Title: Anlage 7B (zu § 10)

Description:
Zweite Durchführungsverordnung zur Verordnung über Luftfahrtpersonal (Anwendungsbestimmungen für die Ausbildung und Prüfung für den Erwerb von  Lizenzen und Berechtigungen für Luftfahrer gemäß der Verordnung über  Luftfahrtpersonal) (LuftPersVDV 2)
Dritter Abschnitt - Lizenzen und Berechtigungen für Luftfahrer
Anlage 7B (zu § 10)

Paragraph: 10

Content:
Zweite Durchführungsverordnung zur Verordnung über Luftfahrtpersonal (Anwendungsbestimmungen für die Ausbildung und Prüfung für den Erwerb von  Lizenzen und Berechtigungen für Luftfahrer gemäß der Verordnung über  Luftfahrtpersonal) (LuftPersVDV 2)
Dritter Abschnitt - Lizenzen und Berechtigungen für Luftfahrer
Anlage 7B (zu § 10)

Fundstelle des Originaltextes: BAnz. 2006, Nr. 60, Beilage Nr. 60a,
117 - 124

**Allgemeines**              Der nachfolgende Lehrplan ist eine
Richtlinie für den Ablauf und die Inhalte der praktischen Ausbildung.
Der in der praktischen Ausbildung verwendete Freiballon muss für die
Ausbildung geeignet sein. Da nicht alle musterspezifischen Eigenarten
verschiedener Ballone berücksichtigt werden können, sind alle Übungen
gemäß der im Flughandbuch des in der Ausbildung verwendeten Ballons
aufgeführten Verfahrensanweisungen durchzuführen.
Alle Kontrollen sind anhand der Klarlisten durchzuführen.
**GASBALLONE**
Gasballone sind bei Vorbereitung einer Fahrt, Start, Fahrt, Landung
und Abrüsten nach den Angaben des zum Ballon gehörenden Flughandbuches
des Herstellers und den gemäß § 27 LuftBO zu erstellenden Klarlisten
zu betreiben.
**Fahr- und Startvorbereitung**
**Allgemeine Vorbereitungen**

-   Vollzähligkeit und Gültigkeit der Bordpapiere prüfen

-   Vollzähligkeit und Gültigkeit der persönlichen Papiere prüfen

**Vorbereitung für eine Fahrt**

-   Startgenehmigung für beabsichtigten Startplatz auf Gültigkeit prüfen

-   Wetterberatung einholen, eigene Wetterbeobachtungen

-   Fahrtvorbereitung auf Karten

    –   Lufträume auf ICAO-Karte feststellen

    –   Landegelände in Fahrtrichtung und erreichbarem Abstand

    –   Schutzgebiete in Fahrtrichtung auf Umweltkarte

-   Fahrtvorbereitung mit AIP, VFR-Bulletin und Nachträgen, AIS

-   Ggf. Flugplan aufgeben

-   Berechnung des für die notwendige Fahrthöhe ausreichenden Ballasts

-   Mindestballast sicherstellen

**Startvorbereitung am Startplatz**
Startgelände

-   Behördliche Auflagen feststellen und deren Einhaltung sicherstellen

-   Startgelände auf Eignung prüfen

    –   Untergrund

    –   Windstärke und Richtung

    –   Hindernisfreiheit in Startrichtung

-   Startplatz festlegen und absperren

Bodenmannschaft

-   Bodenmannschaft zum geplanten Ablauf einschließlich Starvorgang und
    Kommandos einweisen

-   Einzelaufgaben verteilen und dem jeweils Ausführendem näher erläutern

-   Schutzkleidung und Schutzhandschuhe der Mannschaft prüfen

Hülle (Netzballon)

-   Hülle auslegen

-   Netz über die Hülle legen

-   Reißgurt einlegen und anknebeln

-   Ventilleine einlegen und anknebeln

-   Ventil einbauen

-   Sandsäcke in das Netz hängen

-   Sicheren Abstand der Zuschauer kontrollieren

-   Füllschlauch anbringen

-   Ballon füllen und dabei die Sandsäcke entsprechend dem Füllgrad
    umhängen

-   Prüfen, ob alle Leinen klar sind

-   Füllansatz abbinden und Aufziehleine anbringen

-   Korbring an Korb anknebeln

-   Netzauslaufleinen an Korbring anknebeln

-   Ballon hochlassen

-   Klarmachen des Korbes (Leinen, Schlepptau, Ballast)

