Title: § 8 Sondervorschrift für den Festlandsockel und die Küstengewässer

Description:
Bergverordnung über vermessungstechnische und sicherheitliche Unterlagen (UnterlagenBergV)
1. Abschnitt - Karten und Lagerisse für Bergbauberechtigungen
§ 8 Sondervorschrift für den Festlandsockel und die Küstengewässer

Paragraph: 8

Content:
Bergverordnung über vermessungstechnische und sicherheitliche Unterlagen (UnterlagenBergV)
1. Abschnitt - Karten und Lagerisse für Bergbauberechtigungen
§ 8 Sondervorschrift für den Festlandsockel und die Küstengewässer

(1) Für den Bereich des Festlandsockels und für Felder, die sich
ausschließlich oder überwiegend in Küstengewässer erstrecken, gelten §
1 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 und 3, §§ 2, 4, 5 Abs. 2 bis 5 und § 7 sowie
die Absätze 2 bis 5.

(2) Den Karten und Lagerissen sind die Seekarten oder topographischen
Karten des Seegrundes (Arbeitskarten) des Bundesamtes für
Seeschiffahrt und Hydrographie in der neuesten Ausgabe zugrunde zu
legen.

(3) Die Karten und Lagerisse sollen in dem größten Maßstab angefertigt
werden, in dem Seekarten oder Arbeitskarten für das Gebiet vorliegen,
auf das sich der Antrag bezieht.

(4) Die Feldeseckpunkte sind in geographischen Koordinaten
(Europäisches Datum) anzugeben, die Eckpunkte der Felder, die sich
ausschließlich oder überwiegend in Küstengewässer erstrecken,
zusätzlich in Gauß-Krügerschen Koordinaten.

(5) Bei einem Antrag auf Bewilligung sind die Fundstellen

1.  durch Anschluß an Festpunkte der Landesvermessung,

2.  mit Hilfe der nichtnavigatorischen Funkortung oder

3.  mit Hilfe der Satellitengeodäsie

in geographischen Koordinaten (Europäisches Datum) und zusätzlich in
Gauß-Krügerschen Koordinaten zu bestimmen, wenn sich das Feld, auf das
sich der Antrag bezieht, ausschließlich oder überwiegend in
Küstengewässer erstreckt. Es ist das für die jeweilige Fundstelle
genaueste Verfahren anzuwenden und die mit ihm erzielte Genauigkeit
nachzuweisen. Die Koordinaten der Fundstellen sind in einer
Zahlentafel aufzuführen. Abweichungen zwischen den Fundstellen und den
Ansatzpunkten der Bohrungen sind, soweit möglich, in den Lagerissen
darzustellen. Die zu den Fundstellen gehörenden Wassertiefen sind
anzugeben. § 6 Abs. 2 gilt mit der Maßgabe, daß die nächstgelegenen
festen Gegenstände einzutragen sind. Liegt die Fundstelle in der Nähe
der Grenze des Festlandsockels, so ist auch deren Verlauf einzutragen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/unterlagenbergv/__8.html
Directory: unterlagenbergv
Level: 3.0