Title: § 5 Berechnung nach Methode C

Description:
Verordnung über die angemessene Eigenmittelausstattung und die erforderliche Absicherung für den Haftungsfall von Instituten nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZIEV)
Abschnitt 2 - Regelungen für die Eigenmittelberechnung von Zahlungsinstituten
§ 5 Berechnung nach Methode C

Paragraph: 5

Content:
Verordnung über die angemessene Eigenmittelausstattung und die erforderliche Absicherung für den Haftungsfall von Instituten nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZIEV)
Abschnitt 2 - Regelungen für die Eigenmittelberechnung von Zahlungsinstituten
§ 5 Berechnung nach Methode C

(1) Zahlungsinstitute müssen eine Eigenmittelunterlegung aufweisen,
die mindestens dem maßgeblichen Indikator nach Absatz 2 entspricht,
multipliziert mit dem in Absatz 3 definierten Multiplikationsfaktor
und mit dem in § 2 Absatz 2 festgelegten Skalierungsfaktor k.

(2) Der maßgebliche Indikator ist die Summe der folgenden
Bestandteile:

1.  Zinserträge,

2.  Zinsaufwand,

3.  Einnahmen aus Provisionen und Entgelten sowie

4.  sonstige betriebliche Erträge.

In die Summe geht jeder Wert mit seinem positiven oder negativen
Vorzeichen ein. Außerordentliche oder unregelmäßige Erträge dürfen
nicht in die Berechnung des maßgeblichen Indikators einfließen.
Aufwendungen für die Auslagerung von Dienstleistungen, die durch
Dritte erbracht werden, dürfen den maßgeblichen Indikator dann
mindern, wenn die Aufwendungen von einem Unternehmen getragen werden,
das nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz oder entsprechenden
ausländischen Vorschriften, die zur Umsetzung der Richtlinie (EU)
2015/2366 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November
2015 über Zahlungsdienste im Binnenmarkt, zur Änderung der Richtlinien
2002/65/EG, 2009/110/EG und 2013/36/EU und der Verordnung (EU) Nr.
1093/2010 sowie zur Aufhebung der Richtlinie 2007/64/EG (ABl. L 337
vom 23.12.2015, S. 35; L 169 vom 28.6.2016, S. 18; L 102 vom
23\.4.2018, S. 97; L 126 vom 23.5.2018, S. 10) erlassen worden sind,
beaufsichtigt wird. Der maßgebliche Indikator wird auf der Grundlage
der letzten Zwölfmonatsbeobachtung, die am Ende des vorausgegangenen
Geschäftsjahres erfolgt, für dieses vorausgegangene Geschäftsjahr
errechnet. Die ermittelten Eigenmittelanforderungen dürfen jedoch
nicht weniger als 80 Prozent des Betrags ausmachen, der sich bei
Berechnung der Eigenmittelanforderungen nach Methode C ergeben würde,
wenn bei der Berechnung der Durchschnittswert des maßgeblichen
Indikators für die vorausgegangenen drei Geschäftsjahre zugrunde
gelegt würde. Wenn keine geprüften Zahlen vorliegen, können
Schätzungen verwendet werden.

(3) Der Multiplikationsfaktor entspricht

1.  10 Prozent der Tranche des maßgeblichen Indikators bis 2,5 Millionen
    Euro,

2.  8 Prozent der Tranche des maßgeblichen Indikators von über 2,5
    Millionen Euro bis 5 Millionen Euro,

3.  6 Prozent der Tranche des maßgeblichen Indikators von über 5 Millionen
    Euro bis 25 Millionen Euro,

4.  3 Prozent der Tranche des maßgeblichen Indikators von über 25
    Millionen Euro bis 50 Millionen Euro,

5.  1,5 Prozent der Tranche des maßgeblichen Indikators über 50 Millionen
    Euro.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ziev/__5.html
Directory: ziev
Level: 3.0