Title: Anlage I Schiffahrtszeichen

Description:
Seeschiffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO 1971)
Neunter Abschnitt - Bußgeld- und Schlußvorschriften
Anlage I Schiffahrtszeichen

Paragraph: 62

Content:
Seeschiffahrtsstraßen-Ordnung (SeeSchStrO 1971)
Neunter Abschnitt - Bußgeld- und Schlußvorschriften
Anlage I Schiffahrtszeichen

Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1998, 3228 - 3251;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote

Vorbemerkung
Anlage I enthält die Schiffahrtszeichen im Sinne des § 5 Abs. 1
Seeschiffahrtsstraßen-Ordnung.

1.  **Sichtzeichen**

    Man unterscheidet

    -   Flaggenzeichen,

    -   Tafelzeichen (u. U. mit Zusatzzeichen),

    -   Körperzeichen,

    -   Feuer,

    -   Lichtsignale,

        die Gebote, Verbote, Warnungen und Hinweise geben.

    Außer den abgebildeten Warnzeichen und Hinweiszeichen B.1 bis B.17
    können weitere derartige Sichtzeichen durch Bekanntmachung der
    zuständigen Schiffahrtspolizeibehörde eingeführt und gesetzt werden.

    a)  Flaggenzeichen

        Es werden einfarbige Flaggen (rot, grün) oder Flaggen des
        Internationalen Signalbuches verwendet.

    b)  Tafelzeichen

        (1) Tafelzeichen, die ein Gebot oder ein Verbot aussagen, gelten entweder
            im Bereich des Standortes der Tafel oder in der Strecke, die durch
            Zusatzzeichen nach Buchstabe c für Entfernungs- oder Streckenangaben
            oder durch das Tafelzeichen A.15 begrenzt werden. Sie gelten im
            allgemeinen über die ganze Breite der Seeschiffahrtsstraße. Die Tafeln
            können auf besonderen Vorrichtungen oder an einem anderen Zwecken
            dienenden Bauwerk angebracht sein. Die Tafel kann im Einzelfall
            dadurch ersetzt sein, daß das Schiffahrtszeichen auf einem beliebigen
            Untergrund aufgetragen ist.

        (2) Die Tafelzeichen sind entsprechend ihrer Aussage Gebotszeichen,
            Verbotszeichen, Warnzeichen und Hinweiszeichen, die mit wenigen
            Ausnahmen wie folgt dargestellt sind:

            Gebotszeichen

            rechteckige weiße Tafeln mit rotem Rand und schwarzem Symbol im weißen
            Mittelfeld, das das gebotene Verhalten darstellt;

            Verbotszeichen

            rechteckige weiße Tafeln mit rotem Rand, rotem Schrägstrich von links
            oben nach rechts unten mit schwarzem Symbol im weißen Mittelfeld, das
            das verbotene Verhalten darstellt;

            Warnzeichen und Hinweiszeichen

            rechteckige Tafeln mit verschiedener, meistens blauer Farbgebung und
            zum Teil mit einem Symbol, durch die auf besondere Verhältnisse oder
            Anlagen der Seeschiffahrtsstraße hingewiesen wird;

    c)  Zusatzzeichen

        für Entfernungsangaben

        rechteckige weiße Tafel über dem zu ergänzenden Schiffahrtszeichen mit
        der Angabe der Entfernung, in der dieses, von seinem Standort aus
        gemessen, Geltung hat;

        ... (Abb.)

        für Streckenangaben

        dreieckige weiße Tafel neben dem zu ergänzenden Schiffahrtszeichen,
        deren Dreieckspitze in Richtung der Strecke weist, in der das
        Schiffahrtszeichen gültig ist, gegebenenfalls mit der Angabe der Länge
        der Strecke im Dreieck;

        ... (Abb.)

        für zusätzliche Erklärungen oder Hinweise

        rechteckige weiße Tafel unter dem zu ergänzenden Schiffahrtszeichen
        mit den erforderlichen Erklärungen oder Hinweisen.

        ... (Abb.)

    d)  Körperzeichen

        sind

        -   Tonnen, Pricken, Stangen, Bälle, Kegel, Zylinder.

    e)  Feuer

        Es werden verwendet

        -   Festfeuer (F/F.)
            ... (Abb.)

        -   Unterbrochenes Feuer

            mit Einzelunterbrechung (Oc/Ubr.)
            ... (Abb.)

            oder

            mit Gruppen von 2 Unterbrechungen (Oc
            2                               /Ubr.
            2                               )
            ... (Abb.)

            oder

            mit Gruppen von 3 Unterbrechungen (Oc
            3                               /Ubr.
            3                               )
            ... (Abb.)

        -   Gleichtaktfeuer (Iso/Glt.)
            ... (Abb.)

        -   Blitzfeuer

            mit Einzelblitzen (Fl./Blz.)
            ... (Abb.) oder

            mit Gruppen von 2 Blitzen (Fl.
            2                               /Blz.
            2                               )
            ... (Abb.)

            oder

            mit Gruppen von 2 + 1 Blitzen (Fl. <2 + 1>/Blz. <2 + 1>)
            ... (Abb.)

            oder

            mit Gruppen von 5 Blitzen (Fl.
            5                               /Blz.
            5                               )
            ... (Abb.)

        -   Funkelfeuer

            mit dauerndem Funkeln (Q/Fkl.)
            ... (Abb.)

            oder

            mit Gruppen von 3 Funkeln (Q
            3                               /Fkl.
            3                               )
            ... (Abb.)

            oder

            mit Gruppen von 9 Funkeln (Q
            9                               /Fkl.
            9                               )
            ... (Abb.)

            oder

            mit Gruppen von 6 Funkeln und 1 Blink (Q
            6                                +LFI/Fkl.
            6                                + Blk.)
            ... (Abb.)

            oder

            mit Unterbrechungen (IQ/Fkl. unt.)
            ... (Abb.)

        -   Schnelles Funkelfeuer

            mit dauerndem schnellen Funkel (VQ/SFkl.)
            ... (Abb.)

            oder

            mit Gruppen von 3 schnellen Funkeln (VQ
            3                               /SFkl.
            3                               )
            ... (Abb.)

            oder

            mit Gruppen von 9 schnellen Funkeln (VQ
            9                               /SFkl.
            9                               )
            ... (Abb.)

            oder

            mit Gruppen von 6 schnellen Funkeln und 1 Blink (VQ
            6                                + LFI/SFkl.
            6                                + Blk.)
            ... (Abb.)

            oder

            mit Unterbrechungen (IVQ/SFkl. unt.)
            ... (Abb.)

