Title: § 12 Teil 2 der Gesellenprüfung in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer und zur Metallbauerin (MetallbAusbV 2008)
§ 12 Teil 2 der Gesellenprüfung in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau

Paragraph: 12

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer und zur Metallbauerin (MetallbAusbV 2008)
§ 12 Teil 2 der Gesellenprüfung in der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau

(1) Teil 2 der Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im
Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Gesellenprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.  Kundenauftrag,

2.  Fahrzeugkonstruktionstechnik,

3.  Funktionsanalyse und

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Kundenauftrag bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Arbeitsabläufe und Teilaufgaben zielorientiert unter Beachtung
        wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer und zeitlicher
        Vorgaben selbstständig planen und umsetzen, Material disponieren,

    b)  Bauteile und Baugruppen herstellen und montieren,

    c)  elektropneumatische und elektrohydraulische Systeme aufbauen und in
        Betrieb nehmen, Fehler und Störungen in elektrischen sowie
        pneumatischen oder hydraulischen Systemen systematisch feststellen,
        eingrenzen und beheben sowie Prüfprotokolle unter Nutzung von
        Standardsoftware erstellen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete zugrunde zu legen:

    a)  Herstellen, Prüfen, Montieren, Instandsetzen oder Umbauen einer
        Fahrzeugkonstruktion einschließlich Dokumentation,

    b)  Montieren, Prüfen, Messen, Inbetriebnehmen oder Instandsetzen eines
        elektrohydraulischen oder elektropneumatischen Systems einschließlich
        Arbeitsplanung und Dokumentation;

3.  der Prüfling soll im Prüfungsbereich Kundenauftrag zwei
    Arbeitsaufgaben, die Kundenaufträgen entsprechen, bearbeiten und
    dokumentieren sowie ausgehend von einer oder der beiden durchgeführten
    Arbeitsaufgaben ein Fachgespräch führen; durch das Fachgespräch soll
    der Prüfling insbesondere zeigen, dass er Kundenaufträge annehmen und
    dabei Kundenprobleme und -wünsche erkennen, fachbezogene Probleme und
    deren Lösungen kundenbezogen darstellen kann;

4.  im Prüfungsbereich Kundenauftrag ist die Arbeitsaufgabe nach Nummer 2
    Buchstabe a mit 40 Prozent, die Arbeitsaufgabe nach Nummer 2 Buchstabe
    b mit 30 Prozent und das Fachgespräch mit 30 Prozent zu gewichten;

5.  die Prüfungszeit beträgt 16 Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das
    fallbezogene Fachgespräch in insgesamt höchstens 30 Minuten
    durchgeführt werden.

(4) Für den Prüfungsbereich Fahrzeugkonstruktionstechnik bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Arbeitssicherheits- und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen,

    b)  die Verwendung von Werk- und Hilfsstoffen planen, Werkzeuge und
        Maschinen dem jeweiligen Verfahren zuordnen, Problemanalysen
        durchführen, die für die Herstellung erforderlichen Komponenten,
        Werkzeuge und Hilfsmittel unter Beachtung von technischen Regeln
        auswählen,

    c)  die Maßnahmen unter Berücksichtigung betrieblicher Abläufe planen,
        Unterlagen auswerten und ändern, Berechnungen durchführen,

    d)  funktionale Zusammenhänge eines Nutzfahrzeuges und dessen
        Fahrzeugkonstruktion darstellen und

    e)  fachliche Probleme mit verknüpften informationstechnischen,
        technologischen und mathematischen Sachverhalten analysieren, bewerten
        und geeignete Lösungswege darstellen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete zugrunde zu legen:

    Beschreiben der Vorgehensweise bei der Herstellung, Montage oder beim
    Umbau eines Nutzfahrzeuges unter Anwendung verschiedener
    Fertigungsverfahren sowie unter Berücksichtigung des
    Qualitätsmanagements;

3.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben unter Zuhilfenahme
    praxisüblicher Unterlagen schriftlich bearbeiten und die Ergebnisse in
    praxisüblicher Form dokumentieren;

4.  die Prüfungszeit beträgt zwei Stunden.

(5) Für den Prüfungsbereich Funktionsanalyse bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Maßnahmen zur Instandhaltung oder Inbetriebnahme unter
        Berücksichtigung betrieblicher Abläufe planen,

    b)  die notwendigen mechanischen und elektrischen Komponenten, Werkzeuge
        und Hilfsmittel unter Beachtung von technischen Regeln auswählen,
        Montagepläne anpassen, Schaltungsunterlagen auswerten und ändern,
        funktionale Zusammenhänge eines technischen Systems darstellen sowie
        notwendige Arbeitsschritte unter Berücksichtigung der
        Arbeitssicherheit planen und anwenden und

    c)  fachliche Probleme mit verknüpften informationstechnischen,
        technologischen und mathematischen Sachverhalten analysieren, bewerten
        und geeignete Lösungswege darstellen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:

    Beschreiben der Vorgehensweise zur vorbeugenden Instandhaltung und zur
    systematischen Eingrenzung eines Fehlers in einem technischen System;

3.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben unter Zuhilfenahme
    praxisüblicher Unterlagen schriftlich bearbeiten und die Ergebnisse in
    praxisüblicher Form dokumentieren;

4.  die Prüfungszeit beträgt zwei Stunden.

(6) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt eine Stunde.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/metallbausbv_2008/__12.html
Directory: metallbausbv_2008
Level: 2.0