Title: § 239a Erpresserischer Menschenraub

Description:
Strafgesetzbuch (StGB)
Besonderer Teil -
Achtzehnter Abschnitt - Straftaten gegen die persönliche Freiheit
§ 239a Erpresserischer Menschenraub

Paragraph: 239a

Content:
Strafgesetzbuch (StGB)
Besonderer Teil -
Achtzehnter Abschnitt - Straftaten gegen die persönliche Freiheit
§ 239a Erpresserischer Menschenraub

(1) Wer einen Menschen entführt oder sich eines Menschen bemächtigt,
um die Sorge des Opfers um sein Wohl oder die Sorge eines Dritten um
das Wohl des Opfers zu einer Erpressung (§ 253) auszunutzen, oder wer
die von ihm durch eine solche Handlung geschaffene Lage eines Menschen
zu einer solchen Erpressung ausnutzt, wird mit Freiheitsstrafe nicht
unter fünf Jahren bestraft.

(2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht
unter einem Jahr.

(3) Verursacht der Täter durch die Tat wenigstens leichtfertig den Tod
des Opfers, so ist die Strafe lebenslange Freiheitsstrafe oder
Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren.

(4) Das Gericht kann die Strafe nach § 49 Abs. 1 mildern, wenn der
Täter das Opfer unter Verzicht auf die erstrebte Leistung in dessen
Lebenskreis zurückgelangen läßt. Tritt dieser Erfolg ohne Zutun des
Täters ein, so genügt sein ernsthaftes Bemühen, den Erfolg zu
erreichen.

Source: https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__239a.html
Directory: stgb
Level: 4.0