Title: § 9 Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Holzbearbeitungsmechaniker/zur Holzbearbeitungsmechanikerin (HolzbearbMechAusbV 2004-07)
§ 9 Abschlussprüfung

Paragraph: 9

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Holzbearbeitungsmechaniker/zur Holzbearbeitungsmechanikerin (HolzbearbMechAusbV 2004-07)
§ 9 Abschlussprüfung

(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt
höchstens sechs Stunden eine Arbeitsaufgabe durchführen. Für die
Arbeitsaufgabe kommt insbesondere in Betracht:
Herstellen von Holzerzeugnissen einschließlich Auswählen und Einteilen
von Holz und Rohmaterialien, Einrichten und Bedienen von
Holzbearbeitungsmaschinen oder Produktionsanlagen sowie Sortieren und
Vermessen von Holzerzeugnissen.
Bei der Erstellung der Arbeitsaufgabe ist die festgelegte
Wahlqualifikationseinheit zu berücksichtigen. Bei der Durchführung der
Arbeitsaufgabe soll der Prüfling zeigen, dass er die Arbeitsabläufe
unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer und
zeitlicher Vorgaben selbstständig planen, die Arbeitszusammenhänge
erkennen, die Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren sowie
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit
sowie zum Umweltschutz ergreifen kann.

(3) Der Prüfling soll im schriftlichen Teil der Prüfung in den
Prüfungsbereichen Fertigungstechnik, Maschinen- und Anlagentechnik
sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. In den
Prüfungsbereichen Fertigungstechnik und Maschinen- und Anlagentechnik
sind insbesondere praxisbezogene Aufgaben mit verknüpften
informationstechnischen, technologischen und mathematischen
Sachverhalten zu analysieren, zu bewerten und zu lösen. Dabei soll der
Prüfling zeigen, dass er die Arbeitssicherheits-, Gesundheitsschutz-
und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen, die Verwendung von
Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffen planen sowie Werkzeuge, Geräte,
Maschinen und Anlagen zuordnen, Herstellerangaben beachten und
qualitätssichernde Maßnahmen einbeziehen kann. Es kommen
praxisbezogene Aufgaben insbesondere aus folgenden Gebieten in
Betracht:

1.  im Prüfungsbereich Fertigungstechnik:

    Beschreiben der Vorgehensweise bei Herstellung von Holzerzeugnissen,
    Holzbauteilen oder Holzwerkstoffen unter Berücksichtigung der
    Produktqualität. Erstellen von Fertigungsunterlagen sowie Optimieren
    von Arbeitsabläufen;

2.  im Prüfungsbereich Maschinen- und Anlagentechnik:

    Beschreiben der Vorgehensweise beim Einrichten, Bedienen und Steuern
    von Maschinen und Anlagen, Steuern von Produktionsabläufen und
    Instandhalten von Werkzeugen, Maschinen und Anlagen;

3.  im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:

    allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der
    Berufs- und Arbeitswelt.

(4) Für den schriftlichen Teil der Prüfung ist von folgenden
zeitlichen Höchstwerten auszugehen:

*    *   1.

    *   im Prüfungsbereich Fertigungstechnik

    *   120 Minuten,

*    *   2.

    *   im Prüfungsbereich Maschinen- und Anlagentechnik

    *   120 Minuten,

*    *   3.

    *   im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   60 Minuten.

(5) Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings
oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen
Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese
für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der
Ermittlung der Ergebnisse für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche
sind die jeweiligen bisherigen Ergebnisse und die entsprechenden
Ergebnisse der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu
gewichten.

(6) Innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung sind die
Prüfungsbereiche wie folgt zu gewichten:

*    *   1.

    *   Prüfungsbereich Fertigungstechnik

    *   40 Prozent,

*    *   2.

    *   Prüfungsbereich Maschinen-und Anlagentechnik

    *   40 Prozent,

*    *   3.

    *   Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   20 Prozent.

(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und
schriftlichen Teil der Prüfung mindestens ausreichende Leistungen
erbracht sind. Innerhalb der schriftlichen Prüfung müssen in zwei der
Prüfungsbereiche nach Absatz 3 mindestens ausreichende Leistungen, in
dem weiteren Prüfungsbereich dürfen keine ungenügenden Leistungen
erbracht werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/holzbearbmechausbv_2004-07/__9.html
Directory: holzbearbmechausbv_2004-07
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