Title: Anlage 10B (zu § 13)

Description:
Zweite Durchführungsverordnung zur Verordnung über Luftfahrtpersonal (Anwendungsbestimmungen für die Ausbildung und Prüfung für den Erwerb von  Lizenzen und Berechtigungen für Luftfahrer gemäß der Verordnung über  Luftfahrtpersonal) (LuftPersVDV 2)
Dritter Abschnitt - Lizenzen und Berechtigungen für Luftfahrer
Anlage 10B (zu § 13)

Paragraph: 13

Content:
Zweite Durchführungsverordnung zur Verordnung über Luftfahrtpersonal (Anwendungsbestimmungen für die Ausbildung und Prüfung für den Erwerb von  Lizenzen und Berechtigungen für Luftfahrer gemäß der Verordnung über  Luftfahrtpersonal) (LuftPersVDV 2)
Dritter Abschnitt - Lizenzen und Berechtigungen für Luftfahrer
Anlage 10B (zu § 13)

Fundstelle des Originaltextes: BAnz. 2006, Nr. 60, Beilage Nr. 60a,
165 - 168

1.  Die Abnahme der praktischen Prüfung ist durch den Ausbildungsleiter
    des Ausbildungsbetriebes/der Ausbildungseinrichtung für den Bewerber
    bei der für den Ausbildungsbetrieb/die Ausbildungseinrichtung
    zuständigen Stelle zu beantragen. Mit der Anmeldung ist die
    Durchführung der theoretischen Einweisung mit Angabe der Stundenzahl
    zu bescheinigen.

2.  Der Bewerber hat die praktische Prüfung auf einem in der Ausbildung
    verwendeten Luftfahrzeugmuster aus der in der Ausbildung verwendeten
    Luftfahrzeugklasse abzulegen. Der Prüfer entscheidet im eigenen
    Ermessen, ob die Prüfungsflüge vom Boden aus beurteilt werden oder ob
    er an dem Prüfungsflug teilnehmen will. In letzterem Fall muss sich
    der Prüfer davon überzeugen, dass der Bewerber das Prüfungsprogramm
    vor dem Prüfungsflug im Alleinflug durchgeführt hat. Das in der
    praktischen Prüfung verwendete Luftfahrzeug muss den Anforderungen für
    die Durchführung der praktischen Prüfung genügen.

3.  Der Prüfer hat vor dem Flug das Prüfungsprogramm in den Grundzügen mit
    dem Bewerber zu besprechen.

4.  Der Bewerber muss das Luftfahrzeug von dem Sitz aus führen, von dem er
    die Tätigkeit des verantwortlichen Piloten ausführen kann.

5.  Sollte der Bewerber die praktische Prüfung aus für den Prüfer nicht
    gerechtfertigten Gründen abbrechen, ist die gesamte Prüfung zu
    wiederholen. Wird die Prüfung aus für den Prüfer gerechtfertigten
    Gründen abgebrochen, sind in einem weiteren Flug nur die nicht
    durchgeführten Abschnitte zu prüfen.

6.  Die Prüfung besteht aus einer festgelegten Reihe von Kunstflugfiguren,
    die in korrekter Reihenfolge nacheinander zu fliegen sind. Die
    festgelegte Reihe der Kunstflugfiguren hat grundsätzlich alle
    Kunstflugfiguren mit allen Drehrichtungen nach links und rechts zu
    umfassen (Ausnahme: Bei motorgetriebenen Luftfahrzeugen sind alle
    Turns unter Berücksichtigung der Motordrehrichtung in die gleiche
    Richtung durchzuführen). Der Prüfer kann die Prüfung jederzeit
    abbrechen, wenn die fliegerischen Fähigkeiten des Bewerbers erkennen
    lassen, dass die gesamte Prüfung wiederholt werden muss.

7.  Der Bewerber hat folgende Fähigkeiten nachzuweisen:

    –   ruhige und exakte Durchführung aller Kunstflugfiguren in festgelegter
        Reihe

    –   Fliegen des Prüfungsprogramms entlang der Grundlinie

    –   Wiederaufnahme der Orientierung bei fehlerhaften Kunstflugfiguren

    –   Anwendung von Kenntnissen aus der Luftfahrt und Kontrolle über das
        Luftfahrzeug zu jedem Zeitpunkt des Fluges, so dass die erfolgreiche
        Durchführung der Kunstflugfiguren und des Prüfungsprogramms zu keiner
        Zeit ernsthaft gefährdet ist.

8.  Die einzelnen Kunstflugfiguren der praktischen Prüfung werden mit "
    bestanden " (b) oder " nicht bestanden " (nb) bewertet. Wird innerhalb
    einer festgelegten Reihe der Kunstflugfiguren eine Kunstflugfigur
    nicht bestanden, so gilt diese Kunstflugfigur als nicht bestanden und
    ist zu wiederholen. Wird mehr als eine Kunstflugfigur nicht bestanden,
    ist die gesamte Reihe nicht bestanden, und der Bewerber muss die
    gesamte Prüfung wiederholen. Mit Zustimmung des Prüfers kann der
    Bewerber die nicht bestandene Kunstflugfigur oder das Prüfungsprogramm
    im direkten Anschluss an die Prüfung einmal wiederholen.

