Title: Anlage 9 Kriterien zur Bestimmung der Mindestzahl von Probenahmestellen für die ortsfesten Messungen von Ozonwerten

Description:
Neununddreißigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 39)
Teil 8 - Gemeinsame Vorschriften
Anlage 9 Kriterien zur Bestimmung der Mindestzahl von Probenahmestellen für die ortsfesten Messungen von Ozonwerten

Paragraph: 36

Content:
Neununddreißigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 39)
Teil 8 - Gemeinsame Vorschriften
Anlage 9 Kriterien zur Bestimmung der Mindestzahl von Probenahmestellen für die ortsfesten Messungen von Ozonwerten

(Fundstelle: BGBl. I 2010, 1092)

**A.** **Mindestzahl der Probenahmestellen für kontinuierliche ortsfeste
    Messungen zur Beurteilung der Einhaltung der Zielwerte, der
    Informations- und Alarmschwellen und der Erreichung der langfristigen
    Ziele, soweit solche Messungen die einzige Informationsquelle
    darstellen**

    *        *   Einwohnerzahl
            (× 1 000)

        *[^F795697_02_BJNR106510010BJNE004601116]
   Ballungsraum

        *   Andere Gebiete
            1

        *   Ländlicher Hintergrund

    *        *   <  250

        *
        *   1

        *   1 Station/50 000 km
            2
            (als mittlere Dichte für
[^F795697_03_BJNR106510010BJNE004601116]
            alle Gebiete pro Land)

    *        *   <  500

        *   1

        *   2

    *        *   < 1 000

        *   2

        *   2

    *        *   < 1 500

        *   3

        *   3

    *        *   < 2 000

        *   3

        *   4

    *        *   < 2 750

        *   4

        *   5

    *        *   < 3 750

        *   5

        *   6

    *        *   > 3 750

        *   1 zusätzliche Station je 2 Mio. Einwohner

        *   1 zusätzliche Station je 2 Mio. Einwohner

**B.** **Mindestzahl der Probenahmestellen für ortsfeste Messungen in
    Gebieten und Ballungsräumen, in denen die langfristigen Ziele erreicht
    werden**

    Die Zahl der Ozon-Probenahmestellen muss in Verbindung mit den
    zusätzlichen Beurteilungsmethoden – wie Luftqualitätsmodellierung und
    mit am gleichen Standort durchgeführten Stickstoffdioxidmessungen –
    ausreichen, um den Trend der Ozonbelastung zu prüfen und zu
    untersuchen, ob die langfristigen Ziele erreicht wurden. Die Zahl der
    Stationen in Ballungsräumen und in anderen Gebieten kann auf ein
    Drittel der in Abschnitt A angegebenen Zahl verringert werden. Wenn
    die Informationen aus ortsfesten Stationen die einzige
    Informationsquelle darstellen, muss zumindest eine Messstation
    beibehalten werden. Hat dies in Gebieten, in denen zusätzliche
    Beurteilungsmethoden eingesetzt werden, zur Folge, dass in einem
    Gebiet keine Station mehr vorhanden ist, so ist durch Koordinierung
    mit den Stationen der benachbarten Gebiete sicherzustellen, dass
    ausreichend beurteilt werden kann, ob die langfristigen Ziele
    hinsichtlich der Ozonwerte erreicht werden. Die Anzahl der Stationen
    im ländlichen Hintergrund muss 1 Station je 100 000 Quadratkilometer
    betragen.

    Amtliche Anmerkung: Mindestens eine Station in Gebieten, in denen die
    Bevölkerung voraussichtlich der höchsten Ozonkonzentration ausgesetzt
    ist. In Ballungsräumen müssen mindestens 50 Prozent der Stationen in
    Vorstadtgebieten liegen.
[^F795697_02_BJNR106510010BJNE004601116]: [^F795697_03_BJNR106510010BJNE004601116]:     Amtliche Anmerkung: Eine Station je 25 000 km             2
    in orografisch stark gegliedertem Gelände wird empfohlen.

(zu § 18)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_39/__36.html
Directory: bimschv_39
Level: 3.0