Document ID: 31996R0357

VERORDNUNG (EG) Nr. 357/96 DER KOMMISSION vom 28. Februar 1996 zur Festsetzung bestimmter Richtmengen für die Einfuhr von Bananen im zweiten Vierteljahr 1996 (Text von Bedeutung für den EWR)
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 404/93 des Rates vom 13. Februar 1993 über die gemeinsame Marktorganisation für Bananen (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 3290/94 (2), insbesondere auf Artikel 20,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Nach Artikel 9 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1442/93 der Kommission (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1164/95 (4), sind zur Erteilung von Einfuhrlizenzen für das jeweilige Vierteljahr Richtmengen festzusetzen, ausgedrückt als prozentualer Anteil an den Mengen, die den jeweiligen Ländern oder Ländergruppen gemäß Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 478/95 der Kommission (5), geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 702/95 (6), zugeteilt werden.
Für das Jahr 1996 hat die Kommission bekanntlich durch die Verordnung (EG) Nr. 2568/95 der Kommission (7) die für Nicaragua vorgesehene Menge Kolumbien zugeteilt, da Nicaragua nicht in der Lage war, in dem genannten Jahr Bananen nach der Gemeinschaft auszuführen. Die mit der Verordnung (EG) Nr. 356/96 der Kommission (8) für Venezuela zugeteilte Menge wurde für den Zeitraum ab Beginn des zweite Vierteljahres 1996 teilweise für Kolumbien vorgesehen.
Die 1995 in der Gemeinschaft vermarkteten, insbesondere die im ersten Vierteljahr eingeführten Bananenmengen sowie die Versorgungs- und Verbrauchsvorausschätzungen für das zweite Vierteljahr 1996, haben zur Folge, daß zur ausreichenden Versorgung der Gemeinschaft in dem genannten Vierteljahr eine Richtmenge festgesetzt wird, die sich je nach Ursprung auf 32 % der im Rahmen des Zollkontingents zugeteilten Mengen beläuft.
Unter Zugrundelegung derselben Angaben ist die Hoechstmenge festzusetzen, die nach Artikel 9 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1442/93 jeder Marktbeteiligte der Gruppen A und B für das zweite Vierteljahr 1996 beantragen kann.
Es sind ferner die Richtmengen festzusetzen, die nach Artikel 14 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1442/93 für die Erteilung von Lizenzen zur Einfuhr von traditionellen Mengen mit Ursprung in den AKP-Staaten erforderlich sind.
Diese Verordnung muß vor dem Zeitraum in Kraft treten, in dem die Lizenzen für das zweite Vierteljahr 1996 beantragt werden.
Der Verwaltungsausschuß für Bananen hat nicht innerhalb der ihm von seinem Vorsitzenden gesetzten Frist Stellung genommen -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die in Artikel 9 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1442/93 genannten, in die Gemeinschaft im Rahmen des Zollkontingents gemäß den Artikeln 18 und 19 der Verordnung (EWG) Nr. 404/93 einführbaren Richtmengen belaufen sich für das erste Vierteljahr 1996 auf 32 % der Mengen, die den jeweiligen Ländern oder Ländergruppen gemäß Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 478/95 zugeteilt werden.
Die für die Einfuhr von Bananen mit Ursprung in Costa Rica und Kolumbien vorgesehenen Richtmengen betreffen die Einfuhrlizenzen der Gruppen A, C und B.
Artikel 2
Jeder Marktbeteiligte der Gruppen A und B darf gemäß Artikel 9 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1442/93 im zweiten Vierteljahr 1996 32 % der ihm gemäß Artikel 6 Absatz 2 derselben Verordnung zugeteilten jährlichen Gesamtmenge einführen.
Artikel 3
Die gemäß Artikel 14 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1442/93 für die Einfuhr von traditionellen Bananen mit Ursprung in den AKP-Staaten festzusetzenden Richtmengen belaufen sich für das zweite Vierteljahr 1996 auf 30 % der im Anhang der Verordnung (EWG) Nr. 404/93 für jeden Ursprung festgesetzten traditionellen Mengen.
Artikel 4
Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 28. Februar 1996

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