Title: **Inhalt und Form des Risswerks**

Description:
Verordnung über markscheiderische Arbeiten und Beobachtungen der Oberfläche (MarkschBergV)
**Inhalt und Form des Risswerks**

Paragraph: 9

Content:
Verordnung über markscheiderische Arbeiten und Beobachtungen der Oberfläche (MarkschBergV)
**Inhalt und Form des Risswerks**

1.  Titel

    Der Titel jedes Bestandteils des Risswerks muss enthalten:

    a)  den Namen des Betriebes,

    b)  die Bezeichnung des aufzusuchenden oder zu gewinnenden Bodenschatzes
        oder die Angabe einer anderen Tätigkeit als Aufsuchen oder Gewinnen,

    c)  die Bezeichnung des Risses oder der sonstigen Unterlage,

    d)  bei risslichen Darstellungen zusätzlich den Maßstab und die
        Blattbezeichnung entsprechend der Blatteinteilung des Risswerks.

2.  Titelblatt

    Das Titelblatt muss enthalten:

    a)  den Ort des Betriebes,

    b)  die Bezeichnung der Bergbauberechtigung,

    c)  eine amtliche Karte der Landesvermessung, des Liegenschaftskatasters
        oder der für die Herausgabe von Seekarten zuständigen Behörden,
        jeweils in der neuesten Ausgabe, mit folgenden Eintragungen:

        aa) die Grenzen der Länder, Regierungsbezirke, Landkreise, Gemeinden, der
            Küstengewässer, des Festlandsockels und der Bergaufsichtsbezirke,

        bb) die Grenzen, Art und Namen der Bergbauberechtigung,
            erforderlichenfalls in einer gesonderten Darstellung,

        cc) andere für den Betrieb festgesetzte Grenzen einschließlich
            Betriebsplangrenzen und Sicherheitslinien, erforderlichenfalls in
            einer gesonderten Darstellung,

        dd) die Koordinaten der Eckpunkte der Grenzlinien nach Nummer 2 Buchstabe
            c Doppelbuchstabe bb und cc, soweit festgelegt,

        ee) Art und Namen angrenzender oder überdeckender Bergbauberechtigungen
            oder -betriebe, bei letzteren auch deren Grenzen,

        ff) Schutzzonen, Schutzbereiche, Schutzgebiete,

    d)  einen Schnitt der normalen Schichtenfolge (Hauptschichtenschnitt),
        wenn er zur Übersicht über die Lagerstätte und die sie umgebenden
        Gebirgsschichten erforderlich ist,

    e)  ein Verzeichnis der Bestandteile des Risswerks und eine
        Blatteinteilung mit den Hauptschnittlinien, wenn das Risswerk aus
        mehreren Teilen besteht,

    f)  chronologische Auflistung bedeutsamer Betriebsereignisse.

3.  Tageriss

    a)  Der Tageriss muss enthalten:

        aa) die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c Doppelbuchstabe bb und cc,

        bb) die Tagessituation entsprechend der jeweils neuesten Ausgabe der
            Grundlagen nach § 8 Absatz 2,

        cc) die Gegenstände, auf die der Betrieb Rücksicht nehmen muss,

        dd) die übertägigen Betriebsanlagen und Betriebseinrichtungen
            einschließlich Halden, Schlamm- und Klärteiche,

        ee) die Tagesöffnungen des Grubengebäudes,

        ff) die Ansatzpunkte der Bohrungen mit ihren Bezeichnungen, soweit sie
            nicht zur engräumigen Untersuchung einer oberflächennahen Lagerstätte
            dienen,

        gg) bergbaubedingte Tagesbrüche und Unstetigkeiten,

        hh) den Verlauf von Schnittlinien und die Spuren von Seigerrissebenen,

        ii) das Ausgehende der Lagerstätte, der Leitschichten und der
            Gebirgsstörungen, wenn diese Eintragungen für die Sicherheit des
            Betriebes und der Tagesoberfläche von Bedeutung sind,

        jj) Gasaustrittsstellen.

    b)  Bei untertägigen Gewinnungs- und Aufsuchungsbetrieben sowie bei
        Speicherbergwerken ist der Tageriss nur im Bereich von übertägigen
        Betriebsanlagen und Betriebseinrichtungen sowie im Bereich von
        untertägigen Grubenbauen anzufertigen.

    c)  Der Tageriss für übertägige Gewinnungsbetriebe muss die Tagessituation
        nur zum Zeitpunkt des Betriebsbeginns enthalten; er ist nicht
        nachzutragen.

