Title: Inhaltsübersicht

Description:
Verordnung über maritime medizinische Anforderungen auf Kauffahrteischiffen (MariMedV)
Inhaltsübersicht

Paragraph: 22

Content:
Verordnung über maritime medizinische Anforderungen auf Kauffahrteischiffen (MariMedV)
Inhaltsübersicht

*    *   1.

    *   Grundsatz

*    *   2.

    *   Anforderungen an das Sehvermögen

*    *   2.1

    *   Anforderungen an das Sehvermögen je nach Dienstzweig

*    *   2.2

    *   Sehhilfen

*    *   2.3

    *   Sehvermögen bei vorheriger Laser-Behandlung

*    *   3.

    *   Anforderungen an das Hörvermögen

*    *   3.1

    *   Decksdienst

*    *   3.2

    *   Technischer Dienst und Elektrotechnischer Dienst

*    *   3.3

    *   Dienstzweige Küche und Bedienung und Übriger Schiffsdienst

*    *   3.4

    *   Hörhilfen

*    *   4.

    *   Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit

*    *   4.1

    *   Kriterien für die Beurteilung der körperlichen Fähigkeiten

*    *   4.2

    *   Erforderliche körperliche Fähigkeiten

*    *   5.

    *   Tauglichkeitskriterien bei medikamentöser Behandlung

*    *   5.1

    *   Grundsatz

*    *   5.2

    *   Medikationen, die die Ausübung von Routine- und Notfallaufgaben
        beeinträchtigen können

*    *   5.3

    *   Medikationen, die schwere oder ernsthafte Folgen haben können, wenn
        sie auf See eingenommen werden

*    *   5.4

    *   Medikationen, die zu einer Einschränkung der Seediensttauglichkeit
        führen

*    *   5.5

    *   Medikationen, die zur Seedienstuntauglichkeit führen

*    *   6.

    *   Tauglichkeitskriterien bei Gesundheitsstörungen

*    *   6.1

    *   Konkretisierung des Beurteilungsspielraumes

*    *   6.2

    *   Tabellarische Übersicht über die Gesundheitsstörungen

*    *   7.

    *   Ausschlussgründe für Seediensttauglichkeit

*    *   7.1

    *   Zu hoher BMI

*    *   7.2

    *   Infektiöse Darmerkrankung bei Dienstzweig Küchendienst und Bedienung

*    *   7.3

    *   Leistungsmindernde Störungen auf körperlichem, geistigem und
        seelischem Gebiet

*    *   7.4

    *   Akutes Koronarsyndrom (z. B. Myokardinfarkt), aortokoronare Bypass-OP,
        Herzklappen-OP

**1.** Grundsatz
    ****

    Seediensttauglich im Sinne des § 11 des Seearbeitsgesetzes ist,

    1.  wer über ein ausreichendes Sehvermögen verfügt,

    2.  wer über ein ausreichendes Hörvermögen verfügt,

    3.  wer über eine ausreichende körperliche Leistungsfähigkeit verfügt,

    4.  wer trotz regelmäßiger medikamentöser Behandlung nicht wesentlich
        körperlich oder geistig beeinträchtigt ist,

    5.  wer trotz bestehender Gesundheitsstörungen nicht wesentlich körperlich
        oder geistig beeinträchtigt ist,

    6.  bei dem keine Ausschlussgründe für eine Seediensttauglichkeit
        vorliegen.

**2.** Anforderungen an das Sehvermögen ****

**2.1** **Anforderungen an das Sehvermögen je nach Dienstzweig**

    *        *   Regel des STCW-Übereinkommens

        *   Dienstzweig
            an Bord

        *   Sehvermögen in der Ferne ohne oder mit Sehhilfe
            1

        *   Sehvermögen
            in der Nähe/mittlerer Entfernung
            2

        *   Farbtüchtigkeit
            3

        *   Gesichtsfelder
            4

        *   Nachtblindheit
            4

        *   Diplopie
            (Doppelsehen)
            4

    *        *   Ein Auge

        *   Anderes Auge

        *   Beide Augen zusammen, mit oder ohne Sehhilfe

    *        *   I/11
            II/1
            II/2
            II/3
            II/4
            II/5
            VII/2

        *   Decksdienst:
            Kapitäne, Decksoffiziere und Dienstgrade, die Brückendienste
            übernehmen

        *   0,7

        *   0,5

        *   Sehvermögen erforderlich zum Navigieren von Schiffen (z. B. Lesen von
            Karten und nautischen Unterlagen, Nutzung von Instrumenten und
            Ausstattung auf der Brücke und Identifikation der Navigationshilfen)

        *   siehe Bemerkung
            5

        *   Normale Gesichtsfelder

        *   Sehvermögen muss ausreichen, um in der Dunkelheit alle notwendigen
            Aufgaben zuverlässig zu erfüllen

        *   Kein Hinweis auf Vorliegen einer solchen Sehstörung

    *        *   I/11
            III/1
            III/2
            III/3
            III/4
            III/5
            III/6
            III/7
            VII/2

        *   Technischer Dienst:
            Alle technischen Offiziere und Mannschaft oder andere, die Teil der
            Maschinenraumwache sind

        *   0,4
            6

        *   0,4

        *   Sehvermögen erforderlich, um Instrumente in unmittelbarer Nähe
            abzulesen, Ausrüstung zu bedienen und die Systeme/Bauteile sicher zu
            erkennen und zuzuordnen

        *   Nicht erforderlich

        *   Ausreichende Gesichtsfelder

        *   Sehvermögen muss ausreichen, um in der Dunkelheit alle notwendigen
            Aufgaben zuverlässig zu erfüllen

        *   Kein Hinweis auf Vorliegen einer solchen Sehstörung

    *        *   I/11
            III/6
            III/7

        *   Elektrotechnischer Dienst:
            Alle elektrotechnischen Offiziere und elektrotechnische
            Mannschaftsmitglieder

        *   0,4
            6

        *   0,4

        *   Sehvermögen erforderlich, um Instrumente in unmittelbarer Nähe
            abzulesen, Ausrüstung zu bedienen und die Systeme/Bauteile sicher zu
            erkennen und zuzuordnen

        *   siehe Bemerkung
            7

        *   Ausreichende Gesichtsfelder

        *   Sehvermögen muss ausreichen, um in der Dunkelheit alle notwendigen
            Aufgaben zuverlässig zu erfüllen

        *   Kein Hinweis auf Vorliegen einer solchen Sehstörung

    *        *   –

        *   Küche und Bedienung

        *   0,4
            6

        *   0,4

        *   –

        *   Nicht erforderlich

        *   Ausreichende Gesichtsfelder

        *   Sehvermögen muss ausreichen, um in der Dunkelheit alle notwendigen
            Aufgaben zuverlässig zu erfüllen

        *   Kein Hinweis auf Vorliegen einer solchen Sehstörung

    *        *   –

        *   Übriger Schiffsdienst

        *   0,4
            6

        *   0,4

        *   –

        *   Nicht erforderlich

        *   Ausreichende Gesichtsfelder

        *   Sehvermögen muss ausreichen, um in der Dunkelheit alle notwendigen
            Aufgaben zuverlässig zu erfüllen

        *   Kein Hinweis auf Vorliegen einer solchen Sehstörung

    Bemerkungen:

    1   Werte angegeben nach Snellen oder einem äquivalenten Verfahren in
        Dezimalwerten.

    2   Bestimmung der Werte durch Lesetestverfahren. Eine Übersichtigkeit
        darf weder plus 5,0 Dioptrien sphärisch noch plus 3,0 Dioptrien
        zylindrisch übersteigen.

    3   Gemäß Definition der Internationalen Empfehlungen für die
        Anforderungen an die Farbtüchtigkeit im Verkehr der Internationalen
        Beleuchtungskommission (CIE 143-2010, einschließlich der ggf.
        vorliegenden Folgeversionen).

    4   Wenn die ersten Untersuchungsergebnisse Hinweise für Einschränkungen
        ergeben, ist die zu untersuchende Person zusätzlich augenfachärztlich
        zu begutachten.

    5   CIE Farbsehvermögen Norm 1.

    6   Angehörige der Dienstzweige „Technischer Dienst“, „Elektrotechnischer
        Dienst“, „Küche und Bedienung“ sowie „Übriger Schiffsdienst“ müssen
        ein kombiniertes Sehvermögen von mindestens 0,4 haben.

    7   CIE Farbsehvermögen Norm 1, 2 oder 3.

    Alle Besatzungsmitglieder müssen auf jedem Auge ohne Sehhilfen ein
    Mindestsehvermögen von 0,1 erreichen (STCW-Code, Abschnitt B-I/9,
    Absatz 10).

**2.2** **Sehhilfen**

    Wird das vorgeschriebene Sehvermögen unter Ziffer 1.1 nur mit einer
    Brille oder mit Kontaktlinsen erreicht, so ist der untersuchten Person
    die Auflage zu erteilen, die Brille oder die Kontaktlinsen während des
    Dienstes ständig zu tragen und eine Ersatzbrille oder Ersatzlinsen an
    Bord des Schiffes mitzuführen.

**2.3** **Sehvermögen bei vorheriger Laser-Behandlung**

    Wurde eine Refraktionsoperation mit Laser durchgeführt, so soll eine
    vollständige Genesung erfolgt und die Qualität des Sehvermögens,
    einschließlich des Kontrastsehens, der Blendempfindlichkeit und der
    Qualität des Nachtsehvermögens von einem Augenarzt geprüft worden
    sein.

3.**** Anforderungen an das Hörvermögen ****

**3.1** **Decksdienst**

    Bei Besatzungsmitgliedern des Decksdienstes muss ohne Hörhilfe
    Flüstersprache mit dem jeweils dem Untersucher zugewandten Ohr auf
    eine Entfernung von 3 Metern oder auf eine Entfernung von 1 Meter mit
    dem schlechteren und auf eine Entfernung von 5 Metern mit dem besseren
    Ohr verstanden werden. Sprache gewöhnlicher Lautstärke muss auf eine
    Entfernung von 5 Metern mit dem jeweils dem Untersucher zugewandten
    Ohr verstanden werden.

**3.2** **Technischer Dienst und Elektrotechnischer Dienst**

    Bei Besatzungsmitgliedern des Technischen Dienstes und
    Elektrotechnischen Dienstes muss ohne Hörhilfe Sprache in gewöhnlicher
    Lautstärke mit beiden Ohren zugleich auf eine Entfernung von 3 Metern
    verstanden werden; das Gesicht muss dabei dem Untersucher abgewandt
    sein.

    Stellt sich bei einem befahrenen Besatzungsmitglied der Dienstzweige
    Technischer Dienst oder Elektrotechnischer Dienst anlässlich einer
    Seediensttauglichkeitsuntersuchung eine Verschlechterung des
    Hörvermögens gegenüber der vorangegangenen
    Seediensttauglichkeitsuntersuchung heraus, so besteht die
    Seediensttauglichkeit nur dann weiter, wenn nach dem Ergebnis der
    Audiometrie keine erhöhte Gefährdung des Hörorgans durch den
    Maschinenlärm zu erwarten ist.

**3.3** **Dienstzweige Küche und Bedienung und Übriger Schiffsdienst**

    Bei Besatzungsmitgliedern der Dienstzweige Küche und Bedienung sowie
    Übriger Schiffsdienst muss Sprache in gewöhnlicher Lautstärke mit
    beiden Ohren zugleich auf eine Entfernung von 3 Metern verstanden
    werden; das Gesicht muss dabei dem Untersucher abgewandt sein.

**3.4** **Hörhilfen**

    Bei Besatzungsmitgliedern der Dienstzweige Decksdienst, Technischer
    Dienst und Elektrotechnischer Dienst sind Hörhilfen nicht zulässig.
    Bei Besatzungsmitgliedern der Dienstzweige Küche und Bedienung sowie
    Übriger Schiffsdienst sind Hörhilfen zulässig, wenn diese Personen

    1.  ihre Tätigkeiten an Bord während der Gültigkeitsdauer des
        Seediensttauglichkeitszeugnisses sicher und effizient durchführen
        können,

    2.  jederzeit (Tag und Nacht) einen Notfallalarm zuverlässig wahrnehmen
        können.

    Bei Verwendung einer Hörhilfe sind ein Ersatzhörgerät und Batterien in
    ausreichender Zahl sowie andere erforderliche Verbrauchsmaterialen an
    Bord des Schiffes mitzuführen.

4.**** Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit ****

**4.1** **Kriterien für die Beurteilung der körperlichen Fähigkeiten**

    Bei der Beurteilung der körperlichen Fähigkeiten der zu untersuchenden
    Person hat der zugelassene Arzt oder der Arzt des seeärztlichen
    Dienstes folgende Kriterien zu berücksichtigen:

    –   Kraft,

    –   Ausdauer,

    –   Beweglichkeit,

    –   Gleichgewichtssinn und Koordination,

    –   Vereinbarkeit der Körpermaße mit dem Betreten und dem Aufenthalt in
        engen Räumen,

    –   Belastungsfähigkeit (kardiale und respiratorische Reserve) sowie

    –   Tauglichkeit für bestimmte Aufgaben, zum Beispiel Tragen eines
        Atemschutzgeräts.

**4.2** **Erforderliche körperliche Fähigkeiten**

    Die für die Seediensttauglichkeit erforderliche körperliche
    Leistungsfähigkeit liegt vor, wenn die zu untersuchende Person über
    die nachfolgend aufgeführten körperlichen Fähigkeiten verfügt.

