Title: § 5

Description:
Haftpflichtgesetz (HaftPflG)
§ 5

Paragraph: 5

Content:
Haftpflichtgesetz (HaftPflG)
§ 5

(1) Im Falle der Tötung ist der Schadensersatz (§§ 1, 2 und 3) durch
Ersatz der Kosten einer versuchten Heilung sowie des
Vermögensnachteils zu leisten, den der Getötete dadurch erlitten hat,
daß während der Krankheit seine Erwerbsfähigkeit aufgehoben oder
gemindert oder eine Vermehrung seiner Bedürfnisse eingetreten war. Der
Ersatzpflichtige hat außerdem die Kosten der Beerdigung demjenigen zu
ersetzen, dem die Verpflichtung obliegt, diese Kosten zu tragen.

(2) Stand der Getötete zur Zeit der Verletzung zu einem Dritten in
einem Verhältnisse, vermöge dessen er diesem gegenüber kraft Gesetzes
unterhaltspflichtig war oder unterhaltspflichtig werden konnte, und
ist dem Dritten infolge der Tötung das Recht auf den Unterhalt
entzogen, so hat der Ersatzpflichtige dem Dritten insoweit
Schadensersatz zu leisten, als der Getötete während der mutmaßlichen
Dauer seines Lebens zur Gewährung des Unterhalts verpflichtet gewesen
sein würde. Die Ersatzpflicht tritt auch dann ein, wenn der Dritte zur
Zeit der Verletzung gezeugt, aber noch nicht geboren war.

(3) Der Ersatzpflichtige hat dem Hinterbliebenen, der zur Zeit der
Verletzung zu dem Getöteten in einem besonderen persönlichen
Näheverhältnis stand, für das dem Hinterbliebenen zugefügte seelische
Leid eine angemessene Entschädigung in Geld zu leisten. Ein besonderes
persönliches Näheverhältnis wird vermutet, wenn der Hinterbliebene der
Ehegatte, der Lebenspartner, ein Elternteil oder ein Kind des
Getöteten war.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/haftpflg/__5.html
Directory: haftpflg
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