Document ID: 32000R1312

Verordnung (EG) Nr. 1312/2000 der Kommission
vom 21. Juni 2000
zur Abweichung von der Verordnung (EWG) Nr. 3887/92 mit Durchführungsbestimmungen zum integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystem für bestimmte gemeinschaftliche Beihilferegelungen
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3508/92 des Rates vom 27. November 1992 zur Einführung eines integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems für bestimmte gemeinschaftliche Beihilferegelungen(1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1036/1999(2), insbesondere auf Artikel 12,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Aufgrund der außergewöhnlichen Witterungsverhältnisse, die vom Herbst 1999 bis zum Frühjahr 2000 in bestimmten Gebieten Spaniens, Portugals und Österreichs aufgetreten sind, haben zahlreiche Erzeuger in diesen Regionen keine Möglichkeit mehr für eine wirtschaftlich rentable Aussaat. Den betroffenen Erzeugern entstehen daraus, selbst unter Berücksichtigung der Ausgleichszahlungen, sehr hohe Einkommensverluste.
(2) Um die Lage der betroffenen Erzeuger zu erleichtern, sollte die Möglichkeit vorgesehen werden, für das Wirtschaftsjahr 2000/01 ausnahmsweise auch bezüglich der als stillgelegt gemeldeten Flächen Änderungen vorzunehmen.
(3) Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Fondsausschusses -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Abweichend von Artikel 4 Absatz 2 Buchstabe a) der Verordnung (EWG) Nr. 3887/92 der Kommission(3) wird die Möglichkeit eingeräumt, die Beihilfeanträge "Flächen", die in den spanischen Regionen mit Ausnahme Galiciens, des Baskenlands, der Kanarischen Inseln, Kantabriens und Asturiens sowie auf dem portugiesischen Festland und in den im Anhang aufgeführten österreichischen Regionen für das Wirtschaftsjahr 2000/01 eingereicht wurden, dahingehend zu ändern, daß Flächen, die als "ackerbaulich genutzte Flächen" gemeldet waren, den als stillgelegt gemeldeten Flächen zugerechnet werden, vorausgesetzt, die betreffenden Flächen waren seit dem 15. Januar 2000 tatsächlich aus der Produktion genommen.
Die Änderungen müssen der zuständigen Behörde bis spätestens 30. Juni 2000 gemeldet werden.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 21. Juni 2000

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