Title: § 7 Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Packmitteltechnologen und zur Packmitteltechnologin (PackmAusbV)
§ 7 Abschlussprüfung

Paragraph: 7

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Packmitteltechnologen und zur Packmitteltechnologin (PackmAusbV)
§ 7 Abschlussprüfung

(1) Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die
berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung
soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen
beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen
Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im
Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung
wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist
zugrunde zu legen.

(2) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im
Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde
zu legen.

(3) Die Abschlussprüfung findet in folgenden Prüfungsbereichen statt:

1.  Packmittelproduktion,

2.  Auftragsplanung,

3.  Prozesstechnologie,

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(4) Für den Prüfungsbereich Packmittelproduktion bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  die für den Arbeitsauftrag benötigten Unterlagen und Materialien zum
        Einrichten von Packmittelmaschinen zu beschaffen,

    b)  Arbeitsprozesse unter Beachtung wirtschaftlicher, ökologischer,
        technischer und organisatorischer Vorgaben kundenorientiert
        durchzuführen und zu dokumentieren,

    c)  Maschinen und Anlagen zu rüsten,

    d)  die Produktion anzufahren und zu steuern, das Produktionsergebnis zu
        prüfen, zu beurteilen und zu optimieren,

    e)  das Packmittel in der vorgegebenen Qualität termingerecht und
        wirtschaftlich herzustellen sowie Maßnahmen zur Behebung von Störungen
        einzuleiten,

    f)  Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten durchzuführen sowie
        Sicherheitseinrichtungen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen,

    g)  Prozessdaten und Produktionsbedingungen zu kommunizieren und zu
        dokumentieren;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:

    Einrichten und Fahren von Maschinen und Anlagen für zwei
    Fertigungsverfahren unter Berücksichtigung einer der im
    Ausbildungsvertrag festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 2
    Abschnitt B Nummer 1 sowie einer der im Ausbildungsvertrag
    festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer
    2;

3.  der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe sowie ein situatives
    Fachgespräch durchführen;

4.  die Prüfungszeit beträgt sieben Stunden, innerhalb dieser Zeit soll
    das situative Fachgespräch höchstens zehn Minuten dauern.

(5) Für den Prüfungsbereich Auftragsplanung bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  Arbeitsprozesse unter Beachtung wirtschaftlicher, ökologischer,
        technischer und organisatorischer Vorgaben kundenorientiert zu planen
        und zu dokumentieren,

    b)  Arbeitsschritte unter Einbeziehung von Informationen vor- und
        nachgelagerter Produktionsbereiche zu planen,

    c)  Maschinendaten zu strukturieren, auszuwerten und für die
        Auftragsdokumentation zusammenzustellen und zu sichern,

    d)  den Einsatz von Werkzeugen zu planen und vorzubereiten,

    e)  Eigenschaften von Vorprodukten und Materialien sowie deren
        Wechselwirkungen untereinander und mit den eingesetzten Maschinen und
        Anlagen zu berücksichtigen,

    f)  planungsrelevante Berechnungen durchzuführen;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Prozesstechnologie bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  Informationen zu Maschinen und Anlagen, zum Produktionsprozess sowie
        zu Materialien und Werkzeugen zu nutzen sowie Problemlösungen zu
        entwickeln,

    b)  Instrumente und Vorschriften des Qualitäts- und Hygienemanagements
        sowie qualitätssichernde Maßnahmen für die Optimierung des
        Produktionsprozesses anzuwenden,

    c)  steuerungstechnische und mechanische Baugruppen an Maschinen und
        Anlagen zu überwachen, den Materialfluss zu gewährleisten und
        Funktionsabläufe zu überprüfen,

    d)  Maßnahmen zur Instandhaltung zu veranlassen sowie Problemlösungen bei
        Störungen zu entwickeln,

    e)  Fertigungsanlagen zu überwachen und dabei produktspezifische
        Prozessdaten zu interpretieren und zu dokumentieren,

    f)  Instrumente und Vorschriften zur Arbeitssicherheit und zum
        Gesundheitsschutz anzuwenden,

    g)  prozessbezogene Berechnungen durchzuführen;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(7) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine
    wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und
    Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen;

2.  der Prüfling soll praxisorientierte Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/packmausbv/__7.html
Directory: packmausbv
Level: 2.0