Title: § 1 Mindestanforderungen an die Einrichtung und den wirtschaftlichen Zustand

Description:
Verordnung über die Eignung der Ausbildungsstätte für die Berufsausbildung zum Winzer/zur Winzerin (WinzAusbStEignV)
§ 1 Mindestanforderungen an die Einrichtung und den wirtschaftlichen Zustand

Paragraph: 1

Content:
Verordnung über die Eignung der Ausbildungsstätte für die Berufsausbildung zum Winzer/zur Winzerin (WinzAusbStEignV)
§ 1 Mindestanforderungen an die Einrichtung und den wirtschaftlichen Zustand

(1) Die Ausbildungsstätte muss unter Berücksichtigung der in § 22 Abs.
1 des Berufsbildungsgesetzes genannten Anforderungen ein Betrieb sein,
der nach Art und Umfang der Produktion sowie nach seinem
Bewirtschaftungszustand die Voraussetzungen dafür bietet, dass dem
Auszubildenden die in der Verordnung über die Berufsausbildung zum
Winzer/zur Winzerin vom 3. Februar 1997 (BGBl. I S. 161) geforderten
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden können.
Eine kontinuierliche Anleitung muss gewährleistet sein.

(2) Die Ausbildungsstätte muss als Haupterwerbsbetrieb oder als
selbständige weinbauliche Betriebseinheit nach
betriebswirtschaftlichen Grundsätzen bewirtschaftet werden. Die
Wirtschaftsergebnisse müssen buchführungsgemäß erfasst sein.

(3) Die Gebäude, baulichen Anlagen und technischen Ausstattungen
müssen den im Hinblick auf die Ausbildungsziele zu stellenden
Anforderungen entsprechen und in ordnungsgemäßem Zustand sein.

(4) Es muss gewährleistet sein, dass die erforderlichen
Betriebsmittel, insbesondere die Geräte, Maschinen und technischen
Einrichtungen, für die Ausbildung zur Verfügung stehen und in
ordnungsgemäßem Zustand sind. Die notwendigen Einrichtungen zu deren
Pflege sowie für einfache Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten müssen
vorhanden sein.

(5) Ein Abdruck der Verordnung über die Berufsausbildung zum
Winzer/zur Winzerin und der Prüfungsordnung sowie der Ausbildungsplan
müssen an geeigneter Stelle in der Ausbildungsstätte zur Einsicht
ausgelegt oder dem Auszubildenden ausgehändigt werden. Dem
Auszubildenden soll für die betriebliche Ausbildung förderliche
Fachliteratur zur Verfügung stehen. Soweit tarifvertragliche
Regelungen für den Ausbildungsbetrieb gelten, sind diese in der
Ausbildungsstätte zur Einsicht auszulegen.

(6) Die Ausbildungsstätte muss Gewähr dafür bieten, dass die
Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes, des
Mutterschutzgesetzes, die Unfallverhütungsvorschriften und sonstige
Vorschriften zum Schutze des Auszubildenden eingehalten werden können.
Sie muss über geeignete Sozialräume und Sanitärräume verfügen. Bei der
Antragstellung gemäß § 82 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes muss eine
Unbedenklichkeitsbescheinigung der zuständigen Berufsgenossenschaft
über die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften vorliegen, die
nicht älter als ein Jahr ist. Hat der Ausbildende einen Auszubildenden
in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen, so muss er ihm eine
Unterkunft zur Verfügung stellen, die zeitgemäß beschaffen und
ausgestattet ist.

(7) Ein Betrieb ist als Ausbildungsstätte ungeeignet, wenn über das
Vermögen des Inhabers ein Insolvenz- oder Vergleichsverfahren eröffnet
worden ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/winzausbsteignv/__1.html
Directory: winzausbsteignv
Level: 2.0