Title: § 29 Täuschung, Ordnungsverstoß

Description:
Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den höheren technischen Verwaltungsdienst des Bundes (LAP-htVerwDV)
Teil 1 - Allgemeiner Teil
Kapitel 3 - Prüfungen
§ 29 Täuschung, Ordnungsverstoß

Paragraph: 29

Content:
Verordnung über die Laufbahn, Ausbildung und Prüfung für den höheren technischen Verwaltungsdienst des Bundes (LAP-htVerwDV)
Teil 1 - Allgemeiner Teil
Kapitel 3 - Prüfungen
§ 29 Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Baureferendarinnen oder Baureferendaren, die bei einer
schriftlichen Prüfungsarbeit oder in der mündlichen Prüfung eine
Täuschung versuchen oder dazu beitragen oder sonst gegen die Ordnung
verstoßen, soll die Fortsetzung der Prüfung unter dem Vorbehalt einer
Entscheidung des Oberprüfungsamtes oder der Prüfungskommission nach
Absatz 2 über die weitere Fortsetzung der Prüfung gestattet werden;
bei einer erheblichen Störung können sie von der weiteren Teilnahme an
dem betreffenden Teil der Prüfung ausgeschlossen werden.

(2) Über das Vorliegen und die Folgen eines Täuschungsversuchs, eines
Beitrags zu einem solchen oder eines sonstigen Ordnungsverstoßes
während der mündlichen Prüfung entscheidet die Prüfungskommission. §
21 Abs. 4 ist entsprechend anzuwenden. Über das Vorliegen und die
Folgen eines Täuschungsversuchs, eines Beitrags zu einem solchen,
eines sonstigen Ordnungsverstoßes oder einer Täuschung während der
schriftlichen Prüfungsarbeiten oder einer Täuschung, die nach Abgabe
der häuslichen Prüfungsarbeit oder der schriftlichen Prüfungsarbeiten
festgestellt wird, entscheidet die Präsidentin oder der Präsident des
Oberprüfungsamtes nach Anhörung der oder des Vorsitzenden des
Prüfungsausschusses. Das Oberprüfungsamt kann nach der Schwere der
Verfehlung die Wiederholung einzelner oder mehrerer Prüfungsleistungen
anordnen, die Prüfungsleistung mit "ungenügend" (Punktzahl 6,0)
bewerten oder die gesamte Prüfung für nicht bestanden erklären.

(3) Wird eine Täuschung erst nach Abschluss der mündlichen Prüfung
bekannt oder kann sie erst nach Abschluss der Prüfung nachgewiesen
werden, kann das Oberprüfungsamt nach Anhörung der Einstellungsbehörde
die Prüfung innerhalb einer Frist von fünf Jahren nach dem Tag der
mündlichen Prüfung für nicht bestanden erklären. Der Bescheid ist mit
einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

(4) Betroffene sind vor der Entscheidung nach den Absätzen 2 und 3 zu
hören.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/lap-htverwdv/__29.html
Directory: lap-htverwdv
Level: 4.0