Title: § 5 Handlungsspezifische Qualifikationen

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluß Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin - Fachrichtung Metall (IndMetMeistV 1997)
§ 5 Handlungsspezifische Qualifikationen

Paragraph: 5

Content:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluß Geprüfter Industriemeister/Geprüfte Industriemeisterin - Fachrichtung Metall (IndMetMeistV 1997)
§ 5 Handlungsspezifische Qualifikationen

(1) Der Prüfungsteil "Handlungsspezifische Qualifikationen" umfaßt die
Handlungsbereiche "Technik", "Organisation" sowie "Führung und
Personal", die den betrieblichen Funktionsfeldern Betriebserhaltung,
Fertigung und Montage zuzuordnen sind. Die Handlungsbereiche werden
durch die in Absatz 2 Nr. 1 bis 3 genannten Qualifikationsschwerpunkte
beschrieben. Es werden drei funktionsfeldbezogene und die
Handlungsbereiche integrierende Situationsaufgaben nach den Absätzen 3
bis 5 unter Berücksichtigung der fachrichtungsübergreifenden
Basisqualifikationen gestellt. Zwei der Situationsaufgaben sind
schriftlich zu lösen, eine Situationsaufgabe ist Gegenstand des
situationsbezogenen Fachgespräches nach Absatz 6. Die
Situationsaufgaben sind so zu gestalten, daß alle
Qualifikationsschwerpunkte der Handlungsbereiche mindestens einmal
thematisiert werden. Die Prüfungsdauer der schriftlichen
Situationsaufgaben beträgt jeweils mindestens vier Stunden, insgesamt
jedoch nicht mehr als zehn Stunden.

(2) Die Handlungsbereiche enthalten folgende
Qualifikationsschwerpunkte:

1.  Handlungsbereich "Technik":

    a)  Betriebstechnik,

    b)  Fertigungstechnik,

    c)  Montagetechnik;

2.  Handlungsbereich "Organisation":

    a)  Betriebliches Kostenwesen,

    b)  Planungs-, Steuerungs- und Kommunikationssysteme,

    c)  Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz;

3.  Handlungsbereich "Führung und Personal":

    a)  Personalführung,

    b)  Personalentwicklung,

    c)  Qualitätsmanagement.

(3) In der Situationsaufgabe aus dem Handlungsbereich "Technik" soll
einer seiner Schwerpunkte den Kern bilden. Die Qualifikationsinhalte
für diese Situationsaufgabe sind etwa zur Hälfte aus diesem
Schwerpunkt zu entnehmen. Die Situationsaufgabe soll darüber hinaus
Qualifikationsinhalte aus den Schwerpunkten der Handlungsbereiche
"Organisation" sowie "Führung und Personal" integrativ
mitberücksichtigen. Diese integrativen Qualifikationsinhalte sind in
annähernd gleichem Umfang den Absätzen 4 und 5 zu entnehmen; sie
sollen sich aus Qualifikationsinhalten von mindestens drei
Schwerpunkten zusammensetzen und insgesamt etwa die andere Hälfte
aller Qualifikationsinhalte dieser Situationsaufgabe ausmachen. Im
einzelnen kann die Situationsaufgabe folgende Qualifikationsinhalte
aus dem Handlungsbereich "Technik" mit den Schwerpunkten gemäß den
Nummern 1 bis 3 umfassen:

1.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Betriebstechnik" soll die zu prüfende
    Person nachweisen, daß sie in der Lage ist, die technischen Anlagen
    und Einrichtungen funktionsgerecht einzusetzen und ihre Instandhaltung
    zu planen, zu organisieren und zu überwachen sowie die
    Energieversorgung im Betrieb sicherzustellen. Sie soll in der Lage
    sein, Aufträge zur Installation von Maschinen, Produktionsanlagen,
    Anlagen der Ver- und Entsorgung sowie von Systemen des Transports und
    der Lagerung umzusetzen. In diesem Rahmen können folgende
    Qualifikationsinhalte in den Situationsaufgaben geprüft werden:

    a)  Auswahl, Festlegung und Funktionserhalt von Kraft- und
        Arbeitsmaschinen und der dazugehörenden Aggregate sowie Hebe-,
        Transport- und Fördermittel,

    b)  Planen und Einleiten von Instandhaltungsmaßnahmen sowie Überwachen und
        Gewährleisten der Instandhaltungsqualität und der Termine,

