Title: Anlage 7 Fahrerlaubnisprüfung

Description:
Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (FeV 2010)
**(Anlage 6 Nummer 2.2 der Fahrerlaubnis-Verordnung)**
Anlage 7 Fahrerlaubnisprüfung

Paragraph: 11

Content:
Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr (FeV 2010)
**(Anlage 6 Nummer 2.2 der Fahrerlaubnis-Verordnung)**
Anlage 7 Fahrerlaubnisprüfung

(Fundstelle: BGBl. I 2013, 46 - 57;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)

1.  **Theoretische Prüfung**

    Einzelheiten der theoretischen Prüfung ergeben sich auch aus der
    Prüfungsrichtlinie für die theoretische Fahrerlaubnisprüfung in der
    jeweils geltenden Fassung, die vom Bundesministerium für Verkehr und
    digitale Infrastruktur im Benehmen mit den zuständigen obersten
    Landesbehörden im Verkehrsblatt bekannt gemacht wird.

1.1 **Prüfungsstoff**

    Gegenstand der Prüfung sind Kenntnisse in den Sachgebieten des Anhangs
    II Abschnitt A Nummer 2 bis 4 der Richtlinie 2006/126/EG des
    Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Dezember 2006 über den
    Führerschein (Neufassung) (ABl. L 403 vom 30.12.2006, S. 18; L 169 vom
    28\.6.2016, S. 18) in der Fassung der Richtlinie (EU) 2018/933 der
    Kommission vom 29. Juni 2018 zur Berichtigung der deutschen Fassung
    der Richtlinie 2006/126/EG des Europäischen Parlaments und des Rates
    über den Führerschein (ABl. L 165 vom 2.7.2018, S. 35) und in den
    folgenden Sachgebieten:

    1.  Gefahrenlehre

    2.  Verhalten im Straßenverkehr

    3.  Vorfahrt, Vorrang

    4.  Verkehrszeichen

    5.  Umweltschutz

    6.  Vorschriften über den Betrieb der Fahrzeuge

    7.  Technik

    8.  Eignung und Befähigung von Kraftfahrern.

    Der Prüfungsstoff bildet die Grundlage für den Fragenkatalog. Der
    Fragenkatalog ist Teil der Prüfungsrichtlinie nach Nummer 1.

1.2 **Form und Umfang der Prüfung, Zusammenstellung der Fragen, Bewertung
    der Prüfung**

1.2.1 **Allgemeines**

    Jede Prüfung enthält Fragen aus dem Grundstoff und dem Zusatzstoff des
    Fragenkatalogs. Der Grundstoff beinhaltet den für alle Klassen
    geltenden Prüfungsstoff, der Zusatzstoff den Stoff, der sich aus den
    besonderen Anforderungen der jeweiligen Klasse ergibt. Bei einer
    Prüfung für mehrere Klassen wird der Grundstoff nur einmal geprüft.
    Bei der Prüfung zur Erweiterung einer Fahrerlaubnis wird der
    Grundstoff in reduziertem Umfang erneut mitgeprüft. Nach Abschluss der
    Prüfung können aus Gründen der Qualitätssicherung und der
    Weiterentwicklung der theoretischen Fahrerlaubnisprüfung zusätzliche
    Fragen oder Aufgaben zur Bearbeitung vorgelegt werden. Die Ergebnisse
    dieser Fragen oder Aufgaben werden bei der Prüfungsbewertung nicht
    berücksichtigt. Die Teilnahme an dieser Erprobung erfolgt freiwillig
    und anonym.

1.2.2 **Wertigkeit der Fragen und Zusammenstellung der Fragen**

    Die Fragen werden entsprechend ihrem Inhalt und dessen Bedeutung für
    die Verkehrssicherheit, den Umweltschutz und die Energieeinsparung mit
    zwei bis fünf Punkten bewertet. Die Wertigkeit ist im Fragenkatalog
    bei jeder Frage angegeben.

