Title: § 59 Strafvorschriften

Description:
Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB)
Abschnitt 10 - Straf- und Bußgeldvorschriften
§ 59 Strafvorschriften

Paragraph: 59

Content:
Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB)
Abschnitt 10 - Straf- und Bußgeldvorschriften
§ 59 Strafvorschriften

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird
bestraft, wer

1.  (weggefallen)

2.  (weggefallen)

3.  entgegen § 7 Absatz 3 in Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach §
    7 Absatz 1 oder 2 ein Lebensmittel in den Verkehr bringt,

4.  entgegen § 8 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a in Verbindung mit einer
    Rechtsverordnung nach § 8 Absatz 2 Nummer 1 oder entgegen § 8 Absatz 1
    Nummer 1 Buchstabe b eine nicht zugelassene Bestrahlung anwendet,

5.  entgegen § 8 Absatz 1 Nummer 2 ein Lebensmittel in den Verkehr bringt,

6.  entgegen § 9 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 in Verbindung mit einer
    Rechtsverordnung nach Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe a oder entgegen § 9
    Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 oder Nummer 3 ein Lebensmittel in den Verkehr
    bringt,

7.  entgegen § 11 Absatz 1 ein Lebensmittel in den Verkehr bringt oder für
    ein Lebensmittel wirbt,

8.  entgegen § 11 Absatz 2 ein Lebensmittel liefert,

9.  entgegen § 12 ein Lebensmittel in den Verkehr bringt,

10. entgegen § 17 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 ein Futtermittel herstellt oder
    behandelt,

10a. entgegen § 17a Absatz 1 Satz 1 nicht dafür Sorge trägt, dass eine dort
    genannte Versicherung besteht,

11. entgegen § 19 ein Futtermittel in den Verkehr bringt oder für ein
    Futtermittel wirbt,

12. entgegen § 21 Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 Buchstabe a ein Futtermittel in
    den Verkehr bringt oder verfüttert,

13. entgegen § 27 Absatz 1 Satz 1 ein Mittel zum Tätowieren unter einer
    irreführenden Bezeichnung, Angabe oder Aufmachung in den Verkehr
    bringt oder mit einer irreführenden Darstellung oder Aussage wirbt,

14. entgegen § 28 Absatz 2 ein dort genanntes Mittel in den Verkehr
    bringt, das einer Rechtsverordnung nach § 28 Absatz 1 Nummer 1 oder 2
    in Verbindung mit § 32 Absatz 1 Nummer 4 Buchstabe a oder Nummer 5
    nicht entspricht,

15. entgegen § 31 Absatz 1 oder 2 Satz 2 ein Material oder einen
    Gegenstand als Bedarfsgegenstand verwendet oder in den Verkehr bringt,

16. entgegen § 31 Absatz 3 ein Lebensmittel in den Verkehr bringt,

17. entgegen § 32 Absatz 2 in Verbindung mit einer Rechtsverordnung nach
    Absatz 1 Nummer 4 Buchstabe a oder Nummer 5 einen Bedarfsgegenstand in
    den Verkehr bringt,

18. entgegen § 33 Absatz 1 ein Material oder einen Gegenstand unter einer
    irreführenden Bezeichnung, Angabe oder Aufmachung in den Verkehr
    bringt oder mit einer irreführenden Darstellung oder Aussage wirbt,

19. entgegen § 53 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit

    a)  § 17 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 Futtermittel,

    b)  § 26 Satz 1 ein Mittel zum Tätowieren, einen Stoff oder ein Gemisch,

    c)  § 30 einen Bedarfsgegenstand, einen Gegenstand oder ein Mittel,

    d)  Artikel 14 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 ein
        gesundheitsschädliches Lebensmittel oder

    e)  Artikel 5 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 3 Satz 1 Buchstabe a, b
        oder c der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 ein kosmetisches Mittel

    in das Inland verbringt,

20. (weggefallen)

