Document ID: 32004R1581

VERORDNUNG (EG) Nr. 1581/2004 DER KOMMISSION
vom 27. August 2004
zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1639/2001 über das Mindestprogramm und das erweiterte Programm der Gemeinschaft zur Datenerhebung im Fischereisektor und einzelne Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1543/2000 des Rates
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1543/2000 des Rates vom 29. Juni 2000 zur Einführung einer gemeinschaftlichen Rahmenregelung für die Erhebung und Verwaltung der Daten, die zur Durchführung der Gemeinsamen Fischereipolitik erforderlich sind (1), insbesondere auf Artikel 5 Absatz 1 und Artikel 8 Absatz 1,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)
Wird im Rahmen des jeweiligen nationalen Programms ein Stichprobenplan erstellt, so ist der Zugang zu den Schiffen zu Probenahmezwecken zu gewährleisten. Deshalb sind an Bord aller Schiffe Beobachter zu akzeptieren, um zu vermeiden, dass es bei den Schätzungsergebnissen zu Verzerrungen kommt.
(2)
Bei Beständen, die Gegenstand von Wiederauffüllungsplänen sind, sowie Tiefseebeständen müssen die Probenahmeverfahren verbessert werden, um den Zustand dieser Bestände besser beurteilen zu können.
(3)
Die gemeinsam mit dem Wissenschaftlich-technischen und wirtschaftlichen Fischereiausschuss (nachstehend STECF genannt) vorgenommene Auswertung der Berichte der Mitgliedstaaten über die im Zeitraum 1995 bis 2000 erhobenen Daten über Einheitsfänge (nachstehend CPUE genannt) bildet die Grundlage für künftig zu erhebende zulässige CPUE-Datensätze.
(4)
Die im ersten Jahr der Datenerhebung, 2002, gesammelten Erfahrungen und die Stellungnahme des STECF haben gezeigt, dass die in der Verordnung (EG) Nr. 1639/2001 (2) der Kommission enthaltenen ausführlichen Leitlinien für die Datenerhebung technischer Änderungen bedürfen; dies gilt insbesondere für die Namen der Bestände und die Vorgehensweise hinsichtlich der Längen- und Altersstichproben.
(5)
Daher sollte die Verordnung (EG) Nr. 1639/2001 entsprechend geändert werden.
(6)
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Fischerei und Aquakultur -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EG) Nr. 1639/2001 wird wie folgt geändert:
1.
Artikel 3 wird wie folgt geändert:
a)
Unterabsatz 1 Buchstabe c) erhält folgende Fassung:
„c)
im Fall von Stichproben eine genaue Beschreibung der angewandten Methoden und der zugrunde gelegten statistischen Schätzungen, die eine Einschätzung des Genauigkeitsgrads und des Verhältnisses von Kosten und Genauigkeit gestatten; diese Beschreibung enthält auch Schätzungen der Genauigkeitsgrade des geschätzten Parameters; diese Schätzungen werden in einem von der Kommission nach Anhörung des STECF festgelegten Format in den Schlussbericht aufgenommen.“
b)
Der zweite Unterabsatz wird gestrichen.
c)
Es wird folgender Buchstabe e) angefügt:
„e)
Im Fall von Stichproben sorgen die in den nationalen Programmen festgelegten Verfahren dafür, dass die erforderlichen Daten von ordnungsgemäß ernannten Beobachtern erhoben werden und dass die Kapitäne von Fischereifahrzeugen diese Beobachter gemäß Artikel 22 Absatz 1 Buchstabe d) der Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 des Rates (3) akzeptieren und mit ihnen zusammenarbeiten.
2.
Der Anhang wird gemäß Anhang I der vorliegenden Verordnung geändert.
3.
Die Anlagen werden gemäß Anhang II der vorliegenden Verordnung geändert.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 27. August 2004

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