Document ID: 31987R1901

VERORDNUNG (EWG) Nr. 1901/87 DES RATES vom 2. Juli 1987 zur Festsetzung der Preise für Getreide für das Wirtschaftsjahr 1987/88
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 43. gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und Portugals, insbesondere auf Artikel 89 Absatz 1, gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2727/75 des Rates vom 29. Oktober 1975 über die gemeinsame Marktorganisation für Getreide (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1900/87 (2), insbesondere auf Artikel 3 Absatz 5, auf Vorschlag der Kommission (3), nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (4), nach Stellungnahme des Wirtschafts- und Sozialausschusses (5), in Erwägung nachstehender Gründe: Die auf moderne Betriebe ausgerichtete Markt- und Preispolitik ist das Hauptinstrument der Einkommenspolitik in der Landwirtschaft. Sie kommt nur dann voll zum Tragen, wenn sie sich in die gemeinsame Agrarpolitik einfügt, zu der auch eine dynamische Sozial- und Strukturpolitik und die Anwendung der Wettbewerbsregeln des Vertrages gehören. Vielfach können die Überschüsse weder auf den Ausfuhrmärkten noch auf dem Binnenmarkt zu normalen Bedingungen abgesetzt werden. Um die Haushaltskosten zu senken, die sich aus dem Absatz der Überschüsse auf den Märkten von Drittländern ergeben, und um den inländischen Verbrauch stärker zu fördern, sollte die restriktive Preispolitik fortgesetzt werden. Dieses Ziel kann unter Berücksichtigung der neuen Interventionsregelung durch die Beibehaltung des im vorangegangenen Wirt- Im Rahmen einer auf Qualität abstellenden Politik sollte die Erzeugung von zur Brotherstellung geeignetem Weichweizen höherer Qualität sowie die Erzeugung von Brotroggen gefördert werden. Dazu ist es angezeigt, den Sonderzuschlag für Brotweichweizen und für Brotroggen unverändert zu lassen. Bei Hartweizen hat der Rat 1986/87 begonnen, den Interventionspreis dem des Weichweizens anzunähern. Unter Berücksichtigung des jetzigen Preisverhältnisses zwischen den betreffenden Getreidearten und des auf dem Hartweizenmarkt festzustellenden Ungleichgewichts erweist sich eine weitere Annäherung als zweckmässig. Der Interventionspreis für Hartweizen sollte deshalb erneut gesenkt werden. Damit jedoch der Absatz dieses Getreides auf dem Gemeinschaftsmarkt erleichtert wird, ist es angezeigt, den Richtpreis unverändert beizubehalten. Die Anwendung von Artikel 68 der Akte über den Beitritt Spaniens und Portugals hat in Spanien zu Preisen geführt, die von den gemeinsamen Preisen abweichen. In Anwendung von Artikel 70 Absatz 1 der Beitrittsakte sind die spanischen Preise alljährlich zu Beginn des Wirtschaftsjahres den gemeinsamen Preisen anzunähern. Die für diese Annäherung vorgesehenen Maßstäbe führen dazu, die spanischen Preise in nachstehend aufgeführter Höhe festzusetzen - HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Für das Wirtschaftsjahr 1987/88 werden die im Getreidesektor anwendbaren Preise im Anhang festgesetzt.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft. Sie gilt ab 1. Juli 1987.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat. Geschehen zu Brüssel, am 2. Juli 1987.

Labels: 2