Title: § 1361 Unterhalt bei Getrenntleben

Description:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 1 - Bürgerliche Ehe
Titel 5 - Wirkungen der Ehe im Allgemeinen
§ 1361 Unterhalt bei Getrenntleben

Paragraph: 1361

Content:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Buch 4 - Familienrecht
Abschnitt 1 - Bürgerliche Ehe
Titel 5 - Wirkungen der Ehe im Allgemeinen
§ 1361 Unterhalt bei Getrenntleben

(1) Leben die Ehegatten getrennt, so kann ein Ehegatte von dem anderen
den nach den Lebensverhältnissen und den Erwerbs- und
Vermögensverhältnissen der Ehegatten angemessenen Unterhalt verlangen;
für Aufwendungen infolge eines Körper- oder Gesundheitsschadens gilt §
1610a. Ist zwischen den getrennt lebenden Ehegatten ein
Scheidungsverfahren rechtshängig, so gehören zum Unterhalt vom
Eintritt der Rechtshängigkeit an auch die Kosten einer angemessenen
Versicherung für den Fall des Alters sowie der verminderten
Erwerbsfähigkeit.

(2) Der nicht erwerbstätige Ehegatte kann nur dann darauf verwiesen
werden, seinen Unterhalt durch eine Erwerbstätigkeit selbst zu
verdienen, wenn dies von ihm nach seinen persönlichen Verhältnissen,
insbesondere wegen einer früheren Erwerbstätigkeit unter
Berücksichtigung der Dauer der Ehe, und nach den wirtschaftlichen
Verhältnissen beider Ehegatten erwartet werden kann.

(3) Die Vorschrift des § 1579 Nr. 2 bis 8 über die Beschränkung oder
Versagung des Unterhalts wegen grober Unbilligkeit ist entsprechend
anzuwenden.

(4) Der laufende Unterhalt ist durch Zahlung einer Geldrente zu
gewähren. Die Rente ist monatlich im Voraus zu zahlen. Der
Verpflichtete schuldet den vollen Monatsbetrag auch dann, wenn der
Berechtigte im Laufe des Monats stirbt. § 1360a Abs. 3, 4 und die §§
1360b, 1605 sind entsprechend anzuwenden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1361.html
Directory: bgb
Level: 5.0