Document ID: 32001D0494

Entscheidung der Kommission
vom 21. Juni 2001
zur Genehmigung des vom Vereinigten Königreich vorgelegten Plans zur Entfernung aller Fische aus von der infektiösen Anämie des Lachses (ISA) befallenen Betrieben in England, Schottland und Wales und zur Aufhebung der Entscheidung 2001/186/EG
(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2001) 1626)
(Text von Bedeutung für den EWR)
(2001/494/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 93/53/EWG des Rates vom 24. Juni 1993 mit Mindestmaßnahmen der Gemeinschaft zur Bekämpfung bestimmter Fischseuchen(1), zuletzt geändert durch die Entscheidung 2001/288/EG der Kommission(2), insbesondere auf Artikel 6,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Gemäß Artikel 6 Buchstabe a) erster Gedankenstrich der Richtlinie 93/53/EWG sind zur Bekämpfung eines Ausbruchs der Infektiösen Anämie des Lachses (ISA) alle Fische entsprechend einem von der amtlichen Stelle ausgearbeiteten und von der Kommission genehmigten Plan zu entfernen.
(2) Die Erfahrung hat gezeigt, dass es unter bestimmten Umständen möglich ist, die Entfernung der Fische über einen bestimmten Zeitraum zu verteilen, ohne die Tilgung der Seuche zu beeinträchtigen.
(3) Mit der Entscheidung 2001/186/EG der Kommission(3) wurde ein Plan zur Entfernung von Fischen bei Auftreten von ISA in Schottland genehmigt.
(4) Das Vereinigte Königreich hat einen Plan zur Entfernung von Fischen bei einem Auftreten von ISA in England und Wales vorgelegt.
(5) Die Kommission und die Mitgliedstaaten haben den vom Vereinigten Königreich vorgelegten Plan vor dem Hintergrund der aktuellen wissenschaftlichen und technischen Erkenntnisse geprüft.
(6) Die in dem Entfernungsplan für England und Wales beschriebenen Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung entsprechen grundsätzlich den Maßnahmen des für Schottland genehmigten Plans. Der einzige Unterschied liegt im geographischen Geltungsbereich und den entsprechenden Hinweisen auf nationale Gesetze.
(7) Die Entfernung der Fische sollte mit dem Ziel erfolgen, die Seuche in den befallenen Betrieben zu tilgen und eine weitere Ausbreitung auf andere Betriebe sowie für die Seuche empfängliche wildlebende Arten zu verhindern.
(8) Die Entfernung der Fische muss von Fall zu Fall auf einer Analyse des Ausbreitungsrisikos beruhen, wobei das Ausmaß des Ausbruchs und andere Risikofaktoren sowie die derzeitigen praktischen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse zu berücksichtigen sind.
(9) Die durchgeführte Prüfung hat ergeben, dass der vorgelegte Plan die einschlägigen Anforderungen erfuellt und daher genehmigt werden sollte.
(10) Aus Gründen der Klarheit und in Anbetracht künftiger Änderungen der Pläne des Vereinigten Königreichs sollte die Entscheidung über die Annahme des schottischen Plans in die vorliegende Entscheidung integriert werden. Die Entscheidung 2001/186/EG ist daher aufzuheben.
(11) Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Veterinärausschusses -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die vom Vereinigten Königreich vorgelegten Pläne zur Entfernung aller Fische aus Betrieben in England, Schottland und Wales, die von der Infektiösen Anämie des Lachses (ISA) befallen sind, werden hiermit genehmigt.
Artikel 2
Die Entscheidung 2001/186/EG wird aufgehoben.
Artikel 3
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 21. Juni 2001

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