Title: § 16c Fristen, Bescheide, Durchführungsbestimmungen

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Logopäden (LogAPrO)
§ 16c Fristen, Bescheide, Durchführungsbestimmungen

Paragraph: 16c

Content:
Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Logopäden (LogAPrO)
§ 16c Fristen, Bescheide, Durchführungsbestimmungen

(1) Die zuständige Behörde hat über Anträge auf Erteilung einer
Erlaubnis als Logopädin oder Logopäde nach § 1 Absatz 1 des Gesetzes
über den Beruf des Logopäden in Verbindung mit § 2 Absatz 2, 3, 3a
oder Absatz 4 des Gesetzes über den Beruf des Logopäden kurzfristig,
spätestens vier Monate, nach Vorlage der für Entscheidungen nach § 2
des Gesetzes über den Beruf des Logopäden erforderlichen Unterlagen zu
entscheiden. Im Falle des § 81a des Aufenthaltsgesetzes soll die
Entscheidung innerhalb von zwei Monaten erfolgen.

(2) Über die Feststellung wesentlicher Unterschiede, die zur
Auferlegung von Anpassungsmaßnahmen nach den §§ 16a oder 16b führen,
ist den Antragstellern ein rechtsmittelfähiger Bescheid zu erteilen,
der folgende Angaben enthält:

1.  das Niveau der in Deutschland verlangten Qualifikation und das Niveau
    der von den Antragstellern vorgelegten Qualifikation gemäß der
    Klassifizierung in Artikel 11 der Richtlinie 2005/36/EG des
    Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die
    Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. L 255 vom 30.9.2005, S.
    22, L 271 vom 16.10.2007, S. 18) in der jeweils geltenden Fassung,

2.  die Fächer oder Ausbildungsbestandteile, bei denen wesentliche
    Unterschiede festgestellt wurden,

3.  eine inhaltliche Erläuterung der wesentlichen Unterschiede sowie die
    Begründung, warum diese dazu führen, dass die Antragsteller nicht in
    ausreichender Form über die in Deutschland zur Ausübung des Berufs des
    Logopäden notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, und

4.  eine Begründung, warum die wesentlichen Unterschiede nicht durch
    Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeglichen werden konnten, die die
    Antragsteller im Rahmen ihrer nachgewiesenen Berufspraxis oder durch
    lebenslanges Lernen im Sinne des § 2 Absatz 3 Satz 7 des Gesetzes über
    den Beruf des Logopäden erworben haben.

(3) Die Prüfungen nach § 16a Absatz 3 und § 16b Absatz 3 finden in
Form einer staatlichen Prüfung vor einer staatlichen
Prüfungskommission statt. Die Länder können zur Durchführung der
Prüfungen die regulären Prüfungstermine der staatlichen Prüfung nach §
2 Absatz 1 nutzen; sie haben dabei sicherzustellen, dass die
Antragsteller die Prüfungen innerhalb von sechs Monaten nach der
Entscheidung nach Absatz 1 ablegen können. Soweit in den §§ 16a und
16b nichts anderes bestimmt ist, gelten die §§ 8, 11 bis 14 für die
Durchführung der Prüfungen nach Satz 1 entsprechend.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/logapro/__16c.html
Directory: logapro
Level: 2.0