Title: § 37 Verhalten bei Schiffsunfällen und bei Verlust von Gegenständen

Description:
Seeschiffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO 1971)
Sechster Abschnitt - Sonstige Vorschriften
§ 37 Verhalten bei Schiffsunfällen und bei Verlust von Gegenständen

Paragraph: 37

Content:
Seeschiffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO 1971)
Sechster Abschnitt - Sonstige Vorschriften
§ 37 Verhalten bei Schiffsunfällen und bei Verlust von Gegenständen

(1) Bei Gefahr des Sinkens ist das Fahrzeug möglichst so weit aus dem
Fahrwasser zu schaffen, daß die Schiffahrt nicht beeinträchtigt wird.
Nach einem Zusammenstoß ist hierzu auch der Führer eines beteiligten
schwimmfähig gebliebenen Fahrzeugs verpflichtet.

(2) Wird der für die Schifffahrt erforderliche Zustand der
Seeschifffahrtsstraße oder die Sicherheit und Leichtigkeit des
Verkehrs durch

1.  in der Seeschifffahrtsstraße hilflos treibende, festgekommene,
    gestrandete oder gesunkene Fahrzeuge, schwimmende Anlagen oder
    außergewöhnliche Schwimmkörper oder durch andere treibende oder auf
    Grund geratene Gegenstände oder

2.  Schiffsunfälle, Brände oder sonstige Vorkommnisse auf Fahrzeugen,
    schwimmenden Anlagen und außergewöhnlichen Schwimmkörpern

beeinträchtigt oder gefährdet, so ist das zuständige Wasserstraßen-
und Schifffahrtsamt oder die Verkehrszentrale unverzüglich zu
unterrichten.

(3) Der Ort eines gesunkenen Fahrzeugs ist vom Fahrzeugführer
unverzüglich behelfsmäßig zu bezeichnen. Nach einem Zusammenstoß ist
hierzu auch der Führer eines beteiligten schwimmfähig gebliebenen
Fahrzeugs verpflichtet. Er darf die Fahrt erst nach Genehmigung des
zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes fortsetzen.

(4) Ein festgekommenes Fahrzeug darf seine Maschine zum Freikommen
benutzen, es sei denn, daß dies ohne Beschädigung der
Seeschiffahrtsstraße einschließlich der Ufer, Strombauwerke und
Schiffahrtsanlagen nicht möglich ist oder die Schiffahrt gefährdet
wird.

(5) Auf Fahrzeugen, die das Bleib-weg-Signal nach Nummer 2.2 der
Anlage II.2 wahrnehmen, sollen unverzüglich alle erforderlichen
Maßnahmen zur Abwendung der drohenden Gefahr ergriffen werden,
insbesondere

1.  alle nach außen führenden und nicht zur Aufrechterhaltung des
    Schiffsbetriebes erforderlichen Öffnungen geschlossen,

2.  alle nicht zur Gewährleistung der Sicherheit von Schiff, Besatzung und
    Ladung erforderlichen Hilfsmaschinen abgestellt,

3.  nicht geschützte offene Feuer gelöscht, insbesondere das Rauchen
    eingestellt, sowie

4.  Geräte mit glühenden oder Funken gebenden Teilen stillgelegt werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/seeschstro_1971/__37.html
Directory: seeschstro_1971
Level: 3.0