Title: Anlage 3a Besondere Anforderungen an den Gesundheitszustand bei landwirtschaftlichen Arten hinsichtlich des Befalls mit RNQPs

Description:
Verordnung über den Verkehr mit Saatgut landwirtschaftlicher Arten und von Gemüsearten (SaatV)
**Anforderungen an die Beschaffenheit des Saatgutes**
Anlage 3a Besondere Anforderungen an den Gesundheitszustand bei landwirtschaftlichen Arten hinsichtlich des Befalls mit RNQPs

Paragraph: 49

Content:
Verordnung über den Verkehr mit Saatgut landwirtschaftlicher Arten und von Gemüsearten (SaatV)
**Anforderungen an die Beschaffenheit des Saatgutes**
Anlage 3a Besondere Anforderungen an den Gesundheitszustand bei landwirtschaftlichen Arten hinsichtlich des Befalls mit RNQPs

(Fundstelle: BGBl. I 2020, 2545 - 2546)

1.  Medicago sativa                    L. – Befall mit
    Clavibacter michiganensis                    ssp.
    insidiosus                    (entsprechend Anhang V Teil A Nummer 3
    Ziffer 1 der Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072)

1.1 Das Saatgut von
    Medicago sativa                    L. stammt aus Gebieten, die
    bekanntermaßen frei von
    Clavibacter michiganensis                    ssp.
    insidiosus                    sind, oder

1.2 der Feldbestand ist auf Flächen erwachsen, auf denen in den letzten
    drei Jahren vor Aussaat der Vermehrung kein
    Medicago sativa                    L. angebaut wurde, und während der
    Feldbesichtigung der Vermehrungsfläche wurden keine Anzeichen eines
    Befalls mit
    Clavibacter michiganensis                    ssp.
    insidiosus                    festgestellt oder während des Anbaus der
    Vorfrucht wurden keine Anzeichen eines Befalls mit
    Clavibacter michiganensis                    ssp.
    insidiosus                    in benachbarten Beständen von
    Medicago sativa                    L. gefunden oder

1.3 die Pflanzen gehören zu einer Sorte, die resistent gegen
    Clavibacter michiganensis                    ssp.
    insidiosus                    ist, und der Anteil an unschädlichen
    Verunreinigungen überschreitet nicht 0,1 v. H.;

2.  Medicago sativa                    L. – Befall mit
    Ditylenchus dipsaci                    (entsprechend Anhang V Teil A
    Nummer 3 Ziffer 2 der Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072)

2.1 Auf der Vermehrungsfläche wurden während des Anbaus der Vorfrucht
    keine Anzeichen eines Befalls mit
    Ditylenchus dipsaci                    festgestellt und in den der
    Vermehrung vorangehenden beiden Anbaujahren wurden auf der
    Vermehrungsfläche keine der wichtigsten Wirtspflanzen von
    Ditylenchus dipsaci                    angebaut und es wurden
    geeignete Hygienemaßnahmen getroffen, um einen Befall im
    Vermehrungsbetrieb zu verhindern, oder

2.2 auf der Vermehrungsfläche wurden während des Anbaus der Vorfrucht
    keine Anzeichen eines Befalls mit
    Ditylenchus dipsaci                    festgestellt und bei
    Untersuchung einer repräsentativen Saatgutprobe wurde kein
    Ditylenchus dipsaci                    gefunden oder

2.3 das Saatgut wurde einer geeigneten physikalischen oder chemischen
    Behandlung gegen
    Ditylenchus dipsaci                    unterzogen und bei
    anschließender Untersuchung einer repräsentativen Saatgutprobe wurde
    kein
    Ditylenchus dipsaci                    gefunden;

3.  Helianthus annuus                    L. – Befall mit
    Plasmopara halstedii                    (entsprechend Anhang V Teil G
    Nummer 3 Ziffer 1 der Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072)

