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Description:
Verordnung über die Berufsausbildungen zum Verkäufer und zur Verkäuferin sowie zum Kaufmann im Einzelhandel und zur Kauffrau im Einzelhandel (VerkEHKflAusbV)

Paragraph: 31

Content:
Verordnung über die Berufsausbildungen zum Verkäufer und zur Verkäuferin sowie zum Kaufmann im Einzelhandel und zur Kauffrau im Einzelhandel (VerkEHKflAusbV)

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *   1. bis 24.
        Monat

    *   25. bis 36.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Waren- und
        Dienstleistungsangebot
        des Ausbildungsbetriebes
        (§ 5 Absatz 2 Nummer 1)

    *
        a)  Kunden über das betriebliche Warensortiment Orientierung geben

        b)  den Warenbereich, in dem ausgebildet wird, in Warengruppen mit
            unterschiedlichen Artikeln und Sorten strukturieren und in das
            betriebliche Warensortiment einordnen

        c)  Informationsquellen zum Erwerb von Kenntnissen über Waren nutzen

        d)  Kunden über Eigenschaften und Möglichkeiten der Verwendung von Waren
            aus dem Warenbereich, in dem ausgebildet wird, unter Berücksichtigung
            von Aspekten der Nachhaltigkeit informieren

        e)  Kunden über das Dienstleistungsangebot des Betriebes informieren

        f)  Warenkennzeichnungen, Fachbegriffe und handelsübliche Bezeichnungen,
            auch fremdsprachige, für Waren und Dienstleistungen anwenden

    *   12

    *

*    *   2

    *   Warenpräsentation
        und Werbemaßnahmen
        (§ 5 Absatz 2 Nummer 2)

    *
        a)  Konzepte für eine ansprechende Warenpräsentation erarbeiten und
            umsetzen, dabei Betriebs-, Verkaufs- und Lagerform, Sortiment und
            Zielgruppen, allgemeine Regeln der Warenpräsentation und der
            Warenplatzierung sowie verkaufspsychologische Erkenntnisse
            berücksichtigen

        b)  Angebotsplätze nach absatzfördernden Gesichtspunkten auswählen und
            Waren unter Einsatz betriebsüblicher Dekorationsmittel platzieren und
            verkaufsfördernd präsentieren

        c)  Preisänderungen im Rahmen der betrieblichen und rechtlichen Vorgaben
            vornehmen

        d)  Werbemittel und Werbeträger unter Berücksichtigung des rechtlichen
            Rahmens und der betrieblichen Vorgaben einsetzen

        e)  Kunden über Werbeaktionen informieren

        f)  Konkurrenzbeobachtungen planen, durchführen und auswerten,
            Verbesserungen für den eigenen Betrieb vorschlagen

        g)  Vorschläge für Verbesserungen bei der Warenpräsentation erarbeiten,
            begründen und umsetzen

    *   14

    *

*    *   3

    *   Preiskalkulation
        (§ 5 Absatz 2 Nummer 3)

    *
        a)  Berechnungen für Bezugs- und Preiskalkulationen durchführen

        b)  im Rahmen der betrieblichen und rechtlichen Vorgaben die
            Preisauszeichnung vornehmen

    *
    *

*    *
    *
    *
        c)  Möglichkeiten der Preisgestaltung bei der Kalkulation berücksichtigen

        d)  Vorschläge für Preisänderungen entwickeln und die Folgen von
            Preisänderungen für Absatz, Umsatz und Ertrag beurteilen

    *   6

    *

*    *   4

    *   Warenbestandskontrolle
        (§ 5 Absatz 2 Nummer 4)

