Title: § 122 Beschränkung der Exposition

Description:
Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV 2018)
Teil 2 - Strahlenschutz bei geplanten Expositionssituationen
Kapitel 6 - Anforderungen im Zusammenhang mit der Ausübung von Tätigkeiten
Abschnitt 8 - Anwendung ionisierender Strahlung oder radioaktiver Stoffe am Menschen
Unterabschnitt 2 - Anforderungen im Zusammenhang mit der Anwendung am Menschen
§ 122 Beschränkung der Exposition

Paragraph: 122

Content:
Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV 2018)
Teil 2 - Strahlenschutz bei geplanten Expositionssituationen
Kapitel 6 - Anforderungen im Zusammenhang mit der Ausübung von Tätigkeiten
Abschnitt 8 - Anwendung ionisierender Strahlung oder radioaktiver Stoffe am Menschen
Unterabschnitt 2 - Anforderungen im Zusammenhang mit der Anwendung am Menschen
§ 122 Beschränkung der Exposition

(1) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass
Maßnahmen ergriffen werden, um die Exposition von Betreuungs- und
Begleitpersonen zu beschränken. Er hat dafür zu sorgen, dass innerhalb
von sechs Monaten nach Aufnahme einer Tätigkeit geprüft wird, ob die
Festlegung von Dosisrichtwerten für die Exposition von Betreuungs- und
Begleitpersonen ein geeignetes Instrument zur Optimierung des
Strahlenschutzes ist. Der Strahlenschutzverantwortliche hat auch dafür
zu sorgen, dass ein Leitfaden für den Strahlenschutz von Betreuungs-
und Begleitpersonen erstellt wird.

(2) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass für
jede Art der Untersuchung und Behandlung die Expositionen der
Personen, an denen ionisierende Strahlung oder radioaktive Stoffe
angewendet werden, regelmäßig ausgewertet und bewertet wird.

(3) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass die
diagnostischen Referenzwerte nach § 125 Absatz 1 Satz 1 bei
Untersuchungen von Personen mit radioaktiven Stoffen oder
ionisierender Strahlung zugrunde gelegt werden.

(4) Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass eine
Person, die mit radioaktiven Stoffen behandelt wurde, erst dann aus
dem Strahlenschutzbereich entlassen wird, wenn davon ausgegangen
werden kann, dass hierdurch für Angehörige und Dritte eine effektive
Dosis von nicht mehr als 1 Millisievert auftreten kann. Ist im
Einzelfall eine Entlassung aus medizinischen Gründen vor diesem
Zeitpunkt erforderlich, so hat der Strahlenschutzverantwortliche dafür
zu sorgen, dass dies schriftlich begründet und der zuständigen Behörde
mitgeteilt wird.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/strlschv_2018/__122.html
Directory: strlschv_2018
Level: 6.0