Document ID: 32007D0028

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION
vom 22. Dezember 2006
zur Änderung der Entscheidung 2005/393/EG hinsichtlich Sperrzonen im Zusammenhang mit der Blauzungenkrankheit
(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2006) 6970)
(Text von Bedeutung für den EWR)
(2007/28/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Richtlinie 2000/75/EG des Rates vom 20. November 2000 mit besonderen Bestimmungen für Maßnahmen zur Bekämpfung und Tilgung der Blauzungenkrankheit (1), insbesondere auf Artikel 8 Absatz 3,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)
Mit der Richtlinie 2000/75/EG sind Kontrollvorschriften und Maßnahmen zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit in der Gemeinschaft festgelegt worden, einschließlich der Einrichtung von Schutz- und Kontrollzonen und des Verbots der Verbringung von Tieren aus diesen Zonen.
(2)
Mit der Entscheidung 2005/393/EG der Kommission vom 23. Mai 2005 zur Abgrenzung von Schutz- und Überwachungszonen in Bezug auf die Blauzungenkrankheit und zur Regelung der Verbringung von Tieren innerhalb der und aus diesen Zonen (2) wurden die geografischen Gebiete abgegrenzt, in denen die Mitgliedstaaten Schutz- und Überwachungszonen („die Sperrzonen“) in Bezug auf die Blauzungenkrankheit einrichten sollten.
(3)
Am 20. November 2006 teilte Spanien der Kommission mit, dass Viruszirkulation vom Serotyp 4 in einem Gebiet im Umkreis der Sperrzone E festgestellt wurde. Daher sollte diese Zone unter Berücksichtigung der vorliegenden Daten über die Vektorökologie und die derzeitige meteorologische Situation ausgeweitet werden.
(4)
Am 21. November 2006 unterrichtete Deutschland die Kommission über neue Ausbrüche der Blauzungenkrankheit in Niedersachsen. Angesichts dieser Befunde ist es angebracht, die Abgrenzung der Sperrzone in Deutschland zu ändern.
(5)
Nachdem Anfang November 2006 von einem neuen Serotyp verursachte Ausbrüche der Blauzungenkrankheit von Italien gemeldet worden waren, ist gemäß Entscheidung 2006/858/EG eine neue Sperrzone G in Anhang I zu Entscheidung 2005/393/EG aufgenommen worden, die die drei betroffenen Provinzen im südlichen Sardinien umfasst. Allerdings ist der Verweis auf diese Zone in den entsprechenden Bestimmungen von Entscheidung 2005/393/EG nicht hinzugefügt worden. Daher ist im Interesse größerer Klarheit die Liste der in Artikel 2 der Entscheidung 2005/393/EG erwähnten Zonen zu ergänzen.
(6)
Die Entscheidung 2005/393/EG sollte entsprechend geändert werden.
(7)
Die Maßnahmen dieser Entscheidung entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Entscheidung 2005/393/EG wird wie folgt geändert:
1.
Artikel 2 Absatz 1 erhält folgende Fassung:
„Die Sperrzonen werden innerhalb der geografischen Gebiete abgegrenzt, die in den in Anhang I angegebenen Zonen aufgeführt sind.“
2.
Anhang I wird gemäß dem Anhang der vorliegenden Entscheidung geändert.
Artikel 2
Diese Entscheidung ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 22. Dezember 2006

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