Title: § 22 Aufzeichnungspflicht des Gewerbetreibenden

Description:
Verordnung über die Versicherungsvermittlung und -beratung (VersVermV 2018)
Abschnitt 6 - Zahlungssicherung des Gewerbetreibenden zugunsten des Versicherungsnehmers
§ 22 Aufzeichnungspflicht des Gewerbetreibenden

Paragraph: 22

Content:
Verordnung über die Versicherungsvermittlung und -beratung (VersVermV 2018)
Abschnitt 6 - Zahlungssicherung des Gewerbetreibenden zugunsten des Versicherungsnehmers
§ 22 Aufzeichnungspflicht des Gewerbetreibenden

(1) Der Gewerbetreibende hat nach Maßgabe des Satzes 2 und des
Absatzes 2 die Pflicht, Aufzeichnungen zu machen sowie die dort
genannten Belege übersichtlich zu sammeln. Die Aufzeichnungen sind
unverzüglich und in deutscher Sprache anzufertigen.

(2) Aus den Aufzeichnungen und Belegen des Gewerbetreibenden müssen
folgende Angaben ersichtlich sein, soweit sie im Einzelfall in
Betracht kommen:

1.  der Name und Vorname oder die Firma sowie die Anschrift des
    Versicherungsnehmers,

2.  ob und inwieweit der Gewerbetreibende zur Entgegennahme von Zahlungen
    oder sonstigen Leistungen ermächtigt ist,

3.  Art und Höhe der Vermögenswerte des Versicherungsnehmers, die der
    Gewerbetreibende zur Weiterleitung an ein Versicherungsunternehmen
    erhalten hat,

4.  Art, Höhe und Umfang der vom Gewerbetreibenden für die Vermögenswerte
    zu leistenden Sicherheit und abzuschließenden Versicherung, Name oder
    Firma und Anschrift des Bürgen und der Versicherung,

5.  die Verwendung der Vermögenswerte des Versicherungsnehmers.

Mit den Aufzeichnungen sind als Beleg Kopien der Bürgschaftsurkunde
und des Versicherungsscheins in den Unterlagen zu sammeln.

(3) Der Versicherungsberater hat darüber hinaus unverzüglich
Aufzeichnungen über Art und Höhe der Einnahmen, die er für seine
Tätigkeit erhalten hat, den Namen und Vornamen oder die Firma sowie
die Anschrift des Leistenden anzufertigen und die Aufzeichnungen und
Belege übersichtlich zu sammeln.

(4) Soweit sich aus handels- oder steuerrechtlichen Bestimmungen
Pflichten zur Buchführung ergeben, die zugleich den Pflichten nach den
Absätzen 1 bis 3 gerecht werden, kann der Aufzeichnungspflichtige auf
diese Buchführung verweisen.

(5) Die in Absatz 1 Satz 1 und Absatz 3 genannten Aufzeichnungen und
Belege sind fünf Jahre auf einem dauerhaften Datenträger vorzuhalten
und in den Geschäftsräumen aufzubewahren. Die Aufbewahrungsfrist
beginnt mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem der letzte
aufzeichnungspflichtige Vorgang für den jeweiligen Auftrag angefallen
ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/versvermv_2018/__22.html
Directory: versvermv_2018
Level: 3.0