Title: Anlage 1 Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Textilgestalter und zur Textilgestalterin im Handwerk

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Textilgestalter und zur Textilgestalterin im Handwerk (TextilGestAusbV)
Anlage 1 Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Textilgestalter und zur Textilgestalterin im Handwerk

Paragraph: 17

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Textilgestalter und zur Textilgestalterin im Handwerk (TextilGestAusbV)
Anlage 1 Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Textilgestalter und zur Textilgestalterin im Handwerk

(Fundstelle: BGBl. I 2011, 1187 - 1195)

**Abschnitt A: Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *   1.–18.
        Monat

    *   19.–24.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Textile Rohstoffe und Produkte
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt A Nummer 1)

    *
        a)  textile Faserstoffe nach Aufbau und Eigenschaften einteilen

        b)  Faserstoffarten bestimmen

        c)  Feinheitsbezeichnungen anwenden sowie Feinheitsbe- und -umrechnungen
            durchführen

        d)  Konstruktionsmerkmale textiler Flächengebilde unterscheiden sowie
            deren Eigenschaften bestimmen

        e)  Einfluss von Fasereigenschaften und -mischungen auf
            Herstellungsprozesse und Fertigprodukte berücksichtigen

        f)  Garne und Zwirne unterscheiden sowie deren Eigenschaften bestimmen

        g)  Veredlungsprozesse hinsichtlich ihrer Art und Auswirkungen
            unterscheiden

        h)  Gebrauchs- und Pflegeanforderungen von Textilien festlegen

    *   8

    *

*    *   2

    *   Entwickeln, Gestalten und Präsentieren von Entwürfen
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt A Nummer 2)

    *
        a)  Grundlagen von Formen- und Farbenlehren anwenden, Flächen gestalten

        b)  Skizzen anfertigen

        c)  Anregungen sammeln und auswerten, Musterschutzbestimmungen beachten

        d)  Muster und Vorlagen analysieren

        e)  Materialien auswählen

        f)  technische Umsetzbarkeit von Entwürfen prüfen

        g)  Zusammenwirken von Materialauswahl, Farbgebung und Technik
            berücksichtigen, Varianten entwickeln

    *   10

    *

*    *
        h)  Entwürfe, insbesondere nach historischen, modischen, funktionalen und
            technologischen Gesichtspunkten, gestalten und ausarbeiten

        i)  Entwürfe nach Verwendungszweck und Kundenanforderungen optimieren

        j)  Ergebnisse präsentieren

    *
    *   6

*    *   3

    *   Experimentelles Arbeiten
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt A Nummer 3)

    *
        a)  Eigenschaften und Wirkungen von unterschiedlichen Materialien
            herausarbeiten

        b)  textile und nicht textile Werkstoffe auswählen, kombinieren und
            einsetzen, Effekte erzielen

        c)  unterschiedliche Techniken, Geräte und Werkzeuge anwenden

        d)  Entwicklungsschritte und Gestaltungsprozesse reflektieren und
            dokumentieren

    *   7

    *

*    *   4

    *   Anfertigen und Anwenden von technischen Unterlagen
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt A Nummer 4)

    *
        a)  Zeichnungen und Schnitte erstellen, Schrumpfungsfaktor beachten
            oder
            Klöppelbriefe und technische Zeichnungen erstellen
            oder
            Werkzeichnungen erstellen, perforieren, auftragen und fixieren
            oder
            Patronen erstellen, Maschenmuster zeichnerisch darstellen, Lochkarten
            anfertigen und Schnitte erstellen
            oder
            Patronen und Gewebeschnitte für Grundbindungen und abgeleitete
            Köperbindungen erstellen

        b)  Rapporte oder Maßstäbe berechnen, Normen anwenden

        c)  technische Unterlagen, insbesondere Fertigungsvorschriften und
            Arbeitsanweisungen, anwenden

    *   9

    *

*    *   5

    *   Anwenden von Fertigungstechniken
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt A Nummer 5)

