Title: § 4 Ermittlung des Referenzwertes, betriebsinterne Überprüfungen und Laboruntersuchungen in Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheidern

Description:
Zweiundvierzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 42)
Abschnitt 3 - Anforderungen an den Betrieb von Verdunstungs- kühlanlagen und Nassabscheidern
§ 4 Ermittlung des Referenzwertes, betriebsinterne Überprüfungen und Laboruntersuchungen in Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheidern

Paragraph: 4

Content:
Zweiundvierzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 42)
Abschnitt 3 - Anforderungen an den Betrieb von Verdunstungs- kühlanlagen und Nassabscheidern
§ 4 Ermittlung des Referenzwertes, betriebsinterne Überprüfungen und Laboruntersuchungen in Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheidern

(1) Nach der Inbetriebnahme oder der Wiederinbetriebnahme einer
Verdunstungskühlanlage oder eines Nassabscheiders ist der Referenzwert
des Nutzwassers aus mindestens sechs aufeinanderfolgenden
Laboruntersuchungen auf den Parameter allgemeine Koloniezahl zu
bestimmen. Bei bestehenden Anlagen, für die bei Inkrafttreten dieser
Verordnung noch kein Referenzwert entsprechend Satz 1 bestimmt wurde,
ist der Referenzwert aus den ersten sechs Laboruntersuchungen nach dem
19\. August 2017 zu bestimmen. Die Sätze 1 und 2 finden keine Anwendung
bei Anlagen, die bestimmungsgemäß an nicht mehr als 90
aufeinanderfolgenden Tagen im Jahr in Betrieb sind. Als Referenzwert
heranzuziehen ist die bei der Erstuntersuchung nach § 3 Absatz 7
ermittelte Konzentration der allgemeinen Koloniezahl, jedoch nicht
mehr als 10 000 KBE/Milliliter,

1.  bis zur Bestimmung des Referenzwertes nach Satz 1 oder 2,

2.  bei Anlagen, die bestimmungsgemäß an nicht mehr als 90
    aufeinanderfolgenden Tagen im Jahr in Betrieb sind, oder

3.  bei Anlagen, für die der Betreiber erklärt, auf die Bestimmung des
    Referenzwertes nach Satz 1 oder 2 zu verzichten.

Der Betreiber hat unverzüglich nach der Inbetriebnahme oder der
Wiederinbetriebnahme die Art der Bestimmung des Referenzwertes nach
den Sätzen 1 bis 3 festzulegen und im Betriebstagebuch zu
dokumentieren.In den Fällen der Sätze 1 und 2 hat der Betreiber nach
Vorliegen des Ergebnisses der sechsten Laboruntersuchung unverzüglich
die Höhe des Referenzwertes im Betriebstagebuch zu dokumentieren.

(2) Der Betreiber hat

1.  zur Sicherstellung der hygienischen Beschaffenheit des Nutzwassers
    regelmäßig mindestens zweiwöchentliche betriebsinterne Überprüfungen
    chemischer, physikalischer oder mikrobiologischer Kenngrößen des
    Nutzwassers durchzuführen,

2.  zur Überprüfung der Einhaltung des Referenzwertes regelmäßig
    mindestens alle drei Monate Laboruntersuchungen des Nutzwassers auf
    den Parameter allgemeine Koloniezahl durchführen zu lassen.

(3) Der Betreiber hat regelmäßig mindestens alle drei Monate
Laboruntersuchungen des Nutzwassers auf den Parameter Legionellen
durchführen zu lassen.

(4) Werden die in Anlage 1 genannten Prüfwerte 1 in zwei
aufeinanderfolgenden Jahren bei keiner Laboruntersuchung nach Absatz 3
überschritten, können die regelmäßigen Laboruntersuchungen nach Absatz
3 alle sechs Monate durchgeführt werden. Dabei muss immer eine
Laboruntersuchung zwischen dem 1. Juni und dem 31. August durchgeführt
werden.

(5) Der Betreiber hat sicherzustellen, dass er über das Ergebnis der
Laboruntersuchungen nach Absatz 2 Nummer 2 und Absatz 3 unverzüglich
unterrichtet wird. Der Betreiber hat die betriebsinternen
Überprüfungen, die Laboruntersuchungen nach Absatz 2 Nummer 2 und
Absatz 3 nach deren Veranlassung und die Ergebnisse der
betriebsinternen Überprüfungen und der Laboruntersuchungen jeweils
nach deren Vorliegen unverzüglich im Betriebstagebuch zu
dokumentieren. Zusätzlich ist der mikrobiologische Untersuchungsbefund
als Anlage zum Betriebstagebuch zu nehmen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_42/__4.html
Directory: bimschv_42
Level: 3.0