        Ein Funkelfeuer wird mit 60 Lichterscheinungen/Minute und ein
        schnelles Funkelfeuer mit 100 bis 120 Lichterscheinungen/Minute
        ausgesendet. Ein Blinken wird als Lichterscheinung von mehr als 2
        Sekunden Dauer sichtbar. In den Klammern ist für jede Kennung die
        englische/deutsche Abkürzung genannt.

    f)  Lichtsignale

        (1) Lichtsignale, die zur Regelung des Verkehrs von Signallichtanlagen
            ausgestrahlt werden, werden bei Nacht und mit gleichem Signalbild auch
            am Tage gezeigt. Liegen mehrere Durch- und Einfahrten nebeneinander,
            so werden die Lichtsignale an einer gemeinsamen Signalanlage jeweils
            auf der der Durch- oder Einfahrt entsprechenden Seite oder an
            getrennten Signalanlagen gezeigt. Die Lichtsignale haben entsprechend
            ihrer Anzahl, Anordnung und Farbe folgende Bedeutung:

            -   Fahrverbot

                ein rotes oder zwei rote Lichter neben- oder übereinander, die nach
                Anzahl oder Anordnung für verschiedene Fahrzeugarten eine
                unterschiedliche Aussage darstellen können;

            -   Fahrgebot

                ein grünes Licht oder zwei grüne Lichter nebeneinander, die
                verschiedene Aussagen darstellen können;

            -   Fahrverbot oder Fahrgebot unter einschränkenden Bedingungen

                weiße Zusatzlichter über den roten oder grünen Lichtern, die je nach
                Anzahl unterschiedliche einschränkende Aussagen darstellen können.

        (2) Kennungen der Signallichter

            festes Licht in der angegebenen Farbe,

            ... (Abb.)

            dauerndes oder unterbrochenes Funkellicht in der angegebenen Farbe,

            ... (Abb.)

            Gleichtaktlicht in der angegebenen Farbe mit gleich langen
            Lichterscheinungen und Pausen,

            ... (Abb.)

            unterbrochenes Licht in der angegebenen Farbe mit kurzen
            Unterbrechungen zwischen langen Scheinen.

            ... (Abb.)

2.  **Schallsignale**

    **Verwendung der Schallsignale**

    Die Schallsignale werden, bis auf das Gebotssignal "Anhalten", nur bei
    verminderter Sicht zur Ergänzung der von Signallichtanlagen gegebenen
    Lichtsignale zur Regelung des Verkehrs ausgesendet.

    Sie sind

    -   Gebotssignale

    -   Verbotssignale

    -   Hinweissignale

    **Zeitmaße der Schallsignale**

    Die Dauer eines kurzen Tones beträgt etwa 1 Sekunde.

    Die Dauer eines langen Tones beträgt 4 bis 6 Sekunden, soweit sich aus
    dieser Anlage nicht etwas anderes ergibt.

    **Darstellung der Schallsignale**

    1 langer Ton
    ... (Abb.)

    1 kurzer Ton
    ... (Abb.)

    Glockenschlag
    ... (Abb.)

    Rasches Läuten der Glocke
    ... (Abb.)

Abschnitt I - Sichtzeichen

*
    A.  Gebots- und Verbotszeichen ****

    **A.1** **Überholverbot**

        a)  für alle Fahrzeuge

            rechteckige weiße Tafeln mit rotem Rand, rotem Schrägstrich und zwei
            senkrechten schwarzen Pfeilen - Spitzen nach oben.

            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2921)

        b)  für Schleppverbände

            rechteckige weiße Tafeln mit rotem Rand, rotem Schrägstrich und zwei
            senkrechten schwarzen Doppelpfeilen - Spitzen nach oben.

            ... (Abb.)

    A.2 **Begegnungsverbot an Engstellen**

        Engstellen, in denen das Begegnen verboten und die Vorfahrt nach § 25
        Abs. 5 zu beachten ist:

        rechteckige weiße Tafeln mit rotem Rand, rotem Schrägstrich und zwei
        senkrechten schwarzen Pfeilen - Spitzen entgegengesetzt.

        ... (Abb.)

    A.3 **Geschwindigkeitsbeschränkung**

        Verbot, die angegebene Geschwindigkeit in der nachfolgenden Strecke zu
        überschreiten:

        quadratische weiße Tafel mit rotem Rand und schwarzer Zahl, die die
        zulässige Höchstgeschwindigkeit durch das Wasser, auf dem Nord-Ostsee-
        Kanal über Grund, in Kilometern pro Stunde angibt (Beispiel: 12 km/h).

        ... (Abb.)

    A.4 **Geschwindigkeitsbeschränkung wegen Gefährdung durch Sog oder
        Wellenschlag**

        Verbot, in der nachfolgenden Strecke oder an der Stelle so schnell zu
        fahren, daß Gefährdungen durch Sog oder Wellenschlag eintreten:

        eine quadratische weiße Tafel mit rotem Rand, rotem Schrägstrich und
        zwei waagerechten schwarzen Wellenlinien oder

        ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2922)

        ein roter Zylinder oder

        ... (Abb.)

        drei feste Lichter übereinander, das obere weiß, das mittlere rot, das
        untere weiß.

        ... (Abb.)

    A.5 **Geschwindigkeitsbeschränkung vor Stellen mit Badebetrieb**

        Verbot, vor Stellen mit erkennbarem Badebetrieb außerhalb des
        Fahrwassers in einem Abstand von weniger als 500 m von der jeweiligen
        Wasserlinie des Ufers mit einer Geschwindigkeit von mehr als 8 km (4,3
        sm) in der Stunde (Fahrt durch das Wasser) zu fahren:

        Stangen mit einem gelben liegenden Kreuz.

        ... (Abb.)

    A.6 **Einhalten eines Fahrabstandes**

        Gebot, in der nachfolgenden Strecke einen Mindestabstand von dem
        Aufstellungsort des Zeichens einzuhalten:

        rechteckige weiße Tafel mit rotem Rand, deren eine Hälfte auf
        schwarzem Grund, der dreieckig in die andere Hälfte, auf der die
        Passierseite liegt, weist, eine weiße Zahl zeigt, die den zu haltenden
        Abstand in Metern angibt (Beispiel: 40 m von der in Fahrtrichtung
        rechten Seite).

