Title: § 27 Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung in den umwelttechnischen Berufen (UmwAusbV)
Teil 5 - Vorschriften für den Ausbildungsberuf Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice
§ 27 Abschlussprüfung

Paragraph: 27

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung in den umwelttechnischen Berufen (UmwAusbV)
Teil 5 - Vorschriften für den Ausbildungsberuf Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice
§ 27 Abschlussprüfung

(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 4
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in höchstens
zehn Stunden zwei praktische Aufgaben, darunter eine gemeinsame
Aufgabe und eine Aufgabe im jeweiligen Schwerpunkt, durchführen. Für
die gemeinsame Aufgabe kommt insbesondere in Betracht:
Durchführen einer Reinigung einer abwassertechnischen Anlage unter
Berücksichtigung arbeitsvorbereitender Maßnahmen und der
Arbeitssicherheit.
Für die schwerpunktbezogene Aufgabe kommt insbesondere in Betracht:

1.  im Schwerpunkt Rohr- und Kanalservice:

    Durchführen einer Wartungs- und Unterhaltsmaßnahme;

2.  im Schwerpunkt Industrieservice:

    Auswählen und Überprüfen von Arbeitsgeräten sowie Durchführen einer
    Industrieserviceaufgabe.

Bei der Durchführung der Aufgaben soll der Prüfling zeigen, dass er
Arbeitsabläufe wirtschaftlich planen, Arbeitszusammenhänge erkennen,
Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren, Maßnahmen zur
Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz
und qualitätssichernde Maßnahmen ergreifen kann. Die beiden
praktischen Aufgaben werden mit je 50 Prozent gewichtet.

(3) Der Prüfling soll im schriftlichen Teil der Prüfung in den
Prüfungsbereichen Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Recht,
Verfahrenstechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden.
In den Prüfungsbereichen Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und
Recht sowie Verfahrenstechnik soll der Prüfling zeigen, dass er
praxisbezogene Aufgaben mit verknüpften arbeitsorganisatorischen,
technologischen und mathematisch-naturwissenschaftlichen Sachverhalten
lösen kann. Dabei sollen Maßnahmen zur Sicherheit und zum
Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie qualitätssichernde Maßnahmen
dargestellt werden. Es kommen Aufgaben insbesondere aus folgenden
Gebieten in Betracht:

1.  im Prüfungsbereich Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Recht:

    a)  Umgang mit Gefahrstoffen; Hygiene,

    b)  technische und persönliche Arbeitsschutzausrüstung,

    c)  Rechtsvorschriften und fachbezogene technische Regelwerke;

2.  im Prüfungsbereich Verfahrenstechnik:

    a)  Verfahren zur Reinigung,

    b)  Verfahren der Wartung und des Unterhalts,

    c)  Maschinen- und Gerätetechnik;

3.  im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:

    allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der
    Berufs- und Arbeitswelt.

(4) Der schriftliche Teil der Prüfung dauert höchstens:

*    *   1.

    *   im Prüfungsbereich Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Recht

    *   120 Minuten,

*    *   2.

    *   im Prüfungsbereich Verfahrenstechnik

    *   120 Minuten,

*    *   3.

    *   im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   60 Minuten.

(5) Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings
oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Bereichen
durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen
der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des
Ergebnisses für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind das
bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung
im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

(6) Innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung sind die
Prüfungsbereiche wie folgt zu gewichten:

*    *   1.

    *   Prüfungsbereich Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Recht

    *   40 Prozent,

*    *   2.

    *   Prüfungsbereich Verfahrenstechnik

    *   40 Prozent,

*    *   3.

    *   Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   20 Prozent.

(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und
schriftlichen Teil der Prüfung mindestens ausreichende Leistungen
erbracht sind. Die Prüfung ist nicht bestanden, wenn in einem der
Prüfungsbereiche ungenügende Leistungen erbracht werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/umwausbv/__27.html
Directory: umwausbv
Level: 3.0