Document ID: 31995R2251

VERORDNUNG (EG) Nr. 2251/95 DES RATES vom 18. September 1995 zur 18. Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3094/86 über technische Maßnahmen zur Erhaltung der Fischbestände
DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 43,
auf Vorschlag der Kommission (1),
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (2),
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Verordnung (EG) Nr. 685/95 des Rates vom 27. März 1995 zur Steuerung des Fischereiaufwands in bestimmten Fanggebieten und in bezug auf bestimmte Fischereiressourcen der Gemeinschaft (3) sieht die Einführung eines Systems zur Steuerung des Fischereiaufwands in bestimmten Gebieten ab 1. Januar 1996 vor.
Mit diesem System muß sichergestellt werden, daß der Fischereiaufwand nicht ansteigt und das bestehende Gleichgewicht gewahrt wird.
Nach Artikel 12 der Verordnung (EG) Nr. 685/95 ist die Verordnung (EWG) Nr. 3094/86 des Rates vom 7. Oktober 1986 über technische Maßnahmen zur Erhaltung der Fischbestände (4) zu ändern, um eine rationelle verantwortungsvolle und dauerhafte Nutzung der Ressourcen sicherzustellen. Diese Änderungen betreffen das Verbot der Verwendung von Treibnetzen für den Thunfischfang in den Gewässern unter portugiesischer bzw. spanischer Hoheitsgewalt oder Gerichtsbarkeit in den ICES-Bereichen VIII, IX und X und im COPACE-Gebiet sowie das Verbot der Verwendung von Ringwaden für den Fang von tropischem Thun (Echter Bonito, Großäugiger Thun, Weißer Thun) in den Gewässern unter portugiesischer Hoheitsgewalt oder Gerichtsbarkeit im ICES-Bereich X nördlich 36°30' N und im COPACE-Gebiet nördlich 31° N und östlich 17°30' W.
Die Verordnung (EWG) Nr. 3094/86 ist daher zu ändern -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 3094/86 wird wie folgt geändert:
1. In Titel IV wird dem Artikel 9 folgender Absatz angefügt:
"(19) Es ist verboten, Ringwaden für den Fang von tropischem Thun (Echter Bonito, Großäugiger Thun, Weißer Thun) in den Gewässern unter portugiesischer Hoheitsgewalt oder Gerichtsbarkeit im ICES-Bereich X nördlich 36°30' N und im COPACE-Gebiet nördlich 31° N und östlich 17°30' W zu verwenden."
2. In Titel IV wird folgender Artikel eingefügt:
"Artikel 9b
Es ist allen Schiffen verboten, Treibnetze für den Thunfischfang in den Gewässern unter portugiesischer bzw. spanischer Hoheitsgewalt oder Gerichtsbarkeit in den ICES-Bereichen VIII, IX und X und im COPACE-Gebiet sowie - abweichend von Artikel 1 - in den der Hoheitsgewalt oder Gerichtsbarkeit Spaniens unterstehenden Gewässern um die Kanarischen Inseln zu verwenden."
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1996 in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel am 18. September 1995.

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