    *
        a)  Warenbewegungen artikelgenau und zeitnah im Warenwirtschaftssystem
            erfassen, dabei Informationssysteme nutzen und
            Sicherheitsanforderungen einhalten

        b)  bei der Steuerung des Bestandes und des Absatzes durch Nutzung des
            Warenwirtschaftssystems mitwirken

        c)  Belege prüfen und bei Unstimmigkeiten entsprechende Schritte einleiten

        d)  Warenbestände auf Menge und Qualität kontrollieren

        e)  bei der Vorbereitung und Durchführung von Inventuren mitwirken, dabei
            die rechtlichen Bestimmungen beachten und Arbeits- und
            Organisationsmittel einsetzen

        f)  Maßnahmen zur Vermeidung von Inventurdifferenzen ergreifen

        g)  betriebsübliche Maßnahmen bei Bestandsabweichungen, insbesondere durch
            Bruch, Verderb, Schwund und Diebstahl, einleiten

    *   10

    *

*    *   5

    *   Warenannahme
        und -lagerung
        (§ 5 Absatz 2 Nummer 5)

    *
        a)  Warenmenge kontrollieren und Verpackung auf Transportschäden
            überprüfen sowie bei Bedarf betriebsübliche Maßnahmen einleiten

        b)  Warenbelege und Frachtpapiere unter Berücksichtigung der betrieblichen
            Vorgaben kontrollieren

        c)  Waren sachgerecht lagern und pflegen

        d)  Hilfsmittel zur Warenbewegung unter Beachtung ergonomischer
            Anforderungen einsetzen und pflegen

        e)  Lagergrundsätze beachten, Lagerbestandskontrollen durchführen

        f)  Lagerkennziffern beurteilen und Optimierungsmöglichkeiten ableiten

        g)  im Lager und beim Umgang mit Verpackungen ökonomische und ökologische
            Anforderungen berücksichtigen, insbesondere Energie sparsam einsetzen

    *   10

    *

*    *   6

    *   Verkaufen von Waren
        (§ 5 Absatz 2 Nummer 6)

    *
        a)  auf Kunden mit Vorrang vor anderen Arbeiten freundlich und hilfsbereit
            eingehen, verbale und nonverbale Kommunikationsformen einsetzen und
            auf Kundenverhalten situationsgerecht reagieren

        b)  die Wünsche von Kunden in Informations-, Beratungs- und
            Verkaufsgesprächen unter Einsatz von Frage- und
            Gesprächsführungstechniken ermitteln, Angebote unterbreiten und auf
            Kundeneinwände und Kundenargumente verkaufsfördernd reagieren

        c)  in Kundengesprächen Kenntnisse über Waren anwenden

        d)  Ergänzungs-, Ersatz- und Zusatzartikel sowie Serviceleistungen
            anbieten und die Kaufentscheidung fördern

    *   12

    *

*    *
    *
    *
        e)  Waren kunden- und dienstleistungsorientiert unter Berücksichtigung der
            Betriebs- und Verkaufsform sowie unter Einhaltung von
            Rechtsvorschriften verkaufen und damit zur Kundenbindung beitragen

        f)  auf Beschwerden, Reklamationen und Umtauschwünsche angemessen
            reagieren, bei deren Bearbeitung betriebliche Regelungen
            berücksichtigen und bei der sachgerechten Lösung von Konflikten
            mitwirken

        g)  das eigene Verkaufsverhalten reflektieren, bewerten und verbessern

    *
    *

*    *   7

    *   Servicebereich Kasse
        (§ 5 Absatz 2 Nummer 7)

    *
        a)  die Kasse unter Beachtung der betrieblichen Kassieranweisungen
            vorbereiten und bedienen

        b)  den Kassenbereich unter ergonomischen Gesichtspunkten beurteilen und
            das eigene Verhalten danach ausrichten

        c)  bare und unbare Zahlungen abwickeln, dabei Preisnachlässe
            berücksichtigen und Vorsichtsmaßnahmen bei der Annahme von
            Zahlungsmitteln beachten

        d)  Kaufbelege erstellen sowie Umtausch und Reklamation kassentechnisch
            abwickeln

        e)  bei der Kassiertätigkeit serviceorientiert mit Kunden kommunizieren,
            Stresssituationen an der Kasse bewältigen

        f)  die Kassenabrechnung durchführen, den Kassenbericht erstellen,
            Einnahmen und Belege weiterleiten und Ursachen für Kassendifferenzen
            ermitteln

