Title: § 65a Selbstauskunft bei der Vermittlung des Vertragsschlusses über Wertpapiere im Sinne des § 6 des Wertpapierprospektgesetzes

Description:
Gesetz über den Wertpapierhandel (WpHG)
Abschnitt 11 - Verhaltenspflichten, Organisationspflichten, Transparenzpflichten
§ 65a Selbstauskunft bei der Vermittlung des Vertragsschlusses über Wertpapiere im Sinne des § 6 des Wertpapierprospektgesetzes

Paragraph: 65a

Content:
Gesetz über den Wertpapierhandel (WpHG)
Abschnitt 11 - Verhaltenspflichten, Organisationspflichten, Transparenzpflichten
§ 65a Selbstauskunft bei der Vermittlung des Vertragsschlusses über Wertpapiere im Sinne des § 6 des Wertpapierprospektgesetzes

(1) Ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen hat vor der Vermittlung
des Vertragsschlusses über Wertpapiere im Sinne des § 6 des
Wertpapierprospektgesetzes von dem nicht qualifizierten Anleger eine
Selbstauskunft über dessen Vermögen oder dessen Einkommen in dem
Umfang einzuholen, wie dies erforderlich ist, um prüfen zu können, ob
der Gesamtbetrag der Wertpapiere, die von dem nicht qualifizierten
Anleger erworben werden, folgende Beträge nicht übersteigt:

1.  10 000 Euro, sofern der jeweilige nicht qualifizierte Anleger nach
    seiner Selbstauskunft über ein frei verfügbares Vermögen in Form von
    Bankguthaben und Finanzinstrumenten von mindestens 100 000 Euro
    verfügt, oder

2.  den zweifachen Betrag des durchschnittlichen monatlichen
    Nettoeinkommens des jeweiligen nicht qualifizierten Anlegers,
    höchstens jedoch 25 000 Euro Euro.

Satz 1 gilt nicht, wenn der Gesamtbetrag der Wertpapiere, die von dem
nicht qualifizierten Anleger erworben werden, 1 000 Euro nicht
überschreitet. Ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen darf einen
Vertragsschluss über Wertpapiere im Sinne des § 6 des
Wertpapierprospektgesetzes nur vermitteln, wenn es geprüft hat, dass
der Gesamtbetrag der Wertpapiere, die von dem nicht qualifizierten
Anleger erworben werden, 1 000 Euro oder die in Satz 1 genannten
Beträge nicht übersteigt.

(2) Soweit die in Absatz 1 genannten Informationen auf Angaben des
nicht qualifizierten Anlegers beruhen, hat das
Wertpapierdienstleistungsunternehmen die Fehlerhaftigkeit oder
Unvollständigkeit der Angaben seines nicht qualifizierten Anlegers
nicht zu vertreten, es sei denn, die Unvollständigkeit oder
Unrichtigkeit der Angaben des nicht qualifizierten Anlegers ist ihm
bekannt oder infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/wphg/__65a.html
Directory: wphg
Level: 3.0