Title: § 44

Description:
Grundbuchordnung (GBO)
Zweiter Abschnitt - Eintragungen in das Grundbuch
§ 44

Paragraph: 44

Content:
Grundbuchordnung (GBO)
Zweiter Abschnitt - Eintragungen in das Grundbuch
§ 44

(1) Jede Eintragung soll den Tag, an welchem sie erfolgt ist, angeben.
Die Eintragung soll, sofern nicht nach § 12c Abs. 2 Nr. 2 bis 4 der
Urkundsbeamte der Geschäftsstelle zuständig ist, die für die Führung
des Grundbuchs zuständige Person, regelmäßig unter Angabe des
Wortlauts, verfügen und der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle
veranlassen; sie ist von beiden zu unterschreiben, jedoch kann statt
des Urkundsbeamten ein von der Leitung des Amtsgerichts ermächtigter
Justizangestellter unterschreiben. In den Fällen des § 12c Abs. 2 Nr.
2 bis 4 haben der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle und zusätzlich
entweder ein zweiter Beamter der Geschäftsstelle oder ein von der
Leitung des Amtsgerichts ermächtigter Justizangestellter die
Eintragung zu unterschreiben.

(2) Soweit nicht gesetzlich etwas anderes bestimmt ist und der Umfang
der Belastung aus dem Grundbuch erkennbar bleibt, soll bei der
Eintragung eines Rechts, mit dem ein Grundstück belastet wird, auf die
Eintragungsbewilligung Bezug genommen werden. Hierbei sollen in der
Bezugnahme der Name des Notars, der Notarin oder die Bezeichnung des
Notariats und jeweils die Nummer der Urkundenrolle, bei Eintragungen
auf Grund eines Ersuchens (§ 38) die Bezeichnung der ersuchenden
Stelle und deren Aktenzeichen angegeben werden. Bei der Eintragung von
Dienstbarkeiten und Reallasten soll der Inhalt des Rechts im
Eintragungstext lediglich schlagwortartig bezeichnet werden; das
Gleiche gilt bei der Eintragung von Vormerkungen für solche Rechte.

(3) Bei der Umschreibung eines Grundbuchblatts, der Neufassung eines
Teils eines Grundbuchblatts und in sonstigen Fällen der Übernahme von
Eintragungen auf ein anderes, bereits angelegtes oder neu anzulegendes
Grundbuchblatt soll, sofern hierdurch der Inhalt der Eintragung nicht
verändert wird, die Bezugnahme auf die Eintragungsbewilligung oder
andere Unterlagen bis zu dem Umfange nachgeholt oder erweitert werden,
wie sie nach Absatz 2 zulässig wäre. Im gleichen Umfang kann auf die
bisherige Eintragung Bezug genommen werden, wenn ein Recht bisher mit
seinem vollständigen Wortlaut im Grundbuch eingetragen ist. Sofern
hierdurch der Inhalt der Eintragung nicht verändert wird, kann auch
von dem ursprünglichen Text der Eintragung abgewichen werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gbo/__44.html
Directory: gbo
Level: 3.0