Title: § 397 Verfahrensrechte des Nebenklägers

Description:
Strafprozeßordnung (StPO)
Fünftes Buch - Beteiligung des Verletzten am Verfahren
Dritter Abschnitt - Nebenklage
§ 397 Verfahrensrechte des Nebenklägers

Paragraph: 397

Content:
Strafprozeßordnung (StPO)
Fünftes Buch - Beteiligung des Verletzten am Verfahren
Dritter Abschnitt - Nebenklage
§ 397 Verfahrensrechte des Nebenklägers

(1) Der Nebenkläger ist, auch wenn er als Zeuge vernommen werden soll,
zur Anwesenheit in der Hauptverhandlung berechtigt. Er ist zur
Hauptverhandlung zu laden; § 145a Absatz 2 Satz 1 und § 217 Absatz 1
und 3 gelten entsprechend. Die Befugnis zur Ablehnung eines Richters
(§§ 24, 31) oder Sachverständigen (§ 74), das Fragerecht (§ 240 Absatz
2), das Recht zur Beanstandung von Anordnungen des Vorsitzenden (§ 238
Absatz 2) und von Fragen (§ 242), das Beweisantragsrecht (§ 244 Absatz
3 bis 6) sowie das Recht zur Abgabe von Erklärungen (§§ 257, 258)
stehen auch dem Nebenkläger zu. Dieser ist, soweit gesetzlich nichts
anderes bestimmt ist, im selben Umfang zuzuziehen und zu hören wie die
Staatsanwaltschaft. Entscheidungen, die der Staatsanwaltschaft bekannt
gemacht werden, sind auch dem Nebenkläger bekannt zu geben; § 145a
Absatz 1 und 3 gilt entsprechend.

(2) Der Nebenkläger kann sich des Beistands eines Rechtsanwalts
bedienen oder sich durch einen solchen vertreten lassen. Der
Rechtsanwalt ist zur Anwesenheit in der Hauptverhandlung berechtigt.
Er ist vom Termin der Hauptverhandlung zu benachrichtigen, wenn seine
Wahl dem Gericht angezeigt oder er als Beistand bestellt wurde.

(3) Ist der Nebenkläger der deutschen Sprache nicht mächtig, erhält er
auf Antrag nach Maßgabe des § 187 Absatz 2 des
Gerichtsverfassungsgesetzes eine Übersetzung schriftlicher Unterlagen,
soweit dies zur Ausübung seiner strafprozessualen Rechte erforderlich
ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__397.html
Directory: stpo
Level: 4.0