Title: § 21 Leistungsnachweise während der fachtheoretischen Ausbildung

Description:
Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst in der Bundeswehrverwaltung (LAP-mntDBWVV)
Kapitel 1 - Laufbahn und Ausbildung
§ 21 Leistungsnachweise während der fachtheoretischen Ausbildung

Paragraph: 21

Content:
Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst in der Bundeswehrverwaltung (LAP-mntDBWVV)
Kapitel 1 - Laufbahn und Ausbildung
§ 21 Leistungsnachweise während der fachtheoretischen Ausbildung

(1) Während der fachtheoretischen Ausbildung haben die Anwärterinnen
und Anwärter Leistungsnachweise zu erbringen. Leistungsnachweise
können sein:

1.  schriftliche Aufsichtsarbeiten,

2.  andere schriftliche Ausarbeitungen und

3.  Referate.

Darüber hinaus können Leistungstests in schriftlicher oder mündlicher
Form gefordert werden. Die Ergebnisse werden nach § 35 bewertet.

(2) Während des Einführungslehrgangs sind zwei Aufsichtsarbeiten zu
fertigen, deren Aufgabenschwerpunkte folgenden Lehrgebieten zu
entnehmen sind:

1.  Beamtenrecht,

2.  Haushalts- und Kassenwesen,

3.  Reise- und Umzugskostenrecht,

4.  Wehrersatzwesen,

5.  Verpflegung,

6.  Arbeits- und Tarifrecht einschließlich Personalvertretungsrecht, Recht
    der schwerbehinderten Menschen und Gleichstellungsrecht,

7.  Unterbringung, Liegenschafts- und Bauwesen und

8.  Organisation und

9.  Besoldungsrecht.

(3) Während des Abschlusslehrgangs sind fünf Aufsichtsarbeiten zu
fertigen; die Aufgabenschwerpunkte sind jeweils den in § 16 Abs. 2
genannten Lehrgebieten zu entnehmen.

(4) Die Leitungen der Bundeswehrverwaltungsschulen bestimmen
abwechselnd nach gegenseitiger Abstimmung die Aufgaben für die
anzufertigenden Aufsichtsarbeiten; eine Zusammenfassung einzelner
Lehrgebiete zu einer Aufgabe ist zulässig. Die Arbeiten sind in allen
Lehrgangsklassen zum gleichen Zeitpunkt und mit einheitlicher
Themenstellung zu schreiben. Dies gilt auch, wenn der Lehrgang auf
verschiedene Lehrinstitute verteilt ist. Für die Aufgaben ist ein
einheitlicher Bewertungsmaßstab und eine Bearbeitungszeit von jeweils
drei Zeitstunden festzulegen.

(5) Jeder Leistungsnachweis wird mindestens eine Woche vor der
Ausführung angekündigt. Der Leistungsnachweis wird von der oder dem
jeweils Lehrenden nach § 35 bewertet und der Leitung der jeweiligen
Bundeswehrverwaltungsschule vorgelegt. Sie kann Rangpunkte ändern, um
eine einheitliche Bewertung sicherzustellen; eine Änderung der
Rangpunktzahl ist schriftlich oder elektronisch zu begründen.

(6) Die Leistungsnachweise während des Einführungslehrgangs sollen
spätestens drei Wochen vor Beginn der Zwischenprüfung, im
Abschlusslehrgang drei Wochen vor Beginn der Laufbahnprüfung erbracht
sein. Wer an einem Leistungsnachweis nicht teilnehmen und ihn nicht
innerhalb des Ausbildungsabschnitts nachholen kann, erhält
Gelegenheit, den Leistungsnachweis zu einem späteren Zeitpunkt der
Ausbildung zu erbringen. Wird der Leistungsnachweis schuldhaft nicht
bis zum ersten Tag der schriftlichen Prüfung erbracht, gilt er als mit
"ungenügend" (Rangpunkt 0) bewertet.

(7) Soweit nach dem Lehrplan im Einführungs- oder Abschlusslehrgang
für ein Lehrgebiet mehr als 20 Unterrichtsstunden vorgesehen sind, hat
jede oder jeder Lehrende am Ende des jeweiligen Lehrgangs über die
Leistungsnachweise nach Absatz 1 Satz 2 mit Ausnahme der schriftlichen
Aufsichtsarbeiten sowie die Leistungstests nach Absatz 1 Satz 3 eine
zusammenfassende Bewertung abzugeben.

(8) Zum Abschluss der gesamten fachtheoretischen Ausbildung stellt die
jeweilige Bundeswehrverwaltungsschule ein zusammenfassendes Zeugnis
aus, in dem die Leistungen der Anwärterinnen und Anwärter in den
Aufsichtsarbeiten und alle Bewertungen des Einführungs- und
Abschlusslehrgangs aufgeführt werden. Das Zeugnis schließt mit einer
nach § 35 Abs. 1 Satz 2 ermittelten Durchschnittspunktzahl. Bei der
Ermittlung der Durchschnittspunktzahl werden die schriftlichen
Aufsichtsarbeiten vierfach und alle übrigen Bewertungen einfach
gewertet. Die Anwärterinnen und Anwärter erhalten eine Ausfertigung
des Zeugnisses.

(9) Bei Verhinderung, Rücktritt, Säumnis, Täuschungshandlungen und
Ordnungsverstößen sind die §§ 33 und 34 entsprechend anzuwenden. Über
die Folgen entscheidet die Stelle, die die Aufgabe des
Leistungsnachweises bestimmt hat.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/lap-mntdbwvv/__21.html
Directory: lap-mntdbwvv
Level: 3.0