Document ID: 32011R0828

DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) Nr. 828/2011 DER KOMMISSION
vom 17. August 2011
zur Aussetzung der Einfuhr von Exemplaren bestimmter Arten wild lebender Tiere und Pflanzen in die Europäische Union
DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION -
gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 338/97 des Rates vom 9. Dezember 1996 über den Schutz von Exemplaren wildlebender Tier- und Pflanzenarten durch Überwachung des Handels (1), insbesondere auf Artikel 19 Absatz 1,
nach Anhörung der Wissenschaftlichen Prüfgruppe,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)
Gemäß Artikel 4 Absatz 6 der Verordnung (EG) Nr. 338/97 kann die Kommission gemäß den unter den Buchstaben a bis d beschriebenen Bedingungen die Einfuhr bestimmter Arten in die Europäische Union beschränken. In der Verordnung (EG) Nr. 865/2006 der Kommission vom 4. Mai 2006 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 338/97 des Rates über den Schutz von Exemplaren wild lebender Tier- und Pflanzenarten durch Überwachung des Handels (2) sind derartige Beschränkungen geregelt.
(2)
Mit der Verordnung (EU) Nr. 997/2010 der Kommission vom 5. November 2010 zur Aussetzung der Einfuhr von Exemplaren bestimmter Arten wild lebender Tiere und Pflanzen in die Europäische Union (3) wurde eine Liste der Arten festgelegt, deren Einfuhr in die Union ausgesetzt wird.
(3)
Die Wissenschaftliche Prüfgruppe ist auf der Grundlage aktueller Informationen zu dem Schluss gelangt, dass der Erhaltungszustand der in Anhang B der Verordnung (EG) Nr. 338/97 genannten Art Sagittarius serpentarius ernsthaft gefährdet ist, wenn sie weiterhin aus Tansania in die Union eingeführt wird. Die Einfuhr von Sagittarius serpentarius aus Tansania sollte daher ausgesetzt werden.
(4)
Auf der Grundlage der neuesten verfügbaren Informationen ist die Wissenschaftliche Prüfgruppe außerdem zu dem Schluss gelangt, dass die Aussetzung der Einfuhr der folgenden Arten aufgehoben werden sollte:
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Lynx lynx (Jagdtrophäen) aus Aserbaidschan;
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Hexaprotodon liberiensis aus Guinea;
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Moschus anhuiensis, Moschus berezovskii, Moschus chrysogaster, Moschus fuscus und Moschus moschiferus aus China;
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Uromastyx aegyptia aus Ägypten;
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Chamaeleo ellioti aus Burundi;
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Chamaeleo pfefferi aus Kamerun;
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Varanus exanthematicus (einer Gesamtlänge von 35 cm oder weniger aus Ranchingbetrieben), Varanus niloticus (einer Gesamtlänge von 35 cm oder weniger aus Ranchingbetrieben) und Kinixys belliana (einer Panzerlänge von 5 cm oder weniger aus Ranchingbetrieben) aus Benin;
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Varanus niloticus aus Burundi und Mosambik;
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Varanus salvator aus China, Indien und Singapur;
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Python reticulatus aus Indien und Singapur;
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Aldabrachelys gigantea aus den Seychellen;
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Geochelone elegans aus Pakistan;
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Geochelone platynota aus Myanmar;
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Indotestudo elongata aus Bangladesch, China und Indien.
(5)
Alle Ursprungsländer der Arten, deren Einfuhr in die Union gemäß dieser Verordnung neuen Beschränkungen unterliegt, wurden konsultiert.
(6)
Die Bezeichnungen der Arten Pachypodium sofiense und Euphorbia suzannae-marnierae wurden den neuesten amtlichen CITES-Referenzen angepasst. Technische Fehler betreffend den Stamm der MOLLUSCA wurden ebenfalls korrigiert.
(7)
Die Liste der Arten, deren Einfuhr in die Union ausgesetzt wird, sollte daher geändert und die Verordnung (EU) Nr. 997/2010 sollte aus Gründen der Klarheit ersetzt werden.
(8)
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ausschusses für den Handel mit wild lebenden Tieren und Pflanzen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Vorbehaltlich der Bestimmungen von Artikel 71 der Verordnung (EG) Nr. 865/2006 wird die Einfuhr von Exemplaren der im Anhang der vorliegenden Verordnung aufgelisteten Arten wild lebender Tiere und Pflanzen ausgesetzt.
Artikel 2
Die Verordnung (EU) Nr. 997/2010 wird aufgehoben.
Verweise auf die aufgehobene Verordnung gelten als Verweise auf die vorliegende Verordnung.
Artikel 3
Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 17. August 2011

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