    c)  Erfassen und Bewerten von Schwachstellen, Schäden und
        Funktionsstörungen sowie Abschätzen und Begründen von Auswirkungen
        geplanter Eingriffe,

    d)  Aufrechterhalten der Energieversorgung im Betrieb,

    e)  Aufstellen und Inbetriebnehmen von Anlagen und Einrichtungen,
        insbesondere unter Beachtung sicherheitstechnischer und
        anlagenspezifischer Vorschriften,

    f)  Funktionserhalt und Überwachung der Steuer- und Regeleinrichtungen
        sowie der Diagnosesysteme von Maschinen und Anlagen,

    g)  Veranlassen von Maßnahmen zur Lagerung von Werk- und Hilfsstoffen
        sowie von Produkten.

2.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Fertigungstechnik" soll die zu prüfende
    Person nachweisen, daß sie in der Lage ist, Fertigungsprozesse zur
    Herstellung und Veränderung von Produkten zu planen, zu organisieren
    und zu überwachen. Sie soll in der Lage sein, fertigungstechnische
    Einzelheiten und Zusammenhänge sowie Optimierungsmöglichkeiten des
    Fertigungsprozesses zu erkennen und zweckentsprechende Maßnahmen
    einzuleiten. Beim Einsatz neuer Maschinen, Anlagen und Werkzeuge sowie
    bei der Be- und Verarbeitung neuer Werkstoffe und
    Fertigungshilfsstoffe soll sie die Auswirkungen auf den
    Fertigungsprozeß erkennen und berücksichtigen können. In diesem Rahmen
    können folgende Qualifikationsinhalte in den Situationsaufgaben
    geprüft werden:

    a)  Planen und Analysieren von Fertigungsaufträgen und Festlegen der
        anzuwendenden Verfahren, Betriebsmittel und Hilfsstoffe einschließlich
        der Ermittlung der erforderlichen technischen Daten,

    b)  Einleiten, Steuern, Überwachen und Optimieren des Fertigungsprozesses,

    c)  Umsetzen der Instandhaltungsvorgaben und Einhalten qualitativer und
        quantitativer Anforderungen,

    d)  Beurteilen von Auswirkungen auf den Fertigungsprozeß beim Einsatz
        neuer Werkstoffe, Verfahren und Betriebsmittel,

    e)  Anwenden der numerischen Steuerungstechnik beim Einsatz von
        Werkzeugmaschinen, bei der Programmierung und Organisation des
        Fertigungsprozesses unter Nutzung von Informationen aus
        rechnergestützten Systemen,

    f)  Einsatz und Überwachung von Automatisierungssystemen einschließlich
        der Handhabungs-, Förder- und Speichersysteme,

    g)  Aufstellen und Inbetriebnehmen von Maschinen und Fertigungssystemen,

    h)  Umsetzen der Informationen aus verknüpften, rechnergestützten Systemen
        der Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung.

3.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Montagetechnik" soll die zu prüfende
    Person nachweisen, daß sie in der Lage ist, Aufträge zur Montage von
    Maschinen und Anlagen zu planen, zu organisieren und ihre Durchführung
    zu überwachen. Sie soll in der Lage sein, Teilvorgänge und
    Zusammenhänge, die den Montageablauf bestimmen sowie
    Optimierungsmöglichkeiten des Montageprozesses zu erkennen und
    entsprechende Maßnahmen zur Umsetzung einzuleiten. Sie soll
    Montageprinzipien nach vorgegebenen Kriterien auswählen, den Eigen-
    und Fremdteileanteil mitberücksichtigen und die Auswirkungen auf den
    Montageprozeß erkennen können. In diesem Rahmen können folgende
    Qualifikationsinhalte in den Situationsaufgaben geprüft werden:

    a)  Planen und Analysieren von Montageaufträgen nach konstruktiven
        Vorgaben, Disponieren der Eigen- und Fremdteile und der terminlichen
        Vorgaben sowie Festlegen von Montageplatz, der Betriebs-, Montage- und
        Prüfmittel, der Montageprinzipien und Veranlassen des
        Montageprozesses,

    b)  Planen und Beurteilen des Einsatzes von automatisierten
        Montagesystemen einschließlich der Anwendung von Handhabungsautomaten,

    c)  Überprüfen der Funktion von Baugruppen und Bauteilen nach der Methode
        der Fehler-Möglichkeit-Einfluß-Analyse,

    d)  Inbetriebnehmen und Abnehmen von montierten Maschinen und Anlagen nach
        den geltenden technischen Richtlinien.

