Title: § 1 Mindestanforderungen an die Einrichtung und den wirtschaftlichen Zustand

Description:
Verordnung über die Eignung der Ausbildungsstätte für die Berufsausbildung zum Tierwirt/zur Tierwirtin (TWirtAusbStEignV 2005)
§ 1 Mindestanforderungen an die Einrichtung und den wirtschaftlichen Zustand

Paragraph: 1

Content:
Verordnung über die Eignung der Ausbildungsstätte für die Berufsausbildung zum Tierwirt/zur Tierwirtin (TWirtAusbStEignV 2005)
§ 1 Mindestanforderungen an die Einrichtung und den wirtschaftlichen Zustand

(1) Die Ausbildungsstätte muss unter Berücksichtigung der in § 27 Abs.
1 des Berufsbildungsgesetzes genannten Anforderungen ein Betrieb sein,
der nach Art und Umfang der Produktion sowie nach seinem
Bewirtschaftungszustand die Voraussetzungen dafür bietet, dass den
Auszubildenden die in der Verordnung über die Berufsausbildung zum
Tierwirt/zur Tierwirtin geforderten Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) in der gemeinsamen
beruflichen Fachbildung und der Ausbildung in der jeweiligen
Fachrichtung vermittelt werden können. Eine kontinuierliche Anleitung
muss gewährleistet sein.

(2) Die Ausbildungsstätte muss als Haupterwerbsbetrieb, als
selbstständige Betriebseinheit oder als Einrichtung der öffentlichen
Hand bewirtschaftet und nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen
geführt werden. Die Wirtschaftsergebnisse müssen buchführungsgemäß
erfasst sein.

(3) Die Gebäude, baulichen Anlagen und technischen Ausstattungen der
Ausbildungsstätte müssen den im Hinblick auf die Ausbildungsziele zu
stellenden Anforderungen entsprechen und in ordnungsgemäßem Zustand
sein.

(4) Es muss gewährleistet sein, dass die erforderlichen
Betriebsmittel, insbesondere die Geräte, Maschinen und technischen
Einrichtungen, für die Ausbildung zur Verfügung stehen und in
ordnungsgemäßem Zustand sind. Die notwendigen Einrichtungen zu deren
Pflege sowie für Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten müssen
vorhanden sein.

(5) Ein Abdruck der Verordnung über die Berufsausbildung zum
Tierwirt/zur Tierwirtin und der Prüfungsordnung sowie der
Ausbildungsplan müssen in der Ausbildungsstätte an geeigneter Stelle
zur Einsicht ausgelegt oder den Auszubildenden ausgehändigt werden.
Den Auszubildenden soll für die betriebliche Ausbildung förderliche
Fachliteratur zur Verfügung stehen. Soweit tarifvertragliche
Regelungen für den Ausbildungsbetrieb gelten, sind diese in der
Ausbildungsstätte zur Einsicht auszulegen.

(6) Die Ausbildungsstätte muss die Gewähr dafür bieten, dass die
Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes, des
Mutterschutzgesetzes, der Unfallverhütungsvorschriften, der
Arbeitsstättenverordnung und sonstige Vorschriften zum Schutze der
Auszubildenden eingehalten werden können. Sie muss über geeignete
Sozialräume und Sanitärräume verfügen. Bei der Antragstellung gemäß §
27 Abs. 3 des Berufsbildungsgesetzes muss eine
Unbedenklichkeitsbescheinigung der zuständigen Berufsgenossenschaft
über die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften vorliegen, die
nicht älter als ein Jahr ist. Haben Ausbildende Auszubildende in die
häusliche Gemeinschaft aufgenommen, so muss eine Unterkunft zur
Verfügung gestellt werden, die zeitgemäß beschaffen und ausgestattet
ist.

(7) Eine Ausbildungsstätte ist ungeeignet, wenn über das Vermögen des
Inhabers oder der Inhaberin ein Insolvenz- oder Vergleichsverfahren
eröffnet worden ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/twirtausbsteignv_2005/__1.html
Directory: twirtausbsteignv_2005
Level: 2.0