Title: Aufteilung des Risikos in Risikoarten und vorzeitiger Abgang

Description:
Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BerVersV 2017)
Aufteilung des Risikos in Risikoarten und vorzeitiger Abgang

Paragraph: 27

Content:
Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BerVersV 2017)
Aufteilung des Risikos in Risikoarten und vorzeitiger Abgang

100 Todesfallrisiko

    110 Gemeinsame Sterbetafel für Männer und Frauen

    120 Getrennte Sterbetafel

        121 Männer

        122 Frauen

200 Berufsunfähigkeitsrisiko

    210 Gemeinsame BU-Wahrscheinlichkeiten für Männer und Frauen

    220 Getrennte BU-Wahrscheinlichkeiten

        221 Männer

        222 Frauen

300 Unfalltodrisiko

400 Heiratsrisiko

500 Erlebensfallrisiko

    510 Gemeinsame Sterbetafel für Männer und Frauen

    520 Getrennte Sterbetafel

        521 Männer

        522 Frauen

600 Pflegefallrisiko

700 Dread Disease Risiko

800 AUZ-Risiko

900 Sonstiges

    910 Übriges Risiko

    920 Vorzeitiger Abgang

**Anmerkung zum Abschnitt E**
Nach den vorgegebenen Klassifikationszahlen muss stets unterschieden
werden. Der zahlenmäßige Ausweis erscheint immer nur auf der tiefsten
Stufe der jeweiligen Risikoart.
Nicht formgebundene Aufteilungen nach tieferen Stufen
(unterschiedliche Ausscheideordnungen oder weitere Risikomerkmale wie
z. B. Raucher/Nichtraucher, Berufsgruppen) sind nach zwei vollen
Geschäftsjahren vorzunehmen, wenn der entsprechend objektiv
umschriebene Teilbestand mindestens 30 000 Risiken umfasst oder der
rechnungsmäßige Ertrag mindestens 5 Prozent vom Gesamtertrag der
jeweiligen Risikoart beträgt.

[^F799031_D_01_BJNR285800017BJNE003102128]:     In den Bestandsgruppen sind von den Lebensversicherungsunternehmen die
    Verträge zu erfassen, die                             a)
    nach dem 28. Juli 1994 abgeschlossen worden sind, aber weder unter
    Artikel 16 § 2 Satz 2 des Dritten Durchführungsgesetzes/EWG zum VAG
    noch unter Anlage 2 Abschnitt A Nummer 9 Unternummer 6 Satz 3 fallen,
    oder

    b)                                zwischen dem 1. Juli 1994 und dem
    28\. Juli 1994 nach nicht mehr genehmigten Tarifen abgeschlossen worden
    sind.

Unbeschadet der nachfolgenden Anmerkungen 2 und 4 ist die Aufteilung
des hier zu erfassenden Bestands durch die Gliederung der
Bestandsgruppen vorgegeben.
[^F799031_D_02_BJNR285800017BJNE003102128]: Umfasst eine der nachfolgend genannten Bestandsgruppen weniger als
10 000 Einzelverträge und beträgt die Bruttobeitragseinnahme einer
dieser Bestandsgruppen weniger als 3 Prozent der gesamten
Bruttobeitragseinnahme des hier zu erfassenden Bestands, kann sie wie
folgt behandelt werden:                             a)
Die Bestandsgruppen 111 und 112 können in der vertragsanzahlmäßig
größeren Bestandsgruppe (111 oder 112) zusammengefasst werden.

b)                                Buchstabe a gilt entsprechend für
die Bestandsgruppen 113, 114 und 115.

c)                                Buchstabe a gilt entsprechend für
die Bestandsgruppen 121, 122 und 123.

Bei Wegfall einer Voraussetzung für die gemeinsame Abrechnung zweier
oder mehrerer Bestandsgruppen ist der getrennte Ausweis der
betroffenen Bestandsgruppe gemäß Anmerkung 2 vorzunehmen. Hierfür ist
es notwendig, dass durch entsprechende Maßnahmen diese Trennung stets
möglich ist. Insbesondere muss die nicht direkt zuzuordnende
Rückstellung für Beitragsrückerstattung nach objektiven Kriterien
aufgeteilt werden. Das Verfahren hierfür ist gegenüber der
Aufsichtsbehörde in einem internen Bericht zu erläutern.
Für Fremdwährungsversicherungen ist sicherzustellen, dass durch
entsprechende Vorkehrungen jederzeit zumindest der Zinsverlauf
getrennt ermittelt werden kann.
[^F799031_D_03_BJNR285800017BJNE003102128]: Alternativ zu der vorgegebenen Einteilung können die
Berufsunfähigkeits- und Pflegerenten-Zusatzversicherungen auch in der
Bestandsgruppe der jeweiligen Hauptversicherung abgerechnet werden.
Hierfür ist es notwendig, dass durch entsprechende Vorkehrungen
jederzeit zumindest der Risiko- und Zinsverlauf für diese
Zusatzversicherungen ermittelt werden kann. Dieses Ergebnis ist auf
Anfrage der Aufsichtsbehörde mitzuteilen. Anmerkung 2 bleibt hiervon
unberührt.
[^F799031_D_04_BJNR285800017BJNE003102128]: 
(zu § 24)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/berversv_2017/__27.html
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