Title: Profilgruppe Technician

Description:
Verordnung über die berufliche Fortbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik (IT-FortbV)
Profilgruppe Technician

Paragraph: 39

Content:
Verordnung über die berufliche Fortbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik (IT-FortbV)
Profilgruppe Technician

**12.** Component Developer (Komponentenentwickler und
    Komponentenentwicklerin) ****

**12.1** **Arbeitsgebiet:**

    Component Developer analysieren geforderte Funktionalitäten für
    Hardwarekomponenten und Geräte, erfassen und bewerten technische
    Bedingungen und Standards sowie technische Umgebungen. Sie überprüfen
    technische Voraussetzungen für Systeme, beraten betriebsinterne und
    externe Kunden hinsichtlich der technischen Realisierbarkeit der
    Konzepte und verständigen sich über technische Lösungen. Zu ihren
    Aufgaben gehört die Projektplanung der einzelnen Projektschritte des
    Entwicklungsprojekts. Sie arbeiten kooperativ in heterogenen Teams.
    Component Developer konzipieren und realisieren Hardwarelösungen
    sowohl für diskrete als auch für eingebettete Systeme und erstellen
    hardwarenahe Software. Sie lösen Schnittstellenprobleme, programmieren
    Schnittstellen und binden diese in Systeme ein. Sie testen Hard- und
    integrierte Softwarekomponenten im Labor und unterstützen bei
    Integration und Test im jeweiligen Zielsystem, analysieren und
    strukturieren dabei auftretende technische Probleme. Component
    Developer erstellen technische Dokumentationen und
    Betriebsanleitungen. Sie wirken bei der Erstellung von
    Produktionsunterlagen für die Serienproduktion der entwickelten
    Hardwarekomponenten mit. Sie analysieren und strukturieren technische
    Probleme und leisten Support.

**12.2** **Profiltypische Arbeitsprozesse:**

    Change Management

    –   Verhandeln mit Kunden,

    –   Erarbeiten der Anforderungsdefinitionen,

    –   Beschreiben der Schaltung,

    –   Erstellen einer Testspezifikation,

    –   Prüfen und Optimieren des Entwurfs,

    –   Layouting und Routing,

    –   Herstellen der Platine für den Prototypen,

    –   Beschaffen der Bauteile,

    –   Erstellen der systemnahen und der Test-Software,

    –   Bauen der Testhardware,

    –   Programmieren der Bauteile,

    –   Iteratives Inbetriebnehmen und Testen der Baugruppen,

    –   Unterstützen bei Integration und Test des Prototypen im Zielsystem,

    –   Erstellen der Nutzer- und Produktionsunterlagen,

    –   Übergeben der Komponente;

**12.3** **Berufliche Befähigungen:**

    –   Lernbereitschaft,

    –   Eigenverantwortung,

    –   Selbstmanagement,

    –   Kommunikationsfähigkeit,

    –   Teamfähigkeit,

    –   Kooperationsfähigkeit,

    –   Dialogfähigkeit und Kundenorientierung,

    –   Sprachgewandtheit,

    –   Lehrfähigkeit,

    –   Ergebnisorientiertes Handeln,

    –   Gewissenhaftigkeit,

    –   Belastbarkeit,

    –   Analytische Fähigkeiten,

    –   Systematisch-methodisches Vorgehen,

    –   Beurteilungsvermögen,

    –   Entscheidungsfähigkeit,

    –   Konzeptionsstärke,

    –   Problemlösungsfähigkeit,

    –   Fachübergreifende Kenntnisse,

    –   Folgebewusstsein,

    –   Planungsverhalten;

**12.4** **Nachweis der Qualifikationen:**

    Die Qualifikation ist durch ein Zeugnis einer zuständigen Stelle,
    durch ein Personalzertifikat, durch ein Lehrgangszertifikat oder durch
    eine Bescheinigung insbesondere von Arbeitgebern, die die Breite, die
    Tiefe und das Verfahren der Spezialistenqualifizierung abbildet,
    nachzuweisen.

