Title: § 126 Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten

Description:
Strafgesetzbuch (StGB)
Besonderer Teil -
Siebenter Abschnitt - Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
§ 126 Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten

Paragraph: 126

Content:
Strafgesetzbuch (StGB)
Besonderer Teil -
Siebenter Abschnitt - Straftaten gegen die öffentliche Ordnung
§ 126 Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten

(1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu
stören,

1.  einen der in § 125a Satz 2 Nr. 1 bis 4 bezeichneten Fälle des
    Landfriedensbruchs,

2.  eine Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung in den Fällen des §
    177 Absatz 4 bis 8 oder des § 178,

3.  einen Mord (§ 211), Totschlag (§ 212) oder Völkermord (§ 6 des
    Völkerstrafgesetzbuches) oder ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit
    (§ 7 des Völkerstrafgesetzbuches) oder ein Kriegsverbrechen (§§ 8, 9,
    10, 11 oder 12 des Völkerstrafgesetzbuches),

4.  eine gefährliche Körperverletzung (§ 224) oder eine schwere
    Körperverletzung (§ 226),

5.  eine Straftat gegen die persönliche Freiheit in den Fällen des § 232
    Absatz 3 Satz 2, des § 232a Absatz 3, 4 oder 5, des § 232b Absatz 3
    oder 4, des § 233a Absatz 3 oder 4, jeweils soweit es sich um
    Verbrechen handelt, der §§ 234, 234a, 239a oder 239b,

6.  einen Raub oder eine räuberische Erpressung (§§ 249 bis 251 oder 255),

7.  ein gemeingefährliches Verbrechen in den Fällen der §§ 306 bis 306c
    oder 307 Abs. 1 bis 3, des § 308 Abs. 1 bis 3, des § 309 Abs. 1 bis 4,
    der §§ 313, 314 oder 315 Abs. 3, des § 315b Abs. 3, des § 316a Abs. 1
    oder 3, des § 316c Abs. 1 oder 3 oder des § 318 Abs. 3 oder 4 oder

8.  ein gemeingefährliches Vergehen in den Fällen des § 309 Abs. 6, des §
    311 Abs. 1, des § 316b Abs. 1, des § 317 Abs. 1 oder des § 318 Abs. 1

androht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit
Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer in einer Weise, die geeignet ist, den
öffentlichen Frieden zu stören, wider besseres Wissen vortäuscht, die
Verwirklichung einer der in Absatz 1 genannten rechtswidrigen Taten
stehe bevor.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__126.html
Directory: stgb
Level: 4.0