Title: § 48 Einstellung, Beförderung, Aufstieg und Berufung in das Dienstverhältnis einer Berufssoldatin oder eines Berufssoldaten

Description:
Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (SLV 2021)
Kapitel 4 - Laufbahngruppe der Offizierinnen und Offiziere
Abschnitt 2 - Sonstige Soldatinnen und Soldaten (§ 1 Absatz 1 Nummer 2 bis 7)
§ 48 Einstellung, Beförderung, Aufstieg und Berufung in das Dienstverhältnis einer Berufssoldatin oder eines Berufssoldaten

Paragraph: 48

Content:
Verordnung über die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (SLV 2021)
Kapitel 4 - Laufbahngruppe der Offizierinnen und Offiziere
Abschnitt 2 - Sonstige Soldatinnen und Soldaten (§ 1 Absatz 1 Nummer 2 bis 7)
§ 48 Einstellung, Beförderung, Aufstieg und Berufung in das Dienstverhältnis einer Berufssoldatin oder eines Berufssoldaten

(1) Die in § 1 Absatz 1 Nummer 2 und 3 genannten Soldatinnen und
Soldaten werden nach den Vorschriften über die Beförderung von
Soldatinnen und Soldaten im Dienstverhältnis einer Berufssoldatin,
eines Berufssoldaten, einer Soldatin auf Zeit oder eines Soldaten auf
Zeit eingestellt und befördert.

(2) Die in § 1 Absatz 1 Nummer 2 bis 6 genannten Soldatinnen und
Soldaten können als Anwärterinnen oder Anwärter in die Laufbahn der
Offizierinnen und Offiziere der Reserve des Truppendienstes
aufsteigen, wenn sie

1.  mindestens einen Realschulabschluss oder einen als gleichwertig
    anerkannten Abschluss besitzen oder

2.  mindestens den Dienstgrad „Feldwebel“ erreicht haben.

Nach der Übernahme in die neue Laufbahn führen die Anwärterinnen und
Anwärter im Schriftverkehr ihre Dienstgradbezeichnung mit dem Zusatz
„(Reserveoffizieranwärterin)“ oder „(Reserveoffizieranwärter)“ oder
„(ROA)“. § 43 gilt entsprechend.

(3) Für die Einstellung mit einem höheren Dienstgrad gelten § 23
Absatz 4 und § 25 Absatz 2 bis 5, § 30 Absatz 3 bis 7, § 35 Absatz 2
und die §§ 40 und 45 Absatz 2 bis 4 entsprechend. Der jeweilige
Dienstgrad wird für die Dauer der Wehrdienstleistung vorläufig
verliehen. Er kann nach einem Wehrdienst von mindestens 24 Tagen
endgültig verliehen werden.

(4) Für die Beförderung der Reserveoffizieranwärterinnen und
Reserveoffizieranwärter, die freiwilligen Wehrdienst nach § 58b des
Soldatengesetzes leisten oder in ein Dienstverhältnis als Soldatin auf
Zeit oder Soldat auf Zeit berufen worden sind, gilt § 24 Absatz 1
entsprechend. Im Übrigen können Reserveoffizieranwärterinnen und
Reserveoffizieranwärter nach einem Wehrdienst von mindestens 24 Tagen
befördert werden, jedoch erst nach Ablauf einer Zeit, die nach § 24
Absatz 1 als Dienstzeit vorausgesetzt wird. § 24 Absatz 2 gilt
entsprechend. Der Dienstgrad „Oberfähnrich“ muss nicht durchlaufen
werden.

(5) Die Reserveoffizierinnen und Reserveoffiziere können erst nach
einer Zeit befördert werden, die für Soldatinnen und Soldaten im
Dienstverhältnis einer Berufssoldatin, eines Berufssoldaten, einer
Soldatin auf Zeit oder eines Soldaten auf Zeit als Dienstzeit für die
Beförderung nach dieser Verordnung vorausgesetzt wird. Außerdem ist
vor jeder Beförderung ein Wehrdienst von mindestens 24 Tagen zu
leisten.

(6) Reserveoffizieranwärterinnen und Reserveoffizieranwärter können
als Offizieranwärterin oder Offizieranwärter übernommen werden, wenn
sie die Voraussetzungen des § 23 erfüllen. Auf die Ausbildungszeit
kann die Dienstzeit als Soldatin oder Soldat in der Bundeswehr
angerechnet werden.

(7) Für die Ernennung einer Reserveoffizierin oder eines
Reserveoffiziers zur Berufsoffizierin oder zum Berufsoffizier gilt §
22 Absatz 5 entsprechend.

(8) Zeiten einer dienstlichen Veranstaltung nach § 81 Absatz 1 des
Soldatengesetzes werden auf den Wehrdienst nach Absatz 3 Satz 3,
Absatz 4 Satz 2 und Absatz 5 Satz 2 nicht angerechnet. § 12 Absatz 2
Satz 4 gilt entsprechend.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/slv_2021/__48.html
Directory: slv_2021
Level: 4.0