Title: § 15 Schlepp- und Reklameflüge

Description:
Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO 2015)
Abschnitt 4 - Allgemeine Verkehrsregeln
§ 15 Schlepp- und Reklameflüge

Paragraph: 15

Content:
Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO 2015)
Abschnitt 4 - Allgemeine Verkehrsregeln
§ 15 Schlepp- und Reklameflüge

(1) Reklameflüge mit geschleppten Gegenständen bedürfen der Erlaubnis
der Luftfahrtbehörde des Landes, in dem der Luftfahrzeugführer seinen
Wohnsitz oder Sitz hat. Die Erlaubnis darf nur erteilt werden, wenn

1.  der Luftfahrzeugführer die Schleppberechtigung nach der Verordnung
    (EU) Nr. 1178/2011 der Kommission vom 3. November 2011 zur Festlegung
    technischer Vorschriften und von Verwaltungsverfahren in Bezug auf das
    fliegende Personal in der Zivilluftfahrt gemäß der Verordnung (EG) Nr.
    216/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 311 vom
    25\.11.2011, S. 1) in der jeweils geltenden Fassung oder nach der
    Verordnung über Luftfahrtpersonal besitzt,

2.  das Luftfahrzeug mit einem geeichten Barographen zur Feststellung der
    Flughöhen oder einem kalibrierten Datenaufzeichnungsgerät zur
    Darstellung von Flughöhe und Flugstrecke während des Flugs ausgerüstet
    ist,

3.  bei dem beantragten Flug nicht mehr als drei Luftfahrzeuge in
    Formation fliegen, wobei der Abstand zwischen dem geschleppten
    Gegenstand des voranfliegenden Luftfahrzeugs und dem nachfolgenden
    Luftfahrzeug sowie zwischen den Luftfahrzeugen mindestens 60 Meter
    betragen muss,

4.  die Haftpflichtversicherung das Schleppen von Gegenständen
    ausdrücklich mit einschließt.

(2) Auf das Schleppen von Gegenständen zu anderen als zu
Reklamezwecken ist Absatz 1 sinngemäß anzuwenden; Absatz 1 Satz 2
Nummer 2 gilt nicht für Arbeitsflüge von Drehflüglern. Das Schleppen
von Segelflugzeugen und Hängegleitern bedarf nicht der Erlaubnis nach
Absatz 1; es genügt die Schleppberechtigung nach der Verordnung (EU)
Nr. 1178/2011 oder der Verordnung über Luftfahrtpersonal.

(3) Die Erlaubnisbehörde kann die Erlaubnis nach Absatz 1 aus Gründen
der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung, vor allem zur Verhinderung
von Lärmbelästigungen, mit Auflagen verbinden. Sie kann insbesondere
in Abweichung von § 37 höhere Sicherheitsmindesthöhen bestimmen und
die Erlaubnis zeitlich beschränken.

(4) Reklameflüge, bei denen die Reklame nur in der Beschriftung des
Luftfahrzeugs besteht, bedürfen keiner Erlaubnis.

(5) Flüge zur Reklame mit akustischen Mitteln sind verboten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/luftvo_2015/__15.html
Directory: luftvo_2015
Level: 3.0