Title: **Allgemeine Indikatorparameter**

Description:
Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (TrinkwV 2001)
**Allgemeine Indikatorparameter**

Paragraph: 25

Content:
Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (TrinkwV 2001)
**Allgemeine Indikatorparameter**

*    *   Laufende
        Nummer

    *   Parameter

    *   Einheit,
        als

    *   Grenzwert/
[^f792494_07_BJNR095910001BJNE002909116]
        Anforderung

    *   Bemerkungen

*    *   1

    *   Aluminium

    *   mg/l

    *   0,200

    *

*    *   2

    *   Ammonium

    *   mg/l

    *   0,50

    *   Die Ursache einer plötzlichen oder kontinuierlichen Erhöhung der
        üblicherweise gemessenen Konzentration ist zu untersuchen

*    *   3

    *   Chlorid

    *   mg/l

    *   250

    *   Das Trinkwasser sollte nicht korrosiv wirken (Anmerkung 1)

*    *   4

    *   Clostridium
        perfringens
        (einschließlich Sporen)

    *   Anzahl/100 ml

    *   0

    *   Dieser Parameter braucht nur bestimmt zu werden, wenn das Rohwasser
        von Oberflächenwasser stammt oder von Oberflächenwasser beeinflusst
        wird. Wird dieser Grenzwert nicht eingehalten, veranlasst die
        zuständige Behörde Nachforschungen im Versorgungssystem, um
        sicherzustellen, dass keine Gefährdung der menschlichen Gesundheit auf
        Grund eines Auftretens krankheitserregender Mikroorganismen, z. B.
        Cryptosporidium, besteht. Über das Ergebnis dieser Nachforschungen
        unterrichtet die zuständige Behörde über die zuständige oberste
        Landesbehörde das Bundesministerium für Gesundheit

*    *   5

    *   Coliforme
        Bakterien

    *   Anzahl/
        100 ml

    *   0

    *   Für Trinkwasser, das zur Abgabe in verschlossenen Behältnissen
        bestimmt ist, gilt der Grenzwert 0/250 ml

*    *   6

    *   Eisen

    *   mg/l

    *   0,200

    *

*    *   7

    *   Färbung
        (spektraler
        Absorptionskoeffizient
        Hg 436 nm)

    *   m
        –1

    *   0,5

    *   Bestimmung des spektralen Absorptionskoeffizienten mit
        Spektralphotometer oder Filterphotometer

*    *   8

    *   Geruch
        (als TON)

    *
    *   3 bei 23 °C

    *   Bei der Untersuchung der Parameter der Gruppe A kann alternativ eine
        qualitative Untersuchung (Geruch gemäß Richtlinie 98/83/EG)
        durchgeführt werden, mit dem Ziel, einen für den Verbraucher
        annehmbaren Geruch zu attestieren und anormale Veränderungen
        auszuschließen. Es ist das Analysenverfahren nach DIN EN 1622
        anzuwenden

*    *   9

    *   Geschmack

    *
    *   Für den Verbraucher annehmbar und
        ohne anormale Veränderung

    *   Bei Verdacht auf eine mikrobielle Kontamination kann auf eine
        Geschmacksprobe verzichtet werden

*    *   10

    *   Koloniezahl
        bei 22 °C

    *
    *   ohne anormale Veränderung

    *   Bei der Anwendung des Untersuchungsverfahrens nach § 15 Absatz 1c
        gelten folgende Grenzwerte: 100/ml am Zapfhahn des Verbrauchers; 20/ml
        unmittelbar nach Abschluss der Aufbereitung im desinfizierten
        Trinkwasser; 1 000/ml bei Wasserversorgungsanlagen nach § 3 Nummer 2
        Buchstabe c sowie in Wasserspeichern von Anlagen nach Buchstabe d. Der
        Unternehmer und der sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage
        haben unabhängig vom angewandten Verfahren einen plötzlichen oder
        kontinuierlichen Anstieg unverzüglich der zuständigen Behörde zu
        melden. Das Untersuchungsverfahren nach § 15 Absatz 1c darf nicht
        eingesetzt werden für Trinkwasser, das zur Abgabe in verschlossenen
        Behältnissen bestimmt ist. Für Trinkwasser, das zur Abgabe in
        verschlossenen Behältnissen bestimmt ist, gilt der Grenzwert 100/ml

