Title: § 5 Prüfungsanforderungen im Teil "Betriebs- und Unternehmensführung"

Description:
Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin (HWirtMeistPrV)
§ 5 Prüfungsanforderungen im Teil "Betriebs- und Unternehmensführung"

Paragraph: 5

Content:
Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Hauswirtschafter/Hauswirtschafterin (HWirtMeistPrV)
§ 5 Prüfungsanforderungen im Teil "Betriebs- und Unternehmensführung"

(1) Der Prüfling soll nachweisen, dass er wirtschaftliche, rechtliche
und soziale Zusammenhänge im Betrieb erkennen, analysieren und
bewerten sowie Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen kann. Dabei sind
auch Grundsätze des Personal- und Qualitätsmanagements zu
berücksichtigen.

(2) Die Prüfung erstreckt sich auf folgende Inhalte:

1.  Nationale und internationale Rahmenbedingungen für Betriebe im Bereich
    hauswirtschaftlicher Dienstleistungen; Wirtschafts- und Sozialpolitik,

2.  Betriebliche Bedingungen der Produktion und der Vermarktung von
    Dienstleistungen,

3.  Strukturen und Funktionen von Betrieben; Unternehmensformen;
    Kooperationen,

4.  Betriebs- und Arbeitsorganisation; Prozessgestaltung,

5.  Ökonomische Kontrolle und Bewertung der Produktion und Vermarktung von
    Dienstleistungen; Analyse und Bewertung des Betriebserfolgs;
    Betriebsvergleich,

6.  Betriebsentwicklungsplanung; Produktentwicklung, Investition und
    Finanzierung,

7.  Markt und Marketing, insbesondere Angebot, Nachfrage, Preisgestaltung
    und Werbung; Vermarktungsformen,

8.  Berufsbezogene Rechtsvorschriften, insbesondere Vertrags- und
    Haftungsrecht, Arbeits- und Sozialrecht,

9.  Betriebliches Rechnungswesen, insbesondere Grundsätze der Buchführung.

(3) Die Prüfung besteht aus einer Situationsaufgabe gemäß Absatz 4 und
einer schriftlichen Prüfung gemäß Absatz 5.

(4) Bei der Lösung der Situationsaufgabe soll der Prüfling die
Haushalts- und Unternehmenssituation eines fremden Betriebs
analysieren und beurteilen sowie Lösungen vorschlagen. Die Ergebnisse
sind in einem Prüfungsgespräch zu erläutern. Das Prüfungsgespräch
erstreckt sich auf die für die Situationsaufgabe relevanten Inhalte
des Absatzes 2. Die Vorbereitung auf das Prüfungsgespräch soll nicht
länger als 180 Minuten, das Prüfungsgespräch nicht länger als 60
Minuten dauern.

(5) Die schriftliche Prüfung besteht aus einer unter Aufsicht
anzufertigenden Arbeit zu komplexen praxisbezogenen Fragestellungen
aus den in Absatz 2 aufgeführten Inhalten und soll nicht länger als
180 Minuten dauern. Sie ist durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen,
wenn diese für das Bestehen der Prüfung von Bedeutung ist. Im Falle
einer ungenügenden Leistung in der schriftlichen Prüfung besteht diese
Möglichkeit nicht. Die Ergänzungsprüfung soll je Prüfling nicht länger
als 30 Minuten dauern.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hwirtmeistprv/__5.html
Directory: hwirtmeistprv
Level: 2.0