Title: § 10 Fachrichtung Metallgußtechnik

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Metall- und Glockengießer/zur Metall- und Glockengießerin (Met/GlockAusbV)
§ 10 Fachrichtung Metallgußtechnik

Paragraph: 10

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Metall- und Glockengießer/zur Metall- und Glockengießerin (Met/GlockAusbV)
§ 10 Fachrichtung Metallgußtechnik

(1) Die Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt
höchstens acht Stunden ein Prüfungsstück anfertigen und in höchstens
vier Stunden eine Arbeitsprobe durchführen.

1.  Für das Prüfungsstück kommt insbesondere das Herstellen eines
    Gußstückes mit Losteilen und mindestens einem Kern in Betracht.

2.  Für die Arbeitsprobe kommt insbesondere das Anfertigen einer
    zweiteiligen Form für das Sandgußverfahren mit einem Kern in Betracht.

Das Prüfungsstück und die Arbeitsprobe sollen jeweils mit 50 vom
Hundert gewichtet werden.

(3) Der Prüfling soll im schriftlichen Teil der Prüfung in den
Prüfungsbereichen Technologie, Arbeitsplanung sowie Wirtschafts- und
Sozialkunde geprüft werden. In den Prüfungsbereichen Technologie und
Arbeitsplanung sind insbesondere durch Verknüpfung technologischer und
mathematischer Sachverhalte fachliche Probleme zu analysieren, zu
bewerten und geeignete Lösungswege darzustellen. Es kommen Aufgaben,
die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus
folgenden Gebieten in Betracht:

1.  im Prüfungsbereich Technologie:

    a)  Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz,

    b)  Werkzeuge, Geräte und Maschinen,

    c)  Eigenschaften und Verwendung von Metallen, Werk- und Hilfsstoffen,

    d)  Fertigungsverfahren und ihre Anwendung;

2.  im Prüfungsbereich Arbeitsplanung:

    a)  Flächen- und Volumenberechnung,

    b)  Werkstoff- und Arbeitskostenberechnung,

    c)  Planung und Vorbereitung von Arbeitsabläufen,

    d)  Anwendung von technischen Unterlagen,

    e)  Bewertung der Arbeitsergebnisse;

3.  im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:

    allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der
    Berufs- und Arbeitswelt.

(4) Für die schriftliche Prüfung ist von folgenden Höchstwerten
auszugehen:

*    *   1.

    *   im Prüfungsbereich Technologie

    *   120 Minuten,

*    *   2.

    *   im Prüfungsbereich Arbeitsplanung

    *   90 Minuten,

*    *   3.

    *   im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   60 Minuten.

(5) Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings
oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen
Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese
für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Der
schriftliche Teil der Prüfung hat gegenüber der mündlichen Prüfung das
doppelte Gewicht.

(6) Innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung ist der
Prüfungsbereich Technologie mit 50, der Prüfungsbereich Arbeitsplanung
mit 30 und der Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde mit 20 vom
Hundert zu gewichten.

(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und
schriftlichen Teil der Prüfung sowie innerhalb des schriftlichen Teils
der Prüfung im Prüfungsbereich Technologie mindestens ausreichende
Leistungen erbracht sind.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/met_glockausbv/__10.html
Directory: met_glockausbv
Level: 2.0