Document ID: 31987R2158

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 2158/87 DER KOMMISSION
vom 22. Juli 1987
über die Ausfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen nach Helgoland
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2727/75 des Rates vom 29. Oktober 1975 über die gemeinsame Marktorganisation für Getreide (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1900/87 (2), insbesondere auf Artikel 16 Absatz 6 und Artikel 24 sowie auf die entsprechenden Bestimmungen der anderen Verordnungen über gemeinsame Marktorganisationen für landwirtschaftliche Erzeugnisse,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 2746/75 des Rates vom 29. Oktober 1975 über die Grundregeln für die Gewährung von Erstattungen bei der Ausfuhr von Getreide und über die Kriterien für die Festsetzung des Erstattungsbetrags (3), insbesondere auf Artikel 8 Absatz 2 zweiter Unterabsatz und Artikel 8 Absatz 3 sowie auf die entsprechenden Bestimmungen der Ratsverordnungen Nr. 142/67/EWG (Raps- und Rübsensamen sowie Sonnenblumenkerne) (4), Nr. 171/67/EWG (Olivenöl) (5), (EWG) Nr. 766/68 (Zucker) (6), (EWG) Nr. 876/68 (Milch und Milcherzeugnisse) (7), (EWG) Nr. 885/68 (Rindfleisch) (8), (EWG) Nr. 2518/69 (Obst und Gemüse) (9), (EWG) Nr. 326/71 (Rohtabak) (10), (EWG) Nr. 2743/75 (Getreidemischfuttermittel) (11), (EWG) Nr. 2744/75 (Getreide- und Reisverarbeitungserzeugnisse) (12), (EWG) Nr. 2768/75 (Schweinefleisch) (13), (EWG) Nr. 2774/75 (Eier) (14), (EWG) Nr. 2779/75 (Gefluegelfleisch) (15), (EWG) Nr. 110/76 (Fischereierzeugnisse) (16), (EWG) Nr. 1431/76 (Reis) (17), (EWG) Nr. 519/77 (verarbeitete Erzeugnisse aus Obst und Gemüse) (18) und (EWG) Nr. 345/79 (Wein) (19),
in Erwägung nachstehender Gründe:
Nach Artikel 9 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2730/79 der Kommission (20), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 1180/87 (21), und nach Artikel 1 Absatz 1 zweiter Unterabsatz der Richtlinie 81/177/EWG des Rates vom 24. Februar 1981 zur Harmonisierung der Verfahren für die Ausfuhr von Gemeinschaftswaren (22) kann Helgoland nicht als eine Bestimmung angesehen werden, die einen Anspruch auf Ausfuhrerstattungen eröffnet.
Die einzelstaatlichen Zollvorschriften der Bundesrepublik Deutschland untersagen den Verkauf und den Verbrauch von steuerfreien Waren an Bord von Schiffen, die zwischen deutschen Häfen und Helgoland verkehren. Dieser Grundsatz muß auch für die nach Helgoland ausgeführten landwirtschaftlichen Erzeugnisse gelten.
Hinsichtlich der Anwendung der Zollbefreiung bei der Einfuhr wird Helgoland gemäß Artikel 1 Absatz 3 der Verordnung (EWG) Nr. 918/83 des Rates vom 28. März 1983 über das gemeinschaftliche System der Zollbefreiung (23) als Drittland behandelt.
Es empfiehlt sich, den Verbrauch von landwirtschaftlichen Erzeugnissen der Gemeinschaft auf Helgoland zu erleichtern.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme der zuständigen Verwaltungsausschüsse -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Abweichend von Artikel 9 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2730/79 und abweichend von Artikel 1 Absatz 1 zweiter Unterabsatz der Richtlinie 81/177/EWG gelten die für Helgoland bestimmten landwirtschaftlichen Erzeugnisse für die Anwendung der Bestimmungen über die Zahlung von Ausfuhrerstattungen als ausgeführt.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am 1. August 1987 in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 22. Juli 1987

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