Document ID: 32002R0021

Verordnung (EG) Nr. 21/2002 der Kommission
vom 28. Dezember 2001
über die Erstellung der Bedarfsvorausschätzungen und die Festsetzung der Gemeinschaftsbeihilfen für die Regionen in äußerster Randlage gemäß den Verordnungen (EG) Nr. 1452/2001, (EG) Nr. 1453/2001 und (EG) Nr. 1454/2001 des Rates
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1452/2001 des Rates vom 28. Juni 2001 zur Einführung von Sondermaßnahmen für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse zugunsten der französischen überseeischen Departements, zur Änderung der Richtlinie 72/462/EWG sowie zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 525/77 und (EWG) Nr. 3763/91 (Poseidom)(1), insbesondere auf Artikel 3 Absatz 6,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1453/2001 des Rates vom 28. Juni 2001 zur Einführung von Sondermaßnahmen für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse zugunsten der Azoren und Madeiras und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 1600/92 (Poseima)(2), insbesondere auf Artikel 3 Absatz 6,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1454/2001 des Rates vom 28. Juni 2001 zur Einführung von Sondermaßnahmen für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse zugunsten der Kanarischen Inseln und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 1601/92 (Poseican)(3), insbesondere auf Artikel 3 Absatz 6,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Mit der Verordnung (EG) Nr. 20/2002 der Kommission(4) werden die Durchführungsbestimmungen zu den Verordnungen (EG) Nr. 1452/2001, (EG) Nr. 1453/2001 und (EG) Nr. 1454/2001 hinsichtlich der Sonderregelungen für die Versorgung der französischen überseeischen Departements (DOM), Madeiras, der Azoren und der Kanarischen Inseln (im folgenden "Regionen in äußerster Randlage" genannt) mit bestimmten landwirtschaftlichen Erzeugnissen festgelegt.
(2) Für die Anwendung des Artikels 2 der Verordnungen (EG) Nr. 1452/2001, (EG) Nr. 1453/2001 und (EG) Nr. 1454/2001 ist die Vorausschätzung des Bedarfs an den unter die besonderen Versorgungsregelungen fallenden Erzeugnissen zu erstellen. Diese Vorausschätzung muss es ermöglichen, bestimmte Erzeugnisse innerhalb der für sie vorgesehenen Mengen gegeneinander auszutauschen.
(3) Um den Besonderheiten der einzelnen Erzeugnisse jedes Sektors Rechnung zutragen, empfiehlt es sich, erforderlichenfalls die Modalitäten der Beihilfegewährung oder der Bestimmung der Mengen Gemeinschaftserzeugnisse zu präzisieren, die gemäß Artikel 3 der Verordnungen (EG) Nr. 1452/2001, (EG) Nr. 1453/2001 und (EG) Nr. 1454/2001 in die Regionen in äußerster Randlage geliefert werden sollen.
(4) Im Interesse eines besseren Verständnisses der Sonderregelungen für die Versorgung der Regionen in äußerster Randlage ist es angezeigt, die Bestimmungen über die Versorgungsbilanzen und Beihilfen für die Gesamtheit dieser Regionen, die bisher Gegenstand verschiedener Kommissionsverordnungen sind, in einer einzigen Verordnung zusammenzufassen und die genannten Verordnungen aufzuheben.
(5) Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme der gemeinsamen Sitzung der Verwaltungsausschüsse für Getreide, Schweinefleisch, Gefluegelfleisch und Eier, Milch und Milcherzeugnisse, Rindfleisch, Schafe und Ziegen, Fette, Zucker, Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse, Hopfen, Saatgut und Trockenfutter -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die im Rahmen der Bedarfsvorausschätzung bestimmten Mengen, die bei der Einfuhr aus Drittländern vom Zoll befreit sind oder für die im Falle von Gemeinschaftserzeugnissen eine Beihilfe gewährt wird, sowie die Beihilfebeträge für die Versorgung mit Gemeinschaftserzeugnissen sind, aufgeschlüsselt nach Erzeugnissen, festgelegt
a) in Anhang I für die französischen überseeischen Departements (DOM),
b) in Anhang II für Madeira und die Azoren,
c) in Anhang III für die Kanarischen Inseln.
Artikel 2
Die Verordnungen (EWG) Nr. 1725/92(5), (EWG) Nr. 1726/92(6), (EWG) Nr. 1727/92(7), (EWG) Nr. 1912/92(8), (EWG) Nr. 1913/92(9), (EWG) Nr. 1961/92(10), (EWG) Nr. 1962/92(11), (EWG) Nr. 1983/92(12), (EWG) Nr. 2026/92(13), (EWG) Nr. 2027/92(14), (EWG) Nr. 2168/92(15), (EWG) Nr. 2173/92(16), (EWG) Nr. 2177/92(17), (EWG) Nr. 2219/92(18), (EWG) Nr. 2224/92(19), (EWG) Nr. 2225/92(20), (EWG) Nr. 2254/92(21), (EWG) Nr. 2255/92(22), (EWG) Nr. 2257/92(23), (EWG) Nr. 2312/92(24), (EWG) Nr. 2547/92(25), (EWG) Nr. 2826/92(26), (EWG) Nr. 2989/92(27), (EWG) Nr. 2999/92(28), (EWG) Nr. 1148/93(29), (EG) Nr. 2940/94(30), (EG) Nr. 2993/94(31), (EG) Nr. 3010/94(32), (EG) Nr. 1487/95(33), (EG) Nr. 1797/95(34), (EG) Nr. 1261/96(35), (EG) Nr. 1771/96(36), (EG) Nr. 1772/96(37) und (EG) Nr. 28/97(38) der Kommission werden aufgehoben.
Kapitel I und Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1524/98 werden gestrichen.
Artikel 3
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Sie gilt ab 1. Januar 2002.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 28. Dezember 2001

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