Title: § 21 Nachträgliches Einschalten

Description:
Verordnung über Personalausweise, eID-Karten für Unionsbürger und Angehörige des Europäischen Wirtschaftsraums und den elektronischen Identitätsnachweis (PAuswV)
Kapitel 5 - Änderung von Daten des Personalausweises; nachträgliches Einschalten
§ 21 Nachträgliches Einschalten

Paragraph: 21

Content:
Verordnung über Personalausweise, eID-Karten für Unionsbürger und Angehörige des Europäischen Wirtschaftsraums und den elektronischen Identitätsnachweis (PAuswV)
Kapitel 5 - Änderung von Daten des Personalausweises; nachträgliches Einschalten
§ 21 Nachträgliches Einschalten

(1) Bevor die ausstellende oder zuständige Personalausweisbehörde
einen ausgeschalteten elektronischen Identitätsnachweis nach § 10
Absatz 3 des Personalausweisgesetzes einschaltet, prüft sie die
Identität des Ausweisinhabers. Die Personalausweisbehörde löscht die
Tatsache der Ausschaltung im Personalausweisregister. Handelt die
zuständige Personalausweisbehörde, informiert sie die ausstellende
Personalausweisbehörde über die Einschaltung; in diesem Fall löscht
die ausstellende Personalausweisbehörde die Tatsache der Ausschaltung
im Personalausweisregister. Die Personalausweisbehörde initiiert bei
jeder nachträglichen Einschaltung die Neusetzung der Geheimnummer
durch den Ausweisinhaber und teilt ihm auf Wunsch das Sperrkennwort
aus dem Personalausweisregister mit.

(2) Der Antrag nach § 10 Absatz 3 des Personalausweisgesetzes kann
durch den Ausweisinhaber, der eine Meldeadresse im Inland hat, auch
durch Verwendung der Zugangsnummer und eines hierfür vom
Ausweishersteller zur Verfügung gestellten elektronischen Formulars
gestellt werden. Der Ausweishersteller versendet eine neue, zufällig
generierte Geheimnummer in einem Brief an die im Chip gespeicherte
Anschrift des Ausweisinhabers. Bei der Übergabe ist die Identität des
Ausweisinhabers durch den Zusteller durch Vorlage des
Personalausweises zu überprüfen. Nach Erhalt der neuen Geheimnummer
meldet sich der Ausweisinhaber erneut beim Ausweishersteller unter
Verwendung der Zugangsnummer an. Der Ausweishersteller schaltet die
Funktion zum elektronischen Identitätsnachweis ein und schreibt die
neue, zufällig generierte Geheimnummer in den Chip. Der Ausweisinhaber
ändert die neue, zufällig generierte Geheimnummer in eine selbst
gewählte Geheimnummer.

(3) Für das nachträgliche Einschalten des elektronischen
Identitätsnachweises nach Absatz 1 sind zertifizierte Geräte mit
hoheitlichem Berechtigungszertifikat zu verwenden. Für das Ändern der
Daten nach Absatz 2 Satz 2 sowie für das Einschalten nach Absatz 2
Satz 5 verwendet der Ausweishersteller ein hoheitliches
Berechtigungszertifikat.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pauswv/__21.html
Directory: pauswv
Level: 3.0