Document ID: 32004D0365

Entscheidung der Kommission
vom 13. April 2004
zur Änderung der Entscheidungen 98/119/EG, 98/121/EG und 98/125/EG zur Genehmigung der mehrjährigen Ausrichtungsprogramme für die Fischereiflotten Frankreichs, Irlands und der Niederlande
(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2004) 1300)
(Nur der englische, der französische und der niederländische Text sind verbindlich)
(2004/365/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Entscheidung 97/413/EG des Rates vom 26. Juni 1997 bezüglich der Ziele und Einzelheiten für die Umstrukturierung des Fischereisektors der Gemeinschaft während des Zeitraums vom 1. Januar 1997 bis zum 31. Dezember 2001 zur Herstellung eines dauerhaften Gleichgewichts zwischen den Beständen und ihrer Nutzung(1), insbesondere auf Artikel 9,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Die in den Entscheidungen 98/119/EG(2), 98/121/EG(3) und 98/125/EG(4) der Kommission für Frankreich, die Niederlande und Irland festgelegten Ziele wurden anhand der damals verfügbaren Angaben berechnet.
(2) Die niederländischen Behörden beantragten im Dezember 1999 eine Anpassung der Ziele des mehrjährigen Ausrichtungsprogramms für die Fischereiflotte der Niederlande, um zusätzliche Fangmöglichkeiten in den Gewässern vor der Küste Nordwestafrikas zu berücksichtigen.
(3) Die französischen Behörden beantragten aus den gleichen Gründen eine Anpassung der Ziele des mehrjährigen Ausrichtungsprogramms für die Fischereiflotte Frankreichs im Februar 2002.
(4) Die Artikel 2 und 8 der Entscheidung 97/413/EG sehen eine solche Änderung der Ziele der mehrjährigen Ausrichtungsprogramme vor.
(5) Die Kapazitätsziele der pelagischen Flottensegmente nach den Entscheidungen 98/119/EG und 98/121/EG sollten angepasst werden, um den Schiffen, die im Rahmen des Fischereiabkommens zwischen der Gemeinschaft und der Republik Mauretanien fischen, die Nutzung bestehender Fangmöglichkeiten zu erlauben.
(6) Diese Anpassung entspricht dem 10. Bericht des Wissenschaftlich-technischen und wirtschaftlichen Fischereiausschusses (STECF)(5) und dem FAO-Fischereibericht Nr. 657(6), in denen empfohlen wird, die Fangmengen aus kleinen pelagischen Beständen in diesen Gebieten nicht zu erhöhen, und trägt dem Bericht des mauretanischen Fischereiforschungsinstituts (IMROP) vom Dezember 2002 Rechnung.
(7) Die Kapazitätsziele des irischen pelagischen Segments wurden mit der Entscheidung 2002/104/EG der Kommission(7) auf der Grundlage der damals verfügbaren Angaben angepasst, um den Schiffen zu erlauben, die Fangmöglichkeiten in den Gewässern vor der Küste Nordwestafrikas zu nutzen.
(8) Der Fischereiaufwand, der sich aus der Anhebung der Kapazitätsziele für Irland, Frankreich und die Niederlande in den Gewässern vor der Küste Nordwestafrikas ergibt, darf nicht zur Befischung kleiner pelagischer Bestände in Gemeinschaftsgewässern und internationalen Gewässern im Nordostatlantik eingesetzt werden.
(9) Innerhalb der pelagischen Segmente der Entscheidungen 98/119/EG und 98/121/EG sollten bestimmte Fischereien festgelegt werden, um deutlich zwischen der Bewirtschaftung von Beständen in europäischen und internationalen Gewässern des Nordatlantik und der Bewirtschaftung von Beständen in Gewässern vor der Küste Nordwestafrikas zu unterscheiden.
(10) Die mehrjährigen Ausrichtungsprogramme für die betroffenen Fangflotten gelten für den Zeitraum vom 1. Januar 1997 bis 31. Dezember 2002. Deshalb sollte die vorliegende Entscheidung ab 31. Dezember 2002 gelten.
(11) Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Fischerei und Aquakultur -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Der Text in Anhang I dieser Entscheidung ersetzt den Anhang der Entscheidung 98/119/EG.
Artikel 2
Der Text in Anhang II dieser Entscheidung ersetzt den Anhang der Entscheidung 98/121/EG.
Artikel 3
Der Text in Anhang III dieser Entscheidung ersetzt den Anhang der Entscheidung 98/125/EG.
Artikel 4
Diese Entscheidung ist an die Französische Republik, Irland und das Königreich der Niederlande gerichtet.
Sie gilt mit Wirkung vom 31. Dezember 2002.
Brüssel, den 13. April 2004

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