Title: § 15 Mündliche Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den gehobenen nichttechnischen Dienst in der allgemeinen und inneren Verwaltung des Bundes (GntDAIVAPrV)
Abschnitt 3 - Prüfungen
§ 15 Mündliche Abschlussprüfung

Paragraph: 15

Content:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den gehobenen nichttechnischen Dienst in der allgemeinen und inneren Verwaltung des Bundes (GntDAIVAPrV)
Abschnitt 3 - Prüfungen
§ 15 Mündliche Abschlussprüfung

(1) Zur mündlichen Abschlussprüfung wird zugelassen, wer die
Zwischenprüfung, die Modulprüfungen des Hauptstudiums und die
Diplomarbeit bestanden hat.

(2) Gegenstand der mündlichen Abschlussprüfung sollen zu gleichen
Teilen die Kompetenzbereiche 1 bis 6 nach § 7 Absatz 3 sein. Die
mündliche Abschlussprüfung soll nicht länger als 40 Minuten dauern.

(2a) Die Hochschule kann festlegen, dass bis zum 31. Dezember 2024

1.  für die mündliche Abschlussprüfung die folgenden Kompetenzbereiche zu
    dem Kompetenzbereich „rechtliches Handeln in der Bundesverwaltung“
    zusammengefasst werden:

    a)  verfassungsrechtliche und europarechtliche Rahmenbedingungen der
        Bundesverwaltung (§ 7 Absatz 3 Nummer 1),

    b)  öffentlich-rechtliches Handeln in der Bundesverwaltung (§ 7 Absatz 3
        Nummer 2),

    c)  privatrechtliches Handeln in der Bundesverwaltung (§ 7 Absatz 3 Nummer
        3) und

    d)  Personal in der Bundesverwaltung (§ 7 Absatz 3 Nummer 6) und

2.  der Gegenstand der mündlichen Abschlussprüfung zu gleichen Teilen den
    folgenden Kompetenzbereichen zu entnehmen ist:

    a)  rechtliches Handeln in der Bundesverwaltung,

    b)  Betriebswirtschaft in der Bundesverwaltung (§ 7 Absatz 3 Nummer 4) und

    c)  Finanzen in der Bundesverwaltung (§ 7 Absatz 3 Nummer 5).

Ist festgelegt worden, dass die in Satz 1 Nummer 1 genannten
Kompetenzbereiche zusammengefasst werden, so soll die mündliche
Abschlussprüfung nicht länger als 30 Minuten dauern.

(2b) Mit Zustimmung des Bundesministeriums des Innern und für Heimat
kann die Hochschule festlegen, dass bis zum 31. Dezember 2024 auf die
Durchführung der mündlichen Abschlussprüfung verzichtet wird, wenn
nicht gewährleistet werden kann, dass die Durchführung ohne Verstöße
gegen ordnungsrechtliche Vorgaben zur Bewältigung der
COVID-19-Pandemie erfolgt, selbst wenn von der Ausnahmemöglichkeit
nach Absatz 2a Gebrauch gemacht würde.

(3) In der interdisziplinären Prüfung sollen die Studierenden
nachweisen, dass sie die Inhalte der absolvierten Module zueinander in
Beziehung setzen können und dass ihre Kenntnisse und Fähigkeiten den
Anforderungen an Beamtinnen und Beamte des gehobenen nichttechnischen
Verwaltungsdienstes genügen. Die Prüfung soll als Gruppenprüfung
durchgeführt werden. Eine Prüfungsgruppe soll aus höchstens fünf
Studierenden bestehen.

(4) Die Prüfungskommission bewertet die Leistungen. Gegenstand,
Verlauf und Ergebnis der Prüfung werden protokolliert. Das Protokoll
ist von der oder dem Vorsitzenden der Prüfungskommission zu
bestätigen.

(5) Die Prüfung ist hochschulöffentlich, wenn die Studierenden nicht
widersprechen. Angehörige des Prüfungsamtes können unabhängig vom
Einverständnis der Studierenden anwesend sein. Das Prüfungsamt kann
Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums des Innern und
für Heimat, der Präsidentin oder dem Präsidenten und den
Fachbereichsleitungen der Fachhochschule, in Ausnahmefällen auch
anderen mit der Ausbildung befassten Personen, die Anwesenheit bei der
mündlichen Prüfung grundsätzlich oder im Einzelfall gestatten.
Zuhörerinnen und Zuhörer dürfen während der Prüfung keinerlei
Aufzeichnungen machen. Bei den Beratungen der Prüfungskommission
dürfen nur deren Mitglieder anwesend sein.

(6) Die Prüfung muss bis zum Ende des Vorbereitungsdienstes
abgeschlossen sein.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gntdaivaprv/__15.html
Directory: gntdaivaprv
Level: 3.0