Title: § 50 Energetische Bewertung eines bestehenden Gebäudes

Description:
Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (GEG)
Teil 3 - Anforderungen an bestehende Gebäude
Abschnitt 1 - (weggefallen)
§ 50 Energetische Bewertung eines bestehenden Gebäudes

Paragraph: 50

Content:
Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden (GEG)
Teil 3 - Anforderungen an bestehende Gebäude
Abschnitt 1 - (weggefallen)
§ 50 Energetische Bewertung eines bestehenden Gebäudes

(1) Die Anforderungen des § 48 gelten als erfüllt, wenn

1.  das geänderte Wohngebäude insgesamt

    a)  den Jahres-Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung,
        Lüftung und Kühlung den auf die Gebäudenutzfläche bezogenen Wert des
        Jahres-Primärenergiebedarfs eines Referenzgebäudes, das die gleiche
        Geometrie, Gebäudenutzfläche und Ausrichtung wie das geänderte Gebäude
        aufweist und der technischen Referenzausführung der Anlage 1
        entspricht, um nicht mehr als 40 Prozent überschreitet und

    b)  den Höchstwert des spezifischen, auf die wärmeübertragende
        Umfassungsfläche bezogenen Transmissionswärmeverlusts nach Absatz 2 um
        nicht mehr als 40 Prozent überschreitet,

2.  das geänderte Nichtwohngebäude insgesamt

    a)  den Jahres-Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung,
        Lüftung, Kühlung und eingebaute Beleuchtung den auf die
        Nettogrundfläche bezogenen Wert des Jahres-Primärenergiebedarfs eines
        Referenzgebäudes, das die gleiche Geometrie, Nettogrundfläche,
        Ausrichtung und Nutzung, einschließlich der Anordnung der
        Nutzungseinheiten, wie das geänderte Gebäude aufweist und der
        technischen Referenzausführung der Anlage 2 entspricht, um nicht mehr
        als 40 Prozent überschreitet und

    b)  das auf eine Nachkommastelle gerundete 1,25fache der Höchstwerte der
        mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten der wärmeübertragenden
        Umfassungsfläche gemäß der Anlage 3 um nicht mehr als 40 Prozent
        überschreitet.

§ 18 Absatz 1 Satz 2 ist entsprechend anzuwenden.

(2) Der Höchstwert nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 Buchstabe b beträgt

1.  bei einem freistehenden Wohngebäude mit einer Gebäudenutzfläche von
    bis zu 350 Quadratmetern 0,40 Watt pro Quadratmeter und Kelvin,

2.  bei einem freistehenden Wohngebäude mit einer Gebäudenutzfläche von
    mehr als 350 Quadratmetern 0,50 Watt pro Quadratmeter und Kelvin,

3.  bei einem einseitig angebauten Wohngebäude 0,45 Watt pro Quadratmeter
    und Kelvin oder

4.  bei allen anderen Wohngebäuden 0,65 Watt pro Quadratmeter und Kelvin.

(3) In den Fällen des Absatzes 1 sind die Berechnungsverfahren nach §
20 Absatz 1 oder Absatz 2 oder nach § 21 Absatz 1 und 2 unter
Beachtung der Maßgaben nach § 20 Absatz 3 bis 6, der §§ 22 bis 30 und
der §§ 32 und 33 sowie nach Maßgabe von Absatz 4 entsprechend
anzuwenden.

(4) Fehlen Angaben zu geometrischen Abmessungen eines Gebäudes, können
diese durch vereinfachtes Aufmaß ermittelt werden. Liegen energetische
Kennwerte für bestehende Bauteile und Anlagenkomponenten nicht vor,
können gesicherte Erfahrungswerte für Bauteile und Anlagenkomponenten
vergleichbarer Altersklassen verwendet werden. In den Fällen der Sätze
1 und 2 können anerkannte Regeln der Technik verwendet werden. Die
Einhaltung solcher Regeln wird vermutet, soweit Vereinfachungen für
die Datenaufnahme und die Ermittlung der energetischen Eigenschaften
sowie gesicherte Erfahrungswerte verwendet werden, die vom
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und vom
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gemeinsam
im Bundesanzeiger bekannt gemacht worden sind.

(5) Absatz 4 kann auch in den Fällen des § 48 sowie des § 51
angewendet werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/geg/__50.html
Directory: geg
Level: 4.0