Title: Anlage 8 Ausbildungsmethode

Description:
Verordnung über die Erteilung der Fahrberechtigung an Triebfahrzeugführer sowie die Anerkennung von Personen und Stellen für Ausbildung und Prüfung (TfV)
Sechster Abschnitt - Schlussbestimmungen
Anlage 8 Ausbildungsmethode

Paragraph: 22

Content:
Verordnung über die Erteilung der Fahrberechtigung an Triebfahrzeugführer sowie die Anerkennung von Personen und Stellen für Ausbildung und Prüfung (TfV)
Sechster Abschnitt - Schlussbestimmungen
Anlage 8 Ausbildungsmethode

(Fundstelle: BGBl. I 2011, 728; bzgl. der einzelnen Änderungen vgl.
Fußnote)

1.  Die Ausbildung ist in einen theoretischen Teil mit Unterricht und
    Vorführungen und einen praktischen Teil mit Ausbildung am
    Arbeitsplatz, Fahrten unter Aufsicht und ohne Aufsicht auf Gleisen,
    die zu Ausbildungszwecken gesperrt sind, aufgeteilt.

    Die computergestützte Ausbildung ist für das eigenständige Lernen, wie
    der Betriebsvorschriften und der Signalsysteme, zulässig.

    Der Einsatz von geeigneten Simulatoren ist vorgeschrieben, um in der
    praktischen Ausbildung für den erstmaligen Erwerb der
    Zusatzbescheinigung Klasse B insbesondere das Verhalten in
    außergewöhnlichen Arbeitssituationen und selten anzuwendende Regeln zu
    üben, die nicht in der Wirklichkeit trainiert werden können. Im
    Übrigen sollen Simulatoren zum Einsatz kommen. Die Ausstattung des
    einzusetzenden Simulators hat den zukünftigen Einsatzbereich des
    Auszubildenden abzubilden. Hierfür sind gemäß dem zukünftigen
    Einsatzbereich die entsprechenden Funktionen und Anforderungen zu
    erfüllen:

    a)  Wiedergabe unterschiedlicher Signalsysteme, insbesondere des
        Haupt-/Vorsignal- und Kombinations-Signalsystems und des Europäischen
        Zugbeeinflussungssystems ETCS,

    b)  Abbildung unterschiedlicher Brems- und
        Beschleunigungscharakteristiken, insbesondere unter der
        Berücksichtigung der Extremwerte bei leichten Personenzügen und
        Güterzügen bei günstigen und ungünstigen Bedingungen, wie
        beispielsweise Laub, Eis, nasse Schienen,

    c)  Simulation außergewöhnlicher Situationen, wie beispielsweise
        Betriebsgefahren, Störungen, Defekte,

    d)  Abbildung gängiger Wetter- und Sichtbedingungen,

    e)  Vorhandensein eines realitätsnahen Führerpults mit entsprechenden
        Bedieneinrichtungen und Zugfunkeinrichtungen.

2.  Streckenkenntnis kann erworben werden durch:

    a)  eigenes Anschauen, wahlweise durch

        aa) Fahren in Begleitung einer streckenkundigen Person, auch bei Fahrten
            im Rahmen der Ausbildung zum Triebfahrzeugführer,

        bb) Mitfahren im Führerraum,

        cc) Studium von Filmaufnahmen mit originalgetreuer Streckenabbildung,

        dd) Simulatorfahrten mit originalgetreuer Streckenabbildung,

        ee) Begehen der Infrastruktur

        und

    b)  durch Einsichtnahme in die betrieblichen Unterlagen.

(zu § 10 Absatz 2 und 3)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/tfv/__22.html
Directory: tfv
Level: 3.0