        ... (Abb.)

    A.7 **Anhalten vor beweglichen Brücken, Sperrwerken und Schleusen**

        Gebot, vor beweglichen Brücken, Sperrwerken und Schleusen vor der
        Tafel anzuhalten, solange die Durchfahrt nicht freigegeben ist:

        quadratische weiße Tafel mit rotem Rand und einem waagerechten
        schwarzen Strich.

        ... (Abb.)

    A.8 **Ankerverbot**

        Verbot, in einem Abstand von weniger als 300 m beiderseits der Linie,
        die die Tafeln verbindet oder die die Verlängerung der
        Verbindungslinie von Oberbake und Unterbake der Tafel an einem Ufer
        bildet, zu ankern und Anker, Trossen oder Ketten schleifen zu lassen
        (bei Entfernungs- und Streckenangaben nach Nr. 1c der Vorbemerkung
        gelten diese Angaben anstelle des beiderseitigen Abstandes von 300 m):

        rechteckige weiße Tafeln mit rotem Rand, rotem Schrägstrich und
        umgekehrtem schwarzen Anker an beiden Ufern oder

        ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2923)

        an einem Ufer eine rechteckige weiße Tafel mit rotem Rand, rotem
        Schrägstrich und umgekehrtem schwarzen Anker und darüber eine weiße
        dreieckige Tafel mit rotem Rand - Spitze oben - als Unterbake sowie
        dahinter eine Stange mit einer weißen dreieckigen Tafel mit rotem Rand
        - Spitze unten - als Oberbake.

        ... (Abb.)

    A.9 **Festmacheverbot**

        Verbot, in der nachfolgenden Strecke an dem Ufer festzumachen, an dem
        die Tafel aufgestellt ist:

        quadratische weiße Tafel mit rotem Rand, rotem Schrägstrich und
        schwarzem Poller, um den eine Trosse gelegt ist.

        ... (Abb.)

    A.10 **Liegeverbot**

        Verbot, in der nachfolgenden Strecke auf der Seite der
        Seeschiffahrtsstraße liegen zu bleiben (ankern oder festmachen), auf
        der das Zeichen steht:

        quadratische weiße Tafel mit rotem Rand, rotem Schrägstrich und einem
        schwarzen "P".

        ... (Abb.)

    A.11 **Einhalten einer Fahrtrichtung**

        Gebot, die durch den Pfeil angezeigte Richtung einzuschlagen:

        rechteckige weiße Tafel mit rotem Rand und waagerechtem schwarzen
        Pfeil.

        ... (Abb.)

    A.12 **Abgabe von Schallsignalen**

        Gebot, an dieser Stelle das in der zusätzlichen Tafel angegebene
        Schallsignal zu geben:

        quadratische weiße Tafel mit rotem Rand und einem schwarzen Punkt.

        ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2924)

    A.13 **Anhalten in Schleusen**

        Gebot, vor den Tafeln an den Schleusenmauern anzuhalten, solange die
        Ausfahrt aus der Schleuse nicht freigegeben ist:

        senkrechter gelber Streifen an den Schleusenmauern vor den
        Schleusentoren vom Wasserspiegel bis zur Schleusenplattform, der auf
        der Schleusenplattform in einer Länge von 1 m weitergeführt ist.

        ... (Abb.)

    A.14 **Durchfahren von Brücken**

        Verbot, die Brückenöffnung außerhalb des durch die beiden Tafeln
        begrenzten Raumes zu durchfahren (das Verbot gilt nicht für kleine
        Fahrzeuge im Sinne des § 10):

        zwei quadratische, auf der Spitze stehende rot-weiße Tafeln.

        ... (Abb.)

    A.15 **Ende einer Gebots- oder Verbotsstrecke in einer Richtung**

        rechteckige blaue Tafel mit weißem Diagonalstreifen von links oben
        nach rechts unten.

        ... (Abb.)

    A.16 **Aufforderung zum Anhalten**

        Gebot zum Anhalten durch Fahrzeuge des öffentlichen Dienstes:

        der als Lichtzeichen gegebene Buchstabe "L" oder

        ... (Abb.)

        die Flagge "L" des Internationalen Signalbuches.

        ... (Abb.)

    A.17 **Gesperrte Wasserflächen**

        a)  Fahrverbot für Maschinenfahrzeuge, Wassermotorräder und Surffahrzeuge

            Verbot für Maschinenfahrzeuge, Wassermotorräder und Surffahrzeuge die
            wegen Badebetriebs gesperrten Wasserflächen zu befahren.

            *
                *
                    *
                        Farbe: bei Tonne

                            weiß mit einem - von oben gesehen - rechtwinkligen gelben Kreuz

                            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2925)

                            bei Stange

                            weiß mit einem breiten gelben Band

                            ... (Abb.)

                        Form: Faßtonne, Kugeltonne oder Stange

                        Toppzeichen: Für Maschinenfahrzeuge und Wassermotorräder geöffnete
                            Durchfahrtsschneisen können durch zusätzliche weiße Flaggen als
                            Toppzeichen gekennzeichnet werden.

                            ... (Abb.)

        b)  Sperrgebiete

            Verbot, die gesperrte Wasserfläche zu befahren - mit Ausnahme der
            berechtigten Fahrzeuge.

            *
                *
                    *
                        Farbe: bei Faßtonne und Leuchttonne

                            gelb mit einem - von oben gesehen - rechtwinkligen roten Kreuz

                            ... (Abb.)

                            bei Spierentonne und Stange

                            gelb mit einem roten Band

                            ... (Abb.)

                        Form: Faßtonne, Leuchttonne, Spierentonne oder Stange

                        Beschriftung: Nur auf Faßtonne und Leuchttonne mit schwarzen Buchstaben
                            "Sperrgebiet" oder "Sperr-G."

            Toppzeichen (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   gelbes liegendes Kreuz. Spierentonnen und Stangen sind immer mit
                            Toppzeichen versehen.

                            ... (Abb.)

            Feuer (wenn vorhanden):

            ... (Abb.)

            *
                *
                    *
                        Farbe: gelb

                        Kennung: Fl/Blz., Oc(2)/Ubr.(2) oder Oc(3)/Ubr.(3).

                            ... (Abb.)

