Document ID: 31984R0349

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 349/84 DES RATES
vom 6. Februar 1984
betreffend die Aufhebung von Zollzugeständnissen und die Erhöhung der Zölle des Gemeinsamen Zolltarifs für die Einfuhr bestimmter Erzeugnisse mit Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika und die Einführung mengenmässiger Beschränkungen für andere Erzeugnisse mit Ursprung in diesem Land
DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 113,
auf Vorschlag der Kommission,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Vereinigten Staaten von Amerika haben unter Berufung auf Artikel XIX des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens beschlossen, ab 20. Juli 1983 einseitig für die Einfuhr bestimmter Stahlerzeugnisse Zölle zu erheben oder mengenmässige Beschränkungen einzuführen.
Diese Maßnahmen fügen den betreffenden Gemeinschaftserzeugern einen nennenswerten Schaden zu und stellen das Gleichgewicht der Zugeständnisse und Pflichten aus dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen in Frage.
Die zwischen den Vereinigten Staaten und der Gemeinschaft aufgrund des Absatzes 2 des Artikels XIX geführten Konsultationen haben zu keinem Ergebnis geführt.
Aufgrund des Absatzes 3 Buchstabe a) des genannten Artikels kann jede durch solche Maßnahmen geschädigte Vertragspartei die Anwendung von Zugeständnissen oder andern im wesentlichen gleichartigen Verpflichtungen aus dem Zoll- und Handelsabkommen gegenüber dem Handel der Vertragspartei, die diese Maßnahmen getroffen hat, aussetzen.
In der gegenwärtigen Lage ist es angebracht, diese Vorschriften gegenüber den Vereinigten Staaten von Amerika anzuwenden.
Es ist daher angezeigt, die Anwendung der den Vereinigten Staaten gewährten Zollzugeständnisse für bestimmte Erzeugnisse auszusetzen und die Zölle für diese Erzeugnisse zu erhöhen.
Es ist ebenfalls angebracht, für bestimmte Erzeugnisse mit Ursprung in den Vereinigten Staaten mengenmässige Einfuhrbeschränkungen einzuführen.
Zur Sicherstellung der Verwaltung dieser mengenmässigen Beschränkungen müssen angemessene Maßnahmen getroffen werden -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Der Anhang »Gemeinsamer Zolltarif" der Verordnung (EWG) Nr. 950/68 (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 3678/83 (2), wird wie folgt geändert:
1.2.3,4 // // // // Tarifnummer // Warenbezeichnung // Zollsatz // 1.2.3.4 // // // autonom % // vertragsmässig % // // // // // 1 // 2 // 3 // 4 // // // // // 29.04 // Acyclische Alkohole, ihre Halogen-, Sulfo-, Nitro- und Nitrosoderivate: // // // // A. einwertige gesättigte Alkohole: // // // // I. Methanol (Methylalkohol) // 18 (b) // 13,5 (c) // // II. bis V. (unverändert) // (unverändert) // (unverändert) // // B. und C. (unverändert) // (unverändert) // (unverändert) // // // //
(a) Unverändert
(b) Der autonome Zollsatz für Waren mit Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika wird auf 19,9 % festgestzt.
(c) Der vertragsmässige Zollsatz wird für Waren mit Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht angewandt.
1.2.3,4 // // // // Tarifnummer // Warenbezeichnung // Zollsatz // 1.2.3.4 // // // autonom % // vertragsmässig % // // // // // 1 // 2 // 3 // 4 // // // // // 29.14 // Einbasische Carbonsäuren, ihre Anhydride, Halogenide, Peroxide und Persäuren; ihre Halogen-, Sulfo-, Nitro- und Nitrosoderivate: // // // // A. gesättigte acyclische einbasische Carbonsäuren: // // // // I. (unverändert) // (unverändert) // (unverändert) // // II. Essigsäure, ihre Salze und Ester: // // // // a) (unverändert) // (unverändert) // (unverändert) // // b) (unverändert) // (unverändert) // (unverändert) // // c) Ester der Essigsäure: // // // // 1. Äthylacetat, Vinylacetat, Propylacetat, Isopropylacetat // 20 (a) // 13,2 (b) // // 2. bis 4. (unverändert) // (unverändert) // (unverändert) // // III. bis XI. (unverändert) // (unverändert) // (unverändert) // // B. bis D. (unverändert) // (unverändert) // (unverändert) // // // //
(a) Der autonome Zollsatz für Vinylacetat mit Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika wird auf 19,6 % festgesetzt.
(b) Der vertragsmässige Zollsatz wird für Vinylacetat mit Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht angewandt.
1.2.3,4 // // // // Tarifnummer // Warenbezeichnung // Zollsatz // 1.2.3.4 // // // autonom % // vertragsmässig % // // // // // 1 // 2 // 3 // 4 // // // // // 85.17 // Elektrische Signalgeräte (ausgenommen Geräte der Tarifnrn. 85.09 und 85.16) zum Geben von hörbaren oder sichtbaren Signalen (z. B. Läutewerke, Sirenen, Anzeigetafeln, Einbruchs- oder Diebstahlalarmgeräte, Feuermelder): // // // // A. Geräte, ausgenommen Teile davon, für zivile Luftfahrzeuge (a) // (unverändert) // (unverändert) // // B. andere // 15 (b) // 5 (c) // // // //
(a) Unverändert.
(b) Der autonome Zollsatz für Einbruchs- oder Diebstahlalarmgeräte, Feuermelder und dergleichen (ausgenommen Teile davon) mit Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika wird auf 11,7 % festgesetzt.
(c) Der vertragsmässige Zollsatz wird für Einbruchs- oder Diebstahlalarmgeräte, Feuermelder und dergleichen (ausgenommen Teile davon) mit Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht angewandt. Artikel 2
Die Abfertigung zum freien Verkehr der im Anhang aufgeführten Erzeugnisse mit Ursprung in den Vereinigten Staaten unterliegt den für jedes dieser Erzeugnisse festgelegten Kontingenten.
Artikel 3
(1) Voraussetzung für die Abfertigung zum freien Verkehr der in Artikel 2 genannten Erzeugnisse ist die Vorlage einer Einfuhrgenehmigung.
(2) Die Aufteilung der Kontingente zwischen den Mitgliedstaaten wird entsprechend dem Verfahren des Artikels 11 der Verordnung (EWG) Nr. 1023/70 (1) auf der Grundlage der Einfuhren der Mitgliedstaaten im Jahr 1982 vorgenommen.
(3) Die Bestimmungen der Verordnung (EWG) Nr. 1023/70 über die Verwaltung der Kontingente gelten für die in Artikel 2 genannten Erzeugnisse.
(4) Die Kontingente können nur durch Beschluß des Rates erhöht werden.
Artikel 4
(1) Die Abfertigung zum freien Verkehr der Art von Erzeugnissen, die in der vorliegenden Verordnung genannt sind, kann vor der Vorlage eines Ursprungsnachweises abhängig gemacht werden.
(2) Die Durchführungsvorschriften zu diesem Artikel werden nach dem Verfahren des Artikels 14 der Verordnung (EWG) Nr. 802/68 (2) erlassen.
Artikel 5
Diese Verordnung tritt am 1. März 1984 in Kraft.
Sie gilt bis zum 28. Februar 1985.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel am 6. Februar 1984.

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