Document ID: 31985R0718

*****
VERORDNUNG (EWG) Nr. 718/85 DER KOMMISSION
vom 20. März 1985
zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 625/78 über Durchführungsbestimmungen für die öffentliche Lagerhaltung von Magermilchpulver
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 804/68 des Rates vom 27. Juni 1968 über die gemeinsame Marktorganisation für Milch und Milcherzeugnisse (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1557/84 (2), insbesondere auf Artikel 7 Absatz 5,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Im Anhang I Punkt 2 Buchstabe b) der Verordnung (EWG) Nr. 625/78 der Kommission (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1128/84 (4) betreffend die Qualität des Magermilchpulvers, sind die Kontrollverfahren zum Nachweis bestimmter Erzeugnisse geeignet.
Dank der Ringanalyse bestimmter Forschungsinstitute und mehrerer Kontrollabore der Mitgliedstaaten konnte ein neues Verfahren zum Nachweis von Labmolke durch die Bestimmung von Glykomakropeptiden mittels der Hochdruckfluessigkeitschromatographie entwickelt werden. Dieses Verfahren hat deutliche Vorteile, so vor allem, daß sich an einem Tag für eine Vielzahl von Stichproben rasch eine Routineanalyse durchführen lässt. Es empfiehlt sich daher, durch eine entsprechende Anpassung der Verordnung (EWG) Nr. 625/78 die Anwendung dieses Verfahrens vorzusehen.
Es erscheint jedoch zweckmässig, eine Übergangs- und Anpassungsfrist von 12 Monaten vorzusehen, in der die Mitgliedstaaten noch das Verfahren der Bestimmung der freien Sialinsäure anwenden können, das Marktteilnehmer, welche die Ergebnisse des neuen Analyseverfahrens anfechten, weiterhin heranziehen können.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Milch und Milcherzeugnisse -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 625/78 wird wie folgt geändert:
1. In Anhang I erhält der zweite Gedankenstrich von Punkt 2 Buchstabe b) folgende Fassung:
»- Labmolke: Bestimmung der Glykomakropeptiden mittels der Hochdruckfluessigkeitschromatographie (2). Die Mitgliedstaaten können jedoch bis zum 31. März 1986 auch die Bestimmung der freien Sialinsäure (3) anwenden. Bis zu diesem Zeitpunkt wird im Falle der Anfechtung der Ergebnisse seitens des Beteiligten auf seinen Antrag und auf seine Kosten auf die Bestimmung der freien Sialinsäure zurückgegriffen. Die so erzielten Ergebnisse sind ausschlaggebend."
2. In Anhang I wird Fußnote 2 zu Fußnote 3, und die folgende Fußnote 2 wird eingefügt:
»(2) Das Verfahren ist in Anhang V beschrieben."
3. Der Anhang der vorliegenden Verordnung wird als Anhang V angefügt.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 20. März 1985

Labels: 3
17
16