Title: § 6 Treuhandgeschäfte

Description:
Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV)
Abschnitt 2 - Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
§ 6 Treuhandgeschäfte

Paragraph: 6

Content:
Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV)
Abschnitt 2 - Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
§ 6 Treuhandgeschäfte

(1) Vermögensgegenstände und Schulden, die ein Institut im eigenen
Namen, aber für fremde Rechnung hält, sind in seine Bilanz
aufzunehmen. Die Gesamtbeträge sind in der Bilanz unter den Posten
"Treuhandvermögen" (Aktivposten Nr. 9) und "Treuhandverbindlichkeiten"
(Passivposten Nr. 4) auszuweisen und im Anhang nach den Aktiv- und
Passivposten des Formblatts aufzugliedern. Als Gläubiger gilt bei
hereingenommenen Treuhandgeldern die Stelle, der das bilanzierende
Kreditinstitut die Gelder unmittelbar schuldet. Als Schuldner gilt bei
Treuhandkrediten die Stelle, an die das bilanzierende Kreditinstitut
die Gelder unmittelbar ausreicht.

(2) Kredite sind unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 in der
Bilanz im Vermerk "darunter: Treuhandkredite" bei Aktivposten Nr. 9
und bei Passivposten Nr. 4 auszuweisen.

(3) Vermögensgegenstände und Schulden, die ein Institut im fremden
Namen für fremde Rechnung hält, dürfen in seine Bilanz nicht
aufgenommen werden.

(4) Kapitalverwaltungsgesellschaften haben die Summe der Inventarwerte
und die Zahl der verwalteten Investmentvermögen in der Bilanz auf der
Passivseite unter dem Strich in einem Posten mit der Bezeichnung "Für
Anteilinhaber verwaltete Investmentvermögen" auszuweisen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/rechkredv/__6.html
Directory: rechkredv
Level: 3.0