Document ID: 32012D0786

DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS DER KOMMISSION
vom 13. Dezember 2012
zur Änderung des Beschlusses 2010/221/EU hinsichtlich nationaler Maßnahmen zur Verhinderung der Einschleppung bestimmter Wassertierseuchen in Teile von Irland, Finnland und des Vereinigten Königreichs
(Bekanntgegeben unter Aktenzeichen C(2012) 9295)
(Text von Bedeutung für den EWR)
(2012/786/EU)
DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION -
gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
gestützt auf die Richtlinie 2006/88/EG des Rates vom of 24. Oktober 2006 mit Gesundheits- und Hygienevorschriften für Tiere in Aquakultur und Aquakulturerzeugnisse und zur Verhütung und Bekämpfung bestimmter Wassertierkrankheiten (1), insbesondere auf Artikel 43 Absatz 2,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)
Der Beschluss 2010/221/EU der Kommission vom 15. April 2010 über die Genehmigung nationaler Maßnahmen zur Begrenzung der Auswirkungen bestimmter Krankheiten bei Tieren in Aquakultur und wild lebenden Wassertieren im Einklang mit Artikel 43 der Richtlinie 2006/88/EG des Rates (2) erlaubt es bestimmten Mitgliedstaaten, Maßnahmen zu ergreifen, um die Einschleppung bestimmter Krankheiten in ihr Hoheitsgebiet zu verhindern, sofern sie entweder nachgewiesen haben, dass ihr Hoheitsgebiet oder abgegrenzte Gebiete ihres Hoheitsgebiets von solchen Seuchen frei sind, oder aber ein Tilgungs- oder Überwachungsprogramm aufgelegt haben, um die Seuchenfreiheit zu erreichen.
(2)
In Anhang II des Beschlusses 2010/221/EU sind die Binnenwassergebiete des finnischen Hoheitsgebiets als Gebiete mit einem genehmigten Programm zur Tilgung der Bakteriellen Nierenerkrankung (BKD) aufgeführt.
(3)
Somit werden mit dem Beschluss 2010/221/EU bestimmte finnische Maßnahmen bei Sendungen von Aquakulturtieren empfänglicher Arten in diesen Gebieten genehmigt.
(4)
Finnland hat der Kommission mitgeteilt, dass es in einigen Gebiete zwar Fortschritte gegeben habe, in anderen BKD aber nach wie vor auftrete. Finnland hat daher beantragt, das Wassereinzugsgebiet Vesijärvi vom Tilgungsprogramm auszunehmen. Anhang II sollte daher entsprechend geändert werden.
(5)
In Anhang III des Beschlusses 2010/221/EU sind derzeit neun Kompartimente im Hoheitsgebiet Irlands genannt, für die ein Überwachungsprogramm für den Ostreid Herpesvirus 1 μνar (OsHV-1 μνar) genehmigt wird.
(6)
Irland hat der Kommission das Auftreten von OsHV-1 μνar in Drumcliff in Kompartiment 3, Shannon Estuary in Kompartiment 6 und Oysterhaven Bay in Kompartiment 9 gemeldet. Daher sollte die geografische Abgrenzung dieser Kompartimente in Anhang III des Beschlusses 2010/221/EU geändert werden.
(7)
In Anhang III des Beschlusses 2010/221/EU sind die Hoheitsgebiete von Großbritannien, Nordirland und Guernsey mit einem genehmigten Überwachungsprogramm für den Ostreid Herpesvirus 1 μνar (OsHV-1 μνar) genannt.
(8)
Das Vereinigte Königreich hat der Kommission den Nachweis von OsHV-1 μνar in England und Nordirland gemeldet. Daher sollte die geografische Abgrenzung dieser Hoheitsgebiete in Anhang III des Beschlusses 2010/221/EU geändert werden.
(9)
Der Beschluss 2010/221/EU sollte daher entsprechend geändert werden.
(10)
Die in diesem Beschluss vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit -
HAT FOLGENDEN BESCHLUSS ERLASSEN:
Artikel 1
Die Anhänge II und III des Beschlusses 2010/221/EU werden durch den Text im Anhang des vorliegenden Beschlusses ersetzt.
Artikel 2
Dieser Beschluss ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 13. Dezember 2012

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