Title: § 2 Berechnungsvorgang

Description:
Verordnung über die Berechnung, Zahlung, Weiterleitung, Abrechnung und Prüfung des Gesamtsozialversicherungsbeitrages (BeitrVV)
Erster Abschnitt - Berechnung des Gesamtsozialversicherungsbeitrages und der Beitragsbemessungsgrenzen
§ 2 Berechnungsvorgang

Paragraph: 2

Content:
Verordnung über die Berechnung, Zahlung, Weiterleitung, Abrechnung und Prüfung des Gesamtsozialversicherungsbeitrages (BeitrVV)
Erster Abschnitt - Berechnung des Gesamtsozialversicherungsbeitrages und der Beitragsbemessungsgrenzen
§ 2 Berechnungsvorgang

(1) Beiträge, die der Arbeitgeber und der Beschäftigte je zur Hälfte
tragen, werden durch Anwendung des halben Beitragssatzes auf das
Arbeitsentgelt und anschließender Verdoppelung des gerundeten
Ergebnisses berechnet. Auf Beiträge, die der Arbeitgeber allein trägt,
kann Satz 1 entsprechend angewandt werden. Werden Beiträge vom
Arbeitgeber und vom Beschäftigten nicht je zur Hälfte getragen, ergibt
sich der Beitrag aus der Summe der getrennt berechneten gerundeten
Anteile. Beiträge, die vom Beschäftigten allein zu tragen sind, werden
durch Anwendung des für diese Beiträge geltenden Beitragssatzes oder
Beitragszuschlags auf das Arbeitsentgelt berechnet; Satz 3 zweiter
Halbsatz gilt entsprechend. Wird die
Mindestbeitragsbemessungsgrundlage des § 163 Abs. 8 des Sechsten
Buches Sozialgesetzbuch nicht überschritten, wird der Beitragssatz auf
die Mindestbeitragsbemessungsgrundlage angewandt und der vom
Arbeitgeber zu tragende Beitragsanteil berechnet und gerundet; durch
Abzug des Arbeitgeberanteils vom Beitrag ergibt sich der
Beitragsanteil des Beschäftigten.

(2) Abweichend von Absatz 1 Satz 1 wird in den Fällen des
Übergangsbereichs der vom Arbeitgeber zu zahlende Beitrag durch
Anwendung des halben Beitragssatzes auf die beitragspflichtige
Einnahme nach § 20 Absatz 2a Satz 1 des Vierten Buches
Sozialgesetzbuch und anschließende Verdoppelung des gerundeten
Ergebnisses berechnet. Bei Entgelten bis zur Geringfügigkeitsgrenze
ergibt sich die beitragspflichtige Einnahme nach § 20 Absatz 2a Satz 1
des Vierten Buches Sozialgesetzbuch durch Anwendung des Faktors F auf
das der Beschäftigung nach § 14 in Verbindung mit § 17 des Vierten
Buches Sozialgesetzbuch zugrunde liegende Arbeitsentgelt. Der vom
Beschäftigten zu tragende Beitragsanteil wird durch Anwendung des
jeweiligen halben Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung,
der sozialen Pflegeversicherung nach § 55 Absatz 1 Satz 1 des Elften
Buches Sozialgesetzbuch, zur Arbeitsförderung und der gesetzlichen
Krankenversicherung sowie des halben kassenindividuellen
Zusatzbeitragssatzes auf die nach § 20 Absatz 2a Satz 6 des Vierten
Buches Sozialgesetzbuch ermittelte beitragspflichtige Einnahme
berechnet und gerundet. Der Abzug des Beitragsanteils des
Beschäftigten von dem nach Satz 1 errechneten Beitrag ergibt den
Beitragsanteil des Arbeitgebers. Überschreiten einzelne Entgelte in
Fällen des § 20 Absatz 2a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch nicht
die Geringfügigkeitsgrenze, ist kein Beitragsanteil nach Satz 3 zu
ermitteln, der Arbeitgeber trägt insoweit den gesamten Beitrag allein.
Vom Beschäftigten allein zu tragende Beitragsanteile werden durch
Anwendung des maßgebenden Beitragssatzes oder Beitragszuschlags auf
die beitragspflichtige Einnahme nach § 20 Absatz 2a Satz 1 des Vierten
Buches Sozialgesetzbuch berechnet und auf zwei Dezimalstellen
gerundet. Die den Beitragsanteil des Beschäftigten reduzierenden
Beträge werden durch Anwendung des maßgebenden Beitragsabschlags auf
die beitragspflichtige Einnahme nach § 20 Absatz 2a Satz 6 des Vierten
Buches Sozialgesetzbuch berechnet und auf zwei Dezimalstellen
gerundet.

(3) In Fällen des § 134 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch gilt
Absatz 2 Satz 1, 2 und 6 mit der Maßgabe, dass die beitragspflichtige
Einnahme nach § 134 Satz 1 bis 3 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch
berechnet wird. In diesen Fällen wird der vom Arbeitgeber zu tragende
Beitragsanteil durch Anwendung des halben Beitragssatzes zur
gesetzlichen Rentenversicherung, der sozialen Pflegeversicherung, zur
Arbeitsförderung und der gesetzlichen Krankenversicherung sowie des
halben kassenindividuellen Zusatzbeitragssatzes auf das der
Beschäftigung nach § 14 in Verbindung mit § 17 des Vierten Buches
Sozialgesetzbuches zugrundeliegende Arbeitsentgelt berechnet und
gerundet. Der Abzug des Arbeitgeberanteils von dem nach Satz 1
errechneten Beitrag ergibt den Beitragsanteil des Beschäftigten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/beitrvv/__2.html
Directory: beitrvv
Level: 3.0