Title: § 57a Aussetzung des Strafrestes bei lebenslanger Freiheitsstrafe

Description:
Strafgesetzbuch (StGB)
Allgemeiner Teil -
Dritter Abschnitt - Rechtsfolgen der Tat
Vierter Titel - Strafaussetzung zur Bewährung
§ 57a Aussetzung des Strafrestes bei lebenslanger Freiheitsstrafe

Paragraph: 57a

Content:
Strafgesetzbuch (StGB)
Allgemeiner Teil -
Dritter Abschnitt - Rechtsfolgen der Tat
Vierter Titel - Strafaussetzung zur Bewährung
§ 57a Aussetzung des Strafrestes bei lebenslanger Freiheitsstrafe

(1) Das Gericht setzt die Vollstreckung des Restes einer lebenslangen
Freiheitsstrafe zur Bewährung aus, wenn

1.  fünfzehn Jahre der Strafe verbüßt sind,

2.  nicht die besondere Schwere der Schuld des Verurteilten die weitere
    Vollstreckung gebietet und

3.  die Voraussetzungen des § 57 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und 3 vorliegen.

§ 57 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 6 gilt entsprechend.

(2) Als verbüßte Strafe im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 1 gilt jede
Freiheitsentziehung, die der Verurteilte aus Anlaß der Tat erlitten
hat.

(3) Die Dauer der Bewährungszeit beträgt fünf Jahre. § 56a Abs. 2 Satz
1 und die §§ 56b bis 56g, 57 Abs. 3 Satz 2 und Abs. 5 Satz 2 gelten
entsprechend.

(4) Das Gericht kann Fristen von höchstens zwei Jahren festsetzen, vor
deren Ablauf ein Antrag des Verurteilten, den Strafrest zur Bewährung
auszusetzen, unzulässig ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__57a.html
Directory: stgb
Level: 5.0