Title: § 158a Eignung des Verfahrensbeistands

Description:
Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
Buch 2 - Verfahren in Familiensachen
Abschnitt 3 - Verfahren in Kindschaftssachen
§ 158a Eignung des Verfahrensbeistands

Paragraph: 158a

Content:
Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
Buch 2 - Verfahren in Familiensachen
Abschnitt 3 - Verfahren in Kindschaftssachen
§ 158a Eignung des Verfahrensbeistands

(1) Fachlich geeignet im Sinne des § 158 Absatz 1 ist eine Person, die
Grundkenntnisse auf den Gebieten des Familienrechts, insbesondere des
Kindschaftsrechts, des Verfahrensrechts in Kindschaftssachen und des
Kinder- und Jugendhilferechts, sowie Kenntnisse der
Entwicklungspsychologie des Kindes hat und über kindgerechte
Gesprächstechniken verfügt. Die nach Satz 1 erforderlichen Kenntnisse
und Fähigkeiten sind auf Verlangen des Gerichts nachzuweisen. Der
Nachweis kann insbesondere über eine sozialpädagogische, pädagogische,
juristische oder psychologische Berufsqualifikation sowie eine für die
Tätigkeit als Verfahrensbeistand spezifische Zusatzqualifikation
erbracht werden. Der Verfahrensbeistand hat sich regelmäßig,
mindestens alle zwei Jahre, fortzubilden und dies dem Gericht auf
Verlangen nachzuweisen.

(2) Persönlich geeignet im Sinne des § 158 Absatz 1 ist eine Person,
die Gewähr bietet, die Interessen des Kindes gewissenhaft,
unvoreingenommen und unabhängig wahrzunehmen. Persönlich ungeeignet
ist eine Person insbesondere dann, wenn sie rechtskräftig wegen einer
Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 178, 180, 180a, 181a,
182 bis 184c, 184e bis 184g, 184i bis 184l, 201a Absatz 3, den §§ 225,
232 bis 233a, 234, 235 oder § 236 des Strafgesetzbuchs verurteilt
worden ist. Zur Überprüfung der Voraussetzungen des Satzes 2 soll sich
das Gericht ein erweitertes Führungszeugnis von der betreffenden
Person (§ 30a des Bundeszentralregistergesetzes) vorlegen lassen oder
im Einverständnis mit der betreffenden Person anderweitig Einsicht in
ein bereits vorliegendes erweitertes Führungszeugnis nehmen. Ein
solches darf nicht älter als drei Jahre sein. Aktenkundig zu machen
sind nur die Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis des
bestellten Verfahrensbeistands, das Ausstellungsdatum sowie die
Feststellung, dass das erweiterte Führungszeugnis keine Eintragung
über eine rechtskräftige Verurteilung wegen einer in Satz 2 genannten
Straftat enthält.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__158a.html
Directory: famfg
Level: 4.0