Title: § 38a Aufenthaltserlaubnis für in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union langfristig Aufenthaltsberechtigte

Description:
Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (AufenthG 2004)
Kapitel 2 - Einreise und Aufenthalt im Bundesgebiet
Abschnitt 7 - Besondere Aufenthaltsrechte
§ 38a Aufenthaltserlaubnis für in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union langfristig Aufenthaltsberechtigte

Paragraph: 38a

Content:
Gesetz über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (AufenthG 2004)
Kapitel 2 - Einreise und Aufenthalt im Bundesgebiet
Abschnitt 7 - Besondere Aufenthaltsrechte
§ 38a Aufenthaltserlaubnis für in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union langfristig Aufenthaltsberechtigte

(1) Einem Ausländer, der in einem anderen Mitgliedstaat der
Europäischen Union die Rechtsstellung eines langfristig
Aufenthaltsberechtigten innehat, wird eine Aufenthaltserlaubnis
erteilt, wenn er sich länger als 90 Tage im Bundesgebiet aufhalten
will. § 8 Abs. 2 ist nicht anzuwenden.

(2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden auf Ausländer, die

1.  von einem Dienstleistungserbringer im Rahmen einer
    grenzüberschreitenden Dienstleistungserbringung entsandt werden,

2.  sonst grenzüberschreitende Dienstleistungen erbringen wollen oder

3.  sich zur Ausübung einer Beschäftigung als Saisonarbeitnehmer im
    Bundesgebiet aufhalten oder im Bundesgebiet eine Tätigkeit als
    Grenzarbeitnehmer aufnehmen wollen.

(3) Die Aufenthaltserlaubnis berechtigt zur Ausübung einer
Beschäftigung, wenn die Bundesagentur für Arbeit der Ausübung der
Beschäftigung nach § 39 Absatz 3 zugestimmt hat. Die
Aufenthaltserlaubnis berechtigt zur Ausübung einer selbständigen
Tätigkeit, wenn die in § 21 genannten Voraussetzungen erfüllt sind.
Wird der Aufenthaltstitel nach Absatz 1 für ein Studium oder für
sonstige Ausbildungszwecke erteilt, sind die §§ 16a und 16b
entsprechend anzuwenden. In den Fällen des § 16a wird der
Aufenthaltstitel ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erteilt.

(4) Eine nach Absatz 1 erteilte Aufenthaltserlaubnis darf nur für
höchstens zwölf Monate mit einer Nebenbestimmung nach § 34 der
Beschäftigungsverordnung versehen werden. Der in Satz 1 genannte
Zeitraum beginnt mit der erstmaligen Erlaubnis einer Beschäftigung bei
der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis nach Absatz 1. Nach Ablauf
dieses Zeitraums berechtigt die Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung
einer Erwerbstätigkeit.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/aufenthg_2004/__38a.html
Directory: aufenthg_2004
Level: 4.0