Document ID: 32008D0644

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
vom 25. Juli 2008
zur Änderung der Entscheidung 2003/766/EG über Sofortmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Schadorganismus Diabrotica virgifera Le Conte in der Gemeinschaft
(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2008) 3813)
(2008/644/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 2000/29/EG des Rates vom 8. Mai 2000 über Maßnahmen zum Schutz der Gemeinschaft gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Schadorganismen der Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse (1), insbesondere auf Artikel 16 Absatz 3 Satz 4,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)
Gemäß der Entscheidung 2003/766/EG der Kommission (2) treffen die Mitgliedstaaten Sofortmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Schadorganismus Diabrotica virgifera Le Conte (nachstehend „Schadorganismus“) in der Gemeinschaft.
(2)
Am 26. und 27. Februar 2008 hat der Ständige Ausschuss für Pflanzenschutz auf der Grundlage von Angaben, die die Mitgliedstaaten 2007 in amtlichen Untersuchungen erhoben hatten, die Durchführung der Sofortmaßnahmen bewertet. Der Ausschuss kam zu dem Schluss, dass in Gebieten, in denen nur wenige Exemplare des Schadorganismus nachgewiesen wurden, Sofortmaßnahmen während eines Zeitraums von zwei Jahren ausreichen können, um den Schadorganismus auszurotten. Daher sollte vorgesehen werden, dass diese Maßnahmen gegebenenfalls auf zwei Jahre begrenzt werden können.
(3)
Die Entscheidung 2003/766/EG sollte daher entsprechend geändert werden.
(4)
Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für Pflanzenschutz -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Entscheidung 2003/766/EG wird wie folgt geändert:
1.
In Artikel 4 Absatz 2 wird folgender Unterabsatz angefügt:
„Werden bei den in Artikel 2 genannten Untersuchungen in der Befallszone nicht mehr als zwei Exemplare des Schadorganismus festgestellt, die nachweislich im Jahr der Berichterstattung eingeschleppt worden sind, so können die Maßnahmen gemäß Unterabsatz 1 Buchstaben b, d, f und g auf das Jahr, in dem der Schadorganismus aufgetreten ist, und das Folgejahr begrenzt werden, sofern im Folgejahr keine Exemplare nachgewiesen werden. In diesem Fall wird die Überwachung gemäß Artikel 4 Absatz 1 in der Befallszone intensiviert.“
2.
In Artikel 4 Absatz 3 wird folgender Unterabsatz angefügt:
„Werden bei den in Artikel 2 genannten Untersuchungen in der Befallszone nicht mehr als zwei Exemplare des Schadorganismus festgestellt, die nachweislich im Jahr der Berichterstattung eingeschleppt worden sind, so können die Maßnahmen in der Sicherheitszone gemäß Unterabsatz 1 Buchstabe a auf das Jahr, in dem der Schadorganismus aufgetreten ist, und das Folgejahr begrenzt werden, sofern im Folgejahr keine Exemplare nachgewiesen werden. In diesem Fall wird die Überwachung gemäß Artikel 4 Absatz 1 in der Sicherheitszone intensiviert.“
Artikel 2
Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 25. Juli 2008

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