Document ID: 31992D0087

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 18. Dezember 1991 mit Übergangsmaßnahmen zur Einfuhr von Erzeugnissen der Sektoren Schweinefleisch, Eier und Gefluegelfleisch aus anderen Mitgliedstaaten nach Portugal (Nur der portugiesische Text ist verbindlich) (92/87/EWG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und Portugals, insbesondere auf Artikel 257,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Aufgrund der Entscheidung 90/671/EWG der Kommission (1) wurde Portugal ermächtigt, 1991 bei der Einfuhr von Erzeugnissen der Sektoren Schweinefleisch, Eier und Gefluegelfleisch aus anderen Mitgliedstaaten nötigenfalls einen Sonderzoll anzuwenden, damit in den betreffenden, mit grossen Schwierigkeiten belasteten Sektoren die Anpassungen vorgenommen werden können, die zur Anwendung der gemeinsamen Agrarpolitik erforderlich sind, sofern diese zu Beginn der zweiten Stufe einen Schutz des portugiesischen Marktes gegen die konkurrierenden Erzeugnisse aus anderen Mitgliedstaaten einschließt und deshalb die in der Beitrittsakte vorgesehenen Anpassungen nicht mehr zulässt.
Diese Anpassungen konnten noch nicht abgeschlossen werden, bei einer zu abrupten Aufhebung der genannten Ermächtigung würden sie stark behindert. Es empfiehlt sich deshalb, Portugal zu ermächtigen, bis 31. Dezember 1992 die Hälfte des 1991 geltenden Zolls anzuwenden.
Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme der Verwaltungsausschüsse für Schweinefleisch, Eier und Gefluegelfleisch -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Portugiesische Republik wird ermächtigt, 1992 die in den Anhängen I und II genannten Sonderzölle bei der Einfuhr der ebendort angeführten Erzeugnisse aus anderen Mitgliedstaaten anzuwenden.
Artikel 2
Diese Entscheidung ist an die Portugiesische Republik gerichtet. Brüssel, den 18. Dezember 1991

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