Title: Anhang 1

Description:
Achtzehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 18)
Anhang 1

Paragraph: 8

Content:
Achtzehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 18)
Anhang 1

(Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1991, 1591 - 1596;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)

Ermittlungs- und Beurteilungsverfahren

*
    1.  **Allgemeines**

    1.1. Zuzurechnende Geräusche

        Den Sportanlagen sind folgende bei bestimmungsgemäßer Nutzung
        auftretende Geräusche zuzurechnen:

        a)  Geräusche durch technische Einrichtungen und Geräte,

        b)  Geräusche durch die Sporttreibenden,

        c)  Geräusche durch die Zuschauer und sonstigen Nutzer,

        d)  Geräusche, die von Parkplätzen auf dem Anlagengelände ausgehen.

        Verkehrsgeräusche einschließlich der durch den Zu- und Abgang der
        Zuschauer verursachten Geräusche auf öffentlichen Verkehrsflächen
        außerhalb der Sportanlage durch das der Anlage zuzuordnende
        Verkehrsaufkommen sind bei der Beurteilung gesondert von den anderen
        Anlagengeräuschen zu betrachten und nur zu berücksichtigen, sofern sie
        nicht im Zusammenhang mit seltenen Ereignissen (Nummer 1.5) auftreten
        und im Zusammenhang mit der Nutzung der Sportanlage den vorhandenen
        Pegel der Verkehrsgeräusche rechnerisch um mindestens 3 dB(A) erhöhen.
        Hierbei ist das Berechnungs- und Beurteilungsverfahren der
        Verkehrslärmschutzverordnung vom 12. Juni 1990 (BGBl. I S. 1036)
        sinngemäß anzuwenden. Lediglich die Berechnung der durch den Zu- und
        Abgang der Zuschauer verursachten Geräusche erfolgt nach diesem
        Anhang.

    1.2 Maßgeblicher Immissionsort

        Der für die Beurteilung maßgebliche Immissionsort liegt

        a)  bei bebauten Flächen 0,5 m außerhalb, etwa vor der Mitte des
            geöffneten, vom Geräusch am stärksten betroffenen Fensters eines zum
            dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmten Raumes einer Wohnung,
            eines Krankenhauses, einer Pflegeanstalt oder einer anderen ähnlich
            schutzbedürftigen Einrichtung;

        b)  bei unbebauten Flächen, die aber mit zum Aufenthalt von Menschen
            bestimmten Gebäuden bebaut werden dürfen, an dem am stärksten
            betroffenen Rand der Fläche, wo nach dem Bau- und Planungsrecht
            Gebäude mit zu schützenden Räumen erstellt werden dürfen;

        c)  bei mit der Anlage baulich aber nicht betrieblich verbundenen
            Wohnungen in dem am stärksten betroffenen, nicht nur dem
            vorübergehenden Aufenthalt dienenden Raum.

        Einzelheiten hierzu sind in Nr. 3.2.2.1 geregelt.

    1.3 Ermittlung der Geräuschimmission

    1.3.1. Beurteilungspegel, einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen

        Der Beurteilungspegel
        L
        r                          kennzeichnet die Geräuschimmission während
        der Beurteilungszeit nach Nr. 1.3.2. Er wird gemäß Nr. 1.6 mit den
        Immissionsrichtwerten verglichen.

        Der Beurteilungspegel wird gebildet aus dem für die jeweilige
        Beurteilungszeit ermittelten Mittelungspegel
        L
        Am                          und gegebenenfalls den Zuschlägen
        K
        I                          für Impulshaltigkeit und/oder auffällige
        Pegeländerungen nach Nr. 1.3.3 und
        K
        T                          für Ton- und Informationshaltigkeit nach
        Nr. 1.3.4.

        Für die Beurteilung einzelner kurzzeitiger Geräuschspitzen wird deren
        Maximalpegel
        L
        AFmax                          herangezogen.

        Für die Beurteilung von Geräuschen bei neu zu errichtenden
        Sportanlagen sind die Geräuschimmissionen nach dem in Nr. 2
        beschriebenen Prognoseverfahren, bei bestehenden Sportanlagen in der
        Regel nach Nr. 3 durch Messung zu bestimmen.

