Document ID: 32002R2085

Verordnung (EG) Nr. 2085/2002 der Kommission
vom 25. November 2002
zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 21/2002 über die Erstellung der Bedarfsvorausschätzungen und die Festsetzung der Gemeinschaftsbeihilfen für die Regionen in äußerster Randlage gemäß den Verordnungen (EG) Nr. 1452/2001, (EG) Nr. 1453/2001 und (EG) Nr. 1454/2001 des Rates hinsichtlich der Sektoren Pflanzenöl, Obst und Gemüse sowie Milch und Milcherzeugnisse in den französischen überseeischen Departements und auf den Kanarischen Inseln
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1454/2001 des Rates vom 28. Juni 2001 zur Einführung von Sondermaßnahmen für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse zugunsten der Kanarischen Inseln und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 1601/92 (Poseican)(1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1922/2002 der Kommission(2), insbesondere auf Artikel 3 Absatz 6,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1452/2001 des Rates vom 28. Juni 2001 zur Einführung von Sondermaßnahmen für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse zugunsten der französischen überseeischen Departements, zur Änderung der Richtlinie 72/462/EWG sowie zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 525/77 und (EWG) Nr. 3763/91 (Poseidom)(3), insbesondere auf Artikel 3 Absatz 6,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Mit der Verordnung (EG) Nr. 21/2002 der Kommission(4), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1976/2002(5), sind die Bedarfsvorausschätzungen und die Gemeinschaftsbeihilfen für die Regionen in äußerster Randlage gemäß den Verordnungen (EG) Nr. 1452/2001, (EG) Nr. 1453/2001 des Rates(6) und (EG) Nr. 1454/2001 erstellt bzw. festgesetzt worden.
(2) Die Bedarfsvorausschätzung für zur Verarbeitung bestimmtes Pflanzenöl (ausgenommen Olivenöl) in den französischen überseeischen Departements für das Kalenderjahr 2002 sieht für die Insel Réunion eine Jahresmenge von 8500 Tonnen vor. Die Prüfung der von den französischen Behörden übermittelten Angaben lässt erkennen, dass diese Menge nicht ausreichen wird, um den Bedarf der Verarbeitungsindustrie auf Réunion zu decken. Diese Menge ist daher auf 11000 Tonnen aufzustocken.
(3) Die Bedarfsvorausschätzung für Olivenöl auf den Kanarischen Inseln für das Kalenderjahr 2002 sieht eine jährliche Gesamtmenge von 10550 Tonnen vor, die sich folgendermaßen aufteilt: 550 Tonnen für natives Olivenöl, 9600 Tonnen für Olivenöl und 400 Tonnen für Oliventresteröl. Die Prüfung der von den spanischen Behörden übermittelten Angaben lässt erkennen, dass die für natives Olivenöl und Olivenöl zugeteilten Mengen bereits erschöpft sind. Die zugeteilten Mengen sind daher aufzustocken, indem die Gesamtmenge für die drei Ölkategorien auf 14500 Tonnen festgesetzt wird.
(4) Die Bedarfsvorausschätzung für Fruchtfleisch des KN-Codes 2008 und Fruchtsäfte des KN-Codes 2009 in den französischen überseeischen Departements für das Kalenderjahr 2002 sieht eine Jahresmenge von 200 Tonnen bzw. 50 Tonnen vor. Die Prüfung der von den französischen Behörden übermittelten Angaben lässt erkennen, dass diese Mengen nicht ausreichen werden, um den Bedarf der Verarbeitungsindustrie in diesen Departements zu decken. Die Menge für Fruchtfleisch ist daher auf 350 Tonnen und die Menge für Fruchtsäfte auf 190 Tonnen aufzustocken.
