Title: § 14

Description:
Verordnung über diätetische Lebensmittel (DiätV)
Dritter Abschnitt - Sondervorschriften für bestimmte Lebensmittel
§ 14

Paragraph: 14

Content:
Verordnung über diätetische Lebensmittel (DiätV)
Dritter Abschnitt - Sondervorschriften für bestimmte Lebensmittel
§ 14

(1) Diätetische Lebensmittel für Säuglinge oder Kleinkinder müssen
folgenden Anforderungen entsprechen:

1.  sie dürfen, soweit andere lebensmittelrechtliche Vorschriften keine
    strengeren Regelungen treffen,

    a)  an Pflanzenschutz-, Schädlingsbekämpfungs- und Vorratsschutzmitteln
        vorbehaltlich der Buchstaben b und c jeweils nicht mehr als 0,01
        Milligramm pro Kilogramm enthalten,

    b)  bezüglich der in Anlage 22 aufgeführten Stoffe keine Rückstände
        aufweisen, die die dort jeweils genannten Höchstgehalte überschreiten,

    c)  nicht aus Erzeugnissen hergestellt werden, bei deren Erzeugung die in
        Anlage 23 aufgeführten Pflanzenschutz-, Schädlingsbekämpfungs- und
        Vorratsschutzmittel angewendet wurden; als nicht angewendet gelten
        diese Mittel, wenn die für sie in Anlage 23 festgesetzten
        Rückstandshöchstgehalte nicht überschritten sind;

    der Wert nach Buchstabe a und die Werte nach Buchstabe b beziehen sich
    im Falle von Getreidebeikost und anderer Beikost für Säuglinge und
    Kleinkinder sowie im Falle von Säuglingsanfangsnahrung und
    Folgenahrung auf das verzehrfertig angebotene oder nach den
    Anweisungen des Herstellers zubereitete Erzeugnis;

2.  (weggefallen)

3.  bei Verwendung von Milch, Milcherzeugnissen oder Milchbestandteilen
    dürfen Bakterienhemmstoffe mit biologischen Untersuchungsverfahren
    nicht nachweisbar sein.

(2) Diätetische Lebensmittel für Säuglinge oder Kleinkinder müssen
ferner folgenden Anforderungen entsprechen:

1.  in ihnen enthaltene Getreideanteile oder Getreideerzeugnisse müssen
    frei von Rückständen an Schleif- und Poliermitteln und frei von groben
    Spelzensplittern sein;

2.  ihr Gehalt an in Salzsäure unlöslichen mineralischen Bestandteilen
    darf 0,1 Hundertteile nicht überschreiten;

3.  in Backwaren darf nach dem Backprozess der Gehalt an wasserlöslichen
    Kohlenhydraten, die durch den Stärkeabbau im Back- und Röstprozess
    sowie durch enzymatischen Abbau entstanden sind, nicht weniger als 12
    Hundertteile betragen;

4.  sind sie unter Verwendung von Milch, Milcherzeugnissen oder
    Milchbestandteilen hergestellt, so dürfen

    a)  in 1,0 Milliliter eines genussfertig in den Verkehr gebrachten
        Lebensmittels nicht mehr als 10.000 Keime, in 1,0 Gramm eines trocken
        oder eingedickt in den Verkehr gebrachten Lebensmittels nicht mehr als
        50\.000 Keime nachweisbar sein, wobei in sauren Milcherzeugnissen die
        diesen wesenseigentümlichen Bakterienarten nicht zu berücksichtigen
        sind,

    b)  in 1,0 Milliliter des genussfertig oder in 0,1 Gramm des trocken oder
        eingedickt in den Verkehr gebrachten Lebensmittels nicht mehr als 150
        aerobe sporenbildende oder andere eiweißlösende Bakterien (Kaseolyten)
        züchtbar sein;

5.  sie müssen, wenn sie zur Verwendung als Kinderzucker, Nährzucker oder
    Aufbauzucker in den Verkehr gebracht werden, aus einem Gemisch von
    Monosacchariden, Disacchariden, höheren Oligosacchariden und
    Polysacchariden bestehen, wobei der Gehalt an Monosacchariden nicht
    mehr als 15 Hundertteile betragen darf; davon abweichend müssen
    Erzeugnisse, die nicht ausschließlich für gesunde Säuglinge oder
    Kleinkinder bestimmt sind, aus Stärkeabbauprodukten bestehen, wobei
    der Gehalt an Maltose nicht weniger als 20 Hundertteile und nicht mehr
    als 50 Hundertteile betragen darf; diese Vorschriften gelten nicht für
    Malzextrakt.

6.  (weggefallen)

(3) (weggefallen)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/di_tv/__14.html
Directory: diaetv
Level: 3.0