Title: § 20 Pflichten des für den Umschlag Verantwortlichen

Description:
Verordnung über die Beförderung gefährlicher Güter mit Seeschiffen (GGVSee 2015)
§ 20 Pflichten des für den Umschlag Verantwortlichen

Paragraph: 20

Content:
Verordnung über die Beförderung gefährlicher Güter mit Seeschiffen (GGVSee 2015)
§ 20 Pflichten des für den Umschlag Verantwortlichen

Der für den Umschlag Verantwortliche

1.  muss bei Unfällen nach § 4 Absatz 8 die zuständige Behörde
    unterrichten;

2.  darf verpackte gefährliche Güter auf einem Seeschiff nur gemäß der
    Stauanweisungen nach § 5 Absatz 1 stauen;

3.  darf unverpackte Gegenstände, Verpackungen, Umverpackungen, IBC,
    Großverpackungen, Schüttgut-Container, ortsbewegliche Tanks,
    Gascontainer mit mehreren Elementen (MEGC) und
    Güterbeförderungseinheiten nur auf ein Seeschiff laden, wenn sie keine
    offensichtlichen Mängel oder Beschädigungen, die den sicheren
    Einschluss der gefährlichen Güter beeinträchtigen können, und keine
    äußerlich erkennbaren Undichtigkeiten und äußeren Anhaftungen von
    Gefahrgut aufweisen;

4.  darf gefährliche Schüttgüter nur verladen, wenn folgende Informationen
    vorliegen:

    a)  eine schriftliche Ladungsinformation mit den nach Abschnitt 4.2 des
        IMSBC-Codes und § 6 Absatz 2 geforderten Angaben und

    b)  für einen Stoff der Gruppe B eine nach der anwendbaren Stoffseite in
        Anhang 1 des IMSBC-Codes vorgeschriebene besondere Bescheinigung oder

    c)  für gefährliche Schüttgüter, die im IMSBC-Code nicht namentlich
        aufgeführt und der Gruppe B zuzuordnen sind, die nach Ziffer 1.3.1.1
        des IMSBC-Codes geforderte Ausnahme, und

5.  darf gefährliche Massengüter in flüssiger oder verflüssigter Form nur
    verladen, wenn die erforderlichen Informationen nach § 6 Absatz 3
    vorliegen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ggvsee_2015/__20.html
Directory: ggvsee_2015
Level: 2.0