4.  Sohlenriss/Zwischensohlenriss

    a)  Der Sohlenriss/Zwischensohlenriss muss enthalten:

        aa) die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c Doppelbuchstabe bb, bei
            mehreren Berechtigungen auf dieselben Bodenschätze nur deren äußere
            Grenzen, sowie die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c
            Doppelbuchstabe cc,

        bb) die Bezeichnung der Sohle,

        cc) den Stand der Grubenbaue in Sohlenhöhe und der sonstigen zur
            Erschließung der Lagerstätte aufgefahrenen Grubenbaue mit Zeitangabe
            entsprechend den Nachtragungsfristen für das Risswerk,

        dd) die Ansätze der Grubenbaue, die von den nach Nummer 4 Buchstabe a
            Doppelbuchstabe cc darzustellenden Grubenbauen ausgehen,

        ee) die Lagerstättenaufschlüsse, sonstigen Gebirgsschichten,
            Gebirgsstörungen, Mulden- und Sattellinien,

        ff) die Grubenbaue für die Wasserhaltung,

        gg) die Nachbarbaue und andere Gegenstände nach § 9 Absatz 6,

        hh) die Standwasserbereiche, Brandherde, Brandfelder, Dämme zum Abschluss
            von Grubenbauen, Austritt- oder Ausbruchstellen von Gasen, Laugen oder
            Schlämmen, Gebirgsschlagstellen,

        ii) betriebliche Sicherheitspfeiler und Schutzbezirke,

        jj) die Bohrungen mit ihrer Bezeichnung,

            aaa) die von über Tage aus niedergebracht sind,

            bbb) mit denen Standwasser, wasser- oder laugenführende Schichten erbohrt
                worden sind,

            ccc) die der Bewetterung, Fahrung, Förderung oder Energieversorgung dienen,

            ddd) die der untertägigen Untersuchung der Gebirgsschichten, auch außerhalb
                des Sohlenniveaus, dienen, soweit sie nicht unmittelbar zur
                Vorbereitung und Durchführung der Gewinnung hergestellt werden,

        kk) den Verlauf von Schnittlinien und die Spuren von Seigerrissebenen,

        ll) die Vermerke über Genehmigungen zum Herstellen von Grubenbauen in
            betrieblichen Sicherheitspfeilern und Schutzbezirken.

    b)  Falls geneigte Grubenbaue außerhalb der Lagerstätte nicht in einem
        Zwischensohlenriss dargestellt werden, sind sie in voller Länge in den
        Sohlenrissen der angeschnittenen Sohlen einzutragen, wenn sie mehrere
        Sohlen miteinander verbinden.

5.  Gewinnungsriss unter Tage

    a)  Der Gewinnungsriss unter Tage muss enthalten:

        aa) die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c Doppelbuchstabe bb, bei
            mehreren Berechtigungen auf dieselben Bodenschätze nur deren äußere
            Grenzen, sowie die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c
            Doppelbuchstabe cc,

        bb) den Stand folgender Grubenbaue mit Zeitangabe entsprechend den
            Nachtragungsfristen für das Risswerk: Grubenbaue, die

            aaa) innerhalb der Lagerstätte aufgefahren worden sind mit den Ansätzen der
                zugehörenden Ausrichtungsbaue,

            bbb) die Lagerstätte durchörtern,

            ccc) weniger als 20 m von der Lagerstätte entfernt sind, mit Ausnahme
                abgebauter Flächen,

        cc) den Stand der Gewinnung und des Versatzes unter Kennzeichnung der
            Versatzart, Angaben zur Versatzmenge mit Zeitangabe entsprechend den
            Nachtragungsfristen für das Risswerk,

        dd) die Ausbildung und den Verlauf der Lagerstätte unter Angabe der
            anstehenden und der gebauten Mächtigkeit,

        ee) die Eintragungen nach Nummer 4 Buchstabe a Doppelbuchstabe gg bis kk
            und die Vermerke nach Nummer 4 Buchstabe a Doppelbuchstabe ll.

