Title: § 277a Durchführung der Nachversicherung im Beitrittsgebiet

Description:
Sozialgesetzbuch (SGB) Sechstes Buch (VI) - Gesetzliche Rentenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 18. Dezember 1989, BGBl. I S. 2261, 1990 I S. 1337) (SGB 6)
Fünftes Kapitel - Sonderregelungen
Erster Abschnitt - Ergänzungen für Sonderfälle
Elfter Unterabschnitt - Finanzierung
Zweiter Titel - Beiträge
§ 277a Durchführung der Nachversicherung im Beitrittsgebiet

Paragraph: 277a

Content:
Sozialgesetzbuch (SGB) Sechstes Buch (VI) - Gesetzliche Rentenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 18. Dezember 1989, BGBl. I S. 2261, 1990 I S. 1337) (SGB 6)
Fünftes Kapitel - Sonderregelungen
Erster Abschnitt - Ergänzungen für Sonderfälle
Elfter Unterabschnitt - Finanzierung
Zweiter Titel - Beiträge
§ 277a Durchführung der Nachversicherung im Beitrittsgebiet

(1) Bei der Durchführung der Nachversicherung von Personen, die eine
nachversicherungspflichtige Beschäftigung im Beitrittsgebiet ausgeübt
haben, ist die Beitragsbemessungsgrundlage für die Berechnung der
Beiträge für Zeiten im Beitrittsgebiet vor dem 1. Januar 1992 mit den
entsprechenden Werten der Anlage 10 und mit dem Verhältniswert zu
vervielfältigen, in dem zum Zeitpunkt der Zahlung die Bezugsgröße
(Ost) zur Bezugsgröße steht; die Beitragsbemessungsgrundlage ist nur
bis zu einem Betrag zu berücksichtigen, der dem durch die
entsprechenden Werte der Anlage 10 geteilten Betrag der jeweiligen
Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung
entspricht. § 181 Abs. 4 bleibt unberührt. Für Personen, die nach §
233a Abs. 1 Satz 2 als nachversichert gelten, erfolgt anstelle einer
Zahlung von Beiträgen für die Nachversicherung eine Erstattung der
Aufwendungen aus der Nachversicherung; der Durchführung der
Nachversicherung und der Erstattung werden die bisherigen
Vorschriften, die im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland außerhalb
des Beitrittsgebiets anzuwenden sind, fiktiv zugrunde gelegt.

(2) Für Pfarrer, Pastoren, Prediger, Vikare und andere Mitarbeiter von
Religionsgesellschaften im Beitrittsgebiet, die nach § 233a Abs. 3 als
nachversichert gelten, gilt die Nachversicherung mit den Entgelten als
durchgeführt, für die Beiträge nachgezahlt worden sind. Die
Religionsgesellschaften haben den Nachversicherten die jeweiligen
Entgelte zu bescheinigen.

(3) Für Diakonissen und Mitglieder geistlicher Genossenschaften im
Beitrittsgebiet, die nach § 233a Abs. 4 nachversichert werden, ist
Beitragsbemessungsgrundlage für Zeiten

1.  bis zum 31. Mai 1958 ein monatliches Arbeitsentgelt von 270 Deutsche
    Mark,

2.  vom 1. Juni 1958 bis 30. Juni 1967 ein monatliches Arbeitsentgelt von
    340 Deutsche Mark,

3.  vom 1. Juli 1967 bis 28. Februar 1971 ein monatliches Arbeitsentgelt
    von 420 Deutsche Mark,

4.  vom 1. März 1971 bis 30. September 1976 ein monatliches Arbeitsentgelt
    von 470 Deutsche Mark und

5.  vom 1. Oktober 1976 bis 31. Dezember 1984 ein monatliches
    Arbeitsentgelt von 520 Deutsche Mark.

Die Beitragsbemessungsgrundlage ist für die Berechnung der Beiträge
mit den entsprechenden Werten der Anlage 10 und mit dem Verhältniswert
zu vervielfältigen, in dem im Zeitpunkt der Zahlung die Bezugsgröße
(Ost) zur Bezugsgröße steht. § 181 Abs. 4 bleibt unberührt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__277a.html
Directory: sgb_6
Level: 6.0