Title: § 2057a Ausgleichungspflicht bei besonderen Leistungen eines Abkömmlings

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 5 - Erbrecht
Abschnitt 2 - Rechtliche Stellung des Erben
Titel 4 - Mehrheit von Erben
Untertitel 1 - Rechtsverhältnis der Erben untereinander
§ 2057a Ausgleichungspflicht bei besonderen Leistungen eines Abkömmlings

Paragraph: 2057a

Content:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 5 - Erbrecht
Abschnitt 2 - Rechtliche Stellung des Erben
Titel 4 - Mehrheit von Erben
Untertitel 1 - Rechtsverhältnis der Erben untereinander
§ 2057a Ausgleichungspflicht bei besonderen Leistungen eines Abkömmlings

(1) Ein Abkömmling, der durch Mitarbeit im Haushalt, Beruf oder
Geschäft des Erblassers während längerer Zeit, durch erhebliche
Geldleistungen oder in anderer Weise in besonderem Maße dazu
beigetragen hat, dass das Vermögen des Erblassers erhalten oder
vermehrt wurde, kann bei der Auseinandersetzung eine Ausgleichung
unter den Abkömmlingen verlangen, die mit ihm als gesetzliche Erben
zur Erbfolge gelangen; § 2052 gilt entsprechend. Dies gilt auch für
einen Abkömmling, der den Erblasser während längerer Zeit gepflegt
hat.

(2) Eine Ausgleichung kann nicht verlangt werden, wenn für die
Leistungen ein angemessenes Entgelt gewährt oder vereinbart worden ist
oder soweit dem Abkömmling wegen seiner Leistungen ein Anspruch aus
anderem Rechtsgrund zusteht. Der Ausgleichungspflicht steht es nicht
entgegen, wenn die Leistungen nach den §§ 1619, 1620 erbracht worden
sind.

(3) Die Ausgleichung ist so zu bemessen, wie es mit Rücksicht auf die
Dauer und den Umfang der Leistungen und auf den Wert des Nachlasses
der Billigkeit entspricht.

(4) Bei der Auseinandersetzung wird der Ausgleichungsbetrag dem
Erbteil des ausgleichungsberechtigten Miterben hinzugerechnet.
Sämtliche Ausgleichungsbeträge werden vom Wert des Nachlasses
abgezogen, soweit dieser den Miterben zukommt, unter denen die
Ausgleichung stattfindet.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2057a.html
Directory: bgb
Level: 6.0