Title: § 8

Description:
Fremdrentengesetz (FRG)
II. - Gesetzliche Unfallversicherung
§ 8

Paragraph: 8

Content:
Fremdrentengesetz (FRG)
II. - Gesetzliche Unfallversicherung
§ 8

(1) Als Jahresarbeitsverdienst im Sinne des § 82 Abs. 1 und 2 Satz 1
des Siebten Buches Sozialgesetzbuch gilt der Betrag, der sich dadurch
ergibt, daß

1.  der Berechtigte in eine der in der Anlage 13 zum Sechsten Buch
    Sozialgesetzbuch genannten Qualifikationsgruppen eingestuft,

2.  die Tätigkeit einem der in der Anlage 14 zum Sechsten Buch
    Sozialgesetzbuch genannten Bereiche zugeordnet und danach

3.  der sich aus den Tabellen in der Anlage 14 zum Sechsten Buch
    Sozialgesetzbuch ergebende Durchschnittsverdienst ermittelt und

4.  dieser Durchschnittsverdienst um ein Fünftel erhöht wird.

Für jeden Teilzeitraum eines Kalenderjahres wird der entsprechende
Anteil des für dieses Kalenderjahr in der Anlage 14 zum Sechsten Buch
Sozialgesetzbuch festgelegten Durchschnittsverdienstes zugrunde
gelegt. Für eine Teilzeitbeschäftigung werden die Beträge
berücksichtigt, die dem Verhältnis der Teilzeitbeschäftigung zu einer
Vollzeitbeschäftigung entsprechen. Für Arbeitsunfälle und
Berufskrankheiten, die vor dem 1. Januar 1951 eingetreten sind, gilt
der Arbeitsunfall oder die Berufskrankheit für die Ermittlung des
Durchschnittsverdienstes als an diesem Tage eingetreten. Für
Kalenderjahre, für die in der Anlage 14 zum Sechsten Buch
Sozialgesetzbuch im Zeitpunkt der Anmeldung des Anspruchs noch kein
Durchschnittsverdienst festgelegt worden ist, wird der entsprechende
Durchschnittsverdienst ermittelt, in dem der für das zuletzt
aufgeführte Kalenderjahr festgesetzte Durchschnittsverdienst mit den
Anpassungsfaktoren vervielfältigt wird, mit denen die Geldleistungen
nach § 95 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch anzupassen sind. § 22
Abs. 1 Satz 3 bis 7 in der am 1. Januar 1992 gültigen Fassung gilt.

(2) Soweit § 82 Abs. 1 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch nicht
anzuwenden ist, gilt als Jahresarbeitsverdienst der Betrag, der für
einen vergleichbaren Versicherten im Zeitpunkt des Unfalls an dem für
das anzuwendende Recht maßgeblichen Ort (§ 7) festzusetzen gewesen
wäre. Befand sich der Verletzte zum Zeitpunkt des Arbeitsunfalls oder
der Berufskrankheit noch in einer Schul- oder Berufsausbildung, ist
unabhängig vom erzielten Entgelt der Jahresarbeitsverdienst nach § 85
oder 86 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch festzusetzen; § 90 Abs. 1
des Siebten Buches Sozialgesetzbuch findet mit der Maßgabe Anwendung,
daß für die Zeit nach der voraussichtlichen Beendigung der Ausbildung
der Jahresarbeitsverdienst nach Absatz 1 festzulegen ist. § 90 Abs. 2
und 3 des Siebten Buches Sozialgesetzbuch findet keine Anwendung.

(3) Der nach den Absätzen 1 und 2 ermittelte Jahresarbeitsverdienst
ist mit dem Faktor 0,5 zu vervielfältigen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/frg/__8.html
Directory: frg
Level: 3.0