Title: **Ammoniumnitrat**

Description:
Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen (GefStoffV 2010)
**Ammoniumnitrat**

Paragraph: 25

Content:
Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen (GefStoffV 2010)
**Ammoniumnitrat**

**5.1** **Anwendungsbereich**

(1) Nummer 5 gilt für das Lagern, Abfüllen und innerbetriebliche
Befördern von

1.  Ammoniumnitrat,

2.  ammoniumnitrathaltigen Gemischen.

(2) Nummer 5 gilt nicht für

1.  Gemische mit einem Massengehalt an Ammoniumnitrat bis zu 10 Prozent,

2.  Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Gemische der Gruppen A und E
    in Mengen bis zu 100 Kilogramm,

3.  ammoniumnitrathaltige Gemische der Gruppen B, C und D in Mengen bis zu
    1 Tonne,

4.  Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Gemische, die auf Grund ihrer
    Eigenschaften dem Sprengstoffgesetz unterliegen.

**5.2** **Begriffsbestimmungen**

Ammoniumnitrat und die Gemische werden in folgende Gruppen eingeteilt:

1.  Gruppe A:

    Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Gemische, die zur detonativen
    Reaktion fähig sind oder die nach Nummer 5.3 Absatz 7 Tabelle 1
    hinsichtlich des Ammoniumnitratgehalts den Untergruppen A I, A II, A
    III oder A IV zugeordnet sind;

2.  Gruppe B:

    ammoniumnitrathaltige Gemische die zur selbstunterhaltenden
    fortschreitenden thermischen Zersetzung fähig sind;

3.  Gruppe C:

    ammoniumnitrathaltige Gemische, die weder zur selbstunterhaltenden
    fortschreitenden thermischen Zersetzung noch zur detonativen Reaktion
    fähig sind, jedoch beim Erhitzen Stickoxide entwickeln;

4.  Gruppe D:

    ammoniumnitrathaltige Gemische, die in wässriger Lösung oder
    Suspension ungefährlich, in kristallisiertem Zustand unter Reduktion
    des ursprünglichen Wassergehalts jedoch zur detonativen Reaktion fähig
    sind;

5.  Gruppe E:

    ammoniumnitrathaltige Gemische, die als Wasser-in-Öl-Emulsionen
    vorliegen und als Vorprodukte für die Herstellung von Sprengstoffen
    dienen.

**5.3** **Allgemeine Bestimmungen**

(1) Für Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Gemische der in
Nummer 5.2 genannten Gruppen gilt Nummer 5.4.

(2) Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Gemische der Gruppen A,
B, C oder E müssen in ihren Bestandteilen fein verteilt und innig
gemischt sein und dürfen sich während der Lagerung, Beförderung oder
Abfüllung nicht entmischen.

(3) Ammoniumnitrathaltige Düngemittel in Abmischungen als Stickstoff-
Kalium- oder Stickstoff-Phosphor-Kalium-Düngemittel (NK- oder NPK-Bulk
Blends) müssen nach den Vorschriften der Gruppe B oder nur nach
Maßgabe der festgestellten Gefährlichkeit gelagert werden. Werden bei
der Abmischung Düngemittel der Gruppe A verwendet, muss die Lagerung
nach den Vorschriften der Gruppe A oder ebenfalls nach Maßgabe der
festgestellten Gefährlichkeit erfolgen.

(4) Als Ammoniumnitrat gelten alle Nitrationen, für die ein Äquivalent
Ammoniumionen vorhanden ist.

(5) Der Massenanteil an verbrennlichen Bestandteilen ist bei
ammoniumnitrathaltigen Gemischen der Untergruppe B II aus Absatz 7
Tabelle 1 unbeschränkt, bei Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltigen
Gemischen der Untergruppe A I nach Absatz 7 Tabelle 1 auf bis zu 0,2
Prozent und bei ammoniumnitrathaltigen Gemischen aller übrigen
Untergruppen nach Absatz 7 Tabelle 1 der Gruppen A, B, C und D auf bis
zu 0,4 Prozent beschränkt.

