Title: Abschnitt B: Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Büchsenmacher und zur Büchsenmacherin (BüchsenmAusbV 2010)
Abschnitt B: Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

Paragraph: 10

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Büchsenmacher und zur Büchsenmacherin (BüchsenmAusbV 2010)
Abschnitt B: Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

*    *   Lfd.
        Nr.

    *   Teil des
        Ausbildungsberufsbildes

    *   Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten,
        die unter Einbeziehung selbständigen Planens,
        Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sind

    *   Zeitliche Richtwerte in
        Wochen im

*    *   1.–18.
        Monat

    *   19.–36.
        Monat

*    *   1

    *   2

    *   3

    *   4

*    *   1

    *   Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
        (§ 3 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1)

    *
        a)  Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und
            Beendigung, erklären

        b)  gegenseitige Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag nennen

        c)  Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung nennen

        d)  wesentliche Teile des Arbeitsvertrages nennen

        e)  wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden
            Tarifverträge nennen

    *   während der
        gesamten
        Ausbildungszeit
        zu vermitteln

*    *   2

    *   Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
        (§ 3 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 2)

    *
        a)  Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläutern

        b)  Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie Beschaffung, Fertigung,
            Absatz und Verwaltung erklären

        c)  Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu
            Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften
            nennen

        d)  Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder
            personalvertretungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes
            beschreiben

*    *   3

    *   Sicherheit und
        Gesundheitsschutz
        bei der Arbeit
        (§ 3 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 3)

    *
        a)  Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen
            und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen

        b)  berufsbezogene Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften
            anwenden

        c)  Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben sowie erste Maßnahmen
            einleiten

        d)  Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden; Verhaltensweisen
            bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen

*    *   4

    *   Umweltschutz
        (§ 3 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 4)

    *   Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen
        Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere

        a)  mögliche Umweltbelastungen durch den Ausbildungsbetrieb und seinen
            Beitrag zum Umweltschutz an Beispielen erklären

        b)  für den Ausbildungsbetrieb geltende Regelungen des Umweltschutzes
            anwenden

        c)  Möglichkeiten der wirtschaftlichen und umweltschonenden Energie- und
            Materialverwendung nutzen

        d)  Abfälle vermeiden; Stoffe und Materialien einer umweltschonenden
            Entsorgung zuführen

*    *   5

    *   Betriebliche, technische und kundenorientierte Kommunikation
        (§ 3 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 5)

    *
        a)  Informationen beschaffen und bewerten

        b)  Gespräche mit Vorgesetzten und im Team situationsgerecht führen,
            Sachverhalte darstellen, deutsche und englische Fachausdrücke auch in
            der Kommunikation verwenden, Teil-, Gruppen- und Explosionszeichnungen
            lesen und nutzen

        c)  Skizzen und Stücklisten anfertigen

        d)  Normen, insbesondere Toleranznormen und Oberflächennormen, einhalten

        e)  technische Unterlagen, insbesondere Instandsetzungs- und
            Betriebsanleitungen, Kataloge, Stücklisten, Tabellen und Diagramme,
            lesen und nutzen

        f)  Arbeitsabläufe protokollieren

        g)  Datenträger nutzen, digitale und analoge Mess- und Prüfdaten lesen

        h)  Kommunikation mit vorausgehenden und nachfolgenden Funktionsbereichen
            sicherstellen

        i)  kundenspezifische Anforderungen und Informationen entgegennehmen, im
            Betrieb weiterleiten und berücksichtigen

    *   7

    *

*    *   6

    *   Auftragsbearbeitung
        (§ 3 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 6)

    *
        a)  Art und Umfang von Aufträgen klären, spezifische Leistungen
            feststellen, Besonderheiten und Termine mit Kundinnen und Kunden
            absprechen

        b)  Kundschaft, insbesondere bei der Waffen-, Kaliber- und Geschossauswahl
            für verschiedene Einsatzmöglichkeiten, beraten und betreuen

        c)  Lösungsvarianten prüfen, darstellen und deren Wirtschaftlichkeit
            vergleichen

        d)  technische Entwicklungen berücksichtigen, sicherheitsrelevante und
            waffenrechtliche Vorgaben beachten

        e)  Teilaufträge veranlassen und Fremdleistungen kontrollieren

        f)  Auftragsabwicklungen unter Berücksichtigung sicherheitstechnischer und
            betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkte planen, Planungsunterlagen
            erstellen und Aufträge durchführen

    *
    *   5

*    *   7

    *   Planen und Steuern von Arbeitsabläufen; Kontrollieren und Beurteilen
        der Arbeitsergebnisse
        (§ 3 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 7)

    *
        a)  Arbeitsschritte und -abläufe nach funktionalen, organisatorischen,
            fertigungstechnischen und wirtschaftlichen Kriterien festlegen und
            sicherstellen

        b)  Material, Werkzeuge und Hilfsmittel auftragsbezogen anfordern und
            bereitstellen

        c)  den Arbeitsplatz unter Berücksichtigung des Arbeitsauftrages
            vorbereiten

        d)  Arbeitsergebnisse kontrollieren, beurteilen und protokollieren

    *   4

    *

*    *   8

    *   Qualitätsmanagement
        (§ 3 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 8)

    *
        a)  Prüfverfahren und Prüfmittel anforderungsbezogen anwenden

        b)  Ursachen von Fehlern und Qualitätsmängeln systematisch suchen, zu
            deren Beseitigung beitragen, Fehler und Maßnahmen dokumentieren

        c)  das Qualitätsmanagementsystem des Betriebes anwenden

    *   4

    *

*    *
        d)  im eigenen Arbeitsbereich zur Verbesserung von Arbeitsvorgängen
            beitragen; eigene Qualifizierungsmöglichkeiten nutzen

    *
    *   1

*    *   9

    *   Prüfen und Messen
        (§ 3 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 9)

    *
        a)  die Ebenheit und Rauhigkeit von Werkstücken prüfen

        b)  die Formgenauigkeit von Werkstücken prüfen

        c)  Oberflächen auf Qualität, Verschleiß und Beschädigung prüfen

        d)  Längen, insbesondere mit Strichmaßstäben und Messschiebern unter
            Berücksichtigung von systematischen und zufälligen Messfehlern, messen

        e)  Werkstücke mit Winkeln, Grenzlehren und Gewindelehren prüfen

        f)  Bezugslinien, Bohrungsmitten und Umrisse an Werkstücken unter
            Berücksichtigung der Werkstoffeigenschaften und nachfolgender
            Bearbeitung anreißen und körnen

        g)  die Lage von Bauteilen und Baugruppen prüfen, Lageabweichungen messen

        h)  physikalische und elektrische Größen messen

    *   5

    *

*    *
        i)  waffentechnische Messungen und Prüfungen, insbesondere an Läufen,
            Patronenlagern und Verschlüssen, durchführen und bewerten

    *
    *   1

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/b_chsenmausbv_2010/__10.html
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