Title: § 7 Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie (GeoITAusbV)
Teil 2 - Vorschriften für den Ausbildungsberuf zum Geomatiker/zur Geomatikerin
§ 7 Abschlussprüfung

Paragraph: 7

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie (GeoITAusbV)
Teil 2 - Vorschriften für den Ausbildungsberuf zum Geomatiker/zur Geomatikerin
§ 7 Abschlussprüfung

(1) Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die
berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung
soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen
beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen
Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im
Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung
wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist
zugrunde zu legen.

(2) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1
aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im
Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Die Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.  Geodatenprozesse,

2.  Geodatenpräsentation,

3.  Geoinformationstechnik,

4.  Geodatenmanagement,

5.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(4) Für den Prüfungsbereich Geodatenprozesse bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Geodaten nach unterschiedlichen Methoden erfassen,

    b)  Geodaten verarbeiten und qualifizieren,

    c)  Geodaten zusammenführen und auswerten,

    d)  Geodaten visualisieren und präsentieren,

    e)  die mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen der
        Geoinformationstechnologie anwenden,

    f)  Arbeitsprozesse im Team planen und durchführen,

    g)  Arbeitsergebnisse kontrollieren und bewerten,

    h)  qualitätssichernde Maßnahmen anwenden und

    i)  Arbeitsprozesse erläutern

    kann;

2.  der Prüfling soll einen betrieblichen Auftrag durchführen, mit
    prozess- und produktbezogenen Unterlagen dokumentieren und dazu ein
    auftragsbezogenes Fachgespräch führen; das Fachgespräch wird auf der
    Grundlage der prozess- und produktbezogenen Aufzeichnungen sowie des
    Ergebnisses des bearbeiteten betrieblichen Auftrags geführt; dem
    Prüfungsausschuss ist vor der Durchführung des betrieblichen Auftrags
    die Aufgabenstellung einschließlich eines geplanten
    Bearbeitungszeitraums zur Genehmigung vorzulegen;

3.  die Prüfungszeit für die Durchführung des betrieblichen Auftrags
    einschließlich Dokumentation beträgt 20 Stunden und für das
    auftragsbezogene Fachgespräch höchstens 30 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich Geodatenpräsentation bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Geodaten zu Marktprodukten aufbereiten,

    b)  Produktinformationen kundenorientiert erstellen und präsentieren sowie

    c)  rechtliche Vorschriften, Normen und Standards berücksichtigen

    kann;

2.  der Prüfling soll dazu ein Prüfungsstück erstellen, dieses mit einer
    Präsentation vorstellen und ein auftragsbezogenes Fachgespräch führen;
    der Prüfling wählt eine Aufgabe aus drei Alternativen aus;

3.  die Prüfungszeit beträgt für die Erstellung des Prüfungsstückes sieben
    Stunden, für die Präsentation zehn Minuten und für das
    auftragsbezogene Fachgespräch höchstens 20 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Geoinformationstechnik bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  mit Netzwerken, Geodatenbanken und Geodateninfrastrukturen umgehen,

    b)  mit Metainformationssystemen umgehen,

    c)  die mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen der
        Geoinformationstechnologie anwenden,

    d)  die Normen und Standards bei den Arbeitsprozessen berücksichtigen und

    e)  Vorgaben der Datensicherheit berücksichtigen

    kann;

2.  der Prüfling soll fallorientierte Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

(7) Für den Prüfungsbereich Geodatenmanagement bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Geodaten nach unterschiedlichen Methoden erfassen,

    b)  Geodaten qualifizieren,

    c)  grafische Gestaltungsmittel zur Visualisierung von Geodaten einsetzen,

    d)  die mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen der
        Geoinformationstechnologie anwenden,

    e)  Arbeitsergebnisse kontrollieren und bewerten,

    f)  qualitätssichernde Maßnahmen anwenden und

    g)  Arbeitsprozesse erläutern

    kann;

2.  der Prüfling soll fallorientierte Aufgaben schriftlich lösen;

3.  die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

(8) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich lösen;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/geoitausbv/__7.html
Directory: geoitausbv
Level: 3.0