Title: **Nr. 18: Anmerkungen zur Nachweisung 216**

Description:
Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BerVersV 2017)
**Nr. 18: Anmerkungen zur Nachweisung 216**

Paragraph: 27

Content:
Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BerVersV 2017)
**Nr. 18: Anmerkungen zur Nachweisung 216**

1.  Die Zerlegung des Tarifbeitrags einer Versicherung in die Posten 1 bis
    8 hat anhand der Rechnungsgrundlagen zu erfolgen, die für die
    Berechnung der Deckungsrückstellung verwendet werden. Abweichend davon
    braucht die Zerlegung nicht umgestellt zu werden, wenn während der
    Laufzeit der Versicherung die Rechnungsgrundlagen zur Berechnung der
    Deckungsrückstellung unzureichend geworden sind und daher angepasst
    werden.

    Zur Ermittlung des Normrisikobeitrags nach Maßgabe des Satzes 1 ist
    das riskierte Kapital anzusetzen, das auf die berechnete
    Deckungsrückstellung bezogen ist. Eine gegebenenfalls vorgenommene
    Auffüllung der Deckungsrückstellung führt damit zu einem entsprechend
    geringeren riskierten Kapital. Der Normsparbeitrag ist der
    Normzillmerbeitrag abzüglich des Normrisikobeitrags und eines etwaigen
    Beitragsunterschusses.

    Der Normbeitrag ist der Tarifbeitrag, der sich mit den für die
    Berechnung der Deckungsrückstellung maßgebenden Rechnungsgrundlagen
    ergeben würde. Der Normzillmerbeitrag wird entsprechend ermittelt. Ein
    Beitragsunterschuss liegt vor, wenn der Normbeitrag den Tarifbeitrag
    übersteigt.

2.  Der Posten schließt Beitragsteile für die Tilgung der unter den noch
    nicht fälligen Ansprüchen an Versicherungsnehmer ausgewiesenen
    Ansprüche für geleistete, rechnungsmäßig gedeckte Abschlusskosten ein.

3.  Einschließlich der Zusatzbeiträge für erhöhtes Risiko und etwaiger
    Sicherheitszuschläge, soweit diese nicht bei anderen Ergebnisquellen
    zu berücksichtigen sind.

4.  Die Aufteilung der Ratenzuschläge für den Neubestand ist in einer
    Anlage zu erläutern, sofern sie nicht der Aufsichtsbehörde gegenüber
    in anderer Weise festgelegt wurde.

5.  Bei unterjährlicher Beitragszahlung und Verzicht auf die im
    Leistungsfall noch ausstehenden Raten.

6.  Bei Versicherungen, bei denen der in den Beiträgen eingerechnete
    Abschlusskostensatz höher ist als der geschäftsplanmäßige oder der
    durch den Verantwortlichen Aktuar gemäß den Berechnungsgrundsätzen
    festgesetzte Zillmersatz.

7.  Übersteigt der Tarifbeitrag eines Vertrags seinen nach Unternummer 1
    errechneten Normbeitrag, so ist die Differenz hier als
    Beitragszuschlag auszuweisen. Dies gilt auch, wenn die
    Beitragszuschläge durch eine Anpassung der Rechnungsgrundlagen während
    der Vertragslaufzeit entstanden sind. In diesem Fall sind ab der
    Anpassung in Zeile 04 der Normsparbeitrag und in Zeile 05 der
    Normrisikobeitrag auszuweisen, wie sie sich ergeben, wenn der Tarif
    ursprünglich mit den neuen Rechnungsgrundlagen kalkuliert worden wäre.

8.  Unter „Sonstiges“ sind nur Beträge zu erfassen, deren Ausweis nicht
    bei einem anderen Posten vorgesehen ist. Die Beträge sind in jedem
    Falle in einer Anlage zu erläutern.

9.  Übersteigt bei Versicherungsbeginn der nach Unternummer 1 ermittelte
    Normbeitrag den Tarifbeitrag, so ist der Deckungsrückstellung ein
    Betrag in Höhe des mit den für die Berechnung der Deckungsrückstellung
    maßgeblichen Rechnungsgrundlagen ermittelten Barwerts der
    Beitragsunterschüsse zuzuführen. Dieser Auffüllungsbetrag ist hier
    auszuweisen.

10. Als Neubestand sind alle Verträge zu behandeln, die nicht als
    Altbestand zu qualifizieren sind. Als Altbestand sind alle nach von
    der Aufsichtsbehörde genehmigten Geschäftsplänen abgeschlossenen
    Verträge zu behandeln, die bis zum 28. Juli 1994 (§ 336 VAG) oder im
    Rahmen der Übergangsvorschrift des Artikels 16 § 2 Satz 2 des Dritten
    Durchführungsgesetzes/EWG zum VAG abgeschlossen worden sind. Die nach
    dem 31. Dezember 1994 und vor dem 1. Januar 1998 abgeschlossenen
    Versicherungsverträge, bei denen bei unverändertem Verfahren der
    Risikoeinschätzung die Prämien und Leistungen mit den dem Altbestand
    zuzuordnenden Versicherungsverträgen übereinstimmen (Zwischenbestand),
    sind beim Altbestand zu erfassen, soweit dies bereits am 12. April
    2008 der Fall war.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/berversv_2017/__27.html
Directory: berversv_2017
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