Title: § 10a Gewerbeverlust

Description:
Gewerbesteuergesetz (GewStG)
Abschnitt II - Bemessung der Gewerbesteuer
§ 10a Gewerbeverlust

Paragraph: 10a

Content:
Gewerbesteuergesetz (GewStG)
Abschnitt II - Bemessung der Gewerbesteuer
§ 10a Gewerbeverlust

1             Der maßgebende Gewerbeertrag wird bis zu einem Betrag in
Höhe von 1 Million Euro um die Fehlbeträge gekürzt, die sich bei der
Ermittlung des maßgebenden Gewerbeertrags für die vorangegangenen
Erhebungszeiträume nach den Vorschriften der §§ 7 bis 10 ergeben
haben, soweit die Fehlbeträge nicht bei der Ermittlung des
Gewerbeertrags für die vorangegangenen Erhebungszeiträume
berücksichtigt worden sind.
2             Der 1 Million Euro übersteigende maßgebende
Gewerbeertrag ist bis zu 60 Prozent um nach Satz 1 nicht
berücksichtigte Fehlbeträge der vorangegangenen Erhebungszeiträume zu
kürzen.
3             Im Fall des § 2 Abs. 2 Satz 2 kann die Organgesellschaft
den maßgebenden Gewerbeertrag nicht um Fehlbeträge kürzen, die sich
vor dem rechtswirksamen Abschluss des Gewinnabführungsvertrags ergeben
haben.
4             Bei einer Mitunternehmerschaft ist der sich für die
Mitunternehmerschaft insgesamt ergebende Fehlbetrag den
Mitunternehmern entsprechend dem sich aus dem Gesellschaftsvertrag
ergebenden allgemeinen Gewinnverteilungsschlüssel zuzurechnen;
Vorabgewinnanteile sind nicht zu berücksichtigen.
5             Für den Abzug der den Mitunternehmern zugerechneten
Fehlbeträge nach Maßgabe der Sätze 1 und 2 ist der sich für die
Mitunternehmerschaft insgesamt ergebende maßgebende Gewerbeertrag
sowie der Höchstbetrag nach Satz 1 den Mitunternehmern entsprechend
dem sich aus dem Gesellschaftsvertrag für das Abzugsjahr ergebenden
allgemeinen Gewinnverteilungsschlüssel zuzurechnen; Vorabgewinnanteile
sind nicht zu berücksichtigen.
6             Die Höhe der vortragsfähigen Fehlbeträge ist gesondert
festzustellen.
7             Vortragsfähige Fehlbeträge sind die nach der Kürzung des
maßgebenden Gewerbeertrags nach Satz 1 und 2 zum Schluss des
Erhebungszeitraums verbleibenden Fehlbeträge.
8             Im Fall des § 2 Abs. 5 kann der andere Unternehmer den
maßgebenden Gewerbeertrag nicht um die Fehlbeträge kürzen, die sich
bei der Ermittlung des maßgebenden Gewerbeertrags des übergegangenen
Unternehmens ergeben haben.
9             § 8 Abs. 8 und 9 Satz 5 bis 8 des
Körperschaftsteuergesetzes ist entsprechend anzuwenden.
10             Auf die Fehlbeträge ist § 8c des
Körperschaftsteuergesetzes entsprechend anzuwenden; dies gilt auch für
den Fehlbetrag einer Mitunternehmerschaft, soweit dieser

1.  einer Körperschaft unmittelbar oder

2.  einer Mitunternehmerschaft, soweit an dieser eine Körperschaft
    unmittelbar oder mittelbar über eine oder mehrere
    Personengesellschaften beteiligt ist,

zuzurechnen ist.
11             Auf die Fehlbeträge ist § 8d des
Körperschaftsteuergesetzes entsprechend anzuwenden, wenn ein
fortführungsgebundener Verlustvortrag nach § 8d des
Körperschaftsteuergesetzes gesondert festgestellt worden ist.
12             Unterbleibt eine Feststellung nach § 8d Absatz 1 Satz 8
des Körperschaftsteuergesetzes, weil keine nicht genutzten Verluste
nach § 8c Absatz 1 Satz 1 des Körperschaftsteuergesetzes vorliegen,
ist auf Antrag auf die Fehlbeträge § 8d des Körperschaftsteuergesetzes
entsprechend anzuwenden; für die Form und die Frist dieses Antrags
gilt § 8d Absatz 1 Satz 5 des Körperschaftsteuergesetzes entsprechend.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gewstg/__10a.html
Directory: gewstg
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