Title: § 817a Mindestgebot

Description:
Zivilprozessordnung (ZPO)
Buch 8 - Zwangsvollstreckung
Abschnitt 2 - Zwangsvollstreckung wegen Geldforderungen
Titel 2 - Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen
Untertitel 2 - Zwangsvollstreckung in körperliche Sachen
§ 817a Mindestgebot

Paragraph: 817a

Content:
Zivilprozessordnung (ZPO)
Buch 8 - Zwangsvollstreckung
Abschnitt 2 - Zwangsvollstreckung wegen Geldforderungen
Titel 2 - Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen
Untertitel 2 - Zwangsvollstreckung in körperliche Sachen
§ 817a Mindestgebot

(1) Der Zuschlag darf nur auf ein Gebot erteilt werden, das mindestens
die Hälfte des gewöhnlichen Verkaufswertes der Sache erreicht
(Mindestgebot). Der gewöhnliche Verkaufswert und das Mindestgebot
sollen bei dem Ausbieten bekannt gegeben werden.

(2) Wird der Zuschlag nicht erteilt, weil ein das Mindestgebot
erreichendes Gebot nicht abgegeben ist, so bleibt das Pfandrecht des
Gläubigers bestehen. Er kann jederzeit die Anberaumung eines neuen
Versteigerungstermins oder die Anordnung anderweitiger Verwertung der
gepfändeten Sache nach § 825 beantragen. Wird die anderweitige
Verwertung angeordnet, so gilt Absatz 1 entsprechend.

(3) Gold- und Silbersachen dürfen auch nicht unter ihrem Gold- oder
Silberwert zugeschlagen werden. Wird ein den Zuschlag gestattendes
Gebot nicht abgegeben, so kann der Gerichtsvollzieher den Verkauf aus
freier Hand zu dem Preise bewirken, der den Gold- oder Silberwert
erreicht, jedoch nicht unter der Hälfte des gewöhnlichen
Verkaufswertes.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__817a.html
Directory: zpo
Level: 6.0