    A.18 **Sperrung der gesamten Seeschiffahrtsstraße oder einer Teilstrecke**

        Gebot, wegen Sperrung der Seeschiffahrtsstraße oder einer Teilstrecke
        vor dem Sichtzeichen anzuhalten:

        a)  Dauernde Sperrung

            drei Körperzeichen übereinander, oben ein schwarzer Ball, in der Mitte
            ein schwarzer Kegel - Spitze unten -, unten ein schwarzer Kegel -
            Spitze oben - oder

            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2926)

            drei feste Lichter übereinander, das obere rot, das mittlere grün, das
            untere weiß.

            ... (Abb.)

            Bei Sperrung einer Teilstrecke der Seeschiffahrtsstraße eine
            rechteckige rote Tafel mit waagerechtem weißen Streifen.

            ... (Abb.)

        b)  Vorübergehende Sperrung

            Beginn: Schwenken eines roten Lichtes oder einer roten Flagge.

            ... (Abb.)

            Ende: Schwenken eines grünen Lichtes oder einer grünen Flagge.

            ... (Abb.)

    A.19 **Durchfahren beweglicher Brücken und Sperrwerke sowie Einfahren in
        Schleusen und Ausfahren sowie der Zufahrten zu ihnen**

        (Nord-Ostsee-Kanal siehe Zeichen A.21)

        a)  Durchfahren/Einfahren verboten

            (Brücke/Sperrwerk/Schleuse geschlossen)

            ohne Einschränkungen:

            zwei feste rote Lichter nebeneinander;

            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2927)

            die Freigabe wird vorbereitet:

            (Die Herrenbrücke über die Trave darf von Fahrzeugen durchfahren
            werden, für die die Durchfahrthöhe mit Sicherheit ausreicht.)

            ein festes rotes Licht;

            ... (Abb.)

            die Anlage (Brücke/Sperrwerk/Schleuse) kann unter Beachtung der
            Vorfahrt des Gegenverkehrs nach § 25 Abs. 5 von Fahrzeugen durchfahren
            werden, für die die Durchfahrthöhe mit Sicherheit ausreicht:

            zusätzlich ein festes weißes Licht über dem linken roten Licht;

            ... (Abb.)

            die Hubbrücke steht in der ersten Hubstufe und kann von Fahrzeugen
            durchfahren werden, für die die Durchfahrthöhe mit Sicherheit
            ausreicht:

            zusätzlich zwei feste weiße Lichter über den roten Lichtern.

            ... (Abb.)

        b)  Durchfahren/Einfahren

            (Brücke/Sperrwerk/Schleuse geöffnet. Hubbrücken dürfen jedoch nur von
            Fahrzeugen durchfahren werden, für die die Durchfahrthöhe der letzten
            Hubstufe mit Sicherheit ausreicht.)

            Gegenverkehr gesperrt:

            zwei feste grüne Lichter nebeneinander;

            ... (Abb.)

            Gegenverkehr, Vorfahrt nach § 25 Abs. 5 beachten:

            zusätzlich ein festes weißes Licht über dem linken grünen Licht.

            ... (Abb.)

        c)  Ausfahren aus Schleusen

            Ausfahren verboten:

            ein festes rotes Licht;

            ... (Abb.)

            Ausfahren:

            ein festes grünes Licht.

            ... (Abb.)

        d)  Die Anlage ist für die Schiffahrt gesperrt:

            zwei feste rote Lichter übereinander.

            ... (Abb.)

    A.20 **Einfahren in die Zufahrten zum Nord-Ostsee-Kanal**

        Nachstehende Regeln gelten nicht für Fahrzeuge der Strom- und
        Schiffahrtspolizei, Lotsenversetzfahrzeuge und zugelassene Schlepper
        im Sinne des § 45 Satz 2 Nr. 4

        a)  Einfahren verboten

            ohne Einschränkungen:

            ein unterbrochenes rotes Licht;

            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2928)

            die Freigabe wird vorbereitet:

            ein unterbrochenes weißes Licht über einem unterbrochenen roten Licht.
            ... (Abb.)

        b)  Einfahren

            für Fahrzeuge mit Seelotsen:

            ein unterbrochenes grünes Licht;
            ... (Abb.)

            für Freifahrer:

            ein unterbrochenes weißes Licht über einem unterbrochenen grünen
            Licht;
            ... (Abb.)

            für Sportfahrzeuge:

            ein unterbrochenes weißes Licht.
            ... (Abb.)

    A.21 **Einfahren in die Schleusenvorhäfen und in die Schleusen des Nord-
        Ostsee-Kanals in Brunsbüttel und Kiel-Holtenau**

        Nachstehende Regeln gelten nicht für Fahrzeuge der Strom- und
        Schiffahrtspolizei, Lotsenversetzfahrzeuge und zugelassene Schlepper
        im Sinne des § 45 Satz 2 Nr. 4 für den Verkehr in den Vorhäfen. Die
        Lichter werden auf der Seite des Signalmastes gezeigt, auf der die
        Schleusenkammer liegt, für die die Einfahrt geregelt wird.

        a)  Einfahren verboten

            ohne Einschränkungen:

            ein unterbrochenes rotes Licht;
            ... (Abb.)

            die Freigabe wird vorbereitet:

            ein unterbrochenes weißes Licht über einem unterbrochenen roten Licht.
            ... (Abb.)

        b)  Einfahren für Fahrzeuge mit Seelotsen

            an der Mittelmauer festmachen:

            ein unterbrochenes grünes Licht;
            ... (Abb.)

            an der Seitenmauer festmachen:

            ein unterbrochenes weißes Licht neben einem unterbrochenen grünen
            Licht.
            ... (Abb.)

            (Das weiße Licht wird auf der Seite gezeigt, auf der die Seitenmauer
            liegt).

        c)  Einfahren für Freifahrer

            an der Mittelmauer festmachen:

            ein unterbrochenes weißes Licht über einem unterbrochenen grünen
            Licht:

            grünen Licht:
            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2929)

            an der Seitenmauer festmachen:

            je ein unterbrochenes weißes Licht neben und über einem unterbrochenen
            grünen Licht.
            ... (Abb.)

            (Das weiße Licht neben dem grünen Licht wird auf der Seite gezeigt,
            auf der die Seitenmauer liegt.)

        d)  Einfahren für Sportfahrzeuge:

            ein unterbrochenes weißes Licht.
            ... (Abb.)

