Title: § 3

Description:
Gesetz über die religiöse Kindererziehung (KErzG)
§ 3

Paragraph: 3

Content:
Gesetz über die religiöse Kindererziehung (KErzG)
§ 3

(1) Steht dem Vater oder der Mutter das Recht und die Pflicht, für die
Person des Kindes zu sorgen, neben einem dem Kinde bestellten Vormund
oder Pfleger zu, so geht bei einer Meinungsverschiedenheit über die
Bestimmung des religiösen Bekenntnisses, in dem das Kind erzogen
werden soll, die Meinung des Vaters oder der Mutter vor, es sei denn,
daß dem Vater oder der Mutter das Recht der religiösen Erziehung auf
Grund des § 1666 des Bürgerlichen Gesetzbuchs entzogen ist.

(2) Steht die Sorge für die Person eines Kindes einem Vormund oder
Pfleger allein zu, so hat dieser auch über die religiöse Erziehung des
Kindes zu bestimmen. Er bedarf dazu der Genehmigung des
Familiengerichts. Vor der Genehmigung sind die Eltern sowie
erforderlichenfalls Verwandte, Verschwägerte und die Lehrer des Kindes
zu hören, wenn es ohne erhebliche Verzögerung oder unverhältnismäßige
Kosten geschehen kann. Auch ist das Kind zu hören, wenn es das zehnte
Lebensjahr vollendet hat. Weder der Vormund noch der Pfleger können
eine schon erfolgte Bestimmung über die religiöse Erziehung ändern.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kerzg/__3.html
Directory: kerzg
Level: 2.0