Title: § 2 Untersuchung

Description:
Verordnung zur Verminderung der Salmonellenverbreitung durch Schlachtschweine (SchwSalmoV)
§ 2 Untersuchung

Paragraph: 2

Content:
Verordnung zur Verminderung der Salmonellenverbreitung durch Schlachtschweine (SchwSalmoV)
§ 2 Untersuchung

(1) Der Inhaber eines Endmastbetriebs (Untersuchungspflichtiger) hat
Blutproben von Mastschweinen seines Betriebs oder, soweit
Betriebsabteilungen vorhanden sind, für jede Betriebsabteilung
gesondert, nach dem Stichprobenschlüssel der Anlage 1 entnehmen und in
einer Einrichtung, die die Anforderungen der DIN-Norm 17025/2005 \*)
erfüllt (Untersuchungsstelle), auf Antikörper gegen Salmonellen
untersuchen zu lassen. Die Probenahme ist auf alle Schweine eines
Endmastbetriebs oder, soweit Betriebsabteilungen vorhanden sind,
getrennt nach Betriebsabteilungen auf alle Schweine der jeweiligen
Betriebsabteilung, gleichmäßig über das Jahr, jedoch frühestens 14
Tage vor deren Abgabe zur Schlachtung, zu verteilen.

(2) Die Probenahme im Endmastbetrieb ist entbehrlich, soweit der
Untersuchungspflichtige sicherstellt, dass die Schlachtkörper der von
ihm zur Schlachtung abgegebenen Mastschweine anhand von in der
Schlachtstätte entnommenen Proben nach dem Stichprobenschlüssel der
Anlage 1 serologisch auf Antikörper gegen Salmonellen in einer
Untersuchungsstelle untersucht werden. Absatz 1 Satz 2 gilt
entsprechend.

(3) Der Untersuchungspflichtige hat sicherzustellen, dass die in
seinem Betrieb und die in der Schlachtstätte entnommenen Proben bei
der Übersendung an die Untersuchungsstelle von einem Probenahmebericht
in dreifacher Ausfertigung begleitet werden, der folgende Angaben
enthält:

1.  Name und Anschrift des Untersuchungspflichtigen sowie die dem Betrieb
    erteilte Registriernummer nach § 24b der Viehverkehrsverordnung,

2.  Name, Anschrift und Registriernummer der Schlachtstätte, soweit die
    Proben in der Schlachtstätte entnommen worden sind,

3.  Name des Probenehmers,

4.  Bezeichnung sowie Art der Probe und Datum der Probenahme.

(4) Der Probenehmer hat das Original und die Mehrfertigungen des
Probenahmeberichts zu unterzeichnen. Ferner hat er die Probe zusammen
mit dem Original des Probenahmeberichts nach der Probenahme
unverzüglich an die Untersuchungsstelle zu übersenden. Anstelle des
Probenehmers kann in den Fällen des Absatzes 1 der
Untersuchungspflichtige die Übersendung nach Satz 1 vornehmen. Der
Probenahmebericht kann ferner elektronisch erstellt werden. Im Falle
der elektronischen Erstellung des Probenahmeberichts gelten die Sätze
2 und 3 und Absatz 3 entsprechend.

(5) Der Untersuchungspflichtige hat sicherzustellen, dass er eine
Mehrfertigung des Probenahmeberichts erhält. Die weitere Mehrfertigung
des Probenahmeberichts bleibt beim Probenehmer. Der
Untersuchungspflichtige hat die Mehrfertigung des Probenahmeberichts
auf Verlangen der zuständigen Behörde auf seine Kosten vorzulegen.

(6) Der Betreiber der Untersuchungsstelle, der Untersuchungspflichtige
und der Probenehmer haben den Probenahmebericht vom Tage der
Ausstellung an gerechnet mindestens drei Jahre aufzubewahren.
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\*) Die DIN-Norm ist im Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin, erschienen. Sie
    ist beim Deutschen Patent- und Markenamt archivmäßig gesichert
    niedergelegt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/schwsalmov/__2.html
Directory: schwsalmov
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