Title: § 47 Inhalt und Durchführung der Eignungsprüfung nach § 41 Absatz 2 Satz 4 oder Absatz 3 Satz 2 des Pflegeberufegesetzes

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 4 - Sonstige Vorschriften
Abschnitt 2 - Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen, erforderliche Anpassungsmaßnahmen und Erbringung von Dienstleistungen
§ 47 Inhalt und Durchführung der Eignungsprüfung nach § 41 Absatz 2 Satz 4 oder Absatz 3 Satz 2 des Pflegeberufegesetzes

Paragraph: 47

Content:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV)
Teil 4 - Sonstige Vorschriften
Abschnitt 2 - Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen, erforderliche Anpassungsmaßnahmen und Erbringung von Dienstleistungen
§ 47 Inhalt und Durchführung der Eignungsprüfung nach § 41 Absatz 2 Satz 4 oder Absatz 3 Satz 2 des Pflegeberufegesetzes

(1) In der Eignungsprüfung hat die zu prüfende Person nachzuweisen,
dass sie über die zum Ausgleich der von der zuständigen Behörde
festgestellten wesentlichen Unterschiede erforderlichen Kompetenzen
verfügt.

(2) Die Eignungsprüfung besteht aus einer praktischen Prüfung, die mit
einem Prüfungsgespräch verbunden ist. Die zu prüfende Person hat in
der praktischen Prüfung in mindestens zwei und höchstens vier
Pflegesituationen nachzuweisen, dass sie die vorbehaltenen Tätigkeiten
wahrnehmen und damit die erforderlichen Pflegeprozesse und die
Pflegediagnostik verantwortlich planen, organisieren, gestalten,
durchführen, steuern und evaluieren kann. Im Rahmen der pflegerischen
Versorgung hat eine situationsangemessene Kommunikation mit den zu
pflegenden Menschen, ihren Bezugspersonen und den beruflich in die
Versorgung eingebundenen Personen deutlich zu werden. Die zuständige
Behörde legt einen Einsatzbereich, der im Sinne der Anlage 7 als
Pflichteinsatz aufgeführt ist, sowie die Zahl der Pflegesituationen
fest. Gemäß den festgestellten Unterschieden sind in der praktischen
Prüfung nachzuweisen:

1.  von Personen, die eine Erlaubnis nach § 1 des Pflegeberufegesetzes
    beantragen, die Kompetenzen aus den Kompetenzbereichen I bis V der
    Anlage 2,

2.  von Personen, die eine Erlaubnis nach § 58 Absatz 1 des
    Pflegeberufegesetzes beantragen, die Kompetenzen aus den
    Kompetenzbereichen I bis V der Anlage 3,

3.  von Personen, die eine Erlaubnis nach § 58 Absatz 2 des
    Pflegeberufegesetzes beantragen, Kompetenzen aus den
    Kompetenzbereichen I bis V der Anlage 4.

(3) Die Prüfung soll für jede Pflegesituation nicht länger als 120
Minuten dauern und als Patientenprüfung ausgestaltet sein; sie kann
nach vorheriger Zustimmung der zuständigen Behörde als
Simulationsprüfung ausgestaltet sein. Sie wird von einer Fachprüferin
oder einem Fachprüfer nach § 10 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 und einer
Fachprüferin oder einem Fachprüfer nach § 10 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4
abgenommen und bewertet. Während der Prüfung sind den Fachprüferinnen
und Fachprüfern Nachfragen gestattet, die sich auf das praktische
Vorgehen und insbesondere auf die vorbehaltenen Tätigkeiten im Rahmen
des Pflegeprozesses beziehen.

(4) Bewertet wird die Leistung entweder mit „bestanden“ oder mit
„nicht bestanden“. Mit „bestanden“ wird sie bewertet, wenn sie den
Anforderungen genügt, also mindestens der Note „ausreichend (4)“
entspricht. Die Eignungsprüfung ist bestanden, wenn alle
Fachprüferinnen und Fachprüfer die in jeder Pflegesituation erbrachte
Leistung mit „bestanden“ bewerten.

(5) Die Eignungsprüfung soll mindestens zweimal jährlich angeboten
werden und darf in jeder Pflegesituation, die nicht bestanden wurde,
einmal wiederholt werden. Über die bestandene Eignungsprüfung wird
eine Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 12 erteilt.

(6) Die Eignungsprüfung findet in Form einer staatlichen Prüfung vor
einer staatlichen Prüfungskommission an Einrichtungen nach § 6 Absatz
2 oder Absatz 3 Satz 1 des Pflegeberufegesetzes oder an von der
zuständigen Behörde als vergleichbar anerkannten Einrichtungen statt.
Die Länder können zur Durchführung der Prüfungen die regulären
Prüfungstermine der staatlichen Prüfung nach § 9 Absatz 1 nutzen; sie
haben dabei sicherzustellen, dass antragstellende Personen die Prüfung
innerhalb von sechs Monaten nach der Entscheidung nach § 43 Absatz 4
ablegen können. Soweit in diesem Abschnitt nichts anderes bestimmt
ist, gelten die §§ 18, 20 bis 23 für die Durchführung der
Eignungsprüfung entsprechend.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pflaprv/__47.html
Directory: pflaprv
Level: 4.0