(6) Als verbrennlicher Bestandteil bei Ammoniumnitrat und
ammoniumnitrathaltigen Gemischen der Untergruppe A I nach Absatz 7
Tabelle 1 gilt der Kohlenstoff, soweit es sich um organische Stoffe
handelt.

(7) Inerte Stoffe im Sinne von Nummer 5 sind Stoffe, die die
thermische Sensibilität und die Sensibilität gegen eine einwirkende
Detonation nicht erhöhen. Im Zweifelsfall ist dies durch ein Gutachten
der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung nachzuweisen.

Tabelle 1
Rahmenzusammensetzungen und Grenzen für Ammoniumnitrat und
ammoniumnitrathaltige Gemische für die Zuordnung zu einer der Gruppen
nach Nummer 5.2

*    *   Unter-
        gruppen

    *   Massenanteil an
        Ammoniumnitrat
        in Prozent (%)

    *   Andere Bestandteile

    *   Besondere Bestimmungen

*    *   A I

    *   *                      90

    *   Chloridgehalt*                      0,02 %
        Inerte Stoffe*                      10 %

    *   Keine weiteren Ammoniumsalze sind erlaubt.

*    *   A II

    *   > 80 bis < 90

    *   Kalkstein, Dolomit oder
        Calciumcarbonat < 20 %

    *

*    *   A III

    *   > 45 bis < 70

    *   Ammoniumsulfat

    *   Inerte Stoffe sind erlaubt.

*    *   A IV

    *   > 70 bis < 90

    *   Kaliumsalze, Phosphate in NP-, NK- oder NPK- Düngern, Sulfate in
        N-Düngern; inerte Stoffe

    *

*    *   B I

    *   *                      70

    *   Kaliumsalze, Phosphate, inerte Stoffe und andere Ammoniumsalze in NK-
        oder NPK-Düngern

    *   Bei einem Massenanteil von mehr als 45 % Ammoniumnitrat darf der
        Massenanteil von Ammoniumnitrat und anderen Ammoniumsalzen zusammen
        nicht mehr als 70 % betragen.

*    *   B II

    *   *                      45

    *   Überschüssige Nitrate
        *                      10 %

    *   Unbeschränkter Gehalt an verbrennlichen Bestandteilen; über den Gehalt
        an Ammoniumnitrat hinausgehende überschüssige Nitrate werden als
        Kaliumnitrat berechnet.

*    *   C I

    *   *                      80

    *   Kalkstein, Dolomit oder
        Calciumcarbonat*                      20 %

    *   Kalkstein, Dolomit oder Calciumcarbonat mit minimaler Reinheit von 90
        %.

*    *   C II

    *   *                      70

    *   Inerte Stoffe

    *

*    *   C III

    *   *                      45

    *   Phosphate und andere Ammoniumsalze in NP-Düngern

    *

*    *   > 45 bis < 70

    *   Phosphate und andere Ammoniumsalze in NP-Düngern

    *   Der Massenanteil an Ammoniumnitrat und anderen Ammoniumsalzen darf
        zusammen 70 % nicht übersteigen.

*    *   C IV

    *   *                      45

    *   Ammoniumsulfat

    *   Inerte Stoffe sind erlaubt.

*    *   D I

    *   *                      45

    *   Harnstoff, Wasser

    *   In wässriger Lösung.

*    *   D II

    *   *                      45

    *   Überschüssige Nitrate*                      10 %, Kaliumsalze,
        Phosphate und andere Ammoniumsalze in NP-, NK- oder NPK-Düngern;
        Wasser

    *   In wässriger Lösung oder Suspension. Überschüssige Nitrate werden als
        Kaliumnitrat berechnet. Der Grenzgehalt aus Spalte 2 darf sowohl in
        der flüssigen als auch bei Suspensionen in der festen Phase nicht
        überschritten werden.

*    *   D III

    *   *                      70

    *   Ammoniak, Wasser

    *   In wässriger Lösung.