    *   10

    *

*    *   8

    *   Einzelhandelsprozesse
        (§ 5 Absatz 2 Nummer 8)

    *
        a)  Organisation, Leistungen und Aufgaben entlang der Wertschöpfungskette
            des Ausbildungsbetriebes darstellen

        b)  Einkauf, Sortimentsgestaltung, logistische Prozesse und Verkauf als
            Kernprozesse des Einzelhandels in die Wertschöpfungskette einordnen,
            Wechselwirkungen begründen, Zusammenhänge und Schnittstellen
            beurteilen, Schwachstellen und Fehlerquellen herausarbeiten und
            Verbesserungen zur Prozessgestaltung vorschlagen

        c)  Optimierungsmöglichkeiten an den Schnittstellen zu Lieferanten und
            Herstellern aus Sicht des Verkaufs begründen und Vorschläge zu ihrer
            Umsetzung erarbeiten

        d)  Arbeitsabläufe im Verkauf mit dem Ziel der Kundenorientierung und
            unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen mit anderen
            Einzelhandelsprozessen gestalten

        e)  die unterstützenden Prozesse Rechnungswesen, Personalwirtschaft,
            Marketing, IT-Anwendungen und warenwirtschaftliche Analysen im eigenen
            Arbeitsbereich nutzen und Vorschläge zur Optimierung der
            Zusammenarbeit machen

        f)  das betriebliche Controlling als Informations- und
            Steuerungsinstrument unterstützen und Ergebnisse des Controllings
            nutzen

    *
    *   13

*    *
    *
    *
        g)  qualitätssichernde Maßnahmen entwickeln und durchführen

        h)  zur Umsetzung betrieblicher Nachhaltigkeitsziele beitragen

    *
    *

   **Abschnitt B: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten in den Wahlqualifikationen nach § 5 Absatz 3 Satz 1**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *   1. bis 24.
        Monat

    *   25. bis 36.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Sicherstellung
        der Warenpräsenz
        (§ 5 Absatz 3 Satz 1
        Nummer 1)

    *
        a)  eingehende Waren unter Beachtung der rechtlichen Vorschriften und der
            betrieblichen Vorgaben kontrollieren, mit dem betrieblichen
            Informationssystem erfassen sowie bei Abweichungen betriebsübliche
            Maßnahmen einleiten

        b)  bei der Warenannahme erkennbare Mängel unter Einhaltung der
            gesetzlichen und betriebsüblichen Bestimmungen bei der Warenannahme
            dokumentieren

        c)  Reklamationen, insbesondere Bruch, Verderb und Schwund, aufnehmen und
            geeignete Maßnahmen mit internen und externen Lieferanten abstimmen
            und umsetzen

        d)  optimale Bestände ermitteln, Auswirkungen von zu hohen und zu
            niedrigen Beständen analysieren und Vorschläge zur Bestandsoptimierung
            ableiten

        e)  den Warenfluss unter Nutzung des Warenwirtschaftssystems steuern und
            kontrollieren

        f)  die Verfügbarkeit des Warenangebots unter Berücksichtigung saisonaler,
            nachfrage-, aktions- und frequenzbedingter Einflussfaktoren sowie
            unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten kontrollieren und im
            Bedarfsfall geeignete Maßnahmen einleiten

        g)  Maßnahmen des Qualitätsmanagements bei der Lagerhaltung umsetzen

    *   12

    *

*    *   2

    *   Beratung von Kunden
        (§ 5 Absatz 3 Satz 1
        Nummer 2)