    b)  Auf die Darstellung nach Nummer 5 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb
        Dreifachbuchstabe bbb kann verzichtet werden, wenn das betreffende
        Blatt des Gewinnungsrisses außer den Eintragungen nach Nummer 5
        Buchstabe a Doppelbuchstabe aa,

        aa) sonst keine weiteren Eintragungen oder Vermerke enthalten würde,

        bb) Grubenbaue auf einem benachbarten Blatt mehr als 100 m von der
            Durchörterungsstelle entfernt sind,

        cc) die Lage der Durchörterungsstelle in dem Verzeichnis nach Nummer 17
            Buchstabe d erfasst wird.

    c)  Der Gewinnungsriss ist als Grundriss zu führen und bei stark geneigter
        oder steiler Lagerung durch Seigerrisse zu ergänzen.

    d)  Bei stark geneigter oder steiler Lagerung dürfen im Grundriss bis zu
        drei Gewinnungssohlen dargestellt werden, wenn die Übersichtlichkeit
        dadurch nicht beeinträchtigt wird. Bei Mehrfachlagerung stark
        geneigter oder steiler Lagerstättenteile können anstelle eines
        Seigerrisses Gewinnungssohlenrisse geführt werden.

6.  Schnittriss

    a)  Der Schnittriss muss enthalten:

        aa) die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c Doppelbuchstabe bb, bei
            mehreren Berechtigungen auf dieselben Bodenschätze nur die äußeren
            Grenzen der Berechtigungen, sowie die Eintragungen nach Nummer 2
            Buchstabe c Doppelbuchstabe cc und Nummer 4 Buchstabe a
            Doppelbuchstabe ii,

        bb) die in der Schnittebene befindlichen Grubenbaue, Bohrungen nach Nummer
            4 Buchstabe a Doppelbuchstabe jj und geologischen Aufschlüsse,

        cc) die Tagesoberfläche,

        dd) die Spuren kreuzender Schnitte oder Seigerrissebenen.

    b)  Schnittrisse sind in dem Umfang, der zur Veranschaulichung der
        Lagerungsverhältnisse oder der Lage der Grubenbaue erforderlich ist,
        anzufertigen.

    c)  Für Schächte ist ein besonderer Schnittriss als Schachtbild
        anzufertigen. Dieser muss enthalten:

        aa) die Bezeichnung des Schachtes,

        bb) die Lageangaben (Koordinaten, auf das aktuelle amtliche
            Höhenbezugssystem bezogene Höhen) sowie den Schachtdurchmesser,

        cc) die Teufe, Art, Beschaffenheit und Mächtigkeit der Gebirgsschichten,

        dd) die Wasseraustrittsstellen und andere Bereiche, die für die Sicherheit
            bedeutsam sind,

        ee) den Zeitpunkt des Beginns und des Endes der Abteufarbeiten,

        ff) die Art des Abteufverfahrens,

        gg) die Teufe, Art und Wandstärke des Ausbaus,

        hh) die Sicherungsmaßnahmen nach der Stilllegung mit Lage- und
            Zeitangaben.

7.  Gewinnungsriss über Tage

    a)  Der Gewinnungsriss über Tage muss enthalten:

        aa) die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c Doppelbuchstabe bb, bei
            mehreren Berechtigungen auf dieselben Bodenschätze nur deren äußere
            Grenzen, die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c Doppelbuchstabe cc
            und Nummer 4 Buchstabe a Doppelbuchstabe ii sowie betriebliche
            Sicherheitsabstände,

        bb) den Stand der Gewinnung mit Zeitangabe entsprechend den
            Nachtragungsfristen für das Risswerk,

        cc) den Stand des Abraums und der Verkippung mit Zeitangabe entsprechend
            den Nachtragungsfristen für das Risswerk, wenn diese Eintragungen für
            die Sicherheit des Betriebes oder für Gegenstände, auf die der Betrieb
            Rücksicht nehmen muss, von Bedeutung sind,

        dd) die ortsfesten Betriebseinrichtungen und Betriebsanlagen
            einschließlich Schlamm- und Klärteiche, Versorgungs- und
            Entsorgungsleitungen, Entwässerungsleitungen,

