Title: § 26 Dauer des Aufenthalts

Description:
Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (AufenthG 2004)
Kapitel 2 - Einreise und Aufenthalt im Bundesgebiet
Abschnitt 5 - Aufenthalt aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen
§ 26 Dauer des Aufenthalts

Paragraph: 26

Content:
Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (AufenthG 2004)
Kapitel 2 - Einreise und Aufenthalt im Bundesgebiet
Abschnitt 5 - Aufenthalt aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen
§ 26 Dauer des Aufenthalts

(1) Die Aufenthaltserlaubnis nach diesem Abschnitt kann für jeweils
längstens drei Jahre erteilt und verlängert werden, in den Fällen des
§ 25 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 5 jedoch für längstens sechs Monate,
solange sich der Ausländer noch nicht mindestens 18 Monate rechtmäßig
im Bundesgebiet aufgehalten hat. In den Fällen des § 25 Absatz 1 Satz
1 und Absatz 2 Satz 1 wird die Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre
erteilt. Ausländern, die die Voraussetzungen des § 25 Absatz 3
erfüllen, wird die Aufenthaltserlaubnis für mindestens ein Jahr
erteilt. Die Aufenthaltserlaubnisse nach § 25 Absatz 4a Satz 1 und
Absatz 4b werden jeweils für ein Jahr, Aufenthaltserlaubnisse nach §
25 Absatz 4a Satz 3 jeweils für zwei Jahre erteilt und verlängert; in
begründeten Einzelfällen ist eine längere Geltungsdauer zulässig.

(2) Die Aufenthaltserlaubnis darf nicht verlängert werden, wenn das
Ausreisehindernis oder die sonstigen einer Aufenthaltsbeendigung
entgegenstehenden Gründe entfallen sind.

(3) Einem Ausländer, der eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 1
oder 2 Satz 1 erste Alternative besitzt, ist eine
Niederlassungserlaubnis zu erteilen, wenn

1.  er die Aufenthaltserlaubnis seit fünf Jahren besitzt, wobei die
    Aufenthaltszeit des der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis
    vorangegangenen Asylverfahrens abweichend von § 55 Absatz 3 des
    Asylgesetzes auf die für die Erteilung der Niederlassungserlaubnis
    erforderliche Zeit des Besitzes einer Aufenthaltserlaubnis angerechnet
    wird,

2.  das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nicht nach § 73b Absatz 3
    des Asylgesetzes mitgeteilt hat, dass die Voraussetzungen für den
    Widerruf oder die Rücknahme vorliegen,

3.  sein Lebensunterhalt überwiegend gesichert ist,

4.  er über hinreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt und

5.  die Voraussetzungen des § 9 Absatz 2 Satz 1 Nummer 4 bis 6, 8 und 9
    vorliegen.

§ 9 Absatz 2 Satz 2 bis 6, § 9 Absatz 3 Satz 1 und § 9 Absatz 4 finden
entsprechend Anwendung; von der Voraussetzung in Satz 1 Nummer 3 wird
auch abgesehen, wenn der Ausländer die Regelaltersgrenze nach § 35
Satz 2 oder § 235 Absatz 2 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch
erreicht hat. Abweichend von Satz 1 und 2 ist einem Ausländer, der
eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 1 oder 2 Satz 1 erste
Alternative besitzt, eine Niederlassungserlaubnis zu erteilen, wenn

1.  er die Aufenthaltserlaubnis seit drei Jahren besitzt, wobei die
    Aufenthaltszeit des der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis
    vorangegangenen Asylverfahrens abweichend von § 55 Absatz 3 des
    Asylgesetzes auf die für die Erteilung der Niederlassungserlaubnis
    erforderliche Zeit des Besitzes einer Aufenthaltserlaubnis angerechnet
    wird,

2.  das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nicht nach § 73b Absatz 3
    des Asylgesetzes mitgeteilt hat, dass die Voraussetzungen für den
    Widerruf oder die Rücknahme vorliegen,

3.  er die deutsche Sprache beherrscht,

4.  sein Lebensunterhalt weit überwiegend gesichert ist und

5.  die Voraussetzungen des § 9 Absatz 2 Satz 1 Nummer 4 bis 6, 8 und 9
    vorliegen.

In den Fällen des Satzes 3 finden § 9 Absatz 3 Satz 1 und § 9 Absatz 4
entsprechend Anwendung. Für Kinder, die vor Vollendung des 18.
Lebensjahres nach Deutschland eingereist sind, kann § 35 entsprechend
angewandt werden. Die Sätze 1 bis 5 gelten auch für einen Ausländer,
der eine Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Absatz 4 besitzt, es sei denn,
es liegen die Voraussetzungen für eine Rücknahme vor.

(4) Im Übrigen kann einem Ausländer, der eine Aufenthaltserlaubnis
nach diesem Abschnitt besitzt, eine Niederlassungserlaubnis erteilt
werden, wenn die in § 9 Abs. 2 Satz 1 bezeichneten Voraussetzungen
vorliegen. § 9 Abs. 2 Satz 2 bis 6 gilt entsprechend. Die
Aufenthaltszeit des der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis
vorangegangenen Asylverfahrens wird abweichend von § 55 Abs. 3 des
Asylgesetzes auf die Frist angerechnet. Für Kinder, die vor Vollendung
des 18. Lebensjahres nach Deutschland eingereist sind, kann § 35
entsprechend angewandt werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/aufenthg_2004/__26.html
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