Title: § 6 Beschäftigung bei ausgeprägter berufspraktischer Erfahrung

Description:
Verordnung über die Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern (BeschV 2013)
Teil 2 - Qualifizierte Beschäftigungen
§ 6 Beschäftigung bei ausgeprägter berufspraktischer Erfahrung

Paragraph: 6

Content:
Verordnung über die Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern (BeschV 2013)
Teil 2 - Qualifizierte Beschäftigungen
§ 6 Beschäftigung bei ausgeprägter berufspraktischer Erfahrung

(1) Die Zustimmung zur Ausübung einer inländischen qualifizierten
Beschäftigung kann Ausländerinnen und Ausländern erteilt werden, wenn
die Ausländerin oder der Ausländer über Folgendes verfügt:

1.  eine in den letzten fünf Jahren erworbene, mindestens zweijährige
    Berufserfahrung, die die Ausländerin oder den Ausländer zu der
    Beschäftigung befähigt,

2.  einen Arbeitsplatz, bei dem die Höhe des Gehalts mindestens 45 Prozent
    der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen
    Rentenversicherung beträgt, oder ein Angebot für einen solchen
    Arbeitsplatz und

3.  eine der folgenden Qualifikationen:

    a)  eine ausländische Berufsqualifikation, die von dem Staat, in dem sie
        erworben wurde, staatlich anerkannt ist und deren Erlangung eine
        Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren vorausgesetzt hat,

    b)  einen ausländischen Hochschulabschluss, der von dem Staat, in dem er
        erworben wurde, staatlich anerkannt ist, oder

    c)  einen im Ausland erworbenen Berufsabschluss, der durch eine Ausbildung
        erworben wurde, die nach Inhalt, Dauer und der Art ihrer Durchführung
        die Anforderungen des Berufsbildungsgesetzes an eine Berufsausbildung
        einhält und geeignet ist, die notwendige berufliche Handlungsfähigkeit
        für einen Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz oder der
        Handwerksordnung zu vermitteln, und der von einer deutschen
        Auslandshandelskammer erteilt worden ist.

Ist der Arbeitgeber tarifgebunden und beschäftigt er die Ausländerin
oder den Ausländer zu den bei ihm geltenden tariflichen
Arbeitsbedingungen, findet die Gehaltsschwelle nach Satz 1 Nummer 2
Halbsatz 2 keine Anwendung. In Berufen auf dem Gebiet der
Informations- und Kommunikationstechnologie findet Satz 1 Nummer 3
keine Anwendung. Der Ausländer ist verpflichtet, sich das Vorliegen
der Voraussetzungen nach Satz 1 Nummer 3 Buchstabe a oder b von einer
fachkundigen inländischen Stelle bestätigen zu lassen. Das Vorliegen
der nach Satz 1 Nummer 3 Buchstabe c an die Ausbildung im Ausland
gestellten Anforderungen ist gegenüber der abschlusserteilenden Stelle
auf deren Antrag und Kosten zu bestätigen.

(2) § 9 findet keine Anwendung. Das Bundesministerium des Innern und
für Heimat gibt das Mindestgehalt nach Absatz 1 Satz 1 für jedes
Kalenderjahr jeweils bis zum 31. Dezember des Vorjahres im
Bundesanzeiger bekannt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/beschv_2013/__6.html
Directory: beschv_2013
Level: 3.0