Title: **für die Verfahrenskennwerte spezifiziert sind**

Description:
Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (TrinkwV 2001)
**für die Verfahrenskennwerte spezifiziert sind**

Paragraph: 15

Content:
Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (TrinkwV 2001)
**für die Verfahrenskennwerte spezifiziert sind**

[^F801421_03_BJNR095910001BJNE003106116]
Die in der folgenden Tabelle spezifizierten Verfahrenskennwerte sollen
für die dort aufgeführten Parameter gewährleisten, dass das verwendete
Analysenverfahren mindestens geeignet ist, dem Grenzwert des
Parameters entsprechende Konzentrationen mit der in der folgenden
Tabelle spezifizierten Messunsicherheit zu messen. Die zugehörige
Bestimmungsgrenze wird in Artikel 2 Nummer 2 der Richtlinie 2009/90/EG
der Kommission
definiert und weist als Kriterium 30 Prozent oder weniger des
betreffenden Grenzwertes auf.

Das Analysenergebnis ist mit mindestens derselben Anzahl signifikanter
Stellen anzugeben wie der jeweilige Grenzwert in der Anlage 2 Teil I,
Teil II oder Anlage 3 Teil I.

Die Messunsicherheit in Prozent ist ein nicht negativer Parameter, der
die Streuung derjenigen Werte beschreibt, die der Messgröße auf der
Basis der verwendeten Informationen zugeordnet werden. Der
Verfahrenskennwert der Messunsicherheit (k = 2) ist der Prozentsatz
des Grenzwertes in der Tabelle oder besser. Die Messunsicherheit wird
auf der Ebene des Grenzwertes geschätzt, wenn nicht anders angegeben.

*    *   Laufende
        Nummer

    *   Parameter
        (Anmerkung 1)

    *   Messunsicherheit
        in % des Grenzwertes

    *   Bemerkungen

*    *   1

    *   Acrylamid

    *
    *   Anhand der Produktspezifikation zu kontrollieren

*    *   2

    *   Aluminium

    *   25

    *

*    *   3

    *   Ammonium

    *   40

    *

*    *   4

    *   Antimon

    *   40

    *

*    *   5

    *   Arsen

    *   30

    *

*    *   6

    *   Benzo-(a)-pyren

    *   50

    *   Kann der Wert der Messunsicherheit nicht erreicht werden, so sollte
        die beste verfügbare Technik gewählt werden. Dabei darf die
        Messunsicherheit bis zu 60 Prozent des Grenzwertes in Anlage 2 Teil II
        betragen.

*    *   7

    *   Benzol

    *   40

    *

*    *   8

    *   Blei

    *   25

    *

*    *   9

    *   Bor

    *   25

    *

*    *   10

    *   Bromat

    *   40

    *

*    *   11

    *   Cadmium

    *   25

    *

*    *   12

    *   Chlorid

    *   15

    *

*    *   13

    *   Chrom

    *   30

    *   Bestimmungsgrenze 0,00050 mg/l

*    *   14

    *   Cyanid

    *   30

    *   Mit dem Verfahren sollte der Gesamtcyanidgehalt in allen Formen
        bestimmt werden können.

*    *   15

    *   1,2-Dichlorethan

    *   40

    *

*    *   16

    *   Eisen

    *   30

    *

*    *   17

    *   Elektrische Leitfähigkeit

    *   20

    *

*    *   18

    *   Epichlorhydrin

    *
    *   Anhand der Produktspezifikation zu kontrollieren

*    *   19

    *   Fluorid

    *   20

    *

*    *   20

    *   Kupfer

    *   25

    *

*    *   21

    *   Mangan

    *   30

    *

*    *   22

    *   Natrium

    *   15

    *

*    *   23

    *   Nickel

    *   25

    *

*    *   24

    *   Nitrat

    *   15

    *

*    *   25

    *   Nitrit

    *   20

    *

*    *   26

    *   Oxidierbarkeit

    *   50

    *   Bei der analytischen Bestimmung der Oxidierbarkeit sind die allgemein
        anerkannten Regeln der Technik einzuhalten. Die Einhaltung der
        allgemein anerkannten Regeln der Technik wird für das verwendete
        Analysenverfahren vermutet, wenn als Referenzverfahren das in DIN EN
        ISO 8467 beschriebene Verfahren angewendet worden ist.

*    *   27

    *   Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe und Biozidprodukt-Wirkstoffe

    *   30

    *   Die Verfahrenskennwerte für einzelne Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe
        und Biozidprodukt-Wirkstoffe dienen als Hinweis.
        Messunsicherheitswerte von lediglich 30 Prozent des Grenzwertes in
        Anlage 2 Teil I können bei mehreren Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen
        und Biozidprodukt-Wirkstoffen erzielt werden, höhere Werte bis zu 80
        Prozent des Grenzwertes in Anlage 2 Teil I können für einzelne
        Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe und Biozidprodukt-Wirkstoffe
        zugelassen werden.

*    *   28

    *   PAK

    *   50

    *   Die Verfahrenskennwerte gelten für einzelne spezifizierte PAK bei 25
        Prozent des Grenzwertes in Anlage 2 Teil II.

*    *   29

    *   Quecksilber

    *   30

    *

*    *   30

    *   Selen

    *   40

    *

*    *   31

    *   Sulfat

    *   15

    *

*    *   32

    *   Tetrachlorethen

    *   30

    *   Die Verfahrenskennwerte gelten für Tetrachlorethen bei 50 Prozent des
        Grenzwertes in Anlage 2 Teil I.

*    *   33

    *   Trichlorethen

    *   40

    *   Die Verfahrenskennwerte gelten für Trichlorethen bei 50 Prozent des
        Grenzwertes in Anlage 2 Teil I.

*    *   34

    *   THM

    *   40

    *   Die Verfahrenskennwerte gelten für einzelne spezifizierte THM bei 25
        Prozent des Grenzwertes in Anlage 2 Teil II.

*    *   35

    *   Uran

    *   30

    *

*    *   36

    *   Vinylchlorid

    *
    *   Anhand der Produktspezifikation zu kontrollieren

*    *   37

    *   Wasserstoffionen-Konzentration

    *   0,2

    *   Die Werte für die Messunsicherheit werden in pH-Einheiten ausgedrückt.

*    *   38

    *   Trübung

    *   30

    *   Die Messunsicherheit sollte unter Einhaltung der allgemein anerkannten
        Regeln der Technik auf der Ebene von 1,0 NTU (nephelometrische
        Trübungseinheit) geschätzt werden. Die Einhaltung der allgemein
        anerkannten Regeln der Technik wird für das verwendete Verfahren
        vermutet, wenn die DIN EN ISO 7027 eingehalten worden ist.

*    *   39

    *   TOC

    *   30

    *   Die Messunsicherheit des TOC sollte bei einer Konzentration von 3 mg/l
        unter Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik bestimmt
        werden. Die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik
        wird für das verwendete Verfahren vermutet, wenn die DIN EN 1484
        eingehalten worden ist.

**Anmerkung 1:** Für die Parameter Färbung, Geruch und Geschmack sind keine
    Verfahrenskennwerte spezifiziert.

Teil II

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/__15.html
Directory: trinkwv_2001
Level: 2.0