Title: § 38 Gegenstand

Description:
Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO)
Abschnitt 2 - Psychotherapeutische Prüfung
Unterabschnitt 2 - Mündlich-praktische Fallprüfung
§ 38 Gegenstand

Paragraph: 38

Content:
Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO)
Abschnitt 2 - Psychotherapeutische Prüfung
Unterabschnitt 2 - Mündlich-praktische Fallprüfung
§ 38 Gegenstand

(1) Gegenstand der mündlich-praktischen Fallprüfung ist eine
Patientenanamnese.

(2) Zur Vorbereitung der mündlich-praktischen Fallprüfung reicht die
jeweilige Hochschule bei der nach § 20 zuständigen Stelle die
schriftlichen Protokolle von vier geeigneten Patientenanamnesen ein,
die die Prüfungskandidatin oder der Prüfungskandidat während der
berufsqualifizierenden Tätigkeit III – angewandte Praxis der
Psychotherapie nach § 18 Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 Buchstabe b
durchgeführt hat. Die eingereichten Protokolle können durch
Videoaufzeichnungen der Patientenanamnese ergänzt werden. Vor der
Einreichung hat die Hochschule die personenbezogenen Daten der
Patientinnen und Patienten zu anonymisieren.

(3) Die oder der Vorsitzende der mündlich-praktischen Fallprüfung
bestimmt im Einvernehmen mit der nach § 20 zuständigen Stelle, welche
Patientenanamnese Gegenstand der mündlich-praktischen Fallprüfung ist.

(4) In der mündlich-praktischen Fallprüfung sind der
Prüfungskandidatin oder dem Prüfungskandidaten Fragen folgender Art zu
stellen:

1.  fallspezifische Fragen zu der Patientenanamnese auf der Grundlage des
    eingereichten Sitzungsprotokolls oder der eingereichten
    Videoaufzeichnung,

2.  fallübergreifende Fragen zu den therapeutischen Kompetenzen sowie

3.  allgemeine Fragen aus den Wissensbereichen der Anlagen 1 und 2.

(5) Die nach § 20 zuständige Stelle bewahrt die eingereichten
Patientenanamnesen der Prüfungskandidatinnen oder Prüfungskandidaten,
die nicht Gegenstand der mündlich-praktischen Fallprüfung waren, so
lange auf, bis die betreffende Prüfungskandidatin oder der betreffende
Prüfungskandidat die mündlich-praktische Fallprüfung nicht mehr
wiederholen darf.

(6) Sofern die Hochschule die im Rahmen der berufsqualifzierenden
Tätigkeit III – angewandte Praxis der Psychotherapie von
Absolventinnen oder Absolventen des Masterstudiengangs erstellten
Patientenanamnesen und Videoaufnahmen nicht gemäß Absatz 2 an die nach
§ 20 zuständige Stelle übermittelt hat, bewahrt sie diese auf, um eine
spätere Durchführung der mündlich-praktischen Fallprüfungen als Teil
der psychotherapeutischen Prüfung zu ermöglichen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/psychthappro/__38.html
Directory: psychthappro
Level: 4.0