Title: § 68 Berechnungsgrundlage in Sonderfällen

Description:
Sozialgesetzbuch Neuntes Buch – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – (Artikel 1 des Gesetzes v. 23. Dezember 2016, BGBl. I S. 3234) (SGB 9 2018)
Teil 1 - Regelungen für Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen
Kapitel 11 - Unterhaltssichernde und andere ergänzende Leistungen
§ 68 Berechnungsgrundlage in Sonderfällen

Paragraph: 68

Content:
Sozialgesetzbuch Neuntes Buch – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – (Artikel 1 des Gesetzes v. 23. Dezember 2016, BGBl. I S. 3234) (SGB 9 2018)
Teil 1 - Regelungen für Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen
Kapitel 11 - Unterhaltssichernde und andere ergänzende Leistungen
§ 68 Berechnungsgrundlage in Sonderfällen

(1) Für die Berechnung des Übergangsgeldes während des Bezuges von
Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden 65 Prozent eines
fiktiven Arbeitsentgelts zugrunde gelegt, wenn

1.  die Berechnung nach den §§ 66, 67 und 69 zu einem geringeren Betrag
    führt,

2.  Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen nicht erzielt worden ist oder

3.  der letzte Tag des Bemessungszeitraums bei Beginn der Leistungen
    länger als drei Jahre zurückliegt.

(2) Für die Festsetzung des fiktiven Arbeitsentgelts ist der
Leistungsempfänger der Qualifikationsgruppe zuzuordnen, die seiner
beruflichen Qualifikation entspricht. Dafür gilt folgende Zuordnung:

1.  für eine Hochschul- oder Fachhochschulausbildung (Qualifikationsgruppe
    1) ein Arbeitsentgelt in Höhe von einem Dreihundertstel der
    Bezugsgröße,

2.  für einen Fachschulabschluss, den Nachweis über eine abgeschlossene
    Qualifikation als Meisterin oder Meister oder einen Abschluss in einer
    vergleichbaren Einrichtung (Qualifikationsgruppe 2) ein Arbeitsentgelt
    in Höhe von einem Dreihundertsechzigstel der Bezugsgröße,

3.  für eine abgeschlossene Ausbildung in einem Ausbildungsberuf
    (Qualifikationsgruppe 3) ein Arbeitsentgelt in Höhe von einem
    Vierhundertfünfzigstel der Bezugsgröße und

4.  bei einer fehlenden Ausbildung (Qualifikationsgruppe 4) ein
    Arbeitsentgelt in Höhe von einem Sechshundertstel der Bezugsgröße,
    mindestens jedoch ein Arbeitsentgelt in Höhe des Betrages, der sich
    ergibt, wenn der Mindestlohn je Zeitstunde nach § 1 Absatz 2 Satz 1
    des Mindestlohngesetzes in Verbindung mit der auf der Grundlage des §
    11 Absatz 1 Satz 1 des Mindestlohngesetzes jeweils erlassenen
    Verordnung mit einem Siebtel der tariflichen regelmäßigen
    wöchentlichen Arbeitszeit, die für Tarifbeschäftigte im öffentlichen
    Dienst des Bundes gilt, vervielfacht wird.

Maßgebend ist die Bezugsgröße, die für den Wohnsitz oder für den
gewöhnlichen Aufenthaltsort der Leistungsempfänger im letzten
Kalendermonat vor dem Beginn der Leistung gilt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_9_2018/__68.html
Directory: sgb_9_2018
Level: 4.0