Title: § 22 Erste Zwischenprüfung

Description:
Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den gehobenen Auswärtigen Dienst (LAP-gehDAAV 2004)
Kapitel 2 - Prüfungen
§ 22 Erste Zwischenprüfung

Paragraph: 22

Content:
Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den gehobenen Auswärtigen Dienst (LAP-gehDAAV 2004)
Kapitel 2 - Prüfungen
§ 22 Erste Zwischenprüfung

(1) Zum Abschluss des Grundstudiums haben die Anwärterinnen und
Anwärter in einer Zwischenprüfung nachzuweisen, dass sie den Wissens-
und Kenntnisstand erreicht haben, der eine erfolgreiche weitere
Ausbildung erwarten lässt.

(2) Die Zwischenprüfung richtet sich an den Lernzielen aus. Sie
besteht aus vier schriftlichen Aufsichtsarbeiten, deren
Aufgabenschwerpunkte jeweils einem der Pflichtfächer aus den
Studiengebieten nach § 13 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 zugeordnet sind;
Sachverhalte nach § 13 Abs. 2 Nr. 7 können berücksichtigt werden. Zur
Bearbeitung der Aufsichtsarbeiten stehen je drei Zeitstunden zur
Verfügung. § 29 Abs. 2 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.

(2a) Die Hochschule kann mit Zustimmung des Auswärtigen Amts
festlegen, dass bis zum 31. Dezember 2024

1.  die Dauer der schriftlichen Aufsichtsarbeiten verkürzt wird,

2.  schriftliche Aufsichtsarbeiten jeweils ersetzt werden durch eine der
    folgenden Prüfungsformen:

    a)  eine Hausarbeit,

    b)  eine andere Prüfungsarbeit oder

    c)  eine mündliche Prüfung, bei deren Durchführung Videokonferenztechnik
        genutzt wird, wenn dafür geeignete technische Einrichtungen zur
        Verfügung stehen, und

3.  die Zahl der schriftlichen Aufsichtsarbeiten auf drei, zwei oder eine
    reduziert wird.

(3) Die Durchführung der ersten Zwischenprüfung und die Festlegung
ihrer Einzelheiten obliegen der Fachhochschule; die §§ 32 und 33 sind
entsprechend anzuwenden.

(4) Zur Bewertung der Aufsichtsarbeiten wird eine Prüfungskommission
eingesetzt. Für eine Zwischenprüfung können mehrere
Prüfungskommissionen eingesetzt werden, wenn die Zahl der zu prüfenden
Anwärterinnen und Anwärter und die Zeitplanung zum fristgerechten
Abschluss der Prüfung es erfordern; die gleichmäßige Anwendung der
Bewertungsmaßstäbe muss gewährleistet sein. Die Prüfungskommission
besteht aus mindestens drei Lehrenden oder sonstigen mit Lehraufgaben
betrauten Mitgliedern der Fachhochschule des Bundes für öffentliche
Verwaltung. Diese bestimmt, wer von ihnen den Vorsitz führt. Die
Prüfenden sind bei ihrer Tätigkeit unabhängig und an Weisungen nicht
gebunden.

(5) Für die Bewertung der Aufsichtsarbeiten ist § 29 Abs. 7
entsprechend anzuwenden.

(6) Die Zwischenprüfung hat bestanden, wer für drei Aufsichtsarbeiten
mindestens die Note "ausreichend" erzielt und insgesamt die
Durchschnittspunktzahl 5 erreicht hat.

(6a) Ist festgelegt worden, dass schriftliche Aufsichtsarbeiten durch
eine andere Prüfungsform ersetzt werden, so hat die erste
Zwischenprüfung bestanden, wer für drei Aufsichtsarbeiten oder andere
Prüfungsformen jeweils mindestens die Note „ausreichend“ erzielt hat
und insgesamt eine Durchschnittspunktzahl von mindestens 5,00 erreicht
hat.

(6b) Ist festgelegt worden, dass die Zahl der schriftlichen
Aufsichtsarbeiten auf weniger als vier reduziert wird, so trifft die
Hochschule mit Zustimmung des Auswärtigen Amts eine Regelung über das
Bestehen der ersten Zwischenprüfung. Sind mindestens zwei
Aufsichtsarbeiten absolviert worden, so muss die
Durchschnittspunktzahl mindestens 5,00 betragen.

(7) Wer die Zwischenprüfung nicht bestanden hat, kann sie spätestens
fünf Monate nach Abschluss des Grundstudiums und frühestens einen
Monat nach Bekanntgabe des Ergebnisses wiederholen; in begründeten
Fällen kann das Auswärtige Amt eine zweite Wiederholung zulassen. Die
Zwischenprüfung ist vollständig zu wiederholen. Die bei der
Wiederholung erreichten Rangpunkte und Noten ersetzen die bisherigen.
Die weitere Ausbildung wird wegen der Wiederholung der Prüfung nicht
ausgesetzt.

(8) Die Fachhochschule erteilt den Anwärterinnen und Anwärtern über
das Ergebnis der bestandenen ersten Zwischenprüfung ein Zeugnis, das
die Rangpunkte, die Noten und die Durchschnittspunktzahl enthält. Ist
die Prüfung nicht bestanden, gibt die Fachhochschule dies der
Anwärterin oder dem Anwärter schriftlich bekannt. Das Zeugnis nach
Satz 1 und die Bekanntgabe nach Satz 2 werden mit einer
Rechtsbehelfsbelehrung versehen.

(9) § 37 Abs. 2 gilt entsprechend.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/lap-gehdaav_2004/__22.html
Directory: lap-gehdaav_2004
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