Document ID: 32013R0770

DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) Nr. 770/2013 DER KOMMISSION
vom 8. August 2013
über Abzüge von den Fangquoten für 2013 für bestimmte Fischbestände wegen Überfischung in den vorangegangenen Jahren
DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION -
gestützt auf den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1224/2009 des Rates vom 20. November 2009 zur Einführung einer gemeinschaftlichen Kontrollregelung zur Sicherstellung der Einhaltung der Vorschriften der Gemeinsamen Fischereipolitik und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 847/96, (EG) Nr. 2371/2002, (EG) Nr. 811/2004, (EG) Nr. 768/2005, (EG) Nr. 2115/2005, (EG) Nr. 2166/2005, (EG) Nr. 388/2006, (EG) Nr. 509/2007, (EG) Nr. 676/2007, (EG) Nr. 1098/2007, (EG) Nr. 1300/2008, (EG) Nr. 1342/2008 sowie zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 2847/93, (EG) Nr. 1627/94 und (EG) Nr. 1966/2006 (1), insbesondere auf Artikel 105 Absätze 1, 2 und 3,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1)
Die Fangquoten für das Jahr 2012 wurden mit folgenden Rechtsakten festgelegt:
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Verordnung (EU) Nr. 1225/2010 des Rates vom 13. Dezember 2010 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten von EU-Schiffen für Fischbestände bestimmter Tiefseearten für die Jahre 2011 und 2012 (2),
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Verordnung (EU) Nr. 1256/2011 des Rates vom 30. November 2011 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in der Ostsee (2012) und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1124/2010 (3),
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Verordnung (EU) Nr. 5/2012 des Rates vom 19. Dezember 2011 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen im Schwarzen Meer (2012) (4),
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Verordnung (EU) Nr. 43/2012 des Rates vom 17. Januar 2012 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten für EU-Schiffe im Jahr 2012 für bestimmte, nicht über internationale Verhandlungen und Übereinkünfte regulierte Fischbestände und Bestandsgruppen (5) und
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Verordnung (EU) Nr. 44/2012 des Rates vom 17. Januar 2012 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten im Jahr 2012 in EU-Gewässern und für EU-Schiffe in bestimmten Nicht-EU-Gewässern für bestimmte, über internationale Verhandlungen und Übereinkünfte regulierte Fischbestände und Bestandsgruppen (6).
(2)
Die Fangquoten für das Jahr 2013 wurden mit folgenden Rechtsakten festgelegt:
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Verordnung (EU) Nr. 1262/2012 des Rates vom 20. Dezember 2012 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten von EU-Schiffen für bestimmte Bestände von Tiefseearten (2013 und 2014) (7),
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Verordnung (EU) Nr. 1088/2012 des Rates vom 20. November 2012 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in der Ostsee (2013) (8),
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Verordnung (EU) Nr. 1261/2012 des Rates vom 20. Dezember 2012 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen im Schwarzen Meer (2013) (9),
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Verordnung (EU) Nr. 39/2013 des Rates vom 21. Januar 2013 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten für EU-Schiffe im Jahr 2013 für bestimmte, nicht über internationale Verhandlungen und Übereinkünfte regulierte Fischbestände und Bestandsgruppen (10) und
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Verordnung (EU) Nr. 40/2013 des Rates vom 21. Januar 2013 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten im Jahr 2013 in EU-Gewässern und für EU-Schiffe in bestimmten Nicht-EU-Gewässern für bestimmte, über internationale Verhandlungen und Übereinkünfte regulierte Fischbestände und Bestandsgruppen (11).
(3)
Gemäß Artikel 105 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1224/2009 kürzt die Kommission die künftigen Fangquoten eines Mitgliedstaats, wenn sie feststellt, dass dieser Mitgliedstaat die ihm zugeteilten Fangquoten überschritten hat.