        ee) die Bohrungen mit ihrer Bezeichnung sowie mit Angabe der auf das
            aktuelle amtliche Höhenbezugssystem bezogenen Höhe des Bohrlochansatz-
            und Bohrlochendpunktes und, soweit ermittelt, des Bohrlochverlaufs,
            wenn die Bohrungen nicht zur engräumigen Untersuchung einer
            oberflächennahen Lagerstätte dienen,

        ff) die geologischen Aufschlüsse, die aus Sicherheitsgründen von Bedeutung
            sind,

        gg) die Nachbarbaue und andere Gegenstände nach § 9 Absatz 6, sonstige
            Hohlräume, frühere Anschüttungen und Ablagerungen,

        hh) den Verlauf von Schnittlinien,

        ii) die Anbindung an das öffentliche Verkehrswegenetz.

    b)  Der Gewinnungsriss hat sich auf den Bereich der übertägigen Gewinnung
        einschließlich Abraum und Verkippung sowie das Betriebsgelände zu
        erstrecken. Darüber hinaus muss er die Tagessituation in einem
        mindestens 50 m, bei Gewinnung von Braunkohle in einem mindestens 200
        m breiten Streifen um das Betriebsgelände enthalten.

    c)  Der Gewinnungsriss ist als Grundriss zu führen. Soweit es zur
        Veranschaulichung der Lagerungsverhältnisse erforderlich ist, sind
        Schnittrisse anzufertigen.

    d)  Bei der Gewinnung unter Wasser (Nasstagebau) ist die Morphologie
        unterhalb des Wasserspiegels darzustellen und, soweit notwendig, eine
        ausreichende Anzahl zweckmäßig gelegter Schnitte zu erstellen.

8.  Grundwasserriss

    a)  Der Grundwasserriss muss enthalten:

        aa) die Linien gleicher Veränderungen des Grundwasserstandes, getrennt
            nach den maßgeblichen Grundwasserleitern,

        bb) die dazugehörende Tagessituation.

    b)  Der Grundwasserriss darf als Deckriss zu einem anderen Riss oder zu
        einer geeigneten amtlichen topographischen Karte geführt werden.

9.  Höhenfestpunktriss mit Höhenverzeichnis

    a)  Der Höhenfestpunktriss muss enthalten:

        aa) die Lage der Höhenfestpunkte,

        bb) die dazugehörende Tagessituation,

        cc) die Eintragung der auf das aktuelle amtliche Höhenbezugssystem
            bezogenen Höhen und ihrer Änderungen sowohl einzeln als auch
            insgesamt.

    b)  Der Höhenfestpunktriss darf als Deckriss zu einem anderen Riss oder zu
        einer geeigneten amtlichen topographischen Karte geführt werden.

    c)  Die Höhenänderungen sind in ein Höhenverzeichnis einzutragen, wenn es
        zur Übersichtlichkeit erforderlich ist.

    d)  Bei übertägigen Gewinnungsbetrieben mit weiträumiger
        Grundwasserabsenkung muss der Höhenfestpunktriss zusätzlich zu den
        Inhalten aus Nummer 9 Buchstabe a den Verlauf bekannter hydraulisch
        wirksamer Störungen, die für die Sicherheit bedeutsam sind, und die
        Lage bekannter sonstiger geologischer Besonderheiten, die für die
        Sicherheit bedeutsam sind, enthalten.

10. Betriebsgrundriss

    Der Betriebsgrundriss muss enthalten:

    a)  die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c Doppelbuchstabe bb, bei
        mehreren Berechtigungen auf dieselben Bodenschätze nur deren äußere
        Grenzen, sowie die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c
        Doppelbuchstabe cc,

    b)  die Tagessituation entsprechend der jeweils neuesten Ausgabe der
        Grundlagen nach § 8 Absatz 2,

    c)  die Bohrungen mit ihrer Bezeichnung sowie mit Angabe der auf die
        Bezugsflächen nach § 3 bezogenen Höhe oder Tiefe des Bohrlochansatz-
        und Bohrlochendpunktes, des Bohrlochverlaufs, soweit ermittelt, und
        des jeweiligen Zustandes,

    d)  die Betriebsanlagen und Betriebseinrichtungen, auch unterirdische,
        sofern sie nicht innerhalb von zwei Jahren wieder entfernt werden,
        Schlammgruben sowie unterirdisch verlegte Leitungen und Kabel
        außerhalb der Betriebsplätze,

