Title: § 37e Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft (BauWiAusbV 1999)
Dritter Teil - Vorschriften für die aufbauenden Ausbildungsberufe nach § 1 Abs. 1 Nr. 2 bis 4 sowie Abs. 2 Nr. 1 bis 3
Abschnitt 3a - Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik/Bauwerksmechanikerin für Abbruch und Betontrenntechnik
§ 37e Abschlussprüfung

Paragraph: 37e

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft (BauWiAusbV 1999)
Dritter Teil - Vorschriften für die aufbauenden Ausbildungsberufe nach § 1 Abs. 1 Nr. 2 bis 4 sowie Abs. 2 Nr. 1 bis 3
Abschnitt 3a - Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik/Bauwerksmechanikerin für Abbruch und Betontrenntechnik
§ 37e Abschlussprüfung

(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in den Anlagen 1 und
6a der Verordnung aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf
den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt
höchstens acht Stunden eine praktische Aufgabe durchführen. Für die
praktische Aufgabe kommen insbesondere in Betracht:

1.  Abbrechen eines Bauwerkteiles unter Verwendung von Baumaschinen und
    -geräten,

2.  Durchführen von Bohrungen in ein Bauwerksteil einschließlich Schneiden
    einer Fuge unter Verwendung von Baumaschinen und -geräten oder

3.  Sichern und Trennen eines Bauwerkteiles unter Verwendung von
    Baumaschinen und -geräten.

Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er Arbeitsabläufe zielorientiert
unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer und
zeitlicher Vorgaben selbständig planen und durchführen, die
Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren sowie Maßnahmen zur
Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum
Umweltschutz ergreifen kann.

(3) Der Prüfling soll im schriftlichen Teil der Prüfung in den
Prüfungsbereichen Abbruchtechnik, Bohr- und Trenntechnik sowie
Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. In den Prüfungsbereichen
Abbruchtechnik sowie Bohr- und Trenntechnik sind insbesondere durch
Verknüpfung informationstechnischer, technologischer und
mathematischer Kenntnisse fachliche Probleme zu analysieren, zu
bewerten und geeignete Lösungswege darzustellen. Dabei soll der
Prüfling zeigen, dass er die Arbeitssicherheits-, Gesundheitsschutz-
und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen, die Verwendung von
Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Anlagen zuordnen,
Planungsunterlagen und Dokumentationen erstellen, Herstellerangaben
beachten sowie qualitätssichernde Maßnahmen einbeziehen kann. Es
kommen Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen,
insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:

1.  im Prüfungsbereich Abbruchtechnik:

    Beschreiben der Vorgehensweise zur Vorbereitung und Durchführung von
    Abbrucharbeiten von Bauwerken und Bauteilen aus Mauerwerk, Beton,
    Stahlbeton, Stahl und Holz sowie zur Trennung, Lagerung und Entsorgung
    von Abbruchmaterialien;

2.  im Prüfungsbereich Bohr- und Trenntechnik:

    Beschreiben der Vorgehensweise zur Vorbereitung und Durchführung von
    Bohr- und Trennarbeiten an Mauerwerk und Stahlbetonkonstruktionen
    sowie zum Schneiden von Fugen;

3.  im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:

    allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der
    Berufs- und Arbeitswelt.

(4) Für den schriftlichen Teil der Prüfung ist von folgenden
zeitlichen Höchstwerten auszugehen:

*    *   1.

    *   im Prüfungsbereich Abbruchtechnik

    *   150 Minuten,

*    *   2.

    *   im Prüfungsbereich Bohr- und Trenntechnik

    *   150 Minuten,

*    *   3.

    *   im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   60 Minuten.

(5) Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings
oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Bereichen
durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen
der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung der
Ergebnisse für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind die
jeweilige bisherigen Ergebnisse und die entsprechenden Ergebnisse der
mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

(6) Innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung sind die
Prüfungsbereiche wie folgt zu gewichten:

*    *   1.

    *   Prüfungsbereich Abbruchtechnik

    *   40 Prozent,

*    *   2.

    *   Prüfungsbereich Bohr- und Trenntechnik

    *   40 Prozent,

*    *   3.

    *   Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   20 Prozent.

(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und im
schriftlichen Teil der Prüfung sowie innerhalb des schriftlichen Teils
der Prüfung in mindestens zwei Prüfungsbereichen mindestens
ausreichende Leistungen erbracht sind. Wird die Leistung in einem der
Prüfungsbereiche mit ungenügend bewertet, so ist die Prüfung nicht
bestanden.

(8) Hat der Prüfling die Prüfung nach Absatz 7 nicht bestanden,
erfüllt er jedoch in dieser Prüfung die Anforderungen nach § 10, so
hat er den Abschluss Hochbaufacharbeiter/Hochbaufacharbeiterin
erreicht. Die Anforderungen nach § 10 gelten dann als erfüllt, wenn in
dieser Prüfung im praktischen Teil sowie in einem der fachbezogenen
Prüfungsbereiche im schriftlichen Teil (Absatz 3 Nr. 1 und 2) jeweils
mindestens eine ausreichende Leistung erbracht wurde. Außerdem darf in
keinem der fachbezogenen Prüfungsbereiche eine ungenügende Leistung
erbracht worden sein.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bauwiausbv_1999/__37e.html
Directory: bauwiausbv_1999
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