Title: § 3 Sonstige Sachbezüge

Description:
Verordnung über die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung von Zuwendungen des Arbeitgebers als Arbeitsentgelt (SvEV)
§ 3 Sonstige Sachbezüge

Paragraph: 3

Content:
Verordnung über die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung von Zuwendungen des Arbeitgebers als Arbeitsentgelt (SvEV)
§ 3 Sonstige Sachbezüge

(1) Werden Sachbezüge, die nicht von § 2 erfasst werden, unentgeltlich
zur Verfügung gestellt, ist als Wert für diese Sachbezüge der um
übliche Preisnachlässe geminderte übliche Endpreis am Abgabeort
anzusetzen. Sind auf Grund des § 8 Absatz 2 Satz 10 des
Einkommensteuergesetzes Durchschnittswerte festgesetzt worden, sind
diese Werte maßgebend. Findet § 8 Abs. 2 Satz 2, 3, 4 oder 5 oder Abs.
3 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes Anwendung, sind die dort
genannten Werte maßgebend. § 8 Absatz 2 Satz 11 des
Einkommensteuergesetzes gilt entsprechend.

(2) Werden Sachbezüge, die nicht von § 2 erfasst werden, verbilligt
zur Verfügung gestellt, ist als Wert für diese Sachbezüge der
Unterschiedsbetrag zwischen dem vereinbarten Preis und dem Wert, der
sich bei freiem Bezug nach Absatz 1 ergeben würde, dem Arbeitsentgelt
zuzurechnen.

(3) Waren und Dienstleistungen, die vom Arbeitgeber nicht überwiegend
für den Bedarf seiner Arbeitnehmer hergestellt, vertrieben oder
erbracht werden und die nach § 40 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des
Einkommensteuergesetzes pauschal versteuert werden, können mit dem
Durchschnittsbetrag der pauschal versteuerten Waren und
Dienstleistungen angesetzt werden; dabei kann der Durchschnittsbetrag
des Vorjahres angesetzt werden. Besteht das Beschäftigungsverhältnis
nur während eines Teils des Kalenderjahres, ist für jeden Tag des
Beschäftigungsverhältnisses der dreihundertsechzigste Teil des
Durchschnittswertes nach Satz 1 anzusetzen. Satz 1 gilt nur, wenn der
Arbeitgeber den von dem Beschäftigten zu tragenden Teil des
Gesamtsozialversicherungsbeitrags übernimmt. Die Sätze 1 bis 3 gelten
entsprechend für Sachzuwendungen im Wert von nicht mehr als 80 Euro,
die der Arbeitnehmer für Verbesserungsvorschläge sowie für Leistungen
in der Unfallverhütung und im Arbeitsschutz erhält. Die mit einem
Durchschnittswert angesetzten Sachbezüge, die in einem Kalenderjahr
gewährt werden, sind insgesamt dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum
in diesem Kalenderjahr zuzuordnen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/svev/__3.html
Directory: svev
Level: 2.0