Title: § 21 Ergänzungsausrüstung, die durch äußere Betriebsbedingungen erforderlich ist

Description:
Betriebsordnung für Luftfahrtgerät (LuftBO)
Vierter Abschnitt - Ausrüstung der Luftfahrzeuge
§ 21 Ergänzungsausrüstung, die durch äußere Betriebsbedingungen erforderlich ist

Paragraph: 21

Content:
Betriebsordnung für Luftfahrtgerät (LuftBO)
Vierter Abschnitt - Ausrüstung der Luftfahrzeuge
§ 21 Ergänzungsausrüstung, die durch äußere Betriebsbedingungen erforderlich ist

(1) Für Flüge über Wasser, bei denen im Falle einer Störung mit einer
Notlandung auf dem Wasser zu rechnen ist, und für Flüge über
unerschlossenen Gebieten, bei denen im Falle einer Störung mit einer
Notlandung auf nicht vorbereitetem Gelände zu rechnen ist, müssen die
Luftfahrzeuge entsprechend den zu erwartenden Verhältnissen mit den
erforderlichen Rettungs- und Signalmitteln ausgerüstet sein.

(2) Für Flüge über 6 000 m (20 000 Fuß) NN müssen Luftfahrzeuge für
die gewerbsmäßige Beförderung von Personen mit Druckkabine ausgerüstet
sein. Luftfahrzeuge mit Druckkabine müssen mit einer Sauerstoffanlage
und Atemgeräten ausgestattet sein und für Flüge über 3 000 m (10 000
Fuß) NN einen angemessenen Sauerstoffvorrat mitführen. Für Flüge über
7 600 m (25 000 Fuß) NN müssen alle diensthabenden Mitglieder der
Flugbesatzung schnell anlegbare Sauerstoffmasken griffbereit haben.
Flugzeuge mit Druckkabine, die nach dem 1. Juli 1962 erstmals
zugelassen sind und für Flüge über 7 600 m (25 000 Fuß) NN eingesetzt
werden sollen, müssen mit einer Warnanlage für gefährlichen
Druckabfall ausgerüstet sein. Luftfahrzeuge ohne Druckkabine müssen
mit einer Sauerstoffanlage und Atemgeräten sowie einem angemessenen
Sauerstoffvorrat ausgestattet sein, wenn sie mehr als 30 Minuten in
Höhen über 3 600 m (12 000 Fuß) NN, im gewerbsmäßigen Luftverkehr in
Höhen über 3 000 m (10 000 Fuß) NN, fliegen oder wenn sie 4 000 m
(13 000 Fuß) NN übersteigen.

(3) Für Flüge unter Wetterbedingungen, bei denen Vereisung zu erwarten
ist, müssen alle Luftfahrzeuge mit Einrichtungen zur Verhütung oder
zur Beobachtung und Beseitigung von Eisansatz ausgerüstet sein.

(4) Für Flüge nach Sichtflugregeln bei Nacht sind Luftfahrzeuge
zusätzlich zu den Lichtern, die nach der Durchführungsverordnung (EU)
Nr. 923/2012 der Kommission vom 26. September 2012 zur Festlegung
gemeinsamer Luftverkehrsregeln und Betriebsvorschriften für Dienste
und Verfahren der Flugsicherung und zur Änderung der
Durchführungsverordnung (EG) Nr. 1035/2011 sowie der Verordnungen (EG)
Nr. 1265/2007, (EG) Nr. 1794/2006, (EG) Nr. 730/2006, (EG) Nr.
1033/2006 und (EU) Nr. 255/2010 (ABl. L 281 vom 13.10.2012, S. 1, L
145 vom 31.5.2013, S. 38) in der jeweils geltenden Fassung zu führen
sind, mit einer Instrumentenbeleuchtung auszurüsten. Für Flüge nach
Instrumentenflugregeln bei Nacht müssen Luftfahrzeuge außerdem mit
Landescheinwerfern, Beleuchtungsanlagen für die Führer-, Fluggast- und
Frachträume sowie mit elektrischen Handlampen, die unabhängig vom
Bordnetz sind, ausgerüstet sein.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/luftbo/__21.html
Directory: luftbo
Level: 3.0