    Die Anzahl der Fragen je Klasse, die Anzahl der Punkte und die
    zulässige Fehlerpunktzahl ergeben sich aus den folgenden Tabellen:

    Ersterwerb

    *        *   Klasse

        *   Zahl der Fragen

        *   Summe der Punkte

        *   Zulässige
            Fehlerpunkte

    *        *   AM, A1, A2, A, B, L, T

        *   30

        *   110

        *[^f806403_02_BJNR198000010BJNE009222123]
   10

    *        *   Mofa

        *   20

        *   69

        *   7

    Erweiterung

    *        *   Klasse

        *   Zahl der Fragen

        *   Summe der Punkte

        *   Zulässige
            Fehlerpunkte

    *        *   AM, A1, A2, A, B, L, T

        *   20

        *   72

        *   6

    *        *   C

        *   37

        *   128

        *[^f806403_03_BJNR198000010BJNE009222123]
   10

    *        *   C1, CE

        *   30

        *   105

        *   10

    *        *   D

        *   40

        *   138

        *   10

    *        *   D1

        *   35

        *   121

        *   10

1.2.3 **Bewertung der Prüfung**

    Die theoretische Prüfung ist nicht bestanden, wenn die unter Nummer
    1\.2.2 bei den einzelnen Klassen jeweils aufgeführte Zahl der
    zulässigen Fehlerpunkte überschritten oder zwei Fragen mit Wertigkeit
    5 falsch beantwortet worden sind.

    Eine nicht bestandene theoretische Prüfung ist in vollem Umfang zu
    wiederholen.

1.3 **Durchführung der Prüfung**

    Die theoretische Prüfung ist in deutscher Sprache abzulegen und
    erfolgt anhand von Fragen. Die Bewerber können Audio-Unterstützung in
    deutscher Sprache über Kopfhörer erhalten. Bei Prüfung von Gehörlosen
    ist ein Gehörlosen-Dolmetscher zuzulassen.

    Abweichend von Satz 1 kann die Prüfung auch in folgenden Fremdsprachen
    abgelegt werden:

    a)  Englisch,

    b)  Französisch,

    c)  Griechisch,

    d)  Italienisch,

    e)  Polnisch,

    f)  Portugiesisch,

    g)  Rumänisch,

    h)  Russisch,

    i)  Kroatisch,

    j)  Spanisch,

    k)  Türkisch,

    l)  Hocharabisch.

1.4 (weggefallen)

2.  **Praktische Prüfung**

    Einzelheiten der praktischen Prüfung ergeben sich auch aus der
    Prüfungsrichtlinie für die praktische Fahrerlaubnisprüfung in der
    jeweils geltenden Fassung, die vom Bundesministerium für Verkehr und
    digitale Infrastruktur im Benehmen mit den zuständigen obersten
    Landesbehörden im Verkehrsblatt bekannt gemacht wird.

2.1 **Prüfungsstoff**

    Die Prüfung setzt sich wie folgt zusammen:

2.1.1 **Fahrtechnische Vorbereitung der Fahrt**

2.1.2 Abfahrtkontrolle (nur bei den Klassen C, C1, D, D1 und T).

    Handfertigkeiten (nur bei den Klassen D und D1).

2.1.3 Verbinden und Trennen von Fahrzeugen (nur bei den Klassen BE, CE, C1E,
    DE, D1E und T).

2.1.4 Grundlage für die Durchführung der Grundfahraufgaben ist der
    Fahraufgabenkatalog. Der Fahraufgabenkatalog ist Teil der
    Prüfungsrichtlinie nach Nummer 2.

2.1.4.1 Bei den Zweiradklassen

2.1.4.1.1 Bei den Klassen A, A1 und A2

    a)  Obligatorisch

        aa) Fahren eines Slaloms mit Schrittgeschwindigkeit,

        bb) Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung,

        cc) Ausweichen ohne Abbremsen,

        dd) Ausweichen nach Abbremsen,

    b)  Alternativ, wobei aus den Doppelbuchstaben aa und bb je eine Aufgabe
        auszuwählen ist:

        aa) Slalom oder Langer Slalom,

        bb) Fahren mit Schrittgeschwindigkeit geradeaus, Stop and Go oder
            Kreisfahrt.

    Summe der zu fahrenden Grundfahraufgaben: sechs.

    Bei stufenweisem Zugang und jeweils zweijährigem Vorbesitz von A1 nach
    A2 und A2 nach A entfallen die alternativen Aufgaben. Summe der zu
    fahrenden Grundfahraufgaben: vier.

