Document ID: 32002D0552

Entscheidung der Kommission
vom 9. Juli 2002
über Handelsbeschränkungen in Zusammenhang mit der Gefluegelpestimpfung in Italien
(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2002) 2546)
(Text von Bedeutung für den EWR)
(2002/552/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 90/425/EWG des Rates vom 26. Juni 1990 zur Regelung der veterinärrechtlichen und tierzüchterischen Kontrollen im innergemeinschaftlichen Handel mit lebenden Tieren und Erzeugnissen im Hinblick auf den Binnenmarkt(1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 92/118/EWG(2), insbesondere auf Artikel 10 Absatz 4,
gestützt auf die Richtlinie 89/662/EWG des Rates vom 11. Dezember 1989 zur Regelung der veterinärrechtlichen Kontrollen im innergemeinschaftlichen Handel im Hinblick auf den gemeinsamen Binnenmarkt(3), zuletzt geändert durch die Richtlinie 92/118/EWG, insbesondere auf Artikel 9 Absatz 4,
gestützt auf die Richtlinie 92/40/EWG des Rates vom 19. Mai 1992 mit Gemeinschaftsmaßnahmen zur Bekämpfung der Gefluegelpest(4), insbesondere auf Artikel 16,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Mit der Entscheidung 2000/721/EG der Kommission vom 7. November 2000 über die Einführung der Impfung in Ergänzung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Gefluegelpest in Italien und über spezifische Verbringungsbeschränkungen(5), zuletzt geändert durch die Entscheidung 2001/847/EG(6), hat die Kommission das von Italien vorgelegte Impfprogramm genehmigt.
(2) Die strenge Überwachung der Gefluegelbestände hat seit dem letzten Fall von schwach pathogener Gefluegelpest, der im März 2001 festgestellt wurde, keinen Hinweis auf Viruszirkulation ergeben.
(3) Die italienischen Behörden haben der Kommission und den übrigen Mitgliedstaaten mitgeteilt, dass die Impfungen zum 16. Mai 2002 eingestellt wurden.
(4) Da das Impfprogramm abgelaufen ist, sollten die Handelsbeschränkungen für geimpftes lebendes Gefluegel und für Bruteier geändert und die Beschränkungen für Konsumeier und Fleisch von geimpften Gefluegel aufgehoben werden.
(5) Die Überwachung der geimpften Bestände mit Hilfe des serologischen Tests (iIFA-Test), der mit der Entscheidung 2001/847/EG genehmigt wurde, sollte fortgesetzt werden.
(6) Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Veterinärausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
(1) Lebendes Gefluegel, das gegen Gefluegelpest geimpft wurde, Bruteier, Eintagsküken und sonstige Nachkommen von diesem Gefluegel dürfen nicht aus Italien versandt werden.
(2) Tiergesundheitsbescheinigungen, die Sendungen von lebendem Gefluegel und von Bruteiern aus Italien beigefügt sind, müssen folgenden Vermerk enthalten: "Diese Sendung entspricht den Tiergesundheitsvorschriften der Entscheidung 2000/552/EG".
Artikel 2
In dem in Anhang I bezeichneten Gebiet werden die geimpften Gefluegelbestände gemäß den Vorschriften in Anhang II dieser Entscheidung überwacht. Die Überwachung ist für sechs Monate nach Einstellung der Gefluegelpestimpfung fortzusetzen.
Artikel 3
Italien legt bis 31. Dezember 2002 einen Abschlussbericht über die Ergebnisse der Impfkampagne und des Überwachungsprogramms vor.
Artikel 4
Diese Entscheidung gilt ab dem siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften.
Artikel 5
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 9. Juli 2002

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