Document ID: 31999D0549

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
vom 19. Juli 1999
mit Schutzmaßnahmen bezüglich der Newcastle-Krankheit in Australien
(Bekanntgegeben unter Aktenzeichen K(1999) 2150)
(Text von Bedeutung für den EWR)
(1999/549/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 97/78/EWG des Rates vom 18. Dezember 1997 zur Festlegung von Grundregeln für die Veterinärkontrollen von aus Drittländern in die Gemeinschaft eingeführten Erzeugnissen(1), insbesondere auf Artikel 22,
gestützt auf die Richtlinie 91/496/EWG des Rates vom 15. Juli 1991 zur Festlegung von Grundregeln für die Veterinärkontrollen von aus Drittländern in die Gemeinschaft eingeführten Tieren und zur Änderung der Richtlinien 89/662/EWG, 90/425/EWG und 90/675/EWG(2), zuletzt geändert durch die Richtlinie 96/43/EG(3), insbesondere auf Artikel 18,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Gemäß den Bestimmungen der Richtlinien 97/78/EG und 91/496/EWG werden Maßnahmen getroffen, wenn es im Gebiet eines Drittlands zum Ausbruch oder zur Ausbreitung einer Krankheit kommt, die in der Richtlinie 82/894/EWG des Rates vom 21. Dezember 1982 über die Mitteilung von Viehseuchen in der Gemeinschaft(4), zuletzt geändert durch die Entscheidung 98/12/EG der Kommission(5), aufgeführt ist, oder wenn zu befürchten ist, daß eine andere Krankheit oder irgendein anderer Umstand die menschliche oder tierische Gesundheit ernsthaft gefährden könnte.
(2) Die Newcastle-Krankheit ist in der Richtlinie 82/894/EWG aufgeführt.
(3) Die Newcastle-Krankheit kann sehr schnell epizootische Ausmaße mit entsprechend hoher Mortalität annehmen und kann daher die Gesundheit des Gefluegels ernsthaft gefährden.
(4) Das Auftreten der Newcastle-Krankheit ist bei Gefluegelbeständen in bestimmten Regionen Australiens bestätigt worden.
(5) Australien hat zufriedenstellende Garantien gegeben, um zu gewährleisten, daß sich die Krankheit nicht vom befallenen Gebiet auf andere Regionen des australischen Hoheitsgebiets ausbreitet.
(6) Die Einfuhr von lebendem Gefluegel, Bruteiern und frischem Gefluegelfleisch sowie Fleisch von Zuchtfederwild und freilebendem Federwild aus dem gefährdeten Gebiet sollte vorübergehend ausgesetzt werden.
(7) Die Gesundheitsbescheinigungen bzw. -zeugnisse für diese Tiere und Erzeugnisse aus anderen Regionen Australiens müssen entsprechend geändert werden.
(8) Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Veterinärausschusses -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Mitgliedstaaten genehmigen die Einfuhr von lebendem Gefluegel, Bruteiern und frischem Gefluegelfleisch sowie Fleisch von Zuchtfederwild und freilebendem Federwild aus Australien nur, wenn sie aus der im Anhang dieser Entscheidung aufgeführten Region stammen.
Artikel 2
In die Tiergesundheitsbescheinigung gemäß der Entscheidung 96/482/EG der Kommission(6), die für Gefluegel oder Bruteier mit Ursprung in Australien verwendet wird, werden folgende Worte eingesetzt: "Lebendes Gefluegel bzw. Bruteier gemäß der Entscheidung 1999/549/EG."
Artikel 3
In das Tiergesundheitszeugnis gemäß der Entscheidung 94/984/EG der Kommission(7), zuletzt geändert durch die Entscheidung 96/456/EG(8), die für frisches Gefluegelfleisch mit Ursprung in Australien verwendet wird, werden folgende Worte eingesetzt: "Frisches Gefluegelfleisch gemäß der Entscheidung 1999/549/EG."
Artikel 4
In die Tiergesundheitsbescheinigung, die von den Mitgliedstaaten für die Einfuhr von Gefluegel, Bruteiern oder frischem Gefluegelfleisch mit Ursprung in Australien verwendet wird, das bzw. die nicht unter Artikel 2 oder 3 fallen, werden folgende Worte eingesetzt: "Gefluegel* Bruteier*/frisches Gefluegelfleisch* gemäß Artikel 4 der Entscheidung 1999/549/EG (*: Nichtzutreffendes streichen)".
Artikel 5
Diese Entscheidung gilt bis 1. Dezember 1999.
Artikel 6
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 19. Juli 1999

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