Document ID: 32005R1754

VERORDNUNG (EG) Nr. 1754/2005 DER KOMMISSION
vom 26. Oktober 2005
zur Abweichung von der Verordnung (EG) Nr. 796/2004 hinsichtlich der Anwendung von Artikel 21 in den französischen überseeischen Gebieten im Jahre 2005
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 des Rates vom 29. September 2003 mit gemeinsamen Regeln für Direktzahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik und mit bestimmten Stützungsregelungen für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe und zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 2019/93, (EG) Nr. 1452/2001, (EG) Nr. 1453/2001, (EG) Nr. 1454/2001, (EG) Nr. 1868/94, (EG) Nr. 1251/1999, (EG) Nr. 1254/1999, (EG) Nr. 1673/2000, (EWG) Nr. 2358/71 und (EG) Nr. 2529/2001 (1), insbesondere auf Artikel 145 Buchstabe c,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)
Gemäß Artikel 21 der Verordnung (EG) Nr. 796/2004 der Kommission vom 21. April 2004 mit Durchführungsbestimmungen zur Einhaltung anderweitiger Verpflichtungen, zur Modulation und zum Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem nach der Verordnung (EG) Nr. 1782/2003 des Rates mit gemeinsamen Regeln für Direktzahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik und mit bestimmten Stützungsregelungen für Inhaber landwirtschaftlicher Betriebe (2) verringern sich bei Einreichung eines Beihilfeantrags nach den festgesetzten Fristen die Beihilfebeträge.
(2)
Die französischen Behörden haben der Kommission mitgeteilt, dass die Flächenangaben, die die Betriebsinhaber benötigen, um ihren Sammelantrag für das Jahr 2005 gemäß Artikel 11 der Verordnung (EG) Nr. 796/2004 zu erstellen, den Betriebsinhabern in den vier französischen überseeischen Departements nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt worden sind. Deshalb konnten die Betriebsinhaber den Antrag nicht vorschriftsgemäß bis zum 15. Mai 2005 einreichen.
(3)
Somit ist es angebracht, die Verringerung gemäß Artikel 21 der Verordnung (EG) Nr. 796/2004 nicht auf die Betriebsinhaber in den französischen überseeischen Departements anzuwenden, die ihren Antrag spätestens einen Monat, nachdem die diesbezüglichen Angaben bei ihnen eingegangen sind, eingereicht haben.
(4)
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Direktzahlungen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verringerung um 1 % je Arbeitstag Verspätung gemäß Artikel 21 Absätze 1 und 2 der Verordnung (EG) Nr. 796/2004 gilt nicht für Sammelanträge bzw. deren Änderungen, die bis zum
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6. Juni 2005 bei den zuständigen Behörden von Französisch-Guayana,
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19. Juni 2005 bei den zuständigen Behörden von Martinique,
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24. Juni 2005 bei den zuständigen Behörden von Réunion,
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27. Juni 2005 bei den zuständigen Behörden von Guadeloupe
eingereicht worden sind.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 26. Oktober 2005

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