Document ID: 31996R1406

VERORDNUNG (EG) Nr. 1406/96 DER KOMMISSION vom 19. Juli 1996 zur Einführung oder Aufstockung bestimmter Hoechstmengen der Gemeinschaft für die Wiedereinfuhr bestimmter Textilwaren mit Ursprung und nach passiver Veredelung in der Volksrepublik China in die Europäische Gemeinschaft für das Jahr 1996
DIE KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN -
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
gestützt auf die Verordnung (EWG) Nr. 3030/93 des Rates vom 12. Oktober 1993 über die gemeinsame Einfuhrregelung für bestimmte Textilwaren mit Ursprung in Drittländern (1), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 941/96 der Kommission (2), insbesondere auf Artikel 2 und Artikel 3 Absatz 3 des Anhangs VII in Verbindung mit Artikel 17,
in Erwägung nachstehender Gründe:
Artikel 2 des Anhangs VII der Verordnung (EWG) Nr. 3030/93 enthält die Bedingungen, unter denen Hoechstmengen für bestimmte Textilwaren festgelegt werden können, die nach passiver Veredelung in bestimmten Drittländern in die Gemeinschaft wiedereingeführt werden.
Gemäß Artikel 2 des Anhangs VII der Verordnung (EWG) Nr. 3030/93 können Hoechstmengen für die Wiedereinfuhr der Textilwaren festgelegt werden, für die gemäß Artikel 2 der Verordnung (EWG) Nr. 3030/93 Hoechstmengen gelten.
Einige Mitgliedstaaten ersuchten die Europäische Kommission, für das Jahr 1996 Hoechstmengen für bestimmte Textilwaren (Kategorien 159 und 161) mit Ursprung in der Volksrepublik China festzusetzen, die nach passiver Veredelung in der Volksrepublik China in die Europäische Gemeinschaft wiedereingeführt werden. Für die Direkteinfuhren der Textilwaren der Kategorien 159 und 161 gelten gemäß Artikel 2 der Verordnung (EWG) Nr. 3030/93 Hoechstmengen.
Gemäß Artikel 3 Absatz 3 des Anhangs VII der Verordnung (EWG) Nr. 3030/93 können die bereits geltenden Hoechstmengen nötigenfalls angepaßt werden.
Die Hoechstmenge für die Textilwaren der Kategorie 13 mit Ursprung in der Volksrepublik China, die nach passiver Veredelung in der Volksrepublik China in die Europäische Gemeinschaft wiedereingeführt werden, reichte nicht aus, um allen von den Wirtschaftsbeteiligten der Gemeinschaft gestellten Anträgen auf vorherige Genehmigung stattzugeben. Für die Direkteinfuhren der Textilwaren der Kategorie 13 gelten gemäß Artikel 2 der Verordnung (EWG) Nr. 3030/93 Hoechstmengen.
Daher ist es angezeigt, für bestimmte Textilwaren (Kategorien 159 und 161) mit Ursprung in der Volksrepublik China, welche nach passiver Veredelung in der Volksrepublik China in die Europäische Gemeinschaft wiedereingeführt werden, für das Jahr 1996 die in Anhang I genannten Hoechstmengen festzusetzen.
Ferner ist es angezeigt, für die Waren der Kategorie 13 mit Ursprung in der Volksrepublik China, welche nach passiver Veredelung in der Volksrepublik China in die Europäische Gemeinschaft wiedereingeführt werden, für das Jahr 1996 Wiedereinfuhrmöglichkeiten über die geltende Hoechstmenge hinaus zu eröffnen.
Die Bestimmungen des Gemeinschaftsrechts über die passive Veredelung müßten für die Wiedereinfuhr der Waren gelten, für die im Rahmen dieser Verordnung Hoechstmengen festgesetzt oder aufgestockt wurden.
Die vorgesehenen Maßnahmen entsprechen der Stellungnahme des Textilausschusses -
HAT FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:
Artikel 1
(1) Für die in Anhang I genannten Textilwaren der Kategorien 159 und 161 mit Ursprung in der Volksrepublik China gelten bei der Wiedereinfuhr in die Europäische Gemeinschaft nach passiver Veredelung in der Volksrepublik China für das Jahr 1996 die in diesem Anhang festgesetzten Hoechstmengen, die im Einklang mit den Bestimmungen der einschlägigen Gemeinschaftsverordnungen über die passive Veredelung verwaltet werden.
(2) Über die im Anhang des Protokolls E des Abkommens zwischen der Europäischen Gemeinschaft und der Volksrepublik China über den Handel mit Textilwaren (3) enthaltene Hoechstgrenze hinaus können Textilwaren der Kategorie 13 mit Ursprung und nach passiver Veredelung in der Volksrepublik China für das Jahr 1996 im Rahmen der zusätzlichen Mengen nach Anhang II in die Gemeinschaft eingeführt werden. Diese zusätzlichen Mengen werden im Einklang mit den Bestimmungen der einschlägigen Gemeinschaftsverordnungen über die passive Veredelung verwaltet.
Artikel 2
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften in Kraft.
Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Brüssel, den 19. Juli 1996

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