Title: § 1 Auszubildende

Description:
Verordnung über den Ausgleich gemeinwirtschaftlicher Leistungen im Straßenpersonenverkehr (PBefAusglV)
§ 1 Auszubildende

Paragraph: 1

Content:
Verordnung über den Ausgleich gemeinwirtschaftlicher Leistungen im Straßenpersonenverkehr (PBefAusglV)
§ 1 Auszubildende

(1) Auszubildende im Sinne des § 45a Abs. 1 des
Personenbeförderungsgesetzes sind

1.  schulpflichtige Personen bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres;

2.  nach Vollendung des 15. Lebensjahres

    a)  Schüler und Studenten öffentlicher, staatlich genehmigter oder
        staatlich anerkannter privater

        - allgemeinbildender Schulen,

        - berufsbildender Schulen,

        - Einrichtungen des zweiten Bildungsweges,

        - Hochschulen, Akademien

        mit Ausnahme der Verwaltungsakademien, Volkshochschulen,
        Landvolkhochschulen;

    b)  Personen, die private Schulen oder sonstige Bildungseinrichtungen, die
        nicht unter Buchstabe a fallen, besuchen, sofern sie auf Grund des
        Besuchs dieser Schulen oder Bildungseinrichtungen von der
        Berufsschulpflicht befreit sind oder sofern der Besuch dieser Schulen
        und sonstigen privaten Bildungseinrichtungen nach dem
        Bundesausbildungsförderungsgesetz förderungsfähig ist;

    c)  Personen, die an einer Volkshochschule oder einer anderen Einrichtung
        der Weiterbildung Kurse zum nachträglichen Erwerb des Hauptschul- oder
        Realschulabschlusses besuchen;

    d)  Personen, die in einem Berufsausbildungsverhältnis im Sinne des
        Berufsbildungsgesetzes oder in einem anderen Vertragsverhältnis im
        Sinne des § 26 des Berufsbildungsgesetzes stehen, sowie Personen, die
        in einer Einrichtung außerhalb der betrieblichen Berufsausbildung im
        Sinne des § 43 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes, § 36 Abs. 2 der
        Handwerksordnung, ausgebildet werden;

    e)  Personen, die einen staatlich anerkannten Berufsvorbereitungslehrgang
        besuchen;

    f)  Praktikanten und Volontäre, sofern die Ableistung eines Praktikums
        oder Volontariats vor, während oder im Anschluß an eine staatlich
        geregelte Ausbildung oder ein Studium an einer Hochschule nach den für
        Ausbildung und Studium geltenden Bestimmungen vorgesehen ist;

    g)  Beamtenanwärter des einfachen und mittleren Dienstes sowie
        Praktikanten und Personen, die durch Besuch eines Verwaltungslehrgangs
        die Qualifikation für die Zulassung als Beamtenanwärter des einfachen
        oder mittleren Dienstes erst erwerben müssen, sofern sie keinen
        Fahrtkostenersatz von der Verwaltung erhalten;

    h)  Teilnehmer an einem freiwilligen sozialen Jahr oder an einem
        freiwilligen ökologischen Jahr oder vergleichbaren sozialen Diensten.

(2) Die Berechtigung zum Erwerb von Zeitfahrausweisen des
Ausbildungsverkehrs hat sich der Verkehrsunternehmer vom
Auszubildenden nachweisen zu lassen. In den Fällen des Absatzes 1 Nr.
2 Buchstaben a bis g geschieht dies durch Vorlage einer Bescheinigung
der Ausbildungsstätte oder des Ausbildenden, in den Fällen des
Absatzes 1 Nr. 2 Buchstabe h durch Vorlage einer Bescheinigung des
Trägers der jeweiligen sozialen Dienste. In der Bescheinigung ist zu
bestätigen, daß die Voraussetzung des Absatzes 1 Nr. 2 gegeben ist.
Die Bescheinigung gilt längstens ein Jahr.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pbefausglv/__1.html
Directory: pbefausglv
Level: 2.0