Title: Anlage 3

Description:
Verordnung zu Systemdienstleistungen durch Windenergieanlagen (SDLWindV)
Teil 4 - Nachweis und Schlussbestimmungen
Anlage 3

Paragraph: 9

Content:
Verordnung zu Systemdienstleistungen durch Windenergieanlagen (SDLWindV)
Teil 4 - Nachweis und Schlussbestimmungen
Anlage 3

(Fundstelle: BGBl. I 2009, 1746)

1.  Die Definitionen der Anlage 1 Nummer III sind auch im Rahmen der
    Anlage 3 anzuwenden.

2.  Symmetrische und unsymmetrische Fehler mit einem Spannungseinbruch
    oberhalb der Grenzlinie 1, die nach Bild 3.5 im Abschnitt 3.3.13.5 des
    TransmissionCodes 2007 (für Anlagen des Typs 2) beschrieben sind,
    müssen ohne Netztrennung durchfahren werden.

    Der Blindleistungsbezug darf nicht zur Auslösung des Blindleistungs-
    Unterspannungsschutzes führen.

    Nicht eingehalten werden muss die Anforderung im Abschnitt 3.3.13.5
    Absatz 2 des TransmissionCodes 2007, dass von den Aus-Hilfskontakten
    der Leistungsschalter auf der Ober- oder der Unterspannungsseite des
    Netztransformators ein Abfahr- und Ausschaltbefehl auf alle einzelnen
    Generatoren der Anlage gegeben wird, so dass der Inselbetrieb
    spätestens nach drei Sekunden beendet ist.

3.  Ein Blindleistungs-Unterspannungsschutz (*                   ) muss
    vorhanden sein. Seine Einstellwerte werden gemäß
    Mittelspannungsrichtlinie 2008 in Verbindung mit der Ergänzung vom 1.
    Januar 2013 festgelegt.

4.  Eine Trennung vom Netz bei Frequenzen zwischen 47,5 Hz und 51,0 Hz ist
    nicht erlaubt.

5.  Bei einer
    Verfügbaren Wirkleistung P
    vb                    von größer oder gleich der Hälfte der
    Verfügbaren installierten Wirkleistung                    (
    P
    vb*                      50 % P
    bb inst                   ), bei einer Frequenz von mehr als 50,2 Hz
    und weniger als 51,0 Hz muss die
    Momentane Wirkleistung P
    mom                    jeder einzelnen
    Windenergie-Erzeugungseinheit                    mit einem Gradienten
    von 40 % der
    Verfügbaren Wirkleistung P
    vb                    der
    Windenergie-Erzeugungseinheiten                    je Hz abgesenkt
    werden können.

    Zwischen 51,0 Hz und 51,5 Hz sind die Überfrequenzschutzeinrichtungen
    der einzelnen
    Einheiten                    einer
    Windenergie-Erzeugungsanlage                    unter Ausnutzung des
    ganzen Bereichs gestaffelt so einzustellen, dass bei einer Frequenz
    von 51,5 Hz alle
    Windenergie-Erzeugungseinheiten                    vom Netz getrennt
    worden sind.

6.  Auf Anforderung des Netzbetreibers (zum Beispiel per Funkrundsteuerung
    oder Ähnlichem) ist die Funktion zum automatischen Wiederankoppeln an
    das Netz zu blockieren.

7.  Die zu ändernden Einstellungen des Entkupplungsschutzes werden vom
    Netzbetreiber vorgegeben.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/sdlwindv/__9.html
Directory: sdlwindv
Level: 3.0