Title: § 126 Ordnungsverstöße bei einer Prüfung oder einem Prüfungsteil

Description:
Verordnung über die Vorbereitungsdienste für den gehobenen Kriminaldienst des Bundes (GKrimDVDV 2020)
Teil 5 - Verhinderung und Ordnungsverstöße bei Prüfungen
§ 126 Ordnungsverstöße bei einer Prüfung oder einem Prüfungsteil

Paragraph: 126

Content:
Verordnung über die Vorbereitungsdienste für den gehobenen Kriminaldienst des Bundes (GKrimDVDV 2020)
Teil 5 - Verhinderung und Ordnungsverstöße bei Prüfungen
§ 126 Ordnungsverstöße bei einer Prüfung oder einem Prüfungsteil

(1) Wenn eine den Vorbereitungsdienst absolvierende Person bei einer
Prüfung oder einem Prüfungsteil täuscht, eine Täuschung versucht, an
einer Täuschung oder einem Täuschungsversuch mitwirkt oder sonst gegen
die Ordnung verstößt, so soll ihr die Fortsetzung der Prüfung oder des
Prüfungsteils unter dem Vorbehalt einer Entscheidung des zuständigen
Prüfungsamts gestattet werden. Bei einem erheblichen Verstoß kann sie
von der weiteren Teilnahme an der Prüfung oder am Prüfungsteil
ausgeschlossen werden.

(2) Über das Vorliegen und die Folgen einer Täuschung, eines
Täuschungsversuchs, eines Mitwirkens daran oder eines sonstigen
Ordnungsverstoßes entscheidet

1.  im Studium

    a)  bei den Modulprüfungen das Prüfungsamt und

    b)  bei der Verteidigung der Bachelorarbeit die Prüfungskommission und

2.  in der kriminalpolizeifachlichen Qualifizierung für eine Verwendung im
    Bereich „Cyberkriminalität“

    a)  bei den Modulprüfungen das Prüfungsamt und

    b)  bei der mündlichen Abschlussprüfung die Prüfungskommission und

3.  in der Qualifizierungsmaßnahme „Ausbildungsverkürzung“

    a)  bei den Modulprüfungen das Prüfungsamt und

    b)  bei der mündlichen Abschlussprüfung die Prüfungskommission.

(3) Das zuständige Prüfungsamt oder die zuständige Prüfungskommission
kann je nach Schwere des Verstoßes

1.  die Wiederholung der Prüfung oder des Prüfungsteils anordnen,

2.  die Prüfung oder den Prüfungsteil für nicht bestanden erklären oder

3.  die Prüfung für endgültig nicht bestanden erklären.

(4) Wird eine Täuschung erst nach Beendigung einer Prüfung oder eines
Prüfungsteils oder nach Abgabe der Thesis der Bachelorarbeit
festgestellt, so gilt Absatz 3 entsprechend.

(5) Wird eine Täuschung erst nach Abschluss des Vorbereitungsdienstes
festgestellt, so kann das zuständige Prüfungsamt

1.  beim Studium die Laufbahnprüfung innerhalb von fünf Jahren nach dem
    Tag der Verteidigung der Bachelorarbeit für nicht bestanden erklären
    und

2.  bei der kriminalpolizeifachlichen Qualifizierung für eine Verwendung
    im Bereich „Cyberkriminalität“ den erfolgreichen Abschluss der
    kriminalpolizeifachlichen Qualifizierung innerhalb von fünf Jahren
    nach dem Tag der mündlichen Abschlussprüfung zurücknehmen und

3.  bei der Qualifizierungsmaßnahme „Ausbildungsverkürzung“ den
    erfolgreichen Abschluss der Qualifizierungsmaßnahme innerhalb von fünf
    Jahren nach dem Tag der mündlichen Abschlussprüfung zurücknehmen.

(6) Die Betroffenen sind vor einer Entscheidung nach den Absätzen 2
bis 5 anzuhören.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gkrimdvdv_2020/__126.html
Directory: gkrimdvdv_2020
Level: 3.0