Title: § 10 Abschlussprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit/zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit (TourKfmAusbV)
§ 10 Abschlussprüfung

Paragraph: 10

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit/zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit (TourKfmAusbV)
§ 10 Abschlussprüfung

(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Die Prüfung besteht aus vier Prüfungsbereichen:

1.  Produkte und Leistungen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft,

2.  Kaufmännische Steuerung und Kontrolle,

3.  Wirtschafts- und Sozialkunde,

4.  Fallbezogenes Fachgespräch.

Die Prüfung ist in den Prüfungsbereichen nach den Nummern 1 bis 3
schriftlich und im Prüfungsbereich nach der Nummer 4 mündlich
durchzuführen.

(3) Die Anforderungen in den Prüfungsbereichen sind:

1.  im Prüfungsbereich Produkte und Leistungen der Tourismus- und
    Freizeitwirtschaft:

    In höchstens 150 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben
    oder Fälle insbesondere aus den Gebieten

    a)  Gestaltung von Produkten und Leistungen,

    b)  Marketing,

    c)  Organisation von Betriebsabläufen

    bearbeiten und dabei zeigen, dass er unter Berücksichtigung der
    branchenspezifischen Strukturen wirtschaftliche und organisatorische
    Zusammenhänge und Problemstellungen analysieren, Betriebsabläufe
    koordinieren sowie Lösungsmöglichkeiten kunden- und marktorientiert
    entwickeln und darstellen kann;

2.  im Prüfungsbereich Kaufmännische Steuerung und Kontrolle:

    In höchstens 90 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder
    Fälle insbesondere aus den Gebieten

    a)  Betriebliches Rechnungswesen,

    b)  Kosten- und Leistungsrechnung,

    c)  Controlling und Statistik

    bearbeiten und dabei zeigen, dass er Problemstellungen analysieren,
    Daten ermitteln und zur Entscheidungsvorbereitung auswerten,
    Lösungsmöglichkeiten entwickeln sowie Kalkulationen durchführen kann;

3.  im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde soll der Prüfling in
    höchstens 90 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle bearbeiten und
    dabei zeigen, dass er wirtschaftliche und gesellschaftliche
    Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen sowie die
    Tourismus- und Freizeitwirtschaft als Wirtschaftsfaktor darstellen und
    beurteilen kann;

4.  im Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch soll der Prüfling eine
    von zwei ihm zur Wahl gestellten praxisbezogenen Aufgaben bearbeiten.
    Die gewählte Wahlqualifikationseinheit gemäß § 5 Abs. 2 ist Grundlage
    für die Aufgabenstellung durch den Prüfungsausschuss. Im Rahmen eines
    Fachgespräches soll der Prüfling zeigen, dass er kunden- und
    serviceorientiert kommunizieren und handeln sowie Arbeitsabläufe
    selbstständig planen, durchführen und kontrollieren kann. Darüber
    hinaus sind Aspekte der Region zu berücksichtigen. Dem Prüfling ist
    für die von ihm gewählte Aufgabe eine Vorbereitungszeit von höchstens
    15 Minuten zu gewähren. Das Fachgespräch soll die Dauer von 20 Minuten
    nicht überschreiten.

(4) Sind die Prüfungsleistungen in bis zu zwei schriftlichen
Prüfungsbereichen mit "mangelhaft" und in den übrigen schriftlichen
Prüfungsbereichen mit mindestens "ausreichend" bewertet worden, so ist
auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in
einem der mit "mangelhaft" bewerteten Prüfungsbereiche die
schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten
zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag
geben kann. Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der
Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind die
Ergebnisse der schriftlichen Arbeit und der mündlichen
Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

(5) Für die Ermittlung des Gesamtergebnisses hat der Prüfungsbereich
Produkte und Leistungen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft
gegenüber jedem der übrigen Prüfungsbereiche doppeltes Gewicht.

(6) Zum Bestehen der Abschlussprüfung müssen im Gesamtergebnis und in
mindestens zwei der in Absatz 2 Nr. 1 bis 3 genannten Prüfungsbereiche
sowie im Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch mindestens
ausreichende Prüfungsleistungen erbracht werden. Werden die
Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich mit "ungenügend" bewertet,
so ist die Prüfung nicht bestanden.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/tourkfmausbv/__10.html
Directory: tourkfmausbv
Level: 2.0