Title: Anlage 3 Anforderungen an die Durchführung von Bildungsmaßnahmen zur Vorbereitung auf die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Pharmareferent/Geprüfte Pharmareferentin

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter  Pharmareferent/Geprüfte Pharmareferentin (PharmRefPrV)
Anlage 3 Anforderungen an die Durchführung von Bildungsmaßnahmen zur Vorbereitung auf die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Pharmareferent/Geprüfte Pharmareferentin

Paragraph: 11

Content:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter  Pharmareferent/Geprüfte Pharmareferentin (PharmRefPrV)
Anlage 3 Anforderungen an die Durchführung von Bildungsmaßnahmen zur Vorbereitung auf die Prüfung zum anerkannten Abschluss Geprüfter Pharmareferent/Geprüfte Pharmareferentin

(Fundstelle: BGBl. I 2007, 1198 - 1201; bzgl. einzelner Änderungen
vgl. Fußnote)

*    *
    *   **Inhaltsübersicht**

*    *
    *   Qualifikationsbereiche

    *   Richtwert
        Unterrichtsstunden

*    *
    *   I.

    *   Naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen

    *   250

*    *
    *   II.

    *   Pharmakologie, Pharmakotherapie und Krankheitsbilder

    *   420

*    *
    *   III.

    *   Arzneimittelrecht, Gesundheitsmanagement und -ökonomie

    *   180

*    *
    *   IV.

    *   Kommunikation, Pharmamarkt, Pharmamarketing

    *   150

*    *
    *   Insgesamt

    *   1 000

*    *

*    *   Qualifikationsbereiche

    *   Lerninhalte

    *   Zahl der
        Unterrichtsstunden

*    *   **I.**

    *   **Naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen**

    *   250 Stunden

*    *
    *   Es sollen Grundkenntnisse, die zum Verständnis der anderen
        Lernbereiche erforderlich sind, vermittelt werden. Der Schwerpunkt ist
        hierbei auf Struktur, Stoffumsetzung und Reaktionsablauf zu legen,
        insbesondere soweit sie zum Verständnis von Biochemie und
        Arzneimittelwirkungen erforderlich sind. Physikalische Grundlagen sind
        nur insoweit zu vermitteln, wie sie für das Verständnis biologischer,
        pharmazeutischer und pharmakologischer Prozesse erforderlich sind.

    *   **1**

    *   **Chemie und Physik**

*    *   1.1

    *   Aufbau der Materie

*    *   1.2

    *   Chemische Bindungen

*    *   1.3

    *   Chemische Reaktionen

*    *   1.4

    *   Lösungssysteme

*    *   1.5

    *   Grundlagen der organischen Chemie

*    *   1.6

    *   Grundlagen der Physik

*    *

*    *
    *   Es sollen Kenntnisse des Aufbaus und der Funktion von Zellen und
        Zellverbänden vermittelt werden, um Organbau und -funktionen verstehen
        zu können. Darüber hinausgehende Kenntnisse sollen nur insoweit
        vermittelt werden, als sie zum Verständnis der Mikrobiologie und
        Molekularbiologie notwendig sind.

    *   **2**

    *   **Biologie**

*    *   2.1

    *   Bau und Funktion der Zelle

*    *   2.2

    *   Vererbungslehre

*    *   2.3

    *   Gewebelehre

*    *   2.4

    *   Grundzüge der Molekularbiologie

*    *   2.5

    *   Grundzüge der Biotechnologie

*    *   2.6

    *   Grundzüge der Gentechnologie

*    *   2.7

    *   Mikrobiologische Grundlagen

*    *

*    *
    *   In der Biochemie sollen grundlegende biochemische Vorgänge im
        Organismus vermittelt werden. Dabei soll der Schwerpunkt auf die
        Aufnahme, Verarbeitung und Ausscheidung von Stoffen sowie Auf- und
        Abbau von Zellstrukturen gelegt werden, um Metabolismus und Wirkung
        von Arzneimitteln verstehen zu können.

    *   **3**

    *   **Biochemie**

*    *   3.1

    *   Ernährung und Verdauung

*    *   3.2

    *   Kohlenhydrate

*    *   3.3

    *   Lipide

*    *   3.4

    *   Proteine und Aminosäuren

*    *   3.5

    *   Biologische Oxidation

*    *   3.6

    *   Enzyme

*    *   3.7

    *   Nucleinstoffwechsel

*    *   3.8

    *   Stoffwechselregulation

*    *   3.9

    *   Vitamine

*    *   3.10

    *   Mineralstoffe und Spurenelemente

*    *   3.11

    *   Wasser- und Elektrolythaushalt

*    *

*    *
    *   Es sollen Kenntnisse über Lage, Bau und Funktionen des menschlichen
        Organismus sowie Störungen von Funktionsabläufen zusammenhängend
        vermittelt werden. Die medizinische Nomenklatur und anatomischer
        Feinbau sind hierbei im notwendigen Maße zu vermitteln.

