Title: § 3a Erhöhte Investitionszulage für Modernisierungsmaßnahmen an Mietwohngebäuden im innerörtlichen Bereich

Description:
Investitionszulagengesetz 1999 (InvZulG 1999)
§ 3a Erhöhte Investitionszulage für Modernisierungsmaßnahmen an Mietwohngebäuden im innerörtlichen Bereich

Paragraph: 3a

Content:
Investitionszulagengesetz 1999 (InvZulG 1999)
§ 3a Erhöhte Investitionszulage für Modernisierungsmaßnahmen an Mietwohngebäuden im innerörtlichen Bereich

(1) Begünstigte Investitionen sind:

1.  nachträgliche Herstellungsarbeiten an Gebäuden, die vor dem 1. Januar
    1949 fertig gestellt worden sind,

2.  die Anschaffung von Gebäuden, die vor dem 1. Januar 1949 fertig
    gestellt worden sind, soweit nachträgliche Herstellungsarbeiten nach
    dem rechtswirksamen Abschluss des obligatorischen Vertrags oder
    gleichstehenden Rechtsakts durchgeführt worden sind, und

3.  Erhaltungsarbeiten an Gebäuden, die vor dem 1. Januar 1949 fertig
    gestellt worden sind,

wenn der Anspruchsberechtigte durch eine Bescheinigung der zuständigen
Gemeindebehörde nachweist, dass das Gebäude im Zeitpunkt der
Anschaffung oder Beendigung der nachträglichen Herstellungsarbeiten
und Erhaltungsarbeiten in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet
nach dem Baugesetzbuch, einem förmlich festgelegten
Erhaltungssatzungsgebiet nach § 172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des
Baugesetzbuchs oder in einem Gebiet liegt, das durch Bebauungsplan als
Kerngebiet im Sinne des § 7 der Baunutzungsverordnung festgesetzt ist
oder das auf Grund der Bebauung der näheren Umgebung diesem Gebiet
entspricht. Satz 1 gilt entsprechend für Gebäude, die nach dem 31.
Dezember 1948 und vor dem 1. Januar 1960 fertig gestellt worden sind,
wenn der Anspruchsberechtigte durch eine Bescheinigung der nach
Landesrecht zuständigen Denkmalbehörde nachweist, dass das Gebäude
oder ein Gebäudeteil nach den landesrechtlichen Vorschriften ein
Baudenkmal ist. Die Sätze 1 und 2 können nur angewendet werden, soweit
die Gebäude mindestens fünf Jahre nach Beendigung der nachträglichen
Herstellungsarbeiten oder der Erhaltungsarbeiten der entgeltlichen
Überlassung zu Wohnzwecken dienen. Die Sätze 1 und 2 können nur
angewendet werden, wenn für die nachträglichen Herstellungsarbeiten
oder die Erhaltungsarbeiten keine Investitionszulage nach § 3 in
Anspruch genommen wird. § 3 Abs. 1 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.

(2) Investitionen im Sinne des Absatzes 1 sind begünstigt, wenn der
Anspruchsberechtigte im Fall nachträglicher Herstellungsarbeiten oder
Erhaltungsarbeiten nach dem 31. Dezember 2001 mit den Arbeiten
begonnen hat oder im Fall der Anschaffung das Objekt auf Grund eines
nach dem 31. Dezember 2001 rechtswirksam abgeschlossenen
obligatorischen Vertrags oder gleichstehenden Rechtsakts angeschafft
hat. Als Beginn der nachträglichen Herstellungsarbeiten oder
Erhaltungsarbeiten gilt bei Baumaßnahmen, für die eine Baugenehmigung
erforderlich ist, der Zeitpunkt, in dem der Bauantrag gestellt wird;
bei baugenehmigungsfreien Bauvorhaben, für die Bauunterlagen
einzureichen sind, der Zeitpunkt, in dem die Bauunterlagen eingereicht
werden.

(3) Die Investitionen sind begünstigt, wenn sie der
Anspruchsberechtigte vor dem 1. Januar 2005 abschließt. § 3 Abs. 2
Satz 2 gilt entsprechend.

(4) Bemessungsgrundlage für die Investitionszulage ist die Summe der
Anschaffungs- und Herstellungskosten und Erhaltungsaufwendungen der im
Kalenderjahr abgeschlossenen begünstigten Investitionen. Bei
Investitionen im Sinne des Absatzes 1 Nr. 1 und 3 gehören die
nachträglichen Herstellungskosten und die Erhaltungsaufwendungen nur
zur Bemessungsgrundlage, soweit sie insgesamt in den Jahren 2002 bis
2004 50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche überschreiten und 1.200 Euro
je Quadratmeter Wohnfläche nicht übersteigen. Betreffen nachträgliche
Herstellungsarbeiten oder Erhaltungsarbeiten mehrere Gebäudeteile, die
selbstständige unbewegliche Wirtschaftsgüter sind, sind die
nachträglichen Herstellungskosten und Erhaltungsaufwendungen nach dem
Verhältnis der Nutzflächen auf die Gebäudeteile aufzuteilen, soweit
eine unmittelbare Zuordnung nicht möglich ist. Bei Investitionen im
Sinne des Absatzes 1 Nr. 2 gelten die Sätze 2 und 3 mit der Maßgabe
entsprechend, dass an die Stelle der nachträglichen Herstellungskosten
die Anschaffungskosten treten, die auf nachträgliche
Herstellungsarbeiten im Sinne des Absatzes 1 Nr. 2 entfallen. § 2 Abs.
5 Satz 2 bis 4 gilt entsprechend. In die Bemessungsgrundlage können
die im Kalenderjahr geleisteten Anzahlungen auf Erhaltungsaufwendungen
einbezogen werden.

(5) Die Investitionszulage beträgt 22 vom Hundert der
Bemessungsgrundlage.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/invzulg_1999/__3a.html
Directory: invzulg_1999
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