Title: § 9 Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Medienkaufmann Digital und Print/zur Medienkauffrau Digital und Print (MedienKfmAusbV)
§ 9 Abschlussprüfung

Paragraph: 9

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Medienkaufmann Digital und Print/zur Medienkauffrau Digital und Print (MedienKfmAusbV)
§ 9 Abschlussprüfung

(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1
aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im
Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Die Abschlussprüfung besteht aus vier Prüfungsbereichen:

1.  Produktentwicklungsprozess und Vermarktung von Produkten und
    Dienstleistungen,

2.  Arbeitsorganisation und kaufmännische Steuerung und Kontrolle,

3.  Wirtschafts- und Sozialkunde,

4.  Fallbezogenes Fachgespräch.

Die Prüfung ist in den Prüfungsbereichen nach den Nummern 1 bis 3
schriftlich und im Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch mündlich
durchzuführen.

(3) Die Anforderungen in den Prüfungsbereichen sind:

1.  im Prüfungsbereich Produktentwicklungsprozess und Vermarktung von
    Produkten und Dienstleistungen:

    In höchstens 150 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben
    oder Fälle insbesondere aus den folgenden Gebieten:

    a)  Produkte und Dienstleistungen in der Medienwirtschaft,

    b)  Herstellungsprozess,

    c)  Marketing und Verkauf

    bearbeiten und dabei zeigen, dass er in diesem Zusammenhang Produkte
    und Dienstleistungen auswählen und unter Berücksichtigung der
    branchenspezifischen Rahmenbedingungen Marketingmaßnahmen ergebnis-
    und kundenorientiert entwickeln und umsetzen kann;

2.  im Prüfungsbereich Arbeitsorganisation und kaufmännische Steuerung und
    Kontrolle:

    In höchstens 90 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder
    Fälle insbesondere aus den folgenden Gebieten:

    a)  Geschäftsprozesse und Arbeitsgestaltung,

    b)  Einkauf von Arbeits- und Produktionsmitteln sowie Dienstleistungen,

    c)  Rechnungswesen,

    d)  Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling

    bearbeiten und dabei zeigen, dass er Leistungserstellungen
    kaufmännisch beurteilen, Ergebnisse kontrollieren und daraus
    Schlussfolgerungen ableiten sowie wirtschaftlich handeln kann;

3.  im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:

    In höchstens 60 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder
    Fälle bearbeiten und dabei zeigen, dass er wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    kann;

4.  im Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch:

    Der Prüfling soll im Rahmen eines Fachgesprächs anhand einer von zwei
    ihm zur Wahl gestellten praxisbezogenen Aufgaben zeigen, dass er
    Aufgabenstellungen analysieren, Lösungsvorschläge erarbeiten und diese
    situationsbezogen präsentieren sowie kundenorientiert kommunizieren
    kann. Bei der Aufgabenstellung ist der betriebliche Bereich, in dem
    der Auszubildende überwiegend ausgebildet wurde, zu berücksichtigen.
    Dem Prüfling ist nach der Wahl der Aufgabe eine Vorbereitungszeit von
    höchstens 20 Minuten einzuräumen. Das Fachgespräch soll die Dauer von
    20 Minuten nicht überschreiten.

(4) Sind die Prüfungsleistungen in bis zu zwei schriftlichen
Prüfungsbereichen mit "mangelhaft" und in den übrigen schriftlichen
Prüfungsbereichen mit mindestens "ausreichend" bewertet worden, so ist
auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in
einem der mit "mangelhaft" bewerteten Prüfungsbereiche die
schriftliche durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für
das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Der Prüfungsbereich
ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für
diesen Prüfungsbereich sind die Ergebnisse der schriftlichen Arbeit
und der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten.

(5) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses haben die einzelnen
Prüfungsbereiche folgendes Gewicht:

*    *   1.

    *   Produktentwicklungsprozess und
        Vermarktung von Produkten und
        Dienstleistungen

    *   40 Prozent,

*    *   2.

    *   Arbeitsorganisation und
        kaufmännische Steuerung und Kontrolle

    *   20 Prozent,

*    *   3.

    *   Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   10 Prozent,

*    *   4.

    *   Fallbezogenes Fachgespräch

    *   30 Prozent.

(6) Zum Bestehen der Abschlussprüfung müssen im Gesamtergebnis, im
Prüfungsbereich nach Absatz 2 Nr. 1, in mindestens einem der beiden
schriftlichen Prüfungsbereiche nach Absatz 2 Nr. 2 und 3 und in dem
Prüfungsbereich nach Absatz 2 Nr. 4 mindestens ausreichende Leistungen
erbracht werden. Werden die Prüfungsleistungen in einem
Prüfungsbereich mit "ungenügend" bewertet, so ist die Prüfung nicht
bestanden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/medienkfmausbv/__9.html
Directory: medienkfmausbv
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