Title: § 47 Berichtigung nach Abschluss der Beurkundung

Description:
Personenstandsgesetz (PStG)
Kapitel 8 - Berichtigungen und gerichtliches Verfahren
Abschnitt 1 - Berichtigungen ohne Mitwirkung des Gerichts
§ 47 Berichtigung nach Abschluss der Beurkundung

Paragraph: 47

Content:
Personenstandsgesetz (PStG)
Kapitel 8 - Berichtigungen und gerichtliches Verfahren
Abschnitt 1 - Berichtigungen ohne Mitwirkung des Gerichts
§ 47 Berichtigung nach Abschluss der Beurkundung

(1) In einem abgeschlossenen Registereintrag sind offenkundige
Schreibfehler zu berichtigen. Auf Grund öffentlicher Urkunden oder
eigener Ermittlungen des Standesamts sind außerdem zu berichtigen

1.  die in den Personenstandsregistern eingetragenen Hinweise,

2.  fehlerhafte Übertragungen aus Urkunden, die der Eintragung zugrunde
    gelegen haben,

3.  im Sterberegister die Angaben über den letzten Wohnsitz des
    Verstorbenen,

4.  in allen Personenstandsregistern die Registrierungsdaten eines
    Personenstandseintrags,

5.  in allen Personenstandsregistern die Elementbezeichnungen und
    Leittextangaben.

Ferner können sonstige unrichtige oder unvollständige Eintragungen
berichtigt werden, wenn der richtige oder vollständige Sachverhalt
festgestellt wird durch

1.  Personenstandsurkunden,

2.  Dokumente des Heimatstaates, die zum Grenzübertritt berechtigen,
    soweit dadurch ein erläuternder Zusatz zur Identität oder zur
    Namensführung im Personenstandsregister gestrichen werden soll.

(2) Gehen dem Standesamt berichtigende Mitteilungen oder Anzeigen zu,
so sind außerdem zu berichtigen

1.  im Geburtenregister die Angaben über Zeitpunkt und Ort der Geburt
    sowie das Geschlecht des Kindes, wenn die Geburt schriftlich angezeigt
    worden ist,

2.  im Sterberegister die Angaben über Zeitpunkt und Ort des Todes, wenn
    der Sterbefall schriftlich angezeigt worden ist,

3.  in allen Personenstandsregistern die Angaben über die Rechtskraft
    gerichtlicher Entscheidungen.

(3) Bei Berichtigungen sind die Beteiligten vor der Änderung zu hören.
Eine Anhörung unterbleibt in den Fällen des Absatzes 1 Satz 2 Nummer
1, 4 und 5 sowie des Absatzes 1 Satz 3 Nummer 2.

(4) Die Berichtigung fehlerhafter Registrierungsdaten eines Eintrags
erfolgt durch Kennzeichnung des entsprechenden Registereintrags und
erneute Beurkundung. Die nach Satz 1 gekennzeichneten Registereinträge
gelten als stillgelegt und dürfen nicht mehr verarbeitet werden. Die
Registrierungsdaten eines stillgelegten Eintrags können wieder
verwendet werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pstg/__47.html
Directory: pstg
Level: 4.0