Document ID: 31991R0822

VERORDNUNG ( EWG ) Nr . 822/91 DER KOMMISSION vom 3 . April 1991 zur Festsetzung der geschätzten Olivenölerzeugung und der als Vorschuß zahlbaren einheitlichen Erzeugungsbeihilfe für das Wirtschaftsjahr 1990/1991
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung Nr . 136/66/EWG des Rates vom 22 . September 1966 über die gemeinsame Marktorganisation für Fette ( 1 ), zuletzt geändert durch die Verordnung ( EWG ) Nr . 3577/90 ( 2 ),
gestützt auf die Verordnung ( EWG ) Nr . 2261/84 des Rates vom 17 . Juli 1984 mit Grundregeln für die Gewährung der Erzeugungsbeihilfe für Olivenöl und für die Olivenölerzeugerorganisationen ( 3 ), zuletzt geändert durch die Verordnung ( EWG ) Nr . 3500/90 ( 4 ), insbesondere auf Artikel 17a Absatz 1,
in Erwägung nachstehender Gründe :
Nach Artikel 5 der Verordnung Nr . 136/66/EWG muß die Einheitsbeihilfe für die Erzeugung von Olivenöl herabgesetzt werden, wenn die tatsächliche Erzeugung eines bestimmten Wirtschaftsjahres die geltende Hoechstgarantiemenge überschreitet . Von einer solchen Herabsetzung sind jedoch die Erzeuger ausgenommen, die je Wirtschaftsjahr durchschnittlich nicht mehr als 500 kg Olivenöl erzeugen .
Gemäß Artikel 17a der Verordnung ( EWG ) Nr . 2261/84 ist zur Bestimmung des als Vorschuß zahlbaren einheitlichen Betrages der Beihilfe für die Erzeugung von Olivenöl die Erzeugung in dem betreffenden Wirtschaftsjahr zu schätzen . Dieser Betrag muß so festgesetzt werden, daß jede Gefahr einer ungerechtfertigten Zahlung an Olivenerzeuger ausgeschlossen ist .
Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission für jedes Wirtschaftsjahr die zur Feststellung der geschätzten Erzeugung benötigten Angaben über die voraussichtliche Olivenölerzeugung mit . Die Kommission kann sich auch auf andere Informationsquellen stützen .
Bei der Festsetzung des Vorschusses ist den Rückstellungen für die Anlage der Ölkartei gemäß der Verordnung ( EWG ) Nr . 1416/82 des Rates ( 5 ), geändert durch die Verordnung ( EWG ) Nr . 2212/88 ( 6 ), und für die Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung gemäß der Verordnung (EWG ) Nr . 1916/87 des Rates ( 7 ) Rechnung zu tragen .
Im Fall Spaniens und Portugals unterscheidet sich die Erzeugungsbeihilfe von der, die in den übrigen Mitgliedstaaten gilt . Für diese beiden Mitgliedstaaten muß deshalb auch ein anderer Vorschuß vorgesehen werden . Gemäß den vorliegenden Angaben sollten die geschätzte Menge und der genannte Vorschuß in nachstehender Höhe festgesetzt werden .
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Fette -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN : Artikel 1
Für das Wirtschaftsjahr 1990/1991 beträgt die
- geschätzte Olivenölerzeugung 1 194 400 Tonnen,
- als Vorschuß zahlbare einheitliche Erzeugungsbeihilfe :
- 35,58 ECU/kg für Spanien,
- 31,85 ECU/kg für Portugal,
- 63,62 ECU/kg für die übrigen Mitgliedstaaten . Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft . Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat .
Brüssel, den 3 . April 1991

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