Document ID: 31989R4056

VERORDNUNG (EWG) Nr. 4056/89 DES RATES vom 19. Dezember 1989 zur neunten Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3094/86 über technische Maßnahmen zur Erhaltung der Fischbestände
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN - gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 170/83 des Rates vom 25. Januar 1983 zur Einführung einer gemeinschaftli-chen Regelung für die Erhaltung und Bewirtschaftung der Fischereiressourcen(1), geändert durch die Akte über den Beitritt Spaniens und Portugals, insbesondere auf Artikel 11,
auf Vorschlag der Kommission,
in Erwägung nachstehnder Gründe:
Nach Artikel 2 der Verordnung (EWG) Nr. 170/83 wer-den die Bestandserhaltungsmaßnahmen, die zur Erreichung der in Artikel 1 genannten Ziele erforderlich sind, anhand der verfügbaren wissenschaftlichen Gutachten festgelegt.
Die Verordnung (EWG) Nr. 3094/86(2), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 2220/89(3), legt die allgemeinen technischen Vorschriften für den Fang und das Anlanden von Fischereiressourcen in den Gewässern der Gemeinschaft fest.
Aus praktischen Erwägungen empfiehlt es sich, im Firth of Clyde (ICES-Teilgebiet VI) die Trennungslinie zwischen dem Gebiet, in dem die Mindestmaschenöffnung 80 mm beträgt, und dem Gebiet, in dem sie auf 90 mm festgesetzt ist, geringfügig anzupassen.
In Anbetracht des jüngsten wissenschaftlichen Gutachtens sollten weitere Erhöhungen der Maschenöffnungen für die Fischerei auf Kaisergranat (Nephrops norvegicus) und Gar-nelen (Parapenäus longirostris, Aristeus antennatus und Aristäomorpha foliacea) in der Region 3 vorgeschrieben werden.
Die Fänge von kleinem Seehecht, dessen Bestand in der Region 3 in enger Verbindung mit der Fischerei auf Kaiser-granat genutzt wird, müssen eingeschränkt werden. Die neuesten Erfahrungen mit der Verwendung von selektieren-den Schleppnetzen beim Kaisergranatfang deuten darauf hin, daß mit diesem Fanggerät wesentlich weniger kleine Seehechte gefangen werden können, ohne daß die Fänge der Zielarten beeinträchtigt würden. Die Verwendung von selektierenden Schleppnetzen kann überdies zu einer Ver- besserung der Qualität der gefangenen Fische und dadurch zu einer Erhöhung der Einkommen der Fischer führen. Der Einsatz selektierender Schleppnetze im Kaisergranatfang in der Region 3 sollte daher gefördert werden.
In Anbetracht der jüngsten wissenschaftlichen Empfehlun-gen sollte die Mindestanlandungsgrösse von Meerbarsch heraufgesetzt werden, um die Jungfische dieser Art im Rahmen einer sinnvollen langfristigen Bewirtschaftung der Bestände in den Regionen 2 und 3 zu schützen.
Die neuesten Erfahrungen mit der Verwendung von selek-tierenden Schleppnetzen beim Fang auf Flügelbutt und Bastardzunge haben gezeigt, daß die Mindestanlandungs-grössen, die für diese beiden Arten festgesetzt sind, mit der in Region 3 anzuwendenden Mindestmaschenöffnung nicht im Einklang stehen; sie müssen deshalb reduziert werden -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 3094/86 wird wie folgt geändert:
1.In Anhang I werden für die Region 2 die Einträge betreffend das geographische Gebiet Westlich Schott-lands und Rockall (ICES-Teilgebiet VI) durch den Eintrag in Anhang I dieser Verordnung ersetzt.
2.In Anhang I werden für die Region 3 die Angaben für die gesamte Region und für die folgenden zulässigen Zielarten -Garnelen (Parapenäus longirostris, Aristeus anten-natus und Aristäomorpha foliacea) und -Kaisergranat (Nephrops norvegicus) durch die Angaben in Anhang II dieser Verordnung ersetzt.
3.In Anhang II werden die Angaben über die Mindestgrö-sse von Flügelbutt (Lepidorhombus spp.), von Meer-barsch (Dicentrarchus labrax) und von Bastardzunge (Dicologoglossa cuneata) durch die Angaben in Anhang III dieser Verordnung ersetzt.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröf-fentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaf-ten in Kraft.
Artikel 1 Absatz 2 gilt ab 1. April 1990.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel am 19. Dezember 1989.

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