Document ID: 31994R1362

VERORDNUNG (EG) Nr. 1362/94 DER KOMMISSION vom 15. Juni 1994 zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3201/90 über Durchführungsbestimmungen für die Bezeichnung und Aufmachung der Weine und der Traubenmoste
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 822/87 des Rates vom 16. März 1987 über die gemeinsame Marktorganisation für Wein (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1566/93 (2), insbesondere auf Artikel 72 Absatz 5,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Mit der Verordnung (EWG) Nr. 2392/89 des Rates (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 3897/91 (4), sind die allgemeinen Regeln für die Bezeichnung und Aufmachung der Weine und der Traubenmoste festgelegt worden.
Die Verordnung (EWG) Nr. 3201/90 der Kommission (5), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1847/93 (6), enthält die entsprechenden Durchführungsbestimmungen.
Es sind ergänzende traditionelle Begriffe anzugeben, die für die französischen, italienischen, spanischen und portugiesischen Qualitätsweine b.A. verwendet werden.
Aufgrund eines Antrags Argentiniens ist vorzusehen, daß Weine mit Ursprung in diesem Land, die ausschließlich aus zwei Rebsorten gewonnen worden sind, bei ihrer Vermarktung in der Gemeinschaft den Namen dieser zwei Sorten tragen dürfen.
Da sich die Gemeinschaft gemäß den bilateralen Abkommen über Wein mit Australien (7), Bulgarien (8), Ungarn (9) und Rumänien (10) zum Schutz der Weinnamen verpflichtet hat, sind die Anhänge I und II der Verordnung (EWG) Nr. 3201/90 so zu ändern, daß diese Namen zur Bezeichnung und Aufmachung von aus diesen Ländern eingeführten Weinen verwendet werden können.
Infolge der geopolitischen Veränderungen in der ehemaligen UdSSR, dem ehemaligen Jugoslawien und der ehemaligen Tschechoslowakei sind die Anhänge I, II und IV der Verordnung (EWG) Nr. 3201/90 den neuen Gegebenheiten anzupassen.
Südafrika, Kroatien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Mexiko, Slowenien, die Republik Moldau, die Tschechische Republik, Rumänien, die Schweiz, die Ukraine und Uruguay haben eine Anpassung der Anhänge I, II und IV der Verordnung (EWG) Nr. 3201/90 beantragt. Es erscheint gerechtfertigt, diesen Anträgen stattzugeben.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Wein -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 3201/90 wird wie folgt geändert:
1. In Artikel 3 Absatz 1 Unterabsatz 3 sechster Gedankenstrich wird folgende Abkürzung angefügt:
- "D.O. Ca".
2. In Artikel 3 Absatz 3 werden folgende Gedankenstriche eingefügt:
- unter Buchstabe b) bei den französischen Weinen:
- "cru artisan",
- unter Buchstabe c) bei den italienischen Weinen:
- "Gutturnio".
3. In Artikel 13 Absatz 2 Buchstabe a) wird nach der Angabe "Chile" die Angabe "Argentinien" eingefügt.
4. In Artikel 14 Absatz 3 wird unter Buchstabe c) bei den italienischen Weinen folgender Gedankenstrich angefügt:
- "Lambiccato".
5. In Artikel 14 Absatz 3 werden unter Buchstabe d) bei den spanischen Weinen folgende Gedankenstriche eingefügt:
- "Fermentado en barrica",
- "Vendimia inicial",
- "Vino de tea".
6. In Artikel 14 Absatz 7 Buchstabe b) wird nach der Angabe "meio seco" folgende Angabe eingefügt:
- "Adamado".
7. Die Anhänge I, II und IV werden gemäß dem Anhang dieser Verordnung geändert.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am siebenten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 15. Juni 1994

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