Title: § 6 Fachpraktischer Teil

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluß Geprüfter Meister für Bäderbetriebe/Geprüfte Meisterin für Bäderbetriebe (BäderMeistPrV)
§ 6 Fachpraktischer Teil

Paragraph: 6

Content:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluß Geprüfter Meister für Bäderbetriebe/Geprüfte Meisterin für Bäderbetriebe (BäderMeistPrV)
§ 6 Fachpraktischer Teil

(1) Im fachpraktischen Teil ist in folgenden Fächern zu prüfen:

1.  Rettungsschwimmen und Schwimmsport,

2.  Management und Führungsaufgaben,

3.  Betriebstechnische Situationsaufgabe.

(2) Im Prüfungsfach "Rettungsschwimmen und Schwimmsport" soll die zu
prüfende Person nachweisen, daß sie Personen ohne Eigengefährdung
retten und versorgen, die Schwimm- und einfachen Sprung- und
Tauchtechniken vermitteln, sowie Schwimmtraining organisieren und
durchführen kann.
Im Bereich Rettungsschwimmen sind eine praxisnahe Rettungsübung mit
anschließender 5-minütiger Herz-Lungen-Wiederbelebung, der Aufbau
einer Rettungskette sowie Wiederbelebungsversuche mit Gerät zu prüfen.
Weiter können geprüft werden:

1.  100-Meter-Kleiderschwimmen mit Jacke und Hose mit sofort
    anschließendem 50-Meter-Retten und das Anlandbringen des zu Rettenden
    (Retter und zu Rettender sind mit Jacke und Hose bekleidet),

2.  Anwendung von Befreiungs-, Transport- und Rettungsgriffen an Land und
    im Wasser,

3.  Beherrschung der Techniken des Tauchens.

Im Bereich Schwimmsport hat die zu prüfende Person nachzuweisen, daß
sie bei Wettkampftechniken in der Feinform Korrekturen vornehmen und
die dazugehörigen Techniken vorführen und vermitteln kann.

(3) Im Prüfungsfach "Management und Führungsaufgaben" soll die zu
prüfende Person im Rahmen einer Projektarbeit nachweisen, daß sie als
Führungskraft Veranstaltungen planen und durchführen sowie bei der
Betriebsführung auftretende Probleme erfassen, darstellen, beurteilen
und lösen kann. Das Thema der Projektarbeit soll die betriebliche
Praxis der zu prüfenden Person berücksichtigen. Die Projektarbeit kann
eine der folgenden oder auch anderen Aufgabenstellungen zum Gegenstand
haben:

1.  Planen und Durchführen eines Spiel- und Sportarrangements,

2.  Entwicklung und Umsetzung eines Marketingkonzeptes,

3.  Betriebliche Analysen, Personalplanung und Personaleinsatz,

4.  Kommunikation, Motivation, Führungsstil und Führungsmitteleinsatz.

Vorschläge der zu prüfenden Person können berücksichtigt werden. Im
Rahmen der Projektarbeit ist eine Hausarbeit anzufertigen und 20 Tage
nach Aufgabenstellung vorzulegen. Die Hausarbeit soll mindestens
folgende Bestandteile aufweisen:

1.  Einführung in die Projektarbeit und Konzeption,

2.  Aufgaben des Personals und anderer Personen bei der Vorbereitung und
    Realisierung des Projekts,

3.  Arbeits- und Personalplanung,

4.  Zeitlicher und technischer Ablauf,

5.  Material-, Kosten- und Einnahmenbetrachtung,

6.  Aspekte des Einhaltens der gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen,

7.  Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit,

8.  Nachbereitung.

Bei der Prüfung der Projektarbeit ist die Hausarbeit einschließlich
der Präsentation der Lösung der gestellten Aufgabe und das
Fachgespräch vom Prüfungsausschuß zu bewerten. Die Präsentation soll
nicht länger als 20 Minuten dauern. Die verwendeten Unterlagen sind
dem Prüfungsausschuß zu überlassen.
Die Hausarbeit und die Präsentation sind Ausgangspunkt des
anschließenden Fachgesprächs. Das Fachgespräch soll nicht länger als
15 Minuten dauern.

(4) Im Prüfungsfach "Betriebstechnische Situationsaufgabe" soll die zu
prüfende Person im Rahmen von praxisnahen Situationsaufgaben
nachweisen, daß sie den technischen Betriebsablauf überwachen und
steuern kann und gegebenenfalls durch entsprechende Maßnahmen unter
Beachtung der Wirksamkeit, Betriebssicherheit, Arbeitssicherheit,
Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit den reibungslosen
Betriebsablauf sicherstellen und deren Erfolg unter Anwendung der
erworbenen Kenntnisse einschätzen kann. Folgende Situationen können
Gegenstand der Aufgabe sein:

1.  Normales Betriebsgeschehen,

2.  In- und Außerbetriebnahme von Anlagen oder wesentlichen Anlageteilen,

3.  Störungen mit Auswirkungen auf die Funktion der Anlage und
    gegebenenfalls auf Dritte.

(5) In den in Absatz 1 Nr. 1 und 3 genannten Prüfungsfächern ist
praktisch zu prüfen. Die Prüfung soll nicht länger als drei Stunden
dauern. Die Mindestzeiten betragen in den Prüfungsfächern:

*    *   1.

    *   Rettungsschwimmen und Schwimmsport

    *   45 Minuten,

*    *   2.

    *   Betriebstechnische Situationsaufgabe

    *   1 Stunde.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/b_dermeistprv/__6.html
Directory: baedermeistprv
Level: 2.0