Document ID: 31992R3369

VERORDNUNG (EWG) Nr. 3369/92 DER KOMMISSION vom 24. November 1992 zur dreizehnten Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3800/81 zur Aufstellung der Klassifizierung der Rebsorten
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 822/87 des Rates vom 16. März 1987 über die gemeinsame Marktorganisation für Wein (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1756/92 (2), insbesondere auf Artikel 13 Absatz 5,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Die Klassifizierung der zum Anbau in der Gemeinschaft zugelassenen Rebsorten ist mit der Verordnung (EWG) Nr. 3800/81 der Kommission (3), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 3774/91 (4), gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2389/89 des Rates vom 24. Juli 1989 über die Grundregeln für die Klassifizierung der Rebsorten (5), geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 3577/90 (6), festgelegt worden.
Die Anbaueignung bestimmter Keltertraubenrebsorten wurde nach Prüfung gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2314/72 der Kommission vom 30. Oktober 1972 mit Bestimmungen zur Prüfung der Anbaueignung von Rebsorten (7) in der Fassung der Verordnung (EWG) Nr. 3296/80 (8) für das gesamte Gebiet des Vereinigten Königreichs und für bestimmte spanische, deutsche, französische und italienische Verwaltungseinheiten als zufriedenstellend anerkannt. Es empfiehlt sich deshalb, die Keltertraubenrebsorten für dieses Gebiet und diese Verwaltungseinheiten in die Klasse der Rebsorten einzustufen, die gemäß Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe b) der Verordnung (EWG) Nr. 2389/89 bereits vorläufig zugelassen worden sind.
Es ist angezeigt, die Klassifizierung der Kelter- und der Tafeltraubenrebsorten zu ergänzen, indem neben den für bestimmte spanische, deutsche und italienische Verwaltungseinheiten zugelassenen und empfohlenen Sorten bestimmte Sorten aufgenommen werden, die seit mindestens fünf Jahren in der Klassifizierung für eine unmittelbar angrenzende Verwaltungseinheit aufgeführt sind und somit die Bedingung gemäß Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe a) erster Gedankenstrich der Verordnung (EWG) Nr. 2389/89 erfuellen.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß Weine aus bestimmten Keltertraubenrebsorten, die für bestimmte spanische, deutsche, französische und italienische Verwaltungseinheiten zugelassen sind, in der Regel als von guter Qualität bewertet werden können. Es empfiehlt sich daher, diese Sorten gemäß Artikel 11 Absatz 2 Buchstabe a) der Verordnung (EWG) Nr. 2389/89 in die Klasse der Rebsorten einzustufen, die für diese spanischen, deutschen, französischen und italienischen Verwaltungseinheiten empfohlen sind.
Anläßlich dieser Änderung ist auch der Anhang der Verordnung (EWG) Nr. 3800/81 entsprechend den Bemerkungen der Sachverständigen zu berichtigen.
Gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2167/92 der Kommission (9), geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 2959/92 (10), sind im Wirtschaftsjahr 1992/93 in Portugal die dort traditionell angebauten Rebsorten zugelassen. Die in diesem Land zugelassenen Rebsorten sind deshalb in die Verordnung (EWG) Nr. 3800/81 aufzunehmen.
Eine Klassifizierung der Unterlagensorten für das gesamte Hoheitsgebiet Deutschlands bewirkt eine strukturelle Vereinfachung des Anhangs der Verordnung (EWG) Nr. 3800/81 ohne inhaltliche Änderung und entspricht Artikel 3 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2389/89.
Damit die mit der vorliegenden Verordnung zugelassenen Rebsorten im Wirtschaftsjahr 1992/93 verwendet werden können, muß sie ab 1. September 1992 gelten.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Wein -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Der Anhang der Verordnung (EWG) Nr. 3800/81 wird entsprechend dem Anhang dieser Verordnung geändert.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Sie gilt mit Wirkung vom 1. September 1992. Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 24. November 1992

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