Title: § 7 Weiterbildung

Description:
Verordnung über die Versicherungsvermittlung und -beratung (VersVermV 2018)
Abschnitt 1 - Erlaubnisverfahren, Sachkundenachweis, Weiterbildung
§ 7 Weiterbildung

Paragraph: 7

Content:
Verordnung über die Versicherungsvermittlung und -beratung (VersVermV 2018)
Abschnitt 1 - Erlaubnisverfahren, Sachkundenachweis, Weiterbildung
§ 7 Weiterbildung

(1) Durch die Weiterbildung erbringen die nach § 34d Absatz 9 Satz 2
der Gewerbeordnung zur Weiterbildung Verpflichteten den Nachweis, dass
sie ihre berufliche Handlungsfähigkeit erhalten, anpassen oder
erweitern. Die Weiterbildung muss dabei mindestens den Anforderungen
der ausgeübten Tätigkeiten des zur Weiterbildung Verpflichteten
entsprechen und die Aufrechterhaltung seiner Fachkompetenz und seiner
personalen Kompetenz gewährleisten. Die Weiterbildung kann in
Präsenzform, im Selbststudium, durch betriebsinterne Maßnahmen des
Gewerbetreibenden oder in einer anderen geeigneten Form durchgeführt
werden. Bei Weiterbildungsmaßnahmen im Selbststudium ist eine
nachweisbare Lernerfolgskontrolle durch den Anbieter der Weiterbildung
erforderlich. Der Anbieter muss sicherstellen, dass der
Weiterbildungsmaßnahme eine Planung zugrunde liegt, sie systematisch
organisiert ist und die Qualifikation derjenigen, die die
Weiterbildung durchführen, gewährleistet wird. Die Anforderungen an
die Qualität der Weiterbildungsmaßnahme bestimmen sich nach der Anlage
3\. Der Erwerb einer der in § 5 aufgeführten Berufsqualifikationen gilt
als Weiterbildung.

(2) Die zur Weiterbildung verpflichteten Gewerbetreibenden nach § 34d
Absatz 9 Satz 2 der Gewerbeordnung sind verpflichtet, nach Maßgabe des
Satzes 2 Nachweise und Unterlagen zu sammeln über
Weiterbildungsmaßnahmen, an denen sie und ihre zur Weiterbildung
verpflichteten Beschäftigten teilgenommen haben. Aus den Nachweisen
und Unterlagen müssen mindestens ersichtlich sein

1.  Name und Vorname des Gewerbetreibenden oder des jeweiligen
    Beschäftigten,

2.  Datum, Umfang, Inhalt und Bezeichnung der Weiterbildungsmaßnahme,

3.  Name und Vorname oder Firma sowie Adresse und Kontaktdaten des
    Weiterbildungsanbieters.

Die Nachweise und Unterlagen sind fünf Jahre auf einem dauerhaften
Datenträger vorzuhalten und in den Geschäftsräumen aufzubewahren. Die
Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem die
Weiterbildungsmaßnahme durchgeführt wurde.

(3) Die zuständige Industrie- und Handelskammer kann anordnen, dass
der Gewerbetreibende ihr gegenüber eine unentgeltliche Erklärung mit
dem Inhalt nach dem Muster der Anlage 4 über die Erfüllung der
Weiterbildungspflicht im vorangegangenen Kalenderjahr durch ihn und
seine zur Weiterbildung verpflichteten Beschäftigten abgibt. Die
Erklärung kann elektronisch erfolgen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/versvermv_2018/__7.html
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