Title: Anlage 1 Mindestanforderungen an die Ausbildung von Bewerbern um eine Prüfbescheinigung für Mofas und zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge bis 25 km/h nach § 5 Absatz 2 durch Fahrlehrer

Description:
Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (FeV 2010)
V. - Durchführungs-, Bußgeld-, Übergangs- und Schlussvorschriften
Anlage 1 Mindestanforderungen an die Ausbildung von Bewerbern um eine Prüfbescheinigung für Mofas und zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge bis 25 km/h nach § 5 Absatz 2 durch Fahrlehrer

Paragraph: 5

Content:
Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (FeV 2010)
V. - Durchführungs-, Bußgeld-, Übergangs- und Schlussvorschriften
Anlage 1 Mindestanforderungen an die Ausbildung von Bewerbern um eine Prüfbescheinigung für Mofas und zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge bis 25 km/h nach § 5 Absatz 2 durch Fahrlehrer

(Fundstelle: BGBl. I 2010, 2015;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)

Bewerber um eine Mofa-Prüfbescheinigung müssen eine theoretische und
praktische Ausbildung durchlaufen.

**1.** **Theoretische Ausbildung**

1.1 Die theoretische Ausbildung muss mindestens sechs Doppelstunden zu je
    90 Minuten umfassen.

1.2 Die Ausbildungsbescheinigung (§ 5 Absatz 2) kann erteilt werden, wenn
    der Bewerber nicht mehr als eine Doppelstunde versäumt hat.

1.3 Die Bewerber sind zu Lerngruppen zusammenzufassen, die nicht mehr als
    20 Teilnehmer haben dürfen.

1.4 Die theoretische Ausbildung ist als Kurs durchzuführen, der für alle
    Teilnehmer einer Lerngruppe gleichzeitig beginnt und endet. Der Kurs
    ist getrennt vom theoretischen Unterricht für Bewerber um eine
    Fahrerlaubnis durchzuführen. Kommt ein solcher Kurs wegen zu geringer
    Teilnehmerzahl nicht zustande, können die Bewerber am theoretischen
    Unterricht für die Klassen A, A1, A2 oder AM teilnehmen.

1.5 Ziel des Kurses ist es, verkehrsgerechtes und rücksichtsvolles
    Verhalten im Straßenverkehr zu erreichen. Die theoretische Ausbildung
    soll beim Kursteilnehmer

    –   zu sicherheitsbetonten Einstellungen und Verhaltensweisen führen,

    –   verantwortungsbewusstes Handeln im Straßenverkehr fördern und

    –   das Entstehen verkehrsgefährdender Verhaltensweisen verhindern.

1.6 Der Kurs muss die in Anlage 1 zur Fahrschüler-Ausbildungsordnung
    enthaltenen Sachgebiete für den theoretischen Unterricht umfassen,
    soweit diese für das Führen von Mofas maßgebend sind. Dabei sind in
    Kursen auch die Auswirkungen technischer Manipulationen am Mofa auf
    die Sicherheit und die Umwelt sowie die damit verbundenen Rechtsfolgen
    für den Fahrer zu verdeutlichen.

1.7 Die Auseinandersetzung mit dem Verhalten im Straßenverkehr muss die
    Erlebniswelt von jugendlichen Kursteilnehmern einbeziehen.

1.8 Die Verkehrsvorschriften sind anhand praktischer Beispiele zu
    begründen und einsichtig zu machen.

**2.** **Praktische Ausbildung**

2.1 Die praktische Ausbildung muss mindestens eine Doppelstunde zu 90
    Minuten umfassen, wenn Bewerber einzeln ausgebildet werden.

2.2 Werden Bewerber in einer Gruppe unterrichtet, muss die praktische
    Ausbildung der Gruppe mindestens zwei Doppelstunden zu je 90 Minuten
    umfassen.

2.3 Die Gruppe darf nicht mehr als vier Teilnehmer haben; für bis zu zwei
    Teilnehmer muss für die gesamte Dauer der praktischen Ausbildung ein
    Mofa zur Verfügung stehen.

2.4 Ziel der praktischen Ausbildung ist es, die sichere Beherrschung eines
    Mofas zu erreichen.

2.5 Es sind mindestens folgende Übungen zur Fahrzeugbeherrschung
    durchzuführen:

    –   Handhabung des Mofas,

    –   Anfahren und Halten,

    –   Geradeausfahren mit Schrittgeschwindigkeit,

    –   Fahren eines Kreises,

    –   Wenden,

    –   Abbremsen,

    –   Ausweichen.

2.6 Die Übungen sind außerhalb öffentlicher Straßen oder auf verkehrsarmen
    Flächen durchzuführen.

(zu § 5 Absatz 2 und 4)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__5.html
Directory: fev_2010
Level: 3.0