    *
        a)  Fertigungstechniken auswählen und festlegen

        b)  vorbereitende Arbeiten durchführen:
            Schablonen und Filzproben erstellen
            oder
            Garne spulen, Klöppelkissen und Klöppelbriefe für Torchon-, Cluny- und
            Bänderspitzen vorbereiten, Klöppelprobe erstellen
            oder
            gesponnene und gedrehte Schnurmuster anfertigen
            oder
            Stickböden berechnen und zuschneiden, Stickböden mit glatten
            Oberflächen und Materialien vorbereiten und Stickrahmen einrichten
            oder
            Garne spulen, Maschinen einrichten, Maschenproben erstellen
            oder
            Garne spulen, Webketten schären, Handwebstühle einrichten,
            Knotentechniken anwenden, Fachbildung sowie Kett- und
            Schussfadenspannung prüfen und optimieren

        c)  Fertigungstechniken anwenden:
            Wollsorten kombinieren, Farben, insbesondere durch Kardieren, mischen;
            Kugeln, Schnüre und gleichmäßige Wolllagen für Flächen und Hohlkörper
            durch Walken, Roll- und Reibetechniken herstellen
            oder
            Klöppelspitzen in den Techniken Torchon-, Cluny-Flandrische Spitze,
            Brügger Blumenwerk und Bänderspitze anfertigen, insbesondere
            Schneeberger, Russische Bänderspitze, Idrija-Spitze, Farbsymbolik und
            Grundschläge anwenden, Anfang und Ende berücksichtigen, Knoten,
            insbesondere Weber- und Schlingknoten, anwenden, Ecken durch
            Spiegelung konstruieren, Spitzen montieren
            oder
            Ripsborten, Schnittfransen und Schusscrepinen weben, glatte Schnüre
            und Seile herstellen, aufgelegte und gekettelte Quasten anfertigen
            oder
            geometrische und freie Stickereien in weiß und bunt anfertigen,
            Flächen mit Linien- und Füllstichen gestalten
            oder
            Gestricke in Glatt-Rechts und in Mustern, insbesondere Vorlege-,
            Fang-, Loch- und Webstrickmuster, herstellen, Anschlage-, Zu- und
            Abnahmetechniken ausführen, Gestricke abketteln
            oder
            Gewebe in Grundbindungen und abgeleiteten Köperbindungen herstellen,
            Webrhythmus finden, Schussdichte einhalten

    *   16

    *

*    *
    *
    *
        d)  abschließende Arbeiten durchführen, insbesondere Waren ausrüsten und
            konfektionieren

    *
    *   2

*    *   6

    *   Instandsetzen von Produkten
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt A Nummer 6)

    *
        a)  Mängel und Schäden feststellen und dokumentieren

        b)  Instandsetzungsmaßnahmen festlegen und Durchführbarkeit beurteilen,
            Kostenrahmen abschätzen

        c)  Instandsetzungsmaßnahmen in Absprache mit dem Kunden durchführen

        d)  durchgeführte Maßnahmen dokumentieren

    *
    *   4

**Abschnitt B: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse
und Fähigkeiten in der Fachrichtung Filzen**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *
    *   25.–36.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Gestalten von Filzen
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt B Nummer 1)

    *
        a)  Effekte während des Filzvorganges, insbesondere durch Nähen,
            Plissieren und Abbinden, erzielen

        b)  funktionale und dekorative Elemente, insbesondere Schlaufen und
            Verschlüsse, einfilzen

        c)  Effekte durch Nachbehandlung, insbesondere durch Sticken, Nähen und
            Applizieren, erzielen

    *
    *   20

*    *   2

    *   Herstellen von Filzen
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt B Nummer 2)

    *
        a)  Wolle, Seide und fertige Filzteile, insbesondere durch Shibori-Färben,
            einfärben

        b)  Vorfilze herstellen und weiterverarbeiten

        c)  Kammzug und Wollvlies mit anderen Materialien, insbesondere Stoffen,
            verbinden und filzen

        d)  Nunofilztechnik anwenden

        e)  mehrlagige Hohlkörper und transparente Filze herstellen

        f)  experimentelle Filzarbeiten durchführen, insbesondere bei der
            Gestaltung von dreidimensionalen Filzen

        g)  Schnitte und Schablonen für Bekleidung berechnen und erstellen,
            gefilzte Stoffe zuschneiden

        h)  nahtlose Filzbekleidung und Filzelemente für Raumgestaltungen
            herstellen

        i)  Filze zur beidseitigen Benutzung herstellen

        j)  Prototypen und Kleinserien entwickeln und fertigen

    *
    *   22

*    *   3

    *   Fertigstellen von Filzen
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt B Nummer 3)