    A.22 **Durchfahren der Weichengebiete des Nord-Ostsee-Kanals**

        a)  Einfahren in das Weichengebiet

            (Die Lichter werden am Weicheneinfahrtsignalmast gezeigt.)

            Einfahren verboten:

            ein rotes Funkellicht.
            ... (Abb.)

            Einfahren:

            mit freier Durchfahrt kann gerechnet werden:

            ein unterbrochenes grünes Licht;
            ... (Abb.)

            mit Durchfahrtverbot für eine oder mehrere Verkehrsgruppen muß
            gerechnet werden:

            ein unterbrochenes weißes Licht.
            ... (Abb.)

        b)  Ausfahren aus den Weichengebieten

            (Die Lichter werden an den Weichenausfahrtsignalmasten gezeigt; die
            Lichter für Fahrzeuge der Verkehrsgruppen 1 und 2 unter 15 km/h und
            die Lichter für die Freigabe einer oder mehrerer Verkehrsgruppen
            werden allein oder zusätzlich seitlich neben den übrigen Lichtern
            gezeigt.)

            Ausfahren verboten,

            Weichengebietsgrenze darf nicht überfahren werden:

            für Fahrzeuge der Verkehrsgruppen 1 und 2 unter 15 km/h:

            zwei weiße Gleichtaktlichter übereinander;
            ... (Abb.)

            für Fahrzeuge der Verkehrsgruppen 2 und höher:

            drei unterbrochene Lichter übereinander, das obere und das untere rot,
            das mittlere weiß;
            ... (Abb.)

            für Fahrzeuge der Verkehrsgruppen 3 und höher:

            ein unterbrochenes rotes Licht;
            ... (Abb.)

            für Fahrzeuge der Verkehrsgruppen 4 und höher:

            zwei unterbrochene rote Lichter übereinander;
            ... (Abb.)

            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2930)

            für Fahrzeuge der Verkehrsgruppen 5 und höher:

            drei unterbrochene Lichter übereinander, die beiden oberen rot, das
            untere weiß;
            ... (Abb.)

            für Schleppverbände:

            ein unterbrochenes rotes Licht über einem unterbrochenen weißen Licht;
            ... (Abb.)

            für alle Fahrzeuge:

            drei unterbrochene rote Lichter übereinander;
            ... (Abb.)

            die Freigabe wird für eine oder mehrere Verkehrsgruppen in Kürze
            erfolgen:

            ein weißes Gleichtaktlicht.
            ... (Abb.)

            Ausfahren, für alle Fahrzeuge:

            ein unterbrochenes grünes Licht.
            ... (Abb.)

    A.23 **Verkehr beim Ölhafen Brunsbüttel**

        a)  Ausfahren aus dem Wendebecken vor dem Ölhafen in den Nord-Ostsee-Kanal

            Ausfahren verboten:

            für alle Fahrzeuge:

            zwei feste rote Lichter nebeneinander;
            ... (Abb.)

            Fahrzeuge ohne Schlepperhilfe dürfen unter Beachtung der Vorfahrt des
            Verkehrs auf dem Nord-Ostsee-Kanal ausfahren:

            zwei feste rote Lichter nebeneinander und ein festes weißes Licht über
            dem linken roten Licht.
            ... (Abb.)

            Ausfahren:

            zwei feste grüne Lichter nebeneinander.
            ... (Abb.)

        b)  Verkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal beim Wendebecken

            Weiterfahren verboten:

            zwei feste rote Lichter nebeneinander.
            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2931)

            Weiterfahren

            ohne Einschränkungen:

            zwei feste grüne Lichter nebeneinander;
            ... (Abb.)

            mit Verkehr aus dem Wendebecken ist zu rechnen:

            zwei feste grüne Lichter nebeneinander und ein festes weißes Licht
            über dem linken grünen Licht.
            ... (Abb.)

    A.24 **Ein- und Ausfahren Gieselaukanal und Toter Travearm**

        **(Altarm der Teerhofinsel)**

        a)  Ein- und Ausfahren verboten:

            ein festes rotes Licht.
            ... (Abb.)

        b)  Ein- und Ausfahren gestattet:

            kein besonderes Sichtzeichen.

    A.25 **Einfahren in die Husumer Au**

        Einfahren verboten:

        ein festes rotes Licht.
        ... (Abb.)

    A.25 **Einfahren in die Husumer Au**

        Einfahren verboten:

        ein festes rotes Licht.
        ... (Abb.)

    A.26 **Einfahren in die Zufahrten zum Eidersperrwerk**

        Einfahren verboten:

        ein rotes schnelles Funkellicht.
        ... (Abb.)

*
    B.  Warnzeichen und Hinweiszeichen ****

    **B.1** **Fährstelle**

        a)  für freifahrende Fähren

            eine rechteckige blaue Tafel mit weißem Symbol eines Fährschiffes;

            ... (Abb.)

        b)  für nicht freifahrende Fähren

            eine rechteckige blaue Tafel mit weißem Symbol eines Fährschiffes über
            einem waagerechten weißen Band.

            ... (Abb.)

    B.2 **Durchfahren von festen Brücken**

        Öffnungen fester Brücken, deren Benutzung der Schiffahrt empfohlen
        wird:

        a)  in beiden Richtungen befahrbar

            eine quadratische, auf der Spitze stehende gelbe Tafel;

            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2932)

        b)  in einer Richtung befahrbar (Gegenverkehr gesperrt)

            zwei quadratische, auf der Spitze stehende gelbe Tafeln nebeneinander.

            ... (Abb.)

    B.3 **Fernsprechstelle**

        quadratische blaue Tafel mit weißem Symbol des Telefonhörers.

        ... (Abb.)

    B.4 **Grenzen eines Weichengebietes am Nord-Ostsee-Kanal**

        (§ 2 Abs. 1 Nr. 18 Buchstabe c)

        quadratische weiße Tafel mit schwarzem Rand.

        (Der Westteil der Weiche Audorf-Rade wird im Norden durch die Tonne
        2/Oberreider 1 begrenzt.)

        ... (Abb.)

    B.5 **Wasserski**

        (§ 31 Abs. 1 Satz 1)

        Wasserflächen im Fahrwasser, auf denen Wasserskilaufen erlaubt ist:

        rechteckige blaue Tafel mit dem weißen Symbol eines Wasserskiläufers.

