Title: § 46 Grundsätze der Strafzumessung

Description:
Strafgesetzbuch (StGB)
Allgemeiner Teil -
Dritter Abschnitt - Rechtsfolgen der Tat
Zweiter Titel - Strafbemessung
§ 46 Grundsätze der Strafzumessung

Paragraph: 46

Content:
Strafgesetzbuch (StGB)
Allgemeiner Teil -
Dritter Abschnitt - Rechtsfolgen der Tat
Zweiter Titel - Strafbemessung
§ 46 Grundsätze der Strafzumessung

(1) Die Schuld des Täters ist Grundlage für die Zumessung der Strafe.
Die Wirkungen, die von der Strafe für das künftige Leben des Täters in
der Gesellschaft zu erwarten sind, sind zu berücksichtigen.

(2) Bei der Zumessung wägt das Gericht die Umstände, die für und gegen
den Täter sprechen, gegeneinander ab. Dabei kommen namentlich in
Betracht:

*   die Beweggründe und die Ziele des Täters, besonders auch rassistische,
    fremdenfeindliche, antisemitische, geschlechtsspezifische, gegen die
    sexuelle Orientierung gerichtete oder sonstige menschenverachtende,

    die Gesinnung, die aus der Tat spricht, und der bei der Tat
    aufgewendete Wille,

    das Maß der Pflichtwidrigkeit,

    die Art der Ausführung und die verschuldeten Auswirkungen der Tat,

    das Vorleben des Täters, seine persönlichen und wirtschaftlichen
    Verhältnisse sowie

    sein Verhalten nach der Tat, besonders sein Bemühen, den Schaden
    wiedergutzumachen, sowie das Bemühen des Täters, einen Ausgleich mit
    dem Verletzten zu erreichen.

(3) Umstände, die schon Merkmale des gesetzlichen Tatbestandes sind,
dürfen nicht berücksichtigt werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__46.html
Directory: stgb
Level: 5.0