Title: § 19 Ermittlung der variablen Vergütung (Ex-ante-Risikoadjustierung)

Description:
Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme von Instituten (InstitutsVergV 2014)
Abschnitt 3 - Besondere Anforderungen an bedeutende Institute
§ 19 Ermittlung der variablen Vergütung (Ex-ante-Risikoadjustierung)

Paragraph: 19

Content:
Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme von Instituten (InstitutsVergV 2014)
Abschnitt 3 - Besondere Anforderungen an bedeutende Institute
§ 19 Ermittlung der variablen Vergütung (Ex-ante-Risikoadjustierung)

(1) Bei der Ermittlung der variablen Vergütung sind der Gesamterfolg
des Instituts oder, falls erforderlich, der Gruppe sowie der
Erfolgsbeitrag der Organisationseinheit und der individuelle
Erfolgsbeitrag angemessen zu berücksichtigen. Dabei ist ein
angemessener Betrachtungszeitraum zugrunde zu legen, der mindestens
ein Jahr betragen muss (Bemessungszeitraum). Bei Risikoträgern oder
Risikoträgerinnen, die Geschäftsleiter oder Geschäftsleiterinnen sind,
beträgt der Bemessungszeitraum mindestens drei Jahre. Dabei kann der
Zurückbehaltungszeitraum auf den Bemessungszeitraum angerechnet
werden, soweit er die Untergrenze aus § 20 Absatz 2 überschreitet;
Satz 2 bleibt unberührt.

(2) Der individuelle Erfolgsbeitrag ist anhand der Erreichung von
vereinbarten Zielen zu bestimmen, wobei sowohl quantitative als auch
qualitative Vergütungsparameter angemessen berücksichtigt werden
müssen. Die Vergütungsparameter sind so festzulegen, dass der Grad der
Zielerreichung ermittelt werden kann. Insbesondere sitten- oder
pflichtwidriges Verhalten darf nicht durch positive Erfolgsbeiträge
ausgeglichen werden, sondern muss die Höhe der variablen Vergütung
verringern.

(3) Für die Ermittlung des Gesamterfolgs des Instituts oder, falls
erforderlich, der Gruppe, des Erfolgsbeitrags der jeweiligen
Organisationseinheit und, soweit dies nicht mit einem
unverhältnismäßigen Aufwand verbunden ist, des individuellen
Erfolgsbeitrags sind insbesondere solche Vergütungsparameter zu
verwenden, die dem Ziel eines nachhaltigen Erfolges Rechnung tragen.
Dabei sind vor allem eingegangene Risiken, deren Laufzeiten sowie
Kapital- und Liquiditätskosten zu berücksichtigen, wobei die
Laufzeiten der Risiken nicht zwingend nachgebildet werden müssen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/institutsvergv_2014/__19.html
Directory: institutsvergv_2014
Level: 3.0