Document ID: 31984D0016

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BESCHLUSS DER KOMMISSION
vom 16. Januar 1984
zur Einstellung des Antidumpingverfahrens betreffend die Einfuhren von Holzfuellungs-Aussentüren mit Ursprung in Taiwan
(84/16/EWG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3017/79 des Rates vom 20. Dezember 1979 über den Schutz gegen gedumpte oder subventionierte Einfuhren aus nicht zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft gehörenden Ländern (1), geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1580/82 (2), insbesondere auf Artikel 9,
nach Konsultationen in dem durch die genannte Verordnung eingesetzten Beratenden Ausschuß,
in Erwägung nachstehender Gründe:
A. Verfahren
(1) Im März 1983 erhielt die Kommission einen Antrag auf Verfahrenseinleitung der von der Fédération Européenne des Syndicats de Fabricants de Menuiserie de Bâtiment im Namen der Hersteller gestellt wurde, auf die die gesamte Gemeinschaftserzeugung von Holzfuellungs-Aussentüren entfällt.
Der Antrag enthielt Beweismittel für das Vorliegen von Dumping und einer dadurch verursachten bedeutenden Schädigung, die als ausreichend erachtet wurden, um die Einleitung eines Verfahrens zu rechtfertigen. Die Kommission gab daraufhin durch Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften (3) die Einleitung eines Antidumpingverfahrens betreffend die Einfuhren von Holzfuellungs-Aussentüren der Tarifstelle ex 44.23 B II des Gemeinsamen Zolltarifs (entsprechend NIMEXE-Kennziffer 44.23 ex 51) mit Ursprung in Taiwan in die Gemeinschaft bekannt und leitete eine Untersuchung ein.
(2) Die Kommission unterrichtete offiziell die bekanntermassen betroffenen Ausführer und Einführer sowie die Antragsteller und gab den unmittelbar betroffenen Parteien Gelegenheit, ihren Standpunkt schriftlich darzulegen und eine Anhörung zu beantragen. Die meisten Parteien haben ihren Standpunkt schriftlich dargelegt, und diejenigen, die einen entsprechenden Antrag gestellt hatten, wurden angehört.
(3) Die taiwanischen Ausführer erklärten sich bereit, in ihren Geschäftsräumen eine unverzuegliche Überprüfung aller Unterlagen zuzulassen, die die Kommission zwecks einer ersten Sachaufklärung für notwendig erachtete. Die Kommission führte daher eine solche Überprüfung bei vier der wichtigsten Ausführer durch, und zwar bei:
- Green River Wood & Lumber Manufacturing Ltd, Ping Tung,
- Hua Lome Lumber & Wood Ltd, Kaohsiung,
- I Foon Enterprise Co. Ltd, Toufen,
- Hao Mei Woodworks Corporation, Kaohsiung.
(4) Die Dumpinguntersuchung bezog sich auf den Zeitraum vom 1. Juni 1982 bis 31. Mai 1983.
B. Normalwert
(5) Die erste Untersuchung zwecks Feststellung, ob hinsichtlich der Einfuhren aus Taiwan Dumping vorliegt, ergab, daß dieses Erzeugnis im normalen Handelsverkehr auf dem Inlandsmarkt Taiwans nicht verkauft wird. Der Normalwert wurde daher auf der Grundlage des rechnerisch ermittelten Wertes festgesetzt.
(6) Der rechnerisch ermittelte Wert wurde anhand der gesamten Material- und Herstellungskosten jedes einzelnen Unternehmens einschließlich Gemeinkosten zuzueglich einer nach den Umsätzen der Firmen während eines neueren repräsentativen Zeitraums als angemessen erachteten Gewinnspanne von 5 % festgesetzt.
C. Ausfuhrpreis
(7) Die Ausfuhrpreise wurden auf der Grundlage der tatsächlich gezahlten oder zu zahlenden Preise der zur Ausfuhr nach der Gemeinschaft verkauften Waren ermittelt.
D. Vergleich
(8) Um festzustellen, ob die Waren mit Ursprung in Taiwan gedumpt waren, wurden für den gesamten Untersuchungszeitraum die oben definierten Normalwerte bei jeder Transaktion entweder auf der Ab-Werk- oder der fob-Stufe mit den Preisen für den Verkauf zur Ausfuhr nach der Gemeinschaft verglichen.
(9) Differenzen die die Preisvergleichbarkeit beeinträchtigen, wurden nicht geltend gemacht.
E. Dumpingspanne
(10) Die erste Sachaufklärung ergab, daß in allen Fällen die Ausfuhrpreise über dem Normalwert
lagen und daß dementsprechend Holzfuellungs-Aussentüren mit Ursprung in Taiwan nicht gedumpt waren.
F. Einstellung des Verfahrens
(11) In Anbetracht der Tatsache, daß kein Dumping vorliegt, hält die Kommission Schutzmaßnahmen für unangebracht und ist der Auffassung, daß das Antidumpingverfahren betreffend die Einfuhren von Holzfuellungs-Aussentüren mit Ursprung in Taiwan einzustellen ist. Der Beratende Ausschuß hatte gegen dieses Vorgehen nichts einzuwenden -
BESCHLIESST:
Einziger Artikel
Das Antidumpingverfahren betreffend die Einfuhren von Holzfuellungs-Aussentüren mit Ursprung in Taiwan wird eingestellt.
Brüssel, den 16. Januar 1984

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