Title: § 6 Anrechnung von Leistungen aus dem Masterstudiengang auf das Wirtschaftsprüfungsexamen und Anrechnungsverfahren

Description:
Verordnung über die Voraussetzungen der Anerkennung von Studiengängen nach § 8a der Wirtschaftsprüferordnung und über die Anrechnung von Prüfungsleistungen aus Studiengängen nach § 13b der Wirtschaftsprüferordnung (WPAnrV)
Teil 1 - Anerkennung von Studiengängen (§ 8a der Wirtschaftsprüferordnung)
§ 6 Anrechnung von Leistungen aus dem Masterstudiengang auf das Wirtschaftsprüfungsexamen und Anrechnungsverfahren

Paragraph: 6

Content:
Verordnung über die Voraussetzungen der Anerkennung von Studiengängen nach § 8a der Wirtschaftsprüferordnung und über die Anrechnung von Prüfungsleistungen aus Studiengängen nach § 13b der Wirtschaftsprüferordnung (WPAnrV)
Teil 1 - Anerkennung von Studiengängen (§ 8a der Wirtschaftsprüferordnung)
§ 6 Anrechnung von Leistungen aus dem Masterstudiengang auf das Wirtschaftsprüfungsexamen und Anrechnungsverfahren

(1) Die Prüfungsstelle stellt auf Grundlage der Akkreditierung des
Masterstudiengangs gemäß § 5 die Anrechnung von Leistungen auf das
Wirtschaftsprüfungsexamen fest. Sie lässt die antragstellende Person
zum Wirtschaftsprüfungsexamen im Umfang des Absatzes 3 zu und lädt sie
gemäß § 9 Abs. 6 Satz 2 der Wirtschaftsprüferordnung zum
nächstmöglichen Prüfungstermin.

(2) Dem Antrag an die Prüfungsstelle gemäß § 1 oder § 25 der
Wirtschaftsprüferprüfungsverordnung ist das Zeugnis über den
Masterabschluss im Original oder in beglaubigter Abschrift beizufügen.
Die Masterabschlussprüfung darf zum Zeitpunkt der Antragstellung auf
Zulassung zum Wirtschaftsprüfungsexamen nicht länger als vier Jahre
zurückliegen.

(3) Die Anrechnung ersetzt die schriftlichen und mündlichen Prüfungen
in den Prüfungsgebieten "Angewandte Betriebswirtschaftslehre,
Volkswirtschaftslehre" und "Wirtschaftsrecht". Der Kurzvortrag sowie
die schriftlichen und mündlichen Prüfungen in den Prüfungsgebieten
"Wirtschaftliches Prüfungswesen, Unternehmensbewertung und
Berufsrecht" und "Steuerrecht" müssen vor der Prüfungskommission nach
§ 2 der Wirtschaftsprüferprüfungsverordnung nach Wahl der
Prüfungsstelle auch in Sonderprüfungsterminen abgelegt werden. Dies
gilt auch für Rücktrittsfolge- und Wiederholungsprüfungen in den
Prüfungsgebieten "Wirtschaftliches Prüfungswesen,
Unternehmensbewertung und Berufsrecht" und "Steuerrecht". In den
Fällen der Sätze 2 und 3 dauert die mündliche Prüfung 60 Minuten. § 19
Abs. 5 der Wirtschaftsprüferprüfungsverordnung findet Anwendung.

(4) Wenn eine Anrechnung im Einzelfall voraussichtlich nicht erfolgen
kann, ist der Hochschule, die das Zeugnis über den Masterabschluss
ausgestellt hat, Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Erfolgt
danach keine Anrechnung, teilt die Prüfungsstelle dies der
antragstellenden Person schriftlich oder elektronisch mit. Die
Ablehnung einer Anrechnung kann insbesondere gerechtfertigt sein, wenn
der Masterstudiengang nach der Akkreditierung wesentlich umgestaltet
wird, so dass eine besondere Eignung nach § 1 ganz oder in Teilen
entfallen ist. Für das Widerspruchsverfahren gilt § 5 Abs. 5 der
Wirtschaftsprüferordnung entsprechend.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/wpanrv/__6.html
Directory: wpanrv
Level: 3.0