Title: § 10 Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung für den Ausbildungsberuf Holz- und Bautenschützer/Holz- und Bautenschützerin in der Fachrichtung Holzschutz

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung im Holz- und Bautenschutzgewerbe (HolzBauSchAusbV)
§ 10 Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung für den Ausbildungsberuf Holz- und Bautenschützer/Holz- und Bautenschützerin in der Fachrichtung Holzschutz

Paragraph: 10

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung im Holz- und Bautenschutzgewerbe (HolzBauSchAusbV)
§ 10 Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung für den Ausbildungsberuf Holz- und Bautenschützer/Holz- und Bautenschützerin in der Fachrichtung Holzschutz

(1) Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung erstreckt sich auf die
in der Anlage Teil II Abschnitt A, B und D aufgeführten Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu
vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich
ist.

(2) Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung besteht aus den
Prüfungsbereichen:

1.  Kundenauftrag,

2.  Holzschutz und Holzsanierung sowie

3.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Kundenauftrag bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Prüfmethoden und -geräte anwenden,

    b)  Gefahrstoffe hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten unterscheiden,
        nach Vorschrift lagern und der Entsorgung zuführen,

    c)  Möglichkeiten und Grenzen von alternativen Verfahren und
        Sonderverfahren beachten,

    d)  Arbeitsabläufe ziel- und kundenorientiert unter Beachtung
        wirtschaftlicher, technischer, logistischer und rechtlicher Vorgaben
        selbstständig planen und durchführen,

    e)  Arbeitsmittel festlegen,

    f)  technische Unterlagen nutzen,

    g)  Arbeitsergebnisse qualitätsorientiert kontrollieren sowie

    h)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz sowie des Qualitätsmanagements ergreifen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zu Grunde zu legen:

    Durchführen einer Holzschutzmaßnahme an einem in ein Mauerwerksteil
    eingebundenen Holzbauteil zur Bekämpfung tierischer oder pflanzlicher
    Holzschädlinge unter Berücksichtigung alternativer Verfahren oder
    Sonderverfahren einschließlich Bearbeiten des Mauerwerkteils;

3.  der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag
    entspricht, durchführen und mit praxisbezogenen Unterlagen
    dokumentieren sowie hierüber ein situatives Fachgespräch führen;

4.  die Prüfungszeit beträgt fünf Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das
    situative Fachgespräch in 15 Minuten durchgeführt werden.

(4) Für den Prüfungsbereich Holzschutz und Holzsanierung bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Schaderreger und Schadbilder von holzzerstörenden Insekten und
        Organismen erkennen,

    b)  Arbeitsabläufe in Abstimmung mit beteiligten Gewerken und Kunden
        planen,

    c)  Material- und Zeitbedarf ermitteln,

    d)  Arbeitsmittel festlegen,

    e)  vorbeugende und bekämpfende Holzschutzmaßnahmen anwenden,

    f)  Geräte, Maschinen und Anlagen auswählen, einrichten und einsetzen,

    g)  Volumen berechnen,

    h)  Aufmaße erstellen sowie

    i)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz, der Hygiene sowie des Qualitätsmanagements
        berücksichtigen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich ist die Vorgehensweise zur Durchführung einer
    vorbeugenden und bekämpfenden Holzschutzmaßnahme unter
    Berücksichtigung alternativer Verfahren und Sonderverfahren zu Grunde
    zu legen;

3.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

4.  die Prüfungszeit beträgt 150 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

(6) Die einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:

*    *   1.

    *   Prüfungsbereich Kundenauftrag

    *   30 Prozent,

*    *   2.

    *   Prüfungsbereich Holzschutz und Holzsanierung

    *   20 Prozent,

*    *   3.

    *   Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   10 Prozent.

(7) Die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung ist bestanden, wenn die
Leistungen

1.  im Gesamtergebnis von Teil 1 und Teil 2 mit mindestens "ausreichend",

2.  im Prüfungsbereich Kundenauftrag mit mindestens "ausreichend",

3.  im Gesamtergebnis von Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung mit
    mindestens "ausreichend" und

4.  in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit "ungenügend"

bewertet worden sind.

(8) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der schlechter
als ausreichend bewerteten Prüfungsbereiche nach Absatz 2 Nr. 2 und 3
durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der
Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das
bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung
im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.

(9) Hat der Prüfling die Prüfung nach Absatz 7 nicht bestanden,
erfüllen jedoch die Ergebnisse von Teil 1 der
Abschlussprüfung/Gesellenprüfung und das Ergebnis im Prüfungsbereich
Wirtschafts- und Sozialkunde nach Absatz 5 die Anforderungen nach § 7,
so hat er den Abschluss des Ausbildungsberufs Fachkraft für Holz- und
Bautenschutzarbeiten erreicht.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/holzbauschausbv/__10.html
Directory: holzbauschausbv
Level: 2.0