Title: § 341b Bewertung von Vermögensgegenständen

Description:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Vierter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für bestimmte Unternehmen
Zweiter Unterabschnitt - Ergänzende Vorschriften für Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds
Dritter Titel - Bewertungsvorschriften
§ 341b Bewertung von Vermögensgegenständen

Paragraph: 341b

Content:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Vierter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für bestimmte Unternehmen
Zweiter Unterabschnitt - Ergänzende Vorschriften für Versicherungsunternehmen und Pensionsfonds
Dritter Titel - Bewertungsvorschriften
§ 341b Bewertung von Vermögensgegenständen

(1) Versicherungsunternehmen haben immaterielle Vermögensgegenstände,
soweit sie entgeltlich erworben wurden, Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken, technische Anlagen und Maschinen, andere
Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Anlagen im Bau und
Vorräte nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften zu
bewerten. Satz 1 ist vorbehaltlich Absatz 2 und § 341c auch auf
Kapitalanlagen anzuwenden, soweit es sich hierbei um Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene
Unternehmen oder an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, Namensschuldverschreibungen, Hypothekendarlehen und andere
Forderungen und Rechte, sonstige Ausleihungen und Depotforderungen aus
dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft handelt. § 253
Absatz 3 Satz 6 ist nur auf die in Satz 2 bezeichneten
Vermögensgegenstände anzuwenden.

(2) Auf Kapitalanlagen, soweit es sich hierbei um Aktien
einschließlich der eigenen Anteile, Anteile oder Aktien an
Investmentvermögen sowie sonstige festverzinsliche und nicht
festverzinsliche Wertpapiere handelt, sind die für das Umlaufvermögen
geltenden § 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 und 5, § 256 anzuwenden, es sei
denn, dass sie dazu bestimmt werden, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu
dienen; in diesem Fall sind sie nach den für das Anlagevermögen
geltenden Vorschriften zu bewerten.

(3) § 256 Satz 2 in Verbindung mit § 240 Abs. 3 über die Bewertung zum
Festwert ist auf Grundstücke, Bauten und im Bau befindliche Anlagen
nicht anzuwenden.

(4) Verträge, die von Pensionsfonds bei Lebensversicherungsunternehmen
zur Deckung von Verpflichtungen gegenüber Versorgungsberechtigten
eingegangen werden, sind mit dem Zeitwert unter Berücksichtigung des
Grundsatzes der Vorsicht zu bewerten; die Absätze 1 bis 3 sind
insoweit nicht anzuwenden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__341b.html
Directory: hgb
Level: 6.0