Title: § 7 Krankenversicherung

Description:
Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG)
II. - Besonderer Teil
§ 7 Krankenversicherung

Paragraph: 7

Content:
Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG)
II. - Besonderer Teil
§ 7 Krankenversicherung

(1) Für die Zeit des Entwicklungsdienstes hat der Träger einen
Gruppenversicherungsvertrag abzuschließen und aufrechtzuerhalten, der
dem Entwicklungshelfer sowie dessen unterhaltsberechtigtem Ehegatten
und unterhaltsberechtigten Kindern, solange diese sich außerhalb des
Geltungsbereichs dieses Gesetzes aufhalten, für den Fall der
Krankheit, der Entbindung und des Unfalles, soweit nicht Leistungen
auf Grund sozialversicherungsrechtlicher Vorschriften oder nach § 10
dieses Gesetzes gewährt werden, Versicherungsschutz mit mindestens
folgenden Leistungen gewährt:

1.  Erstattung von Krankheitskosten und Entbindungskosten in voller Höhe
    bis zu 2 556 Euro je Versicherungsfall (Krankheit, Entbindung,
    Unfall),

2.  Erstattung von Rückführungs- und Überführungskosten.

In dem Gruppenversicherungsvertrag muß außerdem bestimmt sein, daß der
Versicherte das Recht hat, die Versicherung innerhalb eines Monats
nach dem Ausscheiden aus dem Gruppenversicherungsvertrag oder nach
Beendigung des Gruppenversicherungsvertrages als Einzelversicherung
nach den geltenden Krankheitskostentarifen fortzusetzen. Krankheiten,
die sich der Entwicklungshelfer oder ein Familienangehöriger im Sinne
des Satzes 1 während der Dauer seiner Versicherung im
Gruppenversicherungsvertrag zugezogen hat, sind dabei ohne
Risikozuschlag in den Versicherungsschutz einzubeziehen.

(2) Für die Zeit des Vorbereitungsdienstes hat der Träger für den
Fall, daß der Entwicklungshelfer in der gesetzlichen
Krankenversicherung versichert ist, die Beiträge in voller Höhe zu
übernehmen; ist der Entwicklungshelfer oder ein Familienangehöriger im
Sinne des Absatzes 1 Satz 1 bereits in einer privaten
Krankheitskostenversicherung versichert, so hat der Träger die
Beiträge oder Prämien in Höhe der Aufwendungen zu übernehmen,
höchstens jedoch den Betrag, der für einen versicherungspflichtigen
Angestellten mit einem Arbeitsverdienst in Höhe der für die
gesetzliche Krankenversicherung geltenden Beitragsbemessungsgrenze zu
zahlen wäre; hierbei ist der Beitragssatz der für den Sitz des Trägers
zuständigen allgemeinen Ortskrankenkasse zugrunde zu legen. Sind der
Entwicklungshelfer und seine Familienangehörigen im Sinne des Absatzes
1 Satz 1 für diese Zeit weder in der gesetzlichen Krankenversicherung
noch anderweitig in einer privaten Krankheitskostenversicherung
versichert, so hat der Träger sie nach Absatz 1 zu versichern.

(3) Entstehen dem Entwicklungshelfer oder einem Familienangehörigen im
Sinne des Absatzes 1 Satz 1 durch den Eintritt eines
Versicherungsfalles (Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 oder 2) notwendige
Kosten, die weder nach Absatz 1 noch durch Leistungen auf Grund
sozialversicherungsrechtlicher Vorschriften gedeckt sind, so trägt
diese der Bund, soweit die Gesamtkosten die ortsüblichen Kosten nicht
übersteigen. Der Bund kann in diesem Umfang auch Kosten übernehmen,
die nach Beendigung des Entwicklungsdienstes erwachsen, sofern dies
zur Abwendung einer unbilligen Härte geboten ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ehfg/__7.html
Directory: ehfg
Level: 3.0