Title: Anlage 4 Fortbildungsrahmenplan

Description:
Verordnung über die Aus- und Fortbildung der Seelotsen (SeeLAuFV)
Gesamtbewertung
Anlage 4 Fortbildungsrahmenplan

Paragraph: 11

Content:
Verordnung über die Aus- und Fortbildung der Seelotsen (SeeLAuFV)
Gesamtbewertung
Anlage 4 Fortbildungsrahmenplan

(Fundstelle: BGBl. I 2014, 240 – 244)

*    *   Kurs/Modul

    *   Lernziele

    *   Beschreibung/Inhalte

    *   Dauer/
        Wiederholungsfrist

    *   Bemerkungen

*    *   Kommunikation und Zusammenwirken mit den
        örtlichen Behörden

    *   Mit diesen Veranstaltungen sollen die Grundsätze der Arbeit von
        Verkehrszentralen dargelegt, die Kommunikation und die Grundlagen für
        das Zusammenwirken der beteiligten Parteien an Land und an Bord in
        einem Revier in verschiedenen Situationen behandelt und trainiert
        werden, mit dem Ziel einer Weiterentwicklung und Optimierung und als
        Reaktion auf im Revier beobachtete Fehlentwicklungen und durch die BSU
        festgestellte Handlungserfordernisse.

    *
    *
    *
    *
    *   Bezug:
        5\.5.2, 5.5.3 und 5.5.8 IMO-Resolution
        A.960(23)
        Umsetzung durch Vorlesung mit Unterstützung von Simulation
        (Radarsimulation) zur Sicherstellung einer eindeutigen Kommunikation
        im Zusammenwirken von Lotsen und nautischen Bediensteten der
        Verkehrszentralen
        Einbeziehung von Vertretern der zuständigen Wasser- und
        Schifffahrtsverwaltung, z. B. Havariekommando, und anderer Behörden
        und Institutionen

*    *   a)

    *   VTS-Lehrgänge
        (siehe
        Spezifizierung)

    *   a)

    *   VTS Lehrgänge

    *   a)

    *   3 Tage/
        5 Jahre

*    *   –

    *   Dienste eines VTS/rechtliche Grundlagen
        (National und International)/VV-WSV 2408,

*    *   –

    *   Wirkung und Abgrenzung der Dienste,

*    *   –

    *   Praktische Übungen zur Radarberatung von Land,

*    *   –

    *   Training der Kommunikation,

*    *   –

    *   Datensicherung;

*    *   b)

    *   Unfallmanagementlehrgänge (siehe
        Spezifizierung)

    *   b)

    *   Unfallmanagementlehrgänge

    *   b)

    *   2 Tage/
        5 Jahre

*    *   –

    *   Analyse verschiedener möglicher Gefahrenlagen,

*    *   –

    *   Darstellung von Notfallplänen,

*    *   –

    *   Aufgabenteilung,

*    *   –

    *   Kommunikationswege und Durchführung der Kommunikation,

*    *   –

    *   Zuweisung der Führung einer Gefahrenlage
        „on-scene-commander“,

*    *   –

    *   Fallstudien;

*    *   c)

    *   Vermittlung von einschlägigen Themen zum Lotswesen
        betreffend
        Gesetze und Rechtsvorschriften in dem jeweiligen
        Lotsrevier

    *   c)

    *   Vermittlung einschlägiger Gesetze und Rechtsvorschriften und weiterer
        Themen aus gegebener Veranlassung; Vermittlung von aktuellen
        Entwicklungen für einen ordnungsgemäßen Betriebsablauf in dem
        jeweiligen Lotsrevier.

    *   c)

    *   1 Tag/
        5 Jahre

    *

*    *   Bridge Resource Management (BRM)

    *   Diese Veranstaltung soll der effektiven Vorbereitung und Nutzung des
        Brückenwachdienstes unter Berücksichtigung der Brückenbesetzung und
        Brückenausstattung dienen.
        Im Mittelpunkt stehen die Rolle des Lotsen innerhalb des Brückenteams
        und das Verhältnis Kapitän/Lotse.

    *   –

    *   Vermittlung von Gruppenführungstechniken,

    *   5 Tage/
        5 Jahre

    *   Bezug:
        5\.5.4 IMO-Resolution A.960(23) unter Einbeziehung von 5.5.1 (Abhaltung
        des Kurses in Englisch)
        Umsetzung durch Vorlesung mit Unterstützung von Simulation

*    *   –

    *   Schulung des Teamverhaltens,

*    *   –

    *   Erfassung von Situationen und der gegebenen Ressourcen,

*    *   –

    *   Beziehung und Informationsaustausch Kapitän/Lotse und mit anderen
        Mitgliedern des Teams,

*    *   –

    *   Delegieren und Aufgabenverteilung,

*    *   –

    *   Schulung des Entscheidungsverhaltens,

*    *   –

    *   Fallstudien und Simulation von Situationen unter verschiedenen
        Bedingungen (Normal- und Notfallbedingungen),

*    *   –

    *   Kommunikationstechniken,

*    *   –

    *   Fehlerkettenanalyse,

*    *   –

    *   Einfluss von Stress und Übermüdung (fatigue).

