Title: § 2 Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Verbesserung der Teilhabe in der Kindertagesbetreuung

Description:
Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Verbesserung der Teilhabe in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege (KiQuTG)
§ 2 Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Verbesserung der Teilhabe in der Kindertagesbetreuung

Paragraph: 2

Content:
Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Verbesserung der Teilhabe in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege (KiQuTG)
§ 2 Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Verbesserung der Teilhabe in der Kindertagesbetreuung

(1) Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Qualität in der
Kindertagesbetreuung werden auf folgenden Handlungsfeldern ergriffen:

1.  ein bedarfsgerechtes Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot in
    der Kindertagesbetreuung schaffen, welches insbesondere die
    Ermöglichung einer inklusiven Förderung aller Kinder sowie die
    bedarfsgerechte Ausweitung der Öffnungszeiten umfasst,

2.  einen guten Fachkraft-Kind-Schlüssel in Tageseinrichtungen
    sicherstellen,

3.  zur Gewinnung und Sicherung qualifizierter Fachkräfte in der
    Kindertagesbetreuung beitragen,

4.  die Leitungen der Tageseinrichtungen stärken,

5.  die Gestaltung der in der Kindertagesbetreuung genutzten
    Räumlichkeiten verbessern,

6.  Maßnahmen und ganzheitliche Bildung in den Bereichen kindliche
    Entwicklung, Gesundheit, Ernährung und Bewegung fördern,

7.  die sprachliche Bildung fördern,

8.  die Kindertagespflege (§ 22 Absatz 1 Satz 2 des Achten Buches
    Sozialgesetzbuch) stärken,

9.  die Steuerung des Systems der Kindertagesbetreuung im Sinne eines
    miteinander abgestimmten, kohärenten und zielorientierten
    Zusammenwirkens des Landes sowie der Träger der öffentlichen und
    freien Jugendhilfe verbessern oder

10. inhaltliche Herausforderungen in der Kindertagesbetreuung bewältigen,
    insbesondere die Umsetzung geeigneter Verfahren zur Beteiligung von
    Kindern sowie zur Sicherstellung des Schutzes der Kinder vor
    sexualisierter Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung, die
    Integration von Kindern mit besonderen Bedarfen, die Zusammenarbeit
    mit Eltern und Familien, die Nutzung der Potentiale des Sozialraums
    und den Abbau geschlechterspezifischer Stereotype.

Förderfähig sind zusätzlich auch Maßnahmen zur Entlastung der Eltern
bei den Kostenbeiträgen, die bis zum Ablauf des 31. Dezember 2022
Gegenstand von Verträgen nach § 4 dieses Gesetzes waren und die über
die in § 90 Absatz 3 und 4 des Achten Buches Sozialgesetzbuch in der
ab dem 1. August 2019 geltenden Fassung geregelten Maßnahmen
hinausgehen. Maßnahmen gemäß Satz 1 Nummer 1 bis 4 sowie 6 bis 8 sind
von vorrangiger Bedeutung. Maßnahmen sind überwiegend in den
Handlungsfeldern gemäß Satz 1 Nummer 1 bis 4, 6 bis 8 zu ergreifen.
Maßnahmen, die ab dem 1. Januar 2023 begonnen werden, müssen in den
Handlungsfeldern gemäß Satz 1 Nummer 1 bis 4, 6 bis 8 ergriffen
werden.

(2) Maßnahmen, die bis zum Ablauf des 31. Dezember 2022 Gegenstand von
Verträgen nach § 4 dieses Gesetzes waren, können noch bis zum 30. Juni
2023 fortgeführt werden, auch wenn damit nicht die Vorgabe nach Absatz
1 Satz 4 erfüllt wird, dass Maßnahmen überwiegend in den
Handlungsfeldern gemäß Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 4, 6 bis 8
ergriffen werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kiqutg/__2.html
Directory: kiqutg
Level: 2.0