(4)
Gemäß Artikel 105 Absätze 2 und 3 der Verordnung (EG) Nr. 1224/2009 erfolgen diese Kürzungen im folgenden Jahr oder in den folgenden Jahren unter Anwendung bestimmter, in diesen Absätzen genannter Multiplikationsfaktoren.
(5)
Einige Mitgliedstaaten haben ihre Fangquoten für das Jahr 2012 überschritten. Daher ist es angebracht, von den diesen Mitgliedstaaten für das Jahr 2013 zugeteilten Fangquoten und gegebenenfalls auch in den nachfolgenden Jahren Abzüge wegen Überfischung der Bestände vorzunehmen.
(6)
Im Jahr 2012 hat Spanien in den Gebieten IX und X, EU-Gewässer von CECAF 34.1.1 (NEP/93411) seine Quote für Kaisergranat überfischt. Da für diesen Bestand ein Mehrjahresplan (12) gilt, sollte ein Multiplikationsfaktor von *1,5 angewandt werden. Mit Schreiben vom 26. März 2013 hat Spanien darum ersucht, den vorzunehmenden Abzug über einen Zeitraum von drei Jahren zu verteilen. In der Erwägung, dass eine erhebliche Quotenkürzung zu übermäßigen Rückwürfen der betreffenden Art im Sinne von Nummer 3 Buchstabe b der Mitteilung der Kommission über die Leitlinien für den Abzug von Quoten gemäß Artikel 105 Absätze 1, 2 und 5 der Verordnung (EG) Nr. 1224/2009 (13) führen würde, gibt die Kommission diesem Ersuchen statt.
(7)
Mit der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 700/2012 der Kommission vom 30. Juli 2011 über Abzüge von den Fangquoten für 2012 für bestimmte Fischbestände wegen Überfischung in vorangegangenen Jahren (14) sowie der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1136/2012 der Kommission vom 30. November 2012 über Abzüge von den Fangquoten für 2012 für bestimmte Fischbestände wegen Überfischung anderer Bestände in vorangegangenen Jahren und zur Änderung der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 700/2012 hinsichtlich der in künftigen Jahren abzuziehenden Mengen (15) wurden für einige Länder und einige Arten Abzüge von den Fangquoten für 2012 vorgenommen. Allerdings waren die vorzunehmenden Abzüge bei einigen Mitgliedstaaten höher als ihre entsprechende Quote für 2012, so dass die Abzüge in dem Jahr nicht vollständig vorgenommen werden konnten. Um sicherzustellen, dass in solchen Fällen die Abzüge in voller Höhe vorgenommen werden, sollten die verbleibenden Mengen bei den Abzügen von den Quoten für das Jahr 2013 und gegebenenfalls den Quoten für die folgenden Jahre berücksichtigt werden -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
(1) Die Fangquoten, die für das Jahr 2013 in den Verordnungen (EU) Nr. 1262/2012, (EU) Nr. 1088/2012, (EU) Nr. 1261/2012, (EU) Nr. 39/2013 und (EU) Nr. 40/2013 festgelegt sind, werden nach Maßgabe des Anhangs gekürzt.
(2) Absatz 1 gilt unbeschadet der Kürzungen, die in der Verordnung (EU) Nr. 165/2011 der Kommission (16) vorgesehen sind.
Artikel 2
Der für Spanien vorzunehmende Abzug von 75,45 Tonnen für das Jahr 2013 infolge der Überfischung des Kaisergranat-Bestands im Gebiet IX und X, EU-Gewässer von CECAF 34.1.1 (NEP/93411) wird über drei Jahre verteilt.
Unbeschadet einer etwaigen weiteren Quotenanpassung wegen einer möglichen nachfolgenden Überfischung beträgt die jährliche Kürzung der spanischen Quote für den Bestand NEP/93411 jeweils 25,15 Tonnen in den Jahren 2013, 2014 und 2015.
Artikel 3
Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 8. August 2013

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