Title: § 62 Änderungsverbot

Description:
Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG)
Teil 1 - Urheberrecht
Abschnitt 6 - Schranken des Urheberrechts durch gesetzlich erlaubte Nutzungen
Unterabschnitt 6 - Gemeinsame Vorschriften für gesetzlich erlaubte Nutzungen
§ 62 Änderungsverbot

Paragraph: 62

Content:
Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG)
Teil 1 - Urheberrecht
Abschnitt 6 - Schranken des Urheberrechts durch gesetzlich erlaubte Nutzungen
Unterabschnitt 6 - Gemeinsame Vorschriften für gesetzlich erlaubte Nutzungen
§ 62 Änderungsverbot

(1) Soweit nach den Bestimmungen dieses Abschnitts die Benutzung eines
Werkes zulässig ist, dürfen Änderungen an dem Werk nicht vorgenommen
werden. § 39 gilt entsprechend.

(2) Soweit der Benutzungszweck es erfordert, sind Übersetzungen und
solche Änderungen des Werkes zulässig, die nur Auszüge oder
Übertragungen in eine andere Tonart oder Stimmlage darstellen.

(3) Bei Werken der bildenden Künste und Lichtbildwerken sind
Übertragungen des Werkes in eine andere Größe und solche Änderungen
zulässig, die das für die Vervielfältigung angewendete Verfahren mit
sich bringt.

(4) Bei Nutzungen nach den §§ 45a bis 45c sind solche Änderungen
zulässig, die für die Herstellung eines barrierefreien Formats
erforderlich sind.

(4a) Soweit es der Benutzungszweck nach § 51a erfordert, sind
Änderungen des Werkes zulässig.

(5) Bei Sammlungen für den religiösen Gebrauch (§ 46), bei Nutzungen
für Unterricht und Lehre (§ 60a) und bei Unterrichts- und Lehrmedien
(§ 60b) sind auch solche Änderungen von Sprachwerken zulässig, die für
den religiösen Gebrauch und für die Veranschaulichung des Unterrichts
und der Lehre erforderlich sind. Diese Änderungen bedürfen jedoch der
Einwilligung des Urhebers, nach seinem Tode der Einwilligung seines
Rechtsnachfolgers (§ 30), wenn dieser Angehöriger (§ 60 Abs. 2) des
Urhebers ist oder das Urheberrecht auf Grund letztwilliger Verfügung
des Urhebers erworben hat. Die Einwilligung gilt als erteilt, wenn der
Urheber oder der Rechtsnachfolger nicht innerhalb eines Monats,
nachdem ihm die beabsichtigte Änderung mitgeteilt worden ist,
widerspricht und er bei der Mitteilung der Änderung auf diese
Rechtsfolge hingewiesen worden ist. Bei Nutzungen für Unterricht und
Lehre (§ 60a) sowie für Unterrichts- und Lehrmedien (§ 60b) bedarf es
keiner Einwilligung, wenn die Änderungen deutlich sichtbar kenntlich
gemacht werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__62.html
Directory: urhg
Level: 5.0