Title: § 226 Kraftloserklärung von Aktien

Description:
Aktiengesetz (AktG)
Erstes Buch - Aktiengesellschaft
Sechster Teil - Satzungsänderung. Maßnahmen der Kapitalbeschaffung und Kapitalherabsetzung
Dritter Abschnitt - Maßnahmen der Kapitalherabsetzung
Erster Unterabschnitt - Ordentliche Kapitalherabsetzung
§ 226 Kraftloserklärung von Aktien

Paragraph: 226

Content:
Aktiengesetz (AktG)
Erstes Buch - Aktiengesellschaft
Sechster Teil - Satzungsänderung. Maßnahmen der Kapitalbeschaffung und Kapitalherabsetzung
Dritter Abschnitt - Maßnahmen der Kapitalherabsetzung
Erster Unterabschnitt - Ordentliche Kapitalherabsetzung
§ 226 Kraftloserklärung von Aktien

(1) Sollen zur Durchführung der Herabsetzung des Grundkapitals Aktien
durch Umtausch, Abstempelung oder durch ein ähnliches Verfahren
zusammengelegt werden, so kann die Gesellschaft die Aktien für
kraftlos erklären, die trotz Aufforderung nicht bei ihr eingereicht
worden sind. Gleiches gilt für eingereichte Aktien, welche die zum
Ersatz durch neue Aktien nötige Zahl nicht erreichen und der
Gesellschaft nicht zur Verwertung für Rechnung der Beteiligten zur
Verfügung gestellt sind.

(2) Die Aufforderung, die Aktien einzureichen, hat die
Kraftloserklärung anzudrohen. Die Kraftloserklärung kann nur erfolgen,
wenn die Aufforderung in der in § 64 Abs. 2 für die Nachfrist
vorgeschriebenen Weise bekanntgemacht worden ist. Die
Kraftloserklärung geschieht durch Bekanntmachung in den
Gesellschaftsblättern. In der Bekanntmachung sind die für kraftlos
erklärten Aktien so zu bezeichnen, daß sich aus der Bekanntmachung
ohne weiteres ergibt, ob eine Aktie für kraftlos erklärt ist.

(3) Die neuen Aktien, die an Stelle der für kraftlos erklärten Aktien
auszugeben sind, hat die Gesellschaft unverzüglich für Rechnung der
Beteiligten zum Börsenpreis und beim Fehlen eines Börsenpreises durch
öffentliche Versteigerung zu verkaufen. Ist von der Versteigerung am
Sitz der Gesellschaft kein angemessener Erfolg zu erwarten, so sind
die Aktien an einem geeigneten Ort zu verkaufen. Zeit, Ort und
Gegenstand der Versteigerung sind öffentlich bekanntzumachen. Die
Beteiligten sind besonders zu benachrichtigen; die Benachrichtigung
kann unterbleiben, wenn sie untunlich ist. Bekanntmachung und
Benachrichtigung müssen mindestens zwei Wochen vor der Versteigerung
ergehen. Der Erlös ist den Beteiligten auszuzahlen oder, wenn ein
Recht zur Hinterlegung besteht, zu hinterlegen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/aktg/__226.html
Directory: aktg
Level: 6.0