Document ID: 31985R2147

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 2147/85 DER KOMMISSION
vom 30. Juli 1985
zur Festsetzung des den Erzeugern für unverarbeitete getrocknete Weintrauben zu zahlenden Mindestpreises und der Produktionsbeihilfe für getrockenete Weintrauben für das Wirtschaftsjahr 1985/86
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 516/77 des Rates vom 14. März 1977 über die gemeinsame Marktorganisation für Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 746/85 (2), insbesondere auf die Artikel 3b und 3c,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Verordnung (EWG) Nr. 1227/84 des Rates vom 8. Mai 1984 zur Festlegung von Grundregeln zur Produktionsbeihilferegelung für Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse (3) enthält Vorschriften über die Methoden zur Bestimmung der Produktionsbeihilfe.
Nach Artikel 3b Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 516/77 wird der den Erzeugern zu zahlende Mindestpreis auf folgender Grundlage festgesetzt:
a) während des vorhergehenden Wirtschaftsjahres geltender Mindestpreis,
b) Entwicklung der Grundpreise für Obst und Gemüse,
c) Notwendigkeit, den normalen Absatz des frischen Erzeugnisses für die verschiedenen Verwendungszwecke zu gewährleisten.
In Artikel 3c der genannten Verordnung sind die Kriterien für die Festsetzung der Produktionsbeihilfe festgelegt. Für getrocknete Weintrauben wird gemäß Artikel 4a der genannten Verordnung ein Mindesteinfuhrpreis bestimmt. Die Produktionsbeihilfe für dieses Erzeugnis wird unter Bezugnahme auf den Mindesteinfuhrpreis berechnet.
Nach Artikel 3b Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 516/77 wird der den Erzeugern zu zahlende Mindestpreis für unverarbeitete getrocknete Weintrauben während eines bestimmten Teils des Wirtschaftsjahres monatlich um einen Betrag erhöht, der den Lagerkosten entspricht. Bei der Festsetzung dieses Betrags sollten die Lagerkosten berücksichtigt werden.
Nach der Verordnung (EWG) Nr. 1321/85 des Rates vom 23. Mai 1985 zur Abweichung von der Verordnung (EWG) Nr. 989/84 hinsichtlich der Anwendung der Garantieschwelle für Korinthen für das Wirtschaftsjahr 1985/86 (4) ist der den Erzeugern von Korinthen zu zahlende Mindestpreis im Wirtschaftsjahr 1985/86 um 3 % zu verringern. Dies lässt sich durch Multiplizieren des auf eine bestimmte Güteklasse von Korinthen anwendbaren Mindestpreises mit einem Koffizienten erreichen.
Zur Ermöglichung eines reibungslosen Übergangs vom Wirtschaftsjahr 1984/85 auf das Wirtschaftsjahr 1985/86 sollten die entsprechenden Korinthenpreise in einem geeigneten Verhältnis zueinander bleiben. Zu diesem Zweck sollte die Verringerung des den Erzeugern zu zahlenden Mindestpreises eine ähnliche Verringerung der Produktionsbeihilfe zur Folge haben.
Die Verringerung des den Erzeugern zu zahlenden Mindestpreises sollte sich ausserdem auf die Erhöhung dieses Preises während des Wirtschaftsjahres auswirken.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Verarbeitungserzeugnisse aus Obst und Gemüse -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Für das Wirtschaftsjahr 1985/86 werden
a) der in Artikel 3b der Verordnung (EWG) Nr. 516/77 genannte und den Erzeugern für unverarbeitete getrocknete Sultaninen der Güteklasse 4 zu zahlende Mindestpreis
und
b) die in Artikel 3c der betreffenden Verordnung genannte Produktionsbeihilfe für getrocknete Sultaninen der Güteklasse 4
im Anhang festgesetzt.
Artikel 2
Bei Korinthen wird
a) der im Anhang festgesetzte Mindestpreis mit dem Koeffizienten 0,97 und mit den Koeffizienten multipliziert, die im Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 2347/84 der Kommission (5) stehen,
und
b) die im Anhang festgelegte Produktionsbeihilfe um 4,70 ECU/100 kg netto vermindert.
Artikel 3
Für das Wirtschaftsjahr 1985/86 wird der Betrag, um den der Mindestpreis für unverarbeitete getrocknete Weintrauben ab dem ersten Tag jedes Monats in der Zeit vom 1. November bis zum 1. August zu erhöhen ist, für Sultaninen der Güteklasse 4 auf 1,557 ECU/100 kg netto festgesetzt.
Für die anderen Güteklassen von Sultaninen und für Korinthen wird der Betrag mit dem Koeffizienten multipliziert, der auf den im Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 2347/84 festgelegten Mindestpreis anwendbar ist. Ausserdem sind die für Korinthen geltenden Beträge mit dem Koeffizienten 0,97 zu multiplizieren.
Artikel 4
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 30. Juli 1985

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