kondom nutzen zu müssen, wenn man Sex hat, egal wie betrunken man ist, egal wie viele Poppers man genommen hat, was auch immer. Wenn wir uns die Daten anschauen, können wir sehen, dass die Antwort auf diese Frage hmmm ist.Diese Daten sind also aus Schottland. Sie sehen die Spitze der injizierenden Drogenkonsumenten bevor das nationale Nadel-Austauschprogramm angefangen hatte. Dann ist das stark gesunken, und sowohl unter Heterosexuellen, großteils bei käuflichem Sex und unter Drogenkonsumenten, da passiert wirklich nicht viel nach Beginn der Behandlung, und das liegt an der Anreiz-Lage, über die ich vorhin gesprochen habe. Aber unter homosexuellen Männern gibt es einen ziemlich drastischen Anstieg, der drei oder vier Jahre, nachdem Behandlung weithin verfügbar wurde anfing. Das sind Neuansteckungen.Was bedeutet das? Es bedeutet, dass der gemeinsame Effekt von mehr Sorglosigkeit und mehr Virus in der Population, von mehr Leuten, die länger, gesünder leben, und die mit größerer Wahrscheinlichkeit mit HIV Sex haben, den Effekt der niedrigeren Viruslast aufhebt, und das ist sehr besorgniserregend. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass wir umso mehr Prävention machen müssen, je mehr Behandlung wir haben.Und passiert das? Nein, und ich nenne das das Rätsel des Mitgefühls. Wir haben in den letzten paar Tagen viel über Mitgefühl gesprochen. Und was wirklich passiert, ist dass die Leute unfähig sind, sich dazu zu bringen, gute Sexual- und Fortpflanzungsmedizin-Dienstleistungen für Sexarbeiter einzurichten, unfähig, Nadeln an Junkies auszugeben, aber sobald sie von übergriffigen Leuten, deren Verhalten wir nicht dulden wollen zu AIDS-Opfern werden, werden wir mitfühlend und kaufen ihnen unglaublich teure Medikamente für den Rest ihres Lebens. Das macht keinen Sinn aus Sicht des Gesundheitswesens.Ich möchte das beinahe letzte Wort Ines überlassen. Ines ist eine Transgender-Nutte auf den Straßen Jakartas. Sie ist ein Mädchen mit Schwanz. Warum macht sie diesen Job? Na, natürlich, weil sie dazu gezwungen ist, weil sie keine Wahl hat, und so weiter und so fort, und wenn wir ihr nur das Nähen beibringen könnten und ihr einen netten Job in einer Fabrik verschaffen, wäre alles gut. Das verdienen Fabrikarbeiter pro Stunde in Indonesien, im Schnitt 20 Cents. Das variiert ein bisschen von Provinz zu Provinz. Ich spreche mit Sexarbeitern, 15.000 von ihnen, was die Daten auf dieser Folie betrifft. Und das sagen Sexarbeiter, was sie pro Stunde verdienen. Es ist also kein toller Job, aber für viele Leute ist es wirklich eine ziemlich rationale Wahl. Okay, Ines.Wir haben die Werkzeuge, das Wissen und das Geld, und auch die Verpflichtung, HIV vorzubeugen.Ines: Warum steigt die Prävalenz dann noch? Das liegt an der Politik. Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn.Elizabeth Pisani: "Wenn man zur Politik gelangt, ergibt nichts einen Sinn." Vom Standpunkt einer Sexarbeiterin ergeben Poltiker also keinen Sinn. Vom Standpunkt eines Gesundheitswesens-Fanatikers machen Junkies dumme Sachen. Ich meine, die Wahrheit ist, dass jeder ein anderes Grundprinzip anlegt. Es gibt so viele unterschiedliche Arten, rational zu sein wie Menschen auf diesem Planeten, und das ist eine der Herrlichkeiten menschlicher Existenz. Aber diese Arten, rational zu sein sind nicht unabhängig voneinander. Es ist also rational für einen Drogen-Injizierenden, Nadeln zu teilen, aufgrund einer dummen Entscheidung, die ein Politiker getroffen hat, und es ist rational für einen Politiker, diese dumme Entscheidung zu treffen, weil sie darauf reagieren, was sie denken, das die Wähler wollen. Aber hier ist der Clou: Wir sind die Wähler. Wir sind natürlich nicht alle Wähler, aber TED ist eine Gemeinschaft von Meinungsführern, und jeder in diesem Raum und jeder, der das draußen im Netz anschaut, hat, denke ich, die Pflicht, von seinen Politikern zu verlangen, dass sie Politik machen, die auf wissenschaftliche Evidenz und gesunden Menschenverstand gründet. Es wird wirklich schwer für uns werden, individuell zu beeinflussen, was für jeden Frankie und jede Ines da draußen rational ist. Aber Sie können wenigstens Ihre Stimme nutzen, um Politiker aufzuhalten, die dumme Sachen machen, die HIV verbreiten.Danke.
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Wer schrieb "Leute machen dumme Sachen. So wird HIV verbreitet."?
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Elizabeth Pisani
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AIDS
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Emily Oster dreht unser Wissen über AIDS in Afrika umHeute möchte ich mit Ihnen über AIDS in Sub-Sahara-Afrika sprechen. Und das hier ist ein ziemlich gebildetes Publikum, also nehme ich an, dass Sie alle etwas über AIDS wissen. Sie wissen wohl, dass ungefähr 25 Millionen Menschen in Afrika mit dem Virus infiziert sind, und dass AIDS eine Armutskrankheit ist. Und dass, wenn es uns gelänge, Afrika aus der Armut zu holen, wir auch AIDS verringern würden. Wenn Sie noch mehr wissen, dann wahrscheinlich, dass Uganda bis heute das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika ist, das im Kampf gegen die Epidemie erfolgreich war mit einer Kampagne, die Menschen dazu ermutigte, treu und enthaltsam zu sein und Kondome zu nutzen -- die ABC Kampagne. Sie verringerte die HIV-Verbreitung in den 1990ern von ca. 15 % auf 6 % in nur ein paar Jahren. Wenn Sie die Politik verfolgen, wissen Sie wohl, dass unser Präsident vor einigen Jahren 15 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Epidemie über 5 Jahre versprochen hat, und dass eine Menge des Geldes an Programme geht, die versuchen, Uganda zu replizieren und durch Verhaltensänderung Menschen zur Eindämmung der Epidemie zu bringen.Also heute werde ich über einige Dinge sprechen, die Sie vielleicht nicht über die Epidemie wissen. Und dann werde ich sogar einige der Dinge angreifen, über die Sie glauben, schon Bescheid zu wissen. Und um das zu machen, werde ich über meine Forschung als Wirtschaftswissenschaftlerin über die Epidemie sprechen. Ich werde wirklich nicht viel über die Wirtschaft sprechen. Ich erzähle Ihnen nichts über Exporte und Preise. Aber ich werde die Werkzeuge und Konzepte, mit denen Ökonomen arbeiten, benutzen, um über ein Problem nachzudenken, das traditionell eher zur Epidemiologie und dem Gesundheitswesen gehört. Und ich finde in diesem Sinne passt das wunderbar zu dieser Querdenken-Mentalität. Hier benutze ich die Werkzeuge einer bestimmten akademischen Disziplin, um über die Probleme einer anderen nachzudenken.Also, wir denken überwiegend, dass AIDS ein strategisches Problem ist. Und wahrscheinlich denken die meisten von Ihnen auch so darüber. Aber in diesem Vortrag geht es darum, Fakten über die Epidemie zu verstehen. Es geht darum, wie sie sich entwickelt, und wie Menschen darauf reagieren. Vielleicht scheint es, als ob ich das strategische Zeug ignoriere, obwohl es wirklich das Wichtigste ist, aber ich hoffe, dass Sie am Ende des Vortrags schlussfolgern, dass wir keine effektive Strategie entwickeln können, wenn wir nicht wirklich verstehen, wie die Epidemie funktioniert.Und der erste Punkt, über den ich sprechen möchte, der erste Punkt, den wir verstehen müssen, ist: Wie reagieren die Menschen auf die Epidemie? Also AIDS ist eine sexuell übertragbare Krankheit, und sie tötet. Das bedeutet, dass der Preis für Sex in einem Gebiet mit viel AIDS sehr hoch ist. Wenn Sie ein uninfizierter Mann in Botswana sind, wo die HIV-Rate 30% ist, und Sie dieses Jahr eine weitere Partnerin haben -- eine Langzeitpartnerin, Freundin, Geliebte -- wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in 10 Jahren sterben, um 3% steigen.Das ist ein riesiger Effekt. Und so denken wir uns, dass die Menschen dann weniger Sex haben sollten. Und tatsächlich gab es diese Veränderung bei homosexuellen Männern in den USA während der 1980er. Wenn wir uns diese Hochrisikogruppe anschauen, und sie fragen: "Hatten Sie in den letzten 2 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit mehr als einem Partner?" ist über die Zeit von '84 bis '88 der Anteil von ca. 85% auf 55% gefallen. Eine große Veränderung in sehr kurzer Zeit.Etwas Vergleichbares haben wir in Afrika nicht beobachtet. Also die Daten sind nicht ganz so gut, aber Sie sehen hier den Anteil der männlichen Singles, die vorehelichen Sex hatten, oder verheiratete Männer, die außerehelichen Sex hatten, und wie sich dies von den frühen bis zu den späten 90ern verändert und von den späten 90ern zu den frühen 2000ern. Die Epidemie nimmt zu. Die Menschen lernen mehr darüber... und wir sehen fast keine Änderung im sexuellen Verhalten. Das sind nur winzige Abnahmen -- zwei Prozentpunkte -- nicht signifikant.Das scheint verblüffend, aber ich sage, Sie sollten davon nicht überrascht sein. Und um das zu verstehen, müssen Sie über Gesundheit nachdenken wie ein Wirtschaftswissenschaftler -- als eine Investition. Also wenn Sie ein Softwareentwickler sind und darüber nachdenken, ob Sie Ihrem Programm eine neue Funktion spendieren sollten, ist es wichtig, die Kosten zu beachten. Es ist auch wichtig, zu wissen, was der Nutzen ist. Und ein Teil des Nutzens ist wie lange das Programm ihrer Meinung nach noch genutzt werden wird. Wenn Version 10 nächste Woche erscheint, gibt es keinen Grund, neue Funktionen in Version 9 einzubauen.Aber Ihre Gesundheitsentscheidungen verlaufen genauso. Jedes mal wenn Sie eine Karotte anstatt eines Kekses essen, jedes Mal wenn Sie ins Fitnessstudio und nicht ins Kino gehen, ist das eine teure Investition zu Gunsten Ihrer Gesundheit. Aber wie viel Sie investieren wollen wird davon abhängig sein, wie lange Sie erwarten, in der Zukunft noch zu leben -- selbst, wenn Sie diese Investitionen nicht machen. AIDS ist die gleiche Sache. Es ist teuer, AIDS zu vermeiden. Die Leute haben echt gerne Sex. Aber wissen Sie, der Nutzen drückt sich in längerer Lebensdauer aus. Allerdings sind die Lebenserwartungen in Afrika, selbst ohne AIDS, wirklich kurz: 40 oder 50 Jahre, in vielen Orten. Ich denke es ist möglich, wenn wir über diese Einsicht, über diese Tatsache nachdenken, dass dies vielleicht einen Teil dieser niedrigen Verhaltensänderung erklärt.Aber das müssen wir untersuchen. Und eine tolle Möglichkeit dafür ist, sich verschiedene afrikanische Regionen anzuschauen, um zu schauen, ob Menschen mit höheren Lebenserwartungen ihr sexuelles Verhalten mehr verändern. Und das werde ich machen, indem ich Regionen mit unterschiedlichen Malarialeveln vergleiche. Also Malaria ist eine Krankheit, die tötet. Es ist eine Krankheit, die eine Menge Erwachsene in Afrika tötet, und auch viele Kinder. Und deshalb werden Menschen, die in malariareichen Gebieten leben eine niedrigere Lebenserwartung haben als Menschen aus Regionen mit wenig Malaria. Also eine Möglichkeit, um zu überprüfen, ob wir einige der Verhaltensänderung über Unterschiede in der Lebenserwartung erklären können ist, nachzuschauen, ob dort wo Malaria weniger verbreitet ist, mehr Verhaltensänderung zu beobachten ist.Und das zeigt Ihnen dieser Graph. Dies zeigt Ihnen -- in Regionen mit niedriger, mittlerer und hoher Malariaverbreitung -- was mit der Anzahl der sexuellen Partner passiert, wenn sich die HIV Verbreitung erhöht. Wenn Sie die blaue Linie beobachten, sehen Sie, dass in Gebieten mit wenig Malaria die Anzahl der sexuellen Partner tatsächlich stark sinkt wenn die HIV Verbreitung steigt. Regionen mit mittleren Leveln sinken auch etwas -- aber nicht so sehr. Und in Regionen mit hohen Malarialeveln steigt sie sogar etwas, aber das ist nicht signifikant.Das liegt nicht nur an Malaria. Junge Frauen, die in Regionen mit hoher Müttersterblichkeitsrate leben, verändern ihr Verhalten weniger wenn sie auf HIV reagieren als junge Frauen aus Regionen mit einer niedrigen Müttersterblichkeitsrate. Ein weiteres Risiko, und sie reagieren weniger auf dieses bestehende Risiko.Für sich genommen sagt das eine Menge über das menschliche Verhalten aus. Es sagt uns etwas darüber, warum wir so wenig Verhaltensänderung in Afrika sehen.Aber es gibt uns auch einen Hinweis für die Strategie. Selbst wenn es einem nur um AIDS in Afrika ginge, macht es vielleicht trotzdem Sinn, in die Malariabekämpfung zu investieren, zu versuchen, die Luftqualität in Innenräumen zu verbessern, die Müttersterblichkeitsrate zu senken. Denn wenn Sie diese Dinge verbessern, dann haben die Menschen einen größeren Anreiz, AIDS von sich aus zu meiden. Aber das offenbart uns auch etwas über eine dieser Tatsachen, die wir angesprochen hatten. Aufklärungskampagnen, wie solche, auf die unser Präsident den Fokus bei den Ausgaben gelegt hat, reichen vielleicht nicht aus. Zumindest nicht alleine. Wenn Menschen keinen Anreiz haben, AIDS von sich aus zu meiden -- selbst wenn sie alles über die Krankheit wissen -- werden sie vielleicht immer noch nicht ihr Verhalten ändern.Die andere Sache die wir hier gelernt haben ist, dass AIDS sich nicht von alleine lösen wird. Die Menschen verändern ihr Verhalten nicht ausreichend, um das Wachstum der Epidemie zu verlangsamen. Also müssen wir über Strategien nachdenken und welche Arten davon wohl effektiv sind.Eine gute Art, über Strategien zu lernen ist, zu schauen was schon funktioniert hat. Der Grund, weswegen wir wissen, dass die ABC Kampagne in Uganda effektiv war ist, dass wir gute Daten über HIV-Verbreitung über die Zeit haben. In Uganda sehen wir, dass die Verbreitung abnahm. Wir wissen, dass sie die Kampagne hatten. So haben wir gelernt, was funktioniert. Das ist nicht der einzige Ort, an dem wir Interventionen hatten. Andere Orte haben Sachen versucht, also warum schauen wir nicht dort und untersuchen, was mit der Verbreitung passiert ist?Leider gibt es fast keine guten Daten über HIV-Verbreitung in der allgemeinen afrikanischen Bevölkerung bis ca. 2003. Wenn ich Sie bitten würde: "Können Sie mir mal die Verbreitung in Burkino 1991 finden?" Sie öffnen Google, suchen, und finden: dass tatsächlich die einzigen Gruppen, die 1991 in Burkina Faso erhoben wurden Patienten mit Geschlechtskrankheiten und Schwangere waren. Und diese Gruppen sind nicht so besonders repräsentativ. Wenn Sie dann noch etwas tiefer gehen, mehr nachforschen, was damals los war, finden Sie heraus, dass das sogar ein ziemlich gutes Jahr war. Denn in manchen Jahren waren es nur Drogenabhängige, die getestet wurden. Und noch schlimmer - manche Jahre nur die Drogenabhängigen, manche Jahre nur die Schwangeren. Es gibt keine Möglichkeit, herauszufinden, was über die Zeit passiert ist. Es gibt keine konsistente Datenerhebung.Und in den letzten paar Jahren haben wir tatsächlich ein paar gute Daten erhoben. In Kenia, Sambia und einer Menge Länder gab es Überprüfungen von zufälligen Stichproben der Bevölkerung. Aber es bleibt eine große Lücke in unserem Wissen. Also kann ich Ihnen sagen, wie hoch die Verbreitung 2003 in Kenia war, aber ich weiß nichts über 1993 oder 1983.Das ist ein Problem für Politikentscheidungen. Es war ein Problem für meine Forschung. Und ich fing an, darüber nachzudenken, wie wir sonst herausfinden könnten, wie hoch die HIV-Verbreitung in Afrika in der Vergangenheit war. Und ich denke die Antwort ist, dass wir uns Sterbedaten anschauen können, und wir können diese Daten nutzen, um die Verbreitung in der Vergangenheit herzuleiten.Um das zu tun, müssen wir uns auf die Tatsache stützen, dass AIDS eine sehr spezifische Krankheit ist. Sie tötet Menschen in ihren besten Jahren. Sehr wenige andere Krankheiten haben dieses Profil. Und Sie sehen hier: Dieser Graph zeigt Todesraten in Altersgruppen in Botswana und Ägypten. Botswana ist ein Ort mit einer hohen AIDS Rate, Ägypten hat wenig AIDS. Und Sie sehen, dass beide ziemlich ähnliche Todesraten bei jungen Kindern und alten Menschen haben. Das lässt auf ziemlich ähnliche Entwicklungsgrade schließen.Aber in dieser mittleren Region, zwischen 20 und 45, sind die Todesraten in Botswana viel, viel höher, als in Ägypten. Aber weil es sehr wenige andere tödlichen Krankheiten gibt, können wir diese Sterblichkeit wirklich HIV zuschreiben. Und weil die Menschen, die dieses Jahr gestorben sind, AIDS vor ein paar Jahren bekamen, können wir die Sterblichkeitsdaten nutzen, um die HIV-Verbreitung in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Also es stellt sich mit diesem Verfahren heraus, dass die Schätzungen der Verbreitung tatsächlich den zufälligen Testreihen aus der Bevölkerung sehr nahe kommen -- aber sie sind sehr, sehr anders als die UNAIDS Daten.Also dieser Graph ist die Verbreitungsschätzung von UNAIDS, und dieser die Verbreitung laut Sterberate für die Jahre der späten 1990er in neun afrikanischen Ländern. Und Sie sehen fast ohne Ausnahme, dass die UNAIDS Schätzungen viel höher als die auf Sterbedaten basierenden sind. UNAIDS sagt, dass die HIV Rate in Sambia 20% beträgt und Sterblichkeitsschätzungen deuten darauf hin, dass es nur ca. 5% sind. Und wissen Sie, das sind keine trivialen Unterschiede in den Sterblichkeitsraten. Das ist also eine andere Möglichkeit es zu sehen. Sie können sehen, dass, wenn die Verbreitung so hoch wäre, wie UNAIDS behauptet, wir eigentlich 60 Tote pro 10.000 sehen müssten statt 20 Tote pro 10.000 in dieser Altersgruppe.Ich werde eine Minute lang etwas darüber sprechen, wie wir diese Art von Informationen nutzen können, um etwas zu lernen, das uns helfen wird, über die Welt nachzudenken. Aber das sagt uns auch, dass eine dieser Tatsachen, die ich am Anfang nannte vielleicht nicht ganz richtig ist. Wenn Sie denken, dass 25 Mio. Menschen infiziert sind, wenn Sie denken, dass die UNAIDS Zahlen viel zu hoch sind, sind es vielleicht eher 10 oder 15 Millionen. Das bedeutet nicht, dass AIDS kein Problem ist - es ist gigantisch. Aber es deutet darauf hin, dass die Zahlen wohl etwas zu hoch sind. Was ich wirklich möchte ist, diese neuen Daten zu nutzen, um herauszufinden, was die HIV-Epidemie schneller oder langsamer wachsen lässt.Und ich hatte am Anfang versprochen, nicht über Exporte zu reden. Als ich begann, an diesen Projekten zu arbeiten dachte ich überhaupt nicht an die Wirtschaft aber irgendwann fängt sie einen doch wieder ein. Also spreche ich jetzt doch über Exporte und Preise. Und ich möchte über die Beziehung zwischen wirtschaftlicher Aktivität, insbesondere dem Exportvolumen und HIV-Infektionen sprechen.Nun offensichtlich bin ich als Wirtschaftswissenschaftlerin sehr vertraut mit der Tatsache, dass Entwicklung und die Offenheit für den Handel wirklich gut für Entwicklungsländer ist. Es ist gut, um das Leben der Menschen zu verbessern. Aber Offenheit und Verknüpfung hat einen Preis wenn wir an Krankheiten denken. Das sollte keine Überraschung sein. Am Mittwoch habe ich von Laurie Garret gelernt, dass ich auf jeden Fall die Vogelgrippe bekomme und das würde mich überhaupt nicht beunruhigen, wenn wir niemals Kontakt mit Asien hätten.Und HIV ist tatsächlich besonders stark mit Durchgangsverkehr verknüpft. Die Epidemie war tatsächlich von nur einem männlichen Steward auf einem Flug in die USA eingeführt worden, der die Krankheit in Afrika bekam und mitbrachte. Und das war die Geburtsstunde der gesamten Epidemie in den USA. In Afrika haben Epidemiologen seit einer langen Zeit beobachtet, dass LKW-Fahrer und Migranten eine höhere Infektionswahrscheinlichkeit als andere Menschen haben. Dass Regionen mit einer hohen ökonomischen Aktivität -- mit vielen Straßen, viel Urbanisierung -- diese Regionen haben eine höhere Verbreitung als andere.Aber tatsächlich bedeutet das überhaupt nicht, dass, wenn wir Menschen mehr Exporte und Handel gäben, dies die Verbreitung erhöhen würde. Wenn wir diese neuen Daten nutzen, die Infektionsrate über die Zeit, können wir das testen. Und so scheint es -- zum Glück, finde ich -- es scheint der Fall zu sein, dass diese Dinge sich positiv zueinander verhalten. Mehr Exporte bedeuten mehr AIDS. Und dieser Effekt ist wirklich groß. Also die Daten, die ich habe, lassen erkennen, dass bei einer Verdopplung des Exportvolumens sich die neuen HIV Infektionen vervierfachen.Das hat wichtige Implikationen für Strategie und Vorhersagen. Aus einer Vorhersage-Perspektive, wenn wir wissen, dass Handel sich wahrscheinlich ändert, zum Beispiel wegen des "African Growth and Opportunities Act" oder anderen Gesetzen, die Handel ankurbeln, können wir nachvollziehen, welche Regionen wahrscheinlich stark von HIV infiziert sein werden. Und wir können hingehen und versuchen, dort vorbeugende Maßnahmen durchzuführen. Genauso, wie wir Entwicklungspolitik betreiben um Exporte zu stärken, wenn wir von diesem externen Effekt wissen -- diese zusätzliche Sache, die eintreten wird, wenn wir Exporte steigern -- dann können wir über die richtige Art von Gesetzen nachdenken.Aber es sagt uns auch etwas über eine der Tatsachen, von denen wir glauben, sie zu wissen. Auch wenn es stimmt, dass Armut und AIDS verbunden sind, in dem Sinne, dass Afrika arm ist und viel AIDS hat, ist es nicht zwingend richtig, dass -- zumindest kurzfristig -- Armutsbekämpfung und das Verbessern von Exporten und Entwicklung, es ist nicht zwingend der Fall, dass dies zu einer Abnahme der HIV-Verbreitung führen wird.Also in diesem Vortrag habe ich ein paar Mal den besonderen Fall von Uganda erwähnt und die Tatsache, dass es das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika mit einer erfolgreichen Vorbeugung ist. Es wird sehr oft hochgehalten. Es wurde in Kenia, Tansania, Südafrika und vielen anderen Orten repliziert. Aber das will ich jetzt auch anzweifeln. Denn es ist wahr, dass die Verbreitung zurückgegangen ist, im Uganda der 1990er. Es stimmt, dass sie eine Aufklärungskampagne hatten. Aber da war noch etwas anderes, das in Uganda zu dieser Zeit passiert ist.Es gab einen großen Fall der Kaffeepreise. Kaffee ist Ugandas Hauptexportprodukt. Die Exporte sind in den frühen 90ern stark gefallen -- und das passt ziemlich genau mit der Abnahme der neuen HIV Infektionen. Sie sehen, dass beide dieser Reihen -- die schwarze Linie ist das Exportvolumen, die rote sind neue HIV-Infektionen -- Sie sehen, dass beide zunehmen, Ab ca. 1987 gehen beide ziemlich stark nach unten. Und dann folgen sie sich ein bisschen beim Anstieg später im Jahrzehnt.Wenn Sie die Intuition und diese Abbildung mit den Daten, über die ich vorher gesprochen habe, kombinieren, deutet das darauf hin, dass 25 bis 30 Prozent des Rückgangs der Verbreitung in Uganda auch passiert wäre, wenn es überhaupt keine Aufklärungskampagne gegeben hätte.Aber das ist enorm wichtig für Strategieentscheidungen. Wir geben so viel Geld aus, um diese Kampagne zu replizieren. Und wenn sie auch nur halb so effektiv ist, wie wir annahmen, dann gibt es eine Menge anderer Dinge, für die wir vielleicht eher Geld ausgeben sollten. Man kann versuchen, Übertragungsraten zu senken, indem man andere sexuell übertragbare Krankheiten behandelt, in dem man Beschneidung von Männern voranbringt. Es gibt eine Menge anderer Dinge, die wir unternehmen sollten. Und vielleicht zeigt es uns, dass wir mehr über diese Dinge nachdenken sollten.Ich hoffe, dass ich Ihnen in den letzten 16 Minuten etwas erzählt habe, das Sie noch nicht über AIDS wussten. Und ich hoffe ich habe Sie dazu bewegt, die Dinge von denen Sie schon ausgingen, etwas anzuzweifeln. Und hoffentlich habe ich Sie überzeugt, dass es vielleicht wichtig ist, Dinge über die Epidemie zu verstehen, um über Politik nachzudenken.Aber mehr als alles andere, wissen Sie, bin ich Akademikerin. Und wenn ich gehe, komme ich zurück in mein kleines Büro und sitze vor meinem PC und meinen Daten -- und was daran am aufregendsten ist ist, dass immer wenn ich über Forschung nachdenke, mehr Fragen erscheinen. Es gibt mehr Dinge, von denen ich denke, dass ich sie machen will. Und was einfach so großartig daran ist, hier zu sein, ist, dass ich sicher bin, dass Ihre Fragen ganz anders sind, als die Fragen, die ich mir alleine ausdenken kann. Und ich kann kaum darauf warten, sie zu hören. Also, vielen Dank.
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Warum wird AIDS eine Krankheit der Armut genannt?
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weil es in Gegenden mit geringem Einkommen einen höheren Verbreitungsgrad gibt
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AIDS
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Emily Oster dreht unser Wissen über AIDS in Afrika umHeute möchte ich mit Ihnen über AIDS in Sub-Sahara-Afrika sprechen. Und das hier ist ein ziemlich gebildetes Publikum, also nehme ich an, dass Sie alle etwas über AIDS wissen. Sie wissen wohl, dass ungefähr 25 Millionen Menschen in Afrika mit dem Virus infiziert sind, und dass AIDS eine Armutskrankheit ist. Und dass, wenn es uns gelänge, Afrika aus der Armut zu holen, wir auch AIDS verringern würden. Wenn Sie noch mehr wissen, dann wahrscheinlich, dass Uganda bis heute das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika ist, das im Kampf gegen die Epidemie erfolgreich war mit einer Kampagne, die Menschen dazu ermutigte, treu und enthaltsam zu sein und Kondome zu nutzen -- die ABC Kampagne. Sie verringerte die HIV-Verbreitung in den 1990ern von ca. 15 % auf 6 % in nur ein paar Jahren. Wenn Sie die Politik verfolgen, wissen Sie wohl, dass unser Präsident vor einigen Jahren 15 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Epidemie über 5 Jahre versprochen hat, und dass eine Menge des Geldes an Programme geht, die versuchen, Uganda zu replizieren und durch Verhaltensänderung Menschen zur Eindämmung der Epidemie zu bringen.Also heute werde ich über einige Dinge sprechen, die Sie vielleicht nicht über die Epidemie wissen. Und dann werde ich sogar einige der Dinge angreifen, über die Sie glauben, schon Bescheid zu wissen. Und um das zu machen, werde ich über meine Forschung als Wirtschaftswissenschaftlerin über die Epidemie sprechen. Ich werde wirklich nicht viel über die Wirtschaft sprechen. Ich erzähle Ihnen nichts über Exporte und Preise. Aber ich werde die Werkzeuge und Konzepte, mit denen Ökonomen arbeiten, benutzen, um über ein Problem nachzudenken, das traditionell eher zur Epidemiologie und dem Gesundheitswesen gehört. Und ich finde in diesem Sinne passt das wunderbar zu dieser Querdenken-Mentalität. Hier benutze ich die Werkzeuge einer bestimmten akademischen Disziplin, um über die Probleme einer anderen nachzudenken.Also, wir denken überwiegend, dass AIDS ein strategisches Problem ist. Und wahrscheinlich denken die meisten von Ihnen auch so darüber. Aber in diesem Vortrag geht es darum, Fakten über die Epidemie zu verstehen. Es geht darum, wie sie sich entwickelt, und wie Menschen darauf reagieren. Vielleicht scheint es, als ob ich das strategische Zeug ignoriere, obwohl es wirklich das Wichtigste ist, aber ich hoffe, dass Sie am Ende des Vortrags schlussfolgern, dass wir keine effektive Strategie entwickeln können, wenn wir nicht wirklich verstehen, wie die Epidemie funktioniert.Und der erste Punkt, über den ich sprechen möchte, der erste Punkt, den wir verstehen müssen, ist: Wie reagieren die Menschen auf die Epidemie? Also AIDS ist eine sexuell übertragbare Krankheit, und sie tötet. Das bedeutet, dass der Preis für Sex in einem Gebiet mit viel AIDS sehr hoch ist. Wenn Sie ein uninfizierter Mann in Botswana sind, wo die HIV-Rate 30% ist, und Sie dieses Jahr eine weitere Partnerin haben -- eine Langzeitpartnerin, Freundin, Geliebte -- wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in 10 Jahren sterben, um 3% steigen.Das ist ein riesiger Effekt. Und so denken wir uns, dass die Menschen dann weniger Sex haben sollten. Und tatsächlich gab es diese Veränderung bei homosexuellen Männern in den USA während der 1980er. Wenn wir uns diese Hochrisikogruppe anschauen, und sie fragen: "Hatten Sie in den letzten 2 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit mehr als einem Partner?" ist über die Zeit von '84 bis '88 der Anteil von ca. 85% auf 55% gefallen. Eine große Veränderung in sehr kurzer Zeit.Etwas Vergleichbares haben wir in Afrika nicht beobachtet. Also die Daten sind nicht ganz so gut, aber Sie sehen hier den Anteil der männlichen Singles, die vorehelichen Sex hatten, oder verheiratete Männer, die außerehelichen Sex hatten, und wie sich dies von den frühen bis zu den späten 90ern verändert und von den späten 90ern zu den frühen 2000ern. Die Epidemie nimmt zu. Die Menschen lernen mehr darüber... und wir sehen fast keine Änderung im sexuellen Verhalten. Das sind nur winzige Abnahmen -- zwei Prozentpunkte -- nicht signifikant.Das scheint verblüffend, aber ich sage, Sie sollten davon nicht überrascht sein. Und um das zu verstehen, müssen Sie über Gesundheit nachdenken wie ein Wirtschaftswissenschaftler -- als eine Investition. Also wenn Sie ein Softwareentwickler sind und darüber nachdenken, ob Sie Ihrem Programm eine neue Funktion spendieren sollten, ist es wichtig, die Kosten zu beachten. Es ist auch wichtig, zu wissen, was der Nutzen ist. Und ein Teil des Nutzens ist wie lange das Programm ihrer Meinung nach noch genutzt werden wird. Wenn Version 10 nächste Woche erscheint, gibt es keinen Grund, neue Funktionen in Version 9 einzubauen.Aber Ihre Gesundheitsentscheidungen verlaufen genauso. Jedes mal wenn Sie eine Karotte anstatt eines Kekses essen, jedes Mal wenn Sie ins Fitnessstudio und nicht ins Kino gehen, ist das eine teure Investition zu Gunsten Ihrer Gesundheit. Aber wie viel Sie investieren wollen wird davon abhängig sein, wie lange Sie erwarten, in der Zukunft noch zu leben -- selbst, wenn Sie diese Investitionen nicht machen. AIDS ist die gleiche Sache. Es ist teuer, AIDS zu vermeiden. Die Leute haben echt gerne Sex. Aber wissen Sie, der Nutzen drückt sich in längerer Lebensdauer aus. Allerdings sind die Lebenserwartungen in Afrika, selbst ohne AIDS, wirklich kurz: 40 oder 50 Jahre, in vielen Orten. Ich denke es ist möglich, wenn wir über diese Einsicht, über diese Tatsache nachdenken, dass dies vielleicht einen Teil dieser niedrigen Verhaltensänderung erklärt.Aber das müssen wir untersuchen. Und eine tolle Möglichkeit dafür ist, sich verschiedene afrikanische Regionen anzuschauen, um zu schauen, ob Menschen mit höheren Lebenserwartungen ihr sexuelles Verhalten mehr verändern. Und das werde ich machen, indem ich Regionen mit unterschiedlichen Malarialeveln vergleiche. Also Malaria ist eine Krankheit, die tötet. Es ist eine Krankheit, die eine Menge Erwachsene in Afrika tötet, und auch viele Kinder. Und deshalb werden Menschen, die in malariareichen Gebieten leben eine niedrigere Lebenserwartung haben als Menschen aus Regionen mit wenig Malaria. Also eine Möglichkeit, um zu überprüfen, ob wir einige der Verhaltensänderung über Unterschiede in der Lebenserwartung erklären können ist, nachzuschauen, ob dort wo Malaria weniger verbreitet ist, mehr Verhaltensänderung zu beobachten ist.Und das zeigt Ihnen dieser Graph. Dies zeigt Ihnen -- in Regionen mit niedriger, mittlerer und hoher Malariaverbreitung -- was mit der Anzahl der sexuellen Partner passiert, wenn sich die HIV Verbreitung erhöht. Wenn Sie die blaue Linie beobachten, sehen Sie, dass in Gebieten mit wenig Malaria die Anzahl der sexuellen Partner tatsächlich stark sinkt wenn die HIV Verbreitung steigt. Regionen mit mittleren Leveln sinken auch etwas -- aber nicht so sehr. Und in Regionen mit hohen Malarialeveln steigt sie sogar etwas, aber das ist nicht signifikant.Das liegt nicht nur an Malaria. Junge Frauen, die in Regionen mit hoher Müttersterblichkeitsrate leben, verändern ihr Verhalten weniger wenn sie auf HIV reagieren als junge Frauen aus Regionen mit einer niedrigen Müttersterblichkeitsrate. Ein weiteres Risiko, und sie reagieren weniger auf dieses bestehende Risiko.Für sich genommen sagt das eine Menge über das menschliche Verhalten aus. Es sagt uns etwas darüber, warum wir so wenig Verhaltensänderung in Afrika sehen.Aber es gibt uns auch einen Hinweis für die Strategie. Selbst wenn es einem nur um AIDS in Afrika ginge, macht es vielleicht trotzdem Sinn, in die Malariabekämpfung zu investieren, zu versuchen, die Luftqualität in Innenräumen zu verbessern, die Müttersterblichkeitsrate zu senken. Denn wenn Sie diese Dinge verbessern, dann haben die Menschen einen größeren Anreiz, AIDS von sich aus zu meiden. Aber das offenbart uns auch etwas über eine dieser Tatsachen, die wir angesprochen hatten. Aufklärungskampagnen, wie solche, auf die unser Präsident den Fokus bei den Ausgaben gelegt hat, reichen vielleicht nicht aus. Zumindest nicht alleine. Wenn Menschen keinen Anreiz haben, AIDS von sich aus zu meiden -- selbst wenn sie alles über die Krankheit wissen -- werden sie vielleicht immer noch nicht ihr Verhalten ändern.Die andere Sache die wir hier gelernt haben ist, dass AIDS sich nicht von alleine lösen wird. Die Menschen verändern ihr Verhalten nicht ausreichend, um das Wachstum der Epidemie zu verlangsamen. Also müssen wir über Strategien nachdenken und welche Arten davon wohl effektiv sind.Eine gute Art, über Strategien zu lernen ist, zu schauen was schon funktioniert hat. Der Grund, weswegen wir wissen, dass die ABC Kampagne in Uganda effektiv war ist, dass wir gute Daten über HIV-Verbreitung über die Zeit haben. In Uganda sehen wir, dass die Verbreitung abnahm. Wir wissen, dass sie die Kampagne hatten. So haben wir gelernt, was funktioniert. Das ist nicht der einzige Ort, an dem wir Interventionen hatten. Andere Orte haben Sachen versucht, also warum schauen wir nicht dort und untersuchen, was mit der Verbreitung passiert ist?Leider gibt es fast keine guten Daten über HIV-Verbreitung in der allgemeinen afrikanischen Bevölkerung bis ca. 2003. Wenn ich Sie bitten würde: "Können Sie mir mal die Verbreitung in Burkino 1991 finden?" Sie öffnen Google, suchen, und finden: dass tatsächlich die einzigen Gruppen, die 1991 in Burkina Faso erhoben wurden Patienten mit Geschlechtskrankheiten und Schwangere waren. Und diese Gruppen sind nicht so besonders repräsentativ. Wenn Sie dann noch etwas tiefer gehen, mehr nachforschen, was damals los war, finden Sie heraus, dass das sogar ein ziemlich gutes Jahr war. Denn in manchen Jahren waren es nur Drogenabhängige, die getestet wurden. Und noch schlimmer - manche Jahre nur die Drogenabhängigen, manche Jahre nur die Schwangeren. Es gibt keine Möglichkeit, herauszufinden, was über die Zeit passiert ist. Es gibt keine konsistente Datenerhebung.Und in den letzten paar Jahren haben wir tatsächlich ein paar gute Daten erhoben. In Kenia, Sambia und einer Menge Länder gab es Überprüfungen von zufälligen Stichproben der Bevölkerung. Aber es bleibt eine große Lücke in unserem Wissen. Also kann ich Ihnen sagen, wie hoch die Verbreitung 2003 in Kenia war, aber ich weiß nichts über 1993 oder 1983.Das ist ein Problem für Politikentscheidungen. Es war ein Problem für meine Forschung. Und ich fing an, darüber nachzudenken, wie wir sonst herausfinden könnten, wie hoch die HIV-Verbreitung in Afrika in der Vergangenheit war. Und ich denke die Antwort ist, dass wir uns Sterbedaten anschauen können, und wir können diese Daten nutzen, um die Verbreitung in der Vergangenheit herzuleiten.Um das zu tun, müssen wir uns auf die Tatsache stützen, dass AIDS eine sehr spezifische Krankheit ist. Sie tötet Menschen in ihren besten Jahren. Sehr wenige andere Krankheiten haben dieses Profil. Und Sie sehen hier: Dieser Graph zeigt Todesraten in Altersgruppen in Botswana und Ägypten. Botswana ist ein Ort mit einer hohen AIDS Rate, Ägypten hat wenig AIDS. Und Sie sehen, dass beide ziemlich ähnliche Todesraten bei jungen Kindern und alten Menschen haben. Das lässt auf ziemlich ähnliche Entwicklungsgrade schließen.Aber in dieser mittleren Region, zwischen 20 und 45, sind die Todesraten in Botswana viel, viel höher, als in Ägypten. Aber weil es sehr wenige andere tödlichen Krankheiten gibt, können wir diese Sterblichkeit wirklich HIV zuschreiben. Und weil die Menschen, die dieses Jahr gestorben sind, AIDS vor ein paar Jahren bekamen, können wir die Sterblichkeitsdaten nutzen, um die HIV-Verbreitung in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Also es stellt sich mit diesem Verfahren heraus, dass die Schätzungen der Verbreitung tatsächlich den zufälligen Testreihen aus der Bevölkerung sehr nahe kommen -- aber sie sind sehr, sehr anders als die UNAIDS Daten.Also dieser Graph ist die Verbreitungsschätzung von UNAIDS, und dieser die Verbreitung laut Sterberate für die Jahre der späten 1990er in neun afrikanischen Ländern. Und Sie sehen fast ohne Ausnahme, dass die UNAIDS Schätzungen viel höher als die auf Sterbedaten basierenden sind. UNAIDS sagt, dass die HIV Rate in Sambia 20% beträgt und Sterblichkeitsschätzungen deuten darauf hin, dass es nur ca. 5% sind. Und wissen Sie, das sind keine trivialen Unterschiede in den Sterblichkeitsraten. Das ist also eine andere Möglichkeit es zu sehen. Sie können sehen, dass, wenn die Verbreitung so hoch wäre, wie UNAIDS behauptet, wir eigentlich 60 Tote pro 10.000 sehen müssten statt 20 Tote pro 10.000 in dieser Altersgruppe.Ich werde eine Minute lang etwas darüber sprechen, wie wir diese Art von Informationen nutzen können, um etwas zu lernen, das uns helfen wird, über die Welt nachzudenken. Aber das sagt uns auch, dass eine dieser Tatsachen, die ich am Anfang nannte vielleicht nicht ganz richtig ist. Wenn Sie denken, dass 25 Mio. Menschen infiziert sind, wenn Sie denken, dass die UNAIDS Zahlen viel zu hoch sind, sind es vielleicht eher 10 oder 15 Millionen. Das bedeutet nicht, dass AIDS kein Problem ist - es ist gigantisch. Aber es deutet darauf hin, dass die Zahlen wohl etwas zu hoch sind. Was ich wirklich möchte ist, diese neuen Daten zu nutzen, um herauszufinden, was die HIV-Epidemie schneller oder langsamer wachsen lässt.Und ich hatte am Anfang versprochen, nicht über Exporte zu reden. Als ich begann, an diesen Projekten zu arbeiten dachte ich überhaupt nicht an die Wirtschaft aber irgendwann fängt sie einen doch wieder ein. Also spreche ich jetzt doch über Exporte und Preise. Und ich möchte über die Beziehung zwischen wirtschaftlicher Aktivität, insbesondere dem Exportvolumen und HIV-Infektionen sprechen.Nun offensichtlich bin ich als Wirtschaftswissenschaftlerin sehr vertraut mit der Tatsache, dass Entwicklung und die Offenheit für den Handel wirklich gut für Entwicklungsländer ist. Es ist gut, um das Leben der Menschen zu verbessern. Aber Offenheit und Verknüpfung hat einen Preis wenn wir an Krankheiten denken. Das sollte keine Überraschung sein. Am Mittwoch habe ich von Laurie Garret gelernt, dass ich auf jeden Fall die Vogelgrippe bekomme und das würde mich überhaupt nicht beunruhigen, wenn wir niemals Kontakt mit Asien hätten.Und HIV ist tatsächlich besonders stark mit Durchgangsverkehr verknüpft. Die Epidemie war tatsächlich von nur einem männlichen Steward auf einem Flug in die USA eingeführt worden, der die Krankheit in Afrika bekam und mitbrachte. Und das war die Geburtsstunde der gesamten Epidemie in den USA. In Afrika haben Epidemiologen seit einer langen Zeit beobachtet, dass LKW-Fahrer und Migranten eine höhere Infektionswahrscheinlichkeit als andere Menschen haben. Dass Regionen mit einer hohen ökonomischen Aktivität -- mit vielen Straßen, viel Urbanisierung -- diese Regionen haben eine höhere Verbreitung als andere.Aber tatsächlich bedeutet das überhaupt nicht, dass, wenn wir Menschen mehr Exporte und Handel gäben, dies die Verbreitung erhöhen würde. Wenn wir diese neuen Daten nutzen, die Infektionsrate über die Zeit, können wir das testen. Und so scheint es -- zum Glück, finde ich -- es scheint der Fall zu sein, dass diese Dinge sich positiv zueinander verhalten. Mehr Exporte bedeuten mehr AIDS. Und dieser Effekt ist wirklich groß. Also die Daten, die ich habe, lassen erkennen, dass bei einer Verdopplung des Exportvolumens sich die neuen HIV Infektionen vervierfachen.Das hat wichtige Implikationen für Strategie und Vorhersagen. Aus einer Vorhersage-Perspektive, wenn wir wissen, dass Handel sich wahrscheinlich ändert, zum Beispiel wegen des "African Growth and Opportunities Act" oder anderen Gesetzen, die Handel ankurbeln, können wir nachvollziehen, welche Regionen wahrscheinlich stark von HIV infiziert sein werden. Und wir können hingehen und versuchen, dort vorbeugende Maßnahmen durchzuführen. Genauso, wie wir Entwicklungspolitik betreiben um Exporte zu stärken, wenn wir von diesem externen Effekt wissen -- diese zusätzliche Sache, die eintreten wird, wenn wir Exporte steigern -- dann können wir über die richtige Art von Gesetzen nachdenken.Aber es sagt uns auch etwas über eine der Tatsachen, von denen wir glauben, sie zu wissen. Auch wenn es stimmt, dass Armut und AIDS verbunden sind, in dem Sinne, dass Afrika arm ist und viel AIDS hat, ist es nicht zwingend richtig, dass -- zumindest kurzfristig -- Armutsbekämpfung und das Verbessern von Exporten und Entwicklung, es ist nicht zwingend der Fall, dass dies zu einer Abnahme der HIV-Verbreitung führen wird.Also in diesem Vortrag habe ich ein paar Mal den besonderen Fall von Uganda erwähnt und die Tatsache, dass es das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika mit einer erfolgreichen Vorbeugung ist. Es wird sehr oft hochgehalten. Es wurde in Kenia, Tansania, Südafrika und vielen anderen Orten repliziert. Aber das will ich jetzt auch anzweifeln. Denn es ist wahr, dass die Verbreitung zurückgegangen ist, im Uganda der 1990er. Es stimmt, dass sie eine Aufklärungskampagne hatten. Aber da war noch etwas anderes, das in Uganda zu dieser Zeit passiert ist.Es gab einen großen Fall der Kaffeepreise. Kaffee ist Ugandas Hauptexportprodukt. Die Exporte sind in den frühen 90ern stark gefallen -- und das passt ziemlich genau mit der Abnahme der neuen HIV Infektionen. Sie sehen, dass beide dieser Reihen -- die schwarze Linie ist das Exportvolumen, die rote sind neue HIV-Infektionen -- Sie sehen, dass beide zunehmen, Ab ca. 1987 gehen beide ziemlich stark nach unten. Und dann folgen sie sich ein bisschen beim Anstieg später im Jahrzehnt.Wenn Sie die Intuition und diese Abbildung mit den Daten, über die ich vorher gesprochen habe, kombinieren, deutet das darauf hin, dass 25 bis 30 Prozent des Rückgangs der Verbreitung in Uganda auch passiert wäre, wenn es überhaupt keine Aufklärungskampagne gegeben hätte.Aber das ist enorm wichtig für Strategieentscheidungen. Wir geben so viel Geld aus, um diese Kampagne zu replizieren. Und wenn sie auch nur halb so effektiv ist, wie wir annahmen, dann gibt es eine Menge anderer Dinge, für die wir vielleicht eher Geld ausgeben sollten. Man kann versuchen, Übertragungsraten zu senken, indem man andere sexuell übertragbare Krankheiten behandelt, in dem man Beschneidung von Männern voranbringt. Es gibt eine Menge anderer Dinge, die wir unternehmen sollten. Und vielleicht zeigt es uns, dass wir mehr über diese Dinge nachdenken sollten.Ich hoffe, dass ich Ihnen in den letzten 16 Minuten etwas erzählt habe, das Sie noch nicht über AIDS wussten. Und ich hoffe ich habe Sie dazu bewegt, die Dinge von denen Sie schon ausgingen, etwas anzuzweifeln. Und hoffentlich habe ich Sie überzeugt, dass es vielleicht wichtig ist, Dinge über die Epidemie zu verstehen, um über Politik nachzudenken.Aber mehr als alles andere, wissen Sie, bin ich Akademikerin. Und wenn ich gehe, komme ich zurück in mein kleines Büro und sitze vor meinem PC und meinen Daten -- und was daran am aufregendsten ist ist, dass immer wenn ich über Forschung nachdenke, mehr Fragen erscheinen. Es gibt mehr Dinge, von denen ich denke, dass ich sie machen will. Und was einfach so großartig daran ist, hier zu sein, ist, dass ich sicher bin, dass Ihre Fragen ganz anders sind, als die Fragen, die ich mir alleine ausdenken kann. Und ich kann kaum darauf warten, sie zu hören. Also, vielen Dank.
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Was ist Emily Osters Forschungsfeld?
