Title: § 8 Teil 2 der Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Chemikanten/zur Chemikantin (ChemikAusbV 2009)
§ 8 Teil 2 der Abschlussprüfung

Paragraph: 8

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Chemikanten/zur Chemikantin (ChemikAusbV 2009)
§ 8 Teil 2 der Abschlussprüfung

(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 3 sowie
auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er
für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen

1.  Produktions- oder Verarbeitungsprozess,

2.  Produktionstechnik,

3.  Prozessleittechnik,

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Produktions- oder Verarbeitungsprozess
bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  einen, mindestens eine nach § 3 Nummer 2 gewählte Wahlqualifikation
        berücksichtigenden Produktions- oder Verarbeitungsprozess, mit
        mindestens zwei verfahrenstechnischen Grundoperationen, mindestens
        einer Regelungs- oder Steuerungsaufgabe und mit mindestens einer
        anlagentechnischen Inspektions- oder Wartungsarbeit durchführen,

    b)  Aufträge analysieren und Informationen beschaffen,

    c)  Arbeitsmittel festlegen,

    d)  Arbeitsabläufe selbstständig und wirtschaftlich planen,

    e)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz und qualitätssichernde Maßnahmen auswählen und ergreifen
        sowie

    f)  Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren

    kann;

2.  der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen;

3.  die Prüfungszeit beträgt sieben Stunden;

4.  bei der Bewertung der Arbeitsaufgabe sind die verfahrenstechnischen
    Grundoperationen mit 60 Prozent, die Regelungs- oder Steuerungsaufgabe
    sowie die anlagentechnische Inspektions- oder Wartungsarbeit mit
    jeweils 20 Prozent zu gewichten.

(4) Für den Prüfungsbereich Produktionstechnik bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Produktionsprozesse anhand von Fließbildern nachvollziehen und
        beschreiben, Störungen erkennen und eingrenzen sowie Maßnahmen zu
        deren Vermeidung und Behebung ableiten,

    b)  den Einfluss von Reaktionsparametern und der Reaktionsführung auf die
        chemische Umsetzung beschreiben,

    c)  berufsbezogene Berechnungen durchführen,

    d)  arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen
        sowie

    e)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

    kann;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich Prozessleittechnik bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Aufbau und Wirkungsweise von Automatisierungssystemen beschreiben,

    b)  anhand von Unterlagen Fehler in der Steuerungs- und Regelungstechnik
        eingrenzen,

    c)  informationstechnische Fragestellungen berücksichtigen und
        berufsbezogene Berechnungen durchführen,

    d)  arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen
        sowie

    e)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

    kann;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/chemikausbv_2009/__8.html
Directory: chemikausbv_2009
Level: 2.0