Title: § 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Fortbildungsabschlusses

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Industriemeister – Fachrichtung Schuhfertigung und Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung Schuhfertigung (SchuhfIndMeistPrV 2013)
§ 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Fortbildungsabschlusses

Paragraph: 1

Content:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Industriemeister – Fachrichtung Schuhfertigung und Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung Schuhfertigung (SchuhfIndMeistPrV 2013)
§ 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Fortbildungsabschlusses

(1) Zum Nachweis von Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen, die
durch die berufliche Fortbildung zum „Geprüften Industriemeister –
Fachrichtung Schuhfertigung“ und zur „Geprüften Industriemeisterin –
Fachrichtung Schuhfertigung“ erworben worden sind, kann die zuständige
Stelle Prüfungen nach den §§ 2 bis 9 durchführen, in denen die auf
einen beruflichen Aufstieg abzielende Erweiterung der beruflichen
Handlungsfähigkeit nachzuweisen ist.

(2) Ziel der Prüfung ist der Nachweis der Qualifikation zum „Geprüften
Industriemeister – Fachrichtung Schuhfertigung“ oder zur „Geprüften
Industriemeisterin – Fachrichtung Schuhfertigung“ und damit die
Befähigung,

1.  in Betrieben der Schuhindustrie unterschiedlicher Größe sowie in
    verschiedenen Bereichen und Tätigkeitsfeldern eines Betriebes Sach-,
    Organisations- und Führungsaufgaben wahrzunehmen und

2.  sich auf Änderungen von Methoden und Systemen in der Produktion, auf
    neue Strukturen der Arbeitsorganisation und auf neue Anforderungen der
    Organisationsentwicklung, der Personalführung und -entwicklung
    einzustellen sowie den technisch-organisatorischen Wandel im Betrieb
    mitzugestalten.

(3) Durch die Prüfung ist festzustellen, ob die Qualifikation
vorhanden ist, folgende im Zusammenhang stehende Aufgaben eines
„Geprüften Industriemeisters – Fachrichtung Schuhfertigung“ oder einer
„Geprüften Industriemeisterin – Fachrichtung Schuhfertigung“
wahrnehmen zu können:

1.  Fertigungsprozesse überwachen und optimieren; den Einsatz von
    Betriebs- und Produktionsmitteln koordinieren und deren Erhaltung und
    Betriebsbereitschaft sowie den Werterhalt von Materialien und
    Produkten bei Transport und Lagerung sicherstellen; für die Einhaltung
    von Qualitäts- und Quantitätsvorgaben sorgen; Maßnahmen zur Vermeidung
    und Behebung von Betriebsstörungen einleiten; bei der Einrichtung von
    Arbeitsstätten und der Gestaltung von Arbeitsplätzen unter Beachtung
    ergonomischer Gesichtspunkte und anerkannter, einschlägiger Regelwerke
    mitwirken; technologische Weiterentwicklungen im Unternehmen umsetzen,
    die In- und Außerbetriebnahme von Fertigungsanlagen organisieren und
    überwachen; bei der Entwicklung von Vorschlägen für neue technische
    Konzepte mitarbeiten und den kontinuierlichen Verbesserungsprozess
    mitgestalten;

2.  Arbeitsabläufe einschließlich des Einsatzes von Werk-, Hilfs- und
    Betriebsstoffen planen und sich an der Planung und Umsetzung neuer
    Fertigungsprozesse beteiligen; die Kontrollen der ein- und ausgehenden
    Erzeugnisse hinsichtlich ihrer Quantität und Qualität sicherstellen;
    die Kostenentwicklung und den wirtschaftlichen Ablauf steuern; bei der
    Auswahl und Beschaffung von Anlagen, Maschinen und Einrichtungen
    mitwirken; für die Einhaltung von Terminen sorgen; die Instandhaltung
    in Abstimmung mit den zuständigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen
    sowie den beteiligten betrieblichen Bereichen koordinieren und
    überwachen; die Einhaltung der Arbeitssicherheits-, Umwelt- und
    Gesundheitsvorschriften gewährleisten sowie dazugehörige
    Unterweisungen durchführen;

3.  Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Sinne der Unternehmensziele führen
    und ihnen Aufgaben unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben, nach
    betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten und unter Berücksichtigung
    ihrer individuellen Eignung, Kompetenzen und Interessen zuordnen; sie
    zu selbständigem, verantwortlichem Handeln anleiten, ihre Motivation
    fördern und an Entscheidungsprozessen beteiligen; bei der Planung des
    Personalbedarfs und bei Stellenbesetzungen mitwirken; Arbeitsgruppen
    betreuen und moderieren; die zielorientierte Kooperation und
    Kommunikation zwischen und mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen,
    mit den Führungskräften sowie mit dem Betriebsrat fördern; Einzelne
    und Gruppen beurteilen und Personalentwicklungsmaßnahmen fördern sowie
    Unterweisungen durchführen und veranlassen; die
    Innovationsbereitschaft der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fördern;
    neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in ihre Arbeitsbereiche
    einführen und begleiten; die Ausbildung der zugeteilten Auszubildenden
    verantworten; Qualitätsmanagementziele kontinuierlich umsetzen sowie
    Qualitätsbewusstsein und Kundenorientierung der Mitarbeiter und
    Mitarbeiterinnen fördern.

(4) Die erfolgreich abgelegte Prüfung führt zum anerkannten
Fortbildungsabschluss „Geprüfter Industriemeister – Fachrichtung
Schuhfertigung“ oder „Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung
Schuhfertigung“.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/schuhfindmeistprv_2013/__1.html
Directory: schuhfindmeistprv_2013
Level: 2.0