    *        *   Aufgabe, Funktion,
            Ereignis oder Situation
            an Bord des Schiffes

        *   Zugehörige körperliche Fähigkeit

        *   Ein medizinischer Prüfer soll zufrieden sein,
            wenn die Testperson

    *        *   Routinebewegung auf dem Schiff:

            –   auf schwankendem
                Deck

            –   zwischen den Decks

            –   zwischen den Schiffs-
                kammern

        *   Halten des Gleichgewichts und wendige Fortbewegung
            Auf- und Absteigen von vertikalen Leitern und Treppen
            Übersteigen von Süllen (z. B. fordert das Lademarken-Übereinkommen
            eine Süllhöhe von 600 mm)
            Öffnen und Schließen von wasserdichten Türen

        *   keine Störung des Gleichgewichtssinnes hat,
            keine Einschränkungen oder Krankheiten hat, die die Ausführung
            notwendiger Bewegungen und körperlicher Aktivitäten verhindern,
            in der Lage ist, ohne Hilfe (ohne Hinzuziehung einer weiteren Person)

            –   vertikale Leitern und Treppen zu
                steigen,

            –   hohe Sülle zu übersteigen,

            –   Schließvorrichtungen von Türen zu
                bedienen.

    *        *   Routineaufgaben an Bord:

            –   Benutzung von Hand-
                werkszeug

            –   Bewegung der Bord-
                vorräte

            –   Arbeiten über Kopf

            –   Bedienung von Venti-
                len

            –   Stehen während einer
                Vier-Stunden-Wache

            –   Arbeit in engen Räu-
                men

            –   Reaktion auf Alarme,
                Warnungen und An-
                weisungen

            –   verbale Kommunika-
                tion

        *   Kraft, Geschick und Durchhaltevermögen bei der Bedienung mechanischer
            Geräte
            Heben, Ziehen und Tragen von Lasten (z. B. 18 kg)
            Arme nach oben ausstrecken
            Stehen, Gehen und wachsam sein über einen langen Zeitraum
            Arbeiten in engen Räumen und Durchsteigen von engen Öffnungen (z.
            B.fordert die SOLAS-Vereinbarung
            11-I/3-6.5.1,                              dass Öffnungen in
            Frachträumen und Notausgänge eine Mindestgröße von 600 mm x 600 mm
            haben)
            Visuelle Unterscheidung von Gegenständen, Formen und Signalen
            Hören von Warnungen und Anweisungen
            Fähigkeit, sich mündlich klar auszudrücken

        *   keine definierte Einschränkung oder diagnostizierte medizinische
            Erkrankung hat, die die Fähigkeit zur Ausführung der Routineaufgaben
            beeinträchtigen, die für die Schiffssicherheit von grundlegender
            Bedeutung sind:

            –   mit erhobenen Armen arbeiten kann

            –   über lange Zeiträume stehen und gehen
                kann

            –   enge Räume betreten kann

            –   den Anforderungen an das Sehver-
                mögen genügt (Tabelle A-I/9)

            –   den von einer zuständigen Behörde
                festgelegten Anforderungen an das
                Hörvermögen oder den internationalen
                Leitlinien diesbezüglich genügt

            –   eine normale Unterhaltung führen kann.

    *        *   Notfallaufgaben an Bord:

            –   Flüchten

            –   Brandbekämpfung

            –   Evakuierung

        *   Rettungsweste oder Taucheranzug anlegen
            Aus Rauch erfüllten Räumen fliehen
            Aufgaben der Brandbekämpfung übernehmen, einschließlich des Tragens
            von Atemschutzgerät
            Teilnahme an Schiffsevakuierungsmaßnahmen

        *   keine definierte Einschränkung oder diagnostizierte medizinische
            Erkrankung zeigt, die die Fähigkeit zur Ausführung der Notfallaufgaben
            beeinträchtigen, die für die Schiffssicherheit von grundlegender
            Bedeutung sind:

            –   Rettungsweste oder Taucheranzug an-
                legen kann,

            –   kriechen kann,

            –   Temperaturunterschiede wahrnehmen
                kann,

            –   Feuerlöschausrüstung bedienen kann,

            –   ein Atemschutzgerät tragen kann (so-
                fern im Rahmen der Aufgabenwahrneh-
                mung erforderlich).

5.**** Tauglichkeitskriterien bei medikamentöser Behandlung ****

**5.1** **Grundsatz**

    Bestimmte medikamentöse Behandlungen können zur Einschränkung der
    Seediensttauglichkeit oder sogar zur Seedienstuntauglichkeit führen.
    Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich ausschließlich auf die
    Einnahme von Medikamenten durch die zu untersuchende Person, die für
    einen längeren Zeitraum oder auf Dauer verordnet wurden.

**5.2** **Medikationen, die die Ausübung von Routine- und Notfallaufgaben
    beeinträchtigen können**

    Bei nachfolgenden Medikationen ist von der zugelassenen Ärztin/dem
    zugelassenen Arzt im Einzelfall zu beurteilen, ob die zu untersuchende
    Person seediensttauglich oder nur eingeschränkt seediensttauglich ist:

    1.  Medikamente, die die Funktionen des Zentralen Nervensystems
        beeinflussen können, z. B. Schlaftabletten, Psychopharmaka, einige
        Analgetika, einige Anxiolytika und Antidepressiva sowie einige
        Antihistaminika.

    2.  Wirkstoffe, die die Wahrscheinlichkeit plötzlicher Schwächezustände,
        eventuell sogar Bewusstlosigkeit, erhöhen, z. B. Insulin, einige der
        älteren blutdrucksenkenden Mittel und Medikationen, die Krampfanfälle
        begünstigen.

    3.  Medikamente, die das Sehvermögen beeinträchtigen, z. B. Hyoscin und
        Atropin.

**5.3** **Medikationen, die schwere oder ernsthafte Folgen haben können, wenn
    sie auf See eingenommen werden**

    Bei nachfolgenden Medikationen ist von der zugelassenen Ärztin/dem
    zugelassenen Arzt im Einzelfall zu beurteilen, ob die zu untersuchende
    Person seediensttauglich oder nur eingeschränkt seediensttauglich ist:

    1.  Blutungen aufgrund von Verletzungen oder spontan auftretende
        Blutungen, z. B. unter Warfarin. In diesem Fall ist eine
        einzelfallbezogene Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeit
        (Blutungsrisiko) erforderlich. Gerinnungshemmer wie Warfarin oder
        Dicumarin weisen normalerweise eine Wahrscheinlichkeit für das
        Auftreten von Komplikationen auf, die mit einer Arbeit auf See
        unvereinbar ist. Wenn jedoch die Gerinnungswerte stabil sind und
        streng überwacht werden, kann eine Tätigkeit, die keine erhöhte
        Verletzungswahrscheinlichkeit in sich birgt, in der Nähe zu
        landseitiger medizinischer Versorgung zugelassen werden.

    2.  Gefährdungen, die durch Beenden der Medikamenteneinnahme entstehen, z.
        B. Substitution von Stoffwechselhormonen einschließlich Insulin,
        Antiepileptika, Antihypertensiva und orale Antidiabetika.

    3.  Antibiotika und andere Antiinfektiva.

    4.  Antimetabolite und Medikamente zur Behandlung bösartiger Tumore.

    5.  Medikamente, die für die Einnahme aufgrund der individuellen
        Selbsteinschätzung bestimmt sind (Asthmamittel und Antibiotika für die
        Behandlung wiederkehrender Infekte).

**5.4** **Medikationen, die zu einer Einschränkung der Seediensttauglichkeit
    führen**

    a)  Befristung der Gültigkeitsdauer des Seediensttauglichkeitszeugnisses

        Der zugelassene Arzt oder der Arzt des seeärztlichen Dienstes setzt
        abweichend von § 12 Absatz 5 Satz 2 des Seearbeitsgesetzes eine
        kürzere Gültigkeitsdauer des Seediensttauglichkeitszeugnisses fest,
        wenn die Überwachung der Wirksamkeit der Medikation oder der
        Nebenwirkungen in kürzeren Intervallen als die normale
        Gültigkeitsdauer erfolgen muss (vgl.die Angaben bei entsprechenden
        Krankheitsbildern in der Tabelle unter Nummer 6).

    b)  Örtliche Begrenzung der Tätigkeit von Besatzungsmitgliedern an Bord

        Der zugelassene Arzt oder der Arzt des seeärztlichen Dienstes
        beschränkt im Seediensttauglichkeitszeugnis die Tätigkeit eines
        Besatzungsmitgliedes an Bord auf ein bestimmtes Fahrtgebiet, wenn sich
        die Nebenwirkungen einer entsprechenden Medikation nur langsam
        entwickeln, sodass bei Einsatz nur in küstennahen Gewässern Zugang zu
        adäquater medizinischer Versorgung gewährleistet ist.

    c)  Zeitliche Begrenzung der Einsatzdauer von Besatzungsmitgliedern an
        Bord

        Der zugelassene Arzt oder der Arzt des seeärztlichen Dienstes
        beschränkt im Seediensttauglichkeitszeugnis die Einsatzdauer eines
        Besatzungsmitgliedes an Bord, wenn eine Medikation z. B. mit
        Antidiabetika, Antihypertonika oder Hormonersatztherapien eine häufige
        Überwachung notwendig macht.

**5.5** **Medikationen, die zur Seedienstuntauglichkeit führen**

    Folgende Medikationen führen zur Seedienstuntauglichkeit:

    1.  orale Medikation, deren Nichteinnahme aufgrund von Übelkeit oder
        Erbrechen lebensbedrohliche Konsequenzen haben kann,

    2.  nachgewiesenes Risiko, dass es bei der ordnungsgemäßen Einnahme zu
        kognitiven Einschränkungen kommen kann,

    3.  gesicherter Nachweis von ernsten Nebenwirkungen, die auf See
        gefährlich sein können, z. B. Antikoagulantien und

    4.  jede Medikation, die aufgrund gesicherter wissenschaftlicher
        Erkenntnisse und nach Beurteilung der zugelassenen Ärztin/des
        zugelassenen Arztes zu schwerwiegenden, einschränkenden Nebenwirkungen
        führt.

6.**** Tauglichkeitskriterien bei Gesundheitsstörungen ****

**6.1** **Konkretisierung des Beurteilungsspielraumes**

    Die nachfolgende tabellarische Auflistung enthält typische
    Krankheitsbilder. Anhand dieser Tabelle wird der Beurteilungsspielraum
    der zugelassenen Ärztin/des zugelassenen Arztes bei der Beurteilung
    der Seediensttauglichkeit konkretisiert. Dabei sollte berücksichtigt
    werden, dass eine Seediensttauglichkeit mit Gesundheitseinschränkungen
    die Ausnahme darstellt. Besatzungsmitglieder müssen in Notfällen
    einsatzbereit sein, nicht zuletzt, um sich selbst zu retten.
    Gesundheitseinschränkungen dürfen andere Besatzungsmitglieder und die
    Schiffssicherheit nicht gefährden.

**6.2** **Tabellarische Übersicht über die Gesundheitsstörungen**

    Die nachfolgend aufgeführte Tabelle ist wie folgt aufgebaut:

    – Spalte 1: Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und
        verwandter Gesundheitsprobleme der WHO, 10. Revision (ICD-10). Die
        Kodes werden als Hilfe für die Analyse und insbesondere für die
        internationale Sammlung und Aufbereitung der Daten angeführt.

    – Spalte 2: Der allgemeine Name einer Krankheit oder einer Gruppe von Krankheiten
        mit einer kurzen Angabe zu deren Bedeutung für die Arbeit auf See.

    – Spalte 3: Seedienstuntauglichkeit oder Befristung der Gültigkeit des
        Seediensttauglichkeitszeugnisses

    – Spalte 4: Einschränkung der Seediensttauglichkeit

        Diese Spalte ist bei der Beurteilung der Seediensttauglichkeit
        heranzuziehen, wenn die zu untersuchende Person die Kriterien aus
        Spalte 3 nicht erfüllt.

    – Spalte 5: Voraussetzungen, unter denen die zu untersuchende Person die
        Anforderungen für eine Tätigkeit an Bord in dem vorgesehenen Bereich
        aller Voraussicht nach erfüllt.

        Diese Spalte ist bei der Beurteilung der Seediensttauglichkeit
        heranzuziehen, wenn die zu untersuchende Person die Kriterien aus
        Spalte 3 oder 4 nicht erfüllt.

    Bei einigen Krankheiten sind eine oder mehrere Spalten entweder nicht
    relevant oder es handelt sich nicht um eine geeignete
    Beurteilungskategorie. Dieser Sachverhalt wird mit dem Begriff „nicht
    zutreffend“ gekennzeichnet.

    **Einschränkungen**                    hinsichtlich der
    Seediensttauglichkeit:

    T = „temporary“: Voraussichtlich vorübergehende Erkrankung (weniger als
        zwei Jahre)

        Besatzungsmitglied ist in der Regel seedienstuntauglich.

    P = „permanent“: Voraussichtlich dauerhafte Erkrankung (mehr als zwei
        Jahre)

        Besatzungsmitglied ist in der Regel seedienstuntauglich.

    R = „restricted“: Einschränkungen wie folgt:

        1.  Tätigkeit: Kann einige, aber nicht alle Routine- und Notfallaufgaben
            an Bord ausführen, ohne dass dies zu zusätzlichen Aufgaben oder einer
            vermehrten Verantwortung Dritter führt,

        oder

        2.  Fahrtgebiet: Das Besatzungsmitglied ist durch die Arbeit unter
            bestimmten klimatischen Bedingungen oder in großer Entfernung zu der
            medizinischen Versorgung an Land einem erhöhten Risiko ausgesetzt,
            ernsthafte Schädigungen zu erleiden.

        Das Besatzungsmitglied ist in Bezug auf die Tätigkeit oder das
        Fahrtgebiet eingeschränkt seediensttauglich.

    L = „limited“: Besatzungsmitglied muss wegen seines Gesundheitszustandes
        häufiger als alle zwei Jahre untersucht werden.

        Gültigkeitsdauer des Seediensttauglichkeitszeugnisses wird begrenzt.