    *   **4**

    *   **Anatomie, Physiologie**

*    *   4.1

    *   Medizinische Terminologie und Lagebezeichnungen

*    *   4.2

    *   Regulation, Koordination und Kontrolle

*    *   4.3

    *   Transportsysteme

*    *   4.4

    *   Stoffwechsel

*    *   4.5

    *   Bewegung und Stabilität: Knochen, Knorpel, Muskel und Gelenke

*    *   4.6

    *   Abwehr- und Überlebensfunktionen: Haut und Immunsystem

*    *   4.7

    *   Fortpflanzung und Sexualität

*    *

*    *   **II.**

    *   **Pharmakologie, Pharmakotherapie und Krankheitsbilder**

    *   420 Stunden

*    *
    *   Es sollen Kenntnisse und mögliche Gefahren im Umgang mit Arzneimitteln
        vermittelt werden. Im Mittelpunkt stehen Aufnahme, Umbau und
        Ausscheidung von Pharmaka. Des Weiteren sind Wirkungsmechanismen zu
        veranschaulichen und Arzneimittelrisiken aufzuzeigen. Ebenso sind die
        Wege der Arzneimittelentwicklung, Prüfung und Sicherheit zu
        vermitteln.

    *   **1**

    *   **Allgemeine Pharmakologie**

*    *   1.1

    *   Grundbegriffe

*    *   1.2

    *   Wirkungen des Organismus auf Pharmaka

*    *   1.3

    *   Wirkungen von Pharmaka auf den Organismus

*    *   1.4

    *   Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

*    *   1.5

    *   Wechselwirkungen von Arzneimitteln

*    *   1.6

    *   Pharmakogenetik

*    *   1.7

    *   Gen- und Antisensetherapie

*    *   1.8

    *   Chronopharmakologie

*    *   1.9

    *   Arzneimittelentwicklung und -prüfung

*    *   1.10

    *   Arzneimittelsicherheit und Pharmakovigilanz

*    *   1.11

    *   Phytopharmaka

*    *   1.12

    *   Homöopathika

*    *   1.13

    *   Diagnostika und Laborhilfsmittel

*    *

*    *
    *   Es sind Kenntnisse über die Herstellung von Fertigarzneimitteln zu
        vermitteln. Dabei ist der Schwerpunkt auf die unterschiedlichen
        Darreichungsformen und Anforderungen an die Verpackungen zu richten.
        Begleitend ist die Bedeutung von Qualitätssicherung und -kontrolle
        sowie Arzneimittelsicherheit zu verdeutlichen.

    *   **2**

    *   **Pharmazie und pharmazeutische Technologie**

*    *   2.1

    *   Definitionen

*    *   2.2

    *   Galenik

*    *   2.3

    *   Herstellung von Fertigarzneimitteln

*    *   2.4

    *   Qualitätssicherung

*    *   2.5

    *   Qualitätskontrolle

*    *   2.6

    *   Arzneimittelsicherheit

*    *

*    *
    *   Es sollen Kenntnisse über krankhafte Veränderungen an Zellen und
        Geweben, deren Auslöser und pathophysiologischen Manifestationen
        vermittelt werden.

    *   **3**

    *   **Allgemeine Pathologie**

*    *   3.1

    *   Gesundheit und Krankheit

*    *   3.2

    *   Zell- und Gewerbeaktionen

*    *   3.3

    *   Noxen

*    *   3.4

    *   Reversible Schäden und Degeneration

*    *   3.5

    *   Entzündung

*    *   3.6

    *   Tumorpathologie

*    *   3.7

    *   Allgemeine Begriffserklärungen zur Pathologie der Systeme

*    *

*    *
    *   Hier sind Krankheiten und Krankheitsverläufe mit den dazugehörigen
        möglichen medikamentösen Therapien, ihren Wirkungen, Interaktionen,
        unerwünschten Wirkungen und ihre Auswirkungen auf den menschlichen
        Organismus zu verknüpfen. Dabei stehen die großen Volkskrankheiten im
        Vordergrund.

    *   **4**

    *   **Pharmakoprofile und Pharmakotherapie häufiger Krankheiten**

*    *   4.1

    *   Nervensystem

*    *   4.2

    *   Endokrines System

*    *   4.3

    *   Blut- und Gerinnungssystem

*    *   4.4

    *   Niere und ableitende Harnwege; Wasser- und Elektrolythaushalt

*    *   4.5

    *   Kardiovaskuläres System

*    *   4.6

    *   Atmungssystem

*    *   4.7

    *   Verdauungssystem

*    *   4.8

    *   Stoffwechsel

*    *   4.9

    *   Bewegungsapparat

*    *   4.10

    *   Haut

*    *   4.11

    *   Eingriffe in das Immunsystem

*    *   4.12

    *   Klinische Grundlagen von Tumorerkrankungen

*    *   4.13

    *   Infektionslehre

*    *   4.14

    *   Antiinfektiva

*    *

*    *   **III.**

    *   **Arzneimittelrecht, Gesundheitsmanagement und -ökonomie**

    *   180 Stunden

*    *
    *   Der Pharmareferent soll in die Lage versetzt werden, nationale und
        europäische rechtliche Rahmenbedingungen beachten zu können, um
        Patientensicherheit und Produktsicherheit zu gewährleisten. Hierzu
        gehören auch gesetzlich festgelegte Informationspflichten und
        Selbstverpflichtungen.

