Title: **Nr. 13: Anmerkungen zur Nachweisung 210**

Description:
Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BerVersV 2017)
**Nr. 13: Anmerkungen zur Nachweisung 210**

Paragraph: 27

Content:
Verordnung über die Berichterstattung von Versicherungsunternehmen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BerVersV 2017)
**Nr. 13: Anmerkungen zur Nachweisung 210**

1.  Bei Mitversicherung sind von jedem der beteiligten Unternehmen die
    Anzahl der Versicherungsverhältnisse, der Beitrag und die
    Versicherungssumme jeweils anteilig anzugeben.

2.  Die Nachweisung ist vorzulegen

    a)  für den gesamten Versicherungszweig Lebensversicherung, wobei in der
        Kopfzeile der Nachweisung im Feld „Vz“ die Kennzahl „01“ einzusetzen
        ist;

    b)  für jede betriebene Versicherungsart gemäß Anlage 1 Abschnitt C, wobei
        in der Kopfzeile der Nachweisung im Feld „Va“ die Kennzahl der
        jeweiligen Versicherungsart ohne die führende „0“ einzusetzen ist (für
        die Einzel-Risikoversicherung beispielsweise „112“).

3.  Sofern der Bestand Versicherungen enthält, die Kurs- oder
    Wertänderungen unterworfen sind (z. B. bei Fremdwährungsversicherungen
    und Versicherungen, bei denen das Anlagerisiko vom Versicherungsnehmer
    getragen wird), ist dieser Bestand am Anfang des Geschäftsjahres mit
    dem Kurswert sowohl am Ende des vorausgegangenen Geschäftsjahres als
    auch am Ende des Geschäftsjahres aufzuführen. Die Zu- und Abgänge sind
    in den Spalten 02 und 03 mit dem Kurswert zum Ende des Geschäftsjahres
    aufzuführen.

4.  Als eingelöste Versicherungsscheine sind alle ausgefertigten
    Versicherungsscheine auszuweisen, soweit ihr Einlösungsbeitrag gezahlt
    und in den in Fb 200 ausgewiesenen Beiträgen enthalten ist.
    Versicherungsscheine, die im Vorjahr als eingelöst behandelt wurden
    und bei denen sich im Geschäftsjahr herausstellt, dass sie nicht
    eingelöst wurden (z. B. bei Rückbuchung einer Lastschrift), sind von
    den Einlösungen im Geschäftsjahr abzusetzen.

5.  Hierunter sind auch die Erhöhungen der Versicherungssummen durch
    Direktgutschrift zu erfassen, nicht jedoch die Erhöhung der
    Versicherungssummen durch Schlussüberschussbeteiligung (Todesfall-
    Zusatzleistung).

6.  Z. B. Übertragung infolge Änderung der Versicherungsart oder
    Veränderung der Versicherungssumme oder des Beitrags im Rahmen einer
    technischen Vertragsänderung.

7.  Wiederinkraftsetzungen von durch Rückkauf, Beitragsfreistellung und
    sonstigem vorzeitigen Abgang stornierten Versicherungen sind von den
    jeweiligen Positionen des Abgangs abzusetzen, auch wenn der Abgang
    dieser Versicherungen bereits in einem früheren Geschäftsjahr erfolgt
    ist.

8.  Sofern Tarife geführt werden, bei denen durch Heirat,
    Pflegebedürftigkeit oder andere Ursachen bereits vor Ablauf der
    Versicherung oder der vereinbarten Beitragszahlung das versicherte
    Kapital fällig wird oder der Beitrag ganz oder teilweise entfällt,
    sind die entsprechenden Abgänge hier zu erfassen.

9.  Endet die vereinbarte Beitragszahlungsdauer bereits vor dem Ablauf der
    Versicherung, ist nur der Wegfall des Zahlbeitrags in Spalte 03 zu
    berücksichtigen.

10. Hierunter fallen auch Herabsetzungen der Versicherungssumme oder des
    Beitrags, sofern diese weder mit einem Teilrückkauf oder einer
    teilweisen Umwandlung in eine beitragsfreie Versicherungssumme
    verbunden noch im Rahmen einer technischen Vertragsänderung
    vorgenommen worden sind.

11. Hier sind alle Versicherungen anzugeben, für die in Spalte 03 kein
    Zahlbeitrag auszuweisen ist.

12. Als Altbestand sind alle nach von der Aufsichtsbehörde genehmigten
    Geschäftsplänen abgeschlossenen Verträge zu behandeln, die bis zum 28.
    Juli 1994 (§ 336 VAG) oder im Rahmen der Übergangsvorschrift des
    Artikels 16 § 2 Satz 2 des Dritten Durchführungsgesetzes/EWG zum VAG
    abgeschlossen worden sind. Die nach dem 31. Dezember 1994 und vor dem
    1\. Januar 1998 abgeschlossenen Versicherungsverträge, bei denen bei
    unverändertem Verfahren der Risikoeinschätzung die Prämien und
    Leistungen mit den dem Altbestand zuzuordnenden Versicherungsverträgen
    übereinstimmen (Zwischenbestand), sind beim Altbestand zu erfassen,
    soweit dies bereits am 12. April 2008 der Fall war. Alle anderen
    Verträge sind als Neubestand zu behandeln.

13. Bei Kollektivversicherungen ist die Anzahl der
    Versicherungsverhältnisse anzugeben.

14. Bei Versicherungen, bei denen laut Tarif die Erlebensfallleistung
    höher ist als die Todesfallleistung, ist die Erlebensfallleistung
    anzugeben. Das gilt auch für Versicherungen mit mehrfachen
    Erlebensfallzahlungen, soweit die Summe der zukünftigen
    Erlebensfallleistungen höher als die Todesfallsumme ist.

    Bei Versicherungen mit fallender Versicherungssumme (z. B.
    Risikoversicherungen) ist die Restversicherungssumme am Anfang und am
    Ende des Geschäftsjahres anzugeben. Die im Geschäftsjahr eingetretene
    Minderung der Versicherungssumme ist unter „Ablauf der
    Versicherung/Beitragszahlung“ auszuweisen.

    Bei allen Versicherungen, bei denen die Leistung in Form einer Rente
    zu erbringen ist, ist als Versicherungssumme die 12-fache Jahresrente
    anzugeben.

    Sofern anstelle der Versicherungssumme geeignetere Maßgrößen vorliegen
    (z. B. die Summe der insgesamt zu zahlenden Beiträge), sind diese
    anzugeben.

15. Hier ist der statistische Zahlbeitrag, d. h. die Summe aller Raten für
    ein Jahr einschließlich der Ratenzuschläge und abzüglich etwaiger
    Rabatte anzugeben. Dabei sind auch laufende Beiträge in variabler
    Höhe, wiederkehrende Beiträge für einjährige Risikoversicherungen u.
    ä. mitzuerfassen.

16. Soweit im Zugang Versicherungen gegen einmalige Beitragszahlung
    enthalten sind, sind hier die in Fb 200 unter den gebuchten
    Bruttobeiträgen ausgewiesenen Beträge einschließlich der Beitragsteile
    für Zusatzversicherungen anzugeben.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/berversv_2017/__27.html
Directory: berversv_2017
Level: 2.0