(4) In der Situationsaufgabe aus dem Handlungsbereich "Organisation"
sollen mindestens zwei seiner Schwerpunkte den Kern bilden. Die
Qualifikationsinhalte für diese Situationsaufgabe sind insgesamt etwa
zur Hälfte diesen Schwerpunkten zu entnehmen. Die Situationsaufgabe
soll darüber hinaus Qualifikationsinhalte aus den Schwerpunkten der
Handlungsbereiche "Technik" sowie "Führung und Personal" integrativ
mitberücksichtigen. Diese integrativen Qualifikationsinhalte sind in
annähernd gleichem Umfang den Absätzen 3 und 5 zu entnehmen; sie
sollen sich aus Qualifikationsinhalten von mindestens drei
Schwerpunkten zusammensetzen und insgesamt etwa die andere Hälfte
aller Qualifikationsinhalte dieser Situationsaufgabe ausmachen. Im
einzelnen kann die Situationsaufgabe folgende Qualifikationsinhalte
aus dem Handlungsbereich "Organisation" mit den Schwerpunkten gemäß
den Nummern 1 bis 3 umfassen:

1.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Betriebliches Kostenwesen" soll die zu
    prüfende Person nachweisen, daß sie in der Lage ist,
    betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und kostenrelevante
    Einflußfaktoren zu erfassen und zu beurteilen. Sie soll in der Lage
    sein, Möglichkeiten der Kostenbeeinflussung aufzuzeigen und Maßnahmen
    zum kostenbewußten Handeln zu planen, zu organisieren, einzuleiten und
    zu überwachen. Sie soll nachweisen, daß sie Kalkulationsverfahren und
    Methoden der Zeitwirtschaft anwenden und organisatorische sowie
    personelle Maßnahmen auch in ihrer Bedeutung als Kostenfaktoren
    beurteilen und berücksichtigen kann. In diesem Rahmen können folgende
    Qualifikationsinhalte in den Situationsaufgaben geprüft werden:

    a)  Planen, Erfassen, Analysieren und Bewerten der funktionsfeldbezogenen
        Kosten nach vorgegebenen Plandaten,

    b)  Überwachen und Einhalten des zugeteilten Budgets,

    c)  Beeinflussen der Kosten, insbesondere unter Berücksichtigung
        alternativer Fertigungskonzepte und bedarfsgerechter Lagerwirtschaft,

    d)  Beeinflussen des Kostenbewußtseins der Mitarbeiter bei
        unterschiedlichen Formen der Arbeitsorganisation,

    e)  Erstellen und Auswerten der Betriebsabrechnung durch die Kostenarten-,
        Kostenstellen- und Kostenträgerzeitrechnung,

    f)  Anwenden der Kalkulationsverfahren in der Kostenträgerstückrechnung
        einschließlich der Deckungsbeitragsrechnung,

    g)  Anwenden von Methoden der Zeitwirtschaft.

2.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Planungs-, Steuerungs- und
    Kommunikationssysteme" soll die zu prüfende Person nachweisen, daß sie
    in der Lage ist, die Bedeutung von Planungs-, Steuerungs- und
    Kommunikationssystemen zu erkennen und sie anforderungsgerecht
    auszuwählen. Sie soll nachweisen, daß sie entsprechende Systeme zur
    Überwachung von Planungszielen und Prozessen anwenden kann. In diesem
    Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte in den Situationsaufgaben
    geprüft werden:

    a)  Optimieren von Aufbau- und Ablaufstrukturen und Aktualisieren der
        Stammdaten für diese Systeme,

    b)  Erstellen, Anpassen und Umsetzen von Produktions-, Mengen-, Termin-
        und Kapazitätsplanungen,

    c)  Anwenden der Systeme für die Arbeitsablaufplanung,
        Materialflußgestaltung, Produktionsprogrammplanung und
        Auftragsdisposition einschließlich der dazugehörenden Zeit- und
        Datenermittlung,

    d)  Anwenden von Informations- und Kommunikationssystemen,

    e)  Anwenden von Logistiksystemen, insbesondere im Rahmen der Produkt- und
        Materialdisposition.

