Document ID: 31989R1971

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 1971/89 DES RATES
vom 19. Juni 1989
zur Änderung von Artikel 1 der Verordnung (EWG) Nr. 3180/78 zur Änderung des Wertes der vom Europäischen Fonds für währungspolitische Zusammenarbeit verwendeten Rechnungseinheit
DER RAT DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3180/78, insbesondere auf Artikel 2,
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Währungsausschusses,
nach Stellungnahme des Verwaltungsrates des Europäischen Fonds für währungspolitische Zusammenarbeit.
in Erwägung nachstehender Gründe:
Artikel 1 der Verordnung (EWG) Nr. 3180/78 (1), in der Fassung der Verordnung (EWG) Nr. 2626/84 (2), definiert die Ecu als die Summe der Beträge der Währungen der Mitgliedstaaten.
Die Entschließung des Europäischen Rates vom 5. Dezember 1978 über die Errichtung des Europäischen Währungssystems sieht unter Nummer 2.3 vor, daß die Gewichte der Währungen in der Ecu innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten des Systems und danach alle fünf Jahre oder auf Antrag, falls sich das Gewicht einer Währung um 25 % geändert hat, überprüft und erforderlichenfalls revidiert werden.
Die Überprüfung lässt eine Revision für angezeigt erscheinen.
In Übereinstimmung mit Nummer 2.3 der genannten Entschließung erfolgt die Revision nach den zugrunde liegenden ökonomischen Kriterien. Sie bewirkt von sich aus keine Änderung des Aussenwertes der Ecu.
In der Gemeinsamen Erklärung über die Einbeziehung der Peseta und des Escudo in die Ecu (3) im Anhang zu dem Vertrag über den Beitritt Spaniens und Portugals heisst es, bei den Beschlüssen über die Einbeziehung der Peseta und des Escudo sei zu berücksichtigen, daß eine stetige Entwicklung der Funktionen und Verwendungsmöglichkeiten der Ecu gewährleistet werden muß; der jeweilige Beschluß könne auf Antrag des betreffenden neuen Mitgliedstaats und nach Anhörung des Währungsausschusses anläßlich der ersten Fünfjahresüberprüfung der Gewichtung der Währungen in der Ecu gefasst werden.
Die spanischen und portugiesischen Behörden haben die Einbeziehung ihrer Währungen in die Ecu beantragt.
Die Einbeziehung der Peseta und des Escudo ist insbesondere dank der Vorkehrungen, die von den diese Währungen emittierenden Behörden getroffen wurden, mit der Notwendigkeit vereinbar, eine stetige Entwicklung der Funktionen und Verwendungsmöglichkeiten der Ecu zu gewährleisteten.
Es empfiehlt sich, daß zwischen dem Beschluß über die neuen Gewichte der Währungen in der Ecu und dem Inkrafttreten dieses Beschlusses eine gewisse Frist verstreicht -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Ab 21. September 1989 wird die in Artikel 1 der Verordnung (EWG) Nr. 3180/78 definierte Zusammensetzung der Ecu bestimmt durch:
- erstens folgende Gewichte:
1.2 // // in Prozent // Deutsche Mark: // 30,1 // Pfund Sterling: // 13,0 // Französischer Franc: // 19,0 // Italienische Lira: // 10,15 // Niederländischer Gulden: // 9,4 // Belgischer Franc: // 7,6 // Luxemburgischer Franc: // 0,3 // Dänische Krone: // 2,45 // Irisches Pfund: // 1,1 // Griechische Drachme: // 0,8 // Spanische Peseta: // 5,3 484.
- zweitens die Kurse der Ecu, die von der Kommission aus den von den Zentralbanken der Mitgliedstaaten auf ihrem jeweiligen Devisenmarkt am Mittwoch, dem 20. September 1989 um 14.15 Uhr festgestellten Kursen des Dollars abgeleitet werden.
Die Kommission wird beauftragt, am 20. September 1989 die notwendigen Berechnungen zur Bestimmung der neuen Beträge in nationalen Währungen vorzunehmen, die den mit der vorliegenden Verordnung festgelegten Gewichten entsprechen. Sie trägt dafür Sorge, daß diese den Währungsbehörden bekanntgegeben und im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht werden.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am 20. Juni 1989 in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Luxemburg am 19. Juni 1989.

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