Title: § 29 Führen von Aufzeichnungen zu Tierversuchen

Description:
Verordnung zum Schutz von zu Versuchszwecken oder zu anderen wissenschaftlichen Zwecken verwendeten Tieren (TierSchVersV)
Abschnitt 2 - Durchführung, Genehmigung und Anzeige von Tierversuchen
Unterabschnitt 1 - Durchführung von Tierversuchen
§ 29 Führen von Aufzeichnungen zu Tierversuchen

Paragraph: 29

Content:
Verordnung zum Schutz von zu Versuchszwecken oder zu anderen wissenschaftlichen Zwecken verwendeten Tieren (TierSchVersV)
Abschnitt 2 - Durchführung, Genehmigung und Anzeige von Tierversuchen
Unterabschnitt 1 - Durchführung von Tierversuchen
§ 29 Führen von Aufzeichnungen zu Tierversuchen

(1) In den nach § 9 Absatz 5 Satz 1 des Tierschutzgesetzes zu
führenden Aufzeichnungen sind für jedes Versuchsvorhaben, in dem
Wirbeltiere, Kopffüßer oder Zehnfußkrebse verwendet werden, der Zweck
sowie die Zahl und die Art der verwendeten Tiere und die Art und
Durchführung der Tierversuche sowie die Namen der Personen, die die
Tierversuche durchgeführt haben, anzugeben. Werden Wirbeltiere
verwendet, so ist auch ihre Herkunft einschließlich des Namens und der
Anschrift des Vorbesitzers anzugeben. Bei Hunden, Katzen und Primaten
sind zusätzlich das Geschlecht, eine an dem Tier vorgenommene
Kennzeichnung nach § 9 und bei Hunden und Katzen die Rasse anzugeben.

(2) Die Aufzeichnungen nach Absatz 1 sind von den Personen, die die
Tierversuche durchgeführt haben, und von dem Leiter des
Versuchsvorhabens oder seinem Stellvertreter zu unterzeichnen. Werden
die Aufzeichnungen elektronisch erstellt, sind sie unverzüglich nach
Abschluss jedes Teilversuches des Versuchsvorhabens

1.  auszudrucken und von dem Leiter des Versuchsvorhabens oder seinem
    Stellvertreter zu unterzeichnen oder

2.  von dem Leiter des Versuchsvorhabens oder seinem Stellvertreter mit
    einem Zeitstempel unter Verwendung einer fortgeschrittenen
    elektronischen Signatur zu versehen, auf einem dauerhaften Datenträger
    zu speichern und auf Verlangen der zuständigen Behörde auszudrucken.

Die §§ 239 und 261 des Handelsgesetzbuchs gelten sinngemäß.
Aufzeichnungen zu einem Versuchsvorhaben sind fünf Jahre lang,
beginnend mit dem Abschluss des Tierversuchs, aufzubewahren und der
zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen. Vorbehaltlich anderer
gesetzlicher Regelungen sind in diesen Aufzeichnungen enthaltene
personenbezogene Daten nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist nach Satz 4
unverzüglich, bei elektronischer Speicherung, sofern technisch
möglich, automatisiert zu löschen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/tierschversv/__29.html
Directory: tierschversv
Level: 4.0