Title: Anlage 6 Schutzabstände für das Verwenden von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorien F4 (Feuerwerkskörper) und T2 (pyrotechnische Gegenstände für Bühne und Theater)

Description:
Erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz (SprengV 1)
Abschnitt XIII - Übergangs- und Schlußvorschriften
Anlage 6 Schutzabstände für das Verwenden von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorien F4 (Feuerwerkskörper) und T2 (pyrotechnische Gegenstände für Bühne und Theater)

Paragraph: 6a

Content:
Erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz (SprengV 1)
Abschnitt XIII - Übergangs- und Schlußvorschriften
Anlage 6 Schutzabstände für das Verwenden von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorien F4 (Feuerwerkskörper) und T2 (pyrotechnische Gegenstände für Bühne und Theater)

(Fundstelle: BGBl. I 2017, 1627 — 1631)

**1** **Begriffsbestimmungen**

1.1 Abbrennplatz ist die Fläche, die beim Verwenden von pyrotechnischen
    Gegenständen (Abbrennen eines Feuerwerks) für das Aufstellen der
    pyrotechnischen Gegenstände sowie der Hilfsgeräte (inklusive
    benötigter Rohre für die Verwendung) benötigt wird.

1.2 Außenbereich umfasst alle Bereiche außer den Innenbereich (zum
    Beispiel Konzertbühne unter freiem Himmel).

1.3 Innenbereich ist ein allseitig umschlossener Raum, der
    Lüftungseinrichtungen beinhalten kann.

1.4 Bodenfeuerwerk sind pyrotechnische Gegenstände, die auf dem Boden
    aufgestellt oder bodennah angebracht werden und sich beim Verwenden
    nicht von ihrer Halterung lösen (insbesondere Fontänen, Vulkane,
    bengalische Lichter, Knallkörper und Sonnen).

1.5 Effektausdehnung eines pyrotechnischen Gegenstandes ist der Raum, in
    den die Effektkörper beim Ausstoß oder der Zerlegung des
    pyrotechnischen Gegenstandes weggeschleudert werden und der durch die
    Effekthöhe und die radiale Effektweite bestimmt wird.

1.6 Effekthöhe eines pyrotechnischen Gegenstandes ist der vom Boden des
    Gegenstandes gemessene maximale Abstand des Effektes in
    Ausstoßrichtung.

1.7 Radiale Effektweite eines pyrotechnischen Gegenstandes ist der Abstand
    zwischen der Linie der Verwendungsrichtung und dem am weitesten
    entfernten Effektkörper.

1.8 Schutzabstand ist der Abstand von der Verwendungsstelle, in dem beim
    Verwenden von pyrotechnischen Gegenständen eine Gefährdung, zum
    Beispiel durch brennende Teile oder Reststücke, gegeben ist.

1.9 Weggeschleuderte Reststücke sind inerte Teile von pyrotechnischen
    Gegenständen, die während der Funktion ausgestoßen oder
    weggeschleudert werden und auf Grund ihrer Masse oder mechanischen
    Beschaffenheit (zum Beispiel harte Endabschlüsse aus Gips) eine
    Gefährdung darstellen.

1.10 Zerlegungshöhe ist der senkrechte Abstand zwischen der
    Verwendungsstelle und der Horizontalen, die durch den Ort der
    Zerlegung verläuft.

1.11 Verantwortliche Person im Sinne dieser Anlage ist eine zur Verwendung
    pyrotechnischer Gegenstände der jeweiligen Kategorie berechtigte, vom
    Erlaubnisinhaber beauftragte Person.

**2** **Ortsabhängige und variable Einflussfaktoren**

2.1 Lage und Beschaffenheit des Ortes für die Verwendung, die
    Verwendungsmodalitäten und andere Bedingungen im Innen- oder
    Außenbereich

2.1.1 Der Erlaubnisinhaber oder eine verantwortliche Person hat

2.1.1.1 bei der Auswahl der pyrotechnischen Gegenstände, der Hilfsgeräte und
    der Art und Weise des Verwendens (zum Beispiel des Verwendungs- oder
    Neigungswinkels) sowie bei der Ermittlung des anzuwendenden
    Schutzabstandes für das Verwenden dieser pyrotechnischen Gegenstände
    die Bedingungen, die im Umfeld des Abbrennplatzes vorliegen,
    hinreichend zu beachten,

2.1.1.2 die zur Ermittlung der Schutzabstände notwendigen Angaben und
    Informationen sowie den ermittelten Schutzabstand zu dokumentieren,

2.1.1.3 die im Außenbereich zu berücksichtigende Windgeschwindigkeit an
    geeigneter Stelle vor Beginn des Verwendens in einer Höhe von 2 m zu
    messen.

