Title: § 31 Täuschung, Ordnungsverstoß

Description:
Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für den gehobenen technischen Dienst in der Bundeswehrverwaltung – Fachrichtung Wehrtechnik – (GtDBWVAPrV)
Kapitel 5 - Prüfungen
§ 31 Täuschung, Ordnungsverstoß

Paragraph: 31

Content:
Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für den gehobenen technischen Dienst in der Bundeswehrverwaltung – Fachrichtung Wehrtechnik – (GtDBWVAPrV)
Kapitel 5 - Prüfungen
§ 31 Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Anwärterinnen oder Anwärtern, die bei den Aufsichtsarbeiten, der
Praxisarbeit oder in der mündlichen Prüfung täuschen, eine Täuschung
versuchen oder dazu beitragen oder sonst gegen die Ordnung verstoßen,
soll die Fortsetzung der Prüfung unter dem Vorbehalt einer
abweichenden Entscheidung des Prüfungsamtes oder der
Prüfungskommission nach Absatz 2 gestattet werden; bei einer
erheblichen Störung können sie von der weiteren Teilnahme an dem
betreffenden Teil der Prüfung ausgeschlossen werden.

(2) Über das Vorliegen und die Folgen einer Täuschung, eines
Täuschungsversuchs, eines Beitrags zu einem solchen oder eines
sonstigen Ordnungsverstoßes während der mündlichen Prüfung entscheidet
die Prüfungskommission. § 23 Absatz 6 ist entsprechend anzuwenden.

(3) Über das Vorliegen und die Folgen einer Täuschung, eines
Täuschungsversuchs, eines Beitrags zu einem solchen oder eines
sonstigen Ordnungsverstoßes während der Aufsichtsarbeiten oder der
Praxisarbeit oder einer Täuschung, die nach Abgabe der Arbeiten
festgestellt wird, entscheidet das Prüfungsamt nach Anhörung der oder
des Vorsitzenden der Prüfungskommission. Die Prüfungskommission oder
das Prüfungsamt können nach der Schwere der Verfehlung die
Wiederholung einzelner oder mehrerer Prüfungsleistungen anordnen, die
Prüfungsleistung mit „ungenügend (0 Rangpunkte)“ bewerten oder die
gesamte Prüfung für nicht bestanden erklären.

(4) Wird eine Täuschung erst nach Abschluss der mündlichen Prüfung
bekannt oder kann sie erst nach Abschluss der Prüfung nachgewiesen
werden, kann das Prüfungsamt nach Anhörung der Einstellungsbehörde die
Prüfung innerhalb von fünf Jahren nach dem Tag der mündlichen Prüfung
für nicht bestanden erklären. Der Bescheid ist mit einer
Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

(5) Betroffene sind vor der Entscheidung nach den Absätzen 2 bis 4 zu
hören

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gtdbwvaprv/__31.html
Directory: gtdbwvaprv
Level: 3.0