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Ökonomie
1
AIDS
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4
Emily Oster dreht unser Wissen über AIDS in Afrika umHeute möchte ich mit Ihnen über AIDS in Sub-Sahara-Afrika sprechen. Und das hier ist ein ziemlich gebildetes Publikum, also nehme ich an, dass Sie alle etwas über AIDS wissen. Sie wissen wohl, dass ungefähr 25 Millionen Menschen in Afrika mit dem Virus infiziert sind, und dass AIDS eine Armutskrankheit ist. Und dass, wenn es uns gelänge, Afrika aus der Armut zu holen, wir auch AIDS verringern würden. Wenn Sie noch mehr wissen, dann wahrscheinlich, dass Uganda bis heute das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika ist, das im Kampf gegen die Epidemie erfolgreich war mit einer Kampagne, die Menschen dazu ermutigte, treu und enthaltsam zu sein und Kondome zu nutzen -- die ABC Kampagne. Sie verringerte die HIV-Verbreitung in den 1990ern von ca. 15 % auf 6 % in nur ein paar Jahren. Wenn Sie die Politik verfolgen, wissen Sie wohl, dass unser Präsident vor einigen Jahren 15 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Epidemie über 5 Jahre versprochen hat, und dass eine Menge des Geldes an Programme geht, die versuchen, Uganda zu replizieren und durch Verhaltensänderung Menschen zur Eindämmung der Epidemie zu bringen.Also heute werde ich über einige Dinge sprechen, die Sie vielleicht nicht über die Epidemie wissen. Und dann werde ich sogar einige der Dinge angreifen, über die Sie glauben, schon Bescheid zu wissen. Und um das zu machen, werde ich über meine Forschung als Wirtschaftswissenschaftlerin über die Epidemie sprechen. Ich werde wirklich nicht viel über die Wirtschaft sprechen. Ich erzähle Ihnen nichts über Exporte und Preise. Aber ich werde die Werkzeuge und Konzepte, mit denen Ökonomen arbeiten, benutzen, um über ein Problem nachzudenken, das traditionell eher zur Epidemiologie und dem Gesundheitswesen gehört. Und ich finde in diesem Sinne passt das wunderbar zu dieser Querdenken-Mentalität. Hier benutze ich die Werkzeuge einer bestimmten akademischen Disziplin, um über die Probleme einer anderen nachzudenken.Also, wir denken überwiegend, dass AIDS ein strategisches Problem ist. Und wahrscheinlich denken die meisten von Ihnen auch so darüber. Aber in diesem Vortrag geht es darum, Fakten über die Epidemie zu verstehen. Es geht darum, wie sie sich entwickelt, und wie Menschen darauf reagieren. Vielleicht scheint es, als ob ich das strategische Zeug ignoriere, obwohl es wirklich das Wichtigste ist, aber ich hoffe, dass Sie am Ende des Vortrags schlussfolgern, dass wir keine effektive Strategie entwickeln können, wenn wir nicht wirklich verstehen, wie die Epidemie funktioniert.Und der erste Punkt, über den ich sprechen möchte, der erste Punkt, den wir verstehen müssen, ist: Wie reagieren die Menschen auf die Epidemie? Also AIDS ist eine sexuell übertragbare Krankheit, und sie tötet. Das bedeutet, dass der Preis für Sex in einem Gebiet mit viel AIDS sehr hoch ist. Wenn Sie ein uninfizierter Mann in Botswana sind, wo die HIV-Rate 30% ist, und Sie dieses Jahr eine weitere Partnerin haben -- eine Langzeitpartnerin, Freundin, Geliebte -- wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in 10 Jahren sterben, um 3% steigen.Das ist ein riesiger Effekt. Und so denken wir uns, dass die Menschen dann weniger Sex haben sollten. Und tatsächlich gab es diese Veränderung bei homosexuellen Männern in den USA während der 1980er. Wenn wir uns diese Hochrisikogruppe anschauen, und sie fragen: "Hatten Sie in den letzten 2 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit mehr als einem Partner?" ist über die Zeit von '84 bis '88 der Anteil von ca. 85% auf 55% gefallen. Eine große Veränderung in sehr kurzer Zeit.Etwas Vergleichbares haben wir in Afrika nicht beobachtet. Also die Daten sind nicht ganz so gut, aber Sie sehen hier den Anteil der männlichen Singles, die vorehelichen Sex hatten, oder verheiratete Männer, die außerehelichen Sex hatten, und wie sich dies von den frühen bis zu den späten 90ern verändert und von den späten 90ern zu den frühen 2000ern. Die Epidemie nimmt zu. Die Menschen lernen mehr darüber... und wir sehen fast keine Änderung im sexuellen Verhalten. Das sind nur winzige Abnahmen -- zwei Prozentpunkte -- nicht signifikant.Das scheint verblüffend, aber ich sage, Sie sollten davon nicht überrascht sein. Und um das zu verstehen, müssen Sie über Gesundheit nachdenken wie ein Wirtschaftswissenschaftler -- als eine Investition. Also wenn Sie ein Softwareentwickler sind und darüber nachdenken, ob Sie Ihrem Programm eine neue Funktion spendieren sollten, ist es wichtig, die Kosten zu beachten. Es ist auch wichtig, zu wissen, was der Nutzen ist. Und ein Teil des Nutzens ist wie lange das Programm ihrer Meinung nach noch genutzt werden wird. Wenn Version 10 nächste Woche erscheint, gibt es keinen Grund, neue Funktionen in Version 9 einzubauen.Aber Ihre Gesundheitsentscheidungen verlaufen genauso. Jedes mal wenn Sie eine Karotte anstatt eines Kekses essen, jedes Mal wenn Sie ins Fitnessstudio und nicht ins Kino gehen, ist das eine teure Investition zu Gunsten Ihrer Gesundheit. Aber wie viel Sie investieren wollen wird davon abhängig sein, wie lange Sie erwarten, in der Zukunft noch zu leben -- selbst, wenn Sie diese Investitionen nicht machen. AIDS ist die gleiche Sache. Es ist teuer, AIDS zu vermeiden. Die Leute haben echt gerne Sex. Aber wissen Sie, der Nutzen drückt sich in längerer Lebensdauer aus. Allerdings sind die Lebenserwartungen in Afrika, selbst ohne AIDS, wirklich kurz: 40 oder 50 Jahre, in vielen Orten. Ich denke es ist möglich, wenn wir über diese Einsicht, über diese Tatsache nachdenken, dass dies vielleicht einen Teil dieser niedrigen Verhaltensänderung erklärt.Aber das müssen wir untersuchen. Und eine tolle Möglichkeit dafür ist, sich verschiedene afrikanische Regionen anzuschauen, um zu schauen, ob Menschen mit höheren Lebenserwartungen ihr sexuelles Verhalten mehr verändern. Und das werde ich machen, indem ich Regionen mit unterschiedlichen Malarialeveln vergleiche. Also Malaria ist eine Krankheit, die tötet. Es ist eine Krankheit, die eine Menge Erwachsene in Afrika tötet, und auch viele Kinder. Und deshalb werden Menschen, die in malariareichen Gebieten leben eine niedrigere Lebenserwartung haben als Menschen aus Regionen mit wenig Malaria. Also eine Möglichkeit, um zu überprüfen, ob wir einige der Verhaltensänderung über Unterschiede in der Lebenserwartung erklären können ist, nachzuschauen, ob dort wo Malaria weniger verbreitet ist, mehr Verhaltensänderung zu beobachten ist.Und das zeigt Ihnen dieser Graph. Dies zeigt Ihnen -- in Regionen mit niedriger, mittlerer und hoher Malariaverbreitung -- was mit der Anzahl der sexuellen Partner passiert, wenn sich die HIV Verbreitung erhöht. Wenn Sie die blaue Linie beobachten, sehen Sie, dass in Gebieten mit wenig Malaria die Anzahl der sexuellen Partner tatsächlich stark sinkt wenn die HIV Verbreitung steigt. Regionen mit mittleren Leveln sinken auch etwas -- aber nicht so sehr. Und in Regionen mit hohen Malarialeveln steigt sie sogar etwas, aber das ist nicht signifikant.Das liegt nicht nur an Malaria. Junge Frauen, die in Regionen mit hoher Müttersterblichkeitsrate leben, verändern ihr Verhalten weniger wenn sie auf HIV reagieren als junge Frauen aus Regionen mit einer niedrigen Müttersterblichkeitsrate. Ein weiteres Risiko, und sie reagieren weniger auf dieses bestehende Risiko.Für sich genommen sagt das eine Menge über das menschliche Verhalten aus. Es sagt uns etwas darüber, warum wir so wenig Verhaltensänderung in Afrika sehen.Aber es gibt uns auch einen Hinweis für die Strategie. Selbst wenn es einem nur um AIDS in Afrika ginge, macht es vielleicht trotzdem Sinn, in die Malariabekämpfung zu investieren, zu versuchen, die Luftqualität in Innenräumen zu verbessern, die Müttersterblichkeitsrate zu senken. Denn wenn Sie diese Dinge verbessern, dann haben die Menschen einen größeren Anreiz, AIDS von sich aus zu meiden. Aber das offenbart uns auch etwas über eine dieser Tatsachen, die wir angesprochen hatten. Aufklärungskampagnen, wie solche, auf die unser Präsident den Fokus bei den Ausgaben gelegt hat, reichen vielleicht nicht aus. Zumindest nicht alleine. Wenn Menschen keinen Anreiz haben, AIDS von sich aus zu meiden -- selbst wenn sie alles über die Krankheit wissen -- werden sie vielleicht immer noch nicht ihr Verhalten ändern.Die andere Sache die wir hier gelernt haben ist, dass AIDS sich nicht von alleine lösen wird. Die Menschen verändern ihr Verhalten nicht ausreichend, um das Wachstum der Epidemie zu verlangsamen. Also müssen wir über Strategien nachdenken und welche Arten davon wohl effektiv sind.Eine gute Art, über Strategien zu lernen ist, zu schauen was schon funktioniert hat. Der Grund, weswegen wir wissen, dass die ABC Kampagne in Uganda effektiv war ist, dass wir gute Daten über HIV-Verbreitung über die Zeit haben. In Uganda sehen wir, dass die Verbreitung abnahm. Wir wissen, dass sie die Kampagne hatten. So haben wir gelernt, was funktioniert. Das ist nicht der einzige Ort, an dem wir Interventionen hatten. Andere Orte haben Sachen versucht, also warum schauen wir nicht dort und untersuchen, was mit der Verbreitung passiert ist?Leider gibt es fast keine guten Daten über HIV-Verbreitung in der allgemeinen afrikanischen Bevölkerung bis ca. 2003. Wenn ich Sie bitten würde: "Können Sie mir mal die Verbreitung in Burkino 1991 finden?" Sie öffnen Google, suchen, und finden: dass tatsächlich die einzigen Gruppen, die 1991 in Burkina Faso erhoben wurden Patienten mit Geschlechtskrankheiten und Schwangere waren. Und diese Gruppen sind nicht so besonders repräsentativ. Wenn Sie dann noch etwas tiefer gehen, mehr nachforschen, was damals los war, finden Sie heraus, dass das sogar ein ziemlich gutes Jahr war. Denn in manchen Jahren waren es nur Drogenabhängige, die getestet wurden. Und noch schlimmer - manche Jahre nur die Drogenabhängigen, manche Jahre nur die Schwangeren. Es gibt keine Möglichkeit, herauszufinden, was über die Zeit passiert ist. Es gibt keine konsistente Datenerhebung.Und in den letzten paar Jahren haben wir tatsächlich ein paar gute Daten erhoben. In Kenia, Sambia und einer Menge Länder gab es Überprüfungen von zufälligen Stichproben der Bevölkerung. Aber es bleibt eine große Lücke in unserem Wissen. Also kann ich Ihnen sagen, wie hoch die Verbreitung 2003 in Kenia war, aber ich weiß nichts über 1993 oder 1983.Das ist ein Problem für Politikentscheidungen. Es war ein Problem für meine Forschung. Und ich fing an, darüber nachzudenken, wie wir sonst herausfinden könnten, wie hoch die HIV-Verbreitung in Afrika in der Vergangenheit war. Und ich denke die Antwort ist, dass wir uns Sterbedaten anschauen können, und wir können diese Daten nutzen, um die Verbreitung in der Vergangenheit herzuleiten.Um das zu tun, müssen wir uns auf die Tatsache stützen, dass AIDS eine sehr spezifische Krankheit ist. Sie tötet Menschen in ihren besten Jahren. Sehr wenige andere Krankheiten haben dieses Profil. Und Sie sehen hier: Dieser Graph zeigt Todesraten in Altersgruppen in Botswana und Ägypten. Botswana ist ein Ort mit einer hohen AIDS Rate, Ägypten hat wenig AIDS. Und Sie sehen, dass beide ziemlich ähnliche Todesraten bei jungen Kindern und alten Menschen haben. Das lässt auf ziemlich ähnliche Entwicklungsgrade schließen.Aber in dieser mittleren Region, zwischen 20 und 45, sind die Todesraten in Botswana viel, viel höher, als in Ägypten. Aber weil es sehr wenige andere tödlichen Krankheiten gibt, können wir diese Sterblichkeit wirklich HIV zuschreiben. Und weil die Menschen, die dieses Jahr gestorben sind, AIDS vor ein paar Jahren bekamen, können wir die Sterblichkeitsdaten nutzen, um die HIV-Verbreitung in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Also es stellt sich mit diesem Verfahren heraus, dass die Schätzungen der Verbreitung tatsächlich den zufälligen Testreihen aus der Bevölkerung sehr nahe kommen -- aber sie sind sehr, sehr anders als die UNAIDS Daten.Also dieser Graph ist die Verbreitungsschätzung von UNAIDS, und dieser die Verbreitung laut Sterberate für die Jahre der späten 1990er in neun afrikanischen Ländern. Und Sie sehen fast ohne Ausnahme, dass die UNAIDS Schätzungen viel höher als die auf Sterbedaten basierenden sind. UNAIDS sagt, dass die HIV Rate in Sambia 20% beträgt und Sterblichkeitsschätzungen deuten darauf hin, dass es nur ca. 5% sind. Und wissen Sie, das sind keine trivialen Unterschiede in den Sterblichkeitsraten. Das ist also eine andere Möglichkeit es zu sehen. Sie können sehen, dass, wenn die Verbreitung so hoch wäre, wie UNAIDS behauptet, wir eigentlich 60 Tote pro 10.000 sehen müssten statt 20 Tote pro 10.000 in dieser Altersgruppe.Ich werde eine Minute lang etwas darüber sprechen, wie wir diese Art von Informationen nutzen können, um etwas zu lernen, das uns helfen wird, über die Welt nachzudenken. Aber das sagt uns auch, dass eine dieser Tatsachen, die ich am Anfang nannte vielleicht nicht ganz richtig ist. Wenn Sie denken, dass 25 Mio. Menschen infiziert sind, wenn Sie denken, dass die UNAIDS Zahlen viel zu hoch sind, sind es vielleicht eher 10 oder 15 Millionen. Das bedeutet nicht, dass AIDS kein Problem ist - es ist gigantisch. Aber es deutet darauf hin, dass die Zahlen wohl etwas zu hoch sind. Was ich wirklich möchte ist, diese neuen Daten zu nutzen, um herauszufinden, was die HIV-Epidemie schneller oder langsamer wachsen lässt.Und ich hatte am Anfang versprochen, nicht über Exporte zu reden. Als ich begann, an diesen Projekten zu arbeiten dachte ich überhaupt nicht an die Wirtschaft aber irgendwann fängt sie einen doch wieder ein. Also spreche ich jetzt doch über Exporte und Preise. Und ich möchte über die Beziehung zwischen wirtschaftlicher Aktivität, insbesondere dem Exportvolumen und HIV-Infektionen sprechen.Nun offensichtlich bin ich als Wirtschaftswissenschaftlerin sehr vertraut mit der Tatsache, dass Entwicklung und die Offenheit für den Handel wirklich gut für Entwicklungsländer ist. Es ist gut, um das Leben der Menschen zu verbessern. Aber Offenheit und Verknüpfung hat einen Preis wenn wir an Krankheiten denken. Das sollte keine Überraschung sein. Am Mittwoch habe ich von Laurie Garret gelernt, dass ich auf jeden Fall die Vogelgrippe bekomme und das würde mich überhaupt nicht beunruhigen, wenn wir niemals Kontakt mit Asien hätten.Und HIV ist tatsächlich besonders stark mit Durchgangsverkehr verknüpft. Die Epidemie war tatsächlich von nur einem männlichen Steward auf einem Flug in die USA eingeführt worden, der die Krankheit in Afrika bekam und mitbrachte. Und das war die Geburtsstunde der gesamten Epidemie in den USA. In Afrika haben Epidemiologen seit einer langen Zeit beobachtet, dass LKW-Fahrer und Migranten eine höhere Infektionswahrscheinlichkeit als andere Menschen haben. Dass Regionen mit einer hohen ökonomischen Aktivität -- mit vielen Straßen, viel Urbanisierung -- diese Regionen haben eine höhere Verbreitung als andere.Aber tatsächlich bedeutet das überhaupt nicht, dass, wenn wir Menschen mehr Exporte und Handel gäben, dies die Verbreitung erhöhen würde. Wenn wir diese neuen Daten nutzen, die Infektionsrate über die Zeit, können wir das testen. Und so scheint es -- zum Glück, finde ich -- es scheint der Fall zu sein, dass diese Dinge sich positiv zueinander verhalten. Mehr Exporte bedeuten mehr AIDS. Und dieser Effekt ist wirklich groß. Also die Daten, die ich habe, lassen erkennen, dass bei einer Verdopplung des Exportvolumens sich die neuen HIV Infektionen vervierfachen.Das hat wichtige Implikationen für Strategie und Vorhersagen. Aus einer Vorhersage-Perspektive, wenn wir wissen, dass Handel sich wahrscheinlich ändert, zum Beispiel wegen des "African Growth and Opportunities Act" oder anderen Gesetzen, die Handel ankurbeln, können wir nachvollziehen, welche Regionen wahrscheinlich stark von HIV infiziert sein werden. Und wir können hingehen und versuchen, dort vorbeugende Maßnahmen durchzuführen. Genauso, wie wir Entwicklungspolitik betreiben um Exporte zu stärken, wenn wir von diesem externen Effekt wissen -- diese zusätzliche Sache, die eintreten wird, wenn wir Exporte steigern -- dann können wir über die richtige Art von Gesetzen nachdenken.Aber es sagt uns auch etwas über eine der Tatsachen, von denen wir glauben, sie zu wissen. Auch wenn es stimmt, dass Armut und AIDS verbunden sind, in dem Sinne, dass Afrika arm ist und viel AIDS hat, ist es nicht zwingend richtig, dass -- zumindest kurzfristig -- Armutsbekämpfung und das Verbessern von Exporten und Entwicklung, es ist nicht zwingend der Fall, dass dies zu einer Abnahme der HIV-Verbreitung führen wird.Also in diesem Vortrag habe ich ein paar Mal den besonderen Fall von Uganda erwähnt und die Tatsache, dass es das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika mit einer erfolgreichen Vorbeugung ist. Es wird sehr oft hochgehalten. Es wurde in Kenia, Tansania, Südafrika und vielen anderen Orten repliziert. Aber das will ich jetzt auch anzweifeln. Denn es ist wahr, dass die Verbreitung zurückgegangen ist, im Uganda der 1990er. Es stimmt, dass sie eine Aufklärungskampagne hatten. Aber da war noch etwas anderes, das in Uganda zu dieser Zeit passiert ist.Es gab einen großen Fall der Kaffeepreise. Kaffee ist Ugandas Hauptexportprodukt. Die Exporte sind in den frühen 90ern stark gefallen -- und das passt ziemlich genau mit der Abnahme der neuen HIV Infektionen. Sie sehen, dass beide dieser Reihen -- die schwarze Linie ist das Exportvolumen, die rote sind neue HIV-Infektionen -- Sie sehen, dass beide zunehmen, Ab ca. 1987 gehen beide ziemlich stark nach unten. Und dann folgen sie sich ein bisschen beim Anstieg später im Jahrzehnt.Wenn Sie die Intuition und diese Abbildung mit den Daten, über die ich vorher gesprochen habe, kombinieren, deutet das darauf hin, dass 25 bis 30 Prozent des Rückgangs der Verbreitung in Uganda auch passiert wäre, wenn es überhaupt keine Aufklärungskampagne gegeben hätte.Aber das ist enorm wichtig für Strategieentscheidungen. Wir geben so viel Geld aus, um diese Kampagne zu replizieren. Und wenn sie auch nur halb so effektiv ist, wie wir annahmen, dann gibt es eine Menge anderer Dinge, für die wir vielleicht eher Geld ausgeben sollten. Man kann versuchen, Übertragungsraten zu senken, indem man andere sexuell übertragbare Krankheiten behandelt, in dem man Beschneidung von Männern voranbringt. Es gibt eine Menge anderer Dinge, die wir unternehmen sollten. Und vielleicht zeigt es uns, dass wir mehr über diese Dinge nachdenken sollten.Ich hoffe, dass ich Ihnen in den letzten 16 Minuten etwas erzählt habe, das Sie noch nicht über AIDS wussten. Und ich hoffe ich habe Sie dazu bewegt, die Dinge von denen Sie schon ausgingen, etwas anzuzweifeln. Und hoffentlich habe ich Sie überzeugt, dass es vielleicht wichtig ist, Dinge über die Epidemie zu verstehen, um über Politik nachzudenken.Aber mehr als alles andere, wissen Sie, bin ich Akademikerin. Und wenn ich gehe, komme ich zurück in mein kleines Büro und sitze vor meinem PC und meinen Daten -- und was daran am aufregendsten ist ist, dass immer wenn ich über Forschung nachdenke, mehr Fragen erscheinen. Es gibt mehr Dinge, von denen ich denke, dass ich sie machen will. Und was einfach so großartig daran ist, hier zu sein, ist, dass ich sicher bin, dass Ihre Fragen ganz anders sind, als die Fragen, die ich mir alleine ausdenken kann. Und ich kann kaum darauf warten, sie zu hören. Also, vielen Dank.
3
Wie infizieren sich Menschen mit HIV?
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5
durch Geschlechtsverkehr
1
AIDS
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4
Emily Oster dreht unser Wissen über AIDS in Afrika umHeute möchte ich mit Ihnen über AIDS in Sub-Sahara-Afrika sprechen. Und das hier ist ein ziemlich gebildetes Publikum, also nehme ich an, dass Sie alle etwas über AIDS wissen. Sie wissen wohl, dass ungefähr 25 Millionen Menschen in Afrika mit dem Virus infiziert sind, und dass AIDS eine Armutskrankheit ist. Und dass, wenn es uns gelänge, Afrika aus der Armut zu holen, wir auch AIDS verringern würden. Wenn Sie noch mehr wissen, dann wahrscheinlich, dass Uganda bis heute das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika ist, das im Kampf gegen die Epidemie erfolgreich war mit einer Kampagne, die Menschen dazu ermutigte, treu und enthaltsam zu sein und Kondome zu nutzen -- die ABC Kampagne. Sie verringerte die HIV-Verbreitung in den 1990ern von ca. 15 % auf 6 % in nur ein paar Jahren. Wenn Sie die Politik verfolgen, wissen Sie wohl, dass unser Präsident vor einigen Jahren 15 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Epidemie über 5 Jahre versprochen hat, und dass eine Menge des Geldes an Programme geht, die versuchen, Uganda zu replizieren und durch Verhaltensänderung Menschen zur Eindämmung der Epidemie zu bringen.Also heute werde ich über einige Dinge sprechen, die Sie vielleicht nicht über die Epidemie wissen. Und dann werde ich sogar einige der Dinge angreifen, über die Sie glauben, schon Bescheid zu wissen. Und um das zu machen, werde ich über meine Forschung als Wirtschaftswissenschaftlerin über die Epidemie sprechen. Ich werde wirklich nicht viel über die Wirtschaft sprechen. Ich erzähle Ihnen nichts über Exporte und Preise. Aber ich werde die Werkzeuge und Konzepte, mit denen Ökonomen arbeiten, benutzen, um über ein Problem nachzudenken, das traditionell eher zur Epidemiologie und dem Gesundheitswesen gehört. Und ich finde in diesem Sinne passt das wunderbar zu dieser Querdenken-Mentalität. Hier benutze ich die Werkzeuge einer bestimmten akademischen Disziplin, um über die Probleme einer anderen nachzudenken.Also, wir denken überwiegend, dass AIDS ein strategisches Problem ist. Und wahrscheinlich denken die meisten von Ihnen auch so darüber. Aber in diesem Vortrag geht es darum, Fakten über die Epidemie zu verstehen. Es geht darum, wie sie sich entwickelt, und wie Menschen darauf reagieren. Vielleicht scheint es, als ob ich das strategische Zeug ignoriere, obwohl es wirklich das Wichtigste ist, aber ich hoffe, dass Sie am Ende des Vortrags schlussfolgern, dass wir keine effektive Strategie entwickeln können, wenn wir nicht wirklich verstehen, wie die Epidemie funktioniert.Und der erste Punkt, über den ich sprechen möchte, der erste Punkt, den wir verstehen müssen, ist: Wie reagieren die Menschen auf die Epidemie? Also AIDS ist eine sexuell übertragbare Krankheit, und sie tötet. Das bedeutet, dass der Preis für Sex in einem Gebiet mit viel AIDS sehr hoch ist. Wenn Sie ein uninfizierter Mann in Botswana sind, wo die HIV-Rate 30% ist, und Sie dieses Jahr eine weitere Partnerin haben -- eine Langzeitpartnerin, Freundin, Geliebte -- wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in 10 Jahren sterben, um 3% steigen.Das ist ein riesiger Effekt. Und so denken wir uns, dass die Menschen dann weniger Sex haben sollten. Und tatsächlich gab es diese Veränderung bei homosexuellen Männern in den USA während der 1980er. Wenn wir uns diese Hochrisikogruppe anschauen, und sie fragen: "Hatten Sie in den letzten 2 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit mehr als einem Partner?" ist über die Zeit von '84 bis '88 der Anteil von ca. 85% auf 55% gefallen. Eine große Veränderung in sehr kurzer Zeit.Etwas Vergleichbares haben wir in Afrika nicht beobachtet. Also die Daten sind nicht ganz so gut, aber Sie sehen hier den Anteil der männlichen Singles, die vorehelichen Sex hatten, oder verheiratete Männer, die außerehelichen Sex hatten, und wie sich dies von den frühen bis zu den späten 90ern verändert und von den späten 90ern zu den frühen 2000ern. Die Epidemie nimmt zu. Die Menschen lernen mehr darüber... und wir sehen fast keine Änderung im sexuellen Verhalten. Das sind nur winzige Abnahmen -- zwei Prozentpunkte -- nicht signifikant.Das scheint verblüffend, aber ich sage, Sie sollten davon nicht überrascht sein. Und um das zu verstehen, müssen Sie über Gesundheit nachdenken wie ein Wirtschaftswissenschaftler -- als eine Investition. Also wenn Sie ein Softwareentwickler sind und darüber nachdenken, ob Sie Ihrem Programm eine neue Funktion spendieren sollten, ist es wichtig, die Kosten zu beachten. Es ist auch wichtig, zu wissen, was der Nutzen ist. Und ein Teil des Nutzens ist wie lange das Programm ihrer Meinung nach noch genutzt werden wird. Wenn Version 10 nächste Woche erscheint, gibt es keinen Grund, neue Funktionen in Version 9 einzubauen.Aber Ihre Gesundheitsentscheidungen verlaufen genauso. Jedes mal wenn Sie eine Karotte anstatt eines Kekses essen, jedes Mal wenn Sie ins Fitnessstudio und nicht ins Kino gehen, ist das eine teure Investition zu Gunsten Ihrer Gesundheit. Aber wie viel Sie investieren wollen wird davon abhängig sein, wie lange Sie erwarten, in der Zukunft noch zu leben -- selbst, wenn Sie diese Investitionen nicht machen. AIDS ist die gleiche Sache. Es ist teuer, AIDS zu vermeiden. Die Leute haben echt gerne Sex. Aber wissen Sie, der Nutzen drückt sich in längerer Lebensdauer aus. Allerdings sind die Lebenserwartungen in Afrika, selbst ohne AIDS, wirklich kurz: 40 oder 50 Jahre, in vielen Orten. Ich denke es ist möglich, wenn wir über diese Einsicht, über diese Tatsache nachdenken, dass dies vielleicht einen Teil dieser niedrigen Verhaltensänderung erklärt.Aber das müssen wir untersuchen. Und eine tolle Möglichkeit dafür ist, sich verschiedene afrikanische Regionen anzuschauen, um zu schauen, ob Menschen mit höheren Lebenserwartungen ihr sexuelles Verhalten mehr verändern. Und das werde ich machen, indem ich Regionen mit unterschiedlichen Malarialeveln vergleiche. Also Malaria ist eine Krankheit, die tötet. Es ist eine Krankheit, die eine Menge Erwachsene in Afrika tötet, und auch viele Kinder. Und deshalb werden Menschen, die in malariareichen Gebieten leben eine niedrigere Lebenserwartung haben als Menschen aus Regionen mit wenig Malaria. Also eine Möglichkeit, um zu überprüfen, ob wir einige der Verhaltensänderung über Unterschiede in der Lebenserwartung erklären können ist, nachzuschauen, ob dort wo Malaria weniger verbreitet ist, mehr Verhaltensänderung zu beobachten ist.Und das zeigt Ihnen dieser Graph. Dies zeigt Ihnen -- in Regionen mit niedriger, mittlerer und hoher Malariaverbreitung -- was mit der Anzahl der sexuellen Partner passiert, wenn sich die HIV Verbreitung erhöht. Wenn Sie die blaue Linie beobachten, sehen Sie, dass in Gebieten mit wenig Malaria die Anzahl der sexuellen Partner tatsächlich stark sinkt wenn die HIV Verbreitung steigt. Regionen mit mittleren Leveln sinken auch etwas -- aber nicht so sehr. Und in Regionen mit hohen Malarialeveln steigt sie sogar etwas, aber das ist nicht signifikant.Das liegt nicht nur an Malaria. Junge Frauen, die in Regionen mit hoher Müttersterblichkeitsrate leben, verändern ihr Verhalten weniger wenn sie auf HIV reagieren als junge Frauen aus Regionen mit einer niedrigen Müttersterblichkeitsrate. Ein weiteres Risiko, und sie reagieren weniger auf dieses bestehende Risiko.Für sich genommen sagt das eine Menge über das menschliche Verhalten aus. Es sagt uns etwas darüber, warum wir so wenig Verhaltensänderung in Afrika sehen.Aber es gibt uns auch einen Hinweis für die Strategie. Selbst wenn es einem nur um AIDS in Afrika ginge, macht es vielleicht trotzdem Sinn, in die Malariabekämpfung zu investieren, zu versuchen, die Luftqualität in Innenräumen zu verbessern, die Müttersterblichkeitsrate zu senken. Denn wenn Sie diese Dinge verbessern, dann haben die Menschen einen größeren Anreiz, AIDS von sich aus zu meiden. Aber das offenbart uns auch etwas über eine dieser Tatsachen, die wir angesprochen hatten. Aufklärungskampagnen, wie solche, auf die unser Präsident den Fokus bei den Ausgaben gelegt hat, reichen vielleicht nicht aus. Zumindest nicht alleine. Wenn Menschen keinen Anreiz haben, AIDS von sich aus zu meiden -- selbst wenn sie alles über die Krankheit wissen -- werden sie vielleicht immer noch nicht ihr Verhalten ändern.Die andere Sache die wir hier gelernt haben ist, dass AIDS sich nicht von alleine lösen wird. Die Menschen verändern ihr Verhalten nicht ausreichend, um das Wachstum der Epidemie zu verlangsamen. Also müssen wir über Strategien nachdenken und welche Arten davon wohl effektiv sind.Eine gute Art, über Strategien zu lernen ist, zu schauen was schon funktioniert hat. Der Grund, weswegen wir wissen, dass die ABC Kampagne in Uganda effektiv war ist, dass wir gute Daten über HIV-Verbreitung über die Zeit haben. In Uganda sehen wir, dass die Verbreitung abnahm. Wir wissen, dass sie die Kampagne hatten. So haben wir gelernt, was funktioniert. Das ist nicht der einzige Ort, an dem wir Interventionen hatten. Andere Orte haben Sachen versucht, also warum schauen wir nicht dort und untersuchen, was mit der Verbreitung passiert ist?Leider gibt es fast keine guten Daten über HIV-Verbreitung in der allgemeinen afrikanischen Bevölkerung bis ca. 2003. Wenn ich Sie bitten würde: "Können Sie mir mal die Verbreitung in Burkino 1991 finden?" Sie öffnen Google, suchen, und finden: dass tatsächlich die einzigen Gruppen, die 1991 in Burkina Faso erhoben wurden Patienten mit Geschlechtskrankheiten und Schwangere waren. Und diese Gruppen sind nicht so besonders repräsentativ. Wenn Sie dann noch etwas tiefer gehen, mehr nachforschen, was damals los war, finden Sie heraus, dass das sogar ein ziemlich gutes Jahr war. Denn in manchen Jahren waren es nur Drogenabhängige, die getestet wurden. Und noch schlimmer - manche Jahre nur die Drogenabhängigen, manche Jahre nur die Schwangeren. Es gibt keine Möglichkeit, herauszufinden, was über die Zeit passiert ist. Es gibt keine konsistente Datenerhebung.Und in den letzten paar Jahren haben wir tatsächlich ein paar gute Daten erhoben. In Kenia, Sambia und einer Menge Länder gab es Überprüfungen von zufälligen Stichproben der Bevölkerung. Aber es bleibt eine große Lücke in unserem Wissen. Also kann ich Ihnen sagen, wie hoch die Verbreitung 2003 in Kenia war, aber ich weiß nichts über 1993 oder 1983.Das ist ein Problem für Politikentscheidungen. Es war ein Problem für meine Forschung. Und ich fing an, darüber nachzudenken, wie wir sonst herausfinden könnten, wie hoch die HIV-Verbreitung in Afrika in der Vergangenheit war. Und ich denke die Antwort ist, dass wir uns Sterbedaten anschauen können, und wir können diese Daten nutzen, um die Verbreitung in der Vergangenheit herzuleiten.Um das zu tun, müssen wir uns auf die Tatsache stützen, dass AIDS eine sehr spezifische Krankheit ist. Sie tötet Menschen in ihren besten Jahren. Sehr wenige andere Krankheiten haben dieses Profil. Und Sie sehen hier: Dieser Graph zeigt Todesraten in Altersgruppen in Botswana und Ägypten. Botswana ist ein Ort mit einer hohen AIDS Rate, Ägypten hat wenig AIDS. Und Sie sehen, dass beide ziemlich ähnliche Todesraten bei jungen Kindern und alten Menschen haben. Das lässt auf ziemlich ähnliche Entwicklungsgrade schließen.Aber in dieser mittleren Region, zwischen 20 und 45, sind die Todesraten in Botswana viel, viel höher, als in Ägypten. Aber weil es sehr wenige andere tödlichen Krankheiten gibt, können wir diese Sterblichkeit wirklich HIV zuschreiben. Und weil die Menschen, die dieses Jahr gestorben sind, AIDS vor ein paar Jahren bekamen, können wir die Sterblichkeitsdaten nutzen, um die HIV-Verbreitung in der Vergangenheit zu rekonstruieren. 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In welchem Land ist eine HIV-Rate von 30% registriert?
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im früheren britischen Protektorat Bechuanaland
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AIDS
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Emily Oster dreht unser Wissen über AIDS in Afrika umHeute möchte ich mit Ihnen über AIDS in Sub-Sahara-Afrika sprechen. Und das hier ist ein ziemlich gebildetes Publikum, also nehme ich an, dass Sie alle etwas über AIDS wissen. Sie wissen wohl, dass ungefähr 25 Millionen Menschen in Afrika mit dem Virus infiziert sind, und dass AIDS eine Armutskrankheit ist. Und dass, wenn es uns gelänge, Afrika aus der Armut zu holen, wir auch AIDS verringern würden. Wenn Sie noch mehr wissen, dann wahrscheinlich, dass Uganda bis heute das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika ist, das im Kampf gegen die Epidemie erfolgreich war mit einer Kampagne, die Menschen dazu ermutigte, treu und enthaltsam zu sein und Kondome zu nutzen -- die ABC Kampagne. Sie verringerte die HIV-Verbreitung in den 1990ern von ca. 15 % auf 6 % in nur ein paar Jahren. Wenn Sie die Politik verfolgen, wissen Sie wohl, dass unser Präsident vor einigen Jahren 15 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Epidemie über 5 Jahre versprochen hat, und dass eine Menge des Geldes an Programme geht, die versuchen, Uganda zu replizieren und durch Verhaltensänderung Menschen zur Eindämmung der Epidemie zu bringen.Also heute werde ich über einige Dinge sprechen, die Sie vielleicht nicht über die Epidemie wissen. Und dann werde ich sogar einige der Dinge angreifen, über die Sie glauben, schon Bescheid zu wissen. Und um das zu machen, werde ich über meine Forschung als Wirtschaftswissenschaftlerin über die Epidemie sprechen. Ich werde wirklich nicht viel über die Wirtschaft sprechen. Ich erzähle Ihnen nichts über Exporte und Preise. Aber ich werde die Werkzeuge und Konzepte, mit denen Ökonomen arbeiten, benutzen, um über ein Problem nachzudenken, das traditionell eher zur Epidemiologie und dem Gesundheitswesen gehört. Und ich finde in diesem Sinne passt das wunderbar zu dieser Querdenken-Mentalität. Hier benutze ich die Werkzeuge einer bestimmten akademischen Disziplin, um über die Probleme einer anderen nachzudenken.Also, wir denken überwiegend, dass AIDS ein strategisches Problem ist. Und wahrscheinlich denken die meisten von Ihnen auch so darüber. Aber in diesem Vortrag geht es darum, Fakten über die Epidemie zu verstehen. Es geht darum, wie sie sich entwickelt, und wie Menschen darauf reagieren. Vielleicht scheint es, als ob ich das strategische Zeug ignoriere, obwohl es wirklich das Wichtigste ist, aber ich hoffe, dass Sie am Ende des Vortrags schlussfolgern, dass wir keine effektive Strategie entwickeln können, wenn wir nicht wirklich verstehen, wie die Epidemie funktioniert.Und der erste Punkt, über den ich sprechen möchte, der erste Punkt, den wir verstehen müssen, ist: Wie reagieren die Menschen auf die Epidemie? Also AIDS ist eine sexuell übertragbare Krankheit, und sie tötet. Das bedeutet, dass der Preis für Sex in einem Gebiet mit viel AIDS sehr hoch ist. Wenn Sie ein uninfizierter Mann in Botswana sind, wo die HIV-Rate 30% ist, und Sie dieses Jahr eine weitere Partnerin haben -- eine Langzeitpartnerin, Freundin, Geliebte -- wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in 10 Jahren sterben, um 3% steigen.Das ist ein riesiger Effekt. Und so denken wir uns, dass die Menschen dann weniger Sex haben sollten. Und tatsächlich gab es diese Veränderung bei homosexuellen Männern in den USA während der 1980er. Wenn wir uns diese Hochrisikogruppe anschauen, und sie fragen: "Hatten Sie in den letzten 2 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit mehr als einem Partner?" ist über die Zeit von '84 bis '88 der Anteil von ca. 85% auf 55% gefallen. Eine große Veränderung in sehr kurzer Zeit.Etwas Vergleichbares haben wir in Afrika nicht beobachtet. Also die Daten sind nicht ganz so gut, aber Sie sehen hier den Anteil der männlichen Singles, die vorehelichen Sex hatten, oder verheiratete Männer, die außerehelichen Sex hatten, und wie sich dies von den frühen bis zu den späten 90ern verändert und von den späten 90ern zu den frühen 2000ern. Die Epidemie nimmt zu. Die Menschen lernen mehr darüber... und wir sehen fast keine Änderung im sexuellen Verhalten. Das sind nur winzige Abnahmen -- zwei Prozentpunkte -- nicht signifikant.Das scheint verblüffend, aber ich sage, Sie sollten davon nicht überrascht sein. Und um das zu verstehen, müssen Sie über Gesundheit nachdenken wie ein Wirtschaftswissenschaftler -- als eine Investition. Also wenn Sie ein Softwareentwickler sind und darüber nachdenken, ob Sie Ihrem Programm eine neue Funktion spendieren sollten, ist es wichtig, die Kosten zu beachten. Es ist auch wichtig, zu wissen, was der Nutzen ist. Und ein Teil des Nutzens ist wie lange das Programm ihrer Meinung nach noch genutzt werden wird. Wenn Version 10 nächste Woche erscheint, gibt es keinen Grund, neue Funktionen in Version 9 einzubauen.Aber Ihre Gesundheitsentscheidungen verlaufen genauso. Jedes mal wenn Sie eine Karotte anstatt eines Kekses essen, jedes Mal wenn Sie ins Fitnessstudio und nicht ins Kino gehen, ist das eine teure Investition zu Gunsten Ihrer Gesundheit. Aber wie viel Sie investieren wollen wird davon abhängig sein, wie lange Sie erwarten, in der Zukunft noch zu leben -- selbst, wenn Sie diese Investitionen nicht machen. AIDS ist die gleiche Sache. Es ist teuer, AIDS zu vermeiden. Die Leute haben echt gerne Sex. Aber wissen Sie, der Nutzen drückt sich in längerer Lebensdauer aus. Allerdings sind die Lebenserwartungen in Afrika, selbst ohne AIDS, wirklich kurz: 40 oder 50 Jahre, in vielen Orten. Ich denke es ist möglich, wenn wir über diese Einsicht, über diese Tatsache nachdenken, dass dies vielleicht einen Teil dieser niedrigen Verhaltensänderung erklärt.Aber das müssen wir untersuchen. Und eine tolle Möglichkeit dafür ist, sich verschiedene afrikanische Regionen anzuschauen, um zu schauen, ob Menschen mit höheren Lebenserwartungen ihr sexuelles Verhalten mehr verändern. Und das werde ich machen, indem ich Regionen mit unterschiedlichen Malarialeveln vergleiche. Also Malaria ist eine Krankheit, die tötet. Es ist eine Krankheit, die eine Menge Erwachsene in Afrika tötet, und auch viele Kinder. Und deshalb werden Menschen, die in malariareichen Gebieten leben eine niedrigere Lebenserwartung haben als Menschen aus Regionen mit wenig Malaria. Also eine Möglichkeit, um zu überprüfen, ob wir einige der Verhaltensänderung über Unterschiede in der Lebenserwartung erklären können ist, nachzuschauen, ob dort wo Malaria weniger verbreitet ist, mehr Verhaltensänderung zu beobachten ist.Und das zeigt Ihnen dieser Graph. Dies zeigt Ihnen -- in Regionen mit niedriger, mittlerer und hoher Malariaverbreitung -- was mit der Anzahl der sexuellen Partner passiert, wenn sich die HIV Verbreitung erhöht. Wenn Sie die blaue Linie beobachten, sehen Sie, dass in Gebieten mit wenig Malaria die Anzahl der sexuellen Partner tatsächlich stark sinkt wenn die HIV Verbreitung steigt. Regionen mit mittleren Leveln sinken auch etwas -- aber nicht so sehr. Und in Regionen mit hohen Malarialeveln steigt sie sogar etwas, aber das ist nicht signifikant.Das liegt nicht nur an Malaria. Junge Frauen, die in Regionen mit hoher Müttersterblichkeitsrate leben, verändern ihr Verhalten weniger wenn sie auf HIV reagieren als junge Frauen aus Regionen mit einer niedrigen Müttersterblichkeitsrate. Ein weiteres Risiko, und sie reagieren weniger auf dieses bestehende Risiko.Für sich genommen sagt das eine Menge über das menschliche Verhalten aus. Es sagt uns etwas darüber, warum wir so wenig Verhaltensänderung in Afrika sehen.Aber es gibt uns auch einen Hinweis für die Strategie. Selbst wenn es einem nur um AIDS in Afrika ginge, macht es vielleicht trotzdem Sinn, in die Malariabekämpfung zu investieren, zu versuchen, die Luftqualität in Innenräumen zu verbessern, die Müttersterblichkeitsrate zu senken. Denn wenn Sie diese Dinge verbessern, dann haben die Menschen einen größeren Anreiz, AIDS von sich aus zu meiden. Aber das offenbart uns auch etwas über eine dieser Tatsachen, die wir angesprochen hatten. Aufklärungskampagnen, wie solche, auf die unser Präsident den Fokus bei den Ausgaben gelegt hat, reichen vielleicht nicht aus. Zumindest nicht alleine. Wenn Menschen keinen Anreiz haben, AIDS von sich aus zu meiden -- selbst wenn sie alles über die Krankheit wissen -- werden sie vielleicht immer noch nicht ihr Verhalten ändern.Die andere Sache die wir hier gelernt haben ist, dass AIDS sich nicht von alleine lösen wird. Die Menschen verändern ihr Verhalten nicht ausreichend, um das Wachstum der Epidemie zu verlangsamen. Also müssen wir über Strategien nachdenken und welche Arten davon wohl effektiv sind.Eine gute Art, über Strategien zu lernen ist, zu schauen was schon funktioniert hat. Der Grund, weswegen wir wissen, dass die ABC Kampagne in Uganda effektiv war ist, dass wir gute Daten über HIV-Verbreitung über die Zeit haben. In Uganda sehen wir, dass die Verbreitung abnahm. Wir wissen, dass sie die Kampagne hatten. So haben wir gelernt, was funktioniert. Das ist nicht der einzige Ort, an dem wir Interventionen hatten. Andere Orte haben Sachen versucht, also warum schauen wir nicht dort und untersuchen, was mit der Verbreitung passiert ist?Leider gibt es fast keine guten Daten über HIV-Verbreitung in der allgemeinen afrikanischen Bevölkerung bis ca. 2003. Wenn ich Sie bitten würde: "Können Sie mir mal die Verbreitung in Burkino 1991 finden?" Sie öffnen Google, suchen, und finden: dass tatsächlich die einzigen Gruppen, die 1991 in Burkina Faso erhoben wurden Patienten mit Geschlechtskrankheiten und Schwangere waren. Und diese Gruppen sind nicht so besonders repräsentativ. Wenn Sie dann noch etwas tiefer gehen, mehr nachforschen, was damals los war, finden Sie heraus, dass das sogar ein ziemlich gutes Jahr war. Denn in manchen Jahren waren es nur Drogenabhängige, die getestet wurden. Und noch schlimmer - manche Jahre nur die Drogenabhängigen, manche Jahre nur die Schwangeren. Es gibt keine Möglichkeit, herauszufinden, was über die Zeit passiert ist. Es gibt keine konsistente Datenerhebung.Und in den letzten paar Jahren haben wir tatsächlich ein paar gute Daten erhoben. In Kenia, Sambia und einer Menge Länder gab es Überprüfungen von zufälligen Stichproben der Bevölkerung. Aber es bleibt eine große Lücke in unserem Wissen. Also kann ich Ihnen sagen, wie hoch die Verbreitung 2003 in Kenia war, aber ich weiß nichts über 1993 oder 1983.Das ist ein Problem für Politikentscheidungen. Es war ein Problem für meine Forschung. Und ich fing an, darüber nachzudenken, wie wir sonst herausfinden könnten, wie hoch die HIV-Verbreitung in Afrika in der Vergangenheit war. Und ich denke die Antwort ist, dass wir uns Sterbedaten anschauen können, und wir können diese Daten nutzen, um die Verbreitung in der Vergangenheit herzuleiten.Um das zu tun, müssen wir uns auf die Tatsache stützen, dass AIDS eine sehr spezifische Krankheit ist. Sie tötet Menschen in ihren besten Jahren. Sehr wenige andere Krankheiten haben dieses Profil. Und Sie sehen hier: Dieser Graph zeigt Todesraten in Altersgruppen in Botswana und Ägypten. Botswana ist ein Ort mit einer hohen AIDS Rate, Ägypten hat wenig AIDS. Und Sie sehen, dass beide ziemlich ähnliche Todesraten bei jungen Kindern und alten Menschen haben. Das lässt auf ziemlich ähnliche Entwicklungsgrade schließen.Aber in dieser mittleren Region, zwischen 20 und 45, sind die Todesraten in Botswana viel, viel höher, als in Ägypten. Aber weil es sehr wenige andere tödlichen Krankheiten gibt, können wir diese Sterblichkeit wirklich HIV zuschreiben. Und weil die Menschen, die dieses Jahr gestorben sind, AIDS vor ein paar Jahren bekamen, können wir die Sterblichkeitsdaten nutzen, um die HIV-Verbreitung in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Also es stellt sich mit diesem Verfahren heraus, dass die Schätzungen der Verbreitung tatsächlich den zufälligen Testreihen aus der Bevölkerung sehr nahe kommen -- aber sie sind sehr, sehr anders als die UNAIDS Daten.Also dieser Graph ist die Verbreitungsschätzung von UNAIDS, und dieser die Verbreitung laut Sterberate für die Jahre der späten 1990er in neun afrikanischen Ländern. Und Sie sehen fast ohne Ausnahme, dass die UNAIDS Schätzungen viel höher als die auf Sterbedaten basierenden sind. UNAIDS sagt, dass die HIV Rate in Sambia 20% beträgt und Sterblichkeitsschätzungen deuten darauf hin, dass es nur ca. 5% sind. Und wissen Sie, das sind keine trivialen Unterschiede in den Sterblichkeitsraten. Das ist also eine andere Möglichkeit es zu sehen. Sie können sehen, dass, wenn die Verbreitung so hoch wäre, wie UNAIDS behauptet, wir eigentlich 60 Tote pro 10.000 sehen müssten statt 20 Tote pro 10.000 in dieser Altersgruppe.Ich werde eine Minute lang etwas darüber sprechen, wie wir diese Art von Informationen nutzen können, um etwas zu lernen, das uns helfen wird, über die Welt nachzudenken. Aber das sagt uns auch, dass eine dieser Tatsachen, die ich am Anfang nannte vielleicht nicht ganz richtig ist. Wenn Sie denken, dass 25 Mio. Menschen infiziert sind, wenn Sie denken, dass die UNAIDS Zahlen viel zu hoch sind, sind es vielleicht eher 10 oder 15 Millionen. Das bedeutet nicht, dass AIDS kein Problem ist - es ist gigantisch. Aber es deutet darauf hin, dass die Zahlen wohl etwas zu hoch sind. Was ich wirklich möchte ist, diese neuen Daten zu nutzen, um herauszufinden, was die HIV-Epidemie schneller oder langsamer wachsen lässt.Und ich hatte am Anfang versprochen, nicht über Exporte zu reden. Als ich begann, an diesen Projekten zu arbeiten dachte ich überhaupt nicht an die Wirtschaft aber irgendwann fängt sie einen doch wieder ein. Also spreche ich jetzt doch über Exporte und Preise. Und ich möchte über die Beziehung zwischen wirtschaftlicher Aktivität, insbesondere dem Exportvolumen und HIV-Infektionen sprechen.Nun offensichtlich bin ich als Wirtschaftswissenschaftlerin sehr vertraut mit der Tatsache, dass Entwicklung und die Offenheit für den Handel wirklich gut für Entwicklungsländer ist. Es ist gut, um das Leben der Menschen zu verbessern. Aber Offenheit und Verknüpfung hat einen Preis wenn wir an Krankheiten denken. Das sollte keine Überraschung sein. Am Mittwoch habe ich von Laurie Garret gelernt, dass ich auf jeden Fall die Vogelgrippe bekomme und das würde mich überhaupt nicht beunruhigen, wenn wir niemals Kontakt mit Asien hätten.Und HIV ist tatsächlich besonders stark mit Durchgangsverkehr verknüpft. Die Epidemie war tatsächlich von nur einem männlichen Steward auf einem Flug in die USA eingeführt worden, der die Krankheit in Afrika bekam und mitbrachte. Und das war die Geburtsstunde der gesamten Epidemie in den USA. In Afrika haben Epidemiologen seit einer langen Zeit beobachtet, dass LKW-Fahrer und Migranten eine höhere Infektionswahrscheinlichkeit als andere Menschen haben. Dass Regionen mit einer hohen ökonomischen Aktivität -- mit vielen Straßen, viel Urbanisierung -- diese Regionen haben eine höhere Verbreitung als andere.Aber tatsächlich bedeutet das überhaupt nicht, dass, wenn wir Menschen mehr Exporte und Handel gäben, dies die Verbreitung erhöhen würde. Wenn wir diese neuen Daten nutzen, die Infektionsrate über die Zeit, können wir das testen. Und so scheint es -- zum Glück, finde ich -- es scheint der Fall zu sein, dass diese Dinge sich positiv zueinander verhalten. Mehr Exporte bedeuten mehr AIDS. Und dieser Effekt ist wirklich groß. Also die Daten, die ich habe, lassen erkennen, dass bei einer Verdopplung des Exportvolumens sich die neuen HIV Infektionen vervierfachen.Das hat wichtige Implikationen für Strategie und Vorhersagen. Aus einer Vorhersage-Perspektive, wenn wir wissen, dass Handel sich wahrscheinlich ändert, zum Beispiel wegen des "African Growth and Opportunities Act" oder anderen Gesetzen, die Handel ankurbeln, können wir nachvollziehen, welche Regionen wahrscheinlich stark von HIV infiziert sein werden. Und wir können hingehen und versuchen, dort vorbeugende Maßnahmen durchzuführen. Genauso, wie wir Entwicklungspolitik betreiben um Exporte zu stärken, wenn wir von diesem externen Effekt wissen -- diese zusätzliche Sache, die eintreten wird, wenn wir Exporte steigern -- dann können wir über die richtige Art von Gesetzen nachdenken.Aber es sagt uns auch etwas über eine der Tatsachen, von denen wir glauben, sie zu wissen. Auch wenn es stimmt, dass Armut und AIDS verbunden sind, in dem Sinne, dass Afrika arm ist und viel AIDS hat, ist es nicht zwingend richtig, dass -- zumindest kurzfristig -- Armutsbekämpfung und das Verbessern von Exporten und Entwicklung, es ist nicht zwingend der Fall, dass dies zu einer Abnahme der HIV-Verbreitung führen wird.Also in diesem Vortrag habe ich ein paar Mal den besonderen Fall von Uganda erwähnt und die Tatsache, dass es das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika mit einer erfolgreichen Vorbeugung ist. Es wird sehr oft hochgehalten. Es wurde in Kenia, Tansania, Südafrika und vielen anderen Orten repliziert. Aber das will ich jetzt auch anzweifeln. Denn es ist wahr, dass die Verbreitung zurückgegangen ist, im Uganda der 1990er. Es stimmt, dass sie eine Aufklärungskampagne hatten. Aber da war noch etwas anderes, das in Uganda zu dieser Zeit passiert ist.Es gab einen großen Fall der Kaffeepreise. Kaffee ist Ugandas Hauptexportprodukt. Die Exporte sind in den frühen 90ern stark gefallen -- und das passt ziemlich genau mit der Abnahme der neuen HIV Infektionen. Sie sehen, dass beide dieser Reihen -- die schwarze Linie ist das Exportvolumen, die rote sind neue HIV-Infektionen -- Sie sehen, dass beide zunehmen, Ab ca. 1987 gehen beide ziemlich stark nach unten. Und dann folgen sie sich ein bisschen beim Anstieg später im Jahrzehnt.Wenn Sie die Intuition und diese Abbildung mit den Daten, über die ich vorher gesprochen habe, kombinieren, deutet das darauf hin, dass 25 bis 30 Prozent des Rückgangs der Verbreitung in Uganda auch passiert wäre, wenn es überhaupt keine Aufklärungskampagne gegeben hätte.Aber das ist enorm wichtig für Strategieentscheidungen. Wir geben so viel Geld aus, um diese Kampagne zu replizieren. Und wenn sie auch nur halb so effektiv ist, wie wir annahmen, dann gibt es eine Menge anderer Dinge, für die wir vielleicht eher Geld ausgeben sollten. Man kann versuchen, Übertragungsraten zu senken, indem man andere sexuell übertragbare Krankheiten behandelt, in dem man Beschneidung von Männern voranbringt. Es gibt eine Menge anderer Dinge, die wir unternehmen sollten. Und vielleicht zeigt es uns, dass wir mehr über diese Dinge nachdenken sollten.Ich hoffe, dass ich Ihnen in den letzten 16 Minuten etwas erzählt habe, das Sie noch nicht über AIDS wussten. Und ich hoffe ich habe Sie dazu bewegt, die Dinge von denen Sie schon ausgingen, etwas anzuzweifeln. Und hoffentlich habe ich Sie überzeugt, dass es vielleicht wichtig ist, Dinge über die Epidemie zu verstehen, um über Politik nachzudenken.Aber mehr als alles andere, wissen Sie, bin ich Akademikerin. Und wenn ich gehe, komme ich zurück in mein kleines Büro und sitze vor meinem PC und meinen Daten -- und was daran am aufregendsten ist ist, dass immer wenn ich über Forschung nachdenke, mehr Fragen erscheinen. Es gibt mehr Dinge, von denen ich denke, dass ich sie machen will. Und was einfach so großartig daran ist, hier zu sein, ist, dass ich sicher bin, dass Ihre Fragen ganz anders sind, als die Fragen, die ich mir alleine ausdenken kann. Und ich kann kaum darauf warten, sie zu hören. Also, vielen Dank.
