Title: § 24 Komplextherapie, integrierte Versorgung und Leistungen psychiatrischer und psychosomatischer Institutsambulanzen

Description:
Verordnung über Beihilfe in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (BBhV)
Kapitel 2 - Aufwendungen in Krankheitsfällen
Abschnitt 2 - Sonstige Aufwendungen
§ 24 Komplextherapie, integrierte Versorgung und Leistungen psychiatrischer und psychosomatischer Institutsambulanzen

Paragraph: 24

Content:
Verordnung über Beihilfe in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (BBhV)
Kapitel 2 - Aufwendungen in Krankheitsfällen
Abschnitt 2 - Sonstige Aufwendungen
§ 24 Komplextherapie, integrierte Versorgung und Leistungen psychiatrischer und psychosomatischer Institutsambulanzen

(1) Aufwendungen für Leistungen, die in Form von ambulanten, voll-
oder teilstationären Komplextherapien erbracht werden, sind abweichend
von § 6 Absatz 5 und § 23 Absatz 1 in angemessener Höhe beihilfefähig.
Komplextherapie ist eine aus verschiedenen, sich ergänzenden Teilen
zusammengesetzte Therapie spezifischer Krankheitsbilder und wird von
einem interdisziplinären Team erbracht.

(2) Aufwendungen für Leistungen psychiatrischer oder psychosomatischer
Institutsambulanzen sind entsprechend § 118 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch beihilfefähig bis zur Höhe der Vergütungen, die die
Einrichtung mit dem Verband der privaten Krankenversicherung e. V.,
mit einem Landesverband der Krankenkassen, mit einem privaten
Krankenversicherungsunternehmen oder mit Sozialversicherungsträgern in
einer Vereinbarung getroffen hat.

(3) Aufwendungen für die ambulante sozialpädiatrische Behandlung von
Kindern in sozialpädiatrischen Zentren, die zu einer solchen
Behandlung nach § 119 Absatz 1 Satz 1 des Fünften Buches
Sozialgesetzbuch ermächtigt wurden, sind beihilfefähig bis zu der Höhe
der Vergütung, die die Einrichtung mit dem Verband der privaten
Krankenversicherung e. V., mit einem Landesverband der Krankenkassen,
mit einem privaten Krankenversicherungsunternehmen oder mit
Sozialversicherungsträgern in einer Vereinbarung getroffen hat.
Aufwendungen für sozialpädagogische Leistungen sind nicht
beihilfefähig.

(4) Aufwendungen für Leistungen, die als integrierte Versorgung
erbracht und pauschal berechnet werden, sind in der Höhe der
Pauschalbeträge beihilfefähig, wenn dazu Verträge zwischen den
Leistungserbringerinnen und Leistungserbringern und den Unternehmen
der privaten Krankenversicherung oder Beihilfeträgern abgeschlossen
wurden oder Verträge zu integrierten Versorgungsformen nach § 140a des
Fünften Buches Sozialgesetzbuch bestehen.

(5) Bei chronisch Kranken oder schwerstkranken Personen, die das 14.
Lebensjahr, in besonders schwerwiegenden Fällen das 18. Lebensjahr,
noch nicht vollendet haben, sind Aufwendungen für sozialmedizinische
Nachsorgemaßnahmen beihilfefähig, wenn die Maßnahmen

1.  durchgeführt werden im Anschluss an

    a)  eine Behandlung in einem Krankenhaus, das nach § 108 des Fünften
        Buches Sozialgesetzbuch zugelassen ist,

    b)  eine Behandlung in einem Krankenhaus, das die Voraussetzungen des
        § 107 Absatz 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch erfüllt, aber nicht
        nach § 108 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch zugelassen ist, oder

    c)  eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme im Sinne von § 35 Absatz 1
        Satz 1 Nummer 1 oder Nummer 3 und

2.  erforderlich sind, um den stationären Aufenthalt zu verkürzen oder die
    anschließende ambulante ärztliche Behandlung zu sichern.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bbhv/__24.html
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