Title: § 30 Fachliche Eignung

Description:
Berufsbildungsgesetz (BBiG 2005)
Teil 2 - Berufsbildung
Kapitel 1 - Berufsausbildung
Abschnitt 3 - Eignung von Ausbildungsstätte und Ausbildungspersonal
§ 30 Fachliche Eignung

Paragraph: 30

Content:
Berufsbildungsgesetz (BBiG 2005)
Teil 2 - Berufsbildung
Kapitel 1 - Berufsausbildung
Abschnitt 3 - Eignung von Ausbildungsstätte und Ausbildungspersonal
§ 30 Fachliche Eignung

(1) Fachlich geeignet ist, wer die beruflichen sowie die berufs- und
arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt,
die für die Vermittlung der Ausbildungsinhalte erforderlich sind.

(2) Die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und
Fähigkeiten besitzt, wer

1.  die Abschlussprüfung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden
    Fachrichtung bestanden hat,

2.  eine anerkannte Prüfung an einer Ausbildungsstätte oder vor einer
    Prüfungsbehörde oder eine Abschlussprüfung an einer staatlichen oder
    staatlich anerkannten Schule in einer dem Ausbildungsberuf
    entsprechenden Fachrichtung bestanden hat,

3.  eine Abschlussprüfung an einer deutschen Hochschule in einer dem
    Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat oder

4.  im Ausland einen Bildungsabschluss in einer dem Ausbildungsberuf
    entsprechenden Fachrichtung erworben hat, dessen Gleichwertigkeit nach
    dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz oder anderen rechtlichen
    Regelungen festgestellt worden ist

und eine angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen ist.

(3) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie oder das sonst
zuständige Fachministerium kann im Einvernehmen mit dem
Bundesministerium für Bildung und Forschung nach Anhörung des
Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung durch
Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, in
den Fällen des Absatzes 2 Nummer 2 bestimmen, welche Prüfungen für
welche Ausbildungsberufe anerkannt werden.

(4) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie oder das sonst
zuständige Fachministerium kann im Einvernehmen mit dem
Bundesministerium für Bildung und Forschung nach Anhörung des
Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung durch
Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, für
einzelne Ausbildungsberufe bestimmen, dass abweichend von Absatz 2 die
für die fachliche Eignung erforderlichen beruflichen Fertigkeiten,
Kenntnisse und Fähigkeiten nur besitzt, wer

1.  die Voraussetzungen des Absatzes 2 Nummer 2 oder 3 erfüllt und eine
    angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen ist oder

2.  die Voraussetzungen des Absatzes 2 Nummer 3 erfüllt und eine
    angemessene Zeit in seinem Beruf praktisch tätig gewesen ist oder

3.  für die Ausübung eines freien Berufes zugelassen oder in ein
    öffentliches Amt bestellt ist.

(5) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung kann nach Anhörung
des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung durch
Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf,
bestimmen, dass der Erwerb berufs- und arbeitspädagogischer
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gesondert nachzuweisen ist.
Dabei können Inhalt, Umfang und Abschluss der Maßnahmen für den
Nachweis geregelt werden.

(6) Die nach Landesrecht zuständige Behörde kann Personen, die die
Voraussetzungen des Absatzes 2, 4 oder 5 nicht erfüllen, die fachliche
Eignung nach Anhörung der zuständigen Stelle widerruflich zuerkennen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bbig_2005/__30.html
Directory: bbig_2005
Level: 5.0