Document ID: 31988R2777

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 2777/88 DER KOMMISSION
vom 7. September 1988
zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 2083/80 über Durchführungsbestimmungen zu der Wirtschaftstätigkeit der Erzeugergemeinschaften und ihrer Vereinigungen
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1360/78 des Rates vom 19. Juni 1978 betreffend die Erzeugergemeinschaften und ihre Vereinigungen (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1760/87 (2), insbesondere auf Artikel 6 Absatz 3 zweiter Gedankenstrich,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Mit der Verordnung (EWG) Nr. 2083/80 der Kommission (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 559/88 (4), werden die Durchführungsbestimmungen zur Wirtschaftstätigkeit der Erzeugergemeinschaften und ihrer Vereinigungen festgelegt. Diese Bestimmungen sind im Anschluß an die Ausdehnung des Anwendungsbereichs der Verordnung (EWG) Nr. 1360/78 auf Portugal zu ergänzen.
Kennzeichnend für die landwirtschaftlichen Betriebe in Portugal sind ihre geringe Grösse, ihre niedrige Durchschnittsproduktivität, ihre Zersplitterung und der polyvalente Charakter ihrer Erzeugung. Daher empfiehlt es sich, für die Tätigkeit der Erzeugergemeinschaften relativ niedrige Mindestschwellen festzusetzen. Der Umsatz ist ein geeignetes Kriterium, um die Wirksamkeit der Tätigkeit der Vereinigungen für bestimmte Sektoren sicherzustellen, für die angesichts der Schwierigkeit einer Festlegung erschöpfender spezifischer Grenzen für die Mindestanbauflächen eine einheitliche Bezugsgrundlage verwendet werden muß. Da der äusserst verstreute Charakter der Haltung von Schweinen, die unter der Bezeichnung »alentejanos de montado" bekannt sind, die Schätzung der Gesamterzeugung Portugals sehr erschwert, empfiehlt es sich, nicht festzulegen, welcher Mindestanteil der nationalen Gesamterzeugung auf die Vereinigungen dieses Sektors entfallen muß. Um zu gewährleisten, daß die Vereinigungen hinreichendes wirtschaftliches Gewicht haben, empfiehlt es sich, eine Mindestzahl von Erzeugergemeinschaften festzusetzen, aus denen sich diese Vereinigungen zusammensetzen müssen.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Agrarstrukturausschusses -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 2083/80 wird wie folgt geändert:
1. In Artikel 3 erhält der letzte Unterabsatz folgende Fassung:
»Für Spanien und Portugal müssen die Vereinigungen in Abweichung von den vorstehenden Bestimmungen dieses Artikels die Mindestanbaufläche, den Umsatz und den Anteil am Volumen der nationalen Erzeugung vertreten, die im Anhang unter Titel III und Titel IV festgesetzt sind. Hinsichtlich der im Anhang genannten Erzeugnisse sowie anderer Erzeugnisse müssen die Vereinigungen in Spanien zumindest aus fünf anerkannten Erzeugergemeinschaften bestehen und eine territoriale Mindestausdehnung aufweisen, die einer autonomen Gemeinschaft entspricht. Für Portugal müssen die Vereinigungen zumindest aus der im Anhang unter Titel IV festgesetzten Mindestanzahl Erzeugergemeinschaften und hinsichtlich der übrigen Erzeugnisse aus mindestens drei anerkannten Erzeugergemeinschaften bestehen und eine territoriale Mindestausdehnung aufweisen, die einem ,Distrikt' entspricht".
2. Im Anhang wird für Portugal die Tabelle des Anhangs dieser Verordnung vor den Fußnoten eingefügt.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 7. September 1988

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