Title: § 3 Begriffsbestimmungen

Description:
Gesetz zur Entwicklung und Förderung der Windenergie auf See (WindSeeG)
Teil 1 - Allgemeine Bestimmungen
§ 3 Begriffsbestimmungen

Paragraph: 3

Content:
Gesetz zur Entwicklung und Förderung der Windenergie auf See (WindSeeG)
Teil 1 - Allgemeine Bestimmungen
§ 3 Begriffsbestimmungen

Im Sinn dieses Gesetzes ist oder sind

1.  „Cluster“ die im Bundesfachplan Offshore nach § 17a des
    Energiewirtschaftsgesetzes festgelegten Räume für Windenergieanlagen
    auf See,

2.  „clusterinterne Kapazitätsknappheit“ die Überschreitung der Kapazität,
    die auf einer vorhandenen oder im bestätigten Offshore-
    Netzentwicklungsplan nach den §§ 17b und 17c des
    Energiewirtschaftsgesetzes vorgesehenen Offshore-Anbindungsleitung für
    die bestehenden Projekte in einem Cluster zur Verfügung steht; als
    clusterinterne Knappheit gilt es auch, wenn bei einer
    clusterübergreifenden Anbindung, die in dem vorbehaltlos bestätigten
    Offshore-Netzentwicklungsplan nach den §§ 17b und 17c des
    Energiewirtschaftsgesetzes vorgesehen ist, die Kapazität durch ein
    bestehendes Projekt aus einem anderen Cluster überschritten wird, das
    ausnahmsweise über eine solche clusterübergreifende Anbindung
    angeschlossen werden kann,

3.  „Gebiete“ Bereiche in der ausschließlichen Wirtschaftszone oder im
    Küstenmeer für die Errichtung und den Betrieb von Windenergieanlagen
    auf See, die an das Netz angeschlossen werden,

4.  „Flächen“ Bereiche innerhalb von Gebieten, auf denen
    Windenergieanlagen auf See, die an das Netz angeschlossen werden, in
    räumlichem Zusammenhang errichtet werden sollen und für die deshalb
    eine gemeinsame Ausschreibung erfolgt,

5.  „Offshore-Anbindungsleitungen“ Anbindungsleitungen von den
    Netzverknüpfungspunkten an Land zu

    a)  den Verknüpfungspunkten zur direkten Anbindung von Windenergieanlagen
        auf See an die Konverter- oder Umspannplattformen der
        Übertragungsnetzbetreiber oder

    b)  den Umspannanlagen der Betreiber von Windenergieanlagen auf See,

    jeweils einschließlich der land- und seeseitig erforderlichen
    technischen und baulichen Nebeneinrichtungen, die unmittelbar und
    ausschließlich der Errichtung und dem Betrieb der Anbindungsleitungen
    im Sinne des § 17d Absatz 1 Satz 1 des Energiewirtschaftsgesetzes
    dienen,

6.  „Pilotwindenergieanlage auf See“ die jeweils ersten drei
    Windenergieanlagen auf See eines Typs, mit denen nachweislich eine
    wesentliche, weit über den Stand der Technik hinausgehende Innovation
    erprobt wird; die Innovation kann insbesondere die Generatorleistung,
    den Rotordurchmesser, die Nabenhöhe, den Turmtypen oder die
    Gründungsstruktur betreffen,

7.  „sonstige Energiegewinnungsanlage“ jede Anlage zur Erzeugung von Strom
    auf See aus anderen erneuerbaren Energien als Wind, insbesondere aus
    Wasserkraft einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und
    Strömungsenergie, oder zur Erzeugung anderer Energieträger,
    insbesondere Gas, oder anderer Energieformen, insbesondere thermischer
    Energie,

8.  „sonstige Energiegewinnungsbereiche“ Bereiche außerhalb von Gebieten,
    auf denen Windenergieanlagen auf See und sonstige
    Energiegewinnungsanlagen, die jeweils nicht an das Netz angeschlossen
    werden, in räumlichem Zusammenhang errichtet werden können,

9.  „Testfelder“ Bereiche in der ausschließlichen Wirtschaftszone und im
    Küstenmeer, in denen im räumlichen Zusammenhang
    Pilotwindenergieanlagen auf See, Windenergieanlagen auf See oder
    sonstige Energiegewinnungsanlagen, die an das Netz angeschlossen
    werden und bei denen Innovationen erprobt werden sollen, errichtet
    werden sollen und die gemeinsam über eine Testfeld-Anbindungsleitung
    angebunden werden sollen,

10. „Testfeld-Anbindungsleitungen“ Testfeld-Anbindungsleitungen im Sinn
    von § 12b Absatz 1 Satz 4 Nummer 7 des Energiewirtschaftsgesetzes,

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 „Windenergieanlage auf See“ jede Anlage zur Erzeugung von Strom aus
    Windenergie, die auf See in einer Entfernung von mindestens drei
    Seemeilen gemessen von der Küstenlinie der Bundesrepublik Deutschland
    aus seewärts errichtet worden ist; als Küstenlinie gilt die in der
    Karte Nummer 2920 „Deutsche Nordseeküste und angrenzende Gewässer“,
    Ausgabe 1994, XII., sowie in der Karte Nummer 2921 „Deutsche
    Ostseeküste und angrenzende Gewässer“, Ausgabe 1994, XII., des
    Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie im Maßstab 1:375 000
    dargestellte Küstenlinie,

12. „zentral voruntersuchte Flächen“ Flächen, für die eine zentrale
    Voruntersuchung nach Teil 2 Abschnitt 2 durch die für die
    Voruntersuchung zuständige Stelle vor dem Ausschreibungstermin
    durchgeführt wurde, und

13. „zugewiesene Netzanbindungskapazität“ das Recht, eine bestimmte
    Offshore-Anbindungsleitung bis zu einer bestimmten Leistung für die
    Übertragung von elektrischer Energie aus Windenergieanlagen auf See zu
    nutzen.

    Amtlicher Hinweis: Zu beziehen beim Bundesamt für Seeschifffahrt und
    Hydrographie, Bernhard-Nocht-Straße 78, 20359 Hamburg und in der
    Deutschen Nationalbibliothek archivmäßig gesichert niedergelegt.
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Source: https://www.gesetze-im-internet.de/windseeg/__3.html
Directory: windseeg
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