Title: § 25 Grundsätze für die Durchführung elektronischer Auktionen

Description:
Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV 2016)
Abschnitt 2 - Vergabeverfahren
Unterabschnitt 2 - Besondere Methoden und Instrumente in Vergabeverfahren
§ 25 Grundsätze für die Durchführung elektronischer Auktionen

Paragraph: 25

Content:
Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV 2016)
Abschnitt 2 - Vergabeverfahren
Unterabschnitt 2 - Besondere Methoden und Instrumente in Vergabeverfahren
§ 25 Grundsätze für die Durchführung elektronischer Auktionen

(1) Der öffentliche Auftraggeber kann im Rahmen eines offenen, eines
nicht offenen oder eines Verhandlungsverfahrens vor der
Zuschlagserteilung eine elektronische Auktion durchführen, sofern der
Inhalt der Vergabeunterlagen hinreichend präzise beschrieben und die
Leistung mithilfe automatischer Bewertungsmethoden eingestuft werden
kann. Geistig-schöpferische Leistungen können nicht Gegenstand
elektronischer Auktionen sein. Der elektronischen Auktion hat eine
vollständige erste Bewertung aller Angebote anhand der
Zuschlagskriterien und der jeweils dafür festgelegten Gewichtung
vorauszugehen. Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend bei einem
erneuten Vergabeverfahren zwischen den Parteien einer
Rahmenvereinbarung nach § 21 und bei einem erneuten Vergabeverfahren
während der Laufzeit eines dynamischen Beschaffungssystems nach § 22.
Eine elektronische Auktion kann mehrere, aufeinanderfolgende Phasen
umfassen.

(2) Im Rahmen der elektronischen Auktion werden die Angebote mittels
festgelegter Methoden elektronisch bewertet und automatisch in eine
Rangfolge gebracht. Die sich schrittweise wiederholende, elektronische
Bewertung der Angebote beruht auf

1.  neuen, nach unten korrigierten Preisen, wenn der Zuschlag allein
    aufgrund des Preises erfolgt, oder

2.  neuen, nach unten korrigierten Preisen oder neuen, auf bestimmte
    Angebotskomponenten abstellenden Werten, wenn das Angebot mit dem
    besten Preis-Leistungs-Verhältnis oder, bei Verwendung eines Kosten-
    Wirksamkeits-Ansatzes, mit den niedrigsten Kosten den Zuschlag erhält.

(3) Die Bewertungsmethoden werden mittels einer mathematischen Formel
definiert und in der Aufforderung zur Teilnahme an der elektronischen
Auktion bekanntgemacht. Wird der Zuschlag nicht allein aufgrund des
Preises erteilt, muss aus der mathematischen Formel auch die
Gewichtung aller Angebotskomponenten nach Absatz 2 Nummer 2
hervorgehen. Sind Nebenangebote zugelassen, ist für diese ebenfalls
eine mathematische Formel bekanntzumachen.

(4) Angebotskomponenten nach Absatz 2 Nummer 2 müssen numerisch oder
prozentual beschrieben werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/vgv_2016/__25.html
Directory: vgv_2016
Level: 4.0