Title: § 39a (zu § 22c Absatz 8 Nummer 3, den §§ 22d und 24 Absatz 2 Nummer 1 und 2 des Weingesetzes)

Description:
Weinverordnung (WeinV 1995)
Abschnitt 5 - Bezeichnung und Aufmachung
§ 39a (zu § 22c Absatz 8 Nummer 3, den §§ 22d und 24 Absatz 2 Nummer 1 und 2 des Weingesetzes)

Paragraph: 39a

Content:
Weinverordnung (WeinV 1995)
Abschnitt 5 - Bezeichnung und Aufmachung
§ 39a (zu § 22c Absatz 8 Nummer 3, den §§ 22d und 24 Absatz 2 Nummer 1 und 2 des Weingesetzes)

(1) Für einen Wein oder eine Gesamtheit von Weinen kann ein Antrag auf
den Schutz einer Ursprungsbezeichnung oder einer geografischen Angabe
nur gestellt werden, wenn der Wein oder die Gesamtheit der Weine die
Anforderungen nach den Absätzen 2 und 3 erfüllt.

(2) Für den Schutz einer Ursprungsbezeichnung im Sinne des Artikels 93
Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 müssen folgende
Anforderungen erfüllt sein:

1.  bei der Festsetzung des Hektarertrages werden die Erträge der sieben
    vorhergehenden Jahre berücksichtigt; übersteigt in einem Betrieb die
    Erntemenge den Gesamthektarertrag, gelten die §§ 10 und 11 des
    Weingesetzes entsprechend;

2.  der natürliche Alkoholgehalt des Weines darf vorbehaltlich einer
    Verordnung gemäß § 17 Absatz 3 des Weingesetzes bei anderem als
    Prädikatswein in der Weinbauzone A 7,0 und in der Weinbauzone B 8,0
    und bei Prädikatswein in der Weinbauzone A 9,5 und in der Weinbauzone
    B 10,0 Volumenprozent nicht unterschreiten sowie

3.  dem Wein muss eine amtliche Prüfungsnummer im Sinne des § 19 oder § 20
    des Weingesetzes zugeteilt sein.

Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 gilt entsprechend, wenn im Rahmen eines
Antrags nach Artikel 105 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 die
Produktspezifikation der jeweiligen geschützten Ursprungsbezeichnung
im Hinblick auf den Hektarertrag geändert werden soll.

(3) Für den Schutz einer geografischen Angabe im Sinne des Artikels 93
Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 müssen folgende
Anforderungen erfüllt sein:

1.  bei der Festsetzung des Hektarertrages werden die Erträge der fünf
    vorhergehenden Jahre berücksichtigt; übersteigt in einem Betrieb die
    Erntemenge den Gesamthektarertrag, gelten die §§ 10 und 11 des
    Weingesetzes entsprechend;

2.  der natürliche Alkoholgehalt des Weines darf in der Weinbauzone A 6,0
    und in der Weinbauzone B 6,5 Volumenprozent nicht unterschreiten sowie

3.  die Anforderungen des § 22 Absatz 1 Nummer 2 und 3 des Weingesetzes
    sowie des § 15 Absatz 3 Nummer 1 und des § 16 Absatz 1a und 2 sind
    einzuhalten.

Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 gilt entsprechend, wenn im Rahmen eines
Antrags nach Artikel 105 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 die
Produktspezifikation der jeweiligen geschützten geografischen Angabe
im Hinblick auf den Hektarertrag geändert werden soll.

Angabe kleinerer geografischer Einheiten

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/weinv_1995/__39a.html
Directory: weinv_1995
Level: 3.0