Title: § 1 Ausbildung

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für pharmazeutisch-technische Assistentinnen und pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA-APrV)
Abschnitt 1 - Allgemeine Vorschriften
§ 1 Ausbildung

Paragraph: 1

Content:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für pharmazeutisch-technische Assistentinnen und pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA-APrV)
Abschnitt 1 - Allgemeine Vorschriften
§ 1 Ausbildung

(1) Die Ausbildung für pharmazeutisch-technische Assistentinnen und
pharmazeutisch-technische Assistenten umfaßt:

1.  eine zweijährige schulische Ausbildung an einer staatlichen, staatlich
    genehmigten oder staatlich anerkannten Schule für pharmazeutisch-
    technische Assistentinnen und pharmazeutisch-technische Assistenten
    (Schule),

2.  ein Praktikum von 160 Stunden in einer Apotheke,

3.  eine Grundausbildung in Erster Hilfe von mindestens neun
    Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten außerhalb der schulischen
    Ausbildung,

4.  eine praktische Ausbildung von sechs Monaten in der Apotheke, davon
    mindestens drei Monate in einer öffentlichen Apotheke.

Die Ausbildung schließt mit der staatlichen Prüfung ab.

(2) Die schulische Ausbildung nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 umfaßt den in
der Anlage 1 Teil A aufgeführten theoretischen und praktischen
Unterricht von 2 600 Stunden. Die Schule erstellt ein schulinternes
Curriculum, das eine den Anforderungen des § 9 des Gesetzes über den
Beruf der pharmazeutisch-technischen Assistentin und des
pharmazeutisch-technischen Assistenten entsprechende Ausbildung
sicherstellt und geeignete Leistungsnachweise vorsehen muss. Die
schulische Ausbildung muss insbesondere die in Anlage 1 Teil B
aufgeführten Kenntnisse und Handlungskompetenzen vermitteln. Über die
regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an den
Ausbildungsveranstaltungen der schulischen Ausbildung nach Satz 1
erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Bescheinigung nach dem
Muster der Anlage 2 und ein Zeugnis der Schule. Das Zeugnis hat für
alle Prüfungsfächer der staatlichen Prüfung jeweils eine Note für die
während der gesamten schulischen Ausbildung erbrachten Leistungen zu
enthalten; dabei darf kein Fach mit „ungenügend“ und höchstens ein
Fach mit „mangelhaft“ bewertet sein. § 15a ist entsprechend
anzuwenden. Lehrformate, die selbstgesteuertes Lernen oder E-Learning
beinhalten, können zielgerichtet bei der Konzeption des theoretischen
und praktischen Unterrichts in einem angemessenen Umfang
berücksichtigt werden. Die Teilnahme an Lehrformaten nach Satz 7 ist
von den Schülerinnen und Schülern gegenüber der Schule nachzuweisen.
Das Nähere zu den Sätzen 7 und 8 regeln die Länder.

(2a) Die Kompetenz der Länder, auch gemeinsam und einheitlich
Rahmenvorgaben für die Erstellung der schulinternen Curricula nach
Absatz 2 Satz 2 festzulegen, bleibt unberührt.

(3) Das Praktikum nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 ist während der
schulischen Ausbildung nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 außerhalb der
Unterrichtszeiten in einer Apotheke unter der Aufsicht einer
Apothekerin oder eines Apothekers abzuleisten. Es soll den Schülern
Einblicke in die Betriebsabläufe einer Apotheke und die
pharmazeutischen Tätigkeiten vermitteln und in Abschnitten von
mindestens fünf Tagen abgeleistet werden. Über die regelmäßige
Teilnahme an dem Praktikum erhält der Schüler eine Bescheinigung nach
dem Muster der Anlage 3. Für Apothekenhelfer, Apothekenfacharbeiter,
pharmazeutische Assistenten und pharmazeutisch-kaufmännische
Angestellte entfällt das Praktikum.

(4) Die praktische Ausbildung in der Apotheke nach Absatz 1 Satz 1 Nr.
4 erstreckt sich auf die in Anlage 1 Teil C aufgeführten Lerngebiete.
Sie dient der Vorbereitung auf den zweiten Prüfungsabschnitt und darf
nur Tätigkeiten umfassen, die die Ausbildung fördern. Insbesondere
sollen die in der schulischen Ausbildung erworbenen pharmazeutischen
Kenntnisse vertieft und praktisch angewendet werden. In einem Tagebuch
sind die Herstellung und Prüfung von je vier Arzneimitteln zu
beschreiben und zu zwei weiteren Gebieten der praktischen Ausbildung
schriftliche Arbeiten, insbesondere zur Abgabe einschließlich
Information und Beratung, anzufertigen. Über die regelmäßige Teilnahme
an der praktischen Ausbildung in der Apotheke erhält die oder der
Auszubildende eine Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 4.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pta-aprv/__1.html
Directory: pta-aprv
Level: 3.0