Title: § 44 Krankengeld

Description:
Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477) (SGB 5)
Drittes Kapitel - Leistungen der Krankenversicherung
Fünfter Abschnitt - Leistungen bei Krankheit
Zweiter Titel - Krankengeld
§ 44 Krankengeld

Paragraph: 44

Content:
Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477) (SGB 5)
Drittes Kapitel - Leistungen der Krankenversicherung
Fünfter Abschnitt - Leistungen bei Krankheit
Zweiter Titel - Krankengeld
§ 44 Krankengeld

(1) Versicherte haben Anspruch auf Krankengeld, wenn die Krankheit sie
arbeitsunfähig macht oder sie auf Kosten der Krankenkasse stationär in
einem Krankenhaus, einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung (§
23 Abs. 4, §§ 24, 40 Abs. 2 und § 41) behandelt werden.

(2) Keinen Anspruch auf Krankengeld haben

1.  die nach § 5 Abs. 1 Nr. 2a, 5, 6, 9, 10 oder 13 sowie die nach § 10
    Versicherten; dies gilt nicht für die nach § 5 Abs. 1 Nr. 6
    Versicherten, wenn sie Anspruch auf Übergangsgeld haben, und für
    Versicherte nach § 5 Abs. 1 Nr. 13, sofern sie abhängig beschäftigt
    und nicht nach den §§ 8 und 8a des Vierten Buches geringfügig
    beschäftigt sind oder sofern sie hauptberuflich selbständig
    erwerbstätig sind und eine Wahlerklärung nach Nummer 2 abgegeben
    haben,

2.  hauptberuflich selbständig Erwerbstätige, es sei denn, das Mitglied
    erklärt gegenüber der Krankenkasse, dass die Mitgliedschaft den
    Anspruch auf Krankengeld umfassen soll (Wahlerklärung),

3.  Versicherte nach § 5 Absatz 1 Nummer 1, die bei Arbeitsunfähigkeit
    nicht mindestens sechs Wochen Anspruch auf Fortzahlung des
    Arbeitsentgelts auf Grund des Entgeltfortzahlungsgesetzes, eines
    Tarifvertrags, einer Betriebsvereinbarung oder anderer vertraglicher
    Zusagen oder auf Zahlung einer die Versicherungspflicht begründenden
    Sozialleistung haben, es sei denn, das Mitglied gibt eine
    Wahlerklärung ab, dass die Mitgliedschaft den Anspruch auf Krankengeld
    umfassen soll. Dies gilt nicht für Versicherte, die nach § 10 des
    Entgeltfortzahlungsgesetzes Anspruch auf Zahlung eines Zuschlages zum
    Arbeitsentgelt haben,

4.  Versicherte, die eine Rente aus einer öffentlich-rechtlichen
    Versicherungseinrichtung oder Versorgungseinrichtung ihrer
    Berufsgruppe oder von anderen vergleichbaren Stellen beziehen, die
    ihrer Art nach den in § 50 Abs. 1 genannten Leistungen entspricht. Für
    Versicherte nach Satz 1 Nr. 4 gilt § 50 Abs. 2 entsprechend, soweit
    sie eine Leistung beziehen, die ihrer Art nach den in dieser
    Vorschrift aufgeführten Leistungen entspricht.

Für die Wahlerklärung nach Satz 1 Nummer 2 und 3 gilt § 53 Absatz 8
Satz 1 entsprechend. Für die nach Nummer 2 und 3 aufgeführten
Versicherten bleibt § 53 Abs. 6 unberührt. Geht der Krankenkasse die
Wahlerklärung nach Satz 1 Nummer 2 und 3 zum Zeitpunkt einer
bestehenden Arbeitsunfähigkeit zu, wirkt die Wahlerklärung erst zu dem
Tag, der auf das Ende dieser Arbeitsunfähigkeit folgt.

(3) Der Anspruch auf Fortzahlung des Arbeitsentgelts bei
Arbeitsunfähigkeit richtet sich nach arbeitsrechtlichen Vorschriften.

(4) Versicherte haben Anspruch auf individuelle Beratung und
Hilfestellung durch die Krankenkasse, welche Leistungen und
unterstützende Angebote zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit
erforderlich sind. Maßnahmen nach Satz 1 und die dazu erforderliche
Verarbeitung personenbezogener Daten dürfen nur mit schriftlicher oder
elektronischer Einwilligung und nach vorheriger schriftlicher oder
elektronischer Information des Versicherten erfolgen. Die Einwilligung
kann jederzeit schriftlich oder elektronisch widerrufen werden. Die
Krankenkassen dürfen ihre Aufgaben nach Satz 1 an die in § 35 des
Ersten Buches genannten Stellen übertragen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__44.html
Directory: sgb_5
Level: 5.0