21. einer Rechtsverordnung nach

    a)  § 8 Absatz 2 Nummer 2, § 9 Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe b, § 13 Absatz
        1 Nummer 4, 5 oder Nummer 6, Absatz 3 Satz 1 oder Absatz 4 Nummer 1
        Buchstabe a, b oder c oder Nummer 2, § 29 Absatz 1 Nummer 3, § 31
        Absatz 2 Satz 1, § 32 Absatz 1 Nummer 4 Buchstabe b, auch in
        Verbindung mit § 28 Absatz 1 Nummer 2, § 32 Absatz 1 Nummer 7, § 33
        Absatz 2, § 34 Satz 1 Nummer 3 oder 4, § 56 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1
        oder Absatz 4 Nummer 2 in Verbindung mit Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 oder
        § 57 Absatz 7 Satz 1 Nummer 3 Buchstabe c in Verbindung mit § 56
        Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, § 57a Absatz 1 oder

    b)  § 13 Absatz 5 Satz 1 Nummer 1

    oder einer vollziehbaren Anordnung aufgrund einer solchen
    Rechtsverordnung zuwiderhandelt, soweit die Rechtsverordnung für einen
    bestimmten Tatbestand auf diese Strafvorschrift verweist.

(2) Ebenso wird bestraft, wer

1.  entgegen Artikel 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2219/89 des Rates vom 18.
    Juli 1989 über besondere Bedingungen für die Ausfuhr von
    Nahrungsmitteln und Futtermitteln im Falle eines nuklearen Unfalls
    oder einer anderen radiologischen Notstandssituation (ABl. L 211 vom
    22\.7.1989, S. 4) ein Nahrungsmittel oder Futtermittel ausführt, dessen
    radioaktive Kontamination über einem Höchstwert liegt, der durch eine
    Verordnung nach Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (Euratom) 2016/52
    des Rates vom 15. Januar 2016 zur Festlegung von Höchstwerten an
    Radioaktivität in Lebens- und Futtermitteln im Falle eines nuklearen
    Unfalls oder eines anderen radiologischen Notfalls und zur Aufhebung
    der Verordnung (Euratom) Nr. 3954/87 des Rates und der Verordnungen
    (Euratom) Nr. 944/89 und (Euratom) Nr. 770/90 der Kommission (ABl. L
    13 vom 20.1.2016, S. 2) festgelegt wird,

1a. gegen die Verordnung (EG) Nr. 178/2002 verstößt, indem er

    a)  entgegen Artikel 14 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 Buchstabe b
        ein Lebensmittel in den Verkehr bringt,

    b)  entgegen Artikel 15 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 Spiegelstrich
        2 ein Futtermittel in den Verkehr bringt oder verfüttert,

    c)  entgegen Artikel 19 Absatz 1 Satz 1 ein Verfahren nicht, nicht
        vollständig oder nicht rechtzeitig einleitet, um ein Lebensmittel vom
        Markt zu nehmen, oder

    d)  entgegen Artikel 20 Absatz 1 Satz 1 ein Verfahren nicht, nicht
        vollständig oder nicht rechtzeitig einleitet, um ein Futtermittel für
        Tiere, die der Lebensmittelgewinnung dienen, vom Markt zu nehmen,

2.  entgegen Artikel 19 der Verordnung (EG)
    Nr. 396/2005                    des Europäischen Parlaments und des
    Rates vom 23. Februar 2005 über Höchstgehalte an Pestizidrückständen
    in oder auf Lebens- und Futtermitteln pflanzlichen und tierischen
    Ursprungs und zur Änderung der Richtlinie 91/414/EWG des Rates (ABl. L
    70 vom 16.3.2005, S. 1), die zuletzt durch die Verordnung (EU)
    2020/192 (ABl. L 40 vom 13.2.2020, S. 4) geändert worden ist, ein
    Erzeugnis, soweit es sich dabei um ein Lebensmittel handelt,
    verarbeitet oder mit einem anderen Erzeugnis, soweit es sich dabei um
    ein Lebensmittel handelt, mischt,

