Title: § 33 Prüfung

Description:
Gesetz über die Eröffnungsbilanz in Deutscher Mark und die Kapitalneufestsetzung (DMBilG)
Abschnitt 5 - Verfahren
Unterabschnitt 7 - Prüfung
§ 33 Prüfung

Paragraph: 33

Content:
Gesetz über die Eröffnungsbilanz in Deutscher Mark und die Kapitalneufestsetzung (DMBilG)
Abschnitt 5 - Verfahren
Unterabschnitt 7 - Prüfung
§ 33 Prüfung

(1) Die Eröffnungsbilanz und der Anhang, jedoch ohne die vergleichende
Darstellung nach § 20, sind durch einen Prüfer zu prüfen. Hat keine
Prüfung stattgefunden, so kann die Eröffnungsbilanz nicht festgestellt
werden. Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, deren Bilanzsumme
in der Eröffnungsbilanz drei Millionen neunhunderttausend Deutsche
Mark nach Abzug eines Fehlbetrags nach § 268 Abs. 3 des
Handelsgesetzbuchs nicht übersteigt oder die am Stichtag nicht mehr
als fünfzig Arbeitnehmer beschäftigen, brauchen die Eröffnungsbilanz
und den Anhang nicht prüfen zu lassen, soweit sie nicht Geldinstitute
oder Außenhandelsbetriebe oder Rechtsnachfolger eines
prüfungspflichtigen Unternehmens nach § 1 Abs. 5 oder § 4 Abs. 3 sind.
Einzelkaufleute und Personenhandelsgesellschaften brauchen die
Eröffnungsbilanz nicht prüfen zu lassen, soweit sie nicht
Geldinstitute sind.

(2) Ist das Unternehmen in der Zeit vom 1. März 1990 bis zum 30. Juni
1991 gegründet oder durch Gesetz oder auf Grund eines Beschlusses in
eine private Rechtsform umgewandelt worden, so kann in die Prüfung der
Eröffnungsbilanz auch die Prüfung der Gründung oder Umwandlung
einbezogen werden. Dies gilt auch für die Prüfung von Sacheinlagen.

(3) Die Konzerneröffnungsbilanz und der Konzernanhang sind durch einen
Prüfer zu prüfen. Hat keine Prüfung stattgefunden, so kann die
Konzerneröffnungsbilanz nicht festgestellt werden.

(4) Werden die geprüften Unterlagen nach Vorlage des Prüfungsberichts
geändert, so hat der Prüfer diese Unterlagen erneut zu prüfen, soweit
es die Änderung erfordert. Über das Ergebnis der Prüfung ist zu
berichten; der Bestätigungsvermerk ist entsprechend zu ergänzen.

(5) § 317 des Handelsgesetzbuchs über Gegenstand und Umfang der
Prüfung ist mit der Maßgabe anzuwenden, daß auch das Inventar in die
Prüfung einzubeziehen ist. Bei Geldinstituten und
Außenhandelsbetrieben ist außerdem die vergleichende Darstellung nach
§ 20 zu prüfen.

(6) Unbeschadet der Regelung in Absatz 1 Satz 3 brauchen
Genossenschaften jeder Art einschließlich kooperativer Einrichtungen,
die nach dem für sie maßgeblichen Recht zu einem späteren Zeitpunkt
aufzulösen sind, wenn sie nicht umgewandelt werden, und die in ihrer
Eröffnungsbilanz eine Bilanzsumme von nicht mehr als
einhundertfünfundzwanzig Millionen Deutsche Mark ausweisen oder am
Bilanzstichtag nicht mehr als fünftausend Arbeitnehmer beschäftigen
und die nicht Geldinstitute oder Außenhandelsbetriebe sind, die
Eröffnungsbilanz nicht prüfen zu lassen, wenn sie die Aufstellung der
Eröffnungsbilanz und des Anhangs auf eine Person übertragen haben, die
als Wirtschaftsprüfer oder vereidigter Buchprüfer nach der
Wirtschaftsprüferordnung öffentlich bestellt oder als
Prüfungsgesellschaft anerkannt oder als Steuerberater oder als
Steuerbevollmächtigter nach dem Steuerberatungsgesetz bestellt oder
als Steuerberatungsgesellschaft anerkannt worden ist oder als
Vereinigung zur Führung der Bezeichnung "Landwirtschaftliche
Buchstelle" befugt oder Fachanwalt für Steuerrecht ist. Die Pflicht
zur Prüfung entfällt jedoch nur, wenn die aufstellende Person
schriftlich erklärt, daß

1.  die Eröffnungsbilanz auf einer ordnungsgemäßen Inventur beruht oder
    die Inventur nach § 3a nachgeholt worden ist und

2.  die Eröffnungsbilanz und der Anhang von ihr unter Beachtung der
    Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung so aufgestellt worden ist, daß
    diese Unterlagen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
    Bild der Vermögenslage im Sinne des § 264 Abs. 2 Satz 1 des
    Handelsgesetzbuchs vermitteln.

Der Eröffnungsbilanz ist die Erklärung nach Satz 2 und eine Erklärung
der Geschäftsführung beizufügen, aus der sich ergibt, daß sie der
aufstellenden Person alle Unterlagen vorgelegt und alle Auskünfte
erteilt hat, die für die Aufstellung erforderlich waren. § 323 Abs. 2
des Handelsgesetzbuchs über die Haftung bei Fahrlässigkeit ist
entsprechend anzuwenden. Die Sätze 1 bis 3 sind entsprechend auf die
in § 34 Abs. 2 bezeichneten Prüfungsverbände anzuwenden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/dmbilg/__33.html
Directory: dmbilg
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