Title: § 24 Prüfung bei Modellvorhaben nach § 14 des Pflegeberufegesetzes

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 1 - Berufliche Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann
Abschnitt 2 - Bestimmungen für die staatliche Prüfung
§ 24 Prüfung bei Modellvorhaben nach § 14 des Pflegeberufegesetzes

Paragraph: 24

Content:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 1 - Berufliche Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann
Abschnitt 2 - Bestimmungen für die staatliche Prüfung
§ 24 Prüfung bei Modellvorhaben nach § 14 des Pflegeberufegesetzes

(1) § 10 Absatz 1 gilt bei Ausbildungen nach § 14 des
Pflegeberufegesetzes mit der Maßgabe, dass dem Prüfungsausschuss
zusätzlich zu den in § 10 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 bis 4 genannten
Personen die ärztlichen Fachprüferinnen und Fachprüfer anzugehören
haben, die die Ausbildungsteilnehmerinnen und Ausbildungsteilnehmer in
den erweiterten Kompetenzen zur Ausübung heilkundlicher Tätigkeiten
unterrichtet haben, die Gegenstand der staatlichen Prüfung sind.

(2) Dem Zeugnis nach § 19 Absatz 2 Satz 1 ist bei Ausbildungen nach §
14 des Pflegeberufegesetzes eine Bescheinigung der Ausbildungsstätte
beizufügen, aus der sich die heilkundlichen Tätigkeiten ergeben, die
Gegenstand der erweiterten Ausbildung und der erweiterten staatlichen
Prüfung waren.

(3) Der schriftliche Teil der Prüfung erstreckt sich bei Ausbildungen
nach § 14 des Pflegeberufegesetzes zusätzlich zu den Prüfungsbereichen
nach § 14 Absatz 1 auf die erweiterten Kompetenzen zur Ausübung von
heilkundlichen Tätigkeiten, die entsprechend den nach § 14 Absatz 2
des Pflegeberufegesetzes genehmigten Ausbildungsinhalten Gegenstand
der zusätzlichen Ausbildung waren. Die zu prüfende Person hat hierzu
in ihrer Aufsichtsarbeit schriftlich gestellte Fragen zu bearbeiten.
Die Aufsichtsarbeit dauert 120 Minuten und ist an einem gesonderten
Werktag durchzuführen. § 14 Absatz 3 Satz 3 gilt entsprechend. Die
Aufgaben für die Aufsichtsarbeit werden von der oder dem Vorsitzenden
des Prüfungsausschusses auf Vorschlag der Pflegeschule ausgewählt, an
der die Ausbildung stattgefunden hat. Die zuständige Behörde kann
zentrale Prüfungsaufgaben vorgeben, die unter Beteiligung der
Pflegeschulen erarbeitet werden.

(4) Der mündliche Teil der Prüfung erstreckt sich bei Ausbildungen
nach § 14 des Pflegeberufegesetzes zusätzlich zu den
Kompetenzbereichen nach § 15 Absatz 1 auf die erweiterten Kompetenzen
zur Ausübung von heilkundlichen Tätigkeiten, die entsprechend den nach
§ 14 Absatz 2 des Pflegeberufegesetzes genehmigten Ausbildungsinhalten
Gegenstand der erweiterten Ausbildung waren. Die Prüfung der
erweiterten Kompetenzen nach Satz 1 soll für die einzelne zu prüfende
Person mindestens 15 Minuten und nicht länger als 30 Minuten dauern.
Für die Prüfung sind zwei Fachprüferinnen oder Fachprüfer vorzusehen,
von denen es sich bei einer Person um eine ärztliche Fachprüferin oder
einen ärztlichen Fachprüfer gemäß Absatz 1 handelt.

(5) Der praktische Teil der Prüfung erstreckt sich bei Ausbildungen
nach § 14 des Pflegeberufegesetzes zusätzlich zu § 16 Absatz 1 und 2
auf eine Aufgabe zur Ausübung heilkundlicher Tätigkeiten bei
Patientinnen oder Patienten, die entsprechend den nach § 14 Absatz 2
des Pflegeberufegesetzes genehmigten Ausbildungsinhalten Gegenstand
der erweiterten Ausbildung waren. Die zu prüfende Person übernimmt
dabei alle Aufgaben, die Gegenstand der Behandlung sind,
einschließlich der Dokumentation. In einem Prüfungsgespräch hat die zu
prüfende Person ihre Diagnose- und Behandlungsmaßnahmen zu erläutern
und zu begründen sowie die Prüfungssituation zu reflektieren. Dabei
hat sie nachzuweisen, dass sie in der Lage ist, die während der
Ausbildung erworbenen erweiterten Kompetenzen in der beruflichen
Praxis anzuwenden, und dass sie befähigt ist, die Aufgaben, die
Gegenstand ihrer erweiterten Ausbildung waren, eigenverantwortlich zu
lösen. Die Auswahl der Patientinnen oder Patienten erfolgt durch eine
ärztliche Fachprüferin oder einen ärztlichen Fachprüfer gemäß Absatz 1
unter Einwilligung der Patientin oder des Patienten. Die Prüfung soll
für die einzelne zu prüfende Person in der Regel nicht länger als 180
Minuten dauern. Die Prüfung wird von zwei Fachprüferinnen oder
Fachprüfern nach § 10 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 abgenommen und benotet.

(6) Im Übrigen gelten für die Ausbildung nach § 14 des
Pflegeberufegesetzes die Vorschriften dieses Abschnitts zur
staatlichen Prüfung.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pflaprv/__24.html
Directory: pflaprv
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