Prüfungsnachweis
**Praktische Prüfung zum Erwerb der Kunstflugberechtigung**
Name und Vorname des Bewerbers: ..................................
Wohnsitz: ........................................................
Lizenz-Nr.: ..........................
**II.   Durchführung der Prüfung**
Luftfahrzeugmuster: .............. Kennzeichen: ....................
Prüfungsort: .............................
----------------------------------------------------------------------
--------
Prüfungsflug   I Datum   I Startzeit  I Landezeit  I Flugdauer  I
Beurteilung
----------------------------------------------------------------------
--------
Prüfungsflug   I         I            I            I            I
I         I            I            I            I
----------------------------------------------------------------------
--------
Wiederholung   I         I            I            I            I
Prüfungsflug   I         I            I            I            I
----------------------------------------------------------------------
--------
**III.  Gesamtbeurteilung der Prüfung**
-------------------------------
I Bestanden/Nicht bestanden \* I
-------------------------------
**IV.   Bemerkungen**
............................
..................................
Ort und Datum                           Unterschrift des Prüfers
............................
..................................
Prüfer-Nr.                              Name in Druckbuchstaben
\* Nichtzutreffendes ist zu streichen
**Bewertung der Kunstflugfiguren     Bestanden = b / Nicht bestanden =
nb**
----------------------------------------------------------------------
--------
Prüfungsflug             I B/NB I           I Wiederholung
Prüfungsflug I B/NB
----------------------------------------------------------------------
--------
1\.  Überschlag (Looping) I       I Richtung I Überschlag (Looping)
I
I       I Querlage I                           I
I       I Radius   I                           I
----------------------------------------------------------------------
--------
2\.  Aufschwung rechts    I       I Richtung I Aufschwung rechts
I
(Immelmann)          I       I Querlage I (Immelmann)               I
I       I Radius   I                           I
----------------------------------------------------------------------
--------
3\.  Rolle links          I       I Richtung I Rolle links
I
I       I Höhe     I                           I
I       I Zeit     I                           I
----------------------------------------------------------------------
--------
4\.  Turn rechts          I       I Richtung I Turn rechts
I
I       I Steig-   I                           I
I       I winkel   I                           I
----------------------------------------------------------------------
--------
5\.  Rolle rechts         I       I Richtung I Rolle rechts
I
I       I Höhe     I                           I
I       I Zeit     I                           I
----------------------------------------------------------------------
--------
6\.  Turn links           I       I Richtung I Turn links
I
I       I Steig-   I                           I
I       I winkel   I                           I
----------------------------------------------------------------------
--------
7\.  Abschwung (Rollen-   I       I Richtung I Abschwung (Rollenkehre)
I
kehre) rechts        I       I Steig-   I rechts                    I
I       I winkel   I                           I
I       I Steighöhe                            I
I       I 1/2 Rolle                            I
----------------------------------------------------------------------
--------
8\.  Überschlag (Looping) I       I Richtung I Überschlag (Looping)
I
I       I Kreis-   I                           I
I       I bahn     I                           I
----------------------------------------------------------------------
--------
9\.  Aufschwung links     I       I Richtung I Aufschwung links
I
(Immelmann)          I       I Querlage I (Immelmann)               I
I       I Radius   I                           I
----------------------------------------------------------------------
--------
10\. Abschwung (Rollen-   I       I Richtung I Abschwung (Rollenkehre)
I
kehre) links         I       I Steig-   I links                     I
I       I winkel   I                           I
I       I Steighöhe                            I
I       I 1/2 Rolle                            I
----------------------------------------------------------------------
--------             Zulässige Abweichungen vom vorstehenden Programm:
Motorgetriebene Luftfahrzeuge: Alle Turns in gleicher Drehrichtung
unter Berücksichtigung der Motordrehrichtung;
Segelflugzeuge: Die Kunstflugfiguren Überschlag (Looping), Aufschwung
(Immelmann) und Abschwung (Rollenkehre) sind nur einmal zu fliegen,
die mit Auf- und Abschwung verbundenen halben Rollen sind in
unterschiedliche Richtungen auszuführen (Prüfungsprogramm-Nummern: 1 –
10 – 2 – 4 – 3 – 6 – 5)
Hubschrauber: Das Prüfungsprogramm ist auf die technisch bedingten
Möglichkeiten des Hubschraubers abzustimmen. Es müssen mindestens drei
Kunstflugfiguren mit beiden Drehrichtungen (rechts und links) geflogen
werden.
Einhaltung des Kunstflugraums:
Prüfungsflug ........................ Wiederholung
.......................

Lehrplan für die praktische Einweisung zum Erwerb der
Schleppberechtigung

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