Title: § 29 Verhinderung, Rücktritt und Säumnis

Description:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den gehobenen Archivdienst des Bundes (GArchDVDV 2019)
Abschnitt 4 - Laufbahnprüfung
Unterabschnitt 4 - Gemeinsame Regelungen
§ 29 Verhinderung, Rücktritt und Säumnis

Paragraph: 29

Content:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den gehobenen Archivdienst des Bundes (GArchDVDV 2019)
Abschnitt 4 - Laufbahnprüfung
Unterabschnitt 4 - Gemeinsame Regelungen
§ 29 Verhinderung, Rücktritt und Säumnis

(1) Ist eine Anwärterin oder ein Anwärter durch eine Erkrankung oder
durch sonstige nicht zu vertretende Umstände gehindert, die
Laufbahnprüfung ganz oder teilweise abzulegen, so hat sie oder er dies
unverzüglich der Einstellungsbehörde glaubhaft zu machen. Eine
Erkrankung ist durch Vorlage eines ärztlichen Attests nachzuweisen.
Auf Verlangen der Einstellungsbehörde hat die Anwärterin oder der
Anwärter ein amtsärztliches Attest vorzulegen oder das Attest einer
Ärztin oder eines Arztes, die oder der von der Einstellungsbehörde
beauftragt worden ist.

(2) Liegt ein wichtiger Grund vor, so kann die Anwärterin oder der
Anwärter mit Genehmigung der Einstellungsbehörde von der
Laufbahnprüfung zurücktreten.

(3) Bei Verhinderung nach Absatz 1 oder Rücktritt nach Absatz 2 gilt
die Laufbahnprüfung oder der betreffende Teil der Laufbahnprüfung als
nicht begonnen. Die Einstellungsbehörde bestimmt nach pflichtgemäßem
Ermessen,

1.  wann die Laufbahnprüfung oder der betreffende Teil der Laufbahnprüfung
    nachzuholen ist oder

2.  ob die bereits erbrachten Teile der Laufbahnprüfung gewertet werden.

(4) Versäumt die Anwärterin oder der Anwärter die Laufbahnprüfung ganz
oder teilweise ohne Genehmigung der Einstellungsbehörde, so
entscheidet die Einstellungsbehörde nach pflichtgemäßem Ermessen, ob

1.  der nicht erbrachte Teil der Laufbahnprüfung nachzuholen ist,

2.  der nicht erbrachte Teil der Laufbahnprüfung mit null Rangpunkten
    bewertet wird oder

3.  die gesamte Laufbahnprüfung für nicht bestanden erklärt wird.

(5) Vor einer Entscheidung nach Absatz 3 oder Absatz 4 ist die
Anwärterin oder der Anwärter anzuhören.

(6) Wird die gesamte Laufbahnprüfung für nicht bestanden erklärt und
kann sie nicht mehr wiederholt werden, so erhält die Anwärterin oder
der Anwärter einen Bescheid über das endgültige Nichtbestehen. Der
Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/garchdvdv_2019/__29.html
Directory: garchdvdv_2019
Level: 4.0