Document ID: 31999R0243

VERORDNUNG (EG) Nr. 243/1999 DER KOMMISSION vom 1. Februar 1999 zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 478/97 und (EG) Nr. 20/98 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 2200/96 des Rates hinsichtlich der vorläufigen Anerkennung und der Beihilfen für Erzeugergruppierungen
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 2200/96 des Rates vom 28. Oktober 1996 über die gemeinsame Marktorganisation für Obst und Gemüse (1), geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2520/97 der Kommission (2), insbesondere auf Artikel 48,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Nach Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 20/98 der Kommission (3) wird die Höhe der Beihilfe für die Gründung und Verwaltungstätigkeit vorläufig anerkannter Erzeugergruppierungen auf der Grundlage ihrer vermarkteten Erzeugung festgesetzt. Die vermarktete Erzeugung kann durch Naturkatastrophen in bestimmten Jahren einen sehr starken Rückgang erfahren. Um zu vermeiden, daß in diesem Fall die Tätigkeit einer Erzeugergruppierung durch eine übermäßige Reduzierung der Gemeinschaftsbeihilfe beeinträchtigt wird, muß der bei der Berechnung des Beihilfebetrags berücksichtigte Erzeugungsrückgang begrenzt werden. Diese Begrenzung ist mit Bezug auf die von der Erzeugergruppierung oder ihren Mitgliedern erzielten durchschnittlichen Erträge in den drei Jahren vor dem Jahr der Naturkatastrophe zu bestimmen und auf einer Höhe festzusetzen, die den normalen Produktionsschwankungen aufgrund der Witterungsbedingungen Rechnung trägt. In Portugal ist die so bestimmte vermarktete Erzeugung auch für die Berechnung der Beihilfe nach Artikel 14 Absatz 7 der Verordnung (EG) Nr. 2200/96 heranzuziehen.
Die Verordnung (EG) Nr. 478/97 der Kommission (4) sieht in Artikel 2 Absatz 2 und in Artikel 5 Absatz 1 zwei verschiedene Zeitpunkte für die Durchführung des Anerkennungsplans der Erzeugergruppierungen vor. Im Interesse der Einheitlichkeit ist ein einziger Zeitpunkt für den Beginn der Durchführung eines Anerkennungsplans festzusetzen.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für frisches Obst und Gemüse -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EG) Nr. 20/98 wird wie folgt geändert:
1. In Artikel 1 wird folgender Absatz 3 angefügt:
"(3) Im Fall einer von den zuständigen einzelstaatlichen Behörden festgestellten Naturkatastrophe beträgt die zugrunde gelegte vermarktete Erzeugung im Sinne von Absatz 2 mindestens 70 % eines theoretischen Durchschnittswerts entsprechend
- der Anbaufläche der vorläufig anerkannten Erzeugergruppierung, die dem betreffenden Erzeugnis im Jahr der Naturkatastrophe gewidmet war, multipliziert mit
- dem von der Erzeugergruppierung bzw. ihren Mitgliedern oder - auf Entscheidung des betreffenden Mitgliedstaats - in derselben Erzeugungsregion erzielten Durchschnittsertrag und Durchschnittspreis für dieses Erzeugnis aus den letzten drei Jahren vor dem Jahr der Naturkatastrophe."
2. In Artikel 13 wird folgender Absatz angefügt:
"Im Fall einer von den portugiesischen Behörden festgestellten Naturkatastrophe gilt Artikel 1 Absatz 3 für die Berechnung der vermarkteten Erzeugung, die im Rahmen von Artikel 14 Absatz 7 der Verordnung (EG) Nr. 2200/96 zu berücksichtigen ist."
Artikel 2
Artikel 5 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 478/97 wird gestrichen.
Artikel 3
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 1. Februar 1999

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