Title: § 2 Allgemeine Grundsätze

Description:
Verordnung über Vermögensanlagen-Verkaufsprospekte (VermVerkProspV)
§ 2 Allgemeine Grundsätze

Paragraph: 2

Content:
Verordnung über Vermögensanlagen-Verkaufsprospekte (VermVerkProspV)
§ 2 Allgemeine Grundsätze

(1) Der Verkaufsprospekt muss über die tatsächlichen und rechtlichen
Verhältnisse, die für die Beurteilung der angebotenen Vermögensanlagen
notwendig sind, Auskunft geben und richtig und vollständig sein. Er
muss mindestens die nach dieser Verordnung vorgeschriebenen Angaben
enthalten. Er ist in deutscher Sprache und in einer Form abzufassen,
die sein Verständnis und seine Auswertung erleichtert. Die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bundesanstalt) kann
gestatten, dass der Verkaufsprospekt von Emittenten mit Sitz im
Ausland ganz oder zum Teil in einer anderen in internationalen
Finanzkreisen gebräuchlichen Sprache abgefasst wird. In diesem Fall
ist dem Prospekt eine deutsche Zusammenfassung voranzustellen, die
Teil des Prospekts ist und die wesentlichen tatsächlichen und
rechtlichen Angaben zu dem Emittenten, der Vermögensanlage und dem
Anlageobjekt enthält.

(2) Das Deckblatt darf neben dem deutlichen Hinweis gemäß § 7 Absatz 2
Satz 1 des Vermögensanlagengesetzes keine weiteren Informationen
enthalten, die diesen Hinweis abschwächen. Der Verkaufsprospekt muss
ein Inhaltsverzeichnis haben. Ferner ist an hervorgehobener Stelle im
Verkaufsprospekt ein ausdrücklicher Hinweis darauf aufzunehmen, dass
bei fehlerhaftem Verkaufsprospekt Haftungsansprüche nur dann bestehen
können, wenn die Vermögensanlage während der Dauer des öffentlichen
Angebots, spätestens jedoch innerhalb von zwei Jahren nach dem ersten
öffentlichen Angebot der Vermögensanlagen im Inland, erworben wird.
Die wesentlichen tatsächlichen und rechtlichen Risiken im Zusammenhang
mit der Vermögensanlage sind in einem gesonderten Abschnitt
darzustellen, der nur diese Angaben enthält. Es ist insbesondere auf
Liquiditätsrisiken, auf Risiken, die mit einem Einsatz von
Fremdkapital einhergehen, sowie auf Risiken einer möglichen
Fremdfinanzierung des Anteils durch den Anleger einzugehen. Weiterhin
ist auf das Risiko einzugehen, dass die Vertrags- oder
Anlagebedingungen so geändert werden oder sich die Tätigkeit des
Emittenten so verändert, dass er ein Investmentvermögen im Sinne des
Kapitalanlagegesetzbuchs darstellt, sodass die Bundesanstalt Maßnahmen
nach § 15 des Kapitalanlagegesetzbuchs ergreifen und insbesondere die
Rückabwicklung der Geschäfte des Emittenten der Vermögensanlage
anordnen kann. Das den Anleger treffende maximale Risiko ist an
hervorgehobener Stelle im Verkaufsprospekt in vollem Umfang zu
beschreiben. Nach dieser Verordnung geforderte und darüber
hinausgehende in den Prospekt aufgenommene Angaben, die eine Prognose
beinhalten, sind deutlich als Prognosen kenntlich zu machen.

(3) Der Verkaufsprospekt soll die nach dieser Verordnung
erforderlichen Mindestangaben in der Reihenfolge ihrer Nennung in der
Verordnung enthalten. Stimmt die Reihenfolge der Angaben in dem
Prospekt nicht mit der dieser Verordnung überein, kann die
Hinterlegungsstelle vor Gestattung der Veröffentlichung des
Verkaufsprospekts von dem Anbieter eine Aufstellung verlangen, aus der
hervorgeht, an welcher Stelle des Prospekts sich die verlangten
Mindestangaben befinden.

(4) Der Verkaufsprospekt ist mit dem Datum seiner Aufstellung und mit
der Firma, der Handelsregisternummer und der Geschäftsanschrift des
Anbieters zu versehen.

(5) (weggefallen)

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/vermverkprospv/__2.html
Directory: vermverkprospv
Level: 2.0