Title: Gentechnisch veränderter Mais

Description:
Verordnung über die gute fachliche Praxis bei der Erzeugung gentechnisch veränderter Pflanzen (GenTPflEV)
Anlage Pflanzenartspezifische Vorgaben
Gentechnisch veränderter Mais

Paragraph: 14

Content:
Verordnung über die gute fachliche Praxis bei der Erzeugung gentechnisch veränderter Pflanzen (GenTPflEV)
Anlage Pflanzenartspezifische Vorgaben
Gentechnisch veränderter Mais

1.  Benachbarte Flächen

    Beim Anbau von gentechnisch verändertem Mais sind diejenigen Flächen
    benachbart nach § 2 Nr. 2, die – ganz oder zum Teil – innerhalb eines
    Abstands von 300 Metern vom Rand der Anbaufläche liegen.

2.  Mindestabstand

    Zwischen dem Rand einer Anbaufläche mit gentechnisch verändertem Mais
    und dem Rand einer benachbarten Fläche mit konventionell angebautem,
    nicht gentechnisch verändertem Mais hat der Erzeuger einen
    Mindestabstand von 150 Metern einzuhalten.

    Zwischen dem Rand einer Anbaufläche mit gentechnisch verändertem Mais
    und dem Rand einer benachbarten Fläche mit ökologisch angebautem,
    nicht gentechnisch verändertem Mais hat der Erzeuger einen
    Mindestabstand von 300 Metern einzuhalten.

    Der Erzeuger hat durch geeignete Maßnahmen zu vermeiden, dass Flächen,
    auf denen Mais angebaut wird, der nicht gentechnisch verändert ist und
    zur Verwendung als Saatgut bestimmt ist, wesentlich beeinträchtigt
    werden.

3.  Andere Maßnahmen

    Der Mindestabstand nach Nummer 2 Satz 1 und 2 darf im Falle amtlicher
    Versuche unterschritten werden, soweit durch andere Maßnahmen,
    insbesondere durch Entfernen oder Eintüten der männlichen Blütenstände
    (Fahnen) vor der Blüte und durch Anlage einer Mantelsaat, ein Austrag
    von Pollen aus der Anbaufläche verhindert wird.

4.  Überwachung und Beseitigung von Durchwuchs

    Die Überprüfung auf Durchwuchs gemäß § 10 Abs. 1 hat nach der Ernte
    sowie in dem auf den Anbau des gentechnisch veränderten Maises
    folgenden Jahr zu erfolgen. Sofern Durchwuchsmais festgestellt wird,
    verlängert sich der Zeitraum der Überprüfung um jeweils ein Jahr.
    Eventueller Durchwuchs ist unverzüglich zu beseitigen.

5.  Fruchtfolge

    Eine Anbaufläche darf frühestens im zweiten auf die Ernte des
    gentechnisch veränderten Maises folgenden Jahr mit nicht gentechnisch
    verändertem Mais bestellt werden. Wenn Durchwuchsmais festgestellt
    wurde, darf die Anbaufläche frühestens im zweiten auf die Feststellung
    des Durchwuchsmaises folgenden Jahr mit nicht gentechnisch verändertem
    Mais bestellt werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gentpflev/__14.html
Directory: gentpflev
Level: 3.0