-   Vor Start Füllansatz öffnen

Hülle (netzloser Ballon)

-   Hülle auslegen und mit Korbring und Korb verbinden

-   Parachute, -öffnung und –Fixierbänder auf Unversehrtheit prüfen,
    Verbindung mit der Parachuteleine prüfen

-   Prüfen, ob alle Leinen klar sind und sich beim Hochlassen des Ballons
    nicht verheddern können

-   Sicheren Abstand der Zuschauer kontrollieren

-   Füllschlauch anbringen

-   Aufrüsthilfe anbringen oder Personen zum Niederhalten der
    Parachuteseite der Hülle einweisen

-   Vor dem Hochlassen der Hülle nochmals prüfen, dass durch den
    hochschnellenden Ballon niemand gefährdet wird, sich insbesondere
    niemand im Bereich der Hüllenseile aufhält

-   Wenn der Ballon steht, zügig weiterfüllen, bis der gewünschte Füllgrad
    erreicht ist, anschließend Füllvorrichtung entfernen

**Start, Fahrt, Landung**
Start

-   Überprüfung aller Befestigungen von Korb und Hüllenseilen

-   Prüfen, ob ausreichend Ballast an Bord und sicher befestigt ist

-   Startrichtung frei von Personen und Hindernissen

-   Sicherungen lösen

-   Ballon durch Startleiter abwiegen lassen

-   Kommandos beim Abwiegen:

    –   ACHTUNG! – Ankündigung

    –   ANLÜFTEN! – Halteseil nachlassen, Korb freigeben

    –   FESTHALTEN! – Halteleine unter Zug, Ballon am Korbrand festhalten

-   Nach Abwiegen nochmals Ballastvorrat prüfen

-   Ballast zur schnellen Ballastabgabe bereithalten

-   Bei pendelnder Hülle Ballon beim Rückpendeln der Hülle in dem Moment
    loslassen, wenn die Hülle sich senkrecht über dem Korb befindet

-   Start durchführen

-   Zügig auf Sicherheitsmindesthöhe steigen

-   Startmeldung absetzen, sofern erforderlich

Fahrt
Fahrübungen während der Fahrt

-   Einhalten einer gleich bleibenden Fahrthöhe

-   Planmäßige Höhenänderungen mit gleichmäßigen Auf- und Abstiegsraten

-   Kontrollierter Übergang auf gleichmäßige Fahrthöhe nach Auf- oder
    Abstiegen

-   Vergleichen der Variometerangaben mit der eigenen Beobachtung

-   Einhalten der Fahrthöhe ohne Instrumentenbeobachtung

-   Fahrten zum Kennenlernen des Ballonverhaltens unter besonderer
    Beachtung der Hindernisfreiheit in Fahrtrichtung

-   Regelmäßige Überprüfung aller Leinen auf ausreichenden Durchhang

-   Regelmäßige Überprüfung des Ballastvorrates

-   Kennenlernen des Gasverbrauches bei unterschiedlichen Bedingungen

-   Regelmäßiges Wiederholen der Notverfahren bis automatisiertes Handeln
    vorliegt

Alle Übungen sind bei verschiedenen Wetterbedingungen und
unterschiedlichen Temperaturen durchzuführen
Weitere Tätigkeiten während der Fahrt

-   Beobachtung des Wetters und daraus resultierende Entscheidungen über
    den weiteren Fahrtverlauf

-   Standortbestimmungen mit verschieden Methoden

-   Beobachtung der Fahrtrichtung in verschiedenen Höhen zum Erreichen
    günstiger Landegelände

-   Berechnung der Fahrgeschwindigkeit

-   Notwendige Funkkontakte mit Flugsicherungsstellen und Bodenmannschaft

Landung
Vorbereitungen zur Landung

-   Prüfen der Windgeschwindigkeit und Windrichtung am Boden z.B. durch
    Beobachtung von Rauch, Fahnen, Bäumen, Gräsern usw.

