Title: § 3 (zu § 20 Absatz 1 LuftBO)

Description:
Dritte Durchführungsverordnung zur Betriebsordnung für Luftfahrtgerät (Ausrüstung und Betrieb des Luftfahrtgerätes außerhalb von Luftfahrtunternehmen) (LuftBODV 3 2009)
Abschnitt 2 - Ausrüstung von Luftfahrzeugen
Unterabschnitt 1 - Alle Luftfahrzeuge
§ 3 (zu § 20 Absatz 1 LuftBO)

Paragraph: 3

Content:
Dritte Durchführungsverordnung zur Betriebsordnung für Luftfahrtgerät (Ausrüstung und Betrieb des Luftfahrtgerätes außerhalb von Luftfahrtunternehmen) (LuftBODV 3 2009)
Abschnitt 2 - Ausrüstung von Luftfahrzeugen
Unterabschnitt 1 - Alle Luftfahrzeuge
§ 3 (zu § 20 Absatz 1 LuftBO)

(1) Flugzeuge müssen für Flüge nach Instrumentenflugregeln über den
Nordatlantik zusätzlich zu der Ausrüstung nach § 2 mit zwei
Langstrecken-Navigationsanlagen in folgendem begrenzten Luftraum
ausgerüstet sein:
zwischen Flugfläche 275 und Flugfläche 400 in dem

1.  im Osten durch die östlichen Grenzen der Kontrollbezirke Santa Maria
    Oceanic, Shanwick Oceanic und Reykjavik,

2.  im Norden durch den geografischen Nordpol,

3.  im Westen – nördlich der geografischen Breite 38°30’N – durch die
    westlichen Grenzen der Kontrollbezirke Reykjavik, Gander Oceanic und
    New York Oceanic und – südlich der geografischen Breite 38°30’N –
    durch den Längengrad 60°W im Kontrollbezirk New York Oceanic und

4.  im Süden – östlich des Längengrades 60°W – durch den Breitengrad 27 °N
    und – westlich des Längengrades 60 °W – durch die geografische Breite
    38°30’N.

(2) Jede einzelne der zwei Langstrecken-Navigationsanlagen muss der
Besatzung fortlaufend die Position des Flugzeuges anzeigen können und
bestehen aus:

1.  einer Trägheitsnavigationsanlage oder

2.  einer Global Navigation Satellite System (GNSS)-Empfangsanlage.

(3) Dem Luftfahrt-Bundesamt ist ein Nachweis darüber zu erbringen,
dass diese Ausrüstung folgende Genauigkeit der Navigation ermöglicht:

1.  die Standardabweichung des seitlichen Kursfehlers darf 6,3 Seemeilen
    nicht überschreiten,

2.  der Anteil an der Gesamtflugzeit, den das Luftfahrzeug sich 30
    Seemeilen oder mehr außerhalb des zugewiesenen Kurses über Grund
    befindet, muss weniger als 5,3 x 10
    -4                    betragen (weniger als eine Stunde in etwa 2 000
    Flugstunden),

3.  der Anteil an der Gesamtflugzeit, den das Luftfahrzeug sich zwischen
    50 und 70 Seemeilen außerhalb des zugewiesenen Kurses über Grund
    befindet, muss weniger als 13 x 10
    -5                    betragen (weniger als eine Stunde in etwa 8 000
    Flugstunden).

(4) Abweichend von Absatz 1 ist die Ausrüstung des Flugzeuges mit nur
einer Langstrecken-Navigationsanlage nach Absatz 2 oder Absatz 6
zusätzlich zur Ausrüstung nach § 2 zulässig, wenn Flüge nach
Instrumentenflugregeln ausschließlich zwischen dem Nordteil
Großbritanniens oder Irland einerseits und Nordostkanada andererseits
über Island und Grönland in dem nach Absatz 1 festgelegten Luftraum
durchgeführt werden.

(5) Einer zusätzlichen Ausrüstung nach Absatz 2 bedarf es nicht bei
Flügen nach Instrumentenflugregeln von und nach Island auf den durch
die Navigationsfunkfeuer

1.  Flesland, Myggenaes und Ingolfshofdi oder

2.  Sumburgh, Akraberg und Myggenaes

festgelegten Flugstrecken.

(6) Das Luftfahrt-Bundesamt kann andere als die in Absatz 2
geforderten Navigationsanlagen als Ausrüstung genehmigen, wenn diese
Ausrüstung die Navigationsgenauigkeit nach Absatz 3 aufweist.

Ausrüstung für Flüge in Lufträumen mit verringerter Höhenstaffelung
(Reduced Vertical Separation Minimum, RVSM)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/luftbodv_3_2009/__3.html
Directory: luftbodv_3_2009
Level: 4.0