Title: § 12 Vermögens- und Ertragsanforderungen

Description:
Gesetz über deutsche Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen (REITG)
Abschnitt 2 - Qualifikation als REIT-Aktiengesellschaft
§ 12 Vermögens- und Ertragsanforderungen

Paragraph: 12

Content:
Gesetz über deutsche Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen (REITG)
Abschnitt 2 - Qualifikation als REIT-Aktiengesellschaft
§ 12 Vermögens- und Ertragsanforderungen

(1) Ist die REIT-Aktiengesellschaft zur Aufstellung eines
Konzernabschlusses gemäß § 315e des Handelsgesetzbuchs verpflichtet,
ist für Zwecke dieser Vorschrift oder der §§ 14 und 15 auf den
Konzernabschluss abzustellen, anderenfalls auf den Einzelabschluss
gemäß § 325 Abs. 2a des Handelsgesetzbuchs. Dabei ist für Zwecke
dieser Vorschrift oder der §§ 14 und 15 für als Finanzinvestition
gehaltenes unbewegliches Vermögen der beizulegende Zeitwert im Sinne
des IAS 40 maßgebend. Beteiligungen an
Immobilienpersonengesellschaften gelten für Zwecke dieser Vorschrift
und der §§ 14 und 15 als unbewegliches Vermögen und sind mit dem
beizulegenden Zeitwert zu bewerten.

(2) Bezogen auf die Summe der Aktiva gemäß Einzel- bzw.
Konzernabschluss nach Absatz 1 abzüglich der
Ausschüttungsverpflichtung im Sinne des § 13 Abs. 1 und der Rücklagen
im Sinne des § 13 Abs. 3

a)  müssen zum Ende eines jeden Geschäftsjahres mindestens 75 Prozent der
    Aktiva zum unbeweglichen Vermögen gehören und

b)  dürfen die Aktiva, die zum Vermögen von in den Konzernabschluss der
    REIT-Aktiengesellschaft einzubeziehenden REIT-
    Dienstleistungsgesellschaften gehören, zum Ende eines jeden
    Geschäftsjahres höchstens 20 Prozent ausmachen.

(3) Bezogen auf die gesamten Umsatzerlöse zuzüglich der sonstigen
Erträge aus unbeweglichem Vermögen eines Geschäftsjahres gemäß Einzel-
bzw. Konzernabschluss nach Absatz 1

a)  müssen mindestens 75 Prozent der Umsatzerlöse zuzüglich der sonstigen
    Erträge aus unbeweglichem Vermögen eines Geschäftsjahres aus
    Vermietung, Leasing, Verpachtung einschließlich immobiliennaher
    Tätigkeiten oder Veräußerung von unbeweglichem Vermögen stammen und

b)  darf die Summe der Umsatzerlöse zuzüglich der sonstigen Erträge aus
    unbeweglichem Vermögen eines Geschäftsjahres von REIT-
    Dienstleistungsgesellschaften, die in den Konzernabschluss der REIT-
    Aktiengesellschaft einzubeziehen sind, höchstens 20 Prozent ausmachen.

(4) Zu den sonstigen Erträgen aus unbeweglichem Vermögen im Sinne des
Absatzes 3 zählen nicht regelmäßig wiederkehrende Erträge,
erfolgswirksam erfasste Bewertungsgewinne und -verluste, realisierte
Veräußerungsverluste sowie Erträge aus Vermietung, Leasing,
Verpachtung und Veräußerung von unbeweglichem Vermögen, soweit sie
nicht unter den Umsatzerlösen zu erfassen sind. Bewertungsgewinne und
-verluste sind Gewinne und Verluste aus dem Ansatz des als
Finanzinvestition gehaltenen unbeweglichen Vermögens im Einzel- bzw.
Konzernabschluss nach Absatz 1 mit dem beizulegenden Zeitwert im Sinne
des IAS 40. Erfolgt der Ansatz des als Finanzinvestition gehaltenen
unbeweglichen Vermögens im Einzel- bzw. Konzernabschluss der REIT-
Aktiengesellschaft gemäß IAS 40 mit den fortgeführten
Anschaffungskosten, sind in einer Nebenrechnung Bewertungsgewinne und
-verluste im Sinne des Satzes 2 zu ermitteln und den sonstigen
Erträgen hinzuzusetzen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/reitg/__12.html
Directory: reitg
Level: 3.0