Document ID: 31987R1390

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 1390/87 DES RATES
vom 18. Mai 1987
zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 822/87 über die gemeinsame Marktorganisation für Wein
DER RAT DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 43,
auf Vorschlag der Kommission (1),
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (2),
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses (3),
in Erwägung nachstehender Gründe:
Wegen des Beitritts Spaniens sollte die Abgrenzung der mit Artikel 18 der Verordnung (EWG) Nr. 822/87 (4) eingeführten Weinbauzonen angepasst werden.
Unter Berücksichtigung insbesondere der klimatischen Merkmale sollte spätestens vor dem Ende des Wirtschaftsjahres 1989/90 anhand eines von der Kommission zu erstellenden Berichts eine neue Abgrenzung der Weinbauzonen in der gesamten Gemeinschaft vorgesehen werden.
Die vor dem Beitritt geltenden spanischen Rechtsvorschriften sahen für den grössten Teil des spanischen Weinbaugebiets einen natürlichen Mindestalkoholgehalt von 9 % vol - entsprechend den Weinbauzonen C III - vor. Es ist angezeigt, diese Lage bis zum Ende des Wirtschaftsjahres 1989/90 beizubehalten, indem der überwiegende Teil des spanischen Weinbaugebiets in die Weinbauzone C III b) einbezogen wird. Die übrigen Teile des spanischen Weinbaugebiets sollten wegen der dort herrschenden klimatischen Bedingungen in die Weinbauzonen C I a) und C II eingestuft werden.
Damit die Weinbauregelung ab dem Wirtschaftsjahr 1986/87 in Spanien in vollem Umfang gilt, müssen die Weinbauzonen dieses Mitgliedstaats mit Wirkung vom 1. September 1986 festgelegt werden -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 822/87 wird wie folgt geändert:
1. Artikel 18 Absatz 3 wird durch nachstehenden Unterabsatz ergänzt:
»Die Kommission legt dem Rat vor dem Ende des Wirtschaftsjahres 1989/90 einen Bericht über die Abgrenzung der Weinbauzonen in der Gemeinschaft vor. Der Rat beschließt mit qualifizierter Mehrheit auf Vorschlag der Kommission die Abgrenzung der Weinbauzonen für die gesamte Gemeinschaft für die Zeit vom Wirtschaftsjahr 1990/91 an."
2. Anhang IV wird wie folgt geändert:
a) Nummer 3 erhält folgende Fassung:
»3. Die Weinbauzone C I a) umfasst:
a) in Frankreich die Rebflächen
- in den nachstehenden Departements:
Allier, Alpes-de-Haute-Provence, Hautes-Alpes, Alpes-Maritimes, Ariège, Aveyron, Cantal, Charente, Charente-Maritime, Corrèze, Côte-d'Or, Dordogne, Haute-Garonne, Gers, Gironde, Isère, Landes, Loire, Haute-Loire, Lot, Lot-et-Garonne, Lozère, Nièvre (mit Ausnahme des Arrondissements Cosne-sur-Loire), Puy-de-Dôme, Pyrénées-Atlantiques, Hautes-Pyrénées, Rhône, Saône-et-Loire, Tarn, Tarn-et-Garonne, Haute-Vienne, Yonne;
- in den Arrondissements Valence und Die im Departement Drôme (mit Ausnahme der Kantone Dieulefit, Loriol, Marsanne und Montélimar);
- im Arrondissement Tournon und in den Kantonen d'Antraigüs, Buzet, Coucouron, Montpezat-sous-Bauzon, Privas, Saint-Etienne-de-Lugdarès, Saint-Pierreville, Valgorge und Voulte-sur-Rhône im Departement Ardèche;
b) in Spanien die Rebflächen in den Provinzen Asturias, Cantabria, Guipúzcoa, La Coruna und Vizcaya."
b) Nummer 5 wird durch folgenden Buchstaben ergänzt:
»c) in Spanien die Rebflächen
- in folgenden Provinzen:
- Lugo, Orense, Pontevedra,
- Ávila (mit Ausnahme der Gemeinden in dem bestimmten Anbaugebiet (comarca) Cebreros), Burgos, León, Palencia, Salamanca, Segovia, Soria, Valladolid, Zamora,
- La Rioja,
- Álava,
- Navarra,
- Hüsca,
- Barcelona, Gerona, Lérida;
- in dem nördlich des Ebro gelegenen Teil der Provinz Zaragoza;
- in den Gemeinden der Provinz Tarragona mit der Ursprungsbezeichnung Penedès;
- in dem Teil der Provinz Tarragona in dem bestimmten Anbaugebiet (comarca) Conca de Barberà."
c) Nummer 7 wird durch folgenden Buchstaben ergänzt:
»d) in Spanien die Rebflächen, die nicht unter Nummer 3 Buchstabe b) und Nummer 5 Buchstabe c) fallen."
d) Nummer 8 erhält folgende Fassung:
»8. Die Abgrenzung der Gebiete, die sich über die in diesem Anhang genannten Verwaltungseinheiten erstrecken, ergibt sich aus den am 15. Dezember 1981 - bzw. in Spanien am 1. März 1986 - geltenden einzelstaatlichen Vorschriften."
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Sie gilt mit Wirkung vom 1. September 1986.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel am 18. Mai 1987.

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