Title: § 14b Aufbewahrung von Rechnungen

Description:
Umsatzsteuergesetz (UStG 1980)
Vierter Abschnitt - Steuer und Vorsteuer
§ 14b Aufbewahrung von Rechnungen

Paragraph: 14b

Content:
Umsatzsteuergesetz (UStG 1980)
Vierter Abschnitt - Steuer und Vorsteuer
§ 14b Aufbewahrung von Rechnungen

(1) Der Unternehmer hat ein Doppel der Rechnung, die er selbst oder
ein Dritter in seinem Namen und für seine Rechnung ausgestellt hat,
sowie alle Rechnungen, die er erhalten oder die ein Leistungsempfänger
oder in dessen Namen und für dessen Rechnung ein Dritter ausgestellt
hat, zehn Jahre aufzubewahren. Die Rechnungen müssen für den gesamten
Zeitraum die Anforderungen des § 14 Absatz 1 Satz 2 erfüllen. Die
Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem
die Rechnung ausgestellt worden ist; § 147 Abs. 3 der Abgabenordnung
bleibt unberührt. Die Sätze 1 bis 3 gelten auch

1.  für Fahrzeuglieferer (§ 2a);

2.  in den Fällen, in denen der letzte Abnehmer die Steuer nach § 13a Abs.
    1 Nr. 5 schuldet, für den letzten Abnehmer;

3.  in den Fällen, in denen der Leistungsempfänger die Steuer nach § 13b
    Absatz 5 schuldet, für den Leistungsempfänger.

In den Fällen des § 14 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 hat der Leistungsempfänger
die Rechnung, einen Zahlungsbeleg oder eine andere beweiskräftige
Unterlage zwei Jahre gemäß den Sätzen 2 und 3 aufzubewahren, soweit er

1.  nicht Unternehmer ist oder

2.  Unternehmer ist, aber die Leistung für seinen nichtunternehmerischen
    Bereich verwendet.

(2) Der im Inland oder in einem der in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebiete
ansässige Unternehmer hat alle Rechnungen im Inland oder in einem der
in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebiete aufzubewahren. Handelt es sich um
eine elektronische Aufbewahrung, die eine vollständige Fernabfrage
(Online-Zugriff) der betreffenden Daten und deren Herunterladen und
Verwendung gewährleistet, darf der Unternehmer die Rechnungen auch im
übrigen Gemeinschaftsgebiet, in einem der in § 1 Abs. 3 bezeichneten
Gebiete, im Gebiet von Büsingen oder auf der Insel Helgoland
aufbewahren. Der Unternehmer hat dem Finanzamt den Aufbewahrungsort
mitzuteilen, wenn er die Rechnungen nicht im Inland oder in einem der
in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebiete aufbewahrt. Der nicht im Inland
oder in einem der in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebiete ansässige
Unternehmer hat den Aufbewahrungsort der nach Absatz 1
aufzubewahrenden Rechnungen im Gemeinschaftsgebiet, in den in § 1 Abs.
3 bezeichneten Gebieten, im Gebiet von Büsingen oder auf der Insel
Helgoland zu bestimmen. In diesem Fall ist er verpflichtet, dem
Finanzamt auf dessen Verlangen alle aufzubewahrenden Rechnungen und
Daten oder die an deren Stelle tretenden Bild- und Datenträger
unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Kommt er dieser Verpflichtung
nicht oder nicht rechtzeitig nach, kann das Finanzamt verlangen, dass
er die Rechnungen im Inland oder in einem der in § 1 Abs. 3
bezeichneten Gebiete aufbewahrt.

(3) Ein im Inland oder in einem der in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebiete
ansässiger Unternehmer ist ein Unternehmer, der in einem dieser
Gebiete einen Wohnsitz, seinen Sitz, seine Geschäftsleitung oder eine
Zweigniederlassung hat.

(4) Bewahrt ein Unternehmer die Rechnungen im übrigen
Gemeinschaftsgebiet elektronisch auf, können die zuständigen
Finanzbehörden die Rechnungen für Zwecke der Umsatzsteuerkontrolle
über Online-Zugriff einsehen, herunterladen und verwenden. Es muss
sichergestellt sein, dass die zuständigen Finanzbehörden die
Rechnungen unverzüglich über Online-Zugriff einsehen, herunterladen
und verwenden können.

(5) Will der Unternehmer die Rechnungen außerhalb des
Gemeinschaftsgebiets elektronisch aufbewahren, gilt § 146 Absatz 2b
der Abgabenordnung.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__14b.html
Directory: ustg_1980
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