Title: § 291 Wucher

Description:
Strafgesetzbuch (StGB)
Besonderer Teil -
Fünfundzwanzigster Abschnitt - Strafbarer Eigennutz
§ 291 Wucher

Paragraph: 291

Content:
Strafgesetzbuch (StGB)
Besonderer Teil -
Fünfundzwanzigster Abschnitt - Strafbarer Eigennutz
§ 291 Wucher

(1) Wer die Zwangslage, die Unerfahrenheit, den Mangel an
Urteilsvermögen oder die erhebliche Willensschwäche eines anderen
dadurch ausbeutet, daß er sich oder einem Dritten

1.  für die Vermietung von Räumen zum Wohnen oder damit verbundene
    Nebenleistungen,

2.  für die Gewährung eines Kredits,

3.  für eine sonstige Leistung oder

4.  für die Vermittlung einer der vorbezeichneten Leistungen

Vermögensvorteile versprechen oder gewähren läßt, die in einem
auffälligen Mißverhältnis zu der Leistung oder deren Vermittlung
stehen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit
Geldstrafe bestraft. Wirken mehrere Personen als Leistende, Vermittler
oder in anderer Weise mit und ergibt sich dadurch ein auffälliges
Mißverhältnis zwischen sämtlichen Vermögensvorteilen und sämtlichen
Gegenleistungen, so gilt Satz 1 für jeden, der die Zwangslage oder
sonstige Schwäche des anderen für sich oder einen Dritten zur
Erzielung eines übermäßigen Vermögensvorteils ausnutzt.

(2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von
sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in
der Regel vor, wenn der Täter

1.  durch die Tat den anderen in wirtschaftliche Not bringt,

2.  die Tat gewerbsmäßig begeht,

3.  sich durch Wechsel wucherische Vermögensvorteile versprechen läßt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__291.html
Directory: stgb
Level: 4.0