Title: § 2 Sonderregelungen

Description:
Gesetz zur Überleitung von Bundesrecht nach Berlin (West) (ÜblG 6)
§ 2 Sonderregelungen

Paragraph: 2

Content:
Gesetz zur Überleitung von Bundesrecht nach Berlin (West) (ÜblG 6)
§ 2 Sonderregelungen

(1) Das Gesetz über die Erweiterung des Katastrophenschutzes in der
Fassung der Bekanntmachung vom 14. Februar 1990 (BGBl. I S. 229) tritt
in Berlin (West) mit der Maßgabe in Kraft, daß
Katastrophenschutzhelfer, die auf Grund der Verordnung des Berliner
Senats über die Erweiterung des Katastrophenschutzes vom 25. März 1974
(GVBl. S. 683), die zuletzt durch Verordnung vom 29. November 1977
(GVBl. S. 2290) geändert worden ist, im erweiterten Katastrophenschutz
mitwirken und nach Inkrafttreten des Wehrpflichtgesetzes in Berlin
(West) wehrpflichtig sind, als vom Wehrdienst gemäß § 8 Abs. 2
Katastrophenschutzgesetz freigestellt gelten. Die 8-Jahresfrist gemäß
§ 8 Abs. 3 Katastrophenschutzgesetz beginnt mit der Annahme der
Verpflichtung durch die Organisation, frühestens jedoch, nachdem der
Helfer das 18. Lebensjahr vollendet hat.

(2)

(3) Die Eisenbahnvorschriften des Bundesrechtes gelten in Berlin
(West) nach Maßgabe der Anlage I Kapitel XI Sachgebiet A des
Einigungsvertrages vom 31. August 1990 in Verbindung mit Artikel 1 des
Gesetzes vom 23. September 1990 (BGBl. 1990 II S. 885, 1098).

(4) Die Flugsicherungs-An- und Abflug-Gebühren-Verordnung vom 28.
September 1989 (BGBl. I S. 1809) findet auch auf die Flughäfen Berlin-
Gatow, Berlin-Tegel und Berlin-Tempelhof Anwendung. Flüge
militärischer Luftfahrzeuge der Warschauer Vertragsstaaten sind denen
der Nato-Mitgliedsstaaten gebührenrechtlich gleichgestellt.

(5) Die auf Grund alliierten Rechts angelegten oder betriebenen
Flughäfen Berlin-Gatow, Berlin-Tegel und Berlin-Tempelhof gelten nach
Übergabe durch die Alliierten im Sinne der §§ 6 bis 10 des
Luftverkehrsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Januar
1981 (BGBl. I S. 61), das zuletzt durch Gesetz vom 28. Juni 1990
(BGBl. I S. 1221) geändert worden ist, als genehmigt und im Plan
rechtskräftig festgestellt.

(6) Das Gesetz über die Bundesanstalt für Flugsicherung in der im
Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 96-3, veröffentlichten
bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Gesetz vom 18. Dezember
1989 (BGBl. I S. 2218), tritt in Berlin (West) mit der Maßgabe in
Kraft, daß sich die Bundesanstalt für Flugsicherung zur Wahrnehmung
ihrer Aufgaben in Berlin und im Gebiet der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik bis zum 31. Dezember 1994 alliierter Stellen
oder alliierten Personals bedienen kann. Wird vor Ablauf des in Satz 1
genannten Zeitpunkts eine juristische Person des privaten Rechts mit
der Wahrnehmung der Flugsicherungsaufgaben betraut, gilt Satz 1 für
diese Stelle entsprechend.

(7) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
ermächtigt, zur Überleitung des Bundesrechts im Einvernehmen mit dem
Bundesministerium der Finanzen in Berlin (West) gelegene Wasserstraßen
durch Rechtsverordnung zu Bundeswasserstraßen zu erklären, die als
Binnenwasserstraßen dem allgemeinen Verkehr dienen. In der
Rechtsverordnung ist die Anlage zum Bundeswasserstraßengesetz in der
Fassung der Bekanntmachung vom 23. August 1990 (BGBl. I S. 1818) zu
ändern. § 2 des Bundeswasserstraßengesetzes findet keine Anwendung.

(8) Die Vorschriften der §§ 1 bis 12 des Gesetzes zum Schutz gegen
Fluglärm vom 30. März 1971 (BGBl. I S. 282), das zuletzt durch Artikel
39 des Gesetzes vom 16. Dezember 1986 (BGBl. I S. 2441) geändert
worden ist, treten in Berlin (West) mit folgenden Maßgaben in Kraft:

1.  Die Verordnung des Berliner Senats über die Festsetzung des
    Lärmschutzbereichs für den Flughafen Berlin-Tegel vom 4. Juni 1976
    (GVBl. S. 1242) gilt als bundesrechtliche Verordnung zu § 4 Abs. 1 des
    Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm fort.

2.  Die Entschädigung bei Bauverboten wird nach den bisher geltenden
    Vorschriften gewährt, wenn der Antrag vor Inkrafttreten dieses
    Gesetzes gestellt worden ist.

3.  Die Erstattung der Kosten für bauliche Schallschutzmaßnahmen wird nach
    den bisher geltenden Vorschriften vorgenommen, wenn die Maßnahmen vor
    Inkrafttreten dieses Gesetzes ins Werk gesetzt worden sind.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/_blg_6/__2.html
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