        ... (Abb.)

    B.6 **Außergewöhnliche Schiffahrtsbehinderung**

        Bei Nacht:

        drei feste Lichter übereinander, die beiden oberen rot, das untere
        grün.

        ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2933)

        Am Tage:

        zwei schwarze Bälle übereinander und darunter ein schwarzer Kegel -
        Spitze unten.

        ... (Abb.)

    B.7 **Querströmung**

        mit gefährlichen Querströmungen ist zu rechnen:

        zwei feste weiße senkrecht nebeneinander stehende Lichtbalken.

        ... (Abb.)

    B.8 **Wassermotorräder**

        (§ 31 Abs. 1 Satz 1)

        Wasserflächen im Fahrwasser, auf denen das Fahren mit
        Wassermotorrädern erlaubt ist:

        rechteckige blaue Tafel mit dem weißen Symbol eines Wassermotorrades.

        ... (Abb.)

    B.9 **Segelsurfbretter**

        (§ 31 Abs. 1 Satz 1)

        Wasserflächen im Fahrwasser, auf denen das Fahren mit
        Segelsurfbrettern erlaubt ist:

        rechteckige blaue Tafel mit dem weißen Symbol eines Segelsurfers.

        ... (Abb.)

    B.10 **Kennzeichnung der Zufahrt zu Fahrwassern und der Mitte von
        Schiffahrtswegen**

        Kennzeichnung der Zufahrt zu Fahrwassern von See aus sowie der Mitte
        von Schiffahrtswegen, sofern sie nicht durch Feuerschiffe, Großtonnen,
        Baken, Molen usw. erkennbar sind:

        *
            *
                *
                    *
                        Farbe: rote und weiße senkrechte Streifen.

                            Form: Kugeltonne, Leuchttonne, Spierentonne oder Stange (ggf. ohne
                            Farbe).

                        Beschriftung: fortlaufende Beschriftung und/oder Nummern, ggf. mit dem (auch
                            abgekürzten) Namen des Fahrwassers.

        Toppzeichen (wenn vorhanden):

        *
            *
                *
                    *
                        *   roter Ball; Spierentonnen und Stangen sind immer mit Toppzeichen
                            versehen.

        Feuer (wenn vorhanden):

        *
            *
                *
                    *
                        Farbe: weiß.

                        Kennung: Iso/Glt. oder Oc/Ubr.

                            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2934)

    B.11 **Bezeichnung der Fahrwasserseiten**

        (Laterale Zeichen)

        a)  Steuerbordseite des Fahrwassers:

            *
                *
                    *
                        Farbe: grün.

                        Form: Spitztonne, Leuchttonne oder Stange (ggf. ohne Farbe).

            Beschriftung (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   fortlaufende ungerade Nummern - von See beginnend oder nach
                            festgelegter Richtung - ggf. mit einem angehängten kleinen Buchstaben,
                            ggf. in Verbindung mit dem (auch abgekürzten) Namen des Fahrwassers.

                            ... (Abb.)

            Toppzeichen (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   grüner Kegel, Spitze oben, oder Besen abwärts; Stangen sind immer mit
                            Toppzeichen versehen.

                            Feuer (wenn vorhanden):

                        Farbe: grün.

                        Kennung: FL/Blz., Fl(2)/Blz.(2), Oc(2)/Ubr.(2), Oc(3)/Ubr.(3), Q/Fkl., IQ/Fkl.
                            unt. oder Iso/Glt.

                            ... (Abb.)

        b)  Backbordseite des Fahrwassers

            *
                *
                    *
                        Farbe: rot.

                        Form: Stumpftonne, Leuchttonne, Spierentonne, Stange (ggf. ohne Farbe) oder
                            Pricke (ohne Farbe).

            Beschriftung (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   fortlaufende gerade Nummern - von See beginnend oder nach festgelegter
                            Richtung -, ggf. mit einem angehängten kleinen Buchstaben, ggf. in
                            Verbindung mit dem (auch abgekürzten) Namen des Fahrwassers.

                            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2935)

            Toppzeichen (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   roter Zylinder oder Besen aufwärts;

                            Stangen sind immer mit Toppzeichen versehen.

            Feuer (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        Farbe: rot.

                        Kennung: Fl/Blz., Fl(2)/Blz.(2), Oc(2)/Ubr.(2), Oc(3)/Ubr.(3), Q/Fkl., IQ/Fkl.
                            unt. oder Iso/Glt.

                            ... (Abb.)

    B.12 (aufgehoben)

    B.13 **Bezeichnung von abzweigenden oder einmündenden Fahrwassern**

        a)  Steuerbordseite des durchgehenden Fahrwassers/Backbordseite des
            abzweigenden oder einmündenden Fahrwassers:

            *
                *
                    *
                        Farbe: grün mit einem waagerechten roten Band.

                        Form: Spitztonne, Leuchttonne oder Stange.

            Beschriftung (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   Unter der fortlaufenden ungeraden Nummer der Lateralbezeichnung des
                            durchgehenden Fahrwassers, durch waagerechten Strich getrennt, der
                            Name - ggf. abgekürzt - und die erste Nummer des abzweigenden oder die
                            letzte Nummer des einmündenden Fahrwassers.

                            ... (Abb.)

                        Toppzeichen: grüner Kegel, Spitze oben oder Besen abwärts.

            Feuer (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        Farbe: grün.

                        Kennung: Fl(2+1)/Blz.(2+1).

                            ... (Abb.)

        b)  Backbordseite des durchgehenden Fahrwassers/Steuerbordseite des
            abzweigenden oder einmündenden Fahrwassers:

            *
                *
                    *
                        Farbe: rot mit einem waagerechten grünen Band.

                        Form: Stumpftonne, Leuchttonne, Spierentonne oder Stange.

            Beschriftung (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   Unter der fortlaufenden geraden Nummer der Lateralbezeichnung des
                            durchgehenden Fahrwassers, durch waagerechten Strich getrennt, der
                            Name - ggf. abgekürzt - und die erste Nummer des abzweigenden oder die
                            letzte Nummer des einmündenden Fahrwassers.

                            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2936)

                        Toppzeichen: roter Zylinder oder Besen aufwärts.

            Feuer (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        Farbe: rot.

                        Kennung: Fl(2+1)/Blz.(2+1).

                            ... (Abb.)

