Title: § 2a Begriffsdefinitionen

Description:
Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BITV 2.0)
§ 2a Begriffsdefinitionen

Paragraph: 2a

Content:
Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BITV 2.0)
§ 2a Begriffsdefinitionen

(1) Websites im Sinne dieser Verordnung sind Auftritte, die

1.  mit Webtechnologien, beispielsweise HTML, erstellt sind,

2.  über eine individuelle Webadresse erreichbar sind und

3.  mit einem Nutzeragenten, beispielsweise Browser, wiedergegeben werden
    können.

Zum Inhalt von Websites gehören textuelle und nicht textuelle
Informationen sowie Interaktionen. Integrierte Inhalte in
unterschiedlichen Formaten, beispielsweise Dokumente, Videos,
Audiodateien, sowie integrierte Funktionalitäten, beispielsweise
Formulare, Authentifizierungs-, Identifizierungs- und
Zahlungsprozesse, sind Bestandteile von Websites. Von dieser
Verordnung umfasst sind auch solche Websites, die sich ausschließlich
an einen abgegrenzten Personenkreis richten, wie Intranets oder
Extranets.

(2) Mobile Anwendungen im Sinne dieser Verordnung sind Programme, die
auf mobilen Geräten, beispielsweise Smartphones und Tablets,
installiert werden. Nicht dazu gehören Betriebssysteme und Hardware,
auf denen die mobile Anwendung betrieben wird. Integrierte Inhalte in
unterschiedlichen Formaten, beispielsweise Dokumente, Videos,
Audiodateien, sind Bestandteile der mobilen Anwendungen.

(3) Elektronisch unterstützte Verwaltungsabläufe im Sinne dieser
Verordnung sind Verfahren, die im Rahmen des Verwaltungshandelns
intern oder extern angewandt werden und sich der Informations- und
Kommunikationstechnik bedienen. Hierzu zählen insbesondere Verfahren
zur elektronischen Vorgangsbearbeitung und elektronischen
Aktenführung. Integrierte Inhalte in unterschiedlichen Formaten,
beispielsweise Dokumente, Videos, Audiodateien, sind Bestandteile der
elektronisch unterstützten Verwaltungsabläufe.

(4) Elektronische Vorgangsbearbeitung im Sinne dieser Verordnung ist
die Unterstützung von Geschäftsprozessen und Verwaltungsabläufen durch
Informations- und Kommunikationstechnik. Dazu zählen unter anderem

1.  die Zuweisung und der Transport von Dokumenten an bearbeitende
    Personen,

2.  die Bearbeitung dieser Dokumente,

3.  die Darstellung von Prozessen, Organigrammen und Verantwortlichkeiten,

4.  die Terminplanung und

5.  die Protokollierung.

(5) Elektronische Aktenführung im Sinne dieser Verordnung ist die
systematische und programmgestützte Vorhaltung und Nutzung von
Dokumenten in elektronischer Form, beispielsweise mittels
Dokumentenmanagementsystems.

(6) Grafische Programmoberflächen im Sinne dieser Verordnung sind
webbasierte und nicht webbasierte Anwendungen einschließlich der

1.  grafischen Nutzerschnittstellen auf zweidimensionalen Bildschirmen und
    Displays

2.  grafischen Nutzerschnittstellen in dreidimensionalen virtuellen
    Repräsentationen oder in Echtzeit-Raum-Repräsentationen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bitv_2_0/__2a.html
Directory: bitv_2_0
Level: 2.0