Title: § 1 Mindestanforderungen an die Einrichtung und den Bewirtschaftungszustand

Description:
Verordnung über die Eignung der Ausbildungsstätte für die Berufsausbildung zum Milchwirtschaftlichen Laboranten und zur Milchwirtschaftlichen Laborantin (MilchLAusbStEignV)
§ 1 Mindestanforderungen an die Einrichtung und den Bewirtschaftungszustand

Paragraph: 1

Content:
Verordnung über die Eignung der Ausbildungsstätte für die Berufsausbildung zum Milchwirtschaftlichen Laboranten und zur Milchwirtschaftlichen Laborantin (MilchLAusbStEignV)
§ 1 Mindestanforderungen an die Einrichtung und den Bewirtschaftungszustand

(1) Die Ausbildungsstätte muss unter Berücksichtigung der in § 27
Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes genannten Anforderungen ein
Betrieb sein, der nach Art und Umfang der Produktion, der
Dienstleistungen und nach seinem Bewirtschaftungszustand die
Voraussetzungen dafür bietet, dass den Auszubildenden die in der
Milchwirtschaftliche-Laboranten-Ausbildungsverordnung vom 29. Mai 2013
(BGBl. I S. 1405) in der jeweils geltenden Fassung geforderten
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche
Handlungsfähigkeit) vermittelt werden können. Eine kontinuierliche
Anleitung muss gewährleistet sein.

(2) Die Ausbildungsstätte muss als milchwirtschaftliches Unternehmen,
als selbstständige milchwirtschaftliche Betriebseinheit, als
milchwirtschaftliche Untersuchungsanstalt oder als Einrichtung der
öffentlichen Hand bewirtschaftet und nach betriebswirtschaftlichen
Grundsätzen geführt werden. Die Wirtschaftsergebnisse müssen
buchführungsgemäß erfasst sein.

(3) Die Gebäude, baulichen Anlagen, Maschinen, Anlagen und Geräte der
Ausbildungsstätte müssen den im Hinblick auf die Ausbildungsziele zu
stellenden Anforderungen entsprechen, in ordnungsgemäßem Zustand sein
und dem Stand der Technik entsprechen.

(4) Ausbildungsstätten, die selbst nicht über die für die Durchführung
der Ausbildung erforderliche Vielfalt und den notwendigen Umfang der
Produktion verfügen, dürfen nur ausbilden, wenn sie nachweisen, dass
die durch sie nicht zu vermittelnden Inhalte der Ausbildungsordnung in
dem für die Ausbildung notwendigen Umfang und der erforderlichen
Vielfalt bei Vertragspartnern vermittelt werden können.

(5) Es muss gewährleistet sein, dass die erforderlichen
Betriebsmittel, insbesondere die Geräte, Maschinen und technischen
Einrichtungen, für die Ausbildung zur Verfügung stehen und in
ordnungsgemäßem Zustand sind.

(6) Ein Abdruck der Milchwirtschaftliche-Laboranten-
Ausbildungsverordnung sowie der Prüfungsordnung und der
Ausbildungsplan müssen in der Ausbildungsstätte an geeigneter Stelle
zur Einsicht ausgelegt oder den Auszubildenden ausgehändigt werden.
Den Auszubildenden soll für die betriebliche Ausbildung förderliche
Fachliteratur zur Verfügung stehen. Soweit tarifvertragliche
Regelungen für den Ausbildungsbetrieb gelten, sind diese in der
Ausbildungsstätte zur Einsicht auszulegen.

(7) Die Ausbildungsstätte muss die Gewähr dafür bieten, dass die
Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes, des
Mutterschutzgesetzes, der Unfallverhütungsvorschriften, der
Arbeitsstättenverordnung und sonstige Vorschriften zum Schutze der
Auszubildenden eingehalten werden können. Sie muss über geeignete
Sozialräume und Sanitärräume verfügen. Bei der Beantragung der
Anerkennung nach § 27 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes muss eine
Bescheinigung der zuständigen Berufsgenossenschaft über die
sicherheitstechnische Überprüfung des Betriebes vorliegen, die nicht
älter als ein Jahr ist.

(8) Eine Ausbildungsstätte ist ungeeignet, wenn über das Vermögen des
Inhabers oder der Inhaberin ein Insolvenz- oder Vergleichsverfahren
eröffnet worden ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/milchlausbsteignv/__1.html
Directory: milchlausbsteignv
Level: 2.0