Title: § 7 Teil 1 der Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Chemikanten/zur Chemikantin (ChemikAusbV 2009)
§ 7 Teil 1 der Abschlussprüfung

Paragraph: 7

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Chemikanten/zur Chemikantin (ChemikAusbV 2009)
§ 7 Teil 1 der Abschlussprüfung

(1) Teil 1 der Abschlussprüfung soll zum Ende des zweiten
Ausbildungsjahres stattfinden.

(2) Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
für die ersten 90 Ausbildungswochen aufgeführten Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu
vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich
ist.

(3) Teil 1 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen

1.  Verfahrens- und produktionstechnische Arbeit,

2.  Verfahrenstechnik,

3.  Messtechnik,

4.  Anlagentechnik.

(4) Für den Prüfungsbereich Verfahrens- und produktionstechnische
Arbeit bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  eine verfahrens- und produktionstechnische Arbeit mit mindestens einer
        verfahrenstechnischen Grundoperation, mindestens einer messtechnischen
        Aufgabe sowie mindestens einer anlagentechnischen Montagearbeit
        durchführen,

    b)  Aufträge analysieren und Informationen beschaffen,

    c)  Arbeitsmittel festlegen,

    d)  Arbeitsabläufe selbstständig und wirtschaftlich planen,

    e)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz und qualitätssichernde Maßnahmen auswählen und ergreifen
        sowie

    f)  Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren

    kann;

2.  der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen;

3.  die Prüfungszeit beträgt sieben Stunden;

4.  bei der Bewertung der Arbeitsaufgabe ist die verfahrens- und
    produktionstechnische Grundoperation mit 60 Prozent, die
    messtechnische Aufgabe und die anlagentechnische Montagearbeit mit
    jeweils 20 Prozent zu gewichten.

(5) Für den Prüfungsbereich Verfahrenstechnik bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  chemische und physikalische Eigenschaften von Stoffen und
        Stoffklassen, Methoden zur Analyse von Arbeitsstoffen und deren
        chemische und physikalische Hintergründe sowie die physikalischen
        Grundlagen verfahrenstechnischer Grundoperationen zuordnen,

    b)  Produktionsverfahren beschreiben sowie die entsprechenden grafischen
        Darstellungen zuordnen,

    c)  arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen,

    d)  berufsbezogene Berechnungen durchführen sowie

    e)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

    kann;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 90 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Messtechnik bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Messprinzipien für nicht-elektrische Größen und die entsprechenden
        grafischen Darstellungen zuordnen, Messverfahren für elektrische
        Größen unterscheiden sowie über die Elemente des Regelkreises Auskunft
        geben,

    b)  arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen,

    c)  berufsbezogene Berechnungen durchführen,

    d)  informationstechnische Fragestellungen berücksichtigen sowie

    e)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

    kann;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 45 Minuten.

(7) Für den Prüfungsbereich Anlagentechnik bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Bearbeitungsverfahren von unterschiedlichen Werkstoffen beschreiben,
        Werkstoffe und Bauteile unterscheiden, die Elemente der
        Installationstechnik zuordnen sowie über die Instandhaltung von
        Produktionsanlagen, insbesondere Fördersystemen, Auskunft geben,

    b)  arbeitsorganisatorische und technologische Sachverhalte verknüpfen,

    c)  berufsbezogene Berechnungen durchführen sowie

    d)  Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum
        Umweltschutz und Qualitätsmanagement einbeziehen

    kann;

2.  der Prüfling soll Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/chemikausbv_2009/__7.html
Directory: chemikausbv_2009
Level: 2.0