Title: § 7 Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker und zur Kraftfahrzeugmechatronikerin (KfzMechaAusbV 2013)
§ 7 Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung

Paragraph: 7

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker und zur Kraftfahrzeugmechatronikerin (KfzMechaAusbV 2013)
§ 7 Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung

(1) Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung soll vor dem Ende des
zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.

(2) Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung erstreckt sich auf die
in der Anlage für die ersten drei Ausbildungshalbjahre aufgeführten
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im
Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung besteht aus dem
Prüfungsbereich Serviceauftrag.

(4) Für den Prüfungsbereich bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  die Arbeitsschritte zu planen, Daten zu recherchieren, Schaltpläne und
        Funktionen zu analysieren, Arbeitsmittel und Messgeräte auszuwählen,
        Messungen durchzuführen, Ergebnisse zu dokumentieren,

    b)  Instandhaltungsvorgaben, insbesondere den Zusammenhang von Technik,
        Arbeitsorganisation, Umweltschutz sowie Sicherheit und
        Gesundheitsschutz zu berücksichtigen,

    c)  fachbezogene Probleme und deren Lösungen darzustellen, die relevanten
        fachlichen Hintergründe aufzuzeigen sowie die Vorgehensweise bei der
        Durchführung begründen zu können;

2.  der Prüfling soll an mindestens einem der nachfolgenden Systeme

    a)  Bordnetzsystem,

    b)  Beleuchtungssystem,

    c)  Ladestromsystem,

    d)  Startsystem oder

    e)  Bremsmechanik

    Messungen und Prüfungen durchführen, dabei Fehler, Störungen und deren
    Ursachen feststellen, Mess- oder Prüfprotokolle anfertigen sowie eine
    fahrzeugtechnische Baugruppe demontieren, warten, montieren und eine
    Dokumentation erstellen;

3.  abweichend von Nummer 2 können andere Tätigkeiten zugrunde gelegt
    werden, wenn sie in gleicher Breite und Tiefe die in Nummer 1
    genannten Nachweise ermöglichen;

4.  der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe, die aus mehreren Teilaufgaben
    bestehen kann und Kundenaufträgen entspricht, durchführen, ein
    situatives Fachgespräch, das aus mehreren Gesprächsphasen bestehen
    kann, führen und Aufgaben schriftlich bearbeiten, die sich auf die
    Arbeitsaufgabe beziehen;

5.  die Prüfungszeit für die Arbeitsaufgabe und das situative Fachgespräch
    beträgt drei Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das situative
    Fachgespräch höchstens zehn Minuten dauern; die Prüfungszeit für die
    schriftlichen Aufgabenstellungen beträgt 120 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kfzmechaausbv_2013/__7.html
Directory: kfzmechaausbv_2013
Level: 2.0