Title: § 8 Abrechnung von Regelenergie

Description:
Verordnung über den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen (StromNZV)
Teil 2 - Zugang zu Übertragungsnetzen
Abschnitt 2 - Ausgleichsleistungen
§ 8 Abrechnung von Regelenergie

Paragraph: 8

Content:
Verordnung über den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen (StromNZV)
Teil 2 - Zugang zu Übertragungsnetzen
Abschnitt 2 - Ausgleichsleistungen
§ 8 Abrechnung von Regelenergie

(1) Betreiber von Übertragungsnetzen müssen die Kosten für
Primärregelleistung und -arbeit, für die Vorhaltung von
Sekundärregelleistung und Minutenreserveleistung sowie weiterer
beschaffter und eingesetzter Regelenergieprodukte als eigenständige
Systemdienstleistungen den Nutzern der Übertragungsnetze in Rechnung
stellen, soweit nicht die Regulierungsbehörde durch Festlegung nach §
27 Absatz 1 Nummer 21a die Kosten für denjenigen Teil der Vorhaltung
von Regelenergie aus Sekundärregelleistung und Minutenreserveleistung,
der durch das Verhalten der Bilanzkreisverantwortlichen in ihrer
Gesamtheit verursacht wird, zur Abrechnung über die Ausgleichsenergie
bestimmt. Bei der Ermittlung der Kosten kann eine pauschalisierende
Betrachtung zu Grunde gelegt werden. Für jedes Angebot, das zum Zuge
kommt, bemisst sich die zu zahlende Vergütung nach dem im jeweiligen
Angebot geforderten Preis, soweit nicht die Regulierungsbehörde durch
Festlegung nach § 27 Absatz 1 Nummer 3b das Verfahren zur Vergütung
der Regelenergie durch ein Einheitspreisverfahren regelt.

(2) Die einzelnen Betreiber von Übertragungsnetzen sind verpflichtet,
innerhalb ihrer jeweiligen Regelzone auf 15-Minutenbasis die Mehr- und
Mindereinspeisungen aller Bilanzkreise zu saldieren. Sie haben die
Kosten und Erlöse für den Abruf von Sekundärregelarbeit und
Minutenreservearbeit sowie im Fall einer nach § 27 Absatz 1 Nummer 21a
getroffenen Festlegung auch die Kosten für die Vorhaltung von
Regelenergie aus Sekundärregelleistung und Minutenreserveleistung im
festgelegten Umfang als Ausgleichsenergie den
Bilanzkreisverantwortlichen auf Grundlage einer viertelstündlichen
Abrechnung in Rechnung zu stellen. Die Preise, die je Viertelstunde
ermittelt werden, müssen für Bilanzkreisüberspeisungen und
Bilanzkreisunterspeisungen identisch sein. Die Abrechnung des
Betreibers von Übertragungsnetzen gegenüber den
Bilanzkreisverantwortlichen soll den gesamten Abrechnungszeitraum
vollständig umfassen. Die Abrechnung hat spätestens zwei Monate nach
dem jeweiligen Abrechnungsmonat zu erfolgen. Die Frist kann auf Antrag
des Betreibers von Übertragungsnetzen von der Regulierungsbehörde
verlängert werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__8.html
Directory: stromnzv
Level: 4.0