Title: § 331 Einstweilige Anordnung

Description:
Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
Buch 3 - Verfahren in Betreuungs- und Unterbringungssachen
Abschnitt 2 - Verfahren in Unterbringungssachen
§ 331 Einstweilige Anordnung

Paragraph: 331

Content:
Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
Buch 3 - Verfahren in Betreuungs- und Unterbringungssachen
Abschnitt 2 - Verfahren in Unterbringungssachen
§ 331 Einstweilige Anordnung

Das Gericht kann durch einstweilige Anordnung eine vorläufige
Unterbringungsmaßnahme anordnen oder genehmigen, wenn

1.  dringende Gründe für die Annahme bestehen, dass die Voraussetzungen
    für die Genehmigung oder Anordnung einer Unterbringungsmaßnahme
    gegeben sind und ein dringendes Bedürfnis für ein sofortiges
    Tätigwerden besteht,

2.  ein ärztliches Zeugnis über den Zustand des Betroffenen und über die
    Notwendigkeit der Maßnahme vorliegt; der Arzt, der das ärztliche
    Zeugnis ausstellt, soll Arzt für Psychiatrie sein; er muss Erfahrung
    auf dem Gebiet der Psychiatrie haben; dies gilt nicht für
    freiheitsentziehende Maßnahmen nach § 312 Nummer 2 und 4,

3.  im Fall des § 317 ein Verfahrenspfleger bestellt und angehört worden
    ist und

4.  der Betroffene persönlich angehört worden ist.

Eine Anhörung des Betroffenen im Wege der Rechtshilfe ist abweichend
von § 319 Abs. 4 zulässig.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__331.html
Directory: famfg
Level: 4.0