Title: Anlage Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Spielzeughersteller/zur Spielzeugherstellerin

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Spielzeughersteller/zur Spielzeugherstellerin (SpielzHerstAusbV)
Anlage Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Spielzeughersteller/zur Spielzeugherstellerin

Paragraph: 9

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Spielzeughersteller/zur Spielzeugherstellerin (SpielzHerstAusbV)
Anlage Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Spielzeughersteller/zur Spielzeugherstellerin

(Fundstelle: BGBl. I 1997, 1336 - 1339)

*    *   Lfd. Nr.

    *   Teil des Ausbildungsberufsbildes

    *   Zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse

    *   Zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr

*    *   1

    *   2

    *   3

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
        (§ 3 Nr. 1)

    *
        a)  Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluß, Dauer und
            Beendigung, erklären

        b)  gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen

        c)  Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen

        d)  wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen

        e)  wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden
            Tarifverträge nennen

    *   während der gesamten Ausbildung zu vermitteln

*    *   2

    *   Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
        (§ 3 Nr. 2)

    *
        a)  Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläutern

        b)  Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes, wie Beschaffung,
            Fertigung, Absatz und Verwaltung, erklären

        c)  Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu
            Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften
            nennen

        d)  Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder
            personalvertretungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes
            beschreiben

*    *   3

    *   Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
        (§ 3 Nr. 3)

    *
        a)  Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen
            und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen

        b)  berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften
            anwenden

        c)  Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen
            einleiten

        d)  Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen
            bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen

*    *   4

    *   Umweltschutz
        (§ 3 Nr. 4)

    *   Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen
        Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere

        a)  mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen
            Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären

        b)  für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes
            anwenden

        c)  Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und
            Materialverwendung nutzen

        d)  Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden
            Entsorgung zuführen

*    *   5

    *   Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen
        (§ 3 Nr. 5)

    *
        a)  technische Unterlagen anwenden, insbesondere Betriebsanleitungen,
            Pläne, Zeichnungen, Materiallisten, Tabellen, Richtlinien und
            Merkblätter

        b)  Skizzen anfertigen und Fachzeichnungen anwenden

        c)  Arbeitsplatz vorbereiten sowie Arbeitsmittel unter Berücksichtigung
            des Fertigungsauftrages auswählen und bereitstellen

        d)  Verfahrensweg und Arbeitsschritte unter Beachtung mündlicher und
            schriftlicher Vorgaben planen und festlegen

    *   8

    *
    *
    *

*    *
        e)  Fertigungsverfahren im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit des
            Arbeitsprozesses, die Produktqualität sowie den Arbeits- und
            Gesundheitsschutz auswählen

    *
    *
    *
    *   3

*    *   6

    *   Auswählen von Werk- und Hilfsstoffen
        (§ 3 Nr. 6)

    *
        a)  Faserstoffe, Garne, Zwirne, textile Flächengebilde, Plüsche, Leder und
            Kunstleder nach Eigenschaften und Verwendungszweck unterscheiden

        b)  Holz- und Holzwerkstoffe, Metalle und Kunststoffe nach Eigenschaften
            und Verwendungszweck zuordnen

        c)  Herkunft und Herstellungsverfahren bestimmen, Eigenschaften bei der
            Verarbeitung berücksichtigen

        d)  Arten von Veredlungs- und Zurichtungsmaßnahmen unterscheiden und
            Auswirkungen berücksichtigen

        e)  Werk- und Hilfsstoffe und Zubehör nach Sortimenten einordnen und
            lagern

    *   10

    *
    *
    *

*    *
        f)  Werk- und Hilfsstoffe nach ihren technischen und gesundheitlichen
            Anforderungen und nach ihrer Wirtschaftlichkeit auswählen sowie im
            Hinblick auf ihren Verwendungszweck und die äußere Gestaltung des
            Spielzeugs einsetzen

    *
    *
    *
    *   3

*    *   7

    *   Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen
        (§ 3 Nr. 7)

    *
        a)  textile Flächengebilde, Plüsche, Leder und Kunstleder vorbereiten,
            insbesondere messen, anzeichnen, schneiden, spannen und verbinden

        b)  natürliche und synthetische Füllstoffe behandeln und vorrichten

        c)  Kunststoffe be- und verarbeiten, insbesondere schneiden, bohren,
            fräsen, kleben und schweißen

    *   10

    *
    *
    *

*    *
        d)  Holz- und Holzwerkstoffe be- und verarbeiten, insbesondere anreißen,
            zuschneiden, bohren, schleifen und hobeln

        e)  Holzverbindungen herstellen, insbesondere mit Nut, Zapfen und Dübeln
            sowie durch Kleben

        f)  Metallteile be- und verarbeiten, insbesondere sägen, feilen, bohren
            und abkanten

        g)  Metallteile verbinden, insbesondere mit Schrauben, Stiften, Klammern
            und Nieten

        h)  Klebstoffe nach Verwendungszweck und Verarbeitungsvorschriften
            anwenden

    *   10

    *
    *
    *

*    *   8

    *   Einrichten und Bedienen von Maschinen, Anlagen und Zusatzeinrichtungen
        (§ 3 Nr. 8)

    *
        a)  Maschinen, Anlagen und Zusatzeinrichtungen nach Verwendungszweck
            auswählen

        b)  Handmaschinen einsetzen

        c)  Maschinen, Anlagen und Zusatzeinrichtungen unter Beachtung der
            Unfallverhütungs-, Gesundheits- und Umweltschutzvorschriften bedienen
            und überwachen