*    *   11

    *   Koloniezahl
        bei 36 °C

    *
    *   ohne anormale Veränderung

    *   Bei der Anwendung des Untersuchungsverfahrens nach nach § 15 Absatz 1c
        gilt der Grenzwert von 100/ml. Der Unternehmer und der sonstige
        Inhaber einer Wasserversorgungsanlage haben unabhängig vom angewandten
        Verfahren einen plötzlichen oder kontinuierlichen Anstieg unverzüglich
        der zuständigen Behörde zu melden. Das Untersuchungsverfahren nach
        nach § 15 Absatz 1c darf nicht eingesetzt werden für Trinkwasser, das
        zur Abgabe in verschlossenen Behältnissen bestimmt ist. Für
        Trinkwasser, das zur Abgabe in verschlossenen Behältnissen bestimmt
        ist, gilt der Grenzwert 20/ml

*    *   12

    *   Elektrische
        Leitfähigkeit

    *   µS/cm

    *   2790 bei 25 °C

    *   Das Trinkwasser sollte nicht korrosiv wirken (Anmerkungen 1 und 2)

*    *   13

    *   Mangan

    *   mg/l

    *   0,050

    *

*    *   14

    *   Natrium

    *   mg/l

    *   200

    *

*    *   15

    *   Organisch
        gebundener
        Kohlenstoff
        (TOC)

    *
    *   ohne anormale Veränderung

    *

*    *   16

    *   Oxidierbarkeit

    *   mg/l O
        2

    *   5,0

    *   Dieser Parameter braucht nicht bestimmt zu werden, wenn der Parameter
        TOC analysiert wird

*    *   17

    *   Sulfat

    *   mg/l

    *   250

    *   Das Trinkwasser sollte nicht korrosiv wirken (Anmerkung 1)

*    *   18

    *   Trübung

    *   Nephelometrische Trübungseinheiten (NTU)

    *   1,0

    *   Der Grenzwert gilt als eingehalten, wenn am Ausgang des Wasserwerks
        der Grenzwert nicht überschritten wird. Der Unternehmer und der
        sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage nach § 3 Nummer 2
        Buchstabe a oder Buchstabe b haben einen plötzlichen oder
        kontinuierlichen Anstieg unverzüglich der zuständigen Behörde zu
        melden. Letzteres gilt auch für das Verteilungsnetz

*    *   19

    *   Wasserstoff-
        ionen-
        Konzentration

    *   pH-Einheiten

    *   *                      6,5 und*                      9,5

    *   Das Trinkwasser sollte nicht korrosiv wirken (Anmerkung 1). Für
        Trinkwasser, das zur Abfüllung in verschließbare Behältnisse
        vorgesehen ist, kann der Mindestwert auf 4,5 pH-Einheiten herabgesetzt
        werden. Ist dieses Trinkwasser von Natur aus kohlensäurehaltig, kann
        der Mindestwert niedriger sein

*    *   20

    *   Calcitlösekapazität

    *   mg/l
        CaCO
        3

    *   5

    *   Die Anforderung gilt für Wasserversorgungsanlagen nach § 3 Nummer 2
        Buchstabe a und b. Die Anforderung gilt als erfüllt, wenn der pH-Wert
        am Wasserwerksausgang*                      7,7 ist. Hinter der Stelle
        der Mischung von Trinkwasser aus zwei oder mehr Wasserwerken darf die
        Calcitlösekapazität im Verteilungsnetz den Wert von 10 mg/l nicht
        überschreiten. Für Wasserversorgungsanlagen nach § 3 Nummer 2
        Buchstabe c wird empfohlen, sich nach dieser Anforderung zu richten,
        wenn nicht andere Maßnahmen zur Berücksichtigung der Aggressivität des
        Trinkwassers gegenüber Werkstoffen getroffen werden. Es ist das
        Berechnungsverfahren nach DIN 38404-10 anzuwenden

**Anmerkung 1:** Die entsprechende Beurteilung, insbesondere zur Auswahl geeigneter
    Materialien im Sinne von § 17, erfolgt nach den allgemein anerkannten
    Regeln der Technik.

**Anmerkung 2:** Messungen bei anderen Temperaturen sind erlaubt; in diesem Fall ist
    die Norm EN 27888 zu berücksichtigen.

**Teil II**

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/__25.html
Directory: trinkwv_2001
Level: 2.0