Title: § 4 Verschreiben durch einen Tierarzt

Description:
Verordnung über das Verschreiben, die Abgabe und den Nachweis des Verbleibs von Betäubungsmitteln (BtMVV 1998)
§ 4 Verschreiben durch einen Tierarzt

Paragraph: 4

Content:
Verordnung über das Verschreiben, die Abgabe und den Nachweis des Verbleibs von Betäubungsmitteln (BtMVV 1998)
§ 4 Verschreiben durch einen Tierarzt

(1) Für ein Tier darf der Tierarzt die in Anlage III des
Betäubungsmittelgesetzes bezeichneten Betäubungsmittel außer
Alfentanil, Cocain, Diamorphin, Etorphin, Fenetyllin, Fentanyl,
Levacetylmethadol, Methadon, Methylphenidat, Nabilon, Oxycodon,
Papaver somniferum, Pentobarbital, Remifentanil, Secobarbital und
Sufentanil verschreiben.

(2) Für seinen Praxisbedarf darf der Tierarzt die in Absatz 1
bezeichneten Betäubungsmittel sowie Alfentanil, Cocain zur
Lokalanästhesie bei Eingriffen am Kopf als Lösung bis zu einem Gehalt
von 20 vom Hundert oder als Salbe bis zu einem Gehalt von 2 vom
Hundert, Etorphin nur zur Immobilisierung von Tieren, die im Zoo, im
Zirkus oder in Wildgehegen gehalten werden, durch eigenhändige oder in
Gegenwart des Verschreibenden erfolgende Verabreichung, Fentanyl,
Methadon, Pentobarbital, Remifentanil und Sufentanil bis zur Menge
seines durchschnittlichen Zweiwochenbedarfs, mindestens jedoch die
kleinste Packungseinheit, verschreiben. Die Vorratshaltung soll für
jedes Betäubungsmittel den Monatsbedarf des Tierarztes nicht
übersteigen.

(3) Für den Stationsbedarf darf nur der Tierarzt verschreiben, der
eine Tierklinik oder eine Teileinheit einer Tierklinik leitet oder in
Abwesenheit des Leiters beaufsichtigt. Er darf die in Absatz 2
bezeichneten Betäubungsmittel, ausgenommen Etorphin, unter Beachtung
der dort festgelegten Beschränkungen über Bestimmungszweck, Gehalt und
Darreichungsform verschreiben.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/btmvv_1998/__4.html
Directory: btmvv_1998
Level: 2.0