Title: § 2

Description:
Gesetz über die religiöse Kindererziehung (KErzG)
§ 2

Paragraph: 2

Content:
Gesetz über die religiöse Kindererziehung (KErzG)
§ 2

(1) Besteht eine solche Einigung nicht oder nicht mehr, so gelten auch
für die religiöse Erziehung die Vorschriften des Bürgerlichen
Gesetzbuchs über das Recht und die Pflicht, für die Person des Kindes
zu sorgen.

(2) Es kann jedoch während bestehender Ehe von keinem Elternteil ohne
die Zustimmung des anderen bestimmt werden, daß das Kind in einem
anderen als dem zur Zeit der Eheschließung gemeinsamen Bekenntnis oder
in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen, oder daß ein Kind vom
Religionsunterricht abgemeldet werden soll.

(3) Wird die Zustimmung nicht erteilt, so kann die Vermittlung oder
Entscheidung des Familiengerichts beantragt werden. Für die
Entscheidung sind, auch soweit ein Mißbrauch im Sinne des § 1666 des
Bürgerlichen Gesetzbuchs nicht vorliegt, die Zwecke der Erziehung
maßgebend. Vor der Entscheidung sind die Ehegatten sowie
erforderlichenfalls Verwandte, Verschwägerte und die Lehrer des Kindes
zu hören, wenn es ohne erhebliche Verzögerung oder unverhältnismäßige
Kosten geschehen kann. Das Kind ist zu hören, wenn es das zehnte Jahr
vollendet hat.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kerzg/__2.html
Directory: kerzg
Level: 2.0