Document ID: 31985R0763

*****
VERORDNUNG (EWG) Nr. 763/85 DES RATES
vom 12. März 1985
zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 269/79 zur Einführung einer gemeinsamen forstwirtschaftlichen Maßnahme in bestimmten Zonen des Mittelmeergebiets der Gemeinschaft
DER RAT DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, insbesondere auf Artikel 43,
auf Vorschlag der Kommission,
nach Stellungnahme des Europäischen Parlaments (1),
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die gemeinsame forstwirtschaftliche Maßnahme im Sinne der Verordnung (EWG) Nr. 269/79 (2), in der Fassung der Verordnung (EWG) Nr. 2119/83 (3), ist auf grosses Interesse gestossen und sehr zufriedenstellend angewandt worden. Diese gemeinsame Maßnahme ist am 31. Dezember 1984 abgelaufen.
Diese forstwirtschaftlichen Bemühungen, deren Nutzen für die Landwirtschaft der Umgebung unbestreitbar ist, bilden nur eine ersten Schritt im Hinblick auf eine Verbesserung der Agrarstrukturen auf der Grundlage forstwirtschaftlicher Maßnahmen in den Mittelmeergebieten der Gemeinschaft und verdienen es, ohne Unterbrechung fortgesetzt zu werden.
Um die Kontinuität der gemeinsamen Maßnahme zu gewährleisten, ist es angebracht, die Laufzeit dieser Maßnahme bis zum 31. Dezember 1985 zu verlängern und die festgesetzten Hoechstwerte für die unter Berücksichtigung dieser Verlängerung durchzuführenden Arbeiten um 20 % zu erhöhen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 269/79 wird wie folgt geändert:
1. In Artikel 10 erhalten die Absätze 1 und 2 folgende Fassung:
»(1) Die Laufzeit der gemeinsamen Maßnahme ist auf den 31. Dezember 1985 begrenzt.
(2) Die voraussichtlichen Kosten der gemeinsamen Maßnahme zu Lasten des Fonds betragen für die in Absatz 1 vorgesehen Laufzeit 276 Millionen ECU.";
2. Artikel 11 Absatz 2 erhält folgende Fassung:
»(2) Der Zuschuß des Fonds beläuft sich auf 50 v. H. der Kosten für die Durchführung der in Artikel 2 genannten Arbeiten und Maßnahmen innerhalb folgender Grenzen:
- Aufforstung bis zu einem Hoechstwert von 2 000 Rechnungseinheiten je Hektar und bis zu insgesamt höchstens 132 000 Hektar;
- Verbesserung abgewirtschafteter Waldbestände in dem für den Boden- und Wasserschutz erforderlichen Umfang, insbesondere durch Umwandlung und sonstige Maßnahmen wie Trennung vom Wald und Weide, bis zu einem Hoechstwert von 1 700 Rechnungseinheiten je Hektar und bis zu insgesamt höchstens 144 000 Hektar;
- dazugehörige Arbeiten wie Erdaufschüttungsarbeiten und andere Bodenbefestigungsmaßnahmen geringeren Umfangs bis zu einem Hoechstwert von 900 Rechnungseinheiten je Hektar und auf insgesamt höchstens 120 000 Hektar;
- Brandschutzmaßnahmen, insbesondere für Flächen, die aufgeforstet und verbessert werden sollen, bis zu einem Hoechstsatz von 100 Rechnungseinheiten je Hektar und auf insgesamt höchstens 300 000 Hektar.
- Anlage von Waldwegen bis zu einem Hoechstwert von 12 000 Rechnungseinheiten je Kilometer und bis zu insgesamt höchstens 3 600 Kilometer;
- Vorarbeiten im Sinne von Artikel 3 Buchstabe d) bis zu einem Hoechstwert von 9 Millionen ECU für 6 Jahre, wobei 5 v. H. der Kosten des jeweiligen Programms nicht überschritten werden dürfen."
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Geschehen zu Brüssel am 12. März 1985.

Labels: 19
6