    *
        a)  Verkaufs- und Beratungsgespräche erfolgsorientiert führen und dabei
            vertiefte Kenntnisse aus einem Warenbereich mit mindestens zwei
            Warengruppen anwenden

        b)  Kunden über qualitäts- und preisbestimmende sowie über
            nachhaltigkeitsbezogene Merkmale und über Verwendungsmöglichkeiten der
            Artikel und Sorten informieren

        c)  Unterschiede zwischen Herstellermarken und Handelsmarken im Verkaufs-
            und Beratungsgespräch herausstellen

        d)  die Bedeutung von Qualitäts- und Gütesiegeln im Verkaufs- und
            Beratungsgespräch herausstellen

        e)  Trends und aktuelle Entwicklungen beobachten und als Verkaufsargumente
            nutzen

    *
    *

*    *
    *
    *
        f)  Kaufmotive und Wünsche von Kunden durch Beobachten, aktives Zuhören
            und Fragen ermitteln und diese in Verkaufs- und Beratungsgesprächen
            berücksichtigen

        g)  Kundentypologien und Verhaltensmuster unterscheiden und das Wissen
            darüber verkaufsfördernd in individuellen Verkaufs- und
            Beratungsgesprächen einsetzen

        h)  Konfliktursachen feststellen, emotional geprägte Situationen sowie
            Stresssituationen im Verkauf bewältigen und Handlungsstrategien für
            den Umgang mit schwierigen Kunden anwenden

        i)  Sonderfälle beim Verkauf bearbeiten und dabei rechtliche und
            betriebliche Vorschriften anwenden

        j)  die Bedeutung einer erfolgreichen Verkaufstätigkeit hinsichtlich
            Umsatz, Ertrag, Kundenzufriedenheit und Kundenbindung erläutern und
            dabei besonders das Erfordernis von Teamarbeit berücksichtigen

        k)  Umtausch, Beschwerde und Reklamation bearbeiten, dabei
            kundenorientiert handeln und die rechtlichen und betrieblichen
            Vorgaben einhalten

    *   12

    *

*    *   3

    *   Kassensystemdaten
        und Kundenservice
        (§ 5 Absatz 3 Satz 1
        Nummer 3)

    *
        a)  Kunden an der Kasse situationsgerecht ansprechen

        b)  Kunden beim Kassiervorgang Serviceleistungen anbieten

        c)  Kassiervorgänge systemgerecht durchführen und dabei die Bedeutung der
            Kasse für die Steuerung des Daten- und Warenflusses berücksichtigen

        d)  Kassenberichte insbesondere im Hinblick auf Artikel, Zahlungsmittel,
            Personaleinsatz und verkaufsfördernde Maßnahmen auswerten

        e)  Umtausch, Beschwerde und Reklamation bearbeiten, dabei
            kundenorientiert handeln und die rechtlichen und betrieblichen
            Vorgaben einhalten

        f)  auf der Grundlage der Kassenabrechnung den Geldtransport vorbereiten
            und die Verfügbarkeit von Wechselgeld sicherstellen

        g)  bei Störungen des Kassensystems Maßnahmen zur Datensicherung und zur
            Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit einleiten

    *   12

    *

*    *   4

    *   Werbung und
        Verkaufsförderung
        (§ 5 Absatz 3 Satz 1
        Nummer 4)

    *
        a)  Zusammenhänge zwischen Werbemitteln und Werbeträgern beurteilen

        b)  Werbekosten und Werbeerfolg beurteilen

        c)  Werbemittel und Werbeträger ziel- und kostenorientiert auswählen und
            einsetzen

        d)  Auswirkungen preispolitischer Maßnahmen bewerten sowie
            Verbesserungsvorschläge ableiten

        e)  Maßnahmen der visuellen Verkaufsförderung umsetzen und
            Kundenerwartungen berücksichtigen

        f)  bei der Warenpräsentation die unterschiedlichen Sinne ansprechen und
            verkaufspsychologische Aspekte berücksichtigen

        g)  Maßnahmen des Kundenservices zur Förderung des Verkaufserfolges nutzen

    *   12

    *

*    *
    *
    *
        h)  Aktionen zur Förderung der Kundenbindung planen, umsetzen und
            auswerten

        i)  Werbeerfolgskontrollen durchführen und Verbesserungsvorschläge
            ableiten

