Title: § 10 Vermögensaufstellung

Description:
Verordnung über Inhalt, Umfang und Darstellung der Rechnungslegung von Sondervermögen, Investmentaktiengesellschaften und Investmentkommanditgesellschaften sowie über die Bewertung der zu dem Investmentvermögen gehörenden Vermögensgegenstände (KARBV)
Abschnitt 2 - Rechnungslegung
Unterabschnitt 1 - Jahresberichte von Sondervermögen
§ 10 Vermögensaufstellung

Paragraph: 10

Content:
Verordnung über Inhalt, Umfang und Darstellung der Rechnungslegung von Sondervermögen, Investmentaktiengesellschaften und Investmentkommanditgesellschaften sowie über die Bewertung der zu dem Investmentvermögen gehörenden Vermögensgegenstände (KARBV)
Abschnitt 2 - Rechnungslegung
Unterabschnitt 1 - Jahresberichte von Sondervermögen
§ 10 Vermögensaufstellung

(1) Die Vermögensaufstellung im Sinne des § 101 Absatz 1 Satz 3 Nummer
1 des Kapitalanlagegesetzbuches ist nach Arten von
Vermögensgegenständen und Märkten zu untergliedern.

(2) Die Saldierung von Vermögensgegenständen mit Verbindlichkeiten ist
nicht zulässig. Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem
Anteilsumsatz sind als sonstige Vermögensgegenstände oder als sonstige
Verbindlichkeiten gesondert auszuweisen.

(3) Verliehene Wertpapiere sind in der Vermögensaufstellung des
Sondervermögens auszuweisen. Dabei ist anzugeben, dass sie Gegenstand
von Wertpapierleihgeschäften sind. Im Zusammenhang mit
Wertpapierleihgeschäften eingeräumte Sicherheiten sind nicht in der
Vermögensaufstellung des Sondervermögens auszuweisen.

(4) Die Anschaffungsnebenkosten nach § 248 Absatz 3 Satz 1 des
Kapitalanlagegesetzbuches sind objektbezogen aufzugliedern und als
absoluter Betrag sowie als Prozentangabe in Bezug auf den Kaufpreis
auszuweisen. Aus der Aufgliederung muss hervorgehen, welche
Anschaffungsnebenkosten auf Gebühren und Steuern sowie welche auf
sonstige Kosten entfallen sind. Zu den Gebühren und Steuern bei
Grundstücken im Inland gehört neben den in § 448 Absatz 2 des
Bürgerlichen Gesetzbuches genannten Kosten auch die Grunderwerbsteuer,
die zur Erlangung der Unbedenklichkeitsbescheinigung zu zahlen ist.
Für Grundstücke im Ausland gilt Entsprechendes unter Berücksichtigung
der maßgeblichen Vorschriften der ausländischen Rechtsordnung. Alle
anderen Anschaffungsnebenkosten gelten als sonstige Kosten,
insbesondere die Maklerkosten, die Kosten im Vorfeld des Erwerbs sowie
eine etwaige Verwaltungsvergütung, die von der
Kapitalverwaltungsgesellschaft aus Anlass des Anschaffungsvorgangs
vereinnahmt worden ist. Anzugeben ist weiterhin die Länge des
voraussichtlichen Abschreibungszeitraums. Die im Geschäftsjahr
abgeschriebenen Anschaffungsnebenkosten und die verbleibenden
Anschaffungsnebenkosten sind gesondert auszuweisen.

(5) Die für die Ermittlung des Nettoinventarwertes je Anteil
maßgebenden Bewertungsregeln und -grundsätze nach § 168 des
Kapitalanlagegesetzbuches sowie die entsprechenden Regelungen dieser
Verordnung sind auch für die Vermögensaufstellung im Jahresbericht zu
beachten. Für die Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind die
Verhältnisse zum Stichtag des Jahresberichts maßgeblich. Erkenntnisse
nach dem Stichtag des Jahresberichts sind nicht in der
Vermögensaufstellung zu berücksichtigen, sondern in der nachfolgenden
Ermittlung des Nettoinventarwertes je Anteil des neuen
Geschäftsjahres.

(6) Die Bewertung für die Vermögensaufstellung ist in vollem Umfang
von der Kapitalverwaltungsgesellschaft zu dokumentieren. Die
Verwahrstelle, oder bei Ernennung eines externen Bewerters dieser, ist
dabei der Kapitalverwaltungsgesellschaft gegenüber verpflichtet, über
Einzelheiten der Bewertung des Investmentvermögens Auskunft zu
erteilen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/karbv/__10.html
Directory: karbv
Level: 4.0