*    *   D IV

    *   > 70 bis*                      93

    *   Wasser

    *   In wässriger Lösung.

*    *   E

    *   > 60 bis*                      85

    *   *                      5 % bis*                      30 % Wasser,
        *                      2 % bis*                      8 % verbrennliche
        Bestandteile,*                      0,5 % bis*                      4
        % Emulgator

    *   Anorganische Salze; Zusätze.

(8) Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Gemische, die den in
Absatz 7 Tabelle 1 festgelegten Rahmenzusammensetzungen und Grenzen
innerhalb der Gruppen A, B, C, D oder E nicht zuzuordnen sind oder den
Voraussetzungen der Absätze 2 und 5 nicht entsprechen, dürfen nur nach
Vorliegen eines Gutachtens der Bundesanstalt für Materialforschung und
-prüfung über ihre Gefährlichkeit und nach Maßgabe der darin
festgelegten Anforderungen gelagert, abgefüllt oder innerbetrieblich
befördert werden.

(9) Ammoniumnitrathaltige Gemische der Gruppe B können nach den für
die Gruppe C geltenden Vorschriften gelagert, abgefüllt oder
innerbetrieblich befördert werden, wenn diese Zubereitungen nach einem
Gutachten der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung frei
von den Gefahren einer selbstunterhaltenden fortschreitenden
thermischen Zersetzung sind.

(10) Bei Zuordnung von Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltigen
Gemischen nach den Absätzen 3, 8 oder 9 ist die Kennzeichnung der
Gruppe entsprechend dem Gutachten der Bundesanstalt für
Materialforschung und -prüfung vorzunehmen.

**5.4** **Vorsorgemaßnahmen**

5.4.1 Grundmaßnahmen bei der Lagerung von Stoffen und Gemischen der in
    Nummer 5.2 genannten Gruppen

Bei der Lagerung von Stoffen und Gemischen der Gruppen A, B, C, D und
E sind folgende Schutzmaßnahmen zu ergreifen:

1.  Schutz gegen Witterungseinflüsse,

2.  Schutz gegen Verunreinigungen und gefährliche Zusammenlagerung,

3.  Schutz vor unbefugtem Zugang,

4.  Brandschutz,

5.  Schutz vor unzulässiger Beanspruchung.

5.4.2 Zusätzliche Maßnahmen für Stoffe und Gemische der Gruppen und
    Untergruppen A, D IV und E

5.4.2.1 Allgemeine Maßnahmen

(1) Ausgelaufene oder verschüttete Stoffe und Gemische und
verunreinigte Stoffe und Zubereitungen müssen unmittelbar verbraucht
oder gefahrlos beseitigt werden.

(2) Die Stoffe und Gemische der Gruppe A dürfen nur verpackt gelagert
und befördert werden.

(3) Im Lagerraum oder in einem Umkreis von 10 Metern um den Ort der
Lagerung von Stoffen und Gemischen der Gruppe A dürfen keine
brennbaren Materialien gelagert werden.

(4) Gemische der Gruppen und Untergruppen D IV und E sind vor
thermischer Zersetzung zu schützen.

5.4.2.2 Zusätzliche Maßnahmen für die Lagerung von Mengen über 1 Tonne

(1) Stoffe und Gemische der Gruppe A in Mengen von mehr als 1 Tonne
dürfen nur in geeigneten Gebäuden mit entsprechenden Schutzmaßnahmen
und nach dem Stand der Technik gelagert werden.

(2) Gemische der Gruppen und Untergruppen D IV und E in Mengen von
mehr als 1 Tonne dürfen nur in geeigneten Lagerbehältern mit
entsprechenden Schutzmaßnahmen und nach dem Stand der Technik gelagert
werden.

(3) Die Stoffe und Gemische der Gruppe A und Gemische der Gruppe E
sind vor der Lagerung in Teilmengen von bis zu 25 Tonnen zu
unterteilen.

