Title: § 24 Anwendung des einfachen Ansatzes

Description:
Verordnung über Risikomanagement und Risikomessung beim Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften in Investmentvermögen nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (DerivateV 2013)
Abschnitt 3 - Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko
Unterabschnitt 1 - Emittentenrisiko
§ 24 Anwendung des einfachen Ansatzes

Paragraph: 24

Content:
Verordnung über Risikomanagement und Risikomessung beim Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften in Investmentvermögen nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (DerivateV 2013)
Abschnitt 3 - Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko
Unterabschnitt 1 - Emittentenrisiko
§ 24 Anwendung des einfachen Ansatzes

(1) Für die Berechnung der Ausstellergrenzen nach § 23 Absatz 1 ist
grundsätzlich der einfache Ansatz nach § 16 anzuwenden. Dazu sind für
die Derivate und derivativen Komponenten im Sinne des § 23 Absatz 1
die Anrechnungsbeträge für das Marktrisiko gemäß § 16 dem Aussteller
des jeweiligen Basiswertes zuzurechnen. Sind die Voraussetzungen des §
19 Absatz 1 Satz 5 Nummer 1 bis 3, 4 Buchstabe a erfüllt, können
Derivate, deren Wertentwicklung entgegengesetzt zu der Wertentwicklung
des Basiswertes verläuft, entsprechend verrechnet werden.

(2) Die Kapitalverwaltungsgesellschaft darf bei offenen inländischen
Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen unter den Voraussetzungen des
§ 284 Absatz 2 des Kapitalanlagegesetzbuches bei der Berechnung nach §
23 Absatz 1 unberücksichtigt lassen:

1.  Credit Default Swaps, sofern sie ausschließlich und nachvollziehbar
    der Absicherung des Kreditrisikos von genau zuordenbaren
    Vermögensgegenständen des Investmentvermögens dienen, und

2.  die Vermögensgegenstände, denen die Credit Default Swaps nach Nummer 1
    direkt zugeordnet sind.

Sichert ein Kreditderivat nur einen Teil des Kreditrisikos des
zugeordneten Vermögensgegenstandes ab, so ist der verbleibende Teil in
die Berechnung der Auslastung der Ausstellergrenzen einzubeziehen.

(3) Die Ausstellergrenzen müssen nach Anrechnung und Verrechnung der
Derivate eingehalten werden, so dass das tatsächliche Exposure des
Investmentvermögens gemäß den Ausstellergrenzen diversifiziert ist.
Unabhängig von Verrechnungen müssen beim Einsatz von Total Return
Swaps oder Derivaten mit ähnlichen Eigenschaften, die das tatsächliche
Exposure des Investmentvermögens überwiegend beeinflussen, zusätzlich
sowohl die direkt von dem Investmentvermögen gehaltenen
Vermögensgegenstände (Grundinvestment) als auch die Basiswerte der
Derivate den Ausstellergrenzen entsprechen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/derivatev_2013/__24.html
Directory: derivatev_2013
Level: 4.0