Document ID: 31992R1826

VERORDNUNG (EWG) Nr. 1826/92 DER KOMMISSION vom 3. Juli 1992 zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 1596/79 über vorbeugende Rücknahmen von Äpfeln und Birnen
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1035/72 des Rates vom 18. Mai 1972 über eine gemeinsame Marktorganisation für Obst und Gemüse (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1754/92 (2), insbesondere auf Artikel 15a Absatz 2,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die in der Verordnung (EWG) Nr. 1596/79 der Kommission (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1508/91 (4), genannte Grunderzeugung, bezieht sich auf die Erzeugung der Gemeinschaft mit Ausnahme des Gebietes der neuen Länder in Deutschland.
Um die Erzeugung in den neuen Ländern in Deutschland zu berücksichtigen, sollte die Grunderzeugung von Äpfeln und Birnen geändert werden.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Obst und Gemüse -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Verordnung (EWG) Nr. 1596/79 wird wie folgt geändert:
1. Artikel 1 erhält folgende Fassung:
"Artikel 1
Vorbeugende Rücknahmen dürfen nur genehmigt werden, wenn die voraussichtliche Erzeugung um mindestens 5 % höher liegt als eine Grunderzeugung von
- 7 660 000 Tonnen Äpfeln und
- 2 360 000 Tonnen Birnen."
2. Artikel 3 Absatz 1 erhält folgende Fassung
"(1) Bei Äpfeln dürfen sich die vorbeugenden Rücknahmen auf höchstens 30 % der vorhersehbaren Überschüsse beziehen, wenn diese 766 000 Tonnen nicht übersteigen, auf 40 % der vorhersehbaren Überschüsse, wenn diese zwischen 766 000 und 1 150 000 Tonnen liegen, und auf 50 %, wenn sie 1 150 000 Tonnen übersteigen. Die vorhersehbaren Überschüsse entsprechen dem Unterschied zwischen der vorhergesehenen Erzeugung und der Grunderzeugung von 7 660 000 Tonnen.
Bei Birnen dürfen sich die vorbeugenden Rücknahmen nur auf höchstens 30 % der vorhersehbaren Überschüsse beziehen, wenn diese 236 000 Tonnen nicht übersteigen; auf 40 % der vorhersehbaren Überschüsse, wenn diese zwischen 236 000 und 354 000 Tonnen übesteigen. Die vorhersehbaren Überschüsse entsprechen dem Unterschied zwischen der vorhergesehenen Erzeugung und der Grunderzeugung von 2 360 000 Tonnen."
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am dritten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft. Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 3. Juli 1992

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