    *   **1**

    *   **Arzneimittelrecht**

*    *   1.1

    *   Zuständige Behörden, relevante Gesetze

*    *   1.2

    *   Gesetzliche Begriffsbestimmungen

*    *   1.3

    *   Anforderungen an Arzneimittel

*    *   1.4

    *   Herstellung

*    *   1.5

    *   Zulassung

*    *   1.6

    *   Klinische Prüfung

*    *   1.7

    *   Abgabe von Arzneimitteln

*    *   1.8

    *   Sicherung und Kontrolle

*    *   1.9

    *   Beobachtung, Sammlung und Auswertung von Arzneimittelrisiken

*    *   1.10

    *   Überwachung der Arzneimittelsicherheit

*    *   1.11

    *   Grenzüberschreitender Arzneimittelverkehr

*    *   1.12

    *   Pflichten des Pharmaberaters

*    *   1.13

    *   Haftung für Arzneimittelschäden

*    *

*    *
    *
    *   **2**

    *   **Europäisches Arzneimittelrecht**

*    *   2.1

    *   Bedeutung von EU-Richtlinien, Verordnungen und Leitlinien

*    *   2.2

    *   Zulassungsverfahren

*    *   2.3

    *   Qualitätssicherungsvorschriften

*    *

*    *
    *
    *   **3**

    *   **Heilmittelwerbung**

*    *   3.1

    *   Werbung für Publikum und Fachkreise

*    *   3.2

    *   Selbstverpflichtungen

*    *

*    *
    *   Es soll ein Überblick über das nationale Gesundheitswesen sowie die
        Kranken- und Pflegeversicherung vermittelt werden. Weitere
        Schwerpunkte sind die Wirtschaftlichkeit von Arzneimittelverordnungen
        sowie die evidenzbasierte Medizin.

    *   **4**

    *   **Gesundheitsmanagement und -ökonomie**

*    *   4.1

    *   Aufgaben und Organisation des Gesundheitswesens

*    *   4.2

    *   Kranken- und Pflegeversicherung

*    *   4.3

    *   Wirtschaftlichkeit von Arzneimittelverordnungen

*    *   4.4

    *   Evidenzbasierte Medizin

*    *   4.5

    *   Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen

*    *

*    *   **IV.**

    *   **Kommunikation, Pharmamarkt, Pharmamarketing**

    *   150 Stunden

*    *
    *   Pharmareferenten sollen in die Lage versetzt werden, durch die
        Umsetzung kommunikations- und gesprächspsychologischer Kenntnisse den
        Beratungsauftrag gemäß des Arzneimittelgesetzes gegenüber Ärzten,
        Apothekern und anderen Angehörigen der Heilberufe wahrnehmen zu
        können. Dabei soll der Pharmareferent über Produkteigenschaften
        informieren und auf die in den anderen Qualifikationsbereichen
        erworbenen Kenntnisse zurückgreifen können. Daneben sollen dem
        Pharmareferenten Präsentations- und Moderationstechniken vermittelt
        werden, die es ermöglichen, weitere Aufgaben wie zum Beispiel
        Schulungen, Beratungen und Informationsveranstaltungen durchführen zu
        können.

    *   **1**

    *   **Kommunikation**

*    *   1.1

    *   Kommunikationspsychologie

*    *   1.2

    *   Grundlagen der Gesprächspsychologie

*    *   1.3

    *   Beratungsgespräch

*    *   1.4

    *   Präsentations- und Moderationstechnik

*    *   1.5

    *   Arbeitstechniken und Zeitmanagement

*    *

*    *
    *   Es soll die Fähigkeit erworben werden, anhand von Marktdaten,
        -teilnehmern und -strukturen relevante Märkte beurteilen zu können.

    *   **2**

    *   **Pharmamarkt**

*    *   2.1

    *   Relevanter Markt

*    *   2.2

    *   Pharmamarktdaten

*    *   2.3

    *   Akteure

*    *   2.4

    *   Marktverhalten

*    *   2.5

    *   Wettbewerb

*    *

*    *
    *   Der Pharmareferent soll die auf dem Pharmamarkt eingesetzten
        Marketinginstrumente kennen.

    *   **3**

    *   **Pharmamarketing**

*    *   3.1

    *   Projektmanagement

*    *   3.2

    *   Grundzüge des Marketing und der Marktforschung

*    *   3.3

    *   Marketinginstrumente

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/pharmrefprv/__11.html
Directory: pharmrefprv
Level: 2.0