2.1.4.1.2 Bei der Klasse AM

    a)  Obligatorisch

        aa) Slalom,

        bb) Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung,

    b)  Alternativ, wobei aus den Doppelbuchstaben aa und bb je eine Aufgabe
        auszuwählen ist:

        aa) Ausweichen ohne Abbremsen oder Ausweichen nach Abbremsen,

        bb) Fahren mit Schrittgeschwindigkeit geradeaus, Stop and Go oder
            Kreisfahrt.

    Summe der zu fahrenden Grundfahraufgaben: vier.

2.1.4.2 Bei der Klasse B

    a)  Alternativ, wobei eine Aufgabe geprüft werden muss:

        aa) Fahren nach rechts rückwärts unter Ausnutzung einer Einmündung,
            Kreuzung oder Einfahrt
            oder

        bb) Rückwärtsfahren in eine Parklücke (Längsaufstellung),

    b)  Alternativ, wobei zwei Aufgaben geprüft werden müssen:

        aa) Umkehren,

        bb) Einfahren in eine Parklücke (Quer- oder Schrägaufstellung)
            oder

        cc) Abbremsen mit höchstmöglicher Verzögerung.

        Summe der zu fahrenden Grundfahraufgaben: drei.

2.1.4.3 Bei den Klassen C1, C, D1, D

    a)  Obligatorisch, wobei eine Aufgabe geprüft werden muss:

        aa) Rückwärtsfahren und Versetzen nach rechts an eine Rampe zum Be- oder
            Entladen (nur Klasse C, C1) oder

        bb) Halten zum Ein- oder Aussteigen (nur Klasse D, D1),

    b)  Alternativ, wobei eine Aufgabe geprüft werden muss:

        aa) Fahren nach rechts rückwärts unter Ausnutzung einer Einmündung,
            Kreuzung oder Einfahrt,

        bb) Rückwärtsfahren in eine Parklücke (Längsaufstellung) oder

        cc) Rückwärts quer oder schräg einparken.

    Summe der zu fahrenden Grundfahraufgaben: zwei.

2.1.4.4 Bei den Klassen BE, C1E, DE und D1E

    –   Rückwärtsfahren um eine Ecke nach links,

    zusätzlich bei Klasse C1E

    –   Rückwärtsfahren geradeaus an eine Rampe zum Be- oder Entladen.

    Summe der zu fahrenden Grundfahraufgaben bei Klasse C1E: zwei.

    Summe der zu fahrenden Grundfahraufgaben bei Klassen BE, DE und D1E:
    eine.

2.1.4.5 Bei der Klasse CE

2.1.4.5.1 Gliederzüge (keine Kombinationen mit Starrdeichselanhänger)

    a)  Umkehren durch Rückwärtsfahren nach links,

    b)  Rückwärtsfahren geradeaus an eine Rampe zum Be- oder Entladen.

    Summe der zu fahrenden Grundfahraufgaben: zwei.

2.1.4.5.2 Sattelkraftfahrzeuge und Gliederzüge mit Starrdeichselanhänger

    a)  Rückwärtsfahren um eine Ecke nach links,

    b)  Rückwärtsfahren und Versetzen nach rechts an eine Rampe zum Be- oder
        Entladen.

    Summe der zu fahrenden Grundfahraufgaben: zwei.

2.1.4.6 Bei der Klasse T

    Rückwärtsfahren geradeaus.

    Summe der zu fahrenden Grundfahraufgaben: eine.

2.1.5 Grundlage für die Durchführung der Prüfungsfahrt ist der
    Fahraufgabenkatalog. Der Fahraufgabenkatalog ist Teil der
    Prüfungsrichtlinie nach Nummer 2.

2.1.6 Fahrtechnischer Abschluss der Fahrt

2.2 Prüfungsfahrzeuge

    Für die Klassen B, C1, C, D1 und D sind nur linksgelenkte Fahrzeuge
    zulässig. Nach Beginn der Prüfung sind Änderungen am Prüfungsfahrzeug
    hinsichtlich Ausstattung und Ladung unzulässig. Ein Fahrzeugwechsel
    während der Prüfungsfahrt ist nur bei einem unvorhersehbaren Defekt am
    Prüfungsfahrzeug zulässig.