    e)  die betrieblichen Sicherheitspfeiler, Schutzbezirke und
        Sicherheitsabstände sowie in der Tagessituation noch nicht
        eingetragene Gegenstände und Flächen, von denen Bohrungen sowie andere
        Betriebsanlagen oder Betriebseinrichtungen einen vorgeschriebenen
        Abstand haben müssen,

    f)  die Freileitungen, erdverlegten Versorgungs- und Entsorgungsleitungen
        fremder Betreiber, auf die der Betrieb Rücksicht nehmen muss,

    g)  im Bereich des Festlandsockels und der Küstengewässer zusätzlich
        Schifffahrtswege, Verkehrstrennungsgebiete, Sperrgebiete, sonstige
        unter besonderen Schutz gestellte Gebiete, Richtfunkstrecken,
        Seezeichen sowie seeverlegte Rohrleitungen und Kabel fremder
        Betreiber,

    h)  die Nachbarbaue und andere Gegenstände nach § 9 Absatz 6,

    i)  den Verlauf von Schnittlinien.

11. Kavernenriss

    a)  Der Kavernenriss muss enthalten:

        aa) in der grundrisslichen Darstellung:

            aaa) die Bezeichnung der Kaverne,

            bbb) den Grundriss der Kaverne als Umhüllende aller auf die Grundrissebene
                projizierten Horizontalschnitte aus den Ergebnissen der
                Hohlraumvermessung, wobei die Bohrlochabweichung zu berücksichtigen
                ist,

            ccc) den Horizontalschnitt der Hohlraumvermessung, der die größte
                ausgesolte Einzelfläche umfasst, unter Angabe seiner Teufenlage und
                der auf das aktuelle amtliche Höhenbezugssystem bezogenen Höhe,

            ddd) bei unregelmäßiger Ausbildung der Kaverne zusätzlich die
                Horizontalschnitte in den Teufenlagen, die zur Überprüfung des
                geringsten Abstandes zu Nachbarkavernen heranzuziehen sind,

            eee) die Nachbarbaue und andere Gegenstände nach § 9 Absatz 6;

        bb) in der schnittrisslichen Darstellung:

            aaa) die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c Doppelbuchstabe bb, bei
                mehreren Berechtigungen auf dieselben Bodenschätze nur deren äußere
                Grenzen, sowie die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c
                Doppelbuchstabe cc,

            bbb) die Bezeichnung der Kaverne,

            ccc) die auf das aktuelle amtliche Höhenbezugssystem bezogene Höhe des
                Ansatzpunktes der Kavernenbohrung,

            ddd) die obere Begrenzung der geologischen Formation, in der die Kaverne
                angelegt ist, die Kavernenfirste und -sohle aus den Ergebnissen der
                Hohlraumvermessung sowie die Bohrlochsohle unter Angabe ihrer
                Teufenlage und der auf das aktuelle amtliche Höhenbezugssystem
                bezogenen Höhe,

            eee) die Unterkante der festen Verrohrung und der Sicherheitsschwebe,

            fff) die Umrisse der Kaverne in den Schnittebenen aus den Ergebnissen der
                Hohlraumvermessung,

            ggg) die Umrisse unregelmäßiger Hohlraumerweiterungen, die der Schnittebene
                benachbart sind, als Projektionen auf die Schnittebene,

            hhh) die Lage der nach Nummer 11 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa
                Dreifachbuchstabe ccc und ddd darzustellenden Horizontalschnitte unter
                Angabe ihrer Teufen und der auf das aktuelle amtliche
                Höhenbezugssystem bezogenen Höhen,

            iii) die Nachbarbaue und andere Gegenstände nach § 9 Absatz 6.

    b)  Die grundrissliche Darstellung ist als Deckriss zum Betriebsgrundriss
        nach Nummer 10 zu führen.

    c)  Die Schnittrisse sind bei Kavernenanlagen als durchgehende
        Längsschnitte über die einander benachbarten Kavernen anzufertigen.