5
Warum gibt es nur begrenzte Verhaltensänderungen in Afrika, obwohl die Menschen über AIDS Bescheid wissen?
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weil die Lebenserwartung in Afrika sehr gering ist
1
AIDS
4
4
Emily Oster dreht unser Wissen über AIDS in Afrika umHeute möchte ich mit Ihnen über AIDS in Sub-Sahara-Afrika sprechen. Und das hier ist ein ziemlich gebildetes Publikum, also nehme ich an, dass Sie alle etwas über AIDS wissen. Sie wissen wohl, dass ungefähr 25 Millionen Menschen in Afrika mit dem Virus infiziert sind, und dass AIDS eine Armutskrankheit ist. Und dass, wenn es uns gelänge, Afrika aus der Armut zu holen, wir auch AIDS verringern würden. Wenn Sie noch mehr wissen, dann wahrscheinlich, dass Uganda bis heute das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika ist, das im Kampf gegen die Epidemie erfolgreich war mit einer Kampagne, die Menschen dazu ermutigte, treu und enthaltsam zu sein und Kondome zu nutzen -- die ABC Kampagne. Sie verringerte die HIV-Verbreitung in den 1990ern von ca. 15 % auf 6 % in nur ein paar Jahren. Wenn Sie die Politik verfolgen, wissen Sie wohl, dass unser Präsident vor einigen Jahren 15 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Epidemie über 5 Jahre versprochen hat, und dass eine Menge des Geldes an Programme geht, die versuchen, Uganda zu replizieren und durch Verhaltensänderung Menschen zur Eindämmung der Epidemie zu bringen.Also heute werde ich über einige Dinge sprechen, die Sie vielleicht nicht über die Epidemie wissen. Und dann werde ich sogar einige der Dinge angreifen, über die Sie glauben, schon Bescheid zu wissen. Und um das zu machen, werde ich über meine Forschung als Wirtschaftswissenschaftlerin über die Epidemie sprechen. Ich werde wirklich nicht viel über die Wirtschaft sprechen. Ich erzähle Ihnen nichts über Exporte und Preise. Aber ich werde die Werkzeuge und Konzepte, mit denen Ökonomen arbeiten, benutzen, um über ein Problem nachzudenken, das traditionell eher zur Epidemiologie und dem Gesundheitswesen gehört. Und ich finde in diesem Sinne passt das wunderbar zu dieser Querdenken-Mentalität. Hier benutze ich die Werkzeuge einer bestimmten akademischen Disziplin, um über die Probleme einer anderen nachzudenken.Also, wir denken überwiegend, dass AIDS ein strategisches Problem ist. Und wahrscheinlich denken die meisten von Ihnen auch so darüber. Aber in diesem Vortrag geht es darum, Fakten über die Epidemie zu verstehen. Es geht darum, wie sie sich entwickelt, und wie Menschen darauf reagieren. Vielleicht scheint es, als ob ich das strategische Zeug ignoriere, obwohl es wirklich das Wichtigste ist, aber ich hoffe, dass Sie am Ende des Vortrags schlussfolgern, dass wir keine effektive Strategie entwickeln können, wenn wir nicht wirklich verstehen, wie die Epidemie funktioniert.Und der erste Punkt, über den ich sprechen möchte, der erste Punkt, den wir verstehen müssen, ist: Wie reagieren die Menschen auf die Epidemie? Also AIDS ist eine sexuell übertragbare Krankheit, und sie tötet. Das bedeutet, dass der Preis für Sex in einem Gebiet mit viel AIDS sehr hoch ist. Wenn Sie ein uninfizierter Mann in Botswana sind, wo die HIV-Rate 30% ist, und Sie dieses Jahr eine weitere Partnerin haben -- eine Langzeitpartnerin, Freundin, Geliebte -- wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in 10 Jahren sterben, um 3% steigen.Das ist ein riesiger Effekt. Und so denken wir uns, dass die Menschen dann weniger Sex haben sollten. Und tatsächlich gab es diese Veränderung bei homosexuellen Männern in den USA während der 1980er. Wenn wir uns diese Hochrisikogruppe anschauen, und sie fragen: "Hatten Sie in den letzten 2 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit mehr als einem Partner?" ist über die Zeit von '84 bis '88 der Anteil von ca. 85% auf 55% gefallen. Eine große Veränderung in sehr kurzer Zeit.Etwas Vergleichbares haben wir in Afrika nicht beobachtet. Also die Daten sind nicht ganz so gut, aber Sie sehen hier den Anteil der männlichen Singles, die vorehelichen Sex hatten, oder verheiratete Männer, die außerehelichen Sex hatten, und wie sich dies von den frühen bis zu den späten 90ern verändert und von den späten 90ern zu den frühen 2000ern. Die Epidemie nimmt zu. Die Menschen lernen mehr darüber... und wir sehen fast keine Änderung im sexuellen Verhalten. Das sind nur winzige Abnahmen -- zwei Prozentpunkte -- nicht signifikant.Das scheint verblüffend, aber ich sage, Sie sollten davon nicht überrascht sein. Und um das zu verstehen, müssen Sie über Gesundheit nachdenken wie ein Wirtschaftswissenschaftler -- als eine Investition. Also wenn Sie ein Softwareentwickler sind und darüber nachdenken, ob Sie Ihrem Programm eine neue Funktion spendieren sollten, ist es wichtig, die Kosten zu beachten. Es ist auch wichtig, zu wissen, was der Nutzen ist. Und ein Teil des Nutzens ist wie lange das Programm ihrer Meinung nach noch genutzt werden wird. Wenn Version 10 nächste Woche erscheint, gibt es keinen Grund, neue Funktionen in Version 9 einzubauen.Aber Ihre Gesundheitsentscheidungen verlaufen genauso. Jedes mal wenn Sie eine Karotte anstatt eines Kekses essen, jedes Mal wenn Sie ins Fitnessstudio und nicht ins Kino gehen, ist das eine teure Investition zu Gunsten Ihrer Gesundheit. Aber wie viel Sie investieren wollen wird davon abhängig sein, wie lange Sie erwarten, in der Zukunft noch zu leben -- selbst, wenn Sie diese Investitionen nicht machen. AIDS ist die gleiche Sache. Es ist teuer, AIDS zu vermeiden. Die Leute haben echt gerne Sex. Aber wissen Sie, der Nutzen drückt sich in längerer Lebensdauer aus. Allerdings sind die Lebenserwartungen in Afrika, selbst ohne AIDS, wirklich kurz: 40 oder 50 Jahre, in vielen Orten. Ich denke es ist möglich, wenn wir über diese Einsicht, über diese Tatsache nachdenken, dass dies vielleicht einen Teil dieser niedrigen Verhaltensänderung erklärt.Aber das müssen wir untersuchen. Und eine tolle Möglichkeit dafür ist, sich verschiedene afrikanische Regionen anzuschauen, um zu schauen, ob Menschen mit höheren Lebenserwartungen ihr sexuelles Verhalten mehr verändern. Und das werde ich machen, indem ich Regionen mit unterschiedlichen Malarialeveln vergleiche. Also Malaria ist eine Krankheit, die tötet. Es ist eine Krankheit, die eine Menge Erwachsene in Afrika tötet, und auch viele Kinder. Und deshalb werden Menschen, die in malariareichen Gebieten leben eine niedrigere Lebenserwartung haben als Menschen aus Regionen mit wenig Malaria. Also eine Möglichkeit, um zu überprüfen, ob wir einige der Verhaltensänderung über Unterschiede in der Lebenserwartung erklären können ist, nachzuschauen, ob dort wo Malaria weniger verbreitet ist, mehr Verhaltensänderung zu beobachten ist.Und das zeigt Ihnen dieser Graph. Dies zeigt Ihnen -- in Regionen mit niedriger, mittlerer und hoher Malariaverbreitung -- was mit der Anzahl der sexuellen Partner passiert, wenn sich die HIV Verbreitung erhöht. Wenn Sie die blaue Linie beobachten, sehen Sie, dass in Gebieten mit wenig Malaria die Anzahl der sexuellen Partner tatsächlich stark sinkt wenn die HIV Verbreitung steigt. Regionen mit mittleren Leveln sinken auch etwas -- aber nicht so sehr. Und in Regionen mit hohen Malarialeveln steigt sie sogar etwas, aber das ist nicht signifikant.Das liegt nicht nur an Malaria. Junge Frauen, die in Regionen mit hoher Müttersterblichkeitsrate leben, verändern ihr Verhalten weniger wenn sie auf HIV reagieren als junge Frauen aus Regionen mit einer niedrigen Müttersterblichkeitsrate. Ein weiteres Risiko, und sie reagieren weniger auf dieses bestehende Risiko.Für sich genommen sagt das eine Menge über das menschliche Verhalten aus. Es sagt uns etwas darüber, warum wir so wenig Verhaltensänderung in Afrika sehen.Aber es gibt uns auch einen Hinweis für die Strategie. Selbst wenn es einem nur um AIDS in Afrika ginge, macht es vielleicht trotzdem Sinn, in die Malariabekämpfung zu investieren, zu versuchen, die Luftqualität in Innenräumen zu verbessern, die Müttersterblichkeitsrate zu senken. Denn wenn Sie diese Dinge verbessern, dann haben die Menschen einen größeren Anreiz, AIDS von sich aus zu meiden. Aber das offenbart uns auch etwas über eine dieser Tatsachen, die wir angesprochen hatten. Aufklärungskampagnen, wie solche, auf die unser Präsident den Fokus bei den Ausgaben gelegt hat, reichen vielleicht nicht aus. Zumindest nicht alleine. Wenn Menschen keinen Anreiz haben, AIDS von sich aus zu meiden -- selbst wenn sie alles über die Krankheit wissen -- werden sie vielleicht immer noch nicht ihr Verhalten ändern.Die andere Sache die wir hier gelernt haben ist, dass AIDS sich nicht von alleine lösen wird. Die Menschen verändern ihr Verhalten nicht ausreichend, um das Wachstum der Epidemie zu verlangsamen. Also müssen wir über Strategien nachdenken und welche Arten davon wohl effektiv sind.Eine gute Art, über Strategien zu lernen ist, zu schauen was schon funktioniert hat. Der Grund, weswegen wir wissen, dass die ABC Kampagne in Uganda effektiv war ist, dass wir gute Daten über HIV-Verbreitung über die Zeit haben. In Uganda sehen wir, dass die Verbreitung abnahm. Wir wissen, dass sie die Kampagne hatten. So haben wir gelernt, was funktioniert. Das ist nicht der einzige Ort, an dem wir Interventionen hatten. Andere Orte haben Sachen versucht, also warum schauen wir nicht dort und untersuchen, was mit der Verbreitung passiert ist?Leider gibt es fast keine guten Daten über HIV-Verbreitung in der allgemeinen afrikanischen Bevölkerung bis ca. 2003. Wenn ich Sie bitten würde: "Können Sie mir mal die Verbreitung in Burkino 1991 finden?" Sie öffnen Google, suchen, und finden: dass tatsächlich die einzigen Gruppen, die 1991 in Burkina Faso erhoben wurden Patienten mit Geschlechtskrankheiten und Schwangere waren. Und diese Gruppen sind nicht so besonders repräsentativ. Wenn Sie dann noch etwas tiefer gehen, mehr nachforschen, was damals los war, finden Sie heraus, dass das sogar ein ziemlich gutes Jahr war. Denn in manchen Jahren waren es nur Drogenabhängige, die getestet wurden. Und noch schlimmer - manche Jahre nur die Drogenabhängigen, manche Jahre nur die Schwangeren. Es gibt keine Möglichkeit, herauszufinden, was über die Zeit passiert ist. Es gibt keine konsistente Datenerhebung.Und in den letzten paar Jahren haben wir tatsächlich ein paar gute Daten erhoben. In Kenia, Sambia und einer Menge Länder gab es Überprüfungen von zufälligen Stichproben der Bevölkerung. Aber es bleibt eine große Lücke in unserem Wissen. Also kann ich Ihnen sagen, wie hoch die Verbreitung 2003 in Kenia war, aber ich weiß nichts über 1993 oder 1983.Das ist ein Problem für Politikentscheidungen. Es war ein Problem für meine Forschung. Und ich fing an, darüber nachzudenken, wie wir sonst herausfinden könnten, wie hoch die HIV-Verbreitung in Afrika in der Vergangenheit war. Und ich denke die Antwort ist, dass wir uns Sterbedaten anschauen können, und wir können diese Daten nutzen, um die Verbreitung in der Vergangenheit herzuleiten.Um das zu tun, müssen wir uns auf die Tatsache stützen, dass AIDS eine sehr spezifische Krankheit ist. Sie tötet Menschen in ihren besten Jahren. 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Also es stellt sich mit diesem Verfahren heraus, dass die Schätzungen der Verbreitung tatsächlich den zufälligen Testreihen aus der Bevölkerung sehr nahe kommen -- aber sie sind sehr, sehr anders als die UNAIDS Daten.Also dieser Graph ist die Verbreitungsschätzung von UNAIDS, und dieser die Verbreitung laut Sterberate für die Jahre der späten 1990er in neun afrikanischen Ländern. Und Sie sehen fast ohne Ausnahme, dass die UNAIDS Schätzungen viel höher als die auf Sterbedaten basierenden sind. UNAIDS sagt, dass die HIV Rate in Sambia 20% beträgt und Sterblichkeitsschätzungen deuten darauf hin, dass es nur ca. 5% sind. Und wissen Sie, das sind keine trivialen Unterschiede in den Sterblichkeitsraten. Das ist also eine andere Möglichkeit es zu sehen. Sie können sehen, dass, wenn die Verbreitung so hoch wäre, wie UNAIDS behauptet, wir eigentlich 60 Tote pro 10.000 sehen müssten statt 20 Tote pro 10.000 in dieser Altersgruppe.Ich werde eine Minute lang etwas darüber sprechen, wie wir diese Art von Informationen nutzen können, um etwas zu lernen, das uns helfen wird, über die Welt nachzudenken. Aber das sagt uns auch, dass eine dieser Tatsachen, die ich am Anfang nannte vielleicht nicht ganz richtig ist. Wenn Sie denken, dass 25 Mio. Menschen infiziert sind, wenn Sie denken, dass die UNAIDS Zahlen viel zu hoch sind, sind es vielleicht eher 10 oder 15 Millionen. Das bedeutet nicht, dass AIDS kein Problem ist - es ist gigantisch. Aber es deutet darauf hin, dass die Zahlen wohl etwas zu hoch sind. Was ich wirklich möchte ist, diese neuen Daten zu nutzen, um herauszufinden, was die HIV-Epidemie schneller oder langsamer wachsen lässt.Und ich hatte am Anfang versprochen, nicht über Exporte zu reden. Als ich begann, an diesen Projekten zu arbeiten dachte ich überhaupt nicht an die Wirtschaft aber irgendwann fängt sie einen doch wieder ein. Also spreche ich jetzt doch über Exporte und Preise. Und ich möchte über die Beziehung zwischen wirtschaftlicher Aktivität, insbesondere dem Exportvolumen und HIV-Infektionen sprechen.Nun offensichtlich bin ich als Wirtschaftswissenschaftlerin sehr vertraut mit der Tatsache, dass Entwicklung und die Offenheit für den Handel wirklich gut für Entwicklungsländer ist. Es ist gut, um das Leben der Menschen zu verbessern. Aber Offenheit und Verknüpfung hat einen Preis wenn wir an Krankheiten denken. Das sollte keine Überraschung sein. Am Mittwoch habe ich von Laurie Garret gelernt, dass ich auf jeden Fall die Vogelgrippe bekomme und das würde mich überhaupt nicht beunruhigen, wenn wir niemals Kontakt mit Asien hätten.Und HIV ist tatsächlich besonders stark mit Durchgangsverkehr verknüpft. Die Epidemie war tatsächlich von nur einem männlichen Steward auf einem Flug in die USA eingeführt worden, der die Krankheit in Afrika bekam und mitbrachte. Und das war die Geburtsstunde der gesamten Epidemie in den USA. In Afrika haben Epidemiologen seit einer langen Zeit beobachtet, dass LKW-Fahrer und Migranten eine höhere Infektionswahrscheinlichkeit als andere Menschen haben. Dass Regionen mit einer hohen ökonomischen Aktivität -- mit vielen Straßen, viel Urbanisierung -- diese Regionen haben eine höhere Verbreitung als andere.Aber tatsächlich bedeutet das überhaupt nicht, dass, wenn wir Menschen mehr Exporte und Handel gäben, dies die Verbreitung erhöhen würde. Wenn wir diese neuen Daten nutzen, die Infektionsrate über die Zeit, können wir das testen. Und so scheint es -- zum Glück, finde ich -- es scheint der Fall zu sein, dass diese Dinge sich positiv zueinander verhalten. Mehr Exporte bedeuten mehr AIDS. Und dieser Effekt ist wirklich groß. Also die Daten, die ich habe, lassen erkennen, dass bei einer Verdopplung des Exportvolumens sich die neuen HIV Infektionen vervierfachen.Das hat wichtige Implikationen für Strategie und Vorhersagen. Aus einer Vorhersage-Perspektive, wenn wir wissen, dass Handel sich wahrscheinlich ändert, zum Beispiel wegen des "African Growth and Opportunities Act" oder anderen Gesetzen, die Handel ankurbeln, können wir nachvollziehen, welche Regionen wahrscheinlich stark von HIV infiziert sein werden. Und wir können hingehen und versuchen, dort vorbeugende Maßnahmen durchzuführen. Genauso, wie wir Entwicklungspolitik betreiben um Exporte zu stärken, wenn wir von diesem externen Effekt wissen -- diese zusätzliche Sache, die eintreten wird, wenn wir Exporte steigern -- dann können wir über die richtige Art von Gesetzen nachdenken.Aber es sagt uns auch etwas über eine der Tatsachen, von denen wir glauben, sie zu wissen. 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Die Exporte sind in den frühen 90ern stark gefallen -- und das passt ziemlich genau mit der Abnahme der neuen HIV Infektionen. Sie sehen, dass beide dieser Reihen -- die schwarze Linie ist das Exportvolumen, die rote sind neue HIV-Infektionen -- Sie sehen, dass beide zunehmen, Ab ca. 1987 gehen beide ziemlich stark nach unten. Und dann folgen sie sich ein bisschen beim Anstieg später im Jahrzehnt.Wenn Sie die Intuition und diese Abbildung mit den Daten, über die ich vorher gesprochen habe, kombinieren, deutet das darauf hin, dass 25 bis 30 Prozent des Rückgangs der Verbreitung in Uganda auch passiert wäre, wenn es überhaupt keine Aufklärungskampagne gegeben hätte.Aber das ist enorm wichtig für Strategieentscheidungen. Wir geben so viel Geld aus, um diese Kampagne zu replizieren. Und wenn sie auch nur halb so effektiv ist, wie wir annahmen, dann gibt es eine Menge anderer Dinge, für die wir vielleicht eher Geld ausgeben sollten. Man kann versuchen, Übertragungsraten zu senken, indem man andere sexuell übertragbare Krankheiten behandelt, in dem man Beschneidung von Männern voranbringt. Es gibt eine Menge anderer Dinge, die wir unternehmen sollten. Und vielleicht zeigt es uns, dass wir mehr über diese Dinge nachdenken sollten.Ich hoffe, dass ich Ihnen in den letzten 16 Minuten etwas erzählt habe, das Sie noch nicht über AIDS wussten. Und ich hoffe ich habe Sie dazu bewegt, die Dinge von denen Sie schon ausgingen, etwas anzuzweifeln. Und hoffentlich habe ich Sie überzeugt, dass es vielleicht wichtig ist, Dinge über die Epidemie zu verstehen, um über Politik nachzudenken.Aber mehr als alles andere, wissen Sie, bin ich Akademikerin. Und wenn ich gehe, komme ich zurück in mein kleines Büro und sitze vor meinem PC und meinen Daten -- und was daran am aufregendsten ist ist, dass immer wenn ich über Forschung nachdenke, mehr Fragen erscheinen. Es gibt mehr Dinge, von denen ich denke, dass ich sie machen will. Und was einfach so großartig daran ist, hier zu sein, ist, dass ich sicher bin, dass Ihre Fragen ganz anders sind, als die Fragen, die ich mir alleine ausdenken kann. Und ich kann kaum darauf warten, sie zu hören. Also, vielen Dank.
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Warum kann eine Investition in Malaria die Verbreitung von AIDS reduzieren?
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4
weil Menschen durch Verbesserung der Lebensumstände motiviert werden, AIDS zu vermeiden
1
AIDS
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Emily Oster dreht unser Wissen über AIDS in Afrika umHeute möchte ich mit Ihnen über AIDS in Sub-Sahara-Afrika sprechen. Und das hier ist ein ziemlich gebildetes Publikum, also nehme ich an, dass Sie alle etwas über AIDS wissen. Sie wissen wohl, dass ungefähr 25 Millionen Menschen in Afrika mit dem Virus infiziert sind, und dass AIDS eine Armutskrankheit ist. Und dass, wenn es uns gelänge, Afrika aus der Armut zu holen, wir auch AIDS verringern würden. Wenn Sie noch mehr wissen, dann wahrscheinlich, dass Uganda bis heute das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika ist, das im Kampf gegen die Epidemie erfolgreich war mit einer Kampagne, die Menschen dazu ermutigte, treu und enthaltsam zu sein und Kondome zu nutzen -- die ABC Kampagne. Sie verringerte die HIV-Verbreitung in den 1990ern von ca. 15 % auf 6 % in nur ein paar Jahren. Wenn Sie die Politik verfolgen, wissen Sie wohl, dass unser Präsident vor einigen Jahren 15 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Epidemie über 5 Jahre versprochen hat, und dass eine Menge des Geldes an Programme geht, die versuchen, Uganda zu replizieren und durch Verhaltensänderung Menschen zur Eindämmung der Epidemie zu bringen.Also heute werde ich über einige Dinge sprechen, die Sie vielleicht nicht über die Epidemie wissen. Und dann werde ich sogar einige der Dinge angreifen, über die Sie glauben, schon Bescheid zu wissen. Und um das zu machen, werde ich über meine Forschung als Wirtschaftswissenschaftlerin über die Epidemie sprechen. Ich werde wirklich nicht viel über die Wirtschaft sprechen. Ich erzähle Ihnen nichts über Exporte und Preise. Aber ich werde die Werkzeuge und Konzepte, mit denen Ökonomen arbeiten, benutzen, um über ein Problem nachzudenken, das traditionell eher zur Epidemiologie und dem Gesundheitswesen gehört. Und ich finde in diesem Sinne passt das wunderbar zu dieser Querdenken-Mentalität. Hier benutze ich die Werkzeuge einer bestimmten akademischen Disziplin, um über die Probleme einer anderen nachzudenken.Also, wir denken überwiegend, dass AIDS ein strategisches Problem ist. Und wahrscheinlich denken die meisten von Ihnen auch so darüber. Aber in diesem Vortrag geht es darum, Fakten über die Epidemie zu verstehen. Es geht darum, wie sie sich entwickelt, und wie Menschen darauf reagieren. Vielleicht scheint es, als ob ich das strategische Zeug ignoriere, obwohl es wirklich das Wichtigste ist, aber ich hoffe, dass Sie am Ende des Vortrags schlussfolgern, dass wir keine effektive Strategie entwickeln können, wenn wir nicht wirklich verstehen, wie die Epidemie funktioniert.Und der erste Punkt, über den ich sprechen möchte, der erste Punkt, den wir verstehen müssen, ist: Wie reagieren die Menschen auf die Epidemie? Also AIDS ist eine sexuell übertragbare Krankheit, und sie tötet. Das bedeutet, dass der Preis für Sex in einem Gebiet mit viel AIDS sehr hoch ist. Wenn Sie ein uninfizierter Mann in Botswana sind, wo die HIV-Rate 30% ist, und Sie dieses Jahr eine weitere Partnerin haben -- eine Langzeitpartnerin, Freundin, Geliebte -- wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in 10 Jahren sterben, um 3% steigen.Das ist ein riesiger Effekt. Und so denken wir uns, dass die Menschen dann weniger Sex haben sollten. Und tatsächlich gab es diese Veränderung bei homosexuellen Männern in den USA während der 1980er. Wenn wir uns diese Hochrisikogruppe anschauen, und sie fragen: "Hatten Sie in den letzten 2 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit mehr als einem Partner?" ist über die Zeit von '84 bis '88 der Anteil von ca. 85% auf 55% gefallen. Eine große Veränderung in sehr kurzer Zeit.Etwas Vergleichbares haben wir in Afrika nicht beobachtet. Also die Daten sind nicht ganz so gut, aber Sie sehen hier den Anteil der männlichen Singles, die vorehelichen Sex hatten, oder verheiratete Männer, die außerehelichen Sex hatten, und wie sich dies von den frühen bis zu den späten 90ern verändert und von den späten 90ern zu den frühen 2000ern. Die Epidemie nimmt zu. Die Menschen lernen mehr darüber... und wir sehen fast keine Änderung im sexuellen Verhalten. Das sind nur winzige Abnahmen -- zwei Prozentpunkte -- nicht signifikant.Das scheint verblüffend, aber ich sage, Sie sollten davon nicht überrascht sein. Und um das zu verstehen, müssen Sie über Gesundheit nachdenken wie ein Wirtschaftswissenschaftler -- als eine Investition. Also wenn Sie ein Softwareentwickler sind und darüber nachdenken, ob Sie Ihrem Programm eine neue Funktion spendieren sollten, ist es wichtig, die Kosten zu beachten. Es ist auch wichtig, zu wissen, was der Nutzen ist. Und ein Teil des Nutzens ist wie lange das Programm ihrer Meinung nach noch genutzt werden wird. Wenn Version 10 nächste Woche erscheint, gibt es keinen Grund, neue Funktionen in Version 9 einzubauen.Aber Ihre Gesundheitsentscheidungen verlaufen genauso. Jedes mal wenn Sie eine Karotte anstatt eines Kekses essen, jedes Mal wenn Sie ins Fitnessstudio und nicht ins Kino gehen, ist das eine teure Investition zu Gunsten Ihrer Gesundheit. Aber wie viel Sie investieren wollen wird davon abhängig sein, wie lange Sie erwarten, in der Zukunft noch zu leben -- selbst, wenn Sie diese Investitionen nicht machen. AIDS ist die gleiche Sache. Es ist teuer, AIDS zu vermeiden. Die Leute haben echt gerne Sex. Aber wissen Sie, der Nutzen drückt sich in längerer Lebensdauer aus. Allerdings sind die Lebenserwartungen in Afrika, selbst ohne AIDS, wirklich kurz: 40 oder 50 Jahre, in vielen Orten. Ich denke es ist möglich, wenn wir über diese Einsicht, über diese Tatsache nachdenken, dass dies vielleicht einen Teil dieser niedrigen Verhaltensänderung erklärt.Aber das müssen wir untersuchen. Und eine tolle Möglichkeit dafür ist, sich verschiedene afrikanische Regionen anzuschauen, um zu schauen, ob Menschen mit höheren Lebenserwartungen ihr sexuelles Verhalten mehr verändern. Und das werde ich machen, indem ich Regionen mit unterschiedlichen Malarialeveln vergleiche. Also Malaria ist eine Krankheit, die tötet. Es ist eine Krankheit, die eine Menge Erwachsene in Afrika tötet, und auch viele Kinder. Und deshalb werden Menschen, die in malariareichen Gebieten leben eine niedrigere Lebenserwartung haben als Menschen aus Regionen mit wenig Malaria. Also eine Möglichkeit, um zu überprüfen, ob wir einige der Verhaltensänderung über Unterschiede in der Lebenserwartung erklären können ist, nachzuschauen, ob dort wo Malaria weniger verbreitet ist, mehr Verhaltensänderung zu beobachten ist.Und das zeigt Ihnen dieser Graph. Dies zeigt Ihnen -- in Regionen mit niedriger, mittlerer und hoher Malariaverbreitung -- was mit der Anzahl der sexuellen Partner passiert, wenn sich die HIV Verbreitung erhöht. Wenn Sie die blaue Linie beobachten, sehen Sie, dass in Gebieten mit wenig Malaria die Anzahl der sexuellen Partner tatsächlich stark sinkt wenn die HIV Verbreitung steigt. Regionen mit mittleren Leveln sinken auch etwas -- aber nicht so sehr. Und in Regionen mit hohen Malarialeveln steigt sie sogar etwas, aber das ist nicht signifikant.Das liegt nicht nur an Malaria. Junge Frauen, die in Regionen mit hoher Müttersterblichkeitsrate leben, verändern ihr Verhalten weniger wenn sie auf HIV reagieren als junge Frauen aus Regionen mit einer niedrigen Müttersterblichkeitsrate. Ein weiteres Risiko, und sie reagieren weniger auf dieses bestehende Risiko.Für sich genommen sagt das eine Menge über das menschliche Verhalten aus. Es sagt uns etwas darüber, warum wir so wenig Verhaltensänderung in Afrika sehen.Aber es gibt uns auch einen Hinweis für die Strategie. Selbst wenn es einem nur um AIDS in Afrika ginge, macht es vielleicht trotzdem Sinn, in die Malariabekämpfung zu investieren, zu versuchen, die Luftqualität in Innenräumen zu verbessern, die Müttersterblichkeitsrate zu senken. Denn wenn Sie diese Dinge verbessern, dann haben die Menschen einen größeren Anreiz, AIDS von sich aus zu meiden. Aber das offenbart uns auch etwas über eine dieser Tatsachen, die wir angesprochen hatten. Aufklärungskampagnen, wie solche, auf die unser Präsident den Fokus bei den Ausgaben gelegt hat, reichen vielleicht nicht aus. Zumindest nicht alleine. Wenn Menschen keinen Anreiz haben, AIDS von sich aus zu meiden -- selbst wenn sie alles über die Krankheit wissen -- werden sie vielleicht immer noch nicht ihr Verhalten ändern.Die andere Sache die wir hier gelernt haben ist, dass AIDS sich nicht von alleine lösen wird. Die Menschen verändern ihr Verhalten nicht ausreichend, um das Wachstum der Epidemie zu verlangsamen. Also müssen wir über Strategien nachdenken und welche Arten davon wohl effektiv sind.Eine gute Art, über Strategien zu lernen ist, zu schauen was schon funktioniert hat. Der Grund, weswegen wir wissen, dass die ABC Kampagne in Uganda effektiv war ist, dass wir gute Daten über HIV-Verbreitung über die Zeit haben. In Uganda sehen wir, dass die Verbreitung abnahm. Wir wissen, dass sie die Kampagne hatten. So haben wir gelernt, was funktioniert. Das ist nicht der einzige Ort, an dem wir Interventionen hatten. Andere Orte haben Sachen versucht, also warum schauen wir nicht dort und untersuchen, was mit der Verbreitung passiert ist?Leider gibt es fast keine guten Daten über HIV-Verbreitung in der allgemeinen afrikanischen Bevölkerung bis ca. 2003. Wenn ich Sie bitten würde: "Können Sie mir mal die Verbreitung in Burkino 1991 finden?" Sie öffnen Google, suchen, und finden: dass tatsächlich die einzigen Gruppen, die 1991 in Burkina Faso erhoben wurden Patienten mit Geschlechtskrankheiten und Schwangere waren. Und diese Gruppen sind nicht so besonders repräsentativ. Wenn Sie dann noch etwas tiefer gehen, mehr nachforschen, was damals los war, finden Sie heraus, dass das sogar ein ziemlich gutes Jahr war. Denn in manchen Jahren waren es nur Drogenabhängige, die getestet wurden. Und noch schlimmer - manche Jahre nur die Drogenabhängigen, manche Jahre nur die Schwangeren. Es gibt keine Möglichkeit, herauszufinden, was über die Zeit passiert ist. Es gibt keine konsistente Datenerhebung.Und in den letzten paar Jahren haben wir tatsächlich ein paar gute Daten erhoben. In Kenia, Sambia und einer Menge Länder gab es Überprüfungen von zufälligen Stichproben der Bevölkerung. Aber es bleibt eine große Lücke in unserem Wissen. Also kann ich Ihnen sagen, wie hoch die Verbreitung 2003 in Kenia war, aber ich weiß nichts über 1993 oder 1983.Das ist ein Problem für Politikentscheidungen. Es war ein Problem für meine Forschung. Und ich fing an, darüber nachzudenken, wie wir sonst herausfinden könnten, wie hoch die HIV-Verbreitung in Afrika in der Vergangenheit war. Und ich denke die Antwort ist, dass wir uns Sterbedaten anschauen können, und wir können diese Daten nutzen, um die Verbreitung in der Vergangenheit herzuleiten.Um das zu tun, müssen wir uns auf die Tatsache stützen, dass AIDS eine sehr spezifische Krankheit ist. Sie tötet Menschen in ihren besten Jahren. Sehr wenige andere Krankheiten haben dieses Profil. Und Sie sehen hier: Dieser Graph zeigt Todesraten in Altersgruppen in Botswana und Ägypten. Botswana ist ein Ort mit einer hohen AIDS Rate, Ägypten hat wenig AIDS. Und Sie sehen, dass beide ziemlich ähnliche Todesraten bei jungen Kindern und alten Menschen haben. Das lässt auf ziemlich ähnliche Entwicklungsgrade schließen.Aber in dieser mittleren Region, zwischen 20 und 45, sind die Todesraten in Botswana viel, viel höher, als in Ägypten. Aber weil es sehr wenige andere tödlichen Krankheiten gibt, können wir diese Sterblichkeit wirklich HIV zuschreiben. Und weil die Menschen, die dieses Jahr gestorben sind, AIDS vor ein paar Jahren bekamen, können wir die Sterblichkeitsdaten nutzen, um die HIV-Verbreitung in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Also es stellt sich mit diesem Verfahren heraus, dass die Schätzungen der Verbreitung tatsächlich den zufälligen Testreihen aus der Bevölkerung sehr nahe kommen -- aber sie sind sehr, sehr anders als die UNAIDS Daten.Also dieser Graph ist die Verbreitungsschätzung von UNAIDS, und dieser die Verbreitung laut Sterberate für die Jahre der späten 1990er in neun afrikanischen Ländern. Und Sie sehen fast ohne Ausnahme, dass die UNAIDS Schätzungen viel höher als die auf Sterbedaten basierenden sind. UNAIDS sagt, dass die HIV Rate in Sambia 20% beträgt und Sterblichkeitsschätzungen deuten darauf hin, dass es nur ca. 5% sind. Und wissen Sie, das sind keine trivialen Unterschiede in den Sterblichkeitsraten. Das ist also eine andere Möglichkeit es zu sehen. Sie können sehen, dass, wenn die Verbreitung so hoch wäre, wie UNAIDS behauptet, wir eigentlich 60 Tote pro 10.000 sehen müssten statt 20 Tote pro 10.000 in dieser Altersgruppe.Ich werde eine Minute lang etwas darüber sprechen, wie wir diese Art von Informationen nutzen können, um etwas zu lernen, das uns helfen wird, über die Welt nachzudenken. Aber das sagt uns auch, dass eine dieser Tatsachen, die ich am Anfang nannte vielleicht nicht ganz richtig ist. Wenn Sie denken, dass 25 Mio. Menschen infiziert sind, wenn Sie denken, dass die UNAIDS Zahlen viel zu hoch sind, sind es vielleicht eher 10 oder 15 Millionen. Das bedeutet nicht, dass AIDS kein Problem ist - es ist gigantisch. Aber es deutet darauf hin, dass die Zahlen wohl etwas zu hoch sind. Was ich wirklich möchte ist, diese neuen Daten zu nutzen, um herauszufinden, was die HIV-Epidemie schneller oder langsamer wachsen lässt.Und ich hatte am Anfang versprochen, nicht über Exporte zu reden. Als ich begann, an diesen Projekten zu arbeiten dachte ich überhaupt nicht an die Wirtschaft aber irgendwann fängt sie einen doch wieder ein. Also spreche ich jetzt doch über Exporte und Preise. Und ich möchte über die Beziehung zwischen wirtschaftlicher Aktivität, insbesondere dem Exportvolumen und HIV-Infektionen sprechen.Nun offensichtlich bin ich als Wirtschaftswissenschaftlerin sehr vertraut mit der Tatsache, dass Entwicklung und die Offenheit für den Handel wirklich gut für Entwicklungsländer ist. Es ist gut, um das Leben der Menschen zu verbessern. Aber Offenheit und Verknüpfung hat einen Preis wenn wir an Krankheiten denken. Das sollte keine Überraschung sein. Am Mittwoch habe ich von Laurie Garret gelernt, dass ich auf jeden Fall die Vogelgrippe bekomme und das würde mich überhaupt nicht beunruhigen, wenn wir niemals Kontakt mit Asien hätten.Und HIV ist tatsächlich besonders stark mit Durchgangsverkehr verknüpft. Die Epidemie war tatsächlich von nur einem männlichen Steward auf einem Flug in die USA eingeführt worden, der die Krankheit in Afrika bekam und mitbrachte. Und das war die Geburtsstunde der gesamten Epidemie in den USA. In Afrika haben Epidemiologen seit einer langen Zeit beobachtet, dass LKW-Fahrer und Migranten eine höhere Infektionswahrscheinlichkeit als andere Menschen haben. Dass Regionen mit einer hohen ökonomischen Aktivität -- mit vielen Straßen, viel Urbanisierung -- diese Regionen haben eine höhere Verbreitung als andere.Aber tatsächlich bedeutet das überhaupt nicht, dass, wenn wir Menschen mehr Exporte und Handel gäben, dies die Verbreitung erhöhen würde. Wenn wir diese neuen Daten nutzen, die Infektionsrate über die Zeit, können wir das testen. Und so scheint es -- zum Glück, finde ich -- es scheint der Fall zu sein, dass diese Dinge sich positiv zueinander verhalten. Mehr Exporte bedeuten mehr AIDS. Und dieser Effekt ist wirklich groß. Also die Daten, die ich habe, lassen erkennen, dass bei einer Verdopplung des Exportvolumens sich die neuen HIV Infektionen vervierfachen.Das hat wichtige Implikationen für Strategie und Vorhersagen. Aus einer Vorhersage-Perspektive, wenn wir wissen, dass Handel sich wahrscheinlich ändert, zum Beispiel wegen des "African Growth and Opportunities Act" oder anderen Gesetzen, die Handel ankurbeln, können wir nachvollziehen, welche Regionen wahrscheinlich stark von HIV infiziert sein werden. Und wir können hingehen und versuchen, dort vorbeugende Maßnahmen durchzuführen. Genauso, wie wir Entwicklungspolitik betreiben um Exporte zu stärken, wenn wir von diesem externen Effekt wissen -- diese zusätzliche Sache, die eintreten wird, wenn wir Exporte steigern -- dann können wir über die richtige Art von Gesetzen nachdenken.Aber es sagt uns auch etwas über eine der Tatsachen, von denen wir glauben, sie zu wissen. Auch wenn es stimmt, dass Armut und AIDS verbunden sind, in dem Sinne, dass Afrika arm ist und viel AIDS hat, ist es nicht zwingend richtig, dass -- zumindest kurzfristig -- Armutsbekämpfung und das Verbessern von Exporten und Entwicklung, es ist nicht zwingend der Fall, dass dies zu einer Abnahme der HIV-Verbreitung führen wird.Also in diesem Vortrag habe ich ein paar Mal den besonderen Fall von Uganda erwähnt und die Tatsache, dass es das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika mit einer erfolgreichen Vorbeugung ist. Es wird sehr oft hochgehalten. Es wurde in Kenia, Tansania, Südafrika und vielen anderen Orten repliziert. Aber das will ich jetzt auch anzweifeln. Denn es ist wahr, dass die Verbreitung zurückgegangen ist, im Uganda der 1990er. Es stimmt, dass sie eine Aufklärungskampagne hatten. Aber da war noch etwas anderes, das in Uganda zu dieser Zeit passiert ist.Es gab einen großen Fall der Kaffeepreise. Kaffee ist Ugandas Hauptexportprodukt. Die Exporte sind in den frühen 90ern stark gefallen -- und das passt ziemlich genau mit der Abnahme der neuen HIV Infektionen. Sie sehen, dass beide dieser Reihen -- die schwarze Linie ist das Exportvolumen, die rote sind neue HIV-Infektionen -- Sie sehen, dass beide zunehmen, Ab ca. 1987 gehen beide ziemlich stark nach unten. Und dann folgen sie sich ein bisschen beim Anstieg später im Jahrzehnt.Wenn Sie die Intuition und diese Abbildung mit den Daten, über die ich vorher gesprochen habe, kombinieren, deutet das darauf hin, dass 25 bis 30 Prozent des Rückgangs der Verbreitung in Uganda auch passiert wäre, wenn es überhaupt keine Aufklärungskampagne gegeben hätte.Aber das ist enorm wichtig für Strategieentscheidungen. Wir geben so viel Geld aus, um diese Kampagne zu replizieren. Und wenn sie auch nur halb so effektiv ist, wie wir annahmen, dann gibt es eine Menge anderer Dinge, für die wir vielleicht eher Geld ausgeben sollten. Man kann versuchen, Übertragungsraten zu senken, indem man andere sexuell übertragbare Krankheiten behandelt, in dem man Beschneidung von Männern voranbringt. Es gibt eine Menge anderer Dinge, die wir unternehmen sollten. Und vielleicht zeigt es uns, dass wir mehr über diese Dinge nachdenken sollten.Ich hoffe, dass ich Ihnen in den letzten 16 Minuten etwas erzählt habe, das Sie noch nicht über AIDS wussten. Und ich hoffe ich habe Sie dazu bewegt, die Dinge von denen Sie schon ausgingen, etwas anzuzweifeln. Und hoffentlich habe ich Sie überzeugt, dass es vielleicht wichtig ist, Dinge über die Epidemie zu verstehen, um über Politik nachzudenken.Aber mehr als alles andere, wissen Sie, bin ich Akademikerin. Und wenn ich gehe, komme ich zurück in mein kleines Büro und sitze vor meinem PC und meinen Daten -- und was daran am aufregendsten ist ist, dass immer wenn ich über Forschung nachdenke, mehr Fragen erscheinen. Es gibt mehr Dinge, von denen ich denke, dass ich sie machen will. Und was einfach so großartig daran ist, hier zu sein, ist, dass ich sicher bin, dass Ihre Fragen ganz anders sind, als die Fragen, die ich mir alleine ausdenken kann. Und ich kann kaum darauf warten, sie zu hören. Also, vielen Dank.
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Was ist die Beziehung zwischen dem Verbreitungsgrad von AIDS und der ökonomischen Aktivität eines Landes?
