Title: § 19 Mündliche Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den mittleren nichttechnischen Dienst in der allgemeinen und inneren Verwaltung des Bundes (MntDAIVAPrV)
Abschnitt 3 - Prüfungen
§ 19 Mündliche Abschlussprüfung

Paragraph: 19

Content:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den mittleren nichttechnischen Dienst in der allgemeinen und inneren Verwaltung des Bundes (MntDAIVAPrV)
Abschnitt 3 - Prüfungen
§ 19 Mündliche Abschlussprüfung

(1) In der mündlichen Abschlussprüfung haben die Anwärterinnen und
Anwärter die in den in § 8 Absatz 2 genannten Fachgebieten erworbenen
Kenntnisse nachzuweisen.

(1a) Mit Zustimmung des Bundesministeriums des Innern und für Heimat
kann das Bundesverwaltungsamt festlegen, dass bis zum 31. Dezember
2024 auf die Durchführung der mündlichen Abschlussprüfung verzichtet
wird, wenn nicht gewährleistet werden kann, dass die Durchführung ohne
Verstöße gegen ordnungsrechtliche Vorgaben zur Bewältigung der
COVID-19-Pandemie erfolgt.

(2) Zur mündlichen Abschlussprüfung wird zugelassen, wer in mindestens
drei Klausuren der schriftlichen Abschlussprüfung mindestens fünf
Rangpunkte und insgesamt eine Durchschnittsrangpunktzahl von
mindestens 5 erreicht hat. Den Anwärterinnen und Anwärtern wird
rechtzeitig schriftlich mitgeteilt, ob sie zur mündlichen
Abschlussprüfung zugelassen werden oder nicht.

(3) Die Dauer der mündlichen Abschlussprüfung darf 30 Minuten je
Anwärterin oder Anwärter nicht unterschreiten und soll 40 Minuten
nicht überschreiten. Bei Gruppenprüfungen sollen nicht mehr als fünf
Anwärterinnen und Anwärter gleichzeitig geprüft werden.

(4) Die Prüfungskommission bewertet die Leistungen. Auf Vorschlag der
Fachprüferin oder des Fachprüfers bewertet die Prüfungskommission
einvernehmlich die Prüfungsleistung des jeweiligen Fachgebiets. Das
Ergebnis der mündlichen Abschlussprüfung wird aus dem Durchschnitt der
Bewertungen für die einzelnen Fachgebiete gebildet.

(5) Die mündliche Abschlussprüfung ist nicht öffentlich. Angehörige
des Prüfungsamts können unabhängig vom Einverständnis der
Anwärterinnen und Anwärter anwesend sein. Das Prüfungsamt kann
Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums des Innern und
für Heimat und des Bundesverwaltungsamts, die mit der Ausbildung
befasst sind, die Anwesenheit allgemein oder im Einzelfall gestatten.
In Ausnahmefällen kann auch anderen mit der Ausbildung befassten
Personen die Anwesenheit gestattet werden, wenn die Anwärterin oder
der Anwärter dem nicht widerspricht. Es sollen nicht mehr als fünf
Zuhörerinnen und Zuhörer zugelassen werden. Zuhörerinnen und Zuhörer
dürfen während der Prüfung keine Aufzeichnungen machen. Bei den
Beratungen der Prüfungskommission dürfen nur deren Mitglieder anwesend
sein.

(6) Über die mündliche Abschlussprüfung fertigt die oder der
Vorsitzende der Prüfungskommission ein Protokoll an, aus dem die
wesentlichen Umstände der Prüfung und die Bewertung hervorgehen. Das
Protokoll ist von allen Mitgliedern der Prüfungskommission zu
bestätigen.

(7) Die mündliche Abschlussprüfung muss bis zum Ende des
Vorbereitungsdienstes abgeschlossen sein.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/mntdaivaprv/__19.html
Directory: mntdaivaprv
Level: 3.0