Document ID: 31999R0383

VERORDNUNG (EG) Nr. 383/1999 DER KOMMISSION vom 19. Februar 1999 über den Verkauf von Rindfleisch aus Beständen bestimmter Interventionsstellen zu im voraus festgesetzten Preisen und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1683/98
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 805/68 des Rates vom 27. Juni 1968 über die gemeinsame Marktorganisation für Rindfleisch (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1633/98 (2), insbesondere auf Artikel 7 Absatz 3,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Durch die Anwendung der Interventionsmaßnahmen im Rindfleischsektor sind in mehreren Mitgliedstaaten Bestandsüberhänge entstanden. Um eine zu lange Lagerhaltung zu verhindern, sollte ein Teil dieser Bestände verkauft werden.
Es ist angezeigt, diesen Verkauf gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2173/79 der Kommission (3) zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2417/95 (4), insbesondere den Titeln I und III, durchzuführen, vorbehaltlich einiger notwendiger Ausnahmen.
Im Interesse einer wirtschaftlichen Bestandsverwaltung muß vorgesehen werden, daß die Interventionsstellen vorrangig das Fleisch verkaufen, das am längsten gelagert ist.
Angesichts der verwaltungstechnischen Schwierigkeiten, die die Anwendung der Vorschrift in einigen Mitgliedstaaten bereitet, sollte von Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2173/79 abgewichen werden.
Die Verordnung (EWG) Nr. 1683/98 der Kommission (5), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 153/1999 (6), ist aufzuheben
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Rindfleisch -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
(1) Folgende Mengen von Erzeugnissen aus Interventionsbeständen, die nach Artikel 6 der Verordnung (EWG) Nr. 805/68 angekauft wurden, werden verkauft:
- etwa 600 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der dänischen Interventionsstelle;
- etwa 600 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der deutschen Interventionsstelle;
- etwa 600 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der spanischen Interventionsstelle;
- etwa 600 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der französischen Interventionsstelle;
- etwa 600 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der italienischen Interventionsstelle;
- etwa 600 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der niederländischen Interventionsstelle;
- etwa 600 Tonnen Hinterviertel mit Knochen aus Beständen der österreichischen Interventionsstelle und in Deutschland gelagert;
- etwa 451 Tonnen Rindfleisch ohne Knochen aus Beständen der französischen Interventionsstelle;
- etwa 3 000 Tonnen Rindfleisch ohne Knochen aus Beständen der irischen Interventionsstelle;
- etwa 7 000 Tonnen Rindfleisch ohne Knochen aus Beständen des Vereinigten Königreichs.
Nähere Angaben zu diesen Mengen und ihren Verkaufspreisen enthält Anhang I.
(2) Vorbehaltlich dieser Verordnung werden die in Absatz 1 genannten Erzeugnisse gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2173/79, insbesondere Titel I und III, verkauft.
Artikel 2
(1) Auskünfte über die verfügbaren Mengen und die Lagerorte sind auf Anfrage bei den Anschriften in Anhang II erhältlich.
(2) Die Interventionsstellen verkaufen von den in Anhang I aufgeführten Beständen jeweils zuerst das am längsten gelagerte Fleisch.
(3) Abweichend von Artikel 2 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2173/79 entfällt in den Kaufanträgen die Angabe der Kühlhäuser, in denen das Erzeugnis auf Lager gehalten wird.
Artikel 3
Die in Artikel 15 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2173/79 vorgesehene Sicherheit beläuft sich auf 120 EUR je Tonne.
Artikel 4
Die Verordnung (EG) Nr. 1683/98 wird aufgehoben.
Artikel 5
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 19. Februar 1999

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