{ "answer_id": [ "1", "2", "3", "4", "5" ], "answer_str": [ "keine Beziehung", "sie stehen in enger Beziehung", "sie sind unabhängig voneinander", "wenn eines zunimmt, nimmt das andere ab", "sie gehen proportional zurück" ] }
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sie stehen in enger Beziehung
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AIDS
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Emily Oster dreht unser Wissen über AIDS in Afrika umHeute möchte ich mit Ihnen über AIDS in Sub-Sahara-Afrika sprechen. Und das hier ist ein ziemlich gebildetes Publikum, also nehme ich an, dass Sie alle etwas über AIDS wissen. Sie wissen wohl, dass ungefähr 25 Millionen Menschen in Afrika mit dem Virus infiziert sind, und dass AIDS eine Armutskrankheit ist. Und dass, wenn es uns gelänge, Afrika aus der Armut zu holen, wir auch AIDS verringern würden. Wenn Sie noch mehr wissen, dann wahrscheinlich, dass Uganda bis heute das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika ist, das im Kampf gegen die Epidemie erfolgreich war mit einer Kampagne, die Menschen dazu ermutigte, treu und enthaltsam zu sein und Kondome zu nutzen -- die ABC Kampagne. Sie verringerte die HIV-Verbreitung in den 1990ern von ca. 15 % auf 6 % in nur ein paar Jahren. Wenn Sie die Politik verfolgen, wissen Sie wohl, dass unser Präsident vor einigen Jahren 15 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Epidemie über 5 Jahre versprochen hat, und dass eine Menge des Geldes an Programme geht, die versuchen, Uganda zu replizieren und durch Verhaltensänderung Menschen zur Eindämmung der Epidemie zu bringen.Also heute werde ich über einige Dinge sprechen, die Sie vielleicht nicht über die Epidemie wissen. Und dann werde ich sogar einige der Dinge angreifen, über die Sie glauben, schon Bescheid zu wissen. Und um das zu machen, werde ich über meine Forschung als Wirtschaftswissenschaftlerin über die Epidemie sprechen. Ich werde wirklich nicht viel über die Wirtschaft sprechen. Ich erzähle Ihnen nichts über Exporte und Preise. Aber ich werde die Werkzeuge und Konzepte, mit denen Ökonomen arbeiten, benutzen, um über ein Problem nachzudenken, das traditionell eher zur Epidemiologie und dem Gesundheitswesen gehört. Und ich finde in diesem Sinne passt das wunderbar zu dieser Querdenken-Mentalität. Hier benutze ich die Werkzeuge einer bestimmten akademischen Disziplin, um über die Probleme einer anderen nachzudenken.Also, wir denken überwiegend, dass AIDS ein strategisches Problem ist. Und wahrscheinlich denken die meisten von Ihnen auch so darüber. Aber in diesem Vortrag geht es darum, Fakten über die Epidemie zu verstehen. Es geht darum, wie sie sich entwickelt, und wie Menschen darauf reagieren. Vielleicht scheint es, als ob ich das strategische Zeug ignoriere, obwohl es wirklich das Wichtigste ist, aber ich hoffe, dass Sie am Ende des Vortrags schlussfolgern, dass wir keine effektive Strategie entwickeln können, wenn wir nicht wirklich verstehen, wie die Epidemie funktioniert.Und der erste Punkt, über den ich sprechen möchte, der erste Punkt, den wir verstehen müssen, ist: Wie reagieren die Menschen auf die Epidemie? Also AIDS ist eine sexuell übertragbare Krankheit, und sie tötet. Das bedeutet, dass der Preis für Sex in einem Gebiet mit viel AIDS sehr hoch ist. Wenn Sie ein uninfizierter Mann in Botswana sind, wo die HIV-Rate 30% ist, und Sie dieses Jahr eine weitere Partnerin haben -- eine Langzeitpartnerin, Freundin, Geliebte -- wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in 10 Jahren sterben, um 3% steigen.Das ist ein riesiger Effekt. Und so denken wir uns, dass die Menschen dann weniger Sex haben sollten. Und tatsächlich gab es diese Veränderung bei homosexuellen Männern in den USA während der 1980er. Wenn wir uns diese Hochrisikogruppe anschauen, und sie fragen: "Hatten Sie in den letzten 2 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit mehr als einem Partner?" ist über die Zeit von '84 bis '88 der Anteil von ca. 85% auf 55% gefallen. Eine große Veränderung in sehr kurzer Zeit.Etwas Vergleichbares haben wir in Afrika nicht beobachtet. Also die Daten sind nicht ganz so gut, aber Sie sehen hier den Anteil der männlichen Singles, die vorehelichen Sex hatten, oder verheiratete Männer, die außerehelichen Sex hatten, und wie sich dies von den frühen bis zu den späten 90ern verändert und von den späten 90ern zu den frühen 2000ern. Die Epidemie nimmt zu. Die Menschen lernen mehr darüber... und wir sehen fast keine Änderung im sexuellen Verhalten. Das sind nur winzige Abnahmen -- zwei Prozentpunkte -- nicht signifikant.Das scheint verblüffend, aber ich sage, Sie sollten davon nicht überrascht sein. Und um das zu verstehen, müssen Sie über Gesundheit nachdenken wie ein Wirtschaftswissenschaftler -- als eine Investition. Also wenn Sie ein Softwareentwickler sind und darüber nachdenken, ob Sie Ihrem Programm eine neue Funktion spendieren sollten, ist es wichtig, die Kosten zu beachten. Es ist auch wichtig, zu wissen, was der Nutzen ist. Und ein Teil des Nutzens ist wie lange das Programm ihrer Meinung nach noch genutzt werden wird. Wenn Version 10 nächste Woche erscheint, gibt es keinen Grund, neue Funktionen in Version 9 einzubauen.Aber Ihre Gesundheitsentscheidungen verlaufen genauso. Jedes mal wenn Sie eine Karotte anstatt eines Kekses essen, jedes Mal wenn Sie ins Fitnessstudio und nicht ins Kino gehen, ist das eine teure Investition zu Gunsten Ihrer Gesundheit. Aber wie viel Sie investieren wollen wird davon abhängig sein, wie lange Sie erwarten, in der Zukunft noch zu leben -- selbst, wenn Sie diese Investitionen nicht machen. AIDS ist die gleiche Sache. Es ist teuer, AIDS zu vermeiden. Die Leute haben echt gerne Sex. Aber wissen Sie, der Nutzen drückt sich in längerer Lebensdauer aus. Allerdings sind die Lebenserwartungen in Afrika, selbst ohne AIDS, wirklich kurz: 40 oder 50 Jahre, in vielen Orten. Ich denke es ist möglich, wenn wir über diese Einsicht, über diese Tatsache nachdenken, dass dies vielleicht einen Teil dieser niedrigen Verhaltensänderung erklärt.Aber das müssen wir untersuchen. Und eine tolle Möglichkeit dafür ist, sich verschiedene afrikanische Regionen anzuschauen, um zu schauen, ob Menschen mit höheren Lebenserwartungen ihr sexuelles Verhalten mehr verändern. Und das werde ich machen, indem ich Regionen mit unterschiedlichen Malarialeveln vergleiche. Also Malaria ist eine Krankheit, die tötet. Es ist eine Krankheit, die eine Menge Erwachsene in Afrika tötet, und auch viele Kinder. Und deshalb werden Menschen, die in malariareichen Gebieten leben eine niedrigere Lebenserwartung haben als Menschen aus Regionen mit wenig Malaria. Also eine Möglichkeit, um zu überprüfen, ob wir einige der Verhaltensänderung über Unterschiede in der Lebenserwartung erklären können ist, nachzuschauen, ob dort wo Malaria weniger verbreitet ist, mehr Verhaltensänderung zu beobachten ist.Und das zeigt Ihnen dieser Graph. Dies zeigt Ihnen -- in Regionen mit niedriger, mittlerer und hoher Malariaverbreitung -- was mit der Anzahl der sexuellen Partner passiert, wenn sich die HIV Verbreitung erhöht. Wenn Sie die blaue Linie beobachten, sehen Sie, dass in Gebieten mit wenig Malaria die Anzahl der sexuellen Partner tatsächlich stark sinkt wenn die HIV Verbreitung steigt. Regionen mit mittleren Leveln sinken auch etwas -- aber nicht so sehr. Und in Regionen mit hohen Malarialeveln steigt sie sogar etwas, aber das ist nicht signifikant.Das liegt nicht nur an Malaria. Junge Frauen, die in Regionen mit hoher Müttersterblichkeitsrate leben, verändern ihr Verhalten weniger wenn sie auf HIV reagieren als junge Frauen aus Regionen mit einer niedrigen Müttersterblichkeitsrate. Ein weiteres Risiko, und sie reagieren weniger auf dieses bestehende Risiko.Für sich genommen sagt das eine Menge über das menschliche Verhalten aus. Es sagt uns etwas darüber, warum wir so wenig Verhaltensänderung in Afrika sehen.Aber es gibt uns auch einen Hinweis für die Strategie. Selbst wenn es einem nur um AIDS in Afrika ginge, macht es vielleicht trotzdem Sinn, in die Malariabekämpfung zu investieren, zu versuchen, die Luftqualität in Innenräumen zu verbessern, die Müttersterblichkeitsrate zu senken. Denn wenn Sie diese Dinge verbessern, dann haben die Menschen einen größeren Anreiz, AIDS von sich aus zu meiden. Aber das offenbart uns auch etwas über eine dieser Tatsachen, die wir angesprochen hatten. Aufklärungskampagnen, wie solche, auf die unser Präsident den Fokus bei den Ausgaben gelegt hat, reichen vielleicht nicht aus. Zumindest nicht alleine. Wenn Menschen keinen Anreiz haben, AIDS von sich aus zu meiden -- selbst wenn sie alles über die Krankheit wissen -- werden sie vielleicht immer noch nicht ihr Verhalten ändern.Die andere Sache die wir hier gelernt haben ist, dass AIDS sich nicht von alleine lösen wird. Die Menschen verändern ihr Verhalten nicht ausreichend, um das Wachstum der Epidemie zu verlangsamen. Also müssen wir über Strategien nachdenken und welche Arten davon wohl effektiv sind.Eine gute Art, über Strategien zu lernen ist, zu schauen was schon funktioniert hat. Der Grund, weswegen wir wissen, dass die ABC Kampagne in Uganda effektiv war ist, dass wir gute Daten über HIV-Verbreitung über die Zeit haben. In Uganda sehen wir, dass die Verbreitung abnahm. Wir wissen, dass sie die Kampagne hatten. So haben wir gelernt, was funktioniert. Das ist nicht der einzige Ort, an dem wir Interventionen hatten. Andere Orte haben Sachen versucht, also warum schauen wir nicht dort und untersuchen, was mit der Verbreitung passiert ist?Leider gibt es fast keine guten Daten über HIV-Verbreitung in der allgemeinen afrikanischen Bevölkerung bis ca. 2003. Wenn ich Sie bitten würde: "Können Sie mir mal die Verbreitung in Burkino 1991 finden?" Sie öffnen Google, suchen, und finden: dass tatsächlich die einzigen Gruppen, die 1991 in Burkina Faso erhoben wurden Patienten mit Geschlechtskrankheiten und Schwangere waren. Und diese Gruppen sind nicht so besonders repräsentativ. Wenn Sie dann noch etwas tiefer gehen, mehr nachforschen, was damals los war, finden Sie heraus, dass das sogar ein ziemlich gutes Jahr war. Denn in manchen Jahren waren es nur Drogenabhängige, die getestet wurden. Und noch schlimmer - manche Jahre nur die Drogenabhängigen, manche Jahre nur die Schwangeren. Es gibt keine Möglichkeit, herauszufinden, was über die Zeit passiert ist. Es gibt keine konsistente Datenerhebung.Und in den letzten paar Jahren haben wir tatsächlich ein paar gute Daten erhoben. In Kenia, Sambia und einer Menge Länder gab es Überprüfungen von zufälligen Stichproben der Bevölkerung. Aber es bleibt eine große Lücke in unserem Wissen. Also kann ich Ihnen sagen, wie hoch die Verbreitung 2003 in Kenia war, aber ich weiß nichts über 1993 oder 1983.Das ist ein Problem für Politikentscheidungen. Es war ein Problem für meine Forschung. Und ich fing an, darüber nachzudenken, wie wir sonst herausfinden könnten, wie hoch die HIV-Verbreitung in Afrika in der Vergangenheit war. Und ich denke die Antwort ist, dass wir uns Sterbedaten anschauen können, und wir können diese Daten nutzen, um die Verbreitung in der Vergangenheit herzuleiten.Um das zu tun, müssen wir uns auf die Tatsache stützen, dass AIDS eine sehr spezifische Krankheit ist. Sie tötet Menschen in ihren besten Jahren. Sehr wenige andere Krankheiten haben dieses Profil. Und Sie sehen hier: Dieser Graph zeigt Todesraten in Altersgruppen in Botswana und Ägypten. Botswana ist ein Ort mit einer hohen AIDS Rate, Ägypten hat wenig AIDS. Und Sie sehen, dass beide ziemlich ähnliche Todesraten bei jungen Kindern und alten Menschen haben. Das lässt auf ziemlich ähnliche Entwicklungsgrade schließen.Aber in dieser mittleren Region, zwischen 20 und 45, sind die Todesraten in Botswana viel, viel höher, als in Ägypten. Aber weil es sehr wenige andere tödlichen Krankheiten gibt, können wir diese Sterblichkeit wirklich HIV zuschreiben. Und weil die Menschen, die dieses Jahr gestorben sind, AIDS vor ein paar Jahren bekamen, können wir die Sterblichkeitsdaten nutzen, um die HIV-Verbreitung in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Also es stellt sich mit diesem Verfahren heraus, dass die Schätzungen der Verbreitung tatsächlich den zufälligen Testreihen aus der Bevölkerung sehr nahe kommen -- aber sie sind sehr, sehr anders als die UNAIDS Daten.Also dieser Graph ist die Verbreitungsschätzung von UNAIDS, und dieser die Verbreitung laut Sterberate für die Jahre der späten 1990er in neun afrikanischen Ländern. Und Sie sehen fast ohne Ausnahme, dass die UNAIDS Schätzungen viel höher als die auf Sterbedaten basierenden sind. UNAIDS sagt, dass die HIV Rate in Sambia 20% beträgt und Sterblichkeitsschätzungen deuten darauf hin, dass es nur ca. 5% sind. Und wissen Sie, das sind keine trivialen Unterschiede in den Sterblichkeitsraten. Das ist also eine andere Möglichkeit es zu sehen. Sie können sehen, dass, wenn die Verbreitung so hoch wäre, wie UNAIDS behauptet, wir eigentlich 60 Tote pro 10.000 sehen müssten statt 20 Tote pro 10.000 in dieser Altersgruppe.Ich werde eine Minute lang etwas darüber sprechen, wie wir diese Art von Informationen nutzen können, um etwas zu lernen, das uns helfen wird, über die Welt nachzudenken. Aber das sagt uns auch, dass eine dieser Tatsachen, die ich am Anfang nannte vielleicht nicht ganz richtig ist. Wenn Sie denken, dass 25 Mio. Menschen infiziert sind, wenn Sie denken, dass die UNAIDS Zahlen viel zu hoch sind, sind es vielleicht eher 10 oder 15 Millionen. Das bedeutet nicht, dass AIDS kein Problem ist - es ist gigantisch. Aber es deutet darauf hin, dass die Zahlen wohl etwas zu hoch sind. Was ich wirklich möchte ist, diese neuen Daten zu nutzen, um herauszufinden, was die HIV-Epidemie schneller oder langsamer wachsen lässt.Und ich hatte am Anfang versprochen, nicht über Exporte zu reden. Als ich begann, an diesen Projekten zu arbeiten dachte ich überhaupt nicht an die Wirtschaft aber irgendwann fängt sie einen doch wieder ein. Also spreche ich jetzt doch über Exporte und Preise. Und ich möchte über die Beziehung zwischen wirtschaftlicher Aktivität, insbesondere dem Exportvolumen und HIV-Infektionen sprechen.Nun offensichtlich bin ich als Wirtschaftswissenschaftlerin sehr vertraut mit der Tatsache, dass Entwicklung und die Offenheit für den Handel wirklich gut für Entwicklungsländer ist. Es ist gut, um das Leben der Menschen zu verbessern. Aber Offenheit und Verknüpfung hat einen Preis wenn wir an Krankheiten denken. Das sollte keine Überraschung sein. Am Mittwoch habe ich von Laurie Garret gelernt, dass ich auf jeden Fall die Vogelgrippe bekomme und das würde mich überhaupt nicht beunruhigen, wenn wir niemals Kontakt mit Asien hätten.Und HIV ist tatsächlich besonders stark mit Durchgangsverkehr verknüpft. Die Epidemie war tatsächlich von nur einem männlichen Steward auf einem Flug in die USA eingeführt worden, der die Krankheit in Afrika bekam und mitbrachte. Und das war die Geburtsstunde der gesamten Epidemie in den USA. In Afrika haben Epidemiologen seit einer langen Zeit beobachtet, dass LKW-Fahrer und Migranten eine höhere Infektionswahrscheinlichkeit als andere Menschen haben. Dass Regionen mit einer hohen ökonomischen Aktivität -- mit vielen Straßen, viel Urbanisierung -- diese Regionen haben eine höhere Verbreitung als andere.Aber tatsächlich bedeutet das überhaupt nicht, dass, wenn wir Menschen mehr Exporte und Handel gäben, dies die Verbreitung erhöhen würde. Wenn wir diese neuen Daten nutzen, die Infektionsrate über die Zeit, können wir das testen. Und so scheint es -- zum Glück, finde ich -- es scheint der Fall zu sein, dass diese Dinge sich positiv zueinander verhalten. Mehr Exporte bedeuten mehr AIDS. Und dieser Effekt ist wirklich groß. Also die Daten, die ich habe, lassen erkennen, dass bei einer Verdopplung des Exportvolumens sich die neuen HIV Infektionen vervierfachen.Das hat wichtige Implikationen für Strategie und Vorhersagen. Aus einer Vorhersage-Perspektive, wenn wir wissen, dass Handel sich wahrscheinlich ändert, zum Beispiel wegen des "African Growth and Opportunities Act" oder anderen Gesetzen, die Handel ankurbeln, können wir nachvollziehen, welche Regionen wahrscheinlich stark von HIV infiziert sein werden. Und wir können hingehen und versuchen, dort vorbeugende Maßnahmen durchzuführen. Genauso, wie wir Entwicklungspolitik betreiben um Exporte zu stärken, wenn wir von diesem externen Effekt wissen -- diese zusätzliche Sache, die eintreten wird, wenn wir Exporte steigern -- dann können wir über die richtige Art von Gesetzen nachdenken.Aber es sagt uns auch etwas über eine der Tatsachen, von denen wir glauben, sie zu wissen. Auch wenn es stimmt, dass Armut und AIDS verbunden sind, in dem Sinne, dass Afrika arm ist und viel AIDS hat, ist es nicht zwingend richtig, dass -- zumindest kurzfristig -- Armutsbekämpfung und das Verbessern von Exporten und Entwicklung, es ist nicht zwingend der Fall, dass dies zu einer Abnahme der HIV-Verbreitung führen wird.Also in diesem Vortrag habe ich ein paar Mal den besonderen Fall von Uganda erwähnt und die Tatsache, dass es das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika mit einer erfolgreichen Vorbeugung ist. Es wird sehr oft hochgehalten. Es wurde in Kenia, Tansania, Südafrika und vielen anderen Orten repliziert. Aber das will ich jetzt auch anzweifeln. Denn es ist wahr, dass die Verbreitung zurückgegangen ist, im Uganda der 1990er. Es stimmt, dass sie eine Aufklärungskampagne hatten. Aber da war noch etwas anderes, das in Uganda zu dieser Zeit passiert ist.Es gab einen großen Fall der Kaffeepreise. Kaffee ist Ugandas Hauptexportprodukt. Die Exporte sind in den frühen 90ern stark gefallen -- und das passt ziemlich genau mit der Abnahme der neuen HIV Infektionen. Sie sehen, dass beide dieser Reihen -- die schwarze Linie ist das Exportvolumen, die rote sind neue HIV-Infektionen -- Sie sehen, dass beide zunehmen, Ab ca. 1987 gehen beide ziemlich stark nach unten. Und dann folgen sie sich ein bisschen beim Anstieg später im Jahrzehnt.Wenn Sie die Intuition und diese Abbildung mit den Daten, über die ich vorher gesprochen habe, kombinieren, deutet das darauf hin, dass 25 bis 30 Prozent des Rückgangs der Verbreitung in Uganda auch passiert wäre, wenn es überhaupt keine Aufklärungskampagne gegeben hätte.Aber das ist enorm wichtig für Strategieentscheidungen. Wir geben so viel Geld aus, um diese Kampagne zu replizieren. Und wenn sie auch nur halb so effektiv ist, wie wir annahmen, dann gibt es eine Menge anderer Dinge, für die wir vielleicht eher Geld ausgeben sollten. Man kann versuchen, Übertragungsraten zu senken, indem man andere sexuell übertragbare Krankheiten behandelt, in dem man Beschneidung von Männern voranbringt. Es gibt eine Menge anderer Dinge, die wir unternehmen sollten. Und vielleicht zeigt es uns, dass wir mehr über diese Dinge nachdenken sollten.Ich hoffe, dass ich Ihnen in den letzten 16 Minuten etwas erzählt habe, das Sie noch nicht über AIDS wussten. Und ich hoffe ich habe Sie dazu bewegt, die Dinge von denen Sie schon ausgingen, etwas anzuzweifeln. Und hoffentlich habe ich Sie überzeugt, dass es vielleicht wichtig ist, Dinge über die Epidemie zu verstehen, um über Politik nachzudenken.Aber mehr als alles andere, wissen Sie, bin ich Akademikerin. Und wenn ich gehe, komme ich zurück in mein kleines Büro und sitze vor meinem PC und meinen Daten -- und was daran am aufregendsten ist ist, dass immer wenn ich über Forschung nachdenke, mehr Fragen erscheinen. Es gibt mehr Dinge, von denen ich denke, dass ich sie machen will. Und was einfach so großartig daran ist, hier zu sein, ist, dass ich sicher bin, dass Ihre Fragen ganz anders sind, als die Fragen, die ich mir alleine ausdenken kann. Und ich kann kaum darauf warten, sie zu hören. Also, vielen Dank.
8
Welche Klasse von Arbeitern tragen in Afrika das größte Risiko sich mit HIV zu infizieren?
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3
Lastwagenfahrer und Migranten
1
AIDS
4
4
Emily Oster dreht unser Wissen über AIDS in Afrika umHeute möchte ich mit Ihnen über AIDS in Sub-Sahara-Afrika sprechen. Und das hier ist ein ziemlich gebildetes Publikum, also nehme ich an, dass Sie alle etwas über AIDS wissen. Sie wissen wohl, dass ungefähr 25 Millionen Menschen in Afrika mit dem Virus infiziert sind, und dass AIDS eine Armutskrankheit ist. Und dass, wenn es uns gelänge, Afrika aus der Armut zu holen, wir auch AIDS verringern würden. Wenn Sie noch mehr wissen, dann wahrscheinlich, dass Uganda bis heute das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika ist, das im Kampf gegen die Epidemie erfolgreich war mit einer Kampagne, die Menschen dazu ermutigte, treu und enthaltsam zu sein und Kondome zu nutzen -- die ABC Kampagne. Sie verringerte die HIV-Verbreitung in den 1990ern von ca. 15 % auf 6 % in nur ein paar Jahren. Wenn Sie die Politik verfolgen, wissen Sie wohl, dass unser Präsident vor einigen Jahren 15 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Epidemie über 5 Jahre versprochen hat, und dass eine Menge des Geldes an Programme geht, die versuchen, Uganda zu replizieren und durch Verhaltensänderung Menschen zur Eindämmung der Epidemie zu bringen.Also heute werde ich über einige Dinge sprechen, die Sie vielleicht nicht über die Epidemie wissen. Und dann werde ich sogar einige der Dinge angreifen, über die Sie glauben, schon Bescheid zu wissen. Und um das zu machen, werde ich über meine Forschung als Wirtschaftswissenschaftlerin über die Epidemie sprechen. Ich werde wirklich nicht viel über die Wirtschaft sprechen. Ich erzähle Ihnen nichts über Exporte und Preise. Aber ich werde die Werkzeuge und Konzepte, mit denen Ökonomen arbeiten, benutzen, um über ein Problem nachzudenken, das traditionell eher zur Epidemiologie und dem Gesundheitswesen gehört. Und ich finde in diesem Sinne passt das wunderbar zu dieser Querdenken-Mentalität. Hier benutze ich die Werkzeuge einer bestimmten akademischen Disziplin, um über die Probleme einer anderen nachzudenken.Also, wir denken überwiegend, dass AIDS ein strategisches Problem ist. Und wahrscheinlich denken die meisten von Ihnen auch so darüber. Aber in diesem Vortrag geht es darum, Fakten über die Epidemie zu verstehen. Es geht darum, wie sie sich entwickelt, und wie Menschen darauf reagieren. Vielleicht scheint es, als ob ich das strategische Zeug ignoriere, obwohl es wirklich das Wichtigste ist, aber ich hoffe, dass Sie am Ende des Vortrags schlussfolgern, dass wir keine effektive Strategie entwickeln können, wenn wir nicht wirklich verstehen, wie die Epidemie funktioniert.Und der erste Punkt, über den ich sprechen möchte, der erste Punkt, den wir verstehen müssen, ist: Wie reagieren die Menschen auf die Epidemie? Also AIDS ist eine sexuell übertragbare Krankheit, und sie tötet. Das bedeutet, dass der Preis für Sex in einem Gebiet mit viel AIDS sehr hoch ist. Wenn Sie ein uninfizierter Mann in Botswana sind, wo die HIV-Rate 30% ist, und Sie dieses Jahr eine weitere Partnerin haben -- eine Langzeitpartnerin, Freundin, Geliebte -- wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in 10 Jahren sterben, um 3% steigen.Das ist ein riesiger Effekt. Und so denken wir uns, dass die Menschen dann weniger Sex haben sollten. Und tatsächlich gab es diese Veränderung bei homosexuellen Männern in den USA während der 1980er. Wenn wir uns diese Hochrisikogruppe anschauen, und sie fragen: "Hatten Sie in den letzten 2 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit mehr als einem Partner?" ist über die Zeit von '84 bis '88 der Anteil von ca. 85% auf 55% gefallen. Eine große Veränderung in sehr kurzer Zeit.Etwas Vergleichbares haben wir in Afrika nicht beobachtet. Also die Daten sind nicht ganz so gut, aber Sie sehen hier den Anteil der männlichen Singles, die vorehelichen Sex hatten, oder verheiratete Männer, die außerehelichen Sex hatten, und wie sich dies von den frühen bis zu den späten 90ern verändert und von den späten 90ern zu den frühen 2000ern. Die Epidemie nimmt zu. Die Menschen lernen mehr darüber... und wir sehen fast keine Änderung im sexuellen Verhalten. Das sind nur winzige Abnahmen -- zwei Prozentpunkte -- nicht signifikant.Das scheint verblüffend, aber ich sage, Sie sollten davon nicht überrascht sein. Und um das zu verstehen, müssen Sie über Gesundheit nachdenken wie ein Wirtschaftswissenschaftler -- als eine Investition. Also wenn Sie ein Softwareentwickler sind und darüber nachdenken, ob Sie Ihrem Programm eine neue Funktion spendieren sollten, ist es wichtig, die Kosten zu beachten. Es ist auch wichtig, zu wissen, was der Nutzen ist. Und ein Teil des Nutzens ist wie lange das Programm ihrer Meinung nach noch genutzt werden wird. Wenn Version 10 nächste Woche erscheint, gibt es keinen Grund, neue Funktionen in Version 9 einzubauen.Aber Ihre Gesundheitsentscheidungen verlaufen genauso. Jedes mal wenn Sie eine Karotte anstatt eines Kekses essen, jedes Mal wenn Sie ins Fitnessstudio und nicht ins Kino gehen, ist das eine teure Investition zu Gunsten Ihrer Gesundheit. Aber wie viel Sie investieren wollen wird davon abhängig sein, wie lange Sie erwarten, in der Zukunft noch zu leben -- selbst, wenn Sie diese Investitionen nicht machen. AIDS ist die gleiche Sache. Es ist teuer, AIDS zu vermeiden. Die Leute haben echt gerne Sex. Aber wissen Sie, der Nutzen drückt sich in längerer Lebensdauer aus. Allerdings sind die Lebenserwartungen in Afrika, selbst ohne AIDS, wirklich kurz: 40 oder 50 Jahre, in vielen Orten. Ich denke es ist möglich, wenn wir über diese Einsicht, über diese Tatsache nachdenken, dass dies vielleicht einen Teil dieser niedrigen Verhaltensänderung erklärt.Aber das müssen wir untersuchen. Und eine tolle Möglichkeit dafür ist, sich verschiedene afrikanische Regionen anzuschauen, um zu schauen, ob Menschen mit höheren Lebenserwartungen ihr sexuelles Verhalten mehr verändern. Und das werde ich machen, indem ich Regionen mit unterschiedlichen Malarialeveln vergleiche. Also Malaria ist eine Krankheit, die tötet. Es ist eine Krankheit, die eine Menge Erwachsene in Afrika tötet, und auch viele Kinder. Und deshalb werden Menschen, die in malariareichen Gebieten leben eine niedrigere Lebenserwartung haben als Menschen aus Regionen mit wenig Malaria. Also eine Möglichkeit, um zu überprüfen, ob wir einige der Verhaltensänderung über Unterschiede in der Lebenserwartung erklären können ist, nachzuschauen, ob dort wo Malaria weniger verbreitet ist, mehr Verhaltensänderung zu beobachten ist.Und das zeigt Ihnen dieser Graph. Dies zeigt Ihnen -- in Regionen mit niedriger, mittlerer und hoher Malariaverbreitung -- was mit der Anzahl der sexuellen Partner passiert, wenn sich die HIV Verbreitung erhöht. Wenn Sie die blaue Linie beobachten, sehen Sie, dass in Gebieten mit wenig Malaria die Anzahl der sexuellen Partner tatsächlich stark sinkt wenn die HIV Verbreitung steigt. Regionen mit mittleren Leveln sinken auch etwas -- aber nicht so sehr. Und in Regionen mit hohen Malarialeveln steigt sie sogar etwas, aber das ist nicht signifikant.Das liegt nicht nur an Malaria. Junge Frauen, die in Regionen mit hoher Müttersterblichkeitsrate leben, verändern ihr Verhalten weniger wenn sie auf HIV reagieren als junge Frauen aus Regionen mit einer niedrigen Müttersterblichkeitsrate. Ein weiteres Risiko, und sie reagieren weniger auf dieses bestehende Risiko.Für sich genommen sagt das eine Menge über das menschliche Verhalten aus. Es sagt uns etwas darüber, warum wir so wenig Verhaltensänderung in Afrika sehen.Aber es gibt uns auch einen Hinweis für die Strategie. Selbst wenn es einem nur um AIDS in Afrika ginge, macht es vielleicht trotzdem Sinn, in die Malariabekämpfung zu investieren, zu versuchen, die Luftqualität in Innenräumen zu verbessern, die Müttersterblichkeitsrate zu senken. Denn wenn Sie diese Dinge verbessern, dann haben die Menschen einen größeren Anreiz, AIDS von sich aus zu meiden. Aber das offenbart uns auch etwas über eine dieser Tatsachen, die wir angesprochen hatten. Aufklärungskampagnen, wie solche, auf die unser Präsident den Fokus bei den Ausgaben gelegt hat, reichen vielleicht nicht aus. Zumindest nicht alleine. Wenn Menschen keinen Anreiz haben, AIDS von sich aus zu meiden -- selbst wenn sie alles über die Krankheit wissen -- werden sie vielleicht immer noch nicht ihr Verhalten ändern.Die andere Sache die wir hier gelernt haben ist, dass AIDS sich nicht von alleine lösen wird. Die Menschen verändern ihr Verhalten nicht ausreichend, um das Wachstum der Epidemie zu verlangsamen. Also müssen wir über Strategien nachdenken und welche Arten davon wohl effektiv sind.Eine gute Art, über Strategien zu lernen ist, zu schauen was schon funktioniert hat. Der Grund, weswegen wir wissen, dass die ABC Kampagne in Uganda effektiv war ist, dass wir gute Daten über HIV-Verbreitung über die Zeit haben. In Uganda sehen wir, dass die Verbreitung abnahm. Wir wissen, dass sie die Kampagne hatten. So haben wir gelernt, was funktioniert. Das ist nicht der einzige Ort, an dem wir Interventionen hatten. Andere Orte haben Sachen versucht, also warum schauen wir nicht dort und untersuchen, was mit der Verbreitung passiert ist?Leider gibt es fast keine guten Daten über HIV-Verbreitung in der allgemeinen afrikanischen Bevölkerung bis ca. 2003. Wenn ich Sie bitten würde: "Können Sie mir mal die Verbreitung in Burkino 1991 finden?" Sie öffnen Google, suchen, und finden: dass tatsächlich die einzigen Gruppen, die 1991 in Burkina Faso erhoben wurden Patienten mit Geschlechtskrankheiten und Schwangere waren. Und diese Gruppen sind nicht so besonders repräsentativ. Wenn Sie dann noch etwas tiefer gehen, mehr nachforschen, was damals los war, finden Sie heraus, dass das sogar ein ziemlich gutes Jahr war. Denn in manchen Jahren waren es nur Drogenabhängige, die getestet wurden. Und noch schlimmer - manche Jahre nur die Drogenabhängigen, manche Jahre nur die Schwangeren. Es gibt keine Möglichkeit, herauszufinden, was über die Zeit passiert ist. Es gibt keine konsistente Datenerhebung.Und in den letzten paar Jahren haben wir tatsächlich ein paar gute Daten erhoben. In Kenia, Sambia und einer Menge Länder gab es Überprüfungen von zufälligen Stichproben der Bevölkerung. Aber es bleibt eine große Lücke in unserem Wissen. Also kann ich Ihnen sagen, wie hoch die Verbreitung 2003 in Kenia war, aber ich weiß nichts über 1993 oder 1983.Das ist ein Problem für Politikentscheidungen. Es war ein Problem für meine Forschung. Und ich fing an, darüber nachzudenken, wie wir sonst herausfinden könnten, wie hoch die HIV-Verbreitung in Afrika in der Vergangenheit war. Und ich denke die Antwort ist, dass wir uns Sterbedaten anschauen können, und wir können diese Daten nutzen, um die Verbreitung in der Vergangenheit herzuleiten.Um das zu tun, müssen wir uns auf die Tatsache stützen, dass AIDS eine sehr spezifische Krankheit ist. Sie tötet Menschen in ihren besten Jahren. Sehr wenige andere Krankheiten haben dieses Profil. Und Sie sehen hier: Dieser Graph zeigt Todesraten in Altersgruppen in Botswana und Ägypten. Botswana ist ein Ort mit einer hohen AIDS Rate, Ägypten hat wenig AIDS. Und Sie sehen, dass beide ziemlich ähnliche Todesraten bei jungen Kindern und alten Menschen haben. Das lässt auf ziemlich ähnliche Entwicklungsgrade schließen.Aber in dieser mittleren Region, zwischen 20 und 45, sind die Todesraten in Botswana viel, viel höher, als in Ägypten. Aber weil es sehr wenige andere tödlichen Krankheiten gibt, können wir diese Sterblichkeit wirklich HIV zuschreiben. Und weil die Menschen, die dieses Jahr gestorben sind, AIDS vor ein paar Jahren bekamen, können wir die Sterblichkeitsdaten nutzen, um die HIV-Verbreitung in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Also es stellt sich mit diesem Verfahren heraus, dass die Schätzungen der Verbreitung tatsächlich den zufälligen Testreihen aus der Bevölkerung sehr nahe kommen -- aber sie sind sehr, sehr anders als die UNAIDS Daten.Also dieser Graph ist die Verbreitungsschätzung von UNAIDS, und dieser die Verbreitung laut Sterberate für die Jahre der späten 1990er in neun afrikanischen Ländern. Und Sie sehen fast ohne Ausnahme, dass die UNAIDS Schätzungen viel höher als die auf Sterbedaten basierenden sind. UNAIDS sagt, dass die HIV Rate in Sambia 20% beträgt und Sterblichkeitsschätzungen deuten darauf hin, dass es nur ca. 5% sind. Und wissen Sie, das sind keine trivialen Unterschiede in den Sterblichkeitsraten. Das ist also eine andere Möglichkeit es zu sehen. Sie können sehen, dass, wenn die Verbreitung so hoch wäre, wie UNAIDS behauptet, wir eigentlich 60 Tote pro 10.000 sehen müssten statt 20 Tote pro 10.000 in dieser Altersgruppe.Ich werde eine Minute lang etwas darüber sprechen, wie wir diese Art von Informationen nutzen können, um etwas zu lernen, das uns helfen wird, über die Welt nachzudenken. Aber das sagt uns auch, dass eine dieser Tatsachen, die ich am Anfang nannte vielleicht nicht ganz richtig ist. Wenn Sie denken, dass 25 Mio. Menschen infiziert sind, wenn Sie denken, dass die UNAIDS Zahlen viel zu hoch sind, sind es vielleicht eher 10 oder 15 Millionen. Das bedeutet nicht, dass AIDS kein Problem ist - es ist gigantisch. Aber es deutet darauf hin, dass die Zahlen wohl etwas zu hoch sind. Was ich wirklich möchte ist, diese neuen Daten zu nutzen, um herauszufinden, was die HIV-Epidemie schneller oder langsamer wachsen lässt.Und ich hatte am Anfang versprochen, nicht über Exporte zu reden. Als ich begann, an diesen Projekten zu arbeiten dachte ich überhaupt nicht an die Wirtschaft aber irgendwann fängt sie einen doch wieder ein. Also spreche ich jetzt doch über Exporte und Preise. Und ich möchte über die Beziehung zwischen wirtschaftlicher Aktivität, insbesondere dem Exportvolumen und HIV-Infektionen sprechen.Nun offensichtlich bin ich als Wirtschaftswissenschaftlerin sehr vertraut mit der Tatsache, dass Entwicklung und die Offenheit für den Handel wirklich gut für Entwicklungsländer ist. Es ist gut, um das Leben der Menschen zu verbessern. Aber Offenheit und Verknüpfung hat einen Preis wenn wir an Krankheiten denken. Das sollte keine Überraschung sein. Am Mittwoch habe ich von Laurie Garret gelernt, dass ich auf jeden Fall die Vogelgrippe bekomme und das würde mich überhaupt nicht beunruhigen, wenn wir niemals Kontakt mit Asien hätten.Und HIV ist tatsächlich besonders stark mit Durchgangsverkehr verknüpft. Die Epidemie war tatsächlich von nur einem männlichen Steward auf einem Flug in die USA eingeführt worden, der die Krankheit in Afrika bekam und mitbrachte. Und das war die Geburtsstunde der gesamten Epidemie in den USA. In Afrika haben Epidemiologen seit einer langen Zeit beobachtet, dass LKW-Fahrer und Migranten eine höhere Infektionswahrscheinlichkeit als andere Menschen haben. Dass Regionen mit einer hohen ökonomischen Aktivität -- mit vielen Straßen, viel Urbanisierung -- diese Regionen haben eine höhere Verbreitung als andere.Aber tatsächlich bedeutet das überhaupt nicht, dass, wenn wir Menschen mehr Exporte und Handel gäben, dies die Verbreitung erhöhen würde. Wenn wir diese neuen Daten nutzen, die Infektionsrate über die Zeit, können wir das testen. Und so scheint es -- zum Glück, finde ich -- es scheint der Fall zu sein, dass diese Dinge sich positiv zueinander verhalten. Mehr Exporte bedeuten mehr AIDS. Und dieser Effekt ist wirklich groß. Also die Daten, die ich habe, lassen erkennen, dass bei einer Verdopplung des Exportvolumens sich die neuen HIV Infektionen vervierfachen.Das hat wichtige Implikationen für Strategie und Vorhersagen. Aus einer Vorhersage-Perspektive, wenn wir wissen, dass Handel sich wahrscheinlich ändert, zum Beispiel wegen des "African Growth and Opportunities Act" oder anderen Gesetzen, die Handel ankurbeln, können wir nachvollziehen, welche Regionen wahrscheinlich stark von HIV infiziert sein werden. Und wir können hingehen und versuchen, dort vorbeugende Maßnahmen durchzuführen. Genauso, wie wir Entwicklungspolitik betreiben um Exporte zu stärken, wenn wir von diesem externen Effekt wissen -- diese zusätzliche Sache, die eintreten wird, wenn wir Exporte steigern -- dann können wir über die richtige Art von Gesetzen nachdenken.Aber es sagt uns auch etwas über eine der Tatsachen, von denen wir glauben, sie zu wissen. Auch wenn es stimmt, dass Armut und AIDS verbunden sind, in dem Sinne, dass Afrika arm ist und viel AIDS hat, ist es nicht zwingend richtig, dass -- zumindest kurzfristig -- Armutsbekämpfung und das Verbessern von Exporten und Entwicklung, es ist nicht zwingend der Fall, dass dies zu einer Abnahme der HIV-Verbreitung führen wird.Also in diesem Vortrag habe ich ein paar Mal den besonderen Fall von Uganda erwähnt und die Tatsache, dass es das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika mit einer erfolgreichen Vorbeugung ist. Es wird sehr oft hochgehalten. Es wurde in Kenia, Tansania, Südafrika und vielen anderen Orten repliziert. Aber das will ich jetzt auch anzweifeln. Denn es ist wahr, dass die Verbreitung zurückgegangen ist, im Uganda der 1990er. Es stimmt, dass sie eine Aufklärungskampagne hatten. Aber da war noch etwas anderes, das in Uganda zu dieser Zeit passiert ist.Es gab einen großen Fall der Kaffeepreise. Kaffee ist Ugandas Hauptexportprodukt. Die Exporte sind in den frühen 90ern stark gefallen -- und das passt ziemlich genau mit der Abnahme der neuen HIV Infektionen. Sie sehen, dass beide dieser Reihen -- die schwarze Linie ist das Exportvolumen, die rote sind neue HIV-Infektionen -- Sie sehen, dass beide zunehmen, Ab ca. 1987 gehen beide ziemlich stark nach unten. Und dann folgen sie sich ein bisschen beim Anstieg später im Jahrzehnt.Wenn Sie die Intuition und diese Abbildung mit den Daten, über die ich vorher gesprochen habe, kombinieren, deutet das darauf hin, dass 25 bis 30 Prozent des Rückgangs der Verbreitung in Uganda auch passiert wäre, wenn es überhaupt keine Aufklärungskampagne gegeben hätte.Aber das ist enorm wichtig für Strategieentscheidungen. Wir geben so viel Geld aus, um diese Kampagne zu replizieren. Und wenn sie auch nur halb so effektiv ist, wie wir annahmen, dann gibt es eine Menge anderer Dinge, für die wir vielleicht eher Geld ausgeben sollten. Man kann versuchen, Übertragungsraten zu senken, indem man andere sexuell übertragbare Krankheiten behandelt, in dem man Beschneidung von Männern voranbringt. Es gibt eine Menge anderer Dinge, die wir unternehmen sollten. Und vielleicht zeigt es uns, dass wir mehr über diese Dinge nachdenken sollten.Ich hoffe, dass ich Ihnen in den letzten 16 Minuten etwas erzählt habe, das Sie noch nicht über AIDS wussten. Und ich hoffe ich habe Sie dazu bewegt, die Dinge von denen Sie schon ausgingen, etwas anzuzweifeln. Und hoffentlich habe ich Sie überzeugt, dass es vielleicht wichtig ist, Dinge über die Epidemie zu verstehen, um über Politik nachzudenken.Aber mehr als alles andere, wissen Sie, bin ich Akademikerin. Und wenn ich gehe, komme ich zurück in mein kleines Büro und sitze vor meinem PC und meinen Daten -- und was daran am aufregendsten ist ist, dass immer wenn ich über Forschung nachdenke, mehr Fragen erscheinen. Es gibt mehr Dinge, von denen ich denke, dass ich sie machen will. Und was einfach so großartig daran ist, hier zu sein, ist, dass ich sicher bin, dass Ihre Fragen ganz anders sind, als die Fragen, die ich mir alleine ausdenken kann. Und ich kann kaum darauf warten, sie zu hören. Also, vielen Dank.
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Wie kann man die Übertragung von HIV reduzieren?
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4
indem man einen Teil oder die gesamte Vorhaut vom Penis entfernt
1
AIDS
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Emily Oster dreht unser Wissen über AIDS in Afrika umHeute möchte ich mit Ihnen über AIDS in Sub-Sahara-Afrika sprechen. Und das hier ist ein ziemlich gebildetes Publikum, also nehme ich an, dass Sie alle etwas über AIDS wissen. Sie wissen wohl, dass ungefähr 25 Millionen Menschen in Afrika mit dem Virus infiziert sind, und dass AIDS eine Armutskrankheit ist. Und dass, wenn es uns gelänge, Afrika aus der Armut zu holen, wir auch AIDS verringern würden. Wenn Sie noch mehr wissen, dann wahrscheinlich, dass Uganda bis heute das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika ist, das im Kampf gegen die Epidemie erfolgreich war mit einer Kampagne, die Menschen dazu ermutigte, treu und enthaltsam zu sein und Kondome zu nutzen -- die ABC Kampagne. Sie verringerte die HIV-Verbreitung in den 1990ern von ca. 15 % auf 6 % in nur ein paar Jahren. Wenn Sie die Politik verfolgen, wissen Sie wohl, dass unser Präsident vor einigen Jahren 15 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Epidemie über 5 Jahre versprochen hat, und dass eine Menge des Geldes an Programme geht, die versuchen, Uganda zu replizieren und durch Verhaltensänderung Menschen zur Eindämmung der Epidemie zu bringen.Also heute werde ich über einige Dinge sprechen, die Sie vielleicht nicht über die Epidemie wissen. Und dann werde ich sogar einige der Dinge angreifen, über die Sie glauben, schon Bescheid zu wissen. Und um das zu machen, werde ich über meine Forschung als Wirtschaftswissenschaftlerin über die Epidemie sprechen. Ich werde wirklich nicht viel über die Wirtschaft sprechen. Ich erzähle Ihnen nichts über Exporte und Preise. Aber ich werde die Werkzeuge und Konzepte, mit denen Ökonomen arbeiten, benutzen, um über ein Problem nachzudenken, das traditionell eher zur Epidemiologie und dem Gesundheitswesen gehört. Und ich finde in diesem Sinne passt das wunderbar zu dieser Querdenken-Mentalität. Hier benutze ich die Werkzeuge einer bestimmten akademischen Disziplin, um über die Probleme einer anderen nachzudenken.Also, wir denken überwiegend, dass AIDS ein strategisches Problem ist. Und wahrscheinlich denken die meisten von Ihnen auch so darüber. Aber in diesem Vortrag geht es darum, Fakten über die Epidemie zu verstehen. Es geht darum, wie sie sich entwickelt, und wie Menschen darauf reagieren. Vielleicht scheint es, als ob ich das strategische Zeug ignoriere, obwohl es wirklich das Wichtigste ist, aber ich hoffe, dass Sie am Ende des Vortrags schlussfolgern, dass wir keine effektive Strategie entwickeln können, wenn wir nicht wirklich verstehen, wie die Epidemie funktioniert.Und der erste Punkt, über den ich sprechen möchte, der erste Punkt, den wir verstehen müssen, ist: Wie reagieren die Menschen auf die Epidemie? Also AIDS ist eine sexuell übertragbare Krankheit, und sie tötet. Das bedeutet, dass der Preis für Sex in einem Gebiet mit viel AIDS sehr hoch ist. Wenn Sie ein uninfizierter Mann in Botswana sind, wo die HIV-Rate 30% ist, und Sie dieses Jahr eine weitere Partnerin haben -- eine Langzeitpartnerin, Freundin, Geliebte -- wird die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in 10 Jahren sterben, um 3% steigen.Das ist ein riesiger Effekt. Und so denken wir uns, dass die Menschen dann weniger Sex haben sollten. Und tatsächlich gab es diese Veränderung bei homosexuellen Männern in den USA während der 1980er. Wenn wir uns diese Hochrisikogruppe anschauen, und sie fragen: "Hatten Sie in den letzten 2 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit mehr als einem Partner?" ist über die Zeit von '84 bis '88 der Anteil von ca. 85% auf 55% gefallen. Eine große Veränderung in sehr kurzer Zeit.Etwas Vergleichbares haben wir in Afrika nicht beobachtet. Also die Daten sind nicht ganz so gut, aber Sie sehen hier den Anteil der männlichen Singles, die vorehelichen Sex hatten, oder verheiratete Männer, die außerehelichen Sex hatten, und wie sich dies von den frühen bis zu den späten 90ern verändert und von den späten 90ern zu den frühen 2000ern. Die Epidemie nimmt zu. Die Menschen lernen mehr darüber... und wir sehen fast keine Änderung im sexuellen Verhalten. Das sind nur winzige Abnahmen -- zwei Prozentpunkte -- nicht signifikant.Das scheint verblüffend, aber ich sage, Sie sollten davon nicht überrascht sein. Und um das zu verstehen, müssen Sie über Gesundheit nachdenken wie ein Wirtschaftswissenschaftler -- als eine Investition. Also wenn Sie ein Softwareentwickler sind und darüber nachdenken, ob Sie Ihrem Programm eine neue Funktion spendieren sollten, ist es wichtig, die Kosten zu beachten. Es ist auch wichtig, zu wissen, was der Nutzen ist. Und ein Teil des Nutzens ist wie lange das Programm ihrer Meinung nach noch genutzt werden wird. Wenn Version 10 nächste Woche erscheint, gibt es keinen Grund, neue Funktionen in Version 9 einzubauen.Aber Ihre Gesundheitsentscheidungen verlaufen genauso. Jedes mal wenn Sie eine Karotte anstatt eines Kekses essen, jedes Mal wenn Sie ins Fitnessstudio und nicht ins Kino gehen, ist das eine teure Investition zu Gunsten Ihrer Gesundheit. Aber wie viel Sie investieren wollen wird davon abhängig sein, wie lange Sie erwarten, in der Zukunft noch zu leben -- selbst, wenn Sie diese Investitionen nicht machen. AIDS ist die gleiche Sache. Es ist teuer, AIDS zu vermeiden. Die Leute haben echt gerne Sex. Aber wissen Sie, der Nutzen drückt sich in längerer Lebensdauer aus. Allerdings sind die Lebenserwartungen in Afrika, selbst ohne AIDS, wirklich kurz: 40 oder 50 Jahre, in vielen Orten. Ich denke es ist möglich, wenn wir über diese Einsicht, über diese Tatsache nachdenken, dass dies vielleicht einen Teil dieser niedrigen Verhaltensänderung erklärt.Aber das müssen wir untersuchen. Und eine tolle Möglichkeit dafür ist, sich verschiedene afrikanische Regionen anzuschauen, um zu schauen, ob Menschen mit höheren Lebenserwartungen ihr sexuelles Verhalten mehr verändern. Und das werde ich machen, indem ich Regionen mit unterschiedlichen Malarialeveln vergleiche. Also Malaria ist eine Krankheit, die tötet. Es ist eine Krankheit, die eine Menge Erwachsene in Afrika tötet, und auch viele Kinder. Und deshalb werden Menschen, die in malariareichen Gebieten leben eine niedrigere Lebenserwartung haben als Menschen aus Regionen mit wenig Malaria. 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Aufklärungskampagnen, wie solche, auf die unser Präsident den Fokus bei den Ausgaben gelegt hat, reichen vielleicht nicht aus. Zumindest nicht alleine. Wenn Menschen keinen Anreiz haben, AIDS von sich aus zu meiden -- selbst wenn sie alles über die Krankheit wissen -- werden sie vielleicht immer noch nicht ihr Verhalten ändern.Die andere Sache die wir hier gelernt haben ist, dass AIDS sich nicht von alleine lösen wird. Die Menschen verändern ihr Verhalten nicht ausreichend, um das Wachstum der Epidemie zu verlangsamen. Also müssen wir über Strategien nachdenken und welche Arten davon wohl effektiv sind.Eine gute Art, über Strategien zu lernen ist, zu schauen was schon funktioniert hat. Der Grund, weswegen wir wissen, dass die ABC Kampagne in Uganda effektiv war ist, dass wir gute Daten über HIV-Verbreitung über die Zeit haben. In Uganda sehen wir, dass die Verbreitung abnahm. Wir wissen, dass sie die Kampagne hatten. So haben wir gelernt, was funktioniert. Das ist nicht der einzige Ort, an dem wir Interventionen hatten. Andere Orte haben Sachen versucht, also warum schauen wir nicht dort und untersuchen, was mit der Verbreitung passiert ist?Leider gibt es fast keine guten Daten über HIV-Verbreitung in der allgemeinen afrikanischen Bevölkerung bis ca. 2003. Wenn ich Sie bitten würde: "Können Sie mir mal die Verbreitung in Burkino 1991 finden?" Sie öffnen Google, suchen, und finden: dass tatsächlich die einzigen Gruppen, die 1991 in Burkina Faso erhoben wurden Patienten mit Geschlechtskrankheiten und Schwangere waren. Und diese Gruppen sind nicht so besonders repräsentativ. Wenn Sie dann noch etwas tiefer gehen, mehr nachforschen, was damals los war, finden Sie heraus, dass das sogar ein ziemlich gutes Jahr war. Denn in manchen Jahren waren es nur Drogenabhängige, die getestet wurden. Und noch schlimmer - manche Jahre nur die Drogenabhängigen, manche Jahre nur die Schwangeren. Es gibt keine Möglichkeit, herauszufinden, was über die Zeit passiert ist. Es gibt keine konsistente Datenerhebung.Und in den letzten paar Jahren haben wir tatsächlich ein paar gute Daten erhoben. In Kenia, Sambia und einer Menge Länder gab es Überprüfungen von zufälligen Stichproben der Bevölkerung. Aber es bleibt eine große Lücke in unserem Wissen. Also kann ich Ihnen sagen, wie hoch die Verbreitung 2003 in Kenia war, aber ich weiß nichts über 1993 oder 1983.Das ist ein Problem für Politikentscheidungen. Es war ein Problem für meine Forschung. Und ich fing an, darüber nachzudenken, wie wir sonst herausfinden könnten, wie hoch die HIV-Verbreitung in Afrika in der Vergangenheit war. Und ich denke die Antwort ist, dass wir uns Sterbedaten anschauen können, und wir können diese Daten nutzen, um die Verbreitung in der Vergangenheit herzuleiten.Um das zu tun, müssen wir uns auf die Tatsache stützen, dass AIDS eine sehr spezifische Krankheit ist. Sie tötet Menschen in ihren besten Jahren. Sehr wenige andere Krankheiten haben dieses Profil. Und Sie sehen hier: Dieser Graph zeigt Todesraten in Altersgruppen in Botswana und Ägypten. Botswana ist ein Ort mit einer hohen AIDS Rate, Ägypten hat wenig AIDS. Und Sie sehen, dass beide ziemlich ähnliche Todesraten bei jungen Kindern und alten Menschen haben. Das lässt auf ziemlich ähnliche Entwicklungsgrade schließen.Aber in dieser mittleren Region, zwischen 20 und 45, sind die Todesraten in Botswana viel, viel höher, als in Ägypten. Aber weil es sehr wenige andere tödlichen Krankheiten gibt, können wir diese Sterblichkeit wirklich HIV zuschreiben. Und weil die Menschen, die dieses Jahr gestorben sind, AIDS vor ein paar Jahren bekamen, können wir die Sterblichkeitsdaten nutzen, um die HIV-Verbreitung in der Vergangenheit zu rekonstruieren. Also es stellt sich mit diesem Verfahren heraus, dass die Schätzungen der Verbreitung tatsächlich den zufälligen Testreihen aus der Bevölkerung sehr nahe kommen -- aber sie sind sehr, sehr anders als die UNAIDS Daten.Also dieser Graph ist die Verbreitungsschätzung von UNAIDS, und dieser die Verbreitung laut Sterberate für die Jahre der späten 1990er in neun afrikanischen Ländern. Und Sie sehen fast ohne Ausnahme, dass die UNAIDS Schätzungen viel höher als die auf Sterbedaten basierenden sind. UNAIDS sagt, dass die HIV Rate in Sambia 20% beträgt und Sterblichkeitsschätzungen deuten darauf hin, dass es nur ca. 5% sind. Und wissen Sie, das sind keine trivialen Unterschiede in den Sterblichkeitsraten. Das ist also eine andere Möglichkeit es zu sehen. Sie können sehen, dass, wenn die Verbreitung so hoch wäre, wie UNAIDS behauptet, wir eigentlich 60 Tote pro 10.000 sehen müssten statt 20 Tote pro 10.000 in dieser Altersgruppe.Ich werde eine Minute lang etwas darüber sprechen, wie wir diese Art von Informationen nutzen können, um etwas zu lernen, das uns helfen wird, über die Welt nachzudenken. Aber das sagt uns auch, dass eine dieser Tatsachen, die ich am Anfang nannte vielleicht nicht ganz richtig ist. Wenn Sie denken, dass 25 Mio. Menschen infiziert sind, wenn Sie denken, dass die UNAIDS Zahlen viel zu hoch sind, sind es vielleicht eher 10 oder 15 Millionen. Das bedeutet nicht, dass AIDS kein Problem ist - es ist gigantisch. Aber es deutet darauf hin, dass die Zahlen wohl etwas zu hoch sind. Was ich wirklich möchte ist, diese neuen Daten zu nutzen, um herauszufinden, was die HIV-Epidemie schneller oder langsamer wachsen lässt.Und ich hatte am Anfang versprochen, nicht über Exporte zu reden. Als ich begann, an diesen Projekten zu arbeiten dachte ich überhaupt nicht an die Wirtschaft aber irgendwann fängt sie einen doch wieder ein. Also spreche ich jetzt doch über Exporte und Preise. Und ich möchte über die Beziehung zwischen wirtschaftlicher Aktivität, insbesondere dem Exportvolumen und HIV-Infektionen sprechen.Nun offensichtlich bin ich als Wirtschaftswissenschaftlerin sehr vertraut mit der Tatsache, dass Entwicklung und die Offenheit für den Handel wirklich gut für Entwicklungsländer ist. Es ist gut, um das Leben der Menschen zu verbessern. Aber Offenheit und Verknüpfung hat einen Preis wenn wir an Krankheiten denken. Das sollte keine Überraschung sein. Am Mittwoch habe ich von Laurie Garret gelernt, dass ich auf jeden Fall die Vogelgrippe bekomme und das würde mich überhaupt nicht beunruhigen, wenn wir niemals Kontakt mit Asien hätten.Und HIV ist tatsächlich besonders stark mit Durchgangsverkehr verknüpft. Die Epidemie war tatsächlich von nur einem männlichen Steward auf einem Flug in die USA eingeführt worden, der die Krankheit in Afrika bekam und mitbrachte. Und das war die Geburtsstunde der gesamten Epidemie in den USA. In Afrika haben Epidemiologen seit einer langen Zeit beobachtet, dass LKW-Fahrer und Migranten eine höhere Infektionswahrscheinlichkeit als andere Menschen haben. Dass Regionen mit einer hohen ökonomischen Aktivität -- mit vielen Straßen, viel Urbanisierung -- diese Regionen haben eine höhere Verbreitung als andere.Aber tatsächlich bedeutet das überhaupt nicht, dass, wenn wir Menschen mehr Exporte und Handel gäben, dies die Verbreitung erhöhen würde. Wenn wir diese neuen Daten nutzen, die Infektionsrate über die Zeit, können wir das testen. Und so scheint es -- zum Glück, finde ich -- es scheint der Fall zu sein, dass diese Dinge sich positiv zueinander verhalten. Mehr Exporte bedeuten mehr AIDS. Und dieser Effekt ist wirklich groß. Also die Daten, die ich habe, lassen erkennen, dass bei einer Verdopplung des Exportvolumens sich die neuen HIV Infektionen vervierfachen.Das hat wichtige Implikationen für Strategie und Vorhersagen. Aus einer Vorhersage-Perspektive, wenn wir wissen, dass Handel sich wahrscheinlich ändert, zum Beispiel wegen des "African Growth and Opportunities Act" oder anderen Gesetzen, die Handel ankurbeln, können wir nachvollziehen, welche Regionen wahrscheinlich stark von HIV infiziert sein werden. Und wir können hingehen und versuchen, dort vorbeugende Maßnahmen durchzuführen. Genauso, wie wir Entwicklungspolitik betreiben um Exporte zu stärken, wenn wir von diesem externen Effekt wissen -- diese zusätzliche Sache, die eintreten wird, wenn wir Exporte steigern -- dann können wir über die richtige Art von Gesetzen nachdenken.Aber es sagt uns auch etwas über eine der Tatsachen, von denen wir glauben, sie zu wissen. Auch wenn es stimmt, dass Armut und AIDS verbunden sind, in dem Sinne, dass Afrika arm ist und viel AIDS hat, ist es nicht zwingend richtig, dass -- zumindest kurzfristig -- Armutsbekämpfung und das Verbessern von Exporten und Entwicklung, es ist nicht zwingend der Fall, dass dies zu einer Abnahme der HIV-Verbreitung führen wird.Also in diesem Vortrag habe ich ein paar Mal den besonderen Fall von Uganda erwähnt und die Tatsache, dass es das einzige Land in Sub-Sahara-Afrika mit einer erfolgreichen Vorbeugung ist. Es wird sehr oft hochgehalten. Es wurde in Kenia, Tansania, Südafrika und vielen anderen Orten repliziert. Aber das will ich jetzt auch anzweifeln. Denn es ist wahr, dass die Verbreitung zurückgegangen ist, im Uganda der 1990er. Es stimmt, dass sie eine Aufklärungskampagne hatten. Aber da war noch etwas anderes, das in Uganda zu dieser Zeit passiert ist.Es gab einen großen Fall der Kaffeepreise. Kaffee ist Ugandas Hauptexportprodukt. Die Exporte sind in den frühen 90ern stark gefallen -- und das passt ziemlich genau mit der Abnahme der neuen HIV Infektionen. Sie sehen, dass beide dieser Reihen -- die schwarze Linie ist das Exportvolumen, die rote sind neue HIV-Infektionen -- Sie sehen, dass beide zunehmen, Ab ca. 1987 gehen beide ziemlich stark nach unten. Und dann folgen sie sich ein bisschen beim Anstieg später im Jahrzehnt.Wenn Sie die Intuition und diese Abbildung mit den Daten, über die ich vorher gesprochen habe, kombinieren, deutet das darauf hin, dass 25 bis 30 Prozent des Rückgangs der Verbreitung in Uganda auch passiert wäre, wenn es überhaupt keine Aufklärungskampagne gegeben hätte.Aber das ist enorm wichtig für Strategieentscheidungen. Wir geben so viel Geld aus, um diese Kampagne zu replizieren. Und wenn sie auch nur halb so effektiv ist, wie wir annahmen, dann gibt es eine Menge anderer Dinge, für die wir vielleicht eher Geld ausgeben sollten. Man kann versuchen, Übertragungsraten zu senken, indem man andere sexuell übertragbare Krankheiten behandelt, in dem man Beschneidung von Männern voranbringt. Es gibt eine Menge anderer Dinge, die wir unternehmen sollten. Und vielleicht zeigt es uns, dass wir mehr über diese Dinge nachdenken sollten.Ich hoffe, dass ich Ihnen in den letzten 16 Minuten etwas erzählt habe, das Sie noch nicht über AIDS wussten. Und ich hoffe ich habe Sie dazu bewegt, die Dinge von denen Sie schon ausgingen, etwas anzuzweifeln. Und hoffentlich habe ich Sie überzeugt, dass es vielleicht wichtig ist, Dinge über die Epidemie zu verstehen, um über Politik nachzudenken.Aber mehr als alles andere, wissen Sie, bin ich Akademikerin. Und wenn ich gehe, komme ich zurück in mein kleines Büro und sitze vor meinem PC und meinen Daten -- und was daran am aufregendsten ist ist, dass immer wenn ich über Forschung nachdenke, mehr Fragen erscheinen. Es gibt mehr Dinge, von denen ich denke, dass ich sie machen will. Und was einfach so großartig daran ist, hier zu sein, ist, dass ich sicher bin, dass Ihre Fragen ganz anders sind, als die Fragen, die ich mir alleine ausdenken kann. Und ich kann kaum darauf warten, sie zu hören. Also, vielen Dank.
