Title: § 10 Teil 2 der Gesellenprüfung in der Fachrichtung Metallgestaltung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer und zur Metallbauerin (MetallbAusbV 2008)
§ 10 Teil 2 der Gesellenprüfung in der Fachrichtung Metallgestaltung

Paragraph: 10

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Metallbauer und zur Metallbauerin (MetallbAusbV 2008)
§ 10 Teil 2 der Gesellenprüfung in der Fachrichtung Metallgestaltung

(1) Teil 2 der Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im
Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Gesellenprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.  Kundenauftrag,

2.  Metallgestaltung,

3.  Arbeitsplanung und

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Kundenauftrag bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Arbeitsabläufe und Teilaufgaben zielorientiert unter Beachtung
        wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer und zeitlicher
        Vorgaben sowie gestalterischer Gesichtspunkte selbstständig planen und
        umsetzen,

    b)  Material disponieren sowie Bauteile und Baugruppen herstellen und
        montieren

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete zugrunde zu legen:

    a)  Entwerfen, Anfertigen, Prüfen und Montieren eines Gegenstandes
        einschließlich Zeitplanung und praxisbezogener Dokumentation,

    b)  Anfertigen, Prüfen und Montieren einer Metallbaukonstruktion oder von
        Teilen davon unter metallgestalterischen Gesichtspunkten
        einschließlich Arbeitsplanung und Dokumentation;

3.  der Prüfling soll im Prüfungsbereich Kundenauftrag zwei
    Arbeitsaufgaben, die Kundenaufträgen entsprechen, durchführen und
    dokumentieren sowie ausgehend von einer oder der beiden durchgeführten
    Arbeitsaufgaben ein Fachgespräch führen; durch das Fachgespräch soll
    der Prüfling insbesondere zeigen, dass er Kundenaufträge annehmen und
    dabei Kundenprobleme und -wünsche erkennen, fachbezogene Probleme und
    deren Lösungen kundenbezogen darstellen kann;

4.  bei der Aufgabenstellung nach Nummer 2 Buchstabe a soll der
    Prüfungsausschuss Vorschläge des Prüflings berücksichtigen. Auf dieser
    Grundlage erarbeitet der Prüfling eine Entwurfsplanung einschließlich
    Skizzen sowie Zeit- und Materialbedarfsplanung. Diese hat er vor der
    Anfertigung und Montage des Gegenstandes dem Prüfungsausschuss
    vorzulegen;

5.  im Prüfungsbereich Kundenauftrag ist die Arbeitsaufgabe nach Nummer 2
    Buchstabe a mit 30 Prozent, die Arbeitsaufgabe nach Nummer 2 Buchstabe
    b mit 40 Prozent und das Fachgespräch mit 30 Prozent zu gewichten;

6.  die Prüfungszeit beträgt 50 Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das
    Fachgespräch in insgesamt höchstens 30 Minuten durchgeführt werden.

(4) Für den Prüfungsbereich Metallgestaltung bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Arbeitssicherheits- und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen,

    b)  die Verwendung von Werk- und Hilfsstoffen planen, Werkzeuge und
        Maschinen dem jeweiligen Verfahren zuordnen, Problemanalysen
        durchführen,

    c)  die für die Herstellung und Montage erforderlichen Komponenten,
        Werkzeuge und Hilfsmittel unter Beachtung von technischen Regeln
        auswählen, die Maßnahmen unter Berücksichtigung betrieblicher Abläufe
        planen, Unterlagen auswerten und ändern sowie funktionale
        Zusammenhänge einer Konstruktion darstellen und

    d)  fachliche Probleme mit verknüpften informationstechnischen,
        technologischen und mathematischen Sachverhalten analysieren, bewerten
        und geeignete Lösungswege darstellen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:

    Beschreiben der Vorgehensweise bei der Herstellung von
    Metallbaukonstruktionen unter Anwendung verschiedener
    Fertigungsverfahren unter Berücksichtigung des Qualitätsmanagements;

3.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben unter Zuhilfenahme
    praxisüblicher Unterlagen schriftlich bearbeiten und die Ergebnisse in
    praxisüblicher Form dokumentieren;

4.  die Prüfungszeit beträgt zwei Stunden.

(5) Für den Prüfungsbereich Arbeitsplanung bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  plastische Darstellungen in Freihandzeichnungen anfertigen,

    b)  Problemanalysen durchführen,

    c)  die zur Herstellung der notwendigen mechanischen Komponenten,
        Werkzeuge und Hilfsmittel unter Beachtung von technischen Regeln
        auswählen,

    d)  Montagepläne anpassen sowie die notwendigen Arbeitsschritte unter
        Berücksichtigung der Arbeitssicherheit planen und anwenden und

    e)  fachliche Probleme mit verknüpften informationstechnischen,
        technologischen und mathematischen Sachverhalten analysieren, bewerten
        und geeignete Lösungswege darstellen

    kann;

2.  dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:

    Anfertigen eines Arbeitsplanes zur Herstellung eines zeitgemäßen und
    eines historischen Schmiede- oder Gebrauchsgegenstandes nach
    vorgegebenen Anforderungen;

3.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben unter Zuhilfenahme
    praxisüblicher Unterlagen schriftlich bearbeiten und die Ergebnisse in
    praxisüblicher Form dokumentieren;

4.  die Prüfungszeit beträgt zwei Stunden.

(6) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll fallbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt eine Stunde.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/metallbausbv_2008/__10.html
Directory: metallbausbv_2008
Level: 2.0