Document ID: 31998D0589

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 12. Oktober 1998 zur Verlängerung der Frist für die Ohrmarkung bestimmter Rinder aus spanischem Bestand (Bekanntgegeben unter Aktenzeichen K(1998) 2868) (Text von Bedeutung für den EWR) (98/589/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 820/97 des Rates vom 21. April 1997 zur Einführung eines Systems zur Kennzeichnung und Registrierung von Rindern und über die Etikettierung von Rindfleisch und Rindfleischerzeugnissen (1), insbesondere auf Artikel 4 Absatz 2,
gestützt auf den Antrag Spaniens,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Wegen praktischer Schwierigkeiten hat das Königreich Spanien beantragt, die vorgesehene Frist für die Ohrmarkung bestimmter Rinder auf sechs Monate verlängern zu dürfen.
Die Geburtsbetriebe der betreffenden Rinder liegen in bestimmten Gebieten, und die Rinder gehören bestimmten Rassen an.
Die betreffenden Rinder werden in extensiver Weidewirtschaft gehalten, wobei die Kälber stets bei der Mutter bleiben, bis sie maximal sechs Monate alt sind.
Die Genehmigung des Antrags Spaniens ist gerechtfertigt, soweit durch die Verlängerung der Frist die Qualität der Informationen aus der spanischen Datenbank nicht beeinträchtigt wird und die betreffenden Rinder nicht umgesetzt werden, ohne zuvor mit Ohrmarken versehen worden zu sein.
Die spanischen Behörden verpflichten sich, diese Ausnahmeregelung nicht auf andere Aspekte des Kennzeichnungs- und Registriersystems für Rinder auszudehnen.
Diese Entscheidung ergeht unbeschadet künftiger Entscheidungen über das Funktionieren der nationalen Datenbanken.
Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ausschusses für den Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Dem Antrag Spaniens, die in Artikel 4 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 820/97 vorgesehene Frist für die Ohrmarkung bestimmter Rinder auf sechs Monate verlängern zu dürfen, wird stattgegeben, sofern die in Artikel 2 genannten Bedingungen insgesamt erfuellt sind.
Diese Fristverlängerung darf die Qualität der Informationen aus der spanischen Datenbank in keiner Weise beeinträchtigen.
Artikel 2
(1) Die Verlängerung gemäß Artikel 1 wird gewährt, sofern die in den Absätzen 2 bis 5 genannten Bedingungen insgesamt erfuellt sind.
(2) Die Geburtsbetriebe der Rinder liegen in einem der im Anhang festgelegten geographischen Gebiete.
(3) Die Rinder gehören den im Anhang festgelegten Rassen an.
(4) Die Rinder werden in total extensiver Weidewirtschaft gehalten, wobei die Kälber bei der Mutter bleiben, bis sie entwöhnt sind.
(5) Die Ohrmarken werden angebracht, sobald die Kälber von ihren Müttern getrennt werden, in jedem Fall jedoch, bevor sie sechs Monate alt sind. Verläßt ein Rind seinen Geburtsbetrieb vor Erreichen des sechsten Lebensmonats, so wird es vor seiner Umsetzung gekennzeichnet.
Artikel 3
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 12. Oktober 1998

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