    Als Prüfungsfahrzeuge sind zu verwenden:

2.2.1 Für Klasse A:

    Krafträder ohne Beiwagen der Klasse A

    a)  Motorleistung mindestens 50 kW und

    b)  Hubraum mindestens 600 cm
        3                         , wobei eine Unterschreitung des
        Mindesthubraums um 5 cm
        3                          zulässig ist,

    c)  Leermasse von mindestens 180 kg, wobei eine Unterschreitung um 5 kg
        zulässig ist,

    d)  mit Elektromotor Verhältnis Leistung/Leermasse mindestens 0,25 kW/kg.

2.2.2 Für Klasse A2:

    Krafträder ohne Beiwagen

    a)  Motorleistung mindestens 20 kW, jedoch nicht mehr als 35 kW,

    b)  Verhältnis Leistung/Leermasse von nicht mehr als 0,2 kW/kg,

    c)  mit Verbrennungsmotor Hubraum mindestens 250 cm
        3                         ,

    d)  mit Elektromotor: Verhältnis Leistung/Leermasse mindestens 0,15 kW/kg.

2.2.3 Für Klasse A1:

    Krafträder der Klasse A1 ohne Beiwagen

    a)  Motorleistung bis zu 11 kW,

    b)  Verhältnis von Leistung zu Leermasse von nicht mehr als 0,1 kW/kg,

    c)  durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mindestens 90 km/h,

    d)  mit Verbrennungsmotor Hubraum mindestens 120 cm
        3                         , wobei eine Unterschreitung des Hubraums um
        5 cm
        3                          zulässig ist,

    e)  mit Elektromotor Verhältnis Leistung/Leermasse mindestens 0,08 kW/kg.

2.2.4 Für Klasse B:

    Personenkraftwagen

    a)  durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mindestens 130 km/h,

    b)  mindestens vier Sitzplätze und

    c)  mindestens zwei Türen auf der rechten Seite, welche unabhängig
        voneinander zu öffnen und zu schließen sind.

2.2.5 Für Klasse BE:

    Fahrzeugkombinationen bestehend aus einem Prüfungsfahrzeug der Klasse
    B und einem Anhänger gemäß § 30a Absatz 2 Satz 1 StVZO mit mehr als
    4 250 kg, die als Kombination nicht der Klasse B zuzurechnen sind,

    a)  Länge der Fahrzeugkombination mindestens 7,5 m,

    b)  zulässige Gesamtmasse des Anhängers mindestens 1 300 kg,

    c)  tatsächliche Gesamtmasse des Anhängers mindestens 800 kg,

    d)  Aufbau des Anhängers kastenförmig oder vergleichbar, Breite und Höhe
        mindestens wie das Zugfahrzeug, und

    e)  Sicht nach hinten nur über die Außenspiegel oder andere zugelassene
        Einrichtungen für indirekte Sicht.

2.2.6 Für Klasse C:

    Fahrzeuge der Klasse C

    a)  Mindestlänge 8 m,

    b)  Mindestbreite 2,4 m,

    c)  zulässige Gesamtmasse mindestens 12 000 kg,

    d)  tatsächliche Gesamtmasse mindestens 10 000 kg,

    e)  durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mindestens 80 km/h,

    f)  mit Anti-Blockier-System (ABS),

    g)  mit Fahrtenschreiber,

    h)  Aufbau kastenförmig oder vergleichbar, mindestens so breit und so hoch
        wie das Führerhaus, und

    i)  Sicht nach hinten nur über Außenspiegel oder andere zugelassene
        Einrichtungen für indirekte Sicht.

2.2.7 Für Klasse CE:

    a)  Fahrzeugkombinationen bestehend aus einem Prüfungsfahrzeug der Klasse
        C mit selbsttätiger Kupplung und einem Anhänger mit eigener Lenkung
        oder mit einem Starrdeichselanhänger mit Tandem-/Doppelachse

        aa) Länge der Fahrzeugkombination mindestens 14 m,

        bb) zulässige Gesamtmasse der Fahrzeugkombination mindestens 20 000 kg,

        cc) tatsächliche Gesamtmasse der Fahrzeugkombination mindestens 15 000 kg,

        dd) Zweileitungs-Bremsanlage,

        ee) durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit der
            Fahrzeugkombination mindestens 80 km/h,

