Title: § 3 Allgemeine Ausnahmen von der Besteuerung

Description:
Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG 1983)
Zweiter Abschnitt - Steuervergünstigungen
§ 3 Allgemeine Ausnahmen von der Besteuerung

Paragraph: 3

Content:
Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG 1983)
Zweiter Abschnitt - Steuervergünstigungen
§ 3 Allgemeine Ausnahmen von der Besteuerung

Von der Besteuerung sind ausgenommen:

1.  der Erwerb eines Grundstücks, wenn der für die Berechnung der Steuer
    maßgebende Wert (§ 8) 2 500 Euro nicht übersteigt;

2.  der Grundstückserwerb von Todes wegen und Grundstücksschenkungen unter
    Lebenden im Sinne des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes.
    Schenkungen unter einer Auflage unterliegen der Besteuerung jedoch
    hinsichtlich des Werts solcher Auflagen, die bei der Schenkungsteuer
    abziehbar sind;

3.  der Erwerb eines zum Nachlaß gehörigen Grundstücks durch Miterben zur
    Teilung des Nachlasses. Den Miterben steht der überlebende Ehegatte
    oder Lebenspartner gleich, wenn er mit den Erben des verstorbenen
    Ehegatten oder Lebenspartners gütergemeinschaftliches Vermögen zu
    teilen hat oder wenn ihm in Anrechnung auf eine Ausgleichsforderung am
    Zugewinn des verstorbenen Ehegatten oder Lebenspartners ein zum
    Nachlass gehöriges Grundstück übertragen wird. Den Miterben stehen
    außerdem ihre Ehegatten oder ihre Lebenspartner gleich;

4.  der Grundstückserwerb durch den Ehegatten oder den Lebenspartner des
    Veräußerers;

5.  der Grundstückserwerb durch den früheren Ehegatten des Veräußerers im
    Rahmen der Vermögensauseinandersetzung nach der Scheidung;

5a. der Grundstückserwerb durch den früheren Lebenspartner des Veräußerers
    im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung nach der Aufhebung der
    Lebenspartnerschaft;

6.  der Erwerb eines Grundstücks durch Personen, die mit dem Veräußerer in
    gerader Linie verwandt sind oder deren Verwandtschaft durch die
    Annahme als Kind bürgerlich-rechtlich erloschen ist. Den Abkömmlingen
    stehen die Stiefkinder gleich. Den in den Sätzen 1 und 2 genannten
    Personen stehen deren Ehegatten oder deren Lebenspartner gleich;

7.  der Erwerb eines zum Gesamtgut gehörigen Grundstücks durch Teilnehmer
    an einer fortgesetzten Gütergemeinschaft zur Teilung des Gesamtguts.
    Den Teilnehmern an der fortgesetzten Gütergemeinschaft stehen ihre
    Ehegatten oder ihre Lebenspartner gleich;

8.  der Rückerwerb eines Grundstücks durch den Treugeber bei Auflösung des
    Treuhandverhältnisses. Voraussetzung ist, daß für den Rechtsvorgang,
    durch den der Treuhänder den Anspruch auf Übereignung des Grundstücks
    oder das Eigentum an dem Grundstück erlangt hatte, die Steuer
    entrichtet worden ist. Die Anwendung der Vorschrift des § 16 Abs. 2
    bleibt unberührt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/grestg_1983/__3.html
Directory: grestg_1983
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