Title: § 6

Description:
Anordnung über die Verwahrung unterirdischer bergbaulicher Anlagen (VerwAnO)
§ 6

Paragraph: 6

Content:
Anordnung über die Verwahrung unterirdischer bergbaulicher Anlagen (VerwAnO)
§ 6

(1) Die Bergbaubetriebe haben für nicht mehr benötigte Grubenbaue eine
bergschadenkundliche Analyse rechtzeitig vor der Beendigung der
bergbaulichen Nutzung - im Falle der Nachnutzung der Grubenbaue durch
den Bergbaubetrieb selbst rechtzeitig vor der Beendigung der
Nachnutzung - anzufertigen und der Bergbehörde zu übergeben.

(2) Die bergschadenkundliche Analyse muß Angaben enthalten über

a)  den Zustand der Grubenbaue, insbesondere der tagesoberflächennahen
    Grubenbaue und der räumlichen Verbindungen zur Tagesoberfläche
    (Tagesschächte, Stollen),

b)  die Abbau- und Versatzverfahren,

c)  den geologischen, hydrogeologischen und geomechanischen Zustand der
    Lagerstätte und des Deckgebirges,

d)  bereits durchgeführte Verwahrungsarbeiten (z.B. Versatz),

e)  weitere Grubenbaue und unterirdische Hohlräume, die sich im
    Einwirkungsbereich der stillzulegenden und der bereits stillgelegten
    Grubenbaue befinden,

f)  die Nutzung und Bebauung der Tagesoberfläche,

g)  bereits eingetretene Bergschäden und andere nachteilige Einwirkungen
    und durchgeführte bergschadenkundliche Messungen (Lage- und
    Höhenmessungen),

h)  künftig noch zu erwartende Bergschäden und andere nachteilige
    Einwirkungen, unterteilt gemäß § 2 Abs. 7.

(3) Der bergschadenkundlichen Analyse sind Übersichtskarten und
rißliche Unterlagen beizufügen, auf denen insbesondere darzustellen
sind

a)  Grubenbaue (insbesondere tagesoberflächennahe Grubenbaue,
    Tagesschächte und Stollen),

b)  der geologische und hydrogeologische Zustand der Lagerstätte und des
    Deckgebirges,

c)  weitere Grubenbaue und unterirdische Hohlräume, die sich im
    Einwirkungsbereich der stillzulegenden und der bereits stillgelegten
    Grubenbaue befinden,

d)  die Nutzung und Bebauung der Tagesoberfläche,

e)  bereits eingetretene sowie zu erwartende Bergschäden und andere
    nachteilige Einwirkungen (z.B. Senkungsgebiete, zu erwartende
    Änderungen des Grundwasserspiegels).

(4) Für stillgelegte Bohrlöcher ist eine bergschadenkundliche Analyse
nur erforderlich, wenn die Gefahr von Bergschäden oder anderen
nachteiligen Einwirkungen (auch durch nicht geborgene, umschlossene
Strahlenquellen oder durch im Bohrloch verbliebene Sprengmittel)
besteht. Die bergschadenkundliche Analyse ist in vereinfachter Form,
die mit der Bergbehörde abzustimmen ist, anzufertigen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/verwano/__6.html
Directory: verwano
Level: 2.0