Title: § 7 Teil 2 der Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Fluggerätelektroniker und zur Fluggerätelektronikerin (FlugElekAusbV 2013)
§ 7 Teil 2 der Abschlussprüfung

Paragraph: 7

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Fluggerätelektroniker und zur Fluggerätelektronikerin (FlugElekAusbV 2013)
§ 7 Teil 2 der Abschlussprüfung

(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in den Anlagen
1 und 2 aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er
für die Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.  Arbeitsauftrag,

2.  Systemanalyse,

3.  Funktionsanalyse sowie

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Arbeitsauftrag bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, folgende
    prozessrelevante Zusammenhänge darzustellen:

    a)  Arbeitsaufträge zu analysieren, Informationen aus Unterlagen zu
        beschaffen, technische und organisatorische Schnittstellen zu klären,
        Lösungsvarianten unter technischen, betriebswirtschaftlichen und
        ökologischen Gesichtspunkten auszuwählen,

    b)  Auftragsablauf zu planen und abzustimmen, Planungsunterlagen zu
        erstellen, Arbeitsabläufe und Zuständigkeiten am Einsatzort zu
        berücksichtigen,

    c)  Aufträge unter Beachtung der Arbeitssicherheit durchzuführen, Funktion
        und Sicherheit zu prüfen und zu dokumentieren, Normen und
        Spezifikationen zur Qualität und Sicherheit der Produkte zu beachten
        sowie Ursachen von Fehlern und Mängeln systematisch zu suchen und zu
        beheben,

    d)  Arbeitsergebnisse zu übergeben, Fachauskünfte, auch unter Verwendung
        englischer Fachausdrücke zu erteilen, Abnahmeprotokolle auszufüllen,
        Arbeitsergebnisse und Leistungen zu dokumentieren und zu bewerten,
        Geräte- und Systemdaten zu dokumentieren.

    Zum Nachweis kommen insbesondere das Herstellen einer Komponente, das
    Integrieren von Geräten oder Systemen oder das Instandhalten von
    Systemen der Luftfahrttechnik in Betracht;

2.  Prüfungsvariante 1

    Der Prüfling soll in 14 Stunden einen betrieblichen Auftrag
    durchführen und mit auftragsbezogenen Unterlagen dokumentieren sowie
    darüber ein auftragsbezogenes Fachgespräch von höchstens 30 Minuten
    führen; dem Prüfungsausschuss ist vor der Durchführung des
    betrieblichen Auftrages die Aufgabenstellung einschließlich eines
    geplanten Bearbeitungszeitraums zur Genehmigung vorzulegen;

3.  Prüfungsvariante 2

    Der Prüfling soll in 14 Stunden ein Prüfungsprodukt bearbeiten, das
    einem betrieblichen Auftrag entspricht, und mit auftragsbezogenen
    Unterlagen dokumentieren sowie darüber ein auftragsbezogenes
    Fachgespräch von höchstens 30 Minuten führen;

4.  der Ausbildungsbetrieb wählt die Prüfungsvariante nach Nummer 2 oder 3
    aus und teilt sie dem Prüfling und der zuständigen Stelle mit der
    Anmeldung zur Prüfung mit.

(4) Für den Prüfungsbereich Systemanalyse bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  ein luftfahrttechnisches Teilsystem oder System zu analysieren,

    b)  technische Unterlagen, auch in englischer Sprache, auszuwerten,

    c)  funktionelle Zusammenhänge in flugtechnischen Systemen zu analysieren,

    d)  Signale an Schnittstellen funktionell zuzuordnen,

    e)  Fehlerursachen zu bestimmen,

    f)  elektromagnetische Verträglichkeit zu beurteilen,

    g)  elektrische Schutzmaßnahmen zu bewerten;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich Funktionsanalyse bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  Einrichtungen zur Prüfung luftfahrttechnischer Systeme anzuwenden,

    b)  eine technische Problemanalyse, unter Berücksichtigung von
        Vorschriften und technischen Regelwerken, Wirtschaftlichkeit und
        Betriebsabläufen, durchzuführen,

    c)  Prüfverfahren und Diagnosesysteme auszuwählen und einzusetzen,

    d)  Tests und Prüfvorgänge unter Berücksichtigung technischer
        Spezifikationen und Systemvorschriften festzulegen,

    e)  Schaltungsunterlagen auszuwerten;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Wirtschaft- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/flugelekausbv_2013/__7.html
Directory: flugelekausbv_2013
Level: 2.0