12. Speicherriss

    a)  Der Speicherriss muss enthalten:

        aa) die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c Doppelbuchstabe bb, bei
            mehreren Berechtigungen auf dieselben Bodenschätze nur deren äußere
            Grenzen, sowie die Eintragungen nach Nummer 2 Buchstabe c
            Doppelbuchstabe cc und Nummer 4 Buchstabe a Doppelbuchstabe ii mit
            Ausnahme vorübergehend festgesetzter betrieblicher Sicherheitspfeiler
            oder Schutzbezirke,

        bb) den Stand der im Speicherbereich aufgefahrenen Grubenbaue und ihre
            Anschlüsse an die Ausrichtungsbaue mit Zeitangabe entsprechend den
            Nachtragungsfristen für das Risswerk,

        cc) die Vermerke nach Nummer 4 Buchstabe a Doppelbuchstabe ll,

        dd) die innerhalb des Speicherbereichs verlaufenden Bohrungen mit ihrer
            Bezeichnung, wenn sie nicht als Vorbohrungen für anschließend
            aufzufahrende Grubenbaue dienen,

        ee) die Angaben über den Beginn der Speicherung oder Lagerung in einem
            Grubenbau oder einer Bohrung nach Monat und Jahr und über Art und
            Aggregatzustand des gespeicherten oder eingelagerten Stoffes,

        ff) den Stand der Speicherung oder Lagerung mit Zeitangabe entsprechend
            den Nachtragungsfristen für das Risswerk sowie mit Kennzeichnung, ob
            zusätzliche Stoffe zum Verfüllen eingebracht worden sind,

        gg) die Angaben über die Beendigung der Speicherung oder Lagerung nach
            Monat und Jahr und über die Menge des gespeicherten oder eingelagerten
            Stoffes,

        hh) die Darstellung des Abschlusses eines Grubenbaues oder einer Bohrung,

        ii) die Nachbarbaue und andere Gegenstände nach § 9 Absatz 6.

    b)  Der Speicherriss ist als Grundriss zu führen und je nach Lage der
        Grubenbaue durch Seigerrisse zu ergänzen.

13. Gewinnungsriss für alte Halden

    a)  Der Gewinnungsriss für alte Halden muss enthalten:

        aa) die Darstellung der Halde und die Tagessituation bis zu einer
            Entfernung von mindestens 200 m vom Haldenfuß,

        bb) den Stand der Gewinnung mit Zeitangabe entsprechend den
            Nachtragungsfristen für das Risswerk,

        cc) die Darstellung der wiedernutzbar gemachten Fläche mit Angabe über
            Größe, Art und Zeitpunkt der Wiedernutzbarmachung,

        dd) die Anbindung an das öffentliche Verkehrswegenetz.

    b)  Der Gewinnungsriss ist als Grundriss zu führen. Soweit es zur
        Veranschaulichung erforderlich ist, sind Schnittrisse anzufertigen.

14. Bohrlochbild oder Bohrlochriss

    a)  Das Bohrlochbild oder der Bohrlochriss müssen enthalten:

        aa) folgende Angaben:

            aaa) die Bezeichnung der Bohrung,

            bbb) die Koordinaten und die auf die Bezugsflächen nach § 3 bezogene Höhe
                oder Tiefe des Ansatzpunktes und, soweit ermittelt, des Endpunktes der
                Bohrung,

            ccc) den Zweck der Bohrung,

            ddd) die Art des Bohrverfahrens,

            eee) den Zeitpunkt des Beginns und des Endes der Bohrarbeiten,

            fff) den Zeitpunkt der Verfüllung,

            ggg) ein Verzeichnis der getätigten Vermessungen und Bohrlochlogs,

            hhh) eine Übersicht über den Bezugspunkt und die dazugehörigen Messpunkte
                aus geometrischen Bohrpfadvermessungen unter Angabe der relativen oder
                absoluten Messgenauigkeiten.

