Title: § 125a

Description:
Rahmengesetz zur Vereinheitlichung des Beamtenrechts (BRRG)
Kapitel II - Vorschriften, die einheitlich und unmittelbar gelten
Abschnitt I - Allgemeines
§ 125a

Paragraph: 125a

Content:
Rahmengesetz zur Vereinheitlichung des Beamtenrechts (BRRG)
Kapitel II - Vorschriften, die einheitlich und unmittelbar gelten
Abschnitt I - Allgemeines
§ 125a

(1) Bewirbt sich ein Polizeivollzugsbeamter auf Widerruf oder früherer
Polizeivollzugsbeamter auf Widerruf, der ein Dienstverhältnis von
nicht mehr als drei Jahren eingegangen ist und mindestens zwei Jahre
Vollzugsdienst im Bundesgrenzschutz oder in der Bundespolizei
geleistet hat, bis zum Ablauf von sechs Monaten nach Beendigung des
Dienstverhältnisses als Polizeivollzugsbeamter auf Widerruf um
Einstellung als Beamter und wird er in den Vorbereitungsdienst
eingestellt, so darf nach Erwerb der Befähigung für die Laufbahn die
Anstellung nicht über den Zeitpunkt hinausgeschoben werden, zu dem der
Beamte ohne Ableisten eines Vollzugsdienstes bis zur Dauer des
Grundwehrdienstes zur Anstellung herangestanden hätte. Das Ableisten
der vorgeschriebenen Probezeit wird dadurch nicht berührt. Die Sätze 1
und 2 gelten für Beförderungen sinngemäß, sofern die dienstlichen
Leistungen eine Beförderung während der Probezeit rechtfertigen.

(2) Beginnt ein früherer Polizeivollzugsbeamter auf Widerruf, der ein
Dienstverhältnis von nicht mehr als drei Jahren eingegangen war und
mindestens zwei Jahre Vollzugsdienst im Bundesgrenzschutz oder in der
Bundespolizei geleistet hat, im Anschluß an den Vollzugsdienst im
Bundesgrenzschutz oder in der Bundespolizei eine für den künftigen
Beruf als Beamter oder Richter vorgeschriebene Ausbildung (Hochschul-,
Fachschul- oder praktische Ausbildung) oder wird diese durch den
Vollzugsdienst im Bundesgrenzschutz oder in der Bundespolizei
unterbrochen, so gilt Absatz 1 entsprechend, wenn er sich bis zum
Ablauf von sechs Monaten nach Abschluß der Ausbildung um Einstellung
als Beamter oder Richter bewirbt und auf Grund dieser Bewerbung
eingestellt wird. Dienstzeiten, die Voraussetzung für eine Beförderung
sind, beginnen für den unter den Voraussetzungen des Satzes 1
eingestellten Richter mit dem Zeitpunkt, zu dem er ohne Ableisten
eines Vollzugsdienstes bis zur Dauer des Grundwehrdienstes zur
Ernennung auf Lebenszeit herangestanden hätte.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend für einen früheren
Polizeivollzugsbeamten auf Widerruf, dessen Ausbildung für ein
späteres Beamtenverhältnis durch eine festgesetzte mehrjährige
Tätigkeit im Arbeitsverhältnis an Stelle des sonst vorgeschriebenen
Vorbereitungsdienstes durchgeführt wird.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/brrg/__125a.html
Directory: brrg
Level: 4.0