Document ID: 32002R1793

Verordnung (EG) Nr. 1793/2002 der Kommission
vom 9. Oktober 2002
zur Festsetzung der geschätzten Olivenölerzeugung und der als Vorschuss zahlbaren einheitlichen Erzeugungsbeihilfe für das Wirtschaftsjahr 2001/02
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung Nr. 136/66/EWG des Rates vom 22. September 1966 über die Errichtung einer gemeinsamen Marktorganisation für Fette(1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1513/2001(2),
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2261/84 des Rates vom 17. Juli 1984 mit Grundregeln für die Gewährung der Erzeugungsbeihilfe für Olivenöl und für die Olivenölerzeugerorganisationen(3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1639/98(4), insbesondere auf Artikel 17a Absatz 1,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Nach Artikel 5 der Verordnung Nr. 136/66/EWG muss die einheitliche Erzeugungsbeihilfe in jedem Mitgliedstaat, dessen tatsächliche Erzeugung die garantierte einzelstaatliche Menge gemäß Absatz 3 desselben Artikels überschreitet, gekürzt werden. Zur Beurteilung des Umfangs dieser Überschreitung ist auch die geschätzte Erzeugung von Tafeloliven, die zu Olivenöl verarbeitet werden, ausgedrückt in Olivenöläquivalent, anhand der jeweiligen Koeffizienten zu berücksichtigen, die für Spanien in der Entscheidung 2001/650/EG der Kommission(5), geändert durch die Entscheidung 2001/883/EG(6), für Griechenland in der Entscheidung 2001/649/EG der Kommission(7), geändert durch die Entscheidung 2001/880/EG(8), für Portugal in der Entscheidung 2001/670/EG der Kommission(9), geändert durch die Entscheidung 2001/878/EG(10), für Frankreich in der Entscheidung 2001/648/EG der Kommission(11), geändert durch die Entscheidung 2001/879/EG(12), und für Italien in der Entscheidung 2001/658/EG der Kommission(13), geändert durch die Entscheidung 2001/884/EG(14), aufgeführt sind.
(2) Gemäß Artikel 17a der Verordnung (EWG) Nr. 2261/84 ist zur Bestimmung des als Vorschuss zahlbaren einheitlichen Betrages der Beihilfe für die Erzeugung von Olivenöl die Erzeugung in dem betreffenden Wirtschaftsjahr zu schätzen. Dieser Betrag muss so festgesetzt werden, dass jede Gefahr einer ungerechtfertigten Zahlung an die Olivenerzeuger ausgeschlossen ist. Der besagte Betrag gilt auch für Tafeloliven, ausgedrückt in Olivenöläquivalent.
(3) Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission für jedes Wirtschaftsjahr die zur Feststellung der geschätzten Erzeugung benötigten Angaben über die voraussichtliche Erzeugung von Olivenöl und gegebenenfalls von Tafeloliven mit. Die Kommission kann sich auch auf andere Informationsquellen stützen. Auf dieser Grundlage ist die geschätzte Erzeugung von Olivenöl und von Tafeloliven, ausgedrückt in Olivenöläquivalent, für die einzelnen Mitgliedstaaten auf die nachstehend genannte Höhe festzusetzen.
(4) Bei der Festsetzung des Vorschusses ist den einbehaltenen Beträgen für die Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung der Olivenöl- und Tafelolivenerzeugung gemäß Artikel 5 Absatz 9 der Verordnung Nr. 136/66/EWG Rechnung zu tragen.
(5) Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Fette -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
(1) Für das Wirtschaftsjahr 2001/02 beträgt die geschätzte Erzeugung von Olivenöl:
- 1575575 Tonnen für Spanien,
- 2592 Tonnen für Frankreich,
- 398588 Tonnen für Griechenland,
- 713620 Tonnen für Italien,
- 33808 Tonnen für Portugal.
(2) Für das Wirtschaftsjahr 2001/02 beträgt die geschätzte Erzeugung von Tafeloliven, ausgedrückt in Olivenöläquivalent:
- 64155 Tonnen für Spanien auf der Grundlage eines Äquivalenzkoeffizienten von 11,5 %,
- 130 Tonnen für Frankreich auf der Grundlage eines Äquivalenzkoeffizienten von 13 %,
- 13000 Tonnen für Griechenland auf der Grundlage eines Äquivalenzkoeffizienten von 13 %,
- 1806 Tonnen für Italien auf der Grundlage eines Äquivalenzkoeffizienten von 13 %,
- 782 Tonnen für Portugal auf der Grundlage eines Äquivalenzkoeffizienten von 11,5 %.
(3) Für das Wirtschaftsjahr 2001/02 beträgt der Vorschuss gemäß Artikel 17a Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2261/84:
- 57,18 EUR/100 kg für Spanien,
- 117,36 EUR/100 kg für Frankreich,
- 117,36 EUR/100 kg für Griechenland,
- 90,54 EUR/100 kg für Italien,
- 117,36 EUR/100 kg für Portugal.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 9. Oktober 2002

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