Title: § 8 Abschlußprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Fachangestellten für Bäderbetriebe (BäderFAngAusbV)
§ 8 Abschlußprüfung

Paragraph: 8

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Fachangestellten für Bäderbetriebe (BäderFAngAusbV)
§ 8 Abschlußprüfung

(1) Die Abschlußprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Die Prüfung ist praktisch und schriftlich durchzuführen.

(3) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung Aufgaben aus
folgenden Prüfungsfächern ausführen:

1.  im Prüfungsfach Retten und Erstversorgung:

    a)  in insgesamt höchstens 10 Minuten Durchführen einer praxisnahen
        Rettungsübung mit Startsprung in Kleidung vom Beckenrand, Anschwimmen,
        Aufnehmen einer erwachsenen Person aus 3 bis 5 Metern Tiefe, Ausführen
        von Befreiungsgriffen, Abschleppen, Anlandbringen und Maßnahmen der
        Erstversorgung,

    b)  in höchstens 8 Minuten 300 Meter Kleiderschwimmen mit anschließendem
        Entkleiden,

    c)  5 Minuten lang eine Herz-Lungen-Wiederbelebung an einem Übungsphantom,

    d)  in höchstens 2 Minuten 50 Meter Abschleppen, beide Personen bekleidet,
        davon die ersten 25 Meter mit Kopf- oder Achselgriff und die letzten
        25 Meter mit Fesselschleppgriff;

2.  im Prüfungsfach Schwimmen:

    in insgesamt 10 Minuten:

    a)  Streckentauchen über eine Distanz von mindestens 35 Metern,

    b)  Ausführen einer Wettkampftechnik einschließlich Start und Wende über
        eine Strecke von 50 Metern,

    c)  100 Meter Zeitschwimmen in einer Höchstzeit von 1 Minute und 30
        Sekunden,

    d)  Kopfsprung aus 3 Metern Höhe;

3.  im Prüfungsfach Besucherbetreuung und Schwimmunterricht:

    in insgesamt 90 Minuten:

    a)  Vorbereiten und Durchführen einer Schwimmunterrichtseinheit,

    b)  Durchführen eines vorgegebenen Spiel- oder Sportarrangements.

(4) Der Prüfling soll in der schriftlichen Prüfung:

1.  im Prüfungsfach Retten, Erstversorgung und Schwimmen:

    in insgesamt 90 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle bearbeiten.
    Er soll dabei zeigen, daß er Fertigkeiten und Kenntnisse in
    Wettkampftechniken, in der Durchführung von Schwimmunterricht und über
    Erstversorgungs-, Rettungs- und Wiederbelebungsmaßnahmen sowie
    Gesundheitslehre erworben hat;

2.  im Prüfungsfach Badebetrieb:

    in 120 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den Gebieten:

    a)  Sicherheit und Gesundheit,

    b)  Organisation und Beaufsichtigung des Badebetriebes,

    c)  Betreuen von Besuchern, Kommunikation sowie

    d)  Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit, gesellschaftliche Bedeutung von
        Bädern

bearbeiten. In den Gebieten der Nummer 2 Buchstabe a bis c soll der
Prüfling zeigen, daß er die für die Aufrechterhaltung der
Betriebssicherheit notwendigen Fertigkeiten und Kenntnisse erworben
hat, die Aufsicht im Badebetrieb durchführen und Besucher betreuen
kann. Im Gebiet der Nummer 2 Buchstabe d soll der Prüfling nachweisen,
daß er Aufgaben in Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit übernehmen
kann und die Zusammenhänge von Verwaltung und Bäderorganisation
versteht;

3.  im Prüfungsfach Bädertechnik:

    in 90 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den Gebieten:

    a)  Umweltschutz und Hygiene,

    b)  Kontrollieren und Sichern des technischen Betriebsablaufes sowie

    c)  Warten und Pflegen bäder- und freizeittechnischer Einrichtungen

bearbeiten. Der Prüfling soll dabei zeigen, daß er die technischen
Zusammenhänge und die bädertypischen Prozeßabläufe versteht sowie
Maßnahmen zur Kontrolle und Sicherung des Betriebsablaufes unter
Berücksichtigung von Umweltschutz und Hygiene ergreifen kann;

4.  im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde:

    in 60 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den Gebieten:

    allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der
    Berufs- und Arbeitswelt bearbeiten.

(5) Die in Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann insbesondere
unterschritten werden, soweit die schriftliche Prüfung in
programmierter Form durchgeführt wird.

(6) Die schriftliche Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach
Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Fächern durch eine
mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung
den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Prüfung hat gegenüber der
mündlichen Prüfung das doppelte Gewicht.

(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der praktischen und
schriftlichen Prüfung sowie innerhalb der praktischen Prüfung im
Prüfungsfach Retten und Erstversorgung für jede Prüfungsaufgabe und in
der schriftlichen Prüfung in mindestens zwei der in Absatz 4 genannten
Prüfungsfächer mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind.
Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsfach mit ungenügend
bewertet, ist die Prüfung nicht bestanden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/b_derfangausbv/__8.html
Directory: baederfangausbv
Level: 2.0