Title: § 63 Bescheid bei Feststellung wesentlicher Unterschiede

Description:
Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO)
Abschnitt 5 - Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen und erforderliche Anpassungsmaßnahmen
Unterabschnitt 1 - Verfahren
§ 63 Bescheid bei Feststellung wesentlicher Unterschiede

Paragraph: 63

Content:
Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO)
Abschnitt 5 - Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen und erforderliche Anpassungsmaßnahmen
Unterabschnitt 1 - Verfahren
§ 63 Bescheid bei Feststellung wesentlicher Unterschiede

(1) Stellt die nach § 22 Absatz 2 des Psychotherapeutengesetzes
zuständige Behörde hinsichtlich der Gleichwertigkeit der erworbenen
Berufsqualifikation wesentliche Unterschiede fest, so erteilt sie der
antragstellenden Person einen rechtsmittelfähigen Bescheid.

(2) Der Bescheid enthält folgende Angaben:

1.  das Niveau der in Deutschland verlangten Berufsqualifikation und das
    Niveau der von der antragstellenden Person vorgelegten
    Berufsqualifikation gemäß der Klassifizierung in Artikel 11 der
    Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7.
    September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl. L
    255 vom 30.9.2005, S. 22), die zuletzt durch den Delegierten Beschluss
    (EU) 2019/608 (ABl. L 104 vom 15.4.2019, S. 1) geändert worden ist,

2.  den Bestandteil oder die Bestandteile der beruflichen Tätigkeiten, bei
    denen wesentliche Unterschiede zwischen der Berufsqualifikation der
    antragstellenden Person und der im Psychotherapeutengesetz und in
    dieser Verordnung geregelten Berufsqualifikation festgestellt wurden,

3.  eine inhaltliche Erläuterung der wesentlichen Unterschiede sowie die
    Begründung, warum die wesentlichen Unterschiede dazu führen, dass die
    antragstellende Person nicht in ausreichender Form über die Kenntnisse
    und Fähigkeiten verfügt, die in Deutschland zur Ausübung des Berufs
    der Psychotherapeutin oder des Psychotherapeuten notwendig sind,

4.  eine Begründung, warum die wesentlichen Unterschiede nicht durch
    Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeglichen werden konnten, die die
    antragstellende Person im Rahmen ihrer Berufspraxis in dem Beruf, der
    dem der Psychotherapeutin oder des Psychotherapeuten entspricht, in
    Vollzeit oder Teilzeit oder durch lebenslanges Lernen im Sinne des §
    11 Absatz 3 Satz 2 des Psychotherapeutengesetzes erworben hat, und

5.  die Anpassungsmaßnahme nach Unterabschnitt 2 oder Unterabschnitt 3,
    die zum Ausgleich der festgestellten wesentlichen Unterschiede
    erforderlich ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/psychthappro/__63.html
Directory: psychthappro
Level: 4.0