Title: § 10 Abschlußprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Asphaltbauer (AsphAusbV)
§ 10 Abschlußprüfung

Paragraph: 10

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Asphaltbauer (AsphAusbV)
§ 10 Abschlußprüfung

(1) Die Abschlußprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit dieser für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Prüfling in insgesamt
höchstens 8 Stunden eine Arbeitsprobe durchführen.
Hierfür kommen insbesondere in Betracht:

1.  Verlegen eines schwimmenden Estrichs, bestehend aus einer mehrlagigen
    Dämmung, Randstreifen und Gußasphaltestrich,

2.  Herstellen eines Brückenlagers, bestehend aus einer Dichtungsschicht,
    einer Gußasphaltschutzschicht und Gußasphaltdeckschicht,

3.  Verlegen eines mehrlagigen Gußasphaltbelages mit größerem Gefälle
    einschließlich Fugenanschlüssen,

4.  Herstellen eines mehrlagigen Asphaltbelages in Naßräumen mit Gefälle
    einschließlich Fugen und Anschluß eines Ablaufs.

(3) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Prüfling in den
Prüfungsfächern Technologie, Technische Mathematik, Technisches
Zeichnen und Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden.
Es kommen Fragen und Aufgaben insbesondere aus folgenden Gebieten in
Betracht:

1.  im Prüfungsfach Technologie:

    a)  Baustoffkunde:

        aa) Bitumensorten,

        bb) Mineralstoffe,

        cc) Asphaltmischgutarten und Mischgutrezepturen,

        dd) Voranstrichmittel, Deckaufstrich-, Klebe- und Fugenmassen,

        ee) Abdichtungsstoffe,

        ff) Dämmstoffe,

    b)  Arbeitskunde:

        aa) Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle
            Energieverwendung,

        bb) berufsbezogene Vermessungsgeräte,

        cc) Maschinen und Geräte, Schutzvorrichtungen,

        dd) Hitzeschutz,

        ee) Verkehrssicherung,

        ff) Materiallagerung und Materialtransport,

        gg) Asphaltbauweisen im Hoch-, Industrie-, Brücken- und Straßenbau;

2.  im Prüfungsfach Technische Mathematik:

    a)  Längen-, Flächen-, Volumen-, Massen- und Eigenlastberechnungen von
        Baustoffen und Bauteilen,

    b)  Baustoffbedarfsberechnungen;

3.  im Prüfungsfach Technisches Zeichnen:

    a)  Anfertigen von Handskizzen nach Angabe oder Aufmaß,

    b)  Lesen und Erläutern von Plänen und Zeichnungen;

4.  im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:

    Wirtschafts- und Sozialkunde.

Die Fragen und Aufgaben sollen auch praxisbezogene Fälle
berücksichtigen.

(4) Für die schriftliche Kenntnisprüfung ist von folgenden zeitlichen
Höchstwerten auszugehen:

*    *   1.

    *   im Prüfungsfach Technologie

    *   120 Minuten,

*    *   2.

    *   im Prüfungsfach Technische Mathematik

    *   90 Minuten,

*    *   3.

    *   im Prüfungsfach Technisches Zeichnen

    *   90 Minuten

*    *   4.

    *   im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   60 Minuten.

(5) Die in Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann insbesondere
unterschritten werden, soweit die schriftliche Prüfung in
programmierter Form durchgeführt wird.

(6) Die schriftliche Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach
Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Fächern durch eine
mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung
den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Prüfung hat gegenüber der
mündlichen das doppelte Gewicht.

(7) Innerhalb der Kenntnisprüfung hat das Prüfungsfach Technologie
gegenüber jedem der übrigen Prüfungsfächer das doppelte Gewicht.

(8) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der Fertigkeits- und
Kenntnisprüfung sowie innerhalb der Kenntnisprüfung im Prüfungsfach
Technologie mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/asphausbv/__10.html
Directory: asphausbv
Level: 2.0