Title: § 12 Prüfungsbereich Kundenauftrag

Description:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Gießereimechaniker und zur Gießereimechanikerin (GMAusbV)
Abschnitt 2 - Abschlussprüfung
§ 12 Prüfungsbereich Kundenauftrag

Paragraph: 12

Content:
Verordnung über die Berufsausbildung zum Gießereimechaniker und zur Gießereimechanikerin (GMAusbV)
Abschnitt 2 - Abschlussprüfung
§ 12 Prüfungsbereich Kundenauftrag

(1) Im Prüfungsbereich Kundenauftrag soll der Prüfling nachweisen,
dass er in der Lage ist,

1.  Art und Umfang von Aufträgen zu klären und Besonderheiten und Termine
    mit Kunden abzusprechen,

2.  Informationen für die Auftragsabwicklung zu beschaffen, auszuwerten
    und zu nutzen, technische Entwicklungen zu berücksichtigen,
    sicherheitsrelevante Vorgaben zu beachten, Auftragsabwicklungen unter
    Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher und ökologischer
    Gesichtspunkte zu planen sowie mit vor- und nachgelagerten Bereichen
    abzustimmen und Planungsunterlagen zu erstellen,

3.  Aufträge unter Berücksichtigung von Arbeitssicherheit, Umweltschutz
    und Terminvorgaben durchzuführen, betriebliche
    Qualitätssicherungssysteme im eigenen Arbeitsbereich anzuwenden,
    Ursachen von Qualitätsmängeln systematisch zu suchen, zu beseitigen
    und zu dokumentieren und Teilaufträge zu veranlassen und

4.  Prüfverfahren und Prüfmittel auszuwählen und anzuwenden,
    Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln festzustellen, Prüfpläne und
    betriebliche Prüfvorschriften anzuwenden, Ergebnisse zu prüfen und zu
    dokumentieren, Auftragsabläufe, Leistungen und Verbrauch zu
    dokumentieren und Produkte zu übergeben und zu erläutern.

(2) Die Ausbildenden wählen eine der Prüfungsvarianten nach Absatz 3
oder 4 aus. Mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung teilen sie die
gewählte Variante dem Prüfling und der zuständigen Stelle mit.

(3) Der Prüfling soll einen betrieblichen Auftrag vorbereiten und
durchführen und mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren. Nach der
Durchführung und Dokumentation wird mit ihm ein auftragsbezogenes
Fachgespräch geführt. Vor der Vorbereitung und Durchführung des
betrieblichen Auftrages haben die Ausbildenden dem Prüfungsausschuss
die Aufgabenstellung einschließlich eines geplanten
Bearbeitungszeitraums zur Genehmigung vorzulegen. Die Prüfungszeit
beträgt für den betrieblichen Auftrag 15 bis 18 Stunden und für das
auftragsbezogene Fachgespräch höchstens 30 Minuten.

(4) Der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe, die einem betrieblichen
Auftrag entspricht, vorbereiten und durchführen und mit
praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren. Während der Durchführung
wird mit ihm ein situatives Fachgespräch über die Arbeitsaufgabe
geführt. Die Prüfungszeit für die Vorbereitung, Durchführung und
Dokumentation der Arbeitsaufgabe beträgt insgesamt 14 Stunden. Dabei
entfallen auf die Durchführung und Dokumentation der Arbeitsaufgabe
sechs Stunden; innerhalb dieser Zeit dauert das situative Fachgespräch
höchstens 20 Minuten.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/gmausbv/__12.html
Directory: gmausbv
Level: 3.0