Title: § 143 Rechtsfolgen

Description:
Insolvenzordnung (InsO)
Dritter Teil - Wirkungen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens
Dritter Abschnitt - Insolvenzanfechtung
§ 143 Rechtsfolgen

Paragraph: 143

Content:
Insolvenzordnung (InsO)
Dritter Teil - Wirkungen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens
Dritter Abschnitt - Insolvenzanfechtung
§ 143 Rechtsfolgen

(1) Was durch die anfechtbare Handlung aus dem Vermögen des Schuldners
veräußert, weggegeben oder aufgegeben ist, muß zur Insolvenzmasse
zurückgewährt werden. Die Vorschriften über die Rechtsfolgen einer
ungerechtfertigten Bereicherung, bei der dem Empfänger der Mangel des
rechtlichen Grundes bekannt ist, gelten entsprechend. Eine Geldschuld
ist nur zu verzinsen, wenn die Voraussetzungen des Schuldnerverzugs
oder des § 291 des Bürgerlichen Gesetzbuchs vorliegen; ein darüber
hinausgehender Anspruch auf Herausgabe von Nutzungen eines erlangten
Geldbetrags ist ausgeschlossen.

(2) Der Empfänger einer unentgeltlichen Leistung hat diese nur
zurückzugewähren, soweit er durch sie bereichert ist. Dies gilt nicht,
sobald er weiß oder den Umständen nach wissen muß, daß die
unentgeltliche Leistung die Gläubiger benachteiligt.

(3) Im Fall der Anfechtung nach § 135 Abs. 2 hat der Gesellschafter,
der die Sicherheit bestellt hatte oder als Bürge haftete, die dem
Dritten gewährte Leistung zur Insolvenzmasse zu erstatten. Die
Verpflichtung besteht nur bis zur Höhe des Betrags, mit dem der
Gesellschafter als Bürge haftete oder der dem Wert der von ihm
bestellten Sicherheit im Zeitpunkt der Rückgewähr des Darlehens oder
der Leistung auf die gleichgestellte Forderung entspricht. Der
Gesellschafter wird von der Verpflichtung frei, wenn er die
Gegenstände, die dem Gläubiger als Sicherheit gedient hatten, der
Insolvenzmasse zur Verfügung stellt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__143.html
Directory: inso
Level: 4.0