Title: § 285 Sonstige Pflichtangaben

Description:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Zweiter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften
Erster Unterabschnitt - Jahresabschluß der Kapitalgesellschaft und Lagebericht
Fünfter Titel - Anhang
§ 285 Sonstige Pflichtangaben

Paragraph: 285

Content:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Zweiter Abschnitt - Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung) sowie bestimmte Personenhandelsgesellschaften
Erster Unterabschnitt - Jahresabschluß der Kapitalgesellschaft und Lagebericht
Fünfter Titel - Anhang
§ 285 Sonstige Pflichtangaben

Ferner sind im Anhang anzugeben:

1.  zu den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten

    a)  der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr
        als fünf Jahren,

    b)  der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder
        ähnliche Rechte gesichert sind, unter Angabe von Art und Form der
        Sicherheiten;

2.  die Aufgliederung der in Nummer 1 verlangten Angaben für jeden Posten
    der Verbindlichkeiten nach dem vorgeschriebenen Gliederungsschema;

3.  Art und Zweck sowie Risiken, Vorteile und finanzielle Auswirkungen von
    nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, soweit die Risiken und
    Vorteile wesentlich sind und die Offenlegung für die Beurteilung der
    Finanzlage des Unternehmens erforderlich ist;

3a. der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht
    in der Bilanz enthalten sind und die nicht nach § 268 Absatz 7 oder
    Nummer 3 anzugeben sind, sofern diese Angabe für die Beurteilung der
    Finanzlage von Bedeutung ist; davon sind Verpflichtungen betreffend
    die Altersversorgung und Verpflichtungen gegenüber verbundenen oder
    assoziierten Unternehmen jeweils gesondert anzugeben;

4.  die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach
    geografisch bestimmten Märkten, soweit sich unter Berücksichtigung der
    Organisation des Verkaufs, der Vermietung oder Verpachtung von
    Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen der
    Kapitalgesellschaft die Tätigkeitsbereiche und geografisch bestimmten
    Märkte untereinander erheblich unterscheiden;

5.  (weggefallen)

6.  (weggefallen)

7.  die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs
    beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen;

8.  bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens (§ 275 Abs. 3)

    a)  der Materialaufwand des Geschäftsjahrs, gegliedert nach § 275 Abs. 2
        Nr. 5,

    b)  der Personalaufwand des Geschäftsjahrs, gegliedert nach § 275 Abs. 2
        Nr. 6;

9.  für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans, eines Aufsichtsrats,
    eines Beirats oder einer ähnlichen Einrichtung jeweils für jede
    Personengruppe

    a)  die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge
        (Gehälter, Gewinnbeteiligungen, Bezugsrechte und sonstige
        aktienbasierte Vergütungen, Aufwandsentschädigungen,
        Versicherungsentgelte, Provisionen und Nebenleistungen jeder Art). In
        die Gesamtbezüge sind auch Bezüge einzurechnen, die nicht ausgezahlt,
        sondern in Ansprüche anderer Art umgewandelt oder zur Erhöhung anderer
        Ansprüche verwendet werden. Außer den Bezügen für das Geschäftsjahr
        sind die weiteren Bezüge anzugeben, die im Geschäftsjahr gewährt,
        bisher aber in keinem Jahresabschluss angegeben worden sind.
        Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen sind mit ihrer
        Anzahl und dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung
        anzugeben; spätere Wertveränderungen, die auf einer Änderung der
        Ausübungsbedingungen beruhen, sind zu berücksichtigen;

    b)  die Gesamtbezüge (Abfindungen, Ruhegehälter, Hinterbliebenenbezüge und
        Leistungen verwandter Art) der früheren Mitglieder der bezeichneten
        Organe und ihrer Hinterbliebenen. Buchstabe a Satz 2 und 3 ist
        entsprechend anzuwenden. Ferner ist der Betrag der für diese
        Personengruppe gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und
        Anwartschaften auf Pensionen und der Betrag der für diese
        Verpflichtungen nicht gebildeten Rückstellungen anzugeben;

    c)  die gewährten Vorschüsse und Kredite unter Angabe der Zinssätze, der
        wesentlichen Bedingungen und der gegebenenfalls im Geschäftsjahr
        zurückgezahlten oder erlassenen Beträge sowie die zugunsten dieser
        Personen eingegangenen Haftungsverhältnisse;

10. alle Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und eines Aufsichtsrats,
    auch wenn sie im Geschäftsjahr oder später ausgeschieden sind, mit dem
    Familiennamen und mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen,
    einschließlich des ausgeübten Berufs und bei börsennotierten
    Gesellschaften auch der Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen
    Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 des Aktiengesetzes.
    Der Vorsitzende eines Aufsichtsrats, seine Stellvertreter und ein
    etwaiger Vorsitzender des Geschäftsführungsorgans sind als solche zu
    bezeichnen;

