Title: § 6.32 Mit Radar fahrende Fahrzeuge

Description:
Rheinschiffahrtspolizeiverordnung (Anlage zur Verordnung zur Einführung der Rheinschiffahrtspolizeiverordnung) (RheinSchPV 1994)
Erster Teil - Auf der gesamten Rheinstrecke anwendbare Bestimmungen
Kapitel 6 - Fahrregeln
Abschnitt VI. - Unsichtiges Wetter, Benutzung von Radar
§ 6.32 Mit Radar fahrende Fahrzeuge

Paragraph: 6

Content:
Rheinschiffahrtspolizeiverordnung (Anlage zur Verordnung zur Einführung der Rheinschiffahrtspolizeiverordnung) (RheinSchPV 1994)
Erster Teil - Auf der gesamten Rheinstrecke anwendbare Bestimmungen
Kapitel 6 - Fahrregeln
Abschnitt VI. - Unsichtiges Wetter, Benutzung von Radar
§ 6.32 Mit Radar fahrende Fahrzeuge

1.  Fahrzeuge dürfen nur mit Radar fahren, wenn sich eine Person, die ein
    nach der Rheinschiffspersonalverordnung gültiges Befähigungszeugnis
    als Schiffsführer sowie die besondere Berechtigung für Radarfahrten
    und erforderlichenfalls eine besondere Berechtigung für das Befahren
    von Abschnitten des Rheins die mit besonderen Risiken ausgewiesen
    wurden, besitzt, und eine zweite Person, die mit der Verwendung von
    Radar in der Schifffahrt vertraut ist, ständig im Steuerhaus
    aufhalten.

    Wenn im Schiffsattest vermerkt ist, dass das Fahrzeug über einen
    Radareinmannsteuerstand verfügt, muss sich die zweite Person nicht
    ständig im Steuerhaus aufhalten.

2.  Bei der Begegnung und der Vorbeifahrt ist Folgendes zu beachten:

    a)  bemerkt ein Fahrzeug in der Radarfahrt zu Berg auf dem Radarbildschirm
        entgegenkommende Fahrzeuge oder nähert es sich einer Strecke, in der
        sich Fahrzeuge befinden können, die das Radarbild noch nicht erfasst,
        muss es den entgegenkommenden Fahrzeugen über Sprechfunk seine
        Fahrzeugart, seinen Namen, seine Fahrtrichtung und seinen Standort
        mitteilen und die Vorbeifahrt absprechen;

    b)  bemerkt jedoch ein Fahrzeug in der Radarfahrt zu Tal auf dem
        Radarbildschirm ein Fahrzeug, dessen Standort oder Kurs eine
        Gefahrenlage verursachen kann und das sich über Funk nicht gemeldet
        hat, muss es über Sprechfunk dieses Fahrzeug auf die gefährliche
        Situation hinweisen und die Vorbeifahrt absprechen;

    c)  alle Fahrzeuge in der Radarfahrt, die über Sprechfunk angerufen
        werden, müssen über Sprechfunk antworten, indem sie ihre Fahrzeugart,
        ihren Namen, ihre Fahrtrichtung und ihren Standort mitteilen. Sie
        müssen dann mit den entgegenkommenden Fahrzeugen die Vorbeifahrt
        absprechen; Kleinfahrzeuge dürfen jedoch lediglich ansagen, nach
        welcher Seite sie ausweichen;

    d)  wenn mit den entgegenkommenden Fahrzeugen kein Sprechfunkkontakt
        zustande kommt, muss das Fahrzeug in der Radarfahrt

        -   einen „langen Ton“ geben, der so oft wie notwendig zu wiederholen ist,
            sowie

        -   seine Geschwindigkeit vermindern und, falls nötig, anhalten.

        Dies gilt auch für alle Fahrzeuge, die mit Radar fahren, gegenüber
        Fahrzeugen, die in der Nähe der Fahrrinne stillliegen und mit denen
        kein Sprechfunkkontakt zustande kommt.

3.  Bei Schubverbänden und gekuppelten Fahrzeugen gelten die Nummern 1 und
    2 nur für das Fahrzeug, auf dem sich der Schiffsführer des Verbandes
    oder der gekuppelten Fahrzeuge befindet.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/rheinschpv_1994/__6.html
Directory: rheinschpv_1994
Level: 5.0