Title: § 24 Verpflichtungen des Reeders

Description:
Seearbeitsgesetz (SeeArbG)
Abschnitt 2 - Mindestanforderungen für die Arbeit von Besatzungsmitgliedern auf Schiffen
Unterabschnitt 4 - Arbeitsvermittlung
§ 24 Verpflichtungen des Reeders

Paragraph: 24

Content:
Seearbeitsgesetz (SeeArbG)
Abschnitt 2 - Mindestanforderungen für die Arbeit von Besatzungsmitgliedern auf Schiffen
Unterabschnitt 4 - Arbeitsvermittlung
§ 24 Verpflichtungen des Reeders

(1) Ein Reeder darf einen privaten Arbeitsvermittlungsdienst für
Seeleute (Vermittler) mit Sitz in Deutschland nur dann für die
Vermittlung von Seeleuten in Anspruch nehmen, wenn ihm vom Vermittler
eine schriftliche Bescheinigung der Berufsgenossenschaft vorgelegt
worden ist, dass der Vermittler die Anforderungen des § 25 erfüllt.

(2) Der Reeder bestätigt einem Vermittler mit Sitz in Deutschland vor
Abschluss einer Vermittlung schriftlich, dass

1.  der zu schließende Heuervertrag die Anforderungen der §§ 28 und 29
    erfüllt,

2.  er seinen Verpflichtungen nach den §§ 73 bis 76 nachkommt und

3.  er eine Versicherung abgeschlossen hat, um Personen, die an Bord eines
    Schiffes vermittelt worden sind, für finanzielle Verluste zu
    entschädigen, die ihnen infolge einer vom Reeder zu vertretenden
    Pflichtverletzung aus dem Beschäftigungsvertrag entstehen.

(3) Ein Reeder darf einen Vermittler mit Sitz in Staaten, die das
Seearbeitsübereinkommen nicht ratifiziert haben, nur dann für die
Vermittlung von Seeleuten in Anspruch nehmen, wenn der Vermittler dem
Reeder gegenüber schriftlich versichert hat, dass er die Vorschriften
zur Anwerbung und Vermittlung nach der Regel 1.4 des
Seearbeitsübereinkommens erfüllt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/seearbg/__24.html
Directory: seearbg
Level: 4.0