            Die Positionen Steuerbordseite des durchgehenden
            Fahrwassers/Steuerbordseite des abzweigenden oder einmündenden
            Fahrwassers und Backbordseite des durchgehenden
            Fahrwassers/Backbordseite des abzweigenden oder einmündenden
            Fahrwassers können mit lateralen Zeichen (Zeichen B.11) bezeichnet
            werden. Sie erhalten dann eine Beschriftung wie vorstehend
            beschrieben, sowie ein Toppzeichen.

            Außerdem können abzweigende oder einmündende Fahrwasser mit kardinalen
            Zeichen (Zeichen B.15) und der vorstehenden Beschriftung bezeichnet
            werden.

            ... (Abb.)

    B.14 **Reeden**

        (§ 2 Abs. 1 Nr. 3)

        a)  Kennzeichnung allgemeiner Reeden:

            *
                *
                    *
                        Farbe: gelb.

                        Form: Faßtonne oder Leuchttonne.

                        Beschriftung: mit schwarzen Buchstaben ausgeschriebener oder abgekürzter Name der
                            Reede und ggf. Nummer.

            Toppzeichen (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   gelbes liegendes Kreuz.

            Feuer (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        Farbe: gelb.

                        Kennung: Fl./Blz., Oc(2)/Ubr.(2) oder Oc(3)/Ubr.(3).

                            ... (Abb.)

            Grenzt die Reede an die Steuerbord- oder Backbordseite eines
            Fahrwassers, so ist diese Seite der Reede mit der entsprechenden
            Fahrwasserseitenbezeichnung gekennzeichnet (Zeichen B.11), die unter
            einem waagerechten Strich zusätzlich den ausgeschriebenen oder
            abgekürzten Namen der Reede und ggf. eine Nummer anzeigt.

            ... (Abb.)

        b)  Kennzeichnung von Reeden für Fahrzeuge, die bestimmte gefährliche
            Güter befördern:

            *
                *
                    *
                        Farbe: gelb.

                        Form: Faßtonne.

                        Beschriftung: großes schwarzes "P", ggf. mit Nummer.

            Toppzeichen (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   gelbes liegendes Kreuz.

                            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2937)

        c)  Kennzeichnung von Reeden für unter Quarantäne stehende Fahrzeuge:

            *
                *
                    *
                        Farbe: gelb.

                        Form: Faßtonne.

                        Beschriftung: großes schwarzes "Q", ggf. mit Nummer.

            Toppzeichen (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   gelbes liegendes Kreuz

                            ... (Abb.)

    B.15 **Gefahrenstellen**

        Allgemeine Gefahrenstellen (z.B. Untiefen, Wracks, Buhnen und sonstige
        Schiffahrtshindernisse).

        Eine allgemeine Gefahrenstelle ist in der Regel mit einem oder
        mehreren kardinalen Zeichen bezeichnet, die für die verschiedenen
        Quadranten den Bezug zur Lage der Gefahrenstelle angeben.

        ... (Abb.)

        a)  Nord-Kardinal-Zeichen:

            *
                *
                    *
                        Farbe: schwarz über gelb.

                        Form: Leuchttonne, Bakentonne, Spierentonne oder Stange.

            Beschriftung (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   Angabe des Bezugs, ggf. abgekürzt, und/oder Kompaßrichtung.

                        Toppzeichen: zwei schwarze Kegel übereinander, Spitzen oben.

            Feuer (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        Farbe: weiß.

                        Kennung: VQ/SFkl. oder Q/Fkl.

                            ... (Abb.)

        b)  Ost-Kardinal-Zeichen:

            *
                *
                    *
                        Farbe: schwarz mit einem breiten waagerechten gelben Band.

                        Form: Leuchttonne, Bakentonne, Spierentonne oder Stange.

            Beschriftung (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   Angabe des Bezuges, ggf. abgekürzt, und/oder Kompaßrichtung.

                        Toppzeichen: zwei schwarze Kegel übereinander, Spitzen voneinander.

            Feuer (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        Farbe: weiß.

                        Kennung: VQ(3)/SFkl.(3) oder Q(3)/Fkl.(3).

                            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2938)

        c)  Süd-Kardinal-Zeichen:

            *
                *
                    *
                        Farbe: gelb über schwarz.

                        Form: Leuchttonne, Bakentonne, Spierentonne oder Stange.

            Beschriftung (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   Angabe des Bezuges, ggf. abgekürzt, und/oder Kompaßrichtung.

                        Toppzeichen: zwei schwarze Kegel übereinander, Spitzen unten.

            Feuer (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        Farbe: weiß.

                        Kennung: VQ(6)+LFI/SFkl.(6)+Blk. oder VQ(6)+LFl/Fkl.(6)+Blk.

                            ... (Abb.)

        d)  West-Kardinal-Zeichen:

            *
                *
                    *
                        Farbe: gelb mit einem breiten waagerechten schwarzen Band.

                        Form: Leuchttonne, Bakentonne, Spierentonne oder Stange.

            Beschriftung (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   Angabe des Bezuges, ggf. abgekürzt, und/oder Kompaßrichtung.

                        Toppzeichen: zwei schwarze Kegel übereinander, Spitzen zueinander.

            Feuer (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        Farbe: weiß.

                        Kennung: VQ(9)/SFkl.(9) oder Q(9)/Fkl.(9).

                            ... (Abb.)

        e)  Einzelgefahrenstelle

            Die Gefahrenstelle kann an allen Seiten passiert werden.

            *
                *
                    *
                        Farbe: schwarz mit einem breiten waagerechten roten Band.

                        Form: Leuchttonne, Bakentonne, Spierentonne oder Stange.

            Beschriftung (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   Name der Gefahrenstelle.

                        Toppzeichen: zwei schwarze Bälle übereinander.

            Feuer (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        Farbe: weiß.

                        Kennung: Fl(2)/Blz.(2).

                            ... (Abb.)

        f)  Neue Gefahrenstellen

            Bezeichnung wie allgemeine Gefahrenstellen oder Einzelgefahrenstellen,
            jedoch wegen besonderer Umstände mindestens ein Sichtzeichen doppelt
            und ggf. mit einer Radarantwortbake mit der Kennung "D" versehen.

    B.16 **Kennzeichnung besonderer Gebiete und Stellen**

        Die Bedeutung ist den Seekarten oder anderen nautischen
        Veröffentlichungen zu entnehmen und ggf. auch aus der Beschriftung des
        Zeichens zu erkennen.

