Title: § 41 Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung

Description:
Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV)
Abschnitt 4 - Vorschriften zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
§ 41 Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung

Paragraph: 41

Content:
Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV)
Abschnitt 4 - Vorschriften zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
§ 41 Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung

(1) Die Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
umfassen die im Geschäftsjahr für Versicherungsfälle geleisteten
Bruttozahlungen sowie die Veränderung der Brutto-Rückstellung für noch
nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Von den Bruttoaufwendungen
gemäß Satz 1 sind die Anteile der Rückversicherer abzusetzen.

(2) Als Bruttobetrag der Zahlungen für Versicherungsfälle sind die
gesamten im Geschäftsjahr erfolgten Zahlungen für Versicherungsfälle
des Geschäftsjahres und der Vorjahre abzüglich der im Geschäftsjahr
erhaltenen Zahlungen auf Grund von Regressen, Provenues und
Teilungsabkommen sowie der Zahlungen im Sinne des § 26 Abs. 2 Satz 2
auszuweisen. Hierbei sind die Schadenreserve-Austrittsbeträge auf
Grund von Vertragskündigungen zum Ende des Geschäftsjahres zu
berücksichtigen. Der Bruttobetrag der Zahlungen für Versicherungsfälle
umfaßt auch Rentenzahlungen, gezahlte Rückkäufe und Rückgewährbeträge
sowie die dem Funktionsbereich "Regulierung von Versicherungsfällen,
Rückkäufen und Rückgewährbeträgen" zugeordneten Personal- und
Sachaufwendungen, bestehend aus den externen und internen
Regulierungsaufwendungen. Zu den externen Regulierungsaufwendungen
gehören insbesondere die Anwalts-, Gerichts- und Prozeßkosten,
Honorare für betriebsfremde Schadenregulierer sowie die
Zusatzprovisionen für Schadenregulierung an die
Versicherungsvermittler. Als Regulierungsaufwendungen sind auch die
Aufwendungen zur Abwehr unbegründeter Ansprüche in der
Haftpflichtversicherung sowie die entschädigungsgleichen Aufwendungen
in der Rechtsschutzversicherung, die durch die Betreuung der
Versicherungsnehmer und der Anwälte sowie die Prüfung der
Erfolgsaussichten entstehen, zu berücksichtigen.

(3) Die Veränderung des Bruttobetrags der Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle ergibt sich aus der Differenz zwischen
dem entsprechenden Wert am Ende des Geschäftsjahres und demjenigen am
Anfang des Geschäftsjahres.

(4) Bei dem Ausweis des Anteils der Rückversicherer an dem
Bruttobetrag der Zahlungen für Versicherungsfälle und an der
Veränderung des Bruttobetrags der Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle sind die Absätze 2 und 3 entsprechend
anzuwenden.

(5) Ist das Ergebnis aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden
Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle erheblich, so ist dieses nach Art und Höhe im
Anhang zu erläutern.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/rechversv/__41.html
Directory: rechversv
Level: 3.0