Document ID: 32000R2373

Verordnung (EG) Nr. 2373/2000 der Kommission
vom 26. Oktober 2000
zur Festsetzung der Beihilfe für Faserlein und Hanf im Wirtschaftsjahr 2000/01
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1673/2000 des Rates vom 27. Juli 2000 über die gemeinsame Marktorganisation für Faserflachs und Hanf(1), insbesondere auf Artikel 12 Absatz 1,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Gemäß Artikel 12 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1673/2000 werden die im Wirtschaftsjahr 2000/01 geltenden Beihilfebeträge für in der Gemeinschaft erzeugten Flachs und Hanf unter Anwendung eines Koeffizienten von den im Wirtschaftsjahr 1999/2000 geltenden Beihilfebeträgen abgeleitet. Dieser Koeffizient entspricht dem Verhältnis zwischen den Durchschnittsausgaben je Hektar, ausgehend von einem Betrag von 88 Mio. EUR für die sich aus den Anbauerklärungen ergebende Gesamtheit der Flächen, und den für das Wirtschaftsjahr 1999/2000 geschätzten Durchschnittsausgaben in Höhe von 721 EUR je Hektar.
(2) Gemäß Artikel 12 Absatz 1 Unterabsatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1673/2000 müssen die im Wirtschaftsjahr 2000/01 geltenden Beihilfebeträge spätestens am 31. Oktober 2000 festgesetzt werden. Zu diesem Zweck haben die Mitgliedstaaten die Faserlein- und Hanfflächen mitgeteilt, für die gemäß Artikel 5 der Verordnung (EWG) Nr. 1164/89 der Kommission vom 28. April 1989 zur Durchführung der Beihilferegelung für Faserflachs und Hanf(2), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1313/2000(3), eine Anbauerklärung abgegeben wurde. Diesen Mitteilungen zufolge beziehen sich die Anbauerklärungen auf gemeinschaftliche Faserflachs- und Hanfflächen von 125136 Hektar.
(3) Die Anerkennung dieser Flächen als beihilfefähig durch die Mitgliedstaaten setzt voraus, dass alle Bestimmungen der Verordnung (EWG) Nr. 1164/89 eingehalten worden sind, insbesondere diejenigen betreffend die Kontrollen. Die Festsetzung des Beihilfebetrags anhand der von den Mitgliedstaaten mitgeteilten Angaben über die Anbauerklärungen greift jedoch den Schlussfolgerungen nicht vor, die sich aus der Überprüfung dieser Angaben im Rahmen des Rechnungsabschlussverfahrens ergeben können.
(4) Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Flachs und Hanf -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Für das Wirtschaftsjahr 2000/01 werden die in Artikel 12 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1673/2000, genannten Beihilfebeträge in folgender Höhe festgesetzt:
a) für Flachs auf 795,46 EUR/ha;
b) für Hanf auf 646,31 EUR/ha.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Sie gilt mit Wirkung vom 1. August 2000.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 26. Oktober 2000

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