Document ID: 31991R2210

VERORDNUNG (EWG) Nr. 2210/91 DER KOMMISSION vom 25. Juli 1991 zur Senkung der im Wirtschaftsjahr 1991/92 auf Äpfel anzuwendenden Grund- und Ankaufspreise wegen Überschreitung der im Wirtschaftsjahr 1990/91 geltenden Interventionsschwelle
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisation für Obst und Gemüse (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1623/91 (2), insbesondere auf Artikel 16b Absatz 4,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Mit der Verordnung (EWG) Nr. 1388/90 der Kommission (3) wurde die Interventionsschwelle für Äpfel für das Wirtschaftsjahr 1990/91 auf 318 500 Tonnen festgesetzt.
Nach Artikel 3 der Verordnung (EWG) Nr. 1197/90 des Rates vom 7. Mai 1990 über Sondermaßnahmen betreffend die Anwendung bestimmter Interventionsschwellen für Obst und Gemüse im Wirtschaftsjahr 1990/91 (4) werden die Grund- und Ankaufspreise bei Äpfeln im Wirtschaftsjahr 1991/92 je Überschreitung um 79 600 Tonnen um 1 % gesenkt, wenn die Summe der im Wirtschaftsjahr 1990/91 in Anwendung der Artikel 15, 15a, 15b, 19 und 19a der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 in Portugal einerseits und in der Gemeinschaft ohne Portugal andererseits zur Intervention gelieferten Mengen die Summe der in dem genannten Wirtschaftsjahr oder in einem Teil davon für das betreffende Erzeugnis geltenden Interventionsschwellen überschreitet.
Nach Artikel 1 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1121/89 des Rates vom 27. April 1989 zur Einführung von Interventionsschwellen für Äpfel und Blumenkohl (5), geändert durch Verordnung (EWG) Nr. 1623/91, wird eine Überschreitung der Interventionsschwelle unter Zugrundelegung des Durchschnitts der Interventionsmenge festgestellt, die sich in den Wirtschaftsjahren 1988/89, 1989/90 und 1990/91 ergeben hat. Nach den Mitteilungen der Mitgliedstaaten beläuft sich dieser Durchschnitt auf 437 836 Tonnen. Die Kommission stellt deshalb für das Wirtschaftsjahr 1990/91 eine Überschreitung der Interventionsschwelle um 119 336 Tonnen fest.
Die mit der Verordnung (EWG) Nr. 1622/91 des Rates vom 13. Juni 1991 zur Festsetzung bestimmter Preise und anderer auf Obst und Gemüse anwendbarer Beträge (6) für das Wirtschaftsjahr 1991/92 festgesetzten Grund- und Ankaufspreise sind deshalb um 1 % zu senken.
Gemäß Artikel 18b Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 sind die Marktrücknahmen auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik bis Ende des Wirtschaftsjahres 1991/92 bei der Feststellung eines etwaigen Überschreitens der Interventionsschwellen nicht zu berücksichtigen.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Obst und Gemüse -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die mit der Verordnung (EWG) Nr. 1622/91 für das Wirtschaftsjahr 1991/92 für Äpfel festgesetzten Grund- und Ankaufspreise werden um 1 % gesenkt und entsprechend dem Anhang festgesetzt.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am 1. August 1991 in Kraft. Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 25. Juli 1991

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