Title: Anlage Verfahren zur Bestimmung des Phosphatgehaltes in Wasch- und Reinigungsmitteln

Description:
Verordnung über Höchstmengen für Phosphate in Wasch- und Reinigungsmitteln (PHöchstMengV)
Anlage Verfahren zur Bestimmung des Phosphatgehaltes in Wasch- und Reinigungsmitteln

Paragraph: 8

Content:
Verordnung über Höchstmengen für Phosphate in Wasch- und Reinigungsmitteln (PHöchstMengV)
Anlage Verfahren zur Bestimmung des Phosphatgehaltes in Wasch- und Reinigungsmitteln

Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1980, 666
Der Phosphatgehalt in Wasch- und Reinigungsmitteln ist wie folgt zu
bestimmen:

1.  Gebindeauswahl und Probenahme

    Es sind mindestens 10 volle Gebinde mit einer Gesamtmenge von
    mindestens 10 Litern bei pulverförmigen und von mindestens 5 Kilogramm
    bei flüssigen Wasch- und Reinigungsmitteln auszuwählen. Vorhandene
    Betriebstagebücher sind in angemessener Weise mit zu berücksichtigen.
    Soweit möglich, sind die Gebinde von unterschiedlichen Tagen und
    Abfülleinrichtungen auszuwählen.

    Den Gebinden sind 10 Einzelproben zu entnehmen, und zwar bei
    pulverförmigen Wasch- und Reinigungsmitteln je Gebinde ca. 1 Liter,
    bei flüssigen Wasch- und Reinigungsmitteln je Gebinde ca. 100 Gramm;
    soweit erforderlich, sind mehrere kleine Gebinde zu vereinigen.

2.  Ermittlung der Anwendungsmenge

    Bei pulverförmigen Wasch- und Reinigungsmitteln zur Verwendung im
    Haushalt ist die Anwendungsmenge in Gramm durch Bestimmung der
    mittleren Schüttdichte der 10 Einzelproben in Gramm je Milliliter,
    durch die Bestimmung des mittleren Dosiervolumens der den Gebinden
    beigefügten Dosiergefäße in Millilitern und durch Feststellung der
    Anzahl von Dosiergefäßfüllungen zu ermitteln, die für die
    Wasserhärtebereiche 1 bis 4 für Waschmaschinen mit einem
    Fassungsvermögen von 4 bis 5 Kilogramm für durchschnittlich
    verschmutzte Wäsche empfohlen wird.

    Bei flüssigen Wasch- und Reinigungsmitteln zur Verwendung im Haushalt
    ist die Anwendungsmenge entsprechend in Gramm aus der Bestimmung der
    mittleren Füllmenge der den Gebinden beigefügten Dosierungsgefäße und
    durch Feststellung der vom Hersteller empfohlenen Anzahl von
    Dosiergefäßfüllungen zu ermitteln.

    Die Anwendungsmenge ist in beiden vorgenannten Fällen beim Hersteller,
    Einführer oder Vertriebsunternehmen zu bestimmen.

    Bei Wasch- und Reinigungsmitteln für Wäschereien ist die jeweilige
    Anwendungsmenge unmittelbar aus den Dosierungsempfehlungen in Gramm je
    Liter zu ermitteln, wobei ein Verhältnis von 1 Kilogramm Trockenwäsche
    zu 5 Litern Waschlauge zugrunde zu legen ist.

3.  Ermittlung des Phosphatgehaltes der Wasch- und Reinigungsmittel

    Aus den 10 Einzelproben ist eine repräsentative Mischprobe bereits
    beim Hersteller, Einführer oder Vertriebsunternehmen herzustellen. Auf
    dessen Verlangen ist ein Teil der Mischprobe amtlich verschlossen oder
    versiegelt bei ihm zurückzulassen (§ 10 Abs. 2 Satz 2 des
    Waschmittelgesetzes). Von der Mischprobe ist der Phosphatgehalt des
    Wasch- und Reinigungsmittels in Prozentanteilen an elementarem
    Phosphor (P) nach Aufschluß der Phosphate photometrisch zu bestimmen.
    Es sind vier Parallelanalysen von der Mischprobe durchzuführen. Ein
    deutlich von den übrigen drei Werten abweichender Wert bleibt
    unberücksichtigt. Maßgebend ist der Mittelwert der verbleibenden
    Einzelwerte.

4.  Berechnung des Phosphatgehaltes in der Waschlauge

    Aus der Anwendungsmenge des Wasch- und Reinigungsmittels in Gramm bzw.
    in Gramm je Liter und aus dem Phosphatgehalt des Wasch- und
    Reinigungsmittels in Prozentanteilen an elementarem Phosphor (P) ist
    für den Vergleich der in den §§ 2 und 3 festgelegten
    Phosphatobergrenzen der Phosphatgehalt in der Waschlauge in Gramm an
    elementarem Phosphor je Liter (g/lP) zu berechnen; bei Wasch- und
    Reinigungsmitteln zur Verwendung im Haushalt ist hierbei ein
    Waschlaugenvolumen von 20 Litern für den jeweiligen Waschvorgang
    zugrunde zu legen.

    Sind in einem Wasch- und Reinigungsmittel andere Phosphorverbindungen
    als Phosphate enthalten, so ist deren Anteil in Abzug zu bringen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ph_chstmengv/__8.html
Directory: phoechstmengv
Level: 2.0