Title: § 18c Fristen, Bescheide, Durchführungsbestimmungen

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für pharmazeutisch-technische Assistentinnen und pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA-APrV)
Abschnitt 5 - Sonderregelungen für Inhaber von Ausbildungsnachweisen aus einem Mitglied staat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder einem Drittstaat
§ 18c Fristen, Bescheide, Durchführungsbestimmungen

Paragraph: 18c

Content:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für pharmazeutisch-technische Assistentinnen und pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA-APrV)
Abschnitt 5 - Sonderregelungen für Inhaber von Ausbildungsnachweisen aus einem Mitglied staat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder einem Drittstaat
§ 18c Fristen, Bescheide, Durchführungsbestimmungen

(1) Die zuständige Behörde hat über Anträge auf Erteilung einer
Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung „pharmazeutisch-technische
Assistentin“ oder „pharmazeutisch-technischer Assistent“ nach § 2
Absatz 1 des Gesetzes über den Beruf der pharmazeutisch-technischen
Assistentin und des pharmazeutisch-technischen Assistenten in
Verbindung mit Abschnitt 5 des Gesetzes über den Beruf der
pharmazeutisch-technischen Assistentin und des pharmazeutisch-
technischen Assistenten kurzfristig, spätestens vier Monate nach
Vorlage der Unterlagen zu entscheiden, die nach den genannten
Bestimmungen für die Entscheidung erforderlich sind. Im Fall des § 81a
des Aufenthaltsgesetzes soll die Entscheidung innerhalb von zwei
Monaten erfolgen.

(2) Über die Feststellung wesentlicher Unterschiede, die zur
Auferlegung einer Kenntnisprüfung oder eines Anpassungslehrgangs
führen, ist den Antragstellern ein rechtsmittelfähiger Bescheid zu
erteilen, der folgende Angaben enthält:

1.  das Niveau der in Deutschland verlangten Qualifikation und das Niveau
    der von den Antragstellern vorgelegten Qualifikation gemäß der
    Klassifizierung in Artikel 11 der Richtlinie 2005/36/EG des
    Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die
    Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. L 255 vom 30.9.2005, S.
    22, L 271 vom 16.10.2007, S. 18) in der jeweils geltenden Fassung,

2.  die Fächer oder Ausbildungsbestandteile, bei denen wesentliche
    Unterschiede festgestellt wurden,

3.  eine inhaltliche Erläuterung der wesentlichen Unterschiede sowie die
    Begründung, warum diese dazu führen, dass die Antragsteller nicht in
    ausreichender Form über die in Deutschland zur Ausübung des Berufs der
    pharmazeutisch-technischen Assistentin und des pharmazeutisch-
    technischen Assistenten notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten
    verfügen, und

4.  eine Begründung, warum die wesentlichen Unterschiede nicht durch
    Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeglichen werden konnten, die die
    Antragsteller im Rahmen ihrer nachgewiesenen Berufspraxis oder durch
    lebenslanges Lernen im Sinne des § 35 des Gesetzes über den Beruf der
    pharmazeutisch-technischen Assistentin und des pharmazeutisch-
    technischen Assistenten erworben haben.

(3) Die Prüfungen nach § 18a Absatz 3 und § 18b Absatz 3 finden in
Form einer staatlichen Prüfung vor einer staatlichen
Prüfungskommission statt. Die Länder können zur Durchführung der
Prüfungen die regulären Prüfungstermine der staatlichen Prüfung nach §
2 Absatz 1 nutzen; sie haben dabei sicherzustellen, dass die
Antragsteller die Prüfungen innerhalb von sechs Monaten nach der
Entscheidung nach Absatz 1 ablegen können. Soweit in diesem Abschnitt
nichts anderes bestimmt ist, gelten die §§ 5, 8 bis 11 für die
Durchführung der Prüfungen nach Satz 1 entsprechend.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pta-aprv/__18c.html
Directory: pta-aprv
Level: 3.0