2.2 Einhaltung der Schutzabstände

    Der Erlaubnisinhaber oder eine verantwortliche Person darf die
    betreffenden pyrotechnischen Gegenstände nicht verwenden, wenn er oder
    sie die nach den Nummern 3 und 4 ermittelten Schutzabstände nicht
    einhalten kann.

2.3 Brandempfindliche Objekte und Materialien dürfen sich innerhalb des
    durch den Schutzabstand definierten Bereichs nur befinden, wenn sie
    ausreichend geschützt sind.

**3** **Schutzabstände beim Verwenden von Feuerwerkskörpern der Kategorie
    F4**

3.1 Absperrung des Abbrennplatzes

    Der Abbrennplatz ist ab dem Beginn des Aufbaus des Feuerwerks nach
    allen Seiten so deutlich abzusperren oder zu kennzeichnen, dass Dritte
    die Absperrung ohne Weiteres erkennen können. Während der Zeit der
    Vorbereitung und des Aufbaus des Feuerwerks ist in der Regel eine
    Absperrung in einem Umkreis von 20 m um den Abbrennplatz ausreichend.
    Die Absperrung kann verringert werden, wenn ausreichende
    Sicherheitsmaßnahmen vorgenommen werden.

3.2 Einhaltung der Schutzabstände

    Der Erlaubnisinhaber oder die von ihm beauftragte verantwortliche
    Person ist verpflichtet, während des Verwendens des Feuerwerks den
    jeweils notwendigen Schutzabstand zu gewährleisten. In dieser Zeit
    dürfen sich nur Personen innerhalb des durch den Schutzabstand
    definierten Bereichs aufhalten, die von der verantwortlichen Person
    dazu bestimmt wurden. Die verantwortliche Person hat geeignete
    Schutzmaßnahmen für diese Personen festzulegen.

3.3 Schutzabstand bei vertikalem Verwenden und Windgeschwindigkeiten von*
    9 m/s

    Liegen beim Verwenden eines Feuerwerkskörpers der Kategorie F4 die
    folgenden Verwendungsbedingungen vor, so ergibt sich der zu
    ermittelnde Schutzabstand aus den Leistungsdaten des
    Feuerwerkskörpers:

    –   vertikales Verwenden vom Boden

    –   Windgeschwindigkeit*                          9 m/s

    –   ohne Berücksichtigung weiterer ortsabhängiger und variabler
        Bedingungen.

    Der Schutzabstand beträgt unter diesen Verwendungsbedingungen:

3.3.1 bei Bodenfeuerwerk: 20 m; bei Lichterbildern entspricht der
    Schutzabstand dem maximalen Schutzabstand der Einzelgegenstände,

3.3.2 bei Bomben und Bombetten mit Kaliber*                    50 mm (auch
    als Teile von Feuertöpfen, Batterien und Römischen Lichtern): 80 % der
    Zerlegungshöhe in m, jedoch mindestens 800 x Kaliber in mm,

3.3.3 bei Bomben und Bombetten zur Erzeugung eines Knalls als Haupteffekt
    (auch als Teile von Feuertöpfen, Batterien und Römischen Lichtern):
    100 % der Zerlegungshöhe in m, jedoch mindestens 1 000 x Kaliber in
    mm,

3.3.4 bei Tagesbomben ohne brennbare Effekte: 80 % der Zerlegungshöhe,
    unabhängig vom Kaliber,

3.3.5 bei nicht in den Ziffern 3.3.2 bis 3.3.4 genannten Feuerwerkskörpern:
    30 m, wenn die maximale Effekt- oder Zerlegungshöhe 30 m nicht
    übersteigt,

