Title: § 7 Teil 1 der Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (ChemBioLackAusbV 2009)
Teil 2 - Vorschriften für den Ausbildungsberuf Chemielaborant/Chemielaborantin
§ 7 Teil 1 der Abschlussprüfung

Paragraph: 7

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (ChemBioLackAusbV 2009)
Teil 2 - Vorschriften für den Ausbildungsberuf Chemielaborant/Chemielaborantin
§ 7 Teil 1 der Abschlussprüfung

(1) Teil 1 der Abschlussprüfung soll vor dem Ende des zweiten
Ausbildungsjahres stattfinden.

(2) Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1
für die ersten 84 Wochen aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden
Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Teil 1 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.  Herstellen und Charakterisieren von Produkten,

2.  Allgemeine und Präparative Chemie.

(4) Für den Prüfungsbereich Herstellen und Charakterisieren von
Produkten bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Arbeitsabläufe selbstständig planen,

    b)  Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren,

    c)  berufsbezogene Berechnungen durchführen,

    d)  arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen
        sowie

    e)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu
    legen:

    a)  präparative Arbeiten durchführen,

    b)  Produkte charakterisieren;

3.  der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe I und eine Arbeitsaufgabe II
    durchführen, wobei sich Arbeitsaufgabe I auf die Nummer 2 Buchstabe a
    und Arbeitsaufgabe II auf die Nummer 2 Buchstabe b beziehen soll;

4.  die Prüfungszeit beträgt insgesamt 480 Minuten;

5.  die Arbeitsaufgabe I ist mit 70 Prozent, die Arbeitsaufgabe II mit 30
    Prozent zu gewichten.

(5) Für den Prüfungsbereich Allgemeine und Präparative Chemie bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  fachliche Aufgaben in Hinblick auf arbeitsorganisatorische,
        naturwissenschaftliche und technologische Sachverhalte und deren
        Verknüpfung analysieren, bewerten und geeignete Lösungswege
        darstellen,

    b)  chemisch-physikalische Methoden und Arbeitsstoffe prozessbezogen
        einsetzen,

    c)  berufsbezogene Berechnungen durchführen sowie

    d)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit
        sowie zum Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu
    legen:

    a)  Atombau, chemische Bindung und Periodensystem der Elemente,

    b)  Stoffkunde,

    c)  Syntheseverfahren, Reaktionsgleichungen und Beeinflussung von
        Reaktionen,

    d)  Stöchiometrie, insbesondere Ausbeute und Konzentrationsberechnungen,

    e)  Trennen und Reinigen von Stoffen,

    f)  Allgemeine Labortechnik sowie

    g)  Charakterisieren von Produkten und Arbeitsstoffen;

3.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

4.  die Prüfungszeit beträgt 135 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/chembiolackausbv_2009/__7.html
Directory: chembiolackausbv_2009
Level: 3.0