Document ID: 31995R2253

VERORDNUNG (EG) Nr. 2253/95 DER KOMMISSION vom 26. September 1995 zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1596/79 über vorbeugende Rücknahmen von Äpfeln und Birnen
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisation für Obst und Gemüse (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1363/95 der Kommission (2), insbesondere auf Artikel 15a, Absatz 2,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die in der Verordnung (EWG) Nr. 1596/79 der Kommission (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 3451/93 (4), genannte Grunderzeugung bezieht sich auf die Erzeugung der Gemeinschaft mit Ausnahme des Gebietes von Österreich, Finnland und Schweden.
Um die Erzeugung dieser neuen Mitgliedstaaten zu berücksichtigen, sollte die Grunderzeugung von Äpfeln und Birnen geändert werden.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Obst und Gemüse -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 1596/79 wird wie folgt geändert:
1. Artikel 1 erhält folgende Fassung:
"Artikel 1
Vorbeugende Rücknahmen dürfen nur genehmigt werden, wenn die voraussichtliche Erzeugung um mindestens 5 % höher liegt als eine Grunderzeugung von
- 8 510 000 Tonnen Äpfeln und
- 2 480 000 Tonnen Birnen."
2. Artikel 3 Absatz 1 erhält folgende Fassung:
"(1) Bei Äpfeln dürfen sich die vorbeugenden Rücknahmen auf höchstens 30 % der vorhersehbaren Überschüsse beziehen, wenn diese 851 000 Tonnen nicht übersteigen, auf 40 % der vorhersehbaren Überschüsse, wenn diese zwischen 851 000 und 1 276 500 Tonnen liegen, und auf 50 %, wenn sie 1 276 500 Tonnen übersteigen. Die vorhersehbaren Überschüsse entsprechen dem Unterschied zwischen der vorhergesehenen Erzeugung und der Grunderzeugung von 8 510 000 Tonnen.
Bei Birnen dürfen sich die vorbeugenden Rücknahmen auf höchstens 30 % der vorhersehbaren Überschüsse beziehen, wenn diese 248 000 Tonnen nicht übersteigen, auf 40 % der vorhersehbaren Überschüsse, wenn diese zwischen 248 000 und 372 000 Tonnen liegen, und auf 50 %, wenn sie 372 000 Tonnen übersteigen. Die vorhersehbaren Überschüsse entsprechen dem Unterschied zwischen der vorhergesehenen Erzeugung und der Grunderzeugung von 2 480 000 Tonnen."
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 26. September 1995

Labels: 3
18
17