Title: § 28 Täuschung, Ordnungsverstoß

Description:
Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für den höheren technischen Dienst in der Bundeswehrverwaltung – Fachrichtung Wehrtechnik – (HtDBWVAPrV)
Kapitel 4 - Prüfungen
§ 28 Täuschung, Ordnungsverstoß

Paragraph: 28

Content:
Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für den höheren technischen Dienst in der Bundeswehrverwaltung – Fachrichtung Wehrtechnik – (HtDBWVAPrV)
Kapitel 4 - Prüfungen
§ 28 Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Referendarinnen oder Referendaren, die bei den Aufsichtsarbeiten,
der Praxisarbeit oder in der mündlichen Prüfung täuschen, eine
Täuschung versuchen oder dazu beitragen oder sonst gegen die Ordnung
verstoßen, soll die Fortsetzung der Prüfung unter dem Vorbehalt einer
abweichenden Entscheidung des Oberprüfungsamts oder der
Prüfungskommission nach Absatz 2 gestattet werden; bei einer
erheblichen Störung können sie von der weiteren Teilnahme an dem
betreffenden Teil der Prüfung ausgeschlossen werden.

(2) Über das Vorliegen und die Folgen einer Täuschung, eines
Täuschungsversuchs, eines Beitrags zu einem solchen oder eines
sonstigen Ordnungsverstoßes während der mündlichen Prüfung entscheidet
die Prüfungskommission. § 20 Absatz 6 ist entsprechend anzuwenden.

(3) Über das Vorliegen und die Folgen einer Täuschung, eines
Täuschungsversuchs, eines Beitrags zu einem solchen oder eines
sonstigen Ordnungsverstoßes während der Aufsichtsarbeiten oder der
Praxisarbeit oder einer Täuschung, die nach Abgabe der Arbeiten
festgestellt wird, entscheidet das Oberprüfungsamt nach Anhörung der
oder des Vorsitzenden der Prüfungskommission. Die Prüfungskommission
oder das Oberprüfungsamt kann je nach der Schwere der Verfehlung die
Wiederholung einzelner oder mehrerer Prüfungsleistungen anordnen, die
Prüfungsleistung mit „ungenügend (0 Rangpunkte)“ bewerten oder die
gesamte Große Staatsprüfung für nicht bestanden erklären.

(4) Wird eine Täuschung erst nach Abschluss der mündlichen Prüfung
bekannt oder kann sie erst nach Abschluss der Prüfung nachgewiesen
werden, kann das Oberprüfungsamt nach Anhörung der Einstellungsbehörde
die Große Staatsprüfung innerhalb von fünf Jahren nach dem Tag der
mündlichen Prüfung für nicht bestanden erklären. Der Bescheid ist mit
einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

(5) Die Referendarin oder der Referendar ist vor der Entscheidung nach
den Absätzen 2 bis 4 zu hören.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/htdbwvaprv/__28.html
Directory: htdbwvaprv
Level: 3.0