        *
            *
                *
                    *
                        Farbe: gelb.

                        Form: beliebig, vorzugsweise Faßtonne, Leuchttonne, Spierentonne oder
                            Stange.

            Beschriftung (wenn vorhanden):

            *
                *
                    *
                        *   jeweilige Bedeutung in schwarzen Buchstaben.

        Toppzeichen (wenn vorhanden):

        *
            *
                *
                    *
                        *   gelbes liegendes Kreuz.

        Feuer (wenn vorhanden):

        *
            *
                *
                    *
                        Farbe: gelb.

                        Kennung: Fl/Blz., Oc(2)/Ubr.(2) oder Oc(3)/Ubr.(3), bei dem Beispiel g) nur
                            Fl(5)/Blz.(5).

                            ... (Abb.)

        Beispiele für Beschriftung:

        a)  Warngebiet

            Grenze eines Gebietes, vor dessen Befahren, z.B. wegen militärischer
            Übungen oder wegen Forschungs- und Vermessungsarbeiten,
            hydrographischer Untersuchungen und ähnliche Arbeiten, gewarnt wird.

            *
                *
                    *
                        Beschriftung: "Warngebiet" oder "Warn.-G".

            Wenn das Warngebiet durch das Zeigen auf Grund besonderer
            Rechtsvorschriften eingeführter Sichtzeichen vorübergehend zum
            Sperrgebiet werden kann, tragen die Faßtonnen, Leuchttonnen,
            Spierentonnen oder Stangen ein

            *
                *
                    *
                        Toppzeichen: gelbes liegendes Kreuz.

        b)  Warnstelle

            Stelle (z.B. für militärische Zwecke und für Forschungs- und
            Vermessungsarbeiten, hydrographische und ozeanographische
            Untersuchungen und ähnliche Arbeiten sowie die dazugehörigen Geräte),
            vor deren Annäherung oder Überfahren gewarnt wird.

            *
                *
                    *
                        Beschriftung: "Warnstelle" oder "Warn-St.".

        c)  Fischereigründe

            Begrenzung von Fischereigründen, Schongebieten und Muschelkulturen
            sowie ggf. der Zufahrten zu ihnen.

            *
                *
                    *
                        Beschriftung: "Fischerei" oder "Fisch".

                        Toppzeichen: gelber Körper in Form eines Fisches.

        d)  Baggerschüttstelle

            Begrenzung eines Gebietes, in dem Baggergut verklappt wird.

            *
                *
                    *
                        Beschriftung: "Schüttstelle" oder "Schütt-St.".

        e)  Kabel und Rohrleitungen

            Kennzeichnung von Trassen, Kabeln und Rohrleitungen.

            *
                *
                    *
                        Beschriftung: "Kabel", "K", "Pipeline" oder "Pipe".

        f)  Gemessene Meile

            Zeichen, die eine gemessene Meile bezeichnen;

            *
                *
                    *
                        Beschriftung: "Meile".

        g)  Ozeanographische Meßstationen (ODAS)

            Kennzeichnung schwimmender Einrichtungen, mit denen ozeanographische
            Daten gemessen werden;

            *
                *
                    *
                        Beschriftung: "ODAS".

                        Kennzeichnung: Fl(5)/Blz.(5).

    B.17 **Festmachetonne**

        Tonne, an der festgemacht werden darf.

        *
            *
                *
                    *
                        Farbe: gelb.

                        Form: Faßtonne, Zylindertonne oder Tonne in beliebiger Form.

                        Beschriftung: mit schwarzen Buchstaben "Festmachen" oder "Festm.".

                            ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2940)

Abschnitt II - Schallsignale

*
    C.1 **Anhalten**

        von einem Fahrzeug des öffentlichen Dienstes:

        ein kurzer Ton, ein langer Ton, zwei kurze Töne.
        ... (Abb.) (Fundstelle: BGBl. I 1998, 2941)

    C.2 **Durchfahren/Einfahren verboten**

        (Brücke, Sperrwerk, Schleuse kann vorübergehend nicht geöffnet werden)

        vier kurze Töne.
        ... (Abb.)

    C.3 **Durchfahren/Einfahren**

        (Brücke/Sperrwerk/Schleuse geöffnet, Hubbrücken dürfen jedoch nur von
        Fahrzeugen durchfahren werden, für die die Durchfahrtshöhe der letzten
        Hubstufe mit Sicherheit ausreicht.)

        a)  für seewärts fahrende Fahrzeuge

            zwei lange Töne, ein kurzer Ton, ein langer Ton.
            ... (Abb.)

        b)  für binnenwärts fahrende Fahrzeuge

            zwei lange Töne, zwei kurze Töne, ein langer Ton.
            ... (Abb.)

    C.4 **Sperrung der Seeschiffahrtsstraße**

        zwei Gruppen von drei langen Tönen.
        ... (Abb.)

    C.5 **Einfahren in die Zufahrten und Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals von
        See**

        a)  Brunsbüttel (Neue Schleuse):

            ein nach jeweils 7 Sekunden wiederkehrender Ton von 3 Sekunden Dauer.
            ... (Abb.)

        b)  Kiel-Holtenau (Neue Schleuse)

            in die rechte Schleusenkammer:

            ein nach jeweils 7 Sekunden wiederkehrender Ton von 3 Sekunden Dauer.
            ... (Abb.)

            in die linke Schleusenkammer:

            eine nach jeweils 5 Sekunden wiederkehrende Gruppe von zwei Tönen von
            je zwei Sekunden Dauer mit einer Unterbrechung von 1 Sekunde.
            ... (Abb.)

    C.6 **Einfahren in die Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals vom Kanal aus**

        a)  Brunsbüttel (Neue Schleuse)

            in die rechte Schleusenkammer:

            dauernde Einzelschläge der Glocke.
            ... (Abb.)

            in die linke Schleusenkammer:

            Doppelschläge der Glocke in Zwischenräumen von 4 Sekunden.
            ... (Abb.)

        b)  Kiel-Holtenau (Neue Schleuse)

            in die rechte Schleusenkammer:

            Einzelschläge der Glocke alle 3 Sekunden.
            ... (Abb.)

            in die linke Schleusenkammer:

            Doppelschläge der Glocke alle 3 Sekunden.
            ... (Abb.)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/seeschstro_1971/__62.html
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