        ff) Anhänger mit Anti-Blockier-System (ABS),

        gg) Länge des Anhängers mindestens 7,5 m,

        hh) Mindestbreite des Anhängers 2,4 m,

        ii) Aufbau des Anhängers kastenförmig oder vergleichbar, mindestens so
            breit und so hoch wie das Führerhaus des Zugfahrzeugs, und

        jj) Sicht nach hinten nur über Außenspiegel oder andere zugelassene
            Einrichtungen für indirekte Sicht

        oder

    b)  Sattelkraftfahrzeuge

        aa) Länge mindestens 14 m,

        bb) Mindestbreite der Sattelzugmaschine und des Sattelanhängers 2,4 m,

        cc) zulässige Gesamtmasse mindestens 20 000 kg,

        dd) tatsächliche Gesamtmasse mindestens 15 000 kg,

        ee) durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mindestens 80 km/h,

        ff) Sattelzugmaschine und Sattelanhänger mit Anti-Blockier-System (ABS),

        gg) mit Fahrtenschreiber,

        hh) Aufbau kastenförmig oder vergleichbar, mindestens so breit und so hoch
            wie das Führerhaus, und

        ii) Sicht nach hinten nur über Außenspiegel oder andere zugelassene
            Einrichtungen für indirekte Sicht.

2.2.8 Für Klasse C1:

    Fahrzeuge der Klasse C1

    a)  Länge mindestens 5 m,

    b)  zulässige Gesamtmasse mindestens 5 500 kg,

    c)  durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mindestens 80 km/h,

    d)  mit Anti-Blockier-System (ABS),

    e)  mit Fahrtenschreiber,

    f)  Aufbau kastenförmig oder vergleichbar, mindestens so breit und so hoch
        wie das Führerhaus, und

    g)  Sicht nach hinten nur über Außenspiegel oder andere zugelassene
        Einrichtungen für indirekte Sicht.

2.2.9 Für Klasse C1E:

    Fahrzeugkombinationen bestehend aus einem Prüfungsfahrzeug der Klasse
    C1 und einem Anhänger

    a)  Länge der Fahrzeugkombination mindestens 9 m,

    b)  durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit der
        Fahrzeugkombination mindestens 80 km/h,

    c)  zulässige Gesamtmasse des Anhängers mindestens 1 300 kg,

    d)  tatsächliche Gesamtmasse des Anhängers mindestens 800 kg,

    e)  Anhänger mit eigener Bremsanlage,

    f)  Aufbau des Anhängers kastenförmig oder vergleichbar, mindestens so
        hoch und etwa so breit wie das Führerhaus des Zugfahrzeugs (der Aufbau
        kann geringfügig weniger breit sein), und

    g)  Sicht nach hinten nur über Außenspiegel oder andere zugelassene
        Einrichtungen für indirekte Sicht.

2.2.10 Für Klasse D:

    Fahrzeuge der Klasse D

    a)  Länge mindestens 10 m,

    b)  Mindestbreite 2,4 m,

    c)  durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mindestens 80 km/h,

    d)  mit Anti-Blockier-System (ABS) und

    e)  mit Fahrtenschreiber.

2.2.11 Für Klasse DE:

    Fahrzeugkombinationen bestehend aus einem Prüfungsfahrzeug der Klasse
    D und einem Anhänger

    a)  Länge der Fahrzeugkombination mindestens 13,5 m,

    b)  Mindestbreite des Anhängers 2,4 m,

    c)  durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit der
        Fahrzeugkombination mindestens 80 km/h,

    d)  zulässige Gesamtmasse des Anhängers mindestens 1 300 kg,

    e)  tatsächliche Gesamtmasse des Anhängers mindestens 800 kg,

    f)  Anhänger mit eigener Bremsanlage,

    g)  Aufbau des Anhängers kastenförmig oder vergleichbar, mindestens 2 m
        breit und hoch, und

    h)  Sicht nach hinten nur über Außenspiegel oder andere zugelassene
        Einrichtungen für indirekte Sicht.

2.2.12 Für Klasse D1:

    Fahrzeuge der Klasse D1

    a)  Länge mindestens 5 m, maximale Länge 8 m,

    b)  durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mindestens 80 km/h,

    c)  zulässige Gesamtmasse mindestens 4 000 kg,

    d)  mit Anti-Blockier-System (ABS) und

    e)  mit Fahrtenschreiber.

