Title: § 2 Stichprobenverfahren

Description:
Verordnung über Verfahren und Umfang der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis zum Zensusgesetz 2011 (StichprobenV)
§ 2 Stichprobenverfahren

Paragraph: 2

Content:
Verordnung über Verfahren und Umfang der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis zum Zensusgesetz 2011 (StichprobenV)
§ 2 Stichprobenverfahren

(1) Das Statistische Bundesamt legt den bundesweiten Stichprobenplan
fest, zieht die Stichproben nach § 7 Absatz 3 des Zensusgesetzes 2011
bundesweit jeweils am gleichen Datum und dokumentiert das
Auswahlverfahren sowie die einbezogenen Anschriften.

(2) Bei der Erstellung des Stichprobenplans und bei der
Stichprobenziehung sind die Qualitätsvorgaben aus dem vom
Statistischen Bundesamt in Auftrag gegebenen Forschungsprojekt zur
Entwicklung des Stichprobenverfahrens zu berücksichtigen.

(3) Für den Stichprobenplan und die Stichprobenziehung ist Folgendes
maßgebend:

1.  Auswahlgrundlage ist der Bestand aller Anschriften mit Wohnraum in dem
    nach § 2 des Zensusvorbereitungsgesetzes 2011 vom 8. Dezember 2007
    (BGBl. I S. 2808) erstellten Anschriften- und Gebäuderegister. Die
    Stichprobenziehung erfolgt mit Stand vom 1. September 2010. Für
    Anschriften mit Wohnraum, die zwischen der Stichprobenziehung und dem
    Berichtszeitpunkt des Zensus 2011 (9. Mai 2011) neu in das
    Anschriften- und Gebäuderegister aufgenommen werden, ist eine
    ergänzende Stichprobe zu ziehen.

2.  Der Bestand aller Anschriften mit Wohnraum ist regional nach
    Erhebungsgebieten zu gliedern. Erhebungsgebiete sind Gemeinden mit
    mindestens
    10 000                    Einwohnern, in Städten mit mindestens
    400 000                    Einwohnern auch Teile der Stadt mit
    durchschnittlich etwa 200 000 Einwohnern und die auf der Kreisebene
    zusammengefassten Gemeinden unter
    10 000                    Einwohnern.

3.  Für jedes Erhebungsgebiet ist der jeweilige Anschriftenbestand
    zunächst aufsteigend nach der Zahl der an der Anschrift mit alleinigem
    Wohnsitz oder mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldeten Personen zu
    ordnen und anschließend in acht überschneidungsfreie Schichten mit
    etwa der gleichen Anzahl an Personen zu gliedern. Für Anschriften mit
    Sonderbereichen nach § 8 Absatz 5 Satz 2 des Zensusgesetzes 2011 wird
    zusätzlich eine eigene Schicht gebildet.

4.  Innerhalb der Schichten werden die Anschriften nach einem
    mathematischen Zufallsverfahren ausgewählt.

5.  Das Stichprobenverfahren wird so ausgerichtet, dass für Gemeinden
    unter 10 000 Einwohnern die gleiche Auswahlwahrscheinlichkeit für alle
    Anschriften und Personen gegeben ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stichprobenv/__2.html
Directory: stichprobenv
Level: 2.0