Title: § 27 Zulassung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung

Description:
Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO 2002)
Dritter Abschnitt - Die Ärztliche Prüfung
Zweiter Unterabschnitt - Zweiter Abschnitt der Ärztlichen Prüfung
§ 27 Zulassung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung

Paragraph: 27

Content:
Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO 2002)
Dritter Abschnitt - Die Ärztliche Prüfung
Zweiter Unterabschnitt - Zweiter Abschnitt der Ärztlichen Prüfung
§ 27 Zulassung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung

(1) Zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung wird unbeschadet § 3
Abs. 5 und § 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 zugelassen, wer die
Leistungsnachweise für die in den Sätzen 4 und 5 genannten Fächer und
Querschnittsbereiche zwischen dem Bestehen des Ersten Abschnitts der
Ärztlichen Prüfung und dem Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung
erbracht hat. Die Universitäten regeln in ihren Studienordnungen das
Nähere zu den Anforderungen und zum Verfahren bei der Erbringung der
Leistungsnachweise nach den Sätzen 4 und 5. Sie können sich aufgrund
vertraglicher Vereinbarungen der Einrichtung nach § 14 Abs. 3 Satz 2
bedienen. Die zu erbringenden Leistungsnachweise umfassen folgende
Fächer:

1.  Allgemeinmedizin,

2.  Anästhesiologie,

3.  Arbeitsmedizin, Sozialmedizin,

4.  Augenheilkunde,

5.  Chirurgie,

6.  Dermatologie, Venerologie,

7.  Frauenheilkunde, Geburtshilfe,

8.  Hals-Nasen-Ohrenheilkunde,

9.  Humangenetik,

10. Hygiene, Mikrobiologie, Virologie,

11. Innere Medizin,

12. Kinderheilkunde,

13. Klinische Chemie, Laboratoriumsdiagnostik,

14. Neurologie,

15. Orthopädie,

16. Pathologie,

17. Pharmakologie, Toxikologie,

18. Psychiatrie und Psychotherapie,

19. Psychosomatische Medizin und Psychotherapie,

20. Rechtsmedizin,

21. Urologie,

22. Wahlfach.

In den folgenden Querschnittsbereichen sind ebenfalls
Leistungsnachweise zu erbringen:

1.  Epidemiologie, medizinische Biometrie und medizinische Informatik,

2.  Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin,

3.  Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystem, Öffentliches Gesundheitswesen,

4.  Infektiologie, Immunologie,

5.  Klinisch-pathologische Konferenz,

6.  Klinische Umweltmedizin,

7.  Medizin des Alterns und des alten Menschen,

8.  Notfallmedizin,

9.  Klinische Pharmakologie/Pharmakotherapie,

10. Prävention, Gesundheitsförderung,

11. Bildgebende Verfahren, Strahlenbehandlung, Strahlenschutz,

12. Rehabilitation, Physikalische Medizin, Naturheilverfahren,

13. Palliativmedizin,

14. Schmerzmedizin.

Die Universitäten legen in ihren Studienordnungen das Nähere über die
Vermittlung der Querschnittsbereiche fest. Die Vermittlung soll
themenbezogen, am Gegenstand ausgerichtet und fächerverbindend
erfolgen. Die Gesamtstundenzahl für die Fächer und
Querschnittsbereiche beträgt mindestens 868 Stunden. Der
Leistungsnachweis nach Satz 5 Nummer 13 ist erstmals zum Beginn des
Praktischen Jahres im August 2013 oder bei der Meldung zum Zweiten
Abschnitt der Ärztlichen Prüfung für den Prüfungstermin ab Oktober
2014 vorzulegen. Der Leistungsnachweis nach Satz 5 Nummer 14 ist
erstmals bei der Anmeldung zum Zweiten Abschnitt der Ärztlichen
Prüfung für den Prüfungstermin ab Oktober 2016 vorzulegen.

(2) Die Universitäten können unter Beibehaltung der Gesamtstundenzahl
die Kataloge nach Absatz 1 Satz 4 und 5 an die medizinisch-
wissenschaftliche Entwicklung in der Studienordnung anpassen.

(3) Die Universitäten sollen ihre Leistungsnachweise nach Absatz 1
Satz 4 soweit möglich und zweckmäßig fächerübergreifend ausrichten.
Mindestens drei Leistungsnachweise sind fächerübergreifend in der
Weise auszugestalten, dass mindestens jeweils drei der Fächer nach
Absatz 1 Satz 4 einen fächerübergreifenden Leistungsnachweis bilden.
Dabei hat die Universität auf dem fächerübergreifenden
Leistungsnachweis kenntlich zu machen, welche Fächer nach Absatz 1
Satz 4 in den fächerübergreifenden Leistungsnachweisen enthalten sind.
Die im fächerübergreifenden Leistungsnachweis erfolgreich
nachgewiesenen Kenntnisse in den Fächern nach Absatz 1 Satz 4 gelten
damit als erbracht. § 15 Abs. 10 Satz 3 gilt entsprechend.

(4) Zusätzlich zu den Leistungsnachweisen nach den Absätzen 1 bis 3
ist die regelmäßige Teilnahme an folgenden fünf Blockpraktika
nachzuweisen:

1.  Innere Medizin,

2.  Chirurgie,

3.  Kinderheilkunde,

4.  Frauenheilkunde,

5.  Allgemeinmedizin.

(5) Die in den Absätzen 1 bis 4 genannten Leistungsnachweise sind zu
benoten. Für die Benotung der Leistungsnachweise gilt § 13 Abs. 2
entsprechend. Die Noten der Leistungsnachweise werden auf dem Zeugnis
nach dem Muster der Anlage 12 zu dieser Verordnung gesondert
ausgewiesen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/_appro_2002/__27.html
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