        bb) eine schnittrissliche Darstellung des Bohrloches mit folgenden
            Eintragungen:

            aaa) die Teufe, Art, Beschaffenheit und Mächtigkeit der Gebirgsschichten
                und, soweit angetroffen, Angaben über geologische Horizonte, die für
                die Sicherheit besonders bedeutsam sind,

            bbb) den Bohrlochdurchmesser sowie den Rohrdurchmesser, die Wandstärke, den
                Werkstoff, die Einbauteufe der Verrohrung sowie den Verlust und
                Verbleib von Ausrüstungsgegenständen und Werkzeugen,

            ccc) die Teufenlage der Zementations- und Perforationsstrecken sowie der
                Lagerstättenabschlüsse,

            ddd) den Rohrdurchmesser, die Einbauteufe und die Verkiesung von
                Filterstrecken,

            eee) die Bereiche mit Wasser- oder Laugenzuflüssen, Spülungsverlusten, Öl-
                oder Gasspuren und andere Bereiche, die für die Sicherheit bedeutsam
                sind, sowie Grundwasserleiter,

            fff) den Verlauf des Bohrloches, das Einfallen der Gebirgsschichten und
                deren geologische Stellung, Ablenkbereiche,

            ggg) die Art der Verfüllung mit der Darstellung der Verfüllstrecken unter
                Angabe des Verfüllmaterials.

        cc) Bei technisch komplexen und in Bezug zur Sicherheit bedeutsamen
            Bohrungen kann die Behörde verlangen, dass das Bohrlochbild oder der
            Bohrlochriss folgende zusätzliche Elemente in der schnittrisslichen
            Darstellung enthalten:

            aaa) die Einbauteufe der verbauten Komplettierung,

            bbb) die Angabe der wichtigsten Parameter des Verfüllmaterials zum Nachweis
                der Beständigkeit unter Angabe der Bezugsnorm,

            ccc) eine Darstellung des Bohrlochkopfes mit Angaben zur Druckstufe.

    b)  Ein Bohrlochbild oder Bohrlochriss ist nicht erforderlich für
        Bohrungen,

        aa) die der Herstellung von Grubenbauen, der Gewinnung oder der
            Speicherung in Betrieben nach Teil 1 Nummer 1.1, Nummer 1.2.2 oder
            Nummer 2.1.2 dienen, soweit mit diesen Bohrungen keine weiträumige
            Erkundung der Gebirgsschichten verbunden ist,

        bb) die nicht mehr als 100 m in den Boden eindringen.

    c)  Zum Bohrlochbild ist eine rissliche Darstellung der Tagessituation und
        der zu der Bohrung gehörenden Betriebsanlagen und
        Betriebseinrichtungen einschließlich Schlammgruben anzufertigen. Dies
        ist nicht erforderlich, wenn die Tagessituation und die
        Betriebsanlagen und Betriebseinrichtungen in anderen Bestandteilen des
        Risswerks ein- und nachgetragen werden.

15. Wiedernutzbarmachungsriss

    a)  Der Wiedernutzbarmachungsriss muss enthalten:

        aa) die rissliche Darstellung der wieder nutzbar gemachten Fläche im
            Zusammenhang mit der betrieblichen und der übrigen Tagessituation,

        bb) Angaben über:

            aaa) Größe, Art und Zeitpunkt der Wiedernutzbarmachung,

            bbb) Art des Materials an der Oberfläche der Rohkippe,

            ccc) Mächtigkeit und Art des aufgebrachten kulturfähigen Bodenmaterials.

    b)  Der Wiedernutzbarmachungsriss darf als Deckriss zu einem anderen Riss
        oder zu einer geeigneten topographischen Karte geführt werden.

16. Geologischer Riss

    a)  Der geologische Riss muss enthalten:

        aa) die Gebirgsstörungen,

        bb) bei übertägigen Braunkohlengewinnungsbetrieben die Grenzflächen, die
            für die Gewinnung und die Verkippung bedeutsam sind, einschließlich
            der Tagebauoberkante,

        cc) bei Gewinnungsbetrieben mit Bohrungen von über Tage die Grenzflächen
            der Lagerstätte und andere geologische Gegebenheiten, die für die
            Gewinnung bedeutsam sind,

        dd) bei Betrieben zur Untergrundspeicherung die Grenzflächen der für die
            Speicherung oder Lagerung genutzten Schicht und der den
            Untergrundspeicher abdichtenden Schichten sowie andere geologische
            Gegebenheiten, die für die Speicherung oder Lagerung bedeutsam sind.

    b)  Der geologische Riss darf als Deckriss zum Sohlenriss oder
        Zwischensohlenriss nach Nummer 4, zum Gewinnungsriss über Tage nach
        Nummer 7, zum Betriebsgrundriss nach Nummer 10 oder zum Speicherriss
        nach Nummer 12 geführt werden. Er ist entsprechend den durch neue
        Aufschlüsse gewonnenen Erkenntnissen nachzutragen.

    c)  Der geologische Riss ist durch eine zur Veranschaulichung der
        Lagerungsverhältnisse ausreichende Anzahl von Schnittrissen zu
        ergänzen, in denen die Angaben nach Nummer 16 Buchstabe a
        hervorzuheben sind. Die in der Schnittebene befindlichen Grubenbaue
        und Bohrungen sind darzustellen.

