Document ID: 32003D0466

Entscheidung der Kommission
vom 13. Juni 2003
mit Kriterien für die Zonenabgrenzung und die amtliche Überwachung bei Verdacht auf oder Feststellung der Infektiösen Anämie der Lachse (ISA)
(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2003) 1831)
(Text von Bedeutung für den EWR)
(2003/466/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften,
gestützt auf die Richtlinie 91/67/EWG des Rates vom 28. Januar 1991 betreffend die tierseuchenrechtlichen Vorschriften für die Vermarktung von Tieren und anderen Erzeugnissen der Aquakultur(1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 806/2003(2), insbesondere auf Artikel 15,
gestützt auf die Richtlinie 93/53/EWG des Rates vom 24. Juni 1993 zur Festlegung von Mindestmaßnahmen der Gemeinschaft zur Bekämpfung bestimmter Fischseuchen(3), zuletzt geändert durch die Entscheidung 2001/288/EG der Kommission(4), insbesondere auf Artikel 5 Absatz 2 und Artikel 6,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Gemäß der Richtlinie 93/53/EWG werden Probenahmen und Laboruntersuchungen zum Nachweis von Krankheiten, die in den Listen I und II in Anhang A der Richtlinie 91/67/EWG aufgeführt sind, nach den Methoden vorgenommen, die nach Artikel 15 der Richtlinie 91/67/EWG festgelegt worden sind.
(2) Die Probenahmepläne und Diagnoseverfahren zur Erkennung und zum Nachweis der in Liste II aufgeführten Fischseuchen Virale hämorrhagische Septikämie (VHS) und Infektiöse hämatopoetische Nekrose (IHN) wurden mit der Entscheidung 2001/183/EG der Kommission(5) festgelegt.
(3) Gemäß Artikel 5 Absatz 2 und Artikel 6 der Richtlinie 93/53/EWG werden alle Zuchtbetriebe eines Wassereinzugsgebiets oder eines Küstengebiets, in dem sich ein Betrieb mit Verdacht auf Infektion mit dem Virus der Infektiösen Anämie der Lachse (ISAV) oder ein Betrieb, in dem diese Infektion festgestellt wurde, befindet, unter amtliche Überwachung gestellt. Die Kriterien für die Zonenabgrenzung und die amtliche Überwachung sollten festgelegt werden.
(4) Zur Festlegung der Probenahmepläne und Diagnoseverfahren für den Nachweis und die Feststellung der ISA sowie zur Aufstellung der Kriterien für die Zonenabgrenzung und die amtliche Überwachung bei Verdacht auf oder Feststellung der ISA wurden Sachverständige für Fischgesundheit und Laborexperten konsultiert. Außerdem müssen die Leitlinien für die Diagnose der ISA berücksichtigt werden, die in der geltenden Ausgabe des Diagnosehandbuchs für Krankheiten von aquatischen Organismen (Diagnostic Manual for Aquatic Animal Diseases) des Internationalen Tierseuchenamts (OIE) festgelegt sind.
(5) Für die Umsetzung dieser neuen Vorschriften ist eine ausreichende Frist vorzusehen.
(6) Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Probenahmepläne und Diagnoseverfahren zur Erkennung und zum Nachweis der Infektiösen Anämie der Lachse (ISA) sowie die Kriterien für die Zonenabgrenzung und die amtliche Überwachung bei Verdacht auf oder Feststellung der ISA sind im Anhang der vorliegenden Entscheidung festgelegt.
Artikel 2
Diese Entscheidung gilt ab dem 23. Oktober 2003.
Artikel 3
Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 13. Juni 2003

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