Document ID: 31987D0241

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ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
vom 8. April 1987
zur Änderung der Entscheidung 86/301/EWG zur Ermächtigung der Mitgliedstaaten, vorübergehend forstliches Vermehrungsgut zum Verkehr zuzulassen, das den Anforderungen der Richtlinie 66/404/EWG des Rates nicht entspricht
(87/241/EWG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 66/404/EWG des Rates vom 14. Juni 1966 über den Verkehr mit forstlichem Vermehrungsgut (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 3768/85 (2), insbesondere auf Artikel 15 Absatz 1,
auf Antrag einiger Mitgliedstaaten,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Erzeugung von forstlichem Vermehrungsgut ist zur Zeit in allen Mitgliedstaaten so gering, daß die Versorgung ihres Bedarfs mit Vermehrungsgut, das den Anforderungen der Richtlinie 66/404/EWG entspricht, nicht gewährleistet ist.
Mit Rücksicht darauf, daß die Arbeiten betreffend die Gewährung der Gleichstellung für forstliches Vermehrungsgut aus einigen Drittländern nicht abgeschlossen sind, sind auch diese nicht in der Lage, in ausreichender Menge forstliches Vermehrungsgut zu liefern, das den in der Gemeinschaft zugelassenen Kategorien angehört.
Mit Entscheidung 86/301/EWG (3), geändert durch Entscheidung 86/607/EWG (4), hat die Kommission die Mitgliedstaaten ermächtigt, vorübergehend forstliches Vermehrungsgut mit minderen Anforderungen zum Verkehr zuzulassen.
Es hat sich herausgestellt, daß diese Ermächtigung nicht ausreicht, um den Bedarf der Mitgliedstaaten voll zu decken.
Insbesondere kann der Bedarf nach Vermehrungsgut von Picea sitchensis mit Herkunft in Kanada (Queen Charlotte-Insel) zur Zeit nicht in ausreichender Menge mit Vermehrungsgut aus Gemeinschaftserzeugung vergleichbarer Herkunft gedeckt werden, und überdies ist die Geeignetheit von Vermehrungsgut aus solchen vergleichbaren Herkünften für die Anpflanzung auf allen vorgesehenen Anbauflächen nicht nachgewiesen; es ist daher erforderlich, die Einfuhr von Vermehrungsgut zuzulassen, dessen Qualität sich schon in früheren Jahren bewährt hat.
Zusätzlich sollten Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich ermächtigt werden, für einen begrenzten Zeitraum weiteres Vermehrungsgut von Picea abies und Picea sitchensis mit minderen Anforderungen zum Verkehr zuzulassen.
Es ist erforderlich, wegen der Verlängerung der Handelssaison den Zeitpunkt für das Auslaufen der Ermächtigungen zu ändern.
Die zusätzlichen Ermächtigungen sollten denselben Voraussetzungen unterliegen wie die durch Entscheidung 86/301/EWG erteilten Ermächtigungen.
Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für das landwirtschaftliche, gartenbauliche und forstliche Saat- und Pflanzgutwesen -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Entscheidung 86/301/EWG wird wie folgt geändert:
1. In Artikel 4 wird das Datum des 28. Februar 1987 durch das Datum des 30. September 1987 ersetzt.
2. In der Spalte »Picea abies Karst." wird die Zeile »DK" wie folgt ergänzt:
1.2 // // // »100 // DK" // //
3. In der Spalte »Picea sitchensis Trautv. et Mey" werden
- in den Zeilen »D", »DK" und »F" die Abkürzung »exp." gestrichen,
- in der Zeile »GB" eingefügt:
1.2 // // // »50 // CDN (Vancouver Island) // 20 // USA (Alaska)", // //
und
- die Zeile »IRL" wie folgt ergänzt:
1.2 // // // »150 // CDN (Q. Charlotte Isl.)". // S. 43. (4) ABl. Nr. L 355 vom 16. 12. 1986, S. 40.
Artikel 2
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 8. April 1987

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