Title: § 12 Fachgespräch

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Industriemeister – Fachrichtung Lebensmittel und Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung Lebensmittel (IMLebensmFPrV)
§ 12 Fachgespräch

Paragraph: 12

Content:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Industriemeister – Fachrichtung Lebensmittel und Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung Lebensmittel (IMLebensmFPrV)
§ 12 Fachgespräch

(1) Im Fachgespräch wird eine Situationsaufgabe aus dem
Handlungsbereich „Führung und Personal“ gestellt. Die zu prüfende
Person soll nachweisen, dass sie in der Lage ist, betriebliche
Aufgabenstellungen zu analysieren, zu strukturieren und einer
begründeten Lösung zuzuführen. Die Lösungsvorschläge sollen in einer
Präsentation erläutert werden.

(2) Das Fachgespräch soll für die zu prüfende Person mindestens 30
Minuten und höchstens 45 Minuten dauern; davon soll die Präsentation
mindestens 10 Minuten und höchstens 15 Minuten dauern. Die
Vorbereitungszeit beträgt höchstens 45 Minuten.

(3) In der Situationsaufgabe soll mindestens einer der
Qualifikationsschwerpunkte „Personalführung“, „Personalentwicklung“
und „Qualitätsmanagement“ den Kern bilden. Die in den
Qualifikationsschwerpunkten zu prüfenden Qualifikationsinhalte richten
sich nach den Absätzen 5 bis 7.

(4) Die Situationsaufgabe soll darüber hinaus diejenigen
Qualifikationsinhalte des Handlungsbereichs „Technik“ und des
Handlungsbereichs „Organisation“ integrativ berücksichtigen, die nicht
schriftlich geprüft wurden. Die Situationsaufgabe soll auch die
fachrichtungsübergreifenden Basisqualifikationen nach § 5
berücksichtigen.

(5) Im Qualifikationsschwerpunkt „Personalführung“ soll die zu
prüfende Person nachweisen, dass sie in der Lage ist, den
Personalbedarf zu ermitteln und den Personaleinsatz entsprechend den
Anforderungen sicherzustellen. Dazu gehört, die Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen zielgerichtet durch die Anwendung geeigneter Methoden
zu verantwortlichem Handeln hinführen zu können. In diesem Rahmen
können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:

1.  Ermitteln und Bestimmen des qualitativen und quantitativen
    Personalbedarfs unter Berücksichtigung technischer und
    organisatorischer Veränderungen,

2.  Auswählen und Einsetzen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unter
    Berücksichtigung ihrer persönlichen Daten, ihrer Eignung und ihrer
    Interessen sowie der betrieblichen Anforderungen,

3.  Erstellen und Umsetzen von Einarbeitungsplänen,

4.  Erstellen von Anforderungsprofilen, Stellenplanungen und
    -beschreibungen sowie von Funktionsbeschreibungen,

5.  Delegieren von Aufgaben und der damit verbundenen Verantwortung,

6.  Fördern der Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft,

7.  Anwenden von Führungsmethoden und -mitteln zur Bewältigung
    betrieblicher Aufgaben und zum Lösen von Problemen und Konflikten,

8.  Beteiligen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am kontinuierlichen
    Verbesserungsprozess und

9.  Einrichten, Moderieren und Steuern von Arbeits- und Projektgruppen.

(6) Im Qualifikationsschwerpunkt „Personalentwicklung“ soll die zu
prüfende Person nachweisen, dass sie in der Lage ist, auf der
Grundlage einer qualitativen und quantitativen Personalplanung eine
systematische Personalentwicklung durchführen zu können. Dazu gehören
die Fähigkeiten, Personalentwicklungspotenziale einschätzen und
Personalentwicklungs- und Qualifizierungsziele festlegen zu können.
Weiterhin soll die Fähigkeit nachgewiesen werden, entsprechende
Maßnahmen planen, realisieren, hinsichtlich ihrer Ergebnisse
überprüfen und die Umsetzung im Betrieb fördern zu können. In diesem
Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:

1.  Ermitteln des quantitativen und des qualitativen
    Personalentwicklungsbedarfs,

2.  Festlegen von Personalentwicklungszielen,

3.  Durchführen von Potenzialeinschätzungen nach vorgegebenen Kriterien,

4.  Planen, Durchführen und Veranlassen von Maßnahmen der
    Personalentwicklung unter Berücksichtigung des betrieblichen Bedarfs
    und der Mitarbeiterinteressen,

5.  Überprüfen der Ergebnisse aus Maßnahmen der Personalentwicklung und

6.  Beraten, Fördern und Unterstützen von Mitarbeitern und
    Mitarbeiterinnen hinsichtlich ihrer beruflichen Entwicklung.

(7) Im Qualifikationsschwerpunkt „Qualitätsmanagement“ soll die zu
prüfende Person nachweisen, dass sie in der Lage ist, die
Qualitätsziele durch Anwendung entsprechender Methoden und durch
Förderung des qualitätsbewussten Handelns der Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen erreichen und sichern zu können. Dazu gehören die
Fähigkeiten, bei der Realisierung eines Qualitätsmanagementsystems
mitwirken und zu dessen Verbesserung und Weiterentwicklung beitragen
zu können. In diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte
geprüft werden:

1.  Berücksichtigen des Einflusses von Qualitätsmanagementsystemen auf
    Unternehmen,

2.  Beschreiben betrieblicher Prozesse und Definieren von Anforderungen im
    Rahmen des Qualitätsmanagements,

3.  Fördern des qualitätsbewussten Handelns der Mitarbeiter und
    Mitarbeiterinnen,

4.  Anwenden von Methoden zur Sicherung und kontinuierlichen Verbesserung
    der Qualität,

5.  Umsetzen der Qualitätsziele und der Kundenvorgaben und

6.  Vor- und Nachbereiten sowie Begleiten von Audits.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/imlebensmfprv/__12.html
Directory: imlebensmfprv
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