    1.3.2 Beurteilungszeiten
        T
        r

1\.3.2.1

*
    *   Werktags

        An Werktagen gilt für Geräuscheinwirkungen

        tags außerhalb der Ruhezeiten (8 bis 20 Uhr) eine Beurteilungszeit von
        12 Stunden,

        tags während der Ruhezeiten (6 bis 8 Uhr und 20 bis 22 Uhr) jeweils
        eine Beurteilungszeit von 2 Stunden,

        nachts (22 bis 6 Uhr) eine Beurteilungszeit von 1 Stunde (ungünstigste
        volle Stunde).

    1.3.2.2 Sonn- und feiertags

        An Sonn- und Feiertagen gilt für Geräuscheinwirkungen

        tags außerhalb der Ruhezeiten (9 bis 13 Uhr und 15 bis 20 Uhr) eine
        Beurteilungszeit von 9 Stunden,

        tags während der Ruhezeiten (7 bis 9 Uhr, 13 bis 15 Uhr und 20 bis 22
        Uhr) jeweils eine Beurteilungszeit von 2 Stunden,

        nachts (0 bis 7 Uhr und 22 bis 24 Uhr) eine Beurteilungszeit von 1
        Stunde (ungünstigste volle Stunde).

        Beträgt die gesamte Nutzungszeit der Sportanlage oder Sportanlagen
        zusammenhängend weniger als 4 Stunden und fallen mehr als 30 Minuten
        der Nutzungszeit in die Zeit von 13 bis 15 Uhr, gilt als
        Beurteilungszeit ein Zeitabschnitt von 4 Stunden, der die volle
        Nutzungszeit umfaßt.

    1.3.2.3 Teilzeiten
        T
        i

        Treten während einer Beurteilungszeit unterschiedliche Emissionen,
        jeweils unter Einschluß der Impulshaltigkeit, auffälliger
        Pegeländerungen, der Ton- und Informationshaltigkeit sowie
        kurzzeitiger Geräuschspitzen, auf, ist zur Ermittlung der
        Geräuschimmission während der gesamten Beurteilungszeit diese in
        geeigneter Weise in Teilzeiten
        T
        i                          aufzuteilen, in denen die Emissionen im
        wesentlichen gleichartig sind. Eine solche Unterteilung ist z.B. bei
        zeitlich abgrenzbarem unterschiedlichem Betrieb der Sportanlage
        erforderlich.

    1.3.3 Zuschlag
        K
        l,i                          für Impulshaltigkeit und/oder auffällige
        Pegeländerungen

        Enthält das zu beurteilende Geräusch während einer Teilzeit
        T
        i                          der Beurteilungszeit nach Nr. 1.3.2 Impulse
        und/oder auffällige Pegeländerungen, wie z.B. Aufprallgeräusche von
        Bällen, Geräusche von Startpistolen, Trillerpfeifen oder Signalgebern,
        ist für diese Teilzeit ein Zuschlag
        K
        l,i                         zum Mittelungspegel
        L
        Am,i                          zu berücksichtigen.

        Bei Geräuschen durch die menschliche Stimme ist, soweit sie nicht
        technisch verstärkt sind, kein Zuschlag
        K
        l,i                          anzuwenden .

        Treten die Impulse und/oder auffälligen Pegeländerungen in der
        Teilzeit
        T
        i                          im Mittel höchstens einmal pro Minute auf,
        sind neben dem Mittelungspegel
        L
        Am,i                          der mittlere Maximalpegel
        L
        AFmax,i                          (energetischer Mittelwert) und die
        mittlere Anzahl n pro Minute der Impulse und/oder auffälligen
        Pegeländerungen zu bestimmen. Der Zuschlag
        K
        l,i                          beträgt dann :

        *            *                ![pdf_formel_bimschv18_anhang1.gif](pdf_formel_bimschv18_anhang1.gif)
            *   (1)

        Sofern Impulse und/oder auffällige Pegeländerungen in der Teilzeit
        T
        i                          mehr als einmal pro Minute auftreten, ist
        der Wirkpegel
        L
        AFTm,i                          nach dem Taktmaximalverfahren mit
        einer Taktzeit von 5 Sekunden zu bestimmen. Dieser beinhaltet bereits
        den Zuschlag
        K
        l,i                          für Impulshaltigkeit und/oder auffällige
        Pegeländerungen
        ( L
        Am,i                          K
        l,i                          für Impulshaltigkeit und/oder auffällige
        Pegeländerungen
        (L
        Am,i                          + K
        l,i                          = L
        AFTm,i                         ). Bei Anlagen, die Geräuschimmissionen
        mit Impulsen und/oder auffälligen Pegeländerungen in der Teilzeit
        T
        i                          mehr als einmal pro Minute hervorrufen und
        vor Inkrafttreten dieser Verordnung baurechtlich genehmigt oder -
        soweit eine Baugenehmigung nicht erforderlich war - errichtet waren,
        ist für die betreffende Teilzeit ein Abschlag von 3 dB(A) zu
        berücksichtigen.