2.2.13 Für Klasse D1E:

    Fahrzeugkombinationen bestehend aus einem Prüfungsfahrzeug der Klasse
    D1 und einem Anhänger

    a)  Länge der Fahrzeugkombination mindestens 8,5 m,

    b)  durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit der
        Fahrzeugkombination mindestens 80 km/h,

    c)  zulässige Gesamtmasse des Anhängers mindestens 1 300 kg,

    d)  tatsächliche Gesamtmasse des Anhängers mindestens 800 kg,

    e)  Anhänger mit eigener Bremsanlage,

    f)  Aufbau des Anhängers kastenförmig oder vergleichbar, mindestens 2 m
        breit und hoch, und

    g)  Sicht nach hinten nur über Außenspiegel oder andere zugelassene
        Einrichtungen für indirekte Sicht.

2.2.14 Für Klasse AM:

    Zweirädrige Kleinkrafträder oder Fahrräder mit Hilfsmotor mit einer
    durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mindestens 40
    km/h.

2.2.15 Für Klasse T:

    Fahrzeugkombinationen bestehend aus einer Zugmaschine der Klasse T und
    einem Anhänger

    a)  durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit der Zugmaschine mehr
        als 32 km/h,

    b)  Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeugkombination mehr als 32 km/h,

    c)  Zweileitungs-Bremsanlage,

    d)  Anhänger mit mindestens geschlossener Ladefläche (Fahrgestell ohne
        geschlossenen Boden nicht zulässig),

    e)  Länge des Anhängers bei Verwendung eines Starrdeichselanhängers
        mindestens 4,5 m und

    f)  Länge der Fahrzeugkombination mindestens 7,5 m.

2.2.16 Weitere Anforderungen an die Prüfungsfahrzeuge:

    Unter Länge des Fahrzeugs ist der Abstand zwischen serienmäßiger
    vorderer Stoßstange und hinterer Begrenzung des Aufbaus zu verstehen.
    Nicht zur Fahrzeuglänge zählen Anbauten wie Seilwinden, Wasserpumpen,
    Rangierkupplungen, zusätzlich angebrachte Stoßstangenhörner,
    Anhängekupplungen, Skiträger oder ähnliche Teile und Einrichtungen.

    Die Prüfungsfahrzeuge müssen ausreichende Sitzplätze für den amtlich
    anerkannten Sachverständigen oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr,
    den Fahrlehrer und den Bewerber bieten; das gilt nicht bei Fahrzeugen
    der Klassen A, A1, A2, AM und T. Es muss gewährleistet sein, dass der
    amtlich anerkannte Sachverständige oder Prüfer alle für den Ablauf der
    praktischen Prüfung wichtigen Verkehrsvorgänge beobachten kann.

    Bei der Prüfung auf Prüfungsfahrzeugen der Klassen A, A1, A2, AM und T
    muss eine Funkanlage zur Verfügung stehen, die es mindestens
    gestattet, den Bewerber während der Prüfungsfahrt anzusprechen
    (einseitiger Führungsfunk). Das gilt nicht für Prüfungsfahrzeuge der
    Klasse T, wenn auf diesen geeignete Plätze für den amtlich anerkannten
    Sachverständigen oder Prüfer und den Fahrlehrer vorhanden sind.

    Prüfungsfahrzeuge der Klassen B, C, C1, D und D1 müssen mit akustisch
    oder optisch kontrollierbaren Einrichtungen zur Betätigung der Pedale
    (Doppelbedienungseinrichtungen) ausgerüstet sein.

    Prüfungsfahrzeuge der Klasse B müssen ferner mit einem zusätzlichen
    Innenspiegel sowie mit zwei rechten Außenspiegeln, gegebenenfalls in
    integrierter Form, oder einem gleichwertigen Außenspiegel ausgerüstet
    sein, um dem Fahrlehrer eine ausreichende Sicht nach hinten zu
    ermöglichen. Die Außenspiegel können durch andere zugelassene
    Einrichtungen für indirekte Sicht ersetzt werden.

    Prüfungsfahrzeuge der Klassen BE, C, C1, D und D1 müssen mit je einem
    zusätzlichen rechten und linken Außenspiegel ausgestattet sein, soweit
    die Spiegel für den Fahrer dem Fahrlehrer keine ausreichende Sicht
    nach hinten ermöglichen. Die Außenspiegel können durch andere
    zugelassene Einrichtungen für indirekte Sicht ersetzt werden.

