Title: § 2 Ausnahmen von der Tötung bei Schafen und Ziegen

Description:
Verordnung über die Tötung von Rindern, Schafen und Ziegen zur Vorsorge  für die menschliche und tierische Gesundheit im Hinblick auf Transmissible  Spongiforme Enzephalopathien (TSEVorsorgV)
§ 2 Ausnahmen von der Tötung bei Schafen und Ziegen

Paragraph: 2

Content:
Verordnung über die Tötung von Rindern, Schafen und Ziegen zur Vorsorge  für die menschliche und tierische Gesundheit im Hinblick auf Transmissible  Spongiforme Enzephalopathien (TSEVorsorgV)
§ 2 Ausnahmen von der Tötung bei Schafen und Ziegen

(1) Die zuständige Behörde kann im Falle der amtlichen Feststellung
einer transmissiblen spongiformen Enzephalopathie bei einem Schaf oder
einer Ziege Ausnahmen von Artikel 13 Abs. 1 Unterabs. 1 Buchstabe c in
Verbindung mit Anhang VII Nr. 2 Buchstabe b Nr. i oder ii der
Verordnung (EG) Nr. 999/2001 im Hinblick auf die Tötung der Schafe und
Ziegen eines Bestandes genehmigen, soweit
1\.

*   der Anteil der Tiere des Bestandes,

    a)  die Träger eines ARR-Allels sind, innerhalb der Rasse, der sie
        angehören, oder,

    b)  im Falle von Schafen, die Träger eines ARR-Allels sind,

    weniger als 25 vom Hundert beträgt oder

2.  die Ausnahme zur Vermeidung von Inzucht erforderlich ist und

sichergestellt ist, dass die Tiere spätestens fünf Jahre nach der
amtlichen Feststellung der transmissiblen spongiformen Enzephalopathie
als Material der Kategorie 1 im Sinne des Artikels 4 Abs. 1 der
Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 beseitigt werden. Eine
Ausnahmegenehmigung nach Satz 1 darf nur erteilt werden, soweit
Belange der Vorsorge für die menschliche oder tierische Gesundheit
nicht entgegenstehen.

(2) Der Tierhalter hat in den Fällen des Absatzes 1 Satz 1 dafür Sorge
zu tragen, dass jede Abgabe eines Tieres, für das eine
Ausnahmegenehmigung erteilt worden ist, der zuständigen Behörde unter
Angabe des Empfängers unverzüglich anzuzeigen ist.

(3) Die zuständige Behörde kann im Falle der amtlichen Feststellung
einer transmissiblen spongiformen Enzephalopathie bei einem Schaf das
Verbringen von Schafen in den Bestand, in dem sich das erkrankte Tier
zuletzt befunden hat, über die in Anhang VII Nr. 4 der Verordnung (EG)
Nr. 999/2001 vorgesehenen Fälle hinaus genehmigen, sofern

1.  sichergestellt ist, dass die Schafe kein VRQ-Allel aufweisen oder

2.  die Schafe nicht trächtig sind und ihr jeweiliger Genotyp unbekannt
    ist.

Ausnahmen nach Satz 1 Nr. 2 dürfen längstens bis zum 1. Januar 2006
genehmigt werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/tsevorsorgv/__2.html
Directory: tsevorsorgv
Level: 2.0