Document ID: 31983R2124

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 2124/83 DER KOMMISSION
vom 26. Juli 1983
über die Ernte- und Bestandsmeldungen für Reis
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1418/76 des Rates vom 21. Juni 1976 über die gemeinsame Marktorganisation für Reis (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1566/83 (2), insbesondere auf Artikel 25a Absatz 4,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Nach Artikel 25a Absatz 4 der Verordnung (EWG) Nr. 1418/76 geben die Erzeuger jedes Jahr Ernte- und Bestandsmeldungen ab; desgleichen haben die Reismühlen Bestandsmeldungen abzugeben. Der genannte Artikel bestimmt die wesentlichen Angaben dieser Meldungen und sieht vor, daß sie der Kommission zur Kenntnis gebracht werden.
Die im Rahmen dieser Meldungen übermittelten Angaben müssen es der Kommission insbesondere erlauben, zu Beginn eines jeden Wirtschaftsjahres eine Bilanz der vorhandenen Reismengen im Hinblick auf eine bessere Verwaltung des Marktes zu erstellen. Folglich müssen nach Maßgabe dieses Ziels der Inhalt dieser Meldungen und die Fristen für ihre Übermittlung präzisiert sowie die Bedingungen für die Weiterleitung an die Kommission festgelegt werden.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Getreide -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die landwirtschaftlichen Erzeuger übermitteln der Interventionsstelle des Mitgliedstaats, in dem sich ihr Betrieb befindet, oder jeder befugten Behörde dieses Mitgliedstaats jährlich
a) vor dem 30. September die Bestandsmeldung zum Stichtag des 31. August, wobei sie zwischen Rundkorn- und Langkornreis unterscheiden und für jede dieser Reisarten die Sorten sowie für jede dieser Sorten die Bestandsmengen angeben;
b) vor dem 31. Oktober die Erntemeldung, wobei sie zwischen Rundkorn- und Langkornreis unterscheiden und für jede dieser Reisarten die Sorten sowie für jede dieser Sorten die Anbaufläche angeben.
Artikel 2
Die Reismühlen übermitteln der Interventionsstelle des Mitgliedstaats, in dem sie ihren Sitz haben, oder jeder befugten Behörde dieses Mitgliedstaats jährlich vor dem 30. September die Meldung ihrer Reisbestände zum Stichtag des 31. August, wobei sie zwischen Rundkorn- und Langkornreis unterscheiden und für jede dieser Reisarten die Mengen Rohreis, geschälten Reis und geschliffenen Reis, getrennt nach Gemeinschaftserzeugung und aus Drittländern eingeführten Erzeugnissen, angeben.
Artikel 3
Die Mitgliedstaaten leiten der Kommission
a) vor dem 31. Oktober entsprechend dem Vordruck des Anhangs II bzw. des Anhangs III eine Zusammenfassung der Angaben aus den Meldungen nach Artikel 1 Buchstabe a) und Artikel 2 und
b) vor dem 30. November entsprechend dem Vordruck des Anhangs I eine Zusammenfassung der Angaben aus den Erntemeldungen gemäß Artikel 1 Buchstabe b) zu.
Diese Angaben können jedoch spätestens bis zum 31. Dezember geändert werden.
Artikel 4
Die Mitgliedstaaten treffen alle gebotenen Vorkehrungen, damit die Meldungen auf nationaler Ebene erfasst und zentralisiert werden können.
Sie treffen ferner alle geeigneten Kontrollmaßnahmen, um sich zu vergewissern, daß diese Meldungen der tatsächlichen Situation entsprechen.
Sie unterrichten die Kommission über die getroffenen Vorkehrungen und Maßnahmen.
Artikel 5
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Sie gilt ab 1. September 1983.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 26. Juli 1983

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