    *        *   ICD-10
            Diagnose-Code

        *   Leiden
            (Begründung für das Kriterium)

        *   Unvereinbar mit der zuverlässigen, sicheren und effektiven
            Durchführung von Routine- und Notfallaufgaben:

            –   voraussichtlich vorüber-
                gehend (T)

            –   voraussichtlich dauerhaft (P)

        *   Kann einige, aber nicht alle Aufgaben oder Arbeiten in einigen, aber
            nicht in allen Gewässern wahrnehmen (R)
            Kürzeres Untersuchungsintervall erforderlich (L)

        *   Kann alle Aufgaben weltweit innerhalb des bezeichneten Dienstzweiges
            ausführen

    *        *   **A00–B99**

        *   Infektionen ****

        *
        *
        *

    *        *   A00–09

        *   **Infektiöse Darmerkrankungen**
            Ansteckung anderer, Rezidiv

        *   T – Wenn dies an Land festgestellt wird (aktuell Symptome oder
            Erwartung von Testergebnissen hinsichtlich Infektiosität) oder bei
            nachgewiesener Besiedelung bis Ausheilen nachgewiesen

        *   nicht zutreffend

        *   Sofern nicht im Dienstzweig Küche und Bedienung, wenn ausreichend
            behandelt oder ausgeheilt
            Dienstzweig Küche und Bedienung: Tauglichkeitsentscheidung nach
            ärztlicher Empfehlung – bakteriologische Eradikation/Elimination des
            Erregers kann gefordert werden

    *        *   A15–16

        *   **Tuberkulose der Atmungsorgane**
            Ansteckung anderer, Rezidiv

        *   T – Bei positivem Screening-Befund oder aus der Anamnese bekannt, bis
            zur Klärung
            Bei vorliegender Infektion, bis eine ausreichende Therapie etabliert
            ist und bestätigt wird, dass keine Ansteckungsgefahr besteht.
            P – Rezidiv oder schwere bleibende Schäden

        *   nicht zutreffend

        *   Erfolgreicher Abschluss einer Behandlung nach den WHO-Leitlinien für
            die Behandlung von Tuberkulose

    *        *   A50–64

        *   **Infektionen, die vorwiegend durch Geschlechtsverkehr übertragen
            werden**
            Akute Beeinträchtigung, Rezidiv

        *   T – Wenn an Land festgestellt, bis zur bestätigten Diagnose, Beginn
            der Behandlung und Abklingen der beeinträchtigenden Symptome
            P – Nicht behandelbare Spätschäden, die zu Beeinträchtigungen führen

        *   R – Prüfung einer Verwendung in küstennahen Gewässern, wenn orale
            Behandlung durchgeführt wird und die Symptome nicht einschränkend sind

        *   Nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung

    *        *   B15

        *   **Hepatitis A**
            Übertragbar durch verschmutzte Nahrungsmittel oder verschmutztes
            Wasser

        *   T – Bis Gelbsucht abgeklungen ist und die Leberwerte (im Blut) wieder
            im Normbereich sind

        *   nicht zutreffend

        *   Nach vollständiger Gesundung

    *        *   B16–19

        *   **Hepatitis B, C etc.**
            Übertragbar durch Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten.
            Möglichkeit einer dauerhaften Leberschädigung und Leberkrebs

        *   T – Bis Gelbsucht abgeklungen ist und die Leberwerte (im Blut) wieder
            im Normbereich sind
            P – Bleibender Leberschaden mit Symptomen, die das sichere Arbeiten
            auf See beeinträchtigen oder wahrscheinlich zu Komplikationen führen

        *   R, L – Unsicherheit über Ausheilung oder fehlende Infektiosität,
            Einzelfallentscheidung abhängig vom Aufgabenbereich und (geplantem)
            Fahrtgebiet/Reiseroute

        *   Bei vollständiger Genesung und Nachweis einer geringen
            Ansteckungsgefahr

    *        *   B20–24

        *   **HIV+**
            Übertragbar durch Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten
            Progression zu HIV-assoziierten Erkrankungen oder zu AIDS

        *   T – Bis zur Stabilisierung durch Behandlung mit CD4 Niveau > 350 oder
            wenn die Behandlung geändert wurde und die Verträglichkeit der neuen
            Medikation fraglich ist
            P – Irreversible Einschränkung durch HIV-assoziierte Erkrankungen.
            Dauerhafte Einschränkungen durch Nebenwirkungen der Medikation

        *   R, L – zeitlich beschränkt und/oder in küstennahen Gewässern: HIV+ und
            geringe Wahrscheinlichkeit der Progression, keine Behandlung oder
            medikamentös stabil eingestellt ohne Nebenwirkungen, jedoch
            Erfordernis einer regelmäßigen Vorstellung bei einem Spezialisten

        *   HIV+, keine akute Einschränkung und sehr geringe\* Wahrscheinlichkeit
            des Voranschreitens der Krankheit. Keine Nebenwirkungen der Behandlung
            oder kein Bedarf einer engmaschigen Überwachung

    *        *   A00–B99
            Nicht separat gelistet

        *   **Sonstige Infektionserkrankungen**
            Persönliche Einschränkung, Ansteckung anderer

        *   T – Wenn an Land festgestellt: bis das Risiko einer Ansteckung vorüber
            ist und die Person ihre Aufgaben wahrnehmen kann
            P – Bei fortbestehendem Risiko für rezidivierende Beeinträchtigungen
            oder wiederholte Infektionen

        *   Einzelfallentscheidung je nach Art der Infektion

        *   Vollständige Genesung und Nachweis einer geringen Ansteckungsgefahr

    *        *   **C00–48**

        *   Krebserkrankungen ****

        *
        *
        *

    *        *   C00–D48

        *   Bösartige Neubildungen – einschließlich Lymphome, Leukämien und
            begleitende Erkrankungen
            Rezidive, insbesondere akute Komplikationen, z. B. Selbstgefährdung
            durch Blutungen oder Gefährdung anderer bei Anfällen

        *   T – Bis zur vollständigen Klärung, Behandlung und Bewertung der
            Prognose
            P – Bleibende Einschränkungen mit Symptomen, die das sichere Arbeiten
            auf See beeinträchtigen, oder hoher Rezidiv-Wahrscheinlichkeit

        *   L – Zeitliche Befristung entsprechend der Untersuchungsintervalle beim
            Spezialisten, wenn:

            –   die Krebsdiagnose weni-
                ger als fünf Jahre zurück-
                liegt und

            –   aktuell keine Einschrän-
                kung für die Durchfüh-
                rung von Routine- oder
                Notfallaufgaben oder das
                Leben auf See gegeben
                ist und

            –   eine geringe Wahrschein-
                lichkeit eines Rezidivs
                und ein geringes Risiko
                für die Notwendigkeit
                einer dringenden medizi-
                nischen Behandlung be-
                steht

            R – Einschränkung auf küs-
            tennahe Gewässer, sofern
            keine dauerhafte Einschrän-
            kung der Ausübung der
            grundlegenden Anforderun-
            gen besteht und ein Rezidiv
            wahrscheinlich keine medi-
            zinische Notfallversorgung
            erforderlich macht

        *   Krebsdiagnose liegt mehr als fünf Jahre zurück oder
            Facharztuntersuchungen sind nicht mehr erforderlich und keine akute
            Einschränkung oder weiterhin geringes Risiko einer Einschränkung durch
            Rezidiv
            Zu bestätigen durch den Bericht eines spezialisierten
            Arztes/Facharztes mit Nachweisen, worauf die Beurteilung basiert

    *        *   **D50–89**

        *   Bluterkrankungen ****

        *
        *
        *

    *        *   D50–59

        *   **Anämien/Hämoglobinopathien**
            Verringerte Belastungsfähigkeit. Episodischer Abfall/Rückgang der
            roten Blutkörperchen

        *   T – Entlegene Gewässer, bis Hämoglobinwerte normalisiert und stabil
            sind
            P – Nicht behandelbare schwere, rezidivierende oder anhaltende Anämie
            oder beeinträchtigende Symptome durch Abfall der roten Blutzellen

        *   R, L – Eine Einschränkung des Fahrtgebietes auf küstennahe Gewässer
            und die Auflage, regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchführen zu
            lassen, können erwogen werden, wenn der Hämoglobinspiegel zwar
            erniedrigt ist, aber keine Symptome vorliegen

        *   Normale Hämoglobinwerte

    *        *   D73

        *   **Splenektomie**                              (zurückliegender
            chirurgischer Eingriff)
            Erhöhte Empfänglichkeit für bestimmte Infektionen

        *   T – Postoperativ bis zur vollständigen Genesung

        *   R – Beurteilung im Einzelfall. Wahrscheinlich tauglich für Arbeit in
            Küstennähe in gemäßigten Klimazonen, jedoch kann eine Einschränkung
            hinsichtlich der Dienste in den Tropen erforderlich sein

        *   Beurteilung des Einzelfalls

    *        *   D50–89
            Nicht separat gelistet

        *   **Weitere Krankheiten des Blutes und der blutbildenden Organe**
            Unterschiedliche Blutungsneigung, mögliche Einschränkung der
            Belastbarkeit oder eingeschränkte Infektabwehr

        *   T – Während der Klärung des Krankheitsbildes
            P – Chronische Gerinnungsstörungen

        *   Beurteilung im Einzelfall bei anderen Leiden

        *   Beurteilung des Einzelfalls

    *        *   **E00–90**

        *   Endokrine und Stoffwechselerkrankungen ****

        *
        *
        *

    *        *   E10

        *   **Diabetes mellitus – mit Insulin behandelt**
            Akute Einschränkung aufgrund einer Hypoglykämie. Komplikationen
            aufgrund von Entgleisungen des Glucose-Stoffwechsels
            Erhöhte Wahrscheinlichkeit für Komplikationen, die das Sehvermögen,
            das Nervensystem und das Herzkreislauf-System betreffen

        *   T – Vom Beginn der Behandlung bis zur Stabilisierung des Zustands
            P – Bei unzureichend kontrollierter Stoffwechselsituation oder
            fehlender
            Therapieadhärenz                              . Hypoglykämien in der
            Vorgeschichte oder fehlender Hypoglykämiewahrnehmung.
            Beeinträchtigungen durch Komplikationen des Diabetes

        *   R, L – Abhängig vom Nachweis einer guten Stoffwechselkontrolle und
            vollständiger Compliance bezüglich der Therapieempfehlungen und einer
            zuverlässigen Hypoglykämiewahrnehmung
            Tauglich für Aufgaben in küstennahen Gewässern ohne Allein-
            Wachdienste. Zeitliche Befristung bis zum nächsten Facharzt-
            Kontrolltermin. Person muss sich in regelmäßiger fachärztlicher
            Überwachung/Betreuung befinden

        *   Nicht zutreffend

    *        *   E11–14

        *   **Diabetes mellitus – nicht mit Insulin behandelt**
            , andere Medikation
            Progression hin zur Insulinbedürftigkeit/-therapie
            Erhöhte Wahrscheinlichkeit für Komplikationen, die das Sehvermögen,
            das Nervensystem und das Herzkreislauf-System betreffen

        *   T – Keine entlegenen Gewässer und keine Wachdienste bis zur
            Stabilisierung

        *   R – Küstennahe Gewässer und keine Wachdienste bis zur Stabilisierung
            R – Küstennahe Gewässer und keine Allein-Wachdienste, wenn leichte
            Nebenwirkungen der Medikation gegeben sind. Insbesondere wenn
            Sulfonylharnstoffe eingesetzt werden
            L – Zeitliche Befristung, wenn die Therapieadhärenz/Compliance der
            Person schlecht ist oder die Medikation häufig überprüft werden muss.
            Kontrolle der Ernährungsgewohnheiten, des Gewichts und Kontrolle der
            kardiovaskulären Risikofaktoren

        *   Wenn Zustand stabil ist und keine einschränkenden Komplikationen
            vorliegen

    *        *
        *   **Diabetes mellitus – nicht mit Insulin behandelt**
            , ausschließlich durch Einhaltung einer Diät behandelt
            Progression hin zur Insulinbedürftigkeit/-therapie
            Erhöhte Wahrscheinlichkeit für Komplikationen, die das Sehvermögen,
            das Nervensystem und das Herzkreislauf-System betreffen

        *   T – Keine entlegenen Gewässer und keine Wachdienste bis zur
            Stabilisierung

        *   R – Küstennahe Gewässer und keine Wachdienste bis zur Stabilisierung
            L – Zeitliche Befristung, wenn die Therapieadhärenz/Compliance der
            Person schlecht ist oder die Medikation häufig überprüft werden muss.
            Kontrolle der Ernährungsgewohnheiten, des Gewichts und Kontrolle der
            kardiovaskulären Risikofaktoren

        *   Wenn Zustand stabil ist und keine Beeinträchtigungen durch
            Komplikationen vorliegen

    *        *   E65–68

        *   **Übergewicht/abnormes Körpergewicht**                              –
            Über- oder Unterschreitung
            Unfallrisiko/erhöhtes Risiko zu verunfallen eingeschränkte
            Beweglichkeit und Belastbarkeit für die Ausführung der Routine- und
            Notfallaufgaben. Erhöhte Wahrscheinlichkeit für Diabetes,
            Arterienerkrankungen und Arthrose

        *   T – Wenn sicherheitsrelevante Aufgaben nicht wahrgenommen werden
            können, wenn das Ergebnis der Überprüfung der körperlichen
            Leistungsfähigkeit oder das Ergebnis des Belastungstests schlecht
            ausfällt
            P – Sicherheitsrelevante Aufgaben können nicht wahrgenommen werden,
            das Ergebnis der Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit oder
            das Ergebnis des Belastungstests fallen schlecht aus und
            Verbesserungen konnten nicht erreicht werden
            Anmerkung: Der Body-Mass-Index ist ein nützlicher Indikator, um
            festzustellen, ob zusätzliche Untersuchungen erforderlich sind (Vgl.
            Ausschlussgründe für die Seediensttauglichkeit, Punkt 7.1 dieser
            Anlage)

        *   R, L – Zeitliche Befristung sowie Einschränkung auf küstennahe
            Gewässer oder auf bestimmte Aufgaben, wenn einige Aufgaben nicht
            ausgeführt werden können, aber Anforderungen der Routine- und
            Notfalltätigkeiten für die zugewiesenen sicherheitsrelevanten
            Dienstpflichten erfüllt werden

