Document ID: 31987D0196

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ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
vom 4. März 1987
zur Festlegung der Bedingungen, unter denen Irland die Maßnahme zur Bekämpfung des gefurchten Dickmaulrüßlers erneut treffen darf
(Nur der englische Text ist verbindlich)
(87/196/EWG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 79/117/EWG des Rates vom 21. Dezember 1978 über das Verbot des Inverkehrbringens und der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, die bestimmte Wirkstoffe enthalten (1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 86/355/EWG (2), insbesondere auf Artikel 7 Absatz 2,
auf Antrag Irlands,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Irland ist mit der Entscheidung 85/295/EWG der Kommission (3) ermächtigt worden, die Maßnahme zur Bekämpfung des gefurchten Dickmaulrüßlers zu wiederholen, dessen Auftreten aufgrund der üblichen Witterungsbedingungen Irlands unvorhersehbar war.
Diese Ermächtigung wurde von der Durchführung von Versuchen der Vegetationszeit des Jahres abhängig gemacht, um festzustellen, ob Erzeugnisse, die keine nach der Richtlinie 79/117/EWG verbotenen Wirkstoffe enthalten, zur Bekämpfung des gefurchten Dickmaulrüßlers bei Weichobst wirksam sein können.
Die Ergebnisse dieser Versuche waren nicht überzeugend.
Der Befall, der bei seinem ersten Auftreten 1984 nur schwarze Johannisbeeren und Stachelbeeren in einem einzigen Betrieb betraf, ist nunmehr in den Grafschaften Wexford und Kilkenny anzutreffen und betrifft auch Erdbeeren.
Irland hat deshalb erneut das Dringlichkeitsverfahren gemäß Artikel 7 Absatz 1 der Richtlinie 79/117/EWG in Anspruch genommen, um die Verwendung von Aldrin zu erlauben.
Aufgrund der Gefahr, die der gefurchte Dickmaulrüßler darstellt, ist Irland erneut zu ermächtigen die Verwendung von Aldrin weiterhin zuzulassen.
Da es sich bei Erdbeeren um Früchte mit nur kurzer Erntezeit handelt, empfiehlt es sich jedoch nicht, die Ermächtigung auf sie auszudehnen.
In Anbetracht der Möglichkeit daß sich der Befall weiter ausdehnen wird, ist es vernünftig, die Ermächtigung auf die derzeit befallenen Grafschaften und eine benachbarte Grafschaft auszudehnen.
Irland sollte jedoch dazu verpflichtet werden, weitere Versuche durchzuführen, um festzustellen, ob Erzeugnisse, die keine nach der Richtlinie 79/117/EWG verbotenen Wirkstoffe enthalten, zur Bekämpfung des gefurchten Dickmaulrüßlers in den betroffenen Gebieten wirksam sein können.
Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für Pflanzenschutz -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
(1) Irland darf während der Vegetationszeit der Jahre 1987 und 1988 unter Leitung von Beamten des irischen Landwirtschaftsministeriums die Lieferung und Verwendung von Aldrin zur Behandlung von Anbauflächen von schwarzen Johannisbeeren und Stachelbeeren in den Grafschaften Kilkenny, Waterford und Wexford zur wirksamen Bekämpfung eines Befalls mit gefurchtem Dickmaulrüßler zulassen, sofern die Auflagen gemäß Artikel 2 erfuellt werden.
(2) Irland übermittelt der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten spätestens am 31. März 1988 und am 31. März 1989 einen Bericht, in dem angegeben wird, in welchem Ausmaß Aldrin im vergangenen Jahr gemäß dieser Entscheidung verwendet worden ist.
Artikel 2
(1) Unter der Leitung von Beamten des irischen Landwirtschaftsministeriums werden während der Vegetationszeiten der Jahre 1987 und 1988 nach allgemein anerkannten Verfahren Versuche durchgeführt, um festzustellen, ob Erzeugnisse, die keine nach der Richtlinie 79/117/EWG verbotenen Wirkstoffe enthalten, zur Bekämpfung des gefurchten Dickmaulrüßlers bei Weichobstbeständen wirksam sein können. Die Versuche werden unter unterschiedlichen Anbaubedingungen im betroffenen Gebiet durchgeführt.
(2) Irland übermittelt der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten spätestens am 31. März 1988 einen Zwischenbericht und spätestens am 31. März 1989 einen ausführlichen Bericht über die Versuche.
Artikel 3
Diese Entscheidung ist an Irland gerichtet.
Brüssel, den 4. März 1987

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