    *
    *

   ## Abschnitt C: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten in den Wahlqualifikationen nach § 5 Absatz 4 Satz 1

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *   1. bis 24.
        Monat

    *   25. bis 36.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Beratung von Kunden
        in komplexen Situationen
        (§ 5 Absatz 4 Satz 1
        Nummer 1)

    *
        a)  im Beratungsgespräch vertiefte Kenntnisse aus einem Warenbereich mit
            mindestens zwei Warengruppen anwenden, dabei Leistungsversprechen des
            Unternehmens gegenüber Kunden vertreten

        b)  Kaufmotive und Wünsche von Kunden durch Beobachten, aktives Zuhören
            und Fragen ermitteln und diese in Verkaufs- und Beratungsgesprächen
            berücksichtigen

        c)  im Beratungsgespräch Kommunikationstechniken zur Förderung der
            Kundenzufriedenheit einsetzen

        d)  Selbst- und Fremdbild reflektieren und bei der Kommunikation
            berücksichtigen

        e)  Kunden über qualitäts- und preisbestimmende Merkmale sowie über
            Verwendungsmöglichkeiten der Waren informieren

        f)  Merkmale von Herstellermarken und Handelsmarken im Beratungsgespräch
            herausstellen

        g)  die Bedeutung von Qualitäts- und Gütesiegeln von Waren im
            Beratungsgespräch herausstellen

        h)  die Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie die Nachhaltigkeit
            von Waren beurteilen und Kunden hierüber informieren

        i)  Einwänden von Kunden überzeugend begegnen und den Verkaufsabschluss
            fördern

        j)  Trends und aktuelle Entwicklungen beobachten und als Verkaufsargument
            nutzen

        k)  Informationsquellen zur Aneignung warenbezogener Kenntnisse nutzen

        l)  Kunden über rechtliche und betriebliche Rücknahmeregelungen sowie über
            umweltgerechte Möglichkeiten der Entsorgung von Waren informieren

        m)  Umtausch, Beschwerde und Reklamation auch in schwierigen Situationen
            unter Anwendung rechtlicher und betrieblicher Regelungen lösen und
            dabei sowohl die Interessen des Unternehmens vertreten als auch
            kundenorientiert handeln

        n)  Ursachen von Konflikten in Verkaufssituationen analysieren und
            Schlussfolgerungen für künftige Verkaufsgespräche ableiten

        o)  Stress auslösende Faktoren identifizieren und Strategien zur
            Stressbewältigung anwenden

    *
    *   13

*    *   2

    *   Beschaffung von Waren
        (§ 5 Absatz 4 Satz 1
        Nummer 2)

    *
        a)  den Warenbedarf für das Ausbildungssortiment unter Berücksichtigung
            von Kennziffern aus dem Warenwirtschaftssystem sowie unter
            Berücksichtigung künftiger verkaufsrelevanter Ereignisse ermitteln

        b)  Waren unter Berücksichtigung von Bestellverfahren und
            Liefermodalitäten disponieren

        c)  die Einhaltung von Vertrags- und Zahlungsbedingungen aus
            Beschaffungsverträgen kontrollieren und bei Abweichungen geeignete
            Maßnahmen einleiten

        d)  Maßnahmen zur Sicherstellung der Vollständigkeit der Waren ergreifen
            und bewerten

        e)  Vorschläge zur Gestaltung des Warensortiments nach Auswertung
            warenwirtschaftlicher Daten erarbeiten, dabei insbesondere Umsatz,
            Handelsspanne, Qualität, Trends, Zielgruppen, Standort, Nachhaltigkeit
            und die Wettbewerbssituation beachten,

        f)  an der Herausnahme und Neuaufnahme von Waren mitwirken

    *
    *   13

*    *   3

    *   Warenbestandssteuerung
        (§ 5 Absatz 4 Satz 1
        Nummer 3)

