Title: Erschwerniszuschläge

Description:
Gesetz zur Sicherung der tarifvertraglichen Sozialkassenverfahren (SokaSiG 2)
Erschwerniszuschläge

Paragraph: 33

Content:
Gesetz zur Sicherung der tarifvertraglichen Sozialkassenverfahren (SokaSiG 2)
Erschwerniszuschläge

1\. Jeder Arbeitnehmer hat für die Zeit, in der er einen
Dachdeckerfahrstuhl anbringt, im Fahrstuhl arbeitet und den Fahrstuhl
wieder entfernt, einen Anspruch auf einen Zuschlag von 50 v. H. auf
den Tarifstundenlohn.

2\. Außer bei den in Ziffer 1 genannten Fällen ist ein Zuschlag von 50
v. H. auch dann zu zahlen, wenn durch die Art der Arbeiten eine
vergleichbare Erschwernis gegeben ist.

3\. Die Höhe eines Bauwerkes gilt im Dachdeckerhandwerk nicht als
besondere Erschwernis im Sinne der Zuschlagspflicht.

4\. Für eine nicht berufsspezifische Arbeit kann ein Zuschlag
vereinbart werden, sofern diese Arbeit mit einer außergewöhnlichen
Erschwernis verbunden ist.

5\. Anspruch auf einen Erschwerniszuschlag in Höhe von 20 v. H. seines
Tarifstundenlohnes hat der Arbeitnehmer bei Arbeiten, bei denen das
Tragen einer Schutzmaske aus Gründen des Gesundheitsschutzes
erforderlich ist oder aufgrund einschlägiger
Unfallverhütungsvorschriften vorgeschrieben ist;

Anspruch auf 10 v. H. hat er beim Tragen eines Schutzanzuges.

Beim Tragen von Schutzanzug und Schutzmaske ist der
Erschwerniszuschlag in Höhe von 20 v. H. zu gewähren.

6\. Der Anspruch auf vorstehende Zuschläge setzt voraus, dass der
Arbeitnehmer die einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften einhält
und die vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Schutzausrüstungen
bzw. Schutzeinrichtungen trägt bzw. anwendet.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/sokasig_2/__33.html
Directory: sokasig_2
Level: 2.0