Title: § 51a Gemeinschaftliche Tierhaltung

Description:
Bewertungsgesetz (BewG)
Zweiter Teil - Besondere Bewertungsvorschriften
Erster Abschnitt - Einheitsbewertung
B. - Land- und forstwirtschaftliches Vermögen
II. - Besondere Vorschriften
§ 51a Gemeinschaftliche Tierhaltung

Paragraph: 51a

Content:
Bewertungsgesetz (BewG)
Zweiter Teil - Besondere Bewertungsvorschriften
Erster Abschnitt - Einheitsbewertung
B. - Land- und forstwirtschaftliches Vermögen
II. - Besondere Vorschriften
§ 51a Gemeinschaftliche Tierhaltung

(1) Zur landwirtschaftlichen Nutzung gehört auch die Tierzucht und
Tierhaltung von Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften (§ 97 Abs. 1
Nr. 2), von Gesellschaften, bei denen die Gesellschafter als
Unternehmer (Mitunternehmer) anzusehen sind (§ 97 Abs. 1 Nr. 5), oder
von Vereinen (§ 97 Abs. 2), wenn

1.  alle Gesellschafter oder Mitglieder

    a)  Inhaber eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft mit
        selbstbewirtschafteten regelmäßig landwirtschaftlich genutzten Flächen
        sind,

    b)  nach dem Gesamtbild der Verhältnisse hauptberuflich Land- und
        Forstwirte sind,

    c)  Landwirte im Sinne des § 1 Abs. 2 des Gesetzes über die
        Alterssicherung der Landwirte sind und dies durch eine Bescheinigung
        der landwirtschaftlichen Alterskasse nachgewiesen wird und

    d)  die sich nach § 51 Abs. 1a für sie ergebende Möglichkeit zur
        landwirtschaftlichen Tiererzeugung oder Tierhaltung in Vieheinheiten
        ganz oder teilweise auf die Genossenschaft, die Gesellschaft oder den
        Verein übertragen haben;

2.  die Anzahl der von der Genossenschaft, der Gesellschaft oder dem
    Verein im Wirtschaftsjahr erzeugten oder gehaltenen Vieheinheiten
    keine der nachfolgenden Grenzen nachhaltig überschreitet:

    a)  die Summe der sich nach Nummer 1 Buchstabe d ergebenden Vieheinheiten
        und

    b)  die Summe der Vieheinheiten, die sich nach § 51 Abs. 1a auf der
        Grundlage der Summe der von den Gesellschaftern oder Mitgliedern
        regelmäßig landwirtschaftlich genutzten Flächen ergibt;

3.  die Betriebe der Gesellschafter oder Mitglieder nicht mehr als 40 km
    von der Produktionsstätte der Genossenschaft, der Gesellschaft oder
    des Vereins entfernt liegen.

Die Voraussetzungen der Nummer 1 Buchstabe d und der Nummer 2 sind
durch besondere, laufend zu führende Verzeichnisse nachzuweisen.

(2) Der Anwendung des Absatzes 1 steht es nicht entgegen, wenn die
dort bezeichneten Genossenschaften, Gesellschaften oder Vereine die
Tiererzeugung oder Tierhaltung ohne regelmäßig landwirtschaftlich
genutzte Flächen betreiben.

(3) Von den in Absatz 1 bezeichneten Genossenschaften, Gesellschaften
oder Vereinen regelmäßig landwirtschaftlich genutzte Flächen sind bei
der Ermittlung der nach Absatz 1 Nr. 2 maßgebenden Grenzen wie Flächen
von Gesellschaftern oder Mitgliedern zu behandeln, die ihre
Möglichkeit zur landwirtschaftlichen Tiererzeugung oder Tierhaltung im
Sinne des Absatzes 1 Nr. 1 Buchstabe d auf die Genossenschaft, die
Gesellschaft oder den Verein übertragen haben.

(4) Bei dem einzelnen Gesellschafter oder Mitglied der in Absatz 1
bezeichneten Genossenschaften, Gesellschaften oder Vereine ist § 51
Abs. 1a mit der Maßgabe anzuwenden, daß die in seinem Betrieb
erzeugten oder gehaltenen Vieheinheiten mit den Vieheinheiten
zusammenzurechnen sind, die im Rahmen der nach Absatz 1 Nr. 1
Buchstabe d übertragenen Möglichkeiten erzeugt oder gehalten werden.

(5) Die Vorschriften des § 51 Abs. 2 bis 4 sind entsprechend
anzuwenden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bewg/__51a.html
Directory: bewg
Level: 6.0