Title: § 56 Voraussetzungen und Höhe des Rentenanspruchs

Description:
Siebtes Buch Sozialgesetzbuch - Gesetzliche Unfallversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes vom 7. August 1996, BGBl. I S. 1254) (SGB 7)
Drittes Kapitel - Leistungen nach Eintritt eines Versicherungsfalls
Zweiter Abschnitt - Renten, Beihilfen, Abfindungen
Erster Unterabschnitt - Renten an Versicherte
§ 56 Voraussetzungen und Höhe des Rentenanspruchs

Paragraph: 56

Content:
Siebtes Buch Sozialgesetzbuch - Gesetzliche Unfallversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes vom 7. August 1996, BGBl. I S. 1254) (SGB 7)
Drittes Kapitel - Leistungen nach Eintritt eines Versicherungsfalls
Zweiter Abschnitt - Renten, Beihilfen, Abfindungen
Erster Unterabschnitt - Renten an Versicherte
§ 56 Voraussetzungen und Höhe des Rentenanspruchs

(1) Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit infolge eines
Versicherungsfalls über die 26. Woche nach dem Versicherungsfall
hinaus um wenigstens 20 vom Hundert gemindert ist, haben Anspruch auf
eine Rente. Ist die Erwerbsfähigkeit infolge mehrerer
Versicherungsfälle gemindert und erreichen die Vomhundertsätze
zusammen wenigstens die Zahl 20, besteht für jeden, auch für einen
früheren Versicherungsfall, Anspruch auf Rente. Die Folgen eines
Versicherungsfalls sind nur zu berücksichtigen, wenn sie die
Erwerbsfähigkeit um wenigstens 10 vom Hundert mindern. Den
Versicherungsfällen stehen gleich Unfälle oder Entschädigungsfälle
nach den Beamtengesetzen, dem Vierzehnten Buch, dem
Soldatenversorgungsgesetz, dem Gesetz über den zivilen Ersatzdienst,
dem Gesetz über die Abgeltung von Besatzungsschäden, dem
Häftlingshilfegesetz und den entsprechenden Gesetzen, die
Entschädigung für Unfälle oder Beschädigungen gewähren.

(2) Die Minderung der Erwerbsfähigkeit richtet sich nach dem Umfang
der sich aus der Beeinträchtigung des körperlichen und geistigen
Leistungsvermögens ergebenden verminderten Arbeitsmöglichkeiten auf
dem gesamten Gebiet des Erwerbslebens. Bei jugendlichen Versicherten
wird die Minderung der Erwerbsfähigkeit nach den Auswirkungen
bemessen, die sich bei Erwachsenen mit gleichem Gesundheitsschaden
ergeben würden. Bei der Bemessung der Minderung der Erwerbsfähigkeit
werden Nachteile berücksichtigt, die die Versicherten dadurch
erleiden, daß sie bestimmte von ihnen erworbene besondere berufliche
Kenntnisse und Erfahrungen infolge des Versicherungsfalls nicht mehr
oder nur noch in vermindertem Umfang nutzen können, soweit solche
Nachteile nicht durch sonstige Fähigkeiten, deren Nutzung ihnen
zugemutet werden kann, ausgeglichen werden.

(3) Bei Verlust der Erwerbsfähigkeit wird Vollrente geleistet; sie
beträgt zwei Drittel des Jahresarbeitsverdienstes. Bei einer Minderung
der Erwerbsfähigkeit wird Teilrente geleistet; sie wird in der Höhe
des Vomhundertsatzes der Vollrente festgesetzt, der dem Grad der
Minderung der Erwerbsfähigkeit entspricht.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_7/__56.html
Directory: sgb_7
Level: 5.0