3.3.6 bei nicht in den Ziffern 3.3.2 bis 3.3.4 genannten Feuerwerkskörpern:
    50 m, wenn die maximale Effekt- oder Zerlegungshöhe 30 m übersteigt,

3.3.7 bei Raketen und steigenden Kronen abweichend von den Ziffern 3.3.1 bis
    3\.3.6 in der Verwendungsrichtung: 200 m, in den anderen Richtungen:
    125 m,

3.3.8 bei Gegenständen, deren nach den Ziffern 3.3.2 bis 3.3.7 ermittelte
    Schutzabstände kleiner sind als der Abstand ihrer seitlich
    weggeschleuderten Reststücke:

    das 1,1-fache der Wurfweite/des Abstandes dieser Reststücke,

3.3.9 Bei Wasserfeuerwerkskörpern sind die Schutzabstände in Abhängigkeit
    des Effekts und der Funktion durch Einzelfallbetrachtungen zu
    ermitteln.

3.4 Schutzabstand beim Verwenden unter anderen als in Ziffer 3.3 genannten
    Bedingungen

    Liegt beim Verwenden eines Feuerwerkskörpers der Kategorie F4
    mindestens eine der folgenden Verwendungsbedingungen vor, ergibt sich
    der zu berücksichtigende Schutzabstand aus den Regelungen der Ziffern
    3\.4.1 bis 3.4.4:

    –   Abbrennplatz auf einem Bauwerk

    –   Abbrennplatz auf Geländesteigungen oder -erhebungen

    –   Verwendung unter Neigungswinkel

    –   Windgeschwindigkeit größer 9 m/s bis 13 m/s

    –   Windgeschwindigkeit größer 13 m/s.

    Dem Schutzabstand liegt der durch den Hersteller nach § 18 Absatz 7
    ermittelte und in der Kennzeichnung angegebene Schutzabstand oder die
    entsprechende Regelung gemäß Ziffer 3.3 zugrunde. Der zu
    berücksichtigende Schutzabstand ist durch den Verwender zu ermitteln,
    wobei für die jeweils zu treffenden Verwendungsbedingungen die
    Regelungen in der im Folgenden genannten Reihenfolge anzuwenden sind:

3.4.1 Befindet sich der Abbrennplatz auf einem Bauwerk, ist bei Gegenständen
    nach den Ziffern 3.3.2 bis 3.3.4, 3.3.7 und 3.3.8 die Höhe des
    Bauwerks zu der Effekt- oder Zerlegungshöhe zu addieren. Danach ist
    der Schutzabstand gemäß den Ziffern 3.3.2 bis 3.3.4 und 3.3.8 zu
    berechnen.

3.4.2 Befindet sich der Abbrennplatz auf einem Gelände mit einer Steigung
    von*                    20 %, so ist der Schutzabstand für
    Feuerwerkskörper nach den Ziffern 3.3.2 bis 3.3.4, 3.3.7 und 3.3.8 um
    20 % zu vergrößern. Bei Geländeerhebungen mit einem nahezu senkrechten
    Anstieg gilt für die Bestimmung des Schutzabstandes die Ziffer 3.4.1.

3.4.3 Beim Verwenden von Feuerwerkskörpern unter einem Neigungswinkel von
    der Senkrechten ist der nach den Ziffern 3.3.2 bis 3.3.4, 3.3.8, 3.4.1
    und 3.4.2 ermittelte Schutzabstand in Abhängigkeit des Neigungswinkels
    von der Senkrechten in Neigungsrichtung folgendermaßen zu vergrößern:

    *        *   Neigungswinkel
            (von der Senkrechten) in °

        *   Erhöhung des Schutzabstandes
            in %

    *        *   5 bis 10

        *   40

    *        *   11 bis 15

        *   60

    *        *   16 bis 20

        *   80

    Ist der Neigungswinkel größer als 20 Grad von der Senkrechten, ist zur
    Festlegung des Schutzabstandes eine Einzelfallbeurteilung vorzunehmen.
    In die der Neigungsrichtung entgegengesetzte Richtung kann der
    Schutzabstand um maximal 40 % verringert werden.

