Title: § 56 KSA-Verbriefungsrisikogewicht für Verbriefungspositionen

Description:
Verordnung über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtung (WuSolvV)
Teil 2 - Adressrisiken
Kapitel 3 - Kreditrisiko-Standardansatz
Abschnitt 4 - Verbriefungen
Unterabschnitt 3 - Anrechnung von Verbriefungstransaktionen
§ 56 KSA-Verbriefungsrisikogewicht für Verbriefungspositionen

Paragraph: 56

Content:
Verordnung über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtung (WuSolvV)
Teil 2 - Adressrisiken
Kapitel 3 - Kreditrisiko-Standardansatz
Abschnitt 4 - Verbriefungen
Unterabschnitt 3 - Anrechnung von Verbriefungstransaktionen
§ 56 KSA-Verbriefungsrisikogewicht für Verbriefungspositionen

(1) Das KSA-Verbriefungsrisikogewicht für eine Verbriefungsposition
beträgt 1 250 Prozent.

(2) Abweichend von Absatz 1 darf für eine Verbriefungsposition als
KSA-Verbriefungsrisikogewicht das Produkt aus dem KSA-
Durchschnittsrisikogewicht des verbrieften Portfolios dieser KSA-
Verbriefungstransaktion nach Satz 2 und der Risikokonzentrationsrate
nach Satz 3 zugrunde gelegt werden, wenn das Wohnungsunternehmen mit
Spareinrichtung Zugang zu ausreichend aktuellen Informationen über die
Zusammensetzung des der Verbriefungstransaktion zugrunde liegenden
verbrieften Portfolios hat und dadurch in die Lage versetzt ist, das
KSA-Durchschnittsrisikogewicht des verbrieften Portfolios der KSA-
Verbriefungstransaktion zu ermitteln. Das KSA-
Durchschnittsrisikogewicht des verbrieften Portfolios einer KSA-
Verbriefungstransaktion ist das als Prozentsatz ausgedrückte
Verhältnis der Summe der risikogewichteten KSA-Positionswerte zur
Summe der KSA-Positionswerte für die Gesamtheit der im verbrieften
Portfolio dieser KSA-Verbriefungstransaktion enthaltenen
Adressenausfallrisikopositionen, wären diese KSA-Positionen des
Wohnungsunternehmens mit Spareinrichtung. Die Risikokonzentrationsrate
ist das Verhältnis der Summe der Nominalwerte aller
Verbriefungstranchen zur Summe der Nominalwerte aller gleichrangigen
und nachrangigen Verbriefungstranchen einschließlich der
Verbriefungstranche, in der die Verbriefungsposition gehalten wird.
Ist das nach Satz 1 für eine Verbriefungsposition zugrunde zu legende
Risikogewicht niedriger als das KSA-Verbriefungsrisikogewicht für eine
dieser Verbriefungsposition im Rang vorgehende Verbriefungstranche
derselben Verbriefungstransaktion, für die eine maßgebliche
Bonitätsbeurteilung vorliegt, ist das KSA-Verbriefungsrisikogewicht
dieser Verbriefungstranche zugrunde zu legen. Das nach Satz 1 zugrunde
zu legende KSA-Verbriefungsrisikogewicht ist auf 1 250 Prozent
begrenzt.

(3) Auf eine Verbriefungsposition aus einem ABCP-Programm, die

1.  Teil einer Verbriefungstranche ist, die wirtschaftlich eine
    Zweitverlustposition oder weniger riskante Position einnimmt und
    dieser Verbriefungstranche Positionen in wesentlichem Umfang
    nachgeordnet sind,

2.  eine Kreditqualität aufweist, die mindestens der Kreditqualität einer
    Verbriefungsposition entspricht, für die eine maßgebliche
    Bonitätsbeurteilung vorliegt, die aufsichtlich der Bonitätsstufe 3
    oder einer niedrigeren Bonitätsstufe zugeordnet ist, und

3.  von einem Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtung, das nicht
    gleichzeitig einen Anteil an der Erstverlustposition hält, gehalten
    wird,

darf abweichend von Absatz 1 das höchste KSA-Risikogewicht angewendet
werden, das für eine im verbrieften Portfolio enthaltene
Adressenausfallrisikoposition als KSA-Position anzuwenden wäre,
mindestens jedoch ein Risikogewicht von 100 Prozent. Als
Erstverlustposition nach Satz 1 Nummer 3 gilt jede
Verbriefungstranche, auf die ein KSA-Verbriefungsrisikogewicht von
1 250 Prozent anzuwenden ist oder die nach § 58 als abzuziehende
Verbriefungspositionen berücksichtigt wird.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/wusolvv/__56.html
Directory: wusolvv
Level: 6.0