Title: § 4 Prüfungsteil "Betriebliche Mikrotechnologie-Prozesse"

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Prozessmanager - Mikrotechnologie und Geprüfte Prozessmanagerin - Mikrotechnologie (Certified Process Manager - Microtechnology) (PMMPrV)
§ 4 Prüfungsteil "Betriebliche Mikrotechnologie-Prozesse"

Paragraph: 4

Content:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Prozessmanager - Mikrotechnologie und Geprüfte Prozessmanagerin - Mikrotechnologie (Certified Process Manager - Microtechnology) (PMMPrV)
§ 4 Prüfungsteil "Betriebliche Mikrotechnologie-Prozesse"

(1) Im Prüfungsteil "Betriebliche Mikrotechnologie-Prozesse" sollen
die folgenden Befähigungen nachgewiesen werden:

1.  Analysieren von Problemstellungen sowie technischer und
    organisatorischer Schnittstellen bei der Einführung von
    Produktionsprozessen oder der Produktion von mikrotechnischen
    Produkten,

2.  Konzipieren von technischen Lösungen, Planen von prozesstechnischen
    und technischen ausrüstungsbezogenen Neuerungen,

3.  Strukturieren von Projekten und Prozessen, Planen von Kosten und
    Ressourcen, Untersuchen und Bewerten von Varianten, Durchführen von
    Gefährdungsbeurteilungen, Beschreiben von Anforderungen an das
    Personal,

4.  Planen, Koordinieren und Realisieren von Qualitätssicherungsmaßnahmen,

5.  Leiten der Umsetzung von Projekten, Organisieren effizienter
    Arbeitsabläufe, Koordinieren des Einsatzes von Mitarbeitern, Einsetzen
    von Controlling-Instrumenten, insbesondere zur Überwachung von
    Budgets, Terminen und Qualitätszielen,

6.  Dokumentieren von Lösungen, Abläufen, technischen Prüfungen,
    sicherheitsrelevanten Maßnahmen und Abrechnen von Projekten,

7.  Präsentieren getroffener Entscheidungen, Vertreten von Konzeptionen
    und Lösungsvorschlägen,

8.  Reflektieren von Projektverläufen, von Kosten und Qualität, Erarbeiten
    von Verbesserungsvorschlägen.

(2) Zum Nachweis der Qualifikationen ist eine Dokumentation über ein
Projekt anzufertigen. Die zu prüfende Person reicht hierzu einen
Vorschlag ein. Der Prüfungsausschuss führt darüber ein
Beratungsgespräch und trifft eine Zielvereinbarung über
durchzuführende Arbeiten, Art und Umfang der zu erstellenden
Dokumentation sowie den Abgabetermin. Dabei darf zwischen dem Tag des
Beratungsgesprächs und dem Abgabetermin der Dokumentation längstens
ein Zeitraum von einem Jahr liegen.

(3) Entspricht die Dokumentation den Anforderungen nach den Absätzen 1
und 2, sind die Inhalte vor dem Prüfungsausschuss zu präsentieren. Die
Form der Präsentation und der Einsatz technischer Mittel stehen der zu
prüfenden Person frei. Die verwendeten Unterlagen sind dem
Prüfungsausschuss zu überlassen. Nach der Präsentation schließt sich
ein Fachgespräch an, das auf der Grundlage der Dokumentation und der
Präsentation geführt wird. Die Präsentation soll mindestens 20 Minuten
und höchstens 30 Minuten, das Fachgespräch und die Präsentation
zusammen mindestens 60 Minuten, höchstens 90 Minuten dauern.

(4) Auf Grund der Dokumentation, der Präsentation und des
Fachgesprächs sind die Befähigungen nach Absatz 1 zu bewerten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pmmprv/__4.html
Directory: pmmprv
Level: 2.0