Title: § 71h Anforderungen an eine Wärmepumpen- oder eine Solarthermie-Hybridheizung

Description:
Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (GEG)
Teil 4 - Anlagen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung
Abschnitt 2 - Einbau und Ersatz
Unterabschnitt 4 - Anforderungen an Heizungsanlagen; Betriebsverbot für Heizkessel
§ 71h Anforderungen an eine Wärmepumpen- oder eine Solarthermie-Hybridheizung

Paragraph: 71h

Content:
Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (GEG)
Teil 4 - Anlagen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung
Abschnitt 2 - Einbau und Ersatz
Unterabschnitt 4 - Anforderungen an Heizungsanlagen; Betriebsverbot für Heizkessel
§ 71h Anforderungen an eine Wärmepumpen- oder eine Solarthermie-Hybridheizung

(1) Eine Wärmepumpen-Hybridheizung, bestehend aus einer elektrisch
angetriebenen Wärmepumpe in Kombination mit einer Gas-, Biomasse- oder
Flüssigbrennstofffeuerung, darf nur eingebaut oder aufgestellt und
betrieben werden, wenn die Anforderungen nach den Sätzen 2 und 3
erfüllt sind. Die Anforderungen des § 71 Absatz 1 gelten als erfüllt,
wenn

1.  der Betrieb für Raumwärme oder Raumwärme und Warmwasser bivalent
    parallel oder bivalent teilparallel oder bivalent alternativ mit
    Vorrang für die Wärmepumpe erfolgt, so dass der Spitzenlasterzeuger
    nur eingesetzt wird, wenn der Wärmebedarf nicht mehr von der
    Wärmepumpe gedeckt werden kann,

2.  die einzelnen Wärmeerzeuger, aus denen die Wärmepumpen-Hybridheizung
    kombiniert ist, über eine gemeinsame, fernansprechbare Steuerung
    verfügen und

3.  der Spitzenlasterzeuger im Fall des Einsatzes von gasförmigen oder
    flüssigen Brennstoffen ein Brennwertkessel ist.

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Im Fall des § 71 Absatz 3 Satz 1 Nummer 6 muss zusätzlich die
thermische Leistung der Wärmepumpe bei bivalent parallelem oder
bivalent teilparallelem Betrieb mindestens 30 Prozent der Heizlast,
bei bivalent alternativem Betrieb mindestens 40 Prozent des von der
Wärmepumpen-Hybridheizung versorgten Gebäudes oder Gebäudeteils
betragen. Die Anforderung nach Satz 2 gilt als erfüllt, wenn die
Leistung der Wärmepumpe beim Teillastpunkt A nach der DIN EN 14825
bei bivalent parallelem oder bivalent teilparallelem Betrieb
mindestens 30 Prozent oder bei bivalent alternativem Betrieb
mindestens 40 Prozent der Leistung des Spitzenlasterzeugers
entspricht.

(2) Eine Solarthermie-Hybridheizung, bestehend aus einer
solarthermischen Anlage und in Kombination mit einer Gas-, Biomasse-
oder Flüssigbrennstofffeuerung, darf nur eingebaut oder aufgestellt
und betrieben werden, wenn die Anforderungen nach den Absätzen 3 bis 5
erfüllt sind.

(3) Die solarthermische Anlage muss mindestens folgende Aperturflächen
erreichen:

1.  bei Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohneinheiten eine Fläche von
    mindestens 0,07 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche
    oder

2.  bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten oder
    Nichtwohngebäuden eine Fläche von mindestens 0,06 Quadratmetern
    Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche.

Beim Einsatz von Vakuumröhrenkollektoren verringert sich die
Mindestfläche um 20 Prozent.

(4) Im Fall einer Solarthermie-Hybridheizung nach Absatz 2 muss bei
der Biomasse-, Gas- oder Flüssigbrennstofffeuerung ein Anteil von
mindestens 60 Prozent der aus der Biomasse-, Gas- oder
Flüssigbrennstofffeuerung bereitgestellten Wärme aus Biomasse oder
grünem oder blauem Wasserstoff einschließlich daraus hergestellter
Derivate erzeugt werden.

(5) Sofern eine solarthermische Anlage mit kleinerer Aperturfläche als
der in Absatz 3 genannten eingesetzt wird, ist die Reduktion der
Anforderung an den Anteil von mit der Anlage bereitgestellter Wärme
aus Biomasse oder grünem oder blauem Wasserstoff einschließlich daraus
hergestellter Derivate nach Absatz 3 von 65 Prozent auf 60 Prozent
entsprechend dem Anteil der eingesetzten Aperturfläche an der in
Absatz 3 genannten Aperturfläche zu mindern.

    DIN EN 14825, Ausgabe Juli 2019, die bei der Beuth Verlag GmbH,
    Berlin, zu beziehen und beim Deutschen Patentamt archivmäßig gesichert
    ist.
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Source: https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__71h.html
Directory: geg
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