Document ID: 31991R3771

VERORDNUNG (EWG) Nr. 3771/91 DER KOMMISSION vom 18. Dezember 1991 zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1707/90 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EWG) Nr. 1796/81 hinsichtlich der Einfuhr von Zuchtpilzkonserven mit Ursprung in Drittländern
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 426/68 des Rates vom 24. Februar 1986 über die gemeinsame Marktorganisation für Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1943/91 (2), insbesondere auf Artikel 15 Absatz 4,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1796/81 des Rates vom 30. Juni 1981 über Maßnahmen bei der Einfuhr von Zuchtpilzkonserven (3), insbesondere auf Artikel 6,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die praktische Erfahrung mit der Verordnung (EWG) Nr. 1707/90 der Kommission (4), geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 3718/90 (5), lässt es angeraten erscheinen, die besonderen Bestimmungen über die Erteilung von Lizenzen für die Einfuhr von Erzeugnissen im Rahmen dieser Regelung zu lockern. Ausserdem dürfte eine Verlängerung der Geltungsdauer der Einfuhrlizenzen bewirken, daß sich die Warenströme gleichmässiger über das Jahr verteilen.
Nach Artikel 4 der Verordnung (EWG) Nr. 1707/90 setzt die Abfertigung der Mengen von Zuchtpilzkonserven mit Ursprung in der Volksrepublik China, in Südkorea oder in Taiwan zum freien Verkehr die Vorlage einer Ursprungsbescheinigung voraus, die von den in Anhang IV der genannten Verordnung aufgeführten zuständigen Behörden ausgestellt wurde. Südkorea und Taiwan haben eine neue zuständige Stelle zugelassen, so daß dieser Anhang entsprechend geändert werden muß.
Der Klarheit halber empfiehlt es sich, alle Bestimmungen zu streichen, die nicht mehr anwendbar sind.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 1707/90 wird wie folgt geändert:
1. Artikel 4 erhält folgende Fassung:
"Artikel 4
(1) Für die Abfertigung der Pilzmengen mit Ursprung in der Volksrepublik China, in Südkorea oder in Taiwan gelten die Bestimmungen der Verordnung (EWG) Nr. 3850/89 der Kommission (*).
(2) Die für die Ausstellung der Ursprungsbescheinigung zuständigen Behörden sind in Anhang III aufgeführt.
(*) ABl. Nr. L 374 vom 22. 12. 1989, S. 8."
2. Artikel 5 Absatz 2 erhält folgende Fassung:
"(2) Abweichend von Artikel 2 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2405/89 gelten die Einfuhrlizenzen für die in Artikel 1 genannten Erzeugnisse für einen Zeitraum von sechs Monaten, gerechnet vom Tag ihrer Erteilung im Sinne von Artikel 21 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 3719/88. Diese Geltungsdauer endet jedoch am 31. Dezember des betreffenden Jahres."
3. Anhang III wird gestrichen.
4. Anhang IV erhält folgende Fassung:
"ANHANG III
Die zuständigen Behörden gemäß Artikel 4 dieser Verordnung sind:
für die Volksrepublik China:
- Shanghai Foreign Economic Relations and Trade Commission,
- Fujian Foreign Economic Relations and Trade Commission,
- Guangxi Foreign Economic Relations and Trade Commission,
- Zhejiang Foreign Economic Relations and Trade Commission,
- Jiangsu Foreign Economic Relations and Trade Commission,
- Sichuan Foreign Economic Relations and Trade Commission,
- Chongquing City Foreign Economic Relations and Trade Commission,
- Anhui Foreign Economic Relations and Trade Commission,
- Guangdong Foreign Economic Relations and Trade Commission,
- Import/Export Department, Ministry of Foreign Economic Relations and Trade;
für Südkorea:
- Korean Chamber of Commerce and Industry;
für Taiwan:
- Taiwan Canners Association."
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1992 in Kraft. Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 18. Dezember 1991

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