Title: Anlage 1 Bestimmung der Dichtheit von Gasrückführungssystemen und Einstellung des Korrekturfaktors bei Kraftstoffgemischen

Description:
Einundzwanzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 21)
Anlage 1 Bestimmung der Dichtheit von Gasrückführungssystemen und Einstellung des Korrekturfaktors bei Kraftstoffgemischen

Paragraph: 10

Content:
Einundzwanzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV 21)
Anlage 1 Bestimmung der Dichtheit von Gasrückführungssystemen und Einstellung des Korrekturfaktors bei Kraftstoffgemischen

(Fundstelle: BGBl. I 2014, 1458)

1.  **Dichtheitsprüfung von Gasrückführungssystemen**

1.1 Vor der ersten Inbetriebnahme eines Gasrückführungssystems, nach jeder
    wesentlichen Änderung am System und spätestens im Abstand von
    zweieinhalb Jahren bei der Abgabe von Kraftstoffgemischen und von fünf
    Jahren bei der Abgabe von Ottokraftstoffen ist eine Dichtheitsprüfung
    des kompletten Gasrückführungssystems durchzuführen.

1.2 Zur Überprüfung der Dichtheit der Gasrückführungsleitungen ist das
    komplette Leitungssystem zwischen dem Fußpunkt der Zapfsäule und dem
    Lagertank mit 200 Kilopascal Überdruck in geeigneter Art und Weise zu
    beaufschlagen. Innerhalb von 30 Minuten ist ein maximaler Druckabfall
    von 100 Hektopascal zulässig.

1.3 Die Dichtheit des Gasrückführungssystems zwischen dem Fußpunkt der
    Zapfsäule und dem Zapfventil ist systemabhängig mit Überdruck oder
    Unterdruck nach den Vorgaben des Herstellers zu prüfen. Die Prüfung
    vor Inbetriebnahme entfällt, wenn eine Bescheinigung des
    Zapfsäulenherstellers oder der befähigten Person über die
    Dichtheitsprüfung vorliegt.

2.  **Einstellung des Korrekturfaktors bei Kraftstoffgemischen**

    Bei Kraftstoffgemischen ist für die Einstellung, Eigenkontrolle und
    Überwachung der Gasrückführungssysteme (nach dem Messprinzip mit
    simuliertem Benzindurchfluss – Trockenmessverfahren nach Nummer 5.4
    der DIN EN 16321-2, Ausgabe Dezember 2013) ein reduzierter
    Korrekturfaktor (K-Faktor) erforderlich. Die notwendige Reduzierung
    des K-Faktors bei Kraftstoffgemischen mit einem Bioethanolanteil von
    mehr als 5 Volumenprozent ist entsprechend dem im Zertifikat für die
    jeweilige Kraftstoffart angegebenen K-Faktor vorzunehmen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_21/__10.html
Directory: bimschv_21
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