Document ID: 31986L0109

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RICHTLINIE DER KOMMISSION
vom 27. Februar 1986
zur Beschränkung des Verkehrs mit Saatgut bestimmter Arten von Futter-, Öl- und Faserpflanzen auf amtlich als »Basissaatgut" oder »Zertifiziertes Saatgut" anerkanntes Saatgut
(86/109/EWG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 66/401/EWG des Rates vom 14. Juni 1966 über den Verkehr mit Futterpflanzensaatgut (1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 85/38/EWG der Kommission (2), insbesondere auf Artikel 3 Absatz 3,
gestützt auf die Richtlinie 69/208/EWG des Rates vom 30. Juni 1969 über den Verkehr mit Saatgut von Öl- und Faserpflanzen (3), zuletzt geändert durch die Richtlinie 82/859/EWG der Kommission (4), insbesondere auf Artikel 3 Absatz 3,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Richtlinie 66/401/EWG erlaubt den gewerbsmässigen Verkehr mit Basissaatgut, zertifiziertem Saatgut und Handelssaatgut bestimmter Arten von Futterpflanzen.
Die Richtlinie 69/208/EWG erlaubt den gewerbsmässigen Verkehr mit Basissaatgut, zertifiziertem Saatgut und Handelssaatgut bestimmter Arten von Öl- und Faserpflanzen.
Artikel 3 Absatz 3 der genannten Richtlinien ermächtigt die Kommission, den Verkehr mit Saatgut zu untersagen, das nicht als »Basissaatgut" oder »Zertifiziertes Saatgut" amtlich anerkannt ist.
Die jüngsten Informationen zeigen, daß die Mitgliedstaaten genügend Basissaatgut und zertifiziertes Saatgut erzeugen können, um den innergemeinschaftlichen Bedarf für mehrere der obengenannten Arten ab 1. Juli 1987, 1. Juli 1989 bzw. 1. Juli 1991 mit Saatgut dieser Kategorien zu decken.
Die in dieser Richtlinie vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für das landwirtschaftliche, gartenbauliche und forstliche Saat- und Pflanzgutwesen -
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
Artikel 1
(1) Die Mitgliedstaaten schreiben vor, daß Saatgut von
1.2 // - Vicia faba L. (partim) // - Ackerbohne, // - Papaver somniferum L. // - Mohn,
ab 1. Juli 1987 nur in den Verkehr gebracht werden darf, wenn es als »Basissaatgut" oder »Zertifiziertes Saatgut" amtlich anerkannt worden ist.
(2) Die Mitgliedstaaten schreiben vor, daß Saatgut von
1.2 // - Glycine max (L.) Merr. // - Soja, // - Linum usitatissimum L. // - Öllein,
ab 1. Juli 1987 nur in den Verkehr gebracht werden darf, wenn es als »Basissaatgut", »Zertifiziertes Saatgut der ersten Vermehrung" oder "Zertifiziertes Saatgut der zweiten Vermehrung" anerkannt worden ist.
Artikel 2
Die Mitgliedstaaten schreiben vor, daß Saatgut von
1.2 // - Agrostis canina L. // - Hundsstraußgras, // - Agrostis gigantea Roth // - Weisses Straußgras, // - Agrostis stolonifera L. // - Flecht-Straußgras, // - Agrostis tenuis Sibth // - Rotes Straußgras, // - S. 3. (4) ABl. Nr. L 357 vom 18. 12. 1982, S. 31.
// - Arrhenatherum elatius (L.) Beauv. ex J. et K. Presl. // - Glatthafer, // - Phleum bertolonii DC. // - Zwiebellieschgras, // - Poa nemoralis L. // - Hainrispe, // - Poa palustris L. // - Sumpfrispe, // - Poa trivialis L. // - Gemeine Rispe, // - Trisetum flavescens (L.) Beauv. // - Goldhafer, // - Lotus corniculatus L. // - Hornschotenklee, // - Lupinus albus L. // - Weisse Lupine, // - Lupinus angustifolius L. // - Blaue Lupine, // - Lupinus luteus L. // - Gelbe Lupine, // - Medicago lupulina L. // - Gelbklee, // - Trifolium hybridum L. // - Schwedenklee, // - Brassica juncea L. Czern. et Coß. in Czern. // - Sareptasenf,
ab 1. Juli 1989 nur in den Verkehr gebracht werden darf, wenn es als »Basissaatgut" oder »Zertifiziertes Saatgut" amtlich anerkannt worden ist.
Artikel 3
Die Mitgliedstaaten schreiben vor, daß Saatgut von
1.2 // - Festuca ovina L. // - Schafschwingel, // - Trifolium incarnatum L. // - Inkarnatklee, // - Trifolium resupinatum L. // - Persischer Klee, // - Vicia sativa L. // - Saatwicke, // - Vicia villosa Roth // - Zoltelwicke, // - Sinapis alba L. // - Weisser Senf,
ab 1. Juli 1991 nur in den Verkehr gebracht werden darf, wenn es als »Basissaatgut" oder "Zertifiziertes Saatgut" amtlich anerkannt worden ist.
Artikel 4
Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften in Kraft, um den Bestimmungen von Artikel 1, Artikel 2 und Artikel 3 bis spätestens 1. Juli 1987, 1. Juli 1989 bzw. 1. Juli 1991 nachzukommen. Sie unterrichten hiervon unverzueglich die Kommission.
Artikel 5
Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 27. Februar 1986

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