Title: **Nr. 20: Anmerkungen zur Nachweisung 218**

Description:
Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BerVersV 2017)
**Nr. 20: Anmerkungen zur Nachweisung 218**

Paragraph: 27

Content:
Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BerVersV 2017)
**Nr. 20: Anmerkungen zur Nachweisung 218**

1.  Die im Wege der Direktgutschrift gutgebrachten Beträge sind nicht als
    rechnungsmäßiger Aufwand zu erfassen.

2.  Diese Nachweisung ist vorzulegen:

    a)  für den gesamten Versicherungszweig Lebensversicherung, wobei in der
        Kopfzeile der Nachweisung im Feld „Vz“ die Kennzahl „01“ einzusetzen
        ist;

    b)  für jede Risikoart gemäß Anlage 1 Abschnitt E, wobei in der Kopfzeile
        der Nachweisung im Feld „Risikoart“ die dreistellige Kennzahl
        einzusetzen ist.

3.  Soweit Regulierungsaufwendungen mit dem Risiko in engem Zusammenhang
    stehen, so z. B. Aufwendungen für Gutachten bei Selbsttötung, bei
    Berufsunfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit und zur Frage der
    Verletzung vorvertraglicher Anzeigepflichten, sind diese hier und
    nicht unter den Verwaltungskosten auszuweisen.

    Abwicklungsergebnisse, die Abläufe oder Erlebensfälle von
    Kapitalversicherungen betreffen, sind bei der Risikoart „Übriges
    Risiko“ auszuweisen.

4.  Unter diesem Posten sind nur Beträge zu erfassen, deren Ausweis nicht
    bei einem anderen Posten vorgesehen ist. In Frage kommen
    beispielsweise Auffüllungsbeträge für die Deckungsrückstellung
    (Aufwand) auf Grund unzureichender biometrischer Rechnungsgrundlagen;
    eine spätere Auflösung der Auffüllung (Ertrag) ist gegebenenfalls als
    Sonstiges in dieser Nachweisung zu erfassen. Der Posten ist in jedem
    Fall in einer Anlage zu erläutern und nach der Herkunft der Beträge
    zahlenmäßig aufzulösen.

5.  Als Neubestand sind alle Verträge zu behandeln, die nicht als
    Altbestand zu qualifizieren sind. Als Altbestand sind alle nach von
    der Aufsichtsbehörde genehmigten Geschäftsplänen abgeschlossenen
    Verträge zu behandeln, die bis zum 28. Juli 1994 (§ 336 VAG) oder im
    Rahmen der Übergangsvorschrift des Artikels 16 § 2 Satz 2 des Dritten
    Durchführungsgesetzes/EWG zum VAG abgeschlossen worden sind. Die nach
    dem 31. Dezember 1994 und vor dem 1. Januar 1998 abgeschlossenen
    Versicherungsverträge, bei denen bei unverändertem Verfahren der
    Risikoeinschätzung die Prämien und Leistungen mit den dem Altbestand
    zuzuordnenden Versicherungsverträgen übereinstimmen (Zwischenbestand),
    sind beim Altbestand zu erfassen, soweit dies bereits am 12. April
    2008 der Fall war.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/berversv_2017/__27.html
Directory: berversv_2017
Level: 2.0