-   Die Wahl des Landegeländes unter Berücksichtigung des Bodenwindes:
    Ausreichende Größe, Hindernisfreiheit in Landerichtung, Windschatten,
    Täler

-   Erneute Unterweisung der Mitfahrer

-   Verstauen aller beweglichen Gegenstände

-   Ballast auf Schleifseite hängen, sicher verstauen

-   Festlegen eines spätesten Aufsetzpunktes auf dem geplanten Landefeld

-   Abstieg bis in Bodennähe einleiten, langsamere Luftschichten zum
    Geschwindigkeitsabbau nutzen, dabei nicht mit Bäumen oder Sträuchern
    bremsen

-   Parachuteleine griffbereit halten

Landung mit stehendem Ballon bei schwachem bis leichtem Bodenwind

-   Ballon gleichmäßig sinken lassen, bzw. Höhe über Grund halten

-   Ballon an geeigneter Landestelle aufsetzen

-   Vor dem Aufsetzen Gas dosiert ablassen, um erneutes Abheben zu
    vermeiden

Landung mit liegendem Ballon bei stärkerem Bodenwind

-   Möglichst noch in Tieffahrt, ggf. am Schlepptau, Geschwindigkeit
    abbauen

-   Reißgurt entsichern. Reißgurt in entsprechender Höhe zügig
    durchziehen, vor dem Aufsetzen loslassen und sich gut festhalten

-   Bei Parachuteentleerungssystemen in entsprechender Höhe Parachuteleine
    zügig durchziehen, kurz vor dem Aufsetzen gut festhalten, dabei
    Parachuteleine nicht loslassen

-   Bei kurzen Landestrecken kurz hinter letztem Hindernis mit notwendiger
    Sinkgeschwindigkeit dem Boden nähern

-   In Abhängigkeit vom Entleerungssystem zwei bis fünf Sekunden vor dem
    Aufsetzen Entleerungsventil-Leine zügig durchziehen, gut festhalten
    und erneutes Abheben verhindern

Bei jeder Landung ist ein erneutes Abheben und damit verbundenes
Pendeln des Ballons durch rechtzeitiges Öffnen des Parachutes **vor**
dem Aufsetzen zu vermeiden. Ist eine Landung bis zum zuvor
festgelegten spätesten möglichen Landepunkt nicht erfolgt,
durchstarten!
Ballon entleeren (netzloser Ballon)

-   Nach der Landung Ballon soweit entleeren, dass die Mitfahrer
    aussteigen können

-   Mitfahrer einzeln nacheinander aussteigen lassen

-   Zuschauer in notwendigem Abstand halten und auf Rauchverbot hinweisen

-   Ballon weiter entleeren

-   Bodenmannschaft zieht an den Halteseilen in Richtung der Luftströmung

-   Wenn die Hülle am Boden liegt, Parachuteöffnung zur Entleerung
    hochhalten. Die Hülle sollte ca. einen Meter von der Parachuteöffnung
    entfernt gehalten werden, um den direkten Kontakt mit dem
    ausströmenden Gas zu vermeiden. Ausströmendes Gas keinesfalls einatmen

-   Pilot verlässt als letzter den Korb

-   Sofern erforderlich, Landemeldung an Flugsicherung absetzen

Ballon entleeren (Netzballon)

-   Nach der Landung Ballon soweit entleeren, dass die Mitfahrer
    aussteigen können

-   Mitfahrer einzeln aussteigen lassen

-   Zuschauer in notwendigem Abstand halten und auf Rauchverbot hinweisen

-   Ballon über die Reißbahn entleeren. Dabei ist die Reißbahn zügig und
    ausreichend zu öffnen.

-   Wenn die Hülle am Boden liegt, Reißbahnöffnung zur Entleerung
    hochhalten. Die Hülle sollte circa einen Meter von der
    Parachuteöffnung entfernt gehalten werden, um den direkten Kontakt mit
    dem ausströmenden Gas zu vermeiden. Ausströmendes Gas keinesfalls
    einatmen.