    1.3.4. Zuschlag
        K
        T,i                          für Ton- und Informationshaltigkeit

        Wegen der erhöhten Belästigung beim Mithören ungewünschter
        Informationen ist je nach Auffälligkeit in den entsprechenden
        Teilzeiten
        T
        i                          ein Informationszuschlag K
        Inf,i                          von 3 dB oder 6 dB zum Mittelungspegel
        L
        Am,i                          zu addieren. K
        Inf,i                          ist in der Regel nur bei
        Lautsprecherdurchsagen oder bei Musikwiedergaben anzuwenden. Ein
        Zuschlag von 6 dB ist zu wählen, wenn Lautsprecherdurchsagen gut
        verständlich oder Musikwiedergaben deutlich hörbar sind.

        Heben sich aus dem Geräusch von Sportanlagen Einzeltöne heraus, ist
        ein Tonzuschlag
        K
        Ton,i                          von 3 dB oder 6 dB zum Mittelungspegel
        L
        Am,i                          für die Teilzeiten hinzuzurechnen, in
        denen die Töne auftreten. Der Zuschlag von 6 dB gilt nur bei
        besonderer Auffälligkeit der Töne. In der Regel kommen tonhaltige
        Geräusche bei Sportanlagen nicht vor.

        Die hier genannten Zuschläge sind so zusammenzufassen, daß der
        Gesamtzuschlag auf maximal 6 dB begrenzt bleibt:

        *            *                ![pdf_formel_bimschv18_anhang1a.gif](pdf_formel_bimschv18_anhang1a.gif)
            *   (2).

*
    1.3.5 Bestimmung der Beurteilungspegel

        Die Beurteilungspegel werden für die Beurteilungszeit
        T
        r                          unter Berücksichtigung der Zuschläge
        K
        l,i                          für Impulshaltigkeit und/oder auffällige
        Pegeländerungen und
        K
        T,i                          für Ton- und Informationshaltigkeit nach
        Gleichung (3) ermittelt:

        ![pdf_formel_bimschv18_anhang2.gif](pdf_formel_bimschv18_anhang2.gif)        (3)

        mit

        a)  für den Tag außerhalb der Ruhezeiten

*    *
    *   an Werktagen

    *   T(tief)r = Summe i T(tief)i = 12 h,

*    *
    *   an Sonn- und Feiertagen

    *   T(tief)r = Summe i T(tief)i = 9 h,

*    *   b)

    *   für den Tag innerhalb der Ruhezeiten

*    *
    *
    *   T(tief)r = Summe i T(tief)i = 2 h,

*    *   c)

    *   für die Nacht

    *   T(tief)r = Summe i T(tief)i = 1 h

*    *
    *
    *   BGBl. I 1991, 1593)

*
    *   und
        L
        Am,i                          , K
        l,i                          und K
        T,i                          die Mittelungspegel und Zuschläge für
        Impulshaltigkeit und/oder auffällige Pegeländerungen oder der Abschlag
        nach Nr. 1.3.3 sowie der Zuschlag für Ton- und Informationshaltigkeit
        nach Nr. 1.3.4 während der zugehörigen Teilzeiten
        T
        i                          .

        Im Falle von Nr. 1.3.2.2 Satz 2 beträgt
        T
        r                          = 4 Stunden.

        Zur Bestimmung der Beurteilungszeit
        T
        r                          im Falle von § 5 Abs. 3 sind die
        Beurteilungszeiten nach Buchstaben a, b oder c um die außer Betracht
        zu lassenden Teilzeiten
        T
        i                          nach Nr. 1.3.2.3 (tatsächliche
        Nutzungszeit) zu kürzen.

