Title: **Teil I. Donau – von km 2 249,00 (Liegestelle Vilshofen) bis km

Description:
Verordnung über die Besatzung und über die Befähigungen der Besatzung von Fahrzeugen in der Binnenschifffahrt (BinSchPersV)
**Teil I. Donau – von km 2 249,00 (Liegestelle Vilshofen) bis km

Paragraph: 142

Content:
Verordnung über die Besatzung und über die Befähigungen der Besatzung von Fahrzeugen in der Binnenschifffahrt (BinSchPersV)
**Teil I. Donau – von km 2 249,00 (Liegestelle Vilshofen) bis km

2 322,02 (Unterwasser Schleuse Straubing)**

Zusätzliche Befähigung

Der Schiffsführer, der diesen Binnenwasserstraßenabschnitt mit
besonderen Risiken befährt, benötigt zum sicheren Befahren Kenntnisse
über die Eigenschaften und Örtlichkeiten dieses
Binnenwasserstraßenabschnitts.

1.  Er muss den Fahrweg in der Berg- und in der Talfahrt beschreiben
    können.

2.  Er muss zusätzlich verfügen über

    a)  detaillierte Kenntnisse der Streckencharakteristika,

    b)  detaillierte Kenntnisse der Abmessungen der Schifffahrtsstraße;

3.  Zusätzlich muss der Schiffsführer

    a)  Kenntnisse haben über die Strömungsmuster und -geschwindigkeiten auf
        diesem Binnenwasserstraßenabschnitt und er muss wissen, wie er sein
        Fahrverhalten vor Ort darauf einstellen muss. Hierzu zählen
        insbesondere Kenntnisse über

        (1) Sonderregelungen für Schubverbände bei der Fahrt zu Tal ab bestimmten
            Wasserständen

        (2) außergewöhnliche Wirkung und Bedeutung der Isar für den gesamten
            Streckenbereich, sowohl unterhalb wie oberhalb von Deggendorf

        (3) die besonders engen Fahrwassersituationen mit den Bereichen, in denen
            eine Begegnung mit anderen Fahrzeugen nicht möglich ist.

        (4) Position der Warteplätze, um talfahrende Fahrzeuge, die sich in den
            Bereichen ohne Begegnungsmöglichkeit befinden, passieren zu lassen.

        (5) Übliche und nautisch erforderliche Festlegung der Begegnungsseite, um
            Havarien für den Talfahrer nach der Passage zu vermeiden

        (6) die auftretenden stark veränderlichen Strömungsmuster und
            Strömungsgeschwindigkeiten

        (7) die unübersichtlichen Kurvenbereiche, in denen auch eine Vielzahl von
            Kleinfahrzeuge verkehren

        (8) die Lage der Buhnen, Inseln und Einmündungen von Nebengewässern, um
            deren Strömungsbeeinflussung abzuschätzen

        (9) Bestimmung der Abladetiefe in Bezug auf Berg- und Talfahrt

    b)  die hydromorphologischen Eigenschaften dieses Wasserstraßenabschnittes
        kennen und wissen, wie er darauf zu reagieren hat. Hierzu zählen
        insbesondere Kenntnisse über

        (1) die veränderliche Beschaffenheit des Untergrundes von Fels bis hin zu
            feinem Sediment

        (2) starke Tendenz zur Bildung von Anlandungen mit der Entstehung von
            Fehlstellen in der Fahrrinne

        (3) die Tiefenverhältnisse an den Warteplätzen, um sich bei der Passage
            der talfahrenden Fahrzeuge nicht selbst festzufahren.

        (4) Position und Lage von Notliegeplätzen bzw. Notwendemöglichkeiten bei
            unvorhersehbaren Sperren.

        (5) die Vielzahl von Gefahrenstellen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/binschpersv/__142.html
Directory: binschpersv
Level: 2.0