Title: § 340f Vorsorge für allgemeine Bankrisiken

Description:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Vierter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für bestimmte Unternehmen
Erster Unterabschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute, Wertpapierinstitute, Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute
Dritter Titel - Bewertungsvorschriften
§ 340f Vorsorge für allgemeine Bankrisiken

Paragraph: 340f

Content:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Vierter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für bestimmte Unternehmen
Erster Unterabschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute, Wertpapierinstitute, Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute
Dritter Titel - Bewertungsvorschriften
§ 340f Vorsorge für allgemeine Bankrisiken

(1) Kreditinstitute dürfen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden,
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die weder wie
Anlagevermögen behandelt werden noch Teil des Handelsbestands sind,
mit einem niedrigeren als dem nach § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4
vorgeschriebenen oder zugelassenen Wert ansetzen, soweit dies nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Sicherung gegen die
besonderen Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute notwendig
ist. Der Betrag der auf diese Weise gebildeten Vorsorgereserven darf
vier vom Hundert des Gesamtbetrags der in Satz 1 bezeichneten
Vermögensgegenstände, der sich bei deren Bewertung nach § 253 Abs. 1
Satz 1, Abs. 4 ergibt, nicht übersteigen. Ein niedrigerer Wertansatz
darf beibehalten werden.

(2) (weggefallen)

(3) Aufwendungen und Erträge aus der Anwendung von Absatz 1 und aus
Geschäften mit in Absatz 1 bezeichneten Wertpapieren und Aufwendungen
aus Abschreibungen sowie Erträge aus Zuschreibungen zu diesen
Wertpapieren dürfen mit den Aufwendungen aus Abschreibungen auf
Forderungen, Zuführungen zu Rückstellungen für
Eventualverbindlichkeiten und für Kreditrisiken sowie mit den Erträgen
aus Zuschreibungen zu Forderungen oder aus deren Eingang nach
teilweiser oder vollständiger Abschreibung und aus Auflösungen von
Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für Kreditrisiken
verrechnet und in der Gewinn- und Verlustrechnung in einem Aufwand-
oder Ertragsposten ausgewiesen werden.

(4) Angaben über die Bildung und Auflösung von Vorsorgereserven nach
Absatz 1 sowie über vorgenommene Verrechnungen nach Absatz 3 brauchen
im Jahresabschluß, Lagebericht, Konzernabschluß und Konzernlagebericht
nicht gemacht zu werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__340f.html
Directory: hgb
Level: 6.0