Title: § 8 Abschlußprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für audiovisuelle Medien/zur Kauffrau für audiovisuelle Medien (AVMedKfAusbV)
§ 8 Abschlußprüfung

Paragraph: 8

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für audiovisuelle Medien/zur Kauffrau für audiovisuelle Medien (AVMedKfAusbV)
§ 8 Abschlußprüfung

(1) Die Abschlußprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage I
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Die Prüfung ist in den Prüfungsbereichen Produktions- und
Dienstleistungsorganisation, Marketing sowie Wirtschafts- und
Sozialkunde schriftlich und im Prüfungsbereich Praktische Übungen
mündlich durchzuführen.

(3) Die Anforderungen in den Prüfungsbereichen sind:

1.  Prüfungsbereich Produktions- und Dienstleistungsorganisation:

    In höchstens 180 Minuten soll der Prüfling drei komplexe
    praxisbezogene Aufgaben bearbeiten und dabei zeigen, daß er fachliche
    Zusammenhänge versteht, Arbeitsabläufe selbständig planen,
    koordinieren und durchführen, Sachverhalte analysieren und unter
    Berücksichtigung von Kriterien der kaufmännischen Steuerung und
    Kontrolle sowie rechtlicher Rahmenbedingungen Lösungsmöglichkeiten
    entwickeln und darstellen kann. Hierfür kommen insbesondere folgende
    Gebiete in Betracht:

    a)  Medienprodukte und Dienstleistungen,

    b)  Beschaffung,

    c)  Rechte und Lizenzen,

    d)  Vertrieb;

2.  Prüfungsbereich Marketing:

    In höchstens 90 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder
    Fälle bearbeiten und dabei zeigen, daß er fachliche Zusammenhänge
    versteht, Arbeitsabläufe selbständig planen, koordinieren und
    durchführen, Sachverhalte analysieren und unter Berücksichtigung von
    Kriterien der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle
    Lösungsmöglichkeiten markt- und kundenorientiert entwickeln und
    darstellen kann. Hierfür kommen insbesondere folgende Gebiete in
    Betracht:

    a)  Marketingkonzeption und Projektorganisation,

    b)  Werbung und Öffentlichkeitsarbeit;

3.  Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:

    In höchstens 90 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder
    Fälle aus der Berufs- und Arbeitswelt bearbeiten und dabei zeigen, daß
    er wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und
    Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann;

4.  Prüfungsbereich Praktische Übungen:

    Im Prüfungsbereich Praktische Übungen soll der Prüfling eine von zwei
    ihm zur Wahl gestellten praxisbezogenen Aufgaben aus den Gebieten
    Produkte und Dienstleistungen, Vertrieb und Kommunikation bearbeiten.
    Für die Bearbeitung ist ein Zeitraum von höchstens 20 Minuten
    einzuräumen. Die Aufgabe soll Ausgangspunkt für das folgende
    Prüfungsgespräch sein. Der Prüfling soll dabei zeigen, daß er
    betriebliche Zusammenhänge versteht, das betriebliche Leistungsangebot
    überblickt, branchenspezifische Problemstellungen lösen sowie
    Gespräche systematisch vorbereiten und führen kann. Das
    Prüfungsgespräch soll für den einzelnen Prüfling höchstens 20 Minuten
    dauern.

(4) Sind in der schriftlichen Prüfung die Prüfungsleistungen in bis zu
zwei Prüfungsbereichen mit "mangelhaft" und in den übrigen
Prüfungsbereichen mit mindestens "ausreichend" bewertet worden, so ist
auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in
einem der mit "mangelhaft" bewerteten Prüfungsbereiche die
schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten
zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag
geben kann. Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der
Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind die
Ergebnisse der schriftlichen Arbeit und der mündlichen
Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

(5) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses hat der Prüfungsbereich
Produktions- und Dienstleistungsorganisation das doppelte Gewicht
gegenüber jedem der übrigen Prüfungsbereiche.

(6) Zum Bestehen der Abschlußprüfung müssen im Gesamtergebnis und in
drei der vier Prüfungsbereiche mindestens ausreichende
Prüfungsleistungen erbracht werden. Werden die Prüfungsleistungen in
einem Prüfungsbereich mit "ungenügend" bewertet, so ist die Prüfung
nicht bestanden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/avmedkfausbv/__8.html
Directory: avmedkfausbv
Level: 2.0