Document ID: 32001R0719

Verordnung (EG) Nr. 719/2001 der Kommission
vom 10. April 2001
zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 590/2001 zur Abweichung von bzw. zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 562/2000 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 1254/1999 des Rates hinsichtlich der Regelungen der öffentlichen Interventionsankäufe für Rindfleisch
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1254/1999 des Rates vom 17. Mai 1999 über die gemeinsame Marktorganisation für Rindfleisch(1), insbesondere auf Artikel 47 Absatz 8,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Mit der Verordnung (EG) Nr. 590/2001 der Kommission(2) sind eine Reihe von Abweichungen von bzw. Änderungen der Verordnung (EG) Nr. 562/2000 der Kommission(3) eingeführt worden, um der außergewöhnlichen Lage infolge der jüngsten Ereignisse im Rahmen der BSE-Krise zu begegnen.
(2) Unter Berücksichtigung dieser außergewöhnlichen Marktlage und um die Wirksamkeit der in der Verordnung (EG) Nr. 590/2001 vorgesehenen Interventionsmaßnahmen zu verbessern, ist von Artikel 4 Absatz 2 Buchstabe g) der Verordnung (EG) Nr. 562/2000 hinsichtlich der beiden im April eröffneten Ausschreibungen dahingehend abzuweichen, dass auch schwere Tiere angekauft werden dürfen, deren Kaufpreis jedoch auf den für das zugelassene Hoechstgewicht vorgesehenen Preis beschränkt wird.
(3) Die Verordnung (EG) Nr. 590/2001 ist entsprechend zu ändern.
(4) Angesichts der Entwicklung der Lage sollte die vorliegende Verordnung unverzüglich in Kraft treten.
(5) Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Rindfleisch -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Artikel 1 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 590/2001 erhält folgende Fassung: "(3) Abweichend von Artikel 4 Absatz 2 Buchstabe g) der Verordnung (EG) Nr. 562/2000 wird das Hoechstgewicht der in der vorstehenden Bestimmung genannten Schlachtkörper für das zweite Halbjahr 2001 festgesetzt auf
- 430 kg für die beiden ersten Ausschreibungen; es können jedoch auch über 430 kg schwere Schlachtkörper zur Intervention angekauft werden; in diesem Fall wird allerdings nur der Kaufpreis für dieses Hoechstgewicht bezahlt;
- 410 kg für die dritte und vierte Ausschreibung;
- 390 kg für die beiden letzten Ausschreibungen."
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 10. April 2001

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