Title: § 21 Ermittlung des durchschnittlichen Arbeitsentgelts

Description:
Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (MuSchG 2018)
Abschnitt 4 - Leistungen
§ 21 Ermittlung des durchschnittlichen Arbeitsentgelts

Paragraph: 21

Content:
Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (MuSchG 2018)
Abschnitt 4 - Leistungen
§ 21 Ermittlung des durchschnittlichen Arbeitsentgelts

(1) Bei der Bestimmung des Berechnungszeitraumes für die Ermittlung
des durchschnittlichen Arbeitsentgelts für die Leistungen nach den §§
18 bis 20 bleiben Zeiten unberücksichtigt, in denen die Frau infolge
unverschuldeter Fehlzeiten kein Arbeitsentgelt erzielt hat. War das
Beschäftigungsverhältnis kürzer als drei Monate, ist der Berechnung
der tatsächliche Zeitraum des Beschäftigungsverhältnisses zugrunde zu
legen.

(2) Für die Ermittlung des durchschnittlichen Arbeitsentgelts für die
Leistungen nach den §§ 18 bis 20 bleiben unberücksichtigt:

1.  einmalig gezahltes Arbeitsentgelt im Sinne von § 23a des Vierten
    Buches Sozialgesetzbuch,

2.  Kürzungen des Arbeitsentgelts, die im Berechnungszeitraum infolge von
    Kurzarbeit, Arbeitsausfällen oder unverschuldetem Arbeitsversäumnis
    eintreten, und

3.  im Fall der Beendigung der Elternzeit nach dem Bundeselterngeld- und
    Elternzeitgesetz das Arbeitsentgelt aus Teilzeitbeschäftigung, das vor
    der Beendigung der Elternzeit während der Elternzeit erzielt wurde,
    soweit das durchschnittliche Arbeitsentgelt ohne die Berücksichtigung
    der Zeiten, in denen dieses Arbeitsentgelt erzielt wurde, höher ist.

(3) Ist die Ermittlung des durchschnittlichen Arbeitsentgelts
entsprechend den Absätzen 1 und 2 nicht möglich, ist das
durchschnittliche kalendertägliche Arbeitsentgelt einer vergleichbar
beschäftigten Person zugrunde zu legen.

(4) Bei einer dauerhaften Änderung der Arbeitsentgelthöhe ist die
geänderte Arbeitsentgelthöhe bei der Ermittlung des durchschnittlichen
Arbeitsentgelts für die Leistungen nach den §§ 18 bis 20 zugrunde zu
legen, und zwar

1.  für den gesamten Berechnungszeitraum, wenn die Änderung während des
    Berechnungszeitraums wirksam wird,

2.  ab Wirksamkeit der Änderung der Arbeitsentgelthöhe, wenn die Änderung
    der Arbeitsentgelthöhe nach dem Berechnungszeitraum wirksam wird.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/muschg_2018/__21.html
Directory: muschg_2018
Level: 3.0