Title: **2.1. Unterrichtung nach § 9 Absatz 1 ROG**

Description:
Raumordnungsplan für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone in der Nordsee und in der Ostsee (Anlage zur Verordnung über die Raumordnung in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone in der Nordsee und in der Ostsee) (AWZROVAnl)
**Zusammenfassende Erklärung nach § 10 Absatz 3 ROG**
**2.1. Unterrichtung nach § 9 Absatz 1 ROG**

Paragraph: 9

Content:
Raumordnungsplan für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone in der Nordsee und in der Ostsee (Anlage zur Verordnung über die Raumordnung in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone in der Nordsee und in der Ostsee) (AWZROVAnl)
**Zusammenfassende Erklärung nach § 10 Absatz 3 ROG**
**2.1. Unterrichtung nach § 9 Absatz 1 ROG**

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI)
unterrichtete mit Schreiben vom 11. Juni 2019 die Öffentlichkeit sowie
die in ihren Belangen berührten öffentlichen Stellen nach § 9 Absatz 1
ROG über die geplante Fortschreibung der Pläne von 2009. Insbesondere
die öffentlichen Stellen wurden um Übermittlung von für die
Planaufstellung bedeutsamen Planungen, Maßnahmen und weiteren
zweckdienlichen Informationen gebeten.

Im Zeitraum von September bis Dezember 2019 wurden verschiedene
Fachgespräche zu den Themen Schifffahrt, Meeresnaturschutz, Fischerei,
Unterwasserkulturerbe, Verteidigung und Rohstoffgewinnung
durchgeführt. In diesem Rahmen wurden Informationen ausgetauscht und
Planungsmöglichkeiten, -lösungen und mögliche Festlegungen eines neuen
Plans diskutiert. Zudem wurde die Scoping-Phase vorbereitet.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erstellte
unter Berücksichtigung der eingegangenen Informationen aus der frühen
Beteiligung sowie den Ergebnissen der Fachgespräche eine Konzeption
zur Fortschreibung der Pläne. Die Konzeption betrachtete zu einem
frühen Zeitpunkt im Verfahren drei Planungsmöglichkeiten mit
unterschiedlichen Perspektiven.

Da der Raum in der deutschen AWZ mit zunehmendem Nutzungsdruck stetig
mehr beansprucht wird, war allen Planungsmöglichkeiten gemeinsam, dass
diese nicht die maximalen Raumansprüche der einzelnen Sektoren
abbildeten, sondern nur einen integrierten Planungsansatz mit
unterschiedlicher, aber fundierter Schwerpunktsetzung verfolgen
konnten. Die Planungsmöglichkeit A legte den Fokus auf die
traditionellen Meeresnutzungen. Dabei wurden besonders die Interessen
von Schifffahrt, Rohstoffgewinnung und Fischerei berücksichtigt.
Planungsmöglichkeit B zeigte eine Klimaschutz-Perspektive; der
zukünftigen Nutzung durch Windenergie auf See wurde viel Raum gegeben.
Die Planungsmöglichkeit C legte den Schwerpunkt auf die weiträumige
und weitgehende Sicherung von Gebieten für den Meeresnaturschutz.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/awzrovanl/__9.html
Directory: awzrovanl
Level: 3.0