Title: § 36 Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

Description:
Verordnung zur Kriegsopferfürsorge (KFürsV)
Abschnitt 8 - Einkommen, Einkommensberechnung
§ 36 Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

Paragraph: 36

Content:
Verordnung zur Kriegsopferfürsorge (KFürsV)
Abschnitt 8 - Einkommen, Einkommensberechnung
§ 36 Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

(1) Welche Einkünfte zu den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung
gehören, bestimmt sich nach § 21 Abs. 1 und 3 des
Einkommensteuergesetzes.

(2) Als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung ist der Überschuß der
Einnahmen über die mit ihrer Erzielung verbundenen notwendigen
Ausgaben (§ 25d Abs. 3 Nr. 4 des Bundesversorgungsgesetzes)
anzusetzen; zu den Ausgaben gehören

1.  Schuldzinsen und sonstige dauernde Lasten, soweit sie mit den
    Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung in wirtschaftlichem
    Zusammenhang stehen,

2.  Steuern vom Grundbesitz, sonstige öffentliche Abgaben und
    Versicherungsbeiträge, soweit solche Ausgaben sich auf Gebäude und
    Gegenstände beziehen, die zur Einnahmeerzielung dienen,

3.  (weggefallen)

4.  der Erhaltungsaufwand,

5.  sonstige Aufwendungen zur Bewirtschaftung des Haus- und Grundbesitzes,
    ohne besonderen Nachweis Aufwendungen in Höhe von 1 vom Hundert der
    Jahresroheinnahmen.

(3) Zu den Schuldzinsen im Sinne des Absatzes 2 Nr. 1 gehören bei
gewährter Kapitalabfindung nach den §§ 72 bis 80 des
Bundesversorgungsgesetzes oder bei einer Rentenkapitalisierung nach
dem Rentenkapitalisierungsgesetz-KOV in den Fällen des § 74 Abs. 2 des
Bundesversorgungsgesetzes ein Zehntel und des § 74 Abs. 3 des
Bundesversorgungsgesetzes ein Zwanzigstel des der Kapitalabfindung
zugrunde liegenden Jahresbetrags.

(4) Zum Erhaltungsaufwand im Sinne des Absatzes 2 Nr. 4 gehören die
Ausgaben für Instandsetzung und Instandhaltung, nicht jedoch Ausgaben
für Verbesserungen; ohne Nachweis können bei Wohngrundstücken, die vor
dem 1. Januar 1925 bezugsfähig geworden sind, 15 vom Hundert, bei
Wohngrundstücken, die nach dem 31. Dezember 1924 bezugsfähig geworden
sind, 10 vom Hundert der Jahresroheinnahmen als Erhaltungsaufwand
berücksichtigt werden.

(5) Die in Absatz 2 genannten Ausgaben sind von den Einnahmen insoweit
nicht abzusetzen, als sie auf den von Vermietern oder Verpächtern
selbst genutzten Teil des vermieteten oder verpachteten Gegenstands
entfallen.

(6) Als Einkünfte aus der Vermietung von möblierten Wohnungen und von
Zimmern sind anzusetzen

*    *   bei möblierten Wohnungen

    *   80 vom Hundert,

*    *   bei möblierten Zimmern

    *   70 vom Hundert,

*    *   bei Leerzimmern

    *   90 vom Hundert

der Roheinnahmen. Dies gilt nicht, wenn geringere Einkünfte
nachgewiesen werden.

(7) Die Einkünfte sind als Jahreseinkünfte, bei der Vermietung von
möblierten Wohnungen und von Zimmern jedoch als Monatseinkünfte zu
berechnen. Sind sie als Jahreseinkünfte zu berechnen, gilt § 35 Abs. 3
entsprechend.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kf_rsv/__36.html
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