Document ID: 31991R1565

VERORDNUNG ( EWG ) Nr . 1565/91 DER KOMMISSION vom 10 . Juni 1991 zur Änderung der Verordnung ( EWG ) Nr . 3800/81 zur Aufstellung der Klassifizierung der Rebsorten
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung ( EWG ) Nr . 822/87 des Rates vom 16 . März 1987 über die gemeinsame Marktorganisation für Weine ( 1 ), zuletzt geändert durch die Verordnung ( EWG ) Nr . 3577/90 ( 2 ), insbesondere auf Artikel 13 Absatz 5,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Die Klassifizierung der zum Anbau in der Gemeinschaft zugelassenen Rebsorten ist mit der Verordnung ( EWG ) Nr . 3800/81 der Kommission (3 ), zuletzt geändert durch die Verordnung ( EWG ) Nr . 2218/90 ( 4 ), festgelegt worden .
Die Anbaueignung bestimmter Rebsorten von Keltertrauben wurde nach Prüfung gemäß der Verordnung ( EWG ) Nr . 2314/72 der Kommission vom 30 . Oktober 1972 mit Bestimmungen zur Prüfung der Anbaueignung von Rebsorten ( 5 ), geändert durch die Verordnung ( EWG ) Nr . 3296/80 ( 6 ), für das Vereinigte Königreich insgesamt anerkannt . Es empfiehlt sich deshalb, die Keltertraubenrebsorten bei diesem Land in die Klasse der Rebsorten einzustufen, die gemäß Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe b ) der Verordnung ( EWG ) Nr . 2389/89 des Rates vom 24 . Juli 1989 über die Grundregeln für die Klassifizierung der Rebsorten ( 7 ), geändert durch die Verordnung ( EWG ) Nr . 3577/90, bereits vorläufig zugelassen wurden .
Die Anbaueignung bestimmter Rebsorten von Keltertrauben, die seit mindestens fünf Jahren in der Klasse der vorläufig zugelassenen Rebsorten eingestuft sind, ist für das gesamte Gebiet des Vereinigten Königreichs als zufriedenstellend anerkannt worden . Es empfiehlt sich daher, diese Sorten endgültig unter die gemäß Artikel 11 Absatz 4 zweiter Gedankenstrich der Verordnung ( EWG ) Nr . 2389/89 empfohlenen Rebsorten aufzunehmen .
Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Anforderungen für den Verbleib von vier Rebsorten in der Klasse der zugelassenen Sorten für das gesamte Gebiet des Vereinigten Königreichs nicht mehr erfuellt sind . Es empfiehlt sich daher bezueglich des Vereinigten Königreichs, diese Sorten aus der Klasse der zugelassenen Sorten gemäß Artikel 11 Absatz 3 der Verordnung ( EWG ) Nr . 2389 /89 zu streichen .
Die Klassifizierung der Rebsorten von Keltertrauben ist zu ergänzen . Zu diesem Zweck sind unter den für bestimmte deutsche Verwaltungseinheiten zugelassenen bzw . empfohlenen Rebsorten bestimmte Sorten aufzunehmen, die seit mindestens fünf Jahren in der Klassifizierung für eine unmittelbar benachbarte Verwaltungseinheit aufgeführt sind und somit die Bedingungen von Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe a ) erster Gedankenstrich der Verordnung ( EWG ) Nr . 2389/89 erfuellen .
Die neuen deutschen Bundesländer können als Verwaltungseinheiten gemäß Artikel 3 der Verordnung ( EWG ) Nr . 2389/89 in Anhang XII Teil IV der Verordnung ( EWG ) Nr . 3577/90 eingetragen werden .
Der landeskulturelle Wert bestimmter Keltertrauben wurde nach Prüfung der Anbaueignung bestimmter deutscher Verwaltungseinheiten als ausreichend anerkannt . Im Fall dieser Einheiten sollten die Keltertraubensorten bei den Rebsorten eingeordnet werden, die nach Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe b ) der Verordnung ( EWG ) Nr . 2389/89 vorläufig zugelassen sind .
Gemäß Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe a) zweiter Gedankenstrich der Verordnung ( EWG ) Nr . 2389/89 empfiehlt es sich, die Klassifizierung der Unterlagensorten für Deutschland um eine Sorte zu ergänzen, deren Anbaueignung nach Prüfung als zufriedenstellend anerkannt worden ist .
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Wein -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN : Artikel 1
Der Anhang der Verordnung ( EWG ) Nr . 3800/81 wird gemäß dem Anhang dieser Verordnung geändert . Artikel 2
Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft . Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat .
Brüssel, den 10 . Juni 1991

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