Title: § 2b Verwendung von erlegtem Großwild für den eigenen häuslichen Verbrauch

Description:
Verordnung über Anforderungen an die Hygiene beim Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von bestimmten Lebensmitteln tierischen Ursprungs (Tier-LMHV)
Abschnitt 1a - Amtliche Untersuchungen bei der Gewinnung von Fleisch für den eigenen häuslichen Verbrauch
§ 2b Verwendung von erlegtem Großwild für den eigenen häuslichen Verbrauch

Paragraph: 2b

Content:
Verordnung über Anforderungen an die Hygiene beim Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von bestimmten Lebensmitteln tierischen Ursprungs (Tier-LMHV)
Abschnitt 1a - Amtliche Untersuchungen bei der Gewinnung von Fleisch für den eigenen häuslichen Verbrauch
§ 2b Verwendung von erlegtem Großwild für den eigenen häuslichen Verbrauch

(1) Wer von ihm selbst erlegtes Großwild für den eigenen häuslichen
Verbrauch in Eigenbesitz genommen hat, hat das Wild vor der weiteren
Bearbeitung bei der für den Erlegeort oder seinen Wohnort zuständigen
Behörde

1.  zur amtlichen Fleischuntersuchung anzumelden, wenn vor oder nach dem
    Erlegen des Wildes Merkmale nach Anlage 4 Nummer 1.3 von ihm
    festgestellt worden sind, und

2.  im Falle von Wildschweinen oder anderen Tieren, die Träger von
    Trichinen sein können, zur amtlichen Untersuchung auf Trichinen
    anzumelden.

(2) Im Falle des § 6 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 der Tierische
Lebensmittel-Überwachungsverordnung hat der Jäger das Wild zur
Untersuchung auf Trichinen nach Absatz 1 Nummer 2 unter Verwendung
eines Wildursprungsscheins nach Form und Inhalt des Musters der Anlage
8a anzumelden. Der Wildursprungsschein nach Satz 1 hat unbeschadet
weitergehender landesrechtlicher Vorschriften aus einem für die
zuständige Behörde bestimmten Original und zwei Durchschriften zu
bestehen. Der Jäger darf einen Tierkörper oder Fleisch von
Wildschweinen oder Dachsen nicht für den eigenen häuslichen Verbrauch
verwenden, bevor

1.  der Untersucher im Wildursprungsschein vermerkt hat, dass Trichinen
    nicht nachgewiesen worden sind, oder

2.  der Zeitpunkt erreicht ist, ab dem der Jäger laut Eintragung des
    Untersuchers im Wildursprungsschein über das Wildbret verfügen darf,
    und der Untersucher dem Jäger bis zu diesem Zeitpunkt nicht mitgeteilt
    hat, dass Trichinen nachgewiesen worden sind.

Die zuständige Behörde kann dem Jäger eine Durchschrift des
Wildursprungsscheins elektronisch übermitteln.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/tier-lmhv/__2b.html
Directory: tier-lmhv
Level: 3.0