Title: § 300 Mindestgebot

Description:
Abgabenordnung (AO 1977)
Sechster Teil - Vollstreckung
Zweiter Abschnitt - Vollstreckung wegen Geldforderungen
3. Unterabschnitt - Vollstreckung in das bewegliche Vermögen
II. - Vollstreckung in Sachen
§ 300 Mindestgebot

Paragraph: 300

Content:
Abgabenordnung (AO 1977)
Sechster Teil - Vollstreckung
Zweiter Abschnitt - Vollstreckung wegen Geldforderungen
3. Unterabschnitt - Vollstreckung in das bewegliche Vermögen
II. - Vollstreckung in Sachen
§ 300 Mindestgebot

(1) Der Zuschlag darf nur auf ein Gebot erteilt werden, das mindestens
die Hälfte des gewöhnlichen Verkaufswerts der Sache erreicht
(Mindestgebot). Der gewöhnliche Verkaufswert und das Mindestgebot
sollen bei dem Ausbieten bekannt gegeben werden.

(2) Wird der Zuschlag nicht erteilt, weil ein das Mindestgebot
erreichendes Gebot nicht abgegeben worden ist, so bleibt das
Pfandrecht bestehen. Die Vollstreckungsbehörde kann jederzeit einen
neuen Versteigerungstermin bestimmen oder eine anderweitige Verwertung
der gepfändeten Sachen nach § 305 anordnen. Wird die anderweitige
Verwertung angeordnet, so gilt Absatz 1 entsprechend.

(3) Gold- und Silbersachen dürfen auch nicht unter ihrem Gold- oder
Silberwert zugeschlagen werden. Wird ein den Zuschlag gestattendes
Gebot nicht abgegeben, so können die Sachen auf Anordnung der
Vollstreckungsbehörde aus freier Hand verkauft werden. Der
Verkaufspreis darf den Gold- oder Silberwert und die Hälfte des
gewöhnlichen Verkaufswerts nicht unterschreiten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__300.html
Directory: ao_1977
Level: 6.0