    *
        a)  Filzteile, insbesondere durch Bügeln, Bürsten, Appretieren und
            Stärken, nachbehandeln

        b)  fertige Filzteile konfektionieren

    *
    *   10

**Abschnitt C: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse
und Fähigkeiten in der Fachrichtung Klöppeln**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *
    *   25.–36.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Gestalten und Konstruieren von Klöppelspitzen
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt C Nummer 1)

    *
        a)  Spitzen mit Ecken, Rundungen und Ovalen berechnen und konstruieren

        b)  Anfänge und Enden sowie Randgestaltungen in Variationen planen und
            einsetzen

        c)  Klöppelbriefe, technische Zeichnungen und Fadenzeichnungen erstellen

        d)  Flächengestaltungen, insbesondere mit Konturfäden, Rippe und Rolle
            sowie Formenschlägen, planen

        e)  Bänderkreuzungen planen

        f)  Rasterveränderungen vornehmen

        g)  Gestaltungseffekte, insbesondere durch Farbauswahl und Strukturen,
            erzielen

        h)  Spitzentechniken rekonstruieren

    *
    *   18

*    *   2

    *   Herstellen von Klöppelspitzen
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt C Nummer 2)

    *
        a)  Spitzentechniken, insbesondere Metallspitzen, Pariser Spitze, Point
            des Lille-Spitzen, Guipurespitzen, Mailänder Spitzen, Duchesse und
            Freihandspitzen sowie Moderne Gründe in Variationen, anwenden

        b)  Ecken und Rundungen ausführen, Kantenanfänge und Kantenabschlüsse in
            Variationen anwenden

        c)  Spitzen, insbesondere durch Verwenden von Gründen und in Variationen,
            herstellen, Abschlusstechniken ausführen

        d)  räumliche Grundformen in Spitzen umsetzen

        e)  Verbindungen herstellen und Verzierungen einarbeiten

    *
    *   22

*    *   3

    *   Fertigstellen von Klöppelspitzen
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt C Nummer 3)

    *
        a)  hergestellte Spitzen mustergerecht zusammenfügen, insbesondere durch
            Laschen und Häkeln

        b)  Spitzen mit anderen Elementen verbinden, runde und eckige
            Montagearbeiten durchführen, Spitzen stärken

        c)  Spitzen reinigen und aufbewahren

    *
    *   12

**Abschnitt D: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse
und Fähigkeiten in der Fachrichtung Posamentieren**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *
    *   25.–36.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Gestalten und Konstruieren von Posamenten
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt D Nummer 1)

    *
        a)  Fertigungstechniken, insbesondere für Rekonstruktionen, analysieren

        b)  Konstruktionsmerkmale von Geweben, insbesondere von Fransen und
            Crepinen, bestimmen, zeichnerisch darstellen und festlegen

        c)  Grundkörper von Quasten zeichnerisch darstellen

        d)  Aufbau von Quasten festlegen, Konstruktionsmerkmale von Quasten,
            insbesondere Knoten und Stiche, bestimmen

        e)  Gestaltungseffekte, insbesondere durch Material- und Farbauswahl sowie
            Strukturen, erzielen

    *
    *   20

*    *   2

    *   Herstellen von Posamenten
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt D Nummer 2)

    *
        a)  Webstühle und Galonmaschinen aufbauen und umrüsten

        b)  Bänder, insbesondere Bogencrepinen, Fransen und Borten, weben, Effilé
            herstellen

        c)  Schnürchen, Schnüre, Gimpen und Biesen zurichten

        d)  Vordrehtriebe für die Herstellung von Seilen und Spikatchoren
            ermitteln, Seile und Spikatchore herstellen

        e)  Drähte und Pergamente, insbesondere mit Seide und leonischen Fäden,
            überspinnen

        f)  aufgelegte Quasten mit speziellen Holzformen, insbesondere kleinen
            oder gekerbten Formen, fertigen

        g)  Kettel- und Spikatformen stechen

        h)  Pompon und Quästchen herstellen

    *
    *   26

*    *   3

    *   Fertigstellen von Posamenten
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt D Nummer 3)

