Title: Anlage 8 Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind

Description:
Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c des Einkommensteuergesetzes (ESanMV)
Anlage 8 Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind

Paragraph: 4

Content:
Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c des Einkommensteuergesetzes (ESanMV)
Anlage 8 Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind

(Fundstelle: BGBl. I 2021, 1794 - 1795)

Gefördert wird die Umsetzung aller Maßnahmen zur Verbesserung der
Energieeffizienz am Heizsystem, soweit sich aus den nachfolgenden
Sätzen keine Einschränkungen ergeben.

Mindestens ist durchzuführen: der Heizungscheck nach DIN EN 15378 oder
der hydraulische Abgleich nach Verfahren A beim wassergeführten
Heizungssystem. Verfahren B ist zulässig. Die Durchführung ist auf dem
aktuellen Bestätigungsformular für Einzelmaßnahmen des Spitzenverbands
der Gebäudetechnik VdZ – Forum für Energieeffizienz in der
Gebäudetechnik e. V. (www.vdzev.de/broschueren/formulare-
hydraulischer-abgleich) nachzuweisen.

Förderfähige Pumpen müssen mindestens folgende Anforderungen erfüllen:

–   Nassläufer-Umwälzpumpen: Energieeffizienzindex EEI*
    0,2 gemäß Verordnung (EU) Nr. 641/2009;

–   Trinkwarmwasser-Zirkulationspumpen: Energieeffizienzindex EEI*
     0,2 in Anlehnung an Verordnung (EU) Nr. 641/2009;

–   Trockenläufer-Umwälzpumpen: Elektromotor der Klasse IE4 und
    Pumpeneffizienz MEI*                    0,6 gemäß Verordnung (EU) Nr.
    547/2012.

Nicht förderfähig innerhalb der Maßnahme „Heizungsoptimierung“ ist der
Einbau bzw. Austausch von Wärmeerzeugern.

Anlagen zur Trinkwarmwassererwärmung (zum Beispiel solarthermische
Warmwasserbereitung) sind Bestandteil der Heizungsanlage.

Ersatz, Erweiterung und erstmaliger Einbau von Pufferspeichern:

–   Wärmespeicher sind förderfähig, wenn sie Effizienzklasse A oder A+
    gemäß Verordnung (EU) Nr. 811/2013 erreichen oder ihre
    Warmhalteverluste  S in Watt in Abhängigkeit vom Speichervolumen  V
    weniger als 8,5 + 4,25 • V
    0,4                    gemäß Verordnung (EU) Nr. 813/2013 betragen.

Die nachfolgende Liste weist typische förderfähige Maßnahmen aus. Die
Liste ist nicht abschließend. Förderfähig sind weiterhin alle
sonstigen Maßnahmen, die zur vollen Funktion und für den
energieeffizienten Betrieb der Heizungsanlage erforderlich sind.

–   Heizkörper/Heizflächen:

    –   Austausch von Heizkörpern mit dem Ziel der
        Systemtemperaturreduzierung, inklusive der erforderlichen Anpassung
        oder Erneuerung von Rohrleitungen;

    –   erstmaliger Einbau oder Austausch von Flächenheizsystemen, inklusive
        der erforderlichen Anpassung oder Erneuerung von Rohrleitungen,
        inklusive Estrich, Trittschalldämmung, Bodenbelag bzw. bei Wandheizung
        inklusive Putzarbeiten.

–   Heizkörperregelung:

    –   Einbau voreinstellbarer Heizkörperthermostatventile (auch im
        Austausch);

    –   Einbau oder Austausch von Einzelraum-Temperaturregelung einschließlich
        aller dazu erforderlichen Komponenten;

    –   Aufrüstung eines Niedertemperaturkessels zu einem Brennwertkessel
        durch Einbau von zusätzlichen Wärmetauschern einschließlich
        notwendiger Schornsteinanpassungen.

–   Leitungen, Armaturen, hydraulischer Abgleich:

    –   Durchführung des hydraulischen Abgleichs;

    –   Umsetzung technischer Maßnahmen zur Volumenstromregelung, zum Beispiel
        Einbau von Strangregulierventilen, Differenzdruckreglern,
        Volumenstromreglern;

    –   hydraulischer Umbau der Wärmeverteilung/des Rohrleitungssystems zur
        Optimierung der Wasserumlaufmengen bzw. zur
        Systemtemperaturreduzierung, zum Beispiel Schließen von Bypässen;

    –   Umbau von Einrohrsystemen in Zweirohrsysteme;

    –   Erweiterung und Sanierung von Nahwärmenetzen, die sich zu 100 Prozent
        auf der zu den Gebäuden gehörenden Grundstücksfläche oder
        Grundstücksflächen befinden.

–   Hocheffiziente Heizungs- bzw. Trinkwasserzirkulationspumpen:

    –   Nassläufer-Umwälzpumpen: Energieeffizienzindex EEI*
        0,2 gemäß Verordnung (EU) Nr. 641/2009;

    –   Trinkwarmwasser-Zirkulationspumpen: Energieeffizienzindex EEI*
         0,2 in Anlehnung an Verordnung (EU) Nr. 641/2009;

    –   Trockenläufer-Umwälzpumpen: Elektromotor der Klasse IE4 und
        Pumpeneffizienz MEI*                          0,6 gemäß Verordnung
        (EU) Nr. 547/2012.

–   Dämmung der Verteilleitungen:

    –   Wärmedämmung ungedämmter oder unzureichend gedämmter
        Wärmeverteilleitungen und Armaturen;

    –   schallreduzierende Maßnahmen für Geräusche der Heizungsanlage in
        schutzbedürftigen Räumen.

–   Umstellung des Warmwassersystems, das heißt Integration in die
    Heizungsanlage, inklusive notwendiger Sanitärarbeiten wie Austausch
    der Armaturen;

–   elektronisch geregelte Durchlauferhitzer;

–   Rohrinnensanierungen;

–   Filter, Schmutzfänger, Abscheider zur Erhaltung der Funktionalität,
    Effizienz und Lebensdauer von Heizungsanlagen (zum Beispiel
    Schwerkraftfilter, Schlammabscheider, Magnetitabscheider,
    Entgasungsgeräte).

Fördervoraussetzung ist der Nachweis des hydraulischen Abgleichs unter
Verwendung des Bestätigungsformulars für Einzelmaßnahmen des
Spitzenverbands der Gebäudetechnik e. V. VdZ – Forum für
Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e. V.
(www.vdzev.de/broschueren/formulare-hydraulischer-abgleich).

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/esanmv/__4.html
Directory: esanmv
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