Title: § 13 Inhalt

Description:
Gesetz für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesverwaltung und in den Gerichten des Bundes (BGleiG 2015)
Abschnitt 3 - Gleichstellungsplan
§ 13 Inhalt

Paragraph: 13

Content:
Gesetz für die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Bundesverwaltung und in den Gerichten des Bundes (BGleiG 2015)
Abschnitt 3 - Gleichstellungsplan
§ 13 Inhalt

(1) Der Gleichstellungsplan muss eine Bestandsaufnahme vornehmen,
indem er die bestehende Situation der Frauen und Männer in der
Dienststelle zum 30. Juni des Jahres seiner Erstellung beschreibt und
die bisherige Förderung der Beschäftigten in den einzelnen Bereichen
für die vergangenen vier Jahre auswertet. Zur Bestandsaufnahme gehört
auch eine Darstellung, die zeigt, wie Frauen und Männer die Maßnahmen
zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Berufstätigkeit in
Anspruch genommen haben und wie sich ihr beruflicher Aufstieg
darstellt im Vergleich zu Frauen und Männern, die solche Maßnahmen
nicht in Anspruch genommen haben. Sind die Zielvorgaben des vorherigen
Gleichstellungsplans nicht umgesetzt worden, so sind im aktuellen
Gleichstellungsplan die Gründe für die Zielverfehlung darzulegen.

(2) Der Gleichstellungsplan legt fest, wie und bis wann

1.  erreicht werden soll, dass die Führungspositionen, in denen Frauen
    bisher unterrepräsentiert waren, mit annähernd numerischer Gleichheit
    mit Frauen und Männern besetzt werden, um das Ziel des § 1 Absatz 2
    Satz 2 zu erreichen,

2.  die Unterrepräsentanz von Frauen in anderen Bereichen abgebaut werden
    soll und

3.  die Vereinbarkeit von Familie oder Pflege mit der Berufstätigkeit
    verbessert werden soll und wie insbesondere Männer motiviert werden
    sollen, Angebote, die eine solche Vereinbarkeit ermöglichen, stärker
    in Anspruch zu nehmen.

Im Gleichstellungsplan sind konkrete Zielvorgaben insbesondere zum
Frauen- und Männeranteil für jede einzelne Führungsebene festzulegen.
Sofern Zielvorgaben zur Besetzung von Arbeitsplätzen zu entwickeln
sind, über deren Besetzung die Dienststelle nicht entscheidet, sind
die Vorgaben in Absprache mit der für die Arbeitsplatzbesetzung
zuständigen Stelle zu entwickeln.

(3) Der Gleichstellungsplan hat für jede Zielvorgabe konkrete
Maßnahmen personeller, sozialer oder organisatorischer Art zur
Erreichung der jeweiligen Zielvorgabe zu benennen. Er enthält
insbesondere auch Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von
Familie, Pflege und Berufstätigkeit.

(4) Sofern personalwirtschaftliche Maßnahmen vorgesehen sind, durch
die Stellen oder Planstellen gesperrt werden oder wegfallen, ist im
Gleichstellungsplan vorzusehen, dass der Anteil des
unterrepräsentierten Geschlechts in den betreffenden Bereichen
zumindest nicht sinkt.

(5) Der Gleichstellungsplan darf keine personenbezogenen Daten
enthalten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgleig_2015/__13.html
Directory: bgleig_2015
Level: 3.0