3.1 Das Saatgut von
    Helianthus annuus                    L. stammt aus Gebieten, die
    bekanntermaßen frei von
    Plasmopara halstedii                    sind, oder

3.2 auf der Vermehrungsfläche wurde bei mindestens zwei Feldbesichtigungen
    zu geeigneten Zeitpunkten während der Vegetationsperiode kein Befall
    mit
    Plasmopara halstedii                    festgestellt oder

3.3 die Vermehrungsfläche wurde zu geeigneten Zeitpunkten während der
    Vegetationsperiode mindestens zweimal durch Feldbesichtigung geprüft
    und dabei wiesen nicht mehr als 5 v. H. der Pflanzen einen Befall mit
    Plasmopara halstedii                    auf; alle Pflanzen, die
    Anzeichen eines Befalls mit
    Plasmopara halstedii                    aufwiesen, wurden unmittelbar
    nach der Feldbesichtigung entfernt und vernichtet und bei der
    abschließenden Feldbesichtigung wurden keine Pflanzen gefunden, die
    Anzeichen eines Befalls mit
    Plasmopara halstedii                    aufwiesen, oder

3.4 die Vermehrungsfläche wurde zu geeigneten Zeitpunkten während der
    Vegetationsperiode mindestens zweimal durch Feldbesichtigung geprüft
    und alle Pflanzen, die Anzeichen eines Befalls mit
    Plasmopara halstedii                    aufwiesen, wurden unmittelbar
    nach der Feldbesichtigung entfernt und vernichtet; bei der
    abschließenden Feldbesichtigung wurden keine Pflanzen gefunden, die
    Anzeichen eines Befalls mit
    Plasmopara halstedii                    aufwiesen; eine repräsentative
    Probe aus jeder Saatgutpartie wurde untersucht und als frei von
    Plasmopara halstedii                    befunden oder das Saatgut
    wurde einer geeigneten Behandlung unterzogen, die nachweislich gegen
    alle bekannten Stämme von
    Plasmopara halstedii                    wirksam ist;

4.  Brassica napus                    L. (partim),
    Brassica rapa                    L. var. silvestris (Lam.) Briggs,
    Glycine max                    (L.) Merr.,
    Helianthus annuus                    L.,
    Linum usitatissimum                    L. und
    Sinapis alba                    L. (entsprechend Anhang V Teil G
    Nummer 3 Ziffer 2 bis 8 der Durchführungsverordnung (EU) 2019/2072)

    Das Saatgut von
    Brassica napus                    L. (partim),
    Brassica rapa                    L. var. silvestris (Lam.) Briggs,
    Glycine max                    (L.) Merr.,
    Helianthus annuus                    L.,
    Linum usitatissimum                    L. und
    Sinapis alba                    L. hält die im Rahmen der
    Beschaffenheitsprüfung nach Anlage 3 Nummer 5.2.2 bis 5.2.5 geprüften
    Befallswerte ein oder es wurde einer zulässigen Saatgutbehandlung wie
    folgt unterzogen:

    *        *   Art
            botanische Bezeichnung

        *   Zulässige
            Saatgutbehandlung gegen

    *        *   Glycine max                              (L.) Merr.

        *   Diaporthe caulivora                             ,
            Diaporthe phaseolorum                              var.
            sojae

    *        *   Helianthus annuus                              L.

        *   Botrytis cinerea

    *        *   Linum usitatissimum                              L.

        *   Alternaria linicola                             ;
            Boeremia exigua                              var.
            linicola                             ;
            Botrytis cinerea                             ;
            Colletotrichum lini                             ;
            Fusarium                              (anamorphe Gattung),
            außer
            Fusarium oxysporum                              f. sp.
            albedinis                              (Kill. & Maire) W.L. Gordon
            und
            Fusarium circinatum                              Nirenberg & O´Donnell

(zu § 20a)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/saatv/__49.html
Directory: saatv
Level: 3.0