Document ID: 31998R1683

VERORDNUNG (EG) Nr. 1683/98 DER KOMMISSION vom 29. Juli 1998 über den Verkauf von Rindfleisch aus Beständen bestimmter Interventionsstellen zu im voraus festgesetzten Preisen
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 805/68 des Rates vom 27. Juni 1968 über die gemeinsame Marktorganisation für Rindfleisch (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2634/97 (2), insbesondere auf Artikel 7 Absatz 3,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Durch die Anwendung der Interventionsmaßnahmen im Rindfleischsektor sind in mehreren Mitgliedstaaten Bestandsüberhänge entstanden. Um zu lange Lagerhaltung dieser Bestände zu verhindern, sollte ein Teil davon verkauft werden.
Es empfiehlt sich, diesen Verkauf gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2173/79 (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2417/95 (4), insbesondere den Titeln I und III, durchzuführen, wobei eine Reihe von notwendigen Ausnahmeregelungen getroffen werden sollten.
Zur Gewährleistung einer wirtschaftlichen Bestandsverwaltung muß vorgesehen werden, daß die Interventionsstelle vorrangig das Fleisch verkauft, das am längsten gelagert ist.
Angesichts der verwaltungstechnischen Schwierigkeiten, die die Anwendung der Vorschrift in den betreffenden Mitgliedstaaten bereitet, sollte von Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2173/79 abgewichen werden.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Rindfleisch -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
(1) Folgende Mengen von Erzeugnissen aus Interventionsbeständen, die gemäß Artikel 6 der Verordnung (EWG) Nr. 805/68 angekauft wurden, werden verkauft:
- etwa 200 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der belgischen Interventionsstelle;
- etwa 200 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der dänischen Interventionsstelle;
- etwa 200 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der deutschen Interventionsstelle;
- etwa 200 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der spanischen Interventionsstelle;
- etwa 200 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der französischen Interventionsstelle;
- etwa 400 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der italienischen Interventionsstelle;
- etwa 200 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der irischen Interventionsstelle;
- etwa 200 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der niederländischen Interventionsstelle;
- etwa 200 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der österreichischen Interventionsstelle;
- etwa 400 Tonnen Rindfleisch ohne Knochen aus Beständen der französischen Interventionsstelle;
- etwa 2 100 Tonnen Rindfleisch ohne Knochen aus Beständen der irischen Interventionsstelle;
- etwa 2 100 Tonnen Rindfleisch ohne Knochen aus Beständen des Vereinigten Königreichs;
- etwa 1 Tonne Rindfleisch ohne Knochen aus Beständen der dänischen Interventionsstelle.
Genaue Mengenangaben und die Verkaufspreise sind in Anhang I enthalten.
(2) Vorbehaltlich dieser Verordnung werden die in Absatz 1 genannten Erzeugnisse gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2173/79, insbesondere den Titeln I und III, verkauft.
Artikel 2
(1) Auskünfte über die verfügbaren Mengen und die Lagerorte sind auf Anfrage bei den in Anhang II der vorliegenden Verordnung aufgeführten Anschriften erhältlich.
(2) Von jedem der in Anhang I aufgeführten Erzeugnisse verkaufen die betreffenden Interventionsstellen zuerst das am längsten gelagerte Fleisch.
(3) Unbeschadet von Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2173/79 entfällt in den Kaufangeboten die Angabe des oder der Kühlhäuser, in denen das Erzeugnis auf Lager gehalten wird.
Artikel 3
Der Betrag der in Artikel 15 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2173/79 vorgesehenen Sicherheit beläuft sich auf 120 ECU je Tonne.
Artikel 4
Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 29. Juli 1998

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