Title: § 1684 Umgang des Kindes mit den Eltern

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 5 - Elterliche Sorge
§ 1684 Umgang des Kindes mit den Eltern

Paragraph: 1684

Content:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 2 - Verwandtschaft
Titel 5 - Elterliche Sorge
§ 1684 Umgang des Kindes mit den Eltern

(1) Das Kind hat das Recht auf Umgang mit jedem Elternteil; jeder
Elternteil ist zum Umgang mit dem Kind verpflichtet und berechtigt.

(2) Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des
Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die
Erziehung erschwert. Entsprechendes gilt, wenn sich das Kind in der
Obhut einer anderen Person befindet.

(3) Das Familiengericht kann über den Umfang des Umgangsrechts
entscheiden und seine Ausübung, auch gegenüber Dritten, näher regeln.
Es kann die Beteiligten durch Anordnungen zur Erfüllung der in Absatz
2 geregelten Pflicht anhalten. Wird die Pflicht nach Absatz 2
dauerhaft oder wiederholt erheblich verletzt, kann das Familiengericht
auch eine Pflegschaft für die Durchführung des Umgangs anordnen
(Umgangspflegschaft). Die Umgangspflegschaft umfasst das Recht, die
Herausgabe des Kindes zur Durchführung des Umgangs zu verlangen und
für die Dauer des Umgangs dessen Aufenthalt zu bestimmen. Die
Anordnung ist zu befristen. Für den Ersatz von Aufwendungen und die
Vergütung des Umgangspflegers gilt § 277 des Gesetzes über das
Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der
freiwilligen Gerichtsbarkeit entsprechend.

(4) Das Familiengericht kann das Umgangsrecht oder den Vollzug
früherer Entscheidungen über das Umgangsrecht einschränken oder
ausschließen, soweit dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Eine
Entscheidung, die das Umgangsrecht oder seinen Vollzug für längere
Zeit oder auf Dauer einschränkt oder ausschließt, kann nur ergehen,
wenn andernfalls das Wohl des Kindes gefährdet wäre. Das
Familiengericht kann insbesondere anordnen, dass der Umgang nur
stattfinden darf, wenn ein mitwirkungsbereiter Dritter anwesend ist.
Dritter kann auch ein Träger der Jugendhilfe oder ein Verein sein;
dieser bestimmt dann jeweils, welche Einzelperson die Aufgabe
wahrnimmt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1684.html
Directory: bgb
Level: 5.0