Title: § 6 Rechtfertigung von Tätigkeitsarten; Verordnungsermächtigung

Description:
Gesetz zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchG)
Teil 2 - Strahlenschutz bei geplanten Expositionssituationen
Kapitel 1 - Strahlenschutzgrundsätze
§ 6 Rechtfertigung von Tätigkeitsarten; Verordnungsermächtigung

Paragraph: 6

Content:
Gesetz zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchG)
Teil 2 - Strahlenschutz bei geplanten Expositionssituationen
Kapitel 1 - Strahlenschutzgrundsätze
§ 6 Rechtfertigung von Tätigkeitsarten; Verordnungsermächtigung

(1) Neue Tätigkeitsarten, mit denen Expositionen von Mensch und Umwelt
verbunden sein können, müssen unter Abwägung ihres wirtschaftlichen,
gesellschaftlichen oder sonstigen Nutzens gegen die möglicherweise von
ihnen ausgehende gesundheitliche Beeinträchtigung gerechtfertigt sein.
Bei der Rechtfertigung sind die berufliche Exposition, die Exposition
der Bevölkerung und die medizinische Exposition zu berücksichtigen.
Expositionen durch die Anwendung am Menschen sind nach Maßgabe des §
83 Absatz 2 zu berücksichtigen.

(2) Die Rechtfertigung bestehender Tätigkeitsarten kann überprüft
werden, sobald wesentliche neue Erkenntnisse über den Nutzen oder die
Auswirkungen der Tätigkeit oder wesentliche neue Informationen über
andere Verfahren und Techniken vorliegen.

(3) Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit
Zustimmung des Bundesrates zu bestimmen, welche Tätigkeitsarten nicht
gerechtfertigt sind.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/strlschg/__6.html
Directory: strlschg
Level: 4.0