Title: § 9 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Konstruktionstechnik

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik (MetTechAusbV)
§ 9 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Konstruktionstechnik

Paragraph: 9

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik (MetTechAusbV)
§ 9 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Konstruktionstechnik

(1) Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die
berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung
soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen
beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen
Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im
Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung
wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist
zugrunde zu legen.

(2) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage in den
Abschnitten A, C und F aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden
Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Die Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.  Konstruktionsauftrag,

2.  Fertigungstechnik,

3.  Auftragsanalyse und Arbeitsplanung,

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(4) Für den Prüfungsbereich Konstruktionsauftrag bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  Art und Umfang von Aufträgen zu erfassen, Informationen für die
        Auftragsabwicklung zu beschaffen und zu nutzen, Fertigungsverfahren
        auszuwählen,

    b)  Bleche durch manuelle und maschinelle Verfahren zu bearbeiten und
        Fügeteile vorzubereiten, Aspekte zur Sicherheit und zum
        Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie Umweltschutzbestimmungen zu
        beachten,

    c)  Bauteile auszurichten, zu montieren und unter Beachtung der
        Schweißfolge mit zwei unterschiedlichen Schweißverfahren zu fügen,

    d)  Prüfverfahren und Prüfmittel auszuwählen, anzuwenden und zu
        dokumentieren, Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln festzustellen;

2.  der Prüfling soll ein Prüfungsstück herstellen;

3.  die Prüfungszeit beträgt sieben Stunden.

(5) Für den Prüfungsbereich Fertigungstechnik bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  verschiedene Fertigungs- und Fügeverfahren zu erläutern und
        auftragsbezogen auszuwählen,

    b)  Werk- und Hilfsstoffe auftragsbezogen auszuwählen,

    c)  fachliche Berechnungen durchzuführen;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Auftragsanalyse und Arbeitsplanung
bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  einen Konstruktionsauftrag zu analysieren,

    b)  technische Unterlagen auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu prüfen
        und zu ergänzen, Fertigungs- und Montageschritte unter
        Berücksichtigung von Arbeitssicherheit und Umweltschutz zu planen
        sowie technische Regelwerke, Montagepläne, Richtlinien und
        Prüfvorschriften anzuwenden,

    c)  die lage- und funktionsgerechte Montage von Baugruppen unter Beachtung
        der Arbeitsfolge zu erläutern,

    d)  Verfahren und Parameter, Prüfmethoden und Prüfmittel festzulegen;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

(7) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine,
    wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und
    Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/mettechausbv/__9.html
Directory: mettechausbv
Level: 2.0