Title: § 15 Implantologische Leistungen

Description:
Verordnung über Beihilfe in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (BBhV)
Kapitel 2 - Aufwendungen in Krankheitsfällen
Abschnitt 1 - Ambulante Leistungen
§ 15 Implantologische Leistungen

Paragraph: 15

Content:
Verordnung über Beihilfe in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (BBhV)
Kapitel 2 - Aufwendungen in Krankheitsfällen
Abschnitt 1 - Ambulante Leistungen
§ 15 Implantologische Leistungen

(1) Aufwendungen für implantologische Leistungen nach Abschnitt K der
Anlage 1 zur Gebührenordnung für Zahnärzte und alle damit in
Zusammenhang stehenden weiteren Aufwendungen nach der Anlage zur
Gebührenordnung für Ärzte und der Anlage 1 zur Gebührenordnung für
Zahnärzte sind beihilfefähig bei

1.  größeren Kiefer- oder Gesichtsdefekten, die ihre Ursache haben in

    a)  Tumoroperationen,

    b)  Entzündungen des Kiefers,

    c)  Operationen infolge großer Zysten,

    d)  Operationen infolge von Osteopathien, sofern keine Kontraindikation
        für eine Implantatversorgung vorliegt,

    e)  angeborenen Fehlbildungen des Kiefers, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten,
        ektodermalen Dysplasien oder

    f)  Unfällen,

2.  dauerhaft bestehender extremer Xerostomie, insbesondere bei einer
    Tumorbehandlung,

3.  generalisierter genetischer Nichtanlage von Zähnen,

4.  nicht willentlich beeinflussbaren muskulären Fehlfunktionen im Mund-
    und Gesichtsbereich oder

5.  implantatbasiertem Zahnersatz im zahnlosen Ober- oder Unterkiefer.

Im Fall des Satzes 1 Nummer 5 sind die Aufwendungen für höchstens vier
Implantate je Kiefer, einschließlich bereits vorhandener Implantate,
zu denen Beihilfen oder vergleichbare Leistungen aus öffentlichen
Kassen gewährt wurden, beihilfefähig. Maßgebend für die Voraussetzung
eines zahnlosen Ober- oder Unterkiefers ist der Zeitpunkt der
Fixierung der Prothese. Zahnlos im Sinne der Verordnung ist ein Kiefer
ohne Zähne und Zahnfragmente.

(2) Liegt keiner der in Absatz 1 Satz 1 genannten Fälle vor, sind die
Aufwendungen für höchstens zwei Implantate je Kiefer, einschließlich
bereits vorhandener Implantate, zu denen Beihilfen oder vergleichbare
Leistungen aus öffentlichen Kassen gewährt wurden, beihilfefähig. Die
Aufwendungen, einschließlich der Material- und Laborkosten nach den §§
4 und 9 der Gebührenordnung für Zahnärzte, sind entsprechend dem
Verhältnis der Zahl der nicht beihilfefähigen Implantate zur
Gesamtzahl der Implantate zu kürzen.

(3) Die Aufwendungen für Suprakonstruktionen auf Implantaten sind im
Rahmen des § 16 stets beihilfefähig.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bbhv/__15.html
Directory: bbhv
Level: 4.0