Title: § 35

Description:
Staatsangehörigkeitsgesetz (RuStAG)
§ 35

Paragraph: 35

Content:
Staatsangehörigkeitsgesetz (RuStAG)
§ 35

(1) Eine rechtswidrige Einbürgerung oder eine rechtswidrige
Genehmigung zur Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit kann
nur zurückgenommen werden, wenn der Verwaltungsakt durch arglistige
Täuschung, Drohung oder Bestechung oder durch vorsätzlich unrichtige
oder unvollständige Angaben, die wesentlich für seinen Erlass gewesen
sind, erwirkt worden ist.

(2) Dieser Rücknahme steht in der Regel nicht entgegen, dass der
Betroffene dadurch staatenlos wird.

(3) Die Rücknahme darf nur bis zum Ablauf von zehn Jahren nach der
Bekanntgabe der Einbürgerung oder Beibehaltungsgenehmigung erfolgen.

(4) Die Rücknahme erfolgt mit Wirkung für die Vergangenheit.

(5) Hat die Rücknahme Auswirkungen auf die Rechtmäßigkeit von
Verwaltungsakten nach diesem Gesetz gegenüber Dritten, so ist für jede
betroffene Person eine selbständige Ermessensentscheidung zu treffen.
Dabei ist insbesondere eine Beteiligung des Dritten an der arglistigen
Täuschung, Drohung oder Bestechung oder an den vorsätzlich unrichtigen
oder unvollständigen Angaben gegen seine schutzwürdigen Belange,
insbesondere auch unter Beachtung des Kindeswohls, abzuwägen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stag/__35.html
Directory: rustag
Level: 2.0