Title: § 5d Verschreiben für den Notfallbedarf in Hospizen und in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung

Description:
Verordnung über das Verschreiben, die Abgabe und den Nachweis des Verbleibs von Betäubungsmitteln (BtMVV 1998)
§ 5d Verschreiben für den Notfallbedarf in Hospizen und in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung

Paragraph: 5d

Content:
Verordnung über das Verschreiben, die Abgabe und den Nachweis des Verbleibs von Betäubungsmitteln (BtMVV 1998)
§ 5d Verschreiben für den Notfallbedarf in Hospizen und in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung

(1) Hospize und Einrichtungen der spezialisierten ambulanten
Palliativversorgung dürfen in ihren Räumlichkeiten einen Vorrat an
Betäubungsmitteln für den unvorhersehbaren, dringenden und
kurzfristigen Bedarf ihrer Patienten (Notfallvorrat) bereithalten.
Berechtigte, die von der Möglichkeit nach Satz 1 Gebrauch machen, sind
verpflichtet,

1.  einen oder mehrere Ärzte damit zu beauftragen, die Betäubungsmittel,
    die für den Notfallvorrat benötigt werden, nach § 2 Absatz 3 Satz 2 zu
    verschreiben,

2.  die lückenlose Nachweisführung über die Aufnahme in den Notfallvorrat
    und die Entnahme aus dem Notfallvorrat durch interne Regelungen mit
    den Ärzten und Pflegekräften, die an der Versorgung von Patienten mit
    Betäubungsmitteln beteiligt sind, sicherzustellen und

3.  mit einer Apotheke die Belieferung für den Notfallvorrat sowie eine
    mindestens halbjährliche Überprüfung der Notfallvorräte insbesondere
    auf deren einwandfreie Beschaffenheit sowie ordnungsgemäße und sichere
    Aufbewahrung schriftlich zu vereinbaren; der unterzeichnende Apotheker
    zeigt die Vereinbarung der zuständigen Landesbehörde vor der ersten
    Belieferung schriftlich oder elektronisch an; § 6 Absatz 3 Satz 2 bis
    4 gilt entsprechend.

(2) Der oder die Ärzte nach Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 dürfen die für
den Notfallvorrat benötigten Betäubungsmittel bis zur Menge des
durchschnittlichen Zweiwochenbedarfs, mindestens jedoch die kleinste
Packungseinheit, verschreiben. Die Vorratshaltung darf für jedes
Betäubungsmittel den durchschnittlichen Monatsbedarf für Notfälle
nicht überschreiten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/btmvv_1998/__5d.html
Directory: btmvv_1998
Level: 2.0