Title: § 13 Prüfungsteil „Projektarbeit“

Description:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Restaurator im Handwerk oder Geprüfte Restauratorin im Handwerk-Master Professional für Restaurierung im Handwerk (RestMAProRestPrV)
§ 13 Prüfungsteil „Projektarbeit“

Paragraph: 13

Content:
Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Restaurator im Handwerk oder Geprüfte Restauratorin im Handwerk-Master Professional für Restaurierung im Handwerk (RestMAProRestPrV)
§ 13 Prüfungsteil „Projektarbeit“

(1) Der Prüfungsteil „Projektarbeit“ besteht aus

1.  einer Projektierung von Erhaltungs-, Restaurierungs- und
    Konservierungsmaßnahmen,

2.  der Ausführung von Erhaltungs-, Restaurierungs- und
    Konservierungsmaßnahmen,

3.  einer Projektdokumentation,

4.  einer Projektpräsentation und

5.  einem Fachgespräch.

(2) Gegenstand der Projektarbeit ist eine umfängliche und
zusammenhängende Fragestellung zur Erhaltung des handwerklich-
immateriellen Kulturerbes und zur Restaurierung und Konservierung des
materiellen Kulturerbes, die praxisorientiert zu bearbeiten ist. Bei
der Bearbeitung der Fragestellung sind handwerkliche Verfahren und
wissenschaftliche Methoden anzuwenden. Dabei können
bereichsübergreifende, regionale und überregionale sowie kulturelle
Aspekte berücksichtigt werden.

(3) Vor Beginn des Prüfungsteils „Projektarbeit“ hat die zu prüfende
Person bis zu zwei Projektthemen beim Prüfungsausschuss einzureichen.
Die Projektthemen müssen jeweils eine Fragestellung nach Absatz 2 für
die Projektarbeit enthalten sowie jeweils eine Definition der Ziele
und eine Festlegung der wesentlichen Schritte für die Ausführung der
Erhaltungs-, Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen. Der
Prüfungsausschuss legt das Projektthema in Abstimmung mit der zu
prüfenden Person fest, wobei ein Vorschlag der zu prüfenden Person
berücksichtigt werden soll.

(4) Nach der Festlegung des Projektthemas entwickelt die zu prüfende
Person eine Projektierung von Erhaltungs-, Restaurierungs- und
Konservierungsmaßnahmen. Sie enthält die einzelnen Schritte für die
Ausführung der Erhaltungs-, Restaurierungs- und
Konservierungsmaßnahmen und zeigt Alternativen auf. Der
Prüfungsausschuss legt den Umfang der Projektierung und die Frist für
die Einreichung der Projektierung fest. Die Projektierung ist dem
Prüfungsausschuss zur Genehmigung vorzulegen. Bei Genehmigung der
Projektierung legt der Prüfungsausschuss Art und Umfang der Ausführung
der Erhaltungs-, Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen fest. Bei
Nichtgenehmigung der Projektierung hat der Prüfungsausschuss die
Ablehnung zu begründen und der zu prüfenden Person Gelegenheit zur
Nachbesserung nach der Ablehnung zu geben.

(5) Die Erhaltungs-, Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen sind
gemäß der genehmigten Projektierung unter Einhaltung rechtlicher
Bestimmungen auszuführen.

(6) Von der zu prüfenden Person ist eine Projektdokumentation der
Erhaltungs-, Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen zu erstellen.
Diese stellt die Umsetzung der Projektierung in allen Phasen sowie die
Ergebnisse dar. Der Prüfungsausschuss legt den Umfang der
Projektdokumentation fest.

(7) Die Projektpräsentation besteht aus der Darstellung und Begründung
der Projektierung, der ausgeführten Erhaltungs-, Restaurierungs- und
Konservierungsmaßnahmen sowie der Ergebnisse gegenüber dem
Prüfungsausschuss.

(8) Das Fachgespräch schließt sich der Projektpräsentation an. Im
Fachgespräch soll die zu prüfende Person, ausgehend von der
Projektdokumentation und der Projektpräsentation, nachweisen, dass sie
in der Lage ist, vertiefende und erweiterte Fragestellungen im Kontext
der Projektarbeit zu analysieren und Lösungsmöglichkeiten unter
Beachtung der maßgebenden Einflussfaktoren zu entwickeln,
strategiekonform zu bewerten und Schlussfolgerungen zu ziehen. Im
Rahmen des Fachgesprächs kann der Prüfungsausschuss vertiefende und
erweiterte Fragen aus allen Handlungsbereichen nach den §§ 5 bis 10
stellen.

(9) Für den Prüfungsteil „Projektarbeit“ sind die Prüfungszeiten nach
den Sätzen 2 bis 4 anzuwenden. Die Projektdokumentation ist dem
Prüfungsausschuss innerhalb von 150 Kalendertagen nach Genehmigung der
Projektierung vorzulegen. Die Projektpräsentation soll nicht länger
als 20 Minuten dauern. Das Fachgespräch dauert nicht weniger als 20
Minuten und nicht länger als 30 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/restmaprorestprv/__13.html
Directory: restmaprorestprv
Level: 2.0