Title: § 30d

Description:
Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung (ZVG)
Erster Abschnitt - Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung von Grundstücken im Wege der Zwangsvollstreckung
Zweiter Titel - Zwangsversteigerung
II. - Aufhebung und einstweilige Einstellung des Verfahrens
§ 30d

Paragraph: 30d

Content:
Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung (ZVG)
Erster Abschnitt - Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung von Grundstücken im Wege der Zwangsvollstreckung
Zweiter Titel - Zwangsversteigerung
II. - Aufhebung und einstweilige Einstellung des Verfahrens
§ 30d

(1) Ist über das Vermögen des Schuldners ein Insolvenzverfahren
eröffnet, so ist auf Antrag des Insolvenzverwalters die
Zwangsversteigerung einstweilen einzustellen, wenn

1.  im Insolvenzverfahren der Berichtstermin nach § 29 Abs. 1 Nr. 1 der
    Insolvenzordnung noch bevorsteht,

2.  das Grundstück nach dem Ergebnis des Berichtstermins nach § 29 Abs. 1
    Nr. 1 der Insolvenzordnung im Insolvenzverfahren für eine Fortführung
    des Unternehmens oder für die Vorbereitung der Veräußerung eines
    Betriebs oder einer anderen Gesamtheit von Gegenständen benötigt wird,

3.  durch die Versteigerung die Durchführung eines vorgelegten
    Insolvenzplans gefährdet würde oder

4.  in sonstiger Weise durch die Versteigerung die angemessene Verwertung
    der Insolvenzmasse wesentlich erschwert würde.

Der Antrag ist abzulehnen, wenn die einstweilige Einstellung dem
Gläubiger unter Berücksichtigung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse
nicht zuzumuten ist.

(2) Hat der Schuldner einen Insolvenzplan vorgelegt und ist dieser
nicht nach § 231 der Insolvenzordnung zurückgewiesen worden, so ist
die Zwangsversteigerung auf Antrag des Schuldners unter den
Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 3, Satz 2 einstweilen
einzustellen.

(3) § 30b Abs. 2 bis 4 gilt entsprechend mit der Maßgabe, daß an die
Stelle des Schuldners der Insolvenzverwalter tritt, wenn dieser den
Antrag gestellt hat, und daß die Zwangsversteigerung eingestellt wird,
wenn die Voraussetzungen für die Einstellung glaubhaft gemacht sind.

(4) Ist vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein vorläufiger
Verwalter bestellt, so ist auf dessen Antrag die Zwangsversteigerung
einstweilen einzustellen, wenn glaubhaft gemacht wird, daß die
einstweilige Einstellung zur Verhütung nachteiliger Veränderungen in
der Vermögenslage des Schuldners erforderlich ist. Ist ein vorläufiger
Sachwalter bestellt, so steht dieses Antragsrecht dem Schuldner zu.\*%

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/zvg/__30d.html
Directory: zvg
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