Title: § 2 Angemessenheit des Eigenkapitals

Description:
Verordnung über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtung (WuSolvV)
Teil 1 - Allgemeine Vorschriften
§ 2 Angemessenheit des Eigenkapitals

Paragraph: 2

Content:
Verordnung über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtung (WuSolvV)
Teil 1 - Allgemeine Vorschriften
§ 2 Angemessenheit des Eigenkapitals

(1) Ein Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtung verfügt über
angemessenes Eigenkapital, wenn es täglich zum Geschäftsschluss die
Eigenkapitalanforderungen für Adressrisiken, operationelle Risiken und
Marktrisiken nach Absatz 2 erfüllt. Geschäftsschluss im Sinne dieser
Verordnung ist täglich 24 Uhr MEZ/MESZ. Die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (Bundesanstalt) kann auf Antrag des
Wohnungsunternehmens mit Spareinrichtung einen anderen Zeitpunkt
festsetzen, der den Aktivitäten des Wohnungsunternehmens mit
Spareinrichtung angemessen Rechnung trägt.

(2) Die Eigenkapitalanforderungen für Adressrisiken, operationelle
Risiken und Marktrisiken werden erfüllt, wenn der nach den §§ 13 bis
15 ermittelte Gesamtanrechnungsbetrag für Adressrisiken, der nach § 60
ermittelte Anrechnungsbetrag für operationelle Risiken und die Summe
der nach den §§ 62, 65 und 67 ermittelten Anrechnungsbeträge für die
Marktrisikopositionen insgesamt das haftende Eigenkapital eines
Wohnungsunternehmens mit Spareinrichtung nicht überschreiten. Die
Marktrisikopositionen werden gebildet durch die

1.  Fremdwährungsrisikopositionen nach § 3 Absatz 5 Satz 1,

2.  Rohwarenrisikopositionen nach § 3 Absatz 7 Satz 1,

3.  anderen Marktrisikopositionen nach § 3 Absatz 8 Satz 1.

(3) Das Größenverhältnis nach Absatz 2 ist täglich zum
Geschäftsschluss zu ermitteln. Ein Wohnungsunternehmen mit
Spareinrichtung darf von der geschäftstäglichen Ermittlung absehen,
wenn es durch geeignete interne Maßnahmen sicherstellt, dass den
Anforderungen nach den Absätzen 1 und 2 entsprochen wird und die
Gesamtkennziffer nach Absatz 4 Satz 2 den Betrag von 8,4 Prozent nicht
unterschreitet.

(4) Ein Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtung hat zum Ende eines
jeden Kalenderjahres eine Gesamtkennziffer zu ermitteln. Die
Gesamtkennziffer gibt das Verhältnis in Prozent zwischen dem haftenden
Eigenkapital nach § 51a Absatz 6 des Kreditwesengesetzes, soweit es
nicht nach den Vorschriften des Kreditwesengesetzes zur Unterlegung
von Positionen mit Kern- und Ergänzungskapital benötigt wird, als
Zähler und der mit 12,5 multiplizierten Summe aus dem
Gesamtanrechnungsbetrag für Adressrisiken, dem Anrechnungsbetrag für
operationelle Risiken und der Summe der Anrechnungsbeträge für
Marktrisikopositionen einschließlich der Optionsgeschäfte als Nenner
an.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/wusolvv/__2.html
Directory: wusolvv
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