Title: § 17 Kontinuierliche Messungen

Description:
Dreizehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 13 2021)
Abschnitt 1 - Gemeinsame Vorschriften
Unterabschnitt 3 - Gemeinsame Vorschriften zur Messung, Überwachung und Berichterstattung
§ 17 Kontinuierliche Messungen

Paragraph: 17

Content:
Dreizehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 13 2021)
Abschnitt 1 - Gemeinsame Vorschriften
Unterabschnitt 3 - Gemeinsame Vorschriften zur Messung, Überwachung und Berichterstattung
§ 17 Kontinuierliche Messungen

(1) Der Betreiber hat folgende Parameter kontinuierlich zu ermitteln,
zu registrieren, gemäß § 19 Absatz 1 Satz 1 bis 4 und Absatz 2 und 3
auszuwerten und im Fall von § 19 Absatz 4 Satz 3 der zuständigen
Behörde unverzüglich zu übermitteln:

1.  die Massenkonzentration der Emissionen an Gesamtstaub, Quecksilber,
    Gesamtkohlenstoff, Kohlenmonoxid, Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid,
    Schwefeldioxid, Schwefeltrioxid, Ammoniak, gasförmigen anorganischen
    Chlorverbindungen, angegeben als Chlorwasserstoff, und die Rußzahl,
    soweit Emissionsgrenzwerte oder eine Begrenzung der Rußzahl festgelegt
    sind oder ist,

2.  den Volumengehalt an Sauerstoff im Abgas und

3.  die zur Beurteilung des ordnungsgemäßen Betriebs erforderlichen
    Betriebsgrößen, insbesondere Leistung, Abgastemperatur,
    Abgasvolumenstrom, Feuchtegehalt, Wasserstoffgehalt und Druck.

Der Betreiber hat hierzu die Anlagen vor der Inbetriebnahme mit
geeigneten Mess- und Auswerteeinrichtungen auszurüsten.

(2) Messeinrichtungen für den Feuchtegehalt sind nicht notwendig,
soweit das Abgas vor der Ermittlung der Massenkonzentration der
Emissionen getrocknet wird. Ergibt sich aufgrund der Bauart und
Betriebsweise von Nass-Abgasentschwefelungsanlagen infolge des
Sättigungszustandes des Abgases und der konstanten Abgastemperatur,
dass der Feuchtegehalt im Abgas an der Messstelle einen konstanten
Wert annimmt, soll die zuständige Behörde auf die kontinuierliche
Messung des Feuchtegehalts verzichten und die Verwendung des in
periodischen Messungen ermittelten Wertes zulassen. In diesem Fall hat
der Betreiber Nachweise über das Vorliegen der vorgenannten
Voraussetzungen bei der Kalibrierung zu führen und der zuständigen
Behörde auf Verlangen vorzulegen. Der Betreiber hat die Nachweise nach
der Kalibrierung fünf Jahre lang aufzubewahren.

(3) Die Gesamtstaubemission ist ohne Beitrag des Schwefeltrioxids zum
Messwert auszuweisen.

(4) Ergibt sich aufgrund der Einsatzstoffe, der Bauart, der
Betriebsweise oder aufgrund von periodischen Messungen, dass der
Anteil des Stickstoffdioxids an den Stickstoffoxidemissionen unter 5
Prozent liegt, soll die zuständige Behörde auf die kontinuierliche
Messung des Stickstoffdioxids verzichten und die Bestimmung des
Anteils durch Berechnung zulassen. In diesem Fall hat der Betreiber
Nachweise über den Anteil des Stickstoffdioxids bei der Kalibrierung
zu führen und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen. Der
Betreiber hat die Nachweise nach der Kalibrierung jeweils fünf Jahre
lang aufzubewahren.

(5) Wird die Massenkonzentration an Schwefeldioxid kontinuierlich
gemessen, kann die Massenkonzentration an Schwefeltrioxid bei der
Kalibrierung ermittelt und durch Berechnung berücksichtigt werden.

(6) Zur Feststellung des Schwefelabscheidegrades sind die Messwerte
der Emissionen an Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid im Abgas sowie
der nach § 13 ermittelte Wert des Schwefelgehalts im eingesetzten
Brennstoff heranzuziehen. Die zuständige Behörde bestimmt näher, wie
nachgewiesen wird, dass die Schwefelabscheidegrade als Tagesmittelwert
eingehalten werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_13_2021/__17.html
Directory: bimschv_13_2021
Level: 4.0