        *   Das Ergebnis der Überprüfung der körperlichen Leistungsfähigkeit und
            des Belastungstests (Anlage 2 Nummer 5) sind durchschnittlich oder
            besser, das Gewicht ist stabil oder rückläufig und es liegen keine
            Begleiterkrankungen vor

    *        *   E00–90
            Nicht separat gelistet

        *   **Sonstige Endokrine oder Stoffwechselerkrankungen**
            (Schilddrüse, Nebenniere einschließlich Addison-Krankheit, Hypophyse,
            Eierstöcke, Hoden)
            Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs oder von Komplikationen

        *   T – Bis eine Behandlung erfolgt und hierunter ein stabiler Zustand
            erreicht ist ohne Nebenwirkungen
            P – Bei fortbestehender Einschränkung, Notwendigkeit häufiger
            Anpassungen der Medikation oder erhöhter Wahrscheinlichkeit schwerer
            Komplikationen

        *   R, L – Beurteilung im Einzelfall unter Einbeziehung der
            Facharztmeinung bei jedweder Unsicherheit hinsichtlich der Prognose
            oder der Nebenwirkungen der Behandlung. Notwendigkeit der
            Berücksichtigung wahrscheinlicher einschränkender Komplikationen
            aufgrund der Erkrankung oder der Behandlung, einschließlich Problemen
            mit der Einnahme der Medikation und Konsequenzen aufgrund von
            Infektionserkrankungen oder Verletzungen auf See

        *   Wenn die Medikation stabil ist und keine Probleme mit der Einnahme auf
            See bestehen, seltene Kontrollen erforderlich sind, keine
            Einschränkungen und nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für
            Komplikationen bestehen
            Addison-Krankheit: Die Risiken sind üblicherweise so ausgeprägt, dass
            ein uneingeschränktes Zeugnis nicht ausgestellt werden sollte

    *        *   **F00–99**

        *   Psychische, kognitive und Verhaltensstörungen ****

        *
        *
        *

    *        *   F10

        *   **Alkoholmissbrauch**                              (Abhängigkeit)
            Rezidive, Unfälle, Verhaltensauffälligkeiten, fehlerhaftes Durchführen
            der Sicherheitsmaßnahmen, Sicherheitsverhalten

        *   T – Bis zur Abklärung und Stabilisierung, wenn die
            Tauglichkeitskriterien erfüllt werden. Ein Jahr nach der Erstdiagnose
            oder ein Jahr nach jedem Rückfall
            P – Wenn fortbestehend oder wenn Begleiterkrankungen bestehen, die
            sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf See verschlechtern oder wieder
            auftreten werden

        *   R, L – Zeitliche Einschränkung, keine Arbeit als Schiffsführer oder
            ohne strenge Überwachung und fortlaufende medizinische Kontrolle, und
            unter der Voraussetzung, dass der behandelnde Arzt die erfolgreiche
            Teilnahme an einem Rehabilitationsprogramm bescheinigt und die
            Leberwerte (im Blut, Leberfunktionstest) eine Tendenz zur Verbesserung
            anzeigen

        *   Nach drei Jahren nach dem Ende der letzten Episode ohne Rückfall und
            wenn keine Begleiterkrankungen bestehen

    *        *   F11–19

        *   **Drogenabhängigkeit/anhaltender Substanzmissbrauch**
            schließt sowohl illegalen Drogenkonsum als auch Abhängigkeit von
            verschriebenen Medikamenten ein
            Verhaltensauffälligkeiten, fehlerhaftes Durchführen der
            Sicherheitsmaßnahmen, Sicherheitsverhalten

        *   T – Bis zur Aufklärung und Stabilisierung, wenn die
            Tauglichkeitskriterien erfüllt werden. Ein Jahr nach der Erstdiagnose
            oder ein Jahr nach jedem Rückfall
            P – Wenn fortbestehend oder wenn Begleiterkrankungen bestehen, die
            sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf See verschlechtern oder wieder
            auftreten werden

        *   R, L – Zeitliche Einschränkung, keine Arbeit als Schiffsführer oder
            ohne strenge Überwachung und fortlaufende medizinische Kontrolle, und
            unter der Voraussetzung, dass

            –   der behandelnde Arzt die
                erfolgreiche Teilnahme an
                einem Rehabilitationspro-
                gramm bescheinigt und

            –   wenn der Nachweis der
                Durchführung eines un-
                angekündigten, stichpro-
                benhaften Drogenscree-
                ningverfahrens über min-
                destens drei Monate
                ohne positive und mit
                mindestens drei negati-
                ven Proben erbracht wird
                und

            –   wenn weiterhin an einem
                Drogenscreeningpro-
                gramm teilgenommen
                wird

        *   Nach drei Jahren nach dem Ende der letzten Episode ohne Rückfall und
            wenn keine Begleiterkrankungen bestehen

    *        *   F20–31

        *   **Psychosen**                              (akute)

            –   Organisch,
                schizophren
                oder anderen
                Kategorien der
                ICD-Liste zuge-
                hörig

            –   Bipolare Stö-
                rungen (ma-
                nisch-depres-
                siv)

            –   Rezidive, die zu
                Veränderungen
                der Wahrneh-
                mung und des
                Denkens, Un-
                fällen, auffälli-
                gem und ris-
                kantem Verhal-
                ten führen

        *   Nach einer einzigen Episode mit auslösenden Faktoren:
            T – Bis zur Abklärung und Stabilisierung, wenn die
            Tauglichkeitskriterien erfüllt werden. Mindestens drei Monate nach der
            Episode

        *   R, L – Zeitliche Einschränkung, Beschränkung auf küstennahe Gewässer,
            keine Arbeit als Schiffsführer oder ohne (ausreichende)
            Beaufsichtigung und fortlaufende medizinische Kontrolle, wenn

            –   der Seemann Krankheits-
                einsicht zeigt,

            –   die Behandlung eingehal-
                ten wird und

            –   keine Nebenwirkungen
                der Medikation bestehen

        *   Beurteilung des Einzelfalls mindestens ein Jahr nach der Episode,
            sofern die auslösenden Faktoren vermieden werden können und immer
            vermieden werden.

    *        *   Nach einer einzigen Episode ohne auslösende Faktoren oder mehr als
            einer Episode mit oder ohne auslösenden Faktoren:
            T – Bis zur Abklärung und Stabilisierung, wenn die
            Tauglichkeitskriterien erfüllt werden. Mindestens zwei Jahre nach der
            letzten Episode
            P – Mehr als drei Episoden oder fortbestehende Wahrscheinlichkeit
            eines Rezidivs Tauglichkeitskriterien werden mit oder ohne
            Einschränkungen nicht erfüllt

        *   R, L – Zeitliche Einschrän-
            kung, Beschränkung auf
            küstennahe Gewässer,
            keine Arbeit als Schiffsfüh-
            rer oder ohne (ausreichen-
            de) Beaufsichtigung und
            fortlaufende medizinische
            Kontrolle, sofern

            –   der Seemann Krankheits-
                einsicht zeigt,

            –   die Behandlung eingehal-
                ten wird und

            –   keine einschränkenden
                Nebenwirkungen der
                Medikation bestehen

        *   Beurteilung des Einzelfalls. Um das Risiko für ein Rezidiv weitgehend
            auszuschließen, Beurteilung frühestens fünf Jahre nach der Episode,
            sofern keine weiteren Episoden aufgetreten sind, keine Symptome
            zurückbleiben und in den letzten zwei Jahren keine Medikation
            erforderlich war

    *        *   F32–38

        *   **Affektive Störungen**
            Schwere Angstzustände, Depression oder jede andere psychische Störung,
            die die Leistung beeinträchtigen kann
            Rezidiv, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, insbesondere in Notfällen

        *   T – Während der akuten Phase, der Abklärung oder wenn einschränkende
            Symptome oder Nebenwirkungen der Medikation bestehen. Mindestens drei
            Monate stabile Medikation
            P – Persistierende oder rezidivierende Symptome, die zu
            Beeinträchtigungen führen

        *   R, L – Einschränkung auf küstennahe Gewässer und keine Arbeit als
            Kapitän mit der Verantwortung für das Schiff und nur unter der
            Voraussetzung, dass der Seemann

            –   keine Beeinträchtigungen mehr aufweist,

            –   Krankheitseinsicht zeigt,

            –   sich strikt an die Behand-
                lung hält und keinerlei
                einschränkende Neben-
                wirkungen bestehen und

            –   eine geringe\* Rezidiv-
                Wahrscheinlichkeit
                besteht

        *   Beurteilung des Einzelfalls. Um das Risiko für ein Rezidiv weitgehend
            auszuschließen, Beurteilung frühestens zwei Jahre nach der Episode,
            sofern keine weiteren Episoden aufgetreten sind und keine
            medikamentöse Behandlung mehr erfolgt oder unter medikamentöser
            Behandlung keine beeinträchtigenden Nebenwirkungen bestehen

    *        *
        *   **Affektive Störungen**
            Leichte oder reaktive Symptome von Angst oder Depression
            Rezidiv, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, insbesondere in Notfällen

        *   T – Bis keine Symptome mehr vorliegen. Sofern eine medikamentöse
            Behandlung durchgeführt wird, muss eine stabile medikamentöse
            Einstellung bestehen und es dürfen keine beeinträchtigenden
            Nebenwirkungen vorliegen
            P – Persistierende oder rezidivierende Symptome, die zu
            Beeinträchtigungen führen

        *   R, L – Zeitliche Einschränkung, zusätzlich geographische
            Einschränkung/Einschränkung des Fahrtgebietes erwägen, unter der
            Voraussetzung, dass eine stabile medikamentöse Einstellung besteht,
            dass keine beeinträchtigenden Symptome oder keine beeinträchtigenden
            Nebenwirkungen der Therapie vorliegen

        *   Beurteilung des Einzelfalls. Frühestens ein Jahr nach dem Ende der
            letzten Episode, unter der Voraussetzung, dass keine Symptome
            vorliegen und keine medikamentöse Behandlung mehr erfolgt oder eine
            medikamentöse Behandlung besteht ohne beeinträchtigende Nebenwirkungen

    *        *   F00–99
            Nicht separat gelistet

        *   **Andere Störungen**                             , z. B.
            Persönlichkeitsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen (z. B. ADHS),
            Entwicklungsstörungen (z. B. Autismus)
            Beeinträchtigung der Leistung und Zuverlässigkeit und Auswirkungen auf
            das Sozialverhalten

        *   P – sofern die Einschätzung besteht, dass sicherheitsrelevante
            Konsequenzen auftreten können

        *   R – mit entsprechenden/angemessenen Einschränkungen, sofern eine
            Eignung nur für bestimmte Aufgaben besteht

        *   Sofern keine negativen Auswirkungen auf See zu erwarten sind. Keine
            Zwischenfälle während vergangener Seedienste

    *        *   **G00–99**

        *   Krankheiten des Nervensystems ****

        *
        *
        *

    *        *   G40–41

        *   **Einzelner epileptischer Anfall**
            Gefährdung des Schiffes oder anderer Personen oder Selbstgefährdung
            durch Anfälle

        *   Einzelner epileptischer Anfall
            T – Für die Dauer der Abklärung (der Erkrankung) und ein Jahr nach dem
            Anfall

        *   R – Frühestens ein Jahr nach dem Anfall und unter stabiler
            medikamentöser Einstellung. Keine Wachdienste. Küstennahe Gewässer

        *   Frühestens ein Jahr nach dem Anfall und ein Jahr nach dem Ende der
            Behandlung. Wenn es auslösende Faktoren gab, keine fortgesetzte
            Exposition zu diesen auslösenden Faktoren

    *        *
        *   **Epilepsie – ohne auslösende Faktoren**
            (wiederholte Anfälle)
            Gefährdung des Schiffes oder anderer Personen oder Selbstgefährdung
            durch Anfälle

        *   T – Für die Dauer der Abklärung und zwei Jahre nach dem letzten Anfall
            P – Wiederholte Anfälle, keine Kontrolle durch Medikation

        *   R – Sofern ohne Medikation oder unter stabiler medikamentöser
            Einstellung bei guter
            Therapieadhärenz                             :
            Tauglichkeitsbeurteilung des Einzelfalls, Einschränkung auf küstennahe
            Gewässer ohne Wachdienste

        *   Anfallsfrei mindestens in den letzten zehn Jahren, keine Einnahme
            antikonvulsiver Medikamente in diesem Zehnjahreszeitraum und kein
            fortbestehendes Risiko für das Auftreten von Krampfanfällen

    *        *
        *   **Epilepsie – verursacht durch Alkohol, Medikamente,
            Kopfverletzungen**                              (wiederholte Anfälle)
            Schädigung des Schiffes oder anderer Personen oder Selbstverletzung
            durch Anfälle

        *   T – Für die Dauer der Abklärung und zwei Jahre nach dem letzten Anfall
            P – Wiederholte Anfälle, keine Kontrolle durch Medikation

        *   R – Einzelfallbeurteilung. Frühestens nach zwei Jahren Abstinenz von
            allen bekannten Ursachen, sofern anfallsfrei und entweder ohne
            Medikation oder unter stabiler medikamentöser Einstellung mit guter
            Therapieadhärenz; Einschränkungen auf küstennahe Gewässer ohne
            Wachdienste

        *   Anfallsfrei mindestens in den letzten fünf Jahren, keine Einnahme
            antikonvulsiver Medikamente in diesem Fünfjahreszeitraum, und unter
            der Voraussetzung, dass keine fortgesetzte Exposition gegenüber dem
            auslösenden Faktor besteht

    *        *   G43

        *   **Migräne**                              (häufige Anfälle mit
            einhergehender starker Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes)
            Risiko für Rezidive, die zu Einschränkungen führen

        *   P – Häufige Anfälle, die zu starken Leistungseinschränkungen führen

        *   R – mit entsprechenden/angemessenen Einschränkungen, sofern eine
            Eignung nur für einen eingeschränkten Aufgabenbereich besteht