    1.4 Ständig vorherrschende Fremdgeräusche

        Fremdgeräusche sind Geräusche am Immissionsort, die unabhängig von dem
        Geräusch der zu beurteilenden Anlage oder Anlagen auftreten.

        Sie sind dann als ständig vorherrschend anzusehen, wenn der
        Mittelungspegel des Anlagengeräusches gegebenenfalls zuzüglich der
        Zuschläge für Impulshaltigkeit und/oder auffällige Pegeländerungen in
        mehr als 95% der Nutzungszeit vom Fremdgeräusch übertroffen wird.

    1.5 Seltene Ereignisse

        Überschreitungen der Immissionsrichtwerte gelten als selten, wenn sie
        an höchstens 18 Kalendertagen eines Jahres in einer Beurteilungszeit
        oder mehreren Beurteilungszeiten auftreten. Dies gilt unabhängig von
        der Zahl der einwirkenden Sportanlagen.

    1.6 Vergleich des Beurteilungspegels mit dem Immissionsrichtwert

        Der durch Prognose nach Nr. 2 ermittelte Beurteilungspegel nach Nr.
        1\.3.5 ist direkt mit den Immissionsrichtwerten nach § 2 der Verordnung
        zu vergleichen.

        Wird der Beurteilungspegel durch Messung nach Nr. 3 ermittelt, ist zum
        Vergleich mit den Immissionsrichtwerten nach § 2 der Verordnung der um
        3 dB(A) verminderte Beurteilungspegel nach Nr. 1.3.5 heranzuziehen.

    2.  **Ermittlung der Geräuschimmission durch Prognose**

    2.1. Grundlagen

        Der Mittelungspegel
        L
        Am                          ist in Anlehnung an VDI-Richtlinie 2714
        "Schallausbreitung im Freien" (Januar 1988) und Entwurf VDI-Richtlinie
        2720/1 "Schallschutz durch Abschirmung im Freien" (November 1987) zu
        berechnen.

        Für die Berechnung der Mittelungspegel werden für alle Schallquellen
        die mittleren Schalleistungspegel
        L
        WAm                         , die Einwirkzeiten , die Raumwinkelmaße,
        gegebenenfalls die Richtwirkungsmaße, die Koordinaten der
        Schallquellen und der Immissionsorte, die Lage und Abmessungen von
        Hindernissen und außerdem für schallabstrahlende Außenbauteile von
        Gebäuden die Flächen S und die bewerteten Bauschalldämm-Maße
        R'
        w                          benötigt.

        Als Eingangsdaten für die Berechnung können Meßwerte oder
        Erfahrungswerte, soweit sie auf den Meßvorschriften dieses Anhangs
        beruhen, verwendet werden. Wenn aufgrund besonderer Vorkehrungen eine
        im Vergleich zu den Erfahrungswerten weitergehende dauerhafte
        Lärmminderung nachgewiesen ist, können die der Lärmminderung
        entsprechenden Korrekturwerte bei den Eingangsdaten berücksichtigt
        werden.

        Der Mittelungspegel der Geräusche, die von den der Anlage
        zuzurechnenden Parkflächen ausgehen, ist zu berechnen nach den
        Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen - Ausgabe 1990 - RLS-90,
        bekanntgemacht im Verkehrsblatt, Amtsblatt des Bundesministers für
        Verkehr der Bundesrepublik Deutschland (VkBl.) Nr. 7 vom 14. April
        1990 unter lfd. Nr. 79. Bei der Bestimmung der Anzahl der
        Fahrzeugbewegungen je Stellplatz und Stunde ist, sofern keine
        genaueren Zahlen vorliegen, von bei vergleichbaren Anlagen gewonnenen
        Erfahrungswerten auszugehen. Die Richtlinien sind zu beziehen von der
        Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, Alfred-Schütte-
        Allee 10, 5000 Köln 21.

        Der Beurteilungspegel für den Verkehr auf öffentlichen Verkehrsflächen
        ist zu berechnen nach den Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen -
        Ausgabe 1990 - RLS-90, bekanntgemacht im Verkehrsblatt, Amtsblatt des
        Bundesministers für Verkehr der Bundesrepublik Deutschland (VkBl.) Nr.
        7 vom 14. April 1990 unter lfd. Nr. 79. Die Richtlinien sind zu
        beziehen von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und
        Verkehrswesen, Alfred-Schütte-Allee 10, 5000 Köln 21.

