Title: § 11 Zuständigkeit und Standesamtsvorbehalt

Description:
Personenstandsgesetz (PStG)
Kapitel 3 - Eheschließung
Abschnitt 1 - Zuständigkeit, Anmeldung und Eheschließung
§ 11 Zuständigkeit und Standesamtsvorbehalt

Paragraph: 11

Content:
Personenstandsgesetz (PStG)
Kapitel 3 - Eheschließung
Abschnitt 1 - Zuständigkeit, Anmeldung und Eheschließung
§ 11 Zuständigkeit und Standesamtsvorbehalt

(1) Zuständig für die Eheschließung ist jedes deutsche Standesamt.

(2) Eine religiöse oder traditionelle Handlung, die darauf gerichtet
ist, eine der Ehe vergleichbare dauerhafte Bindung zweier Personen zu
begründen, von denen eine das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat,
ist verboten. Das Gleiche gilt für den Abschluss eines Vertrags, der
nach den traditionellen oder religiösen Vorstellungen der Partner an
die Stelle der Eheschließung tritt. Die Verbote richten sich gegen
Personen, die

1.  als Geistliche eine solche Handlung vornehmen oder hieran mitwirken,

2.  als Sorgeberechtigte eines Minderjährigen eine solche Handlung
    veranlassen,

3.  als Volljährige oder Beauftragte einem Vertrag zustimmen, der eine der
    Ehe vergleichbare dauerhafte Bindung begründet, oder

4.  als anwesende Personen eine solche Handlung bezeugen, soweit ihre
    Mitwirkung für die Gültigkeit der Handlung nach religiösen
    Vorschriften, den traditionellen Vorstellungen oder dem Heimatrecht
    eines der Bindungswilligen als erforderlich angesehen wird.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pstg/__11.html
Directory: pstg
Level: 4.0