        *   Sofern keine leistungseinschränkenden Auswirkungen (der Erkrankung)
            auf See zu erwarten sind. Keine Zwischenfälle während vergangener
            Seedienste

    *        *   G47

        *   **Schlafapnoe**
            Müdigkeit und Einschlafen während der Arbeit

        *   T – Bis eine Behandlung begonnen und bereits mindestens für drei
            Monate erfolgreich durchgeführt wurde
            P – Behandlung erfolglos oder Behandlung wird nicht eingehalten

        *   L – Wenn die Behandlung bereits mindestens drei Monate nachweislich
            effektiv durchgeführt wurde und bestätigt ist, dass das CPAP-Gerät
            (continuous positive airway pressure), wie verordnet, angewendet wird.
            Alle sechs Monate Beurteilung der Compliance anhand der Aufzeichnungen
            des CPAP-Gerätes

        *   Beurteilung des Einzelfalls auf der Grundlage der Anforderungen der
            Routine- und Notfallaufgaben, unter Berücksichtigung der Empfehlungen
            eines Facharztes

    *        *
        *   **Narkolepsie**
            Müdigkeit und Einschlafen während der Arbeit

        *   T – Bis mindestens zwei Jahre durch entsprechende Behandlung
            kontrolliert
            P – Behandlung erfolglos oder Behandlung wird nicht eingehalten

        *   R, L – Küstennahe Gewässer und keine Wachdienste, wenn ein Facharzt
            bestätigt, dass die Behandlung mindestens zwei Jahre vollständig
            kontrolliert wurde
            Jährliche Kontrolle

        *   Nicht zutreffend

    *        *   G00–99
            Nicht separat gelistet

        *   **Sonstige Erkrankungen des Nervensystems**
            , z. B. Multiple Sklerose, Parkinson-Krankheit
            Rezidive/Progression. Einschränkungen von Muskelkraft,
            Gleichgewichtssinn, Koordination und Beweglichkeit

        *   T – Bis zur Diagnose und Stabilisierung
            P – Wenn die Einschränkungen das sichere Arbeiten beeinträchtigen oder
            die Person nicht in der Lage ist, die physischen
            Leistungsanforderungen zu erfüllen

        *   R, L – Beurteilung des Einzelfalls auf der Grundlage der Anforderungen
            der Routine- und Notfallaufgaben, unter Berücksichtigung
            fachärztlicher Empfehlungen

        *   Beurteilung des Einzelfalls auf der Grundlage der Anforderungen der
            Routine- und Notfallaufgaben, unter Berücksichtigung fachärztlicher
            Empfehlungen

    *        *   R55

        *   **Synkope und andere Bewusstseinsstörungen**
            Rezidiv mit Verletzungen oder Kontrollverlust

        *   T – Bis zur Klärung der Ursache und bis zum Nachweis, dass die
            zugrunde liegende Erkrankung kontrolliert ist
            Krankheitsbild:

        *
        *

    *        *
            a)  eine einfache Ohn-
                macht,

        *
        *   Einfache Ohnmacht, keine rezidivierenden Schwächezustände

    *        *
            b)  keine einfache Ohn-
                macht, ungeklärte Stö-
                rung, kein Rezidiv und
                ohne Nachweis einer
                kardialen, metabo-
                lischen oder neurologi-
                schen Ursache

            T – vier Wochen

        *   R, L – Einzelfallentscheidung, küstennahe Gewässer und ohne Allein-
            Wachdienste

        *   Drei Monate nach dem Ereignis, wenn ohne Rezidiv

    *        *
            c)  Störung, wiederkehrend
                oder möglicherweise
                auf eine kardiale, meta-
                bolische oder neurolo-
                gische Störung zurück-
                zuführen

        *   R, L – Einzelfallentscheidung, küstennahe Gewässer und ohne Allein-
            Wachdienste

        *   Bei Nachweis möglicher, aber nicht behandelbarer Ursache; ein Jahr
            nach dem Ereignis ohne Rezidiv

    *        *   T – Mögliche Ursache
            nicht festzustellen oder
            nicht behandelbar; für
            sechs Monate nach dem
            Ereignis, wenn keine er-
            neuten Ereignisse
            T – Nachweis der mögli-
            chen Ursache oder Ursa-
            che gefunden und behan-
            delt; für einen Monat nach
            erfolgreicher Behandlung

        *   Bei Nachweis und Behandlung der möglichen Ursache; drei Monate nach
            erfolgreicher Behandlung

    *        *
            d)  Bewusstseinsstörungen
                mit Elementen, die auf
                einen Anfall hindeuten,
                siehe G40–41

            P – Für alle vorgenannten
            Fälle, wenn sich die Ereig-
            nisse trotz umfassender
            Abklärung und angemes-
            sener Behandlung weiter-
            hin wiederholen

        *   Bei Hinweisen für cerebrales Anfallsleiden – nicht zutreffend

    *        *   T90

        *   **Intrakranielle Verletzungen/Operationen**
            , einschließlich der Behandlung von Gefäßanomalien oder schwere
            Kopfverletzungen mit Hirnschädigung
            Gefährdung des Schiffes oder Dritter oder Selbstgefährdung durch
            cerebrale Krampfanfälle. Störungen der kognitiven, sensorischen oder
            motorischen Funktionen
            Rezidiv oder Komplikation der zugrunde liegenden Erkrankung

        *   T – Für ein Jahr oder länger, bis die Anfallswahrscheinlichkeit
            gering\* ist, auf der Grundlage einer Facharztmeinung
            P – Andauernde Einschränkung durch zugrunde liegende Erkrankung oder
            Verletzung oder wiederkehrende Anfälle

        *   R – Nach mindestens einem Jahr, küstennahe Gewässer, keine Allein-
            Wachdienste, wenn Anfallswahrscheinlichkeit gering\* ist und keine
            Einschränkung aufgrund der zugrunde liegenden Erkrankung oder
            Verletzung gegeben ist
            Abhängig von einer andauernden Compliance mit der Behandlung und einer
            regelmäßigen Überwachung, gemäß Empfehlung des Facharztes

        *   Keine Einschränkung durch die zugrunde liegende Erkrankung oder
            Verletzung, keine Epilepsie-Medikamente. Anfalls-Wahrscheinlichkeit
            sehr gering\*
            Abhängig von einer andauernden Compliance mit der Behandlung und einer
            regelmäßigen Überwachung, gemäß Empfehlung des Facharztes

    *        *   **H00–99**

        *   Erkrankungen der Augen und Ohren ****

        *
        *
        *

    *        *   H00–59

        *   **Augenerkrankungen**                              Fortschreitend oder
            wiederholt (z. B. Glaukom,
            Makulopathie                             , diabetische Retinopathie,
            Retinitis pigmentosa, Keratokonus, Diplopie, Blepharospasmus, Uveitis,
            Hornhautgeschwür und Netzhautablösung)
            Künftige Unfähigkeit, den Anforderungen an das Sehvermögen zu genügen,
            Rezidivrisiko

        *   T – Vorübergehende Unfähigkeit, den Anforderungen an das Sehvermögen
            zu genügen, und geringe Wahrscheinlichkeit von Verschlechterungen im
            weiteren Verlauf oder von beeinträchtigenden Rezidiven nach dem
            Ausheilen
            P – Unfähigkeit, den Anforderungen an das Sehvermögen zu genügen, oder
            – im Falle einer Behandlung – erhöhte Wahrscheinlichkeit nachfolgender
            oder späterer Verschlechterungen oder beeinträchtigender Rezidive

        *   R – Küstennahe Gewässer, wenn Rezidiv unwahrscheinlich, aber
            vorhersehbar und behandelbar, wenn die Behandlung frühzeitig einsetzt
            L – Wenn das Risiko einer Progression vorhersehbar, aber
            unwahrscheinlich ist, und durch regelmäßige Kontrolle festgestellt
            werden kann

        *   Sehr geringe Rezidiv-Wahrscheinlichkeit. Sehr geringe
            Wahrscheinlichkeit, dass innerhalb der Gültigkeitsdauer des Zeugnisses
            eine Verschlechterung in dem Maße eintritt, dass die Anforderungen an
            das Sehvermögen nicht mehr erfüllt werden

    *        *   H65–67

        *   **Otitis – externa oder media**
            Rezidive, mögliche Infektionsquelle bei Catering-Personal, Probleme
            mit der Nutzung von Gehörschutz

        *   T – Bis zum Abschluss der Behandlung
            P – Bei chronischer Sekretion des Ohres bei Personen, die mit der
            Zubereitung/Handhabung von Lebensmitteln zu tun haben

        *   Beurteilung des Einzelfalls. Berücksichtigung der Auswirkungen von
            Hitze, Feuchtigkeit und des Einsatzes von Gehörschutz bei Otitis
            externa

        *   Effiziente Behandlung und keine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines
            Rezidivs

    *        *   H68–95

        *   **Krankheiten des Ohres**                              fortschreitend
            (z. B. Otosklerose)

        *   T – Vorübergehende Unfähigkeit, den Anforderungen an das Hörvermögen
            zu genügen, und geringe Wahrscheinlichkeit von Verschlechterungen im
            weiteren Verlauf oder von beeinträchtigenden Rezidiven nach dem
            Ausheilen
            P – Unfähigkeit, den einschlägigen Anforderungen an das Hörvermögen zu
            genügen, oder – im Falle einer Behandlung – erhöhte Wahrscheinlichkeit
            für eine Verschlechterung oder Rezidive mit Beeinträchtigungen im
            weiteren Verlauf

        *   L – Wenn das Risiko einer Progression vorhersehbar, aber
            unwahrscheinlich ist, und durch regelmäßige Kontrolle festgestellt
            werden kann

        *   Geringe Rezidiv-Wahrscheinlichkeit. Sehr geringe Wahrscheinlichkeit,
            dass innerhalb der Gültigkeitsdauer des Zeugnisses eine
            Verschlechterung in dem Maße eintritt, dass die Anforderungen an das
            Hörvermögen nicht mehr erfüllt werden

    *        *   H81

        *   **Ménière-Krankheit**                              und andere Formen
            von chronischem oder rezidivierendem stark beeinträchtigendem
            Schwindel
            Gleichgewichtsstörungen, dadurch Mobilitätseinschränkung und Übelkeit
            Vgl.STCW-Tabelle

        *   T – Während der akuten Phase
            P – Häufige Anfälle, die zu starken Beeinträchtigungen führen

        *   R – Je nach Fall. Wenn nur für bestimmte Aufgaben geeignet
            R, L – Wenn häufige Überwachung durch einen Facharzt erforderlich ist

        *   Geringe\* Wahrscheinlichkeit von Beeinträchtigungen während der
            Tätigkeit auf See

    *        *   **I00–99**

        *   Herz-Kreislaufsystem ****

        *
        *
        *

    *        *   I05–08
            I34–39

        *   **Ererbte Herzkrankheiten und Herzklappenerkrankungen**
            (einschließlich diesbezüglicher Operationen)
            Bislang nicht abgeklärte/untersuchte Herzgeräusche
            Wahrscheinlichkeit des Fortschreitens der Erkrankung, Einschränkungen
            unter Belastung

        *   T – Bis abgeklärt oder ausreichend untersucht und, sofern
            erforderlich, behandelt
            P – Wenn die körperliche Belastbarkeit eingeschränkt ist oder Episoden
            mit starker Einschränkung der Leistungsfähigkeit auftreten oder bei
            Behandlung mit Antikoagulantien. Wenn auf Dauer eine erhöhte
            Wahrscheinlichkeit/ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer
            Beeinträchtigung/Verschlechterung des Zustands besteht

        *   R – Küstennahe Gewässer, wenn die Beurteilung des Einzelfalls darauf
            hinweist, dass (ein Risiko besteht für) das Auftreten akuter
            Komplikationen oder ein rasches Voranschreiten der Erkrankung
            wahrscheinlich ist
            L – Wenn engmaschige Überwachung empfohlen wird

        *   Herzgeräusche – Sofern keine weiteren Herzanomalien vorliegen und von
            einem Kardiologen nach Untersuchung als harmlos eingestuft
            Andere Erkrankungen – Beurteilung des Einzelfalls auf der Grundlage
            des Rates eines Facharztes

    *        *   I10–15

        *   **Hypertonie**
            Erhöhte Wahrscheinlichkeit einer ischämischen Herzerkrankung, Augen-
            und Nierenschäden oder eines Schlaganfalls. Mögliche hypertensive
            Entgleisung/Krise

        *   T – Normalerweise wenn mmHg > 160 systolisch oder > 100 diastolisch,
            bis zur Klärung und Behandlung entsprechend der nationalen oder
            internationalen Leitlinien für die Behandlung von Bluthochdruck
            P – Wenn mmHg dauerhaft > 160 systolisch oder > 100 diastolisch ist,
            mit oder ohne Behandlung

        *   L – Wenn zusätzliche Überwachung erforderlich ist, um zu
            gewährleisten, dass die Werte innerhalb der Grenzen verbleiben

        *   Wenn Werte innerhalb der Grenzen und keine Beeinträchtigungen durch
            die Erkrankung oder die Medikamente vorliegen

    *        *   I20–25

        *   Ischämische
            Herzkrankheiten ****                             , z. B. myokardialer
            Infarkt, im EKG nachweisbarer früherer myokardialer Infarkt oder neu
            entdeckter Linksschenkelblock, Angina pectoris, Herzstillstand,
            koronare Bypass-Operation, Coronarangioplastie
            Plötzlich auftretende Schwächezustände, verminderte körperliche
            Belastbarkeit, Probleme mit der Versorgung bei erneuten kardialen
            Ereignissen auf See

        *   T – Für zwölf Monate nach der Erstuntersuchung und Behandlung, länger,
            wenn die Symptome fortbestehen
            P – Wenn die Kriterien für die Erteilung eines Tauglichkeitszeugnisses
            nicht erfüllt werden und eine weitere Senkung der Rezidiv-
            Wahrscheinlichkeit unwahrscheinlich ist

