Title: § 406g Psychosoziale Prozessbegleitung

Description:
Strafprozeßordnung (StPO)
Fünftes Buch - Beteiligung des Verletzten am Verfahren
Fünfter Abschnitt - Sonstige Befugnisse des Verletzten
§ 406g Psychosoziale Prozessbegleitung

Paragraph: 406g

Content:
Strafprozeßordnung (StPO)
Fünftes Buch - Beteiligung des Verletzten am Verfahren
Fünfter Abschnitt - Sonstige Befugnisse des Verletzten
§ 406g Psychosoziale Prozessbegleitung

(1) Verletzte können sich des Beistands eines psychosozialen
Prozessbegleiters bedienen. Dem psychosozialen Prozessbegleiter ist es
gestattet, bei Vernehmungen des Verletzten und während der
Hauptverhandlung gemeinsam mit dem Verletzten anwesend zu sein.

(2) Die Grundsätze der psychosozialen Prozessbegleitung sowie die
Anforderungen an die Qualifikation und die Vergütung des
psychosozialen Prozessbegleiters richten sich nach dem Gesetz über die
psychosoziale Prozessbegleitung im Strafverfahren vom 21. Dezember
2015 (BGBl. I S. 2525, 2529) in der jeweils geltenden Fassung.

(3) Unter den in § 397a Absatz 1 Nummer 4 und 5 bezeichneten
Voraussetzungen ist dem Verletzten auf seinen Antrag ein
psychosozialer Prozessbegleiter beizuordnen. Unter den in § 397a
Absatz 1 Nummer 1 bis 3 bezeichneten Voraussetzungen kann dem
Verletzten auf seinen Antrag ein psychosozialer Prozessbegleiter
beigeordnet werden, wenn die besondere Schutzbedürftigkeit des
Verletzten dies erfordert. Die Beiordnung ist für den Verletzten
kostenfrei. Für die Beiordnung gilt § 142 Absatz 5 Satz 1 und 3
entsprechend. Im Vorverfahren entscheidet das nach § 162 zuständige
Gericht.

(4) Einem nicht beigeordneten psychosozialen Prozessbegleiter kann die
Anwesenheit bei einer Vernehmung des Verletzten untersagt werden, wenn
dies den Untersuchungszweck gefährden könnte. Die Entscheidung trifft
die die Vernehmung leitende Person; die Entscheidung ist nicht
anfechtbar. Die Gründe einer Ablehnung sind aktenkundig zu machen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__406g.html
Directory: stpo
Level: 4.0