Title: § 62 Dienstgradherabsetzung

Description:
Wehrdisziplinarordnung (WDO 2002)
Zweiter Teil - Ahndung von Dienstvergehen durch Disziplinarmaßnahmen
Dritter Abschnitt - Das gerichtliche Disziplinarverfahren
1. - Gerichtliche Disziplinarmaßnahmen
§ 62 Dienstgradherabsetzung

Paragraph: 62

Content:
Wehrdisziplinarordnung (WDO 2002)
Zweiter Teil - Ahndung von Dienstvergehen durch Disziplinarmaßnahmen
Dritter Abschnitt - Das gerichtliche Disziplinarverfahren
1. - Gerichtliche Disziplinarmaßnahmen
§ 62 Dienstgradherabsetzung

(1) Die Dienstgradherabsetzung um einen oder mehrere Dienstgrade ist
bei Offizieren bis zum niedrigsten Offizierdienstgrad ihrer Laufbahn
zulässig. Diese Beschränkung gilt auch bei Offizieren, gegen die
Disziplinarmaßnahmen nach § 58 Abs. 2 und 3 verhängt werden dürfen.
Bei Unteroffizieren, die Berufssoldaten sind, sowie bei Berufssoldaten
im Ruhestand, die einen Unteroffizierdienstgrad führen, ist die
Dienstgradherabsetzung bis zum Dienstgrad Feldwebel, bei
Stabsunteroffizieren zum Dienstgrad Unteroffizier zulässig. Im Übrigen
ist sie unbeschränkt zulässig.

(2) Durch die Dienstgradherabsetzung verliert der Soldat alle Rechte
aus seinem bisherigen Dienstgrad. Er tritt in den Dienstgrad und, wenn
dieser in zwei Besoldungsgruppen aufgeführt ist, in die
Besoldungsgruppe zurück, die das Wehrdienstgericht bestimmt. Die
Ansprüche auf Dienstbezüge und Dienstzeitversorgung richten sich nach
dem Dienstgrad und der Besoldungsgruppe, in die er zurücktritt.

(3) Der Soldat darf frühestens drei Jahre nach Rechtskraft des Urteils
wieder befördert werden. § 60 Abs. 1 Satz 2 gilt entsprechend. Aus
besonderen Gründen kann das Gericht die Frist im Urteil auf zwei Jahre
herabsetzen.

(4) (weggefallen)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/wdo_2002/__62.html
Directory: wdo_2002
Level: 5.0