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Wie ist AIDS nach Nord-Amerika gekommen?
{ "answer_id": [ "1", "2", "3", "4", "5" ], "answer_str": [ "durch einen HIV-infizierten Flugbegleiter", "durch einen HIV-infizierten Matrosen", "durch einen HIV-infizierten Geschäftsmann", "durch einen HIV-infizierten Drogenhändler", "durch einen HIV-infizierten afrikanischen Diplomaten" ] }
1
durch einen HIV-infizierten Flugbegleiter
2
Climate Change
5
5
Al Gore warnt vor den neuesten KlimaentwicklungenLetztes Jahr habe ich diese beiden Folien gezeigt, um zu veranschaulichen, dass die arktische Eiskappe, die für annähernd drei Millionen Jahre die Grösse der unteren 48 Staaten hatte, um 40 Prozent geschrumpft ist. Aber dies drückt nicht stark genug die Ernsthaftigkeit dieses speziellen Problems aus, da es nicht die Dicke des Eises zeigt. In gewissem Sinne ist die arktische Eiskappe das schlagende Herz unseres globalen Klimasystems. Sie wächst im Winter und schrumpft im Sommer. Die nächste Folie, die ich Ihnen zeige, ist eine Zeitrafferaufnahme was in den letzten 25 Jahren passiert ist. Das Dauereis ist mit rot markiert. Wie Sie sehen, wächst es auf das dunkelblau markierte. Dies ist das jährliche Eis im Winter; und es schrumpft im Sommer. Das sogenannte Dauereis, fünf Jahre alt oder älter, ist beinahe wie Blut, welches aus dem Körper hier herausfliesst. In 25 Jahren wird es von hier nach hier verschwunden sein.Dies ist ein Problem, da die Erwärmung den gefrorenen Grund um den arktischen Ozean auftaut, in dem es grosse Mengen an gefrorenem Kohlenstoff gibt, welcher, wenn er auftaut, von Mikroben zu Methan umgesetzt wird. Verglichen mit dem gesamten Betrag an klimaverändernden Stoffen in der Atmosphäre, könnte sich dieser Betrag verdoppeln, wenn wir diesen kritischen Punkt überschreiten. Schon heute sprudelt in einigen flachen Seen in Alaska Methan von selbst aus dem Wasser. Professor Katey Walter der Universität in Alaska ist mit einer weiteren Arbeitsgruppe zu einem anderen flachen See letzten Winter gereist. Video: Wow! (Gelächter) Al Gore: Ihr geht es gut. Die Frage ist, wie wird es uns ergehen.Und ein Grund ist, dieser enorme Wärmespeicher erwärmt Grönland aus dem Norden. Dies ist ein jährlicher Tauwasserfluss. Aber die Volumen sind wesentlich grösser als je zuvor. Dies ist der Kangerlussuaq Fluss in Südwest Grönland. Wenn Sie wissen möchten, wie der Meeresspiegel durch Landeisschmelze steigt hier fliesst sie ins Meer. Diese Flüsse nehmen rapide zu. Am anderen Ende des Planeten, die Antarktis, die grösste Eismasse auf dem Planeten. Letzten Monat meldeten Forscher, dass der gesamte Kontinent nun eine negative Eisbilanz hat. Und die Westantarktis, die über ein paar Unterwasserinseln aufgetaucht ist, ist besonders stark im Schmelzen. Dies entspricht 20 Fuß Meereshöhe, so wie Grönland.Im Himalaya, der drittgrössten Eismasse, sehen Sie oben neue Seen, die vor ein paar Jahren Gletscher waren. 40 Prozent aller Menschen auf der Welt bekommen die Hälfte ihres Trinkwassers aus diesem Schmelzwasser. In den Anden ist dieser Gletscher die Trinkwasserquelle für diese Stadt. Die Wassermengen haben sich vergrössert. Aber wenn sie versiegen, wird auch das meiste Trinkwasser wegfallen. In Kalifornien wurde eine 40 prozentige Verringerung der Schneedecke der Sierra gesehen. Dies betrifft die Speicherbecken. Und die Vorhersagen, wie sie sie gelesen haben, sind ernst.Diese Austrocknung in der ganzen Welt führt zu einer dramatischen Steigerung an Feuern. Und die Katastrophen überall auf der Welt haben in einem wirklich ausserordentlichen und vorher nie dagewesenen Ausmass zugenommen. Viermal so viele in den letzten 30 Jahren wie in den vorhergegangenen 75. Dies ist ein vollkommen unhaltbares Entwicklungsmuster. Wenn Sie dies im historischen Zusammenhang betrachten, können Sie sehen, was es anrichtet.In den letzten 5 Jahren haben wir 70 Millionen Tonnen an CO2 produziert alle 24 Stunden -- 25 Millionen Tonnen jeden Tag in die Ozeane. Schauen Sie sich den Bereich des östlichen Pazifik genau an, vom amerikanischen Kontinent westlich und beiderseits des indischen Subkontinents, wo es einen drastischen Rückgang des Sauerstoffs in den Meeren gibt. Der grösste einzelne Faktor für die globale Erwärmung, neben Abholzung, welches 20 Prozent ausmacht, ist das Verbrennen von fossilen Brennstoffen. Öl ist ein Problem, und Kohle ist das gleichwohl grösste Problem. Die Vereinigten Staaten sind eine der beiden grössten Verschmutzer, zusammen mit China. Und der Vorschlag war, viele weitere Kohlefabriken zu bauen.Aber wir beginnen, eine Veränderung zu sehen. Hier sind die, die in den letzten Jahren gestrichen wurden, mit einigen grünen Alternativen, die vorgeschlagen wurden. (Applaus) Trotzdessen gibt es eine politische Auseinandersetzung in unserem Land. Und die Kohleindustrien und Ölindustrien haben eine viertelmilliarde Dollar letztes Kalendarjahr ausgegeben, um saubere Kohle zu bewerben, was an sich schon ein Widerspruch in sich ist. Dieses Bild erinnerte mich an etwas. (Gelächter) Um Weihnachten herum liefen, bei mir zu Hause in Tennessee, eine Milliarde Tonnen Kohleschlamm aus. Sie haben es warscheinlich in den Nachrichten gesehen. Dies ist in unserem ganzen Land der zweitgrösste Abfallfluss Amerikas. Dies passierte um Weihnachten. Einer der Werbespots der Kohleindustrie um Weihnachten war dieser.♪♫ Frosty der Kohlenmann ist ein vergnügter, fröhlicher Bursche. Ihn gibt es in Hülle und Fülle in Amerika, und er hilft unserer Wirtschaft zu wachsen. Frosty, der Kohlenmann wird jeden Tag sauberer. Er ist bezahlbar und liebenswert, und Arbeiter bleiben in Lohn und Brot.Al Gore: Dies ist die Quelle der meisten Kohle in West Virginia. Der mächtigste Bergarbeiter ist der Leiter von Massey Coal.Video: Don Blankenship: Lassen Sie mich eines ganz klar sagen. Al Gore, Nancy Pelosi, Harry Reid, sie wissen nicht, wovon sie reden.Al Gore: Also hat die Allianz für Klimaschutz zwei Kampagnen ins Leben gerufen. Dies ist eine, ein Teil von ihr.Video: Schauspieler: Bei der COALergy sehen wir Klimaveränderung als eine ernste Gefahr für unser Geschäft. Deshalb haben wir es uns zum obersten Zeil gesetzt, eine beträchtliche Geldsumme auszugeben um eine Werbeaktion auf den Weg zu bringen, um die Wahrheit über Kohle. Tatsache ist, Kohle ist nicht dreckig. Wir glauben, sie ist sauber -- und riecht auch noch gut Also, machen Sie sich keine Sorgen um die Klimaveränderung. Überlassen Sie das ruhig uns. (Gelächter)Video: Schauspieler: Saueber Kohle, Sie haben viel davon gehört. Also lassen sie uns eine Tour dieser modernen, sauberen Kohlefabrik machen. Fantastisch! Diese Maschine ist ziemlich laut. Aber es ist der Klang der sauberen Kohletechnologie. Und trotzdem das Verbrennen von Kohle einer der Hauptgründe für die globale Erwärmung ist, die bemerkenswert saubere Kohletechnologie, die sie hier sehen, ändert alles. Schauen sie es sich genau an, dies ist die heutige, saubere Kohletechnologie.Al Gore: Endlich vermischt sich die positive Alternative mit unserer wirtschaftlichen Herausforderung und unserer Herausforderung der nationalen Sicherheit.Video: Erzähler: Amerika ist in einer Krise, die Wirtschaft, die nationale Sicherheit, die Klimakrise. Der rote Faden, der diese alle verbindet, ist unsere Abhängigkeit von Kohlenstoff-basierenden Kraftstoffen wie dreckige Kohle und ausländisches Öl. Aber nun gibt es eine mutige, neue Lösung, um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. Versorge Amerika mit 100 Prozent sauberer Elektrizität neu, innerhalb der nächsten 10 Jahre Ein Plan, Amerika zurück zur Arbeit zu bringen, uns sicherer zu machen und zu helfen, die globale Erwärmung zu stoppen. Endlich, eine Lösung, die groß genug ist, unsere Probleme zu lösen. Versorge Amerika neu. Finden sie mehr heraus.Al Gore: Dies ist die letzte.Video: Erzähler: Es geht um eine Neuversorgung von Amerika. Einer der schnellsten Wege, unsere Abhängigkeit von alten, dreckigen Kraftstoffen, die unsere Welt ersticken, zu reduzieren. Mann: Die Zukunft ist hier. Wind, Sonne und ein neues Energiesystem. Mann Nr. 2: Neue Investitionen, um gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Erzähler: Versorge Amerika neu. Es ist Zeit, Realität zu akzeptieren.Al Gore: Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort: "Wenn Du schnell sein möchtest, geh alleine. Wenn Du weit kommen möchtest, geh zusammen." Wir müssen weit kommen, und zwar schnell. Vielen Dank. (Applaus)
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Was entsteht, wenn gefrorener Kohlenstoff taut?
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Methan
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Climate Change
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5
Al Gore warnt vor den neuesten KlimaentwicklungenLetztes Jahr habe ich diese beiden Folien gezeigt, um zu veranschaulichen, dass die arktische Eiskappe, die für annähernd drei Millionen Jahre die Grösse der unteren 48 Staaten hatte, um 40 Prozent geschrumpft ist. Aber dies drückt nicht stark genug die Ernsthaftigkeit dieses speziellen Problems aus, da es nicht die Dicke des Eises zeigt. In gewissem Sinne ist die arktische Eiskappe das schlagende Herz unseres globalen Klimasystems. Sie wächst im Winter und schrumpft im Sommer. Die nächste Folie, die ich Ihnen zeige, ist eine Zeitrafferaufnahme was in den letzten 25 Jahren passiert ist. Das Dauereis ist mit rot markiert. Wie Sie sehen, wächst es auf das dunkelblau markierte. Dies ist das jährliche Eis im Winter; und es schrumpft im Sommer. Das sogenannte Dauereis, fünf Jahre alt oder älter, ist beinahe wie Blut, welches aus dem Körper hier herausfliesst. In 25 Jahren wird es von hier nach hier verschwunden sein.Dies ist ein Problem, da die Erwärmung den gefrorenen Grund um den arktischen Ozean auftaut, in dem es grosse Mengen an gefrorenem Kohlenstoff gibt, welcher, wenn er auftaut, von Mikroben zu Methan umgesetzt wird. Verglichen mit dem gesamten Betrag an klimaverändernden Stoffen in der Atmosphäre, könnte sich dieser Betrag verdoppeln, wenn wir diesen kritischen Punkt überschreiten. Schon heute sprudelt in einigen flachen Seen in Alaska Methan von selbst aus dem Wasser. Professor Katey Walter der Universität in Alaska ist mit einer weiteren Arbeitsgruppe zu einem anderen flachen See letzten Winter gereist. Video: Wow! (Gelächter) Al Gore: Ihr geht es gut. Die Frage ist, wie wird es uns ergehen.Und ein Grund ist, dieser enorme Wärmespeicher erwärmt Grönland aus dem Norden. Dies ist ein jährlicher Tauwasserfluss. Aber die Volumen sind wesentlich grösser als je zuvor. Dies ist der Kangerlussuaq Fluss in Südwest Grönland. Wenn Sie wissen möchten, wie der Meeresspiegel durch Landeisschmelze steigt hier fliesst sie ins Meer. Diese Flüsse nehmen rapide zu. Am anderen Ende des Planeten, die Antarktis, die grösste Eismasse auf dem Planeten. Letzten Monat meldeten Forscher, dass der gesamte Kontinent nun eine negative Eisbilanz hat. Und die Westantarktis, die über ein paar Unterwasserinseln aufgetaucht ist, ist besonders stark im Schmelzen. Dies entspricht 20 Fuß Meereshöhe, so wie Grönland.Im Himalaya, der drittgrössten Eismasse, sehen Sie oben neue Seen, die vor ein paar Jahren Gletscher waren. 40 Prozent aller Menschen auf der Welt bekommen die Hälfte ihres Trinkwassers aus diesem Schmelzwasser. In den Anden ist dieser Gletscher die Trinkwasserquelle für diese Stadt. Die Wassermengen haben sich vergrössert. Aber wenn sie versiegen, wird auch das meiste Trinkwasser wegfallen. In Kalifornien wurde eine 40 prozentige Verringerung der Schneedecke der Sierra gesehen. Dies betrifft die Speicherbecken. Und die Vorhersagen, wie sie sie gelesen haben, sind ernst.Diese Austrocknung in der ganzen Welt führt zu einer dramatischen Steigerung an Feuern. Und die Katastrophen überall auf der Welt haben in einem wirklich ausserordentlichen und vorher nie dagewesenen Ausmass zugenommen. Viermal so viele in den letzten 30 Jahren wie in den vorhergegangenen 75. Dies ist ein vollkommen unhaltbares Entwicklungsmuster. Wenn Sie dies im historischen Zusammenhang betrachten, können Sie sehen, was es anrichtet.In den letzten 5 Jahren haben wir 70 Millionen Tonnen an CO2 produziert alle 24 Stunden -- 25 Millionen Tonnen jeden Tag in die Ozeane. Schauen Sie sich den Bereich des östlichen Pazifik genau an, vom amerikanischen Kontinent westlich und beiderseits des indischen Subkontinents, wo es einen drastischen Rückgang des Sauerstoffs in den Meeren gibt. Der grösste einzelne Faktor für die globale Erwärmung, neben Abholzung, welches 20 Prozent ausmacht, ist das Verbrennen von fossilen Brennstoffen. Öl ist ein Problem, und Kohle ist das gleichwohl grösste Problem. Die Vereinigten Staaten sind eine der beiden grössten Verschmutzer, zusammen mit China. Und der Vorschlag war, viele weitere Kohlefabriken zu bauen.Aber wir beginnen, eine Veränderung zu sehen. Hier sind die, die in den letzten Jahren gestrichen wurden, mit einigen grünen Alternativen, die vorgeschlagen wurden. (Applaus) Trotzdessen gibt es eine politische Auseinandersetzung in unserem Land. Und die Kohleindustrien und Ölindustrien haben eine viertelmilliarde Dollar letztes Kalendarjahr ausgegeben, um saubere Kohle zu bewerben, was an sich schon ein Widerspruch in sich ist. Dieses Bild erinnerte mich an etwas. (Gelächter) Um Weihnachten herum liefen, bei mir zu Hause in Tennessee, eine Milliarde Tonnen Kohleschlamm aus. Sie haben es warscheinlich in den Nachrichten gesehen. Dies ist in unserem ganzen Land der zweitgrösste Abfallfluss Amerikas. Dies passierte um Weihnachten. Einer der Werbespots der Kohleindustrie um Weihnachten war dieser.♪♫ Frosty der Kohlenmann ist ein vergnügter, fröhlicher Bursche. Ihn gibt es in Hülle und Fülle in Amerika, und er hilft unserer Wirtschaft zu wachsen. Frosty, der Kohlenmann wird jeden Tag sauberer. Er ist bezahlbar und liebenswert, und Arbeiter bleiben in Lohn und Brot.Al Gore: Dies ist die Quelle der meisten Kohle in West Virginia. Der mächtigste Bergarbeiter ist der Leiter von Massey Coal.Video: Don Blankenship: Lassen Sie mich eines ganz klar sagen. Al Gore, Nancy Pelosi, Harry Reid, sie wissen nicht, wovon sie reden.Al Gore: Also hat die Allianz für Klimaschutz zwei Kampagnen ins Leben gerufen. Dies ist eine, ein Teil von ihr.Video: Schauspieler: Bei der COALergy sehen wir Klimaveränderung als eine ernste Gefahr für unser Geschäft. Deshalb haben wir es uns zum obersten Zeil gesetzt, eine beträchtliche Geldsumme auszugeben um eine Werbeaktion auf den Weg zu bringen, um die Wahrheit über Kohle. Tatsache ist, Kohle ist nicht dreckig. Wir glauben, sie ist sauber -- und riecht auch noch gut Also, machen Sie sich keine Sorgen um die Klimaveränderung. Überlassen Sie das ruhig uns. (Gelächter)Video: Schauspieler: Saueber Kohle, Sie haben viel davon gehört. Also lassen sie uns eine Tour dieser modernen, sauberen Kohlefabrik machen. Fantastisch! Diese Maschine ist ziemlich laut. Aber es ist der Klang der sauberen Kohletechnologie. Und trotzdem das Verbrennen von Kohle einer der Hauptgründe für die globale Erwärmung ist, die bemerkenswert saubere Kohletechnologie, die sie hier sehen, ändert alles. Schauen sie es sich genau an, dies ist die heutige, saubere Kohletechnologie.Al Gore: Endlich vermischt sich die positive Alternative mit unserer wirtschaftlichen Herausforderung und unserer Herausforderung der nationalen Sicherheit.Video: Erzähler: Amerika ist in einer Krise, die Wirtschaft, die nationale Sicherheit, die Klimakrise. Der rote Faden, der diese alle verbindet, ist unsere Abhängigkeit von Kohlenstoff-basierenden Kraftstoffen wie dreckige Kohle und ausländisches Öl. Aber nun gibt es eine mutige, neue Lösung, um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. Versorge Amerika mit 100 Prozent sauberer Elektrizität neu, innerhalb der nächsten 10 Jahre Ein Plan, Amerika zurück zur Arbeit zu bringen, uns sicherer zu machen und zu helfen, die globale Erwärmung zu stoppen. Endlich, eine Lösung, die groß genug ist, unsere Probleme zu lösen. Versorge Amerika neu. Finden sie mehr heraus.Al Gore: Dies ist die letzte.Video: Erzähler: Es geht um eine Neuversorgung von Amerika. Einer der schnellsten Wege, unsere Abhängigkeit von alten, dreckigen Kraftstoffen, die unsere Welt ersticken, zu reduzieren. Mann: Die Zukunft ist hier. Wind, Sonne und ein neues Energiesystem. Mann Nr. 2: Neue Investitionen, um gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Erzähler: Versorge Amerika neu. Es ist Zeit, Realität zu akzeptieren.Al Gore: Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort: "Wenn Du schnell sein möchtest, geh alleine. Wenn Du weit kommen möchtest, geh zusammen." Wir müssen weit kommen, und zwar schnell. Vielen Dank. (Applaus)
2
Wo ist die drittgrößte Eismasse der Welt?
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3
Asien
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Climate Change
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5
Al Gore warnt vor den neuesten KlimaentwicklungenLetztes Jahr habe ich diese beiden Folien gezeigt, um zu veranschaulichen, dass die arktische Eiskappe, die für annähernd drei Millionen Jahre die Grösse der unteren 48 Staaten hatte, um 40 Prozent geschrumpft ist. Aber dies drückt nicht stark genug die Ernsthaftigkeit dieses speziellen Problems aus, da es nicht die Dicke des Eises zeigt. In gewissem Sinne ist die arktische Eiskappe das schlagende Herz unseres globalen Klimasystems. Sie wächst im Winter und schrumpft im Sommer. Die nächste Folie, die ich Ihnen zeige, ist eine Zeitrafferaufnahme was in den letzten 25 Jahren passiert ist. Das Dauereis ist mit rot markiert. Wie Sie sehen, wächst es auf das dunkelblau markierte. Dies ist das jährliche Eis im Winter; und es schrumpft im Sommer. Das sogenannte Dauereis, fünf Jahre alt oder älter, ist beinahe wie Blut, welches aus dem Körper hier herausfliesst. In 25 Jahren wird es von hier nach hier verschwunden sein.Dies ist ein Problem, da die Erwärmung den gefrorenen Grund um den arktischen Ozean auftaut, in dem es grosse Mengen an gefrorenem Kohlenstoff gibt, welcher, wenn er auftaut, von Mikroben zu Methan umgesetzt wird. Verglichen mit dem gesamten Betrag an klimaverändernden Stoffen in der Atmosphäre, könnte sich dieser Betrag verdoppeln, wenn wir diesen kritischen Punkt überschreiten. Schon heute sprudelt in einigen flachen Seen in Alaska Methan von selbst aus dem Wasser. Professor Katey Walter der Universität in Alaska ist mit einer weiteren Arbeitsgruppe zu einem anderen flachen See letzten Winter gereist. Video: Wow! (Gelächter) Al Gore: Ihr geht es gut. Die Frage ist, wie wird es uns ergehen.Und ein Grund ist, dieser enorme Wärmespeicher erwärmt Grönland aus dem Norden. Dies ist ein jährlicher Tauwasserfluss. Aber die Volumen sind wesentlich grösser als je zuvor. Dies ist der Kangerlussuaq Fluss in Südwest Grönland. Wenn Sie wissen möchten, wie der Meeresspiegel durch Landeisschmelze steigt hier fliesst sie ins Meer. Diese Flüsse nehmen rapide zu. Am anderen Ende des Planeten, die Antarktis, die grösste Eismasse auf dem Planeten. Letzten Monat meldeten Forscher, dass der gesamte Kontinent nun eine negative Eisbilanz hat. Und die Westantarktis, die über ein paar Unterwasserinseln aufgetaucht ist, ist besonders stark im Schmelzen. Dies entspricht 20 Fuß Meereshöhe, so wie Grönland.Im Himalaya, der drittgrössten Eismasse, sehen Sie oben neue Seen, die vor ein paar Jahren Gletscher waren. 40 Prozent aller Menschen auf der Welt bekommen die Hälfte ihres Trinkwassers aus diesem Schmelzwasser. In den Anden ist dieser Gletscher die Trinkwasserquelle für diese Stadt. Die Wassermengen haben sich vergrössert. Aber wenn sie versiegen, wird auch das meiste Trinkwasser wegfallen. In Kalifornien wurde eine 40 prozentige Verringerung der Schneedecke der Sierra gesehen. Dies betrifft die Speicherbecken. Und die Vorhersagen, wie sie sie gelesen haben, sind ernst.Diese Austrocknung in der ganzen Welt führt zu einer dramatischen Steigerung an Feuern. Und die Katastrophen überall auf der Welt haben in einem wirklich ausserordentlichen und vorher nie dagewesenen Ausmass zugenommen. Viermal so viele in den letzten 30 Jahren wie in den vorhergegangenen 75. Dies ist ein vollkommen unhaltbares Entwicklungsmuster. Wenn Sie dies im historischen Zusammenhang betrachten, können Sie sehen, was es anrichtet.In den letzten 5 Jahren haben wir 70 Millionen Tonnen an CO2 produziert alle 24 Stunden -- 25 Millionen Tonnen jeden Tag in die Ozeane. Schauen Sie sich den Bereich des östlichen Pazifik genau an, vom amerikanischen Kontinent westlich und beiderseits des indischen Subkontinents, wo es einen drastischen Rückgang des Sauerstoffs in den Meeren gibt. Der grösste einzelne Faktor für die globale Erwärmung, neben Abholzung, welches 20 Prozent ausmacht, ist das Verbrennen von fossilen Brennstoffen. Öl ist ein Problem, und Kohle ist das gleichwohl grösste Problem. Die Vereinigten Staaten sind eine der beiden grössten Verschmutzer, zusammen mit China. Und der Vorschlag war, viele weitere Kohlefabriken zu bauen.Aber wir beginnen, eine Veränderung zu sehen. Hier sind die, die in den letzten Jahren gestrichen wurden, mit einigen grünen Alternativen, die vorgeschlagen wurden. (Applaus) Trotzdessen gibt es eine politische Auseinandersetzung in unserem Land. Und die Kohleindustrien und Ölindustrien haben eine viertelmilliarde Dollar letztes Kalendarjahr ausgegeben, um saubere Kohle zu bewerben, was an sich schon ein Widerspruch in sich ist. Dieses Bild erinnerte mich an etwas. (Gelächter) Um Weihnachten herum liefen, bei mir zu Hause in Tennessee, eine Milliarde Tonnen Kohleschlamm aus. Sie haben es warscheinlich in den Nachrichten gesehen. Dies ist in unserem ganzen Land der zweitgrösste Abfallfluss Amerikas. Dies passierte um Weihnachten. Einer der Werbespots der Kohleindustrie um Weihnachten war dieser.♪♫ Frosty der Kohlenmann ist ein vergnügter, fröhlicher Bursche. Ihn gibt es in Hülle und Fülle in Amerika, und er hilft unserer Wirtschaft zu wachsen. Frosty, der Kohlenmann wird jeden Tag sauberer. Er ist bezahlbar und liebenswert, und Arbeiter bleiben in Lohn und Brot.Al Gore: Dies ist die Quelle der meisten Kohle in West Virginia. Der mächtigste Bergarbeiter ist der Leiter von Massey Coal.Video: Don Blankenship: Lassen Sie mich eines ganz klar sagen. Al Gore, Nancy Pelosi, Harry Reid, sie wissen nicht, wovon sie reden.Al Gore: Also hat die Allianz für Klimaschutz zwei Kampagnen ins Leben gerufen. Dies ist eine, ein Teil von ihr.Video: Schauspieler: Bei der COALergy sehen wir Klimaveränderung als eine ernste Gefahr für unser Geschäft. Deshalb haben wir es uns zum obersten Zeil gesetzt, eine beträchtliche Geldsumme auszugeben um eine Werbeaktion auf den Weg zu bringen, um die Wahrheit über Kohle. Tatsache ist, Kohle ist nicht dreckig. Wir glauben, sie ist sauber -- und riecht auch noch gut Also, machen Sie sich keine Sorgen um die Klimaveränderung. Überlassen Sie das ruhig uns. (Gelächter)Video: Schauspieler: Saueber Kohle, Sie haben viel davon gehört. Also lassen sie uns eine Tour dieser modernen, sauberen Kohlefabrik machen. Fantastisch! Diese Maschine ist ziemlich laut. Aber es ist der Klang der sauberen Kohletechnologie. Und trotzdem das Verbrennen von Kohle einer der Hauptgründe für die globale Erwärmung ist, die bemerkenswert saubere Kohletechnologie, die sie hier sehen, ändert alles. Schauen sie es sich genau an, dies ist die heutige, saubere Kohletechnologie.Al Gore: Endlich vermischt sich die positive Alternative mit unserer wirtschaftlichen Herausforderung und unserer Herausforderung der nationalen Sicherheit.Video: Erzähler: Amerika ist in einer Krise, die Wirtschaft, die nationale Sicherheit, die Klimakrise. Der rote Faden, der diese alle verbindet, ist unsere Abhängigkeit von Kohlenstoff-basierenden Kraftstoffen wie dreckige Kohle und ausländisches Öl. Aber nun gibt es eine mutige, neue Lösung, um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. Versorge Amerika mit 100 Prozent sauberer Elektrizität neu, innerhalb der nächsten 10 Jahre Ein Plan, Amerika zurück zur Arbeit zu bringen, uns sicherer zu machen und zu helfen, die globale Erwärmung zu stoppen. Endlich, eine Lösung, die groß genug ist, unsere Probleme zu lösen. Versorge Amerika neu. Finden sie mehr heraus.Al Gore: Dies ist die letzte.Video: Erzähler: Es geht um eine Neuversorgung von Amerika. Einer der schnellsten Wege, unsere Abhängigkeit von alten, dreckigen Kraftstoffen, die unsere Welt ersticken, zu reduzieren. Mann: Die Zukunft ist hier. Wind, Sonne und ein neues Energiesystem. Mann Nr. 2: Neue Investitionen, um gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Erzähler: Versorge Amerika neu. Es ist Zeit, Realität zu akzeptieren.Al Gore: Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort: "Wenn Du schnell sein möchtest, geh alleine. Wenn Du weit kommen möchtest, geh zusammen." Wir müssen weit kommen, und zwar schnell. Vielen Dank. (Applaus)
3
Was könnte eine Konsequenz der Reduzierung des arktischen Eises sein?
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2
größere Verschmutzung der Atmosphäre
2
Climate Change
5
5
Al Gore warnt vor den neuesten KlimaentwicklungenLetztes Jahr habe ich diese beiden Folien gezeigt, um zu veranschaulichen, dass die arktische Eiskappe, die für annähernd drei Millionen Jahre die Grösse der unteren 48 Staaten hatte, um 40 Prozent geschrumpft ist. Aber dies drückt nicht stark genug die Ernsthaftigkeit dieses speziellen Problems aus, da es nicht die Dicke des Eises zeigt. In gewissem Sinne ist die arktische Eiskappe das schlagende Herz unseres globalen Klimasystems. Sie wächst im Winter und schrumpft im Sommer. Die nächste Folie, die ich Ihnen zeige, ist eine Zeitrafferaufnahme was in den letzten 25 Jahren passiert ist. Das Dauereis ist mit rot markiert. Wie Sie sehen, wächst es auf das dunkelblau markierte. Dies ist das jährliche Eis im Winter; und es schrumpft im Sommer. Das sogenannte Dauereis, fünf Jahre alt oder älter, ist beinahe wie Blut, welches aus dem Körper hier herausfliesst. In 25 Jahren wird es von hier nach hier verschwunden sein.Dies ist ein Problem, da die Erwärmung den gefrorenen Grund um den arktischen Ozean auftaut, in dem es grosse Mengen an gefrorenem Kohlenstoff gibt, welcher, wenn er auftaut, von Mikroben zu Methan umgesetzt wird. Verglichen mit dem gesamten Betrag an klimaverändernden Stoffen in der Atmosphäre, könnte sich dieser Betrag verdoppeln, wenn wir diesen kritischen Punkt überschreiten. Schon heute sprudelt in einigen flachen Seen in Alaska Methan von selbst aus dem Wasser. Professor Katey Walter der Universität in Alaska ist mit einer weiteren Arbeitsgruppe zu einem anderen flachen See letzten Winter gereist. Video: Wow! (Gelächter) Al Gore: Ihr geht es gut. Die Frage ist, wie wird es uns ergehen.Und ein Grund ist, dieser enorme Wärmespeicher erwärmt Grönland aus dem Norden. Dies ist ein jährlicher Tauwasserfluss. Aber die Volumen sind wesentlich grösser als je zuvor. Dies ist der Kangerlussuaq Fluss in Südwest Grönland. Wenn Sie wissen möchten, wie der Meeresspiegel durch Landeisschmelze steigt hier fliesst sie ins Meer. Diese Flüsse nehmen rapide zu. Am anderen Ende des Planeten, die Antarktis, die grösste Eismasse auf dem Planeten. Letzten Monat meldeten Forscher, dass der gesamte Kontinent nun eine negative Eisbilanz hat. Und die Westantarktis, die über ein paar Unterwasserinseln aufgetaucht ist, ist besonders stark im Schmelzen. Dies entspricht 20 Fuß Meereshöhe, so wie Grönland.Im Himalaya, der drittgrössten Eismasse, sehen Sie oben neue Seen, die vor ein paar Jahren Gletscher waren. 40 Prozent aller Menschen auf der Welt bekommen die Hälfte ihres Trinkwassers aus diesem Schmelzwasser. In den Anden ist dieser Gletscher die Trinkwasserquelle für diese Stadt. Die Wassermengen haben sich vergrössert. Aber wenn sie versiegen, wird auch das meiste Trinkwasser wegfallen. In Kalifornien wurde eine 40 prozentige Verringerung der Schneedecke der Sierra gesehen. Dies betrifft die Speicherbecken. Und die Vorhersagen, wie sie sie gelesen haben, sind ernst.Diese Austrocknung in der ganzen Welt führt zu einer dramatischen Steigerung an Feuern. Und die Katastrophen überall auf der Welt haben in einem wirklich ausserordentlichen und vorher nie dagewesenen Ausmass zugenommen. Viermal so viele in den letzten 30 Jahren wie in den vorhergegangenen 75. Dies ist ein vollkommen unhaltbares Entwicklungsmuster. Wenn Sie dies im historischen Zusammenhang betrachten, können Sie sehen, was es anrichtet.In den letzten 5 Jahren haben wir 70 Millionen Tonnen an CO2 produziert alle 24 Stunden -- 25 Millionen Tonnen jeden Tag in die Ozeane. Schauen Sie sich den Bereich des östlichen Pazifik genau an, vom amerikanischen Kontinent westlich und beiderseits des indischen Subkontinents, wo es einen drastischen Rückgang des Sauerstoffs in den Meeren gibt. Der grösste einzelne Faktor für die globale Erwärmung, neben Abholzung, welches 20 Prozent ausmacht, ist das Verbrennen von fossilen Brennstoffen. Öl ist ein Problem, und Kohle ist das gleichwohl grösste Problem. Die Vereinigten Staaten sind eine der beiden grössten Verschmutzer, zusammen mit China. Und der Vorschlag war, viele weitere Kohlefabriken zu bauen.Aber wir beginnen, eine Veränderung zu sehen. Hier sind die, die in den letzten Jahren gestrichen wurden, mit einigen grünen Alternativen, die vorgeschlagen wurden. (Applaus) Trotzdessen gibt es eine politische Auseinandersetzung in unserem Land. Und die Kohleindustrien und Ölindustrien haben eine viertelmilliarde Dollar letztes Kalendarjahr ausgegeben, um saubere Kohle zu bewerben, was an sich schon ein Widerspruch in sich ist. Dieses Bild erinnerte mich an etwas. (Gelächter) Um Weihnachten herum liefen, bei mir zu Hause in Tennessee, eine Milliarde Tonnen Kohleschlamm aus. Sie haben es warscheinlich in den Nachrichten gesehen. Dies ist in unserem ganzen Land der zweitgrösste Abfallfluss Amerikas. Dies passierte um Weihnachten. Einer der Werbespots der Kohleindustrie um Weihnachten war dieser.♪♫ Frosty der Kohlenmann ist ein vergnügter, fröhlicher Bursche. Ihn gibt es in Hülle und Fülle in Amerika, und er hilft unserer Wirtschaft zu wachsen. Frosty, der Kohlenmann wird jeden Tag sauberer. Er ist bezahlbar und liebenswert, und Arbeiter bleiben in Lohn und Brot.Al Gore: Dies ist die Quelle der meisten Kohle in West Virginia. Der mächtigste Bergarbeiter ist der Leiter von Massey Coal.Video: Don Blankenship: Lassen Sie mich eines ganz klar sagen. Al Gore, Nancy Pelosi, Harry Reid, sie wissen nicht, wovon sie reden.Al Gore: Also hat die Allianz für Klimaschutz zwei Kampagnen ins Leben gerufen. Dies ist eine, ein Teil von ihr.Video: Schauspieler: Bei der COALergy sehen wir Klimaveränderung als eine ernste Gefahr für unser Geschäft. Deshalb haben wir es uns zum obersten Zeil gesetzt, eine beträchtliche Geldsumme auszugeben um eine Werbeaktion auf den Weg zu bringen, um die Wahrheit über Kohle. Tatsache ist, Kohle ist nicht dreckig. Wir glauben, sie ist sauber -- und riecht auch noch gut Also, machen Sie sich keine Sorgen um die Klimaveränderung. Überlassen Sie das ruhig uns. (Gelächter)Video: Schauspieler: Saueber Kohle, Sie haben viel davon gehört. Also lassen sie uns eine Tour dieser modernen, sauberen Kohlefabrik machen. Fantastisch! Diese Maschine ist ziemlich laut. Aber es ist der Klang der sauberen Kohletechnologie. Und trotzdem das Verbrennen von Kohle einer der Hauptgründe für die globale Erwärmung ist, die bemerkenswert saubere Kohletechnologie, die sie hier sehen, ändert alles. Schauen sie es sich genau an, dies ist die heutige, saubere Kohletechnologie.Al Gore: Endlich vermischt sich die positive Alternative mit unserer wirtschaftlichen Herausforderung und unserer Herausforderung der nationalen Sicherheit.Video: Erzähler: Amerika ist in einer Krise, die Wirtschaft, die nationale Sicherheit, die Klimakrise. Der rote Faden, der diese alle verbindet, ist unsere Abhängigkeit von Kohlenstoff-basierenden Kraftstoffen wie dreckige Kohle und ausländisches Öl. Aber nun gibt es eine mutige, neue Lösung, um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. Versorge Amerika mit 100 Prozent sauberer Elektrizität neu, innerhalb der nächsten 10 Jahre Ein Plan, Amerika zurück zur Arbeit zu bringen, uns sicherer zu machen und zu helfen, die globale Erwärmung zu stoppen. Endlich, eine Lösung, die groß genug ist, unsere Probleme zu lösen. Versorge Amerika neu. Finden sie mehr heraus.Al Gore: Dies ist die letzte.Video: Erzähler: Es geht um eine Neuversorgung von Amerika. Einer der schnellsten Wege, unsere Abhängigkeit von alten, dreckigen Kraftstoffen, die unsere Welt ersticken, zu reduzieren. Mann: Die Zukunft ist hier. Wind, Sonne und ein neues Energiesystem. Mann Nr. 2: Neue Investitionen, um gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Erzähler: Versorge Amerika neu. Es ist Zeit, Realität zu akzeptieren.Al Gore: Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort: "Wenn Du schnell sein möchtest, geh alleine. Wenn Du weit kommen möchtest, geh zusammen." Wir müssen weit kommen, und zwar schnell. Vielen Dank. (Applaus)
4
Warum gibt es jetzt mehr Brände?
{ "answer_id": [ "1", "2", "3", "4", "5" ], "answer_str": [ "Nutzung von fossilen Brennstoffen", "globale Erwärmung", "Nutzung von sauberer Kohle", "mehr atmosphärische Verschmutzung", "weniger Wasser" ] }
5
weniger Wasser
2
Climate Change
5
5
Al Gore warnt vor den neuesten KlimaentwicklungenLetztes Jahr habe ich diese beiden Folien gezeigt, um zu veranschaulichen, dass die arktische Eiskappe, die für annähernd drei Millionen Jahre die Grösse der unteren 48 Staaten hatte, um 40 Prozent geschrumpft ist. Aber dies drückt nicht stark genug die Ernsthaftigkeit dieses speziellen Problems aus, da es nicht die Dicke des Eises zeigt. In gewissem Sinne ist die arktische Eiskappe das schlagende Herz unseres globalen Klimasystems. Sie wächst im Winter und schrumpft im Sommer. Die nächste Folie, die ich Ihnen zeige, ist eine Zeitrafferaufnahme was in den letzten 25 Jahren passiert ist. Das Dauereis ist mit rot markiert. Wie Sie sehen, wächst es auf das dunkelblau markierte. Dies ist das jährliche Eis im Winter; und es schrumpft im Sommer. Das sogenannte Dauereis, fünf Jahre alt oder älter, ist beinahe wie Blut, welches aus dem Körper hier herausfliesst. In 25 Jahren wird es von hier nach hier verschwunden sein.Dies ist ein Problem, da die Erwärmung den gefrorenen Grund um den arktischen Ozean auftaut, in dem es grosse Mengen an gefrorenem Kohlenstoff gibt, welcher, wenn er auftaut, von Mikroben zu Methan umgesetzt wird. Verglichen mit dem gesamten Betrag an klimaverändernden Stoffen in der Atmosphäre, könnte sich dieser Betrag verdoppeln, wenn wir diesen kritischen Punkt überschreiten. Schon heute sprudelt in einigen flachen Seen in Alaska Methan von selbst aus dem Wasser. Professor Katey Walter der Universität in Alaska ist mit einer weiteren Arbeitsgruppe zu einem anderen flachen See letzten Winter gereist. Video: Wow! (Gelächter) Al Gore: Ihr geht es gut. Die Frage ist, wie wird es uns ergehen.Und ein Grund ist, dieser enorme Wärmespeicher erwärmt Grönland aus dem Norden. Dies ist ein jährlicher Tauwasserfluss. Aber die Volumen sind wesentlich grösser als je zuvor. Dies ist der Kangerlussuaq Fluss in Südwest Grönland. Wenn Sie wissen möchten, wie der Meeresspiegel durch Landeisschmelze steigt hier fliesst sie ins Meer. Diese Flüsse nehmen rapide zu. Am anderen Ende des Planeten, die Antarktis, die grösste Eismasse auf dem Planeten. Letzten Monat meldeten Forscher, dass der gesamte Kontinent nun eine negative Eisbilanz hat. Und die Westantarktis, die über ein paar Unterwasserinseln aufgetaucht ist, ist besonders stark im Schmelzen. Dies entspricht 20 Fuß Meereshöhe, so wie Grönland.Im Himalaya, der drittgrössten Eismasse, sehen Sie oben neue Seen, die vor ein paar Jahren Gletscher waren. 40 Prozent aller Menschen auf der Welt bekommen die Hälfte ihres Trinkwassers aus diesem Schmelzwasser. In den Anden ist dieser Gletscher die Trinkwasserquelle für diese Stadt. Die Wassermengen haben sich vergrössert. Aber wenn sie versiegen, wird auch das meiste Trinkwasser wegfallen. In Kalifornien wurde eine 40 prozentige Verringerung der Schneedecke der Sierra gesehen. Dies betrifft die Speicherbecken. Und die Vorhersagen, wie sie sie gelesen haben, sind ernst.Diese Austrocknung in der ganzen Welt führt zu einer dramatischen Steigerung an Feuern. Und die Katastrophen überall auf der Welt haben in einem wirklich ausserordentlichen und vorher nie dagewesenen Ausmass zugenommen. Viermal so viele in den letzten 30 Jahren wie in den vorhergegangenen 75. Dies ist ein vollkommen unhaltbares Entwicklungsmuster. Wenn Sie dies im historischen Zusammenhang betrachten, können Sie sehen, was es anrichtet.In den letzten 5 Jahren haben wir 70 Millionen Tonnen an CO2 produziert alle 24 Stunden -- 25 Millionen Tonnen jeden Tag in die Ozeane. Schauen Sie sich den Bereich des östlichen Pazifik genau an, vom amerikanischen Kontinent westlich und beiderseits des indischen Subkontinents, wo es einen drastischen Rückgang des Sauerstoffs in den Meeren gibt. Der grösste einzelne Faktor für die globale Erwärmung, neben Abholzung, welches 20 Prozent ausmacht, ist das Verbrennen von fossilen Brennstoffen. Öl ist ein Problem, und Kohle ist das gleichwohl grösste Problem. Die Vereinigten Staaten sind eine der beiden grössten Verschmutzer, zusammen mit China. Und der Vorschlag war, viele weitere Kohlefabriken zu bauen.Aber wir beginnen, eine Veränderung zu sehen. Hier sind die, die in den letzten Jahren gestrichen wurden, mit einigen grünen Alternativen, die vorgeschlagen wurden. (Applaus) Trotzdessen gibt es eine politische Auseinandersetzung in unserem Land. Und die Kohleindustrien und Ölindustrien haben eine viertelmilliarde Dollar letztes Kalendarjahr ausgegeben, um saubere Kohle zu bewerben, was an sich schon ein Widerspruch in sich ist. Dieses Bild erinnerte mich an etwas. (Gelächter) Um Weihnachten herum liefen, bei mir zu Hause in Tennessee, eine Milliarde Tonnen Kohleschlamm aus. Sie haben es warscheinlich in den Nachrichten gesehen. Dies ist in unserem ganzen Land der zweitgrösste Abfallfluss Amerikas. Dies passierte um Weihnachten. Einer der Werbespots der Kohleindustrie um Weihnachten war dieser.♪♫ Frosty der Kohlenmann ist ein vergnügter, fröhlicher Bursche. Ihn gibt es in Hülle und Fülle in Amerika, und er hilft unserer Wirtschaft zu wachsen. Frosty, der Kohlenmann wird jeden Tag sauberer. Er ist bezahlbar und liebenswert, und Arbeiter bleiben in Lohn und Brot.Al Gore: Dies ist die Quelle der meisten Kohle in West Virginia. Der mächtigste Bergarbeiter ist der Leiter von Massey Coal.Video: Don Blankenship: Lassen Sie mich eines ganz klar sagen. Al Gore, Nancy Pelosi, Harry Reid, sie wissen nicht, wovon sie reden.Al Gore: Also hat die Allianz für Klimaschutz zwei Kampagnen ins Leben gerufen. Dies ist eine, ein Teil von ihr.Video: Schauspieler: Bei der COALergy sehen wir Klimaveränderung als eine ernste Gefahr für unser Geschäft. Deshalb haben wir es uns zum obersten Zeil gesetzt, eine beträchtliche Geldsumme auszugeben um eine Werbeaktion auf den Weg zu bringen, um die Wahrheit über Kohle. Tatsache ist, Kohle ist nicht dreckig. Wir glauben, sie ist sauber -- und riecht auch noch gut Also, machen Sie sich keine Sorgen um die Klimaveränderung. Überlassen Sie das ruhig uns. (Gelächter)Video: Schauspieler: Saueber Kohle, Sie haben viel davon gehört. Also lassen sie uns eine Tour dieser modernen, sauberen Kohlefabrik machen. Fantastisch! Diese Maschine ist ziemlich laut. Aber es ist der Klang der sauberen Kohletechnologie. Und trotzdem das Verbrennen von Kohle einer der Hauptgründe für die globale Erwärmung ist, die bemerkenswert saubere Kohletechnologie, die sie hier sehen, ändert alles. Schauen sie es sich genau an, dies ist die heutige, saubere Kohletechnologie.Al Gore: Endlich vermischt sich die positive Alternative mit unserer wirtschaftlichen Herausforderung und unserer Herausforderung der nationalen Sicherheit.Video: Erzähler: Amerika ist in einer Krise, die Wirtschaft, die nationale Sicherheit, die Klimakrise. Der rote Faden, der diese alle verbindet, ist unsere Abhängigkeit von Kohlenstoff-basierenden Kraftstoffen wie dreckige Kohle und ausländisches Öl. Aber nun gibt es eine mutige, neue Lösung, um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. Versorge Amerika mit 100 Prozent sauberer Elektrizität neu, innerhalb der nächsten 10 Jahre Ein Plan, Amerika zurück zur Arbeit zu bringen, uns sicherer zu machen und zu helfen, die globale Erwärmung zu stoppen. Endlich, eine Lösung, die groß genug ist, unsere Probleme zu lösen. Versorge Amerika neu. Finden sie mehr heraus.Al Gore: Dies ist die letzte.Video: Erzähler: Es geht um eine Neuversorgung von Amerika. Einer der schnellsten Wege, unsere Abhängigkeit von alten, dreckigen Kraftstoffen, die unsere Welt ersticken, zu reduzieren. Mann: Die Zukunft ist hier. Wind, Sonne und ein neues Energiesystem. Mann Nr. 2: Neue Investitionen, um gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Erzähler: Versorge Amerika neu. Es ist Zeit, Realität zu akzeptieren.Al Gore: Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort: "Wenn Du schnell sein möchtest, geh alleine. Wenn Du weit kommen möchtest, geh zusammen." Wir müssen weit kommen, und zwar schnell. Vielen Dank. (Applaus)
5
Nennen Sie einen der Hauptgründe für die globale Erwärmung.