    *
        a)  Gimpen- und Fransenansätze versäubern, fixieren und schneiden

        b)  Quasten und Fransen dämpfen und zuschneiden

        c)  Plüschcorelle scheren

        d)  Schnüre und Seile konfektionieren

    *
    *   6

**Abschnitt E: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse
und Fähigkeiten in der Fachrichtung Sticken**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *
    *   25.–36.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Gestalten von Stickereien
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt E Nummer 1)

    *
        a)  profane und religiöse Stilelemente sowie Symbole für Stickereien
            entwerfen

        b)  Gestaltungseffekte erzielen, insbesondere durch Kombinieren von
            Farben, Materialien, Unterlegen sowie Ändern von Stichrichtung,
            Garnstärke und Garnspannung

        c)  Applikationen aus unterschiedlichen Materialien planen

        d)  technische Hilfsmittel und Materialien, insbesondere zur Optimierung
            des Stickbildes, auswählen

    *
    *   16

*    *   2

    *   Anfertigen von Stickereien von Hand und mit handgeführten Maschinen
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt E Nummer 2)

    *
        a)  Zusammenspiel zwischen Garnen, Werkzeugen und Stickböden optimieren

        b)  Stickböden, insbesondere aus elastischen und hochflorigen Materialien,
            zum Einspannen in den Stickrahmen vorbereiten

        c)  Weißstickerei, insbesondere Monogramm- und Lochstickerei, anwenden

        d)  Buntstickerei, insbesondere Nadelmalerei, anwenden

        e)  Metallstickerei anwenden

        f)  Applikationen anfertigen

        g)  Stickereien in kombinierten Sticktechniken anfertigen

    *
    *   26

*    *   3

    *   Fertigstellen von Stickereien
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt E Nummer 3)

    *
        a)  Stickereien versäubern, spannen, glätten, säumen und abfüttern

        b)  Stickereien, insbesondere durch Einfassen und Aufnähen von
            Gestaltungselementen, garnieren

        c)  Stickereien konfektionieren

    *
    *   10

**Abschnitt F: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse
und Fähigkeiten in der Fachrichtung Stricken**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *
    *   25.–36.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Gestalten und Konstruieren von Gestricken
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt F Nummer 1)

    *
        a)  Schnitte erstellen und gradieren sowie Maschenanzahl und -reihen
            berechnen

        b)  Effekte, insbesondere durch Kombinieren von Farben, Formen, Mustern,
            Oberflächen und Drappierungen, erzielen, Ziernähte berücksichtigen

        c)  Verzierungen und Zubehör festlegen

        d)  Gestricke in fully fashioned Technik planen und berechnen

        e)  Prototypen und Kleinserien entwickeln

    *
    *   16

*    *   2

    *   Herstellen von Gestricken
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt F Nummer 2)

    *
        a)  muster- und garnbezogene Einstellungen an Handstrickmaschinen
            vornehmen, Zusammenspiel zwischen Schlosseinstellung, Abzug,
            Fadenspannung und Materialelastizität berücksichtigen

        b)  Zusatzgeräte anbringen

        c)  Muster, insbesondere Deck-, Zopf-, Versatz-, Abspreng-, Noppen- und
            Jacquardmuster sowie Intarsien, stricken

        d)  Gestricke in kombinierten Stricktechniken und mit verschiedenen
            Materialien herstellen

        e)  Schmuck- und Funktionselemente stricken, insbesondere Blenden, Kragen,
            Taschen, Knopflöcher und Besätze

        f)  Kontrastreihen einarbeiten und Gestricke von der Maschine nehmen

        g)  branchenspezifische Anwenderprogramme einsetzen

    *
    *   26

*    *   3

    *   Konfektionieren von Gestricken
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt F Nummer 3)