3.  gegen die Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlaments
    und des Rates vom 20. Dezember 2006 über nährwert- und
    gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel (ABl. L 404 vom
    30\.12.2006, S. 9; L 12 vom 18.1.2007, S. 3; L 86 vom 28.3.2008, S. 34;
    L 198 vom 30.7.2009, S. 87; L 160 vom 12.6.2013, S. 15), die zuletzt
    durch die Verordnung (EU) Nr. 1047/2012 (ABl. L 310 vom 9.11.2012, S.
    36) geändert worden ist, verstößt, indem er entgegen Artikel 3
    Unterabsatz 1 in Verbindung mit

    a)  Artikel 3 Unterabsatz 2 Buchstabe a bis c, d Satz 1 oder Buchstabe e,

    b)  Artikel 4 Absatz 3,

    c)  Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe a bis d oder Absatz 2,

    d)  Artikel 8 Absatz 1,

    e)  Artikel 9 Absatz 2,

    f)  Artikel 10 Absatz 1, 2 oder Absatz 3 oder

    g)  Artikel 12

    eine nährwert- oder gesundheitsbezogene Angabe bei der Kennzeichnung
    oder Aufmachung eines Lebensmittels oder bei der Werbung verwendet,

3a. (weggefallen)

4.  entgegen Artikel 4 der Verordnung (EG)
    Nr. 1332/2008                    des Europäischen Parlaments und des
    Rates vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelenzyme und zur Änderung
    der Richtlinie 83/417/EWG des Rates, der Verordnung (EG) Nr. 1493/1999
    des Rates, der Richtlinie 2000/13/EG des Rates sowie der Verordnung
    (EG) Nr. 258/97 (ABl. L 354 vom 31.12.2008, S. 7), die durch die
    Verordnung (EU) Nr. 1056/2012 (ABl. L 313 vom 13.11.2012, S. 9)
    geändert worden ist, ein Lebensmittelenzym als solches in den Verkehr
    bringt oder in Lebensmitteln verwendet,

5.  gegen die Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments
    und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelzusatzstoffe
    (ABl. L 354 vom 31.12.2008, S. 16; L 105 vom 27.4.2010, S. 114; L 322
    vom 21.11.2012, S. 8; L 123 vom 19.5.2015, S. 122), die zuletzt durch
    die Verordnung (EU) 2020/771 (ABl. L 184 vom 12.6.2020, S. 25)
    geändert worden ist, verstößt, indem er

    a)  entgegen Artikel 4 Absatz 1 einen Lebensmittelzusatzstoff als solchen
        in den Verkehr bringt oder in Lebensmitteln verwendet,

    b)  entgegen Artikel 4 Absatz 2 einen Lebensmittelzusatzstoff in
        Lebensmittelzusatzstoffen, -enzymen oder -aromen verwendet oder

    c)  entgegen Artikel 5 in Verbindung mit

        aa) Artikel 15,

        bb) Artikel 16,

        cc) Artikel 17 oder

        dd) Artikel 18

        einen Lebensmittelzusatzstoff oder ein Lebensmittel in den Verkehr
        bringt,

6.  gegen die Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 verstößt, indem er

    a)  entgegen Artikel 5 in Verbindung mit Artikel 4 ein Aroma oder ein
        Lebensmittel in Verkehr bringt, wenn die Tat nicht in § 58 Absatz 2a
        Nummer 1 Buchstabe a mit Strafe bedroht ist, oder

    b)  entgegen Artikel 10 ein Aroma oder einen Ausgangsstoff verwendet,

7.  entgegen Artikel 12 Absatz 4 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 ein
    Futtermittel liefert, dessen Kennzeichnung einer Anforderung des

    a)  Artikels 11 Absatz 1 Buchstabe a oder b der Verordnung (EG) Nr.
        767/2009 oder

