Document ID: 32000R2073

Verordnung (EG) Nr. 2073/2000 der Kommission
vom 29. September 2000
zur Verringerung der im Rahmen der Produktionsquotenregelung für Zucker garantierten Menge und des angenommenen Hoechstversorgungsbedarfs der Raffinerien im Rahmen der Präferenzeinfuhrregelungen - Wirtschaftsjahr 2000/01
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 2038/1999 des Rates vom 13. September 1999 über die gemeinsame Marktorganisation für Zucker(1), geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1527/2000 der Kommission(2), insbesondere auf Artikel 26 Absatz 5 und Artikel 44 Absatz 6,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Gemäß Artikel 26 Absatz 5 Unterabsätze 1 und 2 der Verordnung (EG) Nr. 2038/1999 muss die im Rahmen der Produktionsquoten garantierte Menge vor dem 1. Oktober für jedes Wirtschaftsjahr verringert werden, wenn die Vorausschätzungen erkennen lassen, dass die mit Erstattung ausführbare Restmenge über der Hoechstmenge liegt, die in dem gemäß Artikel 300 Absatz 2 EG-Vertrag geschlossenen Übereinkommen über die Landwirtschaft vorgesehen ist.
(2) Die Vorausschätzungen für das Wirtschaftsjahr 2000/01 lassen eine ausführbare Restmenge erkennen, die über der im Übereinkommen vorgesehenen Hoechstmenge für das betreffende Wirtschaftsjahr liegt. Daher muss die Differenz festgesetzt werden, um die die garantierte Menge zu verringern ist, und ihre Aufteilung auf Zucker, Isoglucose und Inulinsirup einerseits und die betreffenden Erzeugungsgebiete andererseits unter Anwendung der hierzu vorgesehenen Aufteilungskoeffizienten bestimmt werden.
(3) Gemäß Artikel 26 Absatz 5 Unterabsatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 2038/1999 teilt jeder Mitgliedstaat daraufhin die ihm zugeteilte Differenz auf die in seinem Hoheitsgebiet ansässigen Erzeugungsunternehmen auf; diese Aufteilung erfolgt nach Maßgabe des Verhältnisses zwischen ihrer A- und B-Quote für das betreffende Erzeugnis und der A- und B-Grundquote des Mitgliedstaats oder gegebenenfalls der Summe der A- und B-Quoten für dieses Erzeugnis, die diesen Unternehmen zugeteilt werden.
(4) Gemäß Artikel 44 Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 2038/1999 führt eine Verringerung der garantierten Menge notwendigerweise zu einer Verringerung des angenommenen Hoechstversorgungsbedarfs der Gemeinschaftsraffinerien mit Rohzucker für das betreffende Wirtschaftsjahr. Deshalb ist es erforderlich, die entsprechende Verringerung des genannten angenommenen Hoechstbedarfs und die Aufteilung auf die betreffenden Mitgliedstaaten festzusetzen.
(5) Es sind die erforderlichen Fristen festzusetzen für die Festsetzung der Verringerung, die die Mitgliedstaaten auf alle in ihrem Hoheitsgebiet ansässigen Erzeugungsunternehmen anwenden, und für die Mitteilung der diesbezüglichen Angaben.
(6) Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Zucker -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
(1) Gemäß Artikel 26 Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 2038/1999 wird die im Rahmen der Produktionsquoten für Zucker garantierte Menge für das Wirtschaftsjahr 2000/01 um eine Differenz in Höhe von 498800 Tonnen, ausgedrückt in Weißzucker, verringert.
(2) Die in Absatz 1 genannte Differenz wird gemäß Anhang I auf die einzelnen Erzeugnisse und Gebiete aufgeteilt.
Nach Verringerung um die Differenz belaufen sich die Grundmengen für die Zuteilung der Produktionsquoten an die Erzeugungsunternehmen für das Wirtschaftsjahr 2000/01 auf die in Anhang II aufgeführten Mengen.
(3) Für jedes Erzeugungsunternehmen, dem eine Produktionsquote für das Wirtschaftsjahr 2000/01 zugeteilt wurde, setzen die Mitgliedstaaten vor dem 1. November 2000 die ihm eigene Differenz sowie die infolge der Anwendung dieser Differenz geänderte A- und B-Quote fest.
(4) Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission spätestens am 15. November 2000 die Differenzen sowie die geänderten A- und B-Quoten für alle in ihrem Hoheitsgebiet ansässigen Unternehmen fest.
Artikel 2
(1) Gemäß Artikel 44 Absatz 5 der Verordnung (EG) Nr. 2038/1999 wird der angenommene Hoechstversorgungsbedarf der Gemeinschaftsraffinerien um eine Menge von 8365 Tonnen, ausgedrückt in Weißzucker, verringert.
(2) Die in Absatz 1 genannte Verringerung wird gemäß Anhang III auf die betreffenden Mitgliedstaaten aufgeteilt.
Artikel 3
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 29. September 2000

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