Title: § 7 Teil 1 der Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Pharmakanten/zur Pharmakantin (PharmAusbV 2009)
§ 7 Teil 1 der Abschlussprüfung

Paragraph: 7

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Pharmakanten/zur Pharmakantin (PharmAusbV 2009)
§ 7 Teil 1 der Abschlussprüfung

(1) Teil 1 der Abschlussprüfung soll zum Ende des zweiten
Ausbildungsjahres stattfinden.

(2) Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
für die ersten 18 Ausbildungsmonate aufgeführten Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu
vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich
ist.

(3) Teil 1 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen

1.  Pharmazeutische Produktionstechnik,

2.  Arbeitsstoffe und Verfahren.

(4) Für den Prüfungsbereich Pharmazeutische Produktionstechnik
bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Aufträge analysieren und Informationen beschaffen,

    b)  Arbeitsmittel festlegen,

    c)  Arbeitsabläufe selbstständig planen,

    d)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz und qualitätssichernde Maßnahmen auswählen und ergreifen
        sowie

    e)  Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu
    legen:

    a)  Herstellen pharmazeutischer Darreichungsformen,

    b)  Durchführen von Messungen oder Bestimmungen von Stoffkonstanten,

    c)  Durchführen von Inprozesskontrollen;

3.  der Prüfling soll je eine Arbeitsaufgabe zu der Nummer 2 Buchstabe a,
    b und c durchführen;

4.  die Prüfungszeit beträgt insgesamt sechs Stunden;

5.  die Aufgabe zu Nummer 2 Buchstabe a ist mit 50 Prozent, die zu Nummer
    2 Buchstabe b mit 20 Prozent und die zu Nummer 2 Buchstabe c mit 30
    Prozent zu gewichten.

(5) Für den Prüfungsbereich Arbeitsstoffe und Verfahren bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  praxisbezogene Aufgaben unter Berücksichtigung qualitätssichernder
        Fragestellungen bearbeiten,

    b)  rechtliche Grundlagen bei der Herstellung von Arzneimitteln beachten,

    c)  arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen,

    d)  berufsbezogene Berechnungen durchführen sowie

    e)  Maßnahmen zur Sicherheit, zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit und zum
        Umweltschutz einbeziehen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu
    legen:

    a)  Umgehen mit pharmaspezifischen Arbeitsstoffen,

    b)  Bestimmen von Stoffkonstanten und Stoffeigenschaften,

    c)  Anwenden von Grundlagen des Qualitätsmanagements,

    d)  Durchführen von Grundoperationen der pharmazeutischen
        Verfahrenstechnik,

    e)  Anwenden mikrobiologischer Arbeitstechniken,

    f)  Erfassen und Auswerten von Messwerten, Auswählen der Messgeräte,

    g)  Unterscheiden von Arzneiformen,

    h)  Unterscheiden von Packstoffen und Packmitteln sowie

    i)  Herstellen von Granulat und nicht überzogenen Tabletten, Cremes und
        Injektionslösungen sowie Durchführung zugehöriger Inprozesskontrollen;

3.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

4.  die Prüfungszeit beträgt 150 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pharmausbv_2009/__7.html
Directory: pharmausbv_2009
Level: 2.0