Title: § 8 Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis

Description:
Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (AufenthG 2004)
Kapitel 2 - Einreise und Aufenthalt im Bundesgebiet
Abschnitt 1 - Allgemeines
§ 8 Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis

Paragraph: 8

Content:
Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (AufenthG 2004)
Kapitel 2 - Einreise und Aufenthalt im Bundesgebiet
Abschnitt 1 - Allgemeines
§ 8 Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis

(1) Auf die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis finden dieselben
Vorschriften Anwendung wie auf die Erteilung.

(2) Die Aufenthaltserlaubnis kann in der Regel nicht verlängert
werden, wenn die zuständige Behörde dies bei einem seiner
Zweckbestimmung nach nur vorübergehenden Aufenthalt bei der Erteilung
oder der zuletzt erfolgten Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis
ausgeschlossen hat.

(3) Vor der Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis ist festzustellen,
ob der Ausländer einer etwaigen Pflicht zur ordnungsgemäßen Teilnahme
am Integrationskurs nachgekommen ist. Verletzt ein Ausländer seine
Verpflichtung nach § 44a Abs. 1 Satz 1 zur ordnungsgemäßen Teilnahme
an einem Integrationskurs, ist dies bei der Entscheidung über die
Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis zu berücksichtigen. Besteht kein
Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltserlaubnis, soll bei wiederholter
und gröblicher Verletzung der Pflichten nach Satz 1 die Verlängerung
der Aufenthaltserlaubnis abgelehnt werden. Besteht ein Anspruch auf
Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis nur nach diesem Gesetz, kann die
Verlängerung abgelehnt werden, es sei denn, der Ausländer erbringt den
Nachweis, dass seine Integration in das gesellschaftliche und soziale
Leben anderweitig erfolgt ist. Bei der Entscheidung sind die Dauer des
rechtmäßigen Aufenthalts, schutzwürdige Bindung des Ausländers an das
Bundesgebiet und die Folgen einer Aufenthaltsbeendigung für seine
rechtmäßig im Bundesgebiet lebenden Familienangehörigen zu
berücksichtigen. War oder ist ein Ausländer zur Teilnahme an einem
Integrationskurs nach § 44a Absatz 1 Satz 1 verpflichtet, soll die
Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis jeweils auf höchstens ein Jahr
befristet werden, solange er den Integrationskurs noch nicht
erfolgreich abgeschlossen oder noch nicht den Nachweis erbracht hat,
dass seine Integration in das gesellschaftliche und soziale Leben
anderweitig erfolgt ist.

(4) Absatz 3 ist nicht anzuwenden auf die Verlängerung einer nach § 25
Absatz 1, 2 oder Absatz 3 erteilten Aufenthaltserlaubnis.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/aufenthg_2004/__8.html
Directory: aufenthg_2004
Level: 4.0