Title: § 28 Leistungen zur Durchführung der psychosozialen Betreuung schwerbehinderter Menschen

Description:
Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung (SchwbAV 1988)
Zweiter Abschnitt - Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben aus Mitteln der Ausgleichsabgabe durch die Integrationsämter
2. Unterabschnitt - Leistungen zur begleitenden Hilfe im Arbeitsleben
III. - Sonstige Leistungen
§ 28 Leistungen zur Durchführung der psychosozialen Betreuung schwerbehinderter Menschen

Paragraph: 28

Content:
Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung (SchwbAV 1988)
Zweiter Abschnitt - Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben aus Mitteln der Ausgleichsabgabe durch die Integrationsämter
2. Unterabschnitt - Leistungen zur begleitenden Hilfe im Arbeitsleben
III. - Sonstige Leistungen
§ 28 Leistungen zur Durchführung der psychosozialen Betreuung schwerbehinderter Menschen

(1) Freie gemeinnützige Träger psychosozialer Dienste, die das
Integrationsamt an der Durchführung der ihr obliegenden Aufgabe der im
Einzelfall erforderlichen psychosozialen Betreuung schwerbehinderter
Menschen unter Fortbestand ihrer Verantwortlichkeit beteiligt, können
Leistungen zu den daraus entstehenden notwendigen Kosten erhalten.

(2) Leistungen nach Absatz 1 setzen voraus, daß

1.  der psychosoziale Dienst nach seiner personellen, räumlichen und
    sächlichen Ausstattung zur Durchführung von Maßnahmen der
    psychosozialen Betreuung geeignet ist, insbesondere mit Fachkräften
    ausgestattet ist, die über eine geeignete Berufsqualifikation, eine
    psychosoziale Zusatzqualifikation und ausreichende Berufserfahrung
    verfügen, und

2.  die Maßnahmen

    a)  nach Art, Umfang und Dauer auf die Aufnahme, Ausübung oder Sicherung
        einer möglichst dauerhaften Beschäftigung schwerbehinderter Menschen
        auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausgerichtet und dafür geeignet sind,

    b)  nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit
        durchgeführt werden, insbesondere die Kosten angemessen sind, und

    c)  aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem Integrationsamt und dem
        Träger des psychosozialen Dienstes durchgeführt werden.

Leistungen können gleichermaßen für Maßnahmen für schwerbehinderte
Menschen erbracht werden, die diesen Dienst unter bestimmten, in der
Vereinbarung näher zu regelnden Voraussetzungen im Einvernehmen mit
dem Integrationsamt unmittelbar in Anspruch nehmen.

(3) Leistungen sollen in der Regel bis zur vollen Höhe der notwendigen
Kosten erbracht werden, die aus der Beteiligung an den im Einzelfall
erforderlichen Maßnahmen entstehen. Das Nähere über die Höhe der zu
übernehmenden Kosten, ihre Erfassung, Darstellung und Abrechnung
bestimmt sich nach der Vereinbarung zwischen dem Integrationsamt und
dem Träger des psychosozialen Dienstes gemäß Absatz 2 Satz 1 Nr. 2
Buchstabe c.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/schwbav_1988/__28.html
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