3.4.4 Bei Windgeschwindigkeiten > 9 m/s sind die nach den Ziffern 3.3.2 bis
    3\.3.9 und 3.4.1 bis 3.4.3 ermittelten Schutzabstände in Windrichtung
    folgendermaßen zu vergrößern:

    *        *   Windgeschwindigkeiten
            in m/s

        *   Erhöhung des Schutzabstandes
            in %

    *        *   größer 9 bis 13

        *   100

    *        *   größer 13

        *   200

    In die der Windrichtung entgegengesetzte Richtung kann der
    Schutzabstand um maximal 40 % verringert werden.

**4** **Schutzabstände beim Verwenden von pyrotechnischen Gegenständen für
    Bühne und Theater der Kategorie T2**

4.1 Einhaltung der Schutzabstände

    Der Erlaubnisinhaber oder die von ihm beauftragte verantwortliche
    Person hat während des Verwendens der pyrotechnischen Gegenstände für
    Bühne und Theater der Kategorie T2 den jeweils notwendigen
    Schutzabstand zu gewährleisten. In dieser Zeit dürfen sich nur
    Personen innerhalb des durch den Schutzabstand definierten Bereichs
    aufhalten, die von der verantwortlichen Person dazu bestimmt wurden.
    Die verantwortliche Person hat geeignete Schutzmaßnahmen für diese
    Personen festzulegen.

4.2 Schutzabstände bei vertikaler Verwendung und bei
    Windgeschwindigkeiten*                      9 m/s

    Liegen beim Verwenden eines pyrotechnischen Gegenstandes für Bühne und
    Theater der Kategorie T2 die folgenden Verwendungsbedingungen vor, so
    ergibt sich der zu ermittelnde Schutzabstand aus den Leistungsdaten
    des pyrotechnischen Gegenstandes:

    –   vertikales Verwenden vom Boden

    –   Windgeschwindigkeit bis zu einer Windgeschwindigkeit von 9 m/s

    –   ohne Berücksichtigung weiterer ortsabhängiger und variabler
        Bedingungen.

    Der Schutzabstand ist auf Basis der Effektausdehnungen, der Wurfweiten
    von Fragmenten und von brennendem und glimmendem Material sowie auf
    Basis des angegebenen Schalldruckes zu berechnen.

4.2.1 Der auf die jeweilige Effektausdehnung (Effekthöhe und radiale
    Effektweite) und die Wurfweiten von Fragmenten und von brennendem und
    glimmendem Material bezogene Schutzabstand in Ausstoßrichtung (SA) und
    in radialer Richtung (SR) in m beim Verwenden ohne Berücksichtigung
    des Neigungswinkels (bis zu einer Windgeschwindigkeit von 9 m/s im
    Außenbereich) ist mit folgender Formel [1] zu berechnen:

    *        *   S
            A/R                                [m] = 1,3 × L
            Leistungsparameter, max

        *   [1]

    L
    Leistungsparameter, max                    ist der jeweilige größte
    Wert in m der folgenden anwendbaren Leistungsparameter, die für den
    jeweiligen Gegenstand in dessen Kennzeichnung angegeben sind:

    a)  Effekthöhe,

    b)  radiale Effektweite,

    c)  Wurfweiten von Fragmenten und brennendem oder glimmendem Material.

4.2.2 Der auf den Schalldruck bezogene Schutzabstand (Schutzabstand
    B                   ) ist so zu berechnen, dass Dritte einem
    Schalldruckpegel von maximal 120 dB(AI) ausgesetzt sind. Der
    Schutzabstand in Abhängigkeit vom Schallpegel ist mit folgender Formel
    [2] zu ermitteln:

    *        *            ![bgbl1_2017_j1617-1_0010.jpg](bgbl1_2017_j1617-1_0010.jpg)
        *   [2]

    Hierbei sind:

        r
    Messung Messentfernung in m

        L
    Schall Schallpegelgrenze 120 dB(AI)

        L
    Messung Gemessener Schallpegel in dB(AI) bei r
        Messung

    Sind diese Anforderungen bei Mitwirkenden auf Grund der Nähe zu den
    Gegenständen nicht einzuhalten, so sind geeignete Schutzmaßnahmen
    festzulegen und in der Sicherheitsbetrachtung zu dokumentieren.

