Document ID: 32000D0161

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
vom 14. Februar 2000
zur Änderung der Entscheidung 97/217/EG zur Bildung von Gruppen von Drittländern, die die Veterinärbescheinigung für die Einfuhr von Fleisch von freilebendem Wild, Zuchtwild und Kaninchen aus Drittländern verwenden dürfen
(Bekanntgegeben unter Aktenzeichen K(2000) 286)
(Text von Bedeutung für den EWR)
(2000/161/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 92/118/EWG des Rates vom 17. Dezember 1992 über die tierseuchenrechtlichen und gesundheitlichen Bedingungen für den Handel mit Erzeugnissen tierischen Ursprungs in der Gemeinschaft sowie für ihre Einfuhr in die Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Kapitel I der Richtlinie 89/662/EWG und - in bezug auf Krankheitserreger - der Richtlinie 90/425/EWG unterliegen(1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 97/79/EG(2), insbesondere auf Artikel 10,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Mit der Entscheidung 97/217/EG der Kommission(3), zuletzt geändert durch die Entscheidung 1999/758/EG(4), sind Gruppen von Drittländern oder Teilen von Drittländern festgelegt worden, die die Veterinärbescheinigung für die Einfuhr von Fleisch von freilebendem Wild, Zuchtwild und Kaninchen aus Drittländern verwenden dürfen.
(2) Die gesundheitliche Lage in dem russischen Gebiet Murmansk wird, wie bei einer tierärztlichen Informationsreise der Gemeinschaft festgestellt werden konnte, von tierärztlichen Diensten überwacht, die zufriedenstellende Garantien in bezug auf Krankheiten bieten können, die durch die Einfuhr von Wildfleisch von gezüchtetem oder freilebendem Schalenwild, ausgenommen Schwarzwild, in die Gemeinschaft übertragen werden könnten.
(3) Die zuständigen russischen Veterinärbehörden haben bestätigt, daß das Gebiet Murmansk seit 24 Monaten frei von Maul- und Klauenseuche ist.
(4) Impfungen gegen diese Krankheit wurden in den letzten zwölf Monaten nicht vorgenommen.
(5) Die verantwortlichen Veterinärbehörden Rußlands haben sich bereit erklärt, der Kommission und den Mitgliedstaaten per Fernschreiben oder Telefax innerhalb von 24 Stunden nach der Bestätigung des Auftretens der obengenannten Krankheit oder nach Beginn der Impfung dagegen Mitteilung zu machen.
(6) Für die Einfuhr von Wildfleisch von gezüchtetem Schalenwild, ausgenommen Schwarzwild, aus dem russischen Gebiet Murmansk sollte eine Regionalisierung gelten.
(7) Die Entscheidung 97/217/EG ist entsprechend zu ändern.
(8) Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Veterinärausschusses -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Der Anhang der Entscheidung 97/217/EG wird durch den Anhang dieser Entscheidung ersetzt.
Artikel 2
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 14. Februar 2000

Labels: 3
17
5