Document ID: 31987L0184

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RICHTLINIE DER KOMMISSION
vom 6. Februar 1987
zur Änderung des Anhangs II der Richtlinie 72/276/EWG des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über bestimmte Methoden der quantitativen Analyse von binären Textilfasergemischen
(87/184/EWG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 71/307/EWG des Rates vom 26. Juli 1971 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für die Bezeichnung von Textilerzeugnissen (1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 83/623/EWG (2), und insbesondere auf Artikel 15a Absatz 2,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Richtlinie 71/307/EWG des Rates sieht eine Kennzeichnungspflicht für die Faserzusammensetzung von Textilerzeugnissen vor; die Übereinstimmung dieser Erzeugnisse mit den Angaben auf dem Etikett wird mittels Analyse geprüft.
In Anwendung von Artikel 13 Absatz 2 der genannten Richtlinie sind in Anhang II der Richtlinie 72/276/EWG (3), zuletzt geändert durch die Richtlinie 81/75/EWG (4) fünfzehn einheitliche Analysemethoden für die meisten auf dem Markt vorhandenen Textilerzeugnisse aus binären Gemischen festgelegt.
Nach den in den einzelstaatlichen Laboratorien im Laufe der Zeit gewonnenen Erfahrungen und den Ergebnissen der einschlägigen Ringversuche im Rahmen der Kommission hat es sich als erforderlich erwiesen:
- das Verfahren Nr. 2 neu auszuarbeiten und dabei den Einsatz eines zusätzlichen Reagens vorzusehen, das sich durch Stabilität und durch leichte Herstellung auszeichnet,
- einige Punkte des Verfahrens Nr. 8 zu ändern, um die Durchführung zu vereinfachen und die Ergebnisse zu vereinheitlichen,
- das Verfahren Nr. 12 zu streichen, da es nicht die gewünschte Genauigkeit aufweist.
Die aus Polychlorid, bestimmten Modacryl-, Elasthan-, Azetat- und Triazetatfasern sowie bestimmten anderen Fasern bestehenden Erzeugnisse, die ebenfalls der in der Richtlinie 71/307/EWG vorgesehenen Kennzeichnungspflicht unterliegen, werden von der Richtlinie 72/276/EWG nicht erfasst. Es ist demnach angezeigt, eine einheitliche Analysemethode für diese Erzeugnisse festzulegen.
Die Bestimmungen der vorliegenden Richtlinie stimmen mit der Stellungnahme des Ausschusses für den Bereich der Richtlinien über die Bezeichnung und Etikettierung von Textilerzeugnissen überein -
HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:
Artikel 1
Anhang II, Teil 2 der Richtlinie 72/276/EWG wird wie folgt geändert:
1. Die Einzelverfahren Nr. 2, Nr. 8 und Nr. 12 werden gemäß Anhang I der vorliegenden Richtlinie geändert.
2. Das Einzelverfahren Nr. 16 in Anhang II der vorliegenden Richtlinie wird den Verfahren hinzugefügt.
Artikel 2
(1) Die Mitgliedstaaten setzen die erforderlichen Vorschriften in Kraft, um dieser Richtlinie bis zum 1. September 1988 nachzukommen, und setzen die Kommission hiervon unverzueglich in Kenntnis.
(2) Nach Bekanntgabe dieser Richtlinie setzen die Mitgliedstaaten die Kommission von allen Entwürfen für Rechts- und Verwaltungsvorschriften, die sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlassen wollen, so rechtzeitig in Kenntnis, daß die Kommission dazu Stellung nehmen kann.
Artikel 3
Diese Richtlinie ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 6. Februar 1987

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