Title: § 4 Praxisanleitung

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 1 - Berufliche Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann
Abschnitt 1 - Ausbildung und Leistungsbewertung
§ 4 Praxisanleitung

Paragraph: 4

Content:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 1 - Berufliche Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann
Abschnitt 1 - Ausbildung und Leistungsbewertung
§ 4 Praxisanleitung

(1) Die Einrichtungen der praktischen Ausbildung stellen die
Praxisanleitung sicher. Aufgabe der Praxisanleitung ist es, die
Auszubildenden schrittweise an die Wahrnehmung der beruflichen
Aufgaben als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann heranzuführen, zum
Führen des Ausbildungsnachweises nach § 3 Absatz 5 anzuhalten und die
Verbindung mit der Pflegeschule zu halten. Die Praxisanleitung erfolgt
im Umfang von mindestens 10 Prozent der während eines Einsatzes zu
leistenden praktischen Ausbildungszeit, geplant und strukturiert auf
der Grundlage des vereinbarten Ausbildungsplanes.

(2) Während des Orientierungseinsatzes, der Pflichteinsätze in
Einrichtungen nach § 7 Absatz 1 des Pflegeberufegesetzes und des
Vertiefungseinsatzes erfolgt die Praxisanleitung nach Absatz 1 Satz 2
durch Personen, die über mindestens ein Jahr Berufserfahrung als
Inhaberin oder Inhaber einer Erlaubnis nach § 1, nach § 58 Absatz 1
oder Absatz 2 oder nach § 64 des Pflegeberufegesetzes in den letzten
fünf Jahren und die Befähigung zur Praxisanleiterin oder zum
Praxisanleiter nach Absatz 3 verfügen; die Berufserfahrung soll im
jeweiligen Einsatzbereich erworben worden sein. Während der weiteren
Einsätze der praktischen Ausbildung soll die Praxisanleitung nach
Absatz 1 Satz 2 durch entsprechend qualifizierte Fachkräfte
sichergestellt werden.

(3) Die Befähigung zur Praxisanleiterin oder zum Praxisanleiter ist
durch eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von
mindestens 300 Stunden und kontinuierliche, insbesondere
berufspädagogische Fortbildung im Umfang von mindestens 24 Stunden
jährlich gegenüber der zuständigen Behörde nachzuweisen. Für Personen,
die am 31. Dezember 2019 nachweislich über die Qualifikation zur
Praxisanleitung nach § 2 Absatz 2 der Ausbildungs- und
Prüfungsverordnung für den Beruf der Altenpflegerin und des
Altenpflegers in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung oder § 2
Absatz 2 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufe in der
Krankenpflege in der am 31. Dezember 2019 geltenden Fassung verfügen,
wird diese der berufspädagogischen Zusatzqualifikation gleichgestellt.

(4) Lehrformate, die selbstgesteuertes Lernen oder E-Learning
beinhalten, können als pädagogische Hilfsmittel bei der Konzeption der
Qualifikationsmaßnahmen nach Absatz 3 Satz 1 in angemessenem Umfang
berücksichtigt werden. Eine vollständig digitale Durchführung ist
unbeschadet der Voraussetzungen von Satz 1 nur für die
kontinuierliche, insbesondere berufspädagogische Fortbildung zulässig.
Die Teilnahme an digitalen Lehrformaten ist vom Anbieter der
Qualifikationsmaßnahme festzustellen. Das Nähere regeln die Länder.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pflaprv/__4.html
Directory: pflaprv
Level: 4.0