(5) Die Bedarfsvorausschätzung für Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse auf den Kanarischen Inseln für das Kalenderjahr 2002 sieht eine Jahresmenge von 350 Tonnen für Zitrusfrüchte des KN-Codes 2008 30 und von 900 Tonnen für andere Fruchtkonserven des KN-Codes 2008 99 vor. Die Prüfung der von den spanischen Behörden übermittelten Angaben lässt erkennen, dass die für diese beiden Erzeugnisse zugeteilten Mengen nicht ausreichen werden, um den Bedarf der Verarbeitungsindustrie der Inseln zu decken. Die Menge für Zitrusfrüchte ist daher auf 400 Tonnen und die Menge für andere Fruchtkonserven auf 1050 Tonnen aufzustocken. Andererseits geht aus den Angaben hervor, dass die Mengen für Aprikosen/Marillen und für Fruchtmischungen nicht ausgeschöpft wurden; daher werden diese Mengen um 50 Tonnen bzw. 175 Tonnen gekürzt.
(6) Die Verordnung (EG) Nr. 21/2002 ist daher hinsichtlich der Versorgung der Insel Réunion mit Pflanzenöl, der Kanarischen Inseln mit Olivenöl sowie der französischen überseeischen Departements und der Kanarischen Inseln mit Verarbeitungserzeugnissen aus Obst und Gemüse entsprechend zu ändern.
(7) Die Bedarfsvorausschätzung für Milcherzeugnisse auf den Kanarischen Inseln für das Kalenderjahr 2002 sieht eine Jahresmenge von 106300 Tonnen für Erzeugnisse des KN-Codes 0401 vor, davon 105000 Tonnen für den Direktverbrauch. Die Prüfung der von den spanischen Behörden übermittelten Angaben lässt erkennen, dass die für diese Erzeugnisse zugeteilten Mengen nicht ausreichen werden, um den Bedarf der Inseln beim Direktverbrauch zu decken. Diese Menge ist daher um 8500 Tonnen aufzustocken. Andererseits geht aus den Angaben hervor, dass die Mengen für Butter nicht ausgeschöpft wurden; daher werden diese Mengen um 750 Tonnen gekürzt.
(8) Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Fette, des Verwaltungsausschusses für Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse sowie des Verwaltungsausschusses für Milch und Milcherzeugnisse -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EG) Nr. 21/2002 wird wie folgt geändert:
1. Anhang I "Französische überseeische Departements (DOM)" Teil 2 erhält folgende Fassung:
"Teil 2
Pflanzenöl
Bedarfsvorausschätzung und Gemeinschaftsbeihilfe im Hinblick auf die Versorgung mit Gemeinschaftserzeugnissen, nach Kalenderjahr
PLATZ FÜR EINE TABELLE
Die französischen Behörden können die Mengenaufteilung gemäß diesem Teil bis zu höchstens 20 % der für jedes Departement festgesetzten Menge ändern. Sie teilen der Kommission eine solche Änderung mit."
2. Anhang III "Kanarische Inseln" Teil 3 erhält folgende Fassung:
"Teil 3
Pflanzenöl
Bedarfsvorausschätzung und Gemeinschaftsbeihilfe im Hinblick auf die Versorgung mit Gemeinschaftserzeugnissen, nach Kalenderjahr
PLATZ FÜR EINE TABELLE "
3. Anhang I "Französische überseeische Departements (DOM)" Teil 3 erhält folgende Fassung:
"Teil 3
Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse
Bedarfsvorausschätzung und Gemeinschaftsbeihilfe im Hinblick auf die Versorgung mit Gemeinschaftserzeugnissen, nach Kalenderjahr
PLATZ FÜR EINE TABELLE "
4. Anhang III "Kanarische Inseln" Teil 4 erhält folgende Fassung:
"Teil 4
Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse
Bedarfsvorausschätzung und Gemeinschaftsbeihilfe im Hinblick auf die Versorgung mit Gemeinschaftserzeugnissen, nach Kalenderjahr
PLATZ FÜR EINE TABELLE "
5. Anhang III "Kanarische Inseln" Teil 9 erhält folgende Fassung:
"Teil 9
Milch und Milcherzeugnisse
Bedarfsvorausschätzung und Gemeinschaftsbeihilfe im Hinblick auf die Versorgung mit Gemeinschaftserzeugnissen
PLATZ FÜR EINE TABELLE "
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 25. November 2002

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