Title: § 56b Erforderliche Unterlagen

Description:
Studien- und Prüfungsverordnung für Hebammen (HebStPrV)
Teil 4 - Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen und erforderliche Anpassungsmaßnahmen
Abschnitt 5 - Verfahren zur Erteilung der Erlaubnis zur partiellen Berufsausübung nach § 59a des Hebammengesetzes
§ 56b Erforderliche Unterlagen

Paragraph: 56b

Content:
Studien- und Prüfungsverordnung für Hebammen (HebStPrV)
Teil 4 - Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen und erforderliche Anpassungsmaßnahmen
Abschnitt 5 - Verfahren zur Erteilung der Erlaubnis zur partiellen Berufsausübung nach § 59a des Hebammengesetzes
§ 56b Erforderliche Unterlagen

(1) Personen, die die Erlaubnis zur partiellen Berufsausübung nach §
59a des Hebammengesetzes aufgrund einer außerhalb des Geltungsbereichs
des Hebammengesetzes erworbenen Berufsqualifikation beantragen, haben
dem Antrag folgende Unterlagen beizufügen:

1.  eine tabellarische Aufstellung der absolvierten Ausbildungsgänge und
    der ausgeübten Erwerbstätigkeiten in deutscher Sprache,

2.  einen Identitätsnachweis,

3.  eine Bescheinigung über eine Berufsqualifikation, aus der sich ergibt,
    dass die Berufsqualifikation erforderlich ist für die Ausübung einer
    beruflichen Tätigkeit in einem anderen Mitgliedstaat, in einem anderen
    Vertragsstaat oder in einem gleichgestellten Staat, die den
    Tätigkeiten einer Hebamme nur partiell entsprechen, sowie die
    Ausbildungsnachweise, die den Erwerb dieser Berufsqualifikation
    belegen,

4.  sofern vorhanden, eine Bescheinigung über die erworbene
    Berufserfahrung oder Nachweise über Kenntnisse und Fähigkeiten, die
    durch lebenslanges Lernen erworben worden sind,

5.  eine Erklärung, dass bisher noch kein Antrag auf Feststellung der
    Gleichwertigkeit gestellt wurde, und

6.  einen Nachweis über die Kenntnisse der deutschen Sprache der
    antragstellenden Person.

(2) Die Unterlagen nach Absatz 1 Nummer 2 bis 4 sind der zuständigen
Behörde in Form von Abschriften vorzulegen oder elektronisch zu
übermitteln. Von den Unterlagen nach Absatz 1 Nummer 3 und 4 sind
Übersetzungen in deutscher Sprache vorzulegen. Darüber hinaus kann die
zuständige Behörde von allen nachgereichten Unterlagen Übersetzungen
in deutscher Sprache verlangen. Die Übersetzungen sind von einer
öffentlich bestellten oder beeidigten Übersetzerin oder einem
öffentlich bestellten oder beeidigten Übersetzer erstellen zu lassen.

(3) Die zuständige Behörde kann abweichend von Absatz 2 eine andere
Form für die vorzulegenden Dokumente zulassen. Sie kann auf die
Übersetzung der Unterlagen in deutscher Sprache verzichten sowie eine
Übersetzung der Unterlagen in englischer Sprache zulassen.

(4) Die zuständige Behörde kann die antragstellende Person auffordern,
innerhalb einer angemessenen Frist Informationen zum Inhalt und zur
Dauer der im Ausland absolvierten Berufsbildung sowie zu sonstigen
Berufsqualifikationen vorzulegen, soweit dies zur Bewertung der
Voraussetzungen nach § 59a des Hebammengesetzes erforderlich ist.
Soweit die Ausbildung in einem Mitgliedstaat, in einem Vertragsstaat
oder in einem gleichgestellten Staat absolviert wurde, kann sich die
zuständige Behörde an die zuständige Stelle des Ausbildungsstaats
wenden.

(5) Bestehen begründete Zweifel an der Echtheit oder der inhaltlichen
Richtigkeit der vorgelegten Unterlagen, kann die zuständige Behörde
die antragstellende Person auffordern, innerhalb einer angemessenen
Frist Originale, beglaubigte Abschriften oder weitere geeignete
Unterlagen vorzulegen. Bei Unterlagen, die in einem Mitgliedstaat,
einem Vertragsstaat oder einem gleichgestellten Staat ausgestellt oder
anerkannt wurden, kann sich die zuständige Behörde im Fall begründeter
Zweifel an der Echtheit der Unterlagen sowohl an die zuständige Stelle
des Ausbildungs- oder Anerkennungsstaats wenden als auch die
antragstellende Person auffordern, beglaubigte Abschriften vorzulegen.
Eine solche Aufforderung hemmt nicht den Fristlauf nach § 56c.

(6) Die antragstellende Person hat durch geeignete Unterlagen
darzulegen, im Inland eine Erwerbstätigkeit ausüben zu wollen.
Geeignete Unterlagen sind insbesondere

1.  der Nachweis einer Kontaktaufnahme mit potenziellen Arbeitgebern,

2.  ein Geschäftskonzept oder

3.  der Vermerk über eine Standortberatung der Zentralen Servicestelle
    Berufsanerkennung.

Die zuständige Behörde darf nicht zwingend einen Vermerk über eine
Standortberatung nach Satz 1 Nummer 3 fordern, wenn durch andere
Unterlagen die Erwerbsabsicht dargelegt wurde. Für antragstellende
Personen mit Wohnsitz in einem Mitgliedstaat, in einem Vertragsstaat
oder in einem gleichgestellten Staat sowie für Staatsangehörige dieser
Staaten ist diese Darlegung entbehrlich, sofern keine besonderen
Gründe gegen eine entsprechende Absicht sprechen.

(7) Die §§ 54 bis 56 gelten entsprechend.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hebstprv/__56b.html
Directory: hebstprv
Level: 4.0