    *
        a)  Bestandsstatistiken erstellen, führen und auswerten

        b)  Bestands- und Umsatzkennziffern analysieren und entsprechende
            Statistiken nutzen

        c)  Maßnahmen zur Umsatzsteigerung, Ertragsverbesserung und
            Bestandsoptimierung ableiten sowie Umsetzungsvorschläge entwickeln und
            umsetzen

        d)  Warenbestände unter Berücksichtigung der Bestellvorschläge des
            Warenwirtschaftssystems erfolgsorientiert steuern

        e)  Ursachen für Inventurdifferenzen feststellen, Vorschläge für Maßnahmen
            zur Vermeidung von Inventurdifferenzen entwickeln und bei deren
            Umsetzung mitwirken

    *
    *   13

*    *   4

    *   Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
        (§ 5 Absatz 4 Satz 1
        Nummer 4)

    *
        a)  Ergebnisse der Kosten- und Leistungsrechnung analysieren und
            Schlussfolgerungen ableiten

        b)  Ergebnisse der betrieblichen Erfolgsrechnung analysieren und
            Verbesserungsmöglichkeiten insbesondere unter Berücksichtigung des
            Rohertrages entwickeln

        c)  Statistiken erstellen und auswerten

        d)  betriebliche Kennzahlen ermitteln und bewerten sowie
            Schlussfolgerungen ableiten, Maßnahmen vorschlagen sowie an deren
            Umsetzung mitwirken

        e)  Auswirkungen unterschiedlicher Faktoren, insbesondere von
            Preisgestaltung, Beständen sowie Kosten, auf Kalkulation und Ertrag
            beurteilen

        f)  Maßnahmen zur Verbesserung betrieblicher Arbeitsprozesse vorschlagen
            und an deren Umsetzung mitwirken

    *
    *   13

*    *   5

    *   Marketingmaßnahmen
        (§ 5 Absatz 4 Satz 1
        Nummer 5)

    *
        a)  die Marktsituation am Standort unter besonderer Berücksichtigung von
            wirtschaftlichen und regionalen Gesichtspunkten analysieren und
            beurteilen

        b)  den Marktauftritt von Mitbewerbern im stationären Handel und im
            Onlinehandel bewerten und unter Berücksichtigung
            wettbewerbsrechtlicher Vorgaben Vorschläge für Marketingmaßnahmen
            erarbeiten und begründen

    *
    *

*    *
    *
    *
        c)  Instrumente der Marktbeobachtung einsetzen, Ergebnisse der
            Marktforschung zum Kaufverhalten auswerten und Vorschläge für den
            Einsatz von Marketinginstrumenten ableiten und begründen

        d)  Informations- und Kaufverhalten von Zielgruppen unterscheiden,
            Konsequenzen ableiten, Maßnahmen vorschlagen und an der Umsetzung
            mitwirken

        e)  verkaufsfördernde Maßnahmen unter Berücksichtigung von verkaufsstarken
            und verkaufsschwachen Zonen und unter Berücksichtigung betrieblicher
            Vorgaben entwickeln und umsetzen

        f)  Platzierungen im Verkaufsraum planen, umsetzen und deren Auswirkungen
            beurteilen

        g)  Produktinformationen für die Verkaufsförderung kundenorientiert
            einsetzen

        h)  Erfolgskontrollen vorbereiten, durchführen und auswerten sowie
            Verbesserungsvorschläge ableiten

    *
    *   13

*    *   6

    *   Onlinehandel
        (§ 5 Absatz 4 Satz 1
        Nummer 6)

