Title: § 32 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Kunststofffenster

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik und zur Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik (KStoffVerfMAusbV 2012)
Teil 2 - Fachrichtungsspezifische Vorschriften
Teil 2.7 - Fachrichtung Kunststofffenster
§ 32 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Kunststofffenster

Paragraph: 32

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik und zur Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik (KStoffVerfMAusbV 2012)
Teil 2 - Fachrichtungsspezifische Vorschriften
Teil 2.7 - Fachrichtung Kunststofffenster
§ 32 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Kunststofffenster

(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage
aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im
Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Teil 2 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

1.  Herstellen von Fenster-, Tür- oder Fassadenelementen,

2.  Fertigungstechnik,

3.  Produktionsplanung und -analyse,

4.  Wirtschafts- und Sozialkunde.

(3) Für den Prüfungsbereich Herstellen von Fenster-, Tür- oder
Fassadenelementen bestehen folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Produktionsaufträge nach Art und Umfang auswerten, Informationen für
        die Auftragsabwicklung beschaffen,

    b)  Arbeitsabläufe und Betriebsmitteleinsatz planen und strukturieren
        sowie die Fertigungsvoraussetzungen schaffen,

    c)  Produktionsaufträge, insbesondere unter Berücksichtigung technischer
        Dokumente, der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes, durchführen,

    d)  Sicherheitseinrichtungen auf ihre Wirksamkeit überprüfen,

    e)  Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Fenster-, Tür- oder
        Fassadenelementen einrichten, anfahren, steuern und überwachen,
        Produktionsabläufe optimieren und Maßnahmen zur Behebung von Störungen
        ergreifen,

    f)  betriebliche Qualitätssicherungssysteme im eigenen Arbeitsbereich
        anwenden, Ursachen von Qualitätsmängeln systematisch suchen,
        beseitigen und dokumentieren,

    g)  Prüfverfahren und Prüfmittel auswählen und anwenden; Prüfpläne und
        Prüfvorschriften anwenden, Ergebnisse bewerten und dokumentieren sowie

    h)  die relevanten fachlichen Hintergründe seiner Arbeit aufzeigen und
        seine Vorgehensweise begründen

    kann;

2.  der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen und hierüber ein
    situatives Fachgespräch führen;

3.  die Prüfungszeit beträgt sieben Stunden, innerhalb dieser Zeit soll
    das situative Fachgespräch höchstens 20 Minuten dauern.

(4) Für den Prüfungsbereich Fertigungstechnik bestehen folgende
Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Füge-, Verarbeitungs- und Bearbeitungsverfahren unterscheiden und nach
        technischen, betriebswirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten
        bewerten, auswählen und einsetzen,

    b)  verfahrensbezogene Berechnungen durchführen,

    c)  Eigenschaften von Glas unterscheiden und dem Verwendungszweck
        zuordnen,

    d)  Eigenschaften der Zusatz- und Hilfsstoffe, insbesondere Klebstoffe,
        Dicht- und Dämmmaterialen, ermitteln und prüfen, dem Verwendungszweck
        zuordnen und einsetzen,

    e)  qualitätssichernde Maßnahmen durchführen; Ergebnisse überprüfen und
        dokumentieren, Arbeitssicherheits- und Umweltschutzvorschriften
        anwenden,

    f)  Komponenten der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik unterscheiden
        und anwendungsspezifisch zuordnen, Störungen in steuerungstechnischen
        Systemen eingrenzen,

    g)  unterschiedliche Beschlags- und Öffnungsarten unterscheiden und unter
        Beachtung der geforderten Sicherheitsstufen auswählen sowie

    h)  Fenster-, Tür- und Fassadenelemente lagern, transportieren und
        montieren

    kann;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 150 Minuten.

(5) Für den Prüfungsbereich Produktionsplanung und -analyse bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er

    a)  Arbeitspläne erstellen, Produktionsabläufe koordinieren und
        optimieren,

    b)  Informationen für die Auftragsabwicklung beschaffen sowie
        Fertigungsvoraussetzungen sicherstellen,

    c)  die Auftragsabwicklung auswerten und dokumentieren,

    d)  qualitätssichernde Maßnahmen systematisch anwenden, auswerten und
        dokumentieren,

    e)  Maßnahmen zum Umwelt- und Arbeitsschutz anwenden sowie

    f)  Maßnahmen zum Lärm-, Einbruch- und Wärmeschutz anwenden

    kann;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

(6) Für den Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde bestehen
folgende Vorgaben:

1.  Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und
    gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen
    und beurteilen kann;

2.  der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;

3.  die Prüfungszeit beträgt 60 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kstoffverfmausbv_2012/__32.html
Directory: kstoffverfmausbv_2012
Level: 4.0