3.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz"
    soll die zu prüfende Person nachweisen, daß sie in der Lage ist,
    einschlägige Gesetze, Vorschriften und Bestimmungen in ihrer Bedeutung
    zu erkennen und ihre Einhaltung sicherzustellen. Sie soll in der Lage
    sein, Gefahren vorzubeugen, Störungen zu erkennen und zu analysieren
    sowie Maßnahmen zu ihrer Vermeidung oder Beseitigung einzuleiten. Sie
    soll sicherstellen, daß sich die Mitarbeiter arbeits-, umwelt- und
    gesundheitsschutzbewußt verhalten und entsprechend handeln. In diesem
    Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte in den Situationsaufgaben
    geprüft werden:

    a)  Überprüfen und Gewährleisten der Arbeitssicherheit, des Arbeits-,
        Gesundheits- und Umweltschutzes im Betrieb,

    b)  Fördern des Mitarbeiterbewußtseins bezüglich der Arbeitssicherheit und
        des betrieblichen Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutzes,

    c)  Planen und Durchführen von Unterweisungen in der Arbeitssicherheit,
        des Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutzes,

    d)  Überwachen der Lagerung von und des Umgangs mit umweltbelastenden und
        gesundheitsgefährdenden Betriebsmitteln, Einrichtungen, Werk- und
        Hilfsstoffen,

    e)  Planen, Vorschlagen, Einleiten und Überprüfen von Maßnahmen zur
        Verbesserung der Arbeitssicherheit sowie zur Reduzierung und
        Vermeidung von Unfällen und von Umwelt- und Gesundheitsbelastungen.

(5) In der Situationsaufgabe aus dem Handlungsbereich "Führung und
Personal" sollen mindestens zwei seiner Schwerpunkte den Kern bilden.
Die Qualifikationsinhalte für diese Situationsaufgabe sind insgesamt
etwa zur Hälfte diesen Schwerpunkten zu entnehmen. Die
Situationsaufgabe soll darüber hinaus Qualifikationsinhalte aus den
Schwerpunkten der Handlungsbereiche "Technik" und "Organisation"
integrativ mitberücksichtigen. Diese integrativen
Qualifikationsinhalte sind in annähernd gleichem Umfang den Absätzen 3
und 4 zu entnehmen; sie sollen sich aus Qualifikationsinhalten von
mindestens drei Schwerpunkten zusammensetzen und insgesamt etwa die
Hälfte aller Qualifikationsinhalte dieser Situationsaufgabe ausmachen.
Im einzelnen kann die Situationsaufgabe folgende Qualifikationsinhalte
aus dem Handlungsbereich "Führung und Personal" mit den Schwerpunkten
gemäß den Nummern 1 bis 3 umfassen:

1.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Personalführung" soll die zu prüfende
    Person nachweisen, daß sie in der Lage ist, den Personalbedarf zu
    ermitteln und den Personaleinsatz entsprechend den Anforderungen
    sicherzustellen. Sie soll in der Lage sein, die Mitarbeiter nach
    zielgerichteten Erfordernissen durch die Anwendung geeigneter Methoden
    zu verantwortlichem Handeln hinzuführen. In diesem Rahmen können
    folgende Qualifikationsinhalte in den Situationsaufgaben geprüft
    werden:

    a)  Ermitteln und Bestimmen des qualitativen und quantitativen
        Personalbedarfs unter Berücksichtigung technischer und
        organisatorischer Veränderungen,

    b)  Auswahl und Einsatz der Mitarbeiter unter Berücksichtigung ihrer
        persönlichen Daten, ihrer Eignung und Interessen sowie der
        betrieblichen Anforderungen,

    c)  Erstellen von Anforderungsprofilen, Stellenplanungen und
        -beschreibungen sowie von Funktionsbeschreibungen,

    d)  Delegieren von Aufgaben und der damit verbundenen Verantwortung,

    e)  Fördern der Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft,

    f)  Anwenden von Führungsmethoden und -mitteln zur Bewältigung
        betrieblicher Aufgaben und zum Lösen von Problemen und Konflikten,

    g)  Beteiligen der Mitarbeiter am kontinuierlichen Verbesserungsprozeß,

    h)  Einrichten, Moderieren und Steuern von Arbeits- und Projektgruppen.