2.2.17 Die Kennzeichnung der zu Prüfungsfahrten verwendeten Kraftfahrzeuge
    als Schulfahrzeuge (§ 5 Absatz 4 der Durchführungsverordnung zum
    Fahrlehrergesetz vom 2. Januar 2018 (BGBl. I S. 2)) muss entfernt
    sein. Alle vom Fahrzeughersteller lieferbaren Ausstattungen und
    Systeme sind grundsätzlich unter Berücksichtigung der Richtlinie nach
    Nummer 2 zugelassen. Dies gilt auch für den nachträglichen Einbau
    gleicher oder ähnlicher Produkte. Bei Prüfungsfahrzeugen, die über
    Systeme verfügen, die die Längs- und Querführung des Fahrzeugs in
    einem spezifischen Anwendungsfall aktiv und kontinuierlich übernehmen
    können, entscheidet der amtlich anerkannte Sachverständige oder Prüfer
    für den Kraftfahrzeugverkehr über den Einsatz dieser Systeme.

2.2.18 Bei Prüfungen der Klasse A, A1, A2 und AM dürfen nur Fahrzeuge
    verwendet werden, für die eine Helmtragepflicht besteht.

2.2.19 Prüfungsfahrzeuge für Bewerber mit körperlicher Behinderung
    Soll aufgrund einer körperlichen Behinderung die Fahrerlaubnis nur für
    bestimmte Fahrzeugarten oder nur für angepasste Fahrzeuge erteilt
    werden, so ist die Prüfung unter Berücksichtigung der wesentlichen
    Anforderungen auf einem solchen Fahrzeug durchzuführen.

2.2.20 (weggefallen)

2.3 Prüfungsdauer und Mindestfahrzeit

[^f806403_06_BJNR198000010BJNE009222123]
    Die Prüfungsdauer und die Fahrzeit
    betragen mindestens

    *        *   bei

        *   Prüfungsdauer insgesamt

        *   davon Fahrzeit

    *        *   Klasse A

        *   70 Minuten

        *   30 Minuten

    *        *
        *[^f806403_07_BJNR198000010BJNE009222123]
   60 Minuten Aufstieg

        *   30 Minuten

    *        *   Klasse A2

        *   70 Minuten Direkteinstieg

        *   30 Minuten

    *        *
        *   60 Minuten Aufstieg

        *   30 Minuten

    *        *   Klasse A1

        *   70 Minuten

        *   30 Minuten

    *        *   Klasse B

        *   55 Minuten

        *   30 Minuten

    *        *   Klasse BE

        *   55 Minuten

        *   30 Minuten

    *        *   Klasse C

        *   85 Minuten

        *   50 Minuten

    *        *   Klasse CE

        *   85 Minuten

        *   50 Minuten

    *        *   Klasse C1

        *   85 Minuten

        *   50 Minuten

    *        *   Klasse C1E

        *   85 Minuten

        *   50 Minuten

    *        *   Klasse D

        *   85 Minuten

        *   50 Minuten

    *        *   Klasse DE

        *   80 Minuten

        *   50 Minuten

    *        *   Klasse D1

        *   85 Minuten

        *   50 Minuten

    *        *   Klasse D1E

        *   80 Minuten

        *   50 Minuten

    *        *   Klasse AM

        *   55 Minuten

        *   30 Minuten

    *        *   Klasse T

        *   70 Minuten

        *   35 Minuten,

    falls der Bewerber nicht schon vorher gezeigt hat, dass er den
    Anforderungen der Prüfung nicht gewachsen ist.

    Bei Prüfungen, die ausschließlich der Aufhebung der Beschränkung einer
    Fahrerlaubnis auf das Führen von Kraftfahrzeugen mit Automatikgetriebe
    (§ 17a Absatz 2) oder der Austragung der Schlüsselzahl 197 (§ 17a
    Absatz 4) dienen, verkürzt sich die Dauer der praktischen Prüfung um
    10 Minuten. Bei der Aufhebung einer Beschränkung in den Klassen C1,
    C1E, C, CE, D1, D1E, D oder DE umfasst die Prüfung den Prüfungsstoff
    nach Nummer 2.1.1, 2.1.4 und 2.1.5.

