Title: § 3 Prüfungsanforderungen im Teil "Produktion, Dienstleistung und Vermarktung"

Description:
Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Gärtner/Gärtnerin (GartMstrV)
§ 3 Prüfungsanforderungen im Teil "Produktion, Dienstleistung und Vermarktung"

Paragraph: 3

Content:
Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Gärtner/Gärtnerin (GartMstrV)
§ 3 Prüfungsanforderungen im Teil "Produktion, Dienstleistung und Vermarktung"

(1) Der Prüfungsteilnehmer soll nachweisen, daß er die
Pflanzenproduktion, die Anlage und Pflege von Grabstätten oder ein
landschaftsgärtnerisches Gesamtwerk einschließlich des jeweils damit
verbundenen Einsatzes von Arbeitskräften, Maschinen, Gebäuden und
Betriebsmitteln sowie die Vermarktung planen, durchführen und
beurteilen kann. Hierbei soll er zeigen, daß er die entsprechenden
Maßnahmen qualitätsorientiert und wirtschaftlich sowie unter Beachtung
des Umweltschutzes und der Arbeitssicherheit durchführen kann.

(2) Die Prüfung erstreckt sich auf folgende Inhalte:

1.  In der Fachrichtung Baumschule:

    a)  Produktions-, Sortiments- und Anbauplanung unter Berücksichtigung
        betrieblicher Erzeugungs- und Vermarktungsmöglichkeiten,

    b)  Planung und Auswahl von Kultur- und Arbeitsverfahren,

    c)  Durchführung der Produktion; Maßnahmen der Qualitätssicherung,

    d)  Wechselbeziehungen zwischen Betrieb und Umwelt; umweltgerechte
        Maßnahmen bei Beschaffung, Produktion, Vermarktung und Entsorgung;
        Bodenschutz,

    e)  Organisation der Arbeit sowie des Arbeitskräfte- und
        Maschineneinsatzes; Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit,

    f)  Aufbereitung; Versand; Vermarktung,

    g)  Pflanzenverwendung,

    h)  rechtliche Bestimmungen für Produktion, Umweltschutz und Vermarktung,

    i)  Preiskalkulation; ökonomische Kontrolle und Beurteilung der
        Produktionsverfahren;

2.  in der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei:

    a)  Planung von friedhofsgärtnerischen Dienstleistungen und der Produktion
        unter Berücksichtigung der betrieblichen Bedingungen,

    b)  Gestaltung, Anlage und Pflege von Grabstätten und Beachtung der
        einschlägigen Richtlinien,

    c)  Gestaltung von Trauerbinderei und Dekorationen,

    d)  Pflanzenverwendung,

    e)  Planung und Auswahl von Kultur- und Arbeitsverfahren; Durchführung der
        Produktion,

    f)  Wechselbeziehungen zwischen Betrieb und Umwelt; umweltgerechte
        Maßnahmen bei Beschaffung, Produktion, Dienstleistung, Vermarktung und
        Entsorgung,

    g)  Organisation der Arbeit sowie des Arbeitskräfte- und
        Maschineneinsatzes; Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit,

    h)  Kundenberatung und Verkauf,

    i)  rechtliche Bestimmungen, einschließlich Friedhofssatzungen und
        -ordnungen,

    k)  Preiskalkulation; ökonomische Kontrolle und Beurteilung;

3.  in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau:

    a)  Auftragsbeschaffung; Ausschreibung und Kalkulation,

    b)  Planung und Vorbereitung von Bauleistungen und Pflegemaßnahmen,
        insbesondere Arbeitskräfte- und Maschineneinsatz; Bauzeitenplan;
        Massenliste; Pflanzplan,

    c)  Abwicklung von Neuanlagen und Pflegeaufträgen, insbesondere
        Erdarbeiten, Entwässerungsarbeiten, Wege- und Mauerbau,
        vegetationstechnische Arbeiten,

    d)  Pflanzenverwendung; Lebensbereiche; Kultur- und Wildpflanzen;
        Ansprüche der Pflanzen an die Wachstumsfaktoren und deren
        Beeinflussung,

    e)  Bauüberwachung; Aufmaß; Abrechnung; Nachkalkulation,

    f)  Wechselbeziehungen zwischen Betrieb und Umwelt; umweltgerechte
        Maßnahmen bei der Beschaffung von Betriebsmitteln, der Durchführung
        von landschaftsgärtnerischen Arbeiten und der Entsorgung; Bodenschutz,

    g)  Organisation der Arbeit sowie des Arbeitskräfte- und
        Maschineneinsatzes; Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit,

    h)  rechtliche Bestimmungen, einschließlich der Verdingungsordnung für
        Bauleistungen, der Fachnormen und sonstiger anerkannter Regeln der
        Technik;

