Title: § 12 Auswirkungen auf den Gewinn der übernehmenden Körperschaft

Description:
Umwandlungssteuergesetz (UmwStG 1995)
Dritter Teil - Verschmelzung oder Vermögensübertragung (Vollübertragung) auf eine andere Körperschaft
§ 12 Auswirkungen auf den Gewinn der übernehmenden Körperschaft

Paragraph: 12

Content:
Umwandlungssteuergesetz (UmwStG 1995)
Dritter Teil - Verschmelzung oder Vermögensübertragung (Vollübertragung) auf eine andere Körperschaft
§ 12 Auswirkungen auf den Gewinn der übernehmenden Körperschaft

(1)
1             Für die Übernahme der übergegangenen Wirtschaftsgüter
gilt § 4 Abs. 1 entsprechend.
2             Beim Vermögensübergang von einer steuerfreien auf eine
steuerpflichtige Körperschaft sind die übergegangenen Wirtschaftsgüter
abweichend von § 4 Abs. 1 mit dem Teilwert anzusetzen.

(2)
1             Bei der Ermittlung des Gewinns der übernehmenden
Körperschaft bleibt ein Gewinn oder ein Verlust in Höhe des
Unterschieds zwischen dem Buchwert der Anteile (§ 4 Abs. 4 Satz 2) und
dem Wert, mit dem die übergegangenen Wirtschaftsgüter zu übernehmen
sind, außer Ansatz.
2             Übersteigen die tatsächlichen Anschaffungskosten den
Buchwert der Anteile an der übertragenden Körperschaft, so ist der
Unterschiedsbetrag dem Gewinn der übernehmenden Körperschaft
hinzuzurechnen; die Zuwendungen an Unterstützungskassen rechnen zu den
tatsächlichen Anschaffungskosten.
3             Die Hinzurechnung unterbleibt, soweit eine
Gewinnminderung, die sich durch den Ansatz der Anteile mit dem
niedrigeren Teilwert ergeben hat, nach § 50c des
Einkommensteuergesetzes oder nach § 8b Abs. 3 des
Körperschaftsteuergesetzes nicht anerkannt worden ist.

(3)
1             Die übernehmende Körperschaft tritt in die steuerliche
Rechtsstellung der übertragenden Körperschaft ein, insbesondere
bezüglich der Bewertung der übernommenen Wirtschaftsgüter, der
Absetzungen für Abnutzung und der den steuerlichen Gewinn mindernden
Rücklagen.
2             Das gilt auch für einen verbleibenden Verlustvortrag im
Sinne des § 10d des Einkommensteuergesetzes unter der Voraussetzung,
dass der Betrieb oder Betriebsteil, der den Verlust verursacht hat,
über den Verschmelzungsstichtag hinaus in einem nach dem Gesamtbild
der wirtschaftlichen Verhältnisse vergleichbaren Umfang in den
folgenden fünf Jahren fortgeführt wird.

(4) § 4 Abs. 2 Satz 3 und Abs. 3 sowie § 5 Abs. 1 gelten entsprechend.
§ 6 Abs. 1 und 2 gilt sinngemäß für den Teil des Gewinns aus der
Vereinigung von Forderungen und Verbindlichkeiten, der der Beteiligung
der übernehmenden Körperschaft am Kapital der übertragenden
Körperschaft entspricht.

(5)
1             Im Falle des Vermögensübergangs in den nicht
steuerpflichtigen oder steuerbefreiten Bereich der übernehmenden
Körperschaft gilt das in der Steuerbilanz ausgewiesene Eigenkapital
abzüglich des Bestands des steuerlichen Einlagekontos im Sinne des §
27 des Körperschaftsteuergesetzes, der sich nach Anwendung des § 29
Abs. 1 des Körperschaftsteuergesetzes ergibt, als Bezug im Sinne des §
20 Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes.
2             § 10 gilt entsprechend.
3             Absatz 3 gilt in diesem Fall nicht für einen
verbleibenden Verlustvortrag im Sinne des § 10d Abs. 4 Satz 2 des
Einkommensteuergesetzes.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/umwstg_1995/__12.html
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