        *   L – Wenn die Rezidiv-Wahrscheinlichkeit sehr gering ist\* und die
            Person sich strikt an die Empfehlungen zur Risikosenkung hält und
            keine relevante/bedeutende Begleiterkrankung gegeben ist, zunächst
            Ausgabe eines Zeugnisses mit 6-monatiger Gültigkeit, anschließend
            Tauglichkeitszeugnisse für ein Jahr
            R, L – Wenn Rezidiv-Wahrscheinlichkeit gering\* ist. Einschränkungen:

            –   keine Arbeit allein oder
                keine Allein-Wachdienste
                sowie

            –   Tätigkeit in küstennahen
                Gewässern, es sei denn,
                der Einsatz erfolgt auf
                einem Schiff mit eigenem
                Schiffsarzt

            Zunächst Ausgabe eines
            Tauglichkeitszeugnisses mit
            6-monatiger Gültigkeit, an-
            schließend Tauglichkeits-
            zeugnisse für ein Jahr
            R, L – Wenn die Rezidiv-
            Wahrscheinlichkeit mode-
            rat\* und keine Symptome
            vorliegen. Person ist in der
            Lage, den körperlichen An-
            forderungen oder ihren
            Routine- und Notfallauf-
            gaben nachzukommen:

            –   keine Arbeit allein oder
                keine Allein-Wach-/
                Brückendienste sowie

            –   Tätigkeit innerhalb eines
                Radius von einer Stunde
                zum Hafen, es sei denn,
                die Person arbeitet auf
                einem Schiff mit eigenem
                Schiffsarzt

            Beurteilung des Einzelfalls
            zur Festlegung der Ein-
            schränkungen
            Jährliche Wiedervorstellung

        *   Nicht zutreffend

    *        *   I44–49

        *   **Herzrhythmusstörungen**                              und
            Überleitungsstörungen (einschließlich derjenigen mit Schrittmachern
            und implantiertem Kardioverter-Defibrillator (ICD))
            Risiko für Beeinträchtigungen durch Rezidive, plötzlich auftretende
            starke Leistungseinschränkungen/Schwächezustände, verminderte
            körperliche Belastbarkeit. Die Funktion des Schrittmachers/ICD kann
            durch starke elektrische Felder gestört werden

        *   T – Bis zur vollständigen Klärung, Behandlung und Nachweis des
            Behandlungserfolgs
            P – Wenn stark einschränkende Symptome gegeben sind oder bei erhöhter
            Wahrscheinlichkeit einer Beeinträchtigung bei Rezidiv sowie bei ICD-
            Implantation

        *   L – Überwachung in kurzen Abständen erforderlich und keine
            beeinträchtigenden Symptome gegeben und sehr geringe\*
            Wahrscheinlichkeit einer Beeinträchtigung bei Rezidiv, auf der
            Grundlage einer Facharztmeinung
            R – Einschränkung hinsichtlich Allein-Diensten oder entlegener
            Gewässer, wenn geringe\* Wahrscheinlichkeit einer akuten
            Beeinträchtigung durch ein Rezidiv besteht oder vorhersehbar ist, dass
            fachärztliche Versorgung erreichbar sein muss
            Überwachungs- und Behandlungsplan muss genau angegeben werden. Wenn
            ein Schrittmacher implantiert wurde, ist die Gültigkeitsdauer des
            Tauglichkeitszeugnisses auf das Kontrollintervall des Schrittmachers
            abzustimmen

        *   Überwachung nicht erforderlich oder in Abständen erforderlich, die
            mehr als zwei Jahre betragen, keine beeinträchtigenden Symptome und
            sehr geringe\* Wahrscheinlichkeit einer Beeinträchtigung durch ein
            Rezidiv, auf Grundlage einer Facharztmeinung

    *        *   I61–69
            G46

        *   Ischämische-
            **zerebrovaskuläre Krankheiten**
            (Schlaganfall oder Transiente Ischämische Attacke) Erhöhte
            Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs, plötzlicher Verlust von
            Fähigkeiten, Einschränkung der Mobilität. Erhöhtes Risiko für die
            Entwicklung anderer Kreislauferkrankungen, die einen plötzlichen
            Verlust von Fähigkeiten zur Folge haben

        *   T – Bis behandelt und evtl. verbleibende Beeinträchtigungen
            stabilisiert sind und für drei Monate nach dem Ereignis
            P – Wenn die verbleibenden Symptome Einfluss auf die Dienstpflichten
            haben oder ein erhöhtes Risiko für ein Rezidiv besteht

        *   R, L – Einzelfallbeurteilung der Tauglichkeit, Ausschluss von Allein-
            Wachdiensten. Die Beurteilung soll auch die Wahrscheinlichkeit
            zukünftiger kardialer Erkrankungen berücksichtigen. Die allgemeinen
            Normen für die körperliche Tauglichkeit sollen eingehalten werden
            Jährliche Wiedervorstellung

        *   Nicht zutreffend

    *        *   I73

        *   **Arterielle Verschlusskrankheit**
            Risiko für das Vorliegen anderer Kreislauferkrankungen, die einen
            plötzlichen Verlust von Fähigkeiten zur Folge haben können.
            Einschränkungen der körperlichen Belastbarkeit

        *   T – Bis zum Abschluss der Untersuchung/Beurteilung
            P – Wenn die Person nicht fähig ist, ihre Aufgaben wahrzunehmen

        *   R, L – Zu erwägen ist die Einschränkung auf küstennahe Gewässer ohne
            Wachdienste, vorausgesetzt, die Symptome sind nur gering ausgeprägt
            und beeinträchtigen nicht die wesentlichen Dienstpflichten oder sie
            sind operativ oder durch eine andere Behandlung vollständig beseitigt;
            die allgemeinen Tauglichkeitskriterien werden erfüllt oder müssen
            erfüllt sein. Zu beurteilen ist das Risiko für zukünftige kardiale
            Erkrankungen (Anwendung der unter I20–25 genannten Kriterien)
            Wiedervorstellung mindestens einmal jährlich

        *   Nicht zutreffend

    *        *   I83

        *   **Krampfadern**
            Möglichkeit von Blutungen bei Verletzungen, Hautveränderungen und
            Geschwüren

        *   T – Bis zum Abschluss der Behandlung, wenn beeinträchtigende Symptome
            bestehen. Bis zu einem Monat im Anschluss an eine Operation

        *   Nicht zutreffend

        *   Keine beeinträchtigenden Symptome oder Komplikationen

    *        *   I80.2–3

        *   Thrombose der tiefen Venen/
            **Lungenembolie**
            Risiko/Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs und (schwerer) Lungenembolie
            Risiko/Wahrscheinlichkeit von Blutungen aufgrund von Behandlung mit
            Gerinnungshemmern

        *   T – Bis zur Klärung und Abschluss der Behandlung sowie normalerweise
            während der vorübergehenden Einnahme von Gerinnungshemmern
            P – Zu erwägen bei wiederholtem Auftreten oder Dauermedikation mit
            Gerinnungshemmern

        *   R, L – Kann als tauglich erachtet werden für Arbeiten mit geringer
            Verletzungswahrscheinlichkeit in nationalen Küstengewässern, sofern
            stabil eingestellt mit Gerinnungshemmern mit regelmäßiger Kontrolle
            des Gerinnungswertes

        *   Vollständige Wiederherstellung und keine Medikation mit
            Gerinnungshemmern

    *        *   I00–99
            Nicht an anderer Stelle aufgeführt

        *   **Andere Herzerkrankungen,**                              z. B.
            Kardiomyopathie, Perikarditis, Herzinsuffizienz
            Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs, plötzlicher Verlust von
            Fähigkeiten, Beschränkung der körperlichen Belastbarkeit

        *   T – Bis zur vollständigen Klärung, Behandlung und Nachweis des
            Behandlungserfolgs
            P – Wenn beeinträchtigende Symptome vorliegen oder das Risiko einer
            Beeinträchtigung bei erneutem Auftreten besteht

        *   Beurteilung des Einzelfalls auf der Grundlage von Facharzt-Berichten

        *   Beurteilung des Einzelfalls, bei sehr geringer\* Wahrscheinlichkeit
            eines Rezidivs

    *        *   **J00–99**

        *   Atmungssystem ****

        *
        *
        *

    *        *   J02–04
            J30–39

        *   **Erkrankungen der Nase, der Nasennebenhöhlen und der Halsorgane**
            Beeinträchtigung für den Erkrankten. Rezidivgefahr. Kontamination der
            Lebensmittel, Übertragung der Infektion auf andere
            Besatzungsmitglieder

        *   T – Bis die Erkrankung ausgeheilt ist
            P – Wenn die Krankheit immer wiederkehrt und durch sie
            Beeinträchtigungen entstehen

        *   Beurteilung des Einzelfalls

        *   Nach Abschluss der Behandlung, wenn keine Faktoren bestehen, die ein
            Rezidiv begünstigen

    *        *   J40–44

        *   **Chronische Bronchitis und/oder Emphysem**
            Geringere Belastungstoleranz und beeinträchtigende Symptome

        *   T – Bei Exacerbation
            P – Wenn es wiederholt zu schweren Rezidiven kommt oder wenn die
            allgemeinen Tauglichkeitsnormen nicht erfüllt werden können oder wenn
            eine Kurzatmigkeit vorliegt, die zu Leistungseinschränkungen führt

        *   R, L – Beurteilung im Einzelfall
            Strengere Beurteilung bei Arbeiten in entlegenen Gewässern. Zu
            berücksichtigen ist, ob Tauglichkeit für Notfallsituationen besteht
            und ob die allgemeinen Normen für die körperliche Tauglichkeit erfüllt
            werden
            Jährliche Wiedervorstellung

        *   Nicht zutreffend

    *        *   J45–46

        *   **Asthma**                              (detaillierte Prüfung unter
            Berücksichtigung der Facharztinformationen für alle
            Berufsanfänger/Erstuntersuchungen)
            Unvorhersehbare Episoden schwerer Atemnot

        *   T – Bis die Episode abgeklungen, die Ursache geklärt (einschließlich
            möglicher arbeitsplatzbedingter Ursachen) und ein effektives
            Behandlungsschema eingerichtet ist oder vorliegt
            Bei Personen, jünger als 20 Jahre, die innerhalb der letzten drei
            Jahre (aufgrund des Asthmas) ins Krankenhaus eingewiesen wurden oder
            mit Steroiden oral behandelt wurden
            P – Bei vorhersehbarem Risiko für das Auftreten lebensbedrohlicher
            Asthmaanfälle auf See oder mit der Vorgeschichte eines schlecht
            kontrollierten Asthmas, d. h. mit häufigen Behandlungen im Krankenhaus
            in der Vergangenheit

        *   R, L – Nur in küstennahen Gewässern oder auf Schiffen mit Schiffsarzt,
            wenn die Krankengeschichte auf ein moderates\*\* Erwachsenenasthma
            hindeutet, das mit Inhalatoren gut kontrolliert werden kann, und in
            den vergangenen zwei Jahren keine stationäre Behandlung oder keine
            Behandlung mit oralen Steroiden erforderlich war
            oder bei einer Krankengeschichte eines leichten oder
            anstrengungsinduzierten Asthmas, das einer regelmäßigen Behandlung
            bedarf

        *   Bei Personen, die jünger als 20 Jahre sind: Bei einer
            Krankengeschichte, die auf ein mildes oder moderates\*\* Asthma in der
            Kindheit ohne stationäre Behandlungen im Krankenhaus oder mit oralen
            Steroiden in den letzten drei Jahren hindeutet, und wenn keine
            fortgesetzte, regelmäßige Behandlung erforderlich ist
            Bei Personen, die 20 Jahre und älter sind: Bei einer Krankengeschichte
            eines leichten oder anstrengungsinduzierten Asthmas und wenn keine
            fortgesetzte, regelmäßige Behandlung erforderlich ist

    *        *   J93

        *   **Pneumothorax**                              (spontan oder
            traumatisch)
            Akute Einschränkung aufgrund eines Rezidivs

        *   T – Normalerweise für zwölf Monate nach der ersten Episode oder
            kürzer, wenn vom Facharzt geraten
            P – Nach rezidivierenden Episoden, sofern keine Pleurektomie oder
            Pleurodese vorgenommen wurde

        *   R – nur Arbeiten im Hafenbereich nach Abheilung

        *   Normalerweise zwölf Monate nach der ersten Episode oder kürzer, wenn
            vom Facharzt geraten
            Postoperativ – auf der Grundlage der Empfehlung des behandelnden
            Facharztes

    *        *   **K00–99**

        *   Verdauungssystem ****

        *
        *
        *

    *        *   K01–06

        *   **Erkrankungen der Mundhöhle**
            Akute Zahnschmerzen. Wiederholte Mund- und Zahnfleischentzündungen

        *   T – Wenn sichtbare Zeichen für unbehandelte Zahn- oder
            Munderkrankungen bestehen
            P – Wenn erhöhte Wahrscheinlichkeit von zahnmedizinischen Notfällen
            auch nach Abschluss der Behandlung fortbesteht oder der Seemann sich
            nicht an die Empfehlungen zur Zahnhygiene hält

        *   R – Beschränkung auf küstennahe Gewässer, wenn die Kriterien für die
            uneingeschränkte Tauglichkeit nicht erfüllt werden, und die Art des
            Schiffseinsatzes einen Zugang zu zahnärztlicher Versorgung zulässt,
            ohne dass die Schiffssicherheit besatzungsbedingt gefährdet wird

        *   Wenn Zähne und Zahnfleisch (bei Zahnlosen das Zahnfleisch sowie gut
            angepasster Zahnersatz in gutem Erhaltungszustand) in gutem Zustand
            sind. Keine komplexen Prothesen oder wenn Zahnvorsorgeuntersuchung im
            vergangenen Jahr und entsprechende Folgebehandlungen abgeschlossen
            wurden und seitdem keine Probleme bestanden

    *        *   K25–28

        *   **Ulcus pepticum**
            Rezidiv mit Schmerzen, Blutungen oder Perforation

