Title: § 25b

Description:
Gesetz über die Versorgung der Opfer des Krieges (BVG)
Kriegsopferfürsorge -
§ 25b

Paragraph: 25b

Content:
Gesetz über die Versorgung der Opfer des Krieges (BVG)
Kriegsopferfürsorge -
§ 25b

(1) Leistungen der Kriegsopferfürsorge sind

1.  Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und ergänzende Leistungen (§§
    26 und 26a),

2.  Krankenhilfe (§ 26b),

3.  Hilfe zur Pflege (§ 26c),

4.  Hilfe zur Weiterführung des Haushalts (§ 26d),

5.  Altenhilfe (§ 26e),

6.  Erziehungsbeihilfe (§ 27),

7.  ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt (§ 27a),

8.  Erholungshilfe (§ 27b),

9.  Wohnungshilfe (§ 27c),

10. Hilfen in besonderen Lebenslagen (§ 27d).

Wird die Leistung in einer stationären oder teilstationären
Einrichtung erbracht, umfasst sie auch den in der Einrichtung
geleisteten Lebensunterhalt einschließlich der darüber hinaus
erforderlichen einmaligen Leistungen; § 133a des Zwölften Buches
Sozialgesetzbuch gilt entsprechend. Satz 2 findet auch Anwendung, wenn
Hilfe zur Pflege nur deshalb nicht gewährt wird, weil entsprechende
Leistungen nach dem Elften Buch Sozialgesetzbuch erbracht werden.

(2) Leistungsarten der Kriegsopferfürsorge sind Dienst-, Sach- und
Geldleistungen.

(3) Zur Dienstleistung gehören insbesondere die Beratung in Fragen der
Kriegsopferfürsorge sowie die Erteilung von Auskünften in sonstigen
sozialen Angelegenheiten, soweit sie nicht von anderen Stellen oder
Personen wahrzunehmen sind.

(4) Geldleistungen werden als einmalige Beihilfen, laufende Beihilfen
oder als Darlehen erbracht. Darlehen können gegeben werden, wenn diese
Art der Leistung zur Erreichung des Leistungszwecks ausreichend oder
zweckmäßiger ist. Anstelle von Geldleistungen können Sachleistungen
erbracht werden, wenn diese Art der Leistung im Einzelfall
zweckmäßiger ist.

(5) Art, Ausmaß und Dauer der Leistungen der Kriegsopferfürsorge
richten sich nach der Besonderheit des Einzelfalls, der Art des
Bedarfs und den örtlichen Verhältnissen. Dabei sind Art und Schwere
der Schädigung, Gesundheitszustand und Lebensalter sowie die
Lebensstellung vor Eintritt der Schädigung oder vor Auswirkung der
Folgen der Schädigung oder vor dem Verlust des Ehegatten oder
Lebenspartners, Elternteils, Kindes oder Enkelkinds besonders zu
berücksichtigen. Wünschen der Leistungsberechtigten, die sich auf die
Gestaltung der Leistung richten, soll entsprochen werden, soweit sie
angemessen sind und keine unvertretbaren Mehrkosten erfordern.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bvg/__25b.html
Directory: bvg
Level: 3.0