Document ID: 31987R3151

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 3151/87 DER KOMMISSION
vom 22. Oktober 1987
über die Fangmeldungen von Fischereifahrzeugen unter der Flagge eines Mitgliedstaats, die in den Fischereigebieten bestimmter Entwicklungsländer fischen
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2241/87 des Rates vom 23. Juli 1987 zur Festlegung bestimmter Maßnahmen zur Kontrolle der Fischereitätigkeit (1), insbesondere auf Artikel 14,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Gemeinschaft hat mit einer Reihe von Entwicklungsländern Fishereiabkommen geschlossen, die auf dem Grundsatz eines finanziellen Ausgleichs für die eingeräumten Fischereirechte beruhen.
Zur ordnungsgemässen Durchführung dieser Fischereiabkommen, bei denen die Gemeinschaft für die Fischereirechte hohe finanzielle Gegenleistungen erbringt und die ihr bestimmte Informationspflichten hinsichtlich der getätigten Fänge auferlegen, ist es erforderlich, daß die Kommission über die Fangergebnisse der Fischereifahrzeuge unter der Flagge eines Mitgliedstaats informiert ist, die in den der Rechtshoheit des Partnerlandes unterliegenden Gewässern fischen. Es empfiehlt sich daher, die Registrierung und Mitteilung der Fangdaten zu regeln.
Die Verordnung (EWG) Nr. 2241/87 schreibt für Bestände oder Bestandsgruppen, die einer zulässigen Gesamtfangmenge (TAC) oder einer Quote unterliegen, insbesondere folgendes vor:
- an Bord der Fischereifahrzeuge ist ein Logbuch zu führen, in das der Kapitän die Fänge einträgt;
- nach jeder Fahrt ist bei der Anlandung eine Fangmeldung vorzulegen;
- der betreffende Mitgliedstaat ist über alle Umladungen von Fisch zu informieren;
- die Mitgliedstaaten registrieren die Anlandungen.
Gemäß Artikel 10 derselben Verordnung können vorstehende Bestimmungen auf Bestände, die keiner TAC oder Quote unterliegen, angewandt werden, die von Schiffen der Gemeinschaft in den der Hoheitsgewalt oder Gerichtsbarkeit der genannten Entwicklungsländer unterliegenden Meeresgewässern gefangen werden.
Es ist vorzusehen, daß die Mitgliedstaaten der Kommission regelmässig die angelandeten Mengen sowie andere im Zusammenhang mit diesen Fängen erhaltene Informationen mitteilen.
Der Verwaltungsausschuß für Fischereiressourcen hat nicht innerhalb der ihm von seinem Vorsitzenden gesetzten Frist Stellung genommen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
(1) Die Vorschriften der Artikel 3, 6, 7 Absätze 1, 3 und 4 sowie des Artikels 9 Absätze 1 und 4 der Verordnung (EWG) Nr. 2241/87 gelten für die Fischereitätigkeiten von Fischereifahrzeugen der Gemeinschaft in den der Hoheitsgewalt oder Gerichtsbarkeit von Entwicklungsländern unterliegenden Meeresgewässern aufgrund eines Abkommens zwischen der Gemeinschaft und einem der genannten Länder.
(2) Die Liste der in Absatz 1 genannten Länder wird von der Kommission im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften, Serie C, veröffentlicht.
Artikel 2
(1) Jeder Mitgliedstaat teilt der Kommission vor Ende des ersten Monats eines jeden Dreimonatszeitraums des Kalenderjahres für den vorangegangenen Dreimonatszeitraum die in den betreffenden Fangebieten gefangenen und angelandeten Mengen mit. Ferner sind der Kommission alle Informationen mitzuteilen, die die Mitgliedstaaten gemäß Artikel 7 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2241/87 erhalten haben.
(2) Die gemäß Absatz 1 mitgeteilten Daten sind für alle Bestände des betreffenden Fanggebiets wie in den Anlagen I und II angegeben nach Drittländern sowie nach den einzelnen Arten oder Artengruppen aufzuschlüsseln.
(3) Die Kommission unterrichtet die Mitgliedstaaten über die Mitteilungen, die sie aufgrund dieses Artikels erhalten hat.
Artikel 3
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1988 in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 22. Oktober 1987

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