Title: § 17 Abschlußprüfung für den Ausbildungsberuf Fachmann für Systemgastronomie/Fachfrau für Systemgastronomie

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung im Gastgewerbe (GastgewAusbV 1998)
Vierter Teil - Prüfungen
§ 17 Abschlußprüfung für den Ausbildungsberuf Fachmann für Systemgastronomie/Fachfrau für Systemgastronomie

Paragraph: 17

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung im Gastgewerbe (GastgewAusbV 1998)
Vierter Teil - Prüfungen
§ 17 Abschlußprüfung für den Ausbildungsberuf Fachmann für Systemgastronomie/Fachfrau für Systemgastronomie

(1) Die Abschlußprüfung erstreckt sich auf die in den Teilen I, II und
VI der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den
im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Die Prüfung ist schriftlich in den Prüfungsbereichen
Systemorganisation, Steuerung und Kontrolle, Personalwesen und
Wirtschafts- und Sozialkunde sowie praktisch im Prüfungsbereich
Praktische Übungen durchzuführen.

(3) Die Anforderungen in den Prüfungsbereichen sind:

1.  Prüfungsbereich Systemorganisation:

    In höchstens 120 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben und
    Fälle aus den Gebieten

    a)  Gastronomiekonzepte,

    b)  Qualitätssicherung,

    c)  Marketing,

    d)  Aufbau- und Ablauforganisation

    bearbeiten. Dabei soll er zeigen, daß er die Grundlagen und
    Zusammenhänge dieser Gebiete versteht.

2.  Prüfungsbereich Steuerung und Kontrolle, Personalwesen:

    In höchstens 120 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben und
    Fälle aus den Gebieten

    a)  Kostenkontrolle,

    b)  Kennzahlen,

    c)  Warenwirtschaft,

    d)  Personaleinsatzplanung,

    e)  Personalverwaltung und -beschaffung

    bearbeiten. Dabei soll er zeigen, daß er die Zusammenhänge dieser
    Gebiete versteht sowie Arbeitsabläufe analysieren und
    Lösungsmöglichkeiten entwickeln kann.

3.  Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:

    In höchstens 60 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben und
    Fälle bearbeiten und dabei zeigen, daß er wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann.

(4) Im Prüfungsbereich Praktische Übungen soll der Prüfling eine von
zwei ihm zur Wahl gestellten praxisbezogenen Aufgaben bearbeiten. Es
kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:

a)  Umgang mit Gästen,

b)  Umgang mit Mitarbeitern,

c)  Produkte, Produktpräsentation.

Die Aufgabe soll Ausgangspunkt für das folgende Prüfungsgespräch sein.
Der Prüfling soll dabei zeigen, daß er Produkte anbieten,
Personalfragen bearbeiten sowie Gespräche systematisch und
situationsbezogen vorbereiten und führen kann. Das Prüfungsgespräch
soll nicht länger als 30 Minuten dauern. Dem Prüfling ist eine
Vorbereitungszeit von höchstens 15 Minuten einzuräumen.

(5) Sind in der schriftlichen Prüfung die Prüfungsleistungen in bis zu
zwei Prüfungsbereichen mit "mangelhaft" und in den übrigen
Prüfungsbereichen mit mindestens "ausreichend" bewertet worden, so ist
auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in
einem der mit "mangelhaft" bewerteten Prüfungsbereiche die
schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten
zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag
geben kann. Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der
Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind die
Ergebnisse der schriftlichen Prüfung und der mündlichen
Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten.

(6) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der schriftlichen
Prüfung und der praktischen Übung mindestens ausreichende Leistungen
erbracht sind. Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich
mit "ungenügend" bewertet, so ist die Prüfung nicht bestanden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gastgewausbv_1998/__17.html
Directory: gastgewausbv_1998
Level: 3.0