Title: § 2 Zulassungsvoraussetzungen

Description:
Verordnung über die Zulassung privater Gegenprobensachverständiger und über Regelungen für amtliche Gegenproben (GPV)
§ 2 Zulassungsvoraussetzungen

Paragraph: 2

Content:
Verordnung über die Zulassung privater Gegenprobensachverständiger und über Regelungen für amtliche Gegenproben (GPV)
§ 2 Zulassungsvoraussetzungen

(1) Als Gegenprobensachverständige dürfen nur zugelassen werden

1.  Lebensmittelchemikerinnen und Lebensmittelchemiker mit Staatsexamen
    zur staatlich geprüften Lebensmittelchemikerin oder zum staatlich
    geprüften Lebensmittelchemiker,

2.  approbierte Tierärztinnen und Tierärzte mit einer Befähigung als
    Fachtierarzt im für die Zulassung beantragten Untersuchungsgebiet
    (beantragtes Untersuchungsgebiet) oder als Fachtierarzt für
    öffentliches Veterinärwesen oder

3.  Personen mit naturwissenschaftlichen Universitätsabschlüssen, wenn sie
    durch geeignete Unterlagen einschlägige Fach- und Rechtskenntnisse
    nachweisen. Die zuständige Behörde kann sich die Unterlagen erläutern
    lassen.

Eine Zulassung setzt voraus, dass die in Satz 1 genannten Personen

1.  eine zweijährige Untersuchungs- und Beurteilungserfahrung in dem
    beantragten Untersuchungsgebiet unter Berücksichtigung der in Anlage 1
    genannten Anforderungen nachweisen,

2.  über ein Prüflaboratorium nach § 5 verfügen, das eine für das
    beantragte Untersuchungsgebiet entsprechende Akkreditierung aufweist.

(2) Personen, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder
in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen
Wirtschaftsraum (Niederlassungsstaat) zur Ausübung des Berufes als
Gegenprobensachverständiger niedergelassen sind und die in Deutschland
dauerhaft als Gegenprobensachverständige tätig werden wollen, sind
unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 zuzulassen, soweit dieser
Beruf oder die Ausbildung hierzu in dem Niederlassungsstaat

1.  durch Rechts- oder Verwaltungsvorschriften geregelt ist oder

2.  nicht durch Rechts- oder Verwaltungsvorschriften geregelt ist, wenn
    sie den Beruf mindestens zwei Jahre während der vorhergehenden zehn
    Jahre im Niederlassungsstaat ausgeübt haben und im Besitz eines oder
    mehrerer Befähigungs- oder Ausbildungsnachweise sind, die
    bescheinigen, dass der Inhaber auf die Ausübung des Berufs des
    Gegenprobensachverständigen vorbereitet wurde.

Für Personen aus einem Niederlassungsstaat, die in Deutschland den
Beruf des Gegenprobensachverständigen vorübergehend und gelegentlich
im Rahmen der Dienstleistungserbringung ausüben wollen, gilt § 4.

(3) Als Gegenprobensachverständige dürfen Personen nicht zugelassen
werden,

1.  die nicht zuverlässig sind,

2.  die in der amtlichen Lebensmittel-, Futtermittel- und
    Bedarfsgegenständeüberwachung, einschließlich -untersuchung, tätig
    sind oder

3.  bei denen Interessenkollisionen bei der Durchführung ihrer Tätigkeit
    als Gegenprobensachverständige zu erwarten sind, insbesondere wenn sie
    in einem Beschäftigungsverhältnis oder in wirtschaftlicher
    Abhängigkeit zu einem Unternehmen stehen, das Erzeugnisse herstellt,
    behandelt oder in Verkehr bringt, die in das beantragte
    Untersuchungsgebiet fallen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gpv/__2.html
Directory: gpv
Level: 2.0