Title: § 27 Abschluss von Ausbildungen

Description:
(PsychThG 2020)
Abschnitt 7 - Übergangsvorschriften, Bestandsschutz
§ 27 Abschluss von Ausbildungen

Paragraph: 27

Content:
(PsychThG 2020)
Abschnitt 7 - Übergangsvorschriften, Bestandsschutz
§ 27 Abschluss von Ausbildungen

(1) Ist eine Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin, zum
Psychologischen Psychotherapeuten, zur Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeutin oder zum Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeuten vor dem 1. September 2020 begonnen
worden, so wird sie nach dem Psychotherapeutengesetz in der bis zum
31\. August 2020 geltenden Fassung abgeschlossen. Nach Abschluss der
Ausbildung erhält die antragstellende Person die Approbation nach § 2
Absatz 1 des Psychotherapeutengesetzes in der bis zum 31. August 2020
geltenden Fassung, sofern auch die anderen Voraussetzungen nach § 2
Absatz 1 des Psychotherapeutengesetzes in der bis zum 31. August 2020
geltenden Fassung erfüllt sind.

(2) Personen, die vor dem 1. September 2020 ein Studium, das in § 5
Absatz 2 des Psychotherapeutengesetzes in der bis zum 31. August 2020
geltenden Fassung genannt ist, begonnen oder abgeschlossen haben,
können die Ausbildung zum Beruf der Psychologischen Psychotherapeutin,
des Psychologischen Psychotherapeuten, der Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeutin oder des Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeuten nach dem Psychotherapeutengesetz in der
bis zum 31. August 2020 geltenden Fassung noch bis zum 1. September
2032 absolvieren. Schließen sie diese Ausbildung spätestens zum 1.
September 2032 erfolgreich ab, so erhalten sie die Approbation nach §
2 Absatz 1 des Psychotherapeutengesetzes in der bis zum 31. August
2020 geltenden Fassung, sofern auch die anderen Voraussetzungen nach §
2 Absatz 1 des Psychotherapeutengesetzes in der bis zum 31. August
2020 geltenden Fassung erfüllt sind.

(2a) Abweichend von Absatz 2 Satz 1 können die Länder vorsehen, dass
Personen, die ein Studium, das in § 5 Absatz 2 des
Psychotherapeutengesetzes in der bis zum 31. August 2020 geltenden
Fassung genannt ist, erst nach dem 31. August 2020 aber vor dem 31.
August 2026 begonnen haben, die Ausbildung zum Beruf der Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeutin oder des Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeuten nach dem Psychotherapeutengesetz in der
bis zum 31. August 2020 geltenden Fassung absolvieren, wenn die
betreffenden Personen diese Ausbildung

1.  verzahnt mit einem Masterstudiengang an einer Hochschule für
    angewandte Wissenschaften ableisten, der von den Ländern auf der
    Grundlage von § 5 Absatz 2 des Psychotherapeutengesetzes in der bis
    zum 31. August 2020 geltenden Fassung eingerichtet worden war, und

2.  diese Ausbildungsmöglichkeit erhalten werden muss, um die regionale
    psychotherapeutische Versorgung sicherzustellen.

Ausbildungen nach Satz 1 sind von den Ländern durch eine unabhängige
wissenschaftsnahe Einrichtung und unter Einbindung der nach
Landesrecht für Gesundheit zuständigen Stelle zu evaluieren. In die
Evaluierung sind insbesondere die Qualität der Ausbildungsmöglichkeit
im Verhältnis zu der Ausbildung nach diesem Gesetz und der nach § 20
erlassenen Rechtsverordnung sowie die regionale Versorgungssituation
einzubeziehen. Über das Ergebnis der Evaluierung haben die Länder dem
Bundesministerium für Gesundheit bis zum 1. September 2025 zu
berichten.

(3) Die zuständige Behörde kann auf Antrag bestimmen, dass eine
Ausbildung abweichend von Absatz 2 oder Absatz 2a auch noch nach dem
1\. September 2032 abgeschlossen werden kann, wenn

1.  ein besonderer Härtefall vorliegt und

2.  davon auszugehen ist, dass die Ausbildung spätestens am 31. August
    2035 erfolgreich abgeschlossen sein wird.

(4) Wer sich nach dem 31. August 2020 in einer Ausbildung zum Beruf
der Psychologischen Psychotherapeutin, des Psychologischen
Psychotherapeuten, der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin oder
des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten nach dem
Psychotherapeutengesetz in der bis zum 31. August 2020 geltenden
Fassung befindet, erhält vom Träger der Einrichtung, in der die
praktische Tätigkeit nach § 2 Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 der
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische
Psychotherapeuten oder nach § 2 Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 der
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeuten absolviert wird, für die Dauer der
praktischen Tätigkeit eine monatliche Vergütung in Höhe von mindestens
1 000 Euro, sofern die praktische Tätigkeit in Vollzeitform
abgeleistet wird. Wird die praktische Tätigkeit in Teilzeitform
abgeleistet, reduziert sich die Vergütung entsprechend.

(5) Personen, denen eine Approbation nach den Absätzen 1, 2 oder 3
erteilt worden ist, führen die ihrer jeweiligen Ausbildung
entsprechende Berufsbezeichnung nach § 1 Absatz 1 Satz 1 des
Psychotherapeutengesetzes in der bis zum 31. August 2020 geltenden
Fassung. Sie dürfen die Psychotherapie nach § 1 Absatz 2 ausüben und
haben die gleichen Rechte und Pflichten wie eine Person mit einer
Approbation nach § 1 Absatz 1.

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