Document ID: 31997R0395

VERORDNUNG (EG) Nr. 395/97 DES RATES vom 20. Dezember 1996 zur Aufteilung der Fangquoten der Gemeinschaft in den Gewässern Grönlands (1997)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3760/92 des Rates vom 20. Dezember 1992 zur Einführung einer gemeinschaftlichen Regelung für die Fischerei und die Aquakultur (1), insbesondere auf Artikel 8 Absatz 4,
auf Vorschlag der Kommission,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Das Fischereiabkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft einerseits und der Regierung Dänemarks und der örtlichen Regierung Grönlands andererseits (2), nachstehend "Fischereiabkommen" genannt, wurde um weitere sechs Jahre bis zum 31. Dezember 2000 verlängert.
Anschließend nahmen die Europäische Gemeinschaft einerseits und die Regierung Dänemarks und die örtliche Regierung Grönlands andererseits das dritte Fischereiprotokoll an, in dem die Bedingungen für die Fischerei und insbesondere die Fangquoten für die Fischereifahrzeuge der Gemeinschaft in den Gewässern Grönlands für den Zeitraum vom 1. Januar 1995 bis zum 31. Dezember 2000 festgelegt sind.
Diese Fangquoten können von Fischereifahrzeugen gefischt werden, die nicht die Flagge eines Mitgliedstaats der Gemeinschaft führen, soweit dies für die ordnungsgemäße Anwendung der Fischereiabkommen notwendig ist, die die Gemeinschaft mit Drittländern abgeschlossen hat.
Die Gemeinschaft informiert die für Grönland zuständigen Behörden über ihre Reaktion auf Angebote betreffend zusätzliche Fangmöglichkeiten nach Artikel 8 des Fischereiabkommens spätestens sechs Wochen nach Erhalt des Angebots.
Um eine effiziente Bewirtschaftung der verfügbaren Fangmöglichkeiten zu gewährleisten, sind diese gemäß Artikel 8 der Verordnung (EWG) Nr. 3760/92 durch Quoten auf die Mitgliedstaaten aufzuteilen.
Für die Fangtätigkeiten nach dieser Verordnung gelten die entsprechenden Kontrollmaßnahmen der Verordnung (EWG) Nr. 2847/93 des Rates vom 12. Oktober 1993 zur Einführung einer Kontrollregelung für die gemeinsame Fischereipolitik (3).
Mit den für Grönland zuständigen Behörden wurde keine Einigung darüber erzielt, ob für die betreffenden Fischereibestände die Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 847/96 des Rates vom 6. Mai 1996 zur Festlegung zusätzlicher Bestimmungen für die jahresübergreifende Verwaltung der TACs und Quoten (4) gelten sollen.
Aus zwingenden Gründen des Allgemeininteresses gilt diese Verordnung ab 1. Januar 1997 -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Fangquoten der Gemeinschaft in den Gewässern Grönlands werden für das Jahr 1997 gemäß dem Anhang aufgeteilt.
Artikel 2
Die im Anhang festgelegten Fangquoten unterliegen nicht den Bestimmungen der Artikel 2, 3 und 5 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 847/96.
Artikel 3
Falls die für Grönland zuständigen Behörden zusätzliche Fangmöglichkeiten nach Artikel 8 des Fischereiabkommens anbieten, so beschließt der Rat darüber mit qualifizierter Mehrheit auf Vorschlag der Kommission binnen sechs Wochen nach Eingang dieses Angebots.
Artikel 4
Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Sie gilt ab 1. Januar 1997.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel am 20. Dezember 1996.

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