2.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Personalentwicklung" soll die zu
    prüfende Person nachweisen, daß sie in der Lage ist, auf der Grundlage
    einer qualitativen und quantitativen Personalplanung eine
    systematische Personalentwicklung durchzuführen. Sie soll
    Personalentwicklungspotentiale einschätzen und Personalentwicklungs-
    und Qualifizierungsziele festlegen können. Sie soll entsprechende
    Maßnahmen planen, realisieren, ihre Ergebnisse überprüfen und die
    Umsetzung im Betrieb fördern können. In diesem Rahmen können folgende
    Qualifikationsinhalte in den Situationsaufgaben geprüft werden:

    a)  Ermitteln des quantitativen und qualitativen
        Personalentwicklungsbedarfs unter Berücksichtigung der gegenwärtigen
        und zukünftigen Anforderungen,

    b)  Festlegen der Ziele für eine kontinuierliche und
        innovationsorientierte Personalentwicklung sowie der Kategorien für
        den Qualifizierungserfolg,

    c)  Durchführung von Potentialeinschätzungen nach vorgegebenen Kriterien
        und unter Anwendung entsprechender Instrumente und Methoden,

    d)  Planen, Durchführen und Veranlassen von Maßnahmen der
        Personalentwicklung zur Qualifizierung und zielgerichteten Motivierung
        unter Berücksichtigung des betrieblichen Bedarfs und der
        Mitarbeiterinteressen,

    e)  Überprüfen der Ergebnisse aus Maßnahmen der Personalentwicklung zur
        Qualifizierung sowie Fördern ihrer betrieblichen Umsetzungsmaßnahmen,

    f)  Beraten, Fördern und Unterstützen von Mitarbeitern hinsichtlich ihrer
        beruflichen Entwicklung.

3.  Im Qualifikationsschwerpunkt "Qualitätsmanagement" soll die zu
    prüfende Person nachweisen, daß sie in der Lage ist, die
    Qualitätsziele durch Anwendung entsprechender Methoden und
    Beeinflussung des Qualitätsbewußtseins der Mitarbeiter zu sichern. Sie
    soll bei der Realisierung eines Qualitätsmanagementsystems mitwirken
    und zu dessen Verbesserung und Weiterentwicklung beitragen können. In
    diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte in den
    Situationsaufgaben geprüft werden:

    a)  Berücksichtigen des Einflusses des Qualitätsmanagementsystems auf das
        Unternehmen und die Funktionsfelder,

    b)  Fördern des Qualitätsbewußtseins der Mitarbeiter,

    c)  Anwenden von Methoden zur Sicherung und Verbesserung der Qualität,
        insbesondere der Produktqualität und Kundenzufriedenheit,

    d)  kontinuierliches Umsetzen der Qualitätsmanagementziele durch Planen,
        Sichern und Lenken von qualitätswirksamen Maßnahmen.

(6) Im situationsbezogenen Fachgespräch soll die zu prüfende Person
nachweisen, daß sie in der Lage ist, betriebliche Aufgabenstellungen
zu analysieren, zu strukturieren und einer begründeten Lösung
zuzuführen. Sie soll nachweisen, daß sie seinen Lösungsvorschlag
möglichst unter Einbeziehung von Präsentationstechniken erläutern und
erörtern kann. Das Fachgespräch hat die gleiche Struktur wie eine
schriftliche Situationsaufgabe. Es ist dabei der Handlungsbereich in
den Mittelpunkt zu stellen, der nicht Kern einer schriftlichen
Situationsaufgabe ist, es integriert insbesondere die
Qualifikationsschwerpunkte, die nicht schriftlich geprüft werden. Das
Fachgespräch soll für die zu prüfenden Person mindestens 45 Minuten
und höchstens 60 Minuten dauern.

(7) Hat die zu prüfende Person in nicht mehr als einer schriftlichen
Situationsaufgabe gemäß Absatz 1 mangelhafte Leistungen erbracht, ist
ihr darin eine mündliche Ergänzungsprüfung anzubieten. Bei einer
ungenügenden schriftlichen Prüfungsleistung besteht diese Möglichkeit
nicht. Die Ergänzungsprüfung soll handlungsspezifisch und integriert
durchgeführt werden und nicht länger als 20 Minuten dauern. Die
Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistung und die der mündlichen
Ergänzungsprüfung werden zu einer Note zusammengefasst. Dabei wird die
Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistung doppelt gewichtet.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/indmetmeistv_1997/__5.html
Directory: indmetmeistv_1997
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