Title: 3. Besonderheiten und Grad der wirtschaftlichen Nutzbarkeit bei

Description:
Verordnung über die Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Immobilien und der für die Wertermittlung erforderlichen Daten (ImmoWertV 2022)
3. Besonderheiten und Grad der wirtschaftlichen Nutzbarkeit bei

Paragraph: 54

Content:
Verordnung über die Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Immobilien und der für die Wertermittlung erforderlichen Daten (ImmoWertV 2022)
3. Besonderheiten und Grad der wirtschaftlichen Nutzbarkeit bei

freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern, Doppelhäusern und
Reihenhäusern

(1) Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser, Doppelhäuser und
Reihenhäuser mit nicht nutzbaren Grundrissebenen im Dachraum sind der
Gebäudeart mit Flachdach oder flach geneigtem Dach zuzuordnen.

(2) Trotz gleicher Brutto-Grundfläche können sich bei freistehenden
Ein- und Zweifamilienhäusern, Doppelhäusern und Reihenhäusern mit
ausgebautem oder ausbaufähigem Dachgeschoss im Sinne der Absätze 3 und
4 Unterschiede hinsichtlich des Grades der wirtschaftlichen
Nutzbarkeit ergeben, die insbesondere auf Unterschieden der
Dachkonstruktion, der Gebäudegeometrie und der Giebelhöhe beruhen
können.

(3) Bei Gebäuden mit nicht ausgebautem Dachgeschoss ist zu
unterscheiden zwischen

a)  Gebäuden mit Dachgeschossen, die nicht zu einer Wohnnutzung als
    Hauptnutzung ausbaubar sind, jedoch im Unterschied zur Gebäudeart mit
    Flachdach oder flach geneigten Dach eine untergeordnete Nutzung
    zulassen (nicht ausbaufähig) und

b)  Gebäuden mit Dachgeschossen, die für eine Wohnnutzung als Hauptnutzung
    ausbaubar sind.

Bei nicht ausgebauten Dachgeschossen, die nicht im Sinne des Satzes 1
Buchstabe a ausbaufähig sind, ist in der Regel ein Abschlag vom
Kostenkennwert anzusetzen.

(4) Bei Gebäuden mit ausgebautem Dachgeschoss bestimmt sich der Grad
der wirtschaftlichen Nutzbarkeit des Dachgeschosses insbesondere nach
dem Verhältnis der vorhandenen Wohnfläche zur Grundfläche. Die
Wohnfläche ist im Wesentlichen abhängig von Dachneigung, Giebelbreite
und Drempelhöhe. Ein fehlender Drempel ist in der Regel durch
Abschläge zu berücksichtigen. Ein ausgebauter Spitzboden im Sinne von
Nummer 2 Absatz 4 ist in der Regel durch Zuschläge zu berücksichtigen.

(5) Ein teilweiser Ausbau des Dachgeschosses oder eine teilweise
Unterkellerung können durch anteilige Heranziehung der jeweiligen
Kostenkennwerte für die verschiedenen Gebäudearten berücksichtigt
werden (Mischkalkulation).

II. Kostenkennwerte – Normalherstellungskosten 2010

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/immowertv_2022/__54.html
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