    *
        a)  Einzelteile muster- und materialgerecht zusammenfügen

        b)  Gestricke ausrüsten und Abschlussarbeiten ausführen

        c)  Verzierungen und Zubehörteile anbringen

    *
    *   10

**Abschnitt G: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse
und Fähigkeiten in der Fachrichtung Weben**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *
    *   25.–36.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Gestalten und Konstruieren von Geweben
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt G Nummer 1)

    *
        a)  gestalterische Kriterien, insbesondere das Zusammenwirken von
            Material, Farbe und Bindung sowie Ausrüstungen, berücksichtigen

        b)  Bindungen für einflächige Gewebe, insbesondere Leinwand- und
            Atlasableitungen, entwickeln und patronieren

        c)  Bindungen für mehrlagige Gewebe, insbesondere Hohlgewebe mit
            Warenwechsel, entwickeln und patronieren

        d)  Gewebe analysieren und Konstruktionsmerkmale bestimmen,
            Fertigungspatrone erstellen

    *
    *   22

*    *
    *
    *
        e)  Gewebekonstruktionen in Bezug auf Produkteigenschaften entwickeln und
            festlegen

        f)  rechnergestützte Programme zur Erstellung von Bild- und
            Fertigungspatronen anwenden

        g)  Entwürfe für Bildgewebe unter Berücksichtigung von Kettfadenstärke und
            -dichte kartonieren

    *
    *

*    *   2

    *   Herstellen von Geweben
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt G Nummer 2)

    *
        a)  Webstühle aufbauen und umrüsten

        b)  einflächige Gewebe in Ableitungen und Kombinationen von Grundbindungen
            herstellen

        c)  mehrlagige Gewebe, insbesondere Hohlgewebe mit Warenwechsel, bemustern

        d)  Webarbeiten in koordinierter und rhythmischer Form mit Hand- und
            Schnellschützen ausführen, ergonomische Gesichtspunkte berücksichtigen

        e)  Zusammenspiel zwischen Schützenart und -führung sowie Anschlag
            optimieren

        f)  Bildgewebe an Hoch- und Flachwebstühlen herstellen

    *
    *   26

*    *   3

    *   Fertigstellen von Geweben
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt G Nummer 3)

    *
        a)  Fehler in der Rohware beseitigen

        b)  Ränder sichern, Randabschlüsse herstellen

        c)  Gewebe ausrüsten, insbesondere waschen und dämpfen

    *
    *   4

**Abschnitt H: Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *   1.–18.
        Monat

    *   19.–24.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt H Nummer 1)

    *
        a)  Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und
            Beendigung, erklären

        b)  gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen

        c)  Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen

        d)  wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen

        e)  wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden
            Tarifverträge nennen

    *   während
        der gesamten
        Ausbildung
        zu vermitteln

*    *   2

    *   Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt H Nummer 2)

    *
        a)  Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläutern

        b)  Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie Beschaffung, Fertigung,
            Absatz und Verwaltung erklären

        c)  Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu
            Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften
            nennen

        d)  Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder
            personalvertretungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes
            beschreiben

*    *   3

    *   Sicherheit und Gesundheitsschutz
        bei der Arbeit
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt H Nummer 3)

    *
        a)  Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen
            und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen

        b)  berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften
            anwenden

*    *
    *
    *
        c)  Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen
            einleiten

        d)  Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen
            bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen

    *

*    *   4

    *   Umweltschutz
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt H Nummer 4)

    *   Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen
        Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere

        a)  mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen
            Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären

        b)  für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes
            anwenden

        c)  Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und
            Materialverwendung nutzen

        d)  Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden
            Entsorgung zuführen

*    *   5

    *   Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt H Nummer 5)

    *
        a)  Auftragsunterlagen prüfen und bearbeiten, Arbeitsschritte festlegen

        b)  Arbeitsplatz nach ergonomischen und sicherheitsrelevanten
            Gesichtspunkten einrichten

        c)  Werk- und Hilfsstoffe sowie Arbeitsmittel auswählen und bereitstellen

        d)  Informations- und Kommunikationstechniken nutzen

        e)  Materialbedarf berechnen

        f)  Gespräche im Team führen, Sachverhalte darstellen, Fachbegriffe
            anwenden, Ergebnisse der Teamarbeit auswerten

        g)  auftragsbezogene Daten erstellen, aufbereiten und sichern, Datenschutz
            beachten

