Title: § 1 Begriffsbestimmungen

Description:
Verordnung über die Verwaltung und Ordnung der Seelotsreviere Weser I und Weser II/Jade (Weser/JadeLotsV 2003)
§ 1 Begriffsbestimmungen

Paragraph: 1

Content:
Verordnung über die Verwaltung und Ordnung der Seelotsreviere Weser I und Weser II/Jade (Weser/JadeLotsV 2003)
§ 1 Begriffsbestimmungen

(1) Seeschiffe im Sinne dieser Verordnung sind Schiffe, die in einem
Seeschiffsregister oder einem vergleichbaren ausländischen Register
eingetragen sind und mit denen überwiegend Seefahrt betrieben wird,
mit Ausnahme von Seetankschiffen.

(2) Seetankschiffe nach dieser Verordnung sind Schiffe im Sinne des §
30 Abs. 1 der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung in der Fassung der
Bekanntmachung vom 22. Oktober 1998 (BGBl. I S. 3209), die in einem
Seeschiffsregister eingetragen sind und mit denen überwiegend Seefahrt
betrieben wird.

(3) Binnentankschiffe nach dieser Verordnung sind Schiffe im Sinne des
§ 30 Abs. 1 Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung in der Fassung der
Bekanntmachung vom 22. Oktober 1998 (BGBl. I S. 3209), die in einem
Binnenschiffsregister eingetragen sind und mit denen überwiegend
Binnenschifffahrt betrieben wird.

(4) Tankschiffe im Sinne dieser Verordnung sind alle Seetankschiffe
und Binnentankschiffe.

(5) Seelotsreviere sind Fahrtstrecken und Seegebiete, für die zur
Sicherheit der Schifffahrt die Bereitstellung einheitlicher und
ständiger Lotsendienste angeordnet ist.

(6) Position des Lotsenschiffes ist die Position, auf der sich das
Lotsenschiff tatsächlich befindet.

(7) Schlechtwetterposition des Lotsenschiffes ist die Position, auf
die sich das Lotsenschiff infolge schlechten (schweren) Wetters
zurückzieht.

(8) Länge eines Schiffes im Sinne dieser Verordnung ist die Länge über
alles in Metern, gemessen von der Vorkante Vorsteven bis Achterkante
Achtersteven einschließlich fester Anbauten. Breite eines Schiffes ist
die Breite über alles in Metern (maximale Rumpfbreite des Schiffes
einschließlich fester Anbauten). Tiefgang eines Schiffes ist der
größte Tiefgang in Metern auf der zu befahrenden Lotsstrecke. Soweit
es in dieser Verordnung zugelassen wird, kann hinsichtlich der Länge
und Breite im Verhältnis 1:10 interpoliert werden. Dabei entsprechen
1,00 m mehr Länge 0,10 m weniger Breite und 1,00 m weniger Länge 0,10
m mehr Breite. Die in der jeweiligen Vorschrift genannten maximalen
Obergrenzen dürfen nach dem Interpolieren nicht überschritten werden.
Längen sind auf ganze Meter und Breiten auf ganze Dezimeter bis
ausschließlich 0,5 abzurunden und ab 0,5 aufzurunden. Als Breite gilt
die größte Breite einschließlich etwaiger Ladungsüberhänge. Bei
Schleppverbänden ist die Summe der Längen von Schlepper und Anhang
ohne Berücksichtigung der Länge der Schleppleine maßgeblich.

(9) Landradarberatung ist die Beratung eines Schiffes durch Lotsen von
einer Verkehrszentrale aus.

(10) Typgleiches Schiff bedeutet ein in den Abmessungen und in den
Manövriereigenschaften vergleichbares und im Typ identisches Schiff.
Hinsichtlich der Abmessungen ist eine Vergleichbarkeit gegeben, wenn
die Abmessungen geringer sind oder die Länge nach oben nicht mehr als
5 m und die Breite nach oben nicht mehr als 0,5 m differieren.

(11) Lotsenversetzposition in der Weser- und Jademündung ist im
Bereich der Position 53° 52,8’ Nord und 007° 46,5’ Ost.
Lotsenversetzpositionen im Verkehrstrennungsgebiet „Jade Approach“
sind einkommend im Bereich der Positionen 54° 07’ Nord und 007° 28,5’
Ost oder ausgehend nach Kreuzung des Verkehrstrennungsgebietes
„Terschelling-German Bight“. Lotsenversetzpositionen im
Verkehrstrennungsgebiet „Terschelling-German Bight“ sind einlaufend im
Bereich der Position 53° 53’ Nord und 007° 25’ Ost oder auslaufend im
Bereich der Position 53° 59’ Nord und 007° 30’ Ost.

(12) Schifffahrtspolizeibehörde im Sinne dieser Verordnung ist das
jeweils zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/weser_jadelotsv_2003/__1.html
Directory: weser_jadelotsv_2003
Level: 2.0