Title: **Relevante Kriterien in Bezug auf das Sehvermögen nach

Description:
Verordnung über das Führen von Sportbooten (SpFV)
**Relevante Kriterien in Bezug auf das Sehvermögen nach

Paragraph: 18

Content:
Verordnung über das Führen von Sportbooten (SpFV)
**Relevante Kriterien in Bezug auf das Sehvermögen nach

Diagnosecode H 00-59**

Mindestkriterien in Bezug auf das Sehvermögen

1.  Tagessehschärfe

    Die Prüfung der Sehschärfe in der Ferne erfolgt durch einen Arzt oder
    Augenoptiker nach DIN 58220 Ausgabe September 2013.

    Die Sehschärfe auf beiden Augen gemeinsam oder auf dem besseren Auge
    muss mit oder ohne Sehhilfe größer oder gleich 0,8 sein. Einäugiges
    Sehen ist erlaubt.

    Offenkundiges Doppelsehen (Motilität), das nicht korrigiert werden
    kann, ist nicht erlaubt. Bei Einäugigkeit: normale Beweglichkeit des
    funktionstüchtigen Auges.

    Beschränkung 01
    kann angezeigt sein.

2.  Dämmerungssehvermögen:

    Zu testen bei Glaukom, Netzhauterkrankungen oder Medientrübungen (z.
    B. Katarakt). Kontrastsehen bei 0,032 cd/m2 ohne Blendung;
    Testergebnis 1:2,7 oder besser, mit dem Mesotest überprüft.

3.  Gesichtsfeld:

    Liegen anamnestische Hinweise auf Gesichtsfeldausfälle beispielsweise
    durch Vorerkrankungen oder Unfälle vor, ist es erforderlich das
    horizontale Gesichtsfeld daraufhin zu überprüfen, dass mindestens ein
    Auge den Sehschärfen-Standard erfüllt und den Sektor des nicht
    sehenden Auges tüchtig kompensiert.

    Bei Glaukom oder Netzhautdystrophie oder wenn bei der Erstuntersuchung
    Anomalien erkannt werden, ist ein formeller Test durch einen Augenarzt
    erforderlich.

4.  Farbunterscheidungsvermögen

    Das Farbunterscheidungsvermögen ist als ausreichend anzusehen, wenn
    der Bewerber den Test mittels 24 Ishihara-Farbtafeln mit maximal zwei
    Fehlern besteht. Alternativ kann einer der unten genannten,
    anerkannten alternativen Tests durchgeführt werden.

    Im Zweifelsfall ist eine Prüfung mit dem Anomaloskop durchzuführen.
    Der mit dem Anomaloskop gemessene Anomal-Quotient muss zwischen 0,7
    und 1,4 liegen und somit auf eine normale Trichromasie hindeuten.
    Ergibt die Untersuchung mit dem Anomaloskop oder einem anderen
    anerkannten gleichwertigen Test keine Farbentüchtigkeit, so ist eine
    Grünschwäche (Deuteranomalie) mit einem Anomalquotienten zwischen 1,4
    und 6,0 zulässig.

    Anerkannte, zu den Ishihara-Farbtafeln alternative Tests sind:

    a)  Velhagen/Broschmann (Ergebnis mit maximal zwei Fehlern);

    b)  Kuchenbecker-Broschmann (maximal zwei Fehler);

    c)  HRR (Ergebnis mindestens „leicht“);

    d)  TMC (Ergebnis mindestens „second degree“);

    e)  Holmer-Wright B (Ergebnis höchstens 8 Fehler bei „small“);

    f)  Farnsworth-Panel-D-15-Test (mindestens zu erreichendes Ergebnis:
        maximal eine diametrale Überschneidung im Diagramm der Anordnung der
        Farben);

    g)  Colour Assessment and Diagnostic Test (CAD) (Ergebnis mit maximal vier
        CAD-Einheiten).

    Der Gebrauch von Filtergläsern als Sehhilfen für das
    Farbunterscheidungsvermögen, z. B. getönte Kontaktlinsen und Brille,
    ist nicht zulässig.

Teil 3

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/spfv/__18.html
Directory: spfv
Level: 2.0