Title: § 7 Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement (BüroMKfAusbV)
§ 7 Abschlussprüfung

Paragraph: 7

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement (BüroMKfAusbV)
§ 7 Abschlussprüfung

(1) Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die
berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung
soll der Prüfling nachweisen, dass er

1.  die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht,

2.  die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und

3.  mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die
    Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist.

Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen.

(2) Die Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen

1.  informationstechnisches Büromanagement,

2.  Kundenbeziehungsprozesse,

3.  Fachaufgabe in der Wahlqualifikation,

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich „informationstechnisches Büromanagement“
bestehen folgende Vorgaben:

1.  der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, im Rahmen eines
    ganzheitlichen Arbeitsauftrages Büro- und Beschaffungsprozesse zu
    organisieren und kundenorientiert zu bearbeiten; dabei soll er
    nachweisen, dass er unter Anwendung von Textverarbeitungs- und
    Tabellenkalkulationsprogrammen recherchieren, dokumentieren und
    kalkulieren kann;

2.  der Prüfling soll berufstypische Aufgaben schriftlich computergestützt
    bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(4) Für den Prüfungsbereich „Kundenbeziehungsprozesse“ bestehen
folgende Vorgaben:

1.  der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, komplexe
    Arbeitsaufträge handlungsorientiert zu bearbeiten; dabei soll er
    zeigen, dass er Aufträge kundenorientiert abwickeln, personalbezogene
    Aufgaben wahrnehmen und Instrumente der kaufmännischen Steuerung
    fallbezogen einsetzen kann;

2.  der Prüfling soll berufstypische Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 150 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich „Fachaufgabe in der Wahlqualifikation“
bestehen folgende Vorgaben:

1.  der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  berufstypische Aufgabenstellungen zu erfassen, Probleme und
        Vorgehensweisen zu erörtern sowie Lösungswege zu entwickeln, zu
        begründen und zu reflektieren,

    b)  kunden- und serviceorientiert zu handeln,

    c)  betriebspraktische Aufgaben unter Berücksichtigung wirtschaftlicher,
        ökologischer und rechtlicher Zusammenhänge zu planen, durchzuführen
        und auszuwerten sowie

    d)  Kommunikations- und Kooperationsbedingungen zu berücksichtigen;

2.  mit dem Prüfling soll ein fallbezogenes Fachgespräch durchgeführt
    werden, für das folgende Vorgaben bestehen:

    a)  Grundlage für das fallbezogene Fachgespräch ist eine der festgelegten
        Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 3,

    b)  bewertet werden die Leistungen, die der Prüfling im fallbezogenen
        Fachgespräch zeigt,

    c)  das Fachgespräch soll höchstens 20 Minuten dauern und

    d)  das Fachgespräch wird mit einer Darstellung von Aufgabe und Lösungsweg
        durch den Prüfling eingeleitet;

3.  zur Vorbereitung auf das fallbezogene Fachgespräch soll der Prüfling

    a)  für jede der beiden festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 3
        einen höchstens dreiseitigen Report über die Durchführung einer
        betrieblichen Fachaufgabe erstellen oder

    b)  eine von zwei praxisbezogenen Fachaufgaben, die ihm vom
        Prüfungsausschuss zur Wahl gestellt werden, bearbeiten und Lösungswege
        entwickeln; Grundlage für die Fachaufgaben ist eine der festgelegten
        Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 3.

Der Ausbildungsbetrieb teilt der zuständigen Stelle mit der Anmeldung
zur Abschlussprüfung mit, welche Variante nach Satz 1 Nummer 3 gewählt
wird. Wird die Variante nach Satz 1 Nummer 3 Buchstabe a gewählt, hat
der Ausbildende zu bestätigen, dass die Fachaufgaben vom Prüfling
eigenständig im Betrieb durchgeführt worden sind. Die Reporte sind dem
Prüfungsausschuss spätestens am ersten Tag der Abschlussprüfung
zuzuleiten. Sie werden nicht bewertet. Aus den beiden betrieblichen
Fachaufgaben wählt der Prüfungsausschuss eine aus. Ausgehend von der
gewählten Fachaufgabe und dem dazu erstellten Report entwickelt der
Prüfungsausschuss für die zugrunde liegende Wahlqualifikation das
fallbezogene Fachgespräch so, dass die in Satz 1 Nummer 1 genannten
Vorgaben nachgewiesen werden können. Wird die Variante nach Satz 1
Nummer 3 Buchstabe b gewählt, ist dem Prüfling eine Vorbereitungszeit
von 20 Minuten einzuräumen. Ausgehend von der Fachaufgabe, die der
Prüfling gewählt hat, entwickelt der Prüfungsausschuss für die
zugrunde liegende Wahlqualifikation das fallbezogene Fachgespräch so,
dass die in Satz 1 Nummer 1 genannten Vorgaben nachgewiesen werden
können.

(6) Für den Prüfungsbereich „Wirtschafts- und Sozialkunde“ bestehen
folgende Vorgaben:

1.  der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine
    wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und
    Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen;

2.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/b_romkfausbv/__7.html
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