Title: § 10 Berufseingangsprüfungen und berufsrechtliche Akkreditierung

Description:
Verordnung über die Befähigungen der Seeleute in der Seeschifffahrt (See-BV)
Teil 1 - Allgemeine Bestimmungen
Abschnitt 3 - Berufseingangsprüfungen, berufsrechtliche Akkreditierung und Qualitätssicherung
Unterabschnitt 1 - Berufseingangsprüfungen für Kapitäne und Schiffsoffiziere
§ 10 Berufseingangsprüfungen und berufsrechtliche Akkreditierung

Paragraph: 10

Content:
Verordnung über die Befähigungen der Seeleute in der Seeschifffahrt (See-BV)
Teil 1 - Allgemeine Bestimmungen
Abschnitt 3 - Berufseingangsprüfungen, berufsrechtliche Akkreditierung und Qualitätssicherung
Unterabschnitt 1 - Berufseingangsprüfungen für Kapitäne und Schiffsoffiziere
§ 10 Berufseingangsprüfungen und berufsrechtliche Akkreditierung

(1) Bewerber um ein Befähigungszeugnis

1.  zum Offizier für den Decksbereich,

2.  zum Offizier für den technischen Bereich,

3.  zum Offizier im elektrotechnischen Bereich oder

4.  zum Kapitän, soweit durch diese Verordnung vorgesehen,

müssen ihre fachliche Eignung durch eine Berufseingangsprüfung
nachweisen.

(2) Berufseingangsprüfungen können an nach Landesrecht eingerichteten
Ausbildungsstätten absolviert werden.

(3) Zu den Berufseingangsprüfungen ist zugelassen, wer

1.  den Abschluss der jeweils vorgeschriebenen praktischen Ausbildung und
    Seefahrtzeit,

2.  die Ausbildung an einer nach Landesrecht eingerichteten
    Ausbildungsstätte

    a)  entsprechend den nach dieser Verordnung sowie nach Landesrecht jeweils
        vorgesehenen Ausbildungsinhalten,

    b)  in der jeweils nach dieser Verordnung sowie nach Landesrecht
        vorgesehenen Dauer und

3.  das Bestehen von Prüfungsleistungen

    a)  in allen im STCW-Übereinkommen und den Anlagen zum STCW-Übereinkommen
        erfassten Ausbildungsbereichen,

    b)  im deutschen Seeschifffahrtsrecht nach Anlage 2 Nummer 5

nachweist.

(4) Die Anforderungen an die Berufseingangsprüfung nach den §§ 11 und
12 gelten

1.  bei einer Hochschule als erfüllt, wenn der entsprechende Studiengang
    durch das Bundesamt berufsrechtlich akkreditiert wurde,

2.  bei einer Fachschule als erfüllt, wenn die Rahmen-Ausbildungs- und
    Prüfungsordnung und die Rahmenlehrpläne in Abstimmung mit dem
    Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erstellt und
    durchgeführt werden.

(5) Die berufsrechtliche Akkreditierung kann für die Dauer von
höchstens fünf Jahren erteilt werden. Sie kann, auch nachträglich, mit
Nebenbestimmungen versehen werden. Die berufsrechtliche Akkreditierung
kann verlängert werden, wenn dies mindestens sechs Monate vor Ablauf
der Gültigkeitsdauer beantragt wurde und die Voraussetzungen für die
berufsrechtliche Akkreditierung weiterhin vorliegen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/see-bv/__10.html
Directory: see-bv
Level: 5.0