Title: § 2 Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften

Description:
Verordnung über Risikomanagement und Risikomessung beim Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften in Investmentvermögen nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (DerivateV 2013)
Abschnitt 1 - Allgemeine Vorschriften
§ 2 Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften

Paragraph: 2

Content:
Verordnung über Risikomanagement und Risikomessung beim Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften in Investmentvermögen nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (DerivateV 2013)
Abschnitt 1 - Allgemeine Vorschriften
§ 2 Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und Pensionsgeschäften

(1) Der Einsatz von Derivaten, Wertpapier-Darlehen und
Pensionsgeschäften darf

1.  nicht zu einer Veränderung des Anlagecharakters führen, der

    a)  nach dem Kapitalanlagegesetzbuch und den jeweiligen Anlagebedingungen
        zulässig ist sowie

    b)  bei Publikumsinvestmentvermögen im Verkaufsprospekt und in den
        wesentlichen Anlegerinformationen gemäß den §§ 165 und 166 des
        Kapitalanlagegesetzbuches beschrieben ist und

2.  nicht mit wesentlichen zusätzlichen Risiken im Vergleich zum
    ursprünglichen, in den Verkaufsunterlagen beschriebenen Risikoprofil
    verbunden sein.

(2) Die Kapitalverwaltungsgesellschaft darf für ein Investmentvermögen
mit Ausnahme von Sonstigen Investmentvermögen nach § 220 des
Kapitalanlagegesetzbuches und Spezial-AIF nach § 284 des
Kapitalanlagegesetzbuches nur Derivate abschließen, wenn

1.  die Basiswerte dieser Derivate nach Maßgabe des
    Kapitalanlagegesetzbuches und der jeweiligen Anlagebedingungen für das
    Investmentvermögen erworben werden dürfen oder

2.  die Risiken, die diese Basiswerte repräsentieren, auch durch die nach
    dem Kapitalanlagegesetzbuch und den jeweiligen Anlagebedingungen
    zulässigen Vermögensgegenstände im Investmentvermögen hätten entstehen
    können.

(3) Besitzt ein Vertragspartner eines derivativen Geschäftes einen
Ermessensspielraum bei der Zusammensetzung oder Verwaltung des
Anlageportfolios des Investmentvermögens oder bei der Zusammensetzung
oder Verwaltung der Basiswerte oder des Basiswertes des Derivates, so
gilt das Geschäft als Auslagerungsvereinbarung in Bezug auf die
Portfolioverwaltung und muss den Anforderungen des § 36 des
Kapitalanlagegesetzbuches entsprechen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/derivatev_2013/__2.html
Directory: derivatev_2013
Level: 3.0