Title: § 18b Anerkennungsregelungen für Ausbildungsnachweise aus einem Drittstaat

Description:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für pharmazeutisch-technische Assistentinnen und pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA-APrV)
Abschnitt 5 - Sonderregelungen für Inhaber von Ausbildungsnachweisen aus einem Mitglied staat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder einem Drittstaat
§ 18b Anerkennungsregelungen für Ausbildungsnachweise aus einem Drittstaat

Paragraph: 18b

Content:
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für pharmazeutisch-technische Assistentinnen und pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA-APrV)
Abschnitt 5 - Sonderregelungen für Inhaber von Ausbildungsnachweisen aus einem Mitglied staat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder einem Drittstaat
§ 18b Anerkennungsregelungen für Ausbildungsnachweise aus einem Drittstaat

(1) Antragsteller, die eine Erlaubnis nach § 1 des Gesetzes über den
Beruf der pharmazeutisch-technischen Assistentin und des
pharmazeutisch-technischen Assistenten beantragen, haben einen
Anpassungslehrgang nach Absatz 2 zu absolvieren, der mit einer Prüfung
über den Inhalt des Anpassungslehrgangs abschließt, oder eine
Kenntnisprüfung nach Absatz 3 abzulegen, wenn sie über einen
Ausbildungsnachweis verfügen, der in einem Drittstaat erworben worden
ist und ihre Ausbildung wesentliche Unterschiede zu der deutschen
Ausbildung aufweist, die von der zuständigen Behörde im Rahmen der
Prüfung ihres Antrags auf Erteilung der Erlaubnis zur Führung der
Berufsbezeichnung festgestellt worden sind und nicht durch Kenntnisse
und Fähigkeiten ausgeglichen werden konnten, die die Antragsteller im
Rahmen ihrer nachgewiesenen Berufspraxis erworben haben.

(2) Der Anpassungslehrgang dient zusammen mit dem Abschlussgespräch
der Feststellung, dass die Antragsteller über die zur Ausübung des
Berufs der pharmazeutisch-technischen Assistentin und des
pharmazeutisch-technischen Assistenten erforderlichen Kenntnisse und
Fähigkeiten verfügen (Lehrgangsziel). Er wird entsprechend dem
Lehrgangsziel in Form von theoretischem und praktischem Unterricht,
einer praktischen Ausbildung mit theoretischer Unterweisung oder
beidem an Einrichtungen nach § 15 Absatz 1 Satz 1 des Gesetzes über
den Beruf der pharmazeutisch-technischen Assistentin und des
pharmazetisch-technischen Assistenten oder an von der zuständigen
Behörde als vergleichbar anerkannten Einrichtungen durchgeführt und
schließt mit einer Prüfung über den Inhalt des Anpassungslehrgangs ab.
An der theoretischen Unterweisung sollen Personen nach § 3 Absatz 1
Satz 1 Nummer 3 Buchstabe b in angemessenem Umfang beteiligt werden.
Die zuständige Behörde legt die Dauer und die Inhalte des
Anpassungslehrgangs so fest, dass das Lehrgangsziel erreicht werden
kann. Die erfolgreiche Ableistung des Anpassungslehrgangs ist durch
eine Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 8 nachzuweisen. Die
Bescheinigung wird erteilt, wenn in der Prüfung, die in Form eines
Abschlussgesprächs durchgeführt wird, festgestellt worden ist, dass
die Antragsteller das Lehrgangsziel erreicht haben. Das
Abschlussgespräch wird von einem Fachprüfer nach § 3 Absatz 1 Satz 1
Nummer 3 gemeinsam mit der Person nach Satz 3, die die Antragsteller
während des Lehrgangs mit betreut hat, geführt. Ergibt sich in dem
Abschlussgespräch, dass die Antragsteller den Anpassungslehrgang nicht
erfolgreich abgeleistet hat, entscheidet der Fachprüfer nach § 3
Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 im Benehmen mit der an dem Gespräch
teilnehmenden Person nach Satz 3 über eine angemessene Verlängerung
des Anpassungslehrgangs. Eine Verlängerung ist nur einmal zulässig.
Der Verlängerung folgt ein weiteres Abschlussgespräch. Kann auch nach
dem Ergebnis dieses Gesprächs die Bescheinigung nach Satz 5 nicht
erteilt werden, darf der Anpassungslehrgang nur einmal wiederholt
werden.

(3) Bei der Kenntnisprüfung haben die Antragsteller nachzuweisen, dass
sie über die zur Ausübung des Berufs der pharmazeutisch-technischen
Assistentin und des pharmazeutisch-technischen Assistenten
erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Die
Kenntnisprüfung umfasst jeweils einen mündlichen und praktischen Teil.
Für den praktischen Teil gilt § 18a Absatz 3 Satz 3 bis 9
entsprechend.

(4) Die Kenntnisprüfung ist erfolgreich abgeschlossen, wenn die
Fachprüfer die Prüfung in jedem Fach übereinstimmend mit „bestanden“
bewerten. Das Bestehen setzt mindestens voraus, dass die Leistung der
zu prüfenden Person trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt.
Kommen die Fachprüferinnen oder Fachprüfer zu einer unterschiedlichen
Bewertung, entscheidet die oder der Vorsitzende des
Prüfungsausschusses über das Bestehen. Die oder der Vorsitzende des
Prüfungsausschusses muss zu diesem Zweck an der Prüfung teilnehmen;
ihr oder ihm steht ein Fragerecht zu.

(5) Die Kenntnisprüfung soll mindestens zweimal jährlich angeboten
werden und darf in jedem Fach, das nicht bestanden wurde, zweimal
wiederholt werden.

(6) Über die bestandene Kenntnisprüfung wird eine Bescheinigung nach
dem Muster der Anlage 9 erteilt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pta-aprv/__18b.html
Directory: pta-aprv
Level: 3.0