Title: **Boden, Benthos und Biotoptypen**

Description:
Raumordnungsplan für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone in der Nordsee und in der Ostsee (Anlage zur Verordnung über die Raumordnung in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone in der Nordsee und in der Ostsee) (AWZROVAnl)
**Zusammenfassende Erklärung nach § 10 Absatz 3 ROG**
**Boden, Benthos und Biotoptypen**

Paragraph: 10

Content:
Raumordnungsplan für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone in der Nordsee und in der Ostsee (Anlage zur Verordnung über die Raumordnung in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone in der Nordsee und in der Ostsee) (AWZROVAnl)
**Zusammenfassende Erklärung nach § 10 Absatz 3 ROG**
**Boden, Benthos und Biotoptypen**

Ein wesentlicher Teil der Umweltwirkungen auf Boden, Benthos und
Biotope wird durch die Gebiete für Windenergie auf See und durch
Leitungen hervorgerufen, jedoch ausschließlich während der Bauzeit
(Entstehung von Trübungsfahnen, Sedimentumlagerung etc.) und auf einem
räumlich eng begrenzten Bereich.

Mögliche kumulative Auswirkungen auf den Meeresboden und das Schutzgut
Benthos sowie besonders geschützte Biotope ergeben sich aus der
dauerhaften direkten Flächeninanspruchnahme der Fundamente der Anlagen
sowie durch die verlegten Leitungen. Da sich jedoch sowohl bei der
Netzinfrastruktur als auch bei den Windparks die
Flächeninanspruchnahme im Promille-Bereich bewegen wird, sind nach
derzeitiger Kenntnis auch in der Kumulation keine erheblichen
Beeinträchtigungen zu erwarten.

Zur Vermeidung und Verminderung der Beeinträchtigungen auf die
Schutzgüter Boden, Benthos und Biotoptypen wurden folgende Grundsätze
in den Raumordnungsplan aufgenommen:

–   Grundsatz 2.2.2 (6) Es soll eine zeitliche Gesamtkoordination der
    Errichtungsarbeiten von Anlagen zur Energiegewinnung und damit in
    räumlichem Zusammenhang stehender Anlagen erfolgen. (G)

–   Grundsatz 2.2.3 (5) Leitungen sollen, soweit möglich, gebündelt
    werden. […] Strom- und Datenkabel sollen mit einer dauerhaften
    Überdeckung versehen werden, die zur Sicherung der anderen Nutzungen
    und Funktionen erforderlich ist. (G)

–   Grundsatz 2.2.3 (6) Bei der Verlegung von Leitungen sollen eine
    zeitliche Gesamtkoordination erfolgen und ein möglichst schonendes
    Verlegeverfahren gewählt werden. (G)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/awzrovanl/__10.html
Directory: awzrovanl
Level: 3.0