Title: § 68a Schutzklausel

Description:
Sozialgesetzbuch (SGB) Sechstes Buch (VI) - Gesetzliche Rentenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 18. Dezember 1989, BGBl. I S. 2261, 1990 I S. 1337) (SGB 6)
Zweites Kapitel - Leistungen
Zweiter Abschnitt - Renten
Dritter Unterabschnitt - Rentenhöhe und Rentenanpassung
Zweiter Titel - Berechnung und Anpassung der Renten
§ 68a Schutzklausel

Paragraph: 68a

Content:
Sozialgesetzbuch (SGB) Sechstes Buch (VI) - Gesetzliche Rentenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 18. Dezember 1989, BGBl. I S. 2261, 1990 I S. 1337) (SGB 6)
Zweites Kapitel - Leistungen
Zweiter Abschnitt - Renten
Dritter Unterabschnitt - Rentenhöhe und Rentenanpassung
Zweiter Titel - Berechnung und Anpassung der Renten
§ 68a Schutzklausel

(1) Abweichend von § 68 vermindert sich der bisherige aktuelle
Rentenwert nicht, wenn der nach § 68 berechnete aktuelle Rentenwert
geringer ist als der bisherige aktuelle Rentenwert. Die unterbliebene
Minderungswirkung (Ausgleichsbedarf) wird mit Erhöhungen des aktuellen
Rentenwerts verrechnet. Die Verrechnung darf nicht zu einer Minderung
des bisherigen aktuellen Rentenwerts führen.

(2) In den Jahren, in denen Absatz 1 Satz 1 anzuwenden ist, wird der
Ausgleichsbedarf ermittelt, indem der nach § 68 berechnete aktuelle
Rentenwert durch den bisherigen aktuellen Rentenwert geteilt wird
(Ausgleichsfaktor). Der Wert des Ausgleichsbedarfs verändert sich,
indem der im Vorjahr bestimmte Wert mit dem Ausgleichsfaktor des
laufenden Jahres vervielfältigt wird.

(3) Ist der nach § 68 berechnete aktuelle Rentenwert höher als der
bisherige aktuelle Rentenwert und ist der im Vorjahr bestimmte Wert
des Ausgleichsbedarfs kleiner als 1,0000, wird der neue aktuelle
Rentenwert abweichend von § 68 ermittelt, indem der bisherige aktuelle
Rentenwert mit dem hälftigen Anpassungsfaktor vervielfältigt wird. Der
hälftige Anpassungsfaktor wird ermittelt, indem der nach § 68
berechnete aktuelle Rentenwert durch den bisherigen aktuellen
Rentenwert geteilt wird (Anpassungsfaktor) und dieser Anpassungsfaktor
um 1 vermindert, durch 2 geteilt und um 1 erhöht wird. Der Wert des
Ausgleichsbedarfs verändert sich, indem der im Vorjahr bestimmte Wert
mit dem hälftigen Anpassungsfaktor vervielfältigt wird. Übersteigt der
Ausgleichsbedarf nach Anwendung von Satz 3 den Wert 1,0000, wird der
bisherige aktuelle Rentenwert abweichend von Satz 1 mit dem Faktor
vervielfältigt, der sich ergibt, wenn der Anpassungsfaktor mit dem im
Vorjahr bestimmten Wert des Ausgleichsbedarfs vervielfältigt wird; der
Wert des Ausgleichsbedarfs beträgt dann 1,0000.

(4) Sind weder Absatz 1 noch Absatz 3 anzuwenden, bleibt der Wert des
Ausgleichsbedarfs unverändert.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__68a.html
Directory: sgb_6
Level: 6.0