Document ID: 32005R1512

VERORDNUNG (EG) Nr. 1512/2005 DER KOMMISSION
vom 15. September 2005
zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 753/2002 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1493/1999 des Rates hinsichtlich der Beschreibung, der Bezeichnung, der Aufmachung und des Schutzes bestimmter Weinbauerzeugnisse
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1493/1999 des Rates vom 17. Mai 1999 über die gemeinsame Marktorganisation für Wein (1), insbesondere auf Artikel 53,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)
Die Verordnung (EG) Nr. 753/2002 der Kommission (2) muss angepasst werden, um verschiedenen technischen Änderungen Rechnung zu tragen, die sich auf den Handel auswirken können, wie das Verzeichnis der Rebsortennamen mit geografischen Angaben und ihrer Synonyme und das Verzeichnis der traditionellen Begriffe. Auch der Beitritt weiterer Länder zur WTO ist zu berücksichtigen.
(2)
Die bei der Analyse des vorhandenen Alkoholgehalts erlaubten Toleranzen sollten den besonderen Eigenschaften bestimmter Weine Rechnung tragen. Im Interesse der Genauigkeit sollte das Verzeichnis der betreffenden Weine präziser gefasst werden.
(3)
Die Bestimmung in Artikel 19 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 753/2002 über die Mitteilung der Maßnahmen durch die Mitgliedstaaten ist überholt. Im Interesse der Klarheit sollte sie gestrichen werden.
(4)
Bei einem durch besondere Bestimmungen des Erzeugermitgliedstaats geregelten herkömmlichen Verfahren kann dieser Mitgliedstaat abweichend von der normalen Regelung mit ausdrücklicher Genehmigung und vorbehaltlich angemessener Kontrollen zulassen, dass ein Qualitätswein b.A. dadurch gewonnen wird, dass dem Grunderzeugnis für diesen Wein eines oder mehrere Weinbauerzeugnisse zugesetzt werden, die nicht aus dem bestimmten Anbaugebiet stammen, dessen Name dieser Wein trägt. Um sicherzustellen, dass die Wirtschaftsteilnehmer und die zuständigen Behörden durch das Auslaufen dieser in Artikel 31 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 753/2002 vorgesehenen Ausnahmeregelung nicht benachteiligt werden, ist eine weitere Verlängerung zu gewähren.
(5)
Die Verordnung (EG) Nr. 753/2002 sollte entsprechend geändert werden.
(6)
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Wein -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EG) Nr. 753/2002 wird wie folgt geändert:
1.
Artikel 3 Absatz 2 Unterabsatz 1 erhält folgende Fassung:
„Der in Anhang VII Abschnitt A Nummer 1 dritter Gedankenstrich und Anhang VIII Abschnitt B Nummer 1 Buchstabe d der Verordnung (EG) Nr. 1493/1999 genannte vorhandene Alkoholgehalt ist in Volumenprozenten durch volle oder gegebenenfalls halbe Einheiten anzugeben. Unbeschadet der Toleranzen, die bei Anwendung der Referenzmethode vorgesehen sind, darf der angegebene Alkoholgehalt den durch die Analyse bestimmten Gehalt jedoch um höchstens 0,5 % vol über- oder unterschreiten. Bei Weinen mit Angabe des Erntejahres, die über drei Jahre in Flaschen gelagert werden, Schaumweinen, Schaumweinen mit zugesetzter Kohlensäure, Perlweinen, Perlweinen mit zugesetzter Kohlensäure, Likörweinen und Weinen aus überreifen Trauben darf der angegebene Alkoholgehalt den durch die Analyse bestimmten Gehalt jedoch unbeschadet der Toleranzen, die bei Anwendung der Referenzmethode vorgesehen sind, um höchstens 0,8 % vol. über- oder unterschreiten. Der Zahl, die dem vorhandenen Alkoholgehalt entspricht, ist das Symbol ‚% vol‘ anzufügen; dieser Zahl können die Begriffe ‚vorhandener Alkoholgehalt‘, ‚vorhandener Alkohol‘ oder die Abkürzung ‚alc.‘ vorangestellt werden.“
2.
Artikel 19 Absatz 3 wird gestrichen.
3.
In Artikel 28 erhält der dritte Gedankenstrich folgende Fassung:
„-
‚indicazione geografica tipica‘ oder ‚IGT‘ für Tafelwein mit Ursprung in Italien,“.
4.
Artikel 31 Absatz 3 wird wie folgt geändert:
a)
in Unterabsatz 2 Buchstabe b werden die Daten „31. August 2005“ durch die Daten „31. August 2007“ ersetzt;
b)
in Unterabsatz 3 wird das Datum „31. August 2005“ durch das Datum „31. August 2007“ ersetzt.
5.
Die Anhänge II und III erhalten die Fassung von Anhang I der vorliegenden Verordnung.
6.
Anhang V erhält die Fassung von Anhang II der vorliegenden Verordnung.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Sie gilt ab dem 1. September 2005.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 15. September 2005

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