Title: § 11 Theoretischer Teil der Prüfung

Description:
Verordnung über den Beschlag von Hufen und Klauen (HufBeschlV)
Abschnitt 2 - Ausbildung und Prüfung zum Hufbeschlagschmied/zur Hufbeschlagschmiedin und erforderliche Lehrgänge
§ 11 Theoretischer Teil der Prüfung

Paragraph: 11

Content:
Verordnung über den Beschlag von Hufen und Klauen (HufBeschlV)
Abschnitt 2 - Ausbildung und Prüfung zum Hufbeschlagschmied/zur Hufbeschlagschmiedin und erforderliche Lehrgänge
§ 11 Theoretischer Teil der Prüfung

(1) Der theoretische Teil der Prüfung besteht aus den
Prüfungsbereichen:

1.  Anfertigung eines Fallberichts nach Maßgabe des Absatzes 2 und

2.  schriftliche Arbeit nach Maßgabe des Absatzes 3.

(2) Mit dem Fallbericht hat der Prüfling die Durchführung einer selbst
gewählten Hufbeschlagarbeit oder Klauenbeschlagarbeit von einem
besonderen fachlichen Interesse schriftlich und bildlich darzustellen.
Er hat nach Erhalt der Prüfungszulassung zwei Themen dem
Prüfungsausschuss vorzuschlagen, der ein Thema als
Prüfungsbereichthema bestimmt. Der Fallbericht ist beim
Prüfungsausschuss einzureichen, diesem in einem Prüfungsgespräch
vorzustellen und mit ihm zu erörtern. Für die Erstellung des
Fallberichts stehen dem Prüfling nach Erhalt des Themas mindestens 14
Tage zur Verfügung. Die Vorstellung und Erörterung des Berichts soll
nicht länger als 30 Minuten dauern.

(3) In der schriftlichen Arbeit hat der Prüfling anhand
inhaltsübergreifender Fragestellungen seine beruflichen Kenntnisse des
Huf- und Klauenbeschlags unter Aufsicht, insbesondere zu folgenden
Inhalten, nachzuweisen:

1.  Evolution, Verhalten und Ansprüche der Tiere, insbesondere des
    Pferdes, Umgang mit Huf- und Klauentieren,

2.  Anatomie und Physiologie der Tiere, insbesondere des Pferdes,
    hauptsächlich des Bewegungsapparats mit Schwerpunkt Huf und Zehe,

3.  Erkrankungen des Bewegungsapparats, soweit der Hufbeschlag ihre
    Entstehung und Heilung beeinflusst,

4.  Grundsätze und Regeln für die Ausführung des Huf- und Klauenbeschlags
    bei regelmäßigen, unregelmäßigen, fehlerhaften und durch Erkrankung
    veränderten Hufen oder Klauen, Gliedmaßenstellungen und
    Bewegungsabläufen,

5.  Maßnahmen für besondere Gebrauchszwecke,

6.  Pflege beschlagener und unbeschlagener Hufe,

7.  Einrichtung des Arbeitsplatzes; Werkzeuge, Roh- und Werkstoffe sowie
    Fertigerzeugnisse des Huf- und Klauenbeschlags,

8.  Tiergesundheit und Tierschutz,

9.  Haftung des Hufbeschlagschmieds,

10. Rechnungslegung und Kundenberatung.

Die schriftliche Arbeit soll nicht länger als 180 Minuten dauern. Sie
ist durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, soweit diese für das
Bestehen der Prüfung oder für die eindeutige Beurteilung der
Prüfungsleistung von Bedeutung ist. Die Ergänzungsprüfung soll je
Prüfling nicht länger als 30 Minuten dauern.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/hufbeschlv/__11.html
Directory: hufbeschlv
Level: 3.0