Title: § 70b Belehrungen

Description:
Jugendgerichtsgesetz (JGG)
Zweiter Teil - Jugendliche
Zweites Hauptstück - Jugendgerichtsverfassung und Jugendstrafverfahren
Dritter Abschnitt - Jugendstrafverfahren
Siebenter Unterabschnitt - Gemeinsame Verfahrensvorschriften
§ 70b Belehrungen

Paragraph: 70b

Content:
Jugendgerichtsgesetz (JGG)
Zweiter Teil - Jugendliche
Zweites Hauptstück - Jugendgerichtsverfassung und Jugendstrafverfahren
Dritter Abschnitt - Jugendstrafverfahren
Siebenter Unterabschnitt - Gemeinsame Verfahrensvorschriften
§ 70b Belehrungen

(1) Vorgeschriebene Belehrungen des Jugendlichen müssen in einer Weise
erfolgen, die seinem Alter und seinem Entwicklungs- und Bildungsstand
entspricht. Sie sind auch an seine anwesenden Erziehungsberechtigten
und gesetzlichen Vertreter zu richten und müssen dabei in einer Weise
erfolgen, die es diesen ermöglicht, ihrer Verantwortung im Hinblick
auf den Gegenstand der Belehrung gerecht zu werden. Sind
Erziehungsberechtigte und gesetzliche Vertreter bei der Belehrung des
Jugendlichen über die Bedeutung vom Gericht angeordneter Rechtsfolgen
nicht anwesend, muss ihnen die Belehrung darüber schriftlich erteilt
werden.

(2) Sind bei einer Belehrung über die Bedeutung der Aussetzung einer
Jugendstrafe zur Bewährung oder über die Bedeutung des Vorbehalts
einer diesbezüglichen nachträglichen Entscheidung auch jugendliche
oder heranwachsende Mitangeklagte anwesend, die nur zu
Erziehungsmaßregeln oder Zuchtmitteln verurteilt werden, soll die
Belehrung auch ihnen ein Verständnis von der Bedeutung der
Entscheidung vermitteln.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/jgg/__70b.html
Directory: jgg
Level: 6.0