**13.** Industrial IT Systems Technician (Industriesystemtechniker und
    Industriesystemtechnikerin) ****

**13.1** **Arbeitsgebiet:**

    Industrial IT Systems Technician analysieren Produktionsumgebungen,
    Energie- und Materialflüsse, Prozessabläufe, vorhandene
    Automatisierungs- und Leitsysteme, technische Bedingungen und
    Standards sowie Technologie- und Prozess-Schemen. Auf dieser Basis
    konzipieren sie Automatisierungs- und Leitsysteme. Sie kommunizieren
    die technischen Voraussetzungen für diese Automatisierungskonzepte und
    beraten betriebsinterne sowie externe Kunden hinsichtlich der
    technischen Realisierbarkeit der Konzepte. Sie planen und managen
    selbstständige Teilprojekte sowie die Durchführung einzelner
    Projektschritte. Zudem arbeiten sie kooperativ in Teams (auch
    firmenübergreifenden). Sie lösen Schnittstellenprobleme bei
    heterogenen Systemen unterschiedlicher Hierarchiestufen und
    konfigurieren und parametrieren Feldbussysteme, Prozessleitsysteme,
    Steuerungen, Automatisierungs- und Robotersysteme. Sie erstellen
    Richtlinien und Betriebsanweisungen für die Handhabung der
    Automatisierungs- und Prozessleitsysteme sowie Sicherheitskonzepte für
    Störungen und Havarie-Situationen. Sie weisen das Betriebspersonal ein
    und schulen es. Industrial IT Systems Technician analysieren und
    strukturieren technische Probleme bei Störungen und sind für ihre
    Behebung zuständig. Sie sind auch in der Wartung und Instandhaltung
    tätig.

**13.2** **Profiltypische Arbeitsprozesse:**

    Change Management

    –   Analysieren der Anforderungen,

    –   Programmieren der Simulationen der Systementwürfe,

    –   Testen der Simulationen, Vergleichen mit den Anforderungen,

    –   Koppeln der Komponenten und Bussysteme,

    –   Programmieren des Prototyps,

    –   Testen des Prototyps nach Anforderungen,

    –   Durchführen von spezifizierten Entwicklungstests,

    –   Zusammenbauen der Komponenten,

    –   Koppeln der Komponenten und der Bussysteme,

    –   Programmieren der Materialfluss-Steuerung,

    –   Programmieren der Energiefluss-Steuerung,

    –   Errichten des QM-Systems, auch der Schnittstellen,

    –   Programmieren der Transportprozesse,

    –   Programmieren der Produktionshilfsprozesse,

    –   Programmieren der Arbeitsprozesse,

    –   Zusammenführen aller Komponenten und Software installieren,

    –   Einweisen der Instandhalter und Steuerungstechniker,

    –   Durchführen der Einlaufphase: Prozessbegleitung und Parametrierung;

    Überwachungen

    –   Beobachten und Vergleichen von System und Simulation,

    –   Einpflegen von neuen Produkten oder Programmen,

    –   Fehler beseitigen,

    –   Vornehmen von Optimierungen,

    –   Ändern anpassungsbedürftiger Komponenten beziehungsweise Prozesse;

**13.3** **Berufliche Befähigungen:**

    –   Lernbereitschaft,

    –   Eigenverantwortung,

    –   Selbstmanagement,

    –   Kommunikationsfähigkeit,

    –   Teamfähigkeit,

    –   Kooperationsfähigkeit,

    –   Dialogfähigkeit und Kundenorientierung,

    –   Sprachgewandtheit,

    –   Lehrfähigkeit,

    –   Ergebnisorientiertes Handeln,

    –   Gewissenhaftigkeit,

    –   Belastbarkeit,

    –   Analytische Fähigkeiten,

    –   Systematisch-methodisches Vorgehen,

    –   Beurteilungsvermögen,

    –   Entscheidungsfähigkeit,

    –   Konzeptionsstärke,

    –   Problemlösungsfähigkeit,

    –   Fachübergreifende Kenntnisse,

    –   Folgebewusstsein,

    –   Planungsverhalten;

**13.4** **Nachweis der Qualifikationen:**

    Die Qualifikation ist durch ein Zeugnis einer zuständigen Stelle,
    durch ein Personalzertifikat, durch ein Lehrgangszertifikat oder durch
    eine Bescheinigung insbesondere von Arbeitgebern, die die Breite, die
    Tiefe und das Verfahren der Spezialistenqualifizierung abbildet,
    nachzuweisen.

