Document ID: 31981R2188

VERORDNUNG (EWG) Nr. 2188/81 DER KOMMISSION vom 28. Juli 1981 zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 625/78 über Durchführungsbestimmungen für die öffentliche Lagerhaltung von Magermilchpulver
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 804/68 des Rates vom 27. Juni 1968 über die gemeinsame Marktorganisation für Milch und Milcherzeugnisse (1), zuletzt geändert durch die Akte über den Beitritt Griechenlands, insbesondere auf Artikel 7 Absatz 5,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Im Anhang I zur Verordnung (EWG) Nr. 625/78 der Kommission (2), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 2937/80 (3), sind die Qualitätsbedingungen, denen das Magermilchpulver entsprechen muß, um der Intervention angeboten werden zu können, definiert ; darunter befinden sich insbesondere bestimmte Vorschriften für die Analyseverfahren zum Molkenachweis durch die Bestimmung bestimmter Bestandteile in dem Magermilchpulver. Die Fußnote (2) des genannten Anhangs sieht nach einer bestimmten Versuchszeit in den Mitgliedstaaten die Festsetzung von Grenzwerten für die Gemeinschaft in bezug auf die genannten Bestandteile vor.
Es ist nunmehr möglich, auf Gemeinschaftsebene ein Analyseverfahren einzuführen, das den Nachweis der Labmolke im Magermilchpulver durch Bestimmung der freien Sialinsäure erlaubt. Dieses Kontrollverfahren sollte jedoch erst nach Ablauf eines bestimmten Zeitraums, in dem die Kontrollstellen sowie die Hersteller sich mit diesem Analyseverfahren vertraut machen können, verbindlich werden.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Milch und Milcherzeugnisse -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
(1) Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 625/78 wird wie folgt geändert: a) In Punkt 2 Buchstabe b) erhält der zweite Gedankenstrich folgende Fassung:
"- Molkenachweis:
Bestimmung der freien Sialinsäure (2) und/oder des Cystein-Cystin-Komplexes, sofern wenigstens eine der drei verbindlichen Untersuchungen, und zwar die Untersuchung des (durch vereinfachte Probe ermittelten) Gehaltes an Molke-Glykomakropeptiden, die Untersuchung des Laktatengehalts oder die Untersuchung des Aschegehalts mehr als 3 %, 150 mg/100 g bzw. 8 % ergibt."
b) Die Fußnote (2) erhält folgende Fassung:
"(2) Bei dem Nachweis der Labmolke durch Bestimmung der freien Sialinsäure wird ab 1. Januar 1982 die im Anhang IV zu dieser Verordnung festgelegte Analysemethode verwendet."
(2) Der Anhang dieser Verordnung wird als Anhang IV der Verordnung (EWG) Nr. 625/78 angefügt.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft. (1) ABl. Nr. L 148 vom 28.6.1968, S. 13. (2) ABl. Nr. L 84 vom 31.3.1978, S. 19. (3) ABl. Nr. L 305 vom 14.11.1980, S. 13.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 28. Juli 1981

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