Title: § 12b

Description:
Staatsangehörigkeitsgesetz (RuStAG)
§ 12b

Paragraph: 12b

Content:
Staatsangehörigkeitsgesetz (RuStAG)
§ 12b

(1) Der gewöhnliche Aufenthalt im Inland wird durch Aufenthalte bis zu
sechs Monaten im Ausland nicht unterbrochen. Bei längeren
Auslandsaufenthalten besteht er fort, wenn der Ausländer innerhalb der
von der Ausländerbehörde bestimmten Frist wieder eingereist ist.
Gleiches gilt, wenn die Frist lediglich wegen Erfüllung der
gesetzlichen Wehrpflicht im Herkunftsstaat überschritten wird und der
Ausländer innerhalb von drei Monaten nach der Entlassung aus dem Wehr-
oder Ersatzdienst wieder einreist. Anstelle von Satz 1 bis 3 gilt für
Staatsangehörige eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union,
für Staatsangehörige der EWR-Staaten, für ihre jeweiligen
Familienangehörigen und für die ihnen jeweils nahestehenden Personen
mit einem Aufenthaltsrecht nach § 3a des Freizügigkeitsgesetzes/EU
sowie für Personen, die ein unionsrechtliches Aufenthaltsrecht nach §
12a des Freizügigkeitsgesetzes/EU besitzen, und Personen mit einem in
§ 16 des Freizügigkeitsgesetzes/EU bezeichneten Aufenthaltsrecht, § 4a
Absatz 6 des Freizügigkeitsgesetzes/EU entsprechend.

(2) Hat der Ausländer sich länger als sechs Monate im Ausland
aufgehalten und liegt keine der Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 2
bis 4 vor, kann die frühere Aufenthaltszeit im Inland bis zu fünf
Jahren auf die für die Einbürgerung erforderliche Aufenthaltsdauer
angerechnet werden.

(3) Unterbrechungen der Rechtmäßigkeit des Aufenthalts bleiben außer
Betracht, wenn sie darauf beruhen, dass der Ausländer nicht
rechtzeitig die erstmals erforderliche Erteilung oder die Verlängerung
des Aufenthaltstitels beantragt hat. Für Unterbrechungen der
Rechtmäßigkeit des Aufenthalts aus anderen Gründen gilt Absatz 2
entsprechend.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stag/__12b.html
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