Title: § 12 Umfang der Ersatzpflicht bei Tötung

Description:
Umwelthaftungsgesetz (UmweltHG)
§ 12 Umfang der Ersatzpflicht bei Tötung

Paragraph: 12

Content:
Umwelthaftungsgesetz (UmweltHG)
§ 12 Umfang der Ersatzpflicht bei Tötung

(1) Im Falle der Tötung ist Ersatz der Kosten einer versuchten Heilung
sowie des Vermögensnachteils zu leisten, den der Getötete dadurch
erlitten hat, daß während der Krankheit seine Erwerbsfähigkeit
aufgehoben oder gemindert war oder seine Bedürfnisse vermehrt waren.
Der Ersatzpflichtige hat außerdem die Kosten der Beerdigung demjenigen
zu ersetzen, der diese Kosten zu tragen hat.

(2) Stand der Getötete zur Zeit der Verletzung zu einem Dritten in
einem Verhältnis, aus dem er diesem gegenüber kraft Gesetzes
unterhaltspflichtig war oder unterhaltspflichtig werden konnte, und
ist dem Dritten infolge der Tötung das Recht auf Unterhalt entzogen,
so hat der Ersatzpflichtige dem Dritten insoweit Schadensersatz zu
leisten, als der Getötete während der mutmaßlichen Dauer seines Lebens
zur Gewährung des Unterhalts verpflichtet gewesen wäre. Die
Ersatzpflicht tritt auch ein, wenn der Dritte zur Zeit der Verletzung
gezeugt, aber noch nicht geboren war.

(3) Der Ersatzpflichtige hat dem Hinterbliebenen, der zur Zeit der
Verletzung zu dem Getöteten in einem besonderen persönlichen
Näheverhältnis stand, für das dem Hinterbliebenen zugefügte seelische
Leid eine angemessene Entschädigung in Geld zu leisten. Ein besonderes
persönliches Näheverhältnis wird vermutet, wenn der Hinterbliebene der
Ehegatte, der Lebenspartner, ein Elternteil oder ein Kind des
Getöteten war.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/umwelthg/__12.html
Directory: umwelthg
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