Title: § 523 Haftung für unrichtige Konnossementsangaben

Description:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Fünftes Buch - Seehandel
Zweiter Abschnitt - Beförderungsverträge
Erster Unterabschnitt - Seefrachtverträge
Erster Titel - Stückgutfrachtvertrag
§ 523 Haftung für unrichtige Konnossementsangaben

Paragraph: 523

Content:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Fünftes Buch - Seehandel
Zweiter Abschnitt - Beförderungsverträge
Erster Unterabschnitt - Seefrachtverträge
Erster Titel - Stückgutfrachtvertrag
§ 523 Haftung für unrichtige Konnossementsangaben

(1) Der Verfrachter haftet für den Schaden, der dem aus dem
Konnossement Berechtigten dadurch entsteht, dass die in das
Konnossement nach den §§ 515 und 517 Absatz 2 aufzunehmenden Angaben
und Vorbehalte fehlen oder die in das Konnossement aufgenommenen
Angaben oder Vorbehalte unrichtig sind. Dies gilt insbesondere dann,
wenn das Gut bei Übernahme durch den Verfrachter nicht in äußerlich
erkennbar guter Verfassung war und das Konnossement hierüber weder
eine Angabe nach § 515 Absatz 1 Nummer 7 noch einen Vorbehalt nach §
517 Absatz 2 enthält. Die Haftung nach den Sätzen 1 und 2 entfällt,
wenn der Verfrachter weder gewusst hat noch bei Anwendung der Sorgfalt
eines ordentlichen Verfrachters hätte wissen müssen, dass die Angaben
fehlen oder unrichtig oder unvollständig sind.

(2) Wird ein Bordkonnossement ausgestellt, bevor der Verfrachter das
Gut übernommen hat, oder wird in das Übernahmekonnossement ein
Bordvermerk aufgenommen, bevor das Gut an Bord genommen wurde, so
haftet der Verfrachter, auch wenn ihn kein Verschulden trifft, für den
Schaden, der dem aus dem Konnossement Berechtigten daraus entsteht.

(3) Ist in einem Konnossement, das vom Kapitän oder von einem anderen
zur Zeichnung von Konnossementen für den Reeder Befugten ausgestellt
wurde, der Name des Verfrachters unrichtig angegeben, so haftet auch
der Reeder für den Schaden, der dem aus dem Konnossement Berechtigten
aus der Unrichtigkeit der Angabe entsteht. Die Haftung nach Satz 1
entfällt, wenn der Aussteller des Konnossements weder gewusst hat noch
bei Anwendung der Sorgfalt eines ordentlichen Verfrachters hätte
wissen müssen, dass der Name des Verfrachters nicht oder unrichtig
angegeben ist.

(4) Die Haftung nach den Absätzen 1 bis 3 ist auf den Betrag begrenzt,
der bei Verlust des Gutes zu zahlen wäre.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__523.html
Directory: hgb
Level: 6.0