Title: Anlage 6 Referenzmethoden für die Beurteilung der Konzentrationen von Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Stickstoffoxiden, Partikeln (PM10 und PM2,5), Blei, Benzol, Kohlenmonoxid und Ozon

Description:
Neununddreißigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 39)
Teil 8 - Gemeinsame Vorschriften
Anlage 6 Referenzmethoden für die Beurteilung der Konzentrationen von Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Stickstoffoxiden, Partikeln (PM10 und PM2,5), Blei, Benzol, Kohlenmonoxid und Ozon

Paragraph: 36

Content:
Neununddreißigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 39)
Teil 8 - Gemeinsame Vorschriften
Anlage 6 Referenzmethoden für die Beurteilung der Konzentrationen von Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Stickstoffoxiden, Partikeln (PM10 und PM2,5), Blei, Benzol, Kohlenmonoxid und Ozon

(Fundstelle: BGBl. I 2010, 1086 - 1087)

**A.** **Referenzmessmethoden**

    1.  Referenzmethode zur Messung der Schwefeldioxidkonzentration

        Als Referenzmethode zur Messung der Schwefeldioxidkonzentration gilt
        die Methode, die in DIN EN 14212:2012, Ausgabe November 2012, August
        2014, „Außenluft – Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von
        Schwefeldioxid mit Ultraviolett-Fluoreszenz“ beschrieben ist.

    2.  Referenzmethode zur Messung der Konzentration von Stickstoffdioxid und
        Stickstoffoxiden

        Als Referenzmethode zur Messung von Stickstoffdioxid und
        Stickstoffoxiden gilt die Methode, die in DIN EN 14211:2012, Ausgabe
        November 2012, „Außenluft – Messverfahren zur Bestimmung der
        Konzentration von Stickstoffdioxid und Stickstoffmonoxid mit
        Chemilumineszenz“ beschrieben ist.

    3.  Referenzmethode für die Probenahme und Messung der Konzentration von
        Blei

        Als Referenzmethode zur Probenahme von Blei gilt die in Nummer 4
        beschriebene Methode. Als Referenzmethode zur Messung der
        Bleikonzentration gilt die Methode, die in DIN EN 14902:2005 (Oktober
        2005) „Außenluftbeschaffenheit – Standardisiertes Verfahren zur
        Bestimmung von Pb/Cd/As/Ni als Bestandteil der PM
        10                         -Fraktion des Schwebstaubes“ beschrieben
        ist.

    4.  Referenzmethode für die Probenahme und Messung der Konzentration von
        PM
        10

        Als Referenzmethode für die Probenahme und Messung der Konzentration
        von PM
        10                          gilt die Methode, die in DIN EN
        12341:2014, Ausgabe August 2014, „Außenluft – Gravimetrisches
        Standardmessverfahren für die Bestimmung der PM
        10                         - oder PM
        2,5                         -Massenkonzentration des Schwebstaubes“
        beschrieben ist.

    5.  Referenzmethode für die Probenahme und Messung der Konzentration von
        PM
        2,5

        Als Referenzmethode für die Probenahme und Messung der Konzentration
        von PM
        2,5                          gilt die Methode, die in DIN EN
        12341:2014, Ausgabe August 2014, „Außenluft – Gravimetrisches
        Standardmessverfahren für die Bestimmung der PM
        10                         - oder PM
        2,5                         -Massenkonzentration des Schwebstaubes“
        beschrieben ist.

    6.  Referenzmethode für die Probenahme und Messung der Konzentration von
        Benzol

        Als Referenzmethode für die Messung der Benzolkonzentration gilt die
        Methode, die in DIN EN 14662:2005 (August 2005) „Luftbeschaffenheit –
        Standardverfahren zur Bestimmung von Benzolkonzentrationen (Teile 1, 2
        und 3)“ beschrieben ist.

    7.  Referenzmethode für die Messung der Kohlenmonoxidkonzentration

        Als Referenzmethode für die Messung der Kohlenmonoxidkonzentration
        gilt die Methode, die in DIN EN 14626:2012, Ausgabe Dezember 2012,
        „Außenluft – Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von
        Kohlenmonoxid mit nicht-dispersiver Infrarot-Photometrie“ beschrieben
        ist.

    8.  Referenzmethoden für die Messung der Ozonkonzentration

        Als Referenzmethode für die Messung der Ozonkonzentration gilt die
        Methode, die in DIN EN 14625:2012, Ausgabe Dezember 2012, „Außenluft –
        Messverfahren zur Bestimmung der Konzentration von Ozon mit
        Ultraviolett-Photometrie“ beschrieben ist.

**B.** **Nachweis der Gleichwertigkeit**

    Sollen andere Methoden angewendet werden, muss dokumentiert werden,
    dass damit gleichwertige Ergebnisse wie mit den unter Abschnitt A
    genannten Methoden erzielt werden. Bei Partikeln kann eine andere
    Methode angewendet werden, wenn dokumentiert wird, dass diese einen
    konstanten Bezug zur Referenzmethode aufweist. In diesem Fall müssen
    die mit dieser Methode erzielten Ergebnisse korrigiert werden, damit
    diese den Ergebnissen entsprechen, die bei der Anwendung der
    Referenzmethode erzielt worden wären.

**C.** **Normzustand**

    Beim Volumen gasförmiger Schadstoffe ist als Normzustand eine
    Temperatur von 293 Kelvin und ein atmosphärischer Druck von 101,3
    Kilopascal zu Grunde zu legen. Bei Partikeln und in Partikeln zu
    analysierenden Stoffen (zum Beispiel Blei) werden für die Angabe des
    Probenvolumens die Umgebungsbedingungen Lufttemperatur und Luftdruck
    am Tag der Messungen zu Grunde gelegt.

**D.** **Anerkennung der Daten anderer Mitgliedstaaten**

    Für den Nachweis, dass die Messgeräte die Leistungsanforderungen der
    in Abschnitt A aufgeführten Referenzmethoden erfüllen, akzeptieren die
    zuständigen Behörden ausführliche Prüfberichte anderer Mitgliedstaaten
    der Europäischen Union, sofern die Prüflaboratorien nach dem
    relevanten harmonisierten Standard für Prüf- und Kalibrierlaboratorien
    nach Anlage 1 Abschnitt C Nummer 1 Buchstabe d akkreditiert wurden.

    Die zuständigen Behörden stellen die Prüfberichte und alle
    Prüfergebnisse anderen zuständigen Behörden oder den von ihnen
    benannten Stellen zur Verfügung.

    Prüfberichte müssen nachweisen, dass die Messgeräte alle
    Leistungsanforderungen erfüllen, wenn bestimmte Umwelt- und
    Standortbedingungen typisch für einen bestimmten Mitgliedstaat sind
    und außerhalb des Spektrums der Bedingungen liegen, für das das Gerät
    in einem anderen Mitgliedstaat bereits geprüft und typgenehmigt wurde.

**E.** (weggefallen)

(zu § 9)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_39/__36.html
Directory: bimschv_39
Level: 3.0