Title: § 185

Description:
Gerichtsverfassungsgesetz (GVG)
Fünfzehnter Titel - Gerichtssprache
§ 185

Paragraph: 185

Content:
Gerichtsverfassungsgesetz (GVG)
Fünfzehnter Titel - Gerichtssprache
§ 185

(1) Wird unter Beteiligung von Personen verhandelt, die der deutschen
Sprache nicht mächtig sind, so ist ein Dolmetscher zuzuziehen. Ein
Nebenprotokoll in der fremden Sprache wird nicht geführt; jedoch
sollen Aussagen und Erklärungen in fremder Sprache, wenn und soweit
der Richter dies mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Sache für
erforderlich erachtet, auch in der fremden Sprache in das Protokoll
oder in eine Anlage niedergeschrieben werden. In den dazu geeigneten
Fällen soll dem Protokoll eine durch den Dolmetscher zu beglaubigende
Übersetzung beigefügt werden.

(1a) Das Gericht kann gestatten, dass sich der Dolmetscher während der
Verhandlung, Anhörung oder Vernehmung an einem anderen Ort aufhält.
Die Verhandlung, Anhörung oder Vernehmung wird zeitgleich in Bild und
Ton an diesen Ort und in das Sitzungszimmer übertragen.

(2) Die Zuziehung eines Dolmetschers kann unterbleiben, wenn die
beteiligten Personen sämtlich der fremden Sprache mächtig sind.

(3) In Familiensachen und in Angelegenheiten der freiwilligen
Gerichtsbarkeit bedarf es der Zuziehung eines Dolmetschers nicht, wenn
der Richter der Sprache, in der sich die beteiligten Personen
erklären, mächtig ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gvg/__185.html
Directory: gvg
Level: 3.0