Title: § 1 Mindestanforderungen an die Einrichtung und den Bewirtschaftungszustand

Description:
Verordnung über die Eignung der Ausbildungsstätte für die Berufsausbildung zum Pferdewirt und zur Pferdewirtin (PfWirtAusbStEignV 2011)
§ 1 Mindestanforderungen an die Einrichtung und den Bewirtschaftungszustand

Paragraph: 1

Content:
Verordnung über die Eignung der Ausbildungsstätte für die Berufsausbildung zum Pferdewirt und zur Pferdewirtin (PfWirtAusbStEignV 2011)
§ 1 Mindestanforderungen an die Einrichtung und den Bewirtschaftungszustand

(1) Die Ausbildungsstätte muss unter Berücksichtigung der in § 27
Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes genannten Anforderungen ein
Betrieb sein, der nach Art und Umfang der Produktion und
Dienstleistungen sowie nach seinem Bewirtschaftungszustand die
Voraussetzungen dafür bietet, dass den Auszubildenden die in der
Verordnung über die Berufsausbildung zum Pferdewirt/zur Pferdewirtin
vom 7. Juni 2010 (BGBl. I S. 728) in der jeweils geltenden Fassung
geforderten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche
Handlungsfähigkeit) vermittelt werden können. Eine kontinuierliche
Anleitung muss gewährleistet sein.

(2) Die Ausbildungsstätte muss als Haupterwerbsbetrieb, als
selbstständige Betriebseinheit oder als Einrichtung der öffentlichen
Hand bewirtschaftet und nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen
geführt werden. Die Wirtschaftsergebnisse müssen buchführungsgemäß
erfasst sein.

(3) Die Gebäude, baulichen Anlagen und technischen Ausstattungen der
Ausbildungsstätte müssen den im Hinblick auf die Ausbildungsziele zu
stellenden Anforderungen sowie dem Stand der Technik und des
Tierschutzes entsprechen und in ordnungsgemäßem Zustand sein.

(4) Ausbildungsstätten, die selbst nicht über die für die Durchführung
der Ausbildung erforderliche Vielfalt und den notwendigen Umfang der
Produktion und Dienstleistungen verfügen, dürfen nur ausbilden, wenn
sie nachweisen, dass die durch sie nicht zu vermittelnden Inhalte der
Ausbildungsordnung in dem für die Ausbildung notwendigen Umfang und
der erforderlichen Vielfalt bei Vertragspartnern vermittelt werden
können.

(5) Es muss gewährleistet sein, dass die erforderlichen
Betriebsmittel, insbesondere die Geräte, Maschinen und technischen
Einrichtungen, für die Ausbildung zur Verfügung stehen und in
ordnungsgemäßem Zustand sind.

(6) Ein Abdruck der Verordnung über die Berufsausbildung zum
Pferdewirt/zur Pferdewirtin und der Prüfungsordnung sowie der
Ausbildungsplan müssen in der Ausbildungsstätte an geeigneter Stelle
zur Einsicht ausgelegt oder den Auszubildenden ausgehändigt werden.
Den Auszubildenden soll für die betriebliche Ausbildung förderliche
Fachliteratur zur Verfügung stehen. Soweit tarifvertragliche
Regelungen für den Ausbildungsbetrieb gelten, sind diese in der
Ausbildungsstätte zur Einsicht auszulegen.

(7) Die Ausbildungsstätte muss die Gewähr dafür bieten, dass die
Vorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes, des
Mutterschutzgesetzes, der Unfallverhütungsvorschriften, der
Arbeitsstättenverordnung und sonstige Vorschriften zum Schutze der
Auszubildenden eingehalten werden können. Sie muss über geeignete
Sozialräume und Sanitärräume verfügen. Bei der Beantragung der
Anerkennung nach § 27 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes muss eine
Bescheinigung der zuständigen Berufsgenossenschaft über die
sicherheitstechnische Überprüfung des Betriebes vorliegen, die nicht
älter als ein Jahr ist. Sollen Auszubildende in die häusliche
Gemeinschaft der Ausbildungsstätte aufgenommen werden, so muss eine
Unterkunft zur Verfügung gestellt werden, die zeitgemäß beschaffen und
ausgestattet ist.

(8) Eine Ausbildungsstätte ist ungeeignet, wenn über das Vermögen des
Inhabers oder der Inhaberin ein Insolvenz- oder Vergleichsverfahren
eröffnet worden ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pfwirtausbsteignv_2011/__1.html
Directory: pfwirtausbsteignv_2011
Level: 2.0