Title: § 15 Teil 2 der Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (ChemBioLackAusbV 2009)
Teil 3 - Vorschriften für den Ausbildungsberuf Biologielaborant/Biologielaborantin
§ 15 Teil 2 der Abschlussprüfung

Paragraph: 15

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung im Laborbereich Chemie, Biologie und Lack (ChemBioLackAusbV 2009)
Teil 3 - Vorschriften für den Ausbildungsberuf Biologielaborant/Biologielaborantin
§ 15 Teil 2 der Abschlussprüfung

(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 2
aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 3 Nummer
1\.1, Nummer 1.2 Buchstabe b sowie Nummer 2 Buchstabe b sowie auf den
im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.  Prozessorientiertes Arbeiten,

2.  Biologische Technologien,

3.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Prozessorientiertes Arbeiten bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  komplexe prozessorientierte Arbeitsabläufe selbstständig planen und
        durchführen,

    b)  Betriebsmittel auswählen und beurteilen,

    c)  arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen,

    d)  berufsbezogene Berechnungen durchführen,

    e)  Arbeitsergebnisse kontrollieren, dokumentieren und bewerten,

    f)  die relevanten fachlichen Hintergründe seiner Arbeit aufzeigen und
        seine Vorgehensweise begründen sowie

    g)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

    kann;

2.  hierfür ist vom Prüfungsausschuss aus folgenden Gebieten und
    Tätigkeiten auszuwählen:

    a)  Durchführen molekularbiologischer Arbeiten,

    b)  Durchführen biochemischer Arbeiten,

    c)  nach § 3 Nummer 2 Buchstabe b gewählte Wahlqualifikationen;

3.  der Prüfling soll die Arbeitsaufgaben I und II durchführen; die
    Arbeitsaufgabe I muss sich auf Nummer 2 Buchstabe a oder b beziehen,
    die Arbeitsaufgabe II muss sich auf Nummer 2 Buchstabe c beziehen;

4.  die Prüfungszeit beträgt insgesamt 660 Minuten;

5.  die Arbeitsaufgabe I ist mit 40 Prozent und die Arbeitsaufgabe II mit
    60 Prozent zu gewichten.

(4) Für den Prüfungsbereich Biologische Technologien bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  fachliche Probleme im Hinblick auf arbeitsorganisatorische,
        naturwissenschaftliche und technologische Sachverhalte sowie deren
        Verknüpfung analysieren, bewerten und geeignete Lösungswege ableiten
        und darstellen,

    b)  berufsbezogene Berechnungen durchführen sowie

    c)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete und Tätigkeiten zugrunde zu
    legen:

    a)  Durchführen molekularbiologischer Arbeiten,

    b)  Durchführen biochemischer Arbeiten,

    c)  drei der nach § 3 Nummer 2 Buchstabe b gewählten Wahlqualifikationen;

3.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

4.  die Prüfungszeit beträgt 195 Minuten;

5.  die Aufgaben zu Nummer 2 Buchstabe a und b sind insgesamt mit 30
    Prozent und die Aufgaben zu Nummer 2 Buchstabe c sind insgesamt mit 70
    Prozent zu gewichten.

(5) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/chembiolackausbv_2009/__15.html
Directory: chembiolackausbv_2009
Level: 3.0