Title: § 1 Ziel der Meisterprüfung und Bezeichnung des Abschlusses

Description:
Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Brenner/Brennerin im landwirtschaftlichen Bereich (BrennMstrPrV)
§ 1 Ziel der Meisterprüfung und Bezeichnung des Abschlusses

Paragraph: 1

Content:
Verordnung über die Anforderungen in der Meisterprüfung für den Beruf Brenner/Brennerin im landwirtschaftlichen Bereich (BrennMstrPrV)
§ 1 Ziel der Meisterprüfung und Bezeichnung des Abschlusses

(1) Die Meisterprüfung für den Beruf Brenner/Brennerin ist eine
berufliche Fortbildungsprüfung nach § 1 Abs. 4 des
Berufsbildungsgesetzes. Durch sie ist festzustellen, ob der
Prüfungsteilnehmer oder die Prüfungsteilnehmerin die auf einen
beruflichen Aufstieg abzielende erweiterte berufliche
Handlungsfähigkeit besitzt, folgende Aufgaben eines
landwirtschaftlichen Brennmeisters/einer landwirtschaftlichen
Brennmeisterin in Brennereibetrieben unterschiedlicher Strukturen
wirtschaftlich und nachhaltig wahrzunehmen sowie auf sich verändernde
Anforderungen und Rahmenbedingungen zu reagieren:

1.  Brennereitechnologie, Betriebs- und Verfahrenstechnik, Vermarktung:

    Analysieren unterschiedlicher Verfahrenstechniken im Brennereibetrieb;
    Durchführen, Steuern und Optimieren der Prozesse im Brennereibetrieb
    unter Beachtung der Anforderungen an die Produktqualität, des Marktes
    und der Belange des Umweltschutzes; Herstellen, Kontrollieren und
    Beurteilen von Rohstoffen, Maischen und Brennereierzeugnissen;
    Entwickeln und Umsetzen von Qualitäts- und Quantitätsvorgaben;
    Vermarkten von Erzeugnissen; Durchführen der erforderlichen Maßnahmen
    des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung;

2.  Betriebs- und Unternehmensführung:

    Entwicklung von Zielen, Konzepten und Maßnahmen für Produktion und
    Vermarktung unter Beachtung der Betriebsverhältnisse und der
    Anforderungen des Marktes; Analysieren und Planen der betrieblichen
    Abläufe und der Betriebsorganisation nach wirtschaftlichen
    Gesichtspunkten und unter Beachtung sozialer, ökologischer und
    rechtlicher Erfordernisse; Entscheiden über Art und Zeitpunkt der
    Maßnahmen in Produktion und Vermarktung; kaufmännische Disposition
    beim Beschaffen von Betriebsmitteln, beim Arbeits-, Material- und
    Maschineneinsatz sowie beim Absatz der Erzeugnisse; ökonomische
    Kontrolle der Betriebsteile und des Gesamtbetriebes; Planen,
    Kalkulieren und Beurteilen von Investitionen; Anwenden von
    Instrumenten des Qualitäts- und Kostenmanagements sowie des
    Marketings; Zusammenarbeiten mit Marktpartnern und anderen Betrieben;
    Nutzen der Möglichkeiten von Information und Beratung;

3.  Berufsausbildung und Mitarbeiterführung:

    Prüfen der betrieblichen und persönlichen Ausbildungsvoraussetzungen;
    Planen der Ausbildung unter inhaltlichen, methodischen und zeitlichen
    Aspekten entsprechend der Vorgaben der Ausbildungsordnung; Auswählen
    und Einstellen von Auszubildenden; Durchführen der Ausbildung unter
    Anwenden geeigneter Methoden bei der Vermittlung von
    Ausbildungsinhalten; Hinführen der Auszubildenden zu selbständigem
    Handeln, Vorbereiten auf Prüfungen, Informieren und Beraten über
    Fortbildungsmöglichkeiten; Auswählen und Einstellen von Mitarbeitern;
    Übertragen von Aufgaben auf Mitarbeiter entsprechend ihrer
    Leistungsfähigkeit, Qualifikation und Eignung; Anleiten und
    Kontrollieren von Mitarbeitern in Arbeitsprozessen, kooperatives
    Führen, Fördern und Motivieren; Unterstützen der beruflichen
    Weiterbildung von Mitarbeitern.

(2) Die erfolgreich abgelegte Prüfung führt zum anerkannten Abschluss
„Landwirtschaftlicher Brennmeister/Landwirtschaftliche
Brennmeisterin“.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/brennmstrprv/__1.html
Directory: brennmstrprv
Level: 2.0