Title: § 46 Verbriefungstransaktion

Description:
Verordnung über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtung (WuSolvV)
Teil 2 - Adressrisiken
Kapitel 3 - Kreditrisiko-Standardansatz
Abschnitt 4 - Verbriefungen
Unterabschnitt 1 - Anrechnung von Verbriefungspositionen, Begriffsbestimmungen
§ 46 Verbriefungstransaktion

Paragraph: 46

Content:
Verordnung über die angemessene Eigenkapitalausstattung von Wohnungsunternehmen mit Spareinrichtung (WuSolvV)
Teil 2 - Adressrisiken
Kapitel 3 - Kreditrisiko-Standardansatz
Abschnitt 4 - Verbriefungen
Unterabschnitt 1 - Anrechnung von Verbriefungspositionen, Begriffsbestimmungen
§ 46 Verbriefungstransaktion

(1) Eine Verbriefungstransaktion liegt vor, wenn

1.  das Adressenausfallrisiko aus einem verbrieften Portfolio anfänglich
    in wenigstens zwei Verbriefungstranchen aufgeteilt wird,

2.  Zahlungsansprüche oder Zahlungsverpflichtungen der Halter von
    Risikopositionen in den Verbriefungstranchen vertraglich von der
    Realisierung des Adressenausfallrisikos ausschließlich des verbrieften
    Portfolios abhängen,

3.  die Verbriefungstranchen in einem Subordinationsverhältnis stehen und
    diese Rangfolge die Reihenfolge und die Höhe bestimmt, in der
    Zahlungen oder Verluste bei einer Realisierung des
    Adressenausfallrisikos des verbrieften Portfolios den Haltern von
    Positionen in den Verbriefungstranchen zugewiesen werden (Wasserfall-
    Prinzip), und

4.  eine Leistungsstörung nicht bereits dann als eingetreten gilt, wenn
    für eine im Rang nachgehende Verbriefungstranche derselben Transaktion
    aufgrund der vertraglich festgelegten Zuweisung von Verlusten oder
    Nichtzuweisung von Zahlungen ein wirtschaftliches Kreditereignis
    eingetreten ist.

Als Verbriefungstransaktion gilt auch ein Verbriefungsprogramm, das
die in Satz 1 genannten Voraussetzungen erfüllt.

(2) Eine Verbriefungstransaktion mit Forderungsübertragung ist durch
die rechtliche Übertragung eines verbrieften Portfolios von einem
Originator bestimmt.

(3) Eine Verbriefungstransaktion ohne Forderungsübertragung ist durch
die Übertragung des Adressenausfallrisikos aus einem verbrieften
Portfolio durch den Einsatz von Garantien, Kreditderivaten oder
berücksichtigungsfähigen finanziellen Sicherheiten von einem
Originator bestimmt, ohne dadurch das verbriefte Portfolio rechtlich
zu übertragen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/wusolvv/__46.html
Directory: wusolvv
Level: 6.0