*    *   Ausbildung
        an modernen
        technischen
        Navigationseinrichtungen

    *   Schulung der Handhabung neuer Entwicklungen bei Technischen
        Navigationseinrichtungen, insbesondere Radar, ECDIS, AIS, integrierte
        Navigationssysteme und weiterer neuer Geräte. Insbesondere soll ihre
        Nutzbarkeit auf dem Lotsrevier dargestellt werden.

    *   –

    *   Fortbildung am Radargerät/angemessene Handhabung und Nutzung im
        jeweiligen Lotsrevier/Berücksichtigung von neuen Entwicklungen;
        Erörterung der Fehler und Grenzen von Radargeräten unter
        Berücksichtigung der neuen Entwicklungen und Erfahrungen im Revier,

    *   3 bis
        5 Tage/
        5 Jahre

    *   Bezug:
        5\.5.5 und 5.5.7 IMO-
        Resolution                        A.960(23)
        Umsetzung durch Vorlesung mit Unterstützung von Simulation
        (Radarsimulator und andere auf die Zielsetzung zugeschnittene
        Simulatoren)

*    *   –

    *   Praktisches Training: Fahren mit Radar in verschiedenen Situationen im
        Lotsrevier (z. B. bei schlechter Sicht),

*    *   –

    *   Schulung in der Handhabung neuer Systeme, z. B. ECDIS, AIS,
        integrierte Navigationssysteme unter Berücksichtigung der Grenzen und
        Fehler.

*    *   Shiphandling
        an Simulatoren

    *   Training von ausgewählten Manöversituationen, entsprechend der sich im
        jeweiligen Revier entwickelnden Erfordernisse zur Fortentwicklung von
        Praxiswissen und zur Festigung von Routinen.

    *   –

    *   Training des Manövrierens ausgewählter Fahrzeuge in ausgewählten
        Revierabschnitten unter Berücksichtigung von unterschiedlichen
        Bedingungen,

    *   3 Tage/
        3 Jahre

    *   Bezug:
        5\.5.5 und 5.5.6 unter Berücksichtigung von 5.5.7 IMO-Resolution
        A.960(23)
        Umsetzung mit Unterstützung von Simulation (möglich in digitalen „Full
        mission Simulatoren“ und/oder in bemannten Schiffsmodellen je nach den
        revierbezogenen zu trainierenden Inhalten)

*    *   –

    *   Training von zu erwartenden hydrodynamischen Effekten in bestimmten
        Revierabschnitten und in bestimmten Situationen (z. B. Banking, ship
        to ship interaction usw.),

*    *   –

    *   Training der Handhabung von Schiffen mit und ohne Schlepperassistenz,

*    *   –

    *   Nutzung des Ankers,

*    *   –

    *   Wirkung von Manövrierhilfen und verschiedenen Antrieben,

*    *   –

    *   Training der Handhabung von neuen zu erwartenden Schiffen,

*    *   –

    *   Training von Grenzsituationen und Notfallsituationen.

*    *   Fortbildung
        in Bezug auf
        revierspezifische
        Veränderungen

    *   Training von ausgewählten Manöversituationen.

    *   Training des Verhaltens in neu gestalteten Fahrwassern/Hafenanlagen.

    *   nach
        Bedarf

    *   Bezug:
        5\.5 IMO-Resolution
        A.960(23)

*    *   Eigenschutz,
        Überleben im Seenotfall,
        Erste-Hilfe-Maßnahmen

    *   Training in der Handhabung von gegebenen Mitteln zum Eigenschutz.

    *   –

    *   Überlebensanzüge,

    *   5 Tage/
        5 Jahre

    *   Bezug:
        5\.9, 5.5.10 und 5.5.11 IMO-Resolution
        A.960(23) (der Lehrgang sollte STCW-konform sein)

*    *   –

    *   Handhabung von Arbeitswesten,

*    *   –

    *   Bergung von Personen aus dem Wasser,

*    *   –

    *   Erste Hilfe/Wiederbelebung bis zum Eintreffen des Notarztes.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/seelaufv/__11.html
Directory: seelaufv
Level: 3.0