Title: § 10 Flächenbezogene Angaben

Description:
Verordnung über die Durchführung von Stützungsregelungen und des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (InVeKoSV 2015)
Abschnitt 2 - Gemeinsame Vorschriften
Unterabschnitt 1 - Sammelantrag
§ 10 Flächenbezogene Angaben

Paragraph: 10

Content:
Verordnung über die Durchführung von Stützungsregelungen und des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (InVeKoSV 2015)
Abschnitt 2 - Gemeinsame Vorschriften
Unterabschnitt 1 - Sammelantrag
§ 10 Flächenbezogene Angaben

(1) In Bezug auf die im Sammelantrag anzugebenden Flächen hat der
Betriebsinhaber

1.  alle landwirtschaftlichen Parzellen sowie alle
    berücksichtigungsfähigen Flächen im Sinne des Artikels 32 Absatz 2
    Buchstabe b der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 grafisch in das von der
    Landesstelle zur Verfügung gestellte geografische
    Beihilfeantragsformular im Sinne des Artikels 17 Absatz 1 der
    Durchführungsverordnung (EU) Nr. 809/2014 einzuzeichnen oder

2.  die im geografischen Beihilfeantragsformular vorgeschlagenen Flächen
    nach Prüfung zu bestätigen.

Satz 1 gilt entsprechend für Landschaftselemente im Sinne des § 19
Absatz 1 Nummer 1 und Nummer 4 sowie für im Umweltinteresse genutzte
Flächen im Sinne des § 28 oder des § 29 der Direktzahlungen-
Durchführungsverordnung. Auf Terrassen und Einzelbäume ist Satz 2 mit
der Maßgabe anzuwenden, dass lediglich deren Länge oder Standort
einzuzeichnen oder zu bestätigen ist.

(2) Zusätzlich zu den Angaben nach Absatz 1 hat der Betriebsinhaber
getrennt nach ihrer Nutzung unter Angabe des von der zuständigen
Landesstelle vorgesehenen Nutzungscodes

1.  für jede landwirtschaftliche Parzelle des Betriebes die Hauptkultur im
    Zeitraum 1. Juni bis 15. Juli des Antragsjahres,

2.  sämtliche nichtlandwirtschaftlichen Flächen im Sinne des Artikels 32
    Absatz 2 Buchstabe b der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 des Betriebes

anzugeben. Dabei sind

1.  Hopfenflächen,

2.  Flächen, die für den Anbau von Hanf genutzt werden,

3.  Tabakflächen,

4.  Dauergrünlandflächen,

5.  nicht unter Nummer 4 erfasste Flächen, die für den Anbau von Gras oder
    anderen Grünfutterpflanzen im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 Buchstabe
    i der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 genutzt werden,

6.  landwirtschaftliche Flächen, die nicht für eine landwirtschaftliche
    Tätigkeit im Sinne des Artikels 4 Absatz 1 Buchstabe c Unterbuchstabe
    i der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 genutzt werden und die nicht als
    ökologische Vorrangflächen ausgewiesen werden,

7.  Flächen, für die ein Antrag auf Basisprämie gestellt wird,

8.  Flächen im Sinne des Artikels 32 Absatz 2 Buchstabe b der Verordnung
    (EU) Nr. 1307/2013

besonders zu bezeichnen. Soweit eine Fläche, die für den Anbau von
Hanf genutzt werden soll, nicht bereits nach den Bestimmungen der
Sätze 1 und 2 besonders zu bezeichnen ist, ist diese zusätzlich
besonders zu bezeichnen und die für die Aussaat vorgesehene Sorte
anzugeben.

(3) Im Falle des § 4 Absatz 2 ist jeder Schlag getrennt mit dem
entsprechenden Nutzungscode anzugeben.

(4) Im Falle der Nutzung einer landwirtschaftlichen Fläche, für die
ein Antrag auf Basisprämie gestellt wird, auch für eine
nichtlandwirtschaftliche Tätigkeit, die vor dem Zeitpunkt der
Antragstellung begonnen oder stattgefunden hat, hat der
Betriebsinhaber im Sammelantrag

1.  die Art der nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeit und

2.  den Beginn und das Ende der nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeit

anzugeben. Ausgenommen von der Pflicht zur Angabe nach Satz 1 ist die
Nutzung

1.  von landwirtschaftlichen Flächen für Wintersport,

2.  von Dauergrünlandflächen für die Lagerung von Holz

außerhalb der Vegetationsperiode. Ausgenommen von der Pflicht zur
Angabe nach Satz 1 ist ferner die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen
zur vorübergehenden Lagerung von Erzeugnissen aus der
landwirtschaftlichen Tätigkeit des Betriebsinhabers oder von
Betriebsmitteln für die landwirtschaftliche Tätigkeit des
Betriebsinhabers, wenn die Erzeugnisse oder Betriebsmittel

1.  auf mit Kulturpflanzen genutzten Ackerflächen –ausgenommen
    Ackerflächen, die für den Anbau von Gras, anderen Grünfutterpflanzen
    oder stickstoffbindenden Pflanzen mit Ausnahme der in § 32 Absatz 2
    der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung genannten Arten genutzt
    werden – außerhalb des Zeitraums zwischen Aussaat und Ernte gelagert
    werden,

2.  auf allen anderen landwirtschaftlichen Flächen –einschließlich
    Ackerflächen, die für den Anbau von Gras, anderen Grünfutterpflanzen
    oder stickstoffbindenden Pflanzen mit Ausnahme der in § 32 Absatz 2
    der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung genannten Arten genutzt
    werden –

    a)  außerhalb der Vegetationsperiode oder

    b)  innerhalb der Vegetationsperiode nicht länger als 14
        aufeinanderfolgende Tage oder insgesamt an nicht mehr als 21 Tagen im
        Kalenderjahr

    gelagert werden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/invekosv_2015/__10.html
Directory: invekosv_2015
Level: 4.0