Title: Anlage 1 Erzeugnisse

Description:
Verordnung über Konfitüren und einige ähnliche Erzeugnisse (KonfV 2003)
Anlage 1 Erzeugnisse

Paragraph: 7

Content:
Verordnung über Konfitüren und einige ähnliche Erzeugnisse (KonfV 2003)
Anlage 1 Erzeugnisse

(Fundstelle: BGBl. I 2003, 2153 - 2154;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)

*    *   Abschnitt I
        Bezeichnungen der Lebensmittel, Herstellungsanforderungen

*    *   Bezeichnung des Lebensmittels

    *   Herstellungsanforderungen

*    *
        1.  Konfitüre extra

    *   Konfitüre extra ist die streichfähige Zubereitung aus Zuckerarten,
        nicht konzentrierter Pülpe aus einer oder mehreren Fruchtarten und
        Wasser. Konfitüre extra von Hagebutten sowie kernlose Konfitüre extra
        von Himbeeren, Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren, Heidelbeeren und
        roten Johannisbeeren darf jedoch ganz oder teilweise aus nicht
        konzentriertem Fruchtmark hergestellt werden. Konfitüre extra von
        Zitrusfrüchten darf aus der in Streifen und oder in Stücke
        geschnittenen ganzen Frucht hergestellt werden. Aus Mischungen der
        nachstehenden Früchte mit anderen Früchten darf keine Konfitüre extra
        hergestellt werden: Äpfel, Birnen, nicht steinlösende Pflaumen,
        Melonen, Wassermelonen, Trauben, Kürbisse, Gurken, Tomaten. Die für
        die Herstellung von 1 000 g Enderzeugnis verwendete Menge Pülpe oder
        Fruchtmark beträgt mindestens

*    *
        a)  350 g

    *   bei roten Johannisbeeren, Vogelbeeren, Sanddorn, schwarzen
        Johannisbeeren, Hagebutten und Quitten,

*    *
        b)  250 g

    *   bei Ingwer,

*    *
        c)  230 g

    *   bei Kaschuäpfeln,

*    *
        d)  80 g

    *   bei Passionsfrüchten,

*    *
        e)  450 g

    *   bei anderen Früchten.

*    *
        2.  Konfitüre

    *   Konfitüre ist die streichfähige Zubereitung aus Zuckerarten, Pülpe
        oder Fruchtmark einer oder mehrerer Fruchtarten und Wasser. Abweichend
        davon darf Konfitüre von Zitrusfrüchten aus der in Streifen oder in
        Stücke geschnittenen ganzen Frucht hergestellt werden. Die für die
        Herstellung von 1 000 g Enderzeugnis verwendete Menge Pülpe oder
        Fruchtmark beträgt mindestens

*    *
        a)  250 g

    *   bei roten Johannisbeeren, Vogelbeeren, Sanddorn, schwarzen
        Johannisbeeren, Hagebutten und Quitten,

*    *
        b)  150 g

    *   bei Ingwer,

*    *
        c)  160 g

    *   bei Kaschuäpfeln,

*    *
        d)  60 g

    *   bei Passionsfrüchten,

*    *
        e)  350 g

    *   bei anderen Früchten.

*    *
        3.  Gelee extra

    *   Gelee extra ist die streichfähige Zubereitung aus Zuckerarten sowie
        Saft oder wässrigen Auszügen einer oder mehrerer Fruchtarten. Die für
        die Herstellung von 1 000 g Enderzeugnis verwendete Menge an Saft oder
        wässrigen Auszügen entspricht mindestens der für die Herstellung von
        Konfitüre extra vorgeschriebenen Menge. Die Mengenangaben gelten nach
        Abzug des Gewichts des für die Herstellung der wässrigen Auszüge
        verwendeten Wassers. Aus Mischungen der nachstehenden Früchte mit
        anderen Früchten darf kein Gelee extra hergestellt werden: Äpfel,
        Birnen, nicht steinlösende Pflaumen, Melonen, Wassermelonen, Trauben,
        Kürbisse, Gurken, Tomaten.

*    *
        4.  Gelee

    *   Gelee ist streichfähige Zubereitung aus Zuckerarten sowie Saft oder
        wässrigen Auszügen einer oder mehrerer Fruchtarten. Die für die
        Herstellung von 1 000 g Enderzeugnis verwendete Menge an Saft oder
        wässrigen Auszügen entspricht mindestens der für die Herstellung von
        Konfitüre vorgeschriebenen Menge. Die Mengenangaben gelten nach Abzug
        des Gewichts des für die Herstellung der wässrigen Auszüge verwendeten
        Wassers.

*    *
        5.  Marmelade

    *   Marmelade ist die streichfähige Zubereitung aus Wasser, Zuckerarten
        und einem oder mehreren der nachstehenden, aus Zitrusfrüchten
        hergestellten Erzeugnisse: Pülpe, Fruchtmark, Saft, wässriger Auszug,
        Schale. Die für die Herstellung von 1 000 g Enderzeugnis verwendete
        Menge Zitrusfrüchte beträgt mindestens 200 g, von denen mindestens 75
        g dem Endokarp entstammen.

*    *
        6.  Gelee-Marmelade

    *   Gelee-Marmelade ist eine Marmelade, aus der sämtliche unlöslichen
        Bestandteile mit Ausnahme etwaiger kleiner Anteile feingeschnittener
        Schale entfernt worden sind.

*    *
        7.  Maronenkrem

    *   Maronenkrem ist die streichfähige Zubereitung aus Wasser, Zucker und
        mindestens 380 g Maronenmark (von Castanea sativa) je 1 000 g
        Enderzeugnis.

*    *

*    *   Abschnitt II
        Allgemeine Anforderungen

1.  Die in Abschnitt I definierten Erzeugnisse müssen mehr als 55 Prozent
    lösliche Trockenmasse (Refraktometerwert) enthalten; hiervon
    ausgenommen sind die Erzeugnisse, bei denen der Zucker ganz oder
    teilweise durch Süßungsmittel nach Maßgabe der Verordnung (EG) Nr.
    1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember
    2008 über Lebensmittelzusatzstoffe (ABl. L 354 vom 31.12.2008, S. 16)
    in der jeweils geltenden Fassung ersetzt wurde.

2.  Bei der Herstellung von Erzeugnissen nach Abschnitt I aus zwei oder
    mehr Früchten sind die vorgeschriebenen Mindestmengen anteilmäßig zu
    verwenden.

(zu § 2 Abs. 1 und § 4)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/konfv_2003/__7.html
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