Title: § 8

Description:
Gesetz über Maßnahmen auf dem Gebiete des Grundbuchwesens (GBMaßnG)
Erster Abschnitt - Eintragung der Umstellung
§ 8

Paragraph: 8

Content:
Gesetz über Maßnahmen auf dem Gebiete des Grundbuchwesens (GBMaßnG)
Erster Abschnitt - Eintragung der Umstellung
§ 8

(1) Ist bei der Hypothek ein Umstellungsschutzvermerk nicht
eingetragen, so gelten nach dem Ende des Jahres 1965 für die
Berichtigung des Grundbuchs durch Eintragung eines Umstellungsbetrags,
der sich auf eine Deutsche Mark für je zehn Reichsmark beläuft, die
besonderen Vorschriften der Absätze 2 bis 8.

(2) Antragsberechtigt ist auch der Inhaber eines im Grundbuch
eingetragenen Rechtes, das der Hypothek im Rang gleichsteht oder
nachgeht, sowie derjenige, der auf Grund eines vollstreckbaren Titels
die Zwangsvollstreckung in ein solches Recht oder in das belastete
Grundstück betreiben kann.

(3) Die Berichtigung kann auch von Amts wegen vorgenommen werden.

(4) Ist für die Hypothek ein Brief erteilt worden, so kann der
Antragsberechtigte von dem Gläubiger die Vorlegung des Briefs beim
Grundbuchamt und von jedem früheren Gläubiger Auskunft darüber
verlangen, was diesem über die Rechtsnachfolge bekannt ist.

(5) Ist der Gläubiger nicht als Berechtigter im Grundbuch eingetragen,
so kann der Antragsberechtigte von dem Eigentümer Auskunft darüber
verlangen, was diesem über die Rechtsnachfolge bekannt ist.

(6) Die Berichtigung kann ohne die Bewilligung des Gläubigers
vorgenommen werden, wenn der Gläubiger nicht innerhalb einer ihm vom
Grundbuchamt zu setzenden Frist diesem gegenüber schriftlich oder
durch Erklärung zur Niederschrift des Grundbuchamts der Berichtigung
widersprochen hat. In diesem Fall bedarf es nicht des Nachweises, daß
ein Umstellungsbetrag, der sich auf mehr als eine Deutsche Mark für je
zehn Reichsmark beläuft, nach § 3 Buchstabe b nicht mehr eingetragen
werden darf. Kann dem Gläubiger keine Gelegenheit zur Äußerung gegeben
werden, so ist eine Berichtigung auf Grund dieses Absatzes nicht
statthaft.

(7) Die Vorschriften des Absatzes 6 gelten sinngemäß für den
Eigentümer.

(8) Ist der Gläubiger nicht als Berechtigter im Grundbuch eingetragen,
so kann der Antragsberechtigte von ihm verlangen, die Berichtigung der
Eintragung des Berechtigten im Grundbuch zu erwirken. Dies gilt nicht,
wenn sich der Gläubiger im Besitz des Hypothekenbriefs befindet und
dem Grundbuchamt gegenüber sein Gläubigerrecht nach § 1155 des
Bürgerlichen Gesetzbuches nachweist.

(9) Hat der Gläubiger oder der Eigentümer der Berichtigung des
Grundbuchs widersprochen, so kann der Antragsberechtigte von ihm
verlangen, die Berichtigung des Grundbuchs durch Eintragung des
Umstellungsbetrags oder die Eintragung eines
Umstellungsschutzvermerkes auf Grund des § 4 Abs. 2 Satz 1 Buchstabe c
zu erwirken.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gbma_ng/__8.html
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