-   Pilot verlässt als letzter den Korb

Verpacken

-   Abrüsten der Hülle und des Korbes entsprechend Ballonmuster

-   Eintragungen im Bord- und Fahrtenbuch vornehmen, festgestellte Mängel
    eintragen und melden

-   Eigentümerrechte beim Befahren des Landegeländes beachten

**Instandhaltung, Wartung**

-   Funkgeräte zum Laden vorbereiten

-   Lagerung

-   Trocknen

Anmerkung: Sofern noch Gasballonen alter Bauweise (Reißbahhn, Ventil,
Netz) ausgebildet wird, so ist analog zu verfahren, die Anweisungen im
Flughandbuch sind zu berücksichtigen.
**HEISSLUFTBALLONE**
Heißluftballone sind bei Vorbereitung einer Fahrt, Start, Fahrt,
Landung und Abrüsten nach den Angaben des zum Ballon gehörenden
Flughandbuches des Herstellers und den gemäß § 27 LuftBO zu
erstellenden Klarlisten zu betreiben.
**Fahr- und Startvorbereitung**
**Allgemeine Vorbereitungen**

-   Vollzähligkeit und Gültigkeit der Bordpapiere prüfen

-   Vollzähligkeit und Gültigkeit der persönlichen Papiere prüfen

**Vorbereitung für eine Fahrt**

-   Startgenehmigung für beabsichtigten Startplatz auf Gültigkeit prüfen

-   Wetterberatung einholen, eigene Wetterbeobachtungen

-   Fahrtvorbereitung auf Karten

    -   Lufträume auf ICAO-Karte feststellen

    -   Landegelände in Fahrtrichtung und erreichbarem Abstand

    -   Schutzgebiete in Fahrtrichtung auf Umweltkarte

-   Fahrtvorbereitung mit AIP, VFR-Bulletin und Nachträgen, AIS

-   Ggf. Flugplan aufgeben

-   Tragfähigkeitsermittlung durchführen entsprechend Startmasse,
    vorgesehener Gipfelhöhe und Temperatur in den verschiedenen Höhen

-   Mindestgasvorrat und Mindestlandemasse sicherstellen, maximale Anzahl
    Gasflaschen/Personen je nach Korbgröße

-   Sicherstellen, dass alle Betriebsgrenzen während der Fahrt eingehalten
    werden können

**Startvorbereitung am Startplatz**
Startgelände

-   Behördliche Auflagen feststellen und deren Einhaltung sicherstellen

-   Startgelände auf Eignung prüfen

    –   Untergrund

    –   Windstärke und Richtung

    –   Hindernisfreiheit in Startrichtung

-   Startplatz festlegen und absperren

Bodenmannschaft

-   Bodenmannschaft zum geplanten Ablauf einschließlich Starvorgang und
    Kommandos einweisen

-   Einzelaufgaben verteilen und dem jeweils Ausführendem näher erläutern

-   Schutzkleidung und Schutzhandschuhe der Mannschaft prüfen

Ballonkorb und Gassystem

-   Mindestausrüstung entsprechend Flughandbuch

-   Korb mit Brenneranlage aufrüsten, Schläuche überprüfen, Korbseile
    selbst anschließen und sichern

-   Gaszylinder voll gefüllt in richtiger Stellung sicher befestigen

-   Schläuche ohne greifbare Schlaufen verlegen und zulässige Biegeradien
    beachten

-   Mit angelegter Schutzkleidung komplettes Gassystem mit allen Flaschen
    auf Dichtigkeit und Funktionsfähigkeit durch Brennerprobe prüfen,
    anschließend alle Schläuche leer brennen und alle Ventile schließen,
    kein unverbranntes Gas freisetzen

-   Instrumente und Funkgerät befestigen, einstellen und Funktionsprüfung
    durchführen

-   Alle Gegenstände wie Bordpapiere, Karten, Pilotenausrüstung an Bord
    nehmen, um sofortiges Abheben nach dem Heißfüllen zu ermöglichen

-   Ausführliche Einweisung der Mitfahrer für den gesamten Fahrtablauf

-   Korb umlegen und Starthilfeseil straff anschließen

Hülle

-   Hüllenseile gemäß Flughandbuch am Brennerrahmen befestigen und Leinen
    griffbereit verlegen und sichern

