Title: § 17 Mündliche Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den gehobenen technischen Dienst – Fachrichtung Bahnwesen – (GtDBahnVDV)
Abschnitt 3 - Laufbahnprüfung
§ 17 Mündliche Abschlussprüfung

Paragraph: 17

Content:
Verordnung über den Vorbereitungsdienst für den gehobenen technischen Dienst – Fachrichtung Bahnwesen – (GtDBahnVDV)
Abschnitt 3 - Laufbahnprüfung
§ 17 Mündliche Abschlussprüfung

(1) Zur mündlichen Abschlussprüfung wird vom Prüfungsamt zugelassen,
wer die schriftliche Abschlussprüfung bestanden hat. Wird eine
Anwärterin oder ein Anwärter nicht zugelassen, ist ihr oder ihm die
Nichtzulassung schriftlich mitzuteilen.

(2) In der mündlichen Abschlussprüfung sollen die Anwärterinnen und
Anwärter zeigen, dass sie komplexe Aufgaben aus Themenbereichen des
Vorbereitungsdienstes erörtern und lösen können. § 16 Absatz 2 Satz 2
gilt entsprechend.

(3) Die mündliche Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen.

(4) Der erste Teil der mündlichen Abschlussprüfung wird als
Gruppenprüfung durchgeführt. Eine Gruppe soll aus höchstens fünf
Personen bestehen. Die Anwärterin oder der Anwärter beantwortet Fragen
zu den drei Prüfungsfächern. Die Prüfungszeit je Anwärterin oder je
Anwärter soll zwischen 40 und 50 Minuten betragen und ist gleichmäßig
auf die Prüfungsfächer aufzuteilen.

(5) Der zweite Teil der mündlichen Abschlussprüfung ist eine
Einzelprüfung. Die Anwärterin oder der Anwärter hält einen Vortrag von
höchstens zehn Minuten Dauer über ein Thema aus dem
Vorbereitungsdienst. Das Vortragsthema wird von der oder dem
Vorsitzenden der Prüfungskommission festgelegt. Die Vorbereitungszeit
für den Vortrag beträgt 60 Minuten; sie beginnt nach Ausgabe des
Themas.

(6) Die mündliche Abschlussprüfung wird von der oder dem Vorsitzenden
der Prüfungskommission geleitet. Sie ist nicht öffentlich. Angehörige
des Prüfungsamtes dürfen anwesend sein. Das Prüfungsamt kann
Vertreterinnen und Vertretern der obersten Dienstbehörde, des
Eisenbahn-Bundesamtes und in Ausnahmefällen auch anderen mit der
Ausbildung befassten Personen die Anwesenheit allgemein oder im
Einzelfall gestatten. Zuhörerinnen und Zuhörer dürfen während der
Prüfung keine Aufzeichnungen machen. Die Teilnahmerechte der
Gleichstellungsbeauftragten sowie der Personalvertretungen und der
Schwerbehindertenvertretung bleiben unberührt.

(7) Die Leistungen in der mündlichen Abschlussprüfung werden von der
Prüfungskommission bewertet. Bei den Beratungen der Prüfungskommission
dürfen nur deren Mitglieder und die Protokollführerin oder der
Protokollführer anwesend sein. Die Fachprüfenden geben für ihr
jeweiliges Prüfungsfach und für den Vortrag einen Bewertungsvorschlag
ab. Sodann setzt die Prüfungskommission die Rangpunkte und die Note
fest. Aus den vier Teilbewertungen wird eine
Durchschnittsrangpunktzahl errechnet. Die mündliche Abschlussprüfung
ist bestanden, wenn eine Durchschnittsrangpunktzahl von mindestens 5
erreicht worden ist.

(8) Über die mündliche Abschlussprüfung ist ein Protokoll
anzufertigen, aus dem Gegenstand, Verlauf und Ergebnis der Prüfung
hervorgehen. Das Protokoll ist von der oder dem Vorsitzenden der
Prüfungskommission zu bestätigen.

(9) Im Anschluss an die mündliche Abschlussprüfung teilt die oder der
Vorsitzende der Prüfungskommission den Anwärterinnen und Anwärtern die
Ergebnisse mit und erläutert die Bewertungen auf Verlangen kurz
mündlich.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gtdbahnvdv/__17.html
Directory: gtdbahnvdv
Level: 3.0