4.  in der Fachrichtung Gemüsebau:

    a)  Sortiments- und Anbauplanung unter Berücksichtigung betrieblicher
        Erzeugungs- und Vermarktungsmöglichkeiten,

    b)  Planung und Auswahl von Produktions- und Arbeitsverfahren,

    c)  Durchführung der Produktion; Maßnahmen der Qualitätssicherung,

    d)  Wechselbeziehungen zwischen Betrieb und Umwelt; umweltgerechte
        Maßnahmen bei Beschaffung, Produktion, Vermarktung und Entsorgung;
        Bodenschutz,

    e)  Organisation der Arbeit sowie des Arbeitskräfte- und
        Maschineneinsatzes; Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit,

    f)  Aufbereitung; Sortierung; Vermarktung,

    g)  rechtliche Bestimmungen für Produktion, Umweltschutz und Vermarktung,

    h)  Preiskalkulation; ökonomische Kontrolle und Beurteilung der
        Produktionsverfahren;

5.  in der Fachrichtung Obstbau:

    a)  Sortiments- und Anbauplanung unter Berücksichtigung betrieblicher
        Erzeugungs- und Vermarktungsmöglichkeiten,

    b)  Planung und Auswahl von Produktions- und Arbeitsverfahren,

    c)  Durchführung der Produktion; Maßnahmen der Qualitätssicherung,

    d)  Wechselbeziehungen zwischen Betrieb und Umwelt; umweltgerechte
        Maßnahmen bei Beschaffung, Produktion, Vermarktung und Entsorgung;
        Bodenschutz,

    e)  Organisation der Arbeit sowie des Arbeitskräfte- und
        Maschineneinsatzes; Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit,

    f)  Aufbereitung; Sortierung; Vermarktung,

    g)  rechtliche Bestimmungen für Produktion, Umweltschutz und Vermarktung,

    h)  Preiskalkulation; ökonomische Kontrolle und Beurteilung der
        Produktionsverfahren;

6.  in der Fachrichtung Staudengärtnerei:

    a)  Produktions-, Sortiments- und Anbauplanung unter Berücksichtigung
        betrieblicher Erzeugungs- und Vermarktungsmöglichkeiten,

    b)  Planung und Auswahl von Kultur- und Arbeitsverfahren,

    c)  Durchführung der Produktion; Maßnahmen der Qualitätssicherung,

    d)  Wechselbeziehungen zwischen Betrieb und Umwelt; umweltgerechte
        Maßnahmen bei Beschaffung, Produktion, Vermarktung und Entsorgung,

    e)  Organisation der Arbeit sowie des Arbeitskräfte- und
        Maschineneinsatzes; Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit,

    f)  Aufbereitung; Vermarktung,

    g)  Pflanzenverwendung; Lebensbereiche,

    h)  rechtliche Bestimmungen für Produktion, Umweltschutz und Vermarktung,

    i)  Preiskalkulation; ökonomische Kontrolle und Beurteilung der
        Produktionsverfahren;

7.  in der Fachrichtung Zierpflanzenbau:

    a)  Produktions-, Sortiments- und Anbauplanung unter Berücksichtigung
        betrieblicher Erzeugungs- und Vermarktungsmöglichkeiten,

    b)  Planung und Auswahl von Kultur- und Arbeitsverfahren,

    c)  Durchführung der Produktion; Maßnahmen der Qualitätssicherung,

    d)  Wechselbeziehungen zwischen Betrieb und Umwelt; umweltgerechte
        Maßnahmen bei Beschaffung, Produktion, Vermarktung und Entsorgung,

    e)  Organisation der Arbeit sowie des Arbeitskräfte- und
        Maschineneinsatzes; Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit,

    f)  Aufbereitung; Vermarktung,

    g)  Pflanzenverwendung,

    h)  rechtliche Bestimmungen für Produktion, Umweltschutz und Vermarktung,

    i)  Preiskalkulation; ökonomische Kontrolle und Beurteilung der
        Produktionsverfahren.

(3) Die Prüfung besteht aus einer praxisbezogenen Aufgabe nach Maßgabe
des Absatzes 4 und einer schriftlichen Prüfung nach Maßgabe des
Absatzes 5.

(4) Bei der praxisbezogenen Aufgabe soll der Prüfungsteilnehmer
bezogen auf die von ihm gewählte Fachrichtung nachweisen, daß er
ausgehend von konkreten betrieblichen Situationen Zusammenhänge der
Bereiche Produktion, Anlage und Pflege von Grabstätten oder Bau und
Pflege landschaftsgärtnerischer Anlagen sowie der Vermarktung im
komplexen Sinne erfassen und analysieren sowie entsprechende
umsetzbare Lösungsvorschläge erstellen kann. Die Ergebnisse sind
schriftlich darzustellen und in einem Prüfungsgespräch zu erläutern.
Bei der Auswahl der Aufgabe sollen Vorschläge des Prüfungsteilnehmers
berücksichtigt werden. Für die praxisbezogene Aufgabe stehen bis zu
drei Monate zur Verfügung. Das Prüfungsgespräch bezieht sich auf die
in Absatz 2 für die jeweilige Fachrichtung aufgeführten Inhalte und
soll je Prüfungsteilnehmer nicht länger als 60 Minuten dauern.

(5) Die schriftliche Prüfung besteht aus einer unter Aufsicht
anzufertigenden Arbeit zu einer komplexen Aufgabe aus den in Absatz 2
aufgeführten Inhalten und soll nicht länger als drei Stunden dauern.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gartmstrv/__3.html
Directory: gartmstrv
Level: 2.0