Title: § 59 Voraussetzungen der Verwarnung mit Strafvorbehalt

Description:
Strafgesetzbuch (StGB)
Allgemeiner Teil -
Dritter Abschnitt - Rechtsfolgen der Tat
Fünfter Titel - Absehen von Strafe
§ 59 Voraussetzungen der Verwarnung mit Strafvorbehalt

Paragraph: 59

Content:
Strafgesetzbuch (StGB)
Allgemeiner Teil -
Dritter Abschnitt - Rechtsfolgen der Tat
Fünfter Titel - Absehen von Strafe
§ 59 Voraussetzungen der Verwarnung mit Strafvorbehalt

(1) Hat jemand Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen
verwirkt, so kann das Gericht ihn neben dem Schuldspruch verwarnen,
die Strafe bestimmen und die Verurteilung zu dieser Strafe
vorbehalten, wenn

1.  zu erwarten ist, daß der Täter künftig auch ohne Verurteilung zu
    Strafe keine Straftaten mehr begehen wird,

2.  nach der Gesamtwürdigung von Tat und Persönlichkeit des Täters
    besondere Umstände vorliegen, die eine Verhängung von Strafe
    entbehrlich machen, und

3.  die Verteidigung der Rechtsordnung die Verurteilung zu Strafe nicht
    gebietet.

§ 56 Abs. 1 Satz 2 gilt entsprechend.

(2) Neben der Verwarnung kann auf Einziehung oder Unbrauchbarmachung
erkannt werden. Neben Maßregeln der Besserung und Sicherung ist die
Verwarnung mit Strafvorbehalt nicht zulässig.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__59.html
Directory: stgb
Level: 5.0