-   Ventilator Sichtprüfung auf Beschädigungen, Tankinhalt prüfen

-   Vor dem Ausziehen der Hülle nochmalige Prüfung der Windrichtung

-   Sicheren Abstand der Zuschauer kontrollieren

-   Bodenmannschaft mit Schutzbekleidung in Füllposition aufstellen, Hülle
    kalt füllen

-   Sichtkontrolle Kronenring, Parachute fixieren, Leinenlauf prüfen,
    Sichtkontrolle Hülle

-   Wenn Hülle fast prall, mit einem Brenner Hüllenluft aufheizen und
    Ballon aufrichten

-   Wenn Ballon senkrecht steht, Überschwingen durch Kommando an Bediener
    der Kronenleine verhindern

-   Ventil- und Parachuteleinen nachziehen und Hüllenluft weiter aufheizen

-   Mitfahrer zusteigen lassen, Ballon durch weiteres Aufheizen immer
    prall halten

-   Probe-Ventilzug durchführen und alle Kletten des Parachutes öffnen

-   Instrumente und Funkgerät einschalten

Beim Aufrüsten gilt grundsätzlich: Ballon immer prall halten, um die
angreifenden Kräfte durch den Wind so gering wie möglich zu halten und
so schnell wie möglich zu starten, um den Ballon und seine Starfessel
so kurz wie möglich den Windkräften am Boden auszusetzen.
**Start, Fahrt, Landung**
**Start**

-   Überprüfung aller Befestigungen von Korb und Hüllenseilen,
    Brennerprüfung

-   Startrichtung frei von Personen und Hindernissen

-   Sicherung an der Starthilfe lösen

-   Bodenmannschaft Start ankündigen und zur Seite treten lassen

-   Wenn Korb vom Boden abhebt und genügend Steigkraft hat, ggf. auch zum
    Überwinden von Scheinauftrieb, Starthilfe auslösen

-   Zügig auf Sicherheitsmindesthöhe steigen

-   Startmeldung absetzen, sofern erforderlich

**Fahrt**
Fahrübungen während der Fahrt

-   Einhalten einer gleich bleibenden Fahrthöhe

-   Planmäßige Höhenänderungen mit gleichmäßigen Auf- und Abstiegsraten

-   Kontrollierter Übergang auf gleichmäßige Fahrthöhe nach Auf- oder
    Abstiegen

-   Vergleichen der Variometerangaben mit der eigenen Beobachtung

-   Einhalten der Fahrthöhe ohne Instrumentenbeobachtung

-   Fahrten zum Kennenlernen des Ballonverhaltens unter besonderer
    Beachtung der Hindernisfreiheit in Fahrtrichtung

-   Regelmäßige Überprüfung der Betriebsbereitschaft aller Brenner

-   Ständige Kontrolle des Gasvorrats

-   Wahl eines günstigen Zeitpunktes zum Umschließen von leeren auf volle
    Gasflaschen mit sofortiger Überprüfung der Dichtheit und
    Betriebsbereitschaft des Systems. Vor dem Umschließen Schläuche
    vollständig entleeren, wenn keine Ringleitung verwendet wird

-   Kennenlernen des Gasverbrauches bei unterschiedlichen Bedingungen

-   Regelmäßiges Wiederholen der Notverfahren, bis automatisiertes Handeln
    vorliegt

Alle Übungen sind bei verschiedenen Wetterbedingungen und
unterschiedlichen Temperaturen durchzuführen
Weitere Tätigkeiten während der Fahrt

-   Beobachtung des Wetters und daraus resultierende Entscheidungen über
    den weiteren Fahrtverlauf

-   Standortbestimmungen mit verschieden Methoden

-   Beobachtung der Fahrtrichtung in verschiedenen Höhen zum Erreichen
    günstiger Landegelände

-   Berechnung der Fahrgeschwindigkeit

-   Notwendige Funkkontakte mit Flugsicherungsstellen und Bodenmannschaft

**Landung**
Vorbereitungen zur Landung

-   Prüfen der Windgeschwindigkeit und Windrichtung am Boden z.B. durch
    Beobachtung von Rauch, Fahnen, Bäumen, Gräsern usw.