{ "answer_id": [ "1", "2", "3", "4", "5" ], "answer_str": [ "das Energiemodell der Vereinigten Staaten", "die Nutzung von sauberer Kohle", "weniger arktisches Eis", "die Nutzung von Kohle", "Aufforstung" ] }
4
die Nutzung von Kohle
2
Climate Change
5
5
Al Gore warnt vor den neuesten KlimaentwicklungenLetztes Jahr habe ich diese beiden Folien gezeigt, um zu veranschaulichen, dass die arktische Eiskappe, die für annähernd drei Millionen Jahre die Grösse der unteren 48 Staaten hatte, um 40 Prozent geschrumpft ist. Aber dies drückt nicht stark genug die Ernsthaftigkeit dieses speziellen Problems aus, da es nicht die Dicke des Eises zeigt. In gewissem Sinne ist die arktische Eiskappe das schlagende Herz unseres globalen Klimasystems. Sie wächst im Winter und schrumpft im Sommer. Die nächste Folie, die ich Ihnen zeige, ist eine Zeitrafferaufnahme was in den letzten 25 Jahren passiert ist. Das Dauereis ist mit rot markiert. Wie Sie sehen, wächst es auf das dunkelblau markierte. Dies ist das jährliche Eis im Winter; und es schrumpft im Sommer. Das sogenannte Dauereis, fünf Jahre alt oder älter, ist beinahe wie Blut, welches aus dem Körper hier herausfliesst. In 25 Jahren wird es von hier nach hier verschwunden sein.Dies ist ein Problem, da die Erwärmung den gefrorenen Grund um den arktischen Ozean auftaut, in dem es grosse Mengen an gefrorenem Kohlenstoff gibt, welcher, wenn er auftaut, von Mikroben zu Methan umgesetzt wird. Verglichen mit dem gesamten Betrag an klimaverändernden Stoffen in der Atmosphäre, könnte sich dieser Betrag verdoppeln, wenn wir diesen kritischen Punkt überschreiten. Schon heute sprudelt in einigen flachen Seen in Alaska Methan von selbst aus dem Wasser. Professor Katey Walter der Universität in Alaska ist mit einer weiteren Arbeitsgruppe zu einem anderen flachen See letzten Winter gereist. Video: Wow! (Gelächter) Al Gore: Ihr geht es gut. Die Frage ist, wie wird es uns ergehen.Und ein Grund ist, dieser enorme Wärmespeicher erwärmt Grönland aus dem Norden. Dies ist ein jährlicher Tauwasserfluss. Aber die Volumen sind wesentlich grösser als je zuvor. Dies ist der Kangerlussuaq Fluss in Südwest Grönland. Wenn Sie wissen möchten, wie der Meeresspiegel durch Landeisschmelze steigt hier fliesst sie ins Meer. Diese Flüsse nehmen rapide zu. Am anderen Ende des Planeten, die Antarktis, die grösste Eismasse auf dem Planeten. Letzten Monat meldeten Forscher, dass der gesamte Kontinent nun eine negative Eisbilanz hat. Und die Westantarktis, die über ein paar Unterwasserinseln aufgetaucht ist, ist besonders stark im Schmelzen. Dies entspricht 20 Fuß Meereshöhe, so wie Grönland.Im Himalaya, der drittgrössten Eismasse, sehen Sie oben neue Seen, die vor ein paar Jahren Gletscher waren. 40 Prozent aller Menschen auf der Welt bekommen die Hälfte ihres Trinkwassers aus diesem Schmelzwasser. In den Anden ist dieser Gletscher die Trinkwasserquelle für diese Stadt. Die Wassermengen haben sich vergrössert. Aber wenn sie versiegen, wird auch das meiste Trinkwasser wegfallen. In Kalifornien wurde eine 40 prozentige Verringerung der Schneedecke der Sierra gesehen. Dies betrifft die Speicherbecken. Und die Vorhersagen, wie sie sie gelesen haben, sind ernst.Diese Austrocknung in der ganzen Welt führt zu einer dramatischen Steigerung an Feuern. Und die Katastrophen überall auf der Welt haben in einem wirklich ausserordentlichen und vorher nie dagewesenen Ausmass zugenommen. Viermal so viele in den letzten 30 Jahren wie in den vorhergegangenen 75. Dies ist ein vollkommen unhaltbares Entwicklungsmuster. Wenn Sie dies im historischen Zusammenhang betrachten, können Sie sehen, was es anrichtet.In den letzten 5 Jahren haben wir 70 Millionen Tonnen an CO2 produziert alle 24 Stunden -- 25 Millionen Tonnen jeden Tag in die Ozeane. Schauen Sie sich den Bereich des östlichen Pazifik genau an, vom amerikanischen Kontinent westlich und beiderseits des indischen Subkontinents, wo es einen drastischen Rückgang des Sauerstoffs in den Meeren gibt. Der grösste einzelne Faktor für die globale Erwärmung, neben Abholzung, welches 20 Prozent ausmacht, ist das Verbrennen von fossilen Brennstoffen. Öl ist ein Problem, und Kohle ist das gleichwohl grösste Problem. Die Vereinigten Staaten sind eine der beiden grössten Verschmutzer, zusammen mit China. Und der Vorschlag war, viele weitere Kohlefabriken zu bauen.Aber wir beginnen, eine Veränderung zu sehen. Hier sind die, die in den letzten Jahren gestrichen wurden, mit einigen grünen Alternativen, die vorgeschlagen wurden. (Applaus) Trotzdessen gibt es eine politische Auseinandersetzung in unserem Land. Und die Kohleindustrien und Ölindustrien haben eine viertelmilliarde Dollar letztes Kalendarjahr ausgegeben, um saubere Kohle zu bewerben, was an sich schon ein Widerspruch in sich ist. Dieses Bild erinnerte mich an etwas. (Gelächter) Um Weihnachten herum liefen, bei mir zu Hause in Tennessee, eine Milliarde Tonnen Kohleschlamm aus. Sie haben es warscheinlich in den Nachrichten gesehen. Dies ist in unserem ganzen Land der zweitgrösste Abfallfluss Amerikas. Dies passierte um Weihnachten. Einer der Werbespots der Kohleindustrie um Weihnachten war dieser.♪♫ Frosty der Kohlenmann ist ein vergnügter, fröhlicher Bursche. Ihn gibt es in Hülle und Fülle in Amerika, und er hilft unserer Wirtschaft zu wachsen. Frosty, der Kohlenmann wird jeden Tag sauberer. Er ist bezahlbar und liebenswert, und Arbeiter bleiben in Lohn und Brot.Al Gore: Dies ist die Quelle der meisten Kohle in West Virginia. Der mächtigste Bergarbeiter ist der Leiter von Massey Coal.Video: Don Blankenship: Lassen Sie mich eines ganz klar sagen. Al Gore, Nancy Pelosi, Harry Reid, sie wissen nicht, wovon sie reden.Al Gore: Also hat die Allianz für Klimaschutz zwei Kampagnen ins Leben gerufen. Dies ist eine, ein Teil von ihr.Video: Schauspieler: Bei der COALergy sehen wir Klimaveränderung als eine ernste Gefahr für unser Geschäft. Deshalb haben wir es uns zum obersten Zeil gesetzt, eine beträchtliche Geldsumme auszugeben um eine Werbeaktion auf den Weg zu bringen, um die Wahrheit über Kohle. Tatsache ist, Kohle ist nicht dreckig. Wir glauben, sie ist sauber -- und riecht auch noch gut Also, machen Sie sich keine Sorgen um die Klimaveränderung. Überlassen Sie das ruhig uns. (Gelächter)Video: Schauspieler: Saueber Kohle, Sie haben viel davon gehört. Also lassen sie uns eine Tour dieser modernen, sauberen Kohlefabrik machen. Fantastisch! Diese Maschine ist ziemlich laut. Aber es ist der Klang der sauberen Kohletechnologie. Und trotzdem das Verbrennen von Kohle einer der Hauptgründe für die globale Erwärmung ist, die bemerkenswert saubere Kohletechnologie, die sie hier sehen, ändert alles. Schauen sie es sich genau an, dies ist die heutige, saubere Kohletechnologie.Al Gore: Endlich vermischt sich die positive Alternative mit unserer wirtschaftlichen Herausforderung und unserer Herausforderung der nationalen Sicherheit.Video: Erzähler: Amerika ist in einer Krise, die Wirtschaft, die nationale Sicherheit, die Klimakrise. Der rote Faden, der diese alle verbindet, ist unsere Abhängigkeit von Kohlenstoff-basierenden Kraftstoffen wie dreckige Kohle und ausländisches Öl. Aber nun gibt es eine mutige, neue Lösung, um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. Versorge Amerika mit 100 Prozent sauberer Elektrizität neu, innerhalb der nächsten 10 Jahre Ein Plan, Amerika zurück zur Arbeit zu bringen, uns sicherer zu machen und zu helfen, die globale Erwärmung zu stoppen. Endlich, eine Lösung, die groß genug ist, unsere Probleme zu lösen. Versorge Amerika neu. Finden sie mehr heraus.Al Gore: Dies ist die letzte.Video: Erzähler: Es geht um eine Neuversorgung von Amerika. Einer der schnellsten Wege, unsere Abhängigkeit von alten, dreckigen Kraftstoffen, die unsere Welt ersticken, zu reduzieren. Mann: Die Zukunft ist hier. Wind, Sonne und ein neues Energiesystem. Mann Nr. 2: Neue Investitionen, um gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Erzähler: Versorge Amerika neu. Es ist Zeit, Realität zu akzeptieren.Al Gore: Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort: "Wenn Du schnell sein möchtest, geh alleine. Wenn Du weit kommen möchtest, geh zusammen." Wir müssen weit kommen, und zwar schnell. Vielen Dank. (Applaus)
6
Welche dänische Region ist vom Schmelzen des arktischen Eises betroffen?
{ "answer_id": [ "1", "2", "3", "4", "5" ], "answer_str": [ "Färöer-Inseln", "Alaska", "Grönland", "Kalifornien", "Vereinigte Staaten" ] }
3
Grönland
2
Climate Change
5
5
Al Gore warnt vor den neuesten KlimaentwicklungenLetztes Jahr habe ich diese beiden Folien gezeigt, um zu veranschaulichen, dass die arktische Eiskappe, die für annähernd drei Millionen Jahre die Grösse der unteren 48 Staaten hatte, um 40 Prozent geschrumpft ist. Aber dies drückt nicht stark genug die Ernsthaftigkeit dieses speziellen Problems aus, da es nicht die Dicke des Eises zeigt. In gewissem Sinne ist die arktische Eiskappe das schlagende Herz unseres globalen Klimasystems. Sie wächst im Winter und schrumpft im Sommer. Die nächste Folie, die ich Ihnen zeige, ist eine Zeitrafferaufnahme was in den letzten 25 Jahren passiert ist. Das Dauereis ist mit rot markiert. Wie Sie sehen, wächst es auf das dunkelblau markierte. Dies ist das jährliche Eis im Winter; und es schrumpft im Sommer. Das sogenannte Dauereis, fünf Jahre alt oder älter, ist beinahe wie Blut, welches aus dem Körper hier herausfliesst. In 25 Jahren wird es von hier nach hier verschwunden sein.Dies ist ein Problem, da die Erwärmung den gefrorenen Grund um den arktischen Ozean auftaut, in dem es grosse Mengen an gefrorenem Kohlenstoff gibt, welcher, wenn er auftaut, von Mikroben zu Methan umgesetzt wird. Verglichen mit dem gesamten Betrag an klimaverändernden Stoffen in der Atmosphäre, könnte sich dieser Betrag verdoppeln, wenn wir diesen kritischen Punkt überschreiten. Schon heute sprudelt in einigen flachen Seen in Alaska Methan von selbst aus dem Wasser. Professor Katey Walter der Universität in Alaska ist mit einer weiteren Arbeitsgruppe zu einem anderen flachen See letzten Winter gereist. Video: Wow! (Gelächter) Al Gore: Ihr geht es gut. Die Frage ist, wie wird es uns ergehen.Und ein Grund ist, dieser enorme Wärmespeicher erwärmt Grönland aus dem Norden. Dies ist ein jährlicher Tauwasserfluss. Aber die Volumen sind wesentlich grösser als je zuvor. Dies ist der Kangerlussuaq Fluss in Südwest Grönland. Wenn Sie wissen möchten, wie der Meeresspiegel durch Landeisschmelze steigt hier fliesst sie ins Meer. Diese Flüsse nehmen rapide zu. Am anderen Ende des Planeten, die Antarktis, die grösste Eismasse auf dem Planeten. Letzten Monat meldeten Forscher, dass der gesamte Kontinent nun eine negative Eisbilanz hat. Und die Westantarktis, die über ein paar Unterwasserinseln aufgetaucht ist, ist besonders stark im Schmelzen. Dies entspricht 20 Fuß Meereshöhe, so wie Grönland.Im Himalaya, der drittgrössten Eismasse, sehen Sie oben neue Seen, die vor ein paar Jahren Gletscher waren. 40 Prozent aller Menschen auf der Welt bekommen die Hälfte ihres Trinkwassers aus diesem Schmelzwasser. In den Anden ist dieser Gletscher die Trinkwasserquelle für diese Stadt. Die Wassermengen haben sich vergrössert. Aber wenn sie versiegen, wird auch das meiste Trinkwasser wegfallen. In Kalifornien wurde eine 40 prozentige Verringerung der Schneedecke der Sierra gesehen. Dies betrifft die Speicherbecken. Und die Vorhersagen, wie sie sie gelesen haben, sind ernst.Diese Austrocknung in der ganzen Welt führt zu einer dramatischen Steigerung an Feuern. Und die Katastrophen überall auf der Welt haben in einem wirklich ausserordentlichen und vorher nie dagewesenen Ausmass zugenommen. Viermal so viele in den letzten 30 Jahren wie in den vorhergegangenen 75. Dies ist ein vollkommen unhaltbares Entwicklungsmuster. Wenn Sie dies im historischen Zusammenhang betrachten, können Sie sehen, was es anrichtet.In den letzten 5 Jahren haben wir 70 Millionen Tonnen an CO2 produziert alle 24 Stunden -- 25 Millionen Tonnen jeden Tag in die Ozeane. Schauen Sie sich den Bereich des östlichen Pazifik genau an, vom amerikanischen Kontinent westlich und beiderseits des indischen Subkontinents, wo es einen drastischen Rückgang des Sauerstoffs in den Meeren gibt. Der grösste einzelne Faktor für die globale Erwärmung, neben Abholzung, welches 20 Prozent ausmacht, ist das Verbrennen von fossilen Brennstoffen. Öl ist ein Problem, und Kohle ist das gleichwohl grösste Problem. Die Vereinigten Staaten sind eine der beiden grössten Verschmutzer, zusammen mit China. Und der Vorschlag war, viele weitere Kohlefabriken zu bauen.Aber wir beginnen, eine Veränderung zu sehen. Hier sind die, die in den letzten Jahren gestrichen wurden, mit einigen grünen Alternativen, die vorgeschlagen wurden. (Applaus) Trotzdessen gibt es eine politische Auseinandersetzung in unserem Land. Und die Kohleindustrien und Ölindustrien haben eine viertelmilliarde Dollar letztes Kalendarjahr ausgegeben, um saubere Kohle zu bewerben, was an sich schon ein Widerspruch in sich ist. Dieses Bild erinnerte mich an etwas. (Gelächter) Um Weihnachten herum liefen, bei mir zu Hause in Tennessee, eine Milliarde Tonnen Kohleschlamm aus. Sie haben es warscheinlich in den Nachrichten gesehen. Dies ist in unserem ganzen Land der zweitgrösste Abfallfluss Amerikas. Dies passierte um Weihnachten. Einer der Werbespots der Kohleindustrie um Weihnachten war dieser.♪♫ Frosty der Kohlenmann ist ein vergnügter, fröhlicher Bursche. Ihn gibt es in Hülle und Fülle in Amerika, und er hilft unserer Wirtschaft zu wachsen. Frosty, der Kohlenmann wird jeden Tag sauberer. Er ist bezahlbar und liebenswert, und Arbeiter bleiben in Lohn und Brot.Al Gore: Dies ist die Quelle der meisten Kohle in West Virginia. Der mächtigste Bergarbeiter ist der Leiter von Massey Coal.Video: Don Blankenship: Lassen Sie mich eines ganz klar sagen. Al Gore, Nancy Pelosi, Harry Reid, sie wissen nicht, wovon sie reden.Al Gore: Also hat die Allianz für Klimaschutz zwei Kampagnen ins Leben gerufen. Dies ist eine, ein Teil von ihr.Video: Schauspieler: Bei der COALergy sehen wir Klimaveränderung als eine ernste Gefahr für unser Geschäft. Deshalb haben wir es uns zum obersten Zeil gesetzt, eine beträchtliche Geldsumme auszugeben um eine Werbeaktion auf den Weg zu bringen, um die Wahrheit über Kohle. Tatsache ist, Kohle ist nicht dreckig. Wir glauben, sie ist sauber -- und riecht auch noch gut Also, machen Sie sich keine Sorgen um die Klimaveränderung. Überlassen Sie das ruhig uns. (Gelächter)Video: Schauspieler: Saueber Kohle, Sie haben viel davon gehört. Also lassen sie uns eine Tour dieser modernen, sauberen Kohlefabrik machen. Fantastisch! Diese Maschine ist ziemlich laut. Aber es ist der Klang der sauberen Kohletechnologie. Und trotzdem das Verbrennen von Kohle einer der Hauptgründe für die globale Erwärmung ist, die bemerkenswert saubere Kohletechnologie, die sie hier sehen, ändert alles. Schauen sie es sich genau an, dies ist die heutige, saubere Kohletechnologie.Al Gore: Endlich vermischt sich die positive Alternative mit unserer wirtschaftlichen Herausforderung und unserer Herausforderung der nationalen Sicherheit.Video: Erzähler: Amerika ist in einer Krise, die Wirtschaft, die nationale Sicherheit, die Klimakrise. Der rote Faden, der diese alle verbindet, ist unsere Abhängigkeit von Kohlenstoff-basierenden Kraftstoffen wie dreckige Kohle und ausländisches Öl. Aber nun gibt es eine mutige, neue Lösung, um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. Versorge Amerika mit 100 Prozent sauberer Elektrizität neu, innerhalb der nächsten 10 Jahre Ein Plan, Amerika zurück zur Arbeit zu bringen, uns sicherer zu machen und zu helfen, die globale Erwärmung zu stoppen. Endlich, eine Lösung, die groß genug ist, unsere Probleme zu lösen. Versorge Amerika neu. Finden sie mehr heraus.Al Gore: Dies ist die letzte.Video: Erzähler: Es geht um eine Neuversorgung von Amerika. Einer der schnellsten Wege, unsere Abhängigkeit von alten, dreckigen Kraftstoffen, die unsere Welt ersticken, zu reduzieren. Mann: Die Zukunft ist hier. Wind, Sonne und ein neues Energiesystem. Mann Nr. 2: Neue Investitionen, um gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Erzähler: Versorge Amerika neu. Es ist Zeit, Realität zu akzeptieren.Al Gore: Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort: "Wenn Du schnell sein möchtest, geh alleine. Wenn Du weit kommen möchtest, geh zusammen." Wir müssen weit kommen, und zwar schnell. Vielen Dank. (Applaus)
7
Warum gibt es Methan in Alaskas Seen?
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4
Reduzierung des arktischen Eises
2
Climate Change
5
5
Al Gore warnt vor den neuesten KlimaentwicklungenLetztes Jahr habe ich diese beiden Folien gezeigt, um zu veranschaulichen, dass die arktische Eiskappe, die für annähernd drei Millionen Jahre die Grösse der unteren 48 Staaten hatte, um 40 Prozent geschrumpft ist. Aber dies drückt nicht stark genug die Ernsthaftigkeit dieses speziellen Problems aus, da es nicht die Dicke des Eises zeigt. In gewissem Sinne ist die arktische Eiskappe das schlagende Herz unseres globalen Klimasystems. Sie wächst im Winter und schrumpft im Sommer. Die nächste Folie, die ich Ihnen zeige, ist eine Zeitrafferaufnahme was in den letzten 25 Jahren passiert ist. Das Dauereis ist mit rot markiert. Wie Sie sehen, wächst es auf das dunkelblau markierte. Dies ist das jährliche Eis im Winter; und es schrumpft im Sommer. Das sogenannte Dauereis, fünf Jahre alt oder älter, ist beinahe wie Blut, welches aus dem Körper hier herausfliesst. In 25 Jahren wird es von hier nach hier verschwunden sein.Dies ist ein Problem, da die Erwärmung den gefrorenen Grund um den arktischen Ozean auftaut, in dem es grosse Mengen an gefrorenem Kohlenstoff gibt, welcher, wenn er auftaut, von Mikroben zu Methan umgesetzt wird. Verglichen mit dem gesamten Betrag an klimaverändernden Stoffen in der Atmosphäre, könnte sich dieser Betrag verdoppeln, wenn wir diesen kritischen Punkt überschreiten. Schon heute sprudelt in einigen flachen Seen in Alaska Methan von selbst aus dem Wasser. Professor Katey Walter der Universität in Alaska ist mit einer weiteren Arbeitsgruppe zu einem anderen flachen See letzten Winter gereist. Video: Wow! (Gelächter) Al Gore: Ihr geht es gut. Die Frage ist, wie wird es uns ergehen.Und ein Grund ist, dieser enorme Wärmespeicher erwärmt Grönland aus dem Norden. Dies ist ein jährlicher Tauwasserfluss. Aber die Volumen sind wesentlich grösser als je zuvor. Dies ist der Kangerlussuaq Fluss in Südwest Grönland. Wenn Sie wissen möchten, wie der Meeresspiegel durch Landeisschmelze steigt hier fliesst sie ins Meer. Diese Flüsse nehmen rapide zu. Am anderen Ende des Planeten, die Antarktis, die grösste Eismasse auf dem Planeten. Letzten Monat meldeten Forscher, dass der gesamte Kontinent nun eine negative Eisbilanz hat. Und die Westantarktis, die über ein paar Unterwasserinseln aufgetaucht ist, ist besonders stark im Schmelzen. Dies entspricht 20 Fuß Meereshöhe, so wie Grönland.Im Himalaya, der drittgrössten Eismasse, sehen Sie oben neue Seen, die vor ein paar Jahren Gletscher waren. 40 Prozent aller Menschen auf der Welt bekommen die Hälfte ihres Trinkwassers aus diesem Schmelzwasser. In den Anden ist dieser Gletscher die Trinkwasserquelle für diese Stadt. Die Wassermengen haben sich vergrössert. Aber wenn sie versiegen, wird auch das meiste Trinkwasser wegfallen. In Kalifornien wurde eine 40 prozentige Verringerung der Schneedecke der Sierra gesehen. Dies betrifft die Speicherbecken. Und die Vorhersagen, wie sie sie gelesen haben, sind ernst.Diese Austrocknung in der ganzen Welt führt zu einer dramatischen Steigerung an Feuern. Und die Katastrophen überall auf der Welt haben in einem wirklich ausserordentlichen und vorher nie dagewesenen Ausmass zugenommen. Viermal so viele in den letzten 30 Jahren wie in den vorhergegangenen 75. Dies ist ein vollkommen unhaltbares Entwicklungsmuster. Wenn Sie dies im historischen Zusammenhang betrachten, können Sie sehen, was es anrichtet.In den letzten 5 Jahren haben wir 70 Millionen Tonnen an CO2 produziert alle 24 Stunden -- 25 Millionen Tonnen jeden Tag in die Ozeane. Schauen Sie sich den Bereich des östlichen Pazifik genau an, vom amerikanischen Kontinent westlich und beiderseits des indischen Subkontinents, wo es einen drastischen Rückgang des Sauerstoffs in den Meeren gibt. Der grösste einzelne Faktor für die globale Erwärmung, neben Abholzung, welches 20 Prozent ausmacht, ist das Verbrennen von fossilen Brennstoffen. Öl ist ein Problem, und Kohle ist das gleichwohl grösste Problem. Die Vereinigten Staaten sind eine der beiden grössten Verschmutzer, zusammen mit China. Und der Vorschlag war, viele weitere Kohlefabriken zu bauen.Aber wir beginnen, eine Veränderung zu sehen. Hier sind die, die in den letzten Jahren gestrichen wurden, mit einigen grünen Alternativen, die vorgeschlagen wurden. (Applaus) Trotzdessen gibt es eine politische Auseinandersetzung in unserem Land. Und die Kohleindustrien und Ölindustrien haben eine viertelmilliarde Dollar letztes Kalendarjahr ausgegeben, um saubere Kohle zu bewerben, was an sich schon ein Widerspruch in sich ist. Dieses Bild erinnerte mich an etwas. (Gelächter) Um Weihnachten herum liefen, bei mir zu Hause in Tennessee, eine Milliarde Tonnen Kohleschlamm aus. Sie haben es warscheinlich in den Nachrichten gesehen. Dies ist in unserem ganzen Land der zweitgrösste Abfallfluss Amerikas. Dies passierte um Weihnachten. Einer der Werbespots der Kohleindustrie um Weihnachten war dieser.♪♫ Frosty der Kohlenmann ist ein vergnügter, fröhlicher Bursche. Ihn gibt es in Hülle und Fülle in Amerika, und er hilft unserer Wirtschaft zu wachsen. Frosty, der Kohlenmann wird jeden Tag sauberer. Er ist bezahlbar und liebenswert, und Arbeiter bleiben in Lohn und Brot.Al Gore: Dies ist die Quelle der meisten Kohle in West Virginia. Der mächtigste Bergarbeiter ist der Leiter von Massey Coal.Video: Don Blankenship: Lassen Sie mich eines ganz klar sagen. Al Gore, Nancy Pelosi, Harry Reid, sie wissen nicht, wovon sie reden.Al Gore: Also hat die Allianz für Klimaschutz zwei Kampagnen ins Leben gerufen. Dies ist eine, ein Teil von ihr.Video: Schauspieler: Bei der COALergy sehen wir Klimaveränderung als eine ernste Gefahr für unser Geschäft. Deshalb haben wir es uns zum obersten Zeil gesetzt, eine beträchtliche Geldsumme auszugeben um eine Werbeaktion auf den Weg zu bringen, um die Wahrheit über Kohle. Tatsache ist, Kohle ist nicht dreckig. Wir glauben, sie ist sauber -- und riecht auch noch gut Also, machen Sie sich keine Sorgen um die Klimaveränderung. Überlassen Sie das ruhig uns. (Gelächter)Video: Schauspieler: Saueber Kohle, Sie haben viel davon gehört. Also lassen sie uns eine Tour dieser modernen, sauberen Kohlefabrik machen. Fantastisch! Diese Maschine ist ziemlich laut. Aber es ist der Klang der sauberen Kohletechnologie. Und trotzdem das Verbrennen von Kohle einer der Hauptgründe für die globale Erwärmung ist, die bemerkenswert saubere Kohletechnologie, die sie hier sehen, ändert alles. Schauen sie es sich genau an, dies ist die heutige, saubere Kohletechnologie.Al Gore: Endlich vermischt sich die positive Alternative mit unserer wirtschaftlichen Herausforderung und unserer Herausforderung der nationalen Sicherheit.Video: Erzähler: Amerika ist in einer Krise, die Wirtschaft, die nationale Sicherheit, die Klimakrise. Der rote Faden, der diese alle verbindet, ist unsere Abhängigkeit von Kohlenstoff-basierenden Kraftstoffen wie dreckige Kohle und ausländisches Öl. Aber nun gibt es eine mutige, neue Lösung, um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. Versorge Amerika mit 100 Prozent sauberer Elektrizität neu, innerhalb der nächsten 10 Jahre Ein Plan, Amerika zurück zur Arbeit zu bringen, uns sicherer zu machen und zu helfen, die globale Erwärmung zu stoppen. Endlich, eine Lösung, die groß genug ist, unsere Probleme zu lösen. Versorge Amerika neu. Finden sie mehr heraus.Al Gore: Dies ist die letzte.Video: Erzähler: Es geht um eine Neuversorgung von Amerika. Einer der schnellsten Wege, unsere Abhängigkeit von alten, dreckigen Kraftstoffen, die unsere Welt ersticken, zu reduzieren. Mann: Die Zukunft ist hier. Wind, Sonne und ein neues Energiesystem. Mann Nr. 2: Neue Investitionen, um gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Erzähler: Versorge Amerika neu. Es ist Zeit, Realität zu akzeptieren.Al Gore: Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort: "Wenn Du schnell sein möchtest, geh alleine. Wenn Du weit kommen möchtest, geh zusammen." Wir müssen weit kommen, und zwar schnell. Vielen Dank. (Applaus)
8
Welches asiatische Land gehört zu den Ländern mit den höchsten Kohlendioxidemissionen?
{ "answer_id": [ "1", "2", "3", "4", "5" ], "answer_str": [ "Japan", "China", "der Himalaya", "Indien", "USA" ] }
2
China
2
Climate Change
5
5
Al Gore warnt vor den neuesten KlimaentwicklungenLetztes Jahr habe ich diese beiden Folien gezeigt, um zu veranschaulichen, dass die arktische Eiskappe, die für annähernd drei Millionen Jahre die Grösse der unteren 48 Staaten hatte, um 40 Prozent geschrumpft ist. Aber dies drückt nicht stark genug die Ernsthaftigkeit dieses speziellen Problems aus, da es nicht die Dicke des Eises zeigt. In gewissem Sinne ist die arktische Eiskappe das schlagende Herz unseres globalen Klimasystems. Sie wächst im Winter und schrumpft im Sommer. Die nächste Folie, die ich Ihnen zeige, ist eine Zeitrafferaufnahme was in den letzten 25 Jahren passiert ist. Das Dauereis ist mit rot markiert. Wie Sie sehen, wächst es auf das dunkelblau markierte. Dies ist das jährliche Eis im Winter; und es schrumpft im Sommer. Das sogenannte Dauereis, fünf Jahre alt oder älter, ist beinahe wie Blut, welches aus dem Körper hier herausfliesst. In 25 Jahren wird es von hier nach hier verschwunden sein.Dies ist ein Problem, da die Erwärmung den gefrorenen Grund um den arktischen Ozean auftaut, in dem es grosse Mengen an gefrorenem Kohlenstoff gibt, welcher, wenn er auftaut, von Mikroben zu Methan umgesetzt wird. Verglichen mit dem gesamten Betrag an klimaverändernden Stoffen in der Atmosphäre, könnte sich dieser Betrag verdoppeln, wenn wir diesen kritischen Punkt überschreiten. Schon heute sprudelt in einigen flachen Seen in Alaska Methan von selbst aus dem Wasser. Professor Katey Walter der Universität in Alaska ist mit einer weiteren Arbeitsgruppe zu einem anderen flachen See letzten Winter gereist. Video: Wow! (Gelächter) Al Gore: Ihr geht es gut. Die Frage ist, wie wird es uns ergehen.Und ein Grund ist, dieser enorme Wärmespeicher erwärmt Grönland aus dem Norden. Dies ist ein jährlicher Tauwasserfluss. Aber die Volumen sind wesentlich grösser als je zuvor. Dies ist der Kangerlussuaq Fluss in Südwest Grönland. Wenn Sie wissen möchten, wie der Meeresspiegel durch Landeisschmelze steigt hier fliesst sie ins Meer. Diese Flüsse nehmen rapide zu. Am anderen Ende des Planeten, die Antarktis, die grösste Eismasse auf dem Planeten. Letzten Monat meldeten Forscher, dass der gesamte Kontinent nun eine negative Eisbilanz hat. Und die Westantarktis, die über ein paar Unterwasserinseln aufgetaucht ist, ist besonders stark im Schmelzen. Dies entspricht 20 Fuß Meereshöhe, so wie Grönland.Im Himalaya, der drittgrössten Eismasse, sehen Sie oben neue Seen, die vor ein paar Jahren Gletscher waren. 40 Prozent aller Menschen auf der Welt bekommen die Hälfte ihres Trinkwassers aus diesem Schmelzwasser. In den Anden ist dieser Gletscher die Trinkwasserquelle für diese Stadt. Die Wassermengen haben sich vergrössert. Aber wenn sie versiegen, wird auch das meiste Trinkwasser wegfallen. In Kalifornien wurde eine 40 prozentige Verringerung der Schneedecke der Sierra gesehen. Dies betrifft die Speicherbecken. Und die Vorhersagen, wie sie sie gelesen haben, sind ernst.Diese Austrocknung in der ganzen Welt führt zu einer dramatischen Steigerung an Feuern. Und die Katastrophen überall auf der Welt haben in einem wirklich ausserordentlichen und vorher nie dagewesenen Ausmass zugenommen. Viermal so viele in den letzten 30 Jahren wie in den vorhergegangenen 75. Dies ist ein vollkommen unhaltbares Entwicklungsmuster. Wenn Sie dies im historischen Zusammenhang betrachten, können Sie sehen, was es anrichtet.In den letzten 5 Jahren haben wir 70 Millionen Tonnen an CO2 produziert alle 24 Stunden -- 25 Millionen Tonnen jeden Tag in die Ozeane. Schauen Sie sich den Bereich des östlichen Pazifik genau an, vom amerikanischen Kontinent westlich und beiderseits des indischen Subkontinents, wo es einen drastischen Rückgang des Sauerstoffs in den Meeren gibt. Der grösste einzelne Faktor für die globale Erwärmung, neben Abholzung, welches 20 Prozent ausmacht, ist das Verbrennen von fossilen Brennstoffen. Öl ist ein Problem, und Kohle ist das gleichwohl grösste Problem. Die Vereinigten Staaten sind eine der beiden grössten Verschmutzer, zusammen mit China. Und der Vorschlag war, viele weitere Kohlefabriken zu bauen.Aber wir beginnen, eine Veränderung zu sehen. Hier sind die, die in den letzten Jahren gestrichen wurden, mit einigen grünen Alternativen, die vorgeschlagen wurden. (Applaus) Trotzdessen gibt es eine politische Auseinandersetzung in unserem Land. Und die Kohleindustrien und Ölindustrien haben eine viertelmilliarde Dollar letztes Kalendarjahr ausgegeben, um saubere Kohle zu bewerben, was an sich schon ein Widerspruch in sich ist. Dieses Bild erinnerte mich an etwas. (Gelächter) Um Weihnachten herum liefen, bei mir zu Hause in Tennessee, eine Milliarde Tonnen Kohleschlamm aus. Sie haben es warscheinlich in den Nachrichten gesehen. Dies ist in unserem ganzen Land der zweitgrösste Abfallfluss Amerikas. Dies passierte um Weihnachten. Einer der Werbespots der Kohleindustrie um Weihnachten war dieser.♪♫ Frosty der Kohlenmann ist ein vergnügter, fröhlicher Bursche. Ihn gibt es in Hülle und Fülle in Amerika, und er hilft unserer Wirtschaft zu wachsen. Frosty, der Kohlenmann wird jeden Tag sauberer. Er ist bezahlbar und liebenswert, und Arbeiter bleiben in Lohn und Brot.Al Gore: Dies ist die Quelle der meisten Kohle in West Virginia. Der mächtigste Bergarbeiter ist der Leiter von Massey Coal.Video: Don Blankenship: Lassen Sie mich eines ganz klar sagen. Al Gore, Nancy Pelosi, Harry Reid, sie wissen nicht, wovon sie reden.Al Gore: Also hat die Allianz für Klimaschutz zwei Kampagnen ins Leben gerufen. Dies ist eine, ein Teil von ihr.Video: Schauspieler: Bei der COALergy sehen wir Klimaveränderung als eine ernste Gefahr für unser Geschäft. Deshalb haben wir es uns zum obersten Zeil gesetzt, eine beträchtliche Geldsumme auszugeben um eine Werbeaktion auf den Weg zu bringen, um die Wahrheit über Kohle. Tatsache ist, Kohle ist nicht dreckig. Wir glauben, sie ist sauber -- und riecht auch noch gut Also, machen Sie sich keine Sorgen um die Klimaveränderung. Überlassen Sie das ruhig uns. (Gelächter)Video: Schauspieler: Saueber Kohle, Sie haben viel davon gehört. Also lassen sie uns eine Tour dieser modernen, sauberen Kohlefabrik machen. Fantastisch! Diese Maschine ist ziemlich laut. Aber es ist der Klang der sauberen Kohletechnologie. Und trotzdem das Verbrennen von Kohle einer der Hauptgründe für die globale Erwärmung ist, die bemerkenswert saubere Kohletechnologie, die sie hier sehen, ändert alles. Schauen sie es sich genau an, dies ist die heutige, saubere Kohletechnologie.Al Gore: Endlich vermischt sich die positive Alternative mit unserer wirtschaftlichen Herausforderung und unserer Herausforderung der nationalen Sicherheit.Video: Erzähler: Amerika ist in einer Krise, die Wirtschaft, die nationale Sicherheit, die Klimakrise. Der rote Faden, der diese alle verbindet, ist unsere Abhängigkeit von Kohlenstoff-basierenden Kraftstoffen wie dreckige Kohle und ausländisches Öl. Aber nun gibt es eine mutige, neue Lösung, um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. Versorge Amerika mit 100 Prozent sauberer Elektrizität neu, innerhalb der nächsten 10 Jahre Ein Plan, Amerika zurück zur Arbeit zu bringen, uns sicherer zu machen und zu helfen, die globale Erwärmung zu stoppen. Endlich, eine Lösung, die groß genug ist, unsere Probleme zu lösen. Versorge Amerika neu. Finden sie mehr heraus.Al Gore: Dies ist die letzte.Video: Erzähler: Es geht um eine Neuversorgung von Amerika. Einer der schnellsten Wege, unsere Abhängigkeit von alten, dreckigen Kraftstoffen, die unsere Welt ersticken, zu reduzieren. Mann: Die Zukunft ist hier. Wind, Sonne und ein neues Energiesystem. Mann Nr. 2: Neue Investitionen, um gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Erzähler: Versorge Amerika neu. Es ist Zeit, Realität zu akzeptieren.Al Gore: Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort: "Wenn Du schnell sein möchtest, geh alleine. Wenn Du weit kommen möchtest, geh zusammen." Wir müssen weit kommen, und zwar schnell. Vielen Dank. (Applaus)
9
In welchem amerikanischen Staat ist eine große Menge Schnee geschmolzen?
{ "answer_id": [ "1", "2", "3", "4", "5" ], "answer_str": [ "Alaska", "Tennessee", "West Virginia\n", "Arizona", "Kalifornien" ] }
5
Kalifornien
2
Climate Change
5
5
Al Gore warnt vor den neuesten KlimaentwicklungenLetztes Jahr habe ich diese beiden Folien gezeigt, um zu veranschaulichen, dass die arktische Eiskappe, die für annähernd drei Millionen Jahre die Grösse der unteren 48 Staaten hatte, um 40 Prozent geschrumpft ist. Aber dies drückt nicht stark genug die Ernsthaftigkeit dieses speziellen Problems aus, da es nicht die Dicke des Eises zeigt. In gewissem Sinne ist die arktische Eiskappe das schlagende Herz unseres globalen Klimasystems. Sie wächst im Winter und schrumpft im Sommer. Die nächste Folie, die ich Ihnen zeige, ist eine Zeitrafferaufnahme was in den letzten 25 Jahren passiert ist. Das Dauereis ist mit rot markiert. Wie Sie sehen, wächst es auf das dunkelblau markierte. Dies ist das jährliche Eis im Winter; und es schrumpft im Sommer. Das sogenannte Dauereis, fünf Jahre alt oder älter, ist beinahe wie Blut, welches aus dem Körper hier herausfliesst. In 25 Jahren wird es von hier nach hier verschwunden sein.Dies ist ein Problem, da die Erwärmung den gefrorenen Grund um den arktischen Ozean auftaut, in dem es grosse Mengen an gefrorenem Kohlenstoff gibt, welcher, wenn er auftaut, von Mikroben zu Methan umgesetzt wird. Verglichen mit dem gesamten Betrag an klimaverändernden Stoffen in der Atmosphäre, könnte sich dieser Betrag verdoppeln, wenn wir diesen kritischen Punkt überschreiten. Schon heute sprudelt in einigen flachen Seen in Alaska Methan von selbst aus dem Wasser. Professor Katey Walter der Universität in Alaska ist mit einer weiteren Arbeitsgruppe zu einem anderen flachen See letzten Winter gereist. Video: Wow! (Gelächter) Al Gore: Ihr geht es gut. Die Frage ist, wie wird es uns ergehen.Und ein Grund ist, dieser enorme Wärmespeicher erwärmt Grönland aus dem Norden. Dies ist ein jährlicher Tauwasserfluss. Aber die Volumen sind wesentlich grösser als je zuvor. Dies ist der Kangerlussuaq Fluss in Südwest Grönland. Wenn Sie wissen möchten, wie der Meeresspiegel durch Landeisschmelze steigt hier fliesst sie ins Meer. Diese Flüsse nehmen rapide zu. Am anderen Ende des Planeten, die Antarktis, die grösste Eismasse auf dem Planeten. Letzten Monat meldeten Forscher, dass der gesamte Kontinent nun eine negative Eisbilanz hat. Und die Westantarktis, die über ein paar Unterwasserinseln aufgetaucht ist, ist besonders stark im Schmelzen. Dies entspricht 20 Fuß Meereshöhe, so wie Grönland.Im Himalaya, der drittgrössten Eismasse, sehen Sie oben neue Seen, die vor ein paar Jahren Gletscher waren. 40 Prozent aller Menschen auf der Welt bekommen die Hälfte ihres Trinkwassers aus diesem Schmelzwasser. In den Anden ist dieser Gletscher die Trinkwasserquelle für diese Stadt. Die Wassermengen haben sich vergrössert. Aber wenn sie versiegen, wird auch das meiste Trinkwasser wegfallen. In Kalifornien wurde eine 40 prozentige Verringerung der Schneedecke der Sierra gesehen. Dies betrifft die Speicherbecken. Und die Vorhersagen, wie sie sie gelesen haben, sind ernst.Diese Austrocknung in der ganzen Welt führt zu einer dramatischen Steigerung an Feuern. Und die Katastrophen überall auf der Welt haben in einem wirklich ausserordentlichen und vorher nie dagewesenen Ausmass zugenommen. Viermal so viele in den letzten 30 Jahren wie in den vorhergegangenen 75. Dies ist ein vollkommen unhaltbares Entwicklungsmuster. Wenn Sie dies im historischen Zusammenhang betrachten, können Sie sehen, was es anrichtet.In den letzten 5 Jahren haben wir 70 Millionen Tonnen an CO2 produziert alle 24 Stunden -- 25 Millionen Tonnen jeden Tag in die Ozeane. Schauen Sie sich den Bereich des östlichen Pazifik genau an, vom amerikanischen Kontinent westlich und beiderseits des indischen Subkontinents, wo es einen drastischen Rückgang des Sauerstoffs in den Meeren gibt. Der grösste einzelne Faktor für die globale Erwärmung, neben Abholzung, welches 20 Prozent ausmacht, ist das Verbrennen von fossilen Brennstoffen. Öl ist ein Problem, und Kohle ist das gleichwohl grösste Problem. Die Vereinigten Staaten sind eine der beiden grössten Verschmutzer, zusammen mit China. Und der Vorschlag war, viele weitere Kohlefabriken zu bauen.Aber wir beginnen, eine Veränderung zu sehen. Hier sind die, die in den letzten Jahren gestrichen wurden, mit einigen grünen Alternativen, die vorgeschlagen wurden. (Applaus) Trotzdessen gibt es eine politische Auseinandersetzung in unserem Land. Und die Kohleindustrien und Ölindustrien haben eine viertelmilliarde Dollar letztes Kalendarjahr ausgegeben, um saubere Kohle zu bewerben, was an sich schon ein Widerspruch in sich ist. Dieses Bild erinnerte mich an etwas. (Gelächter) Um Weihnachten herum liefen, bei mir zu Hause in Tennessee, eine Milliarde Tonnen Kohleschlamm aus. Sie haben es warscheinlich in den Nachrichten gesehen. Dies ist in unserem ganzen Land der zweitgrösste Abfallfluss Amerikas. Dies passierte um Weihnachten. Einer der Werbespots der Kohleindustrie um Weihnachten war dieser.♪♫ Frosty der Kohlenmann ist ein vergnügter, fröhlicher Bursche. Ihn gibt es in Hülle und Fülle in Amerika, und er hilft unserer Wirtschaft zu wachsen. Frosty, der Kohlenmann wird jeden Tag sauberer. Er ist bezahlbar und liebenswert, und Arbeiter bleiben in Lohn und Brot.Al Gore: Dies ist die Quelle der meisten Kohle in West Virginia. Der mächtigste Bergarbeiter ist der Leiter von Massey Coal.Video: Don Blankenship: Lassen Sie mich eines ganz klar sagen. Al Gore, Nancy Pelosi, Harry Reid, sie wissen nicht, wovon sie reden.Al Gore: Also hat die Allianz für Klimaschutz zwei Kampagnen ins Leben gerufen. Dies ist eine, ein Teil von ihr.Video: Schauspieler: Bei der COALergy sehen wir Klimaveränderung als eine ernste Gefahr für unser Geschäft. Deshalb haben wir es uns zum obersten Zeil gesetzt, eine beträchtliche Geldsumme auszugeben um eine Werbeaktion auf den Weg zu bringen, um die Wahrheit über Kohle. Tatsache ist, Kohle ist nicht dreckig. Wir glauben, sie ist sauber -- und riecht auch noch gut Also, machen Sie sich keine Sorgen um die Klimaveränderung. Überlassen Sie das ruhig uns. (Gelächter)Video: Schauspieler: Saueber Kohle, Sie haben viel davon gehört. Also lassen sie uns eine Tour dieser modernen, sauberen Kohlefabrik machen. Fantastisch! Diese Maschine ist ziemlich laut. Aber es ist der Klang der sauberen Kohletechnologie. Und trotzdem das Verbrennen von Kohle einer der Hauptgründe für die globale Erwärmung ist, die bemerkenswert saubere Kohletechnologie, die sie hier sehen, ändert alles. Schauen sie es sich genau an, dies ist die heutige, saubere Kohletechnologie.Al Gore: Endlich vermischt sich die positive Alternative mit unserer wirtschaftlichen Herausforderung und unserer Herausforderung der nationalen Sicherheit.Video: Erzähler: Amerika ist in einer Krise, die Wirtschaft, die nationale Sicherheit, die Klimakrise. Der rote Faden, der diese alle verbindet, ist unsere Abhängigkeit von Kohlenstoff-basierenden Kraftstoffen wie dreckige Kohle und ausländisches Öl. Aber nun gibt es eine mutige, neue Lösung, um uns aus dieser misslichen Lage zu befreien. Versorge Amerika mit 100 Prozent sauberer Elektrizität neu, innerhalb der nächsten 10 Jahre Ein Plan, Amerika zurück zur Arbeit zu bringen, uns sicherer zu machen und zu helfen, die globale Erwärmung zu stoppen. Endlich, eine Lösung, die groß genug ist, unsere Probleme zu lösen. Versorge Amerika neu. Finden sie mehr heraus.Al Gore: Dies ist die letzte.Video: Erzähler: Es geht um eine Neuversorgung von Amerika. Einer der schnellsten Wege, unsere Abhängigkeit von alten, dreckigen Kraftstoffen, die unsere Welt ersticken, zu reduzieren. Mann: Die Zukunft ist hier. Wind, Sonne und ein neues Energiesystem. Mann Nr. 2: Neue Investitionen, um gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Erzähler: Versorge Amerika neu. Es ist Zeit, Realität zu akzeptieren.Al Gore: Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort: "Wenn Du schnell sein möchtest, geh alleine. Wenn Du weit kommen möchtest, geh zusammen." Wir müssen weit kommen, und zwar schnell. Vielen Dank. (Applaus)
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Welche Konsequenz hätte die Nutzung von erneuerbaren Energien in den USA?
