Title: § 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Fortbildungsabschlusses

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Industriemeister – Fachrichtung Glas und Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung Glas (GlasIndMstrFortbV)
§ 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Fortbildungsabschlusses

Paragraph: 1

Content:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Industriemeister – Fachrichtung Glas und Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung Glas (GlasIndMstrFortbV)
§ 1 Ziel der Prüfung und Bezeichnung des Fortbildungsabschlusses

(1) Zum Nachweis von Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen, die
durch die berufliche Fortbildung zum „Geprüften Industriemeister –
Fachrichtung Glas“ und zur „Geprüften Industriemeisterin –
Fachrichtung Glas“ erworben worden sind, kann die zuständige Stelle
Prüfungen nach den §§ 2 bis 9 durchführen, in denen die auf einen
beruflichen Aufstieg abzielende Erweiterung der beruflichen
Handlungsfähigkeit nachzuweisen ist.

(2) Ziel der Prüfung ist der Nachweis der Qualifikation zum „Geprüften
Industriemeister – Fachrichtung Glas“ oder zur „Geprüften
Industriemeisterin – Fachrichtung Glas“ und damit die Befähigung,

1.  in Betrieben unterschiedlicher Größe der Glasindustrie in
    verschiedenen Bereichen und Tätigkeitsfeldern Sach-, Organisations-
    und Führungsaufgaben wahrzunehmen und

2.  sich auf Veränderungen von Methoden und Systemen in der Produktion,
    auf neue Strukturen der Arbeitsorganisation und auf neue Methoden der
    Organisationsentwicklung, der Personalführung und -entwicklung
    einzustellen sowie den technisch-organisatorischen Wandel im Betrieb
    mitzugestalten.

(3) Durch die Prüfung ist festzustellen, ob die Qualifikation
vorhanden ist, folgende im Zusammenhang stehende Aufgaben eines
„Geprüften Industriemeisters – Fachrichtung Glas“ oder einer
„Geprüften Industriemeisterin – Fachrichtung Glas“ wahrnehmen zu
können:

1.  Produktionsprozesse überwachen; den Einsatz von Betriebs- und
    Produktionsmitteln koordinieren und deren Erhaltung und
    Betriebsbereitschaft sowie deren Werterhalt bei Transport und Lagerung
    sicherstellen; für die Einhaltung von Qualitäts- und
    Quantitätsvorgaben sorgen; Maßnahmen zur Vermeidung und Behebung von
    Betriebsstörungen einleiten; bei der Einrichtung von Arbeitsstätten
    und der Gestaltung von Arbeitsplätzen unter Beachtung ergonomischer
    Gesichtspunkte und entsprechender Vorschriften mitwirken; an der
    Umsetzung technologischer Weiterentwicklungen im Unternehmen
    mitwirken; die In- und Außerbetriebnahme von Produktionsanlagen
    organisieren und überwachen; den Werterhalt von Materialien und
    Produkten bei Transport und Lagerung sicherstellen; bei der
    Entwicklung von Vorschlägen für neue technische Konzepte mitarbeiten
    und den kontinuierlichen Verbesserungsprozess mitgestalten;

2.  Arbeitsabläufe einschließlich des Einsatzes von Werk-, Hilfs- und
    Betriebsstoffen planen und überwachen sowie sich an der Planung und
    Umsetzung neuer Produktionsprozesse beteiligen; die Kontrollen der
    ein- und ausgehenden Erzeugnisse sicherstellen; Kostenpläne aufstellen
    sowie die Kostenentwicklung überwachen und auf einen wirtschaftlichen
    Ablauf achten; bei der Auswahl und Beschaffung von Maschinen, Anlagen
    und Einrichtungen mitwirken; Qualitäts- und Quantitätsvorgaben planen
    und für deren Einhaltung sorgen; die Instandhaltung in Abstimmung mit
    den zuständigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie den
    beteiligten betrieblichen Bereichen koordinieren und überwachen; die
    Einhaltung der Arbeitssicherheits-, Umwelt-, Gesundheits- und
    Hygienevorschriften sicherstellen;

3.  Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Sinne der Unternehmensziele führen
    und ihnen Aufgaben unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben, nach
    betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten und unter Berücksichtigung
    ihrer individuellen Eignung, Kompetenz und Interessen zuordnen; sie zu
    selbstständigem, verantwortlichem Handeln anleiten, ihre Motivation
    fördern und an Entscheidungsprozessen beteiligen; bei der Planung des
    Personalbedarfs und bei Stellenbesetzungen mitwirken; Teams betreuen
    und moderieren; die zielorientierte Kooperation und Kommunikation
    zwischen und mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, mit den
    Führungskräften sowie mit dem Betriebsrat fördern; die Beurteilung
    Einzelner und von Teams durchführen und entsprechende
    Personalentwicklungsmaßnahmen sowie Unterweisungen veranlassen; die
    Innovationsbereitschaft der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fördern;
    neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in ihre Arbeitsbereiche
    einführen; die Ausbildung der zugeteilten Auszubildenden verantworten;
    Qualitätsmanagementziele kontinuierlich umsetzen sowie
    Qualitätsbewusstsein und Kundenorientierung der Mitarbeiter und
    Mitarbeiterinnen fördern.

(4) Die erfolgreich abgelegte Prüfung führt zum anerkannten
Fortbildungsabschluss „Geprüfter Industriemeister – Fachrichtung Glas“
oder „Geprüfte Industriemeisterin – Fachrichtung Glas“.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/glasindmstrfortbv/__1.html
Directory: glasindmstrfortbv
Level: 2.0