        *   T – Bis zur Ausheilung oder Sanierung durch Operation oder
            Helicobacter-Eradikation und normale Ernährung seit drei Monaten
            P – Wenn das Ulcus trotz Operation und Medikation fortbesteht

        *   R – Prüfung des Einzelfalls, ob eine frühere Rückkehr für Verwendung
            in küstennahen Gewässern möglich ist

        *   Nach der Genesung und ohne diätetische Einschränkungen seit
            (mindestens) drei Monaten

    *        *   K40–41

        *   **Hernien – Leistenhernie und Schenkelhernie**
            Risiko einer Strangulation

        *   T – Bis chirurgisch untersucht und bestätigt, dass kein Risiko einer
            Einklemmung/Strangulation besteht und, sofern erforderlich, behandelt

        *   R – Wenn keine Behandlung erfolgt ist: Einzelfallprüfung, ob ein
            Einsatz in küstennahen Gewässern möglich ist

        *   Entweder nach adäquater oder erfolgreicher Behandlung oder im
            Ausnahmefall, wenn der Chirurg bestätigt, dass kein Risiko für eine
            Strangulation besteht

    *        *   K42–43

        *   **Hernien – Nabelbruch, Bauchwandbruch**
            Instabilität der Bauchwand beim Bücken und Heben

        *   Beurteilung des Einzelfalls, je nach Schwere der Symptome oder der
            Beeinträchtigung. Zu berücksichtigen sind die Auswirkungen häufiger,
            schwerer körperlicher Anstrengungen

        *   Beurteilung des Einzelfalls, je nach Schwere der Symptome oder der
            Beeinträchtigung. Zu berücksichtigen sind die Auswirkungen häufiger,
            schwerer körperlicher Anstrengungen

        *   Beurteilung des Einzelfalls, je nach Schwere der Symptome oder der
            Beeinträchtigung. Zu berücksichtigen sind die Auswirkungen der
            häufiger, schwerer körperlicher Anstrengungen

    *        *   K44

        *   **Hernien – Zwerchfellhernie (Hiatushernie)**
            Reflux von Mageninhalt und Magensäure, der Sodbrennen etc. verursacht

        *   Beurteilung des Einzelfalls auf der Grundlage der Schwere der Symptome
            im Liegen und der durch sie verursachten Schlafstörungen

        *   Beurteilung des Einzelfalls auf der Grundlage der Schwere der Symptome
            im Liegen und der durch sie verursachten Schlafstörungen

        *   Beurteilung des Einzelfalls auf der Grundlage der Schwere der Symptome
            im Liegen und der durch sie verursachten Schlafstörungen

    *        *   K50, 51, 57, 58, 90

        *   **Nichtinfektiöse Enteritis, Colitis, Morbus Crohn, Divertikulitis
            etc.**
            (Körperliche) Beeinträchtigungen und Schmerzen

        *   T – Bis untersucht und behandelt
            P – Bei schweren Verläufen oder Rezidiven

        *   R – Erfüllt nicht die Anforderungen für ein uneingeschränktes Zeugnis,
            aber eine schnelle Entwicklung eines Rezidivs ist unwahrscheinlich:
            Aufgaben in Küstennähe

        *   Beurteilung des Einzelfalls durch einen Facharzt
            Bei vollständiger Krankheitskontrolle mit geringer Wahrscheinlichkeit
            eines Rezidivs

    *        *   K60 I84

        *   **Analerkrankungen: Hämorrhoiden, Fissuren, Fisteln**
            Erhöhte Wahrscheinlichkeit von Episoden, die Schmerzen verursachen und
            die Aktivität einschränken

        *   T – Wenn Hämorrhoiden prolabieren, wiederholt bluten oder Symptome
            verursachen; wenn Fissuren oder Fisteln schmerzen, infiziert sind,
            wiederholt bluten oder zu Stuhlinkontinenz führen
            P – Zu erwägen, wenn nicht behandelbar oder rezidivierend

        *   Einzelfallbeurteilung der Fälle, die nicht abschließend behandelt
            sind, ob küstennahe Aufgaben möglich sind

        *   Sofern ausreichend behandelt

    *        *   K70, 72

        *   **Leberzirrhose**
            Leberversagen. Blutungen von Ösophagus-Varizen

        *   T – Bis zur vollständigen Klärung
            P – Bei schwerem Verlauf oder bei Auftreten von Aszites oder
            Ösophagusvarizen

        *   R, L – Beurteilung des Einzelfalls durch Facharzt

        *   Nicht zutreffend

    *        *   K80–83

        *   **Erkrankungen der Gallenblase und der Gallenwege**
            Gallenkoliken aufgrund von Gallensteinen, Gelbsucht, Leberversagen

        *   T – Bei Gallenkoliken bis zum Abschluss der Behandlung
            P – Fortgeschrittene Lebererkrankung, rezidivierende oder
            persistierende leistungsbeeinträchtigende Symptome

        *   R, L – Beurteilung des Einzelfalls durch Facharzt. Die Bedingungen für
            ein uneingeschränktes Zeugnis werden nicht erfüllt. Plötzliches
            Auftreten einer Gallenkolik unwahrscheinlich

        *   Beurteilung des Einzelfalls durch einen Facharzt. Sehr geringe
            Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs oder einer Verschlechterung in den
            kommenden zwei Jahren

    *        *   K85–86

        *   **Pankreatitis**
            Risiko/Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs

        *   T – Bis die Erkrankung ausgeheilt ist
            P – Bei wiederholtem Auftreten oder wenn alkoholbedingt, es sei denn,
            die Abstinenz ist bestätigt

        *   Beurteilung des Einzelfalls auf der Grundlage eines Facharztberichts

        *   Beurteilung des Einzelfalls auf der Grundlage eines Facharztberichts,
            sehr geringe\* Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs

    *        *   Y83

        *   **Stoma (Ileostomie, Kolostomie)**
            Beeinträchtigung bei Kontrollverlust, Bedarf an Beuteln etc.
            Möglicherweise Schwierigkeiten bei länger andauernder Notfallsituation

        *   T – Bis zur Stabilisierung
            P – Bei schlechter Kontrolle

        *   R – Beurteilung im Einzelfall

        *   Beurteilung des Einzelfalls durch einen Facharzt

    *        *   **N00–99**

        *   Krankheiten des Urogenitalsystems ****

        *
        *
        *

    *        *   N00, N17

        *   **Akutes nephritisches Syndrom**
            Nierenversagen, Bluthochdruck

        *   P – Bis die Erkrankung ausgeheilt ist

        *   Beurteilung des Einzelfalls bei Vorliegen von Residuen

        *   Vollständige Genesung mit normaler Nierenfunktion und keine bleibenden
            Schäden

    *        *   N03–05, N18–19

        *   **Subakutes oder chronisches nephritisches Syndrom oder nephrotisches
            Syndrom**
            Nierenversagen, Bluthochdruck

        *   T – Bis zur Klärung

        *   R, L – Beurteilung des Einzelfalls durch einen Facharzt auf der
            Grundlage der Nierenfunktion und der Wahrscheinlichkeit von
            Komplikationen

        *   Beurteilung des Einzelfalls durch einen Facharzt, auf der Grundlage
            der Nierenfunktion und der Wahrscheinlichkeit von Komplikationen

    *        *   N20–23

        *   **Nieren- oder Uretersteine**
            Schmerzen aufgrund einer Nierenkolik

        *   T – Bis untersucht und behandelt
            P – Wiederholte Steinbildung

        *   R – Zu berücksichtigen, ob Bedenken hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit
            in den Tropen oder bei hohen Temperaturen bestehen. Beurteilung des
            Einzelfalls, ob küstennahe Verwendung möglich

        *   Beurteilung des Einzelfalls durch einen Facharzt bei unauffälligem
            Urinbefund und normaler Nierenfunktion ohne Rezidive

    *        *   N33, N40

        *   Prostatavergrößerung/
            **Verlegung der Harnwege**
            Akuter Harnverhalt

        *   T – Bis untersucht und behandelt
            P – Wenn nicht heilbar

        *   R – Beurteilung des Einzelfalls, ob Verwendung in küstennahen
            Gewässern möglich

        *   Nach erfolgreicher Behandlung; geringe\* Wahrscheinlichkeit eines
            Rezidivs

    *        *   N70–98

        *   **Gynäkologische Erkrankungen**                              – Starke
            Vaginalblutungen, starke Menstruationsbeschwerden, Endometriose,
            Prolaps der Geschlechtsorgane oder Sonstiges
            Beeinträchtigung aufgrund von Schmerzen oder Blutungen

        *   T – Wenn Beeinträchtigung besteht oder eine Untersuchung erforderlich
            ist zur Klärung und Behandlung der Ursache

        *   R – Beurteilung des Einzelfalls, wenn ein Risiko besteht, dass die
            Erkrankung während der Fahrt behandelt werden muss oder die
            Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt

        *   Komplett geheilt mit geringer\* Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs

    *        *   R31, 80, 81, 82

        *   **Proteinurie, Hämaturie, Glukosurie**
            oder sonstige abnorme Urinbefunde
            Indikator für Nieren- oder andere Erkrankungen

        *   T – Wenn Erstbefunde klinisch signifikant
            P – Schwere und nicht heilbare Ursache, z. B. Einschränkungen der
            Nierenfunktion

        *   L – Wenn wiederholte Kontrollen erforderlich sind
            R, L – Wenn Unsicherheit über die Ursachen, aber kein akutes Problem
            besteht

        *   Sehr geringe Wahrscheinlichkeit einer ernsten Grunderkrankung

    *        *   Z90.5

        *   **Verlust einer Niere oder Funktionslosigkeit einer Niere**
            Eingeschränkte Regulierung des Flüssigkeitshaushalts unter
            Extrembedingungen, wenn die verbleibende Niere nicht voll
            funktionstüchtig ist

        *   P – Bei einem Seemann vor der ersten Anmusterung: jede Einschränkung
            der Funktionsfähigkeit der verbleibenden Niere. Bei befahrenen
            Seeleuten: bei signifikanter Dysfunktion der verbleibenden Niere

        *   R – Keinen Aufenthalt in den Tropen oder Exposition gegenüber extremer
            Hitze. Befahrene Seeleute mit leichter Dysfunktion der verbleibenden
            Niere

        *   Die verbleibende Niere muss voll funktionsfähig sein, eine
            fortschreitende Erkrankung der Niere darf nicht vorliegen,
            Beurteilungsgrundlage: Untersuchungen der Niere und Bericht eines
            Facharztes

    *        *   **O00–99**

        *   Schwangerschaft ****

        *
        *
        *

    *        *[^F785641_02_BJNR138310014BJNE002400000]
   O00–99

        *   **Schwangerschaft**
            Komplikationen, in der Endphase Einschränkungen der Mobilität.
            Möglichkeit der Gefährdung von Mutter und Kind im Fall einer
            vorzeitigen Entbindung auf See

        *   T – Endphase der Schwangerschaft und erste Zeit nach der Entbindung
            Atypischer Verlauf einer Schwangerschaft, die eine hohe Kontrolldichte
            erfordert

        *   R, L – Beurteilung des Einzelfalls bei leichten Einschränkungen. Es
            kann geprüft werden, ob in der Spätschwangerschaft ein Einsatz in
            küstennahen Gewässern möglich ist

        *   Komplikationslose Schwangerschaft ohne weitere beeinträchtigende
            Effekte – normalerweise bis zur 24. Woche

    *        *   **L00–99**

        *   Haut ****

        *
        *
        *

    *        *   L00–08

        *   **Infektionen der Haut**
            Rezidive, Ansteckung anderer Personen

        *   T – Bis eine zufriedenstellende Behandlung erfolgt ist
            P – Zu erwägen für Catering-Personal bei rezidivierendem Auftreten

        *   R, L – Je nach Art und Schwere der Infektion

        *   Geheilt mit einer geringen Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs

    *        *   L10–99

        *   **Andere Hauterkrankungen,**                              z. B.
            Ekzeme, Dermatitis, Psoriasis
            Rezidive, manchmal beruflich bedingt

        *   T – Bis untersucht und zufriedenstellend behandelt

        *   Beurteilung des Einzelfalls
            R – Je nach Fall, falls Verschlimmerung durch Hitze oder Kontakt mit
            Substanzen am Arbeitsplatz

        *   Stabiler Zustand, keine Beeinträchtigungen

    *        *   **M00–99**

        *   Muskel-Skelett-System ****

        *
        *
        *

    *        *   M10–23

        *   **Arthrose**                             , andere Gelenkerkrankungen
            und nachfolgender Gelenkersatz
            Schmerzen und Einschränkungen der Mobilität mit Auswirkungen auf die
            Routine- und Notfallaufgaben. Möglichkeit einer Infektion oder
            Dislokation und beschränkte Lebensdauer der Gelenkprothesen

        *   T – Nach Knie- oder Hüftgelenkersatz sind vor Rückkehr auf See eine
            vollständige Wiedererlangung der Gelenkfunktion sowie der Rat eines
            Facharztes erforderlich
            P – Bei fortgeschrittenen und schweren Fällen

        *   R – Beurteilung des Einzelfalls, je nach Anforderungen des Dienstes
            und Verlauf der Erkrankung. Zu beachten sind insbesondere die Aufgaben
            in Notfällen und die Anforderungen bei der Evakuierung des Schiffs.
            Den allgemeinen Tauglichkeitsanforderungen soll entsprochen werden

        *   Beurteilung des Einzelfalls. Kann allen Anforderungen der Routine- und
            Notfallaufgaben entsprechen, es besteht nur eine sehr geringe
            Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung, die eine Wahrnehmung der
            Aufgaben unmöglich macht

    *        *   M24.4

        *   **Luxation und Subluxation von Schulter- oder Kniegelenken**
            Plötzliche Mobilitätseinschränkung, mit Schmerzen

        *   T – Bis eine zufriedenstellende Behandlung erfolgt ist

        *   R – Beurteilung im Einzelfall bei nur gelegentlich oder selten
            auftretender Luxation/Subluxation

