Title: § 51 Tierbestände

Description:
Bewertungsgesetz (BewG)
Zweiter Teil - Besondere Bewertungsvorschriften
Erster Abschnitt - Einheitsbewertung
B. - Land- und forstwirtschaftliches Vermögen
II. - Besondere Vorschriften
§ 51 Tierbestände

Paragraph: 51

Content:
Bewertungsgesetz (BewG)
Zweiter Teil - Besondere Bewertungsvorschriften
Erster Abschnitt - Einheitsbewertung
B. - Land- und forstwirtschaftliches Vermögen
II. - Besondere Vorschriften
§ 51 Tierbestände

(1) (weggefallen)

(1a) Für Feststellungszeitpunkte ab dem 1. Januar 1999 gehören
Tierbestände in vollem Umfang zur landwirtschaftlichen Nutzung, wenn
im Wirtschaftsjahr

*    *   für die ersten 20 Hektar

    *

*    *
    *   nicht mehr als 10 Vieheinheiten,

*    *   für die nächsten 10 Hektar

    *

*    *
    *   nicht mehr als 7 Vieheinheiten,

*    *   für die nächsten 20 Hektar

    *

*    *
    *   nicht mehr als 6 Vieheinheiten,

*    *   für die nächsten 50 Hektar

    *

*    *
    *   nicht mehr als 3 Vieheinheiten

*    *   und für die weitere Fläche

    *

*    *
    *   nicht mehr als 1,5 Vieheinheiten

je Hektar der vom Inhaber des Betriebs regelmäßig landwirtschaftlich
genutzten Flächen erzeugt oder gehalten werden. Die Tierbestände sind
nach dem Futterbedarf in Vieheinheiten umzurechnen. Diese Zuordnung
der Tierbestände steht einer Änderung der tatsächlichen Verhältnisse
gleich, die im Kalenderjahr 1998 eingetreten ist; § 27 ist insoweit
nicht anzuwenden.

(2) Übersteigt die Anzahl der Vieheinheiten nachhaltig die in Absatz
1a bezeichnete Grenze, so gehören nur die Zweige des Tierbestands zur
landwirtschaftlichen Nutzung, deren Vieheinheiten zusammen diese
Grenze nicht überschreiten. Zunächst sind mehr flächenabhängige Zweige
des Tierbestands und danach weniger flächenabhängige Zweige des
Tierbestands zur landwirtschaftlichen Nutzung zu rechnen. Innerhalb
jeder dieser Gruppe sind zuerst Zweige des Tierbestands mit der
geringeren Anzahl von Vieheinheiten und dann Zweige mit der größeren
Anzahl von Vieheinheiten zur landwirtschaftlichen Nutzung zu rechnen.
Der Tierbestand des einzelnen Zweiges wird nicht aufgeteilt.

(3) Als Zweig des Tierbestands gilt bei jeder Tierart für sich

1.  das Zugvieh,

2.  das Zuchtvieh,

3.  das Mastvieh,

4.  das übrige Nutzvieh.

Das Zuchtvieh einer Tierart gilt nur dann als besonderer Zweig des
Tierbestands, wenn die erzeugten Jungtiere überwiegend zum Verkauf
bestimmt sind. Ist das nicht der Fall, so ist das Zuchtvieh dem Zweig
des Tierbestands zuzurechnen, dem es überwiegend dient.

(4) Der Umrechnungsschlüssel für Tierbestände in Vieheinheiten sowie
die Gruppen der mehr oder weniger flächenabhängigen Zweige des
Tierbestands sind aus den Anlagen 1 und 2 zu entnehmen. Für die Zeit
von einem nach dem 1. Januar 1964 liegenden
Hauptfeststellungszeitpunkt an können der Umrechnungsschlüssel für
Tierbestände in Vieheinheiten sowie die Gruppen der mehr oder weniger
flächenabhängigen Zweige des Tierbestands durch Rechtsverordnung
Änderungen der wirtschaftlichen Gegebenheiten, auf denen sie beruhen,
angepaßt werden.

(5) Die Absätze 1a bis 4 gelten nicht für Pelztiere. Pelztiere gehören
nur dann zur landwirtschaftlichen Nutzung, wenn die erforderlichen
Futtermittel überwiegend von den vom Inhaber des Betriebs
landwirtschaftlich genutzten Flächen gewonnen sind.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bewg/__51.html
Directory: bewg
Level: 6.0