Title: § 15 Teil 1 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Werkstoffprüfer und zur Werkstoffprüferin (WerkstoffPrAusbV)
Teil 2 - Fachrichtungsspezifische Vorschriften
Teil 2.3 - Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik
§ 15 Teil 1 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik

Paragraph: 15

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Werkstoffprüfer und zur Werkstoffprüferin (WerkstoffPrAusbV)
Teil 2 - Fachrichtungsspezifische Vorschriften
Teil 2.3 - Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik
§ 15 Teil 1 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik

(1) Teil 1 der Abschlussprüfung soll vor dem Ende des zweiten
Ausbildungsjahres stattfinden.

(2) Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1
für die ersten drei Ausbildungshalbjahre aufgeführten Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu
vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich
ist.

(3) Teil 1 der Abschlussprüfung besteht aus dem Prüfungsbereich
Prüfverfahren.

(4) Für den Prüfungsbereich Prüfverfahren bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,

    a)  Prüfunterlagen auf Vollständigkeit und Richtigkeit zu prüfen,

    b)  Prüf-, Mess- und Hilfsmittel auszuwählen und deren Einsatzfähigkeit
        festzustellen,

    c)  Prüfteile werkstoff- und verfahrensspezifisch vorzubereiten und zu
        kennzeichnen,

    d)  Prüfarbeitsplätze einzurichten; Prüfbedingungen sicherzustellen,

    e)  Prüfverfahren durchzuführen, Messwerte und Ergebnisse zu erfassen und
        zu dokumentieren,

    f)  Prüfprotokolle zu erstellen,

    g)  fachliche Berechnungen durchzuführen,

    h)  die fachlichen Hintergründe seiner Vorgehensweise und technologische
        Sachverhalte zu erläutern,

    i)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz und Qualitätsmanagement einzubeziehen;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:

    a)  Zugversuch,

    b)  Härteprüfung,

    c)  Sichtprüfung,

    d)  Eindringprüfung,

    e)  Präparation eines Mikroschliffs und

    f)  messmikroskopische Auswertung;

3.  der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen, die ein situatives
    Fachgespräch und schriftlich zu bearbeitende Aufgabenstellungen
    beinhaltet, wobei die schriftlich zu bearbeitenden Aufgabenstellungen
    mit einem Drittel zu gewichten sind;

4.  die Prüfungszeit beträgt acht Stunden; innerhalb dieser Zeit sind das
    situative Fachgespräch in insgesamt höchstens 20 Minuten und die
    schriftlich zu bearbeitenden Aufgaben in 90 Minuten durchzuführen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/werkstoffprausbv/__15.html
Directory: werkstoffprausbv
Level: 4.0