Title: § 4 Bestimmung der Emissionsfaktoren

Description:
Verordnung über die Zuteilung von Treibhausgas-Emissionsberechtigungen in der Zuteilungsperiode 2005 bis 2007 (ZuV 2007)
Abschnitt 2 - Allgemeine Regeln zur Bestimmung der Kohlendioxid-Emissionen
§ 4 Bestimmung der Emissionsfaktoren

Paragraph: 4

Content:
Verordnung über die Zuteilung von Treibhausgas-Emissionsberechtigungen in der Zuteilungsperiode 2005 bis 2007 (ZuV 2007)
Abschnitt 2 - Allgemeine Regeln zur Bestimmung der Kohlendioxid-Emissionen
§ 4 Bestimmung der Emissionsfaktoren

(1) Die Angabe von Emissionsfaktoren erfolgt auf der Grundlage der
spezifischen Eigenschaften der eingesetzten Stoffe. Dabei sind die
Genauigkeitsgrade nach dem Ebenenkonzept der Entscheidung 2004/156/EG
zu wählen. Soweit die Anforderungen dieser Leitlinien aus technischen
Gründen nicht eingehalten werden können oder der erforderliche
Mehraufwand wirtschaftlich nicht vertretbar ist, können allgemein
anerkannte Standardwerte für die Emissionsfaktoren der Stoffe
verwendet werden, die von der nach § 20 Abs. 1 Satz 2 des
Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes vom 8. Juli 2004 (BGBl. I S.
1578), das zuletzt durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. August 2010
(BGBl. I S. 1163) geändert worden ist, zuständigen Behörde
veröffentlicht werden. Sofern für die eingesetzten Stoffe keine
allgemein anerkannten Standardwerte vorhanden sind, ist eine Ableitung
der spezifischen Emissionsfaktoren mit dem im Einzelfall höchsten Grad
an Genauigkeit und Bestimmtheit erforderlich.

(2) Die Emissionsfaktoren für energiebedingte Emissionen berechnen
sich als Quotient aus dem Kohlenstoffgehalt und dem unteren Heizwert
des Brennstoffs sowie der anschließenden Umrechnung in Kohlendioxid
durch die Multiplikation mit dem Quotienten aus 44 und 12. Dabei sind
der Kohlenstoffgehalt und der untere Heizwert nach den allgemein
anerkannten Regeln der Technik zu bestimmen.

(3) Eine Berechnung des Kohlenstoffgehalts aus dem unteren Heizwert
der Brennstoffe über statistische Methoden ist grundsätzlich nicht
zulässig. Soweit bei dem Brennstoff Vollwert-Steinkohle keine Angaben
über den Kohlenstoffgehalt des Brennstoffs vorliegen und das Gemisch
der Brennstoffchargen wegen spezifischer örtlicher Umstände nicht
bekannt ist, kann ausnahmsweise eine statistische Methode nach der
Formel in Anhang 1 zu dieser Verordnung angewandt werden, wenn die
Methodenkonsistenz zwischen der Ermittlung der Emissionsfaktoren für
den Zuteilungsantrag und für die Berichterstattung nach § 5 des
Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes vom 8. Juli 2004 (BGBl. I S.
1578), das zuletzt durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. August 2010
(BGBl. I S. 1163) geändert worden ist, sichergestellt ist. Satz 2 gilt
nicht für Anthrazit.

(4) Die Emissionsfaktoren für prozessbedingte Emissionen ermitteln
sich vorbehaltlich der Regelungen in § 6 Abs. 2 bis 8 aus der
stöchiometrischen Analyse der entsprechenden chemischen Reaktionen und
der anschließenden Umrechnung des hierdurch bestimmten Kohlenstoffs in
Kohlendioxid durch Multiplikation mit dem Quotienten aus 44 und 12.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/zuv_2007/__4.html
Directory: zuv_2007
Level: 3.0