Title: § 19 Benachrichtigung über die Verschuldung der Kreditnehmer

Description:
Verordnung zur Ergänzung der Großkreditvorschriften nach der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 und zur Ergänzung der Millionenkreditvorschriften nach dem Kreditwesengesetz (GroMiKV 2014)
Teil 3 - Benachrichtigung nach § 14 Absatz 2 Satz 1 des Kreditwesengesetzes
§ 19 Benachrichtigung über die Verschuldung der Kreditnehmer

Paragraph: 19

Content:
Verordnung zur Ergänzung der Großkreditvorschriften nach der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 und zur Ergänzung der Millionenkreditvorschriften nach dem Kreditwesengesetz (GroMiKV 2014)
Teil 3 - Benachrichtigung nach § 14 Absatz 2 Satz 1 des Kreditwesengesetzes
§ 19 Benachrichtigung über die Verschuldung der Kreditnehmer

(1) Die Benachrichtigung nach § 14 Absatz 2 Satz 1 des
Kreditwesengesetzes stellt die Evidenzzentrale den am
Millionenkreditmeldeverfahren beteiligten Unternehmen in
elektronischer Form zur Verfügung.

(2) Die Evidenzzentrale hat die Angaben über die Verschuldung eines
Kreditnehmers und einer Kreditnehmereinheit, der dieser zugehört, bei
den am Millionenkreditmeldeverfahren beteiligten Unternehmen in der
Benachrichtigung nach § 14 Absatz 2 Satz 1 des Kreditwesengesetzes in
die Betragspositionen POS 100 bis 102 und 110 bis 150 des Formulars
nach § 17 Absatz 1 Satz 2 der Anlage 7 aufzugliedern.

(3) Die Benachrichtigung nach § 14 Absatz 2 Satz 1 des
Kreditwesengesetzes muss die Angabe des Medians der prognostizierten
Ausfallwahrscheinlichkeiten im Sinne der Artikel 92 bis 386 der
Verordnung (EU) Nr. 575/2013 für einen Kreditnehmer umfassen, wenn

1.  das zu benachrichtigende am Millionenkreditmeldeverfahren beteiligte
    Unternehmen eine solche prognostizierte Ausfallwahrscheinlichkeit
    gemeldet hat und

2.  insgesamt mindestens drei am Millionenkreditmeldeverfahren beteiligte
    Unternehmen eine solche prognostizierte Ausfallwahrscheinlichkeit
    gemeldet haben.

Haben mindestens vier am Millionenkreditmeldeverfahren beteiligte
Unternehmen eine Ausfallwahrscheinlichkeit angezeigt, ist zusätzlich
die Bandbreite als Differenz aus der geringsten und der höchsten
gemeldeten prognostizierten Ausfallwahrscheinlichkeit (Maximum minus
Minimum) auszuweisen.

(4) Die Evidenzzentrale teilt den am Millionenkreditmeldeverfahren
beteiligten Unternehmen Betragsdatenkorrekturen zu den letzten zwei
Meldeterminen mit. Die Korrekturbenachrichtigung ist entsprechend der
Vorgaben der Absätze 2 und 3 aufzugliedern. Die Deutsche Bundesbank
ist nicht verpflichtet, Betragsdatenkorrekturen für davor liegende
Meldetermine vorzunehmen und diese mitzuteilen.

(5) Die Evidenzzentrale kann jedem am Millionenkreditmeldeverfahren
beteiligten Unternehmen für den nächsten Meldetermin in elektronischer
Form eine Rückmeldung als Grundlage für die Meldung der zum
Meldetermin bestehenden Millionenkredite, die Stammdaten und weitere
gemeldete Informationen zu den Kreditnehmern und Kreditnehmereinheiten
enthält, die von den am Millionenkreditmeldeverfahren beteiligten
Unternehmen zum vorhergehenden Meldetermin von diesen gemeldet wurden,
bereitstellen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gromikv_2014/__19.html
Directory: gromikv_2014
Level: 3.0