**14.** Security Technician (Sicherheitstechniker und Sicherheitstechnikerin)
    ****

**14.1** **Arbeitsgebiet:**

    Security Technician sind für die physische Sicherheit von Unternehmen
    und Organisationen zuständig, erarbeiten und implementieren die dazu
    nötigen technischen Systeme. Sie erstellen Sicherheitsrichtlinien für
    die Liegenschaften des Auftraggebers und beraten und unterstützen den
    Kunden bei der Erstellung dieser Richtlinien. Sie verantworten die
    Umsetzung der Richtlinien. Security Technician projektieren und
    implementieren Sicherheitsmaßnahmen als Teilaufgabe des Facility-
    Managements und passen sie an. Sie passen Sicherheitslösungen den
    Erfordernissen der IT-Infrastruktur an und integrieren sie in die IT-
    Infrastruktur und das IT-Systemmanagement. Sie berücksichtigen
    gesetzliche Vorschriften sowie einschlägige Empfehlungen und
    Richtlinien. Security Technician klassifizieren Anlagen entsprechend
    VdS. Sie gewährleisten den Grundschutz für Räumlichkeiten laut BSI-
    Grundschutzhandbuch. Sie konzipieren die Sicherheitsumgebung und bauen
    sie auf.

**14.2** **Profiltypische Arbeitsprozesse:**

    Aufbau einer Sicherheitsanlage

    –   Erfassen des Ist-Zustandes,

    –   Ermitteln des Schutzbedarfs,

    –   Ausarbeiten des Sicherheitskonzepts,

    –   Verifizieren mit den Partnern,

    –   Entwickeln von technischen Lösungen,

    –   Definieren und Einbinden von Schnittstellen für ein
        Integrationsvorhaben,

    –   Planen der technischen Umsetzung,

    –   Planen der Projektdurchführung,

    –   Abstimmen mit Betroffenen,

    –   Beschaffen der Komponenten,

    –   Erwirken von Baufreiheit und Zugangsmöglichkeiten,

    –   Einweisen und Führen der Rohinstallation,

    –   Einweisen und Führen der Feininstallation,

    –   Überwachen der Baudurchführung,

    –   Inbetriebnehmen der Sicherheitsanlage,

    –   Unterstützen der Integration in bestehende Systeme,

    –   Durchführen des Pilotbetriebs der Gesamtanlage,

    –   Mitwirken bei der externen Abnahme,

    –   Schulen der Mitarbeiter des Nutzers,

    –   Einweisen von Kunden und Partnern,

    –   Erstellen der Dokumentation,

    –   Abnehmen der Sicherheitsanlage durch den Kunden,

    –   Beseitigen verbleibender Mängel und Restleistungen;

**14.3** **Berufliche Befähigungen:**

    –   Lernbereitschaft,

    –   Eigenverantwortung,

    –   Selbstmanagement,

    –   Kommunikationsfähigkeit,

    –   Teamfähigkeit,

    –   Kooperationsfähigkeit,

    –   Konfliktlösungsfähigkeit,

    –   Dialogfähigkeit und Kundenorientierung,

    –   Sprachgewandtheit,

    –   Ergebnisorientiertes Handeln,

    –   Belastbarkeit,

    –   Gewissenhaftigkeit,

    –   Analytische Fähigkeiten,

    –   Systematisch-methodisches Vorgehen,

    –   Beurteilungsvermögen,

    –   Problemlösungsfähigkeit,

    –   Folgebewusstsein,

    –   Planungsverhalten,

    –   Projektmanagement;

**14.4** **Nachweis der Qualifikationen:**

    Die Qualifikation ist durch ein Zeugnis einer zuständigen Stelle,
    durch ein Personalzertifikat, durch ein Lehrgangszertifikat oder durch
    eine Bescheinigung insbesondere von Arbeitgebern, die die Breite, die
    Tiefe und das Verfahren der Spezialistenqualifizierung abbildet,
    nachzuweisen.

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