Document ID: 31983D0556

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 18. Oktober 1983 über die Anträge auf Erstattung und auf Gewährung von Vorschüssen für Maßnahmen zur strukturellen Anpassung und Modernisierung der Rind-, Schaf- und Ziegenfleischerzeugung in Italien (Nur der italienische Text ist verbindlich) (83/556/EWG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1944/81 des Rates vom 30. Juni 1981 über eine gemeinsame Maßnahme zur strukturellen Anpassung und Modernisierung der Rind-, Schaf- und Ziegenfleischerzeugung in Italien (1), insbesondere auf Artikel 9 Absatz 5,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die von Italien bei dem Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft, Abteilung Ausrichtung, einzureichenden Anträge auf Erstattung und Vorschüsse müssen bestimmte Angaben enthalten, damit festgestellt werden kann, ob die Ausgaben den Vorschriften der Verordnung (EWG) Nr. 1944/81 sowie den Angaben in dem gemäß Artikel 2 Absatz 3 derselben Verordnung genehmigten Rahmenprogramm entsprechen.
Um eine wirksame Kontrolle zu ermöglichen, muß Italien nach Gewährung der letzten Erstattung die diesbezueglichen Belege drei Jahre lang zur Verfügung der Kommission halten.
Damit die Kommission Vorschüsse gewähren kann, sind die diesbezueglichen Modalitäten und Verfahren näher zu regeln.
Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ausschusses des Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
(1) Die in Artikel 9 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1944/81 genannten Erstattungsanträge sind entsprechend den Anhängen I bis VII zu stellen.
(2) Mit dem ersten Erstattungsantrag übermittelt Italien der Kommission den Wortlaut der nationalen Durchführungs- und Kontrollvorschriften sowie die Verwaltungsanordnungen, Formulare und alle weiteren Verwaltungsunterlagen betreffend die Durchführung der Maßnahme.
Artikel 2
Drei Jahre lang nach Zahlung der letzten Erstattung hält Italien alle ihm vorliegenden Belege oder beglaubigten Abschriften, aufgrund derer die in der Verordnung (EWG) Nr. 1944/81 vorgesehenen Beihilfen bewilligt wurden, zur Verfügung der Kommission.
Artikel 3
Die in Artikel 9 Absatz 4 der Verordnung (EWG) Nr. 1944/81 genannten Vorschussanträge sind entsprechend den Anhängen VIII bis XIII zu stellen. (1) ABl. Nr. L 197 vom 20.7.1981, S. 27.
Artikel 4
(1) Die Vorschüsse des Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds, Abteilung Ausrichtung, dürfen höchstens 80 % der finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft an der für das betreffende Jahr vorgeschlagenen Ausgabe ausmachen.
(2) Vorschüsse, die in dem Jahr, für das sie gewährt wurden, nicht verwendet werden, werden von dem für das folgende Jahr zu zahlenden Vorschuß abgezogen.
Artikel 5
Zum Ende eines jeden Jahres, für das Vorschüsse gezahlt wurden, legt Italien einen Bericht über den Verlauf der Arbeiten gemäß den Anhängen XIV bis XIX vor.
Die Vorschüsse für das folgende Jahr werden erst ausgezahlt, wenn dieser Bericht der Kommission vorliegt.
Artikel 6
Diese Entscheidung ist an die Italienische Republik gerichtet.
Brüssel, den 18. Oktober 1983

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