Title: § 241 Tierbestände

Description:
Bewertungsgesetz (BewG)
Zweiter Teil - Besondere Bewertungsvorschriften
Siebenter Abschnitt - Bewertung des Grundbesitzes für die Grundsteuer ab 1. Januar 2022
B. - Land- und forstwirtschaftliches Vermögen
II. - Besondere Vorschriften
§ 241 Tierbestände

Paragraph: 241

Content:
Bewertungsgesetz (BewG)
Zweiter Teil - Besondere Bewertungsvorschriften
Siebenter Abschnitt - Bewertung des Grundbesitzes für die Grundsteuer ab 1. Januar 2022
B. - Land- und forstwirtschaftliches Vermögen
II. - Besondere Vorschriften
§ 241 Tierbestände

(1) Tierbestände gehören in vollem Umfang zur landwirtschaftlichen
Nutzung, wenn im Wirtschaftsjahr

*    *   für die ersten
        20 Hektar

    *   nicht mehr als

    *   10 Vieheinheiten,

*    *   für die nächsten 10 Hektar

    *   nicht mehr als

    *   7 Vieheinheiten,

*    *   für die nächsten 20 Hektar

    *   nicht mehr als

    *   6 Vieheinheiten,

*    *   für die nächsten 50 Hektar

    *   nicht mehr als

    *   3 Vieheinheiten,

*    *   und für die
        weitere Fläche

    *   nicht mehr als

    *   1,5 Vieheinheiten

je Hektar der vom Inhaber des Betriebs selbst bewirtschafteten Flächen
der landwirtschaftlichen Nutzung erzeugt oder gehalten werden. Zu den
selbst bewirtschafteten Flächen gehören die Eigentumsflächen und die
zur Nutzung überlassenen Flächen. Die Tierbestände sind nach dem
Futterbedarf in Vieheinheiten umzurechnen.

(2) Übersteigt die Anzahl der Vieheinheiten nachhaltig die in Absatz 1
bezeichnete Grenze, so gehören nur die Zweige des Tierbestands zur
landwirtschaftlichen Nutzung, deren Vieheinheiten zusammen diese
Grenze nicht überschreiten. Zunächst sind mehr flächenabhängige Zweige
des Tierbestands und danach weniger flächenabhängige Zweige des
Tierbestands zur landwirtschaftlichen Nutzung zu rechnen. Innerhalb
jeder dieser Gruppen sind zuerst Zweige des Tierbestands mit der
geringeren Anzahl von Vieheinheiten und dann Zweige mit der größeren
Anzahl von Vieheinheiten zur landwirtschaftlichen Nutzung zu rechnen.
Der Tierbestand des einzelnen Zweiges wird nicht aufgeteilt.

(3) Als Zweig des Tierbestands gilt bei jeder Tierart für sich:

1.  das Zugvieh,

2.  das Zuchtvieh,

3.  das Mastvieh,

4.  das übrige Nutzvieh.

Das Zuchtvieh einer Tierart gilt nur dann als besonderer Zweig des
Tierbestands, wenn die erzeugten Jungtiere überwiegend zum Verkauf
bestimmt sind. Ist das nicht der Fall, so ist das Zuchtvieh dem Zweig
des Tierbestands zuzurechnen, dem es überwiegend dient.

(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten nicht für Pelztiere. Pelztiere gehören
nur dann zur landwirtschaftlichen Nutzung, wenn die erforderlichen
Futtermittel überwiegend von den vom Inhaber des Betriebs
landwirtschaftlich genutzten Flächen gewonnen werden.

(5) Der Umrechnungsschlüssel für Tierbestände in Vieheinheiten sowie
die Gruppen der mehr oder weniger flächenabhängigen Zweige des
Tierbestands sind den Anlagen 34 und 35 zu entnehmen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bewg/__241.html
Directory: bewg
Level: 6.0