Document ID: 31991R3774

VERORDNUNG (EWG) Nr. 3774/91 DER KOMMISSION vom 18. Dezember 1991 zur zwölften Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3800/81 zur Aufstellung der Klassifizierung der Rebsorten
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 822/87 des Rates vom 16. März 1987 über die gemeinsame Marktorganisation für Wein (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1734/91 (2), insbesondere auf Artikel 13 Absatz 5,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Klassifizierung der zum Anbau in der Gemeinschaft zugelassenen Rebsorten ist mit der Verordnung (EWG) Nr. 3800/81 der Kommission (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1565/91 (4), festgelegt worden.
Die Anbaueignung bestimmter Rebsorten von Keltertrauben wurde nach Prüfung gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2314/72 der Kommission vom 30. Oktober 1972 mit Bestimmungen zur Prüfung der Anbaueignung von Rebsorten (5), in der Fassung der Verordnung (EWG) Nr. 3296/80 (6), für bestimmte französische Verwaltungseinheiten und für eine italienische Verwaltungseinheit als zufriedenstellend anerkannt. Es empfiehlt sich deshalb, die Keltertrauben-Rebsorten für diese Verwaltungseinheiten in die Klasse der Rebsorten einzustufen, die gemäß Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe b) der Verordnung (EWG) Nr. 2389/89 des Rates vom 24. Juli 1989 über die Grundregeln für die Klassifizierung der Rebsorten (7), geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 3577/90 (8), bereits vorläufig zugelassen wurden.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß Weine, die aus einer für bestimmte französische Verwaltungseinheiten zugelassenen Keltertrauben-Rebsorte gewonnen wurden, in der Regel als von guter Qualität gewertet werden können. Es empfiehlt sich daher, diese Sorte gemäß Artikel 11 Absatz 2 Buchstabe a) der Verordnung (EWG) Nr. 2389/89 in die Klasse der Rebsorten einzustufen, die für diese französischen Verwaltungseinheiten empfohlen sind.
Die Erfahrung hat ferner gezeigt, daß Weine, die aus einer für bestimmte griechische Verwaltungseinheiten zugelassenen Keltertrauben-Rebsorte gewonnen wurden, in der Regel als von guter Qualität gewertet werden können. Es empfiehlt sich daher, diese Sorten gemäß Artikel 11 Absatz 2 Buchstabe a) der Verordnung (EWG) Nr. 2389/89 in die Klasse der Rebsorten einzustufen, die für diese griechischen Verwaltungseinheiten empfohlen sind.
Es gilt, Versäumtes nachzuholen und gemäß Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe b) der Verordnung (EWG) Nr. 2389/89 bestimmte Rebsorten, die für die Tafelweinherstellung verwendet werden, für einen Teil einer französischen Verwaltungseinheit und für bestimmte griechische Verwaltungseinheiten in die Klasse der zugelassenen Rebsorten aufzunehmen.
Es ist angezeigt, die Klassifizierung von Rebsorten von Kelter- und Tafeltrauben zu ergänzen. Zu diesem Zweck sind in die für bestimmte italienische, deutsche und griechische Verwaltungseinheiten zugelassenen beziehungsweise empfohlenen Klassen von Rebsorten bestimmte Sorten aufzunehmen, die seit mindestens fünf Jahren in der Klassifizierung für eine unmittelbar benachbarte Verwaltungseinheit aufgeführt sind und somit die Bedingung gemäß Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe a) erster Gedankenstrich der Verordnung (EWG) Nr. 2389/89 erfuellen.
Die neuen deutschen Bundesländer können als Verwaltungseinheiten im Sinne des Artikels 3 der Verordnung (EWG) Nr. 2389/89 in Anhang XII Teil IV der Verordnung (EWG) Nr. 3577/90 eingetragen werden.
Die Anbaueignung bestimmter Rebsorten von Keltertrauben wurde nach Prüfung der Anbaueignung für bestimmte deutsche Verwaltungseinheiten als zufriedenstellend anerkannt. Für diese Verwaltungseinheiten sollten die Keltertraubensorten in die Klasse der Rebsorten eingestuft werden, die nach Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe b) der Verordnung (EWG) Nr. 2389/89 vorübergehend zugelassen sind.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Wein -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Der Anhang der Verordnung (EWG) Nr. 3800/81 wird entsprechend dem Anhang der vorliegenden Verordnung geändert.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Sie gilt mit Wirkung vom 1. September 1991. Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 18. Dezember 1991

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