Document ID: 32003D0436

Entscheidung der Kommission
vom 16. Juni 2003
zur Änderung der Entscheidung 2002/975/EG über ein Impfprogramm in Ergänzung der Maßnahmen zur Bekämpfung von Infektionen mit schwach pathogenen Gefluegelpestviren in Italien und über spezifische Verbringungsbeschränkungen
(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2003) 1834)
(Text von Bedeutung für den EWR)
(2003/436/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 90/425/EWG des Rates vom 26. Juni 1990 zur Regelung der veterinärrechtlichen und tierzüchterischen Kontrollen im innergemeinschaftlichen Handel mit lebenden Tieren und Erzeugnissen im Hinblick auf den Binnenmarkt(1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 92/118/EWG(2), insbesondere auf Artikel 10 Absatz 4,
gestützt auf die Richtlinie 89/662/EWG der Rates vom 11. Dezember 1989 zur Regelung der veterinärrechtlichen Kontrollen im innergemeinschaftlichen Handel im Hinblick auf den gemeinsamen Binnenmarkt(3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 806/2003(4), insbesondere auf Artikel 9 Absatz 4,
gestützt auf die Richtlinie 92/40/EWG des Rates vom 19. Mai 1992 mit Gemeinschaftsmaßnahmen zur Bekämpfung der Gefluegelpest(5), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 806/2003, insbesondere auf Artikel 16,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) 1999 und 2000 kam es in Italien zu Infektionen mit hoch pathogenen Gefluegelpestviren des Subtyps H7N1, die der Gefluegelwirtschaft beträchtlichen wirtschaftlichen Schaden zugefügt haben. Vor dieser Epidemie zirkulierten in dem betreffenden Gebiet schwach pathogene Viren.
(2) Im Oktober 2002 wurden im Zuge der Gefluegelpestüberwachung in den Regionen Veneto und Lombardei schwach pathogene Gefluegelpestviren des Subtyps H7N1 nachgewiesen.
(3) Um einer Ausbreitung der Infektionen mit schwach pathogenen Gefluegelpestviren vorzubeugen, hat die Kommission mit der Entscheidung 2002/975/EG(6) ein Impfprogramm genehmigt.
(4) Die Ergebnisse des Impfprogramms, die auf mehreren Sitzungen des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit vorgestellt wurden, zeigen insgesamt günstige Auswirkungen bei der Eindämmung der Seuche im Impfgebiet. Allerdings hat die Infektion auf einige angrenzende Gebiete übergegriffen.
(5) Das Impfgebiet ist daher auf angrenzende Gebiete mit Infektionsrisiko auszudehnen, unter entsprechender Anwendung der strengen Überwachungsmaßnahmen und Handelsbeschränkungen.
(6) Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Anhang I der Entscheidung 2002/975/EG wird durch den Anhang der vorliegenden Entscheidung ersetzt.
Artikel 2
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 16. Juni 2003

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