Document ID: 31984R2396

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 2396/84 DER KOMMISSION
vom 20. August 1984
zur Festsetzung der Durchführungsbestimmungen für die Erstellung der Vorbilanz im Weinsektor
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 337/79 des Rates vom 5. Februar 1979 über die gemeinsame Marktorganisation für Wein (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1208/84 (2), insbesondere auf Artikel 5 Absätze 1 und 2,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Artikel 5 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 337/79 sieht vor, daß vor dem 10. Dezember eines jeden Jahres eine Vorbilanz zur Feststellung der verfügbaren Mengen und zur Schätzung des Bedarfs der Gemeinschaft im Weinsektor aufgestellt wird. Um den vorgenannten Termin einzuhalten, muß das Datum festgesetzt werden, an dem die Mitteilungen von den Mitgliedstaaten der Kommission übermittelt werden müssen.
Die Verordnung (EWG) Nr. 2102/84 der Kommission vom 13. Juli 1984 über die Ernte-, Erzeugungs- und Bestandsmeldungen im Weinsektor (3) setzt Angaben fest, die zur Erstellung der Vorbilanz unerläßlich sind. Darüber hinaus erteilen die Mitgliedstaaten der Kommission alle anderen hierzu erforderlichen Auskünfte. Damit eine Vorbilanz auf möglichst zuverlässige Weise erstellt werden kann, sollte jede andere zuverlässige Informationsquelle berücksichtigt werden. Es ist daher angebracht, die Informationsquellen, die berücksichtigt werden sollen, festzulegen.
Artikel 5 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 337/79 bestimmt, daß aus der Vorbilanz der jeweilige Anteil an Tafelwein und an Qualitätswein b.A. hervorgehen muß. Zwecks besserer Kenntnis der verfügbaren Mengen und des Bedarfs an Wein in der Gemeinschaft ist eine Aufteilung der verschiedenen Weinarten nach ihrer Farbe in Weißweine einerseits und in Rotweine und Roséweine andererseits vorzunehmen.
Es sind die Umstände festzulegen, unter denen andere Informationen als die von den Mitgliedstaaten erteilten in Anspruch genommen werden müssen.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Wein -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
1. Die Vorbilanz wird von der Kommission auf der Grundlage aller verfügbaren Angaben und insbesondere anhand
- der von den Mitgliedstaän übermittelten Mitteilungen,
- aller anderen Informationen, die sie für zuverlässig erachtet,
erstellt.
2. Im Hinblick auf die Anwendung von Absatz 1 erster Gedankenstrich teilen die Mitgliedstaaten der Kommission bis spätestens 30. November des laufenden Wirtschaftsjahres mindestens die im Anhang, Tabellen A, B und C vorgesehenen Angaben mit.
3. Für die in Absatz 1 zweiter Gedankenstrich genannten Informationen wird jede verfügbare Informationsquelle in Anspruch genommen, insbesondere:
a) Veröffentlichungen betreffend Produktion und Handel in den Mitgliedstaaten,
b) die Berufsorganisationen, die Produktion und Handel in den Mitgliedstaaten vertreten, insbesondere diejenigen, die im Beratenden Ausschuß für Wein vertreten sind.
Artikel 2
Die in Artikel 1 Absatz 1 zweiter Gedankenstrich genannten Informationen werden nur dann verwendet, wenn zwischen den von den Mitgliedstaaten im Rahmen der Mitteilung gemäß Artikel 1 Absatz 2 übermittelten Angaben und diesen Informationen ein erheblicher Unterschied festgestellt wird, der die ordnungsgemässe Verwaltung des Weinmarktes in Frage stellen könnte.
Artikel 3
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 20. August 1984

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