2.4 **Prüfungsstrecke**

    Etwa die Hälfte der Fahrzeit soll für Prüfungsstrecken außerhalb
    geschlossener Ortschaften, möglichst auch unter Einschluss der
    Autobahnen oder Kraftfahrstraßen mit Fahrbahnen für eine Richtung, die
    durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt
    sind und mindestens zwei Fahrstreifen je Richtung haben, verwendet
    werden. Abweichend hiervon sind Prüfungen für die Klasse AM
    überwiegend innerhalb geschlossener Ortschaften durchzuführen. Die
    Prüfung für die Klasse T kann auch an Orten durchgeführt werden, die
    nicht Prüforte im Sinn von § 17 Absatz 4 sind.

2.5 **Bewertung der Prüfung**

2.5.1 Für die Durchführung der praktischen Prüfung sind

    a)  die fahrtechnische Vorbereitung der Fahrt (2.1.1), die
        Grundfahraufgaben (2.1.4), die Prüfungsfahrt (2.1.5) und der
        fahrtechnische Abschluss der Fahrt (2.1.6),

    b)  die Abfahrtkontrolle und die Handfertigkeiten (2.1.2) und

    c)  das Verbinden und Trennen von Fahrzeugen (2.1.3)

    jeweils getrennte Prüfungsteile, die jeweils getrennt voneinander
    bewertet werden. Bereits bestandene Prüfungsteile sind nicht zu
    wiederholen.

2.5.2 Zum Nichtbestehen der Prüfung führen:

    a)  Fehler, die zur sofortigen Beendigung der Prüfung führen oder

    b)  die Wiederholung oder Häufung von leichten oder schweren Fehlern, die
        als Einzelfehler in der Regel noch nicht zum Nichtbestehen führen.

2.5.3 Verhalten des Fahrlehrers

    Versucht der Fahrlehrer den amtlich anerkannten Sachverständigen oder
    Prüfer zu täuschen oder macht das Verhalten des Fahrlehrers die
    Beurteilung des Bewerbers bei der Prüfungsfahrt unmöglich, so ist
    diese als nicht bestanden zu beenden.

2.5.4 Vorzeitige Beendigung der Prüfungsfahrt

    Die Prüfungsfahrt soll beendet werden, sobald sich herausstellt, dass
    der Bewerber den Anforderungen der Prüfung nicht gerecht wird.

2.6 Prüfungsergebnis

    Der Sachverständige oder Prüfer unterrichtet den Bewerber am Ende der
    Prüfung über das Prüfungsergebnis und stellt ihm eine schriftliche
    Leistungsrückmeldung mit Empfehlungen zum Fahrkompetenzerwerb zur
    Verfügung.

2.7 (weggefallen)

    Es sei denn, zwei Fragen mit Wertigkeit 5 falsch beantwortet.
[^f806403_02_BJNR198000010BJNE009222123]:     Es sei denn, zwei Fragen mit Wertigkeit 5 falsch beantwortet.
[^f806403_03_BJNR198000010BJNE009222123]:     Amtliche Anmerkung: Erfolgt die Zuteilung der Klasse T nur auf Antrag,
    wird diese nur in der Land- oder Forstwirtschaft tätigen Personen
    zugeteilt.
[^f779446_02_BJNR198000010BJNE009222123]:     Fahrzeit ohne Grundfahraufgaben, ohne
    Sicherheits-/Abfahrtkontrolle/Handfertigkeiten, ohne Verbinden und
    Trennen und ohne Vor- und Nachbereitung (z. B. Bekanntgabe des
    Ergebnisses). Die aufgeführte reine Fahrzeit entspricht EU-Vorgaben.
[^f806403_06_BJNR198000010BJNE009222123]:     Nur bei Erweiterung von der Klasse A1 auf die Klasse A2 und von der
    Klasse A2 zur Klasse A (stufenweiser Zugang bei jeweils zweijährigem
    Vorbesitz und Erweiterung auf die nächsthöhere Klasse).
[^f806403_07_BJNR198000010BJNE009222123]: 
(§ 6a Absatz 3 und 4)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__11.html
Directory: fev_2010
Level: 3.0