Title: § 67 Abschlußprüfung

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft (BauWiAusbV 1999)
Dritter Teil - Vorschriften für die aufbauenden Ausbildungsberufe nach § 1 Abs. 1 Nr. 2 bis 4 sowie Abs. 2 Nr. 1 bis 3
9. Abschnitt - Trockenbaumonteur/Trockenbaumonteurin
§ 67 Abschlußprüfung

Paragraph: 67

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft (BauWiAusbV 1999)
Dritter Teil - Vorschriften für die aufbauenden Ausbildungsberufe nach § 1 Abs. 1 Nr. 2 bis 4 sowie Abs. 2 Nr. 1 bis 3
9. Abschnitt - Trockenbaumonteur/Trockenbaumonteurin
§ 67 Abschlußprüfung

(1) Die Abschlußprüfung erstreckt sich auf die in den Anlagen 2 und 12
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im
Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die
Berufsausbildung wesentlich ist.

(2) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt
höchstens acht Stunden eine praktische Aufgabe ausführen. Dabei soll
der Prüfling zeigen, daß er den Arbeitsablauf selbständig planen,
Arbeitszusammenhänge erkennen, das Arbeitsergebnis kontrollieren sowie
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit und
zum Umweltschutz ergreifen kann. Für die praktische Aufgabe kommt
insbesondere das Herstellen einer Montagewand in Verbindung mit einer
Deckenkonstruktion in Betracht.

(3) Der Prüfling soll im schriftlichen Teil der Prüfung in den
Prüfungsbereichen Trockenbaukonstruktionen, Sanieren und Instandsetzen
von Bauwerken sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. In
den Prüfungsbereichen Trockenbaukonstruktionen sowie Sanieren und
Instandsetzen von Bauwerken soll der Prüfling zeigen, daß er
insbesondere durch Verknüpfung von arbeitsorganisatorischen,
technologischen, mathematischen und zeichnerischen Inhalten
praxisbezogene Fälle lösen kann. Dabei sollen Maßnahmen zur Sicherheit
und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und
qualitätssichernde Maßnahmen einbezogen werden. Es kommen Aufgaben
insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:

1.  im Prüfungsbereich Trockenbaukonstruktionen:

    a)  Montagewände,

    b)  Unterdecken und Deckenbekleidungen,

    c)  Wand-Trockenputz und Vorsatzschalen,

    d)  Brandschutzkonstruktionen,

    e)  Fertigteilfußbodenkonstruktionen,

    f)  Herstellen von Sondertrockenbaukonstruktionen;

2.  im Prüfungsbereich Sanieren und Instandsetzen von Bauwerken:

    a)  nachträglicher Einbau eines Badezimmers,

    b)  nachträglicher Dachgeschoßausbau,

    c)  Sanieren und Instandsetzen von Trockenbaukonstruktionen,

    d)  Sanieren und Instandsetzen von Fertigteilfußbodenkonstruktionen;

3.  im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:

    allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der
    Berufs- und Arbeitswelt.

(4) Der schriftliche Teil der Prüfung dauert höchstens:

*    *   1.

    *   im Prüfungsbereich Trockenbaukonstruktionen

    *   180 Minuten,

*    *   2.

    *   im Prüfungsbereich Sanieren und Instandsetzen von Bauwerken

    *   120 Minuten,

*    *   3.

    *   im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   60 Minuten.

(5) Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings
oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Bereichen
durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen
der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des
Ergebnisses für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind das
bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung
im Verhältnis 2:1 zu gewichten.

(6) Innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung sind die
Prüfungsbereiche wie folgt zu gewichten:

*    *   1.

    *   Prüfungsbereich Trockenbaukonstruktionen

    *   50 vom Hundert,

*    *   2.

    *   Prüfungsbereich Sanieren und Instandsetzen von Bauwerken

    *   30 vom Hundert,

*    *   3.

    *   Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde

    *   20 vom Hundert.

(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und im
schriftlichen Teil der Prüfung sowie innerhalb des schriftlichen Teils
der Prüfung in mindestens zwei Prüfungsbereichen mindestens
ausreichende Leistungen erbracht sind. Wird die Leistung in einem der
Prüfungsbereiche mit ungenügend bewertet, so ist die Prüfung nicht
bestanden.

(8) Hat der Prüfling die Prüfung nach Absatz 7 nicht bestanden,
erfüllt er in dieser Prüfung jedoch die Anforderungen nach § 16, so
hat er den Abschluß Ausbaufacharbeiter/Ausbaufacharbeiterin erreicht.
Die Anforderungen nach § 16 gelten dann als erfüllt, wenn in dieser
Prüfung im praktischen Teil sowie in einem der fachbezogenen
Prüfungsbereiche im schriftlichen Teil (Absatz 3 Nr. 1 und 2) jeweils
mindestens eine ausreichende Leistung erbracht wurde. Außerdem darf in
keinem der fachbezogenen Prüfungsbereiche eine ungenügende Leistung
erbracht worden sein.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/bauwiausbv_1999/__67.html
Directory: bauwiausbv_1999
Level: 4.0