Title: § 58b Beträge aus Rücklagenauflösung und Kapitalherabsetzung

Description:
Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)
Abschnitt 4 - Abänderungen des Gesellschaftsvertrags
§ 58b Beträge aus Rücklagenauflösung und Kapitalherabsetzung

Paragraph: 58b

Content:
Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)
Abschnitt 4 - Abänderungen des Gesellschaftsvertrags
§ 58b Beträge aus Rücklagenauflösung und Kapitalherabsetzung

(1) Die Beträge, die aus der Auflösung der Kapital- oder
Gewinnrücklagen und aus der Kapitalherabsetzung gewonnen werden,
dürfen nur verwandt werden, um Wertminderungen auszugleichen und
sonstige Verluste zu decken.

(2) Daneben dürfen die gewonnenen Beträge in die Kapitalrücklage
eingestellt werden, soweit diese zehn vom Hundert des Stammkapitals
nicht übersteigt. Als Stammkapital gilt dabei der Nennbetrag, der sich
durch die Herabsetzung ergibt, mindestens aber der nach § 5 Abs. 1
zulässige Mindestnennbetrag.

(3) Ein Betrag, der auf Grund des Absatzes 2 in die Kapitalrücklage
eingestellt worden ist, darf vor Ablauf des fünften nach der
Beschlußfassung über die Kapitalherabsetzung beginnenden
Geschäftsjahrs nur verwandt werden

1.  zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrags, soweit er nicht durch einen
    Gewinnvortrag aus dem Vorjahr gedeckt ist und nicht durch Auflösung
    von Gewinnrücklagen ausgeglichen werden kann;

2.  zum Ausgleich eines Verlustvortrags aus dem Vorjahr, soweit er nicht
    durch einen Jahresüberschuß gedeckt ist und nicht durch Auflösung von
    Gewinnrücklagen ausgeglichen werden kann;

3.  zur Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gmbhg/__58b.html
Directory: gmbhg
Level: 3.0