Title: § 5 Risikoanalyse

Description:
Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten (LkSG)
Abschnitt 2 - Sorgfaltspflichten
§ 5 Risikoanalyse

Paragraph: 5

Content:
Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen in Lieferketten (LkSG)
Abschnitt 2 - Sorgfaltspflichten
§ 5 Risikoanalyse

(1) Im Rahmen des Risikomanagements hat das Unternehmen eine
angemessene Risikoanalyse nach den
Absätzen              2 bis 4 durchzuführen, um die
menschenrechtlichen und umweltbezogenen Risiken im eigenen
Geschäftsbereich sowie bei seinen unmittelbaren Zulieferern zu
ermitteln. In Fällen, in denen ein Unternehmen eine missbräuchliche
Gestaltung der unmittelbaren Zuliefererbeziehung oder ein
Umgehungsgeschäft vorgenommen hat, um die Anforderungen an die
Sorgfaltspflichten in Hinblick auf den unmittelbaren Zulieferer zu
umgehen, gilt ein mittelbarer Zulieferer als unmittelbarer Zulieferer.

(2) Die ermittelten menschenrechtlichen und umweltbezogenen Risiken
sind angemessen zu gewichten und zu priorisieren. Dabei sind
insbesondere die in § 3 Absatz 2 genannten Kriterien maßgeblich.

(3) Das Unternehmen muss dafür Sorge tragen, dass die Ergebnisse der
Risikoanalyse intern an die maßgeblichen Entscheidungsträger, etwa an
den Vorstand oder an die Einkaufsabteilung, kommuniziert werden.

(4) Die Risikoanalyse ist einmal im Jahr sowie anlassbezogen
durchzuführen, wenn das Unternehmen mit einer wesentlich veränderten
oder wesentlich erweiterten Risikolage in der Lieferkette rechnen
muss, etwa durch die Einführung neuer Produkte, Projekte oder eines
neuen Geschäftsfeldes. Erkenntnisse aus der Bearbeitung von Hinweisen
nach § 8 Absatz 1 sind zu berücksichtigen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/lksg/__5.html
Directory: lksg
Level: 3.0