Title: § 246 Vollständigkeit. Verrechnungsverbot

Description:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Erster Abschnitt - Vorschriften für alle Kaufleute
Zweiter Unterabschnitt - Eröffnungsbilanz. Jahresabschluß
Zweiter Titel - Ansatzvorschriften
§ 246 Vollständigkeit. Verrechnungsverbot

Paragraph: 246

Content:
Handelsgesetzbuch (HGB)
Drittes Buch - Handelsbücher
Erster Abschnitt - Vorschriften für alle Kaufleute
Zweiter Unterabschnitt - Eröffnungsbilanz. Jahresabschluß
Zweiter Titel - Ansatzvorschriften
§ 246 Vollständigkeit. Verrechnungsverbot

(1) Der Jahresabschluss hat sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden,
Rechnungsabgrenzungsposten sowie Aufwendungen und Erträge zu
enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.
Vermögensgegenstände sind in der Bilanz des Eigentümers aufzunehmen;
ist ein Vermögensgegenstand nicht dem Eigentümer, sondern einem
anderen wirtschaftlich zuzurechnen, hat dieser ihn in seiner Bilanz
auszuweisen. Schulden sind in die Bilanz des Schuldners aufzunehmen.
Der Unterschiedsbetrag, um den die für die Übernahme eines
Unternehmens bewirkte Gegenleistung den Wert der einzelnen
Vermögensgegenstände des Unternehmens abzüglich der Schulden im
Zeitpunkt der Übernahme übersteigt (entgeltlich erworbener Geschäfts-
oder Firmenwert), gilt als zeitlich begrenzt nutzbarer
Vermögensgegenstand.

(2) Posten der Aktivseite dürfen nicht mit Posten der Passivseite,
Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit
Grundstückslasten verrechnet werden. Vermögensgegenstände, die dem
Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der
Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder
vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind mit
diesen Schulden zu verrechnen; entsprechend ist mit den zugehörigen
Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu
verrechnenden Vermögen zu verfahren. Übersteigt der beizulegende
Zeitwert der Vermögensgegenstände den Betrag der Schulden, ist der
übersteigende Betrag unter einem gesonderten Posten zu aktivieren.

(3) Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten
Ansatzmethoden sind beizubehalten. § 252 Abs. 2 ist entsprechend
anzuwenden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__246.html
Directory: hgb
Level: 6.0