Document ID: 32001D0895

Entscheidung der Kommission
vom 13. Dezember 2001
über die über die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft an einem Programm zur Bekämpfung von Schadorganismen der Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnisse auf Madeira im Jahr 2001
(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2001) 4268)
(Nur der portugiesische Text ist verbindlich)
(2001/895/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1453/2001 des Rates vom 28. Juni 2001 zur Einführung von Sondermaßnahmen für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse zugunsten der Azoren und Madeiras und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 1600/92 (Poseima)(1), insbesondere auf Artikel 32 Absatz 3,
gestützt auf die von Portugal vorgelegten Programme zur Bekämpfung der Schadorganismen von Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnissen auf Madeira,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) In der Entscheidung 93/522/EWG der Kommission vom 30. September 1993 zur Festlegung der für eine Finanzierung durch die Gemeinschaft in Betracht kommenden Maßnahmen im Rahmen der Programme zur Bekämpfung der Schadorganismen von Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnissen in den französischen überseeischen Departements sowie auf den Azoren und Madeira(2), zuletzt geändert durch die Entscheidung 96/633/EG(3), sind die Maßnahmen festgelegt, die für eine gemeinschaftliche Finanzierung der Programme zur Bekämpfung von Schadorganismen der Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnisse in den französischen überseeischen Departements sowie auf den Azoren und Madeira in Betracht kommen.
(2) Die spezifischen Bedingungen der landwirtschaftlichen Erzeugung auf Madeira müssen besonders berücksichtigt werden. Für diese Region sind Maßnahmen im Bereich der pflanzlichen Erzeugung, insbesondere hinsichtlich der Pflanzengesundheit, zu treffen oder zu verstärken.
(3) Die im Bereich Pflanzengesundheit zu treffenden oder zu verstärkenden Maßnahmen sind besonders kostenintensiv.
(4) Die zuständigen portugiesischen Behörden haben der Kommission im Hinblick auf eine etwaige finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft ein Aktionsprogramm vorgelegt, in dem insbesondere die Ziele, die Maßnahmen sowie deren Dauer und Kosten aufgeführt sind.
(5) Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft kann bis zu 75 % der förderfähigen Ausgaben betragen, darf sich jedoch nicht auf Schutzmaßnahmen für Bananen erstrecken.
(6) Die in diesem Programm vorgesehenen Maßnahmen dürfen sich nicht mit den im Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung und technologische Entwicklung festgelegten Aktionen überschneiden.
(7) Die in diesem Programm vorgesehenen Maßnahmen dürfen sich nicht mit den Maßnahmen überschneiden, die in dem Umweltschutzprogramm vorgesehen sind, das im Rahmen der Verordnung (EWG) Nr. 2078/92(4), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1962/96(5), für die Region Madeira genehmigt wurde.
(8) Die von Portugal vorgelegten technischen Angaben haben es dem Ständigen Ausschuss für Pflanzenschutz ermöglicht, eine genaue und umfassende Bewertung durchzuführen.
(9) Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für Pflanzenschutz -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft an dem amtlichen Programm zur Bekämpfung von Schadorganismen der Pflanzen und pflanzlichen Erzeugnisse auf der Insel Madeira für das Jahr 2001, das von den zuständigen portugiesischen Behörden vorgelegt wurde, wird genehmigt.
Artikel 2
Das amtliche Programm umfasst ein Programm zur Bekämpfung der Fruchtfliege (Ceratitis capitata Wied).
Artikel 3
Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft an dem von Portugal für das Jahr 2001 vorgelegten Programm beläuft sich auf 75 % der Ausgaben für förderfähige Maßnahmen gemäß der Entscheidung 93/522/EWG bei einem Hoechstbetrag von 150000 EUR (ohne Mehrwertsteuer).
Der Finanzplan für das Programm mit Kostenaufschlüsselung und Finanzierung ist in Anhang I dieser Entscheidung aufgeführt.
Artikel 4
Die erste Rate in Höhe von 75000 EUR wird unmittelbar nach der offiziellen Notifizierung der vorliegenden Entscheidung an Portugal überwiesen.
Artikel 5
Die gemeinschaftliche Beihilfe bezieht sich auf förderfähige Ausgaben für Maßnahmen dieses Programms, das in Portugal durch Bestimmungen abgedeckt worden sein muss, deren Finanzierung durch entsprechende Mittelbindungen zwischen dem 1. Januar 2001 und dem 31. Dezember 2001 erfolgt. Portugal beendet die mit diesen Vorgängen verbundenen Zahlungen spätestens am 31. März 2002, anderenfalls erlischt der Anspruch auf gemeinschaftliche Finanzierung.
Für den Fall, dass eine Verlängerung der Frist für die mit diesen Vorgängen verbundenen Zahlungen erforderlich ist und beantragt wird, haben die zuständigen Behörden diesen Antrag vor diesem Datum zu stellen und zu begründen.
Artikel 6
Die Anwendungsbedingungen für die Finanzierung des Programms, die Bestimmungen über die Beachtung der Gemeinschaftspolitiken und die von Portugal zu übermittelnden Informationen sind in Anhang II aufgeführt.
Artikel 7
Die etwaige Vergabe öffentlicher Anträge für Investitionen im Rahmen dieser Entscheidung erfolgt unter Einhaltung des Gemeinschaftsrechts.
Artikel 8
Diese Entscheidung ist an die Portugiesische Republik gerichtet.
Brüssel, den 13. Dezember 2001

Labels: 18
15
16
6