Title: § 66 Messung der Personendosis

Description:
Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV 2018)
Teil 2 - Strahlenschutz bei geplanten Expositionssituationen
Kapitel 6 - Anforderungen im Zusammenhang mit der Ausübung von Tätigkeiten
Abschnitt 1 - Physikalische Strahlenschutzkontrolle; Strahlenschutzbereiche
§ 66 Messung der Personendosis

Paragraph: 66

Content:
Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV 2018)
Teil 2 - Strahlenschutz bei geplanten Expositionssituationen
Kapitel 6 - Anforderungen im Zusammenhang mit der Ausübung von Tätigkeiten
Abschnitt 1 - Physikalische Strahlenschutzkontrolle; Strahlenschutzbereiche
§ 66 Messung der Personendosis

(1) Die Messung der Personendosis nach § 65 Absatz 1 Satz 1 hat zu
erfolgen mit

1.  einem Dosimeter, das bei einer nach § 169 des Strahlenschutzgesetzes
    bestimmten Messstelle anzufordern ist, oder

2.  einem Dosimeter, das unter der Verantwortung des
    Strahlenschutzverantwortlichen ausgewertet wird und dessen Verwendung
    nach Zustimmung einer nach § 169 des Strahlenschutzgesetzes bestimmten
    Messstelle von der zuständigen Behörde gestattet wurde.

(2) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass das
Dosimeter an einer für die Exposition als repräsentativ geltenden
Stelle der Körperoberfläche, in der Regel an der Vorderseite des
Rumpfes, getragen wird. Der Messwert des Dosimeters ist als Maß für
die effektive Dosis zu werten, sofern die Körperdosis für einzelne
Körperteile, Organe oder Gewebe nicht genauer ermittelt worden ist.
Ist vorauszusehen, dass im Kalenderjahr die Organ-Äquivalentdosis für
die Hände, die Unterarme, die Füße oder Knöchel oder die lokale
Hautdosis größer als 150 Millisievert oder die Organ-Äquivalentdosis
der Augenlinse größer als 15 Millisievert sein kann, hat der
Strahlenschutzverantwortliche dafür zu sorgen, dass die Personendosis
durch weitere Dosimeter auch an einzelnen Körperteilen festgestellt
wird. Die zuständige Behörde kann auf Grund der Expositionsbedingungen
anordnen, dass die Personendosis nach einem anderen geeigneten oder
nach zwei voneinander unabhängigen Verfahren gemessen wird.

(3) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass

1.  die Dosimeter nach Absatz 1 Nummer 1 und Absatz 2 Satz 3 der
    Messstelle jeweils nach Ablauf eines Monats unverzüglich eingereicht
    werden oder

2.  im Falle des Absatzes 1 Nummer 2 die Messwerte der Messstelle zur
    Prüfung und Feststellung bereitgestellt werden.

Die zuständige Behörde kann gestatten, dass Dosimeter in Zeitabständen
bis zu drei Monaten bei der Messstelle einzureichen sind, wenn die
Expositionsbedingungen dem nicht entgegenstehen.

(4) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass die
Qualität der Messungen nach Absatz 1 Nummer 2 durch regelmäßige
interne Prüfungen sichergestellt wird. Er hat dafür zu sorgen, dass
die Ergebnisse der Prüfungen der zuständigen Behörde auf Verlangen
mitgeteilt werden.

(5) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass einer
zu überwachenden Person auf ihr Verlangen ein Dosimeter zur Verfügung
gestellt wird, mit dem die Personendosis gemessen und jederzeit
festgestellt werden kann.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/strlschv_2018/__66.html
Directory: strlschv_2018
Level: 5.0