11. Name und Sitz anderer Unternehmen, die Höhe des Anteils am Kapital,
    das Eigenkapital und das Ergebnis des letzten Geschäftsjahrs dieser
    Unternehmen, für das ein Jahresabschluss vorliegt, soweit es sich um
    Beteiligungen im Sinne des § 271 Absatz 1 handelt oder ein solcher
    Anteil von einer Person für Rechnung der Kapitalgesellschaft gehalten
    wird;

11a. Name, Sitz und Rechtsform der Unternehmen, deren unbeschränkt
    haftender Gesellschafter die Kapitalgesellschaft ist;

11b. von börsennotierten Kapitalgesellschaften sind alle Beteiligungen an
    großen Kapitalgesellschaften anzugeben, die 5 Prozent der Stimmrechte
    überschreiten;

12. Rückstellungen, die in der Bilanz unter dem Posten "sonstige
    Rückstellungen" nicht gesondert ausgewiesen werden, sind zu erläutern,
    wenn sie einen nicht unerheblichen Umfang haben;

13. jeweils eine Erläuterung des Zeitraums, über den ein entgeltlich
    erworbener Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben wird;

14. Name und Sitz des Mutterunternehmens der Kapitalgesellschaft, das den
    Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt,
    sowie der Ort, wo der von diesem Mutterunternehmen aufgestellte
    Konzernabschluss erhältlich ist;

14a. Name und Sitz des Mutterunternehmens der Kapitalgesellschaft, das den
    Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt,
    sowie der Ort, wo der von diesem Mutterunternehmen aufgestellte
    Konzernabschluss erhältlich ist;

15. soweit es sich um den Anhang des Jahresabschlusses einer
    Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 handelt, Name
    und Sitz der Gesellschaften, die persönlich haftende Gesellschafter
    sind, sowie deren gezeichnetes Kapital;

15a. das Bestehen von Genussscheinen, Genussrechten,
    Wandelschuldverschreibungen, Optionsscheinen, Optionen,
    Besserungsscheinen oder vergleichbaren Wertpapieren oder Rechten,
    unter Angabe der Anzahl und der Rechte, die sie verbriefen;

16. dass die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung
    abgegeben und wo sie öffentlich zugänglich gemacht worden ist;

17. das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete
    Gesamthonorar, aufgeschlüsselt in das Honorar für

    a)  die Abschlussprüfungsleistungen,

    b)  andere Bestätigungsleistungen,

    c)  Steuerberatungsleistungen,

    d)  sonstige Leistungen,

    soweit die Angaben nicht in einem das Unternehmen einbeziehenden
    Konzernabschluss enthalten sind;

18. für zu den Finanzanlagen (§ 266 Abs. 2 A. III.) gehörende
    Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen
    werden, da eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Absatz 3 Satz
    6 unterblieben ist,

    a)  der Buchwert und der beizulegende Zeitwert der einzelnen
        Vermögensgegenstände oder angemessener Gruppierungen sowie

    b)  die Gründe für das Unterlassen der Abschreibung einschließlich der
        Anhaltspunkte, die darauf hindeuten, dass die Wertminderung
        voraussichtlich nicht von Dauer ist;

19. für jede Kategorie nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierter
    derivativer Finanzinstrumente

    a)  deren Art und Umfang,

    b)  deren beizulegender Zeitwert, soweit er sich nach § 255 Abs. 4
        verlässlich ermitteln lässt, unter Angabe der angewandten
        Bewertungsmethode,

    c)  deren Buchwert und der Bilanzposten, in welchem der Buchwert, soweit
        vorhanden, erfasst ist, sowie

    d)  die Gründe dafür, warum der beizulegende Zeitwert nicht bestimmt
        werden kann;

20. für mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

    a)  die grundlegenden Annahmen, die der Bestimmung des beizulegenden
        Zeitwertes mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden zugrunde
        gelegt wurden, sowie

    b)  Umfang und Art jeder Kategorie derivativer Finanzinstrumente
        einschließlich der wesentlichen Bedingungen, welche die Höhe, den
        Zeitpunkt und die Sicherheit künftiger Zahlungsströme beeinflussen
        können;

21. zumindest die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen
    Geschäfte, soweit sie wesentlich sind, mit nahe stehenden Unternehmen
    und Personen, einschließlich Angaben zur Art der Beziehung, zum Wert
    der Geschäfte sowie weiterer Angaben, die für die Beurteilung der
    Finanzlage notwendig sind; ausgenommen sind Geschäfte mit und zwischen
    mittel- oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehenden in
    einen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen; Angaben über
    Geschäfte können nach Geschäftsarten zusammengefasst werden, sofern
    die getrennte Angabe für die Beurteilung der Auswirkungen auf die
    Finanzlage nicht notwendig ist;

