Title: **III. Struktur der Vergütung**

Description:
Verordnung über die Vorgaben für das EETS-Gebiet Bundesfernstraßenmautgesetz (GVV)
**III. Struktur der Vergütung**

Paragraph: 2

Content:
Verordnung über die Vorgaben für das EETS-Gebiet Bundesfernstraßenmautgesetz (GVV)
**III. Struktur der Vergütung**

Die Vergütung des Hauptdiensteanbieters besteht aus vier
Bestandteilen:

1\. Vergütung der Aufwände für die Leistungserbringung

Diese Position umfasst alle Aufwände des Hauptdiensteanbieters, die
zur Erbringung der Leistungen notwendig sind, die im Grundsatz mit
Leistungen des EETS-Anbieters vergleichbar sind. Dies betrifft
insbesondere die automatische Mauterhebung. Der Hauptdiensteanbieter
erbringt gemäß Betreibervertrag weitere Leistungen im Bereich des
manuellen Verfahrens und der Kontrolle. Diese wurden im
Vergütungsmodell nicht berücksichtigt. Sofern die Leistungen
grundsätzlich vergleichbar sind, sich im Umfang jedoch unterscheiden,
werden diese Unterschiede bei der Festsetzung der Vergütung begründet.

2\. Vergütung für die Erreichung von Unternehmenszielen

Der Hauptdienstanbieter erhält eine variable Vergütung, die an die
Erreichung von bestimmten Unternehmenszielen geknüpft ist. Diese
werden je Geschäftsjahr durch die Eigentümerin festgelegt und sind nur
sehr eingeschränkt mit den vertraglichen Anforderungen an EETS-
Anbieter vergleichbar.

3\. Vergütung für Änderungsverlangen des Auftraggebers

Änderungen am Mautsystem, die sich durch Projekte des Auftraggebers
ergeben, zum Beispiel auch die Umsetzung von Änderungen aufgrund
gesetzlicher Vorgaben, werden durch den Auftraggeber separat vergütet.

4\. Gewinn- und Wagniszuschlag

Auf die unter Nummer 1 und 3 genannten Vergütungselemente erhält der
Hauptdiensteanbieter einen Gewinn- und Wagnisaufschlag, um die mit der
Erbringung der entsprechenden Leistungen verbundenen Risiken zu
adressieren.

Die Struktur der Vergütung des EETS-Anbieters besteht aus denselben
vier Bestandteilen:

1\. Vergütung der Aufwände für die Leistungserbringung

Der EETS-Anbieter erhält eine Vergütung für die Leistungen, die er
gemäß EETS-Zulassungsvertrag und den sonstigen mitgeltenden
Verordnungen gegenüber dem BALM zu erbringen hat. Dafür wurden die
einzelnen Leistungen identifiziert und auf ihre Vergleichbarkeit mit
ähnlichen Leistungen des Hauptdiensteanbieters geprüft. Basierend
darauf wurde die dem EETS-Anbieter für seine Leistungserbringung zu
gewährende Vergütung auf Basis der Kosten des Hauptdiensteanbieters
abgeleitet.

2\. Vergütung für die Erreichung von Unternehmenszielen

Für EETS-Anbieter gibt das BALM keine direkten Unternehmensziele vor.
Eine überdurchschnittliche Leistungserbringung in Bezug auf die
Qualität der korrekten Mauterhebung für Befahrungen des
mautpflichtigen Straßennetzes wird jedoch im Vergütungsmodell über
eine Bonusregelung für eine Überschreitung der geforderten Zielgröße
der Erfassungsquote gemäß EETS-Zulassungsvertrag honoriert.

3\. Vergütung für Änderungsverlangen des Mauterhebers

Wie der Hauptdiensteanbieter, erhalten auch die EETS-Anbieter eine
Vergütung für Änderungsverlangen, die durch den Mauterheber initiiert
werden. Dies können konfigurative und betriebliche Anpassungen an
Systemen und Schnittstellen, aber auch Umsetzungsprojekte sein, zum
Beispiel die Einführung eines neuen technischen Standards.

4\. Gewinn- und Wagniszuschlag

Analog zum Hauptdiensteanbieter erhalten auch die EETS-Anbieter auf
die unter Nummer 1 und 3 genannten Vergütungselemente einen Gewinn-
und Wagniszuschlag, um die mit der Erbringung der entsprechenden
Leistungen verbundenen Risiken zu adressieren.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gvv/__2.html
Directory: gvv
Level: 2.0