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1
neue Arbeitsplätze
2
Climate Change
6
6
Al Gore: Neue Gedanken über die KlimakriseIch habe den Diavortrag, den ich hier vor zwei Jahren hielt, ungefähr 2.000 Mal gehalten. Heute Morgen werde ich einen kurzen Diavortrag halten, den ich zum ersten Mal halte, also - ich möchte oder muss die Messlatte nicht höher legen, eigentlich versuche ich, die Messlatte niedriger zu legen. Denn ich habe dies zusammengeschustert, um zu versuchen, der Herausforderung dieser Veranstaltung gerecht zu werden.Und ich wurde durch die hervorragende Präsentation von Karen Armstrong daran erinnert, dass Religion wirklich richtig verstanden nichts mit Glauben, sondern mit Verhalten zu tun hat. Vielleicht kann man dasselbe über Optimismus sagen. Wie können wir es wagen, optimistisch zu sein? Optimismus wird manchmal als Glaube, als intellektuelle Einstellung charakterisiert. Wie der berühmte Ausspruch von Mahatma Gandhi sagt: "Sei du selbst die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst." Und das Ergebnis, über das wir optimistisch sein möchten, kann nicht allein durch Glauben geschaffen werden, es sei denn, der Glaube verhilft zu neuen Verhaltensweisen. Aber das Wort "Verhaltensweise" wird, glaube ich, manchmal in diesem Zusammenhang missverstanden. Ich bin ein großer Befürworter des Wechselns von Glühbirnen und des Kaufs von Hybridautos und Tipper und ich haben 33 Solarzellenplatten an unserem Haus angebracht und geothermische Gruben gegraben und noch vieles mehr. Aber so wichtig es auch ist die Glühbirnen zu wechseln, die Änderung der Gesetze ist wichtiger. Und wenn wir unser Verhalten im täglichen Leben ändern, vergessen wir manchmal, dass wir Staatsbürger sind und in einer Demokratie leben. Um in dieser Sache optimistisch sein zu können, müssen wir als Staatsbürger in unserer Demokratie unglaublich aktiv werden. Um die Krise der Klimaveränderung zu bewältigen, müssen wir die Krise in der Demokratie bewältigen. Und wir haben eine.Ich wollte diese Geschichte seit Langem erzählen. Ich wurde neulich von einer Frau daran erinnert, die an dem Tisch, an dem ich saß, vorbeiging und mich nur anstarrte während sie vorbeiging. Sie war um die 70 und hatte ein freundliches Gesicht. Ich dachte mir nichts dabei, bis ich durch meinen Augenwinkel sah, dass sie aus der Gegenrichtung kam, und mich wieder anstarrte. Also fragte ich sie: "Wie geht's?" Und sie sagte: "Also wissen Sie, wenn Sie Ihr Haar schwarz färben würden, sähen Sie genau wie Al Gore aus." (Gelächter)Vor vielen Jahren, als ich ein junger Kongressabgeordneter war, verbrachte ich sehr viel Zeit mit der Herausforderung der Kontrolle von nuklearen Waffen - dem nuklearen Wettrüsten. Und die Militärhistoriker haben mich bei dieser Beschäftigung darüber belehrt, dass militärische Konflikte normalerweise in drei Kategorien eingeteilt werden können: örtliche Kämpfe, regionale oder Kriegsschauplätze und die seltenen, aber um so wichtigeren globalen Weltkriege. Strategische Konflikte. Und jede Konfliktsebene benötigt eine andere Verteilung der Ressourcen, einen verschiedenen Ansatz, ein anderes Organisationsmodell. Die Herausforderungen des Umweltschutzes fallen in dieselben drei Kategorien und zumeist denken wir an lokale Umweltprobleme: Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Giftmülllagerungen. Aber es gibt auch regionale Umweltprobleme wie saurer Regen vom mittleren Westen bis zum Nordosten und von Westeuropa bis zur Arktis und vom mittleren Westen aus dem Mississippi bis in die Todeszone des Golfs von Mexiko. Und davon gibt es viele. Aber die Klimabedrohung ist der seltene, aber um so wichtigere globale oder strategische Konflikt. Alles ist davon betroffen. Und wir müssen unsere Reaktion darauf entsprechend organisieren. Wir brauchen eine weltweite, globale Mobilisierung für erneuerbare Energien, Umweltschutz, Effizienz und einen weltweiten Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft. Wir müssen uns an die Arbeit machen. Und wir können Ressourcen und den politischen Willen mobilisieren. Aber der politische Wille muss mobilisiert werden, um die Ressourcen mobilisieren zu können.Lassen Sie mich Ihnen diese Dias zeigen. Ich möchte mit dem Logo anfangen. Was hier natürlich fehlt, ist die Eisschicht des Nordpols. Grönland bleibt übrig. Vor 28 Jahren sah die polare Eisschicht, die Nordpol-Eisschicht, am Ende des Sommers zum Herbstbeginn so aus. Im letzten Herbst besuchte ich das Schnee- und Eisdatenzentrum in Boulder, Colorado und sprach mit Forschern hier in Monterey im Naval Postgraduate Laboratory. Das geschah in den vergangenen 28 Jahren. Um es in Perspektive zu setzen, 2005 war der vorhergehende Bericht. Das hat sich im letzten Herbst ereignet und es hat die Forscher wirklich aus der Fassung gebracht. Die Nordpol-Eisschicht hat, geographisch gesehen, dieselbe Größe. Es sieht zwar nicht so aus, aber es hat genau dieselbe Größe wie die Vereinigten Staaten, abzüglich eines Gebiets, das ungefähr gleich groß wie der Bundesstaat Arizona ist. Das Gebiet, das im Jahr 2005 verschwunden ist, war so groß wie das ganze Land östlich des Mississippis. Das Gebiet, das im letzten Herbst verschwunden ist, war so groß. Es wird im Winter zurückkehren, aber nicht als permanentes Eis, sondern als dünnes Eis. Ungeschützt. Das verbleibende Gebiet könnte im Sommer in nur fünf Jahren vollständig verschwunden sein. Das übt einen großen Druck auf Grönland aus. Schon jetzt rund um den arktischen Kreis - dies ist ein bekanntes Dorf in Alaska. Das ist eine Stadt in Neufundland. Antarktis. Die neusten Studien der NASA. Der Umfang einer mäßig bis schweren Schneeschmelze eines Gebiets, das so groß wie Kalifornien ist."Es waren die besten Zeiten, es waren die schlimmsten Zeiten": der wohl bekannteste Anfangssatz in der englischen Literatur. Ich möchte kurz eine "Geschichte von zwei Planeten" erzählen. Die Erde und Venus haben genau dieselbe Größe. Der Durchmesser der Erde ist ungefähr 400 Kilometer länger, aber im Wesentlichen haben sie dieselbe Größe. Sie haben genau dieselbe Menge an Kohlenstoff. Aber der Unterschied ist, dass der größte Teil des Kohlenstoffs der Erde über Zeiten hinweg aus der Atmosphäre ausgelaugt wurde und sich im Boden als Kohle, Öl und Naturgas usw. abgelagert hat. Auf Venus ist der größte Teil in der Atmosphäre. Der Unterschied ist, dass unsere Temperatur durchschnittlich 15 Grad beträgt. Auf der Venus sind es 460. Dies ist wichtig für unsere derzeitige Strategie, so viel Kohlenstoff wie möglich, so schnell wie möglich aus der Erde zu fördern und in die Atmosphäre abzugeben. Nicht weil sich Venus etwas näher zur Sonne befindet. Sie ist dreimal wärmer als Merkur, der sich direkt neben der Sonne befindet. Kurz zusammengefasst, hier ist ein Bild, das sie als eines der alten Bilder kennen, aber ich zeige es Ihnen, da ich Sie kurz über CSI: Climate informieren möchte.Die globale Wissenschaftswelt sagt, dass die von Menschen verursachte Umweltverschmutzung der globalen Erwärmung, die in die Atmosphäre abgegeben wird, diese verdickt und mehr des abgehenden Infrarots abfängt. Sie alle wissen dies. Bei der letzten Zusammenfassung des IPCC wollten die Wissenschaftler auf die Frage "Wie sicher ist das?" mit "99 Prozent" antworten. Die Chinesen widersprachen und somit lautete der Kompromiss "mehr als 90 Prozent." Nun sagen die Skeptiker: "Aber warten Sie mal, dabei könnte es sich um Variationen in der Energie, die von der Sonne stammt, handeln." Wenn das stimmen würde, würde die Stratosphäre genauso wie die untere Atmosphäre erhitzt werden, wenn mehr dazu kommt. Wenn auf dem Weg nach draußen mehr abgefangen wird, müsste es hier wärmer und dort kälter sein. Hier ist die untere Atmosphäre. Hier ist die Stratosphäre: kälter. CSI: Climate.Nun, dies sind die guten Neuigkeiten. 68 Prozent der Amerikaner glauben heute, dass die menschliche Aktivität für die globale Erwärmung veranwortlich ist. 69 Prozent glauben, dass sich die Erde auf drastische Weise erwärmt. Es hat einen Fortschritt gegeben, aber entscheidend ist: wenn man eine Liste mit den zu konfrontierenden Herausforderungen austellt, befindet sich globale Erwärmung noch immer ziemlich weit unten. Was fehlt, ist der Sinn für die Dringlichkeit. Wenn Sie mit der faktischen Analyse übereinstimmen, aber keinen Sinn für die Dringlichkeit verspüren, an welcher Stelle bleiben Sie dann? Also, die Alliance for Climate Protection, die ich in Verbindung mit CurrentTV leite, hat einen kostenlosen weltweiten Wettbewerb für Werbesendungen darüber, wie das zu vermitteln ist, durchgeführt. Das ist der Gewinner.NBC - ich zeige hier alle Fernsehsender - die Topjournalisten von NBC stellten den Präsidentschaftskandidaten 2007 956 Fragen: zwei davon waren über die Klimabedrohung. ABC: 844 Fragen, zwei davon über die Klimabedrohung. Fox: zwei. CNN: zwei. CBS: null. Vom Lachen zum Weinen. Dies ist eine der älteren Zigarettenwerbungen. Dies ist, was wir tun. Das ist der Benzinverbrauch in all diesen Ländern. Und wir. Aber es sind nicht nur die Industrieländer. Die Entwicklungsländer folgen uns und beschleunigen ihr Tempo. Und tatsächlich sind ihre kumulativen Emissionen in diesem Jahr genau so hoch wie unsere im Jahr 1965. Und sie holen sehr dramatisch auf. Die Gesamtkonzentration bis 2025 wird im Wesentlichen dort sein, wo wir im Jahr 1985 waren. Selbst wenn wir die wohlhabenden Länder ganz aus dem Bild streichen würden, hätten wir trotzdem diese Krise. Aber wir haben den Entwicklungsländern die Technologien und die Denkweisen gegeben, die die Krise erzeugen. Das ist in Bolivien. Über dreißig Jahre.Dies ist die Hauptfischfangzeit in einigen Sekunden. Die 60er Jahre. 70er. 80er. 90er. Wir müssen dies stoppen. Und das Gute ist, es ist möglich. Wir haben die Technologien. Wir müssen eine gemeinsame Sichtweise darüber haben, wie wir dies angehen können: der Kampf gegen die Armut in der Welt und die Herausforderung der Verringerung der Emissionen in den Industrieländern haben alle eine einzige, sehr einfache Lösung.Die Leute fragen: "Was ist die Lösung?" Hier ist sie. Verlangen Sie einen Preis für Kohlenstoff. Wir brauchen eine CO2-Steuer, einkommensunabhängig, um die Arbeitnehmerbesteuerung zu ersetzen, die von Bismark erfunden wurde und seit dem 19. Jahrhundert hat sich einiges verändert. In den armen Ländern müssen wir die Antworten auf die Armut in die Lösungen für die Klimabedrohung integrieren. Pläne, die Armut in Uganda zu bekämpfen, sind unbedeutend, wenn wir die Klimakrise nicht bewältigen.Aber die Antworten können in armen Ländern einen großen Unterschied machen. Dies ist ein Vorschlag über den in Europa viel diskutiert wurde. Das war aus der Zeitschrift Nature. Dies sind aufbereitete solare Anlagen mit erneuerbaren Energien, die in einem sogenannten Supergitter verknüpft werden, um die gesamte Elektrizität, größtenteils aus den Entwicklungsländern, nach Europa zu liefern. Das ist keine unrealistische Hoffnung. Dies kann erreicht werden.Wir müssen es für unsere eigene Wirtschaft erreichen. Die neusten Zahlen zeigen, dass das alte Modell nicht funktioniert. Es gibt viele großartige Investitionen, die Sie machen können. Wenn Sie in Teersand oder Schieferöl investieren, haben Sie ein Portfolio, das mit suboptimalem Vermögen aus Kohlenstoff vollgestopft ist. Und dies beruht auf einem alten Modell. Drogenabhängige finden Venen in ihren Zehen, wenn die Venen in ihren Armen und Beinen versagen. Die Förderung von Teersand und Kohleschiefer ist dasselbe. Hier sind nur einige Investitionen, von denen ich persönlich glaube, dass sie sinnvoll sind. Ich besitze einen Anteil an diesen, also schließe ich jegliche Haftung aus. Erdwärme, gebündelte Solarenergie, hochentwickelte Photovaltaik, Einsparung und Umweltschutz.Sie haben dieses Dia zuvor gesehen, aber es gibt eine Veränderung. Die einzigen beiden Länder, die dem Vertrag nicht zustimmten - und jetzt gibt es nur noch eines. Australien hatte eine Wahl. Und es gab eine Kampagne in Australien, an der Fernseh-, Internet- und Radiowerbung beteiligt waren, um den Sinn der Menschen dort für die Dringlichkeit zu bestärken. Und wir bildeten 250 Leute aus, um Diavorträge in jeder Stadt, jedem Dorf und jeder Großstadt in Australien zu halten. Viele andere Dinge trugen dazu bei, aber der neue Premierminister gab bekannt, dass seine erste Priorität die Änderung der Position Australiens gegenüber Kyoto sei und so war es. Unter anderem wurde ihnen die Lage aufgrund einer schrecklichen Trockenheit, die sie hatten, bewusst. Das ist Lake Lanier. Meine Freundin Heidi Cullins sagte, wenn wir Trockenheiten Namen geben würden, so wie wir Wirbelstürmen Namen geben, würden wir die im Südosten jetzt Katrina nennen und wir würden sagen, sie bewegt sich in Richtung Atlanta. Wir können nicht auf die Trockenheit warten, die Australien hatte, um unsere politische Kultur zu verändern. Hier sind noch mehr gute Neuigkeiten. Die Städte, die Kyoto in den USA unterstützen sind 780 und ich dachte, ich sah eine dort vorbeigehen, nur um dies örtlich festzulegen. Das sind gute Neuigkeiten.Zum Abschluss, wir hörten vor einigen Tagen von dem Wert, das individuelle Heldentum so alltäglich zu machen, dass es banal oder zur Routine wird. Was wir brauchen, ist eine neue Generation von Helden. Besonders jene von uns, die heute in den Vereinigten Staaten von Amerika leben, aber auch der Rest der Welt muss verstehen, dass die Geschichte uns eine Wahl gegeben hat - so wie Jill Bolte Taylor herausfand, wie sie ihr Leben retten konnte, während sie durch die erstaunliche Erfahrung, die sie erlebte, abgelenkt wurde. Wir haben heute eine Kultur der Ablenkung. Aber wir haben einen weltweiten Notstand. Und wir, die Generation, die heute lebt, müssen einen Weg finden, einen Sinn für eine generationsübergreifende Mission. Ich wünschte, ich könnte die Worte finden, dies zu vermitteln. Es gab eine andere Generation von Helden, die die Demokratie auf diesen Planeten brachte. Und wieder eine andere, die die Sklaverei beendete. Und die Frauen das Stimmrecht gab. Wir können es schaffen. Sagen Sie mir nicht, dass wir nicht in der Lage sind, es zu schaffen. Wenn wir nur das Geld hätten, das der Krieg im Irak in einer Woche kostet, könnten wir auf dem Weg sein, diese Herausforderung zu meistern. Wir sind in der Lage, es zu schaffen.Ein letzter Punkt. Ich bin optimistisch, denn ich glaube, wir sind in Momenten größter Herausforderung in der Lage, die Ablenkungen beiseite zu legen und der Herausforderung, die uns die Geschichte stellt, gegenüber zu treten. Manchmal höre ich Leute auf die beunruhigenden Fakten der Klimakrise antworten: "Oh, das ist so schrecklich. Welche Last wir zu tragen haben." Ich würde Sie gerne bitten, dies umzuformulieren. Wie viele Generationen in der ganzen menschlichen Geschichte hatten die Gelegenheit, einer Herausforderung gegenüber zu treten, die unsere größte Anstrengung verdient? Eine Herausforderung, die uns mehr tun lässt, als wir je für möglich gehalten hätten. Ich glaube, wir müssen dieser Hausforderung mit einem tiefen Gefühl von Freude und Dankbarkeit begegnen, dass wir die Generation sind, die in tausend Jahren von Philharmonik-Orchestern und Dichtern und Sängern gefeiert wird, indem sie sagen, das waren diejenigen, die diese Krise aus eigener Kraft bewältigt haben und die Grundlage für eine strahlende und optimistische menschliche Zukunft gelegt haben.Lassen Sie uns dies tun. Vielen Dank.Chris Anderson: So viele Menschen bei TED fühlen einen großen Schmerz, dass im Grunde ein Design-Problem - letztendlich ein Design-Problem auf einem Wahlzettel - dass ein mangelhaftes Design-Problem bedeutete, dass Ihre Stimme in den letzten acht Jahren nicht so auf einem Amt gehört wurde, wo Sie diese Dinge hätten wahr machen können. Das tut weh.Al Gore: Sie haben keine Ahnung. (Gelächter)CA: Wenn Sie betrachten, was die führenden Kandidaten in Ihrer eigenen Partei heute tun, sind Sie von deren Plänen zur globalen Erwärmung begeistert?AG: Die Antwort auf diese Frage ist für mich schwierig, denn einerseits glaube ich, wir sollten wirklich froh über die Tatsache sein, dass der Kandidat der Republikaner, John McCain und die beiden Finalisten für die Kandidatur der Demokraten, alle drei eine sehr verschiedene und fortschrittliche Position zur Klimakrise einnehmen. Alle drei haben Führung gezeigt und alle drei haben einen Ansatz, der sich von dem der gegenwärtigen Regierung unterscheidet. Und ich glaube, dass alle drei bei der Aufstellung von Plänen und Vorschlägen verantwortlich gehandelt haben. Aber der Wahlkampf-Dialog, wie durch die Fragen illustriert, wurde von der League of Conservation Voters zusammengestellt. Übrigens, die Analyse von allen Fragen und die Debatten wurden alle von jemandem mit der orwellianischen Aufschrift "Saubere Kohle" gesponsert. Hat das jemand bemerkt? Jede einzelne Debatte ist von "Saubere Kohle" gesponsert worden. "Jetzt noch geringere Emissionen!"Die Vielfalt und Fülle des Dialogs in unserer Demokratie hat nicht die Grundlage für die mutige Initiative gelegt, die wirklich notwendig ist. Sie sagen das Richtige und wer auch immer gewählt wird, wird vielleicht das Richtige tun, aber ich möchte Ihnen sagen: als ich 1997 von Kyoto mit einem großen Glücksgefühl zurückkam, dass wir dort einen Durchbruch erzielt hatten und dann den Senat der Vereinigten Staaten konfronierte, war nur einer von 100 Senatoren bereit, diesen Vertrag zu bestätigen und ihn zu ratifizieren. Das, was der Kandidat sagt, muss mit dem, was die Leute sagen, übereinstimmen.Diese Herausforderung ist Teil der Struktur unserer ganzen Zivilisation. CO2 ist buchstäblich das Ausatmen unserer Zivilisation. Und nun haben wir diesen Prozess mechanisiert. Dieses Muster zu verändern, erfordert einen Umfang, ein Ausmaß, eine Veränderungsgeschwindigkeit, die über das, was wir in der Vergangenheit getan haben, hinausgeht. Deshalb habe ich zu Anfang gesagt, seien Sie bei Ihren Taten optimistisch, aber seien Sie ein aktiver Staatsbürger. Verlangen Sie - ändern Sie die Glühbirnen, aber ändern Sie auch die Gesetze. Ändern Sie die globalen Verträge. Wir müssen unserer Stimme Gehör verschaffen. Wir müssen eine Lösung für diese Demokratie herbeiführen - wir haben eine Sklerose in unserer Demokratie. Und das müssen wir ändern. Nutzen Sie das Internet. Gehen Sie ins Internet. Schließen Sie sich mit Menschen zusammen. Seien Sie als Staatsbürger sehr aktiv. Bewirken Sie ein Moratorium. Wir dürfen keine neuen Kohlekraftwerke bauen, die CO2 nicht abfangen und lagern können. Das heißt, wir müssen diese erneuerbaren Quellen schnell bauen. Also, niemand spricht in dieser Größenordnung. Aber ich glaube, dass es zwischen heute und November möglich ist. Die Alliance for Climate Protection startet eine nationale Kampagne, Mobilisierung der Basis, Fernsehwerbespots, Internetanzeigen, Radio, Zeitung, mit Partnerschaften von allen, von den Pfadfinderinnen bis zu Jägern und Anglern.Wir brauchen Hilfe. Wir brauchen Hilfe.CA: In Bezug auf Ihr persönliches Engagement, Al, gibt es noch etwas anderes, das Sie gerne tun würden?AG: Ich habe gebetet, dass ich die Antwort auf diese Frage finden könnte. Was kann ich tun? Buckminster Fuller schrieb einmal: "Wenn die Zukunft der menschlichen Zivilisation von mir abhängen würde, was würde ich tun? Wie würde ich mich verhalten?" Es hängt von uns allen ab, aber noch einmal, es geht nicht nur um die Glühbirnen. Die meisten von uns hier sind Amerikaner. Wir haben eine Demokratie. Wir können Dinge ändern, aber wir müssen sie aktiv verändern. Was wir wirklich brauchen, ist ein größeres Bewusstsein. And das ist schwierig zu - das ist schwierig zu schaffen - aber es wird besser. Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort, das einige von Ihnen vielleicht kennen, es lautet: "Wenn ihr schnell gehen möchtet, geht alleine; wenn ihr weit gehen möchtet, geht zusammen." Wir müssen schnell und weit gehen. Also müssen wir unser Bewusstsein verändern. Eine Veränderung in unserem Engagement. Einen neuen Sinn für die Dringlichkeit. Eine neue Wertschätzung des Privilegs, das wir durch die Annahme dieser Herausforderung besitzen.CA: Al Gore, vielen Dank für Ihren Besuch bei TED.AG: Vielen Dank. Vielen herzlichen Dank.
1
In welchem Land befindet sich das Schnee- und Eisdatenzentrum?
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1
Vereinigte Staaten
2
Climate Change
6
6
Al Gore: Neue Gedanken über die KlimakriseIch habe den Diavortrag, den ich hier vor zwei Jahren hielt, ungefähr 2.000 Mal gehalten. Heute Morgen werde ich einen kurzen Diavortrag halten, den ich zum ersten Mal halte, also - ich möchte oder muss die Messlatte nicht höher legen, eigentlich versuche ich, die Messlatte niedriger zu legen. Denn ich habe dies zusammengeschustert, um zu versuchen, der Herausforderung dieser Veranstaltung gerecht zu werden.Und ich wurde durch die hervorragende Präsentation von Karen Armstrong daran erinnert, dass Religion wirklich richtig verstanden nichts mit Glauben, sondern mit Verhalten zu tun hat. Vielleicht kann man dasselbe über Optimismus sagen. Wie können wir es wagen, optimistisch zu sein? Optimismus wird manchmal als Glaube, als intellektuelle Einstellung charakterisiert. Wie der berühmte Ausspruch von Mahatma Gandhi sagt: "Sei du selbst die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst." Und das Ergebnis, über das wir optimistisch sein möchten, kann nicht allein durch Glauben geschaffen werden, es sei denn, der Glaube verhilft zu neuen Verhaltensweisen. Aber das Wort "Verhaltensweise" wird, glaube ich, manchmal in diesem Zusammenhang missverstanden. Ich bin ein großer Befürworter des Wechselns von Glühbirnen und des Kaufs von Hybridautos und Tipper und ich haben 33 Solarzellenplatten an unserem Haus angebracht und geothermische Gruben gegraben und noch vieles mehr. Aber so wichtig es auch ist die Glühbirnen zu wechseln, die Änderung der Gesetze ist wichtiger. Und wenn wir unser Verhalten im täglichen Leben ändern, vergessen wir manchmal, dass wir Staatsbürger sind und in einer Demokratie leben. Um in dieser Sache optimistisch sein zu können, müssen wir als Staatsbürger in unserer Demokratie unglaublich aktiv werden. Um die Krise der Klimaveränderung zu bewältigen, müssen wir die Krise in der Demokratie bewältigen. Und wir haben eine.Ich wollte diese Geschichte seit Langem erzählen. Ich wurde neulich von einer Frau daran erinnert, die an dem Tisch, an dem ich saß, vorbeiging und mich nur anstarrte während sie vorbeiging. Sie war um die 70 und hatte ein freundliches Gesicht. Ich dachte mir nichts dabei, bis ich durch meinen Augenwinkel sah, dass sie aus der Gegenrichtung kam, und mich wieder anstarrte. Also fragte ich sie: "Wie geht's?" Und sie sagte: "Also wissen Sie, wenn Sie Ihr Haar schwarz färben würden, sähen Sie genau wie Al Gore aus." (Gelächter)Vor vielen Jahren, als ich ein junger Kongressabgeordneter war, verbrachte ich sehr viel Zeit mit der Herausforderung der Kontrolle von nuklearen Waffen - dem nuklearen Wettrüsten. Und die Militärhistoriker haben mich bei dieser Beschäftigung darüber belehrt, dass militärische Konflikte normalerweise in drei Kategorien eingeteilt werden können: örtliche Kämpfe, regionale oder Kriegsschauplätze und die seltenen, aber um so wichtigeren globalen Weltkriege. Strategische Konflikte. Und jede Konfliktsebene benötigt eine andere Verteilung der Ressourcen, einen verschiedenen Ansatz, ein anderes Organisationsmodell. Die Herausforderungen des Umweltschutzes fallen in dieselben drei Kategorien und zumeist denken wir an lokale Umweltprobleme: Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Giftmülllagerungen. Aber es gibt auch regionale Umweltprobleme wie saurer Regen vom mittleren Westen bis zum Nordosten und von Westeuropa bis zur Arktis und vom mittleren Westen aus dem Mississippi bis in die Todeszone des Golfs von Mexiko. Und davon gibt es viele. Aber die Klimabedrohung ist der seltene, aber um so wichtigere globale oder strategische Konflikt. Alles ist davon betroffen. Und wir müssen unsere Reaktion darauf entsprechend organisieren. Wir brauchen eine weltweite, globale Mobilisierung für erneuerbare Energien, Umweltschutz, Effizienz und einen weltweiten Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft. Wir müssen uns an die Arbeit machen. Und wir können Ressourcen und den politischen Willen mobilisieren. Aber der politische Wille muss mobilisiert werden, um die Ressourcen mobilisieren zu können.Lassen Sie mich Ihnen diese Dias zeigen. Ich möchte mit dem Logo anfangen. Was hier natürlich fehlt, ist die Eisschicht des Nordpols. Grönland bleibt übrig. Vor 28 Jahren sah die polare Eisschicht, die Nordpol-Eisschicht, am Ende des Sommers zum Herbstbeginn so aus. Im letzten Herbst besuchte ich das Schnee- und Eisdatenzentrum in Boulder, Colorado und sprach mit Forschern hier in Monterey im Naval Postgraduate Laboratory. Das geschah in den vergangenen 28 Jahren. Um es in Perspektive zu setzen, 2005 war der vorhergehende Bericht. Das hat sich im letzten Herbst ereignet und es hat die Forscher wirklich aus der Fassung gebracht. Die Nordpol-Eisschicht hat, geographisch gesehen, dieselbe Größe. Es sieht zwar nicht so aus, aber es hat genau dieselbe Größe wie die Vereinigten Staaten, abzüglich eines Gebiets, das ungefähr gleich groß wie der Bundesstaat Arizona ist. Das Gebiet, das im Jahr 2005 verschwunden ist, war so groß wie das ganze Land östlich des Mississippis. Das Gebiet, das im letzten Herbst verschwunden ist, war so groß. Es wird im Winter zurückkehren, aber nicht als permanentes Eis, sondern als dünnes Eis. Ungeschützt. Das verbleibende Gebiet könnte im Sommer in nur fünf Jahren vollständig verschwunden sein. Das übt einen großen Druck auf Grönland aus. Schon jetzt rund um den arktischen Kreis - dies ist ein bekanntes Dorf in Alaska. Das ist eine Stadt in Neufundland. Antarktis. Die neusten Studien der NASA. Der Umfang einer mäßig bis schweren Schneeschmelze eines Gebiets, das so groß wie Kalifornien ist."Es waren die besten Zeiten, es waren die schlimmsten Zeiten": der wohl bekannteste Anfangssatz in der englischen Literatur. Ich möchte kurz eine "Geschichte von zwei Planeten" erzählen. Die Erde und Venus haben genau dieselbe Größe. Der Durchmesser der Erde ist ungefähr 400 Kilometer länger, aber im Wesentlichen haben sie dieselbe Größe. Sie haben genau dieselbe Menge an Kohlenstoff. Aber der Unterschied ist, dass der größte Teil des Kohlenstoffs der Erde über Zeiten hinweg aus der Atmosphäre ausgelaugt wurde und sich im Boden als Kohle, Öl und Naturgas usw. abgelagert hat. Auf Venus ist der größte Teil in der Atmosphäre. Der Unterschied ist, dass unsere Temperatur durchschnittlich 15 Grad beträgt. Auf der Venus sind es 460. Dies ist wichtig für unsere derzeitige Strategie, so viel Kohlenstoff wie möglich, so schnell wie möglich aus der Erde zu fördern und in die Atmosphäre abzugeben. Nicht weil sich Venus etwas näher zur Sonne befindet. Sie ist dreimal wärmer als Merkur, der sich direkt neben der Sonne befindet. Kurz zusammengefasst, hier ist ein Bild, das sie als eines der alten Bilder kennen, aber ich zeige es Ihnen, da ich Sie kurz über CSI: Climate informieren möchte.Die globale Wissenschaftswelt sagt, dass die von Menschen verursachte Umweltverschmutzung der globalen Erwärmung, die in die Atmosphäre abgegeben wird, diese verdickt und mehr des abgehenden Infrarots abfängt. Sie alle wissen dies. Bei der letzten Zusammenfassung des IPCC wollten die Wissenschaftler auf die Frage "Wie sicher ist das?" mit "99 Prozent" antworten. Die Chinesen widersprachen und somit lautete der Kompromiss "mehr als 90 Prozent." Nun sagen die Skeptiker: "Aber warten Sie mal, dabei könnte es sich um Variationen in der Energie, die von der Sonne stammt, handeln." Wenn das stimmen würde, würde die Stratosphäre genauso wie die untere Atmosphäre erhitzt werden, wenn mehr dazu kommt. Wenn auf dem Weg nach draußen mehr abgefangen wird, müsste es hier wärmer und dort kälter sein. Hier ist die untere Atmosphäre. Hier ist die Stratosphäre: kälter. CSI: Climate.Nun, dies sind die guten Neuigkeiten. 68 Prozent der Amerikaner glauben heute, dass die menschliche Aktivität für die globale Erwärmung veranwortlich ist. 69 Prozent glauben, dass sich die Erde auf drastische Weise erwärmt. Es hat einen Fortschritt gegeben, aber entscheidend ist: wenn man eine Liste mit den zu konfrontierenden Herausforderungen austellt, befindet sich globale Erwärmung noch immer ziemlich weit unten. Was fehlt, ist der Sinn für die Dringlichkeit. Wenn Sie mit der faktischen Analyse übereinstimmen, aber keinen Sinn für die Dringlichkeit verspüren, an welcher Stelle bleiben Sie dann? Also, die Alliance for Climate Protection, die ich in Verbindung mit CurrentTV leite, hat einen kostenlosen weltweiten Wettbewerb für Werbesendungen darüber, wie das zu vermitteln ist, durchgeführt. Das ist der Gewinner.NBC - ich zeige hier alle Fernsehsender - die Topjournalisten von NBC stellten den Präsidentschaftskandidaten 2007 956 Fragen: zwei davon waren über die Klimabedrohung. ABC: 844 Fragen, zwei davon über die Klimabedrohung. Fox: zwei. CNN: zwei. CBS: null. Vom Lachen zum Weinen. Dies ist eine der älteren Zigarettenwerbungen. Dies ist, was wir tun. Das ist der Benzinverbrauch in all diesen Ländern. Und wir. Aber es sind nicht nur die Industrieländer. Die Entwicklungsländer folgen uns und beschleunigen ihr Tempo. Und tatsächlich sind ihre kumulativen Emissionen in diesem Jahr genau so hoch wie unsere im Jahr 1965. Und sie holen sehr dramatisch auf. Die Gesamtkonzentration bis 2025 wird im Wesentlichen dort sein, wo wir im Jahr 1985 waren. Selbst wenn wir die wohlhabenden Länder ganz aus dem Bild streichen würden, hätten wir trotzdem diese Krise. Aber wir haben den Entwicklungsländern die Technologien und die Denkweisen gegeben, die die Krise erzeugen. Das ist in Bolivien. Über dreißig Jahre.Dies ist die Hauptfischfangzeit in einigen Sekunden. Die 60er Jahre. 70er. 80er. 90er. Wir müssen dies stoppen. Und das Gute ist, es ist möglich. Wir haben die Technologien. Wir müssen eine gemeinsame Sichtweise darüber haben, wie wir dies angehen können: der Kampf gegen die Armut in der Welt und die Herausforderung der Verringerung der Emissionen in den Industrieländern haben alle eine einzige, sehr einfache Lösung.Die Leute fragen: "Was ist die Lösung?" Hier ist sie. Verlangen Sie einen Preis für Kohlenstoff. Wir brauchen eine CO2-Steuer, einkommensunabhängig, um die Arbeitnehmerbesteuerung zu ersetzen, die von Bismark erfunden wurde und seit dem 19. Jahrhundert hat sich einiges verändert. In den armen Ländern müssen wir die Antworten auf die Armut in die Lösungen für die Klimabedrohung integrieren. Pläne, die Armut in Uganda zu bekämpfen, sind unbedeutend, wenn wir die Klimakrise nicht bewältigen.Aber die Antworten können in armen Ländern einen großen Unterschied machen. Dies ist ein Vorschlag über den in Europa viel diskutiert wurde. Das war aus der Zeitschrift Nature. Dies sind aufbereitete solare Anlagen mit erneuerbaren Energien, die in einem sogenannten Supergitter verknüpft werden, um die gesamte Elektrizität, größtenteils aus den Entwicklungsländern, nach Europa zu liefern. Das ist keine unrealistische Hoffnung. Dies kann erreicht werden.Wir müssen es für unsere eigene Wirtschaft erreichen. Die neusten Zahlen zeigen, dass das alte Modell nicht funktioniert. Es gibt viele großartige Investitionen, die Sie machen können. Wenn Sie in Teersand oder Schieferöl investieren, haben Sie ein Portfolio, das mit suboptimalem Vermögen aus Kohlenstoff vollgestopft ist. Und dies beruht auf einem alten Modell. Drogenabhängige finden Venen in ihren Zehen, wenn die Venen in ihren Armen und Beinen versagen. Die Förderung von Teersand und Kohleschiefer ist dasselbe. Hier sind nur einige Investitionen, von denen ich persönlich glaube, dass sie sinnvoll sind. Ich besitze einen Anteil an diesen, also schließe ich jegliche Haftung aus. Erdwärme, gebündelte Solarenergie, hochentwickelte Photovaltaik, Einsparung und Umweltschutz.Sie haben dieses Dia zuvor gesehen, aber es gibt eine Veränderung. Die einzigen beiden Länder, die dem Vertrag nicht zustimmten - und jetzt gibt es nur noch eines. Australien hatte eine Wahl. Und es gab eine Kampagne in Australien, an der Fernseh-, Internet- und Radiowerbung beteiligt waren, um den Sinn der Menschen dort für die Dringlichkeit zu bestärken. Und wir bildeten 250 Leute aus, um Diavorträge in jeder Stadt, jedem Dorf und jeder Großstadt in Australien zu halten. Viele andere Dinge trugen dazu bei, aber der neue Premierminister gab bekannt, dass seine erste Priorität die Änderung der Position Australiens gegenüber Kyoto sei und so war es. Unter anderem wurde ihnen die Lage aufgrund einer schrecklichen Trockenheit, die sie hatten, bewusst. Das ist Lake Lanier. Meine Freundin Heidi Cullins sagte, wenn wir Trockenheiten Namen geben würden, so wie wir Wirbelstürmen Namen geben, würden wir die im Südosten jetzt Katrina nennen und wir würden sagen, sie bewegt sich in Richtung Atlanta. Wir können nicht auf die Trockenheit warten, die Australien hatte, um unsere politische Kultur zu verändern. Hier sind noch mehr gute Neuigkeiten. Die Städte, die Kyoto in den USA unterstützen sind 780 und ich dachte, ich sah eine dort vorbeigehen, nur um dies örtlich festzulegen. Das sind gute Neuigkeiten.Zum Abschluss, wir hörten vor einigen Tagen von dem Wert, das individuelle Heldentum so alltäglich zu machen, dass es banal oder zur Routine wird. Was wir brauchen, ist eine neue Generation von Helden. Besonders jene von uns, die heute in den Vereinigten Staaten von Amerika leben, aber auch der Rest der Welt muss verstehen, dass die Geschichte uns eine Wahl gegeben hat - so wie Jill Bolte Taylor herausfand, wie sie ihr Leben retten konnte, während sie durch die erstaunliche Erfahrung, die sie erlebte, abgelenkt wurde. Wir haben heute eine Kultur der Ablenkung. Aber wir haben einen weltweiten Notstand. Und wir, die Generation, die heute lebt, müssen einen Weg finden, einen Sinn für eine generationsübergreifende Mission. Ich wünschte, ich könnte die Worte finden, dies zu vermitteln. Es gab eine andere Generation von Helden, die die Demokratie auf diesen Planeten brachte. Und wieder eine andere, die die Sklaverei beendete. Und die Frauen das Stimmrecht gab. Wir können es schaffen. Sagen Sie mir nicht, dass wir nicht in der Lage sind, es zu schaffen. Wenn wir nur das Geld hätten, das der Krieg im Irak in einer Woche kostet, könnten wir auf dem Weg sein, diese Herausforderung zu meistern. Wir sind in der Lage, es zu schaffen.Ein letzter Punkt. Ich bin optimistisch, denn ich glaube, wir sind in Momenten größter Herausforderung in der Lage, die Ablenkungen beiseite zu legen und der Herausforderung, die uns die Geschichte stellt, gegenüber zu treten. Manchmal höre ich Leute auf die beunruhigenden Fakten der Klimakrise antworten: "Oh, das ist so schrecklich. Welche Last wir zu tragen haben." Ich würde Sie gerne bitten, dies umzuformulieren. Wie viele Generationen in der ganzen menschlichen Geschichte hatten die Gelegenheit, einer Herausforderung gegenüber zu treten, die unsere größte Anstrengung verdient? Eine Herausforderung, die uns mehr tun lässt, als wir je für möglich gehalten hätten. 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(Gelächter)CA: Wenn Sie betrachten, was die führenden Kandidaten in Ihrer eigenen Partei heute tun, sind Sie von deren Plänen zur globalen Erwärmung begeistert?AG: Die Antwort auf diese Frage ist für mich schwierig, denn einerseits glaube ich, wir sollten wirklich froh über die Tatsache sein, dass der Kandidat der Republikaner, John McCain und die beiden Finalisten für die Kandidatur der Demokraten, alle drei eine sehr verschiedene und fortschrittliche Position zur Klimakrise einnehmen. Alle drei haben Führung gezeigt und alle drei haben einen Ansatz, der sich von dem der gegenwärtigen Regierung unterscheidet. Und ich glaube, dass alle drei bei der Aufstellung von Plänen und Vorschlägen verantwortlich gehandelt haben. Aber der Wahlkampf-Dialog, wie durch die Fragen illustriert, wurde von der League of Conservation Voters zusammengestellt. Übrigens, die Analyse von allen Fragen und die Debatten wurden alle von jemandem mit der orwellianischen Aufschrift "Saubere Kohle" gesponsert. Hat das jemand bemerkt? Jede einzelne Debatte ist von "Saubere Kohle" gesponsert worden. "Jetzt noch geringere Emissionen!"Die Vielfalt und Fülle des Dialogs in unserer Demokratie hat nicht die Grundlage für die mutige Initiative gelegt, die wirklich notwendig ist. Sie sagen das Richtige und wer auch immer gewählt wird, wird vielleicht das Richtige tun, aber ich möchte Ihnen sagen: als ich 1997 von Kyoto mit einem großen Glücksgefühl zurückkam, dass wir dort einen Durchbruch erzielt hatten und dann den Senat der Vereinigten Staaten konfronierte, war nur einer von 100 Senatoren bereit, diesen Vertrag zu bestätigen und ihn zu ratifizieren. Das, was der Kandidat sagt, muss mit dem, was die Leute sagen, übereinstimmen.Diese Herausforderung ist Teil der Struktur unserer ganzen Zivilisation. CO2 ist buchstäblich das Ausatmen unserer Zivilisation. Und nun haben wir diesen Prozess mechanisiert. Dieses Muster zu verändern, erfordert einen Umfang, ein Ausmaß, eine Veränderungsgeschwindigkeit, die über das, was wir in der Vergangenheit getan haben, hinausgeht. Deshalb habe ich zu Anfang gesagt, seien Sie bei Ihren Taten optimistisch, aber seien Sie ein aktiver Staatsbürger. Verlangen Sie - ändern Sie die Glühbirnen, aber ändern Sie auch die Gesetze. Ändern Sie die globalen Verträge. Wir müssen unserer Stimme Gehör verschaffen. Wir müssen eine Lösung für diese Demokratie herbeiführen - wir haben eine Sklerose in unserer Demokratie. Und das müssen wir ändern. Nutzen Sie das Internet. Gehen Sie ins Internet. Schließen Sie sich mit Menschen zusammen. Seien Sie als Staatsbürger sehr aktiv. Bewirken Sie ein Moratorium. Wir dürfen keine neuen Kohlekraftwerke bauen, die CO2 nicht abfangen und lagern können. Das heißt, wir müssen diese erneuerbaren Quellen schnell bauen. Also, niemand spricht in dieser Größenordnung. Aber ich glaube, dass es zwischen heute und November möglich ist. Die Alliance for Climate Protection startet eine nationale Kampagne, Mobilisierung der Basis, Fernsehwerbespots, Internetanzeigen, Radio, Zeitung, mit Partnerschaften von allen, von den Pfadfinderinnen bis zu Jägern und Anglern.Wir brauchen Hilfe. Wir brauchen Hilfe.CA: In Bezug auf Ihr persönliches Engagement, Al, gibt es noch etwas anderes, das Sie gerne tun würden?AG: Ich habe gebetet, dass ich die Antwort auf diese Frage finden könnte. Was kann ich tun? Buckminster Fuller schrieb einmal: "Wenn die Zukunft der menschlichen Zivilisation von mir abhängen würde, was würde ich tun? Wie würde ich mich verhalten?" Es hängt von uns allen ab, aber noch einmal, es geht nicht nur um die Glühbirnen. Die meisten von uns hier sind Amerikaner. Wir haben eine Demokratie. Wir können Dinge ändern, aber wir müssen sie aktiv verändern. Was wir wirklich brauchen, ist ein größeres Bewusstsein. And das ist schwierig zu - das ist schwierig zu schaffen - aber es wird besser. Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort, das einige von Ihnen vielleicht kennen, es lautet: "Wenn ihr schnell gehen möchtet, geht alleine; wenn ihr weit gehen möchtet, geht zusammen." Wir müssen schnell und weit gehen. Also müssen wir unser Bewusstsein verändern. Eine Veränderung in unserem Engagement. Einen neuen Sinn für die Dringlichkeit. Eine neue Wertschätzung des Privilegs, das wir durch die Annahme dieser Herausforderung besitzen.CA: Al Gore, vielen Dank für Ihren Besuch bei TED.AG: Vielen Dank. Vielen herzlichen Dank.
2
Welcher Planet in unserem Sonnensystem hat eine ähnliche Größe wie unser Planet?
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2
Venus
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Climate Change
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Al Gore: Neue Gedanken über die KlimakriseIch habe den Diavortrag, den ich hier vor zwei Jahren hielt, ungefähr 2.000 Mal gehalten. Heute Morgen werde ich einen kurzen Diavortrag halten, den ich zum ersten Mal halte, also - ich möchte oder muss die Messlatte nicht höher legen, eigentlich versuche ich, die Messlatte niedriger zu legen. Denn ich habe dies zusammengeschustert, um zu versuchen, der Herausforderung dieser Veranstaltung gerecht zu werden.Und ich wurde durch die hervorragende Präsentation von Karen Armstrong daran erinnert, dass Religion wirklich richtig verstanden nichts mit Glauben, sondern mit Verhalten zu tun hat. Vielleicht kann man dasselbe über Optimismus sagen. Wie können wir es wagen, optimistisch zu sein? Optimismus wird manchmal als Glaube, als intellektuelle Einstellung charakterisiert. Wie der berühmte Ausspruch von Mahatma Gandhi sagt: "Sei du selbst die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst." Und das Ergebnis, über das wir optimistisch sein möchten, kann nicht allein durch Glauben geschaffen werden, es sei denn, der Glaube verhilft zu neuen Verhaltensweisen. Aber das Wort "Verhaltensweise" wird, glaube ich, manchmal in diesem Zusammenhang missverstanden. Ich bin ein großer Befürworter des Wechselns von Glühbirnen und des Kaufs von Hybridautos und Tipper und ich haben 33 Solarzellenplatten an unserem Haus angebracht und geothermische Gruben gegraben und noch vieles mehr. Aber so wichtig es auch ist die Glühbirnen zu wechseln, die Änderung der Gesetze ist wichtiger. Und wenn wir unser Verhalten im täglichen Leben ändern, vergessen wir manchmal, dass wir Staatsbürger sind und in einer Demokratie leben. Um in dieser Sache optimistisch sein zu können, müssen wir als Staatsbürger in unserer Demokratie unglaublich aktiv werden. Um die Krise der Klimaveränderung zu bewältigen, müssen wir die Krise in der Demokratie bewältigen. Und wir haben eine.Ich wollte diese Geschichte seit Langem erzählen. Ich wurde neulich von einer Frau daran erinnert, die an dem Tisch, an dem ich saß, vorbeiging und mich nur anstarrte während sie vorbeiging. Sie war um die 70 und hatte ein freundliches Gesicht. Ich dachte mir nichts dabei, bis ich durch meinen Augenwinkel sah, dass sie aus der Gegenrichtung kam, und mich wieder anstarrte. Also fragte ich sie: "Wie geht's?" Und sie sagte: "Also wissen Sie, wenn Sie Ihr Haar schwarz färben würden, sähen Sie genau wie Al Gore aus." (Gelächter)Vor vielen Jahren, als ich ein junger Kongressabgeordneter war, verbrachte ich sehr viel Zeit mit der Herausforderung der Kontrolle von nuklearen Waffen - dem nuklearen Wettrüsten. Und die Militärhistoriker haben mich bei dieser Beschäftigung darüber belehrt, dass militärische Konflikte normalerweise in drei Kategorien eingeteilt werden können: örtliche Kämpfe, regionale oder Kriegsschauplätze und die seltenen, aber um so wichtigeren globalen Weltkriege. Strategische Konflikte. Und jede Konfliktsebene benötigt eine andere Verteilung der Ressourcen, einen verschiedenen Ansatz, ein anderes Organisationsmodell. Die Herausforderungen des Umweltschutzes fallen in dieselben drei Kategorien und zumeist denken wir an lokale Umweltprobleme: Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Giftmülllagerungen. Aber es gibt auch regionale Umweltprobleme wie saurer Regen vom mittleren Westen bis zum Nordosten und von Westeuropa bis zur Arktis und vom mittleren Westen aus dem Mississippi bis in die Todeszone des Golfs von Mexiko. Und davon gibt es viele. Aber die Klimabedrohung ist der seltene, aber um so wichtigere globale oder strategische Konflikt. Alles ist davon betroffen. Und wir müssen unsere Reaktion darauf entsprechend organisieren. Wir brauchen eine weltweite, globale Mobilisierung für erneuerbare Energien, Umweltschutz, Effizienz und einen weltweiten Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft. Wir müssen uns an die Arbeit machen. Und wir können Ressourcen und den politischen Willen mobilisieren. Aber der politische Wille muss mobilisiert werden, um die Ressourcen mobilisieren zu können.Lassen Sie mich Ihnen diese Dias zeigen. Ich möchte mit dem Logo anfangen. Was hier natürlich fehlt, ist die Eisschicht des Nordpols. Grönland bleibt übrig. Vor 28 Jahren sah die polare Eisschicht, die Nordpol-Eisschicht, am Ende des Sommers zum Herbstbeginn so aus. Im letzten Herbst besuchte ich das Schnee- und Eisdatenzentrum in Boulder, Colorado und sprach mit Forschern hier in Monterey im Naval Postgraduate Laboratory. Das geschah in den vergangenen 28 Jahren. Um es in Perspektive zu setzen, 2005 war der vorhergehende Bericht. Das hat sich im letzten Herbst ereignet und es hat die Forscher wirklich aus der Fassung gebracht. Die Nordpol-Eisschicht hat, geographisch gesehen, dieselbe Größe. Es sieht zwar nicht so aus, aber es hat genau dieselbe Größe wie die Vereinigten Staaten, abzüglich eines Gebiets, das ungefähr gleich groß wie der Bundesstaat Arizona ist. Das Gebiet, das im Jahr 2005 verschwunden ist, war so groß wie das ganze Land östlich des Mississippis. Das Gebiet, das im letzten Herbst verschwunden ist, war so groß. Es wird im Winter zurückkehren, aber nicht als permanentes Eis, sondern als dünnes Eis. Ungeschützt. Das verbleibende Gebiet könnte im Sommer in nur fünf Jahren vollständig verschwunden sein. Das übt einen großen Druck auf Grönland aus. Schon jetzt rund um den arktischen Kreis - dies ist ein bekanntes Dorf in Alaska. Das ist eine Stadt in Neufundland. Antarktis. Die neusten Studien der NASA. Der Umfang einer mäßig bis schweren Schneeschmelze eines Gebiets, das so groß wie Kalifornien ist."Es waren die besten Zeiten, es waren die schlimmsten Zeiten": der wohl bekannteste Anfangssatz in der englischen Literatur. Ich möchte kurz eine "Geschichte von zwei Planeten" erzählen. Die Erde und Venus haben genau dieselbe Größe. Der Durchmesser der Erde ist ungefähr 400 Kilometer länger, aber im Wesentlichen haben sie dieselbe Größe. Sie haben genau dieselbe Menge an Kohlenstoff. Aber der Unterschied ist, dass der größte Teil des Kohlenstoffs der Erde über Zeiten hinweg aus der Atmosphäre ausgelaugt wurde und sich im Boden als Kohle, Öl und Naturgas usw. abgelagert hat. Auf Venus ist der größte Teil in der Atmosphäre. Der Unterschied ist, dass unsere Temperatur durchschnittlich 15 Grad beträgt. Auf der Venus sind es 460. Dies ist wichtig für unsere derzeitige Strategie, so viel Kohlenstoff wie möglich, so schnell wie möglich aus der Erde zu fördern und in die Atmosphäre abzugeben. Nicht weil sich Venus etwas näher zur Sonne befindet. Sie ist dreimal wärmer als Merkur, der sich direkt neben der Sonne befindet. Kurz zusammengefasst, hier ist ein Bild, das sie als eines der alten Bilder kennen, aber ich zeige es Ihnen, da ich Sie kurz über CSI: Climate informieren möchte.Die globale Wissenschaftswelt sagt, dass die von Menschen verursachte Umweltverschmutzung der globalen Erwärmung, die in die Atmosphäre abgegeben wird, diese verdickt und mehr des abgehenden Infrarots abfängt. Sie alle wissen dies. Bei der letzten Zusammenfassung des IPCC wollten die Wissenschaftler auf die Frage "Wie sicher ist das?" mit "99 Prozent" antworten. Die Chinesen widersprachen und somit lautete der Kompromiss "mehr als 90 Prozent." Nun sagen die Skeptiker: "Aber warten Sie mal, dabei könnte es sich um Variationen in der Energie, die von der Sonne stammt, handeln." Wenn das stimmen würde, würde die Stratosphäre genauso wie die untere Atmosphäre erhitzt werden, wenn mehr dazu kommt. Wenn auf dem Weg nach draußen mehr abgefangen wird, müsste es hier wärmer und dort kälter sein. Hier ist die untere Atmosphäre. Hier ist die Stratosphäre: kälter. CSI: Climate.Nun, dies sind die guten Neuigkeiten. 68 Prozent der Amerikaner glauben heute, dass die menschliche Aktivität für die globale Erwärmung veranwortlich ist. 69 Prozent glauben, dass sich die Erde auf drastische Weise erwärmt. Es hat einen Fortschritt gegeben, aber entscheidend ist: wenn man eine Liste mit den zu konfrontierenden Herausforderungen austellt, befindet sich globale Erwärmung noch immer ziemlich weit unten. Was fehlt, ist der Sinn für die Dringlichkeit. Wenn Sie mit der faktischen Analyse übereinstimmen, aber keinen Sinn für die Dringlichkeit verspüren, an welcher Stelle bleiben Sie dann? Also, die Alliance for Climate Protection, die ich in Verbindung mit CurrentTV leite, hat einen kostenlosen weltweiten Wettbewerb für Werbesendungen darüber, wie das zu vermitteln ist, durchgeführt. Das ist der Gewinner.NBC - ich zeige hier alle Fernsehsender - die Topjournalisten von NBC stellten den Präsidentschaftskandidaten 2007 956 Fragen: zwei davon waren über die Klimabedrohung. ABC: 844 Fragen, zwei davon über die Klimabedrohung. Fox: zwei. CNN: zwei. CBS: null. Vom Lachen zum Weinen. Dies ist eine der älteren Zigarettenwerbungen. Dies ist, was wir tun. Das ist der Benzinverbrauch in all diesen Ländern. Und wir. Aber es sind nicht nur die Industrieländer. Die Entwicklungsländer folgen uns und beschleunigen ihr Tempo. Und tatsächlich sind ihre kumulativen Emissionen in diesem Jahr genau so hoch wie unsere im Jahr 1965. Und sie holen sehr dramatisch auf. Die Gesamtkonzentration bis 2025 wird im Wesentlichen dort sein, wo wir im Jahr 1985 waren. Selbst wenn wir die wohlhabenden Länder ganz aus dem Bild streichen würden, hätten wir trotzdem diese Krise. Aber wir haben den Entwicklungsländern die Technologien und die Denkweisen gegeben, die die Krise erzeugen. Das ist in Bolivien. Über dreißig Jahre.Dies ist die Hauptfischfangzeit in einigen Sekunden. Die 60er Jahre. 70er. 80er. 90er. Wir müssen dies stoppen. Und das Gute ist, es ist möglich. Wir haben die Technologien. Wir müssen eine gemeinsame Sichtweise darüber haben, wie wir dies angehen können: der Kampf gegen die Armut in der Welt und die Herausforderung der Verringerung der Emissionen in den Industrieländern haben alle eine einzige, sehr einfache Lösung.Die Leute fragen: "Was ist die Lösung?" Hier ist sie. Verlangen Sie einen Preis für Kohlenstoff. Wir brauchen eine CO2-Steuer, einkommensunabhängig, um die Arbeitnehmerbesteuerung zu ersetzen, die von Bismark erfunden wurde und seit dem 19. Jahrhundert hat sich einiges verändert. In den armen Ländern müssen wir die Antworten auf die Armut in die Lösungen für die Klimabedrohung integrieren. Pläne, die Armut in Uganda zu bekämpfen, sind unbedeutend, wenn wir die Klimakrise nicht bewältigen.Aber die Antworten können in armen Ländern einen großen Unterschied machen. Dies ist ein Vorschlag über den in Europa viel diskutiert wurde. Das war aus der Zeitschrift Nature. Dies sind aufbereitete solare Anlagen mit erneuerbaren Energien, die in einem sogenannten Supergitter verknüpft werden, um die gesamte Elektrizität, größtenteils aus den Entwicklungsländern, nach Europa zu liefern. Das ist keine unrealistische Hoffnung. Dies kann erreicht werden.Wir müssen es für unsere eigene Wirtschaft erreichen. Die neusten Zahlen zeigen, dass das alte Modell nicht funktioniert. Es gibt viele großartige Investitionen, die Sie machen können. Wenn Sie in Teersand oder Schieferöl investieren, haben Sie ein Portfolio, das mit suboptimalem Vermögen aus Kohlenstoff vollgestopft ist. Und dies beruht auf einem alten Modell. Drogenabhängige finden Venen in ihren Zehen, wenn die Venen in ihren Armen und Beinen versagen. Die Förderung von Teersand und Kohleschiefer ist dasselbe. Hier sind nur einige Investitionen, von denen ich persönlich glaube, dass sie sinnvoll sind. Ich besitze einen Anteil an diesen, also schließe ich jegliche Haftung aus. Erdwärme, gebündelte Solarenergie, hochentwickelte Photovaltaik, Einsparung und Umweltschutz.Sie haben dieses Dia zuvor gesehen, aber es gibt eine Veränderung. Die einzigen beiden Länder, die dem Vertrag nicht zustimmten - und jetzt gibt es nur noch eines. Australien hatte eine Wahl. Und es gab eine Kampagne in Australien, an der Fernseh-, Internet- und Radiowerbung beteiligt waren, um den Sinn der Menschen dort für die Dringlichkeit zu bestärken. Und wir bildeten 250 Leute aus, um Diavorträge in jeder Stadt, jedem Dorf und jeder Großstadt in Australien zu halten. Viele andere Dinge trugen dazu bei, aber der neue Premierminister gab bekannt, dass seine erste Priorität die Änderung der Position Australiens gegenüber Kyoto sei und so war es. Unter anderem wurde ihnen die Lage aufgrund einer schrecklichen Trockenheit, die sie hatten, bewusst. Das ist Lake Lanier. Meine Freundin Heidi Cullins sagte, wenn wir Trockenheiten Namen geben würden, so wie wir Wirbelstürmen Namen geben, würden wir die im Südosten jetzt Katrina nennen und wir würden sagen, sie bewegt sich in Richtung Atlanta. Wir können nicht auf die Trockenheit warten, die Australien hatte, um unsere politische Kultur zu verändern. Hier sind noch mehr gute Neuigkeiten. Die Städte, die Kyoto in den USA unterstützen sind 780 und ich dachte, ich sah eine dort vorbeigehen, nur um dies örtlich festzulegen. Das sind gute Neuigkeiten.Zum Abschluss, wir hörten vor einigen Tagen von dem Wert, das individuelle Heldentum so alltäglich zu machen, dass es banal oder zur Routine wird. Was wir brauchen, ist eine neue Generation von Helden. Besonders jene von uns, die heute in den Vereinigten Staaten von Amerika leben, aber auch der Rest der Welt muss verstehen, dass die Geschichte uns eine Wahl gegeben hat - so wie Jill Bolte Taylor herausfand, wie sie ihr Leben retten konnte, während sie durch die erstaunliche Erfahrung, die sie erlebte, abgelenkt wurde. Wir haben heute eine Kultur der Ablenkung. Aber wir haben einen weltweiten Notstand. Und wir, die Generation, die heute lebt, müssen einen Weg finden, einen Sinn für eine generationsübergreifende Mission. Ich wünschte, ich könnte die Worte finden, dies zu vermitteln. Es gab eine andere Generation von Helden, die die Demokratie auf diesen Planeten brachte. Und wieder eine andere, die die Sklaverei beendete. Und die Frauen das Stimmrecht gab. Wir können es schaffen. Sagen Sie mir nicht, dass wir nicht in der Lage sind, es zu schaffen. Wenn wir nur das Geld hätten, das der Krieg im Irak in einer Woche kostet, könnten wir auf dem Weg sein, diese Herausforderung zu meistern. Wir sind in der Lage, es zu schaffen.Ein letzter Punkt. Ich bin optimistisch, denn ich glaube, wir sind in Momenten größter Herausforderung in der Lage, die Ablenkungen beiseite zu legen und der Herausforderung, die uns die Geschichte stellt, gegenüber zu treten. Manchmal höre ich Leute auf die beunruhigenden Fakten der Klimakrise antworten: "Oh, das ist so schrecklich. Welche Last wir zu tragen haben." Ich würde Sie gerne bitten, dies umzuformulieren. Wie viele Generationen in der ganzen menschlichen Geschichte hatten die Gelegenheit, einer Herausforderung gegenüber zu treten, die unsere größte Anstrengung verdient? Eine Herausforderung, die uns mehr tun lässt, als wir je für möglich gehalten hätten. Ich glaube, wir müssen dieser Hausforderung mit einem tiefen Gefühl von Freude und Dankbarkeit begegnen, dass wir die Generation sind, die in tausend Jahren von Philharmonik-Orchestern und Dichtern und Sängern gefeiert wird, indem sie sagen, das waren diejenigen, die diese Krise aus eigener Kraft bewältigt haben und die Grundlage für eine strahlende und optimistische menschliche Zukunft gelegt haben.Lassen Sie uns dies tun. Vielen Dank.Chris Anderson: So viele Menschen bei TED fühlen einen großen Schmerz, dass im Grunde ein Design-Problem - letztendlich ein Design-Problem auf einem Wahlzettel - dass ein mangelhaftes Design-Problem bedeutete, dass Ihre Stimme in den letzten acht Jahren nicht so auf einem Amt gehört wurde, wo Sie diese Dinge hätten wahr machen können. Das tut weh.Al Gore: Sie haben keine Ahnung. (Gelächter)CA: Wenn Sie betrachten, was die führenden Kandidaten in Ihrer eigenen Partei heute tun, sind Sie von deren Plänen zur globalen Erwärmung begeistert?AG: Die Antwort auf diese Frage ist für mich schwierig, denn einerseits glaube ich, wir sollten wirklich froh über die Tatsache sein, dass der Kandidat der Republikaner, John McCain und die beiden Finalisten für die Kandidatur der Demokraten, alle drei eine sehr verschiedene und fortschrittliche Position zur Klimakrise einnehmen. Alle drei haben Führung gezeigt und alle drei haben einen Ansatz, der sich von dem der gegenwärtigen Regierung unterscheidet. Und ich glaube, dass alle drei bei der Aufstellung von Plänen und Vorschlägen verantwortlich gehandelt haben. Aber der Wahlkampf-Dialog, wie durch die Fragen illustriert, wurde von der League of Conservation Voters zusammengestellt. Übrigens, die Analyse von allen Fragen und die Debatten wurden alle von jemandem mit der orwellianischen Aufschrift "Saubere Kohle" gesponsert. Hat das jemand bemerkt? Jede einzelne Debatte ist von "Saubere Kohle" gesponsert worden. "Jetzt noch geringere Emissionen!"Die Vielfalt und Fülle des Dialogs in unserer Demokratie hat nicht die Grundlage für die mutige Initiative gelegt, die wirklich notwendig ist. Sie sagen das Richtige und wer auch immer gewählt wird, wird vielleicht das Richtige tun, aber ich möchte Ihnen sagen: als ich 1997 von Kyoto mit einem großen Glücksgefühl zurückkam, dass wir dort einen Durchbruch erzielt hatten und dann den Senat der Vereinigten Staaten konfronierte, war nur einer von 100 Senatoren bereit, diesen Vertrag zu bestätigen und ihn zu ratifizieren. Das, was der Kandidat sagt, muss mit dem, was die Leute sagen, übereinstimmen.Diese Herausforderung ist Teil der Struktur unserer ganzen Zivilisation. CO2 ist buchstäblich das Ausatmen unserer Zivilisation. Und nun haben wir diesen Prozess mechanisiert. Dieses Muster zu verändern, erfordert einen Umfang, ein Ausmaß, eine Veränderungsgeschwindigkeit, die über das, was wir in der Vergangenheit getan haben, hinausgeht. Deshalb habe ich zu Anfang gesagt, seien Sie bei Ihren Taten optimistisch, aber seien Sie ein aktiver Staatsbürger. Verlangen Sie - ändern Sie die Glühbirnen, aber ändern Sie auch die Gesetze. Ändern Sie die globalen Verträge. Wir müssen unserer Stimme Gehör verschaffen. Wir müssen eine Lösung für diese Demokratie herbeiführen - wir haben eine Sklerose in unserer Demokratie. Und das müssen wir ändern. Nutzen Sie das Internet. Gehen Sie ins Internet. Schließen Sie sich mit Menschen zusammen. Seien Sie als Staatsbürger sehr aktiv. Bewirken Sie ein Moratorium. Wir dürfen keine neuen Kohlekraftwerke bauen, die CO2 nicht abfangen und lagern können. Das heißt, wir müssen diese erneuerbaren Quellen schnell bauen. Also, niemand spricht in dieser Größenordnung. Aber ich glaube, dass es zwischen heute und November möglich ist. Die Alliance for Climate Protection startet eine nationale Kampagne, Mobilisierung der Basis, Fernsehwerbespots, Internetanzeigen, Radio, Zeitung, mit Partnerschaften von allen, von den Pfadfinderinnen bis zu Jägern und Anglern.Wir brauchen Hilfe. Wir brauchen Hilfe.CA: In Bezug auf Ihr persönliches Engagement, Al, gibt es noch etwas anderes, das Sie gerne tun würden?AG: Ich habe gebetet, dass ich die Antwort auf diese Frage finden könnte. Was kann ich tun? Buckminster Fuller schrieb einmal: "Wenn die Zukunft der menschlichen Zivilisation von mir abhängen würde, was würde ich tun? Wie würde ich mich verhalten?" Es hängt von uns allen ab, aber noch einmal, es geht nicht nur um die Glühbirnen. Die meisten von uns hier sind Amerikaner. Wir haben eine Demokratie. Wir können Dinge ändern, aber wir müssen sie aktiv verändern. Was wir wirklich brauchen, ist ein größeres Bewusstsein. And das ist schwierig zu - das ist schwierig zu schaffen - aber es wird besser. Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort, das einige von Ihnen vielleicht kennen, es lautet: "Wenn ihr schnell gehen möchtet, geht alleine; wenn ihr weit gehen möchtet, geht zusammen." Wir müssen schnell und weit gehen. Also müssen wir unser Bewusstsein verändern. Eine Veränderung in unserem Engagement. Einen neuen Sinn für die Dringlichkeit. Eine neue Wertschätzung des Privilegs, das wir durch die Annahme dieser Herausforderung besitzen.CA: Al Gore, vielen Dank für Ihren Besuch bei TED.AG: Vielen Dank. Vielen herzlichen Dank.
