Document ID: 31987D0199

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ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
vom 10. März 1987
zur Änderung der Entscheidung 84/58/EWG zur Ermächtigung des Vereinigten Königreichs, zum Schutz gegen die Einschleppung von Puccinia horiana vorübergehend ergänzende Maßnahmen zu treffen
(Nur der englische Text ist verbindlich)
(87/199/EWG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 77/93/EWG des Rates vom 21. Dezember 1976 über Maßnahmen zum Schutz gegen das Verbringen von Schadorganismen der Pflanzen oder Pflanzenerzeugnisse in die Mitgliedstaaten (1), zuletzt geändert durch die Richtlinie des Rates vom 2. März 1987 (2), insbesondere auf Artikel 15 Absatz 2,
im Hinblick auf die Mitteilung des Vereinigten Königreichs von 29. Dezember 1983, mit der bestimmte befristete Verbote der Einfuhr von Pflanzen von Chrysanthemum in das Vereinigte Königreich notifiziert worden sind,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Gemäß der Richtlinie 77/93/EWG dürfen Pflanzen von Chrysanthemum in einen Mitgliedstaat nur verbracht werden, wenn sie frei sind von Weissem Chrysanthemenrost. Bei Pflanzen von Chrysanthemum, ausgenommen Samen und Schnittblumen, muß der Versandmitgliedstaat bestimmte Maßnahmen treffen, um sicherzustellen, daß sie nicht von diesem Schadorganismus befallen sind.
Das Vereinigte Königreich war der Auffassung daß eine unmittelbare Gefahr der Einschleppung oder Ausbreitung von Weissem Chrysanthemenrost in seinem Hoheitsgebiet bestand, und hat deshalb zum Schutz gegen diese Gefahr vorübergehend vorgenannte Verbote erlassen.
Mit der Entscheidung 84/58/EWG (3) hat die Kommission das Vereinigte Königreich ermächtigt, ergänzende Maßnahmen zum Schutz gegen die Einschleppung von Puccinia horiana zu treffen.
Diese Ermächtigung wurde vorübergehend gewährt, bis die Gemeinschaftsgarantien in bezug auf den Weissen Chrysenthemenrost durch eine Änderung der Richtlinie 77/93/EWG verstärkt werden, und sie läuft am 31. Dezember 1986 ab.
Die Umstände, welche diese Ermächtigung gerechtfertigt haben, haben sich nicht verändert.
In Anbetracht der gemachten Erfahrungen empfiehlt es sich, geringfügige Änderungen der technischen Bestimmungen vorzunehmen.
Die Ermächtigung ist also um einen weiteren Zeitraum zu verlängern.
Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für Pflanzenschutz -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Artikel 1 Absatz 1 der Enscheidung 84/58/EWG wird wie folgt geändert:
1. In der zweiten Zeile wird das Datum »31. Dezember 1986" durch das Datum »31. Dezember 1988" ersetzt.
2. Buchstabe a) Ziffer ii) erhält folgende Fassung:
»ii) an dort angebauten oder gelagerten Pflanzen sind bei regelmässigen amtlichen Prüfungen, die nach Maßgabe der saisonbedingten Infektionsgefahr so oft wie nötig durchgeführt werden, keine Anzeichen von Puccinia horiana festgestellt worden, und".
3. Buchstabe c) erhält folgende Fassung:
»c) die Pflanzen sind hinsichtlich der Bekämpfung von Pilzkrankheiten einer Regelung unterworfen, die gewährleistet, daß bei den betreffenden Sorten und in Anbetracht der saisonbedingten Infektionsgefahr Puccinia horiana nicht auftritt;".
4. Buchstabe e) erhält folgende Fassung:
»e) die Untersuchung gemäß Artikel 6 der Richtlinie 77/93/EWG ist an Stichproben durchgeführt worden, die gemäß den Anforderungen des Pflanzenschutzdienstes der Niederlande betreffend die Grösse der Partie und unter Berücksichtigung der saisonbedingten Infektionsgefahr einer jeden Partie entnommen wurde. Im Sinne dieses Absatzes bedeutet »Partie" eine Sendung, die aus einer einzigen Sorte Chrysanthemen besteht, die von einem einzigen Erzeuger erzeugt wurde;".
Artikel 2
Diese Entscheidung ist an das Vereinigte Königreich gerichtet.
Brüssel, den 10. März 1987

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