Document ID: 31989R1328

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 1328/89 DER KOMMISSION
vom 16. Mai 1989
zur Ermächtigung Italiens, in bestimmten Gebieten die mit der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 des Rates über die Gewährung von Prämien zur endgültigen Aufgabe von Rebflächen vorgesehenen Maßnahmen in den Weinwirtschaftsjahren 1989/90 bis 1995/96 nicht anzuwenden
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 des Rates vom 24. Mai 1988 über die Gewährung von Prämien zur endgültigen Aufgabe von Rebflächen in den Weinwirtschaftsjahren 1988/89 bis 1995/96 (1), insbesondere auf Artikel 12 Absatz 1,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Italien hat vor dem 1. April 1989 gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2729/88 der Kommission vom 31. August 1988 mit Durchführungsbestimmungen zu der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 über die Gewährung von Prämien zur endgültigen Aufgabe von Rebflächen in den Weinwirtschaftsjahren 1988/89 bis 1995/96 (2), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 678/89 (3), einen begründeten Antrag auf Nichtanwendung der mit der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 vorgesehenen Maßnahmen ab dem Weinwirtschaftsjahr 1989/90 gestellt.
Im Rahmen der genannten Verordnung sind berücksichtigt die Rebflächen bestimmter Gemeinden von Kalabrien und der Herkunftsbezeichnung »Cinque Terre" in Ligurien insgesamt, in deren Fall die Landschaft geschützt und der Ausbau des ländlichen Rahmens gefördert werden sollte. Ausserdem sind die sizilianischen Rebflächen berücksichtigt, für deren Wein mit geographischer Herkunftsbezeichnung im Wirtschaftsjahr 1987/88 eine Ernte- oder Erzeugungserklärung abgegeben wurde, damit die in diesem Gebiet durchgeführten Qualitätsverbesserungsmaßnahmen nicht in Frage gestellt werden. Überdies sind mit demselben Zweck die anerkannten, zur Erzeugung von Qualitätswein b. A. geeigneten Rebflächen in den Hügeln und Bergen einbezogen.
Einige dieser Flächen gelten jedoch als Rebflächen, auf welche die Herkunftsbezeichnung erst aufgrund der im Weinwirtschaftsjahr 1985/86 erhobenen Forderungen angewandt wird. Die zugrunde gelegten Kriterien entsprechen denen des Artikels 12 Absätze 1 und 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88. Das Weinbaupotential dieser Zonen macht insgesamt weniger als 10 % des italienischen Weinbaupotentials aus.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Wein -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Italien wird ermächtigt, ab dem Weinwirtschaftsjahr 1989/90 gemäß Artikel 12 Absätze 1 und 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 die mit der genannten Verordnung vorgesehenen Maßnahmen zur endgültigen Aufgabe von Rebflächen nicht auf alle im Anhang angegebenen Rebflächen anzuwenden.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 16. Mai 1989

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