Title: § 14 Bestimmung der Kosten zur Durchführung des Effizienzvergleichs

Description:
Verordnung über die Anreizregulierung der Energieversorgungsnetze (ARegV)
Teil 2 - Allgemeine Vorschriften zur Anreizregulierung
Abschnitt 2 - Allgemeine Vorgaben zur Bestimmung der Erlösobergrenzen
§ 14 Bestimmung der Kosten zur Durchführung des Effizienzvergleichs

Paragraph: 14

Content:
Verordnung über die Anreizregulierung der Energieversorgungsnetze (ARegV)
Teil 2 - Allgemeine Vorschriften zur Anreizregulierung
Abschnitt 2 - Allgemeine Vorgaben zur Bestimmung der Erlösobergrenzen
§ 14 Bestimmung der Kosten zur Durchführung des Effizienzvergleichs

(1) Die im Rahmen des Effizienzvergleichs als Aufwandsparameter
anzusetzenden Kosten werden nach folgenden Maßgaben ermittelt:

1.  Die Gesamtkosten des Netzbetreibers werden nach Maßgabe der zur
    Bestimmung des Ausgangsniveaus anzuwendenden Kostenprüfung nach § 6
    Absatz 1 und 2 ermittelt.

2.  Von den so ermittelten Gesamtkosten sind die nach § 11 Abs. 2
    dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteile abzuziehen.

3.  Die Kapitalkosten zur Durchführung des Effizienzvergleichs sollen so
    bestimmt werden, dass ihre Vergleichbarkeit möglichst gewährleistet
    ist und Verzerrungen berücksichtigt werden, wie sie insbesondere durch
    unterschiedliche Altersstruktur der Anlagen, Abschreibungs- und
    Aktivierungspraktiken entstehen können; hierzu ist eine
    Vergleichbarkeitsrechnung zur Ermittlung von Kapitalkostenannuitäten
    nach Maßgabe des Absatzes 2 durchzuführen; dabei umfassen die
    Kapitalkosten die Kostenpositionen nach § 5 Abs. 2 sowie den §§ 6 und
    7 der Stromnetzentgeltverordnung und § 5 Abs. 2 sowie den §§ 6 und 7
    der Gasnetzentgeltverordnung.

(2) Die Vergleichbarkeitsrechnung nach Absatz 1 Nr. 3 erfolgt auf der
Grundlage der Tagesneuwerte des Anlagevermögens des Netzbetreibers.
Für die Ermittlung von einheitlichen Nutzungsdauern für jede
Anlagengruppe sind die unteren Werte der betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauern in Anlage 1 der Gasnetzentgeltverordnung und Anlage 1
der Stromnetzentgeltverordnung zu verwenden. Der zu verwendende
Zinssatz bestimmt sich als gewichteter Mittelwert aus
Eigenkapitalzinssatz und Fremdkapitalzinssatz, wobei der
Eigenkapitalzinssatz mit 40 Prozent und der Fremdkapitalzinssatz mit
60 Prozent zu gewichten ist. Von den 60 Prozent des
Fremdkapitalzinssatzes entfallen 25 Prozentpunkte auf unverzinsliches
Fremdkapital. Es sind die nach § 7 Abs. 6 der Gasnetzentgeltverordnung
und § 7 Abs. 6 der Stromnetzentgeltverordnung für Neuanlagen geltenden
Eigenkapitalzinssätze anzusetzen. Für das verzinsliche Fremdkapital
richtet sich die Verzinsung nach dem auf die letzten zehn
abgeschlossenen Kalenderjahre bezogenen Durchschnitt der von der
Deutschen Bundesbank veröffentlichten Umlaufrendite festverzinslicher
Wertpapiere inländischer Emittenten. Die Eigenkapitalzinssätze und der
Fremdkapitalzinssatz sind um den auf die letzten zehn abgeschlossenen
Kalenderjahre bezogenen Durchschnitt der Preisänderungsrate nach dem
vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten
Verbraucherpreisgesamtindex zu ermäßigen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/aregv/__14.html
Directory: aregv
Level: 4.0