22. im Fall der Aktivierung nach § 248 Abs. 2 der Gesamtbetrag der
    Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahrs sowie der davon
    auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des
    Anlagevermögens entfallende Betrag;

23. bei Anwendung des § 254,

    a)  mit welchem Betrag jeweils Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende
        Geschäfte und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen zur
        Absicherung welcher Risiken in welche Arten von Bewertungseinheiten
        einbezogen sind sowie die Höhe der mit Bewertungseinheiten
        abgesicherten Risiken,

    b)  für die jeweils abgesicherten Risiken, warum, in welchem Umfang und
        für welchen Zeitraum sich die gegenläufigen Wertänderungen oder
        Zahlungsströme künftig voraussichtlich ausgleichen einschließlich der
        Methode der Ermittlung,

    c)  eine Erläuterung der mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten
        Transaktionen, die in Bewertungseinheiten einbezogen wurden,

    soweit die Angaben nicht im Lagebericht gemacht werden;

24. zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen das
    angewandte versicherungsmathematische Berechnungsverfahren sowie die
    grundlegenden Annahmen der Berechnung, wie Zinssatz, erwartete Lohn-
    und Gehaltssteigerungen und zugrunde gelegte Sterbetafeln;

25. im Fall der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach §
    246 Abs. 2 Satz 2 die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert
    der verrechneten Vermögensgegenstände, der Erfüllungsbetrag der
    verrechneten Schulden sowie die verrechneten Aufwendungen und Erträge;
    Nummer 20 Buchstabe a ist entsprechend anzuwenden;

26. zu Anteilen an Sondervermögen im Sinn des § 1 Absatz 10 des
    Kapitalanlagegesetzbuchs oder Anlageaktien an
    Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital im Sinn der
    §§ 108 bis 123 des Kapitalanlagegesetzbuchs oder vergleichbaren EU-
    Investmentvermögen oder vergleichbaren ausländischen
    Investmentvermögen von mehr als dem zehnten Teil, aufgegliedert nach
    Anlagezielen, deren Wert im Sinne der §§ 168, 278 oder 286 Absatz 1
    des Kapitalanlagegesetzbuchs oder vergleichbarer ausländischer
    Vorschriften über die Ermittlung des Marktwertes, die Differenz zum
    Buchwert und die für das Geschäftsjahr erfolgte Ausschüttung sowie
    Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe; darüber
    hinaus die Gründe dafür, dass eine Abschreibung gemäß § 253 Absatz 3
    Satz 6 unterblieben ist, einschließlich der Anhaltspunkte, die darauf
    hindeuten, dass die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist;
    Nummer 18 ist insoweit nicht anzuwenden;

27. für nach § 268 Abs. 7 im Anhang ausgewiesene Verbindlichkeiten und
    Haftungsverhältnisse die Gründe der Einschätzung des Risikos der
    Inanspruchnahme;

28. der Gesamtbetrag der Beträge im Sinn des § 268 Abs. 8, aufgegliedert
    in Beträge aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller
    Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, Beträge aus der Aktivierung
    latenter Steuern und aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum
    beizulegenden Zeitwert;

29. auf welchen Differenzen oder steuerlichen Verlustvorträgen die
    latenten Steuern beruhen und mit welchen Steuersätzen die Bewertung
    erfolgt ist;

30. wenn latente Steuerschulden in der Bilanz angesetzt werden, die
    latenten Steuersalden am Ende des Geschäftsjahrs und die im Laufe des
    Geschäftsjahrs erfolgten Änderungen dieser Salden;

30a. der tatsächliche Steueraufwand oder Steuerertrag, der sich nach dem
    Mindeststeuergesetz und ausländischen Mindeststeuergesetzen nach § 274
    Absatz 3 Nummer 2 für das Geschäftsjahr ergibt, oder, wenn diese
    Gesetze noch nicht in Kraft getreten sind, eine Erläuterung, welche
    Auswirkungen auf die Kapitalgesellschaft bei der Anwendung dieser
    Gesetze zu erwarten sind;

31. jeweils der Betrag und die Art der einzelnen Erträge und Aufwendungen
    von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung,
    soweit die Beträge nicht von untergeordneter Bedeutung sind;

32. eine Erläuterung der einzelnen Erträge und Aufwendungen hinsichtlich
    ihres Betrags und ihrer Art, die einem anderen Geschäftsjahr
    zuzurechnen sind, soweit die Beträge nicht von untergeordneter
    Bedeutung sind;

33. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des
    Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und
    Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, unter Angabe
    ihrer Art und ihrer finanziellen Auswirkungen;

34. der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses oder der Beschluss
    über seine Verwendung.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__285.html
Directory: hgb
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