Document ID: 31998R2000

VERORDNUNG (EG) Nr. 2000/98 DER KOMMISSION vom 18. September 1998 betreffend die Erteilung von Lizenzen zur Einfuhr von Bananen im Rahmen des Zollkontingents für das vierte Quartal 1998 und die Einreichung neuer Anträge (Text von Bedeutung für den EWR)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 404/93 des Rates vom 13. Februar 1993 über die gemeinsame Marktorganisation für Bananen (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1637/98 (2), insbesondere auf Artikel 20,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Mit der Verordnung (EWG) Nr. 1442/93 der Kommission (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1409/96 (4), wurde die Einfuhr von Bananen in die Gemeinschaft geregelt. Mit der Verordnung (EG) Nr. 478/95 der Kommission (5), geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 702/95 (6), wurden zusätzliche Bestimmungen zur Anwendung der Zollkontingentregelung gemäß den Artikeln 18 und 19 der Verordnung (EWG) Nr. 404/93 erlassen.
Nach Artikel 9 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr. 1442/93 gilt folgendes: Liegen die Mengen, für die Anträge auf Einfuhrlizenzen für die eine und/oder andere Gruppe von Marktbeteiligten gestellt werden, für ein in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 478/95 genanntes Ursprungsland bzw. eine dort genannte Gruppe von Ursprungsländern über der verfügbaren Menge, so wird ein Prozentsatz festgesetzt, um den die Mengen in den Anträgen gekürzt werden.
Mit der Verordnung (EG) Nr. 1646/98 der Kommission (7) wurden die für das vierte Quartal 1998 im Rahmen des Zollkontingents zur Einfuhr verfügbaren Mengen festgesetzt.
Für die Mengen, für welche Einfuhrlizenzen beantragt wurden und die entweder niedriger sind als die verfügbaren Mengen oder diesen entsprechen, werden die Lizenzen erteilt. Da andererseits bei mehreren Ursprüngen die im Anhang der Verordnung (EG) Nr. 1646/98 festgesetzten verfügbaren Mengen von den Antragsmengen weit übertroffen werden, ist der Prozentsatz zu bestimmen, um den die Anträge im Rahmen der betreffenden Lizenzkategorie bei dem jeweiligen Ursprung oder den jeweiligen Ursprüngen zu kürzen sind.
Die Hoechstmenge, für welche diese Lizenzen noch beantragt werden dürfen, ist unter Berücksichtigung der verfügbaren Mengen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1646/98 und der Anträge zu bestimmen, die nach Ablauf der Antragsfrist angenommen werden. Es sollte besonders darauf hingewiesen werden, daß die Verordnung (EG) Nr. 478/95 mit ergänzenden Durchführungsbestimmungen zu der Verordnung (EWG) Nr. 404/93 betreffend die Zollkontingentregelung für die Einfuhr von Bananen in die Gemeinschaft und zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1442/93 anzuwenden ist.
Die vorliegende Verordnung müßte unverzüglich in Kraft treten, damit die Lizenzen schnellstmöglich erteilt werden können.
Die mit dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Bananen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Im Rahmen der Zollkontingentregelung für die Einfuhr von Bananen werden für das vierte Quartal 1998 Einfuhrlizenzen erteilt für die in den Lizenzanträgen vermerkten, mit den Verringerungskoeffizienten 0,6837 bzw. 0,7653 bzw. 0,4645 bzw. 0,8904 multiplizierten Mengen der Ursprünge "Kolumbien", "Costa Rica", "Dominikanische Republik" bzw. "Côte d'Ivoire".
Artikel 2
Die Mengen, für welche für das vierte Quartal 1998 noch Lizenzanträge eingereicht werden dürfen, sind im Anhang festgesetzt.
Artikel 3
Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 18. September 1998

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