Title: § 18 Psychotherapeutische Behandlungs- und Anwendungsformen

Description:
Verordnung über Beihilfe in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (BBhV)
Kapitel 2 - Aufwendungen in Krankheitsfällen
Abschnitt 1 - Ambulante Leistungen
§ 18 Psychotherapeutische Behandlungs- und Anwendungsformen

Paragraph: 18

Content:
Verordnung über Beihilfe in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (BBhV)
Kapitel 2 - Aufwendungen in Krankheitsfällen
Abschnitt 1 - Ambulante Leistungen
§ 18 Psychotherapeutische Behandlungs- und Anwendungsformen

(1) Aufwendungen für die folgenden psychotherapeutischen Behandlungs-
und Anwendungsformen sind nach Maßgabe der Absätze 2 bis 6 sowie der
§§ 18a bis 21 beihilfefähig:

1.  Gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung,

2.  probatorische Sitzungen,

3.  psychotherapeutische Akutbehandlung,

4.  Psychotherapie in den Behandlungsformen der psychoanalytisch
    begründeten Verfahren, der Verhaltenstherapie, der Systemischen
    Therapie sowie

5.  psychosomatische Grundversorgung.

(2) Aufwendungen für die Gruppenpsychotherapeutische Grundversorgung
sind je Krankheitsfall für bis zu vier Sitzungen in Einheiten von 100
Minuten beihilfefähig. Die Sitzungen können auch in Einheiten von 50
Minuten unter entsprechender Erhöhung der Gesamtzahl der Sitzungen
durchgeführt werden. Darüber hinaus sind unter Einbeziehung von
Bezugspersonen bei Personen, die das 21. Lebensjahr noch nicht
vollendet haben, und bei Menschen mit einer geistigen Behinderung
zusätzlich bis zu 100 Minuten je Krankheitsfall beihilfefähig.

(3) Aufwendungen für bis zu fünf probatorische Sitzungen, bei sich
anschließender analytischer Psychotherapie für bis zu acht
probatorische Sitzungen, sind beihilfefähig, auch wenn Bezugspersonen
einbezogen werden. Die probatorische Sitzung umfasst im Einzelsetting
50 Minuten und im Gruppensetting 100 Minuten. Probatorische Sitzungen
im Gruppensetting können auch in Einheiten von 50 Minuten unter
entsprechender Erhöhung der Gesamtzahl der Sitzungen durchgeführt
werden. Darüber hinaus sind bei Personen, die das 21. Lebensjahr noch
nicht vollendet haben, und bei Menschen mit einer geistigen
Behinderung zwei zusätzliche probatorische Sitzungen beihilfefähig.
Probatorische Sitzungen sind nicht auf die beihilfefähigen Kontingente
der Behandlungen von Kurz- oder Langzeittherapien anzurechnen.

(4) Aufwendungen für eine psychotherapeutische Akutbehandlung als
Einzeltherapie sind je Krankheitsfall für bis zu 24 Behandlungen in
Einheiten von mindestens 25 Minuten beihilfefähig. Für Personen, die
das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und für Menschen mit
einer geistigen Behinderung sind Aufwendungen bis zu 30 Behandlungen
einer psychotherapeutischen Akutbehandlung je Krankheitsfall als
Einzeltherapie unter Einbeziehung von Bezugspersonen beihilfefähig.
Soll sich an die psychotherapeutische Akutbehandlung eine Behandlung
nach den §§ 19 bis 20a anschließen, ist § 18a Absatz 3 zu beachten.
Die Zahl der durchgeführten Akutbehandlungen ist auf das Kontingent
der Behandlungen nach den §§ 19 bis 20a anzurechnen.

(5) Vor einer psychotherapeutischen Behandlung muss eine somatische
Abklärung spätestens nach den probatorischen Sitzungen erfolgen.

(6) Nicht beihilfefähig sind Aufwendungen für

1.  gleichzeitige Behandlungen nach § 18 Absatz 4 und den §§ 19 bis 21
    sowie

2.  Leistungen nach Anlage 3 Abschnitt 1.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bbhv/__18.html
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