Title: § 65 Selbstauskunft bei der Vermittlung des Vertragsschlusses über eine Vermögensanlage im Sinne des § 2a des Vermögensanlagengesetzes

Description:
Gesetz über den Wertpapierhandel (WpHG)
Abschnitt 11 - Verhaltenspflichten, Organisationspflichten, Transparenzpflichten
§ 65 Selbstauskunft bei der Vermittlung des Vertragsschlusses über eine Vermögensanlage im Sinne des § 2a des Vermögensanlagengesetzes

Paragraph: 65

Content:
Gesetz über den Wertpapierhandel (WpHG)
Abschnitt 11 - Verhaltenspflichten, Organisationspflichten, Transparenzpflichten
§ 65 Selbstauskunft bei der Vermittlung des Vertragsschlusses über eine Vermögensanlage im Sinne des § 2a des Vermögensanlagengesetzes

(1) Ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen hat vor der Vermittlung
des Vertragsschlusses über eine Vermögensanlage im Sinne des § 2a des
Vermögensanlagengesetzes von dem Kunden insoweit eine Selbstauskunft
über dessen Vermögen oder dessen Einkommen einzuholen, wie dies
erforderlich ist, um prüfen zu können, ob der Gesamtbetrag der
Vermögensanlagen desselben Emittenten, die von dem Kunden erworben
werden, folgende Beträge nicht übersteigt:

1.  10 000 Euro, sofern der jeweilige Anleger nach seiner Selbstauskunft
    über ein frei verfügbares Vermögen in Form von Bankguthaben und
    Finanzinstrumenten von mindestens 100 000 Euro verfügt, oder

2.  den zweifachen Betrag des durchschnittlichen monatlichen
    Nettoeinkommens des jeweiligen Anlegers, höchstens jedoch 25 000 Euro.

Satz 1 gilt nicht, wenn der Gesamtbetrag der Vermögensanlagen
desselben Emittenten, die von dem Kunden erworben werden, 1 000 Euro
nicht überschreitet. Ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen darf
einen Vertragsschluss über eine Vermögensanlage im Sinne des § 2a des
Vermögensanlagengesetzes nur vermitteln, wenn es geprüft hat, dass der
Gesamtbetrag der Vermögensanlagen desselben Emittenten, die von dem
Kunden erworben werden, 1 000 Euro oder die in Satz 1 Nummer 1 und 2
genannten Beträge nicht übersteigt. Die Sätze 1 und 3 gelten nicht,
wenn der Anleger eine Kapitalgesellschaft ist oder eine GmbH & Co. KG,
deren Kommanditisten gleichzeitig Gesellschafter der GmbH oder an der
Entscheidungsfindung der GmbH beteiligt sind, sofern die GmbH & Co. KG
kein Investmentvermögen und keine Verwaltungsgesellschaft nach dem
Kapitalanlagegesetzbuch ist.

(2) Soweit die in Absatz 1 genannten Informationen auf Angaben des
Kunden beruhen, hat das Wertpapierdienstleistungsunternehmen die
Fehlerhaftigkeit oder Unvollständigkeit der Angaben seines Kunden
nicht zu vertreten, es sei denn, die Unvollständigkeit oder
Unrichtigkeit der Kundenangaben ist ihm bekannt oder infolge grober
Fahrlässigkeit unbekannt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/wphg/__65.html
Directory: wphg
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