    2.2 Von Teilflächen der Außenhaut eines Gebäudes abgestrahlte
        Schalleistungen

        Wenn sich Schallquellen in einem Gebäude befinden, ist jedes
        Außenhautelement des Gebäudes als eine Schallquelle zu betrachten. Der
        durch ein Außenhautelement ins Freie abgestrahlte Schalleistungspegel
        L
        WAm                          ist aus dem mittleren Innenpegel
        L
        m,innen                          im Raum, den es nach außen
        abschließt, in ca. 1 m Abstand von dem Element, aus seiner Fläche S
        (in
        m
        2                         ) und aus seinem bewerteten Bauschalldämm-
        Maß
        R'
        w                          nach der Gleichung

        ![pdf_formel_bimschv18_anhang7.gif](pdf_formel_bimschv18_anhang7.gif)        (4)

        zu berechnen. Für den mittleren Innenpegel kann von Meß- oder
        Erfahrungswerten ausgegangen werden. Er kann für einen Raum aus dem
        Schalleistungspegel
        L
        WAm,innen                          aller Schallquellen im Raum
        zusammen nach der Gleichung

        ![pdf_formel_bimschv18_anhang8.gif](pdf_formel_bimschv18_anhang8.gif)        (5)

        berechnet werden, worin T die Nachhallzeit (in s) bei mittleren
        Frequenzen, V das Volumen (in
        cbm) und A die äquivalente Absorptionsfläche des Raumes (in
        qm) bei mittleren Frequenzen ist.

        Für Öffnungen ist das bewertete Bauschalldämm-Maß mit Null anzusetzen.

    2.3 Schallausbreitungsrechnung

        Die Rechnung ist für jede Schallquelle entsprechend VDI-Richtlinie
        2714, Abschnitt 3 bis 7, und Entwurf VDI-Richtlinie 2720/1, Abschnitt
        3, durchzuführen. Bei den frequenzabhängigen Einflüssen ist von einer
        Frequenz von 500 Hz auszugehen.

        Werden bei der Schallausbreitungsrechnung Abschirmungen
        berücksichtigt, ist nach Entwurf VDI-Richtlinie 2720/1, Abschnitt 3.1,
        gegebenenfalls eine feinere Zerlegung in Einzelschallquellen als nach
        VDI-Richtlinie 2714, Abschnitte 3.3 und 3.4 erforderlich.

        Reflexionen, die nicht bereits im Raumwinkelmaß enthalten sind, sind
        nach VDI-Richtlinie 2714, Abschnitt 7.1, durch die Annahme von
        Spiegelschallquellen zu berücksichtigen.

        Der Mittelungspegel
        L
        Am                          (S
        m                         ) von einer Schallquelle an einem
        Immissionsort im Abstand
        S
        m                          von ihrem Mittelpunkt ist nach Gleichung
        (6) zu berechnen:

        ![pdf_formel_bimschv18_anhang9.gif](pdf_formel_bimschv18_anhang9.gif)        (6).

        Die Bedeutung der einzelnen Glieder in Gleichung (6) ist Tabelle 1 zu
        entnehmen.

        Die Eigenabschirmung von Gebäuden ist in Anlehnung an VDI-Richtlinie
        2714, Abschnitt 5.1, durch das Richtwirkungsmaß zu berücksichtigen.
        Mit DI ≤ -10 dB für die dem Immissionsort abgewandte Seite darf jedoch
        nur gerechnet werden, wenn sich ihr gegenüber keine reflektierenden
        Flächen (z.B. Wände von Gebäuden) befinden.

        Das Boden- und Meteorologie- Dämpfungsmaß D
        BM                          ist nach VDI-Richtlinie 2714, Abschnitt
        6\.3, Gleichung (7), anzusetzen.

        Die Einfügungsdämpfungsmaße D
        e                          von Abschirmungen sind nach Entwurf VDI-
        Richtlinie 2720/1, Abschnitt 3, zu berechnen. Dabei ist in Gleichung
        (5) dieser Richtlinie
        C(tief)2 = 20 zu setzen. Der Korrekturfaktor für Witterungseinflüsse
        ist für alle Anlagen nach Abschnitt 3.4.3, Gleichung (7a), zu
        berechnen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_18/__8.html
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