    *
        a)  bei der Betreuung eines Onlineshops Rechtsvorschriften einhalten

        b)  Wechselwirkungen zwischen Onlinehandel und stationärem Verkauf
            berücksichtigen

        c)  den Produktkatalog im Onlineshop pflegen

        d)  Instrumente des Onlinemarketings einsetzen und die
            Suchmaschinenplatzierung bewerten

        e)  Kunden beim Onlinekauf beraten

        f)  Feedback von Kunden im Onlinehandel auswerten und daraus
            Verbesserungsvorschläge für die Multi-Channel-Strategie des Betriebes
            ableiten

        g)  Kennziffern für den Onlineshop ermitteln und auswerten

        h)  Maßnahmen zur Verbesserung von Sortimentsstrukturen, Logistikprozessen
            und Marketingmaßnahmen im Rahmen einer Multi-Channel-Strategie
            vorschlagen

        i)  mit IT-Dienstleistern den Onlinehandel weiterentwickeln sowie
            Maßnahmen zur Behebung von Störungen einleiten

    *
    *   13

*    *   7

    *   Mitarbeiterführung
        und -entwicklung
        (§ 5 Absatz 4 Satz 1
        Nummer 7)

    *
        a)  Maßnahmenpläne zur Personalentwicklung aus betrieblichen Zielen
            ableiten, Zielerreichung überprüfen und Anpassungen vornehmen

        b)  die Bedeutung von Motivation und Selbstverantwortung bei der
            Mitarbeiterführung berücksichtigen,

        c)  Gespräche mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie
            Teambesprechungen ergebnisorientiert führen und reflektieren

        d)  die Wirkungen verbaler und nonverbaler Kommunikation sowie die
            Unterschiede zwischen Selbstbild und Fremdbild reflektieren und in der
            Mitarbeiterführung nutzen

        e)  Möglichkeiten der Konfliktlösung mit dem Ziel anwenden, Motivation,
            Arbeitsklima und Arbeitsleistung zu verbessern

        f)  Methoden des Selbst- und Zeitmanagements einsetzen

    *
    *   13

*    *
    *
    *
        g)  Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei ihrer Tätigkeit konstruktiv
            unterstützen und die Zusammenarbeit im Team fördern

        h)  aus Personaleinsatz und Personalbedarfsplanung sowie aus
            Mitarbeiterpotenzial und Qualifikationsbedarf Maßnahmen der
            Personalentwicklung ableiten und umsetzen

        i)  Personaleinsatzplanung erstellen

        j)  arbeits- und sozialrechtliche Vorschriften bei Personalplanung und
            Personaleinsatz anwenden

    *
    *

*    *   8

    *   Vorbereitung
        unternehmerischer
        Selbständigkeit
        (§ 5 Absatz 4 Satz 1
        Nummer 8)

    *
        a)  Chancen und Risiken für ein Handelsunternehmen einschätzen, ein
            Unternehmenskonzept unter Berücksichtigung von Innovationen entwickeln

        b)  Marktforschungsdaten und Standortanalysen auswerten und für das
            Unternehmenskonzept nutzen

        c)  persönliche und fachliche Kompetenzen für eine unternehmerische
            Selbständigkeit kritisch reflektieren

        d)  eine geeignete Rechtsform für das Unternehmen auswählen und einen
            Businessplan erstellen, präsentieren und begründen

        e)  Personalbedarf ermitteln und Rekrutierungsmöglichkeiten auswählen

        f)  die Unternehmensfinanzierung unter Berücksichtigung von
            Finanzierungsquellen und Fördermöglichkeiten planen

        g)  erforderliche Versicherungen und Steuerpflichten bei der Planung
            berücksichtigen

        h)  Kennziffern der Unternehmensbewertung nutzen, daraus Maßnahmen
            ableiten und dabei Nachhaltigkeit berücksichtigen

