Title: § 2 Leistungen an Arbeitgeber

Description:
Verordnung zur Kriegsopferfürsorge (KFürsV)
Abschnitt 1 - Leistungen zur beruflichen Rehabilitation
§ 2 Leistungen an Arbeitgeber

Paragraph: 2

Content:
Verordnung zur Kriegsopferfürsorge (KFürsV)
Abschnitt 1 - Leistungen zur beruflichen Rehabilitation
§ 2 Leistungen an Arbeitgeber

(1) Hilfen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes und zur
Förderung der Arbeitsaufnahme sind insbesondere

1.  Beratung, einschließlich der Beratung von Vorgesetzten und Kollegen
    mit Zustimmung der Beschädigten,

2.  Übernahme der Kosten für Arbeitsausrüstung, wenn die Kosten hierfür
    sonst üblicherweise vom Arbeitnehmer zu tragen sind; Arbeitsausrüstung
    umfaßt Arbeitskleidung und Arbeitsgerät,

3.  Übernahme der Kosten für technische Arbeitshilfen, die in das Eigentum
    der Beschädigten übergehen, soweit sie nicht nach § 164 Absatz 4 Satz
    1 Nummer 5 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch vom Arbeitgeber zu
    stellen sind,

4.  Übernahme der Umzugskosten.

Die Hilfen umfassen auch Leistungen an den Arbeitgeber.

(2) Erzielen Beschädigte nach Durchführung einer Maßnahme zur Teilhabe
am Arbeitsleben im Sinne der §§ 6 bis 8 an ihrem Arbeitsplatz während
einer Einarbeitungszeit nicht den vollen Arbeitsverdienst, erhalten
sie als Ausgleich eine Beihilfe in Höhe des Unterschieds zwischen dem
Einkommen während der Einarbeitungszeit und dem voraussichtlichen
Einkommen nach Ablauf der Einarbeitungszeit; die Dauer der Beihilfe
soll sechs Monate nicht überschreiten.

(3) Leistungen an Arbeitgeber sind insbesondere

1.  Ausbildungszuschüsse zur betrieblichen Ausführung von
    Bildungsleistungen unter Beachtung des § 50 Absatz 3 des Neunten
    Buches Sozialgesetzbuch,

2.  Eingliederungszuschüsse, wenn der Arbeitgeber den Beschädigten die zum
    Erreichen der vollen Leistungsfähigkeit notwendigen beruflichen
    Kenntnisse und Fertigkeiten an einem Arbeitsplatz vermittelt oder den
    Beschädigten einen ihrem Leistungsvermögen angemessenen
    Dauerarbeitsplatz bietet. Der Eingliederungszuschuss soll in der Regel
    60 vom Hundert des Arbeitsentgeltes nicht übersteigen und wird in der
    Regel nicht länger als zwei Jahre gezahlt. Im Übrigen gilt § 50 Absatz
    4 Satz 5 bis 8 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch entsprechend,

3.  Zuschüsse für beschädigungsgerechte Arbeitshilfen im Betrieb, soweit
    nicht der Arbeitgeber hierzu nach § 164 Absatz 4 Satz 1 Nummer 4 des
    Neunten Buches Sozialgesetzbuch verpflichtet ist,

4.  teilweise oder volle Kostenerstattung für eine befristete
    Probebeschäftigung, wenn dadurch die Möglichkeiten einer vollständigen
    und dauerhaften Teilhabe am Arbeitsleben verbessert werden oder nur
    dadurch eine vollständige und dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben zu
    erreichen ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/kf_rsv/__2.html
Directory: kfuersv
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