Title: § 70 Nachweis der Zuverlässigkeit

Description:
Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO)
Abschnitt 5 - Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen und erforderliche Anpassungsmaßnahmen
Unterabschnitt 4 - Nachweise bei in einem Drittstaat erworbenen Berufsqualifikationen
§ 70 Nachweis der Zuverlässigkeit

Paragraph: 70

Content:
Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO)
Abschnitt 5 - Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen und erforderliche Anpassungsmaßnahmen
Unterabschnitt 4 - Nachweise bei in einem Drittstaat erworbenen Berufsqualifikationen
§ 70 Nachweis der Zuverlässigkeit

(1) Personen, die die Approbation als Psychotherapeutin oder
Psychotherapeut aufgrund einer in einem Drittstaat erworbenen
Berufsqualifikation beantragen, haben dem Antrag zum Nachweis der
Zuverlässigkeit nach § 2 Absatz 1 Nummer 2 des
Psychotherapeutengesetzes die folgenden weiteren Unterlagen
beizufügen:

1.  ein amtliches Führungszeugnis und

2.  eine Erklärung der antragstellenden Person darüber, ob gegen die
    antragstellende Person ein gerichtliches Strafverfahren oder ein
    staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren anhängig ist.

(2) Werden im Herkunftsstaat der antragstellenden Person keine
Erklärungen nach Absatz 1 ausgestellt, so ist dem Antrag eine
eidesstattliche Erklärung der antragstellenden Person darüber
beizufügen, dass sie sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht hat,
aus dem sich ihre Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Ausübung des
Berufs der Psychotherapeutin und des Psychotherapeuten ergibt.

(3) Die eidesstattliche Erklärung kann in Deutschland oder im
Herkunftsstaat der antragstellenden Person abgegeben werden.

(4) Werden im Herkunftsstaat keine eidesstattlichen Erklärungen
ausgestellt, ist dem Antrag statt einer eidesstattlichen Erklärung
eine feierliche Erklärung desselben Inhalts beizufügen, die die
antragstellende Person im Herkunftsstaat vor einer zuständigen Justiz-
oder Verwaltungsbehörde oder gegebenenfalls vor einem Notar oder einer
entsprechend bevollmächtigten Berufsorganisation abgegeben hat, die
eine diese feierliche Erklärung bestätigende Bescheinigung ausstellt.

(5) Hat die nach § 22 Absatz 2 des Psychotherapeutengesetzes
zuständige Behörde berechtigte Zweifel an der Authentizität der in dem
jeweiligen Herkunftsstaat ausgestellten Unterlagen, so kann sie von
der zuständigen Behörde des Herkunftsstaates eine Bestätigung der
Authentizität verlangen.

(6) Hat die nach § 22 Absatz 2 des Psychotherapeutengesetzes
zuständige Behörde berechtigte Zweifel an der Berechtigung der
antragstellenden Person zur Ausübung des Berufs der Psychotherapeutin
und des Psychotherapeuten, so kann sie von der zuständigen Behörde
eines anderen Staates, der darüber Erkenntnisse haben könnte, eine
Bestätigung verlangen, aus der sich ergibt, dass der antragstellenden
Person die Ausübung des psychotherapeutischen Berufs nicht aufgrund
eines schwerwiegenden standeswidrigen Verhaltens oder aufgrund einer
Verurteilung wegen strafbarer Handlungen dauerhaft oder vorübergehend
untersagt worden ist.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/psychthappro/__70.html
Directory: psychthappro
Level: 4.0