    b)  Artikels 11 Absatz 1 Buchstabe c der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 in
        Verbindung mit Anhang Teil C der Verordnung (EU) Nr. 68/2013 der
        Kommission vom 16. Januar 2013 zum Katalog der Einzelfuttermittel
        (ABl. L 29 vom 30.1.2013, S. 1; L 320 vom 30.11.2013, S. 82; L 91 vom
        27\.3.2014, S. 50), die zuletzt durch die Verordnung (EU) 2020/764
        (ABl. L 183 vom 11.6.2020, S. 1) geändert worden ist,

    nicht entspricht,

8.  entgegen Artikel 20 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 einen
    Text, eine Bezeichnung, ein Warenzeichen, eine Abbildung oder ein dort
    genanntes Zeichen verwendet,

9.  gegen die Verordnung (EU) Nr. 10/2011 verstößt, indem er

    a)  entgegen Artikel 4 Buchstabe e in Verbindung mit Artikel 10, auch in
        Verbindung mit Artikel 13 Absatz 1, ein Material oder einen Gegenstand
        aus Kunststoff in Verkehr bringt, oder

    b)  entgegen Artikel 4 Buchstabe e in Verbindung mit Artikel 11 Absatz 1
        Satz 1 oder Absatz 2 oder Artikel 12, jeweils auch in Verbindung mit
        Artikel 13 Absatz 1 oder Absatz 5, ein Material oder einen Gegenstand
        aus Kunststoff in Verkehr bringt,

10. gegen die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des Europäischen Parlaments
    und des Rates vom 25. Oktober 2011 betreffend die Information der
    Verbraucher über Lebensmittel und zur Änderung der Verordnungen (EG)
    Nr. 1924/2006 und (EG) Nr. 1925/2006 des Europäischen Parlaments und
    des Rates und zur Aufhebung der Richtlinie 87/250/EWG der Kommission,
    der Richtlinie 90/496/EWG des Rates, der Richtlinie 1999/10/EG der
    Kommission, der Richtlinie 2000/13/EG des Europäischen Parlaments und
    des Rates, der Richtlinien 2002/67/EG und 2008/5/EG der Kommission und
    der Verordnung (EG) Nr. 608/2004 der Kommission (ABl. L 304 vom
    22\.11.2011, S. 18; L 331 vom 18.11.2014, S. 41; L 50 vom 21.2.2015, S.
    48; L 266 vom 30.9.2016, S. 7), die zuletzt durch die Verordnung (EU)
    2015/2283 (ABl. L 327 vom 11.12.2015, S. 1) geändert worden ist,
    verstößt, indem er

    a)  entgegen Artikel 8 Absatz 3 ein Lebensmittel abgibt, das einer
        Anforderung des

        aa) Artikels 7 Absatz 1 oder 3, jeweils auch in Verbindung mit Absatz 4,

        bb) Artikels 36 Absatz 2 Buchstabe a in Verbindung mit Absatz 1

        nicht entspricht, oder

    b)  entgegen Artikel 8 Absatz 4 Satz 1 eine Änderung einer dort genannten
        Information vornimmt, oder

11. entgegen Artikel 4 Absatz 1 der Verordnung (Euratom) 2016/52 ein
    Lebensmittel oder Futtermittel in Verkehr bringt, bei dem ein
    Höchstwert überschritten wird, der durch eine Verordnung nach Artikel
    3 Absatz 1 der Verordnung (Euratom) 2016/52 festgelegt wird oder

12. gegen die Verordnung (EU) 2019/4 des Europäischen Parlaments und des
    Rates vom 11. Dezember 2018 über die Herstellung, das Inverkehrbringen
    und die Verwendung von Arzneifuttermitteln, zur Änderung der
    Verordnung (EG) Nr. 183/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates
    sowie zur Aufhebung der Richtlinie 90/167/EWG des Rates (ABl. L 4 vom
    7\.1.2019, S. 1; L 162 vom 19.6.2019, S. 28) verstößt, indem er

    a)  entgegen Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe a erster Halbsatz ein
        Arzneifuttermittel an einen Tierhalter liefert,

    b)  als Tierarzt entgegen Artikel 16 Absatz 2 eine tierärztliche
        Verschreibung für Arzneifuttermittel ausstellt oder

    c)  als Halter entgegen Artikel 17 Absatz 1, 2 Satz 1 erster Halbsatz oder
        Absatz 3 ein Arzneifuttermittel bei einem lebenden Tier im Sinne des §
        4 Absatz 1 Nummer 1 dieses Gesetzes verwendet,

