Title: § 50 Zahlungsanspruch für Flexibilität

Description:
Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG 2014)
Teil 3 - Zahlung von Marktprämie und Einspeisevergütung
Abschnitt 4 - Gesetzliche Bestimmung der Zahlung
Unterabschnitt 2 - Zahlungen für Flexibilität
§ 50 Zahlungsanspruch für Flexibilität

Paragraph: 50

Content:
Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG 2014)
Teil 3 - Zahlung von Marktprämie und Einspeisevergütung
Abschnitt 4 - Gesetzliche Bestimmung der Zahlung
Unterabschnitt 2 - Zahlungen für Flexibilität
§ 50 Zahlungsanspruch für Flexibilität

(1) Anlagenbetreiber haben gegen den Netzbetreiber einen
Zahlungsanspruch nach Maßgabe des § 50a oder § 50b für die
Bereitstellung installierter Leistung, wenn für den in der Anlage
erzeugten Strom dem Grunde nach auch ein Anspruch auf Zahlung nach der
für die Anlage maßgeblichen Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
besteht; dieser Anspruch bleibt unberührt.

(2) § 24 Absatz 1, § 26 und § 27 sind entsprechend anzuwenden.

(3) Der Zahlungsanspruch nach Absatz 1 besteht unbeschadet der übrigen
Voraussetzungen nur, wenn in der Anlage in dem jeweiligen Kalenderjahr

1.  in mindestens 4 000 Viertelstunden eine Strommenge erzeugt wird, die
    mindestens 85 Prozent der installierten Leistung der Anlage
    entspricht, oder

2.  im Fall von Anlagen, die unter Teil 3 Abschnitt 3 Unterabschnitt 6
    fallen, in mindestens 2 000 Viertelstunden eine Strommenge erzeugt
    wird, die mindestens 85 Prozent der installierten Leistung der Anlage
    entspricht.

Im ersten und im letzten Jahr der Inanspruchnahme des
Flexibilitätszuschlags nach § 50a oder der Flexibilitätsprämie nach §
50b reduziert sich die Anzahl der nach Satz 1 erforderlichen
Viertelstunden anteilig im Verhältnis der vollen Kalendermonate, in
denen der Flexibilitätszuschlag nach § 50a oder die
Flexibilitätsprämie nach § 50b geltend gemacht wird, zu zwölf
Kalendermonaten. Die Anzahl der nach Satz 1 in einem Kalenderjahr
erforderlichen Viertelstunden reduziert sich ferner auch dann, wenn
die Anlage aufgrund von technischen Defekten oder
Instandsetzungsarbeiten in dem jeweiligen Kalenderjahr

1.  im Fall des Satzes 1 Nummer 1 in mehr als 672 zusammenhängenden
    Viertelstunden keinen Strom erzeugt oder

2.  im Fall des Satzes 1 Nummer 2 in mehr als 336 zusammenhängenden
    Viertelstunden keinen Strom erzeugt.

In den Fällen des Satzes 2 wird die Anzahl der nach Satz 1
erforderlichen Viertelstunden sowie der Flexibilitätszuschlag nach §
50a oder die Flexibilitätsprämie nach § 50b anteilig um das Verhältnis
der Viertelstunden, in denen die Anlage keinen Strom erzeugt, zu
sämtlichen Viertelstunden des jeweiligen Kalenderjahres gekürzt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/eeg_2014/__50.html
Directory: eeg_2014
Level: 5.0