Title: § 18 Erlaubnisbedürftige Außenstarts und Außenlandungen

Description:
Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO 2015)
Abschnitt 5 - Nutzung des Luftraums
§ 18 Erlaubnisbedürftige Außenstarts und Außenlandungen

Paragraph: 18

Content:
Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO 2015)
Abschnitt 5 - Nutzung des Luftraums
§ 18 Erlaubnisbedürftige Außenstarts und Außenlandungen

(1) Starts und Landungen von Luftfahrzeugen außerhalb der für sie
genehmigten Flugplätze (Außenstart und Außenlandung) nach § 25 des
Luftverkehrsgesetzes bedürfen der Erlaubnis der örtlich zuständigen
Luftfahrtbehörde des Landes, soweit nicht der Beauftragte nach § 31c
des Luftverkehrsgesetzes zuständig ist. Die Erlaubnis für Außenstarts
und Außenlandungen von Hängegleitern und Gleitseglern schließt
Schleppstarts durch Winden ein.

(2) Absatz 1 gilt für Außenlandungen mit Sprungfallschirmen
entsprechend.

(3) Keiner Erlaubnis nach § 25 Absatz 1 des Luftverkehrsgesetzes
bedürfen Außenlandungen von Segelflugzeugen, Motorseglern (außer
Reisemotorseglern), Hängegleitern und Gleitseglern sowie bemannten
Freiballonen, wenn der Ort der Landung nicht vorausbestimmbar ist.

(4) Das Luftfahrt-Bundesamt erteilt eine Genehmigung nach § 25 Absatz
4 des Luftverkehrsgesetzes, wenn die Voraussetzungen von Anhang IV
CAT.POL.H.225 der Verordnung (EU) Nr. 965/2012 mit Ausnahme von
CAT.POL.H.225 Buchstabe a Nummer 1 vorliegen, und

1.  das Luftfahrtunternehmen über eine Genehmigung des Luftfahrt-
    Bundesamtes für medizinische Hubschraubernoteinsätze gemäß Anhang V
    SPA.HEMS.100 der Verordnung (EU) Nr. 965/2012 der Kommission vom 5.
    Oktober 2012 zur Festlegung technischer Vorschriften und von
    Verwaltungsverfahren in Bezug auf den Flugbetrieb gemäß der Verordnung
    (EG) Nr.
    216/2008                    des Europäischen Parlaments und des Rates
    (ABl. L 296 vom 25.10.2012, S. 1) in der jeweils geltenden Fassung
    verfügt,

2.  der Flugbetrieb am Tag stattfindet, es sei denn, das
    Luftfahrtunternehmen verfügt über eine Genehmigung gemäß Anhang V
    SPA.NVIS.100 der Verordnung (EU) Nr. 965/2012 oder über ein Verfahren,
    durch das eine ausreichende Ausleuchtung der Start- und Landefläche
    und ihrer Umgebung sichergestellt wird,

3.  sich die Landestelle am Boden befindet und

4.  das Luftfahrtunternehmen die Anzahl der Flugbewegungen für jede
    genutzte Landestelle an Einrichtungen von öffentlichem Interesse für
    jedes Kalenderjahr erhebt und bis zum 1. Februar des Folgejahres an
    das Luftfahrt-Bundesamt meldet.

Für Landestellen auf Gebäuden darf eine Genehmigung nur erteilt
werden, wenn neben den Voraussetzungen nach Satz 1 mit Ausnahme von
Nummer 3 eine einzelfallbezogene Prüfung durch das Luftfahrt-Bundesamt
ergeben hat, dass ein für den Betrieb der Dachlandestelle
hinreichender Sicherheitsstandard unter Berücksichtigung des
vorhandenen Brandschutzes, der Fluchtwege sowie der Tragfähigkeit des
Gebäudes gewährleistet ist. Im Übrigen teilt das Luftfahrtunternehmen
dem Luftfahrt-Bundesamt innerhalb von 24 Monaten nach Erteilung der
Genehmigung nach Satz 1 mit, dass die Landestelle die Anforderungen
der Anlage 8 erfüllt. Unterbleibt diese Mitteilung, kann die
Genehmigung nach Satz 1 widerrufen werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/luftvo_2015/__18.html
Directory: luftvo_2015
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