Title: § 321a Offenlegung des Prüfungsberichts in besonderen Fällen

Description:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Zweiter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften
Dritter Unterabschnitt - Prüfung
§ 321a Offenlegung des Prüfungsberichts in besonderen Fällen

Paragraph: 321a

Content:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Zweiter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften
Dritter Unterabschnitt - Prüfung
§ 321a Offenlegung des Prüfungsberichts in besonderen Fällen

(1) Wird über das Vermögen der Gesellschaft ein Insolvenzverfahren
eröffnet oder wird der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahren
mangels Masse abgewiesen, so hat ein Gläubiger oder Gesellschafter die
Wahl, selbst oder durch einen von ihm zu bestimmenden
Wirtschaftsprüfer oder im Fall des § 319 Abs. 1 Satz 2 durch einen
vereidigten Buchprüfer Einsicht in die Prüfungsberichte des
Abschlussprüfers über die aufgrund gesetzlicher Vorschriften
durchzuführende Prüfung des Jahresabschlusses der letzten drei
Geschäftsjahre zu nehmen, soweit sich diese auf die nach § 321
geforderte Berichterstattung beziehen. Der Anspruch richtet sich gegen
denjenigen, der die Prüfungsberichte in seinem Besitz hat.

(2) Bei einer Aktiengesellschaft oder einer Kommanditgesellschaft auf
Aktien stehen den Gesellschaftern die Rechte nach Absatz 1 Satz 1 nur
zu, wenn ihre Anteile bei Geltendmachung des Anspruchs zusammen den
einhundertsten Teil des Grundkapitals oder einen Börsenwert von 100
000 Euro erreichen. Dem Abschlussprüfer ist die Erläuterung des
Prüfungsberichts gegenüber den in Absatz 1 Satz 1 aufgeführten
Personen gestattet.

(3) Der Insolvenzverwalter oder ein gesetzlicher Vertreter des
Schuldners kann einer Offenlegung von Geheimnissen, namentlich
Betriebs- oder Geschäftsgeheimnissen, widersprechen, wenn die
Offenlegung geeignet ist, der Gesellschaft einen erheblichen Nachteil
zuzufügen. § 323 Abs. 1 und 3 bleibt im Übrigen unberührt. Unbeschadet
des Satzes 1 sind die Berechtigten nach Absatz 1 Satz 1 zur
Verschwiegenheit über den Inhalt der von ihnen eingesehenen Unterlagen
nach Absatz 1 Satz 1 verpflichtet.

(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten entsprechend, wenn der Schuldner zur
Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts
verpflichtet ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__321a.html
Directory: hgb
Level: 5.0