Document ID: 31987D0571

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ENTSCHEIDUNG DES RATES
vom 7. Dezember 1987
zur Ermächtigung der Portugiesischen Republik, ihr Fischereiabkommen mit dem Königreich Marokko bis zur Anwendung eines Fischereiabkommens zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Königreich Marokko zu verlängern
(87/571/EWG)
DER RAT DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Akte über den Beitritt Spaniens und Portugals, insbesondere auf Artikel 354 Absatz 3,
auf Vorschlag der Kommission,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Das Fischereiabkommen zwischen der Regierung der Portugiesischen Republik und der Regierung des Königreichs Marokko wurde am 26. März 1976 unterzeichnet und trat am 4. Januar 1978 für eine Dauer von fünf Jahren in Kraft. Es bleibt für weitere Zeiträume von jeweils einem Jahr in Kraft, sofern es nicht drei Monate vor Ablauf der jeweiligen Frist gekündigt wird; es ist auf diese Weise bis zum 3. Januar 1987 verlängert worden.
Gemäß Artikel 354 Absatz 2 der Beitrittsakte bleiben die sich für die Portugiesische Republik aus den mit Drittländern geschlossenen Fischereiabkommen ergebenden Rechte und Pflichten während des Zeitraums, in dem die Bestimmungen dieser Abkommen vorläufig aufrechterhalten werden, unberührt.
Gemäß Artikel 354 Absatz 3 der Beitrittsakte erlässt der Rat vor Ablauf der von der Portugiesischen Republik mit Drittländern geschlossenen Fischereiabkommen die erforderlichen Bestimmungen zur Aufrechterhaltung der sich aus diesen Abkommen ergebenden Fischereitätigkeiten, einschließlich der Möglichkeit einer Verlängerung.
Mit der Entscheidung 86/641/EWG (1) hat der Rat die Portugiesische Republik ermächtigt, das eingangs genannte Fischereiabkommen vom 4. Januar 1987 bis zum 3. Januar 1988 zu verlängern, solange ein Fischereiabkommen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Königreich Marokko nicht geschlossen ist.
Das am 1. August 1987 unterzeichnete Abkommen in Form eines Briefwechsels über die Fischereiregelung zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Königreich Marokko (2), das vorläufig auf Schiffe aus der Gemeinschaft in den marokkanischen Gewässern Anwendung findet, läuft am 31. Dezember 1987 aus.
Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und das Königreich Marokko haben Verhandlungen zum Abschluß eines Fischereiabkommens aufgenommen. Zur Vermeidung einer Unterbrechung der Fischereitätigkeiten der betreffenden Gemeinschaftsschiffe liegt es im Interesse der Gemeinschaft, die Portugiesische Republik zu ermächtigen, ihr Fischereiabkommen mit Marokko bis zur Anwendung des Fischereiabkommens, über das derzeit verhandelt wird, längstens jedoch um ein weiteres Jahr zu verlängern -
HAT FOLGENDE ENTSCHEIDUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Die Portugiesische Republik wird ermächtigt, das am 4. Januar 1978 in Kraft getretene Fischereiabkommen mit dem Königreich Marokko vom 4. Januar 1988 bis zum Zeitpunkt der Anwendung eines Fischereiabkommens zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und dem Königreich Marokko, längstens jedoch bis zum 3. Januar 1989, zu verlängern.
Artikel 2
Diese Entscheidung ist an die Portugiesische Republik gerichtet.
Geschehen zu Brüssel am 7. Dezember 1987.

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