Document ID: 32005R0252

VERORDNUNG (EG) Nr. 252/2005 DER KOMMISSION
vom 14. Februar 2005
zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 349/2003 der Kommission zur Aussetzung der Einfuhr von Exemplaren wild lebender Tier- und Pflanzenarten in die Gemeinschaft
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 338/97 des Rates vom 9. Dezember 1996 zum Schutz von Exemplaren wild lebender Tier- und Pflanzenarten durch Überwachung des Handels (1), insbesondere auf Artikel 19 Absatz 2,
nach Befragung der Wissenschaftlichen Prüfgruppe,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)
Gemäß Artikel 4 Absatz 6 der Verordnung (EG) Nr. 338/97 kann die Kommission gemäß den unter den Buchstaben a) bis d) beschriebenen Bedingungen die Einfuhr bestimmter Arten in die Gemeinschaft einschränken.
(2)
Eine Liste von Arten, deren Einfuhr in die Gemeinschaft ausgesetzt wird, wurde zuletzt in der Verordnung (EG) Nr. 349/2003 der Kommission vom 25. Februar 2003 zur Aussetzung der Einfuhr von Exemplaren wild lebender Tier- und Pflanzenarten in die Gemeinschaft (2) erstellt.
(3)
Aufgrund der Erweiterung der Europäischen Union vom 1. Mai 2004 auf nunmehr 25 Mitgliedstaaten müssen alle bereits bestehenden Aussetzungen für Arten mit Ursprung in den neuen Mitgliedstaaten von dieser Liste gestrichen werden.
(4)
Die wissenschaftliche Prüfgruppe hat auf der Grundlage jüngster Informationen den Schluss gezogen, dass ernsthafte Gefahren hinsichtlich des Erhaltungszustands bestimmter in den Anhängen A und B der Verordnung (EG) Nr. 338/97 des Rates aufgelisteter Arten drohen, wenn die Einfuhr in die Gemeinschaft aus bestimmten Ursprungsländern nicht ausgesetzt wird, wobei es sich um folgende Arten aus folgenden Ursprungsländern handelt:
-
Blastomussa spp., Cynarina lacrymalis, Plerogyra spp., Trachyphyllia geoffroyi aus Indonesien (sämtliche Exemplare außer Exemplaren aus der Marikultur auf künstlichen Substraten),
-
Chamaeleo gracilis aus Benin (wild lebende Exemplare und Exemplare aus Ranching-Betrieben),
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Euphorbia bulbispina und Euphorbia guillauminiana aus Madagaskar,
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Geochelone pardalis aus Mozambique (Exemplare aus Ranching-Betrieben),
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Mantella aurantiaca, Pachypodium rosulatum, Pachypodium sofiance aus Madagaskar,
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Naja spp. aus der Demokratischen Volksrepublik Laos,
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Psittacus erithacus aus Nigeria,
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Ursus arctos aus der Provinz British Columbia, Kanada (Jagdtrophäen).
(5)
Die wissenschaftliche Prüfgruppe hat ferner geschlossen, dass die Aussetzung der Einfuhr von Psittacus erithacus aus der Demokratischen Republik Kongo in die Gemeinschaft aufgrund des Erhaltungszustands dieser Art nicht mehr gerechtfertigt ist.
(6)
Die wissenschaftliche Prüfgruppe hat geschlossen, dass die Einfuhr von Chrysemys picta und Oxyura jamaicensis in die Gemeinschaft eine ökologische Bedrohung für die einheimischen wild lebenden Tier- und Pflanzenarten der Gemeinschaft darstellt und deshalb ausgesetzt werden sollte.
(7)
Alle Ursprungsländer von Arten, die hinsichtlich der Einfuhr in die Gemeinschaft den neuen Beschränkungen gemäß dieser Verordnung unterliegen, wurden konsultiert.
(8)
Artikel 41 der Verordnung (EG) Nr. 1808/2001 der Kommission vom 30. August 2001 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 338/97 des Rates über den Schutz von Exemplaren wild lebender Tier- und Pflanzenarten durch Überwachung des Handels (3) enthält Bestimmungen zur Durchführung der von der Kommission festgelegten Einschränkungen durch die Mitgliedstaaten.
(9)
Der Anhang der Verordnung (EG) Nr. 349/2003 sollte daher entsprechend geändert und aus Gründen der Klarheit ersetzt werden.
(10)
Die in dieser Verordnung festgelegten Maßnahmen stehen in Einklang mit der Stellungnahme des Ausschusses für den Handel mit wild lebenden Tieren und Pflanzen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Der Anhang der Verordnung (EG) Nr. 349/2003 wird durch den Anhang dieser Verordnung ersetzt.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 14. Februar 2005

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