Document ID: 31990D0515

*****
ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
vom 26. September 1990
zur Festlegung der Referenzmethoden zum Nachweis von Schwermetall- und Arsenrückständen
(90/515/EWG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 64/433/EWG des Rates vom 26. Juni 1964 zur Regelung gesundheitlicher Fragen beim innergemeinschaftlichen Handelsverkehr mit frischem Fleisch (1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 89/662/EWG (2), insbesondere auf Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b),
gestützt auf die Stellungnahme des Wissenschaftlichen Veterinärausschusses,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b) der Richtlinie 64/433/EWG müssen Referenzmethoden zur Bewertung der Ergebnisse von Rückstandsuntersuchungen festgelegt werden.
Artikel 1 der Entscheidung 89/610/EWG der Kommission vom 14. November 1989 zur Festlegung der Referenzmethoden und des Verzeichnisses der einzelstaatlichen Referenzlaboratorien für Rückstandsuntersuchungen (3) nimmt Schwermetalle und Arsen von seiner Anwendung aus.
Gemäß Artikel 8 Absatz 3 zweiter Unterabsatz der Richtlinie 86/469/EWG des Rates vom 16. September 1986 über die Untersuchung von Tieren und von frischem Fleisch auf Rückstände (4) sind alle positiven Befunde der amtlichen Proben im Streitfall durch eine der gemäß Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b) der Richtlinie 64/433/EWG festgelegten Referenzmethoden zu überprüfen.
Die Bestimmung der Referenzmethoden umfasst die Festlegung der Referenzanalyseverfahren und der Kriterien für die Durchführung der Analysen.
Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Veterinärausschusses -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Zur Bestätigung des Vorhandenseins von Rückständen werden folgende Referenzanalyseverfahren verwendet:
1. Für Arsen:
- Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) (Graphitofen oder Verfahren der Hydriderzeugung),
- Farbmessung (nach Komplexbildung).
2. Für Cadmium und Blei:
- Atomabsorptionsspektrometrie (Graphit- oder Flammofen) (AAS),
- differentielle kathodische Pulsinversionsvoltametrie (DPSAV).
3. Für Quecksilber ist die Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) in der Kaltdampfphase einzusetzen.
Artikel 2
Das gewählte Referenzanalyseverfahren sollte vorzugsweise auf der Atomabsorptionsspektrometrie (AAS) basieren und muß eine Nachweisgrenze aufweisen, die gleich der für Routineanalysen ist oder darunter liegt.
Artikel 3
Die Kriterien für die Durchführung der Referenzmethoden sind im Anhang festgelegt.
Artikel 4
Diese Entscheidung wird vor dem 1. Januar 1996 überprüft, um dem wissenschaftlich-technischen Fortschritt Rechnung zu tragen.
Artikel 5
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 26. September 1990

Labels: 1
17
16
20
6