Title: § 11 Filmveranstaltungen

Description:
Jugendschutzgesetz (JuSchG)
Abschnitt 3 - Jugendschutz im Bereich der Medien
§ 11 Filmveranstaltungen

Paragraph: 11

Content:
Jugendschutzgesetz (JuSchG)
Abschnitt 3 - Jugendschutz im Bereich der Medien
§ 11 Filmveranstaltungen

(1) Die Anwesenheit bei öffentlichen Filmveranstaltungen darf Kindern
und Jugendlichen nur gestattet werden, wenn die Filme von der obersten
Landesbehörde oder einer Organisation der freiwilligen Selbstkontrolle
im Rahmen des Verfahrens nach § 14 Abs. 6 zur Vorführung vor ihnen
freigegeben worden sind oder wenn es sich um Informations-,
Instruktions- und Lehrfilme handelt, die vom Anbieter mit
"Infoprogramm" oder "Lehrprogramm" gekennzeichnet sind.

(2) Abweichend von Absatz 1 darf die Anwesenheit bei öffentlichen
Filmveranstaltungen mit Filmen, die für Kinder und Jugendliche ab
zwölf Jahren freigegeben und gekennzeichnet sind, auch Kindern ab
sechs Jahren gestattet werden, wenn sie von einer
personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person begleitet
sind.

(3) Unbeschadet der Voraussetzungen des Absatzes 1 darf die
Anwesenheit bei öffentlichen Filmveranstaltungen nur mit Begleitung
einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person
gestattet werden

1.  Kindern unter sechs Jahren,

2.  Kindern ab sechs Jahren, wenn die Vorführung nach 20 Uhr beendet ist,

3.  Jugendlichen unter 16 Jahren, wenn die Vorführung nach 22 Uhr beendet
    ist,

4.  Jugendlichen ab 16 Jahren, wenn die Vorführung nach 24 Uhr beendet
    ist.

(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten für die öffentliche Vorführung von
Filmen unabhängig von der Art der Aufzeichnung und Wiedergabe. Sie
gelten auch für Werbevorspanne und Beiprogramme. Sie gelten nicht für
Filme, die zu nichtgewerblichen Zwecken hergestellt werden, solange
die Filme nicht gewerblich genutzt werden.

(5) Werbefilme oder Werbeprogramme, die für alkoholische Getränke
werben, dürfen unbeschadet der Voraussetzungen der Absätze 1 bis 4 nur
nach 18 Uhr vorgeführt werden.

(6) Werbefilme oder Werbeprogramme, die für Tabakerzeugnisse,
elektronische Zigaretten oder Nachfüllbehälter im Sinne des § 1 Absatz
1 Nummer 1 des Tabakerzeugnisgesetzes werben, dürfen nur im
Zusammenhang mit Filmen vorgeführt werden, die

1.  von der obersten Landesbehörde oder einer Organisation der
    freiwilligen Selbstkontrolle im Rahmen des Verfahrens nach § 14 Absatz
    6 mit „Keine Jugendfreigabe“ nach § 14 Absatz 2 gekennzeichnet sind
    oder

2.  nicht nach den Vorschriften dieses Gesetzes gekennzeichnet sind.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/juschg/__11.html
Directory: juschg
Level: 3.0