(4) Teilmengen bis zu 25 Tonnen von Stoffen und Gemischen der Gruppe A
dürfen nur gelagert werden, wenn sie

1.  voneinander durch Wände aus Mauerziegeln oder Wandbausteinen ähnlicher
    Festigkeit oder aus Beton getrennt werden, deren Zwischenraum mit
    nicht brennbaren Stoffen voll ausgefüllt ist, und wenn die Wände
    einschließlich des Zwischenraums eine Mindestdicke d aufweisen, die
    sich aus der jeweils größten Teilmenge M nach folgender Beziehung
    errechnet:

    d = 0,1 M
    1/3                    mit d in „Meter“ und M in „Kilogramm“,

2.  in Fällen, in denen die Trennwände nicht bis zur Decke reichen, nur
    bis zu einer Höhe von 1 Meter unterhalb der Wandhöhe gelagert werden.

(5) Der Ort der Lagerung muss zu Gebäuden, die dem dauernden
Aufenthalt von Menschen dienen, einen Mindestabstand (Schutzabstand) E
haben, der sich aus der jeweils größten Teilmenge M nach folgender
Beziehung errechnet:

E = 11 M
1/3              mit E in „Meter“ und M in „Kilogramm“.

Für Betriebsgebäude gilt dies nur, wenn sie auch Wohnzwecken dienen.

(6) Der Schutzabstand zu öffentlichen Verkehrswegen beträgt zwei
Drittel des Abstands nach Absatz 5.

(7) Abweichend von den Absätzen 5 und 6 beträgt für Lagermengen bis zu
3 Tonnen der Schutzabstand zu bewohnten Gebäuden und zu öffentlichen
Verkehrswegen mindestens 50 Meter.

5.4.2.3 Zusätzliche Maßnahmen für die Lagerung von mehr als 25 Tonnen

(1) Wer beabsichtigt, Stoffe und Gemische der Gruppen und Untergruppen
A, D IV und E in Mengen von mehr als 25 Tonnen zu lagern, hat dies
spätestens zwei Wochen vorher der zuständigen Behörde schriftlich oder
elektronisch anzuzeigen. Erfolgt die Anzeige elektronisch, kann die
zuständige Behörde Mehrfertigungen sowie die Übermittlung der der
Anzeige beizufügenden Unterlagen auch in schriftlicher Form verlangen.

(2) Die Anzeige muss folgende Angaben enthalten:

1.  Name und Anschrift des Anzeigepflichtigen,

2.  Art und Höchstmenge der zu lagernden Stoffe oder Gemische,

3.  eine Beschreibung der Bauart und Einrichtung des Lagers mit
    Grundrissen und Schnitten,

4.  einen Lageplan, aus dem die Lage zu Gebäuden und öffentlichen
    Verkehrswegen im Umkreis von 350 Metern ersichtlich ist,

5.  welche der im Lageplan nach Ziffer 4 eingezeichneten Gebäude zum
    dauernden Aufenthalt von Menschen oder zu Wohnzwecken dienen.

(3) Änderungen bezüglich der Angaben nach Absatz 2 sind vom
Arbeitgeber der zuständigen Behörde unverzüglich anzuzeigen.

(4) In Lagergebäuden für Stoffe und Gemische der Gruppe A dürfen Räume
nicht zum dauernden Aufenthalt von Personen, ausgenommen von
Aufsichts- und Bedienungspersonal, dienen.

(5) Stoffe und Gemische der Gruppe A dürfen nur in eingeschossigen
Gebäuden gelagert werden.

5.4.3 Zusätzliche Maßnahmen für Gemische der Gruppe B

5.4.3.1 Allgemeine Maßnahmen

Feuerstätten und sonstige Zündquellen dürfen in Lagerräumen nicht
vorhanden sein.

5.4.3.2 Zusätzliche Maßnahmen für die Lagerung von mehr als 100 Tonnen

(1) Die Temperatur der Gemische darf bei der Einlagerung 70 Grad
Celsius nicht überschreiten.

