Title: § 6 Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker und zur Land- und Baumaschinenmechatronikerin (LandBauMTAusbV 2008)
§ 6 Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung

Paragraph: 6

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker und zur Land- und Baumaschinenmechatronikerin (LandBauMTAusbV 2008)
§ 6 Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung

(1) Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung soll vor dem Ende des
zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.

(2) Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung erstreckt sich auf die
in der Anlage für die ersten drei Ausbildungshalbjahre aufgeführten
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im
Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(3) Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung besteht aus dem
Prüfungsbereich Arbeitsauftrag.

(4) Für den Prüfungsbereich Arbeitsauftrag bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  manuelle oder maschinelle Bearbeitungstechniken sowie Umform- und
        Fügetechniken anwenden,

    b)  die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit
        berücksichtigen,

    c)  einen Arbeitsplan und ein Prüf- und Messprotokoll anfertigen, Arbeiten
        dokumentieren,

    d)  bei der Planung und Durchführung der Herstellung, der Fehlersuche und
        der Wartung Arbeitsschritte planen, Arbeitsmittel festlegen, Messungen
        durchführen, technische Unterlagen nutzen sowie den Zusammenhang von
        Technik, Arbeitsorganisation, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit
        berücksichtigen und

    e)  fachbezogene Probleme und deren Lösungen darstellen, die für die
        Arbeitsaufgaben wesentlichen fachlichen Hintergründe aufzeigen sowie
        die Vorgehensweise bei der Durchführung der Arbeitsaufgaben begründen

    kann;

2.  für die Arbeitsaufgabe sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:

    a)  Herstellen und Prüfen eines funktionsfähigen Werkstücks,

    b)  systematische Fehlersuche in einem der folgenden Systeme:
        Beleuchtungsanlage, Signaleinrichtung, Ladestromsystem, Startsystem an
        einem Fahrzeug sowie

    c)  Warten von Bauteilen oder Baugruppen an land- oder
        baumaschinentechnischen Fahrzeugen, Maschinen, Anlagen oder Geräten;

3.  der Prüfling soll drei Arbeitsaufgaben, die Kundenaufträgen
    entsprechen, durchführen, ein darauf bezogenes situatives Fachgespräch
    führen, das aus mehreren Gesprächsphasen bestehen kann, und Aufgaben
    schriftlich bearbeiten, die sich inhaltlich auf die Arbeitsaufgabe
    beziehen;

4.  die Arbeitsaufgabe eins bezieht sich auf die Tätigkeiten nach Nummer 2
    Buchstabe a, die Arbeitsaufgabe zwei bezieht sich auf Nummer 2
    Buchstabe b und die Arbeitsaufgabe drei bezieht sich auf Nummer 2
    Buchstabe c;

5.  die Prüfungszeit beträgt acht Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das
    Fachgespräch in insgesamt höchstens 15 Minuten und die Bearbeitung der
    schriftlichen Aufgaben in zwei Stunden durchgeführt werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/landbaumtausbv_2008/__6.html
Directory: landbaumtausbv_2008
Level: 2.0