Document ID: 31990R1881

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 1881/90 DER KOMMISSION
vom 3. Juli 1990
zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1596/79 über vorbeugende Rücknahmen von Äpfeln und Birnen
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und Portugals,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisation für Obst und Gemüse (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1193/90 (2), insbesondere auf Artikel 15 a Absatz 2,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die in der Verordnung (EWG) Nr. 1596/79 der Kommission (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 2935/88 (4), genannte Grunderzeugung bezieht sich auf die Erzeugung der Gemeinschaft in ihrer Zusammensetzung am 31. Dezember 1985.
Um die spanische Erzeugung zu berücksichtigen, sollte die Grunderzeugung von Äpfeln und Birnen geändert werden.
Nach Artikel 261 Absatz 2 der Beitrittsakte soll diese Regelung in Portugal während der ersten Übergangsstufe nicht gelten.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Obst und Gemüse -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 1596/79 wird wie folgt geändert:
1. Artikel 1 erhält folgende Fassung:
»Artikel 1
Vorbeugende Rücknahmen dürfen nur genehmigt werden, wenn die voraussichtliche Erzeugung um mindestens 5 % höher liegt als eine Grunderzeugung von
- 7 500 000 Tonnen Äpfeln und
- 2 350 000 Tonnen Birnen."
2. Artikel 3 Absatz 1 erhält folgende Fassung:
»(1) Bei Äpfeln dürfen sich die vorbeugenden Rücknahmen auf höchstens 30 % der vorhersehbaren Überschüsse beziehen, wenn diese 750 000 Tonnen nicht übersteigen; auf 40 % der vorhersehbaren Überschüsse, wenn diese zwischen 750 000 und 1 200 000 Tonnen liegen, und auf 50 %, wenn sie 1 200 000 Tonnen übersteigen. Die vorhersehbaren Überschüsse entsprechen dem Unterschied zwischen der vorhergesehenen Erzeugung und der Grunderzeugung von 7 500 000 Tonnen.
Bei Birnen dürfen sich die vorbeugenden Rücknahmen nur auf höchstens 30 % der vorhersehbaren Überschüsse beziehen, wenn diese 235 000 Tonnen nicht übersteigen; auf 40 % der vorhersehbaren Überschüsse, wenn diese zwischen 235 000 und 420 000 Tonnen liegen, und auf 50 %, wenn sie 420 000 Tonnen übersteigen. Die vorhersehbaren Überschüsse entsprechen dem Unterschied zwischen der vorhergesehenen Erzeugung und der Grunderzeugung von 2 350 000 Tonnen."
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 3. Juli 1990

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