    *
    *   13

**Abschnitt D: wahlqualifikationsübergreifende, integrativ zu
vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten**

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde
        Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    *   Zeitliche Richtwerte
        in Wochen im

*    *   1. bis 24.
        Monat

    *   25. bis 36.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Berufsbildung, arbeits- und sozialrechtliche Vorschriften
        (§ 5 Absatz 5 Nummer 1)

    *
        a)  wesentliche Inhalte und Bestandteile des Ausbildungsvertrages
            darstellen, Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag
            feststellen und Aufgaben der Beteiligten im dualen System beschreiben

        b)  den betrieblichen Ausbildungsplan mit der Ausbildungsordnung
            vergleichen

        c)  arbeits-, sozial- und mitbestimmungsrechtliche Vorschriften sowie für
            den Arbeitsbereich geltende Tarif- und Arbeitszeitregelungen beachten

        d)  Positionen der eigenen Entgeltabrechnung erklären

        e)  Chancen und Anforderungen des lebensbegleitenden Lernens für die
            berufliche und persönliche Entwicklung begründen und die eigenen
            Kompetenzen weiterentwickeln

    *   6

    *

*    *
    *
    *
        f)  Lern- und Arbeitstechniken sowie Methoden des selbstgesteuerten
            Lernens anwenden und beruflich relevante Informationsquellen nutzen

        g)  berufliche Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten darstellen

    *
    *

*    *   2

    *   Bedeutung und Struktur
        des Einzelhandels und
        des Ausbildungsbetriebes
        (§ 5 Absatz 5 Nummer 2)

    *
        a)  die Funktion des Einzelhandels für die Gesamtwirtschaft und die
            Gesellschaft erläutern

        b)  die Rechtsform und den organisatorischen Aufbau des
            Ausbildungsbetriebes mit seinen Aufgaben und Zuständigkeiten sowie die
            Zusammenhänge zwischen den Geschäftsprozessen erläutern

        c)  Einflüsse des Standortes, der Betriebs- und Verkaufsform, der
            Vertriebswege, der Sortiments- und Preisgestaltung sowie der
            Verkaufsraumgestaltung auf die Stellung des Ausbildungsbetriebes am
            Markt einschätzen

    *   6

    *

*    *   3

    *   Information und
        Kommunikation
        (§ 5 Absatz 5 Nummer 3)

    *
        a)  die betriebliche Zusammenarbeit respektvoll, wertschätzend und
            vertrauensvoll im Team mitgestalten

        b)  die Notwendigkeit der betrieblichen Personaleinsatzplanung begründen
            und zu ihrer Umsetzung beitragen

        c)  angemessenes Feedback geben und annehmen

        d)  Ursachen von Konflikten und Kommunikationsstörungen erkennen und zu
            deren Lösung beitragen

        e)  Informations- und Kommunikationssysteme einsetzen

        f)  Daten mit betriebsüblichen Verfahren erfassen, sichern und pflegen,
            Datenschutz und Datensicherheit beachten

    *   6

    *

*    *   4

    *   Sicherheit und
        Gesundheitsschutz
        bei der Arbeit
        (§ 5 Absatz 5 Nummer 4)

    *
        a)  Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen
            und Maßnahmen zur Vermeidung der Gefährdung ergreifen

        b)  berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften
            anwenden

        c)  Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen
            einleiten

        d)  Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden sowie
            Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur
            Brandbekämpfung ergreifen

    *   während
        der gesamten
        Ausbildung

*    *   5

    *   Umweltschutz
        (§ 5 Absatz 5 Nummer 5)

    *   Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen
        Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere

        a)  mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen
            Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären

        b)  für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes
            anwenden

        c)  Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und
            Materialverwendung nutzen

        d)  Abfälle vermeiden sowie Stoffe und Materialien einer umweltschonenden
            Entsorgung zuführen

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/verkehkflausbv/__31.html
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