Title: § 8 Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik (LMTAusbV 2000)
§ 8 Abschlussprüfung

Paragraph: 8

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik (LMTAusbV 2000)
§ 8 Abschlussprüfung

(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt
höchstens sechs Stunden drei Arbeitsproben durchführen. Hierfür kommen
insbesondere in Betracht:

1.  Rüsten, in Betrieb nehmen und Bedienen einer
    Produktionsmaschine/-anlage sowie Steuern und Überwachen des
    Produktionsprozesses,

2.  Umrüsten, in Betrieb nehmen und Bedienen einer
    Verpackungsmaschine/-anlage sowie Steuern und Überwachen des
    Verpackungsprozesses und

3.  Durchführen von mindestens einer Qualitätskontrolle und Beurteilen von
    Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffen, Halbfabrikaten und Fertigprodukten.

Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er Mittel der Kommunikation
anwenden sowie Gesichtspunkte der Hygiene, der Sicherheit und des
Gesundheitsschutzes bei der Arbeit, des Umweltschutzes und der
Wirtschaftlichkeit berücksichtigen kann.

(3) Der Prüfling soll im schriftlichen Teil der Prüfung in den
Prüfungsbereichen Technik, Qualitätsmanagement sowie Wirtschafts- und
Sozialkunde geprüft werden. Es kommen Aufgaben, die sich auf
praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden
Gebieten in Betracht:

1.  im Prüfungsbereich Technik:

    a)  Verwendung von Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffen und Halbfabrikaten,
        Verfahrenstechnik und Verfahrensabläufe sowie berufsbezogene
        Berechnungen, nach Wahl des Prüflings aus einem der Bereiche

        aa) Nahrungs- und Genussmittel,

        bb) Getränkeherstellung oder

        cc) tierische Lebensmittel,

    b)  Auftragsannahme, Arbeitsplanung und -organisation,

    c)  Verpackungstechnik,

    d)  Lagerarten, -techniken, -mittel und -bedingungen,

    e)  Lagerbestandskontrolle und Inventur;

2.  im Prüfungsbereich Qualitätsmanagement:

    a)  Eigenschaften von Roh-, Zusatz-, Hilfsstoffen, Halbfabrikaten,
        Fertigprodukten und Verpackungsmaterialien, Grundsätze und
        Vorschriften der Hygiene sowie berufsbezogene Berechnungen, nach Wahl
        des Prüflings aus einem der Bereiche

        aa) Nahrungs- und Genussmittel,

        bb) Getränkeherstellung oder

        cc) tierische Lebensmittel,

    b)  Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz,

    c)  Strukturmerkmale und Ziele des Qualitätsmanagements,

    d)  rechtliche Rahmenbedingungen des Qualitätsmanagements,

    e)  Kontrolle und Dokumentation im Rahmen des Qualitätsmanagements;

3.  im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:

    allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der
    Berufs- und Arbeitswelt.

(4) Der schriftliche Teil der Prüfung dauert höchstens:

*    *   1.

    *   im Prüfungsbereich Technik

    *   150 Minuten,

*    *   2.

    *   im Prüfungsbereich Qualitätsmanagement

    *   90 Minuten,

*    *   3.

    *   im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   60 Minuten.

(5) Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings
oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Bereichen
durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen
der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des
Ergebnisses für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind das
bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung
im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

(6) Innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung hat der
Prüfungsbereich Technik gegenüber jedem der übrigen Prüfungsbereiche
das doppelte Gewicht.

(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und im
schriftlichen Teil der Prüfung sowie innerhalb des schriftlichen Teils
der Prüfung im Prüfungsbereich Technik mindestens ausreichende
Leistungen erbracht sind.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/lmtausbv_2000/__8.html
Directory: lmtausbv_2000
Level: 2.0