Document ID: 31989R2836

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 2836/89 DER KOMMISSION
vom 21. September 1989
zur Ermächtigung der Mitgliedstaaten, vorbeugende Rücknahmen von Äpfeln zu genehmigen
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisation für Obst und Gemüse (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1119/89 (2), insbesondere auf Artikel 15a Absatz 2,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Verordnung (EWG) Nr. 1596/79 der Kommission vom 26. Juli 1979 über vorbeugende Rücknahmen von Äpfeln und Birnen (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 2935/88 (4), regelt die Voraussetzungen, unter denen vorbeugende Rücknahmen genehmigt werden dürfen.
Für das Wirtschaftsjahr 1989/90 wird die Apfelerzeugung auf 6 826 000 Tonnen geschätzt. Die voraussichtlichen Überschüsse gegenüber einer Erzeugung von 6 200 000 Tonnen betragen also 626 000 Tonnen. Die vorbeugenden Rücknahmen dürfen sich höchstens auf 40 v. H. dieser Menge, also 250 000 Tonnen, beziehen.
Diese Menge ist für die Sorten, die Gegenstand dieser Rücknahmen sein können, auf die einzelnen Mitgliedstaaten nach Maßgabe der voraussichtlichen Überschüsse in jedem Mitgliedstaat aufzuteilen.
Die gemäß Artikel 17 Absatz 1 erster Unterabsatz der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 mitgeteilten Preise lagen auf mehreren repräsentativen Märkten der Gemeinschaft unter dem Grundpreis.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Obst und Gemüse -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Mitgliedstaaten dürfen den auf ihrem Hoheitsgebiet niedergelassenen Erzeugerorganisationen erlauben, im Wirtschaftsjahr 1989/90 vorbeugende Rücknahmen von Äpfeln durchzuführen.
Artikel 2
(1) Die vorbeugenden Rücknahmen dürfen sich nur auf 250 000 Tonnen beziehen, die folgendermassen auf die Mitgliedstaaten aufgeteilt werden:
Belgien: 9 200 Tonnen,
Dänemark: 600 Tonnen,
Deutschland: 14 400 Tonnen,
Griechenland: 13 400 Tonnen,
Frankreich: 95 900 Tonnen,
Irland: 500 Tonnen,
Italien: 101 400 Tonnen,
Luxemburg: 100 Tonnen,
Niederlande: 8 000 Tonnen,
Vereinigtes Königreich: 6 500 Tonnen.
(2) Die vorbeugenden Rücknahmen dürfen sich nur auf Äpfel der Handelsklasse II der im Anhang aufgeführten Sorten beziehen.
Artikel 3
Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 21. September 1989

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