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Welchen Fernsehsender leitet der Vorsitzende der Alliance for Climate Protection?
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CurrentTV
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Climate Change
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Al Gore: Neue Gedanken über die KlimakriseIch habe den Diavortrag, den ich hier vor zwei Jahren hielt, ungefähr 2.000 Mal gehalten. Heute Morgen werde ich einen kurzen Diavortrag halten, den ich zum ersten Mal halte, also - ich möchte oder muss die Messlatte nicht höher legen, eigentlich versuche ich, die Messlatte niedriger zu legen. Denn ich habe dies zusammengeschustert, um zu versuchen, der Herausforderung dieser Veranstaltung gerecht zu werden.Und ich wurde durch die hervorragende Präsentation von Karen Armstrong daran erinnert, dass Religion wirklich richtig verstanden nichts mit Glauben, sondern mit Verhalten zu tun hat. Vielleicht kann man dasselbe über Optimismus sagen. Wie können wir es wagen, optimistisch zu sein? Optimismus wird manchmal als Glaube, als intellektuelle Einstellung charakterisiert. Wie der berühmte Ausspruch von Mahatma Gandhi sagt: "Sei du selbst die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst." Und das Ergebnis, über das wir optimistisch sein möchten, kann nicht allein durch Glauben geschaffen werden, es sei denn, der Glaube verhilft zu neuen Verhaltensweisen. Aber das Wort "Verhaltensweise" wird, glaube ich, manchmal in diesem Zusammenhang missverstanden. Ich bin ein großer Befürworter des Wechselns von Glühbirnen und des Kaufs von Hybridautos und Tipper und ich haben 33 Solarzellenplatten an unserem Haus angebracht und geothermische Gruben gegraben und noch vieles mehr. Aber so wichtig es auch ist die Glühbirnen zu wechseln, die Änderung der Gesetze ist wichtiger. Und wenn wir unser Verhalten im täglichen Leben ändern, vergessen wir manchmal, dass wir Staatsbürger sind und in einer Demokratie leben. Um in dieser Sache optimistisch sein zu können, müssen wir als Staatsbürger in unserer Demokratie unglaublich aktiv werden. Um die Krise der Klimaveränderung zu bewältigen, müssen wir die Krise in der Demokratie bewältigen. Und wir haben eine.Ich wollte diese Geschichte seit Langem erzählen. Ich wurde neulich von einer Frau daran erinnert, die an dem Tisch, an dem ich saß, vorbeiging und mich nur anstarrte während sie vorbeiging. Sie war um die 70 und hatte ein freundliches Gesicht. Ich dachte mir nichts dabei, bis ich durch meinen Augenwinkel sah, dass sie aus der Gegenrichtung kam, und mich wieder anstarrte. Also fragte ich sie: "Wie geht's?" Und sie sagte: "Also wissen Sie, wenn Sie Ihr Haar schwarz färben würden, sähen Sie genau wie Al Gore aus." (Gelächter)Vor vielen Jahren, als ich ein junger Kongressabgeordneter war, verbrachte ich sehr viel Zeit mit der Herausforderung der Kontrolle von nuklearen Waffen - dem nuklearen Wettrüsten. Und die Militärhistoriker haben mich bei dieser Beschäftigung darüber belehrt, dass militärische Konflikte normalerweise in drei Kategorien eingeteilt werden können: örtliche Kämpfe, regionale oder Kriegsschauplätze und die seltenen, aber um so wichtigeren globalen Weltkriege. Strategische Konflikte. Und jede Konfliktsebene benötigt eine andere Verteilung der Ressourcen, einen verschiedenen Ansatz, ein anderes Organisationsmodell. Die Herausforderungen des Umweltschutzes fallen in dieselben drei Kategorien und zumeist denken wir an lokale Umweltprobleme: Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Giftmülllagerungen. Aber es gibt auch regionale Umweltprobleme wie saurer Regen vom mittleren Westen bis zum Nordosten und von Westeuropa bis zur Arktis und vom mittleren Westen aus dem Mississippi bis in die Todeszone des Golfs von Mexiko. Und davon gibt es viele. Aber die Klimabedrohung ist der seltene, aber um so wichtigere globale oder strategische Konflikt. Alles ist davon betroffen. 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Nicht weil sich Venus etwas näher zur Sonne befindet. Sie ist dreimal wärmer als Merkur, der sich direkt neben der Sonne befindet. Kurz zusammengefasst, hier ist ein Bild, das sie als eines der alten Bilder kennen, aber ich zeige es Ihnen, da ich Sie kurz über CSI: Climate informieren möchte.Die globale Wissenschaftswelt sagt, dass die von Menschen verursachte Umweltverschmutzung der globalen Erwärmung, die in die Atmosphäre abgegeben wird, diese verdickt und mehr des abgehenden Infrarots abfängt. Sie alle wissen dies. Bei der letzten Zusammenfassung des IPCC wollten die Wissenschaftler auf die Frage "Wie sicher ist das?" mit "99 Prozent" antworten. Die Chinesen widersprachen und somit lautete der Kompromiss "mehr als 90 Prozent." Nun sagen die Skeptiker: "Aber warten Sie mal, dabei könnte es sich um Variationen in der Energie, die von der Sonne stammt, handeln." Wenn das stimmen würde, würde die Stratosphäre genauso wie die untere Atmosphäre erhitzt werden, wenn mehr dazu kommt. Wenn auf dem Weg nach draußen mehr abgefangen wird, müsste es hier wärmer und dort kälter sein. Hier ist die untere Atmosphäre. Hier ist die Stratosphäre: kälter. CSI: Climate.Nun, dies sind die guten Neuigkeiten. 68 Prozent der Amerikaner glauben heute, dass die menschliche Aktivität für die globale Erwärmung veranwortlich ist. 69 Prozent glauben, dass sich die Erde auf drastische Weise erwärmt. Es hat einen Fortschritt gegeben, aber entscheidend ist: wenn man eine Liste mit den zu konfrontierenden Herausforderungen austellt, befindet sich globale Erwärmung noch immer ziemlich weit unten. Was fehlt, ist der Sinn für die Dringlichkeit. Wenn Sie mit der faktischen Analyse übereinstimmen, aber keinen Sinn für die Dringlichkeit verspüren, an welcher Stelle bleiben Sie dann? Also, die Alliance for Climate Protection, die ich in Verbindung mit CurrentTV leite, hat einen kostenlosen weltweiten Wettbewerb für Werbesendungen darüber, wie das zu vermitteln ist, durchgeführt. Das ist der Gewinner.NBC - ich zeige hier alle Fernsehsender - die Topjournalisten von NBC stellten den Präsidentschaftskandidaten 2007 956 Fragen: zwei davon waren über die Klimabedrohung. ABC: 844 Fragen, zwei davon über die Klimabedrohung. Fox: zwei. CNN: zwei. CBS: null. Vom Lachen zum Weinen. Dies ist eine der älteren Zigarettenwerbungen. Dies ist, was wir tun. Das ist der Benzinverbrauch in all diesen Ländern. Und wir. Aber es sind nicht nur die Industrieländer. Die Entwicklungsländer folgen uns und beschleunigen ihr Tempo. Und tatsächlich sind ihre kumulativen Emissionen in diesem Jahr genau so hoch wie unsere im Jahr 1965. Und sie holen sehr dramatisch auf. Die Gesamtkonzentration bis 2025 wird im Wesentlichen dort sein, wo wir im Jahr 1985 waren. Selbst wenn wir die wohlhabenden Länder ganz aus dem Bild streichen würden, hätten wir trotzdem diese Krise. Aber wir haben den Entwicklungsländern die Technologien und die Denkweisen gegeben, die die Krise erzeugen. Das ist in Bolivien. Über dreißig Jahre.Dies ist die Hauptfischfangzeit in einigen Sekunden. Die 60er Jahre. 70er. 80er. 90er. Wir müssen dies stoppen. Und das Gute ist, es ist möglich. Wir haben die Technologien. Wir müssen eine gemeinsame Sichtweise darüber haben, wie wir dies angehen können: der Kampf gegen die Armut in der Welt und die Herausforderung der Verringerung der Emissionen in den Industrieländern haben alle eine einzige, sehr einfache Lösung.Die Leute fragen: "Was ist die Lösung?" Hier ist sie. Verlangen Sie einen Preis für Kohlenstoff. Wir brauchen eine CO2-Steuer, einkommensunabhängig, um die Arbeitnehmerbesteuerung zu ersetzen, die von Bismark erfunden wurde und seit dem 19. Jahrhundert hat sich einiges verändert. In den armen Ländern müssen wir die Antworten auf die Armut in die Lösungen für die Klimabedrohung integrieren. Pläne, die Armut in Uganda zu bekämpfen, sind unbedeutend, wenn wir die Klimakrise nicht bewältigen.Aber die Antworten können in armen Ländern einen großen Unterschied machen. Dies ist ein Vorschlag über den in Europa viel diskutiert wurde. Das war aus der Zeitschrift Nature. Dies sind aufbereitete solare Anlagen mit erneuerbaren Energien, die in einem sogenannten Supergitter verknüpft werden, um die gesamte Elektrizität, größtenteils aus den Entwicklungsländern, nach Europa zu liefern. Das ist keine unrealistische Hoffnung. Dies kann erreicht werden.Wir müssen es für unsere eigene Wirtschaft erreichen. Die neusten Zahlen zeigen, dass das alte Modell nicht funktioniert. Es gibt viele großartige Investitionen, die Sie machen können. Wenn Sie in Teersand oder Schieferöl investieren, haben Sie ein Portfolio, das mit suboptimalem Vermögen aus Kohlenstoff vollgestopft ist. Und dies beruht auf einem alten Modell. Drogenabhängige finden Venen in ihren Zehen, wenn die Venen in ihren Armen und Beinen versagen. Die Förderung von Teersand und Kohleschiefer ist dasselbe. Hier sind nur einige Investitionen, von denen ich persönlich glaube, dass sie sinnvoll sind. Ich besitze einen Anteil an diesen, also schließe ich jegliche Haftung aus. Erdwärme, gebündelte Solarenergie, hochentwickelte Photovaltaik, Einsparung und Umweltschutz.Sie haben dieses Dia zuvor gesehen, aber es gibt eine Veränderung. Die einzigen beiden Länder, die dem Vertrag nicht zustimmten - und jetzt gibt es nur noch eines. Australien hatte eine Wahl. Und es gab eine Kampagne in Australien, an der Fernseh-, Internet- und Radiowerbung beteiligt waren, um den Sinn der Menschen dort für die Dringlichkeit zu bestärken. Und wir bildeten 250 Leute aus, um Diavorträge in jeder Stadt, jedem Dorf und jeder Großstadt in Australien zu halten. Viele andere Dinge trugen dazu bei, aber der neue Premierminister gab bekannt, dass seine erste Priorität die Änderung der Position Australiens gegenüber Kyoto sei und so war es. Unter anderem wurde ihnen die Lage aufgrund einer schrecklichen Trockenheit, die sie hatten, bewusst. Das ist Lake Lanier. Meine Freundin Heidi Cullins sagte, wenn wir Trockenheiten Namen geben würden, so wie wir Wirbelstürmen Namen geben, würden wir die im Südosten jetzt Katrina nennen und wir würden sagen, sie bewegt sich in Richtung Atlanta. Wir können nicht auf die Trockenheit warten, die Australien hatte, um unsere politische Kultur zu verändern. Hier sind noch mehr gute Neuigkeiten. Die Städte, die Kyoto in den USA unterstützen sind 780 und ich dachte, ich sah eine dort vorbeigehen, nur um dies örtlich festzulegen. Das sind gute Neuigkeiten.Zum Abschluss, wir hörten vor einigen Tagen von dem Wert, das individuelle Heldentum so alltäglich zu machen, dass es banal oder zur Routine wird. Was wir brauchen, ist eine neue Generation von Helden. Besonders jene von uns, die heute in den Vereinigten Staaten von Amerika leben, aber auch der Rest der Welt muss verstehen, dass die Geschichte uns eine Wahl gegeben hat - so wie Jill Bolte Taylor herausfand, wie sie ihr Leben retten konnte, während sie durch die erstaunliche Erfahrung, die sie erlebte, abgelenkt wurde. Wir haben heute eine Kultur der Ablenkung. Aber wir haben einen weltweiten Notstand. Und wir, die Generation, die heute lebt, müssen einen Weg finden, einen Sinn für eine generationsübergreifende Mission. Ich wünschte, ich könnte die Worte finden, dies zu vermitteln. Es gab eine andere Generation von Helden, die die Demokratie auf diesen Planeten brachte. Und wieder eine andere, die die Sklaverei beendete. Und die Frauen das Stimmrecht gab. Wir können es schaffen. Sagen Sie mir nicht, dass wir nicht in der Lage sind, es zu schaffen. Wenn wir nur das Geld hätten, das der Krieg im Irak in einer Woche kostet, könnten wir auf dem Weg sein, diese Herausforderung zu meistern. Wir sind in der Lage, es zu schaffen.Ein letzter Punkt. Ich bin optimistisch, denn ich glaube, wir sind in Momenten größter Herausforderung in der Lage, die Ablenkungen beiseite zu legen und der Herausforderung, die uns die Geschichte stellt, gegenüber zu treten. Manchmal höre ich Leute auf die beunruhigenden Fakten der Klimakrise antworten: "Oh, das ist so schrecklich. Welche Last wir zu tragen haben." Ich würde Sie gerne bitten, dies umzuformulieren. Wie viele Generationen in der ganzen menschlichen Geschichte hatten die Gelegenheit, einer Herausforderung gegenüber zu treten, die unsere größte Anstrengung verdient? Eine Herausforderung, die uns mehr tun lässt, als wir je für möglich gehalten hätten. Ich glaube, wir müssen dieser Hausforderung mit einem tiefen Gefühl von Freude und Dankbarkeit begegnen, dass wir die Generation sind, die in tausend Jahren von Philharmonik-Orchestern und Dichtern und Sängern gefeiert wird, indem sie sagen, das waren diejenigen, die diese Krise aus eigener Kraft bewältigt haben und die Grundlage für eine strahlende und optimistische menschliche Zukunft gelegt haben.Lassen Sie uns dies tun. Vielen Dank.Chris Anderson: So viele Menschen bei TED fühlen einen großen Schmerz, dass im Grunde ein Design-Problem - letztendlich ein Design-Problem auf einem Wahlzettel - dass ein mangelhaftes Design-Problem bedeutete, dass Ihre Stimme in den letzten acht Jahren nicht so auf einem Amt gehört wurde, wo Sie diese Dinge hätten wahr machen können. Das tut weh.Al Gore: Sie haben keine Ahnung. (Gelächter)CA: Wenn Sie betrachten, was die führenden Kandidaten in Ihrer eigenen Partei heute tun, sind Sie von deren Plänen zur globalen Erwärmung begeistert?AG: Die Antwort auf diese Frage ist für mich schwierig, denn einerseits glaube ich, wir sollten wirklich froh über die Tatsache sein, dass der Kandidat der Republikaner, John McCain und die beiden Finalisten für die Kandidatur der Demokraten, alle drei eine sehr verschiedene und fortschrittliche Position zur Klimakrise einnehmen. Alle drei haben Führung gezeigt und alle drei haben einen Ansatz, der sich von dem der gegenwärtigen Regierung unterscheidet. Und ich glaube, dass alle drei bei der Aufstellung von Plänen und Vorschlägen verantwortlich gehandelt haben. Aber der Wahlkampf-Dialog, wie durch die Fragen illustriert, wurde von der League of Conservation Voters zusammengestellt. Übrigens, die Analyse von allen Fragen und die Debatten wurden alle von jemandem mit der orwellianischen Aufschrift "Saubere Kohle" gesponsert. Hat das jemand bemerkt? Jede einzelne Debatte ist von "Saubere Kohle" gesponsert worden. "Jetzt noch geringere Emissionen!"Die Vielfalt und Fülle des Dialogs in unserer Demokratie hat nicht die Grundlage für die mutige Initiative gelegt, die wirklich notwendig ist. Sie sagen das Richtige und wer auch immer gewählt wird, wird vielleicht das Richtige tun, aber ich möchte Ihnen sagen: als ich 1997 von Kyoto mit einem großen Glücksgefühl zurückkam, dass wir dort einen Durchbruch erzielt hatten und dann den Senat der Vereinigten Staaten konfronierte, war nur einer von 100 Senatoren bereit, diesen Vertrag zu bestätigen und ihn zu ratifizieren. Das, was der Kandidat sagt, muss mit dem, was die Leute sagen, übereinstimmen.Diese Herausforderung ist Teil der Struktur unserer ganzen Zivilisation. CO2 ist buchstäblich das Ausatmen unserer Zivilisation. Und nun haben wir diesen Prozess mechanisiert. Dieses Muster zu verändern, erfordert einen Umfang, ein Ausmaß, eine Veränderungsgeschwindigkeit, die über das, was wir in der Vergangenheit getan haben, hinausgeht. Deshalb habe ich zu Anfang gesagt, seien Sie bei Ihren Taten optimistisch, aber seien Sie ein aktiver Staatsbürger. Verlangen Sie - ändern Sie die Glühbirnen, aber ändern Sie auch die Gesetze. Ändern Sie die globalen Verträge. Wir müssen unserer Stimme Gehör verschaffen. Wir müssen eine Lösung für diese Demokratie herbeiführen - wir haben eine Sklerose in unserer Demokratie. Und das müssen wir ändern. Nutzen Sie das Internet. Gehen Sie ins Internet. Schließen Sie sich mit Menschen zusammen. Seien Sie als Staatsbürger sehr aktiv. Bewirken Sie ein Moratorium. Wir dürfen keine neuen Kohlekraftwerke bauen, die CO2 nicht abfangen und lagern können. Das heißt, wir müssen diese erneuerbaren Quellen schnell bauen. Also, niemand spricht in dieser Größenordnung. Aber ich glaube, dass es zwischen heute und November möglich ist. Die Alliance for Climate Protection startet eine nationale Kampagne, Mobilisierung der Basis, Fernsehwerbespots, Internetanzeigen, Radio, Zeitung, mit Partnerschaften von allen, von den Pfadfinderinnen bis zu Jägern und Anglern.Wir brauchen Hilfe. Wir brauchen Hilfe.CA: In Bezug auf Ihr persönliches Engagement, Al, gibt es noch etwas anderes, das Sie gerne tun würden?AG: Ich habe gebetet, dass ich die Antwort auf diese Frage finden könnte. Was kann ich tun? Buckminster Fuller schrieb einmal: "Wenn die Zukunft der menschlichen Zivilisation von mir abhängen würde, was würde ich tun? Wie würde ich mich verhalten?" Es hängt von uns allen ab, aber noch einmal, es geht nicht nur um die Glühbirnen. Die meisten von uns hier sind Amerikaner. Wir haben eine Demokratie. Wir können Dinge ändern, aber wir müssen sie aktiv verändern. Was wir wirklich brauchen, ist ein größeres Bewusstsein. And das ist schwierig zu - das ist schwierig zu schaffen - aber es wird besser. Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort, das einige von Ihnen vielleicht kennen, es lautet: "Wenn ihr schnell gehen möchtet, geht alleine; wenn ihr weit gehen möchtet, geht zusammen." Wir müssen schnell und weit gehen. Also müssen wir unser Bewusstsein verändern. Eine Veränderung in unserem Engagement. Einen neuen Sinn für die Dringlichkeit. Eine neue Wertschätzung des Privilegs, das wir durch die Annahme dieser Herausforderung besitzen.CA: Al Gore, vielen Dank für Ihren Besuch bei TED.AG: Vielen Dank. Vielen herzlichen Dank.
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Wie könnte die Reduzierung von Kohlendioxidemissionen gefördert werden?
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CO2-Emissionen besteuern
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Climate Change
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Al Gore: Neue Gedanken über die KlimakriseIch habe den Diavortrag, den ich hier vor zwei Jahren hielt, ungefähr 2.000 Mal gehalten. Heute Morgen werde ich einen kurzen Diavortrag halten, den ich zum ersten Mal halte, also - ich möchte oder muss die Messlatte nicht höher legen, eigentlich versuche ich, die Messlatte niedriger zu legen. Denn ich habe dies zusammengeschustert, um zu versuchen, der Herausforderung dieser Veranstaltung gerecht zu werden.Und ich wurde durch die hervorragende Präsentation von Karen Armstrong daran erinnert, dass Religion wirklich richtig verstanden nichts mit Glauben, sondern mit Verhalten zu tun hat. Vielleicht kann man dasselbe über Optimismus sagen. Wie können wir es wagen, optimistisch zu sein? Optimismus wird manchmal als Glaube, als intellektuelle Einstellung charakterisiert. Wie der berühmte Ausspruch von Mahatma Gandhi sagt: "Sei du selbst die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst." Und das Ergebnis, über das wir optimistisch sein möchten, kann nicht allein durch Glauben geschaffen werden, es sei denn, der Glaube verhilft zu neuen Verhaltensweisen. Aber das Wort "Verhaltensweise" wird, glaube ich, manchmal in diesem Zusammenhang missverstanden. Ich bin ein großer Befürworter des Wechselns von Glühbirnen und des Kaufs von Hybridautos und Tipper und ich haben 33 Solarzellenplatten an unserem Haus angebracht und geothermische Gruben gegraben und noch vieles mehr. Aber so wichtig es auch ist die Glühbirnen zu wechseln, die Änderung der Gesetze ist wichtiger. Und wenn wir unser Verhalten im täglichen Leben ändern, vergessen wir manchmal, dass wir Staatsbürger sind und in einer Demokratie leben. Um in dieser Sache optimistisch sein zu können, müssen wir als Staatsbürger in unserer Demokratie unglaublich aktiv werden. Um die Krise der Klimaveränderung zu bewältigen, müssen wir die Krise in der Demokratie bewältigen. Und wir haben eine.Ich wollte diese Geschichte seit Langem erzählen. Ich wurde neulich von einer Frau daran erinnert, die an dem Tisch, an dem ich saß, vorbeiging und mich nur anstarrte während sie vorbeiging. Sie war um die 70 und hatte ein freundliches Gesicht. Ich dachte mir nichts dabei, bis ich durch meinen Augenwinkel sah, dass sie aus der Gegenrichtung kam, und mich wieder anstarrte. Also fragte ich sie: "Wie geht's?" Und sie sagte: "Also wissen Sie, wenn Sie Ihr Haar schwarz färben würden, sähen Sie genau wie Al Gore aus." (Gelächter)Vor vielen Jahren, als ich ein junger Kongressabgeordneter war, verbrachte ich sehr viel Zeit mit der Herausforderung der Kontrolle von nuklearen Waffen - dem nuklearen Wettrüsten. Und die Militärhistoriker haben mich bei dieser Beschäftigung darüber belehrt, dass militärische Konflikte normalerweise in drei Kategorien eingeteilt werden können: örtliche Kämpfe, regionale oder Kriegsschauplätze und die seltenen, aber um so wichtigeren globalen Weltkriege. Strategische Konflikte. Und jede Konfliktsebene benötigt eine andere Verteilung der Ressourcen, einen verschiedenen Ansatz, ein anderes Organisationsmodell. Die Herausforderungen des Umweltschutzes fallen in dieselben drei Kategorien und zumeist denken wir an lokale Umweltprobleme: Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Giftmülllagerungen. Aber es gibt auch regionale Umweltprobleme wie saurer Regen vom mittleren Westen bis zum Nordosten und von Westeuropa bis zur Arktis und vom mittleren Westen aus dem Mississippi bis in die Todeszone des Golfs von Mexiko. Und davon gibt es viele. Aber die Klimabedrohung ist der seltene, aber um so wichtigere globale oder strategische Konflikt. Alles ist davon betroffen. Und wir müssen unsere Reaktion darauf entsprechend organisieren. Wir brauchen eine weltweite, globale Mobilisierung für erneuerbare Energien, Umweltschutz, Effizienz und einen weltweiten Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft. Wir müssen uns an die Arbeit machen. Und wir können Ressourcen und den politischen Willen mobilisieren. Aber der politische Wille muss mobilisiert werden, um die Ressourcen mobilisieren zu können.Lassen Sie mich Ihnen diese Dias zeigen. Ich möchte mit dem Logo anfangen. Was hier natürlich fehlt, ist die Eisschicht des Nordpols. Grönland bleibt übrig. Vor 28 Jahren sah die polare Eisschicht, die Nordpol-Eisschicht, am Ende des Sommers zum Herbstbeginn so aus. Im letzten Herbst besuchte ich das Schnee- und Eisdatenzentrum in Boulder, Colorado und sprach mit Forschern hier in Monterey im Naval Postgraduate Laboratory. Das geschah in den vergangenen 28 Jahren. Um es in Perspektive zu setzen, 2005 war der vorhergehende Bericht. Das hat sich im letzten Herbst ereignet und es hat die Forscher wirklich aus der Fassung gebracht. Die Nordpol-Eisschicht hat, geographisch gesehen, dieselbe Größe. Es sieht zwar nicht so aus, aber es hat genau dieselbe Größe wie die Vereinigten Staaten, abzüglich eines Gebiets, das ungefähr gleich groß wie der Bundesstaat Arizona ist. Das Gebiet, das im Jahr 2005 verschwunden ist, war so groß wie das ganze Land östlich des Mississippis. Das Gebiet, das im letzten Herbst verschwunden ist, war so groß. Es wird im Winter zurückkehren, aber nicht als permanentes Eis, sondern als dünnes Eis. Ungeschützt. Das verbleibende Gebiet könnte im Sommer in nur fünf Jahren vollständig verschwunden sein. Das übt einen großen Druck auf Grönland aus. Schon jetzt rund um den arktischen Kreis - dies ist ein bekanntes Dorf in Alaska. Das ist eine Stadt in Neufundland. Antarktis. Die neusten Studien der NASA. Der Umfang einer mäßig bis schweren Schneeschmelze eines Gebiets, das so groß wie Kalifornien ist."Es waren die besten Zeiten, es waren die schlimmsten Zeiten": der wohl bekannteste Anfangssatz in der englischen Literatur. Ich möchte kurz eine "Geschichte von zwei Planeten" erzählen. Die Erde und Venus haben genau dieselbe Größe. Der Durchmesser der Erde ist ungefähr 400 Kilometer länger, aber im Wesentlichen haben sie dieselbe Größe. Sie haben genau dieselbe Menge an Kohlenstoff. Aber der Unterschied ist, dass der größte Teil des Kohlenstoffs der Erde über Zeiten hinweg aus der Atmosphäre ausgelaugt wurde und sich im Boden als Kohle, Öl und Naturgas usw. abgelagert hat. Auf Venus ist der größte Teil in der Atmosphäre. Der Unterschied ist, dass unsere Temperatur durchschnittlich 15 Grad beträgt. Auf der Venus sind es 460. Dies ist wichtig für unsere derzeitige Strategie, so viel Kohlenstoff wie möglich, so schnell wie möglich aus der Erde zu fördern und in die Atmosphäre abzugeben. Nicht weil sich Venus etwas näher zur Sonne befindet. Sie ist dreimal wärmer als Merkur, der sich direkt neben der Sonne befindet. Kurz zusammengefasst, hier ist ein Bild, das sie als eines der alten Bilder kennen, aber ich zeige es Ihnen, da ich Sie kurz über CSI: Climate informieren möchte.Die globale Wissenschaftswelt sagt, dass die von Menschen verursachte Umweltverschmutzung der globalen Erwärmung, die in die Atmosphäre abgegeben wird, diese verdickt und mehr des abgehenden Infrarots abfängt. Sie alle wissen dies. Bei der letzten Zusammenfassung des IPCC wollten die Wissenschaftler auf die Frage "Wie sicher ist das?" mit "99 Prozent" antworten. Die Chinesen widersprachen und somit lautete der Kompromiss "mehr als 90 Prozent." Nun sagen die Skeptiker: "Aber warten Sie mal, dabei könnte es sich um Variationen in der Energie, die von der Sonne stammt, handeln." Wenn das stimmen würde, würde die Stratosphäre genauso wie die untere Atmosphäre erhitzt werden, wenn mehr dazu kommt. Wenn auf dem Weg nach draußen mehr abgefangen wird, müsste es hier wärmer und dort kälter sein. Hier ist die untere Atmosphäre. Hier ist die Stratosphäre: kälter. CSI: Climate.Nun, dies sind die guten Neuigkeiten. 68 Prozent der Amerikaner glauben heute, dass die menschliche Aktivität für die globale Erwärmung veranwortlich ist. 69 Prozent glauben, dass sich die Erde auf drastische Weise erwärmt. Es hat einen Fortschritt gegeben, aber entscheidend ist: wenn man eine Liste mit den zu konfrontierenden Herausforderungen austellt, befindet sich globale Erwärmung noch immer ziemlich weit unten. Was fehlt, ist der Sinn für die Dringlichkeit. Wenn Sie mit der faktischen Analyse übereinstimmen, aber keinen Sinn für die Dringlichkeit verspüren, an welcher Stelle bleiben Sie dann? Also, die Alliance for Climate Protection, die ich in Verbindung mit CurrentTV leite, hat einen kostenlosen weltweiten Wettbewerb für Werbesendungen darüber, wie das zu vermitteln ist, durchgeführt. Das ist der Gewinner.NBC - ich zeige hier alle Fernsehsender - die Topjournalisten von NBC stellten den Präsidentschaftskandidaten 2007 956 Fragen: zwei davon waren über die Klimabedrohung. ABC: 844 Fragen, zwei davon über die Klimabedrohung. Fox: zwei. CNN: zwei. CBS: null. Vom Lachen zum Weinen. Dies ist eine der älteren Zigarettenwerbungen. Dies ist, was wir tun. Das ist der Benzinverbrauch in all diesen Ländern. Und wir. Aber es sind nicht nur die Industrieländer. Die Entwicklungsländer folgen uns und beschleunigen ihr Tempo. Und tatsächlich sind ihre kumulativen Emissionen in diesem Jahr genau so hoch wie unsere im Jahr 1965. Und sie holen sehr dramatisch auf. Die Gesamtkonzentration bis 2025 wird im Wesentlichen dort sein, wo wir im Jahr 1985 waren. Selbst wenn wir die wohlhabenden Länder ganz aus dem Bild streichen würden, hätten wir trotzdem diese Krise. Aber wir haben den Entwicklungsländern die Technologien und die Denkweisen gegeben, die die Krise erzeugen. Das ist in Bolivien. Über dreißig Jahre.Dies ist die Hauptfischfangzeit in einigen Sekunden. Die 60er Jahre. 70er. 80er. 90er. Wir müssen dies stoppen. Und das Gute ist, es ist möglich. Wir haben die Technologien. Wir müssen eine gemeinsame Sichtweise darüber haben, wie wir dies angehen können: der Kampf gegen die Armut in der Welt und die Herausforderung der Verringerung der Emissionen in den Industrieländern haben alle eine einzige, sehr einfache Lösung.Die Leute fragen: "Was ist die Lösung?" Hier ist sie. Verlangen Sie einen Preis für Kohlenstoff. Wir brauchen eine CO2-Steuer, einkommensunabhängig, um die Arbeitnehmerbesteuerung zu ersetzen, die von Bismark erfunden wurde und seit dem 19. Jahrhundert hat sich einiges verändert. In den armen Ländern müssen wir die Antworten auf die Armut in die Lösungen für die Klimabedrohung integrieren. Pläne, die Armut in Uganda zu bekämpfen, sind unbedeutend, wenn wir die Klimakrise nicht bewältigen.Aber die Antworten können in armen Ländern einen großen Unterschied machen. Dies ist ein Vorschlag über den in Europa viel diskutiert wurde. Das war aus der Zeitschrift Nature. Dies sind aufbereitete solare Anlagen mit erneuerbaren Energien, die in einem sogenannten Supergitter verknüpft werden, um die gesamte Elektrizität, größtenteils aus den Entwicklungsländern, nach Europa zu liefern. Das ist keine unrealistische Hoffnung. Dies kann erreicht werden.Wir müssen es für unsere eigene Wirtschaft erreichen. Die neusten Zahlen zeigen, dass das alte Modell nicht funktioniert. Es gibt viele großartige Investitionen, die Sie machen können. Wenn Sie in Teersand oder Schieferöl investieren, haben Sie ein Portfolio, das mit suboptimalem Vermögen aus Kohlenstoff vollgestopft ist. Und dies beruht auf einem alten Modell. Drogenabhängige finden Venen in ihren Zehen, wenn die Venen in ihren Armen und Beinen versagen. Die Förderung von Teersand und Kohleschiefer ist dasselbe. Hier sind nur einige Investitionen, von denen ich persönlich glaube, dass sie sinnvoll sind. Ich besitze einen Anteil an diesen, also schließe ich jegliche Haftung aus. Erdwärme, gebündelte Solarenergie, hochentwickelte Photovaltaik, Einsparung und Umweltschutz.Sie haben dieses Dia zuvor gesehen, aber es gibt eine Veränderung. Die einzigen beiden Länder, die dem Vertrag nicht zustimmten - und jetzt gibt es nur noch eines. Australien hatte eine Wahl. Und es gab eine Kampagne in Australien, an der Fernseh-, Internet- und Radiowerbung beteiligt waren, um den Sinn der Menschen dort für die Dringlichkeit zu bestärken. Und wir bildeten 250 Leute aus, um Diavorträge in jeder Stadt, jedem Dorf und jeder Großstadt in Australien zu halten. Viele andere Dinge trugen dazu bei, aber der neue Premierminister gab bekannt, dass seine erste Priorität die Änderung der Position Australiens gegenüber Kyoto sei und so war es. Unter anderem wurde ihnen die Lage aufgrund einer schrecklichen Trockenheit, die sie hatten, bewusst. Das ist Lake Lanier. Meine Freundin Heidi Cullins sagte, wenn wir Trockenheiten Namen geben würden, so wie wir Wirbelstürmen Namen geben, würden wir die im Südosten jetzt Katrina nennen und wir würden sagen, sie bewegt sich in Richtung Atlanta. Wir können nicht auf die Trockenheit warten, die Australien hatte, um unsere politische Kultur zu verändern. Hier sind noch mehr gute Neuigkeiten. Die Städte, die Kyoto in den USA unterstützen sind 780 und ich dachte, ich sah eine dort vorbeigehen, nur um dies örtlich festzulegen. Das sind gute Neuigkeiten.Zum Abschluss, wir hörten vor einigen Tagen von dem Wert, das individuelle Heldentum so alltäglich zu machen, dass es banal oder zur Routine wird. Was wir brauchen, ist eine neue Generation von Helden. Besonders jene von uns, die heute in den Vereinigten Staaten von Amerika leben, aber auch der Rest der Welt muss verstehen, dass die Geschichte uns eine Wahl gegeben hat - so wie Jill Bolte Taylor herausfand, wie sie ihr Leben retten konnte, während sie durch die erstaunliche Erfahrung, die sie erlebte, abgelenkt wurde. Wir haben heute eine Kultur der Ablenkung. Aber wir haben einen weltweiten Notstand. Und wir, die Generation, die heute lebt, müssen einen Weg finden, einen Sinn für eine generationsübergreifende Mission. Ich wünschte, ich könnte die Worte finden, dies zu vermitteln. Es gab eine andere Generation von Helden, die die Demokratie auf diesen Planeten brachte. Und wieder eine andere, die die Sklaverei beendete. Und die Frauen das Stimmrecht gab. Wir können es schaffen. Sagen Sie mir nicht, dass wir nicht in der Lage sind, es zu schaffen. Wenn wir nur das Geld hätten, das der Krieg im Irak in einer Woche kostet, könnten wir auf dem Weg sein, diese Herausforderung zu meistern. Wir sind in der Lage, es zu schaffen.Ein letzter Punkt. Ich bin optimistisch, denn ich glaube, wir sind in Momenten größter Herausforderung in der Lage, die Ablenkungen beiseite zu legen und der Herausforderung, die uns die Geschichte stellt, gegenüber zu treten. Manchmal höre ich Leute auf die beunruhigenden Fakten der Klimakrise antworten: "Oh, das ist so schrecklich. Welche Last wir zu tragen haben." Ich würde Sie gerne bitten, dies umzuformulieren. Wie viele Generationen in der ganzen menschlichen Geschichte hatten die Gelegenheit, einer Herausforderung gegenüber zu treten, die unsere größte Anstrengung verdient? Eine Herausforderung, die uns mehr tun lässt, als wir je für möglich gehalten hätten. Ich glaube, wir müssen dieser Hausforderung mit einem tiefen Gefühl von Freude und Dankbarkeit begegnen, dass wir die Generation sind, die in tausend Jahren von Philharmonik-Orchestern und Dichtern und Sängern gefeiert wird, indem sie sagen, das waren diejenigen, die diese Krise aus eigener Kraft bewältigt haben und die Grundlage für eine strahlende und optimistische menschliche Zukunft gelegt haben.Lassen Sie uns dies tun. Vielen Dank.Chris Anderson: So viele Menschen bei TED fühlen einen großen Schmerz, dass im Grunde ein Design-Problem - letztendlich ein Design-Problem auf einem Wahlzettel - dass ein mangelhaftes Design-Problem bedeutete, dass Ihre Stimme in den letzten acht Jahren nicht so auf einem Amt gehört wurde, wo Sie diese Dinge hätten wahr machen können. Das tut weh.Al Gore: Sie haben keine Ahnung. (Gelächter)CA: Wenn Sie betrachten, was die führenden Kandidaten in Ihrer eigenen Partei heute tun, sind Sie von deren Plänen zur globalen Erwärmung begeistert?AG: Die Antwort auf diese Frage ist für mich schwierig, denn einerseits glaube ich, wir sollten wirklich froh über die Tatsache sein, dass der Kandidat der Republikaner, John McCain und die beiden Finalisten für die Kandidatur der Demokraten, alle drei eine sehr verschiedene und fortschrittliche Position zur Klimakrise einnehmen. Alle drei haben Führung gezeigt und alle drei haben einen Ansatz, der sich von dem der gegenwärtigen Regierung unterscheidet. Und ich glaube, dass alle drei bei der Aufstellung von Plänen und Vorschlägen verantwortlich gehandelt haben. Aber der Wahlkampf-Dialog, wie durch die Fragen illustriert, wurde von der League of Conservation Voters zusammengestellt. Übrigens, die Analyse von allen Fragen und die Debatten wurden alle von jemandem mit der orwellianischen Aufschrift "Saubere Kohle" gesponsert. Hat das jemand bemerkt? Jede einzelne Debatte ist von "Saubere Kohle" gesponsert worden. "Jetzt noch geringere Emissionen!"Die Vielfalt und Fülle des Dialogs in unserer Demokratie hat nicht die Grundlage für die mutige Initiative gelegt, die wirklich notwendig ist. Sie sagen das Richtige und wer auch immer gewählt wird, wird vielleicht das Richtige tun, aber ich möchte Ihnen sagen: als ich 1997 von Kyoto mit einem großen Glücksgefühl zurückkam, dass wir dort einen Durchbruch erzielt hatten und dann den Senat der Vereinigten Staaten konfronierte, war nur einer von 100 Senatoren bereit, diesen Vertrag zu bestätigen und ihn zu ratifizieren. Das, was der Kandidat sagt, muss mit dem, was die Leute sagen, übereinstimmen.Diese Herausforderung ist Teil der Struktur unserer ganzen Zivilisation. CO2 ist buchstäblich das Ausatmen unserer Zivilisation. Und nun haben wir diesen Prozess mechanisiert. Dieses Muster zu verändern, erfordert einen Umfang, ein Ausmaß, eine Veränderungsgeschwindigkeit, die über das, was wir in der Vergangenheit getan haben, hinausgeht. Deshalb habe ich zu Anfang gesagt, seien Sie bei Ihren Taten optimistisch, aber seien Sie ein aktiver Staatsbürger. Verlangen Sie - ändern Sie die Glühbirnen, aber ändern Sie auch die Gesetze. Ändern Sie die globalen Verträge. Wir müssen unserer Stimme Gehör verschaffen. Wir müssen eine Lösung für diese Demokratie herbeiführen - wir haben eine Sklerose in unserer Demokratie. Und das müssen wir ändern. Nutzen Sie das Internet. Gehen Sie ins Internet. Schließen Sie sich mit Menschen zusammen. Seien Sie als Staatsbürger sehr aktiv. Bewirken Sie ein Moratorium. Wir dürfen keine neuen Kohlekraftwerke bauen, die CO2 nicht abfangen und lagern können. Das heißt, wir müssen diese erneuerbaren Quellen schnell bauen. Also, niemand spricht in dieser Größenordnung. Aber ich glaube, dass es zwischen heute und November möglich ist. Die Alliance for Climate Protection startet eine nationale Kampagne, Mobilisierung der Basis, Fernsehwerbespots, Internetanzeigen, Radio, Zeitung, mit Partnerschaften von allen, von den Pfadfinderinnen bis zu Jägern und Anglern.Wir brauchen Hilfe. Wir brauchen Hilfe.CA: In Bezug auf Ihr persönliches Engagement, Al, gibt es noch etwas anderes, das Sie gerne tun würden?AG: Ich habe gebetet, dass ich die Antwort auf diese Frage finden könnte. Was kann ich tun? Buckminster Fuller schrieb einmal: "Wenn die Zukunft der menschlichen Zivilisation von mir abhängen würde, was würde ich tun? Wie würde ich mich verhalten?" Es hängt von uns allen ab, aber noch einmal, es geht nicht nur um die Glühbirnen. Die meisten von uns hier sind Amerikaner. Wir haben eine Demokratie. Wir können Dinge ändern, aber wir müssen sie aktiv verändern. Was wir wirklich brauchen, ist ein größeres Bewusstsein. And das ist schwierig zu - das ist schwierig zu schaffen - aber es wird besser. Es gibt ein altes afrikanisches Sprichwort, das einige von Ihnen vielleicht kennen, es lautet: "Wenn ihr schnell gehen möchtet, geht alleine; wenn ihr weit gehen möchtet, geht zusammen." Wir müssen schnell und weit gehen. Also müssen wir unser Bewusstsein verändern. Eine Veränderung in unserem Engagement. Einen neuen Sinn für die Dringlichkeit. Eine neue Wertschätzung des Privilegs, das wir durch die Annahme dieser Herausforderung besitzen.CA: Al Gore, vielen Dank für Ihren Besuch bei TED.AG: Vielen Dank. Vielen herzlichen Dank.
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Wie kann eine echte Veränderung bezüglich des Klimawandels erreicht werden?
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Climate Change
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Al Gore: Neue Gedanken über die KlimakriseIch habe den Diavortrag, den ich hier vor zwei Jahren hielt, ungefähr 2.000 Mal gehalten. Heute Morgen werde ich einen kurzen Diavortrag halten, den ich zum ersten Mal halte, also - ich möchte oder muss die Messlatte nicht höher legen, eigentlich versuche ich, die Messlatte niedriger zu legen. Denn ich habe dies zusammengeschustert, um zu versuchen, der Herausforderung dieser Veranstaltung gerecht zu werden.Und ich wurde durch die hervorragende Präsentation von Karen Armstrong daran erinnert, dass Religion wirklich richtig verstanden nichts mit Glauben, sondern mit Verhalten zu tun hat. Vielleicht kann man dasselbe über Optimismus sagen. Wie können wir es wagen, optimistisch zu sein? Optimismus wird manchmal als Glaube, als intellektuelle Einstellung charakterisiert. Wie der berühmte Ausspruch von Mahatma Gandhi sagt: "Sei du selbst die Veränderung, die du dir für die Welt wünschst." Und das Ergebnis, über das wir optimistisch sein möchten, kann nicht allein durch Glauben geschaffen werden, es sei denn, der Glaube verhilft zu neuen Verhaltensweisen. Aber das Wort "Verhaltensweise" wird, glaube ich, manchmal in diesem Zusammenhang missverstanden. Ich bin ein großer Befürworter des Wechselns von Glühbirnen und des Kaufs von Hybridautos und Tipper und ich haben 33 Solarzellenplatten an unserem Haus angebracht und geothermische Gruben gegraben und noch vieles mehr. Aber so wichtig es auch ist die Glühbirnen zu wechseln, die Änderung der Gesetze ist wichtiger. Und wenn wir unser Verhalten im täglichen Leben ändern, vergessen wir manchmal, dass wir Staatsbürger sind und in einer Demokratie leben. Um in dieser Sache optimistisch sein zu können, müssen wir als Staatsbürger in unserer Demokratie unglaublich aktiv werden. Um die Krise der Klimaveränderung zu bewältigen, müssen wir die Krise in der Demokratie bewältigen. Und wir haben eine.Ich wollte diese Geschichte seit Langem erzählen. Ich wurde neulich von einer Frau daran erinnert, die an dem Tisch, an dem ich saß, vorbeiging und mich nur anstarrte während sie vorbeiging. Sie war um die 70 und hatte ein freundliches Gesicht. Ich dachte mir nichts dabei, bis ich durch meinen Augenwinkel sah, dass sie aus der Gegenrichtung kam, und mich wieder anstarrte. Also fragte ich sie: "Wie geht's?" Und sie sagte: "Also wissen Sie, wenn Sie Ihr Haar schwarz färben würden, sähen Sie genau wie Al Gore aus." (Gelächter)Vor vielen Jahren, als ich ein junger Kongressabgeordneter war, verbrachte ich sehr viel Zeit mit der Herausforderung der Kontrolle von nuklearen Waffen - dem nuklearen Wettrüsten. Und die Militärhistoriker haben mich bei dieser Beschäftigung darüber belehrt, dass militärische Konflikte normalerweise in drei Kategorien eingeteilt werden können: örtliche Kämpfe, regionale oder Kriegsschauplätze und die seltenen, aber um so wichtigeren globalen Weltkriege. Strategische Konflikte. Und jede Konfliktsebene benötigt eine andere Verteilung der Ressourcen, einen verschiedenen Ansatz, ein anderes Organisationsmodell. Die Herausforderungen des Umweltschutzes fallen in dieselben drei Kategorien und zumeist denken wir an lokale Umweltprobleme: Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Giftmülllagerungen. Aber es gibt auch regionale Umweltprobleme wie saurer Regen vom mittleren Westen bis zum Nordosten und von Westeuropa bis zur Arktis und vom mittleren Westen aus dem Mississippi bis in die Todeszone des Golfs von Mexiko. Und davon gibt es viele. Aber die Klimabedrohung ist der seltene, aber um so wichtigere globale oder strategische Konflikt. Alles ist davon betroffen. Und wir müssen unsere Reaktion darauf entsprechend organisieren. Wir brauchen eine weltweite, globale Mobilisierung für erneuerbare Energien, Umweltschutz, Effizienz und einen weltweiten Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft. Wir müssen uns an die Arbeit