Title: **Nr. 29: Anmerkungen zur Nachweisung 230**

Description:
Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BerVersV 2017)
**Nr. 29: Anmerkungen zur Nachweisung 230**

Paragraph: 27

Content:
Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BerVersV 2017)
**Nr. 29: Anmerkungen zur Nachweisung 230**

1.  In einer Anlage sind hier zusätzlich die im Geschäftsjahr auf
    Beitragserhöhungen zurückzuführenden Mehrbeiträge anzugeben. Zur
    Ermittlung der Mehrbeiträge sind die Beitragserhöhungen jeweils mit
    der sich aus dem genauen Veränderungszeitpunkt ergebenden Zahl der
    verbleibenden Monate des Geschäftsjahres zu vervielfältigen und als
    Gesamtbetrag für alle betroffenen Tarife anzugeben. Hierbei sind die
    Tarife so zu Gruppen zusammenzufassen, dass sie mit den
    Versicherungsarten entsprechend der Spalteneinteilung der Nachweisung
    übereinstimmen. Darüber hinaus ist je Gruppe der Zeitpunkt der
    Anpassungen nachrichtlich zu vermerken.

2.  Hierunter sind auch reine Tarifzunahmen und Tarifabgänge zu erfassen.

3.  Unter diesem Posten sind Bewegungen zu erfassen, deren Ausweis nicht
    in einem anderen Posten vorgesehen ist. Die in diesen Posten
    eingehenden Größen sind im Einzelnen in einer Anlage zu erläutern.

4.  In den Zeilen 21 bis 26 der Seite 1 sind Versicherungen gegen
    Einmalbeitrag nicht zu berücksichtigen. Die Angabe des
    Versicherungsgeschäfts, auf das unmittelbare Abschlusskosten entfallen
    (Zeilen 21 bis 23), erfolgt in Monats-Sollbeträgen in Euro. Unter dem
    „Versicherungsgeschäft“ ist dabei neben dem Neugeschäft auch das auf
    Grund von Vertragsänderungen Abschlusskosten verursachende
    Versicherungsgeschäft zu erfassen.

5.  Eine Krankheitskostenvollversicherung ist dann und nur dann dem
    Bereich Beihilfeversicherung zuzuordnen, wenn dies offensichtlich ist
    oder die allgemeinen Krankenhausleistungen bis maximal 50 Prozent
    abgesichert sind. Falls ohne großen technischen Aufwand eine exakte
    Zuordnung nicht möglich ist, können einzelne Tarife aus dem Bereich
    Beihilfeversicherung (mit Erstattungen über 50 Prozent) in Zeile 23
    „Nicht-Beihilfeberechtigte“ erfasst werden.

6.  Eine Krankheitskostenvollversicherung liegt für eine Person dann und
    nur dann vor, wenn für diese Person bei dem Unternehmen auch die
    allgemeinen Krankenhausleistungen versichert sind und es sich bei den
    allgemeinen Krankenhausleistungen nicht um die Absicherung von
    Differenzkosten zur GKV-Leistung handelt. Alle anderen
    Krankheitskostenversicherungen sind in der Spalte „Sonstige“ zu
    erfassen.

    Sofern Kombinationen selbständiger ambulanter und stationärer
    Krankheitskostenvollversicherungen Krankenhaustagegeldversicherungen
    enthalten, ist die Prämie auf Seite 2 auf Spalte 01 und 03 aufzuteilen
    und die Person auf Seite 6 sowohl in Spalte 01 als auch in Spalte 03
    zu erfassen.

7.  Unselbständige Zusatzversicherungen (solche, die nicht ohne Haupttarif
    bestehen können) sind zusammen mit der Hauptversicherung zu erfassen
    und auf den Seiten 5 bis 7 nicht selbständig zu zählen.

8.  Hier sind Versicherungsarten zu erfassen, deren Ausweis nicht in einem
    anderen Posten vorgesehen ist. Die in diesen Posten eingehenden Größen
    sind im Einzelnen in einer Anlage zu erläutern.

9.  Hier sind auch die selbständigen Teilversicherungen, die jeweils das
    ambulante oder stationäre Krankheitskostenrisiko voll decken,
    auszuweisen.

10. Hier sind auch die Lohnfortzahlungsversicherungen zu erfassen.

11. Bei der Erstellung der Nachweisung ist zu beachten, dass
    Zugänge/Veränderungen zum 1. Januar des Geschäftsjahres nicht im
    Bestand am Anfang des Geschäftsjahres enthalten sind, sondern unter
    Zugänge/
    Veränderungen                    während des Geschäftsjahres erfasst
    werden. Unter Abgänge/Veränderungen werden auch Kündigungen zum 31.
    Dezember des Vorjahres erfasst, nicht hingegen die Kündigungen zum 31.
    Dezember des Geschäftsjahres, so dass letztere noch als Bestand des
    Geschäftsjahres mitgezählt werden. Damit ist der Anfangsbestand eines
    Geschäftsjahres gleich dem Endbestand des Vorjahres.

12. In Spalte 01 der Seite 5 ist eine Person, die in mehreren
    Versicherungsarten versichert ist, nur einmal zu zählen. Die
    versicherten Personen bei Beihilfeablöse-, Auslands-, Restschuld- und
    Lohnfortzahlungsversicherungen werden nicht berücksichtigt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/berversv_2017/__27.html
Directory: berversv_2017
Level: 2.0