Title: **Nr. 12: Anmerkungen zur Nachweisung 113**

Description:
Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BerVersV 2017)
**Nr. 12: Anmerkungen zur Nachweisung 113**

Paragraph: 27

Content:
Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BerVersV 2017)
**Nr. 12: Anmerkungen zur Nachweisung 113**

1.  Die Nachweisung ist für folgende Teilkollektivgruppen vorzulegen:

    a)  für den Bestand sämtlicher überschussberechtigter Verträge
        (Teilkollektivgruppe 399);

    b)  für den Bestand der überschussberechtigten Verträge, die nicht am
        Verfahren zur Bildung eines kollektiven Teils der RfB teilnehmen
        (Teilkollektivgruppe 300);

    c)  für jeden Bestand von überschussberechtigten Verträgen, für den
        innerhalb der RfB ein kollektiver Teil eingerichtet wird.

    Die Abgrenzung der Teilkollektivgruppen nach den Buchstaben b und c
    ist in einer Anlage zu erläutern. Eine Teilkollektivgruppe nach
    Buchstabe c hat alle überschussberechtigten Verträge zu umfassen, die
    im Rahmen der §§ 3 und 4 RfBV zu demselben kollektiven Teil der RfB
    beitragen können. Die Teilkollektivgruppen nach Buchstabe c sind
    fortlaufend zu nummerieren, beginnend mit der Nummer 301. Frei
    werdende Nummern sind nicht neu zu belegen. Die für die
    Teilkollektivgruppen 300 bis 398 angegebenen Euro-Beträge addieren
    sich zur Teilkollektivgruppe 399.

2.  Hier ist der Betrag der für die Zuteilung im Folgejahr innerhalb der
    RfB festgelegten deklarierten Überschussanteile zuzüglich des
    voraussichtlichen Aufwands im Folgejahr für die deklarierte
    Direktgutschrift anzugeben.

3.  Die Bemessungsgröße für den Prozentsatz nach § 3 Absatz 3 RfBV ist
    versicherungstechnisch auf die Teilkollektivgruppen 300 bis 398
    aufzuteilen.

4.  Die Prozentsätze sind aufgerundet als ganze Zahl anzugeben,
    beispielsweise „100“ für 100 Prozent. Für die Teilkollektivgruppen 300
    und 399 ist in Zeile 04 formal die Zahl „100“ und in Zeile 05 formal
    die Zahl „60“ einzutragen.

5.  Die Zusammensetzung dieses Postens ist in einer Anlage zu erläutern.
    Eine Überführung der verzinslichen Ansammlung in die
    Deckungsrückstellung, die über die RfB geleitet wird (z. B. in der
    Rentenversicherung bei Rentenübergang), ist als sonstige
    Zuführung/sonstige Entnahme auszuweisen. Soweit der Aufwand für die
    Direktgutschrift durch eine erfolgswirksame Entnahme aus der RfB
    finanziert wurde, ist eine sonstige Entnahme zu zeigen; der
    entsprechende sonstige versicherungstechnische Ertrag ist in
    Nachweisung 219, Seite 5, Zeile 06 auszuweisen. In gleicher Weise sind
    Entnahmen zu behandeln, die auf Grund des § 140 Absatz 1 Satz 2 VAG
    erfolgen. Rückführungen aus dem kollektiven Teil der RfB, die auf
    Grund des § 3 Absatz 4 RfBV zugunsten einzelner Teilbestände geleistet
    werden, sind in Zeile 09 auszuweisen.

6.  Hier sind die Entnahmen aus der RfB anzugeben, die auf die Beteiligung
    an den Bewertungsreserven entfällt, soweit sie eine etwaige
    Mindestbeteiligung übersteigt.

7.  Hier sind diejenigen Bewegungen zwischen der RfB des Neu- und
    Altbestands und dem kollektiven Teil der RfB auszuweisen, die auf
    Grund des § 3 Absatz 2 und 3 RfBV stattfinden. Mittelabflüsse sind mit
    einem negativen Vorzeichen zu versehen. Mittelzuflüsse sind ohne
    Vorzeichen anzugeben. Rückführungen aus dem kollektiven Teil der RfB
    an die Teilbestände sind in einer Anlage zu erläutern; dabei ist
    insbesondere auf den Grund der Rückführung und den verwendeten
    Verteilungsschlüssel einzugehen.

8.  Hier sind die Beträge anzugeben, die auf Grund der Deklaration bzw.
    auf Grund der Ausgestaltung des Verfahrens zur Beteiligung an den
    Bewertungsreserven in den folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich
    der RfB zu entnehmen sind. Dabei sind auch Beträge zu berücksichtigen,
    die infolge versetzter oder verlängerter Deklarationszeiträume
    voraussichtlich nach dem Ende des folgenden Geschäftsjahres entnommen
    werden; dieser Teilbetrag ist in einer Anlage zu nennen.

9.  Hier ist der Schlussüberschussanteilfonds nach Maßgabe des § 28 Absatz
    8 Nummer 2 Buchstabe e, f und g RechVersV anzugeben.

10. Als Neubestand sind alle Verträge zu behandeln, die nicht als
    Altbestand zu qualifizieren sind. Als Altbestand sind alle nach von
    der Aufsichtsbehörde genehmigten Geschäftsplänen abgeschlossenen
    Verträge zu behandeln, die bis zum 28. Juli 1994 (§ 336 VAG) oder im
    Rahmen der Übergangsvorschrift des Artikels 16 § 2 Satz 2 des Dritten
    Durchführungsgesetzes/EWG zum VAG abgeschlossen worden sind. Die nach
    dem 31. Dezember 1994 und vor dem 1. Januar 1998 abgeschlossenen
    Versicherungsverträge, bei denen bei unverändertem Verfahren der
    Risikoeinschätzung die Prämien und Leistungen mit den dem Altbestand
    zuzuordnenden Versicherungsverträgen übereinstimmen (Zwischenbestand),
    sind beim Altbestand zu erfassen, soweit dies bereits am 12. April
    2008 der Fall war.

11. In den Zeilen 06 bis 19 der Spalte 04 ist die Bewegung des kollektiven
    Teils der RfB, der der Teilkollektivgruppe zugeordnet ist,
    darzustellen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/berversv_2017/__27.html
Directory: berversv_2017
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