17. Verzeichnisse

    a)  Das Verzeichnis über die Standwasserbereiche muss enthalten:

        aa) die Bezeichnung der Standwasserbereiche mit Angabe der Lage und
            Zuordnung zu Grubenbauen,

        bb) das Datum der Festlegung der Standwasserbereiche und den Vermerk über
            die Eintragung in die Bestandteile des Risswerks,

        cc) den Vermerk über die Art und den Zeitpunkt der Lösung des Standwassers
            sowie über die Eintragung in die Bestandteile des Risswerks.

    b)  Das Verzeichnis über Brandherde und Brandfelder muss enthalten:

        aa) die Bezeichnung der Brandherde und Brandfelder mit Angabe der Lage und
            Zuordnung zu Grubenbauen,

        bb) das Datum der Festlegung der Brandherde und Brandfelder und den
            Vermerk über die Eintragung in die Bestandteile des Risswerks,

        cc) den Vermerk über die Art und den Zeitpunkt der Löschung des Brandes
            sowie über die Eintragung in die Bestandteile des Risswerks.

    c)  Das Verzeichnis über Dämme zum Abschluss von Grubenbauen muss
        enthalten:

        aa) die Bezeichnung der Dämme mit Angabe der Lage und Zuordnung zu
            Grubenbauen,

        bb) das Datum der Errichtung sowie Angaben über Abmessungen, Aufbau und
            über etwaige Einbauten der Dämme,

        cc) den Vermerk über die Eintragung der Dämme in die Bestandteile des
            Risswerks sowie den Zeitpunkt der Öffnung.

    d)  Das Verzeichnis über Durchörterungen der Lagerstätte muss die Art und
        die Bezeichnung der Grubenbaue oder der Bohrungen mit Angabe der
        Durchörterungsstellen und des Zeitpunkts ihrer Herstellung enthalten.

    e)  Das Verzeichnis über Austritt- oder Ausbruchstellen von Gasen, Laugen
        oder Schlämmen muss enthalten:

        aa) die Bezeichnung der Austritt- oder Ausbruchstellen mit Angabe der Lage
            und Zuordnung zu Grubenbauen,

        bb) die Art und Menge des Austritt- oder Ausbruchmaterials,

        cc) das Datum des Auftretens und des Verschlusses der Austritt- oder
            Ausbruchstellen, die Art des Verschlusses sowie den Vermerk über die
            Eintragung in die Bestandteile des Risswerks.

    f)  Das Verzeichnis über Gebirgsschlagstellen muss enthalten:

        aa) die Bezeichnung der Gebirgsschlagstellen mit Angabe der Lage und
            Zuordnung zu Grubenbauen,

        bb) die Auswurfmenge,

        cc) das Datum der Gebirgsschläge sowie den Vermerk über die Eintragung in
            die Bestandteile des Risswerks.

    g)  Das Verzeichnis über Hohlraumvermessungen und -volumen muss enthalten:

        aa) bei Solegewinnungs- oder Speicherkavernen die laufenden Nummern und
            die Daten der Hohlraumvermessungen, unter Hervorhebung der für die
            Nachtragung des Kavernenrisses nach Nummer 11 zugrunde gelegten
            Hohlraumvermessung, sowie

        bb) eine Gegenüberstellung des durch die Hohlraumvermessungen bestimmten
            Kavernenvolumens und des aus der chemisch-analytischen Überwachung des
            Solbetriebs oder aus den Mengenmessungen errechneten Kavernenvolumens,

        cc) bei sonstigen Aussolungen die während des vorangegangenen
            Nachtragungszeitraums gewonnene Solemenge und die in ihr enthaltene
            Salzmenge sowie die Summen dieser Mengen über die Betriebszeit.

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