Title: Bauliche Anforderungen

Description:
Verordnung zur Bekämpfung von Salmonellen beim Haushuhn und bei Puten (HüSalmoV)
Bauliche Anforderungen

Paragraph: 36

Content:
Verordnung zur Bekämpfung von Salmonellen beim Haushuhn und bei Puten (HüSalmoV)
Bauliche Anforderungen

1.  Die Stallgebäude und Auslaufeinrichtungen zur Haltung des Geflügels
    sowie deren Nebenräume, die der Versorgung, Lagerung oder Entsorgung
    von Geflügel oder von Geflügel stammenden Produkten dienen, müssen
    sich in einem baulichen Zustand befinden, der eine ordnungsgemäße
    Reinigung, eine wirksame Desinfektion sowie eine ordnungsgemäße
    Fliegen-, Parasiten- und Schadnagerbekämpfung ermöglicht.

2.  Stallbereiche müssen baulich so voneinander getrennt sein, dass eine
    Verschleppung von Salmonellen über die Lüftung, den Materialfluss, die
    Mistbänder oder die Eierbänder unterbunden wird. Die Stallgebäude
    dürfen nicht durch technische Einrichtungen, insbesondere
    Futterzuführungen, Mistbänder oder Eierbänder, verbunden sein. Satz 2
    gilt nicht für Eierbänder, soweit sie in einer Hygieneschleuse
    gereinigt und desinfiziert werden. Auslaufhaltungen gelten baulich und
    lüftungstechnisch als getrennt, wenn sie an jeder Stelle mindestens 10
    Meter voneinander entfernt sind. Der Unternehmer eines
    Hühneraufzuchtbetriebes oder eines Legehennenbetriebes kann bei
    bestehenden Anlagen von den Maßgaben nach den Sätzen 2 bis 4
    abweichen, soweit durch ein betriebseigenes System zur
    Qualitätssicherung sichergestellt ist, dass über die Maßgaben der §§
    12 und 17 Satz 1 Nummer 2 hinaus ein Impfprogramm mit jeweils einem
    gegen Salmonella Enteritidis und Salmonella Typhimurium gerichteten
    Impfstoff nach dem Stand der Wissenschaft und Technik durchgeführt
    wird und Maßnahmen zur Verminderung des Salmonelleneintrages in dem
    Hühneraufzuchtbetrieb oder dem Legehennenbetrieb ergriffen werden,
    insbesondere die regelmäßige Entfernung der verendeten Tiere aus den
    Haltungseinrichtungen, die Lagerung der Futtermittel in geschlossenen
    Räumen sowie die regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Räume und
    Behältnisse, in denen die Futtermittel aufbewahrt werden. In das
    System zur Qualitätssicherung ist ein Tierarzt einzubeziehen. Der
    Besitzer hat über die Maßnahmen Aufzeichnungen zu führen und diese
    Aufzeichnungen drei Jahre lang, gerechnet vom Tag der jeweiligen
    Aufzeichnung, aufzubewahren.

3.  Jeder Hühnerzuchtbetrieb, Hühneraufzuchtbetrieb, Legehennenbetrieb,
    Hähnchenmastbetrieb, Putenzuchtbetrieb, Putenmastbetrieb, jede
    Hühnerbrüterei oder Putenbrüterei muss mit einer Hygieneschleuse in
    jeder Herde ausgestattet sein. In jeder Schleuse müssen die
    Voraussetzungen gegeben sein, dass sich das Personal vor dem Betreten
    und beim Verlassen der Geflügelhaltung umkleiden, die Schuhe wechseln,
    Einmalschuhüberzieher beseitigen und die Hände waschen kann sowie
    Gerätschaften gereinigt und desinfiziert werden können. Die
    Hygieneschleuse ist so einzurichten, dass sie regelmäßig nass
    gereinigt und desinfiziert werden kann. Die Hygieneschleuse muss über
    ein Handwaschbecken mit Frischwasserversorgung und einen Abfluss oder
    eine Auffangmöglichkeit für Abwasser zur Reinigung und Desinfektion
    von Schuhen und Gerätschaften verfügen. Darüber hinaus müssen feste
    Vorrichtungen vorhanden sein, die eine getrennte Aufbewahrung der
    abgelegten Kleidung einschließlich des Schuhwerks ermöglichen, die in
    der reinen und unreinen Seite jeweils getragen werden.

4.  Der Fliegeneintrag sowie der Zugang für andere Schadinsekten,
    Parasiten und Schadnager in die Geflügelhaltung ist durch geeignete
    bauliche Maßnahmen zu erschweren.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/h_salmov/__36.html
Directory: huesalmov
Level: 2.0