13. einer vollziehbaren Anordnung nach Artikel 4 Absatz 4 Buchstabe b
    erster oder zweiter Gedankenstrich oder Artikel 6 Absatz 2 dritter
    oder vierter Gedankenstrich, jeweils auch in Verbindung mit Absatz 3,
    der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2090 der Kommission vom 19. Juni
    2019 zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2017/625 des Europäischen
    Parlaments und des Rates in Bezug auf mutmaßliche oder festgestellte
    Verstöße gegen Unionsvorschriften über die Verwendung oder über
    Rückstände pharmakologisch wirksamer Stoffe, die in Tierarzneimitteln
    oder als Futtermittelzusatzstoffe zugelassen sind, bzw. gegen
    Unionsvorschriften über die Verwendung oder über Rückstände verbotener
    oder nicht zugelassener pharmakologisch wirksamer Stoffe (ABl. L 317
    vom 9.12.2019, S. 28) zuwiderhandelt,

14. entgegen Artikel 3 Absatz 1 in Verbindung mit Absatz 2 der
    Durchführungsverordnung (EU) 2020/1158 der Kommission vom 5. August
    2020 über die Einfuhrbedingungen für Lebens- und Futtermittel mit
    Ursprung in Drittländern nach dem Unfall im Kernkraftwerk Tschernobyl
    (ABl. L 257 vom 6.8.2020, S. 1) ein dort genanntes Erzeugnis einführt.

(3) Ebenso wird bestraft, wer

1.  einer unmittelbar geltenden Vorschrift in Rechtsakten der Europäischen
    Gemeinschaft, der Europäischen Union oder der Europäischen
    Atomgemeinschaft zuwiderhandelt, die inhaltlich einem in Absatz 1
    Nummer 1 bis 19 bezeichneten Gebot oder Verbot entspricht, soweit eine
    Rechtsverordnung nach § 62 Absatz 1 Nummer 1 für einen bestimmten
    Tatbestand auf diese Strafvorschrift verweist oder

2.  einer anderen als in Absatz 2 genannten unmittelbar geltenden
    Vorschrift in Rechtsakten der Europäischen Gemeinschaft, der
    Europäischen Union oder der Europäischen Atomgemeinschaft
    zuwiderhandelt, die inhaltlich einer Regelung entspricht, zu der die
    in

    a)  Absatz 1 Nummer 21 Buchstabe a genannten Vorschriften ermächtigen,
        soweit eine Rechtsverordnung nach § 62 Absatz 1 Nummer 1 für einen
        bestimmten Straftatbestand auf diese Strafvorschrift verweist,

    b)  Absatz 1 Nummer 21 Buchstabe b genannten Vorschriften ermächtigen,
        soweit eine Rechtsverordnung nach § 62 Absatz 2 für einen bestimmten
        Straftatbestand auf diese Strafvorschrift verweist.

(4) Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird
bestraft, wer

1.  durch eine in Absatz 1 Nummer 8 oder Nummer 10 oder in Absatz 2 Nummer
    1a Buchstabe a oder Buchstabe b bezeichnete Handlung aus grobem
    Eigennutz für sich oder einen anderen Vermögensvorteile großen
    Ausmaßes erlangt oder

2.  eine in Absatz 1 Nummer 8 oder Nummer 10 oder in Absatz 2 Nummer 1a
    Buchstabe a oder Buchstabe b bezeichnete Handlung beharrlich
    wiederholt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/lfgb/__59.html
Directory: lfgb
Level: 3.0