Title: § 40 Begriffsbestimmungen

Description:
Gesetz über Maßnahmen zur Förderung des deutschen Films (FFG 2017)
Kapitel 4 - Förderung – Allgemeine Bestimmungen
Abschnitt 1 - Zweckbindung der Fördermittel, Begriffsbestimmungen
§ 40 Begriffsbestimmungen

Paragraph: 40

Content:
Gesetz über Maßnahmen zur Förderung des deutschen Films (FFG 2017)
Kapitel 4 - Förderung – Allgemeine Bestimmungen
Abschnitt 1 - Zweckbindung der Fördermittel, Begriffsbestimmungen
§ 40 Begriffsbestimmungen

(1) Ein Film ist programmfüllend, wenn er eine Vorführdauer von
mindestens 79 Minuten, bei Kinderfilmen von mindestens 59 Minuten hat.
Maßgeblich ist die Vorführdauer des Films einschließlich des Vor- und
Abspanns.

(2) Ein Kinderfilm ist ein Film, der eine Freigabe und Kennzeichnung
nach § 14 Absatz 2 Nummer 1 oder 2 des Jugendschutzgesetzes erhalten
hat und sich insbesondere durch sein Thema, seine Handlung und seine
Gestaltung an Kinder richtet und für Kinder geeignet ist.

(3) Ein Erstlingsfilm ist ein Film, bei dem die Regisseurin oder der
Regisseur erstmals die alleinige Regieverantwortung für einen
programmfüllenden Film trägt, der nicht im Rahmen einer Ausbildung
hergestellt wird.

(4) Ein Kurzfilm ist ein Film mit einer Vorführdauer von höchstens 30
Minuten. Maßgeblich ist die Vorführdauer des Films einschließlich des
Vor- und Abspanns. Werbe- und Imagefilme sowie Musikvideos sind keine
Kurzfilme im Sinne dieses Gesetzes.

(5) Ein Referenzfilm ist ein Film, für dessen Erfolg Referenzpunkte
nach Maßgabe dieses Gesetzes vergeben werden.

(6) Hersteller im Sinne dieses Gesetzes ist, wer die Verantwortung für
die Durchführung des Filmvorhabens trägt.

(7) Eine reguläre Erstaufführung im Sinne dieses Gesetzes ist gegeben,
wenn ein Film erstmalig an mindestens sieben aufeinanderfolgenden
Tagen in einem kinogeeigneten technischen Format in einem Kino mit
regelmäßigem Spielbetrieb im Inland gegen ein marktübliches Entgelt
vorgeführt wurde.

(8) Eine barrierefreie Fassung eines Films ist eine Endfassung des
Films in jeweils einer Version mit deutschen Untertiteln für Menschen
mit Hörbehinderungen und mit deutscher Audiodeskription für Menschen
mit Sehbehinderungen in marktgerechter und kinogeeigneter Qualität.

(9) Ein Videoabrufdienst ist ein elektronischer Informations- oder
Kommunikationsdienst, bei dem einzelne Filme für den Empfang zu einem
vom Nutzer oder von der Nutzerin gewählten Zeitpunkt auf dessen oder
deren individuellen Abruf hin bereitgestellt werden. Unerheblich ist,
ob ein etwaiges Entgelt für die Nutzung des einzelnen Films oder die
Nutzbarkeit des gesamten Dienstes zu zahlen ist.

(10) Bezahlfernsehen gegen individuelles Entgelt ist ein linearer
Dienst, bei dem Filme innerhalb eines festgelegten Programmangebots
gegen ein für den einzelnen Film zu entrichtendes Entgelt angeboten
werden.

(11) Bezahlfernsehen gegen pauschales Entgelt ist ein linearer Dienst,
bei dem Filme innerhalb eines festgelegten Programmangebots gegen ein
unabhängig von der Nutzung des einzelnen Films zu zahlendes Entgelt
angeboten werden.

(12) Ein gleichgestellter Staat im Sinne dieses Gesetzes ist ein
Drittstaat, für den sich hinsichtlich der Filmförderung nach dem Recht
der Europäischen Union eine Gleichstellung mit einem Mitgliedstaat
ergibt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ffg_2017/__40.html
Directory: ffg_2017
Level: 4.0