Document ID: 31984D0039

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ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
vom 13. Januar 1984
über bestimmte Schutzmaßnahmen gegen die Gefluegelinfluenza
(84/39/EWG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 71/118/EWG des Rates vom 15. Februar 1971 zur Regelung gesundheitlicher Fragen beim Handelsverkehr mit frischem Gefluegelfleisch (1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 82/532/EWG (2), insbesondere auf Artikel 11 Absätze 4 und 5,
in Erwägung nachstehender Gründe:
In einem Teil des Hoheitsgebiets Irlands ist die Gefluegelinfluenza festgestellt worden. Darüber hinaus hat sich der Fortbestand des Virus dieser Krankheit bei bestimmten Gefluegelarten gezeigt.
Diese Tierseuche kann wegen des Handels mit frischem Gefluegelfleisch den Gefluegelbestand der übrigen Mitgliedstaaten gefährden. Einige Mitgliedstaaten haben bereits diesbezuegliche Schutzmaßnahmen ergriffen.
Es ist daher angezeigt, daß alle Mitgliedstaaten Maßnahmen zu ihrem Schutz während der für die Ausmerzung der Krankheit erforderlichen Zeit ergreifen.
Die von den irischen Behörden getroffenen Maßnahmen gestatten es, die Auswirkungen der Seuche auf bestimmte Gegenden zu beschränken. Es ist deshalb angebracht, einschränkende Maßnahmen auf solche Sendungen zu beschränken, die aus diesen Gebieten stammen.
Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Veterinärausschusses -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Mitgliedstaaten untersagen, in ihr Hoheitsgebiet frisches Fleisch einzuführen, das nach dem 15. Oktober 1983 von Gefluegel aus einer Zone im Umkreis von 5 km um die in Irland festgestellten Befallsherde der Gefluegelinfluenza gewonnen wurde.
Artikel 2
Die Genusstauglichkeitsbescheinigung gemäß der Richtlinie 71/118/EWG, die das frische Gefluegelfleisch beim Versand aus Irland begleiten muß, ist durch folgenden Vermerk zu ergänzen: »Fleisch entsprechend der Entscheidung 84/39/EWG der Kommission vom 13. Januar 1984".
Artikel 3
Die Kommission verfolgt die Entwicklung der Lage und wird diese Entscheidung gegebenenfalls je nach dieser Entwicklung abändern.
Artikel 4
Die Mitgliedstaaten ändern die Maßnahmen, die sie im Handelsverkehr anwenden, um sie in Einklang mit dieser Entscheidung zu bringen.
Artikel 5
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 13. Januar 1984

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