    *
    *
    *   10

    *

*    *
        d)  mechanische, pneumatische, hydraulische, elektrische und elektronische
            Steuer- und Regelsysteme anwenden

        e)  Maschinen, Anlagen und Zusatzeinrichtungen einrichten

    *
    *
    *
    *   8

*    *   9

    *   Instandhalten von Werkzeugen und Maschinen
        (§ 3 Nr. 9)

    *
        a)  Arbeitsmittel und Werkzeuge ordnen und lagern

    *   2

    *
    *
    *

*    *
        b)  Geräte und Hilfsmittel zur Maschinenpflege nach Wartungsplan einsetzen

        c)  Werkzeuge und Maschinen reinigen und pflegen

        d)  Maschinenstörungen feststellen und Fehlerbeseitigung einleiten,
            Vorbeugemaßnahmen ergreifen

        e)  vorbeugende Instandhaltung durchführen, insbesondere Verschleißteile
            kontrollieren, austauschen oder Austausch veranlassen

    *
    *
    *   6

    *

*    *   10

    *   Herstellen von Rohteilen
        (§ 3 Nr. 10)

    *
        a)  textile Flächengebilde, Plüsche, Leder und Kunstleder
            schnittmustergerecht zuschneiden und ausstanzen sowie Schnitteile für
            die Weiterverarbeitung markieren

        b)  Zuschnittschablonen anfertigen und unter Beachtung rationeller
            Einteilung sowie von Qualität und Musterverlauf einsetzen

        c)  Vorrichtungen und Schablonen zur Holzbearbeitung herstellen

        d)  prismatische, rotationssymmetrische und flächenhafte Holzteile
            anfertigen

    *
    *   14

    *
    *

*    *
        e)  Kunststoffteile nach unterschiedlichen Verfahrenstechniken unter
            Einhaltung von Rezepturen und technologischen Parametern anfertigen

        f)  Materialbedarf ermitteln

    *
    *
    *
    *   10

*    *   11

    *   Veredeln von Oberflächen
        (§ 3 Nr. 11)

    *
        a)  Werkstoff und Oberflächenart bestimmen

        b)  unterschiedliche Verfahrenstechniken zur Oberflächenbehandlung
            anwenden, insbesondere Schleifen, Beizen, Mattieren, Lackieren und
            Auswischen

    *   6

    *
    *
    *

*    *
        c)  mit Farbe gestalten, insbesondere durch Bemalen, Bedrucken,
            Farbspritzen und Prägen

        d)  Reststoffe nach Sorten trennen, lagern und umweltgerecht entsorgen

    *
    *
    *   6

    *

*    *   12

    *   Zusammenfügen und Montieren
        (§ 3 Nr. 12)

    *
        a)  Kleb-, Schweiß- und Lötarbeiten ausführen

        b)  Hand- und Maschinennäharbeiten ausführen, Sticharten anwenden und
            Nährvorgang überwachen

        c)  geeignete Grifftechniken anwenden, richtige Körperhaltung beachten

        d)  Baugruppen montieren, insbesondere kleben, schrauben und nageln

    *
    *   12

    *
    *

*    *
        e)  Körper- und Zubehörteile montieren

        f)  Effekt- und Bewegungsmechanismen einbauen

        g)  Hohlkörper wenden, füllen, stopfen und ausformen

        h)  Augen einsetzen

        i)  Haare befestigen

    *
    *
    *
    *   8

*    *   13

    *   Dekorieren
        (§ 3 Nr. 13)

    *
        a)  Zubehör zum Komplettieren und Ausstatten zuordnen

        b)  ankleiden und Frisuren gestalten

        c)  Plüschnähte auskratzen, Körper ausformen und garnieren

        d)  Bau- und Körperteile gestalten, insbesondere durch Bemalen, Spritzen
            und Aufsticken

    *
    *
    *
    *   8

*    *   14

    *   Qualitätssicherung
        (§ 3 Nr. 14)

    *
        a)  Ziele, Aufgaben und betrieblichen Aufbau der Qualitätssicherung sowie
            produktspezifische Vorschriften beachten

        b)  Qualitätsabweichungen feststellen, Fehlerursachen erkennen,
            Fehlerbeseitigung einleiten

    *   6

    *
    *
    *

*    *
        c)  Qualität überprüfen, insbesondere auf Funktionstüchtigkeit und
            Verarbeitung

        d)  Prüftechniken anwenden und Prüfergebnisse bewerten

        e)  Datenerfassungs- und -auswertungssysteme handhaben

        f)  Retouren und Reklamationen bearbeiten

        g)  Erzeugnisse gemäß den betrieblichen Richtlinien verpacken sowie lager-
            und versandfertig machen

    *
    *
    *
    *   4

*    *   15

    *
    *   Zur Fortsetzung der Berufsausbildung sollen Ausbildungsinhalte aus der
        laufenden Nummer 8, aus der laufenden Nummer 12 oder der laufenden
        Nummer 13 des Ausbildungsrahmenplanes unter Berücksichtigung
        betriebsbedingter Schwerpunkte vertieft vermittelt werden.

    *
    *
    *   4

    *   8

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/spielzherstausbv/__9.html
Directory: spielzherstausbv
Level: 2.0