Title: § 1258 Pfandrecht am Anteil eines Miteigentümers

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 3 - Sachenrecht
Abschnitt 8 - Pfandrecht an beweglichen Sachen und an Rechten
Titel 1 - Pfandrecht an beweglichen Sachen
§ 1258 Pfandrecht am Anteil eines Miteigentümers

Paragraph: 1258

Content:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 3 - Sachenrecht
Abschnitt 8 - Pfandrecht an beweglichen Sachen und an Rechten
Titel 1 - Pfandrecht an beweglichen Sachen
§ 1258 Pfandrecht am Anteil eines Miteigentümers

(1) Besteht ein Pfandrecht an dem Anteil eines Miteigentümers, so übt
der Pfandgläubiger die Rechte aus, die sich aus der Gemeinschaft der
Miteigentümer in Ansehung der Verwaltung der Sache und der Art ihrer
Benutzung ergeben.

(2) Die Aufhebung der Gemeinschaft kann vor dem Eintritt der
Verkaufsberechtigung des Pfandgläubigers nur von dem Miteigentümer und
dem Pfandgläubiger gemeinschaftlich verlangt werden. Nach dem Eintritt
der Verkaufsberechtigung kann der Pfandgläubiger die Aufhebung der
Gemeinschaft verlangen, ohne dass es der Zustimmung des Miteigentümers
bedarf; er ist nicht an eine Vereinbarung gebunden, durch welche die
Miteigentümer das Recht, die Aufhebung der Gemeinschaft zu verlangen,
für immer oder auf Zeit ausgeschlossen oder eine Kündigungsfrist
bestimmt haben.

(3) Wird die Gemeinschaft aufgehoben, so gebührt dem Pfandgläubiger
das Pfandrecht an den Gegenständen, welche an die Stelle des Anteils
treten.

(4) Das Recht des Pfandgläubigers zum Verkauf des Anteils bleibt
unberührt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1258.html
Directory: bgb
Level: 5.0