Title: § 6 Handlungsbereich „Arbeits- und Beschäftigungsprozesse personenzentriert planen und steuern sowie Arbeitsplätze personenzentriert gestalten“

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (GFABPrV)
§ 6 Handlungsbereich „Arbeits- und Beschäftigungsprozesse personenzentriert planen und steuern sowie Arbeitsplätze personenzentriert gestalten“

Paragraph: 6

Content:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfte Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung (GFABPrV)
§ 6 Handlungsbereich „Arbeits- und Beschäftigungsprozesse personenzentriert planen und steuern sowie Arbeitsplätze personenzentriert gestalten“

(1) Im Handlungsbereich „Arbeits- und Beschäftigungsprozesse
personenzentriert planen und steuern sowie Arbeitsplätze
personenzentriert gestalten“ soll die zu prüfende Person nachweisen,
dass sie in der Lage ist, Arbeits- und Beschäftigungsprozesse für
behinderte Menschen unter partizipativen, didaktischen und
kommunikativen Gesichtspunkten sowie unter Berücksichtigung
betriebswirtschaftlicher und betrieblicher Zusammenhänge und
Anforderungen zu planen, zu steuern und zu gestalten. Die Arbeits- und
Beschäftigungsprozesse sollen kontinuierlich an aktuelle Erfordernisse
angepasst werden. Die Arbeitsplätze sind personenzentriert, orientiert
an den Gegebenheiten des allgemeinen Arbeitsmarktes sowie lern- und
persönlichkeitsförderlich zu gestalten. Dabei sind rechtliche und
wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Teilhabe des behinderten
Menschen am Arbeitsleben zu berücksichtigen.

(2) In diesem Handlungsbereich können folgende Qualifikationsinhalte
geprüft werden:

1.  Auswählen von Aufgaben und Arbeiten unterschiedlicher Art und
    unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades sowie Bewerten der Ergebnisse
    unter Berücksichtigung von Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit,

2.  Planen und Durchführen von Aufgaben und Arbeiten unter Anwendung
    geeigneter Verfahren und Methoden der Arbeitsvorbereitung, -steuerung
    und -kontrolle mit dem Ziel der selbstbestimmten und
    eigenverantwortlichen Arbeit und Beschäftigung von behinderten
    Menschen,

3.  Gestalten individueller lern- und persönlichkeitsförderlicher
    Arbeitsplätze,

4.  Beobachten, Bewerten und Dokumentieren der Entwicklung der
    individuellen Kompetenzen des behinderten Menschen unter
    Berücksichtigung anerkannter Methoden und Instrumentarien,

5.  kontinuierliches Weiterentwickeln des Eingliederungsplanes,

6.  Fördern des Übergangs des behinderten Menschen auf den allgemeinen
    Arbeitsmarkt durch Motivieren, Initiieren, Begleiten und Qualifizieren
    sowie

7.  barrierefreies Gestalten und Bereitstellen von Maschinen, Geräten,
    Werkzeugen und Materialien unter Berücksichtigung unterschiedlicher
    Behinderungsformen und deren individuellen Auswirkungen sowie
    Erläutern des Gebrauchs der Maschinen, Geräte, Werkzeuge und
    Materialien unter Beachtung der Anforderungen und Vorgaben zu
    Arbeitssicherheit, Unfallschutz und Umweltschutz.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gfabprv/__6.html
Directory: gfabprv
Level: 2.0