Title: § 301 Kapitalkonsolidierung

Description:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Zweiter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften
Zweiter Unterabschnitt - Konzernabschluß und Konzernlagebericht
Vierter Titel - Vollkonsolidierung
§ 301 Kapitalkonsolidierung

Paragraph: 301

Content:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Zweiter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften
Zweiter Unterabschnitt - Konzernabschluß und Konzernlagebericht
Vierter Titel - Vollkonsolidierung
§ 301 Kapitalkonsolidierung

(1) Der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an
einem in den Konzernabschluß einbezogenen Tochterunternehmen wird mit
dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des
Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital ist mit dem Betrag
anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss
aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden,
Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen an
dem für die Verrechnung nach Absatz 2 maßgeblichen Zeitpunkt
beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3,
Abs. 2 und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 zu bewerten.

(2) Die Verrechnung nach Absatz 1 ist auf Grundlage der Wertansätze zu
dem Zeitpunkt durchzuführen, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen
geworden ist. Können die Wertansätze zu diesem Zeitpunkt nicht
endgültig ermittelt werden, sind sie innerhalb der darauf folgenden
zwölf Monate anzupassen. Stellt ein Mutterunternehmen erstmalig einen
Konzernabschluss auf, sind die Wertansätze zum Zeitpunkt der
Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss zugrunde
zu legen, soweit das Tochterunternehmen nicht in dem Jahr
Tochterunternehmen geworden ist, für das der Konzernabschluss
aufgestellt wird. Das Gleiche gilt für die erstmalige Einbeziehung
eines Tochterunternehmens, auf die bisher gemäß § 296 verzichtet
wurde. In Ausnahmefällen dürfen die Wertansätze nach Satz 1 auch in
den Fällen der Sätze 3 und 4 zugrunde gelegt werden; dies ist im
Konzernanhang anzugeben und zu begründen.

(3) Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag ist in
der Konzernbilanz, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts-
oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem
Posten „Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung“ nach dem
Eigenkapital auszuweisen. Der Posten und wesentliche Änderungen
gegenüber dem Vorjahr sind im Konzernanhang zu erläutern.

(4) Anteile an dem Mutterunternehmen, die einem in den
Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen gehören, sind in der
Konzernbilanz als eigene Anteile des Mutterunternehmens mit ihrem
Nennwert oder, falls ein solcher nicht vorhanden ist, mit ihrem
rechnerischen Wert, in der Vorspalte offen von dem Posten
„Gezeichnetes Kapital“ abzusetzen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__301.html
Directory: hgb
Level: 6.0