Document ID: 31989R1885

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 1885/89 DER KOMMISSION
vom 28. Juni 1989
zur Festsetzung des Hoechstbetrags der Ausgleichsentschädigung für Thunfisch für die Konservenindustrie für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1988
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3796/81 des Rates vom 29. Dezember 1981 über die gemeinsame Marktorganisation für Fischereierzeugnisse (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1495/88 (2), insbesondere auf Artikel 17 Absatz 6,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1196/76 des Rates vom 17. Mai 1976 zur Festlegung der Grundregeln für die Gewährung der Ausgleichsentschädigung an die Erzeuger von Thunfischen für die Konservenindustrie (3), insbesondere auf Artikel 7,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Entschädigung für Thunfisch für die Konservenindustrie wurde für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 1988 verwaltet aufgrund der Bestimmungen der Verordnungen (EWG) Nr. 3796/81 und (EWG) Nr. 1196/76; der Hoechstbetrag dieser Entschädigung sollte daher in Übereinstimmung mit diesen Bestimmungen festgesetzt werden, ungeachtet der Tatsache, daß diese seitdem mit Wirkung vom 13. November 1988 durch die Verordnung (EWG) Nr. 3468/88 des Rates (4) geändert wurden.
Den Erzeugern von Thunfischen für die Konservenindustrie wird erforderlichenfalls eine Ausgleichsentschädigung gewährt. Damit soll den Gemeinschaftserzeugern ein Ausgleich für die Nachteile gewährt werden, die ihnen aus der Einfuhrregelung erwachsen können. Diese Regelung kann nämlich dazu führen, daß ein Sinken der Einfuhrpreise für Thunfisch das Einkommensniveau der betreffenden Erzeuger in der Gemeinschaft unmittelbar gefährdet.
Die Ausgleichsentschädigung wird für die Thunfischmengen gewährt, die während des Dreimonatszeitraums der Preisfeststellungen an die Konservenindustrie geliefert wurden, wenn der vierteljährliche Durchschnittspreis auf dem Gemeinschaftsmarkt und der Frei-Grenze-Preis gleichzeitig weniger als 90 v. H. des gemeinschaftlichen Produktionspreises betragen und dieser Preisrückgang die Folge des Weltmarktpreises für Thunfisch ist und nicht durch eine anormale Zunahme der erzeugten Mengen verursacht wird.
In Anwendung dieser Regelung muß die Lage auf dem Gemeinschaftsmarkt analysiert werden, um den Hoechstbetrag der Ausgleichsentschädigung für die Zeitspannen vom 1. Januar bis 31. März und 1. April bis 30. Juni 1988 festzusetzen. Diese Analyse hat gezeigt, daß sowohl der vierteljährliche durchschnittliche Marktpreis als auch die Frei-Grenze-Preise gemäß Artikel 3 der Verordnung (EWG) Nr. 1196/76 für bestimmte Arten und Aufmachungen des betreffenden Erzeugnisses weniger als 90 v. H. des geltenden gemeinschaftlichen Produktionspreises betrugen, der mit der Verordnung (EWG) Nr. 3765/87 des Rates vom 14. Dezember 1987 zur Festsetzung des gemeinschaftlichen Produktionspreises für Thunfisch, der für die Konservenindustrie bestimmt ist (5), für das Fischwirtschaftsjahr 1988 festgesetzt worden ist. Aus den der Kommission vorliegenden Informationen geht nicht hervor, daß das Preisniveau auf dem Gemeinschaftsmarkt durch eine aussergewöhnliche Zunahme der in der Gemeinschaft in diesen beiden Zeiträumen erzeugten Mengen hervorgerufen worden ist.
Es ist daher erforderlich, gemäß Verordnung (EWG) Nr. 2469/86 der Kommission vom 31. Juli 1986 mit Durchführungsbestimmungen für die Gewährung der Ausgleichsentschädigung an die Erzeuger von Thunfisch für die Konservenindustrie (6) für die Zeiten vom 1. Januar bis 31. März und 1. April bis 30. Juni 1988 die Gewährung der Ausgleichsentschädigung zugunsten der Thunfischerzeuger der Gemeinschaft zu beschließen und für jeden dieses Zeiträume und jedes der betroffenen Erzeugnisse den Hoechstbetrag dieser Entschädigung festzusetzen.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Fischereierzeugnisse -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Ausgleichsentschädigung nach Artikel 17 der Verordnung (EWG) Nr. 3796/81 gilt für die ersten beiden Vier
teljahre des Fischwirtschaftsjahres 1988 für die nachstehend aufgeführten Erzeugnisse im Rahmen der jeweils festgesetzten Hoechstbeträge:
- für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 1988:
(in ECU/t)
1.2 // // // Erzeugnis // Hoechstbetrag der Entschädigung // // // Gelbflossenthun mit einem Stückgewicht bis zu 10 kg // 134 // //
- für den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 1988:
(in ECU/t)
1.2 // // // Erzeugnis // Hoechstbetrag der Entschädigung // // // Gelbflossenthun mit einem Stückgewicht bis zu 10 kg // 159 // //
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 28. Juni 1989

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