Document ID: 31994D0677

ENTSCHEIDUNG DER KOMMISSION vom 6. Oktober 1994 zur Änderung des Anhangs I der Verordnung (EWG) Nr. 571/88 des Rates betreffend die Erhebungen der Gemeinschaft über die Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe im Zeitraum 1995 bis 1997 (94/677/EG)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 571/88 des Rates vom 29. Februar 1988 zur Durchführung von Erhebungen der Gemeinschaft über die Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe im Zeitraum 1988 bis 1997 (1), zuletzt geändert durch die Entscheidung 93/156/EWG der Kommission (2), insbesondere auf Artikel 8 Absatz 1,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Mit der Verordnung (EWG) Nr. 1765/92 des Rates vom 30. Juni 1992 zur Einführung einer Stützungsregelung für Erzeuger bestimmter landwirtschaftlicher Kulturpflanzen (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 232/94 (4), ist eine Ausgleichszahlung für Erzeuger landwirtschaftlicher Kulturpflanzen eingeführt worden. Einen Anspruch auf Ausgleichszahlung haben nur diejenigen Erzeuger, die einen zuvor festgesetzten Prozentsatz ihrer ackerfähigen Fläche stillgelegt haben. Dadurch werden neue Formen der Bodenverwendung geschaffen, indem die landwirtschaftliche Bodennutzung mit einem besonderen Rechtsstatus verbunden wird, je nachdem, ob die Böden durch die Ausgleichszahlungen begünstigt werden oder nicht.
Die Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe bestimmt in hohem Masse die potentiellen Einkommen der Landwirte; daher müssen die Auswirkungen der neuen Maßnahmen der gemeinsamen Agrarpolitik auf die Bodenverwendung, die Erzeugung und das Wirtschaftspotential der landwirtschaftlichen Betriebe beobachtet werden.
Die in der Verordnung (EWG) Nr. 571/88 für den Zeitraum 1988 bis 1997 vorgesehenen Gemeinschaftserhebungen über die Struktur landwirtschaftlicher Betriebe sind das am besten geeignete Mittel, um die Entwicklung im statistischen Sinn zu verfolgen und zu analysieren, und zwar dadurch, daß die stillgelegte ackerfähige Fläche mit anderen Strukturmerkmalen in Beziehung gesetzt wird, wie beispielsweise dem Alter des Betriebsleiters, der betriebswirtschaftlichen Ausrichtung und der Grösse der Betriebe, den anderen Kulturen und dem Viehbestand.
Auch wegen des wachsenden Bedarfs an umweltrelevanten Daten ist es notwendig, die stillgelegte ackerfähige Fläche auf der Grundlage einer zweckmässigen Nomenklatur in einer harmonisierten und für alle Mitgliedstaaten verbindlichen Weise zu erfassen, um zu statistischen Informationen zu gelangen, die unter den Mitgliedstaaten und im Zeitablauf vergleichbar sind. Es ist daher zweckmässig, in dem Merkmalskatalog neue Erhebungsmerkmale hinzuzufügen, welche diejenigen landwirtschaftlichen Flächen betreffen, für die die Landwirte einen Stillegungsausgleich erhalten haben.
Die allgemeine Gliederung der Merkmalsliste soll nicht geändert werden; deshalb müssen die Flächen, für die ein Stillegungsausgleich gewährt wird, gegebenenfalls sowohl unter der ihrer landwirtschaftlichen Nutzung entsprechenden Kategorie als auch unter einer besonderen getrennten Kategorie erfasst werden.
Die in dieser Entscheidung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Ständigen Agrarstatistischen Ausschusses -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Für den Zeitraum 1995 bis 1997 wird der Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 571/88 gemäß Anhang dieser Entscheidung geändert.
Artikel 2
Diese Entscheidung ist an alle Mitgliedstaaten gerichtet.
Brüssel, den 6. Oktober 1994

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