Title: § 54 Ordentliche Verkürzung der Sperrfristen

Description:
Gesetz über Maßnahmen zur Förderung des deutschen Films (FFG 2017)
Kapitel 4 - Förderung – Allgemeine Bestimmungen
Abschnitt 4 - Sperrfristen
§ 54 Ordentliche Verkürzung der Sperrfristen

Paragraph: 54

Content:
Gesetz über Maßnahmen zur Förderung des deutschen Films (FFG 2017)
Kapitel 4 - Förderung – Allgemeine Bestimmungen
Abschnitt 4 - Sperrfristen
§ 54 Ordentliche Verkürzung der Sperrfristen

(1) Sofern filmwirtschaftliche Belange dem nicht entgegenstehen,
können die regelmäßigen Sperrfristen auf Antrag nach folgenden
Maßgaben verkürzt werden:

1.  für die Bildträgerauswertung und für die Auswertung durch entgeltliche
    Videoabrufdienste und durch Bezahlfernsehen gegen individuelles
    Entgelt jeweils bis auf fünf Monate, in Ausnahmefällen bis auf vier
    Monate nach Beginn der regulären Erstaufführung;

2.  für die Auswertung durch Bezahlfernsehen gegen pauschales Entgelt bis
    auf neun Monate, in Ausnahmefällen bis auf sechs Monate nach Beginn
    der regulären Erstaufführung;

3.  für die Auswertung durch frei empfangbares Fernsehen und durch
    unentgeltliche Videoabrufdienste jeweils bis auf zwölf Monate, in
    Ausnahmefällen bis auf sechs Monate nach Beginn der regulären
    Erstaufführung.

(2) Der Antrag auf Verkürzung der Sperrfrist kann erst nach Beginn der
regulären Kinoauswertung gestellt werden. Die Sperrfristen dürfen
nicht mehr verkürzt werden, wenn bereits vor der Entscheidung über die
Sperrfristverkürzung mit der Auswertung des Films in der beantragten
Verwertungsstufe begonnen wurde.

(3) Der Antrag auf Verkürzung der Sperrfrist für frei empfangbares
Fernsehen kann bei Filmen mit einer überdurchschnittlichen
Finanzierungsbeteiligung eines Fernsehveranstalters, deren
Herstellungskosten das Zweifache des Durchschnitts der
Herstellungskosten aller im Vorjahr nach § 59 geförderten Filmvorhaben
übersteigen, abweichend von Absatz 2 bereits vor Drehbeginn gestellt
werden. Die Verkürzung der Sperrfrist vor Beginn der regulären
Erstaufführung setzt voraus, dass die Kinoauswertung durch eine im
Verhältnis zu den Herstellungskosten angemessene Kopienzahl
sichergestellt ist und die Herstellung des Films im besonderen
filmwirtschaftlichen Interesse liegt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ffg_2017/__54.html
Directory: ffg_2017
Level: 4.0