Title: § 6.16 Einfahrt in und Ausfahrt aus Häfen und Nebenwasserstraßen

Description:
Moselschiffahrtspolizeiverordnung (MoselSchPV 1997)
Erster Teil - Auf der gesamten internationalen Moselstrecke anwendbare Bestimmungen
Kapitel 6 - Fahrregeln
Abschnitt III. - Weitere Regeln für die Fahrt
§ 6.16 Einfahrt in und Ausfahrt aus Häfen und Nebenwasserstraßen

Paragraph: 6

Content:
Moselschiffahrtspolizeiverordnung (MoselSchPV 1997)
Erster Teil - Auf der gesamten internationalen Moselstrecke anwendbare Bestimmungen
Kapitel 6 - Fahrregeln
Abschnitt III. - Weitere Regeln für die Fahrt
§ 6.16 Einfahrt in und Ausfahrt aus Häfen und Nebenwasserstraßen

1.  Fahrzeuge dürfen aus einem Hafen oder einer Nebenwasserstraße nur
    ausfahren und in die Hauptwasserstraße einbiegen oder die
    Hauptwasserstraße überqueren oder in einen Hafen oder eine
    Nebenwasserstraße nur einfahren, nachdem sie sich vergewissert haben,
    daß diese Manöver ausgeführt werden können, ohne daß eine Gefahr
    entsteht und ohne daß andere Fahrzeuge unvermittelt ihren Kurs oder
    ihre Geschwindigkeit ändern müssen. Ein Talfahrer, der zur Einfahrt in
    einen Hafen oder in eine Nebenwasserstraße aufdrehen muß, hat einem
    Bergfahrer, der ebenfalls einfahren will, die Vorfahrt zu lassen.

    Wasserstraßen, die als Nebenwasserstraßen zu betrachten sind, können
    durch ein Tafelzeichen E.9 oder E.10 (Anlage 7) gekennzeichnet sein.

    ... nicht darstellbare Tafelzeichen E.9a, E.9b, E.9c, E.10a und E.10b

    Fundstelle: Anlageband zum BGBl. II Nr. 38 v. 16.9.1997, S. 48

2.  Fahrzeuge - ausgenommen Fähren -, die ein Manöver im Sinne der Nummer
    1 beabsichtigen, das andere Fahrzeuge dazu zwingt oder zwingen kann,
    ihren Kurs oder ihre Geschwindigkeit zu ändern, müssen ihre Absicht
    rechtzeitig wie folgt ankündigen:

    a)  durch "drei lange Töne, einen kurzen Ton", wenn sie vor der Einfahrt
        oder nach der Ausfahrt ihren Kurs nach Steuerbord richten wollen;

    b)  durch "drei lange Töne, zwei kurze Töne", wenn sie vor der Einfahrt
        oder nach der Ausfahrt ihren Kurs nach Backbord richten wollen;

    c)  durch "drei lange Töne", wenn sie nach der Ausfahrt die Wasserstraße
        überqueren wollen; vor Beendigung der Querfahrt müssen sie
        erforderlichenfalls geben:

        "einen langen Ton, einen kurzen Ton", wenn sie ihren Kurs nach
        Steuerbord richten wollen,

        "einen langen Ton, zwei kurze Töne", wenn sie ihren Kurs nach Backbord
        richten wollen.

    Die anderen Fahrzeuge müssen daraufhin, soweit notwendig, ihren Kurs
    und ihre Geschwindigkeit ändern.

3.  Ist an der Ausfahrt eines Hafens oder an der Mündung einer
    Nebenwasserstraße ein Tafelzeichen B.9a oder B.9b (Anlage 7)
    angebracht, dürfen die aus dem Hafen oder aus der Nebenwasserstraße
    kommenden Fahrzeuge in die Hauptwasserstraße nur einbiegen oder sie
    überqueren, wenn dadurch die Fahrzeuge auf der Hauptwasserstraße nicht
    gezwungen werden, Kurs oder Geschwindigkeit zu ändern.

    ... nicht darstellbare Tafelzeichen B.9a und B.9b

    (Fundstelle: Anlageband zum BGBl. II Nr. 38 v. 16.9.1997, S. 49)

4.  Ein rotes Licht (Zeichen A.1, Anlage 7) mit einem weißen Pfeil
    (Abschnitt II Nr. 2 Buchstabe c, Anlage 7) zeigt an, daß die Einfahrt
    in den in Pfeilrichtung gelegenen Hafen oder in die in Pfeilrichtung
    gelegene Nebenwasserstraße verboten ist.

    ... nicht darstellbares Tafelzeichen A.1

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/moselschpv_1997/__6.html
Directory: moselschpv_1997
Level: 5.0