Document ID: 31984D0365

*****
ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
vom 29. Juni 1984,
mit der festgestellt wird, daß das Gerät »PAR - Scanning Potentiostat, model 362 with incorporated programmer" nicht unter Befreiung von Zöllen des Gemeinsamen Zolltarifs eingeführt werden kann
(84/365/EWG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1798/75 des Rates vom 10. Juli 1975 über die von den Zöllen des Gemeinsamen Zolltarifs befreite Einfuhr von Gegenständen erzieherischen, wissenschaftlichen oder kulturellen Charakters (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 608/82 (2),
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2784/79 der Kommission vom 12. Dezember 1979 zur Festlegung der Durchführungsvorschriften zu der Verordnung (EWG) Nr. 1798/75 (3), insbesondere auf Artikel 7,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Frankreich hat mit Schreiben an die Kommission vom 28. Februar 1984 die Einleitung des in Artikel 7 der Verordnung (EWG) Nr. 2784/79 vorgesehenen Verfahrens beantragt, um festzustellen, ob das Gerät »PAR - Scanning Potentiostat, model 362 with incorporated programmer", bestellt am 8. Dezember 1983 und bestimmt zur energiebezogenen elektrokatalytischen Untersuchung von Oxydationsreaktionen organischer Verbindungen und insbesondere zur Untersuchung der Elektroden von Edelmetallen, deren elektrokatalytisches Oberflächenverhalten durch die Atome von fremden Metallen verändert wird, wissenschaftlichen Charakter besitzt und wenn ja, ob zur Zeit Geräte von gleichem wissenschaftlichen Wert in der Gemeinschaft hergestellt werden.
Am 6. Juni 1984 ist gemäß Artikel 7 Absatz 5 der Verordnung (EWG) Nr. 2784/79 eine aus Vertretern aller Mitgliedstaaten bestehende Sachverständigengruppe im Rahmen des Ausschusses für Zollbefreiung zur Prüfung dieses Falles zusammengetreten.
Diese Prüfung hat ergeben, daß es sich um einen Potentiostat-Galvanostat handelt.
Er besitzt nicht die objektiven Merkmale eines für die wissenschaftliche Forschung besonders geeigneten Geräts; insbesondere die Tatsache, daß es sich um einen Potentiostat-Galvanostat mit eingebautem Potentialprogrammierer handelt, kann ihm diesen Charakter nicht verleihen; ausserdem werden vergleichbare Geräte überwiegend zur Durchführung nichtwissenschaftlicher Arbeiten verwendet.
Die Verwendung, die das Gerät in diesem speziellen Fall findet, allein kann ihm nicht den Charakter eines wissenschaftlichen Geräts verleihen, und es kann somit nicht als wissenschaftliches Gerät angesehen werden; es ist daher nicht gerechtfertigt, dieses Gerät von den Zöllen freizustellen -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Das Gerät »PAR - Scanning Potentiostat, model 363 with incorporated programmer", das Gegenstand des Antrags Frankreichs vom 28. Februar 1984 ist, kann nicht unter Befreiung von den Zöllen des Gemeinsamen Zolltarifs eingeführt werden.
Artikel 2
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 29. Juni 1984

Labels: 7
3
1