Title: § 8 Voraussetzungen der Dienstleistungserbringung

Description:
Verordnung über die für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz geltenden Voraussetzungen für die Ausübung eines zulassungspflichtigen Handwerks (EU/EWRHwV 2016)
Abschnitt 2 - Grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen
§ 8 Voraussetzungen der Dienstleistungserbringung

Paragraph: 8

Content:
Verordnung über die für Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz geltenden Voraussetzungen für die Ausübung eines zulassungspflichtigen Handwerks (EU/EWRHwV 2016)
Abschnitt 2 - Grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen
§ 8 Voraussetzungen der Dienstleistungserbringung

(1) Staatsangehörigen eines Herkunftsstaates, die im Inland keine
gewerbliche Niederlassung unterhalten, ist die vorübergehende und
gelegentliche Erbringung von Dienstleistungen in einem Handwerk der
Anlage A der Handwerksordnung gestattet, wenn sie in einem anderen
Herkunftsstaat zur Ausübung vergleichbarer Tätigkeiten rechtmäßig
niedergelassen sind. Setzt der andere Herkunftsstaat für die Ausübung
der betreffenden Tätigkeiten keine bestimmte berufliche Qualifikation
voraus und verfügt die Dienstleistungserbringerin oder der
Dienstleistungserbringer über keine reglementierte Ausbildung im Sinne
von § 3 Absatz 2 Satz 2 für die Tätigkeiten, so ist Satz 1 nur
anzuwenden, wenn die Tätigkeiten im anderen Herkunftsstaat als
Vollzeitbeschäftigung mindestens ein Jahr oder als entsprechende
Teilzeitbeschäftigung tatsächlich und rechtmäßig ausgeübt worden sind
und nicht länger als zehn Jahre zurückliegen.

(2) Beabsichtigen Staatsangehörige eines Herkunftsstaates,
Dienstleistungen erstmals in einem Handwerk der Anlage A Nummer 12
oder Nummer 33 bis 37 der Handwerksordnung in der Bundesrepublik
Deutschland zu erbringen, so muss die zuständige Behörde vor der
Dienstleistungserbringung die Berufsqualifikation der
Dienstleistungserbringerin oder des Dienstleistungserbringers prüfen,
wenn unter Berücksichtigung der beabsichtigten Tätigkeit bei
unzureichender Qualifikation eine schwere Gefahr für die Gesundheit
oder Sicherheit der Dienstleistungsempfänger oder
Dienstleistungsempfängerinnen bestünde.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/eu_ewrhwv_2016/__8.html
Directory: eu_ewrhwv_2016
Level: 3.0