Title: § 27 Verfügbarkeit

Description:
Verordnung zur Regelung des Verfahrens der Beschaffung, des Einsatzes und der Abrechnung einer Kapazitätsreserve (KapResV)
Teil 3 - Einsatz der Kapazitätsreserve
§ 27 Verfügbarkeit

Paragraph: 27

Content:
Verordnung zur Regelung des Verfahrens der Beschaffung, des Einsatzes und der Abrechnung einer Kapazitätsreserve (KapResV)
Teil 3 - Einsatz der Kapazitätsreserve
§ 27 Verfügbarkeit

(1) Die Aktivierung und der Abruf von Kapazitätsreserveanlagen mit der
vollständigen Reserveleistung müssen jederzeit während des gesamten
Erbringungszeitraums möglich sein, mit Ausnahme der nach den Absätzen
2 oder 3 zulässigen geplanten oder ungeplanten Nichtverfügbarkeiten.
Die Anlagen müssen außerhalb des Zeitraums zulässiger
Nichtverfügbarkeiten nach Absatz 3 Satz 1 die Anforderungen nach § 9
erfüllen.

(2) Geplante Nichtverfügbarkeiten sind Nichtverfügbarkeiten aufgrund
von technisch notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen, deren
Notwendigkeit der Betreiber dem Anschluss-Übertragungsnetzbetreiber
bis zum 31. Juli eines Kalenderjahres für das jeweils folgende
Kalenderjahr mitgeteilt hat. Als ungeplant gelten solche
Nichtverfügbarkeiten, deren Notwendigkeit erst nach Ablauf der Frist
nach Satz 1 entsteht oder die im Falle der Entstehung vor der Frist
nach Satz 1 auch bei Einhaltung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt
erst nach Ablauf der Frist erkennbar waren. Dies gilt unabhängig
davon, ob die Instandhaltungsmaßnahme unverzüglich durchgeführt werden
muss oder für einen späteren Zeitpunkt geplant ist. Ungeplante
Nichtverfügbarkeiten muss der Betreiber der Kapazitätsreserveanlage
dem Anschluss-Übertragungsnetzbetreiber unverzüglich melden, nachdem
er Kenntnis hierüber erlangt hat. Der Anschluss-
Übertragungsnetzbetreiber kann verlangen, dass die
Instandhaltungsmaßnahmen zu einem anderen Zeitpunkt durchgeführt
werden, wenn und soweit dies für die Funktionsfähigkeit der
Kapazitätsreserve erforderlich sowie technisch und rechtlich möglich
ist.

(3) Nichtverfügbarkeiten nach Absatz 2 sind zulässig, wenn und soweit
die Kapazitätsreserveanlagen in einem Vertragsjahr insgesamt nicht
mehr als drei Monate nicht verfügbar sind und die Nichtverfügbarkeiten
rechtzeitig im Sinne von Absatz 2 Satz 1 und 4 mitgeteilt worden sind.
Bei zulässigen Nichtverfügbarkeiten besteht der Vergütungsanspruch
nach § 19 Absatz 1 auch während der Nichtverfügbarkeit fort.
Aktivierungen nach § 25, Abrufe nach § 26 und Probeabrufe nach § 29
sind während zulässiger Nichtverfügbarkeiten untersagt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kapresv/__27.html
Directory: kapresv
Level: 3.0