Title: § 91

Description:
Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung (ZVG)
Erster Abschnitt - Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung von Grundstücken im Wege der Zwangsvollstreckung
Zweiter Titel - Zwangsversteigerung
VI. - Entscheidung über den Zuschlag
§ 91

Paragraph: 91

Content:
Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung (ZVG)
Erster Abschnitt - Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung von Grundstücken im Wege der Zwangsvollstreckung
Zweiter Titel - Zwangsversteigerung
VI. - Entscheidung über den Zuschlag
§ 91

(1) Durch den Zuschlag erlöschen unter der im § 90 Abs. 1 bestimmten
Voraussetzung die Rechte, welche nicht nach den
Versteigerungsbedingungen bestehenbleiben sollen.

(2) Ein Recht an dem Grundstück bleibt jedoch bestehen, wenn dies
zwischen dem Berechtigten und dem Ersteher vereinbart ist und die
Erklärungen entweder im Verteilungstermin abgegeben oder, bevor das
Grundbuchamt um Berichtigung des Grundbuchs ersucht ist, durch eine
öffentlich beglaubigte Urkunde nachgewiesen werden.

(3) Im Falle des Absatzes 2 vermindert sich der durch Zahlung zu
berichtigende Teil des Meistgebots um den Betrag, welcher sonst dem
Berechtigten gebühren würde. Im übrigen wirkt die Vereinbarung wie die
Befriedigung des Berechtigten aus dem Grundstück.

(4) Das Erlöschen eines Rechts, dessen Inhaber zur Zeit des Erlöschens
nach § 1179a des Bürgerlichen Gesetzbuchs die Löschung einer
bestehenbleibenden Hypothek, Grundschuld oder Rentenschuld verlangen
kann, hat nicht das Erlöschen dieses Anspruchs zur Folge. Der Anspruch
erlischt, wenn der Berechtigte aus dem Grundstück befriedigt wird.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/zvg/__91.html
Directory: zvg
Level: 5.0