Title: § 45 Erklärungen zur Namensführung des Kindes

Description:
Personenstandsgesetz (PStG)
Kapitel 7 - Besondere Beurkundungen
Abschnitt 2 - Familienrechtliche Beurkundungen
§ 45 Erklärungen zur Namensführung des Kindes

Paragraph: 45

Content:
Personenstandsgesetz (PStG)
Kapitel 7 - Besondere Beurkundungen
Abschnitt 2 - Familienrechtliche Beurkundungen
§ 45 Erklärungen zur Namensführung des Kindes

(1) Die Erklärung, durch die

1.  Eltern nach der Beurkundung der Geburt den Geburtsnamen eines Kindes
    bestimmen,

2.  ein Kind sich der Bestimmung seines Geburtsnamens durch die Eltern
    anschließt,

3.  ein Kind beantragt, den von seiner Mutter zur Zeit seiner Geburt
    geführten Namen als Geburtsnamen zu erhalten, wenn es den Namen eines
    Mannes führt, von dem rechtskräftig festgestellt wurde, dass er nicht
    der Vater des Kindes ist,

4.  ein Mann den Antrag nach Nummer 3 stellt, wenn das Kind das fünfte
    Lebensjahr noch nicht vollendet hat,

5.  ein Kind sich der Änderung des Familiennamens der Eltern oder eines
    Elternteils anschließt,

6.  der Elternteil, dem die elterliche Sorge allein oder gemeinsam mit dem
    anderen Elternteil zusteht, und sein Ehegatte, der nicht Elternteil
    des Kindes ist, oder sein Lebenspartner dem Kind ihren Ehenamen oder
    ihren Lebenspartnerschaftsnamen erteilen oder diesen Namen dem von dem
    Kind zur Zeit der Erklärung geführten Namen voranstellen oder anfügen,

7.  der Elternteil, dem die elterliche Sorge allein zusteht, dem Kind den
    Namen des anderen Elternteils erteilt,

sowie die zu den Nummern 6 und 7 erforderlichen Einwilligungen eines
Elternteils oder des Kindes können auch von den Standesbeamten
beglaubigt oder beurkundet werden. Gleiches gilt für die etwa
erforderliche Zustimmung des gesetzlichen Vertreters zu einer in Satz
1 genannten Erklärung.

(2) Zur Entgegennahme der Erklärungen ist das Standesamt zuständig,
das das Geburtenregister, in dem die Geburt des Kindes beurkundet ist,
führt. Ist die Geburt des Kindes nicht in einem deutschen
Geburtenregister beurkundet, so ist das Standesamt zuständig, in
dessen Zuständigkeitsbereich das Kind oder ein Elternteil seinen
Wohnsitz hat oder zuletzt hatte oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt
hat. Ergibt sich danach keine Zuständigkeit, so ist das Standesamt I
in Berlin zuständig. Das Standesamt I in Berlin führt ein Verzeichnis
der nach den Sätzen 2 und 3 entgegengenommenen Erklärungen.

(3) § 23 des Lebenspartnerschaftsgesetzes bleibt unberührt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pstg/__45.html
Directory: pstg
Level: 4.0