-   Die Wahl des Landegeländes unter Berücksichtigung des Bodenwindes:
    Ausreichende Größe, Hindernisfreiheit in Landerichtung, Windschatten,
    Täler

-   Erneute Unterweisung der Mitfahrer

-   Verstauen aller beweglichen Gegenstände

-   Brenner und Gasvorrat auf allen Heizsystemen prüfen

-   Ballonkorb ausrichten, falls Drehventile vorhanden

-   Festlegen eines spätesten Aufsetzpunktes auf dem geplanten Landefeld

-   Abstieg bis in Bodennähe einleiten, langsamere Luftschichten zum
    Geschwindigkeitsabbau nutzen, dabei nicht mit Bäumen oder Sträuchern
    bremsen, mit Tragfähigkeitsverlust durch Einbeulen der Hülle rechnen

-   Je nach geplanter Landeart Parachute- oder Schnellentleerungsleine
    entsichert in der Hand halten

Landung mit stehendem Ballon bei schwachem bis leichtem Bodenwind

-   Mit kurzen Brennerstößen gleichmäßig weiter sinken, bzw. bereits in
    Bodennähe Höhe über Grund halten

-   Bei Erreichen geeigneter Landestelle Ventile für Pilotflamme schließen

-   Vor dem Aufsetzen Ventile dosiert ziehen, um erneutes Abheben zu
    vermeiden

Schleiflandung bei stärkerem Bodenwind

-   Wenn Hindernisfreiheit entsprechend Geschwindigkeit ausreichend,
    Ballon abfangen und gleichmäßige Höhe je nach Entleerungssystem über
    Grund halten

-   Vor der geplanten Landung Pilotflammen am Brenner schließen. Bei
    ausreichender Zeit auch die Flüssiggasventile der Gasflaschen
    schließen

-   Bei Parachuteentleerungssystemen in entsprechender Höhe Parachuteleine
    zügig durchziehen, kurz vor dem Aufsetzen gut festhalten, dabei
    Parachuteleine nicht loslassen

-   Bei Schnellentleerungssystemen in entsprechend geringerer Höhe
    Entleerungsleine zügig durchziehen, Sichtkontrolle, dass Top offen
    ist, und sich gut festhalten

-   Bei kurzen Landestrecken kurz hinter letztem Hindernis mit notwendiger
    Sinkgeschwindigkeit dem Boden nähern

-   Pilotflammen schließen

-   In Abhängigkeit vom Entleerungssystem zwei bis vier Sekunden vor dem
    Aufsetzen Entleerungsventil-Leine zügig durchziehen, gut festhalten
    und erneutes Abheben verhindern

Bei jeder Landung ist ein erneutes Abheben und damit verbundenes
Pendeln des Ballons durch rechtzeitiges Öffnen des Parachutes **vor**
dem Aufsetzen zu vermeiden. Ist eine Landung bis zum zuvor
festgelegten spätesten möglichen Landepunkt nicht erfolgt,
durchstarten!
**Ballon entleeren**

-   Zuschauer in sicherem Abstand halten

-   Nach der Landung alle Schläuche leer brennen, Ventile schließen, kein
    unverbranntes Gas freisetzen

-   Mitfahrer aussteigen lassen

-   Bodenmannschaft zieht an Kronenleine in Richtung der Luftströmung,
    dabei Parachute nur leicht öffnen

-   Wenn die Hülle Schräglage erreicht hat und nicht mehr über dem Brenner
    steht, Parachute ganz öffnen

-   Pilot verlässt als letzter den Korb

-   Parachute-/Schnellöffnungsleinen sofort bis zum Anschlag zur oberen
    Hüllenöffnung ziehen

-   Sofern erforderlich, Landemeldung an Flugsicherung absetzen

**Verpacken**

-   Abrüsten der Hülle und des Korbes entsprechend Ballonmuster und
    Anweisungen im Flughandbuch

-   Eintragungen im Bord- und Fahrtenbuch vornehmen, festgestellte Mängel
    eintragen und melden

-   Eigentümerrechte beim Befahren des Landegeländes beachten

**Instandhaltung, Wartung**

-   Funkgeräte zum Laden und Gasflaschen zum Füllen vorbereiten

-   Lagerung

-   Trocknen

Theoretische Prüfung zum Erwerb der Lizenz für Freiballonführer

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/luftpersvdv_2/__10.html
Directory: luftpersvdv_2
Level: 3.0