Document ID: 31996R1075

VERORDNUNG (EG) Nr. 1075/96 DES RATES vom 10. Juni 1996 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1626/94 über technische Maßnahmen zur Erhaltung der Fischbestände im Mittelmeer
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 43,
auf Vorschlag der Kommission (1),
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (2),
nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses (3),
in Erwägung nachstehender Gründe:
Der Allgemeine Rat für die Fischerei im Mittelmeer (GFCM) hat auf seiner 21. ordentlichen Tagung in Alicante (Spanien) vom 22. bis 26. Mai 1995 eine Empfehlung für die Bewirtschaftung von Rotem Thun im Mittelmeer abgegeben. Mit dieser Empfehlung wird für bestimmte Fischereifahrzeuge ein Verbot der Fischerei auf Roten Thun vom 1. Juni bis 31. Juli jeden Jahres eingeführt.
Nach Artikel V Absätze 2, 3, und 4 des Abkommens zur Gründung des GFCM verpflichten sich die Mitglieder dieser Organisation, allen Empfehlungen des GFCM nach Ablauf der Einspruchsfrist Folge zu leisten.
Daher ist die Verordnung (EG) Nr. 1626/94 (4) zu ändern, um die Bestimmungen der genannten Empfehlung einzuarbeiten -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EG) Nr. 1626/94 wird wie folgt geändert:
1. Es wird folgender Artikel eingefügt:
"Artikel 5a
(1) Schiffen mit einer Länge von mehr als 24 m ist es vom 1. Juni bis 31. Juli jeden Jahres verboten, mit Oberflächenlangleinen auf Roten Thun zu fischen.
(2) Für die Zwecke dieses Artikels gilt für die Länge die Definition der ICCAT in Anhang V."
2. Folgender Anhang wird angefügt:
"ANHANG V
Definition der ICCAT für die Länge der Fischereifahrzeuge:
- bei allen nach dem 18. Juli 1982 gebauten Fischereifahrzeugen 96 v. H. der Länge über alles, gemessen in einer Wasserlinie in Höhe von 85 v. H. der geringsten Seitenhöhe über der Oberkante des Kiels, oder, wenn der folgende Wert der größere ist, die Länge von der Vorkante des Vorstevens bis zur Drehachse des Ruderkokers in dieser Wasserlinie. Bei Schiffen mit Kielscherlatte verläuft die Wasserlinie, in der die Länge gemessen wird, parallel zur vertraglichen Wasserlinie;
- bei allen vor dem 18. Juli 1982 gebauten Schiffen die Matrikellänge, die in den einzelstaatlichen Registern oder anderen das Schiff betreffenden Beweisdokumenten eingetragen ist."
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Luxemburg am 10. Juni 1996.

Labels: 20
6