Title: § 106 Stimmabgabe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Seebetriebs

Description:
Zweite Wahlordnung zum Mitbestimmungsgesetz (MitbestGWO 2 2002)
Teil 3 - Besondere Vorschriften für die Wahl und die Abberufung der Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer bei Teilnahme von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eines Seebetriebs
Kapitel 1 - Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer
Abschnitt 3 - Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer durch Delegierte
§ 106 Stimmabgabe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Seebetriebs

Paragraph: 106

Content:
Zweite Wahlordnung zum Mitbestimmungsgesetz (MitbestGWO 2 2002)
Teil 3 - Besondere Vorschriften für die Wahl und die Abberufung der Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer bei Teilnahme von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eines Seebetriebs
Kapitel 1 - Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer
Abschnitt 3 - Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer durch Delegierte
§ 106 Stimmabgabe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Seebetriebs

(1) Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Seebetriebs stimmen bei
der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer in Briefwahl ab.
Die §§ 49 und 50 sind entsprechend anzuwenden.

(2) Gleichzeitig mit der Versendung der Wahlvorschläge an die
Betriebswahlvorstände (§ 37 Abs. 2 Satz 2) übersendet der
Unternehmenswahlvorstand jedem Schiff die für die Wahl der
Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer erforderlichen Unterlagen; §
103 Abs. 2 ist entsprechend anzuwenden. Die Wahlbriefe müssen bis zum
Ablauf des Tages vor der Delegiertenversammlung dem
Unternehmenswahlvorstand vorliegen.

(3) Abweichend von § 74 Abs. 2 Satz 2 soll die Delegiertenversammlung
sechs Wochen nach der Versendung der zur Stimmabgabe erforderlichen
Unterlagen stattfinden. Ist zu besorgen, dass diese Zeit für eine
ordnungsgemäße Stimmabgabe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des
Seebetriebs nicht ausreicht, so kann der Unternehmenswahlvorstand sie
auf höchstens neun Wochen verlängern.

(4) Die Vorschriften über die Stimmabgabe und den Wahlvorgang (§§ 78,
81 und 84) sind auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des
Seebetriebs mit folgender Maßgabe entsprechend anzuwenden:

1.  An die Stelle der Delegierten treten die Wahlberechtigten des
    Seebetriebs.

2.  Die Wahlumschläge der Wählerinnen und Wähler des Seebetriebs werden in
    eine gesonderte Wahlurne gelegt.

(5) Die Vorschriften über die Auszählung der Stimmen (§§ 79 und 82)
sind auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Seebetriebs mit
folgender Maßgabe entsprechend anzuwenden:

1.  Die Stimmen der Wählerinnen und Wähler des Seebetriebs werden
    gesondert ausgezählt.

2.  Je 90 dieser Stimmen werden als eine Stimme eines Delegierten gezählt.
    Werden 90 Stimmen nicht erreicht, so werden mindestens 45 Stimmen als
    eine Stimme eines Delegierten gezählt. Bei mehr als 90 Stimmen wird
    ein Rest von mindestens 45 Stimmen als eine Stimme eines Delegierten
    gezählt. Die so errechneten Stimmenzahlen werden jeweils der
    Stimmenzahl der von den Delegierten in dem Wahlgang für den
    Wahlvorschlag abgegebenen Stimmen hinzugezählt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/mitbestgwo_2_2002/__106.html
Directory: mitbestgwo_2_2002
Level: 5.0