Title: § 9 Anrechnung auf das Wirtschaftsprüfungsexamen

Description:
Verordnung über die Voraussetzungen der Anerkennung von Studiengängen nach § 8a der Wirtschaftsprüferordnung und über die Anrechnung von Prüfungsleistungen aus Studiengängen nach § 13b der Wirtschaftsprüferordnung (WPAnrV)
Teil 2 - Verkürzte Prüfung nach Anrechnung gleichwertiger Prüfungsleistungen (§ 13b der Wirtschaftsprüferordnung)
§ 9 Anrechnung auf das Wirtschaftsprüfungsexamen

Paragraph: 9

Content:
Verordnung über die Voraussetzungen der Anerkennung von Studiengängen nach § 8a der Wirtschaftsprüferordnung und über die Anrechnung von Prüfungsleistungen aus Studiengängen nach § 13b der Wirtschaftsprüferordnung (WPAnrV)
Teil 2 - Verkürzte Prüfung nach Anrechnung gleichwertiger Prüfungsleistungen (§ 13b der Wirtschaftsprüferordnung)
§ 9 Anrechnung auf das Wirtschaftsprüfungsexamen

(1) Die Prüfungsstelle stellt im Zulassungsverfahren zum
Wirtschaftsprüfungsexamen die Anrechnung nach § 7 Abs. 1 und die
Gleichwertigkeit nach § 7 Abs. 2 fest. Die Feststellung erfolgt auf
Grundlage einer Bestätigung gemäß § 8.

(2) Die Leistungsnachweise sind von der antragstellenden Person im
Original oder in beglaubigter Abschrift mit dem Antrag nach § 1 oder §
25 der Wirtschaftsprüferprüfungsverordnung vorzulegen. Der
erfolgreiche Abschluss des Studiengangs, aus dem die
Leistungsnachweise stammen, darf zum Zeitpunkt der Antragstellung auf
Zulassung zum Wirtschaftsprüfungsexamen nicht länger als acht Jahre
zurückliegen.

(3) Wird festgestellt, dass ein Leistungsnachweis angerechnet wird,
entfällt die schriftliche und mündliche Prüfung in dem entsprechenden
Prüfungsgebiet im Wirtschaftsprüfungsexamen; § 13 der
Wirtschaftsprüferordnung bleibt unberührt. Die Prüfungsstelle teilt
der antragstellenden Person die für das Wirtschaftsprüfungsexamen
verbleibenden Prüfungsgebiete mit.

(4) Entfällt das Prüfungsgebiet "Angewandte Betriebswirtschaftslehre,
Volkswirtschaftslehre", dauert die mündliche Prüfung im Prüfungsgebiet
"Wirtschaftliches Prüfungswesen, Unternehmensbewertung und
Berufsrecht" 45 Minuten. Diese verlängerte mündliche Prüfung kann nach
Wahl der Prüfungsstelle auch in Sonderprüfungsterminen abgelegt
werden.

(5) § 19 Abs. 5 der Wirtschaftsprüferprüfungsverordnung findet
Anwendung.

(6) Wenn eine Anrechnung voraussichtlich nicht erfolgen kann, ist der
ausstellenden Hochschule Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
Erfolgt danach keine Anrechnung, teilt die Prüfungsstelle dies der
antragstellenden Person schriftlich oder elektronisch mit. Die
Ablehnung einer Anrechnung kann insbesondere gerechtfertigt sein, wenn
der Studiengang nach der Bestätigung wesentlich umgestaltet wurde, so
dass die Gleichwertigkeit nach § 7 Abs. 2 ganz oder in Teilen
entfallen ist. Für das Widerspruchsverfahren gilt § 5 Abs. 5 der
Wirtschaftsprüferordnung entsprechend.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/wpanrv/__9.html
Directory: wpanrv
Level: 3.0