Title: § 1 Ziel der Prüfung zum Erwerb des Fortbildungsabschlusses und dessen Bezeichnung

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Meister für Veranstaltungstechnik und Geprüfte Meisterin für Veranstaltungstechnik-Bachelor Professional für Veranstaltungstechnik (VTMBAProVTFPrV)
Abschnitt 1 - Allgemeines
§ 1 Ziel der Prüfung zum Erwerb des Fortbildungsabschlusses und dessen Bezeichnung

Paragraph: 1

Content:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Meister für Veranstaltungstechnik und Geprüfte Meisterin für Veranstaltungstechnik-Bachelor Professional für Veranstaltungstechnik (VTMBAProVTFPrV)
Abschnitt 1 - Allgemeines
§ 1 Ziel der Prüfung zum Erwerb des Fortbildungsabschlusses und dessen Bezeichnung

(1) Mit der erfolgreich abgelegten Prüfung zum anerkannten
Fortbildungsabschluss „Geprüfter Meister für Veranstaltungstechnik-
Bachelor Professional für Veranstaltungstechnik“ und „Geprüfte
Meisterin für Veranstaltungstechnik-Bachelor Professional für
Veranstaltungstechnik“ wird die auf einen beruflichen Aufstieg
abzielende Erweiterung der beruflichen Handlungsfähigkeit auf der
zweiten beruflichen Fortbildungsstufe der höherqualifizierenden
Berufsbildung nachgewiesen.

(2) Die Prüfung wird von der zuständigen Stelle durchgeführt.

(3) Durch die Prüfung ist festzustellen, ob die zu prüfende Person in
der Lage ist,

1.  Fach- und Führungsfunktionen zu übernehmen, in denen zu verantwortende
    Leitungsprozesse von Organisationen eigenständig gesteuert werden,
    eigenständig ausgeführt werden und dafür Mitarbeiter und
    Mitarbeiterinnen geführt werden und

2.  in Betrieben unterschiedlicher Art und mit unterschiedlicher
    Aufgabenstellung für verschiedene Veranstaltungsformen

    a)  die technische Umsetzung von Veranstaltungen zu konzipieren, zu
        planen, zu leiten und zu evaluieren sowie

    b)  die Betriebsorganisation mitzugestalten und Führungsaufgaben
        wahrzunehmen.

(4) Im Einzelnen umfassen die Anforderungen des Absatzes 3 folgende
Aufgaben:

1.  Realisieren veranstaltungstechnischer Projekte:

    a)  Erstellen, Kommunizieren und Präsentieren von technischen
        Veranstaltungskonzepten zur Umsetzung der Veranstaltungsintention
        unter Berücksichtigung der künstlerischen, gestalterischen,
        technischen, wirtschaftlichen sowie rechtlichen Anforderungen und
        unter Einbeziehung der Beteiligten sowie aktueller fachlicher
        Entwicklungen,

    b)  verantwortliches Planen der Umsetzung eines technischen
        Veranstaltungskonzeptes aus technischer, organisatorischer,
        wirtschaftlicher und rechtlicher Sicht in Zusammenarbeit mit den
        Beteiligten und unter Berücksichtigung des Arbeitsschutzes und der
        Sicherheit,

    c)  Leiten der Umsetzung der technischen Planungen in allen
        Veranstaltungsphasen, insbesondere bei Aufbau, Durchführung und Abbau,
        mit dem Ziel, die Vorgaben zu erfüllen, die Sicherheit der Beteiligten
        zu erreichen sowie die Motivation und Arbeitsbereitschaft der
        Beteiligten zu fördern, unter Berücksichtigung sich ändernder
        Gegebenheiten,

    d)  Abschließen von technischen Veranstaltungsprojekten durch
        Nachbereiten, Evaluieren und Dokumentieren der technischen,
        organisatorischen und wirtschaftlichen Abläufe,

2.  Gestalten der Betriebs- und Unternehmensorganisation:

    a)  Steuern, Überwachen und Optimieren der betrieblichen Abläufe, dabei
        die Qualitätssicherung berücksichtigen und Unternehmensziele
        verfolgen; Analysieren von betrieblichen Bedarfen und Risiken, Planen
        von Einnahmen, Ausgaben und Investitionen sowie Begleiten
        unternehmerischer Entscheidungsprozesse,

    b)  Organisieren der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes im
        Betrieb, einschließlich Sicherstellen der Einhaltung der
        Arbeitsschutzvorschriften, Erstellen von Gefährdungsbeurteilungen und
        Umsetzen daraus resultierender Maßnahmen,

    c)  Führen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und Zuordnen von Aufgaben
        unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen und
        betrieblicher Vorgaben; Anleiten von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen
        zu selbstständigem, verantwortlichem Handeln, Fördern der Motivation
        von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, Beteiligen der Mitarbeiter und
        Mitarbeiterinnen an Entscheidungsprozessen; Vorbereiten und
        Organisieren der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter und
        Mitarbeiterinnen,

    d)  Organisieren der Prüfung und Instandhaltung von Anlagen und
        Arbeitsmitteln zur Gewährleistung der Sicherheit und
        Funktionsbereitschaft, insbesondere bei sicherheitstechnischen
        Einrichtungen; Überwachen der Verfügbarkeit der Arbeitsmittel und des
        Materials sowie von deren Beschaffung, Transport, Lagerung und
        Entsorgung,

    e)  Beobachten und Bewerten der Entwicklung der Veranstaltungsmärkte,
        insbesondere der Technik, der Veranstaltungs- und Darstellungsformen
        sowie des Verhaltens von Wettbewerbern am Markt.

(5) Für den Erwerb der in Absatz 3 in Verbindung mit Absatz 4
bezeichneten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten bedarf es in der
Regel eines Lernumfangs von insgesamt mindestens 1 200 Stunden. Der
Lerninhalt bestimmt sich nach den Anforderungen der Prüfungsbereiche
des Prüfungsteils „Veranstaltungsprozesse“ nach den §§ 6 bis 10, der
Prüfungsbereiche des Prüfungsteils „Betriebliches Management“ nach den
§§ 11 bis 16 sowie den Anforderungen des Prüfungsteils
„Veranstaltungsprojekt“ nach den §§ 17 bis 20.

(6) Die erfolgreich abgelegte Prüfung nach § 2 Nummer 1 führt zusammen
mit dem erbrachten Nachweis nach § 2 Nummer 2 zum anerkannten
Fortbildungsabschluss „Bachelor Professional für
Veranstaltungstechnik“. Der Abschlussbezeichnung wird die weitere
Abschlussbezeichnung „Geprüfter Meister für Veranstaltungstechnik“
oder „Geprüfte Meisterin für Veranstaltungstechnik“ vorangestellt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/vtmbaprovtfprv/__1.html
Directory: vtmbaprovtfprv
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