Title: Inhalte des Prüfungsteils Reisedurchführung

Description:
Verordnung über die Besatzung und über die Befähigungen der Besatzung von Fahrzeugen in der Binnenschifffahrt (BinSchPersV)
Inhalte des Prüfungsteils Reisedurchführung

Paragraph: 142

Content:
Verordnung über die Besatzung und über die Befähigungen der Besatzung von Fahrzeugen in der Binnenschifffahrt (BinSchPersV)
Inhalte des Prüfungsteils Reisedurchführung

*   Alle hier genannten Prüfungselemente müssen abgeprüft werden. Für
    jedes Element muss der Bewerber mindestens 7 von höchstens 10 Punkten
    erreichen.

*
    *        *   Nr.

        *   Befähigungen

        *   Prüfungselemente

    *        *   1

        *   1.1.1

        *   das Fahrzeug situationsgerecht und entsprechend den gesetzlichen
            Vorgaben des Verkehrsrechts zu führen und zu manövrieren (in
            Abhängigkeit von Strömungsgeschwindigkeit und -richtung, Prüfung von
            Wasser- und Abladetiefe, Flottwasser, Verkehrsdichte, Interaktion mit
            anderen Fahrzeugen usw.);

    *        *   2

        *   1.1.4

        *   das An- bzw. Ablegen des Fahrzeugs auf Binnenwasserstraßen sachgerecht
            und entsprechend den gesetzlichen Vorgaben bzw.
            Sicherheitsvorschriften durchzuführen;

    *        *   3

        *   1.1.5

        *   bei Bedarf Navigationssysteme nachzujustieren oder neu einzustellen;

    *        *   4

        *   1.1.5

        *   den Navigationssystemen alle für die Fahrt relevanten Informationen zu
            entnehmen und diese für eine angepasste Fahrweise zu nutzen;

    *        *   5

        *   1.1.6

        *   die notwendigen Geräte im Fahrstand (Navigationssysteme wie Inland
            AIS, Inland ECDIS) in Betrieb zu nehmen und einzustellen;

    *        *   6

        *   2.2.2

        *   zu prüfen, ob das Fahrzeug den Vorschriften entsprechend für die Fahrt
            bereit ist und die Ladung und andere Gegenstände den Vorschriften
            entsprechend sicher gestaut sind;

    *        *   7

        *   4.2.2

        *   sachgerecht auf (ggf. zu simulierende) Störungen des Fahrbetriebs (z.
            B. Anstieg der Kühlwassertemperatur, Abfall des Maschinenöldrucks,
            Ausfall der Hauptmaschine(n), Ausfall des Steuerruders,
            Funkstörungen/Ausfall des Funkgeräts oder unklare Fahrtrichtung
            anderer Fahrzeuge) zu reagieren, über das weitere Vorgehen entscheiden
            und angemessene Instandhaltungsmaßnahmen veranlassen oder durchführen,
            um einen sicheren Fahrbetrieb zu gewährleisten;

    *        *   8

        *   5.1.2

        *   eine Fahrweise zu wählen, die es erlaubt, Unfallrisiken frühzeitig zu
            erkennen, und materialschonend ist; die zur Verfügung stehenden
            Indikatoren regelmäßig zu kontrollieren;

    *        *   9

        *   6.1.1

        *   zielgerichtet zu kommunizieren, sowohl mit den Besatzungsmitgliedern
            (On-Board-Kommunikation) in Bezug auf einzelne Manöver und im Rahmen
            von Personalgesprächen (z. B. Unterweisungen) als auch mit Personen,
            mit denen Absprachen getroffen werden müssen (unter Nutzung aller
            Funkverkehrsnetze);

    *        *   10

        *   6.2.2

        *   während der jeweiligen Tätigkeiten mit den betreffenden Personen (an
            Bord) und mit anderen Akteuren (Revierzentrale, andere Fahrzeuge usw.)
            den Vorschriften entsprechend (Netze, Wasserstraßen entlang der
            Reiseroute) zu kommunizieren; Funk/Telefon zu nutzen;

    *        *   11

        *   7.3.3

        *   eine (ggf. zu simulierende) Notsituation (z. B. über Bord gegangene
            Person, Anlagenausfall, Brand an Bord, Austritt von Gefahrstoffen,
            Leckagen) durch schnelle und umsichtige Durchführung von Manövern oder
            Maßnahmen zur Rettung bzw. Schadensbegrenzung zu bewältigen; die in
            Notfällen relevanten Personen und zuständigen Behörden zu
            benachrichtigen bzw. zu informieren;

    *        *   12

        *   7.3.4

        *   bei Störungen mit den betreffenden Personen (an Bord) und mit anderen
            Akteuren (Nutzung von Funk, Telefon) zu kommunizieren, um Probleme zu
            lösen.

**2.** **Technische Anforderungen an Fahrzeuge, die für praktische Prüfungen
    verwendet werden**

    Ein für praktische Prüfungen verwendetes Fahrzeug wird von Artikel 2
    der Richtlinie (EU) 2017/2397 erfasst.

(zu § 38 Absatz 4)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/binschpersv/__142.html
Directory: binschpersv
Level: 2.0