Document ID: 32003R1754

Verordnung (EG) Nr. 1754/2003 des Rates
vom 22. September 2003
zur dritten Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2341/2002 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten und entsprechender Fangbedingungen für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in den Gemeinschaftsgewässern sowie für Gemeinschaftsschiffe in Gewässern mit Fangbeschränkungen (2003)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 2371/2002 des Rates vom 20. Dezember 2002 über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen im Rahmen der gemeinsamen Fischereipolitik(1), insbesondere auf Artikel 20 Absätze 1 und 4,
auf Vorschlag der Kommission,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Mit der Verordnung (EG) Nr. 2341/2002(2) wurden die Fangmöglichkeiten und Fangbedingungen für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in den Gemeinschaftsgewässern sowie für Gemeinschaftsschiffe in Gewässern mit Fangbeschränkungen für 2003 festgelegt. Aufgrund der jüngsten Empfehlungen der Internationalen Ostseefischereikommission (IBSFC) sind Änderungen der Verordnung erforderlich.
(2) Im Juni 2003 hat die Internationale Ostseefischereikommission (IBSFC) folgende Empfehlungen ausgesprochen:
- die zulässige Gesamtfangmenge (TAC) für Sprotte in dem Gebiet III b, c, d (EG-Gewässer) sollte von 310000 Tonnen auf 341000 Tonnen angehoben werden;
- die Mindestmaschenöffnung für Schleppnetze ohne Fluchtfenster beim Kabeljaufang sollte ab 1. Oktober 2003 von 140 mm auf 130 mm verringert werden;
- die Mindestmaschenöffnung des Fensters in Steerts mit Oberfenster BACOMA sollte von 120 mm auf 110 mm verringert werden.
(3) Die Vertragsparteien der IBSFC haben vereinbart, die Umsetzung dieser Empfehlungen vor Ablauf der Frist für Einwendungen zu ermöglichen, die in der Konvention vorgesehen ist, mit der die IBSFC eingesetzt wurde.
(4) Diese Maßnahmen müssen von der Gemeinschaft unmittelbar nach dem Sommerfangverbot angewendet werden, damit vermieden wird, dass den Fischern zusätzliche Kosten entstehen.
(5) Wissenschaftliche Erkenntnisse legen jedoch nahe, dass Schleppnetze ohne Fluchtfenster weniger selektiv sind als Fanggeräte des Typs BACOMA. Es ist daher angebracht, den Einsatz von Schleppnetzen ohne Fluchtfenster in Gemeinschaftsgewässern und durch Gemeinschaftsschiffe nicht mehr zuzulassen.
(6) Die Verordnung (EG) Nr. 2341/2002 sollte daher entsprechend geändert werden -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Anhänge IA, IC und V der Verordnung (EG) Nr. 2341/2002 werden nach Maßgabe des Anhangs der vorliegenden Verordnung geändert.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Sie gilt ab dem 1. September 2003.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel am 22. September 2003.

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