Title: § 4 Berechnungsverfahren für die Festsetzung von Lärmschutzbereichen

Description:
Erste Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm (FlugLSV 1)
§ 4 Berechnungsverfahren für die Festsetzung von Lärmschutzbereichen

Paragraph: 4

Content:
Erste Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm (FlugLSV 1)
§ 4 Berechnungsverfahren für die Festsetzung von Lärmschutzbereichen

(1) Die für die Festsetzung eines Lärmschutzbereichs nach § 4 Abs. 3
und 4 des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm erforderliche Ermittlung
der Lärmbelastung erfolgt auf der Grundlage der in der Anlage zu § 3
des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm definierten Lärmindizes L
Aeq Tag             , L
Aeq Nacht              und L
Amax             . Zur Abgrenzung der verschiedenen Schutzzonen des
Lärmschutzbereichs werden

1.  der äquivalente Dauerschallpegel L
    Aeq Tag                    als Außenpegel für die Tag-Schutzzonen 1
    und 2,

2.  der äquivalente Dauerschallpegel L
    Aeq Nacht                    als Außenpegel für die Nacht-Schutzzone
    und

3.  der Maximalpegel L
    Amax                    als Pegel im Rauminnern für die Nacht-
    Schutzzone

jeweils einschließlich des Zuschlags zur Berücksichtigung der zeitlich
variierenden Nutzung der einzelnen Betriebsrichtungen (3-Sigma) gemäß
der Anlage zu § 3 des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm berechnet.
Für die Berechnung des Maximalpegels L
Amax              wird gemäß der Anlage zu § 3 des Gesetzes zum Schutz
gegen Fluglärm ein Pegelunterschied zwischen außen und innen von 15
Dezibel (A) berücksichtigt.

(2) Die Berechnung der Lärmindizes erfolgt entsprechend der Anleitung
zur Berechnung von Lärmschutzbereichen (AzB) vom 19. November 2008
(BAnz. Nr. 195a vom 23. Dezember 2008). Dabei müssen die Flugbahnen in
einzelne Abschnitte unterteilt und die Beiträge der Flugbahnabschnitte
zur Fluglärmbelastung an den Immissionsorten bestimmt werden
(Segmentierungsverfahren).

(3) Die Berechnungspunkte zur Ermittlung der äquivalenten
Dauerschallpegel und des Maximalpegels liegen in einer Höhe von vier
Metern über dem Boden. Für die Berechnung ist in der Regel ein
rechtwinkliges Raster von 50 Meter mal 50 Meter zugrunde zu legen. Die
Bestimmung der Kurvenpunkte mit konstanten Werten der äquivalenten
Dauerschallpegel L
Aeq Tag              und L
Aeq Nacht              sowie der Kurvenpunkte mit konstanter
Häufigkeit der Überschreitung des Maximalpegels L
Amax              erfolgt durch Interpolation zwischen benachbarten
Punkten des Rasters nach Satz 2.

(4) Die Ergebnisse der Berechnung sind in Form von Listen der
Kurvenpunkte und von Karten darzustellen. Die Karten müssen
georeferenziert sein.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fluglsv_1/__4.html
Directory: fluglsv_1
Level: 2.0