Document ID: 31989R1327

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VERORDNUNG (EWG) Nr. 1327/89 DER KOMMISSION
vom 16. Mai 1989
zur Ermächtigung Spaniens, in bestimmten Gebieten die mit der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 des Rates über die Gewährung von Prämien zur endgültigen Aufgabe von Rebflächen vorgesehenen Maßnahmen in den Weinwirtschaftsjahren 1989/90 bis 1995/96 nicht anzuwenden
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN
GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 des Rates vom 24. Mai 1988 über die Gewährung von Prämien zur endgültigen Aufgabe von Rebflächen in den Weinwirtschaftsjahren 1988/89 bis 1995/96 (1), insbesondere auf Artikel 12 Absätze 1 und 2,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Spanien hat vor dem 1. April 1989 gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2729/88 der Kommission vom 31. August 1988 mit Durchführungsbestimmungen zu der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 über die Gewährung von Prämien zur endgültigen Aufgabe von Rebflächen in den Weinwirtschaftsjahren 1988/89 bis 1995/96 (2), zuletzt geändert durch die Verordnung (EWG) Nr. 678/89 (3), einen begründeten Antrag auf Nichtanwendung der mit der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 vorgesehenen Maßnahmen ab dem Weinwirtschaftsjahr 1989/90 gestellt.
Im Rahmen der vorliegenden Verordnung sind die in bestimmten Gebieten mit besonderen Schwierigkeiten gelegenen Rebflächen berücksichtigt, deren Eignung zur Erzeugung von Qualitätswein b. A. anerkannt ist. Diese Gebiete wurden nach den vier nachstehenden Kriterien festgelegt:
- Zugehörigkeit zu einer Herkunftsbezeichnung, damit die getroffenen Qualitätsverbesserungsmaßnahmen nicht in Frage gestellt werden;
- durchschnittliche Niederschlagsmenge von 400 mm und weniger im Jahr;
- sehr wenig Möglichkeiten für den Anbau anderer Kulturen, nachgewiesen anhand einer nach Fruchtfolge-, Bewässerungs- und Ertragswerten (Boden-, Erzeugungs- und agroklimatische Werte) bestimmten Skala.
Mit diesen technischen Angaben lassen sich die geographischen Zonen mit mittleren bis schwierigen landwirtschaftlichen Voraussetzungen abgrenzen;
- Gefahr der Abwanderung, aufgezeigt anhand der zur Bestimmung der benachteiligten Gebiete verwendeten demographischen Daten (Anteil der landwirtschaftlichen Erwerbsbevölkerung an der Erwerbsbevölkerung insgesamt, Bevölkerungsdichte und jährliche Abwanderungsrate).
Die Gemeinden, auf die diese Kriterien zutreffen, sind in einer Liste zusammengestellt.
Diese Kriterien entsprechen denen des Artikels 12 Absätze 1 und 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88. Das Weinbaupotential der Rebflächen, deren Eignung zur Erzeugung von Qualitätswein b. A. in allen diesen Gemeinden anerkannt ist, macht weniger als 10 % des spanischen Weinbaupotentials insgesamt aus.
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Verwaltungsausschusses für Wein -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
Spanien wird ermächtigt, ab dem Weinwirtschaftsjahr 1989/90 gemäß Artikel 12 Absätze 1 und 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1442/88 die mit der genannten Verordnung vorgesehenen Maßnahmen zur endgültigen Aufgabe von Rebflächen nicht auf alle im Anhang angegebenen Rebflächen anzuwenden.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tag ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 16. Mai 1989

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