Title: § 353 Einziehung oder Kraftloserklärung von Erbscheinen

Description:
Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
Buch 4 - Verfahren in Nachlass- und Teilungssachen
Abschnitt 2 - Verfahren in Nachlasssachen
Unterabschnitt 4 - Erbscheinsverfahren; Testamentsvollstreckung
§ 353 Einziehung oder Kraftloserklärung von Erbscheinen

Paragraph: 353

Content:
Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
Buch 4 - Verfahren in Nachlass- und Teilungssachen
Abschnitt 2 - Verfahren in Nachlasssachen
Unterabschnitt 4 - Erbscheinsverfahren; Testamentsvollstreckung
§ 353 Einziehung oder Kraftloserklärung von Erbscheinen

(1) Kann der Erbschein im Verfahren über die Einziehung nicht sofort
erlangt werden, so hat ihn das Nachlassgericht durch Beschluss für
kraftlos zu erklären. Der Beschluss ist entsprechend § 435 öffentlich
bekannt zu machen. Mit Ablauf eines Monats nach Veröffentlichung im
Bundesanzeiger wird die Kraftloserklärung wirksam. Nach
Veröffentlichung des Beschlusses kann dieser nicht mehr angefochten
werden.

(2) In Verfahren über die Einziehung oder Kraftloserklärung eines
Erbscheins hat das Gericht über die Kosten des Verfahrens zu
entscheiden. Die Kostenentscheidung soll zugleich mit der
Endentscheidung ergehen.

(3) Ist der Erbschein bereits eingezogen, ist die Beschwerde gegen den
Einziehungsbeschluss nur insoweit zulässig, als die Erteilung eines
neuen gleichlautenden Erbscheins beantragt wird. Die Beschwerde gilt
im Zweifel als Antrag auf Erteilung eines neuen gleichlautenden
Erbscheins.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/famfg/__353.html
Directory: famfg
Level: 5.0