Title: § 15 Forderungen an Kunden (Nr. 4)

Description:
Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV)
Abschnitt 3 - Vorschriften zu einzelnen Posten der Bilanz (Formblatt 1)
Unterabschnitt 1 - Posten der Aktivseite
§ 15 Forderungen an Kunden (Nr. 4)

Paragraph: 15

Content:
Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV)
Abschnitt 3 - Vorschriften zu einzelnen Posten der Bilanz (Formblatt 1)
Unterabschnitt 1 - Posten der Aktivseite
§ 15 Forderungen an Kunden (Nr. 4)

(1) Im Posten "Forderungen an Kunden" sind alle Arten von
Vermögensgegenständen einschließlich der von Kunden eingereichten
Wechsel auszuweisen, die Forderungen an in- und ausländische
Nichtbanken (Kunden) darstellen, soweit es sich nicht um börsenfähige
Schuldverschreibungen im Sinne des Postens "Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere" (Aktivposten Nr. 5) handelt. § 7
bleibt unberührt. Von den a forfait eingereichten Wechseln sind
diejenigen hier auszuweisen, die von Nichtbanken akzeptiert sind,
soweit sie nicht unter Aktivposten Nr. 2 Buchstabe b auszuweisen sind.
Zu den Forderungen an Kunden gehören auch Forderungen aus dem eigenen
Warengeschäft und die in § 14 Satz 3 bezeichneten Papiere. Es darf nur
die Summe der in Anspruch genommenen Kredite, nicht die Summe der
Kreditzusagen, eingesetzt werden.

(2) Als durch Grundpfandrechte gesichert sind nur Forderungen zu
vermerken, für die dem bilanzierenden Institut Grundpfandrechte
bestellt, verpfändet oder abgetreten worden sind und die den
Erfordernissen des § 14 Abs. 1 und des § 16 Abs. 1 und 2 des
Pfandbriefgesetzes entsprechen, jedoch unabhängig davon, ob sie zur
Deckung ausgegebener Schuldverschreibungen dienen oder nicht.
Bausparkassen haben hier nur solche Baudarlehen zu vermerken, für die
dem bilanzierenden Institut Grundpfandrechte bestellt, verpfändet oder
abgetreten worden sind, die den Erfordernissen des § 7 Abs. 1 des
Gesetzes über Bausparkassen entsprechen. Durch Grundpfandrechte
gesicherte Forderungen, die in Höhe des die zulässige Beleihungsgrenze
übersteigenden Betrages durch eine Bürgschaft oder Gewährleistung der
öffentlichen Hand gesichert sind (Ib-Hypothekendarlehen), sind
ebenfalls hier zu vermerken.

(3) Als Kommunalkredite sind alle Forderungen zu vermerken, die an
inländische Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts
gewährt wurden oder für die eine solche Körperschaft oder Anstalt die
volle Gewährleistung übernommen hat, unabhängig davon, ob sie zur
Deckung ausgegebener Schuldverschreibungen dienen oder nicht. Hier
sind auch Kredite gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe b bis e des
Pfandbriefgesetzes auszuweisen.

(4) Schiffshypotheken dürfen unter der Bezeichnung "durch
Schiffshypotheken gesichert" gesondert vermerkt werden, wenn sie den
Erfordernissen des § 22 Abs. 1, 2 Satz 1 und Abs. 5 Satz 3, des § 23
Abs. 1 und 4 sowie des § 24 Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 3 des
Pfandbriefgesetzes entsprechen.

(5) (weggefallen)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/rechkredv/__15.html
Directory: rechkredv
Level: 4.0