Title: Anhang 10 Schlachtung von Tieren

Description:
Verordnung über Anforderungen an das Einleiten von Abwasser in Gewässer (AbwV)
Anhang 10 Schlachtung von Tieren

Paragraph: 7

Content:
Verordnung über Anforderungen an das Einleiten von Abwasser in Gewässer (AbwV)
Anhang 10 Schlachtung von Tieren

(Fundstelle: BGBl. I 2004, 1125 - 1126
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)

**A** **Anwendungsbereich**

(1) Dieser Anhang gilt für Abwasser, dessen Schadstofffracht im
Wesentlichen aus der Schlachtung von Tieren und der Darmbearbeitung
stammt.
(2) Dieser Anhang gilt nicht für Abwasser aus Kleineinleitungen im
Sinne des § 8 des Abwasserabgabengesetzes mit einer Schadstofffracht
im Rohabwasser von weniger als 10 kg BSB
5              je Woche sowie aus indirekten Kühlsystemen und aus der
Betriebswasseraufbereitung.

**B** **Allgemeine Anforderungen**

Es werden keine über § 3 hinausgehenden Anforderungen gestellt.

**C** **Anforderungen an das Abwasser für die Einleitungsstelle**

(1) An das Abwasser werden für die Einleitungsstelle in das Gewässer
folgende Anforderungen gestellt:

*    *
    *   Qualifizierte Stichprobe oder
        2-Stunden-Mischprobe
        mg/l

*    *   Biochemischer Sauerstoffbedarf in 5 Tagen (BSB
        5                       )

    *   25

*    *   Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)

    *   110

*    *   Ammoniumstickstoff (NH
        4                       -N)

    *   10

*    *   Stickstoff, gesamt, als Summe von Ammonium-, Nitrit- und
        Nitratstickstoff (N
        ges                       )

    *   18

*    *   Phosphor, gesamt

    *   2

(2) Die Anforderungen für Ammoniumstickstoff und Stickstoff, gesamt,
gelten bei einer Abwassertemperatur von 12 °C und größer im Ablauf des
biologischen Reaktors der Abwasserbehandlungsanlage und sofern die der
wasserrechtlichen Zulassung zugrunde liegende Rohfracht an Stickstoff,
gesamt, mehr als 100 kg je Tag beträgt. In der wasserrechtlichen
Zulassung kann für Stickstoff, gesamt, eine höhere Konzentration bis
zu 25 mg/l zugelassen werden, wenn die Verminderung der
Gesamtstickstofffracht mindestens 70 Prozent beträgt. Die Verminderung
bezieht sich auf das Verhältnis der Stickstofffracht im Zulauf zu
derjenigen im Ablauf in einem repräsentativen Zeitraum, der 24 Stunden
nicht überschreiten soll. Für die Frachten ist der gesamte gebundene
Stickstoff (TN
b             ) zugrunde zu legen.
(3) Die Anforderung für Phosphor, gesamt, gilt, wenn die der
wasserrechtlichen Zulassung zugrunde liegende Rohfracht an Phosphor,
gesamt, mehr als 20 kg je Tag beträgt.
(4) Ist bei Teichanlagen, die für eine Aufenthaltszeit von 24 Stunden
und mehr bemessen sind und bei denen die der wasserrechtlichen
Zulassung zugrunde liegende tägliche Abwassermenge 500 m
3              nicht übersteigt, eine Probe durch Algen deutlich
gefärbt, so sind der CSB und der BSB
5              von der algenfreien Probe zu bestimmen. In diesem Fall
verringern sich die in Absatz 1 festgelegten Werte beim CSB um 15 mg/l
und beim BSB
5              um 5 mg/l.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/abwv/__7.html
Directory: abwv
Level: 2.0