    *   6

    *

*    *
        h)  Material disponieren, Zeitbedarf ermitteln

        i)  inhaltliche und gestalterische Vorgaben mit den Beteiligten abstimmen,
            Liefertermine beachten

        j)  Arbeitsabläufe festlegen und dokumentieren

    *
    *   3

*    *   6

    *   Handhaben und Instandhalten von Werkzeugen, Arbeitsgeräten und
        Maschinen
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt H Nummer 6)

    *
        a)  Werkzeuge, Arbeitsgeräte und Maschinen hinsichtlich Funktion und
            Einsatz auswählen

        b)  Werkzeuge und Arbeitsgeräte handhaben, pflegen und instand halten

        c)  Maschinen einrichten, bedienen und pflegen

        d)  Störungen erkennen und Maßnahmen zur Störungsbeseitigung ergreifen

        e)  vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen durchführen, insbesondere
            Verschleißteile ersetzen

    *   8

    *

*    *   7

    *   Beraten von Kunden
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt H Nummer 7)

    *
        a)  durch eigenes Verhalten zur Kundenzufriedenheit und zum erfolgreichen
            unternehmerischen Handeln beitragen

        b)  Gespräche mit Kunden führen und dabei kulturelle Besonderheiten und
            Verhaltensregeln berücksichtigen

        c)  Kunden auf Pflegeanforderungen und Aufbewahrung hinweisen

    *   4

    *

*    *
    *
    *
        d)  Kundenwünsche ermitteln und Kunden hinsichtlich Realisierbarkeit und
            Gestaltung beraten

        e)  Kundenkontakte auswerten und Ergebnisse für betriebliche
            Entscheidungen aufbereiten

    *
    *   4

*    *   8

    *   Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt H Nummer 8)

    *
        a)  Ziele und Aufgaben der Qualitätssicherung unterscheiden

        b)  Prüftechniken anwenden, insbesondere Materialien visuell prüfen,
            Fehler beheben, Prüfergebnisse bewerten und dokumentieren

        c)  Produktions- und Qualitätsdaten dokumentieren

        d)  Werk- und Hilfsstoffe sowie Produkte unter Beachtung ihrer
            Eigenschaften lagern

        e)  Zwischen- und Endkontrollen durchführen

    *   6

    *

*    *
        f)  Qualität des Warenausfalls nach Vorlage kontrollieren,
            Qualitätsmerkmale feststellen

        g)  Ursachen von Qualitätsabweichungen feststellen, Fehler beseitigen

        h)  zur Verbesserung von Arbeitsvorgängen im eigenen Arbeitsbereich
            beitragen

    *
    *   3

*    *   9

    *   Verkaufen von Produkten
        (§ 4 Absatz 2
        Abschnitt H Nummer 9)

    *
        a)  Produkte verkaufs- und versandfertig aufmachen

        b)  Zielgruppen und Absatzmärkte erkennen, trend- und produktspezifische
            Informationen beschaffen, nutzen und auswerten

        c)  Unternehmen nach außen darstellen

    *   4

    *

*    *
        d)  Präsentationsformen anlassbezogen und kundenorientiert auswählen und
            anwenden

        e)  Verkaufsgespräche führen, Geschäftsvorgänge durchführen und
            abschließen

        f)  Angebote nach betrieblichen Vorgaben erstellen, insbesondere
            Materialkosten, Zeitaufwand und Personalbedarf berücksichtigen,
            Angebote unterbreiten

        g)  betriebliche Werbemaßnahmen entwickeln und umsetzen

        h)  Produkte, insbesondere unter Beachtung der Marktentwicklung, gestalten

        i)  Perspektiven, Voraussetzungen, Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken
            von Selbstständigkeit aufzeigen

    *
    *   4

(zu § 14)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/textilgestausbv/__17.html
Directory: textilgestausbv
Level: 2.0