Title: § 3 Gliederung und Durchführung der Prüfung

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Sozialversicherungsfachwirt – Fachrichtung gesetzliche Renten- und knappschaftliche Sozialversicherung und Geprüfte Sozialversicherungsfachwirtin – Fachrichtung gesetzliche Renten- und knappschaftliche Sozialversicherung (SzVersFachwPrV)
§ 3 Gliederung und Durchführung der Prüfung

Paragraph: 3

Content:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Sozialversicherungsfachwirt – Fachrichtung gesetzliche Renten- und knappschaftliche Sozialversicherung und Geprüfte Sozialversicherungsfachwirtin – Fachrichtung gesetzliche Renten- und knappschaftliche Sozialversicherung (SzVersFachwPrV)
§ 3 Gliederung und Durchführung der Prüfung

(1) Die Prüfung gliedert sich in folgende Prüfungsteile:

1.  Sachaufgaben in allgemeinen Leistungsprozessen,

2.  Sachaufgaben in besonderen Leistungsprozessen,

3.  Organisationsaufgaben,

4.  Personalaufgaben.

(2) Der Prüfungsteil „Sachaufgaben in allgemeinen Leistungsprozessen“
gliedert sich in folgende Handlungsbereiche:

1.  Versicherungsverhältnisse und Beitragszahlungen nach dem
    Sozialgesetzbuch,

2.  System der sozialen Sicherung,

3.  Sozialverwaltungsverfahren.

(3) Der Prüfungsteil „Sachaufgaben in besonderen Leistungsprozessen“
gliedert sich in folgende Handlungsbereiche:

1.  Leistungen in der gesetzlichen Rentenversicherung,

2.  Leistungen in der knappschaftlichen Sozialversicherung.

(4) Der Prüfungsteil „Organisationsaufgaben“ gliedert sich in folgende
Handlungsbereiche:

1.  Betriebswirtschaftliches Management in der öffentlichen Verwaltung,

2.  Kundenmanagement,

3.  Veränderungsmanagement.

(5) Der Prüfungsteil „Personalaufgaben“ gliedert sich in folgende
Handlungsbereiche:

1.  Mitarbeiterführung,

2.  Personalmanagement.

(6) Die Prüfung in den Prüfungsteilen „Sachaufgaben in allgemeinen
Leistungsprozessen“ und „Sachaufgaben in besonderen
Leistungsprozessen“ sowie „Organisationsaufgaben“ ist schriftlich
durchzuführen.

(7) Im Prüfungsteil „Personalaufgaben“ ist mündlich zu prüfen.

(8) Im Prüfungsteil „Sachaufgaben in allgemeinen Leistungsprozessen“
ist im Handlungsbereich „Versicherungsverhältnisse und
Beitragszahlungen nach dem Sozialgesetzbuch“ anhand einer komplexen
anwendungsbezogenen Aufgabenstellung zu prüfen. Die Handlungsbereiche
„System der sozialen Sicherung“ und „Sozialverwaltungsverfahren“ sind
anhand einer komplexen anwendungsbezogenen Aufgabenstellung zu prüfen.
Die Bearbeitungszeit beträgt je schriftlicher Prüfungsleistung
mindestens 210 Minuten, höchstens 240 Minuten.

(9) Im Prüfungsteil „Sachaufgaben in besonderen Leistungsprozessen“
wählt die zu prüfende Person einen der beiden Handlungsbereiche aus.
In dem gewählten Handlungsbereich ist anhand zweier komplexer
anwendungsbezogener Aufgabenstellungen zu prüfen. Die Bearbeitungszeit
beträgt je schriftlicher Prüfungsleistung mindestens 210 Minuten,
höchstens 240 Minuten.

(10) Im Prüfungsteil „Organisationsaufgaben“ ist anhand einer
handlungsbereichsübergreifenden komplexen Aufgabenstellung zu prüfen.
Die Bearbeitungszeit beträgt mindestens 210 Minuten, höchstens 240
Minuten.

(11) Wurde in der Prüfung nach den Absätzen 8 bis 10 nicht mehr als
eine Prüfungsleistung mit mangelhaft bewertet, ist für die nicht
bestandene schriftliche Prüfungsleistung eine mündliche
Ergänzungsprüfung anzubieten. Bei einer oder mehreren ungenügenden
Leistungen besteht diese Möglichkeit nicht. Die Ergänzungsprüfung soll
handlungsbezogen durchgeführt werden und in der Regel nicht länger als
20 Minuten dauern. Die Bewertungen der schriftlichen Prüfungsleistung
und der mündlichen Ergänzungsprüfung werden zu einem Punktwert
zusammengefasst. Dabei wird die Bewertung der schriftlichen
Prüfungsleistung doppelt gewichtet.

(12) Die mündliche Prüfung nach Absatz 7 gliedert sich in eine
Präsentation und ein situationsbezogenes Fachgespräch. Dabei soll auch
nachgewiesen werden, dass angemessen und sachgerecht kommuniziert
werden kann.

(13) In der Präsentation nach Absatz 12 soll nachgewiesen werden, dass
eine komplexe Problemstellung der betrieblichen Praxis erfasst,
dargestellt, beurteilt und gelöst werden kann. Die Präsentationszeit
soll in der Regel zehn Minuten dauern und 15 Minuten nicht
überschreiten.

(14) Das Thema der Präsentation ist von der zu prüfenden Person selbst
zu wählen und mit einer Kurzbeschreibung der Problemstellung, des
Ziels und einer Gliederung dem Prüfungsausschuss zu einem von ihr
festgesetzten Termin mitzuteilen. Der Prüfungsausschuss entscheidet
über die Annahme und Ausgestaltung des Themas und teilt sie der zu
prüfenden Person mit.

(15) Im Fachgespräch werden anknüpfend an die Präsentation vertiefende
oder erweiternde Fragestellungen aus den Handlungsbereichen nach
Absatz 5 geprüft, dabei sollen beide Handlungsbereiche angemessen
thematisiert werden. Das Fachgespräch soll in der Regel 20 Minuten
dauern und 30 Minuten nicht überschreiten. Fachgespräch und
Präsentation gehen gleichgewichtig in die Bewertung der Prüfung ein.

(16) Die mündliche Prüfung ist nur durchzuführen, wenn in jeder der
schriftlichen Prüfungsleistungen nach Absatz 6 mindestens ausreichende
Leistungen erbracht wurden. Sie soll nicht später als ein Jahr nach
dem erfolgreichen Bestehen der schriftlichen Prüfung durchgeführt
werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/szversfachwprv/__3.html
Directory: szversfachwprv
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