        *   Erfolgreich behandelt; sehr geringe\* Wahrscheinlichkeit eines
            Rezidivs

    *        *   M54.5

        *   **Rückenschmerzen**
            Schmerzen und Einschränkungen der Mobilität mit Auswirkungen auf die
            Routine- und Notfallaufgaben
            Zunahme der Einschränkungen

        *   T – Während der Akutphase
            P – Bei rezidivierendem Verlauf oder schwerwiegenden
            Beeinträchtigungen

        *   Beurteilung des Einzelfalls

        *   Beurteilung des Einzelfalls

    *        *   Y83.4
            Z97.1

        *   **Prothesen der Gliedmaßen**
            Einschränkung der Mobilität mit Auswirkungen auf die Routine- und
            Notfallaufgaben

        *   P – Wenn wesentliche Aufgaben nicht wahrgenommen werden können

        *   R – Wenn Routine- oder Notfallaufgaben ausgeführt werden können, aber
            Einschränkungen bei bestimmten Tätigkeiten bestehen, die nicht zu den
            grundlegenden Aufgaben gehören

        *   Wenn die allgemeinen Anforderungen an die Tauglichkeit in vollem
            Umfang erfüllt werden. Vorkehrungen für das Anlegen der Prothese im
            Notfall müssen nachgewiesen werden

    *        *
        *   Allgemeine Erkrankungen ****

        *
        *
        *

    *        *   R47, F80

        *   **Sprachstörungen**
            Einschränkung der Kommunikationsfähigkeit

        *   P – Unvereinbar mit der zuverlässigen, sicheren und effektiven
            Durchführung von Routine- und Notfallaufgaben

        *   R – Wenn Unterstützung bei der Kommunikation erforderlich ist, um die
            zuverlässige, sichere und effiziente Wahrnehmung der Routine- und
            Notfallaufgaben zu gewährleisten
            Die Art der unterstützenden Maßnahmen ist zu präzisieren

        *   Keine Beeinträchtigung der wesentlichen sprachlichen Kommunikation

    *        *   T78
            Z88

        *   **Allergien**                              (außer allergischer
            Hautausschlag und Asthma)
            Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs und zunehmende Schwere der Reaktion,
            Einschränkung der Fähigkeiten, die Aufgaben wahrzunehmen

        *   T – Bis zur vollständigen Klärung durch einen Facharzt
            P – Wenn lebensbedrohliche Reaktionen (mit hoher Wahrscheinlichkeit)
            vorhersehbar sind

        *   Beurteilung des Einzelfalls hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit und
            Schwere der Reaktion, des Umgangs mit der Erkrankung und des Zugangs
            zu medizinischer Versorgung
            R – Wenn die allergische Reaktion mit hoher Wahrscheinlichkeit/eher
            nur beeinträchtigende Symptome hervorruft als zu einer
            lebensbedrohlichen Situation führt, und wenn vernünftige Anpassungen
            vorgenommen werden können, um die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs zu
            senken

        *   Wenn die allergische Reaktion mit hoher Wahrscheinlichkeit/eher nur
            beeinträchtigende Symptome auslöst und nicht zu einer
            lebensbedrohlichen Situation führt und die Auswirkungen vollständig
            durch die langfristige Einnahme von nichtsteroidalen Medikamenten oder
            durch eine geänderte Lebensführung, die auf See ohne
            sicherheitskritische Auswirkungen durchführbar ist, kontrolliert
            werden kann

    *        *   Z94

        *   **Transplantationen**                              – Niere, Herz,
            Lunge, Leber (für Prothesen von Gelenken, Gliedmaßen sowie Linsen,
            Hörgeräte, Herzklappen etc. vgl. die jeweiligen krankheitsspezifischen
            Abschnitte)
            Möglichkeit einer Abstoßung. Nebenwirkungen der Medikation

        *   T – Bis ein stabiler Zustand nach der Operation und unter der
            Medikation zur Vermeidung einer Abstoßungsreaktion erreicht ist
            P – Beurteilung des Einzelfalls, unter Berücksichtigung fachärztlichen
            Rates

        *   R, L – Beurteilung des Einzelfalls, Berücksichtigung fachärztlichen
            Rates

        *   Nicht zutreffend

    *        *   Bei den jeweiligen Erkrankungen einzuordnen

        *   **Chronisch-progrediente Erkrankungen**                             ,
            die zurzeit mit aufgelistet/enthalten sind bei den entsprechenden
            Krankheitsgruppen, z. B. Huntington Chorea (einschließlich positiver
            Familienanamnese) und Keratokonus

        *   T – Bis untersucht und, sofern erforderlich, behandelt
            P – Zu erwägen bei der Untersuchung vor der ersten Anmusterung, sofern
            die Erkrankung aller Voraussicht nach die Vervollständigung der
            Ausbildung verhindert oder den Umfang der Ausbildung einschränken wird

        *   Beurteilung des Einzelfalls, unter Berücksichtigung fachärztlichen
            Rates. Tauglichkeit kann trotz Vorliegen solcher Erkrankungen gegeben
            sein, sofern eine nachteilige Entwicklung bis zur nächsten
            Tauglichkeitsuntersuchung unwahrscheinlich ist

        *   Beurteilung des Einzelfalls, unter Berücksichtigung fachärztlichen
            Rates. Tauglichkeit kann trotz Vorliegen solcher Erkrankungen gegeben
            sein, sofern eine nachteilige Entwicklung bis zur nächsten
            Tauglichkeitsuntersuchung unwahrscheinlich ist

    *        *   Bei den jeweiligen Erkrankungen einzuordnen

        *   **Erkrankungen, die nicht gesondert aufgeführt sind**

        *   T – Bis untersucht und, sofern erforderlich, behandelt
            P – Sofern dauerhaft deutliche Beeinträchtigungen vorliegen

        *   Zur Beurteilung können Empfehlungen für ähnliche Krankheitsbilder
            genutzt werden. Zu berücksichtigen sind die Wahrscheinlichkeit für das
            plötzliche Auftreten von Handlungsunfähigkeit, für das Auftreten von
            Rezidiven oder Progression der Erkrankung sowie die Einschränkungen
            bei der Durchführung von Routine- und Notfallaufgaben. In
            Zweifelsfällen sollte der Rat von spezialisierten Ärzten eingeholt
            werden oder eine Einschränkung der Tauglichkeit oder der Verweis an
            einen erfahrenen Gutachter in Erwägung gezogen werden

        *   Zur Beurteilung können Empfehlungen für ähnliche Krankheitsbilder
            genutzt werden. Zu berücksichtigen sind die Wahrscheinlichkeit für das
            plötzliche Auftreten von Handlungsunfähigkeit, für das Auftreten von
            Rezidiven oder Progression der Erkrankung sowie die Einschränkungen
            bei der Durchführung von Routine- und Notfallaufgaben. In
            Zweifelsfällen sollte der Rat von spezialisierten Ärzten eingeholt
            werden oder eine Einschränkung der Tauglichkeit oder der Verweis an
            einen erfahrenen Gutachter in Erwägung gezogen werden

    **Bemerkungen:**

    *   Rezidiv-Raten: Dort, wo in Bezug auf die Rezidiv-Wahrscheinlichkeit
        die Begriffe sehr gering, gering und mäßig gewählt werden. Es handelt
        sich im Wesentlichen um klinische Beurteilungen, aber für einige
        Erkrankungen stehen quantitative Nachweise für die Rezidiv-
        Wahrscheinlichkeit zur Verfügung. Wenn solche Daten zur Verfügung
        stehen, wie z. B. für Anfallsleiden oder kardiale Erkrankungen, können
        weitere Untersuchungen erforderlich sein, um die individuelle Rezidiv-
        Wahrscheinlichkeit zu bestimmen.

        Quantifizierte Rezidiv-Niveaus entsprechen folgenden Werten:

        –   Sehr gering: Rezidiv-Rate von unter 2 % pro Jahr,

        –   Gering: Rezidiv-Rate liegt zwischen 2 und 5 % pro Jahr,

        –   Mäßig: Rezidiv-Rate liegt zwischen 5 und 20 % pro Jahr.

    \*\* Asthma – Definition der Schweregrade:

        **Asthma im Kindesalter:**

        –   Geringgradig: Alter beim ersten Auftreten > 10 Jahre, wenige oder gar
            keine stationären Behandlungen, normale Aktivität zwischen den
            Episoden, Kontrolle erfolgt ausschließlich durch Inhalationstherapie,
            bis zum 16. Lebensjahr Remission, normale Lungenfunktion.

        –   Mittelgradig: Wenige stationäre Behandlungen, häufiger Gebrauch der
            inhalativen Bedarfsmedikation zwischen den Episoden,
            Beeinträchtigungen der normalen körperlichen Aktivität, Remission bis
            zum
            16\. Lebensjahr,                                normale Lungenfunktion.

        –   Schwergradig: Häufige Episoden, die eine intensive Behandlung
            erforderlich machen, regelmäßige stationäre Behandlung, häufige
            Behandlung mit oralen oder i.v.-Steroiden, Fehlzeiten in der Schule,
            abnorme Lungenfunktion.

        **Asthma im Erwachsenenalter**

        Asthma kann von der Kindheit über das 16. Lebensjahr hinaus
        fortbestehen oder dann erst beginnen. Es gibt eine ganze Reihe von
        intrinsischen und externen Ursachen für die Entwicklung von Asthma im
        Erwachsenenalter. Bei erwachsenen Erst-Bewerbern, bei denen Asthma im
        Erwachsenenalter erstmals aufgetreten ist, sollen spezifische
        Allergene, einschließlich jener, die für die Entwicklung von
        beruflichem Asthma von Bedeutung sind, untersucht werden. Weniger
        spezifische Ursachen wie Kälte, Anstrengung oder Atemwegsinfekte
        müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Sie alle können Auswirkungen
        auf die Seediensttauglichkeit haben.

        –   Geringgradiges, intermittierendes Asthma: Seltene Episoden leichter
            **asthmatischer Beschwerden**                               , die
            seltener als einmal innerhalb von zwei Wochen auftreten und schnell
            und vollständig durch Inhalation von Beta-Agonisten behandelt werden
            können.

        –   Geringgradiges Asthma: Häufiges Auftreten **asthmatischer
            Beschwerden**                               , die ein Inhalieren mit
            Beta-Agonist oder auch den Beginn einer regelmäßigen Therapie mit
            inhalativen Steroiden erfordern. Die regelmäßige inhalative Therapie
            mit Steroiden (oder Steroiden in Kombination mit lang wirksamen Beta-
            Agonisten) kann wirkungsvoll die Beschwerden und auch die
            Notwendigkeit für den zusätzlichen Einsatz der Bedarfsmedikation mit
            rasch wirksamen Beta-Agonisten reduzieren.

        –   Anstrengungsinduziertes Asthma: Episoden asthmatischer Beschwerden
            hervorgerufen durch Belastung, insbesondere in der Kälte. Die Episoden
            können effizient durch die Inhalation von Steroiden (oder
            Steroiden/langfristig wirkenden Beta-Agonisten) oder andere orale
            Medikamente behandelt werden.

        –   Mittelgradiges Asthma: Häufige asthmatische Beschwerden trotz
            regelmäßiger Inhalation mit Steroiden (oder Steroiden in Kombination
            mit lang wirksamen Beta-Agonisten), die den häufigen Einsatz der
            Bedarfsmedikation mit kurz/rasch wirksamen Beta-Agonisten erfordern,
            oder die zusätzliche Einnahme anderer Medikamente. Gelegentlicher
            Bedarf für Steroide oral.

        –   Schweres Asthma: Häufige Episoden asthmatischer Beschwerden, häufige
            stationäre Behandlung, häufige Behandlung mit oralen Steroiden.

7.**** Ausschlussgründe für Seediensttauglichkeit ****

**7.1** **Zu hoher BMI**

    Seedienstuntauglich ist, wer einen Body Mass Index (BMI) über 40 kg/m
    2                    hat.

**7.2** **Infektiöse Darmerkrankung bei Dienstzweig Küchendienst und
    Bedienung**

    Besatzungsmitglieder des Dienstzweiges Küchendienst und Bedienung sind
    nicht seediensttauglich, wenn ein Tätigkeitsverbot nach § 42 des
    Infektionsschutzgesetzes besteht. Der Nachweis, dass keine Erkrankung
    an Shigellenruhr oder Salmonellose vorliegt, ist durch eine
    Stuhluntersuchung zu erbringen.

**7.3** **Leistungsmindernde Störungen auf körperlichem, geistigem und
    seelischem Gebiet**

    Eine leistungsmindernde Störung auf körperlichem, geistigem und
    seelischem Gebiet schließt die Seediensttauglichkeit aus, wenn die
    Störung nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft eine
    funktionelle Beeinträchtigung eines Ausmaßes nach sich ziehen würde,
    das den Bewerber außerstande setzen oder beeinträchtigen kann, die mit
    dem jeweiligen Dienstzweig, für den die Seediensttauglichkeit
    festzustellen ist, verbundenen Aufgaben und Pflichten, insbesondere
    der Rettung und Eigenrettung im Notfall, sicher auszuüben.

**7.4** **Akutes Koronarsyndrom (z. B. Myokardinfarkt), aortokoronare Bypass-
    OP, Herzklappen-OP**

    Nach diesen Erkrankungen/Operationen besteht für mindestens ein Jahr
    Seedienstuntauglichkeit.

    Entscheidungen müssen im Einklang mit der nationalen Praxis und
    Gesetzgebung stehen (z. B. in Deutschland das Mutterschutzgesetz). Die
    Schwangerschaft soll frühzeitig bekannt gegeben werden, sodass
    nationale Empfehlungen hinsichtlich der vorgeburtlichen Versorgung und
    Vorsorge wahrgenommen werden können.
[^F785641_02_BJNR138310014BJNE002400000]: 
(zu § 4 Absatz 1)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/marimedv/__22.html
Directory: marimedv
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