4.2.3 Der größere Wert der beiden Schutzabstände S
    A                   , S
    R                    sowie der Schutzabstand
    B                    bestimmen den resultierenden Schutzabstand in die
    jeweilige Richtung.

4.3 Schutzabstand bei Verwendung unter Neigungswinkel

    Beim Verwenden eines pyrotechnischen Gegenstandes für Bühne und
    Theater der Kategorie T2 unter einem Neigungswinkel ist der nach
    Formel [1] berechnete Schutzabstand in Abhängigkeit des
    Neigungswinkels in Neigungsrichtung nach Bild 1 und Formel [3]
    folgendermaßen zu vergrößern:

    ![bgbl1_2017_j1617-1_0020.jpg](bgbl1_2017_j1617-1_0020.jpg)
    Bild 1: Schutzabstände bei Verwendung unter Neigungswinkel

    *        *   S
            W                                = S
            A                                × cos(*
            ) + S
            R                               × cos(90° –*
            )

        *   [3]

    Hierbei sind:

        S
    W   = resultierender Schutzabstand in m

        S
    A   = Schutzabstand in Ausstoßrichtung in m

        S
    R   = Schutzabstand in radialer Richtung in m

    *   = Neigungswinkel von der Horizontalen in Grad

    In die der Verwendungsrichtung entgegengesetzte Richtung kann der
    Schutzabstand entsprechend folgender Formel [4] reduziert werden:

    *        *   S
            W                                = S
            R                                x cos(90° –*
            ).

        *   [4]

    Der Schutzabstand ist nach Formel [2] entsprechend zu erhöhen, falls
    der Schalldruckpegel an dieser Stelle oberhalb von 120 dB(AI) liegt.

4.4 Verwendung unter Windeinfluss im Außenbereich

    Der beim Verwenden eines pyrotechnischen Gegenstandes für Bühne und
    Theater der Kategorie T2 unter Windeinfluss im Außenbereich mit
    Windgeschwindigkeiten von mehr als 9 m/s zu berücksichtigende
    Schutzabstand ergibt sich aus den folgenden Regelungen. Diesem
    Schutzabstand liegt der durch den Hersteller nach § 18 Absatz 7
    ermittelte und in der Kennzeichnung angegebene Schutzabstand oder die
    entsprechende Regelung gemäß Ziffer 4.3 zugrunde.

    Bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 9 m/s sind die nach Formel [1]
    oder [3] ermittelten Schutzabstände wie folgt zu vergrößern:

4.4.1 bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 9 m/s bis 13 m/s für
    Gegenstände mit einer Effekt- oder Zerlegungshöhe von mehr als 30 m um
    100 % in Windrichtung,

4.4.2 bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 13 m/s dürfen nur Gegenstände
    mit einer Effekt- oder Zerlegungshöhe von weniger als 30 m abgebrannt
    werden, es sei denn, der Schutzabstand kann um mindestens 200 % in
    Windrichtung vergrößert werden.

4.5 Spezielle Schutzabstände bei Bouquet-Effekten

    Für pyrotechnische Gegenstände für Bühne und Theater der Kategorie T2,
    die in großen Höhen breite Bouquet-Effekte (zum Beispiel Crossette)
    erzeugen, können Personen mit Befähigungsschein unter gebührender
    Berücksichtigung der Einzeleffekte, wie beispielsweise der Möglichkeit
    des Herabfallens fester Rückstände wie Asche, Schlacke und brennendem
    oder glimmendem Material, der Möglichkeit nicht gezündeter Sterne oder
    Effektkomponenten, der Effekt- oder Zerlegungshöhe und der radialen
    Effektweite einen radialen Schutzabstand von mindestens 2 m in
    Bodennähe festsetzen. Dieser ist nach Formel [2] entsprechend zu
    erhöhen, falls der Schalldruckpegel an dieser Stelle über 120 dB(AI)
    liegt.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/sprengv_1/__6a.html
Directory: sprengv_1
Level: 3.0