(2) Fördermittel und ihre baulichen Einrichtungen müssen so beschaffen
sein oder so betrieben werden, dass entstehende Wärme keine Zersetzung
des Lagerguts einleiten kann.

5.4.3.3 Zusätzliche Maßnahmen für unverpackte Gemische über 1 500 Tonnen oder
    für ausschließlich verpackte Gemische über 3 000 Tonnen

(1) Die Gemische sind in Teilmengen von jeweils höchstens 3 000 Tonnen
zu unterteilen. Die Unterteilung kann durch feuerbeständige
Zwischenwände, durch Haufwerke aus nicht brennbarem Lagergut oder
durch einen jederzeit freizuhaltenden Zwischenraum von mindestens 2,50
Metern Breite vorgenommen werden. Reichen die Zwischenwände nicht bis
zur Decke, so darf das Lagergut nur bis zu einer Höhe von 1 Meter
unterhalb der Wandhöhe aufgeschüttet werden.

(2) Absatz 1 ist nicht anzuwenden, wenn gleichzeitig

1.  geeignete Löscheinrichtungen vorhanden sind,

2.  Löschwasser in ausreichender Menge zur Verfügung steht,

3.  eine jederzeit einsatzbereite Werkfeuerwehr vorhanden ist,

4.  das ins Lager gelangende Lagergut abgesiebt wird und

5.  die Luft im Lagerraum und in den unterhalb der Lagerfläche
    befindlichen Ausspeicherkanälen fortlaufend überwacht wird.

5.4.4 Sicherheitstechnische Maßnahmen für Gemische der Gruppe D

Die Gemische sind vor Austrocknung zu bewahren.

**5.5** **Erleichternde Bestimmungen**

5.5.1 Erleichternde Bestimmungen für bestimmte Stoffe und Gemische

Stoffe und Gemische der Untergruppen A I und A II sowie Gemische mit
inerten Stoffen der Untergruppe A IV und der Gruppe E können

1.  abweichend von Nummer 5.4.2.2 Absatz 3 in Teilmengen (Stapel) von
    höchstens 100 Tonnen unterteilt werden und

2.  abweichend von Nummer 5.4.2.2 Absatz 5 und 6 mit einem Schutzabstand,
    der der Hälfte des dort geforderten Werts entspricht, gelagert werden.

Voraussetzung hierfür ist der Nachweis durch ein Gutachten der
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, dass die Stoffe und
Zubereitungen der Untergruppen A I, A II und A IV die
Beschaffenheitsanforderungen des Anhangs III der Verordnung (EG) Nr.
2003/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Oktober
2003 über Düngemittel (ABl. L 304 vom 21.11.2003, S. 1), die zuletzt
durch die Verordnung (EG) Nr. 1020/2009 (ABl. L 282 vom 29.10.2009, S.
7) geändert worden ist, erfüllen und Stoffe und Zubereitungen der
Gruppe E nicht detonationsfähig sind.

5.5.2 Erleichternde Bestimmungen für ammoniumnitrat- und
    sprengstoffherstellende Betriebe

Für ammoniumnitrat- und sprengstoffherstellende Betriebe

1.  sind Nummer 5.4.2.1 Absatz 2 und Nummer 5.4.2.3 Absatz 1 bis 3 für
    Stoffe und Gemische der Gruppe A nicht anzuwenden;

2.  gilt ein um die Hälfte verminderter Schutzabstand nach Nummer 5.4.2.2
    Absatz 5 und 6.

**5.6** **Ausnahmen**

Ausnahmen nach § 19 Absatz 1 durch die zuständige Behörde von den in
den in Nummer 5.4.2 genannten Maßnahmen für Stoffe und Gemische der
Gruppen und Untergruppen A, D IV und E ergehen im Benehmen mit der
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung.

    Nummer im Register des Chemical Abstracts Service (CAS).
[^F1a_774705_BJNR164400010BJNE002606126]: 
(zu § 16 Absatz 2)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gefstoffv_2010/__25.html
Directory: gefstoffv_2010
Level: 2.0