Document ID: 32001R1183

Verordnung (EG) Nr. 1183/2001 der Kommission
vom 15. Juni 2001
zur Festsetzung der tatsächlichen Erzeugung nicht entkörnter Baumwolle sowie der Verringerung des Zielpreises für das Wirtschaftsjahr 2000/2001
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Akte über den Beitritt Griechenlands, insbesondere auf das Protokoll Nr. 4 über Baumwolle, zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1553/95 des Rates(1),
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1964/87 des Rates vom 2. Juli 1987 zur Anpassung der durch das Protokoll Nr. 4 im Anhang zur Akte über den Beitritt Griechenlands eingeführten Beihilferegelung für Baumwolle(2), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1553/95, insbesondere auf Artikel 2 Absatz 3,
gestützt auf die Verordnung (EG) Nr. 1554/95 des Rates vom 29. Juni 1995 zur Festlegung der allgemeinen Vorschriften der Beihilferegelung für Baumwolle und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 2169/81(3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1419/98(4), insbesondere auf Artikel 9,
in Erwägung nachstehender Gründe:
(1) Nach Artikel 9 der Verordnung (EG) Nr. 1554/95 wird die tatsächliche Erzeugung des laufenden Wirtschaftsjahres vor Ende Juni desselben Wirtschaftsjahres insbesondere unter Berücksichtigung der Mengen bestimmt, für welche die Beihilfe beantragt ist. Diese Bestimmung hat die Festlegung der tatsächlichen Erzeugung für das Wirtschaftsjahr 2000/2001 wie nachstehend angegeben zur Folge.
(2) Gemäß Artikel 2 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr. 1964/87 wird der in Absatz 8 des Protokolls Nr. 4 genannte Zielpreis, wenn die für Griechenland und Spanien festgesetzte tatsächliche Erzeugung die garantierte Hoechstmenge übersteigt, in den Mitgliedstaaten verringert, in denen die nationalen Garantiemengen überschritten werden. Die Zielpreisverringerung ist je nachdem unterschiedlich, ob eine Überschreitung der nationalen Garantiemengen in Spanien und Griechenland oder in nur einem dieser Mitgliedstaaten festgestellt wird. Da eine Überschreitung in Griechenland und in Spanien zu berücksichtigen ist, werden gemäß Artikel 6 Buchstabe a) der Verordnung (EG) Nr. 1554/95 für jeden Mitgliedstaat die entsprechenden Prozentsätze berechnet und der Zielpreis um die Hälfte des Prozentsatzes gekürzt, um den die nationale Garantiemenge überschritten ist.
(3) Gemäß Artikel 2 Absatz 4 der Verordnung (EWG) Nr. 1964/87 wird unter bestimmten Bedingungen der Beihilfebetrag in denjenigen Mitgliedstaaten erhöht, in denen die tatsächliche Erzeugung über der garantierten nationalen Menge liegt. Diese Erhöhung ist zu berechnen gemäß Artikel 6 der Verordnung (EWG) Nr. 1201/89 der Kommission vom 3. Mai 1989 zur Durchführung der Beihilferegelung für Baumwolle(5), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1624/1999(6). Die genannten Bedingungen sind im Wirtschaftsjahr 2000/2001 erfuellt. Es ist deshalb zu bestimmten, um wie viel die Beihilfe in den jeweiligen Mitgliedstaaten zu erhöhen ist. Gemäß dem genannten Artikel 6 ergeben sich die nachstehenden Beträge.
(4) Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Flachs und Hanf -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
(1) a) Die tatsächliche Erzeugung an nicht entkörnter Baumwolle wird für das Wirtschaftsjahr 2000/2001 auf 1573530 Tonnen festgesetzt. Davon entfallen 1272873 Tonnen auf Griechenland und 300657 Tonnen auf Spanien.
b) Für Portugal wird die tatsächliche Erzeugung an nicht entkörnter Baumwolle für das Wirtschaftsjahr 2000/2001 auf 0 Tonnen festgesetzt.
(2) Der für das Wirtschaftsjahr 2000/2001 vorgesehene Zielpreis wird wie folgt gekürzt um:
- 33,378 EUR/100 kg im Fall Griechenlands,
- 11,055 EUR/100 kg im Fall Spaniens.
(3) Der Betrag, um den die für das Wirtschaftsjahr 2000/2001 festgesetzte Beihilfe zu erhöhen ist, wird festgesetzt auf:
- 6,909 EUR/100 kg für Griechenland,
- 4,996 EUR/100 kg für Spanien.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 15. Juni 2001

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